Earnings Release • Nov 8, 2017
Earnings Release
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Bericht zum 3. Quartal 2017
| Ertragskennzahlen | 1-9/2016 | 1-9/2017 | Vdg. in % | Ultimo 2016 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in MEUR | 2.279,7 | 2.361,0 | +4 | 2.973,8 |
| EBITDA | in MEUR | 302,6 | 315,0 | +4 | 404,3 |
| EBIT operativ | in MEUR | 154,3 | 174,2 | +13 | 197,7 |
| Ergebnis vor Steuern | in MEUR | 130,3 | 143,3 | +10 | 158,5 |
| Nettoergebnis | in MEUR | 68,7 | 94,7 | +38 | 82,0 |
| Ergebnis je Aktie | in EUR | 0,59 | 0,81 | +37 | 0,70 |
| Free Cashflow 1) | in MEUR | 69,2 | -24,9 | <-100 | 246,5 |
| Normalinvestitionen | in MEUR | 80,4 | 90,8 | +13 | 137,3 |
| Wachstumsinvestitionen | in MEUR | 30,6 | 10,5 | -66 | 43,8 |
| Ø Mitarbeiter | in FTE | 15.991 | 16.241 | +2 | 15.990 |
| Bilanzkennzahlen | 31.12.2016 | 30.9.2017 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital 2) | in MEUR | 1.849,0 | 1.875,4 | +1 |
| Nettoverschuldung | in MEUR | 631,6 | 681,6 | +8 |
| Capital Employed | in MEUR | 2.460,0 | 2.539,8 | +3 |
| Bilanzsumme | in MEUR | 3.637,2 | 3.682,8 | +1 |
| Verschuldungsgrad | in % | 34,2 | 36,3 | - |
| Börsekennzahlen | 1-12/2016 | 1-9/2017 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Höchstkurs der Aktie | in EUR | 17,54 | 22,45 | +28 |
| Tiefstkurs der Aktie | in EUR | 11,94 | 16,85 | +41 |
| Ultimokurs der Aktie | in EUR | 16,50 | 20,69 | +25 |
| Gewichtete Aktienanzahl 3) | in Tsd. | 116.956 | 116.956 | 0 |
| Ultimo Börsekapitalisierung | in MEUR | 1.938,6 | 2.431,6 | +25 |
| Divisionen 1-9/2017 in MEUR und % 4) |
Clay Building Materials Europe |
Pipes & Pavers Europe |
North America |
Holding & Others |
Eliminierungen |
|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 1.344,4 (+5 %) | 775,4 (0 %) | 234,0 (+6 %) | 6,4 (-3 %) | |
| Innenumsatz | 1,1 (-61 %) | 0,1 (-90 %) | 0,3 (-50 %) | 10,3 (+5 %) | -11,0 |
| Umsatz | 1.345,5 (+5 %) | 775,5 (0 %) | 234,3 (+6 %) | 16,7 (+2 %) | -11,0 |
| EBITDA | 242,2 (+12 %) | 66,2 (-20 %) | 21,4 (+22 %) | -14,9 (+1 %) | |
| EBIT operativ | 156,2 (+25 %) | 31,5 (-35 %) | 3,6 (>100 %) | -17,1 (-2 %) | |
| Gesamtinvestitionen | 56,0 (-4 %) | 35,2 (-14 %) | 8,2 (-11 %) | 1,9 (-20 %) | |
| Capital Employed | 1.581,6 (-3 %) | 639,4 (+3 %) | 316,8 (-8 %) | 1,9 (>100 %) | |
| Ø Mitarbeiter (in FTE) | 10.513 (+2 %) | 4.224 (+1 %) | 1.295 (+2 %) | 209 (+1 %) |
1) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vermindert um Investitions-Cashflow zuzüglich Wachstumsinvestitionen // 2) Eigenkapital inklusive nicht beherrschende Anteile und Hybridkapital // 3) Bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien // 4) Veränderungsraten in % zur Vorjahresperiode in Klammer angeführt
Anmerkungen zum Bericht: EBIT operativ ist um Wertminderungen / Wertaufholungen von Vermögenswerten und Firmenwertabschreibungen bereinigt. // Durch maschinelle Rechenhilfen können Rundungsdifferenzen entstehen.
es ist uns gelungen, den Umsatz in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 4% auf 2.361 Mio. € zu steigern. Das EBITDA verbesserten wir um 4% von 303 Mio. € auf 315 Mio. €. Den Nettogewinn konnten wir mit plus 38% auf 95 Mio. € deutlich erhöhen.
Erfreulich ist, dass wir mit unserer Strategie seit Jahresbeginn auf gutem Kurs sind. In den Bereichen Innovation und Digitalisierung sind zahlreiche Projekte in Umsetzung und mit unseren Operational Excellence Programmen realisieren wir nachhaltig Einsparungen – bis jetzt bereits mehr als 7 Mio. €.
Darüber hinaus stellten wir in den vergangenen Wochen entscheidende Weichen für die positive Entwicklung der Wienerberger Gruppe. Mit der Übernahme des belgischen Unternehmens Preflex haben wir uns im schnell wachsenden und profitablen Segment vorverdrahteter Elektroinstallationsrohre positioniert. Und auch im Ziegelbereich setzten wir maßgebliche Schritte, mit denen wir unsere Präsenz in einzelnen europäischen Märkten sowie in Nordamerika verbreitern. Mit der Umsetzung dieses Wachstumsprogramms, das Investitionen in Höhe von 85 Mio. € bedeutet, unterstreichen wir einmal mehr die Stärke der Wienerberger Gruppe.
Was die Marktentwicklung betrifft, so geht diese fundamental in die richtige Richtung. Mittel- bis langfristig erwarten wir anhaltendes Wachstum bei den Baubeginnen und bei Infrastrukturausgaben. Dies sehen wir bereits jetzt sehr deutlich in Osteuropa. Unsere Aktivitäten in dieser Region haben sich auch im dritten Quartal klar verbessert. Positiv entwickelte sich dabei nicht nur das Ziegel-, sondern auch das Infrastrukturgeschäft. Dennoch war der Geschäftsverlauf in den abgelaufenen drei Monaten insgesamt verhalten. Dies lag daran, dass das schlechte Wetter im September nicht überall geschäftsunterstützend war. Tropenstürme im Osten und Süden der USA wirkten sich unmittelbar auf das Baugeschehen in einigen unserer Kernmärkte aus. Zudem gab es Bereiche, in denen die für das dritte Quartal erwartete Erholung noch nicht eingetroffen ist. In Belgien war der Bedarf an Dämmstoffen weiterhin höher als das Angebot. Dadurch konnten viele Bauvorhaben nur verzögert ausgeführt werden und das führte zu einem Mengenrückgang bei Vormauer- und
Dachziegeln in diesem wichtigen Markt. Auch im Kunststoffrohrgeschäft zeigte sich noch keine Verbesserung des internationalen Projektgeschäfts oder des sehr herausfordernden Marktumfelds in Frankreich.
In den verbleibenden drei Monaten gehen wir von einer Fortsetzung der beobachteten Marktentwicklungen aus. In einzelnen Ländern, in denen die Geschäftstätigkeit nicht unseren Erwartungen entspricht, werden wir bis Jahresende proaktiv Maßnahmen zur Verbesserung der Performance setzen. Dies wird sich auf das Ergebnis des vierten Quartals entsprechend auswirken. Unser Jahresziel passen wir aufgrund der Dynamik im dritten Quartal leicht an und rechnen mit einem bereinigten Konzern-EBITDA von rund 405 Mio. € für 2017.
Für die Zukunft sind wir zuversichtlich: Wir sehen, dass die Baubeginne und Infrastrukturausgaben in unseren Märkten nachhaltig steigen. Mit unserer Strategie sind wir insgesamt ausgezeichnet gerüstet, um davon zu profitieren. Dabei werden die getätigten Wachstumsprojekte bereits nächstes Jahr einen positiven Beitrag leisten und die geplanten Strukturmaßnahmen zur Verbesserung unserer Performance führen.
In den ersten neun Monaten des Jahres 2017 ist es Wienerberger gelungen, den Konzernumsatz um 4% auf 2.361,0 Mio. € (Vorjahr: 2.279,7 Mio. €) zu steigern. Fremdwährungseffekte verringerten den Umsatz um 17,9 Mio. €, wobei die größten negativen Effekte aus dem britischen Pfund, der türkischen Lira sowie der schwedischen Krone resultierten und teilweise durch positive Differenzen aus dem russischen Rubel, dem polnischen Zloty, der tschechischen Krone sowie der norwegischen Krone kompensiert wurden.
In der Division Clay Building Materials Europe waren die ersten neun Monate von einem Absatzanstieg bei leicht verbesserten Preisen sowie negativen Fremdwährungseffekten geprägt. Dabei konnten sowohl das west- als auch das osteuropäische Geschäft Zuwächse verzeichnen. In Summe stieg der Außenumsatz in den ersten drei Quartalen 2017 um 5% auf 1.344,4 Mio. € (Vorjahr: 1.277,8 Mio. €) und das EBITDA um 12% auf 242,2 Mio. € (Vorjahr: 216,9 Mio. €).
Die Division Pipes & Pavers Europe erzielte in der Berichtsperiode einen annähernd stabilen Außenumsatz von 775,4 Mio. € (Vorjahr: 772,8 Mio. €). Die einzelnen Geschäftsbereiche der Division zeigten dabei unterschiedliche Entwicklungen. Das Kunststoffrohrgeschäft erwirtschaftete einen annähernd stabilen Umsatz, musste jedoch einen signifikanten Rückgang des EBITDA hinnehmen. Dieser war vor allem der deutlich geringeren Aktivität im internationalen Projektgeschäft, dem weiterhin schwierigen Marktumfeld in Frankreich und gestiegenen Rohstoffpreisen geschuldet, die insbesondere im ersten Halbjahr die Ertragskraft belasteten. Im Geschäft mit keramischen Abwasserrohrsystemen ist es uns gelungen, den aufgrund gesunkener Absatzmengen deutlich niedrigeren Außenumsatz durch eine Steigerung der Durchschnittspreise sowie durch verbesserte Kostenstrukturen zu kompensieren. Infolgedessen erzielten wir eine moderate EBITDA-Steigerung. Während das Geschäft mit Betonflächenbefestigungen im Vergleich zum Vorjahr annähernd stabile Absatzmengen verzeichnete, konnte das operative Ergebnis durch leicht verbesserte Preise sowie durch Kosteneinsparungen verbessert werden. Insgesamt resultierte aus den beschriebenen Effekten ein Rückgang des EBITDA
der Division Pipes & Pavers Europe auf 66,2 Mio. € (Vorjahr: 83,2 Mio. €).
In Nordamerika verzeichnete das Ziegelgeschäft bei steigenden Baubeginnen für Ein- und Zweifamilienhäuser ein moderates Mengenwachstum und verbesserte Preise. Auch im Bereich der Kunststoffrohre konnte ein Anstieg von Umsatz und Ergebnis durch signifikant höhere Absatzmengen erreicht werden. In Summe verbesserte sich dadurch das EBITDA auf 21,4 Mio. € (Vorjahr: 17,5 Mio. €).
Das EBITDA der Wienerberger Gruppe stieg in den ersten drei Quartalen um 4% von 302,6 Mio. € auf 315,0 Mio. €. Dies ist vor allem auf die positive Entwicklung des Ziegelgeschäfts in Europa und in Nordamerika sowie der osteuropäischen Aktivitäten im Segment Pipes & Pavers Eastern Europe zurückzuführen. Demgegenüber zeigte das Kunststoffrohrgeschäft im Segment Pipes & Pavers Western Europe rückläufige Ergebnisse. Fremdwährungseffekte verringerten das Konzern-EBITDA im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Mio. €, während Liegenschaftsverkäufe 8,3 Mio. € zum operativen Ergebnis beitrugen (Vorjahr: 4,5 Mio. €).
Das operative Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT operativ) verbesserte sich in den ersten drei Quartalen deutlich auf 174,2 Mio. € (Vorjahr: 154,3 Mio. €). Nach der Berücksichtigung von Wertaufholungen von Vermögenswerten sowie von Firmenwert abschreibungen in Höhe von insgesamt 6,0 Mio. € betrug das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in
den ersten neun Monaten 168,2 Mio. € (Vorjahr: 154,3 Mio. €).
Das Finanzergebnis von -24,9 Mio. € (Vorjahr: -24,0 Mio. €) beinhaltet im Wesentlichen den Nettozinsaufwand von -26,8 Mio. € (Vorjahr: -25,1 Mio. €) und lag aufgrund der Refinanzierung der Hybridanleihe unter dem Vorjahr. Die Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen betrug 3,2 Mio. € (Vorjahr: 5,2 Mio. €), das sonstige Finanzergebnis lag bei -1,3 Mio. € (Vorjahr: -4,1 Mio. €) und beinhaltete vor allem Bankspesen und Bewertungseffekte.
Das Ergebnis vor Steuern stieg in den ersten neun Monaten auf 143,3 Mio. € an (Vorjahr: 130,3 Mio. €). Beim Nettoergebnis verzeichnete Wienerberger einen deutlichen Zuwachs auf 94,7 Mio. € (Vorjahr: 68,7 Mio. €), wodurch sich auch das Ergebnis je Aktie in Höhe von 0,81 € klar verbesserte (Vorjahr: 0,59 €). Ausschlaggebend dafür war neben der deutlichen Ergebnissteigerung auch der Rückgang des zeitaliquot abgegrenzten Hybridkupons.
In den ersten drei Quartalen sank der Cashflow aus dem Ergebnis von 258,4 Mio. € im Vorjahr auf 227,5 Mio. €. Die Gründe dafür waren hauptsächlich in höheren Auszahlungen für Ertragsteuern und Zinsen zu finden. Darüber hinaus führte ein stärkerer Aufbau beim Working Capital zu einem deutlichen Rückgang des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 138,9 Mio. € im Vorjahr auf 44,1 Mio. € in der Berichtsperiode.
In den ersten neun Monaten flossen 91,2 Mio. € (Vorjahr: 98,0 Mio. €) an Mitteln für notwendige Instandhaltungen und technologische Weiterentwicklungen von Produktionsprozessen sowie für Werkserweiterungen ab. Darüber hinaus investierte Wienerberger 10,1 Mio. € in eine Akquisition der Division Pipes & Pavers Europe. Die
Einzahlungen aus Liegenschaftsverkäufen und der Verwertung von sonstigem Anlagevermögen lagen bei 18,9 Mio. € (Vorjahr: 11,9 Mio. €).
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag in der Berichtsperiode bei -49,4 Mio. € und war primär auf die Zahlungen der Dividende in Höhe von 31,6 Mio. € sowie des Hybridkupons von 29,9 Mio. € zurückzuführen. Die Refinanzierung der Hybridanleihe 2007 sowie weiterer Fälligkeiten wurde aus dem Free Cashflow sowie aus der Aufnahme neuer langfristiger Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 210,9 Mio. € bestritten. Diese wurden ebenso zu einer teilweisen Rückführung einer revolvierenden Kreditlinie verwendet.
Das Konzerneigenkapital erhöhte sich zum 30.9.2017 um 26,4 Mio. € gegenüber dem Jahresende 2016. Dies war auf das deutlich positive Gesamtergebnis nach Steuern zurückzuführen, dem die Ausschüttungen der Dividende und des Hybridkupons gegenüberstanden. Die Nettoverschuldung lag mit 681,6 Mio. € saisonal bedingt zwar noch um 50,0 Mio. € über dem Wert per 31.12.2016, konnte im Vergleich zum 30.6.2017 aber um 108,1 Mio. € reduziert werden.
Trotz der Refinanzierung der Hybridanleihe stieg der Verschuldungsgrad zum 30.9.2017 nur leicht auf 36% (34% zum 31.12.2016). Die auf Basis von 12 Monaten berechneten Treasury-Kennzahlen lagen mit einer Entschuldungsdauer von 1,6 Jahren und einer EBITDA Zinsdeckung von 11,6 Jahren komfortabel innerhalb der in den Kreditverträgen vereinbarten Schwellenwerte. Dabei lag die Entschuldungsdauer etwas über dem Vorjahresniveau, während sich die Zinsdeckung im Periodenvergleich weiter verbesserte. Der erwartete Cashflow des letzten Quartals wird zur Rückführung der saisonal aufgebauten kurzfristigen Kredite sowie zur Finanzierung der bereits bekanntgegebenen Wachstumsinvestitionen verwendet.
| Treasury Kennzahlen 1) | 30.9.2016 | 31.12.2016 | 30.9.2017 | Schwellenwert |
|---|---|---|---|---|
| Nettoverschuldung / EBITDA | 1,5 | 1,6 | 1,6 | <3,50 |
| EBITDA / Zinsergebnis | 10,8 | 11,8 | 11,6 | >3,75 |
1) berechnet auf Basis eines 12-Monats-EBITDA und eines 12-Monats-Zinsergebnisses
Im dritten Quartal 2017 steigerte die Wienerberger Gruppe den Umsatz um 3% auf 832,2 Mio. € (Vorjahr: 809,7 Mio. €) und das EBITDA entwickelte sich mit 124,8 Mio. € stabil (Vorjahr: 124,3 Mio. €). Dabei stand dem Ergebniswachstum unserer Aktivitäten in Osteuropa und in der Division North America ein EBITDA-Rückgang in unseren Geschäftsfeldern in Westeuropa gegenüber.
In der Division Clay Building Materials Europe stieg der Umsatz im dritten Quartal um 4% auf 475,7 Mio. €. Beim EBITDA erzielten wir in Osteuropa einen weiteren Zuwachs, während wir in Westeuropa einen Rückgang hin nehmen mussten. In Summe verbesserte sich das EBITDA im Jahresvergleich leicht auf 94,1 Mio. € (Vorjahr: 92,1 Mio. €).
In Westeuropa verzeichneten wir regional stark unterschiedliche Trends. In Großbritannien und in Frankreich nutzten wir das positive Umfeld im Wohnungsneubau für Mengenwachstum. In Belgien hat im dritten Quartal wider Erwarten noch keine Entspannung bei der Verfügbarkeit von PUR/PIR Dämmmaterialen eingesetzt. Vielmehr führte die steigende Nachfrage nach alternativen Dämmstoffen dazu, dass nunmehr auch mineralische Dämmmaterialien von Lieferengpässen und Preiserhöhungen betroffen sind. Infolgedessen belasteten merkliche Verzögerungen bei der Bauausführung die Nachfrage und führten zu einem Ergebnisrückgang. In den Niederlanden entwickelt sich der Wohnungsneubau weiterhin positiv, während in Deutschland die Nachfrage im Ein- und Zweifamilienwohnbau infolge der seit dem zweiten Quartal rückläufigen Baubewilligungen sank. Insgesamt verzeichneten wir im Berichtssegment Clay Building Materials Western Europe einen Ergebnisrückgang.
In Osteuropa erzielten wir einen deutlichen EBITDA-Zuwachs im Jahresvergleich. In dieser Region setzte sich das Wachstum der Wohnbauaktivität auf breiter Basis fort und begünstigte insbesondere unser Geschäft mit Hintermauerziegeln.
In der Division Pipes & Pavers Europe stieg der Umsatz um 2% auf 275,3 Mio. €, und das EBITDA sank um 6% auf 28,4 Mio. €. Dabei beobachteten wir in der Region Osteuropa, dass sich die Belebung bei Ausschreibungen für EU-geförderte Infrastrukturprojekte in zunehmenden Maße positiv auf die Nachfrage nach Rohrlösungen sowie nach Betonflächenbefestigungen auswirkt. Infolgedessen verbesserte sich das EBITDA im Segment Pipes & Pavers Eastern Europe im Jahresvergleich.
In Segment Pipes & Pavers Western Europe mussten wir trotz des gesunden Marktumfeldes in unseren nordischen Kernmärkten und in den Niederlanden einen weiteren Ergebnisrückgang hinnehmen. Im internationalen Projektgeschäft, das wir von Norwegen und den Niederlanden aus betreiben, blieb die Auftragslage deutlich hinter dem Vorjahr zurück. Zusätzlich führten im herausfordernden französischen Infrastrukturmarkt Überkapazitäten und hoher Wettbewerbsdruck auch in den abgelaufenen drei Monaten zu einem Ergebnisrückgang. Allerdings ist es uns im Verlauf des dritten Quartals gelungen, die gestiegenen Rohmaterialkosten schrittweise in Form von Preiserhöhungen abzufedern. Nachdem die unerwartete Kosteninflation das operative Ergebnis im ersten Halbjahr stark belastet hatte, konnten wir auf diese Weise den Margendruck im dritten Quartal reduzieren.
In der Division North America entwickelte sich der Umsatz mit 79,3 Mio. € stabil (Vorjahr: 78,9 Mio. €) und das EBITDA verbesserte sich deutlich um 23% auf
8,2 Mio. €. In unseren US-amerikanischen Ziegelaktivitäten wurde die grundsätzlich positive Entwicklung des Wohnbaumarktes in zahlreichen Bundesstaaten von den Auswirkungen der tropischen Stürme und der feuchten Witterung gedämpft. Dies spiegelte sich auch in den Statistiken zu Baubeginnen wieder, die in unserer Kernregion im Süden des Landes einen vorrübergehenden Rückgang auf das Niveau der Wintermonate festhielten. Demgegenüber verzeichneten wir in Kanada eine sehr zufriedenstellende Entwicklung in den abgelaufenen drei Monaten.
Nach dem witterungsbedingt schwachen zweiten Quartal profitierten wir in diesem Markt von einem Nachholeffekt bei verzögerten Bauvorhaben. Im Rohrgeschäft setzte sich die Wachstumsdynamik aus dem ersten Halbjahr fort und hatte deutliche Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis zur Folge.
| Außenumsatz | |||
|---|---|---|---|
| in MEUR | 7-9/2016 | 7-9/2017 | Vdg. in % |
| Clay Building Materials Europe | 459,6 | 475,7 | +4 |
| Clay Building Materials Eastern Europe | 154,7 | 165,3 | +7 |
| Clay Building Materials Western Europe | 305,0 | 310,4 | +2 |
| Pipes & Pavers Europe | 268,9 | 275,3 | +2 |
| Pipes & Pavers Eastern Europe | 117,7 | 125,2 | +6 |
| Pipes & Pavers Western Europe | 151,2 | 150,1 | -1 |
| North America | 78,9 | 79,3 | +1 |
| Holding & Others | 2,2 | 1,8 | -21 |
| Wienerberger Gruppe | 809,7 | 832,2 | +3 |
| EBITDA | |||
|---|---|---|---|
| in MEUR | 7-9/2016 | 7-9/2017 | Vdg. in % |
| Clay Building Materials Europe | 92,1 | 94,1 | +2 |
| Clay Building Materials Eastern Europe | 37,6 | 46,3 | +23 |
| Clay Building Materials Western Europe | 54,4 | 47,8 | -12 |
| Pipes & Pavers Europe | 30,3 | 28,4 | -6 |
| Pipes & Pavers Eastern Europe | 13,2 | 14,4 | +9 |
| Pipes & Pavers Western Europe | 17,1 | 14,1 | -18 |
| North America | 6,7 | 8,2 | +23 |
| Holding & Others | -4,8 | -5,9 | -24 |
| Wienerberger Gruppe | 124,3 | 124,8 | 0 |
Die Wohnbauaktivität in Europa zeigte in den ersten neun Monaten leichtes Wachstum, das wir für eine Steigerung des Absatzes sowie für eine leichte Verbesserung der Durchschnittspreise nutzten. In Summe erwirtschaftete die Division Clay Building Materials Europe einen Umsatzanstieg um 5% auf 1.344,4 Mio. €. Das EBITDA erhöhte sich im gleichen Zeitraum signifikant um 12% auf 242,2 Mio. €.
Vorbehaltlich nachteiliger Wettereffekte erwarten wir für die verbleibenden drei Monate des Geschäftsjahres eine Fortsetzung des leichten Marktwachstums in unseren Kernmärkten. Dabei gehen wir in Osteuropa in nahezu allen Märkten der Region von Zuwächsen und infolgedessen von einer weiteren Ergebnisverbesserung aus. Demgegenüber weist die Region Westeuropa divergierende Markttrends auf. In Großbritannien, den Niederlanden und Frankreich erwarten wir, dass die Wohnbauaktivität unverändert leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Der belgische Wohnbaumarkt wird weiterhin durch Lieferengpässe und starke Preissteigerungen von PUR/PIR Dämmmaterialien belastet. Die daraus entstandenen Verzögerungen bei der Bauausführung wirken sich deutlich negativ auf den Absatz aus und werden aufgrund mangelnder Kapazitäten bei der verarbeitenden Industrie nur langsam nachgeholt werden können. In Deutschland liegt die Nachfrage aufgrund des Rückgangs der Baugenehmigungen im Ein- und Zweifamilienhaussegment unter dem Vorjahr. Insgesamt erwarten wir für die Division Clay Building Materials Europe auf Jahressicht einen deutlichen Anstieg von Umsatz und organischem EBITDA.
| Clay Building Materials Europe | 1-9/2016 | 1-9/2017 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in MEUR | 1.277,8 | 1.344,4 | +5 |
| EBITDA | in MEUR | 216,9 | 242,2 | +12 |
| EBIT operativ | in MEUR | 125,2 | 156,2 | +25 |
| Gesamtinvestitionen | in MEUR | 58,6 | 56,0 | -4 |
| Capital Employed | in MEUR | 1.623,1 | 1.581,6 | -3 |
| Ø Mitarbeiter | in FTE | 10.324 | 10.513 | +2 |
In Westeuropa verzeichneten wir stark unterschiedliche Entwicklungen in unseren Kernmärkten. Guter Baukonjunktur in Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden standen herausfordernde Entwicklungen in Belgien sowie in Deutschland gegenüber. In Summe ist es uns in den ersten neun Monaten gelungen, den Umsatz um 4% auf 923,8 Mio. € und das EBITDA um ebenfalls 4% auf 144,4 Mio. € zu steigern.
In Großbritannien entwickelte sich die Nachfrage in den ersten drei Quartalen positiv. Wir profitierten von leichtem Marktwachstum sowie der Normalisierung des Lagerbestandes in der Lieferkette und erzielten ein signifikantes Mengenwachstum bei Vormauerziegeln. Im Dachgeschäft ist es uns ebenfalls gelungen, unsere Marktposition zu festigen. Infolge dieser positiven Entwicklungen erwirtschafteten wir trotz nachteiliger Wechselkurseffekte einen Umsatz- und Ergebnisanstieg in der Berichtswährung.
In Belgien blieb die Wohnbauaktivität hinter unseren Erwartungen zurück. Eine Angebotsverknappung und ein starker Preisanstieg bei PUR/PIR Dämmstoffen, die insbesondere im Wand- und Dachbereich eingesetzt werden, führten zu deutlichen Verzögerungen bei geplanten Bauvorhaben und wirkten sich dämpfend auf unsere Absatzentwicklung aus. Darüber hinaus begrenzen aufseiten der verarbeitenden Industrie eingeschränkte Kapazitäten und ein Mangel an Facharbeitern die Auflösung des Rückstaus.
In den Niederlanden profitierten wir von der leicht steigenden Nachfrage und erwirtschafteten Zuwächse bei Vormauerziegeln und Hintermauerziegel. Infolgedessen
erzielten wir in den ersten neun Monaten ein Umsatzwachstum.
Der französische Neubaumarkt zeigte sich in den ersten drei Quartalen deutlich steigend, was sich in einem höheren Absatz von Hintermauerziegeln widerspiegelte. Demgegenüber verblieb die Aktivität im für das Dachgeschäft wichtige Renovierungsmarkt auf schwachem Niveau. Insgesamt erzielten wir einen deutlichen Anstieg bei Umsatz und Ergebnis.
In Deutschland beobachten wir seit dem zweiten Quartal eine rückläufige Entwicklung der Nachfrage im Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern. Zudem zeigt auch in diesem Markt das Renovierungssegment keine Anzeichen einer Belebung. Infolge dieser Entwicklungen mussten wir in Deutschland einen Ergebnisrückgang hinnehmen. Noch keine wesentliche Auswirkung auf das Ergebnis hatte die Übernahme des Hintermauerziegelwerks Reetz, das seit September vollkonsolidiert wird und unsere Marktposition in Ostdeutschland sowie in Westpolen entscheidend stärkt.
| Clay Building Materials Western Europe 1-9/2016 |
1-9/2017 | Vdg. in % |
|---|---|---|
| Außenumsatz 890,6 in MEUR |
923,8 | +4 |
| EBITDA 139,4 in MEUR |
144,4 | +4 |
| EBIT operativ in MEUR |
83,5 92,2 |
+10 |
| Gesamtinvestitionen in MEUR |
35,7 32,3 |
-10 |
| Capital Employed 1.142,3 in MEUR |
1.103,1 | -3 |
| Ø Mitarbeiter 5.988 in FTE |
6.075 | +1 |
| Absatz Hintermauerziegel 1.573 in Mio. NF |
1.543 | -2 |
| Absatz Vormauerziegel in Mio. WF |
963 1.110 |
+15 |
| Absatz Dachziegel 17,29 in Mio. m² |
17,05 | -1 |
Im Segment Clay Building Materials Eastern Europe stieg der Umsatz in den ersten drei Quartalen um 9% auf 420,7 Mio. €. Im gleichen Zeitraum verbesserte sich das operative Ergebnis signifikant und lag mit 97,8 Mio. € um 26% über dem Vorjahr. Diese sehr positive Entwicklung ist auf Marktwachstum in der Mehrzahl unserer Märkte zurückzuführen, das sowohl von einer gesunden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in der Region, als auch in einigen Ländern von staatlichen Förderungen getragen wurde. Dieses Umfeld nutzten wir insbesondere in Tschechien, Polen, Ungarn, Bulgarien, der Slowakei und Kroatien für Zuwächse bei Umsatz und EBITDA. Im österreichischen Heimatmarkt zeigte sich die Wohnbauaktivität stabil auf gutem Niveau und in Russland verzeichneten wir aufgrund der herausfordernden Marktsituation in unseren Kernregionen einen weiteren Ergebnisrückgang. Die Ende September angekündigte Übernahme eines Hintermauerziegelwerks im Süden Österreichs leistete noch keinen Beitrag zum Ergebnis des Segments, da noch nicht alle aufschiebenden Bedingungen für den Abschluss der Transaktion erfüllt waren.
| Clay Building Materials Eastern Europe | 1-9/2016 | 1-9/2017 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in MEUR | 387,3 | 420,7 | +9 |
| EBITDA | in MEUR | 77,5 | 97,8 | +26 |
| EBIT operativ | in MEUR | 41,7 | 64,0 | +54 |
| Gesamtinvestitionen | in MEUR | 22,9 | 23,8 | +4 |
| Capital Employed | in MEUR | 480,8 | 478,5 | 0 |
| Ø Mitarbeiter | in FTE | 4.336 | 4.438 | +2 |
| Absatz Hintermauerziegel | in Mio. NF | 2.619 | 2.787 | +6 |
| Absatz Dachziegel | in Mio. m² | 13,65 | 13,61 | 0 |
In der Division Pipes & Pavers Europe entwickelte sich der Umsatz in den ersten neun Monaten stabil und belief sich auf 775,4 Mio. € (Vorjahr: 772,8 Mio. €). Im selben Zeitraum sank das EBITDA um 20% auf 66,2 Mio. €. Dieser Rückgang ist vorrangig auf das Kunststoffrohrgeschäft in Westeuropa zurückzuführen, in dem die schwache Auftragslage im internationalen Projektgeschäft und das schwierige Marktumfeld in Frankreich das Ergebnis belasteten. In Osteuropa erwirtschafteten wir einen Zuwachs bei Umsatz und operativem Ergebnis.
| Pipes & Pavers Europe | 1-9/2016 | 1-9/2017 | Vdg. in % |
|---|---|---|---|
| Außenumsatz in MEUR |
772,8 | 775,4 | 0 |
| EBITDA in MEUR |
83,2 | 66,2 | -20 |
| EBIT operativ in MEUR |
48,7 | 31,5 | -35 |
| Gesamtinvestitionen in MEUR |
40,7 | 35,2 | -14 |
| Capital Employed in MEUR |
619,8 | 639,4 | +3 |
| Ø Mitarbeiter in FTE |
4.197 | 4.224 | +1 |
In der Division Pipes & Pavers Europe erwarten wir für das vierte Quartal eine stabile Entwicklung des operativen Ergebnisses auf Vorjahresniveau. In unseren osteuropäischen Aktivitäten mit Kunststoffrohren und Betonflächenbefestigungen steigen die öffentlichen Infrastrukturausgaben wie erwartet an, was sich in zunehmenden Maße positiv auf unsere Geschäftsentwicklung auswirkt. Demgegenüber müssen wir in Westeuropa von einem weiteren Ergebnisrückgang ausgehen. In dieser Region werden auch im vierten Quartal die schwache Auftragslage im internationalen Projektgeschäft sowie das herausfordernde Marktumfeld in Frankreich auf dem operativen Ergebnis lasten. Dies kann von einer soliden Entwicklung in unseren nordischen Kernmärkten und in den Niederlanden sowie durch den Beitrag der übernommenen Preflex Gruppe nicht kompensiert werden.
Unter Berücksichtigung der Ergebnisentwicklung in den ersten neun Monaten erwarten wir in der Division Pipes & Pavers Europe einen deutlichen EBITDA-Rückgang auf Jahressicht.
Im Berichtssegment Pipes & Pavers Western Europe sank der Umsatz in den ersten drei Quartalen um 3% auf 435,4 Mio. € (Vorjahr: 449,0 Mio. €). Im selben Zeitraum ging das EBITDA um 35% auf 34,3 Mio. € zurück.
Das westeuropäische Kunststoffrohrgeschäft zeigte nach den ersten neun Monaten einen deutlichen Ergebnisrückgang. Dabei entwickelte sich die Nachfrage in unseren nordischen Kernmärkten und in den Niederlanden unverändert positiv und wir nutzten dieses Marktumfeld für Umsatzwachstum. Die im August übernommene Preflex
Gruppe, ein Spezialist für vorverkabelte Elektroinstallationsrohre, leistete wie erwartet einen positiven EBITDA-Beitrag. Zudem ist es uns im Verlauf des dritten Quartals gelungen, die Kostensteigerungen bei Plastikgranulaten durch Preiserhöhungen schrittweise abzufedern und infolgedessen den Margendruck zu reduzieren. Allerdings fiel im internationalen Projektgeschäft, das wir von Standorten in den Niederlanden und in Norwegen aus betreiben, der Auftragseingang weiterhin schwach aus und der Ergebnisbeitrag lag deutlich unter dem Vorjahr. Zusätzlich hatte das schwierige Umfeld im von Überkapazitäten und hohem Wettbewerbsdruck gekennzeichneten französischen Markt einen weiteren Mengen- und Ergebnisrückgang zur Folge.
In unserem keramischen Rohrgeschäft ist es uns gelungen, das Durchschnittspreisniveau deutlich zu steigern und Kosteneinsparungen zu realisieren. Infolgedessen konnten wir das operative Ergebnis trotz eines deutlichen Absatzrückgangs verbessern. Dieser war vor allem auf den Entfall unserer Exporte in den Mittleren Osten zurückzuführen, wo das Ölpreisniveau zu umfangreichen Einsparungen bei Infrastrukturausgaben geführt hat. Auch in unserem deutschen Heimatmarkt, in dem die Investitionsneigung öffentlicher Auftraggeber weiterhin zurückhaltend ausfällt, lag die Nachfrage unter dem Vorjahresniveau. In den übrigen europäischen Kernmärkten entwickelte sich der Absatz in Summe stabil und wir verzeichneten insbesondere bei Exporten nach Osteuropa erste positive Auswirkungen der steigenden öffentlichen Ausschreibungsaktivität.
| Pipes & Pavers Western Europe | 1-9/2016 | 1-9/2017 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in MEUR | 449,0 | 435,4 | -3 |
| EBITDA | in MEUR | 53,0 | 34,3 | -35 |
| EBIT operativ | in MEUR | 34,1 | 16,3 | -52 |
| Gesamtinvestitionen | in MEUR | 19,8 | 21,1 | +7 |
| Capital Employed | in MEUR | 335,4 | 342,0 | +2 |
| Ø Mitarbeiter | in FTE | 1.855 | 1.884 | +2 |
Im Berichtssegment Pipes & Pavers Eastern Europe stieg der Umsatz in den ersten drei Quartalen um 5% auf 340,0 Mio. € und das EBITDA wuchs um 6% auf 31,9 Mio. €. Im Verlauf des ersten Halbjahres beobachteten wir in einigen Märkten der Region eine merkliche Belebung bei Ausschreibungen für EU-geförderte Infrastrukturprojekte durch öffentliche Auftraggeber. Diese setzte sich im dritten Quartal fort und wirkte sich in zunehmenden Maße positiv auf Umsatz und Ergebnis aus.
Unsere osteuropäischen Kunststoffrohraktivitäten nutzten den Anstieg der Nachfrage für Absatzwachstum und verbesserten den Umsatz und das operative Ergebnis. Dabei beobachteten wir insbesondere in Polen und Ungarn eine deutliche Erholung von EU-geförderten Infrastrukturausgaben. In Österreich, dem größten Einzelmarkt der Region, entwickelte sich das Ergebnis stabil auf gutem Niveau. In der Türkei konnten wir weiter wachsen, und in Russland zeichnet sich eine nachhaltige Erholung ab.
In unserem Geschäft mit Betonflächenbefestigungen erwirtschafteten wir in Märkten wie Kroatien, Tschechien, der Slowakei und Polen Ergebniszuwächse. Diese gründeten einerseits auf Mengenwachstum infolge der Erholung bei öffentlichen Projektausschreibungen. Andererseits setzten wir gezielte Maßnahmen zur Verbesserung des Durchschnittspreisniveaus und zur Steigerung des Umsatzanteils von Produkten im Mittel- und Hochwertsegment. Zusätzlich treiben wir die selektive Umstrukturierung unseres Vertriebs und die Optimierung der Produktion weiter voran. Durch diese Maßnahmen rücken wir noch näher an unsere Kunden und stärken die Ertragskraft durch effizientere Produktionsprozesse.
| Pipes & Pavers Eastern Europe | 1-9/2016 | 1-9/2017 | Vdg. in % |
|---|---|---|---|
| Außenumsatz in MEUR |
323,8 | 340,0 | +5 |
| EBITDA in MEUR |
30,2 | 31,9 | +6 |
| EBIT operativ in MEUR |
14,6 | 15,1 | +4 |
| Gesamtinvestitionen in MEUR |
21,0 | 14,1 | -33 |
| Capital Employed in MEUR |
284,4 | 297,5 | +5 |
| Ø Mitarbeiter in FTE |
2.342 | 2.340 | 0 |
Die US-amerikanische Wohnbauaktivität entwickelte sich in den ersten neun Monaten positiv und wir profitierten insbesondere von einem Anstieg der Baubeginne bei Ein- und Zweifamilienhäusern. Allerdings waren im dritten Quartal einige unserer Kernmärkte im Süden und Osten des Landes von den tropischen Stürmen und der feuchten Witterung stark betroffen. Die Folge waren teils massive Verzögerungen bei Baubeginnen und in der Bauausführung. Aus diesem Grund verlangsamte sich das Absatzwachstum bei Vormauerziegeln. Die Durchschnittspreise lagen hingegen unverändert leicht über dem Vorjahresniveau. Unser kanadisches Geschäft wies nach den ersten neun Monaten einen Absatzzuwachs und ein verbessertes Preisniveau auf. Während die kanadische Regierung die Verfügbarkeit von Bauland und den Zugang zu Immobilienfinanzierungen zunehmend einschränkt, begünstigte die sukzessive Abarbeitung des Überhangs an genehmigten Projekten weiterhin die kanadische Wohnbauaktivität.
Das US-amerikanische Rohrgeschäft zeigte infolge von signifikantem Mengenwachstum einen deutlichen Anstieg von Umsatz und Ergebnis. In Summe erwirtschaftete die Division North America in den ersten neun Monaten einen Umsatzanstieg um 6% auf 234,0 Mio. € und das EBITDA verbesserte sich im gleichen Zeitraum um 22% auf 21,4 Mio. €.
Für das Geschäftsjahr 2017 erwarten wir unverändert, dass der Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern in unseren relevanten Märkten über dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Infolgedessen rechnen wir mit einer Absatzsteigerung bei Vormauerziegeln und einer Fortsetzung der leicht positiven Preisentwicklung. Im Geschäft mit Kunststoffrohren gehen wir von einer signifikanten Ergebnisverbesserung aus. Daraus folgt für die Division North America eine deutliche organische Steigerung von Umsatz- und Ergebnis. Zusätzlich wird die vor Kurzem erfolgreich abgeschlossene Übernahme eines Vormauerziegelwerks ab November einen Ergebnisbeitrag leisten.
| North America | 1-9/2016 | 1-9/2017 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in MEUR | 220,3 | 234,0 | +6 |
| EBITDA | in MEUR | 17,5 | 21,4 | +22 |
| EBIT operativ | in MEUR | -2,8 | 3,6 | >100 |
| Gesamtinvestitionen | in MEUR | 9,2 | 8,2 | -11 |
| Capital Employed | in MEUR | 343,1 | 316,8 | -8 |
| Ø Mitarbeiter | in FTE | 1.264 | 1.295 | +2 |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 320 | 330 | +3 |
Die Division Holding & Others umfasst neben der Konzernholding auch unser Ziegelgeschäft in Indien, das wir an einem Produktionsstandort für Hintermauerziegel im Raum Bangalore betreiben. In den ersten neun
Monaten sank der Umsatz der Division geringfügig auf 6,4 Mio. € (Vorjahr: 6,6 Mio. €). Gleichzeitig kompensierte das verbesserte Ergebnis der Holding einen marktbedingten Rückgang in Indien. Infolgedessen entwickelte sich das EBITDA stabil.
| Holding & Others | 1-9/2016 | 1-9/2017 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in MEUR | 6,6 | 6,4 | -3 |
| EBITDA | in MEUR | -15,0 | -14,9 | +1 |
| EBIT operativ | in MEUR | -16,8 | -17,1 | -2 |
| Gesamtinvestitionen | in MEUR | 2,4 | 1,9 | -20 |
| Capital Employed | in MEUR | -7,0 | 1,9 | >100 |
| Ø Mitarbeiter | in FTE | 206 | 209 | +1 |
| in TEUR | 7-9/2017 | 7-9/2016 | 1-9/2017 | 1-9/2016 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 832.314 | 810.787 | 2.360.989 | 2.279.685 |
| Herstellkosten | -548.430 | -539.909 | -1.583.286 | -1.535.935 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 283.884 | 270.878 | 777.703 | 743.750 |
| Vertriebskosten | -150.992 | -148.865 | -447.939 | -435.278 |
| Verwaltungskosten | -50.253 | -46.996 | -148.556 | -142.407 |
| Sonstige betriebliche Erträge: | ||||
| Wertaufholungen von Vermögenswerten | 1.339 | 0 | 327 | 0 |
| Übrige | 7.669 | 11.589 | 28.100 | 30.888 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen: | ||||
| Firmenwertabschreibungen | 0 | 0 | -6.339 | 0 |
| Übrige | -12.392 | -11.325 | -35.133 | -42.689 |
| Betriebsergebnis | 79.255 | 75.281 | 168.163 | 154.264 |
| Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen |
2.043 | 1.559 | 3.227 | 5.230 |
| Zinsertrag | 1.442 | 1.245 | 4.340 | 3.751 |
| Zinsaufwand | -10.549 | -9.401 | -31.092 | -28.881 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -1.008 | -2.993 | -1.345 | -4.092 |
| Finanzergebnis | -8.072 | -9.590 | -24.870 | -23.992 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 71.183 | 65.691 | 143.293 | 130.272 |
| Ertragsteuern | -13.191 | -14.437 | -35.957 | -36.255 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 57.992 | 51.254 | 107.336 | 94.017 |
| davon Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile | 1.489 | 1.514 | 1.983 | 1.197 |
| davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil | 3.431 | 8.072 | 10.627 | 24.101 |
| davon den Aktionären der Muttergesellschaft zuzurechnen | 53.072 | 41.668 | 94.726 | 68.719 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,45 | 0,36 | 0,81 | 0,59 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,45 | 0,36 | 0,81 | 0,59 |
| in TEUR | 7-9/2017 | 7-9/2016 | 1-9/2017 | 1-9/2016 |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 57.992 | 51.254 | 107.336 | 94.017 |
| Währungsumrechnung | -16.109 | -3.075 | -42.615 | -43.075 |
| Währungsumrechnung von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen |
41 | 4 | 41 | 0 |
| Marktwertänderungen zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente | 169 | -230 | 37 | 72 |
| Veränderung Hedging Rücklage | 875 | 1.905 | 10.976 | 15.888 |
| Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | -15.024 | -1.396 | -31.561 | -27.115 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 0 | 126 | 0 | -10.854 |
| Posten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden |
0 | 126 | 0 | -10.854 |
| Sonstiges Gesamtergebnis 1) | -15.024 | -1.270 | -31.561 | -37.969 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 42.968 | 49.984 | 75.775 | 56.048 |
| davon Gesamtergebnis der nicht beherrschenden Anteile | 1.560 | 1.495 | 2.340 | 1.051 |
| davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil | 3.431 | 8.072 | 10.627 | 24.101 |
| davon den Aktionären der Muttergesellschaft zuzurechnendes Gesamtergebnis |
37.977 | 40.417 | 62.808 | 30.896 |
1) Der Ausweis der sonstigen Gesamtergebnisbestandteile erfolgt nach Steuern.
| in TEUR 30.9.2017 |
31.12.2016 |
|---|---|
| Aktiva | |
| Immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte 676.913 |
690.440 |
| Sachanlagen 1.512.666 |
1.564.727 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 70.003 |
85.733 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 10.214 |
13.542 |
| Übrige Finanzanlagen und sonstige langfristige Forderungen 14.491 |
13.918 |
| Latente Steuern 17.140 |
17.367 |
| Langfristiges Vermögen 2.301.427 |
2.385.727 |
| Vorräte 752.370 |
718.359 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 340.709 |
201.809 |
| Forderungen aus laufenden Ertragsteuern | 4.976 9.868 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen 79.745 |
66.278 |
| Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte 79.909 |
52.740 |
| Zahlungsmittel 111.191 |
197.016 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 12.485 |
5.380 |
| Kurzfristiges Vermögen 1.381.385 |
1.251.450 |
| Summe Aktiva 3.682.812 |
3.637.177 |
| Passiva | |
| Gezeichnetes Kapital 117.527 |
117.527 |
| Kapitalrücklagen 1.086.017 |
1.086.017 |
| Hybridkapital 265.985 |
265.985 |
| Gewinnrücklagen 643.044 |
586.961 |
| Übrige Rücklagen -254.421 |
-222.503 |
| Eigene Anteile -4.862 |
-4.862 |
| Beherrschende Anteile 1.853.290 |
1.829.125 |
| Nicht beherrschende Anteile 22.092 |
19.831 |
| Eigenkapital 1.875.382 |
1.848.956 |
| Latente Steuern 81.483 |
80.759 |
| Personalrückstellungen 166.025 |
171.488 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen 72.050 |
71.197 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten 518.746 |
481.434 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 6.674 3.991 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 844.978 |
808.869 |
| Kurzfristige Rückstellungen 30.721 |
35.287 |
| Verbindlichkeiten aus laufenden Ertragsteuern 10.493 |
15.912 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 353.984 |
399.924 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 268.424 |
302.718 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 298.830 |
225.511 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 962.452 |
979.352 |
Summe Passiva 3.682.812 3.637.177
| Konzern-Cashflow Statement | |||
|---|---|---|---|
| -- | -- | -- | ---------------------------- |
| in TEUR | 1-9/2017 | 1-9/2016 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 143.293 | 130.272 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 138.370 | 142.825 |
| Firmenwertabschreibungen | 6.339 | 0 |
| Wertminderungen von Vermögenswerten und andere Bewertungseffekte | -1.551 | 18.240 |
| Veränderungen langfristiger Rückstellungen | -2.222 | -2.520 |
| Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | -3.227 | -5.230 |
| Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen | -9.780 | -5.859 |
| Zinsergebnis | 26.752 | 25.130 |
| Gezahlte Zinsen | -33.410 | -29.632 |
| Erhaltene Zinsen | 3.355 | 3.236 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -40.371 | -18.044 |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 227.548 | 258.418 |
| Veränderungen Vorräte | -43.478 | 4.789 |
| Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -143.155 | -140.074 |
| Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -37.617 | -27.881 |
| Veränderungen übriges Netto-Umlaufvermögen | 40.837 | 43.666 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 44.135 | 138.918 |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen) | 18.924 | 11.898 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen | -91.218 | -98.048 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | 0 | -16 |
| Dividendenausschüttungen aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 6.596 | 4.265 |
| Veränderungen Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte | -3.821 | -5.500 |
| Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen | -10.057 | -12.861 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -79.576 | -100.262 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten | 637.052 | 214.634 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten | -835.677 | -214.739 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Finanzverbindlichkeiten | 210.899 | 602 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von langfristigen Finanzverbindlichkeiten | -84 | -10.114 |
| Gezahlte Dividende Wienerberger AG | -31.578 | -23.391 |
| Gezahlter Hybridkupon | -29.898 | -32.520 |
| Gezahlte Dividende und Kapitaländerungen bei nicht beherrschenden Anteilen | -79 | -9 |
| Rückkauf Hybridanleihe | 0 | -5.968 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -49.365 | -71.505 |
| Veränderung der Zahlungsmittel | -84.806 | -32.849 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel | -1.019 | -1.739 |
| Zahlungsmittel am Anfang der Periode | 197.016 | 154.878 |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode | 111.191 | 120.290 |
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklagen/ eigene Anteile |
Hybrid kapital |
Gewinn rücklagen |
Übrige Rücklagen |
Beherrschende Anteile |
Nicht beherrschende Anteile |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2017 | 117.527 | 1.081.155 | 265.985 | 586.961 | -222.503 | 1.829.125 | 19.831 | 1.848.956 |
| Gesamtergebnis | 105.353 | -31.918 | 73.435 | 2.340 | 75.775 | |||
| Dividendenauszahlung und Hybridkupon |
-49.270 | -49.270 | -79 | -49.349 | ||||
| Stand 30.9.2017 | 117.527 | 1.081.155 | 265.985 | 643.044 | -254.421 | 1.853.290 | 22.092 | 1.875.382 |
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklagen/ eigene Anteile |
Hybrid kapital |
Gewinn rücklagen |
Übrige Rücklagen |
Beherrschende Anteile |
Nicht beherrschende Anteile |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2016 | 117.527 | 1.081.164 | 490.560 | 546.754 | -199.889 | 2.036.116 | 18.103 | 2.054.219 |
| Gesamtergebnis | 92.820 | -37.823 | 54.997 | 1.051 | 56.048 | |||
| Dividendenauszahlung und Hybridkupon |
-55.911 | -55.911 | -55.911 | |||||
| Veränderung Hybridkapital |
-5.968 | -5.968 | -5.968 | |||||
| Zugang/Abgang nicht beherrschende Anteile |
-9 | -9 | -9 | |||||
| Stand 30.9.2016 | 117.527 | 1.081.155 | 484.592 | 583.663 | -237.712 | 2.029.225 | 19.154 | 2.048.379 |
| Clay Building Materials | Pipes & Pavers | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1-9/2017 in TEUR |
Eastern Europe |
Western Europe |
Eastern Europe |
Western Europe |
North America |
Holding & | Others 1) Überleitung 2) | Wienerberger Gruppe |
| Außenumsatz | 420.663 | 923.779 | 339.990 | 435.407 | 233.964 | 6.376 | 2.360.179 | |
| Innenumsatz | 5.717 | 7.959 | 9.090 | 5.756 | 319 | 10.331 | -38.362 | 810 |
| Umsatz gesamt | 426.380 | 931.738 | 349.080 | 441.163 | 234.283 | 16.707 | -38.362 | 2.360.989 |
| EBITDA | 97.830 | 144.362 | 31.922 | 34.320 | 21.413 | -14.877 | 314.970 | |
| EBIT operativ | 64.021 | 92.202 | 15.127 | 16.329 | 3.576 | -17.080 | 174.175 | |
| Wertminderungen / Wertaufholungen von Vermögenswerten |
0 | 0 | 0 | -6.339 | 0 | 327 | -6.012 | |
| EBIT | 64.021 | 92.202 | 15.127 | 9.990 | 3.576 | -16.753 | 168.163 | |
| Ergebnis nach Ertragsteuern |
47.260 | 56.322 | 5.316 | 8.172 | -3.964 | 31.441 | -37.211 | 107.336 |
| Gesamtinvestitionen | 23.769 | 32.257 | 14.108 | 21.071 | 8.150 | 1.920 | 101.275 | |
| Capital Employed | 478.527 | 1.103.052 | 297.477 | 341.959 | 316.802 | 1.942 | 2.539.759 | |
| Ø Mitarbeiter | 4.438 | 6.075 | 2.340 | 1.884 | 1.295 | 209 | 16.241 |
| Clay Building Materials | Pipes & Pavers | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1-9/2016 in TEUR |
Eastern Europe |
Western Europe |
Eastern Europe |
Western Europe |
North America |
Holding & | Others 1) Überleitung 2) | Wienerberger Gruppe |
| Außenumsatz | 387.253 | 890.569 | 323.755 | 449.008 | 220.302 | 6.587 | 2.277.474 | |
| Innenumsatz | 5.939 | 7.890 | 7.660 | 6.373 | 642 | 9.871 | -36.164 | 2.211 |
| Umsatz gesamt | 393.192 | 898.459 | 331.415 | 455.381 | 220.944 | 16.458 | -36.164 | 2.279.685 |
| EBITDA | 77.515 | 139.404 | 30.153 | 53.012 | 17.536 | -15.031 | 302.589 | |
| EBIT operativ | 41.664 | 83.507 | 14.569 | 34.107 | -2.796 | -16.787 | 154.264 | |
| EBIT | 41.664 | 83.507 | 14.569 | 34.107 | -2.796 | -16.787 | 154.264 | |
| Ergebnis nach Ertragsteuern |
26.928 | 48.349 | 7.079 | 33.635 | -10.647 | 29.345 | -40.672 | 94.017 |
| Gesamtinvestitionen | 22.892 | 35.735 | 20.990 | 19.754 | 9.157 | 2.397 | 110.925 | |
| Capital Employed | 480.791 | 1.142.338 | 284.412 | 335.353 | 343.075 | -7.010 | 2.578.959 | |
| Ø Mitarbeiter | 4.336 | 5.988 | 2.342 | 1.855 | 1.264 | 206 | 15.991 |
1) Der Bereich Holding & Others enthält Holdingkosten sowie die Aktivitäten in Indien. // 2) Die Überleitung beinhaltet lediglich Eliminierungen von Aufwand und Ertrag zwischen Konzerngesellschaften.
Der Zwischenbericht zum 30.9.2017 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards, Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34) erstellt. Wesentliche Annahmen und Schätzungen, die
für den Konzernabschluss 2016 vorgenommen wurden, sowie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31.12.2016 werden mit Ausnahme der IFRS, die ab dem 1.1.2017 verpflichtend anzuwenden sind, unverändert angewandt.
Folgende Tabelle enthält eine Übersicht neuer Standards und Interpretationen, die zum Bilanzstichtag vom IASB veröffentlicht wurden:
| Standards/Interpretationen | Veröffentlichung durch das IASB |
Verpflichtender Erstanwendungs zeitpunkt |
|
|---|---|---|---|
| IFRS 14 | Regulatorische Abgrenzungsposten | Jänner 2014 | 1.1.2016 |
| IAS 12 | Ertragsteuern: Änderungen zum Ansatz latenter Steueransprüche für unrealisierte Verluste |
Jänner 2016 | 1.1.2017 |
| IAS 7 | Kapitalflussrechnungen: Angabeninitiative | Jänner 2016 | 1.1.2017 |
| Verbesserungen der IFRS 2014 - 2016 Zyklus | Dezember 2016 | 1.1.2017 / 1.1.2018 |
|
| IFRS 9 | Finanzinstrumente: Hedge Accounting – Änderungen zu IFRS 9, IFRS 7 und IAS 39 |
November 2013 | 1.1.2018 1) |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | Juli 2014 | 1.1.2018 1) |
| IFRS 15 | Umsatzerlöse aus Kundenverträgen | Mai 2014/ September 2015 |
1.1.2018 1) |
| IFRS 15 | Umsatzerlöse aus Kundenverträgen – Klarstellung | April 2016 | 1.1.2018 |
| IFRS 2 | Anteilsbasierte Vergütungen – Änderungen | Juni 2016 | 1.1.2018 |
| IFRS 4 | Versicherungsverträge – Änderungen | September 2016 | 1.1.2018 |
| IAS 40 | Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien: Änderungen | Dezember 2016 | 1.1.2018 |
| IFRIC 22 | Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen |
Dezember 2016 | 1.1.2018 |
| IFRS 16 | Leasingverhältnisse | Jänner 2016 | 1.1.2019 |
| IFRIC 23 | Unsicherheiten bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung | Juni 2017 | 1.1.2019 |
| IFRS 17 | Versicherungsverträge | Mai 2017 | 1.1.2021 |
| IFRS 10, IAS 28 | Veräußerung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und seinem assoziierten oder Gemeinschaftsunternehmen – Änderungen |
September 2014/ Dezember 2015 |
- |
1) Verpflichtender Erstanwendungszeitpunkt gemäß EU Übernahmeverordnung
Im November 2009 führte das Projekt, IAS 39 Finanzinstrumente durch IFRS 9 Finanzinstrumente zu ersetzen, zur ersten Veröffentlichung betreffend Ansatz und Bewertung von Finanzinstrumenten. Weitere Regelungen des IFRS 9 wurden in den Jahren 2010 und 2013 und die finale Fassung im Juli 2014 veröffentlicht. Wesentliche Änderungen betreffen die Klassifizierung
und Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten. Nach den neuen Zuordnungskriterien steht zunächst der Charakter des Finanzinstruments im Vordergrund, wonach Fremd- und Eigenkapitalinstrumente sowie Derivate unterschiedlichen Bewertungsvorgaben unterliegen. Ein weiteres Kriterium ist das Geschäftsmodell, welches dem Finanzinstrument zu Grunde liegt. Dabei ist zu definieren, ob eine Handelsabsicht besteht oder ob das Finanzinstrument bis zur Fälligkeit gehalten werden soll.
Folgende Methoden des Ansatzes und der Folgebewertung werden in Abhängigkeit der Eigenschaften des Finanzinstruments angewendet: Bewertung zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung, Bewertung zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Gesamtergebnis und Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, unterliegen nun gemäß dem neuen IFRS 9 erweiterten Wertminderungsbestimmungen, nach welchen aktuelle und zukunftsorientierte Informationen über erwartete Kreditverluste in den Ansatz und die Bewertung miteinzubeziehen sind. Eine weitere wesentliche Änderung des IFRS 9 betrifft die überarbeiteten Regelungen zu Hedge Accounting. Der Nachweis der Effektivität unterliegt nicht mehr der vom Standardsetter vorgegebenen Bandbreite von 80% - 125%, sondern kann vom Unternehmen qualitativ begründet werden.
Der neue IFRS ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 1.1.2018 beginnen. In der konsolidierten Bilanz der Wienerberger Gruppe werden bestimmte finanzielle Vermögenswerte nach deren Neuklassifizierung nicht mehr über das sonstige Gesamtergebnis, sondern über die Gewinn- und Verlustrechnung bewertet werden. Die Wertschwankungen der betroffenen Finanzinstrumente waren in der Vergangenheit jedoch nicht materiell. Weiters wird das sonstige Finanzergebnis in der Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund der neuen Hedge Accounting Regelungen geringeren Schwankungen unterworfen sein. Wienerberger prüft derzeit die quantitativen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen wurde im Mai 2014 veröffentlicht und wird IAS 18 Umsatzrealisierung, IAS 11 Fertigungsaufträge, IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme, IFRIC 15 Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien, IFRIC 18 Übertragung von Vermögenswerten an Kunden und SIC 31 Erträge von Tausch- und Werbedienstleistungen ersetzen. Somit definiert der Standard den Zeitpunkt und die Höhe der Erlösrealisierung unabhängig von unterschiedlichen Auftrags- und Leistungsarten. Um den Umsatz zu ermitteln, sieht der Standard ein fünfstufiges Prüfschema vor, nach welchem zuerst der Vertrag und die darin enthaltenen Leistungsverpflichtungen zu identifizieren sind.
Nach Ermittlung des Transaktionspreises und dessen Aufteilung auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen muss in weiterer Folge der Zeitpunkt der Leistung bestimmt werden, um den Umsatz realisieren zu können. Der neue Standard ist erstmalig für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 1.1.2018 beginnen. Wienerberger prüft derzeit die Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten zur Bilanzierung preisregulierter Geschäftsvorfälle gilt nur für IFRS Erstanwender und wurde noch nicht von der EU übernommen. Somit hat der Standard keine Auswirkung auf den Konzernabschluss der Wienerberger Gruppe.
Die Änderungen an IAS 12 präzisieren die Bilanzierung von latenten Steueransprüchen in Zusammenhang mit unrealisierten Verlusten bei erworbenen Schuldinstrumenten. Abwertungen auf den niedrigeren Marktwert von Schuldinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, welche aus einer Veränderung des Marktzinsniveaus resultieren, führen zu abzugsfähigen temporären Differenzen. Diese Änderung hat keine Auswirkung auf den Konzernabschluss.
Mit den Änderungen an IAS 7 Kapitalflussrechnung sollen die Informationen über Veränderungen der Unternehmensverschuldung verbessert werden. Gefordert werden zusätzliche Angaben über die Änderungen von Finanzverbindlichkeiten, deren Ein- und Auszahlungen im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden, sowie über zugehörige finanzielle Vermögenswerte. Diese Angaben können in Form einer Überleitungsrechnung dargestellt werden und sollten zahlungswirksame Veränderungen, Änderungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmen, wechselkursbedingte Änderungen, Änderungen der beizulegenden Zeitwerte sowie übrige Änderungen umfassen.
Der Verbesserungszyklus 2014 - 2016 beinhaltet Klarstellungen im Zusammenhang mit Anteilen an anderen sowie an assoziierten Unternehmen gemäß IFRS 12 und IAS 28. Weiters werden bestimmte Erleichterungsbestimmungen gemäß IFRS 1 für Erstanwender gestrichen, die für Wienerberger nicht relevant sind. Die Änderungen des IFRS 12 treten vorbehaltlich einer Annahme durch die EU am 1.1.2017, die Änderungen des IFRS 1 und IAS 28 am 1.1.2018 in Kraft.
Im April 2016 wurden die finalen Änderungen am IFRS 15 veröffentlicht. Die Klarstellungen betreffen die Identifizierung der unterscheidbaren Leistungsverpflichtungen eines Vertrags, die Einschätzung darüber, ob ein Unternehmen Prinzipal oder Agent einer Transaktion ist und die Bestimmung, ob Erlöse aus der Lizenzgewährung zeitraum- oder zeitpunktbezogen zu vereinnahmen sind. Zudem sind weitere Erleichterungen im Zusammenhang mit den Übergangsregelungen beinhaltet. Die Änderungen zum Standard sind vorbehaltlich der Übernahme durch die EU in europäisches Recht erstmalig für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 1.1.2018 beginnen. Wienerberger prüft derzeit die Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Die Änderungen zu IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütungen betreffen die Berücksichtigung von Ausübungsbedingungen im Rahmen der Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich. Anteilsbasierte Vergütungen, die einen Nettoausgleich für einzubehaltende Steuern vorsehen, werden wie anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente klassifiziert. Ferner wird die Bilanzierung einer Änderung der Bedingungen, wenn sich durch die Änderung die Klassifizierung der Vergütung von "mit Barausgleich" zu "mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente" ändert, geregelt.
Im September 2016 wurden die Änderungen zu IFRS 4 Versicherungsverträge veröffentlicht, die die Abbildung von IFRS 9 Finanzinstrumente in Versicherungsverträgen behandeln. Diese Änderungen haben keine Relevanz für Wienerberger.
Im Dezember 2016 wurde eine Änderung zum IAS 40 veröffentlicht, die den Beginn und das Ende einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie näher erläutert, sodass nun auch nicht fertiggestellte Immobilien unter die Regelungen des IAS 40 fallen können. Diese Änderung tritt mit 1.1.2018 vorbehaltlich der Zustimmung durch die EU in Kraft.
Weiters wurde im Dezember 2016 IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen veröffentlicht. Diese Interpretation stellt klar, dass für die Ermittlung des Wechselkurses eines nicht monetären Vermögenswerts derjenige Zeitpunkt relevant ist, zu welchem der aus der Vorauszahlung resultierende Vermögenswert erfasst wird. Vorbehaltlich der Übernahme durch die EU gilt diese Interpretation für alle Geschäftsjahre, die nach dem 1.1.2018 beginnen.
IFRS 16 Leasingverhältnisse wurde im Jänner 2016 veröffentlicht und wird IAS 17 Leasingverhältnisse, IFRIC 4 Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, SIC 15 Operating-Leasingverhältnisse – Anreize und SIC 27 Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen ersetzen. Der neue Standard hat zum Ziel, dass alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen beim Leasingnehmer in der Bilanz erfasst werden. Damit entfällt in Hinkunft die Unterscheidung zwischen Operating- und Finanzierungs-Leasingverhältnissen. Der Leasingnehmer erfasst eine Leasingverbindlichkeit für die Verpflichtung und aktiviert gleichzeitig ein Nutzungsrecht am zugrundeliegenden Vermögenswert, das dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen zuzüglich direkt zuordenbarer Kosten entspricht. Für den Leasinggeber sind die Regelungen ähnlich den bisherigen Vorschriften des IAS 17. Wienerberger prüft derzeit die Auswirkungen auf den Konzernabschluss, tendenziell wird die geänderte Bilanzierungsvorschrift zu einer Bilanzverlängerung führen.
IFRIC 23 Unsicherheiten bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung beinhaltet ergänzende Regelungen zu IAS 12 Ertragsteuern und wurde im Juni 2017 veröffentlicht. Diese Interpretation erläutert, wie mit Unsicherheiten ertragsteuerlicher Regelungen im IFRS Abschluss umzugehen ist.
Im Mai 2017 veröffentlichte der IASB den neuen Standard IFRS 17 Versicherungsverträge, welcher IFRS 4 ablöst und die Bilanzierung von Versicherungs- und Rückversicherungsverträgen regelt. Da Wienerberger weder Versicherungs- noch Rückversicherungsverträge hält,
hat der neue Standard keine Relevanz für den Konzernabschluss.
Die Änderungen zu IFRS 10 Konzernabschlüsse und IAS 28 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen mit dem Titel Veräußerung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und seinem assoziierten oder Gemeinschaftsunternehmen sehen vor, dass Ergebniseffekte davon abhängig sind, ob ein Geschäftsbetrieb übertragen wird oder nicht. Bei Verlust der Beherrschung über einen Geschäftsbetrieb soll das Ergebnis vollständig erfasst werden. Der Erstanwendungszeitpunkt wurde vom IASB auf einen noch festzulegenden Zeitpunkt verschoben.
In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, bei denen die Wienerberger AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Die Schlagmann Gruppe und Silike keramika, spol. s.r.o. sind gemäß den Kriterien des IFRS 11 als Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) zu klassifizieren, da die Führung dieser Unternehmen gemeinschaftlich mit einem gleichberechtigten Partner erfolgt. Sie werden daher zu 50% atequity bilanziert.
Im dritten Quartal 2017 erwarb Wienerberger die Preflex Gruppe, einen führenden Anbieter von vorverdrahteten Elektroinstallationsrohren, sowie ein Hintermauerziegelwerk in Deutschland. Für diese Transaktionen flossen Barmittel von 10.057 TEUR. Weitere 10.253 TEUR wurden am Bilanzstichtag in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Im Zuge einer vorläufigen Kaufpreisallokation wurde ein Firmenwert von 15.546 TEUR identifiziert und im operativen Berichtssegment Pipes & Pavers Western Europe ausgewiesen. Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung erzielten die erworbenen Unternehmen einen Außenumsatz von 7.456 TEUR und ein EBITDA von 513 TEUR. Die in den Verwaltungskosten ausgewiesenen Anschaffungsnebenkosten für diese Transaktionen beliefen sich auf 485 TEUR.
Wienerberger verkauft witterungsbedingt in den ersten und letzten Monaten des Jahres geringere Mengen als zur Jahresmitte. Diese saisonale Schwankung zeigt sich in den Relationen des ersten bzw. vierten Quartals, die grundsätzlich unter den Zahlen des zweiten und dritten Quartals liegen.
Das Hybridkapital wird als Teil des Eigenkapitals und die Kuponzahlung in der Ergebnisverwendung der Entwicklung des Eigenkapitals ausgewiesen.
Die Hybridanleihe aus dem Jahr 2014 ersetzte im Rahmen eines Tauschangebots die Hybridanleihe aus dem Jahr 2007 im Umfang von 272.188 TEUR und ist eine gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangige, unbefristete Anleihe mit einem Kupon von 6,5% bis 9.2.2017 und einem Kupon von 5% bis 9.2.2021, in dem der Emittentin erstmals ein Kündigungsrecht zusteht.
Für die ersten neun Monate des Jahres 2017 wurden zeitaliquot abgegrenzte Kuponzinsen von 10.627 TEUR bei der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie berücksichtigt. Dadurch verringerte sich das Ergebnis je Aktie um 0,09 EUR.
Nachdem Wienerberger am 14.12.2016 von dem Tilgungsrecht der Hybridanleihe aus dem Jahr 2007 Gebrauch gemacht hatte, wurde sie zum Bilanzstichtag 31.12.2016 zum beizulegenden Zeitwert als Finanzverbindlichkeit ausgewiesen. Die Rückzahlung des Nominalbetrags von 221.812 TEUR erfolgte im ersten Quartal des Berichtsjahrs. Die darauf entfallenen Zinsen sind im Zinsaufwand enthalten.
Der Konzernumsatz betrug in den ersten neun Monaten 2.360.989 TEUR (Vorjahr: 2.279.685 TEUR) und stieg damit im Vergleich zur Vorjahresperiode um 4%. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) lag mit 314.970 TEUR über dem Vergleichswert des Vorjahres von 302.589 TEUR. Das Betriebsergebnis belief sich auf 168.163 TEUR im Vergleich zu 154.264 TEUR im Vorjahr.
Die zum Halbjahr durchgeführte Analyse von Indikatoren, welche auf eine mögliche Wertminderung hindeuten können, zeigte einen Anstieg des gewichteten Kapitalkostensatzes (WACC) nach Steuern, welcher zum Zweck der Abzinsung der Zahlungsströme für die Ermittlung des Nutzungswerts der Gruppen an zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUs) herangezogen wird. Der für die CGU Gruppe Pipes Steinzeug im operativen Berichtssegment Pipes & Pavers Western Europe ermittelte WACC vor Steuern stieg im Juni des Berichtsjahrs auf 9,60% gegenüber 8,67% zum Zeitpunkt des letzten periodischen Werthaltigkeitstests im November 2016. Die Wachstumsrate belief sich auf 1,5% (Vorjahr: 1,2%). In Folge des Anstiegs des Kapitalkostensatzes fiel der Nutzungswert unter den Buchwert des getesteten Vermögens, was zu einer in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen Wertminderung des Firmenwerts in Höhe von 6.339 TEUR führte. Der Nutzungswert der CGU Gruppe Pipes Steinzeug belief sich auf 65 MEUR.
Zum Stichtag wurden 570.289 eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden. Die Anzahl der gewichteten Aktien beläuft sich für den Zeitraum 1.1.2017 bis 30.9.2017 auf 116.956.475 Stück. Per 30.9.2017 betrug die Anzahl der ausgegebenen Aktien unverändert 117.526.764 Stück.
Erfolgsneutrale negative Währungsdifferenzen von -42.574 TEUR (Vorjahr: -43.075 TEUR) resultierten im Berichtszeitraum vor allem aus dem US Dollar. Die Hedging Rücklage erhöhte im Berichtszeitraum das Eigenkapital um 10.976 TEUR (Vorjahr: 15.888 TEUR) nach Steuern. Marktwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren beliefen sich auf 37 TEUR (Vorjahr: 72 TEUR). Die im sonstigen Gesamtergebnis enthaltenen latenten Steuern belaufen sich auf insgesamt -882 TEUR (Vorjahr: -2.696 TEUR).
Das Ergebnis nach Ertragsteuern erhöhte das Eigenkapital in den ersten neun Monaten um 107.336 TEUR (Vorjahr: 94.017 TEUR). Insgesamt erhöhte das Gesamtergebnis nach Steuern das Eigenkapital um 75.775 TEUR (Vorjahr: 56.048 TEUR) im Berichtszeitraum.
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 44.135 TEUR (Vorjahr: 138.918 TEUR) lag um 94.783 TEUR unter dem Vergleichswert der Vorjahresperiode, was überwiegend aus dem Anstieg der gezahlten Steuern von -40.371 TEUR (Vorjahr: -18.044 TEUR), gezahlter Zinsen in Höhe von -33.410 TEUR (Vorjahr: -29.632 TEUR) und der Veränderung der Vorräte in Höhe von -43.478 (Vorjahr: 4.789) resultierte. Von den Wertminderungen von Vermögenswerten und anderen Bewertungseffekten entfielen -2.098 TEUR (Vorjahr: -5.500 TEUR) auf Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte. Andere Bewertungseffekte beinhalten die Vorratsbewertung von -2.435 TEUR (Vorjahr: -5.653 TEUR), die Wertminderung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von -789 TEUR (Vorjahr: -1.201 TEUR) sowie die Bewertung von finanziellen Vermögenswerten von 6.873 TEUR (Vorjahr: 5.886 TEUR). Die gezahlten Zinsen beinhalten den Zinsaufwand der Hybridanleihe 2007, welche am 15.12.2016 in die Finanzverbindlichkeiten umgegliedert und am 9.2.2017 getilgt wurde.
Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen in das Anlagevermögen (inkl. Finanzanlagen) und Akquisitionen von insgesamt 101.275 TEUR (Vorjahr: 110.925 TEUR) resultierte mit 90.772 TEUR (Vorjahr: 80.350 TEUR) aus Normalinvestitionen, die Instandhaltung und Investitionen in technologische Weiterentwicklungen beinhalten, und mit 10.503 TEUR (Vorjahr: 30.575 TEUR) aus Akquisitionen und Werkserweiterungen (Wachstumsinvestitionen).
Die Einzahlungen aus Anlagenabgängen betrugen 18.924 TEUR (Vorjahr: 11.898 TEUR) und beinhalten im Wesentlichen den Verkauf von nicht betriebsnotwendigen Grundstücken. Am 26.5.2017 wurde auf 116.956.475 ausstehende Aktien eine Dividende von 0,27 EUR je Aktie, somit 31.578.248,25 EUR ausgeschüttet.
Die in den ersten neun Monaten des Berichtsjahres getätigten Normal- und Wachstumsinvestitionen (exkl. Unternehmensakquisitionen) erhöhten das Anlagevermögen um 91.218 TEUR (Vorjahr: 98.048 TEUR). Die Nettoverschuldung erhöhte sich aufgrund des saisonal bedingten Anstiegs des Working Capital im Vergleich zum
31.12.2016 um 50.028 TEUR auf 681.630 TEUR. Zum Stichtag bestanden Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagen in Höhe von 26.093 TEUR (31.12.2016: 24.583 TEUR).
Folgende Tabelle stellt jene finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die bei Wienerberger zum beizulegenden Zeitwert bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, sowie deren Zuordnung zu den drei Hierarchiestufen der Bewertung gemäß IFRS 13. In der Berichtsperiode wurden keine Umgliederungen zwischen den Hierarchiestufen vorgenommen.
| in TEUR | Art der Bilanzierung 1) |
Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Buchwert zum 30.9.2017 |
|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | |||||
| Anteile Fonds | FV | 21.352 | 21.352 | ||
| Schuldtitel von Kapitalgesellschaften | FV | 4.938 | 4.938 | ||
| Aktien | FV | 18 | 18 | ||
| Sonstige | FV | 13 | 756 | 769 | |
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente | 26.308 | 13 | 756 | 27.077 | |
| Sonstige langfristige Forderungen | AC | 7.452 | 7.452 | ||
| Derivate aus Cashflow Hedges | FV | 1.506 | 1.506 | ||
| Derivate aus Net Investment Hedges | FV | 15.739 | 15.739 | ||
| Sonstige Derivate | FV | 1.662 | 3.798 | 5.460 | |
| Derivate mit positivem Marktwert | 18.907 | 3.798 | 22.705 | ||
| Passiva | |||||
| Derivate aus Cashflow Hedges | FV | 242 | 242 | ||
| Derivate aus Net Investment Hedges | FV | 2.534 | 2.534 | ||
| Sonstige Derivate | FV | 5.450 | 5.450 | ||
| Derivate mit negativem Marktwert | 8.226 | 8.226 | |||
| Langfristige Darlehen | AC | 224.847 | 219.486 | ||
| Revolvierende Kredite | AC | 100.709 | 100.835 | ||
| Kurzfristige Darlehen und Vorlagen | AC | 84.310 | 84.162 | ||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 409.866 | 404.483 | |||
| Anleihen – langfristig | AC | 329.940 | 298.563 | ||
| Anleihen – kurzfristig | AC | 110.531 | 106.552 | ||
| Langfristige Darlehen | AC | 12 | 13 | ||
| Commercial Paper – kurzfristig | AC | 53.911 | 53.915 | ||
| Kurzfristige Darlehen und Vorlagen | AC | 16 | 16 | ||
| Leasingverbindlichkeiten – kurzfristig | AC | 684 | 684 | ||
| Leasingverbindlichkeiten – langfristig | AC | 275 | 275 | ||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen | AC | 3 | 3 | ||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken | 440.471 | 54.901 | 460.021 |
1) FV (Fair Value) bezeichnet zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten
AC (Amortized Cost) bezeichnet zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten
| Art der | Buchwert zum |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Bilanzierung 1) | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | 31.12.2016 |
| Aktiva | |||||
| Anteile Fonds | FV | 6.679 | 6.679 | ||
| Schuldtitel von Kapitalgesellschaften | FV | 9.195 | 9.195 | ||
| Aktien | FV | 18 | 18 | ||
| Sonstige | FV | 42 | 812 | 854 | |
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente | 15.892 | 42 | 812 | 16.746 | |
| Sonstige langfristige Forderungen | AC | 6.883 | 6.883 | ||
| Derivate aus Cashflow Hedges | FV | 358 | 358 | ||
| Derivate aus Net Investment Hedges | FV | 9.051 | 9.051 | ||
| Sonstige Derivate | FV | 3.610 | 3.610 | ||
| Derivate mit positivem Marktwert | 13.019 | 13.019 | |||
| Passiva | |||||
| Derivate aus Cashflow Hedges | FV | 589 | 589 | ||
| Derivate aus Net Investment Hedges | FV | 4.241 | 4.241 | ||
| Sonstige Derivate | FV | 7.166 | 7.166 | ||
| Derivate mit negativem Marktwert | 11.996 | 11.996 | |||
| Langfristige Darlehen | AC | 85.941 | 83.471 | ||
| Revolvierende Kredite | AC | 80.817 | 81.588 | ||
| Kurzfristige Darlehen und Vorlagen | AC | 25.277 | 25.261 | ||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 192.035 | 190.320 | |||
| Anleihen – langfristig | AC | 428.265 | 397.822 | ||
| Anleihen – kurzfristig | AC | 244.264 | 246.649 | ||
| Langfristige Darlehen | AC | 89 | 89 | ||
| Commercial Paper – kurzfristig | AC | 34.103 | 34.416 | ||
| Leasingverbindlichkeiten – langfristig | AC | 51 | 51 | ||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen | AC | 15 | 15 | ||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken | 672.529 | 34.258 | 679.042 |
1) FV (Fair Value) bezeichnet zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten
AC (Amortized Cost) bezeichnet zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt bei Fondsanteilen, Schuldtiteln von Kapitalgesellschaften und Aktien sowie bei von Wienerberger emittierten Anleihen marktwertorientiert über Börsenpreise (Stufe 1). Sonstige Wertpapiere, die als zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, werden großteils der Stufe 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet. Dabei handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen, welche nicht mit der Rückstellung saldiert werden dürfen.
Derivate werden in einem kapitalwertorientierten Verfahren unter Verwendung am Markt beobachtbarer Inputfaktoren wie aktuelle Zinsstrukturkurven und Währungskursrelationen bewertet (Stufe 2). In den sonstigen Derivaten mit positivem Marktwert ist eine Kaufoption für nicht beherrschende Anteile der Tondach Gruppe in Höhe von 3.798 TEUR enthalten, welche aufgrund der in die Bewertung eingeflossener Input Faktoren der Stufe 3 zuzuordnen ist. Der beizulegende Zeitwert wird mittels Black-Scholes-Modell auf Basis des budgetierten EBITDA und des vereinbarten Multiplikationsfaktors ermittelt. Der Bewertungsertrag in Höhe von 3.798 TEUR wurde im sonstigen Finanzergebnis berücksichtigt.
Der beizulegende Zeitwert langfristiger Forderungen sowie nicht börsennotierter Finanzverbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, wird ebenfalls in einem kapitalwertorientierten Verfahren unter Berücksichtigung aktueller Zinsstrukturkurven ermittelt (Stufe 2). Bei sämtlichen passiv gehaltenen Finanzinstrumenten findet eine Anpassung des ermittelten beizulegenden Zeitwertes durch die Berücksichtigung des Kontrahentenrisikos statt.
Wienerberger setzt konzernweit auf eine frühzeitige Identifikation und aktive Steuerung von Risiken des Unternehmensumfelds, indem mit dem Vorstand sowie verantwortlichen Business Unit Managern und Corporate Service Leitern regelmäßig eine Aktualisierung des bestehenden Risikokatalogs zur Identifizierung neuer Risiken durchgeführt wird. Dabei werden strategische und operative Risiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette identifiziert und deren Cashflow Auswirkungen nach
einem mittelfristigen (bis fünf Jahre) und langfristigen (sechs bis zehn Jahre) Zeithorizont unterschieden. Als wesentliche Risiken werden die Konkurrenz durch Substitutionsprodukte wie Beton, Stahl, Holz, Kalkstein, Glas oder Aluminium sowie ein damit verbundener Preisdruck identifiziert. Ebenso sieht das Management in höheren Inputkosten sowie volatilen Rohstoffpreisen für Kunststoffe weiterhin relevante Risiken. Wienerberger überwacht die Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements laufend und steuert diese aktiv. Die Entwicklung der Baukonjunktur sowie die für die Nachfrage nach Baustoffen wesentlichen Indikatoren werden laufend beobachtet, um die Produktionskapazitäten in der Wienerberger Gruppe zeitnah an sich ändernde Marktbedingungen anpassen zu können. Das Preisniveau auf den lokalen Märkten wird laufend kontrolliert, gegebenenfalls erfolgt eine Anpassung der Preisstrategie. Dem Risiko von höheren Inputkosten begegnet Wienerberger mit der frühzeitigen Fixierung von Bezugspreisen sowie längerfristigen Lieferverträgen. Risiken aus steigenden Energiekosten werden im Rahmen einer konzernweiten Hedging-Strategie durch laufende Preisabsicherung gemindert. Im restlichen Jahr erwartet Wienerberger weiterhin Risiken aus höheren Inputkosten sowie der Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung der Baukonjunktur und weiteren Preisdruck in einzelnen Märkten.
Die Geschäftsentwicklung im Bereich Kunststoffrohre wird wesentlich durch die Entwicklung der Rohstoffpreise beeinflusst. Synthetische Polymere stellen einen wesentlichen Teil der Produktionskosten von Kunststoffrohren dar. Die Volatilität der Rohstoffpreise hat sich in den letzten Jahren verstärkt. Starke Schwankungen innerhalb eines Monats verlangen eine flexible Preispolitik, um diese Preisschwankungen zu kontrollieren bzw. gezielt an den Markt weiterzuleiten. Rasches Handeln im Preismanagement ist entscheidend, um nachhaltig profitable Ergebnisse zu sichern. Neben dem Preisrisiko besteht auch ein Risiko aus der Versorgungssicherheit mit ausreichend Rohstoffen. Eine Unterbrechung der Versorgung zieht unweigerlich einen Ausfall der Produktion nach sich. Etwaigen Verknappungen am Rohstoffmarkt wird durch umfassende Maßnahmen in den Bereichen Einkauf, Produktion und Vertrieb sowie im Preismanagement entgegengewirkt.
Für Wienerberger bestehen rechtliche Risiken aus verschärften Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften, wobei eine Nichteinhaltung das Risiko von Bußgeldern oder Schadenersatzforderungen birgt.
Folgende Unternehmen und Personen werden als Wienerberger nahestehend angesehen: Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands, assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, nicht konsolidierte Tochterunternehmen der Wienerberger AG sowie die ANC Privatstiftung und deren Tochterunternehmen. Bestehende Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen, in denen Aufsichtsratsmitglieder der Wienerberger AG tätig sind, werden zu fremdüblichen Konditionen abgewickelt.
Die ANC Privatstiftung betreibt das im Jahr 2001 von der Wienerberger AG übertragene Deponiegeschäft in Österreich und hält Vermögenswerte (insbesondere Liegenschaften und Wertpapiere) in eingeschränktem Ausmaß. Der Vorstand der ANC Privatstiftung besteht aus drei Mitgliedern, wobei zwei Mitglieder dem Wienerberger Top Management angehören. Dadurch kann Wienerberger Verfügungsgewalt über die Stiftung ausüben. Dennoch besteht gemäß IFRS 10 ein Konsolidierungsverbot, da die Aktionäre der Wienerberger AG und nicht die Gesellschaft selbst Anrecht auf schwankende Rückflüsse aus der Stiftung haben. Die Bilanzsumme der ANC Privatstiftung betrug zum Bilanzstichtag 31.102 TEUR (31.12.2016: 28.754 TEUR) und besteht im Wesentlichen aus Grundstücken und Bauten in Höhe von 11.578 TEUR (31.12.2016: 11.826 TEUR) und aus Wertpapieren und liquiden Mitteln in Höhe von 17.131 TEUR (31.12.2016: 14.727 TEUR). Zum 30.9.2017 hatte die ANC Privatstiftung Rückstellungen in Höhe von 7.901 TEUR (31.12.2016: 8.904 TEUR) und keine ausstehenden Finanzverbindlichkeiten.
Die Wienerberger AG und ihre Tochterunternehmen finanzieren assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie nicht konsolidierte verbundene Unternehmen mit Darlehen zu marktüblichen Konditionen. Die aushaftenden Darlehensforderungen gegenüber Gemeinschaftsunternehmen beliefen sich zum 30.9.2017 auf
14.007 TEUR (31.12.2016: 11.012 TEUR), jene gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen auf 7.274 TEUR (31.12.2016: 7.268 TEUR).
Am 17.10.2017 gab Wienerberger die geplante Übernahme von 98,3 % der Anteile an dem rumänischen Ziegelproduzenten Brikston Construction Solutions SA vorbehaltlich der Genehmigung durch die Kartellbehörde bekannt. Am 31.10.2017 erwarb Wienerberger Columbus Brick, einen US-amerikanischen Vormauerziegelproduzenten in Mississippi. Am selben Tag wurde die Freigabe zur geplanten Übernahme des Kärntner Ziegelwerks Brenner durch die Bundeswettbewerbsbehörde erteilt. Insgesamt beläuft sich der Kaufpreis auf rund 62 MEUR.
Der vorliegende Zwischenbericht der Wienerberger AG wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss (Zwischenbericht nach IFRS) ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Zwischenlagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten neun Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen drei Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Wien, am 8. November 2017
Der Vorstand der Wienerberger AG
Heimo Scheuch Willy Van Riet Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands, verantwortlich für den Bereich Finanzen
| 23. Oktober 2017 | Beginn der Quiet Period |
|---|---|
| 08. November 2017 | Ergebnisse zum 3. Quartal 2017 |
| 29. Jänner 2018 | Beginn der Quiet Period |
| 28. Februar 2018 | Ergebnisse 2017: |
| Presse- und Analystenkonferenz in Wien | |
| 29. März 2018 | Veröffentlichung Geschäftsbericht 2017 auf der Wienerberger Website |
| 23. April 2018 | Beginn der Quiet Period |
| 09. Mai 2018 | Ergebnisse zum 1. Quartal 2018 |
| 04. Juni 2018 | Nachweisstichtag 149. o. Hauptversammlung |
| 14. Juni 2018 | 149. o. Hauptversammlung im Austria Center Wien |
| 18. Juni 2018 | Ex-Tag für die Dividende 2017 |
| 19. Juni 2018 | Record Date |
| 20. Juni 2018 | Zahltag für die Dividende 2017 |
| Juni 2018 | Veröffentlichung Nachhaltigkeitsbericht 2017 |
| 30. Juli 2018 | Beginn der Quiet Period |
| 16. August 2018 | Ergebnisse zum 1. Halbjahr 2018: |
| Presse- und Analystenkonferenz in Wien | |
| September 2018 | Capital Markets Day 2018 |
| 22. Oktober 2018 | Beginn der Quiet Period |
| 08. November 2018 | Ergebnisse zum 3. Quartal 2018 |
| Head of Investor Relations | Klaus Ofner |
|---|---|
| Aktionärstelefon | +43 1 601 92 10221 |
| [email protected] | |
| Internet | www.wienerberger.com |
| Wiener Börse | WIE |
| Thomson Reuters | WBSV.VI; WIE-VI |
| Bloomberg | WIE AV |
| Datastream | O: WNBA |
| ADR Level 1 | WBRBY |
| ISIN | AT0000831706 |
http://geschaeftsbericht.wienerberger.com
Wienerberger ist der einzige multinationale Anbieter von Ziegeln für Wand und Dach sowie für Flächenbefestigungen aus Beton und für Rohrsysteme. Wir sind derzeit mit insgesamt 200 Produktionsstandorten in 30 Ländern vertreten und über Exporte in internationalen Märkten tätig. Damit sind wir der größte Ziegelproduzent weltweit und die Nr. 1 bei Tondachziegeln in Europa. Weiters halten wir führende Positionen bei Rohrsystemen in Europa und bei Beton�ächenbefestigungen in Zentral-Osteuropa.
| 1 Alabama |
4 | 1 | 15 | New York* | 3 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2 Arkansas* |
5 | 1 | 16 | North Carolina | 1 | 2 | 1 | 4 | |||
| 3 Colorado |
1 | 1 | 1 | 17 | Ohio* | 2 | |||||
| 4 Delaware* |
5 | 18 | Oklahoma* | 6 | |||||||
| 5 Georgia |
1 | 2 | 19 | Ontario | 1 | ||||||
| 6 Illinois |
3 | 2 | 20 | Pennsylvania* | 3 | ||||||
| 7 Indiana |
1 | 1 | 2 | 21 | South Carolina | 4 | 1 | ||||
| 8 Kentucky |
1 | 2 | 22 | Tennessee | 1 | 1 | 1 | 6 | |||
| 9 Maryland* |
2 | 23 | Utah* | 2 | |||||||
| 10 Michigan |
2 | 2 | 24 | Virginia | 1 | 1 | 1 | ||||
| 11 Mississippi* |
6 | 25 | West Virginia* | 1 | |||||||
| 12 Montana |
1 | 1 | 26 | Wisconsin* | 5 | ||||||
| 13 Nebraska* |
6 | 27 | Wyoming | 1 | 1 | ||||||
| 14 New Jersey* |
3 |
* Märkte werden aus den angrenzenden Bundesstaaten beliefert.
| 1 | Belgien | 1 | 1 | 3 | 6 | 2 | 2 | 1 | 15 Norwegen* |
2 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2 | Bulgarien | 1 | 2 | 1 | 1 | 1 | 16 Österreich |
1 | 1 | 7 | 1 | 2 | 4 | 1 | |||
| 3 | Dänemark* | 2 | 17 Polen |
1 | 2 | 7 | 1 | 1 | 5 | 2 | |||||||
| 4 | Deutschland | 1 | 4 | 15 | 3 | 4 | 1 | 1 | 2 | 18 Rumänien |
1 | 1 | 4 | 2 | |||
| 5 | Estland | 1 | 1 | 1 | 19 Russland |
1 | 2 | 1 | |||||||||
| 6 | Finnland* | 1 | 4 | 20 Schweden* |
2 | 2 | |||||||||||
| 7 | Frankreich | 2 | 4 | 5 | 1 | 3 | 2 | 21 Schweiz |
3 | 1 | 2 | 2 | |||||
| 8 | Griechenland | 1 | 22 Serbien |
1 | 1 | ||||||||||||
| 9 | Großbritannien | 2 | 1 | 9 | 4 | 23 Slowakei |
1 | 1 | 2 | 1 | |||||||
| 10 | Irland | 1 | 24 Slowenien |
1 | 1 | 1 | 1 | ||||||||||
| 11 | Italien | 1 | 4 | 25 Tschechien |
1 | 1 | 7 | 4 | 1 | 2 | |||||||
| 12 | Kroatien | 1 | 1 | 1 | 2 | 1 | 26 Türkei |
1 | |||||||||
| 13 | Mazedonien | 1 | 1 | 27 Ungarn |
1 | 1 | 6 | 2 | 2 | 1 | |||||||
| 14 | Niederlande | 1 | 1 | 1 | 7 | 3 | 5 | 2 |
* Im Ziegelgeschäft in den nordischen Ländern Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden, das überregional geführt wird, halten wir eine Nr. 2 Marktposition.
Smart Solutions sind in der industriellen Fertigung auf dem Vormarsch. Die Digitalisierung eröffnet zukunftsweisende Lösungsansätze und Verfahrenstechniken, die Ressourcen und Energie sparen. Auch die Ingenieure bei Wienerberger experimentieren stetig mit neuen Technologien und entwickeln Prozessabläufe weiter. Vielversprechendes Potenzial bietet dabei der 3D-Druck – vor allem in der energieintensiven keramischen Produktion.
Das 3D-Druckverfahren eignet sich für die Produktion von komplexen und geometrisch individuellen Spezialprodukten in Kleinserien. Wienerberger testet aktuell verfahrenstechnisches Equipment für Brennöfen, das mit konventionellen Fertigungsmethoden nur sehr aufwändig herstellbar ist. Dabei handelt es sich um Spezialdüsen, die für eine optimale Temperaturverteilung in den Brennöfen sorgen. Das reduziert den Energieverbrauch und verbessert die Produktqualität.
Ein anderes Anwendungsfeld des 3D-Drucks ist das Rapid-Prototyping-Verfahren. Damit werden Musterbauteile gedruckt und soweit optimiert, bis eine Serienfertigung mit einer kostengünstigeren Alternative sinnvoll erscheint. Wienerberger nutzt diese Technik erfolgreich bei der Entwicklung und Optimierung von Dachziegelträgern, sogenannter H-Kassetten. Weitere Einsatzfelder warten etwa bei der Ersatzteilfertigung oder beim Design von Prototypen für neue Produktmodelle.
Der 3D-Druck hat Stärken, die ihn einzigartig machen. Dazu zählt die Fertigung von Formen, die mit traditionellen Verfahren nur schwer zu realisieren sind. Wienerberger ist es mit dieser Methode gelungen, innovatives verfahrenstechnisches Equipment für Brennöfen zu entwickeln. Diese Spezialdüsen sorgen für eine optimale Temperaturverteilung im Ofenbrennraum. Das bringt wesentliche Vorteile: Neben dem reduzierten Energieverbrauch wird auch die Produktqualität entscheidend verbessert.
Mehr Success Stories im Geschäftsbericht 2016 und auf geschaeftsbericht.wienerberger.com
Medieninhaber (Verleger) Wienerberger AG A-1100 Wien, Wienerberg City, Wienerbergstraße 11 T +43 1 601 92 0 F +43 1 601 92 10159
Für Rückfragen Vorstand: Heimo Scheuch, CEO; Willy Van Riet, CFO Investor Relations: Klaus Ofner
Konzept und Gestaltung Brainds, Marken und Design GmbH
Textseiten Inhouse produziert mit firesys
Generatives Design Process – Studio for Art and Design OG
Redaktion Success Stories Claudia Riedmann & Michael Birner, Schreibagentur
Der Bericht zum 3. Quartal 2017, veröffentlicht am 8. November 2017, steht auch auf der Website www.wienerberger.com zum Download zur Verfügung.
Erhältlich in deutscher und englischer Sprache.
Im Interesse des Text�usses und der Lesefreundlichkeit wurde im vorliegenden Bericht durchgehend auf eine geschlechterspezifische Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für beide Geschlechter.
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