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Raiffeisen Bank International AG

Quarterly Report May 11, 2016

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Quarterly Report

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Zwischenbericht 1. Quartal 2016

Wichtige Daten auf einen Blick

Raiffeisen Bank International (RBI)
Monetäre Werte in € Millionen 2016 Veränderung 2015
Erfolgsrechnung 1.1.- 31.3. 1.1.- 31.3.
Zinsüberschuss 718 - 12,5% 820
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 106 - 59,5% - 260
Provisionsüberschuss 347 - 3,6% 360
Handelsergebnis 28 - 62
Verwaltungsaufwendungen - 718 3,9% - 691
Ergebnis vor Steuern 229 22,0% 188
Ergebnis nach Steuern 138 37,9% 100
Konzernergebnis 114 37,1% 83
Bilanz 31.3. 31.12.
Forderungen an Kreditinstitute 15.099 39,3% 10.837
Forderungen an Kunden 70.875 1,4% 69.921
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.823 2,8% 16.369
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 68.107 - 1,3% 68.991
Eigenkapital 8.658 1,8% 8.501
Bilanzsumme 114.511 0,1% 114.427
Kennzahlen 1.1.- 31.3. 1.1.- 31.3.
Return on Equity vor Steuern 10,8% 1,7 PP 9,1%
Konzern-Return-on-Equity 5,8% 1,5 PP 4,3%
Cost/Income Ratio 65,0% 3,2 PP 61,8%
Return on Assets vor Steuern 0,87% 0,20 PP 0,67%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,73% - 0,20 PP 2,94%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 0,46% - 0,84 PP 1,30%
Bankspezifische Kennzahlen 31.3. 31.12.
NPL Ratio 11,4% - 0,5 PP 11,9%
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 63.093 - 0,3% 63.272
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 5.047 - 0,3% 5.062
Gesamte Eigenmittel 10.858 - 1,2% 10.987
Common Equity Tier 1 Ratio (transitional) 12,0% - 0,1 PP 12,1%
Common Equity Tier 1 Ratio (fully loaded) 11,5% 0,0 PP 11,5%
Eigenmittelquote (transitional) 17,2% - 0,2 PP 17,4%
Eigenmittelquote (fully loaded) 16,7% 0,0 PP 16,8%
Aktienkennzahlen 1.1.- 31.3. 1.1.- 31.3.
Ergebnis je Aktie in € 0,39 36,8% 0,29
Schlusskurs in € (31.3.) 13,32 2,3% 13,02
Höchstkurs (Schlusskurs) in € 13,95 - 3,3% 14,42
Tiefstkurs (Schlusskurs) in € 10,21 13,4% 9,01
Anzahl der Aktien in Millionen (31.3.) 292,98 0,0% 292,98
Marktkapitalisierung in € Millionen (31.3.) 3.901 2,3% 3.815
Ressourcen 31.3. 31.12.
Mitarbeiter zum Stichtag (Vollzeitäquivalente) 51.704 0,4% 51.492
Geschäftsstellen 2.667 - 1,4% 2.705
Kunden in Millionen 14,9 0,1% 14,9
RBI auf dem Kapitalmarkt 4
Konzern-Lagebericht 6
Entwicklung der Märkte 6
Ergebnis- und Finanzentwicklung8
Ergebnis im Vorjahresvergleich9
Ergebnis im Quartalsvergleich13
Bilanz 15
Risikomanagement 17
Ausblick 17
Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode17
Segmentbericht 18
Grundlagen der Segmentierung18
Zentraleuropa 19
Südosteuropa 22
Osteuropa 26
Group Corporates 29
Group Markets 30
Corporate Center 31
Non-Core 33
Konzernzwischenabschluss 36
Gesamtergebnisrechnung 36
Bilanz 39
Eigenkapitalveränderungsrechnung40
Kapitalflussrechnung 40
Segmentberichterstattung 41
Anhang 46
Erläuterungen zur Erfolgsrechnung49
Erläuterungen zur Bilanz 54
Risikobericht 70
Sonstige Angaben 85
Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode88
Impressum/Disclaimer 89

RBI auf dem Kapitalmarkt

Entwicklung der RBI-Aktie

Die RBI-Aktie startete mit einem Kurs von € 13,61 in das erste Quartal, schloss am 31. März 2016 mit € 13,32 und gab damit um 2,1 Prozent leicht nach. Der EURO STOXX Banks und der ATX verloren im selben Zeitraum 20,7 Prozent bzw. 5,3 Prozent. Zum 6. Mai (Redaktionsschluss dieses Berichts) notierte die RBI-Aktie bei € 13,26.

Kursentwicklung seit 1. Jänner 2016 im Vergleich zu ATX und EURO STOXX Banks

Aktive Kapitalmarktkommunikation

Interessierten Investoren bot die RBI im ersten Quartal 2016 auf Roadshows in Frankfurt, Genf, Paris und Zürich wieder Gelegenheit zu persönlicher Information.

Am 1. Februar 2016 gab die RBI die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2015 bekannt. Bei der anschließenden Telefonkonferenz wurden rund 270 Teilnehmer gezählt. Anlässlich der Veröffentlichung der endgültigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2015 am 16. März traf der Vorstand der RBI Investoren in Wien und hielt zudem eine Telefonkonferenz mit über 250 Teilnehmern ab. Am darauffolgenden Tag lud die RBI institutionelle Investoren und Analysten zur Investoren-Präsentation in London. Die Veranstaltung, die bereits seit einigen Jahren jeweils am Tag nach der Publikation des Jahresergebnisses stattfindet, stieß bei den über 100 Teilnehmern auf großes Interesse.

Die Telefonkonferenzen sowie die Investoren-Präsentation in London sind im Internet unter www.rbinternational.com → Investor Relations → Präsentationen & Webcasts abrufbar.

Neben 28 Aktienanalysten geben 21 Anleiheanalysten regelmäßig Empfehlungen zur RBI als Investment ab. Damit ist die RBI jenes Unternehmen in Österreich, über das die größte Anzahl von Analystenhäusern regelmäßig berichtet.

Aktienkennzahlen und Details zur Aktie

Die Aktie der RBI notiert seit dem 25. April 2005 an der Wiener Börse. Die RZB hielt zum Ende des ersten Quartals 2016 rund 60,7 Prozent der RBI-Aktien, die verbleibenden Aktien befanden sich im Streubesitz.

Kurs zum 31. März 2016 € 13,32
Höchstkurs/Tiefstkurs (Schlusskurse) im ersten Quartal 2016 € 13,95/€ 10,21
Ergebnis je Aktie vom 1. Jänner bis zum 31. März 2016 € 0,39
Buchwert je Aktie zum 31. März 2016 € 27,69
Marktkapitalisierung zum 31. März 2016 € 3,9 Milliarden
Durchschnittlicher Tagesumsatz (Einzelzählung) im ersten Quartal 2016 951.209 Stück
Börseumsatz (Einzelzählung) im ersten Quartal 2016 € 697 Millionen
Streubesitz zum 31. März 2016 rund 39,3%
ISIN AT0000606306
Ticker-Symbole RBI (Wiener Börse)
RBI AV (Bloomberg)
RBIV.VI (Reuters)
Marktsegment Prime Market
Anzahl der ausgegebenen Aktien zum 31. März 2016 292.979.038

Details zum Rating

Rating-Agentur Langfrist-Rating Ausblick Kurzfrist-Rating
Moody's Investors Service Baa2 negative P-2
Standard & Poor's BBB negative A-2

Finanzkalender 2016

12. Mai 2016 Zwischenbericht 1. Quartal, Conference Call
06. Juni 2016 Nachweisstichtag Hauptversammlung
16. Juni 2016 Hauptversammlung
04. August 2016 Beginn der Quiet Period
18. August 2016 Zwischenbericht 1. Halbjahr, Conference Call
27. Oktober 2016 Beginn der Quiet Period
10. November 2016 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal, Conference Call

Kontakt für Eigen- und Fremdkapitalinvestoren

E-Mail: [email protected] Internet: www.rbinternational.com → Investor Relations Telefon: +43-1-71 707-2089 Telefax: +43-1-71 707-2138

Raiffeisen Bank International AG Group Investor Relations Am Stadtpark 9 1030 Wien, Österreich

Konzern-Lagebericht

Entwicklung der Märkte

Nach einem positiven Börsenjahr wurden die Investoren im ersten Quartal 2016 vor allem durch die Turbulenzen in China und die schwachen US-Wirtschaftsdaten überrascht, die zeitweise Zweifel an der globalen Konjunkturdynamik aufkommen ließen, sich jedoch wieder beruhigten. Rückenwind kommt für die Aktienindizes weiterhin vor allem durch die Notenbanken. Das Niedrigzinsumfeld in den USA und Westeuropa strahlt auf die Länder in Zentraleuropa (CE) und Südosteuropa (SEE) aus, wo sich die Leitzinsen und Anleiherenditen auf historischen Tiefständen befinden. Kurzfristig sollte die expansive Geldpolitik der EZB die Finanzmärkte in CE und SEE weiter indirekt unterstützen. Derzeit entwickeln sich die meisten CEE-Währungen stabil zum Euro, Abwertungsrisiken gibt es vor allem bei der ukrainischen Hryvna und dem belarussischen Rubel. In Russland eröffnen die Stabilisierung des Rubels sowie die deutlich gesunkene Inflation Spielraum für Zinssenkungen. Insofern sollte der Leitzins in Russland von 11 Prozent zu Ende des ersten Quartals in der zweiten Jahreshälfte 2016 auf 10 Prozent fallen.

Die österreichische Volkswirtschaft erzielte 2015 ein Wachstum von 0,9 Prozent. Für 2016 wird ein Anstieg des realen BIP um 1,4 Prozent erwartet, worin sich eine moderate Zunahme der konjunkturellen Dynamik widerspiegelt. Die Konjunktur sollte dabei weiterhin von der Inlandsnachfrage getragen sein.

Starke Konjunkturindikatoren im ersten Quartal 2016 weisen darauf hin, dass es in CE im Gesamtjahr zu einem robusten Wirtschaftswachstum kommt, wobei sich das Wachstum in einigen Ländern nach einem sehr starken Jahr 2015 etwas abschwächt. Der Ausblick für SEE ist ebenso positiv, ein länderübergreifender Aufschwung setzt sich fort. In der Region Osteuropa (EE) werden Russland und Belarus 2016 weiterhin von einer Rezession geprägt sein, während die Ukraine wieder mit 1,5 Prozent wachsen dürfte. Die westlichen Sanktionen gegenüber Russland und die Restriktionen für Importe von Lebensmitteln aus der EU nach Russland beeinflussen die Konjunktur aufgrund der geringen direkten Verflechtung jedoch weder in der Eurozone noch in CE und SEE maßgeblich. Das Szenario beinhaltet den Fortbestand der EU-Sanktionen gegenüber Russland auch im Jahr 2016.

Zentraleuropa (CE) – Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn – ist die wirtschaftlich am weitesten entwickelte CEE-Region. Mit Ausnahme Polens sind die Volkswirtschaften in CE klein, offen und in hohem Maß abhängig von Exporten, vor allem nach Deutschland. Nach einem Plus von 3,6 Prozent im Jahr 2015 dürfte das Wirtschaftswachstum in CE im Jahr 2016 3,1 Prozent betragen. Das stärkste BIP-Wachstum sollte Polen mit 3,8 Prozent aufweisen, gefolgt von der Slowakei mit 3,5 Prozent sowie Slowenien und Ungarn mit jeweils rund 2,2 Prozent und der Tschechischen Republik mit 2 Prozent. Generell profitiert CE von der soliden Konjunktur in Deutschland und der Eurozone und der expansiven Geld- und Währungspolitik einiger CE-Länder. Die BIP-Wachstumsraten für 2016 werden wahrscheinlich dennoch, getrieben durch zyklische Faktoren wie den Rückgang von EU-Transfers, leicht unter dem Niveau von 2015 liegen. Die Inflationsraten dürften leicht ansteigen, bleiben im historischen Vergleich jedoch sehr moderat. Dies deutet auf eine Fortsetzung der expansiven Geldpolitik in CE hin.

In Südosteuropa (SEE) – Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, dem Kosovo, Kroatien, Rumänien und Serbien – dürfte die Wirtschaftsleistung 2016 um 3,1 Prozent wachsen, nach 2,8 Prozent im Jahr 2015. In Rumänien, das von Steuerleichterungen und starkem Lohnwachstum profitiert, wird für 2016 ein BIP-Wachstum von etwa 4,0 Prozent erwartet, für Albanien eine Zunahme von etwa 3,5 Prozent. In den meisten anderen SEE-Ländern wird das Wirtschaftswachstum 2016 etwas schwächer ausfallen. Kroatien und Serbien sollten 2016 das zweite Jahr in Folge positive Wachstumsraten aufweisen. Das teilweise moderatere Wirtschaftswachstum in SEE ist auf ausständige strukturelle Anpassungen und das nur langsam abnehmende hohe Verschuldungsniveau des Privatsektors zurückzuführen. Für 2017 werden für alle SEE-Länder positive Wachstumsraten erwartet. Dabei sollte die Entschuldung der letzten Jahre die Konjunktur unterstützen.

In Osteuropa (EE) – Belarus, Russland und der Ukraine – ist die wirtschaftliche Lage weiterhin schwierig, auch wenn in der zweiten Jahreshälfte 2015 Signale einer gewissen wirtschaftlichen Stabilisierung sichtbar geworden sind. Das BIP der Region dürfte 2016 um 1,8 Prozent schrumpfen, nach minus 4,1 Prozent 2015. Die bereits in den Jahren 2013 und 2014 erkennbare Abkühlung der russischen Wirtschaft weitete sich im Jahr 2015 durch den Druck auf den Ölpreis und die Sanktionen erwartungsgemäß zu einer Rezession aus. Im laufenden Jahr dürfte die russische Wirtschaftsleistung um weitere 2,0 Prozent abnehmen. Die Konsumnachfrage in Russland ging aufgrund von sinkenden Reallöhnen stark zurück, während der im Jahresvergleich niedrige Ölpreis die Exporterlöse mindert. Die Inflationsrate sank im ersten Quartal 2016 zwar deutlich, könnte aber im Jahresverlauf wieder leicht ansteigen. Darüber hinaus belasten die spürbaren Währungsabwertungen in Russland und der Ukraine den Konsum und die Investitionen in beiden Ländern, während die Exporte von der gestiegenen preislichen Attraktivität russischer oder ukrainischer Erzeugnisse bislang nur begrenzt profitieren. Für die Ukraine ist nach der Anpassungsrezession 2015 mit einem BIP-Rückgang von 9,9 Prozent in diesem Jahr mit einem verhaltenen Wachstum von 1,5 Prozent zu rechnen. Belarus wird von der Rezession in Russland stark beeinflusst; hier ist 2016 – wie in Russland – ein BIP-Rückgang von 2,0 Prozent zu erwarten. Abhängig von der Entwicklung in Russland könnte auch das Jahr 2017 für Belarus herausfordernd werden. Derzeit ist in Russland für 2016 nur mit einer

graduellen Verbesserung der wirtschaftlichen Situation zu rechnen, auch unter der Bedingung, dass sich der Ölpreis hinreichend stabilisiert.

Entwicklung des realen BIP in Prozent

Region/Land 2014 2015 2016e 2017f
Polen 3,3 3,6 3,8 3,4
Slowakei 2,5 3,6 3,5 3,5
Slowenien 3,0 2,9 2,2 2,1
Tschechische Republik 2,0 4,3 2,0 2,9
Ungarn 3,7 2,9 2,2 2,9
Zentraleuropa 3,0 3,6 3,1 3,2
Albanien 2,0 2,7 3,5 4,0
Bosnien und Herzegowina 1,1 2,0 3,0 3,5
Bulgarien 1,5 3,0 2,1 3,0
Kroatien - 0,4 1,6 1,5 1,5
Kosovo 0,9 3,0 3,0 3,5
Rumänien 3,0 3,7 4,0 3,6
Serbien - 1,8 0,5 2,5 3,0
Südosteuropa 1,6 2,8 3,1 3,2
Russland 0,7 - 3,7 - 2,0 1,5
Belarus 1,7 - 3,9 - 2,0 1,5
Ukraine - 6,6 - 9,9 1,5 2,0
Osteuropa 0,3 - 4,1 - 1,8 1,5
Österreich 0,4 0,9 1,4 1,4
Deutschland 1,6 1,4 1,8 1,8
Eurozone 0,9 1,6 1,4 1,7

Quelle: Raiffeisen Research

Ergebnis- und Finanzentwicklung

Das laufende Geschäftsjahr steht weiter unter dem Eindruck eines Umfelds anhaltend niedriger Zinsen im Euroraum und in den anderen Märkten der RBI. Aufgrund einer verhaltenen Kreditnachfrage sowie durch – dem Transformationsprogramm der RBI angepasste – konservative Kreditlimits ist derzeit strukturell viel Liquidität vorhanden. Die Veranlagung des Liquiditätsüberschusses führte in Anbetracht der niedrigen Zinsen jedoch zu geringeren Erträgen als in den Vorjahren. Darüber hinaus belasteten regulatorische und politische Kosten den Konzern weiterhin stark. Gemäß IFRS-Bestimmungen (IFRIC 21) ist für einige der hier anfallenden Abgaben der volle Betrag für das Gesamtjahr bereits zu Jahresbeginn zu buchen, sodass das Ergebnis des ersten Quartals dadurch überproportional betroffen ist.

Das Konzernergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahr im ersten Quartal 2016 um 37 Prozent oder € 31 Millionen auf € 114 Millionen. Hauptgrund für den Ergebnisanstieg waren um rund 60 Prozent geringere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen in Höhe von € 106 Millionen. Darüber hinaus waren im Vorjahr negative Handelsergebnisse durch die Währungspositionierung in der Ukraine und die Währungsabsicherungen von Dividenden entstanden.

Die Betriebserträge verzeichneten im Jahresvergleich einen Rückgang um 1 Prozent oder € 14 Millionen auf € 1.104 Millionen. Die Nettozinserträge waren dabei aufgrund des bereits erwähnten historisch niedrigen Zinslevels weiter rückläufig und fielen um 13 Prozent auf € 718 Millionen. Neben einer Volumenreduktion um 7 Prozent war dafür vor allem die Nettozinsspanne verantwortlich, die im Jahresvergleich um 20 Basispunkte auf 2,73 Prozent fiel. Rund ein Drittel des Rückgangs der Erträge war auf die Währungsabwertungen – speziell in Russland – zurückzuführen. Dagegen stieg das Handelsergebnis um € 90 Millionen auf € 28 Millionen. Dieses war im Vorjahr durch die Währungsabwertungen in der Ukraine stark belastet gewesen. Der Rückgang des Provisionsüberschusses blieb mit minus 4 Prozent auf € 347 Millionen moderat und war hauptsächlich währungsbedingt.

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen im Jahresvergleich um 4 Prozent auf € 718 Millionen. Der Personalaufwand lag trotz eines Mitarbeiterrückgangs nahezu unverändert bei € 347 Millionen, da in einigen Märkten Gehaltssteigerungen durchgeführt wurden. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter sank im Jahresabstand um 3.337 Personen auf 51.706. Der Sachaufwand zeigte einen Anstieg um 10 Prozent auf € 302 Millionen. Dies lag vorwiegend an den Beiträgen für den Bankenabwicklungsfonds (plus € 35 Millionen), die aufgrund von IFRS-Bestimmungen bereits im ersten Quartal für das gesamte Jahr 2016 gebucht werden mussten. Die Zahl der Geschäftsstellen sank – primär durch Schließungen in der Ukraine – im Jahresabstand um 184 auf 2.667.

Die Bilanzsumme lag – seit Jahresbeginn nahezu unverändert – bei € 114.511 Millionen. Das Kreditvolumen an Kunden nahm im ersten Quartal 2016 um 1 Prozent zu, was im Wesentlichen an kurzfristigen Forderungen an institutionelle Kunden lag. Im Retail-Geschäft lag der Zuwachs aufgrund der Übernahme eines Kreditportfolios in der Tschechischen Republik bei € 0,2 Milliarden. Das Wertpapiervolumen sank dagegen um € 0,9 Milliarden, überwiegend durch einen rückläufigen Bestand an Staatsanleihen in Polen und Rumänien. Auf der Passivseite ging der Bestand an Kundeneinlagen aufgrund von Repricing-Maßnahmen um € 0,9 Milliarden zurück.

Das Eigenkapital inklusive des Kapitals der nicht beherrschenden Anteile verzeichnete einen Anstieg um € 157 Millionen auf € 8.658 Millionen. Kapitalerhöhend wirkten sowohl das Ergebnis nach Steuern in Höhe von € 138 Millionen sowie das sonstige Ergebnis mit € 35 Millionen. Den größten Posten im sonstigen Ergebnis stellten die Währungsdifferenzen dar, die sich in der Berichtsperiode auf € 28 Millionen beliefen (Q1/2015: € 284 Millionen).

Auf Seite des regulatorischen Kapitals veränderten sich die wesentlichen Stellgrößen wie folgt: Das harte Kernkapital nach Abzugsposten betrug zum Periodenende € 7.560 Millionen. Der hier gegenüber dem Jahresende 2015 verzeichnete Rückgang betrug € 111 Millionen. Die gesamten Eigenmittel nach CRR betrugen € 10.858 Millionen. Dies entspricht einem Rückgang um € 129 Millionen im Vergleich zum Jahresendwert 2015. Die Risikoaktiva (gesamt) wurden um € 179 Millionen auf € 63.093 Millionen verringert. Bezogen auf das Gesamtrisiko ergaben sich eine Common Equity Tier 1 Ratio (transitional) von 12,0 Prozent und eine Eigenmittelquote (transitional) von 17,2 Prozent. Ohne Berücksichtigung der in der CRR definierten Übergangsbestimmungen lagen die Common Equity Tier 1 Ratio (fully loaded) bei 11,5 Prozent und die Eigenmittelquote (fully loaded) bei 16,7 Prozent.

in € Millionen 1.1.-31.3.2016 1.1.-31.3.2015 Veränderung
absolut
Veränderung
in %
Zinsüberschuss 718 820 - 102 - 12,5%
Provisionsüberschuss 347 360 - 13 - 3,6%
Handelsergebnis 28 - 62 90
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis 11 0 11 >500,0%
Betriebserträge 1.104 1.118 - 14 - 1,2%
Personalaufwand - 347 - 345 - 2 0,5%
Sachaufwand - 302 - 274 - 28 10,1%
Abschreibungen - 68 - 71 2 - 3,3%
Verwaltungsaufwendungen - 718 - 691 - 27 3,9%
Betriebsergebnis 386 427 - 41 - 9,6%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 106 - 260 155 - 59,5%
Übrige Ergebnisse - 52 21 - 72
Ergebnis vor Steuern 229 188 41 22,0%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 91 - 88 - 4 4,0%
Ergebnis nach Steuern 138 100 38 37,9%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile - 24 - 17 - 7 41,8%
Konzernergebnis 114 83 31 37,1%

Ergebnis im Vorjahresvergleich

Betriebserträge

Zinsüberschuss

In den ersten drei Monaten 2016 reduzierte sich der Zinsüberschuss um 13 Prozent oder € 102 Millionen auf € 718 Millionen. Hauptverantwortlich dafür waren das anhaltend niedrige Marktzinsniveau in zahlreichen Ländern des Konzerns sowie die vorhandene Überschussliquidität. Zusätzlich trug ein volumenbedingter Rückgang in der Konzernzentrale und in Asien zur negativen Entwicklung des Zinsüberschusses bei.

Die Nettozinsspanne des Konzerns reduzierte sich im Jahresabstand um 20 Basispunkte auf 2,73 Prozent. Neben dem bereits erwähnten niedrigen Marktzinsniveau war etwa ein Drittel des Rückgangs auf Währungseffekte in Osteuropa zurückzuführen.

Im Segment Zentraleuropa sank der Zinsüberschuss um 4 Prozent oder € 6 Millionen auf € 161 Millionen. Dabei sorgte in Ungarn das niedrige Marktzinsniveau für einen Rückgang des Zinsüberschusses um € 5 Millionen. In der Slowakei führten ebenfalls niedrigere Zinssätze zu einem um € 2 Millionen reduzierten Zinsüberschuss. Dagegen verzeichnete die Tschechische Republik einen geringfügigen Anstieg des Zinsüberschusses um € 1 Million. Im Segment Südosteuropa sank der Zinsüberschuss um 6 Prozent oder € 12 Millionen auf € 180 Millionen. Dabei gab es in allen Ländern – mit Ausnahme von Bosnien und Herzegowina – einen Rückgang des Zinsergebnisses, auch hier hauptsächlich bedingt durch das anhaltend niedrige Zinsniveau. Das Segment Osteuropa verzeichnete einen Rückgang des Zinsüberschusses um 19 Prozent oder € 46 Millionen auf € 203 Millionen. Hauptverantwortlich dafür war ein um 26 Prozent oder € 45 Millionen auf € 130 Millionen gesunkener Zinsüberschuss in Russland, hervorgerufen durch um € 51 Millionen geringere Zinserträge aus derivativen Finanzinstrumenten sowie volumen- und margenbedingt niedrigere Zinserträge aus Forderungen an Kunden, die teilweise durch ebenfalls gesunkene Zinsaufwendungen kompensiert wurden. In der Ukraine ist der Rückgang des Zinsüberschusses um 4 Prozent oder € 2 Millionen auf € 40 Millionen währungsbedingt, in lokaler Währung konnte ein Anstieg des Zinsüberschusses um 15 Prozent erzielt werden. In Belarus stieg der Zinsüberschuss geringfügig um € 1 Million auf € 32 Millionen. Im Segment Non-Core sank der Zinsüberschuss um 19 Prozent oder € 20 Millionen auf € 86 Millionen. Den größten Rückgang verzeichnete dabei Asien, hier ergab sich volumenbedingt ein um 50 Prozent oder € 15 Millionen auf € 15 Millionen verringerter Beitrag. In Polen kam es aufgrund des anhaltend niedrigen Marktzinsniveaus zu einer Reduktion des Zinsüberschusses um 3 Prozent oder € 2 Millionen auf € 62 Millionen.

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss reduzierte sich im Periodenvergleich aufgrund der Währungsabwertungen in Osteuropa sowie aufgrund geringerer Umsätze in Zentraleuropa um 4 Prozent oder € 13 Millionen auf € 347 Millionen. Das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft gab dabei, abgesehen von den Währungseffekten, auch aufgrund des Ausstiegs aus dem Automobilfinanzierungsgeschäft in Russland, der gesetzlichen Einschränkung bei Gebühren für vorzeitige Kreditrückzahlungen in der Slowakei sowie Volumenrückgängen in Asien um € 7 Millionen auf € 41 Millionen, nach. Ebenso verringerte sich das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft um € 4 Millionen auf € 31 Millionen, am stärksten in Ungarn, Rumänien sowie Russland. Das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft sank – währungs- und volumenbedingt – vor allem in der Ukraine, Russland und der Slowakei um 5 Prozent oder € 4 Millionen auf € 88 Millionen. Dagegen erhöhte sich das Ergebnis aus sonstigen Bankdienstleistungen um € 4 Millionen auf € 17 Millionen, überwiegend in Russland sowie in der Konzernzentrale. Das Ergebnis aus dem Verkauf von Eigen- und Fremdprodukten verzeichnete einen Zuwachs um 35 Prozent oder € 4 Millionen auf € 15 Millionen, vorrangig bedingt durch höhere Erträge in Rumänien, Polen und Russland.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis nahm im Periodenvergleich um € 90 Millionen auf € 28 Millionen zu. Im währungsbezogenen Geschäft ergab sich ein Anstieg um € 165 Millionen auf € 16 Millionen. Hauptgrund dafür waren eine geringere Währungsabwertung der ukrainischen Hryvna als im Vorjahr sowie eine verbesserte Fremdwährungspositionierung in der Ukraine (Anstieg um € 97 Millionen). Ein positiver Effekt resultierte ebenso aus dem Wegfall eines Absicherungsgeschäfts für Dividendenerträge in russischen Rubeln, aus dem sich im Vorjahr noch eine Belastung von € 53 Millionen ergeben hatte. Darüber hinaus erhöhte sich das Ergebnis durch Bewertungsgewinne aus derivativen Finanzinstrumenten und Wertpapierpositionen in Polen, während Belarus – bedingt durch die Beendigung einer strategischen Währungsposition – sowie die Konzernzentrale und Russland Rückgänge verzeichneten. Das zinsbezogene Geschäft gab – primär aufgrund von Bewertungsverlusten sowie niedrigeren Zinserträgen aus derivativen Finanzinstrumenten und Wertpapierpositionen in der Konzernzentrale und in Polen – um € 50 Millionen auf € 26 Millionen nach. Ebenso reduzierte sich das Ergebnis aus dem aktien- und indexbasierten Geschäft um € 19 Millionen auf minus € 8 Millionen, resultierend aus der Anpassung der Zinskurve aufgrund geänderter Marktbedingungen.

Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis

Das laufende sonstige betriebliche Ergebnis stieg im Periodenvergleich um € 11 Millionen auf € 11 Millionen. Dabei verbesserte sich das Ergebnis aus bankfremden Tätigkeiten um € 4 Millionen, vorwiegend aus einer Konzerneinheit in Serbien. Aus dem Verkauf des Card Acquiring Business (POS-Terminals) in der Tschechischen Republik resultierte ein Erlös von € 8 Millionen. Dem standen höhere sonstige Steueraufwendungen von € 4 Millionen, hervorgerufen durch eine Rückstellung für sonstige Steuern aus Vorperioden in der Konzernzentrale, gegenüber.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen im Vergleich zur Vorjahresperiode um € 27 Millionen auf € 718 Millionen. Die Cost/Income Ratio erhöhte sich – auch aufgrund des gesunkenen Zinsüberschusses – um 3,2 Prozentpunkte auf 65,0 Prozent.

Personalaufwand

Die größte Position unter den Verwaltungsaufwendungen war mit einem Anteil von 48 Prozent der Personalaufwand, der um 1 Prozent oder € 2 Millionen auf € 347 Millionen anwuchs. Dieser Anstieg resultierte unter anderem aus Steigerungen von Gehältern und Lohnnebenkosten in Russland und in der Ukraine, die allerdings durch Währungseffekte abgemildert wurden. In der Tschechischen Republik ergab sich durch einen Anstieg der Mitarbeiter und Gehaltanpassungen ein Zuwachs um 13 Prozent oder € 3 Millionen. In der Slowakei stieg der Personalaufwand aufgrund des Ausbaus des Filialnetzwerks um 6 Prozent oder € 2 Millionen. In Polen sorgte die Verbuchung von Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit der Optimierung des Filialnetzes für einen Anstieg um 7 Prozent oder € 3 Millionen. In Rumänien ergab sich ein Zuwachs um 5 Prozent oder € 1 Million, hervorgerufen durch Gehaltserhöhungen und die Einbeziehung von Leiharbeitern. In der Konzernzentrale lag der Anstieg aufgrund einer Änderung des Gehaltsschemas bei 2 Prozent. Einen Rückgang des Personalaufwands gab es in Asien (minus 29 Prozent) und Ungarn (minus 9 Prozent), hervorgerufen durch Mitarbeiterabbau.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ausgedrückt in Vollzeitäquivalenten) sank im Jahresabstand um 3.337 Personen auf 51.706. Die größten Rückgänge verzeichneten die Ukraine (minus 1.837), Russland (minus 913), Polen (minus 334), Ungarn (minus 266) und Bulgarien (minus 168).

Sachaufwand

Der Sachaufwand zeigte einen Anstieg um 10 Prozent oder € 28 Millionen auf € 302 Millionen. Dies lag vorwiegend an den Beiträgen für den Bankenabwicklungsfonds in Höhe von € 46 Millionen (plus € 35 Millionen), die aufgrund von IFRS-Bestimmungen im ersten Quartal für das gesamte Jahr 2016 gebucht werden mussten. Dem standen gesunkene Raumaufwendungen aufgrund von Filialschließungen gegenüber (Rückgang um € 5 Millionen). Die Zahl der Geschäftsstellen sank im Jahresabstand um 184 auf 2.667, wobei die Rückgänge speziell in der Ukraine (minus 93), in Ungarn (minus 42) sowie in Russland und Polen (jeweils minus 29) stattfanden. Weiters sorgten gesunkene Rechts- und Beratungsaufwendungen für einen Rückgang um € 4 Millionen.

Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sanken im Vergleich zur Vorjahresperiode um 3 Prozent oder € 2 Millionen auf € 68 Millionen. Sowohl die Abschreibungen auf Sachanlagen als auch die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sanken in einigen Ländern. Darüber hinaus gab es eine Wertminderung auf ein Gebäude in Slowenien (€ 1 Million).

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen gingen im Vergleich zur Vorjahresperiode um insgesamt 59 Prozent oder € 155 Millionen auf € 106 Millionen zurück. Hervorgerufen wurde dies durch niedrigere Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen, die sich um € 102 Millionen auf € 117 Millionen verringerten. Bei den Portfolio-Wertberichtigungen ergab sich in der Berichtsperiode eine Nettoauflösung von € 11 Millionen und damit eine Verbesserung um € 53 Millionen, in Ungarn (€ 33 Millionen) aufgrund von Sondereffekten der Vorjahresperiode (Settlement Act) und in Russland (€ 21 Millionen) aufgrund des Ausfalls von zwei Firmenkunden.

Der wesentliche Anteil der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen entfiel in der Berichtsperiode auf Firmenkunden, für die Vorsorgen in Höhe von € 75 Millionen gebildet werden mussten. Für Retail-Kunden waren es € 41 Millionen.

Der größte Rückgang bei den Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen wurde in der Ukraine verzeichnet: Hier fielen die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen im Periodenvergleich mit € 10 Millionen um € 71 Millionen geringer aus. Dies ist darauf zurückzuführen, dass in der Vorjahresperiode aufgrund der wirtschaftlichen Situation in der Donbass-Region höhere Allokationen für Retail- und Firmenkunden erforderlich gewesen waren und die Währungseffekte in der Berichtsperiode geringeren Einfluss hatten. Im Segment Group Corporates fielen die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen für Großkunden mit € 3 Millionen um € 44 Millionen geringer aus. Die Kreditrisikosituation verbesserte sich auch in den Ländern Zentral- und Südosteuropas: Im Periodenvergleich gingen die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen in Zentraleuropa um € 19 Millionen auf € 3 Millionen zurück, hervorgerufen vor allem durch einen geringeren Wertberichtigungsbedarf sowohl für Retail- als auch für Firmenkunden in Ungarn. In Südosteuropa fielen die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen um € 18 Millionen auf € 23 Millionen. Dabei ergaben sich in nahezu allen Märkten des Segments deutliche Rückgänge im Firmenkundenbereich, insbesondere in Bulgarien (minus € 12 Millionen) und Kroatien (minus € 10 Millionen). Dagegen resultierte in Albanien aufgrund des Ausfalls einiger Großkunden ein Anstieg in Höhe von € 25 Millionen.

Der Bestand an notleidenden Kundenkrediten sank seit Jahresbeginn um € 222 Millionen auf € 8.106 Millionen. Durch Währungseffekte ergab sich davon ein Rückgang um € 120 Millionen. Damit reduzierte sich der tatsächliche Bestand an notleidenden Krediten währungsbereinigt um € 103 Millionen. Die größten Rückgänge wurden im Segment Group Corporates (minus € 139 Millionen), Ukraine (minus € 89 Millionen), Group Markets (minus € 74 Millionen), Asien (minus € 24 Millionen) und Kroatien (minus € 19 Millionen) verzeichnet. Dem standen Anstiege in Russland (plus € 112 Millionen), der Tschechischen Republik (plus € 76 Millionen), Polen (plus € 36 Millionen) und Ungarn (plus € 33 Millionen) gegenüber. Die NPL Ratio verringerte sich in der Berichtsperiode gegenüber dem Jahresultimo 2015 um 0,5 Prozentpunkte auf 11,4 Prozent. Den notleidenden Krediten standen Wertberichtigungen in Höhe von € 5.688 Millionen gegenüber. Daraus resultierte eine NPL Coverage Ratio von 70,2 Prozent nach 71,3 Prozent zum Jahresultimo.

Die Neubildungsquote, berechnet auf Grundlage des durchschnittlichen Volumens an Kundenforderungen, ging im Vergleich zur Vorjahresperiode um 0,84 Prozentpunkte auf 0,46 Prozent zurück.

Übrige Ergebnisse

Die Position übrige Ergebnisse, die sich aus dem Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten, dem Ergebnis aus Finanzinvestitionen, den in den sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen ausgewiesenen Bankenabgaben, Sondereffekten, Firmenwertabschreibungen und Erträgen aus der Vereinnahmung passiver Unterschiedsbeträge sowie dem Ergebnis aus Endkonsolidierungen zusammensetzt, reduzierte sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs um € 72 Millionen auf minus € 52 Millionen.

Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten

Das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten sank von € 20 Millionen in der Vorjahresvergleichsperiode auf minus € 27 Millionen in der Berichtsperiode. Für diesen Rückgang waren eine Veränderung des Credit Spreads für eigene Verbindlichkeiten um € 28 Millionen sowie eine Reduktion der Bewertungsergebnisse aus zu Absicherungszwecken abgeschlossenen Bankbuchderivaten überwiegend in der Konzernzentrale um € 19 Millionen verantwortlich.

Ergebnis aus Finanzinvestitionen

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen verringerte sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs um € 38 Millionen auf € 26 Millionen. Dabei gingen die Bewertungsergebnisse aus Wertpapieren des Fair-Value-Bestands im Periodenvergleich um € 62 Millionen zurück. Davon entfielen € 58 Millionen auf in der Vorjahresperiode gebuchte Bewertungsergebnisse von an den US-Dollar gekoppelten festverzinslichen Staatsanleihen in der Ukraine. Die Veräußerungsergebnisse aus Wertpapieren des Fair-Value-Bestands verbesserten sich hingegen um € 5 Millionen auf € 2 Millionen, hervorgerufen durch niedrigere Veräußerungsverluste aus Anleihen in Russland. Die Veräußerung von bis zur Endfälligkeit zu haltenden Wertpapieren der Konzernzentrale brachte einen Ergebnisbeitrag von € 13 Millionen. Ein um € 7 Millionen geringerer Wertberichtigungsbedarf war überwiegend für die Verbesserung des Ergebnisses aus Unternehmensanteilen verantwortlich.

Bankenabgaben und Sondereffekte

Der Aufwand für Bankenabgaben sank im Vorjahresvergleich um € 15 Millionen auf € 49 Millionen. Rückgänge ergaben sich dabei aufgrund der Halbierung der Bankenabgabe in Ungarn (Rückgang um € 20 Millionen). Für die Bankenabgabe in Ungarn wurde gemäß IFRS-Bestimmungen (IFRIC 21) zu Jahresbeginn bereits der Gesamtbetrag für das Jahr gebucht. Dem standen Aufwendungen in Höhe von € 7 Millionen für die in Polen erstmals angefallene Bankenabgabe gegenüber.

Im September 2015 beschloss das kroatische Parlament ein Gesetz über die Zwangskonvertierung von Schweizer-Franken-Krediten zu den historischen Kursen bei der Kreditvergabe. Die dadurch entstehenden Verluste werden zur Gänze den kreditgebenden Banken angelastet. Obwohl die RBI unmittelbar rechtliche Maßnahmen in die Wege geleitet hat, wurde im September 2015 eine Rückstellung von insgesamt € 77 Millionen gebucht. Im Rahmen der Umsetzung des neuen Gesetzes im ersten Quartal 2016 wurden weitere Aufwendungen in Höhe von € 3 Millionen verbucht.

Ergebnis aus Endkonsolidierungen

Das Ergebnis aus Endkonsolidierungen belief sich in der Berichtsperiode auf € 2 Millionen. Die 2016 gebuchten, aus diversen Konzerneinheiten stammenden Endkonsolidierungseffekte gingen überwiegend auf die Endkonsolidierung aufgrund von Unwesentlichkeit zurück. In der Tschechischen Republik wurde in der Berichtsperiode eine Konzerneinheit verkauft.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Steueraufwand stieg gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs um € 4 Millionen auf € 91 Millionen. Dabei ging der laufende Steueraufwand aufgrund geringerer steuerbarer Gewinne in einigen Konzerneinheiten im Periodenvergleich um € 8 Millionen zurück, während sich die latenten Steuern um € 12 Millionen erhöhten. Die mit 40 Prozent nach 47 Prozent in der Vorjahresperiode weiterhin erhöhte Steuerquote beruhte vor allem auf steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen vor allem in der Konzernzentrale und in Albanien sowie steuerlich nicht aktivierbaren Verlustvorträgen in der Konzernzentrale.

in € Millionen Q1/2016 Q4/2015 Veränderung
absolut
Veränderung
in %
Zinsüberschuss 718 832 - 114 - 13,7%
Provisionsüberschuss 347 390 - 44 - 11,2%
Handelsergebnis 28 29 0 - 1,3%
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis 11 18 - 6 - 35,6%
Betriebserträge 1.104 1.269 - 165 - 13,0%
Personalaufwand - 347 - 381 34 - 9,0%
Sachaufwand - 302 - 314 11 - 3,6%
Abschreibungen - 68 - 118 50 - 42,0%
Verwaltungsaufwendungen - 718 - 813 95 - 11,7%
Betriebsergebnis 386 456 - 69 - 15,2%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 106 - 469 364 - 77,5%
Übrige Ergebnisse - 52 16 - 68
Ergebnis vor Steuern 229 3 226 >500,0%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 91 - 83 - 8 9,3%
Ergebnis nach Steuern 138 - 81 218
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile - 24 - 2 - 21 >500,0%
Konzernergebnis 114 - 83 197

Ergebnis im Quartalsvergleich

Betriebserträge

Zinsüberschuss

Im Vergleich zum vierten Quartal 2015 sank der Zinsüberschuss im ersten Quartal 2016 um 14 Prozent oder € 114 Millionen auf € 718 Millionen. Die Nettozinsspanne (gerechnet auf die zinstragenden Aktiva) reduzierte sich im Quartalsvergleich um 34 Basispunkte auf 2,73 Prozent. Hauptverantwortlich für diese Entwicklung waren etwa zur Hälfte die um € 61 Millionen niedrigeren laufenden Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen. Hinzu kommen das unverändert niedrige Zinsniveau in nahezu allen Märkten außer Osteuropa sowie ein volumen- und währungsbedingt geringerer Zinsüberschuss in Russland (hier nahmen etwa die Zinserträge aus derivativen Finanzinstrumenten um € 17 Millionen ab). Auch in der Konzernzentrale ergab sich wegen rückläufiger Volumina und geringerer Veranlagungserträge aufgrund des niedrigen Zinsniveaus ein Rückgang um € 14 Millionen.

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss fiel gegenüber dem vierten Quartal 2015 in erster Linie währungsbedingt um 11 Prozent oder € 44 Millionen auf € 347 Millionen. Den größten Rückgang verzeichnete das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr mit einer Reduktion um 16 Prozent oder € 28 Millionen auf € 146 Millionen, hervorgerufen durch niedrigere Provisionserträge aus dem Kreditkartengeschäft sowie währungsbedingte und saisonale Effekte in Russland, der Ukraine, Ungarn und der Slowakei. Das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft sank saisonal bedingt vorrangig in Polen und Rumänien um € 8 Millionen auf € 88 Millionen. Ebenso verzeichnete das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft vor allem in der Konzernzentrale und in Russland einen Rückgang um 15 Prozent oder € 7 Millionen auf € 41 Millionen.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis blieb gegenüber dem Vorquartal nahezu unverändert. Das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft erhöhte sich um € 11 Millionen auf € 16 Millionen, vorrangig bedingt durch Bewertungsgewinne aus Fremdwährungspositionen vor allem in Asien und der Ukraine sowie ein verbessertes Ergebnis aus dem Eigenhandel in Belarus. Dem standen Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten sowie wechselkursbedingte Bewertungsverluste aus Fremdwährungspositionen in der Konzernzentrale gegenüber. Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft verzeichnete einen Rückgang um € 10 Millionen auf € 26 Millionen, hervorgerufen durch geringere Erträge sowie Bewertungsverluste aus derivativen Finanzinstrumenten in der Konzernzentrale und der Tschechischen Republik, während Russland Bewertungsgewinne aus Wertpapierpositionen verbuchte.

Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis

Im ersten Quartal 2016 reduzierte sich das laufende sonstige betriebliche Ergebnis im Vergleich zum Vorquartal um € 6 Millionen auf € 11 Millionen. Ergebnisbelastend wirkten dabei die Aufwendungen für sonstige Steuern von € 5 Millionen (Rückstellung für frühere Perioden) und ein Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um € 15 Millionen, eingetreten im Wesentlichen in der Konzernzentrale aufgrund saisonaler Verrechnungsspitzen im vierten Quartal. Dagegen kam es im Berichtsquartal zu geringeren Dotierungen für sonstige Rückstellungen (Rückgang um € 3 Millionen), und auch das Ergebnis aus bankfremden Tätigkeiten stieg um € 7 Millionen.

Verwaltungsaufwendungen

Mit € 718 Millionen lagen die Verwaltungsaufwendungen im ersten Quartal 2016 um 12 Prozent oder € 95 Millionen unter dem Wert des Vorquartals von € 813 Millionen.

Dabei sank der Personalaufwand im ersten Quartal 2016 um 9 Prozent oder € 34 Millionen auf € 347 Millionen. Ausschlaggebend dafür waren geringere Rückstellungen für die Auflösung von Dienstverhältnissen sowie eine Änderung des Gehaltsschemas, die sich im vierten Quartal 2015 aufwandserhöhend ausgewirkt hatte.

Der Sachaufwand verringerte sich um 4 Prozent oder € 11 Millionen auf € 302 Millionen. Für diesen Rückgang waren gesunkene Werbeaufwendungen und geringere Aufwendungen für die Einlagensicherung verantwortlich. Zusätzlich waren in Polen im vierten Quartal höhere Beiträge zur Einlagensicherung im Zusammenhang mit dem Ausfall einer polnischen Bank sowie größere Einzahlungen in einen Fonds zum Schutz von Hypothekarkreditnehmern angefallen. Dem standen die Beiträge zum Bankenabwicklungsfonds in Höhe von € 46 Millionen gegenüber, die im ersten Quartal für das gesamte Jahr rückgestellt wurden (IFRIC 21).

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sanken im Quartalsvergleich um 42 Prozent oder € 50 Millionen auf € 68 Millionen. Dies ist neben gesunkenen Abschreibungen auch auf Wertminderungen zurückzuführen, die im vierten Quartal auf die Marke Polbank sowie auf Gebäude in der Ukraine, Russland und der Slowakei durchgeführt worden waren.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen gingen im Quartalsvergleich um 77 Prozent oder € 364 Millionen auf € 106 Millionen zurück. Diese hohe Differenz ist saisonal bedingt, da im ersten Quartal aufgrund des Wertaufhellungszeitraums für den Jahresabschluss geringere Dotierungen zu erwarten sind. Hauptverantwortlich für die Reduktion waren das Firmenkundengeschäft in Asien (Rückgang um € 208 Millionen) und die Entwicklung in der Ukraine (Rückgang um € 48 Millionen). Deutliche Verbesserungen wurden auch in Südosteuropa mit € 43 Millionen und Zentraleuropa mit € 40 Millionen verzeichnet. Insgesamt zeigten die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen einen Rückgang um € 384 Millionen auf € 117 Millionen, während die Nettoauflösungen bei den Portfolio-Wertberichtigungen um € 20 Millionen auf € 11 Millionen sanken.

Der Bestand an notleidenden Kundenkrediten sank insgesamt um € 222 Millionen auf € 8.106 Millionen, der organische Rückgang betrug € 102 Millionen. Reduktionen im Segment Group Corporates (minus € 139 Millionen), der Ukraine (minus € 89 Millionen), dem Segment Group Markets (minus € 74 Millionen), Asien (minus € 24 Millionen) und Kroatien (minus € 19 Millionen) standen dabei Zugänge in Russland (plus € 112 Millionen), der Tschechischen Republik (plus € 76 Millionen), Polen (plus € 36 Millionen) und Ungarn (plus € 33 Millionen) gegenüber. Die NPL Ratio sank im Quartalsvergleich von 11,9 Prozent auf 11,4 Prozent. Die NPL Coverage Ratio sank von 71,3 Prozent zum Ende des vierten Quartals 2015 auf 70,2 Prozent.

Übrige Ergebnisse

Die übrigen Ergebnisse sanken von plus € 16 Millionen im vierten Quartal 2015 auf minus € 52 Millionen im ersten Quartal 2016.

Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten

Das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten sank gegenüber dem Vorquartal um € 13 Millionen auf minus € 28 Millionen. Dem Ergebnis aus der Veränderung des Credit Spreads der eigenen Emissionen (plus € 21 Millionen) standen negative Bewertungsergebnisse aus Bankbuchderivaten gegenüber.

Ergebnis aus Finanzinvestitionen

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen stieg im Quartalsvergleich um € 26 Millionen auf € 26 Millionen. Ausschlaggebend dafür war ein um € 37 Millionen geringerer Wertberichtigungsbedarf auf Beteiligungen sowie ein um € 6 Millionen höheres Bewertungsergebnis aus Wertpapieren des Fair-Value-Bestands in der Berichtsperiode. Hingegen fiel das Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren des Fair-Value-Bestands im Quartalsvergleich vor allem in der Konzernzentrale um € 21 Millionen geringer aus.

Bankenabgaben und Sondereffekte

Die Bankenabgaben betrugen im ersten Quartal 2016 € 49 Millionen (Q4/2015: € 26 Millionen). Dieser Aufwand ist vor allem auf die Bildung von Rückstellungen in Polen (€ 7 Millionen) und Ungarn (€ 19 Millionen) zurückzuführen. In Ungarn wurde bereits im ersten Quartal 2016 der Aufwand für das Gesamtjahr verbucht.

In Ungarn kam es im vierten Quartal 2015 im Rahmen der Umsetzung des im Vorjahr von der Regierung beschlossenen Settlement Act zu einer teilweisen Auflösung der dafür gebildeten Rückstellung in Höhe von € 29 Millionen. Im ersten Quartal 2016 wurden dazu keine weiteren Ergebnisse gebucht.

In Kroatien beschloss das Parlament im September 2015 ein Gesetz über die Zwangskonvertierung von Schweizer-Franken-Krediten zu den historischen Kursen bei der Kreditvergabe. Die dadurch entstehenden Verluste werden zur Gänze den kreditgebenden Banken angelastet. Dies führte im vierten Quartal 2015 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu einem Sondereffekt in Form einer Rückstellung von € 2 Millionen. Im Rahmen der Umsetzung des neuen Gesetzes im ersten Quartal 2016 wurden weitere Aufwendungen in Höhe von € 3 Millionen verbucht. Insgesamt ergab sich für die RBI durch diese staatliche Maßnahme ein Aufwand von € 80 Millionen.

Ergebnis aus Endkonsolidierungen

In der Berichtsperiode belief sich das Ergebnis aus Endkonsolidierungen auf € 2 Millionen, nachdem im vierten Quartal 2015 überwiegend aufgrund der Endkonsolidierung des russischen Pensionsfonds und einer Rückstellung für den Verkauf der slowenischen Tochterbank (nach IFRS 5) ein Ergebnis von € 34 Millionen verbucht worden war.

Bilanz

Die Bilanzsumme der RBI blieb seit Jahresbeginn nahezu stabil und lag zu Quartalsende bei € 114.511 Millionen. Währungsbedingt – vor allem durch die Abwertung des US-Dollars (minus 4 Prozent) – ergab sich ein Rückgang um € 0,7 Milliarden, die Effekte aus Konsolidierungskreiszu- und -abgängen sind per Saldo vernachlässigbar.

Aktiva

in € Millionen 31.3.2016 Anteil 31.12.2015 Anteil
Forderungen an Kreditinstitute (nach Kreditrisikovorsorgen) 14.983 13,1% 10.717 9,4%
Forderungen an Kunden (nach Kreditrisikovorsorgen) 65.187 56,9% 63.986 55,9%
Wertpapiere und Beteiligungen 16.931 14,8% 18.225 15,9%
Übrige Aktiva 17.410 15,2% 21.498 18,8%
Aktiva gesamt 114.511 100,0% 114.427 100,0%

Die Forderungen an Kreditinstitute vor Abzug der Kreditrisikovorsorgen stiegen seit Jahresbeginn um 39 Prozent oder € 4.262 Millionen auf € 15.099 Millionen. Hauptverantwortlich dafür war ein Anstieg der kurzfristigen Forderungen aus dem Geldmarktgeschäft sowie dem Giro- und Clearinggeschäft in der Konzernzentrale, dem eine Reduktion der Barreserve gegenüberstand. Dabei nahmen die Forderungen aus Pensionsgeschäften um € 5.535 Millionen auf € 6.714 Millionen, jene aus Wertpapierleihen um € 266 Millionen auf € 267 Millionen zu.

Die Forderungen an Kunden vor Abzug der Kreditrisikovorsorgen erhöhten sich um 1 Prozent oder € 954 Millionen auf € 70.875 Millionen. Hier ergab sich bei den Krediten an Großkunden – überwiegend Repo-Geschäfte in der Konzernzentrale – ein Anstieg um 2 Prozent oder € 774 Millionen auf € 42.459 Millionen. Bei den Forderungen an Retail-Kunden (Privatpersonen sowie Kleinund Mittelbetriebe) wurde ein Anstieg um € 214 Millionen auf € 24.849 Millionen verzeichnet. Dieser resultierte im Wesentlichen aus einem Portfolio-Kauf in der Tschechischen Republik.

Die Position Wertpapiere und Beteiligungen ging insgesamt um € 1.294 Millionen auf € 16.931 Millionen zurück, vor allem verursacht durch die Reduktion des Wertpapierportfolios (überwiegend refinanzierungsfähige Anleihen öffentlicher Stellen) in Polen und Rumänien.

Der Rückgang der übrigen Aktiva um € 4.088 Millionen auf € 17.410 Millionen resultierte aus der Reduktion der Barreserve.

Verbindlichkeiten

in € Millionen 31.3.2016 Anteil 31.12.2015 Anteil
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.823 14,7% 16.369 14,3%
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 68.107 59,5% 68.991 60,3%
Eigen- und Nachrangkapital 12.892 11,3% 12.665 11,1%
Übrige Passiva 16.690 14,6% 16.401 14,3%
Passiva gesamt 114.511 100,0% 114.427 100,0%

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden gingen um € 884 Millionen auf € 68.107 Millionen zurück. Hier verringerten sich die Einlagen von Großkunden um € 863 Millionen auf € 29.781 Millionen. Die größten Rückgänge waren dabei in Polen (Einlagenabbau zur Optimierung der Bilanzstruktur) und Rumänien (Großkunden) zu verzeichnen. Ebenso nahmen die Einlagen des öffentlichen Sektors – hauptsächlich in der Konzernzentrale – um € 278 Millionen auf € 1.435 Millionen ab. Die Einlagen von Retail-Kunden verzeichneten hingegen einen Anstieg um € 455 Millionen auf € 34.099 Millionen, überwiegend bedingt durch eine Erhöhung in der Tschechischen Republik aufgrund des Zukaufs eines Teilbetriebs.

Die Struktur der Passivseite nach Refinanzierungsaspekten (Funding) setzte sich wie folgt zusammen:

in € Millionen 31.3.2016 Anteil 31.12.2015 Anteil
Kundeneinlagen 68.107 70,6% 68.991 71,1%
Mittel- und langfristiges Funding 12.395 12,8% 12.945 13,3%
Kurzfristiges Funding 11.744 12,2% 10.926 11,3%
Nachrangige Verbindlichkeiten 4.234 4,4% 4.164 4,3%
Gesamt 96.480 100,0% 97.026 100,0%

Das Verhältnis der Kundenkredite zu den Kundeneinlagen stieg seit Jahresbeginn um 2 Prozentpunkte auf 94 Prozent. Ohne das Segment Non-Core läge es bei 91 Prozent.

Bilanzielles Eigenkapital

Das bilanzielle Eigenkapital, das sich aus dem Konzern-Eigenkapital, dem Konzernergebnis und dem Kapital der nicht beherrschenden Anteile zusammensetzt, erhöhte sich gegenüber dem Jahresultimo 2015 um 2 Prozent oder € 157 Millionen auf € 8.658 Millionen. Ausschlaggebend für diesen Anstieg war das Gesamtergebnis, während Dividendenzahlungen an nicht beherrschende Anteilseigner in Belarus das Kapital um € 3 Millionen reduzierten.

Das Gesamtergebnis von € 173 Millionen setzte sich aus dem Ergebnis nach Steuern von € 138 Millionen und dem sonstigen Ergebnis von € 35 Millionen zusammen. Den größten Posten im sonstigen Ergebnis stellten die Währungsdifferenzen mit € 28 Millionen dar. Wesentlicher Treiber war hier die Aufwertung des russischen Rubels um 6 Prozent und des rumänischen Leu sowie der kroatischen Kuna um jeweils 1 Prozent, während der belarussische Rubel um 11 Prozent sowie die ukrainische Hryvna um 12 Prozent abwerteten. In der Vergleichsperiode des Vorjahrs war es vor allem aufgrund der Aufwertung des russischen Rubels und des polnischen Zloty zu einem positiven Effekt von € 284 Millionen gekommen. Aus dem Capital Hedge ergab sich ein negatives Ergebnis von € 13 Millionen. Der Cash-Flow Hedge und die Bewertungsänderungen der zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte erhöhten das sonstige Ergebnis um jeweils € 9 Millionen.

Eigenmittel gemäß CRR/BWG

Die nachfolgend dargestellten konsolidierten Werte wurden nach den Bestimmungen der Capital Requirements Regulation (CRR) sowie des BWG ermittelt.

Per 31. März 2016 betrugen die gesamten Eigenmittel € 10.858 Millionen. Dies entspricht einem Rückgang um € 129 Millionen im Vergleich zum Jahresendwert 2015, großteils bedingt durch die geänderten Übergangsbestimmungen für 2016. So verringerte sich das harte Kernkapital nach Abzugsposten um € 111 Millionen. Die Währungsdifferenzen wirkten sich hingegen positiv auf die Eigenmittel aus, allen voran die Aufwertung des russischen Rubels mit € 28 Millionen. Die ergänzenden Eigenmittel verringerten sich aufgrund der Währungsentwicklung um € 18 Millionen auf € 3.297 Millionen.

Den Eigenmitteln stand ein Eigenmittelerfordernis von € 5.047 Millionen gegenüber. Das Eigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko belief sich dabei auf € 4.094 Millionen. Dies entspricht einem Rückgang um € 23 Millionen. Er ist vor allem auf den Exposure-Abbau sowie auf eine Ratingverbesserung von Belarus zurückzuführen. Aktualisierte Daten für die Betriebserträge sowie Änderungen im Konsolidierungskreis führten zu einer Erhöhung des Eigenmittelerfordernisses für das operationelle Risiko um € 6 Millionen auf € 710 Millionen. Das Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln, Substanzwerten, Waren und Fremdwährungen stieg geringfügig auf € 244 Millionen.

Bezogen auf das Gesamtrisiko ergaben sich eine Common Equity Tier 1 Ratio (transitional) von 12,0 Prozent und eine Eigenmittelquote (transitional) von 17,2 Prozent.

Ohne Berücksichtigung der in der CRR definierten Übergangsbestimmungen ergab sich eine Common Equity Tier 1 Ratio (fully loaded) von 11,5 Prozent.

Risikomanagement

Für Informationen zum Risikomanagement wird auf Punkt (38) Risiken von Finanzinstrumenten im Risikobericht des Konzernzwischenabschlusses verwiesen.

Ausblick

Bis Ende 2017 streben wir eine CET1 Ratio (fully loaded) von mindestens 12 Prozent und eine Eigenmittelquote (fully loaded) von mindestens 16 Prozent an.

Nach Umsetzung der Anfang 2015 festgelegten strategischen Maßnahmen soll die Kostenbasis rund 20 Prozent unter dem Niveau von 2014 liegen (Verwaltungsaufwendungen 2014: € 3.024 Millionen).

Wir peilen mittelfristig einen Return on Equity vor Steuern von rund 14 Prozent und einen Konzern-Return-on-Equity von rund 11 Prozent an.

Mittelfristig streben wir eine Cost/Income Ratio von 50 bis 55 Prozent an.

Wir erwarten, dass die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 2016 unter dem Niveau von 2015 (€ 1.264 Millionen) bleiben.

Die Verwaltungsaufwendungen sollen 2016 leicht unter Vorjahresniveau (2015: € 2.914 Millionen) liegen.

Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode

Rumänien verabschiedet Gesetz zum Schuldenerlass besicherter Immobilienkredite

Das rumänische Parlament verabschiedete am 13. April 2016 einen Gesetzesentwurf, der für private Kreditnehmer die Möglichkeit eines Schuldenerlasses bei besicherten Immobilienkrediten unabhängig von der Währung gegen Übertragung der belasteten Immobilie an die finanzierende Bank unter gewissen Umständen vorsieht. Am 28. April 2016 wurde der Gesetzesentwurf vom rumänischen Präsidenten unterzeichnet, das Gesetz kann damit im Mai in Kraft treten. Das Gesetz ist für Hypothekenkredite im Umfang von weniger als € 250.000 vorgesehen und rückwirkend anwendbar, sogenannte "prima casa"-Wohnbaukredite – mit staatlicher Garantie und geförderten Zinssätzen für den ersten Immobilienerwerb – sind davon ausgeschlossen.

Die rumänische Netzwerkbank der RBI verfügte zum Ende des ersten Quartals 2016 über € 1,3 Milliarden besicherte Kredite an Retailkunden, von denen rund zwei Drittel die Kriterien des neuen Gesetzes formal erfüllen. Es ist derzeit noch nicht genau zu beziffern, wie viele Kunden in welchem Umfang von der Tilgungsmöglichkeit Gebrauch machen werden. Die RBI rechnet durch das neue Gesetz aus heutiger Sicht nach ersten Schätzungen mit einer zusätzlichen Belastung im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich über die gesamte Abwicklungszeit.

Segmentbericht

Grundlagen der Segmentierung

Die Segmentberichterstattung der RBI erfolgt gemäß IFRS 8 auf Basis der bestehenden Organisationsstruktur, wobei als Steuerungseinheit im Konzern entweder ein Land oder ein Geschäftsfeld fungiert. Die Märkte in Zentral- und Osteuropa werden dabei zu regionalen Segmenten zusammengefasst, in denen jeweils Länder mit vergleichbarem wirtschaftlichem Charakter und ähnlichen langfristigen Entwicklungserwartungen gebündelt werden. Die Geschäftsaktivitäten außerhalb von CEE werden nach Geschäftsfeldern abgegrenzt.

Daraus ergeben sich die folgenden Segmente:

  • Zentraleuropa (Slowakei, Tschechische Republik und Ungarn)
  • Südosteuropa (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Kroatien, Rumänien sowie Serbien)
  • Osteuropa (Belarus, Russland und Ukraine)
  • Group Corporates (von Wien aus betriebenes Großkundengeschäft mit österreichischen und multinationalen Kunden)
  • Group Markets (von Wien aus betriebenes kapitalmarktbezogenes Kunden- und Eigengeschäft)
  • Corporate Center (zentrale Steuerungsfunktionen in der Konzernzentrale sowie sonstige Konzerneinheiten)
  • Non-Core (Geschäftsbereiche, die aufgegeben bzw. reduziert werden: Asien, Polen, Slowenien, USA, Direktbank Zuno)

Zentraleuropa

in € Millionen 1.1.- 31.3.
2016
1.1.- 31.3.
2015
Verände
rung
Q1/2016 Q4/2015 Verände
rung
Zinsüberschuss 161 167 - 3,7% 161 161 0,4%
Provisionsüberschuss 89 97 - 9,2% 89 98 - 9,2%
Handelsergebnis 5 16 - 66,3% 5 9 - 43,0%
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis 4 - 9 4 - 6
Betriebserträge 259 272 - 4,8% 259 261 - 0,9%
Verwaltungsaufwendungen - 165 - 150 10,5% - 165 - 186 - 10,9%
Betriebsergebnis 93 122 - 23,5% 93 76 23,6%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 3 - 22 - 85,0% - 3 - 43 - 92,4%
Übrige Ergebnisse - 15 - 38 - 59,9% - 15 22
Ergebnis vor Steuern 75 62 20,5% 75 54 38,1%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 13 - 19 - 29,1% - 13 - 11 22,6%
Ergebnis nach Steuern 61 43 42,1% 61 43 42,0%
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 13.688 14.343 - 4,6% 13.688 12.910 6,0%
Aktiva 27.644 25.131 10,0% 27.644 26.878 2,9%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,46% 2,79% - 0,33 PP 2,46% 2,52% - 0,06 PP
Return on Equity vor Steuern 17,4% 14,6% 2,8 PP 17,4% 12,7% 4,6 PP

In Zentraleuropa konnte die RBI ihre Bilanzsumme durch einen Anstieg des Neugeschäfts vor allem in der Tschechischen Republik und der Slowakei ausbauen. Ein zusätzlicher Anstieg resultierte aus dem Zukauf eines Portfolios in der Tschechischen Republik. Das niedrige Zinsniveau belastet die Betriebserträge jedoch weiterhin. Geringere Bankenabgaben sowie niedrigere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen in Ungarn sorgten aber für ein deutlich positiveres Ergebnis vor Steuern. Es stieg im Periodenvergleich um € 13 Millionen auf € 75 Millionen. Ergebnismindernd wirkten sich durch die Beiträge zum Bankenabwicklungsfonds gestiegene Verwaltungsaufwendungen aus.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss sank im Periodenvergleich wegen des weiterhin niedrigen Marktzinsniveaus um 4 Prozent oder € 6 Millionen auf € 161 Millionen. In Ungarn betrug der Rückgang des Zinsüberschusses € 5 Millionen, in der Slowakei € 2 Millionen. Dem stand ein geringfügiger Anstieg um € 1 Million in der Tschechischen Republik gegenüber. Aufgrund der Zinsanpassungen auf der Aktivseite verringerte sich die Nettozinsspanne im Jahresvergleich um 33 Basispunkte auf 2,46 Prozent.

Der Provisionsüberschuss verringerte sich im Periodenvergleich um 9 Prozent oder € 9 Millionen auf € 89 Millionen. Das Ergebnis aus der Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds zeigte hier einen Rückgang um € 3 Millionen auf € 4 Millionen, überwiegend hervorgerufen durch einen Sonderertrag in der Slowakei im Vorjahr. Ebenso sank das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr volumen- und margenbedingt vorwiegend in der Tschechischen Republik sowie in Ungarn um 4 Prozent oder € 2 Millionen auf € 45 Millionen. Das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft reduzierte sich bedingt durch eine gesetzliche Einschränkung bei Gebühren für vorzeitige Kreditrückzahlungen in der Slowakei um € 2 Millionen.

Das Handelsergebnis verringerte sich um 66 Prozent oder € 11 Millionen auf € 5 Millionen. Dabei nahm das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft im Periodenvergleich um € 6 Millionen auf € 7 Millionen ab. Verantwortlich für diesen Rückgang waren geringere Volumina und Bewertungsverluste aus Fremdwährungspositionen in der Tschechischen Republik und Ungarn. Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft sank im Periodenvergleich von € 3 Millionen auf minus € 2 Millionen, überwiegend bedingt durch Verluste aus der Bewertung zinsbasierter Derivate in der Tschechischen Republik und Ungarn.

Das laufende sonstige betriebliche Ergebnis der Region verbesserte sich von minus € 9 Millionen auf € 4 Millionen. Hauptverantwortlich dafür war ein Erlös von € 8 Millionen aus dem Verkauf des Card Acquiring Business (POS-Terminals) in der Tschechischen Republik.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs um 11 Prozent oder € 16 Millionen auf € 165 Millionen. Diese Entwicklung war überwiegend auf die Beiträge zu den Bankenabwicklungsfonds in der Slowakei (€ 8 Millionen), der Tschechischen Republik (€ 7 Millionen) und Ungarn (€ 1 Million) zurückzuführen. Die Personalaufwendungen stiegen um 4 Prozent oder € 3 Millionen auf € 76 Millionen, hauptsächlich bedingt durch den Ankauf eines tschechischen Privatkunden- und Kreditkartengeschäfts und den damit verbundenen Mitarbeiteranstieg. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sanken um 6 Prozent oder € 1 Million auf € 16 Millionen. Die Anzahl der Geschäftsstellen des Segments ging im Jahresabstand um 14 auf 405 zurück. Dabei wurden aufgrund der Neuausrichtung des Geschäftsmodells 42 Bankstellen in Ungarn geschlossen, während es in der Slowakei, wo der weitere Filialausbau der Marke Raiffeisen plangemäß erfolgte, zu einem Zuwachs von 19 Bankstellen kam. Die Cost/Income Ratio erhöhte sich um 8,8 Prozentpunkte auf 63,9 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

In der Berichtsperiode fielen die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen im Segment Zentraleuropa mit € 3 Millionen um 85 Prozent oder € 19 Millionen geringer aus als in der Vergleichsperiode des Vorjahrs. Der größte Rückgang wurde dabei mit € 20 Millionen in Ungarn erzielt und betraf sowohl Retail- als auch Firmenkunden. Per Saldo kam es hier in der Berichtsperiode zu einer Netto-Auflösung von € 6 Millionen. In der Tschechischen Republik stieg der Wertberichtigungsbedarf auf € 6 Millionen, nachdem sich der Verkauf eines vollständig wertberichtigten Kredits eines Großkunden in der Vergleichsperiode des Vorjahrs positiv niedergeschlagen hatte.

Der Anteil der notleidenden Kredite an Nichtbanken am Kreditportfolio des Segments Zentraleuropa stieg um 0,4 Prozentpunkte auf 7,5 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments Zentraleuropa verbesserten sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs um € 23 Millionen auf minus € 15 Millionen.

Das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten verbesserte sich dabei um € 3 Millionen, hauptsächlich hervorgerufen durch das Ergebnis aus Absicherungsgeschäften zur Anpassung der Währungs- und Zinsstruktur in der Tschechischen Republik.

In der Berichtsperiode belief sich das Ergebnis aus Endkonsolidierungen auf € 8 Millionen, nachdem in der Vergleichsperiode des Vorjahrs ein Verlust von € 1 Million ausgewiesen worden war. Das 2016 verbuchte Ergebnis resultierte im Wesentlichen aus dem Verkauf eines Immobilien-Leasingprojekts in der Tschechischen Republik.

Die im übrigen Ergebnis enthaltenen Bankenabgaben sanken um € 20 Millionen auf € 23 Millionen. Dieser Rückgang betraf überwiegend Ungarn, wo die Berechnungsgrundlage für die Bankenabgabe halbiert wurde.

In Ungarn war es im Zusammenhang mit der Durchführung des Settlement Act (einseitige Zinsänderungen bei Konsumentenkrediten) in der Vergleichsperiode des Vorjahrs zu einer Auflösung der dafür gebildeten Rückstellung in Höhe von € 9 Millionen gekommen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag des Segments gingen – vor allem aufgrund eines geringeren steuerbaren Ergebnisses in der Slowakei – um € 5 Millionen auf € 13 Millionen zurück. Die Steuerquote betrug in der Berichtsperiode 18 Prozent.

1.1.-31.3.2016
in € Millionen
Tschechische
Republik
Ungarn Slowakei
Zinsüberschuss 59 30 71
Provisionsüberschuss 25 27 37
Handelsergebnis - 1 4 2
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis 8 - 6 1
Betriebserträge 91 56 111
Verwaltungsaufwendungen - 61 - 35 - 69
Betriebsergebnis 30 21 42
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 6 6 - 4
Übrige Ergebnisse 7 - 17 - 5
Ergebnis vor Steuern 31 10 34
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 5 0 - 8
Ergebnis nach Steuern 26 10 26
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 4.757 3.094 5.837
Aktiva 10.080 6.347 11.257
Forderungen an Kunden
davon Corporate %
7.413
43,6%
3.553
68,0%
8.247
46,1%
davon Retail % 55,8% 27,7% 53,7%
davon in Fremdwährung % 13,4% 36,1% 0,8%
Verbindlichkeiten an Kunden 7.355 4.119 8.760
Loan/Deposit Ratio (netto) 97,5% 73,4% 91,5%
Eigenkapital 967 512 1.021
Return on Equity vor Steuern 13,5% 7,8% 13,9%
Return on Equity nach Steuern 11,3% 7,8% 10,5%
Cost/Income Ratio 66,6% 63,0% 62,2%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,52% 2,09% 2,61%
Mitarbeiter zum Stichtag 3.129 2.016 3.872
Geschäftsstellen 134 72 199
Kunden 620.729 545.122 821.057

Südosteuropa

in € Millionen 1.1.- 31.3.
2016
1.1.- 31.3.
2015
Verände
rung
Q1/2016 Q4/2015 Verände
rung
Zinsüberschuss 180 193 - 6,4% 180 189 - 4,5%
Provisionsüberschuss 91 87 4,7% 91 99 - 7,9%
Handelsergebnis 19 12 60,9% 19 14 35,4%
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis 4 4 - 3,5% 4 - 9
Betriebserträge 294 295 - 0,5% 294 292 0,4%
Verwaltungsaufwendungen - 169 - 159 6,3% - 169 - 190 - 11,1%
Betriebsergebnis 125 136 - 8,3% 125 103 21,7%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 23 - 41 - 42,8% - 23 - 66 - 64,6%
Übrige Ergebnisse - 2 - 6 - 70,6% - 2 2
Ergebnis vor Steuern 100 89 11,9% 100 38 159,9%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 16 - 12 34,1% - 16 - 9 86,5%
Ergebnis nach Steuern 83 77 8,3% 83 30 181,8%
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 14.210 14.532 - 2,2% 14.210 13.968 1,7%
Aktiva 21.664 21.432 1,1% 21.664 22.120 - 2,1%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 3,49% 3,83% - 0,34 PP 3,49% 3,66% - 0,17 PP
Return on Equity vor Steuern 22,2% 21,4% 0,8 PP 22,2% 8,9% 13,3 PP

Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich im Segment Südosteuropa überwiegend aufgrund deutlich niedrigerer Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen. Dem standen höhere Verwaltungsaufwendungen vor allem im Zusammenhang mit den Bankenabwicklungsfonds und der Einlagensicherung gegenüber.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss nahm im Periodenvergleich um 6 Prozent oder € 13 Millionen auf € 180 Millionen ab. Dabei gab es in allen Ländern des Segments – mit Ausnahme von Bosnien und Herzegowina – einen Rückgang des Zinsergebnisses, hauptsächlich bedingt durch das anhaltend niedrige Zinsniveau. Die größte Reduktion verzeichnete mit minus € 5 Millionen Kroatien, wo zusätzlich rückläufige Kreditvolumina für eine Abnahme des Zinsüberschusses sorgten. Die Nettozinsspanne reduzierte sich im Einklang mit dem Zinsniveau und dem Liquiditätsüberschuss ebenfalls um 34 Basispunkte auf 3,49 Prozent.

Der Provisionsüberschuss legte hingegen im Periodenvergleich um 5 Prozent oder € 4 Millionen auf € 91 Millionen zu. Dabei wuchs das Ergebnis aus dem Verkauf von Eigen- und Fremdprodukten aufgrund höherer Erträge primär in Rumänien sowie Bosnien und Herzegowina um € 2 Millionen auf € 7 Millionen. Das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr erhöhte sich vorrangig in Bosnien und Herzegowina sowie Rumänien um € 1 Million auf € 47 Millionen. Das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft stieg ebenfalls um € 1 Million auf € 19 Millionen, hauptsächlich aufgrund höherer Volumina in Rumänien.

Das Handelsergebnis stieg in Südosteuropa im Periodenvergleich um 61 Prozent oder € 7 Millionen auf € 19 Millionen. Hauptverantwortlich für die dabei im währungsbezogenen Geschäft verzeichnete Zunahme um € 5 Millionen auf € 10 Millionen waren Bewertungsgewinne aus Fremdwährungspositionen in Rumänien und Kroatien. Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft verbesserte sich um € 2 Millionen auf € 8 Millionen.

Das laufende sonstige betriebliche Ergebnis blieb mit € 4 Millionen im Vergleich zur Vorperiode stabil.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich im Jahresvergleich um 6 Prozent oder € 10 Millionen auf € 169 Millionen. Die Personalaufwendungen stiegen um 2 Prozent oder € 2 Millionen auf € 73 Millionen, vor allem bedingt durch höhere Gehälter und die Übernahme von ehemaligen Leihmitarbeitern in Rumänien in feste Arbeitsverhältnisse. Die Sachaufwendungen des Segments nahmen um 13 Prozent oder 9 Millionen auf € 77 Millionen zu. Dies war überwiegend auf die Beiträge zu den Bankenabwicklungsfonds in Rumänien und Kroatien in Höhe von € 5 Millionen, die im ersten Quartal für das Gesamtjahr gezahlt wurden, sowie auf um € 2 Millionen höhere Beiträge zur Einlagensicherung zurückzuführen. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte blieben nahezu konstant bei € 18 Millionen. Die Anzahl der Geschäftsstellen sank im Jahresvergleich um 16 auf 1.056, überwiegend bedingt durch eine Reduktion der Geschäftsstellen in Rumänien. Die Cost/Income Ratio nahm um 3,6 Prozentpunkte auf 57,4 Prozent zu.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen fielen mit € 23 Millionen um 43 Prozent oder € 18 Millionen geringer aus als in der Vergleichsperiode des Vorjahrs. In Bulgarien verminderten sich die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen um € 12 Millionen auf € 6 Millionen, nachdem die Rückführung eines notleidenden Kredits an einen Großkunden zu einer Auflösung von € 7 Millionen führte. In Kroatien kam es – nach Nettodotierungen von € 6 Millionen in der Vorjahresperiode – in der Berichtsperiode zu Nettoauflösungen von Kreditrisikovorsorgen in Höhe von € 4 Millionen. Der Grund dafür war die Auflösung von Kreditrisikovorsorgen für einen Großkunden sowie von Vorsorgen für Retail-Kunden im Zusammenhang mit der CHF-Konvertierung. In Rumänien wurden aufgrund der Verbesserung des Risikoprofils bei Retail- und Firmenkunden um € 9 Millionen geringere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen von € 8 Millionen vorgenommen. Ebenso ergaben sich Rückgänge in Serbien sowie Bosnien und Herzegowina. Dagegen kam es in Albanien zu einem starken Anstieg um € 25 Millionen auf € 30 Millionen, zurückzuführen auf Ausfälle einiger Großkunden.

Der Anteil der notleidenden Kredite an Nichtbanken am Kreditportfolio des Segments sank um 0,3 Prozentpunkte auf 11,8 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse verbesserten sich um 71 Prozent oder € 4 Millionen auf minus € 2 Millionen. Hauptverantwortlich dafür waren in der Vorjahresperiode verbuchte Aufwendungen für staatliche Maßnahmen in Kroatien und Serbien.

Der Steueraufwand erhöhte sich im Periodenvergleich um 34 Prozent oder € 4 Millionen auf € 16 Millionen. Ein Anstieg der latenten Steuern resultierte dabei aus der Nutzung von Verlustvorträgen in Kroatien, der laufende Steueraufwand nahm vor allem aufgrund höherer steuerbarer Gewinne in Bulgarien zu. Dem Verlust in Albanien steht kein latenter Steuerertrag gegenüber, wodurch die Steuerquote um 5 Prozentpunkte auf 16 Prozent stieg.

Nachfolgend die Detailergebnisse der einzelnen Länder:

1.1.-31.3.2016
in € Millionen
Albanien Bosnien und
Herzegowina
Bulgarien
Zinsüberschuss 15 16 28
Provisionsüberschuss 3 8 10
Handelsergebnis 6 0 1
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 0
Betriebserträge 23 25 38
Verwaltungsaufwendungen - 11 - 13 - 18
Betriebsergebnis 12 12 20
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 30 1 6
Übrige Ergebnisse 1 0 0
Ergebnis vor Steuern - 17 13 26
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0 - 1 - 3
Ergebnis nach Steuern - 17 12 24
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 1.664 1.554 1.729
Aktiva 2.056 1.956 3.407
Forderungen an Kunden 821 1.163 2.069
davon Corporate % 65,7% 30,7% 41,2%
davon Retail % 34,3% 68,8% 58,2%
davon in Fremdwährung % 60,0% 69,0% 52,4%
Verbindlichkeiten an Kunden 1.731 1.536 2.390
Loan/Deposit Ratio (netto) 40,5% 70,9% 80,3%
Eigenkapital 203 281 519
Return on Equity vor Steuern 20,3% 21,4%
Return on Equity nach Steuern 18,1% 19,4%
Cost/Income Ratio 47,2% 51,5% 46,6%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 3,11% 3,54% 3,32%
Mitarbeiter zum Stichtag 1.349 1.307 2.551
Geschäftsstellen 90 97 149
Kunden 747.152 449.764 636.992
in € Millionen Kroatien Kosovo Rumänien Serbien
Zinsüberschuss 31 9 61 20
Provisionsüberschuss 16 1 44 9
Handelsergebnis 6 0 5 0
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis 5 0 - 1 1
Betriebserträge 57 11 110 31
Verwaltungsaufwendungen - 34 - 6 - 70 - 18
Betriebsergebnis 23 4 40 13
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 4 - 1 - 8 4
Übrige Ergebnisse - 4 0 1 0
Ergebnis vor Steuern 23 4 33 17
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 5 0 - 5 - 2
Ergebnis nach Steuern 18 3 28 16
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 2.977 514 4.168 1.604
Aktiva 4.420 862 7.028 1.966
Forderungen an Kunden 3.040 510 4.569 1.070
davon Corporate % 43,6% 38,7% 32,9% 49,8%
davon Retail % 53,6% 61,3% 64,9% 49,9%
davon in Fremdwährung % 58,4% 0,0% 43,2% 62,6%
Verbindlichkeiten an Kunden 3.046 682 5.051 1.456
Loan/Deposit Ratio (netto) 86,6% 71,5% 84,9% 65,9%
Eigenkapital 644 111 792 474
Return on Equity vor Steuern 14,9% 12,4% 17,7% 15,5%
Return on Equity nach Steuern 11,5% 10,9% 15,1% 13,9%
Cost/Income Ratio 59,5% 59,2% 64,0% 57,1%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 3,10% 4,37% 3,53% 4,34%
Mitarbeiter zum Stichtag 2.133 721 5.450 1.538
Geschäftsstellen 78 52 506 84
Kunden 449.598 291.125 2.124.663 671.451

Osteuropa

in € Millionen 1.1.- 31.3.
2016
1.1.- 31.3.
2015
Verände
rung
Q1/2016 Q4/2015 Verände
rung
Zinsüberschuss 203 249 - 18,5% 203 220 - 7,7%
Provisionsüberschuss 86 93 - 7,3% 86 109 - 21,5%
Handelsergebnis 20 - 48 20 8 148,9%
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis - 1 - 5 - 69,8% - 1 - 13 - 89,3%
Betriebserträge 308 289 6,5% 308 324 - 5,2%
Verwaltungsaufwendungen - 118 - 130 - 9,0% - 118 - 156 - 23,9%
Betriebsergebnis 189 159 19,2% 189 169 12,1%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 67 - 134 - 50,1% - 67 - 102 - 34,5%
Übrige Ergebnisse 9 59 - 84,1% 9 91 - 89,7%
Ergebnis vor Steuern 132 84 56,8% 132 158 - 16,5%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 25 - 35 - 28,5% - 25 - 36 - 32,3%
Ergebnis nach Steuern 107 50 116,2% 107 121 - 11,7%
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 10.964 14.602 - 24,9% 10.964 11.642 - 5,8%
Aktiva 13.598 17.618 - 22,8% 13.598 14.179 - 4,1%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 6,45% 6,38% 0,07 PP 6,45% 6,18% 0,28 PP
Return on Equity vor Steuern 32,2% 20,6% 11,6 PP 32,2% 38,1% - 5,9 PP

Das Segment Osteuropa war im ersten Quartal 2016 wie schon im Vorjahr von hoher Währungsvolatilität beeinflusst. So lagen der Durchschnittskurs des russischen Rubels um 12 Prozent, jener der ukrainischen Hryvna um 17 Prozent und jener des belarussischen Rubels um 28 Prozent unter den Vergleichswerten des Vorjahrs. In der Ukraine erhöhte sich jedoch das Handelsergebnis aufgrund der geringeren Währungsabwertung der ukrainischen Hryvna sowie einer verbesserten Fremdwährungspositionierung. Ebenso nahmen die Risikovorsorgen bedingt durch die Verbesserung der Risikosituation deutlich ab, nachdem in der Vergleichsperiode aufgrund der politischen Situation in der Donbass-Region noch sehr hohe Risikovorsorgen notwendig gewesen waren. In Russland waren ein währungsbedingter Rückgang des Zinsüberschusses sowie volumen- und margenbedingt geringere Zinserträge für ein um 35 Prozent niedrigeres Ergebnis vor Steuern verantwortlich. In Belarus hat sich das Ergebnis aufgrund eines im Vorjahr gebuchten Bewertungsergebnisses aus einer Fremdwährungsposition reduziert.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss sank im Periodenvergleich um 19 Prozent oder € 46 Millionen auf € 203 Millionen. Hauptverantwortlich dafür war ein um 26 Prozent oder € 45 Millionen auf € 130 Millionen gesunkener Zinsüberschuss in Russland, hervorgerufen durch um € 51 Millionen niedrigere Zinserträge aus derivativen Finanzinstrumenten sowie währungs- und volumenbedingt geringere Zinserträge aus Forderungen an Kunden. Der in der Ukraine verzeichnete Rückgang des Zinsüberschusses um 4 Prozent oder € 2 Millionen auf € 40 Millionen ist durch die Währungsentwicklung bedingt, in lokaler Währung konnte ein Anstieg des Zinsüberschusses um 15 Prozent erzielt werden. In Belarus stieg der Zinsüberschuss aufgrund von Währungsabwertungen trotz verbesserter Margen nur geringfügig um € 1 Million auf € 32 Millionen. Die Nettozinsspanne des Segments verbesserte sich im Periodenvergleich geringfügig um 7 Basispunkte auf 6,45 Prozent.

Der Provisionsüberschuss verzeichnete im Jahresvergleich einen Rückgang um 7 Prozent oder € 7 Millionen auf € 86 Millionen. Dabei reduzierte sich das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft – vor allem durch die Wechselkursentwicklung sowie geringere Volumina in der Ukraine und Russland – um 16 Prozent oder € 5 Millionen auf € 25 Millionen. Das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr verringerte sich wechselkursbedingt und aufgrund höherer Kreditkartengebühren vorrangig in Belarus sowie in der Ukraine um 8 Prozent oder € 3 Millionen auf € 37 Millionen. Ebenso nahm das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft – primär aufgrund des Ausstiegs aus dem Automobilfinanzierungsgeschäft in Russland – um € 3 Millionen auf € 11 Millionen ab, während sich das Ergebnis aus sonstigen Bankdienstleistungen – ebenfalls in Russland – um € 4 Millionen auf € 9 Millionen verbesserte.

Das Handelsergebnis drehte von minus € 48 Millionen in der Vergleichsperiode auf plus € 20 Millionen. Das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft verbesserte sich dabei um € 70 Millionen auf € 17 Millionen. Die Ukraine verzeichnete hier

aufgrund der geringeren Währungsabwertung der ukrainischen Hryvna sowie einer verbesserten Fremdwährungspositionierung einen deutlichen Zuwachs von € 97 Millionen. Rückgänge gab es hier hingegen in Belarus bedingt durch die Beendigung einer strategischen Währungsposition, die im Vorjahr zu einem Bewertungsgewinn von € 22 Millionen geführt hatte, sowie in Russland aufgrund von Bewertungsverlusten aus derivativen Finanzinstrumenten. Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft sank um € 2 Millionen auf € 4 Millionen, hervorgerufen durch Bewertungsverluste aus zinsbasierten Derivaten und Wertpapierpositionen in Russland.

Das laufende sonstige betriebliche Ergebnis verbesserte sich im Periodenvergleich um € 3 Millionen auf minus € 1 Million.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen verminderten sich im Jahresvergleich um 9 Prozent oder € 12 Millionen auf € 118 Millionen. Diese Reduktion betraf zum überwiegenden Teil Russland sowie die Ukraine und war vor allem durch die Abwertung des russischen Rubels und der ukrainischen Hryvna begründet. Die Personalaufwendungen des Segments nahmen um € 2 Millionen ab. Dies war neben Währungseffekten auf eine Reduktion der Mitarbeiteranzahl um 13 Prozent oder 2.842 auf 19.276 Mitarbeiter zurückzuführen, die Gehaltssteigerungen in Russland und in der Ukraine mehr als kompensierten. Der Sachaufwand ging um € 7 Millionen zurück. Aufgrund von Filialschließungen sanken hier die Raumaufwendungen, zusätzlich waren niedrigere Rechts- und Beratungsaufwendungen zu verzeichnen. Die Abschreibungen nahmen um € 3 Millionen ab. Die Anzahl der Geschäftsstellen des Segments ging um 124 auf 856 zurück. 93 davon entfielen auf die Ukraine und 29 auf Russland, wo die Filialen im Osten des Landes reduziert wurden. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich um 6,5 Prozentpunkte auf 38,5 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen halbierten sich im Periodenvergleich auf € 67 Millionen. Dabei fielen in der Ukraine die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen mit € 10 Millionen um € 71 Millionen geringer aus. Dies war vor allem darauf zurückzuführen, dass sich in der Vergleichsperiode des Vorjahrs aufgrund der Währungsentwicklung ein hoher Vorsorgebedarf für Forderungen an Retail- und Firmenkunden ergeben hatte. In Russland lagen die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen mit € 50 Millionen nur geringfügig über dem Vergleichswert des Vorjahrs. In Belarus stieg der Wertberichtigungsbedarf vor allem bei Firmenkunden um € 3 Millionen auf € 7 Millionen.

Der Anteil der notleidenden Kredite an Nichtbanken am Kreditportfolio des Segments sank im Jahresabstand um 0,1 Prozentpunkte auf 18,8 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse sanken im Periodenvergleich um € 50 Millionen auf € 9 Millionen. Dabei verringerte sich das Ergebnis aus Finanzinvestitionen um € 60 Millionen auf € 9 Millionen. Hier gingen die Bewertungsgewinne aus Wertpapieren des Fair-Value-Bestands um € 64 Millionen auf € 9 Millionen zurück, nachdem in der Vergleichsperiode des Vorjahrs vor allem aus der Bewertung von festverzinslichen, an den US-Dollar indexierten Staatsanleihen in der Ukraine ein positives Ergebnis von € 72 Millionen angefallen war. Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten verbesserte sich um € 11 Millionen auf € 1 Million, hervorgerufen durch die Bewertung von Zinsswaps zur Reduktion des Zinsstrukturrisikos sowie Marktwertänderungen von Bankbuchderivaten vor allem in Russland.

Der Steueraufwand sank um 29 Prozent oder € 10 Millionen auf € 25 Millionen. Dies resultierte vor allem aus der Reduktion von latenten Steuern im Zusammenhang mit Kreditrisikovorsorgen in Belarus und einem geringeren steuerbaren Ergebnis in Russland. Im Vorjahr stand den Verlusten in der Ukraine keine Bildung aktiver latenter Steuern gegenüber. Die Steuerquote des Segments belief sich auf 19 Prozent.

Nachfolgend die Detailergebnisse der einzelnen Länder:

1.1.-31.3.2016
in € Millionen
Belarus Russland Ukraine
Zinsüberschuss 32 130 40
Provisionsüberschuss 13 56 17
Handelsergebnis 7 12 2
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 - 1
Betriebserträge 52 198 57
Verwaltungsaufwendungen - 17 - 72 - 29
Betriebsergebnis 35 125 29
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 7 - 50 - 10
Übrige Ergebnisse 0 2 7
Ergebnis vor Steuern 28 77 26
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 6 - 17 - 2
Ergebnis nach Steuern 23 61 24
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 1.241 7.597 2.115
Aktiva 1.336 10.414 1.837
Forderungen an Kunden 914 7.000 1.897
davon Corporate % 74,6% 64,2% 53,7%
davon Retail % 25,4% 35,8% 46,3%
davon in Fremdwährung % 69,5% 42,6% 59,8%
Verbindlichkeiten an Kunden 738 7.296 1.296
Loan/Deposit Ratio (netto) 116,7% 89,0% 66,8%
Eigenkapital 288 1.331 197
Return on Equity vor Steuern 44,4% 28,0% 50,9%
Return on Equity nach Steuern 35,5% 22,0% 46,1%
Cost/Income Ratio 32,4% 36,7% 50,3%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 10,05% 5,48% 9,12%
Mitarbeiter zum Stichtag 2.067 7.678 9.489
Geschäftsstellen 95 183 577
Kunden 756.252 3.036.238 2.635.840

Group Corporates

in € Millionen 1.1.- 31.3.
2016
1.1.- 31.3.
2015
Verände
rung
Q1/2016 Q4/2015 Verände
rung
Zinsüberschuss 86 83 3,2% 86 81 6,5%
Provisionsüberschuss 16 14 13,3% 16 19 - 17,1%
Handelsergebnis 3 0 >500,0% 3 0 >500,0%
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis 0 1 - 70,8% 0 0 171,3%
Betriebserträge 106 98 7,6% 106 100 5,3%
Verwaltungsaufwendungen - 35 - 32 11,4% - 35 - 47 - 24,9%
Betriebsergebnis 70 66 5,9% 70 53 32,1%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 3 - 47 - 94,2% - 3 - 34 - 91,9%
Übrige Ergebnisse - 5 - 4 30,7% - 5 - 4 14,2%
Ergebnis vor Steuern 63 16 298,4% 63 15 310,9%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 16 - 4 307,3% - 16 - 4 347,7%
Ergebnis nach Steuern 47 12 295,4% 47 12 299,7%
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 8.210 9.499 - 13,6% 8.210 8.590 - 4,4%
Aktiva 14.358 16.593 - 13,5% 14.358 13.873 3,5%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,46% 1,91% 0,55 PP 2,46% 2,33% 0,14 PP
Return on Equity vor Steuern 22,6% 5,7% 16,9 PP 22,6% 5,6% 17,1 PP

Die Ergebnisverbesserung im Segment Group Corporates war hauptsächlich von den niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen geprägt. In der Vergleichsperiode des Vorjahrs hatten Wertberichtigungen auf Forderungen an Großkunden vor allem aus der Donbass-Region das Vorsteuerergebnis belastet.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments erhöhte sich um 3 Prozent oder € 3 Millionen auf € 86 Millionen. Dabei wurden das geringere Kreditvolumen sowie rückläufige Margen im Firmenkundengeschäft (von Wien aus betreute österreichische und multinationale Firmenkunden) durch höhere zinsähnliche Sondererträge, insbesondere aus Immobilienfinanzierungen, kompensiert. Die Nettozinsspanne des Segments erhöhte sich um 55 Basispunkte auf 2,46 Prozent.

Der Provisionsüberschuss verbesserte sich um 13 Prozent oder € 2 Millionen auf € 16 Millionen. Höhere Provisionserträge aus Anleiheemissionen, Export- und Investmentfinanzierungen, Liquiditätsmanagement-Dienstleistungen sowie Immobilien- und Projektfinanzierungen wurden teilweise durch eine Umschichtung von Ergebnisbestandteilen aus dem Provisionsüberschuss in das Handelsergebnis kompensiert.

Der im Handelsergebnis verzeichnete Anstieg um € 3 Millionen stammte aus der oben erwähnten Umschichtung sowie aus zinsbasierten derivativen Finanzinstrumenten der Konzernzentrale.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich um 11 Prozent oder € 4 Millionen auf € 35 Millionen. Dabei stiegen vor allem die Sachaufwendungen aufgrund der anteiligen Kostenallokation vorwiegend aus den Beiträgen zu Bankenabwicklungsfonds auf das Segment. Die Cost/Income Ratio nahm um 1,1 Prozentpunkte auf 33,5 Prozent zu.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen gingen im Periodenvergleich um 94 Prozent oder € 44 Millionen auf € 3 Millionen zurück. In der Vergleichsperiode des Vorjahrs waren überwiegend Einzelwertberichtigungen auf Forderungen an Großkunden, speziell aus der Donbass-Region, angefallen. Der Anteil der notleidenden Kredite an Nichtbanken am Kreditportfolio des Segments sank um 1,3 Prozentpunkte auf 8,0 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Der Rückgang in den übrigen Ergebnissen resultierte vor allem aus höheren Aufwendungen für Bankenabgaben in Höhe von € 5 Millionen (Q1/2015: € 4 Millionen).

Der Steueraufwand stieg ergebnisbedingt um € 12 Millionen auf € 16 Millionen. Die Steuerquote belief sich auf 26 Prozent.

Group Markets

in € Millionen 1.1.- 31.3.
2016
1.1.- 31.3.
2015
Verände
rung
Q1/2016 Q4/2015 Verände
rung
Zinsüberschuss 16 27 - 42,5% 16 14 13,7%
Provisionsüberschuss 26 27 - 4,4% 26 31 - 15,5%
Handelsergebnis 27 22 21,8% 27 28 - 4,8%
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis 2 2 3,1% 2 5 - 50,5%
Betriebserträge 71 79 - 10,0% 71 78 - 8,7%
Verwaltungsaufwendungen - 51 - 58 - 11,6% - 51 - 57 - 9,8%
Betriebsergebnis 20 21 - 5,3% 20 21 - 5,6%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 4 - 1 4 7 - 46,4%
Übrige Ergebnisse 10 - 7 10 25 - 61,9%
Ergebnis vor Steuern 33 13 158,1% 33 52 - 37,7%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 8 - 3 178,4% - 8 - 13 - 37,2%
Ergebnis nach Steuern 25 10 152,3% 25 40 - 37,8%
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 4.243 5.055 - 16,1% 4.243 3.781 12,2%
Aktiva 15.797 18.543 - 14,8% 15.797 13.461 17,4%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 0,62% 0,97% - 0,35 PP 0,62% 0,64% - 0,02 PP
Return on Equity vor Steuern 22,9% 9,6% 13,3 PP 22,9% 37,8% - 14,9 PP

Der im Segment Group Markets verzeichnete Anstieg im Ergebnis vor Steuern um 158 Prozent oder € 20 Millionen auf € 33 Millionen war vor allem im verbesserten Ergebnis aus Finanzinvestitionen sowie gesunkenen Personalaufwendungen begründet. Hingegen zeigte der Zinsüberschuss aufgrund eines geringeren Geschäftsvolumens einen starken Rückgang.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments Group Markets verringerte sich um 43 Prozent oder € 12 Millionen auf € 16 Millionen. Hauptverantwortlich dafür waren durch den Abbau eines Wertpapierportfolios im Bankbuch volumenbedingt geringere Zinserträge aus Krediten und Wertpapieren. Die Nettozinsspanne reduzierte sich um 35 Basispunkte auf 0,62 Prozent.

Der Provisionsüberschuss blieb mit € 26 Millionen im Periodenvergleich nahezu unverändert. Höheren Erträgen aus dem Investment Banking und dem Cash Management standen Umschichtungen von Ergebnisbestandteilen (aus dem Wertpapiergeschäft mit institutionellen Kunden) in das Handelsergebnis gegenüber.

Das Handelsergebnis erhöhte sich um 22 Prozent oder € 5 Millionen auf € 27 Millionen. Positiv wirkte sich hier insbesondere ein Volumenszuwachs im Geschäft mit institutionellen Investoren aus. Zu einem leichten Anstieg kam es trotz des Rückzugs aus einzelnen Märkten und Kundengruppen durch verbesserte Margen auch im Banknotengeschäft.

Das laufende sonstige betriebliche Ergebnis blieb mit € 2 Millionen auf dem Niveau der Vorperiode.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen sanken aufgrund einer geringeren Kostenallokation bei den Personalaufwendungen um 12 Prozent oder € 7 Millionen auf € 51 Millionen. Die Cost/Income Ratio nahm im Jahresvergleich um 1,4 Prozentpunkte auf 72,4 Prozent ab.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

In der Berichtsperiode wurden netto € 4 Millionen an Einzelwertberichtigungen für Finanzinstitute aufgelöst. Der Anteil der notleidenden Kredite am Gesamtkreditobligo des Segments belief sich auf 2,8 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse stiegen im Periodenvergleich um € 16 Millionen auf € 10 Millionen. Dieser Zuwachs resultierte aus einem um € 12 Millionen verbesserten Ergebnis aus Finanzinvestitionen (Verkauf von Anleihen) und einem aufgrund der Zinsentwicklung um € 4 Millionen gestiegenen Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten.

Der Steueraufwand erhöhte sich um € 5 Millionen auf € 8 Millionen, die Steuerquote belief sich auf 24 Prozent.

Corporate Center

in € Millionen 1.1.- 31.3.
2016
1.1.- 31.3.
2015
Verände
rung
Q1/2016 Q4/2015 Verände
rung
Zinsüberschuss 17 252 - 93,2% 17 338 - 94,9%
Provisionsüberschuss 5 5 - 5,3% 5 5 - 5,5%
Handelsergebnis - 36 - 72 - 50,5% - 36 - 15 143,5%
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis 16 26 - 37,8% 16 44 - 63,3%
Betriebserträge 3 212 - 98,6% 3 373 - 99,2%
Verwaltungsaufwendungen - 101 - 79 26,8% - 101 - 49 105,8%
Betriebsergebnis - 98 132 - 98 324
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 13 - 3 13 - 14
Übrige Ergebnisse - 45 28 - 45 - 190 - 76,5%
Ergebnis vor Steuern - 129 157 - 129 121
Steuern vom Einkommen und Ertrag 6 - 3 6 - 3
Ergebnis nach Steuern - 122 155 - 122 117
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 15.288 17.715 - 13,7% 15.288 14.777 3,5%
Aktiva 24.374 29.446 - 17,2% 24.374 27.287 - 10,7%

Dieses Segment umfasst im Wesentlichen die Ergebnisse aus den Steuerungsfunktionen der Konzernzentrale sowie aus sonstigen Konzerneinheiten. Seine Ergebnisse weisen dadurch eine insgesamt höhere Volatilität auf. Der Rückgang des Vorsteuerergebnisses im Periodenvergleich um € 286 Millionen auf minus € 129 Millionen resultierte aus geringeren Dividendenerträgen und einem Rückgang der Erträge aus Derivaten und Wertpapieren.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments Corporate Center sank im Periodenvergleich um 93 Prozent oder € 235 Millionen auf € 17 Millionen. Hauptverantwortlich dafür waren um € 223 Millionen geringere Dividendenerträge aus den in anderen Segmenten dargestellten Konzerneinheiten aufgrund von zeitlichen Verschiebungen. Weiters verringerten sich die Zinserträge aus dem konzerninternen Refinanzierungsgeschäft, hervorgerufen durch das rückläufige Finanzierungsvolumen.

Der Provisionsüberschuss blieb mit € 5 Millionen auf dem Niveau der Vorperiode.

Das Handelsergebnis des Segments verbesserte sich im Periodenvergleich um 51 Prozent oder € 36 Millionen auf minus € 36 Millionen. Hauptgrund dafür war ein in der Vorperiode verbuchter Verlust von € 53 Millionen aus einem Absicherungsgeschäft für Dividendenerträge in russischen Rubeln.

Das laufende sonstige betriebliche Ergebnis sank um 38 Prozent oder € 10 Millionen auf € 16 Millionen. Dieser Rückgang resultierte im Wesentlichen aus geringeren Erträgen aus der konzerninternen Leistungsverrechnung.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments stiegen um 27 Prozent oder € 21 Millionen auf € 101 Millionen. Wesentlicher Faktor war hier der gestiegene Beitrag der Konzernzentrale zum Bankenabwicklungsfonds. Der Personalaufwand stieg aufgrund einer höheren Kostenallokation.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

In der Berichtsperiode wurden netto € 13 Millionen an Kreditrisikovorsorgen für Firmenkunden der Konzernzentrale aufgelöst, nachdem der Vorsorgebedarf in der Vergleichsperiode des Vorjahrs bei € 3 Millionen gelegen war.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments sanken um € 72 Millionen auf minus € 45 Millionen.

Negativ entwickelte sich hier das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten, das aufgrund der Bewertung von Bankbuchderivaten und eigenen Emissionen um € 75 Millionen auf minus € 30 Millionen sank. Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen verbesserte sich hingegen um € 9 Millionen, primär hervorgerufen durch Wertberichtigungen auf diverse Beteiligungen in der Vergleichsperiode des Vorjahrs.

Der im Segment ausgewiesene Aufwand für Bankenabgaben lag bei € 9 Millionen und damit um € 2 Millionen unter dem Vergleichswert der Vorperiode.

Das Ergebnis aus Endkonsolidierungen belief sich auf minus € 6 Millionen, nachdem in der Vergleichsperiode des Vorjahrs ein Gewinn von € 3 Millionen gebucht worden war. Dieser Effekt resultierte im Wesentlichen aus der Endkonsolidierung einiger Konzerneinheiten aufgrund von Unwesentlichkeit.

In der Berichtsperiode ergab sich im Segment ein Steuerertrag von € 6 Millionen nach einem Steueraufwand von € 3 Millionen in der Vergleichsperiode des Vorjahrs.

Non-Core

in € Millionen 1.1.- 31.3.
2016
1.1.- 31.3.
2015
Verände
rung
Q1/2016 Q4/2015 Verände
rung
Zinsüberschuss 86 106 - 19,0% 86 83 4,3%
Provisionsüberschuss 39 41 - 4,4% 39 44 - 11,2%
Handelsergebnis 6 2 225,1% 6 - 2
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis 1 3 - 64,7% 1 5 - 78,5%
Betriebserträge 132 152 - 13,1% 132 129 2,0%
Verwaltungsaufwendungen - 102 - 105 - 3,3% - 102 - 152 - 33,2%
Betriebsergebnis 30 47 - 35,2% 30 - 23
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 11 - 16 - 32,2% - 11 - 227 - 95,3%
Übrige Ergebnisse - 6 - 1 491,7% - 6 - 1 >500,0%
Ergebnis vor Steuern 13 30 - 55,5% 13 - 250
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 19 - 13 51,5% - 19 - 8 142,0%
Ergebnis nach Steuern - 6 17 - 6 - 258 - 97,8%
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 10.638 13.253 - 19,7% 10.638 10.611 0,3%
Aktiva 17.825 21.660 - 17,7% 17.825 18.835 - 5,4%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,08% 2,07% 0,01 PP 2,08% 1,85% 0,23 PP
Return on Equity vor Steuern 3,6% 8,2% - 4,6 PP 3,6%

Im Segment Non-Core sind jene Geschäftsbereiche enthalten, die gemäß der 2015 festgelegten Strategieanpassung der RBI abgebaut bzw. verkauft werden sollen. Der Verkauf der Raiffeisenbank in Slowenien steht vor dem Closing im zweiten Quartal 2016, bei der in Slowenien und der Tschechischen Republik aktiven Direktbank Zuno sind die Verkaufsaktivitäten im Gange. Daher wurden diese Einheiten nach IFRS 5 bilanziert.

Das Segmentergebnis vor Steuern fiel um 56 Prozent auf € 13 Millionen, in erster Linie zurückzuführen auf gesunkene Betriebserträge infolge des planmäßigen Volumenabbaus sowie auf das niedrige Zinsniveau in Polen. Die Verwaltungsaufwendungen sanken überwiegend aufgrund niedrigerer Sachaufwendungen in Polen. Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen reduzierten sich – vorwiegend aufgrund der Entwicklung in Slowenien und Asien – ebenfalls.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss sank im Periodenvergleich um 19 Prozent oder € 20 Millionen auf € 86 Millionen. Den größten Rückgang verzeichnete dabei Asien, dessen Beitrag volumenbedingt um 50 Prozent oder € 15 Millionen auf € 15 Millionen abnahm. In Polen kam es aufgrund des anhaltend niedrigen Marktzinsniveaus zu einer Reduktion des Zinsüberschusses um 3 Prozent oder € 2 Millionen auf € 62 Millionen. Der Rückgang in Slowenien um € 2 Millionen ist auf geringere Kreditvolumina zurückzuführen. Die Nettozinsspanne blieb mit einem Anstieg von lediglich einem Basispunkt auf 2,08 Prozent beinahe unverändert.

Der Provisionsüberschuss verringerte sich im Periodenvergleich um 4 Prozent oder € 2 Millionen auf € 39 Millionen. Dabei fiel das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft vorrangig in Asien und Polen volumenbedingt um € 3 Millionen auf € 6 Millionen. Dagegen verbesserte sich das Ergebnis aus dem Verkauf von Eigen- und Fremdprodukten vor allem in Polen um € 1 Million auf € 6 Millionen.

Das Handelsergebnis nahm um € 4 Millionen auf € 6 Millionen zu. Das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft verbesserte sich dabei hauptsächlich aufgrund von Bewertungsgewinnen in Polen im Periodenvergleich von minus € 14 Millionen auf € 5 Millionen. Dagegen nahm das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft bedingt durch niedrigere Erträge aus zinsbasierten Derivaten in Polen um € 15 Millionen auf € 1 Million ab.

Das laufende sonstige betriebliche Ergebnis sank um 65 Prozent oder € 2 Millionen auf € 1 Million, insbesondere hervorgerufen durch Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten in Polen.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen sanken gegenüber der Vorjahresperiode um 3 Prozent oder € 3 Millionen auf € 102 Millionen. Die Personalaufwendungen blieben nahezu unverändert bei € 51 Millionen. In Asien nahm der Personalaufwand im Einklang mit der erfolgten Mitarbeiterreduktion um knapp 30 Prozent oder € 2 Millionen ab. In Polen ergab sich aufgrund der Buchung von € 5 Millionen an Einmalaufwendungen für die Filialoptimierungen ein Zuwachs des Personalaufwands um € 3 Millionen. Die Anzahl der Mitarbeiter im Periodendurchschnitt fiel im Jahresabstand um 7 Prozent auf 5.885. Die Sachaufwendungen sanken, vor allem aufgrund niedrigerer IT- und Werbeaufwendungen in Polen, um € 3 Millionen. Die Anzahl der Geschäftsstellen reduzierte sich um 3 auf 371. Die Cost/Income Ratio nahm um 7,8 Prozentpunkte auf 77,1 Prozent zu.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sanken im Periodenvergleich um 32 Prozent oder € 5 Millionen auf € 11 Millionen. Rückgänge bei den Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen wurden dabei in Slowenien (Rückgang um € 8 Millionen) und Asien (Rückgang um € 3 Millionen) verzeichnet. In Slowenien kam es in der Berichtsperiode zu Auflösungen von € 3 Millionen, nachdem in der Vergleichsperiode des Vorjahrs € 5 Millionen an Kreditrisikovorsorgen für Firmenkunden gebildet worden waren. In den USA hingegen wurde mit € 6 Millionen für einen Firmenkunden vorgesorgt, womit sich die Nettodotierungen um € 5 Millionen erhöhten. In Polen lagen die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen mit € 8 Millionen – diese betrafen vor allem Firmenkunden – um € 2 Millionen über dem Vergleichswert des Vorjahrs.

Der Anteil der notleidenden Kredite an Nichtbanken am Kreditportfolio des Segments blieb nahezu konstant bei 15,3 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments fielen im Periodenvergleich um € 5 Millionen geringer aus. Verantwortlich dafür waren Aufwendungen von € 7 Millionen für die in Polen erstmals angefallene Bankenabgabe. Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen verbesserte sich hingegen um € 2 Millionen, nachdem in der Vergleichsperiode des Vorjahrs Beteiligungen in Asien wertberichtigt worden waren.

Der Steueraufwand stieg im Periodenvergleich um 52 Prozent oder € 6 Millionen auf € 19 Millionen. Dies resultierte vor allem aus einem höheren latenten Steueraufwand (Anstieg um € 10 Millionen) infolge der Nutzung von Verlustvorträgen in Polen. Dem stand ein um € 4 Millionen geringerer laufender Steueraufwand vor allem in Asien gegenüber.

Nachfolgend die Detailergebnisse der einzelnen Länder bzw. Teilsegmente:

1.1.-31.3.2016
in € Millionen
Asien Polen Slowenien USA
Zinsüberschuss 15 62 2 5
Provisionsüberschuss 2 34 1 1
Handelsergebnis 3 3 0 0
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 1 0
Betriebserträge 20 100 4 6
Verwaltungsaufwendungen - 9 - 76 - 5 - 4
Betriebsergebnis 11 23 - 1 2
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 1 - 8 3 - 6
Übrige Ergebnisse 0 - 7 1 0
Ergebnis vor Steuern 11 8 3 - 4
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 2 - 16 0 0
Ergebnis nach Steuern 9 - 8 2 - 4
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 1.206 8.192 323 764
Aktiva 1.853 13.863 697 576
Forderungen an Kunden 1.212 9.699 392 469
davon Corporate % 100,0% 32,7% 49,1% 100,0%
davon Retail % 0,0% 67,2% 49,5% 0,0%
davon in Fremdwährung % 65,5% 55,5% 5,1% 8,0%
Verbindlichkeiten an Kunden 111 8.378 404 0
Loan/Deposit Ratio (netto) 110,0% 92,6%
Eigenkapital 1.645 46 33
Return on Equity vor Steuern 2,2% 22,1%
Return on Equity nach Steuern 19,4%
Cost/Income Ratio 45,7% 76,6% 137,3% 68,9%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 3,08% 1,85% 1,09% 3,16%
Mitarbeiter zum Stichtag 185 5.016 216 52
Geschäftsstellen 5 322 14 1
Kunden 69 794.292 55.253 118

Asien: Einige asiatische Einheiten operieren als Filialen; aus diesem Grund ist kein Eigenkapital vorhanden.

Konzernzwischenabschluss

(Zwischenbericht zum 31. März 2016)

Gesamtergebnisrechnung

Erfolgsrechnung

in € Millionen Anhang 1.1.-31.3.2016 1.1.-31.3.20151 Veränderung
Zinserträge 1.031 1.300 - 20,7%
Zinsaufwendungen - 313 - 480 - 34,8%
Zinsüberschuss [2] 718 820 - 12,5%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen [3] - 106 - 260 - 59,5%
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 612 560 9,4%
Provisionserträge 446 457 - 2,4%
Provisionsaufwendungen - 99 - 98 1,7%
Provisionsüberschuss [4] 347 360 - 3,6%
Handelsergebnis [5] 28 - 62
Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten [6] - 27 20
Ergebnis aus Finanzinvestitionen [7] 26 64 - 59,1%
Verwaltungsaufwendungen [8] - 718 - 691 3,9%
Sonstiges betriebliches Ergebnis [9] - 41 - 63 - 35,5%
Ergebnis aus Endkonsolidierungen [10] 2 1 203,5%
Ergebnis vor Steuern 229 188 22,0%
Steuern vom Einkommen und Ertrag [11] - 91 - 88 4,0%
Ergebnis nach Steuern 138 100 37,9%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile - 24 - 17 41,8%
Konzernergebnis 114 83 37,1%

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen infolge Änderung der Zuordnung.

Ergebnis je Aktie

in € 1.1.-31.3.2016 1.1.-31.3.2015 Veränderung
Ergebnis je Aktie 0,39 0,29 0,10

Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus dem Konzernergebnis bezogen auf die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien. Zum 31. März 2016 waren das 292,4 Millionen (31. März 2015: 292,4 Millionen). Es waren keine Wandeloder Optionsrechte im Umlauf, eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie fand daher nicht statt.

Sonstiges Ergebnis und Gesamtergebnis

Gesamt Eigenanteil Fremdanteil
in € Millionen 1.1.- 31.3.
2016
1.1.- 31.3.
2015
1.1.- 31.3.
2016
1.1.- 31.3.
2015
1.1.- 31.3.
2016
1.1.- 31.3.
2015
Ergebnis nach Steuern 138 100 114 83 24 17
Posten, die nicht in den Gewinn und Verlust
umgegliedert werden
0 0 0 0 0 0
Neubewertungen von leistungsorientierten
Plänen
0 0 0 0 0 0
Latente Steuern auf Posten, die nicht in den
Gewinn und Verlust umgegliedert werden
0 0 0 0 0 0
Posten, die anschließend möglicherweise
in den Gewinn oder Verlust umgegliedert
werden
35 267 47 271 - 12 - 4
Währungsdifferenzen 28 284 41 287 - 12 - 4
Absicherung Nettoinvestition (Capital
Hedge)
- 13 - 11 - 13 - 11 0 0
Gewinne/Verluste aus Derivaten, die
Schwankungen zukünftiger Cash-Flows
absichern
9 - 15 9 - 15 0 0
Gewinne/Verluste aus zur Veräußerung
verfügbaren finanziellen Vermögenswerten
9 6 9 6 0 0
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital
erfasste Ergebnisse
1 3 1 3 0 0
Sonstiges Ergebnis 35 267 47 271 - 12 - 4
Gesamtergebnis 173 367 162 354 11 13

Quartalsergebnisse

in € Millionen Q2/20151 Q3/20151 Q4/2015 Q1/2016
Zinsüberschuss 861 814 832 718
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 343 - 191 - 469 - 106
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 518 623 363 612
Provisionsüberschuss 385 384 390 347
Handelsergebnis 64 - 14 29 28
Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten - 29 20 - 15 - 27
Ergebnis aus Finanzinvestitionen - 3 7 0 26
Verwaltungsaufwendungen - 697 - 713 - 813 - 718
Sonstiges betriebliches Ergebnis 33 - 64 15 - 41
Ergebnis aus Endkonsolidierungen - 3 10 34 2
Ergebnis vor Steuern 267 253 3 229
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 53 - 52 - 83 - 91
Ergebnis nach Steuern 214 201 - 81 138
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile - 22 - 16 - 2 - 24
Konzernergebnis 192 186 - 83 114

1 Anpassung gemäß IFRS 8.41. Details dazu sind im Geschäftsbericht 2015 ersichtlich.

in € Millionen Q2/2014 Q3/2014 Q4/2014 Q1/2015
Zinsüberschuss 975 940 895 820
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 287 - 515 - 667 - 260
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 688 425 228 560
Provisionsüberschuss 389 404 417 360
Handelsergebnis 28 30 - 68 - 62
Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten - 15 103 28 20
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 42 23 - 39 64
Verwaltungsaufwendungen - 764 - 776 - 728 - 691
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 90 - 225 - 445 - 63
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0 1 0 1
Ergebnis vor Steuern 278 - 16 - 607 188
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 79 - 96 - 239 - 88
Ergebnis nach Steuern 198 - 112 - 846 100
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile - 15 - 7 4 - 17
Konzernergebnis 183 - 119 - 842 83

Bilanz

Aktiva
in € Millionen Anhang 31.3.2016 31.12.2015 Veränderung
Barreserve [13] 8.130 13.212 - 38,5%
Forderungen an Kreditinstitute [14, 41] 15.099 10.837 39,3%
Forderungen an Kunden [15, 41] 70.875 69.921 1,4%
Kreditrisikovorsorgen [16] - 5.804 - 6.055 - 4,1%
Handelsaktiva [17, 41] 5.744 5.814 - 1,2%
Derivative Finanzinstrumente [18, 41] 1.734 1.574 10,2%
Wertpapiere und Beteiligungen [19, 41] 14.369 15.244 - 5,7%
Immaterielle Vermögenswerte [20] 620 621 - 0,1%
Sachanlagen [21] 1.411 1.473 - 4,3%
Sonstige Aktiva [22, 41] 2.334 1.786 30,7%
Aktiva gesamt 114.511 114.427 0,1%
Passiva
in € Millionen
Anhang 31.3.2016 31.12.2015 Veränderung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten [23, 41] 16.823 16.369 2,8%
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden [24, 41] 68.107 68.991 - 1,3%
Verbriefte Verbindlichkeiten [25, 41] 7.316 7.502 - 2,5%
Rückstellungen [26, 41] 784 814 - 3,6%
Handelspassiva [27, 41] 5.351 5.092 5,1%
Derivative Finanzinstrumente [28, 41] 828 984 - 15,9%
Sonstige Passiva [29, 41] 2.410 2.010 19,9%
Nachrangkapital [30, 41] 4.234 4.164 1,7%
Eigenkapital [31] 8.658 8.501 1,8%
Konzern-Eigenkapital 7.999 7.588 5,4%
Konzernergebnis 114 379 - 69,8%
Kapital nicht beherrschender Anteile 545 535 1,9%
Passiva gesamt 114.511 114.427 0,1%

Raiffeisen Bank International | Zwischenbericht 1. Quartal 2016

Eigenkapitalveränderungsrechnung

in € Millionen Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
ergebnis
Kapital nicht
beherrschen
der Anteile
Gesamt
Eigenkapital 1.1.2016 892 4.994 1.702 379 535 8.501
Kapitaleinzahlungen/-
auszahlungen
0 0 0 0 0 0
Ergebnisthesaurierung 0 0 379 - 379 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 - 3 - 3
Gesamtergebnis 0 0 47 114 11 173
Eigene Aktien/Share
Incentive Program
0 0 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 - 16 0 2 - 13
Eigenkapital 31.3.2016 892 4.994 2.112 114 545 8.658
Gezeichnetes Kapital Gewinn Konzern Kapital nicht
beherrschen
in € Millionen Kapital rücklagen rücklagen ergebnis der Anteile Gesamt
Eigenkapital 1.1.20151 892 4.991 2.417 - 617 495 8.178
Kapitaleinzahlungen/-
auszahlungen
0 0 0 0 0 0
Ergebnisthesaurierung 0 0 - 617 617 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 - 3 - 3
Gesamtergebnis 0 0 271 83 13 367
Eigene Aktien/Share
Incentive Program
0 0 - 1 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 - 5 0 - 5 - 10
Eigenkapital 31.3.2015 892 4.992 2.065 83 499 8.531

1 Anpassung gemäß IFRS 8.41. Details dazu sind im Geschäftsbericht 2015 ersichtlich.

Kapitalflussrechnung

in € Millionen 1.1.-31.3.2016 1.1.-31.3.20151
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode2 13.483 6.769
Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit - 5.127 - 2.229
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit 73 2.349
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit 9 16
Effekte aus Wechselkursänderungen - 16 169
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode2 8.421 7.073

1 Anpassung gemäß IFRS 8.41. Details dazu sind im Geschäftsbericht 2015 ersichtlich.

2 Der Zahlungsmittelbestand zum Ende der Perioden weicht aufgrund der Darstellung der Raiffeisen Banka d.d., Maribor und der ZUNO BANK AG, Wien gemäß IFRS 5 von dem Bilanzposten Barreserse ab.

Segmentberichterstattung

In der RBI erfolgt die interne Management-Berichterstattung grundsätzlich auf Basis der bestehenden Organisationsstruktur. Diese ist matrixförmig aufgebaut, d. h. Vorstände sind sowohl für einzelne Länder als auch für bestimmte Geschäftsfelder verantwortlich (Konzept der "Country and Functional Responsibility"). Steuerungseinheit (Cash Generating Unit) im Konzern ist entweder ein Land oder ein Geschäftsfeld. Die Darstellung der Länder umfasst nicht nur die Tochterbanken, sondern alle operativen Einheiten der RBI in den jeweiligen Ländern (wie z. B. Leasingunternehmen). Die obersten Entscheidungsgremien der RBI – Vorstand und Aufsichtsrat – treffen demnach wesentliche Entscheidungen über die Allokation der Ressourcen zu einem Segment auf Basis der jeweiligen Finanz- und Ertragskraft, weshalb diese Berichtskriterien als wesentlich beurteilt wurden. Entsprechend sind auch die Segmente nach IFRS 8 differenziert. Die Überleitungsrechnung enthält im Wesentlichen Beträge aus der Eliminierung von Zwischenergebnissen und aus segmentübergreifenden Konsolidierungen.

Daraus ergeben sich die folgenden Segmente:

  • Zentraleuropa (Slowakei, Tschechische Republik und Ungarn)
  • Südosteuropa (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Kroatien, Rumänien sowie Serbien)
  • Osteuropa (Belarus, Russland und Ukraine)
  • Group Corporates (von Wien aus betriebenes Großkundengeschäft mit österreichischen und multinationalen Kunden)
  • Group Markets (von Wien aus betriebenes kapitalmarktbezogenes Kunden- und Eigengeschäft)
  • Corporate Center (zentrale Steuerungsfunktionen in der Konzernzentrale und sonstige Konzerneinheiten)
  • Non-Core (Asien, Polen, Slowenien, USA sowie die Direktbank Zuno)
1.1.-31.3.2016
in € Millionen
Zentral
europa
Südost
europa
Ost
europa
Group
Corporates
Group
Markets
Zinsüberschuss 161 180 203 86 16
Provisionsüberschuss 89 91 86 16 26
Handelsergebnis 5 19 20 3 27
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis 4 4 - 1 0 2
Betriebserträge 259 294 308 106 71
Verwaltungsaufwendungen - 165 - 169 - 118 - 35 - 51
Betriebsergebnis 93 125 189 70 20
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 3 - 23 - 67 - 3 4
Übrige Ergebnisse - 15 - 2 9 - 5 10
Ergebnis vor Steuern 75 100 132 63 33
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 13 - 16 - 25 - 16 - 8
Ergebnis nach Steuern 61 83 107 47 25
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile - 15 - 1 - 12 0 0
Ergebnis nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile 47 83 95 46 25
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 11.467 11.750 8.795 7.535 1.810
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 13.688 14.210 10.964 8.210 4.243
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 1.095 1.137 877 657 339
Aktiva 27.644 21.664 13.598 14.358 15.797
Verbindlichkeiten 25.143 18.640 11.778 12.639 16.541
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,46% 3,49% 6,45% 2,46% 0,62%
NPL Ratio 7,5% 11,8% 18,8% 8,0% 2,8%
NPL Coverage Ratio 69,3% 72,0% 83,2% 59,5% 88,9%
Cost/Income Ratio 63,9% 57,4% 38,5% 33,5% 72,4%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 0,06% 0,57% 2,09% 0,08%
Durchschnittliches Eigenkapital 1.725 1.800 1.637 1.108 572
Return on Equity vor Steuern 17,4% 22,2% 32,2% 22,6% 22,9%
Geschäftsstellen 405 1.056 856 1 5
1.1.-31.3.2016
in € Millionen
Corporate
Center
Non-Core Überleitung Gesamt
Zinsüberschuss 17 86 - 31 718
Provisionsüberschuss 5 39 - 4 347
Handelsergebnis - 36 6 - 17 28
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis 16 1 - 15 11
Betriebserträge 3 132 - 67 1.104
Verwaltungsaufwendungen - 101 - 102 23 - 718
Betriebsergebnis - 98 30 - 44 386
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 13 - 11 - 16 - 106
Übrige Ergebnisse - 45 - 6 2 - 52
Ergebnis vor Steuern - 129 13 - 57 229
Steuern vom Einkommen und Ertrag 6 - 19 0 - 91
Ergebnis nach Steuern - 122 - 6 - 57 138
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile - 3 0 8 - 24
Ergebnis nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile - 126 - 6 - 50 114
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 13.714 9.176 - 13.074 51.173
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 15.288 10.638 - 14.148 63.093
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 1.223 851 - 1.132 5.047
Aktiva 24.374 17.825 - 20.749 114.511
Verbindlichkeiten 19.563 15.724 - 14.173 105.854
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,08% 2,73%
NPL Ratio 15,3% 11,4%
NPL Coverage Ratio 64,3% 70,2%
Cost/Income Ratio 77,1% 65,0%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 0,28% 0,46%
Durchschnittliches Eigenkapital 2.011 1.484 - 1.856 8.480
Return on Equity vor Steuern 3,6% 10,8%
Geschäftsstellen 0 371 2.667
1.1.-31.3.2015
in € Millionen
Zentral
europa
Südost
europa
Osteuropa1 Group
Corporates
Group
Markets
Zinsüberschuss 167 193 249 83 27
Provisionsüberschuss 97 87 93 14 27
Handelsergebnis 16 12 - 48 0 22
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis - 9 4 - 5 1 2
Betriebserträge 272 295 289 98 79
Verwaltungsaufwendungen - 150 - 159 - 130 - 32 - 58
Betriebsergebnis 122 136 159 66 21
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 22 - 41 - 134 - 47 - 1
Übrige Ergebnisse - 38 - 6 59 - 4 - 7
Ergebnis vor Steuern 62 89 84 16 13
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 19 - 12 - 35 - 4 - 3
Ergebnis nach Steuern 43 77 50 12 10
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile - 22 0 - 1 0 0
Ergebnis nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile 21 77 49 12 10
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 12.160 12.045 12.204 8.654 2.871
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 14.343 14.532 14.602 9.499 5.055
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 1.147 1.163 1.168 760 404
Aktiva 25.131 21.432 17.618 16.593 18.543
Verbindlichkeiten 22.877 18.335 15.732 11.357 22.026
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,79% 3,83% 6,38% 1,91% 0,97%
NPL Ratio 10,3% 13,2% 14,9% 8,2% 7,5%
NPL Coverage Ratio 71,6% 67,2% 86,3% 51,7% 78,9%
Cost/Income Ratio 55,1% 53,8% 45,0% 32,4% 73,8%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 0,47% 1,23% 4,31% 1,17% 0,12%
Durchschnittliches Eigenkapital 1.706 1.667 1.631 1.099 530
Return on Equity vor Steuern 14,6% 21,4% 20,6% 5,7% 9,6%

1 Anpassung gemäß IFRS 8.41. Details dazu sind im Geschäftsbericht 2015 ersichtlich.

1.1.-31.3.2015
in € Millionen
Corporate
Center
Non-Core1 Überleitung Gesamt1
Zinsüberschuss 252 106 - 258 820
Provisionsüberschuss 5 41 - 5 360
Handelsergebnis - 72 2 7 - 62
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis 26 3 - 22 0
Betriebserträge 212 152 - 278 1.118
Verwaltungsaufwendungen - 79 - 105 22 - 691
Betriebsergebnis 132 47 - 256 427
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 3 - 16 3 - 260
Übrige Ergebnisse 28 - 1 - 10 21
Ergebnis vor Steuern 157 30 - 263 188
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 3 - 13 0 - 88
Ergebnis nach Steuern 155 17 - 263 100
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile - 1 0 8 - 17
Ergebnis nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile 154 17 - 255 83
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 15.811 11.801 - 16.048 59.498
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 17.715 13.253 - 15.517 73.482
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 1.417 1.060 - 1.241 5.879
Aktiva 29.446 21.660 - 26.369 124.054
Verbindlichkeiten 26.265 19.603 - 20.672 115.522
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,07% 2,94%
NPL Ratio 14,2% 11,9%
NPL Coverage Ratio 52,4% 66,2%
Cost/Income Ratio 37,5% 69,3% 61,8%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 0,43% 1,30%
Durchschnittliches Eigenkapital 2.154 1.453 - 1.978 8.260
Return on Equity vor Steuern 29,2% 8,2% 9,1%
Geschäftsstellen 0 374 2.851

1 Anpassung gemäß IFRS 8.41. Details dazu sind im Geschäftsbericht 2015 ersichtlich.

Anhang

Grundlagen der Konzernrechnungslegung

Grundsätze der Erstellung

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wird in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den auf Basis der IAS Verordnung (EG) 1606/2002 durch die EU übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards einschließlich der anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC/SIC) erstellt. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2016 steht im Einklang mit IAS 34.

Einige außerhalb des Konzernzwischenbaschlusses enthaltene IFRS-Anhangangaben sind ein wesentlicher Bestandteil des Konzernzwischenabschlusses. Diese sind einerseits Erläuterungen zu den Segmentergebnissen, die in den Angaben zur Segmentberichterstattung dargestellt werden und andererseits Informationen zu Risiken aus Finanzinstrumenten. Neben den im Anhang dargestellten Angaben gemäß IFRS 7 enthält insbesondere das Kapitel Risikobericht ausführliche Darstellungen zu den Themen Kreditrisiko, Konzentrationsrisiko, Marktrisiko und Liquiditätsrisiko. Die Darstellung dieser Informationen erfolgt in Übereinstimmung mit IAS 34, IFRS 8 "Geschäftssegmente" und IFRS 7 "Angaben zu Finanzinstrumenten".

Bei der Zwischenberichterstattung wurden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Konsolidierungsmethoden angewendet wie bei der Erstellung des Konzernabschlusses 2015 (vgl. Geschäftsbericht 2015, Seite 203 ff). Standards und Interpretationen, die ab 1. Jänner 2016 in der EU verpflichtend anzuwenden sind, wurden in diesem Zwischenbericht berücksichtigt.

Der Zwischenbericht zum 31. März 2016 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft unterzogen (Regelwerk prime market der Wiener Börse).

Wesentliche bilanzielle Ermessensspielräume und Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten

Sind für die Bilanzierung und Bewertung nach IAS/IFRS Schätzungen oder Beurteilungen erforderlich, werden diese in Übereinstimmung mit den jeweiligen Standards vorgenommen. Sie basieren auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren wie Planungen und nach heutigem Ermessen wahrscheinlichen Erwartungen oder Prognosen zukünftiger Ereignisse. Davon betroffen sind im Wesentlichen die Risikovorsorgen im Kreditgeschäft, der beizulegende Wert und die Wertminderung von Finanzinstrumenten, die latenten Steuern und die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie die Berechnungen zur Ermittlung der Werthaltigkeit von Firmenwerten und der im Zuge der Erstkonsolidierung aktivierten immateriellen Vermögenswerte. Die tatsächlichen Werte können von den geschätzten Werten abweichen.

Anwendung von neuen und geänderten Standards

Eine Reihe von neuen oder geänderten Standards wurde für den aktuellen Berichtszeitraum erstmalig anwendbar. Die erstmalige Anwendung der neuen oder geänderten Standards IFRS hatte untergeordnete Auswirkung auf den konsolidierten Zwischenabschluss, da die Änderungen nur bedingt anwendbar waren.

Noch nicht anzuwendende Standards und Interpretationen

IFRS 9 (Finanzinstrumente; Inkrafttreten 1. Jänner 2018)

Der veröffentlichte IFRS 9 (Finanzinstrumente) enthält Vorschriften für den Ansatz, die Bewertung und Ausbuchung sowie für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Das IASB hat die finale Fassung des Standards im Zuge der Fertigstellung der verschiedenen Phasen am 24. Juli 2014 veröffentlicht. Die wesentlichen Anforderungen des IFRS 9 lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Nach IFRS 9 werden alle finanziellen Vermögenswerte entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Schuldtitel, die im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung es ist, die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen, und dessen vertragliche Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen, sind in den Folgeperioden zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bilanzieren. Alle anderen Instrumente müssen erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

IFRS 9 enthält auch ein später nicht mehr revidierbares Wahlrecht, nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts eines (nicht zu Handelszwecken gehaltenen) Eigenkapitalinstruments im sonstigen Ergebnis darzustellen und ausschließlich die Dividendenerträge in der Gewinn- und Verlustrechnung zu zeigen.

Im Hinblick auf die Bewertung (als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designierter) finanzieller Verbindlichkeiten verlangt IFRS 9, dass die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts, die sich aus Veränderungen des Ausfallrisikos des bilanzierenden Unternehmens ergeben, im sonstigen Ergebnis auszuweisen sind. Die aufgrund der Veränderung des eigenen Ausfallrisikos im sonstigen Ergebnis erfassten Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts dürfen später nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht werden.

IFRS 9 sieht bei der Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, drei Stufen vor, welche die Höhe der zu erfassenden Verluste und die Zinsvereinnahmung künftig bestimmen. In der ersten Stufe sind bereits bei Zugang erwartete Verluste in Höhe des Barwerts eines erwarteten Zwölf-Monats-Verlusts zu erfassen. Liegt eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos vor, ist die Risikovorsorge bis zur Höhe des erwarteten Verlusts der gesamten Restlaufzeit zu erhöhen (Stufe 2). Mit Eintritt eines objektiven Hinweises auf Wertminderung hat die Zinsvereinnahmung in Stufe 3 auf Grundlage des Nettobuchwerts zu erfolgen.

Neben Übergangsvorschriften ist IFRS 9 auch mit umfangreichen Offenlegungsvorschriften sowohl bei Übergang als auch in der laufenden Anwendung verbunden. Neuerungen ergeben sich vor allem aus den Regelungen zu Wertminderungen.

Der Konzern geht davon aus, dass die künftige Anwendung von IFRS 9 die Darstellung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Schulden des Konzerns wesentlich beeinflussen könnte. Es wird erwartet, dass IFRS 9 insgesamt zu einer Erhöhung des Risikovorsorgeniveaus führen wird. Diese Einschätzung beruht auf der Anforderung zum Ansatz einer Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Kreditausfälle für die ersten zwölf Monate auch für solche Instrumente, bei denen sich das Kreditrisiko seit Erstansatz nicht wesentlich erhöht hat. Darüber hinaus beruht es auf der Einschätzung, dass der Bestand an Vermögenswerten, auf die der "Lifetime Expected Loss" angewendet wird, wahrscheinlich größer ist als der Bestand an Vermögenswerten, bei denen Verlustereignisse nach IAS 39 bereits eingetreten sind. Der verpflichtende Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 9 wird der 1. Jänner 2018 sein.

IFRS 15 (Erlöse aus Verträgen mit Kunden; Inkrafttreten 1. Jänner 2018)

Dieser Standard regelt, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. IFRS 15 ersetzt IAS 18 (Erlöse), IAS 11 (Fertigungsaufträge) und eine Reihe von erlösbezogenen Interpretationen. Die Anwendung von IFRS 15 ist für alle IFRS-Anwender verpflichtend und gilt für fast alle Verträge mit Kunden – die wesentlichen Ausnahmen sind Leasingverhältnisse, Finanzinstrumente und Versicherungsverträge. Die Auswirkungen auf den Konzern werden noch analysiert.

IFRS 16 (Leasingverhältnisse; Inkrafttreten 1. Jänner 2019)

Für Leasingnehmer sieht der neue Standard ein Bilanzierungsmodell vor, das auf eine Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Mietleasing verzichtet. Künftig werden die meisten Leasingvereinbarungen in der Bilanz zu erfassen sein. Für Leasinggeber bleiben die Regelungen des IAS 17 Leasingverhältnisse weitgehend bestehen, sodass hier auch künftig zwischen Finanzierungs- und Mietleasingvereinbarungen zu unterscheiden ist – mit entsprechend unterschiedlichen Bilanzierungskonsequenzen. Die Auswirkungen auf den Konzern werden noch analysiert.

Währungen

2016 2015
Stichtag Durchschnitt Stichtag Durchschnitt
Kurse in Währung pro € 31.3. 1.1.- 31.3. 31.12. 1.1.- 31.3.
Albanischer Lek (ALL) 138,770 138,243 137,280 140,140
Belarus Rubel (BYR) 22.779,000 22.461,750 20.300,000 16.112,500
Bosnische Marka (BAM) 1,956 1,956 1,956 1,956
Bulgarische Lewa (BGN) 1,956 1,956 1,956 1,956
Kasachischer Tenge (KZT) 388,240 385,698 371,310 210,098
Kroatische Kuna (HRK) 7,526 7,612 7,638 7,672
Malaysischer Ringgit (MYR) 4,408 4,555 4,696 4,101
Polnischer Zloty (PLN) 4,258 4,329 4,264 4,180
Rumänischer Lei (RON) 4,472 4,502 4,524 4,444
Russischer Rubel (RUB) 76,305 80,617 80,674 70,976
Schweizer Franken (CHF) 1,093 1,096 1,084 1,090
Serbischer Dinar (RSD) 122,925 122,825 121,626 121,263
Singapur-Dollar (SGD) 1,530 1,540 1,542 1,535
Tschechische Krone (CZK) 27,051 27,039 27,023 27,626
Ukrainische Hryvna (UAH) 29,689 28,278 26,223 23,596
Ungarischer Forint (HUF) 314,120 313,348 315,980 307,508
US-Dollar (USD) 1,139 1,102 1,089 1,136

Konsolidierungskreis

Vollkonsolidierung Equity-Methode
Anzahl Einheiten 31.3.2016 31.12.2015 31.3.2016 31.12.2015
Stand Beginn der Periode 120 135 0 0
Im Berichtsjahr erstmals einbezogen 1 15 0 0
Im Berichtsjahr verschmolzen 0 - 2 0 0
Im Berichtsjahr ausgeschieden - 9 - 28 0 0
Stand Ende der Periode 112 120 0 0

Das erstmals einbezogene Unternehmen ist im Leasingbereich tätig. Acht Unternehmen wurden aufgrund untergeordneter Bedeutung ausgeschieden, ein weiteres Unternehmen wurde veräußert.

Erläuterungen zur Erfolgsrechnung

(1) Erfolgsrechnung nach Bewertungskategorien

in € Millionen 1.1.-31.3.2016 1.1.-31.3.2015
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten des
Handelsbestands
113 152
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
25 181
Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 8 - 4
Ergebnis aus Krediten und Forderungen 779 847
Ergebnis aus bis zur Endfälligkeit zu haltenden finanziellen
Vermögenswerten
46 37
Ergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten
- 313 - 481
Ergebnis aus Derivaten für Sicherungsmaßnahmen 43 62
Erfolgsbeiträge aus Währungsumrechnung (netto) - 61 - 211
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen - 410 - 394
Ergebnis vor Steuern 229 188

(2) Zinsüberschuss

in € Millionen 1.1.-31.3.2016 1.1.-31.3.20151
Zinsen und zinsähnliche Erträge gesamt 1.031 1.300
Zinserträge 1.023 1.295
aus Guthaben bei Zentralbanken 7 12
aus Forderungen an Kreditinstitute 39 42
aus Forderungen an Kunden 797 1.005
aus Wertpapieren 69 81
aus Leasingforderungen 40 44
aus derivativen Finanzinstrumenten aus ökonomischem Hedge 30 54
aus derivativen Finanzinstrumenten aus Hedge Accounting 40 57
Laufende Erträge 7 2
aus Aktien und nicht festverzinslichen Wertpapieren 1 1
aus Anteilen an verbundenen Unternehmen 5 1
Zinsähnliche Erträge 4 4
Negative Zinsen aus finanziellen Vermögenswerten - 3 0
Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen gesamt - 313 - 480
Zinsaufwendungen - 307 - 478
für Verbindlichkeiten gegenüber Zentralbanken - 7 - 20
für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 50 - 59
für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden - 170 - 301
für verbriefte Verbindlichkeiten - 37 - 48
für Nachrangkapital - 43 - 51
Zinsähnliche Aufwendungen - 9 - 2
Negative Zinsen aus finanziellen Verbindlichkeiten 3 0
Gesamt 718 820

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen infolge Änderung der Zuordnung.

(3) Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

in € Millionen 1.1.-31.3.2016 1.1.-31.3.2015
Einzelwertberichtigungen - 117 - 220
Zuführung zu Risikovorsorgen - 379 - 478
Auflösung von Risikovorsorgen 252 281
Direktabschreibungen - 9 - 37
Eingänge auf abgeschriebene Forderungen 19 15
Portfolio-Wertberichtigungen 11 - 42
Zuführung zu Risikovorsorgen - 85 - 152
Auflösung von Risikovorsorgen 96 109
Erlöse aus der Beendigung oder dem Verkauf von Krediten 1 1
Gesamt - 106 - 260

(4) Provisionsüberschuss

in € Millionen 1.1.-31.3.2016 1.1.-31.3.2015
Zahlungsverkehr 146 148
Kredit- und Garantiegeschäft 41 48
Wertpapiergeschäft 31 36
Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft 88 92
Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds 9 12
Verkauf von Eigen- und Fremdprodukten 15 11
Sonstige Bankdienstleistungen 17 13
Gesamt 347 360

(5) Handelsergebnis

in € Millionen 1.1.-31.3.2016 1.1.-31.3.20151
Zinsbezogenes Geschäft 26 80
Währungsbezogenes Geschäft 16 - 149
Aktien-/indexbezogenes Geschäft - 8 7
Sonstiges Geschäft - 3 0
Gesamt 28 - 62

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen infolge Änderung der Zuordnung.

Im währungsbezogenen Geschäft war in der Vergleichperiode ein Bewertungsverlust aus einem Absicherungsgeschäft für Dividendenerträge in russischen Rubeln in Höhe von € 53 Millionen enthalten. Der im Handelsergebnis ausgewiesene Refinanzierungsaufwand für Handelsaktiva betrug € 7 Millionen (Vergleichsperiode: € 6 Millionen).

(6) Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten

in € Millionen 1.1.-31.3.2016 1.1.-31.3.2015
Ergebnis aus dem Hedge Accounting 3 5
Ergebnis aus sonstigen Derivaten - 7 - 51
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Verbindlichkeiten
- 23 66
Ergebnis aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten 0 - 1
Gesamt - 27 20

Das Ergebnis aus sonstigen Derivaten beinhaltet die Bewertungsergebnisse für Derivate, die zur Absicherung gegen Marktrisiken (ausgenommen Handelsaktiva/-passiva) abgeschlossen und dabei gegen ein inhomogenes Portfolio gestellt wurden, sodass sie nicht die Bedingungen für Hedge Accounting gemäß IAS 39 erfüllen.

(7) Ergebnis aus Finanzinvestitionen

in € Millionen 1.1.-31.3.2016 1.1.-31.3.2015
Ergebnis aus bis zur Endfälligkeit zu haltenden Wertpapieren 13 0
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren 13 0
Ergebnis aus Unternehmensanteilen 1 - 5
Bewertungsergebnis aus Unternehmensanteilen 0 - 7
Veräußerungsergebnis aus Unternehmensanteilen 1 2
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Wertpapieren 11 69
Bewertungsergebnis aus Wertpapieren 9 71
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren 2 - 2
Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren 2 0
Gesamt 26 64

(8) Verwaltungsaufwendungen

in € Millionen 1.1.-31.3.2016 1.1.-31.3.2015
Personalaufwand - 347 - 345
Sachaufwand - 302 - 274
davon betrieblich bedingter Sachaufwand - 227 - 235
davon regulatorisch bedingter Sachaufwand - 75 - 39
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte - 68 - 71
Gesamt - 718 - 691

Personalaufwand

in € Millionen 1.1.-31.3.2016 1.1.-31.3.2015
Löhne und Gehälter - 270 - 266
Soziale Abgaben - 63 - 63
Freiwilliger Sozialaufwand - 9 - 10
Sonstiger Personalaufwand - 5 - 6
Gesamt - 347 - 345

Sachaufwand

in € Millionen 1.1.-31.3.2016 1.1.-31.3.2015
Raumaufwand - 63 - 68
IT-Aufwand - 68 - 66
Kommunikationsaufwand - 19 - 17
Rechts- und Beratungsaufwand - 18 - 23
Werbe- und Repräsentationsaufwand - 18 - 18
Büroaufwand - 5 - 6
Kfz-Aufwand - 4 - 4
Sicherheitsaufwand - 7 - 8
Reiseaufwand - 3 - 3
Ausbildungsaufwand - 2 - 2
Sonstiger Sachaufwand - 19 - 21
Betrieblich bedingter Sachaufwand - 227 - 235
Einlagensicherung - 29 - 28
Bankenabwicklungsfonds - 46 - 11
Regulatorisch bedingter Sachaufwand - 75 - 39
Gesamt - 302 - 274

Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

in € Millionen 1.1.-31.3.2016 1.1.-31.3.2015
Sachanlagen - 28 - 30
Immaterielle Vermögenswerte - 33 - 34
Vermietete Leasinganlagen - 8 - 7
Gesamt - 68 - 71

(9) Sonstiges betriebliches Ergebnis

in € Millionen 1.1.-31.3.2016 1.1.-31.3.20151
Nettoergebnis aus bankfremden Tätigkeiten 9 5
Ergebnis aus Operating Leasing (Kfz und Mobilien) 7 7
Ergebnis aus Investment Property inkl. Operating Leasing (Immobilien) 11 10
Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten
2 0
Sonstige Steuern - 21 - 17
Ergebnis aus der Dotierung und Auflösung sonstiger Rückstellungen - 1 - 3
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen 4 - 1
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis 11 0
Bankenabgaben - 49 - 64
Bankgeschäftliche Belastungen aus staatlichen Maßnahmen - 3 0
Gesamt - 41 - 63

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen infolge Änderung der Zuordnung.

(10) Ergebnis aus Endkonsolidierungen

Im Berichtsjahr schieden acht Tochterunternehmen aufgrund untergeordneter Bedeutung aus dem Konsolidierungskreis aus. Desweiteren wurde ein Tochterunternehmen infolge Verkaufs endkonsolidiert. Das Ergebnis aus Endkonsolidierungen belief sich auf € 3 Millionen. Weiters wurde die Rückstellung für den erwarteten Verlust aus dem Verkauf der Raiffeisen Bank d.d., Maribor, um € 1 Million erhöht.

(11) Steuern vom Einkommen und Ertrag

in € Millionen 1.1.-31.3.2016 1.1.-31.3.2015
Laufende Steuern vom Einkommen und Ertrag - 72 - 80
Inland - 16 - 14
Ausland - 56 - 67
Latente Steuern - 19 - 7
Gesamt - 91 - 88

Erläuterungen zur Bilanz

(12) Bilanz nach Bewertungskategorien

Aktiva nach Bewertungskategorien
in € Millionen
31.3.2016 31.12.2015
Barreserve 8.130 13.212
Handelsaktiva 6.678 6.678
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte
4.209 5.363
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 3.778 3.428
Kredite und Forderungen 81.658 75.646
Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte 6.381 6.452
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 800 709
Sonstige Aktiva 2.877 2.937
Aktiva gesamt 114.511 114.427

Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie Handelsaktiva ausgewiesen. Die Bewertungskategorie Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte umfasst die sonstigen verbundenen Unternehmen, die sonstigen Beteiligungen sowie nicht festverzinsliche und festverzinsliche Wertpapiere. Kredite und Forderungen werden netto nach Abzug von Kreditrisikovorsorgen dargestellt. In den sonstigen Aktiva sind immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte gemäß IFRS 5 enthalten. Weitere Detailangaben bezüglich IFRS 5 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche sind unter Punkt (22) Sonstige Aktiva "Anwendung IFRS 5" ersichtlich.

Passiva nach Bewertungskategorien
in € Millionen
31.3.2016 31.12.2015
Handelspassiva 5.795 5.641
Finanzielle Verbindlichkeiten 97.706 97.809
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten
1.184 1.227
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 384 435
Rückstellungen 784 814
Eigenkapital 8.658 8.501
Passiva gesamt 114.511 114.427

Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie Handelspassiva ausgewiesen.

(13) Barreserve

in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Kassenbestand 2.149 2.495
Guthaben bei Zentralbanken 5.981 10.717
Gesamt 8.130 13.212

(14) Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Inland 2.964 3.384
Ausland 12.135 7.453
Gesamt 15.099 10.837

(15) Forderungen an Kunden

in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Kreditgeschäft 44.549 44.551
Geldmarktgeschäft 4.411 2.963
Hypothekarforderungen 16.396 16.815
Angekaufte Forderungen 1.680 1.775
Leasingforderungen 3.144 3.170
Forderungspapiere 694 647
Gesamt 70.875 69.921
in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Öffentlicher Sektor 790 814
Firmenkunden – Große Firmenkunden 42.459 41.685
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 2.777 2.787
Retail-Kunden – Privatpersonen 22.040 21.878
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.809 2.757
Gesamt 70.875 69.921

Die Forderungen an Kunden stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Inland 5.529 5.297
Ausland 65.346 64.624
Gesamt 70.875 69.921

(16) Kreditrisikovorsorgen

in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Kreditinstitute 116 120
Öffentlicher Sektor 5 5
Firmenkunden – Große Firmenkunden 3.617 3.778
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 277 289
Retail-Kunden – Privatpersonen 1.512 1.584
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 277 278
Gesamt 5.804 6.055

(17) Handelsaktiva

in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 2.329 2.778
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 234 203
Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften 3.181 2.833
Gesamt 5.744 5.814

Innerhalb der Position Handelsaktiva betrugen die als Sicherheit gestellten Wertpapiere, zu deren Verkauf oder Verpfändung der Empfänger berechtigt ist, € 92 Millionen (31.12.2015: € 1.080 Millionen).

(18) Derivative Finanzinstrumente

in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Fair
Value Hedge
771 692
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Net
Investment Hedge
26 17
Positive Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 934 864
Gesamt 1.734 1.574

(19) Wertpapiere und Beteiligungen

in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 13.956 14.915
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 7 6
Unternehmensanteile 406 322
Gesamt 14.369 15.244

Innerhalb der Position Wertpapiere und Beteiligungen betrugen die als Sicherheit gestellten Wertpapiere, zu deren Verkauf oder Verpfändung der Empfänger berechtigt ist, € 452 Millionen (31.12.2015: € 260 Millionen).

(20) Immaterielle Vermögenswerte

in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Software 521 531
Firmenwerte 42 40
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 58 50
Gesamt 620 621

(21) Sachanlagen

in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude 478 487
Sonstige Grundstücke und Gebäude (Investment Property) 463 471
Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie sonstige Sachanlagen 226 231
Vermietete Leasinganlagen 244 285
Gesamt 1.411 1.473

(22) Sonstige Aktiva

in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Steuerforderungen 295 323
Laufende Steuerforderungen 59 59
Latente Steuerforderungen 235 263
Forderungen aus bankfremden Tätigkeiten 56 64
Rechnungsabgrenzungsposten 172 132
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 169 134
Zu Leasingzwecken bestimmte Vermögenswerte 53 44
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (IFRS 5) 775 774
Vorräte 71 69
Bewertung Fair-Value-Hedge-Portfolio 40 24
Übrige Aktiva 703 223
Gesamt 2.334 1.786

Anwendung IFRS 5

Der Posten Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte beinhaltet vor allem die Veräußerungsgruppen Raiffeisen Banka d.d., Maribor, und ZUNO BANK AG, Wien.

Aufgrund der Erfüllung der Anwendungskriterien gemäß IFRS 5 werden diese Gesellschaften im Konzernabschluss der RBI zum 31. März 2016 als Veräußerungsgruppen dargestellt und in den Bilanzposten Sonstige Aktiva bzw. Sonstige Passiva ausgewiesen. Gemäß den Ausweisvorschriften des IFRS 5 werden die Bilanzposten (Vermögenswerte und Verbindlichkeiten) der oben genannten Gesellschaften aus vorangegangenen Perioden weder umgegliedert noch anders dargestellt. Da die Verkäufe keine der im IFRS 5.32 vorgeschriebenen Kriterien erfüllen, werden diese nicht als aufgegebene Geschäftsbereiche klassifiziert.

Die RBI hat im Dezember 2015 den Vertrag über den Verkauf ihres 100-Prozent-Anteils an der Raiffeisen Banka d.d., Maribor, an die Biser Bidco unterzeichnet. Biser Bidco ist eine von Apollo Global Management, LLC verwaltete Gesellschaft und kein nahe stehendes Unternehmen der RBI. Aufgrund der verfahrensrechtlichen Aspekte hinsichtlich der formellen Genehmigung der Transaktion durch die Finanzmarktaufsichtsbehörde wird ein Abschluss der Transaktion für das erste Halbjahr 2016 erwartet.

Auf konsolidierter Ebene wurde die Veräußerungsgruppe gemäß IFRS 5 zum niedrigeren Wert aus Buchwert und Fair Value abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Da der Verkaufsvertrag noch vor Ende des vierten Quartals unterzeichnet wurde, ist der vereinbarte Kaufpreis der beste Indikator für den beizulegenden Zeitwert der Veräußerungsgruppe. Der vereinbarte Verkaufspreis ist niedriger als das Eigenkapital der Gesellschaft, das zum 31. März 2016 € 47 Millionen für die Raiffeisen Banka d.d., Maribor, betrug. Der resultierende Wertminderungsverlust wurde zuerst den langfristigen Vermögenswerten in der Veräußerungsgruppe gemäß IFRS 5 zugeführt. Für den verbleibenden Wertminderungsverlust wurde eine Rückstellung für belastende Verträge gemäß IAS 37 gebildet, da die vertragliche Verpflichtung zum 31. Dezember 2015 bereits bestand.

Im ersten Quartal 2016 wurde der Wertminderungsverlust der nicht finanziellen Vermögenswerte sowie die Rückstellung für den belastenden Vertrag um € 1 Millionen auf € 53 Millionen erhöht.

Die Raiffeisen Bank International hat im September 2015 den Vertrag über den Verkauf ihres 100-Prozent-Anteils an der ZUNO BANK AG, Wien, an die ABH Holdings S.A., die Konzernmutter der Alfa-Bankengruppe mit Sitz in Luxemburg, unterschrieben. Im ersten Quartal 2016 trat die ABH Holdings S.A., mit der die RBI im Jahr 2015 eine Einigung erzielt hatte, vom Kaufvertrag zurück. Die Gründe stehen nicht im Zusammenhang mit der zum Verkauf stehenden Gesellschaft. Die RBI hält jedoch an den Verkaufsabsichten fest, die Verhandlungen mit potenziellen Käufern werden fortgesetzt. Auf konsolidierter Ebene wurde die Veräußerungsgruppe gemäß IFRS 5 zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Trotz des Rückzugs des Käufers wird angenommen, dass der erwartete Verkaufspreis höher als das Eigenkapital der Gesellschaft sein wird, dieses betrug zum 31. März 2016 € 21 Millionen.

Die Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden der verkauften Gesellschaften stellen sich wie folgt dar:

31.3.2016
in € Millionen
ZUNO RBSI Übrige Gesamt
Barreserve 123 168 0 291
Forderungen an Kreditinstitute 0 12 0 12
Forderungen an Kunden 80 318 0 397
Kreditrisikovorsorgen - 6 - 58 0 - 64
Wertpapiere und Beteiligungen 3 103 0 106
Immaterielle Vermögenswerte 3 0 0 3
Sachanlagen 2 0 0 2
Sonstige Aktiva 5 3 20 8
Aktiva gesamt 210 545 20 775
31.3.2016
in € Millionen
ZUNO RBSI Übrige Gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute 0 64 0 64
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 810 404 0 1.213
Rückstellungen 2 3 0 5
Sonstige Passiva 5 6 0 10
Verbindlichkeiten gesamt 817 476 0 1.292
31.12.2015
in € Millionen
ZUNO RBSI Übrige Gesamt
Barreserve 57 214 0 271
Forderungen an Kreditinstitute 0 12 0 12
Forderungen an Kunden 75 340 0 415
Kreditrisikovorsorgen - 5 - 62 0 - 67
Wertpapiere und Beteiligungen 3 108 0 111
Immaterielle Vermögenswerte 4 0 0 4
Sachanlagen 1 0 0 1
Sonstige Aktiva 1 2 0 28
Aktiva gesamt 136 614 0 774
31.12.2015
in € Millionen
ZUNO RBSI Übrige Gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute 0 70 0 70
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 773 436 0 1.209
Rückstellungen 2 3 0 5
Sonstige Passiva 4 6 0 10
Verbindlichkeiten gesamt 779 515 0 1.294

ZUNO: ZUNO BANK AG, Wien

RBSI: Raiffeisen Banka d.d., Maribor

Im Sonstigen Ergebnis sind kumulative Aufwendungen in der Höhe von € 4 Millionen ausgewiesen, hervorgerufen durch negative Währungsumrechnungsdifferenzen, die zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden.

(23) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Inland 6.111 6.004
Ausland 10.712 10.366
Gesamt 16.823 16.369

(24) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Sichteinlagen 38.341 37.488
Termineinlagen 26.564 28.409
Spareinlagen 3.203 3.094
Gesamt 68.107 68.991
in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Öffentlicher Sektor 1.435 1.713
Firmenkunden – Große Firmenkunden 29.781 30.644
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 2.792 2.990
Retail-Kunden – Privatpersonen 28.939 28.548
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 5.160 5.096
Gesamt 68.107 68.991

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Inland 7.106 7.743
Ausland 61.001 61.248
Gesamt 68.107 68.991

(25) Verbriefte Verbindlichkeiten

in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Begebene Schuldverschreibungen 7.169 7.402
Begebene Geldmarktpapiere 143 94
Sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 3 5
Gesamt 7.316 7.502

(26) Rückstellungen

in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Abfertigungen und Ähnliches 90 90
Pensionen 30 30
Steuern 141 136
Laufende 88 78
Latente 53 57
Garantien und Bürgschaften 93 99
Offene Rechtsfälle 77 81
Unverbrauchter Urlaub 51 47
Bonuszahlungen 140 130
Restrukturierung 17 15
Rückstellungen für bankgeschäftliche Belastungen aus staatlichen
Maßnahmen
7 115
Sonstige 137 72
Gesamt 784 814

Die sonstigen Rückstellungen zum 31. März 2016 beinhalten die Rückstellung im Zusammenhang mit dem Bankenabwicklungsfonds in Höhe von € 49 Millionen. Der Rückgang der Rückstellungen für bankgeschäftliche Belastungen aus staatlichen Maßnahmen ist im Wesentlichen auf die gesetzlichen Bestimmungen zur Zwangskonvertierung von Schweizer-Franken-Krediten zu historischen Kursen bei der Kreditvergabe in Kroatien zurückzuführen.

(27) Handelspassiva

in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 4.223 3.943
Zinssatzgeschäft 2.194 2.005
Wechselkursgeschäft 749 784
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 1.157 1.024
Kreditderivatgeschäft 2 2
Sonstiges Geschäft 121 128
Leerverkauf von Handelsaktiva 433 453
Emittierte Zertifikate 696 695
Gesamt 5.351 5.092

(28) Derivative Finanzinstrumente

in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Fair
Value Hedge
177 195
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Cash
Flow Hedge
207 240
Negative Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 444 549
Gesamt 828 984

(29) Sonstige Passiva

in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Verbindlichkeiten aus bankfremden Tätigkeiten 65 75
Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen 0 0
Rechnungsabgrenzungsposten 221 215
Dividendenverbindlichkeiten 3 1
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 305 168
Bewertung Fair-Value-Hedge-Portfolio 94 64
Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten (IFRS 5) 1.292 1.294
Übrige Passiva 430 193
Gesamt 2.410 2.010

Der Posten Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten beinhaltet die Veräußerungsgruppen der Raiffeisen Banka d.d., Maribor, und der ZUNO BANK AG, Wien.

(30) Nachrangkapital

in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Hybrides Kapital 397 397
Nachrangige Verbindlichkeiten und Ergänzungskapital 3.837 3.768
Gesamt 4.234 4.164

(31) Eigenkapital

in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Konzern-Eigenkapital 7.999 7.588
Gezeichnetes Kapital 892 892
Kapitalrücklagen 4.994 4.994
Gewinnrücklagen 2.112 1.702
Konzernergebnis 114 379
Kapital nicht beherrschender Anteile 545 535
Gesamt 8.658 8.501

Zum 31. März 2016 betrug das gezeichnete Kapital der RBI AG gemäß Satzung € 894 Millionen. Nach Abzug der im Eigenbestand befindlichen 557.295 Aktien betrug das ausgewiesene gezeichnete Kapital € 892 Millionen.

(32) Übertragene Vermögenswerte

Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte der übertragenen Vermögenswerte:

31.3.2016 Übertragene Vermögenswerte Erhaltene Sicherheitsleistungen
in € Millionen Buchwert davon
Verbriefungen
davon Rückkauf
vereinbarung
Buchwert davon
Verbriefungen
davon Rückkauf
vereinbarung
Kredite und Forderungen 613 321 292 576 262 314
Handelsaktiva 54 0 54 52 0 52
Wertpapiere und
Beteiligungen
31 0 31 31 0 31
Gesamt 698 321 377 659 262 397
31.12.2015 Übertragene Vermögenswerte Erhaltene Sicherheitsleistungen
in € Millionen Buchwert davon
Verbriefungen
davon Rückkauf
vereinbarung
Buchwert davon
Verbriefungen
davon Rückkauf
vereinbarung
Kredite und Forderungen 390 328 63 324 268 55
Handelsaktiva 288 0 288 252 0 252
Wertpapiere und
Beteiligungen
38 0 38 36 0 36
Gesamt 716 328 389 611 268 343

(33) Als Sicherheit verpfändete und erhaltene Vermögenswerte

Erhebliche Beschränkungen bezüglich des Zugangs zu oder der Nutzung von Vermögenswerten des Konzerns:

31.3.2016 31.12.2015
in € Millionen Verpfändet Sonstige
Verfügungsbeschränkungen
mit Verbindlichkeiten
Verpfändet Sonstige
Verfügungsbeschränkungen
mit Verbindlichkeiten
Kredite und Forderungen1 6.946 2.135 6.733 1.983
Handelsaktiva2 92 57 1.078 56
Wertpapiere und
Beteiligungen
708 215 573 7
Gesamt 7.746 2.407 8.383 2.047

1 Ohne Forderungen aus Reverse Repo und Wertpapierleihgeschäften. 2 Ohne Derivate.

Der Konzern hat Sicherheiten erhalten, deren Verkauf oder Weiterverpfändung zulässig ist, wenn im Lauf von Reverse-Repo-Geschäften, Wertpapierleih-, Derivat- oder sonstigen Transaktionen kein Ausfall eintritt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Wertpapiere und andere finanzielle Vermögenswerte, die als Sicherheit akzeptiert wurden:

in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Wertpapiere und andere finanzielle Vermögenswerte, die als Sicherheit akzeptiert
wurden
9.096 1.781
davon verkaufte oder weiterverpfändete Sicherheiten 1.155 308

(34) Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden

In den nachstehenden Tabellen sind finanzielle Vermögenswerte und Schulden dargestellt, die in der Konzernbilanz saldiert werden oder einer durchsetzbaren Aufrechnungsrahmen- oder einer vergleichbaren Vereinbarung für ähnliche Finanzinstrumente unterliegen, ungeachtet dessen, ob sie in der Bilanz saldiert werden oder nicht.

31.3.2016 Bruttobetrag Nettobetrag Beträge aus Globalauf
rechnungsvereinbarungen
Netto
betrag
in € Millionen bilanzierter
finanzieller
Vermögenswerte
saldierter
bilanzierter
finanzieller
Verbindlichkeiten
bilanzierter
finanzieller
Vermögens
werte
Finanz
instrumente
Erhaltene
Barsicherheiten
Derivate (rechtlich durchsetzbar) 5.172 912 4.260 2.887 43 1.330
Echte Pensionsgeschäfte als
Pensionsnehmer, Wertpapierleihe
und ähnliche Vereinbarungen
(rechtlich durchsetzbar)
7.476 0 7.476 7.455 0 21
Sonstige Finanzinstrumente
(rechtlich durchsetzbar)
235 14 222 0 0 222
Gesamt 12.883 926 11.957 10.342 43 1.572
31.3.2016 Bruttobetrag Beträge aus Globalauf
rechnungsvereinbarungen
Netto
betrag
in € Millionen bilanzierter
finanzieller
Verbindlichkeiten
saldierter
bilanzierter
finanzieller
Vermögenswerte
bilanzierter
finanzieller
Verbindlich
keiten
Finanz
instrumente
Verpfändete
Barsicherheiten
Derivate 4.676 912 3.764 2.420 213 1.130
Echte Pensionsgeschäfte als
Pensionsgeber, Wertpapierleihe
und ähnliche Vereinbarungen
259 0 259 256 0 3
Sonstige Finanzinstrumente 111 14 98 0 0 98
Gesamt 5.046 926 4.120 2.676 213 1.231
31.12.2015 Bruttobetrag Beträge aus Globalauf
rechnungsvereinbarungen
Netto
betrag
in € Millionen bilanzierter
finanzieller
Vermögenswerte
saldierter
bilanzierter
finanzieller
Verbindlichkeiten
bilanzierter
finanzieller
Vermögens
werte
Finanz
instrumente
Erhaltene
Barsicherheiten
Derivate (rechtlich durchsetzbar) 4.398 564 3.834 2.694 33 1.108
Echte Pensionsgeschäfte als
Pensionsnehmer, Wertpapierleihe
und ähnliche Vereinbarungen
1.327 0 1.327 1.311 0 16
Sonstige Finanzinstrumente 213 14 198 0 0 198
Gesamt 5.938 578 5.360 4.004 33 1.322
31.12.2015 Bruttobetrag Beträge aus Globalauf
rechnungsvereinbarungen
Netto
betrag
in € Millionen bilanzierter
finanzieller
Verbindlichkeiten
saldierter
bilanzierter
finanzieller
Vermögenswerte
bilanzierter
finanzieller
Verbindlich
keiten
Finanz
instrumente
Verpfändete
Barsicherheiten
Derivate 4.320 564 3.756 2.657 171 928
Echte Pensionsgeschäfte als
Pensionsgeber, Wertpapierleihe
und ähnliche Vereinbarungen
225 0 225 217 0 8
Sonstige Finanzinstrumente 101 14 87 0 0 87
Gesamt 4.646 578 4.068 2.874 171 1.023

(35) Derivative Finanzinstrumente

31.3.2016 Nominalbeträge nach Restlaufzeit Marktwerte
in € Millionen Bis 1 Jahr Mehr als
1 bis 5 Jahre
Mehr als 5 Jahre Gesamt Positive Negative
Zinssatzverträge 30.557 62.012 48.589 141.158 3.568 - 2.592
Wechselkurs- und Goldverträge 44.623 9.777 2.273 56.673 1.244 - 1.179
Wertpapierbezogene Geschäfte 1.337 1.961 390 3.689 101 - 1.157
Warentermingeschäfte 163 117 63 343 1 - 111
Kreditderivate 471 830 75 1.376 1 - 2
Edelmetallgeschäfte 11 2 11 25 0 - 11
Gesamt 77.163 74.700 51.402 203.264 4.916 - 5.050
31.12.2015 Nominalbeträge nach Restlaufzeit Marktwerte
Mehr als
in € Millionen Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Mehr als 5 Jahre Gesamt Positive Negative
Zinssatzverträge 31.185 62.690 47.476 141.351 3.180 - 2.390
Wechselkurs- und Goldverträge 47.617 10.253 2.231 60.101 1.154 - 1.383
Wertpapierbezogene Geschäfte 1.251 1.822 403 3.476 70 - 1.024
Warentermingeschäfte 141 129 44 314 0 - 111
Kreditderivate 494 992 0 1.486 2 - 2
Edelmetallgeschäfte 22 11 0 33 0 - 17
Gesamt 80.710 75.897 50.154 206.761 4.406 - 4.927

(36) Fair Value von Finanzinstrumenten

Fair Value von Finanzinstrumenten, die zum Fair Value ausgewiesen werden

31.3.2016 31.12.2015
in € Millionen Level I Level II Level III Level I Level II Level III
Handelsaktiva 2.404 4.264 20 2.764 3.890 24
Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente1 98 4.023 4 64 3.630 2
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 233 0 0 203 0 0
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
2.073 240 16 2.497 259 22
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
2.100 2.073 37 2.225 3.072 66
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 3 0 1 3 0 1
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
2.097 2.073 36 2.222 3.072 65
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
3.247 33 182 2.930 96 171
Sonstige Beteiligungen2 1 0 90 1 0 89
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
3.246 33 90 2.929 96 79
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0 0 3 0 0 2
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 0 791 0 0 709 0
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente 0 791 0 0 709 0

1 Inklusive sonstige Derivate. 2 Enthält neben börsenotierten Unternehmen auch Aktien die anhand eines Ertragswertverfahrens bewertet wurden.

31.3.2016 31.12.2015
in € Millionen Level I Level II Level III Level I Level II Level III
Handelspassiva 615 5.147 33 525 5.087 29
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 1 221 4.422 23 162 4.309 22
Leerverkauf von Handelsaktiva 394 39 0 363 90 0
Emittierte Zertifikate 0 685 11 0 688 7
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
0 1.184 0 0 1.227 0
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 1.184 0 0 1.227 0
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 0 384 0 0 435 0
Negative Marktwerte derivativer
Sicherungsinstrumente
0 384 0 0 435 0

1 Inklusive sonstige Derivate.

Level I Notierte Marktpreise. Level II Auf Marktdaten basierende Bewertungsmethoden.

Level III Nicht auf Marktdaten basierende Bewertungsmethoden.

Bewegungen zwischen Level I und Level II

Der Anteil der finanziellen Vermögenswerte gemäß Level II reduzierte sich im Vergleich zum Jahresende. Der Rückgang basiert sowohl auf Abgängen als auch auf einer Reduktion des positiven Marktwertes für derivative Finanzinstrumente. Weiters kam es bei den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren zu einer geringen Verschiebung von Level II zu Level I, da für diese Finanzinstrumente notierte Marktpreise zum Bewertungsstichtag zur Verfügung standen.

Bewegungen von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten in Level III

Die folgenden Tabellen zeigen die Entwicklung des Fair Value von Finanzinstrumenten, deren beizulegender Zeitwert nicht aus am Markt beobachtbaren Daten ermittelt werden kann und die entsprechend einer anderen Bewertungsmethodik unterliegen. Finanzinstrumente dieser Kategorie weisen eine Wertkomponente auf, die nicht am Markt beobachtbar ist und einen wesentlichen Einfluss auf den beizulegenden Zeitwert hat.

in € Millionen Stand
1.1.2016
Änderung
Konsolidierungskreis
Währungs
differenzen
Käufe Verkäufe,
Tilgungen
Handelsaktiva 24 0 0 4 - 8
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
66 0 1 27 - 59
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
171 0 0 14 0
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 0 0 0 0 - 2
in € Millionen Erfolg in
GuV
Erfolg im
sonstigen Ergebnis
Transfer in
Level III
Transfer aus
Level III
Stand
31.3.2016
Handelsaktiva - 1 0 0 0 20
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
2 0 0 0 37
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
- 2 0 0 0 182
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 0 2 0 0 0
in € Millionen Stand
1.1.2016
Änderung
Konsolidierungskreis
Währungs
differenzen
Käufe Verkäufe,
Tilgungen
Handelspassiva 29 0 0 0 - 1
in € Millionen Erfolg in Erfolg im Transfer in Transfer aus Stand
GuV sonstigen Ergebnis Level III Level III 31.3.2016
Handelspassiva 0 0 9 - 3 33
Finanzielle Vermögenswerte Art Marktwert in
€ Millionen
Bewertungs
methode
Wesentliche nicht
beobachtbare Input
Faktoren
Umfang der nicht
beobachtbaren
Input-Faktoren
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
Geschlossene
Immobilienfonds
0 Substanzwert
methode
Abschläge 20 - 50%
Aktien und andere nicht Approximations
festverzinsliche Wertpapiere Aktien 4 verfahren n. a.
Ertragswert prognostizierte Cash
Sonstige Beteiligungen Aktien 90 verfahren Flows -
Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche Festverzinsliche
Wertpapiere Anleihen 142 DCF - Verfahren Kreditspanne 2 - 20%
Ausfallwahr
scheinlichkeit
Verlusthöhe
Schuldverschreibungen und Erwartete
andere festverzinsliche Asset Backed Broker Vorauszahlung
Wertpapiere Securities 0 Schätzungen bewerten n. a.
Positive Marktwerte aus dem
derivativen Bankbuch ohne Devisentermin
Hedge Accounting geschäft 4 DCF - Verfahren Zinssatz 10 - 30%
Gesamt 240

Qualitative Informationen zur Bewertung von Level-III-Finanzinstrumenten

Finanzielle Verbindlichkeiten Art Marktwert in
€ Millionen
Bewertungs
methode
Wesentliche nicht
beobachtbare Input
Faktoren
Umfang der nicht
beobachtbaren
Input-Faktoren
Durchführungszeitraum 2 - 16%
Negative Marktwerte aus Währungsrisiko 0 - 5%
dem derivativen Bankbuch Schwankungen 0 - 3%
ohne Hedge Accounting OTC-Optionen 23 Option Model Index-Kategorisierung 0 - 5%
Durchführungszeitraum 0 - 3%
Geld-Brief-Spanne 0 - 3%
Zu Handelszwecken Schwankungen 0 - 3%
ausgestellte Zertifikate Zertifikate 11 Option Model Index-Katagorisierung 0 - 2,5%
Gesamt 33
31.3.2016
in € Millionen Level I Level II Level III Fair Value Buchwert Differenz
Aktiva
Barreserve 0 8.130 0 8.130 8.130 0
Forderungen an Kreditinstitute 0 11.180 3.903 15.083 14.983 100
Forderungen an Kunden 0 17.117 47.985 65.102 65.187 - 85
Beteiligungen und Wertpapiere Held-to-Maturity 5.573 1.043 211 6.828 6.698 130
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 13.944 2.955 16.899 16.823 76
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0 26.659 41.710 68.370 68.107 263
Verbriefte Verbindlichkeiten 285 4.079 1.832 6.196 6.132 64
Nachrangkapital 0 4.173 316 4.489 4.234 255

Fair Value von Finanzinstrumenten, die nicht zum Fair Value ausgewiesen werden

31.12.2015
in € Millionen Level I Level II Level III Fair Value Buchwert Differenz
Aktiva
Barreserve 0 13.212 0 13.212 13.212 0
Forderungen an Kreditinstitute 0 7.527 3.280 10.807 10.717 89
Forderungen an Kunden 0 15.904 47.530 63.434 63.986 - 553
Beteiligungen und Wertpapiere Held-to-Maturity 5.194 1.488 211 6.893 6.685 207
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 13.524 2.887 16.411 16.369 42
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0 27.280 42.252 69.533 68.991 542
Verbriefte Verbindlichkeiten 272 4.276 1.791 6.338 6.275 64
Nachrangkapital 0 4.088 406 4.494 4.164 330

(37) Eventualverbindlichkeiten und andere außerbilanzielle Verpflichtungen

in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Eventualverbindlichkeiten 8.434 9.387
Weitergegebene Wechsel 20 26
Avalkredite 4.124 4.929
Sonstige Bürgschaften 3.088 2.986
Akkreditive 995 1.238
Sonstige Eventualverbindlichkeiten 206 208
Kreditrisiken 10.250 9.980
Unwiderrufliche Kreditzusagen/Stand-by Facilities 10.250 9.980
Bis 1 Jahr 3.085 2.894
Über 1 Jahr 7.165 7.086

Risikobericht

(38) Risiken von Finanzinstrumenten

Aktives Risikomanagement stellt für den Konzern eine Kernkompetenz dar. Um Risiken effektiv zu erkennen, einzustufen und zu steuern, entwickelt der Konzern sein umfassendes Risikomanagement permanent weiter. Risikomanagement ist integraler Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und berücksichtigt neben den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen insbesondere die Art, den Umfang und die Komplexität der Geschäfte sowie die daraus resultierenden Risiken. Betreffend die Grundzüge und die Organisation des Risikomanagements wird auf das gleichnamige Kapitel im Geschäftsbericht 2015, Seite 144 ff., verwiesen.

Ökonomisches Kapital

Für die Gesamtbanksteuerung bildet das ökonomische Kapital eine wichtige Grundlage. Es beschreibt das interne Kapitalerfordernis für alle wesentlichen Risikoarten auf Basis von vergleichbaren Modellen und ermöglicht so eine gesamthafte Darstellung des Risikoprofils des Konzerns. Es dient damit als wichtiges Instrument in der Konzernrisikosteuerung und wird für die risikoadjustierte Geschäftssteuerung und Performance-Messung herangezogen. Dabei wird der Ertrag einer Geschäftseinheit in Relation zu jenem ökonomischen Kapital gesetzt, das dieser Einheit zuzurechnen ist (Return on Risk Adjusted Capital, RORAC).

Anteile der einzelnen Risikoarten am ökonomischen Kapital:

in € Millionen 31.3.2016 Anteil 31.12.2015 Anteil
Kreditrisiko Firmenkunden 1.505 27,8% 1.596 29,2%
Kreditrisiko Retail-Kunden 1.242 23,0% 1.200 22,0%
Operationelles Risiko 589 10,9% 639 11,7%
Makroökonomisches Risiko 499 9,2% 499 9,1%
Kreditrisiko öffentlicher Sektor 359 6,6% 388 7,1%
Marktrisiko 335 6,2% 323 5,9%
Sonstige Sachanlagen 224 4,1% 216 4,0%
Kreditrisiko Kreditinstitute 184 3,4% 172 3,1%
Beteiligungsrisiko 133 2,5% 109 2,0%
Liquiditätsrisiko 49 0,9% 23 0,4%
CVA Risiko 34 0,6% 32 0,6%
Risikopuffer 258 4,8% 260 4,8%
Gesamt 5.410 100,0% 5.458 100,0%

Regionale Allokation des ökonomischen Kapitals nach Sitz der Konzerneinheit:

in € Millionen 31.3.2016 Anteil 31.12.2015 Anteil
Zentraleuropa 2.287 42,3% 2.233 40,9%
Südosteuropa 1.239 22,9% 1.217 22,3%
Osteuropa 816 15,1% 933 17,1%
Österreich 1.038 19,2% 1.041 19,1%
Restliche Welt 29 0,5% 35 0,6%
Gesamt 5.410 100,0% 5.458 100,0%

Bei der Berechnung des ökonomischen Kapitals wird ein Konfidenzniveau von 99,92 Prozent angewendet, das sich aus der Ausfallwahrscheinlichkeit des angestrebten Ratings ableitet. Auf Grundlage der empirischen Auswertungen durch die Rating-Agenturen entspricht das gewählte Konfidenzniveau einem Rating von "Single A". Ziel der Berechnung des ökonomischen Kapitals ist die Ermittlung jenes Kapitalbetrags, der für die Bedienung aller Ansprüche von Kunden und Kreditoren auch bei einem derart seltenen Verlustereignis erforderlich wäre.

Kreditrisiko

Überleitung der Zahlen aus dem IFRS-Konzernabschluss zum gesamten Kreditobligo (nach CRR)

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung von Bilanzposten (Bank- und Handelsbuchbestände) zum gesamten Kreditobligo, das für die Portfoliosteuerung herangezogen wird. Dieses umfasst sowohl bilanzielle als auch außerbilanzielle Kreditexposures vor Anwendung von Gewichtungsfaktoren und stellt somit den maximalen Forderungswert dar. Nicht enthalten sind Effekte der Kreditrisikominderung wie z. B. persönliche und dingliche Sicherheiten, die in der Gesamtbeurteilung des Kreditrisikos ebenfalls berücksichtigt werden. Dieser Forderungsbegriff wird auch – sofern nicht explizit anders angegeben – in den nachfolgenden Tabellen des Risikoberichts verwendet. Die Ursachen für Unterschiede zwischen den Größen der internen Portfoliosteuerung und der externen Rechnungslegung liegen in abweichenden Konsolidierungskreisen (regulatorisch versus IFRS, also unternehmensrechtlich), unterschiedlichen Abgrenzungen des Kreditvolumens sowie der unterschiedlichen Darstellung des Kreditvolumens.

Im ersten Quartal 2016 wurde die Darstellung des gesamten Kreditobligos um die verbrieften Forderungen erweitert, da es sich mehrheitlich um synthetische Verbriefungen handelt. Die Werte der Vergleichsperiode wurden entsprechend angepasst.

in € Millionen 31.3.2016 31.12.20152
Barreserve 5.981 10.717
Forderungen an Kreditinstitute 15.099 10.837
Forderungen an Kunden 70.875 69.921
Handelsaktiva 5.744 5.814
Derivative Finanzinstrumente 1.734 1.574
Wertpapiere und Beteiligungen 13.956 14.915
Sonstige Aktiva 2.000 1.511
Eventualverbindlichkeiten 8.434 9.387
Kreditrisiken 10.250 9.980
Widerrufliche Kreditzusagen 16.412 15.775
Ausweisunterschiede - 1.257 538
Gesamt1 149.227 150.969

1 Bilanzposten enthalten nur Kreditrisikoanteile.

2 Adaptierung der Vorjahreszahlen.

Die detaillierte Analyse des Kreditportfolios erfolgt anhand der Unterteilung in Rating-Stufen. Das Kunden-Rating erfolgt dabei für die unterschiedlichen Forderungsklassen getrennt. Für die Bonitätsbeurteilung werden dafür jeweils interne Risikoklassifizierungsverfahren (Rating- und Scoring-Modelle) eingesetzt, die auch zentral validiert werden. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten für unterschiedliche Rating-Stufen werden nach Geschäftssegmenten getrennt ermittelt. Wahrscheinlichkeiten der gleichen ordinalen Rating-Einstufung (z. B. gute Kreditwürdigkeit 4 für Firmenkunden, A3 für Kreditinstitute und A3 für den öffentlichen Sektor) sind daher zwischen den Segmenten nicht direkt vergleichbar.

Die Rating-Modelle in den wesentlichen Non-Retail-Segmenten – Firmenkunden, Kreditinstitute und öffentlicher Sektor – sind konzernweit einheitlich und sehen für Firmenkunden 27 bzw. für Kreditinstitute und den öffentlichen Sektor jeweils zehn Bonitätsstufen vor. Scorecards für Retail-Forderungsklassen werden länderspezifisch nach konzernweit einheitlichen Richtlinien erstellt. Sowohl für die Rating-Erstellung als auch für die Validierung stehen entsprechende Software-Instrumente (z. B. Unternehmensbewertung, Rating- und Ausfall-Datenbank) zur Verfügung.

Kreditportfolio – Firmenkunden

Die nachstehende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo nach internem Rating für Firmenkunden (Großkunden, mittelgroße und kleine Firmenkunden). Zur besseren Lesbarkeit wurden die einzelnen Stufen der Ratingskala allerdings auf die zugrunde liegenden neun Hauptstufen zusammengefasst.

in € Millionen 31.3.2016 Anteil 31.12.20151 Anteil
1 Minimales Risiko 3.656 5,4% 3.583 5,2%
2 Exzellente Kreditwürdigkeit 8.342 12,3% 8.841 12,9%
3 Sehr gute Kreditwürdigkeit 9.153 13,5% 8.320 12,1%
4 Gute Kreditwürdigkeit 10.377 15,3% 10.851 15,8%
5 Intakte Kreditwürdigkeit 12.302 18,2% 11.937 17,4%
6 Akzeptable Kreditwürdigkeit 10.066 14,9% 10.541 15,3%
7 Knappe Kreditwürdigkeit 5.478 8,1% 5.728 8,3%
8 Schwache bzw. minderwertige Kreditwürdigkeit 2.139 3,2% 2.243 3,3%
9 Sehr schwache bzw. zweifelhafte Kreditwürdigkeit 835 1,2% 972 1,4%
10 Ausfall 5.164 7,6% 5.622 8,2%
NR Nicht geratet 103 0,2% 111 0,2%
Gesamt 67.614 100,0% 68.750 100,0%

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen.

Das gesamte Kreditobligo für Firmenkunden nahm im Vergleich zum Jahresende 2015 um € 1.136 Millionen auf € 67.614 Millionen ab. Das größte Segment bei den Firmenkunden zum Ende des ersten Quartals war Group Corporates mit € 22.040 Millionen, gefolgt von Zentraleuropa mit € 12.607 Millionen, Südosteuropa mit € 8.908 Millionen und Osteuropa mit € 8.387 Millionen. Der Rest verteilte sich auf Non-Core mit € 8.170 Millionen, Group Markets mit € 5.160 Millionen und Corporate Center mit € 471 Millionen. Im Vergleich zum Jahresende 2015 verzeichnete das Segment Corporate Center den größten Rückgang, der im Wesentlichen auf einen Rückgang von Kreditfinanzierungen zurückzuführen war. Das Segment Group Corporates verzeichnete einen Rückgang, der im Wesentlichen auf einen Rückgang der Rahmenfinanzierungen zurückzuführen war. Die Rückgänge dieser Segmente wurden teilweise durch einen Anstieg in dem Segment Group Markets kompensiert, der aus einem Anstieg der Repo- und Swap-Geschäfte resultierte.

Das Kreditobligo der guten Kreditwürdigkeit bis hin zu minimalem Risiko erhöhte sich um € 67 Millionen, was einem Anteil von 46,5 Prozent (2015: 46,0 Prozent) entspricht. Der Anteil der Forderungen mit knapper Kreditwürdigkeit bis hin zu sehr schwacher Kreditwürdigkeit verringerte sich von 13,0 Prozent auf 12,5 Prozent. Der Anteil der Klasse "Ausfall" gemäß CRR (Rating 10) betrug € 5.164 Millionen oder 7,6 Prozent des gesamten Kreditobligos für Firmenkunden.

Für Projektfinanzierungen besteht ein fünfstufiges Rating-Modell, das sowohl die individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit als auch die zur Verfügung stehenden Sicherheiten berücksichtigt. Die Zusammensetzung des Projektfinanzierungsvolumens stellt sich demnach wie folgt dar:

in € Millionen 31.3.2016 Anteil 31.12.20151 Anteil
6,1
Ausgezeichnete Projektbonität – sehr geringes Risiko
4.070 50,3% 3.907 48,3%
6,2
Gute Projektbonität – geringes Risiko
1.938 23,9% 2.180 27,0%
6,3
Ausreichende Projektbonität – mittleres Risiko
740 9,1% 676 8,4%
6,4
Schwache Projektbonität – hohes Risiko
330 4,1% 414 5,1%
6,5
Ausfall
952 11,8% 895 11,1%
NR
Nicht geratet
64 0,8% 11 0,1%
Gesamt 8.093 100,0% 8.084 100,0%

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen.

Das Kreditobligo der unter Projektfinanzierung ausgewiesenen Forderungen betrug zum Ende des ersten Quartals € 8.093 Millionen. Mit 74,2 Prozent machten dabei die beiden besten Bonitätsstufen "Ausgezeichnete Projektbonität – sehr geringes Risiko" und "Gute Projektbonität – geringes Risiko" den Hauptanteil aus. Dies ist im Wesentlichen auf die hohe Gesamtbesicherung derartiger Spezialfinanzierungen zurückzuführen.

Die nachstehende Tabelle stellt das gesamte Kreditobligo für Firmenkunden und Projektfinanzierungen nach dem Letztrisiko gruppiert nach Regionen dar:

in € Millionen 31.3.2016 Anteil 31.12.20151 Anteil
Zentraleuropa 22.463 29,7% 22.881 29,8%
Österreich 14.335 18,9% 14.407 18,8%
Osteuropa 11.718 15,5% 11.875 15,5%
Südosteuropa 10.362 13,7% 10.301 13,4%
Westeuropa 10.014 13,2% 9.384 12,2%
Asien 2.932 3,9% 3.551 4,6%
Sonstige 3.884 5,1% 4.436 5,8%
Gesamt 75.708 100,0% 76.834 100,0%

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen.

Das Kreditobligo wies im Vergleich zum Jahresende 2015 einen Rückgang um € 1.126 Millionen auf € 75.708 Millionen auf. Der Anstieg in der Region Westeuropa ist auf steigende Repo-Geschäfte in Frankreich und steigende Swap-Geschäfte in Großbritannien zurückzuführen. Der Rückgang in der Region Asien resultierte im Wesentlichen aus einem Rückgang von Dokumentenakkreditiven und Rahmenfinanzierungen in China, sowie einem Rückgang von Kredit- und Rahmenfinanzierungen in Indonesien.

Die folgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo für Firmenkunden und Projektfinanzierungen nach Branchenzugehörigkeit:

in € Millionen 31.3.2016 Anteil 31.12.20151 Anteil
Fertigung/Produktion 16.882 22,3% 17.023 22,2%
Groß- und Einzelhandel 16.394 21,7% 17.043 22,2%
Finanzintermediation 9.278 12,3% 8.534 11,1%
Immobilien 8.356 11,0% 8.644 11,3%
Bauwesen 5.462 7,2% 5.568 7,2%
Freie Berufe/technische Dienstleistungen 3.929 5,2% 4.105 5,3%
Transport, Lagerung und Verkehr 3.456 4,6% 3.531 4,6%
Energieversorgung 3.448 4,6% 3.734 4,9%
Sonstige Branchen 8.503 11,2% 8.652 11,3%
Gesamt 75.708 100,0% 76.834 100,0%

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen.

Kreditportfolio – Retail-Kunden

Die Forderungsklasse Retail-Kunden unterteilt sich in Privatpersonen sowie Klein- und Mittelbetriebe (KMU). Für Retail-Kunden wird ein duales Scoring-System eingesetzt, das eine Erst- und Ad-hoc-Analyse anhand der Kundendaten und eine Verhaltensanalyse anhand der Kontendaten umfasst.

Die folgende Tabelle zeigt das Kreditobligo an Retail-Kunden:

in € Millionen 31.3.2016 Anteil 31.12.2015 Anteil
Retail-Kunden – Privatpersonen 25.303 88,6% 24.619 88,4%
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 3.262 11,4% 3.225 11,6%
Gesamt 28.564 100,0% 27.844 100,0%
davon notleidende Kredite 2.333 8,2% 2.283 8,2%
davon Einzelwertberichtigungen 1.600 5,6% 1.669 6,0%
davon Portfolio-Wertberichtigungen 204 0,7% 207 0,7%

Der Gesamtbetrag der Retail-Forderungen verteilt sich auf die Segmente (ohne Corporate Center) wie folgt:

31.3.2016 Zentral- Südost- Ost- Non- Group
in € Millionen europa europa europa Core Markets
Retail-Kunden – Privatpersonen 9.136 6.898 3.327 5.929 13
Retail-Kunden – Klein- und
Mittelbetriebe
1.178 889 429 764 2
Gesamt 10.313 7.787 3.756 6.693 14
davon notleidende Kredite 544 545 820 424 0
davon Einzelwertberichtigungen 270 353 730 238 0
davon Portfolio-Wertberichtigungen 80 56 47 21 0
31.12.2015 Zentral- Südost- Ost- Non- Group
in € Millionen europa europa europa Core Markets
Retail-Kunden – Privatpersonen 8.362 6.892 3.411 5.940 13
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 1.095 903 447 778 2
Gesamt 9.458 7.795 3.858 6.718 15
davon notleidende Kredite 424 547 901 411 0
davon Einzelwertberichtigungen 269 319 806 233 0
davon Portfolio-Wertberichtigungen 80 51 48 23 0

Im Vergleich zum Jahresende 2015 erhöhte sich das Retail-Kreditportfolio im ersten Quartal um € 720 Millionen auf € 28.564 Millionen. Das größte Volumen wurde dabei mit € 10.313 Millionen im Segment Zentraleuropa ausgewiesen. Im Vergleich zum Jahresende 2015 bedeutete dies einen Anstieg um € 855 Millionen, welcher im Wesentlichen auf die Länder Tschechische Republik und Slowakei zurückzuführen ist. Die Slowakei verzeichnete einen Anstieg von Krediten an Privatpersonen. In der Tschechischen Republik ist der Anstieg ebenfalls auf einen Anstieg von Krediten an Privatpersonen sowie auf den Kauf eines Kreditportfolios zurückzuführen. An zweiter Stelle lag Südosteuropa mit € 7.787 Millionen, das damit verglichen mit dem Jahresende 2015 einen Rückgang um € 8 Millionen verzeichnete. Das Segment Non-Core zeigte im Vergleich zum Jahresende 2015 einen Rückgang um € 25 Millionen. Dieser Rückgang beruhte im Wesentlichen auf einen Rückgang der Hypothekenkredite in Polen, der teilweise durch einen Anstieg der Verbraucherkredite in Polen kompensiert wurde. Das Segment Osteuropa verzeichnete einen Rückgang um € 102 Millionen auf € 3.756 Millionen. Dieser war vor allem auf einen Rückgang der Kredite an Privatpersonen in der Ukraine, sowie auf Währungsabwertungen des belarussischer Rubels und der ukrainischen Hryvna zurückzuführen. Das Kreditvolumen war in Russland bedingt durch die Aufgabe des Autofinanzierungsgeschäftes zurückgegangen, die Währungsaufwertung des russischen Rubels führte jedoch insgesamt zu einer Erhöhung der Retail-Forderungen in Russland.

in € Millionen 31.3.2016 Anteil 31.12.2015 Anteil
Hypothekenkredite 14.932 52,3% 14.978 53,8%
Verbraucherkredite 6.074 21,3% 5.945 21,4%
Kreditkarten 3.065 10,7% 2.441 8,8%
Autokredite 1.103 3,9% 1.251 4,5%
Überziehungen 1.706 6,0% 1.699 6,1%
SME-Finanzierung 1.685 5,9% 1.529 5,5%
Gesamt 28.564 100,0% 27.844 100,0%

Die folgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo gegenüber Retail-Kunden gegliedert nach Produkten:

Bei den Kreditkarten kam es zu einem Anstieg um € 624 Millionen, der im Wesentlichen auf die Tschechische Republik und Russland zurückzuführen ist. Bei den Autokrediten kam es zu einem Rückgang um € 148 Millionen auf € 1.103 Millionen, welcher darauf zurückzuführen ist, dass in Russland, bedingt durch einen Strategiewechsel, keine neuen Finanzierungen in diesem Bereich mehr abgeschlossen werden.

Der Anteil von Fremdwährungskrediten im Retail-Portfolio lässt Rückschlüsse auf die mögliche Änderung von Ausfallquoten bei einer Wechselkursänderung der lokalen Währung zu. Für die interne Einschätzung dieses Risikos werden neben dem Fremdwährungsanteil auch die bei der Kreditvergabe üblicherweise wesentlich strengeren Kreditvergaberichtlinien und die in manchen Ländern häufig fremdwährungskonformen Einkünfte der Kreditnehmer berücksichtigt.

in € Millionen 31.3.2016 Anteil 31.12.2015 Anteil
Schweizer Franken 3.261 42,7% 3.585 44,8%
Euro 3.696 48,4% 3.617 45,2%
US-Dollar 676 8,8% 794 9,9%
Andere Fremdwährungen 3 0,0% 3 0,0%
Kredite in Fremdwährungen 7.637 100,0% 8.000 100,0%
Anteil am Kreditvolumen 26,7% 28,7%

Der Rückgang der Fremdwährungskredite in Schweizer Franken ist im Wesentlichen auf die gesetzlichen Bestimmungen zur Zwangskonvertierung zu historischen Kursen bei der Kreditvergabe in Kroatien zurückzuführen.

Kreditportfolio – Kreditinstitute

Die Forderungsklasse Kreditinstitute enthält großteils Banken und Wertpapierunternehmen. Das interne Rating-Modell für diese Finanzinstitute basiert auf einem Peer-Group-orientierten Ansatz, in dem sowohl qualitative als auch quantitative Informationen berücksichtigt werden. Das finale Rating für diese Kundengruppe ist durch das Länder-Rating des jeweiligen Heimatlands begrenzt.

in € Millionen 31.3.2016 Anteil 31.12.2015 Anteil
A1 Ausgezeichnete Bonität 0 0,0% 0 0,0%
A2 Sehr gute Bonität 1.932 8,6% 1.854 10,9%
A3 Gute Bonität 2.608 11,6% 1.803 10,6%
B1 Solide Bonität 11.716 52,2% 9.295 54,7%
B2 Zufriedenstellende Bonität 3.074 13,7% 1.115 6,6%
B3 Adäquate Bonität 1.103 4,9% 1.033 6,1%
B4 Fragliche Bonität 1.431 6,4% 1.321 7,8%
B5 Höchst fragliche Bonität 308 1,4% 277 1,6%
C Ausfallgefährdet 135 0,6% 158 0,9%
D Ausfall 127 0,6% 137 0,8%
NR Nicht geratet 20 0,1% 3 0,0%
Gesamt 22.453 100,0% 16.997 100,0%

Die nachfolgende Tabelle stellt das gesamte Kreditobligo an Kreditinstitute (ohne Zentralbanken) nach dem internen Rating dar. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten in dieser Asset-Klasse werden aufgrund der geringen Anzahl an Kunden (bzw. an beobachtbaren Ausfällen) in den einzelnen Rating-Stufen durch eine Kombination interner und externer Daten ermittelt.

Das gesamte Kreditobligo betrug zum Ende des ersten Quartals € 22.453 Millionen und wies damit gegenüber dem Jahresultimo 2015 einen Anstieg um € 5.455 Millionen auf. Dieser resultierte im Wesentlichen aus einem Anstieg von Repo- und Swap-Geschäften und wurde teilweise durch eine Abnahme des Bestands von Anleihen an Kreditinstitute, sowie einer Abnahme von Kreditfinanzierungen kompensiert.

Der Schwerpunkt lag mit € 11.716 Millionen oder 52,2 Prozent in der Rating-Klasse B1, die damit im Vergleich zum Jahresende 2015 einen Anstieg um € 2.421 Millionen zeigte. Dieser resultierte im Wesentlichen aus Repo-Geschäften, der jedoch teilweise durch eine Abnahme des Bestands von Anleihen an Kreditinstitute kompensiert wurde. Die Rating-Klasse B2 wies gegenüber dem Jahresende 2015 einen Anstieg um € 1.959 Millionen auf € 3.074 Millionen auf, der auf einen Anstieg der Repo-Geschäfte zurückzuführen war. Der Anstieg in der Rating-Klasse A3 war auf einen Anstieg der Swap-, Repo- und Geldmarkt-Geschäfte, sowie auf Anleihen an Kreditinstitute zurückzuführen.

Mit € 16.919 Millionen oder 75,4 Prozent hatte das Segment Group Markets den größten Anteil am Kreditportfolio gegenüber Kreditinstituten, gefolgt vom Segment Osteuropa mit € 1.511 Millionen oder 6,7 Prozent.

Die folgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo an Kreditinstitute (ohne Zentralbanken) gegliedert nach Produkten:

in € Millionen 31.3.2016 Anteil 31.12.2015 Anteil
Repo 7.135 31,8% 1.157 6,8%
Derivate 4.352 19,4% 3.886 22,9%
Forderungen 4.282 19,1% 4.728 27,8%
Geldmarkt 2.924 13,0% 3.067 18,0%
Anleihen 2.633 11,7% 2.895 17,0%
Sonstige 1.126 5,0% 1.263 7,4%
Gesamt 22.453 100,0% 16.997 100,0%

Kreditportfolio – Öffentlicher Sektor

Eine weitere Kundengruppe stellen souveräne Staaten, Zentralbanken sowie regionale Gebietskörperschaften und andere staatenähnliche Organisationen dar. Die nachfolgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor (inklusive Zentralbanken) nach dem internen Rating:

in € Millionen 31.3.2016 Anteil 31.12.2015 Anteil
A1 Ausgezeichnete Bonität 4.078 18,1% 8.323 28,4%
A2 Sehr gute Bonität 666 3,0% 892 3,0%
A3 Gute Bonität 4.362 19,4% 4.564 15,6%
B1 Solide Bonität 3.432 15,3% 4.206 14,4%
B2 Zufriedenstellende Bonität 2.664 11,8% 3.117 10,6%
B3 Adäquate Bonität 3.528 15,7% 2.637 9,0%
B4 Fragliche Bonität 2.525 11,2% 4.178 14,3%
B5 Höchst fragliche Bonität 735 3,3% 721 2,5%
C Ausfallgefährdet 494 2,2% 618 2,1%
D Ausfall 3 0,0% 3 0,0%
NR Nicht geratet 14 0,1% 34 0,1%
Gesamt 22.503 100,0% 29.294 100,0%

Im Vergleich zum Jahresende 2015 war das Kreditobligo aus dem öffentlichen Sektor im ersten Quartal um € 6.791 Millionen auf € 22.503 Millionen gesunken. Dies entspricht einem Anteil von 15,1 Prozent (2015: 19,8 Prozent) am gesamten Kreditobligo.

Die Klasse "Ausgezeichnete Bonität" (Rating A1) verzeichnete dabei einen Rückgang um € 4.245 Millionen. Dieser beruhte im Wesentlichen auf der Abnahme der Mindestreserve bei der Österreichischen Nationalbank (minus € 4.259 Millionen).

Der mittlere Bonitätsbereich von "Gute Bonität" (Rating A3) bis "Adäquate Bonität" (Rating B3) wies mit 62,2 Prozent den höchsten Anteil am Gesamtobligo aus. Das hohe Obligo in den mittleren Ratingstufen resultierte dabei unter anderem aus Einlagen der Konzerneinheiten in Zentral- und Südosteuropa sowie im Segment Non-Core bei deren lokalen Zentralbanken. Sie dienen zur Erfüllung der jeweiligen Mindestreservevorschriften und der kurzfristigen Veranlagung von überschüssiger Liquidität und sind daher untrennbar mit der Geschäftstätigkeit in diesen Ländern verbunden. Weiters resultierte dieses hohe Obligo aus Anleihen gegenüber den Zentralbanken und Zentralstaaten in Zentral- und Südosteuropa sowie im Segment Non-Core. Der Rückgang in der Rating-Klasse B1 ist im Wesentlichen auf den Rückgang des Bestands an polnischen Staatsanleihen sowie auf einen Rückgang der Mindestreserve der polnischen Nationalbank zurückzuführen. Der Anstieg in der Rating-Klasse B3 ist auf eine Verbesserung des internen Ratings von B4 auf B3 in Ungarn zurückzuführen. Dieser Anstieg wurde jedoch teilweise durch einen Rückgang des Bestands von Anleihen in Russland, sowie durch einen Rückgang des Geldmarktes der russischen Zentralbank kompensiert.

Die nachstehende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor (inklusive Zentralbanken) gegliedert nach Produkten:

in € Millionen 31.3.2016 Anteil 31.12.2015 Anteil
Anleihen 13.167 58,5% 14.448 49,3%
Forderungen 8.646 38,4% 14.089 48,1%
Derivate 678 3,0% 719 2,5%
Sonstige 11 0,1% 38 0,1%
Gesamt 22.503 100,0% 29.294 100,0%
in € Millionen 31.3.2016 Anteil 31.12.2015 Anteil
Ungarn 2.319 31,8% 2.625 32,0%
Bulgarien 947 13,0% 943 11,5%
Kroatien 800 11,0% 995 12,1%
Albanien 756 10,4% 857 10,5%
Serbien 541 7,4% 504 6,1%
Bosnien und Herzegowina 522 7,1% 478 5,8%
Russland 375 5,1% 604 7,4%
Ukraine 358 4,9% 397 4,8%
Vietnam 158 2,2% 160 2,0%
Belarus 112 1,5% 211 2,6%
Sonstige 411 5,6% 419 5,1%
Gesamt 7.300 100,0% 8.191 100,0%

Die folgende Tabelle zeigt das Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor im Bereich "Non Investment Grade" (Rating B3 und darunter):

Das Kreditobligo beruhte vor allem auf Einlagen der Konzerneinheiten bei lokalen Zentralbanken und Körperschaften in Zentral-, Südost- und Osteuropa. Diese dienen zur Erfüllung der jeweiligen Mindestreservevorschriften und der kurzfristigen Veranlagung von überschüssiger Liquidität und sind daher untrennbar mit der Geschäftstätigkeit in diesen Ländern verbunden.

Das Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor im Bereich "Non Investment Grade" reduzierte sich im Vergleich zum Jahresende 2015 um € 891 Millionen auf € 7.300 Millionen. Ungarn verzeichnete einen Rückgang des Geldmarkt-Geschäfts, der teilweise durch einen Anstieg von Anleihen der Republik Ungarn kompensiert wurde. Der Rückgang in Russland ist im Wesentlichen auf einen Rückgang des Geldmarkt-Geschäfts zurückzuführen. Der Rückgang in Kroatien resultierte aus einem Rückgang der Mindestreserven der kroatischen Nationalbank und aus einem Rückgang von Anleihen der Republik Kroatien. Der Rückgang in Albanien war im Wesentlichen sowohl auf einen Rückgang der Einlagen bei Zentralbanken, als auch auf einen Rückgang von Anleihen der Republik Albanien zurückzuführen.

Kreditrisikominderung

Die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden abzüglich der gebildeten Kreditrisikovorsorgen (Netto-Obligo), das zusätzliche außerbilanzielle Obligo (Eventualverbindlichkeiten, Kreditrisiken und widerrufliche Kreditzusagen) und die Marktwerte (Fair Value) der dafür an den Konzern übertragenen Sicherheiten stellen sich wie folgt dar:

31.3.2016 Maximales Kreditobligo Fair Value der Sicherheiten
in € Millionen Eventualverpflichtungen/
Netto-Obligo
gegebene Garantien
Kreditinstitute 14.983 3.023 7.277
Öffentlicher Sektor 784 484 428
Firmenkunden – Große Firmenkunden 38.842 26.811 23.944
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 2.500 978 1.934
Retail-Kunden – Privatpersonen 20.529 3.331 12.452
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.532 469 1.870
Gesamt 80.170 35.096 47.907
31.12.2015 Maximales Kreditobligo Fair Value der Sicherheiten
in € Millionen Netto-Obligo Eventualverpflichtungen/
gegebene Garantien
Kreditinstitute 10.717 1.983 1.933
Öffentlicher Sektor 809 436 422
Firmenkunden – Große Firmenkunden 37.907 28.329 25.366
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 2.497 1.042 2.083
Retail-Kunden – Privatpersonen 20.295 2.859 12.408
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.478 495 1.844
Gesamt 74.703 35.144 44.056

Nicht ausgefallenes notleidendes Exposure (NPE)

In diesem Kapitel werden ausschließlich Exposures dargestellt, für die kein Ausfallgrund nach Artikel 178 CRR vorliegt. Im Bereich der Firmenkunden unterscheidet der Konzern bei Krediten, deren Konditionen oder Bedingungen zugunsten des Kunden abgeändert wurden, zwischen "modifizierten Krediten" und "Forborne-Krediten" nach der gültigen Definition des EBA-Dokuments "Implementing Technical Standard (ITS) on Supervisory Reporting (Forbearance and non-performing exposures)".

Ausschlaggebend für die Einstufung als "Forborne" ist die finanzielle Situation des Kunden bei der Änderung der Konditionen oder Kreditbedingungen. Kann zum Zeitpunkt der Änderung der Kreditbedingungen oder Konditionen aufgrund der Bonität des Kunden (unter Berücksichtigung des internen "Early-Warning-Systems") von finanziellen Schwierigkeiten des Kunden ausgegangen werden und wird die Modifizierung als Konzession gewertet, so werden solche Kredite als "Forborne" bezeichnet. Sofern eine solche Modifizierung bei einem Kredit stattfindet, der zuvor als notleidend betrachtet wurde, wird der Kredit als "Non-performing Exposure (NPE)" eingestuft, unabhängig davon, ob ein Ausfallgrund nach Artikel 178 CRR vorliegt. Die Entscheidung ob ein Kredit als "Forborne/NPE" eingestuft wird löst keine Einzelwertberichtigung gegenüber dem Kunden aus, diese basiert auf der Ausfalldefintion der CRD IV/CRR.

Im Retail-Bereich werden restrukturierte Kredite einer zumindest dreimonatigen Beobachtung unterzogen, um sicherzustellen, dass der Kunde die neu verhandelten Konditionen erfüllt. In jenen Fällen, in denen der betroffene Kunde die neu verhandelten Konditionen erfüllt und der Kredit vor der Neuverhandlung noch nicht 180 Tage überfällig war, wird dieser aus dem der Beobachtung zugrunde liegenden Portfolio in das lebende Portfolio überführt. Jene Kredite, die bereits vor der Neuverhandlung mehr als 180 Tage überfällig waren oder bei denen der Kunde die neu verhandelten Konditionen nicht erfüllt, verbleiben im Portfolio, das zu 100 Prozent wertberichtigt wird.

Die nachfolgende Tabelle zeigt das nicht ausgefallene notleidende Exposure nach Segmenten:

in € Millionen 31.3.2016 Anteil 31.12.2015 Anteil
Zentraleuropa 37 14% 57 15%
Südosteuropa 116 43% 119 31%
Osteuropa 24 9% 68 18%
Group Corporates 40 15% 87 23%
Group Markets 0 0% 0 0%
Corporate Center 0 0% 0 0%
Non-Core 52 19% 53 14%
Gesamt 269 100% 383 100%
davon Nichtbanken 269 100% 383 100%
Refinanzierung Instrumente mit geänderter Laufzeit
und geänderten Konditionen
NPE Gesamt
in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015 31.3.2016 31.12.2015 31.3.2016 31.12.2015
Firmenkunden 9 15 63 159 72 174
Retail-Kunden 26 29 170 180 197 209
Kreditinstitute 0 0 0 0 0 0
Öffentlicher Sektor 0 0 0 0 0 0
Gesamt 35 44 234 339 269 383

Die nachfolgende Tabelle zeigt das nicht ausgefallene notleidene Exposure nach Asset-Klassen:

Finanzielle Schwierigkeiten im Non-Retail-Bereich werden anhand eines internen Frühwarnsystems, das auf zahlreichen repräsentativen und gültigen Inputfaktoren zur Risikoklassifizierung der Kunden basiert (z. B. Überfälligkeit, Ratingverschlechterungen etc.), gemessen. IAS 39 verlangt, dass Wertminderungen auf ein bereits eingetretenes Verlustereignis zurückzuführen sein müssen, Ausfälle gemäß Artikel 178 CRR werden nach wie vor als Hauptindikatoren für Einzel- und Portfolio-Wertberichtigungen herangezogen. Die Überführung von Forborne Exposures in das Lebendportfolio erfolgt nicht automatisch nach der festgelegten Überwachungsperiode. Zusätzlich muss eine Expertise eingeholt werden, die bestätigt, dass sich die Verhältnisse des betreffenden Kunden verbessert haben.

Ausgefallene notleidende Kredite (NPL) und Kreditrisikovorsorgen

Ein Ausfall und somit ein notleidender Kredit (Non-performing Loan, NPL) ist nach Artikel 178 CRR gegeben, wenn davon auszugehen ist, dass ein Kunde seinen Kreditverpflichtungen gegenüber der Bank nicht in voller Höhe nachkommen wird oder mit einer wesentlichen Forderung der Bank mindestens 90 Tage in Verzug ist. Im Konzern werden dabei für die Bestimmung eines Forderungsausfalls bei Non-Retail-Kunden zwölf verschiedene Indikatoren verwendet. So gilt es z. B. als Forderungsausfall, wenn ein Kunde in ein Insolvenz- oder ähnliches Verfahren involviert ist, eine Wertberichtigung oder Direktabschreibung einer Kundenforderung vorgenommen werden musste, das Kreditrisikomanagement eine Kundenforderung als nicht vollständig einbringlich gewertet hat oder die Workout-Einheit die Sanierung eines Kunden erwägt.

Im Konzern werden Kundenausfälle in einer konzernweit eingesetzten Datenbank erfasst und dokumentiert. In dieser werden auch Ausfallgründe aufgezeichnet, wodurch die Berechnung und Validierung von Ausfallwahrscheinlichkeiten ermöglicht wird.

Risikovorsorgen werden im Einklang mit definierten Konzernrichtlinien, die auf den IFRS-Bilanzierungsregeln beruhen, gebildet und decken alle erkennbaren Kreditrisiken ab. Im Non-Retail-Bereich entscheiden in den einzelnen Konzerneinheiten Problemkreditrunden über die Bildung von einzelkreditbezogenen Risikovorsorgen. Im Retail-Bereich wird deren Berechnung durch Retail-Risikomanagement-Abteilungen in den einzelnen Konzerneinheiten vorgenommen. Diese ermitteln die erforderlichen Kreditrisikorückstellungen anhand definierter Berechnungsvorschriften in monatlichen Intervallen und holen dazu die Bestätigung des lokalen Rechnungswesens ein.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der ausgefallenen notleidenden Kredite unter den Ausleihungen der dargestellten Asset-Klassen aus den Bilanzposten Forderungen an Kunden und Forderungen an Kreditinstitute (ohne außerbilanzielle Geschäfte):

in € Millionen Stand
1.1.2016
Änderung Konsolidierungskreis/
Währungsdifferenzen
Zugänge Abgänge Stand
31.3.2016
Firmenkunden 6.051 - 74 335 - 526 5.786
Retail-Kunden 2.274 - 46 299 - 209 2.317
Öffentlicher Sektor 3 0 0 - 1 3
Summe Nichtbanken 8.328 - 120 633 - 736 8.106
Kreditinstitute 127 0 0 - 8 120
Gesamt 8.456 - 120 633 - 743 8.226
NPL NPL Ratio NPL Coverage Ratio
in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015 31.3.2016 31.12.2015 31.3.2016 31.12.2015
Firmenkunden 5.786 6.051 11,8% 12,5% 68,3% 68,1%
Retail-Kunden 2.317 2.274 9,3% 9,2% 77,2% 80,0%
Öffentlicher Sektor 3 3 0,7% 0,8% 154,4% 129,8%
Summe Nichtbanken 8.106 8.328 11,4% 11,9% 70,2% 71,3%
Kreditinstitute 120 127 0,6% 0,7% 96,6% 94,1%
Gesamt 8.226 8.456 9,6% 10,5% 70,6% 71,6%

Die nachstehende Tabelle stellt den Anteil der notleidenden Kredite an den Ausleihungen der dargestellten Asset-Klassen aus den Bilanzposten Forderungen an Kunden und Forderungen an Kreditinstitute (ohne außerbilanzielle Geschäfte) dar:

Das Volumen der notleidenden Kredite an Nichtbanken sank um € 222 Millionen. Die NPL Ratio verringerte sich um 0,5 Prozentpunkte auf 11,4 Prozent.

Die nachstehende Tabelle weist den Anteil der notleidenden Kredite (NPL) an den Ausleihungen der dargestellten Segmente aus den Bilanzposten Forderungen an Kunden und Forderungen an Kreditinstitute (ohne außerbilanzielle Geschäfte) aus:

NPL NPL Ratio NPL Coverage Ratio
in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015 31.3.2016 31.12.2015 31.3.2016 31.12.2015
Zentraleuropa 1.444 1.331 6,7% 6,4% 69,3% 75,3%
Südosteuropa 1.560 1.587 10,6% 10,7% 72,1% 71,6%
Osteuropa 1.845 1.902 15,2% 15,1% 83,3% 86,4%
Group Corporates 1.129 1.268 7,8% 9,1% 59,5% 56,7%
Group Markets 334 415 2,8% 5,7% 88,9% 82,0%
Corporate Center 43 49 0,7% 0,6% 57,1% 78,9%
Non-Core 1.871 1.903 14,1% 14,1% 67,4% 62,4%
Gesamt 8.226 8.456 9,6% 10,5% 70,6% 71,6%
davon Nichtbanken 8.106 8.328 11,4% 11,9% 70,2% 71,3%

Der Bereich Firmenkunden wies zum Ende des ersten Quartals einen Rückgang um € 265 Millionen auf € 5.786 Millionen auf. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo verringerte sich um 0,7 Prozentpunkte auf 11,8 Prozent, die Deckungsquote erhöhte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 68,3 Prozent. Im Retail-Bereich erhöhten sich die notleidenden Kredite um 1,9 Prozent oder € 44 Millionen auf € 2.317 Millionen. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 9,3 Prozent, die Deckungsquote verringerte sich um 2,9 Prozentpunkte auf 77,2 Prozent. Im Bereich Kreditinstitute lagen die notleidenden Kredite zum Ende des ersten Quartals mit € 120 Millionen um € 8 Millionen unter dem Jahresendstand von 2015, die Deckungsquote stieg um 2,5 Prozentpunkte auf 96,6 Prozent.

Besonders deutlich fielen die Rückgänge der notleidenden Kredite im Segment Group Corporates mit 11,0 Prozent oder € 139 Millionen auf € 1.129 Millionen aus, vor allem bedingt durch Verringerung notleidender Kredite in Österreich. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo sank um 1,3 Prozentpunkte auf 7,8 Prozent, die Deckungsquote erhöhte sich um 2,8 Prozentpunkte auf 59,5 Prozent. Im Segment Group Markets reduzierten sich die notleidenden Kredite um 19,5 Prozent oder € 81 Millionen auf € 334 Millionen. Die NPL Ratio sank um 2,9 Prozentpunkte auf 2,8 Prozent, die Deckungsquote stieg hingegen um 6,9 Prozentpunkte auf 88,9 Prozent. Das Segment Osteuropa verzeichnete einen Rückgang der notleidenden Kredite um 3,0 Prozent oder € 58 Millionen auf € 1.845 Millionen, im Wesentlichen durch Rückgänge notleidender Kredite in der Ukraine bedingt. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 15,2 Prozent, die Deckungsquote reduzierte sich um 3,1 Prozentpunkte auf 83,3 Prozent. Im Segment Non-Core gingen die notleidenden Kredite um 1,7 Prozent oder € 32 Millionen auf € 1.871 Millionen zurück, vor allem durch notleidende Kredite in Asien bedingt. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo blieb unverändert zum Jahresende auf 13,4 Prozent, die Deckungsquote erhöhte sich um 5,0 Prozentpunkte auf 67,4 Prozent. In Südosteuropa sanken die notleidenden Kredite um 1,7 Prozent oder € 27 Millionen auf € 1.560 Millionen. Während in Kroatien, Bulgarien und Rumänien Rückgänge zu verzeichnen sind, erhöhten sich die notleidenden Kredite in Albanien. Die NPL Ratio sank um 0,1 Prozentpunkte auf 10,6 Prozent, die Deckungsquote erhöhte sich hingegen um 0,5 Prozentpunkte auf 72,1 Prozent. In Zentraleuropa erhöhten sich die notleidenden Kredite um 8,5 Prozent oder € 113

Millionen auf € 1.444 Millionen, vor allem durch Anstiege in der Tschechischen Republik und Ungarn bedingt. Die NPL Ratio stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 6,7 Prozent, die Deckungsquote reduzierte sich um 6,0 Prozentpunkte auf 69,3 Prozent.

Der Risikovorsorgespiegel zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen und Vorsorgen für außerbilanzielle Verpflichtungen:
in € Millionen Stand
1.1.2016
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Zuführung1 Auf
lösungen
Verbrauch2 Umbuchung,
Währungs
differenzen
Stand
31.3.2016
Einzelwertberichtigungen 5.772 0 369 - 252 - 285 - 78 5.525
Portfolio
Wertberichtigungen
382 0 85 - 96 0 1 373
Gesamt 6.154 0 455 - 348 - 285 - 77 5.898

1 Zuführung inkl. Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen. 2 Verbrauch inkl. Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen.

Konzentrationsrisiko

Das Kreditportfolio des Konzerns ist sowohl nach Regionen als auch nach Branchen gut diversifiziert. Auch Einzelkreditkonzentrationen werden auf Basis von Gruppen verbundener Kunden aktiv über die Limitvergabe und regelmäßiges Reporting gesteuert, sodass die Granularität des Portfolios entsprechend gut ist. Die geografische Aufgliederung der Forderungen spiegelt die breite Diversifikation des Kreditgeschäfts in den europäischen Märkten des Konzerns wider. Die folgende Tabelle stellt die Kreditobligos aller Forderungsklassen gegliedert nach dem Herkunftsland der Kunden und gruppiert nach Regionen dar:

in € Millionen 31.3.2016 Anteil 31.12.20151 Anteil
Österreich 22.057 14,8% 26.731 17,7%
Zentraleuropa 50.181 33,6% 51.179 33,9%
Polen 15.558 10,4% 16.375 10,8%
Slowakei 13.229 8,9% 13.856 9,2%
Tschechische Republik 13.417 9,0% 12.368 8,2%
Ungarn 7.046 4,7% 7.555 5,0%
Sonstige 932 0,6% 1.024 0,7%
Übrige Europäische Union 24.872 16,7% 19.047 12,6%
Deutschland 6.809 4,6% 6.090 4,0%
Großbritannien 6.092 4,1% 4.536 3,0%
Frankreich 3.937 2,6% 2.169 1,4%
Spanien 2.019 1,4% 795 0,5%
Niederlande 1.862 1,2% 1.744 1,2%
Italien 1.446 1,0% 1.102 0,7%
Sonstige 2.708 1,8% 2.611 1,7%
Südosteuropa 24.124 16,2% 24.498 16,2%
Rumänien 8.727 5,8% 8.902 5,9%
Kroatien 4.832 3,2% 5.011 3,3%
Bulgarien 3.984 2,7% 3.906 2,6%
Serbien 1.961 1,3% 1.953 1,3%
Bosnien und Herzegowina 2.134 1,4% 2.124 1,4%
Albanien 1.797 1,2% 1.912 1,3%
Sonstige 688 0,5% 689 0,5%
in € Millionen 31.3.2016 Anteil 31.12.20151 Anteil
Asien 4.612 3,1% 5.282 3,5%
China 1.406 0,9% 1.780 1,2%
Sonstige 3.207 2,1% 3.503 2,3%
Osteuropa 17.572 11,8% 18.017 11,9%
Russland 12.531 8,4% 12.522 8,3%
Ukraine 3.193 2,1% 3.547 2,3%
Belarus 1.348 0,9% 1.471 1,0%
Sonstige 501 0,3% 478 0,3%
Nordamerika 2.713 1,8% 3.058 2,0%
Schweiz 1.739 1,2% 1.931 1,3%
Restliche Welt 1.356 0,9% 1.225 0,8%
Gesamt 149.227 100,0% 150.969 100,0%

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen.

Der Konzern ist in keinem der so genannten europäischen Peripheriestaaten durch Tochterbanken vertreten. Es bestehen aber Forderungen gegenüber Kunden in diesen Ländern, die aus Kreditfinanzierungen und dem Kapitalmarktgeschäft resultieren. Der Konzern hält Staatsanleihen dieser Länder in unwesentlicher Höhe.

Marktrisiko

Das Marktrisikomanagement basiert auf den Zahlen eines internen Modells, das den Value-at-Risk (VaR) für die Veränderung der Risikofaktoren Fremdwährungen, Zinsentwicklung, Credit Spreads, implizite Volatilität und Aktienindizes errechnet. Das Modell ist von der österreichischen Finanzmarktaufsicht als internes Modell für die Messung des Eigenmittelerfordernisses für Marktrisiken zugelassen.

Die nachstehende Tabelle stellt diese Risikokennzahlen für das Gesamtmarktrisiko im Handels- und Bankbuch je Risikoart dar. Die in Fremdwährung gehaltenen Kapitalpositionen und die strukturellen Zinsrisiken sowie Spread-Risiken aus Anleihebüchern (häufig als Liquiditätspuffer gehalten) dominieren den VaR.

Gesamt VaR 99% 1d VaR per Durchschnitts-VaR Minimum VaR Maximum VaR VaR per
in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Währungsrisiko 21 29 20 39 29
Zinsrisiko 10 7 5 16 6
Credit-Spread-Risiko 12 13 11 16 17
Aktienpreisrisiko 1 1 0 1 1
Vega Risiko 2 2 1 5 1
Gesamt 44 52 43 64 33

Das gesamte Währungsrisiko enthält die in Fremdwährung gehaltenen Eigenkapitalpositionen von Tochtergesellschaften. Das strukturelle Währungsrisiko aus Eigenkapitalpositionen wird unabhängig von häufig kurzfristigen Handelspositionen gesteuert.

Die Modellierung des Risikos der strukturellen Währungsposition wurde dahingehend verbessert, dass neben dem IFRS Kapital (inkl. Hedges), Firmenwert, immaterielle Vermögenswerte und die währunsgsinduzierten Schwankungen der RWAs berücksichtigt sind.

Liquiditätsrisiko

Die folgende Auswertung zeigt den Liquiditätsüberhang sowie das Verhältnis der erwarteten Mittelzuflüsse und der zusätzlich realisierbaren Liquidität (Counterbalancing Capacity) zu den Mittelabflüssen (Liquiditäts-Ratio) für ausgewählte Laufzeiten auf kumulierter Basis unter Einbeziehung aller Bilanzkonten und außerbilanziellen Geschäfte. Basierend auf Expertenmeinungen und statistischen Analysen und unter Berücksichtigung länderspezifischer Unterschiede fließen in diese Berechnung auch Annahmen für die Prolongation von definierten Aktivposten, für den so genannten Bodensatz bei Kundeneinlagen und für die Realisierung von zusätzlicher Liquidität (insbesondere mittels notenbankfähiger Aktiva und Sicherheiten im Wertpapierleihegeschäft) ein.

in € Millionen 31.3.2016
31.12.2015
Laufzeit 1 Woche 1 Monat 1 Jahr 1 Woche 1 Monat 1 Jahr
Liquiditätsüberhang 21.073 20.519 22.889 21.316 19.783 23.431
Liquiditäts-Ratio 173% 150% 127% 182% 147% 127%

Zur Begrenzung des Liquidiätsrisikos sind je Konzerneinheit Limits im Einsatz, die kurzfristig einen positiven Liquiditätsüberhang für die modellierte Liquiditätsposition erfordern. Zur Sicherstellung der Liquidität in den verschiedenen Währungen hält der Konzern umfangreiche liquide Wertpapierbestände und bevorzugt tenderfähige Aktiva in der Kreditvergabe. Im Fall einer Liquiditätsverknappung im Konzern kommen Notfallpläne zum Einsatz. Derartige Prioritätenlisten zur Beseitigung von Liquiditätsproblemen existieren in allen wesentlichen Konzerneinheiten.

Liquiditätsdeckungsquote

Die RBI erfüllt sämtliche regulatorischen Anforderungen in Bezug auf das Management von Liquiditätsrisiken. Diese werden sowohl auf Gruppen- als auch auf Einzelinstitutsebene überwacht und durch ein umfassendes Limitsystem begrenzt. Dabei erfolgt die Berechnung von zu erwartenden Mittelzu- und -abflüssen nach einem zentral gesteuerten und konsistenten Modellansatz.

Die LCR (Liquiditätsdeckungsquote) fordert die kurzfristige Widerstandskraft des Liquiditätsrisikoprofils von Banken, indem sichergestellt wird, dass diese über ausreichend lastenfreie, erstklassige, liquide Aktiva (HQLA) verfügen, die in Barmittel umgewandelt werden können, um den Liquiditätsbedarf auch unter äußerst ungünstigen Umständen für mindestens 30 Kalendertage zu decken.

Seit Oktober 2015 gilt für die LCR ein regulatorisches Minimum-Level, das derzeit bei 70 Prozent liegt und bis 2018 auf 100 Prozent angehoben wird.

in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Durchschnittliche liquide Aktiva 12.858 17.898
Netto-Abflüsse 5.236 9.902
Zuflüsse 16.164 10.394
Abflüsse 20.945 20.296
LCR 246% 181%

Eine adaptierte Anlagestrategie für kurzfristige Liquidität hatte einen technisch getriebenen Anstieg der LCR Quote im Laufe des ersten Quartals 2016 zur Folge. Dieser Trend wurde durch das gestiegene Volumen von Kundeneinlagen verstärkt.

Sonstige Angaben

(39) Kapitalmanagement und Eigenmittel nach CRR/CRD IV bzw. BWG

Regulatorisch ist der RBI Konzern grundsätzlich Bestandteil der RZB Kreditinstitutsgruppe, darüber hinaus ist der RBI Konzern gemäß Art 11 (5) CRR (Capital Requirement Regulation) mit FMA-Bescheid vom 24. Oktober 2014 eigens auf teilkonsolidierter Basis beaufsichtigt, womit die RBI AG im Sinne des § 30 BWG (österreichisches Bankwesengesetz) als übergeordnetes Kreditinstitut für den Teilkonzern gilt. Weiters muss die RBI AG auf Einzelinstitutsebene die gesetzlichen Eigenmittelvorschriften einhalten.

Die Eigenmittel setzten sich wie folgt zusammen:

in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Eingezahltes Kapital 5.886 5.886
Erwirtschaftetes Kapital 1.752 1.750
Kapital nicht beherrschender Anteile 361 399
Hartes Kernkapital vor Abzugsposten 8.000 8.034
Abzugsposten Immaterielle Vermögenswerte/Firmenwerte - 372 - 326
Abzugsposten Risikovorsorge-Fehlbeträge für IRB-Positionen - 47 - 20
Abzugsposten Verbriefungen - 14 - 14
Abzugsposten Latente Steuern 0 0
Abzugsposten Verlustvorträge - 6 - 3
Abzugsposten Versicherungen und Beteiligungen 0 0
Hartes Kernkapital nach Abzugsposten 7.560 7.671
Zusätzliches Kernkapital 262 309
Kapital nicht beherrschender Anteile 2 0
Abzugsposten Immaterielle Vermögenswerte/Firmenwerte - 248 - 295
Abzugsposten Risikovorsorge-Fehlbeträge für IRB-Positionen - 16 - 15
Abzugsposten Verbriefungen 0 0
Abzugsposten Versicherungen und Beteiligungen 0 0
Kernkapital 7.560 7.671
Langfristiges nachrangiges Kapital 3.148 3.160
Kapital nicht beherrschender Anteile - 9 - 4
Risikovorsorgeüberschuss für IRB-Positionen 158 160
Risikovorsorgeüberschuss für STA-Positionen 0 0
Abzugsposten Verbriefungen 0 0
Abzugsposten Versicherungen und Beteiligungen 0 0
Ergänzende Eigenmittel nach Abzugsposten 3.297 3.316
Gesamte Eigenmittel 10.858 10.987
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 5.047 5.062
Common Equity Tier 1 Ratio (transitional) 12,0% 12,1%
Common Equity Tier 1 Ratio (fully loaded) 11,5% 11,5%
Tier 1 Ratio (transitional) 12,0% 12,1%
Tier 1 Ratio (fully loaded) 11,5% 11,5%
Eigenmittelquote (transitional) 17,2% 17,4%
Eigenmittelquote (fully loaded) 16,7% 16,8%

Ohne Berücksichtigung der in der CRR definierten Übergangsbestimmungen ergab sich eine Common Equity Tier 1 Ratio (fully loaded) von 11,5 Prozent und eine Eigenmittelquote (fully loaded) von 16,7 Prozent.

Das gesamte Eigenmittelerfordernis setzte sich wie folgt zusammen:

in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 63.093 63.272
Eigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko 4.094 4.117
Auf internen Ratings basierender Ansatz 2.319 2.327
Standardansatz 1.714 1.751
CVA Risiko 34 32
Basel 1 Floor 26 7
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln, Substanzwerten, Waren
und Fremdwährungen 244 241
Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko 710 704
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 5.047 5.062

Die Bemessungsgrundlage für das Kreditrisiko stellte sich nach Asset-Klassen wie folgt dar:

in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage nach Standardansatz 21.428 21.884
Zentralstaaten und Zentralbanken 1.962 2.209
Regionale Gebietskörperschaften 47 49
Verwaltungseinrichtungen und Unternehmen ohne Erwerbscharakter 5 7
Multilaterale Entwicklungsbanken 0 0
Kreditinstitute 336 302
Firmenkunden 8.521 8.906
Retail-Kunden 7.453 7.448
Beteiligungspositionen 472 407
Gedeckte Schuldverschreibungen 0 0
Investmentfonds-Anteile 7 7
Verbriefungspositionen 0 0
Sonstige Posten 2.626 2.551
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage nach auf internen Ratings basierendem Ansatz 28.993 29.081
Zentralstaaten und Zentralbanken 229 311
Kreditinstitute 2.437 2.095
Firmenkunden 21.541 22.143
Retail-Kunden 4.197 4.141
Beteiligungspositionen 345 133
Verbriefungspositionen 243 259
CVA Risiko 425 406
Basel 1 Floor 327 87
Gesamt 51.173 51.459

Verschuldungsquote

in € Millionen 31.3.2016 31.12.2015
Gesamtrisikoposition 135.217 136.163
Kernkapital 7.560 7.671
Verschuldungsquote (transitional) 5,6% 5,6%
Verschuldungsquote (fully loaded) 5,3% 5,4%

(40) Durchschnittliche Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Berichtszeitraums beschäftigten Arbeitnehmer (in Vollzeitäquivalenten) stellte sich wie folgt dar:

in Vollzeitäquivalenten 1.1.-31.3.2016 1.1.-31.3.2015
Inland 2.731 2.678
Ausland 48.975 52.365
Gesamt 51.706 55.043

(41) Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Beziehungen zu nahestehenden Personen beschränken sich auf Bankgeschäfte, die prinzipiell zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen wurden. Darüber hinaus besitzen die Vorstände Aktien der RBI AG. Detaillierte Informationen dazu sind auf der RBI-Homepage ersichtlich. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine weiteren Geschäfte, insbesondere keine Großgeschäfte, mit nahestehenden Personen abgeschlossen.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen, wobei unter Mutterunternehmen die Raiffeisen-Landesbanken-Holding GmbH, Wien, und die Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft, Wien, zu verstehen sind:

31.3.2016
in € Millionen
Mutter
unternehmen
Verbundene
Unternehmen
At-equity bewertete
Unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Forderungen an Kreditinstitute 646 85 189 44
Forderungen an Kunden 0 656 127 149
Handelsaktiva 0 43 3 1
Wertpapiere und Beteiligungen 0 262 0 171
Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) 6 18 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 401 162 2.195 145
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0 387 327 80
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 11 0 0
Rückstellungen 0 2 0 0
Handelspassiva 0 76 8 0
Sonstige Passiva (inkl. Derivate) 6 2 1 0
Nachrangkapital 66 3 0 0
Gegebene Garantien 0 130 0 0
Erhaltene Garantien 666 236 159 37
31.12.2015
in € Millionen
Mutter
unternehmen
Verbundene
Unternehmen
At-equity bewertete
Unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Forderungen an Kreditinstitute 2.021 102 134 48
Forderungen an Kunden 0 760 122 164
Handelsaktiva 0 40 0 1
Wertpapiere und Beteiligungen 0 179 0 148
Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) 7 24 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 338 207 2.453 118
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0 472 719 52
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 11 0 0
Rückstellungen 0 1 0 0
Handelspassiva 0 72 8 0
Sonstige Passiva (inkl. Derivate) 6 3 0 0
Nachrangkapital 66 2 0 0
Gegebene Garantien 0 184 0 0
Erhaltene Garantien 699 266 164 36
1.1.-31.3.2016
in € Millionen
Mutter
unternehmen
Verbundene
Unternehmen
At-equity bewertete
Unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Zinserträge 8 13 - 2 - 1
Zinsaufwendungen - 2 - 5 7 0
Dividendenerträge 0 5 0 0
Provisionserträge 0 11 0 - 1
Provisionsaufwendungen - 1 - 2 1 0
1.1.-31.3.2015
in € Millionen
Mutter
unternehmen
Verbundene
Unternehmen
At-equity bewertete
Unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Zinserträge 7 6 1 3
Zinsaufwendungen - 2 - 2 - 6 0
Dividendenerträge 0 1 0 0
Provisionserträge 0 11 0 0
Provisionsaufwendungen - 1 0 - 2 0

Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode

Rumänien verabschiedet Gesetz zum Schuldenerlass besicherter Immobilienkredite

Das rumänische Parlament verabschiedete am 13. April 2016 einen Gesetzesentwurf, der für private Kreditnehmer die Möglichkeit eines Schuldenerlasses bei besicherten Immobilienkrediten unabhängig von der Währung gegen Übertragung der belasteten Immobilie an die finanzierende Bank unter gewissen Umständen vorsieht. Am 28. April 2016 wurde der Gesetzesentwurf vom rumänischen Präsidenten unterzeichnet, das Gesetz kann damit im Mai in Kraft treten. Das Gesetz ist für Hypothekenkredite im Umfang von weniger als € 250.000 vorgesehen und rückwirkend anwendbar, sogenannte "prima casa"-Wohnbaukredite – mit staatlicher Garantie und geförderten Zinssätzen für den ersten Immobilienerwerb – sind davon ausgeschlossen.

Die rumänische Netzwerkbank der RBI verfügte zum Ende des ersten Quartals 2016 über € 1,3 Milliarden besicherte Kredite an Retailkunden, von denen rund zwei Drittel die Kriterien des neuen Gesetzes formal erfüllen. Es ist derzeit noch nicht genau zu beziffern, wie viele Kunden in welchem Umfang von der Tilgungsmöglichkeit Gebrauch machen werden. Die RBI rechnet durch das neue Gesetz aus heutiger Sicht nach ersten Schätzungen mit einer zusätzlichen Belastung im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich über die gesamte Abwicklungszeit.

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Herausgeber, Medieninhaber: Raiffeisen Bank International AG, Am Stadtpark 9, 1030 Wien, Österreich Redaktion: Group Investor Relations Redaktionsschluss: 6. Mai 2016 Herstellungsort: Wien Internet: www.rbinternational.com

Der Bericht ist auch auf Englisch erhältlich.

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Disclaimer

Die in diesem Bericht enthaltenen Prognosen, Planungen und zukunftsgerichteten Aussagen basieren auf dem Wissensstand und der Einschätzung der Raiffeisen Bank International AG zum Zeitpunkt der Erstellung. Wie alle Aussagen über die Zukunft unterliegen sie bekannten und unbekannten Risiken sowie Unsicherheitsfaktoren, die im Ergebnis auch zu erheblichen Abweichungen führen können. Für den tatsächlichen Eintritt von Prognosen und Planungswerten sowie zukunftsgerichteten Aussagen kann keine Gewähr geleistet werden.

Dieser Bericht dient ausschließlich zur Information und stellt weder eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung noch ein Angebot zum Kauf oder zur Zeichnung von Wertpapieren oder eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf von Wertpapieren dar.

Dieser Bericht wurde mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten wurden überprüft. Rundungs-, Übermittlungs-, Satzoder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Dieser Bericht wurde in deutscher Sprache verfasst. Seine englische Version ist eine Übersetzung des deutschen Berichts. Allein die deutsche Version ist die authentische Fassung. Raiffeisen Bank International AG haftet in keinem Fall für Verluste oder Schäden gleich welcher Art, die durch oder im Zusammenhang mit der Benutzung dieses Berichts entstehen könnten.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit werden in diesem Bericht alle Personenbezeichnungen in der männlichen Form verwendet. Darunter soll auch die weibliche Form verstanden werden.

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