Annual Report • Apr 27, 2017
Annual Report
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| 2016 TEUR |
2015 TEUR |
2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 80.306 | 81.924 | 77.441 | 79.410 |
| Veränderung in % | -2,0 | 5,8 | -2,5 | -8,4 |
| EBIT | 5.016 | 5.627 | 4.612 | 1.353 |
| EBIT-Marge in % | 6,2 | 6,9 | 6,0 | 1,7 |
| EBT | 4.705 | 6.499 | 5.022 | -248 |
| operativer Cashflow | 5.903 | 6.155 | 5.513 | 1.377 |
| Eigenkapitalquote in % | 50,7 | 49,2 | 46,9 | 43,1 |
| Eigenkapitalrendite in % | 9,2 | 10,3 | 7,9 | -0,4 |
| Working Capital Ratio in % | 40,4 | 38,2 | 37,2 | 34,6 |
| ROCE in % | 6,3 | 5,1 | 11,0 | 2,0 |
| WACC in % | 6,0 | 7,5 | 8,1 | 6,9 |
| Investitionen in Sachanlagen | 5.629 | 3.799 | 2.805 | 1.388 |
| Abschreibungen | 4.124 | 4.159 | 3.905 | 3.779 |
| Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt | 542 | 551 | 549 | 611 |
| Anzahl der konsolidierten Gesellschaften | 10 | 9 | 11 | 11 |
RATH KONZERN
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SHORT VIEW | 1
2016
Andreas Pfneiszl (CFO, CSO), DI Jörg Sitzenfrey (COO)
1891 in Krummnussbaum, Niederösterreich, gegründet, hat sich die Rath Gruppe zu einem weltweit führenden Feuerfestanbieter für kundenspezifische Speziallösungen entwickelt und im Jubiläumsjahr 2016 wurde unser erfolgreiches 125 jähriges Bestehen mit allen Ehren gefeiert.
Das Jahr 2016 war aber auch ansonsten ein sehr bewegendes Jahr. Ob auf der gesellschaftlichen Ebene, der politischen oder auf der für uns wichtigen wirtschaftlichen Ebene. Die fortschreitende Digitalisierung verändert unseren täglichen Ablauf und stellt mehr und mehr Chance, aber auch Notwendigkeit, dar. Es fanden die Wahlen in den Vereinigten Staaten von Amerika statt, im Heimatmarkt unserer Rath USA Incorporated, und die daraus resultierenden internationalen Auswirkungen sind noch nicht abschätzbar. Großbritannien entschied sich in einer historischen Abstimmung für einen Austritt aus der Europäischen Union und die globalen Wachstumsaussichten trübten sich im Jahresverlauf weiter ein.
Trotz dieser und anderer Turbulenzen konnten wir ein erfolgreiches Jahr für die Rath Gruppe verzeichnen. Der Gruppenumsatz sank um 2 Prozent bei einem stabilen operativen Ergebnis (EBITDA). Die EBIT-Marge konnte über der 6 Prozent Zielmarke gehalten werden und gerade unsere neue Vertriebstochter, die Rath Filtration GmbH, konnte ihr erstes Wirtschaftsjahr positiv bilanzieren und zeigt viel Potential und einen aussichtsreichen Wachstumsmarkt auf.
Für das laufende Geschäftsjahr 2017 rechnen wir mit Konzernumsätzen in der Bandbreite bis + 5 Prozent. Beim operativen Ergebnis (EBITDA) gehen wir von einer Steigerung in der Höhe von bis 6 Prozent aus. Immer unter der Berücksichtigung eventueller währungsbereinigter Effekte. Eine Dividendenausschüttung mit einer Rendite von mindestens 3 Prozent bis 3,5 Prozent ist unser erklärtes Ziel.
Aus diesem Grund halten wir an unserer verlässlichen Dividendenausschüttung uneingeschränkt fest. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 1. Juni 2017 vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,50 EUR je Stückaktie und eine Sonderdividende in Höhe von 0,25 EUR, somit 0,75 EUR je Stückaktie auszuschütten (VJ: 0,50 EUR je Aktie). Damit würde die Dividende überproportional zum operativen Konzernergebnis um 7,8 Prozent erhöht werden. Dies ist ein positives Signal an Sie, unsere Aktionärinnen und Aktionäre, und spiegelt unsere feste Überzeugung wider, auch zukünftig eine stabile und profitable Geschäftsentwicklung sicherzustellen.
Aus heutiger Sicht werden die Weltwirtschaft und somit auch die Wirtschaftsleistung in den Industrieländern in den kommenden Jahren wieder wachsen. Neben diesem positiven Signal sehen wir uns jedoch stärker denn je mit einem hohen Kostendruck konfrontiert und müssen gegen einen aggressiven Wettbewerb bestehen.
Wir sind gut gerüstet! Unser Geschäftsmodell auf ein breites, hochwertiges und leistungsstarkes Produktportfolio zu setzen ist eine fundamentale strategische Säule. Zusätzlich bieten wir wettbewerbsfähige Lösungen, vom Engineering, Produktmanagement, die Montage bis hin zum After Sales Service, an und stellen somit eine stabile und auf Nachhaltigkeit fokussierte Position am Weltmarkt sicher.
Abschließend möchten wir uns bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Ihren täglichen Einsatz und die tolle Arbeit bedanken. Wir sind der festen Überzeugung, dass wir trotz eines herausfordernden Marktumfelds unseren Erfolg weiter ausbauen werden. Ihnen, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, danken wir für das jahrelange Vertrauen und Ihre Treue in unser Unternehmen.
Ihr Vorstand
Andreas Pfneiszl DI Jörg Sitzenfrey
| ISIN | AT0000767306 |
|---|---|
| Wertpapierkürzel | RAT |
| Marktsegment | Standard Market Auction |
| Handelssegment | Amtlicher Handel |
| Aktiengattung | Stimmberechtigte nenn-betragslose Stückaktien |
| Anzahl der Aktien | 1.500.000 |
| Gesamtanzahl der Aktien | 1.500.000 |
| Aktienkurs 30. 12.2016 | 16,40 € |
| Börsenkapitalisierung | 24.600.000 € |
| Gewinn/Aktie | 2,63 |
| 1. Juni 2017 | ordentliche Hauptversammlung |
|---|---|
| 7. Juni 2017 | Ex-Dividenden-Tag |
| 9. Juni 2017 | Dividenden-Zahltag |
| 31. August 2017 | Halbjahresergebnis 2017 |
| 10. November 2017 | Ergebnis 3. Quartal 2017 |
Nach einem Kurs von € 13,76 zu Jahresbeginn 2016, verzeichnete die Aktie bis zum Jahresende eine stetige Aufwärtsbewegung. Zur Jahresmitte lag der Kurs (29. Juni 2016) bei € 16,50, was einem Anstieg von ca. 20% entspricht. Im weiteren Jahresverlauf blieb der Aktienkurs stabil und schloss zu Jahresende mit € 16,40.
Ziel der Kapitalmarktkommunikation der Rath AG ist es die Financial Community über marktrelevante Entwicklungen zeitnah, umfassend und regelmäßig zu informieren. Wir verstehen uns als verständiger Ansprechpartner, um somit eine faire und angemessene Bewertung der Rath-Aktie zu schaffen. Im Fokus steht dabei stets ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild des Unternehmens nach dem "true and fair view" zu vermitteln.
Investor Relations ist für uns nicht nur eine Verpflichtung unsere Aktionäre über das Unternehmen zu informieren, sondern vielmehr die Chance neue Investoren im In- und Ausland zu gewinnen.
Klemens Anderl E-Mail: [email protected] Internet: www.rath-group.com
Mit dem Österreichischen Corporate Governance Kodex folgt die Rath Gruppe dem Ordnungsrahmen mit Standards für die verantwortungsvolle Führung und Leitung des Unternehmens. Dieser enthält die international üblichen Standards für gute Unternehmensführung (OECD-Richtlinien, EU-Transparenz-Richtlinie), aber auch die in diesem Zusammenhang bedeutsamen Regelungen des österreichischen Aktienrechts.
Damit wird eine hohe Transparenz für alle Unternehmen der Unternehmensgruppe erreicht. Der für das Geschäftsjahr 2016 gültige ÖCGK (Fassung Jänner 2015) kann auf der Website des Österreichischen Arbeitskreises für Corporate Governance (www.corporate-governance.at), aber auch auf jener der Rath Aktiengesellschaft (www.Rath-group.com > Investor Relations >Corporate Governance > Corporate Governance Kodex) abgerufen werden.
Zur Vermeidung von Insider-Handel besteht seit 2002 eine auf der Emittenten-Compliance-Verordnung der österreichischen Finanzmarktaufsicht basierende Richtlinie. Der im Jahr 2010 aktualisierte Verhaltenskodex richtet sich an alle Mitarbeiter und enthält alle Verhaltensgrundsätze und gibt Orientierung zu den grundlegenden ethischen und rechtlichen Pflichten von Rath Mitarbeitern.
Die Rath Aktiengesellschaft befolgt die Regelungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex einschließlich der R-Regeln mit einer Ausnahme lückenlos. Im Geschäftsjahr 2015 gab es bei einer C-Regel der insgesamt 83 Regeln des Kodex eine abweichende Handhabung, die im Folgenden im Sinne des Grundsatzes "Comply or Explain" erläutert und begründet wird:
Die Einhaltung der C-Regel 62 des Corporate Governance Kodex hat die Rath Aktiengesellschaft regelmäßig, mindestens alle drei Jahre, durch eine externe Institution evaluieren zu lassen und über das Ergebnis im Corporate Governance Bericht zu berichten.
Für das Geschäftsjahr 2016 ließ die Rath Aktiengesellschaft keine Evaluierung durch eine externe Institution vornehmen. Die nächste externe Evaluierung wird innerhalb der Dreijahresfrist gemäß Corporate Governance Kodex erfolgen.
Rath wendet den Corporate Governance-Kodex in der Fassung Jänner 2015 an mit folgenden näheren Erläuterungen:
Herr DI Jörg Sitzenfrey, geboren 1976, ist seit 1. 1.2013 (Erstbestellung) als Mitglied des Vorstandes für die Ressorts Produktion, Forschung & Entwicklung, verantwortlich.
Herr Andreas Pfneiszl, geboren 1969, ist seit 10.6.2013 (Erstbestellung) als Mitglied des Vorstandes für die Bereiche Vertrieb und Finanzen verantwortlich.
Die Vorstandsmitglieder hatten im Geschäftsjahr 2016 keine Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften, inne.
Beide Vorstandsverträge haben eine Laufzeit bis 31. Dezember 2020.
Die Vergütung des Vorstands richtet sich nach dem Umfang des Aufgabengebietes, der Verantwortung und der persönlichen Leistung des Vorstandsmitglieds, sowie nach der Erreichung der Unternehmensziele, der Größe und der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens. Erfolgsabhängige Vergütungen erfolgen bei der Rath Aktiengesellschaft nicht über Aktienoptionen, sondern sind abhängig von variablen Erfolgskriterien. Dazu zählen eine vordefinierte Zielerreichung hinsichtlich des Geschäftsergebnisses, qualitativer und quantitativer Ziele.
Von der Gesamtvergütung des Vorstands im Jahr 2016 waren Anteile sowohl fix als auch erfolgsabhängig. Für die variable Höchstgrenze wurde ein Wert von 50% des Grundbezuges festgelegt. Im Falle einer Beendigung der Funktion des Vorstandes bestehen keine Ansprüche oder Anwartschaften über das gesetzliche Maß hinaus. Für das Management der Rath Gruppe besteht ein gültiger Haftpflicht-Versicherungsschutz (D&O Versicherung).
Die Aufgaben des Vergütungsausschusses werden bis 2016 vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen. Ab 2017 ist ein eigener Ausschuss eingerichtet. Über Kenntnisse und Erfahrung im Bereich der Vergütungspolitik verfügt insbesondere Herr Mag. Ehrlich-Adám.
| 2015 TEUR | 2016 TEUR | VORSTANDSVERGÜTUNGEN ‹ | ||
|---|---|---|---|---|
| 162 | 200 | fix | DI Jörg Sitzenfrey | |
| 56 | 80 | variabel | ||
| 217 | 280 | |||
| 164 | 200 | fix | Andreas Pfneiszl | |
| 56 | 80 | variabel | ||
| 220 | 280 | |||
| 437 | 560 | Gesamtsumme |
Der Aufsichtsrat besteht derzeit aus sechs von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern, die sich durch eine hohe betriebswirtschaftliche und rechtliche Fachkenntnis, persönliche Qualifikation und langjährige Erfahrung auszeichnen. Alle Mitglieder sind österreichische Staatsbürger.
| › AUFSICHTSRATSMITGLIEDER | GEB.-JAHR | AR-MANDATE ODER VERGLEICHBARE FUNKTIONEN |
ERST BESTELLUNG |
ENDE LAUFENDER FUNKTIONSPERIODE |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Mag. Stefan Ehrlich-Adám (Vorsitzender) › unabhängig |
1964 | Geschäftsführer EVVA Sicherheitstechnologie GmbH, Vizepräsident im Präsidium des ASI Austrian Standards Institute (ASI) |
25.6.2013 | im Jahr 2018 | |
| WP Mag. Philipp Rath (Vorsitzender-Stv.) › abhängig |
1966 | Wirtschaftsprüfer und Partner von Rödl & Partner GmbH |
17.7.2003 | im Jahr 2018 | |
| Dkfm. Paul Rath › abhängig |
1934 | Geschäftsführer der Rath Holding GmbH |
14.9. 1989 | 10. 10.2016 | |
| MMag. Christian B. Maier › unabhängig |
1966 | Finanzvorstand der Porr Aktiengesellschaft, AR-Mandat UBM Development AG, Österreich |
27.6.2008 | im Jahr 2018 | |
| Mag. Dieter Hermann › unabhängig |
1966 | Aufsichtsrat Silgan Holdings Austria GmbH |
25.6.2013 | im Jahr 2018 | |
| Mag. Karin Bauer-Rath › abhängig |
1961 | T1 ABW Abschleppdienst GmbH |
1.6.2016 | im Jahr 2018 | |
| Dr. Andreas Meier › unabhängig |
1962 | Vorsitzender der Geschäfts führung/CEO H.C.Starck Gruppe |
1.6.2016 | im Jahr 2018 | |
Die Aufsichtsratsvergütungen (inklusive Sitzungsgelder) für das Geschäftsjahr 2016 betragen vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung insgesamt 76 TEUR (2015: 65 TEUR) und teilen sich wie folgt auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder auf:
| Mag. Stefan Ehrlich-Adám (Vorsitzender) | 16.600 |
|---|---|
| Mag. Philipp Rath (Vorsitzender-Stv.) | 14.600 |
| Mag. Dieter Hermann | 12.600 |
| MMag. Christian B. Maier | 12.000 |
| Dkfm. Paul Rath | 7.867 |
| Dr. Andreas Meier | 6.400 |
| Mag. Karin Bauer-Rath | 5.800 |
Die Vergütungen für die Aufsichtsratsmitglieder setzten sich aus einer fixen und einer anwesenheitsabhängigen Komponente zusammen. Die fixe Komponente besteht aus einem Gesamtbetrag, die zweite Komponente besteht aus einem Sitzungsgeld, das sich aus einem Pauschalbetrag pro Sitzung ergibt, an der ein Mitglied teilnimmt.
Als "unabhängig" im Sinne der Generalklausel der Regel 53 gelten jene Mitglieder des Aufsichtsrats, die in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Rath Aktiengesellschaft oder deren Vorstand stehen, die einen materiellen Interessenskonflikt begründet und daher geeignet ist, das Verhalten des Mitglieds zu beeinflussen. Als Maßstab werden die Kriterien des Corporate Governance Kodex Anhang 1 angewendet. Gemäß diesen Kriterien sind zwei Mitglieder des Aufsichtsrats der Rath Aktiengesellschaft als abhängig einzustufen.
Der Aufsichtsrat der Rath Aktiengesellschaft setzt sich aus Experten unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen und hält in regelmäßigen Abständen Sitzungen ab, die sich u.a. auch mit strategischen sowie mit Bilanzbelangen des Unternehmens befassen. In diesem Rahmen ist der Aufsichtsrat der Rath Aktiengesellschaft auch in alle grundlegenden Entscheidungen des Vorstands als beratendes Organ involviert.
Die Rath Aktiengesellschaft verfügt über einen Prüfungs-, Strategie- und Vergütungsausschuss. Weitere Ausschüsse sind nicht eingerichtet. Dem Prüfungsausschuss gehören folgende Personen des Aufsichtsrates an: Herr Mag. Ehrlich-Adám als Vorsitzender, Herr Mag. Philipp Rath, Herr MMag. Christian B. Maier und Herr Mag. Dieter Hermann. Der Prüfungsausschuss hat im Jahr 2016 zwei Sitzungen abgehalten, in denen die Vorbereitung und Analyse des Jahresabschlusses und die internen Kontroll-, Revisions- und Risikosysteme behandelt wurden. Weiters wurde aufgrund der Prüfung durch die OePR die Ergebnisse berichtet und diskutiert. Der Abschlussprüfer hat dabei an beiden Sitzungen teilgenommen.
Dem Strategieausschuss gehören folgende Personen des Aufsichtsrates an: Herr Mag. Ehrlich-Adám, Herr Mag. Philipp Rath, Herr Dkfm. Paul Rath (bis Oktober 2016), Herr Mag. Dieter Hermann, Herr Dr. Andreas Meier. Der Strategieausschuss hat im Jahr 2016 einmal getagt, in welchem die Absatzpotentiale in den USA erörtert wurden.
Im 2. Halbjahr 2016 wurde ein Vergütungsausschuss eingerichtet, dem folgende Personen des Aufsichtsrates angehören: Herr Mag. Ehrlich-Adám, Herr Mag. Philipp Rath, Herr Dr. Andreas Meier. Der Ausschuss tagte erstmals im März 2017.
Im Jahr 2016 hat der Aufsichtsrat 6 ordentliche Sitzungen (inklusive konstituierender Aufsichtsratssitzung) abgehalten. Die Präsenzquote lag bei 96%. Die Tätigkeitsschwerpunkte des Aufsichtsrats im Berichtsjahr sind im Bericht des Aufsichtsrates näher dargestellt.
Maßnahmen zur Förderung von Frauen im Vorstand, im Aufsichtsrat und in leitenden Funktionen Dem Vorstand der Rath Aktiengesellschaft gehört keine Frau an. Dem Aufsichtsrat gehört seit Juni 2016 eine Frau an, damit lag der Frauenanteil ab Juni 2016 bei rund 17%. In zahlreichen Bereichen der ersten und zweiten Berichtsebene haben Frauen Führungsfunktionen inne. Der Anteil von Frauen am gesamten Mitarbeiterstand betrug gruppenweit per 31. Dezember 2016 19,0% (2015: 17,9%). Die Rath Gruppe unterstützt und fördert die Anstellung von Frauen, in allen Bereichen. Rath setzt auch Maßnahmen und tätigt Investitionen, welche die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern. Des Weiteren wird im Rekrutierungsprozess hohes Augenmerk auf eine strenge Gleichbehandlung der Geschlechter gelegt.
Eine Abteilung für interne Revision im klassischen Sinne gibt es aufgrund der Unternehmensgröße nicht. Die Aufgaben einer internen Revision werden von den Abteilungen Prozess Management ausgeführt, welche über wesentliche Ergebnisse dem Vorstand regelmäßig berichtet. Aktualisierte Informationen zu der Umsetzung des Kodex und Anpassungen aufgrund von gesetzlichen Veränderungen sind auf der Homepage der Rath Gruppe (www.rath-group.com) zu finden. Vertiefende Anfragen werden vom IR-verantwortlichen Vorstandsmitglied während des Jahres oder vom Vorsitzenden des Aufsichtsrates in der Hauptversammlung beantwortet.
WIEN, 21. APRIL 2017
Der Vorstand
Andreas Pfneiszl DI Jörg Sitzenfrey
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist. Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Die Ergebnisse des zum 31. Dezember 2016 endenden Geschäftsjahres lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.
Der Vorstand
Andreas Pfneiszl DI Jörg Sitzenfrey
WIEN, 21. APRIL 2017
Mag. Stefan Ehrlich-Adám, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat der Rath AG hat im Geschäftsjahr 2016 in Wahrnehmung der ihm nach Gesetz und der Satzung übertragenen Aufgaben die Arbeit des Vorstands intensiv begleitet. Dabei hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Lage und der Entwicklung des Unternehmens befasst. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand regelmäßig durch mündliche Berichte in den Sitzungen, ergänzt durch Unterlagen zu den behandelten Tagesordnungspunkten, ebenso wie durch eine regelmäßige schriftliche Berichterstattung informiert. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung eingebunden.
Im Berichtsjahr 2016 fand in sechs Sitzungen (fünf ordentliche Sitzungen, eine konstituierende Sitzung) zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ein intensiver Informationsaustausch statt, bei dem die wirtschaftliche Lage und die strategische Weiterentwicklung unserer Unternehmensgruppe sowie wesentliche Ereignisse, Investitionen und Maßnahmen beraten wurden. In allen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand im Rahmen der laufenden Berichterstattungen über die wesentlichen Angelegenheiten der Geschäftsführung, den Gang der Geschäfte und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens unterrichtet. Dem Aufsichtsrat war somit in ausreichendem Maße Gelegenheit geboten, seiner Informations- und Überwachungspflicht zu entsprechen. Wir haben somit die uns nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben vollständig erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung detailliert überwacht. Es gab keinen Anlass zur Beanstandung der Geschäftstätigkeit des Vorstandes.
Aufsichtsrat und Vorstand haben sich im Berichtsjahr umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements in der Gesellschaft und in den Konzernunternehmen, ausgetauscht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand ausführlicher Berichte über die Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns, die Personalsituation, sowie die Investitions- und potentielle Akquisitionsvorhaben unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde gesondert informiert. Die Ausschüsse des Aufsichtsrats berichteten in den Sitzungen über ihre Tätigkeiten. Im Geschäftsjahr 2016 fanden sechs ordentliche (inklusive konstituierender Aufsichtsratssitzung) statt. Alle Mitglieder nahmen mit wenigen Ausnahmen an allen Sitzungen persönlich teil. In der Sitzung vom 29. Februar 2016 wurde über das abgelaufene Geschäftsjahr berichtet. Der Tätigkeitsbericht zur Emittenten-Compliance-Richtlinie wurde zur Kenntnis genommen.
In der Sitzung vom 18. April 2016 wurden der Jahresabschluss und Lagebericht 2015 sowie der Konzernjahresabschluss und -lagebericht 2015 geprüft, der Jahresabschluss 2015 entsprechend der Empfehlung des Prüfungsausschusses festgestellt und der Vorschlag für die Gewinnverteilung für das Geschäftsjahr 2015 gebilligt. Weiters wurde der Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers beschlossen, die Hauptversammlung vorbereitet und über die aktuelle Geschäftslage berichtet. Die Sitzung am 1. Juni 2016 diente vorwiegend der Vorbesprechung zur Hauptversammlung. In der am selben Tag, nach der Hauptversammlung, stattfindenden konstituierenden Aufsichtsratssitzung wurden die Sitzungstermine 2016/2017 vereinbart. In der Sitzung vom 6. September 2016 wurde der Halbjahresfinanzbericht diskutiert und über die aktuelle Geschäftslage
befunden. In der letzten Sitzung des Jahres am 30. November 2016 wurde das Budget inklusive Investitionen für das Jahr 2017, sowie die Mittelfristplanung bis 2020 genehmigt.
Vom Aufsichtsrat waren im Berichtsjahr drei Ausschüsse installiert. Der Prüfungsausschuss ist im Jahr 2016 zweimal zusammengetreten. Am 6. April 2016 hat der Prüfungsausschuss im Beisein des Abschlussprüfers die Schlussbesprechung für das Geschäftsjahr 2015 durchgeführt. Es wurden Jahresabschluss und Lagebericht sowie Konzernabschluss und -lagebericht geprüft und dem Aufsichtsrat die Feststellung des Jahresabschlusses sowie die Auswahl des Wirtschaftsprüfers empfohlen. In der Sitzung am 30. November 2016 haben die Abschlussprüfer über den Stand der Vorprüfung der Jahres- und Konzernjahresabschlussprüfung informiert. Der Vorstand informierte über die Fehlerfeststellung der OePR. Der Strategieausschuss hat im Jahr 2016 einmal getagt. Den Schwerpunkt der Sitzung vom 6. September 2016 bildete die Vorstellung des Geschäftsführers der Rath Inc., sowie ein Überblick über die Marktpotentiale und eventuelle Möglichkeiten der Rath Gruppe im amerikanischen Markt. Der Vergütungsausschuss trat erstmalig am 24. März 2017 zusammen. Schwerpunkt war die Feststellung über die Zielerreichung des Vorstands im Jahr 2016 als Basis für den variablen Vergütungsanteil
Der Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2016 und der Lagebericht des Vorstands sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 nach IFRS und der Konzernlagebericht des Vorstands sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung vom 1. Juni 2016 als Abschlussprüfer gewählten KPMG Austria GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats hat das Ergebnis der Abschlussprüfung in der Sitzung vom 21. April 2017 unter Einbeziehung der Abschlussprüfer analysiert und dem Aufsichtsrat die Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses empfohlen.
Der Aufsichtsrat hat die Unterlagen gemäß § 96 AktG sowie den Corporate-Governance-Bericht geprüft und den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt ist; ebenso hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgelegten Gewinnverteilungsvorschlag geprüft und ihm seine Zustimmung erteilt. Die vorgenommenen Prüfungen haben nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben.
Mag. Stefan Ehrlich-Adám Vorsitzender des Aufsichtsrats
WIEN, 21. APRIL 2017
Die Entwicklung der weltweiten wirtschaftlichen Lage blieb im Jahr 2016 unter den Erwartungen. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs laut Schätzungen der Weltbank (Global Outlook, Jänner 2017) um 2,3 Prozent. Damit hat sich der weltweite Zuwachs der Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr verlangsamt. Auch die weltweite Industrieproduktion blieb mit einem Wachstum von 1,5 Prozent unter dem Vorjahr (+1,8 Prozent).
Im Detail unterscheiden sich die wirtschaftlichen Kennzahlen je Region doch sehr stark. Wie auch schon in den letzten Jahren sorgen vorrangig Schwellenländer in Asien für dynamische Wachstumszahlen, während die klassischen Industrienationen deutlich niedrigere Steigerungen verzeichnen. Aggregiert betrug das Wachstum für die Regionen Europa, Nordamerika und Japan 1,6 Prozent. Das stellt eine deutliche Verlangsamung zum Vorjahr dar (2,1 Prozent in 2015).
In Europa allein betrachtet betrug das Wachstum in 2016 1,6 Prozent und lag damit um 0,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahr. Das europaweite Wachstum wurde vor allem getrieben durch Konsumausgaben und die expansive Geldpolitik der europäischen Notenbanken.
Österreich (+ 1,5 Prozent), Deutschland (+ 1,8 Prozent) und Großbritannien (+2,0 Prozent) erreichten robuste Steigerungsraten. Geringeres Wachstum wurde allerdings in Frankreich (+1,1 Prozent) und Italien (+ 0,9 Prozent) erreicht.
Auch in Osteuropa kam es zu einer Verlangsamung der Wirtschaft. Polen erhöhte sein Bruttoinlandsprodukt um 2,5 Prozent. Das bedeutet einen deutlichen Rückgang zu 2015 um –1,4 Prozentpunkte. Niedrige Rohstoffpreise sorgten in Russland für eine neuerliche Reduktion der Wirtschaftsleistung. Nach –3,7 Prozent in 2015 konnte der Rückgang des Bruttoinlandprodukts aber auf –0,6 Prozent in 2016 eingedämmt werden.
In den USA entwickelte sich das Wirtschaftswachstum im zweiten Halbjahr 2016 deutlich langsamer als erwartet. Für das Gesamtjahr 2016 wurde ein Zuwachs um 1,6 Prozent erreicht. Das ist ein Rückgang um 1,0 Prozentpunkte zum Vorjahr. Auch in den USA blieb das Wachstum konsumgetrieben. Eine Verlangsamung des Wachstums zeigt sich auch in anderen wirtschaftlich bedeutsamen Staaten auf dem amerikanischen Kontinent. Mexikos Wachstum betrug 2,0 Prozent und stellt damit eine Verringerung um 0,6 Prozentpunkte dar. Brasilien stürzte in wirtschaftliche Turbulenzen aufgrund des Verfalls von Rohstoffpreisen und politischer Instabilität. Das brasilianische Bruttoinlandsprodukt schrumpfte um –3,4 Prozent.
Die Feuerfestbranche befindet sich weiterhin in einem stagnierenden Absatzmarkt, dadurch kommt es auch aktuell zu Konsolidierungen unterschiedlichster Marktteilnehmer. In einem wirtschaftlichen Umfeld, welches
primär durch Marktverdrängung geprägt und dadurch hart umkämpft ist, produzieren weltweit rund 2.000 Unternehmen rd. 15 mil. Tonnen feuerfeste Werkstoffe, in der EU sind es rd. 6 mil. Tonnen pro Jahr. Die Rath Gruppe ist in den wichtigsten Branchen für Feuerfestprodukte und Lösungen weltweit erfolgreich tätig.
In der Business Line "Metals" wird der wesentlichste Umsatzanteil in der Stahlindustrie erwirtschaftet. Hier vor allem im Bereich der sogenannten "Zweiten Hitze", in jenem Bereich der Weiterverarbeitung und Veredelung. Konnten wir noch im vorangegangenen Wirtschaftsjahr 2015 in diesem Absatzbereich einen geringen Zuwachs von 1 Prozent erzielen, so pendelte sich der Anteil zum 31.12.2016 wieder auf 33 Prozent (VJ: 34 Prozent) ein.
Die wesentlichsten Produkte, die in diesem Segment eingesetzt werden, sind Hochtemperaturwollen, -rollen, -matten, -Kombi Module, sowie Feuerleichtsteine und dichte Steine und Betone.
Das stagnierende Wachstum in der Business Line "Metals" spiegelt die anhaltend schwache Entwicklung der Stahlindustrie wieder. Nach wie vor sind es in der Stahlindustrie die deutlichen Überkapazitäten, welche sich auch im Jahr 2017 nicht merklich verbessern werden.
Unsere Kunden betreuen wir weltweit, vor allem aber aus der Europäischen Union, gefolgt von Asien und den USA. Die Rath Gruppe ist als ein etablierter Partner in diesem Segment und dafür bekannt, technisch komplexe und innovative Gesamtlösungen dem Kunden zu bieten.
Unsere Erwartung für das neue Geschäftsjahr in dieser Business Line ist eine neutrale. Wir gehen davon aus, dass wir unseren Anteil halten werden.
Am Gesamtabsatz bezogen konnte in der Business Line "Fuels, Chemicals & Energy" eine Steigerung von 2 Prozent auf 22 Prozent (VJ: 20 Prozent) erzielt werden. Im Wesentlichen sind die Zuwächse auf die gestiegene Nachfrage aus den USA, aber auch auf unsere neue Produktgruppe Nitrid gebundene SIC- Rohrschutzplatten für die Hausmüllverbrennung zurückzuführen.
Für die Business Line bieten wir darüber hinaus hochwertige dichte Steine, sowie hochwertige Feuerleichtsteine, Kombi Module und Vakuumformteile an.
Unsere Kunden kommen aus den USA und der Europäische Union, sowie Asien. In diesem Geschäftsfeld wird die Rath Gruppe als ein Anbieter mit höchster Zuverlässigkeit und überdurchschnittlicher Lebensdauer angesehen.
Aufgrund der Kundenrückmeldung aus den USA aber auch aus der Europäischen Union gehen wir davon aus, dass die Business Line "Fuels, Chemicals & Energy" auch im Jahr 2017 wächst.
Unsere Kunden in der Business Line "Special Furnaces" sind hauptsächlich Hersteller von Spezialöfen für die Industrie. Wie z. B. Hersteller von Analyse- und Messgeräten im Laborbereich sowie Hersteller von Spezialöfen im Dentalbereich. Der Anteil am Gesamtabsatz lag bei 16 Prozent (VJ: 16 Prozent). Die Rath Gruppe liefert hier im wesentlichen Produkte aus keramischen Vakuumformteilen auf Basis von Hochtemperaturwollen.
Unsere Kunden kommen hier aus der Europäischen Union und den USA. In diesem Geschäftsfeld sind wir weltweit einer der TOP 3 Anbieter am Markt. Aufgrund unserer innovativen Engineering- und Produktionsmannschaft sowie unserer engen Zusammenarbeit mit den Herstellern der Spezialöfen, ist mit einer leichten Absatzsteigerung im Jahr 2017 zu rechnen.
In der Business Line "Ceramic" kann die Rath Gruppe einen Umsatzanteil von 15 Prozent am Gesamtabsatz (VJ: 15 Prozent) verzeichnen. Unsere Kunden sind im Wesentlichen die Automobilindustrie und Hersteller von keramischen Erzeugnissen und überwiegend in der Europäischen Union angesiedelt. Das Produktportfolio umfasst hochwertige dichte Steine, hochwertige Feuerleichtsteine, Kombi Module und Vakuumformteile sowie spezielle Betone.
Für das Jahr 2017 gehen wir von einer Erholung und leichten Steigerung der Umsätze aus.
Die Business Line "Domestic Fireplaces" ist das traditionsreichste Geschäftsfeld der Rath Gruppe. Seit 125 Jahren liefern wir Produkte für diese Branche und sind nach wie vor Marktführer in Mitteleuropa. Am Gesamtabsatz der Rath Gruppe nimmt die Business Line mit 10 Prozent (VJ: 10 Prozent) einen wichtigen Teil ein.
Der klassische Schamottestein in unterschiedlichen Formaten sowie die Schamotteplatte inklusive Kleber und Mörtel sind das angebotene Produktportfolio.
Unsere Kunden kommen überwiegen aus der Europäischen Union, im Wesentlichen aus Österreich, Deutschland, Ungarn und den Ost-Staaten. Aus heutiger Sicht gehen wir von einem stabilen Absatz im Jahr 2017 aus.
Die Business Line "Glass" trägt zum Gesamtabsatz 4 Prozent (VJ: 5 Prozent) bei.
Unsere Produkte für die Glasindustrie sind dichte Steine und Betone sowie Betonformteile. Die Hauptabsatzmärkte liegen in Nordamerika und Ost-Asien, aber auch in der Europäischen Union. Wir sehen in der Business Line "Glass" einen wesentlichen Wachstumstreiber für die Rath Gruppe und gehen daher von einer positiven Entwicklung für 2017 aus.
Das Wirtschaftsjahr 2016 war ein erfolgreiches für die Rath Gruppe. In den Ertragskennzahlen konnten wir auch im Jahr 2016 gute Ergebnisse verzeichnen.
Nachfolgend findet sich die Darstellung der vier abgelaufenen Quartale des Wirtschaftsjahres 2016.
| 2015 | GESAMT JAHR |
4. QUARTAL | 3. QUARTAL | 2. QUARTAL | 1. QUARTAL | KENNZAHLEN ‹ | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 81.924 | 80.306 | 22.420 | 20.719 | 20.796 | 16.371 | Umsatz in TEUR | |
| 9.785 | 9.140 | 1.274 | 3.758 | 2.561 | 1.547 | EBITDA in TEUR | |
| 11,9% | 11,4% | 5,7% | 18,1% | 12,3% | 9,4% | EBITDA-Marge | |
| 5.627 | 5.016 | 1.224 | 1.690 | 1.551 | 551 | EBIT in TEUR | |
| 6,9% | 6,2% | 5,5% | 8,2% | 7,5% | 3,4% | EBIT-Marge | |
| 551 | 542 | 542 | 547 | 550 | 551 | Mitarbeiter im 0 | |
| 13,76 | 16,40 | 16,40 | 17,00 | 16,50 | 13,40 | Aktienkurs in EUR | |
Entsprechend des wirtschaftlichen Umfeldes und der aktuellen branchenbedingten Marktkonsolidierung konnte die Rath Gruppe das letztjährige Umsatzniveau nicht übertreffen.
Der Gruppenumsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum sank um 2% auf 80.306 TEUR (VJ: 81.924 TEUR). Dieser verteilt sich auf unsere einzelnen Gesellschaften, die unsere primäre Segmentierung darstellen, wie folgt:
Die österreichische Gesellschaft Aug. Rath jun. GmbH, Krummnußbaum, konnte die Umsatzsteigerung (6%) des Vorjahres nicht halten und verzeichnete eine Verringerung ihres Absatzes um 6% auf 26.063 TEUR (VJ: 27.773 TEUR). Die wesentliche Veränderung stammt aus dem Projektgeschäft. Dieses ist sehr volatil und unterliegt immer wieder stärkeren Schwankungen.
Unsere deutsche Gesellschaft, die Rath GmbH, mit drei Standorten (Meißen, Bennewitz und Mönchengladbach) konnte ein Umsatzwachstum im Projektgeschäft erzielen. Hier wirkte sich der Zuwachs mit 7% auf 27.965 TEUR (VJ: 26.199 TEUR) deutlich aus.
In unserer ungarischen Gesellschaft, Rath Hungaria Kft., Budapest, verringerte sich der Umsatz um merkliche 13% auf 7.521 TEUR (VJ: 8.645 TEUR). Grund dafür ist, dass wir in unserer ungarischen Gesellschaft ein weitreichendes Produktportfolio für die Stahlindustrie anbieten und diese Branche sehr absatzverhalten agierte. Die amerikanische Tochtergesellschaft, Rath USA Inc., Newark, konnte ihren Umsatz, nachdem bereits im Vorjahr ein Absatzzuwachs verzeichnet wurde, nochmals um 4% auf 13.638 TEUR (VJ: 13.146 TEUR) steigern. Die Umsatztreiber waren hier die Kunden aus der Business Line FC&E.
Unsere Vertriebsgesellschaften in Europa und Mexiko konnten den Umsatz nicht weiter steigern. Mit einem Absatz von 5.093 TEUR (VJ: 6.118 TEUR) weisen die Gesellschaften einen um 17% geringeren Umsatz aus. Nähere Details finden Sie im Segmentbericht.
Der Rohertrag konnte gegenüber dem Vorjahr stabil bei 59% (VJ: 58%) gehalten werden. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Ertragsteuern (EBITDA) sank zwar um 645 TEUR auf 9.140 TEUR (VJ: 9.785 TEUR), ist jedoch weiterhin stabil bei 11% zum Umsatz.
Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) verringerte sich, nach zwei Jahren des stetigen Zuwachs, um 611 TEUR auf 5.016 TEUR (VJ: 5.627 TEUR). Damit liegt die EBIT-Marge bei 6%.
Die Personalaufwendungen im Verhältnis zum Umsatz belaufen sich auf 32% (VJ: 31%). Die Personalkosten stiegen absolut um 2% auf 25.557 TEUR (VJ: 24.992 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen leicht auf 13.508 TEUR (VJ: 13.231 TEUR). Das Finanzergebnis liegt zum Ende des Berichtszeitraumes bei –311 TEUR (VJ: 873 TEUR). Im Vorjahr konnten hier noch Währungsgewinne von 1.767 TEUR gezeigt werden, diese resultierten im Wesentlichen aus der USD/EUR Veränderung in der Bewertung. Für das Berichtsjahr sind es 300 TEUR. Die Zinsaufwendungen verringerten sich aufgrund der niedrigeren Zinssätze um 112 TEUR. Die Bewertung des Zinsswaps wirkte sich auf das Finanzergebnis mit 185 TEUR (VJ: 158 TEUR) positiv aus.
Das Konzernergebnis liegt somit bei 3.945 TEUR (VJ: 4.109 TEUR).
Aufgrund des guten Konzernergebnisses 2016 und des Jubiläumsjahres – 125 Jahre RATH – sowie der weiterhin anhaltenden positiven Entwicklung der Gruppe wird der Vorstand und Aufsichtsrat der kommenden Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung in Höhe von 0,75 EUR pro Stückaktie vorschlagen. Diese setzt sich zusammen aus einer Dividende in Höhe von 0,50 EUR je Stückaktie sowie einer Sonderdividende in Höhe von 0,25 EUR je Aktie.
Die Vermögens- und Finanzlage der Rath Gruppe stellt sich am Ende des Berichtsjahres 2016 wie folgt dar: Auf der Aktivseite erhöhte sich das kurzfristige Vermögen, vor allem im Bereich der Forderungen, inkl. sonstiger Forderungen um 2.479 TEUR auf nunmehr 44.956 TEUR. Als wesentlichste Position sind hier die im letzten Quartal 2016 fakturierten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen anzuführen (+2.016 TEUR zum Vorjahr). Gleichzeitig erhöhte sich das langfristige Vermögen um 1.482 TEUR auf 40.106 TEUR. Im Wesentlichen ist die Veränderung auf die Erhöhung der Sachanlagen zurückzuführen. Die durchgeführten Investitionen im Jahr 2016 betrugen 5.627 TEUR (VJ: 3.551 TEUR).
Die Bilanzsumme hat sich so um 3.960 TEUR erhöht, mit Ende des Berichtsjahres 2016 lag der Wert bei 85.062 TEUR (VJ: 81.102 TEUR).
Zum Bilanzstichtag 31.12.2016 weist die Unternehmensgruppe ein Eigenkapital in Höhe von 43.091 TEUR (VJ: 39.879 TEUR) aus. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich, trotz Dividendenausschüttung in Höhe von 750 TEUR im Juni 2016, aufgrund des guten Jahresergebnisses gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres um 2 Prozentpunkte auf 51% (VJ: 49%).
Der Anteil des Fremdkapitals betrug zum 31.12.2016 49% (VJ 51%), wovon 28% (VJ: 27%) auf das langfristige und 72% (VJ: 73%) auf das kurzfristige Fremdkapital entfallen.
Die Verschuldungsquote (Netto-Finanzverbindlichkeiten im Verhältnis zum Eigenkapital) verringerte sich neuerlich um 4% auf 54% (VJ: 58%).
Die Finanzierung des Konzerns folgt seit Jahren den Grundsätzen der Erhaltung einer gesicherten Liquidität sowie einer möglichst hohen Eigenmittelausstattung. Die Erhöhung der Eigenkapitalquote auf 51% (VJ: 49%) ist im Berichtsjahr dem starken Jahresergebnis zuzuordnen. Ein wesentliches Unternehmensziel ist die Eigenkapitalquote bei mehr als 40% zu halten.
Die Nettoverschuldung des Konzerns (der Saldo aus verzinslichen Verbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und Finanzielle Vermögenswerte/Wertpapiere) erhöhte sich leicht im laufenden Geschäftsjahr um 399 TEUR auf 23.466 TEUR (VJ: 23.067 TEUR).
Der operative Cashflow liegt mit 5.903 TEUR zum Ende des Berichtsjahres auf dem Niveau des Vorjahres (VJ: 6.155 TEUR). Aufgrund der großen Investitionen in unsere Anlagen, vor allem in Deutschland, erhöhte sich der Geldabfluss aus der Investitionstätigkeit um 2.076 TEUR auf 5.627 TEUR (VJ: 3.551 TEUR).
Die Rückführung im Bereich der Finanzierungstätigkeit liegt bei 299 TEUR (VJ: 3.017 TEUR) und spiegelt sich im Geldabfluss aus der Finanzierung wider.
Der Free Cashflow verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 425 TEUR auf 11 TEUR (VJ: –414 TEUR). Der Bestand an liquiden Mitteln betrug am 31.12.2016 3.527 TEUR, welcher sich um 2% im Vergleich zum Vorjahr erhöhte.
Mit Schreiben vom 23. Mai 2016 wurde die Rath Aktiengesellschaft informiert, dass die österreichische Prüfstelle für Rechnungswesen (OePR) eine Stichprobeprüfung für den Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2015, sowie den Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2015 und 30. Juni 2016 durchführen wird. Mit Schreiben vom 3. Oktober 2016 wurde die Rath Aktiengesellschaft über das Ergebnis dieser Prüfung in der Form einer Fehlerfeststellung im Bereich des Cashflows informiert. Der Finanzierungscashflow wurde aufgrund eines Konsolidierungsfehlers um 500 TEUR zu niedrig, der operative Cashflow insbesondere aufgrund enthaltener unrealisierter Wechselkursdifferenzen um 1.700 TEUR zu hoch und
daher insgesamt um 2.200 TEUR zu hoch ausgewiesen. Aufgrund der Feststellung wurden sämtliche Vorjahreszahlen im Geschäftsbericht 2016 angepasst.
Bestens ausgebildete, motivierte MitarbeiterInnen stellen für die Rath Gruppe den zentralen Erfolgsfaktor dar. Durch ihre hohe fachliche und soziale Kompetenz sichern sie die ausgezeichnete Produktqualität und sind ein wichtiger Motor für die Zukunft.
Unser Erfolg liegt einerseits in der Begeisterung für innovative Feuerfestlösungen, die wir in unseren Produkten und Technologien umsetzen, und andererseits in der hohen Einsatzbereitschaft und Loyalität unserer MitarbeiterInnen.
Die Rath-Gruppe beschäftigte zum 31.12.2016 auf Basis "FTE" ("full-time equivalent") insgesamt 485 Personen (VJ: 505). Es gibt in der Rath Gruppe kein Aktienoptionsprogramm. Management, leitende Mitarbeiter und sonstige Schlüsselkräfte sind in lokal unterschiedlichen Prämienmodellen eingebunden.
Die Personalmanagementaufgaben werden entsprechend zentraler Vorgaben der Muttergesellschaft wahrgenommen und in die Tochtergesellschaften übertragen. Die strategischen Aufgaben im Bereich Human Resources sind beim CFO angesiedelt.
Für Mitarbeiterweiterbildung wurden 2016 in der Rath Gruppe insgesamt 145 TEUR (VJ: 129 TEUR) aufgewendet. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeichnen sich durch ihre Qualifikation, ihre Einsatzbereitschaft, Verantwortung, Disziplin, Loyalität und durch gegenseitige Wertschätzung in einem familiären Arbeitsumfeld aus.
Der Vorstand bedankt sich an dieser Stelle herzlich bei allen Rath Kolleginnen und Kollegen für ihren tatkräftigen Einsatz und die konstruktive Zusammenarbeit im vergangenen Geschäftsjahr.
Aufsichtsrat und Management der Rath Gruppe legen großen Wert auf eine nachhaltige Unternehmensführung. Die strategische Entscheidungsfindung sowie die operative Führung werden dementsprechend gleichermaßen von ökologischen, ökonomischen und sozialen Faktoren beeinflusst.
Seit dem 1. Jänner 2005 unterliegt die Rath Gruppe dem europäischen Emissionshandelssystem. Im Rahmen dieses Systems erhalten die betroffenen Unternehmen (derzeit die Aug. Rath jun. GmbH, Österreich) Emissionszertifikate, die innerhalb von vier Monaten nach Ablauf eines Kalenderjahres entsprechend dem tatsächlichen Ausstoß des Jahres an die zuständige Behörde zurückgegeben werden müssen.
Übersteigen die tatsächlichen Emissionen die zugeteilten Zertifikate pro Jahr, müssen die fehlenden Zertifikate zugekauft werden. Die Rath Gruppe verfügte über ausreichend Gratiszertifikate.
Zu den wichtigsten gruppenübergreifenden Nachhaltigkeitsstrategien zählen die Rath Marken- und Produktentwicklungsstrategie, Innovation und Produktionsverfahren zur Optimierung von Ökonomie und Ökologie im Herstellungsprozess wie auch im Produkt. Die Erfassung von wichtigen Basisdaten der Konzernunternehmen wurde im Geschäftsjahr 2016 fortgesetzt.
Unsere Kolleginnen und Kollegen sind der wichtigste Schlüssel für die weitere positive, nachhaltige Entwicklung unseres Unternehmenserfolges. Ein offener, wertschätzender Umgang mit Kolleginnen und Kollegen in allen Bereichen über die Funktionsebenen hinaus ist das Fundament unseres Unternehmens.
Die Rath Gruppe ist durch eine zentrale Forschung und Entwicklungsabteilung mit den Schwerpunkten Entwicklung, Verfahrenstechnik und Materialwissenschaft organisiert. Intensive und nachhaltige Forschung und Entwicklung sind wesentliche Bausteine unserer Strategie als Premiumanbieter. Themen und Projekte im Bereich Forschung, Technologie und Innovation sind von höchster Priorität und tragende Säulen für unseren Unternehmenserfolg und damit ausschlaggebend für nachhaltigen Wettbewerbsvorsprung und Wachstum.
Im Jahr 2016 wurde eine Vielzahl an Projekten umgesetzt. Besonders hervorzuheben ist der Start unserer weitreichenden Investition im Bereich Heißgas-Filterelemente und Systeme sowie der Produktportfolio-Optimierung unserer Feuerfest-Betone.
Das interne Kontrollsystem (IKS) definiert alle Prozesse zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung. Es verringert die Fehleranfälligkeit von Transaktionen, schützt das Vermögen vor Verlusten durch Schäden und Betrug und gewährleistet die Übereinstimmung der Unternehmensabläufe mit der Satzung, den Konzernrichtlinien und den geltenden Gesetzen (Compliance). Das Kontrollumfeld des Rechnungslegungsprozesses ist durch eine klare Aufbau- und Ablauforganisation gekennzeichnet, wobei den einzelnen Funktionen eindeutig Personen (z.B. in Finanz-Rechnungswesen und Controlling) zugeordnet sind. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Mitarbeiter erfüllen die fachlichen Voraussetzungen. Im Rechnungswesen kommt überwiegend Standardsoftware zum Einsatz.
Die Konzernrichtlinien der Rath Gruppe basieren auf dem Rath Managementhandbuch, der Compliance-Richtlinie sowie der Geschäftsordnung und Unterschriftenreglungen für die Geschäftsführungen und leitenden Angestellten aller Rath Gruppengesellschaften. Diese Bestimmungen werden bei Bedarf gemäß den Compliance-Bestimmungen überarbeitet und der jeweiligen Geschäftsführung nachweislich zur Kenntnis gebracht. Die lokale Geschäftsführung ist für die Einhaltung der Richtlinien in der jeweiligen Rath Tochtergesellschaft verantwortlich. Die Geschäftsordnung verweist u.a. auf die zwingende Einhaltung der
Bestimmungen im Management Handbuch und definiert eine Liste von Geschäftsfällen, welche einer Zustimmung der Konzernleitung bedürfen. Das Managementhandbuch der Rath Gruppe beinhaltet u. a. die für den Rechnungslegungsprozess notwendigen Informationen und Bestimmungen, wie das Konsolidierungshandbuch (Reporting-Richtlinien, Bilanzierungs- und Bewertungsregeln) oder die IT-Richtlinien.
Quartalsweise erfolgt eine Konsolidierung der Gruppenergebnisse nach UGB-Bestimmungen zur Berichterstattung an den Aufsichtsrat und an die Aktionäre, bzw. halbjährlich nach IFRS-Bestimmungen. Der Konzernabschluss wird in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat und dem Prüfungsausschuss von einem Konzernabschlussprüfer, der mit seinem internationalen Netzwerk einheitliche Prüfungsstandards garantiert, umfassend geprüft. Ein standardisiertes monatliches Management-Berichtswesen umfasst sämtliche in der Rath Gruppe konsolidierte Einzelgesellschaften.
Der Aufsichtsrat der Rath AG informiert sich regelmäßig in seinen Sitzungen über das interne Kontrollsystem. Der Prüfungsausschuss hat die Aufgabe, die Wirksamkeit des Kontrollsystems zu überwachen.
Die Rath Gruppe ist in ihrem weltweiten unternehmerischen Handeln unterschiedlichen Chancen und Risiken ausgesetzt. Die kontinuierliche Identifizierung, Bewertung und Steuerung der Risiken ist wesentlicher Bestandteil des Führungs-, Planungs- und Controlling-Prozesses. Das Risikomanagement bedient sich dabei auf die im Konzern vorhandenen Organisations-, Berichts- und Führungsstrukturen.
Diese Prozesse werden laufend durch das zentrale Prozessmanagement evaluiert. Inhaltlich geht es um die Dokumentation aller Abläufe im Unternehmen sowie das dokumentierte Verhalten bei Abweichungen, um aus Fehlern zu lernen und sich stetig weiter zu verbessern. Dieses Denken in Prozessen ist in der ISO 9001:2008 verankert.
Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass Risiken regelmäßig analysiert und bewertet werden. So ist gewährleistet, dass diese antizipiert, frühzeitig erkannt und im Eintrittsfall rasch Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.
Risiken, welche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Rath Gruppe haben könnten, stellen sich gegenüber früheren Perioden im Wesentlichen unverändert wie folgt dar:
Als wesentliches Thema im Bereich der Beschaffung ist das Verhindern von Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten zu erwähnen. Hier steuert unser zentraler Einkauf aktiv entgegen und schafft die Voraussetzung für ein ausgewogenes Lieferantenportfolio unter Berücksichtigung sinnvoller Einkaufsmengen sowie Preise. Um bessere Preise bei unseren Lieferanten zu erhalten, ist es oft notwendig, in größeren Chargen einzukaufen. Dies hat jedoch den Nachteil der Kapitalbindung.
Die wesentlichen Wertschöpfungsstufen der Rath Gruppe liegen in der Fertigung unserer Produkte. Ein eventuelles Risiko einer Betriebsunterbrechung mit direktem Einfluss auf das Unternehmensergebnis ist durch unsere konzernweite Betriebsunterbrechungsversicherung abgedeckt. Vorsorglich steuert die Gruppe pro-aktiv über kontinuierliche Analysen der einzelnen Anlagen sowie vorbeugender Wartung diesem entgegen. Trotzdem können Risiken aus Produkthaftungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Im Falle von Qualitätsmängeln werden diese im Sinne unserer Kunden bereinigt. Daraus entstehende externe Kosten sind über unsere konzernweite Produkthaftpflichtversicherung gedeckt. Ein dadurch entstandener Imageschaden ist jedoch immer ein Risiko für die Unternehmensgruppe.
Der weltweite Produkt- bzw. Projektverkauf birgt auch Risiken. Unsere Gesamtlösungen gehen heute in Länder, die nicht immer wirtschaftlich bzw. politisch stabil sind. Über unsere Vertriebsgeschäftsführer werden laufend Informationen aus den jeweiligen Absatzmärkten und Ländern eingeholt, die uns unterstützen, mögliche Forderungsausfälle früh zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die Rath Gruppe setzt außerhalb der europäischen Union und den USA hinsichtlich der Zahlungskonditionen überwiegend auf Akkreditivgeschäft. Damit ist sichergestellt, dass unsere Verkäufe durch eine internationale Bank besichert sind.
Zu jenen Umsätzen die wir nicht mit Akkreditiven besichern, haben wir ein internes Forderungsmanagement mit Kreditlimits eingerichtet. Das Forderungsmanagement bewertet das entstehende Kreditrisiko mit externen Informationen von Kredit-Auskunfteien und unseren Erfahrungen über den jeweiligen Kunden bzw. in dem Land des Kunden. Aufgrund der so gesammelten Informationen wird ein Kreditlimit festgelegt. Die Rath Gruppe verfügt über keine Kreditausfallsversicherung, die Forderungsausfälle im Berichtsjahr 2016 innerhalb der Rath Gruppe beliefen sich auf 402 TEUR, das entspricht 0,5% der Umsatzerlöse.
Die Festlegung von Kreditlimits und die Höhe der Refinanzierungskosten bei Geldinstituten sind abhängig von deren Einschätzung der Zukunftsperspektive der Rath-Gruppe. Bankkontakte werden daher partnerschaftlich gepflegt, damit sichergestellt wird, dass unsere Bankpartner jederzeit ein klares und aktuelles Bild der wirtschaftlichen Lage unserer Gruppe bekommen.
Die Rath Gruppe liefert an ihre Kunden zumeist in der jeweiligen Gesellschaftswährung. Durch die laufende Bewertung der Währungspaare USD/EUR oder HUF/EUR kann es zu positiven wie auch negativen Veränderungen im Finanzergebnis der Einzelgesellschaften und in Folge auch im Konzern kommen.
Derzeit verfügt die Rath Gruppe über einen Zinsswap mit einer Laufzeit bis 2018. Aufgrund des derzeit vorherrschenden niedrigen Zinsniveaus ist die Absicherung negativ bewertet.
Die Risiken der Rath Gruppe werden durch die beschriebenen Mittel und Maßnahmen bestmöglich überwacht, der Fortbestand des Unternehmens ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet.
Das Grundkapital setzt sich aus 1.500.000 Stückaktien (VJ: 1.500.000 Stückaktien) zusammen, wobei jede Stückaktie am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt ist.
Dem Vorstand sind keinerlei Beschränkungen bekannt, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
Die Rath AG besitzt keine eigenen Aktien. Der Streubesitz befindet sich bei österreichischen und internationalen Investoren. Die Aktie notiert im "Standard Market Auction" der Wiener Börse unter der ISI-Nummer AT0000767306.
Es sind keine wesentlichen Beteiligungen von Arbeitnehmern der Rath Gruppe bekannt. Wie jedem Aktionär steht es auch Arbeitnehmern mit Aktienbesitz frei, ihre Stimmrechte an Hauptversammlungen auszuüben.
Es bestehen keine, nicht unmittelbar aus dem Gesetz abgeleiteten Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates sowie über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.
Dem Vorstand sind keine bedeutenden Vereinbarungen bekannt, an denen die Gesellschaft beteiligt ist und die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden.
Es bestehen auch keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstandsund Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.
Die Rath Gruppe erwartet in einem unverändert herausfordernden Weltwirtschaftsmarkt ein solides Geschäftsjahr 2017.
Die solide Bilanzstruktur und starke Eigenkapitalausstattung der Rath Aktiengesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften stellt die notwendige Basis für Weiterentwicklungen, ob markt-, kunden- oder produktseitig dar. Auf dieser Basis sieht sich die Rath Gruppe für das Geschäftsjahr 2017 gut gerüstet, wobei gemäß der Einschätzung der Wirtschaftsexperten es auch in 2017 zu keinem deutlichen Weltwirtschaftswachstum kommen wird. Während die Prognosen für Europa weiterhin als zurückhaltend bezeichnet werden, sagen die Experten für die USA ein Wachstum voraus.
In Anbetracht der erwarteten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist für die von der Rath Gruppe bedienten Märkte keine wesentliche Änderung im Vergleich zu 2016 zu erwarten.
Unternehmensintern wird die Rath Gruppe weiterhin ein starkes Augenmerk auf Kostendisziplin, Effizienzsteigerung und Innovation setzen.
Auf dieser Basis und unter Berücksichtigung gleichbleibender Fremdwährungskurse sowie des Zinsniveaus erwartet die Unternehmensgruppe für das Geschäftsjahr 2017 eine Steigerung des Umsatzes sowie ein stabiles Gruppenergebnis.
Es gab keine berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Abschlussstichtag.
Der Vorstand
Andreas Pfneiszl DI Jörg Sitzenfrey
WIEN, 21. APRIL 2017
| ANHANGANGABE | 31. 12. 16 TEUR |
31. 12. 15 TEUR ANGEPASST * |
01.01. 15 TEUR ANGEPASST * |
|
|---|---|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (7) | 3.527 | 3.450 | 3.864 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (5) | 17.758 | 15.742 | 12.763 |
| Sonstige Forderungen und Rechnungsabgrenzungen | (6) | 2.289 | 2.355 | 1.840 |
| Vorräte | (4) | 21.382 | 20.930 | 20.906 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 0 | 0 | 9 | |
| kurzfristige Aktiva | 44.956 | 42.478 | 39.382 | |
| Finanzielle Vermögenswerte | (3) | 735 | 702 | 698 |
| Immaterielle Vermögenswerte | (2) | 398 | 426 | 488 |
| Sachanlagevermögen | (1) | 36.988 | 35.053 | 34.189 |
| aktive latente Steuern | (12) | 1.984 | 2.442 | 2.945 |
| langfristige Aktiva | 40.106 | 38.624 | 38.319 | |
| AKTIVA GESAMT | 85.062 | 81.102 | 77.702 | |
| kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | (10) | 20.295 | 21.002 | 25.169 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (13) | 6.681 | 5.346 | 4.833 |
| sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | (14) | 2.390 | 2.740 * | 2.521 * |
| kurzfristige Rückstellungen | (11) | 750 | 833 | 614 |
| kurzfristige Ertragssteuerschulden | (12) | 194 | 153 | 449 |
| kurzfristige Verbindlichkeiten | 30.309 | 30.074 | 33.587 | |
| langfristige Finanzverbindlichkeiten und Anleihen | (10) | 6.189 | 4.713 | 2.203 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen | (10) | 1.244 | 1.504 | 1.453 |
| Personalrückstellungen | (9) | 3.155 | 3.117 | 3.075 |
| sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | (14) | 311 | 496 * | 655 * |
| sonstige langfristige Verbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzungen |
(14) | 192 | 208 | 230 |
| passive latente Steuern | (12) | 570 | 1.110 | 19 |
| langfristige Verbindlichkeiten | 11.662 | 11.149 | 7.634 | |
| Grundkapital | 10.905 | 10.905 | 10.905 | |
| Kapitalrücklagen | 1.118 | 1.118 | 1.118 | |
| Bilanzgewinn und freie Rücklagen | 33.278 | 30.084 | 26.719 | |
| Rücklage aus Währungsumrechnung | –1.591 | –1.723 | –1.895 | |
| sonstige Rücklagen | –621 | –507 | –374 | |
| nicht beherrschende Anteile | 2 | 2 | 8 | |
| EIGENKAPITAL GESAMT | (8) | 43.091 | 39.879 | 36.481 |
| PASSIVA GESAMT | 85.062 | 81.102 | 77.702 |
* Vergleichswerte des Vorjahres wurden angepasst, siehe Anhangangabe (2.5 r), (14)
| ANHANGANGABE | 2016 TEUR |
2015 TEUR ANGEPASST * |
|
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (16) | 80.306 | 81.924 * |
| andere betriebliche Erträge | (19) | 1.023 | 599 * |
| 81.329 | 82.523 | ||
| Materialaufwand und bezogene Leistungen | (17) | –33.124 | –34.515 |
| Personalaufwand, einschließlich Sozialleistungen und Abgaben | (18) | –25.557 | –24.992 |
| sonstiger betrieblicher Aufwand | (20) | –13.508 | –13.231 |
| EBITDA | 9.140 | 9.785 | |
| Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte | (2) | –100 | –112 |
| Abschreibung auf Sachanlagen | (1) | –4.024 | –4.046 |
| EBIT | 5.016 | 5.627 | |
| Zinsertrag | (21) | 17 | 21 |
| Zinsaufwendungen | (21) | –824 | –936 |
| sonstige Finanzerträge | (21) | 894 | 3.539 * |
| sonstiger Finanzaufwand | (21) | –397 | –1.751 * |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 4.705 | 6.499 | |
| Steuern vom Einkommen | (12) | –760 | –2.391 |
| Konzernergebnis | 3.945 | 4.109 | |
| Aktionären der Muttergesellschaft | 3.944 | 4.116 | |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 1 | 4 | |
| Konzernergebnis | 3.945 | 4.109 | |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 4.6. | 2,63 | 2,74 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 4.6. | 2,63 | 2,74 |
* Vergleichswerte des Vorjahres wurden angepasst, siehe Anhangangabe (16), (19) und (21)
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Konzernergebnis nach Ertragssteuern | 3.945 | 4.109 |
| sonstiges Ergebnis | ||
| Posten, die anschließend nicht in die Gewinn– u. Verlustrechnung umgegliedert werden: | ||
| Neubewertung der langfristigen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern gemäß IAS 19 | –88 | –181 |
| darauf entfallende Steuer | 22 | 45 |
| –66 | –136 | |
| Posten, die anschließend in die Gewinn– und Verlustrechnung umgegliedert werden: | ||
| zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwertes | 33 | 4 |
| darauf entfallende Steuer | –8 | –1 |
| zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Umgliederung in den Gewinn oder Verlust | –97 | 0 |
| darauf entfallende Steuer | 24 | 0 |
| Unterschiede Währungsumrechnung | 132 | 173 |
| 83 | 176 | |
| Summe des sonstigen Ergebnisses | 17 | 40 |
| zurechenbar zu Aktionären der Muttergesellschaft | 17 | 40 |
| zurechenbar zu nicht beherrschenden Anteilen | 0 | 0 |
| Konzerngesamtergebnis nach Steuern | 3.962 | 4.149 |
| zurechenbar zu Aktionären der Muttergesellschaft | 3.962 | 4.144 |
| zurechenbar zu nicht beherrschenden Anteilen | 1 | 4 |
| Konzerngesamtergebnis | 3.962 | 4.149 |
| unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 2,63 | 2,74 |
| verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 2,63 | 2,74 |
| GRUNDKAPITAL | KAPITAL RÜCKLAGEN |
UNTERSCHIEDE WÄHRUNGS UMRECHNUNG |
SONSTIGE RÜCKLAGEN |
BILANZGEWINN UND FREIE RÜCKLAGEN |
SUMME EIGENKAPITAL GESELLSCHAFTER |
NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE |
GESAMTES EIGENKAPITAL |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Stand am 1.1.2015 | 10.905 | 1.118 | –1.895 | –374 | 26.719 | 36.473 | 8 | 36.481 |
| Konzernergebnis 2015 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.115 | 4.115 | –6 | 4.109 |
| sonstiges Ergebnis 2015 | 0 | 0 | 173 | –133 | 0 | 40 | 0 | 40 |
| Konzerngesamtergebnis | 0 | 0 | 173 | –133 | 4.115 | 4.155 | –6 | 4.149 |
| Ausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | –750 | –750 | 0 | –750 |
| Stand am 31. Dezember 2015 | 10.905 | 1.118 | –1.723 | –507 | 30.084 | 39.877 | 2 | 39.879 |
| Konzernergebnis 2016 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3.944 | 3.944 | 1 | 3.945 |
| sonstiges Ergebnis 2016 | 0 | 0 | 132 | –114 | 0 | 17 | 0 | 17 |
| Konzerngesamtergebnis | 0 | 0 | 132 | –114 | 3.944 | 3.962 | 1 | 3.962 |
| Abgang | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | –1 | –1 |
| Ausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | –750 | –750 | 0 | –750 |
| Stand am 31. Dezember 2016 | 10.905 | 1.118 | –1.591 | –621 | 33.278 | 43.089 | 1 | 43.091 |
| ANHANGANGABE | 2016 | 2015 | 2015 | |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR ANGEPASST * |
TEUR WIE BERICHTET |
||
| Konzernergebnis nach Steuern | 3.944 | 4.109 | 4.109 | |
| Anpassungen an das Konzernergebnis | ||||
| Abschreibungen | (1), (2) | 4.124 | 4.159 | 4.159 |
| Zu/Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen | –97 | 0 | 0 | |
| Veränderung von Personalrückstellungen | –50 | –139 | –139 | |
| Veränderung der Wertberichtigung | –496 | 147 | 147 | |
| Veränderung der latenten Steuern | –52 | 1.630 | 1.630 | |
| Wechselkursdifferenzen | –515 | –1.629 * | 0 | |
| Zinsaufwand | (21) | 824 | 936 | 936 |
| Zinsertrag | (21) | –17 | –21 | –21 |
| Ertragssteuern | (12) | 812 | 761 | 761 |
| Bewertung sonstiger Verbindlichkeiten | –185 | –10 | –10 | |
| (Gewinn)/Verlust aus dem Abgang von Beteiligungen | 21 | 93 | 93 | |
| (Gewinn)/Verlust aus dem Abgang von Anlagen | –13 | 83 | 83 | |
| 8.301 | 10.119 | 11.747 | ||
| Veränderungen im Nettoumlaufvermögen | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | –2.178 | –2.649 | –2.649 | |
| sonstige Forderungen | 63 | –613 * | –78 | |
| Vorräte | 409 | 430 | 430 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.320 | 475 | 475 | |
| Rückstellungen | –121 | 296 | 296 | |
| sonstige Verbindlichkeiten | –333 | 56 | 56 | |
| –839 | –2.005 | –1.470 | ||
| gezahlte Zinsen | –805 | –932 | –932 | |
| erhaltene Zinsen | 17 | 21 | 21 | |
| gezahlte Ertragsteuern | –771 | –1.049 | –1.049 | |
| Nettomittelzu/-abflüsse aus betrieblicher Tätigkeit | 5.903 | 6.155 | 8.318 | |
| Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | (1) | –5.627 | –3.551 | –3.551 |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von | 34 | 0 | 0 | |
| Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten Geldflüsse aus der Investitionstätigkeit |
–5.593 | –3.551 | –3.551 | |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden | 3.473 | 5.324 | 5.324 | |
| Rückzahlungen von Ausleihungen | –2.754 | –7.240 * | –7.775 | |
| Auszahlungen für Finanzierungsleasing-Verbindlichkeiten | –268 | –351 | –351 | |
| gezahlte Dividenden | –750 | –750 | –750 | |
| Geldflüsse aus der Finanzierungstätigkeit | –299 | –3.017 | –3.552 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Jahres | 3.450 | 3.864 | 3.864 | |
| Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | 11 | –414 | 1.215 | |
| Zahlungsunwirksame Währungsdifferenzen | 66 | 0 * | –1.629 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Jahres | 3.527 | 3.450 | 3.450 | |
Vergleichswerte des Vorjahres wurden angepasst, siehe Erläuterungen 2.5 s
Die Rath Aktiengesellschaft (nachfolgend Rath AG), Walfischgasse 14, 1010 Wien und Tochtergesellschaften (in der Folge "Rath Gruppe" genannt) erzeugen und vertreiben Feuerfestwerkstoffe für industrielle Abnehmer und Gewerbebetriebe. Die wesentlichen Absatzmärkte liegen im Gebiet der Europäischen Union, in Osteuropa und in den USA. Sitz der Muttergesellschaft ist Wien. Produktionsstätten befinden sich in Österreich, Deutschland, Ungarn und den USA, darüber hinaus gibt es Vertriebsgesellschaften in Österreich, Tschechien, Polen, Ukraine, sowie in Mexiko (bis Nov 2016 Frankreich).
Die Aktien der Rath AG notieren an der Wiener Börse im Segment "Standard Market Auction".
Der Konzernabschluss der Rath Gruppe zum 31. Dezember 2016 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den ergänzenden Bestimmungen des § 245a Abs. 2 UGB aufgestellt.
Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis der historischen Anschaffungs-/Herstellungskosten, eingeschränkt durch die Marktbewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sowie durch die erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten (inklusive Derivate). Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der Verbindlichkeitenmethode für alle temporären Unterschiede zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden im IFRS-Konzernabschluss und den bei den einzelnen Gesellschaften bestehenden Steuerwerten.
Der Rechnungslegung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen die einheitlichen Rechnungslegungsmethoden der Rath Gruppe zugrunde.
Der Konzernabschluss ist in 1.000 EUR ("TEUR", gerundet nach kaufmännischer Rundungsmethode) aufgestellt. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 21. April 2017 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. Der Jahresabschluss der Rath AG wird am 21. April 2017 dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt.
Die Rath Gruppe hat die Auswirkungen der folgenden neu angewendeten Standards geprüft und ist zum Schluss gekommen, dass sie keine oder keine wesentliche Auswirkungen auf dem Konzernabschluss zum 31.12.2016 haben.
| STANDARD/INTERPRETATION/ ÄNDERUNG |
ANWENDUNGS ZEITPUNKT |
AUSWIRKUNGEN IM BERICHTSJAHR |
|
|---|---|---|---|
| Diverse | Verbesserungen der IFRS 2010-2012 (jährlicher Anpassungsprozess) | 1. 1. 16 | keine |
| IAS 19 | Änderungen zu IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" | 1. 1. 16 | keine |
| IAS 16 und IAS 41 |
IAS 16 "Sachanlagen" und IAS 41 "Landwirtschaft" – Produzierte Pflanzen |
1. 1. 16 | keine |
| IFRS 11 | Änderungen zu IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" – Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeiten |
1. 1. 16 | keine |
| IAS 16 und IAS 38 |
Änderungen zu IAS 16 "Sachanlagen" und IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" – Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden |
1. 1. 16 | keine |
| IAS 27 | IAS 27 "Einzelabschlüsse" – Anwendung der Equity Methode | 1. 1. 16 | keine |
| IAS 1 | Änderungen zu IAS 1 "Darstellung von Abschlüssen" | 1. 1. 16 | keine |
| Diverse | Verbesserungen der IFRS 2012-2014 (jährlicher Anpassungsprozess) | 1. 1. 16 | keine |
| IFRS 10, 12, IAS 28 |
Investment Entities – Anwendung der Ausnahmen zu Konsolidierung | 1. 1. 16 | keine |
Folgende Änderungen oder Neufassungen von Standards und Interpretationen sind zum Bilanzstichtag teilweise noch nicht von der EU übernommen und für das Geschäftsjahr noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden auch nicht vorzeitig angewandt.
In Zukunft anzuwendende Standards:
| STANDARD/INTERPRETATION/ ÄNDERUNG |
ZEITPUNKT DES INKRAFTTRETENS |
ERWARTETE AUSWIRKUNGEN |
|
|---|---|---|---|
| IFRS 15 | IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Kundenverträgen" | 1. 1. 18 | werden derzeit überprüft |
| IFRS 9 | IFRS 9 "Finanzinstrumente" | 1. 1. 18 | werden derzeit überprüft |
IFRIC 22 Währungsumrechnung bei Anzahlungen 1. 1. 18 IAS 40 Klassifizierung noch nicht fertiggestellter Immobilien 1. 1. 18
Noch nicht von der Europäischen Union übernommene Standards:
* Anwendungszeitpunkt vom IASB vorgesehen IFRS 15 enthält ein Fünf-Schritte-Modell, das auf Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden (mit wenigen Ausnahmen) anzuwenden ist. Die Art der Transaktion oder die Branche des Unternehmens spielen dabei keine Rolle. IFRS 15 enthält zusätzliche qualitative und quantitative Angabepflichten. Diese sollen es den Abschlussadressaten ermöglichen, die Art, die Höhe, den zeitlichen Anfall sowie die Unsicherheit von Umsatzerlösen und resultierenden Zahlungsströmen aus Verträgen mit Kunden nachvollziehen zu können. Die Auswirkungen von IFRS 15 im Konzern werden derzeit für die einzelnen Umsatzgruppen evaluiert. Mögliche Abweichungen von der bisherigen Erlösrealisierung werden hauptsächlich im Bereich der Fertigungsaufträge (Projektgeschäft) erwartet. Eine Quantifizierung der Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 ist allerdings noch nicht möglich.
IFRS 9 behandelt die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen sowie die Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten. Die Anwendung der Neuerungen von IFRS 9 wird Auswirkungen auf die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten sowie auf die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen, jedoch keine Auswirkungen auf die Klassifizierung und Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten des Konzerns haben. Das Geschäftsmodell der Gesellschaft ist auf "Halten" bzw. "Halten und Verkaufen" von Finanzinstrumenten ausgelegt, und es werden derivative Finanzinstrumente nur in geringem Umfang gehalten. Die vertraglichen Zahlungsströme der originären Finanzinstrumente bestehen überwiegend aus Tilgungen und Zinsen. Auch wenn mit keinen großen Bewertungsänderungen von Finanzinstrumenten gerechnet wird, ist eine Quantifizierung der Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 noch nicht möglich.
Der künftige Standard IFRS 16 – Leasing, welcher die bisherigen Vorschriften des IAS 17 ersetzt, regelt insbesondere die bilanzielle Abbildung von Leasingverträgen beim Leasingnehmer neu. Gemäß IFRS 16 werden Leasingnehmer für die meisten Leasingverträge einen Vermögenswert (Nutzungsrecht) und eine Verbindlichkeit ausweisen müssen. Die Auswirkungen von IFRS 16 im Konzern werden derzeit evaluiert. Im Verlauf des Geschäftsjahres 2017 beabsichtigt die Rath Gruppe einheitliche Richtlinien zur Abbildung und Bewertung von Leasingverträgen aufzustellen und basierend auf diesen Vorgaben die zukünftigen Auswirkungen abzuschätzen.
Muttergesellschaft ist die Rath AG, Wien. In den Konzernabschluss sind alle Unternehmen, die vom Mutterunternehmen beherrscht werden durch Vollkonsolidierung einbezogen. Ein Investor beherrscht ein Beteiligungsunternehmen, wenn er die Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen hat, einer Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist und die Fähigkeit hat, seiner Verfügungsgewalt über die Beteiligungsunternehmen dergestalt nutzt, dass dadurch die Höhe der Renditen des Beteiligungsunternehmen beeinflusst wird. Die Einbeziehung einer Tochtergesellschaft beginnt mit dem Zeitpunkt der Erlangung des beherrschenden Einflusses und endet bei dessen Wegfall. Die erstmalige Einbeziehung einer Tochtergesellschaft erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Zuordnung der Anschaffungskosten auf die zur erworbenen Gesellschaft gehörigen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden. Der den beizulegenden Zeitwert dieses Nettovermögens übersteigende Betrag der Anschaffungskosten wird als Firmenwert angesetzt. Falls der beizulegende Wert des übernommenen Nettovermögens über den Anschaffungskosten liegt, erfasst die Rath AG nach nochmaliger kritischer Würdigung der Ansetzbarkeit und Bewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden den übersteigenden Betrag erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet die Rath Gruppe auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden.
In den Geschäftsjahren 2016 und 2015 erfolgten keine Unternehmenserwerbe.
Konzerninterne Transaktionen, Forderungen, Verbindlichkeiten und unrealisierte Gewinne und/oder Verluste (Zwischenergebnisse) werden eliminiert. Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der gezahlten Leistung und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.
Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Rath AG noch folgende Unternehmen:
| KONZERNANTEIL IN % | EINBEZIEHUNGSMETHODE | ||
|---|---|---|---|
| 2016 | 2015 | ||
| Aug. Rath jun. GmbH, Österreich | 99,98% | 99,98% | Vollkonsolidierung |
| Rath GmbH, Deutschland | 100% | 100% | Vollkonsolidierung |
| Rath Hungaria Kft., Ungarn | 100% | 100% | Vollkonsolidierung |
| Rath USA Inc. Newark, USA | 100% | 100% | Vollkonsolidierung |
| Rath Zarotechnika spol. s r.o., Tschechien | 100% | 100% | Vollkonsolidierung |
| Rath Polska Sp. z o.o., Polen | 100% | 100% | Vollkonsolidierung |
| Rath Ukraine TOW, Ukraine | 100% | 100% | Vollkonsolidierung |
| Rath Group srl., Mexiko | 100% | 100% | Vollkonsolidierung |
| Rath Filtration GmbH, Österreich | 100% | 0% | Vollkonsolidierung |
| Rath SAS, Frankreich | 0% | 95% | Dekonsolidierung |
Im Geschäftsjahr 2016 wurde die Rath Filtration GmbH, Österreich gegründet und erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Die Rath SAS, Frankreich wurde liquidiert und in Folge dekonsolidiert.
"Die funktionalen Währungen der Abschlüsse der einzelnen Konzernunternehmen entsprechen den lokalen Währungen."
Die einzelnen Konzerngesellschaften erfassen Geschäftsfälle in ausländischer Währung mit dem Devisenmittelkurs am Tag der jeweiligen Transaktion. Die Umrechnung der am Bilanzstichtag in Fremdwährung bestehenden monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Landeswährung erfolgt mit dem am Buchungstag gültigen Tageskurs. Daraus resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.
Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der die Berichtswährung der Rath AG darstellt. Die funktionale Währung der außerhalb des Euro-Raumes gelegenen Tochtergesellschaften ist die jeweilige Landeswährung. Die Umrechnung aller im Jahresabschluss dieser Gesellschaften ausgewiesenen Vermögenswerte einschließlich Firmenwerte und Schulden erfolgt mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem durchschnittlichen monatlichen Devisenmittelkurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden als eigener Posten in der Gesamtergebnisrechnung ("Unterschiede Währungsumrechnung") als Teil des sonstigen Ergebnisses erfasst.
Folgende Wechselkurse sind für den Konzernabschluss wesentlich:
| STICHTAGSKURS 31. 12. 16 |
STICHTAGSKURS 31. 12. 15 |
DURCHSCHNITTSKURS 1–12 2016 |
DURCHSCHNITTSKURS 1–12 2015 |
|
|---|---|---|---|---|
| USD | 1,054 | 1,089 | 1,107 | 1,110 |
| HUF | 309,830 | 315,980 | 311,438 | 309,996 |
| CZK | 27,021 | 27,023 | 27,034 | 27,279 |
| PLN | 4,410 | 4,264 | 4,363 | 4,184 |
| Entspricht 1 Euro | Quelle: Österreichische Nationalbank (www.oenb.at) |
Einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Aufwendungen die angefallen sind, um den Gegenstand in seinen derzeitigen Zustand zu versetzen. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt.
Nach erstmaligem Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen angesetzt. Die Abschreibung erfolgt linear über eine geschätzte Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren. Es existieren keine immateriellen Vermögenswerte mit einer unbegrenzten Nutzungsdauer.
Gewinne und Verluste aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und den Buchwerten der immateriellen Vermögenswerte ermittelt und im Posten "andere betriebliche Erträge" bzw. "übrige betriebliche Aufwendungen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Entwicklungsausgaben werden nur dann aktiviert, wenn die Entwicklungskosten verlässlich bewertet werden können, das Produkt oder das Verfahren technisch und kommerziell geeignet ist, ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist und der Konzern sowohl beabsichtigt als auch über genügend Ressourcen verfügt, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. Aktivierte Entwicklungsausgaben werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen bewertet. In den Geschäftsjahren 2016 und 2015 wurden keine Entwicklungskosten aktiviert.
Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Aufwendungen, die angefallen sind, um den Gegenstand an bzw. in seinen derzeitigen Ort und Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen beinhalten die direkt der Herstellung zurechenbaren Aufwendungen. Fremdkapitalkosten werden angesetzt, sofern diese einem qualifizierenden Vermögenswert zuzuordnen sind. Im Berichtsjahr wurden keine Fremdkapitalkosten angesetzt, da keine qualifizierten Vermögenswerte vorlagen.
In späteren Perioden für einen Gegenstand anfallende Kosten werden nur dann aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass daraus der Rath Gruppe zukünftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Kosten verlässlich bestimmbar sind.
Die Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte und der abnutzbaren Sachanlagen erfolgt linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögenswertes. Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Bei der Ermittlung der Abschreibungssätze wurden unverändert gegenüber dem Vorjahr folgende Nutzungsdauern angenommen:
| Gebäude | von 10 | bis 35 |
|---|---|---|
| Maschinen | von 10 | bis 20 |
| Geschäftsausstattung | von 5 | bis 15 |
Gewinne und Verluste aus Abgängen von Sachanlagen werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und den Buchwerten der Sachanlagen ermittelt und im Posten "andere betriebliche Erträge" bzw. "übrige betriebliche Aufwendungen" in der Gewinnund Verlustrechnung erfasst.
Leasingverhältnisse, bei denen der Rath Gruppe als Mieter im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen eines Vermögenswerts übertragen werden, sind als Finanzierungsleasing einzustufen. Andernfalls liegt ein Operating-Leasing-Verhältnis vor. Sachanlagen, die im Zuge von Finanzierungsleasingverträgen erworben werden, werden in Höhe des beizulegenden Zeitwerts oder des niedrigeren Barwerts der Mindestleasingzahlungen zu Beginn des Leasingverhältnisses abzüglich Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen angesetzt.
Wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen der Rath Gruppe als Vermieter zurechenbar sind, wird der Leasinggegenstand von der Rath Gruppe bilanziert. Der Leasinggegenstand wird nach den auf den Vermögenswert anwendbaren Regeln in Übereinstimmung mit IAS 16 angesetzt. Die Leasingzahlungen werden über die Laufzeit des Leasingvertrags erfolgswirksam realisiert. Leasingverhältnisse, bei denen die Rath Gruppe als Vermieter im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen eines Vermögenswerts überträgt, sind als Finanzierungsleasing einzustufen. Leasingforderungen werden in Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasingverhältnis erfasst.
Den aktivierten Vermögenswerten steht jeweils der Barwert der Verbindlichkeit aus den noch offenen Leasingzahlungen zum Bilanzstichtag gegenüber. Jede Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst
Zuschüsse der öffentlichen Hand für Aufwendungen werden in jener Periode als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst, in der die entsprechenden Aufwendungen anfallen, außer der Zufluss des Zuschusses hängt von noch nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit eintretenden Bedingungen ab.
Investitionszuschüsse werden ab dem Zeitpunkt der verbindlichen Zusage als Passivposten angesetzt und nach Maßgabe der Abschreibung der zugrunde liegenden Anlagen erfolgswirksam realisiert.
Finanzielle Vermögenswerte werden in die folgenden Kategorien unterteilt: Ausleihungen und Forderungen und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale). Die Klassifizierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz.
Alle Wertpapiere werden als "available for sale" klassifiziert. Deren Bewertung erfolgt im Zugangszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert unter Einbeziehung von Transaktionskosten, in späteren Perioden zum jeweils aktuellen beizulegenden Zeitwert. Die Wertänderungen werden im sonstigen Ergebnis erfasst und erst bei Realisierung durch Verkauf des Wertpapiers bzw. bei objektiven Hinweisen auf Wertminderung in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Etwaige Wertaufholungen werden bei Schuldinstrumenten bis zu den Anschaffungskosten über die Gewinn- und Verlustrechnung geführt.
Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere ergeben sich aus dem Börsenkurs zum Bilanzstichtag. Die Erfassung der Wertpapiere erfolgt jeweils zum Erfüllungstag. Ausleihungen und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag bewertet.
Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Kosten des Erwerbes und der Be- und Verarbeitung sowie sonstige Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten beinhalten dabei alle Einzelkosten sowie systematisch zugerechnete mit der Herstellung anfallende variable und fixe Gemeinkosten auf Basis einer durchschnittlichen Auslastung der Produktionsanlagen. Die Kosten pro Einheit werden nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren ermittelt.
Der Nettoveräußerungswert ergibt sich aus den erwarteten Verkaufserlösen abzüglich der auf Basis von Erfahrungswerten festgelegten noch anfallenden Herstellungs- und Vertriebskosten.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen für erwartete uneinbringliche Teile bilanziert. Die Bewertung sonstiger Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen.
Wertminderungen werden dann erfasst, wenn aufgrund kundenspezifischer Umstände nicht mehr mit der Einbringlichkeit der Ansprüche zu rechnen ist. Bestehen solche Zweifel an der Einbringlichkeit der Forderungen, werden die Kundenforderungen mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag angesetzt und die erforderlichen Einzelwertberichtigungen auf Basis erkennbarer Risiken gebildet. Gründe dafür können erkennbare erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Vertragspartners, über den Schuldner eröffnete Insolvenzverfahren, erfolglose Mahnungs- und Exekutionsversuche, ein bereits erfolgter Vertragsbruch (z.B. Verzug oder Ausfall von Zahlungen) oder andere Informationen, die an der Zahlungsfähigkeit des Schuldners zweifeln lassen, sein. Bei der Ermittlung der Höhe von Wertminderungen wird die Bonität des Schuldners entsprechend berücksichtigt. Sobald die Uneinbringlichkeit der Forderung endgültig feststeht, wird die Forderung ausgebucht. Die Wertberichtigungen werden auf eigenen Wertberichtigungskonten berücksichtigt.
Fertigungsaufträge werden, sofern die Voraussetzungen des IAS 11 vorliegen, nach der Teilgewinnrealisierungsmethode (Percentage of Completion) bilanziert. Nach der Teilgewinnrealisierungsmethode werden die aufgewandten Herstellungskosten zuzüglich eines dem Fertigstellungsgrad entsprechenden Gewinnaufschlages unter den Forderungen aus Fertigungsaufträgen sowie als Umsatzerlöse ausgewiesen. Der Fertigstellungsgrad wird in der Regel im Verhältnis der angefallenen Aufwendungen zum erwarteten Gesamtaufwand ermittelt. Zu erwartende Auftragsverluste sind durch Rückstellungen gedeckt, die unter Berücksichtigung der erkennbaren Risiken ermittelt werden. Von den Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden die erhaltenen Anzahlungen abgesetzt. Ein daraus gegebenenfalls resultierender negativer Saldo für einen Fertigungsauftrag wird als Verbindlichkeit aus Fertigungsaufträgen passiviert.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld und jederzeit verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten. Die Position Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stimmt mit dem Zahlungsmittelfond der Cashflow Rechnung überein.
Bei langfristigen Vermögenswerten, außer latenten Steueransprüchen und finanziellen Vermögenswerten, wird jeweils zum Bilanzstichtag oder bei Eintritt eines auslösenden Ereignisses überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen.
Liegen Anhaltspunkte vor, ermittelt die Rath Gruppe den für den Vermögenswert erzielbaren Betrag. Dieser entspricht dem höheren Betrag aus Nutzwert oder Nettoveräußerungspreis. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert des Vermögenswertes, erfolgt die ergebniswirksame Erfassung eines Wertminderungsaufwandes in Höhe dieses Unterschiedsbetrages.
Der Nutzungswert des Vermögenswertes entspricht dem Barwert der geschätzten künftigen Cash Flows aus seiner fortgesetzten Nutzung und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer, unter Zugrundelegung eines marktüblichen und an die spezifischen Risiken des Vermögenswertes angepassten Zinssatzes vor Steuern. Kann für einen einzelnen Vermögenswert kein von anderen Vermögenswerten unabhängiger Cash Flow ermittelt werden, erfolgt die Ermittlung des Nutzwertes für die nächstgrößere Einheit, zu der dieser Vermögenswert gehört und die Mittelzuflüsse erzeugt, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögensgegenstände sind (cash generating unit). Die Rath Gruppe definiert die einzelnen Gesellschaften als "cash generating unit".
Der Nettoveräußerungspreis entspricht dem für den betroffenen Gegenstand am Markt unter unabhängigen Dritten erzielbaren Erlös abzüglich anfallender Veräußerungskosten. Ein späterer Wegfall der Wertminderung führt zu einer erfolgswirksamen Wertaufholung bis zum geringeren Wert aus fortgeschriebenen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und erzielbarem Betrag.
Zum Bilanzstichtag lagen keine Anhaltspunkte einer Wertminderung oder Wertaufholung vor.
Im Falle von beitragsorientierten Versorgungsplänen leistet die Gesellschaft aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Verpflichtung Zah-
lungen in privatwirtschaftliche oder öffentlich-rechtliche Pensionssysteme und Mitarbeitervorsorgekassen. Außer der Beitragszahlung bestehen keine weiteren Verpflichtungen. Die regelmäßigen Beitragsleistungen werden als Aufwand in der jeweiligen Periode ergebniswirksam erfasst.
Alle anderen Verpflichtungen resultieren aus ungedeckten, leistungsorientierten Versorgungssystemen und werden entsprechend rückgestellt. Die Bilanzierung dieser Verpflichtung erfolgt gemäß IAS 19. Dabei wird der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation - DBO) ermittelt. Die Ermittlung der DBO erfolgt nach dem Verfahren laufender Einmalprämien (projected unit credit method - PUC). Bei diesem Verfahren werden die auf Basis realistischer Annahmen ermittelten künftigen Zahlungen über jenen Zeitraum angesammelt, in dem die jeweiligen Anspruchsberechtigten diese Ansprüche erwerben. Die Berechnung des erforderlichen Rückstellungswertes erfolgt für den jeweiligen Bilanzstichtag durch Gutachten eines Versicherungsmathematikers.
Die zukünftigen Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet und basieren auf einer sachgerechten Annahme des Abzinsungsfaktors, Gehaltssteigerungsfaktors und des Pensionssteigerungsfaktors. Annahmebedingte Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen, welche in der Rath Gruppe ausschließlich versicherungsmathematische Gewinne und Verluste darstellen, werden im Jahr ihres Entstehens in voller Höhe über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst (siehe »Konzerngesamtergebnisrechnung«). Somit entspricht die Rückstellung in der Regel der tatsächlichen Verpflichtung zum jeweiligen Bilanzstichtag. Ein etwaiger nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst. Für die Jubiläumsgeldrückstellung werden die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sofort ergebniswirksam erfasst. Für Abfertigungsrückstellungen und Pensionsrückstellungen werden die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im sonstigen Ergebnis erfasst.
Bei der Abfertigungsrückstellung wird der Dienstzeitaufwand über den Zeitraum, in dem der maximale Abfertigungsanspruch erreicht wird, verteilt.
Rückstellungen werden angesetzt, wenn für die Rath Gruppe eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses besteht und es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Bestehen bei einer Sachanlage Rückbauverpflichtungen zum Ende der Nutzungsdauer, so werden die Aufwendungen dafür als Rückstellung für Entsorgungskosten passiviert und als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Sachanlage aktiviert.
Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgabe darstellt. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung angesetzt.
Die effektive Steuerbelastung umfasst die tatsächlichen Steuern und die latenten Steuern. Bei direkt im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfassten Transaktionen wird auch die damit zusammenhängende Ertragsteuer erfolgsneutral im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.
Die tatsächliche Steuer für die einzelnen Gesellschaften der Rath Gruppe errechnet sich aus dem steuerpflichtigen Einkommen der Gesellschaft und dem im jeweiligen Land anzuwendenden Steuersatz.
Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der Verbindlichkeitenmethode für alle temporären Unterschiede zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden im IFRS-Konzernabschluss und den bei den einzelnen Gesellschaften bestehenden Steuerwerten. Des Weiteren wird der wahrscheinlich realisierbare Steuervorteil aus bestehenden Verlustvorträgen in die Ermittlung einbezogen. Ausnahmen von dieser umfassenden Steuerabgrenzung bilden Unterschiedsbeträge aus steuerlich nicht absetzbaren Firmenwerten und mit Beteiligungen zusammenhängende temporäre Unterschiede. Aktive Steuerabgrenzungen werden nicht angesetzt, wenn es nicht wahrscheinlich ist, dass der enthaltene Steuervorteil realisierbar ist. Der Ermittlung der Steuerabgrenzung wurde in Österreich ein Steuersatz von 25%, in Deutschland von 31%, in Ungarn von 10% und in den USA von 40% zugrunde gelegt.
Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages nach Abzug von Transaktionskosten erfasst. Ein Agio, Disagio oder sonstiger Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Finanzierung nach der effektiven Zinsenmethode verteilt realisiert und im Finanzergebnis ausgewiesen (fortgeführte Anschaffungskosten).
Die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt bei Entstehen der Verbindlichkeit in Höhe des beizulegenden Zeitwertes der erhaltenen Leistungen. In der Folge werden diese Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sonstige nicht aus Leistungsbeziehungen resultierende Verbindlichkeiten werden mit ihrem Zahlungsbetrag angesetzt.
Die Rath Gruppe verwendet derzeit ausschließlich Zinsswaps, um bestehende Risiken aus Zinssatzänderungen zu vermindern.
Der beizulegende Zeitwert für Zinsswaps entspricht jenem Wert, den die Rath Gruppe bei Auflösung des Geschäftes zum Bilanzstichtag erhalten würde oder zahlen müsste. Dabei werden aktuelle Marktverhältnisse, vor allem das aktuelle Zinsenniveau, berücksichtigt. Wertschwankungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die Regelungen des IAS 39 über die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen werden nicht angewandet.
Erträge aus Lieferungen (Warengeschäft) werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Erträge aus nicht mit einem Fertigungsauftrag zusammenhängenden Dienstleistungen werden im Ausmaß der bis zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen erfasst.
Ist bei Fertigungsaufträgen (Projektgeschäft) das Ergebnis eines Auftrages verlässlich schätzbar, erfolgt die Erfassung der Erträge und Auftragskosten entsprechend dem Leistungsfortschritt am Bilanzstichtag jeweils als Umsatzerlöse und den entsprechenden Aufwandsposten. Ein erwarteter Verlust aus dem Fertigungsauftrag wird sofort zur Gänze als Aufwand erfasst.
Der Finanzaufwand umfasst die für die aufgenommenen Fremdfinanzierungen und Finanzierungs-Leasinggeschäfte anfallenden Zinsen, zinsenähnliche Aufwendungen und Spesen, mit der Finanzierung zusammenhängende Währungskursgewinne/-verluste und Ergebnisse von Sicherungsgeschäften sowie dauerhafte Wertminderungen von "available for sale" Wertpapieren.
Die Finanzerträge beinhalten die aus der Veranlagung von Finanzmitteln realisierten Zinsen, Dividenden und ähnliche Erträge.
Die Zinsen werden auf Basis des Zeitablaufes nach der Effektivzinsmethode abgegrenzt. Die Realisierung der Dividenden erfolgt zum Zeitpunkt des Beschlusses der Dividendenausschüttung.
Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Ermessensbeurteilungen und die Festlegung von Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die den Ansatz und den Wert der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Geschäftsjahres wesentlich beeinflussen können. Zu den in der Bilanz nicht erfassten Verpflichtungen, Bürgschaften, Garantien und sonstigen Haftungsverhältnissen werden regelmäßig Einschätzungen vorgenommen, ob eine bilanzielle Erfassung im Abschluss zu erfolgen hat, die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft.
Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt und die Prämissen entsprechend angepasst.
Bei den folgenden Annahmen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung von Vermögenswerten und Schulden im nächsten Geschäftsjahr führen können:
Fehler aus früheren Perioden werden rückwirkend geändert. Der Konzernabschluss wird mit allen Vorjahreszahlen so dargestellt, als ob der Fehler aus früheren Perioden niemals aufgetreten wäre. Änderungen von rechnungslegungsbezogene Schätzungen sind prospektiv vorzunehmen.
Aufgrund einer Stichprobenprüfung der Österreichischen Prüfstelle für Rechnungslegung (OePR) wurde der Konzernabschluss zum 31. 12.2015 sowie der Halbjahresfinanzbericht zum 30.6.2015 und zum 30.6.2016 der Rath AG geprüft. Die Prüfung wurde mit Schreiben vom 3. 10.2016 abgeschlossen und hat ergeben, dass der Finanzierungscashflow des Geschäftsjahres 2015 aufgrund eines Konsolidierungsfehlers um EUR 0,5 Mio. zu niedrig der operative Cashflow insbesondere aufgrund enthaltener unrealisierte Wechselkursdifferenzen um EUR 1,7 Mio. zu hoch und daher insgesamt um 2,2 Mio. EUR zu hoch ausgewiesen war. Im Cashflow zum 30.6.2016 wurden die unrealisierten Gewinne und Verluste aus Wechselkursänderungen ebenso fehlerhaft in der Abstimmung des Bestandes an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten erfasst. Die rückwirkende Anpassung hat keine Auswirkungen auf die Information in der Bilanz zu Beginn der vorgegangenen Periode (1. 1.2015). Der Cashflow zum Stichtag 30.6.2015 war nicht fehlerhaft.
Darüber hinaus erfolgte zur besseren Vergleichbarkeit mit der Bilanz 2015 eine Umgliederung des im Geschäftsjahr 2016 als langfristig eingestuften Zinsswaps in Höhe von 316 TEUR von sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten zu sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten in den Vergleichswerten per 31. 12.2015.
| GRUND STÜCKE |
BAUTEN (EINSCHLIESSLICH BAUTEN AUF FREMDEM GRUND) |
TECHNISCHE ANLAGEN |
SONSTIGE ANLAGEN UND GESCHÄFTS AUSSTATTUNG |
ANLAGEN AUS FINANZIERUNGS LEASING |
ANZAHLUNGEN/ ANLAGEN IN BAU |
TOTAL | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Anschaffungskosten | |||||||
| Stand am 1 .1.2015 | 459 | 22.969 | 73.897 | 16.962 | 4.497 | 274 | 119.058 |
| Zugänge | 0 | 408 | 1.958 | 612 | 277 | 544 | 3.799 |
| Abgänge | 0 | –8 | –44 | –405 | 0 | –62 | –520 |
| Umbuchungen | 0 | 69 | 68 | 20 | 0 | –157 | 0 |
| Wechselkursänderung | 8 | 379 | 1.326 | 207 | 315 | 1 | 2.235 |
| Stand am 31.12.2015 | 467 | 23.816 | 77.205 | 17.396 | 5.089 | 600 | 124.572 |
| Zugänge | 0 | 173 | 2.362 | 661 | 0 | 2.433 | 5.629 |
| Abgänge | 0 | 0 | –55 | –172 | 0 | –18 | –244 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 586 | 93 | –284 | –444 | –50 |
| Wechselkursänderung | 9 | 174 | 559 | 86 | 109 | 8 | 944 |
| Stand am 31.12.2016 | 475 | 24.164 | 80.657 | 18.064 | 4.913 | 2.578 | 130.852 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||||
| Stand am 1. 1.2015 | –1 | –12.896 | –59.688 | –10.351 | –1.933 | 0 | –84.869 |
| Zugänge | 0 | –603 | –2.775 | –505 | –164 | 0 | –4.046 |
| Abgänge | 0 | 4 | 42 | 391 | 0 | 0 | 437 |
| Wechselkursänderung | 0 | –73 | –811 | –16 | –141 | 0 | –1.041 |
| Stand am 31.12.2015 | –1 | –13.568 | –63.233 | –10.480 | –2.237 | 0 | –89.519 |
| Zugänge | 0 | –632 | –2.689 | –586 | –117 | 0 | –4.024 |
| Abgänge | 0 | 0 | 55 | 169 | 0 | 0 | 224 |
| Wechselkursänderung | 0 | –51 | –418 | –25 | –49 | 0 | –543 |
| Stand am 31.12.2016 | –1 | –14.251 | –66.286 | –10.922 | –2.404 | 0 | –93.863 |
| Buchwert am 1.1.2015 | 458 | 10.073 | 14.209 | 6.611 | 2.564 | 274 | 34.189 |
| Buchwert am 31.12.2015 | 466 | 10.248 | 13.972 | 6.916 | 2.851 | 600 | 35.053 |
| Buchwert am 31.12.2016 | 474 | 9.913 | 14.372 | 7.142 | 2.510 | 2.578 | 36.988 |
Im Posten Abschreibungen sind weder 2016 noch 2015 Wertminderungen enthalten.
Zum 31. 12.2016 betrug das Bestellobligo im Anlagenbreich 416 TEUR (VJ: 302 TEUR).
| SOFTWARE | SONSTIGE RECHTE | SELBSTENTWICKELTE | TOTAL | |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | SOFTWARE TEUR |
TEUR | |
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand am 1. 1.2015 | 1.733 | 174 | 249 | 2.156 |
| Zugänge | 39 | 0 | 0 | 39 |
| Wechselkursänderung | 32 | 0 | 0 | 32 |
| Stand am 31.12.2015 | 1.804 | 174 | 249 | 2.227 |
| Zugänge | 69 | 0 | –50 | 19 |
| Abgänge | –74 | 0 | 0 | –74 |
| Umbuchungen | –151 | 0 | 201 | 50 |
| Wechselkursänderung | 15 | 0 | 0 | 15 |
| Stand am 31.12.2016 | 1.663 | 174 | 399 | 2.237 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand am 1. 1.2015 | –1.437 | –171 | –60 | –1.668 |
| Zugänge | –76 | –3 | –34 | –112 |
| Wechselkursänderung | –20 | 0 | 0 | –20 |
| Stand am 31.12.2015 | –1.533 | –173 | –94 | –1.800 |
| Zugänge | –60 | 0 | –41 | –100 |
| Abgänge | 74 | 0 | 0 | 74 |
| Umbuchungen | 75 | 0 | –75 | 0 |
| Wechselkursänderung | –11 | 0 | 0 | –11 |
| Stand am 31.12.2016 | –1.455 | –173 | –210 | –1.838 |
| Buchwert am 1.1.2015 | 296 | 3 | 189 | 488 |
| Buchwert am 31.12.2015 | 271 | 0 | 155 | 426 |
| Buchwert am 31.12.2016 | 208 | 0 | 190 | 398 |
Bei den finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um Wertpapiere welche als "zur-Veräußerung-verfügbar" im Sinne des IAS 39 klassifiziert wurden. Sie umfassen Anteile an drei Investmentfonds und dienen der Deckung der Rückstellungen für Pensionen gemäß den Bestimmungen der §§ 14 und 116 öEStG. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Wertänderungen des beizulegenden Zeitwertes werde im sonstigen Ergebnis erfasst.
| BUCHWERT 31. 12. 16 |
BUCHWERT 31. 12. 15 |
|
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere | 735 | 702 |
| 735 | 702 |
| 31. 12. 16 | 31. 12. 15 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Roh–, Hilfs– und Betriebsstoffe | 2.942 | 3.406 |
| fertige Erzeugnisse | 11.357 | 12.409 |
| sonstige Vorräte | 5.260 | 4.693 |
| Handelswaren | 2.413 | 1.770 |
| Wertberichtigungen zu Vorräten | –589 | –1.348 |
| 21.382 | 20.930 |
Im Laufe des Jahres 2015 überprüfte der Konzern eine Produktlinie auf Wertminderungen. In diesem Zusammenhang wurden die zugehörigen Vorräte auf ihren Nettoveräußerungswert abgeschrieben, was zu einem Verlust von 495 TEUR führte. Im Jahr 2016 wurden 21 TEUR Aufwand aus Abschreibungen auf den Nettoveräuperungswert gebucht.
| 31. 12. 16 | 31. 12. 15 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 17.578 | 15.696 |
| Forderungen aus Auftragsfertigung | 879 | 488 |
| Wertberichtigungen | –699 | –442 |
| 17.758 | 15.742 | |
| davon langfristig | 0 | 0 |
Die Wertberichtigungen entwickeln sich wie folgt.
| Stand 31.12. | 699 | 442 |
|---|---|---|
| Effekt aus Dekonsolidierung | –3 | 0 |
| Währungsumrechnung | 0 | 11 |
| Dotierung | 292 | 273 |
| Auflösung | –32 | –10 |
| Verwendung | 0 | –116 |
| Stand 1.1. | 442 | 284 |
| TEUR | TEUR | |
| 31. 12. 16 | 31. 12. 15 |
Zum Bilanzstichtag lagen langfristigen Aufträge vor, die nach der Percentage of Completion Method (PoC) mit Umsatzerlöse von 879 TEUR (VJ 488 TEUR) zu bewerten waren. Die Auftragskosten betrugen 579 TEUR (VJ 132 TEUR).
| 31. 12. 16 | 31. 12. 15 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| sonstige Forderungen | 502 | 277 |
| Forderungen an Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis | 0 | 26 |
| finanzielle Vermögenswerte | 502 | 302 |
| Forderungen Finanzamt und Sozialabgaben | 1.223 | 1.164 |
| übrige sonstige Forderungen | 215 | 322 |
| sonstige nicht finanzielle Forderungen | 1.438 | 1.486 |
| Rechnungsabgrenzungen | 349 | 567 |
| Summe | 2.289 | 2.355 |
| 31. 12. 16 | 31. 12. 15 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Kassenbestand | 20 | 22 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 3.507 | 3.428 |
| 3.527 | 3.450 |
Die Guthaben bei Kreditinstituten sind frei verfügbar.
Als Grundkapital wird unverändert gegenüber dem Vorjahr das Nominalkapital der Rath AG mit 10.905 TEUR ausgewiesen. Es setzt sich aus 1.500.000 Stück nennwertlosen Stückaktien zusammen. Die Aktien sind zur Gänze einbezahlt.
Die im Jahresabschluss der Rath AG ausgewiesenen gebundenen Kapitalrücklagen (31.12.2016: 1.118 TEUR; 31. 12.2015: 1.118 TEUR) dürfen nur zum Ausgleich eines ansonsten im Jahresabschluss der Muttergesellschaft auszuweisenden Bilanzverlustes aufgelöst werden.
Die freien Rücklagen resultieren aus den im Konzern erwirtschafteten vorgetragenen Gewinnen und Verlusten. Die sonstigen Rücklagen beinhalten das erwirtschaftete sonstige Ergebnis exklusive Währungsumrechnungsdifferenzen, welche in einer eigenen Rücklage (Unterschiede Währungsumrechnung) ausgewiesen werden.
Die Dividende richtet sich nach dem im unternehmensrechtlichen Jahresabschluss der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn. Die Rath AG weist zum 31. Dezember 2016 einen Bilanzgewinn in Höhe von 8.755 TEUR aus. Aufgrund des soliden Konzernergebnisses 2016 und dem stabilen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2017 wird der Vorstand der kommenden Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung in Höhe von 0,50 EUR pro Stückaktie und eine Sonderdividende von 0,25 EUR pro Stückaktie vorschlagen.
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital betreffen die Chamottewaren- und Thonöfenfabrik Aug. Rath jun. GmbH, Österreich und bis zum Geschäftsjahr 2015 auch die Rath SAS, Frankreich und sind nicht wesentlich.
Die Pensionsverpflichtung beruht auf einzelvertraglichen Zusagen an insgesamt zwei Pensionsbezieher/leitende Angestellte in Österreich, nach deren Eintreten in den Ruhestand Pensionszahlungen zu leisten.
Aufgrund gesetzlicher Vorschriften ist die Rath Gruppe verpflichtet, an alle Mitarbeiter in Österreich, deren Arbeitsverhältnis vor dem 1. Jänner 2003 begann, bei Kündigung durch den Dienstgeber oder zum Pensionsantrittszeitpunkt eine Abfertigungszahlung zu leisten. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und von dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig und beträgt zwischen 2 und 12 Monatsbezügen. Mit Wirkung zum 31. 12.2002 wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, sämtliche Abfertigungs-Altanwartschaften einzufrieren und alle Mitarbeiter in das neue System "Mitarbeiter-Vorsorgekasse" zu übernehmen. Für diese eingefrorene Verpflichtung wird eine Rückstellung gebildet.
Für alle aufrechten österreichischen Arbeitsverhältnisse nach dem 31. Dezember 2002 zahlt die Rath Gruppe ab dem zweiten Monat des Arbeitsverhältnisses monatlich 1,53% des Entgelts in eine betriebliche Mitarbeiter-Vorsorgekasse, in der die Beiträge auf einem Konto des Arbeitnehmers veranlagt und diesem bei Beendigung des Dienstverhältnisses ausbezahlt oder als Anspruch weitergegeben werden. Die Rath Gruppe ist ausschließlich zur Leistung der Beiträge verpflichtet (siehe Anhangangabe 18). Für dieses beitragsorientierte Versorgungsmodell ist daher keine Rückstellung zu bilden.
Aufgrund gesetzlicher Vorschriften ist die Rath Gruppe verpflichtet, an alle Mitarbeiter in Österreich, die eine bestimmte Dienstzeit überschritten haben, Jubiläumsgelder in Höhe von 1-3 Monatsgehältern zu bezahlen.
Den Berechnungen für Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern zum 31. Dezember 2016 und 31. Dezember 2015 liegen folgende Parameter zugrunde:
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Zinssatz | 1,80% | 2,00% |
| Bezugssteigerungen | 2,00% | 2,00% |
| Pensionssteigerungen | 1,75% | 1,75% |
| Sterbewahrscheinlichkeiten | AVÖ 2008-P | AVÖ 2008-P |
Durch das Bundesverfassungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen wird das Anfallsalter für die Alterspensionen für Frauen ab dem Jahr 2024 schrittweise von 60 auf 65 Jahre angehoben. Ab 2033 ist das Antrittsalter für Frauen und Männer 65 Jahre.
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Rückstellungen für Abfertigungen | 783 | 712 |
| Rückstellungen für Pensionen | 2.096 | 2.189 |
| Rückstellungen für Jubiläumsgelder | 277 | 215 |
| 3.155 | 3.117 |
| ABFERTIGUNGSRÜCKSTELLUNG | PENSIONSRÜCKSTELLUNG | JUBILÄUMSGELDRÜCKSTELLUNG | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Entwicklung der in der | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 | |
| Bilanz erfassten Rückstellung (DBO) | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Barwert Rückstellung (DBO) am 1.1. | 712 | 652 | 2.189 | 2.214 | 215 | 209 | |
| Dienstzeitaufwand | 27 | 25 | 0 | 0 | 56 | 1 | |
| Zinsaufwand | 14 | 16 | 42 | 51 | 0 | 0 | |
| in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst | 41 | 41 | 42 | 51 | 56 | 1 | |
| versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen |
16 | –12 | 29 | 25 | 0 | 0 | |
| aus Veränderungen demografischer Annahmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| aus Veränderungen finanzieller Annahmen | 13 | 31 | 30 | 79 | 0 | 0 | |
| im sonstigen Ergebnis erfasst | 29 | 19 | 59 | 104 | 0 | 0 | |
| Auszahlungen | –13 | 0 | –195 | –180 | 0 | 0 | |
| sonstige Veränderungen | 13 | 0 | 0 | 0 | 5 | 6 | |
| Barwert Rückstellung (DBO) am 31.12. | 783 | 712 | 2.096 | 2.189 | 277 | 215 |
Für die Rath Gruppe liegt das Risiko im Wesentlichen in der Entwicklung der Lebenserwartung und Inflation, da es sich bei den Leistungen aus diesen Versorgungsplänen um lebenslange Rentenleistungen handelt. Darüber hinaus existieren keine (außergewöhnlichen) Risiken. Bei den Abfertigungsansprüchen und den Jubiläumsgeldansprüchen liegen das Risiko im Wesentlichen in der Entwicklung der Inflation und den Gehaltssteigerungen.
| ERHÖHUNG UM 0,5 PROZENT PUNKTE |
REDUKTION UM 0,5 PROZENT PUNKTE |
|
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Auswirkung Veränderung Renditezinssatz | ||
| Veränderung der Rückstellungen für Abfertigungen | –31 | 33 |
| Veränderung der Rückstellungen für Pensionen | –74 | 79 |
| Veränderung der Rückstellung für Jubiläumsgeld | –16 | 18 |
| ERHÖHUNG UM 0,5 PROZENT PUNKTE TEUR |
REDUKTION UM 0,5 PROZENT PUNKTE TEUR |
|
|---|---|---|
| Auswirkung Veränderung Bezugssteigerung | ||
| Veränderung der Rückstellungen für Abfertigungen | 32 | –31 |
| Veränderung der Rückstellungen für Pensionen | 78 | –74 |
| Veränderung der Rückstellung für Jubiläumsgeld | 18 | –16 |
Die Pensionszahlungen an die Pensionsbezieher betrugen im Geschäftsjahr 195 TEUR (VJ 180 TEUR).
Die gewichtete Duration der Pensionsverpflichtung beträgt 6,68 Jahre (VJ: 10), die der Abfertigungsverpflichtung 9,75 Jahre (VJ: 9,32), die der Jubiläumsgelder 13,32 Jahre.
| 31. 12. 16 | 31. 12. 15 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| LANGFRISTIG TEUR |
KURZFRISTIG TEUR |
SUMME TEUR |
LANGFRISTIG TEUR |
KURZFRISTIG TEUR |
SUMME TEUR |
||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
|||||||
| Kontokorrentkredit | 6.000 | 15.517 | 21.517 | 4.000 | 15.292 | 19.292 | |
| Exportdarlehen | 0 | 3.963 | 3.963 | 0 | 3.963 | 3.963 | |
| Investitionskredit | 189 | 524 | 713 | 713 | 1.475 | 2.188 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber anderen Gläubigern |
|||||||
| Finanzierungsleasing | 1.244 | 290 | 1.534 | 1.504 | 271 | 1.775 | |
| 7.433 | 20.295 | 27.728 | 6.217 | 21.002 | 27.219 |
Zur besseren Darstellung wurden im GJ 2016 6.000 TEUR (VJ: 4.000 TEUR) von langfristigen Investitionskrediten zu langfristigen Kontokorrentkrediten umgegliedert. Die Fristigkeiten von Finanzverbindlichkeiten sind unter Punkt 4.1. Liquiditätsrisiko dargestellt.
Die wesentlichen Konditionen der Finanzverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
| ART DER FINANZIERUNG |
WÄHRUNG | BUCHWERT ZUM 31. 12. 16 TEUR |
EFFEKTIV VERZINSUNG 2016 % |
WÄHRUNG | BUCHWERT ZUM 31. 12. 15 * TEUR |
EFFEKTIV VERZINSUNG 2015 % |
ZINSEN FIX/VARIABEL |
FÄLLIGKEIT |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kontokorrentkredit | EUR | 14.125 | 1,5-2,384 | EUR | 13.252 | 1,9-3,21 | variabel | < 1 Jahr |
| Kontokorrentkredit | USD | 1.392 | 3,75 | USD | 2.040 | 3,5-4,5 | variabel | < 1 Jahr |
| Kontokorrentkredit | EUR | 6.000 | 1,5-1,9 | EUR | 4.000 | 1,9-3,21 | variabel | > 1 Jahr |
| Exportdarlehen | EUR | 3.963 | 0,5 | EUR | 3.963 | 0,6 | variabel | < 1 Jahr |
| Investitionskredite | EUR | 714 | 0-5 | EUR | 1.495 | 1,5-5,01 | fix/variabel | > 1 Jahr |
| Investitionskredite | USD | 0 | USD | 694 | 1,2 | variabel | > 1 Jahr | |
| Finanzierungs-Leasing | EUR | 898 | 3,15 | EUR | 972 | 3,15 | variabel | > 1 Jahr |
| Finanzierungs-Leasing | USD | 636 | 3,7-6,65 | USD | 804 | 3,86-6,65 | fix | > 1 Jahr |
| 27.728 | 27.219 | * Vergleichswerte des Vorjahres wurden angepasst |
Für einen Teil der variablen Kredite existiert ein Zinsswap – nähere Angaben sind unter Pkt. 3 (15) und Pkt. 4.1 dargestellt.
Hinsichtlich der beizulegenden Zeitwerte verweisen wir auf die Tabelle "Zeitwerte" bei den sonstigen Angaben unter 4.1 Finanzverbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte werden als Barwert der erwarteten Cashflows ermittelt. Der Berechnung wird ein risikoadäquater Abzinsungssatz zugrunde gelegt.
Für eine Kreditlinie in Höhe von 750 TUSD (VJ 750 TUSD) wurden Sicherheiten in gleicher Höhe in Form durch Sachanlagevermögen beigebracht. Die Kreditlinie ist per 31. 12.2016 nicht in Anspruch genommen worden (VJ 747 TUSD).
| PERSONAL | SONSTIGE | SUMME | |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| Stand am 1.1.2016 | 431 | 402 | 833 |
| Zugang | 563 | 181 | 744 |
| Verbrauch | -431 | -337 | -768 |
| Auflösung | 0 | -26 | -26 |
| Effekt aus Dekonsolidierung | 0 | -35 | -35 |
| Währungsumrechnung | 2 | 0 | 2 |
| Stand am 31.12.2016 | 565 | 185 | 750 |
Die Personalrückstellungen beinhalten Prämienrückstellungen sowie Rückstellungen für Lohnnebenkosten. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich aus Rückstellungen für Rechts- und Beratungskosten, Rückstellungen für Aufsichtsratsvergütungen sowie ungewisse Verbindlichkeiten zusammen.
Alle in obenstehender Tabelle ausgewiesenen Rückstellungen sind kurzfristig.
Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Körperschaftsteuer für das Geschäftsjahr (tatsächliche Steuer) | 812 | 791 |
| latente Steuer | –52 | 1.600 |
| 760 | 2.391 |
Temporäre Unterschiede zwischen den Wertansätzen im IFRS-Konzernabschluss und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz wirken sich wie folgt auf die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuern aus:
| latente Steuern (netto) | 1.413 | 1.332 |
|---|---|---|
| passive latente Steuern | –570 | –1.110 |
| aktive latente Steuern | 1.984 | 2.442 |
| in der Bilanz ausgewiesen: | ||
| TEUR | TEUR | |
| 2016 | 2015 |
| 31. 12. 16 TEUR |
31 .1215 TEUR |
|
|---|---|---|
| Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern: | ||
| latente Steueransprüche | ||
| Verbindlichkeiten aus Leasinggeschäften | 225 | 225 |
| Personalrückstellung IAS 19 | 861 | 773 |
| Vorratsvermögen | 395 | 209 |
| Sonstige | 154 | 40 |
| Verlustvorträge | 4.082 | 5.449 |
| Zwischensumme latente Steueransprüche | 5.716 | 6.696 |
| Saldierung | –3.733 | –4.254 |
| aktive latente Steuern | 1.984 | 2.442 |
| latente Steuerschulden | ||
| temporäre Unterschiede aus Auftragsfertigung | 220 | 0 |
| temporäre Unterschiede im Anlagevermögen | 3.252 | 3.446 |
| temporäre Unterschiede aus der Fremdwährungsbewertung | 217 | 1.371 |
| Personalrückstellungen | 615 | 547 |
| Zwischensumme latente Steuerschulden | 4.303 | 5.364 |
| Saldierung | –3.733 | –4.254 |
| passive latente Steuern | 570 | 1.110 |
| latente Steuern (netto) | 1.332 | 2.926 |
Aufgrund der derzeit geltenden steuerlichen Bestimmungen kann davon ausgegangen werden, dass die aus einbehaltenen Gewinnen resultierenden Unterschiedsbeträge zwischen dem steuerlichen Beteiligungsansatz und dem anteiligen Eigenkapital der im Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen im Wesentlichen steuerfrei bleiben. Daher wurde dafür keine Steuerabgrenzung vorgenommen.
Am 31.Dezember 2016 bestanden temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen von 3.440 TEUR (VJ: 1.324 TEUR) . Für diese Differenz wurden keine latenten Steuerverbindlichkeiten angesetzt, da der Konzern die Auflösung der temporären Differenzen steuern kann.
Es besteht ein Steuerumlagevertrag gem. § 9 Abs 8 KStG 1988 (Gruppenträger Rath AG – Gruppenmitglied Chamottewaren- und Thonöfenfabrik Aug. Rath jun. GmbH, Rath Filtration GmbH) zum Zweck der Gruppenbesteuerung.
Die latenten Steuern auf die Verlustvorträge in Höhe von 13.317 TEUR (31.12.2015: 17.498 TEUR) wurden aktiviert, da auf Basis der bestehenden Planungsrechnungen ihre Nutzung durch Verrechnung mit künftigen steuerlichen Gewinnen wahrscheinlich ist. Auf Verlustvorträge in Höhe von 13.600 TEUR (31.12.2015: 9.838 TEUR) wurde keine latente Steuer aktiviert, da zum Stichtag die Verrechnung mit künftigen steuerlichen Gewinnen der einzelnen Gesellschaften aus derzeitiger Sicht nicht wahrscheinlich ist. Die Verlustvorträge sind im Wesentlichen unbegrenzt vortragsfähig.
Eine Veränderung der zukünftigen steuerlichen Ergebnisse von +10% respektive –10% führt im Bereich der latenten Steuer bei zu folgenden Auswirkungen:
| +10% | –10% | |
|---|---|---|
| Sensitivitätsanalyse latente Steuern | 1.878 | 948 |
Die Ursachen für den Unterschied zwischen der unter Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes von 25% erwarteten Steuerbelastung und dem ausgewiesenen Ertragssteueraufwand stellen sich wie folgt dar:
| effektive Steuerbelastung | 760 | 2.391 |
|---|---|---|
| erstmals bzw. nicht angesetzte aktive latente Steuern auf Verlustvorträge | –163 | 615 |
| Korrekturen auf Steuern aus Vorperioden | –33 | –145 |
| Steuerbegünstigungen und steuerfreie Erträge | –242 | 62 |
| nicht abzugsfähige Aufwendungen | 161 | 323 |
| Auswirkung aufgrund zukünftiger geänderter Steuersätze | –3 | 0 |
| Steuersatzdifferenzen | –136 | –89 |
| 1.176 | 1.625 | |
| erwartete Steuerbelastung | 25% | 25% |
| Ergebnis vor Steuern | 4.705 | 6.499 |
| 2016 TEUR |
2015 TEUR |
|
| 6.681 | 5.346 | |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.681 | 5.346 |
| TEUR | TEUR | |
| 31. 12. 16 | 31. 12. 15 |
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind keine langfristigen Posten enthalten.
Die sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
| 31. 12. 16 | 31. 12. 15 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| sonstige Verbindlichkeiten | 943 | 648 |
| Derivate | 311 | 496 |
| sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.254 | 1.144 |
| davon langfristig | 311 | 496 * |
| Verbindlichkeiten Steuern | 336 | 718 |
| Verbindlichkeiten Sozialabgaben | 370 | 368 |
| Vorauszahlungen | 353 | 573 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 192 | 208 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.251 | 1.867 |
| davon langfristig | 192 | 208 |
| Abgrenzungen | 388 | 433 |
| aus Urlaubsansprüchen | 387 | 400 |
| aus Überstunden | 1 | 33 |
| 2.893 | 3.445 | |
| davon langfristig | 503 | 705 * |
* Die Derivate wurden insgesamt als langfristig eingestuft. Der Vorjahreswert wurde entsprechend angepasst.
Bei den derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um einen Zinsswap, der wirtschaftlich der Absicherung einer variabel verzinsten Verbindlichkeit dient, für den allerdings Hedge Accounting gemäß IAS 39 nicht angewandt wird. Der Swap hat eine Laufzeit bis 2018.
| 31. 12. 16 | 31. 12. 15 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| NOMINALE TEUR |
REFERENZWERT % |
BEIZULEGENDER ZEITWERT TEUR |
NOMINALE TEUR |
REFERENZWERT % |
BEIZULEGENDER ZEITWERT TEUR |
|
| Zinsswap | 4.500 | 4,35 | –311 | 4.500 | 4,35 | –496 |
| davon langfristig | –311 | –496 * |
* siehe Anhangangabe 14
Nach eingehender Evaluierung der sonstigen betrieblichen Erträge hat sich herausgestellt, dass bestimmte Erträge in den sonstigen Umsatzerlösen auszuweisen sind, da dies zu einer zutreffenderen Darstellung der Ertragslage führt. Um eine bessere Vergleichbarkeit herzustellen wurde der Vorjahreswert der Umsatzerlöse um rd. 43 TEUR erhöht bzw. die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge um denselben Betrag verringert (siehe Anhangangabe 19).
Die Darstellung der Geschäftssegmente erfolgt nach Regionen. Die Geschäftssegmentierung nach Regionen entspricht dem internen Berichtswesen der Rath Gruppe, welches dem Hauptentscheidungsträger, dem Vorstand der Rath AG, regelmäßig vorgelegt wird. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge wurden den einzelnen Geschäftssegmenten nur so weit zugeordnet, als diese unmittelbar oder mittels eines vernünftigen Verfahrens zu den jeweiligen Geschäftssegmenten zuordenbar waren.
Die Verrechnung zwischen den einzelnen Segmenten erfolgt auf fremdüblicher Basis.
Die Geschäftssegmentinformationen unterliegen den gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie der Konzernabschluss und erfolgt nach Regionen.
| Österreich: | Rath AG, Aug. Rath jun. GmbH, Rath Filtration GmbH |
|---|---|
| Deutschland: | Rath GmbH |
| Ungarn: | Rath Hungaria Kft. |
| USA: | Rath USA Inc. |
| Rest: | Rath Zarotechnika, Rath Polska, Rath Ukraina TOW, Rath Group srl., Mexico; Rath SAS, Frankreich bis 30. 11.2016 |
Das Segmentvermögen nach geographischen Märkten entspricht jenem der Geschäftssegmentierung.
| ÖSTERREICH | DEUTSCHLAND | UNGARN | USA | REST | KONSOLIDIERUNG | SUMME | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Jahr 2016 | |||||||
| Warenaufträge | 21.777 | 15.663 | 6.644 | 13.554 | 658 | 0 | 58.296 |
| Projektaufträge | 4.811 | 12.302 | 877 | 84 | 3.910 | 0 | 21.985 |
| Innenumsätze | 10.625 | 8.790 | 4.007 | 56 | 60 | –23.538 | 0 |
| andere Umsätze | 0 | 26 | 0 | 0 | 0 | 0 | 26 |
| Summe | 37.213 | 36.781 | 11.528 | 13.693 | 4.628 | –23.538 | 80.306 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 2.463 | 1.680 | 645 | 25 | 278 | –75 | 5.016 |
| Finanzerträge | 2.841 | 11 | 91 | 320 | 19 | –2.372 | 910 |
| Finanzaufwendungen | –704 | –83 | –155 | –1.244 | –109 | 1.074 | –1.221 |
| Finanzergebnis | 2.137 | –72 | –64 | –924 | –90 | –1.299 | –311 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 4.600 | 1.609 | 581 | –899 | 189 | –1.374 | 4.705 |
| Ertragssteuern | –475 | –552 | –56 | 516 | –47 | –146 | –760 |
| Jahresergebnis | 4.126 | 1.056 | 524 | –383 | 142 | –1.520 | 3.945 |
| Segmentvermögen | 47.573 | 31.443 | 10.391 | 23.798 | 3.830 | –31.973 | 85.062 |
| Segmentverbindlichkeiten | 37.142 | 5.754 | 6.211 | 21.930 | 2.441 | –31.506 | 41.971 |
| Investitionen | 1.137 | 3.523 | 608 | 350 | 9 | 0 | 5.627 |
| Abschreibungen | 1.285 | 1.392 | 351 | 1.052 | 45 | 0 | 4.124 |
| ÖSTERREICH | DEUTSCHLAND | UNGARN | USA | REST | KONSOLIDIERUNG | SUMME | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Jahr 2015 | |||||||
| Warenaufträge | 21.247 | 18.824 | 6.990 | 12.954 | 664 | 0 | 60.679 |
| Projektaufträge | 6.526 | 7.375 | 1.655 | 192 | 5.455 | 0 | 21.202 |
| Innenumsätze | 8.825 | 9.286 | 4.638 | 34 | 114 | –22.897 | 0 |
| andere Umsätze | 0 | 43 | 0 | 0 | 0 | 0 | 43 |
| Summe | 36.597 | 35.528 | 13.283 | 13.180 | 6.232 | –22.897 | 81.924 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 2.875 | 2.213 | 731 | –104 | –9 | –80 | 5.627 |
| Finanzerträge | –24 | 7 | 693 | 2.493 | 47 | 293 | 3.509 |
| Finanzaufwendungen | –948 | –95 | –839 | –997 | –124 | 367 | –2.636 |
| Finanzergebnis | –971 | –88 | –146 | 1.496 | –77 | 659 | 873 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 1.904 | 2.125 | 584 | 1.392 | –86 | 580 | 6.499 |
| Ertragssteuern | –577 | –601 | –64 | –1.164 | 12 | 4 | –2.391 |
| Jahresergebnis | 1.327 | 1.524 | 520 | 228 | –74 | 584 | 4.109 |
| Segmentvermögen | 38.249 | 32.730 | 9.825 | 24.232 | 3.825 | –27.760 | 81.102 |
| Segmentverbindlichkeiten | 31.118 | 7.097 | 5.993 | 22.033 | 2.558 | –27.576 | 41.222 |
| Investitionen | 1.351 | 1.271 | 486 | 717 | 8 | 0 | 3.834 |
| Abschreibungen | 1.238 | 1.485 | 331 | 1.060 | 44 | 0 | 4.159 |
| 33.124 | 34.515 | |
|---|---|---|
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 9.196 | 9.808 |
| Materialaufwand | 23.928 | 24.706 |
| 2016 TEUR |
2015 TEUR |
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Löhne und Gehälter | 20.388 | 19.960 |
| Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Abgaben und Beiträge | 4.208 | 4.090 |
| Beiträge zur Mitarbeitervorsorgekasse | 122 | 113 |
| Aufwand für Abfertigungen und Jubiläumsgelder | 76 | 63 |
| sonstiger Personalaufwand | 763 | 765 |
| 25.557 | 24.992 | |
| durchschnittlicher Mitarbeiterstand | ||
| Angestellte | 204 | 202 |
| Arbeiter | 337 | 349 |
| 542 | 551 | |
| Mitarbeiterzahl zum Bilanzstichtag | ||
| Angestellte | 204 | 201 |
| Arbeiter | 319 | 352 |
| 522 | 553 |
| 2016 | 2015 * | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Versicherungsansprüche /Versicherungsentschädigungen | 88 | 28 |
| Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen, ausgenommen Finanzanlagen | 16 | 24 |
| weiterverrechnete Aufwendungen | 27 | 6 |
| aktivierte Eigenleistungen | 668 | 109 |
| Sonstige | 224 | 432 |
| 1.023 | 599 |
*
Hinsichtlich der Anpassung des Vorjahreswert wird auf die Anhangangabe 16 verwiesen.
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Transporte durch Dritte | 2.489 | 2.728 |
| Wartung und Instandhaltung | 1.731 | 1.874 |
| Rechtsberatung und sonstige Beratung | 1.406 | 1.166 |
| Miete und Leasing | 1.104 | 1.050 |
| Werbung und Marketing | 939 | 486 |
| Reise- und Fahrtaufwendungen | 918 | 899 |
| sonstige Steuern | 632 | 633 |
| EDV Aufwendungen | 561 | 527 |
| Versicherungen | 521 | 503 |
| Aufwendungen für Wertberichtigungen und Forderungsabschreibungen | 402 | 201 |
| KFZ- und LKW-Aufwendungen | 337 | 353 |
| Provisionen | 303 | 471 |
| betriebliche Aufwendungen und Raumkosten | 271 | 290 |
| Spesen des Geldverkehrs | 213 | 195 |
| Entsorgungskosten | 194 | 134 |
| Aufwendungen für Arbeitsschutz | 193 | 274 |
| Aus- und Weiterbildung | 180 | 130 |
| Nachrichtenaufwand | 175 | 177 |
| Energie | 102 | 60 |
| Beiträge an Berufsvertretungen | 94 | 87 |
| Büromaterial | 87 | 89 |
| Aufsichtsratsvergütungen | 76 | 65 |
| Lizenzgebühren | 57 | 149 |
| Portogebühren | 34 | 39 |
| Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen | 3 | 67 |
| sonstige Aufwendungen | 486 | 585 |
| 13.508 | 13.231 |
Die sonstigen Aufwendungen beinhalten wie im Vorjahr im Wesentlichen Kosten für Forschung und Entwicklung, Reklamationsaufwendungen, Aufwand aus Vorperioden, etc.
Das Finanzergebnis nach Kategorien der einzelne Finanzinstrumenten und unterteilt in Zinsergebnis, Gewinn- und Verluste aus Bewertungen, Abgangsergebnisses und sonstigen setzt sich wie folgt zusammen.
Die Wertminderungen und Zuschreibungen auf Kredite und Forderungen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und werden im operativen Ergebnis ausgewiesen.
| BEWERTUNGSERGEBNIS IN TEUR AUS | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ZINSERTRAG UND ZINSAUFWAND |
FINANZ INSTRUMENTEN, BEWERTET ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT |
WÄHRUNGS UMRECHNUNG |
WERT MINDERUNGEN UND ZU SCHREIBUNGEN |
SONSTIGEN GEWINNEN UND VER LUSTEN |
NETTO FINANZ ERGEBNIS |
|||
| Ertrag +/Aufwand – | ||||||||
| Kredite und Forderungen | 2016 | 531 | 0 | 300 | 260 | 64 | 554 | |
| 2015 | 638 | 0 | 1.767 | 147 | 735 | 248 | ||
| zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte |
2016 | 12 | 0 | 0 | 97 | 0 | 109 | |
| 2015 | 16 | 0 | 0 | 0 | 0 | 16 | ||
| Finanzinstrumente, welche erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind |
2016 | 0 | 185 | 0 | 0 | 0 | 185 | |
| 2015 | 0 | 158 | 0 | 0 | 0 | 158 | ||
| finanzielle Verbindlichkeit zu fort geführten Anschaffungskosten |
2016 | 203 | 0 | 0 | 0 | 0 | 203 | |
| 2015 | 194 | 0 | 0 | 0 | 0 | 194 | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmiteläquivalente |
2016 | 1 | 0 | 0 | 0 | 1 | 2 | |
| 2015 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| sonstige Verbindlichkeiten | 2016 | 85 | 0 | 0 | 0 | 22 | 107 | |
| 2015 | 99 | 0 | 0 | 0 | 597 | 498 | ||
| gesamt | 2016 | 807 | 185 | 300 | 163 | 87 | 571 | |
| 2015 | 915 | 158 | 1.767 | 147 | 138 | 726 |
Die sonstigen Gewinne und Verluste enthalten Kredit- und Haftungsprovisionen, sowie Abgangsergebnisse der Rath SAS, Frankreich (VJ: Kosten aus dem Abgang von Krediten sowie den Ertrag aus der Dekonsolidierung der Rath Group srl., Argentinien sowie Rath Group srl. Brasilien).
In den Aufwendungen sind Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen enthalten von:
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Personalkosten | 589 | 467 |
| technische Prüfkosten | 97 | 161 |
| 686 | 628 |
Die Finanzinstrumente umfassen sowohl originäre als auch derivative Finanzinstrumente.
Zu den im Konzern bestehenden originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Die derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Absicherung der bei Darlehen bestehenden Zinsänderungsrisiken. Der Referenzwert umfasst die Bezugsbasis der zum Bilanzstichtag offenen derivativen Instrumente. Die tatsächlich fließenden Beträge stellen nur einen Bruchteil dieser Werte dar. Der beizulegende Zeitwert wurde auf Basis von Marktpreisen ermittelt und ist in einer separaten Position dargestellt.
Die für die Rath Gruppe wesentlichsten Marktrisiken sind das Fremdwährungsrisiko, das Zinsänderungsrisiko und die Risiken, die aus Preisschwankungen von Rohstoffen und Energie resultieren. Das Ziel des Risikomanagements ist hier, durch die Überwachung und Steuerung dieser Risiken unter Berücksichtigung von Risiken und Chancen eventuelle Verluste zu minimieren.
Risiken aus der Veränderung des Zinsenniveaus bestehen im Wesentlichen aus der langfristigen Fremdfinanzierung. Eine Aufstellung aller wesentlichen verzinslichen Vermögenwerte und Verbindlichkeiten sind sowie die Auswirkungen einer Zinsänderung in der nachfolgenden Tabellen enthalten.
Die Sensitivitätsanalyse zeigt die Auswirkungen von Zinssatzänderungen in Bezug auf variabel verzinste Instrumente auf das Periodenergebnis der Rath Gruppe. Die Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Wechselkurse, konstant bleiben.
Die Rath Gruppe bewertet keine fix verzinsten finanziellen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert und verwendet zum Stichtag keine Derivate als Hedge Instrumente für Fair Value Hedges. Eine Änderung des Zinssatzes in Bezug auf fix verzinste Instrumente würde keine Auswirkung auf die Konzerngewinn und -verlustrechnung haben.
| DAVON FINANZINSTRUMENTE | GEWINN/VERLUST | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| BUCHWERT TEUR |
NICHT VERZINSLICH TEUR |
FIX VERZINST TEUR |
VARIABEL VERZINST TEUR |
PLUS 100 BASISPUNKTE TEUR |
MINUS 100 BASISPUNKTE TEUR |
||
| verzinsliche Verbindlichkeiten | |||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
2016 | 6.681 | 6.681 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2015 | 5.346 | 5.346 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 2016 | 1.254 | 1.254 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2015 | 1.144 | 1.144 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| kurzfristige Bankverbindlichkeiten | 2016 | 20.005 | 0 | 352 | 19.653 | 197 | –117 |
| 2015 | 20.731 | 0 | 1.852 | 18.879 | 189 | –189 | |
| langfristige Bankverbindlichkeiten | 2016 | 6.189 | 0 | 189 | 6.000 | 60 | –60 |
| 2015 | 4.713 | 0 | 741 | 3.972 | 40 | –40 | |
| Leasingverbindlichkeiten | 2016 | 1.534 | 0 | 636 | 898 | 9 | –9 |
| 2015 | 1.775 | 0 | 804 | 972 | 10 | –10 |
| DAVON FINANZINSTRUMENTE | GEWINN/VERLUST | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| BUCH WERT TEUR |
NICHT VERZINSLICH TEUR |
FIX VERZINST TEUR |
VARIABEL VERZINST TEUR |
PLUS 100 BASISPUNKTE TEUR |
MINUS 100 BASISPUNKTE TEUR |
||
| verzinsliche Vermögenswerte | |||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 2016 | 3.527 | 10 | 0 | 3.517 | 35 | 0 |
| 2015 | 3.450 | 15 | 0 | 3.435 | 34 | -1 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2016 | 17.758 | 17.758 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2015 | 15.742 | 15.742 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| sonstige kurzfristige finanzielle Forderungen | 2016 | 502 | 502 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2015 | 302 | 302 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| langfristige finanzielle Vermögenswerte | 2016 | 735 | 735 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2015 | 702 | 702 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Die Rath Gruppe agiert international und ist daher vermehrt Wechselkursrisiken ausgesetzt, vor allem im USD- und HUF-Bereich. Diese Risiken werden derzeit nicht durch Finanzderivate abgesichert, wodurch Kursgewinne und -verluste aus Fremdwährungstransaktionen auftreten können.
| GESAMT | IN HAUS WÄHRUNG |
IN EUR |
IN USD |
IN ANDEREN WÄHRUNGEN |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 2016 | 3.527 | 3.300 | 221 | 6 | 0 |
| 2015 | 3.450 | 3.215 | 231 | 4 | 0 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2016 | 18.457 | 17.436 | 1.016 | 6 | 0 |
| 2015 | 16.184 | 15.534 | 646 | 4 | 0 | |
| sonstige finanzielle Forderungen | 2016 | 502 | 502 | 0 | 0 | 0 |
| 2015 | 302 | 302 | 0 | 0 | 0 | |
| finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2016 | 6.681 | 6.146 | 373 | 163 | 0 |
| 2015 | 5.346 | 4.970 | 304 | 70 | 1 | |
| sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 2016 | 1.254 | 1.254 | 0 | 0 | 0 |
| 2015 | 1.144 | 1.144 | 0 | 0 | 0 | |
| kurzfristige Bankverbindlichkeiten | 2016 | 20.295 | 18.181 | 2.113 | 0 | 0 |
| 2015 | 21.002 | 18.071 | 2.171 | 760 | 0 | |
| langfristige Bankverbindlichkeiten | 2016 | 6.189 | 6.189 | 0 | 0 | 0 |
| 2015 | 4.713 | 4.713 | 0 | 0 | 0 | |
| Nettoexposure | 2016 | 11.932 | 10.532 | 1.249 | 151 | 0 |
| 2015 | 12.268 | 9.847 | 1.598 | 822 | 1 |
Die Umrechnungskurse sind unter Pkt. 2.5. dargestellt. Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt die Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf das Periodenergebnis der Rath Gruppe. Die Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Zinssätze, konstant bleiben. Die Analyse wurde auf gleicher Basis auch für das Geschäftsjahr 2015 erstellt, obwohl die reale Entwicklung von den zu dieser Zeit getroffenen Erwartungen abweicht.
| USD | HUF | ANDERE | SUMME | |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| 31.12.16 | ||||
| 10%ige Stärkung des EUR | ||||
| Effekt auf das Periodenergebnis | 35 | –48 | –13 | –26 |
| Effekt auf das Eigenkapital | –170 | –380 | –126 | –676 |
| 10%ige Schwächung des EUR | ||||
| Effekt auf das Periodenergebnis | –43 | 58 | 16 | 31 |
| Effekt auf das Eigenkapital | 208 | 464 | 154 | 826 |
| USD | HUF | ANDERE | SUMME | |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| 31.12.15 * | ||||
| 10%ige Stärkung des EUR | ||||
| Effekt auf das Periodenergebnis | –21 | –47 | 5 | –63 |
| Effekt auf das Eigenkapital | –200 | –348 | –113 | –662 |
| 10%ige Schwächung des EUR | ||||
| Effekt auf das Periodenergebnis | 25 | 58 | –7 | 77 |
| Effekt auf das Eigenkapital | 244 | 426 | 139 | 809 |
* Die Berechnungsmethode der Sensitivitäten wurde im Geschäftsjahr geändert und die Vorjahresangaben entsprechend angepasst.
Auf der Aktivseite stellen die ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar, da keine Aufrechnungsvereinbarungen bestehen. Das Risiko bei Forderungen gegenüber Kunden kann als gering eingeschätzt werden, da die Bonität neuer und bestehender Kunden laufend geprüft wird. Das Ausfallsrisiko bei anderen auf der Aktivseite ausgewiesenen originären sowie bei derivativen Finanzinstrumenten ist ebenfalls als gering anzusehen, da es sich bei den Vertragspartnern ausschließlich um Finanzinstitute mit hoher Bonität handelt.
Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt gleichzeitig das maximale Kreditrisiko dar. Zu den finanziellen Vermögenswerten zählen zum Stichtag:
| BUCHWERT | ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGS MITTELÄQUIVALENTE |
KREDITE UND FORDERUNGEN |
ZUR VERÄUSSERUNG VERFÜGBARE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE ZU ANSCHAFFUNGSKOSTEN |
|
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 31.12.2016 |
3.527 | 3.527 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 31. 12.2015 |
3.450 | 3.450 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2016 |
17.758 | 0 | 17.758 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31. 12.2015 |
15.742 | 0 | 15.742 | 0 |
| sonstige finanzielle Forderungen 31.12.2016 |
502 | 0 | 502 | 0 |
| sonstige finanzielle Forderungen 31. 12.2015 |
302 | 0 | 302 | 0 |
| langfristige finanzielle Vermögenswerte 31.12.2016 |
735 | 0 | 0 | 735 |
| langfristige finanzielle Vermögenswerte 31. 12.2015 |
702 | 0 | 0 | 702 |
Das maximale Kreditrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Kundengruppen stellt sich zum Stichtag wie folgt dar:
| 31. 12. 16 TEUR |
31. 12. 15 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen gegenüber Großkunden, brutto | 4.108 | 2.987 |
| Forderungen gegenüber Übrigen, brutto | 14.349 | 13.198 |
| Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto | 18.457 | 16.184 |
| Wertberichtigungen | –699 | –442 |
| Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto | 17.758 | 15.742 |
Etwa 23% (VJ 19%) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des abgelaufenen Geschäftsjahres resultieren aus den Geschäftsbeziehungen mit 10 Großkunden.
Darüber hinaus bestehen keine Risikokonzentrationen hinsichtlich der anderen finanziellen Vermögenswerte.
Die Altersstruktur der finanziellen Vermögenswerte sowie die erfassten Wertberichtigungen stellen sich wie folgt dar:
| 31. 12. 16 | 31. 12. 15 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 17.758 | 15.742 |
| sonstige finanzielle Forderungen | 502 | 302 |
| sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 735 | 702 |
| 18.996 | 16.747 | |
| Betrag vor Wertberichtigung | 19.695 | 17.189 |
| davon | ||
| nicht fällig und nicht wertgemindert | 10.419 | 4.839 |
| bis zu 90 Tagen überfällig | 2.570 | 5.072 |
| 91 bis 180 Tage überfällig | 1.705 | 1.740 |
| 181 bis 360 Tage überfällig | 950 | 914 |
| mehr als 360 Tage überfällig | 0 | 0 |
| davon wertgemindert | 699 | 442 |
| Einzelwertberichtigung | 699 | 425 |
| Portfoliowertberichtigung | 0 | 17 |
Der Nennwert von finanziellen Vermögenswerten, verringert um allfällige geschätzte Abzüge, entspricht dem beizulegenden Zeitwert.
Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, die erforderlichen Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten nicht aufbringen zu können. Vorsichtiges Liquiditätsrisikomanagement ist die Gewährleistung für das Vorhandensein ausreichender Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die Möglichkeit der Finanzierung über adäquate Kreditlinien. Aufgrund der dynamischen Natur der zugrunde liegenden Geschäfte wird versucht, eine flexible Kapitalbeschaffung durch bereitgestellte Kreditlinien bei mehreren Banken zu ermöglichen.
Die folgende Aufstellung zeigt die vertraglichen Fälligkeiten sowie die erwarteten Zinszahlungen von finanziellen Schulden.
| FÄLLIG IN 6 MONATEN | FÄLLIG IN 6–12 MONATEN | FÄLLIG IN 1–2 JAHREN | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| BUCHWERT | ZINSEN | TILGUNG | ZINSEN | TILGUNG | ZINSEN | TILGUNG | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Verbindlichk. aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2016 | 6.681 | 0 | 6.681 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichk. aus Lieferungen und Leistungen 31. 12.2015 | 5.346 | 0 | 5.346 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 31.12.2016 | 943 | 0 | 943 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 31. 12.2015 | 648 | 0 | 648 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| kurzfristige Bankverbindlichkeiten 31.12.2016 | 20.005 | 135 | 2.991 | 104 | 17.014 | 0 | 0 |
| kurzfristige Bankverbindlichkeiten 31. 12.2015 | 20.731 | 130 | 12.038 | 88 | 8.693 | 0 | 0 |
| langfristige Bankverbindlichkeiten 31.12.2016 | 6.189 | 50 | 0 | 50 | 0 | 105 | 152 |
| langfristige Bankverbindlichkeiten 31. 12.2015 | 4.713 | 39 | 0 | 39 | 0 | 73 | 2.524 |
| Leasingverbindlichkeiten 31.12.2016 | 1.534 | 30 | 144 | 26 | 146 | 47 | 296 |
| Leasingverbindlichkeiten 31. 12.2015 | 1.775 | 34 | 127 | 32 | 145 | 55 | 283 |
| derivative Finanzinstrumente 31.12.2016 | 311 | 98 | 0 | 98 | 0 | 196 | 311 |
| derivative Finanzinstrumente 31. 12.2015 | 496 | 95 | 0 | 99 | 316 | 194 | 180 |
| FÄLLIG ZW. 2 –5 JAHRE | FÄLLIG NACH 5 JAHREN | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| BUCHWERT | ZINSEN | TILGUNG | ZINSEN | TILGUNG | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2016 | 6.681 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31. 12.2015 | 5.346 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 31.12.2016 | 943 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 31. 12.2015 | 648 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| kurzfristige Bankverbindlichkeiten 31.12.2016 | 20.005 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| kurzfristige Bankverbindlichkeiten 31. 12.2015 | 20.731 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| langfristige Bankverbindlichkeiten 31.12.2016 | 6.189 | 131 | 6.038 | 0 | 0 |
| langfristige Bankverbindlichkeiten 31. 12.2015 | 4.713 | 120 | 2.189 | 0 | 0 |
| Leasingverbindlichkeiten 31.12.2016 | 1.534 | 36 | 949 | 0 | 0 |
| Leasingverbindlichkeiten 31. 12.2015 | 1.775 | 74 | 1.129 | 4 | 92 |
| derivative Finanzinstrumente 31.12.2016 | 311 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| derivative Finanzinstrumente 31. 12.2015 | 496 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Die folgende Aufstellung zeigt die Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten im Verhältnis zu deren Buchwerten:
| 31. 12. 16 | 31. 12. 15 | |||
|---|---|---|---|---|
| BUCHWERT TEUR |
BEIZULEGENDER ZEITWERT TEUR |
BUCHWERT TEUR |
BEIZULEGENDER ZEITWERT TEUR |
|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 3.527 | 3.527 | 3.450 | 3.450 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 17.758 | 17.758 | 15.742 | 15.742 |
| sonstige finanzielle Forderungen | 502 | 502 | 302 | 302 |
| langfristige finanzielle Vermögenswerte | 735 | 735 | 702 | 702 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.681 | 6.681 | 5.346 | 5.346 |
| sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.254 | 1.254 | 1.144 | 1.144 |
| kurzfristige Bankverbindlichkeiten | 20.005 | 20.005 | 20.731 | 20.731 |
| langfristige Bankverbindlichkeiten | 6.189 | 6.130 | 4.713 | 4.731 |
| Leasingverbindlichkeiten | 1.534 | 1.442 | 1.775 | 1.828 |
Der Zeitwert der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten weicht nicht wesentlich von dem jeweiligen Buchwert ab. Der Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente kann der in 4.1. dargestellten Tabelle entnommen werden. Der Zeitwert der übrigen originären Finanzinstrumente entspricht aufgrund der täglichen bzw. kurzfristigen Fälligkeiten im Wesentlichen dem Buchwert.
Die folgende Aufstellung analysiert die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Instrumente nach der Art der Bewertungsmethode. Dazu wurden drei Levels von Bewertungsmethoden definiert:
Level 1: Preisnotierung für identische Vermögenswerte oder Schulden auf einem aktiven Markt (ohne Anpassung). Zur Ermittlung des Zeitwertes werden die am Bilanzstichtag notierten Marktpreise herangezogen.
Level 2: Inputs, die für Vermögenswerte oder Schulden entweder direkt (z.B. als Preise) oder indirekt (z.B. abgeleitet von Preisen) beobachtbar sind und nicht unter Level 1 fallen.
Level 3: Inputs für Vermögenswerte oder Schulden, die keine am Markt beobachtbaren Daten darstellen.
| LEVEL 1 TEUR |
LEVEL 2 TEUR |
LEVEL 3 TEUR |
TOTAL TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| 31.12.16 | ||||
| finanzielle Vermögenswerte | ||||
| zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 735 | 0 | 0 | 735 |
| 735 | 0 | 0 | 735 | |
| finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 311 | 0 | 311 |
| Total | 735 | 311 | 0 | 1.046 |
| LEVEL 1 | LEVEL 2 | LEVEL 3 | TOTAL | |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| 31.12.15 | ||||
| finanzielle Vermögenswerte | ||||
| zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 702 | 0 | 0 | 702 |
| 702 | 0 | 0 | 702 | |
| finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 496 | 0 | 496 |
| Total | 702 | 496 | 0 | 1.198 |
Die Verpflichtungen aus Operating-Lease-Verhältnissen betreffen vor allem Mietaufwendungen sowie Operating-Lease-Verträge für KFZ und Maschinen. Verpflichtungen aus nicht kündbaren Miet- und Leasingverpflichtungen nach Fristigkeit:
| 2.883 | 3.215 | |
|---|---|---|
| über 5 Jahre | 0 | 0 |
| bis 5 Jahre | 1.771 | 2.076 |
| bis 1 Jahr | 1.112 | 1.139 |
| TEUR | TEUR | |
| 2016 | 2015 |
Im Berichtsjahr wurden 1.050 TEUR (VJ 958 TEUR) als Miet- und Leasingaufwand erfasst.
Ziel des Managements ist es, die Kapitalausstattung im Sinne der Anforderungen von Aktionären, Banken und Lieferanten so zu gestalten, dass eine optimale Entwicklung des Konzerns gewährleistet werden kann. Das Management versucht, ein ausgeglichenes Niveau zwischen möglichem höheren Ergebnis und Eigenkapital bei niedrigerem Verschuldensgrad und der notwendigen, teilweise durch Fremdkapital bereitgestellten, operativen Flexibilität zu erzielen. Weder die Muttergesellschaft noch ihre Tochtergesellschaften unterliegen satzungsmäßigen und externen Mindestkapitalanforderungen. Ziel des Kapitalmanagements ist einerseits, den Fortbestand ("going concern") der Konzern-Gesellschaften sicherzustellen und andererseits, die Rendite der Aktionäre durch Optimierung des Eigen- und Fremdkapitaleinsatzes zu maximieren. Die Kapitalstruktur besteht aus Finanzschulden, flüssigen Mitteln und Eigenkapital, das den Aktionären der Rath AG zurechenbar ist und Grundkapital, Kapitalrücklagen sowie Gewinnrücklagen umfasst. Die Kapitalstruktur wird laufend überwacht. Dabei werden die Kapitalkosten und die Risiken, welche mit jeder Art von Kapital verbunden sind, berücksichtigt. Zentrale Größe in der Überwachung stellt die Eigenkapitalquote dar; diese wird vom Management laufend überwacht und definiert sich als Eigenkapital laut Konzernbilanz bezogen auf die Bilanzsumme. Die Zielquote liegt über 40%.
Die Rath Gruppe hat folgende Haftungsverhältnisse übernommen:
| 1.361 | 1.912 | |
|---|---|---|
| Haftrücklässe für Geschäftspartner | 1.361 | 1.912 |
| TEUR | TEUR | |
| 31. 12. 16 | 31. 12. 15 |
Die Haftrücklässe für Geschäftspartner betreffen im Wesentlichen das Projektgeschäft und werden zugunsten von Kunden zu deren Absicherung unserer Leistungsverpflichtung gewährt. Rücknahmeverpflichtungen, die über die branchenüblichen Gewährleistungen hinausgehen, liegen nicht vor. Weitere Chancen und Risiken aus außerbilanziellen Geschäften sind dem Management derzeit nicht bekannt.
Zum Zeitpunkt der Jahresabschlussarbeiten lagen wie im Vorjahr keine wesentlichen offenen Rechtstreitigkeiten vor.
Sämtliche Transaktionen mit nahestehenden Personen und Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Zu den nahestehenden Personen und Unternehmen bzw. deren Transaktionen mit der Rath Gruppe zählen:
› Hausinhabung Walfischgasse, Dr. Ernst Rath und Mitbesitzer Mietaufwendungen inkl. BK: 2016 149 TEUR; 2015 147 TEUR
Verbindlichkeit: 2016 2 TEUR; VJ: Ausleihung 26 TEUR
DI Jörg Sitzenfrey seit 1. 1.2013 Andreas Pfneiszl seit 10.6.2013
Die Vorstandsvergütungen betrugen im Jahr 2016 560 TEUR (31. 12.2015: 437 TEUR), davon 160 TEUR (31. 12.2015: 112 TEUR) als ergebnisabhängige Bestandteile.
Vorstandsvergütungen:
| 2016 | 2015 | ||
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||
| DI Jörg Sitzenfrey | fix | 200 | 162 |
| variabel | 80 | 56 | |
| 280 | 217 | ||
| Andreas Pfneiszl | fix | 200 | 164 |
| variabel | 80 | 56 | |
| 280 | 220 | ||
| Gesamtsumme Vorstandsvergütung | 560 | 437 | |
Mag. Stefan Ehrlich Adám (Vorsitzender) seit 25.06.2013 Mag. Philipp Rath (Stellvertreter des Vorsitzenden) seit 17.07.2003 Mag. Karin Bauer-Rath seit 01.06.2016 Mag. Dieter Hermann seit 25.06.2013 MMag. Christian B. Maier seit 27.06.2008 Dr. Andreas Meier seit 01.06.2016 Dkfm. Paul Rath seit 14.09. 1989 bis 10. 10.2016
An Organe der Konzernleitung wurden keine Kredite oder Vorschüsse gewährt. An ehemalige Organe wurden Pensionszahlungen in Höhe von 179 TEUR (Vorjahr 179 TEUR) geleistet. Die Aufwendungen für die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates beliefen sich im Berichtsjahr auf 76 TEUR (VJ 65 TEUR).
Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft betrugen in Summe 45 TEUR (VJ 45), davon 22 TEUR (VJ 22 TEUR) für die Prüfung des Konzernabschlusses (einschließlich Abschlüsse einzelner verbundener Unternehmen).
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich durch Division des den Aktionären der Rath AG zurechenbaren Anteiles des Konzernergebnisses durch die gewichtete Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Stammaktien während des Jahres.
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbare Anteile des Konzernergebnisses in TEUR |
3.944 | 4.116 |
| gewichtete Anzahl der Aktien im Umlauf | 1.500.000 | 1.500.000 |
| Gewinn je Aktie in EUR | 2,63 | 2,74 |
| gezahlte Dividende für Geschäftsjahr je Aktie in EUR | 0,50 | 0,50 |
Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie, da sich keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt im Umlauf befinden.
Es sind nach dem Abschluss des Geschäftsjahres für die Rath Gruppe keine wesentlichen Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 21. April 2017 vom Vorstand der Gesellschaft aufgestellt und am 21. April 2017 dem Aufsichtsrat zur Prüfung und Billigung vorgelegt.
WIEN, 21. APRIL 2017
Der Vorstand
Andreas Pfneiszl DI Jörg Sitzenfrey
GESCHÄFTSBERICHT 2016 – RATH KONZERN
Wir haben den Konzernabschluss der Rath Aktiengesellschaft, Wien, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, Konzerngesamtergebnisrechnung, der Entwicklung des Konzerneigenkapitals und der Konzerngeldflussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2016 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Siehe Konzernanhang Punkt 3.12.
Der Ansatz aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge ist abhängig von wesentlichen Einschätzungen durch den Vorstand hinsichtlich ihrer zukünftigen Verwertbartkeit.
Von den Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 13.317, auf die latente Steuern aktiviert wurden, entfallen TEUR 5.692 oder rd 43 % auf Verlustvorträge der Rath Inc., USA und TEUR 6.985 auf die Rath AG. Die latenten Steuern auf Verlustvorträge wurden basierend auf der Einschätzung des Vorstandes, dass ausreichend zukünftige steuerpflichtige Ergebnisse in der Rath Inc sowie der Rath AG zur Verfügung stehen werden, gegen die die Verluste verrechnet werden können, aktiviert. Diese Einschätzung basiert auf Gewinnprognosen des Vorstandes für die Rath Inc. und Rath AG.
Aufgrund der wesentlichen Einschätzung und der damit verbundenen Unsicherheiten wurde dieser Sachverhalt als besonders wichtig eingestuft.
Wir haben ein Verständnis über den Prozess der Erstellung der steuerlichen Gewinnprognosen durch den Vorstand erlangt und die wesentlichen den Gewinnprognosen zugrunde liegenden Annahmen und Einschätzungen des Vorstands kritisch hinterfragt. Wir haben ebenfalls mit dem Vorstand Gespräche geführt und insbesondere die Geschäftsentwicklung, die strategische Ausrichtung der RATH Inc. und Rath AG sowie die konjunkturellen Rahmenbedingungen analysiert. Dabei haben wir die Erfüllung der Planungsrechnungen der Vergangenheit durch Vergleich der historischen Planungen mit den Ist-Ergebnissen evaluiert.
Wir haben uns ebenfalls vergewissert, dass das Modell der Planungsrechnungen konsistent über alle Bereiche der Gruppe und in der Berichterstattung an den Aufsichtsrat angewendet wird.
Ferner haben wir gewürdigt, ob die erforderlichen Anhangangaben im Zusammenhang mit den aktiven latenten Steuern aus Verlustvorträgen nach IAS 12 angemessen sind.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im
Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Konzernlagebericht festgestellt.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahres- bzw Konzernabschluss, den Lage- bzw Konzernlagebericht und die diesbezüglichen Bestätigungsvermerke.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir geben keine Art der Zusicherung darauf ab.
In Verbindung mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen und zu überlegen, ob es wesentliche Unstimmigkeiten zwischen den sonstigen Informationen und dem Konzernabschluss oder mit unserem, während der Prüfung erlangten Wissen gibt oder diese sonstigen Informationen sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir, basierend
auf den durchgeführten Arbeiten, zur Schlussfolgerung gelangen, dass die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt sind, müssen wir dies berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Yann-Georg Hansa.
Wien, am 21. April 2017
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
gez.Mag. Yann-Georg Hansa Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
| AGIO | Aufgeld |
|---|---|
| AKTUARISCHER GEWINN/VERLUST | aktueller Gewinn/Verlust |
| AVAILABLE FOR SALE | zur Veräußerung verfügbar |
| AVÖ | Aktuarvereinigung Österreichs; Interessenvertretung der österreichischen Aktuare, Versicherungsmathematiker und versicherungsmathematischen Sachverständigen. Die AVÖ veröffentlicht die Rentenversicherungssterbetafeln, nach denen die Pensions und Abfertigungsverpflichtungen berechnet werden. |
| BARWERT | Der Barwert entspricht dem Wert, den eine zukünftig anfallende Zahlungsreihe in der Gegenwart besitzt. Anders ausgedrückt ist es der Wert aller Zahlungen am Anfang der Laufzeit (zum Zeitpunkt 0). |
| CASH GENERATING UNIT | zahlungsmittelgenerierende Einheit |
| CORPORATE GOVERNANCE | Verhaltensregeln für die verantwortungsvolle Führung und Kontrolle von Unternehmen, festgehal ten im österreichischen Corporate Governance Kodex. Der Inhalt stellt ein freiwilliges Regelwerk dar. |
| DBO (DEFINED BENEFIT OBLIGATION) | Barwert aller verfallbaren und unverfallbaren erdienten Ansprüche auf der Basis des geschätzten Gehaltsniveaus zum Zeitpunkt der Pensionierung. Das einzige versicherungsmathematische Verfahren, nach dem die DBO ermittelt werden darf, ist das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Die DBO entspricht der PBO (Projected Benefit Obligation). |
| DISAGIO | Unterschiedsbetrag zwischen Ausgabe- und Rückzahlungsbetrag einer Verbindlichkeit |
| D&O-VERSICHERUNG – "DIRECTORS' & OFFICERS' LIABILITY INSURANCE" |
Die D&O-Versicherung (auch Manager-Haftpflicht-Versicherung oder allgemein: Vermögens schaden-Haftpflicht-Versicherung für Organe juristischer Personen (Aktiengesellschaften, GmbHs, Genossenschaften, Stiftungen, eingetragene Vereine genannt) wird in der Regel als Versicherung zu Gunsten Dritter abgeschlossen. Das Unternehmen (Versicherungsnehmer) versichert seine Organmitglieder (Vorstände, Geschäftsführer, Aufsichtsräte, Beiräte) gegen das Risiko der persönlichen Haftung aus der Organtätigkeit. |
| EBITDA | Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielles Vermögen |
| EBITDA-MARGE | prozentueller Anteil des EBITDA's am Umsatz |
| EBIT (EARNINGS BEFORE INTEREST AND TAX) | Ergebnis vor Zinsen und Steuern, Betriebsergebnis |
| EBIT-MARGE | prozentueller Anteil des EBITs am Umsatz |
| EBT (EARNINGS BEFORE TAX) | Ergebnis vor Steuern |
| EIGENKAPITALQUOTE | Eigenkapital dividiert durch Gesamtkapital |
| EIGENKAPITALRENDITE | Gewinn dividiert durch Eigenkapital |
| FAIR VALUE | Bewertung von Finanzinstrumenten einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert |
| FINANZIERUNGSLEASING | Beim Finanzierungsleasing wird das Wirtschaftsgut gegen eine feste Leasingrate für eine bestimmte Grundmietzeit überlassen. Während der Grundmietzeit kann der Vertrag nicht gekündigt werden. Der Leasingnehmer muss die objektbezogenen Risiken tragen. Hierzu gehört das Risiko von Zerstörung oder Diebstahl. Beim Finanzierungsleasing wird zumeist eine Anzahlung oder eine erhöhte erste Leasingrate vereinbart. Entsprechend der Vertragsgestaltung ist zwischen Voll amortisationsverträgen und Teilamortisationsverträgen zu unterscheiden. |
|---|---|
| IAASB (INTERNATIONAL AUDITING AND ASSURANCE STANDARDS BOARD) |
Internationales Gremium für Prüfungs- und Haftungsstandards |
| IAS (INTERNATIONAL ACCOUNTING STANDARDS) | Internationale Rechnungslegungsstandards (siehe IFRS) |
| IASB (INTERNATIONAL ACCOUNTING STANDARDS BOARD) | Internationales Gremium zur Festlegung von Rechnungslegungsstandards |
| IFAC (INTERNATIONAL FEDERATION OF ACCOUNTANTS) | Internationale Vereinigung der Wirtschaftsprüfer |
| IFRIC (INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING INTERPRETATIONS COMMITTEES) |
Internationales Komitee für die Auslegung der Rechnungslegungsstandards |
| IFRS (INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS) |
Internationale Rechnungslegungsstandards (vormals IAS) |
| ISA (INTERNATIONAL STANDARDS ON AUDITING) | Internationale Prüfungsstandards |
| PERCENTAGE OF COMPLETION | Fertigstellungsgrad eines Projekts |
| PUC (PROJECTED UNIT CREDIT METHOD) | versicherungsmathematische Bewertungsmethode |
| ROCE (RETURN ON CAPITAL EMPLOYED) | Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Quotient aus EBIT und Capital Employed |
| SENSITIVITÄTSANALYSE | Die Sensitivitätsanalyse dient dazu, Zusammenhänge zwischen den Eingangsdaten von Modellrechnungen und den Zielwerten von Alternativen zu identifizieren. |
| WACC (WEIGHTED AVERAGE COST OF CAPITAL) | Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten; bezeichnet einen zu den Discounted-Cashflow-Verfahren der Unternehmensbewertung gehörenden Ansatz. Die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten werden verwendet, um die Mindestrendite für Investitionsprojekte zu bestimmen. |
| WORKING CAPITAL RATIO | Drückt aus, welcher Anteil der kurzfristigen Verbindlichkeiten durch das Umlaufvermögen finanziert werden kann. Vorräte und Forderungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden ins Verhältnis zum Umsatz gesetzt. |
| ZINSSWAP | Vereinbarung über den Austausch unterschiedlich gestalteter Zahlungsströme für einen bestimmten Zeitraum. Die Zahlungsströme basieren auf festen und variablen Zinssätzen; zur Absicherung gegen Zinssatzänderungen. |
EIGENTÜMER, HERAUSGEBER & VERLEGER: RATH AKTIENGESELLSCHAFT, WALFISCHGASSE 14, A-1015 WIEN IR- UND COMPLIANCE-VERANTWORTLICHER: ANDREAS PFNEISZL WEB: WWW. RATH-GROUP.COM MAIL: [email protected]
GRAFISCHE GESTALTUNG: TITANWEISS WERBEAGENTUR GMBH SATZ- UND DRUCKFEHLER VORBEHALTEN
DER BEGRIFF "MITARBEITER" WIRD AUS GRÜNDEN DER
LESBARKEIT GESCHLECHTSNEUTRAL VERWENDET.
JAHRESABSCHLUSS DER RATH AKTIENGESELLSCHAFT
DER RATH AKTIENGESELLSCHAFT
| Lagebericht | 4 |
|---|---|
| Bilanz | 8 |
| Gewinn- und Verlustrechnung | 10 |
| Konzernbeziehungen | 11 |
| Anhang | 12 |
| Anlagenspiegel | 20 |
| Verbindlichkeitenspiegel | 20 |
| Bestätigungsvermerk | 22 |
| Bericht des Aufsichtsrats | 27 |
| Erklärung aller gesetzlichen Vertreter | 30 |
EIGENTÜMER, HERAUSGEBER UND VERLEGER:
RATH AKTIENGESELLSCHAFT, WALFISCHGASSE 14, A-1015 WIEN
IR- UND COMPLIANCE-VERANTWORTLICHER: ANDREAS PFNEISZL
MAIL: [email protected]
SATZ- UND DRUCKFEHLER VORBEHALTEN
Die Rath Aktiengesellschaft ist ein an der Wiener Börse im amtlichen Handel (standard market auction) notiertes Unternehmen. Die Rath Aktiengesellschaft, die als Holdinggesellschaft der Rath Gruppe fungiert, beschäftigt sich im Wesentlichen mit der zentralen Steuerung des Berichtswesens, der einzelnen Tochtergesellschaften, sowie der strategischen Weiterentwicklung unseres Produktportfolios, der Anwendungslösungen und unserer Absatzmärkte. Des Weiteren ist die zentrale Finanzierung eine wesentliche Säule der Gesellschaft. Zweigniederlassungen oder Betriebsstätten bestehen keine.
Die angeführten Umsatzerlöse in Höhe von 4.687 TEUR (VJ: 4.537 TEUR) stammen aus den Lizenz-, und Konzernverrechnungen für Leistungen der Ressorts Marketing, F&E, Finanzwesen und Controlling, IT sowie Prozessmanagement. Die Personalaufwendungen in Höhe von 2.533 TEUR (VJ: 1.794 TEUR) erhöhten sich um 739 TEUR. Einerseits resultiert die Erhöhung aus den Neuaufnahmen von Mitarbeitern im Bereich Marketing, Controlling, sowie in der Forschung und Entwicklung und in der Betreuung von Tochtergesellschaften, zum anderen aus der jährlichen Kollektivvertrags- bzw. Inflationsanpassung. Auch wurden die Vorstandsverträge zum 1.1.2016 angehoben. Im Bereich "sonstige betriebliche Aufwendungen" lag der Aufwand bei TEUR 2.575 (VJ: 2.344 TEUR). Im Wesentlichen sind dies Kosten im Zusammenhang mit der Erbringung von Leistungen für Konzerntochtergesellschaften in der Rath Aktiengesellschaft.
Das Betriebsergebnis (EBIT) verschlechterte sich auf –124 TEUR (VJ: 715 TEUR). Die Vorjahreszahl beinhaltet eine Nachverrechnung der Lizenzkosten in Höhe von 856, das bereinigte Vorjahres-EBIT beläuft sich auf – 141 TEUR, somit liegt das EBIT auf Vorjahresniveau. Für das Geschäftsjahr 2016 wurden Dividenden von Tochtergesellschaften in Höhe von 750 TEUR (VJ: 1.250 TEUR) an die Mutter ausgeschüttet. Das Finanzergebnis ohne Erträge aus Beteiligungen belief sich auf 1.227 TEUR (VJ: 2.397 TEUR). Durch die Umwandlung von Forderungen aus Lieferungen und Leistung gegenüber einer Konzerntochter in ein verzinsliches Konzerndarlehen, erhöhten sich die Zinserträge. Die Bewertung des Zinsswaps schlug sich positiv nieder, bezüglich der eingesetzten Finanzinstrumente (Zinsswap) verweisen wir auf den Anhang Punkt 7. Die Gesellschaft schließt ihre Bücher mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 3.745 TEUR (VJ: 4.192 TEUR).
Die Bilanzsumme der Rath Aktiengesellschaft stieg von 36.263 TEUR auf 45.440 TEUR. Gleichzeitig weist die Rath Aktiengesellschaft zum Jahresende 2016 eine Eigenkapitalquote von 52% (VJ: 57%) aus. Die Verschuldungsquote (Netto-Finanzverbindlichkeiten im Verhältnis zum Eigenkapital) hat sich von 57% auf 65% erhöht. Aufgrund des weiterhin stabilen Jahresergebnisses von 3.745 TEUR wird der Vorstand der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 0,50 EUR pro Aktie und eine Sonderdividende von 0,25 EUR pro Aktie vorschlagen sowie den verbleibenden Rest auf neue Rechnung vortragen (2.620 TEUR).
Der Börsenkurs stieg im abgelaufenen Jahr von 13,76 EUR (31.12.2015) auf 16,40 EUR am 30.12.2016. Die Börsenkapitalisierung beträgt somit zum Jahresende 24,6 Mio. EUR (VJ: 20,6 Mio. EUR).
Im Jahr 2016 gab es keine berichtspflichtigen Ereignisse, die eine besondere Bedeutung für die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Als reine Holdinggesellschaft hängt die Performance der Gesellschaft von den Umsätzen der Tochtergesellschaften und den ihnen verrechenbaren Leistungen ab. Die Rath Gruppe wird den eingeschlagenen Weg weiterführen und erwartet ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017. Die solide Bilanzstruktur und starke Eigenkapitalausstattung der Rath Aktiengesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften stellt die notwendige Basis für Weiterentwicklungen, ob markt-, kunden- oder produktseitig, dar. Auf dieser Basis sieht sich die Rath Gruppe für das Geschäftsjahr 2017 gut gerüstet, wobei gemäß der Einschätzung der Wirtschaftsexperten es auch in 2017 zu keinem deutlichen Weltwirtschaftswachstum kommen wird. Während die Prognosen für Europa weiterhin als verhalten bezeichnet werden, sagen die Experten für die USA ein solides Wachstum voraus. In Anbetracht der erwarteten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist für die von der Rath Gruppe bedienten Märkte keine wesentliche Änderung im Vergleich zu 2016 zu erwarten. Unternehmensintern wird die Rath Gruppe, gepaart mit dem Augenmerk auf Kostendisziplin, die bereits erfolgreich implementierten Prozessoptimierungen und Effizienzsteigerungsmaßnahmen weiter vorantreiben. Auf dieser Basis und unter Berücksichtigung gleichbleibender Fremdwährungskurse sowie des Zinsniveaus erwartet die Unternehmensgruppe für das Geschäftsjahr 2017 eine leichte Steigerung des Umsatzes und des Gruppenergebnisses.
Das interne Kontrollsystem wird über ein ganzheitliches Prozessmanagement sichergestellt. Dort sind Unterschriftenordnungen auf Basis eines Vier-Augen-Prinzips sowie auch Trennungen von kritischen Funktionen in allen Bereichen des Unternehmens hinterlegt. Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass Risiken regelmäßig analysiert und bewertet werden. Nur so ist sichergestellt, dass diese frühzeitig erkannt und im Eintrittsfall rasch Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Besondere Risiken können durch die Finanzierungsfunktion der Holdinggesellschaft entstehen. Dazu werden laufend die Wechselkurse und die Zinsentwicklung überwacht. Weiterführende Informationen gemäß § 243 (3) Z 5 UGB sind im Anhang erläutert.
Die Rath Aktiengesellschaft nimmt eine zentrale Funktion im Bereich der F&E wahr. Hier werden die einzelnen Projekte geplant, koordiniert und bei der Umsetzung begleitet. Es werden auch aus der Holding heraus Prüfgeräte für gruppenweite Aktivitäten zur Verfügung gestellt.
Das interne Kontrollsystem (IKS) definiert alle Prozesse zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung. Es verringert die Fehleranfälligkeit von Transaktionen, schützt das Vermögen vor Verlusten durch Schäden und Betrug und gewährleistet die Übereinstimmung der Unternehmensabläufe mit der Satzung und den geltenden Gesetzen. Das Kontrollumfeld des Rechnungslegungsprozesses ist durch eine klare Aufbau- und Ablauforganisation gekennzeichnet, wobei den einzelnen Funktionen eindeutig Personen (z.B. in Finanz-Rechnungswesen und Controlling) zugeordnet sind. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Mitarbeiter erfüllen die fachlichen Voraussetzungen. Im Rechnungswesen kommt überwiegend Standardsoftware zum Einsatz.
Die Geschäftsordnung verweist u.a. auf die zwingende Einhaltung der Bestimmungen im Management Handbuch und definiert eine Liste von Geschäftsfällen, welche einer Zustimmung der Unternehmensleitung bedürfen. Das Managementhandbuch der Rath Aktiengesellschaft beinhaltet u. a. die für den Rechnungslegungsprozess notwendigen Informationen und Bestimmungen, wie die Reporting-Richtlinien, Bilanzierungsund Bewertungsregeln oder die IT-Richtlinien. Ein standardisiertes monatliches Management-Berichtswesen umfasst sämtliche in der Rath Gruppe konsolidierten Einzelgesellschaften.
Der Aufsichtsrat der Rath AG informiert sich regelmäßig in seinen Sitzungen über das interne Kontrollsystem. Der Prüfungsausschuss hat die Aufgabe, die Wirksamkeit des Kontrollsystems zu überwachen.
Aufsichtsrat und Management der Rath Gruppe legen großen Wert auf eine nachhaltige Unternehmensführung. Die strategische Entscheidungsfindung sowie die operative Führung werden dementsprechend gleichermaßen von ökologischen, ökonomischen und sozialen Faktoren beeinflusst.
Zu den wichtigsten gruppenübergreifenden Nachhaltigkeitsstrategien zählen die Rath Marken- und Produktentwicklungsstrategie, Innovation und Produktionsverfahren zur Optimierung von Ökonomie und Ökologie im Herstellungsprozess wie auch im Produkt. Die Erfassung von wichtigen Basisdaten der Konzernunternehmen wurde im Geschäftsjahr 2016 fortgesetzt.
Unsere Kolleginnen und Kollegen sind der wichtigste Schlüssel für die weitere positive, nachhaltige Entwicklung unseres Unternehmenserfolges. Ein offener, wertschätzender Umgang mit Kolleginnen und Kollegen in allen Bereichen über die Funktionsebenen hinaus ist das Fundament unseres Unternehmens.
Im Geschäftsjahr 2016 wurden in der Rath AG durchschnittlich 19 (Vorjahr: 17) Angestellte beschäftigt. Der Anteil der Frauen an der Belegschaft der Rath Aktiengesellschaft beträgt rund 51,5% (VJ: 56%), der Anteil im Aufsichtsrat liegt bei 17% (VJ: 17%).
Die Zusammensetzung des Kapitals ist im Anhang näher erläutert. In der Satzung gibt es keine Beschränkungen hinsichtlich der Ausübung der Stimmrechte der Rath Aktiengesellschaft. Bezüglich der Übertragung von Stimmrechten sind der Gesellschaft keine Beschränkungen bekannt.
| 66,7% | Rath Holding GmbH |
|---|---|
| 18,8% | Rath Familienmitglieder |
| 14,5% | Streubesitz |
In der Rath Aktiengesellschaft gibt es keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme. Bezüglich des Aufsichtsrates und des Vorstandes sowie der Satzung gibt es keine vom Gesetz abweichenden Regelungen. Eigene Aktien besitzt die Gesellschaft zum Bilanzstichtag nicht. Im Falle eines Kontrollwechsels gibt es keine Vereinbarungen, die wirksam werden. Im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebotes sind keine Entschädigungsleistungen vereinbart.
WIEN, 21. APRIL 2017
Andreas Pfneiszl e.h. Vorstandsmitglied
DI Jörg Sitzenfrey e.h. Vorstandsmitglied
| 31. 12.2016 EUR |
31. 12.2015 TEUR |
|
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen | 77.922 | 41 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 227.068 | 258 |
| 2. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | 1.363 | 0 |
| 228.431 | 258 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 20.747.787 | 19.754 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 17.186.649 | 8.411 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 446.456 | 446 |
| 38.380.892 | 28.611 | |
| B. Umlaufvermögen | 38.687.245 | 28.910 |
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | ||
| davon aus Dividenden 750.000 EUR; Vorjahr: 1.250 TEUR | 4.456.271 | 6.702 |
| hiervon mit RLZ > 1 Jahr 0,00 EUR; Vorjahr 0,00 TEUR | ||
| 2. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht hiervon mit RLZ > 1 Jahr 0,00 EUR; Vorjahr 0,00 TEUR |
0 | 26 |
| 3. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 101.530 | 8 |
| hiervon mit RLZ > 1 Jahr 0,00 EUR; Vorjahr 0,00 TEUR | ||
| 4.557.802 | 6.735 | |
| II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 128.713 | 490 |
| 4.686.515 | 7.226 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | ||
| sonstige Rechnungsabgrenzungsposten | 65.766 | 127 |
| D. aktive latente Steuern | ||
| aktive latente Steuern | 2.000.764 | 0 |
| 45.440.290 | 36.263 |
| 31. 12.2016 | 31. 12.2015 | |
|---|---|---|
| EUR | TEUR | |
| PASSIVA | ||
| A. Eigenkapital | ||
| I. Grundkapital | 10.905.000 | 10.905 |
| II. Kapitalrücklagen | ||
| gebundene | 1.118.067 | 1.118 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| andere Rücklagen (freie Rücklagen) | 2.972.839 | 2.973 |
| IV. Bilanzgewinn | 8.754.813 | 5.759 |
| (davon Gewinnvortrag 2.317.264 EUR; Vorjahr: Gewinnvortrag 1.263 TEUR) | 23.750.719 | 20.755 |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Abfertigungen | 24.816 | 15 |
| 2. Rückstellungen für Pensionen | 2.034.099 | 1.851 |
| 3. Rückstellungen für Steuern | 166.993 | 117 |
| 4. sonstige Rückstellungen | 722.814 | 779 |
| 2.948.722 | 2.762 | |
| C. Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
||
| davon mit RLZ < 1 Jahr 9.566.706,16 EUR; VJ 10.094 TEUR | 15.566.706 | 12.294 |
| und mit RLZ > 1 Jahr 6.000.000,00 EUR; VJ 2.200 TEUR | ||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
| davon mit RLZ < 1 Jahr 238.073,61 EUR; VJ 241 TEUR | 238.074 | 241 |
| und mit RLZ > 1 Jahr 0,00 EUR; VJ 0,00 TEUR | ||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | ||
| davon mit RLZ < 1 Jahr 2.883.946,33 EUR; VJ 0,00 TEUR | 2.883.946 | – |
| und mit RLZ > 1 Jahr 0,00 EUR; VJ 0,00 TEUR | ||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | ||
| davon mit RLZ < 1 Jahr 2.227,09 EUR; VJ 0,00 TEUR | 2.227 | 0 |
| und mit RLZ > 1 Jahr 0,00 EUR; VJ 0,00 TEUR | ||
| 5. sonstige Verbindlichkeiten | ||
| davon aus Steuern 3.623 EUR; VJ 123 TEUR | 49.896 | 210 |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 34.881 EUR; VJ 28 TEUR | ||
| davon mit RLZ < 1 Jahr 49.895,65 EUR; VJ 210 TEUR und mit RLZ > 1 Jahr 0,00 EUR VJ 0,00 TEUR | ||
| 18.740.849 | 12.745 | |
| 45.440.290 | 36.263 | |
| Haftungsverhältnisse | 6.657.143 | 6.657 |
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| EUR | TEUR | |
| 1. Umsatzerlöse | 4.686.910 | 4.537 |
| 2. sonstige Erträge | 398.904 | 404 |
| 5.085.814 | 4.941 | |
| 3. Personalaufwand | ||
| a) Gehälter | –1.754.047 | (1.297) |
| b) soziale Aufwendungen, davon Aufwendungen für Altersvorsorge 362.455 EUR | –369.322 | (170) |
| c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen | –35.466 | (22) |
| d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge |
–374.296 | (304) |
| –2.533.131 | (1.794) | |
| 4. Abschreibungen | ||
| auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | –101.601 | (88) |
| 5. sonstige betriebliche Aufwendungen | ||
| Steuern | –21.415 | (18) |
| Übrige | –2.553.810 | (2.326) |
| 6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis) | –124.143 | 715 |
| 7. Erträge aus Beteiligungen, davon aus verbundenen Unternehmen 750.000 EUR; Vorjahr: 1.250 TEUR | 750.000 | 1.250 |
| 8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens davon aus verbundenen Unternehmen: 391.127 EUR; Vorjahr: 297 TEUR |
399.800 | 308 |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 192.999 | 152 |
| 10. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens |
943.835 | 2.540 |
| 11. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens davon a) Abschreibungen: 0 EUR; Vorjahr: 90 TEUR davon b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen EUR; Vorjahr: 90 TEUR |
0 | (90) |
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen davon bereffend verbundene Unternehmen 0 EUR; Vorjahr: 0 TEUR |
–309.403 | (512) |
| 13. Zwischensumme aus Z 7 bis 12 (Finanzergebnis) | 1.977.231 | 3.647 |
| 14. Ergebnis vor Steuern | 1.853.088 | 4.362 |
| 15. Steuern vom Einkommen davon latente Steuern 2.000.763,71EUR; VJ: 0 TEUR |
1.892.317 | (170) |
| 16. Ergebnis nach Steuern | 3.745.404 | 4.192 |
| 17. Dividendenausschüttung | –750.000 | –750 |
| 18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 5.759.409 | 2.317 |
| 19. Bilanzgewinn | 8.754.813 | 5.759 |
| ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN DES VOLLKONSOLIDIERUNGSKREISES |
BETEILIGUNG % |
UNTERNEHMENS– RECHTLICHES EIGEN– KAPITAL ZUM 31. 12.2016 EUR |
UNTERNEHMENS– RECHTLICHES JAHRESERGEBNIS 2016 EUR |
|---|---|---|---|
| Rath GmbH, Meißen, Deutschland | 100,00 | 25.671.620 | 1.339.168 |
| VORJAHR | 100,00 | 25.332.451 | 1.223.066 |
| Rath Hungaria Kft., Budapest, Ungarn | 100,00 | 4.142.040 | 569.702 |
| VORJAHR | 100,00 | 3.750.512 | 571.580 |
| Rath Inc., Newark, USA | 100,00 | 1.868.284 | –383.272 |
| VORJAHR | 100,00 | 2.198.589 | 227.784 |
| Chamottewaren– und Thonöfenfabrik Aug. Rath jun. GmbH, Krummnußbaum | 99,98 | 7.238.387 | 1.929.450 |
| VORJAHR | 99,98 | 5.297.757 | 1.709.022 |
| Rath žárotechnika spol. s r.o, Dvůr Králové, Tschechische Republik | 100,00 | 1.232.992 | 73.674 |
| VORJAHR | 100,00 | 1.159.204 | 115.357 |
| Rath Polska Sp. z o.o., Dabrowa Gornicza, Polen | 100,00 | 21.029 | 82.537 |
| VORJAHR | 100,00 | –65.678 | –7.537 |
| Rath SAS, Gennevilliers, Frankreich | 0,00 | 0 | 0 |
| VORJAHR | 95,00 | 20.004 | –11.456 |
| Rath Ukrajina TOW, Donezk, Ukraine | 100,00 | 105.831 | 35.471 |
| VORJAHR | 100,00 | 76.421 | –22.609 |
| Rath Group S. de R.L. de C.V., Monterrey, Mexiko | 100,00 | –19.918 | 10.395 |
| VORJAHR | 100,00 | –34.285 | –9.966 |
| Rath Filtration GmbH, Wien, Austria | 100,00 | –53.692 | –103.692 |
| VORJAHR | 0,00 | 0 | 0 |
Der Jahresabschluss in der geltenden Fassung wurde unter Beachtung des UGB und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.
Die Gesellschaft ist als große Kapitalgesellschaft gemäß § 221 UGB einzustufen. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die bisherigen angewandten Bewertungsmethoden wurden mit Ausnahme der Änderungen auf Grund der erstmaligen Anwendung des RÄG 2014 beibehalten; diese Änderungen betreffen insbesondere: Die latenten Steuern werden gemäß den geänderten gesetzlichen Bestimmungen ab 1. 1.2016 erfasst. Der zum 1. 1.2016 bestehende Saldo an aktiven latenten Steuern wurde zur Gänze aktiviert. Die Bewertung der Abfertigungs-, Pensions- und Jubiläumsgeldrückstellungen erfolgt gemäß IAS 19 (nach der projected unit credit methode – PUC) unter Zugrundelegung der "Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung" AVÖ 2008-P.
Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.
Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohende Verluste wurden berücksichtigt.
2.ANLAGEVERMÖGEN
Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen. Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:
Software und Lizenzen 3-4 Jahre
| › SACHANLAGEVERMÖGEN | VON | BIS | |
|---|---|---|---|
| Gebäude | 3% | 10% | |
| technische Anlagen und Maschinen | 10% | 20% | |
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 10% | 25% | |
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Zugrundelegung folgender Abschreibungssätze vorgenommen:
Von den Zugängen in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wird die volle Jahresabschreibung, von den Zugängen in der zweiten Hälfte wird die halbe Jahresabschreibung verrechnet. Geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert bis EUR 400) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. In der Entwicklung des Anlagevermögens werden sie als Zu- und Abgang dargestellt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind. Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Investitionszuschüsse werden direkt von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen zur Berücksichtigung von Wertminderungen, bewertet. Ausleihungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn Wertminderungen eingetreten sind, oder wenn der zum Abschlussstichtag beizulegende Wert niedriger ist als der Buchwert. Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen (Vorjahr 90 TEUR). Es wurden Zuschreibungen in Höhe von 944 TEUR vorgenommen (Vorjahr 2.431 TEUR). Davon entfallen auf Zuschreibungen zu Anteilen an verbundenen Unternehmen 650 TEUR (Rath Hungary), 258 TEUR (Rath Poland) und 36 TEUR (Rath Mexico).
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet, soweit nicht im Fall erkennbarer Einzelrisiken der niedrigere beizulegende Wert angesetzt wird.
Die Rückstellungen für Abfertigungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit den Parametern Rechenzinssatz 1,8% (Vorjahr: 2%) und Pensionseintrittsalter gemäß Übergangsregelung der Pensionsreform, ermittelt. Durch die gesetzliche Änderung der Rückstellungsberechnung von finanzmathematisch zu versicherungsmathematisch ergibt sich in diesem Jahr eine zusätzliche Rückstellung in Höhe von 3.792,00 EUR. Die Veränderung in Höhe von 9.814,00 EUR (VJ 2 TEUR) ist in den Gehaltsaufwendungen enthalten.
Die Rückstellung für Pensionen wird nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach IFRS auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 1,8% (Vorjahr: 2%) unter Beachtung der Rechnungs-
grundlagen für die Pensionsversicherung AVÖ 2008-P ermittelt. Durch die gesetzliche Änderung der Rückstellungsberechnung (bis 2015 finanzmathematisch; ab 2016 versicherungsmathematisch) ergibt sich eine Rückstellungserhöhung in Höhe von 182.988,64 EUR, die in den Gehaltsaufwendungen enthalten ist. Im VJ wurden die Aufwendungen in Höhe von 16 TEUR gegen die Rückstellung aufgelöst.
Die Rückstellungen für Jubiläen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit den Parametern Rechenzinssatz 1,8% (Vorjahr: 2%), Pensionseintrittsalter gemäß Übergangsregelung der Pensionsreform und Fluktuation 5%, ermittelt. Die Veränderung Jubiläumsgeldrückstellung in Höhe von 5.150,00 EUR (VJ 6 TEUR) ist in den Gehaltsaufwendungen enthalten.
In den übrigen Rückstellungen wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe und dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger unternehmerischer Beurteilung erforderlich sind.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt.
Die Fremdwährungsforderungen werden, wie im VJ, mit dem Entstehungskurs oder dem niedrigeren Devisengeldkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Die Fremdwährungsverbindlichkeiten werden, wie im VJ, mit dem Entstehungskurs oder dem höheren Devisenbriefkurs zum Bilanzstichtag bewertet.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Anlage 1) dargestellt.
Die gesamten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Im Posten Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände sind Beträge aus Steuerforderungen in Höhe von 91.587 EUR; VJ 3 TEUR enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.
Latente Steuern werden gemäß § 198 Abs 9 und 10 UGB nach dem bilanzorientierten Konzept und ohne Abzinsung auf Basis des aktuellen Körperschaftsteuersatz von 25% gebildet.
Dabei wurden latente Steuern auf steuerliche Gruppen-Verlustvorträge in Höhe von 6.984.893,93 EUR, deren Verbrauch ab dem Folgejahr wahrscheinlich sind, berücksichtigt. Der Ansatz von aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge ist gemäß § 198 Abs. 9 Satz 3 UGB gerechtfertigt.
Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 2.000.763,71 EUR zum Bilanzstichtag wurden für temporäre Differenzen zwischen dem steuerlichen und unternehmensrechtlichen Wertansatz für folgende Posten gebildet:
| 31. 12. 15 | 31. 12. 16 | ||
|---|---|---|---|
| IN TEUR | IN EUR | AKTIVE LATENTE STEUERN ‹ | |
| 0 | 1.400,81 | Sachanlagen | |
| 0 | 32.571,43 | Finanzanlagen | |
| 431 | 673.285,00 | langfristige Personalrückstellungen | |
| 99 | 310.903,67 | sonstige langfristige Rückstellungen | |
| 530 | 1.018.160,91 | Betrag Gesamtdifferenzen | |
| 0 | 6.984.893,93 | Verlustvorträge Gruppe – nach Veranlagung 2016 | |
| 133 | 2.000.763,71 | daraus resultierende latente Steuern per 31.12. (25%) |
Das eingeforderte und gezahlte Nennkapital beträgt 10.905.000 EUR und setzt sich aus 1.500.000 Stückaktien zusammen.
Die übrigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen die Rückstellung für die drohenden Verluste aus einem Zinsswap-Derivativ in Höhe von 310.904 EUR (Vorjahr 496 TEUR), sowie Prämien in Höhe von 200.000 EUR (Vorjahr 116 TEUR).
| 673.873 | übrige | |
|---|---|---|
| 48.941 | nicht konsumierte Urlaube | |
| 31. 12. 16 IN EUR |
SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN ‹ | |
| 722.814 |
Im Posten sonstige Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen gehaltsabhängige Abgaben, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden, enthalten.
Die Gesellschaft hat für die Rath USA Inc., Newark, Delaware, USA eine Patronatserklärung an die GE Capital Public Finance, Inc., abgegeben. Für die Aug. Rath jun. GmbH wurden zugunsten der Bank Austria AG Patronatserklärungen in der Höhe von 1.000.000 EUR und gegenüber der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG in Höhe von 2.000.000 EUR ausgestellt. Für die Rath Hungaria Kft. wurde zugunsten der UniCredit Bank Hungary Zrt. eine Patronatserklärung in der Höhe von 3.657.143 EUR abgegeben.
| › VERPFLICHTUNGEN | DES FOLGENDEN GESCHÄFTSJAHRES IN EUR |
DER FOLGENDEN FÜNF GESCHÄFTSJAHRE IN EUR |
|
|---|---|---|---|
| Verpflichtung aus Miet- und Leasingverträgen |
282.520 (VJ 261 TEUR) | 550.901 (VJ 685 TEUR) |
Zur Absicherung des Zinssicherheitsrisikos wurde ein derivatives Finanzinstrument in Form eines Zinsswaps (4,35% Fixzins) mit Nominale in der Höhe von EUR 4,5 Mio. und einer Laufzeit bis Juni 2018 abgeschlossen. Der negative Marktwert zum 31. 12.2016 beträgt 310.904 EUR (VJ 496 TEUR).
Die Umsatzerlöse bestehen aus Konzernumlage- und Lizenzverrechungen.
Bei den sonstigen Erträgen handelt es sich um die Weiterverrechnung der Fuhrparkaufwände an die Aug. Rath jun. GmbH, sowie die Verrechnung der Versicherungsaufwände und anderen Drittaufwendungen.
Im Geschäftsjahr 2016 wurden durchschnittlich 19 (Vorjahr: 17) Angestellte beschäftigt. In den Aufwendungen für Abfertigungen sind Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von 25.652 EUR (Vorjahr: 20 TEUR) enthalten.
Die Gesellschaft ist ein konsolidierungspflichtiges Mutterunternehmen im Sinne des § 244 UGB. Im Jahr 2005 wurde ein Steuerumlagevertrag gem. § 9 Abs. 8 KStG 1988 (Gruppenträger Rath Aktiengesellschaft – Gruppen-
mitglied Aug. Rath jun. GmbH und Rath Filtration GmbH) zum Zweck der Gruppenbesteuerung abgeschlossen. Der Steueraufwand des Geschäftsjahres resultiert aus der Steuerumlage.
Der aktive latente Steuerbetrag wurde in Höhe von 2.000.764 EUR bilanziert. Im Vorjahr wurden die latenten Steuern in Höhe von 133 TEUR nicht bilanziert.
Die rechtlichen und wirtschaftlichen Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zum Bilanzstichtag können der Anlage 2 entnommen werden.
Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer sind im Konzernabschluss angeführt. Es wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 8.754.813 EUR eine Dividende von 0,75 EUR je Aktie, das sind in Summe 1.125.000 EUR auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Nach dem Bilanzstichtag sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten.
Herr DI Jörg Sitzenfrey, geboren 1976, ist seit 1. 1.2013 (Erstbestellung) als Mitglied des Vorstandes für die Ressorts Produktion und Forschung & Entwicklung verantwortlich. Herr Andreas Pfneiszl, geboren 1969, ist seit 10.6.2013 (Erstbestellung) als Mitglied des Vorstandes für die Bereiche Vertrieb und Finanzen verantwortlich.
Beide Vorstandsverträge haben eine Laufzeit bis 31. Dezember 2020.
Nachfolgend dargestellt sind die Gesamtvergütungen des Vorstandes, mit den jeweiligen fixen und variablen Anteilen:
| 2015 | 2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| IN TEUR | IN EUR | VORSTANDSVERGÜTUNGEN ‹ | ||
| 162 | 200 | fix | DI Jörg Sitzenfrey | |
| 56 | 80 | variabel | ||
| 217 | 280 | |||
| 164 | 200 | fix | Andreas Pfneiszl | |
| 56 | 80 | variabel | ||
| 220 | 280 | |||
| 437 | 560 | Gesamtsumme | ||
An ehemalige Organe wurden Pensionszahlungen in Höhe von 179 TEUR (Vorjahr 179 TEUR) geleistet.
Der Aufsichtsrat besteht derzeit aus sechs von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern, die sich durch eine hohe betriebswirtschaftliche und rechtliche Fachkenntnis, persönliche Qualifikation und langjährige Erfahrung auszeichnen. Alle Mitglieder sind österreichische Staatsbürger.
| › AUFSICHTSRATSMITGLIEDER | GEB.-JAHR | AR-MANDATE ODER VERGLEICHBARE FUNKTIONEN |
ERST BESTELLUNG |
ENDE LAUFENDER FUNKTIONSPERIODE |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Mag. Stefan Ehrlich-Adám (Vorsitzender) › unabhängig |
1964 | Geschäftsführer EVVA Sicherheitstechnologie GmbH, |
25.6.2013 | im Jahr 2018 | |
| WP Mag. Philipp Rath (Vorsitzender-Stv.) › abhängig |
1966 | Wirtschaftsprüfer und Partner von Rödl & Partner GmbH |
17.7.2003 | im Jahr 2018 | |
| Mag. Karin Bauer-Rath › abhängig |
1961 | T1 ABW Abschleppdienst GmbH |
1.6.2016 | im Jahr 2018 | |
| Mag. Dieter Hermann › unabhängig |
1966 | Aufsichtsrat Silgan Holdings Austria GmbH |
25.6.2013 | im Jahr 2018 | |
| MMag. Christian B. Maier › unabhängig |
1966 | Finanzvorstand der Allgemeine Baugesellschaft – A. Porr AG |
27.6.2008 | im Jahr 2018 | |
| Dr. Andreas Meier › unabhängig |
1962 | Vorsitzender der Geschäfts führung/CEO H.C.Starck Gruppe |
1.6.2016 | im Jahr 2018 | |
| Dkfm. Paul Rath › abhängig |
1934 | Geschäftsführer der Rath Holding GmbH |
14.9. 1989 | 10. 10.2016 | |
Herr Dkfm. Paul Rath ist mit 10. 10.2016 freiwillig aus dem Aufsichtsrat zurückgetreten. Die Aufsichtsratsvergütungen (inklusive Sitzungsgelder) für das Geschäftsjahr 2016 betragen vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung insgesamt 76 TEUR (2015: 60 TEUR) und teilen sich wie folgt auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder auf:
| Mag. Stefan Ehrlich-Adám (Vorsitzender) |
16.600 |
|---|---|
| Mag. Philipp Rath (Vorsitzender-Stv.) |
14.600 |
| Mag. Dieter Hermann | 12.600 |
| MMag. Christian B. Maier | 12.000 |
| Dkfm. Paul Rath | 7.867 |
| Dr. Andreas Meier | 6.400 |
| Mag. Karin Bauer-Rath | 5.800 |
Die Vergütungen für die Aufsichtsratsmitglieder setzten sich aus einer fixen und einer anwesenheitsabhängigen Komponente zusammen. Die fixe Komponente besteht aus einem Gesamtbetrag. Die zweite Komponente besteht aus einem Sitzungsgeld, das sich aus einem Pauschalbetrag pro Sitzung ergibt, an der ein Mitglied teilnimmt.
WIEN, 21. APRIL 2017
Andreas Pfneiszl e.h. DI Jörg Sitzenfrey e.h.
| STAND AM 01.01.2016 |
ZUGÄNGE | ABGÄNGE | STAND AM 31. 12.2016 EUR |
|---|---|---|---|
| 550.626,28 | 68.544,80 | 0,00 | 619.171,08 |
| 550.626,28 | 68.544,80 | 0,00 | 619.171,08 |
| 774.129,68 | |||
| 1.363,41 | |||
| 736.801,34 | 40.626,86 | –1.935,11 | 775.493,09 |
| 30.530.402,57 | |||
| 17.186.648,98 | |||
| 446.455,71 | 0,00 | 0,00 | 446.455,71 |
| 39.375.899,48 | 17.694.747,06 | –8.907.139,28 | 48.163.507,26 |
| 40.663.327,10 | 17.803.918,72 | –8.909.074,39 | 49.558.171,43 |
| 1.947,06 | |||
| EUR 736.801,34 0,00 30.518.402,57 8.411.041,20 |
EUR 39.263,45 1.363,41 50.000,00 17.644.747,06 |
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN EUR –1.935,11 0,00 –38.000,00 –8.869.139,28 |
| BILANZWERT | VORJAHRESWERT | RESTLAUFZEIT BIS ZU 1 JAHR |
|---|---|---|
| EUR 9.566.706 |
||
| 238.074 | 241 | 238.074 |
| 2.883.946 | 0 | 2.883.946 |
| 2.227 | 0 | 2.227 |
| 49.896 | 210 | 49.896 |
| 18.740.849 | 12.745 | 12.740.849 |
| EUR 15.566.706 |
EUR 12.294 |
| NETTOBUCHWERTE | KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| BUCHWERT 31. 12.2016 |
BUCHWERT 01.01.2016 |
STAND AM 31. 12.2016 |
ABGÄNGE | ZUSCHREIBUNGEN | ZUGÄNGE | STAND AM 01.01.2016 |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR |
| 77.922,00 | 40.798,00 | 541.249,08 | 0,00 | 0,00 | 31.420,80 | 509.828,28 |
| 77.922,00 | 40.798,00 | 541.249,08 | 0,00 | 0,00 | 31.420,80 | 509.828,28 |
| 227.068,00 | 258.017,00 | 547.061,68 | 1.903,11 | 0,00 | 70.180,45 | 478.784,34 |
| 1.363,41 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 228.431,41 | 258.017,00 | 547.061,68 | 1.903,11 | 0,00 | 70.180,45 | 478.784,34 |
| 20.747.787,30 | 19.753.952,39 | 9.782.615,27 | 38.000,00 | 943.834,91 | 0,00 | 10.764.450,18 |
| 17.186.648,98 | 8.411.041,20 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 446.455,71 | 446.455,71 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 38.380.891,99 | 28.611.449,30 | 9.782.615,27 | 38.000,00 | 943.834,91 | 0,00 | 10.764.450,18 |
| 28.910.264,30 | 10.870.926,03 | 39.903,11 | 943.834,91 | 101.601,25 | 11.753.062,80 |
| VORJAHRESWERT | RESTLAUFZEIT VON ÜBER 5 JAHREN |
VORJAHRESWERT | RESTLAUFZEIT VON 1 BIS 5 JAHREN |
VORJAHRESWERT |
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR |
| 0 | 0 | 2.200 | 6.000.000 | 10.094 |
| 0 | 0 | 0 | 241 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 0 | ||||
| 0 | 0 | 0 | 210 | |
| 0 | 2.200 | 6.000.000 | 10.545 | |
Wir haben den Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft, Wien, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2016, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2016 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
Siehe Anhang Beilage I/4, sowie Anlage 1 zum Anhang.
Einmal jährlich und gegebenenfalls anlassbezogen werden Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie in diesem Zusammenhang auch Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen von der Gesellschaft einer Werthaltigkeitsüberprüfung unterzogen. Dabei wird in einem ersten Schritt die statische Über- oder Unterdeckung durch Gegenüberstellung des Beteiligungsansatzes mit dem anteiligen Eigenkapital zum Stichtag ermittelt. In einem weiteren
Schritt wird, sofern dies bei Unterdeckung erforderlich ist, eine Bewertung auf Basis von diskontierten Netto-Zahlungsmittelzuflüssen, die im wesentlich von zukünftigen Umsatz- und Margenerwartungen abhängig sind sowie auf Basis von abgeleiteten Diskontierungszinssätzen durchgeführt. Diese Bewertung ist mit bedeutenden Schätzunsicherheiten behaftet.
Wir haben uns ein Verständnis darüber verschafft, wie die Rath AG das Vorliegen von Anzeichen einer dauernden Wertminderung überwacht.
Bei den Unternehmensbewertungen haben wir die Angemessenheit der wesentlichen zukunftsbezogenen Schätzungen und Annahmen sowie der angewendeten Bewertungsmethoden unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten beurteilt. Die den Berechnungen zugrunde gelegten erwarteten Umsatz- und Margenentwicklungen haben wir mit der aktuellen Unternehmensplanung abgeglichen und die zugrundeliegenden Planungsannahmen mit dem Management besprochen sowie anhand von Informationen über die aktuelle und erwartete Entwicklung der jeweiligen Einheit plausibilisiert. Die Planungstreue haben wir durch Vergleich der in den Vorperioden erfolgten Planungen mit den tatsächlich eingetretenen Werten beurteilt.
Die zur Festlegung der Diskontierungszinssätze herangezogenen Annahmen haben wir durch Abgleich mit markt- und branchenspezifischen Richtwerten und Ermittlungsmethoden auf Angemessenheit geprüft sowie das Berechnungsschema nachvollzogen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus gilt:
unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
Der Lagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Lagebericht festgestellt.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den diesbezüglichen Bestätigungsvermerk.
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir geben keine Art der Zusicherung darauf ab.
In Verbindung mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen und zu überlegen, ob es wesentliche Unstimmigkeiten zwischen den sonstigen Informationen und dem Jahresabschluss oder mit unserem, während der Prüfung erlangten Wissen gibt oder diese sonstigen Informationen sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir, basierend auf den durchgeführten Arbeiten, zur Schlussfolgerung gelangen, dass die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt sind, müssen wir dies berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Yann-Georg Hansa.
Wien, am 21. April 2017
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
gez. Mag. Yann-Georg Hansa Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
Der Aufsichtsrat der Rath AG hat im Geschäftsjahr 2016 in Wahrnehmung der ihm nach Gesetz und der Satzung übertragenen Aufgaben die Arbeit des Vorstands intensiv begleitet. Dabei hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Lage und der Entwicklung des Unternehmens befasst. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand regelmäßig durch mündliche Berichte in den Sitzungen, ergänzt durch Unterlagen zu den behandelten Tagesordnungspunkten, ebenso wie durch eine regelmäßige schriftliche Berichterstattung informiert. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung eingebunden. Im Berichtsjahr 2016 fand in sechs Sitzungen (fünf ordentliche Sitzungen, eine konstituierende Sitzung) zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ein intensiver Informationsaustausch statt, bei dem die wirtschaftliche Lage und die strategische Weiterentwicklung unserer Unternehmensgruppe sowie wesentliche Ereignisse, Investitionen und Maßnahmen beraten wurden.
In allen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand im Rahmen der laufenden Berichterstattungen über die wesentlichen Angelegenheiten der Geschäftsführung, den Gang der Geschäfte und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens unterrichtet. Dem Aufsichtsrat war somit in ausreichendem Maße Gelegenheit geboten, seiner Informations- und Überwachungspflicht zu entsprechen. Wir haben somit die uns nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben vollständig erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung detailliert überwacht. Es gab keinen Anlass zur Beanstandung der Geschäftstätigkeit des Vorstandes.
Aufsichtsrat und Vorstand haben sich im Berichtsjahr umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements in der Gesellschaft und in den Konzernunternehmen, ausgetauscht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand ausführlicher Berichte über die Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns, die Personalsituation, sowie die Investitions- und potentielle Akquisitionsvorhaben unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde gesondert informiert. Die Ausschüsse des Aufsichtsrats berichteten in den Sitzungen über ihre Tätigkeiten. Im Geschäftsjahr 2016 fanden sechs ordentliche (inklusive konstituierender Aufsichtsratssitzung) statt. Alle Mitglieder nahmen mit wenigen Ausnahmen an allen Sitzungen persönlich teil. In der Sitzung vom 29. Februar 2016 wurde über das abgelaufene Geschäftsjahr berichtet. Der Tätigkeitsbericht zur Emittenten-Compliance-Richtlinie wurde zur Kenntnis genommen. In der Sitzung vom 18. April 2016 wurden der Jahresabschluss und Lagebericht 2015 sowie der Konzernjahresabschluss und -lagebericht 2015 geprüft, der Jahresabschluss 2015 entsprechend der Empfehlung des Prüfungsausschusses festgestellt und der Vorschlag für die Gewinnverteilung für das Geschäftsjahr 2015 gebilligt. Weiters wurde der Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers beschlossen, die Hauptversammlung vorbereitet und über die aktuelle Geschäftslage berichtet.
Die Sitzung am 1. Juni 2016 diente vorwiegend der Vorbesprechung zur Hauptversammlung. In der am selben Tag, nach der Hauptversammlung, stattfindenden konstituierenden Aufsichtsratssitzung wurden die
Vom Aufsichtsrat waren im Berichtsjahr drei Ausschüsse installiert. Der Prüfungsausschuss ist im Jahr 2016 zweimal zusammengetreten. Am 6. April 2016 hat der Prüfungsausschuss im Beisein des Abschlussprüfers die Schlussbesprechung für das Geschäftsjahr 2015 durchgeführt. Es wurden Jahresabschluss und Lagebericht sowie Konzernabschluss und -lagebericht geprüft und dem Aufsichtsrat die Feststellung des Jahresabschlusses sowie die Auswahl des Wirtschaftsprüfers empfohlen. In der Sitzung am 30. November 2016 haben die Abschlussprüfer über den Stand der Vorprüfung der Jahres- und Konzernjahresabschlussprüfung informiert.
Der Strategieausschuss hat im Jahr 2016 einmal getagt. Den Schwerpunkt der Sitzung vom 6. September 2016 bildete die Vorstellung des Geschäftsführers der Rath Inc., sowie ein Überblick über die Marktpotentiale und eventuelle Möglichkeiten der Rath Gruppe im amerikanischen Markt. Der Vergütungsausschuss trat erstmalig am 24. März 2017 zusammen. Schwerpunkt war die Feststellung über die Zielerreichung des Vorstands im Jahr 2016 als Basis für den variablen Vergütungsanteil.
Der Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2016 und der Lagebericht des Vorstands sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 nach IFRS und der Konzernlagebericht des Vorstands sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung vom 1. Juni 2016 als Abschlussprüfer gewählten KPMG Austria GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats hat das Ergebnis der Abschlussprüfung in der Sitzung vom 21. April 2017 unter Einbeziehung der Abschlussprüfer analysiert und dem Aufsichtsrat die Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses empfohlen.
Der Aufsichtsrat hat die Unterlagen gemäß § 96 AktG sowie den Corporate-Governance-Bericht geprüft und den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt ist; ebenso hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgelegten Gewinnverteilungsvorschlag geprüft und ihm seine Zustimmung erteilt. Die vorgenommenen Prüfungen haben nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben.
WIEN, 21. APRIL 2017
Mag. Stefan Ehrlich-Adám Vorsitzender des Aufsichtsrats
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden IFRS-Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Die Ergebnisse des zum 31. Dezember 2016 endenden Geschäftsjahres lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.
WIEN, 21. APRIL 2017
Andreas Pfneiszl e.h. Vorstandsmitglied
DI Jörg Sitzenfrey e.h. Vorstandsmitglied
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