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Rath AG

Annual Report Apr 27, 2017

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Annual Report

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2016 GESCHÄFTSBERICHT

KENNZAHLEN

2016
TEUR
2015
TEUR
2014
TEUR
2013
TEUR
Umsatz 80.306 81.924 77.441 79.410
Veränderung in % -2,0 5,8 -2,5 -8,4
EBIT 5.016 5.627 4.612 1.353
EBIT-Marge in % 6,2 6,9 6,0 1,7
EBT 4.705 6.499 5.022 -248
operativer Cashflow 5.903 6.155 5.513 1.377
Eigenkapitalquote in % 50,7 49,2 46,9 43,1
Eigenkapitalrendite in % 9,2 10,3 7,9 -0,4
Working Capital Ratio in % 40,4 38,2 37,2 34,6
ROCE in % 6,3 5,1 11,0 2,0
WACC in % 6,0 7,5 8,1 6,9
Investitionen in Sachanlagen 5.629 3.799 2.805 1.388
Abschreibungen 4.124 4.159 3.905 3.779
Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 542 551 549 611
Anzahl der konsolidierten Gesellschaften 10 9 11 11

GESCHÄFTS-BERICHT 2016

RATH KONZERN

INHALT

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4
6
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12
14
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SHORT VIEW | 1

RATH MIT SOLIDEN ERGEBNIS – WESENTLICHE KENNZAHLEN AUF HOHEM VORJAHRESNIVEAU TROTZ SCHWIERIGER MARKTBEDINGUNGEN.

2016

VORWORT DES VORSTANDS

Andreas Pfneiszl (CFO, CSO), DI Jörg Sitzenfrey (COO)

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE!

1891 in Krummnussbaum, Niederösterreich, gegründet, hat sich die Rath Gruppe zu einem weltweit führenden Feuerfestanbieter für kundenspezifische Speziallösungen entwickelt und im Jubiläumsjahr 2016 wurde unser erfolgreiches 125 jähriges Bestehen mit allen Ehren gefeiert.

Das Jahr 2016 war aber auch ansonsten ein sehr bewegendes Jahr. Ob auf der gesellschaftlichen Ebene, der politischen oder auf der für uns wichtigen wirtschaftlichen Ebene. Die fortschreitende Digitalisierung verändert unseren täglichen Ablauf und stellt mehr und mehr Chance, aber auch Notwendigkeit, dar. Es fanden die Wahlen in den Vereinigten Staaten von Amerika statt, im Heimatmarkt unserer Rath USA Incorporated, und die daraus resultierenden internationalen Auswirkungen sind noch nicht abschätzbar. Großbritannien entschied sich in einer historischen Abstimmung für einen Austritt aus der Europäischen Union und die globalen Wachstumsaussichten trübten sich im Jahresverlauf weiter ein.

VORWORT DES VORSTANDS

Trotz dieser und anderer Turbulenzen konnten wir ein erfolgreiches Jahr für die Rath Gruppe verzeichnen. Der Gruppenumsatz sank um 2 Prozent bei einem stabilen operativen Ergebnis (EBITDA). Die EBIT-Marge konnte über der 6 Prozent Zielmarke gehalten werden und gerade unsere neue Vertriebstochter, die Rath Filtration GmbH, konnte ihr erstes Wirtschaftsjahr positiv bilanzieren und zeigt viel Potential und einen aussichtsreichen Wachstumsmarkt auf.

Für das laufende Geschäftsjahr 2017 rechnen wir mit Konzernumsätzen in der Bandbreite bis + 5 Prozent. Beim operativen Ergebnis (EBITDA) gehen wir von einer Steigerung in der Höhe von bis 6 Prozent aus. Immer unter der Berücksichtigung eventueller währungsbereinigter Effekte. Eine Dividendenausschüttung mit einer Rendite von mindestens 3 Prozent bis 3,5 Prozent ist unser erklärtes Ziel.

Aus diesem Grund halten wir an unserer verlässlichen Dividendenausschüttung uneingeschränkt fest. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 1. Juni 2017 vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,50 EUR je Stückaktie und eine Sonderdividende in Höhe von 0,25 EUR, somit 0,75 EUR je Stückaktie auszuschütten (VJ: 0,50 EUR je Aktie). Damit würde die Dividende überproportional zum operativen Konzernergebnis um 7,8 Prozent erhöht werden. Dies ist ein positives Signal an Sie, unsere Aktionärinnen und Aktionäre, und spiegelt unsere feste Überzeugung wider, auch zukünftig eine stabile und profitable Geschäftsentwicklung sicherzustellen.

Aus heutiger Sicht werden die Weltwirtschaft und somit auch die Wirtschaftsleistung in den Industrieländern in den kommenden Jahren wieder wachsen. Neben diesem positiven Signal sehen wir uns jedoch stärker denn je mit einem hohen Kostendruck konfrontiert und müssen gegen einen aggressiven Wettbewerb bestehen.

Wir sind gut gerüstet! Unser Geschäftsmodell auf ein breites, hochwertiges und leistungsstarkes Produktportfolio zu setzen ist eine fundamentale strategische Säule. Zusätzlich bieten wir wettbewerbsfähige Lösungen, vom Engineering, Produktmanagement, die Montage bis hin zum After Sales Service, an und stellen somit eine stabile und auf Nachhaltigkeit fokussierte Position am Weltmarkt sicher.

Abschließend möchten wir uns bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Ihren täglichen Einsatz und die tolle Arbeit bedanken. Wir sind der festen Überzeugung, dass wir trotz eines herausfordernden Marktumfelds unseren Erfolg weiter ausbauen werden. Ihnen, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, danken wir für das jahrelange Vertrauen und Ihre Treue in unser Unternehmen.

Ihr Vorstand

Andreas Pfneiszl DI Jörg Sitzenfrey

DIE AKTIE

› BÖRSENKENNZAHLEN

ISIN AT0000767306
Wertpapierkürzel RAT
Marktsegment Standard Market Auction
Handelssegment Amtlicher Handel
Aktiengattung Stimmberechtigte nenn-betragslose Stückaktien
Anzahl der Aktien 1.500.000
Gesamtanzahl der Aktien 1.500.000
Aktienkurs 30. 12.2016 16,40 €
Börsenkapitalisierung 24.600.000 €
Gewinn/Aktie 2,63

› KAPITALMARKTKALENDER 2017

1. Juni 2017 ordentliche Hauptversammlung
7. Juni 2017 Ex-Dividenden-Tag
9. Juni 2017 Dividenden-Zahltag
31. August 2017 Halbjahresergebnis 2017
10. November 2017 Ergebnis 3. Quartal 2017

DIE AKTIE

AKTIE

Die Rath Aktie

Nach einem Kurs von € 13,76 zu Jahresbeginn 2016, verzeichnete die Aktie bis zum Jahresende eine stetige Aufwärtsbewegung. Zur Jahresmitte lag der Kurs (29. Juni 2016) bei € 16,50, was einem Anstieg von ca. 20% entspricht. Im weiteren Jahresverlauf blieb der Aktienkurs stabil und schloss zu Jahresende mit € 16,40.

Investor Relations

Ziel der Kapitalmarktkommunikation der Rath AG ist es die Financial Community über marktrelevante Entwicklungen zeitnah, umfassend und regelmäßig zu informieren. Wir verstehen uns als verständiger Ansprechpartner, um somit eine faire und angemessene Bewertung der Rath-Aktie zu schaffen. Im Fokus steht dabei stets ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild des Unternehmens nach dem "true and fair view" zu vermitteln.

Investor Relations ist für uns nicht nur eine Verpflichtung unsere Aktionäre über das Unternehmen zu informieren, sondern vielmehr die Chance neue Investoren im In- und Ausland zu gewinnen.

Investor Relations Officer

Klemens Anderl E-Mail: [email protected] Internet: www.rath-group.com

Mit dem Österreichischen Corporate Governance Kodex folgt die Rath Gruppe dem Ordnungsrahmen mit Standards für die verantwortungsvolle Führung und Leitung des Unternehmens. Dieser enthält die international üblichen Standards für gute Unternehmensführung (OECD-Richtlinien, EU-Transparenz-Richtlinie), aber auch die in diesem Zusammenhang bedeutsamen Regelungen des österreichischen Aktienrechts.

Damit wird eine hohe Transparenz für alle Unternehmen der Unternehmensgruppe erreicht. Der für das Geschäftsjahr 2016 gültige ÖCGK (Fassung Jänner 2015) kann auf der Website des Österreichischen Arbeitskreises für Corporate Governance (www.corporate-governance.at), aber auch auf jener der Rath Aktiengesellschaft (www.Rath-group.com > Investor Relations >Corporate Governance > Corporate Governance Kodex) abgerufen werden.

Zur Vermeidung von Insider-Handel besteht seit 2002 eine auf der Emittenten-Compliance-Verordnung der österreichischen Finanzmarktaufsicht basierende Richtlinie. Der im Jahr 2010 aktualisierte Verhaltenskodex richtet sich an alle Mitarbeiter und enthält alle Verhaltensgrundsätze und gibt Orientierung zu den grundlegenden ethischen und rechtlichen Pflichten von Rath Mitarbeitern.

Abweichungen

Die Rath Aktiengesellschaft befolgt die Regelungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex einschließlich der R-Regeln mit einer Ausnahme lückenlos. Im Geschäftsjahr 2015 gab es bei einer C-Regel der insgesamt 83 Regeln des Kodex eine abweichende Handhabung, die im Folgenden im Sinne des Grundsatzes "Comply or Explain" erläutert und begründet wird:

C Regel 62

Die Einhaltung der C-Regel 62 des Corporate Governance Kodex hat die Rath Aktiengesellschaft regelmäßig, mindestens alle drei Jahre, durch eine externe Institution evaluieren zu lassen und über das Ergebnis im Corporate Governance Bericht zu berichten.

Für das Geschäftsjahr 2016 ließ die Rath Aktiengesellschaft keine Evaluierung durch eine externe Institution vornehmen. Die nächste externe Evaluierung wird innerhalb der Dreijahresfrist gemäß Corporate Governance Kodex erfolgen.

Der Kodex umfasst drei Regelkategorien:

    1. Legal Requirement ("L") dazu zählen zwingende Rechtsvorschriften.
    1. Die "C"-Regeln (Comply or Explain) sollen eingehalten werden; eine Abweichung muss erklärt und begründet werden, um ein kodexkonformes Verhalten zu erreichen.
  • 3 Recommendation-Regeln ("R") haben Empfehlungscharakter.

Rath wendet den Corporate Governance-Kodex in der Fassung Jänner 2015 an mit folgenden näheren Erläuterungen:

Zusammensetzung, Funktionsperiode und Zuständigkeiten des Vorstands (Ziffer 16 ÖCGK) Der Vorstand besteht aus:

Herr DI Jörg Sitzenfrey, geboren 1976, ist seit 1. 1.2013 (Erstbestellung) als Mitglied des Vorstandes für die Ressorts Produktion, Forschung & Entwicklung, verantwortlich.

Herr Andreas Pfneiszl, geboren 1969, ist seit 10.6.2013 (Erstbestellung) als Mitglied des Vorstandes für die Bereiche Vertrieb und Finanzen verantwortlich.

Die Vorstandsmitglieder hatten im Geschäftsjahr 2016 keine Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften, inne.

Beide Vorstandsverträge haben eine Laufzeit bis 31. Dezember 2020.

Bericht über die Vorstandsvergütung (Ziffer 30/31 ÖCGK)

Die Vergütung des Vorstands richtet sich nach dem Umfang des Aufgabengebietes, der Verantwortung und der persönlichen Leistung des Vorstandsmitglieds, sowie nach der Erreichung der Unternehmensziele, der Größe und der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens. Erfolgsabhängige Vergütungen erfolgen bei der Rath Aktiengesellschaft nicht über Aktienoptionen, sondern sind abhängig von variablen Erfolgskriterien. Dazu zählen eine vordefinierte Zielerreichung hinsichtlich des Geschäftsergebnisses, qualitativer und quantitativer Ziele.

Von der Gesamtvergütung des Vorstands im Jahr 2016 waren Anteile sowohl fix als auch erfolgsabhängig. Für die variable Höchstgrenze wurde ein Wert von 50% des Grundbezuges festgelegt. Im Falle einer Beendigung der Funktion des Vorstandes bestehen keine Ansprüche oder Anwartschaften über das gesetzliche Maß hinaus. Für das Management der Rath Gruppe besteht ein gültiger Haftpflicht-Versicherungsschutz (D&O Versicherung).

Die Aufgaben des Vergütungsausschusses werden bis 2016 vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen. Ab 2017 ist ein eigener Ausschuss eingerichtet. Über Kenntnisse und Erfahrung im Bereich der Vergütungspolitik verfügt insbesondere Herr Mag. Ehrlich-Adám.

2015 TEUR 2016 TEUR VORSTANDSVERGÜTUNGEN ‹
162 200 fix DI Jörg Sitzenfrey
56 80 variabel
217 280
164 200 fix Andreas Pfneiszl
56 80 variabel
220 280
437 560 Gesamtsumme

Zusammensetzung des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat besteht derzeit aus sechs von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern, die sich durch eine hohe betriebswirtschaftliche und rechtliche Fachkenntnis, persönliche Qualifikation und langjährige Erfahrung auszeichnen. Alle Mitglieder sind österreichische Staatsbürger.

› AUFSICHTSRATSMITGLIEDER GEB.-JAHR AR-MANDATE ODER
VERGLEICHBARE FUNKTIONEN
ERST
BESTELLUNG
ENDE LAUFENDER
FUNKTIONSPERIODE
Mag. Stefan
Ehrlich-Adám
(Vorsitzender)
› unabhängig
1964 Geschäftsführer EVVA
Sicherheitstechnologie GmbH,
Vizepräsident im Präsidium
des ASI Austrian Standards
Institute (ASI)
25.6.2013 im Jahr 2018
WP Mag. Philipp Rath
(Vorsitzender-Stv.)
› abhängig
1966 Wirtschaftsprüfer und Partner
von Rödl & Partner GmbH
17.7.2003 im Jahr 2018
Dkfm. Paul Rath
› abhängig
1934 Geschäftsführer der
Rath Holding GmbH
14.9. 1989 10. 10.2016
MMag. Christian B. Maier
› unabhängig
1966 Finanzvorstand der
Porr Aktiengesellschaft,
AR-Mandat UBM Development
AG, Österreich
27.6.2008 im Jahr 2018
Mag. Dieter Hermann
› unabhängig
1966 Aufsichtsrat Silgan Holdings
Austria GmbH
25.6.2013 im Jahr 2018
Mag. Karin Bauer-Rath
› abhängig
1961 T1 ABW
Abschleppdienst GmbH
1.6.2016 im Jahr 2018
Dr. Andreas Meier
› unabhängig
1962 Vorsitzender der Geschäfts
führung/CEO H.C.Starck Gruppe
1.6.2016 im Jahr 2018

Bericht über die Aufsichtsratsvergütung (Ziffer 50/51 ÖCGK)

Die Aufsichtsratsvergütungen (inklusive Sitzungsgelder) für das Geschäftsjahr 2016 betragen vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung insgesamt 76 TEUR (2015: 65 TEUR) und teilen sich wie folgt auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder auf:

› AUFSICHTSRATSMITGLIEDER VERGÜTUNG (INKL. SITZUNGSGELDER)

Mag. Stefan Ehrlich-Adám (Vorsitzender) 16.600
Mag. Philipp Rath (Vorsitzender-Stv.) 14.600
Mag. Dieter Hermann 12.600
MMag. Christian B. Maier 12.000
Dkfm. Paul Rath 7.867
Dr. Andreas Meier 6.400
Mag. Karin Bauer-Rath 5.800

Die Vergütungen für die Aufsichtsratsmitglieder setzten sich aus einer fixen und einer anwesenheitsabhängigen Komponente zusammen. Die fixe Komponente besteht aus einem Gesamtbetrag, die zweite Komponente besteht aus einem Sitzungsgeld, das sich aus einem Pauschalbetrag pro Sitzung ergibt, an der ein Mitglied teilnimmt.

Unabhängigkeit des Aufsichtsrates (Ziffer 53, 54 ÖCGK)

Als "unabhängig" im Sinne der Generalklausel der Regel 53 gelten jene Mitglieder des Aufsichtsrats, die in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Rath Aktiengesellschaft oder deren Vorstand stehen, die einen materiellen Interessenskonflikt begründet und daher geeignet ist, das Verhalten des Mitglieds zu beeinflussen. Als Maßstab werden die Kriterien des Corporate Governance Kodex Anhang 1 angewendet. Gemäß diesen Kriterien sind zwei Mitglieder des Aufsichtsrats der Rath Aktiengesellschaft als abhängig einzustufen.

Ausschüsse und Tätigkeit des Aufsichtsrates (Ziffer 36, 39 ÖCGK)

Der Aufsichtsrat der Rath Aktiengesellschaft setzt sich aus Experten unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen und hält in regelmäßigen Abständen Sitzungen ab, die sich u.a. auch mit strategischen sowie mit Bilanzbelangen des Unternehmens befassen. In diesem Rahmen ist der Aufsichtsrat der Rath Aktiengesellschaft auch in alle grundlegenden Entscheidungen des Vorstands als beratendes Organ involviert.

Die Rath Aktiengesellschaft verfügt über einen Prüfungs-, Strategie- und Vergütungsausschuss. Weitere Ausschüsse sind nicht eingerichtet. Dem Prüfungsausschuss gehören folgende Personen des Aufsichtsrates an: Herr Mag. Ehrlich-Adám als Vorsitzender, Herr Mag. Philipp Rath, Herr MMag. Christian B. Maier und Herr Mag. Dieter Hermann. Der Prüfungsausschuss hat im Jahr 2016 zwei Sitzungen abgehalten, in denen die Vorbereitung und Analyse des Jahresabschlusses und die internen Kontroll-, Revisions- und Risikosysteme behandelt wurden. Weiters wurde aufgrund der Prüfung durch die OePR die Ergebnisse berichtet und diskutiert. Der Abschlussprüfer hat dabei an beiden Sitzungen teilgenommen.

Dem Strategieausschuss gehören folgende Personen des Aufsichtsrates an: Herr Mag. Ehrlich-Adám, Herr Mag. Philipp Rath, Herr Dkfm. Paul Rath (bis Oktober 2016), Herr Mag. Dieter Hermann, Herr Dr. Andreas Meier. Der Strategieausschuss hat im Jahr 2016 einmal getagt, in welchem die Absatzpotentiale in den USA erörtert wurden.

Im 2. Halbjahr 2016 wurde ein Vergütungsausschuss eingerichtet, dem folgende Personen des Aufsichtsrates angehören: Herr Mag. Ehrlich-Adám, Herr Mag. Philipp Rath, Herr Dr. Andreas Meier. Der Ausschuss tagte erstmals im März 2017.

Im Jahr 2016 hat der Aufsichtsrat 6 ordentliche Sitzungen (inklusive konstituierender Aufsichtsratssitzung) abgehalten. Die Präsenzquote lag bei 96%. Die Tätigkeitsschwerpunkte des Aufsichtsrats im Berichtsjahr sind im Bericht des Aufsichtsrates näher dargestellt.

Maßnahmen zur Förderung von Frauen im Vorstand, im Aufsichtsrat und in leitenden Funktionen Dem Vorstand der Rath Aktiengesellschaft gehört keine Frau an. Dem Aufsichtsrat gehört seit Juni 2016 eine Frau an, damit lag der Frauenanteil ab Juni 2016 bei rund 17%. In zahlreichen Bereichen der ersten und zweiten Berichtsebene haben Frauen Führungsfunktionen inne. Der Anteil von Frauen am gesamten Mitarbeiterstand betrug gruppenweit per 31. Dezember 2016 19,0% (2015: 17,9%). Die Rath Gruppe unterstützt und fördert die Anstellung von Frauen, in allen Bereichen. Rath setzt auch Maßnahmen und tätigt Investitionen, welche die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern. Des Weiteren wird im Rekrutierungsprozess hohes Augenmerk auf eine strenge Gleichbehandlung der Geschlechter gelegt.

Interne Revision

Eine Abteilung für interne Revision im klassischen Sinne gibt es aufgrund der Unternehmensgröße nicht. Die Aufgaben einer internen Revision werden von den Abteilungen Prozess Management ausgeführt, welche über wesentliche Ergebnisse dem Vorstand regelmäßig berichtet. Aktualisierte Informationen zu der Umsetzung des Kodex und Anpassungen aufgrund von gesetzlichen Veränderungen sind auf der Homepage der Rath Gruppe (www.rath-group.com) zu finden. Vertiefende Anfragen werden vom IR-verantwortlichen Vorstandsmitglied während des Jahres oder vom Vorsitzenden des Aufsichtsrates in der Hauptversammlung beantwortet.

WIEN, 21. APRIL 2017

Der Vorstand

Andreas Pfneiszl DI Jörg Sitzenfrey

ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER GEMÄSS §82 (4) Z 3 BÖRSEGESETZ

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist. Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Die Ergebnisse des zum 31. Dezember 2016 endenden Geschäftsjahres lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.

Der Vorstand

Andreas Pfneiszl DI Jörg Sitzenfrey

WIEN, 21. APRIL 2017

Mag. Stefan Ehrlich-Adám, Vorsitzender des Aufsichtsrats

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE!

Der Aufsichtsrat der Rath AG hat im Geschäftsjahr 2016 in Wahrnehmung der ihm nach Gesetz und der Satzung übertragenen Aufgaben die Arbeit des Vorstands intensiv begleitet. Dabei hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Lage und der Entwicklung des Unternehmens befasst. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand regelmäßig durch mündliche Berichte in den Sitzungen, ergänzt durch Unterlagen zu den behandelten Tagesordnungspunkten, ebenso wie durch eine regelmäßige schriftliche Berichterstattung informiert. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung eingebunden.

Im Berichtsjahr 2016 fand in sechs Sitzungen (fünf ordentliche Sitzungen, eine konstituierende Sitzung) zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ein intensiver Informationsaustausch statt, bei dem die wirtschaftliche Lage und die strategische Weiterentwicklung unserer Unternehmensgruppe sowie wesentliche Ereignisse, Investitionen und Maßnahmen beraten wurden. In allen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand im Rahmen der laufenden Berichterstattungen über die wesentlichen Angelegenheiten der Geschäftsführung, den Gang der Geschäfte und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens unterrichtet. Dem Aufsichtsrat war somit in ausreichendem Maße Gelegenheit geboten, seiner Informations- und Überwachungspflicht zu entsprechen. Wir haben somit die uns nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben vollständig erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung detailliert überwacht. Es gab keinen Anlass zur Beanstandung der Geschäftstätigkeit des Vorstandes.

Sitzungen des Aufsichtsrates

Aufsichtsrat und Vorstand haben sich im Berichtsjahr umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements in der Gesellschaft und in den Konzernunternehmen, ausgetauscht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand ausführlicher Berichte über die Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns, die Personalsituation, sowie die Investitions- und potentielle Akquisitionsvorhaben unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde gesondert informiert. Die Ausschüsse des Aufsichtsrats berichteten in den Sitzungen über ihre Tätigkeiten. Im Geschäftsjahr 2016 fanden sechs ordentliche (inklusive konstituierender Aufsichtsratssitzung) statt. Alle Mitglieder nahmen mit wenigen Ausnahmen an allen Sitzungen persönlich teil. In der Sitzung vom 29. Februar 2016 wurde über das abgelaufene Geschäftsjahr berichtet. Der Tätigkeitsbericht zur Emittenten-Compliance-Richtlinie wurde zur Kenntnis genommen.

In der Sitzung vom 18. April 2016 wurden der Jahresabschluss und Lagebericht 2015 sowie der Konzernjahresabschluss und -lagebericht 2015 geprüft, der Jahresabschluss 2015 entsprechend der Empfehlung des Prüfungsausschusses festgestellt und der Vorschlag für die Gewinnverteilung für das Geschäftsjahr 2015 gebilligt. Weiters wurde der Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers beschlossen, die Hauptversammlung vorbereitet und über die aktuelle Geschäftslage berichtet. Die Sitzung am 1. Juni 2016 diente vorwiegend der Vorbesprechung zur Hauptversammlung. In der am selben Tag, nach der Hauptversammlung, stattfindenden konstituierenden Aufsichtsratssitzung wurden die Sitzungstermine 2016/2017 vereinbart. In der Sitzung vom 6. September 2016 wurde der Halbjahresfinanzbericht diskutiert und über die aktuelle Geschäftslage

befunden. In der letzten Sitzung des Jahres am 30. November 2016 wurde das Budget inklusive Investitionen für das Jahr 2017, sowie die Mittelfristplanung bis 2020 genehmigt.

Ausschüsse

Vom Aufsichtsrat waren im Berichtsjahr drei Ausschüsse installiert. Der Prüfungsausschuss ist im Jahr 2016 zweimal zusammengetreten. Am 6. April 2016 hat der Prüfungsausschuss im Beisein des Abschlussprüfers die Schlussbesprechung für das Geschäftsjahr 2015 durchgeführt. Es wurden Jahresabschluss und Lagebericht sowie Konzernabschluss und -lagebericht geprüft und dem Aufsichtsrat die Feststellung des Jahresabschlusses sowie die Auswahl des Wirtschaftsprüfers empfohlen. In der Sitzung am 30. November 2016 haben die Abschlussprüfer über den Stand der Vorprüfung der Jahres- und Konzernjahresabschlussprüfung informiert. Der Vorstand informierte über die Fehlerfeststellung der OePR. Der Strategieausschuss hat im Jahr 2016 einmal getagt. Den Schwerpunkt der Sitzung vom 6. September 2016 bildete die Vorstellung des Geschäftsführers der Rath Inc., sowie ein Überblick über die Marktpotentiale und eventuelle Möglichkeiten der Rath Gruppe im amerikanischen Markt. Der Vergütungsausschuss trat erstmalig am 24. März 2017 zusammen. Schwerpunkt war die Feststellung über die Zielerreichung des Vorstands im Jahr 2016 als Basis für den variablen Vergütungsanteil

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2016 und der Lagebericht des Vorstands sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 nach IFRS und der Konzernlagebericht des Vorstands sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung vom 1. Juni 2016 als Abschlussprüfer gewählten KPMG Austria GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats hat das Ergebnis der Abschlussprüfung in der Sitzung vom 21. April 2017 unter Einbeziehung der Abschlussprüfer analysiert und dem Aufsichtsrat die Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses empfohlen.

Der Aufsichtsrat hat die Unterlagen gemäß § 96 AktG sowie den Corporate-Governance-Bericht geprüft und den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt ist; ebenso hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgelegten Gewinnverteilungsvorschlag geprüft und ihm seine Zustimmung erteilt. Die vorgenommenen Prüfungen haben nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben.

Mag. Stefan Ehrlich-Adám Vorsitzender des Aufsichtsrats

WIEN, 21. APRIL 2017

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Die Entwicklung der weltweiten wirtschaftlichen Lage blieb im Jahr 2016 unter den Erwartungen. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs laut Schätzungen der Weltbank (Global Outlook, Jänner 2017) um 2,3 Prozent. Damit hat sich der weltweite Zuwachs der Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr verlangsamt. Auch die weltweite Industrieproduktion blieb mit einem Wachstum von 1,5 Prozent unter dem Vorjahr (+1,8 Prozent).

Im Detail unterscheiden sich die wirtschaftlichen Kennzahlen je Region doch sehr stark. Wie auch schon in den letzten Jahren sorgen vorrangig Schwellenländer in Asien für dynamische Wachstumszahlen, während die klassischen Industrienationen deutlich niedrigere Steigerungen verzeichnen. Aggregiert betrug das Wachstum für die Regionen Europa, Nordamerika und Japan 1,6 Prozent. Das stellt eine deutliche Verlangsamung zum Vorjahr dar (2,1 Prozent in 2015).

In Europa allein betrachtet betrug das Wachstum in 2016 1,6 Prozent und lag damit um 0,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahr. Das europaweite Wachstum wurde vor allem getrieben durch Konsumausgaben und die expansive Geldpolitik der europäischen Notenbanken.

Österreich (+ 1,5 Prozent), Deutschland (+ 1,8 Prozent) und Großbritannien (+2,0 Prozent) erreichten robuste Steigerungsraten. Geringeres Wachstum wurde allerdings in Frankreich (+1,1 Prozent) und Italien (+ 0,9 Prozent) erreicht.

Auch in Osteuropa kam es zu einer Verlangsamung der Wirtschaft. Polen erhöhte sein Bruttoinlandsprodukt um 2,5 Prozent. Das bedeutet einen deutlichen Rückgang zu 2015 um –1,4 Prozentpunkte. Niedrige Rohstoffpreise sorgten in Russland für eine neuerliche Reduktion der Wirtschaftsleistung. Nach –3,7 Prozent in 2015 konnte der Rückgang des Bruttoinlandprodukts aber auf –0,6 Prozent in 2016 eingedämmt werden.

In den USA entwickelte sich das Wirtschaftswachstum im zweiten Halbjahr 2016 deutlich langsamer als erwartet. Für das Gesamtjahr 2016 wurde ein Zuwachs um 1,6 Prozent erreicht. Das ist ein Rückgang um 1,0 Prozentpunkte zum Vorjahr. Auch in den USA blieb das Wachstum konsumgetrieben. Eine Verlangsamung des Wachstums zeigt sich auch in anderen wirtschaftlich bedeutsamen Staaten auf dem amerikanischen Kontinent. Mexikos Wachstum betrug 2,0 Prozent und stellt damit eine Verringerung um 0,6 Prozentpunkte dar. Brasilien stürzte in wirtschaftliche Turbulenzen aufgrund des Verfalls von Rohstoffpreisen und politischer Instabilität. Das brasilianische Bruttoinlandsprodukt schrumpfte um –3,4 Prozent.

BRANCHENUMFELD

Die Feuerfestbranche befindet sich weiterhin in einem stagnierenden Absatzmarkt, dadurch kommt es auch aktuell zu Konsolidierungen unterschiedlichster Marktteilnehmer. In einem wirtschaftlichen Umfeld, welches

primär durch Marktverdrängung geprägt und dadurch hart umkämpft ist, produzieren weltweit rund 2.000 Unternehmen rd. 15 mil. Tonnen feuerfeste Werkstoffe, in der EU sind es rd. 6 mil. Tonnen pro Jahr. Die Rath Gruppe ist in den wichtigsten Branchen für Feuerfestprodukte und Lösungen weltweit erfolgreich tätig.

METALS

In der Business Line "Metals" wird der wesentlichste Umsatzanteil in der Stahlindustrie erwirtschaftet. Hier vor allem im Bereich der sogenannten "Zweiten Hitze", in jenem Bereich der Weiterverarbeitung und Veredelung. Konnten wir noch im vorangegangenen Wirtschaftsjahr 2015 in diesem Absatzbereich einen geringen Zuwachs von 1 Prozent erzielen, so pendelte sich der Anteil zum 31.12.2016 wieder auf 33 Prozent (VJ: 34 Prozent) ein.

Die wesentlichsten Produkte, die in diesem Segment eingesetzt werden, sind Hochtemperaturwollen, -rollen, -matten, -Kombi Module, sowie Feuerleichtsteine und dichte Steine und Betone.

Das stagnierende Wachstum in der Business Line "Metals" spiegelt die anhaltend schwache Entwicklung der Stahlindustrie wieder. Nach wie vor sind es in der Stahlindustrie die deutlichen Überkapazitäten, welche sich auch im Jahr 2017 nicht merklich verbessern werden.

Unsere Kunden betreuen wir weltweit, vor allem aber aus der Europäischen Union, gefolgt von Asien und den USA. Die Rath Gruppe ist als ein etablierter Partner in diesem Segment und dafür bekannt, technisch komplexe und innovative Gesamtlösungen dem Kunden zu bieten.

Unsere Erwartung für das neue Geschäftsjahr in dieser Business Line ist eine neutrale. Wir gehen davon aus, dass wir unseren Anteil halten werden.

FC&E

Am Gesamtabsatz bezogen konnte in der Business Line "Fuels, Chemicals & Energy" eine Steigerung von 2 Prozent auf 22 Prozent (VJ: 20 Prozent) erzielt werden. Im Wesentlichen sind die Zuwächse auf die gestiegene Nachfrage aus den USA, aber auch auf unsere neue Produktgruppe Nitrid gebundene SIC- Rohrschutzplatten für die Hausmüllverbrennung zurückzuführen.

Für die Business Line bieten wir darüber hinaus hochwertige dichte Steine, sowie hochwertige Feuerleichtsteine, Kombi Module und Vakuumformteile an.

Unsere Kunden kommen aus den USA und der Europäische Union, sowie Asien. In diesem Geschäftsfeld wird die Rath Gruppe als ein Anbieter mit höchster Zuverlässigkeit und überdurchschnittlicher Lebensdauer angesehen.

Aufgrund der Kundenrückmeldung aus den USA aber auch aus der Europäischen Union gehen wir davon aus, dass die Business Line "Fuels, Chemicals & Energy" auch im Jahr 2017 wächst.

BRANCHENANTEILE GJ 2016

  • 33% Metals
  • 22% FC & Energy
  • 16% Special Furnaces
  • 15% Ceramics
  • 10% Domestic Fireplaces
  • 4% Glass

BRANCHENANTEILE GJ 2015

34% Metals

  • 20% FC & Energy
  • 16% Special Furnaces
  • 15% Ceramics
  • 10% Domestic Fireplaces
  • 5% Glass

SPECIAL FURNACES

Unsere Kunden in der Business Line "Special Furnaces" sind hauptsächlich Hersteller von Spezialöfen für die Industrie. Wie z. B. Hersteller von Analyse- und Messgeräten im Laborbereich sowie Hersteller von Spezialöfen im Dentalbereich. Der Anteil am Gesamtabsatz lag bei 16 Prozent (VJ: 16 Prozent). Die Rath Gruppe liefert hier im wesentlichen Produkte aus keramischen Vakuumformteilen auf Basis von Hochtemperaturwollen.

Unsere Kunden kommen hier aus der Europäischen Union und den USA. In diesem Geschäftsfeld sind wir weltweit einer der TOP 3 Anbieter am Markt. Aufgrund unserer innovativen Engineering- und Produktionsmannschaft sowie unserer engen Zusammenarbeit mit den Herstellern der Spezialöfen, ist mit einer leichten Absatzsteigerung im Jahr 2017 zu rechnen.

CERAMIC

In der Business Line "Ceramic" kann die Rath Gruppe einen Umsatzanteil von 15 Prozent am Gesamtabsatz (VJ: 15 Prozent) verzeichnen. Unsere Kunden sind im Wesentlichen die Automobilindustrie und Hersteller von keramischen Erzeugnissen und überwiegend in der Europäischen Union angesiedelt. Das Produktportfolio umfasst hochwertige dichte Steine, hochwertige Feuerleichtsteine, Kombi Module und Vakuumformteile sowie spezielle Betone.

Für das Jahr 2017 gehen wir von einer Erholung und leichten Steigerung der Umsätze aus.

DOMESTIC FIREPLACES

Die Business Line "Domestic Fireplaces" ist das traditionsreichste Geschäftsfeld der Rath Gruppe. Seit 125 Jahren liefern wir Produkte für diese Branche und sind nach wie vor Marktführer in Mitteleuropa. Am Gesamtabsatz der Rath Gruppe nimmt die Business Line mit 10 Prozent (VJ: 10 Prozent) einen wichtigen Teil ein.

Der klassische Schamottestein in unterschiedlichen Formaten sowie die Schamotteplatte inklusive Kleber und Mörtel sind das angebotene Produktportfolio.

Unsere Kunden kommen überwiegen aus der Europäischen Union, im Wesentlichen aus Österreich, Deutschland, Ungarn und den Ost-Staaten. Aus heutiger Sicht gehen wir von einem stabilen Absatz im Jahr 2017 aus.

GLASS

Die Business Line "Glass" trägt zum Gesamtabsatz 4 Prozent (VJ: 5 Prozent) bei.

Unsere Produkte für die Glasindustrie sind dichte Steine und Betone sowie Betonformteile. Die Hauptabsatzmärkte liegen in Nordamerika und Ost-Asien, aber auch in der Europäischen Union. Wir sehen in der Business Line "Glass" einen wesentlichen Wachstumstreiber für die Rath Gruppe und gehen daher von einer positiven Entwicklung für 2017 aus.

GESCHÄFTSVERLAUF 2016

Das Wirtschaftsjahr 2016 war ein erfolgreiches für die Rath Gruppe. In den Ertragskennzahlen konnten wir auch im Jahr 2016 gute Ergebnisse verzeichnen.

Nachfolgend findet sich die Darstellung der vier abgelaufenen Quartale des Wirtschaftsjahres 2016.

2015 GESAMT
JAHR
4. QUARTAL 3. QUARTAL 2. QUARTAL 1. QUARTAL KENNZAHLEN ‹
81.924 80.306 22.420 20.719 20.796 16.371 Umsatz in TEUR
9.785 9.140 1.274 3.758 2.561 1.547 EBITDA in TEUR
11,9% 11,4% 5,7% 18,1% 12,3% 9,4% EBITDA-Marge
5.627 5.016 1.224 1.690 1.551 551 EBIT in TEUR
6,9% 6,2% 5,5% 8,2% 7,5% 3,4% EBIT-Marge
551 542 542 547 550 551 Mitarbeiter im 0
13,76 16,40 16,40 17,00 16,50 13,40 Aktienkurs in EUR

Umsatzentwicklung

Entsprechend des wirtschaftlichen Umfeldes und der aktuellen branchenbedingten Marktkonsolidierung konnte die Rath Gruppe das letztjährige Umsatzniveau nicht übertreffen.

Der Gruppenumsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum sank um 2% auf 80.306 TEUR (VJ: 81.924 TEUR). Dieser verteilt sich auf unsere einzelnen Gesellschaften, die unsere primäre Segmentierung darstellen, wie folgt:

Die österreichische Gesellschaft Aug. Rath jun. GmbH, Krummnußbaum, konnte die Umsatzsteigerung (6%) des Vorjahres nicht halten und verzeichnete eine Verringerung ihres Absatzes um 6% auf 26.063 TEUR (VJ: 27.773 TEUR). Die wesentliche Veränderung stammt aus dem Projektgeschäft. Dieses ist sehr volatil und unterliegt immer wieder stärkeren Schwankungen.

Unsere deutsche Gesellschaft, die Rath GmbH, mit drei Standorten (Meißen, Bennewitz und Mönchengladbach) konnte ein Umsatzwachstum im Projektgeschäft erzielen. Hier wirkte sich der Zuwachs mit 7% auf 27.965 TEUR (VJ: 26.199 TEUR) deutlich aus.

In unserer ungarischen Gesellschaft, Rath Hungaria Kft., Budapest, verringerte sich der Umsatz um merkliche 13% auf 7.521 TEUR (VJ: 8.645 TEUR). Grund dafür ist, dass wir in unserer ungarischen Gesellschaft ein weitreichendes Produktportfolio für die Stahlindustrie anbieten und diese Branche sehr absatzverhalten agierte. Die amerikanische Tochtergesellschaft, Rath USA Inc., Newark, konnte ihren Umsatz, nachdem bereits im Vorjahr ein Absatzzuwachs verzeichnet wurde, nochmals um 4% auf 13.638 TEUR (VJ: 13.146 TEUR) steigern. Die Umsatztreiber waren hier die Kunden aus der Business Line FC&E.

Unsere Vertriebsgesellschaften in Europa und Mexiko konnten den Umsatz nicht weiter steigern. Mit einem Absatz von 5.093 TEUR (VJ: 6.118 TEUR) weisen die Gesellschaften einen um 17% geringeren Umsatz aus. Nähere Details finden Sie im Segmentbericht.

Ertragsentwicklung

Der Rohertrag konnte gegenüber dem Vorjahr stabil bei 59% (VJ: 58%) gehalten werden. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Ertragsteuern (EBITDA) sank zwar um 645 TEUR auf 9.140 TEUR (VJ: 9.785 TEUR), ist jedoch weiterhin stabil bei 11% zum Umsatz.

Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) verringerte sich, nach zwei Jahren des stetigen Zuwachs, um 611 TEUR auf 5.016 TEUR (VJ: 5.627 TEUR). Damit liegt die EBIT-Marge bei 6%.

Die Personalaufwendungen im Verhältnis zum Umsatz belaufen sich auf 32% (VJ: 31%). Die Personalkosten stiegen absolut um 2% auf 25.557 TEUR (VJ: 24.992 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen leicht auf 13.508 TEUR (VJ: 13.231 TEUR). Das Finanzergebnis liegt zum Ende des Berichtszeitraumes bei –311 TEUR (VJ: 873 TEUR). Im Vorjahr konnten hier noch Währungsgewinne von 1.767 TEUR gezeigt werden, diese resultierten im Wesentlichen aus der USD/EUR Veränderung in der Bewertung. Für das Berichtsjahr sind es 300 TEUR. Die Zinsaufwendungen verringerten sich aufgrund der niedrigeren Zinssätze um 112 TEUR. Die Bewertung des Zinsswaps wirkte sich auf das Finanzergebnis mit 185 TEUR (VJ: 158 TEUR) positiv aus.

Das Konzernergebnis liegt somit bei 3.945 TEUR (VJ: 4.109 TEUR).

Aufgrund des guten Konzernergebnisses 2016 und des Jubiläumsjahres – 125 Jahre RATH – sowie der weiterhin anhaltenden positiven Entwicklung der Gruppe wird der Vorstand und Aufsichtsrat der kommenden Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung in Höhe von 0,75 EUR pro Stückaktie vorschlagen. Diese setzt sich zusammen aus einer Dividende in Höhe von 0,50 EUR je Stückaktie sowie einer Sonderdividende in Höhe von 0,25 EUR je Aktie.

Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage der Rath Gruppe stellt sich am Ende des Berichtsjahres 2016 wie folgt dar: Auf der Aktivseite erhöhte sich das kurzfristige Vermögen, vor allem im Bereich der Forderungen, inkl. sonstiger Forderungen um 2.479 TEUR auf nunmehr 44.956 TEUR. Als wesentlichste Position sind hier die im letzten Quartal 2016 fakturierten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen anzuführen (+2.016 TEUR zum Vorjahr). Gleichzeitig erhöhte sich das langfristige Vermögen um 1.482 TEUR auf 40.106 TEUR. Im Wesentlichen ist die Veränderung auf die Erhöhung der Sachanlagen zurückzuführen. Die durchgeführten Investitionen im Jahr 2016 betrugen 5.627 TEUR (VJ: 3.551 TEUR).

Die Bilanzsumme hat sich so um 3.960 TEUR erhöht, mit Ende des Berichtsjahres 2016 lag der Wert bei 85.062 TEUR (VJ: 81.102 TEUR).

Zum Bilanzstichtag 31.12.2016 weist die Unternehmensgruppe ein Eigenkapital in Höhe von 43.091 TEUR (VJ: 39.879 TEUR) aus. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich, trotz Dividendenausschüttung in Höhe von 750 TEUR im Juni 2016, aufgrund des guten Jahresergebnisses gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres um 2 Prozentpunkte auf 51% (VJ: 49%).

Der Anteil des Fremdkapitals betrug zum 31.12.2016 49% (VJ 51%), wovon 28% (VJ: 27%) auf das langfristige und 72% (VJ: 73%) auf das kurzfristige Fremdkapital entfallen.

Die Verschuldungsquote (Netto-Finanzverbindlichkeiten im Verhältnis zum Eigenkapital) verringerte sich neuerlich um 4% auf 54% (VJ: 58%).

Nachhaltige Finanzierungsstrategie

Die Finanzierung des Konzerns folgt seit Jahren den Grundsätzen der Erhaltung einer gesicherten Liquidität sowie einer möglichst hohen Eigenmittelausstattung. Die Erhöhung der Eigenkapitalquote auf 51% (VJ: 49%) ist im Berichtsjahr dem starken Jahresergebnis zuzuordnen. Ein wesentliches Unternehmensziel ist die Eigenkapitalquote bei mehr als 40% zu halten.

Die Nettoverschuldung des Konzerns (der Saldo aus verzinslichen Verbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und Finanzielle Vermögenswerte/Wertpapiere) erhöhte sich leicht im laufenden Geschäftsjahr um 399 TEUR auf 23.466 TEUR (VJ: 23.067 TEUR).

Nettogeldfluss

Der operative Cashflow liegt mit 5.903 TEUR zum Ende des Berichtsjahres auf dem Niveau des Vorjahres (VJ: 6.155 TEUR). Aufgrund der großen Investitionen in unsere Anlagen, vor allem in Deutschland, erhöhte sich der Geldabfluss aus der Investitionstätigkeit um 2.076 TEUR auf 5.627 TEUR (VJ: 3.551 TEUR).

Die Rückführung im Bereich der Finanzierungstätigkeit liegt bei 299 TEUR (VJ: 3.017 TEUR) und spiegelt sich im Geldabfluss aus der Finanzierung wider.

Der Free Cashflow verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 425 TEUR auf 11 TEUR (VJ: –414 TEUR). Der Bestand an liquiden Mitteln betrug am 31.12.2016 3.527 TEUR, welcher sich um 2% im Vergleich zum Vorjahr erhöhte.

Mit Schreiben vom 23. Mai 2016 wurde die Rath Aktiengesellschaft informiert, dass die österreichische Prüfstelle für Rechnungswesen (OePR) eine Stichprobeprüfung für den Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2015, sowie den Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2015 und 30. Juni 2016 durchführen wird. Mit Schreiben vom 3. Oktober 2016 wurde die Rath Aktiengesellschaft über das Ergebnis dieser Prüfung in der Form einer Fehlerfeststellung im Bereich des Cashflows informiert. Der Finanzierungscashflow wurde aufgrund eines Konsolidierungsfehlers um 500 TEUR zu niedrig, der operative Cashflow insbesondere aufgrund enthaltener unrealisierter Wechselkursdifferenzen um 1.700 TEUR zu hoch und

daher insgesamt um 2.200 TEUR zu hoch ausgewiesen. Aufgrund der Feststellung wurden sämtliche Vorjahreszahlen im Geschäftsbericht 2016 angepasst.

Arbeitnehmer

Bestens ausgebildete, motivierte MitarbeiterInnen stellen für die Rath Gruppe den zentralen Erfolgsfaktor dar. Durch ihre hohe fachliche und soziale Kompetenz sichern sie die ausgezeichnete Produktqualität und sind ein wichtiger Motor für die Zukunft.

Unser Erfolg liegt einerseits in der Begeisterung für innovative Feuerfestlösungen, die wir in unseren Produkten und Technologien umsetzen, und andererseits in der hohen Einsatzbereitschaft und Loyalität unserer MitarbeiterInnen.

Die Rath-Gruppe beschäftigte zum 31.12.2016 auf Basis "FTE" ("full-time equivalent") insgesamt 485 Personen (VJ: 505). Es gibt in der Rath Gruppe kein Aktienoptionsprogramm. Management, leitende Mitarbeiter und sonstige Schlüsselkräfte sind in lokal unterschiedlichen Prämienmodellen eingebunden.

Die Personalmanagementaufgaben werden entsprechend zentraler Vorgaben der Muttergesellschaft wahrgenommen und in die Tochtergesellschaften übertragen. Die strategischen Aufgaben im Bereich Human Resources sind beim CFO angesiedelt.

Für Mitarbeiterweiterbildung wurden 2016 in der Rath Gruppe insgesamt 145 TEUR (VJ: 129 TEUR) aufgewendet. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeichnen sich durch ihre Qualifikation, ihre Einsatzbereitschaft, Verantwortung, Disziplin, Loyalität und durch gegenseitige Wertschätzung in einem familiären Arbeitsumfeld aus.

Der Vorstand bedankt sich an dieser Stelle herzlich bei allen Rath Kolleginnen und Kollegen für ihren tatkräftigen Einsatz und die konstruktive Zusammenarbeit im vergangenen Geschäftsjahr.

Nachhaltigkeit (Corporate Social Responsibility)

Aufsichtsrat und Management der Rath Gruppe legen großen Wert auf eine nachhaltige Unternehmensführung. Die strategische Entscheidungsfindung sowie die operative Führung werden dementsprechend gleichermaßen von ökologischen, ökonomischen und sozialen Faktoren beeinflusst.

Seit dem 1. Jänner 2005 unterliegt die Rath Gruppe dem europäischen Emissionshandelssystem. Im Rahmen dieses Systems erhalten die betroffenen Unternehmen (derzeit die Aug. Rath jun. GmbH, Österreich) Emissionszertifikate, die innerhalb von vier Monaten nach Ablauf eines Kalenderjahres entsprechend dem tatsächlichen Ausstoß des Jahres an die zuständige Behörde zurückgegeben werden müssen.

Übersteigen die tatsächlichen Emissionen die zugeteilten Zertifikate pro Jahr, müssen die fehlenden Zertifikate zugekauft werden. Die Rath Gruppe verfügte über ausreichend Gratiszertifikate.

Zu den wichtigsten gruppenübergreifenden Nachhaltigkeitsstrategien zählen die Rath Marken- und Produktentwicklungsstrategie, Innovation und Produktionsverfahren zur Optimierung von Ökonomie und Ökologie im Herstellungsprozess wie auch im Produkt. Die Erfassung von wichtigen Basisdaten der Konzernunternehmen wurde im Geschäftsjahr 2016 fortgesetzt.

Unsere Kolleginnen und Kollegen sind der wichtigste Schlüssel für die weitere positive, nachhaltige Entwicklung unseres Unternehmenserfolges. Ein offener, wertschätzender Umgang mit Kolleginnen und Kollegen in allen Bereichen über die Funktionsebenen hinaus ist das Fundament unseres Unternehmens.

Forschung & Entwicklung

Die Rath Gruppe ist durch eine zentrale Forschung und Entwicklungsabteilung mit den Schwerpunkten Entwicklung, Verfahrenstechnik und Materialwissenschaft organisiert. Intensive und nachhaltige Forschung und Entwicklung sind wesentliche Bausteine unserer Strategie als Premiumanbieter. Themen und Projekte im Bereich Forschung, Technologie und Innovation sind von höchster Priorität und tragende Säulen für unseren Unternehmenserfolg und damit ausschlaggebend für nachhaltigen Wettbewerbsvorsprung und Wachstum.

Im Jahr 2016 wurde eine Vielzahl an Projekten umgesetzt. Besonders hervorzuheben ist der Start unserer weitreichenden Investition im Bereich Heißgas-Filterelemente und Systeme sowie der Produktportfolio-Optimierung unserer Feuerfest-Betone.

BERICHTERSTATTUNG ÜBER WESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN KONTROLLSYSTEMS IM HINBLICK AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

Das interne Kontrollsystem (IKS) definiert alle Prozesse zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung. Es verringert die Fehleranfälligkeit von Transaktionen, schützt das Vermögen vor Verlusten durch Schäden und Betrug und gewährleistet die Übereinstimmung der Unternehmensabläufe mit der Satzung, den Konzernrichtlinien und den geltenden Gesetzen (Compliance). Das Kontrollumfeld des Rechnungslegungsprozesses ist durch eine klare Aufbau- und Ablauforganisation gekennzeichnet, wobei den einzelnen Funktionen eindeutig Personen (z.B. in Finanz-Rechnungswesen und Controlling) zugeordnet sind. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Mitarbeiter erfüllen die fachlichen Voraussetzungen. Im Rechnungswesen kommt überwiegend Standardsoftware zum Einsatz.

Die Konzernrichtlinien der Rath Gruppe basieren auf dem Rath Managementhandbuch, der Compliance-Richtlinie sowie der Geschäftsordnung und Unterschriftenreglungen für die Geschäftsführungen und leitenden Angestellten aller Rath Gruppengesellschaften. Diese Bestimmungen werden bei Bedarf gemäß den Compliance-Bestimmungen überarbeitet und der jeweiligen Geschäftsführung nachweislich zur Kenntnis gebracht. Die lokale Geschäftsführung ist für die Einhaltung der Richtlinien in der jeweiligen Rath Tochtergesellschaft verantwortlich. Die Geschäftsordnung verweist u.a. auf die zwingende Einhaltung der

Bestimmungen im Management Handbuch und definiert eine Liste von Geschäftsfällen, welche einer Zustimmung der Konzernleitung bedürfen. Das Managementhandbuch der Rath Gruppe beinhaltet u. a. die für den Rechnungslegungsprozess notwendigen Informationen und Bestimmungen, wie das Konsolidierungshandbuch (Reporting-Richtlinien, Bilanzierungs- und Bewertungsregeln) oder die IT-Richtlinien.

Quartalsweise erfolgt eine Konsolidierung der Gruppenergebnisse nach UGB-Bestimmungen zur Berichterstattung an den Aufsichtsrat und an die Aktionäre, bzw. halbjährlich nach IFRS-Bestimmungen. Der Konzernabschluss wird in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat und dem Prüfungsausschuss von einem Konzernabschlussprüfer, der mit seinem internationalen Netzwerk einheitliche Prüfungsstandards garantiert, umfassend geprüft. Ein standardisiertes monatliches Management-Berichtswesen umfasst sämtliche in der Rath Gruppe konsolidierte Einzelgesellschaften.

Der Aufsichtsrat der Rath AG informiert sich regelmäßig in seinen Sitzungen über das interne Kontrollsystem. Der Prüfungsausschuss hat die Aufgabe, die Wirksamkeit des Kontrollsystems zu überwachen.

Risikomanagement

Die Rath Gruppe ist in ihrem weltweiten unternehmerischen Handeln unterschiedlichen Chancen und Risiken ausgesetzt. Die kontinuierliche Identifizierung, Bewertung und Steuerung der Risiken ist wesentlicher Bestandteil des Führungs-, Planungs- und Controlling-Prozesses. Das Risikomanagement bedient sich dabei auf die im Konzern vorhandenen Organisations-, Berichts- und Führungsstrukturen.

Diese Prozesse werden laufend durch das zentrale Prozessmanagement evaluiert. Inhaltlich geht es um die Dokumentation aller Abläufe im Unternehmen sowie das dokumentierte Verhalten bei Abweichungen, um aus Fehlern zu lernen und sich stetig weiter zu verbessern. Dieses Denken in Prozessen ist in der ISO 9001:2008 verankert.

Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass Risiken regelmäßig analysiert und bewertet werden. So ist gewährleistet, dass diese antizipiert, frühzeitig erkannt und im Eintrittsfall rasch Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.

Wesentliche Risiken

Risiken, welche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Rath Gruppe haben könnten, stellen sich gegenüber früheren Perioden im Wesentlichen unverändert wie folgt dar:

Beschaffung

Als wesentliches Thema im Bereich der Beschaffung ist das Verhindern von Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten zu erwähnen. Hier steuert unser zentraler Einkauf aktiv entgegen und schafft die Voraussetzung für ein ausgewogenes Lieferantenportfolio unter Berücksichtigung sinnvoller Einkaufsmengen sowie Preise. Um bessere Preise bei unseren Lieferanten zu erhalten, ist es oft notwendig, in größeren Chargen einzukaufen. Dies hat jedoch den Nachteil der Kapitalbindung.

Produktion

Die wesentlichen Wertschöpfungsstufen der Rath Gruppe liegen in der Fertigung unserer Produkte. Ein eventuelles Risiko einer Betriebsunterbrechung mit direktem Einfluss auf das Unternehmensergebnis ist durch unsere konzernweite Betriebsunterbrechungsversicherung abgedeckt. Vorsorglich steuert die Gruppe pro-aktiv über kontinuierliche Analysen der einzelnen Anlagen sowie vorbeugender Wartung diesem entgegen. Trotzdem können Risiken aus Produkthaftungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Im Falle von Qualitätsmängeln werden diese im Sinne unserer Kunden bereinigt. Daraus entstehende externe Kosten sind über unsere konzernweite Produkthaftpflichtversicherung gedeckt. Ein dadurch entstandener Imageschaden ist jedoch immer ein Risiko für die Unternehmensgruppe.

Vertrieb

Der weltweite Produkt- bzw. Projektverkauf birgt auch Risiken. Unsere Gesamtlösungen gehen heute in Länder, die nicht immer wirtschaftlich bzw. politisch stabil sind. Über unsere Vertriebsgeschäftsführer werden laufend Informationen aus den jeweiligen Absatzmärkten und Ländern eingeholt, die uns unterstützen, mögliche Forderungsausfälle früh zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die Rath Gruppe setzt außerhalb der europäischen Union und den USA hinsichtlich der Zahlungskonditionen überwiegend auf Akkreditivgeschäft. Damit ist sichergestellt, dass unsere Verkäufe durch eine internationale Bank besichert sind.

Zu jenen Umsätzen die wir nicht mit Akkreditiven besichern, haben wir ein internes Forderungsmanagement mit Kreditlimits eingerichtet. Das Forderungsmanagement bewertet das entstehende Kreditrisiko mit externen Informationen von Kredit-Auskunfteien und unseren Erfahrungen über den jeweiligen Kunden bzw. in dem Land des Kunden. Aufgrund der so gesammelten Informationen wird ein Kreditlimit festgelegt. Die Rath Gruppe verfügt über keine Kreditausfallsversicherung, die Forderungsausfälle im Berichtsjahr 2016 innerhalb der Rath Gruppe beliefen sich auf 402 TEUR, das entspricht 0,5% der Umsatzerlöse.

Liquidität

Die Festlegung von Kreditlimits und die Höhe der Refinanzierungskosten bei Geldinstituten sind abhängig von deren Einschätzung der Zukunftsperspektive der Rath-Gruppe. Bankkontakte werden daher partnerschaftlich gepflegt, damit sichergestellt wird, dass unsere Bankpartner jederzeit ein klares und aktuelles Bild der wirtschaftlichen Lage unserer Gruppe bekommen.

Fremdwährungen und Zinsen

Die Rath Gruppe liefert an ihre Kunden zumeist in der jeweiligen Gesellschaftswährung. Durch die laufende Bewertung der Währungspaare USD/EUR oder HUF/EUR kann es zu positiven wie auch negativen Veränderungen im Finanzergebnis der Einzelgesellschaften und in Folge auch im Konzern kommen.

Derzeit verfügt die Rath Gruppe über einen Zinsswap mit einer Laufzeit bis 2018. Aufgrund des derzeit vorherrschenden niedrigen Zinsniveaus ist die Absicherung negativ bewertet.

AKTIONÄRSSTRUKTUR 31. DEZEMBER 2016

  • 66,7% Rath Holding GmbH
  • 18,8% Rath Familienmitglieder
  • 14,5% Streubesitz

Gesamtrisiko

Die Risiken der Rath Gruppe werden durch die beschriebenen Mittel und Maßnahmen bestmöglich überwacht, der Fortbestand des Unternehmens ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet.

ANGABEN GEM. § 243A UGB

Das Grundkapital setzt sich aus 1.500.000 Stückaktien (VJ: 1.500.000 Stückaktien) zusammen, wobei jede Stückaktie am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt ist.

Dem Vorstand sind keinerlei Beschränkungen bekannt, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Die Rath AG besitzt keine eigenen Aktien. Der Streubesitz befindet sich bei österreichischen und internationalen Investoren. Die Aktie notiert im "Standard Market Auction" der Wiener Börse unter der ISI-Nummer AT0000767306.

Es sind keine wesentlichen Beteiligungen von Arbeitnehmern der Rath Gruppe bekannt. Wie jedem Aktionär steht es auch Arbeitnehmern mit Aktienbesitz frei, ihre Stimmrechte an Hauptversammlungen auszuüben.

Es bestehen keine, nicht unmittelbar aus dem Gesetz abgeleiteten Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates sowie über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.

Dem Vorstand sind keine bedeutenden Vereinbarungen bekannt, an denen die Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden.

Es bestehen auch keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstandsund Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.

AUSBLICK

Die Rath Gruppe erwartet in einem unverändert herausfordernden Weltwirtschaftsmarkt ein solides Geschäftsjahr 2017.

Die solide Bilanzstruktur und starke Eigenkapitalausstattung der Rath Aktiengesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften stellt die notwendige Basis für Weiterentwicklungen, ob markt-, kunden- oder produktseitig dar. Auf dieser Basis sieht sich die Rath Gruppe für das Geschäftsjahr 2017 gut gerüstet, wobei gemäß der Einschätzung der Wirtschaftsexperten es auch in 2017 zu keinem deutlichen Weltwirtschaftswachstum kommen wird. Während die Prognosen für Europa weiterhin als zurückhaltend bezeichnet werden, sagen die Experten für die USA ein Wachstum voraus.

In Anbetracht der erwarteten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist für die von der Rath Gruppe bedienten Märkte keine wesentliche Änderung im Vergleich zu 2016 zu erwarten.

Unternehmensintern wird die Rath Gruppe weiterhin ein starkes Augenmerk auf Kostendisziplin, Effizienzsteigerung und Innovation setzen.

Auf dieser Basis und unter Berücksichtigung gleichbleibender Fremdwährungskurse sowie des Zinsniveaus erwartet die Unternehmensgruppe für das Geschäftsjahr 2017 eine Steigerung des Umsatzes sowie ein stabiles Gruppenergebnis.

Es gab keine berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Abschlussstichtag.

Der Vorstand

Andreas Pfneiszl DI Jörg Sitzenfrey

WIEN, 21. APRIL 2017

JAHRESABSCHLUSS RATH KONZERN 2016

KONZERNBILANZ

ANHANGANGABE 31. 12. 16
TEUR
31. 12. 15
TEUR
ANGEPASST *
01.01. 15
TEUR
ANGEPASST *
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (7) 3.527 3.450 3.864
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (5) 17.758 15.742 12.763
Sonstige Forderungen und Rechnungsabgrenzungen (6) 2.289 2.355 1.840
Vorräte (4) 21.382 20.930 20.906
Forderungen aus Ertragsteuern 0 0 9
kurzfristige Aktiva 44.956 42.478 39.382
Finanzielle Vermögenswerte (3) 735 702 698
Immaterielle Vermögenswerte (2) 398 426 488
Sachanlagevermögen (1) 36.988 35.053 34.189
aktive latente Steuern (12) 1.984 2.442 2.945
langfristige Aktiva 40.106 38.624 38.319
AKTIVA GESAMT 85.062 81.102 77.702
kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (10) 20.295 21.002 25.169
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (13) 6.681 5.346 4.833
sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (14) 2.390 2.740 * 2.521 *
kurzfristige Rückstellungen (11) 750 833 614
kurzfristige Ertragssteuerschulden (12) 194 153 449
kurzfristige Verbindlichkeiten 30.309 30.074 33.587
langfristige Finanzverbindlichkeiten und Anleihen (10) 6.189 4.713 2.203
Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen (10) 1.244 1.504 1.453
Personalrückstellungen (9) 3.155 3.117 3.075
sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (14) 311 496 * 655 *
sonstige langfristige Verbindlichkeiten und
passive Rechnungsabgrenzungen
(14) 192 208 230
passive latente Steuern (12) 570 1.110 19
langfristige Verbindlichkeiten 11.662 11.149 7.634
Grundkapital 10.905 10.905 10.905
Kapitalrücklagen 1.118 1.118 1.118
Bilanzgewinn und freie Rücklagen 33.278 30.084 26.719
Rücklage aus Währungsumrechnung –1.591 –1.723 –1.895
sonstige Rücklagen –621 –507 –374
nicht beherrschende Anteile 2 2 8
EIGENKAPITAL GESAMT (8) 43.091 39.879 36.481
PASSIVA GESAMT 85.062 81.102 77.702

* Vergleichswerte des Vorjahres wurden angepasst, siehe Anhangangabe (2.5 r), (14)

KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

ANHANGANGABE 2016
TEUR
2015
TEUR
ANGEPASST *
Umsatzerlöse (16) 80.306 81.924 *
andere betriebliche Erträge (19) 1.023 599 *
81.329 82.523
Materialaufwand und bezogene Leistungen (17) –33.124 –34.515
Personalaufwand, einschließlich Sozialleistungen und Abgaben (18) –25.557 –24.992
sonstiger betrieblicher Aufwand (20) –13.508 –13.231
EBITDA 9.140 9.785
Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte (2) –100 –112
Abschreibung auf Sachanlagen (1) –4.024 –4.046
EBIT 5.016 5.627
Zinsertrag (21) 17 21
Zinsaufwendungen (21) –824 –936
sonstige Finanzerträge (21) 894 3.539 *
sonstiger Finanzaufwand (21) –397 –1.751 *
Ergebnis vor Steuern (EBT) 4.705 6.499
Steuern vom Einkommen (12) –760 –2.391
Konzernergebnis 3.945 4.109
Aktionären der Muttergesellschaft 3.944 4.116
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 1 4
Konzernergebnis 3.945 4.109
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 4.6. 2,63 2,74
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 4.6. 2,63 2,74

* Vergleichswerte des Vorjahres wurden angepasst, siehe Anhangangabe (16), (19) und (21)

KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG

2016 2015
TEUR TEUR
Konzernergebnis nach Ertragssteuern 3.945 4.109
sonstiges Ergebnis
Posten, die anschließend nicht in die Gewinn– u. Verlustrechnung umgegliedert werden:
Neubewertung der langfristigen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern gemäß IAS 19 –88 –181
darauf entfallende Steuer 22 45
–66 –136
Posten, die anschließend in die Gewinn– und Verlustrechnung umgegliedert werden:
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwertes 33 4
darauf entfallende Steuer –8 –1
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Umgliederung in den Gewinn oder Verlust –97 0
darauf entfallende Steuer 24 0
Unterschiede Währungsumrechnung 132 173
83 176
Summe des sonstigen Ergebnisses 17 40
zurechenbar zu Aktionären der Muttergesellschaft 17 40
zurechenbar zu nicht beherrschenden Anteilen 0 0
Konzerngesamtergebnis nach Steuern 3.962 4.149
zurechenbar zu Aktionären der Muttergesellschaft 3.962 4.144
zurechenbar zu nicht beherrschenden Anteilen 1 4
Konzerngesamtergebnis 3.962 4.149
unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 2,63 2,74
verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 2,63 2,74

ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS

GRUNDKAPITAL KAPITAL
RÜCKLAGEN
UNTERSCHIEDE
WÄHRUNGS
UMRECHNUNG
SONSTIGE
RÜCKLAGEN
BILANZGEWINN
UND FREIE
RÜCKLAGEN
SUMME
EIGENKAPITAL
GESELLSCHAFTER
NICHT
BEHERRSCHENDE
ANTEILE
GESAMTES
EIGENKAPITAL
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand am 1.1.2015 10.905 1.118 –1.895 –374 26.719 36.473 8 36.481
Konzernergebnis 2015 0 0 0 0 4.115 4.115 –6 4.109
sonstiges Ergebnis 2015 0 0 173 –133 0 40 0 40
Konzerngesamtergebnis 0 0 173 –133 4.115 4.155 –6 4.149
Ausschüttung 0 0 0 0 –750 –750 0 –750
Stand am 31. Dezember 2015 10.905 1.118 –1.723 –507 30.084 39.877 2 39.879
Konzernergebnis 2016 0 0 0 0 3.944 3.944 1 3.945
sonstiges Ergebnis 2016 0 0 132 –114 0 17 0 17
Konzerngesamtergebnis 0 0 132 –114 3.944 3.962 1 3.962
Abgang 0 0 0 0 0 0 –1 –1
Ausschüttung 0 0 0 0 –750 –750 0 –750
Stand am 31. Dezember 2016 10.905 1.118 –1.591 –621 33.278 43.089 1 43.091

KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG

ANHANGANGABE 2016 2015 2015
TEUR TEUR
ANGEPASST *
TEUR
WIE BERICHTET
Konzernergebnis nach Steuern 3.944 4.109 4.109
Anpassungen an das Konzernergebnis
Abschreibungen (1), (2) 4.124 4.159 4.159
Zu/Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen –97 0 0
Veränderung von Personalrückstellungen –50 –139 –139
Veränderung der Wertberichtigung –496 147 147
Veränderung der latenten Steuern –52 1.630 1.630
Wechselkursdifferenzen –515 –1.629 * 0
Zinsaufwand (21) 824 936 936
Zinsertrag (21) –17 –21 –21
Ertragssteuern (12) 812 761 761
Bewertung sonstiger Verbindlichkeiten –185 –10 –10
(Gewinn)/Verlust aus dem Abgang von Beteiligungen 21 93 93
(Gewinn)/Verlust aus dem Abgang von Anlagen –13 83 83
8.301 10.119 11.747
Veränderungen im Nettoumlaufvermögen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen –2.178 –2.649 –2.649
sonstige Forderungen 63 –613 * –78
Vorräte 409 430 430
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.320 475 475
Rückstellungen –121 296 296
sonstige Verbindlichkeiten –333 56 56
–839 –2.005 –1.470
gezahlte Zinsen –805 –932 –932
erhaltene Zinsen 17 21 21
gezahlte Ertragsteuern –771 –1.049 –1.049
Nettomittelzu/-abflüsse aus betrieblicher Tätigkeit 5.903 6.155 8.318
Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (1) –5.627 –3.551 –3.551
Einzahlungen aus der Veräußerung von 34 0 0
Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten
Geldflüsse aus der Investitionstätigkeit
–5.593 –3.551 –3.551
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden 3.473 5.324 5.324
Rückzahlungen von Ausleihungen –2.754 –7.240 * –7.775
Auszahlungen für Finanzierungsleasing-Verbindlichkeiten –268 –351 –351
gezahlte Dividenden –750 –750 –750
Geldflüsse aus der Finanzierungstätigkeit –299 –3.017 –3.552
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Jahres 3.450 3.864 3.864
Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 11 –414 1.215
Zahlungsunwirksame Währungsdifferenzen 66 0 * –1.629
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Jahres 3.527 3.450 3.450

Vergleichswerte des Vorjahres wurden angepasst, siehe Erläuterungen 2.5 s

KONZERNANHANG

1. DAS UNTERNEHMEN

Die Rath Aktiengesellschaft (nachfolgend Rath AG), Walfischgasse 14, 1010 Wien und Tochtergesellschaften (in der Folge "Rath Gruppe" genannt) erzeugen und vertreiben Feuerfestwerkstoffe für industrielle Abnehmer und Gewerbebetriebe. Die wesentlichen Absatzmärkte liegen im Gebiet der Europäischen Union, in Osteuropa und in den USA. Sitz der Muttergesellschaft ist Wien. Produktionsstätten befinden sich in Österreich, Deutschland, Ungarn und den USA, darüber hinaus gibt es Vertriebsgesellschaften in Österreich, Tschechien, Polen, Ukraine, sowie in Mexiko (bis Nov 2016 Frankreich).

Die Aktien der Rath AG notieren an der Wiener Börse im Segment "Standard Market Auction".

2. GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG UND BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

2.1. GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG

Der Konzernabschluss der Rath Gruppe zum 31. Dezember 2016 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den ergänzenden Bestimmungen des § 245a Abs. 2 UGB aufgestellt.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis der historischen Anschaffungs-/Herstellungskosten, eingeschränkt durch die Marktbewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sowie durch die erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten (inklusive Derivate). Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der Verbindlichkeitenmethode für alle temporären Unterschiede zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden im IFRS-Konzernabschluss und den bei den einzelnen Gesellschaften bestehenden Steuerwerten.

Der Rechnungslegung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen die einheitlichen Rechnungslegungsmethoden der Rath Gruppe zugrunde.

Der Konzernabschluss ist in 1.000 EUR ("TEUR", gerundet nach kaufmännischer Rundungsmethode) aufgestellt. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 21. April 2017 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. Der Jahresabschluss der Rath AG wird am 21. April 2017 dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt.

2.2. ÄNDERUNGEN UND ERWEITERUNG DER IFRS

Neue und geänderte Standards, die von der Gesellschaft erstmals angewendet werden

Die Rath Gruppe hat die Auswirkungen der folgenden neu angewendeten Standards geprüft und ist zum Schluss gekommen, dass sie keine oder keine wesentliche Auswirkungen auf dem Konzernabschluss zum 31.12.2016 haben.

STANDARD/INTERPRETATION/
ÄNDERUNG
ANWENDUNGS
ZEITPUNKT
AUSWIRKUNGEN
IM BERICHTSJAHR
Diverse Verbesserungen der IFRS 2010-2012 (jährlicher Anpassungsprozess) 1. 1. 16 keine
IAS 19 Änderungen zu IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" 1. 1. 16 keine
IAS 16
und IAS 41
IAS 16 "Sachanlagen" und
IAS 41 "Landwirtschaft" – Produzierte Pflanzen
1. 1. 16 keine
IFRS 11 Änderungen zu IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" – Erwerb von
Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeiten
1. 1. 16 keine
IAS 16
und IAS 38
Änderungen zu IAS 16 "Sachanlagen" und IAS 38 "Immaterielle
Vermögenswerte" – Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden
1. 1. 16 keine
IAS 27 IAS 27 "Einzelabschlüsse" – Anwendung der Equity Methode 1. 1. 16 keine
IAS 1 Änderungen zu IAS 1 "Darstellung von Abschlüssen" 1. 1. 16 keine
Diverse Verbesserungen der IFRS 2012-2014 (jährlicher Anpassungsprozess) 1. 1. 16 keine
IFRS 10,
12, IAS 28
Investment Entities – Anwendung der Ausnahmen zu Konsolidierung 1. 1. 16 keine

Neue von der Europäischen Union übernommene und noch nicht übernommene und nicht vorzeitig angewendete Standards, Änderungen und Interpretationen

Folgende Änderungen oder Neufassungen von Standards und Interpretationen sind zum Bilanzstichtag teilweise noch nicht von der EU übernommen und für das Geschäftsjahr noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden auch nicht vorzeitig angewandt.

In Zukunft anzuwendende Standards:

STANDARD/INTERPRETATION/
ÄNDERUNG
ZEITPUNKT
DES INKRAFTTRETENS
ERWARTETE
AUSWIRKUNGEN
IFRS 15 IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Kundenverträgen" 1. 1. 18 werden derzeit überprüft
IFRS 9 IFRS 9 "Finanzinstrumente" 1. 1. 18 werden derzeit überprüft

IFRIC 22 Währungsumrechnung bei Anzahlungen 1. 1. 18 IAS 40 Klassifizierung noch nicht fertiggestellter Immobilien 1. 1. 18

Noch nicht von der Europäischen Union übernommene Standards:

STANDARD/INTERPRETATION/ ÄNDERUNG ZEITPUNKT DES INKRAFTTRETENS * IFRS 16 Leasing 1. 1. 19 IAS 7 Änderungen zur Kapitalflussrechnung – Angabeninitiative 1. 1. 17 IAS 12 Ertragsteuern – Ansatz aktiver latenten Steuern auf unrealisierte Verluste 1. 1. 17 IFRS 2 Änderungen zu Anteilsbasierte Vergütungen 1. 1. 18 IFRS 4 IFRS 4 Anwendung von IFRS 9 mit IFRS 4 Versicherungsverträge 1. 1. 18 All IFRSs Jährliche Verbesserungen 2014-2016 1. 1.2017/ 1. 1.2018

* Anwendungszeitpunkt vom IASB vorgesehen IFRS 15 enthält ein Fünf-Schritte-Modell, das auf Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden (mit wenigen Ausnahmen) anzuwenden ist. Die Art der Transaktion oder die Branche des Unternehmens spielen dabei keine Rolle. IFRS 15 enthält zusätzliche qualitative und quantitative Angabepflichten. Diese sollen es den Abschlussadressaten ermöglichen, die Art, die Höhe, den zeitlichen Anfall sowie die Unsicherheit von Umsatzerlösen und resultierenden Zahlungsströmen aus Verträgen mit Kunden nachvollziehen zu können. Die Auswirkungen von IFRS 15 im Konzern werden derzeit für die einzelnen Umsatzgruppen evaluiert. Mögliche Abweichungen von der bisherigen Erlösrealisierung werden hauptsächlich im Bereich der Fertigungsaufträge (Projektgeschäft) erwartet. Eine Quantifizierung der Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 ist allerdings noch nicht möglich.

IFRS 9 behandelt die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen sowie die Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten. Die Anwendung der Neuerungen von IFRS 9 wird Auswirkungen auf die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten sowie auf die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen, jedoch keine Auswirkungen auf die Klassifizierung und Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten des Konzerns haben. Das Geschäftsmodell der Gesellschaft ist auf "Halten" bzw. "Halten und Verkaufen" von Finanzinstrumenten ausgelegt, und es werden derivative Finanzinstrumente nur in geringem Umfang gehalten. Die vertraglichen Zahlungsströme der originären Finanzinstrumente bestehen überwiegend aus Tilgungen und Zinsen. Auch wenn mit keinen großen Bewertungsänderungen von Finanzinstrumenten gerechnet wird, ist eine Quantifizierung der Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 noch nicht möglich.

Der künftige Standard IFRS 16 – Leasing, welcher die bisherigen Vorschriften des IAS 17 ersetzt, regelt insbesondere die bilanzielle Abbildung von Leasingverträgen beim Leasingnehmer neu. Gemäß IFRS 16 werden Leasingnehmer für die meisten Leasingverträge einen Vermögenswert (Nutzungsrecht) und eine Verbindlichkeit ausweisen müssen. Die Auswirkungen von IFRS 16 im Konzern werden derzeit evaluiert. Im Verlauf des Geschäftsjahres 2017 beabsichtigt die Rath Gruppe einheitliche Richtlinien zur Abbildung und Bewertung von Leasingverträgen aufzustellen und basierend auf diesen Vorgaben die zukünftigen Auswirkungen abzuschätzen.

2.3.KONSOLIDIERUNGSKREIS UND KONSOLIDIERUNGSMETHODEN

Muttergesellschaft ist die Rath AG, Wien. In den Konzernabschluss sind alle Unternehmen, die vom Mutterunternehmen beherrscht werden durch Vollkonsolidierung einbezogen. Ein Investor beherrscht ein Beteiligungsunternehmen, wenn er die Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen hat, einer Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist und die Fähigkeit hat, seiner Verfügungsgewalt über die Beteiligungsunternehmen dergestalt nutzt, dass dadurch die Höhe der Renditen des Beteiligungsunternehmen beeinflusst wird. Die Einbeziehung einer Tochtergesellschaft beginnt mit dem Zeitpunkt der Erlangung des beherrschenden Einflusses und endet bei dessen Wegfall. Die erstmalige Einbeziehung einer Tochtergesellschaft erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Zuordnung der Anschaffungskosten auf die zur erworbenen Gesellschaft gehörigen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden. Der den beizulegenden Zeitwert dieses Nettovermögens übersteigende Betrag der Anschaffungskosten wird als Firmenwert angesetzt. Falls der beizulegende Wert des übernommenen Nettovermögens über den Anschaffungskosten liegt, erfasst die Rath AG nach nochmaliger kritischer Würdigung der Ansetzbarkeit und Bewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden den übersteigenden Betrag erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet die Rath Gruppe auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden.

In den Geschäftsjahren 2016 und 2015 erfolgten keine Unternehmenserwerbe.

Konzerninterne Transaktionen, Forderungen, Verbindlichkeiten und unrealisierte Gewinne und/oder Verluste (Zwischenergebnisse) werden eliminiert. Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der gezahlten Leistung und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Rath AG noch folgende Unternehmen:

KONZERNANTEIL IN % EINBEZIEHUNGSMETHODE
2016 2015
Aug. Rath jun. GmbH, Österreich 99,98% 99,98% Vollkonsolidierung
Rath GmbH, Deutschland 100% 100% Vollkonsolidierung
Rath Hungaria Kft., Ungarn 100% 100% Vollkonsolidierung
Rath USA Inc. Newark, USA 100% 100% Vollkonsolidierung
Rath Zarotechnika spol. s r.o., Tschechien 100% 100% Vollkonsolidierung
Rath Polska Sp. z o.o., Polen 100% 100% Vollkonsolidierung
Rath Ukraine TOW, Ukraine 100% 100% Vollkonsolidierung
Rath Group srl., Mexiko 100% 100% Vollkonsolidierung
Rath Filtration GmbH, Österreich 100% 0% Vollkonsolidierung
Rath SAS, Frankreich 0% 95% Dekonsolidierung

Im Geschäftsjahr 2016 wurde die Rath Filtration GmbH, Österreich gegründet und erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Die Rath SAS, Frankreich wurde liquidiert und in Folge dekonsolidiert.

2.4. WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Geschäftstransaktionen in ausländischer Währung

"Die funktionalen Währungen der Abschlüsse der einzelnen Konzernunternehmen entsprechen den lokalen Währungen."

Die einzelnen Konzerngesellschaften erfassen Geschäftsfälle in ausländischer Währung mit dem Devisenmittelkurs am Tag der jeweiligen Transaktion. Die Umrechnung der am Bilanzstichtag in Fremdwährung bestehenden monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Landeswährung erfolgt mit dem am Buchungstag gültigen Tageskurs. Daraus resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.

Umrechnung von Jahresabschlüssen in ausländischer Währung

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der die Berichtswährung der Rath AG darstellt. Die funktionale Währung der außerhalb des Euro-Raumes gelegenen Tochtergesellschaften ist die jeweilige Landeswährung. Die Umrechnung aller im Jahresabschluss dieser Gesellschaften ausgewiesenen Vermögenswerte einschließlich Firmenwerte und Schulden erfolgt mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem durchschnittlichen monatlichen Devisenmittelkurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden als eigener Posten in der Gesamtergebnisrechnung ("Unterschiede Währungsumrechnung") als Teil des sonstigen Ergebnisses erfasst.

Folgende Wechselkurse sind für den Konzernabschluss wesentlich:

STICHTAGSKURS
31. 12. 16
STICHTAGSKURS
31. 12. 15
DURCHSCHNITTSKURS
1–12 2016
DURCHSCHNITTSKURS
1–12 2015
USD 1,054 1,089 1,107 1,110
HUF 309,830 315,980 311,438 309,996
CZK 27,021 27,023 27,034 27,279
PLN 4,410 4,264 4,363 4,184
Entspricht 1 Euro Quelle: Österreichische Nationalbank (www.oenb.at)

2.5. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

a) Immaterielle Vermögenswerte

Einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Aufwendungen die angefallen sind, um den Gegenstand in seinen derzeitigen Zustand zu versetzen. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt.

Nach erstmaligem Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen angesetzt. Die Abschreibung erfolgt linear über eine geschätzte Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren. Es existieren keine immateriellen Vermögenswerte mit einer unbegrenzten Nutzungsdauer.

Gewinne und Verluste aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und den Buchwerten der immateriellen Vermögenswerte ermittelt und im Posten "andere betriebliche Erträge" bzw. "übrige betriebliche Aufwendungen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Entwicklungsausgaben werden nur dann aktiviert, wenn die Entwicklungskosten verlässlich bewertet werden können, das Produkt oder das Verfahren technisch und kommerziell geeignet ist, ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist und der Konzern sowohl beabsichtigt als auch über genügend Ressourcen verfügt, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. Aktivierte Entwicklungsausgaben werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen bewertet. In den Geschäftsjahren 2016 und 2015 wurden keine Entwicklungskosten aktiviert.

b) Sachanlagevermögen

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Aufwendungen, die angefallen sind, um den Gegenstand an bzw. in seinen derzeitigen Ort und Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen beinhalten die direkt der Herstellung zurechenbaren Aufwendungen. Fremdkapitalkosten werden angesetzt, sofern diese einem qualifizierenden Vermögenswert zuzuordnen sind. Im Berichtsjahr wurden keine Fremdkapitalkosten angesetzt, da keine qualifizierten Vermögenswerte vorlagen.

In späteren Perioden für einen Gegenstand anfallende Kosten werden nur dann aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass daraus der Rath Gruppe zukünftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Kosten verlässlich bestimmbar sind.

Die Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte und der abnutzbaren Sachanlagen erfolgt linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögenswertes. Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Bei der Ermittlung der Abschreibungssätze wurden unverändert gegenüber dem Vorjahr folgende Nutzungsdauern angenommen:

NUTZUNGSDAUER IN JAHREN

Gebäude von 10 bis 35
Maschinen von 10 bis 20
Geschäftsausstattung von 5 bis 15

Gewinne und Verluste aus Abgängen von Sachanlagen werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und den Buchwerten der Sachanlagen ermittelt und im Posten "andere betriebliche Erträge" bzw. "übrige betriebliche Aufwendungen" in der Gewinnund Verlustrechnung erfasst.

c) Vermögenswerte aus Miet- und Leasingverhältnissen

Leasingverhältnisse, bei denen der Rath Gruppe als Mieter im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen eines Vermögenswerts übertragen werden, sind als Finanzierungsleasing einzustufen. Andernfalls liegt ein Operating-Leasing-Verhältnis vor. Sachanlagen, die im Zuge von Finanzierungsleasingverträgen erworben werden, werden in Höhe des beizulegenden Zeitwerts oder des niedrigeren Barwerts der Mindestleasingzahlungen zu Beginn des Leasingverhältnisses abzüglich Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen angesetzt.

Wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen der Rath Gruppe als Vermieter zurechenbar sind, wird der Leasinggegenstand von der Rath Gruppe bilanziert. Der Leasinggegenstand wird nach den auf den Vermögenswert anwendbaren Regeln in Übereinstimmung mit IAS 16 angesetzt. Die Leasingzahlungen werden über die Laufzeit des Leasingvertrags erfolgswirksam realisiert. Leasingverhältnisse, bei denen die Rath Gruppe als Vermieter im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen eines Vermögenswerts überträgt, sind als Finanzierungsleasing einzustufen. Leasingforderungen werden in Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasingverhältnis erfasst.

Den aktivierten Vermögenswerten steht jeweils der Barwert der Verbindlichkeit aus den noch offenen Leasingzahlungen zum Bilanzstichtag gegenüber. Jede Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst

d) Zuschüsse der öffentlichen Hand

Zuschüsse der öffentlichen Hand für Aufwendungen werden in jener Periode als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst, in der die entsprechenden Aufwendungen anfallen, außer der Zufluss des Zuschusses hängt von noch nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit eintretenden Bedingungen ab.

Investitionszuschüsse werden ab dem Zeitpunkt der verbindlichen Zusage als Passivposten angesetzt und nach Maßgabe der Abschreibung der zugrunde liegenden Anlagen erfolgswirksam realisiert.

e) Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte werden in die folgenden Kategorien unterteilt: Ausleihungen und Forderungen und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale). Die Klassifizierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz.

Alle Wertpapiere werden als "available for sale" klassifiziert. Deren Bewertung erfolgt im Zugangszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert unter Einbeziehung von Transaktionskosten, in späteren Perioden zum jeweils aktuellen beizulegenden Zeitwert. Die Wertänderungen werden im sonstigen Ergebnis erfasst und erst bei Realisierung durch Verkauf des Wertpapiers bzw. bei objektiven Hinweisen auf Wertminderung in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Etwaige Wertaufholungen werden bei Schuldinstrumenten bis zu den Anschaffungskosten über die Gewinn- und Verlustrechnung geführt.

Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere ergeben sich aus dem Börsenkurs zum Bilanzstichtag. Die Erfassung der Wertpapiere erfolgt jeweils zum Erfüllungstag. Ausleihungen und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

f) Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag bewertet.

Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Kosten des Erwerbes und der Be- und Verarbeitung sowie sonstige Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten beinhalten dabei alle Einzelkosten sowie systematisch zugerechnete mit der Herstellung anfallende variable und fixe Gemeinkosten auf Basis einer durchschnittlichen Auslastung der Produktionsanlagen. Die Kosten pro Einheit werden nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren ermittelt.

Der Nettoveräußerungswert ergibt sich aus den erwarteten Verkaufserlösen abzüglich der auf Basis von Erfahrungswerten festgelegten noch anfallenden Herstellungs- und Vertriebskosten.

g) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen für erwartete uneinbringliche Teile bilanziert. Die Bewertung sonstiger Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen.

Wertminderungen werden dann erfasst, wenn aufgrund kundenspezifischer Umstände nicht mehr mit der Einbringlichkeit der Ansprüche zu rechnen ist. Bestehen solche Zweifel an der Einbringlichkeit der Forderungen, werden die Kundenforderungen mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag angesetzt und die erforderlichen Einzelwertberichtigungen auf Basis erkennbarer Risiken gebildet. Gründe dafür können erkennbare erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Vertragspartners, über den Schuldner eröffnete Insolvenzverfahren, erfolglose Mahnungs- und Exekutionsversuche, ein bereits erfolgter Vertragsbruch (z.B. Verzug oder Ausfall von Zahlungen) oder andere Informationen, die an der Zahlungsfähigkeit des Schuldners zweifeln lassen, sein. Bei der Ermittlung der Höhe von Wertminderungen wird die Bonität des Schuldners entsprechend berücksichtigt. Sobald die Uneinbringlichkeit der Forderung endgültig feststeht, wird die Forderung ausgebucht. Die Wertberichtigungen werden auf eigenen Wertberichtigungskonten berücksichtigt.

Fertigungsaufträge werden, sofern die Voraussetzungen des IAS 11 vorliegen, nach der Teilgewinnrealisierungsmethode (Percentage of Completion) bilanziert. Nach der Teilgewinnrealisierungsmethode werden die aufgewandten Herstellungskosten zuzüglich eines dem Fertigstellungsgrad entsprechenden Gewinnaufschlages unter den Forderungen aus Fertigungsaufträgen sowie als Umsatzerlöse ausgewiesen. Der Fertigstellungsgrad wird in der Regel im Verhältnis der angefallenen Aufwendungen zum erwarteten Gesamtaufwand ermittelt. Zu erwartende Auftragsverluste sind durch Rückstellungen gedeckt, die unter Berücksichtigung der erkennbaren Risiken ermittelt werden. Von den Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden die erhaltenen Anzahlungen abgesetzt. Ein daraus gegebenenfalls resultierender negativer Saldo für einen Fertigungsauftrag wird als Verbindlichkeit aus Fertigungsaufträgen passiviert.

h) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld und jederzeit verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten. Die Position Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stimmt mit dem Zahlungsmittelfond der Cashflow Rechnung überein.

i) Wertminderung

Bei langfristigen Vermögenswerten, außer latenten Steueransprüchen und finanziellen Vermögenswerten, wird jeweils zum Bilanzstichtag oder bei Eintritt eines auslösenden Ereignisses überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen.

Liegen Anhaltspunkte vor, ermittelt die Rath Gruppe den für den Vermögenswert erzielbaren Betrag. Dieser entspricht dem höheren Betrag aus Nutzwert oder Nettoveräußerungspreis. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert des Vermögenswertes, erfolgt die ergebniswirksame Erfassung eines Wertminderungsaufwandes in Höhe dieses Unterschiedsbetrages.

Der Nutzungswert des Vermögenswertes entspricht dem Barwert der geschätzten künftigen Cash Flows aus seiner fortgesetzten Nutzung und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer, unter Zugrundelegung eines marktüblichen und an die spezifischen Risiken des Vermögenswertes angepassten Zinssatzes vor Steuern. Kann für einen einzelnen Vermögenswert kein von anderen Vermögenswerten unabhängiger Cash Flow ermittelt werden, erfolgt die Ermittlung des Nutzwertes für die nächstgrößere Einheit, zu der dieser Vermögenswert gehört und die Mittelzuflüsse erzeugt, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögensgegenstände sind (cash generating unit). Die Rath Gruppe definiert die einzelnen Gesellschaften als "cash generating unit".

Der Nettoveräußerungspreis entspricht dem für den betroffenen Gegenstand am Markt unter unabhängigen Dritten erzielbaren Erlös abzüglich anfallender Veräußerungskosten. Ein späterer Wegfall der Wertminderung führt zu einer erfolgswirksamen Wertaufholung bis zum geringeren Wert aus fortgeschriebenen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und erzielbarem Betrag.

Zum Bilanzstichtag lagen keine Anhaltspunkte einer Wertminderung oder Wertaufholung vor.

j) Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern

Im Falle von beitragsorientierten Versorgungsplänen leistet die Gesellschaft aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Verpflichtung Zah-

lungen in privatwirtschaftliche oder öffentlich-rechtliche Pensionssysteme und Mitarbeitervorsorgekassen. Außer der Beitragszahlung bestehen keine weiteren Verpflichtungen. Die regelmäßigen Beitragsleistungen werden als Aufwand in der jeweiligen Periode ergebniswirksam erfasst.

Alle anderen Verpflichtungen resultieren aus ungedeckten, leistungsorientierten Versorgungssystemen und werden entsprechend rückgestellt. Die Bilanzierung dieser Verpflichtung erfolgt gemäß IAS 19. Dabei wird der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation - DBO) ermittelt. Die Ermittlung der DBO erfolgt nach dem Verfahren laufender Einmalprämien (projected unit credit method - PUC). Bei diesem Verfahren werden die auf Basis realistischer Annahmen ermittelten künftigen Zahlungen über jenen Zeitraum angesammelt, in dem die jeweiligen Anspruchsberechtigten diese Ansprüche erwerben. Die Berechnung des erforderlichen Rückstellungswertes erfolgt für den jeweiligen Bilanzstichtag durch Gutachten eines Versicherungsmathematikers.

Die zukünftigen Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet und basieren auf einer sachgerechten Annahme des Abzinsungsfaktors, Gehaltssteigerungsfaktors und des Pensionssteigerungsfaktors. Annahmebedingte Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen, welche in der Rath Gruppe ausschließlich versicherungsmathematische Gewinne und Verluste darstellen, werden im Jahr ihres Entstehens in voller Höhe über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst (siehe »Konzerngesamtergebnisrechnung«). Somit entspricht die Rückstellung in der Regel der tatsächlichen Verpflichtung zum jeweiligen Bilanzstichtag. Ein etwaiger nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst. Für die Jubiläumsgeldrückstellung werden die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sofort ergebniswirksam erfasst. Für Abfertigungsrückstellungen und Pensionsrückstellungen werden die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im sonstigen Ergebnis erfasst.

Bei der Abfertigungsrückstellung wird der Dienstzeitaufwand über den Zeitraum, in dem der maximale Abfertigungsanspruch erreicht wird, verteilt.

k) Rückstellungen

Rückstellungen werden angesetzt, wenn für die Rath Gruppe eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses besteht und es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Bestehen bei einer Sachanlage Rückbauverpflichtungen zum Ende der Nutzungsdauer, so werden die Aufwendungen dafür als Rückstellung für Entsorgungskosten passiviert und als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Sachanlage aktiviert.

Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgabe darstellt. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung angesetzt.

l) Steuern

Die effektive Steuerbelastung umfasst die tatsächlichen Steuern und die latenten Steuern. Bei direkt im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfassten Transaktionen wird auch die damit zusammenhängende Ertragsteuer erfolgsneutral im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.

Die tatsächliche Steuer für die einzelnen Gesellschaften der Rath Gruppe errechnet sich aus dem steuerpflichtigen Einkommen der Gesellschaft und dem im jeweiligen Land anzuwendenden Steuersatz.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der Verbindlichkeitenmethode für alle temporären Unterschiede zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden im IFRS-Konzernabschluss und den bei den einzelnen Gesellschaften bestehenden Steuerwerten. Des Weiteren wird der wahrscheinlich realisierbare Steuervorteil aus bestehenden Verlustvorträgen in die Ermittlung einbezogen. Ausnahmen von dieser umfassenden Steuerabgrenzung bilden Unterschiedsbeträge aus steuerlich nicht absetzbaren Firmenwerten und mit Beteiligungen zusammenhängende temporäre Unterschiede. Aktive Steuerabgrenzungen werden nicht angesetzt, wenn es nicht wahrscheinlich ist, dass der enthaltene Steuervorteil realisierbar ist. Der Ermittlung der Steuerabgrenzung wurde in Österreich ein Steuersatz von 25%, in Deutschland von 31%, in Ungarn von 10% und in den USA von 40% zugrunde gelegt.

m) Finanzverbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages nach Abzug von Transaktionskosten erfasst. Ein Agio, Disagio oder sonstiger Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Finanzierung nach der effektiven Zinsenmethode verteilt realisiert und im Finanzergebnis ausgewiesen (fortgeführte Anschaffungskosten).

n) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt bei Entstehen der Verbindlichkeit in Höhe des beizulegenden Zeitwertes der erhaltenen Leistungen. In der Folge werden diese Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sonstige nicht aus Leistungsbeziehungen resultierende Verbindlichkeiten werden mit ihrem Zahlungsbetrag angesetzt.

o) Derivative Finanzinstrumente

Die Rath Gruppe verwendet derzeit ausschließlich Zinsswaps, um bestehende Risiken aus Zinssatzänderungen zu vermindern.

Der beizulegende Zeitwert für Zinsswaps entspricht jenem Wert, den die Rath Gruppe bei Auflösung des Geschäftes zum Bilanzstichtag erhalten würde oder zahlen müsste. Dabei werden aktuelle Marktverhältnisse, vor allem das aktuelle Zinsenniveau, berücksichtigt. Wertschwankungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Regelungen des IAS 39 über die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen werden nicht angewandet.

p) Umsatzrealisierung

Erträge aus Lieferungen (Warengeschäft) werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Erträge aus nicht mit einem Fertigungsauftrag zusammenhängenden Dienstleistungen werden im Ausmaß der bis zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen erfasst.

Ist bei Fertigungsaufträgen (Projektgeschäft) das Ergebnis eines Auftrages verlässlich schätzbar, erfolgt die Erfassung der Erträge und Auftragskosten entsprechend dem Leistungsfortschritt am Bilanzstichtag jeweils als Umsatzerlöse und den entsprechenden Aufwandsposten. Ein erwarteter Verlust aus dem Fertigungsauftrag wird sofort zur Gänze als Aufwand erfasst.

q) Finanzierungsaufwendungen und Finanzerträge

Der Finanzaufwand umfasst die für die aufgenommenen Fremdfinanzierungen und Finanzierungs-Leasinggeschäfte anfallenden Zinsen, zinsenähnliche Aufwendungen und Spesen, mit der Finanzierung zusammenhängende Währungskursgewinne/-verluste und Ergebnisse von Sicherungsgeschäften sowie dauerhafte Wertminderungen von "available for sale" Wertpapieren.

Die Finanzerträge beinhalten die aus der Veranlagung von Finanzmitteln realisierten Zinsen, Dividenden und ähnliche Erträge.

Die Zinsen werden auf Basis des Zeitablaufes nach der Effektivzinsmethode abgegrenzt. Die Realisierung der Dividenden erfolgt zum Zeitpunkt des Beschlusses der Dividendenausschüttung.

r) Unsicherheiten bei Ermessensbeurteilungen und Annahmen

Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Ermessensbeurteilungen und die Festlegung von Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die den Ansatz und den Wert der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Geschäftsjahres wesentlich beeinflussen können. Zu den in der Bilanz nicht erfassten Verpflichtungen, Bürgschaften, Garantien und sonstigen Haftungsverhältnissen werden regelmäßig Einschätzungen vorgenommen, ob eine bilanzielle Erfassung im Abschluss zu erfolgen hat, die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft.

Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt und die Prämissen entsprechend angepasst.

Bei den folgenden Annahmen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung von Vermögenswerten und Schulden im nächsten Geschäftsjahr führen können:

  • › Dem Ansatz der aktiven latenten Steuern liegt die Annahme zugrunde, dass in Zukunft ausreichende steuerliche Einkünfte erwirtschaftet werden, um bestehende Verlustvorträge zu verwerten (Sensitivitäten siehe Punkt 3 (12)).
  • › Für die Bewertung der bestehenden Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen werden Annahmen für Zinssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung, Fluktuation und künftige Bezugserhöhungen verwendet. Der Konzern ermittelt den angemessenen Abzinsungssatz zum Ende eines jeden Jahres. Bei der Ermittlung des Abzinsungssatzes legt der Konzern den Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität zugrunde, die auf die Währungen lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden und deren Laufzeiten denen der Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen entsprechen (Sensitivitäten siehe Punkt 3 (9)).
  • › Wertberichtigungen bei Vorräten werden anhand der Lagerdauer durchgeführt, es werden jene Vorräte einer Wertberichtigung unterzogen (bis zu 100%), welche sich innerhalb eines Jahres voraussichtlich nicht verkaufen lassen (siehe Punkt 3 (4)).
  • › Bei Überprüfung der Nutzungsdauern von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens werden Schätzungen hinsichtlich der wirtschaftlichen Nutzungsdauer (Restnutzungsdauer) vorgenommen. Bei der jährlichen Überprüfung der Nutzungsdauern können gegebenenfalls Verkürzungen oder Verlängerungen vorgenommen werden.

s) Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehlern

Fehler aus früheren Perioden werden rückwirkend geändert. Der Konzernabschluss wird mit allen Vorjahreszahlen so dargestellt, als ob der Fehler aus früheren Perioden niemals aufgetreten wäre. Änderungen von rechnungslegungsbezogene Schätzungen sind prospektiv vorzunehmen.

Aufgrund einer Stichprobenprüfung der Österreichischen Prüfstelle für Rechnungslegung (OePR) wurde der Konzernabschluss zum 31. 12.2015 sowie der Halbjahresfinanzbericht zum 30.6.2015 und zum 30.6.2016 der Rath AG geprüft. Die Prüfung wurde mit Schreiben vom 3. 10.2016 abgeschlossen und hat ergeben, dass der Finanzierungscashflow des Geschäftsjahres 2015 aufgrund eines Konsolidierungsfehlers um EUR 0,5 Mio. zu niedrig der operative Cashflow insbesondere aufgrund enthaltener unrealisierte Wechselkursdifferenzen um EUR 1,7 Mio. zu hoch und daher insgesamt um 2,2 Mio. EUR zu hoch ausgewiesen war. Im Cashflow zum 30.6.2016 wurden die unrealisierten Gewinne und Verluste aus Wechselkursänderungen ebenso fehlerhaft in der Abstimmung des Bestandes an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten erfasst. Die rückwirkende Anpassung hat keine Auswirkungen auf die Information in der Bilanz zu Beginn der vorgegangenen Periode (1. 1.2015). Der Cashflow zum Stichtag 30.6.2015 war nicht fehlerhaft.

Darüber hinaus erfolgte zur besseren Vergleichbarkeit mit der Bilanz 2015 eine Umgliederung des im Geschäftsjahr 2016 als langfristig eingestuften Zinsswaps in Höhe von 316 TEUR von sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten zu sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten in den Vergleichswerten per 31. 12.2015.

3. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) Sachanlagevermögen

GRUND
STÜCKE
BAUTEN
(EINSCHLIESSLICH
BAUTEN AUF
FREMDEM GRUND)
TECHNISCHE
ANLAGEN
SONSTIGE ANLAGEN
UND GESCHÄFTS
AUSSTATTUNG
ANLAGEN AUS
FINANZIERUNGS
LEASING
ANZAHLUNGEN/
ANLAGEN IN BAU
TOTAL
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1 .1.2015 459 22.969 73.897 16.962 4.497 274 119.058
Zugänge 0 408 1.958 612 277 544 3.799
Abgänge 0 –8 –44 –405 0 –62 –520
Umbuchungen 0 69 68 20 0 –157 0
Wechselkursänderung 8 379 1.326 207 315 1 2.235
Stand am 31.12.2015 467 23.816 77.205 17.396 5.089 600 124.572
Zugänge 0 173 2.362 661 0 2.433 5.629
Abgänge 0 0 –55 –172 0 –18 –244
Umbuchungen 0 0 586 93 –284 –444 –50
Wechselkursänderung 9 174 559 86 109 8 944
Stand am 31.12.2016 475 24.164 80.657 18.064 4.913 2.578 130.852
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1. 1.2015 –1 –12.896 –59.688 –10.351 –1.933 0 –84.869
Zugänge 0 –603 –2.775 –505 –164 0 –4.046
Abgänge 0 4 42 391 0 0 437
Wechselkursänderung 0 –73 –811 –16 –141 0 –1.041
Stand am 31.12.2015 –1 –13.568 –63.233 –10.480 –2.237 0 –89.519
Zugänge 0 –632 –2.689 –586 –117 0 –4.024
Abgänge 0 0 55 169 0 0 224
Wechselkursänderung 0 –51 –418 –25 –49 0 –543
Stand am 31.12.2016 –1 –14.251 –66.286 –10.922 –2.404 0 –93.863
Buchwert am 1.1.2015 458 10.073 14.209 6.611 2.564 274 34.189
Buchwert am 31.12.2015 466 10.248 13.972 6.916 2.851 600 35.053
Buchwert am 31.12.2016 474 9.913 14.372 7.142 2.510 2.578 36.988

Im Posten Abschreibungen sind weder 2016 noch 2015 Wertminderungen enthalten.

Zum 31. 12.2016 betrug das Bestellobligo im Anlagenbreich 416 TEUR (VJ: 302 TEUR).

(2) Immaterielle Vermögenswerte

SOFTWARE SONSTIGE RECHTE SELBSTENTWICKELTE TOTAL
TEUR TEUR SOFTWARE
TEUR
TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1. 1.2015 1.733 174 249 2.156
Zugänge 39 0 0 39
Wechselkursänderung 32 0 0 32
Stand am 31.12.2015 1.804 174 249 2.227
Zugänge 69 0 –50 19
Abgänge –74 0 0 –74
Umbuchungen –151 0 201 50
Wechselkursänderung 15 0 0 15
Stand am 31.12.2016 1.663 174 399 2.237
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1. 1.2015 –1.437 –171 –60 –1.668
Zugänge –76 –3 –34 –112
Wechselkursänderung –20 0 0 –20
Stand am 31.12.2015 –1.533 –173 –94 –1.800
Zugänge –60 0 –41 –100
Abgänge 74 0 0 74
Umbuchungen 75 0 –75 0
Wechselkursänderung –11 0 0 –11
Stand am 31.12.2016 –1.455 –173 –210 –1.838
Buchwert am 1.1.2015 296 3 189 488
Buchwert am 31.12.2015 271 0 155 426
Buchwert am 31.12.2016 208 0 190 398

(3) Finanzielle Vermögenswerte

Bei den finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um Wertpapiere welche als "zur-Veräußerung-verfügbar" im Sinne des IAS 39 klassifiziert wurden. Sie umfassen Anteile an drei Investmentfonds und dienen der Deckung der Rückstellungen für Pensionen gemäß den Bestimmungen der §§ 14 und 116 öEStG. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Wertänderungen des beizulegenden Zeitwertes werde im sonstigen Ergebnis erfasst.

BUCHWERT
31. 12. 16
BUCHWERT
31. 12. 15
TEUR TEUR
zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere 735 702
735 702

(4) Vorräte

31. 12. 16 31. 12. 15
TEUR TEUR
Roh–, Hilfs– und Betriebsstoffe 2.942 3.406
fertige Erzeugnisse 11.357 12.409
sonstige Vorräte 5.260 4.693
Handelswaren 2.413 1.770
Wertberichtigungen zu Vorräten –589 –1.348
21.382 20.930

Im Laufe des Jahres 2015 überprüfte der Konzern eine Produktlinie auf Wertminderungen. In diesem Zusammenhang wurden die zugehörigen Vorräte auf ihren Nettoveräußerungswert abgeschrieben, was zu einem Verlust von 495 TEUR führte. Im Jahr 2016 wurden 21 TEUR Aufwand aus Abschreibungen auf den Nettoveräuperungswert gebucht.

(5) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

31. 12. 16 31. 12. 15
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.578 15.696
Forderungen aus Auftragsfertigung 879 488
Wertberichtigungen –699 –442
17.758 15.742
davon langfristig 0 0

Die Wertberichtigungen entwickeln sich wie folgt.

Stand 31.12. 699 442
Effekt aus Dekonsolidierung –3 0
Währungsumrechnung 0 11
Dotierung 292 273
Auflösung –32 –10
Verwendung 0 –116
Stand 1.1. 442 284
TEUR TEUR
31. 12. 16 31. 12. 15

Zum Bilanzstichtag lagen langfristigen Aufträge vor, die nach der Percentage of Completion Method (PoC) mit Umsatzerlöse von 879 TEUR (VJ 488 TEUR) zu bewerten waren. Die Auftragskosten betrugen 579 TEUR (VJ 132 TEUR).

(6) Sonstige Forderungen und Rechnungsabgrenzungen

31. 12. 16 31. 12. 15
TEUR TEUR
sonstige Forderungen 502 277
Forderungen an Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 0 26
finanzielle Vermögenswerte 502 302
Forderungen Finanzamt und Sozialabgaben 1.223 1.164
übrige sonstige Forderungen 215 322
sonstige nicht finanzielle Forderungen 1.438 1.486
Rechnungsabgrenzungen 349 567
Summe 2.289 2.355

(7) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

31. 12. 16 31. 12. 15
TEUR TEUR
Kassenbestand 20 22
Guthaben bei Kreditinstituten 3.507 3.428
3.527 3.450

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind frei verfügbar.

(8) Eigenkapital

Als Grundkapital wird unverändert gegenüber dem Vorjahr das Nominalkapital der Rath AG mit 10.905 TEUR ausgewiesen. Es setzt sich aus 1.500.000 Stück nennwertlosen Stückaktien zusammen. Die Aktien sind zur Gänze einbezahlt.

Die im Jahresabschluss der Rath AG ausgewiesenen gebundenen Kapitalrücklagen (31.12.2016: 1.118 TEUR; 31. 12.2015: 1.118 TEUR) dürfen nur zum Ausgleich eines ansonsten im Jahresabschluss der Muttergesellschaft auszuweisenden Bilanzverlustes aufgelöst werden.

Die freien Rücklagen resultieren aus den im Konzern erwirtschafteten vorgetragenen Gewinnen und Verlusten. Die sonstigen Rücklagen beinhalten das erwirtschaftete sonstige Ergebnis exklusive Währungsumrechnungsdifferenzen, welche in einer eigenen Rücklage (Unterschiede Währungsumrechnung) ausgewiesen werden.

Die Dividende richtet sich nach dem im unternehmensrechtlichen Jahresabschluss der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn. Die Rath AG weist zum 31. Dezember 2016 einen Bilanzgewinn in Höhe von 8.755 TEUR aus. Aufgrund des soliden Konzernergebnisses 2016 und dem stabilen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2017 wird der Vorstand der kommenden Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung in Höhe von 0,50 EUR pro Stückaktie und eine Sonderdividende von 0,25 EUR pro Stückaktie vorschlagen.

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital betreffen die Chamottewaren- und Thonöfenfabrik Aug. Rath jun. GmbH, Österreich und bis zum Geschäftsjahr 2015 auch die Rath SAS, Frankreich und sind nicht wesentlich.

(9) Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern

Pensionsverpflichtungen

Die Pensionsverpflichtung beruht auf einzelvertraglichen Zusagen an insgesamt zwei Pensionsbezieher/leitende Angestellte in Österreich, nach deren Eintreten in den Ruhestand Pensionszahlungen zu leisten.

Abfertigungsverpflichtungen

Aufgrund gesetzlicher Vorschriften ist die Rath Gruppe verpflichtet, an alle Mitarbeiter in Österreich, deren Arbeitsverhältnis vor dem 1. Jänner 2003 begann, bei Kündigung durch den Dienstgeber oder zum Pensionsantrittszeitpunkt eine Abfertigungszahlung zu leisten. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und von dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig und beträgt zwischen 2 und 12 Monatsbezügen. Mit Wirkung zum 31. 12.2002 wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, sämtliche Abfertigungs-Altanwartschaften einzufrieren und alle Mitarbeiter in das neue System "Mitarbeiter-Vorsorgekasse" zu übernehmen. Für diese eingefrorene Verpflichtung wird eine Rückstellung gebildet.

Für alle aufrechten österreichischen Arbeitsverhältnisse nach dem 31. Dezember 2002 zahlt die Rath Gruppe ab dem zweiten Monat des Arbeitsverhältnisses monatlich 1,53% des Entgelts in eine betriebliche Mitarbeiter-Vorsorgekasse, in der die Beiträge auf einem Konto des Arbeitnehmers veranlagt und diesem bei Beendigung des Dienstverhältnisses ausbezahlt oder als Anspruch weitergegeben werden. Die Rath Gruppe ist ausschließlich zur Leistung der Beiträge verpflichtet (siehe Anhangangabe 18). Für dieses beitragsorientierte Versorgungsmodell ist daher keine Rückstellung zu bilden.

Jubiläumsgeldrückstellungen

Aufgrund gesetzlicher Vorschriften ist die Rath Gruppe verpflichtet, an alle Mitarbeiter in Österreich, die eine bestimmte Dienstzeit überschritten haben, Jubiläumsgelder in Höhe von 1-3 Monatsgehältern zu bezahlen.

Berechnungsparameter für Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern

Den Berechnungen für Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern zum 31. Dezember 2016 und 31. Dezember 2015 liegen folgende Parameter zugrunde:

2016 2015
Zinssatz 1,80% 2,00%
Bezugssteigerungen 2,00% 2,00%
Pensionssteigerungen 1,75% 1,75%
Sterbewahrscheinlichkeiten AVÖ 2008-P AVÖ 2008-P

Durch das Bundesverfassungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen wird das Anfallsalter für die Alterspensionen für Frauen ab dem Jahr 2024 schrittweise von 60 auf 65 Jahre angehoben. Ab 2033 ist das Antrittsalter für Frauen und Männer 65 Jahre.

2016 2015
TEUR TEUR
Rückstellungen für Abfertigungen 783 712
Rückstellungen für Pensionen 2.096 2.189
Rückstellungen für Jubiläumsgelder 277 215
3.155 3.117
ABFERTIGUNGSRÜCKSTELLUNG PENSIONSRÜCKSTELLUNG JUBILÄUMSGELDRÜCKSTELLUNG
Entwicklung der in der 2016 2015 2016 2015 2016 2015
Bilanz erfassten Rückstellung (DBO) TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Barwert Rückstellung (DBO) am 1.1. 712 652 2.189 2.214 215 209
Dienstzeitaufwand 27 25 0 0 56 1
Zinsaufwand 14 16 42 51 0 0
in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst 41 41 42 51 56 1
versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
aus erfahrungsbedingten Anpassungen
16 –12 29 25 0 0
aus Veränderungen demografischer Annahmen 0 0 0 0 0 0
aus Veränderungen finanzieller Annahmen 13 31 30 79 0 0
im sonstigen Ergebnis erfasst 29 19 59 104 0 0
Auszahlungen –13 0 –195 –180 0 0
sonstige Veränderungen 13 0 0 0 5 6
Barwert Rückstellung (DBO) am 31.12. 783 712 2.096 2.189 277 215

Für die Rath Gruppe liegt das Risiko im Wesentlichen in der Entwicklung der Lebenserwartung und Inflation, da es sich bei den Leistungen aus diesen Versorgungsplänen um lebenslange Rentenleistungen handelt. Darüber hinaus existieren keine (außergewöhnlichen) Risiken. Bei den Abfertigungsansprüchen und den Jubiläumsgeldansprüchen liegen das Risiko im Wesentlichen in der Entwicklung der Inflation und den Gehaltssteigerungen.

ERHÖHUNG
UM 0,5 PROZENT PUNKTE
REDUKTION
UM 0,5 PROZENT PUNKTE
TEUR TEUR
Auswirkung Veränderung Renditezinssatz
Veränderung der Rückstellungen für Abfertigungen –31 33
Veränderung der Rückstellungen für Pensionen –74 79
Veränderung der Rückstellung für Jubiläumsgeld –16 18
ERHÖHUNG
UM 0,5 PROZENT PUNKTE
TEUR
REDUKTION
UM 0,5 PROZENT PUNKTE
TEUR
Auswirkung Veränderung Bezugssteigerung
Veränderung der Rückstellungen für Abfertigungen 32 –31
Veränderung der Rückstellungen für Pensionen 78 –74
Veränderung der Rückstellung für Jubiläumsgeld 18 –16

Die Pensionszahlungen an die Pensionsbezieher betrugen im Geschäftsjahr 195 TEUR (VJ 180 TEUR).

Die gewichtete Duration der Pensionsverpflichtung beträgt 6,68 Jahre (VJ: 10), die der Abfertigungsverpflichtung 9,75 Jahre (VJ: 9,32), die der Jubiläumsgelder 13,32 Jahre.

(10) Finanzverbindlichkeiten

31. 12. 16 31. 12. 15
LANGFRISTIG
TEUR
KURZFRISTIG
TEUR
SUMME
TEUR
LANGFRISTIG
TEUR
KURZFRISTIG
TEUR
SUMME
TEUR
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
Kontokorrentkredit 6.000 15.517 21.517 4.000 15.292 19.292
Exportdarlehen 0 3.963 3.963 0 3.963 3.963
Investitionskredit 189 524 713 713 1.475 2.188
Verbindlichkeiten
gegenüber anderen Gläubigern
Finanzierungsleasing 1.244 290 1.534 1.504 271 1.775
7.433 20.295 27.728 6.217 21.002 27.219

Zur besseren Darstellung wurden im GJ 2016 6.000 TEUR (VJ: 4.000 TEUR) von langfristigen Investitionskrediten zu langfristigen Kontokorrentkrediten umgegliedert. Die Fristigkeiten von Finanzverbindlichkeiten sind unter Punkt 4.1. Liquiditätsrisiko dargestellt.

Die wesentlichen Konditionen der Finanzverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

ART DER
FINANZIERUNG
WÄHRUNG BUCHWERT
ZUM
31. 12. 16
TEUR
EFFEKTIV
VERZINSUNG
2016
%
WÄHRUNG BUCHWERT
ZUM
31. 12. 15 *
TEUR
EFFEKTIV
VERZINSUNG
2015
%
ZINSEN
FIX/VARIABEL
FÄLLIGKEIT
Kontokorrentkredit EUR 14.125 1,5-2,384 EUR 13.252 1,9-3,21 variabel < 1 Jahr
Kontokorrentkredit USD 1.392 3,75 USD 2.040 3,5-4,5 variabel < 1 Jahr
Kontokorrentkredit EUR 6.000 1,5-1,9 EUR 4.000 1,9-3,21 variabel > 1 Jahr
Exportdarlehen EUR 3.963 0,5 EUR 3.963 0,6 variabel < 1 Jahr
Investitionskredite EUR 714 0-5 EUR 1.495 1,5-5,01 fix/variabel > 1 Jahr
Investitionskredite USD 0 USD 694 1,2 variabel > 1 Jahr
Finanzierungs-Leasing EUR 898 3,15 EUR 972 3,15 variabel > 1 Jahr
Finanzierungs-Leasing USD 636 3,7-6,65 USD 804 3,86-6,65 fix > 1 Jahr
27.728 27.219 * Vergleichswerte des Vorjahres wurden angepasst

Für einen Teil der variablen Kredite existiert ein Zinsswap – nähere Angaben sind unter Pkt. 3 (15) und Pkt. 4.1 dargestellt.

Hinsichtlich der beizulegenden Zeitwerte verweisen wir auf die Tabelle "Zeitwerte" bei den sonstigen Angaben unter 4.1 Finanzverbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte werden als Barwert der erwarteten Cashflows ermittelt. Der Berechnung wird ein risikoadäquater Abzinsungssatz zugrunde gelegt.

Für eine Kreditlinie in Höhe von 750 TUSD (VJ 750 TUSD) wurden Sicherheiten in gleicher Höhe in Form durch Sachanlagevermögen beigebracht. Die Kreditlinie ist per 31. 12.2016 nicht in Anspruch genommen worden (VJ 747 TUSD).

(11) Rückstellungen

PERSONAL SONSTIGE SUMME
TEUR TEUR TEUR
Stand am 1.1.2016 431 402 833
Zugang 563 181 744
Verbrauch -431 -337 -768
Auflösung 0 -26 -26
Effekt aus Dekonsolidierung 0 -35 -35
Währungsumrechnung 2 0 2
Stand am 31.12.2016 565 185 750

Die Personalrückstellungen beinhalten Prämienrückstellungen sowie Rückstellungen für Lohnnebenkosten. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich aus Rückstellungen für Rechts- und Beratungskosten, Rückstellungen für Aufsichtsratsvergütungen sowie ungewisse Verbindlichkeiten zusammen.

Alle in obenstehender Tabelle ausgewiesenen Rückstellungen sind kurzfristig.

(12) Ertragsteuern

Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2016 2015
TEUR TEUR
Körperschaftsteuer für das Geschäftsjahr (tatsächliche Steuer) 812 791
latente Steuer –52 1.600
760 2.391

Temporäre Unterschiede zwischen den Wertansätzen im IFRS-Konzernabschluss und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz wirken sich wie folgt auf die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuern aus:

latente Steuern (netto) 1.413 1.332
passive latente Steuern –570 –1.110
aktive latente Steuern 1.984 2.442
in der Bilanz ausgewiesen:
TEUR TEUR
2016 2015
31. 12. 16
TEUR
31 .1215
TEUR
Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern:
latente Steueransprüche
Verbindlichkeiten aus Leasinggeschäften 225 225
Personalrückstellung IAS 19 861 773
Vorratsvermögen 395 209
Sonstige 154 40
Verlustvorträge 4.082 5.449
Zwischensumme latente Steueransprüche 5.716 6.696
Saldierung –3.733 –4.254
aktive latente Steuern 1.984 2.442
latente Steuerschulden
temporäre Unterschiede aus Auftragsfertigung 220 0
temporäre Unterschiede im Anlagevermögen 3.252 3.446
temporäre Unterschiede aus der Fremdwährungsbewertung 217 1.371
Personalrückstellungen 615 547
Zwischensumme latente Steuerschulden 4.303 5.364
Saldierung –3.733 –4.254
passive latente Steuern 570 1.110
latente Steuern (netto) 1.332 2.926

Aufgrund der derzeit geltenden steuerlichen Bestimmungen kann davon ausgegangen werden, dass die aus einbehaltenen Gewinnen resultierenden Unterschiedsbeträge zwischen dem steuerlichen Beteiligungsansatz und dem anteiligen Eigenkapital der im Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen im Wesentlichen steuerfrei bleiben. Daher wurde dafür keine Steuerabgrenzung vorgenommen.

Am 31.Dezember 2016 bestanden temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen von 3.440 TEUR (VJ: 1.324 TEUR) . Für diese Differenz wurden keine latenten Steuerverbindlichkeiten angesetzt, da der Konzern die Auflösung der temporären Differenzen steuern kann.

Es besteht ein Steuerumlagevertrag gem. § 9 Abs 8 KStG 1988 (Gruppenträger Rath AG – Gruppenmitglied Chamottewaren- und Thonöfenfabrik Aug. Rath jun. GmbH, Rath Filtration GmbH) zum Zweck der Gruppenbesteuerung.

Die latenten Steuern auf die Verlustvorträge in Höhe von 13.317 TEUR (31.12.2015: 17.498 TEUR) wurden aktiviert, da auf Basis der bestehenden Planungsrechnungen ihre Nutzung durch Verrechnung mit künftigen steuerlichen Gewinnen wahrscheinlich ist. Auf Verlustvorträge in Höhe von 13.600 TEUR (31.12.2015: 9.838 TEUR) wurde keine latente Steuer aktiviert, da zum Stichtag die Verrechnung mit künftigen steuerlichen Gewinnen der einzelnen Gesellschaften aus derzeitiger Sicht nicht wahrscheinlich ist. Die Verlustvorträge sind im Wesentlichen unbegrenzt vortragsfähig.

Eine Veränderung der zukünftigen steuerlichen Ergebnisse von +10% respektive –10% führt im Bereich der latenten Steuer bei zu folgenden Auswirkungen:

+10% –10%
Sensitivitätsanalyse latente Steuern 1.878 948

Die Ursachen für den Unterschied zwischen der unter Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes von 25% erwarteten Steuerbelastung und dem ausgewiesenen Ertragssteueraufwand stellen sich wie folgt dar:

effektive Steuerbelastung 760 2.391
erstmals bzw. nicht angesetzte aktive latente Steuern auf Verlustvorträge –163 615
Korrekturen auf Steuern aus Vorperioden –33 –145
Steuerbegünstigungen und steuerfreie Erträge –242 62
nicht abzugsfähige Aufwendungen 161 323
Auswirkung aufgrund zukünftiger geänderter Steuersätze –3 0
Steuersatzdifferenzen –136 –89
1.176 1.625
erwartete Steuerbelastung 25% 25%
Ergebnis vor Steuern 4.705 6.499
2016
TEUR
2015
TEUR

(13) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

6.681 5.346
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.681 5.346
TEUR TEUR
31. 12. 16 31. 12. 15

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind keine langfristigen Posten enthalten.

(14) Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

31. 12. 16 31. 12. 15
TEUR TEUR
sonstige Verbindlichkeiten 943 648
Derivate 311 496
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.254 1.144
davon langfristig 311 496 *
Verbindlichkeiten Steuern 336 718
Verbindlichkeiten Sozialabgaben 370 368
Vorauszahlungen 353 573
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 192 208
Sonstige Verbindlichkeiten 1.251 1.867
davon langfristig 192 208
Abgrenzungen 388 433
aus Urlaubsansprüchen 387 400
aus Überstunden 1 33
2.893 3.445
davon langfristig 503 705 *

* Die Derivate wurden insgesamt als langfristig eingestuft. Der Vorjahreswert wurde entsprechend angepasst.

(15) Derivative Finanzinstrumente

Bei den derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um einen Zinsswap, der wirtschaftlich der Absicherung einer variabel verzinsten Verbindlichkeit dient, für den allerdings Hedge Accounting gemäß IAS 39 nicht angewandt wird. Der Swap hat eine Laufzeit bis 2018.

31. 12. 16 31. 12. 15
NOMINALE
TEUR
REFERENZWERT
%
BEIZULEGENDER ZEITWERT
TEUR
NOMINALE
TEUR
REFERENZWERT
%
BEIZULEGENDER ZEITWERT
TEUR
Zinsswap 4.500 4,35 –311 4.500 4,35 –496
davon langfristig –311 –496 *

* siehe Anhangangabe 14

(16) Umsatzerlöse und Geschäftssegmentberichterstattung

Nach eingehender Evaluierung der sonstigen betrieblichen Erträge hat sich herausgestellt, dass bestimmte Erträge in den sonstigen Umsatzerlösen auszuweisen sind, da dies zu einer zutreffenderen Darstellung der Ertragslage führt. Um eine bessere Vergleichbarkeit herzustellen wurde der Vorjahreswert der Umsatzerlöse um rd. 43 TEUR erhöht bzw. die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge um denselben Betrag verringert (siehe Anhangangabe 19).

Die Darstellung der Geschäftssegmente erfolgt nach Regionen. Die Geschäftssegmentierung nach Regionen entspricht dem internen Berichtswesen der Rath Gruppe, welches dem Hauptentscheidungsträger, dem Vorstand der Rath AG, regelmäßig vorgelegt wird. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge wurden den einzelnen Geschäftssegmenten nur so weit zugeordnet, als diese unmittelbar oder mittels eines vernünftigen Verfahrens zu den jeweiligen Geschäftssegmenten zuordenbar waren.

Die Verrechnung zwischen den einzelnen Segmenten erfolgt auf fremdüblicher Basis.

Die Geschäftssegmentinformationen unterliegen den gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie der Konzernabschluss und erfolgt nach Regionen.

Die Geschäftssegmentierung umfasst folgende Regionen:

Österreich: Rath AG, Aug. Rath jun. GmbH, Rath Filtration GmbH
Deutschland: Rath GmbH
Ungarn: Rath Hungaria Kft.
USA: Rath USA Inc.
Rest: Rath Zarotechnika, Rath Polska, Rath Ukraina TOW,
Rath Group srl., Mexico; Rath SAS, Frankreich bis 30. 11.2016

Das Segmentvermögen nach geographischen Märkten entspricht jenem der Geschäftssegmentierung.

Geschäftssegmentierung nach Regionen

ÖSTERREICH DEUTSCHLAND UNGARN USA REST KONSOLIDIERUNG SUMME
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Jahr 2016
Warenaufträge 21.777 15.663 6.644 13.554 658 0 58.296
Projektaufträge 4.811 12.302 877 84 3.910 0 21.985
Innenumsätze 10.625 8.790 4.007 56 60 –23.538 0
andere Umsätze 0 26 0 0 0 0 26
Summe 37.213 36.781 11.528 13.693 4.628 –23.538 80.306
Segmentergebnis (EBIT) 2.463 1.680 645 25 278 –75 5.016
Finanzerträge 2.841 11 91 320 19 –2.372 910
Finanzaufwendungen –704 –83 –155 –1.244 –109 1.074 –1.221
Finanzergebnis 2.137 –72 –64 –924 –90 –1.299 –311
Ergebnis vor Steuern (EBT) 4.600 1.609 581 –899 189 –1.374 4.705
Ertragssteuern –475 –552 –56 516 –47 –146 –760
Jahresergebnis 4.126 1.056 524 –383 142 –1.520 3.945
Segmentvermögen 47.573 31.443 10.391 23.798 3.830 –31.973 85.062
Segmentverbindlichkeiten 37.142 5.754 6.211 21.930 2.441 –31.506 41.971
Investitionen 1.137 3.523 608 350 9 0 5.627
Abschreibungen 1.285 1.392 351 1.052 45 0 4.124
ÖSTERREICH DEUTSCHLAND UNGARN USA REST KONSOLIDIERUNG SUMME
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Jahr 2015
Warenaufträge 21.247 18.824 6.990 12.954 664 0 60.679
Projektaufträge 6.526 7.375 1.655 192 5.455 0 21.202
Innenumsätze 8.825 9.286 4.638 34 114 –22.897 0
andere Umsätze 0 43 0 0 0 0 43
Summe 36.597 35.528 13.283 13.180 6.232 –22.897 81.924
Segmentergebnis (EBIT) 2.875 2.213 731 –104 –9 –80 5.627
Finanzerträge –24 7 693 2.493 47 293 3.509
Finanzaufwendungen –948 –95 –839 –997 –124 367 –2.636
Finanzergebnis –971 –88 –146 1.496 –77 659 873
Ergebnis vor Steuern (EBT) 1.904 2.125 584 1.392 –86 580 6.499
Ertragssteuern –577 –601 –64 –1.164 12 4 –2.391
Jahresergebnis 1.327 1.524 520 228 –74 584 4.109
Segmentvermögen 38.249 32.730 9.825 24.232 3.825 –27.760 81.102
Segmentverbindlichkeiten 31.118 7.097 5.993 22.033 2.558 –27.576 41.222
Investitionen 1.351 1.271 486 717 8 0 3.834
Abschreibungen 1.238 1.485 331 1.060 44 0 4.159

(17) Materialaufwand und bezogene Leistungen

33.124 34.515
Aufwendungen für bezogene Leistungen 9.196 9.808
Materialaufwand 23.928 24.706
2016
TEUR
2015
TEUR

(18) Personalaufwand

2016 2015
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 20.388 19.960
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Abgaben und Beiträge 4.208 4.090
Beiträge zur Mitarbeitervorsorgekasse 122 113
Aufwand für Abfertigungen und Jubiläumsgelder 76 63
sonstiger Personalaufwand 763 765
25.557 24.992
durchschnittlicher Mitarbeiterstand
Angestellte 204 202
Arbeiter 337 349
542 551
Mitarbeiterzahl zum Bilanzstichtag
Angestellte 204 201
Arbeiter 319 352
522 553

(19) Andere betriebliche Erträge

2016 2015 *
TEUR TEUR
Versicherungsansprüche /Versicherungsentschädigungen 88 28
Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen, ausgenommen Finanzanlagen 16 24
weiterverrechnete Aufwendungen 27 6
aktivierte Eigenleistungen 668 109
Sonstige 224 432
1.023 599

*

Hinsichtlich der Anpassung des Vorjahreswert wird auf die Anhangangabe 16 verwiesen.

(20) Übrige betriebliche Aufwendungen

2016 2015
TEUR TEUR
Transporte durch Dritte 2.489 2.728
Wartung und Instandhaltung 1.731 1.874
Rechtsberatung und sonstige Beratung 1.406 1.166
Miete und Leasing 1.104 1.050
Werbung und Marketing 939 486
Reise- und Fahrtaufwendungen 918 899
sonstige Steuern 632 633
EDV Aufwendungen 561 527
Versicherungen 521 503
Aufwendungen für Wertberichtigungen und Forderungsabschreibungen 402 201
KFZ- und LKW-Aufwendungen 337 353
Provisionen 303 471
betriebliche Aufwendungen und Raumkosten 271 290
Spesen des Geldverkehrs 213 195
Entsorgungskosten 194 134
Aufwendungen für Arbeitsschutz 193 274
Aus- und Weiterbildung 180 130
Nachrichtenaufwand 175 177
Energie 102 60
Beiträge an Berufsvertretungen 94 87
Büromaterial 87 89
Aufsichtsratsvergütungen 76 65
Lizenzgebühren 57 149
Portogebühren 34 39
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen 3 67
sonstige Aufwendungen 486 585
13.508 13.231

Die sonstigen Aufwendungen beinhalten wie im Vorjahr im Wesentlichen Kosten für Forschung und Entwicklung, Reklamationsaufwendungen, Aufwand aus Vorperioden, etc.

(21) Finanzergebnis

Das Finanzergebnis nach Kategorien der einzelne Finanzinstrumenten und unterteilt in Zinsergebnis, Gewinn- und Verluste aus Bewertungen, Abgangsergebnisses und sonstigen setzt sich wie folgt zusammen.

Die Wertminderungen und Zuschreibungen auf Kredite und Forderungen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und werden im operativen Ergebnis ausgewiesen.

BEWERTUNGSERGEBNIS IN TEUR AUS
ZINSERTRAG
UND
ZINSAUFWAND
FINANZ
INSTRUMENTEN,
BEWERTET ZUM
BEIZULEGENDEN
ZEITWERT
WÄHRUNGS
UMRECHNUNG
WERT
MINDERUNGEN
UND ZU
SCHREIBUNGEN
SONSTIGEN
GEWINNEN
UND VER
LUSTEN
NETTO
FINANZ
ERGEBNIS
Ertrag +/Aufwand –
Kredite und Forderungen 2016 531 0 300 260 64 554
2015 638 0 1.767 147 735 248
zur Veräußerung
verfügbare Vermögenswerte
2016 12 0 0 97 0 109
2015 16 0 0 0 0 16
Finanzinstrumente,
welche erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert
bewertet sind
2016 0 185 0 0 0 185
2015 0 158 0 0 0 158
finanzielle Verbindlichkeit zu fort
geführten Anschaffungskosten
2016 203 0 0 0 0 203
2015 194 0 0 0 0 194
Zahlungsmittel und
Zahlungsmiteläquivalente
2016 1 0 0 0 1 2
2015 0 0 0 0 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 2016 85 0 0 0 22 107
2015 99 0 0 0 597 498
gesamt 2016 807 185 300 163 87 571
2015 915 158 1.767 147 138 726

Die sonstigen Gewinne und Verluste enthalten Kredit- und Haftungsprovisionen, sowie Abgangsergebnisse der Rath SAS, Frankreich (VJ: Kosten aus dem Abgang von Krediten sowie den Ertrag aus der Dekonsolidierung der Rath Group srl., Argentinien sowie Rath Group srl. Brasilien).

(22) Forschung und Entwicklung

In den Aufwendungen sind Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen enthalten von:

2016 2015
TEUR TEUR
Personalkosten 589 467
technische Prüfkosten 97 161
686 628

4. SONSTIGE ANGABEN

4.1. FINANZINSTRUMENTE

Die Finanzinstrumente umfassen sowohl originäre als auch derivative Finanzinstrumente.

Zu den im Konzern bestehenden originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Absicherung der bei Darlehen bestehenden Zinsänderungsrisiken. Der Referenzwert umfasst die Bezugsbasis der zum Bilanzstichtag offenen derivativen Instrumente. Die tatsächlich fließenden Beträge stellen nur einen Bruchteil dieser Werte dar. Der beizulegende Zeitwert wurde auf Basis von Marktpreisen ermittelt und ist in einer separaten Position dargestellt.

Marktrisiko

Die für die Rath Gruppe wesentlichsten Marktrisiken sind das Fremdwährungsrisiko, das Zinsänderungsrisiko und die Risiken, die aus Preisschwankungen von Rohstoffen und Energie resultieren. Das Ziel des Risikomanagements ist hier, durch die Überwachung und Steuerung dieser Risiken unter Berücksichtigung von Risiken und Chancen eventuelle Verluste zu minimieren.

Zinsänderungsrisiko

Risiken aus der Veränderung des Zinsenniveaus bestehen im Wesentlichen aus der langfristigen Fremdfinanzierung. Eine Aufstellung aller wesentlichen verzinslichen Vermögenwerte und Verbindlichkeiten sind sowie die Auswirkungen einer Zinsänderung in der nachfolgenden Tabellen enthalten.

Die Sensitivitätsanalyse zeigt die Auswirkungen von Zinssatzänderungen in Bezug auf variabel verzinste Instrumente auf das Periodenergebnis der Rath Gruppe. Die Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Wechselkurse, konstant bleiben.

Die Rath Gruppe bewertet keine fix verzinsten finanziellen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert und verwendet zum Stichtag keine Derivate als Hedge Instrumente für Fair Value Hedges. Eine Änderung des Zinssatzes in Bezug auf fix verzinste Instrumente würde keine Auswirkung auf die Konzerngewinn und -verlustrechnung haben.

DAVON FINANZINSTRUMENTE GEWINN/VERLUST
BUCHWERT
TEUR
NICHT
VERZINSLICH
TEUR
FIX
VERZINST
TEUR
VARIABEL
VERZINST
TEUR
PLUS 100
BASISPUNKTE
TEUR
MINUS 100
BASISPUNKTE
TEUR
verzinsliche Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
2016 6.681 6.681 0 0 0 0
2015 5.346 5.346 0 0 0 0
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2016 1.254 1.254 0 0 0 0
2015 1.144 1.144 0 0 0 0
kurzfristige Bankverbindlichkeiten 2016 20.005 0 352 19.653 197 –117
2015 20.731 0 1.852 18.879 189 –189
langfristige Bankverbindlichkeiten 2016 6.189 0 189 6.000 60 –60
2015 4.713 0 741 3.972 40 –40
Leasingverbindlichkeiten 2016 1.534 0 636 898 9 –9
2015 1.775 0 804 972 10 –10
DAVON FINANZINSTRUMENTE GEWINN/VERLUST
BUCH
WERT
TEUR
NICHT
VERZINSLICH
TEUR
FIX
VERZINST
TEUR
VARIABEL
VERZINST
TEUR
PLUS 100
BASISPUNKTE
TEUR
MINUS 100
BASISPUNKTE
TEUR
verzinsliche Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2016 3.527 10 0 3.517 35 0
2015 3.450 15 0 3.435 34 -1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2016 17.758 17.758 0 0 0 0
2015 15.742 15.742 0 0 0 0
sonstige kurzfristige finanzielle Forderungen 2016 502 502 0 0 0 0
2015 302 302 0 0 0 0
langfristige finanzielle Vermögenswerte 2016 735 735 0 0 0 0
2015 702 702 0 0 0 0

Währungsänderungsrisiko

Die Rath Gruppe agiert international und ist daher vermehrt Wechselkursrisiken ausgesetzt, vor allem im USD- und HUF-Bereich. Diese Risiken werden derzeit nicht durch Finanzderivate abgesichert, wodurch Kursgewinne und -verluste aus Fremdwährungstransaktionen auftreten können.

GESAMT IN HAUS
WÄHRUNG
IN
EUR
IN
USD
IN ANDEREN
WÄHRUNGEN
finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2016 3.527 3.300 221 6 0
2015 3.450 3.215 231 4 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2016 18.457 17.436 1.016 6 0
2015 16.184 15.534 646 4 0
sonstige finanzielle Forderungen 2016 502 502 0 0 0
2015 302 302 0 0 0
finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2016 6.681 6.146 373 163 0
2015 5.346 4.970 304 70 1
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2016 1.254 1.254 0 0 0
2015 1.144 1.144 0 0 0
kurzfristige Bankverbindlichkeiten 2016 20.295 18.181 2.113 0 0
2015 21.002 18.071 2.171 760 0
langfristige Bankverbindlichkeiten 2016 6.189 6.189 0 0 0
2015 4.713 4.713 0 0 0
Nettoexposure 2016 11.932 10.532 1.249 151 0
2015 12.268 9.847 1.598 822 1

Die Umrechnungskurse sind unter Pkt. 2.5. dargestellt. Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt die Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf das Periodenergebnis der Rath Gruppe. Die Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Zinssätze, konstant bleiben. Die Analyse wurde auf gleicher Basis auch für das Geschäftsjahr 2015 erstellt, obwohl die reale Entwicklung von den zu dieser Zeit getroffenen Erwartungen abweicht.

USD HUF ANDERE SUMME
TEUR TEUR TEUR TEUR
31.12.16
10%ige Stärkung des EUR
Effekt auf das Periodenergebnis 35 –48 –13 –26
Effekt auf das Eigenkapital –170 –380 –126 –676
10%ige Schwächung des EUR
Effekt auf das Periodenergebnis –43 58 16 31
Effekt auf das Eigenkapital 208 464 154 826
USD HUF ANDERE SUMME
TEUR TEUR TEUR TEUR
31.12.15 *
10%ige Stärkung des EUR
Effekt auf das Periodenergebnis –21 –47 5 –63
Effekt auf das Eigenkapital –200 –348 –113 –662
10%ige Schwächung des EUR
Effekt auf das Periodenergebnis 25 58 –7 77
Effekt auf das Eigenkapital 244 426 139 809

* Die Berechnungsmethode der Sensitivitäten wurde im Geschäftsjahr geändert und die Vorjahresangaben entsprechend angepasst.

Kreditrisiko

Auf der Aktivseite stellen die ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar, da keine Aufrechnungsvereinbarungen bestehen. Das Risiko bei Forderungen gegenüber Kunden kann als gering eingeschätzt werden, da die Bonität neuer und bestehender Kunden laufend geprüft wird. Das Ausfallsrisiko bei anderen auf der Aktivseite ausgewiesenen originären sowie bei derivativen Finanzinstrumenten ist ebenfalls als gering anzusehen, da es sich bei den Vertragspartnern ausschließlich um Finanzinstitute mit hoher Bonität handelt.

Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt gleichzeitig das maximale Kreditrisiko dar. Zu den finanziellen Vermögenswerten zählen zum Stichtag:

BUCHWERT ZAHLUNGSMITTEL
UND ZAHLUNGS
MITTELÄQUIVALENTE
KREDITE UND
FORDERUNGEN
ZUR VERÄUSSERUNG VERFÜGBARE
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
ZU ANSCHAFFUNGSKOSTEN
TEUR TEUR TEUR TEUR
Finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente 31.12.2016
3.527 3.527 0 0
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente 31. 12.2015
3.450 3.450 0 0
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen 31.12.2016
17.758 0 17.758 0
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen 31. 12.2015
15.742 0 15.742 0
sonstige finanzielle
Forderungen 31.12.2016
502 0 502 0
sonstige finanzielle
Forderungen 31. 12.2015
302 0 302 0
langfristige finanzielle
Vermögenswerte 31.12.2016
735 0 0 735
langfristige finanzielle
Vermögenswerte 31. 12.2015
702 0 0 702

Das maximale Kreditrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Kundengruppen stellt sich zum Stichtag wie folgt dar:

31. 12. 16
TEUR
31. 12. 15
TEUR
Forderungen gegenüber Großkunden, brutto 4.108 2.987
Forderungen gegenüber Übrigen, brutto 14.349 13.198
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto 18.457 16.184
Wertberichtigungen –699 –442
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto 17.758 15.742

Etwa 23% (VJ 19%) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des abgelaufenen Geschäftsjahres resultieren aus den Geschäftsbeziehungen mit 10 Großkunden.

Darüber hinaus bestehen keine Risikokonzentrationen hinsichtlich der anderen finanziellen Vermögenswerte.

Die Altersstruktur der finanziellen Vermögenswerte sowie die erfassten Wertberichtigungen stellen sich wie folgt dar:

31. 12. 16 31. 12. 15
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.758 15.742
sonstige finanzielle Forderungen 502 302
sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 735 702
18.996 16.747
Betrag vor Wertberichtigung 19.695 17.189
davon
nicht fällig und nicht wertgemindert 10.419 4.839
bis zu 90 Tagen überfällig 2.570 5.072
91 bis 180 Tage überfällig 1.705 1.740
181 bis 360 Tage überfällig 950 914
mehr als 360 Tage überfällig 0 0
davon wertgemindert 699 442
Einzelwertberichtigung 699 425
Portfoliowertberichtigung 0 17

Der Nennwert von finanziellen Vermögenswerten, verringert um allfällige geschätzte Abzüge, entspricht dem beizulegenden Zeitwert.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, die erforderlichen Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten nicht aufbringen zu können. Vorsichtiges Liquiditätsrisikomanagement ist die Gewährleistung für das Vorhandensein ausreichender Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die Möglichkeit der Finanzierung über adäquate Kreditlinien. Aufgrund der dynamischen Natur der zugrunde liegenden Geschäfte wird versucht, eine flexible Kapitalbeschaffung durch bereitgestellte Kreditlinien bei mehreren Banken zu ermöglichen.

Die folgende Aufstellung zeigt die vertraglichen Fälligkeiten sowie die erwarteten Zinszahlungen von finanziellen Schulden.

FÄLLIG IN 6 MONATEN FÄLLIG IN 6–12 MONATEN FÄLLIG IN 1–2 JAHREN
BUCHWERT ZINSEN TILGUNG ZINSEN TILGUNG ZINSEN TILGUNG
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichk. aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2016 6.681 0 6.681 0 0 0 0
Verbindlichk. aus Lieferungen und Leistungen 31. 12.2015 5.346 0 5.346 0 0 0 0
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 31.12.2016 943 0 943 0 0 0 0
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 31. 12.2015 648 0 648 0 0 0 0
kurzfristige Bankverbindlichkeiten 31.12.2016 20.005 135 2.991 104 17.014 0 0
kurzfristige Bankverbindlichkeiten 31. 12.2015 20.731 130 12.038 88 8.693 0 0
langfristige Bankverbindlichkeiten 31.12.2016 6.189 50 0 50 0 105 152
langfristige Bankverbindlichkeiten 31. 12.2015 4.713 39 0 39 0 73 2.524
Leasingverbindlichkeiten 31.12.2016 1.534 30 144 26 146 47 296
Leasingverbindlichkeiten 31. 12.2015 1.775 34 127 32 145 55 283
derivative Finanzinstrumente 31.12.2016 311 98 0 98 0 196 311
derivative Finanzinstrumente 31. 12.2015 496 95 0 99 316 194 180
FÄLLIG ZW. 2 –5 JAHRE FÄLLIG NACH 5 JAHREN
BUCHWERT ZINSEN TILGUNG ZINSEN TILGUNG
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2016 6.681 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31. 12.2015 5.346 0 0 0 0
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 31.12.2016 943 0 0 0 0
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 31. 12.2015 648 0 0 0 0
kurzfristige Bankverbindlichkeiten 31.12.2016 20.005 0 0 0 0
kurzfristige Bankverbindlichkeiten 31. 12.2015 20.731 0 0 0 0
langfristige Bankverbindlichkeiten 31.12.2016 6.189 131 6.038 0 0
langfristige Bankverbindlichkeiten 31. 12.2015 4.713 120 2.189 0 0
Leasingverbindlichkeiten 31.12.2016 1.534 36 949 0 0
Leasingverbindlichkeiten 31. 12.2015 1.775 74 1.129 4 92
derivative Finanzinstrumente 31.12.2016 311 0 0 0 0
derivative Finanzinstrumente 31. 12.2015 496 0 0 0 0

Zeitwerte

Die folgende Aufstellung zeigt die Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten im Verhältnis zu deren Buchwerten:

31. 12. 16 31. 12. 15
BUCHWERT
TEUR
BEIZULEGENDER ZEITWERT
TEUR
BUCHWERT
TEUR
BEIZULEGENDER ZEITWERT
TEUR
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.527 3.527 3.450 3.450
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.758 17.758 15.742 15.742
sonstige finanzielle Forderungen 502 502 302 302
langfristige finanzielle Vermögenswerte 735 735 702 702
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.681 6.681 5.346 5.346
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.254 1.254 1.144 1.144
kurzfristige Bankverbindlichkeiten 20.005 20.005 20.731 20.731
langfristige Bankverbindlichkeiten 6.189 6.130 4.713 4.731
Leasingverbindlichkeiten 1.534 1.442 1.775 1.828

Der Zeitwert der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten weicht nicht wesentlich von dem jeweiligen Buchwert ab. Der Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente kann der in 4.1. dargestellten Tabelle entnommen werden. Der Zeitwert der übrigen originären Finanzinstrumente entspricht aufgrund der täglichen bzw. kurzfristigen Fälligkeiten im Wesentlichen dem Buchwert.

Hierarchie der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte

Die folgende Aufstellung analysiert die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Instrumente nach der Art der Bewertungsmethode. Dazu wurden drei Levels von Bewertungsmethoden definiert:

Level 1: Preisnotierung für identische Vermögenswerte oder Schulden auf einem aktiven Markt (ohne Anpassung). Zur Ermittlung des Zeitwertes werden die am Bilanzstichtag notierten Marktpreise herangezogen.

Level 2: Inputs, die für Vermögenswerte oder Schulden entweder direkt (z.B. als Preise) oder indirekt (z.B. abgeleitet von Preisen) beobachtbar sind und nicht unter Level 1 fallen.

Level 3: Inputs für Vermögenswerte oder Schulden, die keine am Markt beobachtbaren Daten darstellen.

LEVEL 1
TEUR
LEVEL 2
TEUR
LEVEL 3
TEUR
TOTAL
TEUR
31.12.16
finanzielle Vermögenswerte
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 735 0 0 735
735 0 0 735
finanzielle Verbindlichkeiten
derivative finanzielle Verbindlichkeiten 0 311 0 311
Total 735 311 0 1.046
LEVEL 1 LEVEL 2 LEVEL 3 TOTAL
TEUR TEUR TEUR TEUR
31.12.15
finanzielle Vermögenswerte
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 702 0 0 702
702 0 0 702
finanzielle Verbindlichkeiten
derivative finanzielle Verbindlichkeiten 0 496 0 496
Total 702 496 0 1.198

4.2. MIET- UND LEASINGVERPFLICHTUNGEN

Die Verpflichtungen aus Operating-Lease-Verhältnissen betreffen vor allem Mietaufwendungen sowie Operating-Lease-Verträge für KFZ und Maschinen. Verpflichtungen aus nicht kündbaren Miet- und Leasingverpflichtungen nach Fristigkeit:

2.883 3.215
über 5 Jahre 0 0
bis 5 Jahre 1.771 2.076
bis 1 Jahr 1.112 1.139
TEUR TEUR
2016 2015

Im Berichtsjahr wurden 1.050 TEUR (VJ 958 TEUR) als Miet- und Leasingaufwand erfasst.

Kapitalmanagement

Ziel des Managements ist es, die Kapitalausstattung im Sinne der Anforderungen von Aktionären, Banken und Lieferanten so zu gestalten, dass eine optimale Entwicklung des Konzerns gewährleistet werden kann. Das Management versucht, ein ausgeglichenes Niveau zwischen möglichem höheren Ergebnis und Eigenkapital bei niedrigerem Verschuldensgrad und der notwendigen, teilweise durch Fremdkapital bereitgestellten, operativen Flexibilität zu erzielen. Weder die Muttergesellschaft noch ihre Tochtergesellschaften unterliegen satzungsmäßigen und externen Mindestkapitalanforderungen. Ziel des Kapitalmanagements ist einerseits, den Fortbestand ("going concern") der Konzern-Gesellschaften sicherzustellen und andererseits, die Rendite der Aktionäre durch Optimierung des Eigen- und Fremdkapitaleinsatzes zu maximieren. Die Kapitalstruktur besteht aus Finanzschulden, flüssigen Mitteln und Eigenkapital, das den Aktionären der Rath AG zurechenbar ist und Grundkapital, Kapitalrücklagen sowie Gewinnrücklagen umfasst. Die Kapitalstruktur wird laufend überwacht. Dabei werden die Kapitalkosten und die Risiken, welche mit jeder Art von Kapital verbunden sind, berücksichtigt. Zentrale Größe in der Überwachung stellt die Eigenkapitalquote dar; diese wird vom Management laufend überwacht und definiert sich als Eigenkapital laut Konzernbilanz bezogen auf die Bilanzsumme. Die Zielquote liegt über 40%.

4.3. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Haftungsverhältnisse

Die Rath Gruppe hat folgende Haftungsverhältnisse übernommen:

1.361 1.912
Haftrücklässe für Geschäftspartner 1.361 1.912
TEUR TEUR
31. 12. 16 31. 12. 15

Die Haftrücklässe für Geschäftspartner betreffen im Wesentlichen das Projektgeschäft und werden zugunsten von Kunden zu deren Absicherung unserer Leistungsverpflichtung gewährt. Rücknahmeverpflichtungen, die über die branchenüblichen Gewährleistungen hinausgehen, liegen nicht vor. Weitere Chancen und Risiken aus außerbilanziellen Geschäften sind dem Management derzeit nicht bekannt.

Offene Rechtsstreitigkeiten

Zum Zeitpunkt der Jahresabschlussarbeiten lagen wie im Vorjahr keine wesentlichen offenen Rechtstreitigkeiten vor.

4.4. GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Sämtliche Transaktionen mit nahestehenden Personen und Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Zu den nahestehenden Personen und Unternehmen bzw. deren Transaktionen mit der Rath Gruppe zählen:

› Hausinhabung Walfischgasse, Dr. Ernst Rath und Mitbesitzer Mietaufwendungen inkl. BK: 2016 149 TEUR; 2015 147 TEUR

› Rath Holding GmbH

Verbindlichkeit: 2016 2 TEUR; VJ: Ausleihung 26 TEUR

Vorstand der Rath AG, Wien

DI Jörg Sitzenfrey seit 1. 1.2013 Andreas Pfneiszl seit 10.6.2013

Die Vorstandsvergütungen betrugen im Jahr 2016 560 TEUR (31. 12.2015: 437 TEUR), davon 160 TEUR (31. 12.2015: 112 TEUR) als ergebnisabhängige Bestandteile.

Vorstandsvergütungen:

2016 2015
TEUR TEUR
DI Jörg Sitzenfrey fix 200 162
variabel 80 56
280 217
Andreas Pfneiszl fix 200 164
variabel 80 56
280 220
Gesamtsumme Vorstandsvergütung 560 437

Aufsichtsrat der Rath AG, Wien

Mag. Stefan Ehrlich Adám (Vorsitzender) seit 25.06.2013 Mag. Philipp Rath (Stellvertreter des Vorsitzenden) seit 17.07.2003 Mag. Karin Bauer-Rath seit 01.06.2016 Mag. Dieter Hermann seit 25.06.2013 MMag. Christian B. Maier seit 27.06.2008 Dr. Andreas Meier seit 01.06.2016 Dkfm. Paul Rath seit 14.09. 1989 bis 10. 10.2016

An Organe der Konzernleitung wurden keine Kredite oder Vorschüsse gewährt. An ehemalige Organe wurden Pensionszahlungen in Höhe von 179 TEUR (Vorjahr 179 TEUR) geleistet. Die Aufwendungen für die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates beliefen sich im Berichtsjahr auf 76 TEUR (VJ 65 TEUR).

4.5. PRÜFUNGSAUFWAND

Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft betrugen in Summe 45 TEUR (VJ 45), davon 22 TEUR (VJ 22 TEUR) für die Prüfung des Konzernabschlusses (einschließlich Abschlüsse einzelner verbundener Unternehmen).

4.6. ERGEBNIS JE AKTIE

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich durch Division des den Aktionären der Rath AG zurechenbaren Anteiles des Konzernergebnisses durch die gewichtete Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Stammaktien während des Jahres.

2016 2015
den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbare
Anteile des Konzernergebnisses in TEUR
3.944 4.116
gewichtete Anzahl der Aktien im Umlauf 1.500.000 1.500.000
Gewinn je Aktie in EUR 2,63 2,74
gezahlte Dividende für Geschäftsjahr je Aktie in EUR 0,50 0,50

Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie, da sich keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt im Umlauf befinden.

5. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Es sind nach dem Abschluss des Geschäftsjahres für die Rath Gruppe keine wesentlichen Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 21. April 2017 vom Vorstand der Gesellschaft aufgestellt und am 21. April 2017 dem Aufsichtsrat zur Prüfung und Billigung vorgelegt.

WIEN, 21. APRIL 2017

Der Vorstand

Andreas Pfneiszl DI Jörg Sitzenfrey

GESCHÄFTSBERICHT 2016 – RATH KONZERN

BERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS

Prüfungsurteil

Wir haben den Konzernabschluss der Rath Aktiengesellschaft, Wien, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, Konzerngesamtergebnisrechnung, der Entwicklung des Konzerneigenkapitals und der Konzerngeldflussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2016 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.

GRUNDLAGE FÜR DAS PRÜFUNGSURTEIL

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

AKTIVIERUNG VON LATENTEN STEUERN AUF VERLUSTVORTRÄGE

Siehe Konzernanhang Punkt 3.12.

Das Risiko für den Abschluss

Der Ansatz aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge ist abhängig von wesentlichen Einschätzungen durch den Vorstand hinsichtlich ihrer zukünftigen Verwertbartkeit.

Von den Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 13.317, auf die latente Steuern aktiviert wurden, entfallen TEUR 5.692 oder rd 43 % auf Verlustvorträge der Rath Inc., USA und TEUR 6.985 auf die Rath AG. Die latenten Steuern auf Verlustvorträge wurden basierend auf der Einschätzung des Vorstandes, dass ausreichend zukünftige steuerpflichtige Ergebnisse in der Rath Inc sowie der Rath AG zur Verfügung stehen werden, gegen die die Verluste verrechnet werden können, aktiviert. Diese Einschätzung basiert auf Gewinnprognosen des Vorstandes für die Rath Inc. und Rath AG.

Aufgrund der wesentlichen Einschätzung und der damit verbundenen Unsicherheiten wurde dieser Sachverhalt als besonders wichtig eingestuft.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben ein Verständnis über den Prozess der Erstellung der steuerlichen Gewinnprognosen durch den Vorstand erlangt und die wesentlichen den Gewinnprognosen zugrunde liegenden Annahmen und Einschätzungen des Vorstands kritisch hinterfragt. Wir haben ebenfalls mit dem Vorstand Gespräche geführt und insbesondere die Geschäftsentwicklung, die strategische Ausrichtung der RATH Inc. und Rath AG sowie die konjunkturellen Rahmenbedingungen analysiert. Dabei haben wir die Erfüllung der Planungsrechnungen der Vergangenheit durch Vergleich der historischen Planungen mit den Ist-Ergebnissen evaluiert.

Wir haben uns ebenfalls vergewissert, dass das Modell der Planungsrechnungen konsistent über alle Bereiche der Gruppe und in der Berichterstattung an den Aufsichtsrat angewendet wird.

Ferner haben wir gewürdigt, ob die erforderlichen Anhangangaben im Zusammenhang mit den aktiven latenten Steuern aus Verlustvorträgen nach IAS 12 angemessen sind.

VERANTWORTLICHKEITEN DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES PRÜFUNGSAUSSCHUSSES FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im

Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.

VERANTWORTLICHKEITEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

  • Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.

  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.

  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
  • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
  • Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.
  • Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
  • Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
  • Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere

Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Bericht zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.

URTEIL

Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.

ERKLÄRUNG

Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Konzernlagebericht festgestellt.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahres- bzw Konzernabschluss, den Lage- bzw Konzernlagebericht und die diesbezüglichen Bestätigungsvermerke.

Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir geben keine Art der Zusicherung darauf ab.

In Verbindung mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen und zu überlegen, ob es wesentliche Unstimmigkeiten zwischen den sonstigen Informationen und dem Konzernabschluss oder mit unserem, während der Prüfung erlangten Wissen gibt oder diese sonstigen Informationen sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir, basierend

auf den durchgeführten Arbeiten, zur Schlussfolgerung gelangen, dass die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt sind, müssen wir dies berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Yann-Georg Hansa.

Wien, am 21. April 2017

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

gez.Mag. Yann-Georg Hansa Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

GLOSSAR

Betriebswirtschaftliche Begriffe und Kennzahlen

AGIO Aufgeld
AKTUARISCHER GEWINN/VERLUST aktueller Gewinn/Verlust
AVAILABLE FOR SALE zur Veräußerung verfügbar
AVÖ Aktuarvereinigung Österreichs; Interessenvertretung der österreichischen Aktuare,
Versicherungsmathematiker und versicherungsmathematischen Sachverständigen.
Die AVÖ veröffentlicht die Rentenversicherungssterbetafeln, nach denen die Pensions
und Abfertigungsverpflichtungen berechnet werden.
BARWERT Der Barwert entspricht dem Wert, den eine zukünftig anfallende Zahlungsreihe in der
Gegenwart besitzt. Anders ausgedrückt ist es der Wert aller Zahlungen am Anfang der Laufzeit
(zum Zeitpunkt 0).
CASH GENERATING UNIT zahlungsmittelgenerierende Einheit
CORPORATE GOVERNANCE Verhaltensregeln für die verantwortungsvolle Führung und Kontrolle von Unternehmen, festgehal
ten im österreichischen Corporate Governance Kodex. Der Inhalt stellt ein freiwilliges Regelwerk dar.
DBO (DEFINED BENEFIT OBLIGATION) Barwert aller verfallbaren und unverfallbaren erdienten Ansprüche auf der Basis des geschätzten
Gehaltsniveaus zum Zeitpunkt der Pensionierung. Das einzige versicherungsmathematische
Verfahren, nach dem die DBO ermittelt werden darf, ist das Anwartschaftsbarwertverfahren
(Projected Unit Credit Method). Die DBO entspricht der PBO (Projected Benefit Obligation).
DISAGIO Unterschiedsbetrag zwischen Ausgabe- und Rückzahlungsbetrag einer Verbindlichkeit
D&O-VERSICHERUNG –
"DIRECTORS' & OFFICERS' LIABILITY INSURANCE"
Die D&O-Versicherung (auch Manager-Haftpflicht-Versicherung oder allgemein: Vermögens
schaden-Haftpflicht-Versicherung für Organe juristischer Personen (Aktiengesellschaften, GmbHs,
Genossenschaften, Stiftungen, eingetragene Vereine genannt) wird in der Regel als Versicherung
zu Gunsten Dritter abgeschlossen. Das Unternehmen (Versicherungsnehmer) versichert seine
Organmitglieder (Vorstände, Geschäftsführer, Aufsichtsräte, Beiräte) gegen das Risiko der
persönlichen Haftung aus der Organtätigkeit.
EBITDA Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielles Vermögen
EBITDA-MARGE prozentueller Anteil des EBITDA's am Umsatz
EBIT (EARNINGS BEFORE INTEREST AND TAX) Ergebnis vor Zinsen und Steuern, Betriebsergebnis
EBIT-MARGE prozentueller Anteil des EBITs am Umsatz
EBT (EARNINGS BEFORE TAX) Ergebnis vor Steuern
EIGENKAPITALQUOTE Eigenkapital dividiert durch Gesamtkapital
EIGENKAPITALRENDITE Gewinn dividiert durch Eigenkapital
FAIR VALUE Bewertung von Finanzinstrumenten einschließlich derivativer
Finanzinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert

GLOSSAR

FINANZIERUNGSLEASING Beim Finanzierungsleasing wird das Wirtschaftsgut gegen eine feste Leasingrate für eine
bestimmte Grundmietzeit überlassen. Während der Grundmietzeit kann der Vertrag nicht gekündigt
werden. Der Leasingnehmer muss die objektbezogenen Risiken tragen. Hierzu gehört das Risiko
von Zerstörung oder Diebstahl. Beim Finanzierungsleasing wird zumeist eine Anzahlung oder eine
erhöhte erste Leasingrate vereinbart. Entsprechend der Vertragsgestaltung ist zwischen Voll
amortisationsverträgen und Teilamortisationsverträgen zu unterscheiden.
IAASB (INTERNATIONAL AUDITING AND
ASSURANCE STANDARDS BOARD)
Internationales Gremium für Prüfungs- und Haftungsstandards
IAS (INTERNATIONAL ACCOUNTING STANDARDS) Internationale Rechnungslegungsstandards (siehe IFRS)
IASB (INTERNATIONAL ACCOUNTING STANDARDS BOARD) Internationales Gremium zur Festlegung von Rechnungslegungsstandards
IFAC (INTERNATIONAL FEDERATION OF ACCOUNTANTS) Internationale Vereinigung der Wirtschaftsprüfer
IFRIC (INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING
INTERPRETATIONS COMMITTEES)
Internationales Komitee für die Auslegung der Rechnungslegungsstandards
IFRS (INTERNATIONAL FINANCIAL
REPORTING STANDARDS)
Internationale Rechnungslegungsstandards (vormals IAS)
ISA (INTERNATIONAL STANDARDS ON AUDITING) Internationale Prüfungsstandards
PERCENTAGE OF COMPLETION Fertigstellungsgrad eines Projekts
PUC (PROJECTED UNIT CREDIT METHOD) versicherungsmathematische Bewertungsmethode
ROCE (RETURN ON CAPITAL EMPLOYED) Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Quotient aus EBIT und Capital Employed
SENSITIVITÄTSANALYSE Die Sensitivitätsanalyse dient dazu, Zusammenhänge zwischen den
Eingangsdaten von Modellrechnungen und den Zielwerten von Alternativen
zu identifizieren.
WACC (WEIGHTED AVERAGE COST OF CAPITAL) Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten; bezeichnet einen zu den
Discounted-Cashflow-Verfahren der Unternehmensbewertung gehörenden Ansatz.
Die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten werden verwendet, um die Mindestrendite
für Investitionsprojekte zu bestimmen.
WORKING CAPITAL RATIO Drückt aus, welcher Anteil der kurzfristigen Verbindlichkeiten durch das Umlaufvermögen
finanziert werden kann. Vorräte und Forderungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen werden ins Verhältnis zum Umsatz gesetzt.
ZINSSWAP Vereinbarung über den Austausch unterschiedlich gestalteter
Zahlungsströme für einen bestimmten Zeitraum. Die Zahlungsströme
basieren auf festen und variablen Zinssätzen; zur Absicherung gegen
Zinssatzänderungen.

IMPRESSUM

EIGENTÜMER, HERAUSGEBER & VERLEGER: RATH AKTIENGESELLSCHAFT, WALFISCHGASSE 14, A-1015 WIEN IR- UND COMPLIANCE-VERANTWORTLICHER: ANDREAS PFNEISZL WEB: WWW. RATH-GROUP.COM MAIL: [email protected]

GRAFISCHE GESTALTUNG: TITANWEISS WERBEAGENTUR GMBH SATZ- UND DRUCKFEHLER VORBEHALTEN

DER BEGRIFF "MITARBEITER" WIRD AUS GRÜNDEN DER

LESBARKEIT GESCHLECHTSNEUTRAL VERWENDET.

2016

JAHRESABSCHLUSS DER RATH AKTIENGESELLSCHAFT

2016 JAHRES-ABSCHLUSS

DER RATH AKTIENGESELLSCHAFT

INHALT

Lagebericht 4
Bilanz 8
Gewinn- und Verlustrechnung 10
Konzernbeziehungen 11
Anhang 12
Anlagenspiegel 20
Verbindlichkeitenspiegel 20
Bestätigungsvermerk 22
Bericht des Aufsichtsrats 27
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter 30

Impressum

EIGENTÜMER, HERAUSGEBER UND VERLEGER:

RATH AKTIENGESELLSCHAFT, WALFISCHGASSE 14, A-1015 WIEN

IR- UND COMPLIANCE-VERANTWORTLICHER: ANDREAS PFNEISZL

WEB: WWW. RATH-GROUP.COM

MAIL: [email protected]

SATZ- UND DRUCKFEHLER VORBEHALTEN

LAGEBERICHT

LAGEBERICHT / WIRTSCHAFTSBERICHT

Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Rath Aktiengesellschaft ist ein an der Wiener Börse im amtlichen Handel (standard market auction) notiertes Unternehmen. Die Rath Aktiengesellschaft, die als Holdinggesellschaft der Rath Gruppe fungiert, beschäftigt sich im Wesentlichen mit der zentralen Steuerung des Berichtswesens, der einzelnen Tochtergesellschaften, sowie der strategischen Weiterentwicklung unseres Produktportfolios, der Anwendungslösungen und unserer Absatzmärkte. Des Weiteren ist die zentrale Finanzierung eine wesentliche Säule der Gesellschaft. Zweigniederlassungen oder Betriebsstätten bestehen keine.

GESCHÄFTSVERLAUF

Umsatzentwicklung und Ertragslage

Die angeführten Umsatzerlöse in Höhe von 4.687 TEUR (VJ: 4.537 TEUR) stammen aus den Lizenz-, und Konzernverrechnungen für Leistungen der Ressorts Marketing, F&E, Finanzwesen und Controlling, IT sowie Prozessmanagement. Die Personalaufwendungen in Höhe von 2.533 TEUR (VJ: 1.794 TEUR) erhöhten sich um 739 TEUR. Einerseits resultiert die Erhöhung aus den Neuaufnahmen von Mitarbeitern im Bereich Marketing, Controlling, sowie in der Forschung und Entwicklung und in der Betreuung von Tochtergesellschaften, zum anderen aus der jährlichen Kollektivvertrags- bzw. Inflationsanpassung. Auch wurden die Vorstandsverträge zum 1.1.2016 angehoben. Im Bereich "sonstige betriebliche Aufwendungen" lag der Aufwand bei TEUR 2.575 (VJ: 2.344 TEUR). Im Wesentlichen sind dies Kosten im Zusammenhang mit der Erbringung von Leistungen für Konzerntochtergesellschaften in der Rath Aktiengesellschaft.

Das Betriebsergebnis (EBIT) verschlechterte sich auf –124 TEUR (VJ: 715 TEUR). Die Vorjahreszahl beinhaltet eine Nachverrechnung der Lizenzkosten in Höhe von 856, das bereinigte Vorjahres-EBIT beläuft sich auf – 141 TEUR, somit liegt das EBIT auf Vorjahresniveau. Für das Geschäftsjahr 2016 wurden Dividenden von Tochtergesellschaften in Höhe von 750 TEUR (VJ: 1.250 TEUR) an die Mutter ausgeschüttet. Das Finanzergebnis ohne Erträge aus Beteiligungen belief sich auf 1.227 TEUR (VJ: 2.397 TEUR). Durch die Umwandlung von Forderungen aus Lieferungen und Leistung gegenüber einer Konzerntochter in ein verzinsliches Konzerndarlehen, erhöhten sich die Zinserträge. Die Bewertung des Zinsswaps schlug sich positiv nieder, bezüglich der eingesetzten Finanzinstrumente (Zinsswap) verweisen wir auf den Anhang Punkt 7. Die Gesellschaft schließt ihre Bücher mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 3.745 TEUR (VJ: 4.192 TEUR).

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Rath Aktiengesellschaft stieg von 36.263 TEUR auf 45.440 TEUR. Gleichzeitig weist die Rath Aktiengesellschaft zum Jahresende 2016 eine Eigenkapitalquote von 52% (VJ: 57%) aus. Die Verschuldungsquote (Netto-Finanzverbindlichkeiten im Verhältnis zum Eigenkapital) hat sich von 57% auf 65% erhöht. Aufgrund des weiterhin stabilen Jahresergebnisses von 3.745 TEUR wird der Vorstand der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 0,50 EUR pro Aktie und eine Sonderdividende von 0,25 EUR pro Aktie vorschlagen sowie den verbleibenden Rest auf neue Rechnung vortragen (2.620 TEUR).

LAGEBERICHT

Der Börsenkurs stieg im abgelaufenen Jahr von 13,76 EUR (31.12.2015) auf 16,40 EUR am 30.12.2016. Die Börsenkapitalisierung beträgt somit zum Jahresende 24,6 Mio. EUR (VJ: 20,6 Mio. EUR).

Nachtragsbericht

Im Jahr 2016 gab es keine berichtspflichtigen Ereignisse, die eine besondere Bedeutung für die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

PROGNOSEBERICHT

Als reine Holdinggesellschaft hängt die Performance der Gesellschaft von den Umsätzen der Tochtergesellschaften und den ihnen verrechenbaren Leistungen ab. Die Rath Gruppe wird den eingeschlagenen Weg weiterführen und erwartet ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017. Die solide Bilanzstruktur und starke Eigenkapitalausstattung der Rath Aktiengesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften stellt die notwendige Basis für Weiterentwicklungen, ob markt-, kunden- oder produktseitig, dar. Auf dieser Basis sieht sich die Rath Gruppe für das Geschäftsjahr 2017 gut gerüstet, wobei gemäß der Einschätzung der Wirtschaftsexperten es auch in 2017 zu keinem deutlichen Weltwirtschaftswachstum kommen wird. Während die Prognosen für Europa weiterhin als verhalten bezeichnet werden, sagen die Experten für die USA ein solides Wachstum voraus. In Anbetracht der erwarteten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist für die von der Rath Gruppe bedienten Märkte keine wesentliche Änderung im Vergleich zu 2016 zu erwarten. Unternehmensintern wird die Rath Gruppe, gepaart mit dem Augenmerk auf Kostendisziplin, die bereits erfolgreich implementierten Prozessoptimierungen und Effizienzsteigerungsmaßnahmen weiter vorantreiben. Auf dieser Basis und unter Berücksichtigung gleichbleibender Fremdwährungskurse sowie des Zinsniveaus erwartet die Unternehmensgruppe für das Geschäftsjahr 2017 eine leichte Steigerung des Umsatzes und des Gruppenergebnisses.

RISIKOBERICHT

Das interne Kontrollsystem wird über ein ganzheitliches Prozessmanagement sichergestellt. Dort sind Unterschriftenordnungen auf Basis eines Vier-Augen-Prinzips sowie auch Trennungen von kritischen Funktionen in allen Bereichen des Unternehmens hinterlegt. Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass Risiken regelmäßig analysiert und bewertet werden. Nur so ist sichergestellt, dass diese frühzeitig erkannt und im Eintrittsfall rasch Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Besondere Risiken können durch die Finanzierungsfunktion der Holdinggesellschaft entstehen. Dazu werden laufend die Wechselkurse und die Zinsentwicklung überwacht. Weiterführende Informationen gemäß § 243 (3) Z 5 UGB sind im Anhang erläutert.

FORSCHUNGSBERICHT

Die Rath Aktiengesellschaft nimmt eine zentrale Funktion im Bereich der F&E wahr. Hier werden die einzelnen Projekte geplant, koordiniert und bei der Umsetzung begleitet. Es werden auch aus der Holding heraus Prüfgeräte für gruppenweite Aktivitäten zur Verfügung gestellt.

LAGEBERICHT

WESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN KONTROLLSYSTEMS

Das interne Kontrollsystem (IKS) definiert alle Prozesse zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung. Es verringert die Fehleranfälligkeit von Transaktionen, schützt das Vermögen vor Verlusten durch Schäden und Betrug und gewährleistet die Übereinstimmung der Unternehmensabläufe mit der Satzung und den geltenden Gesetzen. Das Kontrollumfeld des Rechnungslegungsprozesses ist durch eine klare Aufbau- und Ablauforganisation gekennzeichnet, wobei den einzelnen Funktionen eindeutig Personen (z.B. in Finanz-Rechnungswesen und Controlling) zugeordnet sind. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Mitarbeiter erfüllen die fachlichen Voraussetzungen. Im Rechnungswesen kommt überwiegend Standardsoftware zum Einsatz.

Die Geschäftsordnung verweist u.a. auf die zwingende Einhaltung der Bestimmungen im Management Handbuch und definiert eine Liste von Geschäftsfällen, welche einer Zustimmung der Unternehmensleitung bedürfen. Das Managementhandbuch der Rath Aktiengesellschaft beinhaltet u. a. die für den Rechnungslegungsprozess notwendigen Informationen und Bestimmungen, wie die Reporting-Richtlinien, Bilanzierungsund Bewertungsregeln oder die IT-Richtlinien. Ein standardisiertes monatliches Management-Berichtswesen umfasst sämtliche in der Rath Gruppe konsolidierten Einzelgesellschaften.

Der Aufsichtsrat der Rath AG informiert sich regelmäßig in seinen Sitzungen über das interne Kontrollsystem. Der Prüfungsausschuss hat die Aufgabe, die Wirksamkeit des Kontrollsystems zu überwachen.

CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY

Aufsichtsrat und Management der Rath Gruppe legen großen Wert auf eine nachhaltige Unternehmensführung. Die strategische Entscheidungsfindung sowie die operative Führung werden dementsprechend gleichermaßen von ökologischen, ökonomischen und sozialen Faktoren beeinflusst.

Zu den wichtigsten gruppenübergreifenden Nachhaltigkeitsstrategien zählen die Rath Marken- und Produktentwicklungsstrategie, Innovation und Produktionsverfahren zur Optimierung von Ökonomie und Ökologie im Herstellungsprozess wie auch im Produkt. Die Erfassung von wichtigen Basisdaten der Konzernunternehmen wurde im Geschäftsjahr 2016 fortgesetzt.

Unsere Kolleginnen und Kollegen sind der wichtigste Schlüssel für die weitere positive, nachhaltige Entwicklung unseres Unternehmenserfolges. Ein offener, wertschätzender Umgang mit Kolleginnen und Kollegen in allen Bereichen über die Funktionsebenen hinaus ist das Fundament unseres Unternehmens.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden in der Rath AG durchschnittlich 19 (Vorjahr: 17) Angestellte beschäftigt. Der Anteil der Frauen an der Belegschaft der Rath Aktiengesellschaft beträgt rund 51,5% (VJ: 56%), der Anteil im Aufsichtsrat liegt bei 17% (VJ: 17%).

ANGABEN GEMÄSS § 243A UGB

Die Zusammensetzung des Kapitals ist im Anhang näher erläutert. In der Satzung gibt es keine Beschränkungen hinsichtlich der Ausübung der Stimmrechte der Rath Aktiengesellschaft. Bezüglich der Übertragung von Stimmrechten sind der Gesellschaft keine Beschränkungen bekannt.

STAND 31. 12.2016 AKTIONÄRSSTRUKTUR ‹

66,7% Rath Holding GmbH
18,8% Rath Familienmitglieder
14,5% Streubesitz

In der Rath Aktiengesellschaft gibt es keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme. Bezüglich des Aufsichtsrates und des Vorstandes sowie der Satzung gibt es keine vom Gesetz abweichenden Regelungen. Eigene Aktien besitzt die Gesellschaft zum Bilanzstichtag nicht. Im Falle eines Kontrollwechsels gibt es keine Vereinbarungen, die wirksam werden. Im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebotes sind keine Entschädigungsleistungen vereinbart.

DER VORSTAND

WIEN, 21. APRIL 2017

Andreas Pfneiszl e.h. Vorstandsmitglied

DI Jörg Sitzenfrey e.h. Vorstandsmitglied

BILANZ

31. 12.2016
EUR
31. 12.2015
TEUR
AKTIVA
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen 77.922 41
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 227.068 258
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 1.363 0
228.431 258
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 20.747.787 19.754
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 17.186.649 8.411
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 446.456 446
38.380.892 28.611
B. Umlaufvermögen 38.687.245 28.910
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
davon aus Dividenden 750.000 EUR; Vorjahr: 1.250 TEUR 4.456.271 6.702
hiervon mit RLZ > 1 Jahr 0,00 EUR; Vorjahr 0,00 TEUR
2. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
hiervon mit RLZ > 1 Jahr 0,00 EUR; Vorjahr 0,00 TEUR
0 26
3. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 101.530 8
hiervon mit RLZ > 1 Jahr 0,00 EUR; Vorjahr 0,00 TEUR
4.557.802 6.735
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 128.713 490
4.686.515 7.226
C. Rechnungsabgrenzungsposten
sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 65.766 127
D. aktive latente Steuern
aktive latente Steuern 2.000.764 0
45.440.290 36.263

BILANZ

31. 12.2016 31. 12.2015
EUR TEUR
PASSIVA
A. Eigenkapital
I. Grundkapital 10.905.000 10.905
II. Kapitalrücklagen
gebundene 1.118.067 1.118
III. Gewinnrücklagen
andere Rücklagen (freie Rücklagen) 2.972.839 2.973
IV. Bilanzgewinn 8.754.813 5.759
(davon Gewinnvortrag 2.317.264 EUR; Vorjahr: Gewinnvortrag 1.263 TEUR) 23.750.719 20.755
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 24.816 15
2. Rückstellungen für Pensionen 2.034.099 1.851
3. Rückstellungen für Steuern 166.993 117
4. sonstige Rückstellungen 722.814 779
2.948.722 2.762
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
davon mit RLZ < 1 Jahr 9.566.706,16 EUR; VJ 10.094 TEUR 15.566.706 12.294
und mit RLZ > 1 Jahr 6.000.000,00 EUR; VJ 2.200 TEUR
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
davon mit RLZ < 1 Jahr 238.073,61 EUR; VJ 241 TEUR 238.074 241
und mit RLZ > 1 Jahr 0,00 EUR; VJ 0,00 TEUR
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
davon mit RLZ < 1 Jahr 2.883.946,33 EUR; VJ 0,00 TEUR 2.883.946
und mit RLZ > 1 Jahr 0,00 EUR; VJ 0,00 TEUR
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
davon mit RLZ < 1 Jahr 2.227,09 EUR; VJ 0,00 TEUR 2.227 0
und mit RLZ > 1 Jahr 0,00 EUR; VJ 0,00 TEUR
5. sonstige Verbindlichkeiten
davon aus Steuern 3.623 EUR; VJ 123 TEUR 49.896 210
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 34.881 EUR; VJ 28 TEUR
davon mit RLZ < 1 Jahr 49.895,65 EUR; VJ 210 TEUR und mit RLZ > 1 Jahr 0,00 EUR VJ 0,00 TEUR
18.740.849 12.745
45.440.290 36.263
Haftungsverhältnisse 6.657.143 6.657

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2016 2015
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 4.686.910 4.537
2. sonstige Erträge 398.904 404
5.085.814 4.941
3. Personalaufwand
a) Gehälter –1.754.047 (1.297)
b) soziale Aufwendungen, davon Aufwendungen für Altersvorsorge 362.455 EUR –369.322 (170)
c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen –35.466 (22)
d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt
abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
–374.296 (304)
–2.533.131 (1.794)
4. Abschreibungen
auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen –101.601 (88)
5. sonstige betriebliche Aufwendungen
Steuern –21.415 (18)
Übrige –2.553.810 (2.326)
6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis) –124.143 715
7. Erträge aus Beteiligungen, davon aus verbundenen Unternehmen 750.000 EUR; Vorjahr: 1.250 TEUR 750.000 1.250
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
davon aus verbundenen Unternehmen: 391.127 EUR; Vorjahr: 297 TEUR
399.800 308
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 192.999 152
10. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu
Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens
943.835 2.540
11. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens
davon a) Abschreibungen: 0 EUR; Vorjahr: 90 TEUR
davon b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen EUR; Vorjahr: 90 TEUR
0 (90)
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon bereffend verbundene Unternehmen 0 EUR; Vorjahr: 0 TEUR
–309.403 (512)
13. Zwischensumme aus Z 7 bis 12 (Finanzergebnis) 1.977.231 3.647
14. Ergebnis vor Steuern 1.853.088 4.362
15. Steuern vom Einkommen
davon latente Steuern 2.000.763,71EUR; VJ: 0 TEUR
1.892.317 (170)
16. Ergebnis nach Steuern 3.745.404 4.192
17. Dividendenausschüttung –750.000 –750
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.759.409 2.317
19. Bilanzgewinn 8.754.813 5.759

KONZERNBEZIEHUNGEN

ANTEILE AN VERBUNDENEN
UNTERNEHMEN DES
VOLLKONSOLIDIERUNGSKREISES
BETEILIGUNG
%
UNTERNEHMENS–
RECHTLICHES EIGEN–
KAPITAL ZUM 31. 12.2016
EUR
UNTERNEHMENS–
RECHTLICHES
JAHRESERGEBNIS 2016
EUR
Rath GmbH, Meißen, Deutschland 100,00 25.671.620 1.339.168
VORJAHR 100,00 25.332.451 1.223.066
Rath Hungaria Kft., Budapest, Ungarn 100,00 4.142.040 569.702
VORJAHR 100,00 3.750.512 571.580
Rath Inc., Newark, USA 100,00 1.868.284 –383.272
VORJAHR 100,00 2.198.589 227.784
Chamottewaren– und Thonöfenfabrik Aug. Rath jun. GmbH, Krummnußbaum 99,98 7.238.387 1.929.450
VORJAHR 99,98 5.297.757 1.709.022
Rath žárotechnika spol. s r.o, Dvůr Králové, Tschechische Republik 100,00 1.232.992 73.674
VORJAHR 100,00 1.159.204 115.357
Rath Polska Sp. z o.o., Dabrowa Gornicza, Polen 100,00 21.029 82.537
VORJAHR 100,00 –65.678 –7.537
Rath SAS, Gennevilliers, Frankreich 0,00 0 0
VORJAHR 95,00 20.004 –11.456
Rath Ukrajina TOW, Donezk, Ukraine 100,00 105.831 35.471
VORJAHR 100,00 76.421 –22.609
Rath Group S. de R.L. de C.V., Monterrey, Mexiko 100,00 –19.918 10.395
VORJAHR 100,00 –34.285 –9.966
Rath Filtration GmbH, Wien, Austria 100,00 –53.692 –103.692
VORJAHR 0,00 0 0

A. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

1. ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE

Der Jahresabschluss in der geltenden Fassung wurde unter Beachtung des UGB und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Die Gesellschaft ist als große Kapitalgesellschaft gemäß § 221 UGB einzustufen. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die bisherigen angewandten Bewertungsmethoden wurden mit Ausnahme der Änderungen auf Grund der erstmaligen Anwendung des RÄG 2014 beibehalten; diese Änderungen betreffen insbesondere: Die latenten Steuern werden gemäß den geänderten gesetzlichen Bestimmungen ab 1. 1.2016 erfasst. Der zum 1. 1.2016 bestehende Saldo an aktiven latenten Steuern wurde zur Gänze aktiviert. Die Bewertung der Abfertigungs-, Pensions- und Jubiläumsgeldrückstellungen erfolgt gemäß IAS 19 (nach der projected unit credit methode – PUC) unter Zugrundelegung der "Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung" AVÖ 2008-P.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohende Verluste wurden berücksichtigt.

2.ANLAGEVERMÖGEN

a) Immaterielle Vermögensgegenstände

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen. Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:

Software und Lizenzen 3-4 Jahre

b) Sachanlagevermögen

› SACHANLAGEVERMÖGEN VON BIS
Gebäude 3% 10%
technische Anlagen und Maschinen 10% 20%
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10% 25%

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Zugrundelegung folgender Abschreibungssätze vorgenommen:

Von den Zugängen in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wird die volle Jahresabschreibung, von den Zugängen in der zweiten Hälfte wird die halbe Jahresabschreibung verrechnet. Geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert bis EUR 400) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. In der Entwicklung des Anlagevermögens werden sie als Zu- und Abgang dargestellt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind. Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Investitionszuschüsse werden direkt von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt.

c) Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen zur Berücksichtigung von Wertminderungen, bewertet. Ausleihungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn Wertminderungen eingetreten sind, oder wenn der zum Abschlussstichtag beizulegende Wert niedriger ist als der Buchwert. Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen (Vorjahr 90 TEUR). Es wurden Zuschreibungen in Höhe von 944 TEUR vorgenommen (Vorjahr 2.431 TEUR). Davon entfallen auf Zuschreibungen zu Anteilen an verbundenen Unternehmen 650 TEUR (Rath Hungary), 258 TEUR (Rath Poland) und 36 TEUR (Rath Mexico).

3. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet, soweit nicht im Fall erkennbarer Einzelrisiken der niedrigere beizulegende Wert angesetzt wird.

4. RÜCKSTELLUNGEN

a) Rückstellungen für Anwartschaften auf Abfertigungen

Die Rückstellungen für Abfertigungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit den Parametern Rechenzinssatz 1,8% (Vorjahr: 2%) und Pensionseintrittsalter gemäß Übergangsregelung der Pensionsreform, ermittelt. Durch die gesetzliche Änderung der Rückstellungsberechnung von finanzmathematisch zu versicherungsmathematisch ergibt sich in diesem Jahr eine zusätzliche Rückstellung in Höhe von 3.792,00 EUR. Die Veränderung in Höhe von 9.814,00 EUR (VJ 2 TEUR) ist in den Gehaltsaufwendungen enthalten.

b) Pensionsrückstellung

Die Rückstellung für Pensionen wird nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach IFRS auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 1,8% (Vorjahr: 2%) unter Beachtung der Rechnungs-

grundlagen für die Pensionsversicherung AVÖ 2008-P ermittelt. Durch die gesetzliche Änderung der Rückstellungsberechnung (bis 2015 finanzmathematisch; ab 2016 versicherungsmathematisch) ergibt sich eine Rückstellungserhöhung in Höhe von 182.988,64 EUR, die in den Gehaltsaufwendungen enthalten ist. Im VJ wurden die Aufwendungen in Höhe von 16 TEUR gegen die Rückstellung aufgelöst.

c) Jubiläumsgeldrückstellung

Die Rückstellungen für Jubiläen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit den Parametern Rechenzinssatz 1,8% (Vorjahr: 2%), Pensionseintrittsalter gemäß Übergangsregelung der Pensionsreform und Fluktuation 5%, ermittelt. Die Veränderung Jubiläumsgeldrückstellung in Höhe von 5.150,00 EUR (VJ 6 TEUR) ist in den Gehaltsaufwendungen enthalten.

d) Übrige Rückstellungen

In den übrigen Rückstellungen wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe und dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger unternehmerischer Beurteilung erforderlich sind.

5. VERBINDLICHKEITEN

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt.

6. WÄHRUNGSUMRECHNUNG IM EINZELABSCHLUSS

Die Fremdwährungsforderungen werden, wie im VJ, mit dem Entstehungskurs oder dem niedrigeren Devisengeldkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Die Fremdwährungsverbindlichkeiten werden, wie im VJ, mit dem Entstehungskurs oder dem höheren Devisenbriefkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

B. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER RATH AG

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Anlage 1) dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die gesamten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Im Posten Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände sind Beträge aus Steuerforderungen in Höhe von 91.587 EUR; VJ 3 TEUR enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

3. Aktive latente Steuern

Latente Steuern werden gemäß § 198 Abs 9 und 10 UGB nach dem bilanzorientierten Konzept und ohne Abzinsung auf Basis des aktuellen Körperschaftsteuersatz von 25% gebildet.

Dabei wurden latente Steuern auf steuerliche Gruppen-Verlustvorträge in Höhe von 6.984.893,93 EUR, deren Verbrauch ab dem Folgejahr wahrscheinlich sind, berücksichtigt. Der Ansatz von aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge ist gemäß § 198 Abs. 9 Satz 3 UGB gerechtfertigt.

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 2.000.763,71 EUR zum Bilanzstichtag wurden für temporäre Differenzen zwischen dem steuerlichen und unternehmensrechtlichen Wertansatz für folgende Posten gebildet:

31. 12. 15 31. 12. 16
IN TEUR IN EUR AKTIVE LATENTE STEUERN ‹
0 1.400,81 Sachanlagen
0 32.571,43 Finanzanlagen
431 673.285,00 langfristige Personalrückstellungen
99 310.903,67 sonstige langfristige Rückstellungen
530 1.018.160,91 Betrag Gesamtdifferenzen
0 6.984.893,93 Verlustvorträge Gruppe – nach Veranlagung 2016
133 2.000.763,71 daraus resultierende latente Steuern per 31.12. (25%)

4. Kapital

Das eingeforderte und gezahlte Nennkapital beträgt 10.905.000 EUR und setzt sich aus 1.500.000 Stückaktien zusammen.

5. Sonstige Rückstellungen

Die übrigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen die Rückstellung für die drohenden Verluste aus einem Zinsswap-Derivativ in Höhe von 310.904 EUR (Vorjahr 496 TEUR), sowie Prämien in Höhe von 200.000 EUR (Vorjahr 116 TEUR).

673.873 übrige
48.941 nicht konsumierte Urlaube
31. 12. 16
IN EUR
SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN ‹
722.814

6. Verbindlichkeiten

Im Posten sonstige Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen gehaltsabhängige Abgaben, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden, enthalten.

7. Haftungsverhältnisse, Verpflichtungen aus der Nutzung von Sachanlagen. a) Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat für die Rath USA Inc., Newark, Delaware, USA eine Patronatserklärung an die GE Capital Public Finance, Inc., abgegeben. Für die Aug. Rath jun. GmbH wurden zugunsten der Bank Austria AG Patronatserklärungen in der Höhe von 1.000.000 EUR und gegenüber der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG in Höhe von 2.000.000 EUR ausgestellt. Für die Rath Hungaria Kft. wurde zugunsten der UniCredit Bank Hungary Zrt. eine Patronatserklärung in der Höhe von 3.657.143 EUR abgegeben.

b) Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen

› VERPFLICHTUNGEN DES FOLGENDEN GESCHÄFTSJAHRES
IN EUR
DER FOLGENDEN FÜNF GESCHÄFTSJAHRE
IN EUR
Verpflichtung aus
Miet- und Leasingverträgen
282.520 (VJ 261 TEUR) 550.901 (VJ 685 TEUR)

8. Anhangsangaben zu Finanzinstrumenten Zinssicherung:

Zur Absicherung des Zinssicherheitsrisikos wurde ein derivatives Finanzinstrument in Form eines Zinsswaps (4,35% Fixzins) mit Nominale in der Höhe von EUR 4,5 Mio. und einer Laufzeit bis Juni 2018 abgeschlossen. Der negative Marktwert zum 31. 12.2016 beträgt 310.904 EUR (VJ 496 TEUR).

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse bestehen aus Konzernumlage- und Lizenzverrechungen.

2. Sonstige Erträge

Bei den sonstigen Erträgen handelt es sich um die Weiterverrechnung der Fuhrparkaufwände an die Aug. Rath jun. GmbH, sowie die Verrechnung der Versicherungsaufwände und anderen Drittaufwendungen.

3. Personalaufwand

Im Geschäftsjahr 2016 wurden durchschnittlich 19 (Vorjahr: 17) Angestellte beschäftigt. In den Aufwendungen für Abfertigungen sind Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von 25.652 EUR (Vorjahr: 20 TEUR) enthalten.

4.Steuern vom Einkommen

Die Gesellschaft ist ein konsolidierungspflichtiges Mutterunternehmen im Sinne des § 244 UGB. Im Jahr 2005 wurde ein Steuerumlagevertrag gem. § 9 Abs. 8 KStG 1988 (Gruppenträger Rath Aktiengesellschaft – Gruppen-

mitglied Aug. Rath jun. GmbH und Rath Filtration GmbH) zum Zweck der Gruppenbesteuerung abgeschlossen. Der Steueraufwand des Geschäftsjahres resultiert aus der Steuerumlage.

Der aktive latente Steuerbetrag wurde in Höhe von 2.000.764 EUR bilanziert. Im Vorjahr wurden die latenten Steuern in Höhe von 133 TEUR nicht bilanziert.

5. Sonstige Angaben

Die rechtlichen und wirtschaftlichen Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zum Bilanzstichtag können der Anlage 2 entnommen werden.

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer sind im Konzernabschluss angeführt. Es wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 8.754.813 EUR eine Dividende von 0,75 EUR je Aktie, das sind in Summe 1.125.000 EUR auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Nach dem Bilanzstichtag sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten.

C. ORGANE DER GESELLSCHAFT

Herr DI Jörg Sitzenfrey, geboren 1976, ist seit 1. 1.2013 (Erstbestellung) als Mitglied des Vorstandes für die Ressorts Produktion und Forschung & Entwicklung verantwortlich. Herr Andreas Pfneiszl, geboren 1969, ist seit 10.6.2013 (Erstbestellung) als Mitglied des Vorstandes für die Bereiche Vertrieb und Finanzen verantwortlich.

Beide Vorstandsverträge haben eine Laufzeit bis 31. Dezember 2020.

Nachfolgend dargestellt sind die Gesamtvergütungen des Vorstandes, mit den jeweiligen fixen und variablen Anteilen:

2015 2016
IN TEUR IN EUR VORSTANDSVERGÜTUNGEN ‹
162 200 fix DI Jörg Sitzenfrey
56 80 variabel
217 280
164 200 fix Andreas Pfneiszl
56 80 variabel
220 280
437 560 Gesamtsumme

An ehemalige Organe wurden Pensionszahlungen in Höhe von 179 TEUR (Vorjahr 179 TEUR) geleistet.

Zusammensetzung des Aufsichtsrates:

Der Aufsichtsrat besteht derzeit aus sechs von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern, die sich durch eine hohe betriebswirtschaftliche und rechtliche Fachkenntnis, persönliche Qualifikation und langjährige Erfahrung auszeichnen. Alle Mitglieder sind österreichische Staatsbürger.

› AUFSICHTSRATSMITGLIEDER GEB.-JAHR AR-MANDATE ODER
VERGLEICHBARE FUNKTIONEN
ERST
BESTELLUNG
ENDE LAUFENDER
FUNKTIONSPERIODE
Mag. Stefan
Ehrlich-Adám
(Vorsitzender)
› unabhängig
1964 Geschäftsführer EVVA
Sicherheitstechnologie GmbH,
25.6.2013 im Jahr 2018
WP Mag. Philipp Rath
(Vorsitzender-Stv.)
› abhängig
1966 Wirtschaftsprüfer und Partner
von Rödl & Partner GmbH
17.7.2003 im Jahr 2018
Mag. Karin Bauer-Rath
› abhängig
1961 T1 ABW
Abschleppdienst GmbH
1.6.2016 im Jahr 2018
Mag. Dieter Hermann
› unabhängig
1966 Aufsichtsrat Silgan Holdings
Austria GmbH
25.6.2013 im Jahr 2018
MMag. Christian B. Maier
› unabhängig
1966 Finanzvorstand der Allgemeine
Baugesellschaft – A. Porr AG
27.6.2008 im Jahr 2018
Dr. Andreas Meier
› unabhängig
1962 Vorsitzender der Geschäfts
führung/CEO H.C.Starck Gruppe
1.6.2016 im Jahr 2018
Dkfm. Paul Rath
› abhängig
1934 Geschäftsführer der
Rath Holding GmbH
14.9. 1989 10. 10.2016

Herr Dkfm. Paul Rath ist mit 10. 10.2016 freiwillig aus dem Aufsichtsrat zurückgetreten. Die Aufsichtsratsvergütungen (inklusive Sitzungsgelder) für das Geschäftsjahr 2016 betragen vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung insgesamt 76 TEUR (2015: 60 TEUR) und teilen sich wie folgt auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder auf:

Mag. Stefan Ehrlich-Adám
(Vorsitzender)
16.600
Mag. Philipp Rath
(Vorsitzender-Stv.)
14.600
Mag. Dieter Hermann 12.600
MMag. Christian B. Maier 12.000
Dkfm. Paul Rath 7.867
Dr. Andreas Meier 6.400
Mag. Karin Bauer-Rath 5.800

› AUFSICHTSRATSMITGLIEDER VERGÜTUNG (INKL. SITZUNGSGELDER)

Die Vergütungen für die Aufsichtsratsmitglieder setzten sich aus einer fixen und einer anwesenheitsabhängigen Komponente zusammen. Die fixe Komponente besteht aus einem Gesamtbetrag. Die zweite Komponente besteht aus einem Sitzungsgeld, das sich aus einem Pauschalbetrag pro Sitzung ergibt, an der ein Mitglied teilnimmt.

DER VORSTAND

WIEN, 21. APRIL 2017

Andreas Pfneiszl e.h. DI Jörg Sitzenfrey e.h.

ANLAGENSPIEGEL

STAND AM
01.01.2016
ZUGÄNGE ABGÄNGE STAND AM
31. 12.2016
EUR
550.626,28 68.544,80 0,00 619.171,08
550.626,28 68.544,80 0,00 619.171,08
774.129,68
1.363,41
736.801,34 40.626,86 –1.935,11 775.493,09
30.530.402,57
17.186.648,98
446.455,71 0,00 0,00 446.455,71
39.375.899,48 17.694.747,06 –8.907.139,28 48.163.507,26
40.663.327,10 17.803.918,72 –8.909.074,39 49.558.171,43
1.947,06
EUR
736.801,34
0,00
30.518.402,57
8.411.041,20
EUR
39.263,45
1.363,41
50.000,00
17.644.747,06
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
EUR
–1.935,11
0,00
–38.000,00
–8.869.139,28

VERBINDLICHKEITENSPIEGEL

BILANZWERT VORJAHRESWERT RESTLAUFZEIT
BIS ZU 1 JAHR
EUR
9.566.706
238.074 241 238.074
2.883.946 0 2.883.946
2.227 0 2.227
49.896 210 49.896
18.740.849 12.745 12.740.849
EUR
15.566.706
EUR
12.294

ANLAGENSPIEGEL

NETTOBUCHWERTE KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
BUCHWERT
31. 12.2016
BUCHWERT
01.01.2016
STAND AM
31. 12.2016
ABGÄNGE ZUSCHREIBUNGEN ZUGÄNGE STAND AM
01.01.2016
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
77.922,00 40.798,00 541.249,08 0,00 0,00 31.420,80 509.828,28
77.922,00 40.798,00 541.249,08 0,00 0,00 31.420,80 509.828,28
227.068,00 258.017,00 547.061,68 1.903,11 0,00 70.180,45 478.784,34
1.363,41 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
228.431,41 258.017,00 547.061,68 1.903,11 0,00 70.180,45 478.784,34
20.747.787,30 19.753.952,39 9.782.615,27 38.000,00 943.834,91 0,00 10.764.450,18
17.186.648,98 8.411.041,20 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
446.455,71 446.455,71 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
38.380.891,99 28.611.449,30 9.782.615,27 38.000,00 943.834,91 0,00 10.764.450,18
28.910.264,30 10.870.926,03 39.903,11 943.834,91 101.601,25 11.753.062,80

VERBINDLICHKEITENSPIEGEL

VORJAHRESWERT RESTLAUFZEIT
VON ÜBER 5 JAHREN
VORJAHRESWERT RESTLAUFZEIT
VON 1 BIS 5 JAHREN
VORJAHRESWERT
EUR EUR EUR EUR EUR
0 0 2.200 6.000.000 10.094
0 0 0 241
0 0 0 0
0
0 0 0 210
0 2.200 6.000.000 10.545

BERICHT ZUM JAHRESABSCHLUSS

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft, Wien, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2016, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2016 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen

Siehe Anhang Beilage I/4, sowie Anlage 1 zum Anhang.

Das Risiko für den Abschluss

Einmal jährlich und gegebenenfalls anlassbezogen werden Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie in diesem Zusammenhang auch Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen von der Gesellschaft einer Werthaltigkeitsüberprüfung unterzogen. Dabei wird in einem ersten Schritt die statische Über- oder Unterdeckung durch Gegenüberstellung des Beteiligungsansatzes mit dem anteiligen Eigenkapital zum Stichtag ermittelt. In einem weiteren

Schritt wird, sofern dies bei Unterdeckung erforderlich ist, eine Bewertung auf Basis von diskontierten Netto-Zahlungsmittelzuflüssen, die im wesentlich von zukünftigen Umsatz- und Margenerwartungen abhängig sind sowie auf Basis von abgeleiteten Diskontierungszinssätzen durchgeführt. Diese Bewertung ist mit bedeutenden Schätzunsicherheiten behaftet.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben uns ein Verständnis darüber verschafft, wie die Rath AG das Vorliegen von Anzeichen einer dauernden Wertminderung überwacht.

Bei den Unternehmensbewertungen haben wir die Angemessenheit der wesentlichen zukunftsbezogenen Schätzungen und Annahmen sowie der angewendeten Bewertungsmethoden unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten beurteilt. Die den Berechnungen zugrunde gelegten erwarteten Umsatz- und Margenentwicklungen haben wir mit der aktuellen Unternehmensplanung abgeglichen und die zugrundeliegenden Planungsannahmen mit dem Management besprochen sowie anhand von Informationen über die aktuelle und erwartete Entwicklung der jeweiligen Einheit plausibilisiert. Die Planungstreue haben wir durch Vergleich der in den Vorperioden erfolgten Planungen mit den tatsächlich eingetretenen Werten beurteilt.

Die zur Festlegung der Diskontierungszinssätze herangezogenen Annahmen haben wir durch Abgleich mit markt- und branchenspezifischen Richtwerten und Ermittlungsmethoden auf Angemessenheit geprüft sowie das Berechnungsschema nachvollzogen.

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.

Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus gilt:

  • Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in

unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.

  • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
  • Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
  • Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
  • Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Bericht zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.

URTEIL

Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

ERKLÄRUNG

Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Lagebericht festgestellt.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den diesbezüglichen Bestätigungsvermerk.

Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir geben keine Art der Zusicherung darauf ab.

In Verbindung mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen und zu überlegen, ob es wesentliche Unstimmigkeiten zwischen den sonstigen Informationen und dem Jahresabschluss oder mit unserem, während der Prüfung erlangten Wissen gibt oder diese sonstigen Informationen sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir, basierend auf den durchgeführten Arbeiten, zur Schlussfolgerung gelangen, dass die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt sind, müssen wir dies berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Yann-Georg Hansa.

Wien, am 21. April 2017

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

gez. Mag. Yann-Georg Hansa Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE!

Der Aufsichtsrat der Rath AG hat im Geschäftsjahr 2016 in Wahrnehmung der ihm nach Gesetz und der Satzung übertragenen Aufgaben die Arbeit des Vorstands intensiv begleitet. Dabei hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Lage und der Entwicklung des Unternehmens befasst. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand regelmäßig durch mündliche Berichte in den Sitzungen, ergänzt durch Unterlagen zu den behandelten Tagesordnungspunkten, ebenso wie durch eine regelmäßige schriftliche Berichterstattung informiert. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung eingebunden. Im Berichtsjahr 2016 fand in sechs Sitzungen (fünf ordentliche Sitzungen, eine konstituierende Sitzung) zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ein intensiver Informationsaustausch statt, bei dem die wirtschaftliche Lage und die strategische Weiterentwicklung unserer Unternehmensgruppe sowie wesentliche Ereignisse, Investitionen und Maßnahmen beraten wurden.

In allen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand im Rahmen der laufenden Berichterstattungen über die wesentlichen Angelegenheiten der Geschäftsführung, den Gang der Geschäfte und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens unterrichtet. Dem Aufsichtsrat war somit in ausreichendem Maße Gelegenheit geboten, seiner Informations- und Überwachungspflicht zu entsprechen. Wir haben somit die uns nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben vollständig erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung detailliert überwacht. Es gab keinen Anlass zur Beanstandung der Geschäftstätigkeit des Vorstandes.

Sitzungen des Aufsichtsrates

Aufsichtsrat und Vorstand haben sich im Berichtsjahr umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements in der Gesellschaft und in den Konzernunternehmen, ausgetauscht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand ausführlicher Berichte über die Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns, die Personalsituation, sowie die Investitions- und potentielle Akquisitionsvorhaben unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde gesondert informiert. Die Ausschüsse des Aufsichtsrats berichteten in den Sitzungen über ihre Tätigkeiten. Im Geschäftsjahr 2016 fanden sechs ordentliche (inklusive konstituierender Aufsichtsratssitzung) statt. Alle Mitglieder nahmen mit wenigen Ausnahmen an allen Sitzungen persönlich teil. In der Sitzung vom 29. Februar 2016 wurde über das abgelaufene Geschäftsjahr berichtet. Der Tätigkeitsbericht zur Emittenten-Compliance-Richtlinie wurde zur Kenntnis genommen. In der Sitzung vom 18. April 2016 wurden der Jahresabschluss und Lagebericht 2015 sowie der Konzernjahresabschluss und -lagebericht 2015 geprüft, der Jahresabschluss 2015 entsprechend der Empfehlung des Prüfungsausschusses festgestellt und der Vorschlag für die Gewinnverteilung für das Geschäftsjahr 2015 gebilligt. Weiters wurde der Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers beschlossen, die Hauptversammlung vorbereitet und über die aktuelle Geschäftslage berichtet.

Die Sitzung am 1. Juni 2016 diente vorwiegend der Vorbesprechung zur Hauptversammlung. In der am selben Tag, nach der Hauptversammlung, stattfindenden konstituierenden Aufsichtsratssitzung wurden die

Sitzungstermine 2016/2017 vereinbart. In der Sitzung vom

  1. September 2016 wurde der Halbjahresfinanzbericht diskutiert und über die aktuelle Geschäftslage befunden. In der letzten Sitzung des Jahres am 30. November 2016 wurde das Budget inklusive Investitionen für das Jahr 2017, sowie die Mittelfristplanung bis 2020 genehmigt.

Ausschüsse

Vom Aufsichtsrat waren im Berichtsjahr drei Ausschüsse installiert. Der Prüfungsausschuss ist im Jahr 2016 zweimal zusammengetreten. Am 6. April 2016 hat der Prüfungsausschuss im Beisein des Abschlussprüfers die Schlussbesprechung für das Geschäftsjahr 2015 durchgeführt. Es wurden Jahresabschluss und Lagebericht sowie Konzernabschluss und -lagebericht geprüft und dem Aufsichtsrat die Feststellung des Jahresabschlusses sowie die Auswahl des Wirtschaftsprüfers empfohlen. In der Sitzung am 30. November 2016 haben die Abschlussprüfer über den Stand der Vorprüfung der Jahres- und Konzernjahresabschlussprüfung informiert.

Der Strategieausschuss hat im Jahr 2016 einmal getagt. Den Schwerpunkt der Sitzung vom 6. September 2016 bildete die Vorstellung des Geschäftsführers der Rath Inc., sowie ein Überblick über die Marktpotentiale und eventuelle Möglichkeiten der Rath Gruppe im amerikanischen Markt. Der Vergütungsausschuss trat erstmalig am 24. März 2017 zusammen. Schwerpunkt war die Feststellung über die Zielerreichung des Vorstands im Jahr 2016 als Basis für den variablen Vergütungsanteil.

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2016 und der Lagebericht des Vorstands sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 nach IFRS und der Konzernlagebericht des Vorstands sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung vom 1. Juni 2016 als Abschlussprüfer gewählten KPMG Austria GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats hat das Ergebnis der Abschlussprüfung in der Sitzung vom 21. April 2017 unter Einbeziehung der Abschlussprüfer analysiert und dem Aufsichtsrat die Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses empfohlen.

Der Aufsichtsrat hat die Unterlagen gemäß § 96 AktG sowie den Corporate-Governance-Bericht geprüft und den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt ist; ebenso hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgelegten Gewinnverteilungsvorschlag geprüft und ihm seine Zustimmung erteilt. Die vorgenommenen Prüfungen haben nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben.

WIEN, 21. APRIL 2017

Mag. Stefan Ehrlich-Adám Vorsitzender des Aufsichtsrats

ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER GEMÄSS §82 (4) Z 3 BÖRSEGESETZ

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden IFRS-Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Die Ergebnisse des zum 31. Dezember 2016 endenden Geschäftsjahres lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.

WIEN, 21. APRIL 2017

Andreas Pfneiszl e.h. Vorstandsmitglied

DI Jörg Sitzenfrey e.h. Vorstandsmitglied

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