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Zumtobel Group AG

Annual Report Jun 22, 2016

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Annual Report

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ZUMTOBEL GROUP

Jahresfinanzbericht 2015/16 1 Mai 2015 bis 30 April 2016

Front cover design: Diller Scofidio + Renfro

Das Kunstbuch unseres diesjährigen Geschäftsberichts wurde von Diller Scofidio + Renfro gestaltet. Die Fotografien sind in Zusammenarbeit mit Matthew Montieth entstanden. Die grafische Umsetzung stammt von Forrest Jessee. DS+R ist ein interdisziplinäres Design Studio in New York City, das Architektur, Visual Arts und Performing Arts vereint. Ihre unabhängigen, rein gedanklichen und eigenen Projekte bilden die Identität von DS+R. Das Studio hat weltweit mehr als 60 Kunst- und Architekturprojekte umgesetzt, unter anderem den Umbau der High Line und die Sanierung und Neugestaltung des Lincoln Center for the Performing Arts – beides in New York. Weitere Projekte sind das Broad Museum in Los Angeles sowie kuratorische Arbeiten und Installationen für verschiedene führende Kultureinrichtungen.

Nach der Veröffentlichung anlässlich der Jahreshauptversammlung der Zumtobel Group AG am 22. Juli 2016 ist der Bericht als PDF zum Download verfügbar bzw. kann als Printexemplar bestellt werden: www.zumtobelgroup.com/de/ordering.htm

  1. Mai 2015 bis 30. April 2016

Fünfjahresübersicht

Zu Kennzahlendefinitionen siehe 5. Service – Finanzkennzahlen

in Mio EUR 2015/16 2014/15 2013/14 2012/13 2011/12
Umsatzerlöse 1.356,5 1.312,6 1.246,8 1.243,6 1.280,3
Bereinigtes EBIT 58,7 66,5 47,6 35,7 35,0
in % vom Umsatz 4,3 5,1 3,8 2,9 2,7
Jahresergebnis 11,9 11,9 -4,8 6,1 15,2
in % vom Umsatz 0,9 0,9 -0,4 0,5 1,2
Bilanzsumme 1.068,6 1.086,3 1.006,6 994,8 1.036,3
Eigenkapital 333,2 322,6 327,6 357,4 370,6
Eigenkapitalquote in % 31,2 29,7 32,5 35,9 35,8
Nettoverbindlichkeiten 134,8 148,2 126,2 113,2 141,4
Cashflow aus dem operativen Ergebnis 84,8 103,1 79,5 79,8 88,1
Investitionen 58,4 76,6 65,6 59,5 57,1
in % vom Umsatz 4,3 5,8 5,3 4,8 4,5
F&E-Aufwand gesamt 87,9 79,0 71,8 69,1 58,7
in % vom Umsatz 6,5 6,0 5,8 5,6 4,6
Mitarbeiter inkl. Leiharbeiter (Vollzeitkräfte) 6.761 7.234 7.291 7.162 7.456

Inhalt

Fünfjahresübersicht
Brief des Vorstandsvorsitzenden
2
4
1. Konzernlagebericht 7
1.1 Die Zumtobel Group im Überblick __________ 10
1.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld _______ 19
1.3 Die Zumtobel Group Aktie __________ 20
1.4 Wesentliche Ereignisse seit dem 30. April 2014 _______ 22
1.5 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen _______ 23
1.6 Geschäftsverlauf ____________ 23
1.7 Mitarbeiter ___________ 31
1.8 Lieferanten __________ 34
1.9 Qualität _____________ 35
1.10
Betrieblicher Umweltschutz __________ 36
1.11
Forschung und Entwicklung __________ 37
1.12
Internes Kontrollsystem _____________ 39
1.13
Risikomanagement ___________ 40
1.14
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ______ 46
1.15
Angaben zu § 243a UGB ____________ 47
1.16
Ausblick und Ziele ___________ 49
2. Konzernabschluss 51
2.1 Konzern Gewinn- und Verlustrechnung _______ 54
2.2 Konzern Gesamtergebnisrechnung __________ 55
2.3 Konzern Bilanz ______________ 56
2.4 Konzern Kapitalflussrechnung ________ 57
2.5 Konzern Eigenkapitalveränderungsrechnung _________ 58
2.6 Anhang _____________ 59
2.7 Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs 4 Börsegesetz _____ 120
2.8 Konsolidierungskreis ________ 121
Bestätigungsvermerk ______________ 124
3. Corporate Governance Bericht 127
3.1 Corporate Governance in der Zumtobel Group __________ 129
3.2 Der Österreichische Corporate Governance Kodex ________ 130
3.3 Risikomanagement und Internes Kontrollsystem _____ 131
3.4 Die Organe und Gremien der Zumtobel Group AG _______ 132
3.5 Vergütungsbericht __________ 140
3.6 Bericht des Aufsichtsrats ___________ 146
4. Einzelabschluss Zumtobel Group AG 151
4.1 Bilanz ______________ 154
4.2 Gewinn- und Verlustrechnung _______ 156
4.3 Anhang ____________ 157
4.4 Anlagenspiegel _____________ 171
4.5 Lagebericht der Zumtobel Group AG _______ 172
Bestätigungsvermerk ______________ 182
5. Service 185

Ulrich Schumacher

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

für die Zumtobel Group waren die letzten zwei Geschäftsjahre geprägt von einer grundlegenden strategischen Neuausrichtung und der Umsetzung der dafür notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen. Nach ersten erfreulichen Erfolgen aus der Anpassung der Werkskapazitäten, der Zusammenführung der bislang getrennten Verkaufsorganisationen von Zumtobel und Thorn sowie der konzernweiten Bündelung der Einkaufsaktivitäten im Geschäftsjahr 2014/15 mussten wir im Berichtsjahr 2015/16 erkennen, dass die vollständige Umsetzung der Restrukturierung – und damit auch die erwartete Verbesserung unserer Kostenposition – mehr Zeit benötigt als ursprünglich geplant. In Folge konnten wir die gesetzten ambitionierten Wachstums- und Ergebnisziele im Geschäftsjahr 2015/16 nicht ganz erreichen. Wir sind allerdings fest davon überzeugt, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist, allerdings mehr Zeit und zusätzliche Anstrengungen notwendig sind, um unsere Ziele zu erreichen.

Höchster Umsatz der Konzerngeschichte

Mit 1.356,5 Mio EUR konnte der höchste Umsatz in der Konzerngeschichte erwirtschaftet werden. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung von 3,3%. Bereinigt um positive Währungstranslationseffekte in Höhe von 26,2 Mio EUR betrug das Wachstum 1,3%. Wichtigster Treiber war einmal mehr unser LED-Geschäft. Mit einem Wachstum um 31,7% auf 860,3 Mio EUR stieg der LED-Anteil am Gruppenumsatz auf 63,4% (Vorjahr 49,8%).

Das Lighting Segment konnte im Geschäftsjahr 2015/16 erstmals die Milliardengrenze überschreiten und den Umsatz um 3,9% auf 1.028,4 Mio EUR (Vorjahr 989,9 Mio EUR) steigern. Trotz einer erfreulichen Entwicklung in den Regionen Benelux und Osteuropa oder Deutschland lag die Umsatzdynamik damit insgesamt hinter unseren Erwartungen. Dies ist auf die andauernde Marktschwäche in Frankreich, Australien und dem Mittleren Osten sowie ein gegen Jahresende hin schwierigeres Marktumfeld in dem für die Zumtobel Group wichtigsten Absatzmarkt Großbritannien und in der Schweiz zurückzuführen. Eine ähnliche Entwicklung zeigt das Components Segment mit einem Wachstum von 4,2% auf 410,4 Mio EUR (Vorjahr 393,8 Mio EUR). Die Verlangsamung im zweiten Halbjahr ist insbesondere auf die entgangenen Umsatzbeiträge aus dem Verkauf des Signage-Geschäfts im November 2015 an das US-amerikanische Unternehmen AgiLight zurückzuführen.

Zukunftsinvestitionen und Verzögerung bei Kosteneinsparungen belasten Gruppen-EBIT

Das um Sondereffekte bereinigte Gruppen-EBIT sank im Geschäftsjahr 2015/16 um 11,7% auf 58,7 Mio EUR (Vorjahr 66,5 Mio EUR). Der Rückgang ist insbesondere auf deutlich höhere Aufwendungen für Forschung & Entwicklung (plus 8,9 Mio EUR auf 87,9 Mio EUR, F&E-Quote auf 6,5% gestiegen) zur Stärkung der Innovationskraft der Zumtobel Group und ihrer Marken zurückzuführen. Diese Investitionen sind eine Vorleistung für den zukünftigen Erfolg des Unternehmens, da wir diesen tiefgreifenden Transformationsprozess in der Leuchtenindustrie als eine große Chance für den Ausbau innovativer Geschäftsmodelle und Möglichkeit zur Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb sehen. Darüber hinaus wurde das operative Ergebnis im Berichtsjahr durch Verzögerungen in den prognostizierten Kosteneinsparungen aus der Werksrestrukturierung sowie durch anhaltenden Preisdruck und negative Währungstransaktionseffekte (US-Dollar, Schweizer Franken) belastet. Demgegenüber sind in den Vertriebskosten die positiven Effekte aus den umfangreichen Einsparmaßnahmen im Jahresverlauf deutlich erkennbar.

Jahresgewinn auf Vorjahresniveau und sehr erfreuliche Entwicklung beim Cashflow

Trotz höherer negativer Sondereffekte (34,9 Mio EUR) im Rahmen der Restrukturierung hat die Zumtobel Group mit 11,9 Mio EUR den gleichen Jahresgewinn wie im Vorjahr erzielt. Erfreulich ist auch die positive Entwicklung beim Free Cashflow. Im Jahresverlauf konnte durch konsequentes Working Capital-Management und geringere Investitionstätigkeit ein deutlich positiver Free Cashflow von 49,8 Mio EUR (Vorjahr minus 15,2 Mio EUR) erwirtschaftet werden. Entsprechend reduzierten sich die Nettoverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag um 13,4 Mio EUR auf 134,8 Mio EUR (Vorjahr 148,2 Mio EUR). Vor diesem Hintergrund schlägt der Vorstand dem Aufsichtsrat des Unternehmens und in Folge der Hauptversammlung am 22. Juli 2016 die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2015/16 in Höhe von 0,20 EUR je Aktie (Vorjahr 0,22 EUR) vor.

Entwicklung für das Geschäftsjahr 2016/17 derzeit von großer Unsicherheit geprägt

In der europäischen Bauwirtschaft haben sich im Berichtsjahr die Anzeichen für eine Trendwende von einem über viele Jahre rückläufigen hin zu einem leicht wachsenden Marktumfeld grundsätzlich verfestigt, allerdings mit großen regionalen Unterschieden. Insbesondere der für die Zumtobel Group wichtigste Absatzmarkt Großbritannien war in den letzten Monaten im Vorfeld des BREXIT-Referendums von einer steigenden Unsicherheit geprägt. Vor allem im projektbezogenen Renovierungsgeschäft sehen wir Verzögerungen bei der Abwicklung bestehender Aufträge beziehungsweise Verschiebungen von Bauprojekten. Für die Märkte in Australien, dem Mittleren Osten, Frankreich und der Schweiz gehen wir im Geschäftsjahr 2016/17 von einem weiterhin anhaltend schwierigen Marktumfeld aus. Hingegen erwarten wir für Deutschland, die USA und Osteuropa eine Fortsetzung der erfreulichen Wachstumsdynamik. Aus diesen Gründen ist die Planung für das Geschäftsjahr 2016/17 mit einer überdurchschnittlichen Unsicherheit verbunden, so dass derzeit keine Aussage zur Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2016/17 getätigt wird. Unser Fokus im neuen Geschäftsjahr ist, den eingeschlagenen Weg der strategischen Neuausrichtung und die Umsetzung der dafür notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen mit vollem Engagement und mit aller Konsequenz fortzuführen. Darüber hinaus investieren wir gezielt in den Ausbau der Kompetenzen und Kapazitäten in den Bereichen intelligente Steuerungen und Datenmanagement, Servicegeschäft und weitere innovative Geschäftsmodelle.

Wir haben uns ambitionierte Mittelfristziele gesetzt und sind überzeugt, dass wir diese nach der Umsetzung der notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen für die strategische Neuausrichtung der Zumtobel Group sowie dank unserer hervorragenden Markt- und Technologieposition auch erreichen werden. Erfolg und Wachstum der Zumtobel Group wären jedoch nicht möglich ohne den großen Einsatz, das weitreichende Wissen und die hohe Flexibilität unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hierfür möchten wir uns sehr herzlich bedanken. Für das entgegengebrachte Vertrauen, die Unterstützung und den offenen Dialog gilt unser Dank auch unseren Kunden, Lieferanten sowie unseren Aktionärinnen und Aktionären.

Ulrich Schumacher Chief Executive Officer (CEO) Konzernlagebericht

Zumtobel Group AG 1. Mai 2015 bis 30. April 2016 Konzernlagebericht Konzernlagebericht Zumtobel Group AG 1. Mai 2015 bis 30. April 2016

1. Konzernlagebericht

Konzernlagebericht

Zumtobel Group AG 1. Mai 2015 bis 30. April 2016

Inhalt

1. Konzernlagebericht
1.1 Die Zumtobel Group im Überblick __________ 10
1.1.1
Die Meilensteine ____________ 10
1.1.2
Das Unternehmen ___________ 11
1.1.3
Produkte und Produktionsstandorte _________ 13
1.1.4
Marktposition und Markenpositionierung ______ 14
1.1.5
Kritische Erfolgsfaktoren der Zumtobel Group _______ 15
1.1.6
Strukturelle Umsatztreiber und Entwicklung neuer Dienstleistungen ___ 16
1.1.7
Unternehmensstrategie und Mittelfristziele __________ 17
1.1.8
Kontinuierliches Engagement für Nachhaltigkeit _______ 18
1.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld _______ 19
1.3 Die Zumtobel Group Aktie __________ 20
1.4 Wesentliche Ereignisse seit dem 30. April 2015 _______ 22
1.5 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen _______ 23
1.6 Geschäftsverlauf ____________ 23
1.6.1
Umsatzentwicklung __________ 23
1.6.2
Ertragsentwicklung ___________ 26
1.6.3
Cashflow, Finanz- und Vermögenslage ________ 28
1.7 Mitarbeiter ___________ 31
1.8 Lieferanten __________ 34
1.9 Qualität _____________ 35
1.10 Betrieblicher Umweltschutz __________ 36
1.11 Forschung und Entwicklung __________ 37
1.12 Internes Kontrollsystem _____________ 39
1.13 Risikomanagement ___________ 40
1.13.1 Markt- und Wettbewerbsrisiken in der Beleuchtungsindustrie ________ 41
1.13.2 Geschäftsrisiken _____________ 42
1.13.3 Vermögensrisiken ____________ 43
1.13.4 Risiken aus Pensionsverpflichtungen __________ 43
1.13.5 Produkthaftungsrisiken ________ 43
1.13.6 Rechtliche Risiken ____________ 44
1.13.7 Risiken im Finanzbereich ____________ 44
1.13.8 Kreditrisiko ___________ 45
1.13.9 Bilanzielle Risiken ____________ 46
1.13.10 Andere Risiken _____________ 46
1.14 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ______ 46
1.15 Angaben zu § 243a UGB ____________ 47
1.16 Ausblick und Ziele ___________ 49

1. Konzernlagebericht

1.1 Die Zumtobel Group im Überblick

1.1.1 Die Meilensteine

  • Die Entwicklung der heutigen Zumtobel Group geht auf die im Jahr 1950 gegründete "Elektrogeräte und Kunstharzpresswerk W. Zumtobel KG" mit Sitz in Dornbirn/Vorarlberg zurück. Über die folgenden Jahrzehnte konnte die Familie Zumtobel – nach Gründer Dr. Walter Zumtobel führten die beiden Söhne Jürg und Fritz Zumtobel das Unternehmen – das Geschäft vor allem im deutschsprachigen Raum durch organisches Wachstum und kleinere Akquisitionen kontinuierlich ausweiten. Wachstum seit 1950
  • Schon frühzeitig richtete Dr. Walter Zumtobel seine Organisation auf die Bedürfnisse eines profitabel wachsenden Unternehmens aus. Bereits 1976 wurde das Familienunternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, 1991 folgte die Neuorganisation der beiden Geschäftsbereiche Leuchten (Zumtobel) und Lichtkomponenten (Tridonic) in eigenständige Teilkonzerne. Umwandlung in eine Aktiengesellschaft
  • Die 90er Jahre waren geprägt von weiterem Wachstum: Die wichtigsten Meilensteine dabei waren 1994 die Akquisition des deutschen Leuchtenherstellers Staff, dessen Portfolio schrittweise in die Marke Zumtobel integriert wurde, und im Jahr 2000 die Übernahme der britischen Thorn Lighting Group. Mit dieser Weichenstellung konnte die Zumtobel Group ihren Umsatz mehr als verdoppeln und ihre geografische Marktpräsenz strategisch ausbauen. Übernahme von Staff und Thorn
  • Mit der Jahrtausendwende begann für die Zumtobel Group eine neue Ära: Die LED-Technologie konnte, zunächst in ersten kleineren Anwendungsbereichen, in professionellen Lichtlösungen eingesetzt werden. Bereits im Jahr 2001 startete Tridonic in Jennersdorf mit der Entwicklung und Produktion von LED-Komponenten und -Modulen. Heute gilt der Standort als ein wichtiges LED-Technologiezentrum für die gesamte Zumtobel Group. Die Transformation von konventionellen Lichtquellen zu LED kann inzwischen als weitestgehend abgeschlossen gelten: Der LED-Umsatz im Konzern erreichte im Berichtsjahr 63,4%, die im Berichtsjahr eingeführten Neuprodukte sind nahezu ausschließlich mit energieeffizienten LEDs bestückt. Neue Ära durch LED-Technologie
  • Die Erstnotierung der Zumtobel Group AG an der Wiener Börse am 12. Mai 2006 erfolgte im Zuge des Rückzugs des US-amerikanischen Private-Equity-Fonds Kohlberg, Kravis und Roberts (KKR), der anlässlich der Akquisition von Thorn Lighting im Jahr 2000 in die Unternehmensgruppe eingestiegen war. Mit dem Börsengang, der auch mit einer Kapitalerhöhung verbunden war, setzte das Familienunternehmen seine Strategie der Internationalisierung seines Geschäfts konsequent fort. Börsengang
  • Im Dezember 2013 wurde durch den im Oktober 2013 neu eingetretenen CEO der Zumtobel Group, Ulrich Schumacher, eine neue Organisationsstruktur eingeführt, die zu Synergieeffekten und einer verbesserten Marktbearbeitung auf Basis des Mehrmarkenansatzes führte. Alle Marken des Leuchtensegments werden seitdem durch eine gemeinsame Vertriebsorganisation vermarktet. Darüber hinaus setzt die Zumtobel Group unter Führung von Ulrich Schumacher nun auch konsequent auf eine gemeinsame Produktentwicklungs- und Plattformstrategie, bei der gleiche Komponenten (insbesondere von der eigenen Komponententochter Tridonic) in verschiedenen Leuchten von Thorn, Zumtobel, Reiss und acdc zum Einsatz kommen. Außerdem wird das Einkaufsvolumen der gesamten Gruppe im zentralen Bereich Group Purchasing gebündelt. Dadurch werden Synergien in Fertigung, Einkauf, Vertrieb und Entwicklung maximal genutzt, Kosten reduziert und die Innovationskraft in der gesamten Gruppe gestärkt. Im Bereich der Produktionsorganisation wurden in beiden Segmenten jeweils alle Werke weltweit in einem globalen Fertigungsverbund zusammengefasst mit dem Ziel, Kostenstrukturen und Auslastung deutlich zu verbessern. Synergien durch neue Organisationsstruktur

Im Berichtsjahr wurde im Rahmen der Akquisitionsstrategie sowie Weiterentwicklung des Mehrmarkenansatzes mit acdc eine innovative und dynamische Marke für anspruchsvolle LED-Projekte mit Spezialisierung auf architektonische Fassadenbeleuchtung und Lichtlösungen für Hotels, Restaurants und Shops zugekauft. acdc ist ein flexibler, hochwertiger Nischenanbieter, der das bestehende Portfolio des Leuchtensegments perfekt komplementiert und über die gemeinsame Vertriebsorganisation der Zumtobel Group vermarktet wird.

Auf der Light + Building im Frühjahr 2016 präsentierte die Zumtobel Group mit ihren Marken erstmals ein Produktportfolio für private Endverbraucher und erweitert damit ihr Geschäftsfeld in enger Einbindung ihrer Partner – Elektriker / Elektroplaner – um den Bereich der anspruchsvollen Wohnraumbeleuchtung ("Living").

Nach dem Umstieg der Lichtindustrie auf LED ist das Thema "Connectivity", also intelligente und über das Internet vernetzte Beleuchtung, die nächste sehr wesentliche Phase im technologischen Wandel. In einem neuen Geschäftsbereich "Controls & Systems (C&S)" bündelt die Zumtobel Group mit Wirkung 1. Mai 2016 sämtliche Ressourcen, einschließlich der Internet of Things(IoT)-Aktivitäten, in einem eigenen Geschäftsbereich.

Die Geschäftsjahre 2014/15 sowie 2015/16 waren für die Zumtobel Group wichtige Jahre des Übergangs, in denen ein stabiles Fundament für profitables Wachstum gelegt wurde. Die Auslastung der Werke konnte deutlich verbessert und durch die verstärkte Zusammenarbeit der Marken in der gemeinsamen Vertriebsorganisation zusätzliche Marktpotenziale genutzt werden. Um weiteres internationales Wachstum zu erreichen, setzt die Zumtobel Group auf zusätzliche Optimierungsmöglichkeiten in den Strukturkosten, den verstärkten Ausbau ihrer Kompetenzen bei intelligenten Steuerungen, Datenmanagement, Softwareentwicklung und die Weiterentwicklung des Servicegeschäfts und innovative Geschäftsmodelle.

1.1.2 Das Unternehmen

Die Zumtobel Group ist ein führender internationaler Anbieter von innovativen Lichtlösungen und Lichtkomponenten. Der börsennotierte Konzern verfügt über 14 Produktionsstätten auf vier Kontinenten sowie Vertriebsbüros und -partner in rund 90 Ländern. Die Unternehmensgruppe beschäftigte zum Bilanzstichtag 30.04.2016 6.761 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erreichte einen Umsatz von 1.356,5 Millionen Euro. Die Gründungsfamilie Zumtobel ist nach wie vor mit ca. 35 Prozent am Grundkapital des Konzerns beteiligt und fungiert damit als stabiler Kernaktionär. Konzernsitz ist Dornbirn, Vorarlberg (Österreich).

Vorrangiger Anspruch der Zumtobel Group ist es, ihren Kunden einen einzigartigen Mehrwert zu ermöglichen und dabei Lichterlebnisse zu schaffen, die weit über die reine Beleuchtung hinausgehen. Im Fokus steht dabei, die Lebensqualität der Menschen durch Licht weiter zu verbessern. Mit der langjährigen Erfahrung, dem gebündelten Wissen der Mitarbeiter weltweit und dem weitreichenden Netzwerk zu führenden Technologiepartnern, Lichtplanern, Architekten und Künstlern versteht sich die Zumtobel Group als Vordenker und Impulsgeber der internationalen Lichtindustrie.

Im Dezember 2013 wurde durch den im Oktober 2013 neu eingetretenen CEO der Zumtobel Group, Ulrich Schumacher, eine grundlegend neue Organisationsstruktur eingeführt, die zu Synergieeffekten und einer verbesserten Marktbearbeitung auf Basis des Mehrmarkenansatzes führte.

Weiterentwicklung des Mehrmarkenansatzes

Portfolio um den Bereich privates Wohnen erweitert

Neuer Geschäftsbereich für "Controls & Systems"

Stabiles Fundament für dynamisches Wachstum

Eines der wenigen weltweit agierenden Unternehmen in der Lichtindustrie

Vordenker und Impulsgeber der Lichtindustrie

Organisationsstruktur der Zumtobel Group

*vereinfachte Darstellung (Stand 1. Mai 2016)

Die Unternehmensgruppe verfolgt einen Mehrmarkenansatz und ist somit in der Lage, ihren Kunden, zu
denen vielfach sehr enge und langjährig gewachsene Beziehungen bestehen, ein umfassendes Produkt- und
Serviceangebot zu bieten. Dabei werden die Produktportfolios der unterschiedlich ausgerichteten
Leuchtenmarken durch eine gemeinsame Vertriebsorganisation vermarktet. Die Vertriebsorganisation selbst
ist in drei "Channels" – kundenspezifische Vertriebskanäle – gegliedert. Diese teilen sich auf in das
Projektgeschäft (Zielgruppe: Absatzmittler Architekten, Licht- und Elektroplaner), das Endkundengeschäft
(Endkunden in den Bereichen Retail, Industry, Outdoor Public Lighting und B2C) sowie das Geschäft mit
Elektrikern, das über den Großhandel abgewickelt wird. Mit Tridonic verfügt die Zumtobel Group über einen
eigenen Komponentenhersteller, der mit ausgewiesenem Elektronik- und Software-Know-how die neuesten
Technologietrends in innovative Systemlösungen umsetzt. Die Kunden profitieren somit von einem sehr
umfassenden Angebot in allen Anwendungsbereichen der professionellen Innen- und Außenbeleuchtung,
inklusive Lichtsteuerungskomponenten und -systeme.
Die vier Marken acdc, Thorn, Zumtobel und Tridonic sind als Geschäftsbereiche organisiert. In einem fünften
Geschäftsbereich "Special Purpose Products (SPP)" liegt die Zuständigkeit für spezielle Produkte. Dazu
gehören insbesondere zusätzliche fremdgefertigte Produkte, das Portfolio der Marke Reiss als Spezialist für
Produkte höherer Schutzart, deren Produkte nun auch über den globalen Vertrieb angeboten werden, sowie
Handelswaren
und
Produkte
für
Eigenmarken
unserer
Großhandelspartner.
Ziel
eines
jeden
Geschäftsbereiches ist es, das Produktportfolio strategisch zu entwickeln, das Markenprofil zu schärfen und
die Kundenbedürfnisse maßgeschneidert abzudecken.
Die
Zumtobel
Group
AG
fungiert
als
Konzernobergesellschaft
und
stellt konzernübergreifende
Management- und Servicefunktionen bereit. Die Zentralbereiche umfassen das Controlling, Personalwesen,
Konzernrechnungswesen
und
Steuern,
Recht,
Interne
Revision,
Versicherungswesen,
Treasury,
IT,
Unternehmenskommunikation, Investor Relations, Corporate Integrity, Group Technology, zentraler Einkauf
sowie das Corporate Center, welches unter anderem für Strategieentwicklung, M&A-Aktivitäten und
Prozessmanagement zuständig ist. Die Zentralbereiche haben die Aufgabe, die Umsetzung der
Unternehmensstrategie über standardisierte Prozesse und Instrumente zu unterstützen sowie gruppenweit
Transparenz und Effizienz sicherzustellen.

1.1.3 Produkte und Produktionsstandorte

Die Wertschöpfungskette der professionellen Beleuchtung wird von der Zumtobel Group umfassend abgedeckt. Mit ihren Marken Thorn, Tridonic und Zumtobel sowie den beiden kleineren Marken acdc und Reiss bietet die Unternehmensgruppe ihren Kunden ein umfassendes Produkt- und Serviceangebot in allen Anwendungsbereichen der professionellen Innen- und Außenbeleuchtung, inklusive Lichtsteuerungskomponenten und -systemen. Im Lighting Segment deckt das Unternehmen die Anwendungsbereiche Büro und Kommunikation, Schule und Bildung, Verkauf und Präsentation, Hotel und Wellness, Gesundheit und Pflege, Kunst und Kultur, Industrie und Technik (inklusive Leuchten höherer Schutzart), Fassade, Außenbeleuchtung für öffentliche Räume, Straßen und Tunnels, Städte und Sportstätten sowie neuerdings auch privates Wohnen ("Living") ab. Das breit gefächerte Produktangebot des Components Segments umfasst LED- und OLED-Lichtquellen, LED-Driver, elektronische Betriebsgeräte, Notlichtbetriebsgeräte und digitale Lichtsteuerungssysteme inklusive Sensoren. Darüber hinaus werden die Produktportfolios im Leuchten- und Komponentensegment mit Zukaufprodukten ergänzt.

Die Leuchten- und Komponentenwerke der Zumtobel Group sind jeweils in einem weltweiten Produktionsverband organisiert. Dabei werden die Werke so aufgestellt, dass sie ihre regionalen und technologischen Stärken zum Nutzen der gesamten Unternehmensgruppe am besten einsetzen können.

Die Zumtobel Group deckt die Wertschöpfungskette umfassend ab

Globaler Werksverbund

Werkslandschaft der Zumtobel Group zum 30. April 2016

Im Rahmen der Neuorganisation wurden in den letzten zwei Geschäftsjahren mehrere Projekte umgesetzt, die zu einer Verkleinerung, einem Verkauf oder einer Schließung von Standorten führten. Die Leuchtenwerke in Landskrona (Schweden) und Tianjin (China) sowie das Komponentenwerk in Ennenda (Schweiz) wurden geschlossen, die Tridonic connection technology mit Sitz in Innsbruck (Österreich) und das Komponentenwerk in Auckland (Neuseeland) verkauft sowie weitere Werke verkleinert. Darüber hinaus wurden im April 2016 Maßnahmen zur Einstellung der Produktion am Standort Usingen (Deutschland) in die Wege geleitet. Der Konzern verfügt zum 30. April 2016 über 14 aktive Produktionsstätten auf vier Kontinenten.

1.1.4 Marktposition und Markenpositionierung

Führende Position in einem stark fragmentierten Leuchtenmarkt

Die Zumtobel Group ist weltweit aktiv. Der wichtigste Markt ist jedoch weiterhin Europa, hier werden über 80% des Konzernumsatzes generiert. Die professionelle europäische Lichtindustrie ist stark fragmentiert. Die zehn größten europäischen Leuchtenhersteller decken etwa 45 Prozent des Gesamtmarktes ab. In diesem fragmentierten Markt hat die Zumtobel Group mit ihren international etablierten Leuchtenmarken Thorn und Zumtobel sowie den beiden kleineren Marken acdc und Reiss eine führende Marktposition mit einem Marktanteil, der in Europa bei circa 10% liegt. Demgegenüber weist die konventionelle Komponentenindustrie weltweit einen höheren Konsolidierungsgrad auf. In den Bereichen LED-Module und LED-Driver drängen jedoch seit einigen Jahren viele neue Anbieter, vor allem aus dem asiatischen Raum, in den Markt. Mit Tridonic nimmt die Zumtobel Group im Bereich der Lichtsteuerung und der Betriebsgeräte weltweit eine führende Position ein.

Thorn – die Performance-Marke für internationales Volumengeschäft

Thorn ist ein führender Qualitätsanbieter für professionelle Lichtlösungen für die Innen- und Außenbeleuchtung. Die Marke Thorn steht für sehr leistungsfähige, kosteneffiziente und vor allem bedienungsfreundliche Beleuchtung inklusive Lichtsteuerung. Die Marke Thorn vertreibt ihre Leuchten und Lichtlösungen weltweit unter anderem an Großhändler, Elektriker, Planer, Kommunen bis hin zum Endanwender. Die energieeffizienten Leuchten von Thorn kommen rund um das Gebäude, im städtischen Raum, in Sportstätten, Tunnels und Straßen zum Einsatz. Auch im Bereich der Innenbeleuchtung deckt Thorn mit seinen funktionalen Produkten alle gängigen Anwendungen von Büros über Shops und Supermärkte, Industrie sowie Schulen und Einrichtungen für Gesundheit und Pflege ab.

Tridonic ist der Spezialist für das Betreiben, die Steuerung und das Managen von Licht Tridonic steht als weltweit agierende Marke mit seinen intelligenten, vernetzten und effizienten Lösungen für die inneren Werte des Lichts. Die Marke bietet ein komplettes Portfolio an Hard- und Software an, welches sich durch besonders hohe Qualität, Zuverlässigkeit und Energieeffizienz auszeichnet. Die Verbindung aus technischer Expertise und ausgeprägter Kundenorientierung macht Tridonic zum bevorzugten Partner. Neben der Fertigung von Komponenten und Systemlösungen für die konzerninternen Leuchtenmarken bedient Tridonic als OEM-Zulieferer (Original Equipment Manufacturer) Leuchtenhersteller in aller Welt und generiert damit über 80 Prozent seines Umsatzes außerhalb der Zumtobel Group. Kunden schätzen Tridonic als innovativen und kompetenten Partner, der ihr Licht intelligenter, interessanter und nachhaltiger macht. Mehr als 2.500 Patente dokumentieren die Innovationskraft von Tridonic. In jüngster Zeit hat der Komponentenhersteller vor allem im Bereich der Lichtmanagement-Lösungen, Software und im "Internet der Dinge" seine Kompetenz weiter ausgebaut.

Zumtobel – die Premiummarke für Architectural Lighting

Als Innovationsführer bietet die Premiummarke Zumtobel ein umfassendes Spektrum an hochwertigen und einzigartigen Leuchten und Lichtsteuerungssystemen für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche der professionellen Gebäudebeleuchtung. Die Marke Zumtobel hat den Anspruch, die Menschen mit Licht zu begeistern und Licht in bestmöglicher Qualität erlebbar zu machen. Neben neuesten Entwicklungen aus Technologie und Forschung gibt vor allem die langjährige Zusammenarbeit im Projektgeschäft mit international führenden Architekten, Lichtplanern, Designern und Künstlern wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung des Portfolios. Ausgezeichnetes Design und innovative Technologie verbinden sich bei den Produkten von Zumtobel und ermöglichen der Marke, Lichtlösungen zu schaffen, die inspirieren und das Leben vieler Menschen bereichern. Zumtobel setzt verstärkt auf die Internationalisierung der Marktpräsenz, die zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Produktportfolios um die Bereiche Outdoor und Residential und auf den Ausbau des Angebots intelligenter Lichtmanagement-Systeme.

acdc ist eine innovative und dynamische Marke für anspruchsvolle LED-Projekte sowie hochwertige architektonische Lichtlösungen. Das Unternehmen fokussiert sich ausschließlich auf LED-Leuchten mit Spezialisierung auf architektonische Fassadenbeleuchtung und Lichtlösungen für Hotels, Restaurants und Shops. Dabei kann acdc auf eine Reihe von preisgekrönten Produkten blicken, die einige der weltweit markantesten Gebäude in Szene setzen.

Reiss ist seit vielen Jahrzehnten ein weltweit anerkannter Spezialist für Leuchten höherer Schutzart mit moderner Lichttechnik. Reiss komplementiert die Mehrmarkenstrategie der Zumtobel Group für "X-treme Lighting".

1.1.5 Kritische Erfolgsfaktoren der Zumtobel Group

Die ausgezeichnete Wettbewerbsposition der Zumtobel Group basiert vor allem auf der Mehrmarkenstrategie mit dem breit gefächerten Marktzugang, dem profunden Know-how in der Lichtanwendung, der umfassenden Abdeckung der Wertschöpfungskette sowie der starken Technologieposition.

Der Vertrieb nimmt eine Schlüsselrolle im Geschäftsmodell der Zumtobel Group ein. Der Konzern verfügte im Berichtsjahr über 1.943 Mitarbeiter im Vertrieb. Mit der konsequenten Ausrichtung des Vertriebs auf eine Mehrmarkenstrategie gegliedert nach Kundenzielgruppen orientiert sich die Zumtobel Group an den unterschiedlichen Bedürfnissen ihrer Kunden und ist somit in der Lage, diese optimal abzudecken. Der Vertriebsansatz der Marken Zumtobel und acdc geht vorwiegend über das professionelle Projektgeschäft sowie das Endkundengeschäft. Die Geschäftsaktivitäten der Marke Thorn werden über alle drei Vertriebskanäle abgewickelt. Im Komponentensegment bedient die Marke Tridonic als OEM-Zulieferer unterschiedlichste Leuchtenhersteller weltweit mit ihren Produkten.

Eine kundenspezifische Lichtlösung erfordert ein vielseitiges Wissen über das Produktportfolio, neueste technologische Entwicklungen sowie die konkrete Anwendung von Licht. Vertriebsmitarbeiter müssen dabei nicht nur die technische und funktionale Seite des Themas Licht, sondern auch die ästhetischen und emotionalen Implikationen verstehen und die positive Wirkung von gutem Licht auf das Wohlbefinden des Nutzers sowie das Energieeinsparpotenzial vermitteln können. Daher ist eine fundierte und umfassende Aus- und Weiterbildung für die Vertriebsqualität entscheidend.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Zumtobel Group ist die umfassende Abdeckung der Wertschöpfungskette in der professionellen Beleuchtung – vom Modul bis zur Lichtlösung. Mit der zunehmenden Digitalisierung der Beleuchtungsindustrie durch den verstärkten Einsatz von LED und Controls wird diese Kompetenz immer wichtiger. Dabei profitiert die Gruppe von dem Know-how der Tridonic in den Bereichen intelligente Komponenten und Systeme sowie dem gebündelten Wissen ihrer Leuchtenmarken in der Lichtanwendung. Insbesondere aus der Entwicklungs- und Forschungszusammenarbeit zwischen dem Leuchten- und dem Komponentensegment ergeben sich Möglichkeiten der Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb.

Im Geschäftsjahr 2015/16 wurde der gesamte Aufwand für Forschung und Entwicklung (F&E) um 11,2% auf 87,9 Mio EUR erhöht. Die Weiterentwicklung der LED-Technologie sowie die zunehmende Komplexität intelligenter Beleuchtungssysteme stellt für F&E eine große Herausforderung dar. Leuchten und damit auch deren Komponenten werden Teilnehmer im Internet der Dinge (Internet of Things, IoT). Die Zumtobel Group als einer der größten Anbieter in Europa hat hier Vorteile im Wettbewerb gegenüber den vielen kleinen und mittelgroßen Leuchtenherstellern. Das umfangreiche Patentportfolio macht die innovative Kraft des Unternehmens deutlich und sichert Wachstum, Wettbewerbsvorsprung und den Zugang zu strategischen Kooperationen mit Unternehmen aus der Elektronikindustrie. Auf weitere Ausführungen im Kapitel 1.11 Forschung und Entwicklung wird verwiesen.

acdc – der innovative Nischenanbieter für anspruchsvolle LED-Projekte

Reiss – der Spezialist für Leuchten höherer Schutzart

Mehrmarkenstrategie und weltweiter Vertrieb nach Kundenzielgruppen

Know-how in der Lichtanwendung

Umfassende Abdeckung der Wertschöpfungskette

Starke Technologieposition

1.1.6 Strukturelle Umsatztreiber und Entwicklung neuer Dienstleistungen

Strukturelle Umsatztreiber

Um die enorme Bedeutung von Licht für den Menschen wie auch für die Wissenschaft, Wirtschaft sowie Kunst und Kultur zu verdeutlichen, hatten die Vereinten Nationen für 2015 das "International Year of Light and Light-based Technologies" ausgerufen. Unter der Führung der UNESCO und mithilfe von 100 Partnern aus 85 verschiedenen Ländern wurden während des ganzen Jahres zahlreiche Veranstaltungen über die vielen Facetten von Licht durchgeführt. Ziel war es, nicht nur zu zeigen, wie sehr Licht das Leben beeinflusst, sondern vor allem zu verdeutlichen, wie mithilfe von Licht globale Probleme gelöst werden können. Im Kerngedanken des "International Year of Light" spiegelten sich auch die wesentlichen strukturellen Umsatztreiber für die professionelle Beleuchtungsindustrie wider, wie etwa das Thema Energieeffizienz mit besonderem Fokus auf intelligent gesteuerte Lichtlösungen sowie die Potenziale der LED-Technologie.

Das Thema Energieeffizienz erfährt im Zusammenhang mit der geforderten Reduzierung von CO2 - Emissionen eine wachsende Aufmerksamkeit und ist damit weiterhin ein zentraler Wachstumstreiber für die Zumtobel Group. Auf künstliche Beleuchtung entfallen in etwa 19% des weltweiten Stromverbrauchs. Davon verbrauchen gewerbliche Bauten und Außenbeleuchtungen – also Licht in genau den Anwendungsfeldern, die die Kernkompetenz der Zumtobel Group darstellen – gut zwei Drittel. Mit einer intelligent gesteuerten Lichtlösung lassen sich Einsparungen von bis zu 80% des Stromverbrauchs erreichen. Neben den signifikanten finanziellen Einsparungspotenzialen wird die wachsende Nachfrage nach energieeffizienter Beleuchtung auch durch gesetzliche Vorgaben wie den EU-Richtlinien zu Gebäudeeffizienz und Ökodesign unterstützt. Energieeffizienz ist weiterhin ein zentraler Wachstumstreiber

Die Potenziale der LED-Technologie insbesondere im Hinblick auf die zunehmende Intelligenz von Beleuchtungssystemen sind das bestimmende Thema in der Lichtindustrie. Diese Technologie gewinnt durch die stetig steigende Lichtleistung bei gleichzeitig sinkenden Bezugskosten von LED-Chips und der zunehmenden Sensibilisierung hinsichtlich des Themas Energieeffizienz eine immer größere Bedeutung. Die Transformation von konventionellen Lichtquellen zu LED kann inzwischen als weitestgehend abgeschlossen gelten: Der LED-Umsatz im Konzern erreichte im Berichtsjahr 63,4%, die im Berichtsjahr eingeführten Neuprodukte sind nahezu ausschließlich mit energieeffizienten LEDs bestückt. Stark steigende Nachfrage nach LED-Beleuchtung

Bei der gezielten Vermarktung energieeffizienter Produkte rückt die vergleichende Berechnung von Energieund Investitionskosten während des Lebenszyklus unterschiedlicher Lichtlösungen ("Total Cost of Ownership") immer mehr in den Vordergrund. Es ist aber der Anspruch der Zumtobel Group, Lichtlösungen zu schaffen, die eine ausgewogene Balance zwischen Energieeinsparung und optimaler Beleuchtungsqualität erzielen. Gutes Licht kann das Wohlbefinden des Menschen fördern und ideale Voraussetzungen für Leistungsfähigkeit, Zufriedenheit sowie Gesundheit schaffen und gleichzeitig die Belastung der Umwelt minimieren. Gutes Licht fördert das Wohlbefinden der Menschen

Entwicklung innovativer Dienstleistungen

Die Zumtobel Group hat alle Voraussetzungen, ihren Kunden innovative Services anzubieten und setzt künftig verstärkt auf neue Geschäftsmodelle. Mit dem Dienstleistungsangebot "NOW" bietet das Unternehmen seinen Kunden Licht als Service zu einer monatlichen Rate. Der innovative Vertriebsansatz setzt auf professionelles Projektmanagement und flexible Serviceverträge, die es dem Kunden ermöglichen, das Thema Licht an die Zumtobel Group als erfahrenen Partner abzugeben. Um den Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden, setzen sich die Verträge aus verschiedenen Service-Modulen zusammen. Durch die Möglichkeit von vertraglich geregelten Technologie-Updates profitiert der Kunde während der Laufzeit von den neuesten Entwicklungen in der Lichtindustrie. Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Referenzprojekten, die zeigen, dass am Markt eine große Nachfrage nach dem Serviceangebot besteht. Licht als Service

Einen weiteren Schwerpunkt und großes Potenzial sieht das Unternehmen im Bereich "connected lighting", der Welt des vernetzten Lichts. Licht ist prädestiniert, ein Grundpfeiler für die Infrastruktur des Internets der Dinge (Internet of Things , IoT) zu sein. Beleuchtung ist überall, vernetzt und digital. Zusammen mit externen Partnern erkundet die Zumtobel Group die Kombination von Beleuchtung und dem IoT. Durch das Internet des Lichts werden neue und bessere Erlebnisse und Services für den Handel, Gebäude und Städte ermöglicht werden und bieten daher vielseitige Chancen für den Aufbau innovativer Geschäftsmodelle. Die Unternehmensgruppe setzt daher konsequent auf den Ausbau ihrer Kompetenzen in den Bereichen Software, Konnektivität und IoT.

1.1.7 Unternehmensstrategie und Mittelfristziele

Die Zumtobel Group verfolgt eine langfristig ausgerichtete profitable Wachstumsstrategie. Wesentlicher Kern der Konzernstrategie ist die konsequente Anpassung der Werkskapazitäten, ein markenübergreifender Vertrieb im Leuchtengeschäft, die konzernweite Bündelung der Einkaufsaktivitäten, die umfassende Abdeckung der Wertschöpfungskette sowie die Weiterentwicklung des Servicegeschäfts und innovativer Geschäftsmodelle. Damit kann die Zumtobel Group Synergie- und Differenzierungspotenziale gegenüber dem Wettbewerb heben. Es ist das Ziel des Managements, die Zumtobel Group als Ganzes zu optimieren und zu führen.

In der europäischen Bauwirtschaft haben sich die Anzeichen für eine Trendwende von einem über viele Jahre rückläufigen hin zu einem leicht wachsenden Marktumfeld im Berichtsjahr weiter verfestigt. In der professionellen Beleuchtungsindustrie verstärkt sich dieser positive Trend durch den Technologiewandel hin zu LED und durch das Thema Energieeffizienz mit besonderem Fokus auf intelligent gesteuerte Lichtlösungen. Damit entkoppelt sich die Nachfrage in der professionellen Beleuchtungsindustrie derzeit zu einem gewissen Grad von den Neubauaktivitäten im Gewerbebau. Um ein Wachstum über dem Branchendurchschnitt zu erreichen, setzt die Zumtobel Group basierend auf effizienten Kostenstrukturen auf eine verstärkte Zusammenarbeit der Marken in der gemeinsamen Vertriebsorganisation, den Ausbau ihrer Kompetenzen bei intelligenten Steuerungen, Datenmanagement, Softwareentwicklung und die Weiterentwicklung des Servicegeschäfts und innovative Geschäftsmodelle. Vor diesem Hintergrund hat sich die Zumtobel Group zum Ziel gesetzt, in den nächsten Jahren ein durchschnittliches währungsbereinigtes Wachstum von 3% bis 5% zu erreichen.

Die Jahre 2014/15 und 2015/16 waren für die Zumtobel Group wichtige Jahre des Übergangs, um ein stabiles Fundament für zukünftiges profitables und dynamisches Wachstum zu legen. Das Management der Zumtobel Group hat sich zum Ziel gesetzt, mittelfristig die Profitabilität auf etwa 8% bis 10% zu steigern. Abgeleitet von der angepassten Organisationsstruktur, setzt das Unternehmen auf eine weitere Verbesserung der Auslastung in den Werken, zusätzliche Effizienzverbesserungen im Vertrieb, Synergien aus der konzernweiten Bündelung der Einkaufsaktivitäten und auf ein durchschnittliches Umsatzwachstum, das leicht über dem Branchenwachstum liegt.

Die ersten positiven Effekte aus den bisherigen Restrukturierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Auslastung sowie zur Kostensenkung in Produktionswerken sind zwar sichtbar, aber im Berichtsjahr zum Teil durch temporäre Belastungen wie etwa negative Währungseffekte und Anlaufschwierigkeiten durch die Produktionsverlagerungen sowie erhöhten Preisdruck überlagert. Weitere Anpassungen in den Strukturkosten der Werke werden fortlaufend evaluiert.

Signifikante Kosteneinsparungen wurden durch die überregionale Zusammenlegung von Backoffice-Funktionen, eine Konsolidierung der Infrastruktur wie etwa Schauräume und Vertriebsbüros sowie schlankere Managementfunktionen erreicht. Folglich reduzierte sich der Mitarbeiterstand im Vertrieb in den letzten zwei Geschäftsjahren um insgesamt circa 200 Beschäftigte. Entsprechend sanken die Vertriebskosten

Licht im Internet der Dinge

Mehrmarkenansatz, Kostenoptimierung und innovative Geschäftsmodelle

Jährliches Umsatzwachstum von 3% bis 5%

Schrittweise Verbesserung der Profitabilität auf 8% bis 10%

Weitere Verbesserung der Werksauslastung

Deutliche Effizienzsteigerungen im Vertrieb

in Prozent vom Umsatz von 25,7% im Geschäftsjahr 2013/14 auf 24,1% im Berichtsjahr. Weitere Effizienzsteigerungen im Vertrieb werden durch laufende Optimierungen und Feinabstimmungen angestrebt.

Stärkung der Technologieposition

Die Zumtobel Group hat im vergangenen Geschäftsjahr verstärkt in Forschung und Entwicklung investiert. Schwerpunkte lagen dabei in den Bereichen LED-Effizienz und -Optiken, der Architektur zukünftiger Lichtsysteme, Sensorik und Controls. Dies erfordert insbesondere einen Ausbau der Kapazitäten und Kompetenzen im Bereich von Systemarchitektur, Software-Entwicklung, Datenmanagement und stellt auch die Basis für zukünftige Servicedienstleistungen dar. Durch die gruppeninterne Standardisierung von Komponenten und die Entwicklung von Plattformkonzepten werden Synergien genutzt, Komplexität reduziert und die Entwicklungsgeschwindigkeit gesteigert. In Summe wird der F&E-Aufwand in den nächsten Jahren mit ca. 6,5% vom Umsatz auf dem aktuellen Niveau liegen.

Ausbau der Kompetenz in den Bereichen Lichtmanagementlösungen, Software und Internet der Dinge

Die Tridonic machte im vergangenen Jahr sehr gute Fortschritte in der konsequenten Ausrichtung des Geschäfts auf die LED-Technologie. Damit konnte der signifikante Rückgang bei konventionellen Komponenten vollumfänglich kompensiert werden. Die Herausforderung für die Tridonic liegt darin, auf der einen Seite weiterhin schnell in neue, innovative LED-Produkte sowie den Ausbau der globalen Präsenz zu investieren und auf der anderen Seite im Bereich der Lichtmanagement-Lösungen, Software und im Internet der Dinge die Kompetenz auszubauen. In Zukunft bietet Tridonic verstärkt ein komplettes Portfolio an Hardund Software für intelligente, vernetzte, effiziente und auf den Kunden abgestimmte Systemlösungen an. Dies ermöglicht Tridonic eine klare Differenzierung gegenüber der zunehmenden Kommodifizierung bei LED-Standardkomponenten.

1.1.8 Kontinuierliches Engagement für Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit und verantwortliches Handeln sind in der Zumtobel Group fest verankert. Dazu wurden über die Jahrzehnte sowohl im ökologischen als auch im sozialen Bereich zahlreiche Aktivitäten entwickelt. Die Zumtobel Group hat mit ihrem Engagement für mehr Nachhaltigkeit einen engen Bezug zu ihrem Kerngeschäft, leistet doch der Einsatz energieeffizienter, intelligent gesteuerter Lichttechnik einen beachtlichen Beitrag zur Verringerung des Ressourcenverbrauchs.

Um den Beitrag der Gruppe zur Energieeffizienz zu veranschaulichen, wurde eine Größenordnung des Einsparpotenzials errechnet, welches das Unternehmen dem Markt durch sein Portfolio an energieeffizienten Produkten im Berichtsjahr zur Verfügung gestellt hat. Die Zumtobel Group hat im Berichtsjahr dazu beigetragen, Energieeinsparungen von 3.219.486 Megawattstunden (Vorjahr 2.364.239 MWh) zu realisieren. Dies entspricht dem jährlichen Strombedarf von1.073.162 Zwei-Personen-Haushalten (Vorjahr 788.080). Umgerechnet auf die CO2 -Emissionen eines Kohlekraftwerks entspricht der Energieeinsparungsbeitrag der Zumtobel Group im Jahr 2015/16 rund 2.768.758 Tonnen CO2 .

Auf weitere detaillierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in den Kapiteln 1.7 Mitarbeiter, 1.8 Lieferanten, 1.9 Qualität, 1.10 Betrieblicher Umweltschutz sowie 1.11 Forschung und Entwicklung wird verwiesen.

Nachhaltigkeit hat einen engen Bezug zum Kerngeschäft

1.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

1 Quelle: Prognose des IWF, World Economic Outlook, April 2016

Moderates Wachstum der Weltwirtschaft im Berichtsjahr

Die Entwicklung der Weltwirtschaft im Geschäftsjahr 2015/16 war weiterhin von großer Unsicherheit geprägt. Zum einen sorgten geopolitische Spannungen und Krisen sowie Terroranschläge für ein schwieriges Umfeld. Zum anderen hatte der Preisverfall bei Öl und anderen Rohstoffen Auswirkungen auf die globalen Einkommensströme. Während in den Industrieländern Kaufkraftgewinne zu verzeichnen waren, hatten die Schwellenländer mit dem Rückgang von Einnahmen zu kämpfen. Insgesamt konnte die Weltwirtschaft ein nur moderates Wachstum vorweisen. Der IWF bezifferte das globale Wirtschaftswachstum in 2015 auf 3,1%, das damit leicht unter dem Niveau des Jahres 2014 liegt (2014: 3,4%)1 .

In der Eurozone betrug das Wirtschaftswachstum im Kalenderjahr 2015 1,6%. Gestützt wurde diese Entwicklung durch die zunehmend expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, niedrige Energiepreise, die Abschwächung des Euros und ein robustes Exportwachstum. Dem wirkten in einigen Märkten der Eurozone eine hohe Arbeitslosenquote, gedämpfte Lohnsteigerungen sowie eine ungünstige Entwicklung der Staatsschulden entgegen. Die für die Zumtobel Group wichtige D/A/CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) entwickelte sich auch im Kalenderjahr 2015 in Summe solide. Deutschlands Wirtschaft konnte um 1,5% wachsen, Österreich legte um 0,9% zu, die Schweiz wies jedoch, nach einem Zuwachs von 1,9% im Kalenderjahr 2014, mit 0,9% nur ein sehr schwaches Wachstum auf. In Südeuropa sind die Länder Spanien (plus 3,2%) sowie Portugal (plus 1,5%) weiterhin auf Wachstumskurs. Ebenso konnte Italien, nach einem dreijährigen Abwärtszyklus, im Kalenderjahr 2015 wieder ein moderates Wachstum vorweisen (plus 0,8%). In Großbritannien zeigt sich eine geringfügige Verlangsamung der Wachstumsdynamik auf nunmehr 2,2% nach einem sehr starken Wachstum im Kalenderjahr 2014.

Die Wirtschaft in den USA zeigte auch im Kalenderjahr 2015 mit einem Wachstum von 2,4% wieder eine sehr positive Entwicklung. Der Aufschwung wird weiterhin durch ein robustes Konsumverhalten der privaten Haushalte getragen. In China ist das Wirtschaftswachstum erstmals seit 1990 unter die Marke von 7% zurückgegangen. Die gesunkene Industrieproduktion, die geringere Aktivität im verarbeitenden Gewerbe und die gehemmte Investitionstätigkeit führten zu einem Wachstum von 6,9% im Kalenderjahr 2015. Die übrigen BRIC-Nationen zeigten ein gemischtes Bild. Indien konnte mit einem Wachstum von 7,3% beträchtlich zulegen. Die rohstoffabhängigen Länder Brasilien und Russland verharrten mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von 3,8% bzw. 3,7% im Kalenderjahr 2015 weiterhin in der Rezession.

In seiner jüngsten Prognose vom April 2016 zeichnet der IWF für die globale Entwicklung ein verhalten positives Bild und erwartet für 2016 ein globales Wirtschaftswachstum von 3,2% und in 2017 von 3,5%. Das weiterhin verlangsamte Wirtschaftswachstum in China sowie die Rezession in den Schwellenländern, vor allem in Brasilien und Russland, verhindern einen deutlicheren Aufschwung der Weltwirtschaft. Unsicherheiten gehen zudem von massiven Schwankungen bei Wechselkursen, von einer verbreiteten Investitionszurückhaltung, von der Entwicklung von Öl- und anderen Rohstoffpreisen sowie von politischen Diskussionen wie dem möglicherweise bevorstehenden Ausstieg Großbritanniens aus der EU aus. Der IWF fordert daher, neben der Erhaltung der lockeren Geldpolitik in den Industrieländern, eine die Nachfrage fördernde Politik.

Positive Entwicklung in der Eurozone

Weiterhin solides Wachstum in den USA

Steigende konjunkturelle Zuversicht für große Volkswirtschaften, Abwärtsrisiken in Schwellenländern

1.3 Die Zumtobel Group Aktie

Turbulentes Börsenumfeld im Berichtsjahr

Hohe Volatilität und sinkende Kurse an den meisten internationalen Börsen in 2015/16

Die Entwicklung der globalen Aktienmärkte war im Berichtsjahr von der Schwäche des Euro gegenüber dem US-Dollar, der Abkühlung der chinesischen Wirtschaft und der anhaltenden Niedrigzinspolitik der Notenbanken geprägt. In der Folge verringerte sich der österreichische Leitindex ATX (Austrian Traded Index), in dem auch die Zumtobel Group Aktie enthalten ist, im Berichtsjahr von 2.586 auf 2.329 Punkte, was einem Kursrückgang von 9,9% entspricht. Ebenfalls eine negative Entwicklung verzeichneten in diesem Zeitraum andere Leitbörsen wie etwa der Dow Jones (minus 0,4%) in den USA, der DAX (minus 12,4%) in Deutschland oder der europäische Leitindex Euro Stoxx 50 (minus 16,2%).

Deutlicher Kursrückgang der Zumtobel Group Aktie

Enttäuschende Kursentwicklung der Zumtobel Group Aktie

Nachdem sich die Zumtobel Aktionäre in den beiden vorausgegangenen Geschäftsjahren über Kurssprünge von rund 63% respektive 76% freuen konnten, verlief das Geschäftsjahr 2015/16 alles andere als erfreulich. In einem schwachen österreichischen Börsenumfeld fiel die Aktie der Zumtobel Group im Zeitraum von Anfang Mai 2015 bis Ende April 2016 um 53,5%. Der österreichische Leitindex ATX verringerte sich im gleichen Zeitraum um 9,9%. Im Verlauf des ersten Quartals des Berichtsjahres entwickelte sich die Zumtobel Group Aktie sehr gut und erreichte am 20. Juli 2015 bei 29,89 EUR ihr Jahreshoch. Nach schwachen Zahlen zum ersten Quartal gab auch der Kurs der Aktie deutlich nach. Die Anpassung der Ergebnisprognose für das Gesamtjahr im Dezember 2015 übte weiteren Druck auf den Aktienkurs der Zumtobel Group AG aus. Zum Ende des Geschäftsjahres musste aufgrund der nicht zufriedenstellenden Geschäftsentwicklung im Monat März und der schwache Auftragseingang für den Monat April die Ergebnisprognose für das Geschäftsjahresende ein weiteres Mal angepasst werden. Insbesondere der für die Zumtobel Group wichtigste Absatzmarkt Großbritannien war im Vorfeld zum BREXIT-Referendum von einer steigenden Unsicherheit geprägt, was sich in Verzögerungen bei der Abwicklung bestehender Aufträge beziehungsweise Verschiebungen von Bauprojekten niedergeschlagen hatte. Infolgedessen erreichte die Aktie ihr Jahrestief bei 10,20 EUR am 18. April 2016. Die Aktie beendete das Geschäftsjahr am 30. April 2016 mit einem Schlusskurs von 11,37 EUR.

Marktkapitalisierung liegt bei 495 Mio EUR Die Marktkapitalisierung der Zumtobel Group AG veränderte sich im Berichtsjahr 2015/16 analog zum Aktienkurs. Auf Basis einer gegenüber dem Vorjahr unveränderten Zahl von 43,5 Millionen Inhaberstammaktien wurde das Unternehmen zum 30. April 2016 mit 495 Mio EUR (Vorjahr 1.063 Mio EUR) bewertet. Im Ranking bezüglich der Indexmitgliedschaft im ATX belegte das Unternehmen per 30. April 2016 im Vergleich zu den größten börsennotierten Unternehmen Österreichs Platz 25 in Bezug auf die Marktkapitalisierung und Platz 15 in Bezug auf das Handelsvolumen. Der durchschnittliche Tagesumsatz an der Wiener Börse verbesserte sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr deutlich von 99.111 auf 248.807 Stück (Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht).

Schlusskurs 30.04.2015 EUR 24,445 Währung EUR
Schlusskurs 30.04.2016 EUR 11,370 ISIN AT0000837307
Performance GJ 2015/16 -53,5% Börsenkürzel Wiener Börse (XETRA) ZAG
Marktkapitalisierung am 30.04.2016 495 Mio EUR Marktsegment Prime Market
Höchstkurs am 20.07.2015 EUR 29,890 Reuters Symbol ZUMV.VI
Tiefstkurs am 18.04.2016 EUR 10,200 Bloomberg Symbol ZAG AV
Ø tägl. Handelsvolumen (Stück) 248.807 Anzahl der Aktien 43.500.000

Kennzahlen zur Zumtobel Group Aktie im GJ 2015/16

Aktionärsstruktur

Die Aktionärsstruktur der Zumtobel Group AG hat sich gegenüber dem Jahresabschluss 2014/15 nicht wesentlich verändert. Die Familie Zumtobel ist mit einem Anteil von 35,4% der Stimmrechte weiterhin der seit dem Börsengang etablierte stabile Kernaktionär der Zumtobel Group AG. Darüber hinaus hielten zum 30. April 2016 die institutionellen Investoren FMR LLC sowie Wellington Management Group LLP je eine Beteiligung von über 5%. Mit Wirkung 2. Juni 2016 informierte Lazard Freres Gestion SAS die Zumtobel Group AG, dass der Anteil an der Zumtobel Group AG auf über 4% erhöhte wurde. Der Rest der Anteilscheine liegt nach Kenntnis des Unternehmens zum Großteil bei institutionellen Investoren. Zum Bilanzstichtag lag der Bestand eigener Anteile bei 353.343 Stück (Vorjahr 353.863 Stück).

Kontinuierliche Dividendenpolitik

Die Zumtobel Group verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik. Die Höhe der Dividende hängt neben der laufenden Ertragskraft auch von den Gewinnprognosen und der erwarteten wirtschaftlichen Gesamtentwicklung ab. Vor dem Hintergrund der soliden operativen Entwicklung im Berichtsjahr sowie eines in Summe stabilen konjunkturellen Umfelds in Europa plant der Vorstand dem Aufsichtsrat und in Folge der Hauptversammlung der Zumtobel Group AG, die am 22. Juli 2016 stattfindet, eine Dividende von 20 Eurocent je Aktie für das Geschäftsjahr 2015/16 vorzuschlagen (Vorjahr 22 Eurocent).

Investor-Relations-Arbeit mit Fokus auf Transparenz und Dialog

Eine transparente, kontinuierliche und offene Kommunikation mit allen Kapitalmarktteilnehmern nimmt beim Zumtobel Group Management eine sehr hohe Priorität ein. Entsprechend haben der Vorstand und die Investor-Relations-Abteilung des Unternehmens auf zahlreichen Roadshows und in einer Vielzahl von Einzelgesprächen den Dialog mit Investoren und Analysten im In- und Ausland intensiv fortgeführt. Dabei fanden unter anderem mehrere Besuche bei institutionellen Investoren in Frankfurt, Kopenhagen, London, München, Paris, Zürich und Wien statt. Im Geschäftsjahr 2015/16 berichteten 10 renommierte internationale und heimische Analysten regelmäßig über die Zumtobel Group Aktie und gaben dabei ihre Einschätzung zur Unternehmensstrategie sowie Unternehmensbewertung ab (in alphabetischer Reihenfolge): Baader Bank (München), equinet Bank (Frankfurt), Erste Bank (Wien), J.P. Morgan (London), Kepler Cheuvreux (London), Landesbank Baden-Württemberg (Stuttgart), Morgan Stanley (London), Nomura (London), Raiffeisen Centrobank (Wien) und UBS (Frankfurt).

Familie Zumtobel hält weiterhin 35,4%

Dividendenvorschlag für 2015/16: 20 Eurocent je Aktie

Zumtobel Group Coverage liegt bei 10 Analysten

Im Zweijahresrhythmus, jeweils anlässlich der Light + Building-Messe in Frankfurt, führt die Zumtobel Group einen sogenannten Capital Markets Day für Analysten und institutionelle Investoren durch. Von dieser Möglichkeit machten am 14. und 15. März 2016 etwa 60 Teilnehmer Gebrauch. In diesem Zusammenhang erläuterten Vorstand und Management auf Standführungen und im Rahmen von Vorträgen die operative Entwicklung, den aktuellen Stand im Transformationsprozess sowie Strategie und Mittelfristziele der Unternehmensgruppe.

Im Zuge der Quartalsberichterstattung und im Rahmen des Jahresabschlusses bietet das Management der Zumtobel Group regelmäßig Conference Calls zur Erläuterung der Geschäftszahlen an. Ein wichtiges Medium, um alle Investoren und am Unternehmen Interessierte zeitgleich zu erreichen, ist das Internet. Unter der Investor-Relations-Webseite www.zumtobelgroup.com/en/investor_relations sind sämtliche Unternehmensveröffentlichungen und alles Wissenswerte über die Zumtobel Group sowie der Corporate Governance Report für jeden abrufbar. Darüber hinaus kann die Investor-Relations-Abteilung direkt unter den folgenden Kontaktdaten erreicht werden:

Zumtobel Group AG Investor Relations Schweizerstrasse 30 A-6851 Dornbirn Tel. +43 (5572) 509-1125 [email protected]

1.4 Wesentliche Ereignisse seit dem 30. April 2015

Auf der am 24. Juli 2015 stattgefundenen 39. ordentlichen Hauptversammlung wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 2014/15 eine Dividende in Höhe von 22 Eurocent je Aktie auszuschütten. Die Auszahlung der Dividende an die Aktionäre erfolgte am 31. Juli 2015. Am 7. September 2015 erwarb die Zumtobel Group den Mehrheitsanteil (60%) am britischen LED-Leuchtenhersteller AC/DC LED Holdings Ltd (acdc). Zudem wurde mit dem Veräußerer eine Call/Put-Option eingegangen, den verbleibenden Minderheitenanteil (40%) an acdc im Jahr 2020 zu erwerben. acdc ist ein Nischenanbieter von hochwertiger architektonischer LED-Fassadenbeleuchtung sowie von Lichtlösungen für Hotels, designorientierte Restaurants und Shops. acdc erwirtschaftete 2014 einen Jahresumsatz von ca. 17 Mio Euro. Die Tridonic GmbH & Co KG hat mit Wirkung zum 30. November 2015 ihr Geschäft für Werbebeleuchtung ("Signage") an das US-amerikanische Unternehmen AgiLight Inc. mit Sitz in San Antonio, Texas, verkauft. Der Verkauf der Signage-Aktivitäten, die im Geschäftsjahr 2014/15 ca. 20 Mio EUR Umsatz erwirtschafteten, fand in Form eines "Asset-Deals" statt. Um die langfristige Liquidität zu günstigen Konditionen sicherzustellen, hat die Zumtobel Group Anfang Dezember 2015 ihren bestehenden Konsortialkreditvertrag, der im Oktober 2016 fällig geworden wäre, frühzeitig refinanziert. Der neue Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit von 5 + 1 + 1 Jahren und einem maximal ausnutzbaren Rahmen von 300 Mio EUR wurde mit einem Syndikat aus sieben Banken abgeschlossen. Der Kreditvertrag sieht eine Erhöhungsklausel um bis zu 200 Mio EUR vor. Hauptversammlung beschließt Dividende für GJ 2014/15 Akquisition in neuen Anwendungsgebieten Verkauf der Signage-Aktivitäten Neuer Konsortialkreditvertrag bis 30. November 2020 abgeschlossen

Anfang März 2016 hat der Aufsichtsrat der Zumtobel Group AG die zum 30.04.2017 auslaufenden Verträge von CEO Ulrich Schumacher sowie von CFO Karin Sonnenmoser vorzeitig um weitere drei Jahre bis zum 30.04.2020 verlängert. Neu in das Gremium berufen wurde Alfred Felder, der bisherige Geschäftsführer der Komponententochter Tridonic. Er übernahm mit Wirkung 01.04.2016 die Funktion des Chief Operating Officer (COO) und wurde bis zum 30.04.2019 bestellt.

Ende April 2016 hat die Zumtobel Group Maßnahmen zur Einstellung der Produktion am Standort Usingen (Deutschland) in die Wege geleitet. Davon betroffen sind 156 Arbeitnehmer. Die Schließung ist zum 31. August 2016 geplant.

Weitere wesentliche Ereignisse im Berichtsjahr sind nicht zu vermelden.

1.5 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Personen umfassen den Vorstand und Aufsichtsrat der Zumtobel Group AG. Zum Bilanzstichtag 30. April 2016 sind keine Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen vorhanden. Mit assoziierten Unternehmen bestehen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen Konditionen. Auf die Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.15 wird verwiesen.

1.6 Geschäftsverlauf

1.6.1 Umsatzentwicklung

  • >> Gruppenumsatz steigt um 3,3%
  • >> Deutlich positive Währungstranslationseffekte
  • >> Weiterhin dynamisches Wachstum von LED-Produkten (plus 31,7%)
  • >> Große Unterschiede in der regionalen Geschäftsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2015/16 (1. Mai 2015 bis 30. April 2016) stieg der Gruppenumsatz im Vergleich zum Vorjahr in einem zunehmend volatileren Marktumfeld um 3,3% auf 1.356,5 Mio EUR (Vorjahr 1.312,6 Mio EUR). Diese Umsatzentwicklung wurde durch deutlich positive Währungseffekte im Ausmaß von 26,2 Mio EUR unterstützt. Die positiven Währungseffekte sind vor allem auf die Aufwertung des Schweizer Franken (CHF), des britischen Pfunds (GBP) und des amerikanischen Dollars (USD) zurückzuführen. Bereinigt um diese Währungseffekte betrug das Wachstum 1,3%.

Speziell die LED-Technologie sowie der Trend zu intelligent gesteuerten, energieeffizienten Beleuchtungsanlagen bringen weiterhin wichtige Wachstumsimpulse. Dementsprechend konnte das dynamische Wachstum mit LED-Produkten auch im Berichtsjahr fortgesetzt werden. Der Gesamtumsatz mit LED-Produkten stieg im Vergleich zum Vorjahr um 31,7% auf 860,3 Mio EUR (Vorjahr 653,3 Mio EUR). Der LED-Anteil am Gruppenumsatz erhöhte sich damit auf nunmehr 63,4% gegenüber 49,8% im Geschäftsjahr 2014/15. Sowohl das Lighting Segment (plus 32,7%) als auch das Components Segment (plus 33,7%) konnten mit ihrem umfassenden innovativen LED-Produktportfolio von dem Technologiewandel hin zur LED profitieren. Im zweiten Halbjahr 2015/16 war aufgrund der hohen Vergleichsbasis aus dem Vorjahr eine Abflachung der Wachstumsdynamik erkennbar.

Aufsichtsrat setzt auf Kontinuität und Verstärkung des Vorstands

Schließung Usingen

Weiterhin dynamisches Wachstum von LED-Produkten

Gruppenumsatz steigt um 3,3%

Entwicklung Segmente in Mio EUR 2015/16 2014/15 Veränderung
in %
Lighting Segment 1.028,4 989,9 3,9
Components Segment 410,4 393,8 4,2
Überleitung -82,2 -71,1 15,6
Zumtobel Group 1.356,5 1.312,6 3,3

Währung unterstützt Umsatzwachstum im Lighting Segment

Der europäische gewerbliche Hochbau hat sich nach einigen Jahren des Rückgangs im Kalenderjahr 2015 auf niedrigem Niveau stabilisiert. Für die Kalenderjahre 2016 und 2017 wird in Summe für die europäischen Märkte eine Trendwende hin zu einem leicht wachsenden Marktumfeld prognostiziert, allerdings mit regional höchst unterschiedlichen Entwicklungen. In diesem Marktumfeld konnte das spätzyklische Lighting Segment im Geschäftsjahr 2015/16 erstmals die Milliardengrenze überschreiten und den Umsatz um 3,9% auf 1.028,4 Mio EUR (Vorjahr 989,9 Mio EUR) steigern. Bereinigt um positive Währungseffekte stieg der Segmentumsatz um 1,8%. Diese hinter den Erwartungen liegende Umsatzdynamik ist, neben der andauernden Marktschwäche in Frankreich, Australien und dem Mittleren Osten, auf ein gegen Jahresende hin volatileres und schwierigeres Marktumfeld in dem für die Zumtobel Group wichtigsten Absatzmarkt Großbritannien sowie in der Schweiz zurückzuführen.

Solides Wachstum im Components Segment

Weiterhin sehr erfreulich verlief im Berichtszeitraum die Entwicklung des Komponentensegments. Der Verkauf der Signage-Aktivitäten im November 2015 markiert einen weiteren Meilenstein in der konsequenten Fokussierung des Geschäfts auf innovative LED-Komponenten und -Systeme für die Allgemeinbeleuchtung. Der Segmentumsatz stieg im Berichtsjahr um 4,2% auf 410,4 Mio EUR (Vorjahr 393,8 Mio EUR). Bereinigt um positive Währungseffekte stieg der Umsatz um 2,8%. Die Verlangsamung im zweiten Halbjahr ist insbesondere auf die entgangenen Umsatzbeiträge aus dem Verkauf des Signage-Geschäfts sowie auf die insgesamt schwächere Marktlage in den letzten Monaten zurückzuführen.

2015/16 Umsatzerlöse in Mio EUR Veränderung in % D/A/CH 393,0 6,1 Nordeuropa 356,7 3,9 Benelux & Osteuropa 153,8 13,9 Südeuropa 192,0 -2,6 Asien & Pazifik 140,0 -6,5 Mittlerer Osten & Afrika 80,7 -0,4 Amerika 40,3 11,3 Gesamt 1.356,5 3,3

Regionale Geschäftsentwicklung

Regionale Umsatzverteilung

Im Rahmen der Neuorganisation der Vertriebsorganisation der Zumtobel Group wurden die Vertriebsregionen leicht angepasst. Wesentliche Veränderungen sind die Umgliederungen der lateinamerikanischen Länder zur Region Amerika sowie der zentralasiatischen Länder und der Türkei zur Region Benelux & Osteuropa. Die Länderverteilung auf die Regionen stellt sich nun wie folgt dar:

D/A/CH:
Nordeuropa:
Deutschland, Österreich, Schweiz
Großbritannien, Irland, Schweden, Norwegen, Island, Finnland, Dänemark,
Benelux & Osteuropa: Baltikum
Belgien, Niederlande, Luxemburg und sämtliche Länder Osteuropas
inklusive Russland, Griechenland, Malta, Zypern, Türkei, Zentralasien
Amerika:
Südeuropa:
USA, Kanada und sämtliche Länder Lateinamerikas
Frankreich, Italien, Spanien, Portugal
Asien & Pazifik: Länder des Fernen Ostens inklusive China sowie Japan, Australien,
Neuseeland
Mittlerer Osten & Afrika: Länder des Mittleren Ostens, Indien, Afrika

Die Änderungen wurden auch rückwirkend angewandt, was zu einer Anpassung der regionalen Aufteilung im Vergleichszeitraum des Geschäftsjahres 2014/15 führte.

Hinsichtlich des wirtschaftlichen Marktumfelds als auch der Implementierungsgeschwindigkeit der Restrukturierung und strategischen Neuausrichtung gibt es große regionale Unterschiede. Die Umsatzentwicklung in den einzelnen Regionen im Berichtsjahr verlief entsprechend sehr unterschiedlich. In der für die Zumtobel Group umsatzstärksten Region D/A/CH stieg der Umsatz im Geschäftsjahr 2015/16 um 6,1% (währungsbereinigt 3,8%) auf 393,0 Mio EUR. Dabei profitierte vor allem Deutschland von der steigenden Nachfrage großer Einzelhandelsketten (Key Account-Geschäft), die aufgrund der attraktiven Amortisationszeiten ihre konventionelle Beleuchtung auf LED-Beleuchtung umrüsten. Die Entwicklung in der Schweiz war hingegen im zweiten Halbjahr von einem schwieriger werdenden Marktumfeld gekennzeichnet. In der Region Nordeuropa stieg der Umsatz um 3,9% (währungsbereinigt 0,6%) auf 356,7 Mio EUR. Allerdings war das wirtschaftliche Umfeld in dem für die Zumtobel Group wichtigsten Absatzmarkt Großbritannien im vierten Quartal von steigender Unsicherheit geprägt, was sich in großen Schwankungen in den monatlichen Umsätzen spiegelte. Insbesondere im projektbezogenen Renovierungsgeschäft kam es zu Verzögerungen bei der Abwicklung bestehender Aufträge beziehungsweise zu Verschiebungen von Bauprojekten. Die Region Benelux & Osteuropa, die nun auch die Länder Zentralasiens sowie die Türkei umfasst, konnte die Umsätze im Geschäftsjahr 2015/16 um 13,9% auf 153,8 Mio EUR steigern. Insbesondere Osteuropa entwickelte sich sehr erfreulich. In der Region Südeuropa lag die Geschäftsentwicklung in Frankreich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin deutlich hinter den Erwartungen. Hingegen konnte Italien erstmals wieder leicht wachsen. Insgesamt fiel der Umsatz der Region um 2,6% auf 192,0 Mio EUR. Die Region Asien & Pazifik befindet sich weiterhin in einer umfassenden Restrukturierung. Während die Umsätze in Asien erstmals wieder leicht gestiegen sind, ist die Entwicklung in Australien marktbedingt deutlich rückläufig. In Summe sank der Umsatz in der Region Asien & Pazifik im Geschäftsjahr 2015/16 um 6,5% (währungsbereinigt 7,9%) auf 140,0 Mio EUR. In der Region Mittlerer Osten & Afrika entwickelten sich die Umsätze auf dem Niveau des Vorjahres (minus 0,4%), allerdings hat sich die Umsatzdynamik im zweiten Halbjahr aufgrund von Projektverschiebungen zunehmend verschlechtert. In der Region Amerika, in der nun auch sämtliche Länder Lateinamerikas enthalten sind, trugen die ergriffenen Maßnahmen aus den Vorquartalen im zweiten Halbjahr Früchte. Insgesamt konnten die Umsätze um 11,3% (währungsbereinigt plus 0,7%) auf 40,3 Mio EUR gesteigert werden.

Solides Wachstum in den europäischen Kernmärkten mit Ausnahme von Frankreich

Anpassungen in den Vertriebsregionen

1.6.2 Ertragsentwicklung

  • >> Bereinigtes Gruppen-EBIT sank um 11,7% auf 58,7 Mio EUR
  • >> Starker Anstieg der Ausgaben für Forschung und Entwicklung (plus 8,9 Mio EUR)
  • >> Deutliche Effizienzsteigerung im Vertrieb
  • >> Negative Sondereffekte aus dem Transformationsprozess (34,9 Mio EUR)
  • >> Jahresgewinn in Höhe von 11,9 Mio EUR
2015/16 2014/15 Veränderung
Gewinn- und Verlustrechnung in Mio EUR in %
Umsatzerlöse 1.356,5 1.312,6 3,3
Kosten der umgesetzten Leistungen -925,4 -878,0 5,4
Bruttoergebnis vom Umsatz 431,2 434,6 -0,8
in % vom Umsatz 31,8 33,1
SG&A Aufwendungen ohne Sondereffekte -372,5 -368,1 1,2
Bereinigtes EBIT 58,7 66,5 -11,7
in % vom Umsatz 4,3 5,1
Sondereffekte -34,9 -25,4 37,3
EBIT 23,8 41,1 -42,0
in % vom Umsatz 1,8 3,1
Finanzergebnis -8,2 -25,4 67,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 15,6 15,7 -0,7
Ertragsteuern -3,7 -3,7 -1,2
Jahresergebnis 11,9 11,9 -0,2
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,28 0,28 -0,3

Nachrichtlich: Das EBITDA im Geschäftsjahr 2015/16 betrug 91,4 Mio EUR (Vorjahr 100,1 Mio EUR).

Bereinigtes Gruppen-EBIT sank um 11,7%

Das um Sondereffekte bereinigte Gruppen-EBIT sank im Geschäftsjahr 2015/16 um 11,7% auf 58,7 Mio EUR (Vorjahr 66,5 Mio EUR). Dementsprechend fiel die Umsatzrendite von 5,1% auf 4,3%. Während das Components Segment das bereinigte Vorjahresergebnis übertreffen konnte, sank das Ergebnis im Lighting Segment unter das Vorjahresniveau.

Die Bruttoergebnismarge der Zumtobel Group fiel im Berichtszeitraum auf 31,8% (Vorjahr 33,1%). Dieser Rückgang ist insbesondere auf deutlich höhere Entwicklungsaufwendungen zur Stärkung der Technologieposition (plus 8,6 Mio EUR) zurückzuführen. Die zunehmende Intelligenz der Systeme erfordert insbesondere einen Ausbau der Kapazitäten und Kompetenzen im Bereich von Systemarchitektur, Software-Entwicklung und Datenmanagement. Darüber hinaus wurde das Bruttoergebnis im Berichtszeitraum durch anhaltenden Preisdruck, negative Währungstransaktionseffekte aus dem US-Dollar und Schweizer Franken sowie Verzögerungen in den prognostizierten Kosteneinsparungen aus der Werksrestrukturierung belastet. Höhere Investitionen in Neuprodukte und Innovation

In den Vertriebskosten sind die positiven Effekte aus den umfangreichen Restrukturierungs- und Einsparmaßnahmen im Jahresverlauf deutlich erkennbar. Die Vertriebskosten in Prozent vom Umsatz sanken trotz Tariflohnerhöhungen im Berichtsjahr von 24,9% auf 24,1%. Ein Schwerpunkt der Neuorganisation der Zumtobel Group ist die Zusammenführung der beiden bislang getrennten Vertriebsorganisationen von Zumtobel und Thorn. Entsprechende Maßnahmen wurden in den vergangenen zwei Jahren umgesetzt. Folglich reduzierte sich der Mitarbeiterstand im Vertrieb in den letzten zwei Geschäftsjahren um insgesamt circa 200 Beschäftigte. Die Verwaltungskosten stiegen im Geschäftsjahr 2015/16 von 46,5 Mio EUR auf 51,1 Mio EUR. Dies ist zum Großteil auf personelle Verstärkungen in den zentralen Funktionen sowie auf höhere Beratungsaufwendungen zurückzuführen. Das sonstige betriebliche Ergebnis ohne Sondereffekte in Deutliche Effizienzsteigerungen im Vertrieb

Das Berichtsjahr war wie das Vorjahr von signifikanten negativen Sondereffekten in Höhe von 34,9 Mio EUR (Vorjahr 25,4 Mio EUR) geprägt. Diese betreffen im Wesentlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Restrukturierung der Vertriebsorganisation sowie Anpassungen im globalen Werksverbund. Auf weitere detaillierte Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.4.3 wird verwiesen.

Zur Darstellung des operativen Erfolges wurde das EBIT um die genannten Sondereffekte bereinigt:

Bereinigtes EBIT in Mio EUR 2015/16 2014/15 Veränderung
in %
Berichtetes EBIT 23,8 41,1 -42,0
davon Sondereffekte -34,9 -25,4 37,3
Bereinigtes EBIT 58,7 66,5 -11,7
in % vom Umsatz 4,3 5,1

Das Finanzergebnis verbesserte sich im Berichtsjahr um 17,2 Mio EUR auf minus 8,2 Mio EUR (Vorjahr minus 25,4 Mio EUR). Im Zinsaufwand sind vor allem Zinsen für die laufenden Kreditverträge enthalten. Die übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträge betrugen 0,5 Mio EUR (Vorjahr minus 16,6 Mio EUR), welche im Wesentlichen Marktwertänderungen von Derivaten umfassen. Die Zumtobel Group setzt zur Absicherung des Währungstransaktionsrisikos überwiegend Devisenterminkontrakte mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr ein, ergänzend auch Optionen. Die Hauptwährungen im Konzern sind EUR, USD, CHF, GBP und AUD. Das positive Bewertungsergebnis seit 30. April 2015 kommt zum Großteil von Finanzinstrumenten, die im Berichtszeitraum einen positiven Marktwert gebildet haben, beziehungsweise aus der Realisierung von Fremdwährungsgeschäften mit vormals negativem Marktwert im operativen Ergebnis (insbesondere Devisenterminkontrakte in Schweizer Franken). Auf die Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.4.4 sowie Kapitel 2.6.4.5 wird verwiesen.

Finanzergebnis in Mio EUR 2015/16 2014/15 Veränderung
in %
Zinsaufwand -9,2 -9,1 1,0
Zinsertrag 0,5 0,4 24,4
Zinssaldo -8,7 -8,7 0,1
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge 0,5 -16,6 >100
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen -0,1 -0,1 58,1
Finanzergebnis -8,2 -25,4 67,5

Das Ergebnis vor Steuern lag im Geschäftsjahr 2015/16 mit 15,6 Mio EUR auf dem Niveau des Vorjahres (15,7 Mio EUR). Der Ertragsteueraufwand betrug 3,7 Mio EUR. Auf die Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.4.6 wird verwiesen. Das Jahresergebnis (inkl. Minderheiten) nach Steuern lag trotz deutlich höherer negativer Sondereffekte dank eines verbesserten Finanzergebnisses auf dem Vorjahreswert von 11,9 Mio EUR. Für die Aktionäre der Zumtobel Group AG ergibt dies ein Ergebnis je Aktie (bei 43,1 Mio Aktien) von 0,28 EUR (Vorjahr 0,28 EUR bei 43,1 Mio Aktien).

Jahresgewinn in Höhe von 11,9 Mio EUR

Finanzergebnis verbesserte sich um 17,2 Mio EUR

Negative Sondereffekte aus dem Transformationsprozess

1.6.3 Cashflow, Finanz- und Vermögenslage

  • >> Working Capital-Bestand trotz gestiegenem Geschäftsvolumen auf Vorjahresniveau
  • >> Anlageninvestitionen sinken auf 58,4 Mio EUR (Vorjahr 76,6 Mio EUR)
  • >> Erhöhung des Free Cashflow auf plus 49,8 Mio EUR (Vorjahr minus 15,2 Mio EUR)
  • >> Weiterhin gesicherte Liquiditätsposition und solide Bilanzstruktur

Saisonalität des Geschäftsverlaufs

Working Capital-Bestand auf Vorjahresniveau

Der Geschäftsverlauf der Zumtobel Group unterliegt einer typischen Saisonalität. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres (1. Mai bis 31. Oktober) ist die Geschäftstätigkeit üblicherweise höher, da von Sommer bis Herbst eine relativ höhere Anzahl von Bauprojekten fertiggestellt wird und dabei der Einbau der Beleuchtung als eine der letzten Maßnahmen vorgenommen wird. Im dritten Quartal (1. November bis 31. Januar) ist das Umsatzniveau wegen der Weihnachts- und Winterpause in der Baubranche deutlich niedriger und im Schlussquartal (1. Februar bis 30. April) nimmt die Aktivität wieder sukzessive zu. Einhergehend mit dem Umsatzverlauf entwickelt sich auch das Ergebnis (gemessen am bereinigten EBIT) mit saisonalen Schwankungen, was ein deutlich niedrigeres Ergebnis im zweiten Halbjahr zur Folge hat. Zusätzlich ist das zweite Geschäftshalbjahr häufig mit Ausgaben für Fachmessen belastet.

Für die Ermittlung des Cashflows wurde die indirekte Methode monatsgenau angewandt. Die so erstellten monatlichen Cashflows werden mit dem jeweiligen monatlichen Durchschnittskurs umgerechnet und aggregiert, während die Bilanzpositionen mit dem Stichtagskurs umgerechnet werden. Diese Vorgangsweise führt zu Währungsdifferenzen vor allem in den einzelnen Positionen des Cashflows aus dem operativen Geschäft und damit zu deutlich abweichenden Werten im Vergleich zu den Differenzen der jeweiligen Bilanzpositionen. Die in der Gesamtergebnisrechnung erfassten Beträge gemäß IAS 19, IAS 21 und IAS 39 sind im Cashflow bei den Veränderungen der jeweiligen Bilanzpositionen ausgewiesen.

Zum 30. April 2016 lag der Working Capital-Bestand trotz gestiegenem Geschäftsvolumen aufgrund eines konsequenten Bestands- und Forderungsmanagements mit 231,2 Mio EUR auf dem Niveau des Vorjahres (233,8 Mio EUR). In Prozent des rollierenden Zwölfmonatsumsatzes reduzierte sich der Working Capital-Bestand im Vergleich zum Vorjahr von 17,8% auf 17,0%. Zur gleichen Zeit reduzierte sich das Factoring zum Bilanzstichtag von 45,6 Mio EUR auf 34,1 Mio EUR. In Summe erhöhte sich der Cashflow aus dem operativen Geschäft im Geschäftsjahr 2015/16 um 29,7 Mio EUR auf 92,6 Mio EUR (Vorjahr 62,8 Mio EUR).

Working Capital in % von rollierenden 12-Monats-Umsätzen

Im Berichtsjahr wurden 58,4 Mio EUR (Vorjahr 76,6 Mio EUR) in Anlagevermögen in verschiedenen Produktionswerken investiert. Die Investitionen umfassen Investitionen in Werkzeuge für neue Produkte, Erweiterungsinvestitionen, Instandhaltungsinvestitionen sowie aktivierte Kosten für Forschung und Entwicklung (18,1 Mio EUR).

Die Position "Einzahlungen aus Anlageabgängen" beinhaltet die Veräußerung des Grundstückes in Landskrona (Schweden) mit einem Cash-Zufluss in Höhe von 2,7 Mio EUR sowie den Verkauf der Produktionswerkstätte in Fürstenfeld in Höhe von 2,1 Mio EUR. Die Position "Veränderung liquider Mittel aus Konsolidierungskreisänderungen" betrifft sowohl den positiven Cash-Effekt im Zusammenhang mit dem Verkauf der Tridonic NZ Limited in Auckland, Neuseeland als auch den Cash-Abfluss aus dem Erwerb des britischen LED-Leuchtenherstellers AC/DC LED Holdings Ltd. Unter der Position "zur Veräußerung gehaltene Vermögensgegenstände" ist der Verkauf der sogenannten Signage-Aktivitäten abgebildet. Der Erlös daraus beläuft sich auf 7,4 Mio EUR, demgegenüber steht der Abgang von Anlagen und Vorräten in Höhe von 3,9 Mio EUR. Insgesamt erhöhte sich der Free Cashflow im Geschäftsjahr 2015/16 auf 49,8 Mio EUR (Vorjahr minus 15,2 Mio EUR).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beinhaltet hauptsächlich die Erhöhung der Inanspruchnahme des ausnutzbaren Rahmens der bestehenden Kreditlinien, die Zahlung der Dividende an die Aktionäre der Zumtobel Group AG für das Geschäftsjahr 2014/15 in Höhe von 9,5 Mio EUR sowie die Zinszahlungen in Höhe von 9,0 Mio EUR.

Zur Sicherung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hält die Zumtobel Group einerseits Liquidität in Form von mehrheitlich täglich verfügbaren Bankguthaben, um erwartete betriebliche Aufwendungen und finanzielle Verbindlichkeiten bedienen zu können, und verfügt andererseits über umfangreiche Betriebsmittelkreditlinien, um Liquiditätsschwankungen auszugleichen, die durch den Geschäftsverlauf auftreten. Zum Bilanzstichtag 30. April 2016 stehen der Gruppe kurzfristige Kontokorrentkreditlinien in Höhe von insgesamt 88,4 Mio EUR (Vorjahr 93,4 Mio EUR) zur Verfügung. Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung stellte der am 01. Dezember 2015 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis November 2020 und einem ausnutzbaren Rahmen von 300 Mio EUR dar. Damit wurde im Berichtsjahr der zuvor bestehende und bis Oktober 2016 laufende Konsortialkreditvertrag mit einem Kreditrahmen von 350 Mio EUR abgelöst und somit die durchschnittliche Fristigkeit der Konzernfinanzierung deutlich verlängert. Davon sind zum 30. April 2016 insgesamt 100 Mio EUR in Anspruch genommen. Der Konsortialkreditvertrag beinhaltet eine Change-of-Control-Klausel bei Änderung der absoluten Mehrheit der Stimmrechte. Ferner sieht der Vertrag eine Erhöhungsklausel um bis zu 200 Mio EUR und eine Klausel zur zweimaligen Verlängerung um jeweils ein Jahr vor. Neben dem Konsortialkreditvertrag stehen zwei weitere Kreditverträge über je 40 Mio EUR mit endfälliger Tilgung und einer Laufzeit bis September 2018 beziehungsweise Januar 2020 zur Verfügung, die per 30. April 2016 vollständig in Anspruch genommen sind. Der Konsortialkreditvertrag ist an die Einhaltung von Financial Covenants (Schuldendeckungsgrad kleiner als 3,5 sowie Eigenkapitalquote größer als 25%) geknüpft. Zum 30. April 2016 wurden die Financial Covenants dank eines Schuldendeckungsgrades von 1,48 (Vorjahr 1,48) und einer Eigenkapitalquote von 31,2% (Vorjahr 29,7%) vollumfänglich eingehalten.

Geringere Investitionstätigkeit

Erhöhung des Free Cashflow auf 49,8 Mio EUR

Gesicherte Liquidität

Bilanzkennzahlen in Mio EUR 30. April 2016 30. April 2015
Bilanzsumme 1.068,6 1.086,3
Nettoverbindlichkeiten 134,8 148,2
Schuldendeckungsgrad 1,48 1,48
Eigenkapital 333,2 322,6
Eigenkapitalquote in % 31,2 29,7
Verschuldungsgrad in % 40,5 46,0
Investitionen 58,4 76,6
Working Capital 231,2 233,8
in % vom rollierenden Zwölfmonatsumsatz 17,0 17,8

Solide Bilanzstruktur

Die Bilanzstruktur der Zumtobel Group ist im Geschäftsjahr 2015/16 weiterhin solide. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 29,7% am 30. April 2015 auf 31,2%. Die Nettoverbindlichkeiten betrugen zum Bilanzstichtag 134,8 Mio EUR (Vorjahr 148,2 Mio EUR) und lagen damit um 13,4 Mio EUR unter dem Vorjahreswert. Der Verschuldungsgrad (Gearing) – als Quotient von Nettoverbindlichkeiten zum Eigenkapital – verbesserte sich von 46,0% auf 40,5%.

1.7 Mitarbeiter

Mit einem breiten Produktportfolio und einer offenen und wachstumsorientierten Unternehmenskultur bietet die Zumtobel Group attraktive Karrieremöglichkeiten für die kreativen Köpfe der Industrie. Qualifizierte, engagierte und leistungsbereite Mitarbeiter tragen wesentlich zum unternehmerischen Erfolg der Zumtobel Group bei und profitieren gleichermaßen von den verschiedenen Karrieremöglichkeiten innerhalb der Gruppe. Dank konsequenter Kundenorientierung und mit viel Innovationsgeist schaffen sie anspruchsvolle Lichtlösungen, die weltweit Maßstäbe setzen. Die Zumtobel Group legt deshalb viel Wert auf die Förderung persönlicher und fachlicher Kompetenzen des Stammpersonals.

Die strategische Neuausrichtung der Zumtobel Group und die damit verbundenen notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen führten auch im aktuellen Berichtsjahr, wie bereits im Vorjahr, zu einem Personalrückgang insbesondere im Bereich der Produktion und in den Vertriebseinheiten. Zum Stichtag 30. April 2016 beschäftigt die Zumtobel Group weltweit insgesamt 6.761 Vollzeitkräfte (inklusive Leiharbeiter). Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von annähernd 470 Mitarbeitern. Die Verteilung und Entwicklung nach Tätigkeitsbereichen und Regionen zeigt die folgende Grafik:

Weitere Restrukturierungsmaßnahmen führen zu Personalabbau

Verteilung nach Tätigkeitsbereich und Region

Aktuelle Herausforderungen

"Enlightening your career" lautet das Motto der Zumtobel Group, wenn es um die Positionierung als Arbeitgeber geht. Mit diesem Werteversprechen trägt die Zumtobel Group den veränderten Bedürfnissen neuer Generationen am Arbeitsmarkt Rechnung, um auch weiterhin die Position als attraktiver Arbeitgeber zu halten und weiter auszubauen.

Dieses Versprechen beinhaltet die Qualifizierung bestehender Mitarbeiter durch fachliche und persönliche Weiterentwicklung, die Rekrutierung neuer Talente, die Einbindung von Kollegen in den neuen Märkten und aktiven Know-how-Transfer. Unter dem Dach der Zumtobel Group wird gezielt die bereichs- und markenübergreifende Zusammenarbeit gefördert, um größtmögliche Synergieeffekte zu erzielen. Es gilt außerdem die Qualität der Führung zu fördern und sowohl die Vorgesetzten als auch die Mitarbeiter gezielt zu schulen.

Attraktivität am Arbeitsmarkt

Gezieltes Talent

Berichtsjahr durch die neu geschaffene Funktion des Talent Managers gezielt gefördert und unterstützt. Seit der Schaffung dieser Position wurden spezielle Development- und Assessment-Center etabliert, um das individuelle Entwicklungspotenzial der internen Talente in Hinblick auf weiterführende Aufgaben zu erfassen. Damit einher gehen die konkrete Nachfolge- und Karriereplanung sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung der Führungskräfte. Weiterbildungsangebote und betriebliche Berufsausbildung Die Zumtobel Group bietet ein umfassendes internes und externes Trainings- und Weiterbildungsangebot im Rahmen der Global Learning Academy an. Der Fokus dieses gruppenweiten Ansatzes liegt auf der Steigerung der Effizienz und Intensivierung der gemeinsamen Aus- und Weiterbildungsaktivitäten im Konzern. Das Portfolio der Schulungen umfasst Trainings zu Führungs-, Methodik- und Sozialkompetenzen der Mitarbeiter und Führungskräfte. Durch den weiteren Ausbau der Online-Schulungsangebote konnten deutliche Zeit-, Reise- und Kostenersparnisse bei gleichzeitiger Ausweitung des Schulungsprogramms erzielt werden. Zum Bilanzstichtag 30. April 2016 waren insgesamt 119 (Vorjahr 130) Auszubildende bei der Zumtobel Group angestellt. Die betriebliche Berufsausbildung ist ein wichtiges Instrument, um dem Fachkräftemangel im Zuge des demografischen Wandels zu begegnen. In den elf Berufsfeldern Elektronik, Elektrotechnik, Maschinenmechanik, Kunststofftechnik, Produktionstechnik, Anlagenelektrik, Werkzeugmechanik, Zerspanungstechnik, Mechatronik, Industriekaufmann und Medienfachmann wird vor allem in Österreich und Deutschland ausgebildet. Soziale Verantwortung Als Arbeitgeber mit einer über Jahrzehnte gewachsenen Unternehmenskultur nimmt die Zumtobel Group ihre soziale Verantwortung für alle Mitarbeiter weltweit wahr und arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung verantwortungsbewusster Beschäftigungsbedingungen. Im Verhaltenskodex der Zumtobel Group ist die Einhaltung der Kernarbeitsnormen der International Labour Organization (ILO) verbindlich festgeschrieben. Darüber hinaus bietet die Gruppe ihren Mitarbeitern verschiedene freiwillige soziale Leistungen, darunter Zuschüsse bzw. betriebliche Angebote zu Kranken-, Unfall- oder Lebensversicherung. Um berufstätigen Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern, bietet die Zumtobel Group flexible Arbeitszeitmodelle an und ermöglicht das Arbeiten aus dem Homeoffice und an flexiblen Arbeitsplätzen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag der Anteil der Teilzeitbeschäftigten bei 4,0% gemessen am gesamten Vollzeitäquivalent. Mütter und Väter, die nach Mutterschutz und Elternteilzeit wieder in den Beruf zurückkehren, werden vom Unternehmen aktiv bei der Wiederintegration unterstützt. Als Equal Opportunity Employer (EOE) duldet die Zumtobel Group keinerlei Diskriminierung. Bereits seit dem Jahr 2004 manifestiert sich diese Haltung auch im Verhaltenskodex der Zumtobel Group. Dementsprechend sind Leistung und Qualifikation die Basis aller Personalentscheidungen. Die Zumtobel Group, deren Belegschaft einen Anteil weiblicher Mitarbeiter von rund 35% (Vorjahr 34%) hat, verfolgt keine Zielquote für die Besetzung von Managementpositionen durch weibliche Mitarbeiter. Aufgrund des Fachkräftemangels ist es grundsätzlich eine große Herausforderung, qualifizierte Bewerbungen zu erhalten und die richtigen Fachkräfte für die entsprechende Position zu rekrutieren. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen liegt derzeit bei circa 17% (Vorjahr 13%). Management Internes und externes Weiterbildungsangebot Global Learning Academy Fundierte Lehrlingsausbildung in 11 Berufsfeldern Hohe Arbeitsstandards Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie Chancengleichheit und Vielfalt

Die Besetzung von Schlüsselpositionen durch unternehmensinterne Talente wird seit dem letzten

Die Zumtobel Group möchte zur Integration behinderter Jugendlicher beitragen bzw. die Erwerbstätigkeit behinderter Erwachsener fördern. In den einzelnen Gesellschaften der Zumtobel Group werden Mitarbeiter mit körperlicher Beeinträchtigung bestmöglich unterstützt. An Standorten, an denen die gesetzliche Behindertenquote nicht erreicht wird, leistet die Zumtobel Group die vorgeschriebenen Ausgleichszahlungen.

Vergütung

Die Zumtobel Group arbeitet auf Grundlage einer einheitlichen Vergütungssystematik mit dem Ziel einer hohen Transparenz und leistungsgerechten Entlohnung. Das Unternehmen entlohnt in der Regel über dem gesetzlichen beziehungsweise kollektivvertraglichen Niveau. Basierend auf internen und externen Gehaltsvergleichen wird gewährleistet, dass Löhne und Gehälter möglichst marktkonform sind. Auch in Ländern mit niedrigen Lohnstandards bezahlt die Zumtobel Group Löhne und Gehälter, die zumeist über dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn liegen. Anhand von Aufgabenbeschreibungen und Funktionsbewertungen ("Job Mapping") kann die marktgerechte Entlohnung grundsätzlich eingeordnet werden. Auf dieser Basis wird gewährleistet, dass die Bezahlung sowohl den fachlichen Anforderungen entspricht als auch fair und gerecht ist. Durch die Fokussierung auf die Funktionsinhalte werden auch etwaige geschlechterspezifische Ungerechtigkeiten limitiert.

Seit Mai 2014 ist der gemeinsame Leistungsindikator für alle bonusberechtigten Mitarbeiter der Total Shareholder Return der Zumtobel Group AG, welcher im relativen Vergleich zum Total Shareholder Return einer klar definierten und relevanten Peer Group gemessen wird. Für das gehobene Management wird dieser gemeinsame Leistungsindikator in der Regel durch individuelle Zielsetzungen ergänzt, die positive wie negative Abweichungen vom gemeinsamen Zielerreichungsgrad auf individueller Ebene bewirken können. Die variable Vergütung des gehobenen Managements setzt sich aus einer kurzfristigen Komponente und einer langfristigen Komponente zusammen. Die kurzfristige Komponente wird im Vergabejahr direkt in Cash ausbezahlt. Die Ausschüttung der langfristigen Komponente wird auf die folgenden drei bis fünf Jahre verteilt, wobei die Tranche im jeweiligen Auszahlungsjahr mit dem Zielerreichungsgrad des gemeinsamen Leistungsindikators (Total Shareholder Return relativ zur Peer Group) gewichtet wird. Somit wird der Fokus auf nachhaltig wirkende Entscheidungen des Managements gelegt.

Die variable Vergütung für den Vertriebsbereich wurde im Geschäftsjahr 2015/16 neu ausgerichtet. Das Vergütungsmodell mit dem primären Leistungsindikator "Absolut Gross Profit" soll einen positiven Anreiz zur Steigerung des profitablen Umsatzes in den jeweiligen Ländern und Regionen bieten und den langfristigen Erfolg der Zumtobel Group unterstützen.

Zur Steigerung der Effizienz der HR-Prozesse und -Serviceleistungen wurden im Berichtsjahr durch die Lancierung des HR-Informationssystem(HRIS)-Projekts und der Neuausrichtung der HR Business Partner-Rolle wichtige Schritte in Richtung Digitalisierung und Verbesserung des internen HR-Serviceangebots unternommen. Der ganzheitliche HR-Service-Ansatz (HR Operational Excellence Center) und die neue HR-Business Partner-Rolle gelten als Garant für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Führungskräften und HR. Beide Maßnahmen zielen auf die Sicherstellung der umfassenden, effizienten Unterstützung und personalstrategische Beratungsleistung für die Linien-Verantwortlichen durch qualifizierte HR Business Partner ab.

Variable Vergütung zur Stärkung der Nachhaltigkeit und Verankerung des One-Group-Ansatzes

HR-Prozesse: Effizienzsteigerung und Digitalisierung

Integrative Projekte

Leistungsorientierte Vergütungssysteme

Jährliches Mitarbeiterentwicklungsgespräch

Das jährliche Mitarbeiterentwicklungsgespräch ist ein weiterer wichtiger Baustein in der Zusammenarbeit von Mitarbeitern und Vorgesetzten. In diesem strukturierten Gespräch treffen Führungskräfte und Mitarbeiter Zielvereinbarungen und entwickeln ein gemeinsames Verständnis über die Werte und die Bedeutung der Unternehmensstrategie in Bezug auf die eigene Aufgabe. Es werden gegenseitige Erwartungen abgeglichen und systematisch Entwicklungspotenziale identifiziert. Je nach individuellem Bedarf werden gemeinsam Maßnahmen zur Weiterentwicklung definiert.

Arbeitssicherheit

Arbeitssicherheit hat einen hohen Stellenwert

Die Vermeidung von Unfällen und der Erhalt der Mitarbeitergesundheit haben in der gesamten Zumtobel Group eine hohe Bedeutung. An allen Standorten werden spezifische Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien durch lokale Sicherheitsbeauftragte überwacht. Um die Arbeitssicherheit zu erhöhen, werden stetig Maßnahmen wie etwa Mitarbeiterschulungen, Verbesserung der Schutzbekleidung und Erneuerung des Maschinenparks ergriffen. In allen Werken wird monatlich die TRI-Rate (Total Recorded Injuries: Anzahl der Arbeitsunfälle auf eine Million Arbeitsstunden) erhoben. Die häufigsten Verletzungen sind Schnittverletzungen. Für die Leuchtenwerke sank die TRI-Rate im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht auf 15,4 (Vorjahr 16,6) und in den Komponentenwerken auf 3,9 (Vorjahr 4,8).

1.8 Lieferanten

Qualität, Kosten und Versorgungssicherheit stehen im Mittelpunkt

seit vielen Jahren durch Langfristigkeit, gegenseitiges Vertrauen und Fairness. Auf dieser Grundlage kann wirtschaftlich, ökologisch und sozial verantwortungsvoll die Versorgungssicherheit aller wichtigen Rohstoffe und Vorprodukte bei gleichzeitig höchster Qualität sichergestellt werden. Im Geschäftsjahr 2015/16 stellten insbesondere die stark schwankenden Währungskonstellationen – der schwache Euro und die daraus resultierende schlechte Kaufkraft in Fremdwährungsmärkten – eine große Herausforderung für den Einkauf der Zumtobel Group dar. Speziell im Komponentensegment liegen die Beschaffungsmärkte zum Großteil in Asien und damit sind die Einkaufspreise der zu beschaffenden Rohmaterialien und teilweise auch die finale Wertschöpfung der Entwicklung des US-Dollar oder des chinesischen Yuan unterworfen, was teilweise zu dramatischen Preiserhöhungen geführt hat.

Die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen der Zumtobel Group und ihren Lieferanten definiert sich

"Commodity Management" und Risk Management-Strategie

Die im Geschäftsjahr 2014/15 durchgeführte strategische Neuausrichtung der gesamten Einkaufsorganisation trägt im Berichtsjahr weitere Früchte. Durch die kontinuierliche Bündelung der Einkaufsvolumen aller Werke bei gruppenweit verantwortlichen "Commodity Managern" werden die Verhandlungsposition gegenüber Lieferanten verbessert und Synergieeffekte (Bündelung von Mengen, Standardisierung und Ausbau der Lieferantenbeziehungen) erzielt. Die erwähnten negativen Währungseffekte konnten dadurch zum Großteil neutralisiert werden. Die Plattform- und "Multi-Sourcing"-Strategie sowie sonstige Schwerpunktaktivitäten haben neben der Kostenoptimierung das Ziel, die Versorgungssicherheit und Qualität auch bei unerwarteten externen Ereignissen und Bedarfsschwankungen sicherzustellen. Die "Multi-Sourcing"-Strategie sieht vor, dass bei umsatzmäßig großen Beschaffungsartikeln mindestens zwei Lieferanten verfügbar und freigegeben sind. Darüber hinaus wurde im Berichtsjahr die Lieferanten- und Komponentenkonsolidierung gezielt vorangetrieben. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die im laufenden Geschäftsjahr neu geschaffene Organisation des technischen Einkaufs, die auf eine konsequente Standardisierung von den eingesetzten Komponenten bereits während des Produktentstehungsprozesses fokussiert.

Die Zumtobel Group verfügt weltweit über ein Netzwerk von circa 700 Direktmaterial-Lieferanten mit einem Einkaufsvolumen von mehr als zehntausend Euro. Gegenüber dem Vorjahr konnte die Lieferantenbasis um annähernd 5% reduziert werden, obwohl durch die steigenden Anforderungen der LED-Technologie neue Lieferanten dazugekommen sind. Ziel ist es, durch weitere Standardisierung die Gesamtanzahl der Lieferanten kontinuierlich zu reduzieren. Eine geringere Anzahl von Lieferanten ermöglicht es, den Fokus auf strategische Partner zu legen. Dies resultiert in höheren Synergieeffekten aus der weiteren Bündelung von Einkaufsmengen, aber hilft auch, bevorzugte Lieferanten gezielt in Richtung Nachhaltigkeit und Kontinuität weiterzuentwickeln.

Aus Zentraleuropa beziehen alle Marken wesentliche Rohstoffe wie etwa Stahl, Kupfer, Aluminium und Kunststoffgranulat. Elektronische und LED-Komponenten werden vor allem in Asien zugekauft, wo viele der wettbewerbsfähigsten Lieferanten angesiedelt sind. Die Tendenz geht aber in beiden Segmenten auch aufgrund des schwachen Euros in Richtung lokale Beschaffung im Euroraum. Dementsprechend sank der Anteil des Beschaffungsvolumens aus Asien im Berichtsjahr leicht und beläuft sich im Leuchtensegment auf knapp unter 7% und im Komponentensegment auf über 60%.

Beide Segmente der Zumtobel Group haben standardisierte Prozesse zur regelmäßigen Bewertung und Auditierung von Lieferanten etabliert. Diese Bewertung wird vom Commodity Management koordiniert und in Zusammenarbeit mit Technik, Beschaffung und dem Bereich Supplier Quality durchgeführt. Neben den bekannten Erfolgsfaktoren Liefertreue, Qualität und Service werden gleichfalls auch Aspekte der ökologischen und sozialen Verantwortung (Umweltmanagementsystem, Code of Conduct) bewertet. Im Berichtsjahr wurden für das Leuchtensegment 44 Audits (Vorjahr 40) durchgeführt. Das Komponentensegment führte im Jahr 2015/16 insgesamt 25 Audits (Vorjahr 19) bei bestehenden Lieferanten durch. Bei 24 Audits wurde ein besonderer Fokus auf Nachhaltigkeitsaspekte in den Bereichen Arbeitsschutz und Umweltmanagement gelegt. Generell erlauben die eingesetzten Bewertungssysteme gezielte Maßnahmen zur gemeinsamen Lieferantenentwicklung, um Schwachstellen zu beseitigen und die Lieferqualität auf Dauer sicherzustellen.

Alle neuen Zulieferer durchlaufen einen gruppenweit angewendeten Lieferantenfreigabeprozess und müssen dabei unter anderem die Einhaltung des Code of Conduct der Zumtobel Group unterzeichnen sowie in einem Freigabeaudit das Vorhandensein eines auditierbaren Qualitätsmanagementsystems nachweisen. Außerdem wird auch die Einhaltung von Umwelt- und Energiemanagementstandards überprüft und dokumentiert. Im Code of Conduct-Dokument verpflichtet sich der Lieferant zur Einhaltung der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und zur Bekämpfung der Korruption. Neu im Berichtsjahr ist, dass im Lieferantenfreigabeprozess auch explizite Fragen zum Thema "Vermeidung von Konfliktmaterialien" eingearbeitet wurden. Grundsätzlich gilt, dass Fehlverhalten von Geschäftspartnern gegen den Code of Conduct oder Umweltstandards dokumentiert und Abstellmaßnahmen eingefordert werden. Sollten diese nicht innerhalb angemessener Fristen umgesetzt werden, werden rechtliche Maßnahmen eingeleitet und die Geschäftsbeziehung beendet.

1.9 Qualität

Die Zumtobel Group hat sich höchsten Qualitätsansprüchen verpflichtet. Qualität beinhaltet nicht nur eine fehlerfreie Produktion, sondern darüber hinaus einheitliche Prozess- und Servicequalität in allen Unternehmensbereichen weltweit. Der Anspruch ist, dem Kunden das gewünschte Produkt mit den benötigten Funktionen zum richtigen Zeitpunkt zu liefern, inklusive aller Serviceleistungen. Gleichzeitig erwartet die Zumtobel Group diesen Qualitätsanspruch auch von ihren Zulieferern.

Im Rahmen der kontinuierlichen Verbesserung verfolgt die Zumtobel Group das Ziel, redundante Prozesse zu vermeiden, Abfall und Ausschuss durch Fehlproduktion zu reduzieren, unnötige Transporte zu vermeiden und damit Ressourcen zu schonen. Das minimiert externe und interne Kosten und gleichzeitig die Belastungen für die Umwelt. Das Leuchten- und das Komponentensegment verwenden vielfältige Methoden und Steuerungsmaßnahmen, um die Qualität von Prozessen und Produkten kontinuierlich zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen hierbei das Total Quality Management (TQM), Lean Management und die Lean Six Sigma-Methode. TQM nutzt verschiedene Instrumente, um bei allen Mitarbeitern und an jedem Arbeitsplatz eine Qualitätskultur zu etablieren. Ziel von Lean Management und Six Sigma ist es, Fehlerquellen zu

LED-Komponenten werden vor allem aus Asien zugekauft

Systematische Lieferantenbewertung und Audits

Höchste Qualitätsansprüche

Qualitativ hochwertige Prozesse und Produkte

beseitigen sowie Aktivitäten, die keine Wertschöpfung generieren, zu minimieren. Im Berichtsjahr wurden auch verstärkt die Methoden Wertanalyse und Stoffstrommanagement eingesetzt.

Alle weltweiten Produktionsstandorte der Zumtobel Group sind mit Ausnahme des Werkes in den USA nach dem internationalen Standard ISO 9001 für Qualitätsmanagementsysteme zertifiziert. Darüber hinaus sind die Vertriebsorganisationen des Leuchtensegments in Österreich, Deutschland, Schweiz, Italien, Benelux, der Thorn Vertrieb in Schweden sowie der Tridonic Vertrieb in Deutschland zertifiziert. Die Zumtobel Group garantiert zudem, dass alle geltenden Normen und Regulierungen bei den Produkten in beiden Segmenten für die jeweiligen Regionen und Länder eingehalten werden. Dies gilt insbesondere für Vorschriften zur Lichtqualität und Energieeffizienz sowie für Kennzeichnungspflichten. Zu den gesetzlichen Anforderungen gehören unter anderem die CE-Kennzeichnung in Europa (EU-Standards zur Niederspannungsrichtlinie, elektromagnetische Verträglichkeit, Ökodesign-Richtlinie, Energieverbrauchskennzeichnung sowie RoHS – Beschränkung gefährlicher Stoffe), die WEEE-Kennzeichnung (EU-Richtlinie über die Entsorgung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten) sowie REACh (EU-Chemikalienverordnung). Zur Sicherstellung dieser Anforderungen hat die Zumtobel Group Produkt- und Material-Compliance-Prozesse eingeführt, die ständig weiterentwickelt und den sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst werden. Standards und Vorschriften

1.10 Betrieblicher Umweltschutz

Umweltschutz hat in der Zumtobel Group eine große Bedeutung. Nicht nur im Hinblick auf die Entwicklung energieeffizienter und umweltschonender Produkte, sondern gleichfalls in Bezug auf eine umweltfreundliche Produktion. Dies umfasst einen sorgsamen und effizienten Umgang mit Ressourcen sowie die Vermeidung und Verminderung von Emissionen und Abfall entlang des gesamten Lebenszyklus der Produkte. Hohe Bedeutung von Umweltschutz

Das Umweltmanagement der Zumtobel Group basiert auf drei Säulen: die konsequente Einhaltung interner und externer Richtlinien, zertifizierte Umweltmanagementsysteme nach dem internationalen Standard ISO 14001 sowie die Anwendung der Lean Six Sigma-Methode. Um die Leistungen zum Umweltschutz kontinuierlich zu stärken, werden an allen Werksstandorten extern wie intern erkannte Potenziale in Maßnahmenprogramme gefasst und in strukturierter Form abgearbeitet. Umweltmanagement basiert auf drei Säulen

Mitarbeiter werden regelmäßig über mehrere Kommunikationskanäle zum Thema Umweltschutz sensibilisiert. Einführungsmappen und mehrtägige Welcome Trainings für neue Mitarbeiter sowie für alle Mitarbeiter zugängliche Intranet-Webseiten berücksichtigen eine Vielfalt von Umweltthemen. Vorgesetzte und Umweltbeauftragte schulen und unterweisen regelmäßig Mitarbeiter zu Umweltaspekten in den spezifischen Aufgabengebieten. Darüber hinaus werden Mitarbeiter über geplante und umgesetzte Umweltprojekte transparent informiert und zur aktiven Beteiligung animiert. Schulungen zum Thema Umweltschutz

Durch ein ISO 14001-Zertifikat bestätigt eine externe Organisation die Anwendung und Weiterentwicklung eines wirksamen Umweltmanagementsystems. Wesentliche Ziele des Umweltmanagementsystems sind die Vermeidung von Umweltbelastungen sowie die Einhaltung gesetzlicher und behördlicher Anforderungen. Klar definierte Abläufe und Prozesse sowie anzuwendende Methoden tragen dazu bei, die Auswahl der besten verfügbaren Materialien und Techniken dort in Betracht zu ziehen, wo dies angebracht und wirtschaftlich vertretbar ist. Darüber hinaus wird bei der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen der gesamte Lebenszyklus von der Materialauswahl über die Fertigung, den Transport, die Gebrauchsphase bis zur Wiederaufbereitung betrachtet. Mit den Komponentenwerken Dornbirn (Österreich), Jennersdorf (Österreich), Spennymoor (Großbritannien) und Shenzhen (China) sowie den Leuchtenwerken in Dornbirn (Österreich), Lemgo (Deutschland), Usingen (Deutschland), Spennymoor (Großbritannien), Les Andelys (Frankreich) und Guangzhou (China) sind die zehn bedeutendsten Produktionsstandorte der Zumtobel Group nach ISO 14001 zertifiziert. Zertifiziertes Umweltmanagement nach ISO 14001

Ziel eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001 ist es, die energetische Leistung des Unternehmens ständig zu verbessern. Die energiebezogene Leistung definiert sich als das Ergebnis aus effizienter Nutzung von Energie, zweckmäßigem Einsatz von Energie und dem Energieverbrauch. Nachdem das Komponentenwerk in Dornbirn (Österreich) 2013 als erster Standort in der Zumtobel Group die Zertifizierung nach dem internationalen Standard ISO 50001 für Energiemanagementsysteme (EnMS) bestanden hat, wurden im Kalenderjahr 2014 auch das Komponentenwerk in Jennersdorf (Österreich) und das Leuchtenwerk in Dornbirn (Österreich) erfolgreich zertifiziert. Anfang 2015 konnte mit dem Komponentenwerk in Spennymoor (Großbritannien) der Zertifizierungsumfang nochmals erweitert werden.

Die Kombination der Methoden Lean Management und Six Sigma wird in der Zumtobel Group konsequent und äußerst erfolgreich angewendet. Das globale Produktionssystem basiert auf ebendiesen Methoden und schafft interne Standards für eine effektive und effiziente Nutzung der Ressourcen. Dies betrifft die Optimierung von Humanressourcen-intensiven Produktions- und Supportprozessen genauso wie die Nutzung von Commodities inklusive Energie und die Aufrechterhaltung der menschlichen Gesundheit sowie die Vermeidung von negativen Umweltauswirkungen der Prozesse. Dazu unterhält die Zumtobel Group Prozesse zur Identifizierung und Bewertung von Verbesserungspotenzialen. Gesteuert wird dies durch den im integrierten Managementsystem beschriebenen globalen kontinuierlichen Verbesserungsprozess.

1.11 Forschung und Entwicklung

Kennzahlen für F&E

Forschung und Entwicklung (F&E) ist durch die Entwicklung neuer Produkte und die Anwendung neuer Technologien ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Zumtobel Group. Entsprechend dem Ziel, die hervorragende Technologieposition der Zumtobel Group weiter auszubauen, wurde der F&E-Aufwand im Berichtsjahr um weitere 11,2% auf 87,9 Mio EUR erhöht.

Forschung und Entwicklung in Mio EUR 2015/16 2014/15 Veränderung
in %
Entwicklungskosten 83,9 75,3 11,4
Forschungsaufwand 4,0 3,7 7,8
F&E-Aufwand gesamt 87,9 79,0 11,2
in % vom Umsatz 6,5 6,0
Mitarbeiter (Vollzeitkräfte) F&E 602 593 1,5

Die eigentliche Produktentwicklung lag im abgelaufenen Geschäftsjahr in der Zuständigkeit der einzelnen Marken. Auf Gruppenebene waren primär strategische Themen wie Standort- und Kompetenzentwicklung, Aufteilung und Priorisierung der R&D-Mittel, der Produktentwicklung vorausgehende mittelfristige Technologie-, Forschungs- und Vorentwicklungsprojekte sowie die Vertretung in Normenausschüssen und Standardisierungsgremien angesiedelt. Ebenfalls auf Gruppenebene behandelt wurden die Themen interne Standardisierung und die Anmeldung, Verwaltung und Verteidigung unserer Schutzrechte.

Die Schwerpunkte der F&E-Aktivitäten leiten sich von der "Wirkungskette" der Beleuchtung ab: Lichtquelle, Optik, Betriebsgeräte, Schnittstellen und Connectivity, Leuchten und Lichtsteuerung. Wesentliche Themen hierbei sind: LED, OLED, Quantum Dots (QD) und Laser bei den Lichtquellen, neue optische Konzepte zur Lichtlenkung bei LEDs, neue Betriebsgeräte und Betriebskonzepte zum Betrieb von LEDs und OLEDs, neue drahtgeführte und drahtlose Informationsübertragung mit neuen Datenformaten sowie neue Ansätze zum Management von Beleuchtungsanlagen. Mit dem Abflachen der Effizienzsteigerung der LEDs und der Zunahme von Prozessor- und Speicherleistung in den Betriebsgeräten verlagert sich der Schwerpunkt der Energieeffizienz, Lichtqualität, Connectivity und Ökosystem stehen im Mittelpunkt

Neuerlicher Anstieg der F&E-Aufwendungen

Zertifiziertes Energiemanagement nach ISO 50001

Lean Six Sigma-Methode

Entwicklungsleistung von der Lichtfunktion und der Leuchte weg hin zu intelligenten Komponenten, Kommunikation und Dienstleistung.

Weiterhin hohe Innovationskraft Die Innovationskraft des Unternehmens hängt maßgeblich mit F&E zusammen. Ein umfangreiches Patentportfolio gerade im Bereich der neuen Technologien sichert den Marken der Zumtobel Group Wachstum, Wettbewerbsvorsprung und den Zugang zu strategischen Kooperationen mit anderen Unternehmen. Im Berichtsjahr wurden vom Leuchtensegment 59 (Vorjahr 64) und vom Komponentensegment 89 (Vorjahr 97) Patente angemeldet. Des Weiteren wird jährlich der Neuproduktanteil (Produkte nicht älter als drei Jahre) am Umsatz erhoben. Im Geschäftsjahr 2015/16 wurden im Leuchtensegment 48,4% (Vorjahr 40,7%) und im Komponentensegment 71,9% (Vorjahr 71,3%) mit neuen Produkten umgesetzt. Die Anzahl aktiver gewerblicher Schutzrechte von derzeit circa 8.200 – darunter 4.780 Patente – und der Neuproduktanteil am Gesamtumsatz sprechen für die Innovationskraft des Unternehmens. Im Berichtsjahr wurde ein umfangreicher Patent-Kreuzlizenzierungsvertrag mit der Vossloh-Schwabe/Panasonic Group abgeschlossen. Mit dieser Vereinbarung erteilen die Parteien sich gegenseitig die Lizenz, bestimmte Patente im Bereich der Beleuchtungselektronik, vor allem im Bereich der Steuerung und des Betriebs von LED-Lichtquellen, zu verwenden.

Technologischer Wandel

Von reiner Hardware zu einer Mischung aus Hardware, Software und Service

Der Bereich F&E ist einerseits nach wie vor stark geprägt durch Weiterentwicklungen in der LED-Technologie, andererseits durch zunehmende Intelligenz der Systeme sowie der Notwendigkeit leistungsfähigerer Schnittstellen. Leuchten und damit auch deren Komponenten werden Teilnehmer im Internet der Dinge (Internet of Things, IoT). Dies erfordert insbesondere einen Ausbau der Kapazitäten und Kompetenzen im Bereich von Systemarchitektur, Software-Entwicklung und Datenmanagement. Diese erweiterte Hard- und Softwarestruktur wird auch die Basis für zukünftige Servicedienstleistungen darstellen.

Neben der gezielten Förderung der Qualifikation der Mitarbeiter in Richtung Elektronik-, Software- und Systemkompetenz kann den Herausforderungen insbesondere durch modularen Produktaufbau, standardisierte Hardware und Differenzierung über Software begegnet werden. Entwicklungspartnerschaften und offene Systeme werden zukünftig einen großen Stellenwert einnehmen. Darüber hinaus haben alle Marken ihre außereuropäischen F&E-Aktivitäten, insbesondere in China, ausgebaut. Ziel ist ein Transfer im Bereich neuer Technologien, Nutzung derselben Werkzeuge und Schaffung einheitlicher Prozesse, um die Entwicklung globaler Produkte für globale Märkte sowie kostengünstiger Produkte für den lokalen asiatischen Markt zu fördern. Die Verstärkung der Software-Aktivitäten und -Kompetenzen hat auch zu einem Ausbau der amerikanischen und australischen Entwicklungsstätten geführt. Zunehmende Bedeutung von strategischen Partnerschaften

Forschungskooperationen mit Universitäten und Industrieunternehmen Neben der bereits etablierten Zusammenarbeit mit auf dem Gebiet der Licht- und Leuchtentechnik sowie Architektur tätigen Universitäten wie Illmenau, Berlin, Hamburg (alle Deutschland), Graz (Österreich) und Zürich (Schweiz) wird nun auch verstärkt mit Universitäten auf dem Gebiet von Hard- und Software-Entwicklung sowie Kommunikationstechnik kooperiert. Beispiele hierfür sind unter anderem die Technische Universität Eindhoven (Niederlande), die Innerstaatliche Hochschule für Technik' Buchs NTB (Schweiz), das Materials Center Leoben (Österreich), die Joanneum Forschungsgesellschaft (Österreich), die TU Graz (Österreich), die Universität Cambridge (Großbritannien) sowie das IT Aveiro (Portugal). Wesentliche Entwicklungspartnerschaften bestehen auch mit Industriefirmen wie ARM, Bosch, Cisco, Johnson Controls, NXP, TNO-ESI, Fraunhofer, VTT und anderen.

1.12 Internes Kontrollsystem

Das Interne Kontrollsystem der Zumtobel Group (im Folgenden kurz "IKS" genannt) unterstützt die Erreichung der geschäftspolitischen Ziele. Das IKS ist definiert als die Gesamtheit der in die Prozesse integrierten Überwachungs- und Steuerungsmaßnahmen zur Sicherung der Vermögenswerte des Unternehmens, der Vollständigkeit und Zuverlässigkeit von Informationen und Systemen, der Wirtschaftlichkeit und Effektivität von Prozessen sowie der Compliance mit gesetzlichen, vertraglichen und internen Regelungen.

Aufbau und Ausgestaltung des IKS der Zumtobel Group orientieren sich an international anerkannten Governance-Rahmenwerken wie zum Beispiel das Rahmenwerk des Committee of the Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) oder das IT-Rahmenwerk veröffentlicht von der Informations Systems Audit and Control Association (COBIT), die fallspezifisch auf die Gegebenheiten unseres Geschäftsmodells angepasst werden. Die Tiefe der Ausgestaltung und Formalisierung des IKS folgt einer strengen Risikoorientierung (Nutzen), der kritisch der zu erwartende Mehraufwand (Kosten) gegenübergestellt wird.

Die Implementierung und Aktualisierung des IKS liegt in der Verantwortung von benannten Prozess-Eignern in der Funktion, Region und/oder der Business Division. Das IKS ist eng verzahnt mit dem organisatorisch separat aufgesetzten Enterprise Risk Management-Prozess, der in regelmäßigen Abständen Risiken bei Prozess-Eignern systematisch erfasst, aggregiert und bis hin zum Aufsichtsrat mit dazugehörigen Maßnahmen berichtet (siehe Kapitel 1.13 für weitere Erläuterungen). IKS Verantwortung

Neben den Qualitätssicherungs-Abteilungen der Fachbereiche überwacht die Konzernrevision (Corporate Audit) als unabhängige Prüfungsinstanz mit einer dualen Berichtslinie an Vorstand und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates das Design und die Funktionsfähigkeit etablierter Kontrollen. Über einen straffen Followup-Prozess wird sichergestellt, dass identifizierte Schwächen zeitnah beseitigt werden. Die genannten Überwachungsfunktionen unterwerfen sich ihrerseits strengen berufsständischen Standards und unterliegen regelmäßiger externer Überprüfung. IKS Überwachung

Zentrale Elemente des IKS der Zumtobel Group sind:

  • >> Der Verhaltenskodex (Code of Conduct), ergänzt durch spezifische Regelungen von Corporate Integrity und Corporate Citizenship
  • >> Unternehmensrichtlinien und Verfahren (Policies & Procedures)
  • >> Klar definierte Organisationsstrukturen, Stellenbeschreibungen und formal fixierte, an die jeweilige Aufgabe angepasste Delegationen
  • >> Corporate Policy on Internal Control System (primär zur Finanzberichterstattung)
  • >> Routine Reviews auf allen Ebenen mit einem Abgleich gegen Erwartungswerte

Die Corporate Policy on Internal Control System enthält eine umfassende Darstellung der für die Finanzberichterstattung der Zumtobel Group wichtigen Prozesse und Systeme.

Der Umstrukturierung des Unternehmens folgend, wurde mit der Ernennung eines Finance Project Managers organisatorisch die Basis geschaffen, um eine grundlegende Überarbeitung der Prozessdokumentation und dazugehöriger Schlüsselkontrollen nebst zielgerichtetem Training zu koordinieren. Das bei dieser Arbeit verwendete konzeptionelle Gerüst ist eng verzahnt mit unserem neu überarbeiteten und unternehmensweit gültigen Prozessmodell.

IKS Aufbau und Ausrichtung

IKS Elemente

IKS der Finanzberichterstattung

Bereits etablierte und unternehmensweit über das Intranet verfügbare Standards sind:

  • >> Schriftliche Prozessfestlegung und Dokumentation
  • >> Prozessintegrierte Genehmigungs- und Freigaberegelungen
  • >> Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung (Finance Group Manual)
  • >> Einheitliche Closing-Checkliste (gruppenweit gültig)

Weiterentwicklung

Neben der bereits erwähnten Aktualisierung unserer Kontrolldokumentation für die Finanzberichterstattung sind im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem in folgenden Bereichen wesentliche Verbesserungen erreicht worden:

  • >> Die 2014 mit der Ernennung eines Chief Ethics & Compliance Officers neu gegründete Compliance-Abteilung ist durch eine Fachkraft verstärkt worden.
  • >> Das Compliance Management System wurde mit der Schaffung von standardisierten Dokumentenvorlagen und dazugehörigen Prozessen weiter ausgebaut und ist mittlerweile ein integrierter Bestandteil der Organisation.
  • >> Mit dem Übergang zu einem automatisierten Screening der SAP-Stammdaten nach sog. "Denied Parties", Firmen oder Individuen, die auf Embargolisten oder in ähnlichen Verzeichnissen geführt werden, ist eine deutlich effizientere Prävention erreicht worden.
  • >> Bereits früh wurde bei Zumtobel begonnen, über Schulungen auf Fraud-Gefahren, insbesondere im Bereich von Angriffen, die sich moderner Techniken des Social Engineering bedienen, hinzuweisen. Mehrfach wurden derartige Versuche frühzeitig erkannt und ein unberechtigter Mittelabfluss konnte verhindert werden.

1.13 Risikomanagement

Systematischer Ansatz für frühzeitiges Erkennen von Chancen und Risiken

Risikomanagement basiert auf anerkannten Best Practices und Standards

Die Zumtobel Group ist sich bewusst, dass ein angemessenes Chancen- und Risikomanagementsystem – ebenso wie ein Internes Kontrollsystem – ein wesentlicher Beitrag zum Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsposition ist. In der Zumtobel Group bedeutet Risikomanagement die aktive Auseinandersetzung mit Risiken zur Sicherung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und gleichermaßen das Erkennen von Chancen sowie die Abwägung von unternehmerischen Entscheidungen. Ziel des Risikomanagements ist es, durch einen systematischen Ansatz Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, um so aktiv durch geeignete Maßnahmen auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren zu können. Bei der Zumtobel Group ist das Risikomanagement ein eigenständiger, strategisch ausgerichteter Prozess sowie Teil der operativen Führungsarbeit. Basisinstrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind neben einer im Geschäftsjahr 2011/12 konzernweit implementierten Risikomanagement-Software standardisierte Planungsund Controlling-Prozesse, konzernweite Richtlinien, eine laufende Berichterstattung sowie das Interne Kontrollsystem (siehe Punkt 1.12).

Die in der Konzernzentrale als Teil des Konzerncontrollings angesiedelte Funktion "Corporate Risk Management" ist für die ständige Weiterentwicklung des Risikomanagement-Prozesses sowie für die Koordination des gruppenweiten Risikomanagements und die Risikoüberwachung zuständig. Das Risikomanagementsystem der Zumtobel Group ist eng mit den Controlling-Prozessen und dem Internen Kontrollsystem verknüpft. Das bei der Zumtobel Group implementierte Risikomanagementsystem basiert ebenso wie das Interne Kontrollsystem auf den methodischen Grundlagen des COSO-Modells. Eine systematische Identifizierung und Bewertung der Risiken und Chancen wird zweimal jährlich dezentral von den "Risk-Ownern" mit Unterstützung von den "Risk Process Ownern" der operativen Einheiten durchgeführt. Diese Evaluierung erfolgt mittels standardisierter Werkzeuge und Verfahren. Die Bewertung der Ereignisse hinsichtlich ihrer Auswirkung auf die Ergebnisse des Konzerns sowie deren Eintrittswahrscheinlichkeit erfolgt ebenfalls mittels konzernweit definierter Methoden. Für wesentliche Risiken und Chancen werden Maßnahmen zur Steuerung definiert und umgesetzt. Das Corporate Risk Management begleitet diese Prozesse und führt ein regelmäßiges Maßnahmencontrolling durch. Ad hoc auftretende Risiken werden, sofern bedeutend, umgehend an die zentrale Risikomanagement-Abteilung gemeldet, der Vorstand wird entsprechend informiert. Richtlinien und Prozessbeschreibungen zum Risikomanagement stehen konzernweit zur Verfügung.

Die Steuerung der meisten Risiken findet dezentral in den operativen Einheiten statt. Manche Risiken mit konzernweiter Bedeutung werden jedoch zentral über spezielle Richtlinien geregelt, so zum Beispiel das Kreditmanagement oder der Umgang mit Währungsrisiken.

Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken kommt dem Berichtswesen eine zentrale Bedeutung zu. Der Vorstand wird regelmäßig von den operativen Geschäftsführungen über die aktuelle und die zu erwartende Geschäftsentwicklung sowie über vorhandene Risiken und Chancen informiert. Der monatliche Managementbericht stellt eine Zusammenfassung der wesentlichen Finanzkennzahlen als auch der Performance-Entwicklungen dar. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates wird halbjährlich über die wesentlichen Risiken und Chancen der Gruppe in Kenntnis gesetzt. Die Risikoermittlungs- und Bewertungsverfahren und Werkzeuge der Gruppe werden unter Hinzuziehung der Internen Revision und des Abschlussprüfers ständig verbessert und weiterentwickelt. Der Konzernabschlussprüfer beurteilt jährlich die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements der Zumtobel Group und berichtet darüber an Vorstand und Aufsichtsrat.

Die Chancen der Zumtobel Group sind in Kapitel 1.1 ausführlich beschrieben. Die wesentlichen Risiken und Handlungsmöglichkeiten stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:

1.13.1 Markt- und Wettbewerbsrisiken in der Beleuchtungsindustrie

Die regionalen Absatzmärkte sind stark von der jeweiligen Entwicklung der Konjunktur im gewerblichen Hochbau abhängig, welche stets ausgeprägten zyklischen Schwankungen unterworfen ist. Eine Abschwächung der Konjunktur könnte dazu führen, dass sich der Auftragseingang der Zumtobel Group deutlich verringert und bestehende Aufträge verzögert oder storniert werden. Darüber hinaus könnten verstärkte Sparanstrengungen bei den Ausgaben durch die öffentliche Hand sowie ein verstärkter Lagerabbau durch die Großhändler die Umsatzentwicklung belasten. Dadurch ergeben sich Risiken in Bezug auf die allgemeine Ergebnisentwicklung, belastet durch Unterauslastung in der Produktion, erhöhten Preisdruck und negative Produktmixverschiebungen. Gegebenenfalls notwendige Maßnahmen zur Anpassung der Strukturkosten und Kapazitäten an ein schwieriger werdendes Marktumfeld oder im Rahmen der organisatorischen beziehungsweise strategischen Neuausrichtung der Zumtobel Group könnten zu zusätzlichen Restrukturierungsaufwendungen führen, die das Ergebnis negativ beeinträchtigen könnten.

Neben der höheren Produktvielfalt und den kürzeren Innovations- und Produktlebenszyklen stellt die steigende Systemkomplexität, und hier insbesondere der steigende Softwareanteil, einen wesentlichen Treiber für steigende R&D-Ausgaben dar. Der Schritt hin zur Leuchte als Teilnehmer im "Internet der Dinge" (IoT) führt zu neuen Systemschnittstellen und Datenformaten, die heute noch nicht ausreichend standardisiert und erprobt sind.

Aggressive und etablierte Wettbewerber, allen voran die asiatischen LED-Chip-Produzenten, drängen auf den professionellen Lichtmarkt und streben eine Vorwärtsintegration an. Diesen Unternehmen fehlt allerdings zum Großteil einschlägiges Anwendungswissen über alle relevanten Bereiche der Innen- und Außenbeleuchtung, die Kompetenz für komplexe Lichtmanagementsysteme sowie das umfassende direkte Vertriebsnetzwerk.

Berichtswesen hat eine zentrale Bedeutung

Risiken aus der Konjunkturentwicklung

Technologiewechsel durch LED

Konkurrenz aus Asien

1.13.2 Geschäftsrisiken

Der Zugang zu einem globalen Netzwerk von Meinungsbildnern und Entscheidungsträgern ist sowohl im Projektgeschäft der Marken Thorn, Zumtobel und acdc wie auch im OEM-Geschäft der Zumtobel Group von großer Bedeutung. Die Zumtobel Group setzt zur optimalen Betreuung dieses Netzwerks hochqualifizierte, in internen Akademien ausgebildete Vertriebs- und Marketingteams ein. Ebenso sind intensive Kundenschulungen Bestandteil des Kundenbindungsprozesses. Das Unternehmen pflegt zudem ein weitreichendes technologisches Netzwerk mit Forschungsinstituten und Universitäten. So gelingt es der Zumtobel Group, ein führender technologischer sowie designorientierter Trendsetter zu bleiben. Zugang zu globalen Netzwerken von Entscheidungsträgern

  • Mithilfe der Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb kann die Marktposition gefestigt und eine angemessene Margenqualität sichergestellt werden. Die Zumtobel Group steht sowohl im Leuchten- als auch im Komponentengeschäft vor der Herausforderung, ihre starke Technologieposition in der Branche regelmäßig zu beweisen und Neuentwicklungen an sich ändernde Bedürfnisse der unterschiedlichen Anwendungsgebiete anzupassen. Dies geschieht durch einen konsequenten Fokus der Zumtobel Group auf das Thema Innovation und die enge Zusammenarbeit zwischen Entwicklung und Vertrieb. Marktakzeptanz für die neuen Produkte
  • Die Zumtobel Group ist ein weltweit agierender Konzern, wobei Europa mit über 80% vom Umsatz der mit Abstand wichtigste Absatzmarkt ist. In diesen Kernregionen konzentrieren sich auch die Investitionen in Sachanlagen, die politischen Risiken wie etwa Enteignungen von Wirtschaftsgütern, Kapitaltransferverbote und Krieg werden in diesen Märkten als gering eingeschätzt. Ein möglicher Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union ("Brexit") würde wahrscheinlich zu einer Verschlechterung des Marktumfeldes in der wichtigsten Absatzregion der Zumtobel Group führen. Durch die Sanktionen der Europäischen Union gegenüber Russland, die nach wie vor anhaltenden Unruhen in der Ukraine sowie die weiterhin bestehenden Krisenherde in einigen der nordafrikanischen Länder sowie im Mittleren Osten gibt es wirtschaftliche Risiken, die sich sowohl absatzseitig als auch auf der Beschaffungsseite negativ auswirken können. Der Beitrag dieser Länder zum Gruppenumsatz der Zumtobel Group ist allerdings sehr gering. Politische Risiken
  • Das Fehlen von geeigneten Fachkräften, wie etwa in den Bereichen der F&E und des Vertriebes, kann die langfristige Ausrichtung einer Unternehmung gefährden, Wachstumspotenziale können dann nur unzureichend ausgeschöpft werden. Zur Sicherstellung der notwendigen Kompetenzen legt der Konzern großen Wert auf die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter, sowohl durch Ausbildung in eigenen Akademien als auch durch externe Schulungsprogramme. Die weiteren Eckpfeiler der Personalarbeit sind eine leistungsgerechte Entlohnung, eine positive Arbeitsatmosphäre, internationale Karrierechancen und Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Es kann jedoch nie ausgeschlossen werden, dass gut qualifizierte Mitarbeiter abgeworben werden. Risiken im Personalmanagement
  • Aufgrund des eingesetzten Technologiewandels ist der Anteil der LED-Zukaufprodukte (LED-Chip, LED-Modul oder LED-Light-Engine) am gesamten Rohmaterialbedarf weiter signifikant angestiegen. Produktionsüberkapazitäten bei LED-Komponenten führten zu deutlich sinkenden Preisen. Die Einkaufspreise der für die Zumtobel Group wichtigen Materialien, wie etwa Kunststoffgranulate, Aluminium und Stahl, konnten im letzten Jahr aufgrund der konjunkturellen Unsicherheiten und technischer Optimierungen ebenfalls weiter gesenkt werden. Beschaffungsrisiken

Grundsätzlich wird kontinuierliche Lieferfähigkeit über entsprechende Disposition, frühzeitige Lieferanteneinbindung und Dual- bzw. Multisourcing sichergestellt. Die Zumtobel Group ist als Lieferant von Qualitätsprodukten bekannt und setzt dieselbe Eigenschaft bei ihren Lieferanten voraus. Durch konsequente Lieferantenaudits und -entwicklung können Qualitätsrisiken frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Eine professionelle Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Lieferanten ermöglicht der Unternehmensgruppe eine frühzeitige Erkennung und Beseitigung möglicher Risiken. Weitere Details dazu unter Kapitel 1.8 Lieferanten.

Zur Minimierung der EDV-Risiken wird moderne Hard- und Software mit entsprechenden Wartungsverträgen eingesetzt. Angriffen durch IT-Hacker wird mit mehrstufigen Firewall- und Virenschutzkonzepten bestmöglich vorgebeugt. Zur Absicherung der EDV-Systeme wird neben dem modernen Hochsicherheitsrechenzentrum ein zusätzliches Backup-Rechenzentrum betrieben. Damit die Informationstechnologie der Gruppe stets die Geschäftsanforderungen erfüllt, hat das IT-Management eine Vielzahl von Prozessen, Richtlinien und Maßnahmen entwickelt. Diese werden periodisch überprüft und, wo notwendig, angepasst. Durch eine regelmäßige Erneuerung der Hard- und Software werden Ausfallsrisiken sowie das Risiko von Datenverlusten minimiert. Die Datenbestände werden permanent von Virenscannern überprüft und regelmäßig gesichert.

1.13.3 Vermögensrisiken

Eine konsequente Instandhaltungs- und Ersatzinvestitionspolitik reduziert das Risiko von Produktionsausfällen. Die Investitionen in wesentliche Maschinen werden mit Wartungsverträgen verknüpft. Eine eigene Betriebsfeuerwehr an den Hauptproduktionsstandorten sowie eine regelmäßige Begutachtung der technischen Sicherheitsstandards durch externe Experten minimieren ebenfalls das Ausfalls- und das Betriebsunterbrechungsrisiko. Des Weiteren verfügt die Zumtobel Group über eine umfassende All-Risk-Versicherung, welche substanzielle Vermögensschäden ausgleichen könnte. Ebenso arbeitet das Risikomanagement sehr eng mit der Versicherungsabteilung zusammen, um sonstige absicherbare Risiken zu identifizieren und optimal durch Versicherungsschutz abzudecken. An den wesentlichen Produktionsstandorten wird schrittweise ein Highly Protected Risk(HPR)-Status angestrebt. Derzeit sind drei große Produktionsstandorte – Dornbirn (Österreich), Spennymoor (Großbritannien), Sydney (Australien) – als HPR qualifiziert.

Ein vorsichtiger, an der Umschlagshäufigkeit orientierter Wertansatz der Lagerbestände vermindert grundsätzlich die Bilanzrisiken. Die kürzeren Innovationszyklen und die steigende Systemkomplexität der digitalen Beleuchtung erfordern zudem ein engeres Bestandsmanagement. Diese Vorgangsweise reduziert das Risiko für Abschreibungen von Beständen und aktivierten Entwicklungskosten.

1.13.4 Risiken aus Pensionsverpflichtungen

Leistungsorientierte Pensionspläne sind in den deutschen, englischen, schwedischen, norwegischen, australischen und schweizerischen Konzerngesellschaften implementiert. Die nach Abzug des Planvermögens verbleibende Verpflichtung wird als Rückstellung ausgewiesen. Die Höhe der Pensionsrückstellung hängt vorwiegend vom Marktwert des veranlagten Vermögens, aber auch von der Gehaltsentwicklung, der Lebenserwartung gemäß aktueller Sterbetafel und vom Diskontierungszinssatz ab. Weitere Details dazu sind im Konzernanhang unter Punkt 2.6.6.13 zu finden.

1.13.5 Produkthaftungsrisiken

Risiken der Regresspflicht und des daraus resultierenden Imageschadens aus Qualitätsmängeln können durch Fehler in der gesamten internen und externen Lieferkette verursacht werden. Qualitätssicherungssysteme überwachen die Einhaltung der selbst gesetzten hohen Anforderungen an die Produktqualität. Weitere Details dazu unter Kapitel 1.9 Qualität. Zusätzlich besteht eine Produkthaftpflichtversicherung. Die in der Gruppe teilweise eingeführte Fünfjahresgarantie kann zu höheren Garantiekosten führen.

Konsequente Instandhaltungs- und Ersatzinvestitionspolitik

Bestandsrisiken bei den Vorräten

EDV-Risiken

1.13.6 Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken können unter anderem aus Änderungen der arbeitsrechtlichen Gesetzeslage, aus politischen Risiken, Rechtsstreitigkeiten sowie aus Veränderungen der umweltpolitischen Rahmenbedingungen entstehen.

Die Rechtsabteilung der Zumtobel Group betreibt eine konsequente Überwachung der rechtlichen Rahmenbedingungen in den wesentlichen Konzernregionen sowie aller anhängigen Verfahren, um rechtzeitig geeignete Maßnahmen einleiten zu können. Das geistige Eigentum der Unternehmensgruppe wird als wesentlicher Wettbewerbsfaktor regelmäßig überprüft und gesichert. Auf Schutzrechte fremder Dritter wird systematisch geachtet. Schwebende Rechtsstreitigkeiten, die ein substanzielles Gefährdungspotenzial aufweisen, liegen nicht vor.

1.13.7 Risiken im Finanzbereich

Marktrisiko

Aufgrund der weltweiten Präsenz der Zumtobel Group ist diese einer Reihe finanzieller Risiken ausgesetzt. Unter Marktrisiko wird das Risiko verstanden, welches aufgrund von Marktpreisänderungen in fremden Währungen sowie aufgrund von Veränderungen von Zinssätzen und Rohstoffpreisen entsteht und geeignet ist, das Ergebnis der Gruppe und den Marktwert der eingesetzten Finanzinstrumente negativ zu beeinflussen. Die Zielsetzung des Marktrisiko-Managements ist es, die vorhandenen Risiken zu beurteilen und so weit wie möglich wirtschaftlich sinnvoll unter Anwendung geeigneter Maßnahmen zu minimieren. Um diese Risiken abzusichern, setzt die Zumtobel Group teilweise derivative Finanzinstrumente gemäß der gültigen Hedging Policy ein. Es werden keine Derivate zu Handels- oder Spekulationszwecken verwendet. Grundsätzlich werden geplante Cashflows, die einem Währungsrisiko unterliegen, rollierend für einen Zeithorizont von durchschnittlich ein bis drei Quartalen durch geeignete Sicherungsgeschäfte abgesichert. Durch diese Methodik verfügt das Unternehmen über einen relativ konstanten Hedge-Bestand, das Fremdwährungsexposure wird dadurch geglättet. Rohstoffpreisrisiken werden nach Möglichkeit durch entsprechende Lieferantenvereinbarungen reduziert.

Liquiditätsrisiko ist das Risiko der Zumtobel Group, ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht zeitgerecht bzw. nicht in voller Höhe nachkommen zu können. Zur Sicherung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hält die Zumtobel Group einerseits Liquidität in Form von mehrheitlich täglich verfügbaren Bankguthaben, um erwartete betriebliche Aufwendungen und finanzielle Verbindlichkeiten bedienen zu können und verfügt andererseits über umfangreiche Betriebsmittelkreditlinien, um Liquiditätsschwankungen auszugleichen, die durch den Geschäftsverlauf auftreten. Zum Bilanzstichtag 30. April 2016 stehen der Gruppe kurzfristige Kontokorrentkreditlinien in Höhe von insgesamt 88,4 Mio EUR (Vorjahr 93,4 Mio EUR) zur Verfügung. Die Verzinsung hängt von den lokalen Marktgegebenheiten ab und entspricht den landesüblichen Konditionen. Liquiditätsrisiko

Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung stellte der am 01. Dezember 2015 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis November 2020 und einem ausnutzbaren Rahmen von 300 Mio EUR dar. Damit wurde im Berichtsjahr der zuvor bestehende und bis Oktober 2016 laufende Konsortialkreditvertrag mit einem Kreditrahmen von 350 Mio EUR abgelöst und somit die durchschnittliche Fristigkeit der Konzernfinanzierung deutlich verlängert. Davon sind in der Zumtobel Group zum 30. April 2016 insgesamt 100 Mio EUR in Anspruch genommen. Der Konsortialkreditvertrag beinhaltet eine Change-of-Control-Klausel bei Änderung der absoluten Mehrheit der Stimmrechte. Ferner sieht der Vertrag eine Erhöhungsklausel um bis zu 200 Mio EUR und eine Klausel zur zweimaligen Verlängerung um jeweils ein Jahr vor. Neben dem Konsortialkreditvertrag stehen zwei weitere Kreditverträge über je 40 Mio EUR mit endfälliger Tilgung und einer Laufzeit bis September 2018 beziehungsweise Januar 2020 zur Verfügung, die per 30. April 2016 vollständig in Anspruch genommen sind. Der Konsortialkreditvertrag ist an die Einhaltung von Financial Covenants (Schuldendeckungsgrad kleiner als 3,5 sowie Eigenkapitalquote größer als 25%) geknüpft. Zum 30. April 2016 wurden die Financial Covenants dank eines Schuldendeckungsgrades von 1,48 (Vorjahr 1,48) und einer Eigenkapitalquote von 31,2% (Vorjahr 29,7%) vollumfänglich eingehalten. Eine Verschlechterung oder Verbesserung dieser Finanzkennzahlen kann eine schrittweise Erhöhung oder Verringerung der Kreditmarge nach sich ziehen. Nicht eingehaltene Covenants könnten dazu führen, dass bestehende Kredite fällig gestellt werden.

Um die Liquidität im Konzern besser und effektiver steuern zu können, wird für die wesentlichen Länder Europas ein Cash-Pooling-System angewendet. Dadurch wird ein zinsoptimaler Ausgleich von kurzfristigen Liquiditätsüber- und -unterdeckungen ermöglicht und der Bedarf an kurzfristigen unbesicherten Kontokorrentkrediten reduziert.

Die langfristigen Darlehen über jeweils 40,0 Mio EUR weisen eine Festzinsvereinbarung auf und unterliegen daher keinem Zinsänderungsrisiko. Der derzeit unter dem Konsortialkreditvertrag aushaftende Betrag von 100,0 Mio EUR unterliegt jedoch einer variablen Verzinsung (EURIBOR-Geldmarktzinsen). Um das aus dem Konsortialkreditvertrag resultierende Zinsänderungsrisiko zu verringern, wurden mit verschiedenen Banken EUR-Zins-Swaps (Interest Rate Swaps) für ein derzeit wirksames Nominalvolumen von rund 80 Mio EUR abgeschlossen. Diese Zinsinstrumente sind in unterschiedliche Laufzeiten gestaffelt (längstens bis Juni 2019) und tauschen die variablen Zinszahlungen der Finanzierung in Fixzinszahlungen von maximal 2,694%. Siehe dazu auch Punkt 2.6.11.3 im Konzernanhang für Marktwerte aus Zinssicherungsinstrumenten zum Bilanzstichtag.

Die Devisenmärkte sind weiterhin von hoher Unsicherheit und Volatilität geprägt. Die ergebnisrelevanten Währungsrisiken der Gruppe bestehen insbesondere aus Transaktionseffekten (die lokalen Gesellschaften kaufen und/oder verkaufen ihre Waren teilweise in – aus ihrer Sicht – Fremdwährungen). Auch konzerninterne Dividendenzahlungen oder Darlehen können aus Sicht der lokalen Gesellschaften in Fremdwährungen getätigt werden. Das Translationsrisiko (Umrechnung ausländischer Einzelabschlüsse in die Konzernwährung Euro im Rahmen der Konsolidierung) ist für die Zumtobel Group von untergeordneter Bedeutung und wird nicht abgesichert. Zur Absicherung des Transaktionsrisikos setzt die Zumtobel Group überwiegend Devisenterminkontrakte mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr ein, ergänzend auch Optionen. Die Hauptwährungen im Konzern sind EUR, GBP, USD (sowie die an den USD gebundenen asiatischen Währungen), AUD und CHF. Da das Fremdwährungsexposure aus generellen Planungsannahmen ermittelt wird und nicht aus konkret bestimmbaren Einzelverträgen, können die Voraussetzungen für Hedge-Accounting grundsätzlich nicht erfüllt werden. Auf die Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.11.3 wird verwiesen.

1.13.8 Kreditrisiko

Ausfallsrisiken für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch Überwachungsprozesse im "Credit Management" in Verbindung mit einer Warenkreditversicherung beschränkt. In Fällen, bei denen die Kreditversicherung die Deckung verweigert oder reduziert, erfolgt eine sorgfältige Risikoprüfung und es werden nach einem internen Genehmigungsverfahren gegebenenfalls Eigenlimits gesetzt. Teilweise verlangt die Zumtobel Group Bankgarantien oder Vorauszahlungen. Eine wesentliche Weiterentwicklung im Bereich des Kreditmanagements liegt in der Einführung der Software Cormeta (SAP-Add-on), mithilfe welcher Kreditlimitvorschläge für Kunden automatisch ermittelt werden können. Diese Kreditlimite werden anhand eines Regelwerkes aus externen (Auskunfteien, Kreditversicherung) und internen Informationen (Zahlungsverhalten, Mahnstufen) bestimmt.

Zinsänderungsrisiko

Währungsänderungsrisiko

1.13.9 Bilanzielle Risiken

Bilanzielle Risiken entstehen vor allem aus der Bewertung einzelner Vermögenswerte. Währungseffekte, die notwendige Verwendung von Schätzungen und die Ermessensspielräume in den Bereichen der nicht finanziellen Vermögenswerte, aktive latente Steuern, Vorrats- und Forderungsbewertungen, Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen sowie Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen haben eine unmittelbare Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens- und Ertragslage. Die größten bilanziellen Risiken bei der Zumtobel Group betreffen die Firmenwerte, welche im Rahmen von Akquisitionen entstanden, die Bewertung der aktivierten Entwicklungskosten und Vorräte sowie die Bewertung des Pensionsfonds in Großbritannien. In Bezug auf die Firmenwerte wird auf die detaillierten Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.6.1 verwiesen. Bei Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird ein jährlicher Werthaltigkeitstest durchgeführt, bei Vermögenswerten mit einer bestimmten Nutzungsdauer findet dieser Test bei Vorliegen eines Anhaltspunktes für Wertminderung statt.

1.13.10 Andere Risiken

Die Zumtobel Group ist in vielen Ländern von umfassenden und zunehmend verschärften Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften betroffen. Die Gruppe investiert regelmäßig in die bestehenden Standorte, um die Risiken aus strengeren Auflagen zu minimieren, jedoch können erhöhte Investitionen infolge von Umweltauflagen in Zukunft nicht ausgeschlossen werden.

Gesamtrisiko-Einschätzung der Zumtobel Group

Die Gesamtwürdigung der genannten Risiko- und Chancenfelder resultiert im Wesentlichen in Marktrisiken in Abhängigkeit von der konjunkturellen Preis- und Mengenentwicklung, sowohl auf der Absatz- wie auch auf der Beschaffungsseite. Der technologische Transformationsprozess bringt Risiken in Form neuer Wettbewerber, höherer F&E-Ausgaben, steigender Produkt- und Systemkomplexität, eröffnet aber durchaus auch Chancen durch Erschließung neuer Marktsegmente und Applikationen. Die Innovationszyklen der Produkte verkürzen sich aufgrund des Technologiewandels hin zu LED, dadurch vergrößert sich auch das Abwertungsrisiko im Bereich der Vorräte und aktivierten Entwicklungskosten. Interne Prozesse der Leistungserstellung sind demgegenüber deutlich weniger risikobehaftet. Alle aufkommenden wesentlichen Risiken können mit hoher Wahrscheinlichkeit durch die gruppenweiten Controlling- und Internen Kontrollsysteme schnell identifiziert werden.

Auf Basis der aktuell zur Verfügung stehenden Informationen bestehen gegenwärtig keine wesentlichen Einzelrisiken, die den Unternehmensbestand gefährden könnten.

1.14 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag zum 30. April 2016 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft eingetreten, die zu einer Änderung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage geführt hätten.

Keine Risiken erkennbar, die den Unternehmensbestand gefährden

1.15 Angaben zu § 243a UGB

  1. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 108.750.000 EUR und ist in 43.500.000 zur Gänze einbezahlte, auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien mit einem anteiligen Wert am Grundkapital von 2,50 EUR pro Aktie unterteilt. Sämtliche 43.500.000 Aktien sind in einer Sammelurkunde verbrieft, die bei der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB) hinterlegt ist. Alle Aktien der Gesellschaft unter der ISIN AT0000837307 waren zum Stichtag 30. April 2016 zum Handel an der Wiener Börse zugelassen. Zum 30. April 2016 besaß die Gesellschaft 353.343 Stück eigene Aktien.

  2. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme und das Recht zur Teilnahme an Hauptversammlungen der Gesellschaft.

AUGMENTOR Privatstiftung (4.215.752 Aktien), ASTERIX Privatstiftung (4.157.002 Aktien), GWZ Privatstiftung (1.044.660 Aktien), Hektor Privatstiftung (2.310.180 Aktien), ORION Privatstiftung (3.090.752 Aktien), Ingrid Reder (64.088 Aktien), Caroline Reder (100.000 Aktien), Christine Reder (100.000 Aktien), Fritz Zumtobel (166.210 Aktien), Nicholas Zumtobel (5.000 Aktien), Caroline Zumtobel (5.000 Aktien), Isabel Zumtobel (2.000 Aktien), Karin Zumtobel-Chammah (9.350 Aktien) und Jürg Zumtobel (144.248 Aktien) (gemeinsam: das "Syndikat") sind Vertragsparteien eines Syndikatsvertrages.

Der Syndikatsvertrag sieht vor, dass sich die Parteien vor einer Hauptversammlung über das Stimmverhalten zu den einzelnen Tagesordnungspunkten abstimmen und ein von den Parteien ernannter Repräsentant das Stimmrecht, wie gemäß Syndikatsvertrag beschlossen, für alle Parteien gemeinsam ausübt. Der Syndikatsvertrag enthält Übertragungsbeschränkungen für die von den Parteien gehaltenen Aktien und gilt, solange die Parteien zusammen mindestens 25% des stimmberechtigten Aktienkapitals der Gesellschaft halten. Der Syndikatsvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2017. Darüber hinausgehende Informationen zum Syndikatsvertrag sind dem Vorstand nicht bekannt.

Es gibt keine statutarischen Übertragungsbeschränkungen. Übertragungsbeschränkungen, die sich aus einer vertraglichen Vereinbarung mit Ausnahme des Syndikatsvertrages ergeben, sind dem Vorstand nicht bekannt.

  1. Zum 30. April 2016 hielt das Syndikat 35,4% des Grundkapitals der Gesellschaft. Zudem hielten die institutionellen Investoren FMR LLC sowie Wellington Management Group LLP je eine Beteiligung von über 5%. Mit Wirkung 2. Juni 2016 informierte Lazard Freres Gestion SAS die Zumtobel Group AG, dass der Anteil an der Zumtobel Group AG auf über 4% erhöhte wurde. Weitere meldepflichtige Beteiligungen sind der Gesellschaft nicht bekannt.

  2. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.

  3. Im Geschäftsjahr 2012/13 wurde für den Vorstand und das obere Management der Zumtobel Group ein Cash-basierter Long Term Incentive (LTI) eingeführt. Die Ausschüttung des LTI wird auf die folgenden drei bis fünf Jahre verteilt. Im Falle eines (erfolgreichen) öffentlichen Übernahmeangebots bleiben die offenen LTI-Forderungen der Vorstandsmitglieder oder Arbeitnehmer gegenüber der Gesellschaft unberührt.

  4. Der Vorstand ist gemäß § 169 AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 25. Juli 2014 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch, sohin bis zum 30. August 2019, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu weitere EUR 10.875.000 durch Ausgabe von bis zu 4.350.000 Stück neue, auf Inhaber lautende, nennbetragslose Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100% des anteiligen Betrages am Grundkapital gegen Bar- oder Sacheinlage, auch in mehreren Tranchen und auch im Wege des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs 6 AktG, zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes Kapital) und das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien

auszuschließen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

  1. Scheiden Aufsichtsratsmitglieder vor dem Ablauf ihrer Funktionsperiode aus, so bedarf es einer Ersatzwahl erst in der nächsten ordentlichen Hauptversammlung. Eine Ersatzwahl durch eine außerordentliche Hauptversammlung ist jedoch unverzüglich vorzunehmen, wenn die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder unter drei sinkt. Ersatzwahlen erfolgen für den Rest der Funktionsperiode des ausgeschiedenen Mitgliedes. Das maximal zulässige Alter eines Vorstandsmitglieds zum Zeitpunkt der (erstmaligen oder neuerlichen) Bestellung beträgt 65 Jahre. Für die (erstmalige oder neuerliche) Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds gibt es kein maximal zulässiges Alter. Die vorzeitige Abberufung von Aufsichtsratsmitgliedern ist mit einfacher Stimmmehrheit möglich.

  2. Sofern das Gesetz nicht eine größere Mehrheit oder noch andere Erfordernisse vorschreibt, beschließt die Hauptversammlung mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Weitere, sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebende Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates sowie über Änderungen der Satzung der Gesellschaft bestehen nicht.

  3. Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung stellte der am 01. Dezember 2015 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis November 2020 und einem ausnutzbaren Rahmen von 300 Mio EUR dar. Davon sind in der Zumtobel Group zum 30. April 2016 insgesamt 100 Mio EUR in Anspruch genommen. Der Konsortialkreditvertrag beinhaltet eine Change-of-Control-Klausel bei Änderung der absoluten Mehrheit der Stimmrechte. Ferner sieht der Vertrag eine Erhöhungsklausel um bis zu 200 Mio EUR und eine Klausel zur zweimaligen Verlängerung um jeweils ein Jahr vor. Neben dem Konsortialkreditvertrag stehen zwei weitere Kreditverträge über je 40 Mio EUR mit endfälliger Tilgung und einer Laufzeit bis September 2018 beziehungsweise Januar 2020 zur Verfügung, die per 30. April 2016 vollständig in Anspruch genommen sind.

  4. Die Vorstandsverträge enthalten eine Change-of-Control-Klausel. Im Falle einer Übernahme der Gesellschaft durch einen neuen Mehrheitsaktionär steht den Vorstandsmitgliedern das Recht zu, ihr Mandat einseitig zurückzulegen. In diesem Fall erhalten die Vorstandsmitglieder die fixen und variablen Bezüge bis zum ursprünglich vereinbarten Ablauf des Vertrages, mindestens jedoch für die Dauer von zwölf Monaten. Darüber hinaus haben die Vorstandsmitglieder keine besonderen Ansprüche oder Anwartschaften im Falle der Beendigung ihrer Funktion.

  5. Die wichtigsten Merkmale des Internen Kontrollsystems sowie des Risikomanagementsystems sind im Konzernlagebericht unter 1.12 beziehungsweise 1.13 umfassend beschrieben.

1.16 Ausblick und Ziele

Gesamtwirtschaftlicher Ausblick

Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für das Jahr 2016 eine Fortsetzung der globalen Erholung, die sich weiterhin mit einem moderaten Tempo vollziehen wird. Nach einem Wachstum der globalen Wirtschaftsleistung von 3,1% im Jahr 2015 rechnet der IWF für das laufende Jahr mit einer Wachstumsrate von 3,2%, die 2017 dann auf 3,5% steigen soll. Gestützt wird die globale Erholung einmal mehr durch das Wirtschaftswachstum in den Industrieländern. In den USA soll die Binnennachfrage weiter anziehen und so Wachstumsraten von 2,4% und 2,5% in den Jahren 2016 und 2017 erreicht werden. Auch in der Eurozone ist dank gesunkener Energiepreise und verbesserter Wettbewerbsfähigkeit mit einer weiteren Erholung der Wirtschaft zu rechnen. Der IWF erwartet für die Währungsunion ein Wachstum der Wirtschaftsleistung von 1,5% für 2016 bzw. 1,6% für 2017. Insbesondere die Länder Mittel- und Nordeuropas wie etwa Deutschland mit plus 1,5%, Großbritannien mit plus 1,9% und Schweden mit plus 3,7% sollen in 2016 zu dieser Entwicklung beitragen. Insgesamt soll das Wachstum in den Industrieländern 1,9% in 2016 und 2,0% in 2017 betragen. Die Wachstumsaussichten für die meisten Schwellenländer bleiben verhalten. Anhaltende geopolitische Spannungen und Unsicherheiten werden die Investitions- und Konsumausgaben dämpfen, negative Währungseffekte, hoher Inflationsdruck und der schwache Ölpreis die Inlandsnachfrage beeinträchtigen. In China wird sich das Wachstum weiter abschwächen, Russland und Brasilien verharren in der Rezession. Einzig in Indien sind dank der investitionsfreundlichen Wirtschaftspolitik erfreuliche Wachstumsraten zu erwarten. Insgesamt prognostizieren die Ökonomen des IWF für die Entwicklungs- und Schwellenländer ein Wachstum der Wirtschaftsleistung um 4,1% im Jahr 2016 und 4,6% im Jahr 2017.

Ausblick auf die Wirtschaftsentwicklung in 2016 und 2017

Fortsetzung der globalen Erholung

Entwicklung für das Geschäftsjahr 2016/17 derzeit von großer Unsicherheit geprägt

In der europäischen Bauwirtschaft haben sich im Berichtsjahr die Anzeichen für eine Trendwende von einem über viele Jahre rückläufigen hin zu einem leicht wachsenden Marktumfeld grundsätzlich verfestigt, allerdings mit großen regionalen Unterschieden. Insbesondere der für die Zumtobel Group wichtigste Absatzmarkt Großbritannien war in den letzten Monaten im Vorfeld des BREXIT-Referendums von einer steigenden Unsicherheit geprägt. Vor allem im projektbezogenen Renovierungsgeschäft kommt es zu Verzögerungen bei der Abwicklung bestehender Aufträge beziehungsweise Verschiebungen von Bauprojekten. Für die Märkte in Australien, dem Mittleren Osten, Frankreich und der Schweiz geht die Zumtobel Group im Geschäftsjahr 2016/17 von einem weiterhin anhaltend schwierigen Marktumfeld aus. Hingegen erwarten wir für Deutschland, die USA und Osteuropa eine Fortsetzung der erfreulichen Wachstumsdynamik. Aus diesen Gründen ist die Planung für das Geschäftsjahr 2016/17 mit einer überdurchschnittlichen Unsicherheit verbunden, so dass derzeit keine Aussage zur Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2016/17 getätigt wird. Der Fokus der Zumtobel Group im neuen Geschäftsjahr ist, den eingeschlagenen Weg der strategischen Neuausrichtung und die Umsetzung der dafür notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen mit vollem Engagement und mit aller Konsequenz fortzuführen. Darüber hinaus investiert der Konzern gezielt in den Ausbau der Kompetenzen und Kapazitäten in den Bereichen intelligente Steuerungen und Datenmanagement, Servicegeschäft und weitere innovative Geschäftsmodelle.

Dornbirn, am 14. Juni 2016

Der Vorstand

Ulrich Schumacher Karin Sonnenmoser Alfred Felder

Chief Executive Officer (CEO) Chief Financial Officer (CFO) Chief Operating Officer (COO)

Konzernabschluss Zumtobel Group AG 1. Mai 2015 bis 30. April 2016

2. Konzernabschluss

Inhalt

2. Konzernabschluss
2.1 Konzern Gewinn- und Verlustrechnung _______ 54
2.2 Konzern Gesamtergebnisrechnung ___________ 55
2.3 Konzern Bilanz ______________ 56
2.4 Konzern Kapitalflussrechnung _________ 57
2.5 Konzern Eigenkapitalveränderungsrechnung __________ 58
2.6 Anhang ______________ 59
2.6.1 Allgemeine Angaben __________ 59
2.6.2 Konsolidierungskreis und -methoden _________ 59
2.6.2.1 Konsolidierungskreis _________ 59
2.6.2.2 Konsolidierungsmethoden ___________ 62
2.6.3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ______ 63
2.6.3.1 Auswirkungen neuer und geänderter Standards und Interpretationen _ 63
2.6.3.2 Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden _______ 65
2.6.4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung ______ 73
2.6.4.1 Umsatzerlöse ________ 73
2.6.4.2 Aufwandsarten _______ 73
2.6.4.3 Sonstiges betriebliches Ergebnis ______ 75
2.6.4.4 Zinsergebnis _________ 76
2.6.4.5 Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge ________ 76
2.6.4.6 Ertragsteuern ________ 77
2.6.4.7
2.6.4.8
Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen _____ 78
Ergebnis je Aktie
_________ 78
2.6.5 Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung __________ 79
2.6.5.1 Währungsdifferenzen ________ 79
2.6.5.2 Währungsdifferenzen aus Darlehen _________ 79
2.6.5.3 Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust _______ 79
2.6.5.4 Latente Steuern ____________ 79
2.6.6 Erläuterungen zur Bilanz _______ 79
2.6.6.1 Firmenwerte _________ 79
2.6.6.2 Übrige immaterielle Vermögenswerte ________ 81
2.6.6.3 Sachanlagen __________ 83
2.6.6.4 Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen ___ 84
2.6.6.5 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen ______ 85
2.6.6.6 Finanzielle Vermögenswerte _________ 87
2.6.6.7
2.6.6.8
Übrige Vermögenswerte ______ 87
Latente Steuern ____________ 88
2.6.6.9 Vorräte _____________ 89
2.6.6.10 Forderungen aus Lieferungen & Leistungen _________ 89
2.6.6.11 Liquide Mittel ________ 90
2.6.6.12 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden ___ 90
2.6.6.13 Leistungen an Arbeitnehmer _________ 91
2.6.6.14 Beitragsorientierte Verpflichtungen __________ 97
2.6.6.15 Übrige Rückstellungen ________ 97
2.6.6.16 Finanzschulden _______ 98
2.6.6.17 Finanzierungsleasing ______ 99
2.6.6.18 Operating Leasing
________ 99
2.6.6.19 Übrige Verbindlichkeiten ___________ 100
2.6.7 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung _______ 100
2.6.7.1 Überleitung Finanzmittelfonds _______ 101
2.6.8 Erläuterungen zur Eigenkapitalveränderungsrechnung ________ 102
2.6.8.1 Grundkapital ________ 102
2.6.8.2 Kapitalrücklage _______ 102
2.6.8.3 Gewinnrücklagen ___________ 102

Konzernabschluss Zumtobel Group AG 1. Mai 2015 bis 30. April 2016

2.6.8.4
Aktienoptionsprogramme _________ 103
2.6.8.5
Dividendenausschüttung __________ 103
2.6.9 Kapitalmanagement _________ 103
2.6.10 Angaben zu Finanzinstrumenten ___________ 104
2.6.10.1 Kategorien von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39 ________ 104
2.6.10.2 Ergebnisse aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorie IAS 39 _____ 108
2.6.11 Angaben zum Risikomanagement __________ 109
2.6.11.1 Kreditrisiko _________ 109
2.6.11.2 Liquiditätsrisiko ___________ 110
2.6.11.3 Marktrisiko _________ 112
2.6.12 Geschäftssegmente _________ 114
2.6.12.1 Segment Geschäftsbereiche ________ 114
2.6.12.2 Segment Regionen _________ 116
2.6.13 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse _________ 116
2.6.14 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag __________ 116
2.6.15 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen _______ 116
2.6.16 Angaben zu Personalstruktur und Organen _________ 118
2.6.16.1 Personalstruktur ___________ 118
2.6.16.2 Organe des Konzerns ______ 118
2.7 Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 Börsegesetz _______ 120
2.8 Konsolidierungskreis ________ 121
Bestätigungsvermerk ______________ 124

2. Konzernabschluss

2.1 Konzern Gewinn- und Verlustrechnung

in TEUR Anhang 2015/16 2014/15 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 2.6.4.1 1.356.544 1.312.620 3,3
Kosten der umgesetzten Leistungen 2.6.4.2 -925.359 -878.048 5,4
Bruttoergebnis vom Umsatz 431.185 434.572 -0,8
in % vom Umsatz 31,8 33,1
Vertriebskosten 2.6.4.2 -327.052 -326.968 0,0
Verwaltungskosten 2.6.4.2 -51.113 -46.527 9,9
Sonstiges betriebliches Ergebnis 2.6.4.3 -29.200 -19.986 46,1
davon Sondereffekte -34.857 -25.392 37,3
Betriebsergebnis 23.820 41.091 -42,0
in % vom Umsatz 1,8 3,1
Zinsaufwand 2.6.4.4 -9.169 -9.077 1,0
Zinsertrag 2.6.4.4 497 399 24,4
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge 2.6.4.5 491 -16.576 >100
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 2.6.6.4 -61 -145 -58,1
Finanzergebnis -8.242 -25.399 67,5
in % vom Umsatz -0,6 -1,9
Ergebnis vor Ertragsteuern 15.578 15.692 -0,7
Ertragsteuern 2.6.4.6 -3.692 -3.737 -1,2
Ergebnis aus fortzuführenden Bereichen 11.886 11.955 -0,6
Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen 2.6.4.7 0 -41 100,0
Jahresergebnis 11.886 11.914 -0,2
in % vom Umsatz 0,9 0,9
davon den nicht beherrschenden Anteilen zuordenbar 2.6.6.5 519 -317 >100
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuordenbar 11.367 12.231 -7,1
Anzahl ausstehender Aktien unverwässert – Durchschnitt (in 1.000 Stk.) 43.147 43.139
Verwässerungseffekt (Aktienoptionen) – Durchschnitt (in 1.000 Stk.) 0 1
Anzahl ausstehender Aktien verwässert – Durchschnitt (in 1.000 Stk.) 43.147 43.140
Ergebnis je Aktie (in EUR) 2.6.4.8
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,28 0,28
Ergebnis je Aktie verwässert 0,28 0,28
Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Bereichen (in EUR)
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,28 0,28
Ergebnis je Aktie verwässert 0,28 0,28
Ergebnis je Aktie aus aufgegebenen Bereichen (in EUR)
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie verwässert 0,00 0,00

2.2 Konzern Gesamtergebnisrechnung

2015/16 2014/15 Veränderung
in TEUR in %
Jahresergebnis 11.886 11.914 -0,2
Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust 2.6.5.3 23.139 -48.495 >100
Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 2.6.5.4 -1.212 5.966 <-100
Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden
21.927 -42.529 >100
Währungsdifferenzen 2.6.5.1 -8.601 26.053 <-100
Währungsdifferenzen aus Darlehen 2.6.5.2 -4.819 6.767 <-100
Hedge Accounting 1.083 195 >100
Latente Steuern auf Hedge Accounting -315 -49 <-100
Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden -12.652 32.966 <-100
Sonstige Gesamtergebnisbestandteile 9.275 -9.563 >100
davon den nicht beherrschenden Anteilen zuordenbar 2.6.6.5 -35 343 <-100
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuordenbar 9.310 -9.906 >100
Gesamtergebnis 21.161 2.351 >100
davon den nicht beherrschenden Anteilen zuordenbar 484 26 >100
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuordenbar 20.677 2.325 >100

2.3 Konzern Bilanz

in TEUR Anhang 30. April 2016 in % 30. April 2015 in %
Firmenwerte 2.6.6.1 209.090 19,6 198.891 18,3
Übrige immaterielle Vermögenswerte 2.6.6.2 58.353 5,5 60.540 5,6
Sachanlagen 2.6.6.3 223.808 20,9 236.671 21,7
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 2.6.6.4 2.234 0,2 2.295 0,2
Finanzielle Vermögenswerte 2.6.6.6 1.203 0,1 1.811 0,2
Übrige Vermögenswerte 2.6.6.7 4.434 0,4 4.289 0,4
Latente Steuern 2.6.6.8 44.883 4,2 48.075 4,4
Langfristiges Vermögen 544.005 50,9 552.572 50,8
Vorräte 2.6.6.9 187.437 17,5 201.785 18,6
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 2.6.6.10 220.869 20,7 234.587 21,6
Finanzielle Vermögenswerte 2.6.6.6 2.309 0,2 4.034 0,4
Übrige Vermögenswerte 2.6.6.7 32.633 3,1 29.133 2,7
Liquide Mittel 2.6.6.11 81.394 7,6 59.345 5,5
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 2.6.6.12 0 0,0 4.819 0,4
Kurzfristiges Vermögen 524.642 49,1 533.703 49,2
VERMÖGEN 1.068.647 100,0 1.086.275 100,0
Grundkapital 108.750 10,2 108.750 10,0
Kapitalrücklagen 335.316 31,4 335.316 30,9
Gewinnrücklagen -127.161 -11,9 -137.848 -12,7
Jahresergebnis 11.367 1,1 12.231 1,1
Kapital der Anteilseigner der Muttergesellschaft 328.272 30,8 318.449 29,3
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 2.6.6.5 4.973 0,4 4.152 0,4
Eigenkapital 2.6.8 333.245 31,2 322.601 29,7
Rückstellungen für Pensionen 2.6.6.13 79.740 7,5 99.994 9,2
Rückstellungen für Abfertigungen 2.6.6.13 48.717 4,6 49.348 4,5
Sonstige Personalrückstellungen 2.6.6.13 11.527 1,1 13.433 1,2
Übrige Rückstellungen 2.6.6.15 744 0,1 1.238 0,1
Finanzschulden 2.6.6.16 209.438 19,5 190.904 17,7
Übrige Verbindlichkeiten 2.6.6.19 12.137 1,1 4.174 0,4
Latente Steuern 2.6.6.8 1.624 0,2 5.556 0,5
Langfristige Schulden 363.927 34,1 364.647 33,6
Rückstellungen für Ertragsteuern 21.182 2,0 21.521 2,0
Übrige Rückstellungen 2.6.6.15 54.707 5,1 31.927 2,9
Finanzschulden 2.6.6.16 6.758 0,6 17.301 1,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 147.062 13,7 174.040 16,0
Übrige Verbindlichkeiten 2.6.6.19 141.766 13,3 153.989 14,2
Zur Veräußerung gehaltene Schulden 2.6.6.12 0 0,0 249 0,0
Kurzfristige Schulden 371.475 34,7 399.027 36,7
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN 1.068.647 100,0 1.086.275 100,0

2.4 Konzern Kapitalflussrechnung

in TEUR Anhang 2015/16 2014/15
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.1 15.578 15.692
Abschreibungen und Amortisierungen 2.6.4.2 67.531 59.048
Gewinn/Verlust aus Anlagenabgängen -1.863 2.854
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge -453 16.750
Zinsertrag / Zinsaufwand 8.695 8.649
Konsolidierungskreisänderungen -1.229 133
Ergebnis aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten -3.493 0
Ergebnis aus der Aufgabe von Geschäftsbereichen 0 -41
Cashflow aus dem operativen Ergebnis 84.766 103.085
Vorräte 9.445 -12.484
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 11.974 -7.415
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen -28.280 -7.523
Erhaltene Anzahlungen 2.755 4.789
Veränderung des Working Capital -4.106 -22.633
Langfristige Rückstellungen -8.404 -28.177
Kurzfristige Rückstellungen 22.770 -2.569
Übrige lang- und kurzfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten 3.448 19.069
Veränderungen der sonstigen operativen Positionen 17.814 -11.677
Bezahlte Steuern -5.907 -5.936
Cashflow aus dem operativen Geschäft 92.567 62.839
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 7.559 3.678
Auszahlungen für Anlagenzugänge -58.366 -76.576
Veränderung von lang- und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten 3.274 -10.044
Veränderung liquider Mittel aus Konsolidierungskreisänderungen -2.605 9.522
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 7.402 -4.570
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -42.736 -77.990
FREIER CASHFLOW 49.831 -15.151
Veränderung der lang- und kurzfristigen Finanzschulden 4.070 -814
davon nicht frei verfügbare Zahlungsmittelbestände -10 -7
Verlustübernahme von nicht beherrschenden Anteilen -1.366 0
Kapitalerhöhungen 733 492
Dividenden -9.888 -8.149
Ausübung Optionen 4 67
Bezahlte Zinsen -8.962 -9.048
Vereinnahmte Zinsen 499 399
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -14.910 -17.053
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand -2.767 4.772
VERÄNDERUNG DES FINANZMITTELBESTANDES 32.154 -27.432
Finanzmittelbestand am Anfang des Jahres 2.6.7.1 43.151 70.583
Finanzmittelbestand am Ende des Jahres 2.6.7.1 75.305 43.151
Veränderung 32.154 -27.432

2.5 Konzern Eigenkapitalveränderungsrechnung

Geschäftsjahr Geschäftsjahr2015/16

Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens Nicht
in TEUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Sonstige
Gewinn
rücklagen
Währungs
rücklage
Hedge
Accounting
Rücklage
Aktien
optionen
Rücklage
IAS 19
Jahres
ergebnis
Summe beherr
schende
Anteile
Summe
Eigen
kapital
30. April 2015 108.750 335.316 -2.013 -9.782 -2.814 19.479 -142.718 12.231 318.449 4.152 322.601
+/- Einstellungen in die
Gewinnrücklagen
0 0 12.231 0 0 0 0 -12.231 0 0 0
+/- Gesamtergebnis 0 0 0 -13.385 768 0 21.927 11.367 20.677 484 21.161
+/- Kapitalerhöhungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 733 733
+/- Aktienoptionen –
Ausübungen
0 0 4 0 0 0 0 0 4 0 4
+/- Dividenden 0 0 -9.492 0 0 0 0 0 -9.492 -396 -9.888
+/- Verlustübernahme
von nicht beherr
schenden Anteilen
0 0 -1.366 0 0 0 0 0 -1.366 0 -1.366
30. April 2016 108.750 335.316 -636 -23.167 -2.046 19.479 -120.791 11.367 328.272 4.973 333.245

Geschäftsjahr 201 2014/15

Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens Nicht
in TEUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Sonstige
Gewinn
rücklagen
Währungs
rücklage
Hedge
Accounting
Rücklage
Aktien
optionen
Rücklage
IAS 19
Jahres
ergebnis
Summe beherr
schende
Anteile
Summe
Eigen
kapital
30. April 2014 108.750 335.249 11.083 -42.259 -2.960 19.479 -100.558 -4.995 323.789 3.765 327.554
+/- Einstellungen in die
Gewinnrücklagen
0 0 -4.995 0 0 0 0 4.995 0 0 0
+/- Gesamtergebnis 0 0 0 32.477 146 0 -42.529 12.231 2.325 26 2.351
+/- Kapitalerhöhungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 492 492
+/- Aktienoptionen –
Ausübungen
0 67 0 0 0 0 0 0 67 0 67
+/- Dividenden 0 0 -7.765 0 0 0 0 0 -7.765 -384 -8.149
+/- Konsolidierungs
kreisänderungen
0 0 -336 0 0 0 369 0 33 252 285
30. April 2015 108.750 335.316 -2.013 -9.782 -2.814 19.479 -142.718 12.231 318.449 4.152 322.601

2.6 Anhang

2.6.1 Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss wurde gemäß § 245a UGB auf Basis aller am Bilanzstichtag gültigen IFRS/IAS, die das International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht hat, sowie aller Interpretationen (IFRIC/SIC) des International Financial Reporting Interpretations Committee beziehungsweise des Standing Interpretations Committee erstellt, sofern diese auch von der Europäischen Union im Endorsement-Verfahren übernommen wurden. Der Konzernabschluss der Zumtobel Group AG entspricht daher den für das Geschäftsjahr 2015/16 in der Europäischen Union anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS).

Der Vorstand der Zumtobel Group AG hat den Konzernabschluss am 14. Juni 2016 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Die feststellende Aufsichtsratssitzung findet am 21. Juni 2016 in Dornbirn statt.

Zumtobel ist ein international tätiger Leuchtenkonzern mit Sitz der Muttergesellschaft Zumtobel Group AG in der Höchster Straße 8, A-6850 Dornbirn, Österreich, und ist beim Landes- als Handelsgericht Feldkirch, Österreich, unter FN 62309g registriert. Bilanzstichtag ist der 30. April. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Mai 2015 bis 30. April 2016. Die Berichtswährung ist Euro. Die Geschäftstätigkeit wird durch das Lighting Segment (Lichtlösungen, Leuchten für die Innen- und Außenraumbeleuchtung und elektronisch-digitale Licht- und Raummanagementsysteme) sowie das Components Segment (elektronische Lichtkomponenten und LED-Lichtkomponenten) erbracht.

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren. Zur Verbesserung der Klarheit und Aussagefähigkeit des Abschlusses werden sowohl in der Bilanz als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Die Angabe in den Tabellen erfolgt – sofern nicht anders angegeben – in Tausend Euro (TEUR). Durch maschinelle Rechenhilfen können Rundungsdifferenzen entstehen.

Der Konzernabschluss wurde mit Ausnahme folgender Positionen auf Basis von historischen Anschaffungskosten erstellt:

  • >> Derivative Finanzinstrumente (Bewertung zum beizulegenden Zeitwert)
  • >> Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente

2.6.2 Konsolidierungskreis und -methoden

2.6.2.1 Konsolidierungskreis

Im Konzernabschluss 2015/16 sind 97 (VJ 94) Gesellschaften vollkonsolidiert, die entweder von der Zumtobel Group AG kontrolliert werden oder an denen die Zumtobel Group AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Nach der Equity-Methode werden zwei (VJ zwei) Unternehmen konsolidiert. Nicht konsolidiert werden 11 verbundene Unternehmen (VJ 11), deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns einzeln und gesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Eine Übersicht befindet sich in der Liste der Konzernunternehmen am Ende des Anhangs.

Für Einzelabschlüsse mit abweichendem Bilanzstichtag werden IFRS-Zwischenabschlüsse zum 30. April erstellt.

Etwaige weitere Verpflichtungen zur Aufstellung von Teilkonzernabschlüssen auf Basis von lokalen Vorschriften sind mit der Veröffentlichung dieses Konzernabschlusses abgegolten.

Die Veränderungen des Konsolidierungskreises stellen sich im Berichtsjahr wie folgt dar:

Konsolidierungsmethode
voll at equity Summe
30. April 2015 94 2 96
Im Berichtszeitraum erstmals einbezogen 5 5
davon Neugründung 1 1
davon Unternehmenserwerb 4 4
Im Berichtszeitraum verkauft/liquidiert -2 -2
30. April 2016 97 2 99

Die Anteile an der Tridonic NZ Limited, Neuseeland, wurden im Juni 2015 veräußert. Die Gesellschaft wurde daher im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2015/16 endkonsolidiert.

Im April 2016 wurde die Zumtobel Pool AG, Schweiz, infolge Liquidation endkonsolidiert.

Mit Oktober 2015 wurde die neu gegründete Gesellschaft ZG Innovation France SAS erstmalig in den Konsolidierungskreis miteinbezogen.

Unternehmenserwerb

Am 7. September 2015 erwarb die Zumtobel Group den Mehrheitsanteil (60%) des britischen LED-Leuchtenherstellers AC/DC LED Holdings Ltd (acdc) und somit der acdc Unternehmensgruppe, welche insgesamt aus vier Gesellschaften besteht. Zudem wurde mit dem Veräußerer eine Call/Put-Option eingegangen, den verbleibenden Minderheitenanteil (40%) an acdc im Jahr 2020 zu erwerben.

acdc ist ein Nischenanbieter von hochwertiger architektonischer LED-Fassadenbeleuchtung sowie von Lichtlösungen für Hotels und designorientierte Restaurants und Bars. Mit den Produkten von acdc wird das bestehende Produktportfolio ergänzt. Die Zumtobel Group erwartet sich eine stärkere Marktpräsenz in den genannten Bereichen sowie Synergieeffekte über die Wertschöpfungskette des Lighting Segments. Der erfasste Firmenwert ist voraussichtlich nicht für Steuerzwecke abzugsfähig.

acdc erwirtschaftete im Wirtschaftsjahr 2014 einen Jahresumsatz von ca. 17 Mio. Euro und beschäftigt 120 Mitarbeiter.

Die folgende Übersicht stellt zusammenfassend die Werte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden dar sowie den für den Unternehmenserwerb vereinbarten Kaufpreis.

in TEUR acdc
Übrige immaterielle Vermögenswerte 3.048
Sachanlagen 1.279
Finanzielle Vermögenswerte 13
Vorräte 1.622
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen & Übrige Vermögenswerte 2.227
Finanzmittelfonds 44
Finanzschulden -4.572
Übrige Rückstellungen -714
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen & Übrige Verbindlichkeiten -2.179
Kaufpreis 14.154
davon Zahlungsmittel 5.352
davon Call/Put-Option 8.802
Eigenkapital 768
Firmenwerte 13.386

Der Kaufpreis für den Mehrheitsanteil (60%) orientiert sich an der Bilanzstruktur von acdc zum Erwerbszeitpunkt. Des Weiteren wurde mit dem Veräußerer eine Call/Put-Option eingegangen, den verbleibenden Minderheitenanteil von 40% im Jahr 2020 zu erwerben. Der Kaufpreis für den Minderheitenanteil ist an die zukünftige Umsatzentwicklung von acdc gekoppelt. Der Inhaber der Minderheitenanteile hat keinen Zugang mehr zu Rückflüssen des Unternehmens, weswegen für die Bewertung der restlichen 40% die "anticipated acquisition Method" angewendet wurde. Nach dieser Methode werden bereits zum Erwerbszeitpunkt 100% der Anteile bilanziell erfasst und kein Minderheitenanteil ausgewiesen. Der für die Verpflichtung aus der Call/Put-Option in den Anschaffungskosten berücksichtigte Betrag wurde als langfristige Verbindlichkeit eingestellt.

Der beizulegende Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich auf TEUR 1.705, von denen keine als uneinbringlich eingestuft sind.

Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten (für Rechtsberatung und Due Diligence) in Höhe von TEUR 288 sind in der Gewinn- und Verlustrechnung des laufenden Geschäftsjahres unter den Verwaltungskosten ausgewiesen.

Der Anteil von acdc an den in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatzerlösen beträgt TEUR 5.967, der Anteil am Jahresergebnis beträgt TEUR -2.889. Hätte der Erwerb am 1. Mai 2015 stattgefunden, hätten die geschätzten Umsatzerlöse TEUR 8.950 und der Anteil am Jahresergebnis TEUR -4.278 betragen.

Sollten innerhalb eines Jahres vom Erwerbszeitpunkt neue Informationen über Tatsachen und Umstände bekannt werden, die zum Erwerbszeitpunkt bestanden und die zu Berichtigungen der angesetzten Beträge oder zu zusätzlichen Rückstellungen geführt hätten, wird die Bilanzierung des Unternehmenserwerbs angepasst. In diesem Zusammenhang wurde im dritten Quartal nachträglich die Bewertung der Vorräte um TEUR -412 angepasst. Weiters konnte die Rückstellung für Lizenzgebühren um TEUR 2.255 reduziert werden. Aufgrund einer Vertragsvereinbarung mit dem Verkäufer führte diese Reduktion zu einer Kaufpreiserhöhung von TEUR 766.

2.6.2.2 Konsolidierungsmethoden

Grundsätze der Kapitalkonsolidierung Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung bei vollkonsolidierten Unternehmen erfolgt nach den Grundsätzen von IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse". Danach werden beim Unternehmenserwerb die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten der entsprechenden Tochterunternehmen mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Übersteigen die Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen und identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden, so wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Passive Unterschiedsbeträge sind gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" sofort erfolgswirksam zu erfassen.

Die Anteile von Minderheitsanteilseignern werden zu dem den Minderheitsanteilen entsprechenden Teil der beizulegenden Zeitwerte der erfassten Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen.

Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt bis zum Abgangszeitpunkt in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung einbezogen.

Die Equity-Methode wird bei assoziierten Unternehmen angewendet, bei welchen – in der Regel aufgrund eines Stimmrechtsanteils zwischen 20 und 50 Prozent – maßgeblicher Einfluss vorliegt. Die at equity bewerteten Unternehmen werden mit dem anteilsmäßigen Eigenkapital übernommen, wobei der Buchwert zum Abschlussstichtag um das anteilige Jahresergebnis abzüglich erhaltener Gewinnausschüttungen, allfälliger wesentlicher Zwischengewinne und Abschreibungen auf Firmenwerte angepasst wird. Sämtliche Fortschreibungskomponenten werden in einem Erfolgsposten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Sonstige Konsolidierungsgrundsätze Sonstige Konsolidierungsgrundsätze

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden konzerninterne Forderungen mit den korrespondierenden Verbindlichkeiten aufgerechnet. Die konzerninternen Aufwendungen und Erträge werden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung eliminiert. Zwischenergebnisse aus Anlagenerstellungen, Anlagenübertragungen im Konzern sowie aus Konzernvorräten werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Währungsumrechnung Währungsumrechnung

Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Bei sämtlichen Gesellschaften ist dies die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Die funktionale Währung der Zumtobel Group ist der Euro. Bei der Umrechnung der funktionalen Währungen der Gesellschaften in die Berichtswährung werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Aufwendungen und Erträge mit monatlichen Durchschnittskursen umgerechnet. Dies gilt ebenso für die direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen. Der sich daraus ergebende Unterschiedsbetrag wird in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt.

Die wichtigsten Währungen stellen sich wie folgt dar:

Durchschnittskurse Gewinn
und Verlustrechnung
1 EUR entspricht 30. April 2016 30. April 2015 30. April 2016 Stichtagskurse Bilanz
30. April 2015
AUD 1,5091 1,4407 1,4948 1,4161
CHF 1,0783 1,1620 1,0984 1,0486
USD 1,1080 1,2438 1,1403 1,1215
SEK 9,3308 9,2496 9,1689 9,3261
NOK 9,2132 8,4655 9,2150 8,3845
GBP 0,7383 0,7768 0,7803 0,7267

2.6.3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.6.3.1 Auswirkungen neuer und geänderter Standards und Interpretationen

Folgende neue, überarbeitete beziehungsweise ergänzte Standards/Interpretationen sind für die Zumtobel Group im Geschäftsjahr 2015/16 erstmals anwendbar:

Verpflichtender
Veröffentlichung Erstanwendungs
Standard beziehungsweise Interpretation durch IASB zeitpunkt
IAS 19 Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge 21. November 2013 1. Februar 2015
IFRIC 21 Abgaben 20. Mai 2013 17. Juni 2014
Verbesserungen an dem IFRS-Zyklus 2010–2012 12. Dezember 2013 1. Februar 2015
Verbesserungen an dem IFRS-Zyklus 2011–2013 12. Dezember 2013 1. Januar 2015

Mit den Änderungen an IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" werden Vorschriften klargestellt, die sich mit der Zuordnung von Arbeitnehmerbeiträgen und Beiträgen von dritten Parteien zu den Dienstleistungsperioden beschäftigen, wenn die Beiträge an die Dienstzeit geknüpft sind. Darüber hinaus werden Erleichterungen geschaffen, wenn die Beiträge von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre unabhängig sind.

IFRIC 21 "Abgaben" ist eine Interpretation zu IAS 37 "Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen". Geklärt wird vor allem die Frage, wann eine gegenwärtige Verpflichtung bei Abgaben entsteht, welche durch die öffentliche Hand erhoben werden, und somit eine Rückstellung oder Verbindlichkeit anzusetzen ist.

Im Rahmen der Projekte "Verbesserungen an den IFRS" werden einzelne Standards angepasst, um im Wesentlichen eine Klarstellung der bestehenden Regelungen zu erreichen.

Diese neuen beziehungsweise überarbeiteten Standards/Interpretationen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Zumtobel Group.

Im Wesentlichen werden folgende neue beziehungsweise geänderte IAS/IFRS/IFRIC-Interpretationen, die bereits veröffentlicht, aber noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. nicht von der Europäischen Union im Wege des Endorsement-Verfahrens übernommen worden sind, nicht vorzeitig angewandt. Diese finden daher im Geschäftsjahr 2015/16 für die Zumtobel Group keine Berücksichtigung:

Anzuwenden ab Geschäftsjahresbeginn nach

Standards beziehungsweise Interpretationen
IAS 1 Änderungen zu IAS 1 Darstellung des Abschlusses 1. Januar 2016
IFRS 9 Finanzinstrumente 1. Januar 2018
IFRS 10 / IAS 28 Änderungen zu IFRS 10 und IAS 28 Veräußerung oder Einlage von Vermögenswerten
in assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen
Auf unbestimmte Zeit
verschoben
IFRS 10 / IFRS 12 / IAS 28 Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 Investmentgesellschaften: Anwendung
der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht
1. Januar 2016
IFRS 11 Änderungen zu IFRS 11 Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an gemeinschaftlichen
Tätigkeiten
1. Januar 2016
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 1. Januar 2018
IFRS 16 Leasingverhältnisse 1. Januar 2019
Diverse Verbesserungen an dem IFRS-Zyklus 2012–2014 1. Januar 2016

Im Rahmen der Initiative zur Verbesserung von Angabepflichten wurden Änderungen am IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" veröffentlicht, welche sich im Wesentlichen auf Klarstellungen bei der Darstellung des Abschlusses beziehen.

IFRS 9 "Finanzinstrumente" wird den IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" ersetzen und führt einen einheitlichen Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögensgegenständen sowie zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen ein.

Änderungen zu IFRS 10 und IAS 28 "Veräußerung oder Einlage von Vermögenswerten in assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen" sehen vor, dass der gesamte Gewinn oder Verlust aus einer Transaktion nur dann erfasst wird, wenn die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" darstellen. Dies gilt unabhängig davon, ob die Transaktion als Share oder Asset Deal ausgestaltet ist. Bilden die Vermögenswerte dagegen keinen Geschäftsbetrieb, ist lediglich eine anteilige Erfolgserfassung zulässig.

Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 "Investmentgesellschaften: Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht" klären verschiedene Fragestellungen in Bezug auf die Anwendung der Ausnahme der Konsolidierungspflicht nach IFRS 10 "Konzernabschlüsse", wenn Mutterunternehmen "Investmentgesellschaften" sind. Demnach sind sie von einer Konsolidierungspflicht auch dann befreit, wenn sie selbst Tochterunternehmen sind. Weiters wird die Bewertungsmethode von Beteiligungen an Investmentgesellschaften in Abhängigkeit davon vorgegeben, ob das Mutterunternehmen selbst eine Investmentgesellschaft darstellt oder nicht.

Die Überarbeitung von IFRS 11 "Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten" verlangt, dass der Erwerber von Anteilen an einer gemeinsamen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb darstellt, im Umfang seiner Beteiligung die Grundsätze des IFRS 3 anwendet.

IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Kundenverträgen" verfolgt das Ziel, die Vielzahl der Regelungen und Interpretationen zur Umsatzrealisierung in einem Standard zusammenzuführen. Der neue Standard legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. IFRS 15 sieht dabei ein einheitliches Fünfstufenmodell vor, das grundsätzlich auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist.

Mit dem IFRS 16 "Leasingverhältnisse", der den gleichnamigen IAS 17 ersetzt, wird die Bilanzierung von Leasingverhältnissen neu geregelt. Zukünftig werden Leasingnehmer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für die meisten Leasingverhältnisse ausweisen müssen, unabhängig ob es sich dabei nach den Kriterien des bisherigen IAS 17 um Operating- oder um Finanzierungsleasingverhältnisse handelt. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird neben der Abschreibung der Leasinggegenstände der Zinsaufwand aus den Leasingverbindlichkeiten berücksichtigt. Für Leasinggeber ergeben sich nur geringfügige Änderungen.

Im Rahmen der Projekte "Verbesserungen an den IFRS" werden einzelne Standards angepasst, um im Wesentlichen eine Klarstellung der bestehenden Regelungen zu erreichen.

Die Auswirkungen der Änderungen der neuen Standards beziehungsweise Interpretationen werden zurzeit analysiert. Es werden keine wesentlichen Auswirkungen aus der Anwendung der neuen Regelungen auf den Konzernabschluss 2016/17 erwartet.

2.6.3.2 Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Firmenwerte

Der im Rahmen der Konsolidierung anfallende Firmenwert stellt den Überschuss der Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs über den Anteil des Konzerns am beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden eines Tochterunternehmens, assoziierten Unternehmens oder gemeinschaftlich geführten Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird als Vermögenswert erfasst und mindestens jährlich auf Ebene der entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit bzw. Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Werthaltigkeit getestet. Jede Wertminderung wird sofort erfolgswirksam erfasst (siehe auch Abschnitt "Ermessensausübungen und Schätzungsunsicherheiten").

Übrige immaterielle Vermögenswerte Übrige immaterielle

Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte werden im Jahr der Anschaffung zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer (4 bis 10 Jahre) abgeschrieben.

Ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert, der aus der Produktentwicklung oder aus Softwareimplementierungen des Konzerns entsteht, wird nur bei Vorliegen der Voraussetzungen des IAS 38.57 aktiviert, die vor allem folgende Bedingungen umfassen:

  • >> Identifizierbarkeit des selbst erstellten Vermögenswertes
  • >> Wahrscheinlichkeit der Erbringung eines zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens
  • >> Verlässliche Bestimmbarkeit der Kosten des Vermögenswertes

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden linear abgeschrieben (3 bis 10 Jahre). Darf ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert nicht erfasst werden, werden die Entwicklungskosten in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Ausgaben für Forschungsaktivitäten werden als Aufwand der Periode erfasst.

Sachanlagen

Erworbene und selbst erstellte Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten enthalten neben Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Der lineare Abschreibungsaufwand wird auf Basis der folgenden Abschreibungsprozentsätze errechnet:

Lineare Abschreibung Abschreibungs
prozentsatz p. a.
Gebäude 2–3,3%
Technische Anlagen und Maschinen 6,7–25%
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6,7–33,3%

Bilanzierung von Leasingverhältnissen Bilanzierung Leasingverhältnissen

Leasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn durch die Leasingbedingungen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating Leasing klassifiziert.

Mietzahlungen bei Operating Leasing werden im Jahresergebnis linear über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses verteilt.

Im Rahmen von Finanzierungsleasing gehaltene Vermögenswerte werden zu Beginn des Leasingverhältnisses als Vermögenswerte mit ihren beizulegenden Zeitwerten oder, falls dieser niedriger ist, mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen erfasst. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber wird in der Bilanz als Verpflichtung aus Finanzierungsleasing innerhalb der lang- und kurzfristigen Finanzschulden erfasst. Die Leasingzahlungen werden so auf Zinsaufwendungen und Tilgung der Leasingverpflichtung aufgeteilt, dass eine konstante Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Vorräte Vorräte

Vorratsbestände werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten (basierend auf der Durchschnittspreismethode) und Nettoveräußerungswert bewertet. Bei Halb- und Fertigfabrikaten wird ein entsprechender Anteil der fixen und variablen Fertigungs- und Materialgemeinkosten in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter der Annahme einer Normalauslastung einbezogen. Fremdkapitalzinsen sowie Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer beziehungsweise aus verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden angemessene konzerneinheitliche Abschläge berücksichtigt, die sich an der Umschlagsdauer ("Reichweite") orientieren.

Finanzinstrumente Finanzinstrumente

Die Zumtobel Group unterscheidet folgende Klassen von Finanzinstrumenten:

  • Wertpapiere und Wertrechte
  • Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
  • Sonstige Verbindlichkeiten
  • Darlehen und Ausleihungen
  • Finanzierungsleasing
  • Positive/Negative Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes
  • Positive/Negative Marktwerte aus Derivaten (Hedge Accounting)
  • Liquide Mittel
  • >> Wertpapiere und Wertrechte

Wertpapiere und Wertrechte werden bei Zugang zu Anschaffungskosten bewertet. Diese werden als dem Handelsbestand zugehörig eingeordnet und in den Folgeperioden erfolgswirksam zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet.

>> Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen sind grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Bei den Forderungen werden für erkennbare Risiken Wertberichtigungen vorgenommen.

  • >> Darlehen und Ausleihungen, sonstige Forderungen (Finanzielle Vermögenswerte) Gegebene Darlehen und Ausleihungen sowie sonstige Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
  • >> Darlehen und Ausleihungen, Finanzierungsleasing (Finanzielle Verbindlichkeiten) Erhaltene Darlehen und Ausleihungen sowie Finanzierungsleasingverbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag oder dem Nennwert unter Berücksichtigung von Transaktionskosten bilanziert (fortgeführte Anschaffungskosten). Langfristige Verbindlichkeiten werden mit dem Barwert bilanziert.

>> Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden entsprechend IAS 39 "Finanzinstrumente – Ansatz und Bewertung" zum Zeitwert bewertet. Die Ermittlung des Zeitwerts erfolgt unter Berücksichtigung der Bestimmungen des IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts". Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt bei der Zumtobel Group ausschließlich zur Absicherung von Risiken, die aus dem operativen Geschäftsbetrieb erwachsen. Zinsswaps werden genutzt, um eine Optimierung der variabel und fix verzinsten Anteile der Finanzverbindlichkeiten herbeizuführen. Fremdwährungstermingeschäfte und -optionen werden zur Reduzierung von Transaktionsrisiken eingesetzt. Nettoinvestitionen in Fremdwährungsgesellschaften werden teilweise durch Zins-Währungsswaps (Cross-Currency-Swaps) abgesichert. Zum Bilanzstichtag werden alle derivativen Finanzinstrumente gemäß dem Standard IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts" unter Berücksichtigung des Kontrahenten-Ausfallsrisikos zum beizulegenden Zeitwert bewertet und bilanziert. Devisentermingeschäfte werden mittels Barwertberechnung der Zahlungsströme unter Zugrundelegung aktueller Zinsstrukturkurven der jeweiligen Währungen aus beobachtbaren Marktdaten sowie den aktuellen Währungskursen zum Bewertungsstichtag ermittelt. In der Zumtobel Group werden keine börsennotierten derivativen Finanzinstrumente verwendet. Außerbörslich gehandelte Zinsinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, indem zukünftige Zahlungserwartungen unter Verwendung des aktuellen Marktzinssatzes abgezinst werden. Gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente – Ansatz und Bewertung" werden derivative Finanzinstrumente, die nicht dem Hedge Accounting zuzuordnen sind, als zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente ("held for trading") klassifiziert.

>> Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes

Marktwertveränderungen von derivativen Instrumenten, die nicht Teil des Hedge Accounting sind, werden in der Gewinnund Verlustrechnung im Finanzergebnis ausgewiesen.

>> Marktwerte aus Derivaten (Hedge Accounting)

Die Vorschriften des IAS 39 "Finanzinstrumente – Ansatz und Bewertung" zur Handhabung der Sicherungsinstrumente (Hedge Accounting) werden in der Zumtobel Group in Zusammenhang mit Zinssicherungsinstrumenten angewendet. Der effektive Teil der Wertänderungen des Zeitwerts derivativer Instrumente, die sich als Cashflow Hedge Accounting im Sinne des IAS 39 (Absicherung zukünftiger Cashflows) qualifizieren, wird direkt im Eigenkapital erfasst. Ein allfälliger ineffektiver Teil wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die im Eigenkapital abgegrenzten Beträge werden zum gleichen Zeitpunkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, zu welchem die abgesicherte Position das Jahresergebnis berührt. Die Effektivität wird über die Hypothetische-Derivate-Methode ermittelt.

>> Marktwerte aus einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb

Des Weiteren werden derivative Instrumente, die im Sinne des IAS 21 ("hedge of a net investment in a foreign operation") abgeschlossen wurden, in der Bilanz als Derivate (Hedge Accounting) ausgewiesen und alle Marktwertänderungen des effektiven Teils des eingesetzten Sicherungsinstruments gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente – Ansatz und Bewertung" erfolgsneutral in der Währungsrücklage im Eigenkapital ausgewiesen (Cashflow Hedge). Der ineffektive Teil der Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes wird unmittelbar im Gewinn oder Verlust erfasst. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden Teile des Sicherungsinstruments in Folge einer Volumensanpassung ineffektiv und der dementsprechende Teil des negativen Marktwerts wurde als Bewertungseffekt in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Nachfolgende Änderungen des Marktwerts wurden im Geschäftsjahr 2015/16 mit dem ineffektiven Teil in der Gewinn- und Verlustrechnung und mit dem effektiven Teil in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Die Aufteilung in einen ineffektiven und einen effektiven Teil erfolgte unverändert gemäß der Ersterfassung im Geschäftsjahr 2014/15. Das Ergebnis aus Fremdwährungsumrechnungen der abgesicherten Investition wird in der Gesamtergebnisrechnung im Eigenkapital bilanziert.

>> Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte

Die Zumtobel Group verwendet bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts Bewertungstechniken, die den Umständen entsprechend adäquat und akkurat erscheinen. Dabei werden ausreichend viele Daten, vor allem beobachtbare Inputfaktoren, zur Bereitstellung einer exakten Bewertung herangezogen.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt mittels dreistufiger Hierarchie, welche die Bewertungssicherheit widerspiegelt.

Level 1: Notierte Preise auf aktiven Märkten für identische Instrumente Level 2: Bewertung auf Basis von Inputfaktoren, die am Markt beobachtbar sind Level 3: Bewertung auf Basis von Inputfaktoren, die nicht beobachtbar sind

In der Zumtobel Group erfolgt die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte überwiegend auf Basis von Inputfaktoren, die am Markt beobachtbar sind (Level 2). Der Marktwert einer langfristigen Forderung und sonstiger nicht derivativer Finanzinstrumente entspricht dem Barwert abgezinst mit dem Marktzinssatz. Der Marktwert der kurzfristigen Finanzinstrumente entspricht aufgrund ihrer Fristigkeit dem Buchwert. Im Konzernabschluss der Zumtobel Group sind keine Finanzinstrumente erfasst, deren Bewertung auf notierten Preisen auf aktiven Märkten beruht (Level 1).

Der beizulegende Zeitwert derivativer Finanzinstrumente kann zu jedem Bilanzstichtag verlässlich ermittelt werden, da die Bewertung auf am Markt beobachtbaren Inputfaktoren beruht. Es handelt sich somit nur um Level 2-Bewertungen.

Die unter Level 2 fallenden Finanzinstrumente betreffen die unter den finanziellen Vermögenswerten und übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Derivate (positive Marktwerte TEUR 2.294, VJ TEUR 3.398; negative Marktwerte TEUR -10.235, VJ TEUR -21.593; siehe auch Kapitel 2.6.10).

Im Konzernabschluss der Zumtobel Group sind auch Finanzinstrumente bilanziert, für deren Bewertung weder notierte Preise noch am Markt beobachtbare Inputfaktoren für eine Bewertung vorliegen (Level 3). Hierbei handelt es sich um Wertpapiere beziehungsweise Wertrechte sowie einer langfristigen Verbindlichkeit in Form einer Call/Put-Option im Zusammenhang mit einem Unternehmenserwerb.

Kurzfristige und langfristige Vermögenswerte und Schulden und langfristige Vermögenswerte und Schulden zfristige Schulden

Vermögenswerte beziehungsweise Schulden, deren Realisierung beziehungsweise Tilgung innerhalb von zwölf Monaten erwartet beziehungsweise fällig wird, gelten als kurzfristig. Alle anderen Vermögenswerte und Schulden gelten als langfristig.

Aktienbasierte Vergütungen

Bei dem Aktienoptionsprogramm – dem "Stock Option Program" (SOP) – der Zumtobel Group AG handelte es sich um ein aktienbasiertes Vergütungsprogramm, das durch Eigenkapitalinstrumente beglichen wird. Die Bewertung von Vergütungen für Dienstleistungen von Arbeitnehmern richtete sich nach dem Marktwert der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente zum Zeitpunkt der Zusage ("grant date") auf der Grundlage von anerkannten Optionsbewertungsmodellen. Die Dotierung beziehungsweise Auflösung der Rücklage erfolgte in Vorperioden erfolgswirksam innerhalb der Berichtsperiode, zu der die Optionen gewährt ("granting period") wurden. Eine erfolgswirksame Anpassung der Rücklage an die tatsächlich ausgeübten Optionen erfolgte nicht. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt unter den Gewinnrücklagen. Aus dem SOP erfolgen keine Zuteilungen von Optionen mehr. Das Programm ist ausgelaufen, es gibt keine weiteren Ausübungsfenster mehr. Weiterführende Informationen sind in Kapitel 2.6.8.4 ersichtlich.

Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, wenn eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung als Folge früherer Ereignisse gegenüber Dritten besteht, der Abfluss von Ressourcen zur Begleichung der Verpflichtung wahrscheinlich sowie eine zuverlässige Schätzung des Betrages der Verpflichtung möglich ist. Sind diese Bedingungen nicht erfüllt, ist keine Rückstellung anzusetzen. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung angesetzt. Ist ein Abfluss von Ressourcen weder wahrscheinlich noch die Höhe der Verpflichtung schätzbar, wird eine Eventualverbindlichkeit angegeben.

Rückstellungen für Restrukturierungsaufwand werden nur bei Erfüllung der allgemeinen Ansatzkriterien sowie bei rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen zur Restrukturierung (IAS 37.70 ff.) angesetzt.

Rückstellungen für Garantiefälle werden zum einen nach individuellen Gesichtspunkten auf Einzelfallbasis gebildet. Zum anderen erfolgt nach konzerneinheitlichen Richtlinien eine Bildung von Garantierückstellungen für noch nicht bekannte Fälle. Für die Ermittlung des Rückstellungsbetrages werden produktspartenbasierte Prozentsätze auf die Umsatzerlöse der jeweiligen Produkte der Periode angewandt.

Eine Rückstellung für belastende Verträge wird angesetzt, wenn die zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen unvermeidbaren Kosten die aus einem abgeschlossenen Vertrag erwarteten Erlöse übersteigen. Die Rückstellung wird zum niedrigeren Betrag aus den bei Ausstieg aus dem Vertrag resultierenden Kosten und den bei Erfüllung des Vertrages anfallenden Nettokosten gebildet. Vor der Erfassung einer separaten Rückstellung für einen belastenden Vertrag wird ein Wertminderungsaufwand auf Vermögenswerte erfasst, die mit dem Vertrag verbunden sind.

Leistungen an Arbeitnehmer an

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses umfassen langfristige Vorsorgen für Pensionen und Abfertigungen.

>> Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer umfassen im Wesentlichen die Rückstellungen für Jubiläumsgelder und die Altersteilzeitregelung in Deutschland sowie den Sonderurlaub in Australien.

>> Leistungsorientierte Pläne

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung ("defined benefit obligation", DBO) am Abschlussstichtag wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit der Methode der laufenden Einmalprämien ("projected unit credit method") ermittelt. Dabei wird in Zinsaufwand – das ist der Betrag, um den sich die Verpflichtung über das Jahr alleine durch das Näherrücken der Zahlungen erhöht hat – und Dienstzeitaufwand – das sind im betreffenden Jahr neu erdiente Ansprüche – getrennt. Der Zinssatz zur Abzinsung der künftigen Leistungen ist ein aktueller Marktzinssatz. Die Annahmen über die Höhe der Leistungen berücksichtigen erwartete künftige Gehaltssteigerungen oder Gehaltstrends sowie zugesagte Leistungen. Änderungen in den Ansprüchen können auf der Neuzusage einer Leistung oder der Änderung bestehender Leistungsansprüche beruhen, welche als nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand ausgewiesen werden.

Planvermögen sind Vermögenswerte, die von einem Fonds gehalten werden und die mit dem Barwert der Pensionsverpflichtung saldiert werden. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird jährlich von anerkannten Aktuaren durchgeführt.

Die Bewertung erfolgt zu jedem Bewertungsstichtag mit den aktuell besten Schätzannahmen, die sich von einem Stichtag zum anderen ändern können. Die Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, die sich aus Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen beziehungsweise aus Abweichungen zwischen früheren versicherungsmathematischen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung ergeben, erfolgt unter Berücksichtigung latenter Steuern im sonstigen Ergebnis in der Periode ihrer Entstehung. Die in der jeweiligen Berichtsperiode erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden in der Gesamtergebnisrechnung inklusive angefallener latenter Steuern gesondert dargestellt.

Der Zinsaufwand sowie die Erträge aus Planvermögen werden im Finanzergebnis ausgewiesen, die anderen Komponenten im Betriebsergebnis.

>> Beitragsorientierte Pläne

Bei beitragsorientierten Plänen bestehen keine über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Versorgungseinrichtungen hinausgehenden Verpflichtungen. Die Beiträge sind im Personalaufwand der Periode erfasst.

Ertragsteuern

Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Geschäftsjahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Ergebnis vor Steuern laut der Gewinn- und Verlustrechnung, da es Aufwendungen und Erträge ausschließt, die in späteren Jahren oder niemals steuerbar beziehungsweise steuerlich wirksam werden. Die Verbindlichkeit des Konzerns für den laufenden Steueraufwand wird auf Grundlage der geltenden Steuersätze berechnet.

Latente Steuern sind die zu erwartenden Steuerbe- beziehungsweise -entlastungen aus den Differenzen der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden im Konzernabschluss und des Wertansatzes bei der Berechnung des zu versteuernden Einkommens sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Dabei kommt die bilanzorientierte Ermittlungsmethode zur Anwendung. Latente Steuerverbindlichkeiten werden für alle steuerbaren temporären Differenzen erfasst. Latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, als es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen werden, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Stichtag geprüft und herabgesetzt, falls es nicht wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, um den Anspruch in einem absehbaren Zeitraum vollständig oder teilweise wieder einzubringen. Latente Steuern werden auf Basis der erwarteten Steuersätze ermittelt, die zum Zeitpunkt der Begleichung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswertes Geltung haben. Ertragsteuern werden erfolgswirksam erfasst, außer die Transaktionen, auf die sich der Steuereffekt bezieht, werden im gleichen oder einem anderen Geschäftsjahr in der Gesamtergebnisrechnung gebucht.

Ertragsrealisierung

Umsätze aus dem Verkauf von Gütern und Dienstleistungen werden realisiert, wenn der Konzern die wesentlichen Risiken und Chancen auf den Käufer überträgt. Rabatte und Skonti werden von den Umsatzerlösen abgezogen. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.

Zinserträge sind zeitproportional unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung des Finanzinstrumentes erfasst. Dies ist genau der Zinssatz, der die geschätzten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes auf den Nettobuchwert des Vermögenswertes abzinst.

Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruches auf Zahlung erfasst.

Fremdwährungsgeschäfte

Fremdwährungsgeschäfte werden mit dem aktuellen Kurs am Tag der Abwicklung bilanziert. Zum Bilanzstichtag werden monetäre Aktiva und Passiva unter Verwendung des Stichtagskurses umgerechnet. Realisierte und unrealisierte Gewinne und Verluste aus Transaktionen in Fremdwährung werden grundsätzlich im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Bewertungseffekte von langfristigen konzerninternen Darlehen, welche sich gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" als Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb qualifizieren, werden in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Ermessensausübungen und Schätzungsunsicherheiten Schätzungsunsicherheiten

Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen durch die Geschäftsleitung, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden der Berichtsperiode haben. Der Grundsatz des "true and fair view" wird auch bei der Verwendung von Schätzungen uneingeschränkt gewahrt.

Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln. Die Schätzungen und Annahmen werden laufend überprüft. Wesentliche Änderungen führen zu einer Anpassung der Prämissen und zu einer erfolgswirksamen Erfassung.

Schätzungen und Annahmen betreffen vor allem folgende Bereiche:

>> Wertminderungen von Firmenwerten, übrigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen

Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob es Anhaltspunkte für einen Wertminderungsbedarf bei den Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten gibt. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag des einzelnen Vermögenswertes geschätzt, um den Umfang des eventuellen Wertminderungsaufwands festzustellen. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu der der Vermögenswert gehört.

Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer und solchen, welche noch nicht verfügbar sind (z. B. noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte), sowie bei Firmenwerten werden jedes Jahr Wertminderungstests durchgeführt, auch wenn kein Anzeichen für eine Wertminderung vorliegt.

Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten künftigen Zahlungsströme abgezinst. Die wesentlichen Entwicklungskosten sind im Geschäftsjahr in der Region "Europa" angefallen, in welcher ein WACC in Höhe von 7,15% (VJ 7,0%) zur Anwendung gelangte.

Der Firmenwert im Lighting Segment resultiert aus den Erwerben der Thorn Lighting- und der acdc Unternehmensgruppen. Entsprechend des seit dem Geschäftsjahr 2014/15 implementierten Berichtswesens wird der gesamte Firmenwert aus diesen Erwerben der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Lighting ("ZGE Lighting") zugeordnet und auf dieser Ebene auf Werthaltigkeit getestet. Die "ZGE Lighting" entspricht dem operativen Lighting Segment im Sinne des IFRS 8.5.

Die wesentlichen Annahmen der Werthaltigkeitsprüfung des Firmenwertes sind die prognostizierten Cashflows der Mittelfristplanung, die langfristige Wachstumsrate nach der Mittelfristplanung und der WACC.

Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte dient als Vergleichsgröße der Nutzungswert, welcher in Form von Discounted Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheit berechnet wird. Die Schätzungen der zukünftigen Mittelzuflüsse basieren auf vom Vorstand genehmigten internen Planungen, welche detailliert für das Jahr 2016/17 und mit geringen Vereinfachungen für weitere drei Jahre vorliegen (Detailplanungszeitraum). Diese Planungen beruhen auf Erfahrungen der Vergangenheit sowie auf den Einschätzungen des Vorstandes hinsichtlich des erwarteten Marktumfelds, wobei zukünftige Margenverbesserungen insbesondere durch folgende Maßnahmen erwartet werden und bei den erwarteten Mittelzuflüssen berücksichtigt wurden: Wachstums- und Kostensynergien aus dem Mehrmarkenansatz sowie konzernweite Bündelung der Einkaufskapazitäten. Zukünftig erwartete positive Effekte aus strategischen Initiativen, welche noch nicht vollständig implementiert sind, wurden bei den Schätzungen der zukünftigen Mittelzuflüsse nicht berücksichtigt. Den angepassten Planungen, auf welchen die Überprüfung des Firmenwertes basiert, liegen operative Umsatzrenditen (bereinigte EBIT-Margen) in Höhe von 4% bis 7% zugrunde.

Für Perioden nach dem Detailplanungszeitraum wird eine langfristige Wachstumsrate der Lichtindustrie in Höhe von 2,0% (VJ 2,2%) angewandt.

Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft. Die Schätzung der Cashflows erfolgt unter Berücksichtigung regionalspezifischer Annahmen über die Marktentwicklung. Die Kostenstrukturen werden dabei in der Regel auf Basis der Erfahrungswerte der Vergangenheit geplant und extrapoliert. Jede Wertminderung wird sofort erfolgswirksam erfasst.

Im Geschäftsjahr 2015/16 wurde für die "ZGE Lighting" ein Nach-Steuer-WACC-Satz von 7,29% (VJ 7,0%) berücksichtigt. Dieser Diskontierungszinssatz leitet sich aus regionalen Diskontierungszinssätzen ab, welche entsprechend dem Geschäftsvolumen in den Regionen gewichtet sind. Bei der Ableitung der zugrunde liegenden regionalen Zinssätze wurden vor allem Inflationsdifferenzen der jeweiligen Länder zum risikofreien Basiszinssatz, Länderrisikoprämien sowie unterschiedliche Steuersätze berücksichtigt.

Der geschätzte erzielbare Betrag der "ZGE Lighting" übersteigt deren Buchwert um annähernd 215 Mio EUR. Bei einer Erhöhung des Diskonierungssatzes (WACC) von 7,29% auf 8,6% oder einer Reduzierung der prognostizierten Cashflows um 21% würde der erzielbare Betrag dem Buchwert der "ZGE Lighting" entsprechen.

>> Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer

Bei der versicherungsmathematischen Bewertung von Leistungen an Arbeitnehmer werden Annahmen über Zinssätze, erwartete Erträge aus Planvermögen, Gehalts- und Pensionssteigerungen, Pensionsalter und Lebenserwartung getroffen.

>> Übrige Rückstellungen

Bei der Ermittlung von Restrukturierungsrückstellungen werden Annahmen zu Belegschaftsreduzierungen und damit einhergehenden Kosten sowie zu Kosten von Vertragsauflösungen getroffen. Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten basieren auf der Einschätzung des Managements bezüglich des möglichen Ausgangs der jeweiligen Rechtsstreitigkeit. Es wird eine Garantierückstellung basierend auf Erfahrungswerten der Vergangenheit gebildet. Die getroffenen Annahmen sind mit Unsicherheiten behaftet und die tatsächlichen Zahlungen können von den getroffenen Einschätzungen abweichen.

>> Aktive latente Steuern

Die Aktivierung latenter Steuern erfolgt auf Basis der erwarteten zukünftigen Steuersätze sowie der Einschätzung der künftigen steuerlichen Ertragsfähigkeit. Eventuelle Steuersatzänderungen oder von den Annahmen abweichende zu versteuernde Einkommen können zu einer Abschreibung aktiver latenter Steuern führen.

Zum Bilanzstichtag sind keine bedeutsamen Fälle bekannt, die zu einer wesentlichen Abweichung des Buchwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld innerhalb des nächsten Geschäftsjahres führen können.

Sondereffekte Sondereffekte

Sondereffekte sind gemäß IAS 1.98 gesondert anzugeben, wenn diese hinsichtlich ihrer betragsmäßigen Höhe, Art oder Seltenheit relevant für die Erklärung der Ertragskraft sind. Es handelt sich hierbei insbesondere um Ergebnisse aus nicht wiederkehrenden, einmaligen Ereignissen wie etwa Restrukturierungen, Wertminderungen von Vermögenswerten und Ergebniseffekten aus der Endkonsolidierung von Konzerngesellschaften. Die gesonderte Angabe erfolgt im vorliegenden Konzernabschluss als "davon"- Vermerk in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Ertragsbezogene Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Deckung von Aufwendungen werden in der Periode, in der sie gewährt werden, in der Gewinn- und Verlustrechnung als Ertrag berücksichtigt. Soweit sie sich auf zukünftige Aufwendungen beziehen, werden sie über einen Passivposten abgegrenzt.

2.6.4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

2.6.4.1 Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen sind Erlösschmälerungen (vornehmlich Kundenskonti) in Höhe von TEUR 55.390 (VJ TEUR 52.026) enthalten. Die Bruttoumsatzerlöse belaufen sich auf TEUR 1.411.933 (VJ TEUR 1.364.646).

2.6.4.2 Aufwandsarten

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. In den Kosten der umgesetzten Leistungen (inkl. Entwicklungskosten), Vertriebskosten (inkl. Forschungskosten) und Verwaltungskosten sowie im sonstigen betrieblichen Ergebnis sind folgende Aufwandsarten und Erträge enthalten:

Geschäftsjahr Geschäftsjahr2015/16

in TEUR Kosten der
umgesetzten
Leistungen
Vertriebs
kosten
Verwaltungs
kosten
Sonstiges
betriebliches
Ergebnis
Summe
Materialaufwand -577.396 -6.574 -49 -483 -584.502
Personalaufwand -224.508 -188.115 -35.051 -25.760 -473.434
Abschreibungen -54.658 -7.729 -1.045 -4.099 -67.531
Sonstiger Aufwand -96.336 -125.503 -19.069 -9.058 -249.966
Aktivierte Eigenleistungen 18.385 225 0 0 18.610
Interne Verrechnung 3.638 -7.228 3.590 0 0
Summe Aufwände -930.875 -334.924 -51.624 -39.400 -1.356.823
Sonstige Erträge 5.516 7.872 511 10.200 24.099
Summe -925.359 -327.052 -51.113 -29.200 -1.332.724

Geschäftsjahr 20 2014/15

in TEUR Kosten der
umgesetzten
Leistungen
Vertriebs
kosten
Verwaltungs
kosten
Sonstiges
betriebliches
Ergebnis
Summe
Materialaufwand -554.440 -6.163 -43 0 -560.646
Personalaufwand -223.105 -183.184 -32.232 -14.208 -452.729
Abschreibungen -48.736 -6.341 -1.032 -2.939 -59.048
Sonstiger Aufwand -78.836 -129.676 -18.033 -9.190 -235.735
Aktivierte Eigenleistungen 17.197 7 0 0 17.204
Interne Verrechnung 5.055 -9.082 4.027 0 0
Summe Aufwände -882.865 -334.439 -47.313 -26.337 -1.290.954
Sonstige Erträge 4.817 7.471 786 6.351 19.425
Summe -878.048 -326.968 -46.527 -19.986 -1.271.529

Im Materialaufwand sind Kosten für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 24.251 (VJ TEUR 23.342) enthalten.

In den sonstigen Erträgen sind Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 2.758 (VJ TEUR 5.210) enthalten, wobei es sich hauptsächlich um Forschungsförderungen handelt. Davon werden TEUR 2.214 (VJ TEUR 3.325) im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.

In den Kosten der umgesetzten Leistungen sind Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 83.858 (VJ TEUR 75.269) enthalten. Die im aktuellen Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungskosten belaufen sich auf insgesamt TEUR 18.054 (VJ TEUR 15.949), die planmäßige Abschreibung der aktivierten Entwicklungskosten beträgt TEUR 19.626 (VJ TEUR 15.804). Die Wertminderung der aktivierten Entwicklungskosten des Geschäftsjahres 2015/16 in Höhe von TEUR 1.014 wurde im sonstigen betrieblichen Ergebnis als Sondereffekt erfasst. Die aufwandswirksamen Entwicklungskosten im Geschäftsjahr 2015/16 wurden, resultierend aus der Aktivierung, um netto TEUR 1.572 belastet (VJ Entlastung des Aufwands um netto TEUR 145).

In den Vertriebskosten ist Forschungsaufwand in Höhe von TEUR 3.992 (VJ TEUR 3.703) enthalten.

Im Geschäftsjahr 2015/16 sind in der Zumtobel Group AG folgende Leistungen von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft erbracht bzw. vereinbart worden:

In TEUR 2015/16 2014/15
Gesamthonorar 263 283
davon Prüfung 222 198
davon sonstige Honorare 41 85

Das sonstige Honorar steht im Zusammenhang mit prüfungsnahen Beratungsleistungen als auch der Evaluierung des Risikomanagements.

In den Verwaltungskosten sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.328 (VJ TEUR 1.482) für Prüfungsleistungen des KPMG-Netzwerks in der Zumtobel Group enthalten.

Die Veränderung des sonstigen betrieblichen Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahr ist vor allem auf Sondereffekte des Geschäftsjahres 2015/16 zurückzuführen (siehe Kapitel 2.6.4.3).

In den Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

in TEUR 2015/16 2014/15
Löhne -80.690 -79.557
Gehälter -262.260 -254.097
Aufwendungen für Abfertigungen -4.252 -4.202
Aufwendungen für Altersvorsorge -4.982
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie entgeltabhängige Abgaben und Pflichtbeiträge -66.522
Sonstige Sozialaufwendungen -10.939
Leiharbeiter -18.605
Aufwendungen aus Restrukturierungen -13.825
Personalaufwand -473.434 -452.729

2.6.4.3 Sonstiges betriebliches Ergebnis

in TEUR 2015/16 2014/15
Förderungen der öffentlichen Hand 2.214 3.325
Lizenzeinnahmen 2.999 2.032
Sondereffekte -34.857 -25.392
Wertminderungen von Anlagevermögen -3.716 -2.810
Restrukturierungen -29.992 -21.029
Wertminderungen von Umlaufvermögen -2.389 -1.420
Konsolidierungskreisänderungen 1.240 -133
Sonstiges 444 49
Summe -29.200 -19.986

Die Förderungen der öffentlichen Hand stellen, wie im Vorjahr, zur Gänze ertragswirksam vereinnahmte Zuschüsse dar.

Die Lizenzeinnahmen des Geschäftsjahres 2015/16 betreffen, wie im Vorjahr, überwiegend Lizenzeinnahmen aus dem LED-Geschäft.

Unter den im Geschäftsjahr 2015/16 ausgewiesenen Sondereffekten gemäß IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" sind folgende wesentliche Positionen enthalten:

Von den unter der Position "Wertminderungen von Anlagevermögen" erfassten Aufwendungen entfallen TEUR 1.014 auf das Components Segment und TEUR 2.702 auf das Lighting Segment. Die im Components Segment erfassten Aufwendungen von TEUR 1.014 entfallen zur Gänze auf die Abschreibung eines aktivierten Entwicklungsprojektes im Zuge einer Anpassung des Produktportfolios. Die "Wertminderung von Anlagevermögen" im Lighting Segment von TEUR 2.702 umfasst im Wesentlichen mit TEUR 1.893 die mit der geplanten Schließung des Standortes Usingen, Deutschland, verbundenen Wertminderungen der Anlagen sowie mit TEUR 767 die Abschreibung von Werkzeugen für zwei Produktlinien, deren Produktion weitgehend eingestellt wurde.

Von den im Geschäftsjahr 2014/15 vorgenommenen Wertminderungen von Anlagevermögen entfielen TEUR 1.767 auf das Components Segment und TEUR 1.043 auf das Lighting Segment. Die im Components Segment erfassten Aufwendungen stammten zur Gänze aus Abschreibungen des Anlagevermögens im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus der Magnetik-Technologie, während die "Wertminderung von Anlagevermögen" im Lighting Segment im Wesentlichen die mit der Schließung der Druckguss-Abteilung im Werk Lemgo, Deutschland, verbundene Abschreibung der Druckguss-Produktionsmaschinen umfasste.

Von den im Geschäftsjahr 2015/16 ausgewiesenen Restrukturierungsaufwendungen entfallen TEUR 32.669 auf das Lighting Segment, TEUR -3.202 auf das Components Segment sowie TEUR 525 auf die Zumtobel Group AG.

Von den Aufwendungen im Lighting Segment in Höhe von TEUR 32.669 entfallen TEUR 13.095 auf die Restrukturierung der weltweiten Vertriebsorganisationen (u. a. DACH-Region, Australien, Asien sowie Nord- und Südeuropa). TEUR 18.314 entfallen auf die Restrukturierung von Global Operations und hier zu einem wesentlichen Teil mit TEUR 13.071 auf die geplante Schließung des Produktionswerkes in Usingen, Deutschland. Weitere TEUR 1.260 entfallen auf Restrukturierungen der Business Division Zumtobel.

Im Components Segment entfallen die Erträge mit TEUR 2.773 nahezu zur Gänze auf den Verkauf des Geschäftes für Werbebeleuchtung ("Signage"), welches die Tridonic GmbH & Co KG mit Wirkung zum 30. November 2015 an das USamerikanische Unternehmen AgiLight Inc. mit Sitz in San Antonio, Texas, verkauft hat. Der Verkauf der Signage-Aktivitäten, mit welchen im Geschäftsjahr 2014/15 ca. 20 Mio. EUR Umsatz erwirtschaftet wurden, wurde in Form eines "Asset-Deals" abgewickelt. Aus dem Verkauf eines Grundstückes in Fürstenfeld, Österreich, wurden zusätzlich TEUR 412 generiert.

Von den im Geschäftsjahr 2014/15 ausgewiesenen Restrukturierungsaufwendungen entfielen TEUR 20.122 auf das Lighting Segment, TEUR 764 auf das Components Segment sowie TEUR 143 auf die Zumtobel Group AG.

Die Aufwendungen im Lighting Segment betrafen unter anderem Aufwendungen, welche in Höhe von TEUR 7.891 im Zusammenhang mit der Verlagerung der Produktion von Landskrona, Schweden, in das bestehende Produktionswerk nach Spennymoor, Großbritannien, sowie mit der Schließung des Werkes in Landskrona stehen. Darüber hinaus betrafen diese Aufwendungen in Höhe von TEUR 9.473 Restrukturierungen der Vertriebsorganisationen in der DACH-Region und in Frankreich sowie Kapazitätsanpassungen im Produktionswerk in Lemgo, Deutschland. Ebenso spiegelte sich der Abgang einer Produktionsanlage in Höhe von TEUR 2.377 in dieser Position wider, welcher aus der Restrukturierung des Lighting Segmentes resultierte.

Die Restrukturierungsaufwendungen im Components Segment in Höhe von TEUR 764 betrafen insbesondere den Ausstieg aus der Magnetik-Technologie mit TEUR 384 sowie die Schließung des Werkes in Fürstenfeld, Österreich, mit TEUR 377.

Die ausgewiesene Wertminderung des Umlaufvermögens des Geschäftsjahres 2015/16 betrifft mit TEUR 814 noch die Verlagerung der Produktion von Landskrona, Schweden, nach Spennymoor, Großbritannien, mit TEUR 430 noch die Schließung des Werkes in Tianjin, China, sowie mit TEUR 500 die geplante Schließung des Produktionswerkes in Usingen, Deutschland.

Die im Geschäftsjahr 2014/15 erfassten Wertminderungen auf Umlaufvermögen betrafen mit TEUR 1.092 das Components Segment, wovon TEUR 780 aus dem Ausstieg aus der Magnetik-Technologie resultierten sowie TEUR 312 aufgrund der Werksschließung in Fürstenfeld, Österreich, erfasst wurden. Im Lighting Segment wurde aufgrund von Restrukturierungen des Produktportfolios eine Wertminderung des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 328 im Werk in Spennymoor, Großbritannien, erfasst.

Aus der Endkonsolidierung der im ersten Quartal 2015/16 verkauften neuseeländischen Gesellschaft Tridonic NZ Limited resultiert ein positiver Effekt in Höhe von TEUR 1.229. In Summe wurden Nettovermögenswerte im Ausmaß von TEUR 1.539 veräußert. Zudem werden TEUR 135 unter der Position Wertminderung von Umlaufvermögen ausgewiesen, welche im Zusammenhang mit dieser Veräußerung stehen. Aus der Liquidation der Zumtobel Pool AG, Schweiz, resultiert ein zusätzlicher Ertrag von TEUR 11.

Im Geschäftsjahr 2014/15 betraf diese Position das Endkonsolidierungsergebnis resultierend aus dem Verkauf der Tridonic connection technology GmbH & Co KG, Österreich, und der Tridonic connection technology GmbH, Österreich.

Die Zeile "Sonstiges" betrifft den Saldo aus Aufwendungen und Erträgen aus der normalen Geschäftstätigkeit, die anderen Funktionsbereichen nicht eindeutig zugeordnet werden können.

2.6.4.4 Zinsergebnis

Im Zinsaufwand sind vor allem Zinsen und Spesen für den laufenden Kreditvertrag als auch Zinsen aus dem Leasingvertrag für die Fabrik in England in Höhe von TEUR 2.116 (VJ TEUR 2.158) enthalten.

in TEUR 2015/16 2014/15
Zinskomponente gemäß IAS 19 abzüglich Erträge aus Planvermögen -4.686 -6.997
Fremdwährungsergebnis -3.244 -677
Marktbewertung von Finanzinstrumenten 8.432 -8.899
Veräußerungsgewinne/-verluste -11 -3
Summe 491 -16.576

2.6.4.5 Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge

Das Fremdwährungsergebnis enthält realisierte und unrealisierte Fremdwährungskursgewinne aus Forderungen und Verbindlichkeiten sowie realisierte Fremdwährungskursverluste aus Devisentermingeschäften.

Die Position "Marktbewertung von Finanzinstrumenten" zeigt das Ergebnis aus der Bewertung von Devisentermingeschäften mit den jeweiligen Marktwerten zum Abschlussstichtag. Das positive Bewertungsergebnis seit 30. April 2015 kommt zum Großteil von Finanzinstrumenten, die im Berichtszeitraum einen positiven Marktwert gebildet haben, beziehungsweise aus der Realisierung von Fremdwährungsderivaten mit vormals negativem Marktwert im operativen Ergebnis (insbesondere Devisenterminkontrakte in Schweizer Franken).

2.6.4.6 Ertragsteuern

Die Aufteilung der Ertragsteuern auf laufende und latente Steuern ist wie folgt:

in TEUR 2015/16 2014/15
Laufende Steuern -6.066 -6.227
davon laufendes Jahr -6.239 -6.255
davon vergangene Jahre 173 28
Latente Steuern 2.374 2.490
Ertragsteuern -3.692 -3.737

Der tatsächliche Steuersatz stellt einen gewichteten Durchschnitt aller im Konsolidierungskreis enthaltenen Gesellschaften dar und beträgt 23,7% (VJ 23,8%).

Die Ursachen für den Unterschied zwischen rechnerischem und ausgewiesenem Ertragsteueraufwand im Konzern stellen sich folgendermaßen dar:

Differenz rechnerischer/ausgewiesener ausgewiesener Ertragsteueraufwand Ertragsteueraufwand

in TEUR 2015/16 2014/15
Ergebnis vor Ertragsteuern 15.578 15.693
Rechnerischer Ertragsteuerertrag (-aufwand), der sich aus dem inländischen Steuersatz von 25% ergibt -3.894 -3.923
Differenz rechnerischer/ausgewiesener Ertragsteueraufwand 202 186
Nicht abzugsfähige Aufwendungen -5.110 -3.624
Ausländische Steuersätze -248
Bewertungsabschläge für latente Steuern 1.405
Steuerfreie Erträge 2.404
Sonstige Posten 249
Gesamter Ertragsteueraufwand -3.692 -3.737

Auf steuerliche Beteiligungsabschreibungen wurden auf Ebene des Gruppenträgers und der beteiligten Körperschaften latente Steuern in Höhe von TEUR 5.853 gebildet (VJ TEUR 6.262). Dies entspricht 100% der offenen Teilwertabschreibungen in Österreich.

Seit dem Wirtschaftsjahr 2004/05 wird in Österreich von der Möglichkeit der Errichtung einer steuerlichen Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG Gebrauch gemacht. Zu diesem Zwecke wurde zwischen der Zumtobel Group AG als Gruppenträger und den Gruppenmitgliedern Zumtobel Lighting GmbH (beteiligte Körperschaft), ZG Lighting Austria GmbH (vormals Zumtobel Licht GmbH), Zumtobel Holding GmbH, Zumtobel Insurance Management GmbH (beteiligte Körperschaft), Zumtobel Pool GmbH, Tridonic GmbH (beteiligte Körperschaft), Tridonic Jennersdorf GmbH, Tridonic Holding GmbH, LEDON Lighting GmbH, Zumtobel LED Holding GmbH (beteiligte Körperschaft) und Zumtobel LED GmbH ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen.

In diesem Steuerumlagevertrag wurde vereinbart, dass ein nach den Vorschriften des KStG und EStG ermittelter steuerpflichtiger Gewinn oder Verlust im Sinne der stufenweisen Ergebniszurechnung an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger weiterzuverrechnen ist. Ein auf Basis des steuerpflichtigen Gewinnes des Gruppenmitglieds ermittelter Steueraufwand ist unabhängig davon, in welcher Höhe der Gruppenträger insgesamt für das betreffende Wirtschaftsjahr und für die gesamte Unternehmensgruppe Körperschaftsteuer schuldet, als Steuerumlage an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger zu entrichten. Im Falle eines steuerlichen Verlustes des Gruppenmitgliedes verpflichtet sich die beteiligte Körperschaft bzw. der Gruppenträger, diese Verluste als internen Verlustvortrag für zukünftige verrechenbare Gewinne des jeweiligen Gruppenmitgliedes evident zu halten. Das Gruppenmitglied wiederum ist verpflichtet, im Falle eines steuerlichen Verlustes die Mindestkörperschaftsteuer an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger zu entrichten. Vorgruppen- und Außergruppenverluste iSd § 9 KStG werden unter Berücksichtigung einer allfälligen Vortrags- und Verrechnungsgrenze gegen die steuerlichen Gewinne des jeweiligen Gruppenmitglieds bzw. des Gruppenträgers verrechnet.

Beteiligungserträge inländischer Tochtergesellschaften sind grundsätzlich in Österreich steuerbefreit. Seit 2009 sind Dividenden von EU- und EWR-Beteiligungen ebenfalls in der Regel von der österreichischen Körperschaftsteuer befreit, sofern gewisse Voraussetzungen erfüllt sind. Dividenden sonstiger ausländischer Beteiligungen, an denen der Konzern einen Anteil von 10% oder mehr besitzt, sind ebenfalls auf der Ebene der österreichischen Muttergesellschaft steuerbefreit.

2.6.4.7 Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen

Das Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen betraf im Vorjahr nachträgliche Aufwendungen und Erträge in Zusammenhang mit dem Reorganisationsverfahren der Space Cannon VH SRL. Die Space Cannon VH SRL war Teil des im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 aufgegebenen Bereichs der Eventbeleuchtung.

2.6.4.8 Ergebnis je Aktie

Für die Berechnung der Kennzahl "Ergebnis je Aktie" wurde das Jahresergebnis herangezogen.

Aus den Gewinnrücklagen und dem Konzernergebnis kann maximal jener Betrag an die Aktionäre ausgeschüttet werden, der unter dem Posten "Bilanzgewinn" im nach österreichischem Unternehmensrecht aufgestellten Einzelabschluss der Zumtobel Group AG ausgewiesen ist (TEUR 76.304; VJ TEUR 60.383).

Überleitung der Anzahl ausstehender Zumtobel Aktien (in 1.000 Stk.):

Geschäftsjahr Geschäftsjahr2015/16

in 1.000 Stk. Stichtag Durchschnitt
1. Mai 2015 43.146 43.146
Aktienoptionen – Ausübungen 1 1
30. April 2016 43.147 43.147

Geschäftsjahr 20 Geschäftsjahr 2014/15

in 1.000 Stk. Stichtag Durchschnitt
1. Mai 2014 43.139 43.139
Aktienoptionen – Ausübungen 7 1
30. April 2015 43.146 43.140

2.6.5 Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

2.6.5.1 Währungsdifferenzen

Die Währungsdifferenzen resultieren aus der Differenz des zum Erstkonsolidierungsstichtag vorliegenden historischen Umrechnungskurses und des aktuellen Stichtagskurses am Bilanzstichtag der nicht in Euro berichtenden Gesellschaften sowie aus der Differenz der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem monatlichen Durchschnittskurs und dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag. Ebenso in den Währungsdifferenzen berücksichtigt ist die währungsbedingte Anpassung der Firmenwerte in Höhe von TEUR -3.188 (VJ TEUR 11.099). In der Währungsrücklage ist überdies ein Währungseffekt resultierend aus nicht beherrschenden Anteilen in Höhe von TEUR -35 (VJ TEUR 342) enthalten. Bei Endkonsolidierung einer Konzerngesellschaft, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, wird die Fremdwährungsrücklage nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert und im Endkonsolidierungsergebnis berücksichtigt.

2.6.5.2 Währungsdifferenzen aus Darlehen

Die Währungsdifferenzen aus Darlehen in Höhe von TEUR -4.819 (VJ TEUR 6.767) resultieren aus langfristigen Konzerndarlehen in GBP und USD, welche gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" als Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe zu qualifizieren und aus diesem Grund im Gesamtergebnis auszuweisen sind. Ferner sind in dieser Position auch Währungsdifferenzen aus einem Zinssicherungsgeschäft enthalten.

2.6.5.3 Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust

In den gesamten versicherungsmathematischen Gewinnen des Geschäftsjahres 2015/16 in Höhe von TEUR 23.139 (VJ Verlust TEUR 48.495) sind TEUR 10.454 (VJ Verlust TEUR 12.850) für einen Pensionsplan in Großbritannien enthalten. Die versicherungsmathematischen Verluste des Vorjahres sind im Wesentlichen aufgrund des Zinsverfalles im Geschäftsjahr 2014/15 entstanden. Überwiegend durch Zinssatzanpassungen bei den Rückstellungen für Abfertigungen entstand des Weiteren ein versicherungsmathematischer Gewinn in Höhe von TEUR 1.439 (VJ Verlust TEUR 10.001).

2.6.5.4 Latente Steuern

Der latente Steuereffekt von TEUR -1.212 (VJ 5.917) resultierend im Wesentlichen aus der Neubewertung der betroffenen IAS 19-Verpflichtungen wurde entsprechend in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Für die versicherungsmathematischen Verluste, welche auf einen Pensionsplan in einer britischen Konzerngesellschaft entfallen, wurden mangels Werthaltigkeit keine aktiven latenten Steuern erfasst.

2.6.6 Erläuterungen zur Bilanz

2.6.6.1 Firmenwerte

Der ursprünglich aus dem Erwerb der Thorn Lighting Gruppe entstandene Firmenwert, der zuvor nach Regionen bzw. Marken aufgeteilt worden war, wurde im Geschäftsjahr 2014/15 entsprechend der neuen Berichtsstruktur der "ZGE Lighting" zugeordnet und auf Ebene des gesamten Leuchtensegmentes auf Werthaltigkeit getestet. Die "ZGE Lighting" entspricht dem operativen "Lighting Segment" im Sinne des IFRS 8.5.

Lighting Components Summe
in TEUR Segment Segment
30. April 2014 185.735 2.057 187.792
Währungseffekte 11.099 0 11.099
30. April 2015 196.834 2.057 198.891
Zugang Firmenwert 13.386 0 13.386
Währungseffekte -3.187 0 -3.187
30. April 2016 207.033 2.057 209.090

Der ursprüngliche "Thorn Lighting Gruppe"-Firmenwert hatte historische Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 543.661. Die kumulierte Firmenwertabschreibung bis zum 30. April 2014 belief sich auf TEUR 338.278, der kumulierte Währungseffekt auf TEUR -19.648.

Durch die Anwendung der IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" ergibt sich im Geschäftsjahr 2015/16 eine nicht erfolgswirksame währungsbedingte Anpassung der Firmenwerte von TEUR -3.187 (VJ TEUR 11.099). In der Segmentberichterstattung sind diese Währungseffekte dem Vermögen des Lighting Segmentes zugeordnet.

Die neue Zuordnung des Firmenwertes im Geschäftsjahr 2014/15 auf die "ZGE Lighting" hatte keinen Einfluss auf dessen Werthaltigkeit. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr war keine Abschreibung erforderlich.

Der Zugang zum Firmenwert im Geschäftsjahr 2015/16 in Höhe von TEUR 13.386 resultiert aus dem Erwerb von acdc (siehe Kapitel 2.6.2.1.).

2.6.6.2 Übrige immaterielle Vermögenswerte

Geschäftsjahr Geschäftsjahr2015/16

in TEUR Patente, Lizenzen
und ähnliche
Entwicklungskosten
und ähnliche
Summe
Anschaffungskosten
30. April 2015 48.526 138.000 186.526
Währungsumrechnung -299 -873 -1.172
Konsolidierungskreisänderungen 3.048 0 3.048
Zugänge 1.994 18.060 20.054
Abgänge -414 -4.259 -4.673
Umbuchungen 26 0 26
30. April 2016 52.881 150.928 203.809
Kumulierte Abschreibung
30. April 2015 -37.896 -88.090 -125.986
Währungsumrechnung 62 846 908
Konsolidierungskreisänderungen 0 0 0
Planmäßige Abschreibung -3.544 -19.626 -23.170
Wertminderung 0 -1.014 -1.014
Abgänge 409 3.397 3.806
30. April 2016 -40.969 -104.487 -145.456
Nettobuchwert 30. April 2015 10.630 49.910 60.540
Nettobuchwert 30. April 2016 11.912 46.441 58.353

Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten mit dem Erwerb von acdc aktivierte Kundenbeziehungen in Höhe von TEUR 1.395 sowie die Markenrechte in Höhe von TEUR 1.653.

Entwicklungskosten und ähnliche Entwicklungskosten und

In dieser Position sind selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte gemäß IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" enthalten. Die Zugänge zu Anschaffungskosten inklusive Umbuchungen beinhalten aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 18.054 (VJ TEUR 15.949). Bei diesen Zugängen handelt es sich überwiegend um Produktentwicklungen im Leuchten- und Lichtkomponentenbereich, wovon zum Bilanzstichtag TEUR 10.424 (VJ TEUR 12.599) noch nicht zum Gebrauch verfügbar sind.

Die Wertminderung im laufenden Geschäftsjahr betrifft ein aktiviertes Entwicklungsprojekt im Components Segment, das aufgrund einer Anpassung des Produktportfolios wertberichtigt wurde.

Geschäftsjahr 201 2014/15

in TEUR Patente, Lizenzen
und ähnliche
Entwicklungskosten
und ähnliche
Summe
Anschaffungskosten
30. April 2014 42.206 125.877 168.083
Währungsumrechnung 233 2.457 2.690
Konsolidierungskreisänderungen -56 -155 -211
Zugänge 6.813 16.355 23.168
Abgänge -959 -6.534 -7.493
Umbuchungen 289 0 289
30. April 2015 48.526 138.000 186.526
Kumulierte Abschreibung
30. April 2014 -36.109 -76.292 -112.401
Währungsumrechnung -200 -2.352 -2.552
Konsolidierungskreisänderungen 43 155 198
Planmäßige Abschreibung -2.453 -15.924 -18.377
Abgänge 926 6.323 7.249
Umbuchungen -103 0 -103
30. April 2015 -37.896 -88.090 -125.986
Nettobuchwert 30. April 2014 6.097 49.585 55.682
Nettobuchwert 30. April 2015 10.630 49.910 60.540

2.6.6.3 Sachanlagen

Geschäftsjahr Geschäftsjahr2015/16

Land & Gebäude Fabriksanlagen &
Maschinen
Sonstiges
Anlagevermögen
Anlagen in Bau &
geleistete
Anzahlungen
Summe
in TEUR
Anschaffungskosten
30. April 2015 254.128 364.615 112.493 16.660 747.896
Währungsumrechnung -4.129 -6.831 -1.494 -258 -12.712
Konsolidierungskreisänderungen 491 1.155 838 11 2.495
Zugänge 5.319 11.575 8.121 13.297 38.312
Abgänge -11.977 -26.557 -11.191 0 -49.725
Umbuchungen 1.141 21.825 -1.109 -21.883 -26
30. April 2016 244.973 365.782 107.658 7.827 726.240
Kumulierte Abschreibung
30. April 2015 -128.632 -293.309 -89.274 -10 -511.225
Währungsumrechnung 1.945 5.326 1.187 2 8.460
Konsolidierungskreisänderungen -311 -392 -513 0 -1.216
Planmäßige Abschreibung -9.665 -20.794 -10.186 0 -40.645
Wertminderung 0 -2.702 0 0 -2.702
Abgänge 10.480 24.461 9.947 8 44.896
Umbuchungen -681 -1.861 2.542 0 0
30. April 2016 -126.864 -289.271 -86.297 0 -502.432
Nettobuchwert 30. April 2015 125.496 71.306 23.219 16.650 236.671
Nettobuchwert 30. April 2016 118.109 76.511 21.361 7.827 223.808

Die Umbuchungen bei den Anschaffungskosten betreffen die Umgliederungen von Anlagen in Bau zu den anderen Anlageklassen bzw. Umgliederungen zwischen den Anlageklassen.

Im Rahmen der vorhandenen Kreditverträge sind keine Sachanlagen als Sicherheiten verpfändet.

Ferner bestehen Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen in Höhe von TEUR 3.463 (VJ TEUR 5.051). Diese teilen sich auf wie folgt: Land und Gebäude TEUR 208 (VJ TEUR 336), Fabriksanlagen und Maschinen TEUR 2.988 (VJ TEUR 4.401), sonstiges Anlagevermögen TEUR 267 (VJ TEUR 314).

Die Position "Anlagen in Bau und geleistete Anzahlungen" teilt sich auf wie folgt: Land und Gebäude TEUR 581 (VJ TEUR 603), Fabriksanlagen und Maschinen TEUR 7.051 (VJ TEUR 15.622) und sonstiges Anlagevermögen TEUR 195 (VJ TEUR 425).

Die Wertminderung auf die Fabriksanlagen und Maschinen betrifft mit TEUR 2.702 das Lighting Segment und ist im Wesentlichen mit TEUR 1.893 auf die geplante Schließung des Standortes Usingen, Deutschland, sowie mit TEUR 767 auf Abschreibungen von Werkzeugen für zwei Produktlinien, deren Produktion weitgehend eingestellt wurde, zurückzuführen.

Geschäftsjahr Geschäftsjahr2014/15

Land & Gebäude Fabriksanlagen &
Maschinen
Sonstiges
Anlagevermögen
Anlagen in Bau &
geleistete
Summe
in TEUR Anzahlungen
Anschaffungskosten
30. April 2014 251.399 392.915 114.024 13.036 771.374
Währungsumrechnung 8.006 12.337 4.312 746 25.401
Konsolidierungskreisänderungen -3.220 -25.854 -2.427 -1.943 -33.444
Zugänge 5.370 12.371 10.123 25.547 53.411
Abgänge -7.910 -44.646 -15.992 -9 -68.557
Umbuchungen 483 17.492 2.453 -20.717 -289
30. April 2015 254.128 364.615 112.493 16.660 747.896
Kumulierte Abschreibung
30. April 2014 -123.790 -322.698 -94.251 0 -540.739
Währungsumrechnung -3.577 -9.763 -3.409 0 -16.749
Konsolidierungskreisänderungen 1.542 21.059 1.967 0 24.568
Planmäßige Abschreibung -9.623 -20.688 -7.540 -10 -37.861
Wertminderung 0 -2.810 0 0 -2.810
Abgänge 6.259 41.591 14.413 0 62.263
Umbuchungen 557 0 -454 0 103
30. April 2015 -128.632 -293.309 -89.274 -10 -511.225
Nettobuchwert 30. April 2014 127.609 70.217 19.773 13.036 230.635
Nettobuchwert 30. April 2015 125.496 71.306 23.219 16.650 236.671

Die Wertminderung des Vorjahres im Bereich Fabriksanlagen und Maschinen betrafen mit TEUR 1.767 das Components Segment sowie mit TEUR 1.043 das Lighting Segment. Die im Components Segment erfassten Aufwendungen von TEUR 1.767 entfallen zur Gänze auf Abschreibungen des Anlagevermögens im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus der Magnetik-Technologie. Die Wertminderung im Lighting Segment von TEUR 1.043 umfasst im Wesentlichen die mit der Schließung der Druckguss-Abteilung im Werk Lemgo, Deutschland, verbundene Abschreibung der Druckguss-Produktionsmaschinen.

2.6.6.4 Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen

Bei zwei (VJ zwei) Unternehmen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist, handelt es sich um assoziierte Unternehmen. Es besteht auf wesentliche Bereiche der Finanz- oder Geschäftspolitik ein maßgeblicher Einfluss, diese werden jedoch nicht beherrscht. Daher werden diese Unternehmen zum Bilanzstichtag 30. April 2016 "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen:

Die spanische Gesellschaft Staff Iberica S.A., an der 50% der Anteile gehalten werden, ist ein assoziiertes Unternehmen im Sinne des IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" und wird ebenfalls "at equity" bilanziert. Unternehmensgegenstand ist die Herstellung von Erzeugnissen aus Metall, Kunststoff und Holz, deren Bearbeitung und die Montage von Lampen sowie der Handel und die Ein- und Ausfuhr von Leuchten.

Die LEXEDIS Lighting GmbH ist gemäß den Kriterien des IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" als Gemeinschaftsunternehmen zu klassifizieren, da deren Führung gemeinschaftlich mit einem gleichberechtigten Partner erfolgt. Die "at equity"-Bewertung wird aufgrund der bisher angesammelten Verluste ausgesetzt. Gegenstand der Unternehmung sind Entwicklung, Herstellung und Vertrieb und Handel mit LED-Produkten (Light Emitting Diodes). Der im Geschäftsjahr 2015/16 erwirtschaftete Gewinn wurde den Verlusten gegenübergestellt. Übersteigen die Gewinne die angesammelten Verluste (in Höhe von TEUR 4.554), wird die Bewertung wieder aufgenommen. Zur weiteren Finanzierung der Gesellschaft wurde in der Vergangenheit ein Genussrecht gewährt (Risikokapital), welches aufgrund der angesammelten Verluste ebenfalls bereits abgeschrieben ist.

Nachfolgend die wichtigsten Kennzahlen der assoziierten Unternehmen:

in TEUR Staff Iberica S.A. LEXEDIS Lighting GmbH
30. April 2016
Vermögen 6.909 2.716
Schulden 2.440 4.670
Eigenkapital 4.469 -1.954
Umsatzerlöse 6.425 15.967
Jahresergebnis -122 170

Die Ergebnisbeiträge sowie die Bilanzsummen der assoziierten Unternehmen sind für die Zumtobel Group unwesentlich. Daher erfolgt keine detaillierte Aufgliederung der anteiligen Werte.

Zum Bilanzstichtag bestehen kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 775 (VJ TEUR 932). Es waren keine Wertberichtigungen vorzunehmen. Zwischen den jeweiligen Muttergesellschaften und den "at equity" bilanzierten Gesellschaften bestehen operative Liefer- und Leistungsbeziehungen.

Zum 30. April 2016 besteht eine Finanzverbindlichkeit gegenüber einem assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 325 (VJ Finanzforderung TEUR 616).

Im Zusammenhang mit Anteilen an assoziierten Unternehmen ist ein passiver latenter Steuerposten in Höhe von TEUR 259 (VJ passiver latenter Steuerposten in Höhe von TEUR 274) angefallen, welcher gemäß IAS 12.39 "Ertragsteuern" nicht bilanziert wurde.

2.6.6.5 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen

An den nachstehenden Unternehmen bestehen nicht beherrschende Anteile:

Gesellschaft Land Geschäftssegment 30. April 2016 30. April 2015
Zumtobel Lighting Saudi Arabia Limited Saudi-Arabien Lighting Segment 49% 49%
Thorn Gulf LCC UAE Lighting Segment 51% 51%
Thorn Lighting Limited Liability Qatar Lighting Segment 51% 51%

Aufgrund zusätzlicher vertraglicher Vereinbarungen beherrscht die Zumtobel Group diese Unternehmen im Sinne des IFRS 10 "Konzernabschlüsse" und bezieht diese voll in den Konzernabschluss ein.

In den folgenden Tabellen werden zusammengefasste Finanzinformationen zu den Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen dargestellt. Es handelt sich um Informationen vor konzerninternen Eliminierungen:

Zumtobel Zumtobel
Lighting Thorn Lighting Thorn
Saudi Arabia Lighting Saudi Arabia Lighting
Limited, Limited Limited, Limited
Saudi Thorn Gulf Liability, Saudi Thorn Gulf Liability,
Bilanz Arabien LCC, UAE Qatar Summe Arabien LCC, UAE Qatar Summe
in TEUR 30. April 2016 30. April 2015
30. April 2015
Langfristiges Vermögen 162 146 164 472 220 28 248
Kurzfristiges Vermögen 248 8.926 3.050 12.224 194 8.830 614 9.638
Vermögen 410 9.072 3.214 12.696 414 8.858 614 9.886
Kurzfristige Schulden 955 3.784 1.990 6.729 1.284 3.781 102 5.167
Eigenkapital -545 5.288 1.224 5.967 -870 5.077 512 4.719
Eigenkapital und Schulden 410 9.072 3.214 12.696 414 8.858 614 9.886
Kapitalerhöhungen 1.498
Dividenden -989 -959
Gesamtergebnisrechnung Zumtobel
Lighting
Saudi Arabia
Limited,
Saudi
Arabien
Thorn Gulf
LCC, UAE
Thorn
Lighting
Limited
Liability,
Qatar
Summe Zumtobel
Lighting
Saudi Arabia
Limited,
Saudi
Arabien
Thorn Gulf
LCC, UAE
Thorn
Lighting
Limited
Liability,
Qatar
Summe
in TEUR 2015/16 2014/15 2014/15
Umsatzerlöse 0 8.105 3.859 11.963 0 10.239 0 10.239
Jahresergebnis -1.197 1.274 738 815 -3.265 1.773 -92 -1.584
davon den nicht beherrschenden Anteilen
zuordenbar
-360 510 369 519 -980 709 -46 -317
Sonstige Gesamtergebnisbestandteile 24 -74 -26 -76 -133 767 99 733
davon den nicht beherrschenden Anteilen
zuordenbar
8 -30 -13 -35 -27 319 50 342
an nicht beherrschende Anteile bezahlte
Dividende
0 -396 0 -396 0 -384 0 -384
Zumtobel
Lighting
Saudi Arabia
Limited,
Thorn
Lighting
Limited
Zumtobel
Lighting
Saudi Arabia
Limited,
Thorn
Lighting
Limited
Saudi Thorn Gulf Liability, Saudi Thorn Gulf Liability,
Cashflow Arabien LCC, UAE Qatar Summe Arabien LCC, UAE Qatar Summe
in TEUR 2015/16 2014/15 2014/15
Cashflow aus dem operativen Geschäft -1.372 3.399 515 2.542 -790 340 -450
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -10 -152 -174 -336 -202 -26 -228
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 1.503 -1.063 15 455 1.066 -892 508 682

2.6.6.6 Finanzielle Vermögenswerte

Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Depotguthaben, Wertpapiere und Wertrechte als auch Gesellschaftsanteile.

Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten vorwiegend eine kurzfristige Finanzforderung gegenüber einem assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (VJ TEUR 616) und aktive Marktwerte aus Absicherungspositionen in Höhe von TEUR 2.294 (VJ 3.398).

Bezüglich einer Detailaufstellung wird auf Kapitel 2.6.10.1 verwiesen.

2.6.6.7 Übrige Vermögenswerte

Die übrigen lang- und kurzfristigen Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2016 30. April 2015
Deckungskapital Gruppenlebensversicherung 3.556 3.449
Sonstige 878 840
Übrige langfristige Vermögenswerte 4.434 4.289
Aktive Rechnungsabgrenzungen 8.915 8.692
Steuerforderungen 14.391 6.806
Geleistete Anzahlungen 1.056 959
Sonstige 8.271 12.676
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 32.633 29.133

Die Position "Deckungskapital Gruppenlebensversicherung" betrifft die Zumtobel Gesellschaften in Deutschland. Diese Vermögenswerte dienen zur Finanzierung von Pensionsverpflichtungen einer deutschen Gruppengesellschaft, die aber nicht als Planvermögen gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" zu qualifizieren sind.

Die Steuerforderungen betreffen hauptsächlich Forderungen im Zusammenhang mit Umsatzsteuern.

In der Position "Sonstige" sind überwiegend abgegrenzte Forschungsförderungen in Höhe von TEUR 1.328 (VJ TEUR 4.307), Forderungen aus Altersteilzeit gegenüber Arbeitnehmern in Deutschland in Höhe von TEUR 1.605 (VJ TEUR 2.426) und vorausbezahlte Pensionskassenbeiträge aus den Schweizer Pensionsplänen in Höhe von TEUR 1.128 (VJ TEUR 1.575) enthalten.

2.6.6.8 Latente Steuern

Unter den aktiven und passiven latenten Steuern in der Bilanz werden Unterschiedsbeträge ausgewiesen, die sich aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen der Konzern- und der steuerlichen Bewertung von Vermögenswerten und Schulden ergeben. Daraus resultieren folgende latente Steuern:

30. April 2016 30. April 2015
in TEUR Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Übrige immaterielle Vermögenswerte 73 11.188 126 12.011
Sachanlagen 1.672 2.751 2.405 4.111
Finanzielle Vermögenswerte 0 288 140 556
Vorräte 4.142 59 4.721 108
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 950 846 991 900
Übrige Forderungen 0 4.679 406 2.304
Langfristige Rückstellungen 20.248 27 22.050 43
Übrige Rückstellungen 3.799 1.327 1.969 1.653
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 4.282 229 3.247 70
Verlustvorträge 145.136 0 148.653
Latente Steuerguthaben bzw. -verbindlichkeiten 180.302 21.394 184.708 21.756
Bewertungsabschläge für latente Steuern -115.649 -120.433 0
Saldierung von aktiven und passiven Steuern gegenüber derselben Steuerbehörde -19.770 -19.770 -16.200 -16.200
Latente Steuern 44.883 1.624 48.075 5.556

Im Konzernabschluss wurden für Verlustvorträge und sonstige temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 462.596 (VJ TEUR 481.728) keine latenten Steuern aktiviert, da deren Verbrauch nicht ausreichend gesichert ist. TEUR 32.957 (VJ TEUR 26.602) der steuerlichen Verlustvorträge verfallen innerhalb von zehn Jahren. In Übereinstimmung mit IAS 12.39 "Ertragsteuern" wurde keine latente Steuerschuld für zeitliche Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften gebildet. Für die Berechnung der latenten Steuern wurden konzernweit die Landessteuersätze angesetzt. Latente Steuern auf Verlustvorträge werden nur insoweit aktiviert, als ihnen im Verwertungszeitraum passive Steuerlatenzen gegenüberstehen oder die Verwertung der Verlustvorträge ausreichend gesichert ist.

Die im Geschäftsjahr in der Gesamtergebnisrechnung erfassten latenten Steuern in Höhe von TEUR -1.527 (VJ TEUR 5.917) betreffen mit TEUR -1.212 (VJ TEUR 5.966) die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen aufgrund versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" sowie mit TEUR -315 (VJ TEUR -49) die Hedge Accounting-Rücklage.

2.6.6.9 Vorräte

Der Aufriss der Vorräte in Bruttowert und Wertberichtigungen, unterteilt nach Vorratsklassen, gliedert sich wie folgt:

in TEUR 30. April 2016 30. April 2015
Rohmaterial 66.093 71.448
Bruttowert 79.130 80.496
Wertberichtigungen -13.037 -9.048
Ware in Arbeit 3.027 3.750
Halbfabrikate 10.261 13.081
Bruttowert 11.996 14.600
Wertberichtigungen -1.735 -1.519
Handelswaren 23.486 21.953
Bruttowert 27.185 25.707
Wertberichtigungen -3.699 -3.754
Fertigfabrikate 84.570 91.553
Bruttowert 99.625 103.553
Wertberichtigungen -15.055 -12.000
Vorräte 187.437 201.785

Die in Summe ergebnismindernd erfassten Veränderungen der Wertberichtigungen zu Vorräten belaufen sich im Geschäftsjahr 2015/16 auf TEUR 7.205 (VJ TEUR 2.352).

Im Components Segment stehen Wertminderungen des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 135 in Zusammenhang mit der Veräußerung der neuseeländischen Gesellschaft Tridonic NZ Limited.

Im laufenden Geschäftsjahr wurden im Lighting Segment im Wesentlichen aufgrund der Verlagerung der Produktion von Landskrona, Schweden, nach Spennymoor, Großbritannien, eine Wertminderung des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 814, TEUR 430 aufgrund der Werksschließung in Tianjin, China, und von TEUR 500 aufgrund der geplanten Werksschließung in Usingen, Deutschland, erfasst.

Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden im Components Segment als Sonderwertberichtigung im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus der Magnetik-Technologie TEUR 780 an Wertberichtigungen sowie TEUR 312 aufgrund der Werksschließung in Fürstenfeld, Österreich, erfasst.

Im Geschäftsjahr 2014/15 wurde im Lighting Segment aufgrund von Restrukturierungen des Produktportfolios eine Wertminderung des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 328 im Werk in Spennymoor, Großbritannien, erfasst.

2.6.6.10 Forderungen aus Lieferungen & Leistungen

in TEUR 30. April 2016 30. April 2015
Lieferforderungen brutto 250.748 261.061
Wertberichtigungen zu Forderungen -10.598 -10.119
Rückstellung für Kundenboni und Skonti -19.281 -16.355
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 220.869 234.587

Im Kapitel 2.6.11.1 werden Details zu den Wertberichtigungen erläutert.

Die im Rahmen einer Factoringvereinbarung einiger Konzerngesellschaften verkauften Forderungen betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 35.720 (VJ TEUR 45.560). In den ausgewiesenen Bruttoforderungen sind die Beträge, welche im Rahmen der Factoringvereinbarung bevorschusst wurden, bereits vollständig abgezogen.

2.6.6.11 Liquide Mittel

Die flüssigen Mittel setzen sich aus Bankguthaben, Kassenbeständen und Schecks zusammen. Von den Bankguthaben kann über einen Gesamtbetrag von TEUR 205 (VJ TEUR 204) nicht frei verfügt werden. Aufgrund der Fristigkeit dieser Mittel entspricht der Buchwert der flüssigen Mittel dem Marktwert.

2.6.6.12 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden

Im April 2015 hat die Tridonic, die Marke für Lichtkomponenten innerhalb der Zumtobel Group, einen Vertrag über die Veräußerung von 100% der Anteile an der Tridonic New Zealand Ltd. mit Stichtag zum 30. Juni 2015 abgeschlossen. Dementsprechend wurden die von dieser Gesellschaft gehaltenen Vermögenswerte und Schulden im Geschäftsjahr 2014/15 als eine zur Veräußerung gehaltene Veräußerungsgruppe dargestellt.

Bei den Abschreibungen auf die Veräußerungsgruppe zum niedrigeren Wert aus ihrem Buchwert und ihrem beizulegenden Wert abzüglich Veräußerungskosten sind im Geschäftsjahr 2014/15 Wertminderungsaufwendungen in Höhe von TEUR 2.518 entstanden. Zudem wurden Rückstellungen für Restrukturierungen in Höhe von TEUR 384 gebildet. Der beizulegende Wert wurde anhand des Veräußerungspreises der Gesellschaft abzüglich Veräußerungskosten ermittelt. Zum 30. April 2015 wurde die Veräußerungsgruppe zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angegeben und umfasste die nachstehenden Vermögensgegenstände und Schulden:

in TEUR 30. April 2015
Langfristiges Vermögen 6
Kurzfristiges Vermögen 4.813
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
gehaltene Vermögenswerte
Vermögenswerte
4.819
Langfristige Schulden 15
Kurzfristige Schulden 234
Zur Veräußerung gehaltene Schulden Schulden 249

2.6.6.13 Leistungen an Arbeitnehmer

Bei den Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen handelt es sich um Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. In den sonstigen Rückstellungen sind andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" enthalten.

Die Überleitung der Anfangsbestände zu den Endbeständen der Barwerte gestaltet sich wie folgt:

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Leistungsorientierte Pläne nach IAS 19 Pensionen Abfertigungen Sonstige
in TEUR 2015/16 2014/15 2015/16 2014/15 2015/16 2014/15
Anfangsbestand Nettoschuld 99.994 77.486 49.348 41.374 13.433 12.860
Währungsumrechnung & Umgliederungen -4.231 6.471 0 0 -15 224
Veränderung Konsolidierungskreis &
Reklassifizierungen
0 0 0 -1.317 -412 443
Erfolgswirksame Veränderungen 5.219 3.354 2.419 2.633 1.801 3.312
davon Dienstzeitaufwand 1.419 2.642 1.650 1.354 1.590 1.648
davon nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 0 0 0 76 38
davon Plankürzungen und Planabgeltungen 0 -3.619 0 0 0 0
davon Zinsaufwand 8.687 10.870 769 1.279 116 1.387
davon erwartete Erträge aus Planvermögen -4.887 -6.539 0 0 0 0
davon versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust 0 0 0 0 18 239
Im Eigenkapital erfasster
versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust
-13.466 26.874 -1.439 10.001 0 0
aufgrund demographischer Anpassungen -3.547 -5.733 -122 -163 0 0
aufgrund finanzieller Anpassungen -7.475 44.614 -2.060 9.175 0 0
aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen -2.444 -12.007 743 989 0 0
Zahlungen -7.776 -14.191 -1.613 -3.343 -3.279 -3.406
davon Arbeitgeber -7.776 -14.191 -1.613 -3.343 -3.279 -3.406
Endbestand Nettoschuld 79.740 99.994 48.717 49.348 11.527 13.433

Die erfolgswirksamen Veränderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der "Zinsaufwand" sowie die "erwarteten Erträge aus Planvermögen" werden in der Position "Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge" ausgewiesen, die restlichen Posten im Personalaufwand im Betriebsergebnis. In der Spalte "Sonstige" sind im Wesentlichen Rückstellungen für Jubiläumsgelder, Altersteilzeitregelungen in Deutschland sowie Rückstellungen für Sonderurlaub in Australien enthalten.

Erfahrungsbedingte Anpassungen sind jene versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die durch Abweichungen individueller personenbezogener Parameter zum Unterschied von den auf den Gesamtbestand anzuwendenden Parametern verursacht werden. Dies betrifft beispielsweise Gehaltsentwicklungen, Anzahl der Todesfälle, vorzeitige Pensionierungen sowie Austritte.

Die in der Gesamtergebnisrechnung erfassten versicherungsmathematischen Verluste werden im Abschnitt "IAS 19- Rücklage" detailliert erläutert.

Zinssatz Erträge aus
Planvermögen
Gehaltstrend
Pensionstrend
Pensionsalter
(Frauen/Männer)
2015/16 2014/15 2015/16 2014/15 2015/16 2014/15 2015/16 2014/15 2015/16 2014/15
Deutschland 1,8% 1,6% - - 3,0% 3,0% 1,3% 1,5% 1) 1)
Großbritannien 3,3% 3,4% 3,3% 3,4% - - 2,9% 3,1% 65/65 65/65
Schweiz 0,6% 0,9% 0,6% 0,9% 1,5% 1,5% - - 64/65 64/65
Norwegen 2,4% 2,2% 2,4% 2,2% 2,3% 2,5% 0,1% 0,1% 67/67 67/67
Schweden 2,0% 2,0% - - - - 1,5% 1,5% 65/65 65/65
Österreich 1,9% 1,6% - - 3,0% 3,0% - - 2) 2)
Frankreich 1,7% 1,5% - - 1,0% 2,0% - - 3) 3)
Italien 1,2% 1,1% - - 1,0% 3,0% - - 60/65 60/65
Australien 3,5% 2,2% 3,5% 2,2% 3,0% 3,0% - - 65 65

Als Berechnungsparameter wurden in den einzelnen Ländern folgende angesetzt:

Ferner sind landesübliche Sterblichkeits- und Invaliditätstafeln sowie Fluktuationsraten berücksichtigt.

Anmerkung 1): Pensionsverpflichtungen 60/65 Jahre, Jubiläumsverpflichtungen 60/63 Jahre und Verpflichtungen für Altersteilzeit 57 Jahre.

Anmerkung 2): Es wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die Alterspension unter Berücksichtigung der gesetzlichen Übergangsregelungen zugrunde gelegt.

Anmerkung 3): Das Pensionsalter in Frankreich liegt zwischen 60 und 70 Jahren, im Wesentlichen in Abhängigkeit von Geburtsdatum und anerkannten Versicherungszeiten. Das gesetzliche Regelpensionsalter für nach 1955 geborene Personen liegt bei 67 Jahren. Es besteht kein Unterschied im Pensionsantrittsalter zwischen Frauen und Männern.

Pensionsverpflichtungen

Leistungsorientierte Pensionspläne sind in den deutschen, englischen, schwedischen, norwegischen, australischen und schweizerischen Konzerngesellschaften implementiert. Die nicht durch externe Fonds finanzierten Pläne betreffen die deutschen und schwedischen Gesellschaften, die restlichen sind durch externe Fonds finanziert. Diese Fonds, deren Zweck ausschließlich in der Erfüllung von Leistungsverpflichtungen besteht, sind rechtlich unabhängig vom jeweiligen Konzernunternehmen. Die nach Abzug des Planvermögens verbleibenden Verpflichtungen werden als Rückstellungen ausgewiesen.

Die Verpflichtungen aus den Pensionsplänen betreffen im Wesentlichen gehaltsabhängige Pensionszusagen und beinhalten in Einzelfällen auch pensionsbezogene Hinterbliebenen- und Invaliditätszusagen der Planteilnehmer.

Die leistungsorientierten Pläne in den englischen Konzerngesellschaften betreffen überwiegend die Verpflichtungen aus dem "Thorn Lighting Pension Fund", welche im Zuge der Akquisition der Thorn Unternehmensgruppe übernommen wurden. Die Zusagen bestehen im Wesentlichen aus gehaltsabhängigen Pensionsleistungen. Des Weiteren sind unter bestimmten Voraussetzungen auch Hinterbliebenenleistungen vorgesehen. Der Plan wurde jedoch in 2003 für Neuzutritte und in weiterer Folge in 2009 auch für weitere Anspruchszuwächse der Planteilnehmer geschlossen. Da der Pensionsplan geschlossen ist, bestehen hauptsächlich versicherungsmathematische Risiken.

Um die Vermögensunterdeckung des Plans auszugleichen, wurden im Wesentlichen zwei Maßnahmen ergriffen. Mit dem Treuhänder des Plans ("Trustee") wurde vereinbart, dass die Unterdeckung durch jährliche Zuzahlungen in den Plan seitens der betroffenen britischen Konzerngesellschaft bis 2022 reduziert wird. Überdies legt der Treuhänder des Plans eine Investitionsstrategie in Form eines "Statement of Investment Principles" (SIP) fest, sodass eine über dem Diskontierungsfaktor liegende Rendite aus dem Portfolio erwirtschaftet werden soll.

Zur Sicherstellung der Werthaltigkeit des Planvermögens enthält die Investitionsstrategie Komponenten zur systematischen Risikoreduzierung, im Wesentlichen durch Diversifikation des Portfolios. Für das tägliche Vermögensmanagement wurden in den einzelnen Vermögensklassen professionelle Vermögensverwalter mandatiert, welche durch die Financial Services Authority (FSA) in Großbritannien zugelassen und entsprechend reguliert sind.

Die Pensionspläne in Deutschland sind zur Gänze rückstellungsfinanziert und betreffen im Wesentlichen Zusagen von festen gehaltsabhängigen Rentenbeiträgen sowie aus endgehaltsabhängigen Zusagen, deren Höhe abhängig von der Betriebszugehörigkeit ist. Sämtliche deutschen Pensionspläne sind jedoch seit mehr als 10 Jahren für Neuzutritte geschlossen. Somit bestehen für die Gesellschaft vorwiegend versicherungsmathematische Risiken. Es besteht keine Verpflichtung zur Deckung der Verpflichtungen durch Planvermögen.

Die Schweizer Pensionsverpflichtungen betreffen die berufliche Vorsorge gemäß den Bestimmungen des schweizerischen "Berufliche Vorsorge-Gesetzes" (BVG), welches auch Hinterbliebenenleistungen und Zusagen bei Invalidität berücksichtigt. Bei beiden betroffenen Schweizer Konzerngesellschaften wurden die Verpflichtungen durch Abschluss von sogenannten Vollversicherungsverträgen mit Sammelstiftungen von Versicherungsgesellschaften ausgegliedert. Dennoch sind gemäß Schweizer Expertenmeinung diese Vollversicherungspläne unter anderem aufgrund gesetzlich garantierter Mindestleistungen unter den Bestimmungen des IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" als leistungsorientierte Pläne zu qualifizieren. Die Vermögensverwaltung des Planvermögens durch die Sammelstiftungen erfolgt auf Basis der Vorschriften des BVG und der Schweizer Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invaliditätsvorsorge (BVV 2).

Der schwedische leistungsorientierte Pensionsplan ist ein zur Gänze rückstellungsfinanzierter Plan und ist für Neuzutritte und weitere Anspruchszuwächse geschlossen. Die leistungsorientierten Zusagen bestehen wiederum in gehaltsabhängigen Pensionsleistungen. Eine externe Versicherungsgesellschaft ("PRI Pensionsgaranti") verwaltet dabei die Administration der Ansprüche und verrechnet die von ihr bezahlten Pensionsleistungen an die Planteilnehmer der betroffenen schwedischen Konzerngesellschaften weiter.

Darüber hinaus besteht in Schweden noch eine Pensionskassenlösung, welche sich grundsätzlich als leistungsorientierte Verpflichtung qualifiziert. Es handelt sich dabei um einen "gemeinschaftlichen Plan mehrerer Arbeitgeber" im Sinne von IAS 19.29, jedoch stehen vom Versicherungsunternehmen keine ausreichenden Informationen zur Verfügung, um diesen Plan wie einen leistungsorientierten Plan zu bilanzieren. Die geleisteten Zahlungen werden daher im Sinne von IAS 19.30 als beitragsorientierter Plan sofort aufwandswirksam im Abschluss erfasst. Diese belaufen sich auf TEUR 580 (VJ TEUR 691). Die nach schwedischen Gesetzen berechnete Vermögensüberdeckung besteht in Höhe von 144% (VJ 149%) für alle Teilnehmer dieses gemeinschaftlichen Plans. Diese entspricht der Differenz aus den Versicherungsverpflichtungen und dem Marktwert des Vermögens, der entsprechend den von dem gemeinschaftlichen Plan zur Verfügung gestellten Informationen berechnet wurde.

Der norwegische Pensionsplan ist ein zur Gänze durch Arbeitgeberbeiträge finanzierter Plan, dessen Vermögenswerte durch eine Versicherungsgesellschaft gehalten werden. Der Plan ist offen für Neuzutritte.

Der australische Pensionsplan konnte mit Wirkung 31. August 2015 beendet werden. Alle Teilnehmer und die damit verbundenen Vermögenswerte wurden in die Pensionskasse der Mercer Smart SuperPlan übertragen. Ebenso wurden die Verpflichtungen gegenüber den Teilnehmern mit leistungsorientierten Ansprüchen als kumulierte Beträge in den Smart SuperPlan übertragen. Die Beendigung der Ansprüche aus dem leistungsorientierten Plan wird als Plankürzung gemäß AASB 119 betrachtet.

Der Bilanzansatz der Nettoverpflichtung bzw. des Nettovermögens stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2016 30. April 2015
nicht über Fonds finanzierte Verpflichtung 31.421 33.624
über Fonds finanzierte Verpflichtung 250.892 283.096
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) 282.313 316.720
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -202.573 -216.726
In der Bilanz erfasste Nettoschuld 79.740 99.994

Die Pensionsrückstellung gliedert sich auf folgende Länder auf:

in TEUR 30. April 2016 30. April 2015
Deutschland 28.511 30.516
Großbritannien 37.536 53.486
Schweiz 10.423 12.206
Sonstige 3.270 3.786
In der Bilanz erfasste Nettoschuld 79.740 99.994

Die Überleitung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) sowie des Planvermögens vom Anfangsbestand auf den Endbestand stellt sich wie folgt dar:

2015/16 2014/15
in TEUR DBO Planvermögen DBO Planvermögen
30. April 2015 316.720 216.726 253.472 175.986
Währungsumrechnung -18.391 -14.160 30.099 23.628
Dienstzeitaufwand 1.419 0 2.642 0
Plankürzungen und -abgeltungen 0 0 -3.619 0
nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -2.380 -2.380 0 0
Zinsaufwand bzw. -ertrag 8.687 4.887 10.870 6.539
Im Eigenkapital erfasster versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust -16.900 -3.434 38.212 11.338
aufgrund demographischer Anpassungen -3.547 0 -5.733 0
aufgrund finanzieller Anpassungen -7.475 0 44.614 0
aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen -5.878 -3.434 -669 11.338
Zahlungen -6.842 934 -14.956 -765
davon Zahlungen -6.842 934 -10.461 3.730
davon Zahlungen aus Plankürzungen 0 0 -4.495 -4.495
30. April 2016 282.313 202.573 316.720 216.726

Die ausgewiesenen Plankürzungen und -abgeltungen des Vorjahres entfallen ausschließlich auf eine Schweizer Konzerngesellschaft. Die tatsächlichen Zahlungen aus den Pensionsplänen im Geschäftsjahr belaufen sich auf TEUR 6.906 (VJ TEUR 14.956).

Das Planvermögen zum 30. April 2016 setzt sich folgendermaßen zusammen:

in TEUR 30. April 2016 davon am aktiven Markt notiert
Liquide Mittel 1.347 745
Eigenkapitalinstrumente 39.218 36.846
Schuldinstrumente 113.099 108.012
Immobilien 241 0
Vermögen bei Versicherungsinstituten 31.089 0
Sonstige 17.579 15.837
Planvermögen 202.573 161.439

Für das Planvermögen des australischen und norwegischen Pensionsplans besteht zum Abschlussstichtag keine Marktnotierung an einem aktiven Markt. Die Summe des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens dieser beiden Pläne beläuft sich zum 30. April 2016 auf TEUR 1.736 (VJ TEUR 4.224).

Der tatsächliche Ertrag aus dem Planvermögen beträgt TEUR 1.454 (VJ TEUR 17.877).

Die Entwicklung der Barwerte der Pensionsverpflichtung und des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2016 30. April 2015
Barwert 282.313 316.720
Planvermögen -202.573 -216.726
Unterdeckung 79.740 99.994

Abfertigungsverpflichtungen

Dabei handelt es sich um die gesetzlich geregelte Verpflichtung, dem Dienstnehmer unter gewissen Voraussetzungen bei dessen Ausscheiden aus dem Unternehmen einen bestimmten Betrag zu bezahlen.

Die wesentlichste Verpflichtung resultiert dabei aus der österreichischen gesetzlichen Abfertigungsregelung, welche für Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, die bis zum 31. Dezember 2002 eingetreten sind, Gültigkeit hatte. Diese Mitarbeiter haben im Falle der Erreichung des Pensionsalters bzw. wenn sie gekündigt werden einen Abfertigungsanspruch. Der Anspruch ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe des letzten Bezugs. Für Mitarbeiter, welche nach dem 31. Dezember 2002 eingetreten sind, wird für Abfertigungsansprüche in beitragsorientierten Plänen vorgesorgt.

Die Verpflichtungen gliedern sich auf folgende Länder auf:

in TEUR 30. April 2016 30. April 2015
Österreich 43.321 43.583
Frankreich 3.434 3.907
Italien 1.962 1.858
Abfertigungsverpflichtungen 48.717 49.348

IAS19-Rücklage RücklageRücklage

Die direkt im Eigenkapital verrechneten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste inklusive latenter Steuern entwickelten sich wie folgt:

Pensionen Abfertigungen Summe
30. April 2014 93.442 7.115 100.558
Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust 26.874 10.001 36.875
Konsolidierungskreisänderungen 0 -369 -369
Währungsumrechnung 11.620 0 11.620
Latente Steuern -3.445 -2.521 -5.966
30. April 2015 128.491 14.226 142.718
Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust -13.466 -1.439 -14.905
Währungsumrechnung -8.233 0 -8.233
Latente Steuern 865 346 1.211
30. April 2016 107.658 13.133 120.791

Im Geschäftsjahr 2015/16 wurden latente Steuern in Höhe von TEUR -1.211 (VJ TEUR 5.966) direkt im Eigenkapital erfasst. Die versicherungsmathematischen Gewinne des Geschäftsjahres 2015/16 sind vor allem auf angepasste Berechnungsparameter in Großbritannien zurückzuführen. Die versicherungsmathematischen Verluste des Vorjahres resultierten vornehmlich aus dem Rückgang der Diskontierungssätze. Die Auswirkung dieser Entwicklung betraf überwiegend den "Thorn Lighting Pension Fund" in Großbritannien.

Sensitivitäten

Auswirkungen auf die DBO zum 30. April 2016:

Diskontierungsfaktor Gehaltstrend Pensionstrend
+0,5% -0,5% +0,5% -0,5% +0,5% -0,5%
Pensionspläne -18.140 27.407 4.482 2.408 17.692 -16.772
Abfertigungen -3.250 2.680 2.527 -3.142 0 0

Auswirkungen auf die DBO zum 30. April 2015:

Diskontierungsfaktor Gehaltstrend Pensionstrend
+0,5% -0,5% +0,5% -0,5% +0,5% -0,5%
Pensionspläne -27.374 28.841 244 -671 21.341 -20.557
Abfertigungen -2.971 3.371 3.197 -2.848 0 0

Gewichtete durchschnittliche Laufzeiten der Verpflichtungen in Jahren en

30. April 2016 30. April 2015
Pensionspläne 18 18
Abfertigungen 13 13

Für das Geschäftsjahr 2016/17 betragen die erwarteten Beiträge in die Pensionspläne TEUR 5.924 Die erwarteten Abfertigungszahlungen belaufen sich auf TEUR 1.609.

Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer Andere langfristig fällige Leistungen

Diese Verpflichtungen in Höhe von TEUR 11.527 (VJ TEUR 13.433) umfassen im Wesentlichen die Rückstellungen für Jubiläumsgelder in Österreich mit TEUR 6.143 (VJ TEUR 5.875), die Altersteilzeitregelung in Deutschland mit TEUR 3.424 (VJ TEUR 5.039), Sonderurlaub in Australien mit TEUR 1.137 (VJ TEUR 1.596) sowie Rückstellungen für ein gesetzlich vorgeschriebenes Gewinnbeteiligungsmodell und Bonuszahlungen für langjährige Betriebszugehörigkeit in Frankreich.

2.6.6.14 Beitragsorientierte Verpflichtungen

An beitragsorientierten Zahlungen für diverse Versorgungspläne wurden in verschiedenen Konzerngesellschaften im Berichtsjahr TEUR 6.401 (VJ TEUR 6.591) geleistet. Darunter fällt auch die in Österreich geltende "Abfertigung neu"-Regelung.

2.6.6.15 Übrige Rückstellungen

Geschäftsjahr Geschäftsjahr2015/16

Garantien Restruk Rechts Belastende Sonstige Summe
in TEUR turierungen streitigkeiten Verträge
30. April 2015 10.088 12.979 290 103 9.705 33.165
Dotierung 13.585 23.131 1.369 44 9.198 47.327
Verbrauch -3.142 -10.158 -181 -57 -6.592 -20.130
Auflösung -2.528 -975 0 -46 -1.549 -5.098
Konsolidierungskreisänderungen 107 1 0 0 606 714
Währungsumrechnung -278 -108 -14 -11 -116 -527
30. April 2016 17.832 24.870 1.464 33 11.252 55.451
davon kurzfristig 17.832 24.870 1.464 33 10.508 54.707
davon langfristig 0 0 0 0 744 744

Unter den sonstigen kurzfristigen Rückstellungen sonstigen Rückstellungen sind unter anderem Rückstellungen für Lizenzen, Provisionen, Zölle, Frachten, Berufsgenossenschaften, Beratungs- und Prüfungskosten enthalten. In den sonstigen langfristigen sonstigen langfristigen langfristigen Rückstellungen Rückstellungen sind überwiegend Vorsorgen für Abfindungen an Handelsvertreter enthalten.

Rückstellung für Garantien

Die Rückstellungen für Garantien unterteilen sich in Einzelrückstellungen für individuelle Schadensfälle in Höhe von TEUR 14.440 (VJ TEUR 6.769) sowie in Rückstellungen für nicht einzeln erfasste bzw. noch nicht bekannte Fälle in Höhe von TEUR 3.392 (VJ TEUR 3.319), welche basierend auf Erfahrungswerten ermittelt wurden. Für die Ermittlung des Rückstellungsbetrags werden dabei produktspartenbasierte Prozentsätze auf die Umsatzerlöse der Periode der jeweiligen Produkte angewandt.

Restrukturierungsrückstellungen

Der Anstieg der Restrukturierungsrückstellungen resultiert aus den Restrukturierungsmaßnahmen, welche in Kapitel 2.6.4.3 erläutert und zum 30. April 2016 noch nicht abgeschlossen sind.

Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten

Die Veränderung der Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten des Geschäftsjahres 2015/16 im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus geltend gemachten Schadensersatzforderungen gegen die Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn.

Belastende Verträge Verträge

Die Rückstellungen für belastende Verträge stehen im Zusammenhang mit Mietverträgen für Objekte, welche aufgrund von Restrukturierungen nicht mehr genutzt werden.

Geschäftsjahr 201 2014/15

Garantien Restruk Rechts Belastende Sonstige Summe
in TEUR turierungen streitigkeiten Verträge
30. April 2014 13.517 10.684 247 1.504 8.106 34.058
Dotierung 4.635 10.846 37 0 8.115 23.633
Verbrauch -5.027 -8.102 0 -895 -6.194 -20.218
Auflösung -3.740 -975 0 -677 -515 -5.907
Konsolidierungskreisänderungen -28 0 0 0 -20 -48
Währungsumrechnung 731 526 6 171 213 1.647
30. April 2015 10.088 12.979 290 103 9.705 33.165
davon kurzfristig 10.088 12.979 290 103 8.467 31.927
davon langfristig 0 0 0 0 1.238 1.238

2.6.6.16 Finanzschulden

in TEUR 30. April 2016 30. April 2015
Darlehen von Kreditinstituten 0 831
Finanzierungsleasing 438 431
Darlehen der öffentlichen Hand 61 0
Ausleihungen von sonstigen Dritten 375 49
Working Capital-Kredite 5.884 15.990
Kurzfristige Finanzschulden 6.758 17.301
Darlehen von Kreditinstituten 184.826 165.383
Finanzierungsleasing 20.022 21.968
Darlehen der öffentlichen Hand 4.590 3.553
Langfristige Finanzschulden 209.438 190.904
Finanzschulden 216.196 208.205

Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung für die Zumtobel Group stellt der am 1. Dezember 2015 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis November 2020 und einem ausnutzbaren Rahmen von 300 Mio EUR dar. Damit wurde im Berichtsjahr der zuvor bestehende und bis Oktober 2016 laufende Konsortialkreditvertrag mit einem Kreditrahmen von 350 Mio EUR abgelöst und somit die durchschnittliche Fristigkeit der Konzernfinanzierung deutlich verlängert. Davon sind in der Zumtobel Group zum 30. April 2016 insgesamt 100 Mio EUR in Anspruch genommen.

Neben dem Konsortialkreditvertrag stehen zwei weitere Kreditverträge über je 40 Mio EUR mit endfälliger Tilgung und einer Laufzeit bis September 2018 beziehungsweise Januar 2020 zur Verfügung, die per 30. April 2016 vollständig in Anspruch genommen sind.

2.6.6.17 Finanzierungsleasing

Künftige Zahlungen
in TEUR Aufwand
2015/16
< 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Verbindlichkeit Nettobuchwert
Anlagevermögen
Land & Gebäude 2.377 2.377 10.708 24.728 37.813 9.578
Summe Mindestleasingzahlungen 2.377 2.377 10.708 24.728 37.813 9.578
minus Finanzierungsaufwand = Zinsaufwand 2.116 1.939 7.198 8.216 17.353
Nettobarwert der Mindestleasingzahlungen 261 438 3.510 16.512 20.460

Es bestehen keine bedingten Mietzahlungen für Finanzierungsleasing.

Für das Fabriksgebäude in Spennymoor, Großbritannien, wurde 2008/09 ein Finanzierungsleasingvertrag in Höhe von GBP 15,7 Mio abgeschlossen. Der Finanzierungsleasingvertrag hat eine Laufzeit von 21 Jahren, wobei das erste Jahr tilgungsfrei war. Der Nettobarwert der Mindestleasingzahlungen beläuft sich zum 30. April 2016 auf TEUR 20.460 (VJ TEUR 22.399). Die Entwicklung des Nettobarwerts der Mindestleasingzahlungen im Vergleich zum Vorjahr resultiert hauptsächlich aus Fremdwährungsumrechnungseffekten.

2.6.6.18 Operating Leasing

Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aufgrund von unkündbaren Operating Leasing-Verhältnissen für das Geschäftsjahr und für die folgenden Perioden, ferner die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen, deren Erhalt aufgrund von unkündbaren Untermietverhältnissen erwartet wird sowie die Zahlungen aus Leasingverhältnissen und Untermietverhältnissen, die erfolgswirksam erfasst worden sind, stellen sich wie folgt dar:

Künftige Zahlungen an Dritte
in TEUR Aufwand
2015/16
< 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Summe
Mindestleasingzahlungen aufgrund von unkündbaren
Leasingverhältnissen
20.219 15.262 28.314 13.485 57.061
minus erhaltene Zahlungen aus Leasing- und
Untermietverhältnissen
36 216 864 1.080 2.160
Netto Mindestleasingzahlungen 20.183 15.046 27.450 12.405 54.901

Es handelt sich im Wesentlichen um Leasingverträge für Bürogebäude, Fabriksanlagen/Lagerhäuser und Fuhrpark. Die Dauer reicht von einem Monat bis 15 Jahre, je nach Objekt und Vertrag.

Für das stillgelegte Leuchtenwerk in Rumänien wurde beginnend mit 1. Mai 2010 ein Operating Leasing-Verhältnis mit einem externen Leasingnehmer eingegangen. Dem Leasingnehmer wird eine fortlaufende Verlängerungsoption eingeräumt. Die unkündbare Vertragsdauer betrug fünf Jahre und sechs Monate. Der Vertrag wurde per 1. April 2016 auf weitere fünf Jahre und acht Monate verlängert.

Künftige Zahlungen von Dritten
in TEUR Ertrag
2015/16
< 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Summe
Mindestleasingzahlungen aufgrund von unkündbaren
Leasingverhältnissen 507 492 1.968 328 2.788

2.6.6.19 Übrige Verbindlichkeiten

Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten verteilen sich wie folgt:

in TEUR 30. April 2016 30. April 2015
Urlaubs- und Gleitzeitguthaben/Sonderzahlungen Personal 47.784 54.111
Verbindlichkeiten gegenüber Personal 11.563 11.531
Sonstige Steuern 22.516 15.586
Sozialversicherungen 6.123 6.463
Erhaltene Anzahlungen 30.057 28.524
Zinsabgrenzungen 126 128
Passive Erlösabgrenzungen 1.499 1.404
Derivate (Hedge Accounting) 8.593 11.077
Derivate des Handelsbestandes 1.642 10.516
Zoll 2.630 2.939
Sonstige Verbindlichkeiten 9.233 11.710
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 141.766 153.989

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Aufwandsabgrenzungen und kreditorische Debitoren, welche keine Finanzinstrumente darstellen.

Die Erhöhung der übrigen langfristigen Verbindlichkeiten von TEUR 4.174 auf TEUR 12.137 ergibt sich im Wesentlichen aus der Einbuchung des Kaufpreises für acdc aus der Call/Put-Option.

2.6.7 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Für die Ermittlung des Cashflows wurde die indirekte Methode monatsgenau angewandt. Die so erstellten monatlichen Cashflows werden mit dem jeweiligen monatlichen Durchschnittskurs umgerechnet und aggregiert, während die Bilanzpositionen mit dem Stichtagskurs umgerechnet werden. Diese Vorgehensweise führt zu Währungsdifferenzen vor allem in den einzelnen Positionen des Cashflows aus dem operativen Geschäft und damit zu deutlich abweichenden Werten im Vergleich zu den Veränderungen der jeweiligen Bilanzpositionen.

Im Rahmen der indirekten Methode wird das Ergebnis vor Steuern um Auswirkungen von nicht zahlungswirksamen Geschäftsvorfällen (z. B. Abschreibungen und Amortisierungen) sowie um Ertrags- und Aufwandsposten, die dem Investitionsoder Finanzierungsbereich zuzurechnen sind, berichtigt. In den Abschreibungen und Amortisierungen sind die planmäßigen Abschreibungen (TEUR 63.815) sowie sonstige Wertminderungen (TEUR 3.716) enthalten.

Die in der Gesamtergebnisrechnung erfassten Beträge gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer", IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" und IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" sind im Cashflow bei den Veränderungen der jeweiligen Bilanzpositionen ausgewiesen.

Der Cashflow aus dem operativen Geschäft erhöhte sich im Geschäftsjahr 2015/16 um TEUR 29.728 auf TEUR 92.567 (VJ TEUR 62.839). Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einem konsequenten Bestands- und Forderungsmanagement. So konnten – trotz eines gestiegenen Geschäftsvolumens – durch den Abbau von Vorräten und aktives Debitorenmanagement positive Cashflow-Effekte in Höhe von TEUR 9.445 (VJ TEUR -12.484) und TEUR 11.974 (VJ TEUR -7.415) generiert werden. Zahlungswirksam gegenläufig wirkte der Rückgang bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR -28.280 (VJ TEUR – 7.523). Zum 30. April 2016 lag der Working Capital Bestand mit TEUR 231.183 leicht unterhalb des Vorjahres (TEUR 233.807).

Die Veränderung in den sonstigen operativen Posten ist insbesondere auf den Rückgang der langfristigen Rückstellungen (TEUR -8.404), welcher sich überwiegend aus der im Gesamtergebnis erfassten Veränderung der IAS 19-Rücklage im laufenden Geschäftsjahr ergibt, sowie auf den Anstieg der kurzfristigen Rückstellungen (TEUR 22.770) zurückzuführen. Die Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Rückstellungen für Garantien und Restrukturierungsrückstellungen.

Im Berichtsjahr wurden TEUR 58.366 (VJ TEUR 76.576) in Anlagevermögen in verschiedenen Produktionswerken investiert. Die Investitionen umfassen Werkzeuge für neue Produkte, Erweiterungsinvestitionen, Instandhaltungsinvestitionen sowie aktivierte Kosten für Forschung & Entwicklung (TEUR 18.054).

Die Position "Einzahlungen aus Anlageabgängen" beinhaltet die Veräußerung des Grundstücks in Landskrona, Schweden, mit einem Cash-Zufluss in Höhe von TEUR 2.676 sowie den Verkauf einer Produktionswerkstätte in Fürstenfeld in Höhe von TEUR 2.100. Die Position "Veränderung liquider Mittel aus Konsolidierungskreisänderungen" betrifft sowohl Einzahlungen im Zusammenhang mit dem Verkauf der Tridonic NZ Limited in Auckland, Neuseeland, als auch Auszahlungen für den Erwerb des britischen LED-Leuchtenherstellers AC/DC LED Holdings Ltd (acdc). Der positive Cash-Effekt des Vorjahres betrifft den Verkauf der Tridonic connection technology und die Erstkonsolidierung der Thorn Lighting Limited Liability Company, Qatar. Insgesamt erhöhte sich der Free Cashflow im Geschäftsjahr 2015/16 auf TEUR 49.831 (VJ TEUR -15.151).

Unter der Position "Ergebnis aus zur Veräußerung gehaltenem Vermögen/Schulden" ist der Verkauf der sog. Signage-Aktivitäten abgebildet. Der Erlös daraus beläuft sich auf TEUR 7.402, demgegenüber steht der Abgang von Anlagen und Vorräten in Höhe von TEUR 3.908.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beinhaltet hauptsächlich die Erhöhung der Inanspruchnahme des ausnutzbaren Rahmens der bestehenden Kreditlinien (TEUR 4.070), die Zahlung der Dividende an die Aktionäre der Zumtobel Group AG für das Geschäftsjahr 2014/15 (TEUR 9.492) sowie Zinszahlungen (TEUR 8.962).

Der Finanzmittelfonds beinhaltet Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Letztere dienen dazu, kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Sie unterliegen nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken und haben eine Restlaufzeit – gerechnet vom Erwerbszeitpunkt – von nicht mehr als drei Monaten. Verbindlichkeiten gegenüber Banken aus Kontokorrent-Krediten werden den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zugerechnet, da sie einen integralen Bestandteil der Zahlungsmitteldisposition des Konzerns darstellen.

Die Bankguthaben, Sichteinlagen bei Banken und sonstigen Finanzmittel sind in der Bilanz unter der Position "Liquide Mittel" ausgewiesen. Die Kontokorrentkredite sind in der Bilanz unter den kurzfristigen Finanzschulden (Zeile "Working Capital-Kredite") ausgewiesen.

Die Bilanzposition "Liquide Mittel" enthält darüber hinaus noch die oben erwähnten Bankguthaben, über die nicht frei verfügt werden kann sowie kleinere Guthaben, welche eine Laufzeit von über drei Monaten aufweisen. Beide Positionen sind nicht Bestandteil des Finanzmittelfonds.

2.6.7.1 Überleitung Finanzmittelfonds

in TEUR 30. April 2016 30. April 2015
Liquide Mittel 81.394 59.345
nicht frei verfügbar -205 -204
Kontokorrent-Kredite -5.884 -15.990
Finanzmittelfonds 75.305 43.151

Finanzmittel, welche einer Verfügungsbeschränkung unterliegen, werden nicht im Finanzmittelfonds ausgewiesen.

2.6.8 Erläuterungen zur Eigenkapitalveränderungsrechnung

2.6.8.1 Grundkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 108.750.000 und ist in 43.500.000 auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien zerlegt. Die Aktien werden im Prime Market an der Wiener Börse gehandelt. Das Börsenkürzel lautet ZAG, die internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) der Zumtobel Group AG lautet AT0000837307. Es gibt keine Aktien mit besonderen Vorzugs- oder Kontrollrechten.

In der Hauptversammlung vom 25. Juli 2014 wurde folgender Beschluss gefasst: Der Vorstand ist gemäß § 169 AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 25. Juli 2014 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch, sohin bis zum 30. August 2019, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu weitere EUR 10.875.000,00 durch Ausgabe von bis zu 4.350.000 Stück neue, auf Inhaber lautende, nennbetragslose Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100% des anteiligen Betrages am Grundkapital gegen Bar- oder Sacheinlage, auch in mehreren Tranchen und auch im Wege des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs 6 AktG, zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes Kapital) und das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien auszuschließen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

Zum 30. April 2016 befinden sich 43.146.657 Aktien (VJ 43.146.137) im Umlauf. Da das letzte Ausübungsfenster des SOP geschlossen wurde, werden keine weiteren Ausübungen aus diesem Plan mehr erfolgen. Die Gesellschaft verfügt zum 30. April 2016 über 353.343 eigene Aktien (VJ 353.863) im Bestand.

2.6.8.2 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält gebundene und nicht gebundene Kapitalrücklagen der Zumtobel Group AG. In der Kapitalrücklage werden die Transaktionen mit eigenen Aktien dargestellt. Dies beinhaltet auch die zahlungswirksame Veränderung bei der Ausübung von Aktienoptionen (Ausübungspreis).

2.6.8.3 Gewinnrücklagen

Sonstige Gewinnrücklagen Sonstige Gewinnrücklagen

In den sonstigen Gewinnrücklagen ist der Gewinnvortrag ausgewiesen.

Währungsrücklage Währungsrücklage

In der Währungsrücklage sind zum einen die Währungsdifferenzen resultierend aus der Differenz des zum Erstkonsolidierungsstichtag vorliegenden historischen Umrechnungskurses und des aktuellen Stichtagskurses am Bilanzstichtag der nicht in Euro berichtenden Gesellschaften sowie aus der Differenz der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem monatlichen Durchschnittskurs und dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag enthalten. Zum anderen werden hier sowohl die Währungsdifferenzen aus langfristigen Konzerndarlehen in GBP und USD, die gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" als Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe zu qualifizieren sind (siehe auch Kapitel 2.6.5.1 und 2.6.5.2), sowie der Währungseffekt aus einem Zinssicherungsgeschäft ausgewiesen. Ferner werden währungsbedingte Anpassungen der Firmenwerte in dieser Position berücksichtigt.

Hedge Accounting Accounting

Die Eigenkapitalveränderungen aus der Anwendung des Hedge Accounting ergeben sich aus erfolgsneutral gebuchten Marktwertänderungen von bestehenden Derivatkontrakten sowie aus erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung zurückgebuchten Beträgen aufgrund von ausgeübten bzw. realisierten Kontrakten und den darauf entfallenden latenten Steuern.

Rücklage Aktienoptionen Aktienoptionen

Betreffend die Rücklage Aktienoptionen siehe auch Kapitel 2.6.8.4.

IAS19-Rücklage RücklageRücklage

Betreffend die Erläuterungen zur IAS 19-Rücklage wird auf Kapitel 2.6.6.13 verwiesen.

2.6.8.4 Aktienoptionsprogramme

Von 2004 bis 2008 gab es ein aktienbasiertes Vergütungsprogramm, das "Stock Option Program" (SOP). Aus dem SOP erfolgen keine Zuteilungen von Optionen mehr, die Ausübungszeit des SOP ist ausgelaufen und das Programm ist somit beendet. Innerhalb dieser Ausübungszeit wurden mehrere Ausübungsfenster ("exercise slots") zur Einlösung der Optionen festgesetzt. Eine vorzeitige Schließung der Ausübungsfenster blieb vorbehalten. Für eine Option konnte jeweils eine Aktie zu einem fixen Preis gekauft werden. Die SOP-Optionen waren nicht übertragbar. Eine Behaltefrist für bezogene Aktien bestand beim SOP nicht.

Der Bestand eigener Aktien hat sich wie folgt entwickelt:

Summe
1.539.211
-1.185.348
353.863
-520
353.343

In Summe wurde für die bisher eingelösten 924.424 Stück aus dem SOP ein Ausübungspreis von TEUR 7.212 bezahlt (durchschnittlich EUR 7,80 pro Aktie), der in der Kapitalrücklage berücksichtigt ist.

Rücklage Aktienoptionen Aktienoptionen

Die Rücklage für Aktienoptionen steht unverändert zum Vorjahr mit einem Wert von TEUR 19.479 in den Gewinnrücklagen.

2.6.8.5 Dividendenausschüttung

In der Hauptversammlung am 24. Juli 2015 wurde für das Geschäftsjahr 2014/15 die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 22 Eurocent je Aktie beschlossen. Auf die am 31. Juli 2015 im Umlauf befindlichen 43.146.657 Stückaktien (43.500.000 Aktien abzüglich 353.343 eigene Aktien) wurden am 31. Juli 2015 TEUR 9.492 an die Aktionäre ausbezahlt.

Die Zumtobel Group verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik. Die Höhe der Dividende hängt neben der laufenden Ertragskraft auch von den Gewinnprognosen und der erwarteten wirtschaftlichen Gesamtentwicklung ab. Vor dem Hintergrund einer weiteren positiven Geschäftsentwicklung plant der Vorstand dem Aufsichtsrat und in Folge der Hauptversammlung der Zumtobel Group AG, die am 22. Juli 2016 stattfindet, eine Dividende von 20 Eurocent je Aktie für das Geschäftsjahr 2015/16 vorzuschlagen (Vorjahr 22 Eurocent).

2.6.9 Kapitalmanagement

Das Ziel des Eigenkapitalmanagements der Zumtobel Group ist einerseits die Sicherstellung des Fortbestandes ("going concern") der Konzerngesellschaften und andererseits, die Rendite der Aktionäre durch Optimierung des Eigen- und Fremdkapitaleinsatzes zu optimieren. Die Kapitalstruktur wird laufend überwacht. Dabei werden die Kapitalkosten und Risiken, welche mit jeder Art von Kapital verbunden sind, berücksichtigt. Als Instrumente der Steuerung dienen in erster Linie die Aufnahme oder Rückführung von Finanzschulden, Dividendenausschüttungen sowie Neuemissionen und Aktienrückkäufe.

Die finanziellen Vorgaben ergeben sich dabei insbesondere aus dem am 1. Dezember 2015 mit sieben Banken abgeschlossenen Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis November 2020 und einem ausnutzbaren Rahmen von 300 Mio EUR. Damit wurde im Berichtsjahr der zuvor bestehende und bis Oktober 2016 laufende Konsortialkreditvertrag mit einem Kreditrahmen von 350 Mio EUR abgelöst und somit die durchschnittliche Fristigkeit der Konzernfinanzierung deutlich verlängert. Davon sind in der

Zumtobel Group zum 30. April 2016 insgesamt 100 Mio EUR in Anspruch genommen. Der Konsortialkreditvertrag beinhaltet eine Change-of-Control-Klausel bei Änderung der absoluten Mehrheit der Stimmrechte. Ferner sieht der Vertrag eine Erhöhungsklausel um bis zu 200 Mio EUR und eine Klausel zur zweimaligen Verlängerung um jeweils ein Jahr vor. Neben dem Konsortialkreditvertrag stehen zwei weitere Kreditverträge über je 40 Mio EUR mit endfälliger Tilgung und einer Laufzeit bis September 2018 beziehungsweise Januar 2020 zur Verfügung, die per 30. April 2016 vollständig in Anspruch genommen sind. Der Konsortialkreditvertrag ist an die Einhaltung von Financial Covenants (Schuldendeckungsgrad kleiner als 3,5 sowie Eigenkapitalquote größer als 25%) geknüpft. Zum 30. April 2016 wurden die Financial Covenants dank eines Schuldendeckungsgrades von 1,48 (Vorjahr 1,48) und einer Eigenkapitalquote von 31,2% (Vorjahr 29,7%) vollumfänglich eingehalten. Eine Verschlechterung oder Verbesserung dieser Finanzkennzahlen kann eine schrittweise Erhöhung oder Verringerung der Kreditmarge nach sich ziehen. Nicht eingehaltene Covenants könnten dazu führen, dass bestehende Kredite fällig gestellt werden.

2.6.10 Angaben zu Finanzinstrumenten

2.6.10.1 Kategorien von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39

Die bei der Zumtobel Group eingesetzten Finanzinstrumente teilen sich wie folgt auf die Kategorien des IAS 39 "Finanzinstrumente – Ansatz und Bewertung" auf:

  • >> Beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft (at Fair Value through P&L)
  • >> HFT Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (Held for Trading)
  • >> L&R Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)
  • >> Hedge Accounting Absicherungsgeschäfte
  • >> Cash Liquide Mittel
  • >> at amortised cost bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial instruments measured at amortised cost)

Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Bei finanziellen Vermögenswerten dagegen, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ist eine Berücksichtigung der darüber hinaus entstehenden Transaktionskosten vorgeschrieben. Diese werden direkt dem Erwerb der Vermögenswerte zugerechnet.

Daneben sind in verschiedenen Bilanzposten noch Vermögenswerte und Schulden enthalten, welche kein Finanzinstrument gemäß IAS 32 "Finanzinstrumente – Darstellung" darstellen (Non-FI). Darunter fallen beispielsweise Rechnungsabgrenzungen, debitorische Kreditoren, Sozialversicherungs- oder Steuerzahlungen.

Die Marktwerte der kurzfristigen Finanzinstrumente entsprechen aufgrund ihrer Fristigkeiten den Buchwerten.

Für Finanzinstrumente, die nicht mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet werden, gibt die Zumtobel Group den beizulegenden Zeitwert nicht an, da die Buchwerte einen angemessenen Näherungswert für diesen darstellen.

Geschäftsjahr 2015/16 2015/16

Aktiva

in TEUR Buchwert beim erstm.
Ansatz
eingestuft
HFT L&R Cash
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 1.203 600 - 603 -
Wertpapiere und Wertrechte 600 600 - - -
Darlehen, Ausleihungen und sonstige Forderungen 603 - - 603 -
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 2.309 - 2.294 15 -
Darlehen, Ausleihungen und sonstige Forderungen 14 - - 14 -
Positive Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes 2.294 - 2.294 - -
Sonstige 1 - - 1 -
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 220.869 - - 220.869 -
Liquide Mittel 81.394 - - - 81.394
Summe 305.775 600 2.294 221.487 81.394

Passiva

Buchwert beim erstm. HFT at amortised Hedge Non-FI
in TEUR Ansatz
eingestuft
cost Accounting
Langfristige Finanzschulden 209.438 - - 209.438 - -
Darlehen und Ausleihungen 189.416 - - 189.416 - -
Finanzierungsleasing 20.022 - - 20.022 - -
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 12.137 8.802 - - - 3.335
Kurzfristige Finanzschulden 6.758 - - 6.758 - -
Darlehen und Ausleihungen 6.320 - - 6.320 - -
Finanzierungsleasing 438 - - 438 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 147.062 - - 147.062 - -
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 141.766 - 1.642 126 8.593 131.405
Negative Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes 1.642 - 1.642 - - -
Negative Marktwerte aus Derivaten (Hedge Accounting) 8.593 - - - 8.593 -
Sonstige 131.531 - - 126 - 131.405
Summe 517.161 8.802 1.642 363.384 8.593 134.740

Die Finanzschulden werden mit Ausnahme der Derivate sowie der Verpflichtung im Zusammenhang mit der Call/Put-Option für den Erwerb von acdc (übrige langfristige Verbindlichkeit) ausschließlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente zum 30. April 2016 gliedern sich in folgende Bemessungshierarchien:

Buchwert Beizulegender Level 1 Level 2 Level 3
in TEUR Zeitwert
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Wertpapiere und Wertrechte 600 600 - - 600
Darlehen, Ausleihungen und sonstige Forderungen - - - - -
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Darlehen, Ausleihungen und sonstige Forderungen - - - - -
Positive Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes 2.294 2.294 - 2.294 -
Sonstige - - - - -
Summe 2.894 2.894 - 2.294 600
in TEUR Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Level 1 Level 2 Level 3
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 8.802 8.802 - - 8.802
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 10.235 10.235 - 10.235 -
Derivate des Handelsbestandes 1.642 1.642 - 1.642 -
Derivate (Hedge Accounting) 8.593 8.593 - 8.593 -
Summe 19.037 19.037 - 10.235 8.802

In der Zumtobel Group erfolgt die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte überwiegend auf Basis von Inputfaktoren, die am Markt beobachtbar sind (Level 2). Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften wird mittels Barwertberechnung der Zahlungsströme unter Zugrundelegung aktueller Zinsstrukturkurven der jeweiligen Währungen aus beobachtbaren Marktdaten sowie der aktuellen Wechselkurse zum Bewertungsstichtag ermittelt. Der beizulegende Zeitwert der verbleibenden derivativen Finanzinstrumente kann zu jedem Bilanzstichtag verlässlich ermittelt werden, da die Bewertungen auf Inputfaktoren beruhen, die am Markt beobachtbar sind. Es handelt sich somit nur um Level 2-Bewertungen. Die unter Level 2 fallenden Finanzinstrumente betreffen zur Gänze die unter den finanziellen Vermögenswerten und Finanzschulden ausgewiesenen Derivate (positive Marktwerte TEUR 2.294, VJ TEUR 3.398; negative Marktwerte TEUR -10.235, VJ TEUR -21.593). Die Risiken der Nichterfüllung bei finanziellen Vermögenswerten und Schulden werden anhand von Risikoabschlägen, sofern wesentlich, berücksichtigt.

Die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 8.802 resultieren im Wesentlichen aus Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Call/Put-Option für den Erwerb der restlichen 40% an acdc im Jahr 2020. Der Kaufpreis für den Minderheitenanteil ist an die zukünftige Umsatzentwicklung von acdc gekoppelt. Die Bewertung der Verpflichtung basiert auf den prognostizierten Umsätzen von acdc.

In unwesentlichem Umfang sind im Konzernabschluss der Zumtobel Group zum 30. April 2016 auch Finanzinstrumente bilanziert, für deren Bewertung weder notierte Preise noch am Markt beobachtbare Inputfaktoren für eine Bewertung vorliegen (Level 3). Diese umfassen überwiegend Kleinanteile an verschiedenen Gesellschaften. In der Zusammensetzung ergaben sich keine wesentlichen Änderungen im Vergleich zum 30. April 2015. Es wurden in der Berichtsperiode auch keine Gewinnausschüttungen betreffend dieser Anteile vereinnahmt.

Im Konzernabschluss der Zumtobel Group sind keine Finanzinstrumente erfasst, deren Bewertung auf notierten Preisen auf aktiven Märkten beruht (Level 1).

Geschäftsjahr 20 2014/15

Aktiva

Buchwert beim erstm. HFT L&R Cash
in TEUR Ansatz
eingestuft
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 1.811 587 - 1.224 -
Wertpapiere und Wertrechte 587 587 - - -
Darlehen, Ausleihungen und sonstige Forderungen 1.224 - - 1.224 -
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 4.034 - 3.398 636 -
Darlehen, Ausleihungen und sonstige Forderungen 13 - - 13 -
Positive Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes 3.398 - 3.398 - -
Sonstige 623 - - 623 -
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 234.587 - - 234.587 -
Liquide Mittel 59.345 - - - 59.345
Summe 299.777 587 3.398 236.448 59.345

Passiva

Buchwert HFT at amortised Hedge Non-FI
cost Accounting
190.904 - 190.904 - -
168.936 - 168.936 - -
21.968 - 21.968 - -
4.174 - - - 4.174
17.301 - 17.301 - -
16.870 - 16.870 - -
431 - 431 - -
174.040 - 174.040 - -
153.989 10.516 129 11.077 132.267
10.516 10.516 - - -
11.077 - - 11.077 -
132.396 - 129 - 132.267
540.408 10.516 382.374 11.077 136.441

Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente zum 30. April 2015 gliederten sich in folgende Bemessungshierarchien:

in TEUR Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Level 1 Level 2 Level 3
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Wertpapiere und Wertrechte 587 587 - - 587
Darlehen, Ausleihungen und sonstige Forderungen - - - - -
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Darlehen, Ausleihungen und sonstige Forderungen - - - - -
Positive Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes 3.398 3.398 - 3.398 -
Sonstige - - - - -
Summe 3.985 3.985 - 3.398 587
in TEUR Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Level 1 Level 2 Level 3
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
Derivate des Handelsbestandes 10.516 10.516 - 10.516 -
Derivate (Hedge Accounting) 11.077 11.077 - 11.077 -
Summe 21.593 21.593 - 21.593 -

2.6.10.2 Ergebnisse aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorie IAS 39

in TEUR 2015/16 2014/15
Nettogewinne oder -verluste 5.177 -9.579
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente -3.244 -677
Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente 8.057 -5.764
Absicherung einer Nettoposition – unwirksamer Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes 594 -3.135
Realisierte Gewinne/Verluste aus Absicherung einer Nettoposition -219 0
Veräußerungsgewinne/-verluste -11 -3
Zinsaufwand -9.169 -9.077
Zinsaufwendungen aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten -7.362 -7.080
Zinsaufwendungen aus zu Hedge Accounting gehaltenen Finanzinstrumenten -1.641 -1.609
Zinsaufwendungen aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten -166 -388
Zinsertrag 497 400
Zinserträge aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten 439 364
Zinserträge aus zu Hedge Accounting gehaltenen Finanzinstrumenten 58 36
Bewertungseffekte Kredite und Forderungen -1.036 136

Die übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträge (TEUR 491; VJ TEUR -16.576) beinhalten neben dem Nettoergebnis (TEUR 5.177; VJ TEUR -9.579) noch die Zinskomponente gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" abzüglich Erträge aus Planvermögen (TEUR -4.686; VJ TEUR -6.997).

Die Nettoergebnisse sowie die Gesamtzinsaufwendungen und -erträge sind im Finanzergebnis ausgewiesen, während der Wertminderungsaufwand aus Krediten und Forderungen im operativen Ergebnis erfasst ist.

Die negativen Bewertungseffekte der Kredite und Forderungen ergeben sich im Wesentlichen durch eine gestiegene Vorsorge für Kundenforderungsausfälle im Rahmen der Anwendung der konzerneinheitlichen Forderungsbewertungsmethode.

Es ist kein weiterer Wertminderungsaufwand für andere Klassen von Finanzinstrumenten aufgetreten.

2.6.11 Angaben zum Risikomanagement

Aufgrund der Verwendung von Finanzinstrumenten ist die Zumtobel Group insbesondere folgenden Risiken ausgesetzt:

  • >> Kreditrisiko
  • >> Liquiditätsrisiko
  • >> Marktrisiko

Das Risikomanagement ist durch Konzernrichtlinien geregelt. Der Vorstand ist für die Erstellung und Überwachung des konzernweit gültigen Risikomanagements verantwortlich.

2.6.11.1 Kreditrisiko

>> Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Da keine generellen Aufrechnungsvereinbarungen mit den Kunden bestehen, stellt die Gesamtheit der bei den Aktiva ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar. Da bei den Kunden und Kreditinstituten auf breite Streuung geachtet wird, ist das Bonitäts- und Ausfallsrisiko als gering anzusehen. Im Geschäftsjahr 2015/16 betragen die Forderungsverluste im Konzern, die den ausgebuchten Forderungen entsprechen, 0,1% (VJ 0,1%) des Jahresumsatzes. Im Geschäftsjahr 2015/16 wurden 24% (VJ 28%) des Konzernumsatzes mit den zehn größten Kunden getätigt.

Darüber hinaus besteht eine konzernweite Kreditversicherung für bestimmte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, um potenziellen Ausfallsrisiken entgegenzuwirken, wobei jeder neue Kunde ab einem Saldo von TEUR 100 der Kreditversicherung angeboten werden muss. Der mit der Kreditversicherung vereinbarte Selbstbehalt im Schadensfall beträgt zum 30. April 2016 25% des versicherten Forderungsbetrags. Kundenspezifische interne Kreditlimits werden je nach Höhe von unterschiedlichen Führungsebenen im Konzern freigegeben.

Die Wertberichtigung zu den Forderungen aus Lieferungen & Leistungen aufgrund von tatsächlichen Fällen oder Erfahrungswerten hat sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 30. April 2016 30. April 2015
Anfangsbestand 10.119 10.404
Dotierung 3.128 3.427
Verbrauch -1.058 -1.499
Auflösung -1.591 -2.213
Endbestand 10.598 10.119

Für eventuelle Forderungsausfälle wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Die Einzelwertberichtigung erfolgt je nach Klassifikation in zweifelhafte und nicht zweifelhafte Forderungen. Nicht zweifelhafte Forderungen, die seit über 60 Tagen fällig sind, werden je nach Fälligkeit zwischen 20% und 70% wertberichtigt. Zweifelhafte Forderungen werden grundsätzlich zu mindestens 80% wertberichtigt. Versicherte Forderungen werden aus der Basis für die Berechnung der Wertberichtigungen unter Berücksichtigung des Selbstbehalts ausgenommen.

Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen & Leistungen stellt sich wie folgt dar:

30. April 2016 30. April 2015
in TEUR Lieferforderungen
brutto
Wert
berichtigungen
Lieferforderungen
brutto
Wert
berichtigungen
Noch nicht fällig 225.015 1.890 231.201 191
Überfällig 1-60 Tage 13.674 60 17.105 22
Überfällig 61-90 Tage 1.583 305 1.648 257
Überfällig 91-120 Tage 956 290 1.007 311
Überfällig 121-180 Tage 1.067 532 1.326 613
Überfällig > 180 Tage 8.453 7.521 8.774 8.725
Summe 250.748 10.598 261.061 10.119

In den Lieferforderungen zum Nennwert sind zweifelhafte Forderungen in Höhe von TEUR 8.600 (VJ TEUR 7.727) enthalten, die mit TEUR 7.914 (VJ TEUR 6.789) wertberichtigt sind.

>> Liquide Mittel, Wertpapiere des Anlagevermögens, Derivate und sonstige finanzielle Vermögenswerte Die Zumtobel Group minimiert ihr Kreditrisiko, indem sie kurzfristige Anlagen nur bei ausgewählten Banken investiert.

>> Aushaftendes Kreditrisiko

Das maximale Risiko besteht aus dem Buchwert der Finanzinstrumente und beträgt per 30. April 2016 TEUR 305.775 (VJ TEUR 299.777). Dieser Betrag setzt sich vor allem aus den Posten "Forderungen aus Lieferungen & Leistungen" sowie "Liquide Mittel" zusammen (siehe auch Kapitel 2.6.10.1).

2.6.11.2 Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiko ist das Risiko der Zumtobel Group, ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht zeitgerecht bzw. nicht in voller Höhe nachkommen zu können. Zur Sicherung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hält die Zumtobel Group einerseits Liquidität in Form von mehrheitlich täglich verfügbaren Bankguthaben vor, um erwartete betriebliche Aufwendungen und finanzielle Verbindlichkeiten bedienen zu können. Sie verfügt andererseits über umfangreiche Betriebsmittelkreditlinien, um Liquiditätsschwankungen auszugleichen, die sowohl während eines Monats als auch im Jahresfortgang durch den Geschäftsverlauf auftreten. Daher bestehen keine wesentlichen Liquiditätsrisiken im Bereich der kurzfristigen Finanzierung.

Zum Bilanzstichtag 30. April 2016 stehen der Zumtobel Group neben dem Konsortialkreditvertrag und zwei weiteren Kreditverträgen (siehe Kapitel 2.6.6.16) kurzfristige unbesicherte Kontokorrentkreditlinien in Höhe von insgesamt TEUR 88.378 (VJ TEUR 93.414) zur Verfügung. Die Verzinsung hängt von den lokalen Marktgegebenheiten ab und entspricht den landesüblichen Konditionen.

Die nachfolgende Aufstellung der künftigen Zahlungen stellt die Perioden dar, in denen die Zahlungsströme voraussichtlich eintreten. Die zum 30. April 2016 ausgewiesenen Verbindlichkeiten werden zu folgenden zukünftigen Zahlungen führen.

30. April 2016

Künftige Zahlungen
in TEUR Buchwert Summe < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Finanzschulden 216.196 245.641 11.413 204.212 30.016
Darlehen von Kreditinstituten 184.826 196.858 2.716 188.854 5.288
Darlehen der öffentlichen Hand 4.651 4.711 61 4.650 0
Ausleihungen von sonstigen Dritten 375 375 375 0 0
Finanzierungsleasing 20.460 37.813 2.377 10.708 24.728
Working Capital-Kredite 5.884 5.884 5.884 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 147.062 147.062 147.062 0 0
Übrige Verbindlichkeiten 153.903 154.642 138.300 16.342 0
Derivate des Handelsbestandes 1.642 1.684 1.684 0 0
Derivate (Hedge Accounting) 8.593 9.290 1.750 7.540 0
Sonstige Finanzinstrumente 8.928 8.928 126 8.802 0
Verbindlichkeiten Non-FI 134.740 134.740 134.740 0 0
Aushaftende Verbindlichkeiten 517.161 547.345 296.775 220.554 30.016

30. April 2015

Künftige Zahlungen
Buchwert Summe < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
208.205 236.956 21.156 180.312 35.488
166.214 174.142 2.538 165.625 5.979
3.553 3.622 26 3.596 0
49 49 49 0 0
22.399 43.153 2.553 11.091 29.509
15.990 15.990 15.990 0 0
174.040 174.040 174.040 0 0
158.163 158.321 156.137 2.184 0
10.516 10.703 10.703 0 0
11.077 11.048 8.864 2.184 0
128 128 128 0 0
136.442 136.442 136.442 0 0
540.408 569.317 351.333 182.496 35.488

Die künftigen Zahlungen der Derivate mit positiven Marktwerten stellen sich wie folgt dar:

30. April 2016 Künftige Zahlungen
in TEUR Buchwert Summe < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Finanzielle Vermögenswerte 2.294 2.170 2.170 0 0
Derivate des Handelsbestandes 2.294 2.170 2.170 0 0
30. April 2015 Künftige Zahlungen
in TEUR Buchwert Summe < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Finanzielle Vermögenswerte 3.398 3.342 3.342 0 0
Derivate des Handelsbestandes 3.398 3.342 3.342 0 0

Es werden keine Wertpapiere als Sicherheiten gehalten.

2.6.11.3 Marktrisiko

Unter Marktrisiko wird das Risiko verstanden, welches aufgrund von Marktpreisänderungen in fremden Währungen sowie aufgrund von Veränderungen von Zinssätzen und Rohstoffpreisen entsteht und geeignet ist, das Ergebnis der Zumtobel Group und den Marktwert der eingesetzten Finanzinstrumente negativ zu beeinflussen. Die Zielsetzung des Marktrisiko-Managements ist es, die vorhandenen Risiken zu beurteilen und, so weit wie möglich, wirtschaftlich sinnvoll unter Anwendung geeigneter Maßnahmen zu minimieren.

Um diese Risiken abzusichern, setzt die Zumtobel Group teilweise derivative Finanzinstrumente ein. Alle Derivatgeschäfte werden ausschließlich mit ausgewählten Banken abgeschlossen, um das Bonitätsrisiko aus den Kurssicherungsgeschäften möglichst gering zu halten. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt gemäß der gültigen Hedging Policy. Es werden keine Derivate zu Handels- oder Spekulationszwecken verwendet.

Grundsätzlich werden geplante Cashflows, die einem Währungskursrisiko unterliegen, rollierend für einen Zeithorizont von durchschnittlich ein bis drei Quartalen durch geeignete Sicherungsgeschäfte abgesichert. Durch diese Methodik verfügt das Unternehmen über einen relativ konstanten Hedge-Bestand, das Fremdwährungsexposure wird dadurch geglättet. Rohstoffpreisrisiken werden nach Möglichkeit durch entsprechende Lieferantenvereinbarungen reduziert.

Zinsänderungsrisiko Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko ist die mögliche Wertschwankung eines Finanzinstrumentes aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes sowie die zukünftige Änderung von Cashflows aus zinstragenden Positionen, die mit einem variablen Zinssatz verzinst werden. Ein Zinsänderungsrisiko liegt vor allem bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von über einem Jahr vor. Im operativen Bereich sind diese Laufzeiten nicht von materieller Bedeutung, sie können jedoch bei finanziellen Vermögenswerten und Finanzschulden eine Rolle spielen.

Der derzeit unter dem Konsortialkreditvertrag aushaftende Betrag von TEUR 100.000 hat aufgrund der Laufzeit bis 30. November 2020 langfristigen Charakter, unterliegt jedoch einer variablen Verzinsung (EURIBOR-Geldmarktzinsen). Die im Berichtsjahr auf bilateraler Basis abgeschlossenen Darlehen über jeweils TEUR 40.000 weisen eine Festzinsvereinbarung auf und unterliegen daher keinem Zinsänderungsrisiko.

Um das aus dem Konsortialkreditvertrag resultierende Zinsänderungsrisiko zu verringern, wurden mit verschiedenen Banken EUR-Zins-Swaps (Interest Rate Swaps) für ein derzeit wirksames Nominalvolumen von TEUR 80.000 abgeschlossen. Diese Zinsinstrumente sind in unterschiedliche Laufzeiten gestaffelt (längstens bis Juni 2019) und tauschen die variablen Zinszahlungen der Finanzierung in Fixzinszahlungen von maximal 2,694%. Die in Euro nominierten Zins-Swaps mit zu zahlenden Festzinssätzen sind gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" als "Hedge Accounting" einzustufen. Die Effektivität wird über die Hypothetische-Derivate-Methode nachgewiesen. Daneben besteht ein EUR/CHF-Cross-Currency-Swap mit Zahlungsverpflichtungen in Schweizer Franken. Dieser erfüllt bezüglich der Währungskomponente die Voraussetzungen eines Sicherungsinstrumentes für eine Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen", so dass der Marktwert unter Derivate "Hedge Accounting" ausgewiesen wird.

Nominal in Tsd.
Landeswährung
Beizulegender
Zeitwert in TEUR
Beizulegender
Zeitwert in TEUR
Nominalwährung 2015/16 2014/15
EUR 80.000 -2.676 -3.742
CHF 27.228 -5.917 -7.335
Negative Marktwerte aus Zinssicherungsinstrumenten (Hedge Accounting) -8.593 -11.077
CHF 0 0 -163
Negative Marktwerte aus Zinssicherungsinstrumenten (Held for Trading) 0 -163

>> Aushaftendes Zinsänderungsrisiko

Zum Bilanzstichtag stellt sich die Aufteilung der verzinslichen Finanzinstrumente nach fester und variabler Verzinsung wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2016 30. April 2015
Finanzschulden -116.196 -128.205
Fest verzinste Finanzinstrumente -116.196 -128.205
Finanzielle Vermögenswerte 3.512 5.845
Liquide Mittel 81.394 59.345
Finanzschulden -100.000 -80.000
Variabel verzinste Finanzinstrumente -15.094 -14.810
Summe -131.290 -143.015

Zinserhöhungen – insbesondere für die Währung EUR – können sich zu Lasten des Finanzergebnisses auswirken und den Durchschnittszinssatz erhöhen.

>> Sensitivitätsanalyse

Bei den variabel verzinsten Instrumenten würde eine Änderung von 100 Basispunkten für einen Betrachtungszeitraum von einem Jahr zu einer Veränderung des Zinsergebnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung von TEUR 252 (VJ TEUR 347) führen. Aufgrund der Tatsache, dass die fest verzinsten Finanzschulden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, verursacht eine Veränderung des Zinsniveaus keine Bewertungseffekte in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Eigenkapital.

Für die zur Zinssicherung abgeschlossenen Zinsderivate würde für einen Betrachtungszeitraum von einem Jahr eine Änderung von 100 Basispunkten einen gegenläufigen Bewertungseffekt von TEUR 516 (VJ TEUR 706) ergeben.

Währungsänderungsrisiko

Die Währungssicherungsinstrumente haben zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Zumtobel Group setzt überwiegend Devisenterminkontrakte mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr ein, ergänzend auch Optionen. Translationsrisiken werden nicht abgesichert.

Die Hauptwährungen im Konzern sind EUR, GBP, USD sowie die an den USD gebundenen asiatischen Währungen, CHF, NOK und AUD.

Da das Fremdwährungsexposure aus generellen Planungsannahmen ermittelt wird und nicht aus konkret bestimmbaren Einzelverträgen, können die Voraussetzungen für Hedge Accounting grundsätzlich nicht erfüllt werden.

>> Sensitivitätsanalyse

Die folgenden Angaben beschreiben aus Konzernsicht die Sensitivität von EUR-Kursänderungen gegenüber Fremdwährungen. Dabei werden alle zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Finanzinstrumente (inklusive konzerninterne Finanzinstrumente) in die Berechnung miteinbezogen.

Finanzinstrumente in den jeweiligen funktionalen Währungen der nicht im Euro-Raum ansässigen Tochtergesellschaften stellen kein Risiko dar und fließen somit nicht in die Sensitivitätsanalyse mit ein.

Eine zehnprozentige Auf- beziehungsweise Abwertung des Euros gegenüber der jeweiligen Währung zum 30. April 2016 hätte das Ergebnis sowie das Eigenkapital unter Berücksichtigung der wesentlichsten Fremdwährungspaare wie folgt beeinflusst. Alle weiteren Variablen (insbesondere die Zinssätze) werden in der Analyse als konstant angenommen. Die Effekte im Eigenkapital betreffen langfristige konzerninterne Darlehen.

EUR Abwertung um 10% EUR Aufwertung um 10%
in TEUR GuV Eigenkapital GuV Eigenkapital
EUR - GBP 5.992 6.857 -5.992 -6.857
EUR - USD -2.461 395 2.461 -395

Die folgende Tabelle veranschaulicht den Effekt aus Derivaten bei einer Kursveränderung von +/- 10%.

in TEUR Beizulegender
Zeitwert
EUR Abwertung
um 10%
EUR Aufwertung
um 10%
EUR - GBP 1.734 -3.545 3.132
EUR - CHF 195 -2.299 2.090
EUR - AUD 20 -979 890
EUR - USD -272 3.659 -3.525
EUR - NOK -45 -386 351

Rohstoffpreisrisiko Rohstoffpreisrisikoisrisiko

Die wesentlichen Rohstoffe sind Energie, Aluminium, Stahl und Kupfer. Zur Verringerung von Risiken aus unerwarteten Preisänderungen werden nach Möglichkeit (Energie, Aluminium, Stahl) befristete Lieferverträge abgeschlossen.

2.6.12 Geschäftssegmente

2.6.12.1 Segment Geschäftsbereiche

Die Zumtobel Group besteht aus zwei operativen Segmenten: dem Lighting Segment und dem Components Segment. Das Lighting Segment beinhaltet die Geschäftsbereiche Thorn, Zumtobel, acdc und SPP und stellt Lichtlösungen, Leuchten für die Innen- und Außenraumbeleuchtung und elektronisch-digitale Licht- und Raummanagementsysteme zur Verfügung. Das Components Segment enthält den Geschäftsbereich Tridonic, welcher elektronische Lichtkomponenten sowie LED-Lichtkomponenten entwickelt, produziert und vermarktet. Die Verrechnung von Lieferungen und Leistungen erfolgt zu marktüblichen Konditionen.

Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich die gleichen Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. In Anlehnung an den im IFRS 8 "Geschäftssegmente" geforderten "Management Approach" wird in den Segmentinformationen die für die interne Berichterstattung maßgebliche Erfolgskennzahl, welche das Betriebsergebnis (EBIT) darstellt, herangezogen.

Als Segmentvermögen wurden den Geschäftssegmenten das direkt zuzuordnende Sachanlagevermögen, das immaterielle Vermögen und das Working Capital (ohne Zinsabgrenzungen, Steuerforderungen und -verbindlichkeiten) zugeordnet.

Nicht den Geschäftssegmenten zuzuordnendes Vermögen und die daraus resultierenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie segmentübergreifend genutztes Sachanlagevermögen, Finanzverbindlichkeiten und Steuern werden in der Spalte "Überleitung" ausgewiesen.

Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen betrifft mit TEUR -61 (VJ TEUR -145) das Lighting Segment. Das restliche Finanzergebnis sowie die Steuern sind keinem Segment zugeordnet.

In den Abschreibungen des laufenden Jahres sind Wertminderungen in Höhe von TEUR 3.716 (VJ TEUR 2.810) enthalten. Diese ist mit TEUR 1.014 (VJ TEUR 1.767) dem Components Segment und mit TEUR 2.702 (VJ TEUR 1.043) dem Lighting Segment zuzurechnen. Die Eliminierung der segmentübergreifenden Innenerlöse wird in der Spalte "Überleitung" ausgewiesen.

Lighting Segment Components Segment Überleitung Konzern
in TEUR 2015/16 2014/15 2013/14 2015/16 2014/15 2013/14 2015/16 2014/15 2013/14 2015/16 2014/15 2013/14
Nettoumsätze 1.028.413 989.907 938.450 410.353 393.819 384.546 -82.222 -71.106 -76.165 1.356.544 1.312.620 1.246.831
Außenerlöse 1.027.665 988.419 937.897 328.799 323.897 308.849 80 304 85 1.356.544 1.312.620 1.246.831
Innenerlöse 748 1.488 553 81.554 69.922 75.697 -82.302 -71.410 -76.250 0 0 0
Betriebsergebnis 10.596 42.194 21.075 38.260 24.670 11.617 -25.036 -25.773 -20.549 23.820 41.091 12.143
Investitionen 33.858 49.186 49.970 20.091 19.899 13.768 4.417 7.491 1.815 58.366 76.576 65.553
Abschreibungen -38.937 -35.321 -39.220 -24.596 -21.109 -26.711 -3.998 -2.618 -2.136 -67.531 -59.048 -68.067
in TEUR 30. April
2016
30. April
2015
30. April
2014
30. April
2016
30. April
2015
30. April
2014
30. April
2016
30. April
2015
30. April
2014
30. April
2016
30. April
2015
30. April
2014
Vermögen 736.685 743.925 668.998 173.395 207.140 209.046 158.568 135.210 128.557 1.068.648 1.086.275 1.006.601
30. April
2016
30. April
2015
30. April
2014
30. April
2016
30. April
2015
30. April
2014
30. April
2016
30. April
2015
30. April
2014
30. April
2016
30. April
2015
30. April
2014
Mitarbeiter
(Vollzeitkräfte)
4.913 5.302 5.186 1.638 1.752 1.971 210 180 134 6.761 7.234 7.291

Die Spalte "Überleitung" setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2015/16 2014/15
Konzernobergesellschaften -23.557 -25.398
Konzernbuchungen -1.479 -375
Betriebsergebnis -25.036 -25.773

Konzernobergesellschaften sind jene Gesellschaften, die konzernübergreifende administrative Tätigkeiten oder Finanzierungstätigkeiten durchführen und nicht direkt einem Segment zugeordnet werden. Die Überleitung des Betriebsergebnisses beinhaltet Konzernbuchungen im Zusammenhang mit der Zwischengewinneliminierung des Umlauf- als auch des Anlagevermögens.

in TEUR 30. April 2016 30. April 2015
Gemeinschaftlich genutztes Vermögen 150.848 130.995
Konzernobergesellschaften 59.827 58.155
Konzernbuchungen -52.107 -53.940
Vermögen 158.568 135.210

Die Umsatzerlöse mit einzelnen externen Kunden liegen jeweils unter 10% der Gesamtumsatzerlöse.

2.6.12.2 Segment Regionen

Im Rahmen der Neuorganisation der Vertriebsorganisation der Zumtobel Group wurden die Vertriebsregionen leicht angepasst. Wesentliche Veränderungen sind die Umgliederungen der lateinamerikanischen Länder zur Region Amerika sowie der zentralasiatischen Länder und der Türkei zur Region Benelux & Osteuropa.

Es erfolgt eine Darstellung auf Basis der Regionen "D/A/CH", "Nordeuropa", "Südeuropa", "Benelux & Osteuropa", "Mittlerer Osten & Afrika", "Asien & Pazifik" sowie "Amerika":

Außenerlöse
Außenerlöse
Vermögen Vermögen Vermögen
in TEUR 2015/16 2014/15 30. April 2016 30. April 2015
D/A/CH 393.042 370.391 494.280 508.449
Nordeuropa 356.747 343.273 146.146 148.965
Südeuropa 192.008 197.095 63.319 71.079
Benelux & Osteuropa 153.762 134.996 27.317 24.950
Mittlerer Osten & Afrika 80.725 81.026 14.541 15.290
Asien & Pazifik 140.005 149.658 68.025 82.675
Amerika 40.255 36.181 13.406 13.123
Überleitung 0 0 241.613 221.744
Summe 1.356.544 1.312.620 1.312.620 1.068.647 1.068.647 1.086.275

Überleitung der Regionen:

in TEUR 30. April 2016 30. April 2015
Gemeinschaftlich genutztes Vermögen 241.585 215.110
Konzernbuchungen 28 6.634
Vermögen 241.613 221.744

Die Änderungen wurden auch rückwirkend angewandt, was zu einer Anpassung der regionalen Aufteilung im Vergleichszeitraum des Geschäftsjahres 2014/15 führte.

2.6.13 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Innerhalb des Konzerns wurden für Bankgarantien in Höhe von TEUR 8.586 (VJ TEUR 8.898) diverse Haftungen übernommen.

2.6.14 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es liegen keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zum 30. April 2016 vor.

2.6.15 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Personen umfassen den Vorstand und Aufsichtsrat der Zumtobel Group AG. Zum 30. April 2016 sind keine Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen vorhanden.

Mit assoziierten Unternehmen (siehe auch Kapitel 2.6.6.4) bestehen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen Konditionen. In Summe bestehen zum 30. April 2016 gegenüber assoziierten Unternehmen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 775 (VJ TEUR 932) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.839 (VJ TEUR 2.560). Im Geschäftsjahr 2015/16 wurden keine Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen als uneinbringlich ausgebucht. Zum 30. April 2015 sind auch keine Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen als uneinbringlich klassifiziert.

Zum 30. April 2016 besteht eine Finanzverbindlichkeit gegenüber einem assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 325 (VJ Finanzforderung TEUR 616).

Organvergütungen

in TEUR 2015/16 2014/15
Gesamtbezüge des Vorstands 1.476 3.845
davon fixe Bezüge 1.189 1.700
davon kurzfristige variable Bezüge 67 528
davon langfristige variable Bezüge 220 1.617
in TEUR 2015/16 2014/15
Ulrich Schumacher (ab 1. Oktober 2013) 945 1.905
davon fixe Bezüge 750 750
davon kurzfristige variable Bezüge 39 231
davon langfristige variable Bezüge 156 924
Karin Sonnenmoser (ab 1. Mai 2014) 483 894
davon fixe Bezüge 400 400
davon kurzfristige variable Bezüge 25 148
davon langfristige variable Bezüge 58 346
Alfred Felder (ab 1. April 2016) 47 0
davon fixe Bezüge 39 0
davon kurzfristige variable Bezüge 2 0
davon langfristige variable Bezüge 6 0
Martin Brandt (bis 31. Juli 2014) 0 1.046
davon fixe Bezüge 0 550
davon kurzfristige variable Bezüge 0 149
davon langfristige variable Bezüge 0 347

Die Zielvergütung sowie die tatsächliche Vergütung von Ulrich Schumacher beinhaltet im Geschäftsjahr 2015/16 die vertraglich vereinbarte Kompensation für die Funktionen des CEO sowie eine zusätzliche Kompensation für die Funktion des COO ad interim (1. Mai 2015 – 31. März 2016). Im Geschäftsjahr 2014/15 beinhaltete die Vergütung von Ulrich Schumacher die vertraglich vereinbarte Kompensation für die Funktionen des CEO sowie eine zusätzliche Kompensation für die Funktion des COO ad interim (1. August 2014 – 30. April 2015).

Zum 30. April 2016 bestehen seitens des Vorstands keine Ansprüche aus anteilsbasierten Vergütungsprogrammen mehr. Des Weiteren bestehen zum 30. April 2016 keine Ansprüche auf Leistungen nach und aus Anlass der Beendigung des Dienstverhältnisses mit Ausnahme von Martin Brandt, dessen LTI-Tranchen bis zum Geschäftsjahr 2017/18 im Auszahlungsschema verbleiben.

Für Details zur Vergütungsregelung des Vorstandes wird auf die Angaben im Corporate Governance Bericht verwiesen.

Der Aufsichtsrat der Zumtobel Group AG erhielt folgende Vergütungen:

in TEUR 2015/16 2014/15
Gesamtvergütungen des Aufsichtsrats 512 313
davon fixe Vergütung 420 180
davon variable Vergütung 75 129
davon Spesen-/Aufwandsersatz 17 4

2.6.16 Angaben zu Personalstruktur und Organen

2.6.16.1 Personalstruktur

2015/16 2014/15
Durchschnitt Stichtag Durchschnitt Stichtag
Produktion/Herstellung 3.290 3.305 3.401 3.346
F&E 598 602 590 593
Vertrieb 1.990 1.943 2.042 2.026
Verwaltung 544 554 492 522
Sonstiges 590 357 649 747
Summe 7.012 6.761 7.174 7.234

Die angegebene Anzahl der Mitarbeiter ist inklusive der in der Zumtobel Group beschäftigten Leiharbeiter.

2.6.16.2 Organe des Konzerns

Im Geschäftsjahr 2015/16 waren folgende Personen als Mitglieder des Aufsichtsrats tätig:

erstmalig bestellt Dienstzeit
Name Funktion bzw. entsendet bestellt bis bis dato
Dipl. Ing. Jürg Zumtobel Vorsitzender 2003 2020 13 Jahre
Dipl. Kfm. Hero Brahms 1.Stv. Vorsitzender (bis 24. Juli 2015) 2008 2015 7 Jahre
Dr. Stephan Hutter Mitglied (bis 24. Juli 2015)
1.Stv. Vorsitzender (seit 24. Juli 2015) 2010 2020 6 Jahre
Dr. Johannes Burtscher 2.Stv. Vorsitzender 2010 2020 6 Jahre
Dipl. Ing. Fritz Zumtobel Mitglied 1996 2020 20 Jahre
Dr. Rüdiger Kapitza Mitglied (seit 24. Juli 2015) 2015 2020 1 Jahr
Dipl. Phys. Hans-Peter Metzler Mitglied 2010 2020 6 Jahre
Mario Wintschnig Delegierter des Betriebsrats (bis 9. Juli 2015) 2007 8 Jahre
Dietmar Dünser Delegierter des Betriebsrats (seit 9. Juli 2015) 2015 1 Jahr
Richard Apnar Delegierter des Betriebsrats 2012 4 Jahre
Erich Zucalli Delegierter des Betriebsrats 2012 4 Jahre

Im Geschäftsjahr 2015/16 waren als Mitglieder des Vorstands tätig:

Dienstzeit
Name Funktion erstmalig bestellt bestellt bis bis dato
Dr. Ulrich Schumacher CEO (Chief Executive Officer) 1. Oktober 2013 30. April 2020 3 Jahre
Dipl.-Kff. Karin Sonnenmoser CFO (Chief Financial Officer) 1. Mai 2014 30. April 2020 2 Jahre
Dr. Alfred Felder COO (Chief Operating Officer) 1. April 2016 30. April 2019 1 Jahr

2.7 Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 Börsegesetz

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Dornbirn, am 14. Juni 2016

Der Vorstand

Ulrich Schumacher Karin Sonnenmoser Alfred Felder

Chief Executive Officer (CEO) Chief Financial Officer (CFO) Chief Operating Officer (COO)

Konzernabschluss Zumtobel Group AG 1. Mai 2015 bis 30. April 2016

2.8 Konsolidierungskreis

Nr. Gesamt Land Anteil in % Konsolidierungs
methode
Stichtag Währung
1 ATCO Finance Pty. Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
2 ATCO Industrial Pty. Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
3 Thorn Lighting Pty Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
4 Tridonic Australia Pty. Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
5 Tridonic Oceania Holding Pty. Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
6 ZG Lighting Australia Pty Ltd Australien 100 voll 30. April AUD
7 FURIAE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
8 LEDON Lighting GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
9 Tridonic Jennersdorf GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
10 LEXEDIS Lighting GmbH Österreich 50 equity 30. April EUR
11 ZG Lighting CEE GmbH Österreich 99,95 voll 30. April EUR
12 Tridonic GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
13 Tridonic GmbH & Co KG Österreich 100 voll 30. April EUR
14 Tridonic Holding GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
15 Zumtobel Group AG Österreich 100 voll 30. April EUR
16 Zumtobel Holding GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
17 Zumtobel Insurance Management GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
18 Zumtobel LED GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
19 Zumtobel LED Holding GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
20 ZG Lighting Austria GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
21 Zumtobel Lighting GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
22 Zumtobel Pool GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
23 N.V. Zumtobel Lighting S.A. Belgien 100 voll 30. April EUR
24 ZG ILUMINACION LATAM LIMITADA Chile 100 voll 30. April CLP
25 Thorn Lighting (Guangzhou) Ltd. China 100 voll 31. Dezember CNY
26 Thorn Lighting (Hong Kong) Ltd. China 100 voll 30. April HKD
27 Thorn Lighting (Tianjin) Co. Ltd. China 100 voll 31. Dezember CNY
28 Tridonic (Shanghai) Co. Ltd. China 100 voll 31. Dezember CNY
29 TridonicAtco (Shenzhen) Co. Ltd. China 100 voll 31. Dezember CNY
30 TridonicAtco Hong Kong Ltd. China 100 voll 30. April HKD
31 Zumtobel Licht d.o.o. Kroatien 100 voll 30. April HRK
32 ZG Lighting Czech Republic, s r.o. Tschechische Republik 100 voll 30. April CZK
33 Thorn Lighting AS Dänemark 100 voll 30. April DKK
34 Thorn Lighting OY Finnland 100 voll 30. April EUR
35 Thorn Europhane S.A. Frankreich 99,95 voll 30. April EUR
36 Tridonic France Sarl Frankreich 100 voll 30. April EUR
37 Zumtobel Lumière Sarl Frankreich 100 voll 30. April EUR
38 ZG Innovation France SAS Frankreich 100 voll 30. April EUR
39 ZG Licht Süd GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
40 Reiss Lighting GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
41 Tridonic Deutschland GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
42 Zumtobel Holding GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
43 ZG Licht Nord-West GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
44 ZG Licht Mitte-Ost GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
45 Zumtobel Lighting GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
46 Luxmate Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
47 acdc LED Holdings Limited Großbritannien 100 voll 30. April GBP
48 acdc LED Limited Großbritannien 100 voll 30. April GBP
49 acdc lighting systems limited Großbritannien 100 voll 30. April GBP
50 Rewath Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
51 Thorn Lighting Group Großbritannien 100 voll 30. April GBP
52 Thorn Lighting Holdings Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
53 Thorn Lighting International Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
54 Thorn Lighting Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
55 Tridonic UK Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
56 Wengen-Five Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
57 Wengen-Four Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
58 Wengen-One Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
59 Wengen-Three Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
60 Wengen-Two Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
61 Zumtobel Lighting Limited Großbritannien 100 voll 30. April GBP
62 Zumtobel Hongkong Limited Hongkong 100 voll 30. April HKD
63 Zumtobel Lighting Kft Ungarn 100 voll 30. April HUF
64 Thorn Lighting India Private Limited Indien 100 voll 30. April INR
65 Thorn Lighting (Ireland) Limited Irland 100 voll 30. April EUR
66 Thorn Europhane SPA Italien 99.89 voll 30. April EUR
67 Tridonic Italia SRL Italien 100 voll 30. April EUR
68 Zumtobel Illuminazione SRL Italien 100 voll 30. April EUR
69 Zumtobel LED Illuminazione Holding srl Italien 100 voll 30. April EUR
70 Tridonic (Malaysia) Sdn, Bhd. Malaysia 100 voll 30. April MYR
71 Thorn Lighting (Mauritius) Holdings Ltd. Mauritius 100 voll 30. April USD
72 Thorn Lighting Asian Holdings BV Niederlande 100 voll 30. April EUR
73 Thorn Lighting (NZ) Limited Neuseeland 100 voll 30. April NZD
74 Thorn Lighting AS Norwegen 100 voll 30. April NOK
75 ZG Lighting Polska sp.z o.o. Polen 100 voll 30. April PLN
76 Thorn Lighting Limited Liability Qatar 49 voll 30. April QAR
77 R Lux Immobilien Linie SRL Rumänien 100 voll 31. Dezember RON
78 Zumtobel Lighting Romania SRL Rumänien 100 voll 31. Dezember RON
79 ZG Lighting Russia Russland 100 voll 30. April RUB
80 Zumtobel Lighting Saudi Arabia Limited Saudi-Arabien 51 voll 31. Dezember SAR
81 Thorn Lighting (Singapore) Pte Ltd. Singapur 100 voll 30. April SGD
82 Tridonic (S.E.A.) Pte Ltd. Singapur 100 voll 30. April SGD
83 Zumtobel Lighting s.r.o Slowakei 100 voll 30. April EUR
84 ZUMTOBEL LICHT d.o.o. Slowenien 100 voll 30. April EUR
85 Tridonic SA (Proprietary) Limited Südafrika 100 voll 30. April ZAR
86 Luxmate S.L. Spanien 100 voll 30. April EUR
87 Staff Iberica S.A. Spanien 50 equity 30. April EUR
88 Tridonic Iberia SL Spanien 100 voll 30. April EUR
89 ZG Lighting Nordic AB Schweden 100 voll 30. April SEK
90 Thorn Lighting Nordic AB Schweden 100 voll 30. April SEK
91 TLG Sweden Holdings AB Schweden 100 voll 30. April SEK
92 Tridonic Schweiz AG Schweiz 100 voll 30. April CHF
93 Zumtobel Licht AG Schweiz 100 voll 30. April CHF
94 Tridonic Aydinlatma Ticaret Limited Sirketi Türkei 100 voll 30. April TRY
95 Thorn Gulf LCC UAE 49 voll 31. Dezember AED
96 Tridonic (ME) FZE UAE 100 voll 30. April AED
97 acdc Corp. USA 100 voll 31. Dezember USD
98 Lemgo Realty Corp. USA 100 voll 30. April USD
99 Zumtobel Lighting Inc. USA 100 voll 30. April USD

Im Geschäftsjahr 2015/16 endkonsolidiert

1 Tridonic NZ Limited Neuseeland 100 voll 30. April NZD
2 Zumtobel Pool AG Schweiz 100 voll 30. April EUR

Konzernabschluss Konzernabschluss Zumtobel Group AG 1. Mai 2015 bis 30. April 2016

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der

Zumtobel Group AG, Dornbirn,

bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. April 2016, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr sowie dem Konzernanhang geprüft.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Ko für den treter Konzernabschluss nzernabschluss nzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung dieses Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB und für die internen Kontrollen, die die gesetzlichen Vertreter als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist.

Verantwortung des Abschlussprüfers ung Abschlussprüfers

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Konzernabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der internationalen Prüfungsstandards (International Standards on Auditing – ISA). Nach diesen Grundsätzen haben wir die beruflichen Verhaltensanforderungen einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist.

Eine Abschlussprüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Konzernabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Konzernabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses durch den Konzern relevante interne Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und der Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertreter/n ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. April 2016 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben gemäß § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 14. Juni 2016

KPMG Austria GmbH

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Thomas Smrekar

Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

Konzernabschluss Konzernabschluss

Zumtobel Group AG 1. Mai 2015 bis 30. April 2016

3. Corporate Governance Bericht 2015/16

Inhalt

3.1 Corporate Governance in der Zumtobel Group _____ 129
3.2.1
Comply or Explain __________ 130
3.2.2
Sonstige Berichtspflichten ___________ 130
3.3 Risikomanagement und Internes Kontrollsystem _____ 131
3.4 Die Organe und Gremien der Zumtobel Group AG ________ 132
3.4.1
Die Aktionäre und die Hauptversammlung _________ 132
3.4.2
Der Vorstand ________ 133
3.4.3
Der Aufsichtsrat ____________ 135
3.5 Vergütungsbericht __________ 140
3.5.1
Vorstandsvergütung _________ 140
3.5.2
Aufsichtsratsvergütung _______ 145
3.6 Bericht des Aufsichtsrats ___________ 146
3.2 Corporate Governance
Der Österreichische Corporate Governance Kodex ________ 130

3. Corporate Governance

3.1 Corporate Governance in der Zumtobel Group

In der Zumtobel Group wird Corporate Governance als umfassende Steuerung und Überwachung des Unternehmens verstanden. Diese Corporate Governance-Kultur manifestiert sich in einer strategischen Ausrichtung der Unternehmensgruppe auf Nachhaltigkeit, Langfristigkeit und Verantwortung. Als Rahmenwerk für die Ausgestaltung des Corporate Governance Systems in der Zumtobel Group dient der Österreichische Corporate Governance Kodex. Die wesentlichen Bausteine des Corporate Governance Systems sind die Unternehmenswerte, der Verhaltenskodex sowie die Konzernrichtlinien. Sie tragen maßgeblich zum Ziel der langfristigen Wertschöpfung und nachhaltigen Wertsteigerung bei.

Die Unternehmensleitung ermutigt alle Mitarbeiter, mögliche Verstöße gegen den Verhaltenskodex vertraulich zu melden. Den Mitarbeitern stehen dafür der Chief Ethics & Compliance Officer der Zumtobel Group sowie geschulte Kollegen aus der Rechtsabteilung und der Konzernrevision zur Verfügung. Weitere interne Ansprechpartner für Meldungen von Verstößen oder jegliche Fragen zum Verhaltenskodex sind die jeweiligen Führungskräfte, Mitarbeiter der Personalabteilung sowie der Betriebsrat. Bewusstsein und Akzeptanz der Mitarbeiter für Sinn und Inhalte des Verhaltenskodex wurden zuletzt im GJ 2014/15 in einer unternehmensweiten Umfrage überprüft und lagen auf erfreulich hohem Niveau. Im Berichtsjahr machten die Mitarbeiter und Führungskräfte von der Möglichkeit, die genannten Ansprechpartner in Compliance-Fragen zu konsultieren, regen Gebrauch. Alle erhaltenen Hinweise auf mögliche Verstöße gegen den Verhaltenskodex wurden durch den Chief Ethics & Compliance Officer in enger Zusammenarbeit mit der Konzernrevision, der Rechtsabteilung sowie anderen Fachabteilungen und – falls erforderlich – externen Experten untersucht und an den Vorstand berichtet.

Weiterentwicklungen im Geschäftsjahr 20 im Geschäftsjahr 2015/16

Entsprechend dem Anspruch der Zumtobel Group, das Corporate Governance System hinsichtlich Wirksamkeit und Effizienz laufend an sich ändernde Anforderungen und Rahmenbedingungen anzupassen, wurden auch im Geschäftsjahr 2015/16 entsprechende Maßnahmen durchgeführt. Seit Juli 2014 erfolgen die Konzeption und der Auf- und Ausbau des Compliance-Management-Systems (CMS) durch die Abteilung Corporate Integrity unter Leitung des Chief Ethics & Compliance Officers. Als wesentliche Tätigkeitsfelder von Corporate Integrity wurden präventive Antikorruptionsmaßnahmen, zum Beispiel durch in die SAP-Prozesse integrierte Prüf- und Genehmigungsroutinen, Anti-Fraud-Management, Insider Compliance gem. Emittenten-Compliance-Verordnung (ECV), Datenschutz sowie die Überprüfung der Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) definiert. Das Ausbildungs- und Schulungsprogramm zu Verhaltenskodex, Insider-Compliance, Korruptions- und Betrugsprävention, Datenschutz sowie weitere zentrale Aspekte des Compliance-Managements sind etabliert und werden laufend weiterentwickelt. Darüber hinaus hat Corporate Integrity ein zentrales Management der Konzernrichtlinien (Corporate Policies) aufgebaut, welches der regelmäßigen Überprüfung, Anpassung, Harmonisierung und Kommunikation der einzelnen Konzernrichtlinien dient.

Weiterhin besteht eine eng abgestimmte Zusammenarbeit zwischen Corporate Integrity und der Rechtsabteilung, der Konzernrevision, dem Risikomanagement, der Personalabteilung sowie der IT. Der Chief Ethics & Compliance Officer berichtet regelmäßig in den Vorstandssitzungen über aktuelle Compliance-Themen sowie Planung und Fortschritt beim Auf- und Ausbau des CMS. Er trifft sich mindestens zweimal jährlich zu Vier-Augen-Gesprächen mit dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und berichtet ebenfalls zweimal jährlich an den Prüfungsausschuss über Status und wesentliche Entwicklungen im Bereich Compliance.

Informationen zur Corporate Governance auch unter www.zumtobelgroup.com Im Intranet-Informationsportal zur Fraud-Awareness wurden unter anderem Warnmeldungen zu externen Betrugsversuchen wie zum Beispiel Phishing-Angriffen mittels Telefon oder E-Mail verbreitet, um das Bewusstsein der Mitarbeiter zu schärfen.

3.2 Der Österreichische Corporate Governance Kodex

Der Österreichische Corporate Governance Kodex wird vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance herausgegeben und stellt ein über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehendes Regelwerk für die verantwortungsvolle Führung und Leitung von Unternehmen gemäß internationalen Standards dar. Der Kodex wurde im Jahr 2002 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und seither mehrfach überarbeitet, zuletzt im Januar 2015, um neuen Bestimmungen des Aktiengesetzes sowie des Unternehmensgesetzbuchs zu entsprechen, insbesondere in Bezug auf die Qualität der Berichterstattung über die Unternehmensführung ("Comply or Explain") sowie auf die AFRAC-Stellungnahme zur Aufstellung und Prüfung eines Corporate Governance Berichts gemäß § 243 UGB. Der aktuelle Corporate Governance Bericht basiert auf dem Kodex in der Fassung vom Januar 2015. Die aktuellste Version des Kodex kann auf der Website des Arbeitskreises abgerufen werden (www.corporate-governance.at).

Die Zumtobel Group AG erklärt ihre freiwillige Selbstverpflichtung auf den Österreichischen Corporate Governance Kodex. Mit diesem Bekenntnis soll ein möglichst hohes Maß an Transparenz erreicht und das Vertrauen der Investoren in das Unternehmen gestärkt werden. Die Zumtobel Group sieht die aktive Umsetzung des Kodex als wesentliche Verpflichtung im Sinne einer auf nachhaltige und langfristige Wertsteigerung ausgerichteten Leitung der Unternehmensgruppe und strebt die bestmögliche Anwendung der Regeln an. Durch die freiwillige Selbstverpflichtung bekommt der Kodex Geltung und damit ist die Nichteinhaltung von C-Regeln (Comply or Explain) zu begründen.

Wie schon in den Jahren zuvor wurde der Kodex auch im Geschäftsjahr 2015/16 von der Zumtobel Group AG nahezu lückenlos eingehalten. Bei zwei C-Regeln der insgesamt 83 Regeln des Kodex besteht eine teilweise abweichende Umsetzung. Diese Abweichungen werden nachfolgend erläutert.

3.2.1 Comply or Explain

Folgende C-Regeln des Kodex wurden bzw. werden derzeit nicht bzw. nur teilweise eingehalten:

  • Regel 30 Regel 30: Informationen über den Versicherungsschutz im Allgemeinen und über eine D&O-Versicherung im Besonderen werden von der Zumtobel Group als vertrauliche Unternehmensdaten betrachtet, deren Veröffentlichung geeignet ist, dem Unternehmen Schaden zuzufügen. Die Zumtobel Group sieht daher von einer Veröffentlichung ab.
  • Regel 43: Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheite Regel 43: n entspricht dem Vergütungsausschuss gemäß Regel 43. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel, ist allerdings nicht Vorsitzender dieses Ausschusses, sondern stellvertretender Vorsitzender.

3.2.2 Sonstige Berichtspflichten

3.2.2.1 Offenlegung der Honorare des Wirtschaftsprüfers

Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft wurde von der Hauptversammlung am 24. Juli 2015 zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der Zumtobel Group AG bestellt. Darüber hinaus ist die KPMG mit ihren Partnerbüros auch in der Steuer- und Finanzberatung für die Zumtobel Group tätig.

Im Geschäftsjahr 2015/16 sind in der Zumtobel Group AG folgende Leistungen von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft erbracht bzw. vereinbart worden:

In TEUR 2015/16 2014/15
Gesamthonorar
Gesamthonorar
263 283
davon Prüfung 222 198
davon sonstige Honorare 41 85

Das sonstige Honorar steht im Zusammenhang mit prüfungsnahen Beratungsleistungen als auch der Evaluierung des Risikomanagements. Das gesamte mit Gesellschaften des KPMG-Netzwerks für Prüfungsleistungen in der Zumtobel Group vereinbarte Honorarvolumen beläuft sich unter Berücksichtigung der verrechenbaren Kosten auf 1.328 TEUR (Vorjahr TEUR 1.482).

3.2.2.2 Maßnahmen zur Förderung von Frauen im Unternehmen

Als Equal Opportunity Employer (EOE) steht die Zumtobel Group für Chancengleichheit, unabhängig von Geschlecht, Ethnie etc., ein. Bereits seit dem Jahr 2004 manifestiert sich diese Haltung auch im Verhaltenskodex der Zumtobel Group, der auch in seiner aktuellen Fassung festlegt, dass keine Art der Diskriminierung im Unternehmen geduldet wird. Erfahrung, Qualifikation und Leistung bilden im Unternehmen die Basis der Personalentscheidungen für alle Unternehmensbereiche und Managementebenen. Für einen großen Teil der leitenden Positionen im Unternehmen ist eine technische Ausbildung Voraussetzung. Die Zumtobel Group erhält für solche Positionen leider immer noch wenige Bewerbungen von Frauen, was die generelle Situation am Arbeitsmarkt in Bezug auf technische Berufe widerspiegelt. Um dem entgegenzuwirken und um mehr Frauen für technische Berufe zu gewinnen, fördert das Unternehmen zum Beispiel in der firmeninternen Lehrlingsausbildung die Ausbildung von Frauen in technischen Berufen. Um berufstätigen Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern, bietet die Zumtobel Group flexible Arbeitszeitmodelle an und ermöglicht das Arbeiten aus dem Homeoffice und an flexiblen Arbeitsplätzen.

Zum Geschäftsjahresende lag der Anteil der Arbeitnehmerinnen in der Zumtobel Group bei ca. 35% (Vorjahr 34%). Der Anteil von Frauen in Führungspositionen betrug zum 30. April 2016 17% (Vorjahr 13%), im Aufsichtsrat waren, wie im Vorjahr, keine weiblichen Delegierten bestellt. Die Zumtobel Group ist bemüht, den Anteil von Frauen in leitenden Positionen zu erhöhen. Es ist deshalb besonders erfreulich, dass die Position des Finanzvorstands mit Frau Karin Sonnenmoser, einer sehr erfahrenen Finanzmanagerin, besetzt ist, deren Mandat bis zum 30. April 2020 läuft. Der Frauenanteil im Vorstand beträgt nach der Bestellung von Alfred Felder als neues Vorstandsmitglied nunmehr 33% (Vorjahr 50%).

3.3 Risikomanagement und Internes Kontrollsystem

In der Zumtobel Group orientieren sich sowohl das Risikomanagementsystem als auch das Interne Kontrollsystem sehr eng an den international etablierten Standard-Rahmenwerken des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO). Dementsprechend ergänzen und beeinflussen sich Risikomanagementsystem und Internes Kontrollsystem in der bei der Zumtobel Group gelebten Praxis gegenseitig.

Das Risikomanagement wird als eigenständiger, strategisch ausgerichteter Prozess verstanden, der sich dem Umgang mit Risiken und Chancen widmet. Je mehr sich das Risikomanagement mit den globalen Unternehmensrisiken beschäftigt, desto mehr ist es als eigenständiger Prozess erkennbar. Je mehr es sich mit den Risiken einzelner Unternehmensprozesse beschäftigt, desto mehr verschmilzt es mit dem Internen Kontrollsystem.

Gemäß § 243a Absatz 2 UGB sowie den Regeln 69 und 70 sind die wesentlichen Merkmale des Internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess im Lagebericht zu beschreiben. Die entsprechenden Informationen befinden sich im Konzernlagebericht in den Kapiteln 1.12 (Internes Kontrollsystem) und 1.13 (Risikomanagement).

Interne Revision

Die Konzernrevision der Zumtobel Group AG (Corporate Audit) ist als Stabsfunktion des Vorstands eingerichtet und berichtet an den Gesamtvorstand. Der Leiter der Konzernrevision berichtet dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Audit-Planung und wesentliche Ergebnisse der Prüfungstätigkeit.

Arbeitsgrundlage der Revision ist die vom Vorstand verabschiedete Geschäftsordnung der Konzernrevision (Internal Audit Charter), die sich ebenso wie der gesamte Revisionsprozess bei der Zumtobel Group an den internationalen Standards des Institute of Internal Auditors (IIA) ausrichtet. Die Einhaltung dieser Standards wird regelmäßig mindestens alle 5 Jahre bei einer externen Qualitätsbeurteilung – zuletzt im März 2016 – überprüft und bestätigt.

Der Jahresprüfungsplan legt die Standardprüfungen der Revision fest. Er wird vom Vorstand genehmigt und mit dem Prüfungsausschuss abgestimmt und ist das Ergebnis einer unternehmensweiten strukturierten Erfassung und Verarbeitung von qualitativen und quantitativen Risikofaktoren über Prozesse, Einheiten und Projekte hinweg.

Die Erstellung des Prüfungsplanes wird eng mit dem Risikomanagement abgestimmt und umfasst inhaltlich Überprüfungen der Risikoneigung und Effizienz in operativen Prozessen ebenso wie die Überwachung der Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und interner Richtlinien. Darüber hinaus übernimmt die Konzernrevision vom Vorstand beauftragte Ad-hoc Prüfungs- und - abhängig von der jeweils im Team vorhandenen Expertise - auch Beratungsaufträge.

3.4 Die Organe und Gremien der Zumtobel Group AG

Entsprechend der österreichischen Gesetzeslage beruht die Organisation der Zumtobel Group AG auf den drei unabhängigen Organen Hauptversammlung, Aufsichtsrat und Vorstand. Der Vorstand ist für die Führung des Unternehmens verantwortlich. Der Aufsichtsrat, ein vom operativen Management völlig getrenntes und von der Hauptversammlung gewähltes Organ, nimmt die Kontrollfunktion wahr. Vorstand und Aufsichtsrat sind nach dem Prinzip der strikten personellen Trennung organisiert, eine gleichzeitige Mitgliedschaft in beiden Organen ist nicht zulässig. Die Zusammenarbeit zwischen den drei Organen wird in der Satzung sowie in den Geschäftsordnungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat geregelt. Die Satzung ist auf der Website der Zumtobel Group (www.zumtobelgroup.com) veröffentlicht.

3.4.1 Die Aktionäre und die Hauptversammlung

Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Die Aktien der Zumtobel Group AG sind nach dem Prinzip "one share – one vote" ausgestaltet.

Die Hauptversammlung wird mindestens 28 Tage vor dem Versammlungstermin einberufen und wird am Sitz der Gesellschaft oder in Wien oder in einer anderen österreichischen Landeshauptstadt abgehalten. Die vom österreichischen Aktiengesetz vorgeschriebenen Informationen sind spätestens ab dem 21. Tag vor der Hauptversammlung auf der im Firmenbuch eingetragenen Internetseite der Gesellschaft verfügbar.

Die Aktien der Zumtobel Group AG sind reine Inhaberaktien. Angaben über die Aktionärsstruktur sind daher nur dann möglich, wenn die Aktionäre ihre Aktien für die Hauptversammlung hinterlegen oder die Zumtobel Group AG von sich aus über ihren Aktienanteil informieren. Die verfügbaren Angaben über die Aktionärsstruktur sind im Konzernlagebericht in Kapitel 1.3 (Die Zumtobel Group Aktie) erläutert.

Die Zumtobel Group legt höchsten Wert auf eine umfassende, zeitnahe Informationspolitik unter besonderer Berücksichtigung der Gleichbehandlung aller Aktionäre. Dazu wird über die gesetzlichen Anforderungen hinaus (unter anderem Jahresfinanzbericht, Quartalsberichte, Ad-hoc-Meldungen) regelmäßig mit Pressemitteilungen, Telefonkonferenzen und auf Investorenveranstaltungen über aktuelle Entwicklungen im Unternehmen informiert. Alle Berichte und Meldungen sowie die wesentlichen Präsentationen werden unter www.zumtobelgroup.com veröffentlicht. Unter dem Punkt "Investor Relations" werden auf der Website ein detaillierter Finanzkalender sowie sonstige Aktieninformationen publiziert.

3.4.2 Der Vorstand

Dienstzeit
Name Funktion erstmalig bestellt bestellt bis bis dato
Dr. Ulrich Schumacher CEO (Chief Executive Officer) 01.10.2013 30.04.2020 3 Jahre
Dipl.-Kff. Karin Sonnenmoser CFO (Chief Financial Officer) 01.05.2014 30.04.2020 2 Jahre

Dr. Alfred Felder COO (Chief Operating Officer) 01.04.2016 30.04.2019 1 Jahr

Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat bestellt. Die Vorstände dürfen Nebentätigkeiten nur nach vorheriger Zustimmung des Aufsichtsrats ausüben.

Dr. Ulrich Schumacher Schumacher–CEO

Ulrich Schumacher wurde per 1. Oktober 2013 zum neuen CEO der Zumtobel Group AG bestellt. Sein Mandat läuft bis zum 30. April 2020. Ulrich Schumacher, 1958 in Bergisch Gladbach (Deutschland) geboren, studierte Elektrotechnik und Betriebswirtschaft. 1986 trat er in den Siemens-Konzern ein, ab 1996 verantwortete er den Bereich Halbleiter. 1998 wurde er in den Zentral-Vorstand der Siemens AG berufen. 2000 führte er den ausgegliederten und in Infineon Technologies AG umbenannten Bereich an die Börse. Nach seinem Ausscheiden im Jahr 2004 – Infineon war mittlerweile der viertgrößte Halbleiter-Produzent der Welt – wurde er Partner eines amerikanischen Private Equity-Unternehmens im Technologiebereich, Francisco Partners, und betreute dort unter anderem die Entstehung von Numonyx, einem Joint Venture zwischen Intel und STMicroelectronics mit einem Umsatz von 3 Mrd. US\$. Von 2007 bis 2011 war Ulrich Schumacher CEO der Grace Semiconductor Manufacturing Corporation, einer zum Teil staatlichen chinesischen Unternehmung mit Sitz in Schanghai, welche er erfolgreich sanierte. Seit 2011 hält er einige Aufsichtsratsmandate und berät Technologieunternehmen.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: Mitglied des Aufsichtsrats von ASM International N.V., Almere (Niederlande) seit Mai 2008, Vorsitzender des Aufsichtsrats von PACT XPP Technologies AG, München (Deutschland) seit 31. August 2012.

Dipl.-Kff. Karin Sonnenmoser Sonnenmoser Sonnenmoser–CFO

Seit 1. Mai 2014 ist Karin Sonnenmoser Finanzvorstand der Zumtobel Group AG. Ihr Mandat läuft bis zum 30. April 2020. Karin Sonnenmoser studierte Betriebswirtschaft an der Universität Augsburg (Deutschland) und erlangte noch während ihres Studiums einen Master of Business Administration von der University of Dayton in Ohio (USA). Sie begann ihre berufliche Laufbahn 1995 im Trainee-Programm der Volkswagen AG. Ab 1996 bekleidete sie zahlreiche Positionen im Finanzwesen der Volkswagen Gruppe, beginnend mit einer Position im Rechnungswesen der spanischen Tochter Seat in Barcelona. Später übernahm Karin Sonnenmoser verschiedene Funktionen im Controlling und Rechnungswesen bei der Marke Volkswagen Pkw. Von 2002 bis 2006 leitete sie das Generalsekretariat der Markengruppe Volkswagen und war in dieser Position auch Generalsekretär des Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG in Wolfsburg. Von 2007 bis 2010 war sie zuerst als kaufmännische Geschäftsführerin und dann als Vorsitzende der Geschäftsführung der AutoVision GmbH tätig. Ab 2010 zeichnete sie als Geschäftsführerin Controlling und Finanzen der Volkswagen Sachsen GmbH und als kaufmännische Geschäftsführerin der Volkswagen Bildungsinstitut GmbH in Zwickau verantwortlich. 2011 übernahm sie zusätzlich die Geschäftsführung Finanzen und Controlling der Gläsernen Manufaktur in Dresden und trug damit Mitverantwortung für einen Umsatz von 5,5 Mrd EUR sowie 9.600 Mitarbeiter an vier Standorten.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: Mitglied des Aufsichtsrats (Vorsitzende des Prüfungsausschusses) bei der Vivantes – Netzwerk für Gesundheit GmbH, Berlin (Deutschland) seit 25. Februar 2014.

Dr. Alfred Felder – –COO (seit 1. April 2016 COO (seit 1. April 2016 2016)

Alfred Felder wurde per 1. April 2016 zum COO der Zumtobel Group AG bestellt. Sein Mandat läuft bis zum 30. April 2019. Herr Felder, 1963 in Südtirol geboren, studierte Elektrotechnik an der Technischen Universität Wien. 1990 trat er in den Siemens-Konzern ein und bekleidete verschiedene Funktionen in den Bereichen Forschung & Entwicklung in Deutschland und war ab 1995 bei der Siemens-Tochter Infineon in Japan als Technologiemanager tätig. 2003 wechselte er zur damaligen Siemens-Tochter OSRAM und verantwortete verschiedene Managementfunktionen in den Bereichen optoelektronische Halbleiter und Allgemeinbeleuchtung in den USA und China. Seit November 2012 ist Alfred Felder als Geschäftsführer der Komponententochter Tridonic für die Zumtobel Group tätig. Diese Funktion wird er übergangsweise bis November 2016, zusätzlich zu seinem Vorstandsmandat, weiterhin innehaben.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: keine.

Aufgabenverteilung des Vorstands

Der Vorstand steuert und verantwortet die Geschäftstätigkeit der Zumtobel Group gemeinschaftlich als ein Organ und die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für den Erfolg und die langfristige Ausrichtung des Konzerns. Um die tägliche Arbeit zu erleichtern, wurden Themenschwerpunkte definiert, bei denen einzelne Mitglieder des Vorstands als Ansprechpartner fungieren. Diese Themenschwerpunkte sind gruppenübergreifend und entsprechen nicht notwendigerweise der disziplinarischen Führung.

Die Aufteilung der Themen stellt sich wie folgt dar:

Ulrich Schumacher
Schumacher
CEO
Karin Sonnenmoser
Sonnenmoser
CFO
Alfred Felder
COO
- Unternehmensstrategie, Mergers &
Acquisitions, Geschäftsprozesse
- Rechnungswesen und Steuern (inkl.
Zoll), Finanzen & Controlling
- Werke (Operations)
- Supply Chain
- Geschäftsbereiche (Business
Divisions)
- Einkauf
- Treasury
- Qualität
- IT
- Vertrieb, Marketing &
Kommunikation
- Recht
- Risikomanagement
- Technologie & Entwicklung
- Personal
- Compliance
- Internal Audit
- Investor Relations - Versicherungen

Zur übergreifenden Steuerung und Kontrolle des Konzerns dient die Vorstandssitzung, die in der Regel mindestens einmal monatlich stattfindet und über die Protokoll geführt wird. Daneben unterrichten sich die Mitglieder des Vorstands gegenseitig laufend über wichtige Maßnahmen und Vorgänge in ihren Vorstandsbereichen sowie die jeweiligen Beurteilungen der an einzelne Vorstandsmitglieder berichtenden Führungskräfte.

Für die Beziehungen zwischen den Vorstandsmitgliedern und dem Unternehmen ist der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten des Aufsichtsrats zuständig, der auch als Vergütungsausschuss im Sinne von Regel 43 und als Nominierungsausschuss im Sinne von Regel 41 fungiert. Für Nachbesetzungen im Vorstand wurden vom Aufsichtsrat gemäß Regel 38 ein Anforderungsprofil und ein Besetzungsverfahren definiert.

3.4.3 Der Aufsichtsrat

Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden von der Hauptversammlung bestellt. Die Arbeitnehmervertreter sind gemäß österreichischem Aktiengesetz berechtigt, für je zwei von der Hauptversammlung gewählte Mitglieder ein Mitglied aus ihren Reihen zu entsenden.

erstmalig bestellt bestellt bis Dienstzeit
Name Funktion bzw. entsendet bis dato
Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel Vorsitzender 2003 2020 13 Jahre
Hero Brahms 1. Stv. Vorsitzender (bis 24.07.2015) 2008 2015 7 Jahre
Dr. Stephan Hutter Mitglied (bis 24.07.2015) 2010 2020 6 Jahre
1. Stv. Vorsitzender (seit 24.07.2015)
Dr. Johannes Burtscher 2. Stv. Vorsitzender 2010 2020 6 Jahre
Dipl.-Ing. Fritz Zumtobel Mitglied 1996 2020 20 Jahre
Dr. Rüdiger Kapitza Mitglied (seit 24.07.2015) 2015 2020 1 Jahr
Dipl.-Phys. Hans-Peter Metzler Mitglied 2010 2020 6 Jahre
Mario Wintschnig Delegierter des Betriebsrats (bis 9. Juli 2015) 2007 8 Jahre
Dietmar Dünser Delegierter des Betriebsrats (seit 9. Juli 2015) 2015 1 Jahr
Richard Apnar Delegierter des Betriebsrats 2012 4 Jahre
Erich Zucalli Delegierter des Betriebsrats 2012 4 Jahre

Der Aufsichtsrat hat die Unabhängigkeitskriterien nach Regel 53 in seiner Sitzung vom 29. September 2006 erstmalig festgelegt und in seiner Sitzung vom 26. Juni 2009 eine geänderte Fassung beschlossen, welche sich noch enger an den Leitlinien des Österreichischen Corporate Governance Kodex orientiert. Diese seit 2009 geltenden Kriterien wurden vom Aufsichtsrat der Zumtobel Group AG in seiner Sitzung am 25. Juni 2013 aktualisiert, wobei es sich dabei um eine formelle, aber nicht materielle Anpassung handelt. Gemäß diesen Kriterien ist ein Aufsichtsratsmitglied als unabhängig anzusehen, wenn es nicht in einer geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Zumtobel Group oder zum Vorstand der Zumtobel Group AG steht. Solche Beziehungen sind unter anderem wesentliche Kunden-Lieferanten-Beziehungen oder enge verwandtschaftliche Beziehungen. Die vollständigen Unabhängigkeitskriterien sind auf der Website der Zumtobel Group publiziert (www.zumtobelgroup.com).

Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben erklärt, unabhängig im Sinne dieser Kriterien zu sein. Damit werden die Regeln 39 und 53 vollumfänglich eingehalten. Die derzeitigen Aufsichtsratsmitglieder Rüdiger Kapitza, Stephan Hutter, Hans-Peter Metzler und Johannes Burtscher sind sowohl unabhängig als auch keine Anteilseigner oder Vertreter von Anteilseignern mit einer Beteiligung von mehr als 10%, womit auch Regel 54 vollumfänglich eingehalten wird. Zwischen den Aufsichtsräten und der Zumtobel Group gibt es keine Verträge, die gemäß Regel 48 und 49 zustimmungspflichtig oder offenzulegen sind.

Bekleiden Mitglieder des Aufsichtsrats zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group, so werden diese gemäß Regel 56 und 57 sowohl auf der Website der Zumtobel Group (www.zumtobelgroup.com) als auch in diesem Corporate Governance Bericht veröffentlicht.

3.4.3.1 Der Aufsichtsrat | Ausschüsse

Der Aufsichtsrat der Zumtobel Group AG hat folgende Ausschüsse gebildet:

Prüfungsausschuss (Audit Committee) (Audit Committee)

Mitglieder bis 24.07.2015: Dr. Johannes Burtscher (Vorsitzender und Finanzexperte), Dipl.-Kfm. Hero Brahms (stellvertretender Vorsitzender und Finanzexperte), Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel, Mario Wintschnig (bis 09.07.2015) und Dietmar Dünser (ab 09.07.2015).

Mitglieder seit 24.07.2015: Dr. Johannes Burtscher (Vorsitzender und Finanzexperte), Dipl.-Ing. Fritz Zumtobel (stellvertretender Vorsitzender), Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel, Dietmar Dünser, Richard Apnar (bis 23.09.2015) und Erich Zucalli (ab 23.09.2015)

Aufgaben: Der Prüfungsausschuss ist zuständig für die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses sowie des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Vorschlags für die Gewinnverwendung. Der Prüfungsausschuss unterbreitet einen Vorschlag für die Wahl des Abschlussprüfers zur Beschlussfassung durch die Hauptversammlung. Der Abschlussprüfer wird anschließend durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats beauftragt. Außerdem ist der Prüfungsausschuss zuständig für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Tätigkeit des Abschlussprüfers sowie des Internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und der Internen Revision. Diesen Aufgaben ist der Prüfungsausschuss im Geschäftsjahr 2015/16 umfassend nachgekommen. Unter anderem lässt sich der Prüfungsausschuss in jeder Sitzung von den für die genannten Systeme und Prozesse verantwortlichen Führungskräften persönlich über den aktuellen Status berichten. Ergänzend trifft sich der Vorsitzende des Prüfungsausschusses zweimal jährlich zu einem Vier-Augen-Gespräch mit dem Leiter Corporate Audit und dem Leiter Corporate Integrity.

Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten Ausschuss

Mitglieder bis 24.07.2015: Dr. Stephan Hutter (Vorsitzender), Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel (stellvertretender Vorsitzender), Dipl.-Kfm. Hero Brahms.

Mitglieder seit 24.07.2015: Dr. Stephan Hutter (Vorsitzender), Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel (stellvertretender Vorsitzender), Dr. Rüdiger Kapitza.

Aufgaben: Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten ist verantwortlich für die Beziehungen zwischen dem Unternehmen und den Vorstandsmitgliedern und entspricht dem Vergütungsausschuss gemäß Regel 43. Er nimmt außerdem die Aufgaben des Nominierungsausschusses gemäß Regel 41 wahr. Als solcher hat er unter anderem das Anforderungsprofil und das Besetzungsverfahren für den Vorstand gemäß Regel 38 ausgearbeitet und beschlossen.

Strategieausschuss eausschuss(seit 24.07.2015 24.07.2015 24.07.2015)

Mitglieder: Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel (Vorsitzender), Dr. Stephan Hutter (stellvertretender Vorsitzender), Dr. Rüdiger Kapitza, Dipl.-Phys. Hans-Peter Metzler, Dietmar Dünser, Richard Apnar (bis 23.09.2015), Erich Zucalli (ab 23.09.2015).

Aufgaben: Der Strategieausschuss (auch "Strategy Committee") befasst sich als "Sounding Board" des Vorstands kontinuierlich mit strategischen und kulturellen Fragen der Zumtobel Group AG vor dem Hintergrund der strategischen Neuorientierung ("One company with multi brands").

3.4.3.2 Der Aufsichtsrat | Aktionärsvertreter

Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel Ing. Zumtobel

Seit 1. September 2003 ist Jürg Zumtobel Vorsitzender des Aufsichtsrats der Zumtobel Group AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2019/20. Im Jahr 1936 in Frauenfeld (Schweiz) geboren, trat Jürg Zumtobel im Jahr 1963 in die Zumtobel Group ein und übte verschiedene Funktionen in Produktionsplanung und -steuerung, Produktion und Vertrieb aus. Von 1991 bis 2003 war er CEO und Vorsitzender des Vorstands der Zumtobel Group AG.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: Mitglied des Aufsichtsrats der Vorarlberger Kulturhäuser Betriebsgesellschaft mbH, Bregenz (Österreich).

Dipl.-Kfm. Hero Brahms Hero BrahmsHero Brahms(bis 24.07.2015) (bis 24.07.2015)

Seit 29. Juli 2008 war Herr Brahms Mitglied und seit 23. Juli 2010 erster Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden der Zumtobel Group AG. Er war bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2014/15. Herr Brahms wurde 1941 in Münster/Westfalen (Deutschland) geboren. Seine berufliche Laufbahn umfasst Positionen wie Mitglied des Vorstands der Hoesch AG in Dortmund, Deutschland (1982 bis 1991), Vizepräsident der Treuhandanstalt Berlin, Deutschland (1991 bis 1994), Vorstandsmitglied und CFO der Kaufhof AG in Köln, Deutschland (1994 bis 1996) und Vorstandsmitglied und CFO der Linde AG in Wiesbaden, Deutschland (1996 bis 2004).

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: keine.

Dr. Rüdiger Kapitza Kapitza(seit24.07.2015) 24.07.2015)24.07.2015)

Herr Kapitza ist seit 24. Juli 2015 Mitglied des Aufsichtsrates der Zumtobel Group AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2019/2020. Herr Rüdiger Kapitza wurde 1955 in Bielefeld, Deutschland, geboren. Er ist promovierter Wirtschaftswissenschaftler und war bis zum 6. April 2016 Vorstandsvorsitzender der DMG MORI AG mit Verantwortung für die Ressorts Unternehmensstrategie, Key-Accounting, Personal, Einkauf, Revision, Compliance sowie Corporate Public Relations.

Zusätzliche Funktionen und Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: Präsident des Verwaltungsrates der LICON AG, Vaduz (Liechtenstein), Beiratsmitglied der Horstmann Group, Bielefeld (Deutschland).

Dipl.-Phys. Hans Phys. Hans-Peter Metzler Peter Metzler

Seit 23. Juli 2010 ist Herr Hans-Peter Metzler Mitglied des Aufsichtsrats der Zumtobel Group AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2019/20. Herr Metzler wurde 1959 in Bregenz (Österreich) geboren. Nach seinem Universitätsabschluss in Mathematik und Theoretischer Physik begann seine berufliche Laufbahn 1984 mit dem Eintritt in die Siemens AG, Zentralbereich Forschung, München. Es folgten 1992 die Position des Geschäftsführers und Leiters Forschung & Entwicklung Siemens Components, Asia Pacific und 1996 des General Managers Mikrocontroller-Geschäft der Siemens AG, München. 1997 gründete Herr Metzler NewLogic Technologies. Im Jahr 2000 folgte die Gründung von Photeon Technologies und 2008 die Gründung von Interclick.

Zusätzliche Funktionen und Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: Verwaltungsratsvorsitzender der CCS Group Holding AG, Lyss (Schweiz), Vorsitzender des Aufsichtsrats der Aquin & Cie GmbH, München (Deutschland), Mitglied des Aufsichtsrats der Dornbirner Sparkasse Bank AG, Dornbirn (Österreich), Mitglied des Verwaltungsrates der Dacuda AG, Zürich (Schweiz), Präsident der Bregenzer Festspiele Privatstiftung, Bregenz (Österreich), Mitglied des Vorstands im Freundesverein des Kunsthaus Bregenz, Bregenz (Österreich).

Dr. Johannes Burtscher Johannes Burtscher

Seit 23. Juli 2010 ist Herr Johannes Burtscher Mitglied des Aufsichtsrats und zweiter Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden der Zumtobel Group AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2019/20. Dr. Burtscher wurde 1969 in Egg (Österreich) geboren und ist Lizenziat und Doktor der Wirtschaftswissenschaften der Universität St. Gallen (HSG). Von 1996 bis 2007 war Herr Burtscher in verschiedenen Positionen in der Zumtobel Group tätig, zuerst als Assistent von Jürg Zumtobel im Konzernstab für Strategie und Organisation. Im Anschluss daran übernahm er das Konzerncontrolling der Group. Mit der Akquisition von Thorn Lighting wurde Herr Burtscher zum CFO der britischen Tochtergesellschaft in London bestellt. Danach leitete Herr Burtscher von Hongkong aus das Leuchtengeschäft in Asien. Von 2007 bis 2011 war Herr Burtscher CFO der in München ansässigen Rodenstock Gruppe und seit Juli 2012 ist er CFO von Novem, einem Zulieferer der Automobilindustrie.

Zusätzliche Funktionen und Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: keine.

Dr. Stephan Hutter

Seit 23. Juli 2010 ist Herr Stephan Hutter Mitglied des Aufsichtsrats und seit 24. Juli 2015 erster Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden der Zumtobel Group AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2019/20. Herr Hutter wurde 1961 in Dornbirn (Österreich) geboren. Er ist seit 2012 Partner der Kanzlei Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom LLP in Frankfurt am Main. Herr Hutter berät vorwiegend auf dem Gebiet des internationalen Kapitalmarktrechts sowie bei grenzüberschreitenden Unternehmensakquisitionen und Bankfinanzierungen. Stephan Hutter begann seine anwaltliche Tätigkeit bei Shearman & Sterling in New York im Jahre 1986 und ist seit 1987 in New York als Anwalt zugelassen. Von 2008 bis 2012 war Herr Hutter Managing Partner der europäischen und asiatischen Kapitalmarktrechtspraxis von Shearman & Sterling.

Zusätzliche Funktionen und Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: Mitglied des Aufsichtsrats der Zürcher Kantonalbank Österreich AG, Salzburg (Österreich), Mitglied im Vorstand des Städelschen Museumsvereins, Frankfurt (Deutschland), Honorarkonsul der Republik Österreich in Hessen und Rheinland-Pfalz (Deutschland), Mitglied im Kuratorium der Kronberg Academy (Deutschland).

Dipl.-Ing. Fritz Zumtobel Ing. Zumtobel

Seit 1996 gehört Fritz Zumtobel dem Aufsichtsrat der Zumtobel Group AG an. Bis 1. September 2003 war er Vorsitzender, vom 1. September 2003 bis zum 7. April 2006 Stellvertreter des Vorsitzenden und ist seither Mitglied. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2019/20. Fritz Zumtobel wurde 1939 in Frauenfeld (Schweiz) geboren. Er trat 1965 in die Zumtobel Group ein und bekleidete verschiedene Positionen, hauptsächlich im technischen Bereich. Von 1974 bis 1996 war er Mitglied des Vorstands der Zumtobel Group AG.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: Mitglied des Stiftungsvorstands der Aurelio Privatstiftung.

3.4.3.3 Der Aufsichtsrat | Delegierte des Betriebsrats

Mario Wintschnig Wintschnig(bis 09.07.2015 (bis 09.07.2015)

Seit Januar 2007 war Herr Wintschnig (akad. gepr. Betr. oec) als vom Betriebsrat der Angestellten entsandtes Mitglied Angehöriger des Aufsichtsrats der Zumtobel Group AG. Herr Wintschnig ist im Jahr 1961 in Dornbirn (Österreich) geboren und trat im Jahr 1981 in die Zumtobel Group ein. Er war bis April 2014 Pricing Manager in der Zumtobel Lighting GmbH und ist seit dem 1. Mai 2014 Head of Health & Age der Zumtobel Group. Von Januar 2007 bis April 2014 war er der Vorsitzende und ist seither stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrates der Angestellten von Zumtobel Lighting GmbH, Zumtobel Group AG und der Zumtobel Licht GmbH.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: keine.

Dietmar Dünser Dünser(seit 09.07.2015 (seit 09.07.2015)

Seit Juli 2015 ist Herr Dünser als vom Betriebsrat der Angestellten entsandtes Mitglied Angehöriger des Aufsichtsrats der Zumtobel Group AG. Dietmar Dünser wurde 1966 in Bludenz, Österreich, geboren. Er trat 1986 in die Zumtobel Gruppe ein und war zunächst in der Elektronik-Entwicklung tätig. Sein beruflicher Werdegang führte ihn weiters in die Bereiche Marketing und Produktmanagement, technischer Vertrieb, Reklamationswesen und Qualifizierung von Betriebsgeräten. Von 1997 bis 2002 absolvierte Herr Dünser sein berufsbegleitendes Studium für "Export und internationales Management" am Management Center Innsbruck (MCI), Abschluss Mag. (FH) für Wirtschaft und Management. Seit 2015 ist er Quality and Risk Management Engineer bei der Zumtobel Lighting GmbH. Herr Dünser ist seit 1999 im Betriebsrat, seit 2005 aktives Mitglied. Seit April 2015 ist er Vorsitzender des Betriebsrates der Zumtobel Group AG, Zumtobel Pool GmbH, Zumtobel Insurance Management GmbH, ZG Lighting Austria GmbH, ZG Lighting CEE GmbH und Zumtobel Lighting GmbH.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: Ersatz in der Gemeindevertretung Ludesch und ordentliches Mitglied des Ausschusses "e5 und Umwelt".

Richard Apnar

Seit Juni 2012 ist Herr Apnar als vom Betriebsrat der Arbeiter entsandtes Mitglied Angehöriger des Aufsichtsrats der Zumtobel Group AG. Er wurde 1974 in Lustenau (Österreich) geboren und begann 1990 die Lehre als Kunststofftechniker bei der Zumtobel Lighting GmbH. Nach der erfolgreichen Abschlussprüfung als Kunststofftechniker im Jahr 1993 arbeitete er bis 2008 als Facharbeiter in der Produktion. Im Jahr 2008 wechselte er in die Supply-Chain-Organisation der Zumtobel Group. Seit September 2012 ist Herr Apnar der Vorsitzende des Betriebsrates der Arbeiter der Zumtobel Lighting GmbH.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: keine.

Erich Zucalli Erich Zucalli

Seit November 2012 ist Herr Zucalli als Delegierter des Zentralbetriebsrates der Tridonic Mitglied des Aufsichtsrats der Zumtobel Group AG. Geboren im Jahr 1954 in Hohenems (Österreich), trat Herr Zucalli 1970 die Lehre als Betriebselektriker in der Zumtobel Group an. Nach verschiedenen Funktionen wurde er 1991 zum Betriebsratsvorsitzenden der Angestellten der Tridonic GmbH gewählt.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: keine.

3.5 Vergütungsbericht

3.5.1 Vorstandsvergütung

Das Vergütungssystem für den Vorstand und das obere Management der Zumtobel Group AG ist darauf ausgerichtet, dass die Vergütung leistungsgerecht ausfällt. Dazu gehört, dass überdurchschnittliche Leistung einen positiven und unterdurchschnittliche Leistung einen negativen Effekt auf die Höhe der Vergütung des Vorstandes hat. Zudem legt das Vergütungssystem einen Fokus auf nachhaltiges, langfristig orientiertes Handeln.

Die Gesamtvergütung jedes Vorstandsmitglieds besteht aus einem fixen und einem variablen Anteil. Das fixe Basisgehalt orientiert sich am Verantwortungsbereich des Vorstands und wird, wie in Österreich üblich, in 14 Monatsgehältern im Nachhinein ausbezahlt. Für jedes Vorstandsmitglied wird vor dem Geschäftsjahr eine variable Zielvergütung festgelegt. Bei Zielerreichung als Ergebnis der Performance Evaluation wird diese Zielvergütung zugeteilt. Bei Über- oder Untererreichung des Ziels wird die variable Vergütung im Vergabejahr nach oben oder unten angepasst.

Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand:

Die variable Vergütung setzt sich aus einer kurzfristigen Komponente (Short-Term Incentive; STI) und einer langfristigen Komponente (Long-Term Incentive; LTI) zusammen. Der STI wird zum Zeitpunkt der Zuteilung direkt in Cash ausbezahlt. Die Ausschüttung des LTI in Cash wird auf die fünf folgenden Jahre verteilt1 , wobei der Wert der ausbezahlten Tranche anhand einer Performance Evaluation zum jeweiligen Ausschüttungszeitpunkt bestimmt wird. Durch die Bewertung der LTI-Tranchen wird sichergestellt, dass nicht nur die kurzfristigen Effekte von Managemententscheidungen, sondern eben auch deren langfristige Auswirkungen auf die Unternehmensentwicklung in der Vergütung angemessen berücksichtigt werden.

Bei der Performance Evaluation zum Zeitpunkt der Zuteilung der variablen Vergütung sowie zum Zeitpunkt der Auszahlung der LTI-Tranchen wird die Leistung des Vorstands anhand eines relativen Leistungsindikators gemessen. Seit dem Geschäftsjahr 2014/15 basiert der relative Leistungsindikator auf dem Total Shareholder Return der Zumtobel Group AG, welcher mit dem Total Shareholder Return einer spezifisch auf den Konzern zugeschnittenen Gruppe von Vergleichsunternehmen (Peer Group) verglichen wird. Die Peer Group ist sowohl geografisch als auch bezüglich Industriesektoren breit abgestützt und wurde für das Geschäftsjahr 2015/16 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014/15 nicht angepasst.

1 Verträge mit Vorstandsmitgliedern, die vor dem 1. Oktober 2013 Gültigkeit erlangten, weisen den LTI auf der Basis von 3-Jahres-Tranchen zu. Verträge mit Vorstandsmitgliedern, die ab dem 1. Oktober 2013 Gültigkeit erlangten, weisen den LTI auf Basis von 5-Jahres-Tranchen zu.

Geografische Verteilung Verteilung
ische Verteilung
Anteil Verteilung der Industriesektoren
Industriesektoren
Verteilung der Industriesektoren
Anteil
D/A/CH 41,5% Lighting 53,5%
Nordeuropa 19,9% Construction, same level of supply 23,5%
Benelux & Osteuropa 2,8% Construction, upstream level of supply 16,1%
Südeuropa & Lateinamerika 4,1% Manufacturing and Electrics 6,9%
Asien & Pazifik 9,7%
Mittlerer Osten & Afrika 4,6%
Nordamerika 17,4%

Zusammensetzung der Peer Group2 der Zumtobel Group AG:

In der Regel wird die variable Vergütung eines Vorstandsmitglieds einzig und alleine über den Zielerreichungsgrad des relativen Leistungsindikators bestimmt. In begründeten Fällen kann die über die Zielerreichung des relativen Leistungsindikators ermittelte variable Vergütung um einen Faktor von bis zu 20% der variablen Zielvergütung nach oben und unten abweichen3 . Dieser diskretionäre Anteil kann (muss aber nicht) nichtfinanzielle Kriterien berücksichtigen. Damit berücksichtigt das Vergütungssystem der Zumtobel Group AG in all seinen Bestandteilen die Anforderungen des österreichischen Corporate Governance Kodex, insbesondere auch der Regel C27.

Die Zusammensetzung der Peer Group, die Zielsetzung und der Zielerreichungsgrad des relativen Leistungsindikators sowie ein individueller, im Kontext der Geschäftsentwicklung zu begründender Bonus/Malus von bis zu 20% der variablen Zielvergütung werden jährlich im Compensation Committee (CC) evaluiert und abgenommen. Das Compensation Committee ist das Gremium, das Entscheidungen zum Vergütungssystem trifft. Es setzt sich aus Vertretern des Vorstands, des Aufsichtsrats und der Personalabteilung zusammen. Das Compensation Committee wird von einem unabhängigen Beratungsunternehmen4 unterstützt.

2 Die Peer Group wurde zum Zeitpunkt der Einführung des relativen Leistungsindikators auf Basis des Total Shareholder Returns im Geschäftsjahr 2014/15 umfangreich überarbeitet und angepasst.

3 Im Rahmen der Vertragsverlängerung für den CEO wurde im Geschäftsjahr 2015/16 die Möglichkeit eingeräumt, ab dem Geschäftsjahr 2016/17 auf Basis von im Voraus festgelegten Zielen einen variablen Anteil über die 20% der variablen Zielvergütung hinaus zu gewähren.

4 FehrAdvice & Partners AG

Die Performance Evaluation für das Geschäftsjahr 2015/16 führte zu folgender Vergütung der Vorstandsmitglieder:

Vergütung des Vorstands5

Offenlegung gemäß Regeln 29, 30 und 31:

Gesamt Fix Variabel
In TEUR Ziel
vergütung6
Vergütung7 Grundgehalt STI LTI8 LTI-Auszahlung aus
Vorperioden
Abfindungs
zahlungen
Gesamtbezüge des
Vorstands
2015/16 2015/16 2.292 1.476 1.189 67 220 307 0
2014/15 3.141 3.845 1.700 528 1.617 421 0
Ulrich Schumacher, CEO
(seit 1. Oktober 2013)
2015/169 1.500 945 750 39 156 72 0
2014/1510 1.500 1.905 750 231 924 143 0
Karin Sonnenmoser, CFO
(seit 1. Mai 2014)
2015/1611 721 483 400 25 58 175 0
2014/1512 721 894 400 148 346 103 0
Alfred Felder, COO
(seit 01. April 2016)
2015/1613 71 47 39 2 6 0 0
2014/15 0 0 0 0 0 0 0
Martin Brandt, COO
(bis 31. Juli 2014)
2015/1614 0 0 0 0 0 60 0
2014/1515 920 1.046 550 149 347 175 0

5 Hinweis: Im Sinne von Transparenz und Klarheit sind jene Vergütungen dargestellt, welche im Geschäftsjahr 2015/16 erworben wurden, unabhängig von deren Auszahlungszeitpunkt.

6 Die Zielvergütung umfasst alle Vergütungsbestandteile, die vertraglich festgelegt sind, exklusive vertraglich festgelegte Abfindungszahlungen. 7 Die Vergütung umfasst alle Vergütungsbestandteile, die im Geschäftsjahr erworben wurden, exklusive LTI-Auszahlungen aus Vorperioden und Abfindungszahlungen.

8 Das Verhältnis von LTI zu STI liegt auf Vorstandsebene bei 70:30 respektive 80:20; die Auszahlungsdauer des LTI auf Vorstandsebene umfasst 5 Jahre für alle amtierenden Vorstandsmitglieder.

9 Die Zielvergütung sowie die tatsächliche Vergütung von Dr. Ulrich Schumacher beinhaltete im Geschäftsjahr 2015/16 die vertraglich vereinbarte Kompensation für die Funktionen des CEO sowie zusätzlich für die Funktion des COO ad interim (01.05.2015 – 31.03.2016).

10 Die Zielvergütung sowie die tatsächliche Vergütung von Dr. Ulrich Schumacher beinhaltete im Geschäftsjahr 2014/15 die vertraglich vereinbarte Kompensation für die Funktionen des CEO sowie zusätzlich für die Funktion des COO ad interim (01.08.2014 – 30.04.2015).

11 Die Zielvergütung sowie die tatsächliche Vergütung von Karin Sonnenmoser beinhaltete im Geschäftsjahr 2015/16 die vertraglich vereinbarte Kompensation für die Funktionen des CFO sowie zusätzlich die restliche Auszahlung des zu Vertragsbeginn vereinbarten Signing-Bonus.

12 Die Zielvergütung sowie die tatsächliche Vergütung von Karin Sonnenmoser beinhaltete im Geschäftsjahr 2014/15 die vertraglich vereinbarte

Kompensation für die Funktionen des CFO sowie zusätzlich die erste Tranche des zu Vertragsbeginn vereinbarten Signing-Bonus.

13 Die Zielvergütung sowie die tatsächliche Vergütung von Alfred Felder beinhaltete im Geschäftsjahr 2015/16 die vertraglich vereinbarte Kompensation für die Funktion des COO (1.04.2016 – 30.04.2016) sowie zusätzlich für die Doppelfunktion als Business Unit Leader Tridonic (01.04.2016 – 30.04.2016). Herr Felder bezieht LTI-Auszahlungen aus Vorperioden nur für seine Tätigkeit als Tridonic Business Unit Leader und nicht für seine Tätigkeit als COO. Diese Auszahlungen sind hier nicht aufgeführt.

14 Die zugewiesenen LTI-Tranchen aus den Geschäftsjahren 2012/13, 2013/14 und 2014/15 verbleiben im Auszahlungsschema bis zum Geschäftsjahr 2017/18.

15 Auf Wunsch von Herrn Martin Brandt wurden seine organschaftlichen Verpflichtungen als Vorstandsmitglied zum 31. Juli 2014 aufgelöst. Gemäß der Auflösungsvereinbarung bezog Herr Brandt bis zum 30. April 2015 weiterhin seine fixen und variablen Vergütungsanteile. Die zugewiesenen LTI-Tranchen verbleiben im Auszahlungsschema bis zum Geschäftsjahr 2017/18.

Die zum 30. April 2017 auslaufenden Verträge von Herrn Ulrich Schumacher (CEO) und Frau Karin Sonnenmoser (CFO) wurden vorzeitig um weitere drei Jahre bis zum 30. April 2020 verlängert. Per 01. April 2016 wurde Herr Alfred Felder, bisheriger Geschäftsführer der Komponententochter Tridonic, als COO mit einer Vertragsdauer bis zum 30. April 2019 neu in den Vorstand bestellt. Herr Felder wird in der Übergangsphase bis 01. November 2016 in Zusammenarbeit mit dem Tridonic Management-Team weiterhin das operative Geschäft der Komponententochter Tridonic leiten.

Es gibt keine besondere betriebliche Altersvorsorge für Vorstandsmitglieder. Die Vorstandsverträge enthalten eine Change-of-Control-Klausel. Im Falle einer Übernahme der Gesellschaft durch einen neuen Mehrheitsaktionär steht den Vorstandsmitgliedern das Recht zu, ihr Mandat einseitig zurückzulegen. In diesem Fall erhalten die Vorstandsmitglieder die fixen und die variablen Bezüge bis zum ursprünglich vereinbarten Ablauf des Vertrages, mindestens jedoch für die Dauer von zwölf Monaten.

Darüber hinaus haben die Vorstandsmitglieder keine besonderen Ansprüche oder Anwartschaften im Falle der Beendigung ihrer Funktion.

Auf der Website der Zumtobel Group (www.zumtobelgroup.com) wird laufend über den Kauf und Verkauf eigener Aktien durch die Directors im Sinne des österreichischen Börsengesetzes berichtet. Über die Anforderungen der Regel 73 hinaus bleiben diese Informationen für mindestens sechs Monate auf der Website verfügbar.

3.5.2 Aufsichtsratsvergütung

Die Aufsichtsratsvergütungen und die Anwesenheitsgelder werden von der Hauptversammlung beschlossen und wurden letztmalig in der ordentlichen Hauptversammlung vom 24. Juli 2015 betragsmäßig neu festgelegt. Die Fixvergütung für den Vorsitzenden des Aufsichtsrates beträgt 120.000 EUR, jedes andere gewählte Aufsichtsratsmitglied erhält 60.000 EUR pro Geschäftsjahr. Für die Aufsichtsratssitzungen oder für die Hauptversammlung gebührt kein zusätzliches Sitzungsentgelt. Darüber hinaus erhalten die gewählten Mitglieder der Ausschüsse des Aufsichtsrats eine variable Vergütung. Den Vorsitzenden eines jeden Ausschusses wird dabei eine Vergütung von 15.000 EUR pro Sitzung, maximal aber 30.000 EUR für die Tätigkeit als Vorsitzender eines Ausschusses pro Geschäftsjahr gewährt. Jedem sonstigen Mitglied eines jeden Ausschusses werden 5.000 EUR pro Sitzung, aber maximal 10.000 EUR pro Geschäftsjahr und Ausschuss gewährt. Die Belegschaftsvertreter erhalten keine Aufsichtsratsvergütung. Die Fixvergütung wird in monatlich gleichen Beträgen ausbezahlt. Die variable Vergütung wird nur den persönlich anwesenden Mitgliedern geleistet und jeweils eine Woche nach der betreffenden Sitzung ausbezahlt.

Gesamtvergütungen des Aufsichtsrats:16

In TEUR 2015/16 2014/15
Gesamtvergütungen des Aufsichtsrats
des AufsichtsratsAufsichtsrats
512 313
davon fixe Vergütung 420 180
davon variable Vergütung 75 129
davon Spesen-/Aufwandsersatz 17 4

Vergütungen für Aufsichtsratsmitglieder

Offenlegung gemäß Regel 51:
In TEUR 2015/16 2014/15
Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel 135 55
Dipl.-Kfm. Hero Brahms 14 55
Dr. Rüdiger Kapitza 51 0
Dr. Johannes Burtscher 90 55
Dipl.-Ing. Fritz Zumtobel 70 35
Dr. Stephan Hutter 75 29
Dipl.-Phys. Hans-Peter Metzler 60 35

Dornbirn, am 14. Juni 2016

Der Vorstand

Ulrich Schumacher Karin Sonnenmoser Alfred Felder

Chief Executive Officer (CEO) Chief Financial Officer (CFO) Chief Operating Officer (COO)

16 Hinweis: Im Sinne von Transparenz und Klarheit sind jene Vergütungen dargestellt, welche auf die im jeweiligen Geschäftsjahr stattgefundenen Sitzungen entfallen, unabhängig von deren Auszahlungszeitpunkt.

3.6 Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im Geschäftsjahr 2015/16 hat die Zumtobel Group die vor zwei Jahren eingeleitete Neuausrichtung des Konzerns und die damit einhergehenden Restrukturierungsmaßnahmen konsequent fortgeführt. Wir begrüßen ausdrücklich die Strategie des Vorstands und freuen uns sehr, dass wir die Verträge sowohl mit unserem Vorstandsvorsitzenden Dr. Ulrich Schumacher als auch mit unserem Finanzvorstand Karin Sonnenmoser vorzeitig bis April 2020 verlängern konnten. Außerdem konnten wir mit Alfred Felder einen ausgewiesenen Technologieexperten und erfahrenen Manager, der in den letzten drei Jahren hervorragende Arbeit bei Tridonic geleistet hat, als neues Vorstandsmitglied gewinnen. Herr Felder übernahm mit Wirkung zum 1. April 2016 die Funktion des Chief Operating Officer und wurde bis April 2019 bestellt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir die uns nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen, indem wir den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig kontrolliert und die Geschäftsführung der Zumtobel Group AG überwacht haben. Der Vorstand berichtete uns mündlich und schriftlich regelmäßig, zeitnah und umfassend über die allgemeine Geschäftsentwicklung, wesentliche Vorgänge und die Lage der Zumtobel Group AG sowie des gesamten Konzerns. Zu einzelnen Themen wurden Experten in unsere Sitzungen eingeladen, die vertiefende Informationen bereitgestellt haben. Zwischen den abgehaltenen Sitzungen informierte der Vorstand den Aufsichtsrat laufend über wichtige Einzelthemen. Darüber hinaus fanden auch persönliche Gespräche zwischen dem Vorsitzenden des Vorstands und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats statt. Dadurch wurde der Aufsichtsrat in die Lage versetzt, seinen Verpflichtungen vollumfänglich nachzukommen.

Der Aufsichtsrat der Zumtobel Group AG bestand zum 30. April 2016 aus den folgenden sechs Kapitalvertretern: Jürg Zumtobel, Rüdiger Kapitza, Fritz Zumtobel, Hans-Peter Metzler, Johannes Burtscher und Stephan Hutter.

Sitzungen des Aufsichtsrats Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2015/16 insgesamt sechs Mal. Dabei handelte es sich um vier ordentliche Sitzungen, eine außerordentliche Sitzung sowie eine Strategieklausur. Bei zwei Sitzungen hat jeweils ein Mitglied entschuldigt gefehlt, bei den übrigen Sitzungen ist der Aufsichtsrat jeweils vollzählig zusammengetreten.

In der Aufsichtsratssitzung vom 23. Juni 2015 wurden insbesondere der Jahresabschluss der Zumtobel Group AG sowie der entsprechende Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014/15 behandelt. Nach einer ausführlichen Diskussion zur operativen Entwicklung der Zumtobel Group mit ihren beiden Segmenten (Leuchten und Komponenten) im vierten Quartal sowie im Gesamtjahr 2014/15 haben wir den vom Prüfungsausschuss unterbreiteten Vorschlägen zur Feststellung des geprüften Jahresabschlusses samt Lagebericht zugestimmt und den Konzernabschluss samt Konzernlagebericht zustimmend zur Kenntnis genommen. Dabei schloss sich der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinnes an, eine Dividende in Höhe von EUR 0,22 je Aktie auszuschütten. Ebenso haben wir den Bericht des Beauftragten für Insider Compliance zustimmend zur Kenntnis genommen und – der Empfehlung des Prüfungsausschusses folgend – der Hauptversammlung die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, als Abschluss- und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015/16 vorgeschlagen. Zudem wurde der Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung diskutiert und beschlossen. Basierend auf einer per Fragebogen ermittelten Selbstevaluierung wurden die Effizienz der eigenen Arbeit sowie Verbesserungspotenziale in Bezug auf die Organisation und Arbeitsweise des Gremiums offen diskutiert.

In der Sitzung vom 25. September 2015 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Lagebericht und den finanziellen Eckdaten zum ersten Quartal 2015/16. Als zustimmungspflichtige Geschäfte wurden Änderungen von Prokuren behandelt und genehmigt.

Am 18. Dezember 2015 tagte der Aufsichtsrat im Rahmen einer Klausur, in der strategische Fragestellungen zu den einzelnen Geschäftsbereichen der Zumtobel Group diskutiert wurden.

Bei der Aufsichtsratssitzung am 29. Januar 2016 lag das Hauptaugenmerk neben der Behandlung des Lageberichts zum Halbjahr und der Vorschau für das Gesamtjahr 2015/16 auf Statusberichten zu verschiedenen Projekten. Als zustimmungspflichtige Geschäfte wurden Mandatsbestellungen behandelt und genehmigt.

Am 11. März 2016 hat der Aufsichtsrat die Wiederernennung von Ulrich Schumacher zum Vorsitzenden des Vorstandes und Karin Sonnenmoser zum Vorstandsmitglied mit einer Amtsdauer je bis zum 30. April 2020 beschlossen. Zusätzlich wurde die Bestellung von Alfred Felder zum Vorstandsmitglied mit der Amtsdauer vom 1. April 2016 bis zum 30. April 2019 beschlossen.

Zentrale Themen der Aufsichtsratssitzung vom 22. April 2016 waren der Lagebericht zum dritten Quartal 2015/16, das Budget für das Geschäftsjahr 2016/17 und die darauf aufbauende Mittelfristplanung für die darauf folgenden Geschäftsjahre bis 2019/20. Das Budget und die Mittelfristplanung wurden vom Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Als berichts- und zustimmungspflichtige Geschäfte wurden u. a. der Geschäftsverteilungsplan für den Vorstand behandelt und genehmigt.

In der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung vom 28. April 2016 wurde die Schließung des Leuchtenwerks in Usingen, Deutschland, genehmigt.

Prüfungsausschuss (Audit Committee) Prüfungsausschuss (Audit

Der Prüfungsausschuss kam im Geschäftsjahr 2015/16 zu zwei Sitzungen zusammen. Bei der Sitzung vom 23. Juni 2015 waren alle Mitglieder anwesend. Bei der Sitzung am 29. Januar 2016 war ein Mitglied von der Teilnahme entschuldigt.

Der Themenschwerpunkt der Sitzung vom 23. Juni 2015 war der Jahresabschluss 2014/15. Der Prüfungsausschuss ließ sich vom Abschluss- und Konzernabschlussprüfer und von den internen Mitarbeitern aus den Fachbereichen umfassend über den Konzernabschluss und den Einzelabschluss der Zumtobel Group AG, den Rechnungslegungsprozess an sich sowie die wesentlichen Grundsätze der Bilanzierung berichten. Darüber hinaus wurden diverse weitere Berichte (Compliance Management, Risikomanagementsystem, Internes Kontrollsystem, Interne Revision, Corporate Governance und Insider Compliance) diskutiert und zustimmend zur Kenntnis genommen. Zudem verabschiedete der Prüfungsausschuss seinen Vorschlag an den Aufsichtsrat mit Blick auf die Bestellung des Abschlussprüfers für das kommende Geschäftsjahr. Dem Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung wurde zugestimmt. Abschließend wurden ausgewählte Themen aus dem Bereichen Zinsswaps, Währungseffekte und Hedging vorgestellt.

In der Sitzung vom 29. Januar 2016 befasste sich der Prüfungsausschuss mit dem Halbjahresabschluss zum 31. Oktober 2015 und nahm die entsprechenden Berichte des Abschlussprüfers und der internen Mitarbeiter aus den Fachbereichen zur Kenntnis. Der Rechnungslegungsprozess und die Review-Schwerpunkte sowie einige Teilaspekte wurden dabei detailliert erläutert. Zudem wurden die Statusberichte zum Internen Kontrollsystem, zur Internen Revision und zum Compliance Management in der Zumtobel Group zur Kenntnis genommen. Abschließend wurde über die Ausschreibung der Abschlussprüfung berichtet sowie über die vorläufigen Ergebnisse der Ausschreibung diskutiert. Da die Umsetzung der EU-Audit Reform in österreichisches Recht mit der Verabschiedung des Abschlussprüfungsrechts-Änderungsgesetzes (APRÄG) durch den Nationalrat am 19. Mai 2016 erfolgte, wird der Prüfungsausschuss erst in der nächsten Sitzung seine Empfehlung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2016/17 an den Aufsichtsrat beschließen.

Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten (AfVS) Vorstandsangelegenheiten (AfVS)

Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten kam im Geschäftsjahr 2015/16 zu sieben Sitzungen zusammen, an denen jeweils alle Mitglieder teilnahmen. Im Zusammenhang mit diesen Sitzungen fanden darüber hinaus noch weitere Telefonkonferenzen statt, in denen die besprochenen Themen vor- oder nachbereitet wurden.

Ein wichtiger Themenschwerpunkt des Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten im Geschäftsjahr 2015/16 war die vorzeitige Verlängerung der Vorstandsverträge von Herrn Ulrich Schumacher, Chief Executive Officer (CEO) der Gesellschaft, mit Wirkung zum 1. Mai 2017 für weitere drei Jahre bis zum 30. April 2020 sowie von Frau Karin Sonnenmoser, Chief Financial Officer (CFO) der Gesellschaft, mit Wirkung zum 1. Mai 2017 für weitere drei Jahre bis zum 30. April 2020. Darüber hinaus beschäftigte sich der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten im Berichtszeitraum auch mit der Bestellung von Herrn Alfred Felder als Chief Operating Officer (COO) in den Vorstand der Gesellschaft sowie mit dem damit in Zusammenhang stehenden Abschluss eines neuen Vorstandsvertrags mit Wirkung zum 1. April 2016 für drei Jahre bis zum 30. April 2019. Herr Felder wird in der Übergangsphase bis 01. November 2016 in Zusammenarbeit mit dem Tridonic Management-Team weiterhin das operative Geschäft der Komponententochter Tridonic leiten.

Ein weiteres wesentliches Thema, das den Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten auch im Geschäftsjahr 2015/16 beschäftigte, war die Arbeit im Compensation Committee. Das Compensation Committee ist das Gremium, welches Entscheidungen zum Vergütungssystem trifft und sich aus Vertretern des Vorstands, des Aufsichtsrats und der Personalabteilung zusammensetzt. Das Compensation Committee wird von dem in Zürich ansässigen, unabhängigen Beratungsunternehmen FehrAdvice & Partners AG unterstützt. Im vorangegangenen Geschäftsjahr 2014/15 wurde ein neues System zur Berechnung der variablen Vergütung für den Vorstand sowie für das obere Management der Zumtobel Group AG eingeführt. Mit diesem System der Vergütung auf der Basis eines am Kapitalmarkt ausgerichteten Leistungsindikators (sogenannter "Total Shareholder Return") verfolgt die Zumtobel Group AG das Ziel, die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe zu fördern, Synergieeffekte zu heben und so die Gruppe als Ganzes zu optimieren ("One -Firm"- Ansatz). Das Vergütungssystem vergleicht zur Performance-Evaluierung den Total Shareholder Return der Zumtobel Group AG mit dem Total Shareholder Return einer spezifisch auf den Konzern zugeschnittenen Zielgruppe von Vergleichsunternehmen.

In mehreren Sitzungen und Telefonkonferenzen wurde durch den Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten im Geschäftsjahr 2015/16 die spezifische Ausgestaltung des Vergütungssystems und dessen Anwendung auf die Vergütung des nunmehr erweiterten Vorstands und des oberen Managements besprochen. Auf die diesbezüglichen Angaben im Vergütungsbericht wird verwiesen.

Strategieausschuss Strategieausschuss

Jeweils am Rande der abgehaltenen Aufsichtsratssitzungen und der Aufsichtsratsklausur tagten die Mitglieder des Strategieausschusses und berieten dabei über die konzeptionelle Ausgestaltung des Strategieausschusses. In den Monaten März und April fanden mehrere Gespräche zur Erarbeitung der Themenschwerpunkte für die Strategiesitzung am 10. Juni 2016 statt.

Jahresabschluss

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss samt Lagebericht sowie der Konzernabschluss samt Konzernlagebericht der Zumtobel Group AG für das Geschäftsjahr 2015/16 wurden von KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer geprüft und jeweils mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Nach umfassender Prüfung und Erörterung des Jahresabschlusses der Zumtobel Group AG mit dem Abschlussund Konzernabschlussprüfer im Prüfungsausschuss und im Aufsichtsrat, die keinen Anlass zu Einschränkungen gab, erklärte sich der Aufsichtsrat mit dem gemäß § 96 Abs. 1 Aktiengesetz erstatteten Lagebericht und Konzernlagebericht einverstanden und billigte den Jahresabschluss der Zumtobel Group AG, der damit gemäß § 96 Abs. 4 Aktiengesetz festgestellt ist. Ebenso billigte der Aufsichtsrat den Konzernabschluss und stimmte dem vom Prüfungsausschuss geprüften Corporate Governance Bericht zu.

Der Aufsichtsrat unterstützt den Vorschlag des Vorstands an die Hauptversammlung, aus dem Bilanzgewinn der Zumtobel Group AG eine Dividende von 0,20 EUR je Aktie auszuschütten und den sich danach ergebenden Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Zumtobel Group AG und deren verbundenen Unternehmen für ihren großen persönlichen Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Ebenso danken wir den Aktionären der Zumtobel Group AG für das in uns gesetzte Vertrauen.

Für den Aufsichtsrat

DI Jürg Zumtobel Vorsitzender des Aufsichtsrats

Dornbirn, am 21. Juni 2016

Corporate Governance

Zumtobel Group AG 1. Mai 2015 bis 30. April 2016

4. Einzelabschluss und Lagebericht der Zumtobel Group AG

Einzelabschluss Einzelabschluss

Zumtobel Group AG 1. Mai 2015 bis 30. April 2016

Inhalt

4. Einzelabschluss der Zumtobel Group AG
4.1 Bilanz ______________ 154
4.2 Gewinn- und Verlustrechnung _______ 156
4.3 Anhang _____________ 157
4.3.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden _____ 157
4.3.2 Erläuterungen zur Bilanz ____________ 159
4.3.3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung _____ 165
4.3.4 Sonstige Angaben ___________ 168
4.4 Anlagenspiegel _____________ 171
4.5 Lagebericht der Zumtobel Group AG _______ 172
4.5.1 Die Zumtobel Group AG im Überblick ______ 172
4.5.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld _______ 173
4.5.3 Die Zumtobel Group Aktie _________ 174
4.5.4 Geschäftsverlauf (inklusive finanzielle Leistungsindikatoren) ___ 175
4.5.5 Mitarbeiter __________ 176
4.5.6 Bericht über die Forschung und Entwicklung ________ 177
4.5.7 Berichterstattung über wesentliche Merkmale des Internen Kontroll- und des
Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ____ 177
4.5.8 Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen
Verpflichtungen _____________ 180
4.5.9 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens ____ 181
Bestätigungsvermerk ______________ 182

4. Einzelabschluss der Zumtobel Group AG

4.1 Bilanz

Aktiva 30. April 2016
EUR
30. April 2015
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen 6.724.343,88 7.305
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 59.238.159,95 61.648
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.333.073,88 1.947
62.571.233,83 63.595
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 585.638.395,30 585.297
2. Beteiligungen 29.143,94 29
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 250.125,00 250
4. Sonstige Ausleihungen 198.109,30 198
586.115.773,54 585.774
655.411.351,25 656.674
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 589.759,81 785
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 30.991.332,05 23.703
3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.212,76 1
4. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 977.294,70 982
32.559.599,32 25.471
II. Wertpapiere und Anteile
Eigene Anteile 3.357.728,73 3.362
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 17.206,23 86
35.934.534,28 28.919
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.674.705,47 2.129
694.020.591,00 687.722
Passiva 30. April 2016 30. April 2015
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Grundkapital 108.750.000,00 108.750
II. Rücklage für eigene Anteile 3.357.728,73 3.362
III. Kapitalrücklagen
1. Gebundene 311.573.240,00 311.573
2. Nicht gebundene 54.452.732,07 54.449
366.025.972,07 366.022
IV. Gewinnrücklagen
Andere Rücklagen (freie Rücklagen) 25.713.305,87 25.713
V. Bilanzgewinn 76.304.029,16 60.383
davon Gewinnvortrag: EUR 50.890.622,68; Vorjahr: Gewinnvortrag TEUR 62.055
580.151.035,83 564.230
B. Unversteuerte Rücklagen
Bewertungsreserve aufgrund von Sonderabschreibungen 0,00 355
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 4.782.210,00 4.555
2. Steuerrückstellungen 0,00 440
3. Sonstige Rückstellungen 20.058.174,94 29.766
24.840.384,94 34.761
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 80.090.166,66 80.158
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.753.861,11 5.596
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 320.088,76 476
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.635.424,07 2.146
davon aus Steuern: EUR 693.190,38; Vorjahr: TEUR 33
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 346.549,16; Vorjahr: TEUR 315
88.799.540,60 88.376
E. Rechnungsabgrenzungsposten 229.629,63 0
694.020.591,00 687.722
Haftungsverhältnisse 314.540.502,58 283.432

4.2 Gewinn- und Verlustrechnung

2015/16 2014/15
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 41.842.015,28 35.835
2. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zum Anlagevermögen mit Ausnahme der
Finanzanlagen
1.115.294,74 252
b) Übrige 1.636.962,02 1.263
2.752.256,76 1.515
3. Personalaufwand
a) Löhne 16.058,27 18
b) Gehälter 16.661.258,73 16.742
c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 564.267,75 1.126
d) Aufwendungen für Altersversorgung 11.231,18 11
e) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge
3.711.292,08 3.124
f) Sonstige Sozialaufwendungen 764.362,62 764
21.728.470,63 21.785
4. Abschreibungen
a) auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.786.494,12 5.975
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern 88.300,06 95
b) Übrige 33.251.293,65 32.342
33.339.593,71 32.437
6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis) -17.260.286,42 -22.847
7. Erträge aus Beteiligungen (aus verbundenen Unternehmen) 40.000.000,00 35.000
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 6.670,00 3
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.722.644,73 281
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 26.360,60; Vorjahr: TEUR 6
10. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens -11.775,87 -1.047
davon Abschreibungen: EUR 0,00; Vorjahr TEUR -335
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR -11.775,87; Vorjahr: TEUR -1.047
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.634.865,73 -13.085
davon betreffend verbundene Unternehmen: EUR 0,00; Vorjahr: TEUR -99
12. Zwischensumme aus Z 7 bis 12 (Finanzergebnis) 42.082.673,13 21.152
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 24.822.386,71 -1.695
14. Steuern vom Einkommen 235.829,04 -10
15. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 25.058.215,75 -1.705
16. Auflösung unversteuerter Rücklagen 355.190,73 32
17. Jahresgewinn/-verlust 25.413.406,48 -1.673
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 50.890.622,68 62.055
19. Bilanzgewinn 76.304.029,16 60.383

4.3 Anhang

4.3.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

4.3.1.1 Allgemeine Grundsätze

Der Jahresabschluss wurde gemäß den Rechnungslegungsbestimmungen in der geltenden Fassung (UGB) und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens angenommen. Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.

4.3.1.2 Anlagevermögen

4.3.1.2.1 Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind. Die geringwertigen Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.

Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:

Jahre
Software 3 bis 7
Rechte 4

4.3.1.2.2 Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind. Die geringwertigen Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.

Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:

von bis
Gebäude 30 50 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 10 Jahre

4.3.1.2.3 Finanzanlagen

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. bei nachhaltigen und wesentlichen Wertminderungen mit den niedrigeren Werten zum Bilanzstichtag bewertet.

4.3.1.3 Forderungen

Die Forderungen sind mit dem Nennwert angesetzt. Im Falle erkennbarer Einzelrisiken wird der niedrigere beizulegende Wert ermittelt und angesetzt.

4.3.1.4 Eigene Anteile

Die eigenen Anteile sind zum strengen Niederstwertprinzip bewertet.

4.3.1.5 Rückstellungen

4.3.1.5.1 Rückstellungen für Anwartschaften auf Abfertigungen und Rückstellungen für ähnliche Verpflichtungen

Die Abfertigungsrückstellungen und die Rückstellung für Jubiläumsgelder werden unter Anwendung der Bestimmungen des IAS 19 nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 1,9% (VJ 1,6%), einer zukünftigen Gehaltssteigerung von 3,0% (VJ 3,0%) und einer empirischen Fluktuation – gestaffelt nach Dienstjahren – zwischen 0% und 13% sowie eines frühestmöglichen Pensionsantrittsalters unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen gemäß Pensionsreform unter Zugrundelegung der Sterbetafeln 2008 berechnet. Aufgrund zum Vorjahr geänderter Parameter entstand bei der Abfertigungsrückstellung ein zusätzlicher Ertrag von EUR 65.290,00 (VJ Aufwand EUR 678.868,00) und bei der Rückstellung für Jubiläumsgelder ein zusätzlicher Ertrag von EUR 4.380 (VJ Aufwand EUR 54.732,00). Der Zinsaufwand in Höhe von EUR 81.925,00 (VJ EUR 123.080,00) wird zur Gänze im Finanz-ergebnis ausgewiesen. Vom Zinsaufwand entfallen EUR 72.813,00 (VJ EUR 109.299,00) auf die Abfertigungsrückstellung und EUR 9.112,00 (VJ EUR 13.781,00) auf die Rückstellung für Jubiläumsgelder.

Die mit steuerlicher Wirkung geltend gemachten Abfertigungsrückstellungen wurden gemäß § 124 b Z 68 EStG im Jahr 2003 auf eine als versteuert geltende Rücklage übertragen.

4.3.1.5.2 Übrige Rückstellungen

In den übrigen Rückstellungen werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe und dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind.

4.3.1.6 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

4.3.1.7 Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind mit dem Anschaffungskurs oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

4.3.1.8 Änderungen von Bewertungsmethoden

Die angewandten Bewertungsmethoden wurden auch bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.

4.3.2 Erläuterungen zur Bilanz

  • 4.3.2.1 Anlagevermögen
  • 4.3.2.1.1 Entwicklung

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Jahresabschreibung nach einzelnen Posten sind im Anlagenspiegel dargestellt. Im Anlagenspiegel ist auch der Grundwert angeführt.

4.3.2.1.2 Geringwertige Vermögensgegenstände

Die geringwertigen Vermögensgegenstände bis zu einem Anschaffungswert von EUR 400,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

4.3.2.1.3 Angaben über verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen

Anteile an verbundenen Unternehmen

Name und Sitz Whrg. Eigenkapital der
Gesellschaft
30. April 2016
Anteil
in
%
Jahresüberschuss/
-fehlbetrag
GJ 2015/16
Buchwert
30. April 2016
EUR
Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn EUR 304.028.810,47 100 7.139.696,95 511.771.742,88
Tridonic GmbH & Co KG, Dornbirn EUR 45.635.721,43 100 20.364.460,39 62.694.447,96
Tridonic GmbH, Dornbirn EUR 342.487,44 100 1.050,00 341.000,00
Zumtobel Insurance Management GmbH, Dornbirn EUR 78.925,10 100 -11.775,87 18.168,21
Zumtobel LED Holding GmbH, Lustenau EUR 21.824.151,54 100 1.735.525,64 10.813.031,05
Zumtobel Lighting Ltd., Hayes, Großbritannien GBP Zwerganteil 5,20
585.638.395,30
Name und Sitz Whrg. Eigenkapital der
Gesellschaft
30. April 2015
Anteil
in
%
Jahresüberschuss/
-fehlbetrag
GJ 2014/15
Buchwert
30. April 2015
EUR
Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn EUR 321.889.113,52 100 34.327.067,84 511.771.742,88
Tridonic GmbH & Co KG, Dornbirn EUR 40.271.261,04 100 11.299.335,43 62.694.447,96
Tridonic GmbH, Dornbirn EUR -658.562,56 100 -1.068.950,00 0,00
Zumtobel Insurance Management GmbH, Dornbirn EUR 78.925,10 100 -52.972,22 18.168,21
Zumtobel LED Holding GmbH, Lustenau EUR 20.088.625,90 100 3.793.042,93 10.813.031,05
Zumtobel Lighting Ltd., Hayes, Großbritannien GBP Zwerganteil 5,20
585.297.395,30

Zur Abdeckung des negativen Eigenkapitals der Tridonic GmbH wurde am 22. Mai 2015 ein Großmutterzuschuss in Höhe von EUR 1.000.000,00 geleistet. Die dafür gebildete Rückstellung (EUR 659.000,00) wurde im Geschäftsjahr entsprechend verbraucht. Der Buchwert des Anteils entspricht nunmehr dem anteiligen Eigenkapital.

Die Zumtobel Lighting GmbH hat im Geschäftsjahr 2015/16 EUR 25.000.000,00 (VJ EUR 25.000.000,00) an die Zumtobel Group AG ausgeschüttet, die Gewinnentnahme aus der Tridonic GmbH & Co KG betrug EUR 15.000.000,00 (VJ EUR 10.000.000,00).

Der Jahresfehlbetrag der Zumtobel Insurance Management GmbH für das Geschäftsjahr 2015/16 in Höhe von EUR 11.775,87 (VJ Jahresfehlbetrag EUR 52.972,22) ist aufgrund eines bestehenden Ergebnisabführungsvertrags in der Position "Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens" enthalten.

Übrige Beteiligungen

Nominale Anschaffungswert
= Buchwert
Name und Sitz EUR
EIBA Société cooperative, Brüssel, Belgien (1,5% Beteiligung) 7.267,28 14.951,72
Dornbirner Messe GmbH, Dornbirn (0,66% Beteiligung) 1.816,82 290,69
Vorarlberger Volksbank reg. Gen.mbH, Dornbirn (Zwerganteil) 76,67 76,67
Dornbirner Seilbahn GmbH, Dornbirn (ca. 0,01% Beteiligung) 4.004,98 1.824,86
Kompetenzzentrum Licht GmbH, Dornbirn (33,33% Beteiligung) 36.000,00 12.000,00
29.143,94

4.3.2.1.4 Wertpapiere des Anlagevermögens

Der Bestand beläuft sich unverändert zum Vorjahr auf 667 Stückaktien der CEESEG AG.

4.3.2.2 Forderungen

Bilanzwert
30. April 2016
EUR
Restlaufzeit von
mehr als einem
Jahr
davon
wechselmäßig
verbrieft
enthaltene
Pauschal-WB
Forderungen aus Leistungen 589.759,81 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 30.991.332,05 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
1.212,76 0,00 0,00 0,00
sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 977.294,70 0,00 0,00 0,00
32.559.599,32 0,00 0,00 0,00
Bilanzwert
30. April 2015
EUR
Restlaufzeit von
mehr als einem
Jahr
davon
wechselmäßig
verbrieft
enthaltene
Pauschal-WB
Forderungen aus Leistungen 785.594,65 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 23.702.851,05 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
390,00 0,00 0,00 0,00
sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 982.171,34 0,00 0,00 0,00
25.471.007,04 0,00 0,00 0,00

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen stammen mit EUR 8.390.926,04 (VJ EUR 7.972.181,57) aus der laufenden Leistungsverrechnung. EUR 8.979.228,45 (VJ EUR 5.219.437,18) stammen aus einer Forderung gegenüber der Thorn Lighting Limited aufgrund der Übernahme von Zahlungsverpflichtungen in den Thorn Lighting Pension Fund. Weiters ist eine Finanzierungsforderung gegenüber der Zumtobel Pool GmbH in Höhe von EUR 13.601.927,56 (VJ EUR 10.491.982,30) enthalten. Die Forderungen aus der Steuerumlage an die österreichischen Gesellschaften der Zumtobel Group aus dem laufenden Geschäftsjahr betragen EUR 19.250,00 (VJ EUR 19.250,00).

Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände

30. April 2016 30. April 2015
Forderungen an Finanzämter 583.590,81 643.547,75
Forderungen gegenüber der Belegschaft 204.451,24 206.034,89
Forderungen gegenüber Lieferanten aus Bonusvereinbarungen 147.000,00 16.000,00
Geleistete Anzahlungen an Lieferanten für Dienstleistungen 8.900,00 91.780,51
Übrige sonstige Forderungen 33.352,65 24.808,19
Summe sonstige Forderungen 977.294,70 982.171,34

Die sonstigen Forderungen werden bis auf geleistete Anzahlungen zur Gänze nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam.

4.3.2.3 Eigene Anteile

Im Geschäftsjahr wurden aus dem Stock Option Program 520 Stück Optionen ausgeübt (VJ 7.077 Stück).

Zum Bilanzstichtag beträgt der Bestand eigener Anteile 353.343 Stück (VJ 353.863 Stück) zu einem Bilanzwert von EUR 3.357.728,73 (VJ EUR 3.361.628,73).

Der Kurswert der Zumtobel Group Aktie betrug am 30. April 2016 EUR 11,370/Stück (VJ EUR 24,445/Stück). Die eigenen Anteile sind wie im Vorjahr mit einem Buchkurs von EUR 9,50/Stk. bewertet.

4.3.2.4 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Vom ausgewiesenen Betrag entfallen EUR 15.182,40 (VJ EUR 82.808,55) auf kurzfristig fällige Guthaben bei Kreditinstituten.

4.3.2.5 Aktive Rechnungsabgrenzungen

In den aktiven Rechnungsabgrenzungen in Höhe von EUR 2.674.705,47 (VJ EUR 2.129.181,78) sind im Wesentlichen Wartungsgebühren für diverse Hard- und Software, Grundsteuern und Mitgliedsbeiträge enthalten.

4.3.2.6 Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 108.750.000,00 und ist in 43.500.000 zur Gänze einbezahlte, auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien zerlegt. Die Aktien werden im Prime Market an der Wiener Börse gehandelt. Das Börsenkürzel lautet ZAG, die internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) der Zumtobel Group AG lautet AT0000837307. Es gibt keine Aktien mit besonderen Vorzugs- oder Kontrollrechten.

Gemäß § 106 Z 9 AkdG iVm§ 83 Abs. 2 Z1 BörseG wird weiters bekanntgegeben, dass die Gesellschaft 43.500.000 auf Inhaber lautende Stückaktien ausgegeben hat und jede Stückaktie eine Stimme gewährt. Die Gesellschaft hält gegenwärtig 353.343 Stück eigene Aktien, die gemäß § 65 Abs. 5 AktG nicht zur Stimmrechtsausübung berechtigt sind; unter Berücksichtigung dieser eigenen Aktien beträgt die Gesamtzahl der Stimmrechte 43.146.657.

Zum 30. April 2016 befinden sich 43.146.657 Aktien (VJ 43.146.137) im Umlauf. Im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogrammes (Stock Option Program) wurden 520 (VJ 7.077) Optionen ausgeübt. Die Gesellschaft verfügt zum 30. April 2016 über 353.343 eigene Aktien (VJ 353.863).

In der Hauptversammlung vom 24. Juli 2015 wurde für das Geschäftsjahr 2014/15 die Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,22 (VJ EUR 0,18) je Aktie beschlossen. Auf die am 31. Juli 2015 im Umlauf befindlichen 43.146.657 Stückaktien (43.500.000 Aktien abzüglich 353.343 eigene Aktien) wurden somit EUR 9.492.264,54 (VJ EUR 7.765.292,16) ausgeschüttet, die Auszahlung an die Aktionäre erfolgte am 31. Juli 2015.

In der Hauptversammlung vom 25. Juli 2014 wurde folgender Beschluss gefasst: Der Vorstand ist gemäß § 169 AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 25. Juli 2014 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch, sohin bis zum 30. August 2019, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu weitere EUR 10.875.000,00 durch Ausgabe von bis zu 4.350.000 Stück neue, auf Inhaber lautende, nennbetragslose Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100% des anteiligen Betrages am Grundkapital gegen Bar- oder Sacheinlage, auch in mehreren Tranchen und auch im Wege des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs 6 AktG, zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes Kapital) und das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien auszuschließen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

4.3.2.7 Unversteuerte Rücklagen

Stand am Zuführung Verbrauch (V)/ Stand am
1. Mai 2015 Auflösung (A) 30. April 2016
Bewertungsreserve
Sachanlagen 355.190,73 0,00 67.876,43(V) 0,00
287.314,30(A)
Summe Bewertungsreserve 355.190,73 0,00 67.876,43(V) 0,00
287.314,30(A)

Vom Stand der Bewertungsreserve, die in Vorjahren aus Abschreibungen gemäß §§ 6, 8 und 12 EStG 1972 gebildet wurde, wurden EUR 67.876,43 verbraucht, der verbleibende Restbetrag von EUR 287.314,30 wurde steuerpflichtig aufgelöst.

4.3.2.8 Sonstige Rückstellungen

Stand am Verbrauch Dotierung Stand am
1. Mai 2015 30. April 2016
Personalrückstellungen
noch nicht konsumierte Urlaube 940.660,00 940.660,00 1.053.539,01 1.053.539,01
Sonderzahlungen 810.402,00 810.402,00 932.817,85 932.817,85
Jubiläumsgelder 590.549,07 99.871,49 101.758,42 592.436,00
Mitarbeiterprämien 3.373.481,74 3.373.481,74 2.069.469,34 2.069.469,34
Gleitzeitguthaben und Freizeitoption 296.751,39 296.751,39 314.812,00 314.812,00
Summe Personalrückstellungen 6.011.844,20 5.521.166,62 4.472.396,62 4.963.074,20
übrige Rückstellungen
Bilanzprüfungsaufwand 169.830,00 169.830,00 187.200,00 187.200,00
Beratungsaufwand 162.000,00 162.000,00 217.320,00 217.320,00
Bilanzveröffentlichung 30.000,00 30.000,00 30.000,00 30.000,00
Aufsichtsratsvergütung 180.000,00 180.000,00 86.000,00 86.000,00
drohende Kursverluste 17.536.598,29 14.860.103,11 6.711.248,61 9.387.743,79
Kreditbereitstellungsprovision 240.000,00 240.000,00 87.000,00 87.000,00
Sanierung 5.259.000,00 659.000,00 0,00 4.600.000,00
sonstige übrige Rückstellungen 176.925,00 176.925,00 499.836,95 499.836,95
Summe übrige Rückstellungen 23.754.353,29 16.477.858,11 7.818.605,56 15.095.100,74
Summe sonstige Rückstellungen 29.766.197,49 21.999.024,73 12.291.002,18 20.058.174,94

Zur Ermittlung der Rückstellung für drohende Kursverluste wurden bezüglich konzerninternen und mit Dritten abgeschlossenen Derivatgeschäften Bewertungseinheiten gebildet, sofern Fälligkeitstermine und nominierte Währungen übereinstimmen. Die verbleibenden negativen Überhänge wurden als Rückstellung für drohende Kursverluste ausgewiesen. Für ergänzende Erläuterungen verweisen wir auf das Kapitel zu den derivativen Finanzinstrumenten.

Die gebildete Sanierungsrückstellung dient zur Abdeckung des negativen Eigenkapitals der ZG Lighting CEE GmbH in Höhe von EUR 4.600.000,00.

4.3.2.9 Verbindlichkeiten

Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung für die Zumtobel Group stellt der am 1. Dezember 2015 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis November 2020 und einem ausnutzbaren Rahmen von EUR 300.000.000,00 dar. Damit wurde im Berichtsjahr der zuvor bestehende und bis Oktober 2016 laufende Konsortialkreditvertrag mit einem Kreditrahmen von EUR 350.000.000,00 abgelöst und somit die durchschnittliche Fristigkeit der Konzernfinanzierung deutlich verlängert. Die Zumtobel Group AG selbst ist ebenfalls ein Kreditnehmer unter diesem Konsortialkreditvertrag, hat aber zum 30. April 2016 ebenso wie im Vorjahr keine Ziehung in Anspruch genommen. Für die Zumtobel Group AG bestehen zwei weitere Kreditverträge über je EUR 40.000.000,00 mit endfälliger Tilgung und einer Laufzeit bis September 2018 beziehungsweise Januar 2020, die per 30. April 2016 unverändert zum Vorjahr vollständig in Anspruch genommen sind.

Restlaufzeit bis zu
einem Jahr
Restlaufzeit von
einem bis fünf
Jahren
Restlaufzeit von
über fünf Jahren
Bilanzwert
30. April 2016
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 90.166,66 80.000.000,00 0,00 80.090.166,66
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.753.861,11 0,00 0,00 5.753.861,11
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 320.088,76 0,00 0,00 320.088,76
sonstige Verbindlichkeiten 2.635.424,07 0,00 0,00 2.635.424,07
davon aus Steuern 693.190,38 0,00 0,00 693.190,38
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 346.549,16 0,00 0,00 346.549,16
Summe Verbindlichkeiten 8.799.540,60 80.000.000,00 0,00 88.799.540,60
Restlaufzeit bis zu
einem Jahr
Restlaufzeit von
einem bis fünf
Jahren
Restlaufzeit von
über fünf Jahren
Bilanzwert
30. April 2015
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 158.458,82 80.000.000,00 0,00 80.158.458,82
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.596.369,86 0,00 0,00 5.596.369,86
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 476.281,92 0,00 0,00 476.281,92
sonstige Verbindlichkeiten 2.145.638,37 0,00 0,00 2.145.638,37
davon aus Steuern 33.299,50 0,00 0,00 33.299,50
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 314.911,66 0,00 0,00 314.911,66
Summe Verbindlichkeiten 17.916.167,43 80.000.000,00 0,00 97.916.167,43

Die Verbindlichkeiten sind nicht dinglich besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stammen mit EUR 308.312,89 aus der laufenden Leistungsverrechnung (VJ EUR 423.309,70) sowie aus der Übernahme des Jahresfehlbetrags der Zumtobel Insurance Management GmbH aufgrund der bestehenden Organschaft mit EUR 11.775,87 (VJ Jahresfehlbetrag EUR 52.972,22).

Sonstige Verbindlichkeiten

30. April 2016 30. April 2015
sonstige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt 657.242,34 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gemeinden 35.948,04 33.299,50
Verbindlichkeiten gegenüber Dienstnehmern 1.407.048,35 1.606.113,21
Verbindlichkeiten gegenüber der Krankenkasse 346.549,16 314.911,66
Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsunternehmen 156.636,18 157.272,05
übrige Verbindlichkeiten 32.000,00 34.041,95
Summe sonstige Verbindlichkeiten 2.635.424,07 2.145.638,37

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr zur Gänze nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam.

4.3.2.10 Anteilsbasierte Vergütungen an leitende Angestellte

Stock Option Program (SOP)

Von 2004 bis 2008 gab es ein aktienbasiertes Vergütungsprogramm, das Stock Option Program (SOP). Aus dem SOP erfolgen keine Zuteilungen von Optionen mehr. Das letzte Ausübungsfenster des SOP endete mit 30. April 2015.

4.3.2.11 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

4.3.2.11.1 Haftungsverhältnisse

30. April 2016 davon für
verbundene
Unternehmen
Verpflichtungen aus Eventualverbindlichkeiten 290.580.393,64 290.580.393,64
Unternehmensgarantien 20.460.108,94 20.460.108,94
Leasing 3.500.000,00 3.500.000,00
314.540.502,58 314.540.502,58
30. April 2015 davon für
verbundene
Unternehmen
Verpflichtungen aus Eventualverbindlichkeiten 258.032.334,00 258.032.334,00
Unternehmensgarantien 22.399.889,91 22.399.889,91
Leasing 3.000.000,00 3.000.000,00
283.432.223,91 283.432.223,91

4.3.2.11.2 Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen

30. April 2016
des folgenden
Geschäftsjahres
der folgenden fünf
Geschäftsjahre
Verpflichtungen aus Leasingverträgen 201.885,00 807.540,00
Verpflichtungen aus Mietverträgen 994.570,00 3.978.282,00
1.196.455,00 4.785.822,00
30. April 2015
des folgenden
Geschäftsjahres
der folgenden fünf
Geschäftsjahre
Verpflichtungen aus Leasingverträgen 146.155,00 309.935,00
Verpflichtungen aus Mietverträgen 1.148.198,16 3.223.763,96
1.294.353,16 3.533.698,96

4.3.2.11.3 Derivate Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden in der Zumtobel Group AG zur Absicherung von Marktpreisrisiken der gesamten Zumtobel Group, die aus Schwankungen von Währungskursen und Zinssätzen resultieren können, eingesetzt. Die Berechnung von stichtagsbezogenen Marktwerten aus Derivaten erfolgt durch eine Treasury-Software basierend auf üblichen anerkannten Berechnungsmethoden.

Durch weitere Marktpreisschwankungen können die hier angeführten Werte jedoch von den später bei Fälligkeit realisierten Werten abweichen.

Die Zumtobel Group AG schließt gemäß der gültigen Hedging Policy interne Termingeschäfte mit Konzerngesellschaften der Zumtobel Group zur Absicherung deren Währungskursrisikos ab. Das daraus resultierende Nettoexposure in den einzelnen Währungen wird teilweise zeitgleich, teilweise sukzessive extern durch gegengleiche Derivatgeschäfte mit ausgewählten Banken als Kontraktpartner eingedeckt. Damit ist das Bonitätsrisiko aus Sicherungsgeschäften als äußerst gering einzustufen. Die Summe der nach Bildung von Bewertungseinheiten verbleibenden negativen Überhänge für diese Sicherungsgeschäfte wurde in die Rückstellung für drohende Kursverluste mit einem Betrag von EUR 794.439,93 (VJ EUR 6.296.079,46) eingestellt.

4.3.3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.3.3.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse nach geografisch bestimmten Märkten setzen sich wie folgt zusammen:

2015/16 2014/15
Inland 25.235.222,61 21.682.542,68
EU-Staaten 13.367.407,25 10.897.777,61
Drittland 3.239.385,42 3.254.610,65
41.842.015,28 35.834.930,94

Nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:

2015/16 2014/15
IT-Dienstleistungen 27.289.436,29 21.142.704,72
Mieterlöse 7.743.574,37 8.039.437,31
sonstige Umlagen 6.809.004,62 6.652.788,91
41.842.015,28 35.834.930,94

Von den Umsatzerlösen wurden EUR 41.267.443,79 (98,63% vom Gesamtumsatz; VJ EUR 34.997.844,08 bzw. 97,66%) mit Gesellschaften der Zumtobel Group getätigt.

4.3.3.2 Sonstige betriebliche Erträge

2015/16 2014/15
Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zum Anlagevermögen mit Ausnahme
der Finanzanlagen
1.115.294,74 251.914,67
Erträge aus weiterverrechneten Betriebskosten an Dritte 258.213,39 283.351,57
Erträge aus sonstigen weiterverrechneten Aufwendungen an Konzerngesellschaften 948.774,06 934.747,43
Erträge aus übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen 429.974,57 44.941,28
2.752.256,76 1.514.954,95

4.3.3.3 Personalaufwand

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sowie die Aufwendungen für Altersversorgung setzen sich wie folgt zusammen:

2015/16 2014/15
leitende Angestellte 39.682,92 305.839,33
sonstige Arbeitnehmer 524.584,83 830.859,49
564.267,75 1.136.698,82

Im Gesamtbetrag sind mit EUR 191.587,15 (VJ EUR 137.899,53) auch die Beträge, die an die Mitarbeitervorsorgekasse im Rahmen der "Abfertigung Neu" bezahlt wurden, enthalten.

4.3.3.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen

2015/16 2014/15
Steuern 88.300,06 95.013,74
Übrige
IT-Dienstleistungen 2.070.113,89 5.276.748,80
Beratung 7.948.887,11 10.373.757,53
Datenleitungen, Telekommunikation 5.240.267,65 4.386.097,51
Werbung 1.398.690,46 1.334.169,11
Versicherungen 2.572.575,31 2.540.578,58
Instandhaltungen 5.854.019,92 3.943.156,89
Sonstiger Aufwand 8.166.739,31 4.487.657,68
Summe Übrige 33.251.293,65 32.342.166,10
33.339.593,71 32.437.179,84

Hinsichtlich der auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Wirtschaftsprüfer verweisen wir auf die Angaben im Konzernabschluss.

4.3.3.5 Finanzergebnis

Die Erträge von verbundenen Unternehmen verteilen sich wie folgt:

2015/16 2014/15
Gewinnausschüttung Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn 25.000.000,00 25.000.000,00
Entnahme Tridonic GmbH & Co KG, Dornbirn 15.000.000,00 10.000.000,00
40.000.000,00 35.000.000,00

Die Position "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" betreffen im Geschäftsjahr mit EUR 8.148.854,50 im Wesentlichen die Veränderung der Rückstellung für drohende Kursverluste. Im Vorjahr resultierte aus dem gleichen Sachverhalt ein Aufwand in Höhe von EUR 9.292.694,98, welcher in der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen wurde. Die Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" beinhaltet weiters mit EUR 2.931.680,77 (VJ EUR 2.732.383,09) Zinsaufwendungen gegenüber Kreditinstituten. EUR 901.655,24 (VJ EUR 837.545,33) betreffen Kreditbereitstellungs-, Haftungs- und Kreditbearbeitungsgebühren, EUR 81.925,00 (VJ EUR 123.079,79) entfallen auf Zinsaufwendungen aus den Personalrückstellungen (Abfertigung und Jubiläumsgelder). Im Geschäftsjahr sind keine Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem Cash-Pooling angefallen.

4.3.3.6 Steuern vom Einkommen

Seit dem Wirtschaftsjahr 2004/05 wird in Österreich von der Möglichkeit der Errichtung einer steuerlichen Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG Gebrauch gemacht. Zu diesem Zwecke wurde zwischen der Zumtobel Group AG als Gruppenträger und den Gruppenmitgliedern

Zumtobel Lighting GmbH (beteiligte Körperschaft) ZG Lighting Austria GmbH Zumtobel Holding GmbH Zumtobel Insurance Management GmbH (beteiligte Körperschaft) Zumtobel Pool GmbH Tridonic GmbH (beteiligte Körperschaft) Tridonic Jennersdorf GmbH Tridonic Holding GmbH LEDON Lighting GmbH Zumtobel LED Holding GmbH (beteiligte Körperschaft) Zumtobel LED GmbH

ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen.

In diesem Steuerumlagevertrag wurde vereinbart, dass ein nach den Vorschriften des KStG und EStG ermittelter steuerpflichtiger Gewinn oder Verlust im Sinne der stufenweisen Ergebniszurechnung an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger weiterzuverrechnen ist.

Ein auf Basis des steuerpflichtigen Gewinnes des Gruppenmitglieds ermittelter Steueraufwand ist unabhängig davon, in welcher Höhe der Gruppenträger insgesamt für das betreffende Wirtschaftsjahr und für die gesamte Unternehmensgruppe Körperschaftsteuer schuldet, als Steuerumlage an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger zu entrichten. Im Falle eines steuerlichen Verlustes des Gruppenmitgliedes verpflichtet sich die beteiligte Körperschaft bzw. der Gruppenträger, diese Verluste als internen Verlustvortrag für zukünftige verrechenbare Gewinne des jeweiligen Gruppenmitgliedes evident zu halten. Das Gruppenmitglied wiederum ist verpflichtet, im Falle eines steuerlichen Verlustes die Mindestkörperschaftsteuer an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger zu entrichten.

Vorgruppen- und Außergruppenverluste iSd § 9 KStG werden unter Berücksichtigung einer allfälligen Vortrags- und Verrechnungsgrenze gegen die steuerlichen Gewinne des jeweiligen Gruppenmitglieds bzw. des Gruppenträgers verrechnet. Aus der Gruppenbesteuerung wurden wie im Vorjahr insgesamt EUR 19.250,00 an Gruppenmitglieder verrechnet.

4.3.4 Sonstige Angaben

4.3.4.1 Zahl der Arbeitnehmer

Die Zahl der Arbeitnehmer – nach Vollzeitäquivalenten – während des Geschäftsjahres, gegliedert in Arbeiter und Angestellte, beträgt:

Durchschnitt Stichtag
2015/16 2014/15 30. April 2016 30. April 2015
Arbeiter 1 1 1 1
Angestellte 182 145 188 173
183 146 189 174

4.3.4.2 Gesellschaftsrechtliche Verhältnisse

Die Gesellschaft wurde mit Satzung vom 17. Dezember 1984 errichtet. Die Gesellschaft ist im Firmenbuch des Landes- als Handelsgerichtes Feldkirch unter der Nummer 62309 g eingetragen.

Im Geschäftsjahr 2015/16 waren folgende Personen als Mitglieder des Aufsichtsrats tätig:

erstmalig bestellt Dienstzeit
Name Funktion bzw. entsendet bestellt bis bis dato
Dipl. Ing. Jürg Zumtobel Vorsitzender 2003 2020 13 Jahre
Dipl. Kfm. Hero Brahms 1.Stv. Vorsitzender (bis 24. Juli 2015) 2008 2015 7 Jahre
Dr. Stephan Hutter Mitglied (bis 24. Juli 2015)
1.Stv. Vorsitzender (seit 24. Juli 2015) 2010 2020 6 Jahre
Dr. Johannes Burtscher 2.Stv. Vorsitzender 2010 2020 6 Jahre
Dipl. Ing. Fritz Zumtobel Mitglied 1996 2020 20 Jahre
Dr. Rüdiger Kapitza Mitglied (seit 24. Juli 2015) 2015 2020 1 Jahr
Dipl. Phys. Hans-Peter Metzler Mitglied 2010 2020 6 Jahre
Mario Wintschnig Delegierter des Betriebsrats (bis 9. Juli 2015) 2007 8 Jahre
Dietmar Dünser Delegierter des Betriebsrats (seit 9. Juli 2015) 2015 1 Jahr
Richard Apnar Delegierter des Betriebsrats 2012 4 Jahre
Erich Zucalli Delegierter des Betriebsrats 2012 4 Jahre

Die Funktionsperiode für die gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats endet mit der Hauptversammlung, welche über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2019/20 beschließt. Die Gesamtvergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrats beliefen sich auf EUR 511.644,15 (VJ EUR 313.131,06).

Im Geschäftsjahr 2015/16 waren als Mitglieder des Vorstands tätig:

Dienstzeit
Name Funktion erstmalig bestellt bestellt bis bis dato
Dr. Ulrich Schumacher CEO (Chief Executive Officer) 01. Oktober 2013 30. April 2020 3 Jahre
Dipl.-Kff. Karin Sonnenmoser CFO (Chief Financial Officer) 01. Mai 2014 30. April 2020 2 Jahre
Dr. Alfred Felder COO (Chief Operating Officer) 01. April 2016 30. April 2019 1 Jahr

Gesamtbezüge des Vorstands

in TEUR 2015/16 2014/15
Gesamtbezüge des Vorstands 1.476 3.845
davon fixe Bezüge 1.189 1.700
davon kurzfristige variable Bezüge 67 528
davon langfristige variable Bezüge 220 1.617
in TEUR 2015/16 2014/15
Ulrich Schumacher (ab 1. Oktober 2013) 945 1.905
davon fixe Bezüge 750 750
davon kurzfristige variable Bezüge 39 231
davon langfristige variable Bezüge 156 924
Karin Sonnenmoser (ab 1. Mai 2014) 483 894
davon fixe Bezüge 400 400
davon kurzfristige variable Bezüge 25 148
davon langfristige variable Bezüge 58 346
Alfred Felder (ab 1. April 2016) 47 0
davon fixe Bezüge 39 0
davon kurzfristige variable Bezüge 2 0
davon langfristige variable Bezüge 6 0
Martin Brandt (bis 31. Juli 2014) 0 1.046
davon fixe Bezüge 0 550
davon kurzfristige variable Bezüge 0 149
davon langfristige variable Bezüge 0 347

Die Vergütung umfasst alle Vergütungsbestandteile, die im jeweiligen Geschäftsjahr erworben wurden.

4.3.4.3 Angaben zum Konzernabschluss

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft. Sie ist die Muttergesellschaft der Zumtobel Group und erstellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen. Der Konzernabschluss wird im Amtsblatt zur Wiener Zeitung veröffentlicht. Mit nahestehenden Unternehmen werden ausschließlich Geschäfte zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen.

Dornbirn, 14. Juni 2016

Ulrich Schumacher Karin Sonnenmoser Alfred Felder

Chief Executive Officer (CEO) Chief Financial Officer (CFO) Chief Operating Officer (COO)

4.4 Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellkosten
Stand
1. Mai 2015
Zugänge Abgänge Stand
30. April 2016
kumulierte
Abschreibung
Buchwert
30. April 2016
Buchwert
30. April 2015
Jahresab
schreibung
Werte in EUR
I) Immaterielle
I) Immaterielle
Vermögensgegenstände
Vermögensgegenstände
Konzessionen, Rechte und
ähnliche Rechte und
Vorteile sowie daraus
abgeleitete Lizenzen
23.584.912,93 1.809.452,79 41.891,00 25.352.474,72 18.628.130,84 6.724.343,88 7.304.571,70 2.385.622,61
geringwertige
Vermögensgegenstände
0,00 1.590,00 1.590,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.590,00
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
23.584.912,93 1.811.042,79 43.481,00 25.352.474,72 18.628.130,84 6.724.343,88 7.304.571,70 2.387.212,61
II) Sachanlagen
II)
Grundstücke und Bauten
bebaute Grundstücke 116.868.523,27 1.832.280,23 5.314.072,43 113.386.731,07 60.446.037,75 52.940.693,32 55.326.374,57 3.249.167,93
davon Grundwert 4.796.119,34 0,00 222.326,98 4.573.792,36 0,00 4.573.792,36 4.796.119,34 0,00
unbebaute Grundstücke 6.321.788,34 0,00 24.321,71 6.297.466,63 0,00 6.297.466,63 6.321.788,34 0,00
Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
4.925.933,19 2.426.509,66 117.264,71 7.235.178,14 3.902.104,26 3.333.073,88 1.947.121,22 1.030.639,05
geringwertige
Vermögensgegenstände
0,00 119.474,53 119.474,53 0,00 0,00 0,00 0,00 119.474,53
Summe Sachanlagen 128.116.244,80 4.378.264,42 5.575.133,38 126.919.375,84 64.348.142,01 62.571.233,83 63.595.284,13 4.399.281,51
III) Finanzanlagen
III) Finanzanlagen
Anteile an verbundenen
Unternehmen
680.899.395,30 1.000.000,00 0,00 681.899.395,30 96.261.000,00 585.638.395,30 585.297.395,30 659.000,001
Beteiligungen 29.143,94 0,00 0,00 29.143,94 0,00 29.143,94 29.143,94 0,00
Wertpapiere
(Wertrechte) des
Anlagevermögens
250.125,00 0,00 0,00 250.125,00 0,00 250.125,00 250.125,00 0,00
Ausleihungen
gegenüber Dritten
198.109,30 0,00 0,00 198.109,30 0,00 198.109,30 198.109,30 0,00
Summe Finanzanlagen 681.376.773,54 1.000.000,00 0,00 682.376.773,54 96.261.000,00 586.115.773,54 585.774.773,54 659.000,00
Summe Anlagevermögen
Anlagevermögen 833.077.931,27
833.077.931,27 7.189.307,21 7.189.307,21 5.618.614,38 834.648.624,10 834.648.624,10 179.237.272,85 655.411.351,25 656.674.629,37 7.445.494,12

1 Die dafür gebildete Rückstellung des Vorjahres in Höhe von EUR 659.000,00 wurde im Geschäftsjahr 2015/16 verbraucht.

4.5 Lagebericht der Zumtobel Group AG

4.5.1 Die Zumtobel Group AG im Überblick

4.5.1.1 Organisationsstruktur

Die Zumtobel Group AG fungiert als Konzernobergesellschaft und stellt konzernübergreifende Management- und Servicefunktionen bereit. Die Zentralbereiche umfassen das Controlling, Personalwesen, Konzernrechnungswesen und Steuern, Recht, Interne Revision, Versicherungswesen, Treasury, IT, Unternehmenskommunikation, Investor Relations, Corporate Integrity, Group Technology, zentraler Einkauf sowie das Corporate Center, welches unter anderem für Strategieentwicklung, M&A-Aktivitäten und Prozessmanagement zuständig ist. Die Zentralbereiche haben die Aufgabe, die Umsetzung der Unternehmensstrategie über standardisierte Prozesse und Instrumente zu unterstützen sowie gruppenweit Transparenz und Effizienz sicherzustellen. Auf diese Weise werden Synergieeffekte zwischen den Geschäftsbereichen der Zumtobel Gruppe sowie in zentral von der Zumtobel Group AG verwalteten Bereichen erzielt. Weiters verwaltet die Gesellschaft den überwiegenden Teil der inländischen Liegenschaften. Die Erträge der Gesellschaft kommen aus der internen Leistungsverrechnung mit den verbundenen Unternehmen und aus Ausschüttungen der Obergesellschaft des Leuchtensegments (Zumtobel Lighting GmbH) sowie des Komponentensegments (Tridonic GmbH & Co KG).

Der Vorstand der Zumtobel Group AG verantwortet die Führung und Steuerung des Konzerns. Anfang März 2016 hat der Aufsichtsrat der Zumtobel Group AG die zum 30.04.2017 auslaufenden Verträge von CEO Ulrich Schumacher sowie von CFO Karin Sonnenmoser vorzeitig um weitere drei Jahre bis zum 30.04.2020 verlängert. Neu in das Gremium berufen wurde Alfred Felder, der bisherige Geschäftsführer der Komponententochter Tridonic. Er übernahm mit Wirkung 01.04.2016 die Funktion des Chief Operating Officer (COO) und wurde bis zum 30.04.2019 bestellt. Im Dezember 2013 wurde durch den im Oktober 2013 neu eingetretenen CEO der Zumtobel Group, Ulrich Schumacher, eine grundlegend neue Organisationsstruktur eingeführt, die zu Synergieeffekten und einer verbesserten Marktbearbeitung auf Basis des Mehrmarkenansatzes führte.

4.5.1.2 Unternehmensstrategie

Die Zumtobel Group verfolgt eine langfristig ausgerichtete profitable Wachstumsstrategie. Wesentlicher Kern der Konzernstrategie ist die konsequente Anpassung der Werkskapazitäten, ein markenübergreifender Vertrieb im Leuchtengeschäft, die konzernweite Bündelung der Einkaufsaktivitäten, die umfassende Abdeckung der Wertschöpfungskette sowie die Weiterentwicklung des Servicegeschäfts und innovativer Geschäftsmodelle. Damit kann die Zumtobel Group Synergie- und Differenzierungspotenziale gegenüber dem Wettbewerb heben. Es ist das Ziel des Managements, die Zumtobel Group als Ganzes zu optimieren und zu führen. In der europäischen Bauwirtschaft haben sich die Anzeichen für eine Trendwende von einem über viele Jahre rückläufigen hin zu einem leicht wachsenden Marktumfeld im Berichtsjahr weiter verfestigt, allerdings mit großen regionalen Unterschieden. In der professionellen Beleuchtungsindustrie verstärkt sich dieser positive Trend durch den Technologiewandel hin zu LED und durch das Thema Energieeffizienz mit besonderem Fokus auf intelligent gesteuerte Lichtlösungen. Damit entkoppelt sich die Nachfrage in der professionellen Beleuchtungsindustrie derzeit zu einem gewissen Grad von den Neubauaktivitäten im Gewerbebau. Vor diesem Hintergrund hat sich die Zumtobel Group zum Ziel gesetzt, in den nächsten Jahren ein durchschnittliches währungsbereinigtes Wachstum von 3% bis 5% zu erreichen sowie die Profitabilität schrittweise auf etwa 8% bis 10% zu steigern.

4.5.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die Entwicklung der Weltwirtschaft im Geschäftsjahr 2015/16 war weiterhin von großer Unsicherheit geprägt. Zum einen sorgten geopolitische Spannungen und Krisen sowie Terroranschläge für ein schwieriges Umfeld. Zum anderen hatte der Preisverfall bei Öl und anderen Rohstoffen Auswirkungen auf die globalen Einkommensströme. Während in den Industrieländern Kaufkraftgewinne zu verzeichnen waren, hatten die Schwellenländer mit dem Rückgang von Einnahmen zu kämpfen. Insgesamt konnte die Weltwirtschaft ein nur moderates Wachstum vorweisen. Der IWF bezifferte das globale Wirtschaftswachstum in 2015 auf 3,1%, das damit leicht unter dem Niveau des Jahres 2014 liegt (2014: 3,4%)2 . In der Eurozone betrug das Wirtschaftswachstum im Kalenderjahr 2015 1,6%. Gestützt wurde diese Entwicklung durch die zunehmend expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, niedrige Energiepreise, die Abschwächung des Euros und ein robustes Exportwachstum. Dem wirkten in einigen Märkten der Eurozone eine hohe Arbeitslosenquote, gedämpfte Lohnsteigerungen sowie eine ungünstige Entwicklung der Staatsschulden entgegen. Die für die Zumtobel Group wichtige D/A/CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) entwickelte sich auch im Kalenderjahr 2015 in Summe solide. Deutschlands Wirtschaft konnte um 1,5% wachsen, Österreich legte um 0,9% zu, die Schweiz wies jedoch, nach einem Zuwachs von 1,9% im Kalenderjahr 2014, mit 0,9% nur ein sehr schwaches Wachstum auf. In Südeuropa sind die Länder Spanien (plus 3,2%) sowie Portugal (plus 1,5%) weiterhin auf Wachstumskurs. Ebenso konnte Italien, nach einem dreijährigen Abwärtszyklus, im Kalenderjahr 2015 wieder ein moderates Wachstum vorweisen (plus 0,8%). In Großbritannien zeigt sich eine geringfügige Verlangsamung der Wachstumsdynamik auf nunmehr 2,2% nach einem sehr starken Wachstum im Kalenderjahr 2014.

Die Wirtschaft in den USA zeigte auch im Kalenderjahr 2015 mit einem Wachstum von 2,4% wieder eine sehr positive Entwicklung. Der Aufschwung wird weiterhin durch ein robustes Konsumverhalten der privaten Haushalte getragen. In China ist das Wirtschaftswachstum erstmals seit 1990 unter die Marke von 7% zurückgegangen. Die gesunkene Industrieproduktion, die geringere Aktivität im verarbeitenden Gewerbe und die gehemmte Investitionstätigkeit führten zu einem Wachstum von 6,9% im Kalenderjahr 2015. Die übrigen BRIC-Nationen zeigten ein gemischtes Bild. Indien konnte mit einem Wachstum von 7,3% beträchtlich zulegen. Die rohstoffabhängigen Länder Brasilien und Russland verharrten mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von 3,8% bzw. 3,7% im Kalenderjahr 2015 weiterhin in der Rezession. In seiner jüngsten Prognose vom April 2016 zeichnet der IWF für die globale Entwicklung ein verhalten positives Bild und erwartet für 2016 ein globales Wirtschaftswachstum von 3,2% und in 2017 von 3,5%. Da sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen unmittelbar auf die Bauund Bauzulieferindustrie auswirken, beobachtet die Zumtobel Group AG die Entwicklungen und die entsprechenden Frühindikatoren sehr genau.

2 Quelle: Prognose des IWF, World Economic Outlook, April 2016

4.5.3 Die Zumtobel Group Aktie

Nachdem sich die Zumtobel Aktionäre in den beiden vorausgegangenen Geschäftsjahren über Kurssprünge von rund 63% respektive 76% freuen konnten, verlief das Geschäftsjahr 2015/16 alles andere als erfreulich. In einem schwachen österreichischen Börsenumfeld fiel die Aktie der Zumtobel Group im Zeitraum von Anfang Mai 2015 bis Ende April 2016 um 53,5%. Der österreichische Leitindex ATX verringerte sich im gleichen Zeitraum um 9,9%. Im Verlauf des ersten Quartals des Berichtsjahres entwickelte sich die Zumtobel Group Aktie sehr gut und erreichte am 20. Juli 2015 bei 29,89 EUR ihr Jahreshoch. Nach schwachen Zahlen zum ersten Quartal gab auch der Kurs der Aktie deutlich nach. Die Anpassung der Ergebnisprognose für das Gesamtjahr im Dezember 2015 übte weiteren Druck auf den Aktienkurs der Zumtobel Group AG aus. Zum Ende des Geschäftsjahres musste aufgrund der nicht zufriedenstellenden Geschäftsentwicklung im Monat März und der schwache Auftragseingang für den Monat April die Ergebnisprognose für das Geschäftsjahresende ein weiteres Mal angepasst werden. Insbesondere der für die Zumtobel Group wichtigste Absatzmarkt Großbritannien war im Vorfeld zum BREXIT-Referendum von einer steigenden Unsicherheit geprägt, was sich in Verzögerungen bei der Abwicklung bestehender Aufträge beziehungsweise Verschiebungen von Bauprojekten niedergeschlagen hatte. Infolgedessen erreichte die Aktie ihr Jahrestief bei 10,2 EUR am 18. April 2016. Die Aktie beendete das Geschäftsjahr am 30. April 2016 mit einem Schlusskurs von 11,37 EUR.

Schlusskurs 30.04.2015 EUR 24,445 Währung EUR
Schlusskurs 30.04.2016 EUR 11,370 ISIN AT0000837307
Performance GJ 2015/16 -53,5% Börsenkürzel Wiener Börse (XETRA) ZAG
Marktkapitalisierung am 30.04.2016 495 Mio EUR Marktsegment Prime Market
Höchstkurs am 20.07.2015 EUR 29,890 Reuters Symbol ZUMV.VI
Tiefstkurs am 18.04.2016 EUR 10,200 Bloomberg Symbol ZAG AV
Ø tägl. Handelsvolumen (Stück) 248.807 Anzahl der Aktien 43.500.000

Kennzahlen zur Zumtobel Group Aktie im GJ 2015/16

Die Marktkapitalisierung der Zumtobel Group AG veränderte sich im Berichtsjahr 2015/16 analog zum Aktienkurs. Auf Basis einer gegenüber dem Vorjahr unveränderten Zahl von 43,5 Millionen Inhaberstammaktien wurde das Unternehmen zum 30. April 2016 mit 495 Mio EUR (Vorjahr 1.063 Mio EUR) bewertet. Im Ranking bezüglich der Indexmitgliedschaft im ATX belegte das Unternehmen per 30. April 2016 im Vergleich zu den größten börsennotierten Unternehmen Österreichs Platz 25 in Bezug auf die Marktkapitalisierung und Platz 15 in Bezug auf das Handelsvolumen. Der durchschnittliche Tagesumsatz an der Wiener Börse verbesserte sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr deutlich von 99.111 auf 248.807 Stück (Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht). Die Aktionärsstruktur der Zumtobel Group AG hat sich gegenüber dem Jahresabschluss 2014/15 nicht wesentlich verändert. Die Familie Zumtobel ist mit einem Anteil von 35,4% der Stimmrechte weiterhin der seit dem Börsengang etablierte stabile Kernaktionär der Zumtobel Group AG. Darüber hinaus hielten zum 30. April 2016 die institutionellen Investoren FMR LLC sowie Wellington Management Group LLP je eine Beteiligung von über 5%. Mit Wirkung 2. Juni 2016 informierte Lazard Freres Gestion SAS die Zumtobel Group AG, dass der Anteil an der Zumtobel Group AG auf über 4% erhöhte wurde. Der Rest der Anteilscheine liegt nach Kenntnis des Unternehmens zum Großteil bei institutionellen Investoren. Zum Bilanzstichtag lag der Bestand eigener Anteile bei 353.343 Stück (Vorjahr 353.863 Stück).

4.5.4 Geschäftsverlauf (inklusive finanzielle Leistungsindikatoren)

Die Entwicklung der Zumtobel Gruppe wird im Rahmen der Konsolidierung auf Konzernebene dargestellt. In diesem Zusammenhang wird auch auf den Konzernlagebericht und Konzernabschluss 2015/16 verwiesen.

4.5.4.1 Ertragslage

Die Nettoumsatzerlöse in Höhe von 41,8 Mio EUR (Vorjahr 35,8 Mio EUR) beinhalten IT-Dienstleistungen in Höhe von 27,3 Mio EUR (Vorjahr 21,1 Mio EUR), Mieteinnahmen in Höhe von 7,7 Mio EUR (Vorjahr 8,0 Mio EUR) sowie sonstige Umlagen in Höhe von 6,8 Mio EUR (Vorjahr 6,7 Mio EUR).

Aufgrund der gestiegenen Umsatzerlöse verbesserte sich das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr um 5,6 Mio EUR auf minus 17,3 Mio EUR. Die Erträge aus verbundenen Unternehmen erhöhten sich auf 40,0 Mio EUR. Aus der Tridonic GmbH & Co KG (Obergesellschaft des Components Segments) wurden 15,0 Mio EUR entnommen (Vorjahr 10,0 Mio EUR) und die Ausschüttung der Zumtobel Lighting GmbH als Obergesellschaft des Lighting Segments belief sich auf 25,0 Mio EUR (Vorjahr 25,0 Mio EUR). Durch die Veränderung der Rückstellung für drohende Kursverluste entstand ein Ertrag in Höhe von 8,1 Mio EUR. Entsprechend verbesserte sich das Jahresergebnis im Geschäftsjahr 2015/16 auf 25,1 Mio EUR (Vorjahr minus 1,7 Mio EUR).

4.5.4.2 Vermögenslage

Die unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen ausgewiesenen Beteiligungen betreffen in Höhe von 511,8 Mio EUR die Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn (Produktions- und Holdinggesellschaft für das Lighting Segment der Zumtobel Group AG), in Höhe von 62,7 Mio EUR die Tridonic GmbH & Co KG, Dornbirn (Produktionsunternehmen und Holdinggesellschaft für das Components Segment der Zumtobel Group AG), und in Höhe von 10,8 Mio EUR die Zumtobel LED Holding GmbH, Lustenau (Holdinggesellschaft für den Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen im In- und Ausland).

Das Eigenkapital der Zumtobel Group AG veränderte sich im Wesentlichen aufgrund der Einstellung des Jahresüberschusses in Höhe von 25,1 Mio EUR und der Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 9,5 Mio EUR am 31. Juli 2015.

Zum 30. April 2016 umfassen die Kapitalrücklagen gebundene Rücklagen in Höhe von 311,6 Mio EUR (Vorjahr 311,6 Mio EUR) sowie nicht gebundene Rücklagen in Höhe von 54,5 Mio EUR (Vorjahr 54,4 Mio EUR). Die gebundene Kapitalrücklage beträgt 286,5% des Grundkapitals und weist demnach die gesetzlich erforderliche Höhe auf. Die Gewinnrücklagen (25,7 Mio EUR) enthalten wie im Vorjahr ausschließlich andere (freie) Rücklagen.

Für die Dividendenausschüttung steht der Zumtobel Group AG im Geschäftsjahr 2015/16 durch den Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 50,9 Mio EUR ein Bilanzgewinn von insgesamt 76,3 Mio EUR (Vorjahr 60,4 Mio EUR) zur Verfügung. Die Zumtobel Group verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik. Die Höhe der Dividende hängt neben der laufenden Ertragskraft auch von den Gewinnprognosen und der erwarteten wirtschaftlichen Gesamtentwicklung ab. Vor dem Hintergrund der soliden operativen Entwicklung im Berichtsjahr sowie eines in Summe stabilen konjunkturellen Umfelds in Europa plant der Vorstand dem Aufsichtsrat und in Folge der Hauptversammlung der Zumtobel Group AG, die am 22. Juli 2016 stattfindet, eine Dividende von 20 Eurocent je Aktie für das Geschäftsjahr 2015/16 vorzuschlagen (Vorjahr 22 Eurocent).

Die Eigenkapitalquote der Zumtobel Group AG belief sich zum 30. April 2016 auf 83,6% (Vorjahr 82,0%).

4.5.4.3 Finanzlage

Zur Sicherung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hält die Zumtobel Group einerseits Liquidität in Form von mehrheitlich täglich verfügbaren Bankguthaben, um erwartete betriebliche Aufwendungen und finanzielle Verbindlichkeiten bedienen zu können und verfügt andererseits über umfangreiche Betriebsmittelkreditlinien, um Liquiditätsschwankungen auszugleichen, die durch den Geschäftsverlauf auftreten. Zum Bilanzstichtag 30. April 2016 stehen der Gruppe kurzfristige Kontokorrentkreditlinien in Höhe von insgesamt 88,4 Mio EUR (Vorjahr 93,4 Mio EUR) zur Verfügung. Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung für die Zumtobel Group stellt der am 1. Dezember 2015 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis November 2020 und einem ausnutzbaren Rahmen von 300 Mio EUR dar. Damit wurde im Berichtsjahr der zuvor bestehende und bis Oktober 2016 laufende Konsortialkreditvertrag mit einem Kreditrahmen von 350 Mio EUR abgelöst und somit die durchschnittliche Fristigkeit der Konzernfinanzierung deutlich verlängert. Davon sind in der Zumtobel Group zum 30. April 2016 insgesamt 100 Mio EUR in Anspruch genommen. Die Zumtobel Group AG selbst ist ebenfalls ein Kreditnehmer unter diesem Konsortialkreditvertrag, hat aber zum 30. April 2016 ebenso wie im Vorjahr keine Ziehung in Anspruch genommen. Für die Zumtobel Group AG bestehen zwei weitere Kreditverträge über je 40 Mio EUR mit endfälliger Tilgung und einer Laufzeit bis September 2018 beziehungsweise Januar 2020, die per 30. April 2016 unverändert zum Vorjahr vollständig in Anspruch genommen sind. Der Konsortialkreditvertrag ist an die Einhaltung von Financial Covenants (Schuldendeckungsgrad kleiner als 3,5 sowie Eigenkapitalquote größer als 25%) geknüpft. Zum 30. April 2016 wurden die Financial Covenants dank eines Schuldendeckungsgrades von 1,48 (Vorjahr 1,48) und einer Eigenkapitalquote von 31,2% (Vorjahr 29,7%) vollumfänglich eingehalten.

Um die Liquidität im Konzern besser und effektiver steuern zu können, wird für die wesentlichen Länder Europas ein Cash-Pooling-System angewendet. Dadurch wird ein zinsoptimaler Ausgleich von kurzfristigen Liquiditätsüber- und -unterdeckungen ermöglicht und der Bedarf an kurzfristigen unbesicherten Kontokorrentkrediten reduziert.

4.5.4.4 Zweigniederlassungen

Zum 30. April 2016 hatte die Zumtobel Group AG keine Zweigniederlassungen.

4.5.4.5 Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Nach dem Bilanzstichtag zum 30. April 2016 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft eingetreten, die zu einer Änderung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage geführt hätten.

4.5.5 Mitarbeiter

Qualifizierte, engagierte und leistungsbereite Mitarbeiter tragen wesentlich zum unternehmerischen Erfolg der Zumtobel Group bei und profitieren gleichermaßen von den verschiedenen Karrieremöglichkeiten innerhalb der Gruppe. Dank konsequenter Kundenorientierung und mit viel Innovationsgeist schaffen sie anspruchsvolle Lichtlösungen, die weltweit Maßstäbe setzen. "Enlightening your career" lautet das Motto der Zumtobel Group, wenn es um die Positionierung als Arbeitgeber geht. Mit diesem Werteversprechen trägt die Zumtobel Group den veränderten Bedürfnissen neuer Generationen am Arbeitsmarkt Rechnung, um auch weiterhin die Position als attraktiver Arbeitgeber zu halten und weiter auszubauen. Dieses Versprechen beinhaltet die Qualifizierung bestehender Mitarbeiter durch fachliche und persönliche Weiterentwicklung, die Rekrutierung neuer Talente, die Einbindung von Kollegen in den neuen Märkten und aktiven Know-how-Transfer.

Der Zentralbereich Corporate Human Resources (CHR) leitet in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung die strategischen Schwerpunkte der Personalpolitik aus der Unternehmensstrategie ab. Zur Steigerung der Effizienz der HR-Prozesse und -Serviceleistungen wurden im Berichtsjahr durch die Lancierung des HR-Informationssystem(HRIS)-Projekts und der Neuausrichtung der HR Business Partner-Rolle wichtige Schritte in Richtung Digitalisierung und Verbesserung des internen HR-Serviceangebots unternommen. Der ganzheitliche HR-Service-Ansatz (HR Operational Excellence Center) und die neue HR-Business Partner-Rolle gelten als Garant für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Führungskräften und HR. Beide Maßnahmen zielen auf die Sicherstellung der umfassenden, effizienten Unterstützung und personalstrategische Beratungsleistung für die Linien-Verantwortlichen durch qualifizierte HR Business Partner ab.

4.5.6 Bericht über die Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung (F&E) ist durch die Entwicklung neuer Produkte und die Anwendung neuer Technologien ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Zumtobel Group. Die eigentliche Produktentwicklung lag im abgelaufenen Geschäftsjahr in der Zuständigkeit der einzelnen Marken. Auf Gruppenebene waren primär strategische Themen wie Standort- und Kompetenzentwicklung, Aufteilung und Priorisierung der R&D-Mittel, der Produktentwicklung vorausgehende mittelfristige Technologie-, Forschungs- und Vorentwicklungsprojekte sowie die Vertretung in Normenausschüssen und Standardisierungsgremien angesiedelt. Ebenfalls auf Gruppenebene behandelt wurden die Themen interne Standardisierung und die Anmeldung, Verwaltung und Verteidigung unserer Schutzrechte.

4.5.7 Berichterstattung über wesentliche Merkmale des Internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

4.5.7.1 Internes Kontrollsystem

Das Interne Kontrollsystem der Zumtobel Group AG (im Folgenden kurz "IKS" genannt) unterstützt die Erreichung der geschäftspolitischen Ziele. Das IKS ist definiert als die Gesamtheit der in die Prozesse integrierten Überwachungs- und Steuerungsmaßnahmen zur Sicherung der Vermögenswerte des Unternehmens, der Vollständigkeit und Zuverlässigkeit von Informationen und Systemen, der Wirtschaftlichkeit und Effektivität von Prozessen sowie der Compliance mit gesetzlichen, vertraglichen und internen Regelungen. Aufbau und Ausgestaltung des IKS der Zumtobel Group AG orientieren sich an international anerkannten Governance-Rahmenwerken wie zum Beispiel das Rahmenwerk des Committee of the Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) oder das IT-Rahmenwerk veröffentlicht von der Informations Systems Audit and Control Association (COBIT), die fallspezifisch auf die Gegebenheiten unseres Geschäftsmodells angepasst werden. Die Tiefe der Ausgestaltung und Formalisierung des IKS folgt einer strengen Risikoorientierung (Nutzen), der kritisch der zu erwartende Mehraufwand (Kosten) gegenübergestellt wird. Das IKS ist eng verzahnt mit dem organisatorisch separat aufgesetzten Enterprise Risk Management-Prozess. Neben den Qualitätssicherungs-Abteilungen der Fachbereiche überwacht die Konzernrevision (Corporate Audit) als unabhängige Prüfungsinstanz mit einer dualen Berichtslinie an Vorstand und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates das Design und die Funktionsfähigkeit etablierter Kontrollen. Über einen straffen Follow-up-Prozess wird sichergestellt, dass identifizierte Schwächen zeitnah beseitigt werden. Die genannten Überwachungsfunktionen unterwerfen sich ihrerseits strengen berufsständischen Standards und unterliegen regelmäßiger externer Überprüfung.

Zentrale Elemente des IKS der Zumtobel Group AG sind:

  • >> Der Verhaltenskodex (Code of Conduct), ergänzt durch spezifische Regelungen von Corporate Integrity und Corporate Citizenship
  • >> Unternehmensrichtlinien und Verfahren (Policies & Procedures)
  • >> Klar definierte Organisationsstrukturen, Stellenbeschreibungen und formal fixierte, an die jeweilige Aufgabe angepasste Delegationen
  • >> Corporate Policy on Internal Control System (primär zur Finanzberichterstattung)
  • >> Routine Reviews auf allen Ebenen mit einem Abgleich gegen Erwartungswerte

Die Corporate Policy on Internal Control System enthält eine umfassende Darstellung der für die Finanzberichterstattung der Zumtobel Group wichtigen Prozesse und Systeme.

Bereits etablierte und unternehmensweit über das Intranet verfügbare Standards sind:

  • >> Schriftliche Prozessfestlegung und Dokumentation
  • >> Prozessintegrierte Genehmigungs- und Freigaberegelungen
  • >> Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung (Finance Group Manual)
  • >> Einheitliche Closing-Checkliste (gruppenweit gültig)

Neben der bereits erwähnten Aktualisierung unserer Kontrolldokumentation für die Finanzberichterstattung sind im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem in folgenden Bereichen wesentliche Verbesserungen erreicht worden:

  • >> Die 2014 mit der Ernennung eines Chief Ethics & Compliance Officers neu gegründete Compliance-Abteilung ist durch eine Fachkraft verstärkt worden.
  • >> Das Compliance Management System wurde mit der Schaffung von standardisierten Dokumentenvorlagen und dazugehörigen Prozessen weiter ausgebaut und ist mittlerweile ein integrierter Bestandteil der Organisation.
  • >> Mit dem Übergang zu einem automatisierten Screening der SAP-Stammdaten nach sog. "Denied Parties", Firmen oder Individuen, die auf Embargolisten oder in ähnlichen Verzeichnissen geführt werden, ist eine deutlich effizientere Prävention erreicht worden.
  • >> Bereits früh wurde bei Zumtobel begonnen, über Schulungen auf Fraud-Gefahren, insbesondere im Bereich von Angriffen, die sich moderner Techniken des Social Engineering bedienen, hinzuweisen. Mehrfach wurden derartige Versuche frühzeitig erkannt und ein unberechtigter Mittelabfluss konnte verhindert werden.

4.5.7.2 Risikomanagementsystem

Die Zumtobel Group AG ist sich bewusst, dass ein angemessenes Chancen- und Risikomanagementsystem – ebenso wie ein Internes Kontrollsystem – ein wesentlicher Beitrag zum Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsposition ist. In der Zumtobel Group AG bedeutet Risikomanagementdie aktive Auseinandersetzung mit Risiken zur Sicherung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und gleichermaßen das Erkennen von Chancen sowie die Abwägung von unternehmerischen Entscheidungen. Ziel des Risikomanagements ist es, durch einen systematischen Ansatz Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, um so aktiv durch geeignete Maßnahmen auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren zu können. Bei der Zumtobel Group AG ist das Risikomanagement ein eigenständiger, strategisch ausgerichteter Prozess sowie Teil der operativen Führungsarbeit. Basisinstrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind neben einer konzernweit implementierten Risikomanagement-Software standardisierte Planungs- und Controlling-Prozesse, konzernweite Richtlinien, eine laufende Berichterstattung sowie das Interne Kontrollsystem.

Die in der Konzernzentrale als Teil des Konzerncontrollings angesiedelte Funktion "Corporate Risk Management" ist für die ständige Weiterentwicklung des Risikomanagement-Prozesses sowie für die Koordination des gruppenweiten Risikomanagements und die Risikoüberwachung zuständig. Das Risikomanagementsystem der Zumtobel Group AG ist eng mit den Controlling-Prozessen und dem Internen Kontrollsystem verknüpft. Das bei der Zumtobel Group AG implementierte Risikomanagementsystem basiert ebenso wie das Interne Kontrollsystem auf den methodischen Grundlagen des COSO-Modells.

Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken kommt dem Berichtswesen eine zentrale Bedeutung zu. Der Vorstand wird regelmäßig von den operativen Geschäftsführungen über die aktuelle und die zu erwartende Geschäftsentwicklung sowie über vorhandene Risiken und Chancen informiert. Der monatliche Managementbericht stellt eine Zusammenfassung der wesentlichen Finanzkennzahlen als auch der Performance-Entwicklungen dar. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates wird halbjährlich über die wesentlichen Risiken und Chancen der Gruppe in Kenntnis gesetzt. Die Risikoermittlungs- und Bewertungsverfahren und Werkzeuge der Gruppe werden unter Hinzuziehung der Internen Revision und des Abschlussprüfers ständig verbessert und weiterentwickelt. Der Konzernabschlussprüfer beurteilt jährlich die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements der Zumtobel Group und berichtet darüber an Vorstand und Aufsichtsrat. Für eine umfassende und detaillierte Darstellung der wesentlichen Risiken der Zumtobel Group AG wird auch auf den Konzernlagebericht und Konzernabschluss 2015/16 verwiesen.

Risiken im Finanzbereich

Die Aufrechterhaltung und Absicherung einer starken Kapitalbasis ist ein zentrales Anliegen der Zumtobel Group AG.

Marktrisiko

Da die Zumtobel Group AG eine global agierende AG ist, ist diese einer Reihe finanzieller Risiken ausgesetzt. Unter Marktrisiko wird das Risiko verstanden, welches aufgrund von Marktpreisänderungen in fremden Währungen sowie aufgrund von Veränderungen von Zinssätzen und Rohstoffpreisen entsteht und geeignet ist, das Ergebnis der AG und den Marktwert der eingesetzten Finanzinstrumente negativ zu beeinflussen. Die Zielsetzung des Marktrisiko-Managements ist es, die vorhandenen Risiken zu beurteilen und so weit wie möglich wirtschaftlich sinnvoll unter Anwendung geeigneter Maßnahmen zu minimieren. Um diese Risiken abzusichern, setzt die Zumtobel Group AG teilweise derivative Finanzinstrumente gemäß der gültigen Hedging Policy ein. Die Berechnung von stichtagsbezogenen Marktwerten aus Derivaten erfolgt durch eine Treasury-Software basierend auf üblichen anerkannten Berechnungsmethoden. Es werden keine Derivate zu Handels- oder Spekulationszwecken verwendet. Grundsätzlich werden geplante Cashflows, die einem Währungsrisiko unterliegen, rollierend für einen Zeithorizont von durchschnittlich ein bis drei Quartalen durch geeignete Sicherungsgeschäfte abgesichert. Rohstoffpreisrisiken werden nach Möglichkeit durch entsprechende Lieferantenvereinbarungen reduziert.

Liquiditätsrisiko

Zur Sicherung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hält die Zumtobel Group einerseits Liquidität in Form von mehrheitlich täglich verfügbaren Bankguthaben, um erwartete betriebliche Aufwendungen und finanzielle Verbindlichkeiten bedienen zu können und verfügt andererseits über umfangreiche Betriebsmittelkreditlinien, um Liquiditätsschwankungen auszugleichen, die durch den Geschäftsverlauf auftreten.

Zinsänderungsrisiko

Die langfristigen Darlehen über jeweils 40,0 Mio EUR weisen eine Festzinsvereinbarung auf und unterliegen daher keinem Zinsänderungsrisiko. Der derzeit unter dem Konsortialkreditvertrag aushaftende Betrag von 100,0 Mio EUR unterliegt jedoch einer variablen Verzinsung (EURIBOR-Geldmarktzinsen). Um das aus dem Konsortialkreditvertrag resultierende Zinsänderungsrisiko zu verringern, wurden mit verschiedenen Banken EUR-Zins-Swaps (Interest Rate Swaps) für ein derzeit wirksames Nominalvolumen von rund 80 Mio EUR abgeschlossen. Diese Zinsinstrumente sind in unterschiedliche Laufzeiten gestaffelt (längstens bis Juni 2019) und tauschen die variablen Zinszahlungen der Finanzierung in Fixzinszahlungen von maximal 2,694%.

Währungsrisiko

Die Devisenmärkte sind weiterhin von hoher Unsicherheit und Volatilität geprägt. Die ergebnisrelevanten Währungsrisiken bestehen insbesondere aus Transaktionseffekten. Auch konzerninterne Dividendenzahlungen oder Darlehen können aus Sicht der lokalen Gesellschaften in Fremdwährungen getätigt werden. Das Translationsrisiko (Umrechnung ausländischer Einzelabschlüsse in die Konzernwährung Euro im Rahmen der Konsolidierung) ist für die Zumtobel Group von untergeordneter Bedeutung und wird nicht abgesichert. Zur Absicherung des Transaktionsrisikos setzt die Zumtobel Group überwiegend Devisenterminkontrakte mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr ein, ergänzend auch Optionen. Die Hauptwährungen im Konzern sind EUR, USD, CHF, GBP und AUD.

Die Zumtobel Group AG schließt gemäß der gültigen Hedging Policy interne Termingeschäfte mit Konzerngesellschaften der Zumtobel Group zur Absicherung deren Währungskursrisikos ab. Das daraus resultierende Nettoexposure in den einzelnen Währungen wird teilweise zeitgleich, teilweise sukzessive extern durch gegengleiche Derivatgeschäfte mit ausgewählten Banken als Kontraktpartnern eingedeckt. Damit ist das Bonitätsrisiko aus Sicherungsgeschäften als äußerst gering einzustufen.

4.5.8 Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen

  1. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 108.750.000 EUR und ist in 43.500.000 zur Gänze einbezahlte, auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien mit einem anteiligen Wert am Grundkapital von 2,50 EUR pro Aktie unterteilt. Sämtliche 43.500.000 Aktien sind in einer Sammelurkunde verbrieft, die bei der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB) hinterlegt ist. Alle Aktien der Gesellschaft unter der ISIN AT0000837307 waren zum Stichtag 30. April 2016 zum Handel an der Wiener Börse zugelassen. Zum 30. April 2016 besaß die Gesellschaft 353.343 Stück eigene Aktien.

  2. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme und das Recht zur Teilnahme an Hauptversammlungen der Gesellschaft.

AUGMENTOR Privatstiftung (4.215.752 Aktien), ASTERIX Privatstiftung (4.157.002 Aktien), GWZ Privatstiftung (1.044.660 Aktien), Hektor Privatstiftung (2.310.180 Aktien), ORION Privatstiftung (3.090.752 Aktien), Ingrid Reder (64.088 Aktien), Caroline Reder (100.000 Aktien), Christine Reder (100.000 Aktien), Fritz Zumtobel (166.210 Aktien), Nicholas Zumtobel (5.000 Aktien), Caroline Zumtobel (5.000 Aktien), Isabel Zumtobel (2.000 Aktien), Karin Zumtobel-Chammah (9.350 Aktien) und Jürg Zumtobel (144.248 Aktien) (gemeinsam: das "Syndikat") sind Vertragsparteien eines Syndikatsvertrages.

Der Syndikatsvertrag sieht vor, dass sich die Parteien vor einer Hauptversammlung über das Stimmverhalten zu den einzelnen Tagesordnungspunkten abstimmen und ein von den Parteien ernannter Repräsentant das Stimmrecht, wie gemäß Syndikatsvertrag beschlossen, für alle Parteien gemeinsam ausübt. Der Syndikatsvertrag enthält Übertragungsbeschränkungen für die von den Parteien gehaltenen Aktien und gilt, solange die Parteien zusammen mindestens 25% des stimmberechtigten Aktienkapitals der Gesellschaft halten. Der Syndikatsvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2017. Darüber hinausgehende Informationen zum Syndikatsvertrag sind dem Vorstand nicht bekannt.

Es gibt keine statutarischen Übertragungsbeschränkungen. Übertragungsbeschränkungen, die sich aus einer vertraglichen Vereinbarung mit Ausnahme des Syndikatsvertrages ergeben, sind dem Vorstand nicht bekannt.

  1. Zum 30. April 2016 hielt das Syndikat 35,4% des Grundkapitals der Gesellschaft. Zudem hielten die institutionellen Investoren FMR LLC sowie Wellington Management Group LLP je eine Beteiligung von über 5%. Mit Wirkung 2. Juni 2016 informierte Lazard Freres Gestion SAS die Zumtobel Group AG, dass der Anteil an der Zumtobel Group AG auf über 4% erhöhte wurde. Weitere meldepflichtige Beteiligungen sind der Gesellschaft nicht bekannt.

  2. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.

  3. Im Geschäftsjahr 2012/13 wurde für den Vorstand und das obere Management der Zumtobel Group ein Cash-basierter Long Term Incentive (LTI) eingeführt. Die Ausschüttung des LTI wird auf die folgenden drei bis fünf Jahre verteilt. Im Falle eines (erfolgreichen) öffentlichen Übernahmeangebots bleiben die offenen LTI-Forderungen der Vorstandsmitglieder oder Arbeitnehmer gegenüber der Gesellschaft unberührt.

  4. Der Vorstand ist gemäß § 169 AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 25. Juli 2014 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch, sohin bis zum 30. August 2019, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu weitere EUR 10.875.000 durch Ausgabe von bis zu 4.350.000 Stück neue, auf Inhaber lautende, nennbetragslose Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100% des anteiligen Betrages am Grundkapital gegen Bar- oder Sacheinlage, auch in mehreren Tranchen und auch im Wege des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs 6 AktG, zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes Kapital) und das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien auszuschließen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

  5. Scheiden Aufsichtsratsmitglieder vor dem Ablauf ihrer Funktionsperiode aus, so bedarf es einer Ersatzwahl erst in der nächsten ordentlichen Hauptversammlung. Eine Ersatzwahl durch eine außerordentliche Hauptversammlung ist jedoch unverzüglich vorzunehmen, wenn die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder unter drei sinkt. Ersatzwahlen erfolgen für den Rest der Funktionsperiode des ausgeschiedenen Mitgliedes. Das maximal zulässige Alter eines Vorstandsmitglieds zum Zeitpunkt der (erstmaligen oder neuerlichen) Bestellung beträgt 65 Jahre. Für die (erstmalige oder neuerliche) Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds gibt es kein maximal zulässiges Alter. Die vorzeitige Abberufung von Aufsichtsratsmitgliedern ist mit einfacher Stimmmehrheit möglich.

  6. Sofern das Gesetz nicht eine größere Mehrheit oder noch andere Erfordernisse vorschreibt, beschließt die Hauptversammlung mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Weitere, sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebende Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates sowie über Änderungen der Satzung der Gesellschaft bestehen nicht.

  7. Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung stellte der am 01. Dezember 2015 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis November 2020 und einem ausnutzbaren Rahmen von 300 Mio EUR dar. Davon sind in der Zumtobel Group zum 30. April 2016 insgesamt 100 Mio EUR in Anspruch genommen. Der Konsortialkreditvertrag beinhaltet eine Change-of-Control-Klausel bei Änderung der absoluten Mehrheit der Stimmrechte. Ferner sieht der Vertrag eine Erhöhungsklausel um bis zu 200 Mio EUR und eine Klausel zur zweimaligen Verlängerung um jeweils ein Jahr vor. Neben dem Konsortialkreditvertrag stehen zwei weitere langfristige Kreditverträge über je 40 Mio EUR mit endfälliger Tilgung und einer Laufzeit bis September 2018 beziehungsweise Januar 2020 zur Verfügung, die per 30. April 2016 vollständig in Anspruch genommen sind.

  8. Die Vorstandsverträge enthalten eine Change-of-Control-Klausel. Im Falle einer Übernahme der Gesellschaft durch einen neuen Mehrheitsaktionär steht den Vorstandsmitgliedern das Recht zu, ihr Mandat einseitig zurückzulegen. In diesem Fall erhalten die Vorstandsmitglieder die fixen und variablen Bezüge bis zum ursprünglich vereinbarten Ablauf des Vertrages, mindestens jedoch für die Dauer von zwölf Monaten. Darüber hinaus haben die Vorstandsmitglieder keine besonderen Ansprüche oder Anwartschaften im Falle der Beendigung ihrer Funktion.

4.5.9 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

In der europäischen Bauwirtschaft haben sich im Berichtsjahr die Anzeichen für eine Trendwende von einem über viele Jahre rückläufigen hin zu einem leicht wachsenden Marktumfeld grundsätzlich verfestigt, allerdings mit großen regionalen Unterschieden. Insbesondere der für die Zumtobel Group wichtigste Absatzmarkt Großbritannien war in den letzten Monaten im Vorfeld des BREXIT-Referendums von einer steigenden Unsicherheit geprägt. Vor allem im projektbezogenen Renovierungsgeschäft sehen wir Verzögerungen bei der Abwicklung bestehender Aufträge beziehungsweise Verschiebungen von Bauprojekten. Für die Märkte in Australien, dem Mittleren Osten, Frankreich und der Schweiz gehen wir im Geschäftsjahr 2016/17 von einem weiterhin anhaltend schwierigen Marktumfeld aus. Hingegen erwarten wir für Deutschland, die USA und Osteuropa eine Fortsetzung der erfreulichen Wachstumsdynamik. Aus diesen Gründen ist die Planung für das Geschäftsjahr 2016/17 mit einer überdurchschnittlichen Unsicherheit verbunden, so dass derzeit keine Aussage zur Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2016/17 getätigt wird. Unser Fokus im neuen Geschäftsjahr ist, den eingeschlagenen Weg der strategischen Neuausrichtung und die Umsetzung der dafür notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen mit vollem Engagement und mit aller Konsequenz fortzuführen. Darüber hinaus investieren wir gezielt in den Ausbau der Kompetenzen und Kapazitäten in den Bereichen intelligente Steuerungen und Datenmanagement, Servicegeschäft und weitere innovative Geschäftsmodelle.

Dornbirn, am 14. Juni 2016

Der Vorstand

Ulrich Schumacher Karin Sonnenmoser Alfred Felder

Chief Executive Officer (CEO) Chief Financial Officer (CFO) Chief Operating Officer (COO)

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss Bericht zum

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der

Zumtobel Group AG, Dornbirn Dornbirn

bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2016, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr sowie dem Anhang geprüft.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss bschluss

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung dieses Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften und für die internen Kontrollen, die die gesetzlichen Vertreter als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Jahresabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der internationalen Prüfungsstandards (International Standards on Auditing – ISA). Nach diesen Grundsätzen haben wir die beruflichen Verhaltensanforderungen einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist.

Eine Abschlussprüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Jahresabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Jahresabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses durch die Gesellschaft relevante interne Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und der Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Prüfungsurteil Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. April 2016 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Aussagen zum Lagebericht Aussagen Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben gemäß § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 14. Juni 2016

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Thomas Smrekar Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

Einzelabschluss Einzelabschluss

Zumtobel Group AG 1. Mai 2015 bis 30. April 2016

Service Zumtobel Group AG 1. Mai 2015 bis 30. April 2016

5. Service

Finanzkennzahlen ___________ 187
Abkürzungen und Fachbegriffe _____________ 188
Finanzterminplan ___________ 190
Kontaktinformation _________ 190
Finanzberichte _____________ 190
Mehr Informationen _________ 190
Impressum __________ 190
Disclaimer __________ 191

5. Service

Finanzkennzahlen

CAPEX Investitionen in Anlagevermögen
Eigenkapitalquote = Eigenkapital in Prozent der Bilanzsumme
EBIT Gewinn vor Finanzergebnis und Ertragsteuern
Bereinigtes EBIT EBIT bereinigt um Sondereffekte
Bereinigte EBIT-Marge = bereinigtes EBIT in Prozent vom Umsatz
EBITDA Gewinn vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen
Mitarbeiterproduktivität = bereinigtes EBIT in Prozent von Personalkosten
Nettoverbindlichkeiten = Langfristige Finanzschulden + Kurzfristige Finanzschulden – Liquide Mittel –
Kurzfristige Finanzforderungen gegenüber assoziierten Unternehmen
Schuldendeckungsgrad = Nettoverbindlichkeiten dividiert durch EBITDA
Verschuldungsgrad (Gearing) = Nettoverbindlichkeiten in Prozent vom Eigenkapital
WACC (Weighted Average Cost of Capital) = Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten
(Fremdkapital und Eigenkapital)
Working Capital (Betriebsmittel) = Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen – Erhaltene Anzahlungen

Abkürzungen und Fachbegriffe

Betriebsgerät Die meisten künstlichen Lichtquellen, mit Ausnahme von Glühlampen und Halogenlampen,
benötigen ein spezielles Betriebsgerät für Start und Betrieb. Abhängig vom Lampentyp
werden diese als Vorschaltgeräte, Konverter, Driver, Zündgeräte oder Transformatoren
bezeichnet.
COB Chip on Board. Verfahren zur Bestückung einer Leiterplatte. Der ungehäuste LED-Chip wird
direkt auf der Platine verklebt und über die "Bond-Drähte" kontaktiert. Dann wird der
Phosphor
zur
Lichtkonversion
aufgebracht.
Fallweise
verbessert
eine
zusätzliche
Kunststofflinse die Lichtverteilung. Je nach Ausprägung der Linse kann eine COB-LED somit
sehr eng oder sehr breit strahlend sein.
Lampe Lampen sind künstliche Lichtquellen. Es gibt viele verschiedene Arten, die sich durch die
Methode der Lichterzeugung, den abgegebenen Lichtstrom, die aufgenommene Leistung, die
Lichtausbeute, die Geometrie, die spektrale Zusammensetzung der abgegebenen Strahlung,
ihre Eigenhelligkeit und ihre Lichtabstrahlcharakteristik unterscheiden.
LED/Licht emittierende Dioden Eine LED oder Lumineszenzdiode ist ein kleines elektronisches Bauteil, ein Halbleiter, der Licht
erzeugt, wenn er von Strom durchflossen wird. LEDs sind energiesparend und zeichnen sich
durch eine lange Lebensdauer aus. Am häufigsten sind sie in den Farben Rot, Grün, Blau,
Amber oder Weiß. Durch die Mischung der einzelnen Strahlungsanteile können LED-Module
beliebige Farben erzeugen. LEDs erzeugen gerichtetes Licht (Punktlichtquelle).
LED-Chip Lichterzeugendes Halbleiterbauteil (wird von der Zumtobel Gruppe zugekauft)
LED-Komponente Eingehäuster LED-Chip mit integriertem Schaltkreis oder Widerstand. Bei weißen LEDs wird
auf dem Chip eine Phosphorbeschichtung aufgebracht, die das blaue Licht in weißes Licht
konvertiert.
LED-Konverter LED-Betriebsgerät. Dieses stellt für ein LED-Modul Spannung und Strom bereit (wird im
Englischen auch als "driver" bezeichnet).
LED-Lampe Künstliche Lichtquelle auf Basis von LED-Technologie. Dazu zählen auch sogenannte LED
Retrofit-Lampen, deren Formgebung und Sockel den Maßen herkömmlicher Leuchtmittel
entsprechen (z. B. Glühlampen- oder Leuchtstofflampenersatz).
LED-Light Engine Dieser Begriff wird in der Branche für ein LED-Modul in Verbindung mit einem Konverter
verwendet. Im Deutschen wird auch dafür der Begriff "LED-Modul" verwendet.
LED-Modul Eine Einheit, die als Lichtquelle dient. Eine oder mehrere LEDs bestückt und verdrahtet auf
eine Leiterplatte mit Optik (z. B. Kunststofflinse) und fallweise weiteren elektronischen
Bauteilen (Widerstände, Asics, Transistoren etc.). Hochleistungs-Module benötigen zusätzlich
einen Kühlkörper zur Wärmeableitung.
Lichtausbeute Lichtausbeute ist das Maß für die Wirtschaftlichkeit einer Lampe. Sie sagt aus, wie viel
Lichtstrom (lm) pro Einheit eingesetzter elektrischer Energie (W) eine Lampe erzeugt. Je
höher das Verhältnis Lumen pro Watt, desto besser setzt eine Lampe die eingebrachte
Energie in Licht um und desto effizienter ist sie somit.

Lichtlösungen Unter einer Lichtlösung versteht die Zumtobel Gruppe den geplanten, auf eine spezifische Architektur- und Anwendungssituation ausgerichteten, kombinierten Einsatz von Leuchten, Lichtmanagement und Notbeleuchtung mit der Zielsetzung, eine oder mehrere gewünschte Lichtstimmungen/Beleuchtungssituationen zu erreichen. Eine Lichtlösung stellt somit immer eine Kombination aus Produkten und Dienstleistungen dar und kann nur gemeinsam mit dem Kunden erarbeitet werden.

  • Leuchten Leuchten sind Vorrichtungen, in denen die Lampe und das Betriebsgerät montiert, betrieben und geschützt werden. Sie steuern die Verteilung von Licht und Wärme, gewährleisten die Bereitstellung der geeigneten elektrischen Energie über Komponenten und stellen die optische Vorrichtung bereit, in der die Lampe untergebracht ist. Der gesamte Beleuchtungskörper inklusive aller für Befestigung, Betrieb und Schutz der Lampe notwendigen Komponenten ist die "Leuchte". Die Leuchte schützt die Lampe, verteilt und lenkt deren Licht und verhindert, dass sie blendet. Die Differenzierung von Leuchten kann nach der Art der Lampen (für Glühlampen, für Leuchtstofflampen, für Entladungslampen) erfolgen, nach der Anzahl der Lampen (ein-, zweilampig usw.), nach dem Einsatzort (Innenleuchten, Außenleuchten), nach der Schutzart (Leuchten für trockene, feuchte und staubige Räume), nach der Bauart (offene Leuchten, geschlossene Leuchten, Reflektorleuchten, Spiegelleuchten, Rasterleuchten, Wannenleuchten, Scheinwerfer), nach der Montageart (Wand-, Decken-, Pendel- oder Handleuchten) und nach dem Verwendungszweck (technische Leuchten, dekorative Leuchten oder Effektleuchten).
  • OLED Organische Leuchtdiode. Ein dünnfilmiges, leuchtendes Bauelement aus halbleitenden organischen Materialien. Im Aufbau besteht eine OLED aus einem Schichtsystem, das sich zwischen zwei Elektroden befindet. Beim Anlegen eines Stroms wird Licht erzeugt, welches durch mindestens eine der Elektroden austritt. OLEDs erzeugen flächiges Licht.
  • OLED-Modul Ein oder mehrere OLED-Panels kombiniert mit einer optischen Auskoppeleinheit und einem Kontaktierungssystem integriert in einem Gehäuse.

OLED-Panel Organische Leuchtdiode, die luftdicht verschlossen auf einer Folie, einer Glasplatte oder einer Metallfläche aufgebracht ist.

OLED-Stack Schichtsystem, das aus mehreren dünnen organischen Schichten aufgebaut ist und Licht mit einem spezifischen Spektrum aussendet.

SMD Surface Mounted Device (oberflächenmontiertes Bauelement). Alternatives Verfahren zur Bestückung einer Leiterplatte. Bei diesem Verfahren wird der LED-Chip zunächst in ein Gehäuse montiert, danach direkt auf die Leiterplatte bestückt und anschließend im Lötbad kontaktiert.

Vorschaltgerät Vorschaltgeräte sind elektrische Vorrichtungen zum Betrieb von Leuchtstoff- oder Hochdruckentladungslampen (HID), die genügend Spannung für das Starten und den Betrieb der Lampe liefern und danach den Strom während des Betriebs begrenzen. Vorschaltgeräte sind in magnetischer oder elektronischer Ausführung sowie in der elektronischen Variante in dimmbarer und schaltbarer Version erhältlich.

Finanzterminplan

Nachweisstichtag Hauptversammlung 12. Juli 2016 40. ordentliche Hauptversammlung 22. Juli 2016 Ex-Dividendentag 29. Juli 2016 Record Date Dividende 01. August 2016 Dividendenzahltag 02. August 2016 Bericht zum 1. Quartal 2016/17 (1. Mai 2016 – 31. Juli 2016) 06. September 2016 Bericht zum 1. Halbjahr 2016/17 (1. Mai 2016 – 31. Oktober 2016) 06. Dezember 2016 Bericht zum 3. Quartal 2016/17 (1. Mai 2016 – 31. Januar 2017) 07. März 2017

Kontaktinformation

Harald Albrecht Astrid Kühn-Ulrich Vice President Investor Relations Vice President Global Communications Telefon +43 (0)5572 509-1125 Telefon +43 (0)5572 509-1570 E-Mail [email protected] E-Mail [email protected]

Finanzberichte

Investor Relations Relations Presse/Unternehmens Presse/Unternehmenskommunikation ommunikationommunikation

Sie finden unsere Finanzberichte zum Download in deutscher und englischer Sprache unter http://www.zumtobelgroup.com. Der Geschäftsbericht 2015/16 wird auf der 40. ordentlichen Hauptversammlung veröffentlicht. Gerne senden wir Ihnen die Printfassung zu, Bestellungen über Telefon +43 (0)5572 509-1125.

Mehr Informationen

zur Zumtobel Group AG und unseren Marken finden Sie im Internet unter:

www.zumtobelgroup.com www.zumtobel.com www.thornlighting.com www.tridonic.com www.acdclighting.co.uk www.reiss-lighting.de

Impressum

Herausgeber: Zumtobel Group AG, Investor Relations, Harald Albrecht Koordination Finanzen: Jan Güstemeyer Covergestaltung (Coverdesign): Diller Scofidio + Renfro, New York Copyright: Zumtobel Group AG 2016

Inhouse produziert mit FIRE.sys

Disclaimer

Dieser Jahresfinanzbericht enthält Aussagen über zukünftige Entwicklungen, die auf derzeit zur Verfügung stehenden Informationen beruhen und Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den vorausschauenden Aussagen abweichen können. Die Aussagen über zukünftige Entwicklungen sind nicht als Garantien zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Dazu zählen zum Beispiel nicht vorhersehbare Veränderungen der politischen, wirtschaftlichen und geschäftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Umfeld der Zumtobel Group, der Wettbewerbssituation, der Zins- und Währungsentwicklungen, technologischer Entwicklungen sowie sonstiger Risiken und Unwägbarkeiten. Weitere Risiken sehen wir unter anderem in Preisentwicklungen, nicht vorhersehbaren Geschehnissen im Umfeld akquirierter Unternehmen und bei Konzerngesellschaften sowie bei den laufenden Kostenoptimierungsprogrammen. Die Zumtobel Group beabsichtigt nicht, diese vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren. Dieser Jahresfinanzbericht wird auch in Englisch präsentiert, jedoch nur der deutsche Text ist verbindlich.

Service

Zumtobel Group AG 1. Mai 2015 bis 30. April 2016

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