Interim / Quarterly Report • Aug 17, 2017
Interim / Quarterly Report
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Bericht zum 1. Halbjahr 2017
| Ertragskennzahlen | 1-6/2016 | 1-6/2017 | Vdg. in % | Ultimo 2016 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in MEUR | 1.468,9 | 1.528,7 | +4 | 2.973,8 |
| EBITDA | in MEUR | 178,3 | 190,1 | +7 | 404,3 |
| EBIT operativ | in MEUR | 79,0 | 96,3 | +22 | 197,7 |
| Ergebnis vor Steuern | in MEUR | 64,6 | 72,1 | +12 | 158,5 |
| Nettoergebnis | in MEUR | 27,1 | 41,7 | +54 | 82,0 |
| Ergebnis je Aktie | in EUR | 0,23 | 0,36 | +54 | 0,70 |
| Free Cashflow 1) | in MEUR | -90,9 | -137,7 | -51 | 246,5 |
| Normalinvestitionen | in MEUR | 56,1 | 57,9 | +3 | 137,3 |
| Wachstumsinvestitionen | in MEUR | 23,6 | 0,4 | -98 | 43,8 |
| Ø Mitarbeiter | in FTE | 15.914 | 16.156 | +2 | 15.990 |
| Bilanzkennzahlen | 31.12.2016 | 30.6.2017 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital 2) | in MEUR | 1.849,0 | 1.832,4 | -1 |
| Nettoverschuldung | in MEUR | 631,6 | 789,7 | +25 |
| Capital Employed | in MEUR | 2.460,0 | 2.606,9 | +6 |
| Bilanzsumme | in MEUR | 3.637,2 | 3.717,4 | +2 |
| Verschuldungsgrad | in% | 34,2 | 43,1 | - |
| Börsekennzahlen | 1-12/2016 | 1-6/2017 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Höchstkurs der Aktie | in EUR | 17,54 | 22,45 | +28 |
| Tiefstkurs der Aktie | in EUR | 11,94 | 16,85 | +41 |
| Ultimokurs der Aktie | in EUR | 16,50 | 19,89 | +21 |
| Gewichtete Aktienanzahl 3) | in Tsd. | 116.956 | 116.956 | 0 |
| Ultimo Börsekapitalisierung | in MEUR | 1.938,6 | 2.337,6 | +21 |
| Divisionen 1-6/2017 in MEUR und % 4) |
Clay Building Materials Europe |
Pipes & Pavers Europe |
North America |
Holding & Others |
Eliminierungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 868,7 | (+6 %) | 500,1 | (-1 %) | 154,6 | (+9 %) | 4,6 | (+6 %) | |
| Innenumsatz | 0,8 | (-42 %) | 0,1 | (-89 %) | 0,3 | (-49 %) | 6,9 | (+4 %) | -7,5 |
| Umsatz | 869,5 | (+6 %) | 500,1 | (-1 %) | 155,0 | (+9 %) | 11,5 | (+5 %) | -7,5 |
| EBITDA | 148,1 | (+19 %) | 37,8 | (-28 %) | 13,2 | (+21 %) | -9,0 | (+13 %) | |
| EBIT operativ | 90,6 | (+42 %) | 14,6 | (-51 %) | 1,2 | (>100 %) | -10,0 | (+12 %) | |
| Gesamtinvestitionen | 36,0 | (-15 %) | 16,5 | (-45 %) | 4,5 | (-24 %) | 1,3 | (+15 %) | |
| Capital Employed | 1.626,5 | (-3 %) | 644,6 | (0 %) | 330,5 | (-7 %) | 5,3 | (>100 %) | |
| Ø Mitarbeiter (in FTE) | 10.439 | (+2 %) | 4.199 | (0 %) | 1.310 | (+5 %) | 208 | (0 %) |
| Inhaltsverzeichnis | ||||
|---|---|---|---|---|
| Brief des Vorstandsvorsitzenden | 1 |
|---|---|
| Zwischenlagebericht | 2 |
| Ergebnis- und Bilanzanalyse | 2 |
| Geschäftssegmente | 6 |
| Verkürzter Zwischenbericht nach IFRS | 11 |
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 11 |
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 11 |
| Konzernbilanz | 12 |
| Konzern-Cashflow Statement | 13 |
| Entwicklung des Konzerneigenkapitals | 14 |
| Geschäftssegmente | 15 |
| Verkürzter Anhang zum Zwischenbericht | 16 |
| Erklärung des Vorstands | 25 |
1) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vermindert um Investitions-Cashflow zuzüglich Wachstumsinvestitionen // 2) Eigenkapital inklusive nicht beherrschende Anteile und Hybridkapital // 3) Bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien // 4) Veränderungsraten in % zur Vorjahresperiode in Klammer angeführt
Anmerkungen zum Bericht: EBIT operativ ist um Wertminderungen / Wertaufholungen von Vermögenswerten und Firmenwertabschreibungen bereinigt. // Durch maschinelle Rechenhilfen können Rundungsdifferenzen entstehen.
die Wienerberger Gruppe zeigte im ersten Halbjahr 2017 eine gute Performance. Nach einem sehr positiven Geschäftsverlauf in den ersten drei Monaten lag die Entwicklung der Märkte im zweiten Quartal im Rahmen unserer Erwartungen.
Vor diesem Hintergrund haben wir uns auf die konsequente Umsetzung unserer Strategie konzentriert. Wir haben unsere Kundennähe verstärkt, innovative Produkte und Lösungen in die Märkte gebracht und unsere digitale Roadmap weiter umgesetzt. Zudem prüfen wir laufend Entwicklungsmöglichkeiten in einzelnen Geschäftsbereichen und optimieren bestehende Strukturen und Prozesse.
In Summe haben wir den Konzernumsatz im ersten Halbjahr um 4% auf über 1,5 Mrd. € gesteigert. Das EBITDA lag mit 190 Mio. € um 7% über dem Vorjahresniveau. Positiv ist auch die Steigerung des Nettogewinns auf 42 Mio. € im Vergleich zu 27 Mio. € im Vorjahr.
Treiber dieser Entwicklung war das sehr erfreuliche Wachstum unseres europäischen Ziegelgeschäfts, das sich sowohl in West- als auch in Osteuropa durchgehend stark zeigte. Den leichten Anstieg der Wohnbauaktivität in Europa haben wir genutzt und die Durchschnittspreise und den Absatz in allen Produktgruppen erhöht. In der Division Clay Building Materials Europe führte das zu einem Umsatzplus von 6% und einem signifikanten EBITDA-Anstieg von 19%.
In der Division Pipes & Pavers Europe erwirtschafteten wir einen annähernd stabilen Umsatz. Dies ist auf die durchaus gesunde Nachfrage in der Mehrzahl unserer Märkte zurückzuführen. Im selben Zeitraum ging allerdings das EBITDA um 28% zurück. Die Ursachen dafür lagen zum großen Teil an der sehr schwachen Auftragslage für internationale Projekte und dem Anstieg der Rohmaterialkosten, der das Ergebnis des westeuropäischen Kunststoffrohrgeschäfts beeinflusste. Erfreuliche Ergebniszuwächse im Bereich der keramischen Rohre und in unseren osteuropäischen Aktivitäten mit Kunststoffrohren und Betonflächenbefestigungen konnten dies leider nicht kompensieren.
Insgesamt positiv war das Ergebnis in Nordamerika. Eine gute Entwicklung im Ziegelgeschäft und im Kunststoffrohrbereich führte zu einem Umsatzanstieg von 9% und einer deutlichen Steigerung des EBITDA von 21%.
Ich bin mit der soliden Entwicklung der Wienerberger Gruppe im ersten Halbjahr zufrieden. Einmal mehr haben wir unter Beweis gestellt, dass wir auch in einem herausfordernden Umfeld wachsen können. Eine Stärke. auf die wir bauen, denn wir erwarten weiterhin unterschiedliche Marktentwicklungen im Ziegel- und im Rohrbereich.
Für das Gesamtjahr 2017 haben wir uns sehr ambitionierte Ziele gesteckt. Um diese Ziele zu erreichen, werden wir unsere Anstrengungen in allen Bereichen intensivieren. Wir werden Entwicklungschancen nutzen, unser Geschäft weiter optimieren, unsere Innovationsführerschaft ausbauen und dabei den Kunden im Zentrum unserer Überlegungen behalten. Ich bin daher zuversichtlich, dass wir unser bereinigtes Konzern-EBITDA auf 415 Mio. € im Jahr 2017 steigern werden.
Wienerberger steigerte den Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2017 um 4% auf 1.528,7 Mio. € (Vorjahr: 1.468,9 Mio. €). Fremdwährungseffekte verringerten den Umsatz um 10,1 Mio. €, wobei die größten negativen Effekte aus dem britischen Pfund und der türkischen Lira resultierten und teilweise durch positive Differenzen aus dem russischen Rubel, US Dollar sowie dem polnischen Zloty kompensiert wurden.
In der Division Clay Building Materials Europe waren die ersten sechs Monate von einem deutlichen Absatzanstieg bei leicht verbesserten Preisen sowie negativen Fremdwährungseffekten geprägt. Dabei konnten sowohl das west- als auch das osteuropäische Geschäft erfreuliche Zuwächse verzeichnen. In Summe stieg der Außenumsatz im ersten Halbjahr um 6% auf 868,7 Mio. € (Vorjahr: 818,2 Mio. €) und das EBITDA um 19% auf 148,1 Mio. € (Vorjahr: 124,8 Mio. €).
Die Division Pipes & Pavers Europe erzielte in der Berichtsperiode einen annähernd stabilen Außenumsatz von 500,1 Mio. € (Vorjahr: 503,9 Mio. €). Die einzelnen Geschäftsbereiche der Division zeigten dabei unterschiedliche Entwicklungen. Das Kunststoffrohrgeschäft erwirtschaftete auf Basis stabiler Absatzmengen und verbesserter Preise ein leichtes Umsatzwachstum, musste jedoch einen signifikanten Rückgang des EBITDA hinnehmen. Dieser war vor allem der deutlich geringeren Aktivität im internationalen Projektgeschäft, dem weiterhin schwierigen Marktumfeld in Frankreich und gestiegenen Rohstoffpreisen geschuldet. Im Geschäft mit keramischen Abwasserrohrsystemen ist es uns gelungen, den aufgrund gesunkener Absatzmengen deutlich niedrigeren Außenumsatz durch eine Steigerung der Durchschnittspreise sowie durch verbesserte Kostenstrukturen zu kompensieren und eine moderate Steigerung des EBITDA zu erreichen. Während das Geschäft mit Betonflächenbefestigungen im Vergleich zum Vorjahr leicht sinkende Absatzmengen verzeichnete, konnte das operative Ergebnis durch Kosteneinsparungen verbessert werden. Insgesamt resultierte aus den beschriebenen Effekten ein signifikanter Rückgang des EBITDA der Division Pipes & Pavers Europe auf 37,8 Mio. € (Vorjahr: 52,9 Mio. €).
In Nordamerika verzeichnete das Ziegelgeschäft vor dem Hintergrund gestiegener Baubeginne für Ein- und
Zweifamilienhäuser ein deutliches Mengenwachstum bei leicht verbesserten Preisen. Im Bereich der Kunststoffrohre konnten Umsatz und Ergebnis gesteigert werden. In Summe verbesserte sich das EBITDA signifikant auf 13,2 Mio. € (Vorjahr: 10,9 Mio. €).
Das EBITDA der Wienerberger Gruppe stieg im ersten Halbjahr um 7% von 178,3 Mio. € auf 190,1 Mio. €. Dies ist vor allem auf die positive Entwicklung des Ziegelgeschäfts in Europa sowie in Nordamerika zurückzuführen. Demgegenüber zeigte das Kunststoffrohrgeschäft im Segment Pipes & Pavers Western Europe rückläufige Ergebnisse. Während Fremdwährungseffekte das Konzern-EBITDA im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Mio. € verringerten, trugen Liegenschaftsverkäufe 8,0 Mio. € zum operativen Ergebnis bei (Vorjahr: 4,3 Mio. €).
Das operative Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT operativ) verbesserte sich in den ersten sechs Monaten deutlich auf 96,3 Mio. € (Vorjahr: 79,0 Mio. €). Nach der Berücksichtigung von Wertminderungen von Vermögenswerten sowie von Firmenwertabschreibungen in Höhe von insgesamt 7,4 Mio. € betrug das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im ersten Halbjahr 88,9 Mio. € (Vorjahr: 79,0 Mio. €).
Das Finanzergebnis von -16,8 Mio. € (Vorjahr: -14,4 Mio. €) beinhaltet im Wesentlichen den Nettozinsaufwand von -17,6 Mio. € (Vorjahr: -17,0 Mio. €), die Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen von 1,2 Mio. € (Vorjahr: +3,7 Mio. €) sowie das sonstige Finanzergebnis in Höhe von -0,3 Mio. € (Vorjahr: -1,1 Mio. €).
Das Ergebnis vor Steuern stieg in den ersten sechs Monaten auf 72,1 Mio. € an (Vorjahr: 64,6 Mio. €). Beim Nettoergebnis verzeichnete Wienerberger einen erfreulichen Zuwachs auf 41,7 Mio. € (Vorjahr: 27,1 Mio. €), wodurch sich auch das Ergebnis je Aktie in Höhe von 0,36 € stark verbesserte (Vorjahr: 0,23 €). Ausschlaggebend dafür war neben der deutlichen Ergebnissteigerung auch der Rückgang des zeitaliquot abgegrenzten Hybridkupons.
In den ersten sechs Monaten sank der Cashflow aus dem Ergebnis von 147,4 Mio. € im Vorjahr auf 122,3 Mio. €. Die Gründe dafür waren hauptsächlich höhere gezahlte Ertragsteuern und Zinsen. Aufgrund des saisonal bedingten Anstiegs des Working Capital war der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit negativ und betrug -94,0 Mio. € nach -47,8 Mio. € im Vorjahr. Diese Entwicklung war insbesondere auf einen höheren Vorratsbestand, einen Forderungsaufbau infolge gestiegener Umsätze sowie einen Abbau von Lieferverbindlichkeiten zurückzuführen.
In den ersten sechs Monaten flossen 58,3 Mio. € (Vorjahr: 66,8 Mio. €) an Mitteln für notwendige Instandhaltungen und technologische Weiterentwicklungen von Produktionsprozessen sowie für Werkserweiterungen ab. Die Einzahlungen aus Liegenschaftsverkäufen und der Verwertung von sonstigem Anlagevermögen lagen bei 17,0 Mio. € (Vorjahr: 10,3 Mio. €).
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich in der Berichtsperiode auf 73,1 Mio. €. Die Refinanzierung der Hybridanleihe 2007 mit einem Nominalbetrag von 221,8 Mio. € wurde aus dem Free Cashflow sowie aus der Aufnahme neuer langfristiger Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 210,3 Mio. € bestritten. Diese wurde ebenso dazu verwendet eine revolvierende Kreditlinie teilweise zurückzuführen. Daneben erfolgte die Auszahlung der Dividende in Höhe von 31,6 Mio. € sowie des Hybridkupons von 29,9 Mio. €.
Trotz eines deutlich positiven Gesamtergebnisses nach Steuern verringerte sich das Konzerneigenkapital zum 30.6.2017 um 16,5 Mio. € gegenüber dem Jahresende 2016. Dies war auf die Ausschüttungen der Dividende und des Hybridkupons zurückzuführen. Die Nettoverschuldung erhöhte sich saisonal bedingt um 158,1 Mio. € auf 789,7 Mio. €.
Der Verschuldungsgrad stieg zum 30.6.2017 auf 43% (34% zum 31.12.2016). Die auf Basis von 12 Monaten berechneten Treasury-Kennzahlen lagen mit einer Entschuldungsdauer von 1,9 Jahren und einer EBITDA Zinsdeckung von 11,9 Jahren komfortabel innerhalb der in den Kreditverträgen vereinbarten Schwellenwerte. Dabei lag die Entschuldungsdauer auf Vorjahresniveau, während sich die Zinsdeckung im Periodenvergleich weiter verbesserte. Der erwartete Cashflow der zweiten Jahreshälfte wird zur Rückführung der saisonal aufgebauten kurzfristigen Kredite sowie sonstiger Fälligkeiten verwendet.
| Treasury Kennzahlen 1) | 30.6.2016 | 31.12.2016 | 30.6.2017 | Schwellenwert |
|---|---|---|---|---|
| Nettoverschuldung / EBITDA | 1,9 | 1,6 | 1,9 | <3,50 |
| EBITDA / Zinsergebnis | 9,7 | 11,8 | 11,9 | >3,75 |
1) berechnet auf Basis eines 12-Monats-EBITDA und eines 12-Monats-Zinsergebnisses
Im zweiten Quartal 2017 steigerte die Wienerberger Gruppe den Umsatz leicht auf 868,6 Mio. € (Vorjahr: 857,3 Mio. €) und verbesserte das EBITDA um 4% auf 144,1 Mio. €. Dabei stand Ergebniswachstum in den Bereichen Clay Building Materials Europe und North America einem EBITDA-Rückgang im Berichtssegment Pipes & Pavers Western Europe gegenüber.
In der Division Clay Building Materials Europe stieg der Umsatz im zweiten Quartal um 4% auf 496,5 Mio. € und das EBITDA wuchs um 12% auf 107,0 Mio. €.
In Westeuropa verbesserte sich die Wohnbauaktivität in Summe leicht. Insbesondere in Frankreich, den Niederlanden und in Großbritannien konnten wir das positive Umfeld für Mengenwachstum nutzen. Während sich in Deutschland die Dynamik im Ein- und Zweifamilienwohnbau abschwächte, kam es in Belgien zu Verzögerungen bei der Bauausführung, die auf Lieferengpässe bei PUR/PIR Dämmstoffen zurückzuführen waren. Insgesamt erwirtschafteten wir im Berichtssegment Clay Building Materials Western Europe eine deutliche Ergebnisverbesserung. In Osteuropa setzte sich die Erholung der Wohnbauaktivität auf breiter Basis fort. Davon profitierten wir vor allem in unserem Geschäft mit Hintermauerziegeln, das stark von der Entwicklung im Neubausegment abhängt, und steigerten das operative Ergebnis des Berichtssegments Clay Building Materials Eastern Europe signifikant.
In der Division Pipes & Pavers Europe ging der Umsatz um 4% auf 289,6 Mio. € zurück, und das EBITDA sank um 20% auf 31,1 Mio. €. Dabei beobachteten wir in einigen osteuropäischen Märkten eine Belebung der Ausschreibungstätigkeit für EU-geförderte Infrastrukturprojekte durch öffentliche Auftraggeber. Aufgrund der Vorlaufzeit zwischen der Projektausschreibung und der Realisierung wirkte sich dies allerdings auch im zweiten Quartal nur eingeschränkt positiv auf die Ergebnisentwicklung aus. In Westeuropa mussten wir trotz des gesunden Marktumfeldes in unseren nordischen Kernmärkten
und in den Niederlanden einen deutlichen Ergebnisrückgang hinnehmen. Die seit Jahresbeginn stark gestiegenen Preise für Rohmaterialien belasteten die Ertragskraft, da Preiserhöhungen erst im Verlauf des zweiten Quartals umgesetzt werden konnten. Zudem entwickelte sich der Auftragseingang im internationalen Projektgeschäft unverändert schwach, wodurch der Ergebnisbeitrag signifikant unter dem Niveau des Vorjahres lag. Im herausfordernden französischen Infrastrukturmarkt führten Überkapazitäten und hoher Wettbewerbsdruck zu einem weiteren Mengenrückgang.
In der Division North America stieg der Umsatz um 3% auf 80,3 Mio. € und das EBITDA verbesserte sich deutlich um 9% auf 9,3 Mio. €. In unseren Ziegelaktivitäten in den USA nutzten wir das positive Umfeld im Wohnbaumarkt, das vor allem von Wachstum in unserem Kerngeschäft im Ein- und Zweifamilienwohnbau getragen wurde, für eine weitere Ergebnissteigerung. Dabei ist es uns in einem kompetitiven Preisumfeld gelungen, insbesondere im direkten Vertriebskanal die Durchschnittspreise zu steigern. In Kanada wurde der Geschäftsgang von kalter Witterung und späten Schneefällen belastet, wodurch sich die Bauausführung verzögerte. Im Rohrgeschäft setzte sich die Wachstumsdynamik aus dem ersten Quartal fort und hatte deutliche Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis zur Folge.
| Außenumsatz | |||
|---|---|---|---|
| in MEUR | 4-6/2016 | 4-6/2017 | Vdg. in % |
| Clay Building Materials Europe | 476,4 | 496,5 | +4 |
| Clay Building Materials Eastern Europe | 145,8 | 155,0 | +6 |
| Clay Building Materials Western Europe | 330,6 | 341,4 | +3 |
| Pipes & Pavers Europe | 300,6 | 289,6 | -4 |
| Pipes & Pavers Eastern Europe | 134,0 | 137,1 | +2 |
| Pipes & Pavers Western Europe | 166,6 | 152,5 | -9 |
| North America | 78,2 | 80,3 | +3 |
| Holding & Others | 2,2 | 2,2 | +3 |
| Wienerberger Gruppe | 857,3 | 868,6 | +1 |
| EBITDA | |||
|---|---|---|---|
| in MEUR | 4-6/2016 | 4-6/2017 | Vdg. in % |
| Clay Building Materials Europe | 95,3 | 107,0 | +12 |
| Clay Building Materials Eastern Europe | 34,0 | 39,4 | +16 |
| Clay Building Materials Western Europe | 61,3 | 67,6 | +10 |
| Pipes & Pavers Europe | 38,9 | 31,1 | -20 |
| Pipes & Pavers Eastern Europe | 17,9 | 17,8 | 0 |
| Pipes & Pavers Western Europe | 21,1 | 13,4 | -37 |
| North America | 8,6 | 9,3 | +9 |
| Holding & Others | -4,6 | -3,4 | +26 |
| Wienerberger Gruppe | 138,2 | 144,1 | +4 |
Die Wohnbauaktivität in Europa entwickelte sich in den ersten sechs Monaten leicht steigend. In diesem Umfeld ist es uns bei leicht verbesserten Durchschnittspreisen gelungen, den Absatz in allen Produktgruppen zu erhöhen. In Summe erwirtschaftete die Division Clay Building Materials Europe einen Umsatzanstieg um 6% auf 868,7 Mio. €. Das EBITDA konnte im gleichen Zeitraum signifikant von 124,8 Mio. € auf 148,1 Mio. € verbessert werden.
Für das zweite Halbjahr erwarten wir für unsere europäischen Kernmärkte nach wie vor ein insgesamt leicht wachsendes Umfeld. Während wir in Osteuropa in nahezu allen Ländern von einer Fortsetzung der positiven Markttrends ausgehen, beobachten wir in Westeuropa
divergierende Markt- und Geschäftsentwicklungen. In Großbritannien, den Niederlanden und Frankreich erwarten wir, dass die Wohnbauaktivität leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Infolgedessen rechnen wir mit einer weiterhin positiven Entwicklung der Nachfrage und einem höheren Absatz. Der belgische Wohnbaumarkt wird durch bauliche Verzögerungen aufgrund von Rohstoffengpässen und infolgedessen längeren Lieferzeiten von PUR/PIR Dämmmaterialien belastet. Daraus resultieren zeitliche Verschiebungen in der Verarbeitung, die sich nachteilig auf unseren Absatz auswirken werden. In Deutschland beobachten wir eine Abnahme von Baugenehmigungen im Ein- und Zweifamilienhaussegment. Insgesamt erwarten wir für die Division Clay Building Materials Europe Absatzsteigerungen in allen Produktgruppen und gehen infolgedessen von einem deutlichen Anstieg von Umsatz und EBITDA im Jahr 2017 aus.
| Clay Building Materials Europe | 1-6/2016 | 1-6/2017 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in MEUR | 818,2 | 868,7 | +6 |
| EBITDA | in MEUR | 124,8 | 148,1 | +19 |
| EBIT operativ | in MEUR | 63,9 | 90,6 | +42 |
| Gesamtinvestitionen | in MEUR | 42,5 | 36,0 | -15 |
| Capital Employed | in MEUR | 1.679,9 | 1.626,5 | -3 |
| Ø Mitarbeiter | in FTE | 10.272 | 10.439 | +2 |
In der Region Westeuropa konnten wir den Umsatz im ersten Halbjahr um 5% auf 613,3 Mio. € steigern. Während sich der Absatz von Hintermauerziegeln annähernd stabil entwickelte, verzeichneten wir Mengenwachstum bei Dach- und Vormauerziegeln. In Summe erwirtschaftete das Berichtssegment Clay Building Materials Western Europe eine deutliche Ergebnisverbesserung um 14% auf 96,6 Mio. €.
In Großbritannien entwickelte sich die Nachfrage im ersten Halbjahr positiv, was auf leichtes Marktwachstum und die Normalisierung des Lagerbestands in der Lieferkette zurückzuführen war. Infolgedessen erwirtschafteten wir einen deutlich höheren Absatz von Vormauerziegeln. Im Dachgeschäft ist es uns ebenfalls gelungen, den Absatz zu erhöhen und unsere Marktposition auszubauen. Trotz des im Jahresvergleich schwächeren Pfunds führten diese Zuwächse zu einem Umsatz- und Ergebnisanstieg in der Berichtswährung.
In Belgien beobachteten wir eine Angebotsverknappung von PUR/PIR Dämmstoffen, die insbesondere im Wand- und Dachbereich eingesetzt werden. Infolgedessen kam es zu Verzögerungen bei geplanten Bauvorhaben, was sich dämpfend auf unsere Absatzentwicklung auswirkte. Es ist uns dennoch gelungen, den rückläufigen Absatz durch höhere Durchschnittspreise abzufedern und das Ergebnis zu verbessern.
In den Niederlanden konnten wir von der leicht steigenden Nachfrage profitieren und den Absatz in allen Produktgruppen erhöhen. Infolgedessen erwirtschafteten wir sowohl Umsatz- als auch Ergebnissteigerungen.
Der französische Neubaumarkt zeigte sich im ersten Halbjahr steigend, was sich in einem höheren Absatz von
Hintermauerziegeln und Umsatz- und Ergebniszuwächsen widerspiegelte. In Deutschland beobachteten wir im zweiten Quartal eine leicht rückläufige Entwicklung der Nachfrage im Ein- und Zweifamilienhaussegment. Der Renovierungsmarkt, der ein wesentlicher Treiber für das Dachziegelgeschäft ist, war in beiden Märkten von zurückhaltender Nachfrage gekennzeichnet.
| Clay Building Materials Western Europe | 1-6/2016 | 1-6/2017 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in MEUR | 585,6 | 613,3 | +5 |
| EBITDA | in MEUR | 85,0 | 96,6 | +14 |
| EBIT operativ | in MEUR | 48,6 | 61,7 | +27 |
| Gesamtinvestitionen | in MEUR | 25,8 | 19,7 | -23 |
| Capital Employed | in MEUR | 1.182,9 | 1.131,1 | -4 |
| Ø Mitarbeiter | in FTE | 5.976 | 6.026 | +1 |
| Absatz Hintermauerziegel | in Mio. NF | 1.047 | 1.035 | -1 |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 632 | 728 | +15 |
| Absatz Dachziegel | in Mio. m² | 10,85 | 11,17 | +3 |
Im Segment Clay Building Materials Eastern Europe stieg der Umsatz im ersten Halbjahr um 10% auf 255,3 Mio. €. Das operative Ergebnis konnte im selben Zeitraum signifikant um 29% auf 51,5 Mio. € verbessert werden. Die Märkte Bulgarien, Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien und Ungarn waren in den ersten sechs Monaten von einer positiven Entwicklung im Wohnbau von
Ein- und Zweifamilienhäusern gekennzeichnet. Unterstützt durch staatliche Förderungen in einigen Ländern konnten wir dieses Marktumfeld für Mengensteigerungen nutzen und sowohl Umsatz als auch EBITDA deutlich verbessern. In Österreich zeigte sich der Wohnbaumarkt insgesamt stabil auf gutem Niveau, während Russland im ersten Halbjahr einen weiteren Rückgang verzeichnete.
| Clay Building Materials Eastern Europe | 1-6/2016 | 1-6/2017 | Vdg. in % |
|---|---|---|---|
| Außenumsatz in MEUR |
232,6 | 255,3 | +10 |
| EBITDA in MEUR |
39,9 | 51,5 | +29 |
| EBIT operativ in MEUR |
15,4 | 28,9 | +88 |
| Gesamtinvestitionen in MEUR |
16,7 | 16,3 | -2 |
| Capital Employed in MEUR |
497,0 | 495,5 | 0 |
| Ø Mitarbeiter in FTE |
4.296 | 4.413 | +3 |
| Absatz Hintermauerziegel in Mio. NF |
1.631 | 1.749 | +7 |
| Absatz Dachziegel in Mio. m² |
7,63 | 7,78 | +2 |
In der Division Pipes & Pavers Europe entwickelte sich der Umsatz in den ersten sechs Monaten annähernd stabil und belief sich auf 500,1 Mio. € (Vorjahr: 503,9 Mio. €). Im selben Zeitraum ging das EBITDA um 28% auf 37,8 Mio. € zurück. Die Ursache für diesen starken Ergebnisrückgang war im westeuropäischen Kunststoffrohrgeschäft zu finden, in dem die schwache Auftragslage im internationalen Projektgeschäft, das
schwierige Marktumfeld in Frankreich sowie ein starker Anstieg der Rohmaterialpreise auf der Ergebnisentwicklung lasteten. Demgegenüber erwirtschafteten unsere Aktivitäten mit Kunststoffrohren und Betonflächenbefestigungen in Osteuropa sowie unser Geschäft mit keramischen Rohren Ergebniszuwächse.
| Pipes & Pavers Europe | 1-6/2016 | 1-6/2017 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in MEUR | 503,9 | 500,1 | -1 |
| EBITDA | in MEUR | 52,9 | 37,8 | -28 |
| EBIT operativ | in MEUR | 29,8 | 14,6 | -51 |
| Gesamtinvestitionen | in MEUR | 30,2 | 16,5 | -45 |
| Capital Employed | in MEUR | 645,7 | 644,6 | 0 |
| Ø Mitarbeiter | in FTE | 4.187 | 4.199 | 0 |
Für das zweite Halbjahr 2017 erwarten wir in der Division Pipes & Pavers Europe eine stabile Ergebnisentwicklung auf dem Niveau des Vorjahres. Da wir in einigen Märkten der Region steigende Nachfrage nach Infrastrukturlösungen vonseiten öffentlicher Auftraggeber beobachten, gehen wir in unserem osteuropäischen Geschäft mit Kunststoffrohren und Betonflächenbefestigungen von einer klaren Ergebnisverbesserung aus. Auch im Geschäft mit keramischen Rohren, das von Deutschland und Belgien aus betrieben wird, erwarten wir im zweiten Halbjahr Ergebniswachstum. Dieses gründet auf steigenden Durchschnittspreisen und schlankeren Kostenstrukturen. In unseren westeuropäischen Kunststoffrohraktivitäten müssen wir hingegen von einem weiteren Ergebnisrückgang ausgehen. Während die umgesetzten Preiserhöhungen den Anstieg der Rohmaterialkosten im zweiten Halbjahr kompensieren werden, wird die schwache Auftragslage einen sinkenden Ergebnisbeitrag aus dem internationalen Projektgeschäft zur Folge haben. Zudem ist im von Überkapazitäten und zurückhaltender Nachfrage gekennzeichneten französischen Markt kurzfristig keine Belebung absehbar.
Unter Berücksichtigung der Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr erwarten wir in der Division Pipes & Pavers Europe auf Jahressicht einen EBITDA-Rückgang.
Im Berichtssegment Pipes & Pavers Western Europe sank der Umsatz um 4% auf 285,3 Mio. €. Das EBITDA lag mit 20,2 Mio. € um 44% hinter der Vergleichsperiode des Vorjahres zurück.
Im westeuropäischen Kunststoffrohrgeschäft verzeichneten wir ein unverändert gesundes Marktumfeld in unseren nordischen Kernmärkten und den Niederlanden, das wir für Umsatzwachstum nutzen konnten. Demgegenüber lastete der starke Anstieg der Rohmaterialkosten auf unserer Ertragskraft und konnte im Verlauf des zweiten Quartals erst mit zeitlicher Verzögerung durch Preiserhöhungen abgefedert werden. Zusätzlich blieb das Marktumfeld in Frankreich unverändert herausfordernd und hatte Mengenrückgänge zur Folge. Das von Standorten in den Niederlanden und in Norwegen aus geführte internationale Projektgeschäft zeigte weiterhin keine Belebung, wodurch der Ergebnisbeitrag signifikant unter der Vergleichsperiode des Vorjahres lag. In Summe mussten wir aufgrund gestiegener Rohmaterialkosten, des schwachen Projektgeschäfts und des herausfordernden Marktumfelds in Frankreich einen deutlichen Ergebnisrückgang hinnehmen.
In unserem keramischen Rohrgeschäft ist es uns gelungen, durch Verbesserungen des Durchschnittspreisniveaus sowie durch Maßnahmen zur Optimierung der Kostenstruktur den deutlichen Mengenrückgang abzufedern und das operative Ergebnis im Jahresvergleich zu verbessern. Dabei konnten wir, abgesehen vom deutschen Heimatmarkt, der weiterhin von Zurückhaltung bei Infrastrukturaufträgen gekennzeichnet ist, den Absatz in den
übrigen europäischen Märkten stabil halten. Der Mengenrückgang war somit vorrangig auf den Entfall unserer Exporte in den Mittleren Osten zurückzuführen, nachdem im Vorjahr die Verlieferungen an unseren lokalen Handelspartner infolge des Nachfragerückgangs in der Region eingestellt worden waren.
| Pipes & Pavers Western Europe | 1-6/2016 | 1-6/2017 | Vdg. in % |
|---|---|---|---|
| Außenumsatz in MEUR |
297,8 | 285,3 | -4 |
| EBITDA in MEUR |
35,9 | 20,2 | -44 |
| EBIT operativ in MEUR |
23,2 | 8,3 | -64 |
| Gesamtinvestitionen in MEUR |
15,2 | 7,1 | -54 |
| Capital Employed in MEUR |
347,1 | 330,3 | -5 |
| Ø Mitarbeiter in FTE |
1.854 | 1.866 | +1 |
Im Berichtssegment Pipes & Pavers Eastern Europe stieg der Umsatz im ersten Halbjahr um 4% auf 214,8 Mio. € und das EBITDA wuchs um 3% auf 17,6 Mio. €. In einigen Märkten der Region beobachteten wir eine merkliche Belebung der Ausschreibungstätigkeit für EU-geförderte Infrastrukturprojekte durch öffentliche Auftraggeber. Während diese positive Entwicklung aufgrund der Vorlaufzeit für die Projektrealisierung bislang nur bedingt zu einem Anstieg von Umsatz und Ergebnis führte, erwarten wir uns für das zweite Halbjahr verbesserte Zuwachsraten.
Unsere osteuropäischen Kunststoffrohraktivitäten steigerten in den ersten sechs Monaten den Absatz moderat und konnten aufgrund marktüblicher unterjähriger Preisanpassungen gestiegene Rohmaterialkosten zeitnah abfedern. Infolgedessen verbesserten sich Umsatz und operatives Ergebnis. Während sich dabei in Märkten wie Ungarn und Polen erste Auswirkungen der Erholung vom schwachen Nachfrageniveau des Vorjahres abzeichneten,
konnten wir in der Türkei erneut Aufträge für Gasrohre gewinnen und trotz nachteiliger Wechselkurseffekte weiter wachsen. In Russland hält die Belebung der öffentlichen Investitionstätigkeit trotz der Wirtschaftssanktionen und niedriger Energiepreise an. In Österreich, dem größten Einzelmarkt der Region, entwickelte sich das Ergebnis stabil auf gutem Niveau.
In unserem Geschäft mit Betonflächenbefestigungen ist es uns infolge von Zuwächsen in Märkten wie Kroatien und Tschechien sowie durch Kostenoptimierungen gelungen, das operative Ergebnis im Jahresvergleich zu verbessern. Die für die zweite Jahreshälfte erwartete Beschleunigung des Ergebniswachstums gründet einerseits auf dem merklichen Anstieg der Anzahl öffentlicher Projekte sowie andererseits auf der selektiven Umstrukturierung unseres Vertriebs und der Optimierung der Produktion. Durch diese Maßnahmen rücken wir noch näher an unsere Kunden und stärken die Ertragskraft durch effizientere Produktionsprozesse.
| Pipes & Pavers Eastern Europe | 1-6/2016 | 1-6/2017 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in MEUR | 206,1 | 214,8 | +4 |
| EBITDA | in MEUR | 17,0 | 17,6 | +3 |
| EBIT operativ | in MEUR | 6,7 | 6,3 | -5 |
| Gesamtinvestitionen | in MEUR | 15,0 | 9,5 | -37 |
| Capital Employed | in MEUR | 298,6 | 314,3 | +5 |
| Ø Mitarbeiter | in FTE | 2.333 | 2.333 | 0 |
Die US-amerikanische Wohnbautätigkeit war im ersten Halbjahr 2017 von einer positiven Entwicklung geprägt. Wir profitierten insbesondere vom Anstieg im Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern und steigerten bei leicht verbesserten Durchschnittspreisen den Absatz von Vormauerziegeln. Unsere kanadischen Aktivitäten waren nach einem soliden Jahresstart im zweiten Quartal von Schneefällen und feuchten Witterungsbedingungen in einzelnen Regionen belastet. Insgesamt verzeichnete das nordamerikanische Ziegelgeschäft in den ersten sechs Monaten eine deutliche Steigerung von Umsatz und EBITDA. Auch unser nordamerikanisches Kunststoffrohrgeschäft entwickelte sich im Berichtszeitraum positiv und konnte den Umsatz aufgrund gestiegener Absatzvolumina erhöhen. In Summe erwirtschaftete
die Division North America in der Berichtsperiode einen Umsatzanstieg um 9% auf 154,6 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Das EBITDA konnte im gleichen Zeitraum deutlich von 10,9 Mio. € auf 13,2 Mio. € verbessert werden.
Für das Geschäftsjahr 2017 erwarten wir, dass der Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern in unseren relevanten Märkten über dem Niveau des Vorjahres liegen wird, und rechnen infolgedessen mit deutlichen Absatzsteigerungen bei Vormauerziegeln. Im Geschäft mit Kunststoffrohren gehen wir von einer Ergebnisverbesserung aus. Insgesamt erwarten wir für die Division North America im Jahr 2017 ein organisches Umsatz- und Ergebniswachstum.
| North America | 1-6/2016 | 1-6/2017 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in MEUR | 141,4 | 154,6 | +9 |
| EBITDA | in MEUR | 10,9 | 13,2 | +21 |
| EBIT operativ | in MEUR | -3,3 | 1,2 | >100 |
| Gesamtinvestitionen | in MEUR | 5,9 | 4,5 | -24 |
| Capital Employed | in MEUR | 354,7 | 330,5 | -7 |
| Ø Mitarbeiter | in FTE | 1.248 | 1.310 | +5 |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 203 | 219 | +8 |
Die Division Holding & Others umfasst neben der Konzernholding auch unser Ziegelgeschäft in Indien, das wir an einem Produktionsstandort für Hintermauerziegel im Raum Bangalore betreiben. Im ersten Halbjahr konnten wir Absatzeinbußen durch verbesserte Durchschnittspreise kompensieren. Begünstigt durch positive Fremdwährungseffekte erwirtschafteten wir einen Umsatzanstieg um 6% auf 4,6 Mio. €. Zusammen mit niedrigeren Holdingkosten verbesserte sich das EBITDA der Division im gleichen Zeitraum von -10,3 Mio. € auf -9,0 Mio. €.
| Holding & Others | 1-6/2016 | 1-6/2017 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in MEUR | 4,3 | 4,6 | +6 |
| EBITDA | in MEUR | -10,3 | -9,0 | +13 |
| EBIT operativ | in MEUR | -11,4 | -10,0 | +12 |
| Gesamtinvestitionen | in MEUR | 1,2 | 1,3 | +15 |
| Capital Employed | in MEUR | -0,7 | 5,3 | >100 |
| Ø Mitarbeiter | in FTE | 207 | 208 | 0 |
| in TEUR | 4-6/2017 | 4-6/2016 | 1-6/2017 | 1-6/2016 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 869.050 | 858.133 | 1.528.675 | 1.468.898 |
| Herstellkosten | -570.681 | -561.104 | -1.034.856 | -996.026 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 298.369 | 297.029 | 493.819 | 472.872 |
| Vertriebskosten | -157.365 | -155.049 | -296.947 | -286.413 |
| Verwaltungskosten | -48.732 | -47.017 | -98.303 | -95.411 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 16.155 | 11.284 | 20.431 | 19.299 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen: | ||||
| Wertminderungen von Vermögenswerten | 251 | 0 | -1.012 | 0 |
| Firmenwertabschreibungen | -6.339 | 0 | -6.339 | 0 |
| Übrige | -10.791 | -19.864 | -22.741 | -31.364 |
| Betriebsergebnis | 91.548 | 86.383 | 88.908 | 78.983 |
| Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen |
1.750 | 2.498 | 1.184 | 3.671 |
| Zinsertrag | 1.458 | 1.194 | 2.898 | 2.506 |
| Zinsaufwand | -10.358 | -9.971 | -20.543 | -19.480 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -1.561 | 280 | -337 | -1.099 |
| Finanzergebnis | -8.711 | -5.999 | -16.798 | -14.402 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 82.837 | 80.384 | 72.110 | 64.581 |
| Ertragsteuern | -19.268 | -20.919 | -22.766 | -21.818 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 63.569 | 59.465 | 49.344 | 42.763 |
| davon Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile | 997 | 571 | 494 | -317 |
| davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil | 3.393 | 7.983 | 7.196 | 16.029 |
| davon den Aktionären der Muttergesellschaft zuzurechnen | 59.179 | 50.911 | 41.654 | 27.051 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,51 | 0,43 | 0,36 | 0,23 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,51 | 0,43 | 0,36 | 0,23 |
| in TEUR | 4-6/2017 | 4-6/2016 | 1-6/2017 | 1-6/2016 |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 63.569 | 59.465 | 49.344 | 42.763 |
| Währungsumrechnung | -35.971 | -9.522 | -26.506 | -40.000 |
| Währungsumrechnung von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen |
0 | -3 | 0 | -4 |
| Marktwertänderungen zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente | -164 | 177 | -132 | 302 |
| Veränderung Hedging Rücklage | 10.952 | 1.717 | 10.101 | 13.983 |
| Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | -25.183 | -7.631 | -16.537 | -25.719 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 0 | -10.980 | 0 | -10.980 |
| Posten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden |
0 | -10.980 | 0 | -10.980 |
| Sonstiges Gesamtergebnis 1) | -25.183 | -18.611 | -16.537 | -36.699 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 38.386 | 40.854 | 32.807 | 6.064 |
| davon Gesamtergebnis der nicht beherrschenden Anteile | 1.282 | 467 | 780 | -444 |
| davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil | 3.393 | 7.983 | 7.196 | 16.029 |
| davon den Aktionären der Muttergesellschaft zuzurechnendes Gesamtergebnis |
33.711 | 32.404 | 24.831 | -9.521 |
1) Der Ausweis der sonstigen Gesamtergebnisbestandteile erfolgt nach Steuern.
| in TEUR | 30.6.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Aktiva | ||
| Immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte | 666.192 | 690.440 |
| Sachanlagen | 1.522.027 | 1.564.727 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 82.504 | 85.733 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 8.163 | 13.542 |
| Übrige Finanzanlagen und sonstige langfristige Forderungen | 14.016 | 13.918 |
| Latente Steuern | 17.153 | 17.367 |
| Langfristiges Vermögen | 2.310.055 | 2.385.727 |
| Vorräte | 766.164 | 718.359 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 353.626 | 201.809 |
| Forderungen aus laufenden Ertragsteuern | 6.240 | 9.868 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | 72.140 | 66.278 |
| Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 75.349 | 52.740 |
| Zahlungsmittel | 131.286 | 197.016 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 2.494 | 5.380 |
| Kurzfristiges Vermögen | 1.407.299 | 1.251.450 |
| Summe Aktiva | 3.717.354 | 3.637.177 |
| Passiva | ||
| Gezeichnetes Kapital | 117.527 | 117.527 |
| Kapitalrücklagen | 1.086.017 | 1.086.017 |
| Hybridkapital | 265.985 | 265.985 |
| Gewinnrücklagen | 586.541 | 586.961 |
| Übrige Rücklagen | -239.326 | -222.503 |
| Eigene Anteile | -4.862 | -4.862 |
| Beherrschende Anteile | 1.811.882 | 1.829.125 |
| Nicht beherrschende Anteile | 20.532 | 19.831 |
| Eigenkapital | 1.832.414 | 1.848.956 |
| Latente Steuern | 81.946 | 80.759 |
| Personalrückstellungen | 167.420 | 171.488 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 70.265 | 71.197 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 684.079 | 481.434 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 4.156 | 3.991 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 1.007.866 | 808.869 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 30.799 | 35.287 |
| Verbindlichkeiten aus laufenden Ertragsteuern | 7.802 | 15.912 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 312.248 | 399.924 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 272.179 | 302.718 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 254.046 | 225.511 |
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 877.074 979.352 Summe Passiva 3.717.354 3.637.177
| Konzern-Cashflow Statement | ||||
|---|---|---|---|---|
| -- | -- | -- | -- | ---------------------------- |
| in TEUR | 1-6/2017 | 1-6/2016 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 72.110 | 64.581 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 92.700 | 95.610 |
| Firmenwertabschreibungen | 6.339 | 0 |
| Wertminderungen von Vermögenswerten und andere Bewertungseffekte | 2.130 | 13.784 |
| Veränderungen langfristiger Rückstellungen | -3.518 | -2.593 |
| Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | -1.184 | -3.671 |
| Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen | -9.003 | -5.341 |
| Zinsergebnis | 17.645 | 16.974 |
| Gezahlte Zinsen | -23.249 | -21.167 |
| Erhaltene Zinsen | 645 | 441 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -32.342 | -11.187 |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 122.273 | 147.431 |
| Veränderungen Vorräte | -58.920 | -29.797 |
| Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -157.653 | -153.495 |
| Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -28.406 | -12.623 |
| Veränderungen übriges Netto-Umlaufvermögen | 28.673 | 697 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -94.033 | -47.787 |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen) | 17.047 | 10.270 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen | -58.346 | -66.836 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | 0 | -16 |
| Dividendenausschüttungen aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 6.596 | 4.191 |
| Veränderungen Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte | -9.399 | -1.500 |
| Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen | 0 | -12.861 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -44.102 | -66.752 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten | 519.877 | 294.607 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten | -595.443 | -127.940 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Finanzverbindlichkeiten | 210.298 | 3.305 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von langfristigen Finanzverbindlichkeiten | -70 | -3.018 |
| Gezahlte Dividende Wienerberger AG | -31.578 | -23.391 |
| Gezahlter Hybridkupon | -29.898 | -32.520 |
| Gezahlte Dividende und Kapitaländerungen bei nicht beherrschenden Anteilen | -79 | -9 |
| Rückkauf Hybridanleihe | 0 | -5.968 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 73.107 | 105.066 |
| Veränderung der Zahlungsmittel | -65.028 | -9.473 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel | -702 | -1.637 |
| Zahlungsmittel am Anfang der Periode | 197.016 | 154.878 |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode | 131.286 | 143.768 |
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklagen/ eigene Anteile |
Hybrid kapital |
Gewinn rücklagen |
Übrige Rücklagen |
Beherrschende Anteile |
Nicht beherrschende Anteile |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2017 | 117.527 | 1.081.155 | 265.985 | 586.961 | -222.503 | 1.829.125 | 19.831 | 1.848.956 |
| Gesamtergebnis | 48.850 | -16.823 | 32.027 | 780 | 32.807 | |||
| Dividendenauszahlung und Hybridkupon |
-49.270 | -49.270 | -79 | -49.349 | ||||
| Stand 30.6.2017 | 117.527 | 1.081.155 | 265.985 | 586.541 | -239.326 | 1.811.882 | 20.532 | 1.832.414 |
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklagen/ eigene Anteile |
Hybrid kapital |
Gewinn rücklagen |
Übrige Rücklagen |
Beherrschende Anteile |
Nicht beherrschende Anteile |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2016 | 117.527 | 1.081.164 | 490.560 | 546.754 | -199.889 | 2.036.116 | 18.103 | 2.054.219 |
| Gesamtergebnis | 43.080 | -36.572 | 6.508 | -444 | 6.064 | |||
| Dividendenauszahlung und Hybridkupon |
-55.911 | -55.911 | -55.911 | |||||
| Veränderung Hybridkapital |
-5.968 | -5.968 | -5.968 | |||||
| Zugang/Abgang nicht beherrschende Anteile |
-9 | -9 | -9 | |||||
| Stand 30.6.2016 | 117.527 | 1.081.155 | 484.592 | 533.923 | -236.461 | 1.980.736 | 17.659 | 1.998.395 |
| Clay Building Materials | Pipes & Pavers | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1-6/2017 in TEUR |
Eastern Europe |
Western Europe |
Eastern Europe |
Western Europe |
North America |
Holding & | Others 1) Überleitung 2) | Wienerberger Gruppe |
| Außenumsatz | 255.347 | 613.347 | 214.763 | 285.306 | 154.646 | 4.619 | 1.528.028 | |
| Innenumsatz | 3.503 | 4.881 | 5.992 | 3.869 | 328 | 6.930 | -24.856 | 647 |
| Umsatz gesamt | 258.850 | 618.228 | 220.755 | 289.175 | 154.974 | 11.549 | -24.856 | 1.528.675 |
| EBITDA | 51.532 | 96.592 | 17.567 | 20.240 | 13.190 | -8.978 | 190.143 | |
| EBIT operativ | 28.879 | 61.710 | 6.295 | 8.255 | 1.162 | -10.042 | 96.259 | |
| Wertminderungen von Vermögenswerten |
0 | 0 | 0 | -6.339 | 0 | -1.012 | -7.351 | |
| EBIT | 28.879 | 61.710 | 6.295 | 1.916 | 1.162 | -11.054 | 88.908 | |
| Ergebnis nach Ertragsteuern |
19.238 | 35.291 | 1.063 | 357 | -3.547 | 27.416 | -30.474 | 49.344 |
| Gesamtinvestitionen | 16.315 | 19.717 | 9.450 | 7.069 | 4.461 | 1.334 | 58.346 | |
| Capital Employed | 495.450 | 1.131.075 | 314.277 | 330.295 | 330.506 | 5.304 | 2.606.907 | |
| Ø Mitarbeiter | 4.413 | 6.026 | 2.333 | 1.866 | 1.310 | 208 | 16.156 |
| Clay Building Materials | Pipes & Pavers | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1-6/2016 in TEUR |
Eastern Europe |
Western Europe |
Eastern Europe |
Western Europe |
North America |
Holding & | Others 1) Überleitung 2) | Wienerberger Gruppe |
| Außenumsatz | 232.577 | 585.619 | 206.089 | 297.766 | 141.424 | 4.349 | 1.467.824 | |
| Innenumsatz | 4.163 | 4.769 | 5.227 | 4.275 | 642 | 6.682 | -24.684 | 1.074 |
| Umsatz gesamt | 236.740 | 590.388 | 211.316 | 302.041 | 142.066 | 11.031 | -24.684 | 1.468.898 |
| EBITDA | 39.881 | 84.955 | 16.990 | 35.872 | 10.877 | -10.279 | 178.296 | |
| EBIT operativ | 15.356 | 48.557 | 6.650 | 23.184 | -3.341 | -11.423 | 78.983 | |
| EBIT | 15.356 | 48.557 | 6.650 | 23.184 | -3.341 | -11.423 | 78.983 | |
| Ergebnis nach Ertragsteuern |
6.392 | 27.170 | 1.902 | 20.317 | -8.765 | 24.612 | -28.865 | 42.763 |
| Gesamtinvestitionen | 16.731 | 25.765 | 14.968 | 15.229 | 5.859 | 1.161 | 79.713 | |
| Capital Employed | 497.046 | 1.182.888 | 298.559 | 347.149 | 354.709 | -703 | 2.679.648 | |
| Ø Mitarbeiter | 4.296 | 5.976 | 2.333 | 1.854 | 1.248 | 207 | 15.914 |
1) Der Bereich Holding & Others enthält Holdingkosten sowie die Aktivitäten in Indien. // 2) Die Überleitung beinhaltet lediglich Eliminierungen von Aufwand und Ertrag zwischen Konzerngesellschaften.
Der Zwischenbericht zum 30.6.2017 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards, Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34) erstellt. Wesentliche Annahmen und Schätzungen, die
für den Konzernabschluss 2016 vorgenommen wurden, sowie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31.12.2016 werden mit Ausnahme der IFRS, die ab dem 1.1.2017 verpflichtend anzuwenden sind, unverändert angewandt.
Folgende Tabelle enthält eine Übersicht neuer Standards und Interpretationen, die zum Bilanzstichtag vom IASB veröffentlicht wurden:
| Standards/Interpretationen | Veröffentlichung durch das IASB |
Verpflichtender Erstanwendungs zeitpunkt |
|
|---|---|---|---|
| IFRS 14 | Regulatorische Abgrenzungsposten | Jänner 2014 | 1.1.2016 |
| IAS 12 | Ertragsteuern: Änderungen zum Ansatz latenter Steueransprüche für unrealisierte Verluste |
Jänner 2016 | 1.1.2017 |
| IAS 7 | Kapitalflussrechnungen: Angabeninitiative | Jänner 2016 | 1.1.2017 |
| Verbesserungen der IFRS 2014 - 2016 Zyklus | Dezember 2016 | 1.1.2017 / 1.1.2018 |
|
| IFRS 9 | Finanzinstrumente: Hedge Accounting – Änderungen zu IFRS 9, IFRS 7 und IAS 39 |
November 2013 | 1.1.2018 1) |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | Juli 2014 | 1.1.2018 1) |
| IFRS 15 | Umsatzerlöse aus Kundenverträgen | Mai 2014/ September 2015 |
1.1.2018 1) |
| IFRS 15 | Umsatzerlöse aus Kundenverträgen – Klarstellung | April 2016 | 1.1.2018 |
| IFRS 2 | Anteilsbasierte Vergütungen – Änderungen | Juni 2016 | 1.1.2018 |
| IFRS 4 | Versicherungsverträge – Änderungen | September 2016 | 1.1.2018 |
| IAS 40 | Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien: Änderungen | Dezember 2016 | 1.1.2018 |
| IFRIC 22 | Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen |
Dezember 2016 | 1.1.2018 |
| IFRS 16 | Leasingverhältnisse | Jänner 2016 | 1.1.2019 |
| IFRIC 23 | Unsicherheiten bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung | Juni 2017 | 1.1.2019 |
| IFRS 17 | Versicherungsverträge | Mai 2017 | 1.1.2021 |
| IFRS 10, IAS 28 | Veräußerung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und seinem assoziierten oder Gemeinschaftsunternehmen – Änderungen |
September 2014/ Dezember 2015 |
- |
1) Verpflichtender Erstanwendungszeitpunkt gemäß EU Übernahmeverordnung
Im November 2009 führte das Projekt, IAS 39 Finanzinstrumente durch IFRS 9 Finanzinstrumente zu ersetzen, zur ersten Veröffentlichung betreffend Ansatz und Bewertung von Finanzinstrumenten. Weitere Regelungen des IFRS 9 wurden in den Jahren 2010 und 2013 und die finale Fassung im Juli 2014 veröffentlicht. Wesentliche Änderungen betreffen die Klassifizierung
und Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten. Nach den neuen Zuordnungskriterien steht zunächst der Charakter des Finanzinstruments im Vordergrund, wonach Fremd- und Eigenkapitalinstrumente sowie Derivate unterschiedlichen Bewertungsvorgaben unterliegen. Ein weiteres Kriterium ist das Geschäftsmodell, welches dem Finanzinstrument zu Grunde liegt. Dabei ist zu definieren, ob eine Handelsabsicht besteht oder ob das Finanzinstrument bis zur Fälligkeit gehalten werden soll.
Folgende Methoden des Ansatzes und der Folgebewertung werden in Abhängigkeit der Eigenschaften des Finanzinstruments angewendet: Bewertung zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung, Bewertung zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Gesamtergebnis und Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Gesamtergebnis bewertet werden, unterliegen nun gemäß dem neuen IFRS 9 erweiterten Wertminderungsbestimmungen, nach welchen aktuelle und zukunftsorientierte Informationen über erwartete Kreditverluste in den Ansatz und die Bewertung miteinzubeziehen sind. Eine weitere wesentliche Änderung des IFRS 9 betrifft die überarbeiteten Regelungen zu Hedge Accounting. Der Nachweis der Effektivität unterliegt nicht mehr der vom Standardsetter vorgegebenen Bandbreite von 80% - 125%, sondern kann vom Unternehmen qualitativ begründet werden.
Der neue IFRS ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 1.1.2018 beginnen. In der konsolidierten Bilanz der Wienerberger Gruppe werden bestimmte finanzielle Vermögenswerte nach deren Neuklassifizierung nicht mehr über das sonstige Gesamtergebnis, sondern über die Gewinn- und Verlustrechnung bewertet werden. Die Wertschwankungen der betroffenen Finanzinstrumente waren in der Vergangenheit jedoch nicht materiell. Weiters wird das sonstige Finanzergebnis in der Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund der neuen Hedge Accounting Regelungen geringeren Schwankungen unterworfen sein. Wienerberger prüft derzeit die quantitativen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen wurde im Mai 2014 veröffentlicht und wird IAS 18 Umsatzrealisierung, IAS 11 Fertigungsaufträge, IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme, IFRIC 15 Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien, IFRIC 18 Übertragung von Vermögenswerten an Kunden und SIC 31 Erträge von Tausch- und Werbedienstleistungen ersetzen. Somit definiert der Standard den Zeitpunkt und die Höhe der Erlösrealisierung unabhängig von unterschiedlichen Auftrags- und Leistungsarten. Um den Umsatz zu ermitteln, sieht der Standard ein fünfstufiges Prüfschema vor, nach welchem zuerst der Vertrag und die darin enthaltenen Leistungsverpflichtungen zu identifizieren sind. Nach Ermittlung des Transaktionspreises und dessen Aufteilung auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen muss in weiterer Folge der Zeitpunkt der Leistung bestimmt werden, um den Umsatz realisieren zu können. Der neue Standard ist erstmalig für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 1.1.2018 beginnen. Wienerberger prüft derzeit die Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten zur Bilanzierung preisregulierter Geschäftsvorfälle gilt nur für IFRS Erstanwender und wurde noch nicht von der EU übernommen. Somit hat der Standard keine Auswirkung auf den Konzernabschluss der Wienerberger Gruppe.
Die Änderungen an IAS 12 präzisieren die Bilanzierung von latenten Steueransprüchen in Zusammenhang mit unrealisierten Verlusten bei erworbenen Schuldinstrumenten. Abwertungen auf den niedrigeren Marktwert von Schuldinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, welche aus einer Veränderung des Marktzinsniveaus resultieren, führen zu abzugsfähigen temporären Differenzen. Diese Änderung hat keine Auswirkung auf den Konzernabschluss.
Mit den Änderungen an IAS 7 Kapitalflussrechnung sollen die Informationen über Veränderungen der Unternehmensverschuldung verbessert werden. Gefordert werden zusätzliche Angaben über die Änderungen von Finanzverbindlichkeiten, deren Ein- und Auszahlungen im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden, sowie über zugehörige finanzielle Vermögenswerte. Diese Angaben können in Form einer Überleitungsrechnung dargestellt werden und sollten zahlungswirksame Veränderungen, Änderungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmen, wechselkursbedingte Änderungen, Änderungen der beizulegenden Zeitwerte sowie übrige Änderungen umfassen.
Der Verbesserungszyklus 2014 - 2016 beinhaltet Klarstellungen im Zusammenhang mit Anteilen an anderen sowie an assoziierten Unternehmen gemäß IFRS 12 und IAS 28. Weiters werden bestimmte Erleichterungsbestimmungen gemäß IFRS 1 für Erstanwender gestrichen, die für Wienerberger nicht relevant sind. Die Änderungen des IFRS 12 treten vorbehaltlich einer Annahme durch die EU am 1.1.2017, die Änderungen des IFRS 1 und IAS 28 am 1.1.2018 in Kraft.
Im April 2016 wurden die finalen Änderungen am IFRS 15 veröffentlicht. Die Klarstellungen betreffen die Identifizierung der unterscheidbaren Leistungsverpflichtungen eines Vertrags, die Einschätzung darüber, ob ein Unternehmen Prinzipal oder Agent einer Transaktion ist und die Bestimmung, ob Erlöse aus der Lizenzgewährung zeitraum- oder zeitpunktbezogen zu vereinnahmen sind. Zudem sind weitere Erleichterungen im Zusammenhang mit den Übergangsregelungen beinhaltet. Die Änderungen zum Standard sind vorbehaltlich der Übernahme durch die EU in europäisches Recht erstmalig für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 1.1.2018 beginnen. Wienerberger prüft derzeit die Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Die Änderungen zu IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütungen betreffen die Berücksichtigung von Ausübungsbedingungen im Rahmen der Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich. Anteilsbasierte Vergütungen, die einen Nettoausgleich für einzubehaltende Steuern vorsehen, werden wie anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente klassifiziert. Ferner wird die Bilanzierung einer Änderung der Bedingungen, wenn sich durch die Änderung die Klassifizierung der Vergütung von "mit Barausgleich" zu "mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente" ändert, geregelt.
Im September 2016 wurden die Änderungen zu IFRS 4 Versicherungsverträge veröffentlicht, die die Abbildung von IFRS 9 Finanzinstrumente in Versicherungsverträgen behandeln. Diese Änderungen haben keine Relevanz für Wienerberger.
Im Dezember 2016 wurde eine Änderung zum IAS 40 veröffentlicht, die den Beginn und das Ende einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie näher erläutert, sodass nun auch nicht fertiggestellte Immobilien unter die Regelungen des IAS 40 fallen können. Diese Änderung
tritt mit 1.1.2018 vorbehaltlich der Zustimmung durch die EU in Kraft.
Weiters wurde im Dezember 2016 IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen veröffentlicht. Diese Interpretation stellt klar, dass für die Ermittlung des Wechselkurses eines nicht monetären Vermögenswerts derjenige Zeitpunkt relevant ist, zu welchem der aus der Vorauszahlung resultierende Vermögenswert erfasst wird. Vorbehaltlich der Übernahme durch die EU gilt diese Interpretation für alle Geschäftsjahre, die nach dem 1.1.2018 beginnen.
IFRS 16 Leasingverhältnisse wurde im Jänner 2016 veröffentlicht und wird IAS 17 Leasingverhältnisse, IFRIC 4 Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, SIC 15 Operating-Leasingverhältnisse – Anreize und SIC 27 Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen ersetzen. Der neue Standard hat zum Ziel, dass alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen beim Leasingnehmer in der Bilanz erfasst werden. Damit entfällt in Hinkunft die Unterscheidung zwischen Operating- und Finanzierungs-Leasingverhältnissen. Der Leasingnehmer erfasst eine Leasingverbindlichkeit für die Verpflichtung und aktiviert gleichzeitig ein Nutzungsrecht am zugrundeliegenden Vermögenswert, das dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen zuzüglich direkt zuordenbarer Kosten entspricht. Für den Leasinggeber sind die Regelungen ähnlich den bisherigen Vorschriften des IAS 17. Wienerberger prüft derzeit die Auswirkungen auf den Konzernabschluss, tendenziell wird die geänderte Bilanzierungsvorschrift zu einer Bilanzverlängerung führen.
IFRIC 23 Unsicherheiten bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung beinhaltet ergänzende Regelungen zu IAS 12 Ertragsteuern und wurde im Juni 2017 veröffentlicht. Diese Interpretation erläutert, wie mit Unsicherheiten ertragsteuerlicher Regelungen im IFRS Abschluss umzugehen ist.
Im Mai 2017 veröffentlichte der IASB den neuen Standard IFRS 17 Versicherungsverträge, welcher IFRS 4 ablöst und die Bilanzierung von Versicherungs- und Rückversicherungsverträgen regelt. Da Wienerberger weder Versicherungs- noch Rückversicherungsverträge hält, hat der neue Standard keine Relevanz für den Konzernabschluss.
Die Änderungen zu IFRS 10 Konzernabschlüsse und IAS 28 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen mit dem Titel Veräußerung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und seinem assoziierten oder Gemeinschaftsunternehmen sehen vor, dass Ergebniseffekte davon abhängig sind, ob ein Geschäftsbetrieb übertragen wird oder nicht. Bei Verlust der Beherrschung über einen Geschäftsbetrieb soll das Ergebnis vollständig erfasst werden. Der Erstanwendungszeitpunkt wurde vom IASB auf einen noch festzulegenden Zeitpunkt verschoben.
In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, bei denen die Wienerberger AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Die Unternehmen Schlagmann Poroton GmbH & Co KG und Silike keramika, spol. s.r.o. sind gemäß den Kriterien des IFRS 11 als Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) zu klassifizieren, da die Führung dieser Unternehmen gemeinschaftlich mit einem gleichberechtigten Partner erfolgt. Sie werden daher zu 50% at-equity bilanziert.
Wienerberger verkauft witterungsbedingt in den ersten und letzten Monaten des Jahres geringere Mengen als zur Jahresmitte. Diese saisonale Schwankung zeigt sich in den Relationen des ersten bzw. vierten Quartals, die grundsätzlich unter den Zahlen des zweiten und dritten Quartals liegen.
Das Hybridkapital wird als Teil des Eigenkapitals und die Kuponzahlung in der Ergebnisverwendung der Entwicklung des Eigenkapitals ausgewiesen.
Die Hybridanleihe aus dem Jahr 2014 ersetzte im Rahmen eines Tauschangebots die Hybridanleihe aus dem Jahr 2007 im Umfang von 272.188 TEUR und ist eine gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangige, unbefristete Anleihe mit einem Kupon von 6,5% bis 9.2.2017 und einem Kupon von 5% bis 9.2.2021, in dem der Emittentin erstmals ein Kündigungsrecht zusteht.
Für die ersten sechs Monate des Jahres 2017 wurden zeitaliquot abgegrenzte Kuponzinsen von 7.196 TEUR bei der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie berücksichtigt. Dadurch verringerte sich das Ergebnis je Aktie um 0,06 EUR.
Nachdem Wienerberger am 14.12.2016 von dem Tilgungsrecht der Hybridanleihe aus dem Jahr 2007 Gebrauch gemacht hatte, wurde sie zum Bilanzstichtag 31.12.2016 zum beizulegenden Zeitwert als Finanzverbindlichkeit ausgewiesen. Die Rückzahlung des Nominalbetrags von 221.812 TEUR erfolgte im ersten Quartal des Berichtsjahrs. Die darauf entfallenen Zinsen sind im Zinsaufwand enthalten.
Der Konzernumsatz betrug in den ersten sechs Monaten 1.528.675 TEUR (Vorjahr: 1.468.898 TEUR) und stieg damit im Vergleich zur Vorjahresperiode um 4%. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) lag mit 190.143 TEUR über dem Vergleichswert des Vorjahres von 178.296 TEUR. Das Betriebsergebnis belief sich auf 88.908 TEUR im Vergleich zu 78.983 TEUR im Vorjahr.
Die zum Halbjahr durchgeführte Analyse von Indikatoren, welche auf eine mögliche Wertminderung hindeuten können, zeigte einen Anstieg des gewichteten Kapitalkostensatzes (WACC) nach Steuern, welcher zum Zweck der Abzinsung der Zahlungsströme für die Ermittlung des Nutzungswerts der Gruppen an zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUs) herangezogen wird. Der für die CGU Gruppe Pipes Steinzeug im operativen Berichtssegment Pipes & Pavers Western Europe ermittelte WACC vor Steuern stieg im Juni des Berichtsjahrs auf 9,60% gegenüber 8,67% zum Zeitpunkt des letzten periodischen Werthaltigkeitstests im November 2016. Die Wachstumsrate belief sich auf 1,5% (Vorjahr: 1,2%). In Folge des Anstiegs des Kapitalkostensatzes fiel der Nutzungswert unter den Buchwert des getesteten Vermögens, was zu einer in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen Wertminderung des Firmenwerts in Höhe von 6.339 TEUR führte. Der Nutzungswert der CGU Gruppe Pipes Steinzeug belief sich auf 65 MEUR.
Zum Stichtag wurden 570.289 eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden. Die Anzahl der gewichteten Aktien beläuft sich für den Zeitraum 1.1.2017 bis 30.6.2017 auf 116.956.475 Stück. Per 30.6.2017 betrug die Anzahl der ausgegebenen Aktien unverändert 117.526.764 Stück.
Erfolgsneutrale negative Währungsdifferenzen von -26.506 TEUR (Vorjahr: -40.004 TEUR) resultierten im Berichtszeitraum vor allem aus dem US Dollar. Die Hedging Rücklage erhöhte im Berichtszeitraum das Eigenkapital um 10.101 TEUR (Vorjahr: 13.983 TEUR) nach Steuern. Marktwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren beliefen sich auf -132 TEUR (Vorjahr: 302 TEUR).
Das Ergebnis nach Ertragsteuern erhöhte das Eigenkapital in den ersten sechs Monaten um 49.344 TEUR (Vorjahr: 42.763 TEUR). Insgesamt erhöhte das Gesamtergebnis nach Steuern das Eigenkapital um 32.807 TEUR (Vorjahr: 6.064 TEUR) im Berichtszeitraum.
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von -94.033 TEUR (Vorjahr: -47.787 TEUR) lag um 46.246 TEUR unter dem Vergleichswert der Vorjahresperiode, was überwiegend aus dem Anstieg der gezahlten Steuern von -32.342 TEUR (Vorjahr: -11.187 TEUR), gezahlter Zinsen in Höhe von -23.249 TEUR (Vorjahr: -21.167 TEUR) und der Veränderung der Vorräte in Höhe von -58.920 (Vorjahr: -29.797) resultierte. Von den Wertminderungen von Vermögenswerten und anderen Bewertungseffekten entfielen -2.195 TEUR (Vorjahr: -3.702 TEUR) auf Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte. Diese resultierten zum Teil aus der Bewertung des Bestands zugekaufter CO2-Zertifikate. Andere Bewertungseffekte beinhalten die Vorratsbewertung von -3.391 TEUR (Vorjahr: -6.241 TEUR), die Wertminderung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von -632 TEUR (Vorjahr: -947 TEUR) sowie die Bewertung von finanziellen Vermögenswerten von 4.088 TEUR (Vorjahr: -2.894 TEUR). Die gezahlten Zinsen beinhalten den Zinsaufwand der Hybridanleihe 2007, welche am 15.12.2016 in die Finanzverbindlichkeiten umgegliedert und am 9.2.2017 getilgt wurde.
Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen in das Anlagevermögen (inkl. Finanzanlagen) und Akquisitionen von insgesamt 58.346 TEUR (Vorjahr: 79.713 TEUR) resultierte mit 57.937 TEUR (Vorjahr: 56.113 TEUR) aus Normalinvestitionen, die Instandhaltung und Investitionen in technologische Weiterentwicklungen beinhalten, und mit 409 TEUR (Vorjahr: 23.600 TEUR) aus Akquisitionen und Werkserweiterungen (Wachstumsinvestitionen).
Die Einzahlungen aus Anlagenabgängen betrugen 17.047 TEUR (Vorjahr: 10.270 TEUR) und beinhalten im Wesentlichen den Verkauf von nicht betriebsnotwendigen Grundstücken. Am 26.5.2017 wurde auf 116.956.475 ausgegebene Aktien eine Dividende von 0,27 EUR je Aktie, somit 31.578.248,25 EUR ausgeschüttet.
Die in den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres getätigten Normal- und Wachstumsinvestitionen erhöhten das Anlagevermögen um 58.346 TEUR (Vorjahr: 66.836 TEUR). Die Nettoverschuldung erhöhte sich aufgrund des saisonal bedingten Anstiegs des Working Capital im Vergleich zum 31.12.2016 um 158.090 TEUR auf 789.692 TEUR. Zum Stichtag bestanden Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagen in Höhe von 28.638 TEUR (31.12.2016: 24.583 TEUR).
Folgende Tabelle stellt jene finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die bei Wienerberger zum beizulegenden Zeitwert bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, sowie deren Zuordnung zu den drei Hierarchiestufen der Bewertung gemäß IFRS 13. In der Berichtsperiode wurden keine Umgliederungen zwischen den Hierarchiestufen vorgenommen.
| Art der | Buchwert zum |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Bilanzierung 1) | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | 30.6.2017 |
| Aktiva | |||||
| Anteile Fonds | FV | 20.268 | 20.268 | ||
| Schuldtitel von Kapitalgesellschaften | FV | 4.908 | 4.908 | ||
| Aktien | FV | 18 | 18 | ||
| Sonstige | FV | 14 | 776 | 790 | |
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente | 25.194 | 14 | 776 | 25.984 | |
| Sonstige langfristige Forderungen | AC | 6.980 | 6.980 | ||
| Derivate aus Cashflow Hedges | FV | 1.676 | 1.676 | ||
| Derivate aus Net Investment Hedges | FV | 15.225 | 15.225 | ||
| Sonstige Derivate | FV | 1.738 | 4.151 | 5.889 | |
| Derivate mit positivem Marktwert | 18.639 | 4.151 | 22.790 | ||
| Passiva | |||||
| Derivate aus Cashflow Hedges | FV | 738 | 738 | ||
| Derivate aus Net Investment Hedges | FV | 2.369 | 2.369 | ||
| Sonstige Derivate | FV | 5.644 | 5.644 | ||
| Derivate mit negativem Marktwert | 8.751 | 8.751 | |||
| Langfristige Darlehen | AC | 291.695 | 285.772 | ||
| Revolvierende Kredite | AC | 178.123 | 178.188 | ||
| Kurzfristige Darlehen und Vorlagen | AC | 33.910 | 33.687 | ||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 503.728 | 497.647 | |||
| Anleihen – langfristig | AC | 438.295 | 398.199 | ||
| Anleihen – kurzfristig | AC | 7.625 | 7.625 | ||
| Langfristige Darlehen | AC | 14 | 14 | ||
| Commercial Paper – kurzfristig | AC | 83.887 | 83.894 | ||
| Kurzfristige Darlehen und Vorlagen | AC | 32 | 32 | ||
| Leasingverbindlichkeiten | AC | 152 | 152 | ||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen | AC | 13 | 13 | ||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken | 445.920 | 84.098 | 489.929 |
1) FV (Fair Value) bezeichnet zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten
AC (Amortized Cost) bezeichnet zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten
| Buchwert | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Art der Bilanzierung 1) |
Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | zum 31.12.2016 |
| Aktiva | |||||
| Anteile Fonds | FV | 6.679 | 6.679 | ||
| Schuldtitel von Kapitalgesellschaften | FV | 9.195 | 9.195 | ||
| Aktien | FV | 18 | 18 | ||
| Sonstige | FV | 42 | 812 | 854 | |
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente | 15.892 | 42 | 812 | 16.746 | |
| Sonstige langfristige Forderungen | AC | 6.883 | 6.883 | ||
| Derivate aus Cashflow Hedges | FV | 358 | 358 | ||
| Derivate aus Net Investment Hedges | FV | 9.051 | 9.051 | ||
| Sonstige Derivate | FV | 3.610 | 3.610 | ||
| Derivate mit positivem Marktwert | 13.019 | 13.019 | |||
| Passiva | |||||
| Derivate aus Cashflow Hedges | FV | 589 | 589 | ||
| Derivate aus Net Investment Hedges | FV | 4.241 | 4.241 | ||
| Sonstige Derivate | FV | 7.166 | 7.166 | ||
| Derivate mit negativem Marktwert | 11.996 | 11.996 | |||
| Langfristige Darlehen | AC | 85.941 | 83.471 | ||
| Revolvierende Kredite | AC | 80.817 | 81.588 | ||
| Kurzfristige Darlehen und Vorlagen | AC | 25.277 | 25.261 | ||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 192.035 | 190.320 | |||
| Anleihen – langfristig | AC | 428.265 | 397.822 | ||
| Anleihen – kurzfristig | AC | 244.264 | 246.649 | ||
| Langfristige Darlehen | AC | 89 | 89 | ||
| Commercial Paper – kurzfristig | AC | 34.103 | 34.416 | ||
| Leasingverbindlichkeiten | AC | 51 | 51 | ||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen | AC | 15 | 15 | ||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken | 672.529 | 34.258 | 679.042 |
1) FV (Fair Value) bezeichnet zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten
AC (Amortized Cost) bezeichnet zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt bei Fondsanteilen, Schuldtiteln von Kapitalgesellschaften und Aktien sowie bei von Wienerberger emittierten Anleihen marktwertorientiert über Börsenpreise (Stufe 1). Sonstige Wertpapiere, die als zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, werden großteils der Stufe 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet. Dabei handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen, welche nicht mit der Rückstellung saldiert werden dürfen.
Derivate werden in einem kapitalwertorientierten Verfahren unter Verwendung am Markt beobachtbarer Inputfaktoren wie aktuelle Zinsstrukturkurven und Währungskursrelationen bewertet (Stufe 2). In den sonstigen Derivaten mit positivem Martwert ist eine Kaufoption für nicht beherrschende Anteile der Tondach Gruppe in Höhe von 4.151 TEUR enthalten, welche aufgrund der in die Bewertung eingeflossener Input Faktoren der Stufe 3 zuzuordnen ist. Der beizulegende Zeitwert wird mittels Black-Scholes-Modell auf Basis des budgetierten EBITDAs und des vereinbarten Multiplikationsfaktors ermittelt. Der Bewertungsertrag in Höhe von 4.151 TEUR wurde im sonstigen Finanzergebnis berücksichtigt.
Der beizulegende Zeitwert langfristiger Forderungen sowie nicht börsennotierter Finanzverbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, wird ebenfalls in einem kapitalwertorientierten Verfahren unter Berücksichtigung aktueller Zinsstrukturkurven ermittelt (Stufe 2). Bei sämtlichen passiv gehaltenen Finanzinstrumenten findet eine Anpassung des ermittelten beizulegenden Zeitwertes durch die Berücksichtigung des Kontrahentenrisikos statt.
Wienerberger setzt konzernweit auf eine frühzeitige Identifikation und aktive Steuerung von Risiken des Unternehmensumfelds, indem mit dem Vorstand sowie verantwortlichen Business Unit Managern und Corporate Service Leitern regelmäßig eine Aktualisierung des bestehenden Risikokatalogs zur Identifizierung neuer Risiken durchgeführt wird. Dabei werden strategische und operative Risiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette identifiziert und deren Cashflow Auswirkungen nach
einem mittelfristigen (bis fünf Jahre) und langfristigen (sechs bis zehn Jahre) Zeithorizont unterschieden. Als wesentliche Risiken werden die Konkurrenz durch Substitutionsprodukte wie Beton, Stahl, Holz, Kalkstein, Glas oder Aluminium sowie ein damit verbundener Preisdruck identifiziert. Ebenso sieht das Management in höheren Inputkosten sowie volatilen Rohstoffpreisen für Kunststoffe weiterhin relevante Risiken. Wienerberger überwacht die Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements laufend und steuert diese aktiv. Die Entwicklung der Baukonjunktur sowie die für die Nachfrage nach Baustoffen wesentlichen Indikatoren werden laufend beobachtet, um die Produktionskapazitäten in der Wienerberger Gruppe zeitnah an sich ändernde Marktbedingungen anpassen zu können. Das Preisniveau auf den lokalen Märkten wird laufend kontrolliert, gegebenenfalls erfolgt eine Anpassung der Preisstrategie. Dem Risiko von höheren Inputkosten begegnet Wienerberger mit der frühzeitigen Fixierung von Bezugspreisen sowie längerfristigen Lieferverträgen. Risiken aus steigenden Energiekosten werden im Rahmen einer konzernweiten Hedging-Strategie durch laufende Preisabsicherung gemindert. Im restlichen Jahr erwartet Wienerberger weiterhin Risiken aus höheren Inputkosten sowie der Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung der Baukonjunktur und weiteren Preisdruck in einzelnen Märkten.
Die Geschäftsentwicklung im Bereich Kunststoffrohre wird wesentlich durch die Entwicklung der Rohstoffpreise beeinflusst. Synthetische Polymere stellen einen wesentlichen Teil der Produktionskosten von Kunststoffrohren dar. Die Volatilität der Rohstoffpreise hat sich in den letzten Jahren verstärkt. Starke Schwankungen innerhalb eines Monats verlangen eine flexible Preispolitik, um diese Preisschwankungen zu kontrollieren bzw. gezielt an den Markt weiterzuleiten. Rasches Handeln im Preismanagement ist entscheidend, um nachhaltig profitable Ergebnisse zu sichern. Neben dem Preisrisiko besteht auch ein Risiko aus der Versorgungssicherheit mit ausreichend Rohstoffen. Eine Unterbrechung der Versorgung zieht unweigerlich einen Ausfall der Produktion nach sich. Etwaigen Verknappungen am Rohstoffmarkt wird durch umfassende Maßnahmen in den Bereichen Einkauf, Produktion und Vertrieb sowie im Preismanagement entgegengewirkt.
Für Wienerberger bestehen rechtliche Risiken aus verschärften Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften, wobei eine Nichteinhaltung das Risiko von Bußgeldern oder Schadenersatzforderungen birgt.
Folgende Unternehmen und Personen werden als Wienerberger nahestehend angesehen: Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands, assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, nicht konsolidierte Tochterunternehmen der Wienerberger AG sowie die ANC Privatstiftung und deren Tochterunternehmen. Bestehende Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen, in denen Aufsichtsratsmitglieder der Wienerberger AG tätig sind, werden zu fremdüblichen Konditionen abgewickelt.
Die ANC Privatstiftung betreibt das im Jahr 2001 von der Wienerberger AG übertragene Deponiegeschäft in Österreich und hält Vermögenswerte (insbesondere Liegenschaften und Wertpapiere) in eingeschränktem Ausmaß. Der Vorstand der ANC Privatstiftung besteht aus drei Mitgliedern, wobei zwei Mitglieder dem Wienerberger Top Management angehören. Dadurch kann Wienerberger Verfügungsgewalt über die Stiftung ausüben. Dennoch besteht gemäß IFRS 10 ein Konsolidierungs-verbot, da die Aktionäre der Wienerberger AG und nicht die Gesellschaft selbst Anrecht auf schwankende Rückflüsse aus der Stiftung haben. Die Bilanzsumme der ANC Privatstiftung betrug zum Bilanzstichtag 30.013 TEUR (31.12.2016: 28.754 TEUR) und besteht im Wesentlichen aus Grundstücken und Bauten in Höhe von 11.579 TEUR (31.12.2016: 11.826 TEUR) und aus Wertpapieren und liquiden Mitteln in Höhe von 15.347 TEUR (31.12.2016: 14.727 TEUR). Zum 30.6.2017 hatte die ANC Privatstiftung Rückstellungen in Höhe von 7.977 TEUR (31.12.2016: 8.904 TEUR) und keine ausstehenden Finanzverbindlichkeiten.
Die Wienerberger AG und ihre Tochterunternehmen finanzieren assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie nicht konsolidierte verbundene Unternehmen mit Darlehen zu marktüblichen Konditionen. Die aushaftenden Darlehensforderungen gegenüber Gemeinschaftsunternehmen beliefen sich zum 30.6.2017 auf 14.401 TEUR (31.12.2016: 11.012 TEUR), jene gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen auf 7.574 TEUR (31.12.2016: 7.268 TEUR). Darüber hinaus stehen am Bilanzstichtag Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 216 TEUR (31.12.2016: 452 TEUR) sowie gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen in Höhe von 784 TEUR (31.12.2016: 721 TEUR) zu Buche. In den ersten sechs Monaten wurden Umsatzerlöse in Höhe von 649 TEUR (Vorjahr: 809 TEUR) gegenüber Gemeinschaftsunternehmen bzw. 0 TEUR (Vorjahr: 271 TEUR) gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen erzielt.
Zwischen dem Stichtag 30.6.2017 und der Veröffentlichung am 17.8.2017 gab es keine angabepflichtigen Ereignisse.
Der vorliegende Zwischenbericht der Wienerberger AG wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss (Zwischenbericht nach IFRS) ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Zwischenlagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Wien, am 17. August 2017
Der Vorstand der Wienerberger AG
Heimo Scheuch Willy Van Riet Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands, verantwortlich für den Bereich Finanzen
Wienerberger ist der einzige multinationale Anbieter von Ziegeln für Wand und Dach sowie für Flächenbefestigungen aus Beton und für Rohrsysteme. Wir sind derzeit mit insgesamt 198 Produktionsstandorten in 30 Ländern vertreten und über Exporte in internationalen Märkten tätig. Damit sind wir der größte Ziegelproduzent weltweit und die Nr. 1 bei Tondachziegeln in Europa. Weiters halten wir führende Positionen bei Rohrsystemen in Europa und bei Beton�ächenbefestigungen in Zentral-Osteuropa.
| 1 Alabama |
4 | 1 | 15 | New York* | 3 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2 Arkansas* |
5 | 1 | 16 | North Carolina | 1 | 2 | 1 | 4 | |||
| 3 Colorado |
1 | 1 | 1 | 17 | Ohio* | 2 | |||||
| 4 Delaware* |
5 | 18 | Oklahoma* | 6 | |||||||
| 5 Georgia |
1 | 2 | 19 | Ontario | 1 | ||||||
| 6 Illinois |
3 | 2 | 20 | Pennsylvania* | 3 | ||||||
| 7 Indiana |
1 | 1 | 2 | 21 | Quebec | 1 | |||||
| 8 Kentucky |
1 | 2 | 22 | South Carolina | 4 | 1 | |||||
| 9 Maryland* |
2 | 23 | Tennessee | 1 | 1 | 1 | 6 | ||||
| 10 Michigan |
2 | 2 | 24 | Utah* | 2 | ||||||
| 11 Mississippi* |
6 | 25 | Virginia | 1 | 1 | 1 | |||||
| 12 Montana |
1 | 1 | 26 | West Virginia* | 1 | ||||||
| 13 Nebraska* |
6 | 27 | Wisconsin* | 5 | |||||||
| 14 New Jersey* |
3 | 28 | Wyoming | 1 | 1 |
* Märkte werden aus den angrenzenden Bundesstaaten beliefert.
| 1 | Belgien | 1 | 1 | 3 | 6 | 2 | 1 | 1 | 15 Norwegen* |
2 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2 | Bulgarien | 1 | 2 | 1 | 1 | 1 | 16 Österreich |
1 | 1 | 7 | 1 | 2 | 4 | 1 | |||
| 3 | Dänemark* | 2 | 17 Polen |
1 | 2 | 7 | 1 | 1 | 5 | 2 | |||||||
| 4 | Deutschland | 1 | 4 | 14 | 3 | 4 | 1 | 1 | 2 | 18 Rumänien |
1 | 1 | 4 | 2 | |||
| 5 | Estland | 1 | 1 | 1 | 19 Russland |
1 | 2 | 1 | |||||||||
| 6 | Finnland* | 1 | 4 | 20 Schweden* |
2 | 2 | |||||||||||
| 7 | Frankreich | 2 | 4 | 5 | 1 | 3 | 1 | 21 Schweiz |
3 | 1 | 2 | 2 | |||||
| 8 | Griechenland | 1 | 22 Serbien |
1 | 1 | ||||||||||||
| 9 | Großbritannien | 2 | 1 | 9 | 4 | 23 Slowakei |
1 | 1 | 2 | 1 | |||||||
| 10 | Irland | 1 | 24 Slowenien |
1 | 1 | 1 | 1 | ||||||||||
| 11 | Italien | 1 | 4 | 25 Tschechien |
1 | 1 | 7 | 4 | 1 | 2 | |||||||
| 12 | Kroatien | 1 | 1 | 1 | 2 | 1 | 26 Türkei |
1 | |||||||||
| 13 | Mazedonien | 1 | 1 | 27 Ungarn |
1 | 1 | 6 | 2 | 2 | 1 | |||||||
| 14 | Niederlande | 1 | 1 | 1 | 7 | 3 | 5 | 2 |
* Im Ziegelgeschäft in den nordischen Ländern Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden, das überregional geführt wird, halten wir eine Nr. 2 Marktposition.
| 31. Juli 2017 | Beginn der Quiet Period |
|---|---|
| 17. August 2017 | Ergebnisse zum 1. Halbjahr 2017: |
| Presse- und Analystenkonferenz in Wien | |
| 13.-14. September 2017 | Capital Markets Day 2017 |
| 23. Oktober 2017 | Beginn der Quiet Period |
| 08. November 2017 | Ergebnisse zum 3. Quartal 2017 |
| 29. Jänner 2018 | Beginn der Quiet Period |
| 28. Februar 2018 | Ergebnisse 2017: |
| Presse- und Analystenkonferenz in Wien | |
| 29. März 2018 | Veröffentlichung Geschäftsbericht 2017 auf der Wienerberger Website |
| 23. April 2018 | Beginn der Quiet Period |
| 09. Mai 2018 | Ergebnisse zum 1. Quartal 2018 |
| 17. Mai 2018 | 149. o. Hauptversammlung im Austria Center Wien |
| 22. Mai 2018 | Ex-Tag für die Dividende 2017 |
| 23. Mai 2018 | Record Date |
| 24. Mai 2018 | Zahltag für die Dividende 2017 |
| Juni 2018 | Veröffentlichung Nachhaltigkeitsbericht 2017 |
| 30. Juli 2018 | Beginn der Quiet Period |
| 16. August 2018 | Ergebnisse zum 1. Halbjahr 2018: |
| Presse- und Analystenkonferenz in Wien | |
| September 2018 | Capital Markets Day 2018 |
| 22. Oktober 2018 | Beginn der Quiet Period |
| 08. November 2018 | Ergebnisse zum 3. Quartal 2018 |
| Head of Investor Relations | Klaus Ofner |
|---|---|
| Aktionärstelefon | +43 1 601 92 10221 |
| [email protected] | |
| Internet | www.wienerberger.com |
| Wiener Börse | WIE |
| Thomson Reuters | WBSV.VI; WIE-VI |
| Bloomberg | WIE AV |
| Datastream | O: WNBA |
| ADR Level 1 | WBRBY |
| ISIN | AT0000831706 |
http://geschaeftsbericht.wienerberger.com
Ob im Beruf oder in der Freizeit: Praktische Apps sind nicht mehr aus dem Leben wegzudenken. Auch in der Wienerberger Gruppe entstehen laufend neue mobile Lösungen. Vorreiter ist der Betonpflaster-Spezialist Semmelrock mit der GardenVisions App. Dank dieser Smart Solution können Privatpersonen ihren gewünschten Außenbereich jederzeit individuell visualisieren – zum Beispiel mit eleganten Platten für die Terrasse oder dekorativen Pflastersteinen für den Gartenweg.
Über die GardenVisions App rufen Kunden ein Foto ihres Grundstücks am Smartphone oder Tablet auf. Danach gestalten sie die Freiflächen mit verschiedenen Formaten, Farben und Oberflächenstrukturen. Das Produktsortiment wird in der App laufend aktualisiert. Außerdem liefert sie Informationen zu den Baufachhändlern in der Umgebung. Seit der Markteinführung in Ungarn 2016 gab es über 4.000 Downloads. Im Jahr 2017 wird die App neben Österreich in sechs weiteren Ländern ausgerollt.
Auch in anderen Bereichen setzt Wienerberger auf Smart Solutions. Die My GS App der US-Tochter General Shale hilft Außendienstmitarbeitern, Aufträge effizient abzuwickeln. Zudem entwickelte der Kunststoffrohrspezialist Pipelife eine Safety App zur Unfallprävention. Durch Innovationen wie diese können Anwender jederzeit auf wichtige Informationen zugreifen und diese teilen. Das hilft, Prozesse zu optimieren und die punktgenaue Betreuung der Kunden stetig auszubauen.
GardenVisions App: In wenigen Schritten zum gewünschten Garten
Mehr Success Stories im Geschäftsbericht 2016 und auf geschaeftsbericht.wienerberger.com
Medieninhaber (Verleger) Wienerberger AG A-1100 Wien, Wienerberg City, Wienerbergstraße 11 T +43 1 601 92 0 F +43 1 601 92 10159
Für Rückfragen Vorstand: Heimo Scheuch, CEO; Willy Van Riet, CFO Investor Relations: Klaus Ofner
Konzept und Gestaltung Brainds, Marken und Design GmbH
Textseiten Inhouse produziert mit firesys
Generatives Design Process – Studio for Art and Design OG
Redaktion Success Stories Claudia Riedmann & Michael Birner, Schreibagentur
Der Bericht zum 1. Halbjahr 2017, veröffentlicht am 17. August 2017, steht auch auf der Website www.wienerberger.com zum Download zur Verfügung.
Erhältlich in deutscher und englischer Sprache.
Im Interesse des Text�usses und der Lesefreundlichkeit wurde im vorliegenden Bericht durchgehend auf eine geschlechterspezifische Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für beide Geschlechter.
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