Annual Report • Apr 28, 2016
Annual Report
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www.viennaairport.com
Kennzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe
| in € Mio. | 2015 | Veränd. in % |
2014 | 2013 | 2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtumsatz | 654,4 | 3,8 | 630,2 | 622,0 | 607,4 |
| davon Airport1 | 359,2 | 4,4 | 344,1 | 331,4 | 315,3 |
| davon Handling1 | 151,3 | 3,8 | 145,7 | 151,9 | 155,9 |
| davon Retail & Properties1 | 128,2 | 3,6 | 123,8 | 121,2 | 119,5 |
| davon Sonstige Segmente1 | 15,6 | -5,7 | 16,6 | 17,5 | 16,6 |
| EBITDA | 275,2 | 10,0 | 250,2 | 241,5 | 221,4 |
| EBITDA-Marge (in %)2 | 42,0 | n.a. | 39,7 | 38,8 | 36,5 |
| EBIT | 142,9 | 19,3 | 119,8 | 112,1 | 108,0 |
| EBIT-Marge (in %)3 | 21,8 | n.a. | 19,0 | 18,0 | 17,8 |
| ROCE vor Steuern (in %)4 | 9,3 | n.a. | 7,5 | 6,8 | 6,5 |
| ROCE nach Steuern (in %)5 | 7,0 | n.a. | 5,6 | 5,1 | 4,9 |
| Konzernergebnis nach Minderheiten | 100,4 | 21,8 | 82,5 | 73,3 | 71,9 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit |
228,4 | 3,5 | 220,6 | 204,4 | 179,7 |
| Eigenkapital | 1.020,0 | 7,1 | 952,5 | 905,9 | 851,6 |
| Eigenkapitalquote (in %) | 53,4 | n.a. | 50,3 | 46,4 | 41,3 |
| Nettoverschuldung | 466,0 | -7,9 | 506,2 | 633,4 | 719,6 |
| Bilanzsumme | 1.909,7 | 0,9 | 1.892,2 | 1.953,9 | 2.061,8 |
| Gearing (in %) | 45,7 | n.a. | 53,1 | 69,9 | 84,5 |
| Investitionen6 | 79,9 | 6,4 | 75,1 | 72,8 | 101,2 |
| Ertragsteuern | 30,5 | 23,1 | 24,8 | 23,5 | 21,4 |
| 2015 | Veränd. in % |
2014 | 2013 | 2012 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtpassagiere (in Mio.) | 22,8 | 1,3 | 22,5 | 22,0 | 22,2 |
| davon Transferpassagiere (in Mio.) | 6,3 | -3,6 | 6,5 | 6,8 | 7,1 |
| Flugbewegungen | 226.811 | -1,7 | 230.781 | 231.179 | 244.650 |
| MTOW (in Mio. Tonnen)7 | 8,4 | 2,6 | 8,2 | 7,9 | 8,1 |
| Fracht (Luftfracht und Trucking; in Tonnen) | 272.575 | -1,8 | 277.532 | 256.194 | 252.276 |
| Sitzladefaktor (in %)8 | 74,3 | -0,7 % p. | 75,0 | 74,8 | 73,0 |
Erläuterungen: 1) 2012 angepasst an die neue Segmentdarstellung; 2) EBITDA-Marge (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatzerlöse; 3) EBIT-Marge (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatzerlöse; 4) ROCE vor Steuern (Return on Capital Employed before Tax) = (EBIT zuzüglich zurechenbarer Steuern) / durchschnittliches Capital Employed; 5) ROCE nach Steuern (Return on Capital Employed after Tax) = (EBIT abzüglich zurechenbarer Steuern) / durchschnittliches Capital Employed; 6) Investitionen: immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen inklusive Rechnungskorrekturen Vorjahre; 7) MTOW: Maximum Take-off Weight (Höchstabfluggewicht) der Luftfahrzeuge; 8) Sitzladefaktor: Gesamtpassagiere / angebotene Sitzplatzkapazität;
| 2015 | Veränd. in % |
2014 | 2013 | 2012 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl ausgegebener Aktien (in Mio.) | 21 | 0,0 | 21 | 21 | 21 |
| KGV (per 31.12.) | 18,3 | -6,2 | 19,5 | 17,5 | 12,6 |
| Gewinn je Aktie (in €) | 4,78 | 21,8 | 3,93 | 3,49 | 3,42 |
| Dividende je Aktie (in €)1 | 2,00 | 21,2 | 1,65 | 1,30 | 1,05 |
| Dividendenrendite (per 31.12.; in %) | 2,3 | n.a. | 2,1 | 2,1 | 2,4 |
| Payout-Ratio (in % vom Jahresgewinn) | 41,8 | n.a. | 42,0 | 37,3 | 30,5 |
| Marktkapitalisierung (per 31.12.; in € Mio.) | 1.839,6 | 14,0 | 1.613,2 | 1.281,0 | 902,8 |
| Börsenkurs: Höchstwert (in €) | 89,70 | 10,1 | 81,50 | 61,43 | 42,99 |
| Börsenkurs: Tiefstwert (in €) | 75,22 | 26,7 | 59,38 | 41,00 | 26,04 |
| Börsenkurs: Wert per 31.12. (in €) | 87,60 | 14,0 | 76,82 | 61,00 | 42,99 |
| Marktgewichtung ATX (per 31.12.; in %)2 | 1,6 | n.a. | 1,5 | - | - |
| 2015 | Veränd. in % |
2014 | 2013 | 2012 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (FTE)3 | 4.360 | 1,3 | 4.306 | 4.399 | 4.475 |
| Mitarbeiter zum Stichtag 31.12. (Anzahl) | 4.380 | 4,1 | 4.208 | 4.247 | 4.306 |
| Frauenquote (in %) | 23,3 | 23,9 | 18,8 | 19,1 | 19,2 |
| Anteil weiblicher Führungskräfte (in %) | 16,5 | -8,8 | 18,1 | 17,6 | 16,5 |
| Meldepflichtige Arbeitsunfälle(Anzahl)4 | 126 | n.a. | n.a. | n.a. | n.a. |
| Gesamtenergiebedarf (kWh/VE5) | 7,43 | 1,2 | 7,34 | 8,23 | 8,25 |
| Gesamtmenge Abfall (kg/VE5) | 0,15 | 7,1 | 0,14 | 0,14 | 0,13 |
| Wasserverbrauch (Liter/VE5) | 17,3 | 8,8 | 15,9 | 17,4 | 19,7 |
| Abwasseranfall (Liter/VE5) | 17,7 | -1,1 | 17,9 | 24,1 | 19,7 |
1) Dividende 2015: Vorschlag an Hauptversammlung; 2) ATX: per März 2014 Umstufung der VIE-Aktie vom ATX Prime in den ATX; 3) nach Beschäftigungsgrad inklusive Lehrlinge, exklusive Mitarbeiter ohne Bezug (Karenz, Bundesheer etc.), exklusive Vorstände und Geschäftsführer gewichteter "full-time equivalent" im Jahresdurchschnitt (FTE); 4) ab 2015 Umstellung von Flughafen Wien AG auf den Flughafen-Wien-Gruppe, Vorjahreswerte nicht vergleichbar; 5) Verkehrseinheit (VE) entspricht einem Passagier oder 100 kg Luftfracht bzw. Luftpost
Die Entwicklung der Konjunktur und der Währungen, politische Krisen sowie andere Ereignisse, die zu Flugausfällen, Streckenstilllegungen und Flugplanausdünnungen führen, beeinflussen in hohem Maß die Entwicklung des Luftverkehrs. Der Flughafen Wien wird als zentraleuropäischer, internationaler Hub in seiner Entwicklung primär von der wirtschaftlichen Entwicklung der Eurozone und – aufgrund der geografischen Lage – insbesondere von jener der CEE-Region (Zentral- und Osteuropa) beeinflusst, daneben aber auch von der ökonomischen und politischen Lage im Nahen und Mittleren Osten sowie in Russland.
Die Weltwirtschaft verzeichnete auch im Jahr 2015 einen leichten Aufschwung. Aktuell geht der World Economic Outlook des IWF von einem globalen BIP-Wachstum von 3,1% aus. Dafür verantwortlich war eine robuste Wirtschaftsentwicklung in den USA, getrieben vor allem durch den privaten Konsum, aber auch in einigen Schwellenländern. Im Euroraum dürfte das BIP-Wachstum 2015, bedingt durch das günstige Zinsumfeld, sinkende Erdölpreise sowie eine Abwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar, zwischen 1,3% und 1,5% betragen haben. Hier setzte der Außenhandel bzw. der deutliche Anstieg der Exporte ebenfalls positive Impulse. Die Wirtschaftsentwicklung der EU-Mitgliedstaaten in den Regionen Zentral-, Ost- und Südosteuropas wurde durch den gestiegenen privaten Konsum zwar deutlich belebt, die Sanktionen gegen Russland belasteten jedoch. (Quelle: OeNB, Konjunkturbericht)
Was Österreich betrifft, blieb die wirtschaftliche Expansion mit plus 0,9% moderat. Dies ist u. a. auf den lediglich moderaten Anstieg des privaten Konsums zurückzuführen, der durch die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt belastet wurde. Die weiterhin schrumpfende Bauwirtschaft trug ebenfalls zur schwachen Konjunktur bei. Durch den starken Rückgang der Erdöl- und Energiepreise blieb die Inflationsrate mit 0,7% weiterhin auf einem geringen Niveau. (Quelle: OeNB, Konjunkturbericht; WIFO, Konjunktur-Presseinformationen)
2015 konnte der heimische Tourismus mit einem Zuwachs von 5,9% auf 14,3 Mio. Gästenächtigungen in Wien ein weiteres Rekordjahr verzeichnen. Der Anstieg umfasste sowohl inländische (plus 5,5%) als auch ausländische (plus 6,0%) Gästenächtigungen. Was die Herkunftsländer betrifft, konnte beispielweise China stark zulegen. Positiv entwickelten sich auch die USA – nicht zuletzt aufgrund der neuen Flugverbindungen der Austrian Airlines – sowie Italien, Großbritannien, Spanien, die Schweiz und Frankreich. Rückgänge wurden bei Reisenden aus Russland, Japan, Ungarn und der Ukraine verzeichnet. Die überproportional steigende Zahl der Ankünfte weist darauf hin, dass die Aufenthaltsdauer der Gäste im Durchschnitt kürzer wird. (Quelle: Wien-Tourismus; Statistik Austria)
Die Zahl der Urlaubs- und Geschäftsreisen der österreichischen Bevölkerung lag in den ersten drei Quartalen leicht unter den Vorjahreswerten. Insgesamt wurden rund 14,2 Mio. Urlaubsreisen verzeichnet (2014: 14,7 Mio.), die Geschäftsreisen reduzierten sich im gleichen Zeitraum von 2,9 Mio. auf 2,6 Mio. Reisen. Entgegen diesem Trend konnte jedoch im Sommer 2015 (Juli bis September), der wichtigsten Urlaubsreisezeit, ein leichtes Plus auf 6,8 Mio. Urlaubsreisen (2014: 6,7 Mio.) verzeichnet werden. (Quelle: Statistik Austria, Urlaubs- und Geschäftsreisen der österreichischen Bevölkerung)
| Veränd. | ||||
|---|---|---|---|---|
| Verkehrskennzahlen | 2015 | in % | 2014 | 2013 |
| MTOW (in Mio. Tonnen) | 8,4 | +2,6 | 8,2 | 7,9 |
| Gesamtpassagiere (in Mio.) | 22,8 | +1,3 | 22,5 | 22,0 |
| davon Lokalpassagiere (in Mio.) | 16,4 | +3,2 | 15,9 | 15,2 |
| davon Transferpassagiere (in Mio.) | 6,3 | -3,6 | 6,5 | 6,8 |
| Flugbewegungen | 226.811 | -1,7 | 230.781 | 231.179 |
| Fracht (Luftfracht und Trucking; in Tonnen) |
272.575 | -1,8 | 277.532 | 256.194 |
| Sitzladefaktor (in %) | 74,3 | n. a. | 75,0 | 74,8 |
| Anzahl der Destinationen | 181 | +5,2 | 172 | 177 |
| Anzahl der Airlines | 75 | +7,1 | 70 | 71 |
Der Flughafen Wien verzeichnete mit insgesamt 22.775.054 Passagieren das verkehrsstärkste Jahr seiner Geschichte und konnte den im Vorjahr aufgestellten Rekord nochmals übertreffen. Das Passagierwachstum von plus 1,3% ist vor allem auf Nicht-Netzwerk-Carrier zurückzuführen, die mit Streckenaufnahmen und -erweiterungen zum Wachstum der Lokalpassagiere (plus 3,2%) beitrugen. Der Transferverkehr (minus 3,6%) wird weiterhin negativ von der wirtschaftlichen Situation in Russland beeinflusst.
Nach einem schwächeren ersten Quartal entwickelten sich die Sommermonate überdurchschnittlich gut. So konnte sowohl an einem Einzeltag (31. Juli) als auch in einem Einzelmonat (August) ein neuer Passagierrekord aufgestellt werden.
Am Flughafen Wien wurden 226.811 Bewegungen gezählt, ein Rückgang um 1,7% gegenüber dem Vorjahr (2014: 230.781). Das Höchstabfluggewicht (MTOW) stieg vor allem durch den Einsatz größerer Flugzeuge und Erweiterungen von Langstreckenverbindungen im Vergleichszeitraum um 2,6% auf 8.395.038 Tonnen (2014: 8.179.391 Tonnen).
Die Passagierentwicklung der europäischen Flughäfen zeigt ein Wachstum von durchschnittlich 5,2%1 . Während EU-Flughäfen ein Wachstum von 5,6% vorweisen konnten, erzielten die Nicht-EU-Flughäfen ein etwas schwächeres Wachstum von 3,9%.1 Europaweit wurde ein Zuwachs bei Starts und Landungen von 2,2%1 verzeichnet.
1 Airports Council International (ACI) Europe. Inhouse; January – December 2015
| Passagiere in Tausend |
Veränd. zu 2014 in % |
Flug bewegungen1 |
Veränd. zu 2014 in % |
|
|---|---|---|---|---|
| London2 | 137.763,0 | 4,8 | 892.626 | 2,7 |
| Paris3 | 95.436,5 | 3,0 | 700.433 | 1,0 |
| Istanbul4 | 90.090,1 | 12,1 | 653.704 | 10,0 |
| Frankfurt | 61.032,0 | 2,5 | 456.835 | -0,3 |
| Amsterdam | 58.284,8 | 6,0 | 450.679 | 2,8 |
| Madrid | 46.814,7 | 12,0 | 365.955 | 7,0 |
| Rom5 | 46.225,0 | 6,3 | 349.255 | 2,2 |
| München | 40.981,5 | 3,2 | 360.009 | 0,8 |
| Mailand6 | 38.616,3 | 5,5 | 325.737 | 2,1 |
| Zürich | 26.229,6 | 3,2 | 249.529 | 0,2 |
| Wien | 22.775,1 | 1,3 | 225.202 | -1,9 |
| Prag | 12.030,9 | 7,9 | 125.050 | 2,2 |
| Budapest | 10.289,2 | 12,5 | 86.047 | 6,8 |
1) Flugbewegungen laut ACI: Movements exclusive General Aviation and Other Aircraft Movements
2) London Heathrow, Gatwick, Stansted
3) Paris-Charles-de-Gaulle, Paris-Orly
4) Istanbul-Atatürk, Istanbul-Sabiha Gökçen
5) Rom-Fiumicino, Rom-Ciampino 6) Mailand-Malpensa, Mailand-Linate, Bergamo
Quelle: ACI Europe Traffic Report December 2015
| Regionen | 2015 | 2014 | Veränd. in % |
Anteil 2015 in % |
Anteil 2014 in % |
Veränd. Anteil in %- Punkten |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Osteuropa | 1.917.297 | 2.025.666 | -5,3 | 16,9 | 18,1 | -1,2 |
| Westeuropa | 7.911.754 | 7.761.325 | +1,9 | 69,7 | 69,2 | +0,5 |
| Ferner Osten | 424.400 | 408.707 | +3,8 | 3,7 | 3,6 | +0,1 |
| Naher und Mittlerer Osten |
583.082 | 538.923 | +8,2 | 5,1 | 4,8 | +0,3 |
| Nordamerika | 325.603 | 298.630 | +9,0 | 2,9 | 2,7 | +0,2 |
| Afrika | 176.281 | 167.341 | +5,3 | 1,6 | 1,5 | +0,1 |
| Südamerika | 10.928 | 12.024 | -9,1 | 0,1 | 0,1 | -0,0 |
| Gesamt | 11.349.345 | 11.212.616 | +1,2 | 100,0 | 100,0 |
Die westeuropäischen Destinationen als aufkommensstärkste Region des Flughafen Wien verzeichneten einen Zuwachs von 1,9% auf 7.911.754 abgeflogene Passagiere, wodurch sich auch der Anteil der Region Westeuropa am Passagieraufkommen von 69,2% auf 69,7% erhöhte. Diese Entwicklung wurde vor allem durch Frequenzverstärkungen und Neuaufnahmen nach Großbritannien, in die Schweiz und nach Griechenland getragen. Der Rückgang um 5,3% auf 1.917.297 abfliegende Passagiere zu Destinationen in Osteuropa ist vor allem auf die schwierige wirtschaftliche Situation in Russland zurückzuführen, der Anteil der Reisenden in diese Region nahm daher um 1,2 Prozentpunkte ab. Aufgrund von Neuaufnahmen und Frequenzerweiterungen entwickelten sich die nordamerikanischen Destinationen mit plus 9,0% weiterhin positiv. Damit erhöhte sich ihr Anteil am Passagieraufkommen auf 2,9%. Ziele im Nahen und Mittleren Osten (plus 8,2%), im Fernen Osten (plus 3,8%) und in Afrika (plus 5,3%) konnten ebenfalls zulegen. Südamerika war mit minus 9,1% zwar rückläufig, hat jedoch durch geringere absolute Zahlen weniger Einfluss auf die Gesamtpassagierentwicklung.
Bei den Rankings der Reiseziele der abfliegenden Passagiere gab es kaum Veränderungen. Wie in den Vorjahren war Frankfurt mit 598.015 Passagieren die ab Wien am häufigsten gewählte Destination. London konnte Zürich jedoch von Platz zwei verdrängen. In Osteuropa bleibt Moskau mit 254.640 Fluggästen trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds weiterhin führend. Auf der Langstrecke war Bangkok mit 112.782 Reisenden wie im Vorjahr die Nummer eins. Im Nahen und Mittleren Osten behauptete Dubai auch 2015 mit großem Abstand die Top-Position.
| Destinationen | 2015 | Veränd. in % | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|
| Frankfurt | 598.015 | -12,2 | 680.895 | 659.393 |
| London | 512.032 | +10,9 | 461.630 | 425.472 |
| Zürich | 481.952 | +1,2 | 476.290 | 468.180 |
| Düsseldorf | 425.493 | +6,8 | 398.510 | 383.955 |
| Berlin | 397.512 | +0,8 | 394.496 | 371.267 |
Die 5 passagierstärksten Destinationen 2015
| Destinationen | 2015 | Veränd. in % | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|
| Moskau | 254.640 | -22,7 | 329.513 | 369.692 |
| Bukarest | 187.539 | -7,1 | 201.929 | 210.290 |
| Sofia | 163.156 | +0,5 | 162.265 | 171.390 |
| Warschau | 102.780 | -0,5 | 103.345 | 103.007 |
| Kiew | 95.025 | +30,3 | 72.939 | 92.810 |
| Belgrad | 90.413 | +0,1 | 90.289 | 104.627 |
| Zagreb | 77.671 | -1,2 | 78.636 | 75.431 |
| Prag | 76.145 | -2,8 | 78.329 | 78.610 |
| Tirana | 70.936 | -3,2 | 73.316 | 72.991 |
| Sarajevo | 58.043 | +0,5 | 57.731 | 59.741 |
| Sonstige | 740.949 | -4,7 | 777.374 | 826.967 |
| Abfliegende Passagiere | 1.917.297 | -5,3 | 2.025.666 | 2.165.556 |
| Destinationen | 2015 | Veränd. in % | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|
| Bangkok | 112.782 | -2,4 | 115.557 | 113.864 |
| Tokio | 71.603 | -2,9 | 73.715 | 72.874 |
| New York | 70.869 | -17,9 | 86.284 | 87.523 |
| Washington | 69.061 | -4,6 | 72.355 | 61.900 |
| Taipeh | 64.542 | +18,2 | 54.594 | 48.376 |
| Peking | 64.493 | +13,3 | 56.944 | 43.820 |
| Chicago | 60.802 | +5,1 | 57.827 | 32.411 |
| Toronto | 57.975 | -0,0 | 57.981 | 51.603 |
| Newark | 55.121 | +127,9 | 24.183 | 0 |
| Delhi | 54.478 | -7,1 | 58.617 | 46.300 |
| Sonstige | 95.987 | +36,3 | 70.420 | 50.848 |
| Abfliegende Passagiere | 777.713 | +6,8 | 728.477 | 609.519 |
| Destinationen | 2015 | Veränd. in % | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|
| Dubai | 225.718 | -2,8 | 232.128 | 222.722 |
| Tel Aviv | 161.585 | +2,8 | 157.155 | 165.328 |
| Doha | 68.935 | +43,4 | 48.069 | 42.114 |
| Amman | 39.037 | -15,5 | 46.194 | 41.203 |
| Abu Dhabi | 34.615 | n. a. | 3.121 | 0 |
| Sonstige | 53.192 | +1,8 | 52.256 | 51.324 |
| Abfliegende Passagiere | 583.082 | +8,2 | 538.923 | 522.691 |
Der größte Kunde des Flughafen-Wien-Konzerns (FWAG) – die Austrian Airlines – verzeichnete einen Passagierrückgang von 3,1%. Daraus resultierend fiel ihr Anteil am Gesamtpassagieraufkommen auf 45,6% (2014: 47,7%). Die Austrian Airlines ist jedoch nach wie vor der dominierende Home-Carrier am Flughafen Wien. Lufthansa bzw. Germanwings (inkl. Eurowings) trugen jeweils 3,9% (Vorjahr: 4,8% bzw. 3,2%) zur Gesamtpassagieranzahl bei.
NIKI/airberlin erreichten mit 3.875.006 Passagieren einen Anteil von 17,0% am Passagieraufkommen (2014: 17,3%). Erfreulich entwickelten sich demgegenüber easyJet, British Airways, TAP Portugal oder KLM, die durch Kapazitätserweiterungen ein starkes Passagierwachstum erreichten.
Die durchschnittliche Auslastung der Flüge (Linie und Charter) sank 2015 leicht von 75,0% auf 74,3%. Der Flughafen Wien wurde 2015 von 75 Fluglinien (2014: 70) regelmäßig angeflogen, die 181 Destinationen in 73 Ländern bedienten. Neu hinzugekommen sind u. a. die Langstreckendestinationen Miami, Colombo und Mauritius.
Der Flughafen Wien verzeichnete einen leichten Rückgang im Frachtaufkommen von minus 1,8% auf 272.575 Tonnen (2014: 277.532 Tonnen). Die mengenmäßig größten Rückgänge wurden bei Asiana Airlines, Cargolux und Lufthansa Cargo AG (LCAG) verzeichnet. Durch die sehr erfreulichen Entwicklungen bei Qatar Airways, Silkway Italia und Emirates konnten diese Rückgänge zum Teil kompensiert und so das Minus trotz schwieriger Rahmenbedingungen begrenzt werden.
Die Entgeltanpassungen aufgrund der Price-Cap-Formel sowie das Prozedere der Anpassungen für 2015 werden durch das Flughafenentgeltegesetz (FEG) geregelt, welches seit 1. Juli 2012 in Kraft ist.
Der Flughafen Wien bietet ein im internationalen Vergleich sehr attraktives Entgeltsystem an. Anpassungen der Entgelte erfolgten per 1. Jänner 2015 aufgrund des zwischen Fluglinien und Oberster Zivilluftfahrtbehörde (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie – BMVIT) vereinbarten und im FEG verankerten Price-Cap-Formel-Modells. Als Basis für die Berechnung des Lande-, Park- und luftseitigen Infrastrukturentgelts gilt das höchstzulässige Abfluggewicht (MTOW) der Luftfahrzeuge, für das Fluggastentgelt und das landseitige Infrastrukturentgelt die Zahl der Passagiere. Für die Ermittlung des Infrastrukturentgelts Betankung gilt die eingebrachte Menge an Flugzeugtreibstoff. Konkret errechnet sich die höchstzulässige Entgeltänderung aus der Inflationsrate, verringert um das 0,35-Fache des Verkehrswachstums. Für die Bestimmung des Verkehrswachstums wird der dreijährige Durchschnitt herangezogen, wobei die zwölf Monate jeweils vom 1. August bis 31. Juli gerechnet werden. Im Falle eines negativen Durchschnittswerts der Verkehrszahlen ist die höchstzulässige Entgeltänderung gleich der Inflationsrate.
Nach den entsprechenden Konsultationen mit den Fluglinien beantragte die Flughafen Wien AG folgende Änderungen der Entgelte ab 1. Jänner 2015, welche von der Obersten Zivilluftfahrtbehörde per Bescheid genehmigt wurden:
| Landeentgelt, Infrastrukturentgelt airside, Parkentgelt: |
+1,68% |
|---|---|
| Fluggastentgelt, Infrastrukturentgelt landside: |
+0,69% |
| Infrastrukturentgelt Betankung: |
+1,68% |
Das PRM-Entgelt (Entgelt für "Passengers with Reduced Mobility" – Flugreisende mit eingeschränkter Mobilität) wurde neu kalkuliert und um € 0,04 auf € 0,38 pro abfliegenden Passagier angehoben.
Aufgrund der Bestimmungen des Flughafenentgeltegesetzes und des Luftfahrtsicherheitsgesetzes 2011 (LSG) hat die Flughafen Wien AG das Sicherheitsentgelt für alle abfliegenden Passagiere (Lokal- und Transferpassagiere) gemäß der Price-Cap-Formel um 0,69% auf € 7,75 angehoben. Das Sicherheitsentgelt wurde infolge neuer EU-Bestimmungen betreffend Sprengstoffdetektion ab 1. September 2015 nochmals um € 0,55 pro abfliegenden Passagier angehoben.
Das Transfer-Incentive blieb im Jahr 2015 mit € 12,50 pro abfliegenden Transferpassagier unverändert. Dieses Transfer-Incentive-Programm, welches die Rolle des Flughafen Wien als Umsteigeflughafen stärken soll, sieht zudem eine weitere Staffelung unter gewissen Wachstumsbedingungen vor.
Das Wachstums-Incentive-Programm, bestehend aus Destinations- und Frequenz-Incentive sowie dem Frequenzdichte-Incentive, welches die Rolle des Flughafen Wien als Brückenkopf zwischen West und Ost nachhaltig fördert, wurde im Jahr 2015 fortgesetzt.
Ziel der mit 1. Jänner 2015 eingeführten Entgeltanpassungen sowie der Weiterführung bzw. Erweiterung der erfolgreichen Incentive-Programme war es, die Wettbewerbsfähigkeit der Entgelte des Flughafen Wien zu festigen und die strategisch bedeutsamen interkontinentalen und ost- bzw. zentraleuropäischen Destinationen zu fördern.
| Beträge in € Mio. | 2015 | V. in % | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|
| Airport | 359,2 | 4,4 | 344,1 | 331,4 |
| Handling | 151,3 | 3,8 | 145,7 | 151,9 |
| Retail & Properties | 128,2 | 3,6 | 123,8 | 121,2 |
| Sonstige Segmente | 15,6 | -5,7 | 16,6 | 17,5 |
| Externer Konzernumsatz | 654,4 | 3,8 | 630,2 | 622,0 |
Die Umsatzerlöse des Flughafen-Wien-Konzerns (FWAG) stiegen im Vergleich zu 2014 um 3,8% bzw. € 24,2 Mio. von € 630,2 Mio. auf € 654,4 Mio. Die Details zur Umsatzentwicklung finden sich in den nachfolgenden Kapiteln.
| Retail & Proper |
Sonstige Segmen |
Konzern überlei |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in € Mio. | Airport | Handling | ties | te | tung | Summe |
| Segmentumsätze | 395,3 | 225,2 | 146,4 | 120,6 | -233,1 | 654,4 |
| Betriebsleistung | 397,0 | 225,8 | 148,2 | 123,9 | -233,1 | 661,8 |
| Betriebsaufwand | 343,5 | 214,3 | 79,3 | 114,9 | -233,1 | 518,9 |
| EBITDA | 153,1 | 17,0 | 83,1 | 22,0 | 0,0 | 275,2 |
| EBITDA-Marge in % | 38,7 | 7,5 | 56,8 | 18,2 | - | 42,0 |
| EBIT | 53,5 | 11,5 | 68,9 | 9,0 | 0,0 | 142,9 |
| EBIT-Marge in % | 13,5 | 5,1 | 47,1 | 7,4 | - | 21,8 |
| Beträge in € Mio. | 2015 | V. in % | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|
| Landeentgelt | 62,3 | 4,1 | 59,8 | 57,3 |
| Fluggastentgelt (inkl. PRM-Entgelt) |
156,4 | 3,6 | 151,0 | 144,5 |
| Infrastrukturentgelt | 31,6 | 4,0 | 30,4 | 29,6 |
| GAC Gebäude und Hangar | 2,0 | 19,9 | 1,7 | 1,6 |
| Sicherheitsentgelt | 89,5 | 4,2 | 85,9 | 84,3 |
| Betankung | 2,7 | 10,8 | 2,4 | 2,3 |
| Sondergastdienste (Lounges) | 6,9 | 18,2 | 5,8 | 5,2 |
| Vermietungen | 6,3 | 9,5 | 5,7 | 5,2 |
| Flugplatz Vöslau | 0,6 | -6,7 | 0,7 | 0,6 |
| Sonstiges | 1,0 | 48,2 | 0,7 | 0,7 |
| Umsatz Segment Airport | 359,2 | 4,4 | 344,1 | 331,4 |
2015 verzeichnete das Segment Airport ein Umsatzplus von 4,4% bzw. € 15,1 Mio. von € 344,1 Mio. auf € 359,2 Mio. Durch das Passagierwachstum, die Erhöhung der Entgelte ab Jahresbeginn und den Rückgang der Transferpassagiere (und des davon abhängigen Transfer-Incentives) konnten die Fluggastentgelte (inkl. PRM-Entgelt) um 3,6% auf € 156,4 Mio. (2014: € 151,0 Mio.) gesteigert werden. Auch das passagierabhängige Sicherheitsentgelt legte u. a. aufgrund einer Preiserhöhung ab September 2015 um 4,2% auf € 89,5 Mio. (2014: € 85,9 Mio.) zu. Durch den Anstieg des MTOW (plus 2,6%) und des gemäß Indexformel angehobenen Landeentgelts erhöhten sich die Erlöse aus Landeentgelten trotz der um 1,7% rückläufigen Bewegungen um 4,1% auf € 62,3 Mio. (2014: € 59,8 Mio.). Das Infrastrukturentgelt für die Nutzung von infrastrukturellen Anlagen und Einrichtungen verzeichnete einen Anstieg um 4,0% von € 30,4 Mio. auf € 31,6 Mio. Im Jahr 2015 konnten die Umsätze der Airport-Lounges weiter von € 5,8 Mio. im Vorjahr auf € 6,9 Mio. zulegen. Ebenfalls positiv entwickelten sich die Vermietungserlöse, die von € 5,7 Mio. auf € 6,3 Mio. stiegen (plus 9,5%). Auch die Umsatzerlöse des General-Aviation-Center(GAC)-Gebäudes und der Hangars sowie der Betankung legten um jeweils € 0,3 Mio. zu. Mit einem Anteil von 54,9% (2014: 54,6%) leistete das Segment Airport wie schon in den Vorjahren den größten Beitrag zum Konzernumsatz.
Während die internen Umsatzerlöse vor allem im Bereich der Vermietungen an andere Segmente um € 1,5 Mio. auf € 36,0 Mio. zulegten (2014: € 34,5 Mio.), verzeichneten die anderen Erträge einen Rückgang auf € 1,8 Mio. (2014: € 4,3 Mio.), welcher u. a. auf geringere aktivierte Eigenleistungen zurückzuführen ist. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen werden ab dem Berichtsjahr 2015 im jeweils von der Rückstellung betroffenen Posten erfasst. Aufgrund von Unwesentlichkeit wurde das Vorjahr nicht angepasst.
Der Materialaufwand im Segment Airport verringerte sich durch die im Vorjahresvergleich geringere Belastung aus dem Winterdienst (Enteisungsmittel und Treibstoffe) sowie durch den Bezug von Reparaturmaterialien aus dem Segment Sonstige Segmente um fast die Hälfte auf € 2,6 Mio. (2014: € 4,8 Mio.). Der Personalaufwand konnte im Vorjahresvergleich bei einem konstanten durchschnittlichen Personalstand von 500 Mitarbeitern (2014: 499) trotz kollektivvertraglicher Erhöhungen von € 40,8 Mio. auf € 40,0 Mio. (minus 2,0%) reduziert werden. Im Vorjahr belasteten höhere Rückstellungsdotierungen durch Parameteränderungen (Senkung des angewandten Rechnungszinssatzes) und nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand (geänderte Bemessungsgrundlagen) das Segmentergebnis. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 10,7% bzw. € 5,9 Mio. auf € 49,1 Mio. Dies ist großteils auf geringere externe Instandhaltungs- und Wartungskosten zurückzuführen, da diese Dienstleistungen nun vorwiegend vom Segment Sonstige Segmente bezogen werden. Der interne Betriebsaufwand stieg daher im Vorjahresvergleich um 8,0% bzw. € 11,3 Mio. auf € 152,3 Mio.
In Summe ergibt sich für das Jahr 2015 eine EBITDA-Steigerung um 8,4% bzw. € 11,8 Mio. auf € 153,1 Mio. nach € 141,3 Mio. im Vorjahr. Die EBITDA-Marge legte auf 38,7% (2014: 37,3%) zu.
Der Anstieg der Abschreibungen von € 95,5 Mio. auf € 99,6 Mio. (plus 4,2%) ist auf die Inbetriebnahme von Investitionsprojekten und die Neueinschätzung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern zurückzuführen. Das EBIT des Segments Airport stieg um 17,0% bzw. € 7,8 Mio. auf € 53,5 Mio. (2014: € 45,7 Mio.). Daraus resultiert eine EBIT-Marge von 13,5% nach 12,1% im Vorjahr.
| Beträge in € Mio. | 2015 | V. in % | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|
| Vorfeldabfertigung | 97,9 | 3,4 | 94,6 | 104,5 |
| Frachtabfertigung | 28,7 | -7,2 | 30,9 | 27,4 |
| Sicherheitsdienstleistungen | 3,6 | 7,8 | 3,4 | 3,4 |
| Verkehrsabfertigung | 13,1 | 51,3 | 8,7 | 8,1 |
| General Aviation, Sonstiges | 8,0 | -2,0 | 8,2 | 8,5 |
| Umsatz Segment Handling | 151,3 | 3,8 | 145,7 | 151,9 |
Das Segment Handling konnte im Berichtsjahr 2015 die externen Umsatzerlöse um 3,8% bzw. € 5,6 Mio. auf € 151,3 Mio. steigern. Die Erlöse aus der Frachtabfertigung reduzierten sich durch die Verschiebung der Relation zwischen Exporten und Importen sowie durch importseitig gesunkene Frachtvolumina um € 2,2 Mio. auf € 28,7 Mio. (2014: € 30,9 Mio.). Der durchschnittliche Marktanteil des VIE-Handling im Bereich Fracht konnte trotzdem weiter von 92,5% auf 93,1% gesteigert werden. Die Erlöse aus der Verkehrsabfertigung erhöhten sich von € 8,7 Mio. um € 4,4 Mio. auf € 13,1 Mio. Dies ist u. a. auf die Erweiterung der Angebotspalette der FWAG (Passagierhandling) zurückzuführen. Die Umsätze der Vorfeldabfertigung stiegen trotz des leichten Bewegungsrückgangs durch im Durchschnitt größere Luftfahrzeuge bzw. u. a. durch höhere Einzelleistungen um 3,4% bzw. € 3,2 Mio. auf € 97,9 Mio. (2014: € 94,6 Mio.). Der durchschnittliche Marktanteil der VIE-Abfertigung betrug 2015 87,1% nach 87,7% im Vorjahr.
Die Tochtergesellschaft Vienna Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS) verzeichnete im Bereich der Sicherheitsdienstleistungen einen Umsatzanstieg von € 3,4 Mio. im Vorjahr auf € 3,6 Mio. Im Bereich der General Aviation (inkl. Betrieb des VIP- und Business-Centers) sank der Umsatz u. a. durch eine geringere Anzahl an Flugbewegungen der General Aviation und aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs und dadurch reduzierter Handling-Aktivitäten leicht um 2,0% auf € 8,0 Mio. (2014: € 8,2 Mio.). In Summe beträgt der Anteil des Segments Handling am Konzernumsatz unverändert 23,1% (2014: 23,1%).
Während die Umsatzerlöse mit anderen Segmenten in Höhe von € 73,9 Mio. gegenüber dem Vorjahr stabil blieben, gingen die anderen Erträge im Segment Handling auf € 0,6 Mio. (2014: € 1,4 Mio.) zurück. Das ist u. a. auf den Ausweis der Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen zurückzuführen, die ab dem Berichtsjahr 2015 im jeweils von der Rückstellung betroffenen Posten erfasst werden. Aufgrund von Unwesentlichkeit wurde das Vorjahr nicht angepasst.
Im Segment Handling reduzierte sich der Materialaufwand aufgrund des geringen Treibstoffverbrauchs und des zentralen Bezugs von Materialien für den Fuhrpark von einem Konzernunternehmen des Segments Sonstige Segmente um 21,6% von € 7,7 Mio. auf € 6,0 Mio. Der Personalaufwand stieg hingegen um 2,6% von € 160,7 Mio. auf € 164,8 Mio. Dies ist auf die kollektivvertraglichen Erhöhungen, den zusätzlichen Personalaufwand im neuen Geschäftsbereich Passagierhandling und Nachverrechnungen für Vorjahre zurückzuführen. Während im Jahresdurchschnitt um 125 Arbeiter weniger beschäftigt wurden, nahm die Anzahl der Angestellten vor allem durch den Personalaufbau für das Passagierhandling um 21,5% bzw. 96 zu. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen im Wesentlichen aufgrund geringerer Instandsetzungskosten um 8,7% auf
€ 4,8 Mio. zurück. Die internen Betriebsaufwendungen stiegen u. a. durch bezogene technische Dienstleistungen und Materialien vom Segment Sonstige Segmente um € 3,5 Mio. auf € 33,2 Mio. (2014: € 29,7 Mio.).
Im Jahr 2015 erzielte das Segment Handling ein EBITDA von € 17,0 Mio. und verzeichnete so einen leichten Rückgang um 3,7% bzw. € 0,6 Mio. (2014: € 17,6 Mio.). Dies ist im Wesentlichen auf die höhere Belastung durch Personalkosten und höhere interne Betriebsaufwendungen zurückzuführen. Nach Abzug der Abschreibungen in Höhe von € 5,5 Mio. (2014: € 5,5 Mio.) ergibt sich ein EBIT-Rückgang von 5,4% bzw. € 0,7 Mio. auf € 11,5 Mio. nach € 12,1 Mio. im Jahr 2014. EBITDA-Marge sowie EBIT-Marge gingen auf 7,5% bzw. 5,1% zurück (2014: 8,0% bzw. 5,5%).
| Beträge in € Mio. | 2015 | V. in % | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|
| Parkerträge | 42,0 | 0,0 | 42,0 | 40,0 |
| Vermietung | 39,9 | 3,9 | 38,4 | 39,5 |
| Shopping & Gastronomie | 46,4 | 6,9 | 43,4 | 41,7 |
| Umsatz Segment Retail & Properties | 128,2 | 3,6 | 123,8 | 121,2 |
Die externen Umsatzerlöse des Segments Retail & Properties konnten auch im Jahr 2015 deutlich um 3,6% bzw. € 4,5 Mio. auf € 128,2 Mio. zulegen (2014: € 123,8 Mio.). Hauptverantwortlich dafür war die positive Entwicklung der Erlöse aus Shopping & Gastronomie, die trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage (Russland-Krise) von € 43,4 Mio. auf € 46,4 Mio. stiegen. Die Parkerlöse blieben im Berichtsjahr 2015 mit € 42,0 Mio. stabil, die Vermietungserlöse (Immobilien und Werbeflächen) konnten um 3,9% von € 38,4 Mio. auf € 39,9 Mio. zulegen. Der Anteil des Segments Retail & Properties am Konzernumsatz betrug unverändert 19,6% (2014: 19,6%).
Die internen Umsatzerlöse, die vorwiegend aus internen Vermietungen erzielt wurden, blieben konstant bei € 18,2 Mio. Die anderen Erträge, welche im Vorjahr Erträge aus Grundstücksverkäufen enthielten, fielen gegenüber 2014 um mehr als die Hälfte von € 3,9 Mio. auf € 1,8 Mio.
Der Materialaufwand reduzierte sich um € 0,5 Mio. bzw. 35,4% auf € 0,9 Mio. Der Personalaufwand blieb trotz kollektivvertraglicher Erhöhungen stabil bei € 8,1 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Personalrückstellungsdotierungen im Vorjahr zurückzuführen. Im Durchschnitt wurden 88 Mitarbeiter im Segment Retail & Properties beschäftigt. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 26,5% bzw. € 5,7 Mio. auf € 15,9 Mio. ist großteils auf eine Rückstellungsauflösung aufgrund geänderter Rahmenbedingungen zurückzuführen. Die internen Betriebsaufwendungen stiegen im Vorjahresvergleich leicht um 0,8% auf € 40,1 Mio. (2014: € 39,8 Mio.).
Das EBITDA legte im Vorjahresvergleich um 10,9% bzw. € 8,2 Mio. auf € 83,1 Mio. zu (2014: € 74,9 Mio.). Die planmäßigen Abschreibungen unter Berücksichtigung einer Wertaufholung in Höhe von € 2,0 Mio. gingen um 10,8% auf € 14,2 Mio. (2014: € 15,9 Mio.) zurück. Das EBIT legte im Vergleich um 16,8% bzw. € 9,9 Mio. auf € 68,9 Mio. zu (2014: € 59,0 Mio.). Die EBITDA-Marge stieg auf 56,8% (2014: 52,8%), die EBIT-Marge auf 47,1% (2014: 41,6%).
| Beträge in € Mio. | 2015 | V. in % | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|
| Ver- und Entsorgung | 5,8 | -6,2 | 6,2 | 6,5 |
| Telekommunikation und EDV | 2,9 | -2,6 | 3,0 | 3,1 |
| Materialwirtschaft | 1,4 | -18,1 | 1,7 | 1,9 |
| Elektrotechnik, Sicherheitsequipment, Werkstätten |
1,4 | -22,8 | 1,8 | 2,9 |
| Facility-Management, bauliche Instandhaltung |
2,0 | 15,7 | 1,7 | 1,2 |
| Besucherzentrum | 0,3 | 8,7 | 0,3 | 0,2 |
| Sonstiges | 1,8 | -3,7 | 1,9 | 1,8 |
| Umsatz Sonstige Segmente | 15,6 | -5,7 | 16,6 | 17,5 |
Die externen Umsätze des Segments Sonstige Segmente lagen 2015 mit € 15,6 Mio. um 5,7% unter jenen des Vorjahres (2014: € 16,6 Mio.). Während es bei der Ver- und Entsorgung durch geringere Mengen und Preise zu einem Umsatzrückgang von € 0,4 Mio. bzw. 6,2% auf € 5,8 Mio. kam, stiegen die Umsätze des Facility-Managements inklusive baulicher Instandhaltung um € 0,3 Mio. auf € 2,0 Mio. Die externen Umsatzerlöse der Tochtergesellschaft Vienna Airport Technik GmbH (VAT), die vor allem Leistungen für Konzernunternehmen im Bereich der Elektrotechnik, der Sicherheitstechnik und ab 2015 auch für den Bereich der Werkstätten erbringt, sanken um € 0,4 Mio. auf € 1,4 Mio. Im Bereich der sonstigen Umsätze konnten u. a. durch Beratungsleistungen Umsätze in Höhe von € 1,8 Mio. (2014: € 1,9 Mio.) erzielt werden. In Summe beträgt der Anteil der Sonstigen Segmente am Konzernumsatz 2,4% (2014: 2,6%).
Die internen Erlöse legten im Vergleichszeitraum u. a. aufgrund der Erbringung technischer Dienstleistungen und der Bereitstellung von Materialien an andere Berichtssegmente um € 12,7 Mio. auf € 105,0 Mio. zu. Die anderen Erträge sanken hingegen vorwiegend aufgrund geringerer aktivierter Eigenleistungen um die Hälfte, von € 6,6 Mio. auf € 3,3 Mio. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen werden ab dem Berichtsjahr 2015 im jeweils von der Rückstellung betroffenen Posten erfasst. Aufgrund von Unwesentlichkeit wurde das Vorjahr nicht angepasst.
Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen sank im Vorjahresvergleich leicht um € 0,4 Mio. auf € 24,6 Mio. Der geringere Aufwand für Energie wurde durch den höheren Materialaufwand für die Erbringung von technischen Leistungen teilweise kompensiert. Der Personalaufwand nahm hingegen um € 3,1 Mio. bzw. 7,0% auf € 47,7 Mio. (2014: € 44,6 Mio.) zu. Grund dafür waren zum einen der höhere Personalstand (im Durchschnitt: 675 versus 597 Mitarbeiter) wegen der Übernahme von ehemaligen Leiharbeitnehmern in das Tochterunternehmen Vienna Airport Technik GmbH und zum anderen kollektivvertragliche Erhöhungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Vorjahresvergleich um € 0,9 Mio. auf € 22,1 Mio. Dies ist u. a. auf höhere Wartungs- und Instandhaltungsleistungen für technische und IKT-Gewerke (Informations- und Kommunikationstechnologie), die im Segment Sonstige Segmente bezogen und an andere Segmente verrechnet werden, zurückzuführen. Andererseits belasteten im Vorjahr Wertberichtigungen im Ausmaß von € 2,8 Mio. das Segmentergebnis. Die Abschreibungen gingen um € 0,5 Mio. auf € 13,0 Mio. zurück. Der interne Betriebsaufwand sank um € 0,8 Mio. auf € 7,6 Mio.
In Summe wird ein Segment-EBITDA in Höhe von € 22,0 Mio. (2014: € 16,4 Mio.) und ein Segment-EBIT von € 9,0 Mio. (2014: € 2,9 Mio.) ausgewiesen.
Die Ergebnisentwicklung der FWAG für das Geschäftsjahr 2015 im Überblick:
| Konzernergebnis in € Mio. | 2015 | Veränd. in % |
2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 654,4 | 3,8 | 630,2 | 622,0 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 7,4 | -53,9 | 16,1 | 23,8 |
| Betriebsleistung | 661,8 | 2,4 | 646,3 | 645,8 |
| Betriebsaufwand ohne Abschreibungen | 386,7 | -2,4 | 396,1 | 404,3 |
| EBITDA | 275,2 | 10,0 | 250,2 | 241,5 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 134,3 | 2,9 | 130,4 | 129,4 |
| Wertaufholungen | -2,0 | n. a. | 0,0 | 0,0 |
| EBIT | 142,9 | 19,3 | 119,8 | 112,1 |
| Finanzergebnis | -12,0 | 8,2 | -13,1 | -15,3 |
| EBT | 130,9 | 22,7 | 106,7 | 96,8 |
| Steuern | 30,5 | 23,1 | 24,8 | 23,5 |
| Periodenergebnis | 100,4 | 22,5 | 81,9 | 73,3 |
| davon Ergebnis nicht beherrschende Anteile |
-0,0 | -98,9 | -0,5 | -0,0 |
| davon Ergebnis Muttergesellschaft | 100,4 | 21,8 | 82,5 | 73,3 |
| Gewinn je Aktie in EUR | 4,78 | 21,8 | 3,93 | 3,49 |
Auch im Jahr 2015 erreichte die FWAG ein Umsatzplus. Trotz schwieriger Marktbedingungen stiegen die Erlöse um 3,8% bzw. € 24,2 Mio. auf € 654,4 Mio. Dies ist vor allem auf das Wachstum im Segment Airport zurückzuführen, dessen Umsätze durch Entgeltanpassungen und das Passagierwachstum zulegten. Die Umsätze aus Fluggastentgelten (inkl. PRM-Entgelt) und Sicherheitsentgelt stiegen um € 9,0 Mio. bzw. 3,8% von € 236,9 Mio. auf € 245,9 Mio. Aber auch das Landeentgelt, das sich 2015 auf € 62,3 Mio. belief, trug € 2,4 Mio. zum Umsatzwachstum bei. Im Segment Retail & Properties legten im Vergleich zum Vorjahr vor allem die Shopping- & Gastronomie-Erlöse um € 3,0 Mio. (plus 6,9%) auf € 46,4 Mio. zu. Im Segment Handling stiegen die Erlöse aus Vorfeld- bzw. Verkehrsabfertigung um € 3,2 Mio. bzw. € 4,4 Mio., während der Frachtbereich ein Minus von € 2,2 Mio. auf nunmehr € 28,7 Mio. verzeichnete.
Aufgrund der Saisonalität des Flughafengeschäfts generiert die FWAG in den Urlaubssaisonen im zweiten und dritten Quartal die höchsten Umsatzerlöse. Wie auch im Vorjahr war der Umsatz im dritten Quartal mit einem Anteil von 28,1% am Jahresumsatz 2015 am höchsten. Es folgten das zweite Quartal mit 26,1%, das vierte mit 24,3% und schließlich das erste Quartal mit 21,5%.
Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich um 53,9% bzw. € 8,7 Mio. auf € 7,4 Mio. (2014: € 16,1 Mio.). Die aktivierten Eigenleistungen (v. a. Flughafen Wien AG sowie Tochtergesellschaften VIE Airport Baumanagement GmbH und Vienna Airport Technik GmbH) gingen um fast die Hälfte auf € 3,7 Mio. zurück (2014: € 6,7 Mio.), da 2015 schwerpunktmäßig Instandhaltungsarbeiten und -projekte durchgeführt wurden. Auch die Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen, die im Vorjahr den Verkauf von Grundstücken beinhalteten, sanken im Vorjahresvergleich von € 1,8 Mio. auf € 0,7 Mio. Die übrigen Erträge sanken um 13,2% bzw. € 0,4 Mio. auf € 2,9 Mio. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen werden ab dem Berichtsjahr 2015 im jeweils von der Rückstellung betroffenen Posten erfasst. Aufgrund von Unwesentlichkeit wurde das Vorjahr nicht angepasst. Im Vorjahr betrugen die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen € 4,0 Mio. und wurden im sonstigen betrieblichen Ertrag ausgewiesen.
| Beträge in € Mio. | 2015 | V. in % | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|
| Materialaufwand und bezogene Leistungen |
34,2 | -12,2 | 38,9 | 46,1 |
| Personal | 260,6 | 2,6 | 254,1 | 245,8 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand |
91,9 | -10,8 | 103,1 | 112,3 |
| Abschreibungen, Wert minderungen, Wertaufho lungen |
132,3 | 1,4 | 130,4 | 129,4 |
| Summe Betriebsaufwand | 518,9 | -1,4 | 526,5 | 533,7 |
Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen verringerten sich im Jahr 2015 von € 38,9 Mio. um € 4,8 Mio. auf € 34,2 Mio. Der Rückgang der Energieaufwendungen um € 1,0 Mio. auf € 16,6 Mio. ist im Wesentlichen auf geringere Einkaufspreise zurückzuführen. Der Rückgang der Materialaufwendungen von € 16,0 Mio. auf € 14,7 Mio. ist
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größtenteils auf einen geringeren Verbrauch an Enteisungsmitteln und geringere Treibstoffkosten zurückzuführen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen reduzierten sich im Vorjahresvergleich u. a. durch das Insourcing von Leistungen in Konzerngesellschaften um fast die Hälfte von € 5,3 Mio. auf € 2,9 Mio.
Der Personalaufwand stieg im Berichtsjahr um 2,6% bzw. € 6,5 Mio. von € 254,1 Mio. auf € 260,6 Mio. Dies ist u. a. auf den gestiegenen Personalstand durch die Übernahme von bisherigen Leiharbeitnehmern in das Tochterunternehmen VAT (Vienna Airport Technik GmbH) und den Personalaufbau für das Passagierhandling sowie auf die kollektivvertraglichen Erhöhungen zurückzuführen. Dämpfend wirkten hingegen geringere Rückstellungsdotierungen. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl stieg im Vorjahresvergleich um 1,3% auf 4.360 Mitarbeiter (2014: 4.306).
Die Personalaufwendungen in den jeweiligen Segmenten entwickelten sich im Berichtsjahr unterschiedlich. Während sich der Personalaufwand im Segment Airport durch die geringere Belastung aus Rückstellungsdotierungen reduzierte, kam es im Segment Handling zu einer Erhöhung der Personalaufwendungen. Im Segment Retail & Properties blieben die Personalkosten nahezu unverändert. Der Personalaufbau im Segment Sonstige Segmente schlägt sich auch in einer Erhöhung der Personalaufwendungen nieder.
Während die Zahl der durchschnittlichen Mitarbeiter im Segment Airport geringfügig um 0,3% auf 500 Mitarbeiter stieg, sank die Mitarbeiteranzahl im Segment Handling auf 3.097 bzw. um 0,9%. Das Segment Retail & Properties beschäftigte im Durchschnitt mit 88 Mitarbeitern, ein Plus von 4,8% gegenüber 2014. Der Mitarbeiterdurchschnitt des Berichtssegments Sonstige Segmente stieg im Vorjahresvergleich um 13,1% auf 675 Beschäftigte.
Der Aufwand für Löhne stieg durch kollektivvertragliche Erhöhungen, Nachverrechnungen für Vorjahre und Rückstellungsdotierungen um € 3,7 Mio. bzw. 3,4% auf € 113,7 Mio. Die Gehaltsaufwendungen stiegen trotz höherer Mitarbeiterzahl nur leicht um € 0,2 Mio. auf € 78,2 Mio. (2014: € 78,0 Mio.), da im Vorjahr Rückstellungsdotierungen des Sozialkapitals belastend wirkten. Die Aufwendungen für Abfertigungen inklusive Beiträgen an Mitarbeitervorsorgekassen sanken um 1,5% bzw. € 0,1 Mio. auf € 9,3 Mio., während die Aufwendungen für die Altersversorgung im Vorjahresvergleich nahezu konstant bei € 3,1 Mio. blieben (minus 1,3%). Die Aufwendungen für Sozialabgaben stiegen im Vorjahresvergleich um € 2,2 Mio. bzw. 4,3% auf € 53,8 Mio., die sonstigen Sozialaufwendungen nahmen um € 0,6 Mio. auf € 2,6 Mio. zu.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten im Vorjahresvergleich aufgrund mehrerer Effekte um € 11,2 Mio. bzw. 10,8% auf € 91,9 Mio. reduziert werden. Die Instandhaltungskosten (inkl. Wartungen) stiegen im Vorjahresvergleich um € 9,1 Mio., da im Berichtsjahr schwerpunktmäßig Instandhaltungsprojekte durchgeführt wurden. Im Vorjahr wurde das Jahresergebnis von gebildeten Wertberichtigungen (inkl. Auflösungen) zu Forderungen in Höhe von € 3,1 Mio. belastet. 2015 konnten hingegen Wertberichtigungen im Ausmaß von € 0,4 Mio. (saldiert mit Zuweisungen zu Wertberichtigungen) aufgelöst werden. Fremdleistungen von externen Unternehmen sowie von nahestehenden Unternehmen konnten im Vorjahresvergleich vor allem durch das Insourcing von Leistungen um insgesamt € 4,0 Mio. auf € 21,9 Mio. reduziert werden. Im Bereich der Beratungsaufwendungen stiegen die Aufwendungen durch Projektvorarbeiten und Projektentwicklungen um € 1,3 Mio. auf € 6,0 Mio. Die Aufwendungen für Marketing und Marktkommunikation legten leicht von € 20,5 Mio. auf € 21,2 Mio. zu. Der Fokus auf Mitarbeiteraus- und -weiterbildung (z. B. Start des Führungskräfteentwicklungsprogramms) sorgte für einen Anstieg der Ausbildungs- und Reisekosten von € 2,1 Mio. auf € 3,0 Mio. Der sonstige Betriebsaufwand konnte 2015 u. a. durch die Auflösung von Rückstellungen für Bestandsrisiken aufgrund geänderter Rahmenbedingungen um € 16,1 Mio. reduziert werden.
| Beträge in € Mio. | 2015 | V. in % | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|
| Airport | 153,1 | 8,4 | 141,3 | 132,8 |
| Handling | 17,0 | -3,7 | 17,6 | 22,6 |
| Retail & Properties | 83,1 | 10,9 | 74,9 | 61,6 |
| Sonstige Segmente | 22,0 | 34,1 | 16,4 | 24,5 |
| Konzern-EBITDA | 275,2 | 10,0 | 250,2 | 241,5 |
| EBITDA Konzern Anteile | 2015 | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|
| Airport | 55,6 % | 56,5 % | 55,0 % |
| Handling | 6,2 % | 7,0 % | 9,3 % |
| Retail & Properties | 30,2 % | 30,0 % | 25,5 % |
| Sonstige Segmente | 8,0 % | 6,5 % | 10,2 % |
| Konzern-EBITDA | 100,0 % | 100,0 % | 100,0 % |
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der FWAG stieg gegenüber 2014 um beachtliche 10,0% bzw. € 24,9 Mio. auf € 275,2 Mio. (2014: € 250,2 Mio.). Die EBITDA-Marge legte auf 42,0% zu (2014: 39,7%).
| Beträge in € Mio. | 2015 | V. in % | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|
| Investitionen langfristiges Vermögen1 | 79,9 | 6,4 | 75,1 | 72,8 |
| Planmäßige Abschreibungen | 134,3 | 2,9 | 130,4 | 124,3 |
| Wertminderungen | 0,0 | n. a. | 0,0 | 5,1 |
| Wertaufholungen | 2,0 | n. a. | 0,0 | 0,0 |
1) ohne Finanzanlagen
Im Berichtsjahr 2015 beinhaltet das Investitionsvolumen auch die Anschaffung von Gebäuden im Rahmen des Erwerbs der Tochtergesellschaft VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG (LZW) in Höhe von € 10,0 Mio. sowie eines Teils der Gebäude der Tochtergesellschaft VIE Flugbetrieb Immobilien GmbH (VFI, vormals HERMIONE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH) in Höhe von € 16,6 Mio. Die Investitionen in das sonstige Sachanlagevermögen (inkl. als Finanzinvestition gehaltener Immobilien) sowie in immaterielles Vermögen betrug € 53,4 Mio.
Im Berichtsjahr kam es zu keinen Wertminderungen. Die durchgeführten Tests auf Werthaltigkeit führten zur Erfassung einer Wertaufholung bei einer Immobilie in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Real Estate Cargo" im Gesamtausmaß von € 2,0 Mio., die im Segment Retail & Properties ausgewiesen wird. Diese Aufholungen ergeben sich aufgrund der in der Prognoserechnung verarbeiteten Einschätzung der mittelfristigen Markt- und Nachfrageentwicklung. Nähere Informationen sind im Konzernanhang (6) angeführt.
| Beträge in € Mio. | 2015 | V. in % | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|
| Airport | 53,5 | 17,0 | 45,7 | 42,0 |
| Handling | 11,5 | -5,4 | 12,1 | 17,2 |
| Retail & Properties | 68,9 | 16,8 | 59,0 | 41,9 |
| Sonstige Segmente | 9,0 | 207,6 | 2,9 | 11,1 |
| Konzern-EBIT | 142,9 | 19,3 | 119,8 | 112,1 |
| EBIT Konzern Anteile | 2015 | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|
| Airport | 37,5 % | 38,2 % | 37,4 % |
| Handling | 8,0 % | 10,1 % | 15,3 % |
| Retail & Properties | 48,2 % | 49,3 % | 37,4 % |
| Sonstige Segmente | 6,3 % | 2,4 % | 9,9 % |
| Konzern-EBIT | 100,0 % | 100,0 % | 100,0 % |
Das Konzern-EBIT konnte trotz der leicht höheren planmäßigen Abschreibungen (unter Berücksichtigung der Wertaufholung) gegenüber 2014 um € 23,1 Mio. bzw. 19,3% auf € 142,9 Mio. (2014: € 119,8 Mio.) gesteigert werden. Die EBIT-Marge verbesserte sich dadurch auf 21,8% (2014: 19,0%).
| Beträge in € Mio. | 2015 | V. in % | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|
| Beteiligungsergebnis ohne at-Equity-Unternehmen |
0,3 | 89,9 | 0,1 | 2,3 |
| Zinsertrag | 1,6 | 73,5 | 0,9 | 2,2 |
| Zinsaufwand | -22,3 | -7,7 | -24,2 | -25,9 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -0,1 | n. a. | 0,1 | 0,0 |
| Finanzergebnis ohne at Equity-Unternehmen |
-20,6 | -10,7 | -23,1 | -21,4 |
| Anteilige Perioden ergebnisse und Ergebnisse aus dem Abgang von at-Equity-Unternehmen |
8,6 | -13,9 | 10,0 | 6,2 |
| Finanzergebnis | -12,0 | -8,2 | -13,1 | -15,3 |
Das Finanzergebnis verbesserte sich im Vorjahresverglich von minus € 13,1 Mio. auf minus € 12,0 Mio. Die Beteiligungserträge ohne at-Equity-Unternehmen stiegen im Vorjahresvergleich auf € 0,3 Mio. an. Das negative Zinsergebnis reduzierte sich im Wesentlichen aufgrund geringerer Zinsaufwendungen durch die Rückführung von Finanzverbindlichkeiten von € 23,3 Mio. auf € 20,7 Mio. Das sonstige Finanzergebnis betrug minus € 0,1 Mio.
Die Ergebnisbeiträge der at-Equity-Beteiligungen (inkl. Ergebnissen aus dem Abgang von at-Equity-Beteiligungen im Vorjahr) entwickelten sich auch 2015 positiv. Zwar reduzierte sich das at-Equity-Ergebnis auf € 8,6 Mio. (2014: € 10,0 Mio.), jedoch wurden im Vorjahr einmalige positive Effekte wie die Erstkonsolidierung der GET2 ("Getservice"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH) in Höhe von € 0,6 Mio. sowie das Ergebnis der veräußerten Beteiligung am Flughafen Friedrichshafen in Höhe von € 2,3 Mio. erfasst. Bereinigt um diese beiden Faktoren legte das Ergebnis der at-Equity-Beteiligungen im Vergleich zum Vorjahr von € 7,1 Mio. auf € 8,6 Mio. zu. In den laufenden Ergebnissen der at-Equity-Beteiligungen entfielen € 1,3 Mio. auf den Flughafen Košice und € 5,8 Mio. auf den Flughafen Malta.
In Summe steigerte die FWAG 2015 das Ergebnis vor Ertragsteuern um € 24,2 Mio. bzw. 22,7% auf € 130,9 Mio. (2014: € 106,7 Mio.).
Die Einkommen der jeweiligen Gesellschaften unterliegen nahezu ausschließlich der Besteuerung durch die Republik Österreich. Die Steuerquote als Anteil des Steueraufwands am Gewinn vor Steuern betrug für das Geschäftsjahr 2015 23,3% (2014: 23,2%). Die Ertragsteuern beliefen sich auf € 30,5 Mio. nach € 24,8 Mio. im Vorjahr.
Das Periodenergebnis lag bei € 100,4 Mio. (2014: € 81,9 Mio.). Darin enthalten ist der anteilige Verlust der Tochtergesellschaft BTS Holding a.s. "v likvidacii" (in Liquidation) in der Höhe von minus T€ 5,7 (2014: minus T€ 532,0), welcher als Ergebnis für nicht beherrschende Anteile dargestellt wird. Somit beläuft sich das auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallende Periodenergebnis für das Geschäftsjahr 2015 nach Abzug des anteiligen Verlusts auf € 100,4 Mio. (2014: € 82,5 Mio.), was einem Plus von 21,8% entspricht.
Bei einer unveränderten Anzahl ausstehender Aktien (21 Millionen Stück) errechnet sich ein Ergebnis je Aktie (verwässert = unverwässert) von € 4,78 (2014: € 3,93).
| Bilanzstruktur |
||||
|---|---|---|---|---|
| 2015 | 2014 | |||
| in € Mio. | in % der Bilanzsumme |
in € Mio. | in % der Bilanzsumme |
|
| AKTIVA | ||||
| Langfristiges Vermögen | 1.748,6 | 91,6 | 1.803,4 | 95,3 |
| Kurzfristiges Vermögen | 161,1 | 8,4 | 88,8 | 4,7 |
| Bilanzsumme | 1.909,7 | 100,0 | 1.892,2 | 100,0 |
| PASSIVA | ||||
| Eigenkapital | 1.020,0 | 53,4 | 952,5 | 50,3 |
| Langfristige Schulden | 579,1 | 30,3 | 672,2 | 35,5 |
| Kurzfristige Schulden | 310,6 | 16,3 | 267,5 | 14,1 |
| Bilanzsumme | 1.909,7 | 100,0 | 1.892,2 | 100,0 |
Der Anteil des Eigenkapitals stieg im Vergleich zu 2014 um 3,1 Prozentpunkte auf 53,4% bzw. von € 952,5 Mio. auf € 1.020,0 Mio. Durch die Umgliederungen von Finanzverbindlichkeiten in die kurzfristigen Schulden aufgrund des Fälligkeitsprofils reduzierte sich der Anteil der langfristigen Schulden auf 30,3% (2014: 35,5%). Die kurzfristigen Schulden stiegen dadurch um insgesamt 16,1% und beliefen sich zum 31. Dezember 2015 auf € 310,6 Mio.
Das langfristige Vermögen ist im Vergleich zum 31. Dezember 2014 um 3,0% bzw. € 54,9 Mio. auf € 1.748,6 Mio. gesunken. Die Veränderung ergibt sich einerseits durch den Erwerb der Immobiliengesellschaften VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG (LZW) und VIE Flugbetrieb Immobilien GmbH (VFI, vormals HERMIONE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH). Andererseits wurden planmäßige Abschreibungen unter Berücksichtigung einer Wertaufholung erfasst. In Summe ging der Anteil des langfristigen Vermögens am Gesamtvermögen leicht auf 91,6% zurück.
Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte haben sich in Summe gegenüber 2014 um 18,5% bzw. € 2,0 Mio. auf € 8,9 Mio. verringert. Den Zugängen von € 2,2 Mio. stehen im Wesentlichen Abschreibungen in Höhe von € 4,3 Mio. gegenüber.
Die Sachanlagen stellen mit einem Buchwert von € 1.515,2 Mio. (2014: € 1.561,2 Mio.) die größte Position des langfristigen Vermögens dar: Hier stehen Investitionen in Höhe von € 68,4 Mio., Abschreibungen in Höhe von € 125,2 Mio. sowie Umbuchungen in Höhe von € 11,7 Mio. gegenüber.
Der Buchwert der Grundstücke und Bauten reduzierte sich zum Vorjahr leicht um 2,4% bzw. € 26,4 Mio. auf € 1.081,4 Mio. Neben Investitionen in Höhe von € 20,7 Mio., die auch die weiteren Anschaffungen für Gebäude der neuen Tochtergesellschaft VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG (LZW) und teilweise jene der VIE Flugbetrieb Immobilien GmbH (VFI, vormals HERMIONE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH) beinhalten, wurden Abschreibungen in Höhe von € 61,2 Mio. und Umbuchungen aus fertiggestellten Projekten und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in Höhe von € 14,3 Mio. erfasst.
Der Posten "Technische Anlagen" mit einem Buchwert von € 298,0 Mio. zum 31. Dezember 2015 sank um 5,9% bzw. € 18,8 Mio., einerseits durch die planmäßigen Abschreibungen in Höhe von € 40,5 Mio., andererseits wurden € 22,0 Mio. in diesem Bereich investiert bzw. von Anlagen in Bau umgebucht. Auch die Position "Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" verringerte sich erwartungsgemäß um 9,6% bzw. € 6,5 Mio. auf € 61,9 Mio. Die in Bau befindlichen Projekte verzeichneten einen Anstieg des Buchwerts um 8,4% bzw. € 5,7 Mio. zum 31. Dezember 2015 auf € 73,9 Mio., welche im Wesentlichen im Zusammenhang mit der 3. Piste stehen.
Die Veränderung des Postens "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" betrifft neben Zugängen von € 9,4 Mio. und Umbuchungen von minus € 16,1 Mio. (inkl. Umgliederung von Grundstücken in die Position "Zum Verkauf stehende Vermögenswerte" in Höhe von € 4,3 Mio.) auch planmäßige Abschreibungen in Höhe von € 2,8 Mio. (inkl. Wertaufholung € 2,0 Mio.). Der Buchwert dieser Immobilien beträgt zum 31. Dezember 2015 € 115,4 Mio. (31. Dezember 2014: € 124,9 Mio.).
Der Bilanzansatz der Beteiligungen an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, erhöhte sich um 3,8% bzw. € 3,9 Mio. von € 102,5 Mio. auf € 106,4 Mio. Dies ist auf die positive Entwicklung der at-Equity-Beteiligungen zurückzuführen. Die Wertrechte und Wertpapiere (Eigenkapitaltitel) des langfristigen Vermögens reduzierten sich im Berichtsjahr von € 3,2 Mio. auf € 2,2 Mio.
Das kurzfristige Vermögen nahm im Vorjahresvergleich um 81,4% bzw. € 72,3 Mio. auf € 161,1 Mio. zu. Dies ist auf die Position "Zum Verkauf stehende Vermögenswerte" zurückzuführen, die Gebäude in Höhe von € 69,1 Mio. sowie Grundstücke mit einem Buchwert von € 4,3 Mio. (zum 31. Dezember 2014 im langfristigen Vermögen ausgewiesen) beinhaltet. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stiegen aufgrund des positiven operativen Cashflows von € 2,2 Mio. auf € 4,7 Mio. Während die Vorräte um € 0,7 Mio. auf € 5,0 Mio. stiegen, sank der Buchwert der Wertpapiere zum 31. Dezember 2015 durch die Marktwertbewertung um € 0,2 Mio. auf € 21,1 Mio. Die Nettoforderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen u. a. aufgrund des Umsatzwachstums um 9,6% bzw. € 3,5 Mio. auf € 39,7 Mio. Der Rückgang der sonstigen Forderungen um € 4,6 Mio. auf € 3,0 Mio. resultiert u. a. aus der Bezahlung des Kaufpreises der Grundstücksverkäufe Ende 2014 (neue Betriebsansiedelung von cargo-partner und Makita).
Das Eigenkapital der FWAG ist im Berichtsjahr um 7,1% bzw. € 67,4 Mio. auf € 1.020,0 Mio. gestiegen. Dem Periodenergebnis von € 100,4 Mio. steht die Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2014 in Höhe von € 34,7 Mio. gegenüber. Die Neubewertung von leistungsorientierten Plänen und die Marktwertbewertung bzw. der Abgang von Wertpapieren führten zu einer Veränderung der sonstigen Rücklagen in Höhe von € 1,7 Mio. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich daher auf 53,4% (2014: 50,3%).
Die nicht beherrschenden Anteile zum 31. Dezember 2015 an der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding a.s. "v likvidacii" (in Liquidation), Bratislava, betreffen die Anteile des Mitgesellschafters Raiffeisen-Invest-Gesellschaft m.b.H. Diese veränderten sich durch das laufende Jahresergebnis der Tochtergesellschaft. Im Vorjahr enthielt das Jahresergebnis eine Wertberichtigung zu Forderungen im Ausmaß von € 2,8 Mio., welche anteilig auf die Mitgesellschafter entfällt.
Die Reduzierung der langfristigen Schulden um 13,9% bzw. € 93,2 Mio. auf € 579,1 Mio. resultiert großteils aus der Umgliederung von den langfristigen in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 75,3 Mio. aufgrund des Tilgungsprofils. Die langfristigen Rückstellungen sanken im Wesentlichen durch die Auflösung einer Rückstellung für Bestandsrisiken von € 163,8 Mio. auf € 154,4 Mio. zum 31. Dezember 2015. Die langfristigen Personalrückstellungen stiegen in Summe um € 1,5 Mio. auf € 146,2 Mio., resultierend aus den laufenden Dotationen und Verwendungen. Durch die Tilgung eines Finanzierungsleasingvertrags durch den Erwerb der Anteile an der VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG (LZW) kam es zum Abgang einer langfristigen Verbindlichkeit in Höhe von € 5,8 Mio. Die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich ebenfalls durch Umgliederungen in den kurzfristigen Bereich. Die langfristigen passiven latenten Steuern betrugen zum Stichtag € 19,9 Mio. Die Veränderung zum Vorjahreswert in Höhe von € 21,0 Mio. ergibt sich primär durch Steuerlatenzen im Anlagevermögen.
Die kurzfristigen Passiva sind im Vergleich zum 31. Dezember 2014 um 16,1% bzw. € 43,1 Mio. auf € 310,6 Mio. gestiegen. Dies ist großteils auf den Anstieg der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten von € 72,1 Mio. auf € 109,3 Mio. zurückzuführen, wobei Umgliederungen im Ausmaß von € 75,3 Mio. Tilgungen (saldiert mit Aufnahmen) in Höhe von € 38,1 Mio. entgegenstehen. Während die kurzfristigen Rückstellungen im Wesentlichen durch die bestimmungsgemäße Verwendung um 3,9% bzw. € 2,4 Mio. auf € 58,5 Mio. sanken, erhöhte sich die Steuerrückstellung durch positive steuerliche Ergebnisse der Konzerngesellschaften unter Berücksichtigung der geleisteten Körperschaftsteuerzahlung um € 1,6 Mio. auf € 26,4 Mio. Die Lieferantenverbindlichkeiten reduzierten sich um 6,8% bzw. € 2,6 Mio. von € 37,8 Mio. auf € 35,2 Mio. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen hingegen im Vergleichszeitraum um 12,9% bzw. € 9,3 Mio. auf € 81,3 Mio. Dies ist auf Umgliederungen aufgrund des Fälligkeitsprofils, höhere Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen und die Dotierung des Umweltfonds zurückzuführen.
| 2015 | Veränd. in % |
2014 | 2013 | |
|---|---|---|---|---|
| BuchmäßigesEigenkapital in€Mio. |
1.020,0 | 7,1 | 952,5 | 905,9 |
| Eigenkapitalquote in % | 53,4 | - | 50,3 | 46,4 |
| Nettoverschuldung in € Mio.1 | 466,0 | -7,9 | 506,2 | 633,4 |
| Gearing in %2 | 45,7 | - | 53,1 | 69,9 |
| WorkingCapital in € Mio.3 | -120,3 | -19,2 | -101,0 | -80,1 |
| Anlagenintensität in %4 | 91,6 | - | 95,3 | 95,1 |
| Anlagendeckungsgradin % 5 | 91,4 | - | 90,1 | 89,0 |
1) Nettoverschuldung = kurz- und langfristige Finanzverbindlichkeiten – liquide Mittel – kurzfristige Wertpapiere
2) Gearing = Nettoverschuldung / Eigenkapital
3) Working Capital = Vorräte, kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände abzüglich kurzfristiger Rückstellungen und Verbindlichkeiten (exkl. Passiva aus Investitionstätigkeit)
4) Anlagenintensität = langfristiges Vermögen / Bilanzsumme
5) Anlagendeckungsgrad = (Eigenkapital + langfristige Schulden) / langfristiges Vermögen
| Beträge in € Mio. | 2015 | Veränd. in % |
2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|
| Flüssige Mittel per 1.1. | 2,2 | -42,9 | 3,9 | 40,4 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit |
228,4 | 3,5 | 220,6 | 204,4 |
| Cashflow aus Investitions aktivitäten |
-146,9 | 117,8 | -67,5 | -86,4 |
| Cashflow aus Finanzierungsaktivitäten |
-79,1 | -48,9 | -154,8 | -154,5 |
| Endbestand der flüssigen Mittel |
4,7 | 108,2 | 2,2 | 3,9 |
| Free Cashflow | 81,5 | -46,8 | 153,1 | 118,0 |
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnte 2015 um 3,5% bzw. € 7,8 Mio. auf € 228,4 Mio. gesteigert werden. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Verbesserung des operativen Ergebnisses (EBT inkl. Abschreibungen und Wertaufholungen) von 11,0% bzw. plus € 26,0 Mio. auf € 263,2 Mio. Weiters wurden die anteiligen Periodenergebnisse (minus € 8,6 Mio.) und die Einzahlungen der Dividendenausschüttungen (plus € 4,7 Mio.) der at-Equity-Beteiligungen per Saldo mit minus € 3,9 Mio. berücksichtigt. Während Vorräte im Berichtsjahr um € 0,7 Mio. aufgebaut wurden, sanken die Forderungen um € 0,2 Mio. Die Passiva (Rückstellungen und Verbindlichkeiten) nahmen um € 0,4 Mio. zu. Im Berichtsjahr waren zudem Zahlungen für Ertragsteuern von € 30,6 Mio. zu leisten.
Der Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeiten betrug minus € 146,9 Mio. gegenüber minus € 67,5 Mio. im Jahr 2014. Bei den Einzahlungen aus dem Anlagenabgang in Höhe von € 5,5 Mio. wurde u. a. die Bezahlung von Grundstücksverkäufen des Vorjahres berücksichtigt. Im Berichtsjahr erfolgten Auszahlungen für Anlagenzugänge (inkl. als zum Verkauf stehender Vermögenswerte) in Höhe von € 152,4 Mio. (2014: € 74,8 Mio.). Darin
ist u. a. der zahlungswirksame Zugang der Winterdienst- und Geräteeinstellhallen durch Erwerb der Objektgesellschaft VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG (LZW) unter Berücksichtigung übernommener Finanzmittel in Höhe von € 9,5 Mio. enthalten. Der Erwerb der Immobiliengesellschaft VIE Flugbetrieb Immobilien GmbH (VFI, vormals HER-MIONE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH) führte 2015 zu Auszahlungen in Höhe von € 85,5 Mio. Damit wurden mehrere Gebäude im Kernbereich des Flughafen Wien, die für den technischen Betrieb von Airlines unverzichtbar sind, wie zum Beispiel Hangar, Cateringübergabegebäude, technische Werkstätten und Betriebsgebäude, erworben sowie diesbezügliche Baurechte abgegolten. Diese sind im Wesentlichen an die Austrian Airlines und NIKI/airberlin langfristig vermietet bzw. werden sie teilweise auch von der Flughafen Wien AG selbst sowie u. a. vom Innenministerium genutzt. Im Jänner 2016 leistete die Austrian Airlines für den neu gestalteten Mietvertrag bis 2035 für die für den Flugverkehrsbetrieb wesentlichen Immobilien eine Mietvorauszahlung in Höhe von € 79,6 Mio.
Der Free Cashflow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Cashflow aus der Investitionstätigkeit) sank im Wesentlichen aufgrund der höheren Investitionsauszahlungen im Vergleich zu 2014 um 46,8% bzw. € 71,6 Mio. von € 153,1 Mio. auf € 81,5 Mio.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von minus € 79,1 Mio. ist auf die Tilgung von Finanz- bzw. Leasingverbindlichkeiten in Höhe von € 44,4 Mio. und auf die Dividendenausschüttung an die Gesellschafter der Muttergesellschaft im Mai 2015 in Höhe von € 34,7 Mio. zurückzuführen.
Per Saldo resultiert daraus eine Zunahme der liquiden Mittel gegenüber dem 31. Dezember 2014 um 108,2% bzw. € 2,4 Mio. auf € 4,7 Mio.
| Investitionen |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Investitionen in € Mio. | 2015 | Veränderung in % |
2014 | 2013 | ||
| Immaterielles Anlagevermögen | 2,2 | 63,8 | 1,3 | 1,4 | ||
| Sachanlagevermögen inkl. als Finanzinvestition gehaltener Immobilien |
77,7 | 5,4 | 73,7 | 71,5 | ||
| Zum Verkauf stehende Vermögenswerte |
69,1 | n. a. | 0,0 | 0,0 |
In den Investitionen sind weitere Anschaffungskostenkomponenten von Gebäuden im Rahmen des Erwerbs der Tochtergesellschaften VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG (LZW) in Höhe von € 10,0 Mio. berücksichtigt. Weiters wurde die Immobiliengesellschaft VIE Flugbetrieb Immobilien GmbH (VFI, vormals HERMIONE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH), die Gebäude für den technischen Betrieb von Airlines sowie diesbezügliche Baurechte besitzt, durch Tochterunternehmen der Flughafen Wien AG um € 85,7 Mio. erworben. Dieser Betrag setzt sich aus Investitionen in das Sachanlagevermögen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in Höhe von € 16,6 Mio. sowie Auszahlungen für zum Verkauf stehende Vermögenswerte in Höhe von € 69,1 Mio. zusammen. Mit Austrian Airlines konnte für einen Teil dieser Immobilien Anfang 2016 ein neu gestalteter Mietvertrag bis 2035 abgeschlossen werden, welcher auch zu einer Mietvorauszahlung in Höhe von € 79,6 Mio. im Jahr 2016 führte. Ein Teil dieser Gebäude und Flächen wird von der Flughafen Wien AG selbst genutzt bzw. an Dritte vermietet.
Der Flughafen-Wien-Konzern (FWAG) war im Jahr 2015 an zwei internationalen Flughäfen beteiligt:
Am Flughafen Malta hielt die FWAG per 31. Dezember 2015 durchgerechnet einen Anteil von rund 33% der Aktien: 40% der Aktien besitzt die Konsortialgesellschaft Mediterranean Link Consortium Limited (MMLC), an der die FWAG einen Anteil von 57,1% hält, 10,1% besitzt die FWAG direkt (über VIE Malta), 20% hält die maltesische Regierung. Die restlichen Aktien sind an der Börse in Malta gelistet.
Am 1. Februar 2016 fand das Signing eines Share Purchase Agreements zum Erwerb der indirekten Anteile von SNC-Lavalin Group Inc. an SNC-Lavalin (Malta) Limited ("SNCL Malta") statt. SNCL Malta ist mit 38,75% an der MMLC beteiligt. Damit wird der konsolidierte Anteil der Flughafen Wien AG am Flughafen Malta mit Vertragsabschluss durchgerechnet über 48% betragen. Das Transaktionsvolumen wird rund € 63 Mio. betragen.
Der Airport Malta konnte das Rekordergebnis der letzten beiden Jahre 2015 nochmals steigern und verzeichnete mit über 4,6 Mio. Passagieren ein Plus von 7,7% im Vergleich zum Vorjahr.
Am Flughafen Košice ist die Flughafen Wien AG indirekt mit 66% beteiligt. Obwohl die Flughafen Wien AG über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt, wird diese Gesellschaft gemeinschaftlich geführt, da wesentliche Unternehmensentscheidungen gemeinsam mit den Mitgesellschaftern zu treffen sind.
Der Flughafen Košice verzeichnete mit 410.446 Reisenden einen Zuwachs von 15,1% gegenüber dem Vorjahr.
Die eingesetzten Finanzinstrumente werden im Konzernanhang (Punkt (35)) erörtert.
Im Geschäftsjahr 2015 bestanden wie im Vorjahr keine Zweigniederlassungen.
Die finanzwirtschaftliche Steuerung der FWAG erfolgt mithilfe eines Kennzahlensystems, das auf ausgewählten, eng aufeinander abgestimmten Kenngrößen basiert. Diese Steuerungsgrößen definieren das Spannungsfeld zwischen Wachstum, Rentabilität und finanzieller Sicherheit, in dem sich die FWAG bei der Verfolgung ihres obersten Unternehmensziels "profitables Wachstum" bewegt.
Die Sicherstellung einer hohen Profitabilität ist das erklärte langfristige Ziel der Unternehmensführung. Die Abschreibungsaufwendungen beeinflussen die Ertragskennzahlen der FWAG erheblich. Um eine von dieser Entwicklung unabhängige Beurteilung der operativen Leistungskraft und des Erfolgs der einzelnen Unternehmensbereiche zu ermöglichen, gilt das EBITDA, das dem Betriebsergebnis zuzüglich Abschreibungen und Wertminderungen abzüglich Wertaufholungen entspricht, als wesentliche Erfolgsgröße. Ebenso die EBITDA-Marge, die das EBITDA im Verhältnis zum Umsatz ausdrückt. Für das Geschäftsjahr 2015 wird eine EBITDA-Marge von 42,0% nach 39,7% im Vorjahr ausgewiesen.
Weiters hat die Optimierung der Finanzstruktur oberste Priorität. Gemessen wird die solide Basis der Finanzierung mithilfe der Kennzahl Gearing (Verschuldungsgrad), die das Verhältnis der Nettoverschuldung zum buchmäßigen Eigenkapital ausdrückt. Weiters wird zur Steuerung der Finanzstruktur das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA herangezogen. Das mittelfristige Ziel des Unternehmens ist es, diese Relation in etwa auf dem 2,5-fachen Wert zu halten. Im Geschäftsjahr betrug das Verhältnis 1,69 (2014: 2,02).
Die Finanzverbindlichkeiten reduzierten sich um € 38,1 Mio., im Wesentlichen durch planmäßige Tilgungen und den starken Cashflow. Die liquiden Mittel stiegen – durch den positiven Free Cashflow in Höhe von € 81,5 Mio. – um € 2,4 Mio. und betrugen zum Stichtag € 4,7 Mio. Die Nettoverschuldung unter Berücksichtigung von Veranlagungen beträgt € 466,0 Mio. (2014: € 506,2 Mio.). Bei einem buchmäßigen Eigenkapital in Höhe von € 1.020,0 Mio. (2014: € 952,5 Mio.) resultiert daraus ein Gearing von 45,7% (2014: 53,1%).
Zur Beurteilung der Rentabilität dient neben der EBITDA-Marge vor allem die Eigenkapitalrendite (Return on Equity after Tax – ROE), die das Verhältnis von Periodenergebnis zum im Jahresverlauf durchschnittlich gebundenen buchmäßigen Eigenkapital ausdrückt. Zusätzlich werden die Kennzahl ROCE (Return on Capital Employed) sowie der Cashflow zur Steuerung des Konzerns herangezogen.
| 2015 | 2014 | 2013 | |
|---|---|---|---|
| EBITDA-Marge1 | 42,0 | 39,7 | 38,8 |
| EBIT-Marge2 | 21,8 | 19,0 | 18,0 |
| ROE3 | 10,2 | 8,8 | 8,3 |
| ROCE vorSteuern4 | 9,3 | 7,5 | 6,8 |
| ROCEnachSteuern | 7,0 | 5,6 | 5,1 |
| Free Cashflow in € Mio. | 81,5 | 153,1 | 118,0 |
1) EBITDA-Marge (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatzerlöse
2) EBIT-Marge (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatzerlöse
3) ROE (Return on Equity) = Periodenergebnis / durchschnittliches Eigenkapital
4) ROCE (Return on Capital Employed before Tax) = EBIT / durchschnittliches Capital Employed
(Capital Employed = langfristiges Vermögen, Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögenswerte abzüglich kurzfristiger Rückstellungen und Verbindlichkeiten)
Um wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung zeitnah und umfassend abbilden zu können, verfügt die Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) über ein Risikomanagementsystem, welches sicherstellt, dass relevante Risiken identifiziert, analysiert, bewertet sowie im Rahmen geeigneter Maßnahmen behandelt werden. Dieses System ist in der folgenden Grafik wiedergegeben:
Quelle: adaptiert aus Denk, Exner-Merkelt, Ruthner (2008): Corporate Risk Managment
Das Risikomanagementsystem wird dabei von klar dokumentierten risikopolitischen Grundsätzen gesteuert. Auf diese Richtlinien stützt sich eine definierte Risikomanagement-Aufbauorganisation, welche über die gesamte Struktur der Flughafen-Wien-Gruppe hinweg gültig ist.
Das Risikomanagement ist dabei organisatorisch im Bereich des strategischen Controllings angesiedelt. Während aus dieser Funktion heraus sämtliche Risikomanagementaktivitäten zentral koordiniert werden, sind grundsätzlich alle Beschäftigten der FWAG dazu aufgefordert, sich in ihrem Tätigkeitsbereich aktiv am Risikomanagement zu beteiligen, um die Funktion in die laufenden Geschäftsprozesse zu integrieren. Zuständig dafür sind insbesondere die Risikoverantwortlichen und Risikobeauftragten in den Bereichen und Beteiligungen.
Auf Basis dieser Verantwortlichkeiten wird der Risikomanagementzyklus, bestehend aus Risikoidentifikation, Risikobewertung und -aggregation, Risikosteuerung und Maßnahmenzuordnung sowie der abschließenden Berichterstattung, effizient durchlaufen. Begleitet wird dieser Prozess von einer umfassenden schriftlichen Dokumentation des gesamten Risikomanagementsystems der FWAG in Form der konzernweit gültigen Risikomanagementrichtlinie und einer Prozess- und Risikomanagementsoftware, welche als zentrale Datenbank für sämtliche identifizierten Risiken und damit verbundenen Maßnahmen zur Verfügung steht.
Außerdem nimmt das interne Kontrollsystem (IKS) Risikoagenden im Sinne der Sicherstellung der Zuverlässigkeit der betrieblichen Berichterstattung, der Einhaltung der damit verbundenen Gesetze und Vorschriften sowie der Sicherung des Vermögens wahr. Daneben prüft die Revisionsabteilung die Geschäftsgebarung und die Organisationsabläufe regelmäßig auf ihre Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Zweckmäßigkeit. Damit stehen dem Vorstand alle notwendigen Instrumente und Strukturen zur Verfügung, um Risiken frühzeitig zu erkennen und die entsprechenden Maßnahmen zur Abwehr bzw. Minimierung der Risiken setzen zu können. Die bestehenden Systeme werden laufend evaluiert und weiterentwickelt.
Im Folgenden werden, dem Risikokatalog der Flughafen-Wien-Gruppe folgend, die maßgeblichen Entwicklungen in den vier Hauptrisikoklassen dargestellt.
Der Geschäftsverlauf der FWAG wird wesentlich von der weltweiten, europäischen und regionalen Entwicklung des Luftverkehrs beeinflusst, die ihrerseits maßgeblich von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängt. Konjunkturelle Schwankungen können daher einen maßgeblichen Einfluss auf die FWAG haben. Laut OECD liegt das weltweite Wachstum derzeit deutlich unter seinen langfristigen Durchschnittswerten und hat sich auch 2015 weiter verlangsamt. Während in den USA das Wachstum relativ kräftig bleibt, ist in den aufstrebenden Volkswirtschaften (vor allem in China) eine anhaltende Konjunkturverlangsamung zu beobachten. Ein bedeutender globaler Unsicherheitsfaktor in diesem Zusammenhang ist der im Vorjahr registrierte Einbruch des Welthandelswachstums. Innerhalb Europas und der Eurozone ist eine Erholung nach den Krisenjahren erkennbar, allerdings bleibt das Wachstum insgesamt gesehen auf moderatem Niveau. Für Österreich prognostiziert das WIFO für 2016 zwar wesentlich stärkere Wachstumsraten
als noch im vergangenen Jahr, allerdings bleibt das Wachstum nach wie vor hinter dem Schnitt der Eurozone zurück.
Unsicherheiten im geopolitischen Bereich bestehen weiterhin im Hinblick auf die Krise zwischen der Europäischen Union und Russland sowie hinsichtlich der Krisenherde im Nahen und Mittleren Osten. Aufgrund seiner Ausrichtung als Drehscheibe im Ost-West-Verkehr ist der Flughafen Wien von den wirtschaftlichen und politischen Sanktionen gegen Russland negativ betroffen. Positiv dürfte sich die schrittweise Aufhebung der Sanktionen gegenüber dem Iran im Zuge des Abschlusses des sogenannten Atomabkommens auswirken.
Aus regulatorischer und rechtlicher Sicht wurde im Dezember 2015 von der Europäischen Kommission ein neuer Entwurf des "Aviation Packages" vorgestellt. Der bisher einzige legislative Vorschlag im Rahmen dieses Pakets betrifft die EASA-Verordnung (European Aviation Safety Agency). Die EU-Behörde soll demnach neue Kompetenzen bekommen. Etwaige Nachteile, beispielsweise durch Überregulierungen, werden laufend geprüft, sind aber noch nicht erkennbar. Unklar sind die Chancen für die Umsetzung der Kommissionspläne, umfassende EU-Luftverkehrsabkommen mit Dritten (z. B. den Golfstaaten oder der ASEAN – Association of South-East Asian Nations) abzuschließen, sowie auch der konkrete Inhalt dieser Abkommen. Ob sich eine Liberalisierung des Flugverkehrs bei gleichzeitiger Einführung einer "Fair Competition Clause" verwirklichen lässt, hängt nicht zuletzt von den Mitgliedstaaten (Mandatserteilung) und dem möglichen Verhandlungsverlauf ab. Nicht enthalten im "Aviation Package" sind Vorschläge bezüglich einer weiterführenden Liberalisierung der Bodenverkehrsdienste. Die Zulassung eines dritten Handling-Agents im Bereich der zugangsbeschränkten Ground-Handling-Dienstleistungen am Flughafen Wien ist daher mittelfristig nicht zu erwarten. Ob seitens der Kommission zukünftig ein neuer Vorstoß in dieser Richtung unternommen wird, ist derzeit nicht absehbar. Ähnliches gilt für die Richtlinie zu Flughafenentgelten, wo die Kommission prüfen wird, ob bzw. inwieweit eine Anpassung der Regulierung notwendig ist.
Durch die EU-Emissionsrichtlinien und -Umweltstandards (v. a. Emission Trading Scheme) wird aus Sicht der FWAG die Position europäischer Fluggesellschaften und somit die Attraktivität europäischer Airports als Transfer-Hubs gegenüber Alternativstandorten außerhalb Europas geschwächt.
Auf nationaler Ebene ist seit dem Inkrafttreten des Flugabgabegesetzes (FlugAbgG) im Jahr 2011 eine zusätzliche Kostenbelastung für Airlines bzw. Passagiere entstanden. Die einzuhebenden Beträge richten sich nach der Entfernung des Flugziels und betragen derzeit pro abfliegenden Passagier € 7 für Kurz-, € 15 für Mittel- sowie € 35 für Langstreckenflüge. Die Abgabe dämpft das Passagieraufkommen und schwächt somit die Wettbewerbsposition des Flughafen Wien, da die meisten europäischen Länder keine derartigen Steuern einheben. Die Anforderungen aus dem Energieeffizienzgesetz wurden durch die vollinhaltliche Umsetzung und positive externe Zertifizierung des Umweltmanagementsystems EMAS im Herbst 2015 erfüllt.
Behördliche Auflagen oder gesetzliche Änderungen können vor allem im Bereich Umweltschutz rechtliche Risiken auslösen (z. B. Lärm, Emissionen, Änderungen von An- und Abflugrouten). Diesen Risiken wird insbesondere durch entsprechende Aufklärung und Einbindung von Betroffenen im Rahmen des Dialogforums (z. B. 3. Piste) oder von Nachbarschaftsbeiräten vorgebeugt. Derzeit ist die Situation durch die bereits bestehenden Beschränkungen in betrieblicher Hinsicht (keine Verwendung von lärmsensitiven An-
und Abflugstrecken in der Zeit von 21.00 Uhr bis 7.00 Uhr und die Deckelung der absoluten Bewegungszahlen in der Zeit von 23.30 Uhr bis 5.30 Uhr) allerdings als stabil zu bezeichnen. Eine weitergehende Nachtflugbeschränkung, welche sich besonders in einer Reduktion von Fracht- und Langstreckenflügen manifestieren könnte, ist derzeit nicht absehbar.
Politische und regulatorische Risiken aus Beteiligungsverhältnissen (Malta bzw. Slowakei), wie zum Beispiel die Besteuerung des Flugverkehrs, behördliche Flugverkehrsbeschränkungen oder Änderungen der für die Flughäfen relevanten Gesetze oder Behördenauflagen, werden laufend beobachtet. Entsprechende Entwicklungen können die mittelfristige Planung beeinflussen und zu Wertminderungen einzelner Beteiligungen führen.
Die Nichteinhaltung rechtlicher Anforderungen (Compliance) kann Haftungen der Geschäftsführung bzw. des Vorstands nach sich ziehen. Die Einhaltung der entsprechenden Vorschriften wird daher durch unternehmensinterne Richtlinien, wie etwa die Emittenten-Compliance-Verordnung (ECV), gesichert. Dabei wurden zur Vermeidung einer missbräuchlichen Verwendung oder Weitergabe von Insiderinformationen ständige Vertraulichkeitsbereiche eingerichtet, die bei Bedarf um temporäre Vertraulichkeitsbereiche ergänzt werden. Zur laufenden Überwachung wurden organisatorische Maßnahmen und Kontrollmechanismen implementiert.
Eine vom ehemaligen Bestandsnehmer Rakesh Sardana gegen die FWAG in New York eingebrachte Klage über US\$ 168 Mio. (rund € 150 Mio.) wegen vermeintlicher Diskriminierung entbehrt nach Auffassung der FWAG jeder sachlichen und rechtlichen Grundlage.
Weltweit gesehen präsentiert der Branchenverband IATA (International Air Transportation Association) einen positiven Ausblick für die Luftfahrtbranche und prognostiziert für 2016 ein Passagierwachstum von 6,7% und ein Frachtwachstum von 2,8%. Gleichzeitig werden für 2016 für die gesamte Branche erstmals Renditen prognostiziert, die über den Kapitalkosten liegen. Innerhalb Europas erwartet die IATA Gewinne in Höhe von US\$ 8,5 Mrd. nach Steuern. Dabei wirkt sich u. a. das derzeit niedrige Niveau des Kerosinpreises positiv auf die Branche aus. Anzeichen für eine nachhaltige Trendumkehr in der Preisentwicklung sind derzeit nicht erkennbar.
Dennoch bleibt vor allem in Europa aufgrund der weiterhin hohen Wettbewerbsintensität die Ertragslage vieler Airlines angespannt. Es ist deshalb davon auszugehen, dass diese Airlines ihre bereits eingeschlagenen Programme zur Steigerung der Effizienz und Profitabilität weiter fortsetzen (Kostenreduktion, Optimierung des Portfolios, Verlangsamung des Flottenausbaus bzw. Flottenreduktion). Dies wird auch den Kostendruck auf die europäischen Flughäfen weiter erhöhen.
Die Austrian Airlines ist mit einem Anteil von 45,6% gemessen am Gesamtaufkommen der Passagiere größter Kunde der FWAG. Die strategische Ausrichtung der Austrian Airlines und ihre nachhaltige Entwicklung als leistungsstarker Home-Carrier beeinflussen den Geschäftserfolg der FWAG maßgeblich. Die Entwicklung dieses Hauptkunden wird von den zuständigen Geschäftsbereichen kontinuierlich beobachtet und analysiert.
Auf Gesamtunternehmensebene kam es bei der Austrian Airlines im Berichtsjahr zu einem Passagierrückgang von 3,0%. Am Flughafen Wien wurden von der Austrian Airlines 2015 rund 10,4 Mio. Passagiere befördert (minus 3,1% gegenüber 2014). Gründe für den Rückgang sind vor allem die Aussteuerung der Saisonalität und die anhaltend schwache Geschäftsentwicklung in Russland. Für 2016 wird jedoch wieder ein leichtes Verkehrswachstum angestrebt, auch im Hinblick auf die für den Transferverkehr besonders wichtigen Langstrecken bleibt der Ausblick positiv.
Trotz des Passagierrückgangs erwartet die Austrian Airlines für das Geschäftsjahr 2015 eine deutliche EBIT-Steigerung. Die FWAG geht davon aus, dass die Airline den nachhaltigen wirtschaftlichen Turnaround geschafft und damit die Basis für die Fortsetzung der bestehenden Netzwerkstrategie mit dem Fokus Ost-West-Transfer gelegt hat. Es bleiben jedoch Unwägbarkeiten hinsichtlich der weiteren Entwicklung, welche von verschiedenen Faktoren (übergeordnete Strategie der Konzernmutter sowie Organisationsstruktur, Wettbewerbsumfeld, regulatorische Rahmenbedingungen etc.) abhängen.
Die Fluglinien NIKI und airberlin nehmen mit einem Passagieranteil von 10,6% bzw. 6,4% die Plätze zwei und drei im Kundenranking der FWAG ein. Bei airberlin, der Eigentümerin von NIKI, ist die wirtschaftliche Situation nach wie vor angespannt. Auf Gruppenebene gingen die Passagierzahlen im vergangenen Geschäftsjahr um 4,6% zurück. Trotz umfassender Maßnahmen und Verbesserung der Kosteneffizienz ist auch für das Gesamtjahr 2015 ein negatives EBIT zu erwarten. Im November 2015 wurde die strategische Neuausrichtung weiter präzisiert, wobei der Fokus weiterhin auf Netz- und Flottenoptimierung, Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen liegt. Auswirkungen daraus werden 2016 auch auf den Flughafen Wien erwartet. Am Flughafen Wien entwickelte sich der Verkehr von airberlin 2015 jedoch mit einer 4,5%igen Steigerung der Passagierzahlen positiv.
Die heimische Tochter NIKI ist laut Konzernangaben im operativen Betrieb profitabel, jedoch auch von der übergeordneten Strategie und Entwicklung der airberlin-Gruppe betroffen. Das Codeshare-Programm mit Etihad Airways wurde im Berichtsjahr weiter ausgebaut und umfasst nun mehr als 430 wöchentliche Codeshare-Flüge in über 30 Destinationen. Innereuropäisch wurde und wird das Destinationsportfolio angepasst, wobei der Fokus weiterhin auf Tourismusdestinationen liegt. Im Vergleich zum Vorjahr beförderte NIKI um 2,9% weniger Passagiere vom Flughafen Wien.
Unsicherheit im Umfeld von NIKI/airberlin besteht im Zuge der Codeshare-Vereinbarung mit Etihad Airways. Nach einem deutschen Verwaltungsgerichtsurteil, welches dem deutschen Verkehrsministerium erlaubt hätte, einen Teil der Codeshare-Flüge zwischen airberlin und Etihad Airways in Deutschland zu untersagen, hat das Oberverwaltungsgericht im Jänner 2016 die Flüge vorläufig für die Dauer des Winterflugplans 2015/2016 weiterhin genehmigt. Darüber hinaus kann jedoch mangels tragfähiger Grundlage im entsprechenden Luftverkehrsabkommen keine Einschätzung getroffen werden, wie die Behörde die betroffenen Flugverbindungen zukünftig behandeln wird. Die FWAG beobachtet diese Entwicklungen, schätzt die unmittelbaren Effekte auf den Flughafen Wien aber als gering ein.
Von anderen Nicht-Netzwerk-Carriern am Flughafen Wien wurden positive Ausbaupläne bekanntgegeben. easyJet dehnte das Angebot im Berichtsjahr aus und wird auch 2016 neue Destinationen anbieten. Zudem startete Eurowings im November den Regelbetrieb ab Wien und bedient mit einem Airbus A320 drei Destinationen. Ein weiteres Flugzeug wird voraussichtlich im Frühjahr 2016 am Standort in Betrieb gehen und das Portfolio um fünf zusätzliche Destinationen erweitern.
Insgesamt versucht die FWAG mit Marketingmaßnahmen sowie wettbewerbsfähigen Entgelte- und Incentive-Modellen, die für alle Fluglinien gleichermaßen gelten, dem Absatzmarktrisiko entgegenzuwirken. Insbesondere wird dabei das Ziel verfolgt, das Marktrisiko der Fluglinien mitzutragen und die strategisch bedeutsamen interkontinentalen sowie ost- und zentraleuropäischen Destinationen zu fördern.
In der unmittelbaren Catchment Area werden insbesondere die Aktivitäten von Nicht-Netzwerk-Carriern wie Ryanair am Flughafen Bratislava nach wie vor als relevant erachtet und genau beobachtet. Der Wettbewerbsdruck wird dabei primär von Ryanair getrieben, welche für den Sommerflugplan 2016 weitere Ausbaupläne am Standort Bratislava angekündigt hat und dabei auch verstärkt österreichische Passagiere ansprechen will.
Im Bereich Abfertigungsdienste konnte die Flughafen Wien AG im Berichtsjahr ihre führende Marktposition sowohl im Ramp-Handling als auch in der Fracht erfolgreich absichern. Grundlage für die hohe Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Serviceanbietern sind maßgeschneiderte Dienstleistungsangebote und hohe Qualitätsstandards. Mit den Hauptkunden Austrian Airlines und NIKI/airberlin bestehen langfristige Verträge für Ramp-Handling-Dienstleistungen. Es ist jedoch ein Trend zu einem höheren Preisdruck der Airlines bei gleichzeitigem Wunsch nach höherer Dienstleistungsqualität zu beobachten. Dabei werden zunehmend Service Level Agreements (SLA) abgeschlossen, die bei Nichterreichen der Qualität Pönalen vorsehen.
Der Geschäftsbereich ist außerdem von der allgemeinen Tendenz zum Einsatz größerer Fluggeräte betroffen. Während dadurch zwar die Passagierzahlen kontinuierlich steigen, ist in den letzten Jahren ein rückläufiger Trend bei den für die Handling-Erlöse maßgeblichen Flugbewegungen zu beobachten.
Im Cargo-Bereich stellt die Marktmacht einiger weniger Airlines und Speditionen ein gewisses Risiko dar. Durch eine ständige Beobachtung der Airlines sowie die Akquirierung von neuen Kunden soll eine breitere Streuung des Portfolios und damit eine Reduktion dieses Risikos erreicht werden. Zudem reagiert die Frachtentwicklung äußerst sensibel auf konjunkturelle Schwankungen. Aufgrund der aktuell geplanten Ausweitung der Cargo-Infrastruktur der Flughafen Wien AG im Rahmen einer offensiven Cargo-Strategie werden diese Entwicklungen weiterhin sehr genau beobachtet.
Im Retail & Properties-Bereich vermietet die FWAG Gebäude und Flächen, die primär von Unternehmen genutzt werden, deren Geschäftsentwicklung von jener des Luftverkehrs abhängig ist (Retailer, Fluggesellschaften etc.). Damit unterliegt dieser Bereich nicht nur den allgemeinen Risiken des Immobilienmarktes, sondern auch den Risiken der Veränderung des Passagieraufkommens bzw. der Veränderung der Kaufkraft der Passagiere, etwa im Zusammenhang mit der Abwertung der jeweiligen Heimatwährung gegenüber dem Euro (Währungsrisiken). Dieses Risiko wird derzeit etwa im Zusammenhang mit der Abwertung des russischen Rubels gegenüber dem Euro (rund minus 13% im Berichtsjahr) schlagend. Dies ist aufgrund von umsatzabhängigen Vertragskomponenten mit Auswirkungen auf die Ertragssituation der FWAG im Retail- und Immobilienbereich verbunden.
Das Treasury der FWAG ist für ein effizientes Zinsänderungs- und Marktrisikomanagement zuständig und überprüft die entsprechenden Risikopositionen regelmäßig im Rahmen des Risikocontrollings. Zinsrisiken resultieren insbesondere aus den variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten und Vermögenswerten. Durch den Erwerb der VIE Flugbetrieb Immobilien GmbH (VFI, vormals HERMIONE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH) am Ende
des Berichtsjahres wurden zukünftige Zinsänderungsrisiken aus diesem Titel eliminiert. Der bestehende EIB-Kreditvertrag enthält Bedingungen zu Haftungen qualifizierter Garantinnen. Sämtliche Garantinnen haben den Avalkreditvertrag zur Besicherung des EIB-Kredits mit Wirkung 27. Juni 2013 hinsichtlich der vollen Quote in Höhe von € 400,0 Mio. gekündigt. Nach Abschluss eines neuen Avalkreditvertrags hafteten zunächst insgesamt sechs Kreditinstitute ab 28. Juni 2013 als Garantinnen gegenüber der EIB für den aushaftenden Kredit im Ausmaß von insgesamt € 400,0 Mio. Nachdem eine Garantin im August 2014 infolge eines Rating-Downgrades ausgetauscht werden musste, haben zwei bestehende Kreditinstitute den frei werdenden Garantiebetrag übernommen, weshalb nunmehr fünf Kreditinstitute gegenüber der EIB als Garantinnen haften. Eine weitere garantierende Bank wurde im Juli 2015 herabgestuft und erfüllte somit nicht mehr die Anforderungen einer qualifizierten Garantin. Es konnte jedoch mit der EIB ein Risikoaufschlag vereinbart werden, den vereinbarungsgemäß die herabgestufte Bank trägt.
Detaillierte Angaben über finanzwirtschaftliche Risiken wie Liquiditätsrisiken, Ausfallsrisiken sowie Zinsänderungs- und Währungsrisiken und die verwendeten Finanzinstrumente, um diesen Risiken zu begegnen, finden sich im Konzernanhang unter Punkt (36).
Die verbleibenden ausländischen Flughafen-Beteiligungen in Malta und Košice unterliegen ebenfalls den oben genannten branchenspezifischen Risiken, wobei jeweils zusätzliche standortspezifische Herausforderungen und Marktrisiken zu berücksichtigen sind. Eines der wesentlichsten Risiken in diesem Zusammenhang sind Unsicherheiten hinsichtlich des wirtschaftlichen Turnarounds des am Flughafen Malta ansässigen Home-Carriers Air Malta (Marktanteil rund 40% im Jahr 2014). Eine allfällige Insolvenz der Airline hätte voraussichtlich kurzfristig negative Folgen für den Flughafen Malta. Mittel- und langfristig geht die FWAG davon aus, dass Kapazitätserhöhungen bei anderen Airlines einen allfälligen Ausfall der Air Malta kompensieren würden. Derzeit wird von der Air Malta ein Restrukturierungsplan umgesetzt, der die nachhaltige wirtschaftliche Überlebensfähigkeit des Carriers sicherstellen soll. Im Rahmen dieses Restrukturierungsplans wurden bereits substanzielle Fortschritte erzielt.
Die Ausbauprojekte der FWAG unterliegen unterschiedlichen Risiken hinsichtlich Lieferantenausfällen, Baukostensteigerungen oder Veränderungen in der Planung, die zu Mehrkosten führen können. Bereits in der Vorprojektphase erfolgt daher eine ausführliche Risikobewertung des jeweiligen Investitionsprojekts. Die anschließende Risikoüberwachung wird durch ein standardisiertes Analyse- und Bewertungsverfahren im Rahmen des Projektcontrollings vorgenommen. Sofern von den Projektbeteiligten spezielle Risiken erkannt werden (z. B. kontaminiertes Erdreich), werden diese im Rahmen der entsprechenden Vor- und Nachkalkulation berücksichtigt. Die Ausbauprojekte erfolgen in enger Abstimmung mit den Fluggesellschaften und unter Berücksichtigung des prognostizierten Verkehrsaufkommens. Die von Experten erwartete mittel- und langfristige Steigerung der Passagierzahlen soll das wirtschaftliche Risiko dieser Investitionen reduzieren und eine bedarfsgerechte Bereitstellung von Kapazitäten gewährleisten.
Nach dem erstinstanzlichen positiven Bescheid fand Anfang Jänner 2015 am Bundesverwaltungsgericht die zweitinstanzliche Verhandlung im Genehmigungsverfahren des Projekts "Parallelpiste 11R/29L" (3. Piste) statt. Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts wird aus heutiger Sicht frühestens Mitte 2016 erwartet. In der Folge muss auch mit der Befassung der Höchstgerichte, eventuell auch des EuGH gerechnet werden. Auf Basis der heute abschätzbaren Passagierentwicklung erreicht der Flughafen Wien seine
Kapazitätsgrenze nach dem Jahr 2020, weshalb das Projekt mit Nachdruck verfolgt wird, um eine rechtzeitige Verfügbarkeit sicherzustellen. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids wird die Flughafen Wien AG auf Basis der erwarteten Passagier- und Flugbewegungsentwicklung, sowie einer aktualisierten Wirtschaftlichkeitsrechnung die Entscheidung über die Realisierung treffen. Im Falle einer Nichtrealisierung des Projekts wären voraussichtlich wesentliche Teile der aktivierten (Projekt-)Kosten abzuschreiben, in der Höhe abhängig davon, inwieweit sich eine alternative Verwendungs- bzw. Verwertungsmöglichkeit ergibt.
Sämtliche Bewertungen von Vermögensgegenständen erfolgten unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub.
Über die bereits erwähnten Faktoren hinausgehend wird die Verkehrsentwicklung am Flughafen Wien von überregionalen und externen Einflussfaktoren wie Terror, Krieg oder sonstigen Schocks (Pandemien, Luftraumsperren aufgrund von Naturereignissen, Streiks etc.) beeinflusst. Lokale Schadensrisiken, wie etwa Feuer, Naturgewalten, Unfälle oder Terror am Standort, sowie der Diebstahl bzw. die Beschädigung von Vermögenswerten stellen ebenfalls Risiken aus dem operativen Betrieb dar. Mit entsprechenden Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen und Notfallplänen sowie mit hohen Sicherheitsstandards leistet der Flughafen Wien eine wichtige Vorsorge für derartige Vorkommnisse. Dies erfolgt in enger Kooperation mit dem Bundesministerium für Inneres und der Bundespolizeidirektion Schwechat sowie durch die Erbringung kundenspezifischer Sicherheitsaufgaben. Darüber hinaus sind diese Risiken durch angemessenen Versicherungsschutz abgedeckt (Luftfahrt-Haftpflichtversicherung, Terror-Haftpflichtversicherung etc.). Die effiziente und zentrale Abwicklung des Versicherungswesens wird in der entsprechenden Fachabteilung gewährleistet.
Da der Flughafen Wien eine kritische Funktion als zentraler Infrastrukturversorger und Rückgrat der internationalen Vernetzung im gesamten osteuropäischen Raum wahrnimmt, werden besonders hohe Ansprüche an die Zuverlässigkeit der eingesetzten IKT-Systeme (Informations- und Kommunikationstechnologie) und die Datensicherheit gestellt. Durch die Einbindung des Risikomanagements während des Planungsprozesses können bei IKT-Projekten frühzeitig Risiken identifiziert, bewertet und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Die wesentlichsten operativen IKT-Risiken betreffen mögliche Ausfälle zentraler Infrastruktureinrichtungen und Services, die Beeinträchtigung der Grundversorgung bzw. die Zerstörung von zentraler IKT-Infrastruktur sowie einen möglichen Verlust von sensiblen Daten.
Für alle produktiven Systeme, wie beispielsweise das Kernsystem des Flughafen Wien, "mach2", oder das ERP-System (Enterprise Resource Planning) SAP, stehen Überwachungssysteme sowie Notfallprozeduren nach aktuellem Stand der Technik zur Verfügung, wodurch eine frühzeitige Erkennung von Problemen und somit ein hoher Grad an Zuverlässigkeit erreicht werden kann. In sämtlichen zentralen Netzwerkknotenpunkten wurden redundante Systeme implementiert, sodass bei Ausfall einer Komponente das Netzwerk sowie angebundene Systeme weiterbetrieben werden können. Darüber hinaus werden zusätzlich zu bereits realisierten Maßnahmen und Kontrollen die Systeme laufend weiterentwickelt, um allen fachlichen und gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen.
Bei der Basisinfrastruktur (Strom-, Wärme- und Kälteversorgung, Wasser und Abwasser) bestehen Risiken hinsichtlich der Verfügbarkeit zentraler Systeme. In diesem Bereich wurden und werden kontinuierlich Maßnahmen entwickelt, um größtmögliche Ausfallsicherheit zu erreichen (z. B. Ringleitungen). Ein Ausfall der Kälteversorgung im Berichtsjahr wurde umfassend analysiert und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Zusätzlich wurde ein Projekt zur Analyse der Stromversorgungssicherheit in die Wege geleitet und verschiedene Ausfallsszenarien definiert. Dennoch existiert bei sämtlicher Infrastruktur ein Restrisiko, da aufgrund von unvorhersehbaren Ereignissen (z. B. höhere Gewalt, Naturkatastrophen, Anschläge) keine hundertprozentige Verfügbarkeit bzw. Sicherheit gewährleistet werden kann.
Der Flughafen Wien ist sich der hohen Bedeutung motivierter und engagierter Mitarbeiter bei der Erreichung der Unternehmensziele bewusst. Um dem durch Fluktuation drohenden Know-how-Verlust entgegenzuwirken, werden deshalb zahlreiche Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung gesetzt. Darüber hinaus werden Maßnahmen zur Erhöhung der Arbeitssicherheit und zur Minimierung von krankheitsbedingten Ausfällen forciert.
Die Gesamtbewertung der Risikosituation der Flughafen Wien AG lässt keine bestandsgefährdenden Risiken erkennen, weshalb der Fortbestand des Unternehmens auch zukünftig gesichert ist. Die FWAG erwirtschaftet ausreichend Mittel, um den Ausbau des Flughafens planmäßig voranzutreiben.
Der Vorstand ist gemäß § 82 AktG für die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des Unternehmens entsprechenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess verantwortlich. Nachfolgend wird dargestellt, wie der Vorstand der FWAG dieser gesetzlichen Anforderung nachkommt.
In Beteiligungsgesellschaften ist die jeweilige Geschäftsführung für die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens entsprechenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie für die Einhaltung der in diesem Zusammenhang bestehenden konzernweiten Richtlinien und Vorschriften in letzter Instanz verantwortlich.
Die Ausgestaltung des internen Kontrollsystems (IKS) der FWAG wurde in einem Regelwerk schriftlich festgelegt. Die Ziele des internen Kontrollsystems der FWAG sind die Sicherstellung der Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung sowie die Einhaltung der damit in Zusammenhang stehenden Gesetze und Vorschriften.
Für die Beschreibung der wesentlichen Merkmale wird die Struktur des international anerkannten COSO-Modells (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) herangezogen. Demnach umfasst ein internes Kontrollsystem die nachfolgend beschriebenen Komponenten: Kontrollumfeld, Risikobeurteilung, Kontrollmaßnahmen, Information und Kommunikation sowie Überwachung. Dabei werden finanzund rechnungslegungsrelevante Risiken der Gesellschaft erfasst, bewertet und mit entsprechenden Kontrollen versehen. Die Dokumentation des Kontrollsystems erfolgt in einer Standardsoftware, die die Möglichkeit bietet, Risiken und Kontrollen prozessbezogen darzustellen. 2015 wurde das System um ein workflowbasiertes Zusatzmodul erweitert. Dieses bietet den verantwortlichen Führungskräften und den kontrolldurchführenden Mitarbeitern dezentrale Einsichtnahme in den jeweils aktuellen Status der IKS-Risiken und Kontrollen. Zusätzlich unterstützt es das IKS durch den Einsatz von Workflows für die Durchführung sowie die Aktualisierungen und Freigaben von Kontrollen und erhöht damit die Effizienz und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems.
Die Unternehmenskultur des Managements und der Mitarbeiter prägt das Kontrollumfeld der FWAG grundlegend. Das Unternehmen arbeitet aktiv an der Verbesserung der Kommunikation und der Vermittlung von Grundwerten, um Moral, Ethik und Integrität im Unternehmen und im Umgang mit anderen sicherzustellen. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistet der selbst auferlegte Verhaltenskodex der FWAG, in dem die Regeln für die Gewährung und Annahme von Geschenken und Einladungen festgelegt werden.
Die Implementierung des internen Kontrollsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist in internen Richtlinien und Vorschriften festgelegt. Die Verantwortlichkeiten wurden an die Anforderungen des Unternehmens angepasst, um ein zufriedenstellendes Kontrollumfeld zu gewährleisten.
Der Fokus wird dabei auf jene Risiken gelegt, die als wesentlich zu betrachten sind. Um wesentliche IKS-Risiken als solche zu identifizieren, wird der Konzern- und Jahresabschluss als Kernkriterium herangezogen. Infolge veränderter Volumina bei Geschäftsprozessen bzw. bei den dahinterliegenden Konten können Änderungen bei den zu erhebenden IKS-Risiken und Kontrollen auftreten.
Bei der Erstellung des Konzern- und Jahresabschlusses müssen punktuell Einschätzungen über zukünftige Entwicklungen vorgenommen werden. Dadurch entsteht das immanente Risiko, dass die zukünftige geschäftliche Entwicklung von diesen Planungsprämissen abweicht. Dies trifft insbesondere auf die folgenden Sachverhalte bzw. Posten des Konzernabschlusses zu: Sozialkapital, Ausgang von Rechtsstreitigkeiten, Einbringlichkeit von Forderungen, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie Werthaltigkeit von Beteiligungen und Sachanlagen. Um das Risiko einer Fehleinschätzung zu minimieren, werden soweit erforderlich externe Experten zugezogen bzw. erfolgt eine Validierung anhand von externen Quellen, Peer-Group-Vergleichen und anderen geeigneten Instrumenten.
Kontrollmaßnahmen werden von Führungskräften und beauftragten Personen zeitnah und begleitend zu den Rechnungslegungsprozessen durchgeführt. Hiermit wird potenziellen Fehlern oder Abweichungen in der Finanzberichterstattung vorgebeugt bzw. werden sie entdeckt und korrigiert. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Abweichungsanalyse der Geschäftsergebnisse durch das Management und das Controlling bis hin zur spezifischen Überleitung von Konten und der Analyse der laufenden Prozesse im Rechnungswesen.
Kontrollmaßnahmen in Bezug auf die IT-Sicherheit stellen einen Eckpfeiler des internen Kontrollsystems dar. So unterliegen sensible Tätigkeiten einer restriktiven Vergabe von IT-Berechtigungen. Für Rechnungslegung und Finanzberichterstattung werden die ERP-Software SAP und PC Konsol verwendet. Die Funktionsfähigkeit des Rechnungslegungssystems wird u. a. durch automatisierte IT-Kontrollen gewährleistet.
Richtlinien und Vorschriften hinsichtlich Finanzberichterstattung werden vom Management regelmäßig aktualisiert und über das Intranet oder interne Aushänge an alle betroffenen Mitarbeiter kommuniziert. Die Arbeit der Managementebenen hat u. a. zum Ziel, die Einhaltung der Richtlinien und Vorschriften, die das Rechnungswesen betreffen, sowie die Identifizierung und die Kommunikation von Schwachstellen und Verbesserungspotenzialen im Rechnungslegungsprozess sicherzustellen. Darüber hinaus nehmen die Mitarbeiter des Rechnungswesens laufend an Schulungen betreffend Neuerungen in der internationalen Rechnungslegung teil, um so Risiken einer Fehlberichterstattung minimieren zu können.
Die laufende unternehmensweite Überwachung obliegt dem Management, dem Controlling sowie dem Aufsichtsrat. Überdies sind die jeweiligen Bereichs- und Abteilungsleiter für die Überwachung der entsprechenden Bereiche zuständig. Für die definierten Kontrollen sind verantwortliche Personen festgelegt. Die Kontrollen werden auf ihre Wirksamkeit hin überprüft. Außerdem wird das IKS von der internen Revision überwacht. Das Ergebnis aller Überwachungstätigkeiten wird dem Prüfungsausschuss bzw. dem Aufsichtsrat berichtet.
Der Servicebereich Informationssysteme betreibt als zentraler interner Dienstleister in puncto Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) eine selbst entwickelte Flughafenbetriebssoftware sowie alle IKT-Systeme, die in den Fachbereichen zum Einsatz kommen. In diesem Zusammenhang, aber auch im Hinblick auf alle anderen flughafenspezifischen Prozesse, werden laufend Optimierungen durchgeführt.
Im Jahr 2015 betrifft das im Wesentlichen folgende Punkte:
2015 wurde auch an der weiteren Verbesserung des CDM-Prozesses (Collaborative Decision Making) gearbeitet. 2014 konnte der Status "Airport CDM locally implemented" erreicht werden, aktuell wird an der Erreichung von "fully implemented" gearbeitet. Dieser Status wird voraussichtlich 2017 erreicht werden.
Weiterer Fokus war und ist die Verbesserung der Kundenzufriedenheit. Diese wird vor allem durch die Weiterentwicklung folgender Systeme unterstützt:
Relaunch der VIE-Homepage www.viennaairport.com Die Homepage wurde für alle Arten von Geräten optimiert (Responsive Design) und entspricht den ab 2016 geltenden Vorgaben des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes (BGStG).
Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2015 Ausgaben in Höhe von € 0,8 Mio. (2014: € 0,6 Mio.) für die Entwicklung einzelner Programmmodule der Flughafenbetriebssoftware sowie sonstige Entwicklungstätigkeiten als Aufwand erfasst.
Die FWAG bekennt sich zu einem schonenden und bewussten Umgang mit der Umwelt und verpflichtet sich zur Einhaltung aller umweltrelevanten Gesetze, Verordnungen und behördlichen Auflagen sowie zur kontinuierlichen Minimierung der negativen ökologischen Auswirkungen.
Aufbauend auf den Werten Kundenorientierung, Professionalität, Wirtschaftlichkeit und Respekt entwickelte die FWAG ein umfassendes Energie- und Umweltmanagement. Die Flughafen Wien AG veröffentlichte im Jahr 2015 einen Nachhaltigkeitsbericht, der im Dreijahresrhythmus neu aufgelegt wird. Wesentliche umweltrelevante Daten werden im Rahmen des EMAS-Berichts jährlich auf der Website aktualisiert. Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht ist auf der Website der Flughafen Wien AG unter www.viennaairport. com veröffentlicht.
Die FWAG konnte sich zuletzt in allen wesentlichen Umweltaspekten deutlich verbessern. Das unterstreichen die kontinuierlich verbesserten wirtschaftlichen Ergebnisse bei gleichzeitiger Steigerung der Energieeffizienz um 10,4% im Zeitraum von 2012 bis 2015.
Darüber hinaus wurden im Jahr 2015 weitere € 1,4 Mio. (2014: € 1,1 Mio.) für den Umweltschutz aufgewendet (ausgenommen Schallschutzprogramm). Im Fokus stand dabei die Reduktion von Schadstoff- und Lärmemissionen, um die Auswirkungen des Flugbetriebs auf das Umfeld, vor allem auf die Anrainer, möglichst gering zu halten.
Die Flughafen Wien AG hat im Berichtsjahr das über die gesetzlichen Verpflichtungen hinausgehende und wesentlich umfassendere Umweltmanagementsystem EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) implementiert. Ziel von EMAS ist die kontinuierliche Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes. Mithilfe von EMAS können ökologische und ökonomische Optimierungspotenziale aufgezeigt sowie Betriebsstoffe bzw. Energie und damit Kosten eingespart werden. Dadurch wird neben der Darstellung sämtlicher Aktivitäten im Bereich Umweltschutz und der Erhebung von Einsparungsmaßnahmen im Energiebereich auch die Sicherstellung von Rechtskonformität im Umweltbe-
reich gewährleistet. Die Eintragung in das EMAS-Register fand im Dezember 2015 statt.
Ausgehend vom Bekenntnis der Flughäfen, ihre CO2 -Emissionen kontinuierlich zu reduzieren, hat der Branchenverband Airports Council International (ACI) im Jahr 2009 das Airport Carbon Accreditation System (ACAS) ins Leben gerufen. Bereits über 150 Flughäfen haben sich weltweit der Initiative angeschlossen – darunter auch der Flughafen Wien. Die FWAG hat im Berichtsjahr erstmalig eine Level-2-Zertifizierung eingereicht, die eine Reduktion der CO2 -Emissionen am Standort vorsieht.
Der Flughafen Wien ist das erste Gewerbegebiet, das in Österreich mit dem DGNB-Nachhaltigkeitszertifikat ausgezeichnet wurde. Die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) vergab im Jahr 2014 das erste österreichische Quartierszertifikat für nachhaltige Immobilienentwicklung an die Flughafen Wien AG für ihr Standortprojekt "Airport City".
Das 2005 im Mediationsvertrag vereinbarte Lärmschutzprogramm des Flughafen Wien wurde auch 2015 erfolgreich weitergeführt. Es hat den Schutz der Gesundheit und die Erhöhung der Lebensqualität der Menschen, die nahe am Flughafen leben, zum Ziel. Insgesamt profitieren davon rund 12.000 Haushalte in der Region. Für die Maßnahmen zur Umsetzung des Lärmschutzprogramms wurden bislang Mittel in der Höhe von € 51,5 Mio. bereitgestellt. Bis Ende 2015 wurden für 6.282 Objekte bauphysikalische Gutachten erstellt und bei rund 2.900 Objekten ein optimaler Lärmschutz hergestellt. Im Zuge der Umsetzung des Lärmschutzprogramms konnten durch Fenstertausch und -sanierung (17.000 Fenster seit 2007) auch bis zu 1.300 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.
Der durchschnittliche Mitarbeiterstand der Flughafen-Wien-Gruppe erhöhte sich im Jahr 2015 von 4.306 auf 4.360 Mitarbeiter (plus 1,3%). Die Erhöhung der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl um 54 Arbeitnehmer ist primär im Segment Sonstige Segmente zu verzeichnen. Hier wurden ehemalige Leiharbeitnehmer in einer Technik-Tochtergesellschaft (VAT) angestellt. Im Segment Handling kam es trotz des Personalaufbaus der Tochtergesellschaft VPHS durch Prozessoptimierungen sowie reduzierten Personaleinsatz in der Tochtergesellschaft VIAS zu einer Reduktion der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl.
Stichtagsbezogen wurden zum 31. Dezember 2015 4.380 Mitarbeiter in der Flughafen-Wien-Gruppe beschäftigt und somit um 172 Mitarbeiter mehr als zum Stichtag 31. Dezember 2014 (4.208 Mitarbeiter).
| 2015 | Veränd. in % |
2014 | 2013 | |
|---|---|---|---|---|
| Airport | 500 | 0,3 | 499 | 496 |
| Handling | 3.097 | -0,9 | 3.126 | 3.199 |
| Retail & Properties | 88 | 4,8 | 84 | 83 |
| Sonstige Segmente | 675 | 13,1 | 597 | 621 |
| Gesamtanzahl | 4.360 | 1,3 | 4.306 | 4.399 |
| 2015 | Veränd. in % |
2014 | 2013 | |
|---|---|---|---|---|
| Personalstand (Durchschnitt) | 4.360 | 1,3 | 4.306 | 4.399 |
| davon Arbeiter | 3.057 | -1,8 | 3.112 | 3.213 |
| davon Angestellte | 1.303 | 9,2 | 1.193 | 1.186 |
| Personalstand (Stichtag) | 4.380 | 4,1 | 4.208 | 4.247 |
| davon Arbeiter | 3.052 | 3,0 | 2.964 | 3.050 |
| davon Angestellte | 1.328 | 6,8 | 1.244 | 1.198 |
| Lehrlinge (Durchschnitt) | 55 | -1,8 | 56 | 55 |
| Verkehrseinheiten pro Mitarbeiter1 | 7.914 | 2,8 | 7.699 | 7.426 |
| Durchschnittsalter in Jahren1 | 41,1 | 1,0 | 40,7 | 40,4 |
| Betriebszugehörigkeit in Jahren1 | 11,3 | 1,8 | 11,1 | 10,9 |
| Anteil Frauen in %1 | 11,3 | -2,6 | 11,6 | 12,5 |
| Aufwendungen für Weiterbildung in EUR1 |
1.900.000 | 92,5 | 987.000 | 972.000 |
| Meldepflichtige Arbeitsunfälle2 | 126 | 9,6 | 115 | 115 |
1) Bezogen auf die Flughafen Wien AG
2) Bis 2014 nur Flughafen Wien AG, ab 2015 Flughafen-Wien-Gruppe
2015 stieg die Kennzahl "Verkehrseinheiten pro Mitarbeiter" der FWAG aufgrund weiterer unternehmensweiter Effizienzsteigerungen um 2,8% auf 7.914 Einheiten.
Zur Erhöhung der Unternehmensidentifikation bzw. zur Motivationsförderung bietet die Flughafen Wien AG ihren Mitarbeitern auch freiwillige Sozialleistungen wie beispielsweise die kostenlose Nutzung des City Airport Trains (CAT), einen Betriebskindergarten mit flexiblen Öffnungszeiten sowie zahlreiche Vergünstigungen für Freizeit- und Sportangebote.
Bereits vor über zehn Jahren wurde von der Flughafen Wien AG eine unabhängige Mitarbeiterbeteiligungs-Privatstiftung gegründet. So wird sichergestellt, dass alle Mitarbeiter direkt am Unternehmenserfolg der Flughafen Wien AG teilhaben. Insgesamt hält die Mitarbeiterbeteiligungs-Privatstiftung 10% der Aktien der Flughafen Wien AG und zahlt den Ertrag aus der Dividendenausschüttung dieser Beteiligung an die Mitarbeiter aus. Die Organe der Mitarbeiterstiftung sind in der Satzung festgelegt und agieren völlig unabhängig von der Flughafen Wien AG. Im Jahr 2015 kam für das Geschäftsjahr 2014 ein Dividendenertrag von € 3,47 Mio. zur Ausschüttung. Im Durchschnitt entspricht das pro Mitarbeiter 42,49% des durchschnittlichen Monatslohns bzw. -gehalts. Die Aufteilung erfolgte entsprechend den jährlichen Bruttobasisbezügen.
Die FWAG erstellt einen Nachhaltigkeitsbericht, der auf der Website der Flughafen Wien AG unter www.viennaairport.com veröffentlicht wird.
Das voll eingezahlte Grundkapital der Flughafen Wien AG beträgt € 152.670.000 und ist geteilt in 21.000.000 auf Inhaber lautende Stückaktien, welche in einer Sammelurkunde bei der Oesterreichischen Kontrollbank verbrieft sind. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten ("one share – one vote").
Weitere Details zur Satzung bzw. Aktie sind auf der Website der Flughafen Wien AG unter www.viennaairport.com abrufbar.
40% der Aktien werden von den zwei Aktionären, dem Bundesland Niederösterreich (über die NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH) und der Stadt Wien (über die Wien Holding GmbH), in einem Syndikat gehalten. Der Syndikatsvertrag aus dem Jahr 1999 sieht in seither unveränderter Fassung die einheitliche Ausübung der Stimmrechte an den syndizierten Aktien in der Hauptversammlung vor. Änderungen des Syndikatsvertrags, Auflösung des Syndikats und Beschlüsse auf Aufnahme neuer Syndikatspartner bedürfen der Einstimmigkeit. Die wechselseitigen Übernahmerechte an den syndizierten Beteiligungen gelangen zur Anwendung, wenn die syndikatsgebundenen Aktien durch ein entgeltliches Rechtsgeschäft an einen Übernehmer außerhalb des Syndikats (Dritte) übertragen werden sollen. Von diesem wechselseitigen Übernahmerecht ausgenommen sind Übertragungen der syndizierten Anteile an solche Kapitalgesellschaften, die direkt zumindest mehrheitlich im Eigentum des übertragenden Syndikatspartners stehen und deren Gesellschaftszweck ausschließlich in der Beteiligung an anderen Unternehmen besteht. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung der Aktien betreffend, sind nicht bekannt.
Die Airports Group Europe S.à.r.l. hält 29,9% der Aktien. Die Stadt Wien und das Land Niederösterreich halten jeweils 20%, die Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung hält 10% am Grundkapital der Flughafen Wien AG. Der Gesellschaft sind keine weiteren Aktionäre mit Beteiligungen am Kapital von zumindest 10% bekannt.
Der Gesellschaft ist nicht bekannt, dass Inhaber von Aktien über besondere Kontrollrechte verfügen.
Die Stimmrechte der von der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung gehaltenen Aktien werden durch den Stiftungsvorstand ausgeübt. Bestellung und Abberufung des Stiftungsvorstands bedürfen der Zustimmung des Beirats der Flughafen Wien
Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung. Über die Zustimmung wird im Beirat mit einfacher Mehrheit beschlossen. Der Beirat besteht aus fünf Mitgliedern und ist paritätisch von je zwei Vertretern der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite besetzt. Diese vier Beiratsmitglieder wählen einstimmig eine weitere Person zum Vorsitzenden des Beirats.
Entsprechend dem Corporate Governance Kodex ist gemäß Satzung eine Bestellung zum Vorstandsmitglied letztmalig in dem Kalenderjahr möglich, in dem der Kandidat das 65. Lebensjahr vollendet. Eine Wahl in den Aufsichtsrat kann letztmalig in dem Kalenderjahr erfolgen, in dem der Kandidat das 70. Lebensjahr vollendet. Darüber hinaus bestehen keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.
Es existieren keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse für Mitglieder des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen. Derzeit gibt es kein genehmigtes Kapital.
Sowohl das EIB (European Investment Bank)-Darlehen in Höhe von € 400,0 Mio. als auch andere Finanzierungsverträge in Höhe von insgesamt € 75,4 Mio. (derzeit aushaftend € 52,2 Mio.) wurden unter der sogenannten "Change of Control"-Klausel abgeschlossen. Diese Finanzierungsverträge mit einem Gesamtvolumen von € 475,4 Mio. (derzeit aushaftend mit € 452,2 Mio.) wurden mit nationalen und internationalen Kreditinstituten abgeschlossen. Im Falle eines eingetretenen, bevorstehenden oder begründet als bevorstehend angenommenen Kontrollwechsels (gemäß nachstehender Definition) können diese Finanzverbindlichkeiten vorzeitig fällig werden und damit verbundene Sicherheiten wegfallen, sofern Grund zu der Annahme besteht, dass diese Änderung eine nachteilige Auswirkung auf die zukünftige Erfüllung der Finanzverbindlichkeit hat oder haben kann und nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums seitens der Flughafen Wien AG zusätzliche, für die Vertragspartner akzeptable Sicherheiten zugunsten der jeweiligen Vertragspartner bestellt werden. Kontrollwechsel ist hierbei definiert als ein Ereignis, das dazu führt, dass (i) das Bundesland Niederösterreich und die Stadt Wien gemeinsam unmittelbar oder mittelbar weniger als 40% der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG halten oder (ii) eine natürliche oder juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (d. h. entweder direkt oder indirekt, über Anteilsbesitz, wirtschaftliche Umstände oder anderswie und entweder allein oder gemeinsam mit Dritten (i) das Innehaben von mehr als 50% der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG oder (ii) das Recht, die Mehrheit der Mitglieder der Entscheidungsorgane der Flughafen Wien AG zu benennen bzw. einen beherrschenden Einfluss auf diese auszuüben) über die Flughafen Wien AG erlangt. Für Finanzierungen in einem Ausmaß von € 400 Mio. stellt jedoch das Absinken der gemeinsamen Beteiligungsquote des Bundeslandes Niederösterreich und der Stadt Wien unmittelbar oder mittelbar auf weniger als 40%, aber mehr als 30% der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG im Zuge einer Kapitalerhöhung der Flughafen Wien AG ohne gänzliche oder teilweise Ausübung der Bezugsrechte durch das Bundesland Niederösterreich und die Stadt Wien keinen Kontrollwechsel dar, sofern nicht gleichzeitig eine natürliche oder eine juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (wie oben definiert) über die Flughafen Wien AG erlangt.
Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.
Der Corporate-Governance-Bericht gemäß § 243b UBG für das Geschäftsjahr 2015 ist auf der Website der Flughafen Wien AG unter www.viennaairport.com veröffentlicht.
Die Anzahl der abgefertigten Passagiere stieg im Jänner 2016 um 1,2% auf 1.339.646 Fluggäste. Bei den Transferpassagieren verzeichnete der Flughafen Wien im Jänner 2016 einen Rückgang von 3,8% gegenüber dem Jänner 2015 auf 338.874 Passagiere. Die Anzahl der Lokalpassagiere stieg hingegen im selben Zeitraum um 3,3% auf 992.385. Auch das Frachtaufkommen konnte im Jänner 2016 wieder zulegen – insgesamt wurden 20.671 Tonnen umgeschlagen – ein Plus von 6,0%. Während die Flugbewegungen um 3,3% sanken, stieg das Höchstabfluggewicht (Maximum Take-off Weight) leicht um 0,9%.
Die Anzahl der Passagiere nach Westeuropa stieg im Jänner 2016 um 4,6%. Osteuropa verzeichnete einen Rückgang von 10,7%. Das Passagieraufkommen in den Nahen und Mittleren Osten sank im Jänner 2016 um 1,6%, jenes in den Fernen Osten stieg hingegen um 1,5%. Das Passagieraufkommen nach Nordamerika stieg um 10,9% im Jänner 2016. Die Anzahl der Passagiere nach Afrika sank gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 9,8%.
Per 1. Jänner 2016 wurden die Entgelte gemäß der im Flughafenentgeltegesetz (FEG) festgesetzten Indexformel wie folgt geändert:
| Landeentgelt, Infrastrukturentgelt airside, Parkentgelt: |
+1,01% |
|---|---|
| Fluggastentgelt, Infrastrukturentgelt landside, Sicherheitsentgelt: |
+0,85% |
| Infrastrukturentgelt Betankung: |
+0,86% |
Das PRM-Entgelt blieb mit € 0,38 pro abfliegenden Passagier unverändert.
Am 1. Februar 2016 wurde ein Vertrag zum Erwerb der indirekten Anteile von SNC-Lavalin Group Inc. an SNC-Lavalin (Malta) Limited ("SNCL Malta") unterzeichnet. SNCL Malta ist mit 38,75% an der Konsortialgesellschaft Malta Mediterranean Link Consortium Limited (MMLC) beteiligt. MMLC, an der der Flughafen Wien derzeit indirekt 57,1% hält, ist zu 40% am Flughafen Malta beteiligt. Mit der Erfüllung bestimmter Abschlussbedingungen wird der konsolidierte Anteil der Flughafen Wien AG am Flughafen Malta durchgerechnet über 48% betragen. Das Transaktionsvolumen beträgt rund € 63 Mio.
Die Flughafen Wien AG überlegt der Hauptversammlung am 31. Mai 2016 vorzuschlagen, einen Aktiensplit im Verhältnis 1:4 durchzuführen.
Nach dem Erwerb der Tochtergesellschaft VIE Flugbetrieb Immobilien GmbH (VFI, vormals HERMIONE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH) im Dezember 2015, durch den mehrere Gebäude im Kernbereich des Flughafen Wien, die für den technischen Betrieb von Airlines unverzichtbar sind, wie zum Beispiel Hangar, Cateringübergabegebäude, technische Werkstätten und Betriebsgebäude erworben sowie diesbezügliche Baurechte abgelöst wurden, leistete die Austrian Airlines im Jänner 2016 für den neu gestalteten Mietvertrag über die für ihren Flugverkehrsbetrieb wesentlichen Immobilien eine Mietvorauszahlung bis 2035 in Höhe von € 79,6 Mio.
Nach einem verhaltenen Wachstum der österreichischen Wirtschaft im Jahr 2015 geht die Prognose der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) von einem kräftigeren BIP-Wachstum im Jahr 2016 von rund 1,5% aus. Impulse werden einerseits von der gestiegenen Anzahl der Migrationen und andererseits von der Steuerreform, welche durch die Entlastung der privaten Einkommen den Konsum steigern soll, erwartet. Diese könnten jedoch durch Gegenfi nanzierungsmaßnahmen abgeschwächt werden. Die Außenwirtschaftsdynamik sollte durch die robuste Konjunktur in den USA und die Verbesserung der Wirtschaftsleistung im Euroraum bzw. in den Schwellenländern wieder zulegen. Die Infl ation wird durch die Maßnahmen der Steuerreform im Jahr 2016 wieder anziehen. Die Anzahl der Beschäftigten steigt vor allem durch zusätzliche Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich, kann jedoch einen leichten Anstieg der Arbeitslosenquote nicht kompensieren. (Quelle: OeNB, Konjunkturbericht; WIFO, Konjunktur-Presseinformationen)
Für das Jahr 2016 rechnet die Flughafen Wien AG mit einer leicht steigenden Passagierentwicklung zwischen 0% und 2% sowie einer stabilen Entwicklung bei den Bewegungen zwischen minus 1% und 0%. Erste Impulse dafür sind aus heutiger Sicht u. a. durch neue Streckenaufnahmen nach Shanghai (CN), Bari (IT), Havanna (CU) und Isfahan (IR) durch Austrian Airlines, nach Faro (PT), Split und Dubrovnik (HR) durch NIKI sowie durch Aufstockungen und neue Verbindungsaufnahmen von easyJet, Eurowings, Jet2com, SAS, Transavia, Vueling, Europe Airpost, Aegean Airlines und SunExpress zu erwarten.
Der Vorstand des Flughafen Wien bewertet die Geschäftsaussichten für 2016 grundsätzlich optimistisch: So wird eine Steigerung beim Umsatz auf mehr als € 675 Mio. erwartet und eine Steigerung beim EBITDA auf über € 280 Mio. angepeilt. Das Ergebnis nach Steuern wird aus heutiger Sicht bei mindestens € 105 Mio. liegen. Die Nettoverschuldung des Unternehmens soll weiter auf unter € 400 Mio. reduziert werden. Für Investitionen sind im Jahr 2016 rund € 95 Mio. vorgesehen.
Schwechat, am 7. März 2016
Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger Vorstandsmitglied, CFO Vorstandsmitglied, COO
vom 1.1. bis 31.12.2015
| in T€ | 2015 | 2014 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 654.389,3 | 630.157,2 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | (1) (2) |
7.438,7 | 16.125,5 |
| Betriebsleistung | 661.828,1 | 646.282,7 | |
| Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen | (3) | -34.151,5 | -38.907,7 |
| Personalaufwand | (4) | -260.599,8 | -254.051,8 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (5) | -91.926,1 | -103.104,1 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 275.150,6 | 250.219,2 | |
| Planmäßige Abschreibungen | (6) | -134.255,1 | -130.442,6 |
| Wertaufholung | (6) | 2.000,0 | 0,0 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 142.895,5 | 119.776,5 | |
| Beteiligungsergebnis ohne at-Equity-Unternehmen | (8) | 264,0 | 139,0 |
| Zinsertrag | (9) | 1.558,8 | 898,6 |
| Zinsaufwand | (9) | -22.298,7 | -24.167,1 |
| Sonstiges Finanzergebnis | (10) | -119,6 | 74,1 |
| Finanzergebnis ohne at-Equity-Unternehmen | -20.595,4 | -23.055,3 | |
| Ergebnis aus dem Abgang von at-Equity-Unternehmen | (7) | 0,0 | 2.250,6 |
| Anteilige Periodenergebnisse at-Equity-Unternehmen | (7) | 8.600,8 | 7.732,9 |
| Finanzergebnis | -11.994,6 | -13.071,8 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 130.900,9 | 106.704,7 | |
| Ertragsteuern | (11) | -30.472,9 | -24.755,2 |
| Periodenergebnis | 100.428,0 | 81.949,5 | |
| Davon entfallend auf: | |||
| Gesellschafter der Muttergesellschaft | 100.433,7 | 82.481,5 | |
| Nicht beherrschende Anteile | -5,7 | -532,0 | |
| Im Umlauf befindliche Aktien (gewichteter Durchschnitt in Stück) |
(39) | 21.000.000 | 21.000.000 |
| Ergebnis je Aktie (in €, verwässert = unverwässert) | 4,78 | 3,93 |
vom 1.1. bis 31.12.2015
| in T€ | 2015 | 2014 | ||
|---|---|---|---|---|
| Periodenergebnis | 100.428,0 | 81.949,5 | ||
| Sonstiges Ergebnis aus Posten, die in künftigen Perioden nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden |
||||
| Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen | 2.565,8 | -12.029,2 | ||
| darauf entfallende latente Steuern | -641,5 | 3.007,3 | ||
| Sonstiges Ergebnis aus Posten, die in künftigen Perioden gegebenenfalls in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden |
||||
| Ergebnis aus der Marktbewertung von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren |
-337,1 | 1.333,5 | ||
| davon erfolgsneutrale Veränderung | -189,1 | 1.382,0 | ||
| davon realisiertes Ergebnis | -147,9 | -48,5 | ||
| darauf entfallende latente Steuern | 84,3 | -333,4 | ||
| Sonstiges Ergebnis | 1.671,6 | -8.021,8 | ||
| Gesamtergebnis | 102.099,5 | 73.927,8 | ||
| Davon entfallend auf: | ||||
| Gesellschafter der Muttergesellschaft | 102.105,2 | 74.459,7 | ||
| Nicht beherrschende Anteile | -5,7 | -532,0 |
zum 31.12.2015
| in T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|---|
| AKTIVA | Anhang | ||
| Langfristiges Vermögen | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 8.881,3 | 10.903,0 | |
| Sachanlagen | (13) | 1.515.192,2 | 1.561.171,6 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (14) | 115.384,1 | 124.866,6 |
| Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen | (15) | 106.440,0 | 102.520,4 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | (16) | 2.663,0 | 3.957,5 |
| 1.748.560,6 | 1.803.419,0 | ||
| Kurzfristiges Vermögen | |||
| Vorräte | (17) | 4.946,9 | 4.293,9 |
| Wertpapiere | (18) | 21.050,9 | 21.292,2 |
| Zum Verkauf stehende Vermögenswerte | (19) | 73.403,0 | 0,0 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | (20) | 57.026,2 | 60.975,8 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (21) | 4.668,5 | 2.242,1 |
| 161.095,4 | 88.804,0 | ||
| Summe Aktiva | 1.909.656,0 | 1.892.223,0 | |
| PASSIVA | |||
| Eigenkapital | |||
| Grundkapital | (22) | 152.670,0 | 152.670,0 |
| Kapitalrücklagen | (23) | 117.657,3 | 117.657,3 |
| Sonstige Rücklagen | (24) | -16.426,1 | -18.097,6 |
| Einbehaltene Ergebnisse | (25) | 765.993,0 | 700.209,4 |
| Den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar | 1.019.894,3 | 952.439,1 | |
| Nicht beherrschende Anteile | (26) | 104,3 | 110,0 |
| 1.019.998,5 | 952.549,0 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Rückstellungen | (27) | 154.393,6 | 163.844,6 |
| Finanzverbindlichkeiten | (28) | 382.467,5 | 457.721,3 |
| Übrige Verbindlichkeiten | (29) | 22.339,7 | 29.612,5 |
| Latente Steuern | (30) | 19.858,5 | 21.033,9 |
| 579.059,3 | 672.212,2 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Steuerrückstellungen | (31) | 26.368,8 | 24.790,1 |
| Übrige Rückstellungen | (31) | 58.452,9 | 60.850,9 |
| Finanzverbindlichkeiten | (28) | 109.253,9 | 72.055,1 |
| Lieferantenverbindlichkeiten | (32) | 35.241,3 | 37.793,6 |
| Übrige Verbindlichkeiten | (33) | 81.281,1 | 71.971,9 |
| 310.598,1 | 267.461,7 | ||
| Summe Passiva | 1.909.656,0 | 1.892.223,0 |
vom 1.1. bis 31.12.2015
| in T€ | 2014 | ||
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 130.900,9 | 106.704,7 | |
| + | Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 134.255,1 | 130.442,6 |
| - | Wertaufholungen | -2.000,0 | 0,0 |
| - | anteilige Periodenergebnisse at-Equity-Unternehmen | -8.600,8 | -7.732,9 |
| + | Dividendenausschüttungen at-Equity-Unternehmen | 4.681,1 | 3.122,8 |
| + | Verluste / - Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen | 32,7 | -3.517,1 |
| - | Auflösung von Investitionszuschüssen aus öffentlichen Mitteln |
-212,8 | -207,8 |
| - | Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge | 4,8 | -361,5 |
| + | Zins- und Dividendenergebnis | 20.475,8 | 23.129,4 |
| + | Erhaltene Dividenden | 264,0 | 139,0 |
| + | Erhaltene Zinsen | 1.558,9 | 1.475,0 |
| - | Bezahlte Zinsen | -22.303,5 | -24.381,9 |
| - | Erhöhung / + Senkung Vorräte | -653,0 | 66,9 |
| - | Erhöhung / + Senkung Forderungen | 196,4 | 8.986,9 |
| + | Erhöhung / - Senkung Rückstellungen | 648,0 | 6.570,7 |
| + | Erhöhung / - Senkung Verbindlichkeiten | -208,2 | -5.414,3 |
| Netto-Geldfluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 259.039,5 | 239.022,6 | |
| - | Zahlungen für Ertragsteuern | -30.626,8 | -18.431,4 |
| Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 228.412,7 | 220.591,2 | |
| + | Einzahlungen aus Anlagenabgang | 5.457,9 | 7.263,0 |
| - | Auszahlungen für Anlagenzugang | -83.268,3 | -74.791,2 |
| - | Auszahlung für zum Verkauf stehende Vermögenswerte | -69.095,1 | 0,0 |
| + | Einzahlungen aus nicht rückzahlbaren Zuschüssen | 0,0 | 71,9 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -146.905,5 | -67.456,2 | |
| - | Dividendenausschüttung | -34.650,0 | -27.300,0 |
| + | Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten |
0,2 | 27.990,0 |
| - | Auszahlungen aus der Tilgung von Finanz- und Leasingver bindlichkeiten |
-44.431,0 | -155.506,1 |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -79.080,8 | -154.816,1 | |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | 2.426,4 | -1.681,2 | |
| + | Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 2.242,1 | 3.923,3 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 4.668,5 | 2.242,1 |
Nähere Erläuterungen siehe Konzernanhang (34)
vom 1.1. bis 31.12.2015
| den Gesellschaftern der | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Grund kapital |
Kapital rücklagen |
AfS Rücklage |
Neubewertun gen von Plänen |
|
| Stand zum 1.1.2014 | 152.670,0 | 117.657,3 | 258,4 | -17.967,1 | |
| Marktwertbewertung von Wertpapieren |
1.000,1 | ||||
| Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen |
-9.021,9 | ||||
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 | 1.000,1 | -9.021,9 | |
| Periodenergebnis | |||||
| Gesamtergebnis | 0,0 | 0,0 | 1.000,1 | -9.021,9 | |
| Dividendenausschüttung | |||||
| Stand zum 31.12.2014 | 152.670,0 | 117.657,3 | 1.258,5 | -26.989,0 | |
| Stand zum 1.1.2015 | 152.670,0 | 117.657,3 | 1.258,5 | -26.989,0 | |
| Marktwertbewertung von Wertpapieren |
-252,8 | ||||
| Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen |
1.924,4 | ||||
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 | -252,8 | 1.924,4 | |
| Periodenergebnis | |||||
| Gesamtergebnis | 0,0 | 0,0 | -252,8 | 1.924,4 | |
| Dividendenausschüttung |
Stand zum 31.12.2015 152.670,0 117.657,3 1.005,7 -25.064,6 7.632,9 -16.426,1 765.993,0 1.019.894,3 104,3 1.019.998,5
62
| Muttergesellschaft zurechenbar | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Nicht beherr schende Anteile |
Gesamt | Einbehaltene Ergebnisse |
Summe sonstige Rücklagen |
Währungs umrechnungs rücklage |
| 905.921,3 | 641,9 | 905.279,3 | 645.027,9 | -10.075,9 | 7.632,9 |
| 1.000,1 | 1.000,1 | 1.000,1 | |||
| -9.021,9 | -9.021,9 | -9.021,9 | |||
| -8.021,8 | 0,0 | -8.021,8 | 0,0 | -8.021,8 | 0,0 |
| 81.949,5 | -532,0 | 82.481,5 | 82.481,5 | ||
| 73.927,8 | -532,0 | 74.459,7 | 82.481,5 | -8.021,8 | 0,0 |
| -27.300,0 | -27.300,0 | -27.300,0 | |||
| 952.549,0 | 110,0 | 952.439,1 | 700.209,4 | -18.097,6 | 7.632,9 |
| 952.549,0 | 110,0 | 952.439,1 | 700.209,4 | -18.097,6 | 7.632,9 |
|---|---|---|---|---|---|
| -252,8 | -252,8 | -252,8 | |||
| 1.924,4 | 1.924,4 | 1.924,4 | |||
| 1.671,6 | 0,0 | 1.671,6 | 0,0 | 1.671,6 | 0,0 |
| 100.428,0 | -5,7 | 100.433,7 | 100.433,7 | ||
| 102.099,5 | -5,7 | 102.105,2 | 100.433,7 | 1.671,6 | 0,0 |
| -34.650,0 | -34.650,0 | -34.650,0 | |||
| 1.019.998,5 | 104,3 | 1.019.894,3 | 765.993,0 | -16.426,1 | 7.632,9 |
K o n z e r n a n h a n g f ü r d a s G e s c h ä f t s j a h r 2015
Die Flughafen Wien Aktiengesellschaft (AG) als oberstes Mutterunternehmen und ihre Tochterunternehmen sind Dienstleistungsunternehmen im Bereich Bau und Betrieb von Zivilflugplätzen mit allen hiermit in Zusammenhang stehenden Einrichtungen. Die Flughafen Wien AG betreibt als Zivilflugplatzhalter den Flughafen Wien. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Schwechat, Österreich. Die Anschrift lautet: Flughafen Wien AG, Postfach 1, A-1300 Wien-Flughafen. Die Gesellschaft ist in das Firmenbuch beim Landesals Handelsgericht Korneuburg (FN 42984 m) eingetragen.
Die wesentlichen Betriebsgenehmigungen der Flughafen Wien AG betreffen folgende:
Das Bundesministerium für Verkehr und verstaatlichte Betriebe hat am 27. März 1955 gemäß § 7 des Luftverkehrsgesetzes vom 21. August 1936 der Flughafen Wien Betriebsgesellschaft m.b.H. die Genehmigung zur Anlegung und zum Betrieb des für den allgemeinen Verkehr bestimmten Flughafen Wien-Schwechat sowie für die Piste 11/29 erteilt.
Am 15. September 1977 wurde vom Bundesministerium für Verkehr gemäß § 78 Abs. 2 LFG, BGBl. Nr. 253/1957 die Benützungsbewilligung für die Instrumentenpiste 16/34 samt Rollwegen und Befeuerungsanlagen erteilt.
Im Jahr 2010 wurde der Flughafen Wien vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie nach den Richtlinien der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) zertifiziert. Am 31. Dezember 2010 wurde die Zertifizierungsurkunde dafür ausgestellt. Diese bescheinigt der Flughafen Wien AG die Übereinstimmung der für den sicheren und reibungslosen Betrieb notwendigen Einrichtungen mit den in Österreich anwendbaren Vorschriften. Die aktuelle Urkunde ist bis 31. Dezember 2017 gültig.
Die Erstellung des Konzernabschlusses der Flughafen Wien AG zum 31. Dezember 2015 erfolgte in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.
Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Anhang teilweise detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.
Der Konzernabschluss ist prinzipiell zu fortgeführten historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten aufgestellt. Eine Ausnahme davon bilden derivative Finanzinstrumente sowie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Eine entsprechende Erläuterung erfolgt im Rahmen der jeweiligen Bilanzierungs- und Bewertungsmethode.
Historische Anschaffungs- oder Herstellungskosten basieren im Allgemeinen auf dem beizulegenden Zeitwert der im Austausch für den Vermögenswert entrichteten Gegenleistung.
Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. Dies gilt unabhängig davon, ob der Preis direkt beobachtbar ist oder unter Anwendung einer Bewertungsmethode geschätzt worden ist.
Die Abschlüsse der Flughafen Wien AG und ihrer Tochterunternehmen werden unter Beachtung der einheitlich für den Konzern geltenden Ansatz- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen. Sämtliche Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden zum Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden zum Zwecke der Übersichtlichkeit grundsätzlich in Tausend Euro (T€) ausgewiesen. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Dies gilt auch für sonstige Angaben wie Personalstand, Verkehrszahlen etc.
Im Geschäftsjahr hat der Konzern alle neuen und geänderten Standards und Interpretationen, die vom International Accounting Standards Board (IASB) und vom International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) des IASB veröffentlicht und von der EU übernommen wurden, angewendet, soweit sie für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevant und bereits verpflichtend anzuwenden waren. Insbesondere wurden folgende Verlautbarungen des IASB im Geschäftsjahr erstmals angewendet:
| ■ Verbesserungen einzelner IFRS (Improvement Project 2011–2013) |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2015 beginnen |
||
|---|---|---|---|
| ■ | Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am | ||
| IFRIC 21 "Abgaben" | oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen |
Im Geschäftsjahr 2015 wurden folgende neue und überarbeitete Standards erstmalig angewendet:
IFRIC 21 "Abgaben" enthält Leitlinien dazu, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die aufgrund gesetzlicher Vorschriften durch die öffentliche Hand auferlegt wird (z. B. Bankenabgabe). Dabei wird das verpflichtende Ereignis für den Ansatz einer Schuld als die Aktivität identifiziert, die die Zahlung nach der einschlägigen Gesetzgebung auslöst. Erst bei Eintritt des verpflichtenden Ereignisses sind Abgaben bilanziell zu erfassen. Das verpflichtende Ereignis kann auch sukzessive über einen Zeitraum eintreten, sodass die Schuld zeitanteilig anzusetzen ist.
Die jährlichen Verbesserungen an den IFRS (Zyklus 2011–2013) betreffen die Änderung an den folgenden Standards: IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13 und IAS 40. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS soll eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden. Die Übernahme der EU erfolgte am 18. Dezember 2014 im Amtsblatt der EU.
Von den Änderungen betreffend IFRS 1 sind nur IFRS-Erstanwender betroffen. Von den Auswirkungen der Änderungen an IFRS 3 sind nur IFRS-Abschlüsse von Unternehmen betroffen, die selbst ein Joint Arrangement sind. Von den Auswirkungen der Änderungen an IFRS 13 sind Unternehmen betroffen, die das "Portfolio Exception" nach IFRS 13.48 anwenden (v. a. Banken). Von den Änderungen an IAS 40 sind insbesondere Unternehmen betroffen, die Finanzimmobilien erwerben (v. a. Immobilienanlageunternehmen).
Aus der Anwendung der neuen oder geänderten Standards und Interpretationen ergaben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. die Cashflows des Flughafen-Wien-Konzerns.
Die folgenden Standards und Interpretationen sind zum Bilanzstichtag bereits veröffentlicht, waren im Geschäftsjahr jedoch noch nicht verpflichtend anzuwenden:
| ■ IFRS 9 "Finanzinstrumente" |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2018 beginnen; zum Bilanzstichtag nicht von der EU in europäisches Recht übernommen |
|---|---|
| ■ IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungs posten" |
Die europäische Kommission hat ent schieden, diesen vorläufigen Standard nicht in EU-Recht zu übernehmen. Der fi nale Standard wird abgewartet. |
| ■ IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2018 beginnen; zum Bilanzstichtag nicht von der EU in europäisches Recht übernommen |
| ■ Verbesserungen einzelner IFRS (Improvement Project 2010-2012) |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen |
| ■ Verbesserungen einzelner IFRS (Improvement Project 2012–2014) |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2016 beginnen |
| ■ Änderungen zu IAS 19 "Leistungsorien tierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge" |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen |
| ■ Änderungen zu IFRS 10 und IAS 28 "Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsun ternehmen" |
Anwendung auf unbestimmte Zeit ver schoben |
| ■ Änderungen zu IFRS 11 "Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinsamen Geschäftstätigkeit" |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2016 beginnen |
| ■ Änderungen zu IAS 16 und IAS 38 "Klarstellung akzeptabler Abschrei bungsmethoden" |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2016 beginnen |
| ■ Änderungen zu IAS 16 und IAS 41: "Landwirtschaft: fruchttragende Pflanzen" |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2016 beginnen |
|---|---|
| ■ Änderungen zu IAS 27: "Anwendung der Equity-Methode in separaten Abschlüssen" |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2016 beginnen |
| ■ Änderungen zu IAS 1: "Angabeninitiative" |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2016 beginnen |
| ■ Änderungen zu IFRS 10, 12 und IAS 28 : "Anwendung der Konsolidierungsaus nahme" |
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2016 beginnen; zum Bilanzstichtag nicht von der EU in europäisches Recht übernommen |
Eine freiwillige vorzeitige Anwendung der vorherstehenden Standards und Interpretationen ist nicht geplant. Die Auswirkungen der Änderungen sind wie folgt:
IFRS 9 (2009) "Finanzinstrumente" führt neue Anforderungen für die Einstufung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte ein. Nach IFRS 9 (2009) werden finanzielle Vermögenswerte auf Grundlage des Geschäftsmodells, in dessen Rahmen sie gehalten werden, und der Eigenschaft ihrer vertraglichen Cashflows eingestuft und bewertet. IFRS 9 (2010) führt ergänzend Änderungen in Bezug auf finanzielle Verbindlichkeiten ein. Die Auswirkungen des IFRS 9 auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Flughafen-Wien-Konzerns wurden noch nicht evaluiert.
Mit IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungsposten" wird einem Unternehmen, das IFRS-Erstanwender ist, gestattet, mit einigen begrenzten Einschränkungen, regulatorische Abgrenzungsposten weiter zu bilanzieren. Die Anwendung der Regelung ist allerdings explizit nur für IFRS-Erstanwender vorgesehen; bereits nach IFRS bilanzierende Unternehmen sind von der Anwendung ausgenommen. Es ergeben sich daher keine zukünftigen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Flughafen Wien AG.
In IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" wird vorgeschrieben, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. Zudem wird von den Abschlusserstellern gefordert, den Abschlussadressaten informativere Angaben als bisher zur Verfügung zu stellen. IFRS 15 ist grundsätzlich auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden. Eine Ausnahme bilden die folgenden Verträge:
Finanzinstrumente und andere vertragliche Rechte oder Pflichten, die unter IFRS 9 "Finanzinstrumente", IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen", IAS 27 "Separate Abschlüsse" oder IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures" fallen
Versicherungsverträge im Anwendungsbereich von IFRS 4 "Versicherungsverträge"
Im Unterschied zu den aktuell gültigen Vorschriften sieht der neue Standard ein einziges, prinzipienbasiertes, fünfstufiges Modell vor, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Gemäß diesem fünfstufigen Modell ist zunächst der Vertrag mit dem Kunden zu bestimmen (Schritt 1). In Schritt 2 sind die eigenständigen Leistungsverpflichtungen im Vertrag zu identifizieren. Anschließend (Schritt 3) ist der Transaktionspreis zu bestimmen, wobei explizite Vorschriften zur Behandlung von variablen Gegenleistungen, Finanzierungskomponenten, Zahlungen an den Kunden und Tauschgeschäften vorgesehen sind. Nach der Bestimmung des Transaktionspreises ist in Schritt 4 die Verteilung des Transaktionspreises auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen vorzunehmen. Basis hierfür sind die Einzelveräußerungspreise der einzelnen Leistungsverpflichtungen. Abschließend (Schritt 5) kann der Erlös erfasst werden, sofern die Leistungsverpflichtung durch das Unternehmen erfüllt wurde. Voraussetzung hierfür ist die Übertragung der Verfügungsmacht an der Ware bzw. der Dienstleistung auf den Kunden.
Bei Abschluss eines Vertrags ist nach IFRS 15 festzustellen, ob die aus dem Vertrag resultierenden Erlöse zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg zu erfassen sind. Dabei ist zunächst anhand bestimmter Kriterien zu klären, ob die Verfügungsmacht an der Leistungsverpflichtung über einen Zeitraum übertragen wird. Ist dies nicht der Fall, ist der Erlös zum Zeitpunkt zu erfassen, an dem die Verfügungsmacht auf den Kunden übergeht.
Weiters enthält der Standard neue, umfangreiche Vorschriften in Bezug auf Angaben, die zu den Erlösen im Abschluss zu machen sind. Insbesondere sind qualitative sowie quantitative Angaben zu jedem der folgenden Punkte zu machen:
Die Flughafen-Wien-Gruppe erwartet aufgrund der Änderungen, die IFRS 15 mit sich zieht, dass Anpassungen im Bereich "interne Kontrollen" notwendig sein werden. Im Detail wurden allfällige Anpassungen der IT-Architektur sowie die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus der erstmaligen Anwendung dieser Standards zum Bilanzstichtag noch nicht evaluiert.
Die Änderungen adressieren einen Konflikt zwischen den Vorschriften von IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures" und IFRS 10 "Konzernabschlüsse". Mit ihnen wird klargestellt, dass bei Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen
oder einem Joint Venture das Ausmaß der Erfolgserfassung davon abhängt, ob die veräußerten oder einge-brachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb nach IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" darstellen.
Bislang beinhalten Transaktionen mit assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen im Konzern keinen Geschäftsbetrieb i. S. d. IFRS 3, sondern lediglich einzelne Vermögenswerte. Die Flughafen-Wien-Gruppe geht daher davon aus, dass die Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis haben werden. Zudem wurden die Änderungen der Standards vom IASB auf unbestimmte Zeit verschoben.
Die Änderungen an IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" enthalten Leitlinien, wie der Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit zu bilanzieren ist, wenn diese einen Geschäftsbetrieb i. S. d. IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" darstellt. In diesem Fall sind alle Prinzipien in Bezug auf die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen aus IFRS 3 und anderen IFRS anzuwenden, solange diese nicht im Widerspruch zu den Leitlinien in IFRS 11 stehen.
Die Änderungen sind auf Erwerbe von Anteilen an einer bestehenden gemeinschaftlichen Tätigkeit und auf die Erwerbe von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit bei ihrer Gründung anzuwenden, solange die Begründung der gemeinschaftlichen Tätigkeit nicht mit der Begründung des Geschäftsbetriebs einhergeht.
Die Flughafen-Wien-Gruppe geht nicht davon aus, dass die Änderungen an IFRS 11 einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben werden.
Die weiteren Standards und Interpretationen werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.
Der Konzernabschluss beinhaltet den Abschluss des Mutterunternehmens und der von ihm beherrschten Unternehmen einschließlich strukturierter Unternehmen (seine Tochterunternehmen). Insbesondere beherrscht der Konzern ein Beteiligungsunternehmen dann und nur dann, wenn er alle nachfolgenden Eigenschaften besitzt:
Besitzt der Konzern keine Mehrheit der Stimmrechte oder damit vergleichbarer Rechte an einem Beteiligungsunternehmen, berücksichtigt er bei der Beurteilung, ob er die Verfügungsgewalt an diesem Beteiligungsunternehmen hat, alle relevanten Sachverhalte und Umstände. Hierzu zählen u. a.:
Ergeben sich aus Sachverhalten und Umständen Hinweise, dass sich eines oder mehrere der drei Beherrschungselemente verändert haben, muss der Konzern erneut prüfen, ob er ein Beteiligungsunternehmen beherrscht. Die Konsolidierung eines Tochterunternehmens beginnt an dem Tag, an dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt. Sie endet, wenn der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen verliert.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von Tochtergesellschaften wurden, sofern notwendig, gegenüber den lokalen Rechnungslegungsvorschriften angepasst, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.
Konzerninterne Salden, Geschäftsvorfälle, Erträge und Aufwendungen werden in voller Höhe eliminiert. Gewinne oder Verluste aus konzerninternen Geschäftsvorfällen, die im Buchwert von Vermögenswerten wie Vorräten und Anlagevermögen enthalten sind, werden in voller Höhe eliminiert.
Änderungen der Beteiligungsquote, die zu keinem Verlust der Beherrschung über das Tochterunternehmen führen, werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehen-
der Unterschiedsbetrag zwischen den bezahlten Leistungen und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.
Nach IFRS erfolgt die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet.
Als Firmenwert wird grundsätzlich der Wert angesetzt, der sich aus dem Überhang des beizulegenden Zeitwerts der Gegenleistung, dem Wert der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen sowie dem beizulegenden Zeitwert jeglicher vorher gehaltener Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum über dem Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Wert bewerteten Nettovermögen ergibt. Nicht beherrschende Anteile werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem entsprechenden Anteil am identifizierbaren Nettovermögen des erworbenen Unternehmens bewertet. Im Falle des Erwerbs zu einem Preis unter dem Marktwert, d. h., die Anschaffungskosten sind geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, ist dieser passive Unterschiedsbetrag, nach nochmaliger Überprüfung, direkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.
Nicht beherrschende Anteile werden in der Konzernbilanz innerhalb des Eigenkapitals als gesonderter Posten ausgewiesen.
Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei welchem der Konzern über maßgeblichen Einfluss verfügt. Maßgeblicher Einfluss ist die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Beteiligungsunternehmens mitzuwirken, nicht aber die Beherrschung oder die gemeinschaftliche Führung der Entscheidungsprozesse.
Ein Gemeinschaftsunternehmen ist eine gemeinsame Vereinbarung, bei der die Parteien, die gemeinschaftliche Führung über die Vereinbarung ausüben, Rechte am Nettovermögen des Gemeinschaftsunternehmens besitzen. Gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich vereinbarte Teilhabe an der Beherrschung über eine Vereinbarung, die nur dann besteht, wenn Entscheidungen über die relevanten Aktivitäten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Partnerunternehmen erfordern.
Die Überlegungen, die zur Bestimmung des maßgeblichen Einflusses oder der gemeinschaftlichen Führung angestellt werden, sind mit denen vergleichbar, die zur Bestimmung der Beherrschung von Tochterunternehmen erforderlich sind.
Die Anteile des Konzerns an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert.
Nach der Equity-Methode werden die Anteile an einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt und in der Folge um den dem Flughafen-Wien-Konzern zustehenden Anteil am Ergebnis der Beteiligung, um Ausschüttungen sowie um Kapitalein- oder -auszahlungen erhöht oder vermindert. Der mit einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen verbundene Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben. In den auf den Unternehmenszusammenschluss folgenden Perioden werden die aufgedeckten stillen Reserven und stillen Lasten entsprechend der Behandlung der korrespondierenden Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben oder aufgelöst. Der gesamte Buchwert des Anteils wird immer dann auf Wertminderung geprüft, wenn die Anwendung der Vorschriften des IAS 39 darauf hinweist, dass der Anteil wertgemindert sein könnte.
Berichtswährung und funktionale Währung sämtlicher Konzerngesellschaften ist der Euro.
Fremdwährungsgeschäfte in den einzelnen Konzerngesellschaften werden mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls gültigen Kurs in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Posten in Fremdwährung werden mit dem zum Bilanzstichtag gültigen Devisenmittelkurs angesetzt. Umrechnungsdifferenzen werden grundsätzlich in saldierter Form erfolgswirksam erfasst.
Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer von 4 bis 20 Jahren linear abgeschrieben. Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag – der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungs-kosten und Nutzungswert des Vermögenswerts – unter dem Buchwert, wird eine Wertminderung vorgenommen.
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden bei Erfüllung der Ansatzkriterien mit deren Herstellungskosten angesetzt und planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt acht Jahre.
Fremdkapitalkosten und Ausgaben für Entwicklung werden aktiviert, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, und über die Nutzungsdauer des Vermögenswerts abgeschrieben.
Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten bewertet. Sie werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf ihre Werthaltigkeit untersucht und, sofern notwendig, auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden diese Vermögenswerte mit Ausnahme von Firmenwerten entsprechend zugeschrieben.
Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern auf Basis des erzielbaren Betrags derjenigen Cash Generating Unit (zahlungsmittelgenerierende Einheit), der der Firmenwert zugeordnet ist, auf eine Wertminderung untersucht ("Impairment Only Approach"). Cash Generating Units werden durch die Zusammenfassung von Vermögenswerten auf der niedrigsten Ebene, die selbstständig Zahlungsströme erwirtschaftet oder für interne Managementzwecke überwacht wird, gebildet. Der Werthaltigkeitstest ist jährlich durchzuführen und zusätzlich immer dann, wenn Anzeichen dafür vorliegen,
dass die zahlungsmittelgenerierende Einheit in ihrem Wert gemindert ist. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, ist der zugeordnete Firmenwert in Höhe des Differenzbetrags abzuschreiben. Wertminderungen des Firmenwerts dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Übersteigt die Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert des ihr zugeordneten Firmenwerts, ist die darüber hinausgehende Wertminderung durch anteilige Minderung von Buchwerten der der Cash Generating Unit zugeordneten Vermögenswerte zu erfassen.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Materialund Fertigungsgemeinkosten sowie leistungserstellungsbezogene Verwaltungskosten. Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen neben dem Kaufpreis auch die direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert zu seinem Standort und in den erforderlichen betriebsbereiten Zustand zu bringen. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Wenn wesentliche Teile von Sachanlagen in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden müssen, erfasst der Konzern solche Teile als gesonderte Vermögenswerte mit spezifischer Nutzungsdauer bzw. entsprechender Abschreibung. Bei Durchführung einer Großinspektion werden entsprechend die Kosten im Buchwert der Sachanlagen als Ersatz aktiviert, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Alle anderen Wartungs- und Instandhaltungskosten werden sofort erfolgswirksam erfasst. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer und wird regelmäßig überprüft.
Den planmäßigen Abschreibungen werden folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
| Jahre | |
|---|---|
| Betriebsgebäude | 33,3 |
| Komponenten Terminal 3: | |
| Rohbau | 50 |
| Fassade | 25 |
| Innenausbau | 20 |
| Technische Gebäudeausrüstung | 25 |
| Sonstige Gebäude | 10–50 |
| Start-/Landebahnen, Rollwege, Vorfelder | 20–60 |
| Technischer Lärmschutz | 20 |
| Sonstige Grundstückseinrichtungen | 7–20 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5–20 |
| Fahrzeuge | 2–10 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2–15 |
Im Geschäftsjahr 2012 wurden Maßnahmen für den technischen Lärmschutz erstmals als eigenständige Komponente zu Sachanlagen identifiziert. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass unter Berücksichtigung der allgemeinen Entwicklungen davon auszugehen ist, dass Lärmschutzprogramme im Bereich von Flughäfen von allgemeiner Bedeutung sind.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen alle Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zweck der Wertsteigerung gehalten und weder in der Produktion noch für Verwaltungszwecke eingesetzt werden, sowie Grundstücke, die für eine gegenwärtig unbestimmte künftige Nutzung gehalten werden. Bei einem betrieblich genutzten Anteil erfolgt eine dem prozentuellen Ausmaß der Nutzung entsprechende Zuordnung. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 10 bis 50 Jahren vorgenommen. Unabhängig von der Bewertung zu fortgeführten Anschaffungsoder Herstellungskosten wird der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie ermittelt. In Ermangelung von aktiven Marktpreisen für den Standort Flughafen Wien-Schwechat kommt es zu keiner Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts mit unterlegten Marktdaten. Der beizulegende Zeitwert wird intern auf Basis von Ertragswerten zum Bilanzstichtag ermittelt. Nähere Ausführungen zu den Bewertungstechniken und wesentlichen Parametern siehe unter Punkt (14).
Langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen, die Vermögenswerte und Schulden umfassen, werden als zum Verkauf stehend oder zur Ausschüttung gehalten eingestuft, wenn es höchst wahrscheinlich ist, dass sie überwiegend durch Veräußerung oder Ausschüttung und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden.
Im Allgemeinen werden diese Vermögenswerte oder die Veräußerungsgruppe zum niedrigeren Wert aus ihrem Buchwert und beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Ein etwaiger Wertminderungsaufwand einer Veräußerungsgruppe wird zunächst dem Geschäfts- oder Firmenwert und dann den verbleibenden Vermögenswerten und Schulden auf anteiliger Basis zugeordnet – mit der Ausnahme, dass den Vorräten, finanziellen Vermögenswerten, latenten Steueransprüchen, Vermögenswerten im Zusammenhang mit Leistungen an Arbeitnehmer oder als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, die weiterhin gemäß den sonstigen Rechnungslegungsmethoden des Konzerns bewertet werden, kein Verlust zugeordnet wird. Wertminderungsaufwendungen bei der erstmaligen Einstufung als zum Verkauf stehend oder zur Ausschüttung gehalten und spätere Gewinne und Verluste bei Neubewertung werden im Gewinn oder Verlust erfasst.
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben und jedes nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungsunternehmen wird nicht mehr nach der Equity-Methode bilanziert, sobald sie als zum Verkauf stehend oder zur Ausschüttung gehalten eingestuft sind.
Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, bei denen Anzeichen für Wertminderungen vorliegen, werden durch den Vergleich des Buchwerts mit dem erzielbaren Betrag auf ihre Werthaltigkeit untersucht. Können den Vermögenswerten keine eigenen, von anderen Vermögenswerten unabhängig generierten künftigen Finanzmittelzuflüsse zugeordnet werden, ist die Werthaltigkeit auf Basis der übergeordneten Cash Generating Unit von Vermögenswerten zu prüfen. Liegt der erzielbare Betrag des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter dem Buchwert, erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren erzielbaren Betrag. Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden diese Vermögenswerte entsprechend zugeschrieben.
Der erzielbare Betrag der Cash Generating Unit entspricht grundsätzlich dem höheren der beiden Beträge aus Nutzungswert bzw. beizulegendem Zeitwert abzüglich Abgangskosten. Der Nutzungswert wird unter Anwendung der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Dabei werden Prognosen hinsichtlich der Zahlungsströme angestellt, die über die geschätzte Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit erzielt werden. Der verwendete Abzinsungssatz berücksichtigt die mit dem Vermögenswert oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Risiken. Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts wird aufgrund der mangelnden Verfügbarkeit von Marktpreisen bzw. anderen Inputfaktoren der Stufe 1 ebenso ein Discounted-Cashflow-Verfahren angewendet, jedoch unter Berücksichtigung von Markterwartungen hinsichtlich der erwarteten Zahlungsströme und des Abzinsungssatzes.
Die einzelnen Vermögenswerte der Flughafen-Wien-Gruppe werden so lange mit anderen Vermögenswerten zusammengefasst, bis eine Gruppe entsteht, die Mittelzuflüsse erzeugt, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten sind. Eine derartige Gruppe wird als Cash Generating Unit (CGU) bezeichnet. Bei der Interpretation der Unabhängigkeit der Mittelzuflüsse orientiert sich die Flughafen-Wien-Gruppe am Konzept der gegenseitigen (komplementären) produktions- oder dienstleistungstechnischen Leistungsbeziehungen bzw. rechtlichen Abhängigkeiten zwischen einzelnen Vermögenswerten, berücksichtigt aber auch die Art und Weise, in der Investitionsentscheidungen (z. B. zur Erweiterung eines Terminals) getroffen werden. Wenn die Erzeugnisse einer Gruppe von Vermögenswerten auf einem aktiven Markt verkauft werden können, bildet diese jedenfalls eine CGU, auch wenn die Erzeugnisse zur Gänze oder teilweise von anderen Einheiten des Unternehmens genutzt werden.
Im Folgenden werden die Cash Generating Units (CGU) der Flughafen-Wien-Gruppe aufgelistet, für die im laufenden Geschäftsjahr Wertaufholungen erfasst wurden:
CGU "Real Estate Cargo": Die Cash Generating Unit "Real Estate Cargo" betrifft die Vermietung und Bewirtschaftung von Cargo-Gebäuden am Flughafen Wien.
Ein Leasingverhältnis ist eine Vereinbarung, die dem Leasingnehmer das Recht zur Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts für einen festgelegten Zeitraum gegen Zahlung überträgt. Der Flughafen-Wien-Konzern tritt sowohl als Leasinggeber als auch als Leasingnehmer auf.
Gehen bei geleasten Vermögenswerten alle mit dem Eigentum verbundenen wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand auf den Leasingnehmer über, liegt ein Finanzierungsleasing nach IAS 17 vor, anderenfalls kommt es zur Einstufung als Operating Lease.
Sofern das wirtschaftliche Eigentum dem Flughafen-Wien-Konzern als Leasingnehmer zuzurechnen ist (Finanzierungsleasing), erfolgt die Aktivierung im langfristigen Vermögen zum niedrigeren Wert aus Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen oder zum beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts (sofern dieser Wert geringer ist). Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder, wenn kürzer, über die Laufzeit des Leasingvertrags. Wertminderungen werden im Buchwert des aktivierten Leasinggegenstandes erfasst. Die aus Finanzierungsleasingverträgen zukünftig resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind unter den sonstigen Finanzverbindlichkeiten passiviert.
Verbleibt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber, werden die Mietaufwendungen linear über die Laufzeit des Leasingvertrags verteilt im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst (Operating Leasing). Tritt der Flughafen-Wien-Konzern als Leasinggeber auf, werden die Leasinggegenstände zu Anschaffungs- und Herstellungskosten aktiviert und entsprechend abgeschrieben. Die Erfassung der Mieterträge erfolgt linear über die Vertragslaufzeit.
Vorräte werden mit dem niedrigeren Betrag aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungskosten werden nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren ermittelt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Ebenso werden Wertminderungen aufgrund von verminderter Verwertbarkeit berücksichtigt.
Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen, Altersteilzeit und Jubiläumsgelder als Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundlagen gemäß der Methode der laufenden Einmalprämien ("Projected Unit Credit Method"), wobei die Verpflichtungen in Höhe des Anwartschaftsbarwerts ("Defined Benefit Obligation") angesetzt werden. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen von versicherungsmathematischen Annahmen werden bei den Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen in der Periode, in der sie anfallen, im sonstigen Ergebnis ("Other Comprehensive Income") und bei den Rückstellungen für Jubiläumsgelder und Altersteilzeit sofort erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst. Die im
sonstigen Ergebnis erfassten Neubewertungen sind Teil der Gewinnrücklagen und werden nicht mehr in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird als Personalaufwand erfasst, wenn die Planänderung eintritt. Sämtliche sonstigen Veränderungen wie Dienstzeit- oder Zinsaufwand werden im Personalaufwand ausgewiesen.
Bei der Ermittlung der Höhe des Anwartschaftsbarwerts werden zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerungen berücksichtigt.
Die Fluktuation (bei Abfertigung und Jubiläum) wurde in Form von jährlichen Fluktuationswahrscheinlichkeiten, welche aus den Fluktuationsdaten des Konzerns der vergangenen zehn Jahre ermittelt wurden, berücksichtigt. Bei den Mitarbeitern, die sich in der Altersteilzeit befinden, wurden keine Fluktuationswahrscheinlichkeiten angesetzt. Bei Abfertigungsrückstellungen wurden Fluktuationswahrscheinlichkeiten (kombiniert mit Auszahlungswahrscheinlichkeiten) gestaffelt vom 1. bis zum 25. Dienstjahr, getrennt für Arbeiter (6,2% bei 30,7% bis 6,7% bei 92,0%) und Angestellte (7,7% bei 41,7% bis 7,3% bei 92,2%), angesetzt. Bei Jubiläumsgeldrückstellungen wurden Fluktuationswahrscheinlichkeiten gestaffelt vom 1. bis zum 25. Dienstjahr, ebenfalls getrennt für Arbeiter (6,2% bis 0,6%) und Angestellte (7,7% bis 0,6%), berücksichtigt.
Der Rechnungszinssatz richtet sich nach den zum jeweiligen Bilanzstichtag gültigen Veranlagungsrenditen.
Als rechnungsmäßiges Pensionsalter wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen zugrunde gelegt. Bei weiblichen Anwartschaftsberechtigten wurde das rechnungsmäßige Pensionsalter entsprechend dem "Bundesverfassungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen von männlichen und weiblichen Sozialversicherten" schrittweise angehoben.
Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die Generationentafeln AVÖ 2008-P gemischter Bestand von F. W. Pagler zugrunde gelegt, bei der Pensionsrückstellung in der Ausprägung für Angestellte.
Die demografischen Parameter blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert.
Die Ermittlung der Versorgungsverpflichtungen für Abfertigungen, Pensionen, Altersteilzeit und Jubiläumsgelder wurde unter Anwendung nachfolgender Parameter vorgenommen:
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| Rechnungszinssatz (Pensionen, Abfertigung, Jubiläum) | 1,78 % | 1,78 % |
| Rechnungszinssatz (Altersteilzeit) | 0,30 % | 0,30 % |
| Lohn- und Gehaltstrend (Abfertigungen, Jubiläum) | 3,69 % | 3,69 % |
| Pensionstrend (nur für Pensionen) | 2,10 % | 2,10 % |
Die im Rahmen von beitragsorientierten Plänen (Beiträge zur Pensionsvorsorge sowie zur gesetzlichen Mitarbeitervorsorge) zu zahlenden Beträge werden in der Periode erfolgswirksam im Personalaufwand erfasst, der sie zuzurechnen sind.
Unter den sonstigen Rückstellungen werden rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten ausgewiesen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Diese Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet und auf Basis einer bestmöglichen Schätzung berechnet. Ist eine vernünftige Schätzung des Betrags nicht möglich, unterbleibt die Bildung einer Rückstellung. Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Effekt hieraus wesentlich ist. Aufwendungen aus der Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen werden im jeweils von der Rückstellung betroffenen Aufwand erfasst. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen werden ab dem Berichtsjahr 2015 in der jeweils von der Rückstellung betroffenen Position erfasst. Aufgrund von Unwesentlichkeit wurde das Vorjahr nicht angepasst.
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn mit großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendung erfolgen wird und der Konzern die notwendigen Bedingungen für den Erhalt der Zuwendung erfüllt.
Öffentliche Zuwendungen für Kosten werden über den Zeitraum als sonstiger Ertrag erfasst, in dem die entsprechenden Kosten, für deren Kompensation sie gewährt wurden, anfallen.
Subventionen von öffentlichen Gebietskörperschaften für den Kauf von Sachanlagen ("Investitionszuschüsse") werden unter den kurz- bzw. langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und über die Nutzungsdauer der betreffenden Anlagegüter linear über die Gewinn- und Verlustrechnung als Ertrag aufgelöst. Die von der Republik Österreich gewährten Investitionszuwachsprämien werden wie Investitionszuschüsse behandelt.
Der Konzern bewertet Finanzinstrumente und nicht finanzielle Vermögenswerte zu jedem Abschlussstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten sind in Angabe (35) angeführt.
Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld erfolgt, entweder auf dem Hauptmarkt für den Vermögenswert oder die Schuld oder auf dem vorteilhaftesten Markt für den Vermögenswert bzw. die Schuld, sofern kein Hauptmarkt vorhanden ist, beruht.
Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld bemisst sich anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung für den Vermögenswert bzw. die Schuld zugrunde legen würden. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln.
Der Flughafen-Wien-Konzern wendet Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichend Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen. Dabei ist die Verwendung maßgeblicher, beobachtbarer Inputfaktoren möglichst hoch und jene nicht beobachtbarer Inputfaktoren möglichst gering zu halten.
Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder im Abschluss ausgewiesen wird, werden in die nachfolgend beschriebene Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist.
Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden, die auf aktiven liquiden Märkten zu standardisierten Laufzeiten und Konditionen gehandelt werden, wird anhand des Marktpreises (Börsenkurses) bestimmt (beinhaltet notierte kündbare Obligationen, Schuldverschreibungen und unbefristete Anleihen).
Der beizulegende Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden dieser Kategorie, die nicht auf aktiven Märkten gehandelt werden, wird entweder direkt (d. h. wie Kurse) oder indirekt (d. h. als Ableitung von Preisen, Kursen) aus Marktwerten abgeleitet.
In diese Kategorie fallen finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden (außer Derivate), deren beizulegender Zeitwert unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und Bewertungsparameter, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen, berechnet wird.
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Finanzanlagen wie nicht konsolidierte verbundene Unternehmen und andere Beteiligungen, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, ausgereichte Kredite und sonstige Forderungen, zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Anspruch des Gläubigers auf Erhalt von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie derivative Finanzverbindlichkeiten. Die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie der bilanzielle Abgang von Finanzinstrumenten erfolgt grundsätzlich zum Erfüllungstag, das ist der Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch den Konzern geliefert wird. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen, außer wenn bezüglich der Beträge ein Aufrechnungsrecht besteht und der Ausgleich auf Nettobasis erfolgen soll.
Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizule-
genden Zeitwert bewertet. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht unmittelbar verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Dazu werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve über Forward Rates ermittelten Zahlungsströme mit den aus der am Stichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert.
Von der Möglichkeit, bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen Ansatz als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten" ("Fair Value Option") zu designieren, hat der Flughafen-Wien-Konzern bislang keinen Gebrauch gemacht.
In Wertpapieren verbriefte Forderungen, für die kein aktiver Markt besteht, werden der Kategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Unverzinsliche und niedrig verzinsliche finanzielle Vermögenswerte werden im Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Ein allenfalls bestehender wesentlicher Unterschied zwischen Anschaffungskosten und Tilgungsbetrag wird nach der Effektivzinsmethode periodengerecht abgegrenzt und im Finanzergebnis ausgewiesen. Im Falle einer Wertminderung wird eine ergebniswirksame Abwertung auf den Barwert der erwarteten Rückzahlungen vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für die Wertminderung erfolgt in entsprechender Höhe eine Zuschreibung.
Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, sonstige Wertpapiere sowie assoziierte Unternehmen und sonstige Beteiligungen, die nicht nach der Equity-Methode zu bilanzieren sind, werden als "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" kategorisiert und grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet, soweit dieser verlässlich ermittelt werden kann.
Lässt sich für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente der Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen, werden die Anteile mit den Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Wertminderungen bewertet.
Die in der Folge aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts resultierenden Gewinne und Verluste werden grundsätzlich unter Berücksichtigung latenter Steuern im sonstigen Ergebnis (Available-for-Sale(AfS)-Rücklage) ausgewiesen. Sollten Wertminderungen infolge dauerhaften und signifikanten Absinkens des beizulegenden Zeitwerts eintreten, werden diese erfolgswirksam erfasst und die AfS-Rücklage ausgebucht. Ergibt sich zu späteren Bewertungszeitpunkten, dass der beizulegende Zeitwert infolge von Ereignissen, die nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertminderung eingetreten sind, gestiegen ist, werden die Wertminderungen in entsprechender Höhe in der Regel erfolgswirksam zurückgenommen. Ergebniswirksam erfasste Wertminderungen, die zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente betreffen, dürfen nur ergebnisneutral rückgängig gemacht werden. Wertminderungen von Eigenkapitalinstrumenten, die mit den Anschaffungskosten bewertet werden, dürfen weder ergebniswirksam noch ergebnisneutral rückgängig gemacht werden.
Mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt. Käufe und Verkäufe werden am Erfüllungstag, das ist der Valutatag, gebucht.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere kurzfristige Forderungen werden mit dem Wert aufgrund des erstmaligen Ansatzes abzüglich Wertminderungen bewertet. Die vorgenommenen Einzelwertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; der Abschluss eines Insolvenzverfahrens führt zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Bereits gebildete Wertberichtigungen werden zum Zeitpunkt der Ausbuchung der Forderung verwendet. Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden Forderungen mit potenziellem Abwertungsbedarf auch anhand gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften gruppiert und gemeinsam unter Berücksichtigung von historischen Ausfallerfahrungen wertberichtigt. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Sonstige langfristige Forderungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, die spätere Fälligkeit wird, soweit wesentlich, mittels Abzinsung berücksichtigt.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten einschließen, haben beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und sind mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, der in der Regel dem Nominalwert entspricht.
Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrags angesetzt, der in der Regel dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Ein wesentlicher Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit nach der Effektivzinsmethode verteilt und im Finanzergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Die Ertragsteuern umfassen sowohl die tatsächlich zu entrichtenden Steuern vom steuerpflichtigen Einkommen als auch die latenten Steuern. Die Steuerrückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen für in- und ausländische Ertragsteuern und umfassen sowohl das laufende Jahr als auch etwaige Verpflichtungen aus Vorjahren. Die Verbindlichkeiten werden auf Basis der steuerlichen Vorschriften in den Ländern der Geschäftstätigkeit berechnet.
Die Flughafen Wien AG ist Gruppenträger im Sinne des § 9 Abs. 8 KStG 1988. Vom Gruppenträger werden an die Gruppenmitglieder die von diesen verursachten Körperschaftsteuerbeträge mittels Steuerumlagen belastet und im Verlustfall erst dann gutgeschrieben, wenn das Gruppenmitglied wieder einen steuerlichen Gewinn erzielt. Durch die
Verrechnung von Steuerumlagen erfolgt eine Kürzung des Steueraufwands in der Gewinn- und Verlustrechnung des Gruppenträgers. Bei nachträglichen Abweichungen werden die Steuerverrechnungen gegenüber den Gruppenmitgliedern angepasst.
Aktive und passive latente Steuern werden gemäß der bilanzorientierten Steuerabgrenzung ("Liability Approach") für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Konzernbilanz und der Steuerbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Aktive latente Steuern werden angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verwendet werden kann.
Latente Steuern bei temporären Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen und nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen werden nur bei bestehender Veräußerungsabsicht und Steuerpflicht des Veräußerungsgewinns gebildet. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die zum Abschlussstichtag gültigen bzw. bereits verabschiedeten steuerlichen Vorschriften herangezogen. Hiermit kommen die bei der Umkehr der temporären Differenzen erwarteten künftigen Steuersätze zur Anwendung.
Die Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge gelten mit Erbringung der Leistung bzw. dem Zeitpunkt des Gefahrenübergangs als realisiert und werden unter der Voraussetzung erfasst, dass ein wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich zufließen wird und sich dieser verlässlich quantifizieren lässt.
Einige Entgelte unterliegen der Genehmigungspflicht durch die Oberste Zivilluftfahrtbehörde. Diese Verkehrsentgelte betreffen die Benützung der Flughafeninfrastruktur und umfassen Lande-, Park-, Fluggast- sowie Infrastrukturentgelte. Nicht genehmigungspflichtige Entgelte betreffen die Bodenverkehrsdienste wie zum Beispiel die Vorfeld- und Frachtabfertigung sowie die Verkehrsabfertigung.
Der Flughafen-Wien-Konzern realisiert weiters insbesondere Umsätze aus Parkraumvermietung, Flächenvermietung (mit fixen und variablen (umsatzabhängigen) Entgelten), der Ver- und Entsorgung sowie aus Sicherheitsleistungen. Mieterlöse werden als Umsatzerlöse linear über die Laufzeit des Mietverhältnisses erfasst. Gewährte Mietanreize werden als Bestandteil der Gesamtmieterlöse über die Laufzeit des Mietverhältnisses erfasst. Variable Mieten werden periodengerecht (auf Basis der erzielten Umsätze) erfasst.
Zinserträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Zinserträge werden nach Maßgabe des ausstehenden Nominalbetrags mittels des maßgeblichen Effektivzinssatzes zeitlich abgegrenzt. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die erwarteten zukünftigen Einzahlungen über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts exakt auf den Nettobuchwert dieses Vermögenswerts bei erstmaliger Erfassung abgezinst werden. Zinserträge werden im Finanzerfolg erfasst.
Erträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruches auf Zahlung erfasst; das ist grundsätzlich der Zeitpunkt, an dem die Anteilseigner die Dividende beschließen. Dividenden werden im Finanzerfolg ausgewiesen.
Die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss ist von Ermessensbeurteilungen bezüglich Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie von Annahmen und Schätzungen durch das Management abhängig. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Die nachstehend angeführten wesentlichen Schätzungen und zugehörigen Annahmen sowie die mit den gewählten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verbundenen Unsicherheiten sind entscheidend für das Verständnis der zugrunde liegenden Risiken der Finanzberichterstattung sowie der möglichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss zukünftiger Geschäftsjahre.
Bei Überprüfung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten (Buchwert in Höhe von T€ 8.827,1, Vorjahr: T€ 10.848,8) und Firmenwerten (Buchwert in Höhe von T€ 54,2, Vorjahr: T€ 54,2), Vermögenswerten des Sachanlagevermögens (Buchwert in Höhe von T€ 1.515.192,2, Vorjahr: T€ 1.561.171,6), als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (Buchwert in Höhe von T€ 115.384,1, Vorjahr: T€ 124.866,6) sowie langfristigen finanziellen Vermögenswerten (Buchwert in Höhe von T€ 109.103,0, Vorjahr: T€ 106.477,8) inklusive Anteilen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen (Buchwert: T€ 106.440,0, Vorjahr: T€ 102.520,4) werden Schätzungen hinsichtlich Ursache, Zeitpunkt und Höhe einer Wertminderung/Wertaufholung vorgenommen. Eine Wertminderung/Wertaufholung beruht auf einer Vielzahl von Faktoren. Grundsätzlich werden Änderungen der gegenwärtigen Wettbewerbsbedingungen, Erwartungen bezüglich des Passagierwachstums, Erhöhungen der Kapitalkosten, Änderungen der künftigen Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln, technologische Veralterung, die Einstellung von Dienstleistungen, aktuelle Wiederbeschaffungskosten, bei vergleichbaren Transaktionen gezahlte Kaufpreise und sonstige das Umfeld betreffende Änderungen, die auf eine Wertminderung/Wertaufholung hindeuten, berücksichtigt. Die Einschätzung, ob eine Wertminderung eingetreten ist, ist folglich von der Beurteilung durch das Management abhängig und beruht in hohem Maße auf dessen Einschätzung künftiger Entwicklungsaussichten.
Bei Überprüfung der Nutzungsdauern von Vermögenswerten des immateriellen Vermögens, des Sachanlagevermögens und der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden Schätzungen hinsichtlich der wirtschaftlichen Nutzungsdauer (Restnutzungsdauer) vorgenommen. Bei der jährlichen Überprüfung der Nutzungsdauern können gegebenenfalls Verkürzungen oder Verlängerungen der Nutzungsdauern vorgenommen werden.
Aufgrund der laufenden Bauvorhaben und der damit zusammenhängenden Prüfungserfordernisse bestehen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Bestimmung der Anschaffungs- und Herstellungskosten von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien. Diese Unsicherheiten betreffen im Wesentlichen jüngst abgeschlossene bzw. laufende Bauvorhaben und Projekte (Anlagen in Bau).
Auf Basis der heute abschätzbaren Passagierentwicklung erreicht der Flughafen Wien
seine Kapazitätsgrenze nach dem Jahr 2020, weshalb das Projekt der Parallelpiste (3. Piste) mit Nachdruck verfolgt wird, um eine rechtzeitige Verfügbarkeit sicherzustellen. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids wird die Flughafen Wien AG auf Basis der erwarteten Passagier- und Flugbewegungsentwicklung sowie einer aktualisierten Wirtschaftlichkeitsrechnung die Entscheidung über die Realisierung treffen. Im Falle einer Nichtrealisierung des Projekts wären voraussichtlich wesentliche Teile der aktivierten Projektkosten abzuschreiben, in der Höhe abhängig davon, inwieweit sich eine alternative Verwendungsbzw. Verwertungsmöglichkeit ergibt. Die zugeordneten Buchwerte betragen derzeit im Bereich Sachanlagen (exkl. Grundstücke und Anlagen in Bau) T€ 35.857,2 (Vorjahr: T€ 38.055,5) sowie im Bereich Anlagen in Bau T€ 69.650,4 (Vorjahr: T€ 62.463,3). Eine alternative Verwendungs- bzw. Verwertungsmöglichkeit der Grundstücke mit einem Buchwert in Höhe von T€ 47.353,0 (Vorjahr: T€ 47.883,1) bedarf ebenfalls einer näheren Evaluierung, wobei von der Notwendigkeit einer partiellen Wertminderung auszugehen ist.
Der Flughafen-Wien-Konzern bildete Wertberichtigungen in Höhe von T€ 5.533,4 (Vorjahr: T€ 6.442,6) auf zweifelhafte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von T€ 3.055,9 (Vorjahr: T€ 3.059,8) auf sonstige Forderungen, um erwarteten Verlusten aus Forderungsausfällen Rechnung zu tragen, die aus der Zahlungsunwilligkeit oder -unfähigkeit von Schuldnern resultieren. Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und Erfahrungen in Bezug auf Ausbuchungen von Forderungen in der Vergangenheit, die Bonität der Schuldner sowie Veränderungen der Zahlungsbedingun-gen. Bei einer Verschlechterung der Finanzlage des Vertragspartners kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der erwarteten Ausbuchungen übersteigen.
Der Bewertung der bestehenden Vorsorgen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder mit einem Buchwert in Höhe von insgesamt T€ 125.123,3 (Vorjahr: T€ 123.244,4) sowie für Altersteilzeit mit einem Buchwert von T€ 21.055,0 (Vorjahr: T€ 21.425,1) liegen Annahmen betreffend Abzinsungssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung, Fluktuationswahrscheinlichkeiten sowie künftige Gehalts- und Pensionserhöhungen zugrunde.
Ansatz und Bewertung der Rückstellungen im Zusammenhang mit anhängigen Rechtsstreitigkeiten oder anderen ausstehenden Verpflichtungen aus Vergleichs-, Schiedsgerichts- oder staatlichen Verfahren in Höhe von T€ 849,9 (Vorjahr: T€ 3.346,5) sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von T€ 0,0 (Vorjahr: T€ 11.298,9) sind in erheblichem Umfang mit Einschätzungen durch das Management verbunden. So beruht die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, dass ein anhängiges Verfahren Erfolg hat und eine Verbindlichkeit entsteht, bzw. die Quantifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtung in hohem Maße auf der Einschätzung der jeweiligen Situation. Wegen der mit dieser Beurteilung verbundenen Unsicherheiten können die tatsächlichen Verluste allenfalls von den ursprünglichen Schätzungen und damit vom Rückstellungsbetrag abweichen.
Hinsichtlich einer von einem ehemaligen Bestandsnehmer gegen die Flughafen Wien AG in New York eingebrachten Klage über US\$ 168 Mio. (ca. € 150 Mio.) – wegen vermeintlicher Diskriminierung – ist das Management zur Einschätzung gelangt, dass die Klage jeder sachlichen und rechtlichen Grundlage entbehrt. Eine Rückstellung für behauptete Ansprüche wurde im vorliegenden Abschluss daher nicht gebildet.
Ertragsteuern sind für jede Steuerrechtsordnung zu berechnen, in der der Konzern tätig ist. Dabei ist für jedes Besteuerungssubjekt die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen. Die temporären Differenzen zwischen unterschiedlichen Wertansätzen bestimm-
ter Bilanzposten im Konzernabschluss und im steuerrechtlichen Abschluss sind zu beurteilen. Aktive latente Steuern in Höhe von T€ 16.368,0 (Vorjahr: T€ 16.671,0) werden in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Die Nutzung aktiver latenter Steuern hängt von der Möglichkeit ab, im Rahmen der jeweiligen Steuerrechtsordnung ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind verschiedene Faktoren heranzuziehen, wie zum Beispiel die Ertragslage der Vergangenheit, operative Planungen oder Steuerplanungsstrategien. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab oder sind diese Schätzungen in künftigen Perioden anzupassen, könnte dies nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Kommt es zu einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung bei aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern erfolgswirksam auszubuchen.
Die steuerliche Außenprüfung von österreichischen in den Konzernabschluss eingebundenen Gesellschaften für die Jahre 2008 bis 2011 (u. a. auch Körperschaft- und Umsatzsteuer) sowie eine Nachschau gemäß § 144 BAO betreffend die Jahre 2012 und 2013 wurde im Geschäftsjahr zum Großteil beendet. Bis zum Bilanzstichtag sich daraus ergebende Verpflichtungen sind im vorliegenden Konzernabschluss verarbeitet. Die sich daraus ergebenden Verpflichtungen sind zum Bilanzstichtag mit Unsicherheiten behaftet. Künftige Entwicklungen können daher zu entsprechenden Anpassungen in den Folgeperioden führen.
Die wesentlichen Prämissen und Ermessensentscheidungen bei der Festlegung des Konsolidierungskreises sind in den Erläuterungen zum Konsolidierungskreis beschrieben.
In den Konzernabschluss werden mit Ausnahme von drei Tochtergesellschaften (Vorjahr: drei) sämtliche Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen einbezogen.
Die drei Tochterunternehmen wurden wie im Vorjahr wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Der konsolidierte Umsatz dieser Gesellschaften belief sich im Geschäftsjahr auf unter 1,0% (Vorjahr: unter 1,0%) des Konzernumsatzes. Intern wurde die Wesentlichkeitsgrenze so festgelegt, dass nur einzeln unwesentliche Tochtergesellschaften nicht konsolidiert werden.
In den Konzernabschluss 2015 sind neben der Flughafen Wien AG 17 inländische (Vorjahr: 14) und sieben ausländische (Vorjahr: sieben) Tochterunternehmen einbezogen, die von der Flughafen Wien AG beherrscht werden. Weiters wurden drei inländische Unternehmen (Vorjahr: drei) und drei ausländische Unternehmen (Vorjahr: drei) nach der Equity-Methode bewertet.
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen und deren Konsolidierungsart werden in der Anlage 1 zum Anhang angeführt.
Die Gesellschaften City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H., Malta Mediterranean Link Consortium Ltd. und Letisko Košice – Airport Košice, a.s. sowie "GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH werden nach der at-Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen, obwohl die Flughafen Wien AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Diese Gesellschaften werden gemeinschaftlich geführt, da wesentliche Unternehmensentscheidungen gemeinsam mit den Mitgesellschaftern zu treffen sind.
Die direkt an Malta International Airport plc gehaltenen Anteile werden ebenfalls als gemeinschaftlich geführtes Unternehmen eingestuft, da in Verbindung mit den Anteilen der als Gemeinschaftsunternehmen geführten Malta Mediterranean Link Consortium Ltd. gemeinschaftliche Führung vorliegt, die somit gemeinschaftlich mit den Mitgesellschaftern in der Malta Mediterranean Link Consortium Ltd. ausgeübt wird.
| Erstkonsolidierung | per | Art der Konso lidierung |
Anteil am Kapital |
Bemer kung |
|---|---|---|---|---|
| VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG (LZW) |
31.3.2015 | Vollkon solidie rung |
100 % | Erwerb |
| VIE Immobilien Betriebs GmbH (IMB) | 18.6.2015 | Vollkon solidie rung |
100 % | Neu gründung |
| VIE Flugbetrieb Immobilien GmbH (VFI, vormals HERMIONE Raiffeisen Immobilien-Leasing GmbH) |
31.12.2015 | Vollkon solidie rung |
100 % | Erwerb |
Mit Kaufvertrag vom 26. März 2015 (Closing: 31. März 2015) wurde die Gesellschaft VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG (vormals Lynxs Logistic Center Cargo West GmbH & Co KG) durch die VIE Liegenschaftsbeteiligungsgesellschaft m.b.H. und Flughafen Wien Immobilienverwertungsgesellschaft m.b.H. erworben. Der Konzern hält somit eine Beteiligungsquote von 100% an der erworbenen Gesellschaft. Die Kommanditgesellschaft wurde mit 31. März 2015 in den Vollkonsolidierungskreis der Flughafen-Wien-Gruppe aufgenommen. Bei der erworbenen Gesellschaft Lynxs Logistic Center Cargo West GmbH & Co KG handelt es sich um eine reine Objektgesellschaft, sie stellt folglich keinen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 dar. Der Flughafen-Wien-Konzern bilanziert daher die Transaktion als Erwerb von Vermögenswerten. Die Vermögenswerte der VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG sind dem Segment Airport zugeordnet.
Mit Errichtungserklärung vom 18. Juni 2015 wurde die Gesellschaft VIE Immobilien Betriebs GmbH von der VIE Liegenschaftsbeteiligungsgesellschaft m.b.H. gegründet und in den Vollkonsolidierungskreis aufgenommen. Die neue Tochtergesellschaft VIE Immobilien Betriebs GmbH ist dem Segment Retail & Properties zugeordnet.
Mit Abtretungsvertrag vom 22. Dezember 2015 (Closing: 31. Dezember 2015) wurde die Gesellschaft VIE Flugbetrieb Immobilien GmbH (VFI, vormals HERMIONE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH) von der Vienna Airport Business Park Immobilienbesitzgesellschaft m.b.H. und der VIE Immobilien Betriebs GmbH erworben. Der Konzern hält somit eine Beteiligungsquote von 100% an der erworbenen Gesellschaft. Die Gesellschaft wurde mit 31. Dezember 2015 in den Vollkonsolidierungskreis der Flughafen-Wien-Gruppe aufgenommen. Bei der erworbenen Gesellschaft handelt es sich um eine reine Objektgesellschaft, sie stellt folglich keinen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 dar. Der Flughafen-Wien-Konzern bilanziert daher die Transaktion als Erwerb von Vermögenswerten. Die Vermögenswerte sind dem Segment Retail & Properties zugeordnet.
| Erstkonsolidierung | per | Art der Konso lidierung |
Anteil am Kapital |
|---|---|---|---|
| "GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH |
1.1.2014 | at-Equity | 51,0 % |
Mit 1. Jänner 2014 wurde die "GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH (GET2) aufgrund ihrer gestiegenen Bedeutung für den operativen Geschäftsverlauf der Flughafen-Wien-Gruppe in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Bis zum Stichtag 31. Dezember 2013 wurde das Unternehmen wegen seiner untergeordneten Bedeutung nicht in den Konzernabschluss miteinbezogen. Das Unternehmen wurde als Gemeinschaftsunter-nehmen nach IFRS 11 eingestuft, obwohl eine Stimmrechtsmehrheit der Flughafen-Wien-Gruppe vorliegt. Es handelt sich jedoch um nicht substanzielle Stimmrechte, da wesentliche Entscheidungen nur mit einer qualifizierten Mehrheit von 75% (und damit unter den beiden Gesellschaftern mit Einstimmigkeit) möglich sind. Das Gemeinschaftsunternehmen wurde at-Equity in den Konzernabschluss einbezogen.
| Entkonsolidierung | per | Art der Konso lidierung |
Anteil am Kapital |
Bemer kung |
|---|---|---|---|---|
| Columinis Holding GmbH in Liquidation |
19.5.2014 | at-Equity | 50,0 % | Liquida tion |
| Flughafen Friedrichshafen GmbH | 20.8.2014 | at-Equity | 25,15 % | Verkauf |
Mit Firmenbuchbeschluss vom 19. Mai 2014 erfolgte die Liquidation der Columinis Holding GmbH. Die Entkonsolidierung hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Flughafen-Wien-Konzerns.
Die Flughafen Wien AG hat ihren gesamten Anteil an der Flughafen Friedrichshafen GmbH in Höhe von 25,15% zu gleichen Teilen an die Stadt Friedrichshafen und den Landkreis Bodensee im dritten Quartal 2014 übertragen. Als letzte Vertragspartei haben am 22. Juli 2014 auch die verantwortlichen politischen Gremien des Landkreises Bodensee ihre Zustimmung zu der Transaktion erteilt. Das Bundeskartellamt stimmte am 20. August 2014 dem Erwerb der Anteile zu. Die Flughafen Friedrichshafen GmbH wurde daher mit 20. August 2014 entkonsolidiert.
Die Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die aus der typischen Geschäftstätigkeit des Flughafen-Wien-Konzerns resultieren. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und sonstige bei den Kunden erhobene und an die Steuerbehörden zu entrichtende Steuern ausgewiesen.
Nach IFRS 8 orientiert sich die Segmentberichterstattung an der internen Berichterstattung des Konzerns. Bei der Flughafen-Wien-Gruppe stellen die Geschäftsbereiche der Flughafen Wien AG, nach denen die Gesellschaft organisiert ist, sowie die einzelnen Tochtergesellschaften und Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen die einzelnen Geschäftssegmente dar, die zu den Berichtssegmenten Airport, Handling, Retail & Properties und Sonstige Segmente zusammengefasst werden. Die Steuerung der Unternehmensgruppe erfolgt anhand der Berichterstattungen zur Erfolgsrechnung, zu Investitionen und Personalangaben der jeweiligen Bereiche der Flughafen Wien AG sowie der Umsätze, EBITDAs, EBITs, der vorgesehenen Investitionen und Personalzahlen der einzelnen Tochtergesellschaften.
Im Segment Airport werden der Geschäftsbereich Operations der Flughafen Wien AG sowie die Tochtergesellschaften, die Flughafendienste erbringen, zu einem berichtspflichtigen Geschäftssegment zusammengefasst. Das Geschäftssegment erbringt somit vorwiegend die klassischen Dienstleistungen eines Flughafenbetreibers. Es umfasst den Betrieb und die Betreuung aller Bewegungsflächen, der Terminals sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung. Die Entgelte dieser Leistungen sind großteils tariflichen Einschränkungen unterworfen. Weiters erbringt der Bereich Leistungen zur Aufrechterhaltung des Flugplatzbetriebs, zur Behebung von Notfällen und Störungen sowie zur Gewährleistung der Sicherheit.
Im Segment Handling werden der Geschäftsbereich Abfertigungsdienste der Flughafen Wien AG sowie die Tochtergesellschaften, die Dienstleistungen dieses Segments erbringen, zusammengefasst. Das Segment Handling erbringt Servicedienstleistungen bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren des Linien- und Charterverkehrs sowie bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren der General Aviation. Das General Aviation Center beinhaltet auch das VIP- und Business-Center. Außerdem ist das Segment Handling für die Sicherheitskontrollen – es werden Personen sowie Handgepäck kontrolliert – verantwortlich.
Im Segment Retail & Properties werden die Geschäftsbereiche Immobilien- und Centermanagement der Flughafen Wien AG sowie die Tochtergesellschaften, die Dienstleistungen dieses Segments erbringen, zusammengefasst.
Das Segment Retail & Properties stellt Dienstleistungen rund um den Flughafenbetrieb wie Shopping, Gastronomie und Parken bereit. Weiters sind die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien in diesem Segment enthalten.
Jene Geschäftssegmente, welche selbst nicht berichtspflichtig sind und die nicht mit den berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst werden, sind in Einklang mit IFRS 8.16 in dem Berichtssegment Sonstige Segmente zusammengefasst.
Im Detail betrifft dies die verschiedensten Dienstleistungen einzelner Geschäftsbereiche der Flughafen Wien AG sowie einzelner Tochtergesellschaften hinsichtlich der Erbringung technischer Dienstleistungen und Reparaturen, Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgung, im Bereich der Telekommunikation sowie der Informatik, technische Dienstleistungen im Bereich der Elektromechanik und Haustechnik, der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen sowie Baumanagement- und Beratungsleistungen.
Weiters werden diesem Segment die nicht berichtspflichtigen nach der at-Equity-Methode bilanzierten Anteile sowie Beteiligungsholdinggesellschaften, die keine operative Tätigkeit ausüben, zugeordnet.
Die Bewertungsansätze für die Konzern-Segmentberichterstattung entsprechen den im IFRS-Konzernabschluss verwendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Der Flughafen-Wien-Konzern beurteilt die Leistung der Segmente u. a. anhand des EBITDA bzw. EBIT (nach Berücksichtigung von Overheadkosten). Die Abschreibungen werden getrennt nach planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen (bzw. Wertaufholungen) ausgewiesen und resultieren aus den dem jeweiligen Unternehmensbereich zugeordneten Vermögenswerten. Die Umsätze und Vorleistungen zwischen den Segmenten werden zu marktorientierten Standardverrechnungssätzen bzw. Preisen, welche sich an den Selbstkosten orientieren, verrechnet.
Andere Positionen wie Finanzergebnis oder Steueraufwand je operatives Segment werden bei den Segmentinformationen nicht angegeben, da die interne Berichterstattung nur die Positionen bis einschließlich das EBIT umfasst und diese anderen Positionen zentral überwacht werden.
Segmentvermögen und -schulden umfassen alle Vermögenswerte und Schulden, die der betrieblichen Sphäre zuzuordnen sind. Zum Segmentvermögen zählen immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen sowie Vorräte. Die Flughafen-Wien-Gruppe weist keine Segmentschulden für jedes berichtete operative Segment aus, da diese Schulden zentral überwacht werden. Das Segmentvermögen enthält nicht jene Vermögenswerte, die in der Überleitung des Segmentvermögens auf das Konzernvermögen als "Sonstiges (nicht zuordenbar)" dargestellt werden. Das nicht zuordenbare Konzernvermögen besteht im Wesentlichen aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten, den Wertpapieren des kurzfristigen Vermögens, den Forderungen gegenüber dem Finanzamt, den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten, den Abgrenzungsposten sowie den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten.
Die Segmentinvestitionen beinhalten die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien unter Berücksichtigung von Rechnungskorrekturen.
Die Informationen über geografische Bereiche enthalten überdies Informationen über die von externen Kunden erzielten Erträge sowie die Beträge der langfristigen Vermögenswerte. Bei der Zuordnung der Vermögenswerte und Erträge zu geografischen Bereichen wird auf den Standort der Einheit abgestellt (Tochterunternehmen), die diese Erträge erzielt bzw. diese Vermögenswerte besitzt.
Die Anzahl der Mitarbeiter auf Segmentebene wird auf Basis der durchschnittlichen Zahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr gewichtet nach Beschäftigungsgrad ermittelt.
Die Tochtergesellschaft Vienna Passenger Handling Services GmbH (VPHS), vormals VIE Auslands Projektentwicklung und Beteiligung GmbH (VAPB) erbringt ab dem Geschäftsjahr 2015 Bodenverkehrsdienstleistungen im Sinne des Flughafen-Bodenabfertigungsgesetzes. Aufgrund der wirtschaftlichen Merkmale und vergleichbarer Produkte bzw. Dienstleistungen wurde dieses Tochterunternehmen dem Berichtssegment Handling zugeordnet (bis 2014: Berichtssegment Sonstige Segmente). Die Vorjahresbeträge (EBIT 2014: minus T€ 3,0; Periodenergebnis 2014: minus T€ 14,0) wurden wegen Unwesentlichkeit nicht angepasst.
Die neue Tochtergesellschaft VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG (LZW) ist im Segment Airport ausgewiesen. Die neu gegründete Tochtergesellschaft VIE Immobilien Betriebs GmbH (IMB) sowie die erworbene Gesellschaft VIE Flugbetrieb Immobilien GmbH (VFI, vormals HERMIONE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH) sind im Segment Retail & Properties ausgewiesen.
| 2015 in T€ | Airport | Handling | Retail & Properties |
Sonstige Segmente |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Externe Segmentumsätze | 359.219,8 | 151.284,3 | 128.240,9 | 15.644,4 | 654.389,3 |
| Interne Segmentumsätze | 36.046,8 | 73.948,8 | 18.177,4 | 104.973,1 | |
| Segmentumsätze | 395.266,7 | 225.233,1 | 146.418,3 | 120.617,5 | |
| Externe sonstige betriebliche Erträge |
851,0 | 574,4 | 1.504,5 | 819,2 | 3.749,1 |
| Interne sonstige betriebliche Erträge1 |
934,1 | 0,0 | 282,6 | 2.473,0 | 3.689,7 |
| Betriebsleistung | 397.051,7 | 225.807,5 | 148.205,3 | 123.909,7 | |
| Material und sonstige bezogene Leistungen |
2.598,7 | 6.041,7 | 903,0 | 24.608,1 | 34.151,5 |
| Personalaufwand | 39.962,2 | 164.830,9 | 8.116,6 | 47.690,1 | 260.599,8 |
| Sonstige Aufwendungen | 49.130,2 | 4.807,3 | 15.929,9 | 22.058,7 | 91.926,1 |
| Interner Aufwand | 152.281,4 | 33.150,9 | 40.132,6 | 7.581,3 | |
| Segment EBITDA | 153.079,3 | 16.976,6 | 83.123,3 | 21.971,5 | 275.150,6 |
| Planmäßige Abschreibungen |
99.558,2 | 5.498,1 | 16.212,6 | 12.986,3 | 134.255,1 |
| Wertaufholung | 0,0 | 0,0 | 2.000,0 | 0,0 | 2.000,0 |
| Segment EBIT | 53.521,1 | 11.478,5 | 68.910,8 | 8.985,2 | 142.895,5 |
| Segmentinvestitionen2 | 43.685,0 | 3.558,3 | 21.466,9 | 11.170,3 | 79.880,5 |
| Segmentvermögen | 1.316.008,6 | 32.462,5 | 358.933,5 | 158.716,1 | 1.866.120,7 |
| davon Buchwerte der nach der at-Equity Methode bilanzierten Unternehmen |
106.440,0 | ||||
| Sonstiges (nicht zuordenbar) |
43.535,2 |
Konzernvermögen 1.909.656,0
1) Betrifft aktivierte Eigenleistungen
2) Inklusive Rechnungskorrekturen, ohne Finanzanlagen
| 2014 in T€ | Airport | Handling | Retail & Properties |
Sonstige Segmente |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Externe Segmentumsätze | 344.076,0 | 145.713,8 | 123.777,3 | 16.590,0 | 630.157,2 |
| Interne Segmentumsätze | 34.512,3 | 73.903,9 | 18.123,8 | 92.267,4 | |
| Segmentumsätze | 378.588,4 | 219.617,7 | 141.901,1 | 108.857,4 | |
| Externe sonstige betriebliche Erträge |
2.025,4 | 1.350,6 | 3.582,5 | 2.422,3 | 9.380,9 |
| Interne sonstige betriebliche Erträge1 |
2.262,5 | 1,4 | 294,6 | 4.186,2 | 6.744,7 |
| Betriebsleistung | 382.876,3 | 220.969,7 | 145.778,2 | 115.465,9 | |
| Material und sonstige bezogene Leistungen |
4.815,9 | 7.708,3 | 1.397,3 | 24.986,3 | 38.907,7 |
| Personalaufwand | 40.796,0 | 160.706,2 | 7.969,1 | 44.580,5 | 254.051,8 |
| Sonstige Aufwendungen | 54.998,5 | 5.266,7 | 21.673,2 | 21.165,6 | 103.104,1 |
| Interner Aufwand | 140.988,2 | 29.665,1 | 39.807,8 | 8.346,3 | |
| Segment EBITDA | 141.277,7 | 17.623,4 | 74.930,9 | 16.387,1 | 250.219,2 |
| Planmäßige Abschreibungen |
95.545,9 | 5.493,8 | 15.936,9 | 13.466,1 | 130.442,6 |
| Segment EBIT | 45.731,9 | 12.129,7 | 58.994,0 | 2.921,0 | 119.776,5 |
| Segmentinvestitionen2 | 56.419,9 | 6.514,4 | 5.135,3 | 6.995,4 | 75.065,0 |
| Segmentvermögen | 1.367.663,5 | 33.601,6 | 276.193,4 | 163.412,9 | 1.840.871,5 |
| davon Buchwerte der nach der at-Equity Methode bilanzierten Unternehmen |
102.520,4 | ||||
| Sonstiges (nicht zuordenbar) |
51.351,5 | ||||
| Konzernvermögen | 1.892.223,0 | ||||
| Segmentmitarbeiter (Durchschnitt) |
499 | 3.126 | 84 | 597 | 4.306 |
1) Betrifft aktivierte Eigenleistungen
2) Inklusive Rechnungskorrekturen, ohne Finanzanlagen
| in T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte je Segment | ||
| Airport | 1.316.008,6 | 1.367.663,5 |
| Handling | 32.462,5 | 33.601,6 |
| Retail & Properties | 358.933,5 | 276.193,4 |
| Sonstige Segmente | 158.716,1 | 163.412,9 |
| Summe der Vermögenswerte der berichteten Segmente | 1.866.120,7 | 1.840.871,5 |
| Sonstiges (nicht zuordenbares) Vermögen | ||
| Sonstige Finanzanlagen | 2.574,0 | 3.855,4 |
| Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens | 21.050,9 | 21.292,2 |
| Forderungen an Finanzamt | 10.516,0 | 12.063,5 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 2.980,6 | 7.572,1 |
| Abgrenzungsposten | 1.745,3 | 4.326,1 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 4.668,5 | 2.242,1 |
| Summe nicht zuordenbar | 43.535,2 | 51.351,5 |
| Konzernvermögen | 1.909.656,0 | 1.892.223,0 |
| in T€ | Österreich | Malta | Slowakei | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsätze | 653.267,9 | 1.121,4 | 0,0 | 654.389,3 |
| Langfristiges Vermögen | 1.653.048,6 | 60.638,9 | 34.873,1 | 1.748.560,6 |
| in T€ | Österreich | Malta | Slowakei | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsätze | 629.152,7 | 1.004,5 | 0,0 | 630.157,2 |
| Langfristiges Vermögen | 1.710.782,1 | 58.154,2 | 34.482,8 | 1.803.419,0 |
Im Vermögen der Regionen Malta und Slowakei sind auch die von den vollkonsolidierten Tochtergesellschaften gehaltenen Beteiligungen enthalten. Auf die Beteiligungen am Flughafen Malta entfällt im Geschäftsjahr 2015 ein Beteiligungsergebnis aus at-Equity-Unternehmen in Höhe von € 5,8 Mio. (Vorjahr: € 4,7 Mio.), auf jene am Flughafen Košice in Höhe von € 1,3 Mio. (Vorjahr: € 1,0 Mio.). Die Werte der Flughafengesellschaften in Malta und in der Slowakei werden hier nicht dargestellt.
Die Flughafen-Wien-Gruppe hat von ihren Hauptkunden Lufthansa Group (inkl. Austrian Airlines) Erlöse in Höhe von € 274,3 Mio. (Vorjahr: € 273,0 Mio.) sowie Air Berlin Group (inkl. NIKI) Erlöse in Höhe von € 79,8 Mio. (Vorjahr: € 74,6 Mio.) erzielt. In sämtlichen Segmenten konnten mit diesen Hauptkunden Erträge erwirtschaftet werden.
| in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Aktivierte Eigenleistungen | 3.689,7 | 6.744,7 |
| Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen | 660,5 | 1.849,3 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 0,0 | 4.012,1 |
| Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen aus öffentlichen Mitteln |
212,8 | 207,8 |
| Gewährung von Rechten | 1.239,9 | 1.076,4 |
| Erträge aus Versicherungsleistungen | 101,5 | 110,2 |
| Übrige | 1.534,4 | 2.125,1 |
| 7.438,7 | 16.125,5 |
Ab dem Geschäftsjahr 2015 werden die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in denjenigen Positionen aufgelöst, in welchen ursprünglich die Dotation erfolgte. Aufgrund von Unwesentlichkeit wurde das Vorjahr nicht angepasst.
| in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Material | 14.693,3 | 16.026,8 |
| Energie | 16.596,0 | 17.548,2 |
| Bezogene Leistungen | 2.862,3 | 5.332,7 |
| 34.151,5 | 38.907,7 |
| in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Löhne | 113.693,0 | 109.997,2 |
| Gehälter | 78.228,9 | 77.991,9 |
| Aufwendungen für Abfertigungen | 9.286,6 | 9.425,1 |
| davon Beiträge an die Mitarbeitervorsorgekasse | 1.864,2 | 1.692,0 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 3.067,8 | 3.109,8 |
| davon Beiträge an Pensionskassen | 2.760,2 | 2.597,1 |
| Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Abgaben und | ||
| Beiträge | 53.766,6 | 51.552,5 |
| Andere Personalaufwendungen | 2.556,9 | 1.975,2 |
| 260.599,8 | 254.051,8 |
| in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Sonstige Steuern (nicht vom Einkommen und Ertrag) | 648,4 | 591,5 |
| Instandhaltungen | 33.218,5 | 24.147,8 |
| Fremdleistungen Dritte | 10.755,5 | 13.545,4 |
| Fremdleistungen nahestehende Unternehmen | 11.182,3 | 12.431,6 |
| Beratungsaufwand | 6.008,5 | 4.748,2 |
| Marketing und Marktkommunikation | 21.227,9 | 20.535,7 |
| Post- und Telekommunikationaufwand | 1.383,0 | 1.126,4 |
| Miet- und Pachtaufwendungen | 6.659,9 | 6.775,3 |
| Versicherungsaufwendungen | 2.790,0 | 3.077,6 |
| Reisen und Ausbildung | 3.040,1 | 2.102,6 |
| Schadensfälle | 191,3 | 103,5 |
| Drohende Verluste | -11.298,9 | 1.838,6 |
| Wertberichtigungen Forderungen, Forderungsausfälle | -168,5 | 3.187,3 |
| Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen | 573,7 | 656,9 |
| Kursdifferenzen, Spesen des Geldverkehrs | 553,6 | 556,3 |
| Andere betriebliche Aufwendungen | 5.160,8 | 7.679,3 |
| 91.926,1 | 103.104,1 |
Die Instandhaltungen beinhalten die Instandhaltungsaufwendungen für Gebäude, Anlagen und Geräte sowie die Wartung der EDV-Anlagen, Pisten, Vorfelder, Rollwege und Parkhäuser.
Die Fremdleistungen setzen sich im Wesentlichen aus der Abgeltung von Leistungen im Rahmen des "Baggage Reconciliation System", aus Gepäckdiensten, aus den Kosten der Abwasser- und Müllentsorgung, aus Reinigungsleistungen, IT-Leistungen sowie aus zugekauften Personalkapazitäten für die Tochtergesellschaft Vienna Airport Technik GmbH zusammen.
Der Posten "Beratungsaufwand" umfasst neben Anwalts-, Rechts- und Notariatshonoraren sowie Honoraren für Steuerberater und Abschlussprüfer überwiegend Aufwendungen für sonstige Beratungsleistungen.
Der Posten "Drohende Verluste" umfasst Verluste, die sich im Zusammenhang mit Restwertrisiken aus Bestandsverträgen aus Objekten am Standort Wien ergeben haben (siehe auch Punkt (27) "Sonstige übrige Rückstellungen"). Die Rückstellung für drohende Verluste konnte aufgrund geänderter Rahmenbedingungen im laufenden Geschäftsjahr aufgelöst werden.
Der Aufwand für Marketing und Marktkommunikation resultiert vorwiegend aus Marketingmaßnahmen, insbesondere zur Stärkung der Drehscheibe Wien, sowie aus der klassischen Öffentlichkeitsarbeit.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden vom Abschlussprüfer folgende Leistungen erbracht:
| in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfung | 230,5 | 260,3 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 12,0 | 12,0 |
| Sonstige Leistungen | 92,5 | 4,2 |
| 334,9 | 276,5 |
| in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Abschreibungen immaterielle Vermögenswerte | ||
| Planmäßige Abschreibungen | 4.285,0 | 4.202,3 |
| Abschreibungen Sachanlagen | ||
| Planmäßige Abschreibungen | 125.211,4 | 121.090,8 |
| Abschreibungen als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | ||
| Planmäßige Abschreibungen | 4.758,7 | 5.149,5 |
| Planmäßige Abschreibungen gesamt | 134.255,1 | 130.442,6 |
| Wertaufholungen auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | ||
| Wertaufholungen CGU "Real Estate Cargo" | -2.000,0 | 0,0 |
| Wertaufholungen gesamt | -2.000,0 | 0,0 |
Der Wertminderungstest im Geschäftsjahr 2015 für die zahlungsmittelgenerierende Einheit "Real Estate Cargo" führte zur Erfassung einer Wertaufholung ("Reversal of Impairment Loss") einer in früheren Geschäftsjahren erfassten Wertminderung in Höhe von T€ 2.000,0. Der erzielbare Betrag für die betreffende zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde anhand des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Verkaufskosten ermittelt. Die Wertaufholung ist dem Segment Retail & Properties zugeordnet.
Der beizulegende Zeitwert wird auf Basis eines Bewertungsmodells berechnet, das auf nicht beobachtbaren Inputfaktoren beruht (Stufe 3). Das Modell berücksichtigt den Barwert der Netto-Cashflows, die die Immobilien der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Basis von Markterwartungen erzeugen, unter Einbeziehung der erwarteten Mietpreissteigerungen, Umsiedlungen, Belegungsraten und aller der Immobilie zuzuordnenden Kosten. Die erwarteten Netto-Cashflows werden mit einem WACC ("Weighted Average Cost of Capital") der Peer Group der Flughafen-Wien-Gruppe abgezinst. Grundlage für die Netto-Cashflows bilden die Werte aus der Budgetierung 2016 und der langfristige Unternehmensplan.
Wesentliche nicht beobachtbare Inputfaktoren:
Folgende Veränderungen der nicht beobachtbaren Inputfaktoren würden zu einer wesentlichen Erhöhung (Senkung) des beizulegenden Zeitwerts führen:
Steigende (sinkende) Vermietungserlöse pro m²
Die Wertminderungstests im Geschäftsjahr 2014 führten zu keiner Erfassung von Wertminderungen oder Wertaufholungen.
| in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Anteilige Periodenergebnisse | 8.600,8 | 7.732,9 |
| Ergebnis aus dem Abgang von at-Equity-Unternehmen | 0,0 | 2.250,6 |
| 8.600,8 | 9.983,5 |
Der kumulierte Gesamtbetrag der nicht erfassten Verluste beträgt wie im Vorjahr T€ 0,0.
Zusammenfassende Finanzinformationen über assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sind der Beilage "Beteiligungen" zum Anhang zu entnehmen.
Das Ergebnis aus dem Abgang von at-Equity-Unternehmen im Geschäftsjahr 2014 betrifft den Verkauf der Anteile an der Flughafen Friedrichshafen GmbH sowie die Liquidation der Columinis Holding GmbH in Liquidation.
| in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Erträge aus nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen | 124,0 | 69,0 |
| Erträge aus Beteiligungen sonstiger Unternehmen | 140,0 | 70,0 |
| 264,0 | 139,0 |
| in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Erträge | 1.558,8 | 898,6 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -22.298,7 | -24.167,1 |
| -20.739,8 | -23.268,4 |
| in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Ertrag aus dem Abgang von Wertpapieren | 0,0 | 74,1 |
| Verluste aus dem Abgang von Wertrechten | -119,6 | 0,0 |
| -119,6 | 74,1 |
| in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Aufwand für laufende Ertragsteuern | 31.715,4 | 30.209,0 |
| Aperiodische laufende Ertragsteuern | 490,1 | 419,0 |
| Veränderung latente Steuern | -1.195,0 | -5.426,3 |
| Aperiodische latente Steuern | -537,5 | -446,6 |
| 30.472,9 | 24.755,2 |
Der Steueraufwand des Jahres 2015 von T€ 30.472,9 (Vorjahr: T€ 24.755,2) ist um T€ 2.252,3 (Vorjahr: T€ 1.921,0) geringer als der rechnerische Steueraufwand von T€ 32.725,2 (Vorjahr: T€ 26.676,2), der sich unter Anwendung des Steuersatzes von 25% auf den Gewinn vor Ertragsteuern T€ 130.900,9 (Vorjahr: T€ 106.704,7) ergeben würde.
Die Ursachen für den Unterschied zwischen rechnerischem und ausgewiesenem Steueraufwand im Konzern stellen sich wie folgt dar:
| in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 130.900,9 | 106.704,7 |
| Rechnerische Ertragsteuer | 32.725,2 | 26.676,2 |
| Anpassung an ausländische Steuersätze | -162,5 | -328,5 |
| at-Equity-Bewertung | -2.150,2 | -2.495,9 |
| Beteiligungserträge (steuerfrei) | -66,0 | -34,8 |
| Sonstige permanente Differenzen | 173,8 | 965,7 |
| Ertragsteueraufwand der Periode | 30.520,4 | 24.782,7 |
| Aperiodischer Steueraufwand | -47,4 | -27,6 |
| Ausgewiesener Ertragsteueraufwand | 30.472,9 | 24.755,2 |
| Effektivsteuersatz | 23,3% | 23,2% |
Die Unterschiede zwischen den Wertansätzen in der Steuer- und in der IFRS-Bilanz sowie die zum Bilanzstichtag bestehenden Verlustvorträge wirken sich auf die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuerabgrenzungen aus. Nähere Erläuterungen dazu siehe Punkt (30).
| in T€ | Konzessionen und Rechte |
Firmenwert "Real Estate Office" |
Firmenwert "Real Estate Parken" |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Nettobuchwert zum 1.1.2015 | 10.848,8 | 0,0 | 54,2 | 10.903,0 |
| Zugänge | 2.155,5 | 0,0 | 0,0 | 2.155,5 |
| Umbuchungen | 110,7 | 0,0 | 0,0 | 110,7 |
| Abgänge | -2,9 | 0,0 | 0,0 | -2,9 |
| Abschreibungen | -4.285,0 | 0,0 | 0,0 | -4.285,0 |
| Nettobuchwert zum 31.12.2015 |
8.827,1 | 0,0 | 54,2 | 8.881,3 |
| Anschaffungskosten | 42.067,1 | 4.340,2 | 54,2 | 46.461,5 |
|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Abschreibungen | -33.240,0 | -4.340,2 | 0,0 | -37.580,1 |
| Nettobuchwert | 8.827,1 | 0,0 | 54,2 | 8.881,3 |
| in T€ | Konzessionen und Rechte |
Firmenwert "Real Estate Office" |
Firmenwert "Real Estate Parken" |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Nettobuchwert zum 1.1.2014 | 13.678,9 | 0,0 | 54,2 | 13.733,1 |
| Zugänge | 1.331,1 | 0,0 | 0,0 | 1.331,1 |
| Umbuchungen | 55,3 | 0,0 | 0,0 | 55,3 |
| Abgänge | -14,2 | 0,0 | 0,0 | -14,2 |
| Abschreibungen | -4.202,3 | 0,0 | 0,0 | -4.202,3 |
| Nettobuchwert zum 31.12.2014 |
10.848,8 | 0,0 | 54,2 | 10.903,0 |
| Anschaffungskosten | 41.122,7 | 4.340,2 | 54,2 | 45.517,0 |
|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Abschreibungen | -30.273,9 | -4.340,2 | 0,0 | -34.614,0 |
| Nettobuchwert | 10.848,8 | 0,0 | 54,2 | 10.903,0 |
Die wesentlichen Zugänge bzw. Umbuchungen des Geschäftsjahres betreffen zugekaufte Software. Im Geschäftsjahr 2015 wurden Ausgaben in Höhe von T€ 762,1 (Vorjahr: T€ 614,4) für die Forschung und Entwicklung einzelner Programmmodule der Flughafenbetriebssoftware als Aufwand erfasst.
| Andere Anlagen, |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| Tech | Betriebs | Geleistete | |||
| Grund stücke und |
nische Anlagen und Ma |
und Geschäfts ausstat |
Anzahlun gen und Anlagen in |
||
| in T€ | Bauten | schinen | tung | Bau | Gesamt |
| Nettobuchwert zum 1.1.2015 |
1.107.723,7 | 316.840,2 | 68.415,7 | 68.191,9 | 1.561.171,6 |
| Zugänge1 | 20.665,8 | 17.153,9 | 16.365,2 | 14.174,4 | 68.359,3 |
| Umbuchungen | 14.301,4 | 4.814,2 | 994,8 | -8.457,3 | 11.653,1 |
| Abgänge | -112,8 | -254,7 | -412,9 | 0,0 | -780,4 |
| Abschreibungen | -61.221,3 | -40.505,1 | -23.485,1 | 0,0 | -125.211,4 |
| Nettobuchwert zum 31.12.2015 |
1.081.356,8 | 298.048,6 | 61.877,7 | 73.909,1 | 1.515.192,2 |
| Anschaffungskosten | 1.635.371,3 | 850.003,7 | 231.980,6 | 74.424,0 | 2.791.779,5 |
|---|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Abschreibungen | -554.014,5 | -551.955,1 | -170.102,9 | -514,9 | -1.276.587,3 |
| Nettobuchwert | 1.081.356,8 | 298.048,6 | 61.877,7 | 73.909,1 | 1.515.192,2 |
1) In den Zugängen sind Rechnungskorrekturen in Höhe von € 1,8 Mio. als negative Zugänge enthalten.
| in T€ | Grund stücke und Bauten |
Tech nische Anlagen und Ma schinen |
Andere Anlagen, Betriebs und Geschäfts ausstat tung |
Geleistete Anzahlun gen und Anlagen in Bau |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Nettobuchwert zum 1.1.2014 |
1.149.224,7 | 333.235,9 | 77.002,9 | 62.695,5 | 1.622.159,0 |
| Zugänge1 | 797,7 | 3.740,1 | 13.181,1 | 44.851,2 | 62.570,1 |
| Umbuchungen | 14.384,5 | 19.894,7 | 3.306,4 | -39.354,8 | -1.769,1 |
| Abgänge | -509,8 | -83,2 | -104,5 | 0,0 | -697,5 |
| Abschreibungen | -56.173,4 | -39.947,3 | -24.970,1 | 0,0 | -121.090,8 |
| Nettobuchwert zum 31.12.2014 |
1.107.723,7 | 316.840,2 | 68.415,7 | 68.191,9 | 1.561.171,6 |
| Anschaffungskosten | 1.596.942,1 | 830.911,7 | 233.299,4 | 68.706,8 | 2.729.860,1 |
|---|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Abschreibungen | -489.218,5 | -514.071,4 | -164.883,7 | -514,9 | -1.168.688,5 |
| Nettobuchwert | 1.107.723,7 | 316.840,2 | 68.415,7 | 68.191,9 | 1.561.171,6 |
1) In den Zugängen sind Rechnungskorrekturen in Höhe von € 4,5 Mio. als negative Zugänge enthalten.
Im Geschäftsjahr 2015 wurden keine Fremdkapitalzinsen aktiviert (Vorjahr: T€ 0,0).
In den Sachanlagen des Geschäftsjahres 2014 sind ein Gebäude mit einem Nettobuchwert von T€ 5.778,3 sowie eine technische Anlage mit einem Nettobuchwert von T€ 211,6 enthalten, die als Finanzierungsleasing bilanziert sind. Im laufenden Geschäftsjahr sind aufgrund des Erwerbs der VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG (vormals: Lynxs Logistic Center Cargo West GmbH & Co KG) keine externen Finanzierungsleasingvereinbarungen im Konzern mehr bilanziert.
Die größten Zugänge der Sachanlagen, der immateriellen Vermögenswerte und der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien im Geschäftsjahr 2015 und 2014 werden nachstehend angeführt:
| Im Segment Airport in T€ | 2015 |
|---|---|
| Pistensystem 11/29 | 13.332,0 |
| Winterdienst- und Geräteeinstellhallen | 9.994,6 |
| 3. Piste | 7.888,1 |
| Röntgengeräte | 2.191,1 |
| Spezialfahrzeuge | 1.485,6 |
| Rollwege | 1.070,0 |
| Flughafen Bahnhof | 902,6 |
| Verladefräse für Vorfeld und Pierbereiche | 884,4 |
| Fahrzeuge Feuerwehr | 828,5 |
| Im Segment Handling in T€ | 2015 |
| Spezialfahrzeuge | 1.224,3 |
| Hebe- und Ladefahrzeuge | 539,8 |
| Bodengeräte für Vorfeldabfertigung | 488,5 |
| Pkw, Autobusse, Kleinbusse, Vans, Lieferwagen | 445,7 |
| Transport- und Gepäckwagen | 195,4 |
| Im Segment Retail & Properties in T€ Flugbetriebsgebäude und Hangar |
2015 16.580,5 |
| Containerdorf | 1.886,5 |
| Office Park 3 Adaptierungen | 307,8 |
| Erweiterung Air Cargo Center Ost | 276,0 |
| Charterbus Parkplatz | 267,5 |
| Im Segment Sonstige Segmente in T€ | 2015 |
| Datenverarbeitungsmaschinen | 2.697,1 |
| Software | 1.775,5 |
| Trafostationen | 1.518,2 |
| Kältemaschinen | 1.336,5 |
| KV-Leitung | 533,0 |
| Passagierflussmessung | 528,3 |
| Im Segment Airport in T€ | 2014 |
|---|---|
| Frachtpositionen | 11.699,1 |
| Hangar 7 | 10.560,5 |
| 3. Piste | 8.228,5 |
| Pier West | 9.409,4 |
| Flughafen Bahnhof | 7.798,4 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung inkl. Software | 1.795,1 |
| Röntgengeräte | 1.514,9 |
| Leitsystem | 1.092,9 |
| Im Segment Handling in T€ | 2014 |
| Schleppfahrzeuge | 2.049,2 |
| Spezialfahrzeuge | 1.283,5 |
| Road-Feeder-Service-Bahnen | 1.006,9 |
| Pkw, Autobusse, Kleinbusse, Vans, Lieferwagen | 888,7 |
| Bodengeräte für Vorfeldabfertigung | 522,1 |
| Im Segment Retail & Properties in T€ | 2014 |
| Charterbusterminal | 1.789,3 |
| Retail-Ausbau | 1.333,6 |
| Speditionsgebäude | 1.064,2 |
| Im Segment Sonstige Segmente in T€ | 2014 |
| Datenverarbeitungsmaschinen | 1.930,3 |
| Software | 1.204,6 |
| Trafostationen | 573,6 |
| Kältemaschinen | 568,5 |
| in T€ | Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Gesamt |
|---|---|---|---|
| Nettobuchwert zum 1.1.2015 | 124.866,6 | 0,0 | 124.866,6 |
| Zugänge | 9.365,8 | 0,0 | 9.365,8 |
| Umbuchungen | -11.763,9 | 0,0 | -11.763,9 |
| Umgliederung in zum Verkauf stehende Vermögenswerte |
-4.307,9 | 0,0 | -4.307,9 |
| Wertaufholung | 2.000,0 | 0,0 | 2.000,0 |
| Abgänge | -17,8 | 0,0 | -17,8 |
| Abschreibungen | -4.758,7 | 0,0 | -4.758,7 |
| Nettobuchwert zum 31.12.2015 |
115.384,1 | 0,0 | 115.384,1 |
| Anschaffungskosten | 197.138,1 | 0,0 | 197.138,1 |
|---|---|---|---|
| Kumulierte Abschreibungen | -81.754,0 | 0,0 | -81.754,0 |
| Nettobuchwert | 115.384,1 | 0,0 | 115.384,1 |
| in T€ | Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Gesamt |
|---|---|---|---|
| Nettobuchwert zum 1.1.2014 | 112.035,7 | 7.525,3 | 119.561,1 |
| Zugänge | 85,8 | 11.078,0 | 11.163,8 |
| Umbuchungen | 20.317,1 | -18.603,3 | 1.713,8 |
| Abgänge | -2.422,5 | 0,0 | -2.422,5 |
| Abschreibungen | -5.149,5 | 0,0 | -5.149,5 |
| Nettobuchwert zum 31.12.2014 |
124.866,6 | 0,0 | 124.866,6 |
| Anschaffungskosten | 208.727,7 | 0,0 | 208.727,7 |
|---|---|---|---|
| Kumulierte Abschreibungen | -83.861,0 | 0,0 | -83.861,0 |
| Nettobuchwert | 124.866,6 | 0,0 | 124.866,6 |
| in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Mieteinnahmen | 14.304,0 | 14.436,5 |
| Betriebliche Aufwendungen für vermietete Immobilien | 6.925,7 | 7.109,2 |
| Betriebliche Aufwendungen für nicht vermietete Immobilien | 548,6 | 570,7 |
Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betreffen Gebäude, die überwiegend zur Erzielung von Mieteinnahmen gehalten werden:
Zum Bilanzstichtag beträgt der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien T€ 133.137,6 (Vorjahr: T€ 143.066,8).
Der beizulegende Zeitwert wird auf Basis eines Bewertungsmodells berechnet, das auf nicht beobachtbaren Inputfaktoren beruht (Stufe 3). Das Modell berücksichtigt den Barwert der Netto-Cashflows, die die Immobilien auf Basis von Markterwartungen erzeugen, unter Einbeziehung der erwarteten Mietpreissteigerungen, Umsiedlungen, Belegungsraten und aller der Immobilie zuzuordnenden Kosten. Die erwarteten Netto-Cashflows werden mit einem WACC der Peer Group der Flughafen-Wien-Gruppe abgezinst. Grundlage für die Netto-Cashflows bilden die Werte aus der Budgetierung 2016 und der langfristige Unternehmensplan.
Wesentliche nicht beobachtbare Inputfaktoren:
Folgende Veränderungen der nicht beobachtbaren Inputfaktoren würden zu einer wesentlichen Erhöhung (Senkung) des beizulegenden Zeitwerts führen:
| in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Nettobuchwert zum 1.1. | 102.520,4 | 97.865,9 |
| Anteilige Periodengewinne | 8.600,8 | 7.760,9 |
| Anteilige Periodenverluste | 0,0 | -28,1 |
| Anteilsverkäufe (Abgang) | 0,0 | -6,6 |
| Umbuchung aus Änderungen Konsolidierungskreis | 0,0 | 51,0 |
| Dividendenausschüttung | -4.681,1 | -3.122,8 |
| Nettobuchwert zum 31.12. | 106.440,0 | 102.520,4 |
Zusammenfassende Finanzinformationen über assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sind der Beilage "Beteiligungen" zum Anhang zu entnehmen.
Die Erstkonsolidierung der "GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH (GET2) führte im Vorjahr zu einer Erhöhung des at-Equity-Beteiligungsansatzes um T€ 596,7, der in den anteiligen Periodenergebnissen enthalten ist.
| in T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Ausgereichte Darlehen und Forderungen (LaR) | 390,8 | 612,7 |
| davon Mitarbeitern gewährte Darlehen | 89,0 | 102,1 |
| davon sonstige ausgereichte Darlehen und Forderungen | 301,8 | 510,6 |
| Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte (AfS) | 2.272,2 | 3.344,8 |
| davon Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen |
116,3 | 106,3 |
| davon langfristige Wertrechte und Wertpapiere (Eigenkapitaltitel) |
2.155,8 | 3.238,5 |
| 2.663,0 | 3.957,5 |
Erläuterung der Bewertungskategorien: LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables), AfS – zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available for Sale)
Die ausgereichten Darlehen und Forderungen beinhalten ein Darlehen an die Société Internationale Télécommunications Aéronautiques SC in Höhe von T€ 192,5 (Vorjahr: T€ 201,4), und Mitarbeitern gewährte Darlehen in Höhe von T€ 89,0 (Vorjahr: T€ 102,1), eine Forderung auf Gewährung eines Förderzuschusses aus den Mitteln der Umweltförderung des Bundes über T€ 96,4 (Vorjahr: T€ 103,0) sowie eine Ausleihung betreffend die Vorfinanzierung eines Radweges für die Umlandgemeinden in Höhe von T€ 13,0 (Vorjahr: T€ 206,2).
Die zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte betreffen längerfristig gehaltene Wertrechte und Wertpapiere (Eigenkapitaltitel) in Höhe von T€ 2.155,8 (Vorjahr: T€ 3.238,5) sowie Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 116,3 (Vorjahr: T€ 106,3), die wegen ihrer derzeitigen materiellen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden.
| in T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Hilfs- und Betriebsstoffe | 4.946,9 | 4.293,9 |
| 4.946,9 | 4.293,9 |
Die Hilfs- und Betriebsstoffe umfassen insbesondere Enteisungsmittel, Treibstoffe, Ersatzteile und sonstiges Material für den Flughafenbetrieb. Zum Bilanzstichtag sind wie im Vorjahr keine Vorräte zum Nettoveräußerungspreis bewertet.
| in T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Schuldtitel (AfS) | 21.050,9 | 21.292,2 |
| 21.050,9 | 21.292,2 |
Bei dem Schuldtitel handelt es sich um eine Ergänzungskapitalobligation.
Zum 31. Dezember 2015 werden Grundstücke mit einem Buchwert von T€ 4.307,9 (Vorjahr: T€ 0,0) sowie Sachanlagen mit einem Buchwert von T€ 69.095,1 (Vorjahr: T€ 0,0) in der Position "Zum Verkauf stehende Vermögenswerte" nach IFRS 5 ausgewiesen, da der Verkauf dieser Vermögenswerte innerhalb des nächsten Jahres erwartet wird. Beide "zum Verkauf stehende Vermögenswerte" sind dem Segment Retail & Properties zugeordnet. Die Vermögenswerte sind zum niedrigeren Wert aus ihrem Buchwert und ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Es sind keine Wertminderungsaufwendungen entstanden. Die Bilanzierung gemäß IFRS 5 führte zum 31. Dezember 2015 auch zu keiner Erfassung von Gewinnen oder Verlusten. Die Grundstü-
cke stehen im Zusammenhang mit vorgesehenen Veräußerungen für einen Gewerbeund Industriepark im Umland, die Sachanlagen betreffen Hangar- und Flugbetriebsgebäude, die im Jahr 2015 erworben wurden und durch eine vereinnahmte Mietvorauszahlung im Jahr 2016 wirtschaftlich an den Mieter übertragen wurden.
| | (20) Forderungen und sonstige Vermögenswerte | ||
|---|---|---|---|
| --- | -- | -- | ---------------------------------------------- |
| in T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen brutto | 45.065,9 | 42.615,9 |
| abzüglich Wertberichtigungen | -5.533,4 | -6.442,6 |
| Forderungen gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen |
137,3 | 14,1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen netto (LaR) | 39.669,9 | 36.187,5 |
| Forderungen gegenüber at-Equity-bilanzierten Unternehmen (LaR) |
2.114,4 | 826,5 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (LaR) | 2.913,4 | 7.541,8 |
| Forderungen an Finanzamt | 10.516,0 | 12.063,5 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 67,1 | 30,4 |
| Abgrenzungsposten | 1.745,3 | 4.326,1 |
| 57.026,2 | 60.975,8 |
Erläuterung der Bewertungskategorien: LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)
Die Zahlungsziele der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen in der Regel zwischen 8 und 30 Tagen. Für eventuelle Forderungsausfälle wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen entspricht annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert. Die Forderungen gegenüber dem Finanzamt betreffen Vorauszahlungen an Körperschaftsteuer sowie Vorsteuerguthaben, die mit Verbindlichkeiten für Lohn- und Gehaltsabgaben saldiert werden.
| in T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Kassenbestand | 147,6 | 140,4 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 4.520,9 | 2.101,7 |
| 4.668,5 | 2.242,1 |
Die Bindungsdauer sämtlicher kurzfristiger Veranlagungen betrug zum Zeitpunkt der Veranlagung höchstens drei Monate. Der durchschnittliche Zinssatz bei den Guthaben bei Kreditinstituten lag zum 31. Dezember 2015 bei 0,05% (Vorjahr: 0,05%). Die Buchwerte der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert.
In den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind Veranlagungen in frem-
den Währungen Höhe von US\$ 200.000 enthalten. Die Guthaben in ausländischen Währungen sind mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 1,0% verzinst.
Zum Stichtag sind wie im Vorjahr keine Termingelder zugunsten von inländischen Kreditinstituten als Pfand bestellt.
Das voll eingezahlte Grundkapital der Flughafen Wien AG beträgt T€ 152.670,0 und ist geteilt in 21.000.000 Stück auf Inhaber lautende nennwertlose stimm- und gewinnberechtigte Stückaktien, welche in einer Sammelurkunde bei der Oesterreichischen Kontrollbank verbrieft sind. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten ("one share – one vote"). Zum Bilanzstichtag befinden sich somit wie im Vorjahr 21.000.000 Aktien in Umlauf.
Das in der Gewinn- und Verlustrechnung angegebene Ergebnis je Aktie wird mittels Division des auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallenden Periodenergebnisses durch die gewichtete Anzahl der im Geschäftsjahr im Umlauf befindlichen Aktien errechnet. Optionsrechte auf die Ausgabe neuer Aktien bestehen nicht. Damit entspricht das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie.
Die vorgeschlagene Dividende ist abhängig von der Genehmigung durch die Hauptversammlung und wurde nicht als Verbindlichkeit im Konzernabschluss erfasst. Die für das Geschäftsjahr 2015 vorgeschlagene Dividende beträgt € 2,00 (Vorjahr: € 1,65) je Aktie.
Das bei der im Geschäftsjahr 1992 durchgeführten Emission erzielte Agio von T€ 92.221,8 und das in der Berichtsperiode 1995 bei der Grundkapitalaufstockung erzielte Agio von T€ 25.435,5 stellen die Kapitalrücklagen des Konzerns dar und entsprechen jenen des Einzelabschlusses der Flughafen Wien AG.
Die Entwicklung der sonstigen Rücklagen ist in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals dargestellt und gliedert sich in folgende Komponenten:
a) Available-for-Sale-Rücklage: Die Available-for-Sale(AfS)-Rücklage resultiert aus kumulierten Gewinnen oder Verlusten aus der Marktwertbewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten. Diese werden im sonstigen Ergebnis nach Berücksichtigung von Beträgen, die bei einem Verkauf oder einer festgestellten Wertminderung in die Gewinn- und Verlustrechnung übertragen werden, erfasst.
Die einbehaltenen Ergebnisse umfassen die innerhalb des Konzerns erwirtschafteten Gewinne, die um Gewinnausschüttungen vermindert wurden. Von diesen Ergebnissen kann jener Betrag an die Aktionäre der Muttergesellschaft ausgeschüttet werden, der in dem nach österreichischen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellten Einzelabschluss der Flughafen Wien AG als "Bilanzgewinn" zum 31. Dezember 2015 ausgewiesen ist.
In der zehnten (außerordentlichen) Hauptversammlung am 15. November 2000 wurde ein Aktienrückkauf in der Höhe von 10% des Grundkapitals zum Zwecke der Einbringung in eine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung beschlossen. Die sich im Besitz dieser Stiftung befindlichen Aktien sind stimm- und dividendenberechtigt. Die Stiftung hat die von der Flughafen Wien AG erhaltenen Dividenden an die Mitarbeiter in ungeschmälerter Form auszuschütten. Die Auswirkungen dieser Gewährung in den Jahren 2000 und 2001 sowie aus für die Mitarbeiterstiftung übernommenen Körperschaftsteuerzahlungen in diesen und Folgejahren betrugen insgesamt T€ 14.012,4 und wurden direkt im Eigenkapital des Konzerns unter dem Posten "Einbehaltene Ergebnisse" erfasst. In den Berichtsjahren 2015 und 2014 ergaben sich keine weiteren Auswirkungen.
Die nicht beherrschenden Anteile umfassen die Fremdanteile am Eigenkapital der konsolidierten Tochtergesellschaften. Die nicht beherrschenden Anteile zum Bilanzstichtag an der slowakischen Tochtergesellschaft BTS Holding a.s. "v likvidacii" (in Liquidation) betreffen die Anteile des Mitgesellschafters Raiffeisen-Invest-Gesellschaft m.b.H.
Die Entwicklung der Anteile anderer Gesellschafter ist in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals dargestellt.
| in T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Abfertigungen | 85.417,7 | 82.959,5 |
| Pensionen | 13.720,3 | 16.631,9 |
| Jubiläumsgelder | 25.985,3 | 23.653,0 |
| Altersteilzeit | 21.055,0 | 21.425,1 |
| Sonstige übrige Rückstellungen | 8.215,3 | 19.175,1 |
| 154.393,6 | 163.844,6 |
Mitarbeiter, die vor dem 1. Jänner 2003 eingetreten sind, erhalten aufgrund gesetzlicher und kollektivvertraglicher Verpflichtungen im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine Abfertigung. Die Höhe der Abfertigung bemisst sich nach der Anzahl der im Unternehmen geleisteten Dienstjahre und der Höhe des zum Zeitpunkt des Ausscheidens gültigen Bezugs.
Für alle nach dem 31. Dezember 2002 beginnenden Dienstverhältnisse besteht kein Direktanspruch des Dienstnehmers mehr auf eine gesetzliche Abfertigung gegen den Arbeitgeber. Für diese Dienstverträge werden die Abfertigungsverpflichtungen durch die laufende Entrichtung entsprechender Beiträge an eine Mitarbeitervorsorgekasse abgegolten. Bei diesem Abfertigungsmodell ist der Arbeitgeber nur zur regelmäßigen Leistung der Beiträge verpflichtet. Darüber hinaus bestehen für diese Dienstnehmer (Arbeiter: Eintritte bis 30. Juni 2014, Angestellte: Eintritte bis 31. Oktober 2014) kollektivvertragliche Abfertigungsverpflichtungen, für die Rückstellungen gebildet werden.
Dieser leistungsorientierte Plan belastet den Flughafen-Wien-Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken wie beispielsweise dem Zinsrisiko.
Die zugrunde liegenden versicherungsmathematischen Annahmen sind dem Kapitel Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu entnehmen.
| in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Bilanzierte Rückstellung zum 1.1. = Barwert (DBO) der Verpflichtungen |
82.959,5 | 71.995,8 |
| Erfolgswirksam im Gewinn oder Verlust erfasster Aufwand | 6.707,5 | 6.974,8 |
| Erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasste versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) |
-308,2 | 9.872,9 |
| davon aus finanziellen Annahmen | 0,0 | 12.122,3 |
| davon aus demografischen Annahmen1 | 0,0 | 0,0 |
| davon aus erfahrungsbedingten Annahmen1 | -308,2 | -2.249,3 |
| Abfertigungszahlungen | -3.941,1 | -5.884,0 |
| Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. = Barwert (DBO) der Verpflichtungen |
85.417,7 | 82.959,5 |
1) Zeilenaufbau angepasst
Zum Bilanzstichtag betragen die kumulierten erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Differenzen (nach Abzug darauf entfallender latenter Steuern) für die Rückstellungen für Abfertigungen T€ -24.954,9 (Vorjahr: T€ -25.186,0).
Der Personalaufwand enthält:
| in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand | 5.234,2 | 4.578,6 |
| Zinsaufwand | 1.473,3 | 2.396,2 |
| Im Personalaufwand erfasster Abfertigungsaufwand1 | 6.707,5 | 6.974,8 |
1) Ohne freiwillige Abfertigungen
Die erwarteten Zahlungen aus Abfertigungsverpflichtungen im kommenden Geschäftsjahr betragen T€ 5.105,3 (Vorjahr: T€ 4.105,7).
Am 31. Dezember 2015 lag die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung bei 10,5 Jahren (Vorjahr: 10,8 Jahre).
Die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zur Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtung werden als erheblich erachtet. Deren Veränderung würde die Verpflichtung wie folgt beeinflussen:
| in T€ | Erhöhung (+1 %) |
Minderung (-1 %) |
|---|---|---|
| Abzinsungssatz | -8.070,8 | 9.506,9 |
| Zukünftige Lohn- oder Gehaltssteigerung | 8.777,5 | -7.636,7 |
Die Flughafen Wien AG gewährt einzelnen aktiven Mitarbeitern und ehemaligen Führungskräften aufgrund individueller Vereinbarungen leistungsorientierte Pensionszuschüsse. Für diese Zusagen besteht zum Stichtag (sowie zum Vorjahr) kein Planvermögen.
Mitarbeiter, die vor dem 1. September 1986 eingetreten sind, hatten aufgrund von Betriebsvereinbarungen Anspruch auf leistungsorientierte Altersversorgungszuschüsse. Diese waren von der Betriebszugehörigkeit und dem Letztbezug abhängig. Im Herbst 2001 wurde den aktiven Dienstnehmern angeboten, sich in Höhe von 100% der unternehmensrechtlichen Rückstellung zum 31. Dezember 2000 abfinden zu lassen und in ein beitragsorientiertes Pensionskassenmodell ohne Nachschussverpflichtung zu wechseln. 588 Dienstnehmer nahmen Anfang 2002 dieses Angebot an. Pensionisten, die die im Jahr 2001 angebotene Abfindung nicht annahmen, haben weiter Anspruch auf Pensionszahlungen.
Dieser leistungsorientierte Plan belastet den Flughafen-Wien-Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko oder dem Zinsrisiko.
Die zugrunde liegenden versicherungsmathematischen Annahmen sind dem Kapitel Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu entnehmen.
Für Arbeitnehmer mit Eintrittsdatum zwischen dem 1. September 1986 und dem 1. November 2014 hat die Flughafen Wien AG eine Betriebsvereinbarung über eine Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung durch den Beitritt zu einer Pensionskasse abgeschlossen (beitragsorientierter Plan).
Das Unternehmen leistet für sämtliche in die Pensionskasse einbezogenen Mitarbeiter Beiträge in der Höhe von 2,5% des Monatsgrundbezugs, solange ein aufrechtes Dienstverhältnis besteht. Zusätzlich kann der Dienstnehmer selbst Eigenbeiträge leisten. Die aus Arbeitgeberbeiträgen erworbenen Anwartschaften auf Alters- und Hinterbliebenenversorgung werden nach Ablauf eines Zeitraumes von fünf Jahren ab Beginn des Zeitraumes, für den der Arbeitgeber für den Anwartschaftsberechtigten Beiträge leistet, an die Pensionskasse übertragen. Nach weiteren fünf Jahren sind diese Beiträge für die Mitarbeiter unverfallbar.
Für Arbeitnehmer mit Eintrittsdatum ab dem 1. November 2014 wurde kein beitragsorientierter Pensionsplan abgeschlossen. Für diese Mitarbeiter fallen auch keine Pensionskassenbeiträge mehr an.
| in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Bilanzierte Rückstellung zum 1.1. = Barwert (DBO) der Verpflichtungen |
16.631,9 | 15.060,2 |
| Erfolgswirksam im Gewinn oder Verlust erfasster Aufwand | 307,7 | 512,6 |
| Erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasste versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste(+) |
-2.257,7 | 2.156,3 |
| davon aus finanziellen Annahmen | 0,0 | 2.125,7 |
| davon aus demografischen Annahmen1 | 0,0 | 0,0 |
| davon aus erfahrungsbedingten Annahmen1 | -2.257,7 | 30,6 |
| Pensionszahlungen | -961,6 | -1.097,2 |
| Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. = Barwert (DBO) der Verpflichtungen |
13.720,3 | 16.631,9 |
1) Zeilenaufbau angepasst
Zum Bilanzstichtag betragen die kumulierten erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Differenzen (nach Abzug darauf entfallender latenter Steuern) für Pensionsrückstellungen T€ -109,7 (Vorjahr: T€ -1.802,9).
| in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand | 11,6 | 8,1 |
| Zinsaufwand | 296,0 | 504,5 |
| Im Personalaufwand erfasster Pensionsaufwand | 307,7 | 512,6 |
Die erwarteten Zahlungen aus Pensionsverpflichtungen im kommenden Geschäftsjahr betragen T€ 1.015,5 (Vorjahr T€ 1.276,9).
Am 31. Dezember 2015 lag die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung bei 11,7 Jahren (Vorjahr: 11,2 Jahre).
Die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zur Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtung werden als erheblich erachtet. Deren Veränderung würde die Verpflichtung wie folgt beeinflussen:
| in T€ | Erhöhung (+1 %) |
Minderung (-1 %) |
|---|---|---|
| Abzinsungssatz | -1.156,0 | 1.351,0 |
| Bezugssteigerung Anwartschaft | 23,9 | -22,3 |
| Bezugssteigerung Leistungsphase | 1.308,9 | -1.147,6 |
Den Mitarbeitern gebühren bei langjähriger Betriebszugehörigkeit Jubiläumsgelder, wobei Anspruchsberechtigung und Höhe in den Kollektivverträgen für die Dienstnehmer der öffentlichen Flughäfen Österreichs geregelt sind.
| in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Bilanzierte Rückstellung zum 1.1. = Barwert (DBO) der Verpflichtungen |
23.653,0 | 15.682,1 |
| Erfolgswirksam im Gewinn oder Verlust erfasster Ertrag/Auf wand |
3.017,5 | 8.763,0 |
| Jubiläumsgeldzahlungen | -685,2 | -792,1 |
| Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. = Barwert (DBO) der Verpflichtungen |
25.985,3 | 23.653,0 |
| in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand | 1.686,0 | 1.097,5 |
| Zinsaufwand | 411,0 | 508,7 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0,0 | 3.407,5 |
| Erfolgswirksam im Gewinn und Verlust erfasste ver sicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) |
920,6 | 3.749,4 |
| Im Personalaufwand erfasster Jubiläumsgeldaufwand | 3.017,5 | 8.763,0 |
Die Aufwendungen aus der Verpflichtung zur Leistung von Lohnausgleichszahlungen an Dienstnehmer mit Altersteilzeitregelung sowie die Kosten für die von ihnen über die vereinbarte Teilzeit hinaus erbrachten Mehrleistungen wurden rückgestellt. Aufgrund der Änderungen des IAS 19 (2011) wurden ab dem Geschäftsjahr 2013 die Lohnausgleichszahlungen nicht mehr als Leistung aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses ("Termination Benefit") bilanziert, sondern als andere langfristig fällige Leistung an Arbeitnehmer ("Other Long-Term Employee Benefit"). Dies hat zur Folge, dass die Lohnausgleichszahlungen nicht mehr zu Beginn des Altersteilzeitverhältnisses in voller Höhe rückgestellt werden, sondern über die Aktivphase unter Berücksichtigung einer faktischen durchschnittlichen Mindestbetriebszugehörigkeit (Angestellte: 24 Jahre; Arbeiter: 15 Jahre) ratierlich verteilt bzw. angesammelt werden.
| in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Bilanzierte Rückstellung zum 1.1. = Barwert (DBO) der Verpflichtungen |
21.425,1 | 20.262,0 |
| Erfolgswirksam im Gewinn oder Verlust erfasster Aufwand | 3.996,7 | 4.773,7 |
| Altersteilzeitzahlungen | -4.366,9 | -3.610,6 |
| Bilanzierte Rückstellung zum 31.12. = Barwert (DBO) der Verpflichtungen |
21.055,0 | 21.425,1 |
Der Personalaufwand enthält:
| in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand | 3.433,0 | 3.302,3 |
| Zinsaufwand | 57,3 | 182,5 |
| Erfolgswirksam erfasste versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) |
506,5 | 1.289,0 |
| Im Personalaufwand erfasster Altersteilzeitaufwand | 3.996,7 | 4.773,7 |
| in T€ | 1.1.2015 | Um buchung1 |
Auflösung | 31.12.2015 |
|---|---|---|---|---|
| Sonstige übrige Rückstellungen | 19.175,1 | 339,1 | -11.298,9 | 8.215,3 |
1) Umbuchung zwischen kurz- und langfristigen Rückstellungen
Im Geschäftsjahr 2015 konnte eine Rückstellung für drohende Verluste für Bestandsrisiken aus Operating-Leasing-Verträgen aufgrund geänderter Rahmenbedingungen in Höhe von T€ 11.298,9 aufgelöst werden.
Die sonstigen übrigen Rückstellungen wurden aufgrund von Unwesentlichkeit nicht abgezinst. Der Effekt aus der Aufzinsung dieser Rückstellung beträgt folglich T€ 0,0 (Vorjahr: T€ 550,5).
| in T€ | 1.1.2014 | Um buchung1 |
Zuweisung | 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|
| Sonstige übrige Rückstellungen | 9.460,3 | 7.876,1 | 1.838,6 | 19.175,1 |
1) Umbuchung zwischen kurz- und langfristigen Rückstellungen
| in T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 109.253,9 | 72.055,1 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 382.467,5 | 457.721,3 |
| Finanzverbindlichkeiten | 491.721,4 | 529.776,4 |
In den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sind Barvorlagen in Höhe von € 34,0 Mio. (Vorjahr: € 43,8 Mio.) enthalten.
| in T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Bis zu einem Jahr | 109.253,9 | 72.055,1 |
| Mehr als ein Jahr und bis zu fünf Jahren | 107.467,5 | 157.721,3 |
| Mehr als fünf Jahre | 275.000,0 | 300.000,0 |
| 491.721,4 | 529.776,4 |
Sämtliche Finanzverbindlichkeiten wurden in Euro abgeschlossen. Die durchschnittliche Verzinsung der Finanzverbindlichkeiten beträgt 4,30% (Vorjahr: 4,19%).
| in T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen | 0,0 | 5.779,8 |
| Zwischensumme finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC)1 | 0,0 | 5.779,8 |
| Abgrenzungsposten | 21.467,9 | 22.754,1 |
| Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln | 871,8 | 1.078,6 |
| 22.339,7 | 29.612,5 |
1) FLAC: finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten
Die Abgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen von der Austro Control GmbH geleistete Mietvorauszahlungen für den im Jahr 2005 fertiggestellten Flugsicherungsturm. Die Mietvertragsdauer beträgt 33 Jahre und endet im April 2038.
In den Jahren 1977 bis 1985 wurden der Flughafen Wien AG nicht rückzahlungspflichtige Investitionszuschüsse von öffentlichen Gebietskörperschaften gewährt. In den Jahren 1997, 1998 und 1999 erhielt die Flughafen Wien AG Investitionszuschüsse seitens der Europäischen Union. Die von der Republik Österreich in den Jahren 2002 bis 2004 ausbezahlten Investitionszuwachsprämien werden wie die Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln behandelt und über die Nutzungsdauer der betreffenden Sachanlagen erfolgswirksam erfasst.
In den übrigen langfristigen Verbindlichkeiten waren im Vorjahr Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing enthalten. Das Leasingverhältnis betraf im Wesentlichen die Miete einer Maintenance- und Winterdiensthalle.
Mit Erwerb der Leasinggeberin VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG (vormals: Lynxs Logistic Center Cargo West GmbH& Co KG) per 31. März 2015 durch die Flughafen-Wien-Gruppe sind die Leasingverbindlichkeiten ab dem 2. Quartal 2015 keine externen Verbindlichkeiten mehr.
Der kurzfristige Anteil der im Vorjahr bestehenden Leasingverbindlichkeiten ist unter (33) "Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten" ausgewiesen.
| in T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Aktive latente Steuerabgrenzung | ||
| Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 433,6 | 26,8 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 134,5 | 165,6 |
| Rückstellungen für Abfertigungen | 10.568,2 | 10.608,9 |
| Rückstellungen für Pensionen | 1.321,1 | 1.604,9 |
| Rückstellungen für Jubiläumsgelder | 3.014,1 | 2.804,6 |
| Sonstige Rückstellungen | 896,5 | 1.460,2 |
| 16.368,0 | 16.671,0 | |
| Passive latente Steuerabgrenzung | ||
| Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 36.258,9 | 37.505,3 |
| Wertpapiere | 262,7 | 323,1 |
| Sonstige Vermögenswerte / Schulden | 206,8 | 5,8 |
| Steuerabgrenzung aus Konsolidierung | -501,8 | -129,2 |
| 36.226,6 | 37.704,9 | |
| Steuerabgrenzung (saldiert) | -19.858,5 | -21.033,9 |
Die Entwicklung und die Aufteilung der gesamten Veränderung der latenten Steuerabgrenzung in ergebniswirksame und ergebnisneutrale Komponenten ist in den folgenden Tabellen dargestellt:
| in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Stand zum 1.1. | 16.671,0 | 12.118,8 |
| Erfolgswirksame Veränderungen | 338,5 | 1.544,9 |
| Erfolgsneutrale Veränderungen: | ||
| Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen | -641,5 | 3.007,3 |
| Stand zum 31.12. | 16.368,0 | 16.671,0 |
| in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Stand zum 1.1. | 37.704,9 | 41.699,5 |
| Erfolgswirksame Veränderungen | -1.394,1 | -4.328,0 |
| Erfolgsneutrale Veränderungen: | ||
| Wertrechte langfristiges Vermögen | -23,9 | 10,3 |
| Schuldtitel (Wertpapiere) kurzfristiges Vermögen | -60,3 | 323,1 |
| Summe erfolgsneutrale Veränderungen | -84,3 | 333,4 |
| Stand zum 31.12. | 36.226,6 | 37.704,9 |
Bei der Berechnung der tatsächlichen und latenten Steuern der österreichischen Gesellschaften wurde der geltende gesetzliche Körperschaftsteuersatz von 25% angewandt. Die aktiven und passiven latenten Steuern der österreichischen Gesellschaften wurden saldiert. Die Besteuerung im Ausland wird zu den jeweils dort geltenden Steuersätzen (für Malta 5,0% bis 35,0% und für die Slowakei 22,0%) berechnet.
Die ergebnisneutrale Veränderung bezieht sich auf im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne und Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten sowie auf die Neubewertung von leistungsorientierten Plänen.
Auf at-Equity-bilanzierte Beteiligungen und Anteile an Tochtergesellschaften bzw. Gemeinschaftsunternehmen wurden keine latenten Steuern gebildet. Insgesamt bestehen aus at-Equity-bilanzierten Beteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen temporäre Differenzen in Höhe von T€ 16.782,9 (Vorjahr: T€ 12.863,2), welche zu passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 4.195,7 (Vorjahr: T€ 3.215,8) führen würden.
Zum 31. Dezember 2015 wurden aktive latente Steuern in Höhe von T€ 1.726,1 (Vorjahr: T€ 1.726,1) nicht gebildet. Diese Beträge betreffen im Wesentlichen aktive latente Steuern auf Verlustvorträge.
| in T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Nicht konsumierte Urlaube | 8.810,2 | 8.472,5 |
| Andere Personalansprüche | 8.385,4 | 8.729,2 |
| Ertragsteuern | 26.368,8 | 24.790,1 |
| Nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen | 23.150,6 | 28.473,6 |
| Nicht abgerechnete Ermäßigungen | 7.261,5 | 7.185,5 |
| Sonstige übrige Rückstellungen | 10.845,2 | 7.990,1 |
| 84.821,7 | 85.641,0 |
| in T€ | 1.1.2015 | Um buchung |
Ver brauch |
Auf lösung |
Zu weisung |
31.12.2015 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nicht konsumier te Urlaube |
8.472,5 | 0,0 | -78,9 | -46,2 | 462,7 | 8.810,2 |
| Andere Personal ansprüche |
8.729,2 | 0,0 | -6.439,0 | -905,7 | 7.000,9 | 8.385,4 |
| Ertragsteuern | 24.790,1 | 0,0 | -22.403,2 | -0,2 | 23.982,1 | 26.368,8 |
| Nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen |
28.473,6 | 0,0 | -26.216,7 | -1.127,0 | 22.020,6 | 23.150,6 |
| Nicht abgerechne te Ermäßigungen |
7.185,5 | 0,0 | -6.986,8 | -198,7 | 7.261,5 | 7.261,5 |
| Sonstige übrige Rückstellungen |
7.990,1 | -339,1 | -4.520,9 | -1.395,1 | 9.110,3 | 10.845,2 |
| 85.641,0 | -339,1 | -66.645,5 | -3.672,9 | 69.838,3 | 84.821,7 |
Die Rückstellungen für andere Personalansprüche beinhalten vorwiegend Vorsorgen für Überstunden, für sonstige Vergütungen sowie für Leistungsprämien.
Die Rückstellungen für nicht abgerechnete Ermäßigungen betreffen Ermäßigungen, die den Airlines bis zum Bilanzstichtag zu gewähren sind.
Die sonstigen übrigen kurzfristigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Schadensfälle, Rechtsfälle und sonstige Verpflichtungen zusammen.
| in T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Gegenüber Dritten | 32.349,4 | 34.643,9 |
| Gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen | 776,3 | 1.077,6 |
| Gegenüber at-Equity-bilanzierten Unternehmen | 2.115,6 | 2.072,1 |
| 35.241,3 | 37.793,6 |
| in T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber at-Equity-bilanzierten | ||
| Unternehmen | 13.941,6 | 10.835,3 |
| Kreditorische Debitoren | 1.604,0 | 1.051,4 |
| Umweltfonds | 41.335,8 | 35.069,9 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen | ||
| (kurzfristig) | 0,0 | 873,3 |
| Andere sonstige Verbindlichkeiten | 4.658,8 | 6.115,4 |
| Abgrenzungsposten Löhne | 8.076,6 | 6.975,9 |
| Zwischensumme finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC)1 | 69.616,8 | 60.921,3 |
| Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern | 1.429,5 | 2.127,1 |
| Andere Abgrenzungsposten | 1.852,1 | 1.611,4 |
| Sonstige Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 8.175,4 | 7.098,8 |
| Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln | 207,4 | 213,4 |
| 81.281,1 | 71.971,9 |
1) FLAC: finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten
Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds betreffen die Verpflichtungen aus dem Mediationsverfahren. Aufgrund der Annahme, dass die Auszahlungsvoraussetzungen für die zum Stichtag 31. Dezember 2015 offene Verbindlichkeit im Jahr 2016 vorliegen werden, wird der Betrag in Höhe von T€ 41.335,8 in den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Die anderen Abgrenzungen betreffen im Wesentlichen den kurzfristigen Teil der von der Austro Control GmbH geleisteten Mietvorauszahlungen für den Flugsicherungsturm.
Die Konzern-Geldflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt. Die Zusammensetzung des Finanzmittelbestands kann der Anhangerläuterung (21) entnommen werden.
Zinsenzahlungen sowie Dividendeneinzahlungen werden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Die Dividendenauszahlung der Flughafen Wien AG wird unter der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.
Zur Berücksichtigung von Anschaffungen (Investitionen) von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen (inkl. als Finanzinvestition gehaltener Immobilien) und Finanzanlagen aus Vorperioden, die im Geschäftsjahr zahlungswirksam (Vorjahr: zahlungsunwirksam) wurden, wurden T€ 3.387,8 (Vorjahr: T€ 310,6) zu den Auszahlungen für Anlagenzugänge hinzugerechnet (Vorjahr: abgerechnet).
Die folgenden Tabellen zeigen eine Überfälligkeitsanalyse der Forderungen, ausgereichten Darlehen, sonstigen finanziellen Vermögenswerte und kurzfristigen Wertpapiere der Kategorie "Loans and Receivables" sowie die Entwicklung der Wertberichtigungen:
| Buchwert nach Wert berichti |
davon weder wert gemindert |
Zeitbändern überfällig | davon nicht wertgemindert und in den folgenden | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2015 in T€ | gungen 31.12.2015 |
noch überfällig |
bis 30 Tage | von 31 bis 90 Tagen |
von 91 bis 180 Tagen |
von 181 bis 360 Tagen |
mehr als 360 Tagen |
| Restlaufzeit bis 1 Jahr |
44.697,7 | 39.199,4 | 1.907,8 | 426,0 | 143,9 | 426,4 | 32,4 |
| Restlaufzeit über 1 Jahr |
390,8 | 390,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Summe | 45.088,6 | 39.590,2 | 1.907,8 | 426,0 | 143,9 | 426,4 | 32,4 |
| Buchwert nach Wert berichti |
davon weder wert gemindert |
Zeitbändern überfällig | davon nicht wertgemindert und in den folgenden | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| gungen | noch | von 31 bis | von 91 bis | von 181 bis | mehr als | ||
| 2014 in T€ | 31.12.2014 | überfällig | bis 30 Tage | 90 Tagen | 180 Tagen | 360 Tagen | 360 Tagen |
| Restlaufzeit bis 1 Jahr |
44.555,8 | 40.173,2 | 968,9 | 442,9 | 903,6 | 279,6 | 0,0 |
| Restlaufzeit über 1 Jahr |
612,7 | 612,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Summe | 45.168,5 | 40.785,9 | 968,9 | 442,9 | 903,6 | 279,6 | 0,0 |
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen und ausgereichten Darlehen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Die Wertberichtigungen betreffen im Wesentlichen die sonstigen Forderungen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und haben sich wie folgt entwickelt:
| 2015 in T€ | Wert berichtigung 1.1.2015 |
Verwendung | Auflösung | Dotation | Wert berichtigung 31.12.2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Einzelwert berichtigungen |
9.456,5 | -526,2 | -1.138,4 | 783,1 | 8.575,1 |
| Pauschale (Einzel-) Wertberichtigungen |
45,9 | 0,0 | -31,7 | 0,0 | 14,1 |
| Summe | 9.502,4 | -526,2 | -1.170,1 | 783,1 | 8.589,3 |
| 2014 in T€ | Wert berichtigung 1.1.2014 |
Verwendung | Auflösung | Dotation | Wert berichtigung 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|---|
| Einzelwert berichtigungen |
8.151,8 | -1.769,1 | -980,1 | 4.053,9 | 9.456,6 |
| Pauschale (Einzel-) Wertberichtigungen |
8,2 | 0,0 | 0,0 | 37,7 | 45,9 |
| Summe | 8.160,0 | -1.769,1 | -980,1 | 4.091,6 | 9.502,4 |
Die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen (im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen) betragen in der Berichtsperiode 2015 T€ 218,5 (Vorjahr: T€ 75,8).
Eine Analyse der wertgeminderten Forderungen zum Abschlussstichtag hinsichtlich ihrer Überfälligkeit ergab:
| 2015 in T€ | Buchwert vor Wert berichtigungen 31.12.2015 |
Einzelwert berichtigung 31.12.2015 |
Pauschale (Einzel-)Wert berichtigung 31.12.2015 |
Buchwert nach Wertberichti gungen 31.12.2015 |
|---|---|---|---|---|
| Überfällig < 1 Jahr | 996,8 | 690,3 | 1,9 | 304,6 |
| Überfällig > 1 Jahr | 10.154,4 | 7.884,9 | 12,2 | 2.257,3 |
| Summe | 11.151,2 | 8.575,1 | 14,1 | 2.561,9 |
| 2014 in T€ | Buchwert vor Wert berichtigungen 31.12.2014 |
Einzelwert berichtigung 31.12.2014 |
Pauschale (Einzel-)Wert berichtigung 31.12.2014 |
Buchwert nach Wertberichti gungen 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|
| Überfällig < 1 Jahr | 1.324,2 | 1.028,7 | 6,7 | 288,8 |
| Überfällig > 1 Jahr | 9.965,9 | 8.427,9 | 39,2 | 1.498,8 |
| Summe | 11.290,1 | 9.456,6 | 45,9 | 1.787,7 |
Aus den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten Konditionen und (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten des Flughafen-Wien-Konzerns ersichtlich:
| 2015 in T€ | Wäh rung |
Buchwert 31.12.2015 |
Brutto Cashflows gesamt zum 31.12.2015 |
< 1 Jahr | Cashflows 1–5 Jahre |
> 5 Jahre | Zins satz1 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Fix verzinste Finanzverbind lichkeiten |
EUR | 427.721,3 | 583.686,5 | 65.033,4 | 170.666,8 | 347.986,3 | 4,86% |
| Variabel verzin ste Finanzver bindlichkeiten |
EUR | 64.000,2 | 64.051,2 | 64.051,2 | 0,53% | ||
| Lieferanten verbindlichkei ten |
EUR | 35.241,3 | 35.241,3 | 35.241,3 | n. a. | ||
| Sonstige Verbindlichkei ten |
EUR | 69.616,8 | 69.616,8 | 69.616,8 | n. a. | ||
| Summe | 596.579,5 | 752.595,8 233.942,7 170.666,8 347.986,3 |
1) Gewichteter Durchschnitt zum Stichtag, inklusive allfälliger Haftungsentgelte
| Brutto | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Cashflows | Cashflows | ||||||
| 2014 in T€ | Wäh rung |
Buchwert 31.12.2014 |
gesamt zum 31.12.2014 |
< 1 Jahr | 1–5 Jahre | > 5 Jahre | Zins satz1 |
| Fix verzinste Finanzverbind |
|||||||
| lichkeiten | EUR | 455.975,0 | 635.831,0 | 50.186,2 | 197.679,1 | 387.965,6 | 4,80% |
| Variabel verzin ste Finanzver |
|||||||
| bindlichkeiten | EUR | 73.801,4 | 74.149,0 | 44.058,2 | 30.090,8 | 0,45% | |
| Lieferanten verbindlichkei |
|||||||
| ten | EUR | 37.793,6 | 37.793,6 | 37.793,6 | n. a. | ||
| Sonstige Verbindlichkei |
|||||||
| ten | EUR | 60.048,0 | 60.048,0 | 60.048,0 | n. a. | ||
| Finanzierungs leasing |
EUR | 6.653,2 | 8.304,0 | 1.324,6 | 5.246,5 | 1.732,9 | 7,51% |
| Summe | 634.271,2 | 816.125,6 193.410,7 233.016,4 389.698,5 |
1) Gewichteter Durchschnitt zum Stichtag, inklusive allfälliger Haftungsentgelte
Von den Bankdarlehen sind aufgrund vertraglicher Bedingungen T€ 427.721,3 (Vorjahr: T€ 455.975,0) durch Garanten besichert, die im Gegenzug ein Haftungsentgelt erhalten.
Der Kreditvertrag mit der europäischen Investitionsbank (EIB) enthält Bedingungen zu Haftungen qualifizierter Garantinnen. Sämtliche Garantinnen haben den Avalkreditvertrag zur Besicherung des EIB-Kredits mit Wirkung 27. Juni 2013 hinsichtlich der vollen Quote in Höhe von T€ 400.000,0 gekündigt. Nach Abschluss eines neuen Avalkreditvertrags hafteten zunächst insgesamt sechs Kreditinstitute ab 28. Juni 2013 als Garantinnen
gegenüber der EIB für den aushaftenden Kredit im Ausmaß von insgesamt T€ 400.000,0. Nachdem eine Garantin im August 2014 infolge eines Rating-Downgrades ausgetauscht werden musste, haben zwei bestehende Kreditinstitute den frei werdenden Garantiebetrag übernommen, weshalb nunmehr fünf Kreditinstitute gegenüber der EIB als Garantinnen haften. Eine weitere garantierende Bank wurde im Juli 2015 herabgestuft und erfüllte somit nicht mehr die Anforderungen einer qualifizierten Garantin. Es konnte jedoch mit der EIB ein Risikoaufschlag vereinbart werden, den vereinbarungsgemäß die herabgestufte Bank trägt.
Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2015 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2015 festgelegten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.
Das Management geht davon aus, dass – abgesehen von den unten dargestellten Ausnahmen – die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt werden, im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten und entsprechen daher im Wesentlichen den Zeitwerten. Lieferantenverbindlichkeiten sowie sonstige Verbindlichkeiten haben ebenso regelmäßig kurze Restlaufzeiten, sodass die bilanzierten Werte annähernd die beizulegenden Zeitwerte darstellen.
Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Bankdarlehen) und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (v. a. Leasingverbindlichkeiten) werden grundsätzlich als Barwerte der mit Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve unter Berücksichtigung der Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und eines für den Flughafen Wien angemessenen Credit Spread ermittelt (Stufe 2).
Der beizulegende Zeitwert der Wertrechte der Kategorie "Available for Sale" (AfS) bezieht sich auf Wertrechte aus Lebensversicherungen und wird anhand des Aktivierungswerts der Polizzen ermittelt. Dieser ergibt sich aus dem Gesamtwert von Deckungskapital und Gewinnbeteiligungen für die jeweilige Polizze (Stufe 2).
Der beizulegende Zeitwert der Schuldtitel (Wertpapiere) der Kategorie "Available for Sale" (AfS) wird auf Basis von einem aus Credit Spread und Zinsrisiko ermittelten Kurs errechnet (Stufe 2).
In der Berichtsperiode wurden keine Umgliederungen zwischen den Stufen 1 und 2 vorgenommen.
Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Buchwerte, die beizulegenden Zeitwerte und Wertansätze der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, gegliedert nach Bewertungskategorien. Die Angaben zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht zum Zeitwert erfasst sind, dienen Informationszwecken. Da die Bilanzpositionen "Forderungen und sonstige Vermögenswerte" sowie "Übrige Verbindlichkeiten" sowohl Finanzinstrumente als auch nicht finanzielle
Vermögenswerte bzw. nicht finanzielle Verbindlichkeiten enthalten, wurde die Zeile "Kein Finanzinstrument" eingeführt, um eine Überleitung der Buchwerte zur entsprechenden Bilanzposition zu gewährleisten.
Erläuterung der Bewertungskategorien:
| AKTIVA | Buchwerte | |||
|---|---|---|---|---|
| Lang fristiges Vermögen |
Kurzfristiges Vermögen | |||
| Beträge in T€ | Bewer tungs kategorie |
Sonstige finanzielle Vermögens werte |
Wert papiere |
Forderungen und sonstige Vermögens werte |
| 31. Dezember 2015 | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte zum Zeitwert erfasst | ||||
| Wertrechte | AfS | 1.523,2 | ||
| Schuldtitel (Wertpapiere) | AfS | 21.050,9 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte nicht erfasst zum Zeitwert |
||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen1 | LaR | 39.669,9 | ||
| Forderungen ggb. assoziierten Unternehmen | LaR | 2.114,4 | ||
| Sonstige Forderungen3 | LaR | 2.913,4 | ||
| Ausgereichte Darlehen | LaR | 390,8 | ||
| Eigenkapitaltitel (Wertpapiere)2 | AfS | 632,6 | ||
| Beteiligungen2 | AfS | 116,3 | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Barreserve | |||
| Kein Finanzinstrument | ||||
| Sonstige Forderungen und Abgrenzungen | n. a. | 12.328,4 | ||
| Summe | 2.663,0 | 21.050,9 | 57.026,2 |
| 31. Dezember 2014 | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte zum Zeitwert erfasst | |||||||||||
| Wertrechte | AfS | 2.605,8 | 2.605,8 | 2.605,8 | 2.605,8 | Zeitwert erfolgsneutral | |||||
| Schuldtitel (Wertpapiere) | Afs | 21.292,2 | 21.292,2 | 21.292,2 | 21.292,2 | Zeitwert erfolgsneutral | |||||
| Finanzielle Vermögenswerte nicht erfasst zum Zeitwert |
|||||||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen1 | LaR | 36.187,5 | 36.187,5 | Fortgeführte Anschaffungskosten | |||||||
| Forderungen ggb. assoziierten Unternehmen | LaR | 826,5 | 826,5 | Fortgeführte Anschaffungskosten | |||||||
| Sonstige Forderungen3 | LaR | 7.541,8 | 7.541,8 | Fortgeführte Anschaffungskosten | |||||||
| Ausgereichte Darlehen | LaR | 612,7 | 612,7 | Fortgeführte Anschaffungskosten | |||||||
| Eigenkapitaltitel (Wertpapiere)2 | AfS | 632,7 | 632,7 | Anschaffungskosten | |||||||
| Beteiligungen2 | AfS | 106,3 | 106,3 | Anschaffungskosten | |||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Barreserve | 2.242,1 | 2.242,1 | Nominalwert = Zeitwert | |||||||
| Kein Finanzinstrument | |||||||||||
| Sonstige Forderungen und Abgrenzungen | n. a. | 16.420,0 | 16.420,0 | ||||||||
| Summe | 3.957,5 | 21.292,2 | 60.975,8 | 2.242,1 | 88.467,6 |
1) Abzüglich Wertberichtigungen inklusive Forderungen gegenüber nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen
2) Aufgrund von Unwesentlichkeit (und einer fehlenden Kursnotiz) unterbleibt hierzu eine Angabe.
3) Abzüglich Wertberichtigungen
| Buchwerte | Zeitwert | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Lang | |||||||
| fristiges Vermögen Kurzfristiges Vermögen |
|||||||
| Sonstige Forderungen Bewer finanzielle und sonstige tungs |
Zahlungs mittel und |
||||||
| Vermögens Wert Vermögens werte papiere werte |
Zahlungsmit teläquivalente |
Summe | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe | Wertansatz nach IAS 39 |
| Zeitwert erfolgsneutral | 1.523,2 | 1.523,2 | 1.523,2 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Zeitwert erfolgsneutral | 21.050,9 | 21.050,9 | 21.050,9 | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 39.669,9 | ||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 2.114,4 | ||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 2.913,4 | ||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 390,8 | ||||
| Anschaffungskosten | 632,6 | ||||
| Anschaffungskosten | 116,3 | ||||
| Nominalwert = Zeitwert | 4.668,5 4.668,5 |
||||
| 12.328,4 | |||||
| 4.668,5 85.408,5 |
| Zeitwert erfolgsneutral | 2.605,8 | 2.605,8 | 2.605,8 | |
|---|---|---|---|---|
| Zeitwert erfolgsneutral | 21.292,2 | 21.292,2 | 21.292,2 | |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 36.187,5 | |||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 826,5 | |||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 7.541,8 | |||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 612,7 | |||
| Anschaffungskosten | 632,7 | |||
| Anschaffungskosten | 106,3 | |||
| Nominalwert = Zeitwert | 2.242,1 | 2.242,1 | ||
| 16.420,0 | ||||
| 88.467,6 | 2.242,1 |
Erläuterung der Bewertungskategorien:
LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)
AfS – zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available for Sale)
FLAC – finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)
| PASSIVA | Buchwerte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Schulden | Kurzfristige Schulden | ||||
| Beträge in T€ | Bewer tungs kategorie |
Finanzver bindlich keiten |
Übrige Verbind lichkeiten |
Finanz verbind lichkeiten |
Lieferan tenver bindlich keiten |
| 31. Dezember 2015 | |||||
| Finanzielle Schulden erfasst zum Zeitwert | |||||
| n.a. | |||||
| Finanzielle Schulden nicht erfasst zum Zeitwert |
|||||
| Lieferantenverbindlichkeiten | FLAC | 35.241,3 | |||
| Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 382.467,5 | 109.253,9 | ||
| Übrige Verbindlichkeiten | FLAC | ||||
| Keine finanzielle Schuld | |||||
| Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen |
n. a. | 22.339,7 | |||
| Summe | 382.467,5 | 22.339,7 109.253,9 | 35.241,3 | ||
| 31. Dezember 2014 | |||||
| Finanzielle Schulden erfasst zum Zeitwert | |||||
| n.a. | |||||
| Finanzielle Schulden nicht erfasst zum Zeitwert |
|||||
| Lieferantenverbindlichkeiten | FLAC | 37.793,6 | |||
| Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 457.721,3 | 72.055,1 | ||
| Leasingverbindlichkeiten | FLAC | 5.779,8 | |||
| Übrige Verbindlichkeiten | FLAC | ||||
| Keine finanzielle Schuld | |||||
| Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen |
n. a. | 23.832,7 | |||
| Summe | 457.721,3 | 29.612,5 | 72.055,1 | 37.793,6 |
| Zeitwert | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wertansatz nach IAS 39 |
Summe | Stufe 3 | Stufe 2 | Stufe 1 | Summe | Übrige Verbind lichkei ten |
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
35.241,3 | |||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
513.263,6 | 513.263,6 | 491.721,4 | |||
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
69.616,8 | 69.616,8 | ||||
| 34.004,1 | 11.664,4 | |||||
| 630.583,6 | 81.281,1 | |||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
37.793,6 | |||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
559.821,4 | 559.821,4 | 529.776,4 | |||
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
7.760,8 | 7.760,8 | 6.653,2 | 873,3 | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
60.048,0 | 60.048,0 | ||||
| 34.883,3 | 11.050,6 |
Summe 457.721,3 29.612,5 72.055,1 37.793,6 71.971,9 669.154,4
Erläuterung der Bewertungskategorien: LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)
AfS – zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available for Sale)
FLAC – finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)
| 2015 in T€ | Aus Zinsen/ Dividenden Ertrag |
Aus Zinsen Aufwand |
|---|---|---|
| Barreserve | 111,4 | |
| Kredite und Forderungen (LaR) | 61,9 | |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) | 1.649,5 | |
| Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC) | -22.298,7 | |
| Summe | 1.822,8 | -22.298,7 |
| 2014 in T€ | Aus Zinsen/ Dividenden Ertrag |
Aus Zinsen Aufwand |
|
|---|---|---|---|
| Barreserve | 2,3 | ||
| Kredite und Forderungen (LaR) | 90,5 | -30,1 | |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) | 944,8 | ||
| Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC) | -24.137,0 | ||
| Summe | 1.037,6 | -24.167,1 |
Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Die übrigen Komponenten des Nettoergebnisses erfasst der Flughafen Wien im sonstigen Finanzergebnis, ausgenommen die der Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen" zurechenbaren Wertberichtigungen auf sonstige Forderungen sowie auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen dargestellt sind.
Das Zinsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie "Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten" in Höhe von netto T€ 22.282,3 (Vorjahr: T€ 24.137,0) beinhaltet im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Bankdarlehen. Ferner werden darunter auch die Auf- und Abzinsung von sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten subsumiert.
Im Rahmen der erfolgsneutralen Erfassung der Wertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten wurden im Geschäftsjahr 2015 Bewertungsverluste (Vorjahr: -gewinne) von brutto T€ 189,1 bzw. netto abzüglich latenter Steuern T€ 141,8 (Vorjahr: brutto T€ 1.382,0; netto T€ 1.036,5) im sonstigen Ergebnis erfasst.
Das Nettoergebnis aus dem Abgang betrifft im Geschäftsjahr 2015 den Abgang eines Wertrechts, im Geschäftsjahr 2014 den Verkauf von Wertpapieren.
| Aus der Folgebewertung | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2015 | Nettoergebnis | Aus Abgang |
Wertberichti gung |
Währungs umrechnung |
Zum Zeitwert erfolgsneutral |
| -4,6 | -4,6 | ||||
| 168,5 | 168,5 | ||||
| -337,1 | -147,9 | -189,1 | |||
| 0,0 | |||||
| -173,2 | -147,9 | 168,5 | -4,6 | -189,1 | |
| Aus der Folgebewertung | ||||
|---|---|---|---|---|
| Aus Nettoergebnis |
Abgang | Wertberichti gung |
Währungs umrechnung |
Zum Zeitwert erfolgsneutral |
| -2,0 | ||||
| -3.187,3 | -3.187,3 | |||
| 25,6 | 1.382,0 | |||
| 25,6 -1.781,7 |
-3.187,3 | -2,0 | 1.382,0 |
Der Flughafen-Wien-Konzern unterliegt hinsichtlich seiner finanziellen Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen Marktrisiken wie Risiken aus der Veränderung der Zinssätze, der Wechselkurse und der Börsenkurse. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Grundsätzlich werden jedoch nur die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Geldfluss des Konzerns haben. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt und kommen für Handels- oder andere spekulative Zwecke nicht zum Einsatz. Zur Minderung des Kreditrisikos werden die Sicherungsgeschäfte grundsätzlich nur mit führenden Finanzinstituten erstklassiger Bonität abgeschlossen.
Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen der Konzern-Treasury-Abteilung. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Bereichsleiter und bei Überschreiten von bestimmten Wertgrenzen durch den Gesamtvorstand, der darüber hinaus regelmäßig
über den Umfang und den Betrag der aktuellen Risikoexposition informiert wird. Die Treasury-Abteilung betrachtet das effektive Management des Liquiditätsrisikos sowie des Marktrisikos als eine ihrer Hauptaufgaben.
Aufgabe der Liquiditätssicherung ist die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Unternehmensgruppe. Basis der Liquiditätssteuerung ist eine kurz- und langfristige Liquiditätsplanung, die laufend Soll-Ist-Analysen unterzogen und bei Bedarf angepasst wird. Hierzu erhält die zentrale Treasury-Abteilung Informationen von den einzelnen Konzernbereichen, um ein Liquiditätsprofil zu erstellen. Durch diese aktive Steuerung von Zahlungsströmen wird der Zinssaldo optimiert. Zusätzlich werden Teile der Finanzinvestitionen in Wertrechten (Investmentfonds, Anleihen) gehalten, die grundsätzlich jederzeit liquidierbar sind.
Weitere quantitative Angaben sind unter der Anhangerläuterung (35) dargestellt.
Der Flughafen Wien ist aus seinem operativen Geschäft sowie aus bestimmten Veranlagungs- und Finanzierungsaktivitäten einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Im Veranlagungsund Finanzierungsbereich werden Geschäfte nahezu ausschließlich mit Kontrahenten mit einem Kreditrating von zumindest A (S&P, Moody's) abgeschlossen. Auch bei Vertragspartnern, die über kein Rating verfügen, muss eine einwandfreie Bonität gewährleistet sein. Anteile an Investmentfonds werden nur dann gezeichnet, wenn diese von international anerkannten Kapitalanlagegesellschaften geführt werden. Im operativen Geschäft werden die Außenstände zentral fortlaufend überwacht. Dem Risiko, resultierend aus Forderungsausfällen, wird durch kurze Zahlungsfristen, das Einfordern von Sicherheiten wie Kautionen und Bankgarantien sowie die vermehrte Abwicklung von Zahlungen mittels Lastschrift- oder Bankeinzugsverfahren begegnet. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das Kreditrisiko bei Forderungen kann grundsätzlich als gering eingeschätzt werden, da es sich überwiegend um kurzfristig fällige Forderungen handelt, die auf langjährigen Geschäftsbeziehungen beruhen.
Die Buchwerte der in der Bilanz ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte repräsentieren gleichzeitig das maximale Ausfall- und Bonitätsrisiko, da zum Abschlussstichtag keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen (wie z. B. Aufrechnungsvereinbarungen) bestehen.
Weitere quantitative Angaben sind unter der Anhangerläuterung (35) dargestellt. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Risiken sind unter der Anhangerläuterung (38) dargestellt.
Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken. Das Zinsrisiko beinhaltet das Barwertrisiko bei fest verzinsten Finanzinstrumenten und das Zahlungsstromrisiko bei variabel verzinsten Finanzinstrumenten
und liegt vor allem bei langfristigen Finanzinstrumenten vor. Solche längeren Laufzeiten sind im operativen Bereich von untergeordneter Bedeutung, können jedoch bei Finanzanlagen, Wertpapieren und Finanzschulden wesentlich sein.
Der Flughafen-Wien-Konzern unterliegt Zinsrisiken vorwiegend in der Eurozone.
Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Neben Zinsänderungsrisiken unterliegt der Flughafen-Wien-Konzern Währungsrisiken und Preisrisiken von Beteiligungen. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie allenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
Zum 31. Dezember 2015 sind nur kurzfristige variable Finanzverbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr im Bestand. Daher ergeben sich keine hypothetischen Ergebnisauswirkungen aus variablen Finanzschulden.
Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2014 um 100 Basispunkte höher/niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis 2014 um T€ 300,0 niedriger bzw. T€ 263,7 höher gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung ergibt sich aus den potenziellen Effekten aus variabel verzinslichen Wertpapieren und Finanzschulden. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2014 um 100 Basispunkte höher/niedriger gewesen wäre, wäre das Eigenkapital unter Berücksichtigung von Steuerwirkungen um T€ 225,0 niedriger bzw. T€ 197,8 höher gewesen.
Währungskursrisiken entstehen bei Finanzinstrumenten, die auf eine andere als die funktionale Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft lauten, in der sie bewertet werden. Für Zwecke der IFRS besteht kein Währungskursrisiko bei Finanzinstrumenten, die auf die funktionale Währung lauten. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben im Sinne von IFRS 7 unberücksichtigt.
Die Währungskursrisiken des Flughafen-Wien-Konzerns resultieren aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Fremdwährungsrisiken im Investitionsbereich sind vorwiegend auf den Erwerb und die Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen zurückzuführen. Zum Abschlussstichtag unterlag
der Konzern keinen wesentlichen Risiken aus auf Fremdwährung lautenden Transaktionen im Investitionsbereich.
Währungskursrisiken im Finanzierungsbereich resultieren aus finanziellen Verbindlichkeiten in Fremdwährung und aus Darlehen in Fremdwährung, die zur Finanzierung an Konzerngesellschaften ausgereicht werden. Der Flughafen Wien war zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Fremdwährungsrisiken im Finanzierungsbereich ausgesetzt.
Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzernunternehmen ihre Aktivitäten nahezu ausschließlich in ihrer jeweiligen funktionalen Währung (Euro) ab, die überwiegend der Berichtswährung des Flughafen-Wien-Konzerns entspricht. Deshalb wird das Wechselkursrisiko des Konzerns aus der laufenden operativen Tätigkeit als gering eingeschätzt.
Währungsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 grundsätzlich mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen der Konzern Finanzinstrumente eingeht. Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
Wesentliche originäre monetäre Finanzinstrumente wie Forderungen, verzinsliche Wertpapiere bzw. gehaltene Fremdkapitalinstrumente, flüssige Mittel oder verzinsliche Schulden sind vorwiegend unmittelbar in funktionaler Währung denominiert. Währungskursänderungen haben daher im Wesentlichen keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital.
Zinserträge und -aufwendungen aus Finanzinstrumenten werden ebenfalls überwiegend direkt in funktionaler Währung erfasst. Daher können auch diesbezüglich keine Auswirkungen auf die betrachteten Größen entstehen.
Demnach ist das Risiko aus sich ändernden Währungskursen für den Flughafen-Wien-Konzern zum Abschlussstichtag als nicht wesentlich anzusehen.
IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage. Zum 31. Dezember 2015 und 2014 hatte der Flughafen-Wien-Konzern – von Anteilen an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und unwesentlichen Beteiligungen abgesehen – keine als zur Veräußerung verfügbar kategorisierte Beteiligung im Bestand.
Die finanzwirtschaftliche Steuerung des Flughafen-Wien-Konzerns zielt ab auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts und die Einhaltung einer für die Wahrung einer ausgezeichneten Bonitätseinstufung angemessenen Kapitalstruktur.
Die Steuerung erfolgt anhand der Kennzahl Gearing. Das Gearing wird dabei definiert als Verhältnis der Nettoverschuldung (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich der liquiden Mittel und der kurzfristigen Wertpapiere) und des Eigenkapitals gemäß Konzernbilanz. Als Instrumente der Steuerung dienen in erster Linie die Aufnahme oder Rückführung von Finanzschulden sowie die Stärkung der Eigenkapitalbasis durch Gewinnthesaurierung oder Anpassung der Dividendenzahlungen. Für das Gearing wird kein zahlenmäßig konkretes Ziel vorgegeben, es soll jedoch mittelfristig nicht mehr als
| in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Finanzschulden | 491.721,4 | 529.776,4 |
| – liquide Mittel | -4.668,5 | -2.242,1 |
| – kurzfristige Wertpapiere | -21.050,9 | -21.292,2 |
| = Nettoverschuldung | 466.002,0 | 506.242,1 |
| ./. Buchwert Eigenkapital | 1.019.998,5 | 952.549,0 |
| = Gearing | 45,7 % | 53,1 % |
60% betragen. Diese Zielsetzung ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Das Gearing entwickelte sich wie folgt:
Das Gearing reduzierte sich im Vorjahresvergleich insbesondere durch Tilgung von Fremdmitteln.
Weiters wird zur Steuerung der Finanzstruktur das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA herangezogen. Das mittelfristige Ziel des Unternehmens ist es, diese Relation in etwa auf dem 2,5-fachen Wert zu halten. Im Geschäftsjahr betrug das Verhältnis 1,69 (2014: 2,02).
Weder die Flughafen Wien AG noch ihre Tochterunternehmen unterliegen externen Mindestkapitalanforderungen.
In der folgenden Tabelle werden die Leasingzahlungen aus unkündbaren Miet- und Leasingverträgen dargestellt, bei denen der Flughafen-Wien-Konzern Leasinggeber ist. Es handelt sich vorwiegend um die Vermietung von Betriebs- und Geschäftsgebäuden am Standort Flughafen Wien (inkl. der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien).
| in T€ | 2015 | 20141 |
|---|---|---|
| In der Berichtsperiode als Ertrag erfasste Leasingzahlungen | 140.267,6 | 135.777,2 |
| davon erfolgswirksam als Ertrag erfasste bedingte Mietzahlungen (Umsatzmieten) |
28.344,4 | 26.945,1 |
| Bis zu einem Jahr | 75.868,8 | 70.593,9 |
|---|---|---|
| Länger als ein und bis zu fünf Jahren | 203.798,0 | 143.347,9 |
| Länger als fünf Jahre | 111.135,2 | 106.500,4 |
1) Werte angepasst
In diesen Beträgen sind Effekte aus Vertragsanpassungen, die im Jahr 2016 erfolgt sind, bereits berücksichtigt, siehe dazu Angabe (42).
Durch den Erwerb der VIE Flugbetrieb Immobilien GmbH (VFI, vormals HERMIONE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH) durch die Flughafen-Wien-Gruppe sind wesentliche langfristige unkündbare Leasingverträge (betreffend die Anmietung von Betriebsgebäuden am Flughafen Wien), bei denen der Flughafen-Wien-Konzern als Leasingnehmer aufgetreten ist, weggefallen. Daher reduzieren sich die zukünftigen Leasingzahlungen aus diesem Titel.
| in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| In der Berichtsperiode als Aufwand erfasste Leasingzahlungen | 6.075,8 | 6.196,3 |
| davon erfolgswirksam als Aufwand erfasste bedingte Mietzahlungen (Zins) |
569,2 | 792,5 |
| Künftige Mindestleasingzahlungen: | ||
| Bis zu einem Jahr | 1.008,0 | 5.913,8 |
| Länger als ein und bis zu fünf Jahren | 4.032,0 | 21.768,0 |
| Länger als fünf Jahre | 0,0 | 28.394,1 |
Die in der Berichtsperiode erfolgswirksam als Aufwand erfassten bedingten Mietzahlungen sind an einen festen Referenzzinssatz (6-M-EURIBOR) gebunden.
Die Flughafen Wien AG hat die Kosten der Flughafen Wien Mitarbeiter-Beteiligung-Privatstiftung, im Wesentlichen die Abdeckung der Körperschaftsteuer sowie Verwaltungskosten, in Form von Nachstiftungen zu tragen.
Gemäß § 7 Abs. 4 der Satzung des Abwasserverbandes Schwechat vom 10. Dezember 2003 haftet die Flughafen Wien AG als Verbandsmitglied für Darlehen im Zusammenhang mit der Errichtung und Erweiterung der Verbandskläranlage in der Höhe von T€ 2.010,1 (Vorjahr: T€ 2.503,1).
Die Malta Mediterranean Link Consortium Group (MMLC) hat einen Kredit mit einer Laufzeit bis Mitte 2018 und einem per 31. Dezember 2015 aushaftenden Obligo von € 4,81 Mio. (Vorjahr: € 6,91 Mio.) in Anspruch genommen. Die Flughafen Wien AG hat zugesagt, dass die Anteile an der MMLC während der Laufzeit des Kredits nicht veräußert werden. Weiters hat sie sich gegenüber dem Kreditinstitut verpflichtet, dafür zu sorgen, dass alle Beteiligungsgesellschaften zu jeder Zeit eine gesunde finanzielle Lage aufweisen, und erklärt, dass es die Unternehmenspolitik ist, dass die MMLC ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllt, und dafür zu sorgen, dass die MMLC finanziell so ausgestattet ist, dass sie ihre Verpflichtungen jederzeit erfüllen kann.
Zu den Verpflichtungen zur Zahlung von Pensionen und Pensionszuschüssen siehe Punkt (27).
Für immaterielle Vermögenswerte bestehen am Bilanzstichtag Erwerbsverpflichtungen in Höhe von € 0,1 Mio. (Vorjahr: € 0,5 Mio.), für Sachanlagen in Höhe von € 24,5 Mio. (Vorjahr: € 8,2 Mio.).
Die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Stammaktionären zurechenbaren Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Stammaktien. Das verwässerte Ergebnis je Aktie berücksichtigt die im Durchschnitt im Umlauf gewesenen Stammaktien nach Bereinigung um alle Verwässerungseffekte potenzieller Stimmrechte.
Im Geschäftsjahr 2015 sowie 2014 befanden sich im Durchschnitt (gewichteter Durchschnitt in Stück) 21.000.000 Aktien im Umlauf. Das entspricht einem Ergebnis je Aktie (unverwässert = verwässert) von € 4,78 für das Geschäftsjahr 2015 sowie von € 3,93 für das Vorjahr.
Nahestehende Unternehmen beinhalten nicht vollkonsolidierte verbundene Unternehmen des Flughafen-Wien-Konzerns, assoziierte Unternehmen, die Aktionäre der Flughafen Wien AG (Land Niederösterreich und Stadt Wien mit jeweils 20% der Aktien, Airports Group Europe S.à.r.l mit 29,9%) sowie deren wesentliche Tochtergesellschaften und die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen. Mit Gesellschaften, an denen das Land Niederösterreich und die Stadt Wien direkt oder indirekt Beteiligungen halten, die ebenfalls als nahestehende Unternehmen gemäß IAS 24 einzustufen sind, bestehen Geschäftsbeziehungen innerhalb des Leistungsspektrums des Flughafen-Wien-Konzerns und der betreffenden Gesellschaften zu fremdüblichen Bedingungen. Die im Berichtsjahr mit diesen Unternehmen im Sinne von IAS 24 durchgeführten Transaktionen betrafen alltägliche Geschäfte des operativen Geschäftsbereichs und waren insgesamt von untergeordneter Bedeutung. Einkäufe wurden zu Marktpreisen abzüglich handelsüblicher Mengenrabatte sowie sonstiger auf Basis der Geschäftsbeziehung gewährter Rabatte getätigt.
Die Geschäftsbeziehungen zwischen der Flughafen Wien AG und den nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sind von untergeordneter Bedeutung. Betreffend die bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten wird auf die Erläuterung der jeweiligen Bilanzposten verwiesen. Die von nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen erhaltenen aufwandswirksam erfassten Leistungen betrugen im Geschäftsjahr T€ 1.238,4 (Vorjahr: T€ 3.688,2). Die aufwandswirksamen erfassten Leistungen der "GetService"- Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH (GET2) betrugen im Geschäftsjahr T€ 9.943,9 (Vorjahr: T€ 8.743,4).
Gegenüber dem Gemeinschaftsunternehmen City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. erzielte der Flughafen-Wien-Konzern im Geschäftsjahr 2015 Umsatzerlöse in Höhe von T€ 1.124,9 (Vorjahr: T€ 1.058,1), gegenüber dem Gemeinschaftsunternehmen "GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH (GET2) in Höhe von T€ 522,7 (Vorjahr: T€ 531,7), gegenüber dem Gemeinschaftsunternehmen Malta International Airport plc in Höhe von T€ 1.128,6 (Vorjahr: T€ 1.008,8) sowie gegenüber dem assoziierten Unternehmen SCA Schedule Coordination Austria GmbH in Höhe von T€ 242,2 (Vorjahr: T€ 385,4). Die mit der City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H erzielten Umsätze betreffen im Wesentlichen Dienstleistungen der Flughafen Wien AG und deren Töchter, die für den Zugbetrieb notwendig sind (Gepäckhandling, Stationsbetrieb, EDV-Leistungen etc.). Die Umsätze mit dem assoziierten Unternehmen SCA Schedule Coordination Aus-
tria GmbH betreffen Verrechnungen der Flughafen Wien AG für Personalbeistellungen, EDV-Leistungen und sonstige Dienstleistungen. Die Umsätze mit dem Gemeinschaftsunternehmen Malta International Airport plc betreffen im Wesentlichen Beratungsleistungen. Die Umsätze mit dem Gemeinschaftsunternehmen GET2 betreffen im Wesentlichen Dienstleistungen der Flughafen Wien AG.
Am 31. Dezember 2015 betrug der Gesamtbestand an Forderungen und Darlehen (Ausleihungen) gegenüber den nach der Equity-Methode bewerteten Gemeinschafts-unternehmen T€ 2.089,3 (Vorjahr: T€ 756,6) und gegenüber den nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen T€ 25,1 (Vorjahr: T€ 69,9).
Zum gleichen Stichtag beliefen sich die Verbindlichkeiten gegenüber den nach der Equity-Methode bewerteten Gemeinschaftsunternehmen auf T€ 16.056,8 (Vorjahr: T€ 12.903,8) und gegenüber den nach der Equity-Methode bewerteten assoziierten Unternehmen auf T€ 0,4 (Vorjahr: T€ 3,7).
Es haben keine wesentlichen Transaktionen zwischen dem Flughafen-Wien-Konzern und Personen in Schlüsselpositionen des Managements und deren nächsten Familienangehörigen stattgefunden. Die Beziehungen zu den Organen des Unternehmens können der Anhangerläuterung (41) entnommen werden.
Die Flughafen-Wien-Gruppe beschäftigte im Jahresdurchschnitt (ohne Vorstände und Geschäftsführer):
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| Arbeiter | 3.057 | 3.112 |
| Angestellte | 1.303 | 1.193 |
| 4.360 | 4.306 |
Die Mitglieder des Vorstands der Flughafen Wien AG erhielten für ihre Tätigkeit als Vorstand in den Geschäftsjahren 2015 und 2014 folgende Vergütungen:
| in T€ | fixe Bezüge 2015 |
erfolgsab hängige Bezüge für 2014 |
Sach bezüge 2015 |
Gesamt bezüge 2015 ohne Langfrist bonus |
erfolgsab hängiger Langfrist bonus 2012– 2014 |
Gesamt bezüge 2015 mit Langfrist bonus |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Günther Ofner | 264,5 | 192,5 | 8,6 | 465,7 | 185,5 | 651,2 |
| Mag. Julian Jäger | 264,5 | 192,5 | 8,6 | 465,7 | 185,5 | 651,2 |
| 529,0 | 385,1 | 17,3 | 931,4 | 370,9 | 1.302,3 |
| in T€ | Fixe Bezüge 2014 |
Erfolgsabhän gige Bezüge für 2013 |
Sachbezüge 2014 |
Gesamtbezüge 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Dr. Günther Ofner | 259,3 | 189,6 | 8,4 | 457,3 |
| Mag. Julian Jäger | 259,3 | 189,6 | 8,4 | 457,3 |
| 518,6 | 379,1 | 16,8 | 914,6 |
Das Entlohnungssystem des Vorstands und der ersten Managementebene sieht fixe und erfolgsabhängige Bezüge vor. Die erfolgsabhängigen Bezüge, die im Jahr 2015 ausbezahlt wurden, betreffen die Prämien für das Geschäftsjahr 2014 sowie erfolgsabhängige Bezüge aus der Vergangenheit für langfristige Ziele. Im Jahr 2014 betreffen die ausbezahlten erfolgsabhängigen Bezüge die Prämien für das Geschäftsjahr 2013. Es bestehen keine Aktienoptionspläne für das Management.
Zugunsten von Herrn Mag. Julian Jäger und Herrn Dr. Günther Ofner werden 15% des Gehalts in eine Pensionskasse einbezahlt. Im Geschäftsjahr 2015 wurden T€ 96,4 (Vorjahr: T€ 67,3) für jeden Vorstand einbezahlt.
Für andere Mitarbeiter gelangen Leistungs- und Zielerreichungsprämien für außerordentliche Leistungen und für erreichte Zielvereinbarungen zur Auszahlung.
Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Berichtsjahr auf T€ 1.199,0 (Vorjahr: T€ 984,7).
Als Personen in Schlüsselpositionen werden die Vorstandsmitglieder, die Prokuristen der Flughafen Wien AG sowie die Mitglieder des Aufsichtsrats der Flughafen Wien AG angesehen. Für diese wurden die folgenden Vergütungen einschließlich der Veränderung von Rückstellungen gewährt:
| in T€ | Aufsichtsräte | Vorstände | leitende Angestellte |
|---|---|---|---|
| Kurzfristig fällige Leistungen | 196,4 | 1.075,3 | 2.241,9 |
| Leistungen nach Beendigung des Arbeitsver hältnisses (Zahlungen an Pensionskassen) |
0,0 | 192,8 | 19,7 |
| Andere langfristig fällige Leistungen | 0,0 | 0,0 | 176,7 |
| Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses |
0,0 | 0,0 | 79,9 |
| Summe | 196,4 | 1.268,1 | 2.518,2 |
| in T€ | Aufsichtsräte | Vorstände | leitende Angestellte |
|---|---|---|---|
| Kurzfristig fällige Leistungen | 117,4 | 1.054,1 | 2.891,6 |
| Leistungen nach Beendigung des Arbeitsver hältnisses (Zahlungen an Pensionskassen) |
0,0 | 134,7 | 44,7 |
| Andere langfristig fällige Leistungen | 0,0 | 0,0 | 282,1 |
| Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses |
0,0 | 0,0 | 473,3 |
| Summe | 117,4 | 1.188,8 | 3.691,7 |
An Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im Berichtsjahr Zahlungen in Höhe von T€ 196,4 (Vorjahr: T€ 117,4) geleistet.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die für die Bewertung und Bilanzierung am 31. Dezember 2015 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gebucht oder gemäß IAS 10 offengelegt werden müssten, sind im vorliegenden Konzernabschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.
Nach dem im Dezember 2015 realisierten Kauf der VIE Flugbetrieb Immobilien GmbH (VFI, vormals HERMIONE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH) durch die Flughafen-Wien-Gruppe wurde am 4. Jänner 2016 der Mietvertrag für die für den Flugverkehrsbetrieb wesentlichen Immobilien mit der Austrian Airlines neu gestaltet. Dabei handelt es sich vorwiegend um Hangar- und Flugbetriebsgebäude sowie Werkstätten.
Die Austrian Airlines hat im Zuge der Neugestaltung des Mietvertrags eine Mietvorauszahlung an den Flughafen Wien in Höhe von € 79,6 Mio. geleistet. Zudem gab die Lufthansa eine Garantieerklärung betreffend die Übernahme von Abrisskosten nach Ablauf des Bestandsverhältnisses. Den Vertragsanpassungen wurde im Konzernabschluss mit dem gesonderten Bilanzpostenausweis der Vermögensgegenstände (siehe Punkt (19)) anteilig Rechnung getragen.
Weiters hat die Flughafen Wien AG im Rahmen der Transaktionen nunmehr auch wieder das unbeschränkte Eigentum an Grundstücken im Ausmaß von mehr als 25.000 m² im Kernbereich der für den Flugbetrieb notwendigen Flächen zurückerworben, was dort eine in Kürze startende künftige Immobilienprojektentwicklung ermöglicht.
Die Flughafen Wien AG überlegt der Hauptversammlung am 31. Mai 2016 vorzuschlagen, einen Aktiensplit im Verhältnis 1:4 durchzuführen.
Am 1. Februar 2016 hat die Flughafen-Wien-Gruppe bekanntgegeben, dass zum Erwerb der indirekten Anteile von SNC-Lavalin Group Inc. an SNC-Lavalin (Malta) Limited (SNCL Malta) ein Share Purchase Agreement abgeschlossen wurde. Das Agreement setzt die Erfüllung bestimmter Abschlussbedingungen durch beide Parteien voraus. SNCL Malta ist mit 38,75% an der Konsortialgesellschaft Malta Mediterranean Link Consortium Limited (MMLC) beteiligt, die ihrerseits 40% an Malta International Airport plc ("Flughafen Malta") hält.
Das Transaktionsvolumen beträgt rund € 63 Mio., woraus sich ein Kaufpreis von € 3,00 pro Flughafen-Malta-Aktie errechnet, und unterliegt Anpassungen des Nettoumlaufvermögens.
Seit der Privatisierung des Flughafen Malta im Jahr 2002 werden bis dato 57,1% an der
MMLC von der Flughafen Wien AG über die Tochtergesellschaft VIE (Malta) Limited gehalten. Die Flughafen-Wien-Gruppe stellt auch das operative Management des Flughafen Malta und hält über VIE (Malta) Limited direkt weitere 10,1% der Anteile am Flughafen Malta. Durchgerechnet war die Flughafen-Wien-Gruppe daher bis vor der Transaktion zu 32,94% am Flughafen Malta beteiligt.
Durch den Kauf übernimmt die Flughafen-Wien-Gruppe die indirekte Beteiligung von SNC Lavalin Group Inc. an MMLC und erhöht dadurch ihre indirekte Beteiligung am Flughafen Malta durchgerechnet um weitere 15,5%. Die Flughafen-Wien-Gruppe erlangt durch die Transaktion Kontrolle über die MMLC. Die VIE (Malta) Limited und MMLC haben somit gemeinsam eine Beherrschung über den Malta International Airport plc.
Mit Closing wird die Flughafen-Wien-Gruppe somit den Malta International Airport plc und die in diesem Zusammenhang erworbenen Gesellschaften in den Vollkonsolidierungskreis aufnehmen.
Schwechat, am 7. März 2016
Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger Vorstandsmitglied, CFO Vorstandsmitglied, COO
| Gesellschaft | zeichen Kurz |
gesellschaft Ober |
Land | Konzern Anteil |
Konsolidie rungsart |
ment Seg |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Flughafen Wien AG | VIE | Österreich | VK | Alle | ||
| Flughafen Wien Immobilienverwer tungsgesellschaft m.b.H. |
IVW | VIE | Österreich | 100,0 % | VK | Airport, Retail & Properties |
| Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH | LOAV | VAH | Österreich | 100,0% | VK | Airport |
| Mazur Parkplatz GmbH | MAZU | VIEL | Österreich | 100,0% | VK | Retail & Properties |
| VIE International Beteiligungsma nagement Gesellschaft m.b.H. |
VINT | VIAB | Österreich | 100,0% | VK | Sonstige |
| VIE Liegenschaftsbeteiligungsgesell schaft m.b.H. |
VIEL | VIE | Österreich | 100,0% | VK | Retail & Properties |
| VIE Office Park Errichtungs- und Betriebsgesellschaft m.b.H. |
VOPE | VIEL | Österreich | 100,0% | VK | Retail & Properties |
| Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. |
VAH | VIE | Österreich | 100,0% | VK | Handling |
| Vienna Airport Business Park Immo bilienbesitzgesellschaft m.b.H. |
BPIB | VIEL | Österreich | 100,0% | VK | Retail & Properties |
| Vienna Airport Technik GmbH | VAT | VIE | Österreich | 100,0% | VK | Sonstige |
| Vienna International Airport Beteili gungsholding GmbH |
VIAB | VIE | Österreich | 100,0% | VK | Sonstige |
| Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. |
VIAS | VIE | Österreich | 100,0% | VK | Handling |
| VIE Office Park 3 BetriebsGmbH | VWTC | VIEL | Österreich | 100,0% | VK | Retail & Properties |
| VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG |
LZW | VIEL | Österreich | 100,0% | VK | Airport |
| VIE Immobilien Betriebs GmbH | IMB | VIEL | Österreich | 100,0% | VK | Retail & Properties |
| VIE Flugbetrieb Immobilien GmbH | VFI | BPIB | Österreich | 100,0% | VK | Retail & Properties |
| BTS Holding, a.s. "v likvidacii" | BTSH | VIE | Slowakei | 80,95% | VK | Sonstige |
| Gesellschaft | zeichen Kurz |
gesellschaft Ober |
Land | Konzern Anteil |
Konsolidie rungsart |
ment Seg |
|---|---|---|---|---|---|---|
| KSC Holding, a.s. | KSCH | VIE | Slowakei | 100,0% | VK | Sonstige |
| VIE (Malta) Limited | VIE Malta |
VINT | Malta | 100,0% | VK | Sonstige |
| VIE Malta Finance Holding Ltd. | VIE MFH | VIE | Malta | 100,0% | VK | Sonstige |
| VIE Malta Finance Ltd. | VIE MF | VIE MFH | Malta | 100,0% | VK | Sonstige |
| VIE Operations Holding Limited | VIE OPH | VINT | Malta | 100,0% | VK | Sonstige |
| VIE Operations Limited | VIE OP | VIE OPH | Malta | 100,0% | VK | Sonstige |
| VIE Airport Baumanagement GmbH | VAB | VIE | Österreich | 100,0% | VK | Sonstige |
| Vienna Passenger Handling Services GmbH |
VPHS | VIE | Österreich | 100,0% | VK | Sonstige |
| City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. |
CAT | VIE | Österreich | 50,1% | EQ | Sonstige |
| SCA Schedule Coordination Austria GmbH |
SCA | VIE | Österreich | 49,0% | EQ | Sonstige |
| Letisko Košice – Airport Košice, a.s. | KSC | KSCH | Slowakei | 66,0% | EQ | Sonstige |
| Malta International Airport p.l.c. | MIA | VIE Malta | Malta | 33,0% | EQ | Sonstige |
| Malta Mediterranean Link Consorti um Limited (Teilkonzern mit Malta International Airport p.l.c.) |
MMLC | VIE Malta | Malta | 57,1% | EQ | Sonstige |
| "GetService"-Flughafen-Sicherheits und Servicedienst GmbH |
GET2 | VIAS | Österreich | 51,0% | EQ | Sonstige |
| GetService Dienstleistungsgesell schaft m.b.H. |
GETS | VIAS | Österreich | 100,0% | NK | Sonstige |
| Salzburger Flughafen Sicherheitsge sellschaft m.b.H. |
SFS | VIAS | Österreich | 100,0% | NK | Sonstige |
| VIE Shops Entwicklungs- und Betriebsges.m.b.H. |
SHOP | VIE | Österreich | 100,0% | NK | Sonstige |
Erläuterung Konsolidierungsart:
VK = Vollkonsolidierung
EQ = Konsolidierung nach der Equity-Methode
NK = nicht konsolidiert wegen Unwesentlichkeit
Alle Wertangaben erfolgen – soweit keine IFRS-Daten vorliegen – nach nationalem Recht.
| Sitz: | Schwechat | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE | |
| Gegenstand des Unternehmens: Gewerbliche Vermietung von Wirtschaftsgütern, insbeson dere Immobilien, sowie Erwerb von Liegenschaften und Gebäuden auf dem Gelände der Flug hafen Wien AG. |
||
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
| Umsatzerlöse | 17.541,6 | 17.279,0 |
| Periodenergebnis | 7.144,6 | 14.959,0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtergebnis | 7.144,6 | 14.959,0 |
| Kurz- und langfristige Vermögenswerte | 89.834,3 | 99.584,5 |
| Kurz- und langfristige Schulden | 5.137,6 | 6.650,4 |
| Nettovermögen | 84.696,7 | 92.934,1 |
| Sitz: | Bad Vöslau | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VAH | |
| Gegenstand des Unternehmens: Betrieb und Entwicklung des Flugplatzes Vöslau sowie Planung, Errichtung und Betreibung von Gebäuden und Anlagen. |
||
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
| Umsatzerlöse | 932,1 | 970,3 |
| Periodenergebnis | 62,3 | 175,3 |
| Sonstiges Ergebnis | -1,2 | -2,0 |
| Gesamtergebnis | 61,1 | 173,3 |
| Kurz- und langfristige Vermögenswerte | 1.782,4 | 1.540,6 |
| Kurz- und langfristige Schulden | 240,9 | 171,2 |
| Nettovermögen | 1.541,5 | 1.369,4 |
| Sitz: | Schwechat | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIEL | |
| Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des Parkplatzes Mazur sowie Garagierung. | ||
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
| Umsatzerlöse | 2.473,4 | 2.373,7 |
| Periodenergebnis | 1.301,6 | 1.272,1 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,1 | -0,7 |
| Gesamtergebnis | 1.301,7 | 1.271,4 |
| Kurz- und langfristige Vermögenswerte | 5.886,9 | 5.818,0 |
| Kurz- und langfristige Schulden | 228,7 | 189,5 |
| Nettovermögen | 5.658,3 | 5.628,6 |
| Sitz: | Schwechat |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIAB |
Gegenstand des Unternehmens: Gründung und Management von lokalen Projektgesellschaften für internationale Akquisitionsprojekte; Aufbau von Beratungs- und Projektmanagement.
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 844,6 | 1.013,3 |
| Periodenergebnis | 643,8 | 3.359,5 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtergebnis | 643,8 | 3.359,5 |
| Kurz- und langfristige Vermögenswerte | 44.674,7 | 48.476,1 |
| Kurz- und langfristige Schulden | 439,7 | 4.884,9 |
| Nettovermögen | 44.234,9 | 43.591,1 |
| Sitz: | Schwechat |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE |
Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft dient als Holding für die Tochtergesellschaften BPIB, VOPE, MAZUR, LZW, IMB und VWTC, welche ihren Geschäftszweck im Ankauf sowie in der Entwicklung und Vermarktung der in ihrem Eigentum stehenden Liegenschaften haben.
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 |
| Periodenergebnis | 2.464,9 | 2.757,3 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtergebnis | 2.464,9 | 2.757,3 |
| Kurz- und langfristige Vermögenswerte | 54.887,4 | 35.938,4 |
| Kurz- und langfristige Schulden | 14.000,0 | 5.516,0 |
| Nettovermögen | 40.887,4 | 30.422,4 |
| Sitz: | Schwechat | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIEL | |
| Gegenstand des Unternehmens: Entwicklung von Liegenschaften, insbesondere des Office Park 2. |
||
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
| Umsatzerlöse | 3.748,7 | 3.219,7 |
| Periodenergebnis | 1.412,8 | 1.395,8 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtergebnis | 1.412,8 | 1.395,8 |
| Kurz- und langfristige Vermögenswerte | 39.592,2 | 40.145,2 |
| Kurz- und langfristige Schulden | 20.256,6 | 20.807,4 |
| Nettovermögen | 19.335,6 | 19.337,9 |
| Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. (VAH) |
||
| Sitz: | Schwechat | |
| Kapitalanteil: | 100% VIE | |
| Gegenstand des Unternehmens: Diese Gesellschaft bietet ein Komplettserviceprogramm für alle Sparten der allgemeinen Luftfahrt, insbesondere aber für die Business Aviation, an. Die wesentlichen Umsatzträger sind das Private-Aircraft-Handling sowie die Erfüllungs gehilfentätigkeit für die Flughafen Wien AG im Rahmen der Abfertigung der Luftfahrzeuge im Rahmen der General Aviation (inklusive Betankung und Hangarierung). |
||
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
| Umsatzerlöse | 12.839,1 | 12.335,6 |
| Periodenergebnis | 1.560,9 | 1.930,6 |
| Sonstiges Ergebnis | -18,4 | -73,2 |
| Gesamtergebnis | 1.542,5 | 1.857,5 |
| Kurz- und langfristige Vermögenswerte | 8.239,5 | 7.934,9 |
| Kurz- und langfristige Schulden | 1.985,2 | 1.798,3 |
| Nettovermögen | 6.254,3 | 6.136,5 |
| Vienna Airpor t Business Park Immobilienbesitzgesellschaft m.b.H. (BPIB) |
||
| Sitz: | Schwechat | |
| Kapitalanteil: | 99% VIEL 1% IVW | |
| Gegenstand des Unternehmens: Erwerb und Vermarktung von Liegenschaften. | ||
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
| Umsatzerlöse | 9.159,5 | 8.678,9 |
| Periodenergebnis | 10.657,8 | 1.972,7 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtergebnis | 10.657,8 | 1.972,7 |
| Kurz- und langfristige Vermögenswerte | 26.563,6 | 18.253,5 |
| Kurz- und langfristige Schulden | 1.288,8 | 11.972,0 |
| Nettovermögen | 25.274,8 | 6.281,5 |
| Sitz: | Schwechat |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE |
| Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft erbringt Dienstleistungen im Elektro anlagensektor. Weiters ist sie tätig in der Errichtung von elektrischen Anlagen und Versor |
|
gungseinrichtungen, überwiegend an technischen Einrichtungen flughafenspezifischer Prägung, und in der Installation elektrischer Infrastruktur sowie im Vertrieb von Sicherheitseinrichtungen.
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 35.798,6 | 14.690,0 |
| Periodenergebnis | 1.316,4 | 1.810,5 |
| Sonstiges Ergebnis | 39,2 | 45,8 |
| Gesamtergebnis | 1.355,6 | 1.856,3 |
| Kurz- und langfristige Vermögenswerte | 7.863,2 | 5.427,9 |
| Kurz- und langfristige Schulden | 5.107,9 | 2.128,1 |
| Nettovermögen | 2.755,3 | 3.299,7 |
| Sitz: | Schwechat |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE |
| Gegenstand des Unternehmens: Akquisition und Beteiligung internationaler Tochtergesell schaften und Beteiligungen, Mitwirkung bei internationalen Flughafenprivatisierungen. Die |
Gesellschaft dient als Holding für die Tochtergesellschaft VINT. Beträge in T€ 2014 2014 Umsatzerlöse 0,0 0,0 Periodenergebnis 9,5 34,8 Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 Gesamtergebnis 9,5 34,8
| Kurz- und langfristige Vermögenswerte | 57.713,4 | 59.981,7 |
|---|---|---|
| Kurz- und langfristige Schulden | 0,1 | 2.277,8 |
| Nettovermögen | 57.713,4 | 57.703,9 |
| Sitz: | Schwechat |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE |
Gegenstand des Unternehmens: Die VIAS ist für die Durchführung der Sicherheitskontrollen (Personen- und Handgepäckskontrollen) im Auftrag des Bundesministeriums für Inneres zuständig. Darüber hinaus erbringt sie Leistungen für andere Kunden aus der Luftfahrtbranche (Rollstuhltransporte, Großgepäckskontrollen, Dokumentenkontrolle etc.). Die Gesellschaft nimmt über ihre inländischen Beteiligungen an Ausschreibungen von Sicherheitsleistungen für Flughäfen teil.
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 52.986,0 | 51.987,2 |
| Periodenergebnis | 8.372,4 | 9.310,6 |
| Sonstiges Ergebnis | 631,9 | -323,5 |
| Gesamtergebnis | 9.004,3 | 8.987,1 |
| Kurz- und langfristige Vermögenswerte | 30.441,8 | 29.512,5 |
| Kurz- und langfristige Schulden | 12.953,4 | 12.228,4 |
| Nettovermögen | 17.488,4 | 17.284,1 |
| Sitz: | Schwechat |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 99% VIEL 1% BPIB |
| Gegenstand des Unternehmens: Vermietung und Entwicklung der Liegenschaft, insbeson dere des Office Park 3. |
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.619,4 | 2.531,0 |
| Periodenergebnis | 45,8 | 86,3 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtergebnis | 45,8 | 86,3 |
| Kurz- und langfristige Vermögenswerte | 8.339,9 | 8.476,7 |
| Kurz- und langfristige Schulden | 5.498,4 | 5.681,0 |
| Nettovermögen | 2.841,5 | 2.795,7 |
| Sitz: | Bratislava, Slowakei |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 47,7% VIE 33,3% VINT |
| Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Service- und Beratungsleistungen für Flug häfen. Die Gesellschaft sollte zudem die geplante Beteiligung am Flughafen Bratislava halten. |
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 |
| Periodenergebnis | -30,0 | -2.792,0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtergebnis | -30,0 | -2.792,0 |
| Kurz- und langfristige Vermögenswerte | 864,1 | 885,6 |
| Kurz- und langfristige Schulden | 316,7 | 308,2 |
| Nettovermögen | 547,4 | 577,4 |
| Sitz: | Bratislava, Slowakei | |||
|---|---|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 47,7% VIE 52,3% VINT | |||
| Gegenstand des Unternehmens: Unternehmenszweck der Gesellschaft ist, neben dem Hal ten der Beteiligung von 66 Prozent am Flughafen Košice, die Erbringung von Beratungs leistungen. |
||||
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 |
|---|---|---|
| Periodenergebnis | 1.254,5 | 1.012,7 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtergebnis | 1.254,5 | 1.012,7 |
| Kurz- und langfristige Vermögenswerte | 34.721,5 | 34.309,2 |
| Kurz- und langfristige Schulden | 1.912,3 | 2.754,5 |
| Nettovermögen | 32.809,2 | 31.554,7 |
| Sitz: | Luqa, Malta | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 99,8% VINT 0,2% VIAB | ||||||
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Serviceleistungen und Beratungsleistungen für Flughäfen. Der Abschluss der VIE (Malta) Limited beinhaltet die at-Equity-Bewertung des Teilkonzernabschlusses bestehend aus Malta Mediterranean Link Consortium Ltd. und Malta International Airport plc.
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 |
| Periodenergebnis | 5.644,0 | 4.397,4 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtergebnis | 5.644,0 | 4.397,4 |
| Kurz- und langfristige Vermögenswerte | 61.161,9 | 58.506,7 |
| Kurz- und langfristige Schulden | 6.621,7 | 9.610,3 |
| Nettovermögen | 54.540,3 | 48.896,3 |
| Sitz: | Luqa, Malta | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 99,95% VIE 0,05% VIAB | |
| Gegenstand des Unternehmens: Holdingfunktion für die Tochtergesellschaft VIE Malta Finance Ltd. |
||
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 |
| Periodenergebnis | -37,6 | 663,3 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtergebnis | -37,6 | 663,3 |
| Kurz- und langfristige Vermögenswerte | 14.784,8 | 14.824,3 |
| Kurz- und langfristige Schulden | 16,2 | 18,1 |
| Nettovermögen | 14.768,6 | 14.806,2 |
| Sitz: | Luqa, Malta | |||
|---|---|---|---|---|
| Kapitalanteil: 99,95% VIE MFH 0,05% VIAB |
||||
| Gegenstand des Unternehmens: Kauf und Verkauf, Investition und Handel von Finanz instrumenten. |
||||
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 | ||
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 | ||
| Periodenergebnis | 503,2 | 488,2 | ||
| Sonstiges Ergebnis | -71,9 | 385,2 | ||
| Gesamtergebnis | 431,3 | 873,4 | ||
| Kurz- und langfristige Vermögenswerte | 51.364,0 | 51.736,5 | ||
| Kurz- und langfristige Schulden | 50.442,5 | 50.861,1 | ||
| Nettovermögen | 921,5 | 875,4 |
| Sitz: | Schwechat | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE | |
| Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Bauleistungen und Baudienstleistungen aller Art, unter anderem für Bauprojekte der Flughafen Wien AG bzw. anderer Auftraggeber. |
||
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
| Umsatzerlöse | 3.355,2 | 3.463,6 |
| Periodenergebnis | 343,0 | 246,1 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtergebnis | 343,0 | 246,1 |
| Kurz- und langfristige Vermögenswerte | 576,2 | 517,4 |
| Kurz- und langfristige Schulden | 184,2 | 218,3 |
| Nettovermögen | 392,1 | 299,1 |
| Sitz: | Schwechat |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE |
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Bodenverkehrsdienstleistungen im Sinne des Flughafen-Bodenabfertigungsgesetzes. Die Dienstleistungen entsprechen jenen des Anhangs zum Flughafen-Bodenabfertigungsgesetz.
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 3.490,7 | 0,0 |
| Periodenergebnis | 82,3 | -14,0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtergebnis | 82,3 | -14,0 |
| Kurz- und langfristige Vermögenswerte | 607,9 | 65,7 |
| Kurz- und langfristige Schulden | 460,6 | 0,6 |
| Nettovermögen | 147,3 | 65,0 |
| Sitz: | Luqa, Malta | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 99,95% VINT 0,05% VIAB | |
| Gegenstand des Unternehmens: Holdingfunktion für die Gesellschaft VIE Operations Limited. | ||
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 |
| Periodenergebnis | 476,6 | 1.205,2 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtergebnis | 476,6 | 1.205,2 |
| Kurz- und langfristige Vermögenswerte | 474,8 | 408,9 |
| Kurz- und langfristige Schulden | 396,2 | 180,6 |
| Nettovermögen | 78,6 | 228,3 |
| Sitz: | Luqa, Malta |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 99,95% VIE OPH 0,05% VINT |
Gegenstand des Unternehmens: Erbringung und Bereitstellung von Unterstützungs-, Service- und Beratungsleistungen im Zusammenhang mit internationalen Flughäfen.
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.121,4 | 1.007,5 |
| Periodenergebnis | 742,1 | 673,0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtergebnis | 742,1 | 673,0 |
| Kurz- und langfristige Vermögenswerte | 665,2 | 395,3 |
| Kurz- und langfristige Schulden | 121,6 | 244,8 |
| Nettovermögen | 543,6 | 150,5 |
| Sitz: | Schwechat | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 99,7% VIEL | 0,3% IVW |
| Gegenstand des Unternehmens: Gegenstand des Unternehmens sind die Entwicklung von Liegenschaften, die Vermietung der im Eigentum der Gesellschaft stehenden Superädifikatsge bäude (Winterdienst- und Maintenance Halle) sowie die Verwaltung eigenen Vermögens. |
||
| Beträge in T€ | 04-12/20151 | 2014 |
| Umsatzerlöse | 1.366,0 | n.a. |
| Periodenergebnis | 571,2 | n.a. |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | n.a. |
| Gesamtergebnis | 571,2 | n.a. |
| Kurz- und langfristige Vermögenswerte | 16.285,1 | n.a. |
| Kurz- und langfristige Schulden | 6.130,6 | n.a. |
Nettovermögen 10.154,5 n.a.
1) Erworben mit 31. März 2015
| Sitz: | Schwechat | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIEL | |
| Gegenstand des Unternehmens: Der Betrieb von Immobilien sowie die Funktion als Komplementärin in Tochter- und Enkeltochtergesellschaften der Flughafen Wien Aktiengesellschaft. |
||
| Beträge in T€ | 20151 | 2014 |
| Umsatzerlöse | 3,6 | n.a. |
| Periodenergebnis | -3,3 | n.a. |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | n.a. |
| Gesamtergebnis | -3,3 | n.a. |
| Kurz- und langfristige Vermögenswerte | 601,3 | n.a. |
| Kurz- und langfristige Schulden | 89,5 | n.a. |
| Nettovermögen | 511,7 | n.a. |
1) Neugründung mit 18. Juni 2015
| Sitz: | Schwechat | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 94% BPIB | 6% IMB |
| Gegenstand des Unternehmens: Vermietung und Verwaltung von Flugbetriebsgebäuden. | ||
| Beträge in T€ | 20151 | 2014 |
| Umsatzerlöse | 0,0 | n.a. |
| Periodenergebnis | 0,0 | n.a. |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | n.a. |
| Gesamtergebnis | 0,0 | n.a. |
| Kurz- und langfristige Vermögenswerte | 85.677,3 | n.a. |
| Kurz- und langfristige Schulden | 75.730,2 | n.a. |
| Nettovermögen | 9.947,2 | n.a. |
1) Erworben mit 31. Dezember 2015
| Beteiligungsverhältnis: | Gemeinschaftsunternehmen |
|---|---|
| Sitz: | Schwechat |
| Kapitalanteil: | 50,1% VIE |
| Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des City-Airport-Express als Eisenbahnverkehrs unternehmen auf der Strecke Wien-Mitte und Flughafen Schwechat sowie Betrieb von Check-in-Einrichtungen am Bahnhof Wien-Mitte verbunden mit Gepäckslogistik für Flug passagiere; Beratung von Dritten betreffend die Organisation und Durchführung von Ver kehrsanbindungen zwischen Städten und Flughäfen. |
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 12.019,8 | 11.495,8 |
| Periodenergebnis | 1.904,3 | 1.897,9 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtergebnis | 1.904,3 | 1.897,9 |
Der vorstehende Jahresüberschuss enthält die folgenden Beträge:
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibungen | 625,8 | 623,1 |
| Zinserträge | 0,1 | 3,6 |
| Zinsaufwendungen | 0,8 | 0,3 |
| Ertragsteueraufwand oder -ertrag | 623,5 | 621,6 |
| Beträge in T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 15.571,2 | 12.048,7 |
| Langfristige Vermögenswerte | 7.218,4 | 7.756,1 |
| Kurzfristige Schulden | 2.437,4 | 1.328,3 |
| Langfristige Schulden | 281,0 | 309,6 |
In den vorstehend angeführten Vermögenswerten und Schulden sind folgende Beträge enthalten:
| Beträge in T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 7,2 | 5,8 |
| Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten1 | 0,0 | 0,0 |
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten1 | 0,0 | 0,0 |
1) Ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen
Die Überleitung vom anteiligen Nettovermögen auf den Buchwert stellt sich wie folgt dar:
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Anteil am Nettovermögen des Beteiligungsunternehmens zum 1.1. (anteiliges Eigenkapital) |
9.101,6 | 8.150,8 |
| Gesamtergebnis, das dem Konzern zuzurechnen ist | 954,1 | 950,8 |
| Buchwert zum 31.12. | 10.055,7 | 9.101,6 |
| Beteiligungsverhältnis: | Gemeinschafts unternehmen |
|
|---|---|---|
| Sitz: | Schwechat | |
| Kapitalanteil: | 51,0% VIAS | |
| Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Dienstleistungen des Bewachungsgewerbes, Personalbereitstellung, Reinigungsdienstleistungen einschließlich Schneeräumung etc. |
||
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 10.783,7 | 9.615,4 |
| Periodenergebnis | 978,8 | 885,6 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtergebnis | 978,8 | 885,6 |
Der vorstehende Jahresüberschuss enthält die folgenden Beträge:
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibungen | 305,5 | 155,7 |
| Zinserträge | 0,0 | 0,2 |
| Zinsaufwendungen | 0,5 | 0,6 |
| Ertragsteueraufwand oder -ertrag | 307,7 | 293,9 |
| Beträge in T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Vermögenswerte | 3.393,2 | 2.360,8 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.399,4 | 850,9 |
| Kurzfristige Schulden | 3.550,1 | 2.076,2 |
| Langfristige Schulden | 88,1 | 80,0 |
| Nettovermögen | 1.154,3 | 1.055,5 |
In den vorstehend angeführten Vermögenswerten und Schulden sind folgende Beträge enthalten:
| Beträge in T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 3,1 | 0,7 |
| Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten1 | 0,0 | 0,0 |
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten1 | 0,0 | 0,0 |
1) Ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen
Die Überleitung vom anteiligen Nettovermögen auf den Buchwert stellt sich wie folgt dar:
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Anteil am Nettovermögen des Beteiligungsunternehmens zum 1.1. (anteiliges Eigenkapital) |
538,3 | 647,7 |
| Anpassung Nettovermögen (aperiodisch) | 0,0 | -596,7 |
| Anpassung Periodenergebnis (aperiodisch) | 0,0 | 596,7 |
| Gesamtergebnis, das dem Konzern zuzurechnen ist | 499,2 | 451,6 |
| Erhaltene Dividende | -448,8 | -561,0 |
| Buchwert zum 31.12. | 588,7 | 538,3 |
Im Geschäftsjahr 2013 nicht konsolidiert
| Beteiligungsverhältnis: | Gemeinschaftsunternehmen | |
|---|---|---|
| Sitz: | Košice, Slowakei | |
| Kapitalanteil: | 66% KSCH | |
| Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des Flughafen Košice. | ||
| Beträge in T€ | 20151 | 2014 |
| Umsatzerlöse | 9.625,5 | 9.048,1 |
| Periodenergebnis | 2.006,8 | 1.571,3 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtergebnis | 2.006,8 | 1.571,3 |
1) Vorläufige Werte
Der vorstehende Jahresüberschuss enthält die folgenden Beträge:
| Beträge in T€ | 20151 | 2014 |
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibungen | 809,5 | 834,2 |
| Zinserträge | 59,5 | 95,0 |
| Zinsaufwendungen | 0,0 | 0,0 |
| Ertragsteueraufwand oder -ertrag | 594,3 | 427,4 |
1) Vorläufige Werte
| Beträge in T€ | 31.12.20151 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Vermögenswerte | 18.051,8 | 18.952,2 |
| Langfristige Vermögenswerte | 36.755,3 | 34.994,3 |
| Kurzfristige Schulden | 1.871,5 | 1.695,1 |
| Langfristige Schulden | 673,4 | 595,3 |
| Nettovermögen | 52.262,2 | 51.656,1 |
1) Vorläufige Werte
In den vorstehend angeführten Vermögenswerten und Schulden sind folgende Beträge enthalten:
| Beträge in T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 15.491,7 | 16.711,1 |
| Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten1 | 0,0 | 0,0 |
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten1 | 0,0 | 0,0 |
1) Ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen
Die Überleitung vom anteiligen Nettovermögen auf den Buchwert stellt sich wie folgt dar:
| Beträge in T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Anteil am Nettovermögen des Beteiligungsunternehmens zum 1.1. (anteiliges Eigenkapital) |
34.093,1 | 33.533,4 |
| Anpassung Gesamtergebnis (aperiodisch) | -44,5 | 0,0 |
| Gesamtergebnis, das dem Konzern zuzurechnen ist | 1.324,5 | 1.037,1 |
| Sonstige | 389,7 | 352,0 |
| Erhaltene Dividende | -889,7 | -439,7 |
| Buchwert zum 31.12. | 34.873,1 | 34.482,8 |
| Beteiligungsverhältnis: | Gemeinschaftsunternehmen |
|---|---|
| Sitz: | La Valetta, Malta |
| Kapitalanteil: | 57,1% VIE Malta |
| Gegenstand des Unternehmens: Halten der Beteiligung am Flughafen Malta International |
Gegenstand des Unternehmens: Halten der Beteiligung am Flughafen Malta International Airport.
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 66.965,8 | 64.290,5 |
| Periodenergebnis | 19.200,4 | 16.730,7 |
| Sonstiges Ergebnis | -348,3 | -68,0 |
| Gesamtergebnis | 18.852,1 | 16.662,7 |
| den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen | 11.353,8 | 10.056,1 |
| den Anteilseignern des Beteiligungsunternehmens zuzurechnen |
7.498,3 | 6.606,6 |
Der vorstehende Jahresüberschuss enthält die folgenden Beträge:
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibungen | 6.639,0 | 6.534,8 |
| Zinserträge | 2.761,1 | 850,6 |
| Zinsaufwendungen | 2.232,5 | 2.392,5 |
| Ertragsteueraufwand oder -ertrag | 10.501,5 | 9.204,7 |
| Beträge in T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Vermögenswerte | 52.684,2 | 45.902,0 |
| Langfristige Vermögenswerte | 146.470,8 | 146.676,5 |
| Kurzfristige Schulden | 54.935,2 | 26.819,5 |
| Langfristige Schulden | 44.440,4 | 72.128,2 |
| Nettovermögen | 99.779,3 | 93.630,7 |
| den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen | 46.613,5 | 44.173,9 |
| den Anteilseignern des Beteiligungsunternehmens zuzurechnen |
53.165,8 | 49.456,9 |
In den vorstehenden angeführten Vermögenswerten und Schulden sind folgende Beträge enthalten:
| Beträge in T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 40.069,7 | 30.780,8 |
| Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1 | 27.850,2 | 4.556,4 |
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1 | 34.058,0 | 61.908,1 |
1) ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen
Die Überleitung vom anteiligen Nettovermögen auf den Buchwert stellt sich wie folgt dar:
| Beträge in T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Anteil am Nettovermögen des Beteiligungsunternehmen zum 1.1. |
28.239,9 | 25.546,6 |
| Anpassung Gesamtergebnis (aperiodisch) | -227,8 | -698,7 |
| Gesamtergebnis, das dem Konzern zuzurechnen ist | 4.281,5 | 3.772,4 |
| Erhaltene Dividende | -1.827,2 | -1.084,9 |
| Firmenwerte | 667,1 | 667,1 |
| Sonstiges | -667,4 | 37,1 |
| Buchwert zum 31.12. | 30.466,2 | 28.239,6 |
| Beteiligungsverhältnis: | Gemeinschaftsunternehmen |
|---|---|
| Sitz: | Luqa, Malta |
| Kapitalanteil: | 10,1% VIE Malta 40,0% MMLC |
| Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des Flughafens Malta International Airport. |
Die Gesellschaft ist an der Börse in Malta notiert. Der Börsekurs zum Bilanzstichtag betrug € 4,03 (im Vorjahr: € 2,35) und der Kurswert der direkten 10,1%-igen Anteile T€ 55.071,2 (Vorjahr: T€ 32.113,5).
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 66.965,8 | 64.290,4 |
| Periodenergebnis | 19.271,1 | 16.828,8 |
| Sonstiges Ergebnis | -348,3 | -68,0 |
| Gesamtergebnis | 18.922,7 | 16.760,8 |
Der vorstehende Jahresüberschuss enthält die folgenden Beträge:
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibungen | 6.639,0 | 6.533,2 |
| Zinserträge | 2.760,8 | 850,0 |
| Zinsaufwendungen | 2.183,9 | 2.306,8 |
| Ertragsteueraufwand oder -ertrag | 10.518,6 | 9.234,5 |
| Beträge in T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Vermögenswerte | 52.258,7 | 45.837,6 |
| Langfristige Vermögenswerte | 119.656,0 | 119.861,7 |
| Kurzfristige Schulden | 52.495,1 | 24.757,9 |
| Langfristige Schulden | 41.730,4 | 67.318,2 |
| Nettovermögen | 77.689,1 | 73.623,2 |
In den vorstehenden angeführten Vermögenswerten und Schulden sind folgende Beträge enthalten:
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 39.644,2 | 30.726,5 |
| Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten1 | 25.750,2 | 2.456,4 |
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten1 | 31.348,0 | 57.098,1 |
1) ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen
Die Überleitung vom anteiligen Nettovermögen auf den Buchwert stellt sich wie folgt dar:
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Anteil am Nettovermögen des Beteiligungsunternehmens zum 1.1. |
7.435,9 | 6.765,4 |
| Anpassung Gesamtergebnis (aperiodisch) | -149,9 | -43,4 |
| Gesamtergebnis , das dem Konzern zuzurechnen ist | 1.911,2 | 1.692,8 |
| Erhaltene Dividende | -1.503,2 | -1.024,9 |
| Firmenwerte | 22.569,1 | 22.569,1 |
| Sonstiges | -90,5 | -44,5 |
| Buchwert zum 31.12. | 30.172,7 | 29.914,6 |
| Beteiligungsverhältnis: | Assoziiertes Unternehmen |
|---|---|
| Sitz: | Schwechat |
| Kapitalanteil: | 49% VIE |
| Gegenstand des Unternehmens: Zuweisung und Akkordierung von Zeitnischen in Über einstimmung mit den gesetzlichen Bestimmungen, den von der IATA definierten Prinzipien |
sowie den sonstigen anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen und Realisierung von allen mit dem Unternehmenszweck direkt oder indirekt verbundenen Tätigkeit.
| Beträge in T€ | 20151 | 2014 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 989,6 | 805,0 |
| Periodenergebnis | 111,4 | -57,3 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtergebnis | 111,4 | -57,3 |
| Kurz- und langfristige Vermögenswerte | 678,9 | 596,9 |
| Kurz- und langfristige Schulden | 117,5 | 122,0 |
| Nettovermögen | 561,4 | 474,9 |
1) Vorläufige Werte
| Beträge in T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Buchwerte der Anteile an nicht wesentlichen assoziierten Unternehmen, SCA |
283,7 | 243,5 |
| Sitz: | Schwechat | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIAS | |
| Gegenstand des Unternehmens: Bewachungstätigkeiten aller Art, Dienst- und Service leistungen, die mit dem Betrieb eines Verkehrsflughafens verbunden sind. |
||
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
| Umsatzerlöse | 1.941,9 | 4.591,6 |
| Periodenergebnis | 95,5 | 141,0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtergebnis | 95,5 | 141,0 |
| Kurz- und langfristige Vermögenswerte | 931,6 | 1.180,7 |
| Kurz- und langfristige Schulden | 327,6 | 548,2 |
| Nettovermögen | 604,0 | 632,5 |
| Sitz: | Schwechat | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIAS | |
| Gegenstand des Unternehmens: Die SFS bietet Sicherheitsdienstleistungen an, ist jedoch derzeit operativ nicht tätig. |
||
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 |
| Periodenergebnis | -1,1 | -1,4 |
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
| Gesamtergebnis | -1,1 | -1,4 |
|---|---|---|
| Kurz- und langfristige Vermögenswerte | 47,0 | 48,0 |
| Kurz- und langfristige Schulden | 0,1 | 0,0 |
| Nettovermögen | 47,0 | 48,0 |
| Sitz: | Schwechat | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE | |
| Gegenstand des Unternehmens: Planung, Entwicklung, Vermarktung und Betrieb von Geschäften auf Flughäfen im In- und Ausland. |
||
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 |
| Periodenergebnis | -3,1 | -2,0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtergebnis | -3,1 | -2,0 |
| Kurz- und langfristige Vermögenswerte | 6,5 | 0,1 |
| Kurz- und langfristige Schulden | 0,0 | 0,4 |
| Nettovermögen | 6,5 | -0,4 |
nach § 82 BörseG
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Schwechat, 7. März 2016
Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger Vorstandsmitglied, CFO Vorstandsmitglied, COO
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der
Flughafen Wien Aktiengesellschaft, Schwechat,
bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzerngeldflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr sowie dem Konzernanhang geprüft.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung dieses Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB und für die internen Kontrollen, die die gesetzlichen Vertreter als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist.
Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Konzernabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der internationalen Prüfungsstandards (International Standards on Auditing – ISA). Nach diesen Grundsätzen haben wir die beruflichen Verhaltensanforderungen einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist.
Eine Abschlussprüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Konzernabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Konzernabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses durch den Konzern relevante interne Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirk-
samkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und der Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.
Wien, am 7. März 2016
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Heidi Schachinger Wirtschaftsprüferin
F l u g h a f e n W i e n Aktiengesellschaft L a g e b e r i c h t f ü r d a s Geschäftsjahr 2015
Die Entwicklung der Konjunktur und der Währungen, politische Krisen sowie andere Ereignisse, die zu Flugausfällen, Streckenstilllegungen und Flugplanausdünnungen führen, beeinflussen in hohem Maß die Entwicklung des Luftverkehrs. Der Flughafen Wien wird als zentraleuropäischer, internationaler Hub in seiner Entwicklung primär von der wirtschaftlichen Entwicklung der Eurozone und – aufgrund der geografischen Lage – insbesondere von jener der CEE-Region (Zentral- und Osteuropa) beeinflusst, daneben aber auch von der ökonomischen und politischen Lage im Nahen und Mittleren Osten sowie in Russland.
Die Weltwirtschaft verzeichnete auch im Jahr 2015 einen leichten Aufschwung. Aktuell geht der World Economic Outlook des IWF von einem globalen BIP-Wachstum von 3,1% aus. Dafür verantwortlich war eine robuste Wirtschaftsentwicklung in den USA, getrieben vor allem durch den privaten Konsum, aber auch in einigen Schwellenländern. Im Euroraum dürfte das BIP-Wachstum 2015, bedingt durch das günstige Zinsumfeld, sinkende Erdölpreise sowie eine Abwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar, zwischen 1,3% und 1,5% betragen haben. Hier setzte der Außenhandel bzw. der deutliche Anstieg der Exporte ebenfalls positive Impulse. Die Wirtschaftsentwicklung der EU-Mitglied-
staaten in den Regionen Zentral-, Ost- und Südosteuropas wurde durch den gestiegenen privaten Konsum zwar deutlich belebt, die Sanktionen gegen Russland belasteten jedoch. (Quelle: OeNB, Konjunkturbericht)
Was Österreich betrifft, blieb die wirtschaftliche Expansion mit plus 0,9% moderat. Dies ist u. a. auf den lediglich moderaten Anstieg des privaten Konsums zurückzuführen, der durch die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt belastet wurde. Die weiterhin schrumpfende Bauwirtschaft trug ebenfalls zur schwachen Konjunktur bei. Durch den starken Rückgang der Erdöl- und Energiepreise blieb die Inflationsrate mit 0,7% weiterhin auf einem geringen Niveau. (Quelle: OeNB, Konjunkturbericht; WIFO, Konjunktur-Presseinformationen)
2015 konnte der heimische Tourismus mit einem Zuwachs von 5,9% auf 14,3 Mio. Gästenächtigungen in Wien ein weiteres Rekordjahr verzeichnen. Der Anstieg umfasste sowohl inländische (plus 5,5%) als auch ausländische (plus 6,0%) Gästenächtigungen. Was die Herkunftsländer betrifft, konnte beispielweise China stark zulegen. Positiv entwickelten sich auch die USA – nicht zuletzt aufgrund der neuen Flugverbindungen der Austrian Airlines – sowie Italien, Großbritannien, Spanien, die Schweiz und Frankreich. Rückgänge wurden bei Reisenden aus Russland, Japan, Ungarn und der Ukraine verzeichnet. Die überproportional steigende Zahl der Ankünfte weist darauf hin, dass die Aufenthaltsdauer der Gäste im Durchschnitt kürzer wird. (Quelle: Wien-Tourismus; Statistik Austria)
Die Zahl der Urlaubs- und Geschäftsreisen der österreichischen Bevölkerung lag in den ersten drei Quartalen leicht unter den Vorjahreswerten. Insgesamt wurden rund 14,2 Mio. Urlaubsreisen verzeichnet (2014: 14,7 Mio.), die Geschäftsreisen reduzierten sich im gleichen Zeitraum von 2,9 Mio. auf 2,6 Mio. Reisen. Entgegen diesem Trend konnte jedoch im Sommer 2015 (Juli bis September), der wichtigsten Urlaubsreisezeit, ein leichtes Plus auf 6,8 Mio. Urlaubsreisen (2014: 6,7 Mio.) verzeichnet werden. (Quelle: Statistik Austria, Urlaubs- und Geschäftsreisen der österreichischen Bevölkerung)
| Verkehrskennzahlen | 2015 | Veränd. in % |
2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|
| MTOW (in Mio. Tonnen) | 8,4 | +2,6 | 8,2 | 7,9 |
| Gesamtpassagiere (in Mio.) | 22,8 | +1,3 | 22,5 | 22,0 |
| davon Lokalpassagiere (in Mio.) | 16,4 | +3,2 | 15,9 | 15,2 |
| davon Transferpassagiere (in Mio.) | 6,3 | -3,6 | 6,5 | 6,8 |
| Flugbewegungen | 226.811 | -1,7 | 230.781 | 231.179 |
| Fracht (Luftfracht und Trucking; in Tonnen) |
272.575 | -1,8 | 277.532 | 256.194 |
| Sitzladefaktor (in %) | 74,3 | n. a. | 75,0 | 74,8 |
| Anzahl der Destinationen | 181 | +5,2 | 172 | 177 |
| Anzahl der Airlines | 75 | +7,1 | 70 | 71 |
Der Flughafen Wien verzeichnete mit insgesamt 22.775.054 Passagieren das verkehrsstärkste Jahr seiner Geschichte und konnte den im Vorjahr aufgestellten Rekord nochmals übertreffen. Das Passagierwachstum von plus 1,3% ist vor allem auf Nicht-Netzwerk-Carrier zurückzuführen, die mit Streckenaufnahmen und -erweiterungen zum Wachstum der Lokalpassagiere (plus 3,2%) beitrugen. Der Transferverkehr (minus 3,6%) wird weiterhin negativ von der wirtschaftlichen Situation in Russland beeinflusst.
Nach einem schwächeren ersten Quartal entwickelten sich die Sommermonate überdurchschnittlich gut. So konnte sowohl an einem Einzeltag (31. Juli) als auch in einem Einzelmonat (August) ein neuer Passagierrekord aufgestellt werden.
Am Flughafen Wien wurden 226.811 Bewegungen gezählt, ein Rückgang um 1,7% gegenüber dem Vorjahr (2014: 230.781). Das Höchstabfluggewicht (MTOW) stieg vor allem durch den Einsatz größerer Flugzeuge und Erweiterungen von Langstreckenverbindungen im Vergleichszeitraum um 2,6% auf 8.395.038 Tonnen (2014: 8.179.391 Tonnen).
Die Passagierentwicklung der europäischen Flughäfen zeigt ein Wachstum von durchschnittlich 5,2%.1 Während EU-Flughäfen ein Wachstum von 5,6% vorweisen konnten, erzielten die Nicht-EU-Flughäfen ein etwas schwächeres Wachstum von 3,9%.1 Europaweit wurde ein Zuwachs bei Starts und Landungen von 2,2%1 verzeichnet.
1) Airports Council International (ACI) Europe. Inhouse; January – December 2015
| Passagiere in Tausend |
Veränd, zu 2014 in % |
Flug- bewegungen 1 |
Veränd, zu 2014 in % |
|
|---|---|---|---|---|
| London 2 | 137.763,0 | 4,8 | 892.626 | 2,7 |
| Paris 3 | 95.436,5 | 3,0 | 700.433 | 1,0 |
| Istanbul 4 | 90.090,1 | 12,1 | 653.704 | 10,0 |
| Frankfurt | 61.032,0 | 2,5 | 456.835 | $-0,3$ |
| Amsterdam | 58.284,8 | 6,0 | 450.679 | 2,8 |
| Madrid | 46.814,7 | 12,0 | 365.955 | 7,0 |
| Rom 5 | 46.225,0 | 6, 3 | 349.255 | 2,2 |
| München | 40.981,5 | 3,2 | 360.009 | 0,8 |
| Mailand 6 | 38.616,3 | 5, 5 | 325.737 | 2,1 |
| Zürich | 26.229,6 | 3,2 | 249.529 | 0,2 |
| Wien | 22.775,1 | 1,3 | 225.202 | $-1,9$ |
| Prag | 12.030,9 | 7,9 | 125.050 | 2,2 |
| Budapest | 10.289,2 | 12,5 | 86.047 | 6,8 |
1) Flugbewegungen laut ACI: Movements exclusive General Aviation and Other Aircraft Movements
2) London Heathrow, Gatwick, Stansted
3) Paris-Charles-de-Gaulle, Paris-Orly
4) Istanbul-Atatürk, Istanbul-Sabiha Gökçen
5) Rom-Fiumicino, Rom-Ciampino
6) Mailand-Malpensa, Mailand-Linate, Bergamo Quelle: ACI Europe Traffic Report December 2015
| Regionen | 2015 | 2014 | Veränd. in % |
Anteil 2015 in % |
Anteil 2014 in % |
Veränd. Anteil in Prozent- punkten |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Osteuropa | 1.917.297 | 2.025.666 | $-5,3$ | 16,9 | 18,1 | $-1,2$ |
| Westeuropa | 7.911.754 | 7.761.325 | $+1,9$ | 69.7 | 69,2 | $+0,5$ |
| Ferner Osten | 424.400 | 408.707 | $+3,8$ | 3,7 | 3,6 | $+0,1$ |
| Naher und Mittlerer Osten |
583.082 | 538.923 | $+8,2$ | 5,1 | 4,8 | $+0,3$ |
| Nordamerika | 325.603 | 298.630 | $+9,0$ | 2,9 | 2,7 | $+0,2$ |
| Afrika | 176.281 | 167.341 | $+5,3$ | 1,6 | 1,5 | $+0,1$ |
| Südamerika | 10.928 | 12.024 | $-9,1$ | 0,1 | 0,1 | $-0,0$ |
| Gesamt | 11.349.345 | 11.212.616 | $+1,2$ | 100.0 | 100.0 |
Die westeuropäischen Destinationen als aufkommensstärkste Region des Flughafen Wien verzeichneten einen Zuwachs von 1,9% auf 7.911.754 abgeflogene Passagiere, wodurch sich auch der Anteil der Region Westeuropa am Passagieraufkommen von 69,2%
| Destinationen | 2015 | Veränd. in % | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|
| Moskau | 254.640 | -22,7 | 329.513 | 369.692 |
| Bukarest | 187.539 | -7,1 | 201.929 | 210.290 |
| Sofia | 163.156 | +0,5 | 162.265 | 171.390 |
| Warschau | 102.780 | -0,5 | 103.345 | 103.007 |
| Kiew | 95.025 | +30,3 | 72.939 | 92.810 |
| Belgrad | 90.413 | +0,1 | 90.289 | 104.627 |
| Zagreb | 77.671 | -1,2 | 78.636 | 75.431 |
| Prag | 76.145 | -2,8 | 78.329 | 78.610 |
| Tirana | 70.936 | -3,2 | 73.316 | 72.991 |
| Sarajevo | 58.043 | +0,5 | 57.731 | 59.741 |
| Sonstige | 740.949 | -4,7 | 777.374 | 826.967 |
| Abfliegende Passagiere | 1.917.297 | -5,3 | 2.025.666 | 2.165.556 |
| Destinationen | 2015 | Veränd. in % | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|
| Bangkok | 112.782 | -2,4 | 115.557 | 113.864 |
| Tokio | 71.603 | -2,9 | 73.715 | 72.874 |
| New York | 70.869 | -17,9 | 86.284 | 87.523 |
| Washington | 69.061 | -4,6 | 72.355 | 61.900 |
| Taipeh | 64.542 | +18,2 | 54.594 | 48.376 |
| Peking | 64.493 | +13,3 | 56.944 | 43.820 |
| Chicago | 60.802 | +5,1 | 57.827 | 32.411 |
| Toronto | 57.975 | -0,0 | 57.981 | 51.603 |
| Newark | 55.121 | +127,9 | 24.183 | 0 |
| Delhi | 54.478 | -7,1 | 58.617 | 46.300 |
| Sonstige | 95.987 | +36,3 | 70.420 | 50.848 |
| Abfliegende Passagiere | 777.713 | +6,8 | 728.477 | 609.519 |
| Destinationen | 2015 | Veränd. in % | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|
| Dubai | 225.718 | -2,8 | 232.128 | 222.722 |
| Tel Aviv | 161.585 | +2,8 | 157.155 | 165.328 |
| Doha | 68.935 | +43,4 | 48.069 | 42.114 |
| Amman | 39.037 | -15,5 | 46.194 | 41.203 |
| Abu Dhabi | 34.615 | n. a. | 3.121 | 0 |
| Sonstige | 53.192 | +1,8 | 52.256 | 51.324 |
| Abfliegende Passagiere | 583.082 | +8,2 | 538.923 | 522.691 |
auf 69,7% erhöhte. Diese Entwicklung wurde vor allem durch Frequenzverstärkungen und Neuaufnahmen nach Großbritannien, in die Schweiz und nach Griechenland getragen. Der Rückgang um 5,3% auf 1.917.297 abfliegende Passagiere zu Destinationen in Osteuropa ist vor allem auf die schwierige wirtschaftliche Situation in Russland zurückzuführen, der Anteil der Reisenden in diese Region nahm daher um 1,2 Prozentpunkte ab. Aufgrund von Neuaufnahmen und Frequenzerweiterungen entwickelten sich die nordamerikanischen Destinationen mit plus 9,0% weiterhin positiv. Damit erhöhte sich ihr Anteil am Passagieraufkommen auf 2,9%. Ziele im Nahen und Mittleren Osten (plus 8,2%), im Fernen Osten (plus 3,8%) und in Afrika (plus 5,3%) konnten ebenfalls zulegen. Südamerika war mit minus 9,1% zwar rückläufig, hat jedoch durch geringere absolute Zahlen weniger Einfluss auf die Gesamtpassagierentwicklung.
Bei den Rankings der Reiseziele der abfliegenden Passagiere gab es kaum Veränderungen. Wie in den Vorjahren war Frankfurt mit 598.015 Passagieren die ab Wien am häufigsten gewählte Destination. London konnte Zürich jedoch von Platz zwei verdrängen. In Osteuropa bleibt Moskau mit 254.640 Fluggästen trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds weiterhin führend. Auf der Langstrecke war Bangkok mit 112.782 Reisenden wie im Vorjahr die Nummer eins. Im Nahen und Mittleren Osten behauptete Dubai auch 2015 mit großem Abstand die Top-Position.
| Destinationen | 2015 | Veränd. in % | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|
| Frankfurt | 598.015 | -12,2 | 680.895 | 659.393 |
| London | 512.032 | +10,9 | 461.630 | 425.472 |
| Zürich | 481.952 | +1,2 | 476.290 | 468.180 |
| Düsseldorf | 425.493 | +6,8 | 398.510 | 383.955 |
| Berlin | 397.512 | +0,8 | 394.496 | 371.267 |
Der größte Kunde der Flughafen Wien AG – die Austrian Airlines – verzeichnete einen Passagierrückgang von 3,1%. Daraus resultierend fiel ihr Anteil am Gesamtpassagier-aufkommen auf 45,6% (2014: 47,7%). Die Austrian Airlines ist jedoch nach wie vor der dominierende Home-Carrier am Flughafen Wien. Lufthansa bzw. Germanwings (inkl. Eurowings) trugen jeweils 3,9% (Vorjahr: 4,8% bzw. 3,2%) zur Gesamtpassagieranzahl bei.
NIKI/airberlin erreichten mit 3.875.006 Passagieren einen Anteil von 17,0% am Passagieraufkommen (2014: 17,3%). Erfreulich entwickelten sich demgegenüber easyJet, British Airways, TAP Portugal oder KLM, die durch Kapazitätserweiterungen ein starkes Passagierwachstum erreichten.
Die durchschnittliche Auslastung der Flüge (Linie und Charter) sank 2015 leicht von 75,0% auf 74,3%. Der Flughafen Wien wurde 2015 von 75 Fluglinien (2014: 70) regelmäßig angeflogen, die 181 Destinationen in 73 Ländern bedienten. Neu hinzugekommen sind u. a. die Langstreckendestinationen Miami, Colombo und Mauritius.
Der Flughafen Wien verzeichnete einen leichten Rückgang im Frachtaufkommen von minus 1,8% auf 272.575 Tonnen (2014: 277.532 Tonnen). Die mengenmäßig größten Rückgänge wurden bei Asiana Airlines, Cargolux und Lufthansa Cargo AG (LCAG) verzeichnet. Durch die sehr erfreulichen Entwicklungen bei Qatar Airways, Silkway Italia und Emirates konnten diese Rückgänge zum Teil kompensiert und so das Minus trotz schwieriger Rahmenbedingungen begrenzt werden.
Die Entgeltanpassungen aufgrund der Price-Cap-Formel sowie das Prozedere der Anpassungen für 2015 werden durch das Flughafenentgeltegesetz (FEG) geregelt, welches seit 1. Juli 2012 in Kraft ist.
Der Flughafen Wien bietet ein im internationalen Vergleich sehr attraktives Entgeltsystem an. Anpassungen der Entgelte erfolgten per 1. Jänner 2015 aufgrund des zwischen Fluglinien und Oberster Zivilluftfahrtbehörde (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie – BMVIT) vereinbarten und im FEG verankerten Price-Cap-Formel-Modells. Als Basis für die Berechnung des Lande-, Park- und luftseitigen Infrastrukturentgelts gilt das höchstzulässige Abfluggewicht (MTOW) der Luftfahrzeuge, für das Fluggastentgelt und das landseitige Infrastrukturentgelt die Zahl der Passagiere. Für die Ermittlung des Infrastrukturentgelts Betankung gilt die eingebrachte Menge an Flugzeugtreibstoff. Konkret errechnet sich die höchstzulässige Entgeltänderung aus der Inflationsrate, verringert um das 0,35-Fache des Verkehrswachstums. Für die Bestimmung des Verkehrswachstums wird der dreijährige Durchschnitt herangezogen, wobei die zwölf Monate jeweils vom 1. August bis 31. Juli gerechnet werden. Im Falle eines negativen Durchschnittswerts der Verkehrszahlen ist die höchstzulässige Entgeltänderung gleich der Inflationsrate.
Nach den entsprechenden Konsultationen mit den Fluglinien beantragte die Flughafen Wien AG folgende Änderungen der Entgelte ab 1. Jänner 2015, welche von der Obersten Zivilluftfahrtbehörde per Bescheid genehmigt wurden:
| Landeentgelt, Infrastrukturentgelt airside, Parkentgelt: |
+1,68% |
|---|---|
| Fluggastentgelt, Infrastrukturentgelt landside: |
+0,69% |
| Infrastrukturentgelt Betankung: |
+1,68% |
Das PRM-Entgelt (Entgelt für "Passengers with Reduced Mobility" – Flugreisende mit eingeschränkter Mobilität) wurde neu kalkuliert und um € 0,04 auf € 0,38 pro abfliegenden Passagier angehoben.
Aufgrund der Bestimmungen des Flughafenentgeltegesetzes und des Luftfahrtsicherheitsgesetzes 2011 (LSG) hat die Flughafen Wien AG das Sicherheitsentgelt für alle abfliegenden Passagiere (Lokal- und Transferpassagiere) gemäß der Price-Cap-Formel um 0,69% auf € 7,75 angehoben. Das Sicherheitsentgelt wurde infolge neuer EU-Bestimmungen betreffend Sprengstoffdetektion ab 1. September 2015 nochmals um € 0,55 pro abfliegenden Passagier angehoben.
Das Transfer-Incentive blieb im Jahr 2015 mit € 12,50 pro abfliegenden Transferpassagier unverändert. Dieses Transfer-Incentive-Programm, welches die Rolle des Flughafen Wien als Umsteigeflughafen stärken soll, sieht zudem eine weitere Staffelung unter gewissen Wachstumsbedingungen vor.
Das Wachstums-Incentive-Programm, bestehend aus Destinations- und Frequenz-Incentive sowie dem Frequenzdichte-Incentive, welches die Rolle des Flughafen Wien als Brückenkopf zwischen West und Ost nachhaltig fördert, wurde im Jahr 2015 fortgesetzt.
Ziel der mit 1. Jänner 2015 eingeführten Entgeltanpassungen sowie der Weiterführung bzw. Erweiterung der erfolgreichen Incentive-Programme war es, die Wettbewerbsfähigkeit der Entgelte des Flughafen Wien zu festigen und die strategisch bedeutsamen interkontinentalen und ost- bzw. zentraleuropäischen Destinationen zu fördern.
Durch das Passagierplus von 1,3% und die Entgeltanpassungen konnten die Umsatzerlöse der Flughafen Wien AG im Vergleich zu 2014 um 6,3% bzw. € 38,6 Mio. von € 614,2 Mio. auf € 652,8 Mio. gesteigert werden. Die Parkerträge und andere Miet- und Konzessionserträge entwickelten sich im Jahr 2015 ebenfalls positiv. Rückgänge verzeichneten hingegen vor allem die Frachterlöse durch das geringe Cargo-Volumen.
Die Airport-Erträge verzeichneten einen Anstieg um 4,0% bzw. € 12,9 Mio. auf € 330,8 Mio. Durch das Passagierwachstum und die Entgeltanpassungen konnten die Bruttoerlöse aus den Fluggastentgelten (inkl. PRM-Entgelt) um 2,2% bzw. € 4,2 Mio. auf € 197,6 Mio. sowie das passagierabhängige Sicherheitsentgelt von € 86,5 Mio. auf € 90,1 Mio. gesteigert werden. Durch den Anstieg des MTOW (plus 2,6%) und des gemäß Indexformel angehobenen Landeentgelts erhöhten sich die Bruttoerlöse (ohne Ermäßigungen) aus Landeentgelten trotz der um 1,7% rückläufigen Bewegungen um 3,7% auf € 68,8 Mio. (2014: € 66,4 Mio.). Das Infrastrukturentgelt für die Nutzung von infrastrukturellen Anlagen und Einrichtungen verzeichnete einen Anstieg um 5,4% von € 23,1 Mio. auf € 24,3 Mio. Die Erlösschmälerungen (Skonti und Incentives) reduzierten sich im Wesentlichen durch die geringere Anzahl an Transferpassagieren.
Die Abfertigungserträge verzeichneten im Berichtsjahr eine Steigerung der Umsatzerlöse von 3,8% bzw. € 5,2 Mio. auf € 140,3 Mio. (2014: € 135,1 Mio.). Die Erlöse aus der Frachtabfertigung reduzierten sich durch die Verschiebung der Relation zwischen Exporten und Importen sowie durch importseitig gesunkene Frachtvolumina um € 2,6 Mio. auf € 29,5 Mio. (2014: € 32,0 Mio.). Die Erlöse aus der Verkehrsabfertigung erhöhten sich hingegen von € 8,3 Mio. auf € 12,2 Mio. Dies ist u. a. auf die Erweiterung der Angebotspalette der Flughafen Wien AG (Passagierhandling) zurückzuführen.
Die Non-Aviation-Erlöse inklusive Erlösen von Konzerngesellschaften legten im Jahr 2015 in Summe um 12,7% bzw. € 20,5 Mio. auf € 181,7 Mio. zu. Die positive Entwicklung ist großteils darauf zurückzuführen, dass die Erlöse mit Tochtergesellschaften der Flughafen Wien AG um € 16,0 Mio. auf € 29,6 Mio. zulegten. Ein Umsatzplus von € 1,1 Mio. auf € 7,2 Mio. verzeichneten die Airport-Lounges. Positiv entwickelten sich die übrigen Mietund Konzessionserträge, die um 5,5% bzw. 4,5 Mio. auf € 85,1 Mio. stiegen.
Die Ergebnisentwicklung der Flughafen Wien AG für das Geschäftsjahr 2015 im Überblick:
| Beträge in € Mio. | 2015 | V. in % | 2014 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 652,8 | 6,3 | 614,2 |
| Sonstige betriebliche Erträge (inkl. aktivierter Eigenleistungen) |
9,0 | -2,7 | 9,2 |
| Betriebsleistung | 661,8 | 6,1 | 623,4 |
| Betriebsaufwand ohne Abschreibungen | -439,4 | 3,3 | -425,5 |
| EBITDA | 222,4 | 12,3 | 197,9 |
| Abschreibungen | -118,7 | 0,8 | -119,7 |
| EBIT | 103,6 | 32,5 | 78,2 |
| Finanzergebnis | 7,1 | n. a. | -0,1 |
| EBT | 110,7 | 41,8 | 78,1 |
| Steuern | -22,1 | 11,7 | -19,7 |
| Jahresüberschuss | 88,6 | 51,9 | 58,4 |
Auch im Jahr 2015 erreichte die Flughafen Wien AG ein Umsatzplus. Trotz schwieriger Marktbedingungen stiegen die Umsatzerlöse um 6,3% bzw. € 38,6 Mio. auf € 652,8 Mio. Dies ist vor allem auf die Airport-Umsätze zurückzuführen, deren Erlöse durch Entgeltanpassungen und Passagierwachstum zulegten. Während die Erlöse aus Vorfeld- und Verkehrsabfertigung stiegen, verzeichnete der Frachtbereich ein Minus im Vergleich zum Vorjahr. Die Non-Aviation-Umsätze legten ebenfalls deutlich zu, was u. a. auf höhere Konzernerlöse zurückzuführen ist.
Die sonstigen betrieblichen Erträge (inkl. aktivierter Eigenleistungen) liegen mit € 9,0 Mio. um € 0,2 Mio. unter dem Vorjahresniveau. Die aktivierten Eigenleistungen gingen um fast die Hälfte auf € 1,2 Mio. zurück (2014: € 2,2 Mio.), da 2015 schwerpunktmäßig Instandhaltungsarbeiten und projekte durchgeführt wurden. Die Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen beliefen sich auf € 1,5 Mio. (2014: € 0,2 Mio.) und resultieren u. a. aus dem Abgang von Gebäuden. Während die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen um ein Drittel bzw. € 1,2 Mio. auf € 2,5 Mio. zurückgingen, stiegen die übrigen Erträge auf € 3,5 Mio. (2014: € 2,8 Mio.).
Die Betriebsleistung stieg im Berichtsjahr aufgrund der höheren Umsatzerlöse um 6,1% bzw. € 38,3 Mio. auf € 661,8 Mio. an.
| Beträge in € Mio. | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Material, bezogene Leistungen | 69,7 | 76,0 |
| Personal | 205,5 | 221,6 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | 164,2 | 127,9 |
| Abschreibungen | 118,7 | 119,7 |
| Summe Betriebsaufwand | 558,1 | 545,2 |
Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen verringerten sich im Jahr 2015 von € 76,0 Mio. um € 6,3 Mio. auf € 69,7 Mio. Der Rückgang der Energieaufwendungen um € 0,9 Mio. auf € 16,2 Mio. ist im Wesentlichen auf geringere Einkaufspreise zurückzuführen. Der Rückgang der Materialaufwendungen von € 14,2 Mio. auf € 10,0 Mio. ist im Wesentlichen auf die Zusammenführung des Servicebereichs Technische Dienstleistungen mit der Technik-Tochtergesellschaft Vienna Airport Technik GmbH zurückzuführen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sanken leicht um 2,6% bzw. € 1,2 Mio. auf € 43,5 Mio.
Der Personalaufwand sank trotz kollektivvertraglicher Erhöhungen im Berichtsjahr um 7,3% bzw. € 16,1 Mio. auf € 205,5 Mio. (2014: € 221,6 Mio.). Im Vorjahr wirkten höhere Rückstellungsdotierungen durch Parameteränderungen (Senkung des angewandten Rechnungszinssatzes) und nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand durch geänderte Bemessungsgrundlagen belastend. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ging um 1,7% auf 3.129 Mitarbeiter zurück.
Der Aufwand für Löhne reduzierte sich trotz kollektivvertraglicher Erhöhungen aufgrund der geringeren Mitarbeiterzahl um 0,2% bzw. € 0,2 Mio. auf € 83,5 Mio. Die Gehaltsaufwendungen gingen ebenfalls um 4,5% bzw. € 3,2 Mio. auf € 68,0 Mio. zurück, da im Vorjahr Rückstellungsdotierungen des Sozialkapitals belastend wirkten. Die Aufwendungen für Abfertigungen reduzierten sich um die Hälfte bzw. € 9,2 Mio. auf € 8,7 Mio. Dieser Effekt sowie Rückstellungsauflösungen wirkten auch auf die Aufwendungen für Altersversorgung, die sich im Vorjahresvergleich um € 4,5 Mio. auf € 0,8 Mio. verringerten. Die Aufwendungen für Sozialabgaben stiegen leicht um € 0,2 Mio. auf € 42,2 Mio. (2014: € 42,0 Mio.). Die sonstigen Sozialaufwendungen stiegen um € 0,7 Mio. auf € 2,3 Mio.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Vorjahresvergleich um € 36,2 Mio. auf € 164,2 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Fremdleistungen von Konzernunternehmen zurückzuführen, welche von € 51,8 Mio. auf € 81,3 Mio. zulegten. Ab dem Berichtsjahr wurden technische Dienstleistungen der Geschäftsfelder Elektrotechnik, Haustechnik, Allgemeinmechanik, Anlagentechnik, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sowie Sicherheitstechnik zentral vom Tochterunternehmen Vienna Airport Technik GmbH bezogen. Die Fremdleistungen von externen Unternehmen sanken im Gegenzug durch das Insourcing von Leistungen um € 1,5 Mio. auf € 9,1 Mio. Die Instandhaltungskosten (inkl. Wartungen) stiegen im Vorjahresvergleich um € 6,1 Mio. auf € 29,8 Mio., da im Berichtsjahr schwerpunktmäßig Instandhaltungsprojekte durchgeführt wurden. Im Bereich der Beratungsaufwendungen stiegen die Aufwendungen durch Projektvorarbeiten und Projekt-entwicklungen um € 1,4 Mio. auf € 5,8 Mio. Die Aufwendungen für Marketing und Markt-kommunikation legten leicht von € 20,5 Mio. auf € 21,7 Mio. zu. Der Fokus auf Mitarbeiteraus- und -weiterbildung (z. B. Start des Führungskräfteentwicklungsprogramms) sorgte für einen Anstieg der Ausbildungskosten (inkl. Fahrt- und Reisespesen) von € 1,7 Mio. auf € 2,7 Mio. Der sonstige Betriebsaufwand reduzierte sich hingegen um € 1,8 Mio.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der Flughafen Wien AG konnte im Berichtsjahr durch die höheren Umsatzerlöse um 12,3% auf € 222,4 Mio. zulegen (2014: € 197,9 Mio.).
| Beträge in € Mio. | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Abschreibungen | 118,7 | 119,7 |
2015 wurden € 2,2 Mio. in immaterielles Anlagevermögen sowie € 50,5 Mio. in Sachanlagevermögen investiert. Die Finanzanlagen stiegen durch Zugänge in Höhe von € 95,8 Mio. durch die Erhöhung der Anteile an verbundenen Unternehmen sowie aufgrund von begebenen Ausleihungen an Tochtergesellschaften.
Investitionen (inkl. Finanzanlagen) 148,4 80,0
Die planmäßigen Abschreibungen nahmen im Vergleich zum Vorjahr vor allem durch den Abgang von Gebäuden und anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen leicht um € 1,0 Mio. auf € 118,7 Mio. ab.
Durch das gestiegene operative Ergebnis (EBITDA) und die leicht gesunkenen Abschreibungen konnte auch das EBIT der Flughafen Wien AG um 32,5% bzw. € 25,4 Mio. auf € 103,6 Mio. gesteigert werden.
Das Finanzergebnis verbesserte sich im Berichtsjahr von minus € 0,1 Mio. auf plus € 7,1 Mio. Höheren Beteiligungserträgen in Höhe von € 28,0 Mio. (plus € 6,0 Mio.) stehen geringere Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen, die sich im Vorjahresvergleich um € 0,2 Mio. auf € 0,4 Mio. reduzierten, und geringere Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen in Höhe von € 0,5 Mio. (2014: € 0,8 Mio.) gegenüber.
Das Zinsergebnis verbesserte sich einerseits durch die Rückführung von Finanzverbindlichkeiten sowie andererseits aufgrund höherer Zinserträge von minus € 23,6 Mio. im Jahr 2014 auf minus € 21,3 Mio.
In Summe erzielte die Flughafen Wien AG 2015 ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von € 110,7 Mio. (2014: € 78,1 Mio.). Die Steuerquote für das Geschäftsjahr 2015 beträgt 19,9% (2014: 25,3%). Der Jahresüberschuss legte im Vorjahresvergleich um die Hälfte bzw. € 30,3 Mio. auf € 88,6 Mio. zu (2014: € 58,4 Mio.).
Bilanzstruktur der Flughafen Wien AG
1) Inklusive unversteuerter Rücklagen und Investitionszuschüssen
Die Bilanzsumme der Flughafen Wien AG belief sich zum 31. Dezember 2015 auf € 1.765,8 Mio. und stieg damit gegenüber 2014 um 0,7% bzw. € 11,8 Mio. Die Anlagenintensität des Tätigkeitsfeldes der Gesellschaft spiegelt sich im Anteil des Anlagevermögens von 95,3% (2014: 95,3%) wider.
Der Anteil des Eigenkapitals (inkl. unversteuerter Rücklagen und Investitionszuschüssen) stieg im Vergleich zu 2014 um 2,8 Prozentpunkte auf 46,1% bzw. von € 759,6 Mio. auf € 813,4 Mio. Durch die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten reduzierte sich der Anteil der Schulden auf 53,9% (2014: 56,7%).
Das Anlagevermögen stieg um 0,7% bzw. € 12,3 Mio. auf € 1.683,3 Mio. zum 31. Dezember 2015. Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte reduzierten sich um 17,0% bzw. € 1,7 Mio. auf € 8,5 Mio. Den Zugängen von € 2,2 Mio. stehen Abschreibungen von € 4,0 Mio. gegenüber.
Die Sachanlagen stellen mit einem Buchwert von € 1.346,9 Mio. die größte Position des Vermögens dar: Hier stehen Zugänge von € 50,5 Mio. den Abschreibungen in Höhe von € 114,7 Mio. und Buchwertabgängen in Höhe von € 8,8 Mio. gegenüber.
Der Buchwert der Grundstücke und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund, reduzierte sich um 5,0% bzw. € 53,5 Mio. auf € 1.008,4 Mio. 2015 wurden Investitionen (Anlagenzugänge bzw. Inbetriebnahme von in Bau befindlichen Anlagen) in Höhe von € 6,7 Mio. getätigt sowie Buchwertabgänge in Höhe von € 6,5 Mio. und Abschreibungen in Höhe von € 53,8 Mio. erfasst.
Der Posten "Technische Anlagen und Maschinen" ist ebenfalls durch die Erfassung der laufenden Abschreibungen in Höhe von € 38,7 Mio. sowie von Zugängen (inkl. Umbuchungen von Anlagen in Bau) in Höhe von € 22,0 Mio. auf € 209,7 Mio. gesunken.
Im Bereich "Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" wurden 2015
€ 16,4 Mio. investiert (Anlagenzugänge bzw. Inbetriebnahme von in Bau befindlichen Anlagen). Der Buchwert zum 31. Dezember 2015 betrug € 57,7 Mio.
Die noch in Bau befindlichen Projekte inklusive geleisteter Anzahlungen beliefen sich zum Stichtag auf € 71,1 Mio. (2014: € 65,8 Mio.) und stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Projekt 3. Piste.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen stiegen im Berichtsjahr um € 8,1 Mio. auf € 198,9 Mio. durch einen geleisteten Zuschuss an ein Konzernunternehmen. Im Bereich der Ausleihungen an verbundene Unternehmen wurden neben Tilgungen in Höhe von € 7,4 Mio. neue Ausleihungen in Höhe von € 87,6 Mio. erfasst. Die Zugänge im Finanzanlagevermögen stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Erwerb der Konzerngesellschaften VIE Logistikzentrum West GmbH & Co KG (LZW) und VIE Flugbetrieb Immobilien GmbH (VFI, vormals HERMIONE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH).
Das Umlaufvermögen (exkl. Rechnungsabgrenzungsposten) stieg 2015 um 2,7% bzw. € 2,1 Mio. auf € 80,8 Mio. (2014: € 78,6 Mio.). Dies ist im Wesentlichen auf höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen, die aufgrund des Umsatzwachstums sowie geringerer Wertberichtigungen um 8,0% bzw. € 2,8 Mio. auf € 37,3 Mio. stiegen. Während die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aufgrund geringerer sonstiger Forderungen um € 2,6 Mio. auf € 11,0 Mio. sanken, nahmen die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, um € 1,0 Mio. zu. Die sonstigen Forderungen bleiben mit € 12,9 Mio. auf Vorjahresniveau.
Während sich die Vorräte um € 0,6 Mio. auf € 3,5 Mio. reduzierten, blieben die Wertpapiere des Umlaufvermögens mit € 12,1 Mio. zum Vorjahr unverändert. Die liquiden Mittel stiegen von € 0,7 Mio. auf € 2,5 Mio.
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten sank um € 2,6 Mio. auf € 1,7 Mio.
Das Eigenkapital der Flughafen Wien AG stieg im Berichtsjahr um 7,3% bzw. € 54,5 Mio. auf € 804,2 Mio. Dem Jahresüberschuss in Höhe von € 88,6 Mio. steht die Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2014 in Höhe von € 34,7 Mio. gegenüber.
Die unversteuerten Rücklagen verringerten sich durch die bestimmungsgemäße Auflösung um € 0,5 Mio. auf € 8,1 Mio.
Die Rückstellungen reduzierten sich im Jahr 2015 um 0,8% bzw. € 1,8 Mio. auf € 231,6 Mio. (2014: € 233,4 Mio.). Während Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen durch die laufenden Dotierungen stiegen, reduzierten sich die Pensionsrückstellungen bzw. Altersteilzeitrückstellungen durch Verwendungen bzw. Auflösungen. Die Rückstellungen für Steuern erhöhten sich durch das bessere operative Ergebnis der Gesellschaft. Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen (exkl. Jubiläumsgeldrückstellung) ist auf einen geringeren Stand der Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen, welche sich um € 6,0 Mio. auf € 20,3 Mio. reduzierte, zurückzuführen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken um 7,6% bzw. € 38,1 Mio. auf € 461,7 Mio. aufgrund von Tilgungen der Finanzschulden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um 11,4% auf € 29,5 Mio. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen konnten ebenfalls leicht um € 0,6 Mio. auf € 133,0 Mio. (2014: € 132,4 Mio.) gesenkt werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, stiegen um € 3,5 Mio. auf € 16,0 Mio., u. a. aufgrund höherer Veranlagungen dieser Gesellschaften bei der Flug-
hafen Wien AG sowie stichtagsbezogener Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten wirkte eine Auflösung einer Finanzierungsleasingverbindlichkeit gegenläufig zu Dotierungen für den Umweltfonds in Höhe von € 6,3 Mio. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten sanken aufgrund von Auflösungen um € 1,0 Mio. auf € 22,5 Mio.
| in T€ | 2015 | 2014 | |
|---|---|---|---|
| Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit: | |||
| +/– | Jahresüberschuss | 88.639,6 | 58.351,2 |
| + | Abschreibungen auf immaterielle Anlagen und Sachanlagen |
118.721,9 | 119.690,7 |
| – | Zuschreibungen zu Finanzanlagen | -376,8 | -565,1 |
| + | Abwertung von Finanzanlagen | 239,0 | 0,0 |
| – | Veränderung der Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln |
-212,8 | -135,9 |
| +/– | Veränderung des Sozialkapitals | 2.006,0 | 19.356,3 |
| +/– | Veränderung der übrigen langfristigen Rückstellungen | -363,8 | 1.117,2 |
| –/+ | Gewinne (–) / Verluste (+) aus Abgängen von immateriellen Anlagen und Sachanlagen |
-974,8 | 243,9 |
| –/+ | Gewinne (–) / Verluste (+) aus Abgängen von Finanzanlagen |
267,5 | 0,0 |
| Betrieblicher Cashflow | 207.945,7 | 198.058,3 | |
| –/+ | Zunahme/Abnahme der Vorräte | 626,8 | 206,6 |
| –/+ | Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
-2.778,3 | -2.078,8 |
| –/+ | Veränderung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und assoziierten Unternehmen |
1.627,9 | -389,9 |
| –/+ | Zunahme/Abnahme der sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände (ohne Finanzierung) sowie Rechnungsabgrenzungsposten |
2.666,7 | 7.661,3 |
| +/– | Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferun gen und Leistungen und der sonstigen Rückstellungen |
-4.091,3 | -2.179,9 |
| +/– | Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen (ohne Finanzierung) |
4.095,4 | 7.753,5 |
| +/– | Zunahme/Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten (ohne Finanzierung) und Rechnungsabgrenzungsposten |
3.958,8 | 4.656,8 |
| 6.105,9 | 15.629,5 | ||
| Operativer Cashflow | 214.051,6 | 213.687,8 | |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit: | |||
| – | Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Anlagen und Sachanlagen |
-53.877,7 | -70.874,1 |
| + | Einzahlungen für immaterielle Anlagen und Sachanlagen | 1.545,2 | 4.437,5 |
| – | Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen | -95.576,2 | -191,6 |
| + | Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens |
8.288,3 | 5.369,3 |
| -139.620,5 | -61.258,9 | ||
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit: | |||
| – | Dividendenausschüttungen | -34.650,0 | -27.300,0 |
| +/– | Veränderung der mittel- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten |
-38.054,1 | -125.914,0 |
| -72.704,1 | -153.214,0 | ||
| Veränderung der flüssigen Mittel | 1.727,1 | -785,2 |
Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen sind im Jahr 2015 von € 80,0 Mio. auf € 148,4 Mio. gestiegen. Von den erfolgten Investitionen entfallen € 50,5 Mio. auf Sachanlagevermögen und € 2,2 Mio. auf immaterielle Vermögenswerte. Im Bereich der Finanzanlagen wurden Investitionen in Höhe von € 95,8 Mio., im Wesentlichen für Ausleihungen für verbundene Unternehmen, erfasst.
Die größten Zugänge im Bereich der Sachanlagen betreffen mit € 13,3 Mio. den Bau von Fillets im Pistensystem 11/29 sowie mit € 7,9 Mio. Investitionen im Zusammenhang mit der 3. Piste. Weitere Investitionen betrafen Fahrzeuge (inkl. Spezialfahrzeugen für den operativen Bereich), Röntgengeräte, EDV-Equipment und Software sowie ein Containerdorf.
Im Geschäftsjahr 2015 bestanden wie im Vorjahr keine Zweigniederlassungen.
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Finanzanlagen wie konsolidierte und andere Beteiligungen, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, ausgereichte Kredite und sonstige Forderungen, originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Anspruch des Gläubigers auf Erhalt von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie derivative Finanzverbindlichkeiten. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen, außer wenn bezüglich der Beträge ein Aufrechnungsrecht besteht und der Ausgleich auf Nettobasis erfolgen soll.
Der Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. wurde eine Option eingeräumt, dass die Flughafen Wien AG die Anteile an der Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH zum fixierten Kaufpreis in Höhe von T€ 5.562,4 übernimmt. Zu weiteren Details wird auf den Anhang verwiesen.
Die finanzwirtschaftliche Steuerung der Flughafen Wien AG erfolgt mithilfe eines Kennzahlensystems, das auf ausgewählten, eng aufeinander abgestimmten Kenngrößen basiert. Diese Steuerungsgrößen definieren das Spannungsfeld zwischen Wachstum, Rentabilität und finanzieller Sicherheit, in dem sich die FWAG bei der Verfolgung ihres obersten Unternehmensziels "profitables Wachstum" bewegt.
Die Sicherstellung einer hohen Profitabilität ist das erklärte langfristige Ziel der Unternehmensführung. Die Abschreibungsaufwendungen beeinflussen die Ertragskennzahlen der FWAG erheblich. Um eine von dieser Entwicklung unabhängige Beurteilung der operativen Leistungskraft und des Erfolgs der einzelnen Unternehmensbereiche zu ermöglichen, gilt das EBITDA, das dem Betriebsergebnis zuzüglich Abschreibungen und Wertminderungen entspricht, als wesentliche Erfolgsgröße. Ebenso die EBITDA-Marge, die das EBITDA im Verhältnis zum Umsatz ausdrückt. Für das Geschäftsjahr 2015 wird eine EBITDA-Marge von 34,1% nach 32,2% im Vorjahr ausgewiesen.
Weiters hat die Optimierung der Finanzstruktur oberste Priorität. Auf Konzernebene wird die solide Basis der Finanzierung mithilfe der Kennzahl Gearing (Verschuldungsgrad), die das Verhältnis der Nettoverschuldung zum buchmäßigen Eigenkapital ausdrückt, gemessen. Weiters wird zur Steuerung der Finanzstruktur das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA herangezogen.
Trotz eines höheren Investitionsvolumens reduzierten sich die Finanzverbindlichkeiten durch Tilgungen 2015 gegenüber 2014. Die liquiden Mittel stiegen um € 1,7 Mio. und betrugen zum Stichtag € 2,5 Mio.
Zur Beurteilung der Rentabilität dient neben der EBITDA-Marge vor allem die Eigenkapitalrendite (Return on Equity after Tax – ROE), die das Verhältnis von Periodenergebnis zum im Jahresverlauf durchschnittlich gebundenen buchmäßigen Eigenkapital ausdrückt.
| Beträge in € Mio. | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| EBIT in € Mio. | 103,6 | 78,2 |
| EBITDA in € Mio. | 222,4 | 197,9 |
| EBIT-Marge in % | 15,9 % | 12,7 % |
| EBITDA-Marge in % | 34,1 % | 32,2 % |
| ROE in % | 11,3 % | 7,8 % |
Erläuterungen zu den Kennzahlen:
EBIT (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern Formel: EBIT / Umsatz
EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = EBIT plus Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Formel: (EBIT + Abschreibungen) / Umsatz
(Return on Equity after Tax) Formel: Jahresüberschuss / durchschnittliches Eigenkapital (inkl. unversteuerter Rücklagen und Investitionszuschüssen) Durchschnittliches Eigenkapital: (Eigenkapital Vorjahr plus laufendes Jahr) / 2
Um wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung zeitnah und umfassend abbilden zu können, verfügt die Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) über ein Risikomanagementsystem, welches sicherstellt, dass relevante Risiken identifiziert, analysiert, bewertet sowie im Rahmen geeigneter Maßnahmen behandelt werden. Dieses System ist in der folgenden Grafik wiedergegeben:
Quelle: adaptiert aus Denk, Exner-Merkelt, Ruthner (2008): Corporate Risk Managment
Das Risikomanagementsystem wird dabei von klar dokumentierten risikopolitischen Grundsätzen gesteuert. Auf diese Richtlinien stützt sich eine definierte Risikomanagement-Aufbauorganisation, welche über die gesamte Struktur der Flughafen-Wien-Gruppe hinweg gültig ist.
Das Risikomanagement ist dabei organisatorisch im Bereich des strategischen Controllings angesiedelt. Während aus dieser Funktion heraus sämtliche Risikomanagementaktivitäten zentral koordiniert werden, sind grundsätzlich alle Beschäftigten der FWAG
dazu aufgefordert, sich in ihrem Tätigkeitsbereich aktiv am Risikomanagement zu beteiligen, um die Funktion in die laufenden Geschäftsprozesse zu integrieren. Zuständig dafür sind insbesondere die Risikoverantwortlichen und Risikobeauftragten in den Bereichen und Beteiligungen.
Auf Basis dieser Verantwortlichkeiten wird der Risikomanagementzyklus, bestehend aus Risikoidentifikation, Risikobewertung und -aggregation, Risikosteuerung und Maßnahmenzuordnung sowie der abschließenden Berichterstattung, effizient durchlaufen. Begleitet wird dieser Prozess von einer umfassenden schriftlichen Dokumentation des gesamten Risikomanagementsystems der FWAG in Form der konzernweit gültigen Risikomanagementrichtlinie und einer Prozess- und Risikomanagementsoftware, welche als zentrale Datenbank für sämtliche identifizierten Risiken und damit verbundenen Maßnahmen zur Verfügung steht.
Außerdem nimmt das interne Kontrollsystem (IKS) Risikoagenden im Sinne der Sicherstellung der Zuverlässigkeit der betrieblichen Berichterstattung, der Einhaltung der damit verbundenen Gesetze und Vorschriften sowie der Sicherung des Vermögens wahr. Daneben prüft die Revisionsabteilung die Geschäftsgebarung und die Organisationsabläufe regelmäßig auf ihre Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Zweckmäßigkeit. Damit stehen dem Vorstand alle notwendigen Instrumente und Strukturen zur Verfügung, um Risiken frühzeitig zu erkennen und die entsprechenden Maßnahmen zur Abwehr bzw. Minimierung der Risiken setzen zu können. Die bestehenden Systeme werden laufend evaluiert und weiterentwickelt.
Im Folgenden werden, dem Risikokatalog der Flughafen-Wien-Gruppe folgend, die maßgeblichen Entwicklungen in den vier Hauptrisikoklassen dargestellt.
Der Geschäftsverlauf der FWAG wird wesentlich von der weltweiten, europäischen und regionalen Entwicklung des Luftverkehrs beeinflusst, die ihrerseits maßgeblich von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängt. Konjunkturelle Schwankungen können daher einen maßgeblichen Einfluss auf die FWAG haben. Laut OECD liegt das weltweite Wachstum derzeit deutlich unter seinen langfristigen Durchschnittswerten und hat sich auch 2015 weiter verlangsamt. Während in den USA das Wachstum relativ kräftig bleibt, ist in den aufstrebenden Volkswirtschaften (vor allem in China) eine anhaltende Konjunkturverlangsamung zu beobachten. Ein bedeutender globaler Unsicherheitsfaktor in diesem Zusammenhang ist der im Vorjahr registrierte Einbruch des Welthandelswachstums. Innerhalb Europas und der Eurozone ist eine Erholung nach den Krisenjahren erkennbar, allerdings bleibt das Wachstum insgesamt gesehen auf moderatem Niveau. Für Österreich prognostiziert das WIFO für 2016 zwar wesentlich stärkere Wachstumsraten als noch im vergangenen Jahr, allerdings bleibt das Wachstum nach wie vor hinter dem Schnitt der Eurozone zurück.
Unsicherheiten im geopolitischen Bereich bestehen weiterhin im Hinblick auf die Krise zwischen der Europäischen Union und Russland sowie hinsichtlich der Krisenherde im Nahen und Mittleren Osten. Aufgrund seiner Ausrichtung als Drehscheibe im Ost-West-Verkehr ist der Flughafen Wien von den wirtschaftlichen und politischen Sanktionen gegen Russland negativ betroffen. Positiv dürfte sich die schrittweise Aufhebung der Sanktionen gegenüber dem Iran im Zuge des Abschlusses des sogenannten Atomabkommens auswirken.
Aus regulatorischer und rechtlicher Sicht wurde im Dezember 2015 von der Europäischen Kommission ein neuer Entwurf des "Aviation Packages" vorgestellt. Der bisher einzige legislative Vorschlag im Rahmen dieses Pakets betrifft die EASA-Verordnung (European Aviation Safety Agency). Die EU-Behörde soll demnach neue Kompetenzen bekommen. Etwaige Nachteile, beispielsweise durch Überregulierungen, werden laufend geprüft, sind aber noch nicht erkennbar. Unklar sind die Chancen für die Umsetzung der Kommissionspläne, umfassende EU-Luftverkehrsabkommen mit Dritten (z. B. den Golfstaaten oder der ASEAN – Association of South-East Asian Nations) abzuschließen, sowie auch der konkrete Inhalt dieser Abkommen. Ob sich eine Liberalisierung des Flugverkehrs bei gleichzeitiger Einführung einer "Fair Competition Clause" verwirklichen lässt, hängt nicht zuletzt von den Mitgliedstaaten (Mandatserteilung) und dem möglichen Verhandlungsverlauf ab. Nicht enthalten im "Aviation Package" sind Vorschläge bezüglich einer weiterführenden Liberalisierung der Bodenverkehrsdienste. Die Zulassung eines dritten Handling-Agents im Bereich der zugangsbeschränkten Ground-Handling-Dienstleistungen am Flughafen Wien ist daher mittelfristig nicht zu erwarten. Ob seitens der Kommission zukünftig ein neuer Vorstoß in dieser Richtung unternommen wird, ist derzeit nicht absehbar. Ähnliches gilt für die Richtlinie zu Flughafenentgelten, wo die Kommission prüfen wird, ob bzw. inwieweit eine Anpassung der Regulierung notwendig ist.
Durch die EU-Emissionsrichtlinien und -Umweltstandards (v. a. Emission Trading Scheme) wird aus Sicht der FWAG die Position europäischer Fluggesellschaften und somit die Attraktivität europäischer Airports als Transfer-Hubs gegenüber Alternativstandorten außerhalb Europas geschwächt.
Auf nationaler Ebene ist seit dem Inkrafttreten des Flugabgabegesetzes (FlugAbgG) im Jahr 2011 eine zusätzliche Kostenbelastung für Airlines bzw. Passagiere entstanden. Die einzuhebenden Beträge richten sich nach der Entfernung des Flugziels und betragen derzeit pro abfliegenden Passagier € 7 für Kurz-, € 15 für Mittel- sowie € 35 für Langstreckenflüge. Die Abgabe dämpft das Passagieraufkommen und schwächt somit die Wettbewerbsposition des Flughafen Wien, da die meisten europäischen Länder keine derartigen Steuern einheben. Die Anforderungen aus dem Energieeffizienzgesetz wurden durch die vollinhaltliche Umsetzung und positive externe Zertifizierung des Umweltmanagementsystems EMAS im Herbst 2015 erfüllt.
Behördliche Auflagen oder gesetzliche Änderungen können vor allem im Bereich Umweltschutz rechtliche Risiken auslösen (z. B. Lärm, Emissionen, Änderungen von An- und Abflugrouten). Diesen Risiken wird insbesondere durch entsprechende Aufklärung und Einbindung von Betroffenen im Rahmen des Dialogforums (z. B. 3. Piste) oder von Nachbarschaftsbeiräten vorgebeugt. Derzeit ist die Situation durch die bereits bestehenden Beschränkungen in betrieblicher Hinsicht (keine Verwendung von lärmsensitiven Anund Abflugstrecken in der Zeit von 21.00 Uhr bis 7.00 Uhr und die Deckelung der absoluten Bewegungszahlen in der Zeit von 23.30 Uhr bis 5.30 Uhr) allerdings als stabil zu bezeichnen. Eine weitergehende Nachtflugbeschränkung, welche sich besonders in einer Reduktion von Fracht- und Langstreckenflügen manifestieren könnte, ist derzeit nicht absehbar.
Politische und regulatorische Risiken aus Beteiligungsverhältnissen (Malta bzw. Slowakei), wie zum Beispiel die Besteuerung des Flugverkehrs, behördliche Flugverkehrsbeschränkungen oder Änderungen der für die Flughäfen relevanten Gesetze oder Behördenauflagen, werden laufend beobachtet. Entsprechende Entwicklungen können die mittelfristige Planung beeinflussen und zu Wertminderungen einzelner Beteiligungen führen.
Die Nichteinhaltung rechtlicher Anforderungen (Compliance) kann Haftungen der Geschäftsführung bzw. des Vorstands nach sich ziehen. Die Einhaltung der entsprechenden Vorschriften wird daher durch unternehmensinterne Richtlinien, wie etwa die Emittenten-Compliance-Verordnung (ECV), gesichert. Dabei wurden zur Vermeidung einer missbräuchlichen Verwendung oder Weitergabe von Insiderinformationen ständige Vertraulichkeitsbereiche eingerichtet, die bei Bedarf um temporäre Vertraulichkeitsbereiche ergänzt werden. Zur laufenden Überwachung wurden organisatorische Maßnahmen und Kontrollmechanismen implementiert.
Eine vom ehemaligen Bestandsnehmer Rakesh Sardana gegen die FWAG in New York eingebrachte Klage über US\$ 168 Mio. (rund € 150 Mio.) wegen vermeintlicher Diskriminierung entbehrt nach Auffassung der FWAG jeder sachlichen und rechtlichen Grundlage.
Weltweit gesehen präsentiert der Branchenverband IATA (International Air Transportation Association) einen positiven Ausblick für die Luftfahrtbranche und prognostiziert für 2016 ein Passagierwachstum von 6,7% und ein Frachtwachstum von 2,8%. Gleichzeitig werden für 2016 für die gesamte Branche erstmals Renditen prognostiziert, die über den Kapitalkosten liegen. Innerhalb Europas erwartet die IATA Gewinne in Höhe von US\$ 8,5 Mrd. nach Steuern. Dabei wirkt sich u. a. das derzeit niedrige Niveau des Kerosinpreises positiv auf die Branche aus. Anzeichen für eine nachhaltige Trendumkehr in der Preisentwicklung sind derzeit nicht erkennbar.
Dennoch bleibt vor allem in Europa aufgrund der weiterhin hohen Wettbewerbsintensität die Ertragslage vieler Airlines angespannt. Es ist deshalb davon auszugehen, dass diese Airlines ihre bereits eingeschlagenen Programme zur Steigerung der Effizienz und Profitabilität weiter fortsetzen (Kostenreduktion, Optimierung des Portfolios, Verlangsamung des Flottenausbaus bzw. Flottenreduktion). Dies wird auch den Kostendruck auf die europäischen Flughäfen weiter erhöhen.
Die Austrian Airlines ist mit einem Anteil von 45,6% gemessen am Gesamtaufkommen der Passagiere größter Kunde der FWAG. Die strategische Ausrichtung der Austrian Airlines und ihre nachhaltige Entwicklung als leistungsstarker Home-Carrier beeinflussen den Geschäftserfolg der FWAG maßgeblich. Die Entwicklung dieses Hauptkunden wird von den zuständigen Geschäftsbereichen kontinuierlich beobachtet und analysiert.
Auf Gesamtunternehmensebene kam es bei der Austrian Airlines im Berichtsjahr zu einem Passagierrückgang von 3,0%. Am Flughafen Wien wurden von der Austrian Airlines 2015 rund 10,4 Mio. Passagiere befördert (minus 3,1% gegenüber 2014). Gründe für den Rückgang sind vor allem die Aussteuerung der Saisonalität und die anhaltend schwache Geschäftsentwicklung in Russland. Für 2016 wird jedoch wieder ein leichtes Verkehrswachstum angestrebt, auch im Hinblick auf die für den Transferverkehr besonders wichtigen Langstrecken bleibt der Ausblick positiv.
Trotz des Passagierrückgangs erwartet die Austrian Airlines für das Geschäftsjahr 2015 eine deutliche EBIT-Steigerung. Die FWAG geht davon aus, dass die Airline den nachhaltigen wirtschaftlichen Turnaround geschafft und damit die Basis für die Fortsetzung der bestehenden Netzwerkstrategie mit dem Fokus Ost-West-Transfer gelegt hat. Es bleiben
jedoch Unwägbarkeiten hinsichtlich der weiteren Entwicklung, welche von verschiedenen Faktoren (übergeordnete Strategie der Konzernmutter sowie Organisationsstruktur, Wettbewerbsumfeld, regulatorische Rahmenbedingungen etc.) abhängen.
Die Fluglinien NIKI und airberlin nehmen mit einem Passagieranteil von 10,6% bzw. 6,4% die Plätze zwei und drei im Kundenranking der FWAG ein. Bei airberlin, der Eigentümerin von NIKI, ist die wirtschaftliche Situation nach wie vor angespannt. Auf Gruppenebene gingen die Passagierzahlen im vergangenen Geschäftsjahr um 4,6% zurück. Trotz umfassender Maßnahmen und Verbesserung der Kosteneffizienz ist auch für das Gesamtjahr 2015 ein negatives EBIT zu erwarten. Im November 2015 wurde die strategische Neuausrichtung weiter präzisiert, wobei der Fokus weiterhin auf Netz- und Flottenoptimierung, Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen liegt. Auswirkungen daraus werden 2016 auch auf den Flughafen Wien erwartet. Am Flughafen Wien entwickelte sich der Verkehr von airberlin 2015 jedoch mit einer 4,5%igen Steigerung der Passagierzahlen positiv.
Die heimische Tochter NIKI ist laut Konzernangaben im operativen Betrieb profitabel, jedoch auch von der übergeordneten Strategie und Entwicklung der airberlin-Gruppe betroffen. Das Codeshare-Programm mit Etihad Airways wurde im Berichtsjahr weiter ausgebaut und umfasst nun mehr als 430 wöchentliche Codeshare-Flüge in über 30 Destinationen. Innereuropäisch wurde und wird das Destinationsportfolio angepasst, wobei der Fokus weiterhin auf Tourismusdestinationen liegt. Im Vergleich zum Vorjahr beförderte NIKI um 2,9% weniger Passagiere vom Flughafen Wien.
Unsicherheit im Umfeld von NIKI/airberlin besteht im Zuge der Codeshare-Vereinbarung mit Etihad Airways. Nach einem deutschen Verwaltungsgerichtsurteil, welches dem deutschen Verkehrsministerium erlaubt hätte, einen Teil der Codeshare-Flüge zwischen airberlin und Etihad Airways in Deutschland zu untersagen, hat das Oberverwaltungsgericht im Jänner 2016 die Flüge vorläufig für die Dauer des Winterflugplans 2015/2016 weiterhin genehmigt. Darüber hinaus kann jedoch mangels tragfähiger Grundlage im entsprechenden Luftverkehrsabkommen keine Einschätzung getroffen werden, wie die Behörde die betroffenen Flugverbindungen zukünftig behandeln wird. Die FWAG beobachtet diese Entwicklungen, schätzt die unmittelbaren Effekte auf den Flughafen Wien aber als gering ein.
Von anderen Nicht-Netzwerk-Carriern am Flughafen Wien wurden positive Ausbaupläne bekanntgegeben. easyJet dehnte das Angebot im Berichtsjahr aus und wird auch 2016 neue Destinationen anbieten. Zudem startete Eurowings im November den Regelbetrieb ab Wien und bedient mit einem Airbus A320 drei Destinationen. Ein weiteres Flugzeug wird voraussichtlich im Frühjahr 2016 am Standort in Betrieb gehen und das Portfolio um fünf zusätzliche Destinationen erweitern.
Insgesamt versucht die FWAG mit Marketingmaßnahmen sowie wettbewerbsfähigen Entgelte- und Incentive-Modellen, die für alle Fluglinien gleichermaßen gelten, dem Absatzmarktrisiko entgegenzuwirken. Insbesondere wird dabei das Ziel verfolgt, das Marktrisiko der Fluglinien mitzutragen und die strategisch bedeutsamen interkontinentalen sowie ost- und zentraleuropäischen Destinationen zu fördern.
In der unmittelbaren Catchment Area werden insbesondere die Aktivitäten von Nicht-Netzwerk-Carriern wie Ryanair am Flughafen Bratislava nach wie vor als relevant erachtet und genau beobachtet. Der Wettbewerbsdruck wird dabei primär von Ryanair getrieben, welche für den Sommerflugplan 2016 weitere Ausbaupläne am Standort Bratislava angekündigt hat und dabei auch verstärkt österreichische Passagiere ansprechen will.
Im Bereich Abfertigungsdienste konnte die Flughafen Wien AG im Berichtsjahr ihre führende Marktposition sowohl im Ramp-Handling als auch in der Fracht erfolgreich absichern. Grundlage für die hohe Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Serviceanbietern sind maßgeschneiderte Dienstleistungsangebote und hohe Qualitätsstandards. Mit den Hauptkunden Austrian Airlines und NIKI/airberlin bestehen langfristige Verträge für Ramp-Handling-Dienstleistungen. Es ist jedoch ein Trend zu einem höheren Preisdruck der Airlines bei gleichzeitigem Wunsch nach höherer Dienstleistungsqualität zu beobachten. Dabei werden zunehmend Service Level Agreements (SLA) abgeschlossen, die bei Nichterreichen der Qualität Pönalen vorsehen.
Der Geschäftsbereich ist außerdem von der allgemeinen Tendenz zum Einsatz größerer Fluggeräte betroffen. Während dadurch zwar die Passagierzahlen kontinuierlich steigen, ist in den letzten Jahren ein rückläufiger Trend bei den für die Handling-Erlöse maßgeblichen Flugbewegungen zu beobachten.
Im Cargo-Bereich stellt die Marktmacht einiger weniger Airlines und Speditionen ein gewisses Risiko dar. Durch eine ständige Beobachtung der Airlines sowie die Akquirierung von neuen Kunden soll eine breitere Streuung des Portfolios und damit eine Reduktion dieses Risikos erreicht werden. Zudem reagiert die Frachtentwicklung äußerst sensibel auf konjunkturelle Schwankungen. Aufgrund der aktuell geplanten Ausweitung der Cargo-Infrastruktur der Flughafen Wien AG im Rahmen einer offensiven Cargo-Strategie werden diese Entwicklungen weiterhin sehr genau beobachtet.
Im Retail & Properties-Bereich vermietet die FWAG Gebäude und Flächen, die primär von Unternehmen genutzt werden, deren Geschäftsentwicklung von jener des Luftverkehrs abhängig ist (Retailer, Fluggesellschaften etc.). Damit unterliegt dieser Bereich nicht nur den allgemeinen Risiken des Immobilienmarktes, sondern auch den Risiken der Veränderung des Passagieraufkommens bzw. der Veränderung der Kaufkraft der Passagiere, etwa im Zusammenhang mit der Abwertung der jeweiligen Heimatwährung gegenüber dem Euro (Währungsrisiken). Dieses Risiko wird derzeit etwa im Zusammenhang mit der Abwertung des russischen Rubels gegenüber dem Euro (rund minus 13% im Berichtsjahr) schlagend. Dies ist aufgrund von umsatzabhängigen Vertragskomponenten mit Auswirkungen auf die Ertragssituation der FWAG im Retail- und Immobilienbereich verbunden.
Das Treasury der FWAG ist für ein effizientes Zinsänderungs- und Marktrisikomanagement zuständig und überprüft die entsprechenden Risikopositionen regelmäßig im Rahmen des Risikocontrollings. Zinsrisiken resultieren insbesondere aus den variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten und Vermögenswerten. Durch den Erwerb der VIE Flugbetrieb Immobilien GmbH (VFI, vormals HERMIONE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH) am Ende des Berichtsjahres wurden zukünftige Zinsänderungsrisiken aus diesem Titel eliminiert.
Der bestehende EIB-Kreditvertrag enthält Bedingungen zu Haftungen qualifizierter Garantinnen. Sämtliche Garantinnen haben den Avalkreditvertrag zur Besicherung des EIB-Kredits mit Wirkung 27. Juni 2013 hinsichtlich der vollen Quote in Höhe von € 400,0 Mio. gekündigt. Nach Abschluss eines neuen Avalkreditvertrags hafteten zunächst insgesamt sechs Kreditinstitute ab 28. Juni 2013 als Garantinnen gegenüber der EIB für den aushaftenden Kredit im Ausmaß von insgesamt € 400,0 Mio. Nachdem eine
Garantin im August 2014 infolge eines Rating-Downgrades ausgetauscht werden musste, haben zwei bestehende Kreditinstitute den frei werdenden Garantiebetrag übernommen, weshalb nunmehr fünf Kreditinstitute gegenüber der EIB als Garantinnen haften. Eine weitere garantierende Bank wurde im Juli 2015 herabgestuft und erfüllte somit nicht mehr die Anforderungen einer qualifizierten Garantin. Es konnte jedoch mit der EIB ein Risikoaufschlag vereinbart werden, den vereinbarungsgemäß die herabgestufte Bank trägt.
Detaillierte Angaben über finanzwirtschaftliche Risiken wie Liquiditätsrisiken, Ausfallsrisiken sowie Zinsänderungs- und Währungsrisiken und die verwendeten Finanzinstrumente, um diesen Risiken zu begegnen, finden sich im Konzernanhang unter Punkt (36).
Die verbleibenden ausländischen Flughafen-Beteiligungen in Malta und Košice unterliegen ebenfalls den oben genannten branchenspezifischen Risiken, wobei jeweils zusätzliche standortspezifische Herausforderungen und Marktrisiken zu berücksichtigen sind. Eines der wesentlichsten Risiken in diesem Zusammenhang sind Unsicherheiten hinsichtlich des wirtschaftlichen Turnarounds des am Flughafen Malta ansässigen Home-Carriers Air Malta (Marktanteil rund 40% im Jahr 2014). Eine allfällige Insolvenz der Airline hätte voraussichtlich kurzfristig negative Folgen für den Flughafen Malta. Mittel- und langfristig geht die FWAG davon aus, dass Kapazitätserhöhungen bei anderen Airlines einen allfälligen Ausfall der Air Malta kompensieren würden. Derzeit wird von der Air Malta ein Restrukturierungsplan umgesetzt, der die nachhaltige wirtschaftliche Überlebensfähigkeit des Carriers sicherstellen soll. Im Rahmen dieses Restrukturierungsplans wurden bereits substanzielle Fortschritte erzielt.
Die Ausbauprojekte der FWAG unterliegen unterschiedlichen Risiken hinsichtlich Lieferantenausfällen, Baukostensteigerungen oder Veränderungen in der Planung, die zu Mehrkosten führen können. Bereits in der Vorprojektphase erfolgt daher eine ausführliche Risikobewertung des jeweiligen Investitionsprojekts. Die anschließende Risikoüberwachung wird durch ein standardisiertes Analyse- und Bewertungsverfahren im Rahmen des Projektcontrollings vorgenommen. Sofern von den Projektbeteiligten spezielle Risiken erkannt werden (z. B. kontaminiertes Erdreich), werden diese im Rahmen der entsprechenden Vor- und Nachkalkulation berücksichtigt. Die Ausbauprojekte erfolgen in enger Abstimmung mit den Fluggesellschaften und unter Berücksichtigung des prognostizierten Verkehrsaufkommens. Die von Experten erwartete mittel- und langfristige Steigerung der Passagierzahlen soll das wirtschaftliche Risiko dieser Investitionen reduzieren und eine bedarfsgerechte Bereitstellung von Kapazitäten gewährleisten.
Nach dem erstinstanzlichen positiven Bescheid fand Anfang Jänner 2015 am Bundes-verwaltungsgericht die zweitinstanzliche Verhandlung im Genehmigungsverfahren des Projekts "Parallelpiste 11R/29L" (3. Piste) statt. Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts wird aus heutiger Sicht frühestens Mitte 2016 erwartet. In der Folge muss auch mit der Befassung der Höchstgerichte, eventuell auch des EuGH gerechnet werden. Auf Basis der heute abschätzbaren Passagierentwicklung erreicht der Flughafen Wien seine Kapazitätsgrenze nach dem Jahr 2020, weshalb das Projekt mit Nachdruck verfolgt wird, um eine rechtzeitige Verfügbarkeit sicherzustellen. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids wird die Flughafen Wien AG auf Basis der erwarteten Passagier- und Flugbewegungsentwicklung, sowie einer aktualisierten Wirtschaftlichkeitsrechnung die Entscheidung über die Realisierung treffen. Im Falle einer Nichtrealisierung des Projekts wären voraussichtlich wesentliche Teile der aktivierten (Projekt-)Kosten abzuschreiben, in der Höhe abhängig davon, inwieweit sich eine alternative Verwendungs- bzw. Verwertungsmöglichkeit ergibt.
Sämtliche Bewertungen von Vermögensgegenständen erfolgten unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub.
Über die bereits erwähnten Faktoren hinausgehend wird die Verkehrsentwicklung am Flughafen Wien von überregionalen und externen Einflussfaktoren wie Terror, Krieg oder sonstigen Schocks (Pandemien, Luftraumsperren aufgrund von Naturereignissen, Streiks etc.) beeinflusst. Lokale Schadensrisiken, wie etwa Feuer, Naturgewalten, Unfälle oder Terror am Standort, sowie der Diebstahl bzw. die Beschädigung von Vermögenswerten stellen ebenfalls Risiken aus dem operativen Betrieb dar. Mit entsprechenden Sicherheits- und Brandschutzmaßnahmen und Notfallplänen sowie mit hohen Sicherheitsstandards leistet der Flughafen Wien eine wichtige Vorsorge für derartige Vorkommnisse. Dies erfolgt in enger Kooperation mit dem Bundesministerium für Inneres und der Bundespolizeidirektion Schwechat sowie durch die Erbringung kundenspezifischer Sicherheitsaufgaben. Darüber hinaus sind diese Risiken durch angemessenen Versicherungsschutz abgedeckt (Luftfahrt-Haftpflichtversicherung, Terror-Haftpflicht-versicherung etc.). Die effiziente und zentrale Abwicklung des Versicherungswesens wird in der entsprechenden Fachabteilung gewährleistet.
Da der Flughafen Wien eine kritische Funktion als zentraler Infrastrukturversorger und Rückgrat der internationalen Vernetzung im gesamten osteuropäischen Raum wahrnimmt, werden besonders hohe Ansprüche an die Zuverlässigkeit der eingesetzten IKT-Systeme (Informations- und Kommunikationstechnologie) und die Datensicherheit gestellt. Durch die Einbindung des Risikomanagements während des Planungsprozesses können bei IKT-Projekten frühzeitig Risiken identifiziert, bewertet und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Die wesentlichsten operativen IKT-Risiken betreffen mögliche Ausfälle zentraler Infrastruktureinrichtungen und Services, die Beeinträchtigung der Grundversorgung bzw. die Zerstörung von zentraler IKT-Infrastruktur sowie einen möglichen Verlust von sensiblen Daten.
Für alle produktiven Systeme, wie beispielsweise das Kernsystem des Flughafen Wien, "mach2", oder das ERP-System (Enterprise Resource Planning) SAP, stehen Überwachungssysteme sowie Notfallprozeduren nach aktuellem Stand der Technik zur Verfügung, wodurch eine frühzeitige Erkennung von Problemen und somit ein hoher Grad an Zuverlässigkeit erreicht werden kann. In sämtlichen zentralen Netzwerkknotenpunkten wurden redundante Systeme implementiert, sodass bei Ausfall einer Komponente das Netzwerk sowie angebundene Systeme weiterbetrieben werden können. Darüber hinaus werden zusätzlich zu bereits realisierten Maßnahmen und Kontrollen die Systeme laufend weiterentwickelt, um allen fachlichen und gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen.
Bei der Basisinfrastruktur (Strom-, Wärme- und Kälteversorgung, Wasser und Abwasser) bestehen Risiken hinsichtlich der Verfügbarkeit zentraler Systeme. In diesem Bereich wurden und werden kontinuierlich Maßnahmen entwickelt, um größtmögliche Ausfallsicherheit zu erreichen (z. B. Ringleitungen). Ein Ausfall der Kälteversorgung im Berichtsjahr wurde umfassend analysiert und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Zusätzlich wurde ein Projekt zur Analyse der Stromversorgungssicherheit in die Wege geleitet und verschiedene Ausfallsszenarien definiert. Dennoch existiert bei sämtlicher Infrastruktur ein Restrisiko, da aufgrund von unvorhersehbaren Ereignissen (z. B. höhere Ge-
walt, Naturkatastrophen, Anschläge) keine hundertprozentige Verfügbarkeit bzw. Sicherheit gewährleistet werden kann.
Der Flughafen Wien ist sich der hohen Bedeutung motivierter und engagierter Mitarbeiter bei der Erreichung der Unternehmensziele bewusst. Um dem durch Fluktuation drohenden Know-how-Verlust entgegenzuwirken, werden deshalb zahlreiche Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung gesetzt. Darüber hinaus werden Maßnahmen zur Erhöhung der Arbeitssicherheit und zur Minimierung von krankheitsbedingten Ausfällen forciert.
Die Gesamtbewertung der Risikosituation der Flughafen Wien AG lässt keine bestandsgefährdenden Risiken erkennen, weshalb der Fortbestand des Unternehmens auch zukünftig gesichert ist. Die FWAG erwirtschaftet ausreichend Mittel, um den Ausbau des Flughafens planmäßig voranzutreiben.
Der Vorstand ist gemäß § 82 AktG für die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des Unternehmens entsprechenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess verantwortlich. Nachfolgend wird dargestellt, wie der Vorstand der FWAG dieser gesetzlichen Anforderung nachkommt.
In Beteiligungsgesellschaften ist die jeweilige Geschäftsführung für die Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens entsprechenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie für die Einhaltung der in diesem Zusammenhang bestehenden konzernweiten Richtlinien und Vorschriften in letzter Instanz verantwortlich.
Die Ausgestaltung des internen Kontrollsystems (IKS) der FWAG wurde in einem Regelwerk schriftlich festgelegt. Die Ziele des internen Kontrollsystems der FWAG sind die Sicherstellung der Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung sowie die Einhaltung der damit in Zusammenhang stehenden Gesetze und Vorschriften.
Für die Beschreibung der wesentlichen Merkmale wird die Struktur des international anerkannten COSO-Modells (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) herangezogen. Demnach umfasst ein internes Kontrollsystem die nachfolgend beschriebenen Komponenten: Kontrollumfeld, Risikobeurteilung, Kontrollmaßnahmen, Information und Kommunikation sowie Überwachung. Dabei werden finanzund rechnungslegungsrelevante Risiken der Gesellschaft erfasst, bewertet und mit entsprechenden Kontrollen versehen. Die Dokumentation des Kontrollsystems erfolgt in einer Standardsoftware, die die Möglichkeit bietet, Risiken und Kontrollen prozessbezogen darzustellen. 2015 wurde das System um ein workflowbasiertes Zusatzmodul erweitert. Dieses bietet den verantwortlichen Führungskräften und den kontrolldurchführenden Mitarbeitern dezentrale Einsichtnahme in den jeweils aktuellen Status der IKS-Risiken und Kontrollen. Zusätzlich unterstützt es das IKS durch den Einsatz von Workflows für die Durchführung sowie die Aktualisierungen und Freigaben von Kontrollen und erhöht damit die Effizienz und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems.
Die Unternehmenskultur des Managements und der Mitarbeiter prägt das Kontrollumfeld der FWAG grundlegend. Das Unternehmen arbeitet aktiv an der Verbesserung der Kommunikation und der Vermittlung von Grundwerten, um Moral, Ethik und Integrität im Unternehmen und im Umgang mit anderen sicherzustellen. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistet der selbst auferlegte Verhaltenskodex der FWAG, in dem die Regeln für die Gewährung und Annahme von Geschenken und Einladungen festgelegt werden.
Die Implementierung des internen Kontrollsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist in internen Richtlinien und Vorschriften festgelegt. Die Verantwortlichkeiten wurden an die Anforderungen des Unternehmens angepasst, um ein zufriedenstellendes Kontrollumfeld zu gewährleisten.
Der Fokus wird dabei auf jene Risiken gelegt, die als wesentlich zu betrachten sind. Um wesentliche IKS-Risiken als solche zu identifizieren, wird der Konzern- und Jahresabschluss als Kernkriterium herangezogen. Infolge veränderter Volumina bei Geschäftsprozessen bzw. bei den dahinterliegenden Konten können Änderungen bei den zu erhebenden IKS-Risiken und Kontrollen auftreten.
Bei der Erstellung des Konzern- und Jahresabschlusses müssen punktuell Einschätzungen über zukünftige Entwicklungen vorgenommen werden. Dadurch entsteht das immanente Risiko, dass die zukünftige geschäftliche Entwicklung von diesen Planungsprämissen abweicht. Dies trifft insbesondere auf die folgenden Sachverhalte bzw. Posten des Konzernabschlusses zu: Sozialkapital, Ausgang von Rechtsstreitigkeiten, Einbringlichkeit von Forderungen, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie Werthaltigkeit von Beteiligungen und Sachanlagen. Um das Risiko einer Fehleinschätzung zu minimieren, werden soweit erforderlich externe Experten zugezogen bzw. erfolgt eine Validierung anhand von externen Quellen, Peer-Group-Vergleichen und anderen geeigneten Instrumenten.
Kontrollmaßnahmen werden von Führungskräften und beauftragten Personen zeitnah und begleitend zu den Rechnungslegungsprozessen durchgeführt. Hiermit wird potenziellen Fehlern oder Abweichungen in der Finanzberichterstattung vorgebeugt bzw. werden sie entdeckt und korrigiert. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Abweichungsanalyse der Geschäftsergebnisse durch das Management und das Controlling bis hin zur spezifischen Überleitung von Konten und der Analyse der laufenden Prozesse im Rechnungswesen.
Kontrollmaßnahmen in Bezug auf die IT-Sicherheit stellen einen Eckpfeiler des internen Kontrollsystems dar. So unterliegen sensible Tätigkeiten einer restriktiven Vergabe von IT-Berechtigungen. Für Rechnungslegung und Finanzberichterstattung werden die ERP-Software SAP und PC Konsol verwendet. Die Funktionsfähigkeit des Rechnungslegungssystems wird u. a. durch automatisierte IT-Kontrollen gewährleistet.
Richtlinien und Vorschriften hinsichtlich Finanzberichterstattung werden vom Management regelmäßig aktualisiert und über das Intranet oder interne Aushänge an alle betroffenen Mitarbeiter kommuniziert. Die Arbeit der Managementebenen hat u. a. zum Ziel, die Einhaltung der Richtlinien und Vorschriften, die das Rechnungswesen betreffen, sowie die Identifizierung und die Kommunikation von Schwachstellen und Verbesserungspotenzialen im Rechnungslegungsprozess sicherzustellen. Darüber hinaus nehmen die Mitarbeiter des Rechnungswesens laufend an Schulungen betreffend Neuerungen in der internationalen Rechnungslegung teil, um so Risiken einer Fehlberichterstattung minimieren zu können.
Die laufende unternehmensweite Überwachung obliegt dem Management, dem Controlling sowie dem Aufsichtsrat. Überdies sind die jeweiligen Bereichs- und Abteilungsleiter für die Überwachung der entsprechenden Bereiche zuständig. Für die definierten Kontrollen sind verantwortliche Personen festgelegt. Die Kontrollen werden auf ihre Wirksamkeit hin überprüft. Außerdem wird das IKS von der internen Revision überwacht. Das Ergebnis aller Überwachungstätigkeiten wird dem Prüfungsausschuss bzw. dem Aufsichtsrat berichtet.
Der Servicebereich Informationssysteme betreibt als zentraler interner Dienstleister in puncto Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) eine selbst entwickelte Flughafenbetriebssoftware sowie alle IKT-Systeme, die in den Fachbereichen zum Einsatz kommen. In diesem Zusammenhang, aber auch im Hinblick auf alle anderen flughafenspezifischen Prozesse, werden laufend Optimierungen durchgeführt.
Im Jahr 2015 betrifft das im Wesentlichen folgende Punkte:
2015 wurde auch an der weiteren Verbesserung des CDM-Prozesses (Collaborative Decision Making) gearbeitet. 2014 konnte der Status "Airport CDM locally implemented" erreicht werden, aktuell wird an der Erreichung von "fully implemented" gearbeitet. Dieser Status wird voraussichtlich 2017 erreicht werden.
Weiterer Fokus war und ist die Verbesserung der Kundenzufriedenheit. Diese wird vor allem durch die Weiterentwicklung folgender Systeme unterstützt:
In Zusammenarbeit mit den Ländern und der ASFINAG wird seit Ende 2015 die Reisezeit zum Flughafen über die diversen Straßenverbindungen in Echtzeit gemessen und auf der VIE-Homepage veröffentlich.
Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2015 Ausgaben in Höhe von € 0,8 Mio. (2014: € 0,6 Mio.) für die Entwicklung einzelner Programmmodule der Flughafenbetriebssoftware sowie sonstige Entwicklungstätigkeiten als Aufwand erfasst.
Die Flughafen Wien AG bekennt sich zu einem schonenden und bewussten Umgang mit der Umwelt und verpflichtet sich zur Einhaltung aller umweltrelevanten Gesetze, Verordnungen und behördlichen Auflagen sowie zur kontinuierlichen Minimierung der negativen ökologischen Auswirkungen.
Aufbauend auf den Werten Kundenorientierung, Professionalität, Wirtschaftlichkeit und Respekt entwickelte die FWAG ein umfassendes Energie- und Umweltmanagement. Die Flughafen Wien AG veröffentlichte im Jahr 2015 einen Nachhaltigkeitsbericht, der im Dreijahresrhythmus neu aufgelegt wird. Wesentliche umweltrelevante Daten werden im Rahmen des EMAS-Berichts jährlich auf der Website aktualisiert. Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht ist auf der Website der Flughafen Wien AG unter www.viennaairport. com veröffentlicht.
Die FWAG konnte sich zuletzt in allen wesentlichen Umweltaspekten deutlich verbessern. Das unterstreichen die kontinuierlich verbesserten wirtschaftlichen Ergebnisse bei gleichzeitiger Steigerung der Energieeffizienz um 10,4% im Zeitraum von 2012 bis 2015.
Darüber hinaus wurden im Jahr 2015 weitere € 1,4 Mio. (2014: € 1,1 Mio.) für den Umweltschutz aufgewendet (ausgenommen Schallschutzprogramm). Im Fokus stand dabei die Reduktion von Schadstoff- und Lärmemissionen, um die Auswirkungen des Flugbetriebs auf das Umfeld, vor allem auf die Anrainer, möglichst gering zu halten.
Die Flughafen Wien AG hat im Berichtsjahr das über die gesetzlichen Verpflichtungen hinausgehende und wesentlich umfassendere Umweltmanagementsystem EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) implementiert. Ziel von EMAS ist die kontinuierliche Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes. Mithilfe von EMAS können ökologische und ökonomische Optimierungspotenziale aufgezeigt sowie Betriebsstoffe bzw. Energie und damit Kosten eingespart werden. Dadurch wird neben der Darstellung sämtlicher Aktivitäten im Bereich Umweltschutz und der Erhebung von Einsparungsmaßnahmen im Energiebereich auch die Sicherstellung von Rechtskonformität im Umweltbereich gewährleistet. Die Eintragung in das EMAS-Register fand im Dezember 2015 statt.
Ausgehend vom Bekenntnis der Flughäfen, ihre CO2 -Emissionen kontinuierlich zu reduzieren, hat der Branchenverband Airports Council International (ACI) im Jahr 2009 das Airport Carbon Accreditation System (ACAS) ins Leben gerufen. Bereits über 150 Flughäfen haben sich weltweit der Initiative angeschlossen – darunter auch der Flughafen Wien. Die FWAG hat im Berichtsjahr erstmalig eine Level-2-Zertifizierung eingereicht, die eine Reduktion der CO2 -Emissionen am Standort vorsieht.
Der Flughafen Wien ist das erste Gewerbegebiet, das in Österreich mit dem DGNB-Nachhaltigkeitszertifikat ausgezeichnet wurde. Die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) vergab im Jahr 2014 das erste österreichische Quartierszertifikat für nachhaltige Immobilienentwicklung an die Flughafen Wien AG für ihr Standortprojekt "Airport City".
Das 2005 im Mediationsvertrag vereinbarte Lärmschutzprogramm des Flughafen Wien wurde auch 2015 erfolgreich weitergeführt. Es hat den Schutz der Gesundheit und die Erhöhung der Lebensqualität der Menschen, die nahe am Flughafen leben, zum Ziel.
Insgesamt profitieren davon rund 12.000 Haushalte in der Region. Für die Maßnahmen zur Umsetzung des Lärmschutzprogramms wurden bislang Mittel in der Höhe von € 51,5 Mio. bereitgestellt. Bis Ende 2015 wurden für 6.282 Objekte bauphysikalische Gutachten erstellt und bei rund 2.900 Objekten ein optimaler Lärmschutz hergestellt. Im Zuge der Umsetzung des Lärmschutzprogramms konnten durch Fenstertausch und -sanierung (17.000 Fenster seit 2007) auch bis zu 1.300 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.
Der durchschnittliche Mitarbeiterstand der Flughafen Wien AG reduzierte sich aufgrund von Synergieeffekten im Zuge der Umorganisation der Bereiche von 3.183 auf 3.129 Mitarbeiter (minus 1,7%).
| Mitarbeiter | 2015 | V. in % | 2014 |
|---|---|---|---|
| Personalstand (Durchschnitt) | 3.129 | -1,7 | 3.183 |
| davon Arbeiter | 2.065 | -2,9 | 2.128 |
| davon Angestellte | 1.064 | 0,7 | 1.056 |
| Personalstand (Stichtag) | 3.110 | 0,8 | 3.087 |
| Verkehrseinheiten pro Mitarbeiter | 7.914 | 2,8 | 7.699 |
| Durchschnittsalter in Jahren | 41,1 | 1,0 | 40,7 |
| Betriebszugehörigkeit in Jahren | 11,3 | 1,8 | 11,1 |
| Anteil Frauen in % | 11,3 | -2,6 | 11,6 |
| Aufwendungen für Weiterbildung in EUR | 1.900.000 | 92,5 | 987.000 |
| Meldepflichtige Arbeitsunfälle1 | 126 | 9,6 | 115 |
1) Bis 2014 nur Flughafen Wien AG, ab 2015 Flughafen-Wien-Gruppe
2015 stieg die Kennzahl "Verkehrseinheiten pro Mitarbeiter" der FWAG aufgrund weiterer unternehmensweiter Effizienzsteigerungen um 2,8% auf 7.914 Einheiten.
Zur Erhöhung der Unternehmensidentifikation bzw. zur Motivationsförderung bietet die Flughafen Wien AG ihren Mitarbeitern auch freiwillige Sozialleistungen wie beispielsweise die kostenlose Nutzung des City Airport Trains (CAT), einen Betriebskindergarten mit flexiblen Öffnungszeiten sowie zahlreiche Vergünstigungen für Freizeit- und Sportangebote.
Bereits vor über zehn Jahren wurde von der Flughafen Wien AG eine unabhängige Mitarbeiterbeteiligungs-Privatstiftung gegründet. So wird sichergestellt, dass alle Mitarbeiter direkt am Unternehmenserfolg der Flughafen Wien AG teilhaben. Insgesamt hält die Mitarbeiterbeteiligungs-Privatstiftung 10% der Aktien der Flughafen Wien AG und zahlt den Ertrag aus der Dividendenausschüttung dieser Beteiligung an die Mitarbeiter aus. Die Organe der Mitarbeiterstiftung sind in der Satzung festgelegt und agieren völlig unabhängig von der Flughafen Wien AG. Im Jahr 2015 kam für das Geschäftsjahr 2014 ein Dividendenertrag von € 3,47 Mio. zur Ausschüttung. Im Durchschnitt entspricht das pro Mitarbeiter 42,49% des durchschnittlichen Monatslohns bzw. -gehalts. Die Aufteilung erfolgte entsprechend den jährlichen Bruttobasisbezügen.
Die Flughafen Wien AG erstellt einen Nachhaltigkeitsbericht, der auf der Website der Flughafen Wien AG unter www.viennaairport.com veröffentlicht wird.
Das voll eingezahlte Grundkapital der Flughafen Wien AG beträgt € 152.670.000 und ist geteilt in 21.000.000 auf Inhaber lautende Stückaktien, welche in einer Sammelurkunde bei der Oesterreichischen Kontrollbank verbrieft sind. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten ("one share – one vote").
Weitere Details zur Satzung bzw. Aktie sind auf der Website der Flughafen Wien AG unter www.viennaairport.com abrufbar.
40% der Aktien werden von den zwei Aktionären, dem Bundesland Niederösterreich (über die NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH) und der Stadt Wien (über die Wien Holding GmbH), in einem Syndikat gehalten. Der Syndikatsvertrag aus dem Jahr 1999 sieht in seither unveränderter Fassung die einheitliche Ausübung der Stimmrechte an den syndizierten Aktien in der Hauptversammlung vor. Änderungen des Syndikatsvertrags, Auflösung des Syndikats und Beschlüsse auf Aufnahme neuer Syndikatspartner bedürfen der Einstimmigkeit. Die wechselseitigen Übernahmerechte an den syndizierten Beteiligungen gelangen zur Anwendung, wenn die syndikatsgebundenen Aktien durch ein entgeltliches Rechtsgeschäft an einen Übernehmer außerhalb des Syndikats (Dritte) übertragen werden sollen. Von diesem wechselseitigen Übernahmerecht ausgenommen sind Übertragungen der syndizierten Anteile an solche Kapitalgesellschaften, die direkt zumindest mehrheitlich im Eigentum des übertragenden Syndikatspartners stehen und deren Gesellschaftszweck ausschließlich in der Beteiligung an anderen Unternehmen besteht. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung der Aktien betreffend, sind nicht bekannt.
Die Airports Group Europe S.à.r.l. hält 29,9% der Aktien. Die Stadt Wien und das Land Niederösterreich halten jeweils 20%, die Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung hält 10% am Grundkapital der Flughafen Wien AG. Der Gesellschaft sind keine weiteren Aktionäre mit Beteiligungen am Kapital von zumindest 10% bekannt.
Der Gesellschaft ist nicht bekannt, dass Inhaber von Aktien über besondere Kontrollrechte verfügen.
Die Stimmrechte der von der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung gehaltenen Aktien werden durch den Stiftungsvorstand ausgeübt. Bestellung und Abberufung des Stiftungsvorstands bedürfen der Zustimmung des Beirats der Flughafen Wien
Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung. Über die Zustimmung wird im Beirat mit einfacher Mehrheit beschlossen. Der Beirat besteht aus fünf Mitgliedern und ist paritätisch von je zwei Vertretern der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite besetzt. Diese vier Beiratsmitglieder wählen einstimmig eine weitere Person zum Vorsitzenden des Beirats.
Entsprechend dem Corporate Governance Kodex ist gemäß Satzung eine Bestellung zum Vorstandsmitglied letztmalig in dem Kalenderjahr möglich, in dem der Kandidat das 65. Lebensjahr vollendet. Eine Wahl in den Aufsichtsrat kann letztmalig in dem Kalenderjahr erfolgen, in dem der Kandidat das 70. Lebensjahr vollendet. Darüber hinaus bestehen keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.
Es existieren keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse für Mitglieder des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen. Derzeit gibt es kein genehmigtes Kapital.
Sowohl das EIB (European Investment Bank)-Darlehen in Höhe von € 400,0 Mio. als auch andere Finanzierungsverträge in Höhe von insgesamt € 75,4 Mio. (derzeit aushaftend € 52,2 Mio.) wurden unter der sogenannten "Change of Control"-Klausel abgeschlossen. Diese Finanzierungsverträge mit einem Gesamtvolumen von € 475,4 Mio. (derzeit aushaftend mit € 452,2 Mio.) wurden mit nationalen und internationalen Kreditinstituten abgeschlossen. Im Falle eines eingetretenen, bevorstehenden oder begründet als bevorstehend angenommenen Kontrollwechsels (gemäß nachstehender Definition) können diese Finanzverbindlichkeiten vorzeitig fällig werden und damit verbundene Sicherheiten wegfallen, sofern Grund zu der Annahme besteht, dass diese Änderung eine nachteilige Auswirkung auf die zukünftige Erfüllung der Finanzverbindlichkeit hat oder haben kann und nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums seitens der Flughafen Wien AG zusätzliche, für die Vertragspartner akzeptable Sicherheiten zugunsten der jeweiligen Vertragspartner bestellt werden. Kontrollwechsel ist hierbei definiert als ein Ereignis, das dazu führt, dass (i) das Bundesland Niederösterreich und die Stadt Wien gemeinsam unmittelbar oder mittelbar weniger als 40% der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG halten oder (ii) eine natürliche oder juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (d. h. entweder direkt oder indirekt, über Anteilsbesitz, wirtschaftliche Umstände oder anderswie und entweder allein oder gemeinsam mit Dritten (i) das Innehaben von mehr als 50% der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG oder (ii) das Recht, die Mehrheit der Mitglieder der Entscheidungsorgane der Flughafen Wien AG zu benennen bzw. einen beherrschenden Einfluss auf diese auszuüben) über die Flughafen Wien AG erlangt. Für Finanzierungen in einem Ausmaß von € 400 Mio. stellt jedoch das Absinken der gemeinsamen Beteiligungsquote des Bundeslandes Niederösterreich und der Stadt Wien unmittelbar oder mittelbar auf weniger als 40%, aber mehr als 30% der stimmberechtigten Aktien an der Flughafen Wien AG im Zuge einer Kapitalerhöhung der Flughafen Wien AG ohne gänzliche oder teilweise Ausübung der Bezugsrechte durch das Bundesland Niederösterreich und die Stadt Wien keinen Kontrollwechsel dar, sofern nicht gleichzeitig eine natürliche oder eine juristische Person, die derzeit nicht die Kontrolle über die Flughafen Wien AG ausübt, die Kontrolle (wie oben definiert) über die Flughafen Wien AG erlangt.
Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.
Der Corporate-Governance-Bericht gemäß § 243b UBG für das Geschäftsjahr 2015 ist auf der Website der Flughafen Wien AG unter www.viennaairport.com veröffentlicht.
Die Anzahl der abgefertigten Passagiere stieg im Jänner 2016 um 1,2% auf 1.339.646 Fluggäste. Bei den Transferpassagieren verzeichnete der Flughafen Wien im Jänner 2016 einen Rückgang von 3,8% gegenüber dem Jänner 2015 auf 338.874 Passagiere. Die Anzahl der Lokalpassagiere stieg hingegen im selben Zeitraum um 3,3% auf 992.385. Auch das Frachtaufkommen konnte im Jänner 2016 wieder zulegen – insgesamt wurden 20.671 Tonnen umgeschlagen – ein Plus von 6,0%. Während die Flugbewegungen um 3,3% sanken, stieg das Höchstabfluggewicht (Maximum Take-off Weight) leicht um 0,9%.
Die Anzahl der Passagiere nach Westeuropa stieg im Jänner 2016 um 4,6%. Osteuropa verzeichnete einen Rückgang von 10,7%. Das Passagieraufkommen in den Nahen und Mittleren Osten sank im Jänner 2016 um 1,6%, jenes in den Fernen Osten stieg hingegen um 1,5%. Das Passagieraufkommen nach Nordamerika stieg um 10,9% im Jänner 2016. Die Anzahl der Passagiere nach Afrika sank gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 9,8%.
Per 1. Jänner 2016 wurden die Entgelte gemäß der im Flughafenentgeltegesetz (FEG) festgesetzten Indexformel wie folgt geändert:
| Landeentgelt, Infrastrukturentgelt airside, Parkentgelt: | +1,01% |
|---|---|
| Fluggastentgelt, Infrastrukturentgelt landside, | |
| Sicherheitsentgelt: | +0,85% |
| Infrastrukturentgelt Betankung: | +0,86% |
Das PRM-Entgelt blieb mit € 0,38 pro abfliegenden Passagier unverändert.
Am 1. Februar 2016 wurde ein Vertrag zum Erwerb der indirekten Anteile von SNC-Lavalin Group Inc. an SNC-Lavalin (Malta) Limited ("SNCL Malta") unterzeichnet. SNCL Malta ist mit 38,75% an der Konsortialgesellschaft Malta Mediterranean Link Consortium Limited (MMLC) beteiligt. MMLC, an der der Flughafen Wien derzeit indirekt 57,1% hält, ist zu 40% am Flughafen Malta beteiligt. Mit der Erfüllung bestimmter Abschlussbedingungen wird der konsolidierte Anteil der Flughafen Wien AG am Flughafen Malta durchgerechnet über 48% betragen. Das Transaktionsvolumen beträgt rund € 63 Mio.
Die Flughafen Wien AG überlegt der Hauptversammlung am 31. Mai 2016 vorzuschlagen, einen Aktiensplit im Verhältnis 1:4 durchzuführen.
Nach dem Erwerb der Tochtergesellschaft VIE Flugbetrieb Immobilien GmbH (VFI, vormals HERMIONE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH) im Dezember 2015, durch den mehrere Gebäude im Kernbereich des Flughafen Wien, die für den technischen Betrieb von Airlines unverzichtbar sind, wie zum Beispiel Hangar, Cateringübergabegebäude, technische Werkstätten und Betriebsgebäude erworben sowie diesbezügliche Baurechte abgelöst wurden, leistete die Austrian Airlines im Jänner 2016 für den neu gestalteten
Mietvertrag über die für ihren Flugverkehrsbetrieb wesentlichen Immobilien eine Mietvorauszahlung bis 2035 in Höhe von € 79,6 Mio.
Nach einem verhaltenen Wachstum der österreichischen Wirtschaft im Jahr 2015 geht die Prognose der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) von einem kräftigeren BIP-Wachstum im Jahr 2016 von rund 1,5% aus. Impulse werden einerseits von der gestiegenen Anzahl der Migrationen und andererseits von der Steuerreform, welche durch die Entlastung der privaten Einkommen den Konsum steigern soll, erwartet. Diese könnten jedoch durch Gegenfi nanzierungsmaßnahmen abgeschwächt werden. Die Außenwirtschaftsdynamik sollte durch die robuste Konjunktur in den USA und die Verbesserung der Wirtschaftsleistung im Euroraum bzw. in den Schwellenländern wieder zulegen. Die Infl ation wird durch die Maßnahmen der Steuerreform im Jahr 2016 wieder anziehen. Die Anzahl der Beschäftigten steigt vor allem durch zusätzliche Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich, kann jedoch einen leichten Anstieg der Arbeitslosenquote nicht kompensieren. (Quelle: OeNB, Konjunkturbericht; WIFO, Konjunktur-Presseinformationen)
Für das Jahr 2016 rechnet die Flughafen Wien AG mit einer leicht steigenden Passagierentwicklung zwischen 0% und 2% sowie einer stabilen Entwicklung bei den Bewegungen zwischen minus 1% und 0%. Erste Impulse dafür sind aus heutiger Sicht u. a. durch neue Streckenaufnahmen nach Shanghai (CN), Bari (IT), Havanna (CU) und Isfahan (IR) durch Austrian Airlines, nach Faro (PT), Split und Dubrovnik (HR) durch NIKI sowie durch Aufstockungen und neue Verbindungsaufnahmen von easyJet, Eurowings, Jet2com, SAS, Transavia, Vueling, Europe Airpost, Aegean Airlines und SunExpress zu erwarten.
Der Vorstand des Flughafen Wien bewertet die Geschäftsaussichten für 2016 grundsätzlich optimistisch: So wird eine Steigerung beim Konzernumsatz auf mehr als € 675 Mio. erwartet und eine Steigerung beim Konzern-EBITDA auf über € 280 Mio. angepeilt. Das Konzernergebnis nach Steuern wird aus heutiger Sicht bei mindestens € 105 Mio. liegen. Die Nettoverschuldung des Flughafen-Wien-Konzerns soll weiter auf unter € 400 Mio. reduziert werden. Für Investitionen der Flughafen-Wien-Gruppe sind im Jahr 2016 rund € 95 Mio. vorgesehen.
Schwechat, am 7. März 2016
Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger
Vorstandsmitglied, CFO Vorstandsmitglied, COO
zum 31.12.2015
| AKTIVA | 31.12.2015 in € |
31.12.2014 in T€ |
|
|---|---|---|---|
| A | Anlagevermögen | ||
| I. | Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Konzessionen und Rechte | 8.515.373,92 | 10.263,5 | |
| II. | Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 1.008.433.030,60 | 1.061.963,4 | |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 209.681.144,10 | 227.543,7 | |
| 3.Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
57.725.238,05 | 64.766,8 | |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | 71.105.027,81 | 65.819,2 | |
| Summe II | 1.346.944.440,56 | 1.420.093,1 | |
| III. | Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 198.942.630,54 | 190.821,6 | |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 117.340.826,41 | 37.012,1 | |
| 3. Beteiligungen | 9.116.686,50 | 9.116,7 | |
| 4. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlage vermögens |
2.155.816,33 | 3.238,5 | |
| 5. Sonstige Ausleihungen | 301.839,61 | 510,6 | |
| Summe III | 327.857.799,39 | 240.699,5 | |
| Summe A | 1.683.317.613,87 | 1.671.056,1 | |
| B | Umlaufvermögen | ||
| I. | Vorräte | ||
| 1. Hilfs- und Betriebsstoffe | 3.527.343,11 | 4.154,2 | |
| II. | Forderungen und sonstige Vermögens gegenstände |
||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 37.332.076,89 | 34.553,8 | |
| 2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen |
11.048.128,06 | 13.637,6 | |
| 3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
1.482.177,11 | 520,5 | |
| 4. Sonstige Forderungen und Vermögens gegenstände |
12.868.993,01 | 12.981,7 | |
| Summe II | 62.731.375,07 | 61.693,6 | |
| III. | Wertpapiere und Anteile | ||
| 1. Sonstige Wertpapiere und Anteile | 12.050.000,00 | 12.050,0 | |
| IV. | Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 2.460.455,47 | 733,4 |
| Summe B | 80.769.173,65 | 78.631,1 | |
| C | Rechnungsabgrenzungsposten | 1.749.985,07 | 4.304,0 |
Summe AKTIVA 1.765.836.772,59 1.753.991,3
| PASSIVA | 31.12.2015 in € |
31.12.2014 in T€ |
|
|---|---|---|---|
| A | Eigenkapital | ||
| I. | Grundkapital | 152.670.000,00 | 152.670,0 |
| II. | Kapitalrücklagen (gebundene) | 117.657.318,52 | 117.657,3 |
| III. | Gewinnrücklagen | ||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 2.579.158,88 | 2.579,2 | |
| 2. Andere Rücklagen (freie Rücklagen) | 489.290.888,90 | 442.190,9 | |
| Summe III | 491.870.047,78 | 444.770,0 | |
| IV. | Bilanzgewinn | 42.008.417,10 | 34.658,1 |
| davon Gewinnvortrag: € 8.074,31; VJ: T€ 5,3 | |||
| Summe A | 804.205.783,40 | 749.755,4 | |
| B | Unversteuerte Rücklagen | ||
| 1. Bewertungsreserve aufgrund von Sonderabschreibungen |
7.922.571,01 | 8.383,3 | |
| 2. Sonstige unversteuerte Rücklagen | 159.203,15 | 159,2 | |
| Summe B | 8.081.774,16 | 8.542,5 | |
| C | Investitionszuschüsse aus öffentlichen Mitteln | 1.079.111,14 | 1.291,9 |
| D | Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Abfertigungen | 81.925.525,29 | 79.024,9 | |
| 2. Rückstellungen für Pensionen | 13.720.263,65 | 16.631,9 | |
| 3. Rückstellungen für Steuern | 26.161.255,64 | 24.536,9 | |
| 4. Sonstige Rückstellungen | 109.798.036,97 | 113.167,3 | |
| Summe D | 231.605.081,55 | 233.360,9 | |
| E | Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 461.721.250,00 | 499.775,3 | |
| 2.Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
29.468.463,16 | 33.268,2 | |
| 3.Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
133.027.327,18 | 132.427,6 | |
| 4.Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
15.970.723,49 | 12.475,1 | |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten, | 58.162.502,26 | 59.611,5 | |
| davon aus Steuern: € 0,0; VJ: T€ 0,0 | |||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 6.186.881,59; VJ: T€ 6.065,4 |
|||
| Summe E | 698.350.266,09 | 737.557,7 | |
| F | Rechnungsabgrenzungsposten | 22.514.756,25 | 23.482,8 |
| Summe PASSIVA | 1.765.836.772,59 | 1.753.991,3 | |
| Haftungsverhältnisse | 68.197.857,21 | 74.650,7 |
vom 1.1. bis 31.12.2015
| 1.1.–31.12.2015 in € |
1.1.–31.12.2014 in T€ |
||
|---|---|---|---|
| 1. | Umsatzerlöse | 652.800.984,69 | 614.245,6 |
| 2. | Aktivierte Eigenleistungen | 1.202.375,16 | 2.249,1 |
| 3. | Sonstige betriebliche Erträge | ||
| a) Erträge aus dem Abgang vom Anlage vermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen |
1.481.064,53 | 191,0 | |
| b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen |
2.514.408,50 | 3.759,7 | |
| c) Erträge aus der Auflösung von Investitions zuschüssen aus öffentlichen Mitteln |
212.830,41 | 207,8 | |
| d) Übrige | 3.540.491,13 | 2.787,4 | |
| Summe 3. | 7.748.794,57 | 6.946,0 | |
| 4. | Betriebsleistung (Zwischensumme aus Z. 1 bis 3) | 661.752.154,42 | 623.440,7 |
| 5. | Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen |
||
| a) Materialaufwand | 26.261.752,56 | 31.354,1 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 43.464.021,61 | 44.629,2 | |
| Summe 5. | 69.725.774,17 | 75.983,3 | |
| 6. | Personalaufwand | ||
| a) Löhne | 83.451.769,12 | 83.615,6 | |
| b) Gehälter | 68.042.749,16 | 71.216,9 | |
| c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistun gen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen |
8.667.232,65 | 17.888,7 | |
| d) Aufwendungen für Altersversorgung | 810.161,45 | 5.266,1 | |
| e) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge |
42.184.272,51 | 42.009,6 | |
| f) Sonstige Sozialaufwendungen | 2.346.369,28 | 1.610,1 | |
| Summe 6. | 205.502.554,17 | 221.606,9 | |
| 7. | Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
118.721.919,43 | 119.690,7 |
| 1.1.–31.12.2015 in € |
1.1.–31.12.2014 in T€ |
||
|---|---|---|---|
| 8. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | ||
| a) Steuern, soweit sie nicht unter Z.18 fallen | 519.774,74 | 486,4 | |
| b) Übrige | 163.646.281,23 | 127.429,9 | |
| Summe 8. | 164.166.055,97 | 127.916,4 | |
| Summe 5.–8. | 558.116.303,74 | 545.197,2 | |
| 9. | Betriebserfolg (Zwischensumme aus Z. 4 bis 8) | 103.635.850,68 | 78.243,4 |
| 10. | Erträge aus Beteiligungen | 28.019.962,38 | 22.069,3 |
| davon aus verbundenen Unternehmen: € 27.867.712,38; VJ: T€ 21.987,0 |
|||
| 11. | Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens |
488.245,39 | 803,6 |
| davon aus verbundenen Unternehmen: € 480.026,30; VJ: T€ 795,9 |
|||
| 12. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1.332.926,66 | 1.248,9 |
| davon aus verbundenen Unternehmen: € 289.553,50; VJ: T€ 598,7 |
|||
| 13. | Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen |
376.813,91 | 565,1 |
| 14. | Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wert papieren des Umlaufvermögens, |
||
| davon Abschreibungen: € 238.992,14; VJ: T€ 0,0 | 506.494,47 | 0,0 | |
| 15. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ||
| davon betreffend verbundene Unternehmen: € 555.328,11; VJ: T€ 1.590,3 |
22.646.208,49 | 24.835,1 | |
| 16. | Finanzerfolg (Zwischensumme aus Z. 10 bis 14) | 7.065.245,38 | -148,1 |
| 17. | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 110.701.096,06 | 78.095,3 |
| 18. | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -22.061.490,75 | -19.744,1 |
| 19. | Jahresüberschuss | 88.639.605,31 | 58.351,2 |
| 20. | Auflösung unversteuerter Rücklagen | 460.737,48 | 691,5 |
| 21. | Zuweisung zu Gewinnrücklagen | 47.100.000,00 | 24.390,0 |
| 22. | Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 8.074,31 | 5,3 |
| 23. | Bilanzgewinn | 42.008.417,10 | 34.658,1 |
A n h a n g z u m J a h r e s a b s c h l u s s 2 0 1 5 d e r F l u g h a f e n W i e n Aktiengesellschaft
Die Flughafen Wien Aktiengesellschaft (AG) und ihre Tochterunternehmen sind Dienstleistungsunternehmen im Bereich Bau und Betrieb von Zivilflugplätzen mit allen hiermit in Zusammenhang stehenden Einrichtungen. Die Flughafen Wien AG betreibt als Zivilflugplatzhalter den Flughafen Wien. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Schwechat, Österreich. Die Anschrift lautet: Flughafen Wien AG, Postfach 1, A-1300 Wien-Flughafen. Die Gesellschaft ist in das Firmenbuch beim Landes- als Handelsgericht Korneuburg (FN 42984 m) eingetragen.
Die wesentlichen Betriebsgenehmigungen der Flughafen Wien AG betreffen folgende: Das Bundesministerium für Verkehr und verstaatlichte Betriebe hat am 27. März 1955 gemäß § 7 des Luftverkehrsgesetzes vom 21. August 1936 der Flughafen Wien Betriebsgesellschaft m.b.H. die Genehmigung zur Anlegung und zum Betrieb des für den allgemeinen Verkehr bestimmten Flughafen Wien-Schwechat sowie für die Piste 11/29 erteilt.
Am 15. September 1977 wurde vom Bundesministerium für Verkehr gemäß § 78 Abs. 2 LFG, BGBl. Nr. 253/1957 die Benützungsbewilligung für die Instrumentenpiste 16/34 samt Rollwegen und Befeuerungsanlagen erteilt.
Im Jahr 2010 wurde der Flughafen Wien vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie nach den Richtlinien der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) zertifiziert. Am 31. Dezember 2010 wurde die Zertifizierungsurkunde dafür ausgestellt. Diese bescheinigt der Flughafen Wien AG die Übereinstimmung der für den sicheren und reibungslosen Betrieb notwendigen Einrichtungen mit den in Österreich anwendbaren Vorschriften. Die aktuelle Urkunde ist bis 31. Dezember 2017 gültig.
Auf den vorliegenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 wurden die Rechnungslegungsbestimmungen des österreichischen Unternehmensgesetzbuchs (UGB) in der geltenden Fassung angewandt.
Der Jahresabschluss wurde unter Anwendung der Grundsätze ordnungs¬mäßiger Buchführung und Bilanzierung (§ 201 Abs. 2 UGB) sowie der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zu vermitteln (§ 222 Abs. 2 UGB), aufgestellt. Dabei wurde insbesondere der Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht beachtet, drohende Verluste passiviert, nicht realisierte Gewinne jedoch nicht erfasst. Die Vermögensgegenstände, Rückstellungen und Verpflichtungen wurden vollständig erfasst und einzeln bewertet, wobei die Bewertung willkürfrei erfolgte.
Das Unternehmen ist Mutterunternehmen des Konsolidierungskreises der Flughafen Wien AG.
Es wird festgehalten, dass es im Jahresabschluss bei gerundeten Zahlenangaben zu Rundungsdifferenzen kommen kann.
Mit der Tochtergesellschaft Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. bestand per 31. Dezember 2015 ein Ergebnisabführungsvertrag.
Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft laut § 221 Abs. 3 UGB.
Die Gliederungs- und Bewertungsvorschriften für Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgten gemäß den §§ 195 bis 211 und 222 bis 235 UGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 231 Abs. 2 UGB aufgestellt.
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige bzw. außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt, wobei in den Herstellungskosten auch angemessene Teile von Material- und Fertigungsgemeinkosten, nicht jedoch Zinsen enthalten sind.
Die Nutzungsdauern bewegen sich in der Regel bei immateriellen Vermögensgegenständen zwischen 4 und 20 Jahren, bei Grundstückseinrichtungen zwischen 10 und 20 Jahren, bei Gebäuden zwischen 10 und 50 Jahren, bei technischen Anlagen und Maschinen zwischen 4 und 20 Jahren, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 4 und 15 Jahren, beim technischen Lärmschutz sind es 20 Jahre.
Im Geschäftsjahr 2012 wurden die Maßnahmen für den technischen Lärmschutz, die als Projektkosten im Zusammenhang mit der 3. Piste angesetzt wurden, umgebucht und zur Berücksichtigung ihres natürlichen Wertverzehrs einer laufenden Abschreibung unterzogen. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass unter Berücksichtigung der allgemeinen Entwicklungen davon auszugehen ist, dass Lärmschutzprogramme im Bereich von Flughäfen von allgemeiner Bedeutung sind.
Abschreibungsbeginn ist das Aktivierungsdatum (Inbetriebnahmedatum). Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear und monatsgenau (pro rata temporis).
Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Jahr der Anschaffung abgeschrieben.
Aufgrund der laufenden Bauvorhaben und der damit zusammenhängenden Prüfungserfordernisse bestehen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Bestimmung der Anschaffungs- und Herstellungskosten von Sachanlagen. Diese Unsicherheiten betreffen im Wesentlichen jüngst abgeschlossene bzw. laufende Bauvorhaben und Projekte (Anlagen in Bau).
Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen/Zuschreibungen werden nur im Falle einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung bzw. Wertsteigerung (bis max. Anschaffungskosten) vorgenommen.
Unverzinste Ausleihungen wurden abgezinst, verzinste mit dem Nominalwert am Bilanzstichtag angesetzt.
Die Gegenstände des Umlaufvermögens wurden gemäß § 206 UGB mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, wobei auf eine verlustfreie Bewertung Bedacht genommen wurde.
Auf der Aktivseite wurden Fremdwährungsposten zum Anschaffungskurs oder zum niedrigeren Devisengeldkurs zum Bilanzstichtag, auf der Passivseite zum Anschaffungskurs oder zum höheren Devisenbriefkurs zum Bilanzstichtag angesetzt.
Die Vorräte werden zu Einstandskosten bzw. unter Beachtung einer verlustfreien Bewertung angesetzt. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.
Bei den Forderungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.
Von der Wertaufholung gemäß § 208 Abs. 1 UGB wurde unter Bezugnahme auf § 208 Abs. 2 UGB abgesehen, wenn ein niedrigerer Wertansatz bei der steuerlichen Gewinnermittlung unter der Voraussetzung beibehalten werden kann, dass er auch im Jahresabschluss beibehalten wird.
Die Aktivierungsmöglichkeit von aktiven latenten Steuern gemäß § 198 Abs. 10 UGB wurde nicht in Anspruch genommen.
Rückstellungen werden in der Höhe ihres voraussichtlichen Anfalls unter Berücksichtigung des Vorsichtsgrundsatzes gebildet. Bezüglich Bewertung der Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen, Jubiläumsgelder und Altersteilzeit wird auf die im Anhang enthaltenen Erläuterungen zu den einzelnen Bilanzposten verwiesen.
Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht mit ihrem Rückzahlungsbetrag.
Der Tochtergesellschaft Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. wurde eine Option eingeräumt, dass die Flughafen Wien AG die Anteile an der Flugplatz Vöslau Betriebs-GmbH zum fixierten Kaufpreis in Höhe von T€ 5.562,4 übernimmt.
Zum Bilanzstichtag bestanden keine weiteren derivativen Finanzinstrumente.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist der beiliegenden Aufstellung über die Entwicklung des Anlagevermögens zu entnehmen.
Die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 8.515,4 reduzierten sich um 17,0% oder um T€ 1.748,1 und betreffen im Wesentlichen Konzessionen und Rechte.
Die Sachanlagen in Höhe von T€ 1.346.944,4 reduzierten sich um 5,2% oder T€ 73.148,7. Darin sind Grundstücke und Bauten, technische Anlagen und Maschinen, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Anlagen in Bau enthalten.
Der Grundwert bei den Grundstücken und Bauten beträgt T€ 92.148,2 (2014: T€ 92.259,2).
Das Sachanlagevermögen betreffend wurden Zuschreibungen in Höhe von rund T€ 2.000,0 unterlassen.
Es wurden bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen Zuschreibungen aus der Auflösung der Abzinsung eines Gesellschafterdarlehens (IVW) mit einem Betrag von T€ 376,8 (2014: T€ 458,9) sowie eines Gesellschafterdarlehens (KSC Holding) mit einem Betrag von T€ 0,0 (2014: T€ 106,3) vorgenommen.
Von den Ausleihungen sind T€ 8.828,2 (2014: T€ 3.599,4) innerhalb eines Jahres fällig. Die Wertpapiere des Anlagevermögens setzen sich folgendermaßen zusammen:
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Aktien | 494,9 | 494,9 |
| Sonstige | 1.660,9 | 2.743,6 |
| 2.155,8 | 3.238,5 |
Im Posten "Sonstige" sind im Wesentlichen Rückkaufswerte aus Versicherungsverträgen in Höhe von T€ 1.523,2 (2014: T€ 2.605,8) enthalten.
Die Vorräte wurden nach der Methode der gewogenen Durchschnittspreise sowie bei bestimmten Vorräten nach dem Festwertverfahren bewertet, wobei in Einzelfällen eine Abwertung aufgrund geringer Umschlagshäufigkeit durchgeführt wurde.
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestanden zum Stichtag Wertberichtigungen in Höhe von T€ 5.368,3 (2014: T€ 6.225,1).
Der Posten Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Leistungsverrechnungen und Organschaftsabrechnungen.
Die Fristigkeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden nachstehend dargestellt:
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 37.332,1 | 34.553,8 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 11.048,1 | 13.637,6 |
| Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
1.482,2 | 520,5 |
| Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 12.780,0 | 12.879,6 |
| Summe | 62.642,4 | 61.591,5 |
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 89,0 | 102,1 |
| Summe | 89,0 | 102,1 |
Es wurde eine pauschale Einzelwertberichtigung in Höhe von T€ 11,7 (2014: T€ 45,0) gebildet.
Die wesentlichen Positionen der sonstigen Forderungen stellen sich wie folgt dar:
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Steuern | 10.249,9 | 10.459,0 |
| Forderungen an Kreditkartenunternehmen | 1.414,4 | 1.393,2 |
| Übrige sonstige Forderungen | 1.204,7 | 1.129,5 |
| Summe | 12.869,0 | 12.981,7 |
In den sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen sind u. a. Kreditkarten-abrechnungen in der Höhe von T€ 1.414,4 (2014: T€ 1.393,2) enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.
Die Forderungen aus Steuern betreffen im Wesentlichen Vorauszahlungen aus Körperschaftsteuer in Höhe von T€ 11.104,0 (2014: T€ 11.104,0) sowie Vorsteuerguthaben, die mit Verbindlichkeiten für Lohn- und Gehaltsabgaben saldiert werden.
Das Unternehmen hält zum 31. Dezember 2015 keine eigenen Aktien.
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens setzen sich folgendermaßen zusammen:
| Beträge in T€ | Buchwert 2015 |
Marktwert 2015 |
Buchwert 2014 |
Marktwert 2014 |
|---|---|---|---|---|
| RLB NÖ Ergänzungs kapital |
12.050,0 | 12.683,1 | 12.050,0 | 12.828,6 |
| Summe | 12.050,0 | 12.683,1 | 12.050,0 | 12.828,6 |
Im Geschäftsjahr 2015 waren bei den Wertpapieren des Umlaufvermögens keine Zuschreibungen möglich.
Die Aktivierungsmöglichkeit von latenten Steuern gemäß § 198 Abs. 10 UGB wurde nicht in Anspruch genommen. Aktive latente Steuern bestehen in Höhe von T€ 17.247,3 (2014: T€ 16.150,4).
Der Stand der aktiven latenten Steuern resultiert im Wesentlichen aus Rückstellungen für Sozialkapital.
Passiva
Eigenkapital
Das Grundkapital beläuft sich mit Stichtag 31. Dezember 2015 auf € 152.670.000,00 und ist geteilt in 21.000.000 Stück auf Inhaber lautende nennwertlose stimm- und gewinnberechtigte Stammaktien, welche in einer Sammelurkunde bei der Oesterreichischen Kontrollbank verbrieft sind.
Das bei der im Jahr 1992 durchgeführten Emission erzielte Agio von T€ 92.221,8 und das 1995 bei der Grundkapitalaufstockung erzielte Agio von T€ 25.435,5 stellen die gebundene Kapitalrücklage dar. Die gesetzliche Rücklage zeigt sich mit einer Höhe von T€ 2.579,2 gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Die freie Gewinnrücklage erhöhte sich von T€ 442.190,9 um T€ 47.100,0 auf T€ 489.290,9. Der Bilanzgewinn beläuft sich auf T€ 42.008,4 (2014: T€ 34.658,1).
Die Entwicklung des Bilanzgewinns stellt sich wie folgt dar:
| Beträge in T€ | |
|---|---|
| Bilanzgewinn zum 31.12.2014 | 34.658,1 |
| – Gewinnausschüttung |
-34.650,0 |
| + Jahresüberschuss |
88.639,6 |
| + Auflösung unversteuerte Rücklagen |
460,7 |
| – Dotierung Gewinnrücklagen |
-47.100,0 |
| Bilanzgewinn zum 31.12.2015 | 42.008,4 |
Die Zusammensetzung und Entwicklung der unversteuerten Rücklagen ist aus den beiliegenden Anlagen 2, 3 und 4 ersichtlich.
Der Gesellschaft wurden in den Jahren 1977 bis 1985 Investitionszuschüsse von öffentlichen Gebietskörperschaften gewährt, die in Erweiterung des gesetzlichen Gliederungsschemas nach der Gruppe der "unversteuerten Rücklagen" gesondert ausgewiesen wurden. Aufgliederung und Entwicklung sind in der beiliegenden Aufstellung (Anlage 5) dargestellt.
Für den Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 wurde für die Berechnung der Abfertigungsrückstellung der Flughafen Wien AG ein versicherungsmathematisches Gutachten nach den Regeln gemäß IFRS (IAS19) mit einem Zinsfuß von 1,78% (2014: 1,78%) nach der "Projected Unit Credit Method" erstellt. Für das rechnungsmäßige Pensionsalter wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter der Berücksichtigung der Übergangsregelung herangezogen. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die Generationentafeln von F. W. Pagler – AVÖ 2008-P gemischter Bestand zugrunde gelegt. Als Gehaltstrend wurde eine Steigerung von 3,69% (2014: 3,69%) angenommen. Bei Abfertigungsrückstellungen wurden Fluktuationswahrscheinlichkeiten (kombiniert mit Auszahlungswahrscheinlichkeiten) gestaffelt vom 1. bis zum 25. Dienstjahr, getrennt für Arbeiter (6,2% bei 30,7% bis 6,7% bei 92,0%) und Angestellte (7,7% bei 41,7% bis 7,3% bei 92,2%), angesetzt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst.
Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend den Grundsätzen gemäß IFRS (IAS19), mit einem Zinsfuß von 1,78% (2014: 1,78%) nach der "Projected Unit Credit Method" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die Generationentafeln von F. W. Pagler – AVÖ 2008-P Angestellte zugrunde gelegt. Für das rechnungsmäßige Pensionsalter wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004
(Budgetbegleitgesetz 2003) unter der Berücksichtigung der Übergangsregelung herangezogen. Als Gehaltstrend wurde eine Steigerung von 3,69% (2014: 3,69%), als Pensionstrend eine von 2,10% (2014: 2,10%) angenommen. Da nur mehr zwei aktive Mitarbeiter Ansprüche aus Leistungspensionen haben, wurden keine Fluktuationswahrscheinlichkeiten angenommen. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst.
Die Berechnung der Rückstellungen für Jubiläumsgelder erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach den Regeln gemäß IFRS (IAS19) mit einem Zinsfuß von 1,78% (2014: 1,78%) nach der "Projected Unit Credit Method". Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Generationentafeln AVÖ 2008-P gemischter Bestand von F. W. Pagler zugrunde gelegt. Für das rechnungsmäßige Pensionsalter wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter der Berücksichtigung der Übergangsregelung herangezogen. Als Gehaltstrend wurde eine Steigerung von 3,69% (2014: 3,69%) angenommen. Bei Jubiläumsgeldrückstellungen wurden Fluktuationswahrscheinlichkeiten gestaffelt vom 1. bis zum 25. Dienstjahr, ebenfalls getrennt für Arbeiter (6,2% bis 0,6%) und Angestellte (7,7% bis 0,6%), berücksichtigt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst.
Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach den Regeln gemäß IFRS (IAS19) mit einem Zinsfuß von 0,3% (2014: 0,3%) nach der "Projected Unit Credit Method" ermittelt. Als Gehaltstrend wurde eine Steigerung von 3,69% (2014: 3,69%) angenommen. Lohnnebenkosten wurden in der Höhe von ca. 21% (bis zur ASVG-Höchstbeitragsgrundlage) berücksichtigt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst.
In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen folgende Rückstellungen enthalten: Jubiläumsgelder T€ 24.339,2 (2014: T€ 22.322,3), Rückstellungen für Altersteilzeit T€ 21.015,4 (2014: T€ 21.379,2), nicht konsumierter Urlaub T€ 7.325,2 (2014: T€ 7.030,6), Prämien für das Berichtsjahr und Vorjahre T€ 1.958,3 (2014: T€ 2.892,6), noch nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen T€ 20.342,0 (2014: T€ 26.382,2), Rückstellungen für Ermäßigungen T€ 7.261,5 (2014: T€ 7.185,5), Rückstellungen für diverse Personalaufwendungen T€ 3.040,9 (2014: T€ 3.488,7) sowie eine Rückstellung für drohende Verluste aus der für den Erwerb der Flugplatz Vöslau BetriebsGmbH von der Vienna Aircraft Handling Ges.m.b.H. eingeräumten "Put-Option" in der Höhe von T€ 5.562,4 (2014: T€ 5.562,4).
Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten werden nachstehend dargestellt:
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 79.253,8 | 72.054,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 29.468,5 | 33.268,2 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 133.027,3 | 132.427,6 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
15.970,7 | 12.475,1 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 58.162,5 | 53.831,7 |
| Summe | 315.882,8 | 304.056,6 |
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 107.467,5 | 127.721,3 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 0,0 | 4.132,9 |
| Summe | 107.467,5 | 131.854,2 |
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 275.000,0 | 300.000,0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 0,0 | 1.646,9 |
| Summe | 275.000,0 | 301.646,9 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit T€ 42.400,0 (2014: T€ 42.400,0) die Finanzierungstätigkeit sowie u. a. die Veranlagung der liquiden Mittel der verbundenen Unternehmen bei der Muttergesellschaft.
Der Posten Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultiert zum Großteil aus für die City Air Terminal Betriebsgesellschaft m.b.H. veranlagten Bankguthaben.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind folgende Aufwendungen enthalten, die nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden: Lohn- u. Gehaltsaufwendungen in der Höhe von T€ 5.238,8 (2014: T€ 5.456,2) aus der Abrechnung Dezember 2015 bzw. 2014, Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 6.186,9 (2014: T€ 6.065,4) sowie Zinsabgrenzungen in Höhe von T€ 212,3 (2014: T€ 217,1). Darüber hinaus werden im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber dem Umweltfonds in Höhe von T€ 41.335,8 (2014: T€ 35.069,9) im Posten "Sonstige Verbindlichkeiten" ausgewiesen.
Die passiven Rechnungsabgrenzungen bestehen im Wesentlichen aus erhaltenen Mietvorauszahlungen für den Flugsicherungsturm in Höhe von T€ 21.317,9 (2014: T€ 22.272,4).
Gemäß § 7 Abs. 4 der Satzung des Abwasserverbandes Schwechat vom 10. Dezember 2003 haftet die Flughafen Wien AG für Darlehen im Zusammenhang mit der Errichtung und Erweiterung der Verbandskläranlage in der Höhe von T€ 2.010,1 (2014: T€ 2.503,1).
Die Flughafen Wien AG garantiert für die Bezahlung von Verpflichtungen aus Leasingverträgen der Tochtergesellschaft Vienna Airport Business Park Immobilienbesitzgesellschaft m.b.H. in Höhe von derzeit T€ 63.387,8 (2014: T€ 69.347,6).
Die Flughafen Wien AG hat zugunsten der VIE Office Park 3 BetriebsgmbH zur Abdeckung der gegenwärtigen und zukünftigen Verbindlichkeiten eine unbefristete Patronatserklärung abgegeben. Diese Patronatserklärung ist mit einem Höchstbetrag von T€ 2.800,0 (2014: T€ 2.800,0) begrenzt.
Für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen bestanden zum Bilanzstichtag Erwerbsverpflichtungen in Höhe von € 23,4 Mio. (2014: € 8,4 Mio.).
Die Flughafen Wien AG hat die Kosten der Flughafen Wien Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung, im Wesentlichen die Abdeckung der Körperschaftsteuer in Form von Nachstiftungen, zu tragen.
Die Verpflichtungen gegenüber Dritten aus der Nutzung von nicht in der Bilanz ausgewiesenen Sachanlagen belaufen sich wie folgt:
| Beträge in T€ | 2016 | 2016-2020 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Operating-Leasing-Geschäften | 1.008,0 | 5.040,0 |
| Verbindlichkeiten aus Operating-Leasing-Geschäften gegenüber verbundenen Unternehmen |
1.821,4 | 9.106,8 |
| Verbindlichkeiten aus Fruchtnießungsvertrag gegenüber verbundenen Unternehmen |
17.541,6 | 87.708,1 |
| Summe | 20.371,0 | 101.854,9 |
Die Flughafen Wien AG haftet weiters gegenüber der Raiffeisenbank International für die ordnungsgemäße und fristgemäße Leistung aller Kapital- und Zinszahlungen in Zusammenhang mit kurzfristigen Finanzierungen in der Höhe von € 30,0 Mio. ("Loan Agreements") für das verbundene Unternehmen VIE Malta Finance Ltd. Derzeit sind in Summe € 30,0 Mio. aushaftend. Da diese Finanzierungen in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen abgebildet sind, ist eine weitere Angabe im Posten "Eventualverbindlichkeiten" nicht geboten.
Die Malta Mediterranean Link Consortium Group (MMLC) hat einen Kredit mit einer Laufzeit bis Mitte 2018 und einem per 31. Dezember 2015 aushaftenden Obligo von
€ 4,81 Mio. in Anspruch genommen. Die Flughafen Wien AG hat zugesagt, dass die Anteile an der MMLC während der Laufzeit des Kredits nicht veräußert werden. Weiters hat sie sich gegenüber dem Kreditinstitut verpflichtet, dafür zu sorgen, dass alle Beteiligungsgesellschaften zu jeder Zeit eine gesunde finanzielle Lage aufweisen, und erklärt, dass es die Unternehmenspolitik ist, dass die MMLC ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllt, und dafür zu sorgen, dass die MMLC finanziell so ausgestattet ist, dass sie ihre Verpflichtungen jederzeit erfüllen kann.
| Umsatzerlöse | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 | ||||||
| Airport-Erträge | 330.764,4 | 317.906,8 | ||||||
| Abfertigungserträge | 140.318,3 | 135.134,9 | ||||||
| Aviation Umsatz | 471.082,7 | 453.041,6 | ||||||
| Miet-, Pacht- und Nutzungserträge, Parkerträge | 124.582,8 | 120.239,6 | ||||||
| Übrige Erträge | 57.135,5 | 40.964,3 | ||||||
| Non-Aviation Umsatz | 181.718,3 | 161.204,0 | ||||||
| Umsatzerlös gesamt | 652.801,0 | 614.245,6 | ||||||
| davon verbundene Unternehmen1 | 29.633,2 | 13.470,4 |
1) Inklusive Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Die Aviation-Umsätze betreffen Airport- und Abfertigungserträge. Die Non-Aviation-Umsätze setzen sich aus Ver-/Entsorgungs- und Informatikleistungen, Miet- und Konzessionserträgen inklusive der Gästebetreuung sowie anderwärtigen Umsätzen zusammen.
Sämtliche Umsätze wurden im Inland erbracht.
Der Anstieg des Aviation-Umsatzes um 4,0% auf T€ 471.082,7 ist auf das Verkehrswachstum und Entgeltanpassungen (Passagiere: +1,3%, MTOW: +2,6%, Cargo: -1,8%) zurückzuführen. Die Umsätze aus Einzelleistungen (u. a. Flugzeugenteisungen) konnten um T€ 1.028,5 erhöht werden.
Der Non-Aviation-Umsatz der Flughafen Wien AG stieg um 12,7% auf T€ 181.718,3 und resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Umsätzen gegenüber verbundenen Unternehmen.
Die Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen belaufen sich auf T€ 69.725,8 nach T€ 75.983,3 im vorherigen Geschäftsjahr. Der Rückgang ist auf geringere Aufwendungen für Fernwärme, geringeren Aufwand für Weiterverrechnungen sowie geringeren Aufwand für sonstiges Material zurückzuführen.
Die Personalaufwendungen der Flughafen Wien AG reduzierten sich gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015 um 7,3% auf T€ 205.502,6 (2014: T€ 221.606,9). Die Reduktion ist im Wesentlichen auf geringere Dotierungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder zurückzuführen. In der Vorperiode waren höhere Dotierungen notwendig, u. a. auch aufgrund der Anpassung des Rechnungszinssatzes.
Die Aufwendungen für Löhne reduzierten sich um T€ 163,8 auf T€ 83.451,8, die Aufwendungen für Gehälter um T€ 3.174,1 auf T€ 68.042,8.
Die Aufwendungen für Abfertigungen gliedern sich wie folgt:
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Veränderungen Abfertigungsrückstellung | 2.900,6 | 10.358,7 |
| Zahlungen für Abfertigungen (inkl. freiwilliger Abfertigung) | 4.427,6 | 6.276,5 |
| Beitragszahlungen an Mitarbeitervorsorgekasse | 1.339,0 | 1.253,5 |
| Summe Aufwendungen für Abfertigungen | 8.667,2 | 17.888,7 |
Die Abschreibungen reduzierten sich um 0,8% bzw. T€ 968,8 auf T€ 118.722,0 gegenüber dem Vorjahr.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Leistungen von Konzernunternehmen | 81.274,8 | 51.760,0 |
| Instandhaltungen | 29.773,2 | 23.645,0 |
| Marketing und Marktkommunikation | 21.687,1 | 20.508,1 |
| Fremdleistungen | 9.128,7 | 10.663,2 |
| Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten | 5.767,5 | 4.379,2 |
| Sonstige Betriebskosten | 3.142,1 | 4.914,2 |
| Fahrt, Reise- und Ausbildungskosten | 2.735,4 | 1.730,0 |
| Versicherungsaufwand | 2.731,2 | 2.969,7 |
| Miete und Pacht | 1.578,4 | 1.488,2 |
| Post- und Telekommunikationsaufwand | 1.336,5 | 1.079,7 |
| Zuweisungen zu Wertberichtigungen | 743,9 | 1.199,6 |
| Transporte | 589,5 | 487,9 |
| Sonstige Steuern | 519,8 | 486,4 |
| Verluste aus Anlagenabgängen | 506,3 | 434,9 |
| Schadensfälle | 156,4 | 83,0 |
| Übrige Aufwendungen | 2.495,2 | 2.087,3 |
| Summe | 164.166,1 | 127.916,4 |
Zu den auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer wird auf die diesbezüglichen Angaben im Konzernabschluss der Flughafen Wien AG verwiesen.
Der Finanzerfolg beläuft sich auf T€ 7.065,2 (2014: minus T€ 148,1) und setzt sich wie folgt zusammen:
| Beträge in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Erträge aus Beteiligungen | 28.020,0 | 22.069,3 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 27.867,7 | 21.987,0 |
| Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen | 488,2 | 803,6 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 480,0 | 795,9 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1.332,9 | 1.248,9 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 289,6 | 598,7 |
| Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen |
376,8 | 565,1 |
| davon aus der Zuschreibung zu Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
376,8 | 565,1 |
| Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens |
-506,5 | 0,0 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | -239,0 | 0,0 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -22.646,2 | -24.835,1 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | -555,3 | -1.590,3 |
| Summe | 7.065,2 | -148,1 |
In den Erträgen aus Beteiligungen sind Erträge aus Ergebnisabführungen von Organgesellschaften in Höhe von T€ 1.535,7 (2014: T€ 1.867,0) enthalten.
Die Flughafen Wien AG ist seit 2005 Gruppenträger einer Steuergruppe gemäß § 9 KStG. Vom Gruppenträger werden an die Gruppenmitglieder die von diesen verursachten Körperschaftsteuerbeträge mittels Steuerumlagen belastet bzw. (im Verlustfall) gutgeschrieben. Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrugen T€ 22.061,5 (2014: T€ 19.744,1) und betreffen den Steueraufwand des Gruppenträgers für das laufende Geschäftsjahr sowie einen aperiodischen Aufwand in Höhe von T€ 552,5 (2014: T€ 384,1).
Dr. Gabriele DOMSCHITZ Mag. Bettina GLATZ-KREMSNER Mag. Erwin HAMESEDER Komm.-Rat Dr. Burkhard HOFER Ing. Ewald KIRSCHNER Dr. Wolfgang RUTTENSTORFER Dr. Karin REST MBA Mag. Gerhard STARSICH DI Herbert PAIERL Mag. Robert LASSHOFER
Ing. Manfred BIEGLER (bis 16.2.2015) Thomas SCHÄFFER Heinz STRAUBY Michael STRASSEGGER Herbert FRANK (ab 16.2.2015) Thomas FAULHUBER
Ing. Ewald KIRSCHNER
Mag. Erwin HAMESEDER Dr. Wolfgang RUTTENSTORFER
Mag. Julian JÄGER Mag. Dr. Günther OFNER
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| Arbeiter | 2.065 | 2.128 |
| Angestellte | 1.064 | 1.056 |
| Arbeitnehmer insgesamt | 3.129 | 3.183 |
Die Mitglieder des Vorstands der Flughafen Wien AG erhielten für ihre Tätigkeit als Vorstand in den Geschäftsjahren 2015 und 2014 folgende Vergütungen:
| in T€ | fixe Bezüge 2015 |
erfolgsab hängige Bezüge für 2014 |
Sach bezüge 2015 |
Gesamt bezüge 2015 ohne Langfrist bonus |
erfolgsab hängiger Langfrist bonus 2012–2014 |
Gesamt bezüge 2015 mit Langfrist bonus |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Günther Ofner | 264,5 | 192,5 | 8,6 | 465,7 | 185,5 | 651,2 |
| Mag. Julian Jäger | 264,5 | 192,5 | 8,6 | 465,7 | 185,5 | 651,2 |
| 529,0 | 385,1 | 17,3 | 931,4 | 370,9 | 1.302,3 |
| in T€ | fixe Bezüge 2014 |
erfolgs abhängige Bezüge für 2013 |
Sachbezüge 2014 |
Gesamt bezüge 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Dr. Günther Ofner | 259,3 | 189,6 | 8,4 | 457,3 |
| Mag. Julian Jäger | 259,3 | 189,6 | 8,4 | 457,3 |
| 518,6 | 379,1 | 16,8 | 914,6 |
Das Entlohnungssystem des Vorstands und der ersten Managementebene sieht fi xe und erfolgsabhängige Bezüge vor. Die erfolgsabhängigen Bezüge, die im Jahr 2015 ausbezahlt wurden, betreffen die Prämien für das Geschäftsjahr 2014 sowie erfolgsabhängige Bezüge aus der Vergangenheit für langfristige Ziele. Im Jahr 2014 betreffen die ausbezahlten erfolgsabhängigen Bezüge die Prämien für das Geschäftsjahr 2013. Es bestehen keine Aktienoptionspläne für das Management.
Zugunsten von Herrn Mag. Julian Jäger und Herrn Dr. Günther Ofner werden 15% des Gehalts in eine Pensionskasse einbezahlt. Im Geschäftsjahr 2015 wurden T€ 96,4 (2014: T€ 67,3) für jeden Vorstand einbezahlt.
Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands beliefen sich auf T€ 1.199,0 (2014: T€ 984,7).
Die gesamten Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen ohne frühere Mitglieder des Vorstands betrugen für den Vorstand und die leitenden Angestellten T€ 292,4 (2014: T€ 652,7), für andere Arbeitnehmer fi elen T€ 9.185,0 (2014: T€ 22.502,0) an.
Die Vergütungen für Sitzungsgelder (Zahlungen) an den Aufsichtsrat betrugen im Jahr 2015 T€ 196,4 (2014: T€ 117,4).
An Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats bestanden zum Bilanzstichtag keine Forderungen aus Vorschüssen und Krediten.
Schwechat, am 7. März 2016 Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger
Vorstandsmitglied,CFO Vorstandsmitglied, COO
Anlage 1 zum Anhang
| Entwicklung zu Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Posten des Anlagevermögens in € | Stand 1.1.2015 |
Zugänge direkt |
Umbuchung | Abgänge |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Konzessionen und Rechte | 38.096.812,47 | 2.156.178,71 | 110.727,00 | 1.342.858,30 |
| Summe | 38.096.812,47 | 2.156.178,71 | 110.727,00 | 1.342.858,30 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund |
1.447.419.217,05 | 4.180.106,08 | 2.537.535,02 | 11.615.778,69 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 786.603.366,41 | 17.207.789,09 | 4.814.219,03 | 4.745.847,63 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
226.946.306,54 | 15.373.964,08 | 994.828,02 | 18.816.814,60 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
65.819.196,42 | 13.743.140,46 | -8.457.309,07 | 0,00 |
| Summe | 2.526.788.086,42 | 50.504.999,71 | -110.727,00 | 35.178.440,92 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 192.521.648,10 | 8.120.982,44 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
38.283.139,66 | 87.573.686,67 | 0,00 | 7.382.765,35 |
| 3. Beteiligungen | 9.116.686,50 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 4. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlage vermögens |
3.238.482,91 | 52.144,49 | 0,00 | 1.134.811,07 |
| 5. Sonstige Ausleihungen | 510.591,08 | 22.646,24 | 0,00 | 231.397,71 |
| Summe | 243.670.548,25 | 95.769.459,84 | 0,00 | 8.748.974,13 |
| Gesamt | 2.808.555.447,14 | 148.430.638,26 | 0,00 | 45.270.273,35 |
| Buchwerte | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2015 |
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2015 |
Stand 31.12.2015 |
Stand 1.1.2015 |
Abschreibung Geschäftsjahr |
Zuschreibung Geschäftsjahr |
|
| 39.020.859,88 | 30.505.485,96 | 8.515.373,92 | 10.263.498,14 | 3.979.544,71 | 0,00 | |
| 39.020.859,88 | 30.505.485,96 | 8.515.373,92 | 10.263.498,14 | 3.979.544,71 | 0,00 | |
| 1.442.521.079,46 | 434.088.048,86 | 1.008.433.030,60 | 1.061.963.426,88 | 53.768.044,64 | 0,00 |
|---|---|---|---|---|---|
| 803.879.526,90 | 594.198.382,80 | 209.681.144,10 | 227.543.699,43 | 38.662.039,91 | 0,00 |
| 224.498.284,04 | 166.773.045,99 | 57.725.238,05 | 64.766.813,53 | 22.312.290,17 | 0,00 |
| 71.105.027,81 | 0,00 | 71.105.027,81 | 65.819.196,42 | 0,00 | 0,00 |
| 2.542.003.918,21 | 1.195.059.477,65 | 1.346.944.440,56 | 1.420.093.136,26 | 114.742.374,72 | 0,00 |
| 0,00 | 0,00 | 190.821.648,10 | 198.942.630,54 | 1.700.000,00 | 200.642.630,54 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| -376.813,91 | 238.992,14 | 37.012.083,32 | 117.340.826,41 | 1.133.234,57 | 118.474.060,98 | |
| 0,00 | 0,00 | 9.116.686,50 | 9.116.686,50 | 0,00 | 9.116.686,50 | |
| 0,00 | 0,00 | 3.238.482,91 | 2.155.816,33 | 0,00 | 2.155.816,33 | |
| 0,00 | 0,00 | 510.591,08 | 301.839,61 | 0,00 | 301.839,61 | |
| -376.813,91 | 238.992,14 | 240.699.491,91 | 327.857.799,39 | 2.833.234,57 | 330.691.033,96 | |
| -376.813,91 | 118.960.911,57 | 1.671.056.126,31 | 1.683.317.613,87 | 1.228.398.198,18 | 2.911.715.812,05 |
Anlage 2 zum Anhang
| Verbrauch zur De ckung der direkten |
Auflösung zu abge |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| Beträge in € | Stand 1.1.2015 |
Abschrei bung |
gangenen Anlagen |
Dotierung | Stand 31.12.2015 |
| I. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten |
1.227.601,23 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.227.601,23 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen |
1.039.011,18 | 74.403,80 | 1.977,87 | 0,00 | 962.629,51 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Ge schäftsausstattung |
1.098.755,61 | 290.256,33 | 92.646,30 | 0,00 | 715.852,98 |
| Gesamt | 3.365.368,02 | 364.660,13 | 94.624,17 | 0,00 | 2.906.083,72 |
Anlage 3 zum Anhang
| Beträge in € | Stand 1.1.2015 |
Verbrauch zur Deckung der direkten Abschreibung |
Dotierung | Stand 31.12.2015 |
|---|---|---|---|---|
| I. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 5.017.940,47 | 1.453,18 | 0,00 | 5.016.487,29 |
| Gesamt | 5.017.940,47 | 1.453,18 | 0,00 | 5.016.487,29 |
| Beträge in € | Stand 1.1.2015 |
Auflösung | Dotierung | Stand 31.12.2015 |
|---|---|---|---|---|
| 2000 | 159.203,15 | 0,00 | 0,00 | 159.203,15 |
| Gesamt | 159.203,15 | 0,00 | 0,00 | 159.203,15 |
| Beträge in € | Stand 1.1.2015 |
Abgang | Auflösung | Dotierung | Stand 31.12.2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| I. SACHANLAGEN | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten |
1.080.182,12 | 0,00 | 168.334,00 | 0,00 | 911.848,12 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen |
158.915,88 | 0,00 | 29.255,92 | 0,00 | 129.659,96 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Ge schäftsausstattung |
52.843,55 | 0,00 | 15.240,49 | 0,00 | 37.603,06 |
| Gesamt | 1.291.941,55 | 0,00 | 212.830,41 | 0,00 | 1.079.111,14 |
Anlage 6 zum Anhang
| Sitz: | Schwechat | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE | |
| Gegenstand des Unternehmens: Die Aufgabe der IVW umfasst die gewerbliche Vermietung von Wirtschaftsgütern, insbesondere Immobilien, sowie den Erwerb von Liegenschaften und Gebäuden auf dem Gelände der Flughafen Wien AG. |
||
| in T€ | 2015 | 2014 |
| Eigenkapital | 84.696,7 | 92.695,1 |
| Umsatzerlöse | 17.541,6 | 17.279,0 |
| Jahresüberschuss | 7.383,6 | 15.382,0 |
| Sitz: | Schwechat | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE | |
| Gegenstand des Unternehmens: Diese Gesellschaft bietet ein Komplettserviceprogramm für alle Sparten der allgemeinen Luftfahrt, insbesondere aber für die Business Aviation an. Die wesentlichen Umsatzträger sind das Private Aircraft Handling sowie die Erfüllungs gehilfentätigkeit für die Flughafen Wien AG im Rahmen der Abfertigung der Luftfahrzeuge im Rahmen der General Aviation (inkl. Betankung und Hangarierung). |
||
| in T€ | 2015 | 2014 |
| Eigenkapital | 5.694,4 | 5.583,4 |
| Umsatzerlöse | 12.839,1 | 12.335,6 |
Jahresüberschuss 1.535,7 1.858,5
1) Österreichische Gesellschaften nach UGB
| Sitz: | Schwechat |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE |
| Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft erbringt Dienstleistungen im Elektro anlagensektor. Weiters ist sie tätig in der Errichtung von elektrischen Anlagen und Versor gungseinrichtungen, überwiegend an technischen Einrichtungen flughafenspezifischer Prä gung und in der Installation elektrischer Infrastruktur. |
| in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 2.670,6 | 3.231,6 |
| Umsatzerlöse | 35.798,6 | 14.690,0 |
| Jahresüberschuss | 1.336,4 | 1.916,5 |
| Sitz: | Schwechat |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE |
Gegenstand des Unternehmens: Die VIAS ist für die Durchführung der Sicherheitskontrollen (Personen- und Handgepäckskontrollen) im Auftrag der Flughafen Wien AG zuständig. Darüber hinaus erbringt sie Leistungen für andere Kunden aus der Luftfahrtbranche (Rollstuhltransporte, Großgepäckskontrollen, Dokumentenkontrolle etc.). Die Gesellschaft nimmt über ihre in- und ausländischen Beteiligungen an Ausschreibungen von Sicherheitsleistungen für Flughäfen teil.
| in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 16.706,9 | 16.386,2 |
| Umsatzerlöse | 52.986,0 | 51.987,2 |
| Jahresüberschuss | 9.120,0 | 8.764,1 |
| Sitz: | Schwechat | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE | |
| Gegenstand des Unternehmens: Die Gesellschaft dient als Holding für die Tochtergesellschaf ten BPIB, VOPE, MAZUR, LZW, IMB und VWTC, welche ihren Geschäftszweck im Ankauf sowie in der Entwicklung und Vermarktung der in ihrem Eigentum stehenden Liegenschaften haben. |
||
| in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 38.977,4 | 28.584,4 |
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 |
| Jahresüberschuss | 2.392,9 | 2.515,3 |
| | Vienna International Airport Beteiligungsholding GmbH (VIAB) | ||
|---|---|---|---|
| --- | -- | -------------------------------------------------------------- | -- |
Gesellschaft dient als Holding für die Tochtergesellschaft VINT.
| Sitz: | Schwechat |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE |
| Gegenstand des Unternehmens: Akquisition und Beteiligung internationaler Tochtergesell schaften und Beteiligungen, Mitwirkung bei internationalen Flughafen-Privatisierungen. Die |
| in T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 57.713,3 | 57.703,8 |
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 |
| Jahresüberschuss | 9,5 | 34,8 |
| Sitz: | Schwechat | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE | |
| Gegenstand des Unternehmens: Planung, Entwicklung, Vermarktung und Betrieb von Geschäften auf Flughäfen im In- und Ausland. |
||
| in T€ | 2015 | 2014 |
| Eigenkapital | 6,5 | -0,4 |
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 |
| Jahresfehlbetrag | -3,1 | -2,0 |
| Sitz: | Schwechat | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 50,1% VIE | |
| Gegenstand des Unternehmens: Betrieb des City-Airport-Express als Eisenbahnverkehrsun ternehmen auf der Strecke Wien-Mitte und Flughafen Schwechat sowie Betrieb von Check-in Einrichtungen am Bahnhof Wien-Mitte verbunden mit der Gepäcklogistik für Flugpassagiere; die Beratung von Dritten betreffend die Organisation und Durchführung von Verkehrsanbin dungen zwischen Städten und Flughäfen. |
||
| in T€ | 2015 | 2014 |
| Eigenkapital | 20.051,0 | 18.070,1 |
| Umsatzerlöse | 12.019,8 | 11.495,8 |
|---|---|---|
| Jahresüberschuss | 1.980,6 | 2.517,9 |
| Sitz: | Schwechat |
|---|---|
| Kapitalanteil: | 49% VIE |
| Gegenstand des Unternehmens: Zuweisung und Akkordierung von Zeitnischen in Überein |
stimmung mit den gesetzlichen Bestimmungen, den von der IATA definierten Prinzipien sowie den sonstigen anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen und Realisierung von allen mit dem Unternehmenszweck direkt oder indirekt verbundenen Tätigkeiten.
| in T€ | 20151 | 2014 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 561,4 | 474,9 |
| Umsatzerlöse | 989,6 | 805,0 |
| Jahresüberschuss | 111,4 | -57,3 |
1) Vorläufige Werte
| Sitz: | Bratislava, Slowakei | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 47,7% VIE 33,3% VINT | |
| Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Service- und Beratungsleistungen für Flug häfen. Die Gesellschaft sollte zudem die geplante Beteiligung am Flughafen Bratislava halten. |
||
| IFRS-Werte in T€ | 2015 | 2014 |
| Eigenkapital | 547,4 | 577,4 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 |
| Jahresfehlbetrag | -30,0 | -2.792,0 |
| Sitz: | Bratislava, Slowakei | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 47,7% VIE 52,3% VINT | |
| Gegenstand des Unternehmens: Unternehmenszweck der Gesellschaft ist, neben der Hal tung der Beteiligung von 66 Prozent am Flughafen Košice, die Erbringung von Beratungslei stungen. |
||
| IFRS-Werte in T€ | 2015 | 2014 |
| Eigenkapital | 32.809,2 | 31.554,7 |
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 |
Jahresüberschuss 1.254,5 1.012,7
245
| Sitz: | Schwechat | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE | |
| Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Bauleistungen und Baudienstleistungen aller Art, unter anderem für Bauprojekte der Flughafen Wien AG bzw. anderer Auftraggeber. |
||
| in T€ | 2015 | 2014 |
| Eigenkapital | 386,4 | 287,7 |
| Umsatzerlöse | 3.355,2 | 3.463,6 |
| Jahresüberschuss | 346,8 | 247,2 |
| Sitz: | Schwechat | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 100% VIE | |
| Gegenstand des Unternehmens: Erbringung von Bodenverkehrsdienstleistungen im Sinne des Flughafen-Bodenabfertigungsgesetzes. Die Dienstleistungen entsprechen jenen des An hangs zum Flughafen-Bodenabfertigungsgesetz. |
||
| in T€ | 2015 | 2014 |
| Eigenkapital | 141,4 | 65,0 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 3.490,7 | 0,0 |
| Jahresüberschuss | 76,3 | -14,0 |
| Sitz: | Luqa, Malta | |
|---|---|---|
| Kapitalanteil: | 99,95% VIE 0,05% VIAB | |
| Gegenstand des Unternehmens: Holdingfunktion für die Tochtergesellschaft VIE Malta Finance Ltd. |
||
| IFRS-Werte in T€ | 2015 | 2014 |
| Eigenkapital | 14.768,6 | 14.806,2 |
| Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 |
| Jahresfehlbetrag | -37,6 | 663,3 |
nach § 82 BörseG
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Schwechat, 7. März 2016
Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger
Vorstandsmitglied, CFO Vorstandsmitglied, COO
Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der
Flughafen Wien Aktiengesellschaft, Schwechat
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2015, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr sowie dem Anhang, geprüft.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung dieses Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften und für die internen Kontrollen, die die gesetzlichen Vertreter als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist.
Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Jahresabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der internationalen Prüfungsstandards (International Standards on Auditing – ISA). Nach diesen Grundsätzen haben wir die beruflichen Verhaltensanforderungen einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist.
Eine Abschlussprüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Jahresabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Jahresabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses durch die Gesellschaft relevante interne Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und der Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.
Wien, am 7. März 2016
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Wirtschaftsprüferin
fenstern zum Schutze der Gesundheit und Wohnqualität der Anrainer zumindest teilweise vom Flughafen Wien finanziert wird
Medieninhaber Flughafen Wien Aktiengesellschaft Postfach 1 1300 Wien-Flughafen Austria
Telefon: +43/1/7007-0 Telefax: +43/1/7007-23001
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Leitung: Mag. Judit Helenyi Telefon: +43/1/7007-23126 E-Mail: [email protected] Mario Santi Telefon: +43/1/7007-22826 E-Mail: [email protected]
Stephan Klasmann Telefon: +43/1/7007-22300 E-Mail: [email protected]
Peter Kleemann MAS Telefon: +43/1/7007-23000 E-Mail: [email protected] Das Informationsangebot des Flughafen Wien im Internet: Website des Flughafen Wien: www.viennaairport.com Investor Relations Flughafen Wien: http://www.viennaairport.com/ unternehmen/investor_relations Lärmschutzprogramm Flughafen Wien: www.laermschutzprogramm.at Umwelt und Luftfahrt: www.vie-umwelt.at Alles zur 3. Piste: www.viennaairport.com/unternehmen/ flughafen_wien_ag/3_piste Dialogforum Flughafen Wien: www.dialogforum.at Mediationsverfahren (Archiv):
www.viemediation.at
Content Marketing / Corporate Publishing produziert. (Managing Director: Erich Schönberg)
Konzeption und Gestaltung: Dieter Dalinger, Gabriele Rosenzopf MSc Layout, Tabellensatz und Koordination: Alexander Puff Infografik: Rene Gatti Lektorat: Mag. Thomas Lederer
Disclaimer: Dieser Finanzbericht enthält Annahmen und Prognosen, die wir auf Basis aller uns bis Redaktionsschluss im März 2016 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Einschätzungen nicht eintreffen oder Risiken, wie die im Risikobericht angesprochenen, eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten abweichen. Trotz größter Sorgfalt erfolgen daher alle zukunftsbezogenen Aussagen ohne Gewähr. Die PDF-Ausgabe des Finanzberichts 2015 der Flughafen Wien Aktiengesellschaft finden Sie auf unserer Homepage http://www.viennaairport.com/unternehmen/investor_relations unter dem Menüpunkt "Publikationen und Berichte". Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Finanzbericht überwiegend die männliche Schreibweise verwendet. Selbstverständlich sind damit Frauen und Männer gleichermaßen gemeint und angesprochen. Dieser Geschäftsbericht wurde von der Flughafen Wien AG erstellt.
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