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Flughafen Wien AG

Quarterly Report May 18, 2016

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Quarterly Report

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1/2016 Flughafen Wien AG Quartalsbericht

Kennzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe

Q1/2016 Veränd. in % Q1/20151
Gesamtumsatz 142,7 1,4 140,7
davon Airport 74,0 4,3 70,9
davon Handling 35,8 1,7 35,2
davon Retail & Properties 28,5 -7,7 30,9
davon Sonstige Segmente 4,5 19,0 3,8
EBITDA / EBITDA bereinigt 108,6 / 56,8 97,0 / 3,0 55,1
EBITDA-Marge / EBITDA-Marge bereinigt (in %)2 76,1 / 39,8 n.a. 39,2
EBIT / EBIT bereinigt 76,3 / 24,5 231,2 / 6,3 23,1
EBIT-Marge/ EBIT-Marge bereinigt (in %)3 53,5 / 17,2 n.a. 16,4
ROCE (in %)4 3,4 n.a. 1,1
Konzernergebnis nach Minderheiten / bereinigt 66,6 / 14,8 373,9 / 5,0 14,1
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 58,7 38,6 42,3
Investitionen5 11,8 -30,9 17,0
Ertragsteuern 4,6 7,3 4,2
Mitarbeiter im Durchschnitt6 4.293 0,4 4.277
31.3.2016 Veränd. in % 31.12.2015
Eigenkapital 1.211,2 18,7 1.020,0
Eigenkapitalquote (in %) 53,6 n.a. 53,4
Nettoverschuldung 432,4 -7,2 466,0
Bilanzsumme 2.259,2 18,3 1.909,7
Gearing (in %) 35,7 n.a. 45,7
Mitarbeiter zum Stichtag 4.641 6,0 4.380

Betriebswirtschaftliche Kennzahlen in € Mio. (ausgenommen Mitarbeiter)

Branchenspezifische Verkehrskennzahlen

Q1/2016 Veränd. in % Q1/2015
Gesamtpassagiere (in Mio.) 4,4 2,3 4,3
davon Transferpassagiere (in Mio.) 1,1 -3,3 1,1
Flugbewegungen 48.830 -1,7 49.658
MTOW (in Mio. Tonnen)7 1,8 2,9 1,8
Fracht (Luftfracht und Trucking; in Tonnen) 64.548 2,0 63.311
Sitzladefaktor (in %)8 66,8 n.a. 67,7

Börsetechnische Kennzahlen

Marktkapitalisierung (per 31.3.2016; in € Mio.) 2.016,0
Börsenkurs: Höchstwert in € (am 24.3.2016) 97,39
Börsenkurs: Tiefstwert in € (am 11.2.2016) 75,20
Börsenkurs: Wert per 31.3.2016 (in €) 96,00
Börsenkurs: Wert per 31.12.2015 (in €) 87,60

Finanzkalender

28. Hauptversammlung 31. Mai 2016
Halbjahresergebnis 22. August 2016
1.-3. Quartal 15. November 2016

Abkürzungen (RICs) der Informationssysteme

Reuters VIE.VI
Bloomberg FLU:AV
Datastream O:FLU
ISIN AT0000911805
ÖKB-WKN 091180
ÖTOB FLU
ADR VIAAY

Börsenotierung

Wien Frankfurt (Xetra) London (SEAQ International) New York (ADR)

Erläuterungen:

1) angepasst um Ausweis at-Equity-Ergebnisse 2) EBITDA-Marge (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatzerlöse 3) EBIT-Marge (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatzerlöse 4) ROCE (Return on Capital Employed after Tax) = (EBIT abzüglich zurechenbare Steuern) / durchschnittliches Capital Employed 5) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen inklusive Rechnungkorrekturen Vorjahre, exkl. Finanzanlagen, exkl. Unternehmenserwerbe 6) Personalstand im Jahresdurchschnitt gewichtet nach Beschäftigungsgrad inklusive Lehrlinge, exklusive Mitarbeiter ohne Bezug (Karenz, Bundesheer, etc.), Vorstände und Geschäftsführer 7) MTOW: Maximum Take off Weight (Höchstabfluggewicht) der Luftfahrzeuge 8) Sitzladefaktor: Gesamtpassagiere / angebotene Sitzplatzkapazität

Inhalt

______ Verkürzter Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2016

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Die Flughafen Wien AG ist erfolgreich in ein herausforderndes Jahr gestartet. Politische Krisen und Spannungen in wichtigen Urlaubsdestinationen wie Griechenland oder Türkei, der anhaltende Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sowie nicht zuletzt die Anschläge auf den Flughafen Brüssel ergeben in Summe ein schwieriges Umfeld, in dem sich unser Unternehmen bewähren muss. Umso erfreulicher ist es, dass es trotz dieser Belastungen gelungen ist, die Passagierzahlen zu steigern und unsere wirtschaftlichen Ergebnisse zu verbessern.

Ehe wir Ihnen an dieser Stelle wie gewohnt einen Überblick über das Zahlenwerk geben, wollen wir jedoch drei Höhepunkte anführen, die dieses erste Quartal 2016 weit aus dem Rahmen einer üblichen 3-Monats-Periode herausheben und die für die Zukunft unseres Unternehmens wegweisend sind:

  • 1) Wir haben unseren Anteil am Flughafen Malta von etwa 33% auf fast 50% erhöht und werden diese Beteiligung künftig in unserem Gruppenergebnis vollkonsolidieren. Das führt im ersten Quartal zu einem positiven Einmaleffekt in der Größenordnung von rund € 52 Mio. Der Malta Airport ist wachstums- sowie margenstark und ist ein wichtiges, ertragreiches Asset des Flughafen-Wien-Konzerns.
  • 2) Unser Flughafen wurde von der Luftfahrt-Ratingagentur Skytrax gleich zweifach ausgezeichnet. Zum einen wurde uns das Prädikat "4-Star-Airport" verliehen, das in Europa neben uns nur neun andere Hubs führen dürfen – darunter so renommierte Airports wie Zürich, Barcelona oder Amsterdam-Schiphol. Darüber hinaus wurden unsere Mitarbeiter – und das ist bisher noch keinem Flughafen gelungen – zum zweiten Mal in Folge als "Best Airport-Staff in Europe" ausgezeichnet. Darauf sind wir wirklich stolz, und wir wollen uns an dieser Stelle bei unseren im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichneten Kolleginnen und Kollegen ganz herzlich bedanken: der Erfolg unseres Unternehmens wäre ohne Ihre herausragende Kompetenz und Ihren Einsatz nicht denkbar!
  • 3) Der Aufsichtsrat hat Ende März das Planungsbudget für eine profunde Sanierung von Terminal 2 und Pier Ost sowie eine Erweiterung des Gebäudekomplexes nach Süden freigegeben. Durch mehrere bauliche Maßnahmen wird sich nicht nur das qualitative Erlebnis für den Passagier deutlich verbessern, es werden auch zusätzlich Shopping-, Lounge- und Gastro-Flächen geschaffen, die die Ertragskraft unseres Unternehmens weiter erhöhen. Der Zeithorizont für diese Projekte erstreckt sich bis 2023, der Budgetrahmen ist auf maximal € 500 Mio. limitiert. Diese Verbesserung und Erweiterung unserer Infrastruktur ist ein entscheidender Schritt, um unser Unternehmen für die Herausforderungen der Zukunft fit zu machen und die Basis für die Fortsetzung des wirtschaftlichen Erfolges zu legen.

Auch in den ersten drei Monaten 2016 sind wir auf diesem Weg wieder ein Stück vorangekommen, wobei das Ergebnis noch einen wichtigen Einmaleffekt durch den Kauf der Liegenschaftstochter VFI Ende 2015 um € 85,5 Mio und eine aus diesem Deal resultierende Mietvorauszahlung der AUA zu Jahresbeginn 2016 in Höhe von € 81,4 Mio. enthält. Die daraus folgenden Bilanzeffekte finden Sie im Lagebericht näher dargestellt (S. 9 ff). Im ersten Quartal 2016 wurden 4.399.376 Fluggäste abgefertigt. Das entspricht einem Plus von 2,3% gegenüber der Vorjahresperiode (Q1/2015: 4.300.592), das – dem Trend der letzten Quartale entsprechend – auf einem Anstieg der Lokalpassagiere um 4,3% auf 3.313.066 basiert. Die Zahl der Transferfluggäste verringerte sich dagegen um 3,3% auf 1.060.936. Was die Destinationen betrifft, so legten westeuropäische Reiseziele deutlich um 3,9% zu, während Osteuropa aus den eingangs erwähnten Gründen ein markantes Minus von 6,7% verzeichnete. Die durchschnittliche Auslastung der Fluggeräte sank leicht auf 66,8% (Q1/2015: 67,7%), die Flugbewegungen gingen um 1,7% auf 48.830 zurück (Q1/2015: 49.658), das Frachtaufkommen stieg um 2,0% auf 64.548 Tonnen.

Trotz des schwierigen Umfelds konnte die Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) ihren Umsatz in den ersten drei Monaten um 1,4% auf € 142,7 Mio. steigern (Q1/2015: € 140,7 Mio.). Aufgrund der Neubewertung unserer bestehenden Malta-Anteile ergibt sich ein positiver Einmaleffekt von € 51,8 Mio. der das EBITDA auf € 108,6 Mio. stiegen ließ (Q1/2015 angepasst: € 55,1 Mio.). Bereinigt lag das Plus bei 3,0%, die EBITDA-Marge bei 39,8% (Q1/2015 angepasst: 39,2%). Das EBIT legte auf € 76,3 Mio. zu, bereinigt auf € 24,5 Mio. (Q1/2015 angepasst: € 23,1 Mio.), das Konzernergebnis stieg wegen des Sondereffektes auf € 66,6 Mio. und erreichte bereinigt ein Plus von 5,0% auf € 14,8 Mio. (Q1/2015: € 14,1 Mio.).

Auch die Bilanzstruktur der FWAG hat sich von Jahresultimo bis 31. März 2016 weiter verbessert. Die Eigenkapitalquote stieg im Vergleich zum 31.12.2015 um 0,2 Prozentpunkte auf 53,6% zu, während die Nettoverschuldung weiter um € 33,6 Mio. auf nunmehr € 432,4 Mio. rückgeführt werden konnte.

Für das weitere Jahr bleiben unsere Prognosen vorsichtig. Die eingangs beschriebenen Rahmenbedingungen haben uns im April einen Rückgang bei den Passagierzahlen beschert. Bei steigenden Sitzplatzkapazitäten der Airlines im Rahmen des Sommerflugplans, stellen wir uns auf eine leicht sinkende Auslastung ein.

Unsere Guidance für die Verkehrszahlen bleibt vor diesem Hintergrund unverändert: Die Passagierzahlen sollen 2016 zwischen 0% und 2% steigen, während die Zahl der Flugbewegungen zwischen minus 1% und 0% weitgehend stabil bleiben wird.

Die Guidance für die Finanzkennzahlen haben wir, bedingt durch die Vollkonsolidierung von Malta Airport, entsprechend angehoben: Der Umsatz der FWAG soll 2016 über € 740 Mio. betragen, das EBITDA soll über € 310 Mio. und das Konzernergebnis (vor Minderheiten, ohne Einmaleffekt Malta) über € 115 Mio. liegen. Auch die Nettoverschuldung soll weiter reduziert werden und bis Jahresende auf unter € 400 Mio. sinken.

Abschließend wollen wir Ihnen als unseren Aktionärinnen und Aktionären sowie dem Aufsichtsrat sehr herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen danken!

Schwechat, 9. Mai 2016 Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO

2, 3% Passagier wachstum in den er sten drei Monaten 2016 am Flughafen Wien

Von Jänner bis März 2016 wurden am Flughafen Wien insgesamt 4.399.376 Passagiere gezählt. Dies entspricht einem Plus von 2,3% und ist vor allem auf ein starkes Wachstum von easyJet und Eurowings zurückzuführen, die ihre Präsenz in Wien stark ausbauten.

Die Zahlen im Detail: Im ersten Quartal 2016 wurde mit 3.313.066 Lokalpassagieren ein Wachstum von 4,3% im Vorjahresvergleich am Flughafen Wien erreicht (Q1/2015: 3.175.2801 ). Die Anzahl der Transferpassagiere lag mit 1.060.936 Reisenden 3,3% unter dem Vorjahresniveau (Q1/2015: 1.097.3221 ). Dieser Rückgang ist vor allem auf Reduktionen und Einstellungen von Strecken mit hohem Transferanteil zurückzuführen.

Die Zahl der abfliegenden Passagiere nach Westeuropa stieg unter anderem durch die bereits erwähnten Erweiterungen von easyJet und Eurowings um 3,9% auf 1.532.117 (Q1/2015: 1.475.0131 ). Die Anzahl abfliegender Reisender Richtung Osteuropa ist weiterhin durch die wirtschaftliche Situation in Russland beeinflusst und ging im Vorjahresvergleich um 6,7% auf 334.890 zurück. Ein reduziertes Angebot in den Fernen Osten sorgte für einen Rückgang der abfliegenden Passagiere um 1,6% auf 87.079. Wegen der geopolitisch instabilen Lage in Nordafrika verzeichneten afrikanische Destinationen mit 36.077 abgeflogenen Passagieren ein Minus von 15,9%. Erweiterungen des Flugangebotes sowie ein höherer Ladefaktor, unter anderem in den Iran und nach Katar, führten dagegen zu einem Passagierplus von 1,1% auf 125.346 abfliegende Reisende in den Nahen und Mittleren Osten. Das starke Wachstum von 17,2% auf 59.575 Passagiere nach Nordamerika ist durch die Neuaufnahme der Destination Miami des Home-Carriers Austrian Airlines bedingt.

Die durchschnittliche Auslastung (Sitzladefaktor) der Flüge (Linie und Charter) ging in den ersten drei Monaten 2016 von 67,7% auf 66,8% zurück.

Der größte Kunde Austrian Airlines beförderte in den ersten drei Monaten bei größerem Angebot jedoch gleichzeitig gesunkenem Sitzladefaktor annähernd gleich viele Passagiere. Ihr Anteil am Gesamtpassagieraufkommen am Flughafen Wien verringerte sich dadurch auf 42,4% (Q1/2015: 43,4%). NIKI/airberlin verzeichneten von Jänner bis März ein durch das geringere Angebot bedingte Passagierminus von 1,9%. Der Anteil am Gesamtaufkommen verringerte sich auf 14,7% (Q1/2015: 15,4%).

Die Anzahl der Flugbewegungen sank in den ersten drei Monaten des Jahres um 1,7% auf 48.830 Starts und Landungen (Q1/2015: 49.658). Das Höchstabfluggewicht (MTOW) nahm vor allem durch vermehrten Einsatz von Langstreckenflugzeugen um 2,9% auf 1.824.616 Tonnen zu (Q1/2015: 1.772.403 Tonnen). Das Frachtaufkommen verzeichnete im ersten Quartal ein Plus von 2,0% auf 64.548 Tonnen.

Positive Entwicklung in Malta und Košice

Die Auslandsbeteiligungen Malta und Košice entwickeln sich weiterhin gut. Mit über 800.000 Passagieren (plus 15,5%) verzeichnete der Flughafen Malta in den ersten drei Monaten ein deutliches Plus. Auch der Flughafen Košice konnte im gleichen Zeitraum ein Passagierplus von 30,6% auf 70.937 Reisende vermelden.

Ertragslage des ersten Quartals 2016

Umsatzplus von 1,4% auf € 142,7 Mio.

In den ersten drei Monaten 2016 erzielte die Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) einen Umsatz von € 142,7 Mio. (Q1/2015: € 140,7 Mio.), was einem Plus von 1,4% entspricht. Vor allem durch Entgeltanpassungen und das Passagierwachstum stiegen die passagierbezogenen Erlöse im Vergleich zur Vorjahresperiode an. Das Umsatzplus wurde jedoch auch durch höhere Umsätze aus der Vorfeldabfertigung getragen. Die sonstigen betrieblichen Erträge blieben auf Vorjahresniveau in Höhe von € 3,6 Mio. (Q1/2015: € 3,6 Mio.). Im Vorjahr enthielt diese Position einen Einmaleffekt im ersten Quartal 2015 aus der Auflösung einer Leasingtransaktion in Höhe von € 0,8 Mio. Im Berichtsjahr wurden hier Erträge aus der Anpassung eines Bestandsvertrages in Höhe von € 1,6 Mio. erfasst. Die aktivierten Eigenleistungen stiegen im Quartalsvergleich auf € 1,2 Mio. (Q1/2015: € 0,9 Mio.). Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen werden ab Jahresende 2015 im jeweils von der Rückstellung betroffenen Posten erfasst. Aufgrund von Unwesentlichkeit wurde die Vorperiode nicht angepasst.

Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen gingen im ersten Quartal deutlich um € 1,0 Mio. oder 10,4% auf € 8,6 Mio. zurück. Dies ist einerseits auf geringere Energieaufwendungen (minus € 0,6 Mio.) anderseits auf geringere bezogene Leistungen (minus € 0,5 Mio.) zurückzuführen.

Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um € 2,6 Mio. bzw. 4,2% von € 62,2 Mio. auf € 64,8 Mio. Hier zeigen sich die Auswirkungen der Übernahme von bisherigen Leiharbeitnehmern in das Tochterunternehmen VAT (Vienna Airport Technik GmbH) und der Personalaufbau für das Passagierhandling, wodurch der durchschnittliche Mitarbeiterstand in den ersten drei Monaten 2016 von gesamt 4.277 auf 4.293 Mitarbeiter anstieg. Auch kollektivvertragliche Erhöhungen ab Mai 2015 (plus 2,0%) wirkten aufwandserhöhend.

Im Q1/2016 konnte der sonstige betriebliche Aufwand im Vergleich zum Vorjahr um € 1,0 Mio. bzw. 5,1% auf € 17,6 Mio. reduziert werden. Die Instandhaltungs- und Wartungskosten für Gebäude und Anlagen gingen im Vorjahresvergleich um € 0,9 Mio. auf € 3,3 Mio. zurück Die Fremdleistungen reduzierten sich leicht auf € 2,6 Mio. (Q1/2015: € 2,7 Mio.) und die Aufwendungen für Leistungen, die von nahestehenden Unternehmen erbracht wurden, reduzierten sich ebenfalls auf € 2,9 Mio. (Q1/2015: € 3,0 Mio.). Die Aufwendungen für Marketing und Marktkommunikation stiegen hingegen im Vergleichszeitraum um € 0,3 Mio. auf € 4,1 Mio. Durch den Erwerb der Objektgesellschaft VIE Flugbetrieb Immobilien GmbH (VFI) reduzierte sich der externe Leasingaufwand um € 1,3 Mio. auf € 0,4 Mio. Die Aufwendungen aus Forderungswertberichtigungen und Forderungsausfällen konnten im Quartalsvergleich von € 0,4 Mio. auf € 0,2 Mio. reduziert werden. Im sonstigen Betriebsaufwand wurde im Vorjahr eine Teilauflösung einer Rückstellung für Bestandsrisiken erfasst.

Die Ergebnisse der at-Equity-Beteiligungen, die aufgrund ihres operativen Charakters nunmehr im operativen Ergebnis dargestellt werden, betrugen € 53,2 Mio. nach € 1,2 Mio. im Vorjahr. Im ersten Quartal 2016 wurde ein erfolgswirksamer Einmaleffekt aus der Neubewertung zum beizulegenden Zeitwert der bestehenden Anteile am Flughafen Malta in Höhe von € 51,8 Mio. erfasst. Positiv entwickelten sich die laufenden Ergebnisse der at-Equity-Beteiligungen, welche sowohl im Geschäftsjahr 2016 als auch im Vorjahr die Ergebnisse des Flughafen Malta beinhalten. Die anteiligen Periodenergebnisse stiegen daher im Quartalsvergleich von € 1,2 Mio. auf € 1,4 Mio. Ab 30. März 2016 wird der Flughafen Malta im Konzernabschluss der Flughafen-Wien-Gruppe vollkonsolidiert.

EBITDA-Steigerung durch Einmaleffekt auf € 108,6 Mio., plus 97.0% (bereinigt1 € 56,8 Mio., plus 3,0%)

Aufgrund des Einmaleffekts durch die Neubewertung der bestehenden Anteile am Flughafen Malta und aufgrund der positiven Umsatzentwicklung stieg das EBITDA im Vergleich zum Vorjahr auf € 108,6 Mio. bzw. 97,0%, bereinigt1 € 56,8 Mio. bzw. plus 3,0% (Q1/2015 angepasst2 : € 55,1 Mio.). Die EBITDA-Marge legte von 39,2% (Q1/2015: angepasst2 ) auf 76,1% (bereinigt1 : 39,8%) zu.

EBIT verbesserte sich auf € 76,3 Mio. bzw. um 231,2% (bereinigt1 € 24,5 Mio., plus 6,3%)

In den ersten drei Monaten 2016 wurden u.a. infolge des Erwerbs der Gesellschaft VIE Flugbetrieb Immobilien GmbH (VFI) höhere planmäßige Abschreibungen von € 32,3 Mio. (Q1/2015: € 32,1 Mio.) erfasst. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich aufgrund des besseren operativen Ergebnisses (EBITDA) auf € 76,3 Mio. bzw. um 231,2%, bereinigt1 € 24,5 Mio. bzw. plus 6,3% (Q1/2015 angepasst2 : € 23,1 Mio.).

Finanzergebnis aufgrund geringerer Zinserträge leicht unter Vorjahresniveau

Das Finanzergebnis veränderte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von minus € 4,8 Mio. (angepasst2 ) auf minus € 5,2 Mio. Die Veränderung des negativen Zinsergebnis ist im Wesentlichen auf geringere Zinserträge zurückzuführen. Im Vorjahr wurden in dieser Position Erträge aus Wertpapieren in Höhe von € 1,0 Mio. erfasst. Die Ergebnisse der at-Equity-Beteiligungen werden aufgrund ihres operativen Charakters nunmehr im operativen Ergebnis dargestellt.

Periodenergebnis stieg um € 52,5 Mio. bzw. 373,9% auf € 66,6 Mio. (bereinigt1 : € 14,8 Mio., plus 5,0%)

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) belief sich in den ersten drei Monaten 2016 auf € 71,1 Mio. (plus 288,8%). Um den Einmaleffekt der Neubewertung bereinigt wurden € 19,3 Mio. verzeichnet, was einem Anstieg um 5,5% entspricht (Q1/2015: € 18,3 Mio.). Nach Abzug der Ertragsteuern in Höhe von € 4,6 Mio. (Q1/2015: € 4,2 Mio.) betrug das Periodenergebnis € 66,6 Mio. (bereinigt1 : € 14,8 Mio.), was einer Steigerung von € 52,5 Mio. (plus 373,9%) bzw. bereinigt1 € 0,7 Mio. bzw. plus 5,0% entspricht.

Der den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zustehende Periodengewinn stieg ebenfalls aufgrund des Einmaleffekts um € 52,5 Mio. (plus 373,9%) auf € 66,6 Mio. bzw. bereinigt1 um € 0,7 Mio. bzw. 5,0% auf € 14,8 Mio. (Q1/2015: € 14,1 Mio.). Das Ergebnis je Aktie betrug somit € 3,17 (bereinigt1 : € 0,70) nach € 0,67 im Vorjahr. Die Anzahl ausstehender Aktien blieb mit 21 Millionen Stück unverändert.

1) "bereinigt" steht im Folgenden für: Bereinigt um den Einmaleffekt aus der Neubewertung der bestehenden Anteile aufgrund eines Unternehmenserwerbes

2) angepasst um Ausweis at-Equity-Ergebnisse

Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur

Erwerb von Konzerngesellschaften

Durch die Anteilsaufstockung an der Malta Mediterranean Link Consortium Limited (MMLC) auf mehr als 95% resultierte eine Erhöhung des Anteils der Flughafen-Wien-Gruppe an der indirekten Beteiligung am Flughafen Malta um weitere 15,5% und die Umstellung auf die Vollkonsolidierung der Beteiligung ab dem Erwerbsstichtag 30. März 2016.

Mit dem Quartalsende Q1/2016 erfolgte daher eine vorläufige Neubewertung des Nettovermögens des Malta International Airports inklusive deren Tochtergesellschaften und eine Aufnahme dieser in die entsprechenden Bilanzpositionen der Flughafen-Wien-Gruppe. Die Veränderungen hieraus zeigten sich aktivseitig im Wesentlichen in den Positionen des Sachanlagevermögens, der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Forderungen und sonstige Vermögenswerte und passivseitig in den langfristigen Schulden aus Personalrückstellungen, Finanzverbindlichkeiten und den übrigen Verbindlichkeiten sowie kurzfristigen Schulden aus zu tilgenden Bankkrediten.

Aus der vorläufigen Kaufpreisallokation bzw. fair-value Bewertung der neu konsolidierten Bilanzpositionen resultierte die korrespondierende Erhöhung der langfristigen, passiven latenten Steuern. Die Veränderung des Firmenwertes betrifft den auf die Flughafen-Wien-Gruppe entfallenden Anteil nach der partiellen Goodwill-Methode. Das Eigenkapital veränderte sich aufgrund des Ausweises der entsprechenden Minderheitenanteile.

Durch die Anteilsaufstockung war der bestehende at-Equity-Beteiligungsansatz in der Position Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen gegen den auf diesen Anteil entfallenden Anteilswert gewinnwirksam auszubuchen. Hieraus resultierte ein Buchgewinn in Höhe von € 51,8 Mio, der sich als Einmaleffekt ebenfalls positiv auf das Eigenkapital auswirkt.

Ab dem zweiten Quartal 2016 wird die Gewinn- und Verlustrechnung des Malta International Airport plc (MIA) samt Tochtergesellschaften in der Flughafen-Wien-Gruppe vollkonsolidiert werden.

Nettoverschuldung sinkt auf € 432,4 Mio.

Die Nettoverschuldung sank zum 31. März 2016 auf € 432,4 Mio., was trotz der Vollkonsolidierung von Malta International Airport plc (MIA) und Malta Mediterranean Link Consortium (MMLC) einer Reduktion um € 33,6 Mio. im Vergleich zum Jahresbeginn entspricht (31. Dezember 2015: € 466,0 Mio.). Während die Eigenkapitalquote um 0,2 Prozentpunkte auf 53,6% stieg, sank das Gearing deutlich aufgrund der höheren Eigenmittel von 45,7% zum 31. Dezember 2015 auf nunmehr 35,7%.

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit bei € 58,7 Mio. (Q1/2015: € 42,3 Mio.)

Der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich in den ersten drei Monaten 2016 auf € 58,7 Mio. nach € 42,3 Mio. im Vorjahr. Der Anstieg resultierte einerseits aus der operativen Ergebnisverbesserung und andererseits aus einem höheren Mittelzufluss des Working Capitals. Dies ist wiederrum im Wesentlichen auf eine erhaltene Mietvorauszahlung aufgrund der Änderung eines Bestandsvertrages und einen Rückgang der Forderungen zurückzuführen. Die Ertragsteuerzahlungen betrugen im ersten Quartal 2016 € 2,3 Mio. (Q1/2015: € 2,2 Mio.).

Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit belief sich auf plus € 37,1 Mio. nach minus € 28,8 Mio. in der Vorjahresperiode. In der Berichtsperiode erfolgten Auszahlungen für Anlagenzugänge (ohne Unternehmenserwerbe) in Höhe von € 14,2 Mio. Der Mittelabfluss aus dem Erwerb neuer Konzerngesellschaften (Gegenleistung abzüglich übernommener Zahlungsmittel) betrug im ersten Quartal 2016 minus € 17,8 Mio. Die Einzahlungen aus der zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte in Höhe von € 69,1 Mio. sind auf den Effekt eines neuen Finanzierungsleasingvertrages und der damit verbundenen Vorauszahlung zurückzuführen. Die Einzahlungen aus dem Anlagenabgang betrugen im Vorjahr € 4,1 Mio.

Der Free-Cashflow (Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit plus Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit) beläuft sich daher aufgrund des Mittelzuflusses aus dem Investitionsbereich im Q1/2016 auf € 95,8 Mio. (Q1/2015: € 13,6 Mio.).

Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von minus € 33,8 Mio. (Q1/2015: minus € 13,6 Mio.) ist auf Tilgungen und Aufnahmen von Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen.

Der Finanzmittelbestand betrug zum 31. März 2016 € 66,7 Mio. (31. Dezember 2015: € 4,7 Mio.).

Bilanzaktiva – langfristiges Vermögen steigt durch Vollkonsolidierung des Flughafen Malta

Das langfristige Vermögen veränderte sich einerseits als Folge der getätigten Abschreibungen und andererseits aufgrund der Vollkonsolidierung des Flughafen Malta von € 1.748,6 Mio. zum Jahresende 2015 auf € 2.093,6 Mio. zum 31. März 2016. Neben Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (ohne Berücksichtigung des Erwerbs von Tochtergesellschaften) in Höhe von € 11,8 Mio. (Q1/2015: € 17,0 Mio.) wurden Abschreibungen in Höhe von € 32,3 Mio. (Q1/2015: € 32,1 Mio.) erfasst. Der Anstieg der Sachanlagen von € 1.515,2 Mio. auf € 1.846,5 Mio. zum Ende des ersten Quartals spiegelt die Erweiterung des Vollkonsolidierungskreises wider. Dadurch stieg auch der Buchwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien von € 115,4 Mio. auf € 127,9 Mio. Weiters wurde auf Basis von vorläufig ermittelter beizulegender Zeitwerte ein Geschäfts- bzw. Firmenwert in Höhe von € 61,3 Mio. aus der Konsolidierung des Flughafen Malta identifiziert. Die Buchwerte der at-Equity-Beteiligungen verringerten sich zum 31. März 2016 trotz der positiven operativen Ergebnisse aufgrund des Abgangs von Malta International Airport plc (MIA) und Malta Mediterranean Link Consortium Limited (MMLC) durch die Änderung des Konsolidierungskreises von € 106,4 Mio. auf € 46,0 Mio.

Das kurzfristige Vermögen stieg im Vergleich zum Jahresende um € 4,5 Mio. auf € 165,6 Mio. (31. Dezember 2015: € 161,1 Mio.) was auf mehrere Effekte zurückzuführen ist. Die kurzfristigen Wertpapiere sanken durch die Marktwertbewertung von € 21,1 Mio. auf € 20,7 Mio. Die Vorräte stiegen hingegen durch die Vollkonsolidierung der MIA-Gruppe um € 0,6 Mio. auf € 5,5 Mio. Durch die Abbildung des Finanzierungsleasingvertrags mit Austrian Airlines kam es in der Position "Zum Verkauf stehende Vermögenswerte" zu einem Abgang der ausgewiesen Gebäude mit einem Buchwert von € 69,1 Mio. Da der Verkauf von Grundstücken mit einem Buchwert in Höhe von € 4,3 Mio. innerhalb des nächsten Jahres erwartet wird, werden diese weiter als "Zum Verkauf stehende Vermögenswerte" ausgewiesen. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (inkl. Forderungen gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen) stieg aufgrund der Erweiterung der vollkonsolidierten Konzerngesellschaften von € 39,7 Mio. auf € 46,6 Mio. Der Anstieg der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist einerseits auf geleistete Vorauszahlungen v.a. für Versicherungen und anderseits auf die Vollkonsolidierung des Flughafens Malta zurückzuführen. Die Bestände von Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalenten der neuen Konzerngesellschaften haben einen wesentlichen Anteil am Anstieg des Postens von € 4,7 Mio. zu Jahresbeginn auf € 66,7 Mio. zum Ende des ersten Quartals.

Bilanzpassiva

Das Eigenkapital erhöhte sich seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 in Summe um 18,7% auf € 1.211,2 Mio. (31. Dezember 2015: € 1.020,0 Mio.). Dies ist einerseits auf das Periodenergebnis der ersten drei Monate in Höhe von € 66,6 Mio., der auch den Einmaleffekt aus der Neubewertung der bestehenden Anteile am Flughafen Malta in Höhe von € 51,8 Mio. enthält, zurückzuführen. Die Neubewertung von leistungsorientierten Plänen und die Marktwertbewertung von Wertpapieren führten weiters zu einer Veränderung der sonstigen Rücklagen um € 0,1 Mio. Durch die Änderung des Vollkonsolidierungskreises veränderten sich der Buchwert von nicht beherrschenden Anteilen von € 0,1 Mio. auf € 124,8 Mio. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 53,6% nach 53,4% zum Jahresende 2015.

Der Anstieg der langfristigen Schulden um € 138,0 Mio. auf € 717,0 Mio. resultiert einerseits aus der Veränderung der Personalrückstellungen sowie anderseits aus der Änderung des Vollkonsolidierungskreises, wodurch u.a. die langfristigen Finanzverbindlichkeiten von € 382,5 Mio. auf € 416,5 Mio. und die Pensionsrückstellungen von € 13,7 Mio. auf € 18,1 Mio. zunahmen. Der Anstieg der übrigen langfristigen Verbindlichkeiten um € 15,9 Mio. auf € 38,2 Mio. lässt sich einerseits auf eine erhaltene Mietvorauszahlung und andererseits auf die Veränderung des Vollkonsolidierungskreises zurückführen. Die passiven latenten Steuern stiegen zum 31. März 2016 durch den Unternehmenserwerb Malta von € 19,9 Mio. auf € 102,4 Mio.

Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich in Summe um € 20,4 Mio. auf € 330,9 Mio. (31. Dezember 2015: € 310,6 Mio.). Während sich die kurzfristigen Rückstellungen um € 23,6 Mio. auf € 82,0 Mio. erhöhten, reduzierten sich die Lieferantenverbindlichkeiten um € 6,4 Mio. auf € 28,9 Mio. Die Steuerrückstellung veränderte sich aufgrund von Dotierungen infolge des positiven operativen Ergebnisses von € 26,4 Mio. zum 31. Dezember 2015 auf € 32,0 Mio. zum Ende des ersten Quartals 2016. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten verringerten sich aufgrund von Tilgungen trotz Konsolidierungskreisänderung in Summe von € 109,3 Mio. auf € 103,4 Mio. Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen durch die laufende Dotierung des Umweltfonds und Abgrenzungen im Vergleich zum 31. Dezember 2015 von € 81,3 Mio. auf € 84,7 Mio.

Investitionen

In den ersten drei Monaten 2016 wurden ohne Berücksichtigung von Unternehmenserwerben in Summe € 11,8 Mio. (Q1/2015: € 17,0 Mio.) in immaterielles Vermögen, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien investiert. Die größten Zugänge (ohne Unternehmenserwerbe) betrafen Investitionen im Zusammenhang mit der 3. Piste mit € 1,9 Mio., Investitionen für das Pistensystem 11/29 in Höhe von € 1,4 Mio. sowie einen neuen Leitrechner für die Gepäckförderanlage in Höhe von € 0,8 Mio.

Aus dem Erwerb der Konzerngesellschaften im Zusammenhang mit dem Flughafen Malta wurden auf vorläufiger Basis folgende Werte in die Konzernbilanz übernommen: € 61,3 Mio. für Geschäfts- bzw. Firmenwert, € 0,9 Mio. für immaterielle Vermögenswerte und € 363,8 Mio. auf Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien.

Risiken der zukünf tigen Ent wicklung

Die allgemeine politische und wirtschaftliche Entwicklung auf nationaler und internationaler Ebene hat starken Einfluss auf die Luftfahrtindustrie und wird daher genau beobachtet. Dabei ist festzustellen, dass sich die Gesamtrisikoposition der Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) stabil entwickelt.

Die Weltwirtschaft hat seit Mitte des Vorjahres an Schwung verloren, auch in den entwickelten Volkswirtschaften verlangsamte sich das Konjunkturtempo. So zeigten die USA und Japan gegen Jahresende eine geringere Wachstumsdynamik und auch in China verlangsamte sich die wirtschaftliche Dynamik. Es ist allerdings davon auszugehen, dass sich die Konjunktur in den entwickelten Volkswirtschaften mittelfristig wieder beleben wird. In Österreich werden für 2016 und 2017 Wachstumsraten im Bereich des Eurozonen-Schnitts vorhergesagt (Quelle: IHS, März 2016). Weltweit gesehen präsentiert die IATA (International Air Transportation Association) in Summe einen sehr positiven Ausblick auf die Luftfahrtbranche und prognostiziert für heuer die stärksten Wachstumsraten seit 2010 (Quelle: IATA, Dezember 2015).

Unsicherheiten im geopolitischen Bereich bestehen weiterhin im Hinblick auf die Krise zwischen der Europäischen Union und Russland. Aufgrund seiner Ausrichtung als Drehscheibe im Ost-/West-Verkehr ist der Flughafen Wien von den Sanktionen gegen Russland negativ betroffen. Positiv dürfte sich die schrittweise Aufhebung der Sanktionen gegenüber dem Iran im Zuge des Abschlusses des sogenannten Atomabkommens auswirken.

Trotz des Passagierrückgangs in Höhe von 3% konnten die Austrian Airlines das Geschäftsjahr 2015 mit einer deutlichen Ergebnissteigerung abschließen. Das EBIT lag mit € 54 Mio. (2014: € 17 Mio.) zum dritten Jahr in Folge im positiven Bereich. Im Jahresvergleich konnte im ersten Quartal 2016 wieder ein Wachstum im Passagiervolumen in Höhe von 3,7% generiert werden. Im Hinblick auf die besonders wichtigen Langstrecken sind weiterhin Umstrukturierungen zu beobachten. Nachdem seit April Shanghai neu im Flugplan aufscheint, werden ab September Hong Kong und ab Oktober 2016 Havanna ebenfalls neu angeflogen. Das Angebot nach Tokio und Delhi wird bzw. wurde im Abtausch dazu jedoch eingestellt. Auf der Kurz- und Mittelstrecke wird die Flottenerneuerung wie geplant fortgesetzt. Dabei werden insgesamt 21 Flugzeuge vom Typ Fokker 70 und 100 durch 17 wesentlich größere Embraer 195 ersetzt. Dies könnte auch in den nächsten Jahren eine gegenüber dem Passagierwachstum gedämpfte Bewegungsentwicklung bewirken, was die Wachstumspotenziale des Ground-Handlings abschwächen würde. In Summe geht die FWAG davon aus, dass die Airline die Basis für die Fortsetzung der bestehenden Netzwerkstrategie mit dem Fokus Ost-West-Transfer gelegt hat.

Bei airberlin, der Eigentümerin von NIKI, ist die wirtschaftliche Situation nach wie vor angespannt. Trotz umfassender Maßnahmen wurde für 2015 ein Verlust von über € 400 Mio. ausgewiesen, und im ersten Quartal 2016 fielen die Passagierzahlen auf Gruppenebene weiter. Die heimische Tochter NIKI ist laut Konzernangaben im operativen Betrieb profitabel, jedoch auch von der übergeordneten Strategie und Entwicklung der airberlin-Gruppe betroffen. Die FWAG beobachtet diese Entwicklungen laufend und erwartet aus der strategischen Neuausrichtung auch Auswirkungen auf das Passagieraufkommen am Standort.

Von anderen Airlines am Standort wurden positive Ausbaupläne bekannt gegeben. easyJet bietet auch 2016 neue Destinationen an, Eurowings nahm mit dem Sommerflugplan 2016 einen zweiten Airbus A320 am Standort in Betrieb und erweiterte damit das Portfolio um fünf zusätzliche Destinationen. Ab 1. Juli wird Emirates das größte Passagierflugzeug der Welt, den Airbus A380, auf einer der beiden täglichen Linienverbindungen von Dubai nach Wien einsetzen.

In der unmittelbaren Catchment Area werden insbesondere die Aktivitäten von Nicht-Netzwerk-Carriern wie Ryanair am Flughafen Bratislava nach wie vor als relevant erachtet und genau beobachtet.

Die vom ehemaligen Bestandsnehmer Rakesh Sardana gegen die FWAG in New York eingebrachte Klage über rund € 150 Mio. wegen vermeintlicher Diskriminierung entbehrt nach Auffassung der FWAG jeder sachlichen und rechtlichen Grundlage.

Bei der ab 30. März 2016 vollkonsolidierten Flughafen-Beteiligung in Malta besteht neben den oben genannten branchenspezifischen Risiken Unsicherheit hinsichtlich des wirtschaftlichen Turnarounds des Home Carriers Air Malta (Marktanteil 2015: rd. 37%). Eine allfällige Insolvenz der Airline hätte voraussichtlich kurzfristig negative Folgen für den Flughafen Malta. Derzeit wird von der Air Malta ein Restrukturierungsplan umgesetzt, der die nachhaltige wirtschaftliche Überlebensfähigkeit des Carriers sicherstellen soll. Im Rahmen dieses Restrukturierungsplans wurden bereits substantielle Fortschritte erzielt.

Nach dem erstinstanzlichen positiven Bescheid fand Anfang Jänner 2015 am Bundesverwaltungsgericht die zweitinstanzliche Verhandlung im Genehmigungsverfahren des Projekts "Parallelpiste 11R/29L" (3. Piste) statt. Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts wird aus heutiger Sicht frühestens Mitte 2016 erwartet. In der Folge muss auch mit der Befassung der Höchstgerichte, eventuell auch des EuGH gerechnet werden. Auf Basis der heute abschätzbaren Passagierentwicklung erreicht der Flughafen Wien seine Kapazitätsgrenze nach dem Jahr 2020, weshalb das Projekt mit Nachdruck verfolgt wird, um eine rechtzeitige Verfügbarkeit sicherzustellen. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids wird die Flughafen Wien AG auf Basis der erwarteten Passagier- und Flugbewegungsentwicklung, sowie einer aktualisierten Wirtschaftlichkeitsrechnung die Entscheidung über die Realisierung treffen. Im Falle einer Nichtrealisierung des Projekts wären voraussichtlich wesentliche Teile der aktivierten (Projekt-)Kosten abzuschreiben, in der Höhe abhängig davon, inwieweit sich eine alternative Verwendungs- bzw. Verwertungsmöglichkeit ergibt.

Sämtliche Bewertungen von Vermögensgegenständen erfolgten unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub.

Sonstige Angaben

Betreffend die Angaben zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Unternehmen bzw. Personen verweisen wir auf Punkt 9 der Anhangsangaben zum Konzernzwischenabschluss.

Guidance für Periodenergebnis 2016 bestätigt

Verkehrsentwicklung im April 2016: Flughafen-Wien-Gruppe verzeichnete im April 2,3 Mio. Passagiere, leichtes Minus von 1,5%, kumuliert Jänner bis April plus 2,5% Der Flughafen Wien inklusive seiner Auslandsbeteiligungen Malta Airport und Flughafen Košice verzeichnete mit insgesamt 2,3 Mio. Passagieren im April 2016 einen leichten Rückgang von 1,5% gegenüber April 2015. Kumuliert von Jänner bis April 2016 stieg das Passagieraufkommen allerdings um 2,5% auf 7,6 Mio. Reisende.

Flughafen Wien im April 2016: Passagierrückgang von minus 3,4%, aber starkes Plus in Malta (plus 5,7%) und Košice (plus 33,5%), erfreulich starkes Frachtwachstum (plus 8,9%)

Am Flughafen Wien ging das Passagieraufkommen im April 2016 um 3,4% gegenüber dem April des Vorjahres auf 1.850.605 Reisende zurück. Der Grund dafür sind vor allem der – anders als im April 2015 – heuer in den März gefallene Osterreiseverkehr, Kapazitätsreduktionen bei Fluglinien, die Folgen der Terrorakte in Brüssel und die Krisensituationen in Russland und im Nahen und Mittleren Osten, sowie ein allgemein zurückhaltendes Buchungsverhalten und Kapazitätsreduktionen bei Urlaubsdestinationen wie Türkei, Ägypten, Tunesien und anderen Regionen. Die Anzahl der Transferpassagiere war daher im April 2016 um 7,8% und die Anzahl der Lokalpassagiere um 1,7% rückläufig. Die Flugbewegungen sanken im April 2016 um 1,8% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Frachtaufkommen stieg hingegen im April 2016 mit plus 8,9% im Vergleich zum Vorjahr stark an. Ein deutliches Passagierplus gab es im April für Malta (plus 5,7%) und Košice (plus 33,5%).

Am Flughafen Wien entwickelte sich das Passagieraufkommen nach Westeuropa im April 2016 mit minus 0,2% stabil, Osteuropa verzeichnete einen Rückgang um 4,4%. Das Passagieraufkommen in den Fernen Osten stieg im April 2016 um 1,3%, jenes in den Nahen und Mittleren Osten sank krisenbedingt um 6,4%. Nach Nordamerika war das Passagieraufkommen mit minus 9,4% im April 2016 rückläufig, nach Afrika ging das Passagieraufkommen um 35,1% zurück.

Guidance

Bei der Verkehrseinschätzung für das Jahr 2016 rechnet der Flughafen Wien weiterhin mit einem Passagierwachstum zwischen 0% und 2% und einer flachen Entwicklung der Flugbewegungen zwischen minus 1% und 0% für den Standort Wien. Hinsichtlich der Finanz-Guidance rechnet die FWAG unter Berücksichtigung der Vollkonsolidierung des Flughafen Malta mit einem Umsatz größer € 740 Mio., einem EBITDA größer € 310 Mio. und einem Periodenergebnis (vor nicht beherrschenden Anteilen, bereinigt um Einmaleffekt aus der Neubewertung der bestehenden Anteile am Flughafen Malta) von über € 115 Mio. Auch die Nettoverschuldung soll weiter sinken und zu Jahresende unter € 400 Mio. liegen.

Schwechat, 9. Mai 2016 Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO

Verkürzter Konzernzwischen a b s c h l u s s zum 31. März 2016

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

in T€ Q1/2016 Q1/20151 V. in %
Umsatzerlöse 142.734,9 140.717,8 1,4
Sonstige betriebliche Erträge 3.615,3 3.553,0 1,8
Betriebsleistung 146.350,2 144.270,8 1,4
Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen -8.572,4 -9.569,7 -10,4
Personalaufwand -64.800,4 -62.199,6 4,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen -17.581,6 -18.531,6 -5,1
Anteilige Periodenergebnisse at-Equity Unternehmen 1.386,1 1.154,2 20,1
Neubewertung von at-Equity-Anteilen aufgrund von
Unternehmenserwerben
51.827,3 0,0 n.a.
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
(EBITDA) 108.609,2 55.124,1 97,0
Planmäßige Abschreibungen -32.266,0 -32.070,7 0,6
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 76.343,2 23.053,4 231,2
Zinsertrag 59,3 983,6 -94,0
Zinsaufwand -5.264,3 -5.738,3 -8,3
Finanzergebnis -5.205,1 -4.754,8 9,5
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 71.138,2 18.298,6 288,8
Ertragsteuern -4.557,2 -4.248,8 7,3
Periodenergebnis 66.580,9 14.049,8 373,9
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der
Muttergesellschaft
66.582,6 14.050,5 373,9
Nicht beherrschende Anteile -1,7 -0,6 155,9
Ergebnis je Aktie (in €, verwässert = unverwässert) 3,17 0,67 373,9

1) angepasst

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

in T€ Q1/2016 Q1/2015 V. in %
Periodenergebnis 66.580,9 14.049,8 373,9
Sonstiges Ergebnis aus Posten, die in künftigen Perioden nicht in die Konzern
Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen 184,8 1.025,7 -82,0
darauf entfallende latente Steuern -46,2 -256,4 -82,0
Sonstiges Ergebnis aus Posten, die in künftigen Perioden gegebenenfalls in die
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Ergebnis aus der Marktwertbewertung von zur Veräuße
rung verfügbaren Wertpapieren
-293,6 -236,8 24,0
davon erfolgsneutrale
Veränderung
-293,6 -236,8 24,0
darauf entfallende latente Steuern 73,4 59,2 24,0
Sonstiges Ergebnis -81,6 591,7 -113,8
Gesamtergebnis 66.499,4 14.641,5 354,2
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 66.501,0 14.642,2 354,2
Nicht beherrschende Anteile -1,7 -0,6 155,9

Konzern-Bilanz

in T€ 31.3.2016 31.12.2015 V. in %
AKTIVA
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 70.409,6 8.881,3 692,8
Sachanlagen 1.846.544,8 1.515.192,2 21,9
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 127.860,0 115.384,1 10,8
Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen 46.005,5 106.440,0 -56,8
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.776,7 2.663,0 4,3
2.093.596,7 1.748.560,6 19,7
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 5.549,9 4.946,9 12,2
Wertpapiere 20.746,7 21.050,9 -1,4
Zum Verkauf stehende Vermögenswerte 4.307,9 73.403,0 -94,1
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 68.255,7 57.026,2 19,7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 66.724,6 4.668,5 n.a.
165.584,8 161.095,4 2,8
Summe Aktiva 2.259.181,5 1.909.656,0 18,3
PASSIVA
Eigenkapital
Grundkapital 152.670,0 152.670,0 0,0
Kapitalrücklagen 117.657,3 117.657,3 0,0
Sonstige Rücklagen -16.507,6 -16.426,1 0,5
Einbehaltene Ergebnisse 832.575,6 765.993,0 8,7
Den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar 1.086.395,3 1.019.894,3 6,5
Nicht beherrschende Anteile 124.808,6 104,3 n.a.
1.211.203,9 1.019.998,5 18,7
Langfristige Schulden
Rückstellungen 159.916,2 154.393,6 3,6
Finanzverbindlichkeiten 416.519,2 382.467,5 8,9
Übrige Verbindlichkeiten 38.208,4 22.339,7 71,0
Latente Steuern 102.385,4 19.858,5 415,6
717.029,2 579.059,3 23,8
Kurzfristige Schulden
Steuerrückstellungen 31.983,9 26.368,8 21,3
Übrige Rückstellungen 82.010,2 58.452,9 40,3
Finanzverbindlichkeiten 103.353,4 109.253,9 -5,4
Lieferantenverbindlichkeiten 28.874,0 35.241,3 -18,1
Übrige Verbindlichkeiten 84.726,9 81.281,1 4,2
330.948,4 310.598,1 6,6
Summe Passiva 2.259.181,5 1.909.656,0 18,3
>

Konzern-Geldflussrechnung

in T€ Q1/2016 Q1/2015 V. in %
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 58.676,7 42.321,7 38,6
+ Einzahlungen aus Anlagenabgang 58,5 4.145,2 -98,6
- Auszahlungen für Anlagenzugang -14.196,8 -32.909,0 -56,9
Einzahlungen für als zur Veräußerung gehaltene
+ Vermögenswerte 69.095,1 0,0 n.a.
- Auszahlungen für Unternehmenserwerbe -17.820,5 0,0 n.a.
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit 37.136,3 -28.763,8 n.a.
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanz
+ verbindlichkeiten 243,1 224,1 8,5
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanz
verbindlichkeiten -34.000,0 -13.800,0 146,4
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit -33.756,9 -13.575,9 148,7
Veränderung des Finanzmittelbestandes 62.056,1 -18,0 n.a.
+ Finanzmittelbestand am Beginn der Periode 4.668,5 2.242,1 108,2
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 66.724,6 2.224,1 n.a.

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar
in T€ Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Summe
sonstige
Rücklagen
Einbe
haltene
Ergebnisse
Gesamt Nicht
beherr
schende
Anteile
Gesamt
Stand zum
1.1.2015
152.670,0 117.657,3 -18.097,6 700.209,4 952.439,0 110,0 952.549,0
Marktwertbewer
tung von Wertpa
pieren
-177,6 -177,6 -177,6
Neubewertungen
aus leistungsori
entierten Plänen
769,3 769,3 769,3
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 591,7 0,0 591,7 0,0 591,7
Periodenergebnis 14.050,5 14.050,5 -0,6 14.049,8
Gesamtergebnis 0,0 0,0 591,7 14.050,5 14.642,2 -0,6 14.641,5
Stand zum
31.3.2015
152.670,0 117.657,3 -17.505,9 714.259,8 967.081,2 109,3 967.190,6
Stand zum
1.1.2016 152.670,0 117.657,3 -16.426,1 765.993,0 1.019.894,3 104,3 1.019.998,5
Marktwertbewer
tung von Wertpa
pieren
-220,2 -220,2 -220,2
Neubewertungen
aus leistungsori
entierten Plänen
138,6 138,6 138,6
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 -81,6 0,0 -81,6 0,0 -81,6
Periodenergebnis 66.582,6 66.582,6 -1,7 66.580,9
Gesamtergebnis 0,0 0,0 -81,6 66.582,6 66.501,0 -1,7 66.499,4
Änderung aus
Unternehmens
erwerben
0,0 124.706,0 124.706,0
Stand zum
31.3.2016
152.670,0 117.657,3 -16.507,6 832.575,6 1.086.395,3 124.808,6 1.211.203,9

A u s g e w ä h l t e e r l ä u t e r n d e A n h a n g s a n g a b e n

(1) Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der Flughafen Wien AG zum 31. März 2016 erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34, wie er in der Europäischen Union (EU) anzuwenden ist.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) nicht all jene Informationen und Angaben, die in einem vollständigen Abschluss verpflichtend sind, und sollte daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss der Flughafen Wien AG zum 31. Dezember 2015 gelesen werden.

Neben den Angaben im vorliegenden Anhang und Konzernzwischenabschluss sind weitere erläuternde Angaben im Lagebericht enthalten (IAS 34.16A).

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde weder einer Abschlussprüfung noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im verkürzten Konzernzwischenabschluss wurden, mit Ausnahme der für die aktuelle Periode neu anzuwendenden Standards, die gleichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Berechnungsmethoden befolgt wie im Konzernabschluss 2015. Für weitergehende Angaben zu den angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie der ab 1. Jänner 2016 neu anzuwendenden Standards wird auch auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015, der die Grundlage für den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss darstellt, verwiesen.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden folgende neue und überarbeitete Standards erstmalig angewendet:

  • Verbesserungen einzelner IFRS (Improvement Project 2010-2012)
  • Verbesserungen einzelner IFRS (Improvement Project 2012–2014)
  • Änderungen zu IAS 19 "Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge"
  • Änderungen zu IFRS 11 "Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinsamen Geschäftstätigkeit"
  • Änderungen zu IAS 16 und IAS 38 "Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden"
  • Änderungen zu IAS 16 und IAS 41: "Landwirtschaft: fruchttragende Pflanzen"
  • Änderungen zu IAS 27: "Anwendung der Equity-Methode in separaten Abschlüssen"
  • Änderungen zu IAS 1: "Angabeninitiative"

Aus der Berücksichtigung der neu anzuwendenden Standards resultierten keine wesentlichen Änderungen für den Konzernzwischenabschluss.

Die at-Equity-Ergebnisse werden ab dem Berichtsjahr aufgrund des operativen Charakters der in den Konzernabschluss der Flughafen-Wien-Gruppe at-Equity einbezogenen Gesellschaften zur Verbesserung hinsichtlich der entsprechenden Darstellung der Ertragslage innerhalb des operativen Ergebnisses (EBIT) ausgewiesen. Diese Änderung wurde vorgenommen, weil dies die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verbessert. Die Vorjahres-Angaben wurden angepasst.

Firmenwerte aus dem Erwerb von Tochterunternehmen werden nach der partiellen Goodwill-Methode erfasst.

Bei der Summierung gerundeter Beträge und %-Angaben können sich durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen ergeben.

(3) Konsolidierungskreis

Seit dem 31. Dezember 2015 gab es folgende Änderungen des Konsolidierungskreises: Mit Closing vom 30. März 2016 wurden durch die Erfüllung der Abschlussbedingungen die indirekten Anteile von SNC-Lavalin Group Inc. an MMLC Holdings Malta Limited (MMLC Holding, vormals SNC-Lavalin (Malta) Limited, SNCL Malta) durch die Flughafen-Wien-Gruppe erworben. MMLC Holding ist mit 38,75% an der Konsortialgesellschaft Malta Mediterranean Link Consortium Limited (MMLC) beteiligt, die ihrerseits 40% an Malta International Airport plc (Flughafen Malta) hält. Damit steigt der konsolidierte Anteil der Flughafen Wien AG am Flughafen Malta (MIA-Gruppe) auf durchgerechnet 48,44%. Durch diese Transaktion übt die Flughafen-Wien-Gruppe die Beherrschung über die folgenden Gesellschaften aus:

  • MIA Holding Canada Ltd (Konzernanteil: 100%)
  • MMLC Holdings Malta Limited, MMLC Holding (Konzernanteil: 100%)
  • Malta Mediterranean Link Consortium Limited, MMLC (Konzernanteil: 95,85%)
  • Malta International Airport plc, MIA bzw. MIA-Gruppe (Konzernanteil durchgerechnet: 48,44%)
  • Airport Parking Limited
  • Sky Parks Development Limited
  • Sky Parks Business Centre
  • Kirkop PV Farm Limited
  • Luqa PV Farm Limited
  • Gudja PV Farm Limited
  • Gudja Two PV Farm Limited
  • Gudja Three PV Farm Limited

Diese Gesellschaften wurden daher mit 30. März 2016 in den Vollkonsolidierungskreis der Flughafen-Wien-Gruppe aufgenommen. Während die Konsortialgesellschaft MMLC, MMLC Holdings Malta Limited und MIA Holding Canada Ltd. im Sonstigen Segment (ausgenommen Firmenwerte) ausgewiesen werden, werden die Informationen betreffend Malta International Airport plc (MIA) inkl. ihrer Beteiligungen (zusammen MIA-Gruppe) in einem eigenen Segment (Malta) gem. IFRS 8.11 ausgewiesen.

Zum 31. März 2016 werden in den verkürzten Konzernzwischenabschluss neben der Flughafen Wien AG siebzehn inländische (31. Dezember 2015: 17) und neunzehn ausländische (31. Dezember 2015: 7) Tochterunternehmen einbezogen, die von der Flughafen Wien AG beherrscht werden. Weiters wurden drei inländische Unternehmen (31. Dezember 2015: 3) und ein ausländisches Unternehmen (31. Dezember 2015: 3) nach der Equity-Methode bewertet. Bis zum 30. März 2016 wurden die Gesellschaften Malta Mediterranean Link Consortium Limited (MMLC) und Malta International Airport plc (MIA) nach der at-Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Drei (31. Dezember 2015: 3) Tochterunternehmen wurden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den verkürzten Konzernzwischenabschluss einbezogen.

(4) Er werb von Tochterunternehmen

Mit 30. März 2016 erwarb der Konzern indirekt 100% der Anteile an MMLC Holdings Malta Limited. Dadurch stieg der Anteil an dem Tochterunternehmen Malta Mediterranean Link Consortium Limited (MMLC) von 57,1% auf 95,85%, wodurch die Flughafen-Wien-Gruppe die MMLC nunmehr beherrscht. Infolge der Beherrschung der MMLC und unter Berücksichtigung des 10,1%-Anteils der VIE (Malta) Limited erlangte der Konzern auch die Beherrschung über den Flughafen Malta inkl. dessen Beteiligungen. Die Beherrschung über den Flughafen Malta inkl. dessen Beteiligungen ergibt sich dadurch, dass MMLC über umfangreiche Rechte zur Bestellung von Organen beim Flughafen Malta verfügt.

In den kommenden Jahren erwartet die Flughafen-Wien-Gruppe positive operative und finanzielle Ergebnisse des Flughafen Malta. Die Gesellschaft Malta International Airport plc (MIA) und ihre Beteiligungen (MIA-Gruppe) ist einem eigenen Segment "Malta" zugeordnet.

Die Kaufpreisermittlung erfolgte aus Basis vorläufig ermittelten beizulegenden Zeitwerten.

Übertragene Gegenleistung

Nachstehend sind die zum Erwerbszeitpunkt ermittelten beizulegenden Zeitwerte jeder Hauptgruppe von Gegenleistungen zusammengefasst:

Beträge in T€
Zahlungsmittel 63.688,8
Beizulegender Zeitwert der zuvor gehaltenen Anteile 113.647,9
Gesamt 177.336,7

Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten

Bei dem Konzern sind bisher mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten in Höhe von T€ 512,5 für Rechtsberatungsgebühren und Due Diligence angefallen. Diese Kosten wurden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Identifizierbare erworbene Vermögenswerte und übernommene Schulden

Nachstehend sind die erfassten Beträge der erworbenen Vermögenswerte und der übernommenen Schulden (zum beizulegenden Zeitwert) zum Erwerbszeitpunkt zusammengefasst:

Beträge in T€
Immaterielle Vermögenswerte 922,1
Sachanlagen 345.862,2
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 17.935,8
Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 103,2
Vorräte 812,3
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 13.258,8
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 45.868,3
Summe Vermögenswerte 424.762,5
Langfristige Rückstellungen -4.428,4
Langfristige Finanzverbindlichkeiten -34.051,7
Langfristige übrige Verbindlichkeiten -6.189,3
Latente Steuern -83.788,4
Kurzfristige Rückstellungen -23.129,6
Lieferantenverbindlichkeiten -2.457,5
Summe Schulden -183.975,4
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 240.787,1

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten -27.856,4

Die Kaufpreisallokation wurde vorläufig auf Basis von vorläufig ermittelter beizulegen
der Zeitwerte der erworbenen wesentlichen Vermögenswerte vorgenommen.

Die erstmalige Bilanzierung des Unternehmenserwerbs wurde zum Ende der Berichtsperiode aufgrund der Zeitnähe zum Abschlussstichtag in Übereinstimmung mit IFRS 3.45ff lediglich vorläufig vorgenommen. Wenn innerhalb eines Jahres vom Erwerbszeitpunkt neue Informationen über Tatsachen und Umstände bekannt werden, die zum Erwerbszeitpunkt bestanden und die zu Berichtigungen der vorstehenden Beträge oder zu zusätzlichen Rückstellungen geführt hätten, wird die Bilanzierung des Unternehmenserwerbs angepasst.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen fällige Bruttobeträge der vertraglichen Forderungen von T€ 10.114,0, wovon T€ 0,0 zum Erwerbszeitpunkt als voraussichtlich uneinbringlich eingeschätzt wurden.

Geschäfts- bzw. Firmenwert

Der Geschäfts- bzw. Firmenwert wurde infolge des Erwerbs wie folgt erfasst:

Beträge in T€
Übertragene Geldleistung 63.688,8
Beizulegender Zeitwert des zuvor gehaltenen Anteils 113.647,9
Anteiliges Nettovermögen der nicht beherrschenden Anteile 124.706,0
Abzüglich: Beizulegender Zeitwert der identifzierbaren Netto-Vermögenswerte -240.787,1
Geschäfts- bzw. Firmenwert 61.255,5

Die nicht beherrschenden Anteile (4,15% Malta Mediterranean Link Consortium Limited bzw. durchgerechnet 51,56% Malta International Airport plc) wurden zum Erwerbszeitpunkt bilanziert und unter Bezugnahme auf deren beizulegenden Zeitwert mit T€ 124.706,0 bewertet.

Die Neubewertung mit dem beizulegenden Zeitwert des bestehenden Anteils des Konzerns führte zu einem Gewinn in Höhe von T€ 51.827,3 (T€ 113.647,9 abzüglich T€ 61.820,7 Buchwert des Unternehmens, das nach der Equity-Methode bilanziert wurde). Dieser Betrag ist in den at-Equity-Ergebnissen ausgewiesen.

Aus dem Erwerb ist ein Geschäfts- bzw. Firmenwert entstanden, welcher steuerlich nicht abzugsfähig ist.

Nettoabfluss von Zahlungsmitteln aus dem Erwerb

Beträge in T€
Gegenleistung in Form von Zahlungsmittel 63.688,8
Abzüglich: Erworbene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -45.868,3
17.820,5

Auswirkungen des Erwerbs auf die Ergebnisse des Konzerns

Der Flughafen Malta wird ab 30. März 2016 vollkonsolidiert. Erträge und Aufwendungen werden ab dem zweiten Quartal 2016 in den Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Insgesamt wird der Flughafen Malta zum Umsatz- und Ergebniswachstum des Konzerns beitragen.

In den ersten drei Monaten 2016 wurden keine Umsatzerlöse bzw. Gewinne in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Hätte der Erwerb am 1. Jänner 2016 stattgefunden, wären im Konzern Umsatzerlöse im ersten Quartal 2016 in Höhe von rund € 154 Mio. und ein Konzern-Periodenergebnis für das erste Quartal 2016 in Höhe von rund € 67 Mio. (inkl. Einmaleffekt aus der Neubewertung) erfasst worden. Bei der Ermittlung dieser Beträge hat das Management angenommen, dass die vorläufig ermittelten beizulegenden Zeitwerte auch im Falle eines Erwerbes am 1. Jänner 2016 gültig gewesen wären.

(5) Informationen zu Geschäftssegmenten (IFRS 8)

Nach IFRS 8 orientiert sich die Segmentberichterstattung an der internen Berichterstattung des Konzerns. Bei der Flughafen-Wien-Gruppe stellen die Geschäftsbereiche der Flughafen Wien AG, nach denen die Gesellschaft organisiert ist, sowie die einzelnen Tochtergesellschaften und Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen, die einzelnen Geschäftssegmente dar, die zu den Berichtssegmenten Airport, Handling, Retail & Properties, Malta und Sonstige Segmente zusammengefasst werden. Die Steuerung der Unternehmensgruppe erfolgt anhand der Berichterstattungen zur Erfolgsrechnung, zu Investitionen und Personalangaben der jeweiligen Bereiche der Flughafen Wien AG sowie der Umsätze, EBITDAs, EBITs, der vorgesehenen Investitionen und Personalzahlen der einzelnen Tochtergesellschaften.

Segmenterlöse und Segmentergebnisse 2016 und 2015

Hinweis: Da die MIA-Gruppe künftig ein neues, eigenes Berichtssegment – erst mit 30. März 2016 in den Vollkonsolidierungskreis der Flughafen-Wien-Gruppe aufgenommen wurden, wird deren Segmentergebnis erst ab dem zweiten Quartal 2016 dargestellt.

Q1/2016 in T€ Airport Handling Retail &
Properties
Sonstige
Segmente
Konzern
Externe Segmentumsätze 73.960,4 35.776,2 28.530,3 4.468,0 142.734,9
Interne Segmentumsätze 9.088,3 17.040,9 4.169,4 27.771,0
Segmentumsätze 83.048,7 52.817,1 32.699,8 32.239,1
Segment EBITDA 26.398,4 1.509,8 19.979,7 60.721,41 108.609,21
Segment EBITDA-Marge (in%) 31,8% 2,9% 61,1% n.a.
Segment EBIT 4.332,0 145,1 15.516,1 56.350,01 76.343,21
Segment EBIT-Marge (in%) 5,2% 0,3% 47,5% n.a.

1) inkl. Einmaleffekt aufgrund der Neubewertung der at-Equity-bilanzierten Anteile am Flughafen Malta in Höhe von T€ 51.827,3, EBITDA bereinigt: T€ 56.782,0, EBIT bereinigt T€ 24.516,0; Segment Sonstige Segmente: EBITDA bereinigt: T€ 8.894,1, EBIT bereinigt T€ 4.522,7

Q1/2015 in T€ Airport Handling Retail &
Properties
Sonstige
Segmente
Konzern
Externe Segmentumsätze 70.882,1 35.184,9 30.895,6 3.755,2 140.717,8
Interne Segmentumsätze 8.693,5 17.455,9 4.089,5 25.141,3
Segmentumsätze 79.575,6 52.640,7 34.985,1 28.896,6
Segment EBITDA 25.007,1 3.080,1 20.681,3 6.355,71 55.124,11
Segment EBITDA–Marge (in %) 31,4% 5,9% 59,1% 22,0%
Segment EBIT 1.667,3 1.657,3 16.565,0 3.163,71 23.053,41

Segment EBIT–Marge (in %) 2,1% 3,1% 47,3% 10,9%

1) Vorjahr um Ausweis at-Equity-Ergebnisse angepasst

Positionen wie Finanzergebnis oder Steueraufwand je operatives Segment werden bei den Segmentinformationen nicht angegeben, da die interne Berichterstattung nur die Positionen bis einschließlich des EBIT umfasst und diese anderen Positionen zentral überwacht werden. Auf eine gesonderte Überleitung bis zum EBT wird an dieser Stelle verzichtet. Das verbleibende Finanzergebnis ist nicht zugeordnet, auch aufgrund der Tatsache, dass es zu keiner Zuordnung der Schulden auf die Segmente kommt. Die Schulden des Flughafen-Wien-Konzerns werden von einer zentralen, übergeordneten Stelle überwacht.Die at-Equity Ergebnisse werden den Sonstigen Segmenten zugewiesen.

(5.1) Segment Airpor t

Das Segment Airport umfasst den laufenden Betrieb und die Instandhaltung aller Bewegungsflächen der Terminals und der vorfeldseitigen Infrastruktur, sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung. In den Verantwortungsbereich dieses Segments fallen zudem: die Betreuung bestehender sowie die Akquisition neuer Airlines, der Betrieb der Lounges, die Vermietung von Einrichtungen an Fluglinien, die Flugbetriebsleitung, Feuerwehr, Ambulanz, Zutrittskontrollen und der Winterdienst.

Wettbewerbsfähige Entgelte

Per 1. Jänner 2016 wurden die Entgelte gemäß der im Flughafenentgeltegesetz (FEG) festgesetzten Indexformel wie folgt geändert:


Landeentgelt, Infrastrukturentgelt Airside, Parkentgelt:
+1,01%

Fluggastentgelt, Infrastrukturentgelt Landside, Sicherheitsentgelt:
+0,85%

Infrastrukturentgelt Betankung:
+0,86%

Das PRM-Entgelt blieb mit € 0,38 pro abfliegenden Passagier unverändert.

Umsatzplus im Segment Airport von 4,3% durch positives Verkehrsergebnis

In den ersten drei Monaten 2016 stieg der externe Umsatz im Segment Airport von € 70,9 Mio. auf € 74,0 Mio. Grund für dieses Plus waren einerseits die Passagierentgelte, die infolge des Passagierwachstums, der Erhöhung der Entgelte ab Jahresbeginn und durch den Rückgang der Transferpassagiere (und des davon abhängigen Transferincentives) von € 30,2 Mio. auf € 31,3 Mio. zulegten. Andererseits erhöhten sich auch die Umsätze aus den Sicherheitsentgelten aufgrund der Entgeltanpassungen des Vorjahres sowie jener ab 1. Jänner um € 1,6 Mio. auf € 18,2 Mio. zu. Die Erlöse aus Landeentgelten (inkl. Abstellung und Hangerierung) stiegen trotz leicht rückgängiger Bewegungen, wegen des höherem MTOW sowie Entgeltanpassungen um 1,1% auf € 13,4 Mio. (Q1/2015: € 13,3 Mio.). Die positive Entwicklung der Lounges setzte sich auch Anfang 2016 fort. Die externen Umsatzerlöse der Lounges stiegen von € 1,5 Mio. auf € 1,7 Mio. Die internen Umsatzerlöse stiegen im Periodenvergleich aufgrund höherer interner Vermietungen um € 0,4 Mio. auf € 9,1 Mio. Die anderen Erträge (inkl. aktivierter Eigenleistungen) betrugen € 0,5 Mio. (Q1/2015: € 1,4 Mio.).

Der externe Materialaufwand verringerte sich im Quartalsvergleich leicht um 4,5% auf € 0,8 Mio. Der Personalaufwand stieg hingegen um € 0,2 Mio. auf € 10,4 Mio. aufgrund der kollektivvertraglichen Erhöhungen bei einem leicht geringeren durchschnittlichen Personalstand von 487 Mitarbeitern (Q1/2015: 495 Mitarbeiter). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken im Vergleich zur Vorjahresperiode um € 0,8 Mio. auf € 9,0 Mio. Dies ist großteils auf geringere externe Wartungskosten für IKT-Gewerke (Informations- und Kommunikationstechnologie) zurückzuführen, da diese Dienstleistungen vermehrt vom Segment Sonstige Segmente bezogen werden. Der interne Betriebsaufwand stieg daher aufgrund der Gewerkeübernahme von Bereichen des Segments Sonstige Segmente im ersten Quartal 2016 von € 35,3 Mio. auf € 37,1 Mio.

EBITDA steigt um 5,6% auf € 26,4 Mio.

Im Segment Airport verbesserte sich das EBITDA um € 1,4 Mio. auf € 26,4 Mio. Unter Berücksichtigung der gesunkenen Abschreibung (u.a. aufgrund der Überstellung von EDV-Anlagen in andere Segmente) im Ausmaß von € 22,1 Mio. (Q1/2015: € 23,3 Mio.) wurde ein Segment-EBIT in Höhe von € 4,3 Mio. nach € 1,7 Mio. in der Vergleichsperiode erzielt. Die EBITDA-Marge erhöhte sich leicht von 31,4% auf 31,8%, die EBIT-Marge verbesserte sich von 2,1% auf 5,2%.

(5.2) Segment Handling

Das Segment Handling erbringt als Ground- und Fracht-Handling-Agent Servicedienstleistungen bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren des Linien, Charterund General-Aviation-Verkehrs. Die General Aviation umfasst Flüge der zivilen Luftfahrt mit Ausnahme des Linien- und Charterverkehrs. In ihr enthalten sind sowohl private als auch gewerbliche Flüge, wie zum Beispiel von Bedarfsfluggesellschaften, privaten Personen, Firmenjets oder von Rettungsfluggesellschaften. Neben der General Aviation umfasst das Leistungsspektrum der Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. (VAH) auch den Betrieb des VIP- & Business-Centers am Flughafen Wien. Weiters umfasst das Segment Handling Tätigkeiten im Bereich der Sicherheitskontrolle, die durch die Konzerntochter Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS) erbracht werden. Seit 2015 erbringt die Tochtergesellschaft Vienna Passenger Handling Services GmbH (VPHS) Bodenverkehrsdienstleistungen im Sinne des Flughafen-Bodenabfertigungsgesetzes.

Umsatzplus im Segment Handling um 1,7% auf € 35,8 Mio.

Im ersten Quartal 2016 konnten die externen Umsätze des Segments Handling um € 0,6 Mio. auf € 35,8 Mio. zulegen (Q1/2015: € 35,2 Mio.). Während die Umsatzerlöse aus den Vorfeldabfertigung durch den Einsatz größerer Luftfahrzeuge, Gewinnung neuer Kunden sowie Preisanpassungen von € 23,2 Mio. auf € 23,9 Mio. zulegten, reduzierten sich die Erlöse aus der Frachtabfertigung durch die Verschiebung der Relation zwischen Exporten und Importen sowie durch eine Verschiebung von importseitigem Lokalgeschäft in Richtung Trucking in den ersten drei Monaten um € 0,2 Mio. auf € 6,5 Mio. Ein Umsatzplus von € 0,2 Mio. auf € 2,9 Mio. verzeichneten die Erlöse aus der Verkehrsabfertigung.

Die externen Umsatzerlöse der Sicherheitsdienstleistungen der Tochtergesellschaft VIAS blieben mit € 0,7 Mio. nahezu auf Vorjahresniveau (Q1/2015: € 0,8 Mio.). Der Bereich General Aviation inkl. Betrieb des VIP- & Business-Centers (inkl. der sonstigen Segmenterlöse) erwirtschaftete in den ersten drei Monaten 2016 stabile Umsatzerlöse in Höhe von € 1,7 Mio. (Q1/2015: € 1,8 Mio.). Die internen Umsatzerlöse gingen im Bereich der Sicherheitsdienstleistungen um € 0,4 Mio. auf € 17,0 Mio. zurück.

Der Materialaufwand reduzierte sich im Vorjahresvergleich um € 0,1 Mio. auf € 1,7 Mio.

Der Personalaufwand stieg aufgrund der kollektivvertraglichen Erhöhungen ab Mai 2015 (plus 2,0%) um € 1,4 Mio. auf € 40,4 Mio., bei einem durchschnittlichen Personalstand von 3.032 Mitarbeitern (Q1/2015: 3.050). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen wie im Vorjahr € 1,0 Mio. Die internen Betriebsaufwendungen (welche auch den Bezug von Materialien und Dienstleistungen für den Fuhrpark enthalten) stiegen von € 8,1 Mio. auf € 8,4 Mio. an.

EBITDA-Rückgang auf € 1,5 Mio.

Durch die höhere Belastung der Personalkosten ging das EBITDA des Segments Handling in den ersten drei Monaten 2016 von € 3,1 Mio. auf € 1,5 Mio. zurück. Nach Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von € 1,4 Mio. (Q1/2015: € 1,4 Mio.) konnte ein EBIT von € 0,1 Mio. nach € 1,7 Mio. in der Vorjahresperiode erzielt werden. Die EBITDA-Marge lag mit 2,9% um 3,0 Prozentpunkte und die EBIT-Marge mit 0,3% um 2,9 Prozentpunkte unter den Werten des Vorjahres.

(5.3) Segment Retail & Properties

Das Segment Retail & Properties umfasst die Bereiche Shopping, Gastronomie und Parken sowie die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien und Werbeflächen.

Umsatzerlöse in Höhe von € 28,5 Mio. im Segment Retail & Properties

Die externen Umsatzerlöse im Segment Retail & Properties sanken im Quartalsvergleich um € 2,4 Mio. auf € 28,5 Mio. Durch eine Vertragsänderung eines Bestandsvertrags kam es neben dem Rückgang der entsprechenden Betriebsaufwendungen zu einem Rückgang der externen Mieterlöse um € 1,3 Mio. Neue Mietverhältnisse, z.B. für das Containerdorf am Standort wirkten mit € 0,3 Mio. hingegen positiv auf die Vermietungserlöse. Die Parkerträge reduzierten sich um € 0,3 Mio. auf € 11,1 Mio. Die Erlöse aus Shopping und Gastronomie lagen mit € 9,2 Mio. um € 0,3 Mio. krisenbedingt (Rückgang bei kaufkräftigen Passagiergruppen) und umbaubedingt unter dem Vorjahresquartal. Die internen Umsatzerlöse blieben auf Vorjahresniveau in Höhe von € 4,2 Mio. (Q1/2015: € 4,1 Mio.). Die anderen Erträge stiegen im Vorjahresvergleich um € 1,3 Mio. auf € 2,2 Mio.

Der Materialaufwand blieb in den ersten drei Monaten 2016 bei € 0,2 Mio. stabil (Q1/2015: € 0,2 Mio.). Der Personalaufwand reduzierte sich u.a. durch den Rückgang der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl von 84 auf 76 Mitarbeiter im ersten Quartal 2016 um € 0,1 Mio. auf € 1,8 Mio. Durch den Erwerb der Objektgesellschaft VIE Flugbetrieb Immobilien GmbH (VFI) im Vorjahr reduziert sich der externe Leasingaufwand, was sich in der Reduktion der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von € 3,2 Mio. auf € 2,4 Mio. niederschlägt. Die internen Betriebsaufwendungen stiegen um € 0,6 Mio. auf € 10,5 Mio.

EBITDA-Rückgang um 3,4% auf € 20,0 Mio.

Durch den Umsatzrückgang ging das EBITDA des Segments Retail & Properties in den ersten drei Monaten von € 20,7 Mio. auf € 20,0 Mio. zurück. Die im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Abschreibungen des Segments beliefen sich auf € 4,5 Mio. (Q1/2015: € 4,1 Mio.) und sind u.a. auf den Erwerb der VIE Flugbetrieb Immobilien GmbH (VFI) zurückzuführen. Das EBIT reduzierte sich daher um € 1,0 Mio. auf € 15,5 Mio. Die EBITDA-Marge betrug 61,1% (Q1/2015: 59,1%), die EBIT-Marge belief sich auf 47,5% (Q1/2015: 47,3%).

(5.4) Malta

Das Segment Malta umfasst neben dem Flughafen Malta (Malta International Airport plc, MIA) auch die direkt von ihm gehaltenen Beteiligungen (im Folgenden: MIA-Gruppe).

Mit Closing vom 30. März 2016 wurde die MIA-Gruppe in den Vollkonsolidierungskreis der Flughafen-Wien-Gruppe aufgenommen, weshalb die Segment-Ergebnisse ab dem zweiten Quartal 2016 dargestellt werden.

Nähere Ausführungen sind unter Punkt (3) Konsolidierungskreis bzw. unter Punkt (4) Erwerb von Tochterunternehmen ersichtlich.

(5.5) Sonstige Segmente

Das Segment Sonstige Segmente umfasst verschiedene Dienstleistungen, die sowohl für andere Segmente als auch für externe Kunden erbracht werden. Diese Leistungen beinhalten die Erbringung technischer Dienstleistungen und Reparaturen, Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgung, im Bereich der Telekommunikation sowie der Informatik, technische Dienstleistungen im Bereich der Elektromechanik und Haustechnik, der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen sowie Baumanagement- und Beratungsleistungen. Diesem Segment werden zudem jene Tochtergesellschaften (inklusive für diese Gesellschaften erbrachte Dienstleistungen) zugeordnet, die Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen halten und ansonsten keine operative Tätigkeit ausüben.

Die externen Umsätze des Segments Sonstige Segmente lagen in den ersten drei Monaten 2016 bei € 4,5 Mio. (Q1/2015: € 3,8 Mio.). Die Steigerung ist großteils auf den Bereich Ver- und Entsorgung zurückzuführen. Die internen Erlöse legten im Vergleichszeitraum u.a. aufgrund der Erbringung von Dienstleistungen und Bereitstellung von Materialien an andere Berichtssegmente um € 2,6 Mio. auf € 27,8 Mio. zu (Q1/2015: € 25,1 Mio.). Die anderen Erträgen betrugen € 0,8 Mio. (Q1/2015: € 1,0 Mio.)

Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen sank durch den geringeren Energieaufwand um € 0,8 Mio. auf € 5,9 Mio. Der Personalaufwand stieg durch den höheren Personalstand, v.a. im Tochterunternehmen VAT (Segmentdurchschnitt im Quartal: 697 versus 648 Mitarbeiter) sowie der kollektivvertraglichen Erhöhung ab Mai 2015 (plus 2,0%) um € 1,1 Mio. auf € 12,3 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von € 4,6 Mio. auf € 5,2 Mio., da externe Fremdleistungen und Wartungs- und Instandhaltungsleistungen für technische und IKT (Informations- und Kommunikationstechnologie) Gewerke im Segment Sonstige bezogen und an die anderen Segmente verrechnet werden. Die Abschreibungen stiegen im Wesentlichen durch die Übernahme von EDV-Anlagen aus dem Segment Airport um € 1,2Mio. auf € 4,4Mio. Der interne Betriebsaufwand blieb im Vorjahresvergleich nahezu konstant bei € 2,1 Mio. (Q1/2015: € 2,2 Mio.). Die at-Equity-Ergebnisse beinhalten im ersten Quartal 2016 neben dem Einmaleffekt aus der Neubewertung des bestehenden Anteils am Flughafen Malta in Höhe von € 51,8 Mio. die laufenden Periodenergebnisse der at-Equity-Beteiligungen in Höhe von € 1,4 Mio. (Q1/2015: € 1,2 Mio.).

In Summe verzeichnete das Segment Sonstige Segmente aufgrund der Neubewertung der bestehenden Anteile am Flughafen Malta einen Anstieg des EBITDA auf € 60,7 Mio., bereinigt um den Einmaleffekt aus der Neubewertung € 8,9 Mio. (Q1/2015 angepasst1 : € 6,4 Mio.) und ein Segment-EBIT von € 56,4 Mio., bereinigt € 4,5 Mio. (Q1/2015 angepasst1 : € 3,2 Mio.).

1) angepasst um Ausweis at-Equity-Ergebnisse

Angaben zum Segmentvermögen

Überleitung des Segmentvermögens zum Konzernvermögen

in T€ 31.3.2016 31.12.2015
Vermögenswerte je Segment
Airport 1.287.032,1 1.316.008,6
Handling 33.025,8 32.462,5
Retail & Properties 286.830,9 358.933,5
Malta 482.635,4 0,0
Sonstige Segmente 105.467,7 158.716,1
Summe der Vermögenswerte der berichteten Segmente 2.194.991,9 1.866.120,7
Sonstiges (nicht zuordenbares) Vermögen1
Sonstige Finanzanlagen 2.584,6 2.574,0
Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens 20.746,7 21.050,9
Forderungen an Finanzamt 9.618,0 10.516,0
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 3.176,4 2.980,6
Abgrenzungsposten 3.882,8 1.745,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 24.181,1 4.668,5
Summe sonstiges (nicht zuordenbares) Vermögen 64.189,6 43.535,2
Konzernvermögen 2.259.181,5 1.909.656,0

1) beinhaltet nicht zuordenbares Vermögen, ausgenommen Vermögen der MIA-Gruppe

(6) Ergänzende Erläuterungen zum Zwischenabschluss

Bilanz

Zum 31. März 2016 werden Grundstücke mit einem Buchwert in Höhe von T€ 4.307,9 in der Position "Zum Verkauf stehende Vermögenswerte" nach IFRS 5 ausgewiesen, da der Verkauf dieser Grundstücke innerhalb des nächsten Jahres erwartet wird. Die Bilanzierung dieser Vermögenswerte gemäß IFRS 5 führte zum 31. März 2016 zu keiner Erfassung von Gewinnen oder Verlusten. Die Grundstücke sind dem Segment Retail & Properties zugeordnet.

Zum 31. Dezember 2015 waren zudem Gebäude mit einem Buchwert von T€ 69.095,1 in der Position "Zum Verkauf stehende Vermögenswerte" nach IFRS 5 ausgewiesen, welche zu Jahresbeginn 2016 wirtschaftlich an den Mieter Austrian Airlines übertragen wurden.

Gewinn- und Verlustrechnung

In den ersten drei Monaten 2016 wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von € 32,3 Mio. (Q1/2015: € 32,1 Mio.) erfasst.

Beträge in T€ Q1/2016 Q1/2015
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen
stände
767,0 1.032,8
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen 31.499,1 31.038,0
Summe Abschreibungen 32.266,0 32.070,7

Die Ertragsteuern werden in der Zwischenberichtsperiode auf der Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Der Steueraufwand der Flughafen-Wien-Gruppe setzt sich wie folgt zusammen:

Beträge in T€ Q1/2016 Q1/2015
Aufwand für laufende Ertragsteuern 5.791,7 3.948,0
Veränderung latente Steuern -1.234,4 300,8
Summe Steuern 4.557,2 4.248,8

(7) Saisonalität des Flughafengeschäfts

Das Geschäft der Flugverkehrsbranche unterliegt zwei unterschiedlichen saisonalen Einflüssen. Zum einen werden im ersten und vierten Quartal eher unterdurchschnittliche, im zweiten und dritten Quartal eher überdurchschnittliche Umsätze erzielt. Grund dafür ist das höhere Passagieraufkommen während der Sommermonate in Europa. Zum zweiten gibt es Schwankungen bei den Instandhaltungsaufwendungen und Wartungen. Diese werden üblicherweise im Herbst bzw. Winter durchgeführt, wodurch es zu höheren Ergebnisbelastungen zu Ende des Jahres kommt.

(8) Sonstige Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Für immaterielle Vermögenswerte bestehen am Bilanzstichtag 31. März 2016 Erwerbsverpflichtungen in Höhe von € 0,1 Mio. (31. Dezember 2015: € 0,1 Mio.); für Sachanlagen in Höhe von € 48,2 Mio. (31. Dezember 2015: € 24,5 Mio.).

Seit dem letzten Bilanzstichtag gab es, abgesehen jener aufgrund der Änderung des Konsolidierungskreises, bei den Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen keine materiellen Veränderungen.

(9) Nahestehende Unternehmen und Personen

Der Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen blieb, abgesehen jener aufgrund der Änderung des Konsolidierungskreises, gegenüber dem letzten Konzernabschluss im Wesentlichen unverändert. Die Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nicht wesentlich geändert und werden unverändert zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt.

(10) Angaben zu Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten (Finanzinstrumente)

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Buchwerte, die beizulegenden Zeitwerte und Wertansätze der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, gegliedert nach Bewertungskategorien zum 31. März 2016 und zum 31. Dezember 2015. Die Angaben zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht zum Zeitwert erfasst sind, dienen Informationszwecken. Da die Bilanzpositionen "Forderungen und sonstige Vermögenswerte" sowie "Übrige Verbindlichkeiten" sowohl Finanzinstrumente als auch nicht finanzielle Vermögenswerte bzw. nicht finanzielle Verbindlichkeiten enthalten, wurde die Zeile "Kein Finanzinstrument" eingeführt, um eine Überleitung der Buchwerte zur entsprechenden Bilanzposition zu gewährleisten.

Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder im Abschluss ausgewiesen wird, werden in die Stufen der Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist.

Das Management geht davon aus, dass – abgesehen von den unten dargestellten Ausnahmen – die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt werden, im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten und entsprechen daher im Wesentlichen den Zeitwerten. Lieferantenverbindlichkeiten sowie sonstige Verbindlichkeiten haben ebenso regelmäßig kurze Restlaufzeiten, sodass die bilanzierten Werte annähernd die beizulegenden Zeitwerte darstellen.

Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Bankdarlehen) und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich als Barwerte der mit Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve unter Berücksichtigung der Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und eines für den Flughafen Wien angemessenen Credit Spread ermittelt (Stufe 2).

Der beizulegende Zeitwert des Fonds der Kategorie "Available for Sale" (AfS) bezieht sich auf einen Fonds, der an der maltesischen Börse notiert ist (Stufe 1).

Der beizulegende Zeitwert der Wertrechte der Kategorie "Available for Sale" (AfS) bezieht sich auf Wertrechte aus Lebensversicherungen und wird anhand des Aktivierungswerts der Polizzen ermittelt. Dieser ergibt sich aus dem Gesamtwert von Deckungskapital und Gewinnbeteiligungen für die jeweilige Polizze (Stufe 2).

Der beizulegende Zeitwert der Schuldtitel (Wertpapiere) der Kategorie "Available for Sale" (AfS) wird auf Basis von einem aus Credit Spread und Zinsrisiko ermittelten Kurs errechnet (Stufe 2).

In der Berichtsperiode wurden keine Umgliederungen zwischen den Stufen 1 und 2 vorgeommen.

AKTIVA Buchwerte Zeitwert
Lang
fristiges
Vermögen
Kurzfristiges Vermögen
Beträge in T€ Bewer
tungs
kategorie
Sonstige
finanzielle
Vermögens
werte
Wert
papiere
Forderungen
und sonstige
Vermögens
werte
Zahlungsmit
tel und Zah
lungsmittel
äquivalente
Summe Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Summe
Wertansatz nach IAS 39
31. März 2016
Finanzielle Vermögenswerte zum Zeitwert erfasst
Wertrechte AfS 1.533,8 1.533,8 1.533,8 1.533,8 Zeitwert erfolgsneutral
Schuldtitel (Wertpapiere) AfS 20.746,7 20.746,7 20.746,7 20.746,7 Zeitwert erfolgsneutral
Fonds
Finanzielle Vermögenswerte
AfS 103,2 103,2
103,2
103,2 Zeitwert erfolgsneutral
nicht erfasst zum Zeitwert
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen1 LaR 46.640,6 46.640,6 Fortgeführte Anschaffungskosten
Forderungen ggb. assoziierten Unternehmen LaR 1.851,0 1.851,0 Fortgeführte Anschaffungskosten
Sonstige Forderungen3 LaR 3.925,8 3.925,8 Fortgeführte Anschaffungskosten
Ausgereichte Darlehen LaR 390,8 390,8 Fortgeführte Anschaffungskosten
Eigenkapitaltitel (Wertpapiere)2 AfS 632,6 632,6 Anschaffungskosten
Beteiligungen2 AfS 116,3 116,3 Anschaffungskosten
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Barreserve 66.724,6 66.724,6 Nominalwert = Zeitwert
Kein Finanzinstrument
Sonstige Forderungen und Abgrenzungen n. a. 15.838,3 15.838,3
Summe 2.776,7 20.746,7 68.255,7 66.724,6 158.503,7
31. Dezember 2015
Finanzielle Vermögenswerte zum Zeitwert erfasst
Wertrechte AfS 1.523,2 1.523,2 1.523,2 1.523,2 Zeitwert erfolgsneutral
Schuldtitel (Wertpapiere) Afs 21.050,9 21.050,9 21.050,9 21.050,9 Zeitwert erfolgsneutral
Finanzielle Vermögenswerte
nicht erfasst zum Zeitwert
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen1 LaR 39.669,9 39.669,9 Fortgeführte Anschaffungskosten
Forderungen ggb. assoziierten Unternehmen LaR 2.114,4 2.114,4 Fortgeführte Anschaffungskosten
Sonstige Forderungen3 LaR 2.913,4 2.913,4 Fortgeführte Anschaffungskosten
Ausgereichte Darlehen LaR 390,8 390,8 Fortgeführte Anschaffungskosten
Eigenkapitaltitel (Wertpapiere)2 AfS 632,6 632,6 Anschaffungskosten
Beteiligungen2 AfS 116,3 116,3 Anschaffungskosten
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Barreserve 4.668,5
4.668,5
Nominalwert = Zeitwert
Kein Finanzinstrument
Sonstige Forderungen und Abgrenzungen n. a. 12.328,4 12.328,4
Summe 2.663,0 21.050,9 57.026,2 4.668,5
85.408,5

1) Abzüglich Wertberichtigungen inklusive Forderungen gegenüber nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen

2) Aufgrund von Unwesentlichkeit (und einer fehlenden Kursnotiz) unterbleibt hierzu eine Angabe.

3) Abzüglich Wertberichtigungen

Zeitwert
Zahlungsmit
tel und Zah
lungsmittel
äquivalente
Summe Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe Wertansatz nach IAS 39
1.533,8 1.533,8 1.533,8 Zeitwert erfolgsneutral
20.746,7 20.746,7 20.746,7 Zeitwert erfolgsneutral
103,2 103,2 Zeitwert erfolgsneutral
46.640,6 Fortgeführte Anschaffungskosten
1.851,0 Fortgeführte Anschaffungskosten
3.925,8 Fortgeführte Anschaffungskosten
390,8 Fortgeführte Anschaffungskosten
632,6 Anschaffungskosten
116,3 Anschaffungskosten
66.724,6 Nominalwert = Zeitwert
15.838,3
158.503,7
103,2
Zeitwert erfolgsneutral 1.523,2 1.523,2 1.523,2
Zeitwert erfolgsneutral 21.050,9 21.050,9 21.050,9
Fortgeführte Anschaffungskosten 39.669,9
Fortgeführte Anschaffungskosten 2.114,4
Fortgeführte Anschaffungskosten 2.913,4
Fortgeführte Anschaffungskosten 390,8
Anschaffungskosten 632,6
Anschaffungskosten 116,3
Nominalwert = Zeitwert 4.668,5 4.668,5
12.328,4
85.408,5 4.668,5

Erläuterung der Bewertungskategorien:

LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)

AfS – zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available for Sale)

PASSIVA Buchwerte
Langfristige Schulden Kurzfristige Schulden
Beträge in T€ Bewer
tungs
kategorie
Finanzver
bindlich
keiten
Übrige
Verbind
lichkeiten
Finanz
verbind
lichkeiten
Lieferan
tenver
bindlich
keiten
31. März 2016
Finanzielle Schulden erfasst zum Zeitwert
n.a.
Finanzielle Schulden nicht erfasst zum
Zeitwert
Lieferantenverbindlichkeiten FLAC 28.874,0
Finanzverbindlichkeiten FLAC 416.519,2 103.353,4
Übrige Verbindlichkeiten FLAC
Keine finanzielle Schuld
Übrige Verbindlichkeiten und
Abgrenzungen
n. a. 38.208,4
Summe 416.519,2 38.208,4 103.353,4 28.874,0
31. Dezember 2015
Finanzielle Schulden erfasst zum Zeitwert
n.a.
Finanzielle Schulden
nicht erfasst zum Zeitwert
Lieferantenverbindlichkeiten FLAC 35.241,3
Finanzverbindlichkeiten FLAC 382.467,5 109.253,9
Übrige Verbindlichkeiten FLAC
Keine finanzielle Schuld
Übrige Verbindlichkeiten und
Abgrenzungen
n. a. 22.339,7
Summe 382.467,5 22.339,7 109.253,9 35.241,3
Zeitwert
Stufe 1
Stufe 2
555.799,3
Wertansatz
nach IAS 39
Summe Stufe 3 Summe Übrige
Verbind
lichkei
ten
Fortgeführte
Anschaffungskosten
28.874,0
Fortgeführte
Anschaffungskosten
555.799,3 519.872,7
Fortgeführte
Anschaffungskosten
72.725,0 72.725,0
50.210,3 12.001,9
671.682,0 84.726,9
Fortgeführte
Anschaffungskosten
35.241,3
Fortgeführte
Anschaffungskosten
513.263,6 513.263,6 491.721,4
Fortgeführte
Anschaffungskosten
69.616,8 69.616,8
34.004,1 11.664,4

Erläuterung der Bewertungskategorien:

FLAC – finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)

(11) Ereignisse nach Ende der Zwischenperiode

Andere Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode, die für die Bewertung und Bilanzierung am 31. März 2016 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht oder offengelegt werden müssten, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.

Schwechat, 9. Mai 2016 Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO

Erklärung des Vorstands

gemäß § 87 Abs. 1 BörseG

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte, verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernzwischenlagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten drei Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen neun Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Schwechat, 9. Mai 2016 Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO

Impressum

Medieninhaber Flughafen Wien Aktiengesellschaft Postfach 1 1300 Wien-Flughafen Austria

Telefon: +43/1/7007-0 Telefax: +43/1/7007-23001

http://www.viennaairport.com

DVR: 008613 Firmenbuchnummer: FN 42984 m Firmenbuchgericht: Landesgericht Korneuburg

Investor Relations

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Leitung Kommunikation

Stephan Klasmann Telefon: +43/1/7007-22300 E-Mail: [email protected]

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Mediationsverfahren (Archiv): www.viemediation.at

Dieser Quartalsbericht wurde im Auftrag der Flughafen Wien AG

von VGN – Content Marketing / Corporate Publishing produziert (Managing Director: Erich Schönberg)

Konzeption und Gestaltung: Dieter Dalinger, Gabriele Rosenzopf MSc Layout, Tabellensatz und Koordination: Alexander Puff Infografik: Rene Gatti

Disclaimer: Dieser Quartalsbericht enthält Annahmen und Prognosen, die wir auf Basis aller uns bis Redaktionsschluss am 9. Mai 2016 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Einschätzungen nicht eintreffen oder Risiken, wie die im Risikobericht angesprochenen, eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten abweichen. Trotz größter Sorgfalt erfolgen daher alle zukunftsbezogenen Aussagen ohne Gewähr. Die PDF-Ausgabe des Quartalsberichts 1/2016 der Flughafen Wien Aktiengesellschaft finden Sie auf unserer Homepage http://www.viennaairport.com/unternehmen/investor_relations unter dem Menüpunkt "Publikationen und Berichte". Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Geschäftsbericht überwiegend die männliche Schreibweise verwendet. Selbstverständlich sind damit Frauen und Männer gleichermaßen gemeint und angesprochen. Dieser Quartalsbericht wurde von der Flughafen Wien AG erstellt.

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