Quarterly Report • Aug 22, 2016
Quarterly Report
Open in ViewerOpens in native device viewer
www.viennaairport.com
| Betriebswirtschaftliche Kennzahlen in € Mio. (ausgenommen Mitarbeiter) |
|---|
| ----------------------------------------------------------------------------- |
| H1/2016 | Veränd. in % | H1/20151 | |
|---|---|---|---|
| Gesamtumsatz | 334,4 | 7,3 | 311,5 |
| davon Airport | 171,4 | 2,8 | 166,7 |
| davon Handling | 75,5 | 2,5 | 73,6 |
| davon Retail & Properties | 59,5 | -6,1 | 63,4 |
| davon Malta | 19,8 | n.a. | 0,0 |
| davon Sonstige Segmente | 8,2 | 5,5 | 7,7 |
| EBITDA / EBITDA bereinigt 2 | 201,5 / 149,7 | 48,0 / 9,9 | 136,2 |
| EBITDA-Marge / EBITDA-Marge bereinigt 2 (in %) 3 | 60,3 / 44,8 | n.a. | 43,7 |
| EBIT / EBIT bereinigt 2 | 138,3 / 86,5 | 92,0/ 20,1 | 72,0 |
| EBIT-Marge / EBIT-Marge bereinigt 2 (in %)4 | 41,4 / 25,9 | n.a. | 23,1 |
| Konzernergebnis / bereinigt 2 | 109,5 / 57,7 | 130,2 / 21,3 | 47,6 |
| Konzernergebnis Muttergesellschaft / bereinigt 2 | 106,4 / 54,6 | 123,6 / 14,7 | 47,6 |
| Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 132,2 | 20,1 | 110,1 |
| Investitionen5 | 50,5 | 105,2 | 24,6 |
| Ertragsteuern | 19,1 | 30,6 | 14,6 |
| Mitarbeiter im Durchschnitt6 | 4.487 | 3,7 | 4.326 |
| 30.6.2016 | Veränd. in % | 31.12.2015 | |
| Eigenkapital | 1.211,4 | 18,8 | 1.020,0 |
| Eigenkapitalquote (in %) | 53,9 | n.a. | 53,4 |
| Nettoverschuldung | 419,0 | -10,1 | 466,0 |
| Bilanzsumme | 2.248,9 | 17,8 | 1.909,7 |
| Gearing (in %) | 34,6 | n.a. | 45,7 |
| Mitarbeiter zum Stichtag | 4.671 | 6,6 | 4.380 |
| Passagierentwicklung Gruppe | H1/2016 | Veränd. in % | H1/20157 |
|---|---|---|---|
| Flughafen Wien (in Mio.) | 10,5 | 0,4 | 10,5 |
| Malta Airport (in Mio.) | 2,2 | 9,8 | 2,0 |
| Kosice Airport (in Mio.) | 0,2 | 17,5 | 0,1 |
| Flughafen Wien und Beteiligungen (VIE, MIA, KSC) | 12,9 | 2,1 | 12,6 |
| Verkehrsentwicklung Wien | |||
| Gesamtpassagiere (in Mio.) | 10,5 | 0,4 | 10,5 |
| davon Transferpassagiere (in Mio.) | 2,7 | -5,2 | 2,8 |
| Flugbewegungen | 108.809 | -1,1 | 109.980 |
| MTOW (in Mio. Tonnen)8 | 4,1 | 2,0 | 4,0 |
| Fracht (Luftfracht und Trucking; in Tonnen) | 138.227 | 6,3 | 130.015 |
| Sitzladefaktor (in %)9 | 70,0 | n.a. | 71,5 |
| Marktkapitalisierung (30.6.2016; in € Mio.) | 2.046,2 |
|---|---|
| Börsenkurs: Höchstwert in € (am 29.6.2016) | 25,51 |
| Börsenkurs: Tiefstwert in € (am 11.2.2016) | 18,80 |
| Börsenkurs: Wert per 30.6.2016 (in €) | 24,36 |
| Börsenkurs: Wert per 31.12.2015 (in €) | 21,90 |
| Reuters | VIE.VI |
|---|---|
| Bloomberg | FLU:AV |
| Datastream | O:FLU |
| ISIN10 | AT00000VIE62 |
| WBAG | FLU |
| ADR | VIAAY |
1) angepasst um Ausweis at-Equity-Ergebnisse 2) bereinigt um den Einmaleffekt aus der Neubewertung der bestehenden Anteile aufgrund eines Unternehmenserwerbes (EUR 51,8 Mio) 3) EBITDA-Marge (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatzerlöse 4) EBIT-Marge (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatzerlöse 5) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen inklusive Rechnungkorrekturen Vorjahre, exkl. Finanzanlagen, exkl. Unternehmenserwerbe 6) Personalstand im Jahresdurchschnitt gewichtet nach Beschäftigungsgrad inklusive Lehrlinge, exklusive Mitarbeiter ohne Bezug (Karenz, Bundesheer, etc.), Vorstände und Geschäftsführer 7) 2015: Verkehrsdaten aufgerollt 8) MTOW: Maximum Take off Weight (Höchstabfluggewicht) der Luftfahrzeuge 9) Sitzladefaktor: Gesamtpassagiere/angebotene Sitzplatzkapazität 10) Aktiensplit 1:4 mit Wirkung 27.6.2016 durchgeführt - Historie entsprechend angepasst; alte ISIN AT0000911805 durch neue AT00000VIE62 ersetzt
Die Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) konnte das erste Halbjahr 2016 mit einem sehr guten wirtschaftlichen Ergebnis abschließen, und das trotz eines sehr schwierigen politischen und wirtschaftlichen Umfelds. Aber auch die positive Entwicklung unserer Servicequalität für die Passagiere wurde eindrucksvoll unterstrichen: Skytrax hat uns zum zweiten Mal mit "Best Airport Staff in Europe" ausgezeichnet. Der wichtigste Faktor für unsere Performance als Dienstleistungsunternehmen sind natürlich gut ausgebildete, engagierte Mitarbeiter, die sich mit Herz und Hirn um die Bedürfnisse unserer Kunden kümmern. Da freut es uns ganz besonders, dass unsere Belegschaft im Frühjahr von der Luftfahrt-Ratingagentur Skytrax zum zweiten Mal in Folge zum "Best Airport Staff in Europe" gekürt wurde. Wir gratulieren allen Kollegen, die in ihrer täglichen Arbeit zu diesem Erfolg beigetragen haben und sagen ganz herzlich "Danke" für Ihren vorbildlichen Einsatz! Nicht zuletzt hat auch diese hohe fachliche Qualität dazu beigetragen, dass Skytrax unserem Flughafen das Prädikat "4-Star-Airport" verliehen hat – ein Rating, das nur zehn Flughäfen in Europa erreichen.
Das augenfälligste Novum, das Sie bei der Lektüre dieses Berichts begleiten wird, ist die Vollkonsolidierung unserer Beteiligung am Flughafen Malta, die wir von 32,9% auf nunmehr 48,4% aufstocken konnten. Der Malta Airport ist wachstums- sowie margenstark und somit ein wichtiges, ertragreiches Asset des Flughafen-Wien-Konzerns. Diese Transaktion führte zu einer bilanziellen Aufwertung des bestehenden Anteils, was sich in einem positiven Einmaleffekt in der Höhe von € 51,8 Mio. niederschlägt. Um die Ergebnisse 2015 mit jenen 2016 korrekt vergleichen zu können, muss daher zum einen dieser Sondereffekt herausgerechnet werden und zum zweiten die Auswirkung der unterschiedlichen Konsolidierungsart (bislang at-Equity, nunmehr Vollkonsolidierung) Berücksichtigung finden (s. Lagebericht S. 10 ff).
Ein weiterer wichtiger Meilenstein war die im Frühjahr getroffene Entscheidung, den Terminal 2 sowie den Pier Ost grundlegend zu modernisieren, sowie eine Erweiterung des Terminalverbundes in Richtung Süden zu realisieren. Durch diese Maßnahmen werden sich Raumgefühl, Bequemlichkeit und Service für den Fluggast weiter markant verbessern. Zusätzliche Shopping-, Lounge- und Gastro-Flächen erschließen unserem Unternehmen aber auch zusätzliche Ertragsquellen, die die Profitabilität der Flughafen Wien AG weiter erhöhen sollen. Die Realisierung wird bis 2023 abgeschlossen sein, das Budget für das gesamte Projekt ist auf maximal € 500 Mio. limitiert. Diese Verbesserung und Erweiterung unserer Infrastruktur trägt langfristig entscheidend dazu bei, unser Unternehmen für zukünftige Herausforderungen fit zu machen und legt so die Basis für die Fortsetzung unseres wirtschaftlichen Erfolges.
Die Zahl der Fluggäste, die die FWAG – inklusive Malta und Košice - betreuen durfte, ist auch im ersten Halbjahr 2016 weiter gestiegen. Insgesamt wurden 12,9 Millionen Passagiere gezählt - ein Plus von 2,1%.
Am Flughafen Wien fiel der Zuwachs mit 0,4% auf 10.500.816 Reisende zwar schwächer aus, doch ist das angesichts steigender Terrorangst sowie politischer Krisen in wichtigen Urlaubsdestinationen wie Türkei, Ägypten oder auch Griechenland durchaus zufriedenstellend. Wie schon in den Vorquartalen legte die Zahl der Lokalpassagiere mit 7.806.676 merkbar um 2,6% zu, während der negative Trend bei Transferpassagieren mit einem Minus von 5,2% auf 2.649.302 weiter anhält.
Was die Destinationen betrifft, so legten westeuropäische Reiseziele im ersten Halbjahr 2016 um 2,2% zu, während Osteuropa nicht zuletzt wegen der schwierigen wirtschaftlichen Situation in Russland 4,7% weniger Passagiere anzog. Die durchschnittliche Auslastung der Fluggeräte sank auf 70,0% (H1/2015: 71,5%), die Flugbewegungen gingen um 1,1% auf 108.809 zurück (H1/2015: 109.980), das Frachtaufkommen verzeichnete hingegen ein Plus von 6,3% auf 138.227 Tonnen.
Trotz des herausfordernden Umfelds konnte die FWAG ihren Umsatz im ersten Halbjahr um 7,3% auf € 334,4 Mio. steigern (H1/2015: € 311,5 Mio.). Aufgrund der Neubewertung unserer bestehenden Malta-Anteile ergibt sich ein positiver Einmaleffekt von € 51,8 Mio., der das EBITDA auf € 201,5 Mio. steigen ließ (H1/2015 angepasst: € 136,2 Mio.). Bereinigt lag das Plus bei 9,9%, die EBITDA-Marge bei 44,8% (H1/2015 angepasst: 43,7%). Das EBIT legte auf € 138,3 Mio. zu, und stieg bereinigt um 20,1% auf € 86,5 Mio. (H1/2015 angepasst: € 72,0 Mio.). Das Konzernergebnis nach Minderheiten stieg wegen des genannten Sondereffekts auf € 106,4 Mio. und erreichte - bereinigt um diese - ein erfreuliches Plus von 14,7% auf € 54,6 Mio. (H1/2015: € 47,6 Mio).
Auch die Bilanzstruktur der FWAG hat sich von Jahresultimo bis 30. Juni 2016 weiter verbessert. Die Eigenkapitalquote stieg im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 0,5 Prozentpunkte auf 53,9%, während die Nettoverschuldung weiter um € 47,0 Mio. auf nunmehr € 419,0 Mio. rückgeführt werden konnte.
Für das weitere Jahr halten wir an unseren Prognosen fest, zumal ein starker Juli am Flughafen Wien mit einem Passagier-Plus von 2,9% unsere Erwartungen bezüglich des Gesamtjahres bestätigt hat. Unsere Guidance für die Verkehrszahlen bleibt daher unverändert: Die Passagierzahlen sollen 2016 zwischen 0% und 2% steigen, während die Zahl der Flugbewegungen zwischen minus 1% und 0% weitgehend stabil bleiben wird.
Wir bestätigen auch unsere Finanz-Guidance: Das EBITDA soll über € 310 Mio. und das Konzernergebnis (vor Minderheiten, ohne Aufwertungseffekt Malta) über € 115 Mio. liegen. Die Nettoverschuldung soll weiter reduziert werden und bis Jahresende auf unter € 400 Mio. sinken. Der Umsatz wird vor allem aufgrund von Umgliederungen und wegen der Hermione -Übernahme über € 725 Mio. statt der prognostizierten € 740 Mio. liegen.
Abschließend wollen wir Ihnen als unseren Aktionärinnen und Aktionären sowie dem Aufsichtsrat sehr herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen danken!
Schwechat, 11. August 2016 Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger
Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO
Der Flughafen Wien inklusive seiner Auslandsbeteiligungen Malta Airport und Flughafen Kosice verzeichnete mit insgesamt 12,9 Mio. Passagieren im ersten Halbjahr 2016 einen Anstieg des Passagieraufkommens um 2,1% gegenüber H1/2015. Die Zahl der Lokalpassagiere nahm auf 10,2 Mio. (+4,3%) zu, während die Anzahl der Transferpassagiere um 5,2% auf 2,6 Mio. zurückging.
Von Jänner bis Juni 2016 zählte der Flughafen Wien 10.500.816 Passagiere, ein Zuwachs von 0,4% (H1/2015: 10.456.6301 Passagiere). Positiv beeinflusst wurde das Ergebnis durch den schaltjahrbedingten zusätzlichen Tag im Februar sowie den starken Zuwächsen der Low Cost Carrier. Gehemmt wurde diese Entwicklung durch das auch von Tourismusvertretern beobachtete zurückhaltende Buchungsverhalten, betreffend vor allem Destinationen in der Türkei, Ägypten und Griechenland.
Die Zahl der Lokalpassagiere legte dabei im ersten Halbjahr 2016 um 2,6% auf 7.806.676 Lokalpassagiere zu. Das Aufkommen an Transferpassagieren war dagegen weiterhin rückläufig und betrug 2.649.302 Passagiere was einem Minus von 5,2% entspricht und vor allem auf Reduktionen und Einstellungen von Strecken mit hohem Transferanteil zurückzuführen ist.
Die Zahl der abfliegenden Passagiere entwickelte sich je nach Region unterschiedlich: Westeuropäische Destinationen legten durch Erweiterungen von easyJet und Eurowings um 2,2% auf 3.716.891 zu. Die Zahl der Fluggäste Richtung Osteuropa war dagegen weiterhin durch die wirtschaftliche Situation in Russland negativ beeinflusst und ging im Vorjahresvergleich um 4,7% auf 850.188 zurück. Ein erweitertes Angebot in den Fernen Osten sorgte für ein Plus von 1,1% auf 186.722 Passagiere, der Nahe und Mittlere Osten zog in den ersten sechs Monaten mit 261.534 um 0,7% weniger Passagiere an. Die Anzahl der abfliegenden Passagiere nach Nordamerika erhöhte sich durch die Neuaufnahme nach Miami in Q4/2015 um 4,8% auf 146.591 Passagiere. Aufgrund der politisch instabilen Lage in Nordafrika verzeichneten afrikanische Destinationen, hier vor allem die Urlaubsdestinationen in Ägypten, mit 64.616 Passagieren ein Minus von 23,2%.
1) Aufrollung der Verkehrsdaten
Die durchschnittliche Auslastung (Sitzladefaktor) der Flüge ging im ersten Halbjahr 2016 von 71,5% in der Vergleichsperiode auf 70,0% zurück.
Der größte Kunde Austrian Airlines beförderte aufgrund des starken Rückgangs des Sitzladefaktors in den ersten sechs Monaten um 2,4% weniger Passagiere. Ihr Anteil am Gesamtpassagieraufkommen am Flughafen Wien verringerte sich dadurch auf 44,2% (H1/2015: 45,4%). NIKI/airberlin verzeichneten von Jänner bis Juni aufgrund des stark verminderten Angebots ein Passagierminus von 7,6%. Der Anteil am Gesamtaufkommen verringerte sich auf 15,4% (H1/2015: 16,7%).
Die Anzahl der Flugbewegungen sank im ersten Halbjahr 2016 um 1,1% auf 108.809 Starts und Landungen (H1/2015: 109.980). Das Höchstabfluggewicht (MTOW) hingegen nahm vor allem durch vermehrten Einsatz von größeren Flugzeugen um 2,0% auf 4.095.861 Tonnen zu (H1/2015: 4.014.756 Tonnen). Das Frachtaufkommen verzeichnete ein Plus von 6,3% auf 138.227 Tonnen.
In den ersten sechs Monaten verzeichnete der Flughafen Malta einen Anstieg der Passagiere um 9,8% auf über 2.183.089, welcher sowohl auf den Anstieg der Sitzplatzkapazität (+7,4%) als auch einen höheren Sitzladefaktor von 80,0% (H1/2015: 78,2%) zurückzuführen ist.
Die wichtigsten Märkte für den Flughafen Malta waren in H1/2016: Großbritannien (612.413 Passagiere), Italien (459.657 Passagiere) und Deutschland (284.889 Passagiere). Aber auch andere europäische Destinationen entwickelten sich in den letzten Monaten positiv mit der Neuaufnahme zusätzlicher Strecken.
Der größte Kunde Ryanair beförderte im ersten Halbjahr um 37,4% mehr Passagiere (744.391), während der Home-Carrier Air Malta einen Passagierrückgang von 8,1% verzeichnete und im ersten Halbjahr insgesamt 707.656 Passagiere beförderte. Der drittgrößte Kunde easyJet lag im ersten Halbjahr mit 126.560 Passagieren um 14,2% unter dem Vorjahreswert.
Insgesamt verzeichneten die Low-Cost-Carrier im ersten Halbjahr 2016 um 23,0% mehr Passagiere (1.045.894), während sich die Legacy-Carriers mit 1.066.856 Passagieren im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig entwickelten (-0,7%).
Auch der Flughafen Košice konnte im gleichen Zeitraum ein Passagierplus von 17,5% auf 168.648 Passagiere vermelden, womit sich die positive Entwicklung der vergangenen Quartale ungebrochen fortsetzt.
In den ersten sechs Monaten 2016 erzielte die Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) einen Umsatz von € 334,4 Mio. (H1/2015: € 311,5 Mio.), was einem Plus von 7,3% entspricht. Dies ist größtenteils auf die Vollkonsolidierung des Flughafens Malta (Malta International Airport plc (MIA) samt Tochtergesellschaften) ab dem zweiten Quartal 2016 zurückzuführen, welcher in den Monaten April bis Juni Umsätze in Höhe von € 19,8 Mio. verzeichnete. Die Entgeltanpassungen und das Passagierwachstum führten innerhalb der Flughafen Wien AG zu einem Anstieg der passagierbezogenen Erlöse im Vergleich zur Vorjahresperiode um € 4,0 Mio. auf € 116,6 Mio. (H1/2015: € 112,6 Mio.). Zuwächse konnte ebenfalls das Handling-Segment (plus € 1,8 Mio.) erzielen. Die Umsätze im Vermietungsbereich lagen hingegen mit € 17,3 Mio. um € 3,0 Mio. unter jener der Vorjahresperiode (H1/2015: € 20,2 Mio.). Die Erlöse aus Shopping & Gastronomie reduzierten sich durch Änderungen der Passagierstruktur ebenfalls um € 0,8 Mio. auf € 20,7 Mio. (H1/2015: € 21,5 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von € 5,8 Mio. auf € 6,4 Mio. in den ersten sechs Monaten 2016. Der Anstieg ist auf höhere aktivierte Eigenleistungen im Konzern, welche von € 2,0 Mio. auf € 2,9 Mio. anstiegen, zurückzuführen. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen werden hingegen ab Jahresende 2015 im jeweils von der Rückstellung betroffenen Posten erfasst. Aufgrund von Unwesentlichkeit wurde die Vorperiode nicht angepasst.
Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen sanken in den ersten sechs Monaten 2016 trotz Vollkonsolidierung des Flughafens Malta (inkl. seiner Beteiligungen, MIA-Gruppe) um € 0,6 Mio. oder 3,6% auf € 16,6 Mio. Dies ist einerseits auf geringere Energieaufwendungen (minus € 0,4 Mio.) anderseits auf geringere bezogene Leistungen (minus € 0,5 Mio.) zurückzuführen. Die Aufwendungen für Material (inkl. Reparaturmaterialien) stiegen hingegen im Vorjahresperiodenvergleich von € 7,3 Mio. auf € 7,6 Mio.
Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um € 2,1 Mio. bzw. 1,6% von € 130,3 Mio. auf € 132,4 Mio. Diese Veränderung ist nahezu vollständig auf die Erweiterung des Vollkonsolidierungskreises (MIA-Gruppe) zurückzuführen, wodurch auch der durchschnittliche Personalstand der Flughafen-Wien-Gruppe von 4.326 auf 4.487 Mitarbeiter (plus 3,7%) anstieg. Während die Löhne, u.a. aufgrund der Aktualisierung versicherungsmathematischer Parameter um € 1,7 Mio. auf € 55,2 Mio. sanken (H1/2015: € 56,9 Mio.), stiegen die Gehälter um € 2,6 Mio. auf € 41,8 Mio. (H1/2015: € 39,1 Mio.).
Der sonstige betriebliche Aufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um € 7,3 Mio. bzw. 19,6% auf € 44,5 Mio. (H1/2015: € 37,2 Mio.). Unter Berücksichtigung der Effekte aus Konsolidierungskreisänderungen (Vollkonsolidierung des Flughafen Malta) in Höhe von € 4,7 Mio., stieg der sonstige betriebliche Aufwand um € 2,5 Mio. Im sonstigen Betriebsaufwand wurde im Vorjahr eine Teilauflösung einer Rückstellung für Bestandsrisiken erfasst, wodurch der sonstige Betriebsaufwand im Berichtsjahr 2016 um € 5,1 Mio. anstieg. Die Aufwendungen für Marketing und Marktkommunikation stiegen ebenfalls im Vergleichszeitraum um € 1,6 Mio. auf € 10,6 Mio., was vor allem auf die Änderung des Konsolidierungskreises zurückzuführen ist. Die Fremdleistungen stiegen auf € 7,3 Mio. (H1/2015: € 5,0 Mio.) im Wesentlichen durch Fremdpersonalleistungen am Flughafen Malta. Die Aufwendungen für Leistungen, die von nahestehenden Unternehmen erbracht wurden, stiegen hingegen nur leicht auf € 5,9 Mio. (H1/2015: € 5,7 Mio.) und beinhalten vor allem Reinigungs- und Bewachungsleistungen am Standort Wien. Ebenfalls legten die Rechts-, Prüf- und Beratungskosten um € 0,4 Mio. auf € 2,5 Mio. und die Versicherungsaufwendungen um
€ 0,3 Mio. auf € 1,6 Mio. zu. Die Instandhaltungs- und Wartungskosten für Gebäude und Anlagen gingen hingegen im Vorjahresvergleich um € 1,1 Mio. auf € 8,9 Mio. zurück. Der Erwerb der Objektgesellschaft VIE Flugbetrieb Immobilien GmbH (VFI) Ende März 2015 ist für die Reduktion des externen Miet- und Leasingaufwands um € 2,0 Mio. auf € 1,3 Mio. (H1/2015: € 3,3 Mio.) verantwortlich.
Die Ergebnisse der at-Equity-Beteiligungen, die aufgrund ihres operativen Charakters nunmehr im operativen Ergebnis dargestellt werden, betrugen € 54,2 Mio. nach € 3,5 Mio. im Vorjahr. Im ersten Quartal 2016 wurde ein erfolgswirksamer Einmaleffekt aus der Neubewertung zum beizulegenden Zeitwert der bestehenden Anteile am Flughafen Malta in Höhe von € 51,8 Mio. erfasst. Positiv entwickelten sich die laufenden Ergebnisse der at-Equity-Beteiligungen, welche auch die Ergebnisse des Flughafens Malta bis zum ersten Quartal 2016 beinhalten. Seit dem zweiten Quartal 2016 wird der Flughafen Malta vollkonsolidiert. Die anteiligen Periodenergebnisse der at-Equity-Beteiligungen reduzierten sich daher im Periodenvergleich von € 3,5 Mio. auf € 2,4 Mio.
Aufgrund des Einmaleffekts durch die Neubewertung der bestehenden Anteile am Flughafen Malta, der Vollkonsolidierung des Flughafen Malta ab dem zweiten Quartal 2016 und der positiven Umsatzentwicklung stieg das EBITDA im Vergleich zum Vorjahr auf € 201,5 Mio. bzw. 48,0%, bereinigt1 € 149,7 Mio. bzw. plus 9,9% (H1/2015 angepasst2 : € 136,2 Mio.). Die EBITDA-Marge legte von 43,7% (H1/2015: angepasst2 ) auf 60,3% (bereinigt1 : 44,8%) zu.
In den ersten sechs Monaten 2016 wurden planmäßige Abschreibungen von € 67,2 Mio. (H1/2015: € 64,2 Mio.) erfasst. Im Gegenzug wurde eine Wertaufholung für die Cash Generating Unit (CGU) "Real Estate Office" in Höhe von € 3,9 Mio. erfasst. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich aufgrund des besseren operativen Ergebnisses (EBITDA) auf € 138,3 Mio. bzw. um 92,0%, bereinigt1 € 86,5 Mio. bzw. plus 20,1% (H1/2015 angepasst2 : € 72,0 Mio.). Die EBIT-Marge verbesserte sich von 23,1% (H1/2015: angepasst2 ) auf 41,4% (bereinigt1 : 25,9%).
Das Finanzergebnis veränderte sich leicht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von minus € 9,8 Mio. auf minus € 9,7 Mio. Die Erträge aus Beteiligungen (exklusive at-Equity-Beteiligungen) stiegen im Vorperiodenvergleich von € 0,1 Mio. auf € 0,6 Mio. Die Veränderung des negativen Zinsergebnisses ist im Wesentlichen auf geringere Zinserträge zurückzuführen. Im Vorjahr wurden in dieser Position Erträge aus Wertpapieren in Höhe von € 1,3 Mio. erfasst. Im Berichtsjahr betrugen die Zinserträge € 0,8 Mio. Die Ergebnisse der at-Equity-Beteiligungen werden aufgrund ihres operativen Charakters seit Q1/2016 im operativen Ergebnis dargestellt.
1) bereinigt steht im Folgenden für: Bereinigt um den Einmaleffekt aus der Neubewertung der bestehenden Anteile aufgrund eines Unternehmenserwerbes (€ 51,8 Mio) 2) 2015 angepasst: at-Equity-Ergebnisse werden im operativen Ergebnis (EBITDA) und nicht im Finanzerfolg ausgewiesen
Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) belief sich in den ersten sechs Monaten 2016 auf € 128,7 Mio. (plus 106,7%). Um den Einmaleffekt der Neubewertung bereinigt wurden € 76,8 Mio. verzeichnet, was einem Anstieg um 23,5% entspricht (H1/2015: € 62,2 Mio.). Nach Abzug der Ertragsteuern in Höhe von € 19,1 Mio. (H1/2015: € 14,6 Mio.) betrug das Periodenergebnis € 109,5 Mio. (bereinigt1 : € 57,7 Mio.), was einer Steigerung von € 61,9 Mio. (+130,2%) bzw. bereinigt1 € 10,1 Mio. (+21,3%) entspricht.
Der den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zustehende Periodengewinn stieg ebenfalls aufgrund des Einmaleffekts um € 58,8 Mio. auf € 106,4 Mio. (+123,6%) bzw. bereinigt1 um € 7,0 Mio. auf € 54,6 Mio. (+14,7%, H1/2015: € 47,6 Mio.). Auf die nicht beherrschenden Anteile entfällt ein Halbjahresergebnis von € 3,1 Mio.
In der 28. ordentlichen Hauptversammlung der Flughafen Wien AG am 31. Mai 2016 wurde ein Aktiensplit im Verhältnis 1:4 beschlossen. Für jede Stückaktie erhielten die Aktionäre dadurch drei weitere Stückaktien. Dadurch wurde die Anzahl der Aktien von bisher 21 Millionen auf 84 Millionen erhöht. Das Grundkapital blieb unverändert (€ 152,7 Mio.). Das Ergebnis je Aktie betrug somit € 1,27 (bereinigt1 : € 0,65) nach € 0,57 im Vorjahr (angepasst um Aktien-Stückanzahl). Die Anzahl ausstehender Aktien beträgt nunmehr 84 Millionen Stück.
1) Bereinigt um den Einmaleffekt aus der Neubewertung der bestehenden Anteile aufgrund eines Unternehmenserwerbes
Die Umsatzerlöse der Flughafen-Wien-Gruppe konnten im zweiten Quartal 2016 um € 20,8 Mio. bzw. 12,2% auf € 191,6 Mio. (Q2/2015: € 170,8 Mio.) gesteigert werden, was im Wesentlichen auf die Änderung des Konsolidierungskreises zurückzuführen ist. Die Aviation-Erträge entwickelten sich aufgrund der Entgeltanpassungen und des Verkehrswachstums positiv, während sich die Miet- und Konzessionserträge (ohne Berücksichtigung des Flughafens Malta) reduzierten. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit € 2,8 Mio. über dem Vorjahresquartal (Q2/2015: € 2,3 Mio.), da in Q2/2016 im Vergleich zum Q2/2015 höhere aktivierte Eigenleistungen ausgewiesen wurden.
Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen stiegen ebenfalls durch die Vollkonsolidierung des maltesischen Airports um € 0,4 Mio. auf € 8,0 Mio. Der Personalaufwand reduzierte sich hingegen trotz eines höheren durchschnittlichen Personalstands (inkl. Malta), durch die Verarbeitung aktualisierter versicherungsmathematischer Parameter, um € 0,5 Mio. auf € 67,6 Mio. (Q2/2015: € 68,1 Mio.) Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen im Quartalsvergleich von € 18,7 Mio. auf € 26,9 Mio. zu. Dies ist einerseits auf eine Anpassung (Teilauflösung) einer Rückstellung für Bestandsrisiken im Vorjahr und andererseits auf die Konsolidierungskreisänderung zurückzuführen. Die anteiligen Periodenergebnisse der at Equity-Beteiligungen beinhalten die Beiträge aus Malta nicht mehr und gingen daher von € 2,3 Mio. auf € 1,0 Mio. zurück. Daraus resultierte ein Anstieg des EBITDA für das zweite Quartal 2016 um € 11,9 Mio. bzw. 14,6 % auf € 92,9 Mio. (Q2/2015 angepasst1 : € 81,1 Mio.).
Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte stiegen im Quartalsvergleich um € 2,8 Mio. auf € 34,9 Mio. (Q2/2015: € 32,1 Mio.). Die erfasste Wertaufholung für die CGU "Real Estate Office" in Höhe von € 3,9 Mio. wirkte hingegen positiv. Durch das höhere EBITDA und die Wertaufholung ergibt sich ein im Vergleich zum Q2/2015 um € 13,0 Mio. bzw. 26,6% höheres EBIT von € 62,0 Mio. (Q2/2015 angepasst1 : € 49,0 Mio.)
Das Finanzergebnis belief sich im zweiten Quartal 2016 auf minus € 4,5 Mio. nach minus € 5,0 Mio. im Q2/2015. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Beteiligungserträge in Höhe von € 0,6 Mio. (Q2/2015: € 0,1 Mio.) und höhere Zinserträge in Höhe von € 0,7 Mio. (Q2/2015: € 0,4 Mio.) zurückzuführen. Der Anstieg der Zinsaufwendungen von € 5,4 Mio. auf € 5,8 Mio. lässt sich auf die Konsolidierungskreisänderung zurückführen. Die Ergebnisse der at-Equity-Beteiligungen werden aufgrund ihres operativen Charakters nunmehr im operativen Ergebnis dargestellt.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag mit € 57,5 Mio. über dem Vorjahreswert von € 43,9 Mio. Dies führte auch zu einer höheren Steuerbelastung für das zweite Quartal 2016 in Höhe von € 14,6 Mio. (Q2/2015: € 10,4 Mio.). In Summe ergibt sich im zweiten Quartal 2016 mit € 42,9 Mio. (Q2/2015: € 33,5 Mio.) ein um 28,1 % verbessertes Konzern-Periodenergebnis. Das Periodenergebnis der Muttergesellschaft belief sich auf € 39,8 Mio. (Q2/2016: € 33,5 Mio.). Auf die nicht beherrschenden Anteile entfällt ein Periodenergebnis für das zweite Quartal von € 3,1 Mio.
1) 2015 angepasst: at-Equity-Ergebnisse werden im operativen Ergebnis (EBITDA) und nicht im Finanzerfolg ausgewiesen
Die Anteilsaufstockung an der Malta Mediterranean Link Consortium Limited (MMLC) auf mehr als 95% resultiert in einer Erhöhung des Anteils der Flughafen-Wien-Gruppe an der indirekten Beteiligung am Flughafen Malta um weitere 15,5% und bewirkte die Umstellung auf Vollkonsolidierung der Beteiligung ab dem Erwerbsstichtag 30. März 2016.
Mit dem Quartalsende Q1/2016 erfolgte daher eine vorläufige Neubewertung des Nettovermögens des Malta International Airports inklusive deren Tochtergesellschaften und eine Aufnahme dieser in die entsprechenden Bilanzpositionen der Flughafen-Wien-Gruppe. Die Veränderungen hieraus zeigten sich aktivseitig im Wesentlichen in den Positionen des Sachanlagevermögens, der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Forderungen und sonstige Vermögenswerte und passivseitig in den langfristigen Schulden aus Personalrückstellungen, Finanzverbindlichkeiten und den übrigen Verbindlichkeiten sowie kurzfristigen Schulden aus zu tilgenden Bankkrediten.
Aus der vorläufigen Kaufpreisallokation bzw. Fair-Value Bewertung der neu konsolidierten Bilanzpositionen resultierte die korrespondierende Erhöhung der langfristigen latenten Steuern. Die Veränderung des Firmenwertes betrifft den auf die Flughafen-Wien-Gruppe entfallenden Anteil nach der partiellen Goodwill-Methode. Das Eigenkapital veränderte sich aufgrund des Ausweises der entsprechenden Minderheitenanteile.
Durch die Anteilsaufstockung war der bestehende at-Equity Beteiligungsansatz in der Position Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen gegen den auf diesen Anteil entfallenden Anteilswert gewinnwirksam auszubuchen. Hieraus resultierte ein Buchgewinn in Höhe von rund € 51,8 Mio., der sich als Einmaleffekt ebenfalls positiv auf das Eigenkapital auswirkt.
Ab dem zweiten Quartal 2016 wurde auch die Gewinn- und Verlustrechnung des Malta International Airport plc (MIA) samt Tochtergesellschaften in der Flughafen-Wien-Gruppe vollkonsolidiert.
Die Nettoverschuldung sank zum 30. Juni 2016 auf € 419,0 Mio., was trotz der Vollkonsolidierung von Malta International Airport plc (MIA), Malta Mediterranean Link Consortium Limited (MMLC) u.a. einer Reduktion um € 47,0 Mio. im Vergleich zum Jahresbeginn entspricht (31. Dezember 2015: € 466,0 Mio.). Während die Eigenkapitalquote um 0,5 Prozentpunkte auf 53,9% stieg, sank das Gearing deutlich aufgrund der höheren Eigenmittel von 45,7% zum 31. Dezember 2015 auf nunmehr 34,6%.
Der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich in den ersten sechs Monaten 2016 auf € 132,2 Mio. nach € 110,1 Mio. im Vorjahr. Der Anstieg resultierte aus der operativen Ergebnisverbesserung. Im Bereich des Working Capitals kam es zu einem Mittelabfluss im ersten Halbjahr. Die Ertragsteuerzahlungen betrugen im ersten Halbjahr 2016 unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer-Rückzahlungen € 0,2 Mio. (H1/2015: € 4,5 Mio.).
Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit belief sich auf plus € 23,2 Mio. nach minus € 36,8 Mio. in der Vorjahresperiode. In der Berichtsperiode erfolgten Auszahlungen für Anlagenzugänge (ohne Unternehmenserwerbe) in Höhe von € 28,2 Mio. Der Mittelabfluss aus dem Erwerb neuer Konzerngesellschaften (Gegenleistung abzüglich übernommener Zahlungsmittel) betrug im ersten Halbjahr 2016 minus € 17,8 Mio. Die Einzahlungen aus den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten in Höhe von € 69,1 Mio. sind auf den Effekt eines Finanzierungsleasingvertrages und der damit verbundenen Vorauszahlung zurückzuführen. Die Einzahlungen aus dem Anlagenabgang betrugen im Vorjahr € 4,4 Mio., in den ersten sechs Monaten 2016 hingegen nur € 0,1 Mio.
Der Free-Cashflow (Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit plus Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit) beläuft sich daher aufgrund des Mittelzuflusses aus dem Investitionsbereich im H1/2016 auf € 155,4 Mio. (H1/2015: € 73,4 Mio.).
Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von minus € 113,1 Mio. (H1/2015: minus € 69,9 Mio.) ist auf Tilgungen und Aufnahmen von Finanzverbindlichkeiten (gesamt € 66,3 Mio.) sowie Dividendenausschüttungen in Höhe von € 46,8 Mio. zurückzuführen (davon € 42,0 Mio. für Anteilseigner der Flughafen Wien AG und davon € 4,8 Mio. an nicht beherrschende Anteilseigner der MIA-Gruppe).
Der Finanzmittelbestand betrug zum 30. Juni 2016 € 47,0 Mio. (31. Dezember 2015: € 4,7 Mio.).
Das langfristige Vermögen veränderte sich einerseits als Folge der getätigten Abschreibungen und andererseits aufgrund der Vollkonsolidierung des Flughafen Malta von € 1.748,6 Mio. zum Jahresende 2015 auf € 2.100,8 Mio. zum 30. Juni 2016. Neben Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (ohne Berücksichtigung des Erwerbs von Tochtergesellschaften) in Höhe von € 50,5 Mio. (H1/2015: € 24,6 Mio.) wurden Abschreibungen (unter Berücksichtigung einer Wertaufholung in Höhe von € 3,9 Mio.) in Höhe von € 63,2 Mio. (H1/2015: € 64,2 Mio.) erfasst. Der Anstieg der Sachanlagen von € 1.515,2 Mio. auf € 1.853,6 Mio. zum Halbjahr 2016 spiegelt die Erweiterung des Vollkonsolidierungskreises wider. Dadurch stieg auch der Buchwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien von € 115,4 Mio. auf € 128,4 Mio. Weiters wurde auf Basis von vorläufig ermittelten Werten ein Geschäfts- bzw. Firmenwert in Höhe von € 61,3 Mio. identifiziert. Die anderen immateriellen Vermögensgegenstände nahmen von € 8,8 Mio. auf € 9,1 Mio. zu. Trotz der positiven operativen Ergebnisse verringerten sich die Buchwerte der at-Equity-Beteiligungen zum Ende des zweiten Quartals aufgrund des Abgangs von Malta International Airport plc (MIA) sowie Malta Mediterranean Link Consortium Limited (MMLC) infolge der Änderung des Konsolidierungskreises von € 106,4 Mio. auf € 45,5 Mio.
Das kurzfristige Vermögen sank im Vergleich zum Jahresende um € 13,0 Mio. auf € 148,1 Mio. (31. Dezember 2015: € 161,1 Mio.) was auf mehrere Effekte zurückzuführen ist. Durch die Abbildung des Finanzierungsleasingvertrags mit Austrian Airlines kam es in der Position "Zum Verkauf stehende Vermögenswerte" zu einem Abgang der ausgewiesen Gebäude mit einem Buchwert von € 69,1 Mio. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (inkl. Forderungen gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen) stieg nahezu ausschließlich aufgrund der Erweiterung der vollkonsolidierten Konzerngesellschaften von € 39,7 Mio. auf € 55,5 Mio. Die Vorräte nahmen durch die Vollkonsolidierung der MIA-Gruppe um € 0,8 Mio. auf € 5,7 Mio. zu. Der Anstieg der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten um € 3,3 Mio. auf € 5,1 Mio. ist einerseits auf geleistete Vorauszahlungen v.a. für Versicherungen und anderseits auf die Vollkonsolidierung des Flughafens Malta zurückzuführen. Während die sonstigen Forderungen von € 3,0 Mio. auf € 5,2 Mio. stiegen, reduzierten sich die Forderungen gegenüber dem Finanzamt um € 8,0 Mio. auf € 2,5 Mio. u.a. aufgrund einer erhaltenen Rückzahlung für Steuerforderungen. Die Bestände von Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalenten der neuen Konzerngesellschaften haben einen wesentlichen Anteil am Anstieg des Postens von € 4,7 Mio. am 31. Dezember 2015 auf € 47,0 Mio. zum Ende des zweiten Quartals 2016.
Das Eigenkapital erhöhte sich seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 in Summe um 18,8% auf € 1.211,4 Mio. (31. Dezember 2015: € 1.020,0 Mio.). Dies ist einerseits auf das Periodenergebnis (inkl. Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile) der ersten sechs Monate in Höhe von € 109,5 Mio. zurückzuführen, das auch den Einmaleffekt aus der Neubewertung der bestehenden Anteile am Flughafen Malta in Höhe von € 51,8 Mio. enthält. Die Neubewertung von leistungsorientierten Plänen und die Marktwertbewertung von Wertpapieren führten anderseits zu einer Erhöhung der sonstigen Rücklagen um € 4,0 Mio. Die Dividendenausschüttungen betrugen € 46,8 Mio., wovon € 42,0 Mio. auf Anteilseigner der Flughafen Wien AG und € 4,8 Mio. auf nicht beherrschende Anteile der MIA-Gruppe entfallen. Durch die Änderung des Vollkonsolidierungskreises veränderten sich der Buchwert von nicht beherrschenden Anteilen von € 0,1 Mio. auf € 123,1 Mio. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 53,9% nach 53,4% zum Jahresende 2015.
Der Anstieg der langfristigen Schulden um € 120,7 Mio. auf € 699,7 Mio. resultiert im Wesentlichen aus der Änderung des Vollkonsolidierungskreises, wodurch u.a. die langfristigen Finanzverbindlichkeiten von € 382,5 Mio. auf € 403,6 Mio. anstiegen. Im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb Malta erhöhten sich die passiven latenten Steuern zum 30. Juni 2016 von € 19,9 Mio. auf € 106,9 Mio. Die Pensionsrückstellungen nahmen von € 13,7 Mio. auf € 18,0 Mio. zu. Der Anstieg der übrigen langfristigen Verbindlichkeiten um € 15,2 Mio. auf € 37,6 Mio. lässt sich einerseits auf eine erhaltene Mietvorauszahlung und andererseits auf die Veränderung des Vollkonsolidierungskreises zurückführen.
Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich in Summe um € 27,2 Mio. auf € 337,8 Mio. (31. Dezember 2015: € 310,6 Mio.). Zum Ende des zweiten Quartals 2016 erhöhten sich sowohl die kurzfristigen Rückstellungen um € 18,2 Mio. auf € 76,7 Mio. als auch die Lieferantenverbindlichkeiten um € 13,1 Mio. auf € 48,4 Mio. Die Steuerrückstellung veränderte sich aufgrund von Dotierungen infolge des positiven operativen Ergebnisses von € 26,4 Mio. zum 31. Dezember 2015 auf € 38,2 Mio. zum 30. Juni 2016. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten verringerten sich aufgrund von Tilgungen trotz Konsolidierungskreisänderung in Summe von € 109,3 Mio. auf € 83,7 Mio. Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen durch die laufende Dotierung des Umweltfonds, Abgrenzungen und die Änderungen des Vollkonsolidierungskreises im Vergleich zum 31. Dezember 2015 von € 81,3 Mio. auf € 90,8 Mio.
In den ersten sechs Monaten 2016 wurden ohne Berücksichtigung von Unternehmenserwerben in Summe € 50,5 Mio. (H1/2015: € 24,6 Mio.) in immaterielles Vermögen, Sachanlagen sowie in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien investiert. Die größten Zugänge (ohne Unternehmenserwerbe) betrafen Investitionen für das Pistensystem 11/29 in
Höhe von € 21,8 Mio., Investitionen im Zusammenhang mit der 3. Piste mit € 5,7 Mio. und Umbauten eines Abfertigungsgebäudes in Höhe von € 2,0 Mio.
Aus dem Erwerb der Konzerngesellschaften im Zusammenhang mit dem Flughafen Malta wurden auf vorläufiger Basis folgende Werte in die Konzernbilanz im ersten Quartal 2016 übernommen: € 61,3 Mio. für Geschäfts- bzw. Firmenwert, € 0,9 Mio. für immaterielle Vermögenswerte und € 363,8 Mio. auf Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien.
Die allgemeine politische und wirtschaftliche Entwicklung auf nationaler und internationaler Ebene hat starken Einfluss auf die Luftfahrtindustrie und wird daher genau beobachtet. Dabei ist festzustellen, dass die Gesamtrisikoposition der Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) stabil bleibt.
Die Weltwirtschaft expandiert seit Mitte des Vorjahres nur sehr verhalten, es bestehen weiterhin strukturelle Probleme. Obwohl sich der Welthandel nur träge entwickelt, zeigten sich zuletzt - gestützt durch den steigenden Ölpreis und die expansive Geldpolitik im Euroraum - Stabilisierungstendenzen. Somit sollte sich die Weltkonjunktur im weiteren Jahresverlauf wieder etwas beschleunigen und die entwickelten Volkswirtschaften auf einem moderaten Wachstumskurs bleiben. In Österreich legte die Wirtschaft im ersten Quartal zu, für 2016 und 2017 werden Wachstumsraten im Bereich des Eurozonen-Schnitts vorhergesagt (Quelle: Institut für Höhere Studien - IHS, Juni 2016). Weltweit gesehen präsentiert die IATA (International Air Transportation Association) in Summe einen positiven Ausblick auf die Luftfahrtbranche und prognostiziert steigende Wachstumsraten im Passagierbereich. Das Wachstum im Cargobereich wird weniger dynamisch ausfallen, liegt jedoch auch im positiven Bereich (Quelle: IATA, Juni 2016).
Unsicherheiten im geopolitischen Bereich bestehen weiterhin im Hinblick auf die Krise zwischen der Europäischen Union und Russland. Aufgrund seiner Ausrichtung als Drehscheibe im Ost-/West-Verkehr ist der Flughafen Wien von der Belastung der Wirtschaftsund Handelsbeziehungen sowie der Abwertung des Rubels negativ betroffen. Daneben wirkt sich auch die angespannte Sicherheitslage in der Türkei negativ auf die Buchungslage der entsprechenden Tourismusdestinationen aus.
Das Referendum zugunsten des EU-Austritts Großbritanniens sollte aus Sicht des IHS aufgrund der vergleichsweise geringen Intensität der ökonomischen Verflechtungen keine unmittelbaren Folgen auf die österreichische Wirtschaft und somit auf das Verkehrsaufkommen am Flughafen Wien haben. Punktuell könnten sich durch die Abschwächung des Britischen Pfunds negative Auswirkungen auf den Retail- & Gastrobereich ergeben. Großbritannien war schon vor dem Referendum kein Teil des Schengen-Raums, wodurch die luftfahrtbezogenen Prozesse durch diese Entscheidung nicht beeinflusst werden. Positiv dürfte sich hingegen die schrittweise Aufhebung der Sanktionen gegenüber dem Iran im Zuge des Abschlusses des sogenannten Atomabkommens auswirken.
Nach einem guten Ergebnis im Jahr 2015 (EBIT: € 54 Mio.) konnten die Austrian Airlines auch im ersten Halbjahr 2016 das adjusted EBIT um € 17 Mio. auf € -0,1 Mio. verbessern und ein Passagierplus von 2,2% erzielen. Den größten Gewinnbeitrag erwirtschaften Airlines traditionellerweise im dritten Quartal, weshalb auch im Gesamtjahr 2016 eine Steigerung des adjusted EBIT im Vergleich zu 2015 erwartet wird (Quelle: Austrian Airlines, 2. August 2016). Im Hinblick auf die besonders wichtigen Langstrecken sind weiterhin Umstrukturierungen zu beobachten. Nachdem seit April Shanghai neu im Flugplan aufscheint, werden ab September Hong Kong und ab Oktober 2016 Havanna ebenfalls neu angeflogen. Im Gegenzug dazu wird bzw. wurde jedoch das Angebot nach Tokio und Delhi eingestellt. Auf der Kurz- und Mittelstrecke wird die Flottenerneuerung wie geplant fortgesetzt. Dabei werden insgesamt 21 Flugzeuge vom Typ Fokker 70 und 100 durch 17 wesentlich größere Embraer 195 ersetzt, wovon sieben bereits im Flugbetrieb eingesetzt werden. Dies könnte auch in den nächsten Jahren eine gegenüber dem Passagierwachstum gedämpfte Bewegungsentwicklung bewirken, was die Wachstumspotenziale des Ground-Handlings abschwächen würde. In Summe geht die FWAG davon aus, dass die Austrian Airlines die Basis für die Fortsetzung der bestehenden Netzwerkstrategie mit dem Fokus Ost-West-Transfer gelegt hat.
Bei airberlin, der Eigentümerin von NIKI, haben sich die wirtschaftlichen Probleme tendenziell verschärft. Trotz umfassender Maßnahmen wurde 2015 ein Verlust von über € 440 Mio. ausgewiesen. Im ersten Halbjahr 2016 fielen die Passagierzahlen auf Gruppenebene um 5,6% (Quelle: airberlin, 27. April 2016 bzw. 7. Juli 2016). Die heimische Tochter NIKI ist laut Konzernangaben im operativen Betrieb zwar profitabel, jedoch auch von der übergeordneten Strategie und Entwicklung der airberlin-Gruppe betroffen. Die FWAG beobachtet diese Entwicklungen mit wachsender Besorgnis. Aus einer allfälligen strategischen Neuausrichtung der Gruppe könnten sich zumindest kurzfristig negative Auswirkungen auf das Passagieraufkommen am Standort ergeben.
Von anderen Airlines am Standort Wien wurden positive Ausbaupläne bekannt gegeben. easyJet bietet auch 2016 neue Destinationen an, Eurowings nahm mit dem Sommerflugplan 2016 einen zweiten Airbus A320 am Standort in Betrieb und erweiterte damit das Portfolio um fünf zusätzliche Destinationen. Seit 1. Juli setzt Emirates das größte Passagierflugzeug der Welt, den Airbus A380, auf einer der beiden täglichen Linienverbindungen von Dubai nach Wien ein. In der unmittelbaren Catchment Area des Flughafen Wien werden insbesondere die Aktivitäten von Nicht-Netzwerk-Carriern wie Ryanair am Flughafen Bratislava nach wie vor als relevant erachtet und genau beobachtet. Auch am Standort Malta wurden von Airlines neue Ausbaupläne angekündigt.
Die vom ehemaligen Bestandsnehmer Rakesh Sardana gegen die FWAG in New York eingebrachte Klage über rund € 150 Mio. wegen vermeintlicher Diskriminierung entbehrt nach Auffassung der FWAG jeder sachlichen und rechtlichen Grundlage.
Bei der seit 30. März 2016 vollkonsolidierten Flughafen-Beteiligung in Malta besteht neben den genannten branchenspezifischen Risiken Unsicherheit hinsichtlich des wirtschaftlichen Turnarounds des Home Carriers Air Malta (Marktanteil 2015: rd. 37 %, H1/2016: rd. 32%). Eine allfällige Insolvenz der Airline hätte negative Folgen für den Flughafen Malta. Derzeit wird von der Air Malta ein Restrukturierungsplan umgesetzt und ein strategischer Partner gesucht, um die nachhaltige wirtschaftliche Überlebensfähigkeit des Carriers sicherzustellen. Dabei bestehen insbesondere Unsicherheiten über den Abschluss einer Partnerschaft mit Alitalia, welche durch drohende Streikmaßnahmen der Belegschaft gefährdet ist.
Für den Flughafen Malta stellt Großbritannien mit 28% des gesamten Passagieraufkommens den größten Markt dar. Es wird davon ausgegangen, dass für Großbritannien auch nach einem Austritt aus der EU die Regeln des europäischen Luftverkehrsbinnenmarktes gelten (entweder als Mitglied im Europäischen Wirtschaftsraum bzw. in Form von Sondervereinbarungen wie im Falle der Schweiz). Sollte es durch Kursschwankungen zu Änderungen der Kaufkraft kommen, könnte dies jedoch Auswirkungen auf das Reiseverhalten und dadurch auch auf den Flughafen Malta haben.
Nach dem erstinstanzlichen positiven Bescheid fand Anfang Jänner 2015 am Bundesverwaltungsgericht die zweitinstanzliche Verhandlung im Genehmigungsverfahren des Projekts "Parallelpiste 11R/29L" (3. Piste) statt. Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts wird aus heutiger Sicht frühestens Ende 2016 erwartet. In der Folge muss auch mit der Befassung der Höchstgerichte, eventuell auch des EuGH gerechnet werden. Auf Basis der heute abschätzbaren Passagierentwicklung erreicht der Flughafen Wien seine Kapazitätsgrenze nach dem Jahr 2020, weshalb das Projekt mit Nachdruck verfolgt wird, um eine rechtzeitige Verfügbarkeit sicherzustellen. Nach Vorliegen des rechtskräftigen Bescheids wird die Flughafen Wien AG auf Basis der erwarteten Passagier- und Flugbewegungsentwicklung, sowie einer aktualisierten Wirtschaftlichkeitsrechnung die Entscheidung über die Realisierung treffen. Im Falle einer Nichtrealisierung des Projekts wären voraussichtlich wesentliche Teile der aktivierten (Projekt-)Kosten abzuschreiben, in der Höhe abhängig davon, inwieweit sich eine alternative Verwendungs- bzw. Verwertungsmöglichkeit ergibt.
Sämtliche Bewertungen von Vermögensgegenständen erfolgten unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub.
Betreffend die Angaben zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Unternehmen bzw. Personen verweisen wir auf Punkt 9 der Anhangsangaben zum Konzernzwischenabschluss.
Der Flughafen Wien inklusive seiner Auslandsbeteiligungen Malta Airport und Flughafen Košice verzeichnete mit insgesamt 3,1 Mio. Passagieren im Juli 2016 ein Plus von 3,2% gegenüber Juli 2015. Kumuliert von Jänner bis Juli 2016 stieg das Passagieraufkommen um 2,3% auf 15,9 Mio. Reisende.
Am Standort Flughafen Wien stieg das Passagieraufkommen im Juli 2016 um 2,9% gegenüber dem Juli des Vorjahres auf 2.431.583 Reisende an. Die Anzahl der Lokalpassagiere stieg um 4,3% an, während die Anzahl der Transferpassagiere mit einem Minus von 0,5% leicht zurückging. Die Flugbewegungen gingen im Juli 2016 um 1,4% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zurück. Gutes Wachstum verzeichnete der Flughafen Wien beim Frachtaufkommen mit einem Plus von 6,0% im Vergleich zum Juli des Vorjahres.
Das Passagieraufkommen am Flughafen Wien nach Westeuropa stieg im Juli 2016 um 1,3% an und Osteuropa verzeichente ein Plus von 2,4%. Das Passagieraufkommen in den Fernen Osten nahm im Juli 2016 um 6,8% zu, jenes in den Nahen und Mittleren Osten stieg sogar um 15,8% an. Nach Nordamerika nahm das Passagieraufkommen um 8,0% zu, nach Afrika war das Passagieraufkommen mit minus 8,9% rückläufig.
Ein Passagierplus gab es im Juli 2016 auch für Malta mit einem Zuwachs um 5,9%. In Košice ging das Passagieraufkommen um 7,0% zurück.
Bei der Verkehrseinschätzung für das Jahr 2016 rechnet der Flughafen Wien weiterhin mit einem Passagierwachstum zwischen 0% und 2% und einer flachen Entwicklung der Flugbewegungen zwischen minus 1% und 0% für den Standort Wien. Hinsichtlich der Finanz-Guidance, rechnet die FWAG unter Berücksichtigung der Vollkonsolidierung des Flughafen Malta mit einem einem EBITDA größer € 310 Mio. und einem Periodenergebnis (vor nicht beherrschenden Anteilen, bereinigt um Einmaleffekte aus der Neubewertung der bestehenden Anteile am Flughafen Malta) von über € 115 Mio. Die Nettoverschuldung soll weiter reduziert werden und bis Jahresende auf unter € 400 Mio. sinken. Der Umsatz wird vor allem aufgrund von Umgliederungen und wegen der Hermione -Übernahme über € 725 Mio. statt der prognostizierten € 740 Mio. liegen.
Schwechat, 11. August 2016 Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger
Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO
| in T€ | H1/2016 | H1/20151 V. in % | Q2/2016 | Q2/20151 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 334.360,5 | 311.498,5 | 7,3 | 191.625,5 | 170.780,8 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6.376,5 | 5.844,6 | 9,1 | 2.761,2 | 2.291,6 |
| Betriebsleistung | 340.736,9 | 317.343,2 | 7,4 | 194.386,7 173.072,4 | |
| Aufwendungen für Material und | |||||
| bezogene Leistungen | -16.563,3 | -17.175,2 | -3,6 | -7.990,9 | -7.605,5 |
| Personalaufwand | -132.377,7 -130.251,7 | 1,6 | -67.577,3 | -68.052,1 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -44.483,3 | -37.205,8 | 19,6 | -26.901,7 | -18.674,2 |
| Anteilige Periodenergebnisse at-Equity Unternehmen |
2.400,1 | 3.472,2 | -30,9 | 1.014,0 | 2.317,9 |
| Neubewertung von at-Equity-Anteilen aufgrund von Unternehmenserwerben |
51.827,3 | 0,0 | n.a. | 0,0 | 0,0 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) |
201.540,1 136.182,6 | 48,0 | 92.930,8 | 81.058,5 | |
| Planmäßige Abschreibungen | -67.160,1 | -64.153,2 | 4,7 | -34.894,1 | -32.082,4 |
| Wertaufholungen | 3.945,5 | 0,0 | n.a. | 3.945,5 | 0,0 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) |
138.325,4 | 72.029,5 | 92,0 | 61.982,2 | 48.976,1 |
| Beteiligungsergebnis ohne at-Equity Unternehmen |
560,0 | 140,0 | n.a. | 560,0 | 140,0 |
| Zinsertrag | 803,1 | 1.347,8 | -40,4 | 743,8 | 364,2 |
| Zinsaufwand | -11.036,5 | -11.170,4 | -1,2 | -5.772,1 | -5.432,1 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 0,0 | -119,6 | n.a. | 0,0 | -119,6 |
| Finanzergebnis | -9.673,4 | -9.802,2 | -1,3 | -4.468,3 | -5.047,5 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 128.652,1 | 62.227,3 | 106,7 | 57.513,9 | 43.928,6 |
| Ertragsteuern | -19.124,7 | -14.643,8 | 30,6 | -14.567,5 | -10.395,0 |
| Periodenergebnis | 109.527,4 | 47.583,5 | 130,2 | 42.946,4 | 33.533,7 |
| Davon entfallend auf: | |||||
| Gesellschafter der Muttergesellschaft 106.400,3 | 47.584,7 | 123,6 | 39.817,7 | 33.534,2 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 3.127,1 | -1,2 | n.a. | 3.128,8 | -0,6 |
| Ergebnis je Aktie (in €, verwässert = unverwässert) |
1,27 | 0,57 | 123,6 | 0,47 | 0,40 |
1) angepasst
| in T€ | H1/2016 | H1/2015 | V. in % | Q2/2016 | Q2/2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Periodenergebnis | 109.527,4 | 47.583,5 | 130,2 | 42.946,4 | 33.533,7 |
| Neubewertungen aus leistungs orientierten Plänen |
4.946,0 | 1.100,8 | n.a. | 4.761,2 | 75,0 |
|---|---|---|---|---|---|
| darauf entfallende latente Steuern |
-1.236,5 | -275,2 | n.a. | -1.190,3 | -18,8 |
| Ergebnis aus der Marktwertbe wertung von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren |
329,2 | -623,8 | -152,8 | 622,8 | -387,0 |
|---|---|---|---|---|---|
| davon erfolgsneutrale Veränderung |
329,2 | -475,9 | -169,2 | 622,8 | -239,1 |
| davon realisiertes Ergebnis | 0,0 | -147,9 | -100,0 | 0,0 | -147,9 |
| darauf entfallende latente Steuern | -82,3 | 156,0 | -152,8 | -155,7 | 96,8 |
| Sonstiges Ergebnis | 3.956,4 | 357,7 | n.a. | 4.038,0 | -234,0 |
| Gesamtergebnis | 113.483,8 | 47.941,2 | 136,7 | 46.984,4 | 33.299,7 |
| Davon entfallend auf: | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesellschafter der Mutter gesellschaft |
110.356,7 | 47.942,4 | 130,2 | 43.855,7 | 33.300,2 | ||
| Nicht beherrschende Anteile | 3.127,1 | -1,2 | n.a. | 3.128,8 | -0,6 |
| in T€ | 30.6.2016 | 31.12.2015 | V. in % |
|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||
| Langfristiges Vermögen | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 70.435,3 | 8.881,3 | n.a. |
| Sachanlagen | 1.853.634,8 | 1.515.192,2 | 22,3 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 128.404,4 | 115.384,1 | 11,3 |
| Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen | 45.520,0 | 106.440,0 | -57,2 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.785,2 | 2.663,0 | 4,6 |
| 2.100.779,8 | 1.748.560,6 | 20,1 | |
| Kurzfristiges Vermögen | |||
| Vorräte | 5.744,5 | 4.946,9 | 16,1 |
| Wertpapiere | 21.351,1 | 21.050,9 | 1,4 |
| Zum Verkauf stehende Vermögenswerte | 4.307,9 | 73.403,0 | -94,1 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 69.733,9 | 57.026,2 | 22,3 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 47.003,9 | 4.668,5 | n.a. |
| 148.141,3 | 161.095,4 | -8,0 | |
| Summe Aktiva | 2.248.921,0 | 1.909.656,0 | 17,8 |
| PASSIVA | |||
| Eigenkapital | |||
| Grundkapital | 152.670,0 | 152.670,0 | 0,0 |
| Kapitalrücklagen | 117.657,3 | 117.657,3 | 0,0 |
| Sonstige Rücklagen | -12.469,6 | -16.426,1 | -24,1 |
| Einbehaltene Ergebnisse | 830.393,3 | 765.993,0 | 8,4 |
| Den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar | 1.088.251,0 | 1.019.894,3 | 6,7 |
| Nicht beherrschende Anteile | 123.107,5 | 104,3 | n.a. |
| 1.211.358,5 | 1.019.998,5 | 18,8 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Rückstellungen | 151.658,8 | 154.393,6 | -1,8 |
| Finanzverbindlichkeiten | 403.600,3 | 382.467,5 | 5,5 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 37.586,0 | 22.339,7 | 68,2 |
| Latente Steuern | 106.894,3 | 19.858,5 | n.a. |
| 699.739,4 | 579.059,3 | 20,8 | |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Steuerrückstellungen | 38.257,6 | 26.368,8 | 45,1 |
| Übrige Rückstellungen | 76.652,2 | 58.452,9 | 31,1 |
| Finanzverbindlichkeiten | 83.746,3 | 109.253,9 | -23,3 |
| Lieferantenverbindlichkeiten | 48.389,2 | 35.241,3 | 37,3 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 90.777,9 | 81.281,1 | 11,7 |
| 337.823,1 | 310.598,1 | 8,8 | |
| Summe Passiva | 2.248.921,0 | 1.909.656,0 | 17,8 |
| in T€ | H1/2016 | H1/2015 | V. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 128.652,1 | 62.227,3 | 106,7 | |
| + | Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 67.160,1 | 64.153,2 | 4,7 |
| - | Wertaufholungen | -3.945,5 | 0,0 | n.a. |
| - | Anteilige Periodenergebnisse at-Equity Unternehmen | -2.400,1 | -3.472,2 | -30,9 |
| - | Neubewertung von at-Equity-Anteilen aufgrund von Unternehmenserwerben |
-51.827,3 | 0,0 | n.a. |
| + | Dividendenausschüttungen at-Equity Unternehmen | 1.499,5 | 3.822,3 | -60,8 |
| + | Verluste / - Gewinne aus dem Abgang von Anlagever mögen |
91,6 | -266,0 | n.a. |
| - | Auflösung von Investitionszuschüssen aus öffentlichen Mitteln |
-111,6 | -107,7 | 3,6 |
| - | Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge | 0,0 | -7,0 | -100,0 |
| + | Zins- und Dividendenergebnis | 9.673,4 | 9.682,7 | -0,1 |
| + | Erhaltene Dividenden | 560,0 | 140,0 | n.a. |
| + | Erhaltene Zinsen | 803,1 | 37,6 | n.a. |
| - | Bezahlte Zinsen | -10.884,9 | -11.008,6 | -1,1 |
| - | Erhöhung / + Senkung Vorräte | 14,7 | -260,4 | n.a. |
| - | Erhöhung / + Senkung Forderungen | -6.670,2 | 1.713,4 | n.a. |
| + | Erhöhung / - Senkung Passiva | -229,1 | -12.092,0 | -98,1 |
| Netto-Geldfluss aus der gewöhnlichen Geschäfts tätigkeit |
132.385,7 | 114.562,5 | 15,6 | |
| - | Zahlungen für Ertragsteuern | -172,7 | -4.460,3 | -96,1 |
| Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 132.213,0 | 110.102,2 | 20,1 | |
| + | Einzahlungen aus Anlagenabgang | 134,8 | 4.378,1 | -96,9 |
| - | Auszahlungen für Anlagenzugang | -28.174,2 | -41.129,0 | -31,5 |
| + | Einzahlungen für zum Verkauf stehende Vermögens werte |
69.095,1 | 0,0 | n.a. |
| - | Auszahlungen für Unternehmenserwerbe | -17.820,5 | 0,0 | n.a. |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | 23.235,1 | -36.750,9 | n.a. | |
| - | Dividendenausschüttung an Flughafen Wien AG Anteilseigner |
-42.000,0 | -34.650,0 | 21,2 |
| - | Dividendenausschüttung an nicht beherrschende Anteilseigner |
-4.829,8 | 0,0 | n.a. |
| + | Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanz verbindlichkeiten |
5.610,9 | 231,0 | n.a. |
| - | Auszahlungen aus der Tilgung von Finanz verbindlichkeiten |
-71.893,9 | -35.500,0 | 102,5 |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -113.112,8 | -69.919,0 | 61,8 | |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | 42.335,4 | 3.432,3 | n.a. | |
| + | Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 4.668,5 | 2.242,1 | 108,2 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 47.003,9 | 5.674,4 | n.a. |
| den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Summe sonstige Rücklagen |
Einbehal tene Ergebnisse |
Gesamt | Nicht beherr schende Anteile |
Gesamt | ||
| Stand zum 1.1.2015 |
152.670,0 | 117.657,3 | -18.097,6 | 700.209,4 | 952.439,1 | 110,0 | 952.549,0 | ||
| Marktwert bewertung von Wertpapieren |
-467,9 | -467,9 | -467,9 | ||||||
| Neubewertungen aus leistungs orientierten Plänen |
825,6 | 825,6 | 825,6 | ||||||
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 | 357,7 | 0,0 | 357,7 | 0,0 | 357,7 | ||
| Periodenergebnis | 47.584,7 | 47.584,7 | -1,2 | 47.583,5 | |||||
| Gesamtergebnis | 0,0 | 0,0 | 357,7 | 47.584,7 | 47.942,4 | -1,2 | 47.941,2 | ||
| Dividenden ausschüttung |
-34.650,0 | -34.650,0 | -34.650,0 | ||||||
| Stand zum 30.6.2015 |
152.670,0 | 117.657,3 | -17.739,9 | 713.144,1 | 965.731,5 | 108,7 | 965.840,2 | ||
| Stand zum 1.1.2016 |
152.670,0 | 117.657,3 | -16.426,1 | 765.993,0 | 1.019.894,3 | 104,3 1.019.998,5 | |||
| Marktwertbewer tung von Wertpapieren |
246,9 | 246,9 | 246,9 | ||||||
| Neubewertungen aus leistungs orientierten Plänen |
3.709,5 | 3.709,5 | 3.709,5 | ||||||
| tung von Wertpapieren |
246,9 | 246,9 | 246,9 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Neubewertungen aus leistungs orientierten Plänen |
3.709,5 | 3.709,5 | 3.709,5 | ||||
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 | 3.956,4 | 0,0 | 3.956,4 | 0,0 | 3.956,4 |
| Periodenergebnis | 106.400,3 | 106.400,3 | 3.127,1 | 109.527,4 | |||
| Gesamtergebnis | 0,0 | 0,0 | 3.956,4 | 106.400,3 | 110.356,7 | 3.127,1 | 113.483,8 |
| Änderung aus Unternehmens erwerben |
0,0 | 124.706,0 | 124.706,0 | ||||
| Dividenden ausschüttung |
-42.000,0 | -42.000,0 | -4.829,8 | -46.829,8 | |||
| Stand zum 30.6.2016 |
152.670,0 | 117.657,3 | -12.469,6 | 830.393,3 | 1.088.251,0 | 123.107,5 1.211.358,5 |
A u s g e w ä h l t e e r l ä u t e r n d e A n h a n g s a n g a b e n
Die Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der Flughafen Wien AG zum 30. Juni 2016 erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34, wie er in der Europäischen Union (EU) anzuwenden ist.
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) nicht all jene Informationen und Angaben, die in einem vollständigen Abschluss verpflichtend sind, und sollte daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss der Flughafen Wien AG zum 31. Dezember 2015 gelesen werden.
Neben den Angaben im vorliegenden Anhang und Konzernzwischenabschluss sind weitere erläuternde Angaben im Lagebericht enthalten (IAS 34.16A).
Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde weder einer Abschlussprüfung noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Im verkürzten Konzernzwischenabschluss wurden, mit Ausnahme der unten angeführten Änderungen (z.B. für die aktuelle Periode neu anzuwendenden Standards), die gleichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Berechnungsmethoden befolgt wie im Konzernabschluss 2015. Für weitergehende Angaben zu den angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie der ab 1. Jänner 2016 neu anzuwendenden Standards wird auch auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015, der die Grundlage für den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss darstellt, verwiesen.
Im Geschäftsjahr 2016 wurden folgende neue und überarbeitete Standards erstmalig angewendet:
Aus der Berücksichtigung der neu anzuwendenden Standards resultierten keine wesentlichen Änderungen für den Konzernzwischenabschluss.
Die at-Equity-Ergebnisse werden ab dem laufenden Berichtsjahr aufgrund des operativen Charakters der in den Konzernabschluss der Flughafen-Wien-Gruppe at-Equity einbezogenen Gesellschaften zur Verbesserung hinsichtlich der entsprechenden Darstellung der Ertragslage innerhalb des operativen Ergebnisses (EBIT) ausgewiesen. Diese Änderung wurde vorgenommen, weil dies die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verbessert. Die Vorjahres-Angaben wurden angepasst.
Firmenwerte aus dem Erwerb von Tochterunternehmen werden nach der partiellen Goodwill-Methode erfasst.
Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen, Altersteilzeit und Jubiläumsgelder als Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundlagen gemäß der Methode der laufenden Einmalprämien ("Projected Unit Credit Method"), wobei die Verpflichtungen in Höhe des Anwartschaftsbarwerts ("Defined Benefit Obligation") angesetzt werden.
Die Ermittlung der Versorgungsverpflichtungen für Abfertigungen, Pensionen, Altersteilzeit und Jubiläumsgelder wurde unter Anwendung der nachfolgenden, aktualisierten Parameter vorgenommen:
| H1/2016 | H1/2015 | |
|---|---|---|
| Österreichische Gesellschaften: | ||
| Rechnungszinssatz (Pensionen, Abfertigung, Jubiläum) | 1,78% | 1,78% |
| Rechnungszinssatz (Altersteilzeit) | 0,30% | 0,30% |
| Lohn- und Gehaltstrend (Abfertigung, Jubiläum) | 3,41% | 3,69% |
| Pensionstrend (nur für Pensionen) | 2,10% | 2,10% |
| Maltesische Gesellschaften: | ||
| Rechnungszinssatz (Pensionen) | 2,00% | n.a. |
| H1/2016 | H1/2015 | ||
|---|---|---|---|
| Arbeiter: | Vom 1. Jahr | 6,9% bei 28,2% | 6,2% bei 30,7% |
| Bis zum 25. Jahr | 7,0% bei 85,2% | 6,7% bei 92,0% | |
| Angestellte: | Vom 1. Jahr | 8,9% bei 42,8% | 7,7% bei 41,7% |
| Bis zum 25. Jahr | 7,1% bei 86,6% | 7,3% bei 92,2% |
| H1/2016 | H1/2015 | ||
|---|---|---|---|
| Arbeiter: | Vom 1. Jahr | 6,9% | 6,2% |
| Bis zum 25. Jahr | 1,1% | 0,6% | |
| Angestellte: | Vom 1. Jahr | 8,9% | 7,7% |
| Bis zum 25. Jahr | 1,0% | 0,6% |
Bei der Summierung gerundeter Beträge und %-Angaben können sich durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen ergeben.
Seit dem 31. Dezember 2015 gab es folgende Änderungen des Konsolidierungskreises: Mit Closing vom 30. März 2016 wurden durch die Erfüllung der Abschlussbedingungen die indirekten Anteile von SNC-Lavalin Group Inc. an MMLC Holdings Malta Limited (MMLC Holding, vormals SNC-Lavalin (Malta) Limited, SNCL Malta) durch die Flughafen-Wien-Gruppe erworben. MMLC Holding ist mit 38,75% an der Konsortialgesellschaft Malta Mediterranean Link Consortium Limited (MMLC) beteiligt, die ihrerseits 40% an Malta International Airport plc (Flughafen Malta) hält. Damit steigt der konsolidierte Anteil der Flughafen Wien AG am Flughafen Malta (MIA-Gruppe) auf durchgerechnet 48,44%. Durch diese Transaktion übt die Flughafen-Wien-Gruppe die Beherrschung über die folgenden Gesellschaften aus:
Diese Gesellschaften wurden daher mit 30. März 2016 in den Vollkonsolidierungskreis der Flughafen-Wien-Gruppe aufgenommen. Während die Konsortialgesellschaft MMLC, MMLC Holdings Malta Limited und MIA Holding Canada im Sonstigen Segment (ausgenommen Firmenwerte) ausgewiesen werden, werden die Informationen betreffend Malta International Airport plc (MIA) inkl. ihrer Beteiligungen (zusammen MIA-Gruppe) in einem eigenen Segment (Malta) gem. IFRS 8.11 ausgewiesen.
Zum 30. Juni 2016 werden in den verkürzten Konzernzwischenabschluss neben der Flughafen Wien AG siebzehn inländische (31. Dezember 2015: 17) und neunzehn ausländische (31. Dezember 2015: 7) Tochterunternehmen einbezogen, die von der Flughafen Wien AG beherrscht werden. Weiters wurden drei inländische Unternehmen (31. Dezember 2015: 3) und ein ausländisches Unternehmen (31. Dezember 2015: 3) nach der Equity-Methode bewertet. Bis zum 30. März 2016 wurden die Gesellschaften Malta Mediterranean Link Consortium Limited (MMLC) und Malta International Airport plc (MIA) at-Equity in den Konzernabschluss einbezogen.
Drei (31. Dezember 2015: 3) Tochterunternehmen wurden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den verkürzten Konzernzwischenabschluss einbezogen.
Mit 30. März 2016 erwarb der Konzern 100% der Anteile an MMLC Holdings Malta Limited. Dadurch stieg der Anteil an dem Tochterunternehmen Malta Mediterranean Link Consortium Limited von 57,1% auf 95,85%, wodurch die Flughafen-Wien-Gruppe die MMLC nunmehr beherrscht. Infolge der Beherrschung der MMLC und unter Berücksichtigung des 10,1 %-Anteils der VIE (Malta) Limited erlangte der Konzern auch die Beherrschung über den Flughafen Malta inkl. dessen Beteiligungen. Die Beherrschung über den Flughafen Malta inkl. dessen Beteiligungen ergibt sich dadurch, dass MMLC über umfangreiche Rechte zur Bestellung von Organen beim Flughafen Malta verfügt.
In den kommenden Jahren erwartet die Flughafen-Wien-Gruppe positive operative und finanzielle Ergebnisse des Flughafen Malta. Die Gesellschaft Malta International Airport plc und ihre Beteiligungen (MIA-Gruppe) sind dem Segment "Malta" zugeordnet.
Die Kaufpreisermittlung erfolgte auf Basis von vorläufig ermittelten beizulegenden Zeitwerten.
Nachstehend sind die zum Erwerbszeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte jeder Hauptgruppe von Gegenleistungen zusammengefasst:
| Beträge in T€ (vorläufig ermittelt) | |
|---|---|
| Zahlungsmittel | 63.688,8 |
| Beizulegender Zeitwert der zuvor gehaltenen Anteile | 113.647,9 |
| Gesamt | 177.336,7 |
Die Neubewertung des bestehenden Anteils des Konzerns mit dem beizulegenden Zeitwert führte zu einem Gewinn in Höhe von T€ 51.827,3 (T€ 113.647,9 abzüglich T€ 61.820,7 Buchwert des Unternehmens, das nach der Equity-Methode bilanziert wurde). Dieser Betrag ist in der Position "Neubewertung von at-Equity-Anteilen aufgrund von Unternehmenserwerben" ausgewiesen.
Bei dem Konzern sind bis zum zweiten Quartal 2016 mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten in Höhe von T€ 707,7 für Rechtsberatungsgebühren und Due Diligence angefallen. Diese Kosten wurden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
Die Kaufpreisallokation wurde vorläufig auf Basis von vorläufig ermittelten beizulegenden Zeitwerten der erworbenen, wesentlichen Vermögenswerte und Schulden vorgenommen. Nachstehend sind diese zum Erwerbszeitpunkt 30. März 2016 zusammengefasst:
| Beträge in T€ (vorläufig ermittelt) | |
|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 922,1 |
| Sachanlagen | 345.862,2 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 17.935,8 |
| Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte | 103,2 |
| Vorräte | 812,3 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 13.258,8 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 45.868,3 |
| Summe Vermögenswerte | 424.762,5 |
| Langfristige Rückstellungen | -4.428,4 |
|---|---|
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | -34.051,7 |
| Langfristige übrige Verbindlichkeiten | -6.189,3 |
| Latente Steuern | -83.788,4 |
| Kurzfristige Rückstellungen | -23.129,6 |
| Steuerrückstellungen | -2.074,0 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | -27.856,4 |
| Lieferantenverbindlichkeiten | -2.457,5 |
| Summe Schulden | -183.975,4 |
Die erstmalige Bilanzierung des Unternehmenserwerbs wurde zum Ende des ersten Quartals 2016 aufgrund der Zeitnähe zum Abschlussstichtag in Übereinstimmung mit IFRS 3.45ff lediglich vorläufig vorgenommen. Wenn innerhalb eines Jahres vom Erwerbszeitpunkt bzw. nach Abschluss einer unabhängigen Bewertung neue Informationen über Tatsachen und Umstände bekannt werden, die zum Erwerbszeitpunkt bestanden und die zu Berichtigungen der vorstehenden Beträge oder zu zusätzlichen Rückstellungen geführt hätten, wird die Bilanzierung des Unternehmenserwerbs angepasst.
Die beizulegenden Zeitwerte der Sachanlagen wurden bis zu einer vollständigen unabhängigen Bewertung vorläufig angesetzt. Zur Bestimmung des vorläufigen beizulegenden Zeitwerts der Sachanlagen kam der kostenbasierte Ansatz zur Verwendung. Das Bewertungsmodell spiegelt den Betrag wider, der gegenwärtig erforderlich wäre, um die Dienstleistungskapazität eines Vermögenswerts zu ersetzen (Wiederbeschaffungskosten). Dabei wurden Anpassungen für eine physische Verschlechterung sowie funktionale Überholung und wirtschaftliche Veralterung vorgenommen. Das Recht zum Betrieb des Flughafens wurde entsprechend IFRS 3.B32 (b) gemeinsam mit den Sachanlagen der Flughafen-Infrastruktur erfasst.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen zum Erwerbsstichtag (30. März 2016) fällige Bruttobeträge der vertraglichen Forderungen von T€ 10.114,0, wovon T€ 0,0 zum Erwerbszeitpunkt als voraussichtlich uneinbringlich eingeschätzt wurden.
Auf Basis der vorläufig ermittelten Werte wurde der Geschäfts- bzw. Firmenwert wie folgt erfasst:
| Beträge in T€ (vorläufig ermittelt) | |
|---|---|
| Übertragene Geldleistung | 63.688,8 |
| Beizulegender Zeitwert des zuvor gehaltenen Anteils | 113.647,9 |
| Anteiles Nettovermögen der nicht beherrschenden Anteile | 124.706,0 |
| Abzüglich: Beizulegender Zeitwert der identifizierbaren Netto-Vermögenswerte | -240.787,1 |
| Geschäfts- bzw. Firmenwert | 61.255,5 |
Der Geschäfts- bzw. Firmenwert wurde nach der Partial-Goodwill-Methode ermittelt. Der aus dem Erwerb entstandene Geschäfts- bzw. Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.
Die nicht beherrschenden Anteile betreffen 4,15% der Anteile an der Malta Mediterranean Link Consortium Limited sowie durchgerechnet 51,56% der Anteile am Malta International Airport plc. Die nicht beherrschenden Anteile wurden zum Erwerbszeitpunkt (30. März 2016) bilanziert und mit ihrem entsprechenden Anteil am vorläufig ermittelten identifizierbaren Nettovermögen mit T€ 124.706,0 bewertet.
Der Nettoabfluss von Zahlungsmitteln aus dem Unternehmenserwerb stellt sich folgendermaßen dar:
| Beträge in T€ (vorläufig ermittelt) | |
|---|---|
| Gegenleistung in Form von Zahlungsmittel | 63.688,8 |
| Abzüglich: Erworbene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -45.868,3 |
| 17.820,5 |
Der Flughafen Malta wurde ab 30. März 2016 vollkonsolidiert. Erträge und Aufwendungen wurden ab dem zweiten Quartal 2016 in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Insgesamt wird der Flughafen Malta zum Umsatz- und Ergebniswachstum des Konzerns beitragen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung des Flughafen Malta inkl. seiner Beteiligungen wurde ab dem zweiten Quartal 2016 in den Konzern einbezogen. Hätte der Erwerb am 1. Jänner 2016 stattgefunden, wären im Konzern Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 2016 von rund € 347 Mio. und ein Konzern-Periodenergebnis für das erste Halbjahr 2016 in Höhe von rund € 111 Mio. (inkl. Einmaleffekt aus der Neubewertung) erfasst worden. Bei der Ermittlung dieser Beträge hat das Management angenommen, dass die vorläufig ermittelten beizulegenden Zeitwerte auch im Falle eines Erwerbes am 1. Jänner 2016 gültig gewesen wären.
Nach IFRS 8 orientiert sich die Segmentberichterstattung an der internen Berichterstattung des Konzerns. Bei der Flughafen-Wien-Gruppe stellen die Geschäftsbereiche der Flughafen Wien AG, nach denen die Gesellschaft organisiert ist, sowie die einzelnen Tochtergesellschaften und Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen, die einzelnen Geschäftssegmente dar, die zu den Berichtssegmenten Airport, Handling, Retail & Properties, Malta und Sonstige Segmente zusammengefasst werden. Die Steuerung der Unternehmensgruppe erfolgt anhand der Berichterstattungen zur Erfolgsrechnung, zu Investitionen und Personalangaben der jeweiligen Bereiche der Flughafen Wien AG sowie der Umsätze, EBITDAs, EBITs, der vorgesehenen Investitionen und Personalzahlen der einzelnen Tochtergesellschaften.
| H1/2016 in T€ | Airport | Handling | Retail & Properties |
Malta1 | Sonstige Segmente |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Externe Segmentumsätze |
171.415,3 | 75.453,6 | 59.508,6 | 19.822,4 | 8.160,6 | 334.360,5 |
| Interne Segmentumsätze |
18.111,4 | 35.496,4 | 7.030,4 | 0,0 | 53.064,4 | |
| Segmentumsätze | 189.526,6 | 110.950,0 | 66.539,0 | 19.822,4 | 61.225,0 | |
| Segment EBITDA | 75.989,0 | 7.826,5 | 38.543,1 | 12.162,8 | 67.018,62 | 201.540,12 |
| Segment EBITDA Marge (in %) |
40,1 | 7,1 | 57,9 | 61,4 | 109,5 | |
| Segment EBIT | 32.083,5 | 5.080,1 | 33.472,4 | 9.163,1 | 58.526,32 | 138.325,42 |
| Segment EBIT Marge (in %) |
16,9 | 4,6 | 50,3 | 46,2 | 95,6 |
1) Segment Malta enthält Ergebnisse der Monate April bis Juni
2) inkl. Einmaleffekt aufgrund der Neubewertung der at-Equity-bilanzierten Anteile am Flughafen Malta in Höhe von T€ 51.827,3
Konzern: EBITDA bereinigt T€ 149.712,8, EBIT bereinigt T€ 86.498,2
Segment Sonstige Segmente: EBITDA bereinigt T€ 15.191,3, EBIT bereinigt T€ 6.699,0
| H1/2015 in T€ | Airport | Handling | Retail & Properties |
Sonstige Segmente |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Externe Segmentumsätze |
166.741,6 | 73.648,3 | 63.370,3 | 7.738,4 | 311.498,5 |
| Interne Segmentumsätze |
17.508,6 | 35.697,2 | 10.268,7 | 51.156,3 | |
| Segmentumsätze | 184.250,2 | 109.345,5 | 73.639,0 | 58.894,7 | |
| Segment EBITDA | 71.733,8 | 5.932,0 | 44.301,2 | 14.215,61 | 136.182,61 |
| Segment EBITDA Marge (in%) |
38,9 | 5,4 | 60,2 | 24,11 | |
| Segment EBIT | 24.964,0 | 3.117,1 | 36.250,2 | 7.698,31 | 72.029,51 |
| Segment EBIT Marge (in%) |
13,5 | 2,9 | 49,2 | 13,11 |
Positionen wie Finanzergebnis oder Steueraufwand je operatives Segment werden bei den Segmentinformationen nicht angegeben, da die interne Berichterstattung nur die Positionen bis einschließlich des EBIT umfasst und diese anderen Positionen zentral überwacht werden. Auf eine gesonderte Überleitung bis zum EBT wird an dieser Stelle verzichtet. Das verbleibende Finanzergebnis ist nicht zugeordnet, auch aufgrund der Tatsache, dass es zu keiner Zuordnung der Schulden auf die Segmente kommt. Die Schulden des Flughafen-Wien-Konzerns werden von einer zentralen, übergeordneten Stelle überwacht. Die at-Equity Ergebnisse werden den Sonstigen Segmenten zugewiesen.
Das Segment Airport umfasst den laufenden Betrieb und die Instandhaltung aller Bewegungsflächen der Terminals und der vorfeldseitigen Infrastruktur, sowie sämtlicher Anlagen und Einrichtungen zur Passagier- und Gepäckabfertigung. In den Verantwortungsbereich dieses Segments fallen zudem: die Betreuung bestehender sowie die Akquisition neuer Airlines, der Betrieb der Lounges, die Vermietung von Einrichtungen an Fluglinien, die Flugbetriebsleitung, Feuerwehr, Ambulanz, Zutrittskontrollen und der Winterdienst.
Per 1. Jänner 2016 wurden die Entgelte gemäß der im Flughafenentgeltegesetz (FEG) festgesetzten Indexformel wie folgt geändert:
| Landeentgelt, Infrastrukturentgelt airside, Parkentgelt | +1,01% |
|---|---|
| ----------------------------------------------------------- | -------- |
Das PRM (Passengers with reduced mobility) Entgelt blieb mit € 0,38 pro abfliegenden Passagier unverändert.
1) 2015 angepasst: at-Equity-Ergebnisse werden im operativen Ergebnis (EBITDA) und nicht im Finanzerfolg ausgewiesen
In den ersten sechs Monaten 2016 stieg der externe Umsatz im Segment Airport von € 166,7 Mio. auf € 171,4 Mio. Grund für dieses Plus waren einerseits die Passagierentgelte, die infolge der Erhöhung der Entgelte ab Jahresbeginn von € 72,4 Mio. auf € 73,0 Mio. zulegten. Andererseits erhöhten sich auch die Umsätze aus den Sicherheitsentgelten aufgrund der Entgeltanpassungen des Vorjahres sowie jener ab 1. Jänner um € 3,4 Mio. auf € 43,6 Mio. Die Erlöse aus Landeentgelten (inkl. Abstellung und Hangerierung) stiegen trotz leicht rückgängiger Bewegungen, wegen des höheren MTOW sowie Entgeltanpassungen um 1,1% auf € 30,1 Mio. (H1/2015: € 29,8 Mio.). Die positive Entwicklung der Lounges setzte sich auch Anfang 2016 fort. Die externen Umsatzerlöse der Lounges stiegen von € 3,2 Mio. auf € 3,7 Mio. Die internen Umsatzerlöse stiegen im Periodenvergleich aufgrund höherer interner Vermietungen um € 0,6 Mio. auf € 18,1 Mio. Die anderen Erträge (inkl. aktivierter Eigenleistungen) betrugen € 1,1 Mio. (H1/2015: € 2,1 Mio.).
Der externe Materialaufwand verringerte sich im Quartalsvergleich leicht um € 0,1 Mio. auf € 1,2 Mio. Der Personalaufwand blieb mit € 20,3 Mio. auf Vorjahresniveau, trotz kollektivvertraglicher Erhöhungen bei einem konstanten durchschnittlichen Personalstand von 496 Mitarbeitern (H1/2015: 496 Mitarbeiter). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um € 0,3 Mio. auf € 19,5 Mio. Dies ist u.a. auf geringere externe Wartungskosten für IKT-Gewerke (Informations- und Kommunikationstechnologie), die nunmehr vermehrt vom Segment Sonstige Segmente bezogen werden, zurückzuführen. Der interne Betriebsaufwand stieg dadurch im ersten Halbjahr 2016 von € 73,1 Mio. auf € 73,6 Mio.
Im Segment Airport verbesserte sich das EBITDA um € 4,3 Mio. auf € 76,0 Mio. Unter Berücksichtigung der gesunkenen Abschreibung (u.a. aufgrund der Überstellung von EDV-Anlagen in andere Segmente sowie gesunkene Abschreibung für Software-Produkte) im Ausmaß von € 43,9 Mio. (H1/2015: € 46,8 Mio.) wurde ein Segment-EBIT in Höhe von € 32,1 Mio. nach € 25,0 Mio. in der Vergleichsperiode erzielt. Die EBITDA-Marge erhöhte sich leicht von 38,9% auf 40,1%, die EBIT-Marge verbesserte sich von 13,5% auf 16,9%.
Das Segment Handling erbringt als Ground- und Fracht-Handling-Agent Servicedienstleistungen bei der Abfertigung von Luftfahrzeugen und Passagieren des Linien-, Charterund General-Aviation-Verkehrs. Die General Aviation umfasst Flüge der zivilen Luftfahrt mit Ausnahme des Linien- und Charterverkehrs. In ihr enthalten sind sowohl private als auch gewerbliche Flüge, wie zum Beispiel von Bedarfsfluggesellschaften, privaten Personen, Firmenjets oder von Rettungsfluggesellschaften. Neben der General Aviation umfasst das Leistungsspektrum der Vienna Aircraft Handling Gesellschaft m.b.H. (VAH) auch den Betrieb des VIP- & Business-Centers am Flughafen Wien. Weiters umfasst das Segment Handling Tätigkeiten im Bereich der Sicherheitskontrolle, die durch die Konzerntochter Vienna International Airport Security Services Ges.m.b.H. (VIAS) erbracht werden. Seit 2015 erbringt die Tochtergesellschaft Vienna Passenger Handling Services GmbH (VPHS) Bodenverkehrsdienstleistungen im Sinne des Flughafen-Bodenabfertigungsgesetzes.
Im ersten Halbjahr 2016 konnten die externen Umsätze des Segments Handling um € 1,8 Mio. auf € 75,5 Mio. zulegen (H1/2015: € 73,6 Mio.). Die Umsatzerlöse aus der Vorfeldabfertigung legten durch den Einsatz größerer Luftfahrzeuge, Gewinnung neuer Kunden sowie Preisanpassungen von € 48,2 Mio. auf € 48,7 Mio. zu. Die Erlöse aus der Frachtabfertigung konnten ab dem zweiten Quartal 2016 zulegen und stiegen analog zum umgeschlagenen Cargovolumen im Vorperiodenvergleich kumuliert von € 13,6 Mio. auf € 14,5 Mio. Ein Umsatzplus von € 0,5 Mio. auf € 6,7 Mio. verzeichneten die Erlöse aus der Verkehrsabfertigung, vor allem durch Neukunden im Passagierhandling.
Die externen Umsatzerlöse der Sicherheitsdienstleistungen der Tochtergesellschaft VIAS gingen leicht um € 0,1 Mio. auf € 1,6 Mio. zurück. Der Bereich General Aviation inkl. Betrieb des VIP- & Business-Centers (inkl. der sonstigen Segmenterlöse) erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten 2016 stabile Umsatzerlöse in Höhe von € 3,9 Mio. Die internen Umsatzerlöse gingen im Bereich der Sicherheitsdienstleistungen um € 0,2 Mio. auf € 35,5 Mio. zurück.
Der Materialaufwand reduzierte sich im Vorjahresvergleich um € 0,2 Mio. auf € 2,9 Mio. Der Personalaufwand ging um € 1,0 Mio. auf € 81,4 Mio. zurück (H1/2015: € 82,4 Mio.), bei einem durchschnittlichen Personalstand von 3.062 Mitarbeitern (H1/2015: 3.087). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen € 2,4 Mio. (H1/2015: € 2,2 Mio.). Die internen Betriebsaufwendungen (welche auch den Bezug von Materialien und Dienstleistungen für den Fuhrpark enthalten) stiegen von € 16,2 Mio. auf € 16,6 Mio. an.
Durch das Umsatzwachstum und die geringere Belastung durch Personalkosten stieg das EBITDA des Segments Handling in den ersten sechs Monaten 2016 von € 5,9 Mio. auf € 7,8 Mio. Nach Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von € 2,7 Mio. (H1/2015: € 2,8 Mio.) konnte ein EBIT von € 5,1 Mio. nach € 3,1 Mio. in der Vorjahresperiode erzielt werden. Die EBITDA-Marge lag mit 7,1% um 1,6 Prozentpunkte und die EBIT-Marge mit 4,6% um 1,7 Prozentpunkte über den Werten des Vorjahres.
Das Segment Retail & Properties umfasst die Bereiche Shopping, Gastronomie und Parken sowie die Entwicklung und Vermarktung von Immobilien und Werbeflächen.
Die externen Umsatzerlöse im Segment Retail & Properties sanken im Halbjahresvergleich um € 3,9 Mio. bzw. 6,1% auf € 59,5 Mio. (H1/2015: € 63,4 Mio.). Durch eine Vertragsänderung eines Bestandsvertrags kam es neben dem Rückgang der entsprechenden Betriebsaufwendungen zu einem Rückgang der externen Mieterlöse um € 2,5 Mio. Neue Mietverhältnisse, z.B. für das Containerdorf am Standort wirkten mit € 0,8 Mio. hingegen positiv auf die Vermietungserlöse. Die Parkerträge reduzierten sich minimal um € 0,1 Mio. auf € 21,6 Mio. Die Erlöse aus Shopping und Gastronomie lagen mit € 20,7 Mio. um € 0,8 Mio. krisenbedingt (Rückgang bei kaufkräftigen Passagiergruppen) und umbaubedingt unter dem Vorjahreshalbjahr. Die internen Umsatzerlöse reduzierten sich von € 10,3 Mio. auf € 7,0 Mio. aufgrund geringerer interner Vermietungen. Die anderen Erträge stiegen im Vorjahresvergleich um € 1,4 Mio. auf € 2,6 Mio.
Der Materialaufwand ging in den ersten sechs Monaten 2016 leicht auf € 0,3 Mio. zurück (H1/2015: € 0,4 Mio.). Der Personalaufwand reduzierte sich u.a. durch den Rückgang der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl von 88 auf 81 Mitarbeiter im ersten Halbjahr 2016 um € 0,3 Mio. auf € 3,7 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von € 4,9 Mio. auf € 6,3 Mio., da im Vorjahr eine Teilauflösung einer Rückstellung für Bestandsrisiken erfasst wurde. Die internen Betriebsaufwendungen gingen um € 0,9 Mio. auf € 20,3 Mio. zurück.
Das EBITDA des Segments Retail & Properties ging in den ersten sechs Monaten von € 44,3 Mio. auf € 38,5 Mio. zurück. Die Abschreibungen sanken aufgrund einer Wertaufholung in Höhe von € 3,9 Mio. auf € 5,1 Mio. (H1/2015: € 8,1 Mio.). Das EBIT reduzierte sich um € 2,8 Mio. auf € 33,5 Mio. (H1/2015: € 36,3 Mio.). Die EBITDA-Marge betrug 57,9% (H1/2015: 60,2%), die EBIT Marge belief sich hingegen auf 50,3% (H1/2015: 49,2%).
Das Segment Malta umfasst neben dem Flughafen Malta (Malta International Airport plc, MIA) auch die direkt von diesem gehaltenen Beteiligungen (im Folgenden: MIA-Gruppe). Der Flughafen Malta und seine Beteiligungen sind für den Betrieb des Flughafen Maltas verantwortlich. Neben den klassischen Aviation-Dienstleistungen, generieren die Unternehmen der MIA-Gruppe auch Erlöse im Bereich des Parkens sowie der Vermietung von Retail- und Office-Flächen. Das Handling wird von zwei externen Unternehmen durchgeführt. Mit Closing vom 30. März 2016 wurde die MIA-Gruppe in den Vollkonsolidierungskreis der Flughafen-Wien-Gruppe aufgenommen, weshalb die Segment-Ergebnisse nur das zweite Quartal enthalten. Weitere Ausführungen sind unter Punkt (3) Konsolidierungskreis bzw. unter Punkt (4) Erwerb von Tochterunternehmen ersichtlich.
Die externen Umsätze des Segments Malta betrugen für das zweite Quartal € 19,8 Mio. Rund 70% dieser Umsätze kommen aus dem Airport-Bereich, welcher Erträge aus Tarifen, Aviation-Konzessionen und PRM-Services enthält. Die sonstigen Umsatzerlöse betreffen fast ausschließlich Erträge aus Retail-Outlets, Werbeflächen und Vermietungen inklusive VIP-Lounges und Parkerlösen. Die sonstigen Erträge betrugen im Berichtszeitraum € 0,1 Mio.
Der Materialaufwand besteht großteils aus Energiekosten und belief sich für das zweite Quartal auf € 0,7 Mio. Die Personalaufwendungen betrugen € 2,0 Mio. und beinhalten neben den laufenden Gehaltsaufwendungen, Pensionsaufwendungen und gesetzliche Sozialabgaben. Der sonstige betriebliche Aufwand in Höhe von € 4,7 Mio. setzt sich u.a. aus Kosten für Sicherheitspersonal, Reinigung, Personal für PRM-Leistungen, sonstigen Fremdpersonalleistungen, Marketingaufwendungen, Mietkosten und Instandhaltungskosten zusammen. Der interne Betriebsaufwand belief sich auf € 0,3 Mio.
Für das zweite Quartal 2016 verzeichnete das Segment Malta ein EBITDA von € 12,2 Mio. und eine EBITDA-Marge von 61,4%. Nach Berücksichtigung der Abschreibungen des Segments in Höhe von € 3,0 Mio. belief sich das EBIT auf € 9,2 Mio. mit einer EBIT-Marge von 46,2%.
Das Segment Sonstige Segmente umfasst verschiedene Dienstleistungen, die sowohl für andere Segmente als auch für externe Kunden erbracht werden. Diese Leistungen beinhalten die Erbringung technischer Dienstleistungen und Reparaturen, Leistungen im Bereich der Ver- und Entsorgung, im Bereich der Telekommunikation sowie der Informatik, technische Dienstleistungen im Bereich der Elektromechanik und Haustechnik, der Errichtung und Wartung von Infrastruktureinrichtungen sowie Baumanagement- und Beratungsleistungen. Diesem Segment werden zudem jene Tochtergesellschaften (inklusive für diese Gesellschaften erbrachte Dienstleistungen) zugeordnet, die Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen halten und ansonsten keine operative Tätigkeit ausüben.
Die externen Umsätze des Segments Sonstige Segmente lagen in den ersten sechs Monaten 2016 bei € 8,2 Mio. (H1/2015: € 7,7 Mio.). Die Steigerung ist großteils auf den Bereich Ver- und Entsorgung zurückzuführen. Die internen Erlöse legten im Vergleichszeitraum u.a. aufgrund der Erbringung von Dienstleistungen und Bereitstellung von Materialien an andere Berichtssegmente um € 1,9 Mio. auf € 53,1 Mio. zu (H1/2015: € 51,2 Mio.). Die anderen Erträge betrugen € 2,4 Mio. (H1/2015: € 2,0 Mio.).
Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen sank durch den geringeren Energieaufwand um € 0,9 Mio. auf € 11,4 Mio. Der Personalaufwand stieg durch den höheren Personalstand, v.a. im Tochterunternehmen VAT (Segmentdurchschnitt im Halbjahr: 699 versus 655 Mitarbeiter) sowie der kollektivvertraglichen Erhöhung um € 1,5 Mio. auf € 25,0 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von € 10,2 Mio. auf € 11,5 Mio., da externe Fremdleistungen und Wartungs- und Instandhaltungsleistungen für technische und IKT (Informations- und Kommunikationstechnologie) Gewerke im Segment Sonstige bezogen und an die anderen Segmente verrechnet werden. Die Abschreibungen stiegen im Wesentlichen durch die Übernahme von EDV-Anlagen aus dem Segment Airport um € 2,0 Mio. auf € 8,5 Mio. Der interne Betriebsaufwand sank im ersten Halbjahr um € 1,2 Mio. auf € 2,9 Mio. (H1/2015: € 4,1 Mio.). Die at-Equity-Ergebnisse beinhalten neben dem Einmaleffekt aus der Neubewertung des bestehenden Anteils am Flughafen Malta in Höhe von € 51,8 Mio. die laufenden Periodenergebnisse der at-Equity-Beteiligungen (Malta bis inkl. erstes Quartal 2016) in Höhe von € 2,4 Mio. (H1/2015: € 3,5 Mio.).
In Summe verzeichnete das Segment Sonstige Segmente aufgrund der Neubewertung der bestehenden Anteile am Flughafen Malta einen Anstieg des EBITDA auf € 67,0 Mio., bereinigt1 um den Einmaleffekt aus der Neubewertung € 15,2 Mio. (H1/2015 angepasst2 : € 14,2 Mio.) und ein Segment-EBIT von € 58,5 Mio., bereinigt1 € 6,7 Mio. (H1/2015 angepasst2 : € 7,7 Mio.).
1) bereinigt um den Einmaleffekt aus der Neubewertung der bestehenden Anteile aufgrund eines Unternehmenserwerbs in Höhe von T€ 51.827,3
> 2) 2015 angepasst: at-Equity-Ergebnisse werden im operativen Ergebnis (EBITDA) und nicht im Finanzerfolg ausgewiesen
| in T€ | 30.6.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte je Segment | ||
| Airport | 1.296.045,3 | 1.316.008,6 |
| Handling | 35.264,2 | 32.462,5 |
| Retail & Properties | 289.251,0 | 358.933,5 |
| Malta | 479.646,2 | 0,0 |
| Sonstige Segmente | 104.355,3 | 158.716,1 |
| Summe der Vermögenswerte der berichteten Segmente | 2.204.562,0 | 1.866.120,7 |
| Sonstiges (nicht zuordenbares) Vermögen1 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Sonstige Finanzanlagen | 2.597,4 | 2.574,0 | ||
| Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens | 21.351,1 | 21.050,9 | ||
| Forderungen an das Finanzamt | 2.487,7 | 10.516,0 | ||
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 3.926,2 | 2.980,6 | ||
| Abgrenzungsposten | 3.133,1 | 1.745,3 | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 10.863,5 | 4.668,5 | ||
| Summe sonstiges (nicht zuordenbares) Vermögen | 44.359,0 | 43.535,2 | ||
| Konzernvermögen | 2.248.921,0 | 1.909.656,0 |
Zum 30. Juni 2016 werden Grundstücke mit einem Buchwert in Höhe von T€ 4.307,9 in der Position "Zum Verkauf stehende Vermögenswerte" nach IFRS 5 ausgewiesen. Die Flughafen-Wien-Gruppe erwartet weiterhin, dass der Verkauf dieser Grundstücke innerhalb des nächsten Jahres erfolgt. Die Bilanzierung dieser Vermögenswerte gemäß IFRS 5 führte zum 30. Juni 2016 zu keiner Erfassung von Gewinnen oder Verlusten. Die Grundstücke sind dem Segment Retail & Properties zugeordnet.
Zum 31. Dezember 2015 waren zudem Gebäude mit einem Buchwert von T€ 69.095,1 in der Position "Zum Verkauf stehende Vermögenswerte" nach IFRS 5 ausgewiesen, welche zu Jahresbeginn 2016 wirtschaftlich an den Mieter Austrian Airlines übertragen wurden.
1) beinhaltet nicht zuordenbares Vermögen, ausgenommen Vermögen der MIA-Gruppe
| Beträge in T€ | Langfristige Finanz verbindlichkeiten |
Kurzfristige Finanz verbindlichkeiten |
Gesamt |
|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2016 | 382.467,5 | 109.253,9 | 491.721,4 |
| Zugänge | 0,0 | 5.610,9 | 5.610,9 |
| Rückzahlungen | 0,0 | -71.893,9 | -71.893,9 |
| Umgliederung | -12.918,9 | 12.918,9 | 0,0 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 34.051,7 | 27.856,4 | 61.908,1 |
| Stand 30.6.2016 | 403.600,3 | 83.746,3 | 487.346,6 |
In den ersten sechs Monaten 2016 wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von € 67,2 Mio. (H1/2015: € 64,2 Mio.) sowie eine Wertaufholung in Höhe von € 3,9 Mio. erfasst.
| Beträge in T€ | H1/2016 | H1/2015 |
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle | ||
| Vermögensgegenstände | 1.309,4 | 2.107,2 |
| Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen | 65.850,7 | 62.046,0 |
| Wertaufholung Sachanlagen | -3.945,5 | 0,0 |
| Summe Abschreibungen inkl. Wertaufholung | 63.214,6 | 64.153,2 |
Die durchgeführten Tests auf Werthaltigkeit führten zur Erfassung einer Wertaufholung bei einer Immobilie in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Real Estate Office" im Gesamtausmaß von € 3,9 Mio., die im Segment Retail & Properties ausgewiesen wird. Diese Aufholung ergibt sich aufgrund der in der Prognoserechnung verarbeiteten aktuellen Einschätzung der mittelfristigen Markt- und Nachfrageentwicklung und der damit zusammenhängenden steigenden Vermietungsquote des Gebäudes.
Der beizulegende Zeitwert wird auf Basis eines Bewertungsmodells berechnet, das auf nicht beobachtbaren Inputfaktoren beruht (Stufe 3). Das Modell berücksichtigt den Barwert der Netto-Cashflows, die die Immobilien der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Basis von Markterwartungen erzeugen, unter Einbeziehung der erwarteten Mietpreissteigerungen, Umsiedlungen, Belegungsraten und aller der Immobilie zuzuordnenden Kosten. Die erwarteten Netto-Cashflows werden mit einem gewichteten Kapitalkostensatz (WACC, "Weighted Average Cost of Capital"), der aus einer Peer Group von börsenotierten österreichischen Immobiliengesellschaften mit Schwerpunkt Gewerbeimmobilien abgeleitet wird, abgezinst. Grundlage für die Netto-Cashflows bilden die Werte aus der Budgetierung 2016 und die aktuellen Einschätzungen zur langfristigen Entwicklung.
Die Ertragsteuern werden in der Zwischenberichtsperiode auf der Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Der Steueraufwand der Flughafen-Wien-Gruppe setzt sich wie folgt zusammen:
| Beträge in T€ | H1/2016 | H1/2015 |
|---|---|---|
| Aufwand für laufende Ertragsteuern | 17.195,6 | 15.162,2 |
| Veränderung latente Steuern | 1.929,1 | -518,4 |
| Summe Steuern | 19.124,7 | 14.643,8 |
Das Geschäft der Flugverkehrsbranche unterliegt zwei unterschiedlichen saisonalen Einflüssen. Zum einen werden im ersten und vierten Quartal eher unterdurchschnittliche, im zweiten und dritten Quartal eher überdurchschnittliche Umsätze erzielt. Grund dafür ist das höhere Passagieraufkommen während der Sommermonate in Europa. Zum zweiten gibt es Schwankungen bei den Instandhaltungsaufwendungen und Wartungen. Diese werden üblicherweise im Herbst bzw. Winter durchgeführt, wodurch es zu höheren Ergebnisbelastungen zu Ende des Jahres kommt.
Für immaterielle Vermögenswerte bestehen am Bilanzstichtag 30. Juni 2016 Erwerbsverpflichtungen in Höhe von € 0,2 Mio. (31. Dezember 2015: € 0,1 Mio.); für Sachanlagen in Höhe von € 23,8 Mio. (31. Dezember 2015: € 24,5 Mio.).
Seit dem letzten Bilanzstichtag gab es, abgesehen jener aufgrund der Änderung des Konsolidierungskreises, bei den Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen keine materiellen Veränderungen.
Der Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen blieb, abgesehen jener aufgrund der Änderung des Konsolidierungskreises, gegenüber dem letzten Konzernabschluss im Wesentlichen unverändert. Die Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nicht wesentlich geändert und werden unverändert zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt.
Im ersten Halbjahr 2016 gab es keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen oder Personen. Die Fremdleistungen, die von nahestehenden Unternehmen (nicht vollkonsolidierte Tochterunternehmen bzw. Unternehmen, die nach der at-Equity-Methode bilanziert werden) bezogen wurden, beliefen sich in den ersten sechs Monaten 2016 auf € 5,9 Mio. (H1/2015: € 5,7 Mio.). Die Umsätze mit diesen Unternehmen betrugen € 0,2 Mio. (H1/2015: € 0,2 Mio.). Die Forderungen betrugen zum Stichtag 30. Juni 2016 € 1,5 Mio., die Verbindlichkeiten € 14,7 Mio.
Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Buchwerte, die beizulegenden Zeitwerte und Wertansätze der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, gegliedert nach Bewertungskategorien zum 30. Juni 2016 und zum 31. Dezember 2015. Die Angaben zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht zum Zeitwert erfasst sind, dienen Informationszwecken. Da die Bilanzpositionen "Forderungen und sonstige Vermögenswerte" sowie "Übrige Verbindlichkeiten" sowohl Finanzinstrumente als auch nicht finanzielle Vermögenswerte bzw. nicht finanzielle Verbindlichkeiten enthalten, wurde die Zeile "Kein Finanzinstrument" eingeführt, um eine Überleitung der Buchwerte zur entsprechenden Bilanzposition zu gewährleisten.
Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder im Abschluss ausgewiesen wird, werden in die Stufen der Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist.
Das Management geht davon aus, dass – abgesehen von den unten dargestellten Ausnahmen – die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt werden, im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten und entsprechen daher im Wesentlichen den Zeitwerten. Lieferantenverbindlichkeiten sowie sonstige Verbindlichkeiten haben ebenso regelmäßig kurze Restlaufzeiten, sodass die bilanzierten Werte annähernd die beizulegenden Zeitwerte darstellen
Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Bankdarlehen) und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich als Barwerte der mit Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve unter Berücksichtigung der Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und eines für den Flughafen Wien angemessenen Credit Spread ermittelt (Stufe 2).
Der beizulegende Zeitwert des Fonds der Kategorie "Available for Sale" (AfS) bezieht sich auf einen Fonds, der an der maltesischen Börse notiert ist (Stufe 1).
Der beizulegende Zeitwert der Wertrechte der Kategorie "Available for Sale" (AfS) bezieht sich auf Wertrechte aus Lebensversicherungen und wird anhand des Aktivierungswerts der Polizzen ermittelt. Dieser ergibt sich aus dem Gesamtwert von Deckungskapital und Gewinnbeteiligungen für die jeweilige Polizze (Stufe 2).
Der beizulegende Zeitwert der Schuldtitel (Wertpapiere) der Kategorie "Available for Sale" (AfS) wird auf Basis von einem aus Credit Spread und Zinsrisiko ermittelten Kurs errechnet (Stufe 2).
In der Berichtsperiode wurden keine Umgliederungen zwischen den Stufen 1 und 2 vorgenommen.
43
| AKTIVA | Buchwerte | |||
|---|---|---|---|---|
| Lang fristiges Vermögen |
Kurzfristiges Vermögen | |||
| Beträge in T€ | Bewer tungs kategorie |
Sonstige finanzielle Vermögens werte |
Wert papiere |
Forderungen und sonstige Vermögens werte |
| 30. Juni 2016 | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte zum Zeitwert erfasst | ||||
| Wertrechte | AfS | 1.549,9 | ||
| Schuldtitel (Wertpapiere) | AfS | 21.351,1 | ||
| Fonds | AfS | 98,8 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte nicht erfasst zum Zeitwert |
||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen1 | LaR | 55.548,7 | ||
| Forderungen ggb. assoziierten Unternehmen | LaR | 1.454,4 | ||
| Sonstige Forderungen3 | LaR | 5.122,1 | ||
| Ausgereichte Darlehen | LaR | 387,5 | ||
| Eigenkapitaltitel (Wertpapiere)2 | AfS | 632,6 | ||
| Beteiligungen2 | AfS | 116,3 | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Barreserve | |||
| Kein Finanzinstrument | ||||
| Sonstige Forderungen und Abgrenzungen | n. a. | 7.608,6 | ||
| Summe | 2.785,2 | 21.351,1 | 69.733,9 |
| 31. Dezember 2015 | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte zum Zeitwert erfasst | ||||||||||
| Wertrechte | AfS | 1.523,2 | 1.523,2 | 1.523,2 | 1.523,2 | Zeitwert erfolgsneutral | ||||
| Schuldtitel (Wertpapiere) | Afs | 21.050,9 | 21.050,9 | 21.050,9 | 21.050,9 | Zeitwert erfolgsneutral | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte nicht erfasst zum Zeitwert |
||||||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen1 | LaR | 39.669,9 | 39.669,9 | Fortgeführte Anschaffungskosten | ||||||
| Forderungen ggb. assoziierten Unternehmen | LaR | 2.114,4 | 2.114,4 | Fortgeführte Anschaffungskosten | ||||||
| Sonstige Forderungen3 | LaR | 2.913,4 | 2.913,4 | Fortgeführte Anschaffungskosten | ||||||
| Ausgereichte Darlehen | LaR | 390,8 | 390,8 | Fortgeführte Anschaffungskosten | ||||||
| Eigenkapitaltitel (Wertpapiere)2 | AfS | 632,6 | 632,6 | Anschaffungskosten | ||||||
| Beteiligungen2 | AfS | 116,3 | 116,3 | Anschaffungskosten | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Barreserve | 4.668,5 | 4.668,5 | Nominalwert = Zeitwert | ||||||
| Kein Finanzinstrument | ||||||||||
| Sonstige Forderungen und Abgrenzungen | n. a. | 12.328,4 | 12.328,4 | |||||||
| Summe | 2.663,0 | 21.050,9 | 57.026,2 | 4.668,5 | 85.408,5 |
1) Abzüglich Wertberichtigungen inklusive Forderungen gegenüber nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen
2) Aufgrund von Unwesentlichkeit (und einer fehlenden Kursnotiz) unterbleibt hierzu eine Angabe.
3) Abzüglich Wertberichtigungen
| Zeitwert | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zahlungs | ||||||
| mittel und Zahlungsmit |
||||||
| Wertansatz nach IAS 39 | Summe | Stufe 3 | Stufe 2 | Stufe 1 | Summe | teläquivalente |
| Zeitwert erfolgsneutral | 1.549,9 | 1.549,9 | 1.549,9 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Zeitwert erfolgsneutral | 21.351,1 | 21.351,1 | 21.351,1 | ||
| Zeitwert erfolgsneutral | 98,8 | 98,8 | 98,8 | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 55.548,7 | ||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 1.454,4 | ||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 5.122,1 | ||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 387,5 | ||||
| Anschaffungskosten | 632,6 | ||||
| Anschaffungskosten | 116,3 | ||||
| Nominalwert = Zeitwert | 47.003,9 47.003,9 |
||||
| 7.608,6 | |||||
| 47.003,9 140.874,1 |
| Zeitwert erfolgsneutral | 1.523,2 | 1.523,2 | 1.523,2 | |
|---|---|---|---|---|
| Zeitwert erfolgsneutral | 21.050,9 | 21.050,9 | 21.050,9 | |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 39.669,9 | |||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 2.114,4 | |||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 2.913,4 | |||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 390,8 | |||
| Anschaffungskosten | 632,6 | |||
| Anschaffungskosten | 116,3 | |||
| Nominalwert = Zeitwert | 4.668,5 | 4.668,5 | ||
| 12.328,4 | ||||
| 85.408,5 | 4.668,5 | |||
Erläuterung der Bewertungskategorien:
LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)
AfS - Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available-for-Sale)
| PASSIVA | Buchwerte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Schulden | Kurzfristige Schulden | ||||
| Beträge in T€ | Bewer tungs kategorie |
Finanzver bindlich keiten |
Übrige Verbindlich keiten |
Finanzver bindlich keiten |
Lieferan tenver bindlich keiten |
| 30. Juni 2016 | |||||
| Finanzielle Schulden erfasst zum Zeitwert |
|||||
| n.a. | |||||
| Finanzielle Schulden nicht erfasst zum Zeitwert |
|||||
| Lieferantenverbindlichkeiten | FLAC | 48.389,2 | |||
| Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 403.600,3 | 83.746,3 | ||
| Übrige Verbindlichkeiten | FLAC | ||||
| Keine finanzielle Schuld | |||||
| Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen |
n. a. | 37.586,0 | |||
| Summe | 403.600,3 | 37.586,0 | 83.746,3 | 48.389,2 | |
| 31. Dezember 2015 | |||||
| Finanzielle Schulden erfasst zum Zeitwert |
|||||
| n.a. | |||||
| Finanzielle Schulden nicht erfasst zum Zeitwert |
|||||
| Lieferantenverbindlichkeiten | FLAC | 35.241,3 | |||
| Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 382.467,5 | 109.253,9 | ||
| Übrige Verbindlichkeiten | FLAC | ||||
| Keine finanzielle Schuld | |||||
| Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen |
n. a. | 22.339,7 | |||
| Summe | 382.467,5 | 22.339,7 | 109.253,9 | 35.241,3 |
| Zeitwert | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wertansatz nach IAS 39 |
Summe | Stufe 3 | Stufe 2 | Stufe 1 | Summe | Übrige Verbind lichkeiten |
| Fortgeführte | 48.389,2 | |||||
| Anschaffungskosten Fortgeführte Anschaffungskosten |
574.115,3 | 574.115,3 | 487.346,6 | |||
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
75.629,1 | 75.629,1 | ||||
| 52.734,8 | 15.148,7 | |||||
| 664.099,7 | 90.777,9 | |||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
35.241,3 | |||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
513.263,6 | 513.263,6 | 491.721,4 | |||
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
69.616,8 | 69.616,8 | ||||
Abgrenzungen n. a. 22.339,7 11.664,4 34.004,1 Summe 382.467,5 22.339,7 109.253,9 35.241,3 81.281,1 630.583,6
Erläuterung der Bewertungskategorien:
FLAC - Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)
In der 28. ordentlichen Hauptversammlung der Flughafen Wien AG am 31. Mai 2016 wurde ein Aktiensplit im Verhältnis 1:4 beschlossen. Die Umstellung an der Wiener Börse erfolgte mit Wirkung 27. Juni 2016. Für jede Stückaktie erhielten die Aktionäre dadurch drei weitere Stückaktien. Dadurch wurde die Anzahl der Aktien von bisher 21 Millionen auf 84 Millionen erhöht.
Der Vorstand wurde gemäß § 65 Abs 1 Z 8 sowie Abs 1a und Abs 1b AktG für die Dauer von 30 Monaten ab dem Tag der Beschlussfassung (28. ordentliche Hauptversammlung am 31. Mai 2016) ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals der Gesellschaft, auch unter wiederholter Ausnutzung der 10%-Grenze, zu erwerben und zu veräußern. Der Erwerb und die Veräußerung können nach Wahl des Vorstands über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot erfolgen. Der Gegenwert je Stückaktie darf die Untergrenze in Höhe von EUR 21,25 nicht unterschreiten und die Obergrenze von EUR 30,00 nicht überschreiten (bezogen auf 84 Millionen Stückaktien).
Am 1. April 2016 veröffentlichte Airports Group Europe S.à r.l., eine indirekte Tochtergesellschaft von IFM Global Infrastructure Fund (Australien), ein freiwilliges öffentliches Angebot für den Erwerb von weiteren 10% des Grundkapitals an der Flughafen Wien AG. Der Preis pro Aktie betrug € 100,00. Bis zum Ende der Annahmefrist am 28. April 2016 wurden insgesamt 1.734.414 Aktien zum Verkauf eingereicht; dies entspricht 8,26% des Grundkapitals. Durch die Anteilsaufstockung erhöhte die Airports Group Europe S.à r.l. ihren Anteil am Grundkapital der Flughafen Wien AG auf 38,16%.
Mit Firmenbuchbeschluss vom 30. Juli 2016 wurden zwei neu gegründete Tochtergesellschaften (Alpha Liegenschaftentwicklungs GmbH und Beta Liegenschaftsentwicklungs GmbH) für die Entwicklung von Immobilienprojekten eingetragen. Diese werden dem Segment Retail & Properties zugewiesen.
Andere Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode, die für die Bewertung und Bilanzierung am 30. Juni 2016 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht oder offengelegt werden müssten, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.
Schwechat, 11. August 2016 Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO
gemäß § 87 Abs. 1 BörseG
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte, verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Schwechat, 11. August 2016 Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger
Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO
Medieninhaber Flughafen Wien Aktiengesellschaft Postfach 1 1300 Wien-Flughafen Austria
Telefon: +43/1/7007-0 Telefax: +43/1/7007-23001
DVR: 008613 Firmenbuchnummer: FN 42984 m Firmenbuchgericht: Landesgericht Korneuburg
Leitung: Mag. Judit Helenyi Telefon: +43/1/7007-23126 E-Mail: [email protected] Mario Santi Telefon: +43/1/7007-22826 E-Mail: [email protected]
Stephan Klasmann Telefon: +43/1/7007-22300 E-Mail: [email protected]
Peter Kleemann MAS Telefon: +43/1/7007-23000 E-Mail: [email protected]
Ueberreuter Print GmbH 2100 Korneuburg
1-3. Quartal 2016 15. November 2016
Das Informationsangebot des Flughafen Wien im Internet: Website des Flughafen Wien: www.viennaairport.com Investor Relations Flughafen Wien: http://www.viennaairport.com/ unternehmen/investor_relations Lärmschutzprogramm Flughafen Wien: www.laermschutzprogramm.at Umwelt und Luftfahrt: www.vie-umwelt.at Alles zur 3. Piste: www.viennaairport.com/unternehmen/ flughafen_wien_ag/3_piste Dialogforum Flughafen Wien: www.dialogforum.at Mediationsverfahren (Archiv): www.viemediation.at
Dieser Quartalsbericht wurde im Auftrag der Flughafen Wien AG
von VGN – Corporate Publishing und Media Solutions produziert.
Konzeption und Gestaltung: Gabriele Rosenzopf MSc Layout, Infografik, Tabellensatz und Koordination: Rene Gatti
Disclaimer: Dieser Quartalsbericht enthält Annahmen und Prognosen, die wir auf Basis aller uns bis Redaktionsschluss am 11. August 2016 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Einschätzungen nicht eintreffen oder Risiken, wie die im Risikobericht angesprochenen, eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten abweichen. Trotz größter Sorgfalt erfolgen daher alle zukunftsbezogenen Aussagen ohne Gewähr. Die PDF-Ausgabe des Quartalsberichts 2/2016 der Flughafen Wien Aktiengesellschaft finden Sie auf unserer Homepage http://www.viennaairport.com/unternehmen/investor_relations unter dem Menüpunkt "Publikationen und Berichte". Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Geschäftsbericht überwiegend die männliche Schreibweise verwendet. Selbstverständlich sind damit Frauen und Männer gleichermaßen gemeint und angesprochen. Dieser Quartalsbericht wurde von der Flughafen Wien AG erstellt.
www.viennaairport.com
Building tools?
Free accounts include 100 API calls/year for testing.
Have a question? We'll get back to you promptly.