Earnings Release • Nov 10, 2017
Earnings Release
Open in ViewerOpens in native device viewer
Der Umsatz wird sich mit + 5% zum Jahresende über dem Vorjahresniveau bewegen. Die EBIT-Marge wird bei über 6% erwartet.
Nach einem verhaltenen Start in das Jahr 2017 hat sich die Konjunkturstimmung global aufgehellt. Das internationale Wirtschaftsforschungsinstitut Oxford Economics rechnet mit einem Wachstum des globalen Bruttoinlandprodukts (BIP) um 2,9%. Im Jahr 2016 betrug das Wachstum nur 2,4%. Bei der weltweiten Industrieproduktion wird sogar von einer Steigerung von 3,7% ausgegangen (2016: 1,8%).
Nach Jahren des niedrigen Wachstums konnten die Ökonomien Europas und Nordamerikas wieder erhöhte Wachstumsraten erreichen. Für die Eurozone wird von einer BIP-Steigerung von 2,2% ausgegangen. Das stellt eine deutliche Verbesserung zu 2016 dar (1,8%). Getragen wird das europäische Wachstum vor allem durch eine deutlich verbesserte Industrieproduktion (2,4% für 2017 erwartet im Vergleich zu 1,4% in 2016). Für Österreich hat das Institut für Höhere Studien (IHS) die Wachstumsprognose für 2017 auf 2,6% erhöht. Österreich verzeichnet aktuell die stärkste Wachstumsphase seit Mitte der 2000er Jahre. Damit liegen die Erwartungen leicht über den Prognosen für die Eurozone. Diese Einschätzung basiert auf gestiegenen Investitionen und kräftig wachsenden Exporten. In Deutschland wird mit einer BIP-Steigerung in Höhe von 2,1% gerechnet (2016: 1,9%). Die Wirtschaft Deutschlands profitiert dabei neben erhöhten Exporten vor allem von einer Zunahme der öffentlichen Investitionen sowie des privaten Konsums.
In den USA basieren die Wachstumserwartungen ebenfalls auf einer positiven Entwicklung der Industrieproduktion (1,9% für 2017 im Vergleich zu -1,2% in 2016) sowie der hohen Konsumausgaben von Haushalten.
Die positiven Industrieproduktionen lassen nunmehr auch steigende Preise für Rohstoffe und Energie in 2018 erwarten. Als ein Indikator dafür hat sich der Ölpreis im zweiten Halbjahr 2017 bereits deutlich erholt.
Aufgrund der erfreulichen, guten Nachfrage am europäischen und amerikanischen Markt, liegt die Umsatzentwicklung über unseren Planungen und Erwartungen. Zum 30. September 2017 lag der Umsatz somit bei TEUR 61.715 (VJ: TEUR 57.886), demnach um 6,6% über dem Vorjahresniveau.
Das operative Ergebnis (EBITDA) lag per 30. September 2017 bei TEUR 6.978 (VJ: TEUR 6.319) und die EBITDA-Marge bei 11,3% (VJ: 10,9%). Das operative Ergebnis nach Abschreibungen EBIT lag bei TEUR 3.800 (VJ: TEUR 3.241), somit ergibt sich eine EBIT-Marge von 6,2% (VJ: 5,6%).
Das Finanzergebnis beläuft sich per 30. September 2017 auf TEUR - 2.622 (VJ: TEUR -959). Durch den wieder erstarkten Euro gegenüber dem Dollar sind durch Fremdwährungsbewertung Aufwendungen in Höhe von TEUR –2.029 (VJ: TEUR –432) erfasst worden. Tatsächlich realisierte Fremdwährungsaufwendungen belaufen sich auf TEUR - 37 (VJ: TEUR -42).
Der operative Cashflow der Rath Gruppe zum Ende des dritten Quartals 2017 liegt bei sehr guten TEUR 7.754 (VJ: 4.016).
An Investitionen wurden zum 30. September 2017 TEUR 3.676 (VJ: TEUR 2.992) in produzierende Standorte getätigt.
Im 3. Quartal 2017 konnte die Rath Gruppe ein Schuldscheindarlehen, mit einer Laufzeit von fünf und sieben Jahren, in einer Höhe von TEUR 35.000 erfolgreich am Markt (Österreich, Deutschland) platzieren. Durch die Aufnahme des Schuldscheindarlehens wurden nahezu alle bestehenden kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten rückgeführt. Mit der strukturierten Finanzierungsform ist es gelungen ein klares, eindeutiges Bilanzbild der Rath Gruppe zu erzielen. Die zusätzlich aufgenommene Liquidität soll für zukünftiges Wachstum dienen. Durch die Neuaufnahme und gleichzeitige Rückführung von Altbeständen bzw. fristgerechter Rückzahlungen an Finanzverbindlichkeiten ist per 30. September 2017 ein Überhang aus der Finanzierung in Höhe von TEUR 13.933 (VJ: TEUR – 1.289) zu verzeichnen.
Aus heutiger Sicht rechnet das Management mit einem Umsatzzuwachs zum Jahresende in Höhe von etwa 5% gegenüber dem Vorjahr. Weiterhin wird eine EBITDA-Marge größer 11% angestrebt. Das Management peilt eine Dividendenausschüttung mit einer Rendite von > 3% an.
Als derzeit kritische Einflussfaktoren auf das Konzernergebnis sind etwaige Preiserhöhungen bei Rohstoffen und Energie sowie negative Währungs- und Zinsveränderungen zu erwähnen.
Andreas Pfneiszl e.h. DI Jörg Sitzenfrey e.h. Vorstand
| TEUR | 1-9/2017 | 1-9/2016 | 1-9/2015 |
|---|---|---|---|
| Umsätze | 61.715 | 57.886 | 60.906 |
| EBITDA | 6.978 | 6.319 | 6.881 |
| EBITDA-Marge | 11,3% | 10,9% | 11,3% |
| EBIT | 3.800 | 3.241 | 3.869 |
| EBIT-Marge | 6,2% | 5,6% | 6,4% |
| Operativer Cashflow |
7.754 | 4.016 | 3.668 |
| Anzahl Mitarbeiter | 533 | 547 | 544 |
| Aktienkurs | 18 | 17 | 14 |
Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben im Quartalsbericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.
Impressum:
Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Rath Aktiengesellschaft, Walfischgasse 14, A-1015 Wien IR- und Compliance Verantwortlicher: Andreas Pfneiszl
Building tools?
Free accounts include 100 API calls/year for testing.
Have a question? We'll get back to you promptly.