Annual Report • Mar 20, 2018
Annual Report
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400.000 Motorräder im Jahr 2022
| 2021 (NEU) | 2021 (ALT) | |
|---|---|---|
| Verkaufte Motorräder1) | >360,000 Stück | >300,000 Stück |
| EBIT-Marge | 8 – 10% | 8 – 10% |
| ROIC | 10 – 12% | 9 – 11% |
1) Einschließlich von Bajaj vertriebene Motorräder
| KTM INDUSTRIES-GRUPPE 6 - 23 | |
|---|---|
| Konzernstruktur 6 | |
| Vorwort des Vorstandes 8 | |
| Organe der Gesellschaft 10 | |
| KTM 12 | |
| Husqvarna Motorcycles 14 | |
| WP 16 | |
| Pankl 18 | |
| KTM TECHNOLOGIES 20 | |
| Mitarbeiter 22 | |
| AKTIE & CORPORATE GOVERNANCE 24 - 59 | |
| Aktie & Investor Relations 24 | |
| Corporate Governance 26 |
| KONZERNLAGEBERICHT 60 - 73 | |
|---|---|
| Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 62 | |
| Wirtschaftliches Umfeld und Marktentwicklung 63 | |
| Finanzielle Leistungsindikatoren 65 | |
| Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 69 | |
| Risikobericht und Finanzinstrumente 70 | |
| Angaben gemäß § 243A (ABS. 1) UGB 70 | |
| Ausblick 72 | |
Bericht des Aufsichtsrates ..................................................... 58
| KONZERNABSCHLUSS 74 -142 |
|---|
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 76 |
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung 77 |
| Konzernbilanz 78 |
| Konzernkapitalflussrechnung 80 |
| Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 82 |
| Konzernanhang 84 |
| Erklärung der gesetzlichen Vertreter (Freigabe) 142 |
| Bestätigungsvermerk 143 |
| NACHHALTIGKEITSBERICHT 148 - 163 |
| Erklärung des Vorstandes 164 |
| ERTRAGSKENNZAHLEN | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | VDG. IN % | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in m€ | 910,6 | 1.086,3 | 1.223,6 | 1.343,0 | 1.533,0 | 14 |
| EBITDA | in m€ | 116,7 | 148,1 | 178,4 | 198,4 | 218,9 | 10 |
| EBIT | in m€ | 65,9 | 93,0 | 112,9 | 122,3 | 132,5 | 8 |
| Ergebnis nach Steuern | in m€ | 31,7 | 57,0 | 65,0 | 89,0 | 83,9 | -6 |
| EBITDA-Marge | in % | 12,8% | 13,6% | 14,6% | 14,8% | 14,3% | |
| EBIT-Marge | in % | 7,2% | 8,6% | 9,2% | 9,1% | 8,6% | |
| BILANZKENNZAHLEN | 31.12.2013 | 31.12.2014 | 31.12.2015 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | VDG. IN % | |
| Bilanzsumme | in m€ | 939,2 | 1.031,1 | 1.175,9 | 1.423,8 | 1.465,2 | 3 |
| Eigenkapital | in m€ | 308,5 | 370,9 | 386,6 | 454,9 | 528,6 | 16 |
| Eigenkapitalquote | in % | 32,8% | 36,0% | 32,9% | 32,0% | 36,1% | |
| Working Capital Empoloyed 1) | in m€ | 180,4 | 206,8 | 243,3 | 245,2 | 238,4 | -3 |
| Nettoverschuldung 2) | in m€ | 342,7 | 315,1 | 387,4 | 364,6 | 375,0 | 3 |
| Gearing 3) | in % | 111,1% | 85,0% | 100,2% | 80,1% | 70,9% | |
| CASH-FLOW UND INVESTITIONEN | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | VDG. IN % | |
| Cash-flow aus Betriebstätigkeit | in m€ | 64,1 | 82,4 | 106,9 | 167,8 | 161,3 | -4 |
| Cash-flow aus Investitionstätigkeit | in m€ | -41,0 | -72,0 | -110,1 | -158,8 | -154,0 | -3 |
| Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit | in m€ | -23,6 | 32,7 | 50,7 | 139,2 | -118,0 | <100 |
| Investitionen 4) | in m€ | 96,4 | 108,4 | 133,0 | 144,4 | 178,6 | 24 |
| MITARBEITER | 31.12.2013 | 31.12.2014 | 31.12.2015 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | VDG. IN % | |
| Mitarbeiterstand zum Stichtag 5) | Anzahl | 4.084 | 4.182 | 4.553 | 5.069 | 5.887 | 16 |
| WERTSCHAFFUNG | 31.12.2013 | 31.12.2014 | 31.12.2015 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | ||
| ROCE (Return on Capital Employed) 6) | in % | 9,9% | 12,9% | 14,2% | 13,9% | 13,9% | |
| ROE (Return on Equity) 7) | in % | 10,8% | 16,8% | 17,2% | 21,2% | 17,1% | |
| BÖRSENKENNZAHLEN 8) | - | - | - | 31.12.2016 | 31.12.2017 | VDG. IN % | |
| Kurs per 31.12.; Börse SIX Swiss Exchange |
in CHF | 5,35 CHF | 7,39 CHF | 38 | |||
| Anzahl der Aktien | in m Stk. | 225,39 | 225,39 | - | |||
| Marktkapitalisierung | in m CHF | 1.205,82 | 1.665,61 | 38 | |||
| Ergebnis je Aktie | in € | 0,23 | 0,20 | -13 | |||
1) Working Capital = Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2) Nettoverschuldung = Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig, langfristig)
5) Mitarbeiterstand zum Stichtag (inklusive Leiharbeiter) 6) ROCE: EBIT/durchschnittliches Capital Employed
Buchwert je Aktie 9) in € 2,02 2,35 16
9) Eigenkapital / Anzahl der Aktien
Zahlungsmittel 3) Gearing = Nettoverschuldung/Eigenkapital
K KraftFahrZeug Holding GmbH 100% PF Beteiligungsverwaltungs GmbH 100% ACstyria Mobilitätscluster GmbH 12,3% Wethje Carbon Composites GmbH 8,4% & digitalization
1) indirekt über K KraftFahrZeug Holding GmbH 2) seit Jänner 2018 unter dem Dach der KTM AG 3) PEXCO GmbH "at equity"; 50,1% von Familie Puello gehalten 4) weitere 2,45% werden von Pierer Immobilien GmbH gehalten
High performance components
Das abgelaufene Geschäftsjahr 2017 war für die KTM Indust ries-Gruppe das 7. Rekordjahr in Folge und damit das beste Jahr seiner Unternehmensgeschichte. Die KTM Industries-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2017 einen Rekordumsatz von € 1.533,0 Mio. (+14%). Das entspricht einer Steigerung von € 190,0 Mio. Das Betriebsergebnis steigerte sich auf € 132,5 Mio. (+8%) nach € 122,3 Mio. im Vorjahr und das Ergebnis nach Steuern reduzierte sich von € 89,0 Mio. auf € 83,9 Mio. Die Bilanzsumme belief sich zum 31.12. auf € 1.465,2 Mio. nach € 1.423,8 Mio. im Vorjahr bei einer Eigenkapitalquote von 36,1%.
Im Geschäftsjahr 2017 konnten im Zuge des Wachstums der Gruppe weitere 818 Mitarbeiter eingestellt werden, davon 652 in Österreich. Die KTM Industries-Gruppe beschäftigte 2017 fast 6.000 Mitar beiter, davon mehr als 75% in Österreich.
Im vergangenen Jahr wurden für den weiteren Wachstumskurs rund € 180 Mio. investiert. Den Schwerpunkt bei den Investitionen in Betriebsanlagen und Infrastruktur bildete das neue High Perfor mance Antriebswerk und die Investition in die additive Fertigung bei der Pankl in Kapfenberg sowie die Erweiterung der Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei KTM in Mattighofen. Daneben stellten die Investitionen in Serienproduktentwicklung und Werkzeuge die größte Position mit ca. 50 % des Volumens.
Das abgelaufene Geschäftsjahr war bei KTM geprägt von der Erweiterung bestehender und vom Ausbau neuer strategischen Partnerschaften. Anfang Juli hat die KTM AG und ihr strategischer Partner BAJAJ Auto Ltd., Indien, bekannt gegeben, die Marke "Husqvarna Motorcycles" global auszurollen und dadurch den Absatz wesentlich zu steigern. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der philippinischen Ayala Corporation, dem Partner und Importeur von KTM und Husqvarna Motorcycles auf den Philippinen, ist die Assemblierung von Modellen der KTM DUKE- und RC-Familie bis
400cm3 planmäßig im ersten Halbjahr 2017 angelaufen. Somit wurden neue Distributionsmöglichkeiten im ASEAN-Raum eröffnet. Zum weiteren Ausbau der Marktpräsenz am chinesischen Markt geht die KTM AG mit ihrem langjährigen Partner CF Moto, Hangzhou City, ein Joint-Venture ein. Durch das Joint Venture soll nicht nur der Auftritt von KTM am chinesischen Markt gestärkt, sondern auch Produkte gemeinsam entwickelt und produziert werden, um den globalen Expansionskurs weiter fortzusetzen.
Auch auf Ebene der KTM Industries AG konnte eine weitere strategische Partnerschaft eingegangen werden. Im September 2017 beteiligte sich die KTM Industries AG mit 49,9% an der PEXCO GmbH. Die im Juli 2017 von der deutschen Unternehmerfamilie Puello gegründete Gesellschaft legt ihren Schwerpunkt auf eMobility. Gemeinsam mit PEXCO soll eine Technologieführerschaft im Bereich Zero Emission für Leichtgewichtfahrzeuge eingenommen und das nächste Level in Sachen eMobility erreicht werden.
Zur Untermauerung und Stärkung der Strategiekompetenz "Designentwicklung und Produktinnovation" in der KTM Industries-Gruppe wurden im Juni 2017 74% an der KTM Technologies GmbH und 26% an der Kiska GmbH von der operativen KTM AG in die strategische Führungsholding gehoben.
Die KTM AG hat sowohl den Umsatz als auch den Absatz erneut gesteigert und im Jahr 2017 ein neues Rekordniveau erreicht. KTM ist bereits seit Jahren die am schnellsten wachsende Motorradmarke in Europa. Mit 238.334 verkauften KTM und Husqvarna Motorrädern im Geschäftsjahr 2017 hat die KTM AG ihre Stellung als größter europäischer Motorradhersteller weiter ausgebaut. Der Absatz wurde um mehr als 17% gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Der Umsatz erhöhte sich im selben Zeitraum um 16,6 % auf € 1,33 Mrd.
Diese erfreuliche Entwicklung ist neben dem kontinuierlichen Wachstum der KTM vor allem auch auf die erfolgreiche und vom Markt extrem positiv aufgenommenene Produktentwicklung der Husqvarna Modelle zurückzuführen.
Um das weitere Wachstum der KTM Industries-Gruppe abzusichern und Synergiepotenziale zu realisieren wurde die WP-Gruppe als wichtigster Zulieferant der Motorradproduktion in Mattighofen im Jänner 2018 voll in die KTM AG integriert. Die WP Performance Systems GmbH, ein
Technologieführer im Powersports-Bereich, konnte im Geschäftsjahr 2017 aufgrund des starken Wachstums von KTM ein über dem Markt liegendes Wachstum realisieren und den Umsatz auf € 179,7 Mio. (+8,2%) steigern.
Auch die Pankl Racing Systems AG konnte im Geschäftsjahr 2017 ihren bisherigen Umsatzrekord wieder übertreffen. Pankl erzielte eine Umsatzsteigerung von 5% auf € 195,4 Mio. Das Geschäftsjahr 2017 war für Pankl vor allem von der erfolgreichen Inbetriebnahme des neuen High Performance Antriebswerkes in Kapfenberg geprägt. Innerhalb von 18 Monaten wurde ein hochmodernes Werk mit einer Vielzahl unterschiedlicher, komplexer und teilautomatisierter Fertigungsanlagen gebaut, in Betrieb genommen und die Serienfertigung hochgefahren. Innerhalb von zwei Jahren ist in diesem neuen Werk für die drei Teilbereiche Getriebekomponentenfertigung, Wärmebehandlung und additive Fertigung die Rekordsumme von rund € 40 Mio. investiert worden.
Die KTM Industries-Gruppe setzt im Geschäftsjahr 2018 weiterhin auf organisches Wachstum in all ihren Kernbereichen. Mit der Markteinführung der ersten Straßenmotorräder bei Husqvarna (Vitpilen 401/701 und Svartpilen 401) sowie der KTM Twin-Zylinder Modelle (790 Duke) und der Ausweitung der strategischen Partnerschaften mit Produktionsstätten in Indien und zukünftig auch in China erwartet das Management eine Fortsetzung des Wachstumskurses und hat daher die mittelfristige Guidance entsprechend angepasst.
Für 2018 geht das Management von einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung aus. Auch das Investitionsvolumen wird in 2018 weiter durch die Schwerpunkte auf die Serienentwicklung neuer Fahrzeugmodelle sowie Infrastruktur- und Erweiterungsinvestitionen geprägt werden.
Bis zum Geschäftsjahr 2022 hat sich die KTM Industries AG einen jährlichen Absatz von 400.000 Motorrädern zum Ziel gesetzt.
Wels, im März 2018
DI Stefan Pierer Vorsitzender des Vorstandes
Mag. Friedrich Roithner CFO Bestellt bis 29.02.2020
Ing. Alfred Hörtenhuber Bestellt bis 31.12.2017
DI Harald Plöckinger Bestellt ab 01.01.2018 Bestellt bis 29.02.2020
Mag. Wolfgang Plasser Bestellt bis 31.05.2022
Ing. Mag. Hubert Trunkenpolz Bestellt ab 01.01.2018 Bestellt bis 29.02.2020
Gewählt bis zum Ende der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Geschäftsjahres 2020 beschließt
Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden
Gewählt bis zum Ende der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Geschäftsjahres 2020 beschließt
Gewählt bis zum Ende der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Geschäftsjahres 2019 beschließt
Gewählt bis zum Ende der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Geschäftsjahres 2019 beschließt
Die KTM AG ist ein Premiumhersteller von Hochleistungsmotorrädern für den Offroad- und Street-Einsatz. Dank ständiger Innovation und differenzierter Produktentwicklung wird jedes Fahrzeug in höchster Qualität gebaut. Seit der Gründung 1953 hat KTM in mehr als sechs Jahrzehnten Erfahrung in der Zweiradwelt gesammelt und hält die Marktführerschaft in Europa aufrecht.
Bis zum Geschäftsjahr 2022 hat sich KTM einen jährlichen Absatz von 400.000 Motorrädern zum Ziel gesetzt. Die Strategie, mit der diese Zielvorgabe erreicht werden soll, besteht in der Maximierung der Synergien und Ressourcen bei den bestehenden Marken, Prozessen und der
Infrastruktur innerhalb des Konzerns.
Der Unternehmenserfolg der KTM AG begründet sich darauf, die zentralen Werte ihrer wichtigsten Marken zu stärken und sie angemessen zu kommunizieren. KTM hat eine unverwechselbare Markenpersönlichkeit und eine starke Präsenz im globalen Wettbewerb. READY TO RACE zu sein, ist nicht nur Anspruch, sondern Dreh- und Angelpunkt aller Bemühungen. Alle Aktivitäten sind an den vier Markenwerten PURITY, PERFORMANCE, ADVENTURE und EXTREME ausgerichtet. Ebendiese ehrgeizige Vision ist auch die Triebfeder, nach globalen Expansionsmöglichkeiten zu suchen, damit es gelingt, sowohl durch Aktionen als auch durch inspirierende Produkte,den impliziten Markenanspruch zu behaupten.
Die wachsende globale Präsenz der KTM-Marke, ihr anhaltender Fokus auf dem Motorsport und die beeindruckenden Zugewinne im Street-Segment tragen allesamt zur kontinuierlichen Expansion der Marke auf dem Weltmarkt bei. Der jüngste Einstieg in die MotoGPTM-Klasse, unterstützt durch eine starke erste Saison in der Moto2, unterstreicht diese globalen Ambitionen im Street-Sektor. So ist es nur natürlich, dass die nächsten ehrgeizigen Ziele von KTM Spitzenplatzierungen in der MotoGPTM beinhalten, da man sich davon großen Einfluss auf das globale Geschäft und die Ziele im Bereich des Markenausbaus verspricht.
Ein zentrales Element der Unternehmensstrategie ist die direkte Übernahme erfolgreicher Technologie aus dem Rennsport in Serienprodukte. Siege einzufahren, gehört zur Unternehmenskultur, die in die Produkte und alle anderen Aktivitäten einfließt. Wesentliche Elemente der langfristigen Wachstumsstrategie von KTM bestehen im weiteren Ausbau des Produktportfolios und dem Öffnen neuer Nischen und Märkte. Dementsprechend konzentriert sich die Strategie auf Forschung und Entwicklung, um bei der Leistung weiterhin ganz vorne mitzuspielen. Gleichzeitig wird das Vertriebsnetz durch neue strategische regionale Partnerschaften ausgebaut und stark in den globalen Markenaufbau investiert.
Als zukunftsorientiertes Unternehmen vermarktet die KTM AG erfolgreich Produkte, die mit hoher handwerklicher Kompetenz entwickelt wurden. Mit ihrer langen Geschichte und einem starken Interesse am Motorsport setzt die KTM AG kontinuierlich alles daran, ihr gesamtes Produktprogramm weiterzuentwickeln, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und weiter in globale Märkte vorzudringen. Innovation und höchste Entwicklungsstandards sind die ausschlaggebenden Kriterien für die Erreichung dieser Vision.
Die Vorstellung des neuesten KTM-Sportwagens, dem KTM X-BOW GT4, schließt an den Verkauf von über 1000 Fahrzeugen des ersten X-BOW-Modells an. Dieses aktuelle Projekt zeigt, dass die KTM AG in der Lage ist, neue Produktreihen außerhalb ihres Motorrad-Kerngeschäfts zu entwickeln und aufzubauen. Dabei ist die Erfahrung, die beim Bau von Fahrzeugen in Leichtbauweise gewonnen wurde, für die Entwicklung neuer Fahrzeugkonzepte von unschätzbarem Wert.
Zusätzlich spielt die KTM AG eine führende Rolle bei der innovativen Entwicklung von Elektroantrieben. Die Entwicklung des elektrischen Hochleistungsmotorrads KTM FREERIDE E hat bewiesen, dass elektrische Antriebe durchaus Potenzial haben. Auf Grundlage dieser Forschung entwickelt die KTM AG Technologien, die alternative Formen der Mobilität im städtischen Raum für vielfältige Anwendungen unterstützen.
| Mitarbeiter zum 31.12. 3.245 | |
|---|---|
| Absatz238.334 Motorräder | |
| WM-Titel >280 | |
| Jahresumsatz in m€ 1.331,7 | |
| EBIT in m€ 113,1 | |
| EBIT Marge 8,5 % | |
| Bilanzsumme in m€ 1.091,9 | |
| Eigenkapital in m€ 488,0 | |
| Investitionen in m€ 136,6 | |
Getreu dem Markenversprechen "PIONEERING SINCE 1903" besteht die Vision von Husqvarna Motorcycles nach wie vor darin, Pionier in der Motorradwelt zu sein. Damit dieses Markenversprechen wahr wird, lautet das künftige Ziel, eine vollständige Produktpalette aufzubauen und Husqvarna bis 2022 zum drittgrößten europäischen Hersteller zu machen. Seit Husqvarna Motorcycles im Jahr 2013 Teil der KTM AG geworden ist, konnte sie innerhalb kürzester Zeit mit beeindruckenden jährlichen Wachstumszahlen glänzen. Nach nur einem Jahr in der KTM AG erzielte Husqvarna Motorcycles 2014 Verkaufszahlen für Offroad-Modelle, die einen Rekord in der 111-jährigen Firmengeschichte darstellen. Und nach der Einführung neuer straßentauglicher Modelle gelang es Husqvarna Motorcycles 2015, mit neuen Rekordzahlen noch eins draufzulegen.
Mit den Markenwerten PREMIUM, PIONEERING und SWEDISH ROOTS als Leitkompass der Marke fühlt sich Husqvarna dem Anspruch verpflichtet, Fahrspaß allgemein zugänglicher zu machen. Und was noch wichtiger ist: Auf Basis dieser Werte richtet Husqvarna Motorcycles den Blick über den Tellerrand und offenbart neuen Fahrern, welche Hoch- und Freiheitsgefühle das Motorradleben mit sich bringt.
Die Stärkung dieser Markenbekanntheit ist ein zentraler Bestandteil der aktuellen Strategie, die durch den Ausbau des Händlernetzes und die konsequente Verbesserung des globalen Vertriebs flankiert wird. Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Händlernetzes ist darauf ausgerichtet, den Bekanntheitsgrad der Marke und die Nachfrage global zu fördern. Angesichts vieler unerschlossener Märkte, Bereiche und Kundensegmente außerhalb der traditionellen Offroad-Fahrergemeinde wird dieses stetig expandierende globale Netzwerk weiteren Zugang zur Marke eröffnen.
Der starke Fokus auf Innovation und Fortschritt hat Husqvarna Motorcycles zu der Entscheidung veranlasst, in den Street-Bereich zurückzukehren. Das ist der zweite wichtige Aspekt der aktuellen Markenstrategie. Als Pionier, kombiniert mit einer sehr zugänglichen, unaufdringlichen und verbindlichen Markenpersönlichkeit, kann sich Husqvarna Motorcycles für ein größeres und allgemeineres Zielpublikum öffnen und sich jenseits der traditionellen Straßenmotorradfahrer neue Kundenkreise erschließen. Die "Real Street"-Reihe mit den Bikes VITPILEN und SVARTPILEN ist ein erster kühner Schritt in diese völlig neue Richtung. Für die Markenstrategie ist es wichtig, den Street-Fokus in die richtige Balance zu bringen und das Engagement und die Präsenz der Marke in der Offroad-Welt abzusichern und zu stärken.
Husqvarna Motorcycles' Zukunftsvision besteht darin, die Rückkehr der Marke in das Street-Segment weiter zu befördern und auszubauen. Die Reaktionen auf die Enthüllung der Konzeptbikes VITPILEN 401 und SVARTPILEN 401 im Jahr 2014 und auf die Vorstellung weiterer Konzepte und Produktionsmodelle in den Folgejahren sowie das Interesse an dieser neuen Reihe sind beachtlich. Mit den ersten drei Produktionsmodellen, die Anfang 2018 bei den Händlern eintreffen, wird ein neues Kapitel in der Geschichte der Marke aufgeschlagen. Dabei handelt es sich um ein starkes Bekenntnis, die lange Tradition progressiven Denkens und wegweisenden Handelns fortzusetzen.
Gespiegelt wird dieser Ansatz sowohl durch die Entwicklung führender Motorräder als auch durch die außergewöhnlichen Wege zur Identifizierung, Ansprache und Zufriedenstellung eines rasch anwachsenden globalen Kundenstamms. Diese neuen Straßenserienmodelle werden Husqvarna Motorcycles auf Kurs bringen, damit sie sich bis 2022 zum drittgrößten europäischen Motorradhersteller entwickeln.
WP
Der WP Konzern entwickelt und produziert unter dem Markenversprechen GET IN FRONT, leistungsbestimmende Komponenten für die Motorradund Sportwagenindustrie. Die Produktsegmente umfassen die Bereiche Chassis- (Fahrwerke / Rahmen) und Engine-Components (Auspuff / Kühler). Kunden sind vorwiegend europäische Motorrad- und Sportwagenhersteller.
Um das weitere Wachstum der KTM Industries-Gruppe abzusichern und Synergiepotenzial zu realisieren wurde die WP-Gruppe als wichtigster Zulieferant der Motorradproduktion in Mattighofen im Jänner 2018 vollständig in die KTM AG integriert. Seit 1.1.2018 befindet sich die WP-Gruppe zu 99,9% in Besitz der KTM AG. Auf Grund der Neuausrichtung der WP-Gruppe mit einer noch engeren Vernetzung mit der KTM-Gruppe vor allem in Richtung Produktstrategie, konzentriert sich der WP Konzern in erster Linie auf den Hauptkunden KTM AG. Zudem vertreibt der Konzern seine Produkte im High-End Nachrüstmarkt über die zu 100% im Eigentum der KTM AG stehende WP Performance Sports GmbH und das Vertriebsnetz der KTM-Gruppe.
Der Erfolg der intensiven Zusammenarbeit zeigt sich durch den Rekordabsatz der KTM-Gruppe und der damit zusammenhängenden Produktqualität, aber auch durch die im Kalenderjahr 2017 auf WP Fahrwerken errungenen Siege und Titel in den unterschiedlichsten Rennklassen. Besonders hervorzuheben ist, dass KTM mit WP Fahrwerken das jahrelange Monopol in der MotoGP erfolgreich durchbrochen hat und die Wettbewerbsfähigkeit der WP Produkte bestätigt.
Die WP-Gruppe konzentriert sich seit Jahren auf den Aufbau von strategischen Partnerschaften, um mit diesen geschaffenen Allianzen die Kapazitäten am Standort Munderfing abzusichern und weiterhin wettbewerbsfähig zu sein. Diese Partnerschaften führten 2017 zu den ersten Serienlieferungen mit dem indischen Partner im Bereich Suspension. Auch mit dem Partner in China wurde die Serienproduktion im Bereich Rahmen gestartet.
Innovation & Performance stehen bei WP im Mittelpunkt, wobei insbesondere die Leistung Dreh- und Angelpunkt der Markenaktivität ist: Mit hochwertigen Komponenten sollen sowohl die Ansprüche von Rennfahrern als auch von "normalen" Bikern erfüllt werden. Um diesem Anspruch gerecht zu werden und sich in einem stark umkämpften Markt behaupten zu können, unternimmt WP intensive Bemühungen in den Bereichen Innovation sowie Forschung und Entwicklung. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Marke ihren Vorsprung ausbaut.
Die engere Vernetzung mit der KTM-Gruppe hat eine intensive Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Entwicklung zur Folge. Die Produkte von WP bewegen sich in einem sehr anspruchsvollen Leistungsniveau, weshalb von den Kunden eine permanente Entwicklung und Weiterentwicklung gefordert wird. In den Produktsegmenten Fahrwerk,
Kühler, Rahmen und Auspuff wird gemeinsam mit KTM ständig an neuen Entwicklungen und Verbesserungen am bestehenden Produktportfolio gearbeitet.
Nicht nur auf der Rennstrecke, sondern auch im Alltag durchgeführte Tests und Entwicklungen ermöglichen es WP, vom Rennsport inspirierten Input auf die Straße zu überführen und somit intelligentere und überraschendere Technologien bereitzustellen. Die in Innovation investierten Summen haben sich durch zahlreiche Meistertitel in vielerlei Renndisziplinen als gut angelegt erwiesen.
Ein großer Fortschritt für WP bestand zudem in der Entwicklung eines Authorized Center-Netzwerks, mit dem der Kundendienst und die Erreichbarkeit weiter optimiert werden sollen. Ermöglicht wird dies durch intensive Headquarter-Schulungen, mit denen das Know-how und die Fachkenntnisse der Mitarbeiter der Authorized Center ausgebaut werden sollen.
Für 2018 hat sich WP dieses hohe Maß an Kundenorientierung als das wichtigste Ziel gesetzt, dicht gefolgt von dem Ziel der Stärkung des Marktbewusstseins für die Marke und der Vertrauenswürdigkeit der Marke selbst. Dazu soll die Nachfrage nach WP PRO-Komponenten als einer tragfähigen leistungsstarken Aftermarkt Lösung für Motorradfahrer gefördert werden. Dies wird von zentraler Bedeutung sein, um das gesamte Produktangebot besser zu segmentieren und ein komplettes und umfassendes Produktportfolio zu schaffen.
Entsprechend wird das Geschäftsziel für 2018 darin bestehen, das Authorized Center-Netzwerk auszubauen und einen besseren Zugang zu WP-Produkten und Fachwissen bereitzustellen sowie den Aftermarkt-Umsatz in den nächsten 5 Jahren zu verdoppeln.
| Mitarbeiter zum 31.12. 858 | |
|---|---|
| WM-Titel ~300 | |
| Jahresumsatz in m€ 179,7 | |
| EBIT in m€ 10,2 | |
| EBIT Marge 5,7 % | |
| Bilanzsumme in m€114,5 | |
| Eigenkapital in m€ 55,0 | |
| Investitionen in m€ 6,9 | |
| Mitarbeiter zum 31.12. 1.693 | |
|---|---|
| Jahresumsatz in m€ 195,4 | |
| EBIT in m€ 11,8 | |
| EBIT Marge 6,0 % | |
| Bilanzsumme in m€ 220,2 | |
| Eigenkapital in m€ 91,3 | |
| Investitionen in m€ 35,7 | |
Das übergeordnete strategische Ziel der Pankl-Gruppe ist es, der führende Lieferant und Entwicklungspartner von Motor- und Antriebssystemen zu sein. Diese Position als Systemanbieter, der dem Kunden Leistungen von der Entwicklung und Berechnung, der Produktion und Montage bis zum Testen und Warten von Hochleistungskomponenten anbietet, unterscheidet Pankl von der Konkurrenz. Der Fokus liegt hierbei auf Nischenmärkten wie der internationalen Rennsportindustrie, der internationalen Luxus- und High Performance-Automobilindustrie sowie der Luftfahrtindustrie.
Dem Ziel, Innovationsführer bei der Einführung und Verbesserung von Produkten, Materialien und Prozessen in allen Geschäfts- und Unternehmensbereichen zu sein, hat Pankl auch 2017 durch viele Investitionsund Optimierungsprojekte Rechnung getragen. So wurde das Additive Manufacturing Center signifikant vergrößert, eine neue, hochmoderne Wärmebehandlungsanlage und ein neuer Fahrwerksprüfstand in Betrieb genommen, sowie die Fertigungstechnologien im Verzahnungsbereich massiv erweitert.
Innovatives Denken unter Berücksichtigung aller Parameter bildet eine der strategischen Säulen des Unternehmens. Technologieführerschaft ist sowohl im Rennsport- und High Performance Bereich als auch in der Luftfahrtindustrie einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren. Pankl sieht sich als Entwicklungspartner im Bereich von dynamisch belasteten Motor- und Antriebssystemen. Dementsprechend nimmt Forschung und Entwicklung in den Unternehmen der Pankl Gruppe eine zentrale Rolle ein.
Neben der Material-und Produktentwicklung stellt auch die Prozessverbesserung einen essentiellen Bestandteil der Forschung und Entwicklungstätigkeit dar. Die Entwicklungsarbeit im Formel 1-Bereich ist ebenfalls ein wesentlicher Schwerpunkt. Während der Markt im Racing-Bereich durch einen sehr kurzfristigen Planungshorizont und einen kurzen Produktlebenszyklus geprägt ist, ermöglicht der High Performance-Markt die Bearbeitung von Projekten mit längeren Laufzeiten.
Essentiell für eine erfolgreiche Entwicklungsarbeit und um einen weiteren Schritt in die Zukunft zu machen ist der Einsatz von verbesserten Materialien, die zu einem effizienteren Einsatz der Bauteile führen sowie die Innovation in Richtung neuer Werkstoffe. Beispielhaft genannt werden können ein neuer Aluminiumwerkstoff für Kolben und Pleuel, der in diesem Zuge getestet wurde. Bei einem eigenen Projekt werden Stahlkolben für den Renneinsatz getestet, weiters werden neue Beschichtungen für Kolben, Kolbenbolzen und Schrauben erprobt. Neue verbesserte Wärmebehandlungsstrategien für Aluminiumwerkstoffe sind in der Entwicklungsphase. Auch die Entwicklung neuer Wärmebehandlungen zur Substitution von Gussteilen durch Schmiedeteile ist eines der Schlüsselelemente für Pankl.
Als absolute Neuheit wurde im Zuge des Neubaus des Getriebewerks ein neuer Bereich, unter der Bezeichnung "Pankl Additive Manufacturing Technologies", im Unternehmen etabliert. Es wurde eine eigene Abteilung für den Druck- und Nachbearbeitungsbereich geschaffen.
Ausgestattet mit 7 Laserschmelzanlagen und einer Elektronenstrahlanlage wird der 3-D Druck von Bauteilen erforscht. Das Druckportfolio umfasst Legierungen der Werkstoffgruppen Aluminium, Titan, Stahls und NI-Basis. Um die Vorteile der Additiven Fertigung voll ausnutzen zu können ist Topologieoptimierung ein Schlüsselthema.
In der Luftfahrtindustrie bildet die lückenlose Prozess- und Qualitätssicherheit die wesentliche Anforderung der Kunden. Der permanente Transfer von Know-how zwischen den Divisionen führt zu kontinuierlichen Verbesserungen. Die ständige technologische Weiterentwicklung ist ein entscheidender Erfolgsfaktor. Im Triebwerksbereich wurden die Weichen für ein massives Technologie-Insourcing gestellt. Ein definiertes Ziel für die Zukunft ist die Realisation von speziellen Prozessen in-House. Beispielhaft genannt werden können spezielle Beschichtungsverfahren oder eine zerstörungsfreie Werkstoffprüfung.
Durch die ständige Weiterentwicklung und Verbesserung sämtlicher Komponenten und Systeme sowie die flexible Reaktion auf Anforderungen und Änderungswünsche können die Bedürfnisse der Kunden befriedigt werden. Da die Mitarbeiter den wesentlichsten Erfolgsfaktor des Unternehmens darstellen, wird ein besonderes Augenmerk auf eine verantwortungsbewusste Personalpolitik gelegt. Durch Kooperationen mit universitären (Montanuniversität Leoben, TU Graz, TU Wien) und außeruniversitären Forschungseinrichtungen werden optimale Synergien im Entwicklungsbereich erreicht, um den hohen Ansprüchen der Branche gerecht zu werden.
Ihr Schwerpunkt ist die Entwicklung innovativer Produktkonzepte und neuer Technologien für Sportmotoräder und zukunftsträchtige Mobilitätslösungen. Die Entwicklungskompetenzen des Unternehmens sind breit gefächert und darauf ausgelegt, holistische Fahrzeug- und Produktkonzepte mit Ideenreichtum und wegweisender Technologie zu entwickeln. Der Fokus liegt dabei auf der anwendungsorientierten Entwicklung möglichst serientauglicher Lösungen und Technologien. Die KTM-Gruppe ist mit Abstand der größte Auftraggeber, jedoch gehören auch ausgewählte externe Unternehmen zu den Kunden. Dazu zählen europäische OEMs aus dem Automotive-Sektor und auch renommierte Firmen aus anderen Branchen wie Luftfahrt, IT, Unterhaltungselektronik, Medizintechnik, Energieversorgung, Maschinenbau oder Sportartikel. Zuletzt wuchs insbesondere das Geschäft mit Unternehmen aus den USA. Speziell die Automotive-Projektlandschaft ist sehr vielschichtig, vom high-performance Sportmotorrad über autonome Elektrofahrzeuge bis hin zum Sportwagen und hochintegrierten e-Bike.
Die KTM Technologies gehört seit vielen Jahren zu den Pionieren in der Konzeption von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen. Wegen einer anhaltend hohen Nachfrage im Bereich der Elektrifizierung von zwei- und vierrädrigen Fahrzeugen wächst der Bereich E/E inklusive Softwareentwicklung überproportional und hat sich zu einem bedeutenden Kompetenzfeld des Unternehmens entwickelt. So können Fahrzeugkonzepte mit elektrischem Traktionsantrieb, Umrichter, Batteriesystem und gesamtem Bordnetz konzipiert und entwickelt werden. Dazu gehört auch
die Definition der Bordnetzarchitektur und Festlegung der Signalverarbeitungsstrategie inklusive Vernetzung aller Steuergeräte und Layout des Leitungssatzes. Im Rahmen der virtuellen Vorentwicklung eines Antriebssystems können beispielsweise die Optimierung von Drehzahl, Leistung, Drehmoment, Übersetzung und Reichweite simulativ ausgelegt werden. Die essentielle Software für den Betrieb der Fahrzeuge und für diverse Applikationen kann ebenso im Haus entwickelt und appliziert werden. In eigenen Werkstätten werden vollfunktionale Prototypen aufgebaut und in Betrieb genommen. Gestützt durch ein breites Portfolio an Messaufnehmern, Datenloggern und Analysetools können die Prototypen abgestimmt, getestet und validiert werden. Beispielhaft hierfür ist die Antriebsentwicklung für die "KTM Sport e-Mini" (Bild), eine neue Motorradgeneration für Kinder und Jugendliche mit leichtem und kraftvollem Elektromotor.
Angetrieben von der Digitalisierungsoffensive der KTM Industries Gruppe ist die produktnahe Digitalisierung ein zentrales Betätigungsfeld. So werden im Bereich "Connectivity" hard- und softwareseitige Vernetzungslösungen entwickelt, um einen Internetzugang für Fahrzeuge und Produkte herzustellen. Für die Anbindung in die Welt der "Consumer-Electronics" können Linux-basierte Bordcomputer realisiert werden, zur Visualisierung mittels Display oder Smartphone werden "HMI"-Schnittstellen und Protokolle ins Gesamtsystem mit eingebunden. Weitere Handlungsfelder sind die Entwicklung von Infotainment- und Content-Lösungen. Durch dreidimensionales Anreichern von Navigationsdaten mit Informationen über Straßenbeschaffenheit oder Klimadaten können Displayinformationen über die Darstellung von u.a. situativem Regenradar oder Sicherheitswarnungen individualisiert werden.
Das Unternehmen gehört heute zu den weltweit führenden Spezialisten, wenn es um den Einsatz von CFK und die Entwicklung neuer Technologien geht. Die extrem leichte und hochfunktionale CFK1 -Frontstruktur des aktuellen Rally Dakar Sieger-Bikes ist ein Paradebeispiel für den sinnvollen Einsatz dieser Technologie im Rahmen der erfolgreichen
CFK = Carbonfaserverstärkter Kunststoff
Multi-Materialbauweise des gesamten Bikes. Hinsichtlich der Technologieentwicklung im Bereich Leichtbau stellt die KTM Technologies eine enge Verbindung zwischen Produktkonzipierung und werkstoff- bzw. fertigungsgerechter Ausführung sicher. Schwerpunkt der Technologieentwicklung ist die Entwicklung und Qualifizierung von Verfahren und Prozesslösungen für den industriellen Einsatz von Verbundwerkstoffen und werkstofflichen Hybridlösungen. 2017 wurde die KTM Technologies federführend mit ihren beiden Entwicklungspartnern für den österreichischen Staatspreis für Mobilität in der Kategorie "Forschen. Entwickeln. Neue Wege weisen" unter die Top-3 landesweit für das geförderte Projekt "Conexus" gewählt. Die Forschungsergebnisse des Projektes zeigen eine innovative Lösung auf, um duroplastische und thermoplastische Verbundwerkstoffe miteinander prozesssicher zu fügen und so hochintegrierte und wirtschaftliche Leichtbaulösungen zu verwirklichen.
Aufbauend auf die bestehenden Kompetenzen im Bereich Werkstoffwissenschaften, Simulation und Konstruktion hat sich das Unternehmen zuletzt stark im Bereich der additiven Fertigungsverfahren von Kunststoffen und werkstoffhybriden Strukturen engagiert. In enger Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen der Gruppe wird aktuell intensiv an der Qualifizierung und Nutzung bestehender und neuer AM-Verfahren gearbeitet. Aktuell liegt der Fokus auf der Entwicklung einer durchgängigen Konstruktions- und Auslegungsmethode, damit die enormen Technologie-Potentiale optimal genutzt werden können. Gerade in Verbindung mit den Möglichkeiten der simulativen Bauteiloptimierung
ergeben sich vielfältige und beindruckende Möglichkeiten im Hinblick auf Performance, Leichtbau, Funktionsintegration sowie Bauteilgeometrie und Oberfläche. Diese Technologie bildet einen strategischen Schwerpunkt in der gesamten KTM Industries Gruppe.
Eine große Stärke der KTM Technologies ist eine leistungsfähige Simulationsabteilung, mit welcher Entwicklungen bereits in einer frühen Phase virtuell ausgelegt und beurteilt werden können. Dadurch können Entwicklungszeiten verkürzt, Risiken minimiert und Produkteigenschaften verbessert werden. Neben der statischen Strukturauslegung, der Crash- sowie der Aerodynamiksimulation gehören auch Thermodynamik- und Prozesssimulation - mit Fokus auf Fertigungsverfahren für Faserverbundwerkstoffe - zu den Kompetenzfeldern. Darüber hinaus stellen Optimierungstools einen weiteren wesentlichen Baustein in allen Simulationsdisziplinen dar und ermöglichen es Strukturen mit höchster Leichtbaugüte zu entwickeln.
| Mitarbeiter zum 31.12. ~80 | |
|---|---|
| Jahresumsatz in m€ ~ 10 |
Die Beschäftigungsentwicklung in der KTM Industries Gruppe ist besonders erfreulich. Im Geschäftsjahr 2017 konnten weitere 818 Mitarbeiter aufgenommen werden, davon 652 in Österreich. Die Gruppe beschäftigt zum 31.12.2017 5.887 Mitarbeiter (Vorjahr: 5.069 Mitarbeiter).
In der KTM Industries-Gruppe ist jeder Mitarbeiter ein Teil des großen Teams, das mit Engagement und Begeisterung den Erfolg des Unternehmens vorantreibt. Attraktive Arbeitsplätze und hervorragende Ausbildungs- und Aufstiegschancen geben den Mitarbeitern die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und weiter auszubauen, denn Verantwortung wird vom ersten Tag an groß geschrieben. Ziel ist die Rekrutierung von Mitarbeitern aus der Region und eine langfristige Bindung an das Unternehmen. So wird unsere Performance durch eine bedarfs- und zielgruppenorientierte Fort- und Weiterbildung unterstützt. Zum einen wird das Wissen up-to-date gehalten und zum anderen werden Stärken weiter ausgebaut.
Einen wesentlichen Aspekt der Personalstrategie bildet die Lehrlingsausbildung da die Mitarbeiter maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens beitragen. Die KTM AG ist mittlerweile der größte Ausbildungsbetrieb in der Region. Zum Bilanzstichtag 31.12.2017 waren 124 Lehrlinge beschäftigt, ausgebildet wurde in 9 Lehrberufen. Es ist ein zentrales Anliegen des Unternehmens, Lehrlinge im Anschluss an ihre Ausbildung weiter zu beschäftigen. Im Jahr 2017 wurden bei der KTM AG alle 22 ausgelernten Mitarbeiter in unterschiedlichen Fachbereichen integriert. Damit sichert sich das Unternehmen den Bedarf an Fachkräften und trägt gleichzeitig dazu bei, jungen Menschen einen guten Start ins Berufsleben zu ermöglichen.
Grundpfeiler der Lehrlingsausbildung ist die eigene Lehrwerkstatt. Hier wird die Grundausbildung aller technischen Lehrberufe und Spezialausbildungen durchgeführt und ermöglicht es den zukünftigen Facharbeitern, den Betrieb bestmöglich kennenzulernen. Die Lehrlinge rotieren durch die unterschiedlichen Fachabteilungen, in denen sie ausgebildet werden. Auf die fachliche und didaktische Qualifikation sowie die soziale Kompetenz der Lehrlingsausbilder wird großer Wert gelegt. So haben im Jahr 2017 bei der KTM AG 22 Mitarbeiter die "Ausbildung zum Ausbildner" absolviert und fünf Mitarbeiter haben eine Vertiefung in der Lehrlingsausbildung absolviert.
Bei Pankl wurden im Geschäftsjahr 2017 in Österreich 69 Lehrlinge ausgebildet. Im vergangen Jahr wurde das triale Ausbildungssystem für Lehrlinge weitergeführt, bei dem die Lehrlinge im sogenannten "Pankl-Lehrlingscollege" zusätzlich zur berufsspezifischen Ausbildung eine überbetriebliche Ausbildung genießen, in der die persönliche und soziale Kompetenz jedes einzelnen Lehrlings gefördert und gestärkt werden.
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein zentrales Thema. Deshalb versucht die KTM Industries Gruppe, die Mitarbeiter in der Phase vor und nach der Geburt eines Kindes sowie nach der Karenz zu unterstützen. So werden in der KTM-Krabbelstube Kinder zwischen ein und drei Jahren in einer Gruppengröße von maximal neun Kindern pädagogisch betreut. Bei Pankl werden (Eltern-)Teilzeitlösungen ausschließlich individuell und nach intensiver Rücksprache geregelt.
Die KTM Industries-Gruppe ist bemüht, die Sicherheit der Mitarbeiter jederzeit zu gewährleisten. Um eine ständige Verbesserung im Bereich der Gesundheit und Sicherheit zu erreichen, werden unter anderem präventiv durchgeführte Maßnahmen hinsichtlich allgemeiner Sicherheit am Arbeitsplatz, Brandschutz, Maschinensicherheit, die betriebliche Gesundheitsförderung sowie Maßnahmen zur Sicherstellung von geeigneten Arbeitsplätzen (Beleuchtung, Höhenbestimmungen, Anordnung der Arbeitsmittel, Einsatz von Arbeitshilfen inklusive) getätigt.
Die KTM Industries-Gruppe legt besonderen Wert darauf, dass alle Mitarbeiter fair und respektvoll behandelt werden. Um dem Risiko von Ungleichbehandlung entgegenzuwirken, sind wir bemüht ein Arbeitsklima zu schaffen, das von gegenseitigem Vertrauen geprägt ist, in dem jeder Einzelne mit Würde und Respekt behandelt wird und in dem Personen aus verschiedensten Kulturbereichen und mit unterschiedlichem persönlichem Hintergrund geschätzt werden. Als internationaler Konzern schätzen wir die Vielfalt, die in der Herkunft, der Kultur, der Sprache und den Ideen unserer Mitarbeiter zum Ausdruck kommt.
Wir bemühen uns, aktiv Maßnahmen zur Integration auf allen Ebenen zu setzen. Hierzu werden einzelne Arbeitsplätze an Menschen mit körperlichen und / oder geistigen Beeinträchtigungen vergeben. Zum 31.12.2017 waren insgesamt 46 Menschen mit Beeinträchtigung in der KTM Industries-Gruppe angestellt.
Das Grundkapital in der Höhe von € 225.386.742 ist eingeteilt in 225.386.742 auf Inhaber lautende Stückaktien mit Stimmrecht, wobei jede Stammaktie am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt ist. Seit dem 14. November 2016 sind die Aktien der KTM Industries AG im International Reporting Standard der SIX Swiss Exchange primärkotiert. Am 29. März 2017 wurden die Aktien der KTM Industries AG in den Swiss Performance Index (SPI) der SIX Swiss Exchange aufgenommen. Die Aktien der KTM Industries AG notieren auch weiterhin an der Wiener Börse. Nach dem Rückzug vom prime market Segment der Wiener Börse wurden die Aktien der KTM Industries AG zunächst im Segment "standard market" gehandelt; seit dem 28. April 2017 notieren die Aktien im Segment "standard market auction".
Die KTM Industries-Aktie startete am 14. November 2016 erstmals mit einem Eröffnungskurs von CHF 4,90 in den Handel an der SIX Swiss Exchange. Seit der Aufnahme des Handels an der Schweizer Börse entwickelte sich der Aktienkurs sehr erfreulich. Die Aktie schloss am letzten Handelstag des Geschäftsjahres 2017 (29.12.2017) bei CHF 7,39, was einer Wertentwicklung von rund 51% zum ersten Eröffnungskurs von CHF 4,90 entspricht. Der höchste Schlusskurs an der SIX Swiss Exchange lag im Geschäftsjahr 2017 bei CHF 7,50; der niedrigste bei CHF 4,99. Die Marktkapitalisierung betrug per 31.12.2017 CHF 1.665,6 Mio.
Die Betreuung der KTM Industries AG durch Investmentbanken ist ein wichtiger Bestandteil in der umfassenden Investor-Relations-Tätigkeit des Unternehmens und ist von besonderer Bedeutung für die Wahrnehmung und Einschätzung der KTM Industries-Aktie bei Investoren. Die Bank Vontobel AG veröffentlichte ihre umfassende Erstanalyse im Februar 2017 mit der Empfehlung "Hold" und einem Kursziel von CHF 5,50. Im Laufe des Geschäftsjahres 2017 wurden mehrere Updates publiziert und im Oktober 2017 eine weitere Analyse veröffentlicht. Diese berücksichtigte u.a. die Erweiterung der Partnerschaft mit Bajaj und den dadurch beschleunigten Wachstumskurs auf 400.000 verkaufte Motorräder in 2022. Das Rating der Bank Vontobel AG zur KTM Industries AG wurde auf "Buy" geändert und das Kursziel von CHF 5,50 auf CHF 8,70 erhöht.
Im Rahmen einer prospektfreien internationalen Privatplatzierung an qualifizierte Anleger wurden im Februar 2017 von der Pierer Industrie AG 27.205.398 Aktien der KTM Industries AG veräußert; wodurch der Streubesitz der Aktie erheblich um rund 12,1% erhöht wurde. Zusätzlich wurden Aktien im Ausmaß von rund 0,9% des Grundkapitals der Gesellschaft von Dritten veräußert. Durch die Erhöhung des Streubesitzes konnte der Aktionärskreis der KTM Industries AG verbreitert und die Handelsliquidität der Aktien zusätzlich verbessert werden.
Im Mai 2017 hat die Pierer Konzerngesellschaft mbH als unmittelbare Alleingesellschafterin der Pierer Industrie AG die von ihr gehaltenen Aktien der KTM Industries AG im Wege einer Spaltung übernommen.
Die Pierer Industrie AG hat im November 2017 von Organen der KTM Industries AG sowie von der Gesellschaft nahestehenden Personen zu einem Preis von EUR 4,80 je Aktie insgesamt 12.215.958 Aktien der KTM Industries AG-Aktien (dies entspricht rund 5,42% des Grundkapitals der KTM Industries AG) erworben. Die Verkäufer hatten diese Aktien im Rahmen der Privatplatzierung der Pierer Industrie AG im Juli 2015 erworben. Die Pierer Industrie AG hat die erworbenen KTM Industries-Aktien im Dezember 2017 an ihre Tochtergesellschaft Pierer Beteiligungs GmbH übertragen.
Im Februar 2018 hat die Pierer Beteiligungs GmbH 15.884.217 KTM Industries AG-Aktien (dies entspricht rund 7,0% des Grundkapitals der Gesellschaft) im Rahmen einer prospektfreien internationalen Privatplatzierung an qualifizierte Anleger veräußert, womit die Handelsliquidität weiter erhöht wurde. Zusätzlich wurden 2.146.722 Aktien, das sind rund 1,0% des Grundkapitals der Gesellschaft, von Dritten mitveräußert. Mit der Durchführung der prospektfreien internationalen Privatplatzierungen wurde erneut die Bank Vontobel AG beauftragt.
Nach der erfolgreich durchgeführten Privatplatzierung am 8. Februar 2018 hat sich der Streubesitz auf rund 37,02% erhöht. Die Pierer Konzerngesellschaft mbH hält derzeit eine Beteiligung in Höhe von rund 62,98% des Grundkapitals der Gesellschaft.
| Investor Relations Mag. Michaela Friepeß | |
|---|---|
| Telefon +43 7242 69 402 | |
| Fax +43 7242 69 402 109 | |
| E-Mail [email protected] | |
| ISIN AT0000820659 | |
| Börsenkürzel KTMI | |
| Reuters KTMI:VI | |
| Bloomberg KTMI:AV | |
| Aktiengattung Nennwertlose Inhaber-Stammaktien |
Der Vorstand wird der Hauptversammlung am 26. April 2018 die Ausschüttung einer Dividende von € 0,03 je Aktie vorschlagen. Im Hinblick auf ein Ergebnis je Aktie von € 0,20 bedeutet das eine Ausschüttungsquote von 15%. Bei 225.386.742 dividendenberechtigten Aktien wird somit ein Betrag in Höhe von rund € 6,76 Mio. ausgeschüttet.
Das Management der KTM Industries AG ist bemüht, eine transparente, zeitnahe und umfassende Informations- und Kommunikationspolitik mit den Kapitalmarktteilnehmern sowie der breiten Öffentlichkeit zu führen. Daher wird in regelmäßigen Abständen über die wirtschaftliche Lage sowie über die künftige Entwicklung der KTM Industries-Gruppe informiert. Um Transparenz, Service und Aktualität zu gewährleisten werden alle Finanzberichte, Pressemeldungen, Ad-Hoc-Meldungen, Stimmrechtsmitteilungen sowie Unternehmenspräsentationen auf der Website des Unternehmens www.ktm-industries.com veröffentlicht und stehen damit allen Aktionären zeitgleich zur Verfügung.
01 BEKENNTNIS ZUM ÖSTERREICHISCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX (ÖCGK) ................. 28
| 02 | ZUSAMMENSETZUNG DER ORGANE UND ORGANBEZÜGE 29 | |
|---|---|---|
| Arbeitsweise des Vorstands 29 | ||
| Zusammensetzung des Vorstands 29 | ||
| Arbeitsweise des Aufsichtsrates 31 | ||
| Zusammensetzung des Aufsichtsrates 32 | ||
| Ausschüsse des Aufsichtsrates und ihre Mitglieder 32 | ||
| Unabhängigkeit des Aufsichtsrates 33 | ||
| Vergütungsbericht 34 | ||
| 03 | MASSNAHMEN ZUR FÖRDERUNG VON FRAUEN 36 | |
| 04 | BESCHREIBUNG DES DIVERSITÄTSKONZEPTS 36 | |
| 05 | PRÜFUNGEN UIND EXTERNE EVALUIERUNG 37 | |
| 06 | VERÄNDERUNGEN NACH DEM ABSCHLUSSSTICHTAG 37 |
BERICHT GEMÄSS DER RICHTLINIE CORPORATE GOVERNANCE RLCG DER SIX SWISS EXCHANGE .. 38
Mit dem Österreichischen Corporate Governance-Kodex wird inländischen Aktiengesellschaften ein Ordnungsrahmen für die Führung und Überwachung des Unternehmens zur Verfügung gestellt. Der Kodex verfolgt das Ziel einer verantwortlichen, auf nachhaltige und langfristige Wertschaffung ausgerichteten Leitung und Kontrolle von Gesellschaften und Konzernen. Damit soll ein hohes Maß an Transparenz für alle Stakeholder des Unternehmens erreicht werden.
Grundlage des Kodex sind die Vorschriften des österreichischen Aktien-, Börse- und Kapitalmarktrechtes, die EU-Empfehlungen zu den Aufgaben der Aufsichtsratsmitglieder und zur Vergütung von Direktoren sowie in ihren Grundsätzen die OECD-Richtlinien für Corporate Governance. Der Kodex wurde seit dem Jahr 2002 mehrfach überarbeitet. Der vorliegende Corporate Governance-Bericht basiert auf dem Status der Kodex-Revision vom Jänner 2018. Der Kodex ist unter www.corporate-governance.at öffentlich zugänglich.
Die KTM Industries AG bekennt sich uneingeschränkt zum Österreichischen Corporate Governance-Kodex in der geltenden Fassung. Dieses Bekenntnis ist eine freiwillige Selbstverpflichtung der KTM Industries AG mit dem Ziel, das Vertrauen der Aktionärinnen und Aktionäre zu stärken und die hohen unternehmensinternen Rechts-, Verhaltens-und Ethikstandards der KTM Industries AG weiter kontinuierlich zu optimieren.
Der Corporate Governance Bericht des Geschäftsjahres 2017 ist auf der Homepage der Gesellschaft (www.ktm-industries.com) unter der Rubrik Investor Relations > Corporate Governance > Corporate Governance Bericht öffentlich zugänglich.
Aufgrund dieses Bekenntnisses hat die KTM Industries AG nicht nur den gesetzlichen Anforderungen ("L-Regel") zu genügen. Vielmehr bewirkt diese freiwillige Selbstverpflichtung, dass sie die Nichteinhaltung von C-Regeln ("Comply or Explain") – das sind Regeln, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen – zu begründen hat. Im Sinn dieser Systematik des ÖCGK hat die KTM Industries AG die Abweichung von den C-Regeln des ÖCGK wie folgt erklärt:
"C-Regel 18": Im Hinblick auf die Unternehmensgröße wurde keine eigene Stabstelle "Interne Revision" eingerichtet. Es ist jedoch eine interne Kontroll- und Reportingsystematik aufgesetzt, die den Vorstand in die Lage versetzt, Risiken zu erkennen und rasch darauf zu reagieren. Der Aufsichtsrat, insbesondere der Prüfungsausschuss, wird regelmäßig über die internen Kontrollmechanismen und das Risikomanagement im Konzern informiert. Weitere Informationen zum Risikomanagement finden sich im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2017.
"C-Regeln 27 und 30": Die variablen Jahresvergütungskomponenten sind der Höhe nach nicht begrenzt und hängen von Erfolgskennzahlen von Gesellschaften der KTM Industries-Gruppe ab. Eine Veröffentlichung zu allen Details der Vorstandsbezüge, insbesondere zu den einzelnen Leistungskriterien der variablen Vergütung, wird nicht vorgenommen, weil diese Informationen, zusätzlich zu den bereits im Corporate Governance Bericht veröffentlichten Informationen, nach Ansicht der Gesellschaft den Aktionären keine besonderen kapitalmarktrelevanten Informationen bringen würde.
"C-Regel 36": Der Aufsichtsrat ist bestrebt, seine Organisation, Arbeitsweise und Effizienz ständig zu verbessern. Eine explizite Selbstevaluierung hat im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht stattgefunden.
"C-Regeln 39, 41, und 43": Da der Aufsichtsrat der KTM Industries AG im Geschäftsjahr 2017 aus nur vier Mitgliedern bestand, wurde auf die Einrichtung eines Nominierungs- und Vergütungsausschusses sowie eines eigenen Ausschusses, der zu Entscheidungen in dringenden Fällen befugt ist, verzichtet, da dies zu keiner Effizienzsteigerung der Aufsichtsratsarbeit geführt hätte. Die Aufgaben des Nominierungs- und Vergütungsausschusses werden vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen.
"C-Regel 49": Der Abschluss von Verträgen mit Mitgliedern des Aufsichtsrates, durch die sich diese außerhalb ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat gegenüber der Gesellschaft zu einer Leistung gegen ein nicht bloß geringfügiges Entgelt verpflichten, wird gesetzeskonform vom Aufsichtsrat genehmigt. Von einer Veröffentlichung wird jedoch aufgrund der damit zusammenhängenden Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Abstand genommen. Im Übrigen enthält der Anhang zum Konzernabschluss Angaben zu "Erläuterungen zu nahestehende Unternehmen und Personen sowie zu den Organen", in welchen die Entgelte für Leistungen von Mitgliedern des Aufsichtsrats außerhalb ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat enthalten sind.
"C-Regel 83": Dieser Regel wird nicht entsprochen, da das betriebsspezifische Risikomanagement auf der Ebene der Beteiligungsgesellschaften eingerichtet und aufgrund der Holdingfunktion das beteiligungsspezifische Risikomanagement ohnedies Teil des Beteiligungsmanagements ist.
Darüber hinaus ist die KTM Industries AG auch darauf bedacht, nicht nur den Mindestanforderungen, sondern auch allen R-Regeln ("Recommendation", Empfehlungen) des ÖCGK ausnahmslos zu entsprechen.
Das Unternehmen fühlt sich zu Transparenz und der Zielsetzung "True and Fair View" für alle Eigentümer verpflichtet. Alle relevanten Informationen veröffentlichen wir im Geschäftsbericht, im Halbjahresbericht. auf der Unternehmenswebsite und im Rahmen unserer laufenden Pressearbeit. Die Berichte werden nach international anerkannten Grundsätzen der Rechnungslegung (IFRS) erstellt. Die KTM Industries AG informiert ihre Aktionäre mit Adhoc- oder Pressemeldungen zu allen unternehmensrelevanten Themen. Auf wichtige Termine weisen wir im Finanzkalender hin. Sämtliche Informationen werden auf der Website unter der Rubrik "Investor Relations" oder "Newsroom" veröffentlicht. Sie stehen damit allen Aktionären zeitgleich zur Verfügung.
Die Gesellschaft hat 225.386.742 Stammaktien ausgegeben. Es existieren keine Vorzugsaktien oder Einschränkungen für die Stammaktien. Das Prinzip "One share – one vote" kommt somit voll zum Tragen. Gemäß österreichischem Übernahmegesetz ist sichergestellt, dass im Falle eines Übernahmeangebotes (öffentliches Pflichtangebot) jeder Aktionär den gleichen Preis für seine Aktien erhält. Die Aktionärsstruktur der KTM Industries AG ist im Abschnitt "Aktie & Investor Relations" des Geschäftsberichtes dargestellt.
Die Organe der KTM Industries AG setzen sich aus dem Vorstand, dem Aufsichtsrat sowie der Hauptversammlung zusammen. Die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat erfolgt in regelmäßigen Abständen und basiert auf einer offenen und transparenten Diskussion.
Der Vorstand der KTM Industries AG bzw. die einzelnen Vorstandsmitglieder agieren auf der Grundlage des Gesetzes, der Satzung der Gesellschaft und der vom Aufsichtsrat beschlossenen Geschäftsordnung des Vorstands, welche die Regeln der Zusammenarbeit der Vorstandsmitglieder sowie die Geschäftsverteilung im Vorstand festlegen.
Die Abstimmung innerhalb des Vorstands erfolgt in regelmäßigen Sitzungen aber auch in Gestalt eines informellen Informationsaustausches. In den Vorstandssitzungen werden das laufende Geschäft und die unternehmensstrategischen Themen besprochen. Ebenso werden die jeweils anstehenden Maßnahmen der Leitung und Geschäftsführung abgestimmt, die von den geschäftsordnungsgemäß zuständigen Vorstandsmitgliedern umzusetzen sind.
Die Geschäftsordnung unterwirft den Vorstand bzw. die einzelnen Vorstandsmitglieder umfassenden Informations- und Berichtspflichten gegenüber dem Aufsichtsrat und normiert einen umfangreichen Katalog von Maßnahmen und Rechtsgeschäften, die der Zustimmung durch den Aufsichtsrat bedürfen.
Der Vorstand der KTM Industries AG besteht aus vier Mitgliedern (Regel 16):
Nach dem Abschluss seiner Ausbildung an der Montanuniversität Leoben (Betriebs- und Energiewirtschaft) begann Stefan Pierer seine Karriere 1982 bei der HOVAL GmbH in Marchtrenk als Vertriebsassistent und später als Vertriebsleiter und Prokurist. 1987 gründete er die KTM Industries-Gruppe, in der er als Aktionär und Vorstand tätig ist. Seit 1992 ist er Aktionär und Vorstand der KTM-Gruppe, ab 2011 Aufbau der Pierer Industrie AG, deren Alleinaktionär und Vorstandsvorsitzender er ist.
Weitere wesentliche Funktionen im Konzern: Vorstandsvorsitzender der KTM AG Vorstandsvorsitzender der Pierer Industrie AG Aufsichtsratsvorsitzender der Pankl Racing Systems AG Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden der WP Performance Systems GmbH (seit 8.6.2017)
Aufsichtsratsvorsitzender der Wirtschaftspark Wels Errichtungs- und Betriebs-Aktiengesellschaft Aufsichtsrat der ATHOS Immobilien Aktiengesellschaft (bis 9.3.2017)
Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Johannes Kepler Universität Linz begann Friedrich Roithner seine Karriere bei der Ernst & Young GmbH. Nach drei Jahren wechselte er zur Austria Metall AG, wo er bis 2006 (davon ab 2002 im Vorstand) tätig war. Seit Ende 2007 ist Friedrich Roithner im Management der KTM Industries-Gruppe tätig. Von März 2008 bis Juni 2010 war Friedrich Roithner Vorstand der Unternehmens Invest AG; seit Juli 2010 ist er Vorstand der KTM Industries AG.
Vorstand der Pierer Industrie AG Vorstand der W Verwaltungs AG (vormals: WP AG) (seit 27.7.2017) Aufsichtsratsvorsitzender der KTM AG Aufsichtsrat der WP Performance Systems GmbH (seit 29.4.2017) Aufsichtsrat der Pankl Racing Systems AG
Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften: Aufsichtsrat der Wirtschaftspark Wels Errichtungs- und Betriebs-Aktiengesellschaft
Nach der Matura, begann Alfred Hörtenhuber seine berufliche Karriere 1975 bei der K. Rosenbauer KG in Leonding als Vertriebsassistent und später Exportleiter für Westeuropa. Er absolvierte berufsbegleitende Managementausbildungen am MZSG St. Gallen und am IMD Lausanne. 1985 Eintritt in die Miba Gruppe zuerst als Marketingleiter, ab 1990 als Vorstand für Marketing, Forschung und Entwicklung in der Miba Sintermetall AG. 1998 CEO der Miba Friction Group und Mitglied des Vorstandes in die Miba AG Holding. Seit 2008 ist Alfred Hörtenhuber im Management der KTM Industries-Gruppe tätig und von Oktober 2010 bis 31.12.2017 auch Mitglied des Vorstandes der KTM Industries AG.
Vorstand der W Verwaltungs AG (vormals: WP AG) Aufsichtsrat der Pankl Racing Systems AG
Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften: keine
Wolfgang Plasser ist im Jahr 1962 in Oberösterreich geboren und hat das Studium der Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien absolviert. Wichtige Stationen seiner Berufslaufbahn sind seine Tätigkeiten bei der KPMG, der Investment Bank Austria, sein Wirken als Finanzvorstand der Vossen AG sowie bei der Ocean Consulting GmbH. Wolfgang Plasser ist seit 2004 im Vorstand der Pankl Racing Systems AG und ist dort seit 2006 als CEO tätig.
Vorstand der Pankl Racing Systems AG Aufsichtsratsvorsitzender der Pankl Systems Austria GmbH (seit 27.9.2017)
Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2017 die ihm nach Gesetz, Satzung, ÖCGK und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben und Pflichten gewissenhaft wahrgenommen. Sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats und der Ausschüsse des Aufsichtsrats sind im Sinn des ÖCGK frei und unabhängig. Im Geschäftsjahr 2017 wurden insgesamt fünf Aufsichtsratssitzungen und somit jeweils mindestens eine pro Quartal (Regel C-36 des ÖCGK) abgehalten. Die Sitzungen dauerten durchschnittlich rund zweieinhalb Stunden. Weiters fanden zwei Sitzungen des Prüfungsausschusses statt; die Sitzungen dauerten durchschnittlich rund eine Stunde.
Der Aufsichtsrat hat entsprechend den Satzungsbestimmungen einen Vorsitzenden und einen Stellvertreter gewählt und entsprechend der gesetzlichen Verpflichtung einen Prüfungsausschuss bestellt.
Die Sitzungen des Aufsichtsrats werden vom Vorsitzenden und bei dessen Verhinderung von seinem Stellvertreter geleitet.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten 14 Tage vor jeder Sitzung die mit dem Vorsitzenden abgestimmte Tagesordnung und umfassende Informationen zu den Tagesordnungspunkten. In dringenden Fällen kann der Vorsitzende des Aufsichtsrates die Frist verkürzen, sofern alle Mitglieder des Aufsichtsrates nachweislich verständigt wurden. Im Falle der Verkürzung der Frist dürfen, falls nicht alle Mitglieder des Aufsichtsrates anwesend oder vertreten sind, nur jene Tagesordnungspunkte behandelt werden, die für die verkürzte Einberufung ursächlich waren.
Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder des Aufsichtsrats ordnungsgemäß eingeladen wurden und mindestens die Hälfte der gewählten Mitglieder, jedenfalls aber drei Mitglieder, darunter der Vorsitzende oder sein Stellvertreter, an der Sitzung persönlich teilnehmen.
Die Beschlüsse des Aufsichtsrates werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst; bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden des Aufsichtsrates den Ausschlag.
Der Aufsichtsrat ist berechtigt, vom Vorstand jederzeit schriftliche Berichte über Angelegenheiten der Gesellschaft und Belange der Geschäftsführung zu verlangen. An den Sitzungen des Aufsichtsrates und des Prüfungsausschusses nimmt grundsätzlich auch der Vorstand teil, sofern der Vorsitzende des Aufsichtsrates nicht anderes bestimmt. Die Mitglieder des Vorstands haben kein Stimmrecht.
In der Aufsichtsratssitzung erläutern die Mitglieder des Vorstandes umfassend den Geschäftsverlauf und die personelle und finanzielle Entwicklung der Unternehmensgruppe. Die Beratung mit dem Vorstand und der Mitglieder untereinander nimmt breiten Raum ein. Die Beschlussfassung zu Investitionen, Akquisitionen und anderen Anträgen gemäß der Geschäftsordnung des Vorstandes bilden einen weiteren Schwerpunkt jeder Aufsichtsratssitzung.
Die vom Aufsichtsrat gebildeten Ausschüsse erfüllen ihre Aufgaben im Namen des Aufsichtsrates. Jedem Ausschuss müssen mindestens 2 Mitglieder angehören. Für jeden gebildeten Ausschuss bestellt der Aufsichtsrat ein Ausschussmitglied zum Vorsitzenden. Für die Einberufung, die Sitzungen und die Beschlussfassung eines Ausschusses gilt die Geschäftsordnung des Aufsichtsrates.
Der Aufsichtsrat kann auch ein einzelnes Mitglied mit der Aufsicht und Prüfung einzelner Geschäftsvorgänge beauftragen. Dieses Aufsichtsratsmitglied hat über seine Tätigkeit dem Aufsichtsrat zu berichten.
Es wurden keine Verträge zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern des Aufsichtsrats geschlossen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen (Regel C-49 des ÖCGK).
Weiters hat der Prüfungsausschuss die Rechnungslegungsprozesse (einschließlich der Konzernrechnungslegung), die Abschlussprüfung (einschließlich der Konzernabschlussprüfung) und die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems sowie des Revisionssystems überwacht. Der Prüfungsausschuss hat Nicht-Prüfungsleistungen des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers) genehmigt. Schließlich wurde auch die Unabhängigkeit und Tätigkeit des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers) insbesondere im Hinblick auf die für die geprüfte Gesellschaft erbrachten zusätzlichen Leistungen geprüft und überwacht.
Im Übrigen wird zur Arbeitsweise des Aufsichtsrates auf den Bericht des Aufsichtsrates verwiesen.
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht aus vier Mitgliedern und setzt sich wie folgt zusammen:
Weitere Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in anderen in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften: Pankl Racing Systems AG, All for One Steeb AG (Deutschland)
Weitere Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in anderen in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften: keine
Weitere Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in anderen in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften: keine
Weitere Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in anderen in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften: keine
Der Prüfungsausschuss der Gesellschaft besteht aus drei Mitgliedern und setzt sich wie folgt zusammen:
Josef Blazicek
Vorsitzender, Finanzexperte
Der Aufsichtsrat der KTM Industries AG hat entsprechend dem Aktiengesetz einen Prüfungsausschuss eingerichtet, der die planmäßigen Aufsichtsund Kontrollfunktionen wahrnimmt.
Der Prüfungsausschuss ist für die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses, des Gewinnverwendungsvorschlags und des Lageberichts sowie die Prüfung des Konzernabschlusses und des Corporate Governance-Berichts zuständig. Der Prüfungsausschuss hat einen Vorschlag für die Auswahl des Abschlussprüfers zu erstatten und bereitet den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung für dessen Wahl vor.
Der Prüfungsausschuss hat gemäß Regel C-81a des ÖCGK mit dem Abschlussprüfer in einer Besprechung die Abwicklung der wechselseitigen Kommunikation festzulegen. Der Prüfungsausschuss der KTM Industries AG ist im Geschäftsjahr 2017 zu zwei Sitzungen zusammengekommen, an der auch ein Vertreter des Wirtschafsprüfers teilgenommen haben.
Da der Aufsichtsrat aus nicht mehr als 6 Mitgliedern besteht, werden die Aufgaben des Vergütungs- und Nominierungsausschusses vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen.
Ein Aufsichtsratsmitglied ist als unabhängig anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Gesellschaft oder zu deren Vorstand steht, die einen materiellen Interessenskonflikt begründet und daher geeignet ist, das Verhalten des Mitgliedes zu beeinflussen.
Dr. Ernst Chalupsky ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Saxinger, Chalupsky & Partner Rechtsanwälte GmbH. Die KTM Industries-Gruppe wird von der Saxinger, Chalupsky & Partner Rechtsanwälte GmbH in Rechtsangelegenheiten beraten. Die Beratungsleistungen werden zu marktüblichen Bedingungen in Anspruch genommen.
Von der Kiska GmbH, deren geschäftsführender Gesellschafter das Aufsichtsratsmitglied Gerald Kiska ist, werden zu marktüblichen Bedingungen Beratungs- und Dienstleistungen in Anspruch genommen.
Die Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder wird anhand folgender Leitlinien definiert:
Gemäß Regel C-54 ÖCGK soll dem Aufsichtsrat der Gesellschaft mindestens ein unabhängiger Kapitalvertreter angehören, der nicht Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10% ist oder dessen Interessen vertritt. Diese Anforderungen der C-Regel 54 wurde erfüllt, da kein Mitglied des Aufsichtsrates Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10% ist oder die Interessen eines solchen Anteilseigners vertritt.
Das Aufsichtsratsmitglied Mag. Gerald Kiska ist gemäß Regel C-53 nicht von der Gesellschaft und vom Vorstand unabhängig. Die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrates der KTM Industries AG bekennen sich zu den Kriterien der Unabhängigkeit gemäß Regel C-53 und deklarieren sich als unabhängig.
Bei der Festlegung der Gesamtbezüge für die Mitglieder des Vorstandes hat der Aufsichtsrat dafür zu sorgen, dass die Vergütungen in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des einzelnen Vorstandsmitgliedes, zur Lage der Gesellschaft und zu der üblichen Vergütung stehen und langfristige Verhaltensanreize zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung berücksichtigt werden.
Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands resultiert aus privatrechtlichen Vereinbarungen, die zwischen dem Mitglied des Vorstandes und der Gesellschaft, die dabei durch den Aufsichtsrat vertreten wird, abgeschlossen werden.
Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands der KTM Industries AG enthält fixe und variable Bestandteile. Die variablen Bestandteile der Vergütung werden im Vorhin einzelvertraglich festgelegt, knüpfen an messbare, nachthaltige, langfristige und mehrjährige Leistungskriterien an und verleiten nicht zum Eingehen unangemessener Risiken. Die variablen Bestandteile der Vergütung sind der Höhe nach nicht begrenzt und hängen für das Geschäftsjahr 2017 von den Erfolgskennzahlen EBIT, EBT, operativer Cash-flow und Free Cash-flow1 der Gesellschaften der KTM Industries-Gruppe ab. In Bezug auf die verschiedenen Mitglieder des Vorstands zielen die einzelvertraglich festgelegten variablen Vergütungsbestandteile jeweils auf unterschiedliche Erfolgskennzahlen ab (siehe Tabelle auf Seite 35). Die Gewichtung der einzelnen Parameter der variablen Bestandteile der Vergütung unterliegt dem freien Ermessen und wird zwischen der Gesellschaft, dem Aufsichtsrat und dem jeweiligen Vorstandmitglied individuell festgelegt.
Die Vergütungspolitik wird vom Aufsichtsrat jährlich überprüft. Ein externes Benchmarking der Vergütung bzw. Vergütungsstruktur erfolgt nicht. Der Aufsichtsratsvorsitzende informiert die Hauptversammlung einmal jährlich über die Grundsätze des Vergütungssystems.
Die Mitglieder des Vorstands haben Anspruch auf einen Firmenwagen. Eine Unfallversicherung gewährt Versicherungsschutz im Todesfall und bei Invalidität, eine private Haftpflichtversicherung deckt die gesetzliche Haftpflicht der Vorstandsmitglieder ab, die aus Personenschäden, Sachschäden oder Vermögensschäden Dritter resultiert. Es besteht Versicherungsschutz für Schadenersatzansprüche wegen Vermögensschäden Dritter oder der Gesellschaft aufgrund von Pflichtverletzungen als Organmitglied der Gesellschaft. Die Kosten für diese Versicherungen trägt die Gesellschaft.
Für konzerninterne Mandate und Funktionen werden keine zusätzlichen Entgelte gewährt.
Bei vorzeitiger Abberufung ohne wichtigen Grund sind die fixen Grundbezüge für die Vertragsdauer auszuzahlen.
Die Vorstände, ausgenommen Herr DI Stefan Pierer, erbringen ihre Leistungen aufgrund lohnsteuerpflichtiger Dienstverträge. Die Vorstandstätigkeiten von Herrn DI Stefan Pierer wird im Konzern mittels eines Überlassungsvertrages mit der Pierer Konzerngesellschaft mbH geregelt. Es bestehen keine weiteren Vereinbarungen mit dem Vorstand hinsichtlich betrieblicher Altersversorgung. Die Vorstandsmitglieder haben gemäß Vertrag einen Anspruch auf eine freiwillige Abfertigung, jedoch unterliegen sie grundsätzlich dem System der "Abfertigung Neu".
Es bestehen keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche anteilsbasierende Vergütungssysteme. Es besteht eine D&O-Versicherung, welche neben dem Vorstand und dem Aufsichtsrat auch die Geschäftsführungen der Konzerngesellschaften umfasst.
Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder inklusive erfolgsabhängiger Komponenten belief sich im Geschäftsjahr 2017 auf € 4,29 Mio. (Vorjahr: € 4,24 Mio.). Den wichtigsten Berechnungsparameter der variablen Vergütung bildet – neben der mit dem Vorstandsmitglied individuell vereinbarten leistungsbezogenen Zielerreichung – auch die Entwicklung einzelner Erfolgskennzahlen der Gruppe. Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine Darlehen, Kredite oder Vorschüsse an Mitglieder des Vorstandes gewährt. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 bestanden keine Darlehen, Kredite oder Vorschüsse an aktuelle oder frühere Mitglieder des Vorstandes. An Mitgliedern des Vorstandes nahe stehende Personen wurden im Geschäftsjahr 2017 keine marktunüblichen Vergütungen ausgereicht und keine Darlehen oder Kredite gewährt.
1 Der Free Cash-flow Wert errechnet sich aus der Summe des Konzern-Cash-flows aus dem operativen Bereich abzüglich des Konzern-Cash-flows aus Investitionsaktivitäten.
Vorstandsvergütung im Geschäftsjahr 2017 (Konzernebene):
| FIX | FIX | VARIABEL | VARIABEL | ||
|---|---|---|---|---|---|
| (in EUR) | (in %) | (in EUR) | (in %) | GESAMT | |
| Stefan Pierer | 381.163 | 18 | 1.744.900 1) | 82 | 2.126.063 |
| Friedrich Roithner*) | 170.331 | 19 | 723.467 2) | 81 | 893.797 |
| Alfred Hörtenhuber | 294.581 | 53 | 261.099 3) | 47 | 555.680 |
| Wolfgang Plasser *) | 398.406 | 63 | 235.000 4) | 37 | 633.406 |
| Gesamt | 1.244.481 | 30 | 2.964.466 | 70 | 4.208.947 |
(1) Der variable Bestandteil der Vergütung basiert auf dem EBT-Wert und dem Free Cash Flow der KTM-Gruppe.
(2) Der variable Bestandteil der Vergütung basiert auf dem EBIT-Wert der KTM Industries-Gruppe.
(3) Der variable Bestandteil der Vergütung basiert auf dem EBT-Wert und dem operativen Cash Flow der WP-Gruppe. (4) Der variable Bestandteil der Vergütung basiert auf dem EBIT-Wert der Pankl-Gruppe.
Weiters erhielten die Mitglieder des Vorstandes Bezüge aus Vorperioden in Höhe von TEUR 79,3.
Die Höhe der Gesamtbezüge der Aufsichtsratsmitglieder wird im Rahmen der jährlichen Hauptversammlung für das jeweilige abgelaufene Geschäftsjahr von der Hauptversammlung beschlossen. Der entsprechende Beschlussvorschlag ist vom Vorstand zu unterbreiten. Bei der Erstellung des Beschlussvorschlages sowie bei der Beschlussfassung in der Hauptversammlung gilt grundsätzlich freies Ermessen, wobei allerdings der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang sowie der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens Rechnung zu tragen ist. Sofern Aufsichtsratsmitglieder auch Aktionäre der Gesellschaft sind, unterliegen sie bei der Abstimmung über die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder in der Hauptversammlung keinem Stimmverbot.
Für das Geschäftsjahr 2016 wurde im Rahmen der 20. Ordentlichen Hauptversammlung am 27. April 2017 die Gesamtvergütung des Aufsichtsrates in Höhe von EUR 28.000 beschlossen. Mag. Klaus Rinnerberger hat sich als Vorstandsmitglied der Pierer Industrie AG verpflichtet, die Bestellung als Aufsichtsratsmitglied in konzernangehörigen Unternehmen anzunehmen und hat für derartige Funktionen keinen Anspruch auf gesonderte Vergütung. Für das Geschäftsjahr 2017 wurden als Gesamtbezüge aller Aufsichtsratsmitglieder EUR 39.000 aufwandswirksam berücksichtigt. Mitglieder des Aufsichtsrats, die während eines Geschäftsjahrs in den Aufsichtsrat gewählt werden oder ausscheiden, erhalten die Vergütung entsprechend der Dauer ihrer tatsächlichen Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat pro rata temporis.
Der Vorstand wird der für 26. April 2018 einzuberufenden 21. Ordentlichen Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2017 eine Gesamtvergütung in dieser Höhe vorschlagen. Die individuelle Aufteilung soll sich – vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung – wie folgt darstellen:
| AUFSICHTSRATSMITGLIED | VERGÜTUNG | |
|---|---|---|
| Josef Blazicek | EUR | 19.000 |
| Vorsitzender des Aufsichtsrates | ||
| Stellvertretender Vorsitzender des Prüfungsausschusses | ||
| Dr. Ernst Chalupsky | EUR | 12.000 |
| Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates | ||
| Mitglied des Prüfungsausschusses | ||
| Mag. Gerald Kiska | EUR | 8.000 |
| Mitglied des Aufsichtsrates | ||
| Mag. Klaus Rinnerberger | EUR | 0 |
| Mitglied des Aufsichtsrates | ||
| Vorsitzender des Prüfungsausschusses | ||
| Gesamt | EUR | 39.000 |
Zusätzlich zur jährlichen Aufwandsentschädigung erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats einen Barauslagenersatz für tatsächlich angefallene Spesen. Weiters sind die Mitglieder des Aufsichtsrats bis zu einer bestimmten Höchstbetragsgrenze durch eine Manager-Haftpflichtversicherung der Gesellschaft geschützt, welche die persönliche Haftung der Mitglieder des Aufsichtsrats im Fall einer fahrlässigen Pflichtverletzung in Ausübung ihrer Tätigkeit als Organ der Gesellschaft abdeckt. Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine Darlehen, Kredite oder Vorschüsse an Mitglieder des Aufsichtsrates gewährt. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 bestanden keine Darlehen, Kredite oder Vorschüsse an aktuelle oder frühere Mitglieder des Aufsichtsrates. An Mitgliedern des Aufsichtsrates nahe stehende Personen wurden im Geschäftsjahr 2017 keine marktunüblichen Vergütungen ausgereicht und keine Darlehen oder Kredite gewährt. Darüber hinaus wurde im Jahr 2017 keine (sonstige) Vergütung an Mitglieder des Aufsichtsrats bezahlt. Sonstige Geschäftsbeziehungen mit Aufsichtsratsmitgliedern bestanden nicht.
Die Aufnahme eines weiblichen Vorstandsmitgliedes ist derzeit nicht geplant. Jedoch ist die Gleichbehandlung von weiblichen und männlichen Mitarbeitern sowie deren Chancengleichheit am Arbeitsplatz für die KTM Industries AG selbstverständlich. Ein spezifisches Programm zur Förderung von Frauen in diesem Zusammenhang gibt es nicht.
Der Aufsichtsrat hat für die Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats ein Diversitätskonzept gemäß § 243c Abs 2 Z 2a UGB verabschiedet, das folgendes vorsieht:
Ziel des Diversitätskonzepts ist es, dass der Vorstand mit Persönlichkeiten besetzt ist, die sich aufgrund ihrer unterschiedlichen Berufs- und Lebenserfahrungen gegenseitig ergänzen. Es soll sichergestellt sein, dass der Vorstand in seiner Gesamtheit über ein Höchstmaß an Erfahrung und fachlicher Qualifikation verfügt, um die KTM Industries-Gruppe erfolgreich zu führen und optimale Ergebnisse zu erreichen.
Über die Besetzung von Vorstandspositionen entscheidet der Aufsichtsrat anhand der im Diversitätskonzept festgelegten Kriterien unter Berücksichtigung der Unternehmensinteressen.
Im Geschäftsjahr 2017 wurden die Weichen für die Erweiterung des Vorstandes auf Grundlage des Diversitätskonzeptes gestellt. Seit dem 1. Jänner 2018 besteht der Vorstand der KTM Industries AG aus 5 Mitgliedern.
Der Aufsichtsrat wird mit fachlich und persönlich qualifizierten Personen besetzt. Dabei ist auf eine im Hinblick auf die Struktur und die Geschäftsfelder der KTM Industries-Gruppe fachlich ausgewogene Zusammensetzung zu achten. Dem Aufsichtsrat muss mindestens ein Finanzexperte angehören.
Ziel des Diversitätskonzepts ist es, dass der Aufsichtsrat mit Persönlichkeiten besetzt ist, die sich aufgrund ihrer unterschiedlichen Berufs- und Lebenserfahrungen gegenseitig ergänzen. Es soll sichergestellt sein, dass der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit über ein Höchstmaß an Erfahrung und fachlicher Qualifikation verfügt, um die Geschäftstätigkeit der KTM Industries AG und der KTM Industries-Gruppe kritisch und aus möglichst vielen verschiedenen Blickwinkeln zu überwachen.
Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sollen die im Diversitätskonzept festgelegten Kriterien berücksichtigen. Die Besetzungsziele des Aufsichtsrats beschränken die Hauptversammlung jedoch nicht in ihrer Wahlfreiheit.
Da es im Berichtszeitraum zu keinen Veränderungen in der Zusammensetzung des Aufsichtsrates kam, liegen keine Ergebnisse vor.
Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Linz, wurde von der 20. ordentlichen Hauptversammlung zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 bestellt. Neben dieser Tätigkeit ist KPMG mit ihren weltweiten Partnerbüros vereinzelt auch im Bereich der Steuer- und Finanzberatung für den Konzern tätig. Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer setzen sich zusammen aus: Konzernabschlussprüfung (inkl. Teilkonzerne) EUR 319.900 (Vorjahr: TEUR 318) und Jahresabschlussprüfung aller Einzelgesellschaften EUR 350.950 (Vorjahr: TEUR 338). Sonstige Leistungen betragen EUR 180.843,20.
Gemäß C-Regel 62 ÖCGK hat die Gesellschaft regelmäßig im Abstand von drei Jahren eine externe Institution mit der Evaluierung zur Einhaltung der C- und R-Regeln des Kodex zu beauftragen. KTM Industries AG hat die Oberhammer Rechtsanwälte GmbH mit der Evaluierung für das Geschäftsjahr 2015 beauftragt. Der vollständige Bericht einschließlich der Ergebnisse der Evaluierung vom Geschäftsjahr 2015 ist auf www.ktm-industries.com abrufbar.
Die nächste externe Evaluierung wird im Jahr 2019 über das Geschäftsjahr 2018 durchgeführt werden.
Die Vorstandsmitglieder der KTM AG Mag. Hubert Trunkenpolz und DI Harald Plöckinger wurden mit Wirkung zum 1. Jänner 2018 in den Vorstand der KTM Industries AG berufen. Mag. Hubert Trunkenpolz ist in der KTM AG für den Vertrieb, das Marketing und den Kundendienst zuständig. DI Harald Plöckinger ist in der KTM AG für die Bereiche Produktion, Einkauf, Logistik und Business Development tätig.
Wels, im März 2018 Der Vorstand
Die KTM Industries AG unterliegt als in der Schweiz börsennotierte österreichische Gesellschaft zwingend den Regelungen der schweizerischen Richtlinie betreffend Informationen zur Corporate Governance der SIX Swiss Exchange ("Schweizer Corporate Governance-Richtlinie"). Die Schweizer Corporate Governance-Richtlinie ist unter https://www.six-exchange-regulation.com/dam/downloads/regulation/admission-manual/directives /06\_16-DCG\_de.pdf verfügbar.
Die KTM Industries AG weist darauf hin, dass die Gesellschaft nach österreichischem Recht errichtet wurde und daher die Bezeichnung der Gesellschaftsorgane und ihre Aufgaben sowie Verantwortlichkeiten von den Schweizer Vorschriften abweichen. In Folge werden ausschließlich die Begrifflichkeiten der österreichischen Rechtsordnung verwendet. Gesellschaften, die nicht nach Schweizer Obligationenrecht verfasst sind, haben die Bestimmungen der Schweizer Corporate Governance-Richtlinie, die in engem Bezug zum schweizerischen Obligationenrecht formuliert sind, analog zu erfüllen. Entsprechend folgt eine kurze Beschreibung der Eigenheiten der österreichischen Organisationsstruktur:
Die KTM Industries AG mit Sitz in 4600 Wels, Edisonstraße 1, Österreich ist seit dem 14. November 2016 an der SIX Swiss Exchange primärkotiert (ISIN: AT0000820659, Valorennummer: 504.289). Das Grundkapital der KTM Industries AG beträgt EUR 225.386.742 und ist eingeteilt in 225.386.742 auf Inhaber lautende Stückaktien mit Stimmrecht, wobei jede Stückaktie am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt ist.
Geschäftsgegenstand der KTM Industries AG ist insbesondere die Ausübung der Tätigkeit einer Holdinggesellschaft, insbesondere der Erwerb und die Verwaltung von Industrieunternehmen und von Unternehmen und Beteiligungen an Industrieunternehmen, die Leitung der zur KTM Industries-Gruppe gehörenden Unternehmen und Beteiligungen und die Erbringung von Dienstleistungen für diese (Konzerndienstleistungen) sowie allgemein die Erbringung von Dienstleistungen auf dem Gebiet der Unternehmensberatung. Dieser Unternehmensgegenstand der Gesellschaft wird in § 2 der Satzung festgelegt, die auf der Webseite der KTM Industries AG abrufbar ist (http://www.ktm-industries.at/index.php/corporate-governance/satzung-der-gesellschaft).
Die Unternehmensführung der KTM Industries-Gruppe wird durch ein Managementteam realisiert, das Bereichsverantwortliche umfasst, die für die Führung eines Produktbereichs im Rahmen der vom Vorstand vorgegebenen Strategie verantwortlich sind. Sie berichten direkt an den Vorstand der KTM Industries AG.
Die KTM Industries AG ist ihrerseits die Obergesellschaft der KTM Industries-Gruppe. Die KTM Industries-Gruppe ist eine führende europäische Fahrzeug-Gruppe mit dem strategischen Fokus auf das globale Sportmotorradsegment und den automotiven high-tech Komponentenbereich. Die KTM Industries-Gruppe gliedert sich in die strategischen Kernbereiche (i) Fahrzeug (Powered Two Wheelers) mit ihrer Beteiligung an der KTM-Gruppe und der WP-Gruppe (seit Jänner 2018 unter dem Dach der KTM AG), (ii) Design und Konzeptentwicklung mit den Beteiligungen an der KTM Technologies GmbH und der Kiska GmbH und (iii) High Performance mit der Beteiligung an der Pankl-Gruppe.
Eine Beschreibung der Konzernstruktur und der Geschäftssegmente der KTM Industries AG ist in folgenden Abschnitten des Konzernanhangs ( I.1 Angaben zum Unternehmen) auf der Seite 84 sowie im Geschäftsbericht unter "Konzernstruktur" auf den Seiten 6-7 enthalten.
Die K KraftFahrZeug Holding GmbH hat ihren Sitz in Wels, Österreich, und ist die Obergesellschaft der KTM AG und somit der KTM-Gruppe. Das Stammkapital der K KraftFahrZeug Holding GmbH beträgt EUR 35.000. An der K KraftFahrZeug Holding GmbH ist die KTM Industries AG zu 100% beteiligt.
Die KTM AG hat ihren Sitz in Mattighofen, Österreich. Das Grundkapital der KTM AG beträgt EUR 10.845.000. An der KTM AG ist die KTM Industries AG über die K KraftFahrZeug Holding GmbH zu rund 51,7% beteiligt.
In der KTM AG sind neben der KTM Sportmotorcycle GmbH, die KTM-Racing AG, die KTM Immobilien GmbH, die KTM Sportcar GmbH, die Husqvarna Motorcycles GmbH, WP Performance Sports GmbH, sowie die Beteiligungen an den Vertriebsgesellschaften der KTM-Gruppe und der Husqvarna-Gruppe zusammengefasst.
Die KTM-Gruppe ist ein weltweit tätiger Hersteller von Fahrzeugen im Offroad- und Straßen-Bereich. Die Produkte der KTM-Gruppe werden unter den Marken "KTM" und "Husqvarna Motorcycles" vertrieben. Die KTM-Gruppe entwickelt, produziert und vertreibt leistungsstarke und rennsporttaugliche Fahrzeuge für den Offroad- und Straßenbereich. Neben den Motorrädern für den Offroad- und Straßenbereich umfasst das Produktportfolio Kleinmotorräder, den KTM-X-BOW sowie Markenzubehör (Ersatzteile, technisches Zubehör und Bekleidung).
Mit über 35 Vertriebstochtergesellschaften und Joint Ventures in Australien und den Philippinen betreuen die Mitarbeiter der KTM AG weltweit mehr als 2.350 unabhängige Händler und Importeure der beiden Marken.
Die W Verwaltungs AG (vormals: WP AG) hat ihren Sitz in Wels, Österreich. Das Grundkapital der W Verwaltungs AG beträgt EUR 5.000.000. An der W Verwaltungs AG war die KTM Industries AG unmittelbar zu rund 75,9% beteiligt; weitere rund 24% wurden mittelbar über die KTM AG gehalten. Seit Jänner 2018 ist die gesamte WP-Gruppe unter dem Dach der KTM AG.
Die operativ tätige Obergesellschaft der WP-Gruppe ist die WP Performance Systems GmbH mit Sitz in Munderfing, Österreich. Alleingesellschafterin der WP Performance Systems GmbH ist die W Verwaltungs AG. Das Stammkapital der WP Performance Systems GmbH beträgt EUR 100.000.
Geschäftsgegenstand der WP-Gruppe ist die Entwicklung, die Erzeugung und der Vertrieb von folgenden Fahrwerkskomponenten für Motorräder und Fahrzeuge: (i) Federungselemente, (ii) Rahmenfertigung und verwandte Stahlschweisbaugruppen, (iii) Auspuffsysteme und (iv) Kühlsysteme.
Die WP-Gruppe ist ein umfassender Systemanbieter im internationalen Motorrad- und Powersportbereich. Aufgrund der angebotenen Produktgruppen ist die WP Gruppe in der Lage, das gesamte Fahrwerk eines Motorrads zu entwickeln, zu testen und zu fertigen.
Die Produkte der WP-Gruppe werden unter den Marken "WP Suspension", "WP" und "WP Performance Systems" vertrieben.
Die Pankl Racing Systems AG hat ihren Sitz in Kapfenberg, Österreich, und ist die Obergesellschaft der Pankl-Gruppe, welche insgesamt 9 Gesellschaften umfasst, und erfüllt im Wesentlichen eine Holding-Funktion.
Das Grundkapital der Pankl Racing Systems AG beträgt EUR 3.150.000. Die Aktien der Pankl Racing Systems AG notieren im Amtlichen Handel der Wiener Börse (ISIN AT0000800800). An der Pankl Racing Systems AG ist die KTM Industries AG unmittelbar zu rund 94,5% beteiligt. Die Börsekapitalisierung der Pankl Racing Systems AG betrug zum Stichtag 31. Dezember 2017 rund EUR 129,2 Mio.
In Österreich ist die Pankl-Gruppe durch die Pankl Aerospace Systems Europe GmbH und die Pankl Systems Austria GmbH tätig. Im Ausland ist die Pankl-Gruppe durch ihre Tochtergesellschaften Pankl Racing Systems UK Limited, Pankl Holdings, Inc., Pankl Japan Inc., Pankl Automotive Slovakia s.r.o., Pankl Turbosystems GmbH sowie deren Tochtergesellschaften vertreten.
Die Pankl-Gruppe entwickelt, erzeugt, wartet und vertreibt mechanische Motor- und Antriebssysteme im Hochtechnologiebereich für dynamische Komponenten in den weltweiten Märkten der Rennsport-, Luxusautomobil- und Luftfahrtindustrie (insbesondere für Helikopter- und Triebwerkshersteller), welche aus hochwertigen und innovativen Werkstoffen konstruiert sind und die für extreme mechanische Belastungen ausgelegt sind.
Die KTM Technologies GmbH ist im Bereich Technologie, Produktentwicklung und Consulting tätig und setzt den Schwerpunkt auf "High Performance Composites" und Leichtbau. Die Verbindung von Fahrzeugbau-Know How sowie langjährige Erfahrung im Bereich der Composite-Entwicklung und -Fertigung sind der zentrale Kern des Unternehmens.
Die Kiska GmbH ist als größtes unabhängiges und eigentümergeführtes Designunternehmen in Europa in folgenden Geschäftsbereichen tätig: Consultancy rund um die Themen Marketing, Marke und Design, Transportation Design, Product Design und Environmental Design.
Eine detaillierte Aufstellung der aktiven nichtkotierten Tochtergesellschaften der KTM Industries AG ist dem Beteiligungsspiegel (Seiten 139-141) zu entnehmen.
Die Aktionärsstruktur der KTM Industries AG setzt sich zum Stichtag 31. Dezember 2017 wie folgt zusammen:
| Pierer-Gruppe: | |
|---|---|
| - Pierer Beteiligungs GmbH | 5,42% |
| - Pierer Konzerngesellschaft mbH | 63,61% |
| Streubesitz | 30,97% |
Die Pierer Konzern-Gruppe hält somit zum Stichtrag 31. Dezember 2017 rund 69,03% des Grundkapitals und der Stimmrechte der KTM Industries AG.
Der KTM Industries AG sind keine anderen Aktionäre bekannt, die, direkt oder indirekt, mehr als 3 Prozent der Stimmrechte KTM Industries AG halten.
Am 21. November 2017 hat die Pierer Industrie AG von Organen der KTM Industries AG sowie von der Gesellschaft nahestehenden Personen zu einem Preis von EUR 4,80 je Aktie insgesamt 12.215.958 KTM Industries AG-Aktien (dies entspricht rund 5,42% des Grundkapitals der KTM Industries AG) erworben. Die Verkäufer hatten die Aktien im Rahmen einer Privatplatzierung 2015 erworben. Die Pierer Industrie AG hat den Verkäufern Ende September 2017 die Möglichkeit geboten, einen Teil der von ihnen gehaltenen Aktien zu verkaufen, um ihre im Rahmen der Privatplatzierung 2015 eingegangene Finanzierungsverbindlichkeiten vorzeitig zurückzuführen. Die Preisbildung orientierte sich am Börsekurs des Monats September 2017 und an den börslichen Durchschnittskursen der vorangegangenen Monate.
Somit hat die Beteiligung der Pierer Konzern-Gruppe an der KTM Industries AG am 21. November 2017 die Schwelle von 66 2/3 überschritten und beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2017 rund 69,03%.
Meldungen von bedeutenden Aktionären bzw. Aktionärsgruppen, welche im Sinne von Artikel 120 ff Finanzmarktinfrastrukturgesetz (FinfraG) an die KTM Industries AG und die Offenlegungsstelle der SIX Swiss Exchange AG erfolgt sind, können auf der Veröffentlichungsplattform der Offenlegungsstelle https://www.six-exchange-regulation.com/de/home/publications/significant-shareholders.html eingesehen werden.
Es existieren keine Kreuzbeteiligungen.
Das Grundkapital der KTM Industries AG beträgt zum Stichtag EUR 225.386.742 und ist zur Gänze aufgebracht. Das Grundkapital der KTM Industries AG ist in 225.386.742 auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien eingeteilt, von denen jede eine gleiche Beteiligung am Grundkapital repräsentiert.
Die Aktien gewähren die nach dem österreichischen Aktiengesetz den Aktionären zustehenden Rechte. Dazu zählt insbesondere das Recht auf die Auszahlung der in der Hauptversammlung beschlossenen Ausschüttungen sowie das Recht auf Ausübung des Stimmrechtes in der Hauptversammlung.
Die KTM Industries AG verfügt zum Stichtag 31. Dezember 2017 über ein bedingtes Kapital, jedoch nicht über genehmigtes Kapital.
Die KTM Industries AG verfügt zum Stichtag über kein genehmigtes Kapital1 .
Die KTM Industries AG verfügt zum Stichtag über bedingtes Kapital2 .
In der Hauptversammlung vom 27. April 2017 wurden folgende Beschlüsse gefasst:
1 Quelle: Satzung der KTM Industries AG, die auf der Webseite abrufbar ist:
http://www.ktm-industries.at/index.php/corporate-governance/satzung-der-gesellschaft
2 Quelle: Satzung der KTM Industries AG, die auf der Webseite abrufbar ist: http://www.ktm-industries.at/index.php/corporate-governance/satzung-der-gesellschaft
verfahren zu ermitteln. Die neu ausgegebenen Aktien der bedingten Kapitalerhöhung sind im gleichen Maße wie die bereits bestehenden Aktien der Gesellschaft dividendenberechtigt. Der Vorstand ist ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen.
Am 2. Juni 2015 wurde die Verschmelzung der CROSS Industrie AG auf die BF HOLDING AG (nunmehr KTM Industries AG) in das Firmenbuch eingetragen. Im Rahmen der Verschmelzung der CROSS Industries AG auf die BF HOLDING AG wurde das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 15.386.742 um EUR 210.000.000 auf EUR 225.386.742 durch Ausgabe von 210.000.000 jungen Aktien erhöht. Diese jungen Aktien wurden der Pierer Industrie AG als Alleinaktionärin der übertragenden Gesellschaft zugewiesen. Weitere Veränderungen des Grundkapitals haben in den letzten drei Berichtsjahren nicht stattgefunden.
Infolge der Verschmelzung wurde die BF HOLDING AG in CROSS Industries AG umfirmiert. In der außerordentlichen Hauptversammlung vom 21. Juli 2016 wurde die Firma der Gesellschaft auf "KTM Industries AG" geändert. Die entsprechende Satzungsänderung3 wurde am 29. Juli 2016 in das Firmenbuch eingetragen.
Die Summe des Konzerneigenkapitals der KTM Industries AG betrug zum 31. Dezember 2015 EUR 386,6 Mio., zum 31. Dezember 2016 EUR 454,9 Mio. und zum 31. Dezember 2017 EUR 528,6 Mio. Informationen über die Veränderung des Eigenkapitals sind in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung des Geschäftsberichts dargelegt (Seiten 82-83).
Das Grundkapital der KTM Industries AG beträgt zum Stichtag EUR 225.386.742 und ist zur Gänze aufgebracht. Das Grundkapital der KTM Industries AG ist in 225.386.742 auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien eingeteilt, von denen jede eine gleiche Beteiligung am Grundkapital repräsentiert.
Die KTM Industries AG hat weder Partizipations- noch Genussscheine ausgegeben.
Mit den Aktien der KTM Industries AG sind folgende Rechte verbunden:
Jeder Aktionär hat Anspruch auf Ausschüttung einer Dividende aus dem im Jahresabschluss ausgewiesenen Reingewinn. Die Hauptversammlung der KTM Industries AG ist aufgrund ihrer Satzungsbestimmungen4 dazu berechtigt, den Bilanzgewinn ganz oder teilweise von der Verteilung auszuschließen. Beschließt demnach die Hauptversammlung den Gewinn von der Verteilung auszuschließen, hat der Aktionär keinen Anspruch darauf, selbst wenn die Gesellschaft im vergangenen Geschäftsjahr Gewinne erwirtschaftet hat und sie in der Bilanz ausgewiesen sind.
Die Anteile der Aktionäre am Gewinn der Gesellschaft bestimmen sich nach ihren Anteilen am Grundkapital. Diesbezüglich bestehen keine Beschränkungen für gebietsfremde Wertpapierinhaber. Dividenden, die binnen 30 Jahren nach Fälligkeit nicht behoben werden, verfallen zu Gunsten der freien Rücklage der Gesellschaft. Die Beschlussfassung über die Ausschüttung von Dividenden für ein Geschäftsjahr auf die Aktien der Gesellschaft obliegt der ordentlichen Hauptversammlung des darauffolgenden Geschäftsjahres, die auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat entscheidet. Dividenden dürfen nur aus dem Bilanzgewinn, wie er in dem von Vorstand und Aufsichtsrat festgestellten Jahresabschluss (Einzelabschluss) der Gesellschaft nach UGB ausgewiesen ist, gezahlt werden. Bei der Ermittlung des zur Ausschüttung zur Verfügung stehenden Betrags ist der Jahresüberschuss um Gewinn- und Verlustvorträge des Vorjahres sowie Entnahmen aus bzw. Einstellungen in Rücklagen zu korrigieren. Kraft Gesetzes sind bestimmte Rücklagen zu bilden, die bei der Berechnung des zur Ausschüttung verfügbaren Bilanzgewinns abgezogen werden müssen.
http://www.ktm-industries.at/index.php/corporate-governance/satzung-der-gesellschaft
3 Die Satzung ist auf der Webseite der KTM Industries AG abrufbar:
4 Die Satzung ist auf der Webseite der KTM Industries AG abrufbar: http://www.ktm-industries.at/index.php/corporate-governance/satzung-der-gesellschaft
Von der Hauptversammlung beschlossene Dividenden werden in Übereinstimmung mit den Regeln des jeweiligen Clearingsystems unter Abzug von Kapitalertragssteuer ausgezahlt, da die dividendenberechtigten Aktien in einem Clearingsystem verwahrt werden.
Jeder Aktionär kann bei einer Kapitalerhöhung die Zuteilung von so vielen Aktien begehren, wie es seinem bisherigen Anteil entspricht. Das Bezugsrecht dient dazu, dass der Aktionär einerseits das Ausmaß seiner bisherigen Beteiligung hält (Verwässerungsschutz) und andererseits sichert das Bezugsrecht den Wert der bisherigen Beteiligung des Aktionärs (Vermögensschutz). Das Bezugsrecht kann durch einen Hauptversammlungsbeschluss mit qualifizierter Mehrheit von drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals ausgeschlossen werden. Für einen Bezugsrechtsausschluss muss ein sachlicher Grund vorliegen.
Jeder Aktionär hat einen Anspruch auf das nach der Berichtigung aller Schulden verbleibende Vermögen (Liquidationserlös) im Zuge der Abwicklung (Liquidation). Der Aktionär ist insofern Gläubiger der Gesellschaft; der Anspruch ist gerichtlich durchsetzbar. Der Liquidationserlös ist unter den Aktionären im Verhältnis ihres Aktienbesitzes aufzuteilen und muss nicht zwingend in Geld bestehen, sondern kann auch in Sachwerten ausgeschüttet werden.
Die Bestimmungen über die Auflösung der Gesellschaft richten sich nach dem österreichischen Aktiengesetz.
Jeder Aktionär hat das Recht an der Hauptversammlung teilzunehmen, da die Aktionäre ihre Rechte in der Hauptversammlung ausüben. Die Teilnahmeberechtigung an der Hauptversammlung richtet sich nach dem Anteilsbesitz jeweils am Ende des zehnten Tages vor dem Tag der Hauptversammlung (Nachweisstichtag). Zum Nachweis des Anteilsbesitzes genügt eine Depotbestätigung gemäß § 10 a des österreichischen Aktiengesetzes, die der Gesellschaft spätestens am dritten Werktag vor der Hauptversammlung zugehen muss. Ein Aktionär muss nicht persönlich an der Hauptversammlung teilnehmen, er kann sich auch durch einen entsprechend bevollmächtigten Vertreter vertreten lassen oder eine Ermächtigung zur Stimmrechtsausübung erteilen.
Gemäß § 109 des österreichischen Aktiengesetzes können Aktionäre, deren Anteile zusammen 5% des Grundkapitals erreichen, schriftlich verlangen, dass Punkte auf die Tagesordnung der nächsten Hauptversammlung gesetzt und bekannt gemacht werden. Jedem beantragten Tagesordnungspunkt muss ein Beschlussvorschlag samt Begründung beiliegen. Die antragsstellenden Aktionäre müssen seit mindestens drei Monaten vor Antragstellung Inhaber der Aktien sein. Das Aktionärsverlangen muss der Gesellschaft spätestens am 21. Tag vor einer ordentlichen Hauptversammlung, ansonsten spätestens am 19. Tag vor der Hauptversammlung zugehen (§ 109 Abs 2 des österreichischen Aktiengesetzes).
Gemäß § 110 des österreichischen Aktiengesetzes können Aktionäre, deren Anteile zusammen 1% des Grundkapitals erreichen, der Gesellschaft zu jedem Punkt der Tagesordnung in Textform Vorschläge zur Beschlussfassung übermitteln und verlangen, dass diese Vorschläge zusammen mit den Namen der betreffenden Aktionäre, der anzuschließenden Begründung und einer allfälligen Stellungnahme des Vorstands oder des Aufsichtsrates auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht werden. Das Verlangen ist beachtlich, wenn es der Gesellschaft spätestens am siebenten Werktag vor der Hauptversammlung zugeht. Bei einem Vorschlag zur Wahl eines Aufsichtsratsmitgliedes tritt an die Stelle der Begründung die Erklärung der vorgeschlagenen Person gemäß § 87 Abs 2 des österreichischen Aktiengesetzes.
Gemäß § 119 des österreichischen Aktiengesetzes ist jeder Aktionär berechtigt, in der Hauptversammlung zu jedem Punkt der Tagesordnung Anträge zu stellen. Die Anträge, die in der Hauptversammlung gestellt werden, müssen nicht begründet werden.
Gemäß§ 118 des österreichischen Aktiengesetzes ist jedem Aktionär auf Verlangen in der Hauptversammlung Auskunft über Angelegenheiten der Ge-
sellschaft zu geben, soweit sie zur sachgemäßen Beurteilung eines Tagesordnungspunktes erforderlich ist. Das Auskunftsrecht dient der Information über die Lage der Gesellschaft und als Grundlage für die Entscheidungsfindung der Gesellschaft.
Grundsätzlich ist nur der Vorstand und nicht der Aufsichtsrat, mit Ausnahme von Angelegenheiten, die nur den Aufsichtsrat betreffen, zur Auskunft verpflichtet.
Die Auskunft darf verweigert werden, soweit sie nach vernünftiger unternehmerischer Beurteilung geeignet ist, der Gesellschaft oder einem verbundenen Unternehmen einen erheblichen Nachteil zuzufügen, oder ihre Erteilung strafbar wäre. Die Auskunft darf auch verweigert werden, soweit sie auf der Internetseite der Gesellschaft in Form von Frage und Antwort über mindestens sieben Tage vor Beginn der Hauptversammlung durchgehend zugänglich war.
Jeder Aktionär hat das Recht, in der Hauptversammlung seine Meinung zu äußern. Die Hauptversammlung ist das Informations- und Diskussionsforum der Aktionäre. Die Redezeit kann vom Leiter der Hauptversammlung von Anfang an oder je nach Bedarf beschränkt werden. Das Rederecht als solches darf nicht vollkommen beseitigt werden.
Jeder Aktionär hat ein Stimmrecht in der Hauptversammlung entsprechend der Höhe seiner Beteiligung. Die Satzung5 kann einem Aktionär generell nicht mehr Stimmen einräumen, als er Anteilsbesitz hat, allerdings ist die Beschränkung des Stimmrechts ab einer bestimmten Beteiligungshöhe zulässig. Der Aktionär hat drei Möglichkeiten, sein Stimmrecht auszuüben: Er kann für einen Antrag oder gegen einen Antrag stimmen oder sich der Stimme enthalten. In bestimmten Fällen der Befangenheit des Aktionärs ruht das Stimmrecht für die konkrete Beschlussfassung.
Sofern das Gesetz nicht zwingend eine andere Mehrheit vorschreibt, beschließt die Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, und in jenen Fällen, in denen eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals.
Das österreichische Aktiengesetz normiert an verschiedenen Stellen die Möglichkeit oder Pflicht eines Aktionärs, als Voraussetzung zur Wahrung oder Durchsetzung seiner Rechte Widerspruch zu erheben (z.B. Widerspruch gegen die Ausgabe von Gewinnanteilsscheinen, Widerspruch gegen die Niederschrift über die Hauptversammlung, Widerspruch gegen Umwandlungsbeschluss).
Jeder Aktionär ist berechtigt, Hauptversammlungsbeschlüsse anzufechten, wobei Anfechtung die nachträgliche Aufhebung eines wirksam zustande gekommenen Beschlusses bedeutet. Anfechtbar sind alle Beschlüsse, die Gesetze oder die Satzung6 verletzen, aber keine Nichtigkeit begründen. Aktionäre haben Widerspruch zu Protokoll zu erheben, um anfechtungsberechtigt zu sein.
Die KTM Industries AG hat nur Inhaberaktien ausstehend. Es gibt weder eine Beschränkung der Übertragbarkeit noch gesellschaftliche Regeln zu Nominee-Eintragungen.
Die KTM Industries AG hat weder Wandel- noch Optionsrechte ausgegeben.
5 Die Satzung ist auf der Webseite der KTM Industries AG abrufbar:
Der Aufsichtsrat besteht aus mindestens drei von der Hauptversammlung einzeln gewählten Mitgliedern und so vielen Arbeitnehmervertretern, wie gemäß § 110 Abs 1 des österreichischen Arbeitsverfassungsgesetzes erforderlich. Die Aufsichtsratsmitglieder werden von der Hauptversammlung höchstens für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung gewählt, die über die Entlastung für das vierte Geschäftsjahr nach der Wahl beschließt; hierbei wird das Geschäftsjahr in dem das einzelne Aufsichtsratsmitglied gewählt wird, nicht mitgerechnet.
Mitglieder eines Aufsichtsrates einer österreichischen Aktiengesellschaft gelten im Sinne der schweizerischen Rechtsterminologie als nicht-exekutive Organmitglieder.
Der Aufsichtsrat der KTM Industries AG besteht zum Stichtag aus vier Mitglieder und setzt sich wie folgt zusammen:
| Name | Position |
|---|---|
| Josef Blazicek | Aufsichtsratsvorsitzender |
| Dr. Ernst Chalupsky | Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden |
| Mag. Gerald Kiska | Aufsichtsratsmitglied |
| Mag. Klaus Rinnerberger | Aufsichtsratsmitglied |
Josef Blazicek (geb. 1964), österreichischer Staatsbürger, war nach Abschluss der Matura als Unternehmer tätig. Er begann seine Karriere bei der GIRO Credit Bank der Österreichischen Sparkassen AG im Bereich International Sales. Ab 1989 war er Leiter der Trading Abteilung der ERSTE BANK AG, bis er im Jahr 1991 dieselbe Funktion bei der INVESTMENTBANK AUSTRIA AG übernahm, wo er unteranderem Mitglied der Bank Austria Securities Ltd. in New York war. Zwischen 1997 und 2000 war Josef Blazicek als Head of Syndications für die ICE Securities Ltd. in London beschäftigt. Danach folgte bis zum Jahr 2003 die Tätigkeit als Geschäftsführender Gesellschafter der OCEAN Equities Ltd. in London. Seit 2000 bis heute ist er in der OCEAN/ QINO Gruppe in verschiedenen führenden Funktionen tätig.
Im Aufsichtsrat der Gesellschaft ist Josef Blazicek seit dem Jahr 2008 vertreten. Derzeit übt Josef Blazicek die Funktion des Aufsichtsratsvorsitzenden der KTM Industries AG aus. Die laufende Funktionsperiode endet mit dem Ablauf der Hauptversammlung, die über das Geschäftsjahr 2020 beschließt.
Josef Blazicek ist in folgenden Positionen tätig, die für die KTM Industries AG von Bedeutung sind:
Dr. Ernst Chalupsky, M.B.L.-HSG (geb. 1954), österreichischer Staatsbürger, ist Rechtsanwalt und Partner der international vertretenen Rechtsanwaltskanzlei SCWP Schindhelm. Dr. Ernst Chalupsky ist nach Abschluss seines Studiums an der Johannes Kepler Universität Linz und seiner Ausbildung als Rechtsanwaltsanwärter in einer renommierten oberösterreichischen Sozietät seit 1982 als Rechtsanwalt in Wels tätig. Bis zur Fusion mit Saxinger & Baumann zu SCWP im Jahre 2000 war Dr. Ernst Chalupsky als Partner in der Sozietät Chalupsky & Gumpoldsberger in Wels tätig. 1996 / 1997 absolvierte Dr. Ernst Chalupsky an der Universität St. Gallen das Masterstudium «Europäisches und internationales Wirtschaftsrecht».
Im Aufsichtsrat der Gesellschaft ist Dr. Ernst Chalupsky seit dem Jahr 2014 vertreten. Derzeit übt Dr. Ernst Chalupsky die Funktion des Stellvertreters des Aufsichtsratsvorsitzenden der KTM Industries AG aus. Die laufende Funktionsperiode endet mit dem Ablauf der Hauptversammlung, die über das Geschäftsjahr 2020 beschließt.
Dr. Ernst Chalupsky ist in folgenden Positionen tätig, die für die KTM Industries AG von Bedeutung sind:
Dr. Ernst Chalupsky ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Saxinger, Chalupsky & Partner Rechtsanwälte GmbH. Die KTM Industries-Gruppe wird
von der Saxinger, Chalupsky & Partner Rechtsanwälte GmbH in Rechtsangelegenheiten beraten. Die Beratungsleistungen werden zu marktüblichen Bedingungen in Anspruch genommen.
Mag. Gerald Kiska (geb. 1959), österreichischer Staatsbürger, arbeitete nach Absolvierung der Hochschule für Gestaltung in Linz in verschiedenen Designbüros und Agenturen im In- und Ausland; darunter Interform Design in Wolfsburg, Form Orange in Götzis, Agentur Idea, Stuttgart und Porsche Design in Zell am See. 1990 gründete er sein eigenes Designunternehmen in Anif/Salzburg. Von 1994 bis 1995 lehrte Herr Kiska im Rahmen einer Gastprofessur an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, von 1995 bis 2002 engagierte er sich als Gründer und Dozent an der Fachhochschule für Industrial Design in Graz und bis 2003 hatte er eine Gastprofessur an der Universität für Gestaltung Linz inne.
Im Aufsichtsrat der Gesellschaft ist Mag. Gerald Kiska seit dem Jahr 2014 vertreten. Die laufende Funktionsperiode endet mit dem Ablauf der Hauptversammlung, die über das Geschäftsjahr 2019 beschließt.
Mag. Gerald Kiska ist in folgenden Positionen tätig, die für die KTM Industries AG von Bedeutung sind:
Von der Kiska GmbH, deren geschäftsführender Gesellschafter das Aufsichtsratsmitglied Gerald Kiska ist, werden zu marktüblichen Bedingungen Beratungs- und Dienstleistungen in Anspruch genommen.
Mag. Klaus Rinnerberger (geb. 1964), österreichischer Staatsbürger, begann 1987 nach Abschluss des Jurastudiums in Wien seine berufliche Laufbahn als Auditor und Consultant bei Arthur Andersen & Co. Danach nahm er diverse Führungsfunktionen in der Automobilindustrie, u.a. als Mitglied des Vorstandes der Magna Automobiltechnik AG sowie der Magna Steyr AG ein. 2009 wechselte er in den Vorstand der Polytec Holding AG und hatte nach Herauslösung der Peguform aus der Polytec bis Dezember 2011 die Rolle des CEO der Peguform Gruppe inne.
Im Aufsichtsrat der Gesellschaft ist Mag. Klaus Rinnerberger seit dem Jahr 2015 vertreten. Die laufende Funktionsperiode endet mit dem Ablauf der Hauptversammlung, die über das Geschäftsjahr 2019 beschließt.
Mag. Klaus Rinnerberger ist in folgenden Positionen tätig, die für die Gesellschaft von Bedeutung sind:
Die nachfolgende Tabelle enthält die Namen der Unternehmen und Gesellschaften, bei denen die aktuellen Mitglieder des Aufsichtsrats der KTM Industries AG – nach Kenntnis der Gesellschaft – während der letzten drei Berichtsperioden Mitglied eines Verwaltungs-, Geschäftsführungs- oder Aufsichtsorgans bzw. Partner waren. Aus der Spalte "noch aufrecht" ergibt sich jeweils, ob die Mitgliedschaft in diesen Organen oder als Partner noch weiter fortbesteht:
| AUFSICHTSRAT | GESELLSCHAFT | POSITION | NOCH AUFRECHT |
|---|---|---|---|
| Josef Blazicek | |||
| KTM Industries AG | AR-Vorsitzender | Ja | |
| KTM AG | AR-Vorsitzender | Nein | |
| All for One Steeb | AR-Vorsitzender | Ja | |
| BEKO Holding AG (Gesellschaft gelöscht) | AR-Vorsitzender | Nein | |
| Pierer Industrie AG | AR-Mitglied / stellvertretender Vorsitzender |
Ja | |
| Pankl Racing Systems AG | AR-Mitglied / stellvertretender 'Vorsit zender |
Ja | |
| QINO Group Holding AG (vormals: Swissburg AG) | Verwaltungsrat | Ja | |
| QINO AG (vormals: QINO CAPITAL PARTNERS AG) | Verwaltungsrat | Ja | |
| QCP Swiss AG | Verwaltungsrat | Ja | |
| Triplan AG | AR-Mitglied | Nein | |
| BF HOLDING AG | AR-Mitglied | Nein | |
| KTM Immobilien GmbH (vormals: KTM Motorrad AG) | AR-Mitglied | Nein | |
| KTM-Sportmotorcycle AG (Gesellschaft gelöscht) |
AR-Mitglied / stellvertretender Vorsitzender |
Nein | |
| WP Immobilien GmbH (vormals CROSS Immobilien AG) | AR-Mitglied | Nein | |
| W Verwaltungs AG | AR-Vorsitzender | Ja | |
| OCEAN Advisory GmbH (Gesellschaft gelöscht) | Geschäftsführer | Nein | |
| OCEAN Consulting GmbH | Gesellschafter | Ja | |
| Qino Management & Advisory Ltd. | Executive Director | Ja | |
| BEKO Engineering & Informatik GmbH | AR-Mitglied | Ja | |
| Pankl Vermögensverwaltung AG (Gesellschaft gelöscht) |
AR-Mitglied | Nein | |
| Dr. Ernst Chalupsky | |||
| KTM Industries AG | AR-Mitglied / stellvertretender Vorsitzender |
Ja | |
| Pierer Industrie AG | AR-Vorsitzender | Ja | |
| KTM AG | AR-Mitglied | Ja | |
| Wirtschaftspark Wels Errichtungs- und Betriebsaktiengesellschaft |
AR-Mitglied | Ja | |
| TGW Logistics Group GmbH | AR-Mitglied | Ja | |
| MCGA Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH | Gesellschafter / Geschäftsführer | Ja | |
| Saxinger, Chalupsky & Partner Rechtsanwälte GmbH | Gesellschafter / Geschäftsführer | Ja | |
| KTM Immobilien GmbH (vormals: KTM Motorrad AG) | AR-Mitglied | Nein | |
| W Verwaltungs AG | AR-Mitglied / stellvertretender Vorsitzender |
Ja | |
| Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH | Gesellschafter | Nein | |
| Zielpunkt GmbH | AR-Mitglied | Nein | |
| Privatstiftung Herman Greiner | Vorstand | Ja | |
| TGW Future Privatstiftung | Vorstand | Ja | |
| Mag. Gerald Kiska | |||
| KTM Industries AG | AR-Mitglied | Ja | |
| Kiska GmbH | Gesellschafter / Geschäftsführer | Nein / Ja | |
| Kiska Beteiligungs GmbH | Gesellschafter / Geschäftsführer | Ja |
| AUFSICHTSRAT | GESELLSCHAFT | POSITION | NOCH AUFRECHT |
|---|---|---|---|
| Kiska Holding GmbH | Gesellschafter / Geschäftsführer | Ja | |
| Österreichische DESIGN Privatstiftung | Vorstand | Ja | |
| KTM Technologies GmbH | Geschäftsführer | Ja | |
| Pierer Industrie AG | AR-Mitglied | Ja | |
| Verwaltungs AG (vormals WP AG) | AR-Mitglied | Ja | |
| Mag. Klaus Rinnerberger | |||
| KTM Industries AG | AR-Mitglied | Ja | |
| CROSS Industries AG (nunmehr: KTM Industries AG) | Vorstand | Nein | |
| Pierer Industrie AG | Vorstand | Ja | |
| W Verwaltungs AG | AR-Mitglied | Ja | |
| SHW Beteiligungs GmbH | Geschäftsführer | Ja | |
| PF Beteiligungsverwaltungs GmbH | Geschäftsführer | Ja | |
| Durmont Teppichbodenfabrik GmbH (nunmehr AGM Durmont Austria GmbH) |
Geschäftsführer | Nein |
Darüber hinaus bestehen für die Mitglieder des Aufsichtsrates keine weiteren wesentlichen keine wesentlichen Tätigkeiten, Interessenbindungen und Kreuzverflechtungen.
Es wird auf die Ausführungen des Corporate Governance Berichtes nach den Bestimmungen des ÖCGK verwiesen (Zusammensetzung des Aufsichtsrats, Seite 32).
Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte einen Prüfungsausschuss gebildet. Die Aufgaben eines Vergütungsausschusses und eines Nominierungsausschusses werden aus Effizienzgründen vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen, da der Aufsichtsrat der KTM Industries AG aus nicht mehr als 6 Mitgliedern besteht.
Es wird auf die Ausführungen des Corporate Governance Berichtes nach den Bestimmungen des ÖCGK verwiesen (Ausschüsse des Aufsichtsrats und deren Mitglieder, Seiten 32-33).
Es wird auf die Ausführungen des Corporate Governance Berichtes nach den Bestimmungen des ÖCGK verwiesen (Arbeitsweise des Aufsichtsrats, Seiten 31-32).
Der Vorstand einer österreichischen Aktiengesellschaft leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung. Ein Weisungsrecht des Aufsichtsrates oder der Hauptversammlung besteht daher nicht. Allerdings hat der Vorstand nach dem österreichischen Aktiengesetz vor dem Abschluss bestimmter außergewöhnlicher Geschäfte die Zustimmung des Aufsichtsrates einzuholen. Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und erörtert mit ihm in regelmäßigen Abständen den Stand der Strategieumsetzung.
Dem Aufsichtsrat obliegen die Bestellung und die Abberufung des Vorstands sowie insbesondere die Überprüfung der laufenden Geschäftstätigkeit des Vorstandes. Zu diesem Zweck informiert der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig über seine Tätigkeit.
Im Geschäftsjahr 2017 wurden insgesamt fünf Aufsichtsratssitzungen und somit jeweils mindestens eine pro Quartal abgehalten. Die Sitzungen
dauerten durchschnittlich rund zweieinhalb Stunden. Weiters fanden zwei Sitzungen des Prüfungsausschusses statt; die Sitzungen dauerten durchschnittlich rund eine Stunde (siehe dazu auch Corporate Governance Bericht nach den Bestimmungen des ÖCGK, Arbeitsweise des Aufsichtsrats, Seiten 31-32).
Die KTM Industries AG verfügt über ein kein eigenes Risikomanagement-System. Im Hinblick auf die Unternehmensgröße wurde keine eigene Stabstelle "Interne Revision" eingerichtet. Es ist jedoch eine interne Kontroll- und Reportingsystematik aufgesetzt, die den Vorstand in die Lage versetzt, Risiken zu erkennen und rasch darauf zu reagieren. Der Aufsichtsrat, insbesondere der Prüfungsausschuss, wird regelmäßig über die internen Kontrollmechanismen und das Risikomanagement im Konzern informiert.
Im Rahmen der internen Kontroll- und Reportingsystematik werden die erkennbaren Risiken in zahlreichen Bereichen des Unternehmens laufend erhoben und bewertet; die wesentlichen Ergebnisse werden vom Vorstand beurteilt und dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gebracht. Weitere Informationen zum Risikomanagement finden sich im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2017.
Das Management-Informations-System der Gesellschaft bündelt eine Vielzahl von leistungsmessenden Indikatoren aus verschiedenen Bereichen der KTM Industries-Gruppe sowie umfassende finanzielle Informationen und stellt diese dem Management der Gesellschaft zeitnah in aufbereiteter Weise elektronisch zur Verfügung. Der Aufsichtsrat erhält monatliche sowie quartalsweise Berichte auf Basis von Informationen im Management-Informations-System.
Soweit nachfolgend nichts Gegenteiliges aufgeführt ist, existieren bezüglich der Mitglieder des Vorstands keine weiteren aufführungspflichtigen Tätigkeiten und Interessenbindungen.
Der Vorstand der KTM Industries AG bestand im Geschäftsjahr 2017 aus vier Mitgliedern:
| NAME | POSITION |
|---|---|
| DI Stefan Pierer | Vorstandsvorsitzender, CEO |
| Mag. Friedrich Roithner | Stellvertretender Vorstandsvorsitzender, CFO |
| Ing. Alfred Hörtenhuber | Vorstand |
| Mag. Wolfgang Plasser | Vorstand |
DI Stefan Pierer (geb. 1956), österreichischer Staatsbürger, begann seine Karriere 1982 bei der HOVAL GmbH, nach dem Abschluss seiner Ausbildung an der Montanuniversität Leoben (Betriebs- und Energiewirtschaft), in Marchtrenk. Dort war DI Stefan Pierer als Vertriebsassistent und später als Vertriebsleiter für Oberösterreich und als Prokurist tätig. 1987 gründete DI Stefan Pierer die nunmehrige KTM Industries-Gruppe. Die KTM Industries-Gruppe ist eine österreichische Industriebeteiligungsgruppe, die sich sowohl strategisch als auch operativ auf den Motorrad- und Fahrzeugindustriesektor konzentriert. DI Stefan Pierer ist Vorstandsvorsitzender der KTM Industries AG.
Zuständigkeit:
Strategische und operative Gesamtleitung sowie das strategische / operative Management der KTM-Gruppe
Weitere wesentliche Funktionen im Konzern:
Vorstandsvorsitzender der KTM AG
Vorstandsvorsitzender der Pierer Industrie AG
Aufsichtsratsvorsitzender der Pankl Racing Systems AG
Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden der WP Performance Systems GmbH (seit 08.06.2017)
Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften: Aufsichtsratsvorsitzender der Wirtschaftspark Wels Errichtungs- und Betriebs-Aktiengesellschaft Aufsichtsrat der ATHOS Immobilien Aktiengesellschaft (bis 9. März 2017)
Mag. Friedrich Roithner (geb. 1963), österreichischer Staatsbürger, war nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Linz bei einer international tätigen Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungskanzlei als Revisionsassistent (Schwerpunkt Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung) tätig. Ab 1992 war Mag. Friedrich Roithner bei der Austria Metall AG tätig, wo er von 2002 bis 2006 Mitglied des Vorstandes war. Seit Ende 2007 ist Friedrich Roithner im Management der KTM Industries-Gruppe tätig. Mag. Friedrich Roithner ist der stellvertretende Vorstandsvorsitzende und Finanzvorstand der KTM Industries AG.
Finanzen / (Konzern)Rechnungswesen / Steuer- und Rechtsangelegenheiten
Weitere wesentliche Funktionen im Konzern:
Vorstand der Pierer Industrie AG Vorstand der W Verwaltungs AG (vormals WP AG) (seit 27.7.2017) Aufsichtsratsvorsitzender der KTM AG Aufsichtsrat der Pankl Racing Systems AG Aufsichtsrat der WP Performance Systems GmbH (seit 29.04.2017)
Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften: Aufsichtsrat der Wirtschaftspark Wels Errichtungs- und Betriebs-Aktiengesellschaft
Ing. Alfred Hörtenhuber (geb. 1955), österreichischer Staatsbürger, begann nach der Matura im Jahr 1975 seine berufliche Karriere bei der K. Rosenbauer KG in Leonding als Vertriebsassistent und später Exportleiter für Westeuropa. Er absolvierte berufsbegleitende Managementausbildungen am MSZG St. Gallen und am IMD Lausanne. 1985 trat er in die Miba-Gruppe zuerst als Marketingleiter, ab 1990 als Vorstand für Marketing, Forschung und Entwicklung in der Miba Sintermetall AG ein. 1998 wurde er CEO der Miba Friction Group und Mitglied des Vorstands in der Miba Holding AG. Seit dem 6. Februar 2008 ist Alfred Hörtenhuber im Management der KTM Industries-Gruppe tätig. Ing. Alfred Hörtenhuber ist Vorstandsmitglied der KTM Industries AG. Herr Ing. Alfred Hörtenhuber ist mit dem Ende des Geschäftsjahres 2017 aus dem Vorstand der KTM Industries AG ausgeschieden.
Strategisches / operatives Management der WP Gruppe sowie konzernübergreifendes Projektmanagement
Weitere wesentliche Funktionen im Konzern: Vorstand der W Verwaltungs AG (vormals WP AG)
Aufsichtsrat der Pankl Racing Systems AG
Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften: Keine
Mag. Wolfgang Plasser (geb. 1962), österreichischer Staatsbürger, hat das Studium der Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien absolviert. Wichtige Stationen seiner Berufslaufbahn sind seine Tätigkeiten bei der KPMG, der Investment Bank Austria, sein Wirken als Finanzvorstand der Vossen AG sowie bei der Ocean Consulting GmbH. Mag. Wolfgang Plasser ist seit 2004 im Vorstand der Pankl Racing Systems AG und ist dort seit 2006 als Vorstandsvorsitzender tätig. Mag. Wolfgang Plasser ist Vorstandsmitglied der Gesellschaft.
Zuständigkeit:
Strategisches / operatives Management der Pankl Gruppe
Weitere wesentliche Funktionen im Konzern: Vorstand der Pankl Racing Systems AG
Die nachfolgende Tabelle enthält die Namen der Unternehmen und Gesellschaften, bei denen die aktuellen Mitglieder des Vorstands – nach Kenntnis der Gesellschaft – während der letzten fünf Jahre Mitglied eines Verwaltungs-, Geschäftsführungs- oder Aufsichtsorgans bzw. Partner waren. Aus der Spalte "noch aufrecht" ergibt sich jeweils, ob die Mitgliedschaft in diesen Organen oder als Partner noch weiter fortbesteht:
| VORSTAND | GESELLSCHAFT | POSITION | NOCH AUFRECHT |
|---|---|---|---|
| DI Stefan Pierer | |||
| KTM Industries AG | Vst-Vorsitzender | Ja | |
| W Verwaltungs AG (vormals WP AG) | AR-Vorsitzender | Nein | |
| Pierer Konzerngesellschaft mbH | Gesellschafter / Geschäftsführer | Ja | |
| KTM AG | VSt-Vorsitzender | Ja | |
| KTM Immobilien GmbH (vormals: KTM Motorrad AG) | VSt-Vorsitzender | Nein | |
| Pierer Industrie AG | VSt-Vorsitzender | Ja | |
| Pierer Beteiligungs GmbH | Geschäftsführer | Ja | |
| K KraftFahrZeug Holding GmbH | Geschäftsführer | Ja | |
| PF Beteiligungsverwaltungs GmbH | Geschäftsführer | Ja | |
| PIERER Immobilien GmbH | Geschäftsführer | Ja | |
| SHW Beteiligungs GmbH (vormals Pierer Anlagenbau GmbH) | Geschäftsführer | Ja | |
| PS GmbH (Gesellschaft gelöscht) | Geschäftsführer | Nein | |
| Pierer Immobilien GmbH & Co KG | Geschäftsführer der Komplemen tärin Pierer Immobilien GmbH; VSt-Vorsitzender der Kommanditis tin Pierer Industrie AG |
Ja | |
| Pierer Invest Beteiligungs GmbH (Gesellschaft gelöscht) | Geschäftsführer | Nein | |
| UIAG Beteiligungs GmbH (vormals RK Invest Holding GmbH) | Geschäftsführer | Nein | |
| SP GmbH (Gesellschaft gelöscht) | Geschäftsführer | Nein | |
| Wohnbau-west Bauträger Gesellschaft m.b.H. | Geschäftsführer | Ja | |
| ATHOS Immobilien Aktiengesellschaft | AR-Mitglied | Nein | |
| BF HOLDING AG | AR-Vorsitzender | Nein | |
| Pankl Racing Systems AG | AR-Vorsitzender | Ja | |
| Wirtschaftspark Wels Errichtungs- und Betriebs-Aktiengesellschaft | AR-Vorsitzender | Ja | |
| Privatstiftung Christina | VSt-Vorsitzender | Ja | |
| Österreichische DESIGN Privatstiftung | VSt-Vorsitzender | Ja | |
| Stossier Privatstiftung | VSt-Vorsitzender | Ja | |
| Swisspartners AG | Verwaltungsrat | Ja | |
| Pierer Swiss AG | Verwaltungsrat | Ja | |
| QINO AG (vormals: QINO CAPITAL PARTNERS AG) | Verwaltungsrat | Ja | |
| QCP Swiss AG | Verwaltungsrat | Ja | |
| WP Immobilien GmbH (vormals CROSS Immobilien AG) | VSt-Vorsitzender, AR-Vorsitzender | Nein | |
| KTM Logistikzentrum GmbH (vormals Oberbank Mattigtal Immobilienleasing GmbH) |
Geschäftsführer | Nein | |
| Pierer Finanzierungsgesellschaft m.b.H. (Gesellschaft gelöscht) | Geschäftsführer | Nein | |
| Seestern Holding GmbH (mit Verschmelzungsvertrag vom 23.07.2013 wurde diese Gesellschaft als übertragende Gesellschaft mit der Pierer Industrie AG (FN 290677 t) als übernehmender Gesellschaft verschmolzen.) |
Geschäftsführer | Nein |
| VORSTAND | GESELLSCHAFT | POSITION | NOCH AUFRECHT |
|---|---|---|---|
| WP Performance Systems GmbH (nunmehr: KTM Components GmbH) |
AR-Mitglied / stellvertretender Vorsitzender |
Ja | |
| Pierer Liegenschaft GmbH | Gesellschafter | Ja | |
| PIERER IMMOREAL GmbH | Gesellschafter / Geschäftsführer | Nein / Ja | |
| Pankl Vermögensverwaltung AG (Gesellschaft gelöscht) | AR-Vorsitzender | Nein | |
| P Immobilienverwaltung GmbH | Geschäftsführer | Ja | |
| Mag. Friedrich Roithner | |||
| KTM Industries AG | Stellvertretender Vorstandsvorsitzender |
Ja | |
| WP AG (nunmehr W Verwaltungs AG) | AR-Mitglied / stellvertretender Vorsitzender |
Nein | |
| W Verwaltungs AG (vormals WP AG) | Vorstand | Ja | |
| CROSS Motorsport Systems GmbH (nunmehr: W Verwaltungs AG) | Geschäftsführer | Nein | |
| KTM AG | Vorstand | Nein | |
| KTM AG | AR-Vorsitzender | Ja | |
| Pierer Industrie AG | Vorstand | Ja | |
| Pierer Beteiliguns GmbH | Geschäftsführer | Ja | |
| K KraftFahrZeug Holding GmbH | Geschäftsführer | Ja | |
| Durmont Teppichbodenfabrik GmbH (nunmehr AGM Durmont Austria GmbH) |
Geschäftsführer | Nein | |
| PF Beteiligungsverwaltungs GmbH | Geschäftsführer | Ja | |
| Pankl Racing Systems AG | AR-Mitglied | Ja | |
| BF HOLDING AG | AR-Mitglied | Nein | |
| Wirtschaftspark Wels Errichtungs- und Betriebs-Aktiengesellschaft | AR-Mitglied | Ja | |
| WP Immobilien GmbH (vormals CROSS Immobilien AG) | VSt-Vorsitzender, Geschäftsführer | Nein | |
| CROSS Automotive Beteiligungs GmbH (Gesellschaft gelöscht) | Geschäftsführer | Nein | |
| CROSS Automotive Holding GmbH (Gesellschaft gelöscht) | Geschäftsführer | Nein | |
| CROSS Lightweight Technologies Holding GmbH (Gesellschaft gelöscht) |
Geschäftsführer | Nein | |
| KTM Immobilien GmbH (Gesellschaft gelöscht) | Geschäftsführer | Nein | |
| Oberbank Mattigtal Immobilienleasing GmbH (nunmehr KTM Logistikzentrum GmbH) |
Geschäftsführer | Nein | |
| Seestern Holding GmbH | Geschäftsführer | Nein | |
| Pierer Invest Beteiligungs GmbH (Gesellschaft gelöscht) | Geschäftsführer | Nein | |
| WP Performance Systems GmbH (nunmehr: KTM Components GmbH) |
AR-Mitglied | Ja | |
| PIERER IMMOREAL GmbH | Geschäftsführer | Ja | |
| SHW Beteiligungs GmbH (vormals: Pierer Anlagenbau GmbH) | Geschäftsführer | Ja | |
| Ing. Alfred Hörtenhuber | |||
| KTM Industries AG | Vorstand | Ja | |
| W Verwaltungs AG (vormals WP AG) | Vorstand | Ja | |
| WP Performance Systems GmbH (nunmehr: KTM Components GmbH) |
Geschäftsführer | Nein | |
| WP Components GmbH | Geschäftsführer | Nein | |
| Pankl Racing Systems AG | AR-Mitglied | Ja | |
| KinderPaliativNetzwerk GmbH | Gesellschafter | Ja | |
| KTM AG | AR-Mitglied | Nein |
| VORSTAND | GESELLSCHAFT | POSITION | NOCH AUFRECHT |
|---|---|---|---|
| KTM Immobilien GmbH (vormals: KTM Motorrad AG) | AR-Mitglied | Nein | |
| TGW-Future Privatstiftung | Vorsitzender Stiftungsrat | Nein | |
| CROSS Automotive Beteiligungs GmbH (Gesellschaft gelöscht) | Geschäftsführer | Nein | |
| CROSS Automotive Holding GmbH (Gesellschaft gelöscht) | Geschäftsführer | Nein | |
| CROSS Lightweight Technologies Holding GmbH (Gesellschaft gelöscht) |
Geschäftsführer | Nein | |
| WP Immobilien GmbH (vormals CROSS Immobilien GmbH) | Geschäftsführer | Nein | |
| Wethje Carbon Composites GmbH (vormals Wethje Holding GmbH) | Geschäftsführer | Nein | |
| Pankl Vermögensverwaltung AG (Gesellschaft gelöscht) | AR-Mitliged | Nein | |
| Mag. Wolfgang Plasser | |||
| KTM Industries AG | Vorstand | Ja | |
| Pankl Racing Systems AG | Vorstandsvorsitzender | Ja | |
| CROSS Motorsport Systems AG (nunmehr W Verwaltungs AG) | Vorstand | Nein | |
| CROSS Motorsport Systems AG (nunmehr W Verwaltungs AG) | Geschäftsführer | Nein | |
| OCEAN Advisory GmbH (Gesellschaft gelöscht) | Geschäftsführer | Nein | |
| OCEAN Consulting GmbH | Gesellschafter / Geschäftsführer | Ja | |
| Pankl Holdings, Inc. (CA) | AR-Vorsitzender | Ja | |
| Pankl Aerospace Systems, Inc | AR-Mitglied | Ja | |
| CP-Carrillo, Inc | AR-Mitglied | Ja | |
| Pankl Holdings, Inc. (NV) | AR-Vorsitzender | Nein | |
| CP-Carrillo, LLC | AR-Mitglied | Nein | |
| Performance Equipment Company, LLC | AR-Mitglied | Nein | |
| Pankl Systems Austria GmbH | AR-Vorsitzender | Ja | |
| Pankl Vermögensverwaltung AG (Gesellschaft gelöscht) | Vorstand | Nein | |
| Pankl Engine Systems, Inc | AR-Mitglied | Nein |
Es existieren keine Managementverträge.
Es wird auf die Ausführungen des Corporate Governance Berichtes nach den Bestimmungen des ÖCGK verwiesen (Vergütungsbericht, Seiten 34-36). Es besteht kein Programm, das es Mitarbeitern aller Stufen oder Organen der Gesellschaft ermöglicht, Beteiligungen an der Gesellschaft zu erwerben.
Es wird auf die Ausführungen des Corporate Governance Berichtes nach den Bestimmungen des ÖCGK verwiesen (Vergütungsbericht, Seiten. An ehemaligen Mitglieder des Aufsichtsrates oder des Vorstandes wurde im Berichtsjahr 2017 keinerlei Vergütungen geleistet oder sonstige geldwerte Vorteil gewährt.
Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KTM Industries AG hielten zum Stichtag Aktien der Gesellschaft:
| PERSON | Unmittelbarer Aktienbesitz | Mittelbarer Aktienbesitz | Anzahl Aktien | Stimmrechte in %* |
|---|---|---|---|---|
| DI Stefan Pierer | Nein | Ja** | 155.574.011 | 69,03 |
| Mag. Friedrich Roithner | Ja | Nein | 1.397.480 | 0,62 |
| Ing. Alfred Hörtenhuber | Ja | Nein | 403.000 | 0,18 |
| Mag. Wolfgang Plasser | Ja | Nein | 403.000 | 0,18 |
| Mag. Klaus Rinnerberger | Ja | Nein | 1.397.480 | 0,62 |
| Josef Blazicek | Ja | Nein | 2.660.800 | 1,18 |
| Dr. Ernst Chalupsky | Ja | Nein | 264.635 | 0,12 |
| Mag. Gerald Kiska | Ja | Nein | 1.397.480 | 0,62 |
* gerundet
**über die Pierer Konzerngesellschaft mbH und die Pierer Beteiligungs GmbH
Die KTM Industries AG hat 225.386.742 Stückaktien ausgegeben. Jede Stückaktie gewährt ein Stimmrecht. Es existieren keine Vorzugsaktien oder Einschränkungen für die ausgegebenen Stückaktien. Das Prinzip "One share – one vote" kommt somit zum Tragen. Das Stimmrecht kann auch durch Bevollmächtigte ausgeübt werden. Die Vollmacht muss einer bestimmten Person in Textform erteilt werden, sowie der KTM Industries AG übermittelt werden und von dieser aufbewahrt oder nachprüfbar festgehalten werden.
Es bestehen sohin weder statutarische Stimmrechtsbeschränkungen noch Gruppenklauseln noch Regeln zur Gewährung von Ausnahmen.
Sofern das Gesetz nicht zwingend eine andere Mehrheit vorschreibt, beschließt die Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, und in jenen Fällen, in denen eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals.
Die Satzung7 der KTM Industries AG sieht keine gegenüber dem österreichischen Aktiengesetz höheren Stimmerfordernisse vor.
Die Bestimmungen über die Einberufung der Hauptversammlung weichen nicht von den Bestimmungen des österreichischen Aktiengesetzes ab8 .
Die Einberufung ist spätestens am 28. Tag vor einer ordentlichen Hauptversammlung, ansonsten spätestens am 21. Tag vor der Hauptversammlung bekannt zu machen. Die Einberufung wird in der "Wiener Zeitung" veröffentlicht, über ein europäisches Verbreitungssystem bekannt gemacht und auf der Webseite der KTM Industries AG zur Verfügung gestellt.
Die Hauptversammlung wird in der Regel durch den Vorstand der Aktiengesellschaft einberufen.
Daneben hat der Vorstand die Hauptversammlung einzuberufen, wenn Aktionäre, deren Anteile zusammen 5 Prozent des Grundkapitals erreichen, die Einberufung schriftlich unter Vorlage der Tagesordnung und eines Beschlussvorschlags zu jedem Tagesordnungspunkt verlangen und ihr Verlangen
http://www.ktm-industries.at/index.php/corporate-governance/satzung-der-gesellschaft
7 Die Satzung ist auf der Webseite der KTM Industries AG abrufbar:
8 Sie dazu die Satzung auf der Webseite der KTM Industries AG: http://www.ktm-industries.at/index.php/corporate-governance/satzung-der-gesellschaft
begründen. Abweichend von dieser gesetzlichen Bestimmung, kann die Satzung das Recht, die Einberufung der Hauptversammlung zu verlangen, an eine weniger strenge Form oder an den Besitz eines geringeren Anteils am Grundkapital knüpfen. Die Satzung der KTM Industries AG sieht derzeit keine von den gesetzlichen Anforderungen abweichenden Bestimmungen vor9 . Die antragstellenden Aktionäre müssen seit mindestens drei Monaten vor Antragstellung Inhaber der Aktien sein und die Aktien bis zur Entscheidung über den Antrag halten. Wenn die Einberufung nicht vom Vorstand ausgeht, ist dieser zur notwendigen Mitwirkung an der ordnungsgemäßen Einberufung und Vorbereitung der Hauptversammlung verpflichtet.
Die KTM Industries AG hat lediglich Inhaberaktien ausstehend und führt demzufolge kein Aktienbuch.
Auf die KTM Industries AG sind aufgrund der Zulassung der Aktien zum Amtlichen Handel der Wiener Börse die Bestimmungen des österreichischen Übernahmegesetzes anwendbar. Das österreichische Übernahmegesetz kennt sowohl verpflichtende als auch freiwillige Übernahmeangebote.
Erlangt ein Bieter (allein oder mit gemeinsam vorgehenden Rechtsträgern) eine kontrollierende Beteiligung an einer börsenotierten österreichischen Gesellschaft, muss er den übrigen Aktionären ein Pflichtangebot nach dem Übernahmegesetz stellen. Eine kontrollierende Beteiligung hält, wer 30% oder mehr der ständig stimmberechtigten Aktien des börsenotierten Unternehmens direkt oder indirekt kontrolliert.
Erwirbt ein Aktionär, der zwar über eine kontrollierende Beteiligung verfügt, jedoch nicht mehr als 50% der stimmberechtigten Aktien auf sich vereint, innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten zusätzlich mindestens 2% der Stimmrechte der Gesellschaft, löst dies ebenfalls eine Angebotspflicht für alle Beteiligungspapiere der Zielgesellschaft aus (creeping-in).
Wird ein kontrollrelevanter Schwellenwert erreicht, ist dies unverzüglich der Übernahmekommission mitzuteilen; die Angebotsunterlage ist der Übernahmekommission binnen 20 Börsetagen ab Kontrollerlangung anzuzeigen.
Die kontrollrelevanten Schwellenwerte können nicht nur durch einzelne Aktionäre, sondern auch durch gemeinsam vorgehende Rechtsträger erreicht werden. Die Melde- und Angebotspflicht kann daher etwa auch durch den Abschluss von Syndikatsverträgen oder sonstige Absprachen ausgelöst werden. Eine gesellschaftsrechtliche Verbindung der gemeinsam vorgehenden Gesellschafter ist dafür nicht erforderlich.
Bei der Berechnung der kontrollrelevanten Schwellenwerte unbeachtet bleiben eigene Aktien, bei denen die Stimmrechte ruhen. Das Übernahmegesetz kennt auch verschiedene Ausnahmen von der Verpflichtung, ein Pflichtangebot zu stellen. In diesen Fällen ist der Sachverhalt der Übernahmekommission nur anzuzeigen.
Um die Interessen der Aktionäre zu schützen, sieht das Übernahmegesetz vor, dass bei einem Pflichtangebot eine doppelte Untergrenze für den Angebotspreis eingehalten werden muss: Der Angebotspreis darf einerseits nicht unter der höchsten Gegenleistung liegen, die der Bieter (oder ein mit ihm gemeinsam vorgehender Rechtsträger) in den letzten zwölf Monaten vor dem Übernahmeangebot für Aktien der Zielgesellschaft leistete. Andererseits darf der Angebotspreis auch nicht unter dem durchschnittlichen nach den jeweiligen Handelsvolumina gewichteten Börsekurs der Aktien der Zielgesellschaft in den letzten sechs Monaten liegen.
Ein solches Angebot kann von einem Bieter veröffentlicht werden, der zwar keine kontrollierende Beteiligung an der Zielgesellschaft hält, eine solche Beteiligung aber anstrebt. Die Bestimmungen über die Pflichtangebote, auch hinsichtlich des Mindestpreises, sind sinngemäß anzuwenden.
Angebote, durch die der Bieter eine kontrollierende Beteiligung erlangen könnte, sind kraft Gesetzes dadurch bedingt, dass dem Bieter im Rahmen des Angebots Annahmeerklärungen zugehen, die mehr als 50% der ständig stimmberechtigten Aktien umfassen, die Gegenstand des Angebots sind.
Ein freiwilliges Angebot liegt vor, wenn das Angebot weder Rechtsfolge noch Mittel zur Herbeiführung eines Kontrollwechsels ist. Das freiwillige Angebot wird in der Praxis häufig von bestehenden Kontrollaktionären eingesetzt, um den Streubesitz zu verringern. Beim freiwilligen Angebot ist der Bieter bei der Festsetzung des Angebotspreises keiner gesetzlichen Preisregelung unterworfen und kann daher den Angebotspreis frei bestimmen.
Zum Stichtag hat sich die Unternehmensleitung (Vorstand und Aufsichtsrat) nicht durch mit besonderen vertraglichen Vereinbarungen gegen eine unerwünschte Übernahme geschützt.
Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Linz, wurde von der 20. ordentlichen Hauptversammlung zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2017 bestellt. Erstmals zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der Gesellschaft wurde die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft für das Rumpfgeschäftsjahr 1.10.2014 - 31.12.2014 bestellt.
Der verantwortliche Prüfungspartner ist Mag. Ernst Pichler; er trat sein Amt erstmals für das Rumpfgeschäftsjahr 1.10.2014 - 31.12.2014 an.
Es wird auf die Ausführungen des Corporate Governance Berichtes nach den Bestimmungen des ÖCGK verwiesen (Prüfungen und Externe Evaluierung, Seite 37).
Es wird auf die Ausführungen des Corporate Governance Berichtes nach den Bestimmungen des ÖCGK verwiesen (Prüfungen und Externe Evaluierung, Seite 37).
Der Wirtschaftsprüfer hat im Berichtsjahr an jeweils zwei Sitzungen des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses teilgenommen. Der Wirtschaftsprüfer wird durch den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats überwacht und in regelmäßigen Abständen beurteilt.
Der Prüfungsausschuss hat einen Vorschlag für die Auswahl des Abschlussprüfers zu erarbeiten und bereitet den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung für dessen Wahl vor. Darüber hinaus hat der Prüfungsausschuss mit dem Abschlussprüfer in einer Besprechung die Abwicklung der wechselseitigen Kommunikation festzulegen. Der Prüfungsausschuss hat weiters Nicht-Prüfungsleistungen des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers) zu genehmigen. Schließlich werden auch die Unabhängigkeit und die Tätigkeiten des Abschlussprüfers insbesondere im Hinblick auf die für die geprüfte Gesellschaft erbrachten zusätzlichen Leistungen geprüft und überwacht.
Die Vergütung des Wirtschaftsprüfers wird regelmäßig auf Marktüblichkeit überprüft. Der verantwortliche Prüfungspartner für die Gesellschaft rotiert jeweils alle 7 Jahre (interne Rotation). Infolge der Umsetzung der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 vom 16. April 2014 über spezifische Anforderungen an die Abschlussprüfung bei Unternehmen von öffentlichem Interesse muss die KTM Industries AG spätestens für das Geschäftsjahr 2024 den Abschlussprüfer wechseln (externe Rotation).
Die Gesellschaft unterhält im Sinne einer dauernden Informationsquelle auf der Internetseite http://www.ktm-industries.com/index.php/ir einen Investor Relations Bereich, der jedermann zugänglich ist. Dort sind alle wichtigen Informationen sowie Dokumente über den Geschäftsverlauf und den Aktienkurs (Kursdaten, Aktionärsstruktur, Berichte, Finanzkalender, Dokumente für die Hauptversammlungen) abrufbar.
Mit Wirkung vom 2. Mai 2017 wechselten die Aktien der Gesellschaft im Amtlichen Handel der Wiener Börse AG in das Marktsegement standard market auction. Dies führte dazu, dass nur mehr die Jahresfinanzberichte sowie Halbjahresfinanzberichte erstellt und veröffentlicht werden müssen. Aufgrund der Notierung der Aktien der Gesellschaft im Amtlichen Handel, Marktsegment standard market auction, der Wiener Börse, wurden im Geschäftsjahr 2017 Jahresfinanzberichte sowie Halbjahresfinanzberichte der KTM Industries AG erstellt und in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht.
Der Jahresfinanzbericht ist spätestens innerhalb von vier Monaten nach Ende des Berichtszeitraums zu veröffentlichen und auf der Internetseite zur Verfügung zu stellen (http://www.ktm-industries.com/index.php/bericht). Die Halbjahresberichte haben die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres zu umfassen und sind spätestens innerhalb von zwei Monaten nach Ende des Berichtszeitraums zu veröffentlichen und auf der Internetseite zur Verfügung zu stellen (http://www.ktm-industries.com/index.php/bericht). Die Geschäftsberichte können auch in gedruckter Version verfügbar gemacht werden oder über die Homepage der Oesterreichischen Kontrollbankhttp://issuerinfo.oekb.at/startpage.htmlabgerufen werden.
Die Gesellschaft ist verpflichtet, einen Anschluss an ein geeignetes elektronisch betriebenes europaweites Informationsverbreitungssystem zu unterhalten und die gemäß Art. 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 zu veröffentlichenden Insider-Informationen und Director's Dealings-Meldungen über dieses System in deutscher und englischer Sprache zu verbreiten. Kursrelevante Ereignisse werden zeitgerecht über die Medien und auf der Website publiziert. Die Insider-Informationen der KTM Industries AG sind auf den Webseitenhttp://www.ktm-industries.com/index.php/newsroom sowie unter http://issuerinfo.oekb.at/startpage.html verfügbar und können weiters unterhttp://www.ktm-industries.com/index.php/ir-kontakt (Investor Relations Push Verteiler Anmeldung) bezogen werden.
Der Finanzkalender der KTM Industries AG, der die wesentlichen zeitlichen Eckdaten des laufenden Geschäftsjahres ausweist, ist unter dem Link http://www.ktm-industries.com/index.php/finanzkal abrufbar.
Informationen über die Corporate Governance der KTM Industries AG (Unabhängigkeitskriterien der Aufsichtsratsmitlieder, Compliance-Richtlinie, Corporate Governance Berichte, Director's Dealing Meldungen und Stimmrechtsmitteilungen) sind auf der Webseite unter http://www.ktm-industries.com/index.php/corporate-governanceabrufbar.
Die Kontaktinformationen der Gesellschaft finden sich im Impressum am Ende dieses Geschäftsberichtes.
Der Aufsichtsrat der KTM Industries AG hat im Geschäftsjahr 2017 fünf Sitzungen abgehalten und die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und dabei intensiv über die wirtschaftliche Lage und die strategische Weiterentwicklung der Gesellschaft einschließlich ihrer Konzerngesellschaften, sowie über wesentliche Ereignisse beraten. Der Vorstand der KTM Industries AG hat dem Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2017 regelmäßig im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand ausführlicher Berichte über die Geschäfts- und Finanzlage über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft einschließlich ihrer Konzernunternehmen berichtet. Über besondere Vorgänge wurde zusätzlich informiert.
Im Prüfungsausschuss wurden einzelne Sachgebiete vertiefend behandelt und anschließend dem Aufsichtsrat berichtet. Das Präsidium des Aufsichtsrates hat sich vom Vorstand laufend über die aktuelle Geschäftslage informieren lassen. Der Prüfungsausschuss tagte zweimal. Im März 2017 wurden alle Themen in Zusammenhang mit dem Jahresund Konzernabschluss 2016 sowie der Vorschlag für die Bestellung des Abschlussprüfers behandelt. In der Sitzung im Dezember 2017 gab der Abschlussprüfer eine Übersicht zum geplanten Ablauf sowie zu den Schwerpunkten der Prüfung für das Geschäftsjahr 2017. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses waren Mag. Klaus Rinnerberger (Vorsitzender und Finanzexperte), Josef Blazicek (Stellvertreter des Vorsitzenden) und Dr. Ernst Chalupsky. Da sich der Aufsichtsrat der Gesellschaft aus nicht mehr als sechs Mitgliedern zusammensetzt, werden die Aufgaben des Vergütungs- und Nominierungsausschusses vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen.
Sowohl der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 als auch der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017 wurden von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Linz, geprüft. Die Prüfung hat nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben und der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss der Gesellschaft – jeweils für das Geschäftsjahr 2017 – wurden mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 den gesetzlichen Vorschriften entspricht und ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2017 vermittelt sowie dass die Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften steht und der Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss steht.
Der Abschlussprüfer bestätigt auch, dass der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften entspricht und ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme für das abgelaufene Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den Internationalen Financial Reporting Standards (IFRS) vermittelt und der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht.
Sämtliche Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers (einschließlich des "Zusätzlichen Berichtes an den Prüfungsausschuss über die Prüfung des Jahresabschlusses gemäß Art 11 der EU-Verordnung Nr. 537/2014 zum 31. Dezember 2017) wurden im Prüfungsausschuss am 19. März 2018 eingehend mit den Prüfern behandelt und in der anschließenden Sitzung gemeinsam mit den vom Vorstand aufgestellten Lageberichten sowie dem Corporate Governance Bericht und dem Nachhaltigkeitsbericht (nicht finanzieller Bericht) dem Aufsichtsrat gemäß § 96 Abs 1 AktG vorgelegt. Der Prüfungsausschuss hat sich in seinem Bericht an den Aufsichtsrat dem Ergebnis der Abschlussprüfer angeschlossen und ist nach der von ihm vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes sowie des Konzernabschlusses, des Konzernlageberichtes, des Corporate Governance Berichtes und des Nachhaltigkeitsberichtes für das Geschäftsjahr 2017 zum abschließenden Ergebnis gelangt, dass die geprüften Unterlagen gesetzmäßig und richtig sind, die vom Vorstand getroffenen bilanzpolitischen Entscheidungen wirtschaftlich und zweckmäßig sind und kein Anlass zur Beanstandung gegeben ist.
Der Aufsichtsrat schließt sich dem Bericht des Prüfungsausschusses und damit auch dem Ergebnis der Abschlussprüfung an. Auch nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes sowie des Konzernabschlusses, des Konzernlageberichtes, des Corporate Governance Berichtes und des Nachhaltigkeitsberichtes (nicht finanzieller Bericht) für das Geschäftsjahr 2017 ist kein Anlass zur Beanstandung gegeben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017 gebilligt, der damit gem. § 96 Abs. 4 AktG festgestellt ist. Er nimmt den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht jeweils für das Geschäftsjahr 2017 zustimmend zur Kenntnis. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes über die Verwendung des im Geschäftsjahr 2017 erzielten Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.
Weiters wurde über Vorschlag des Prüfungsausschusses ein Vorschlag für die Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2018 für die 21. ordentliche Hauptversammlung am 26. April 2018 vorbereitet. Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Linz, wird als Abschlussprüferin für das Geschäftsjahr vom 01. Jänner 2018 bis 31. Dezember 2018 vorgeschlagen.
In seinen Sitzungen befasste sich der Aufsichtsrat regelmäßig mit der Überwachung der Projekte, dem Geschäftsverlauf und der Geschäftsplanung unter Einbezug der nicht finanziellen Leistungsindikatoren, mit dem Compliance Management sowie mit der Corporate Governance des Unternehmens.
In seiner ersten Sitzung im Geschäftsjahr 2017 am 21. März 2017 hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit der Erörterung und Beschlussfassung über die Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses 2016 und der Prüfung des Konzernabschlusses 2016, der Tagesordnung und den Beschlussvorschlägen für die ordentliche Hauptversammlung sowie der Mittelfristplanung 2018-2021 befasst.
In der Sitzung des Aufsichtsrates vom 27. April 2017 wurde im Wesentlichen die aktuelle Geschäftsentwicklung, sowie das erste Quartal der Konzernunternehmen erörtert.
Die Schwerpunkte der Sitzung vom 27. Juli 2017 bildeten der Geschäftsverlauf des ersten Halbjahres 2017 und der Ausblick auf das Gesamtjahr sowie Vorstandsangelegenheiten. Weiters wurde über Kapitalmarktthemen und den Finanzstatus berichtet.
In der Aufsichtsratssitzung vom 18. Oktober 2017 wurde über die Geschäftsentwicklung der KTM Industries-Gruppe sowie über aktuelle Projekte und Vertragsabschlüsse berichtet.
Die letzte Sitzung des Geschäftsjahres 2017 fand am 20. Dezember 2017 statt und behandelte den Geschäftsverlauf nach 11 Monaten und den Ausblick auf das gesamte Geschäftsjahr 2017. Weiters wurde das Budget 2018 beschlossen und die Mittelfristplanung 2019-2021 vom Aufsichtsrat zur Kenntnis genommen. Ebenso wurde der Verkauf der Anteile der W Verwaltungs AG (75,9%) an die KTM AG und die Gründung der KTM Innovation GmbH, welche die Kompetenz und Zuständigkeiten des Bereiches "Industrialisierung 4.0 und Digitalisierung" bündeln soll, beschlossen. In dieser Sitzung wurden Herr Mag. Hubert Trunkenpolz und Herr DI Harald Plöckinger zu weiteren Vorstandsmitgliedern der KTM Industries AG, mit Wirkung ab 1. Jänner 2018, bestellt. Herr Ing. Alfred Hörtenhuber legte in dieser Sitzung sein Vorstandsmandat in der KTM Industries AG per 31. Dezember 2017 zurück und wechselte ab Jänner 2018 in den Vorstand der Pierer Industrie AG.
Jedes Mitglied des Aufsichtsrates hat im Geschäftsjahr 2017 an mindestens der Hälfte der Sitzungen teilgenommen.
Der Aufsichtsrat bedankt sich beim Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihren Beitrag zum erfreulichen Unternehmensergebnis im abgeschlossenen Geschäftsjahr. Der Dank gilt auch den Aktionären, Kunden und Partnern, die ihr Vertrauen in die Gesellschaft setzten und damit wesentlich zu diesem Erfolg beigetragen haben.
Wels, im März 2018
Josef Blazicek Vorsitzender des Aufsichtsrates
| KONZERNLAGEBERICHT 60 - 73 | |
|---|---|
| Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 62 | |
| Wirtschaftliches Umfeld und Marktentwicklung 63 | |
| Finanzielle Leistungsindikatoren 65 | |
| Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 69 | |
| Risikobericht und Finanzinstrumente 70 | |
| Angaben gemäß § 243A (ABS. 1) UGB 70 | |
| Ausblick 72 |
Die KTM Industries-Gruppe ist der größte europäische Sportmotorradhersteller und damit eine führende europäische Fahrzeug-Gruppe mit dem strategischen Fokus auf das Sportmotorradsegment und den automotiven high-tech Komponentenbereich. Innerhalb der Gruppe besteht ein hoher Grad an technologischer Vernetzung, welcher in Europa in dieser Form einzigartig ist. Strategische Partnerschaften auf operativer Ebene stärken die Wettbewerbsfähigkeit in unseren relevanten Märkten. All diese Faktoren sind die Grundlage für die hohe Innovationsstärke der KTM Industries-Gruppe und sichern den organischen Wachstumskurs nachhaltig ab. Für weitere Informationen zu den Unternehmensbereichen verweisen wir auf die Segmentberichterstattung des Konzernanhangs.
Im Geschäftsjahr 2017 konnte die KTM Industries-Gruppe ihr starkes Wachstum weiter fortsetzen und einen neuen Rekordumsatz in Höhe von € 1.533,0 Mio. erzielen, was einer Steigerung von € 190,0 Mio. entspricht. Das EBIT erreichte € 132,5 Mio. nach € 122,3 Mio. im Vorjahr. Unter Berücksichtigung der vom KTM-Partner Bajaj in Indien und Indonesien verkauften DUKE 200, DUKE 390, RC 200 und RC 390 wurden im Geschäftsjahr 2017 weltweit 238.334 Motorräder der Marken KTM und Husqvarna Motorcycles verkauft. Damit baute die KTM ihre Stellung als größter europäischer Motorradhersteller weiter aus.
Die Umsetzung der globalen Produktstrategie sowie die Expansion in weitere asiatische und südamerikanische Märkte wurden in 2017 konsequent weiterverfolgt. Zur Unterstützung dieser Strategie hat KTM ihre strategischen Partnerschaften ausgebaut beziehungsweise durch neue Kooperationsvereinbarungen erweitert. So hat Anfang Juli die KTM AG und ihr strategischer Partner BAJAJ Auto Ltd., Indien, bekannt gegeben, die Marke "Husqvarna Motorcycles" gemeinsam global auszurollen und die kleinen Hubraummodelle künftig in Indien zu produzieren. Mit dieser Ausdehnung der Kooperation auf die Marke Husqvarna Motorcycles kann der zukünftige Absatz nochmals deutlich gesteigert werden, wodurch die Partnerschaft zwischen KTM und Bajaj auf das nächste Level angehoben wird.
Zum weiteren Ausbau der Marktpräsenz am chinesischen Markt geht die KTM AG mit ihrem langjährigen Partner CF Moto, Hangzhou City, ein Joint-Venture ein. Durch das Joint Venture soll nicht nur der Auftritt von KTM am chinesischen Markt gestärkt, sondern auch Produkte gemeinsam entwickelt und produziert werden, um den globalen Expansionskurs weiter fortzusetzen.
Um den wichtigen Absatzmarkt Ozeanien (Australien und Neuseeland) strategisch weiter zu entwickeln, hat sich KTM im Juli 2017 mit 26% am australischen Importeur Motorcycle Distributors Australia Pty Ltd. beteiligt.
Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der philippinischen Ayala Corporation, dem Partner und Importeur von KTM und Husqvarna Motorcycles auf den Philippinen, ist die Assemblierung von Modellen der KTM DUKE- und RC-Familie bis 400cm3 planmäßig im ersten Halbjahr 2017 angelaufen. Somit wurden neue Distributionsmöglichkeiten im ASEAN-Raum eröffnet.
Auf Ebene der KTM Industries AG wurde eine weitere strategische Partnerschaft eingegangen. Im September 2017 beteiligte sich die KTM Industries AG mit 49,9% an der PEXCO GmbH. Die im Juli 2017 von der deutschen Unternehmerfamilie Puello gegründete Gesellschaft legt ihren Schwerpunkt auf eMobility. Ab 2018 steigt PEXCO mit Elektro-2 Rädern der Marke "Husqvarna" und "Raymon" in den Markt ein. Damit soll eine Technologieführerschaft im Bereich Zero Emission für Leichtgewichtfahrzeuge eingenommen und der nächste wichtige Schritt im Bereich der eMobility getätigt werden.
Zur Untermauerung und Stärkung der Strategiekompetenz "Designentwicklung und Produktinnovation" in der KTM Industries-Gruppe wurden im Juni 2017 74% an der KTM Technologies GmbH und 26% an der Kiska GmbH von der operativen KTM AG in die strategische Führungsholding gehoben. Die KTM Technologies GmbH ist im Bereich Technologie, Produktentwicklung und Consulting tätig und setzt den Schwerpunkt auf "High Performance Composites" und "Leichtbau". Die Verbindung von Fahrzeugbau-Know How sowie langjährige Erfahrungen im Bereich der Composite-Entwicklung und -Fertigung sind der zentrale Kern des Unternehmens. Die Kiska GmbH ist als größtes unabhängiges und eigentümergeführtes Designunternehmen in Europa in den Geschäftsbereichen Consultancy rund um die Themen Marketing, Marke und Design, Transportation Design, Product Design und Environmental Design tätig.
Um das weitere Wachstum der KTM Industries-Gruppe abzusichern und Synergiepotenzial zu realisieren wurde die WP-Gruppe als wichtigster Zulieferant der Motorradproduktion in Mattighofen im Jänner 2018 vollständig in die KTM AG integriert. Bei der Pankl-Gruppe war das Geschäftsjahr 2017 im Segment Racing/High Performance von zwei gegenläufigen Bewegungen geprägt. Im Racing war Pankl aufgrund der Formel 1-Reglementänderung mit einem sehr positiven ersten Halbjahr konfrontiert. Im zweiten Halbjahr haben die Ausstiege einiger Automobilkonzerne aus verschiedenen
Rennserien für ein deutlich moderateres Geschäftsvolumen gesorgt. Genau gegenteilig verlief das High Performance Geschäft. Während im ersten Halbjahr Verzögerungen bei einigen Kundenprojekten den Geschäftsverlauf kennzeichneten, war, im zweiten Halbjahr eine deutliche Geschäftsbelebung zu verzeichnen.
2017 war das Jahr der höchsten Investitionen in der Geschichte der KTM-Industries Gruppe. So wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr gesamt rund € 179 Mio. - vorwiegend an den österreichischen Standorten – zur Unterstützung des geplanten Wachstums investiert. Den Schwerpunkt der Investitionen in Betriebsanlagen und Infrastruktur bildete das neue High Performance Antriebswerk sowie die Investition in die additive Fertigung bei der Pankl in Kapfenberg und die Erweiterung der Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei KTM in Mattighofen. Rund die Hälfte des Investitionsvolumens wurde für die Serienproduktentwicklung und Werkzeuge verwendet, wodurch die Grundlage für die Innovationskraft und das nachhaltige Wachstum gestärkt wurde.
Hervorzuheben sind auch die Erfolge im Motorsport, die die KTM AG bereits im Jänner 2017 verzeichnen konnte. Bereits zu Jahresbeginn konnte der KTM-Werksfahrer Sam Sunderland auf seiner KTM 450 RALLY den Sieg bei der Rallye Dakar feiern, übrigens der 16. Sieg für KTM in Folge bei diesem Motorrad-Klassiker. Neben dem seit Jahren erfolgreichen Einsatz in der Moto3, ging KTM in der Saison 2017 auch in der Moto2 an den Start. In der Königsklasse des Motorradrennsports – der MotoGP, der höchsten Rennklasse innerhalb der Motorrad-Weltmeisterschaft – war KTM ebenfalls erstmals vertreten. Die beiden KTM-Werksfahrer, der Spanier Pol Espargaro und der Brite Bradley Smith absolvierten die Saison 2017 sehr erfolgreich und konnten bereits die ersten WM-Punkte für KTM einfahren.
Nach Einschätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Jänner 2018 wird sich die Weltwirtschaft leicht erholen. Der IWF sieht für das Jahr 2018 einen Anstieg der weltweiten Wirtschaftsleistung von 3,9%, wobei für Industrieländer ein Wachstum von 2,3% für 2018 und 2,2% 2019 erwartet wird.
Für die Eurozone wird eine Entwicklung von 2,2% für 2018 und 2,0% für 2019 prognostiziert. Die Entwicklung im US-amerikanischen Raum wird mit einem Anstieg von 2,7% für 2018 angekündigt. Für das Jahr 2019 sieht der IWF ebenfalls ein weltweites Wachstum von 3,9%.
Für Schwellen- und Entwicklungsländer wird ein Wachstum der Wirtschaftsleistung von 4,9% für das Jahr 2018 und 5,0% für das Jahr 2019 prognostiziert, wobei für Indien mit einem Wachstum von 7,4% für 2018 und 7,8% für 2019 die größte Entwicklung erwartet wird. Für den ASEAN-Raum wird für 2018 mit einem Wachstum von 5,3% gerechnet.
Der europäische Gesamtmarkt1 verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr mit rund 539.000 zugelassenen Fahrzeugen einen Rückgang von - 5,7%. Der Rückgang in 2017 im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen durch eine a-typisch hohe Zulassungswelle von EURO3-Fahrzeugen im vierten Quartal 2016 zu erklären. und ist vorwiegend in den großen europäischen Märkten wie Deutschland (-19,3%), Großbritannien (- 14,3%) und Schweden (- 24,6%) feststellbar. Die Märkte in Frankreich (+ 3,4%) und Italien (+ 8,0%) zeigten dagegen eine positive Entwicklung der zugelassenen Fahrzeuge. Positiv herauszuheben ist ebenfalls Großbritannien, das in einem sehr schwierigen Marktumfeld einen deutlichen Zuwachs bei den Marktanteilen (+10,7%) vorweisen kann. KTM und Husqvarna bleiben 2017 bei einem zweistelligen Marktanteil bei den straßenzugelassenen Motorrädern in Europa.
Die Fahrzeuge der Marke KTM konnten in diesem schwierigen Marktumfeld in den wichtigen Märkten wie Großbritannien (+ 0,6 Prozentpunkt zum Vorjahr) und den Niederlanden (+ 1,4 Prozentpunkte zum Vorjahr) die Marktanteile steigern. In den Hauptmärkten in Deutschland, Frankreich und Italien wurde jedoch ein Rückgang verzeichnet. Am europäischen Gesamtmarkt beträgt der Marktanteil von KTM 8,7% (Vorjahr: 9,7%).
Der Marktanteil von Husqvarna Motorcycles konnte sich in Märkten wie Deutschland (+0,3 Prozentpunkt zum Vorjahr), Großbritannien (+0,2 Prozentpunkte zum Vorjahr) und der Schweiz (+0,2 Prozentpunkte zum Vorjahr) positiv entwickeln. Jedoch wurde eine leicht rückläufige Entwicklung der Marktanteile in Frankreich (-0,2 Prozentpunkte zum Vorjahr), Italien (- 0,5 Prozentpunkte zum Vorjahr) und Schweden (-2,6 Prozentpunkte zum Vorjahr) verzeichnet. Am europäischen Gesamtmarkt beträgt der Marktanteil von Husqvarna 1,4% (Vorjahr: 1,6%).
Die Zulassungen am US-Gesamtmarkt2 entwickelten sich im Geschäftsjahr 2017 mit rund 391.000 Fahrzeugen leicht rückläufig (Vorjahr: 407.000 Fahrzeuge). KTM und Husqvarna konnten trotz des schrumpfenden Gesamtmarktes – getrieben durch den starken Einbruch von Harley-Davidson – die Marktanteile in den USA und Canada deutlich ausbauen. KTM steigerte die Marktanteile am US-Gesamtmarkt gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozentpunkte auf 6,1%. Husqvarna erhöhte seine Marktanteile um 0,4 Prozentpunkte auf 1,9% am US-Gesamtmarkt.
In Australien und Südafrika konnten ebenfalls starke Zuwächse verzeichnet werden. KTM und Husqvarna erreichen in Australien einen Marktanteil von 13,6% (+ 0,6 Prozentpunkte zum Vorjahr) sowie am südafrikanischen Markt konnte ein Anteil von 16,4% (+ 3,1 Prozentpunkte zum Vorjahr) erzielt werden.
1 Motorräder >= 120ccm ohne Motocross, Scooters und ATVs, inkl. Elektromotorräder 2 Motorräder >= 120 ccm inklusive Motocross, ohne Scooters und ATVs, inkl. Elektromotorräder
Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich, nach fast neun Jahren durchgängiger Krisenstimmung, endlich auch in Europa die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessert. In den USA war ein drittes Jahr in Folge eine solide Konjunkturentwicklung zu verzeichnen. Die USA stellen mit 24,3% Anteil am Gesamtumsatz weiterhin den größten Absatzmarkt für die Pankl-Gruppe dar. Die größten Absatzmärkte in Europa sind Deutschland (19,0%), Österreich (13,2%) und Italien (12,3%). Nachdem sich die positive wirtschaftliche Entwicklung auch in Asien fortgesetzt hat, war 2017 global gesehen das wirtschaftlich beste Jahr seit langem. Und der wirtschaftliche Ausblick ist auch für 2018 eindeutig positiv.
Am Rennsport-Markt spezialisiert sich Pankl auf die Entwicklung, Konstruktion, Herstellung und das Testen von Kurbeltrieben, Kolben, Kolbenbolzen, Pleuel, Kurbelwellen und Turbo-Applikationen sowie komplette Antriebs- und Fahrwerkssysteme für den Rennsport. Pankl beliefert internationale Rennserien wie die Formel 1, NASCAR (National Association for Stock Car Auto Racing), MotoGP, WEC (World Endurance Championship), DTM (Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft) sowie die WRC (World Rally Championship), wobei die Formel 1 hinsichtlich des Umsatzes nach wie vor die für Pankl wichtigste Rennserie darstellt. Der Racing-Markt erfordert enorme Flexibilität und ist durch einen sehr kurzfristigen Planungshorizont sowie einen kurzen Produktlebenszyklus geprägt.
Im Rennsport-Markt ist die Nachfrage vor allem von der weltweiten Konjunkturentwicklung im Allgemeinen und der Automobilkonjunktur im Speziellen beeinflusst. Die Konjunkturzyklen finden ihrerseits ihren Niederschlag in der Höhe der Rennsportbudgets und in der Anzahl der Teilnehmer. Die Organisatoren von Rennserien versuchen durch entsprechende Reglementänderungen die Attraktivität ihrer jeweiligen Rennserie für die Stakeholder zu erhöhen. So werden in wirtschaftlich schlechteren Zeiten beispielsweise die Kosten für die Teilnehmer durch Entwicklungs- und Testbeschränkungen begrenzt.
Im Bereich High Performance entwickelt und fertigt Pankl Antriebs- und Motorkomponenten für Luxusautomobile, Motorkomponenten für den Aftermarket sowie High Performance Aluminiumschmiedeteile. Im 2017 in Betrieb genommenen High-Performance Antriebswerk werden Getriebekomponenten für Motorräder gefertigt. Der sich in den letzten Jahren verstärkte Trend zur Entwicklung rennsportnaher Serienautomobile, hat dazu geführt, dass dieses Marktsegment für die Pankl-Gruppe zunehmend an Bedeutung gewonnen hat.
Das Know-how aus dem Rennsport fließt kontinuierlich in die Serienproduktion ein. Die Zielgruppe von Pankl sind jene OEMs (Original Equipment Manufacturer), die Kraftfahrzeuge (Straßensportwagen, Straßensportmotorräder) mit Hochleistungsmotoren in kleinen und mittleren Serien (einige hundert bis zu rund 30.000 Fahrzeuge pro Jahr) herstellen. Zum Kundenkreis im Bereich Straßensportwagen zählen unter anderem Porsche, Mercedes AMG, Ferrari, McLaren, GM, Audi, Bugatti und Lamborghini. Bauteile für den Motorradsport werden beispielsweise für Kunden wie Honda, Yamaha, KTM oder Ducati erzeugt.
Pankl Aerospace, mit Werken in den USA und Europa, beliefert als direkter Zulieferant die Luftfahrtindustrie mit komplexen Antriebskomponenten, Triebwerkswellen, Luftbetankungsrohren und Fahrwerksteilen für Flächenflugzeuge und Helikopter. Die Produkte müssen die höchsten Anforderungen erfüllen, da der sichere Betrieb der damit ausgestatteten Luftfahrzeuge- und Triebwerke davon abhängt. Das Produktportfolio umfasst die Entwicklung und Produktion von hochzuverlässigen Leichtbau-Antriebskomponenten und -systeme für über 60 verschiedene Triebwerks-, Flächenflugzeugund Helikoptertypen.
Pankl ist qualifizierter und von zahlreichen namhaften OEMs zugelassener Hersteller von sogenannten Flight Safety Parts and -Systems (sicherheitskritischen Bauteilen) für die Marktführer der Luftfahrtindustrie.
| ERTRAGSKENNZAHLEN | 2017 | 2016 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | in € Mio. | 1.533,0 | 1.343,0 | 14% |
| Betriebsergebnis vor Abschreibung (EBITDA) | in € Mio. | 218,9 | 198,4 | 10% |
| EBITDA-Marge | in % | 14,3% | 14,8% | |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) | in € Mio. | 132,5 | 122,3 | 8% |
| EBIT-Marge | in % | 8,6% | 9,1% | |
| Ergebnis nach Steuern | in € Mio. | 83,9 | 89,0 | -6% |
| Ergebnis nach Minderheiten | in € Mio. | 44,7 | 52,1 | -14% |
| BILANZKENNZAHLEN | 31.12.2017 | 31.12.2016 | VDG. IN % | |
| Bilanzsumme | in € Mio. | 1.465,2 | 1.423,8 | 3% |
| Eigenkapital | in € Mio. | 528,6 | 454,9 | 16% |
| Eigenkapitalquote | in % | 36,1% | 32,0% | |
| Working Capital Employed 1) | in € Mio. | 238,4 | 245,2 | -3% |
| Nettoverschuldung 2) | in € Mio. | 375,0 | 364,6 | 3% |
| Gearing 3) | in % | 70,9% | 80,1% | |
| CASH-FLOW UND INVESTITIONEN | 2017 | 2016 | VDG. IN % | |
| Cash-flow aus Betriebstätigkeit | in € Mio. | 161,3 | 167,8 | -4% |
| Cash-flow aus Investitionstätigkeit | in € Mio. | -154,0 | -158,8 | -3% |
| Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit | in € Mio. | -118,0 | 139,2 | <100% |
| Investitionen 4) | in € Mio. | 178,6 | 144,4 | 24% |
| MITARBEITER | 31.12.2017 | 31.12.2016 | VDG. IN % | |
| Mitarbeiter 5) | Anzahl | 5.887 | 5.069 | 16% |
| WERTSCHAFFUNG | 31.12.2017 | 31.12.2016 | ||
| ROCE (Return on Capital Employed) 6) | in % | 13,9% | 13,9% | |
| ROE (Return on Equity) 7) | in % | 17,1% | 21,2% |
1) Working Capital = Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
2) Nettoverschuldung = Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig, langfristig) - Zahlungsmittel
3) Gearing = Nettoverschuldung/Eigenkapital
4) Zugänge von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten laut Anlagespiegel
5) Mitarbeiterstand zum Stichtag (inklusive Leiharbeiter)
6) ROCE: EBIT/durchschnittliches Capital Employed Capital Employed = Sachanlagen + Firmenwert + Immaterielle Vermögenswerte + Working Capital Employed
7) ROE = Ergebnis nach Steuern/durchschnittliches Eigenkapital
Im Geschäftsjahr 2017 erzielte die KTM Industries-Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von € 1.533,0 Mio. (Vorjahr: € 1.343,0 Mio.) und ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) in Höhe von € 132,5 Mio., welches im Vergleich zur Vorjahresperiode um rund 8% gestiegen ist (Vorjahr: € 122,3 Mio.).
Die im Vergleich zum Vorjahr geringere EBIT-Marge ist Einmaleffekten in 2016 und 2017 geschuldet. Das Vorjahres-EBIT war aufgrund des Verkaufes einer nicht betriebsnotwendigen Liegenschaft bei WP positiv beeinflusst. Im laufenden Geschäftsjahr dagegen waren Einmalaufwendungen in Höhe von ca. € 4 Mio. aus dem Hochfahren des Getriebewerkes in Kapfenberg im EBIT enthalten. Bereinigt um die beiden Effekte liegt die EBIT-Marge mit 8,9% zu 8,8% leicht über Vorjahr.
Das Ergebnis nach Steuern verringerte sich von € 89,0 Mio. auf € 83,9 Mio. Das Vorjahres-Ergebnis war infolge von aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge positiv begünstigt. In 2017 erhöhte sich jedoch aufgrund des geänderten Steuergesetzes in den USA der latente Steueraufwand, was insgesamt verglichen zum Vorjahr zu einer deutlich höheren Steuerquote von 28,3 % verglichen mit dem Vorjahr von 18,3% führte.
| KTM AG | WP PERFORMANCE SYSTEMS GMBH |
PANKL RACING SYSTEMS AG |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 |
| Umsatz | 1.331,7 | 1.141,8 | 179,7 | 166,1 | 195,4 | 186,0 |
| EBITDA | 178,8 | 160,0 | 15,5 | 16,4 | 25,9 | 26,2 |
| EBIT | 113,1 | 102,8 | 10,2 | 11,8 | 11,8 | 13,2 |
| Ergebnis nach Steuern | 79,0 | 72,1 | 7,6 | 14,0 | 5,7 | 10,0 |
Die Ertragskennzahlen verteilen sich auf die Kernbereiche wie folgt (exklusive Konsolidierungseffekte):
Das Geschäftsjahr 2017 geht als weiteres Rekordjahr in die KTM-Geschichte ein. Durch die konsequent verfolgte Umsetzung der globalen Produktstrategie und die Expansion auf allen Kontinenten konnte KTM sowohl den Umsatz als auch den Absatz erneut steigern und somit auch im Jahr 2017 ein neuerliches Rekordniveau erreichen.
Im Geschäftsjahr 2017 erhöhte sich bei der KTM AG der Nettoumsatz um 16,6 % auf € 1.331,7 Mio. (Vorjahr: € 1.141,8 Mio.). Dies ist auf die Steigerung der Absatzmenge zurückzuführen. Rund 96 % der Umsatzerlöse wurden außerhalb Österreichs erzielt. Das EBIT konnte aufgrund der positiven Absatz- und Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr um € 10,3 Mio. auf € 113,1 Mio. (Vorjahr: € 102,8 Mio.) gesteigert werden.
Mit 238.334 verkauften KTM und Husqvarna Motorrädern im Geschäftsjahr 2017 hat die KTM AG ihre Stellung als größter europäischer Motorradhersteller weiter ausgebaut. Der Absatz wurde um mehr als 17% gegenüber dem Vorjahr gesteigert.
Im ersten Halbjahr 2017 wurde die neue KTM DUKE Modellgeneration in den Markt eingeführt. Husqvarna stellte die neue 2018 Enduro Range sowie die 2018 Motorcross Range vor. Im Oktober enthüllte KTM die zweite Generation seiner FREERIDE E-XC des Modelljahres 2018. Auf der Motorradmesse EICMA in Mailand präsentierte KTM im November ein völlig neues Serienmotorrad, die KTM 790 DUKE, sowie den Prototypen der KTM 790 ADVENTURE R. Damit gab das österreichische Unternehmen einen Ausblick darauf, wie es sein Produktportfolio mit Hilfe seines neuen Reihen-2-Zylindermotors namens LC8c mit 799 ccm auszubauen gedenkt. Weiters stellte KTM auch die völlig neue Generation der KTM 450 RALLY vor. Weiters stellte Husqvarna Motorcycles die Naked Bikes Vitpilen 401 und Svartpilen 401, sowie die große Schwester Vitpilen 701 und das Concept Bike Svartpilen 701 vor.
Das Geschäftsjahr 2017 der WP Gruppe war - auf Grund der Neuausrichtung der Gruppe mit einer noch engeren Vernetzung mit der KTM Gruppe vor allem in Richtung Produktstrategie - von strukturellen Veränderungen geprägt, wodurch die Gruppe den Umsatz auf € 179,7 Mio. steigern konnte. (Vorjahr: € 166,1 Mio.). Der Umsatzanstieg war in allen Produktsparten und über einen Großteil der Kundensegmente festzustellen. WP konnte aufgrund des starken Wachstums von KTM - die WP Gruppe macht über 85% des Umsatzes mit KTM - ein über dem Markt liegendes Wachstum realisieren.
Das Betriebsergebnis (EBIT) mit € 10,2 Mio. (Vorjahr: € 11,8 Mio.) liegt unter dem Ergebnis des Vorjahres, dies ist aber vor allem auf den Ertrag aus der Veräußerung einer nicht betriebsnotwendigen Immobilie im Jahr 2016 zurückzuführen. Die Ertragslage des Konzerns war zudem durch Anlaufkosten für Neuprodukte und Kosten und Investitionen für den Ausbau und Modernisierung der Produktion und des Maschinenparks zur Sicherung und Ausbau der Fertigungskapazitäten gekennzeichnet.
Trotz eines verhaltenen Wachstums des Gesamtmarkts konnte WP im Bereich Fahrwerkskomponenten ein sehr starkes Mengen- und Umsatzwachstum vorweisen, was auf das starke Wachstum bei KTM zurückzuführen ist. Wie auch im Bereich Chassis ist der Bereich Engine Components von einer seit 2016 bestehenden intensiven Zusammenarbeit mit der KTM Gruppe geprägt, wodurch die permanente Neu- und Weiterentwicklung der Produkte gesichert ist.
Die Umsatzerlöse der Pankl-Gruppe konnten im Geschäftsjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 5,1% auf einen neuen Rekordwert von € 195,4 Mio. gesteigert werden. Im Segment Racing/High Performance konnten sowohl im Geschäftsbereich Racing als auch im Bereich High Performance Umsatzanstiege gegenüber 2016 verzeichnet werden. Auch im Segment Aerospace ist eine Umsatzsteigerung im Vergleich zu den Vorjahren zu verbuchen.
Trotz der Anlaufkosten in Höhe von € 4 Mio. für das neue High-Performance Antriebswerk erreichte die Pankl Gruppe ein operatives Ergebnis von € 11,8 Mio. (2016: € 13,2 Mio.) und befindet sich somit auf einem sehr guten Niveau. Die EBIT-Marge beläuft sich auf 6,0% vom Umsatz (2016: 7,1%).
Auf Grund des geänderten Formel 1-Reglements hat sich die Ertragslage im Bereich Racing positiv entwickelt. Das High-Performance Geschäft entwickelte sich unter Berücksichtigung der Anlaufkosten im abgelaufen Jahr stabil. Insgesamt erwirtschaftete das Segment Racing/High Performance einen Umsatz in Höhe von € 169,0 Mio. nach € 161,5 Mio. in 2016, was einer Umsatzsteigerung von 4,6% entspricht. Aufgrund der Anlaufkosten des neuen High-Performance-Antriebswerks verringerte sich das operative Ergebnis (EBIT) von € 12,0 Mio. in 2016 auf € 10,7 Mio. in 2017. Dies entspricht einer EBIT Marge von 6,3% (2016: 7,4%).
Das Luftfahrtgeschäft zeigt sich trotz des anhaltend schwachen Helikoptergeschäfts positiv. Dies ist vor allem auf ein ansteigendes Triebwerkswellengeschäft zurückzuführen. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2017 lag mit € 27,5 Mio. über dem Vorjahr (€ 25,5 Mio.). Auch beim operativen Betriebsergebnis (EBIT) zeigte sich ein leichter Anstieg auf € 1,2 Mio. (2016: € 1,1 Mio.). Die EBIT-Marge betrug unverändert 4,4% (2016: 4,4%).
Die Bilanzstruktur der KTM Industries-Gruppe setzt wich wie folgt zusammen:
| 2017 | 2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | in % | Mio. € | in % | |
| Langfristige Vermögenswerte | 782,1 | 53% | 692,3 | 49% |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 683,0 | 47% | 731,5 | 51% |
| Vermögenswerte | 1.465,2 | 100% | 1.423,8 | 100% |
| Eigenkapital | 528,6 | 36% | 454,9 | 32% |
| Langfristige Schulden | 461,5 | 31% | 534,9 | 38% |
| Kurzfristige Schulden | 475,1 | 32% | 433,9 | 30% |
| Eigenkapital und Schulden | 1.465,2 | 100% | 1.423,8 | 100% |
Die Bilanzsumme der KTM Industries-Gruppe erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um € 41,4 Mio. bzw. 3% auf € 1.465,2 Mio.
Einerseits steigerten sich die langfristigen Vermögenswerte aufgrund des weiterhin über den Abschreibungen liegenden Investitionsniveaus (+13,0%). Andererseits verringerten sich die kurzfristigen Vermögenswerte im Wesentlichen infolge der planmäßigen Tilgungen der in 2012 von der KTM AG (€ 85,0 Mio.) und in 2013 von der Pankl Racing Systems AG (€ 10,0 Mio.) begebenen Anleihen. Zudem wurde ein Teilbetrag des Schuldscheindarlehens der KTM Industries AG in Höhe von € 32,0 Mio. in 2017 vorzeitig rückgezahlt. Unter Berücksichtigung des wachstumsbedingten Anstiegs der Vorräte verringerten sich die kurzfristigen Vermögenswerte um -6,6%. Insgesamt blieb die Bilanzsumme über Vorjahr.
Das Eigenkapital erhöhte sich im Geschäftsjahr um € 73,6 Mio. von € 454,9 Mio. auf € 528,6 Mio. Zum einen wurde durch das Periodenergebnis in Höhe von € 83,9 Mio. und der eigenkapitalwirksamen Begebung eines Perpetual Bonds bei der Pankl Racing Systems AG in Höhe von € 10,0 Mio. das Eigenkapital gestärkt, andererseits führten Dividendenzahlungen zu einer Verringerung des Eigenkapitals. Trotz Bilanzverlängerung konnte aufgrund der sehr guten Ertragslage die Eigenkapitalquote von 32,0% auf 36,1% deutlich gesteigert werden.
Der Cashflow aus dem operativen Bereich lag im Geschäftsjahr 2017 bei € 161,3 Mio. und damit leicht unter dem Vorjahreswert von € 167,8 Mio.
Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen betrug € -154,0 Mio. Das seit fast 4 Jahren bei einem deutschen Schiedsgericht anhängige Verfahren hinsichtlich Gewährleistungsansprüchen aus dem Verkauf der Peguform Gruppe im Jahr 2012 wurde im Februar 2017 nunmehr zu hundert Prozent zugunsten der KTM Industries-Gruppe entschieden. Der seit der Veräußerung der Beteiligung auf einem Treuhandkonto hinterlegte Restkaufpreis in Höhe von rund € 20,4 Mio. floss im Juni zur Gänze der KTM Industries zu. Zudem hat die KTM Industries AG im März 2017 ihren Minderheitenanteil (24%) an der AGM Durmont Austria GmbH an den bisherigen Mehrheitseigentümer AGM Gruppe zu einem Betrag von € 2,4 Mio. vollständig verkauft. Beide Devestitionen wirkten sich positiv auf den Investitions-Cash Flow aus.
Nach Berücksichtigung des Cashflows aus Finanzierungsaktivitäten in Höhe von € -118,0 Mio. verringerten sich die liquiden Mittel im Vergleich zum Vorjahr um € 114,5 Mio. (inklusive Fremdwährungseffekte von € -3,8 Mio.) auf € 169,1 Mio. Der Finanzierungs-Cash Flow war im Wesentlichen aufgrund der planmäßigen Tilgungen von Anleihen bei der KTM AG und Pankl Racing Systems AG sowie der Teilrückzahlung des Schuldscheindarlehens bei der KTM Industries AG negativ beeinflusst.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden in der KTM Industries-Gruppe € 178,6 Mio. (Vorjahr: € 144,4 Mio.) in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte investiert.
Bei der KTM AG wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr neben den gewohnt hohen Investitionen in Serienentwicklungsprojekte und in die Anschaffung von Werkzeugen erhebliche Kapazitäts- und Erweiterungsinvestitionen vorgenommen. Die Erweiterung des Logistikzentrums in Munderfing wurde fertiggestellt und der Ausbau der Entwicklungszentrale sowie die KTM Motohall in Mattighofen befinden sich in Bau. Ebenfalls wurde am Standort in Munderfing mit dem Bau des "House of Brands" für Marketing und Vertrieb begonnen. Die KTM AG eröffnete Anfang Juli ein neues Entwicklungszentrum in Rosenheim, Deutschland. Die Fachkräfte am Standort werden sich vor allem auf die Elektronikentwicklung im Motorradbereich konzentrieren. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2017 € 136,6 Mio. (Vorjahr: € 107,5 Mio.) in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte investiert. Davon entfallen rund € 80,0 Mio. auf aktvierte Entwicklungskosten und Werkzeuge.
Die WP-Gruppe investierte im Geschäftsjahr 2017 in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte € 6,9 Mio. (Vorjahr: € 12,8 Mio.). Im Wesentlichen betrafen die Investitionen den Ausbau und die Modernisierung der Produktion und des Maschinenparks sowie den Ausbau der Fertigungskapazitäten.
Das Geschäftsjahr der Pankl Racing Systems AG war in erster Linie von der erfolgreichen Inbetriebnahme des neu errichteten, hochmodernen High Performance Antriebswerkes in Kapfenberg geprägt. Mit dem innerhalb von zwei Geschäftsjahren errichteten, in die drei Teilbereiche Getriebekomponentenfertigung, Wärmebehandlung und additive Fertigung gegliederten Werk repräsentiert dieses Werk das bisher größte Investitionsprojekt der Firmengeschichte. Bis Oktober 2017 wurden die Anlagen in Betrieb genommen und Muster- und Freifahrbauteile produziert. Ab Mitte Oktober wurde mit der Serienproduktion begonnen. Anlaufkosten in plangemäßer Höhe von knapp über € 4 Mio. sind voll im Betriebsergebnis 2017 berücksichtigt. Bei der Pankl Racing Systems AG wurden im Geschäftsjahr 2017 somit € 35,7 Mio. in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte investiert. Vor allem auf Grund der Investitionen in das neue Antriebswerk lag die Investitionssumme damit deutlich über den Abschreibungen.
Die Gesellschaft erstellte für die KTM Industries-Gruppe einen konsolidierten nichtfinanziellen Bericht gemäß § 267a UGB für das Geschäftsjahr 2017, welcher Angaben zu Konzepten, nichtfinanziellen Risiken, Due Diligence Prozessen sowie Ergebnissen und Leistungsindikatoren hinsichtlich Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelangen, der Achtung von Menschenrechten, sowie der Bekämpfung von Korruption und Bestechung, enthält. Dieser Bericht wurde vom Aufsichtsrat gemäß § 96 AktG geprüft und ist im vorliegenden Geschäftsbericht unter "Nachhaltigkeitsbericht" zu finden.
Der Aufwand für Forschung und Entwicklung (vor Aktivierung von Entwicklungsleistungen) lag im Geschäftsjahr 2017 in der KTM Industries-Gruppe bei € 127,8 Mio. (Vorjahr: € 106,2 Mio.). Die Produkte aller Konzernunternehmen bewegen sich in einem sehr anspruchsvollen Leistungsniveau, weshalb von den Kunden eine permanente Entwicklung und Weiterentwicklung gefordert wird. Der Produktlebenszyklus ist je nach Kunden stark abweichend.
In der Forschungs- und Entwicklungsabteilung beschäftigte die KTM AG im Geschäftsjahr 2017 durchschnittlich 540 Mitarbeiter (Vorjahr: 487 Mitarbeiter), das entspricht 17% der gesamten Belegschaft. Rund € 107,2 Mio. (Vorjahr: € 92,6 Mio.) wurden im Geschäftsjahr 2017 in die Forschung und Entwicklung investiert, dies entspricht 8,1% des Gesamtumsatzes (unverändert gegenüber dem Vorjahr).
Das abgelaufene Geschäftsjahr umfasste bei der operativen KTM eine Vielzahl verschiedener Projekte in den Off-road- und Street-Segmenten. Allem voran steht die Serienüberleitung der KTM 1290 Super-Duke GT, mit der es KTM gelungen ist, das Sporttouring-Segment neu zu definieren. Das mit einer Reihe innovativer Sicherheitssysteme und neuartiger Komfortfunktionen ausgestatte Modell konnte in renommierten Vergleichstests durchwegs Bestnoten einfahren.
Besonders hervorzuheben ist die Einführung der weltweit ersten serienmäßig produzierten 2-Takt-Offroad-Motorräder mit Kraftstoffeinspritzung. Neben zahlreichen Vorteilen für den Kunden konnte somit auch eine Konformität mit gegenwärtigen Emissionsstandards gewährleistet werden.
Ein weiteres zentrales Projekt stellte die Weiterentwicklung der KTM Adventure Modellreihe dar. Neben der Überarbeitung unzähliger Details zeichnen sich diese Modelle insbesondere durch ihre gänzlich neuentwickelte Voll-LED Scheinwerfereinheit und das neue TFT-Dashboard, das erstmals eine Vernetzung des Fahrers mit dem Motorrad ermöglicht, aus. Parallel dazu wurde die Entwicklung neuer HUSQVARNA Modelle im Straßensegment weiter vorangetrieben. Die im Rahmen der EICMA im November 2016 vorgestellten Fahrzeuge polarisieren insbesondere durch klare, auf das Wesentliche reduzierte Designansätze. Im Geschäftsjahr 2017 wurde eine Vielzahl an F&E-Projekten in verschiedenen Stadien von Konzeptentwicklungen bis hin zu Serienanläufen vorangetrieben und erfolgreich abgeschlossen.
Die im Jahr 2016 gestartete und 2017 intensivierte engere Vernetzung der WP-Gruppe mit der KTM-Gruppe hat eine intensive Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Entwicklung zur Folge. In den Produktsegmenten Fahrwerk, Kühler, Rahmen und Auspuff wird gemeinsam mit KTM ständig an neuen Entwicklungen und Verbesserungen am bestehenden Produktportfolio gearbeitet.
Forschung und Entwicklung nimmt auch in der Pankl-Gruppe eine zentrale Rolle ein. Die Gesamtaufwendungen für die intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten beliefen sich im Geschäftsjahr 2017 auf € 15,3 Mio. (Vorjahr: € 13,2 Mio.).
Die Pankl Racing Systems AG gibt laufend ihr Bestes, den hohen Ansprüchen gerecht zu werden. Dabei hilft im Bereich "Forschung & Entwicklung" z.B. Wärmebehandlungs-Entwicklungen und Prozessrouten-Optimierung für bessere Materialeigenschaften - dadurch erst kann Leichtbau ermöglicht werden (dies bedeutet weniger Vormaterialeinsatz und geringeren Treibstoffverbrauch beim Endkunden durch geringere bewegte Masse).
Im Geschäftsjahr 2017 hat Pankl seine Aktivitäten im Bereich "Additive Fertigung" (additive manufactoring - AM) weiter ausgebaut und ein "Innovation-Lab" eingerichtet, welches folgende Bereiche umfasst:
Auch die komplette Prozesskette befindet sich in House:
Für die Ausführungen zum Risikobericht und zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie Finanzinstrumente verweisen wird auf den Konzernanhang (Kapitel VII und VIII) der KTM Industries AG.
Das Grundkapital beträgt EUR 225.386.742. Es ist zerlegt in 225.386.742 Stück auf Inhaber lautende, nennbetragslose Stückaktien mit Stimmrecht, wobei jede Stammaktie am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt ist. Die Aktien gewähren die gewöhnlichen nach dem österreichischen Aktiengesetz den Aktionären zustehenden Rechte. Dazu zählt das Recht auf die Auszahlung der in der Hauptversammlung beschlossenen Dividende sowie das Recht auf Ausübung des Stimmrechtes in der Hauptversammlung. Sämtliche Aktien der Gesellschaft sind zum Handel an der Wiener Börse zugelassen. Seit dem 14. November 2016 notieren die Aktien der Gesellschaft auch an der SIX SWISS EXCHANGE (Zürich, Schweiz).
a) Die Ermächtigung des Vorstandes mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis 01.04.2022 Finanzinstrumente im Sinne des § 174 AktG, insbesondere Wandelschuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen und Genussrechte, mit einem Gesamtnennbetrag von EUR 150.000.000,00, die auch das Bezugs- und/oder das Umtauschrecht auf den Erwerb von insgesamt bis zu 25.000.000 Aktien der Gesellschaft einräumen können und/ oder auch so ausgestaltet sind, dass ihr Ausweis als Eigenkapital erfolgen kann, auch in mehreren Tranchen und in unterschiedlicher Kombination, auszugeben.
Die Entwicklungsstrategie der KTM Industries-Gruppe setzt zukünftig weiterhin auf organisches Wachstum in ihren Kernbereichen durch Ausbau der Marktanteile und globales Wachstum, wobei ein starker Fokus auf den Emerging Markets liegt. Innerhalb der Konzernbereiche wird weiterhin auf die wechselseitige Nutzung der Synergiepotenziale sowie auf die Weiterentwicklung und Ausweitung der Kooperationsprojekte gesetzt.
Aufgrund der derzeitigen Auftragslage geht das Management in seiner Einschätzung auch für das Geschäftsjahr 2018 weiterhin von einer positiven Geschäftsentwicklung aus. Wie schon in den letzten Jahren werden sich auch in Zukunft die Märkte in den verschiedenen Kontinenten unterschiedlich entwickeln. Aus diesem Grund wird auf die kontinuierliche Überprüfung und kritische Beurteilung der Markt-, Produktivitäts- und Kostensituation Wert gelegt, um gegebenenfalls Sofortmaßnahmen zur Stabilisierung der angestrebten Ertragslage durchzuführen.
Insgesamt kann für alle Geschäftsbereiche der KTM Industries-Gruppe für das Geschäftsjahr 2018 ein positiver Ausblick gegeben werden.
Die KTM AG erwartet regional betrachtet das größte Wachstum in absoluten Zahlen in den Regionen Europa und Nord Amerika. Die größten relativen Wachstumsraten werden in der ASEAN Region und in Indien erwartet. Das geplante Wachstum wird im Wesentlichen von KTM und Husqvarna Straßenmotorrädern erwartet. Bei Husqvarna Motorcylces steht im Geschäftsjahr 2018 die Rückkehr ins Straßensegment mit der Einführung der Vitpilen 401, Svartpilen 401 und Vitpilen 701 im Fokus. Bei KTM wird durch die Einführung des neuen 2-Reihenzylinders DUKE 790 ein neues Segment erschlossen. Mittelfristig hat sich KTM das Ziel gesetzt, den jährlichen Absatz weltweit auf 400.000 Stück zu steigern und Husqvarna Motorcycles zum drittgrößten europäischen Motorradhersteller zu entwickeln.
Auch in 2018 wird KTM wieder massiv in den Motorsport investieren. Neben den bekannten Rennserien aus dem Offroad Bereich und der Rallye Dakar wird der Schwerpunkt auf die zweite Saison in der MotoGP liegen. Auch 2018 wird KTM mit den Fahrern Pol Espargaró und Bradley Smith in der MotoGP-Rennserie an den Start gehen. Mit der Moto2- und Moto3- Rennserie ist KTM somit in allen drei Rennklassen vertreten. Auch bei der Rallye Dakar setzte KTM seine unglaubliche Erfolgsgeschichte fort. Im Januar 2018 sicherte Red Bull KTM Werksfahrer Matthias Walkner mit seiner neuen KTM 450 RALLY dem österreichischen Hersteller bereits den 17. Sieg in Folge bei dem berüchtigten Rennen.
Die Investitionsschwerpunkte für 2018 umfassen insbesondere neue Serienentwicklungsprojekte sowie Infrastruktur- und Erweiterungsinvestitionen. Im Geschäftsjahr 2018 wird die Fertigstellung der Erweiterung des Forschung- und Entwicklungszentrums in Mattighofen mit einer Gesamtinvestition von rund EUR 30 Million, verteilt auf 2 Jahre, erfolgen. Durch diese Erweiterungsinvestition werden mittelfristig rund 100 neue, hochqualifizierte Arbeitsplätze am Standort in Mattighofen geschaffen. Auch die Fertigstellung des "House of Brands" für das Marketing und den Vertrieb der Konzernmarken KTM, Husqvarna Motorcycles und WP am Standort in Munderfing ist Ende 2018 geplant.
Nach der vollständigen Übernahme der WP-Gruppe durch die KTM AG im Jänner 2018, soll diese im Geschäftsjahr 2018 vollständig integriert werden und somit Effizienzsteigerungen erzielt sowie Synergiepotentiale gehoben werden. Der Auftragsstand liegt bei der WP-Gruppe in allen Geschäftsbereichen auf dem Niveau des Vorjahres, weshalb in diesem Jahr zumindest mit einem gleichbleibenden Umsatz zu rechnen ist. Vorrangiges Ziel ist in diesem Jahr die Konsolidierung des Unternehmens auf dem nun angestiegenen Umsatzniveau und eine Verbesserung der operativen Ergebnismarge. Die WP-Gruppe konzentriert sich auch weiterhin auf den Aufbau von strategischen Partnerschaften. So werden die Serienlieferungen mit dem indischen Partner im Bereich Suspension, aber auch mit dem Partner in China im Bereich Rahmen im Geschäftsjahr 2018 fortgeführt. Weiterhin wird auch am Ausbau des Kühlerstandortes in Dalian (China) gearbeitet.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten bei der Pankl Racing Systems AG sowohl im Segment Racing/High Performance als auch im Segment Aerospace die operativen Ergebnisse verbessert werden. Die Inbetriebnahme und der erfolgreiche Start der Serienproduktion im neuen High Performance Antriebswerk waren absolute Highlights. Insgesamt wird für 2018 von einem zumindest 10%igen Umsatzwachstum ausgegangen. Diese Annahme wird durch Rekordauftragsstände gestützt. Aufgrund von Produktivitätssteigerungen und vor allem durch den Wegfall der Anlaufkosten wird damit von einer deutlichen Ergebnisverbesserung ausgegangen.
Durch die insgesamt stabile finanzielle Situation der Tochterunternehmen, mit soliden Eigenkapitalquoten und einer fristenkongruenten Finanzierung, werden sich für die Unternehmen der KTM Industries-Gruppe auch 2018 neue Chancen am Markt ergeben.
Wels, am 7. März 2018
Der Vorstand der KTM Industries AG
Ing. Mag. Hubert Trunkenpolz DI Harald Plöckinger
Dipl.-Ing. Stefan Pierer, CEO Mag. Friedrich Roithner, CFO Mag. Wolfgang Plasser
| KONZERNABSCHLUSS 74 -142 | |
|---|---|
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 76 | |
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung 77 | |
| Konzernbilanz 78 | |
| Konzernkapitalflussrechnung 80 | |
| Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 82 |
| Konzernanhang 84 |
||
|---|---|---|
| I. | Allgemeine Angaben84 | |
| 1. Angaben zum Unternehmen 84 |
||
| 2. Grundsätze der Rechnungslegung 84 |
||
| 3. Änderungen aufgrund von Fehlern 85 |
||
| 4. Neu angewendete Standards und Interpretationen 85 |
||
| 5. Zukünftig anzuwendende Standards und |
||
| Interpretationen 86 | ||
| 6. Schätzungen und Unsicherheiten bei |
||
| Ermessensentscheidungen und Annahmen 90 | ||
| II. | Konsolidierungskreis92 | |
| 7. Konsolidierungsgrundsätze und -methoden 92 |
||
| 8. Veränderungen im Konsolidierungskreis 93 |
||
| III. Segmentberichterstattung94 | ||
| IV. | Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- | |
| und Verlustrechnung 96 | ||
| 9. Umsatzerlöse 96 |
||
| 10. Herstellungskosten der zur Erzielung der | ||
| Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 96 | ||
| 11. Vertriebs- und Rennsportaufwendungen 96 | ||
| 12. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 96 | ||
| 13. Verwaltungsaufwendungen 97 | ||
| 14. Sonstige betriebliche Aufwendungen 97 | ||
| 15. Sonstige betriebliche Erträge 97 | ||
| 16. Ergebnis aus At-Equity Beteiligungen 97 | ||
| 17. Finanz- und Beteiligungsergebnis 98 | ||
| 18. Ertragsteuern 98 | ||
| 19. Ergebnis je Aktie und Vorschlag für die | ||
| Ergebnisverwendung 99 | ||
| 20. Aufwendungen für den Abschlussprüfer 99 | ||
| 21. Mitarbeiter 100 | ||
| V. | Erläuterungen zur Konzernbilanz 100 | |
| 22. Sachanlagen 100 | ||
| 23. Immaterielle Vermögenswerte 102 | ||
| 24. Firmenwert 104 | ||
| 25. Nach der Equity-Methode bilanzierte | ||
| Finanzanlagen 105 | ||
| 26. Latente Steueransprüche 106 | ||
| 27. Sonstige langfristige Vermögenswerte 108 |
| 28. Vorräte 109 | ||
|---|---|---|
| 29. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 110 | ||
| 30. Kurzfristige Forderungen und sonstige | ||
| Vermögenswerte 110 | ||
| 31. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente111 | ||
| 32. Konzerneigenkapital111 | ||
| 33. Finanzverbindlichkeiten114 | ||
| 34. Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer 115 | ||
| 35. Andere kurz- und langfristige Schulden 117 | ||
| 36. Rückstellungen 118 | ||
| VI. | Angaben zur Kapitalflussrechnung 118 | |
| VII. | Risikobericht 119 | |
| 37. Risikomanagement 119 | ||
| 38. Marktrisiken 119 | ||
| 39. Branchenspezifische Risiken 120 | ||
| 40. IT-Risiken 121 | ||
| 41. Finanzielle Risiken 121 | ||
| 42. Sonstige Risiken 125 | ||
| VIII. | Finanzinstrumente und Kapitalmanagement 126 | |
| 43. Grundlagen 126 | ||
| 44. Einstufung und beizulegende Zeitwerte 127 | ||
| 45. Aufrechnung von finanziellen Vermögenswerten | ||
| und Verbindlichkeiten 130 | ||
| 46. Hedging 131 | ||
| 47. Kapitalmanagement 133 | ||
| IX. | Leasingverhältnisse 134 | |
| 48. Finanzierungsleasingverhältnisse 134 49. Operating-Leasingverhältnisse 134 |
||
| X. | Erläuertungen zu nahe stehenden Unternehmen und | |
| Personen sowie zu den Organen 135 | ||
| 50. Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden | ||
| Unternehmen und Personen 135 | ||
| 51. Organe der KTM Industries AG 137 | ||
| 52. Vorstands- und Aufsichtsratsbezüge 138 | ||
| XI. | Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 138 | |
| XII. | Konzernunternehmen (Beteiligungsspiegel) 139 | |
| XIII. | Erklärung der gesetzlichen Vertreter (Freigabe) 142 | |
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1.1.2017 BIS 31.12.2017
| TEUR | Anhang-Nr. | 2017 | 2016 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 9 | 1,532,998 | 1,342,962 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | 10 | -1,067,495 | -909,146 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 465,503 | 433,816 | |
| Vertriebs- und Rennsportaufwendungen | 11 | -176.635 | -169.546 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | 12 | -47.750 | -39.745 |
| Verwaltungsaufwendungen | 13 | -82.967 | -79.958 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 14 | -31.896 | -28.035 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 15 | 6.213 | 5.392 |
| Ergebnis aus at-Equity Beteiligungen | 16 | 69 | 393 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 132.537 | 122.317 | |
| Zinserträge | 17 | 2.227 | 2.744 |
| Zinsaufwendungen | 17 | -14.613 | -19.505 |
| Sonstiges Finanz- und Beteiligungsergebnis | 17 | -3.100 | 3.391 |
| Ergebnis vor Steuern | 117.051 | 108.947 | |
| Ertragsteuern | 18 | -33.149 | -19.935 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 83.902 | 89.012 | |
| davon Eigentümer des Mutterunternehmens | 44.686 | 52.080 | |
| davon Nicht beherrschende Gesellschafter | 39.216 | 36.932 | |
| Unverwässertes (=verwässertes) Ergebnis je Aktie (EUR) | 19 | 0,20 | 0,23 |
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1.1.2017 BIS 31.12.2017
| TEUR | Anhang-Nr. | 2017 | 2016 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 83.902 | 89.012 | |
| Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert wurden oder anschließend umgegliedert werden können |
|||
| Fremdwährungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen | -5.267 | 853 | |
| Fremdwährungsumrechnung aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | 25 | -141 | 11 |
| Fremdwährungsumrechnung aus Nettoinvestitionen aus ausländischen Geschäftsbetrieben | 32 | -1.174 | -415 |
| Latente Steuer auf die Fremdwährungsumrechnung aus Nettoinvestitionen aus ausländischen Geschäftsbetrieben |
201 | -29 | |
| Bewertung von Cashflow-Hedges | 32 | 8.692 | -4.156 |
| Latente Steuer auf die Bewertung von Cashflow-Hedges | -2.173 | 1.039 | |
| 138 | -2.697 | ||
| Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | |||
| Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen | 34 | 363 | -1.055 |
| Steuereffekt | -91 | 264 | |
| 272 | -791 | ||
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 410 | -3.488 | |
| Gesamtergebnis | 84.312 | 85.524 | |
| davon Eigentümer des Mutterunternehmens | 43.738 | 48.871 | |
| davon Nicht beherrschende Gesellschafter | 40.574 | 36.653 |
ZUM 31. DEZEMBER 2017
| TEUR | Anhang-Nr. | 31.12.2017 | 31.12.20161) |
|---|---|---|---|
| Vermögenswerte: | |||
| Langfristige Vermögenswerte: | |||
| Sachanlagen | 22 | 357.324 | 303.217 |
| Firmenwert | 24 | 117.125 | 117.732 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 23 | 279.589 | 244.274 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 25 | 15.050 | 6.312 |
| Latente Steueransprüche | 26 | 7.483 | 9.836 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 27 | 5.554 | 10.894 |
| 782.125 | 692.265 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte: | |||
| Vorräte | 28 | 296.950 | 251.986 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 29 | 120.305 | 121.873 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 30 | 95.255 | 72.593 |
| Steuererstattungsansprüche | 1.450 | 1.464 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 31 | 169.068 | 283.578 |
| 683.028 | 731.494 | ||
| 1.465.153 | 1.423.759 |
| TEUR | Anhang-Nr. | 31.12.2017 | 31.12.20161) |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital und Schulden: | |||
| Eigenkapital: | |||
| Grundkapital | 32 | 225.387 | 225.387 |
| Kapitalrücklagen | 32 | 9.949 | 9.949 |
| Ewige Anleihe | 32 | 69.453 | 60.000 |
| Sonstige Rücklagen einschließlich Konzernbilanzgewinn | 32 | 13.176 | -21.050 |
| Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens | 317.965 | 274.286 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 32 | 210.614 | 180.651 |
| 528.579 | 454.937 | ||
| Langfristige Schulden: | |||
| Finanzverbindlichkeiten | 33 | 372.541 | 457.475 |
| Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer | 34 | 24.001 | 23.536 |
| Latente Steuerschulden | 26 | 53.455 | 42.741 |
| Andere langfristige Schulden | 35 | 11.479 | 11.142 |
| 461.476 | 534.894 | ||
| Kurzfristige Schulden: | |||
| Finanzverbindlichkeiten | 33 | 171.494 | 190.700 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 178.464 | 130.864 | |
| Rückstellungen | 36 | 11.996 | 16.799 |
| Steuerschulden | 14.153 | 746 | |
| Andere kurzfristige Schulden | 35 | 98.991 | 94.819 |
| 475.098 | 433.928 | ||
| 1.465.153 | 1.423.759 |
| TEUR | Anhang-Nr. | 2017 | 20161) |
|---|---|---|---|
| Betriebstätigkeit | |||
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 83.902 | 89.012 | |
| + (-) Zinsaufwendungen / Zinserträge | 17 | 12.386 | 16.761 |
| + Steueraufwendungen | 18 | 33.149 | 19.935 |
| + Abschreibungen auf Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte | 22,23 | 86.400 | 76.362 |
| + (-) Dotierung (Auflösung) von langfristigen Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer | 554 | 1.136 | |
| (-) + Gewinne (Verluste) aus der Equity-Konsolidierung | 16 | -69 | -393 |
| (-) + Gewinne (Verluste) aus dem Verkauf von Anlagevermögen | -83 | -3.419 | |
| + (-) Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen (Erträge) | VI | -8.290 | -2.092 |
| + Zinseinzahlungen | 2.204 | 2.373 | |
| - Zinsauszahlungen | -15.378 | -18.163 | |
| - Steuerzahlungen | -10.260 | -17.646 | |
| + Erhaltene Dividenden | 156 | 116 | |
| Brutto Cash-flow | 184.671 | 163.982 | |
| - (+) Erhöhung (Verminderung) von Vorräten | -35.665 | 12.698 | |
| - (+) Erhöhung (Verminderung) von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vorauszahlun gen, sonstigen kurz- und langfristigen Vermögenswerten |
-43.883 | -24.543 | |
| + (-) Erhöhung (Verminderung) von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Vorauszahlungen und anderen kurz- und langfristigen Schulden |
56.152 | 15.670 | |
| Erhöhung (Verminderung) des Nettoumlaufvermögens | -23.396 | 3.825 | |
| Cash-flow aus Betriebstätigkeit | 161.275 | 167.807 |
| TEUR | Anhang-Nr. | 2017 | 20161) |
|---|---|---|---|
| Investitionstätigkeit - Auszahlungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen |
22, 23 | -172.991 | -166.379 |
| - Auszahlungen für den Erwerb von finanziellen Vermögenswerten | 25 | -9.481 | -824 |
| + Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 2.144 | 6.216 | |
| + Einzahlungen aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten | 27, 30 | 25.064 | 329 |
| + Erhaltene Dividenden | 183 | 3.100 | |
| + (-) Änderungen Konsolidierungskreis | 8 | 1.070 | 241 |
| + (-) Ein- / Auszahlungen aus sonstigen Vermögenswerten | 0 | -1.464 | |
| Cash-flow aus Investitionstätigkeit | -154.011 | -158.781 | |
| Free Cash-flow | 7.264 | 9.026 | |
| Finanzierungstätigkeit | |||
| - Dividendenzahlungen an Dritte | -20.489 | -17.950 | |
| + (-) Veräußerung / Erwerb eigene Aktien | 0 | 252 | |
| + (-) Veräußerung / Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | -151 | -48.794 | |
| + Aufnahme Schuldscheindarlehen | 33 | 0 | 119.540 |
| + Aufnahme Perpetual Bond | 32 | 10.000 | 60.000 |
| + Aufnahme von langfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten | VI | 49.969 | 51.900 |
| + Veränderung sonstiger kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten | VI | 1.488 | 10.928 |
| + Einzahlung aus Tilgung eigener Anleihe | VI | 1.900 | 0 |
| - Tilgung Anleihe | VI | -95.000 | 0 |
| - Rückkauf eigener Anleihen | 0 | -19.143 | |
| - Rückzahlung Perpetual Bond | 0 | -1.010 | |
| - Tilgung Schuldscheindarlehen | VI | -32.000 | 0 |
| - Tilgung Forschungsdarlehen | VI | -13.125 | 0 |
| - Rückzahlung von langfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten | VI | -17.922 | -14.890 |
| - Tilgung Verbindlichkeit Finanzierungsleasing | VI | -833 | -966 |
| - Verminderung aus übriger Finanzierungstätigkeit | -1.792 | -673 | |
| Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit | -117.955 | 139.194 | |
| Gesamt Cash-flow | -110.691 | 148.220 | |
| + Anfangsbestand der liquiden Mittel im Konzern | 283.578 | 135.124 | |
| + Veränderung durch Fremdwährungseffekte | -3.819 | 234 | |
| Endbestand der liquiden Mittel im Konzern | VI | 169.068 | 283.578 |
| TEUR | Anhang-Nr. | Grundkapital | Kapitalrück lagen |
Ewige Anleihe (Perpetual Bond) |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Jänner 2017 | 225.387 | 9.949 | 60.000 | ||
| Gesamtergebnis | |||||
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 0 | 0 | 0 | ||
| Sonstiges Ergebnis | 32 | 0 | 0 | 0 | |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | ||
| Transaktionen mit Anteilseignern | |||||
| Dividenden an Dritte | 0 | 0 | 0 | ||
| Ewige Anleihe | 32 | 0 | 0 | 9.453 | |
| Kauf / Verkauf von Anteilen an Tochterunternehmen | 32 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstiges | 0 | 0 | 0 | ||
| Stand am 31. Dezember 2017 | 225.387 | 9.949 | 69.453 | ||
| Stand am 1. Jänner 2016 | 225.387 | 9.798 | 0 | ||
| Gesamtergebnis | |||||
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 0 | 0 | 0 | ||
| Sonstiges Ergebnis | 32 | 0 | 0 | 0 | |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | ||
| Transaktionen mit Anteilseignern | |||||
| Dividenden an Dritte | 0 | 0 | 0 | ||
| Ewige Anleihe | 32 | 0 | 0 | 60.000 | |
| Kauf/Verkauf von Anteilen an Tochterunternehmen | 32 | 0 | 0 | 0 | |
| Kapitalmaßnahmen | 0 | 0 | 0 | ||
| Veräußerung eigene Aktien | 0 | 151 | 0 | ||
| Stand am 31. Dezember 2016 | 225.387 | 9.949 | 60.000 |
| Konzern eigenkapital Gesamt |
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter |
Gesamt | Rücklage für eigene Anteile |
Ausgleichs posten Währungs umrechnung |
IAS 19 Rücklage für vesiche rungs mathematische Verluste |
Rücklage nach IAS 39 |
Rücklagen einschließlich Konzern bilanzgewinn |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 454.937 | 180.651 | 274.286 | 0 | 721 | -3.968 | -1.588 | -16.215 |
| 83.902 | 39.216 | 44.686 | 0 | 0 | 0 | 0 | 44.686 |
| 410 | 1.358 | -948 | 0 | -4.480 | 175 | 3.357 | 0 |
| 84.312 | 40.574 | 43.738 | 0 | -4.480 | 175 | 3.357 | 44.686 |
| -20.489 | -10.727 | -9.762 | 0 | 0 | 0 | 0 | -9.762 |
| 10.000 | 547 | 9.453 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| -151 | -41 | -110 | 0 | 0 | 0 | 0 | -110 |
| -31 | -390 | 359 | 0 | 0 | 0 | 0 | 359 |
| 528.579 | 210.614 | 317.965 | 0 | -3.759 | -3.793 | 1.769 | 18.959 |
| 386.616 | 189.947 | 196.669 | -101 | 1.761 | -3.401 | 14 | -36.789 |
| 89.012 | 36.932 | 52.080 | 0 | 0 | 0 | 0 | 52.080 |
| -3.488 | -279 | -3.209 | 0 | -1.040 | -567 | -1.602 | 0 |
| 85.524 | 36.653 | 48.871 | 0 | -1.040 | -567 | -1.602 | 52.080 |
| -17.950 | -11.190 | -6.760 | 0 | 0 | 0 | 0 | -6.760 |
| 60.000 | 0 | 60.000 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| -58.995 | -34.759 | -24.236 | 0 | 0 | 0 | 0 | -24.236 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | -510 | |||
| -510 | 0 0 |
-510 252 |
101 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Die KTM Industries-Gruppe ist eine führende europäische Fahrzeug-Gruppe mit dem strategischen Fokus auf den globalen automotiven Nischenbereich. Mit ihren weltweit bekannten Marken KTM, Husqvarna Motorcycles, WP und Pankl zählt sie in ihren Segmenten jeweils zu den Technologie- und Marktführern.
Die KTM Industries AG hat ihren Sitz in 4600 Wels, Edisonstraße 1, und ist in das Firmenbuch beim Landes- als Handelsgericht Wels unter der Nummer FN 78112 x eingetragen. Die Gesellschaft steht mit der Pierer Konzerngesellschaft mbH, Wels (oberstes Konzernmutterunternehmen), und deren verbundenen Unternehmen in einem Konzernverhältnis und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird beim Landes- als Handelsgericht Wels unter der Nummer FN 134766 k hinterlegt und stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis dar.
Die Aktien der KTM Industries AG sind im "Swiss Performance Index (SPI)" der SIX Swiss Exchange in Zürich sowie an der Wiener Börse im Segment "standard market auction" gelistet.
Zum 31. Dezember 2017 blieben die Anteile an den wesentlichen Beteiligungen gegenüber dem Vorjahr unverändert: Die wesentlichen Beteiligungen sind zum 31. Dezember 2017 die
Nähere Informationen zu den einzelnen Beteiligungen werden im Segmentbericht im Kapitel III. erläutert.
Der Konzernabschluss für den Zeitraum 1. Jänner bis 31. Dezember 2017 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), soweit sie in der Europäischen Union angewendet werden, erstellt. Dabei wurden auch die zusätzlichen Anforderungen des § 245a Abs1 UGB (österreichisches Unternehmensgesetzbuch) erfüllt.
Der Rechnungslegung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Rechnungslegungsvorschriften zugrunde. Diese Vorschriften wurden von allen einbezogenen Unternehmen angewendet. Die einbezogenen Unternehmen haben ihre Jahresabschlüsse zum Konzernbilanzstichtag 31.12. aufgestellt.
Der Konzernabschluss wird in der funktionalen Währung der Muttergesellschaft, dem Euro, aufgestellt. Alle Beträge sind, soweit auf Abweichungen nicht gesondert hingewiesen wird, auf 1.000 Euro (TEUR) gerundet, wobei rundungsbedingte Differenzen auftreten können.
Im Hinblick auf die Angabeninitiative des IASB wurden im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr einzelne Posten im Konzernabschluss anders aufgegliedert sowie die Abfolge der Angaben teilweise neu gegliedert und Darstellungen in den Angaben angepasst bzw. ergänzt. Unwesentliche Informationen in der Konzernbilanz werden nicht mehr separat als eigener Posten dargestellt. Demzufolge erfolgt ab 2017 der Ausweis von "Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen" in dem langfristigen Posten "Sonstige langfristige Vermögenswerte" bzw. im kurzfristigen Posten "Forderungen und sonstige Vermögenswerte". Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Im Vorjahr wurde bereits im Rahmen der Überarbeitung der Bilanzgliederung der Bilanzposten "Laufende Steueransprüche" neu hinzugefügt und in 2017 auf Steuererstattungsansprüche umbenannt.
Die KTM Industries AG hat im Juli 2015 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von € 56,5 Mio. begeben. Mit Kündigungsschreiben vom 13. Dezember 2016 wurde ein Teilbetrag des Schuldscheindarlehens in Höhe von € 32,0 Mio. aufgekündigt. Am 21. Dezember 2016 wurden Aufrechnungsvereinbarungen mit den Gläubigern unterschrieben. Am 16. Jänner 2017 wurde das Schuldscheindarlehen zur Gänze rückbezahlt. Der gekündigte und mit Aufrechnungsvereinbarungen versehene Teilbetrag des Schuldscheindarlehens in Höhe von € 32,0 Mio. wurde im Vorjahresabschluss mit bestehenden Bankguthaben per 31. Dezember 2016 in Höhe von € 32,0 Mio. in der Bilanz saldiert dargestellt und der Cash-Abfluss im Finanzierungs-Cashflow gezeigt.
Eine Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ist nach IAS 32.42 nur dann vorzunehmen, wenn zum Bilanzstichtag neben einer Aufrechnungsabsicht auch ein Rechtsanspruch auf Aufrechnung gegeben ist.
Im Vorjahr wurden die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Aufrechnungsabsicht und -möglichkeit aufgrund der am 21. Dezember 2016 mit den Banken abgeschlossenen Aufrechnungsvereinbarungen als erfüllt gesehen. Dies geschah durch Rückgriff auf IAS 32 BC 83, den wir dahingehend interpretierten, dass es für die Saldierung nicht notwendig sei, dass zum Bilanzstichtag tatsächlich eine Verrechnung durchsetzbar ist. Nach nochmaliger Würdigung des Sachverhaltes kommen wir nun zum Schluss, dass die mangelnde uneingeschränkte rechtliche Durchsetzbarkeit der Aufrechnungsmöglichkeit zum 31. Dezember 2016 zur Folge hat, dass die Saldierungsmöglichkeit gemäß IAS 32.42 nicht gegeben ist. Folglich hätte im Konzernabschluss 2016 keine Saldierung des gekündigten Schuldscheindarlehens in Höhe von € 32,0 Mio. mit Bankguthaben in der Bilanz erfolgen dürfen. Aus dieser Korrektur der Rechnungslegung folgt, dass auch kein Cash-Abfluss im Finanzierungs-Cashflow hätte dargestellt werden dürfen. Dies insbesondere deshalb, weil die Kriterien zur Ausbuchung des Schuldscheindarlehens nach IAS 39.39 zum Bilanzstichtag nicht vorlagen und gleichzeitig die dafür reservierten liquiden Mittel zwar verfügungsbeschränkt aber noch in der Verfügungsgewalt von KTM Industries AG standen. Gemäß IAS 8.42 wird diese Fehldarstellung im Geschäftsjahr 2016 retrospektiv korrigiert. Die folgende Tabelle fasst die Anpassungen in der Bilanz sowie in der Cash-Flow Rechnung zusammen:
| TEUR | Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
Finanzverbindlichkeiten | Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit |
|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2016 | 251.578 | 616.175 | 107.194 |
| Rücknahme Ausbuchung Schuldscheindarlehen |
32.000 | 32.000 | 32.000 |
| Angepasster Stand zum 31.12.2016 | 283.578 | 648.175 | 139.194 |
Folgende Tabelle zeigt die erstmalig verpflichtet anzuwendenden Standards und Interpretationen, die auch bereits von der EU-Kommission zum 31.12.2017 übernommen wurden:
| Erstmalige Anwendung | Neue oder geänderte Standards und Interpretationen | Veröffentlicht durch das IASB |
|---|---|---|
| 1. Jänner 2017 | Änderungen zu IAS 7: Angabeninitiative | 29. Jänner 2016 |
| Änderungen zu IAS 12: Ansatz latenter Steueransprüchen für nicht realisierte Verluste | 19. Jänner 2016 | |
| Jährliche Verbesserungen zu IFRS 2014 – 2016: Änderungen an IFRS 12 | 8. Dezember 2016 |
Die Änderungen an IAS 7 haben die Zielsetzung, die Informationen über die Veränderung der Verschuldung des Unternehmens zu verbessern. Um diese Zielsetzung zu erreichen, sollen Angaben über die Veränderungen der Finanzschulden, deren Zahlungsvorgänge in der Kapitalflussrechnung im Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit klassifiziert sind, gemacht werden. Es werden zahlungswirksame Veränderungen, Änderungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmen, währungskursbedingte Änderungen, Änderungen der beizulegenden Zeitwerte und sonstige Änderungen angegeben. Die KTM Industries-Gruppe stellt hierzu in einer Überleitungsrechnung die bilanzielle Veränderung der Finanzverbindlichkeiten und den in der Kapitalflussrechnung dargestellten Werte entsprechend dar.
Aufgrund der erstmaligen Anwendung der weiteren genannten IFRS ergeben sich im Vergleich zum Vorjahr keine wesentlichen Änderungen. Es ergaben sich keine Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.
Folgende Tabelle zeigt die bereits von der EU-Kommission übernommenen Änderungen von Standards und Interpretationen, welche jedoch zum Bilanzstichtag noch nicht verpflichtend anzuwenden waren und auch nicht vorzeitig angewendet wurden:
| Erstmalige Anwendung | Neue oder geänderte Standards und Interpretationen | Veröffentlicht durch das IASB |
|---|---|---|
| 1. Jänner 2018 | IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden | 28. Mai 2014 |
| IFRS 9 Finanzinstrumente | 24. Juli 2014 | |
| Änderungen zu IFRS 4: Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge |
12. September 2016 | |
| Änderungen zu IFRS 15: Klarstellung von IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 12. April 2016 | |
| Jährliche Verbesserungen zu IFRS 2014-2016: Änderungen zu IFRS 1 und IAS 28 | 8. Dezember 2016 | |
| 1. Jänner 2019 | IFRS 16 Leasing | 13. Jänner 2016 |
Das IASB und das IFRIC haben weitere Standards und Interpretationen verabschiedet, die aber im Geschäftsjahr 2017 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind bzw. von der EU-Kommission noch nicht übernommen wurden. Es handelt sich dabei um folgende Standards und Interpretationen:
| Neue oder geänderte Standards und Interpretationen | Anwendungs zeitpunkt IASB |
Veröffentlicht durch das IASB |
EU-Endorsement? |
|---|---|---|---|
| Änderungen zu IFRS 2: Klassifizierung und Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen |
1.1.2018 | 20. Juni 2016 | Nein |
| Änderungen zu IFRS 9: Finanzielle Vermögenswerte mit einer negativen Vorfälligkeitsentschädi gung |
1.1.2019 | 12. Oktober 2017 | Nein |
| Änderungen zu IAS 28: Geändert durch langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen |
1.1.2019 | 12. Oktober 2017 | Nein |
| Änderungen zu IAS 40: Geändert durch Übertragungen von als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien |
1.1.2018 | 8. Dezember 2016 | Nein |
| IFRIC 22: Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen |
1.1.2018 | 8. Dezember 2016 | Nein |
| IFRIC 23: Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung | 1.1.2019 | 7. Juni 2017 | Nein |
| Jährliche Verbesserungen zu IFRS 2015-2017: Änderungen zu IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23 |
1.1.2019 | 12. Dezember 2017 | Nein |
| IFRS 17 Versicherungsverträge | 1.1.2021 | 18. Mai 2017 | Nein |
| Änderungen zu IFRS 10 und IAS 28: Verkauf oder Einlage von Vermögenswerten zwischen einem Anleger und einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen |
auf unbestimmte Zeit verschoben |
11. September 2014 | Nein |
Die geschätzten Auswirkungen der ab dem 1. Jänner 2018 verpflichtend anzuwendenden Standards IFRS 9 und IFRS 15 auf das Konzerneigenkapital der KTM Industries-Gruppe wird in der nachfolgenden Darstellung zusammengefasst:
| TEUR | 31.12.2017 | Erwartete Effekte von IFRS 9 |
Erwartete Effekte von IFRS 15 |
Angepasst zum 1.1.2018 |
|---|---|---|---|---|
| Grundkapital | 225.387 | 0 | 0 | 225.387 |
| Kapitalrücklagen | 9.949 | 0 | 0 | 9.949 |
| Ewige Anleihe | 69.453 | 0 | 0 | 69.453 |
| Sonstige Rücklagen einschließlich Bilanzgewinn |
13.176 | 0 | 596 | 13.772 |
| Nicht beherrschende Anteile | 210.614 | -34 | 53 | 210.633 |
| Konzerneigenkapital | 528.579 | -34 | 649 | 529.194 |
Die Standards IFRS 15, IFRS 9 und IFRS 16 mit Auswirkungen auf die KTM Industries-Gruppe werden im Folgenden nochmals detaillierter erläutert. Alle weiteren geänderten Standards und Interpretationen sind für die KTM Industries-Gruppe nicht relevant bzw. haben keinen wesentlichen Einfluss.
IFRS 15 legt in einem umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Der Standard bietet dafür ein einziges, prinzipienbasiertes, fünfstufiges Modell, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Die bisherigen Standards IAS 18 Erträge und IAS 11 Fertigungsaufträge sowie die IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme werden dadurch ersetzt.
Die Vertragsanalyse zur Identifikation von etwaigen Anpassungserfordernissen erfolgte für alle wesentlichen Produktgruppen des Konzerns (revenue streams). Folgende wesentliche Bilanzierungsthemen im Rahmen der IFRS 15 Evaluierung wurden identifiziert:
Für die KTM Industries-Gruppe wird eine Eigenkapitalerhöhung von TEUR 649 zum Erstanwendungszeitpunkt erwartet. Neben einer Erhöhung des Eigenkapitals führt die Umstellung auf IFRS 15 zu einer Verringerung des Vorratsvermögens und zu einer Steigerung der Vermögenswerte (Contract Assets), welche Forderungen an den Kunden vor Verrechnung darstellen. Die KTM Industries-Gruppe wird den Standard per 1. Jänner 2018 vollständig rückwirkend anwenden.
Folgende Tabelle fasst die bilanziellen Auswirkungen zum 1. Jänner 2018 zusammen:
| TEUR | Auswirkungen zum 1. Jänner 2018 |
|---|---|
| Vermögenswerte | |
| Vorräte | -1.811 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 2.677 |
| Latente Steueransprüche | -217 |
| 649 | |
| Eigenkapital und Schulden | |
| Eigenkapital | 649 |
| 649 |
IFRS 9 behandelt Vorschriften für Ansatz, Bewertung, Ausbuchung und Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, Impairment-Vorschriften sowie Vorschriften für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften. Dadurch wird der IAS 39 vollständig ersetzt. IFRS 9 bringt umfangreiche Offenlegungsvorschriften für den Übergang und für die laufende Anwendung mit sich. Im Vergleich zu den bisherigen Regelungen nach IFRS 7 ergeben sich vor allem neue Angaben zu Wertminderungen.
Basierend auf einer Analyse der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie der zu diesem Zeitpunkt existierenden Tatsachen und Umstände werden die erwarteten Auswirkungen auf den Konzernabschluss der KTM Industries AG im Folgenden beschrieben.
IFRS 9 wird ab dem 1. Jänner 2018 rückwirkend angewendet. Die Erfassung des Erstanwendungseffektes wird zu Beginn des Geschäftsjahres 2018 im Eröffnungsbilanzwert der Gewinnrücklage erfasst. Die Erstanwendung wird zu Anpassungen bei internen Prozessen und Dokumentationen führen. Weiters werden zusätzliche Anhangsangaben erwartet, welche im Wesentlichen die Überleitung der Kategorisierung und Wertminderung finanzieller Vermögenswerte im Jahr der erstmaligen Anwendung sowie die jährlichen Angaben zu Wertminderungen betreffen.
Im Vergleich zu IAS 39 sehen die Regelungen nach IFRS 9 ein neues Klassifizierungsmodell für finanzielle Vermögenswerte vor, welche Auswirkung auf die Bewertung dieser hat. Die Kategorisierung wird in Abhängigkeit der vertraglichen Zahlungsströme sowie des zugrunde liegenden Geschäftsmodelles durchgeführt. Die drei Bewertungskategorien sind "fortgeführte Anschaffungskosten (AC)", "beizulegender Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis (FVOCI)" und "beizulegender Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn und Verlust (FVTPL)". Diese Kategorien ersetzen die IAS 39 Kategorien. Für den Ansatz und die Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten wurden weitgehend die bestehenden Vorschriften übernommen.
Die Fremdkapitalinstrumente wurden in der KTM Industries-Gruppe hinsichtlich der Zuordnung der Instrumente zu Geschäftsmodellen untersucht. Finanzielle Vermögenswerte wurden in Hinblick auf Erfüllung des SPPI Kriteriums analysiert. Im Anschluss wurden die neuen Bewertungskategorien festgelegt. Bei Eigenkapitalinstrumenten (wie z.B. bei Anteile an nicht börsennotierten Unternehmen) die unter IAS 39 als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert werden, kann künftig die FVOCI-Option ausgeübt werden. Das führt dazu, dass Änderungen des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis erfasst werden und die im sonstigen Ergebnis angesammelten Änderungen des beizulegenden Zeitwerts nachfolgend nicht mehr in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können. Sofern diese Option nicht ausgeübt wird, erfolgt eine Zuordnung in die FVTPL-Kategorie, wobei alle Änderungen des beizulegenden Zeitwertes erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Die KTM Industries-Gruppe sieht derzeit vor, das Wahlrecht zur FVOCI-Option für Buchwerte im Ausmaß von TEUR 10 (Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte) in Anspruch zu nehmen. Durch die neuen Klassifizierungsvorschriften werden ansonsten keine wesentlichen Änderungen bei den Bewertungskategorien sowie keine Eigenkapitaleffekte erwartet.
IFRS 9 ersetzt das bisherige "Incurred Loss"-Modell aus IAS 39 durch das "Expected Credit Loss"-Modell. Dabei definiert IFRS 9 verschiedene Stufen zur Ermittlung der Höhe der zu erfassenden Verluste und der Zinsvereinnahmung:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen in der KTM Industries-Gruppe keine wesentliche Finanzierungskomponente auf. Daher wird das vereinfachte Verfahren zur Ermittlung des Expected Credit Loss angewendet, wonach für alle Instrumente unabhängig von ihrer Kreditqualität eine Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Verluste über die Restlaufzeit zu erfassen ist. Diese beträgt bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weniger als 12 Monate und entspricht daher dem 12-Monats-Verlust.
Die KTM Industries-Gruppe schätzt, dass die Anwendung der Wertminderungsvorschriften des IFRS 9 zum 1. Jänner 2018 zu einem Anstieg der erfassten Wertminderungen um TEUR 44 im Vergleich zu den erfassten Wertminderungen unter IAS 39 führen wird. Unter Berücksichtigung latenter Steuern resultiert somit ein negativer Effekt auf das Eigenkapital in Höhe von TEUR 34. Der Anstieg der Wertminderungen auf Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen wurde in den beiden Geschäftsbereichen KTM und Pankl identifiziert. Die Vorgehensweise und Auswirkung wird nachfolgend für die erwähnten Geschäftsbereiche erörtert:
Die Zahlungsmittel und -äquivalente setzen sich in der KTM Industries-Gruppe im Wesentlichen aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen, welche nach externen Ratingagenturen mit guter Bonität bewertet werden. Daher wird das Kreditrisiko als niedrig eingestuft. Es werden unwesentliche Wertminderungsaufwendungen nach dem Modell des 12-Monats-Verlusts erwartet.
Es gibt keine Hinweise auf zusätzliche Wertminderungserfordernisse für finanzielle Vermögenswerte.
Die wesentlichen Änderungen bei der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen betreffen den erweiterten Umfang von möglichen Grund- und Sicherungsgeschäften sowie die neuen Vorschriften zur Effektivität von Sicherungsbeziehungen, insbesondere den Wegfall des bisherigen 80-125%-Korridors.
Die Vorschriften gemäß IFRS 9 werden in der KTM Industries-Gruppe ab dem Geschäftsjahr 2018 angewendet. Da die neuen Vorschriften das Risikomanagement des Konzerns besser abbilden sollen und der Kreis der möglichen Grundgeschäfte und Sicherungsgeschäfte erweitert wurde, können die bestehenden Sicherungsbeziehungen auch unter IFRS 9 bilanziell als Sicherungsbeziehungen abgebildet werden. IFRS 9 führt das Konzept der Kosten der Absicherung ein. Dabei können der Zeitwert einer Option, die Terminkomponente eines Terminkontrakts sowie eventuelle Fremdwährungs-Basis-Spreads von der Designation eines Finanzinstruments als Sicherungsinstruments ausgenommen werden und als Kosten der Absicherung bilanziert werden. Dabei werden Wertschwankungen dieser wahlweise nicht designierten Komponenten als Absicherungskosten im sonstigen Ergebnis erfasst und bei Ergebniswirkung des Grundgeschäftes in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Es ist geplant, dieses Konzept bei KTM Industries im Geschäftsjahr 2018 umzusetzen. Als Auswirkung durch die Anwendung der Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsbeziehungen des IFRS 9 wird in Summe keine Veränderung der Rücklagen im Eigenkapital per 1. Jänner 2018 erwartet. Weiters werden keine wesentlichen Auswirkungen aufgrund der Anwendung der neuen Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß IFRS 9 auf den Konzernabschluss erwartet. Das Wahlrecht, Hedging bis auf weiteres nach den Bestimmungen des IAS 39 abzubilden, wird nicht in Anspruch genommen.
IFRS 16 regelt die Identifizierung sowie Ansatz, Bewertung, Ausweis und Angabepflichten zu Leasingvereinbarungen. Für den Leasingnehmer sieht der Standard ein einziges Bilanzierungsmodell vor. Dieses Modell führt beim Leasingnehmer dazu, dass sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen in der Bilanz zu erfassen sind, es sei denn, die Laufzeit beträgt zwölf Monate oder weniger oder es handelt sich um einen geringwertigen Vermögenswert (es besteht jeweils ein Wahlrecht zur Anwendung).
Für den Konzernabschluss der KTM Industries AG wird beabsichtigt, den Standard IFRS 16 ab dem 1. Jänner 2019 anzuwenden. Es wird der modifizierte rückwirkende Ansatz angewendet, sodass der kumulierte Effekt der Anpassung im Eigenkapital per 1. Jänner 2019 erfasst wird. Durch die Anwendung des modifizierten rückwirkenden Ansatzes können folgende Erleichterungen angewendet werden:
Für den Konzernabschluss der KTM Industries AG wird derzeit beabsichtigt, das zweite Wahlrecht anzuwenden, sodass der Right of Use-Vermögenswert per 1. Jänner 2019 der Leasingverbindlichkeit entspricht.
Zum 31. Dezember 2017 hat der Konzern Zahlungsverpflichtungen aus unkündbaren Mietleasingverhältnissen in Höhe von € 77,2 Mio. Eine vorläufige Beurteilung deutet darauf hin, dass diese Vereinbarungen die Definition einer Leasingvereinbarung nach IFRS 16 erfüllen und der Konzern daher entsprechende Right of Use-Vermögenswerte und Leasingverbindlichkeiten bei Anwendung von IFRS 16 zu bilanzieren hätte. Jedoch werden voraussichtlich die Ausnahmen für kurzfristige Leasingverhältnisse und geringwertige Vermögenswerte in Anspruch genommen. Es ist davon auszugehen, dass die Aktivierung von Leasingverhältnissen zu einem Anstieg der Buchwerte der Sachanlagen sowie zu einem Anstieg der finanziellen Verbindlichkeiten führt. Darüber hinaus wird der bisherig linear erfasste Leasingaufwand durch eine Abschreibung des Nutzungsrechtes und Zinsaufwandes der Leasingverbindlichkeit ersetzt. Zudem wird erwartet, dass sich aufgrund der geänderten Ausweisvorschriften EBITDA, EBIT und Cash-Flow aus Betriebstätigkeit verbessern.
Leasingverpflichtungen bestehen vor allem in folgenden Bereichen: Fuhrparkleasing, Miete von Geschäfts- und Büroflächen, Miete von Mobilien etc.
Für Finanzierungsleasingverhältnisse, wo KTM Industries als Leasingnehmer auftritt, werden bereits heute Vermögenswerte und Verbindlichkeiten bilanziert.
Im Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und den Ausweis von Aufwendungen und Erträgen im Geschäftsjahr beeinflussen. Es werden Erfahrungswerte herangezogen, welche vom Vorstand für angemessen empfunden werden. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen, wenn sich angenommene Parameter entgegen der Erwartung entwickeln. Bei Bekanntwerden neuer Gegebenheiten werden diese entsprechend berücksichtigt und bisherige Annahmen entsprechend angepasst.
Latente Steueransprüche auf nicht verfallbare steuerliche Verlustvorträge werden unter der Annahme angesetzt, dass zukünftig ausreichend steuerliches Einkommen zur Verwertung der steuerlichen Verlustvorträge erwirtschaftet wird. Bei Unsicherheiten in den Annahmen werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet. Zum 31.12.2017 wurden aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von TEUR 5.316 (Vorjahr: TEUR 7.479) aktiviert. Aufgrund der aktuellen Steuerplanung geht das Management von einer Verwertung der zum 31.12.2017 angesetzten Verlustvorträge innerhalb der nächsten fünf Jahre aus. Weitere Details zu den latenten Steuern sind den Erläuterungen unter Punkt 26. "Latente Steueransprüche" zu entnehmen.
Im Rahmen des Cash-flow-Hedge-Accountings werden Einschätzungen zum Eintritt von künftigen Zahlungsströmen getroffen. Die Planung künftiger Zahlungsströme leitet sich aus der Absatz- und Bestellmengenplanung ab, wird monatlich auf die Zielerreichung überprüft und mit Erfahrungswerten aus der Vergangenheit verplausibilisiert. Gemäß der internen Währungsabsicherungsrichtlinie werden Fremdwährungsabsicherungen grundsätzlich rollierend für eine Reichweite von bis zu 18 Monaten abgeschlossen. Die Sicherungsquote der einzelnen Währungen wird von der Planungsunsicherheit im jeweiligen Markt, der Volatilität der Währung und den Sicherungskosten abhängig gemacht. Auf Basis der Bedeutung von Währungen (Volumen, Ergebnisrelevanz) werden Gruppierungen vorgenommen, woraus sich unterschiedliche Vorgehensweisen ergeben. Die Sicherungsquote pro Währung darf jedoch maximal 80 % des Fremdwährungsexposures nicht übersteigen. Details zu den Sensitivitäten, die für Währungs- und Zinsrisiken bestehen, sind den Erläuterungen im Risikobericht unter Punkt 41. "Finanzielle Risiken" zu finden.
Folgende Ermessensentscheidungen wurden bei der Anwendung der Rechnungslegungsmethoden in der KTM Industries-Gruppe getroffen:
Finanzierungsleasing
Es werden Einschätzungen über die Kriterien für die Klassifizierung als Finanzierungsleasing getroffen. Weitere Angaben dazu sind unter Punkt 22. "Sachanlagen" sowie unter Punkt "48. Finanzierungsleasingverhältnisse" zu finden.
Das KTM-Logistikzentrum wird zum Großteil von der KTM-Gruppe selbst genutzt. In geringem Ausmaß erfolgt eine Vermietung an konzernfremde Dritte. Bei den Untermietverhältnissen an konzernfremde Mieter handelt es sich um Unternehmen mit langfristigen Liefer- bzw. Dienstleistungsbeziehungen zur KTM-Gruppe, und stellt einen ausgelagerten Teil der Wertschöpfungskette von KTM dar. Da die Vermietung nicht der Absicht der Erzielung von Mieteinnahmen dient, sondern aus betrieblichem Interesse erfolgt, wird auch jener Teil der an konzernfremde Dritte vermietet wird, unter den Sachanlagen ausgewiesen und nicht als Investment Property eingestuft.
Supplier Finance
Es werden Einschätzungen über den Ausweis der Verbindlichkeiten im Rahmen des Supplier Finance Programmes getroffen. Die KTM AG hat mit einem österreichischen Kreditinstitut ein revolvierendes Programm zur Finanzierung von Lieferantenverbindlichkeiten (Supplier Finance Programm) aufgesetzt. Im Rahmen dieses Programmes bietet das Kreditinstitut Lieferanten die Möglichkeit an, ihre Forderungen gegenüber der KTM AG vor Fälligkeit von dem Kreditinstitut diskontieren und auszahlen zu lassen. Die KTM AG tilgt die Verbindlichkeit bei Fälligkeit laut Rechnung durch Zahlung an das Kreditinstitut.
Neben konzernfremden Lieferanten haben auch die beiden Konzernunternehmen WP Performance Systems GmbH und Pankl Racing Systems AG ein solches Programm mit der KTM AG abgeschlossen. Das Programm wurde sowohl auf zivilrechtliche Aspekte als auch hinsichtlich der Bestimmungen des IAS 39 geprüft. Während auf Ebene der Teilkonzerne weiter Lieferverbindlichkeiten bestehen, ist aus Sicht der KTM Industries-Gruppe kein Leistungsaustausch erfolgt, sondern es sind lediglich Fremdmittel aufgenommen worden, welche unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen werden. Zum 31.12.2017 betragen die Verbindlichkeiten aus diesem Programm insgesamt TEUR 82.569 (Vorjahr: TEUR 64.949), davon werden zum 31.12.2017 in der KTM Industries-Gruppe die Beziehungen zwischen den Konzernunternehmen in Höhe von TEUR 51.954 (Vorjahr: TEUR 47.527) als kurzfristige Finanzverbindlichkeiten dargestellt.
In den Konzernabschluss der KTM Industries AG werden alle Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Tochterunternehmen sind vom Konzern beherrschte Unternehmen. Die Abschlüsse von Tochterunternehmen sind im Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt enthalten, an dem die Beherrschung beginnt und bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet.
Die Erstkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 nach der Erwerbsmethode (Acquisition Method). Dabei werden im Erwerbszeitpunkt, das ist der Tag an dem die Möglichkeit der Beherrschung erlangt wird, die neu bewerteten identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Geschäftsbetriebes der Gegenleistung und sofern zutreffend dem Betrag für die nicht beherrschenden Anteile und dem beizulegenden Zeitwert der zum Erwerbszeitpunkt bereits gehaltenen Anteile gegenüber gestellt. Ein verbleibender positiver Wert wird als Firmenwert aktiviert; ein verbleibender negativer Wert wird nach nochmaliger Überprüfung der Wertansätze als "Erwerb zu einem Preis unter dem Marktwert" in der Gewinn- und Verlustrechnung als Ertrag erfasst. Mit dem Erwerb verbundene Nebenkosten werden als Aufwand erfasst. Der Betrag für die nicht beherrschenden Anteile wird - sofern nicht anders angegeben - mit dem anteiligen Reinvermögen am erworbenen Unternehmen ohne Firmenwertkomponente erfasst.
Die Anteile der KTM Industries-Gruppe an nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen umfassen Anteile an assoziierten Unternehmen. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern maßgeblichen Einfluss hat. Nach der Equity-Methode werden die Anteile an assoziierten Unternehmen in der Konzernbilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich nach dem Erwerb eingetretener Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens erfasst. Der mit einem nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht gesondert fortgeführt.
Die Berichtswährung der KTM Industries-Gruppe ist der Euro. Die Tochterunternehmen sowie die nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen stellen die Jahresabschlüsse in ihrer funktionalen Währung auf. Dabei werden in den zu konsolidierenden Abschlüssen enthaltene Vermögenswerte und Schulden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem durchschnittlichen Devisenkurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Daraus entstehende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Weiters werden Umrechnungsdifferenzen aus langfristigen Finanzforderungen, die eine Nettoinvestition in ausländische Geschäftsbetriebe darstellen, im sonstigen Ergebnis erfasst. Folgende für die KTM Industries-Gruppe wesentlichen Kurse wurden für die Währungsumrechnung in die Berichtswährung herangezogen:
| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | 2017 | 2016 | |
| US-Dollar | 1,1993 | 1,0541 | 1,1293 | 1,1066 |
| Britisches Pfund | 0,8872 | 0,8562 | 0,8761 | 0,8189 |
| Schweizer Franken | 1,1702 | 1,0739 | 1,1115 | 1,0902 |
| Japanischer Yen | 135,0100 | 123,4000 | 126,6546 | 120,3138 |
| Südafrikanischer Rand | 14,8054 | 14,4570 | 15,0434 | 16,2772 |
| Mexikanischer Peso | 23,6612 | 21,7719 | 21,3278 | 20,6550 |
| Chinesischer Renminbi | 7,8044 | 7,3202 | 7,6264 | 7,3496 |
Die Anzahl der Unternehmen im Konsolidierungskreis hat sich im Geschäftsjahr 2017 wie folgt entwickelt:
| VOLLKONSOLIDIERTE GESELLSCHAFTEN | AT EQUITY GESELLSCHAFTEN | |
|---|---|---|
| Stand zum 31.12.2016 | 63 | 5 |
| Konsolidierungskreiszugänge | 4 | 7 |
| Konsolidierungskreisabgänge | 0 | -1 |
| Abgänge durch Einbringung | -3 | 0 |
| Abgänge durch Verschmelzung | -2 | -1 |
| Stand zum 31.12.2017 | 62 | 10 |
| davon ausländische Unternehmen | 44 | 5 |
Die KTM Industries AG, als Mutterunternehmen der KTM Industries-Gruppe wurde in dieser Aufstellung nicht berücksichtigt.
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie deren Erstkonsolidierungszeitpunkte sind im Kapitel XII. "Konzernunternehmen (Beteiligungsspiegel)" angeführt.
Die im Vorjahr aufgrund von Wesentlichkeitsüberlegungen nicht vollkonsolidierten Gesellschaften WP Suspension North America Inc., KTM do Brasil Ltda., WP Cooling Systems (Dalian) Co., Ltd. und die Pankl Japan Inc. wurden im Geschäftsjahr 2017 erstmalig in den Konsolidierungskreis der KTM Industries-Gruppe einbezogen. Die einzelnen übernommenen Vermögenswerte und Schulden werden für sich genommen als unwesentlich betrachtet, deshalb erfolgt für die vier Gesellschaften eine summierte Darstellung. Folgende Vermögenswerte und Schulden wurden übernommen:
TEUR
| Anlagevermögen | 1.442 |
|---|---|
| Zahlungsmittel und sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 1.756 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten | 368 |
| Vorräte | 2.211 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -3.202 |
| Andere kurzfristige Schulden | -535 |
| Passiver Unterschiedsbetrag | -913 |
| Beteiligungsbuchwert | 1.127 |
| Übernommene Zahlungsmittel | 1.070 |
Der aus der Erstkonsolidierung entstandene passive Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 913 wurde im operativen Ergebnis erfasst.
Zudem wurden im Zuge der Straffung der Firmenstruktur innerhalb der Pankl-Gruppe im laufenden Geschäftsjahr die Betriebe der Pankl Drivetrain Systems GmbH & Co KG, der Pankl Engine Systems GmbH & Co KG sowie der Pankl Schmiedetechnik GmbH & Co KG auf die Pankl Systems Austria GmbH eingebracht. Die Pankl Emission Control Systems GmbH und die Capital Technology Bruck GmbH wurden in 2017 auf die Pankl Racing Systems AG verschmolzen.
Im September 2017 hat sich die KTM Industries AG mit einem 49,9 % Anteil an der mit Juli 2017 gegründeten PEXCO GmbH, Deutschland, beteiligt. Die Gesellschaft hat bis zum Stichtag keine Verkaufsaktivitäten entfaltet und wird als Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
Im Juli 2017 hat die KTM Sportmotorcycle GmbH 26 % der Anteile an der Motorcycle Distributors Australia Pty Ltd., Australien, erworben. Die Gesellschaft wird als nach der Equity-Methode bilanziertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Im Zuge des Erwerbs der 26% Anteile an der Motorcycle Distributors Australia Pty Ltd., Australien, wurden eine zum Stichtag nicht ausübbare Call Option auf den Erwerb von 25% Anteilen mit dem anderen Anteilsinhaber vereinbart. Die Ausübung erfolgt zu festgelegten Multiplikatoren und anderer Variablen. Die Optionen werden zum Stichtag mit ihren Anschaffungskosten von EUR 0,00 bilanziert.
Per 31.12.2017 erfolgte der erstmalige Einbezug der Beteiligungen an vier Flagship-Stores sowie am Designunternehmen Cero Design Studio S.L., die alle bisher als sonstige langfristige Vermögenswerte ausgewiesen wurden. Damit erfolgte eine Umgliederung von den sonstigen langfristigen Vermögenswerte zu den nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen.
Der Abgang der "At-Equity" einbezogenen Gesellschaften betrifft die KTM New Zealand Ltd., welche per 4. Juli 2017 in eine Tochtergesellschaft der Motorcycle Distributors Australia Pty Ltd. verschmolzen wurde. Zudem wurde im Geschäftsjahr 2017 die Beteiligung an der KTM MIDDLE EAST AL SHAFAR LLC verkauft.
Im März 2017 verkaufte die KTM Industries AG ihren Minderheitenanteil (24%) an der AGM Durmont GmbH an die AGM Gruppe, Troy Michigan, USA.
Im Juni 2017 erwarb die KTM Industries AG konzernintern 74% an der KTM Technologies GmbH sowie 26% an der Kiska GmbH von der KTM AG. Aufgrund dieser Transaktion erhöhte sich der Beteiligungsanteil innerhalb der KTM Industries-Gruppe an der KTM Technologies GmbH von bisher 38,2% (74% indirekt über KTM AG) auf 74% und die Anteile an der Kiska GmbH von bisher 13,4% (26% indirekt über KTM AG) auf 26% zum 31. Dezember 2017.
In der KTM Industries AG erfolgt die Steuerung der Geschäftstätigkeit auf Basis der einzelnen Unternehmensgruppen (KTM-Gruppe, WP-Gruppe, PANKL-Gruppe). Die einzelnen Unternehmensgruppen werden separat geführt und an die KTM Industries AG gemäß den IFRS Rechnungslegungsvorschriften berichtet. Der für den Segmentbericht relevante Hauptentscheidungsträger ist der Gesamtvorstand der KTM Industries AG. Die Segmentberichterstattung erfolgt gemäß den internen Berichten mit den Segmenten KTM, WP, PANKL sowie Sonstige.
Die KTM-Gruppe betreibt die Entwicklung, Erzeugung und den Vertrieb von motorisierten Freizeitgeräten (Power Sports), insbesondere unter den Marken "KTM" und "Husqvarna" und hält Beteiligungen an Unternehmen zur Entwicklung, Erzeugung und dem Vertrieb von solchen Geräten. Die KTM-Gruppe umfasst zum 31.12.2017 43 in den Konzernabschluss einbezogene Tochtergesellschaften in Österreich, den USA, Japan, Südafrika, Mexiko, Indien und Brasilien sowie in verschiedenen anderen Ländern in Europa und Asien. Darüber hinaus hält die KTM-Gruppe Beteiligungen an Generalimporteuren und Assemblierungsgesellschaften in wichtigen Vertriebsmärkten (Australien, Philippinen) sowie Beteiligungen an diversen Flagship-Stores in Österreich und Deutschland. Wesentliche Absatzmärkte sind die USA, Deutschland, Frankreich, Australien, Großbritannien, Italien, Spanien, Kanada, Österreich, Argentinien und sonstige europäische Länder.
Die WP Performance-Gruppe ist im Motorrad-Zuliefer-Bereich tätig. Unternehmensgegenstand ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Kraftfahrzeugbauteilen, insbesondere für Motorräder, ATV's/Quad-Bikes und deren Ersatzteilen, einschließlich der Belieferung von Rennsportwerkteams und der Zubehörhandel. An ihrem Sitz in Munderfing entwickelt, produziert und vertreibt die WP Performance-Gruppe Federungselemente, Rahmen, Kühler sowie Auspuffsysteme.
Die Pankl-Gruppe ist ein international führender Hersteller von mechanischen Systemen im Hochtechnologiebereich für dynamische Komponenten in den weltweiten Nischenmärkten der Rennsport-, Luxusautomobil- und Luftfahrtindustrie. Vor allem die Technologieentwicklung, aber auch das
Verbessern sowie das Testen von Produkten ist für Pankl von besonderer Bedeutung um besser auf die Herausforderungen dieser Märkte reagieren zu können. Durch eine breite Standortdiversifikation kann Pankl mit seinem weltweiten Firmennetzwerk Kunden optimal betreuen. Die Standorte sind verteilt in Österreich, Deutschland, Großbritannien, Slowakei, Japan und den USA.
Im Bereich Sonstige werden die KTM Industries AG, die K KraftFahrZeug Holding GmbH, die W Verwaltungs AG und die PF Beteiligungsverwaltungs GmbH dargestellt. Die KTM Technologies GmbH war bisher in der KTM-Gruppe enthalten und wird aufgrund der unter Punkt 8. erwähnten konzerninternen Umstrukturierung ab dem 30. Juni 2017 unter Sonstige dargestellt. Die Vorjahreswerte wurden aufgrund Unwesentlichkeit nicht angepasst.
Keines der Segmente weist eine Abhängigkeit von externen Kunden im Sinn des IFRS 8.34 auf. Lieferungen und Leistungen zwischen den Segmenten erfolgen zu marktüblichen Bedingungen.
Die Segmentsteuerungsgröße EBIT beschreibt das betriebliche Ergebnis der Periode vor Finanzergebnis und Ertragsteuern. Die Investitionen betreffen Anlagenzugänge aus dem Sachanlagevermögen und den immateriellen Vermögensgegenständen. Das nach der Equity-Methode bilanzierte Ergebnis ist gemäß der Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im EBIT enthalten.
Die Segmentinformationen für das Geschäftsjahr 2017 und 2016 teilen sich auf die beschriebenen Segmente wie folgt auf:
| 2017 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | KTM | WP | PANKL | Sonstige | Konsolidierung | KONZERN |
| Umsatzerlöse (einschließlich Erlöse innerhalb der Segmente) |
1.331.717 | 179.738 | 195.388 | 13.703 | -187.548 | 1.532.998 |
| Umsatzerlöse extern | 1.331.145 | 19.952 | 178.942 | 2.959 | 0 | 1.532.998 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 113.060 | 10.237 | 11.791 | 934 | -3.485 | 132.537 |
| Investitionen | 136.593 | 6.927 | 35.687 | 405 | -1.046 | 178.566 |
| Abschreibungen | 65.758 | 5.239 | 14.152 | 1.251 | 0 | 86.400 |
| Anteil am Ergebnis von Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
1.961 | 0 | 0 | 0 | -1.892 | 69 |
| Bilanzsumme | 1.091.928 | 114.528 | 220.232 | 629.991 | -591.526 | 1.465.153 |
| Eigenkapital | 487.966 | 55.006 | 91.313 | 414.195 | -519.901 | 528.579 |
| 2016 | ||||||
| TEUR | KTM | WP | PANKL | Sonstige | Konsolidierung | KONZERN |
| Umsatzerlöse (einschließlich Erlöse innerhalb der Segmente) |
1.141.819 | 166.147 | 185.991 | 8.512 | -159.507 | 1.342.962 |
| Umsatzerlöse extern | 1.141.453 | 26.197 | 174.910 | 402 | 0 | 1.342.962 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 102.795 | 11.831 | 13.210 | -3.555 | -1.964 | 122.317 |
| Investitionen | 107.526 | 12.828 | 23.979 | 79 | 0 | 144.412 |
| Abschreibungen | 57.215 | 4.549 | 13.011 | 1.345 | 0 | 76.120 |
| Anteil am Ergebnis von Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
2.357 | 0 | 0 | 0 | -1.964 | 393 |
| Bilanzsumme | 1.056.523 | 103.229 | 195.628 | 654.056 | -585.677 | 1.423.759 |
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Umsatzerlöse werden nach dem Gefahrenübergang gemäß den Geschäftsbedingungen (Incoterms) bzw. nach dem Zeitpunkt der Erbringung der Leistung abzüglich Skonti, Kundenboni und Rabatte erfasst.
Die Aufteilung nach geografischen Bereichen der Außenumsätze erfolgt nach dem Sitz der Kunden. Die Umsatzerlöse nach geografischen Regionen setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Europa | 835.952 | 742.720 |
| Nordamerika | 431.604 | 376.048 |
| Sonstige | 265.442 | 224.194 |
| 1.532.998 | 1.342.962 |
| TEUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen | 819.561 | 696.133 |
| Personalaufwand | 153.706 | 128.091 |
| Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten | 28.520 | 25.851 |
| Abschreibungen für Sachanlagevermögen und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 34.331 | 29.752 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 31.377 | 29.319 |
| 1.067.495 | 909.146 |
| TEUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen | 40.258 | 22.306 |
| Personalaufwand | 71.657 | 61.117 |
| Abschreibungen für Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte | 5.794 | 5.813 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 86.977 | 99.152 |
| Sponsorgelder und sonstige betriebliche Erträge | -28.051 | -18.842 |
| 176.635 | 169.546 |
| TEUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen | 9.462 | 6.261 |
| Personalaufwand | 27.442 | 23.993 |
| Abschreibungen für Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte | 4.622 | 4.448 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 21.338 | 14.650 |
| Fördergelder und sonstige betriebliche Erträge | -15.114 | -9.607 |
| 47.750 | 39.745 |
Die in den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen dargestellten Aufwandsarten umfassen Forschungs- sowie nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten.
Der Personalaufwand ohne Effekte aus den aktivierten Entwicklungskosten beträgt TEUR 57.349 (Vorjahr: TEUR 48.343).
Insgesamt betrugen die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (vor aktivierten Entwicklungskosten) TEUR 127.809 (Vorjahr: TEUR 106.248) und somit rund 8,0% (Vorjahr: 7,9%) vom Umsatz.
| TEUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen | 4.602 | 5.039 |
| Personalaufwand | 35.411 | 33.389 |
| Abschreibungen für Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte | 12.553 | 9.743 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 32.234 | 37.920 |
| Sonstige betriebliche Erträge | -1.833 | -6.133 |
| 82.967 | 79.958 |
| TEUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Gewährleistungsaufwendungen | 31.839 | 27.874 |
| Übrige Aufwendungen | 57 | 161 |
| 31.896 | 28.035 |
In den Gewährleistungsaufwendungen sind Abschreibungen in Höhe von TEUR 580 (Vorjahr: TEUR 513) enthalten.
Sonstige betriebliche Erträge werden realisiert, wenn der wirtschaftliche Nutzen aus dem zugrunde liegenden Vertrag wahrscheinlich ist und es eine verlässliche Bestimmung der Erträge gibt.
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Fördergelder | 2.355 | 859 |
| Erträge aus dem Abgang von Anlagen | 83 | 3.419 |
| Erstkonsolidierungen | 941 | 0 |
| Übrige sonstige Erträge | 2.834 | 1.114 |
| 6.213 | 5.392 |
Der Gewinn- /Verlustanteil von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als gesonderter Posten im Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit ausgewiesen. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Beteiligungen, die als wesentliche Lieferanten oder Kunden in die operative Geschäftstätigkeit der KTM Industries-Gruppe eingebunden sind.
Das Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen setzt sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Kiska GmbH | 640 | 357 |
| KTM New Zealand Ltd. | 39 | 36 |
| KTM Asia Motorcycle Manufacturing Inc. | -221 | 0 |
| Motorcycle Distributors Australia Pty Ltd. | 352 | 0 |
| PEXCO GmbH | -679 | 0 |
| Vier Flagshipstores und sonstige | -62 | 0 |
| 69 | 393 |
Das Finanz- und Beteiligungsergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Zinserträge | 2.227 | 2.744 |
| Zinsaufwendungen | -14.613 | -19.505 |
| Sonstiges Finanz- und Beteiligungsergebnis | -3.100 | 3.391 |
| -15.486 | -13.370 |
Das sonstige Finanz- und Beteiligungsergebnis beinhaltet im Geschäftsjahr 2017 im Wesentlichen Erträge aus der Bewertung von Finanzinstrumenten in Höhe von TEUR 405 (Vorjahr: Aufwendungen in Höhe von TEUR 274), Aufwendungen in Zusammenhang mit Finanzanlagen in Höhe von TEUR 2.619 (Vorjahr: TEUR 3.881) sowie Fremdwährungsverluste mit TEUR 1.309 (Vorjahr: TEUR 53). Zudem sind Dividendenerträge nicht konsolidierter Gesellschaften in Höhe von TEUR 180 (Vorjahr: TEUR 2.959) sowie Erträge aus sonstigen Beteiligungen in Höhe von TEUR 243 (Vorjahr: TEUR 68) enthalten. Die Vorjahreszahlen waren außerdem durch den positiven Erstkonsolidierungseffekt der PF Beteiligungsverwaltungs GmbH in Höhe von TEUR 4.572 beeinflusst.
Die Ertragsteueraufwände und -erträge des Konzerns teilen sich wie folgt in laufende und latente Steuern auf:
| TEUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Laufende Steuer | -22.507 | -16.745 |
| Latente Steuern | -10.642 | -3.190 |
| -33.149 | -19.935 |
Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten bzw. geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuern ausgewiesen. Die österreichischen Gesellschaften der KTM Industries-Gruppe unterliegen einem Körperschaftsteuersatz von 25,0%. Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen oder verabschiedeten Gesetzen und Verordnungen. Die angewandten Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variieren von 8,7% bis 38,0%.
Eine Überleitungsrechnung zwischen dem erwarteten Steueraufwand des Geschäftsjahres (Anwendung des Konzernsteuersatzes in Höhe von 25,0% auf das Ergebnis vor Steuern) und dem tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand kann wie folgt dargestellt werden:
| TEUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 117.051 | 108.947 |
| Erwarteter Steueraufwand/-ertrag | -29.263 | -27.237 |
| Nicht temporäre Differenzen | 2.565 | 1.851 |
| Ansatz/Wertberichtigungen/Verbrauch von Verlustvorträgen | -3.293 | 2.436 |
| Nicht aktivierte Verlustvorträge ausländischer Tochtergesellschaften | -307 | 0 |
| Steuern aus Vorperioden | -2.366 | 453 |
| Effekte ausländischer Steuersätze | -920 | -1.109 |
| Steuersatzänderungen | -1.256 | 0 |
| Ergebnis aus Equity-Beteiligungen | 17 | 99 |
| Investitionsbegünstigungen | 3.161 | 2.090 |
| Sonstiges | -1.487 | 1.482 |
| -33.149 | -19.935 |
Die Aktienanzahl der KTM Industries AG beträgt 225.386.742 Stück. Zum Stichtag 31.12.2017 hält die KTM Industries AG keine eigenen Aktien. Das Ergebnis je Aktie betrug im laufenden Geschäftsjahr 2017 € 0,20 (Vorjahr: € 0,23).
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
|---|---|---|
| Ergebnis - Eigentümer des Mutterunternehmens (in TEUR) | 44.686 | 52.080 |
| Gesamt Aktienanzahl (Stück) | 225.386.742 | 225.386.742 |
| abzüglich Eigener Aktien (Stück) | 0 | 0 |
| 225.386.742 | 225.386.742 | |
| Unverwässertes (=verwässertes) Ergebnis je Aktie (EUR) | 0,20 | 0,23 |
Nach den Vorschriften des Aktiengesetzes bildet der nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellte Einzelabschluss der KTM Industries AG zum 31.12.2017 die Basis für die Dividendenausschüttung.
Für das Geschäftsjahr 2017 wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der KTM Industries AG in Höhe von TEUR 25.139, eine Dividende von EUR 0,03 je Aktie (entspricht insgesamt TEUR 6.762) auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Vom Bilanzgewinn 2016 wurde eine Dividende in Höhe von ebenfalls EUR 0,03 je Aktie ausgeschüttet.
Die auf die Berichtsperiode entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Jahresabschlussprüfung aller Einzelgesellschaften | 351 | 338 |
| Konzernabschlussprüfung | 320 | 318 |
| Sonstige Bestätigungsleistungen | 31 | 198 |
| Sonstige Leistungen | 150 | 66 |
| 852 | 920 |
Der Mitarbeiterstand wird jeweils inklusive Leiharbeiter und externen Dienstnehmern dargestellt:
| Stand am 1.1.2017 | 5.069 |
|---|---|
| Veränderungen im Geschäftsjahr | 818 |
| Stand am 31.12.2017 | 5.887 |
| davon Arbeiter | 3.238 |
| davon Angestellte | 2.649 |
Zum 31.12.2017 sind 4.568 Mitarbeiter (Vorjahr: 3.916) in Österreich und 1.319 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.153) im Ausland beschäftigt.
Der gesamte Personalaufwand im Geschäftsjahr 2017, ohne Effekte aus der Aktivierung von Entwicklungskosten, beträgt TEUR 323.458 (Vorjahr: TEUR 275.414).
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen erfolgt nach der linearen Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung folgender Nutzungsdauern:
| Nutzungsdauer in Jahren | |
|---|---|
| Gebäude | 10 - 50 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2 - 25 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2 - 10 |
In den Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen werden die Einzelkosten einschließlich der zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten erfasst. Finanzierungskosten, die sich bei direkter Zurechnung von Fremdkapital ergeben bzw. die sich bei Anwendung eines durchschnittlichen Kapitalisierungszinssatzes auf die angefallenen Aufwendungen ergeben, werden gemäß IAS 23 aktiviert.
Wenn Sachanlagen durch Leasingverträge finanziert werden, bei denen die wesentlichen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übergehen, werden diese als Finanzierungsleasing erfasst. Der Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert oder zum niedrigeren Barwert der künftig zu erwartenden Mindestleasingzahlungen. Die Abschreibung erfolgt linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder, wenn kürzer, über die Laufzeit des Leasingvertrages. Die Leasingraten werden in eine Zins- und Tilgungskomponente aufgeteilt. Der Ausweis erfolgt unter den Sachanlagen bzw. die Zahlungsverpflichtungen unter den finanziellen Verbindlichkeiten. Der Zinsanteil der Leasingverpflichtung wird direkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die Aufgliederung der Sachanlagen und seine Entwicklung im Geschäftsjahr 2017 sowie im Geschäftsjahr 2016 werden in den folgenden Tabellen
| TEUR | Grund stücke |
Gebäude | Technische Anlagen und Maschinen |
Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
Geleistete An zahlungen und Anlagen in Bau |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten: | ||||||
| Stand am 1.1.2017 | 22.375 | 196.154 | 294.589 | 91.261 | 21.285 | 625.664 |
| Zugänge | 1.692 | 18.511 | 28.426 | 16.125 | 39.963 | 104.717 |
| Abgänge | -135 | -150 | -8.010 | -4.948 | -1.526 | -14.769 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | 0 | 1.218 | 1.591 | 50 | 2.859 |
| Währungsumrechnung | -14 | -1.338 | -2.130 | -2.090 | -110 | -5.682 |
| Umbuchungen | 0 | 3.783 | 25.015 | 1.202 | -30.036 | -36 |
| Stand am 31.12.2017 | 23.918 | 216.960 | 339.108 | 103.141 | 29.626 | 712.753 |
| Kumulierte Abschreibungen: | ||||||
| Stand am 1.1.2017 | 66 | 48.929 | 211.886 | 61.566 | 0 | 322.447 |
| Zugänge | 0 | 7.648 | 28.888 | 11.436 | 0 | 47.972 |
| Abgänge | 0 | -71 | -7.710 | -4.700 | 0 | -12.481 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | 0 | 575 | 901 | 0 | 1.476 |
| Währungsumrechnung | -2 | -559 | -1.800 | -1.624 | 0 | -3.985 |
| Stand am 31.12.2017 | 64 | 55.947 | 231.839 | 67.579 | 0 | 355.429 |
| Buchwert: | ||||||
| Stand am 31.12.2017 | 23.854 | 161.013 | 107.269 | 35.562 | 29.626 | 357.324 |
| Stand am 31.12.2016 | 22.309 | 147.225 | 82.703 | 29.695 | 21.285 | 303.217 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten: | ||||||
| Stand am 1.1.2016 | 18.296 | 177.072 | 270.780 | 80.742 | 22.765 | 569.655 |
| Zugänge | 1.038 | 10.224 | 18.811 | 12.364 | 32.285 | 74.722 |
| Abgänge | -1.029 | -33.645 | -5.803 | -5.027 | -486 | -45.990 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 4.066 | 22.800 | 27 | 291 | 0 | 27.184 |
| Währungsumrechnung | 4 | 48 | -274 | 426 | 13 | 217 |
| Umbuchungen | 0 | 19.655 | 11.048 | 2.465 | -33.292 | -124 |
| Stand am 31.12.2016 | 22.375 | 196.154 | 294.589 | 91.261 | 21.285 | 625.664 |
| Kumulierte Abschreibungen: | ||||||
| Stand am 1.1.2016 | 64 | 47.760 | 191.823 | 55.552 | 0 | 295.199 |
| Zugänge | 0 | 6.799 | 25.662 | 10.218 | 0 | 42.679 |
| Abgänge | 0 | -6.395 | -5.527 | -4.656 | 0 | -16.578 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | 798 | 23 | 128 | 0 | 949 |
| Währungsumrechnung | 2 | -33 | -164 | 395 | 0 | 200 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 69 | -71 | 0 | -2 |
| Stand am 31.12.2016 | 66 | 48.929 | 211.886 | 61.566 | 0 | 322.447 |
| Buchwert: | ||||||
| Stand am 31.12.2016 | 22.309 | 147.225 | 82.703 | 29.695 | 21.285 | 303.217 |
| Stand am 31.12.2015 | 18.232 | 129.312 | 78.957 | 25.190 | 22.765 | 274.456 |
In den Zugängen zu Technischen Anlagen und Maschinen sind Investitionen in Höhe von TEUR 2.286 (Vorjahr: TEUR 1.291) als Zugänge aus Finanzierungsleasingverhältnissen enthalten, welche zum Bilanzstichtag nicht zahlungswirksam waren. Für weitere Details verweisen wir auf Punkt 48. "Finanzierungsleasingverhältnisse".
In den sonstigen Anlagenzugängen sind Investitionen in Höhe von TEUR 3.289 (Vorjahr: TEUR 7.674) enthalten, die zum Abschlussstichtag noch nicht zahlungswirksam waren.
Die Buchwertabgänge bei den Gebäuden im Vorjahr 2016 betreffen im Wesentlichen die Auflösung des Finanzierungsleasings im Zusammenhang mit dem KTM Logistikzentrum in Höhe von TEUR 26.043. Demgegenüber stehen Netto-Zugänge aus Konsolidierungskreisänderungen in Höhe von TEUR 26.068 aus der Erstkonsolidierung der KTM Logistikzentrum GmbH.
Zum Bilanzstichtag sind Sachanlagen in Höhe von TEUR 92.563 (Vorjahr: TEUR 82.750) durch grundbücherlich eingetragene sowie hinterlegte Pfandbestellungsurkunden vor allem für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten besichert.
Für den Kauf von Sachanlagen bestehen künftige Zahlungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 11.279 (Vorjahr: TEUR 14.082).
Immaterielle Vermögenswerte werden analog dem Sachanlagevermögen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und abzüglich Abschreibungen bewertet. Die Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen erfolgt nach der linearen Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung folgender Nutzungsdauern:
| Nutzungsdauer in Jahren | |
|---|---|
| Software | 2 - 5 |
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 5 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 2 - 15 |
Bei selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten erfolgt eine Aufteilung des Herstellungszeitraumes in eine Forschungs-, Entwicklungs- und Modellpflegephase. In der Forschungs- und Modellpflegephase angefallene Kosten werden sofort ergebniswirksam erfasst. Ausgaben in der Entwicklungsphase werden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn bestimmte den zukünftigen Nutzen der getätigten Aufwendungen bestätigende Voraussetzungen, vor allem die technische Machbarkeit des entwickelten Produktes oder Verfahrens sowie dessen Marktgängigkeit, erfüllt sind. Die Bewertung der selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte erfolgt zu Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen. Die planmäßige Abschreibung von aktivierten Entwicklungskosten, die eindeutig Projekten zugeordnet werden können, erfolgt mit dem Beginn der Serienproduktion.
Im Geschäftsjahr 2017 wurden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 64.971 (Vorjahr: TEUR 57.840) aktiviert sowie insgesamt TEUR 28.520 (Vorjahr: TEUR 25.851) abgeschrieben. Zum 31.12.2017 sind Entwicklungskosten mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 181.737 (Vorjahr: TEUR 145.286) in den immateriellen Vermögenswerten enthalten.
Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer, wie die im Rahmen der ursprünglichen Kaufpreisallokation angesetzte Marke "KTM" in Höhe von TEUR 61.103, werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und allfällige notwendige Wertminderungen ergebniswirksam berücksichtigt. Der Vorstand geht von einer unbestimmten Nutzungsdauer der Marke "KTM" aus, da die Rechte in den relevanten Absatzmärkten keinen zeitlichen, rechtlichen oder vertraglichen Einschränkungen unterliegen und aufgrund der nachhaltigen Bekanntheit der Marke auch keine wirtschaftliche Entwertung vorliegt. Die Marke "KTM" ist der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "KTM" zuzuordnen. Der Markenbewertung liegt der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten zu Grunde und die Bewertung erfolgt auf Basis der Lizenzpreisanalogie-Methode. Die der Bewertung zugrunde gelegte Lizenzrate in Höhe von 1,5 % der Umsatzerlöse wurde aus vergleichbaren öffentlich verfügbaren Lizenzvereinbarungen abgeleitet.
Die Berechnung des Impairment-Erfordernisses zum 31.12.2017 erfolgte auf Basis der aktuellen Vierjahresplanung (Vorjahr: Fünfjahresplanung). Als Diskontierungszinssatz wurden die vermögenswertspezifischen Kapitalkosten in Höhe von 12,9 % (Vorjahr: 12,5 %) angesetzt, die sich aus dem Konzern Vorsteuer-WACC in Höhe von 9,9 % (Vorjahr: 9,5 %) und einem Risikozuschlag für die Marke in Höhe von 3,0 % (Vorjahr: 3,0 %) zusammensetzen. Der Risikozuschlag wurde auf Basis des WACC-to-WARA-Konzepts abgeleitet. Die wesentlichen wertbestimmenden Parameter bei der Bewertung der Marke "KTM" sind der Diskontierungszinssatz, die Lizenzgebühr sowie die geplanten Umsatzerlöse. Eine Sensitivitätsanalyse für diese Parameter ergibt, unter sonst gleich bleibenden Bedingungen, eine gerade noch ausreichende Deckung des Buchwertes bei Anwendung eines Konzern-Vorsteuer-WACC von 24,2% (Vorjahr: 24,0%) sowie bei sonst gleich bleibenden Bedingungen bei einer Lizenzgebühr von 0,7% (Vorjahr: 0,7%). Bei sonst gleich bleibenden Bedingungen ist bei einer Verringerung der künftig geplanten Umsatzerlöse bis zu einem Ausmaß von 55,8% (Vorjahr: 57,1%) eine ausreichende Deckung des Buchwertes gegeben.
Die Aufgliederung der immateriellen Vermögenswerte und seine Entwicklung im Geschäftsjahr 2017 sowie im Geschäftsjahr 2016 werden in den folgenden Tabellen dargestellt:
| TEUR | Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vor teile sowie daraus abgeleitete Lizenzen |
Kundenstamm, Markenwerte, Entwicklungs kosten |
Geleistete Anzahlungen |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten: | ||||
| Stand am 1.1.2017 | 54.610 | 254.770 | 1.444 | 310.824 |
| Zugänge | 5.052 | 64.971 | 3.826 | 73.849 |
| Abgänge | -690 | -2.369 | 0 | -3.059 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 373 | 0 | 0 | 373 |
| Währungsumrechnung | -338 | -14 | 0 | -352 |
| Umbuchungen | 122 | 0 | -86 | 36 |
| Stand am 31.12.2017 | 59.129 | 317.358 | 5.184 | 381.671 |
| Kumulierte Abschreibungen: | ||||
| Stand am 1.1.2017 | 21.052 | 45.498 | 0 | 66.550 |
| Zugänge | 8.932 | 29.496 | 0 | 38.428 |
| Abgänge | -673 | -2.369 | 0 | -3.042 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 350 | 0 | 0 | 350 |
| Währungsumrechnung | -190 | -14 | 0 | -204 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand am 31.12.2017 | 29.471 | 72.611 | 0 | 102.082 |
| Buchwert: | ||||
| Stand am 31.12.2017 | 29.658 | 244.747 | 5.184 | 279.589 |
| Stand am 31.12.2016 | 33.558 | 209.272 | 1.444 | 244.274 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten: | ||||
| Stand am 1.1.2016 | 40.134 | 234.730 | 11.592 | 286.456 |
| Zugänge | 10.166 | 57.840 | 1.442 | 69.448 |
| Abgänge | -7.862 | -37.743 | 0 | -45.605 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 311 | 0 | 0 | 311 |
| Währungsumrechnung | 145 | -57 | 0 | 88 |
| Umbuchungen | 11.716 | 0 | -11.590 | 126 |
| Stand am 31.12.2016 | 54.610 | 254.770 | 1.444 | 310.824 |
| TEUR | Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vor teile sowie daraus abgeleitete Lizenzen |
Kundenstamm, Markenwerte, Entwicklungs kosten |
Geleistete Anzahlungen |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Abschreibungen: | ||||
| Stand am 1.1.2016 | 22.176 | 56.475 | 0 | 78.651 |
| Zugänge | 6.619 | 26.822 | 0 | 33.441 |
| Abgänge | -7.854 | -37.743 | 0 | -45.597 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsumrechnung | 111 | -56 | 0 | 55 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand am 31.12.2016 | 21.052 | 45.498 | 0 | 66.550 |
| Buchwert: | ||||
| Stand am 31.12.2016 | 33.558 | 209.272 | 1.444 | 244.274 |
| Stand am 31.12.2015 | 17.958 | 178.255 | 11.592 | 207.805 |
Mit Übertragungsvereinbarung vom 17.9.2013 hat die KTM AG das Lizenzrecht für die Nutzung der Marke "Husqvarna" von der Pierer Industrie AG um TEUR 10.000 erworben. Das Lizenzrecht wird planmäßig über die Restnutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben.
Entwicklungskosten eines nicht nutzungsbereiten Vermögenswertes in Höhe von TEUR 1.650 (Vorjahr: TEUR 214) wurden aufgrund der Einstellung des Projektes wertgemindert. Weiters wurde ein nutzungsbereites Projekt aufgrund geänderter Annahmen in der Absatzplanung und daraus resultierender fehlender Werthaltigkeit um TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 2.663) wertgemindert.
In den Anlagenzugängen zu den immateriellen Vermögenswerten sind Investitionen in Höhe von TEUR 0 enthalten, die zum Abschlussstichtag nicht zahlungswirksam waren (Vorjahr: TEUR 1.051).
Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und eine entsprechende Abwertung im Bedarfsfall ergebniswirksam berücksichtigt. Zur Durchführung von Werthaltigkeitstests werden Firmenwerte den "zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUs)" zugeordnet. Der Wertminderungsaufwand der CGUs wird durch Gegenüberstellung des bisher fortgeführten Buchwerts (inklusive zugeordnetem Firmenwert) mit dem Nutzungswert errechnet, welcher den Barwert der zukünftigen geschätzten Cash-Flows vor Steuern darstellt. Unterschreitet der Nutzungswert den fortgeführten Buchwert, so ist in Höhe der Differenz eine Wertberichtigung auf den Firmenwert vorzunehmen. Ein darüber hinausgehender Abwertungsbedarf ist auf die verbleibenden Vermögenswerte der CGUs im Verhältnis zum Buchwert aufzuteilen.
Die dem Wertminderungstest zu Grunde liegenden Cash-Flows basieren auf der letztgültigen Mittelfristplanung, welche einen Planungshorizont von vier Jahren (Vorjahr: fünf Jahre) umfasst. Nach dem Detailplanungszeitraum werden unter der Annahme der Unternehmensfortführung die Cashflows der letzten Detailplanungsperiode als Basis für die Errechnung einer ewigen Rente herangezogen, wobei kein Wachstumsabschlag auf den Diskontsatz verwendet wird. Die Bestimmung des Diskontierungszinssatzes (gewogener Kapitalkostensatz) erfolgt auf Basis extern verfügbarer Kapitalmarktdaten. Die Mittelfristplanung basiert auf internen Annahmen über die zukünftigen Absatz-, Preis- und Kostenentwicklungen, die zukünftige Erschließung neuer Märkte sowie die Zusammensetzung des Produktmixes. Die Annahmen beruhen im Wesentlichen auf den langjährigen Erfahrungswerten und der Einschätzung des Managements.
Die Berechnung erfolgte unter Anwendung der folgenden Diskontierungssätze vor Steuer für die jeweiligen CGUs:
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
|---|---|---|
| KTM | 11,0% | 10,4% |
| PANKL | 10,4% | 9,0% |
| WP | 11,1% | 10,5% |
Die ermittelten Nutzungswerte werden mit Hilfe von Multiplikatorverfahren auf Plausibilität geprüft und es werden Szenarien hinsichtlich des Diskontierungssatzes sowie der künftig geplanten EBITs gerechnet.
Bei sonst gleich bleibenden Bedingungen hätte eine Erhöhung des Vorsteuer WACC oder die Verringerung der künftig geplanten EBITs bis zu folgendem Ausmaße weiterhin eine ausreichende Deckung des Buchwertes der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einhei ten zur Folge:
| WACC-Erhöhung | EBIT-Rückgang | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
| KTM | 16,9% | 11,6% | -35,1% | -10,0% |
| PANKL | 11,8% | 11,9% | -12,4% | -26,3% |
| WP | 18,4% | 14,1% | -39,8% | -26,1% |
Die Aufgliederung der Firmenwerte und seine Entwicklung sowie deren Aufteilung auf die jeweiligen CGUs stellt sich wie folgt dar:
| TEUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten: | ||
| Stand am 1.1. | 140.770 | 140.545 |
| Zugänge | 0 | 242 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0 | 269 |
| Währungsumrechnung | -599 | -286 |
| Stand am 31.12. | 140.171 | 140.770 |
| Kumulierte Abschreibungen: | ||
| Stand am 1.1. | 23.038 | 22.821 |
| Zugänge | 0 | 242 |
| Währungsumrechnung | 8 | -25 |
| Stand am 31.12. | 0 | 0 |
| 23.046 | 23.038 | |
| Buchwert am 31.12. | 117.125 | 117.732 |
| KTM | 94.118 | 94.142 |
| PANKL | 22.047 | 22.630 |
| WP | 960 | 960 |
Die Anteile an assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode einbezogen werden, werden einzeln als unwesentlich betrachtet. Die bedeutendsten nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen sind die Motorcycle Distributors Australia Pty Ltd., die Kiska GmbH, die KTM MOTOHALL GmbH (vormals: Mattighofen Museums-Immobilien GmbH), die PEXCO GmbH und die KTM Asia Motorcycle Manufacturing Inc.
Anfang Juli 2017 hat die KTM Sportmotorcycle GmbH eine Beteiligung in Höhe von 26% an der Motorcycle Distributors Australia Pty Ltd. erworben. Über diese Gesellschaft werden KTM- und Husqvarna-Produkte am australischen Markt importiert.
Die Kiska GmbH ist ein Designunternehmen, welches Leistungen im Bereich Entwicklung und Design erbringt. Der Bilanzstichtag der Kiska GmbH ist der 31. März, der vor dem Erwerb der Beteiligung festgelegt wurde. Eine Änderung des Abschlussstichtags wird aufgrund von Wesentlichkeitsüberlegungen nicht angestrebt. Zum Zwecke der Bilanzierung nach der Equity-Methode wurde jeweils ein ungeprüfter Zwischenabschluss zum 31. Dezember herangezogen.
Die Beteiligung an der KTM MOTOHALL GmbH in Höhe von TEUR 2.349 (Vorjahr: TEUR 2.349) erwirtschaftet aufgrund ihrer Tätigkeit als reine Projektgesellschaft (Bau der KTM-Welt) keine operativen Ergebnisse.
Die KTM Industries AG ging im September 2017 eine strategische Partnerschaft mit der von der deutschen Unternehmerfamilie Puello im Juli 2017 gegründeten PEXCO GmbH ein. KTM Industries hält 49,9% an der Gesellschaft, welche ihren Schwerpunkt auf eMobility legt.
Die KTM Asia Motorcycle Manufacturing Inc. wurde im Juni 2016 gemeinsam mit dem Partner Ayala Corp. gegründet. Die Gesellschaft hat ab Mitte 2017 die CKD (Completely-Knocked-Down) Assemblierung für KTM-Motorräder auf den Philippinen begonnen.
Die Buchwerte der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen haben sich im wie folgt entwickelt:
| TEUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Beteiligungsbuchwert Stand 1.1. | 6.312 | 3.968 |
| Erwerb von Anteilen | 8.765 | 2.959 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 372 | 0 |
| Abgang von Anteilen | -171 | -903 |
| Anteiliges Jahresergebnis | 69 | 393 |
| Fremdwährungsumrechnung im sonstigen Ergebnis | -141 | 11 |
| Ausschüttung | -156 | -116 |
| Beteiligungsbuchwert Stand 31.12. | 15.050 | 6.312 |
Abgrenzungsposten für latente Steuern werden für zukünftig zu erwartende steuerliche Auswirkungen aus Geschäftsvorfällen, die bereits entweder im Konzernabschluss oder in der Steuerbilanz ihren Niederschlag gefunden haben (zeitliche Differenzen), gebildet. Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden unter Berücksichtigung ihrer zeitnahen Realisierbarkeit gebildet. Aktive und passive latente Steuerposten werden bei gleicher Steuerhoheit saldiert ausgewiesen. Für die Unterschiede der steuerlichen Basis von vollkonsolidierten oder at-Equity bewerteten Anteilen zum entsprechenden konzernalen Eigenkapital werden nur latente Steuern abgegrenzt, wenn eine Realisierung in absehbarer Zeit wahrscheinlich ist. Der Berechnung liegt der im jeweiligen Land übliche Ertragssteuersatz zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Umkehr der Wertdifferenz zu Grunde.
In den USA wurde am 22. Dezember 2017 das Steuergesetz "H.R. 1 – Tax Cuts and Jobs Act" unterzeichnet. Dadurch ergaben sich Auswirkungen im Bereich der Bilanzierung von Steuern in Konzernabschlüssen. IAS 12.47 sieht vor, dass latente Steuern mit dem Steuersatz zu bewerten sind, der am Abschlussstichtag gültig oder angekündigt sind. Die neuen Regelungen, wonach eine Änderung des Bundes-Körperschaftssteuersatzes von 35% auf 21% vorgesehen ist, wurde somit bereits im Rahmen der Bilanzierung zum 31.12.2017 berücksichtigt. Bei der Berechnung von aktiven latenten Steuern ergibt sich somit ein latenter Steueraufwand von TEUR 1.256 aus Steuersatzänderungen.
Insgesamt errechnen sich die aktiven und passiven latenten Steuern aus folgenden Bilanzposten:
| TEUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Aktive latente Steuern: | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 4 | 0 |
| Vorräte | 5.558 | 6.380 |
| Langfristige Vermögenswerte: | ||
| Anlagevermögen | 1.380 | 338 |
| Verlustvorträge | 5.316 | 7.479 |
| Personalverbindlichkeiten | 4.380 | 4.278 |
| Rückstellungen | 2.709 | 2.447 |
| Verbindlichkeiten | 1.262 | 2.210 |
| Sonstige | 132 | 0 |
| 20.741 | 23.132 | |
| Saldierung | -13.258 | -13.296 |
| 7.483 | 9.836 | |
| Passive latente Steuern: | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | -2.471 | -1.593 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | -62.651 | -51.612 |
| Sachanlagen | -1.520 | -2.577 |
| Sonstige | -71 | -255 |
| -66.713 | -56.037 |
In den aktiven Steuerlatenzen sind in den langfristigen Vermögenswerten Beträge für offene Siebentel aus steuerlichen Teilwertabschreibungen auf Beteiligungen gemäß § 12 Abs 3 Z 2 öKStG (österreichisches Körperschaftsteuergesetz) in Höhe von TEUR 2.177 (Vorjahr: TEUR 2.309) enthalten.
Saldierung 13.258 13.296
Die temporären Unterschiede im Posten "Immaterielle Vermögenswerte" resultieren im Wesentlichen aus den steuerlich nicht aktivierungsfähigen Entwicklungskosten sowie aus quasipermanenten Unterschieden durch den Ansatz der Marke "KTM".
Zum 31.12.2017 (und im Vorjahr) war davon auszugehen, dass aufgrund der derzeit geltenden steuerlichen Bestimmungen die insbesondere aus einbehaltenen Gewinnen bzw. nicht abgedeckten Verlusten resultierenden Unterschiede zwischen steuerlichem Beteiligungsansatz und anteiligem Eigenkapital der in den IFRS-Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen (Outside-basis Differences) in absehbarer Zeit steuerfrei bleiben bzw. die Umkehrung der Unterschiede vom Konzern gesteuert werden kann.
Weiters war davon auszugehen, dass die Unterschiede zwischen dem steuerlichen Beteiligungsansatz und dem Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen (Outside-basis Differences) in absehbarer Zeit steuerfrei bleiben bzw. die Umkehrung der Unterschiede vom Konzern gesteuert werden kann.
In Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen und nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen wurden gemäß IAS 12.39 für zu versteuernde temporäre Differenzen in der Höhe von TEUR 288.237 (Vorjahr: TEUR 244.549) keine latenten Steuerabgrenzungen gebildet.
-53.455 -42.741
Die latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
| TEUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Latente Steuern (netto) am 1.1. | -32.905 | -31.153 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0 | -78 |
| Erfolgswirksam erfasste latente Steuern | -10.642 | -3.190 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern | -2.063 | 1.274 |
| Fremdwährung | -362 | 242 |
| Latente Steuern (netto) am 31.12. | -45.972 | -32.905 |
Die in der KTM Industries-Gruppe vorhandenen und aktivierten steuerlichen Verlustvorträge können wie folgt zusammengefasst werden:
| TEUR | Verlustvortrag 31.12.2017 |
davon wertberichtigt 31.12.2017 |
verbleibender Verlustvortrag 31.12.2017 |
aktive latente Steuer 31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|
| KTM Industries AG, Wels | 102.724 | -102.724 | 0 | 0 |
| K KraftFahrZeug Holding GmbH, Wels | 4.354 | -4.354 | 0 | 0 |
| PF Beteiligungsverwaltungs GmbH, Wels | 9.855 | -9.855 | 0 | 0 |
| WP-Gruppe, Munderfing | 5.398 | -1.984 | 3.414 | 3.414 |
| Pankl-Gruppe, Kapfenberg | 7.720 | 0 | 7.720 | 1.902 |
| 130.051 | -118.917 | 11.134 | 5.316 |
| TEUR | Verlustvortrag 31.12.2016 |
davon wertberichtigt 31.12.2016 |
verbleibender Verlustvortrag 31.12.2016 |
aktive latente Steuer 31.12.2016 |
|---|---|---|---|---|
| KTM Industries AG, Wels | 89.007 | -89.007 | 0 | 0 |
| K KraftFahrZeug Holding GmbH, Wels | 3.595 | -3.595 | 0 | 0 |
| PF Beteiligungsverwaltungs GmbH, Wels | 9.984 | -9.984 | 0 | 0 |
| WP-Gruppe, Munderfing | 4.661 | -670 | 3.991 | 3.991 |
| Pankl-Gruppe, Kapfenberg | 9.559 | -85 | 9.474 | 3.483 |
| 116.806 | -103.341 | 13.465 | 7.474 |
Die aktiven latenten Steuern der WP-Gruppe in Höhe von TEUR 3.414 (Vorjahr: TEUR 3.991) sind aus einem künftig resultierenden Steuervorteil aus dem Liquidationsverlust der WP Suspension B.V. entstanden. Dieser kann ab Liquidationszeitpunkt über sieben Jahre verteilt geltend gemacht werden.
Abzugsfähige temporäre Differenzen und noch nicht genutzte steuerliche Verluste (einschließlich offene Siebtelabschreibungen) auf welche keine aktiven latenten Steuern aktiviert wurden belaufen sich auf TEUR 133.118 (Vorjahr: TEUR 122.372). Die Wertberichtigung der Verlustvorträge und temporären Differenzen wurde in der Höhe vorgenommen, in der eine mittelfristige Realisierung der latenten Steueransprüche aus heutiger Sicht als nicht hinreichend sicher angenommen werden kann.
| TEUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen und nicht nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 166 | 2.236 |
| Ausleihungen | 1.606 | 1.970 |
| Übrige langfristige Vermögenswerte | 3.782 | 6.688 |
| 5.554 | 10.894 |
Die Buchwerte der nicht konsolidierten Tochterunternehmen sowie Ausleihungen haben sich in den Geschäftsjahren 2017 und 2016 wie folgt entwickelt:
| TEUR | Stand am 1.1.2017 |
Zugänge | Fremdwäh rungsum rechnung |
Wert berichtigung |
Abgänge | Konsolidie rungskrei sänderungen |
Stand am 31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen und nicht nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen |
2.236 | 50 | 0 | -1.341 | -157 | -622 | 166 |
| Ausleihungen | 1.970 | 65 | -238 | 0 | -195 | 4 | 1.606 |
| 4.206 | 115 | -238 | -1.341 | -352 | -618 | 1.772 | |
| TEUR | Stand am 1.1.2016 |
Zugänge | Fremdwäh rungsum rechnung |
Wert berichtigung |
Abgänge | Konsolidie rungskrei sänderungen |
Stand am 31.12.2016 |
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen und nicht nach der Equity-Methode |
17.906 | 1.239 | 0 | -2.885 | -14.024 | 0 | 2.236 |
| bilanzierte Finanzanlagen | |||||||
| Ausleihungen | 2.045 | 76 | 67 | 0 | -218 | 0 | 1.970 |
Die übrigen langfristigen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen Änderungen aufgrund nachfolgender Geschäftsvorfälle.
In 2015 wurde beim Verkauf der Anteile an der AGM Durmont Austria GmbH, über die bei der KTM Industries AG verbleibenden 24% der Anteile, eine Put-/Call-Option abgeschlossen. Die Gesellschaft wurde im März 2017 vollständig verkauft.
Die KTM Industries AG hat im Rahmen des Shareholders Agreement vom 11.8.2014 eine Put/Call- Option auf den Verkauf von weiteren 23 % Anteilen an der Wethje Carbon Composites GmbH abgeschlossen. Die Put-Option wurde von der KTM Industries AG am 2.10.2017 ausgeübt. Die Forderung in Höhe von TEUR 3.680 wurde in 2017 von langfristig auf kurzfristig umgegliedert.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren Nettoveräußerungswert (Lower of Cost or Net Realizable Value) am Bilanzstichtag bewertet. Der Nettoveräußerungswert ergibt sich aus dem geschätzten Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten des Vertriebs. Die Bewertung der Vorräte erfolgt auf Basis des Durchschnittspreisverfahrens anhand einer Reichweitenanalyse mit Abwertung bei eingeschränkter Verwendbarkeit. Zusätzlich wird auf Einzelfallbasis der wirtschaftliche Nutzen des vorhandenen Vorratsvermögens überprüft und gegebenenfalls eine zusätzliche Wertberichtigung aufgrund langer Lagerdauer oder eingeschränkter Absatzmöglichkeiten vorgenommen.
Die Anschaffungskosten umfassen alle Kosten, die angefallen sind, um den Gegenstand in den erforderlichen Zustand und an den jeweiligen Ort zu bringen. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten auf Basis einer Normalauslastung sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Verwaltungsgemein- sowie Vertriebskosten sind hingegen nicht Bestandteil der Herstellungskosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert, da die Vorräte keine qualifizierenden Vermögenswerte gemäß IAS 23 darstellen.
Die Vorräte stellen sich wie folgt dar:
| TEUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 84.990 | 73.275 |
| Unfertige Erzeugnisse | 38.301 | 44.353 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 173.659 | 134.358 |
| 296.950 | 251.986 |
| TEUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Vorratsbestand brutto | 323.917 | 282.300 |
| - Wertberichtigungen | -26.967 | -30.314 |
| Vorratsbestand netto | 296.950 | 251.986 |
Der Buchwert der auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert abgewerteten Vorräte beläuft sich auf TEUR 84.728 (Vorjahr: TEUR 96.896). Zum Bilanzstichtag sind Vorräte in Höhe von TEUR 1.543 (Vorjahr: TEUR 0) verpfändet oder in sonstiger Weise in ihrer Verfügbarkeit beschränkt.
Die Wertberichtigungen auf Forderungen haben sich wie folgt entwickelt:
| TEUR | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
|---|---|
| Stand am 1.1.2016 | 2.526 |
|---|---|
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0 |
| Währungsumrechnung | -18 |
| Zuführungen | 2.523 |
| Verbrauch | -572 |
| Auflösungen | -281 |
| Stand am 31.12.2016 = 1.1.2017 | 4.178 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0 |
| Währungsumrechnung | -108 |
| Zuführungen | 565 |
| Verbrauch | -277 |
| Auflösungen | -1.480 |
| Stand am 31.12.2017 | 2.878 |
Die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen TEUR 133 (Vorjahr: TEUR 299).
| TEUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten | 11.625 | 3.169 |
| Wertpapiere | 0 | 3.567 |
| Asset Backed Securities Finanzierungen (ABS) | 6.258 | 2.722 |
| Kaufpreisforderung Peguform | 0 | 20.318 |
| Kaufpreisforderung Wethje | 3.680 | 0 |
| Forderungen gegenüber Gesellschafter nahen Unternehmen | 18.727 | 1.198 |
| Sonstige | 9.618 | 14.295 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 49.908 | 45.269 |
| Förderungen | 19.309 | 6.864 |
| Forderungen gegenüber Finanzämtern | 12.869 | 6.913 |
| Anzahlungen auf Vorräte und sonstige Vorauszahlungen | 9.145 | 10.598 |
| Sonstige | 4.024 | 2.949 |
| Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte | 45.347 | 27.324 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 95.255 | 72.593 |
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthalten Kassenbestände, Bankguthaben, Schecks sowie maximal drei Monate laufende Festgelder (vom Erwerbszeitpunkt gerechnet) und werden zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet.
Weitere Details zur Veränderung des Cash-Standes verweisen wir auf die Angaben zur Kapitalflussrechnung im Kapitel VI des Konzernanhanges.
Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals im Geschäftsjahr 2017 und im Geschäftsjahr 2016 ist auf Seiten 82-83 dargestellt.
Das Grundkapital zum 31.12.2017 beträgt EUR 225.386.742 und ist zerlegt in 225.386.742 auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien, von denen jede eine gleiche Beteiligung am Grundkapital repräsentiert. Die Aktien gewähren die gewöhnlichen nach dem österreichischen Aktiengesetz den Aktionären zustehenden Rechte. Dazu zählt das Recht auf die Auszahlung der in der Hauptversammlung beschlossenen Dividende sowie das Recht auf Ausübung des Stimmrechtes in der Hauptversammlung. Alle Anteile wurden voll eingezahlt. Das im Konzernabschluss ausgewiesene Grundkapital entspricht dem Ausweis im Einzelabschluss der KTM Industries AG.
Im Oktober 2017 hat die Pankl Racing Systems AG eine ewige Anleihe (Perpetual Bond) in Höhe von TEUR 10.000 begeben. Bereits im Vorjahr wurde eine ewige Anleihe der KTM Industries AG in Höhe von TEUR 60.000 begeben. Die Verzinsung der ewigen Anleihen von insgesamt TEUR 70.000 beträgt 5%. Die Anleihen werden als Eigenkapital ausgewiesen, da das Kapital der KTM Industries-Gruppe unbeschränkt zur Verfügung steht und auch kein Kündigungsrecht seitens der Anleihegläubiger besteht. Im Sinne von IAS 32.20 besteht auch keine faktische Rückzahlungsverpflichtung. Die beiden Perpetual Bonds sind als nicht besicherte Teilschuldverschreibungen ausgestattet, welche nachrangig zu allen gegenwärtigen oder künftigen nicht besicherten, nicht nachrangigen Verbindlichkeiten der KTM Industries-Gruppe sind. Zinsen müssen nur ausbezahlt werden, wenn eine Dividende oder eine andere Ausschüttung an die Aktionäre beschlossen wird, andere nachrangige Verbindlichkeiten oder Gesellschafterdarlehen getilgt werden oder Zinsen auf Gesellschafterdarlehen gezahlt werden.
In der Rücklage nach IAS 39 ist die Cash-Flow-Hedge-Rücklage enthalten. Die Cash-Flow-Hedge-Rücklage einschließlich der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter (nach Steuern) hat sich wie folgt entwickelt:
| Stand am 1.1.2016 | 431 |
|---|---|
| Effektiver Anteil der Fair-Value Änderungen von Cash-flow-Hedges | -2.356 |
| Umbuchung vom Konzerneigenkapital in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung - Erfassung im Finanzergebnis | 858 |
| Umbuchung vom Konzerneigenkapital in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung - Erfassung im operativen Ergebnis | -1.619 |
| Stand am 31.12.2016 | -2.686 |
| Effektiver Anteil der Fair-Value Änderungen von Cash-flow-Hedges | 4.277 |
| Umbuchung vom Konzerneigenkapital in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung - Erfassung im Finanzergebnis | 275 |
| Umbuchung vom Konzerneigenkapital in die Konzern-Gewinn- und Verlust-rechnung - Erfassung im operativen Ergebnis | 1.967 |
| Stand am 31.12.2017 | 3.833 |
Die IAS 19 Rücklage beinhaltet versicherungsmathematische Verluste aus Abfertigungsrückstellungen. Die IAS 19 Rücklage beträgt einschließlich der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zum 31.12.2017 TEUR -6.249 (Vorjahr: TEUR -6.521).
Die Rücklagen aus Währungsdifferenzen umfassen alle Kursdifferenzen, die aus der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse von konsolidierten Tochterunternehmen entstanden sind. Die Nettoinvestitionen in ausländische Tochterunternehmen umfassen neben dem Beteiligungsansatz folgende langfristige Darlehen:
| Kreditbetrag in Tausend | 31.12.2017 | 31.12.2016 | Währung |
|---|---|---|---|
| Pankl Racing Systems UK Ltd. | 1.615 | 1.615 | GBP |
| CP-CARRILLO, Inc. | 1.000 | 1.069 | USD |
| Pankl Holdings, Inc. | 29.140 | 16.550 | USD |
| KTM North America, Inc. | 0 | 3.863 | USD |
Das Darlehen der KTM North America, Inc. wurde im Oktober 2017 getilgt. Die kumulierten Effekte aus der Fremdwährungsumrechnung verbleiben im sonstigen Ergebnis. Da die Rückzahlung der anderen langfristigen Kredite in absehbarer Zeit weder geplant noch wahrscheinlich ist, werden Effekte aus der Fremdwährungsumrechnung im sonstigen Ergebnis erfasst.
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter umfassen die Anteile Dritter am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen.
| WP Performance |
Pankl Racing | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2017 | KTM AG | Systems GmbH | Systems AG | Sonstige | Gesamt |
| Prozentsatz nicht beherrschender Anteile zum Stichtag | 48,32% | 11,74% | 5,47% | ||
| TEUR | |||||
| Umsatzerlöse | 1.331.717 | 179.738 | 195.388 | ||
| Gewinn | 78.963 | 7.680 | 4.835 | ||
| Sonstiges Ergebnis | 3.062 | 135 | -2.757 | ||
| Gesamtergebnis | 82.025 | 7.815 | 2.078 | ||
| Nicht beherrschenden Anteilen zugeordneter Gewinn | 38.215 | 932 | -53 | 122 | 39.216 |
| Nicht beherrschenden Anteilen zugeordnetes Sonstiges Ergebnis |
1.481 | 28 | -151 | 0 | 1.358 |
| Langfristige Vermögenswerte | 511.233 | 58.323 | 114.894 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | 502.149 | 53.012 | 103.626 | ||
| Langfristige Schulden | -267.863 | -22.074 | -86.961 | ||
| Kurzfristige Schulden | -336.239 | -35.897 | -41.958 | ||
| Nettovermögen | 409.280 | 53.364 | 89.601 | ||
| Buchwert der nicht beherrschenden Anteile | 198.020 | 6.945 | 5.527 | 122 | 210.614 |
| Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit | 166.388 | 15.579 | 13.024 | ||
| Cashflows aus der Investitionstätigkeit | -127.126 | -6.150 | -35.229 | ||
| Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit | -129.355 | 2.785 | 22.397 | ||
| Veränderung der Zahlungsmittel | -90.093 | 12.214 | 192 | ||
| Dividenden an nicht beherrschende Anteile | 10.620 | 4 | 103 | 0 | 10.727 |
| 2016 | KTM AG | WP Performance Systems GmbH |
Pankl Racing Systems AG |
Sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Prozentsatz nicht beherrschender Anteile zum Stichtag | 48,33% | 11,74% | 5,47% | ||
| TEUR | |||||
| Umsatzerlöse | 1.141.819 | 166.106 | 185.991 | ||
| Gewinn | 72.108 | 14.310 | 8.925 | ||
| Sonstiges Ergebnis | -2.593 | -137 | -731 | ||
| Gesamtergebnis | 69.515 | 14.173 | 8.194 | ||
| Nicht beherrschenden Anteilen zugeordneter Gewinn | 34.899 | 1.692 | 341 | 0 | 36.932 |
| Nicht beherrschenden Anteilen zugeordnetes Sonstiges Ergebnis |
-1.244 | -40 | 1.005 | 0 | -279 |
| Langfristige Vermögenswerte | 438.261 | 57.632 | 99.115 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | 540.636 | 42.337 | 95.698 | ||
| Langfristige Schulden | -281.524 | -27.854 | -55.171 | ||
| Kurzfristige Schulden | -348.081 | -23.564 | -60.228 | ||
| Nettovermögen | 349.292 | 48.551 | 79.414 | ||
| Buchwert der nicht beherrschenden Anteile | 169.027 | 6.338 | 5.286 | 0 | 180.651 |
| Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit | 165.590 | 2.583 | 21.925 | ||
| Cashflows aus der Investitionstätigkeit | -146.752 | -4.435 | -21.437 | ||
| Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit | 99.261 | -4.274 | 1.318 | ||
| Veränderung der Zahlungsmittel | 118.099 | -6.126 | 1.806 | ||
| Dividenden an nicht beherrschende Anteile | 10.542 | 8 | 640 | 0 | 11.190 |
Die Auswirkungen der Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen sowie die Veränderung an dem den Anteilseignern zurechenbaren Eigenkapital während des Geschäftsjahres stellt sich wie folgt dar:
| TEUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Erworbener (-) bzw. abgegangener (+) Buchwert nicht beherrschender Anteile | 41 | 34.759 |
| Erhaltener (+) / gezahlter (-) Kaufpreis an nicht beherrschende Anteilseigner | -151 | -58.995 |
| Im Eigenkapital erfasster Unterschiedsbetrag | -110 | -24.236 |
Im Vorjahr hat die KTM Industries AG die Anteile an der KTM AG von 51,28% auf 51,67% und in 2017 um weitere 0,01% auf 51,68% erhöht. Die Anteile an der Pankl Racing Systems AG wurden in 2016 von 55,85% auf 94,53% erhöht. Ihre Anteile an der WP Performance-Gruppe hat die KTM Industries AG im Vorjahreszeitraum von 89,48% auf 88,26% (direkt und indirekt) verringert. Weiters hat die Pankl Racing Systems AG ihre Anteile an der CP-CARRILLO, Inc. von 70,00% auf 100,00% im Geschäftsjahr 2016 erhöht.
Das sonstige Ergebnis nach Steuern entwickelte sich im Konzerneigenkapital wie folgt:
| TEUR | Rücklage nach IAS 39 |
IAS 19 Rücklage für versicherungs mathematische Verluste |
Ausgleichs posten Währungs umrechnung |
Gesamt | Anteile nich beherr schender Gesellschafter |
Konzern eigenkapital kapital Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2017 | ||||||
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 0 | 0 | -4.480 | -4.480 | -1.901 | -6.381 |
| Absicherung von Zahlungsströmen | 3.357 | 0 | 0 | 3.357 | 3.162 | 6.519 |
| Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen |
0 | 175 | 0 | 175 | 97 | 272 |
| 3.357 | 175 | -4.480 | -948 | 1.358 | 410 | |
| 2016 | ||||||
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 0 | 0 | -1.040 | -1.040 | 1.460 | 420 |
| Absicherung von Zahlungsströmen | -1.602 | 0 | 0 | -1.602 | -1.515 | -3.117 |
| Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen |
0 | -567 | 0 | -567 | -224 | -791 |
| -1.602 | -567 | -1.040 | -3.209 | -279 | -3.488 | |
| 33. FINANZVERBINDLICHKEITEN | ||||||
| 31.12.2017 TEUR |
Nominale | Buchwert | Laufzeit < 1 Jahr |
Laufzeit > 1 Jahr |
||
| Anleihe KTM Industries AG | 57.800 | 57.737 | 57.737 | 0 | ||
| Schuldscheindarlehen | 144.500 | 144.069 | 0 | 144.069 | ||
| Namensschuldverschreibung | 30.000 | 30.000 | 0 | 30.000 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 305.233 | 305.233 | 110.272 | 194.961 | ||
| Leasingverbindlichkeiten | 3.094 | 3.094 | 1.013 | 2.081 |
| 31.12.2016 TEUR |
Nominale | Buchwert | Laufzeit < 1 Jahr |
Laufzeit > 1 Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Anleihen | ||||
| KTM AG | 83.100 | 83.061 | 83.061 | 0 |
| KTM Industries AG | 57.800 | 57.654 | 0 | 57.654 |
| Pankl Racing Systems AG | 10.000 | 9.985 | 9.985 | 0 |
| 150.900 | 150.700 | 93.046 | 57.654 | |
| Schuldscheindarlehen | 176.500 | 175.887 | 0 | 175.887 |
| Namensschuldverschreibung | 30.000 | 30.000 | 0 | 30.000 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 285.711 | 285.711 | 93.834 | 191.877 |
| Leasingverbindlichkeiten | 1.641 | 1.641 | 572 | 1.069 |
| Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten | 4.236 | 4.236 | 3.248 | 988 |
| Summe Finanzverbindlichkeiten | 648.988 | 648.175 | 190.700 | 457.475 |
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten 3.902 3.902 2.472 1.430 Summe Finanzverbindlichkeiten 544.529 544.035 171.494 372.541
Die KTM AG hat am 24.4.2012 eine Anleihe (ISIN: AT0000A0UJP7) mit einer Laufzeit von fünf Jahren, einem Volumen von TEUR 85.000 und einer Verzinsung von 4,375% erfolgreich platziert. Im Geschäftsjahr 2016 wurden Anleihen in Höhe von TEUR 1.966 (Nominale TEUR 1.900) erworben und von der finanziellen Verbindlichkeit saldiert. Im April 2017 wurde die Anleihe planmäßig getilgt.
Im August 2013 hat die Pankl Racing Systems AG eine Anleihe (ISIN: AT0000A117Y4) mit einem Volumen von TEUR 10.000 und einer Laufzeit von 4 Jahren (Verzinsung 3,25%) begeben. Die Anleihe wurde im August 2017 planmäßig getilgt.
Die KTM Industries AG hat im Oktober 2012 eine Anleihe in Höhe von TEUR 75.000 mit einer Laufzeit von 6 Jahren und einer Verzinsung von 4,625% (ISIN: AT0000A0WQ66) begeben. Im Geschäftsjahr 2016 wurde die Anleihe um TEUR 17.200 reduziert. Die Gesellschaft hat mit dem Rückkauf der Teilschuldverschreibungen ihre Kapitalmarktstruktur optimiert und ihre laufende Zinsbelastung gesenkt.
Im Juni 2016 wurde von der KTM AG zur Refinanzierung der im April 2017 getilgten Anleihe ein Schuldscheindarlehen mit einem Emissionsvolumen von TEUR 120.000 und einer Laufzeit von fünf, sieben bzw. zehn Jahren platziert.
Die KTM Industries AG hat im Juli 2015 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 56.500 und einer Laufzeit von fünf und sieben Jahren begeben. Im Jänner 2017 wurde ein Teilbetrag des Schuldscheindarlehens in Höhe von TEUR 32.000, davon TEUR 25.500 mit Laufzeit 5 Jahren und TEUR 6.500 mit Laufzeit 7 Jahren, vorzeitig getilgt.
Die Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer setzen sich aus Verpflichtungen für Abfertigungen und Jubiläumsgeldern zusammen:
| TEUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Abfertigungen | 20.268 | 19.826 |
| Jubiläumsgelder | 3.733 | 3.710 |
| 24.001 | 23.536 |
Die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen für Abfertigungen und Jubiläumsgelder erfolgt nach der in IAS 19 (Employee Benefits) vorgeschriebenen Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten. Im Rahmen dieses Anwartschaftsbarwertverfahrens werden sowohl die am Bilanzstichtag bekannten erworbenen Anwartschaften als auch die künftig zu erwartenden Steigerungen der Gehälter berücksichtigt. Dabei wird der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation/ DBO) ermittelt und gegebenenfalls dem beizulegenden Zeitwert des am Bilanzstichtag bestehenden Planvermögens gegenübergestellt.
Aufgrund gesetzlicher Vorschriften ist die KTM Industries-Gruppe zudem verpflichtet, an alle MitarbeiterInnen in Österreich, deren Arbeitsverhältnis vor dem 1.1.2003 begann, bei Kündigung durch den Dienstgeber oder zum Pensionsantrittszeitpunkt eine Abfertigungszahlung zu leisten. Diese leistungsorientierte Verpflichtung ist von der Anzahl der Dienstjahre und von dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig. Für alle nach dem 31.12.2002 begründeten Arbeitsverhältnisse in Österreich zahlt die Gesellschaft monatlich 1,53 % des Entgelts in eine betriebliche Mitarbeitervorsorgekasse, in der die Beiträge auf einem Konto des Arbeitnehmers veranlagt und diesem bei Beendigung des Dienstverhältnisses ausbezahlt oder als Anspruch weitergegeben werden. Die Gesellschaft ist ausschließlich zur Leistung der Beiträge verpflichtet, welche in jenem Geschäftsjahr im Aufwand erfasst werden, für das sie entrichtet wurden (beitragsorientierte Verpflichtung). Für Mitarbeiter von österreichischen Konzernunternehmen, die ab dem 1.1.2003 in das Dienstverhältnis eingetreten sind, wurden Beiträge für Abfertigungen an eine gesetzliche Mitarbeitervorsorgekasse in Höhe von 1,53 % des Lohnes bzw. Gehaltes einbezahlt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Beiträge von insgesamt TEUR 2.405 (Vorjahr: TEUR 2.062) gezahlt.
Sich am Jahresende ergebende Unterschiedsbeträge (versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste) zwischen den planmäßig ermittelten Abfertigungsverpflichtungen und den tatsächlichen Anwartschaftsbarwerten werden abzüglich latenter Steuern direkt im sonstigen Ergebnis erfasst.
Die Nettoschuld aus den leistungsorientierten Vorsorgeplänen für Abfertigungen entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:
| TEUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert: | ||
| Stand am 1.1. | 19.826 | 17.827 |
| Dienstzeitaufwand | 946 | 986 |
| Zinsaufwand | 287 | 341 |
| Erfolgte Zahlungen | -447 | -454 |
| Versicherungsmathematischer Gewinn / Verlust | -361 | 1.067 |
| Sonstiges | 17 | 59 |
| Stand am 31.12. | 20.268 | 19.826 |
Die gewichteten Restlaufzeiten (Duration) der Abfertigungsverpflichtungen zum 31.12.2017 betragen 13 Jahre (Vorjahr: 14 Jahre).
Der versicherungsmathematische Gewinn / Verlust setzt sich aus den folgenden Faktoren zusammen:
| TEUR | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Änderung von Erwartungswerten | 377 | 383 |
| Änderung demografischer Annahmen | -78 | 21 |
| Änderung finanzieller Annahmen | -660 | 663 |
| Versicherungsmathematischer Gewinn / Verlust | -361 | 1.067 |
Der Bewertung der Verpflichtung liegen folgende Annahmen zugrunde:
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
|---|---|---|
| Rechnungszinssatz | 2,00% | 1,50% |
| Lohn-/Gehaltstrend | 2,50% | 2,25% |
| Pensionsalter (Jahre) Frauen/Männer mit Übergangsregel | 62-65 Jahre | 62-65 Jahre |
Der Rechnungszins wurde unter der Berücksichtigung der sehr langen durchschnittlichen Laufzeiten und hohen durchschnittlichen Restlebenserwartung festgesetzt. Der Abzinsungssatz ist die Rendite, die am Abschlussstichtag für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt wird.
Die Mitarbeiterfluktuation ist betriebsspezifisch ermittelt und alters-/dienstzeitabhängig berücksichtigt. Den versicherungsmathematischen Bewertungen liegen länderspezifische Sterbetafeln zu Grunde. Als Pensionseintrittsalter wurde das gesetzliche Pensionseintrittsalter je Land gewählt.
Eine Änderung (+/- 0,5 %-Punkte) der Parameter "Rechnungszinssatz" und "Lohn-/Gehaltstrend" hätte zum 31.12.2017 folgende Auswirkungen auf den Barwert der zukünftigen Zahlungen gehabt:
| 2017 | Änderung | |
|---|---|---|
| Parameter | -0,50% | +0,50% |
| Rechnungszinssatz | 6,7% | -6,0% |
| Lohn-/Gehaltstrend | -6,0% | 6,6% |
Eine Änderung (+/- 0,5 %-Punkte) der Parameter "Rechnungszinssatz" und "Lohn-/Gehaltstrend" hätte zum 31.12.2016 folgende Auswirkungen auf den Barwert der zukünftigen Zahlungen gehabt:
| 2016 | Änderung | |
|---|---|---|
| Parameter | -0,50% | +0,50% |
| Rechnungszinssatz | 7,2% | -6,6% |
| Lohn-/Gehaltstrend | -6,6% | 7,1% |
Aufgrund von kollektivvertraglichen Vereinbarungen sind die Gesellschaften der KTM Industries-Gruppe verpflichtet, an MitarbeiterInnen in Österreich Jubiläumsgelder nach Maßgabe der Erreichung bestimmter Dienstjahre (ab 25 Dienstjahren) zu leisten (leistungsorientierte Verpflichtung). Die Verpflichtungen für Ansprüche aus Jubiläumsgeldern entwickelten sich wie folgt:
| TEUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Stand am 1.1. | 3.710 | 3.078 |
| Dienstzeitaufwand | 364 | 307 |
| Zinsaufwand | 51 | 61 |
| Erfolgte Zahlungen | -294 | 0 |
| Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust | -96 | 264 |
| Sonstiges | -2 | 0 |
| Stand am 31.12. | 3.733 | 3.710 |
Die anderen langfristigen Schulden setzten sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:
| TEUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Kautionen | 7.773 | 6.921 |
| Sonstige finanzielle Schulden | 3.210 | 3.652 |
| Andere langfristige finanzielle Schulden | 10.983 | 10.573 |
| Andere langfristige nicht finanzielle Schulden | 496 | 569 |
| Andere langfristige Schulden | 11.479 | 11.142 |
| Die anderen kurzfristigen Schulden setzten sich im Wesentlichen wie folgt zusammen: | ||
| TEUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| Umsatzboni | 20.260 | 17.004 |
| Preisnachlässe | 2.895 | 3.757 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten | 2.431 | 7.665 |
| Personalverbindlichkeiten | 5.696 | 4.667 |
| Sonstige finanzielle Schulden | 16.575 | 20.917 |
| Andere kurzfristige finanzielle Schulden | 47.857 | 54.010 |
| Personalverbindlichkeiten | 35.002 | 28.293 |
| Vorauszahlungen | 6.148 | 6.864 |
| Verbindlichkeiten Finanzämter | 6.222 | 4.448 |
| Sonstige nicht finanzielle Schulden | 3.762 | 1.204 |
| Andere kurzfristige nicht finanzielle Schulden | 51.134 | 40.809 |
| Andere kurzfristige Schulden | 98.991 | 94.819 |
Der Konzern bildet Rückstellungen für Garantien und Gewährleistung für bekannte, zu erwartende Einzelfälle. Die erwarteten Aufwendungen basieren vor allem auf früheren Erfahrungen und werden zum Zeitpunkt des Verkaufs der Produkte ergebniswirksam gebildet.
Rückstellungen werden gebildet, wenn eine Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist.
Die Schätzung zukünftiger Aufwendungen ist zwangsläufig zahlreichen Unsicherheiten unterworfen, was zu einer Anpassung der gebildeten Rückstellungen führen könnte. Es ist nicht auszuschließen, dass die tatsächlichen Aufwendungen für diese Maßnahmen die hierfür gebildeten Rückstellungen in nicht vorhersehbarer Weise übersteigen.
Die Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
| TEUR | Stand am 1.1.2017 |
Währungs umrech nung |
Zu führungen |
Auf lösungen |
Ver brauch |
Stand am 31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kurzfristige Rückstellungen: | ||||||
| Rückstellungen für Garantien und Gewährleistung | 10.134 | -9 | 10.736 | 0 | -9.688 | 11.173 |
| Rückstellungen für Prozesse | 819 | 0 | 115 | -10 | -340 | 584 |
| Sonstige Rückstellungen | 5.846 | 0 | 757 | -4.819 | -1.545 | 239 |
| 16.799 | -9 | 11.608 | -4.829 | -11.573 | 11.996 |
Die Veränderungen der in der Kapitalflussrechnung dargestellten Bilanzposten sind nicht unmittelbar aus der Bilanz ableitbar, da nicht zahlungswirksame Effekte neutralisiert werden. In den sonstigen nicht zahlungswirksamen Aufwendungen (Erträge) sind im Wesentlichen Bewertungen von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie Wertberichtigungen auf Forderungen und Vorräte enthalten. Die Auswirkungen von Konsolidierungskreisänderungen wurden eliminiert und sind im Cash-flow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen.
Eine Überleitungsrechnung zwischen der bilanziellen Veränderung der Finanzschulden und den in der Kapitalflussrechnung dargestellten Werten kann wie folgt dargestellt werden:
| TEUR | Zahlungs wirksame Veränderung |
Zahlungsunwirksame Veränderung | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert 1.1.2017 |
Veränderung | Erwerb | Umgliederung | Transaktions kosten |
Abgrenzung Zinsen |
Buchwert 31.12.2017 |
|
| Kurzfristige Finanzschulden | 190.128 | -83.456 | 0 | 64.693 | 179 | -973 | 170.481 |
| Langfristige Finanzschulden | 456.406 | -21.143 | 0 | -64.693 | 15 | -125 | 370.460 |
| Leasingverbindlichkeiten (kurzfristig) | 572 | -511 | 0 | 952 | 0 | 0 | 1.013 |
| Leasingverbindlichkeiten (langfristig) | 1.069 | -322 | 2.286 | -952 | 0 | 0 | 2.081 |
| Summe | 648.175 | -105.522 | 2.286 | 0 | 194 | -1.098 | 544.035 |
Als weltweit agierender Konzern ist die KTM Industries-Gruppe mit einer Vielzahl von möglichen Risiken konfrontiert. Vorstand und Aufsichtsrat werden regelmäßig über Risiken informiert, welche die Geschäftsentwicklung maßgeblich beeinflussen können. Das Management setzt rechtzeitig Maßnahmen zur Vermeidung, Minimierung und Absicherung von Risiken.
In den Rechnungslegungsprozess ist ein dem Unternehmen angepasstes internes Kontrollsystem integriert, dass Grundprinzipien wie Funktionstrennung und Vier-Augen-Prinzip beinhaltet. Durch interne und externe Überprüfungen wird sichergestellt, dass die Prozesse ständig verbessert und optimiert werden. Weiters besteht ein konzerneinheitliches Berichtswesen zur laufenden Kontrolle und Steuerung des Risikomanagement-Prozesses.
Eine kontinuierliche Fortsetzung des Wachstums ist von unterschiedlichen Faktoren wie etwa Nachfrageverhalten, Produktentwicklung, Wechselkursentwicklungen, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Absatzmärkten, Einkaufspreisen von Zulieferteilen oder Mitarbeiterentwicklung abhängig. Durch verstärkte Marktforschungsaktivitäten und eine darauf abgestimmte Modellpolitik wird den Gegebenheiten eines rasch ändernden Marktumfeldes Rechnung getragen.
Die Ertragslage der KTM Industries AG (als Einzelgesellschaft) ist geprägt von Aufwendungen im Zusammenhang mit aufgenommenen Finanzierungen, Beteiligungserwerben sowie Projektaufwendungen und hängt wesentlich von der Dividendenpolitik ihrer Beteiligungsgesellschaften ab. Die Beteiligung an der KTM-Gruppe stellt derzeit die größte und wesentlichste Beteiligung dar.
Gemäß den Anforderungen des § 234 b UGB wurde ein Corporate Governance-Bericht erstellt. Wir verweisen diesbezüglich auf die Veröffentlichung im Geschäftsbericht der KTM Industries AG bzw. auf die Website der KTM Industries AG.
Die KTM/WP-Gruppe ist schwerpunktmäßig in der Motorradbranche tätig. Die Absatzmöglichkeiten von Motorrädern sind von der allgemeinen konjunkturellen Lage in den Ländern und Regionen bestimmt, in denen Motorradproduzenten tätig sind. Wie die letzten Jahre gezeigt haben, ist die Motorradbranche generell zyklisch und unterliegt zudem starken Nachfrageschwankungen. Durch entsprechende Marktforschungen und -prognosen, welche in der Planung berücksichtigt werden, wird dem Risiko entgegengewirkt.
Die Pankl-Gruppe unterliegt im Rennsport-Markt stark den Änderungen des Reglements in den jeweiligen Rennserien. Diese laufenden Änderungen im Reglement führen zu hohen Entwicklungs- und Testaktivitäten für die einzelnen Rennteams. Es besteht das Risiko, dass diesen Herausforderungen nicht ausreichend entsprochen werden kann, aber auch die Chance für Pankl, die Marktanteile weiter zu steigern sowie die führende Marktposition durch Innovationen noch weiter zu festigen. Durch die Verschiebung von Testtagen oder Saisonstarts kann die Saisonalität des Umsatzes in einzelnen Rennklassen beeinflusst werden.
Im Bereich der Luftfahrt unterliegt die Pankl mit ihren Produkten den Schwankungen der Luftfahrtindustrie. Im Bereich der zivilen Luftfahrt stagniert das Wachstum im Helikopterbereich bedingt durch den Ölpreisverfall, Chancen können sich aber im Triebwerksbereich für Flächenflugzeuge ergeben. Im militärischen Bereich wirken sich Reduktionen der Militärbudgets negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung aus.
Der Motorradmarkt in Industriestaaten ist von intensivem Wettbewerb geprägt, wobei die stärksten Konkurrenten von KTM vier japanische, drei europäische und in geringem Ausmaß ein amerikanischer Hersteller sind und manche von ihnen größere finanzielle Ressourcen, höhere Absatzzahlen und Marktanteile besitzen. Im Straßenmotorradmarkt herrscht zudem ein hoher Preisdruck und neu hinzukommende Mitbewerber versuchen mittels Niedrigpreisstrategie den Markteintritt zu schaffen. Durch die erfolgreiche Marktstrategie von KTM konnte die Marktführerschaft in Europa erreicht werden.
Durch den Ausstieg von AUDI SPORT aus der WEC und durch den Rückzug von VW Motorsport aus der WRC sind einige Zulieferer schwer angeschlagen. Pankl hat den Vorteil, kundenseitig sehr breit aufgestellt zu sein. Der allgemeine Trend von OEMs Hyper Cars zu entwickeln ist ebenfalls äußerst positiv zu sehen, da in dieser Nische Pankl mit seiner Motorsporterfahrung punkten kann. Entwicklungsprojekte, die Rennsporttechnik auf die Straße bringen, sind in diesem Bereich sehr gefragt.
Die größten Einzelabsatzmärkte der KTM stellen der europäische sowie der US-amerikanische Markt dar. Ein Einbruch dieser Märkte könnte nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der KTM haben. Der Markteintritt der KTM in neue Märkte stellt im Wesentlichen ein Kostenrisiko dar, da in manchen dieser Märkte die Absatzentwicklung sowie die politischen Rahmenbedingungen schwer einschätzbar sind. Durch die Zusammenarbeit mit dem strategischen Partner Bajaj Auto Ltd., Indien, wird gemeinsam weiterhin konsequent an der Umsetzung einer globalen Produktstrategie gearbeitet.
Der Umsatz der KTM Industries-Gruppe hängt unter anderem von den Einsatzmöglichkeiten ihrer Motorräder im Gelände ab und wird daher erheblich von nationalen gesetzlichen Rahmenbedingungen in den Absatzländern beeinflusst, die den Geländemotorsport, Motorradzulassungen und Lenkerberechtigungen regeln.
Für die KTM Industries-Gruppe stellt der Beschaffungsmarkt ein Risiko im Bezug auf Menge, Qualität und Preis dar. Die KTM Industries-Gruppe begegnet diesen Risiken mit laufender Auditierung bestehender und potentieller Lieferanten sowie durch den Abschluss langfristiger Abnahmeverträge. Die Qualität des bereitgestellten Materials wird laufend überwacht.
Das Beschaffungsrisiko der KTM-Gruppe liegt im Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen der nationalen und internationalen Märkte im Wesentlichen darin, im Fall von Lieferanteninsolvenzen oder Lieferungsengpässen rechtzeitig geeignete Maßnahmen zur Sicherstellung der Teilebereitstellung einzuleiten. Daher ist KTM nur indirekt von diesem Risiko betroffen. Zur Risikominimierung und Sicherstellung der Verfügbarkeit der Materialien wird bei KTM großer Wert auf eine sorgfältige Auswahl neuer Lieferanten nach festgelegten Kriterien und die nachhaltige Zusammenarbeit bzw. deren Weiterentwicklung mit bereits bestehenden, langjährig ausgerichteten und stabilen Lieferantenbeziehungen gelegt. Da die Qualität der KTM-Produkte wesentlich von der Qualität und den Eigenschaften der zu beschaffenden Subkomponenten geprägt ist, wird insbesondere auf Bonität, Betriebseinrichtungen und Produktionsprozesse der Lieferanten geachtet. Durch entsprechendes Monitoring wird die lückenlose Teileverfügbarkeit sichergestellt.
Die Pankl-Gruppe benötigt für die Herstellung einzelner Komponenten qualitativ hochwertige (Roh-) Materialien wie etwa Edelstahl-, Titan- und Aluminiumlegierungen. Die rechtzeitige Verfügbarkeit der Rohstoffe ist von einer sorgfältigen Vorausplanung der zukünftigen Ordervolumina abhängig. Eine Verknappung der Materialien könnte zu Produktions- und Auslieferungsverzögerungen oder zu erhöhten Materialkosten führen. Da die Gesellschaft einen Großteil ihrer Rohstoffe im Ausland bezieht, unterliegt sie einer Vielzahl von Risiken, zu denen unter anderem wirtschaftliche oder politische Störungen, Transportverzögerungen oder auch Wechselkursschwankungen zählen. Jedes dieser vorgenannten Risiken könnte nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und das Betriebsergebnis der Gesellschaft haben.
Bei der WP-Gruppe ist das Risiko von Seiten der Beschaffungsmärkte derzeit höher einzuschätzen. Die Versorgung mit bestimmten Rohstoffen (Aluminiumlegierungen, Spezialstähle und Kunststoff) ist derzeit sehr schwierig und kann zu Engpässen führen. Die weitere preisliche Entwicklung der Rohstoffe ist schwer einzuschätzen, dies kann Auswirkungen auf die WP-Gruppe haben.
Technische Innovationen und die Einführung neuer Produkte sind maßgeblich für die Stellung im Wettbewerb verantwortlich. Dazu müssen neue Trends rechtzeitig erkannt werden. Um dem Risiko entgegenzuwirken, ist es wichtig, die Innovationsfähigkeit der eigenen Produkte zu gewährleisten.
KTM legt daher großen Wert auf die frühzeitige Erkennung von Trends im Motorradbereich, auf Forschung und Entwicklung im technischen und funktionellen Bereich sowie auf die Erforschung der Wünsche der Kunden, um eine innovative und marktnahe Produktentwicklung zu erreichen. Die Leistungen im Rennsport sind für das Unternehmen nicht nur als Marketinginstrument von großer Bedeutung, sondern bilden auch die Grundlage für die Produktentwicklung und sind Maßstab für die Serienentwicklung. Aus der Möglichkeit, Produkte unter Rennbedingungen bei Rennsportereignissen zu testen, werden wertvolle Erfahrungen gewonnen. Weiters werden technische Neuerungen vor der Serieneinführung einer umfassenden Prüfung durch das Qualitätsmanagementsystem unterzogen, um technische Fehler mit negativen Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung weitestgehend auszuschließen.
Bei Pankl ist der Forschungs- und Entwicklungsprozess stets dem Risiko ausgesetzt, dass Entwicklungsziele nicht erreicht oder Ergebnisse vom Markt nicht angenommen werden. Die Pankl-Gruppe begegnet diesen Risiken mit laufender Marktbeobachtung und einer engen Abstimmung von Entwicklungsaktivitäten mit dem Kunden.
Die KTM Industries-Gruppe ist im Geschäftsumfeld auch Schadenersatzforderungen aufgrund von Unfällen und Verletzungen ausgesetzt. Dies gilt insbesondere für die USA, wo Ansprüche in Produkthaftungsfällen mit höheren Haftungssummen geltend gemacht werden. Zur Absicherung dieser Risiken bestehen entsprechende Versicherungen.
ln der KTM Industries-Gruppe wird ein lT Security und Riskmanagement-System mit dem Ziel betrieben, unternehmensrelevante Risiken im Bereich lnformationssicherheit erkennen und steuern zu können. Darüber hinaus werden, sowohl für den Kunden, als auch für den Vorstand, sowie für die jeweilige Geschäftsführung beteiligter Gesellschaften der Nachweis der Ordnungsmäßigkeit und Einhaltung der Sorgfaltspflicht im Umgang und Einsatz von Informationen und Einrichtungen zur Informationsverarbeitung erbracht und dokumentiert.
Den stetig wachsenden IT- und Cyberrisiken werden durch eine laufende Weiterentwicklung der IT Sicherheitsmaßnahmen und Einsatz aktueller IT Sicherheitstechnologien begegnet. Ein mehrstufiges technisches Konzept unter Verwendung aktuelle Sicherheitsfeatures wie ein Intrusion Prevention Systems und zusätzlicher davor oder intern betriebener security technischer Systeme werden Cyber Angriffe abgewehrt. Zusätzlich werden verhaltensbasierende Security Lösungen eingesetzt, um sicherheitstechnische Ausfälligkeiten zu erkennen. Vorkommnisse werden mit einem Malware Incident Response Prozess erkannt und behandelt. Parallel werden regelmäßige externe und interne Schwachstellenanalysen durchgeführt und mit einem etablierten Patch und Updatemanagement Prozess entgegnet. Regelmäßige externe und interne Sicherheitsaudits werden über Maßnahmen im Risikomanagement dokumentiert, bewertet, priorisiert und danach einer Lösung zugeführt.
Für alle Nutzer der lT-Systeme wird das für den Einsatz der lT im Rahmen ihrer Funktion erforderliche Wissen und Bewusstsein durch globale regelmäßige IT Security Sensibilisierungsschulungen sichergestellt. Diese werden präventiv und nachvollziehbar durchgeführt.
Den hohen Qualitätsstandard den wir bei unseren Produkten haben gilt auch für den Bereich Datensicherheit und Datenschutz.
Die KTM Industries-Gruppe unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Schulden und geplanten Transaktionen, Kredit-, Markt-, Währungs- und Liquiditätsrisiken. Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, diese Risiken zu steuern und zu begrenzen.
Die Grundsätze des Finanzrisikomanagements werden durch den Aufsichtsrat und den Vorstand festgelegt und überwacht. Die Umsetzung obliegt dem Konzerntreasury und den dezentralen Treasuryeinheiten. Die KTM Industries-Gruppe setzt zur Absicherung der nachfolgend beschriebenen Finanzrisiken derivative Finanzinstrumente ein mit dem Ziel, die Absicherung der operativen Zahlungsströme gegen Schwankungen der Wechselkurse und/oder Zinssätze sicherzustellen. Der Sicherungshorizont umfasst in der Regel die aktuell offenen Posten sowie geplante Transaktionen in den nächsten zwölf Monaten. In Ausnahmefällen können in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat auch längerfristige strategische Sicherungspositionen eingegangen werden.
Als weltweit tätiges Unternehmen ist die KTM Industries-Gruppe von weltwirtschaftlichen Rahmendaten wie der Veränderung von Währungsparitäten oder den Entwicklungen auf den Finanzmärkten beeinflusst. Insbesondere die Wechselkursentwicklung des US-Dollars, der im Fremdwährungsrisiko
der KTM das höchste Einzelrisiko darstellt, ist dabei für die Umsatz- und Ertragsentwicklung des Unternehmens von Bedeutung. Im Geschäftsjahr 2017 hat die KTM rund 23% der Umsätze (Vorjahr: 24%) in US-Dollar erzielt. Durch Währungssicherungsmaßnahmen, insbesondere Hedging-Strategien, können diese Währungsverschiebungen weitestgehend zumindest über ein Modelljahr ausgeglichen werden, wobei für das Geschäftsjahr 2017 das US-Dollar-Geschäft mit einer Bandbreite zwischen EUR/USD 1,0732 und 1,1511 abgesichert wurde.
Währungsrisiken bestehen für den Konzern weiters, sofern finanzielle Vermögenswerte und Schulden in einer anderen als der lokalen Währung der jeweiligen Gesellschaft abgewickelt werden. Die Gesellschaften des Konzerns fakturieren zum überwiegenden Teil in lokaler Währung und finanzieren sich weitgehend in lokaler Währung. Veranlagungen erfolgen überwiegend in der Landeswährung der anlegenden Konzerngesellschaft. Aus diesen Gründen ergeben sich zumeist natürlich geschlossene Währungspositionen. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung blieben unberücksichtigt.
Für die Währungsrisiken von Finanzinstrumenten wurden Sensitivitätsanalysen durchgeführt, die die Auswirkungen von hypothetischen Änderungen der Wechselkurse auf Ergebnis (nach Steuern) und Eigenkapital zeigen. Als Basis wurden die betroffenen Bestände zum Bilanzstichtag herangezogen sowie die für das Geschäftsjahr 2018 geplanten Ein- und Verkäufe in Fremdwährung. Dabei wurde unterstellt, dass das Risiko am Bilanzstichtag im Wesentlichen das Risiko während des Geschäftsjahres repräsentiert. Als Steuersatz wurde der Konzernsteuersatz in Höhe von 25 % verwendet. Außerdem wurde bei der Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Zinssätze, konstant bleiben. Bei der Analyse wurden jene Währungsrisiken von Finanzinstrumenten, die in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind, einbezogen.
Im Rahmen der Sensitivitätsanalyse werden Effekte aus der Änderung des Wechselkurses um +/- 10 % auf den Gewinn und Verlust, das sonstige Ergebnis und das Eigenkapital aufgezeigt.
Die KTM Industries-Gruppe legt der Analyse folgende Annahmen zu Grunde:
| Erhöhung (+) / Verminderung (-) | Aufwertung um 10% | Abwertung um 10% | |||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
| Veränderung des Ergebnisses (nach Steuern) | 6.780 | 6.383 | -8.365 | -7.953 | |
| Veränderung der währungsbezogenen Cash-Flow-Hedge-Rücklage | -10.552 | -11.704 | 12.897 | 14.305 | |
| Veränderung des Eigenkapitals | -3.772 | -5.321 | 4.532 | 6.352 |
Die Finanzinstrumente sind sowohl aktiv- als auch passivseitig vor allem variabel verzinst. Das Risiko besteht demnach in steigenden Aufwandszinsen bzw. sinkenden Ertragszinsen, die sich aus einer nachteiligen Veränderung der Marktzinsen ergeben.
Die KTM Industries-Gruppe ist teilweise variabel refinanziert und unterliegt somit dem Risiko von Zinsschwankungen am Markt. Dem Risiko wird durch regelmäßige Beobachtung des Geld- und Kapitalmarktes sowie durch den teilweisen Einsatz von Zinsswaps (Fixed Interest Rate Payer Swaps) Rechnung getragen. Im Rahmen der abgeschlossenen Zinsswaps erhält das Unternehmen variable Zinsen und zahlt im Gegenzug fixe Zinsen auf die abgeschlossenen Nominalen.
Zinsänderungsrisiken resultieren somit im Wesentlichen aus originären variabel verzinsten Finanzinstrumenten (Cash-Flow-Risiko). Für die Zinsänderungsrisiken dieser Finanzinstrumente wurden Sensitivitätsanalysen durchgeführt, die die Auswirkungen von hypothetischen Änderungen des Marktzinsniveaus auf Ergebnis (nach Steuern) und Eigenkapital zeigen. Als Basis wurden die betroffenen Bestände zum Bilanzstichtag herangezogen. Dabei wurde unterstellt, dass das Risiko am Bilanzstichtag im Wesentlichen das Risiko während des Geschäftsjahres repräsentiert. Als Steuersatz wurde der Konzernsteuersatz in Höhe von 25 % verwendet. Außerdem wurde bei der Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Wechselkurse, konstant bleiben.
Eine Veränderung um 50 Basispunkte hätte folgende Auswirkungen:
| Erhöhung (+) / Verminderung (-) | Erhöhung um 50 BP | Verringerung um 50 BP | |||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
| Veränderung des Ergebnisses (nach Steuern) | 2 | 109 | 1 | 36 | |
| Veränderung der zinsbezogenen Cash-Flow-Hedge-Rücklage | 274 | 261 | -277 | -266 | |
| Veränderung des Eigenkapitals | 276 | 370 | -276 | -230 |
Als Ausfallsrisiko bezeichnet man das Risiko, dass eine Partei eines Finanzinstruments der anderen Partei einen finanziellen Verlust verursacht, indem sie einer Verpflichtung nicht nachkommen kann. Das Ausfallrisiko bei Forderungen gegenüber Kunden kann als gering eingeschätzt werden, da die Bonität neuer und bestehender Kunden laufend geprüft wird und Sicherheiten gefordert werden. Dies erfolgt einerseits durch Kreditversicherungen und andererseits durch bankmäßige Sicherheiten (Garantien, Akkreditive). In internen Richtlinien werden die Ausfallsrisiken festgelegt und kontrolliert.
Des Weiteren ist der Konzern einem Kreditrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten ausgesetzt, das durch Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner entsteht. Bei den Vertragspartnern handelt es sich um internationale Finanzinstitute. Bei den derivativen Finanzinstrumenten mit positivem Marktwert ist das Ausfallsrisiko auf deren Wiederbeschaffungskosten beschränkt, wobei das Ausfallsrisiko als gering eingestuft werden kann, da es sich bei den Vertragspartnern ausschließlich um Banken mit hoher Bonität handelt.
Auf der Aktivseite stellen die ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Ausfallrisiko dar. Mit Ausnahme der unter Punkt 45. des Konzernanhangs beschriebenen Aufrechnungsvereinbarung, gibt es zusätzlich keine generellen Aufrechnungsvereinbarungen.
Die Buchwerte der Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | Buchwert 31.12.2017 |
davon: Zum Abschluss |
davon: Zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| stichtag we der wertge mindert noch überfällig |
weniger als 30 Tage |
zwischen 30 und 60 Tagen |
zwischen 60 und 90 Tagen |
mehr als 90 Tage |
mindert | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
120.305 | 93.430 | 14.558 | 3.778 | 1.624 | 4.110 | 2.805 | |
| Forderungen gegenüber Gesell schafter nahen Unternehmen |
18.727 | 18.727 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurz- und langfristig) |
23.338 | 22.902 | 262 | 43 | 41 | 90 | 0 | |
| Finanzanlagen - Ausleihungen | 1.606 | 1.606 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Summe | 163.976 | 136.665 | 14.820 | 3.821 | 1.665 | 4.200 | 2.805 |
| TEUR | Buchwert 31.12.2016 |
davon: Zum Abschluss |
davon: Zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig |
davon wertge |
|||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| stichtag we der wertge mindert noch überfällig |
weniger als 30 Tage |
zwischen 30 und 60 Tagen |
zwischen 60 und 90 Tagen |
mehr als 90 Tage |
mindert | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
121.873 | 98.814 | 15.516 | 2.564 | 1.079 | 2.455 | 1.445 |
| Forderungen gegenüber Gesell schafter nahen Unternehmen |
1.198 | 504 | 256 | 54 | 183 | 201 | 0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurz- und langfristig) |
50.887 | 50.031 | 483 | 81 | 96 | 196 | 0 |
| Finanzanlagen - Ausleihungen | 1.970 | 1.970 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 175.928 | 151.319 | 16.255 | 2.699 | 1.358 | 2.852 | 1.445 |
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der finanziellen Liefer- und sonstigen Forderungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Ein wesentliches Ziel des Finanzrisikomanagements in der KTM Industries-Gruppe ist es, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit und die finanzielle Flexibilität sicherzustellen. Liquiditätsrisiken liegen insbesondere auch darin, dass die Einzahlungen aus Umsatzerlösen durch eine Abschwächung der Nachfrage unter den Planannahmen liegen. Zu diesem Zweck wird eine Liquiditätsreserve in Form von ungenützten Kreditlinien (Bar- und Avalkredite) und bei Bedarf in Form von Barbeständen bei Banken von hoher Bonität vorgehalten. Der Sicherstellung der kurz- und mittelfristigen Liquidität wird allerhöchste Priorität beigemessen. Darüber hinaus ist die Maximierung des Free-Cashflows durch Kostensenkungsmaßnahmen, proaktives Working-Capital-Management sowie reduzierte Investitionsausgaben eine wesentliche Steuerungsgröße. Es liegen aus heutiger Sicht ausreichende Zusagen zur Bonität unserer strategischen Finanzpartner und somit zur Absicherung der kurzfristigen Liquiditätsreserven vor. Der langfristige Liquiditätsbedarf wird durch die Emission von Unternehmensaktien und anleihen, die Aufnahme von Darlehen oder Kapitalerhöhungen sichergestellt.
Die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Cash-Flows (Zins- und Tilgungszahlungen) sowie die Restlaufzeiten der finanziellen Schulden setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | Buchwert | Cash-Flows 2018 | Cash-Flows 2019 bis 2022 | Cash-Flows ab 2023 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2017 | Zinsen fix |
Zinsen variabel |
Tilgung | Zinsen fix |
Zinsen variabel |
Tilgung | Zinsen fix |
Zinsen variabel |
Tilgung | |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | ||||||||||
| Verzinsliche Verbindlichkeiten | 483.204 | 6.202 | 1.068 | 112.744 | 18.315 | 2.721 | 204.650 | 7.610 | 1.027 | 166.241 |
| Anleihen | 57.737 | 2.036 | 0 | 57.800 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing |
3.094 | 0 | 27 | 1.013 | 0 | 28 | 2.081 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
178.464 | 0 | 0 | 178.464 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlich keiten (kurz- und langfristig) |
56.407 | 0 | 0 | 53.668 | 0 | 0 | 3.210 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 778.906 | 8.238 | 1.095 | 403.689 | 18.315 | 2.749 | 209.941 | 7.610 | 1.027 | 166.241 |
| Zu Handelszwecken gehalten | ||||||||||
| Sonstige finanzielle Verbind lichkeiten -Derivate mit negativem Marktwert |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrumente | ||||||||||
| Sonstige finanzielle Verbindlich - keiten - Derivate mit negativem Marktwert (Cash Flow Hedge) |
2.432 | 207 | 0 | 2.432 | 414 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 2.432 | 207 | 0 | 2.432 | 414 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 781.338 | 8.445 | 1.095 | 406.121 | 18.729 | 2.749 | 209.941 | 7.610 | 1.027 | 166.241 |
| TEUR | Buchwert | Cash-Flows 2017 | Cash-Flows 2018 bis 2021 | Cash-Flows ab 2022 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2016 | Zinsen fix |
Zinsen variabel |
Tilgung | Zinsen fix |
Zinsen variabel |
Tilgung | Zinsen fix |
Zinsen variabel |
Tilgung | |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | ||||||||||
| Verzinsliche Verbindlichkeiten | 495.834 | 6.237 | 1.204 | 97.082 | 17.529 | 3.157 | 212.188 | 10.289 | 1.364 | 155.177 |
| Anleihen | 150.700 | 4.176 | 0 | 93.100 | 2.036 | 0 | 57.800 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing |
1.641 | 0 | 15 | 572 | 0 | 22 | 1.069 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
130.864 | 0 | 0 | 130.864 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlich keiten (kurz- und langfristig) |
56.918 | 0 | 0 | 53.266 | 0 | 0 | 3.652 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 835.957 | 10.413 | 1.219 | 374.884 | 19.565 | 3.179 | 274.709 | 10.289 | 1.364 | 155.177 |
| Zu Handelszwecken gehalten | ||||||||||
| Sonstige finanzielle Verbind lichkeiten -Derivate mit negativem Marktwert |
147 | 0 | 0 | 147 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 147 | 0 | 0 | 147 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrumente | ||||||||||
| Sonstige finanzielle Verbindlich - keiten - Derivate mit negativem Marktwert (Cash Flow Hedge) |
7.518 | 273 | 0 | 6.716 | 818 | 0 | 255 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 7.518 | 273 | 0 | 6.716 | 818 | 0 | 255 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 843.622 | 10.686 | 1.219 | 381.747 | 20.383 | 3.179 | 274.964 | 10.289 | 1.364 | 155.177 |
Einbezogen wurden alle Finanzinstrumente, die am Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue finanzielle Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Bei den laufenden Betriebsmittelkrediten wurde eine durchschnittliche Restlaufzeit von 12 Monaten unterstellt; diese Kredite werden aber regelmäßig prolongiert und stehen - wirtschaftlich betrachtet - länger zur Verfügung. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskassakurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag gefixten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Laufzeitband zugeordnet.
Da die KTM Industries-Gruppe ihre Produkte in einer Vielzahl von Ländern vertreibt, ist sie dem Risiko von Veränderungen nationaler Vorschriften, Lizenzbedingungen, Steuern, Handelsbeschränkungen, Preisen, Einkommen und Devisenbeschränkungen, ferner dem Risiko von politischer, sozialer und ökonomischer Instabilität, von Inflation und Zinsschwankungen ausgesetzt. Um dem Risiko entgegenzuwirken, werden die jeweiligen länderspezifischen Regelungen vor dem Markteintritt eingehend überprüft und laufend weiterhin überwacht, um bei Änderungen rechtzeitig handeln zu können.
Obwohl eine 100%ige Risikoausschließung bei Naturgewalten nicht möglich ist, versuchen die Unternehmen der KTM Industries-Gruppe das Risiko, dass Produktionsabläufe beeinträchtigt werden können, durch geeignete Notfallpläne und Versicherungen zu minimieren.
Insbesondere in Hinblick auf den Wachstumskurs können sich Risiken aus dem Ausscheiden von Schlüsselkräften aus dem Unternehmen ergeben. Durch ein effizientes Personalmanagement sowie der stetigen Weiterführung von Personalentwicklungsprogrammen wird dem Risiko des Ausscheidens von Führungskräften entgegengewirkt. Das Risiko des Fachkräftemangels wird durch ein umfassendes Lehrlingsausbildungsprogramm in einer eigenen Lehrwerkstätte minimiert. Ziel ist die Rekrutierung von Mitarbeitern aus der Region und eine langfristige Bindung an das Unternehmen.
Die KTM Industries-Gruppe hält originäre und derivative Finanzinstrumente. Zu den originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Finanzverbindlichkeiten und Anleihen. Der Bestand der originären Finanzinstrumente ergibt sich aus der Konzernbilanz bzw. aus dem Konzernanhang. Derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich zur Absicherung von bestehenden Zinsänderungs- und Fremdwährungsrisiken verwendet. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente ist im Konzern entsprechenden Bewilligungs- und Kontrollverfahren unterworfen. Die Bindung an ein Grundgeschäft ist zwingend erforderlich, Handelsgeschäfte sind nicht zulässig.
Die Erfassung der Käufe und Verkäufe sämtlicher Finanzinstrumente erfolgt zum Erfüllungstag. Die Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt im Zugangszeitpunkt grundsätzlich zu Anschaffungskosten. Die Finanzinstrumente werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat.
Der Zeitwert eines Finanzinstruments wird durch notierte Marktpreise für das identische Instrument auf aktiven Märkten ermittelt (Stufe 1). Soweit keine notierten Marktpreise auf aktiven Märkten für das Instrument verfügbar sind, erfolgt die Ermittlung des Zeitwertes mittels Bewertungsmethoden, deren wesentliche Parameter ausschließlich auf beobachtbaren Marktdaten basieren (Stufe 2). Ansonsten erfolgt die Ermittlung des Zeitwertes auf Basis von Bewertungsmethoden, für welche zumindest ein wesentlicher Parameter nicht auf beobachtbaren Marktdaten basiert (Stufe 3). Umgliederungen zwischen den Stufen werden zum Ende der Berichtsperiode berücksichtigt. Im Geschäftsjahr kam es zu keinen Verschiebungen zwischen den Stufen. Folgende Tabelle zeigt die Bewertungstechnik, die bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes verwendet wird sowie die verwendeten wesentlichen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren.
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | |||
|---|---|---|---|
| Art | Bewertungstechnik | Wesentliche, nicht beobachtbare Input faktoren |
Zusammenhang zwischen we sentlichen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren und der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert |
| Devisentermingeschäfte und Zinsswaps |
Marktvergleichsverfahren: Die beizulegenden Zeitwerte basieren auf Preisnotierungen von Banken. Ähnliche Verträge werden auf einem aktiven Markt gehandelt und die Preisnotierungen spiegeln die tatsächlichen Transaktions kosten für ähnliche Instrumente wieder. |
Nicht anwendbar | Nicht anwendbar |
| Wertpapiere | Zur Bewertung von Wertpapieren wird der aktuelle Börsenkurs am Bilanzstichtag herangezogen |
Nicht anwendbar | Nicht anwendbar |
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | |||
| Art | Bewertungstechnik | Wesentliche, nicht beobachtbare Inputfaktoren |
|
| Anleihen | Zur Bewertung der börsennotierten Anleihe wird die Kursnotierung zum Bilanzstichtag herangezogen bzw. abgezinste Cash-flows |
Nicht anwendbar | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | Abgezinste Cash-flows | Risikoaufschlag für eigenes Bonitätsrisiko |
Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten (aktivseitige Finanzinstrumente), getrennt nach Klassen bzw. Bewertungskategorien gemäß IAS 39. Allerdings enthält sie keine Angaben zum beizulegenden Zeitwert bzw. zur Stufe von finanziellen Vermögenswerten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt bzw. es sich um ein Eigenkapitalinstrument handelt, dass zu Anschaffungskosten bewertet wird.
| Buchwert | Fair Value | Beizulegender Zeitwert | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2017 | 31.12.2017 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| Kredite und Forderungen | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 169.068 | |||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 120.305 | |||||
| Forderungen gegenüber Gesellschafter nahen Unternehmen | 18.727 | |||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurz- und langfristig) | 23.338 | |||||
| Finanzanlagen - Ausleihungen | 1.606 | |||||
| Summe | 333.044 | |||||
| Zur Veräußerung verfügbar | ||||||
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 166 | |||||
| Summe | 166 | |||||
| Zu Handelszwecken gehalten | ||||||
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte - Wertpapiere | 0 | |||||
| Summe | 0 | |||||
| Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrumente | ||||||
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte - Derivate mit positivem Marktwert |
11.625 | 11.625 | 0 | 11.625 | 0 | 11.625 |
| Summe | 11.625 | |||||
| Summe | 344.835 | |||||
| Buchwert | Fair Value | Beizulegender Zeitwert | ||||
| TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2016 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| Kredite und Forderungen | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 283.578 | |||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 121.873 | |||||
| Forderungen gegenüber Gesellschafter nahen Unternehmen | 1.198 | |||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurz- und langfristig) | 50.887 | |||||
| Finanzanlagen - Ausleihungen | 1.970 | |||||
| Summe | 459.506 | |||||
| Zur Veräußerung verfügbar | ||||||
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 3.756 | |||||
| Summe | 3.756 | |||||
| Zu Handelszwecken gehalten | ||||||
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte - Wertpapiere | 2.047 | 2.047 | 2.047 | 0 | 0 | 2.047 |
| Summe | 2.047 | |||||
| Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrumente Sonstige kurzfristige Vermögenswerte - |
3.169 | 3.169 | 0 | 3.169 | 0 | 3.169 |
| Derivate mit positivem Marktwert Summe |
3.169 |
Die im Zusammenhang mit dem bei der KTM bestehenden ABS-Programm verkauften Forderungen werden entsprechend den Regelungen des IAS 39 vollständig ausgebucht. Im Rahmen des ABS-Programms werden monatlich revolvierend versicherte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bis zu einem maximalen Volumen von TEUR 120.000 (Vorjahr: TEUR 75.000) verkauft. Zum Bilanzstichtag wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 107.310 (Vorjahr: TEUR 54.071) an Dritte verkauft. Bis zu einer vertraglich definierten Höhe trägt KTM weiterhin ein Risiko aus kreditrisikobedingten Ausfällen. Zum Stichtag 31.12.2017 beträgt das hieraus resultierende maximale Verlustrisiko TEUR 1.195 (Vorjahr: TEUR 391). Zum Zeitpunkt des Verkaufs wird der erwartete Verlust aufwandswirksam als Verbindlichkeit verbucht. Der Buchwert des anhaltenden Engagements beträgt zum 31.12.2017 TEUR 1.195 (Vorjahr: TEUR 391) und ist unter den anderen kurzfristigen Schulden ausgewiesen. Der Buchwert entspricht dem beizulegenden Zeitwert des anhaltenden Engagements. In der Berichtsperiode wurden aus dem anhaltenden Engagement TEUR 804 (Vorjahr: TEUR 6) und kumuliert seit Transaktionsbeginn TEUR 1.195 (Vorjahr: TEUR 391) erfolgswirksam erfasst. Im Geschäftsjahr 2017 kam es zu einer Erhöhung des ABS-Programms um TEUR 45.000. In diesem Zusammenhang wurde ein Betrag von TEUR 653 in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Daneben gibt es in der KTM Industries-Gruppe ein Factoring über ein maximales Volumen von TEUR 2.500 (Vorjahr: TEUR 2.500). Die in Zusammenhang mit diesen Verträgen verkauften Forderungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 1.934 (Vorjahr: TEUR 1.247) und werden entsprechend den Regelungen des IAS 39 auf Grund des Überganges der Verfügungsmacht vollständig ausgebucht.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Schulden (passivseitige Finanzinstrumente), getrennt nach Klassen bzw. Bewertungskategorien gemäß IAS 39. Allerdings enthält sie keine Informationen für finanzielle Schulden, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.
| Buchwert | Fair Value | Beizulegender Zeitwert | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2017 | 31.12.2017 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | ||||||
| Verzinsliche Verbindlichkeiten | 483.204 | 502.182 | 0 | 0 | 502.182 | 502.182 |
| Anleihen | 57.737 | 59.471 | 59.471 | 0 | 0 | 59.471 |
| Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing | 3.094 | |||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 178.464 | |||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig) | 56.407 | |||||
| Summe | 778.906 | |||||
| Zu Handelszwecken gehalten | ||||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - Derivate mit negativem Marktwert |
0 | |||||
| Summe | 0 | |||||
| Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrumente | ||||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - Derivate mit negativem Marktwert (Cash Flow Hedge) |
2.432 | 2.432 | 0 | 2.432 | 0 | 2.432 |
| Summe | 2.432 | |||||
| Summe | 781.338 |
| Buchwert | Fair Value | Beizulegender Zeitwert | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2016 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | ||||||
| Verzinsliche Verbindlichkeiten | 495.834 | 513.474 | 0 | 0 | 513.474 | 513.474 |
| Anleihen | 150.700 | 156.835 | 146.512 | 0 | 10.323 | 156.835 |
| Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing | 1.641 | |||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 130.864 | |||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig) | 56.918 | |||||
| Summe | 835.957 | |||||
| Zu Handelszwecken gehalten | ||||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - Derivate mit negativem Marktwert |
147 | 147 | 0 | 147 | 0 | 147 |
| Summe | 147 | |||||
| Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrumente | ||||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - Derivate mit negativem Marktwert (Cash Flow Hedge) |
7.518 | 7.518 | 0 | 7.518 | 0 | 7.518 |
| Summe | 7.518 | |||||
| Summe | 843.622 |
Das Nettoergebnis aus den Finanzinstrumenten nach Klassen bzw. Bewertungskategorien gemäß IAS 39 enthält Nettogewinne/-verluste, Gesamtzinserträge/-aufwendungen sowie Minderungsverluste und setzt sich wie folgt zusammen:
| TEUR | aus Zinsen | aus der Folge bewertung zum Fair Value |
aus Wertbe richtigung |
aus Abgangs ergebnis |
Nettoer gebnis (Summe) |
|---|---|---|---|---|---|
| 2017 | |||||
| Kredite und Forderungen | 2.207 | 0 | 851 | -82 | 2.976 |
| Zur Veräußerung gehalten | 244 | 0 | -738 | 23 | -471 |
| Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrumente und Held-for-Trading |
0 | -130 | 0 | 774 | 644 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | -14.070 | 0 | 0 | -288 | -14.358 |
| Summe | -11.619 | -130 | 113 | 427 | -11.209 |
| 2016 | |||||
| Kredite und Forderungen | 2.743 | 0 | -2.322 | -172 | 249 |
| Zur Veräußerung gehalten | 68 | -43 | -718 | 0 | -693 |
| Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrumente und Held-for-Trading |
-143 | 531 | 0 | 0 | 388 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | -18.041 | 0 | 0 | 0 | -18.041 |
| Summe | -15.373 | 488 | -3.040 | -172 | -18.097 |
Die Veränderung der Wertberichtigung auf Kredite und Forderungen ist in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Der erfolgsneutrale Teil aus der Folgebewertung zum Fair Value der finanziellen Vermögenswerte Available-for-Sale ist in der Fair Value-Rücklage AfS-Wertpapiere ausgewiesen. Die restlichen Komponenten des Nettoergebnisses sind in den Finanzerträgen bzw. Finanzaufwendungen enthalten.
Der Konzern schließt mit Banken Aufrechnungsvereinbarungen im Zusammenhang mit Derivaten ab. Grundsätzlich werden die Beträge, die gemäß solchen Vereinbarungen von jeder Gegenpartei an einem einzigen Tag im Hinblick auf alle ausstehenden Transaktionen in der gleichen Währung geschuldet werden, zu einem einzigen Nettobetrag zusammengefasst, der von einer Partei an die andere zu zahlen ist. In bestimmten Fällen – zum Beispiel, wenn ein Kreditereignis wie ein Ausfall eintritt – werden alle ausstehenden Transaktionen unter der Vereinbarung beendet, der Wert zur Beendigung ermittelt und es ist nur ein einziger Nettobetrag zum Ausgleich aller Transaktionen zu zahlen. Eine Saldierung in der Bilanz wird nicht vorgenommen, da es in der Regel nicht zu einem Nettoausgleich mehrerer Transaktionen aus derartigen Rahmenverträgen kommt.
Die folgenden Tabellen zeigen tatsächlich aufgerechnete finanzielle Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie nicht aufgerechnete Beträge, die zwar Gegenstand einer Aufrechnungsvereinbarung sind, aber die Aufrechnungskriterien nach IFRS nicht erfüllen.
| Finanzielle Vermögens werte |
Aufgerechnte bilanzielle Beträge |
Bilanzierte finanzielle Vermögens |
Effekt von Aufrechnungs rahmenverein |
||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | (brutto) | (brutto) | werte (netto) | barungen | Nettobeträge |
| Finanzielle Vermögenswerte 2017 | |||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte Derivate mit positivem Marktwert |
|||||
| Devisentermingeschäfte | 11.625 | 0 | 11.625 | -230 | 11.395 |
| Summe | 11.625 | 0 | 11.625 | -230 | 11.395 |
| Finanzielle Schulden 2017 | |||||
| Sonstige finanzielle Schulden Derivate mit negativem Marktwert |
|||||
| Devisentermingeschäfte | 1.839 | 0 | 1.839 | -230 | 1.609 |
| Zinsswaps | 593 | 0 | 593 | 0 | 593 |
| Summe | 2.432 | 0 | 2.432 | -230 | 2.202 |
| Finanzielle Vermögenswerte 2016 | |||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte Derivate mit positivem Marktwert |
|||||
| Devisentermingeschäfte | 3.169 | 0 | 3.169 | -2.043 | 1.126 |
| Summe | 3.169 | 0 | 3.169 | -2.043 | 1.126 |
| Finanzielle Schulden 2016 | |||||
| Sonstige finanzielle Schulden Derivate mit negativem Marktwert |
|||||
| Devisentermingeschäfte | 6.503 | 0 | 6.503 | -2.043 | 4.460 |
| Zinsswaps | 1.162 | 0 | 1.162 | 0 | 1.162 |
| Summe | 7.665 | 0 | 7.665 | -2.043 | 5.622 |
Die vom Konzern abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte und Zinsswaps) werden im Wesentlichen zur Absicherung des Fremdwährungs- und Zinsänderungsrisikos abgeschlossen. Ziel des Einsatzes ist die Differenziertheit von Cash-Flows aus künftigen Transaktionen auszugleichen. Die von der KTM Industries-Gruppe abgeschlossenen Devisentermingeschäfte werden im Wesentlichen zur Absicherung künftig beabsichtigter Umsätze und Materialaufwendungen in Fremdwährungen gegen das Risiko von Wechselkursschwankungen abgeschlossen. Als Grundlage zur Planung der künftigen Zahlungsflüsse dienen die voraussichtlichen Umsatzerlöse und Materialeinkäufe in Fremdwährung.
Derivate sind nach IAS 39 grundsätzlich zu Marktwerten bewertet. Die KTM Industries-Gruppe wendet auf diese derivativen Finanzinstrumente die Regeln des "Cash-Flow-Hedge Accounting" gemäß IAS 39 an. Fair Value Hedge Accounting findet in der KTM Industries-Gruppe keine Anwendung. Ein Cash-Flow-Hedge liegt vor, wenn variable Zahlungsströme aus bilanzierten Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten und erwartete Geschäftsvorfälle, die einem Marktpreisrisiko unterliegen, abgesichert werden. Für die Anwendung des Hedge Accountings müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Zum einen muss eine Dokumentation der Sicherungsbeziehungen vorliegen und zum anderen muss die Hedging-Effektivität in regulär wiederkehrenden Messungen zwischen 80 % und 125 % liegen. Durch Effektivitätstests wird der wirksame Ausgleich zwischen unrealisierten Verlusten und Gewinnen nachgewiesen.
Liegen die Voraussetzungen für einen Cash-Flow-Hedge vor, ist der effektive Teil der Marktwertänderungen von Sicherungsinstrumenten ergebnisneutral im Konzerneigenkapital zu erfassen, die ergebniswirksame Erfassung erfolgt erst bei Eintritt des gesicherten Grundgeschäftes. Etwaige Ergebnisveränderungen aus der Ineffektivität der derivativen Finanzinstrumente werden ergebniswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Rahmen des Cash-Flow-Hedge-Accounting werden sowohl variable zukünftige Zahlungsströme aus langfristigen Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis 2020 als auch zukünftige operative Fremdwährungszahlungsströme, deren Ein-/Ausgang in den nächsten 12 Monaten geplant wird, abgesichert.
Für die Effektivitätsmessung bei Währungsabsicherungen werden Grund- und Sicherungsgeschäfte je abgesichertem Risiko in sogenannte Laufzeitbänder zusammengefasst. Die Laufzeitbänder sollten höchstens ein Quartal umfassen. Prospektiv wird die Sicherungsbeziehung durch einen Vergleich der wesentlichen Konditionen (Laufzeit, …) des Sicherungs- als auch Grundgeschäftes getestet. Die retrospektive Effektivitätsmessung wird unter Verwendung der Dollar-Offset-Methode durchgeführt. Dazu werden die Fair Value Änderungen des Grundgeschäftes den Fair Value Änderungen des Sicherungsgeschäftes gegenübergestellt und beurteilt.
Bei Zinsabsicherungen erfolgt die Messung der prospektiven Effektivität anhand einer Sensitivitätsanalyse und die der retrospektiven Effektivität unter Anwendung der Dollar-Offset-Methode.
Sicherungsgeschäfte, die nicht die Kriterien für Sicherungsinstrumente im Sinne des IAS 39 erfüllen, werden als Handelsgeschäfte qualifiziert und der Kategorie "At Fair Value through Profit or Loss" (Held-for-Trading) zugeordnet. Marktwertänderungen werden in der laufenden Periode in voller Höhe ergebniswirksam erfasst und im Finanzergebnis ausgewiesen.
Die Bewertung der Derivate erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Marktwert und wird anhand anerkannter finanzmathematischer Methoden ermittelt. Die Basis dazu bilden die zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten (Zinssatz, Wechselkurse, …). Zur Bewertung von Devisentermingeschäften wird der Terminkurs des Bilanzstichtages herangezogen. Bei vorliegenden positiven Marktwerten wird durch ein sogenanntes credit value adjustment (CVA) die Bonität des Vertragspartners in die Bewertung miteinbezogen. Bei negativen Marktwerten wird ein debit value adjustment (DVA) abgeschlagen, um das eigene Ausfallsrisiko zu berücksichtigen. Zur Schätzung der Bewertung werden eigene Modelle verwendet. Diese werden mittels Bankbewertungen verplausibilisiert.
| 31.12.2017 | Währung | Nominalbetrag in 1000 Landeswährung |
Marktwerte in TEUR |
Exposures in TEUR |
Laufzeit bis 1 Jahr |
Laufzeit 1- 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Devisentermingeschäfte | USD | 151.000 | 8.790 | 150.762 | 116.000 | 35.000 |
| JPY | 3.796.470 | -1.600 | 40.260 | 3.796.470 | 0 | |
| CAD | 41.100 | 577 | 50.252 | 41.100 | 0 | |
| GBP | 36.650 | 707 | 70.694 | 36.650 | 0 | |
| CHF | 15.550 | 960 | 23.343 | 15.550 | 0 | |
| SEK | 107.800 | 282 | 26.941 | 107.800 | 0 | |
| DKK | 0 | 0 | 3.600 | 0 | 0 | |
| PLN | 28.900 | -117 | 11.335 | 28.900 | 0 | |
| NOK | 56.200 | 267 | 9.973 | 56.200 | 0 | |
| CZK | 160.700 | -90 | 10.478 | 160.700 | 0 | |
| ZAR | 65.000 | 20 | 21.299 | 65.000 | 0 | |
| CNY | 40.770 | -8 | 5.000 | 40.770 | 0 | |
| Zinsswaps | 27.357 | -593 | 0 | 861 | 26.496 |
Nachfolgende als Sicherungsinstrumente eingesetzte, derivative Finanzinstrumente werden zum 31.12.2017 eingesetzt:
| 31.12.2016 | Währung | Nominalbetrag in 1000 Landeswährung |
Marktwerte in TEUR |
Exposures in TEUR |
Laufzeit bis 1 Jahr |
Laufzeit 1- 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Devisentermingeschäfte | USD | 135.800 | -4.625 | 183.020 | 118.800 | 17.000 |
| JPY | 2.591.755 | -551 | 41.064 | 2.591.755 | 0 | |
| CAD | 50.700 | -634 | 56.570 | 49.700 | 1.000 | |
| GBP | 40.250 | 2.637 | 69.359 | 39.250 | 1.000 | |
| CHF | 18.900 | -198 | 23.848 | 18.900 | 0 | |
| SEK | 111.600 | 72 | 19.941 | 111.600 | 0 | |
| DKK | 10.250 | 0 | 2.694 | 10.250 | 0 | |
| PLN | 19.250 | 61 | 10.428 | 19.250 | 0 | |
| NOK | 48.200 | -72 | 8.160 | 48.200 | 0 | |
| CZK | 83.450 | 9 | 9.123 | 83.450 | 0 | |
| ZAR | 50.000 | -60 | 19.585 | 50.000 | 0 | |
| CNY | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Zinsswaps | 35.718 | -989 | 0 | 854 | 34.864 |
Bei folgenden derivativen Finanzinstrumenten konnte keine Sicherungsbeziehung hergestellt werden:
| 31.12.2017 | Nominalbetrag in 1000 | Marktwerte | Laufzeit | Laufzeit |
|---|---|---|---|---|
| Landeswährung | in TEUR | bis 1 Jahr | 1- 5 Jahre | |
| Zinsswaps | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 31.12.2016 | Nominalbetrag in 1000 | Marktwerte | Laufzeit | Laufzeit |
| Landeswährung | in TEUR | bis 1 Jahr | 1- 5 Jahre | |
| Zinsswaps | 20.000 | -147 | 20.000 | 0 |
Die Zielsetzung des Konzerns ist es, eine starke Kapitalstruktur beizubehalten, um das Vertrauen der Anleger, Gläubiger und der Märkte zu wahren und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens sicherzustellen. Der Vorstand überwacht regelmäßig die Kapitalrendite sowie die Höhe der Dividenden, die an die Halter der Stammaktien ausgeschüttet werden.
Die Strategie der KTM Industries-Gruppe zielt darauf ab, dass die KTM Industries AG und die anderen Konzerngesellschaften eine den lokalen Anforderungen entsprechende Eigenkapitalausstattung haben. Die Steuerung des Kapitalmanagements erfolgt im Wesentlichen anhand der Kennzahlen Eigenkapitalquote, Nettoverschuldung, Gearing sowie der dynamischen Verschuldung. Einige Darlehensverträge enthalten Financial Covenants, hinsichtlich Eigenkapitalquote und dynamischer Verschuldung deren Nichteinhaltung zu einer vorzeitigen Rückzahlung der Finanzverbindlichkeiten führen würde. Im Berichtsjahr wurden alle Financial Covenants erfüllt.
Die Eigenkapitalquote stellt sich wie folgt dar:
| TEUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 528.579 | 454.937 |
| Bilanzsumme | 1.465.153 | 1.423.759 |
| Eigenkapitalquote | 36,1% | 32,0% |
Die Nettoverschuldung definiert sich aus den kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten (Anleihen, Krediten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie sonstige verzinsliche Schulden) abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die Zielsetzung liegt dabei in der langfristigen Liquiditätssicherung, der effizienten Inanspruchnahme von Fremdfinanzierungen sowie der finanziellen Risikobegrenzung bei gleichzeitiger Optimierung der Rendite.
| TEUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 372.541 | 457.475 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 171.494 | 190.700 |
| 544.035 | 648.175 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -169.068 | -283.578 |
| Nettoverschuldung | 374.967 | 364.597 |
Die Kennzahlen "Gearing" (Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital) sowie die Kennzahl "dynamische Verschuldung" (Verhältnis Nettoverschuldung zum EBITDA) für die Überwachung des Kapitals stellen sich wie folgt dar:
| TEUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 528.579 | 454.937 |
| Nettoverschuldung | 374.967 | 364.597 |
| Gearing | 70,9% | 80,1% |
| TEUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| Nettoverschuldung | 374.967 | 364.597 |
| EBITDA | 218.937 | 198.437 |
| Dynamische Verschuldung | 1,7 | 1,8 |
Die Finanzierungleasingverhältnisse in der KTM Industries-Gruppe betreffen Maschinen mit einer Laufzeit von 3-7 Jahren. Im Geschäftsjahr 2017 sind Zinszahlungen in Höhe von TEUR 28 (Vorjahr: TEUR 15) angefallen. Der Buchwert stellt sich wie folgt dar:
| MASCHINEN TEUR |
2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Anschaffungswert | 7.029 | 4.743 |
| Kumulierte Abschreibung | -3.750 | -2.936 |
| Buchwert | 3.279 | 1.807 |
Der Barwert der Mindestleasingzahlungen stellt sich wie folgt dar:
| TEUR | Leasingzahlungen | Zinszahlungen | Barwert |
|---|---|---|---|
| 2017 | |||
| Bis zu 1 Jahr | 1.040 | 27 | 1.013 |
| Länger als 1 Jahr und bis zu 5 Jahre | 2.109 | 28 | 2.081 |
| Über 5 Jahre | 0 | 0 | 0 |
| GESAMT | 3.149 | 55 | 3.094 |
| 2016 | |||
| Bis zu 1 Jahr | 590 | 17 | 573 |
| Länger als 1 Jahr und bis zu 5 Jahre | 1.091 | 23 | 1.068 |
| Über 5 Jahre | 0 | 0 | 0 |
| GESAMT | 1.681 | 40 | 1.641 |
Die Zahlungsverpflichtungen aus Finanzierungsleasing werden in der Konzernbilanz unter den Finanzverbindlichkeiten, siehe Punkt 33., ausgewiesen.
Neben den Finanzierungsleasingverhältnissen gibt es in der KTM Industries-Gruppe Miet- bzw. Leasingverhältnisse, die nach ihrem wirtschaftlichen Gehalt als Operating-Leasingverhältnisse zu klassifizieren sind. Die Definition für Aufwendungen aus Operating-Leasingverhältnissen wurde konzerneinheitlich definiert. Die Angabe umfasst auch langfristige Mieten für Grundstücke bzw. Superädifikate und Gebäude. Die Leasingverträge beinhalten Leasingraten, die meist auf variablen Miet- bzw. Leasingzinsen basieren.
Zahlungen aus als Aufwand erfassten Leasingzahlungen (Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen) aus Operatingleasingverhältnissen betragen im Geschäftsjahr 2017 TEUR 14.079 (Vorjahr: TEUR 13.906).
Die Nutzung von nicht im Sachanlagevermögen ausgewiesenen Miet- und Leasinggegenständen (im Wesentlichen, die Miete von Grundstücken, Betriebs- und Verwaltungsgebäuden und Lagerplätzen, sowie Leasing von CNC-Maschinen, KFZ- und EDV-Ausstattung) bringt Verpflichtungen gegenüber Dritten von TEUR 77.167 (Vorjahr: TEUR 67.964) mit sich, welche wie folgt fällig werden:
| TEUR | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Bis zu 1 Jahr | 18.120 | 15.013 |
| Länger als 1 Jahr und bis zu 5 Jahre | 48.727 | 42.633 |
| Über 5 Jahre | 10.320 | 10.318 |
| 77.167 | 67.964 |
Die ausgewiesenen Aufwendungen beinhalten keine wesentlichen bedingten Mietzahlungen oder Zahlungen aus Untermietverhältnissen.
Nach den Vorschriften des IAS 24 sind Angaben über Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu machen. Die Aktien der KTM Industries AG werden zum Stichtag 31. Dezember 2017 zu 63,61 % von der Pierer Konzerngesellschaft mbH gehalten. Weitere 5,42% werden von der Pierer Beteiligungs GmbH gehalten, welche zu 100 % im Besitz der Pierer Konzerngesellschaft mbH ist. Alleiniger Gesellschafter der Pierer Konzerngesellschaft mbH ist Herr Dipl.-Ing. Stefan Pierer.
Herr Dipl.-Ing. Stefan Pierer übte folgende wesentliche Organfunktionen im Pierer Konzerngesellschaft mbH-Konzern zum 31.12.2017 aus:
Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden im KTM Industries-Konzern nach "Gesellschafter nahe Unternehmen", "Assoziierte Unternehmen" und "sonstige Unternehmen" gruppiert.
Die KTM Industries AG steht mit der Pierer Konzerngesellschaft mbH, dem obersten Konzernmutterunternehmen, und deren Tochterunternehmen in einem Konzernverhältnis und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Sämtliche Unternehmen, die in den Konzernabschluss der Pierer Konzerngesellschaft mbH einbezogen und von der Pierer Konzerngesellschaft mbH beherrscht oder maßgeblich beeinflusst werden, sind als nahestehende Unternehmen in der Kategorie "Gesellschafter nahe Unternehmen" ausgewiesen.
Assoziierte Unternehmen können dem Beteiligungsspiegel (siehe Kapitel XII) entnommen werden und betreffen alle nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen.
Als sonstige Unternehmen werden alle Unternehmen definiert, welche vom Key-Management beherrscht werden. Als Key-Management definiert die KTM Industries AG prinzipiell Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates und gegebenenfalls weitere Manager in Schlüsselpositionen, die einen maßgeblichen Einfluss an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen auf den Konzern ausüben können. Zudem werden auch Familienangehörige des Key-Managements und deren Unternehmen berücksichtigt.
Im Geschäftsjahr 2017 und im Vorjahr gab es keine Transaktionen mit nahestehenden Personen (ausgenommen Vorstands- und Aufsichtsratsbezüge, siehe Punkt 52.). Die Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen stellen sich gemäß der beschriebenen Gruppierung wie folgt dar:
| TEUR | Gesellschafter nahe Unternehmen | Assoziierte Unternehmen | Sonstige Unternehmen | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
| Forderungen | 18.727 | 1.198 | 31.337 | 2.978 | 222 | 6.740 |
| Verbindlichkeiten | -14.327 | -2.909 | -2.774 | -3.488 | -5.403 | -603 |
| Perpetual Bond | -70.000 | -60.000 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erlöse | 639 | 7.229 | 93.527 | 6.833 | 350 | 7.483 |
| Aufwendungen | -25.646 | -6.759 | -22.291 | -14.807 | -101.345 | -71.505 |
| Dividende | -7.307 | -5.202 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Sämtliche Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen erfolgten zu marktüblichen Bedingungen. Wesentliche Geschäftsbeziehungen werden nachfolgend erläutert:
Die KTM Industries AG, die Pankl Racing Systems AG sowie die WP Performance Systems GmbH sind seit Veranlagung 2014 Gruppenmitglied der Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG der Pierer Konzerngesellschaft mbH, Wels. Die KTM AG bildet seit 2017 eine Gruppe im Sinne des österreichischen Körperschaftssteuergesetzes. Die steuerlichen Ergebnisse der Gruppenmitglieder werden dem Gruppenträger zugerechnet. Die zu leistenden Steuerumlagen zwischen dem Gruppenträger und jedem einzelnen Gruppenmitglied wurde in Form von einer Gruppen- und Steuerumlagevereinbarung geregelt. Ein steuerlicher Verlust inklusive der beteiligten Tochtergesellschaften wird evident gehalten und mit künftigen steuerlichen Gewinnen verrechnet. Für bei Beendigung des Vertrages nicht verrechnete Verluste ist eine Ausgleichszahlung vereinbart.
Im Geschäftsjahr 2017 sind mit der Pierer Konzerngesellschaft mbH insgesamt Aufwendungen in Höhe von TEUR 16.980 entstanden. Zum Bilanzstichtag bestehen offene Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 14.091 und betreffen im Wesentlichen Steuerumlagen.
Zur Stärkung des Eigenkapitals der Pankl-Gruppe hat die Pankl Racing Systems AG im Oktober 2017 eine nachrangige 5,00% Anleihe ohne feste Laufzeit (Perpetual Bond) in Höhe von TEUR 10.000 begeben. Die Anleihe wurde von der Pierer Konzerngesellschaft mbH gezeichnet.
Die KTM Industries AG begab im Vorjahr einen Perpetual Bond (5,00% Verzinsung) in Höhe von TEUR 60.000 und diente im Wesentlichen zur Finanzierung der in 2016 durchgeführten Erwerbe in ihre Kernbeteiligungen KTM, Pankl und WP. Diese ewige Anleihe wurde von der Pierer Industrie AG gezeichnet und wird im Eigenkapital der Gruppe ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2017 erfolgte eine Ausschüttung von TEUR 3.000.
Gegenüber der PIERER IMMOREAL GmbH besteht eine kurzfristige Finanzierungsforderung in Höhe von TEUR 18.707 (Vorjahr: TEUR 0), welche zu fremdüblichen Konditionen verzinst ist.
Im Geschäftsjahr 2017 erhielten die Pierer Industrie AG und die Pierer Konzerngesellschaft mbH Dividenden von der KTM Industries AG in Höhe von TEUR 4.307 (Vorjahr: TEUR 5.202) aus dem vorangegangenen Geschäftsjahr 2016.
Zudem erbrachte die Wohnbau-west Bauträger Gesellschaft m.b.H., ein Tochterunternehmen der Pierer Konzerngesellschaft mbH, als Generalunternehmer Leistungen im Zusammenhang mit der Planung, Errichtung und Erweiterung des KTM-Logistikzentrums in Munderfing für die KTM Logistikzentrum GmbH. Die erbrachten Bauleistungen betragen TEUR 6.508 (Vorjahr: TEUR 0).
Herr Mag. Gerald Kiska gehört dem Aufsichtsrat der KTM Industries AG an und ist als geschäftsführender Gesellschafter der Kiska GmbH tätig. Für Leistungen der Kiska GmbH sind im abgelaufenen Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von TEUR 20.229 (Vorjahr: TEUR 13.852) sowie Erlöse in Höhe von TEUR 962 (Vorjahr: TEUR 620) angefallen. Gegenüber der Gesellschaft bestanden zum 31.12.2017 offene Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.526 (Vorjahr: TEUR 3.488).
An der in 2015 gegründeten Mattighofen Museums-Immobilien GmbH (nunmehr: KTM MOTOHALL GmbH) sind die Pierer Konzerngesellschaft GmbH mit 51% und die KTM Immobilien GmbH mit 49% beteiligt. Zum 31.12.2017 bestehen Forderungen in der Höhe von TEUR 3.107 (Vorjahr: TEUR 17) gegenüber der Gesellschaft. Die KTM Immobilien GmbH leistete im Vorjahr einen anteiligen Gesellschafterzuschuss in Höhe von TEUR 2.300 an die KTM MOTOHALL GmbH.
An die KTM New Zealand Ltd. und die KTM MIDDLE EAST AL SHAFAR LLC, zwei ehemalige Generalimporteure der KTM Gruppe, die nach der Equity-Methode bilanziert wurden, erfolgten fremdübliche Lieferungen von Motorrädern und Ersatzteilen. Im Geschäftsjahr 2017 wurde die Beteiligung an der KTM MIDDLE EAST AL SHAFAR LLC verkauft. Weiters wurden 26% an der Motorcycle Distributors Australia Pty Ltd. erworben, welche die Importeursfunktion für den australischen und neuseeländischen Markt übernimmt. Die KTM New Zealand Ltd. wurde im Juli 2017 in eine Tochtergesellschaft der Motorcycle Distributors Australia Pty Ltd. verschmolzen.
An KTM-Händler, an denen die KTM Gruppe Minderheitenanteile hält und die als nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen (im Vorjahr sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte) bilanziert werden, erfolgen fremdübliche Lieferungen von Motorrädern und Ersatzteilen.
Die KTM Asia Motorcycle Manufacturing Inc., Philippinen, wurde im Juni 2016 gemeinsam mit dem Partner Ayala Corp. gegründet. Die Beteiligung der KTM Gruppe beträgt 26%. Die Gesellschaft übernimmt seit Mitte 2017 die CKD (Completely-Knocked-Down) Assemblierung für KTM-Motorräder auf den Philippinen. Im Vorjahr war die Gesellschaft noch nicht operativ tätig.
Seit dem Jahr 2007 besteht eine Kooperation mit der indischen Bajaj-Gruppe. Die Bajaj-Gruppe ist der zweitgrößte Hersteller in Indien mit einem Absatz von ca. 3,67 Mio. Motorrädern und Three-Wheelern im letzten Geschäftsjahr (Bilanzstichtag 31.3.2017). Den Schwerpunkt der Zusammenarbeit bildet die gemeinsame Entwicklung von Street-Motorrädern im Einstiegssegment, welche in Indien produziert und unter der Marke KTM von beiden Unternehmen in ihren Stammmärkten vertrieben werden.
Der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates, Herr Rajiv Bajaj, ist Geschäftsführer der Bajaj Auto Ltd., Pune, Indien. Das Aufsichtsratsmitglied Herr Srinivasan Ravikumar ist Director der Bajaj Auto International Holdings B.V., Amsterdam, Niederlande und President of Business Development and Assurance der Bajaj Auto Ltd. Die Bajaj Auto International Holdings B.V., Amsterdam, Niederlande, ein Tochterunternehmen der Bajaj Auto Ltd., Pune, Indien, hält zum 31.12.2017 47,99 % an der KTM AG. Gegenüber der Bajaj Auto Ltd., Pune, Indien, besteht zum Bilanzstichtag eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 5.389 sowie eine Forderung in Höhe von TEUR 221 (Vorjahr: Forderung in Höhe von TEUR 4.255 sowie eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 2). Die Bajaj Auto International Holdings B.V. gewährte der KTM AG vom 24.10.2016 bis zum 22.12.2016 sowie vom 11.01.2017 bis zum 07.04.2017 jeweils ein kurzfristiges, fremdüblich verzinstes Darlehen in Höhe von jeweils TEUR 10.000. Zudem sind aus der Kooperation mit der Bajaj-Gruppe Aufwendungen in Höhe von TEUR 99.173 (Vorjahr: TEUR 65.452) entstanden.
Die KTM AG gewährte der TRUE Management & Investment GmbH, welche im Einflussbereich des Vorstandsmitglieds Herr Ing. Mag. Hubert Trunkenpolz steht, ein fremdüblich verzinstes Darlehen mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2017 und jährlichen Verlängerungsoptionen bis längstens 28.2.2018. Das Darlehen wurde im März 2017 vorzeitig getilgt. Zum Stichtag 31.12.2016 waren TEUR 100 an Darlehensforderungen angesetzt.
Als jeweils kollektivvertretungsbefugte Vorstandsmitglieder waren nachstehende Herren bestellt:
Dipl.-Ing. Stefan P i e r e r , CEO Mag. Friedrich R o i t h n e r , CFO Ing. Alfred H ö r t e n h u b e r (bis zum 31.12.2017) Mag. Wolfgang P l a s s e r Dipl. Ing. Harald P l ö c k i n g e r (ab 1.1.2018) Ing. Mag. Hubert T r u n k e n p o l z (ab 1.1.2018)
Als Mitglieder des Aufsichtsrats waren nachstehende Herren bestellt:
Josef B l a z i c e k , Vorsitzender Dr. Ernst C h a l u p s k y , Stellvertreter des Vorsitzenden Mag. Gerald K i s k a Mag. Klaus R i n n e r b e r g e r
Die Vergütung für den Vorstand 2017 der KTM Industries AG beinhaltet Gehälter, Sachleistungen, Prämien sowie Leistungen an die betriebliche Mitarbeitervorsorgekasse und betrug TEUR 4.209 (Vorjahr: TEUR 3.840). Weiters erhielten die Mitglieder des Vorstandes Bezüge aus Vorperioden in Höhe von TEUR 79. Darüber hinaus bestehen keine Vereinbarungen über eine betriebliche Altersversorgung für den Vorstand und es wurden im Geschäftsjahr 2017 keine Pensionskassenzahlungen an den Vorstand geleistet.
Für das Geschäftsjahr 2017 (Auszahlung im Geschäftsjahr 2018) wird eine Vergütung an den Aufsichtsrat der KTM Industries AG von insgesamt TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 28) vorgeschlagen.
Zum Bilanzstichtag bestehen keine Kredite und Vorschüsse an die Mitglieder des Aufsichtsrats der KTM Industries AG.
Die KTM Industries AG hat am 3. Jänner 2018 bekannt gegeben, ein Angebot zur Beendigung der Handelszulassung gemäß § 38 Abs 6 bis 8 BörseG 2018 iVm dem 5. Teil des Übernahmegesetzes an die Aktionäre der Pankl Racing Systems AG zu stellen. Mit dem Angebot wird eine Beendigung der Handelszulassung der Aktien der Pankl Racing Systems AG an der Wiener Börse beabsichtigt.
Das Angebot ist auf den Erwerb aller Aktien der Zielgesellschaft gerichtet, die nicht von der KTM Industries AG oder von mit ihr gemeinsam vorgehenden Rechtsträgern gehalten werden. Das Angebot ist somit auf den Erwerb von 95.235 Aktien der Zielgesellschaft gerichtet. Der Angebotspreis beträgt EUR 42,18 cum Dividende 2017 je auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktie der Zielgesellschaft. Die Annahmefrist läuft vom 2. Februar 2018 bis einschließlich 23. März 2018 (17:00 Uhr - Ortszeit Wien). Mit Bescheid der Wiener Börse AG vom 19. Februar 2018 wird der letzte Handelstag der Pankl Racing Systems AG-Aktien der 31. Mai 2018 sein.
Um das weitere Wachstum der KTM Industries-Gruppe abzusichern und Synergiepotenzial zu realisieren, wurde die WP-Gruppe als wichtigster Zulieferant der Motorradproduktion in Mattighofen im Jänner 2018 vollständig in die KTM AG integriert. Die KTM AG hält nun direkt 99,9% an der WP-Gruppe.
Die KTM Industries AG wurde im Februar 2018 darüber informiert, dass die Pierer Beteiligungs GmbH im Rahmen einer prospektfreien internationalen Privatplatzierung an qualifizierte Anleger 15.884.217 Aktien der KTM Industries AG veräußert hat. Dies entspricht einer Beteiligung am Grundkapital der Gesellschaft von rund 7,0%. Zusätzlich wurden 2.146.722 Aktien, das sind rund 1,0% des Grundkapitals der Gesellschaft, von Dritten mitveräußert. Die Pierer Konzerngesellschaft mbH hält weiterhin eine Beteiligung in Höhe von rund 63,0 % des Grundkapitals der KTM Industries AG.
Der Beteiligungsspiegel enthält alle Gesellschaften, die neben den Mutterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wurden.
| Erstkonso | 31.12.17 | 31.12.16 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| liederungs | Anteilshöhe | Konsolidie | Anteilshöhe | Konsolidie | |
| Gesellschaft | zeitpunkt | % | rungsart | % | rungsart |
| Vollkonsolidierte Gesellschaften: | |||||
| Pankl Racing Systems AG, Kapfenberg | 1.1.2008 | 94,53 | KVI | 94,53 | KVI |
| Pankl Engine Systems GmbH & Co KG, Bruck an der Mur | - | - | - | 94,53 | KVI |
| Pankl Drivetrain Systems GmbH & Co KG, Kapfenberg | - | - | - | 94,53 | KVI |
| Pankl Racing Systems UK Ltd., Bicester, Großbritannien | 1.1.2008 | 94,53 | KVA | 94,53 | KVA |
| Pankl Holdings, Inc., Irvine, USA | 1.1.2008 | 94,53 | KVA | 94,53 | KVA |
| Capital Technology Beteiligungs GmbH, Bruck an der Mur | - | - | - | 94,53 | KVI |
| CP-CARRILLO, Inc., Irvine, USA | 1.1.2008 | 94,53 | KVA | 94,53 | KVA |
| Pankl Emisson Control Systems GmbH, Kapfenberg | - | - | - | 94,53 | KVI |
| Pankl Aerospace Systems Inc., Cerritos, USA | 1.1.2008 | 94,53 | KVA | 94,53 | KVA |
| Pankl Systems Austria GmbH, Kapfenberg | 1.1.2008 | 94,53 | KVI | 94,53 | KVI |
| Pankl Schmiedetechnik GmbH & Co KG, Kapfenberg | - | - | - | 94,53 | KVI |
| Pankl Aerospace Systems Europe GmbH, Kapfenberg | 1.1.2008 | 94,53 | KVI | 94,53 | KVI |
| Pankl Automotive Slovakia s.r.o., Topolcany, Slowakei | 1.1.2008 | 94,53 | KVA | 94,53 | KVA |
| Pankl Japan Inc., Tokyo, Japan | 31.12.2017 | 94,53 | KVA | 94,53 | KOA |
| Pankl Turbosystems GmbH (vormals: Pankl - APC Turbosystems GmbH), Mannheim, Deutschland |
28.9.2012 | 66,17 | KVA | 66,17 | KVA |
| W Verwaltungs AG (vormals: WP AG), Wels | 30.6.2005 | 88,26 | KVI | 88,26 | KVI |
| WP Performance Systems GmbH, Munderfing | 30.11.2007 | 88,26 | KVI | 88,26 | KVI |
| WP Cooling Systems (Dalian) Co., Ltd., Dalian, China | 31.12.2017 | 88,26 | KVA | 88,26 | KOA |
| WP Components GmbH, Munderfing | 31.12.2009 | 88,26 | KVI | 88,26 | KVI |
| WP Immobilien GmbH, Munderfing | 30.4.2005 | 82,97 | KVI | 82,97 | KVI |
| K KraftFahrZeug Holding GmbH, Wels | 30.9.2010 | 100,00 | KVI | 100,00 | KVI |
| KTM AG, Mattighofen | 31.5.2005 | 51,68 | KVI | 51,67 | KVI |
| KTM Immobilien GmbH, Mattighofen | 31.5.2005 | 51,87 | KVI | 51,86 | KVI |
| KTM North America, Inc., Amherst, Ohio, USA | 31.5.2005 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| KTM-Motorsports Inc., Amherst, Ohio, USA | 31.5.2005 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| KTM Japan K.K. (vormals: KTM-Sportmotorcycle Japan K.K.), Tokyo, Japan |
31.5.2005 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| KTM-Racing AG, Frauenfeld, Schweiz | 31.5.2005 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| KTM-Sportcar GmbH, Mattighofen | 31.5.2005 | 51,68 | KVI | 51,67 | KVI |
| KTM Motorcycles S.A. Pty. Ltd., Northriding, Südafrika | 1.3.2009 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| KTM Sportmotorcycle Mexico C.V. de S.A., Lerma, Mexiko | 1.6.2009 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| KTM South East Europe S.A., Elefsina, Griechenland | 1.11.2010 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| KTM Sportmotorcycle GmbH, Mattighofen | 31.3.2011 | 51,68 | KVI | 51,67 | KVI |
| KTM-Sportmotorcycle India Private Limited, Pune, Indien | 1.6.2012 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| Husqvarna Motorcycles GmbH, Mattighofen | 1.1.2013 | 51,68 | KVI | 51,67 | KVI |
| Erstkonso | 31.12.17 | 31.12.16 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| liederungs | Anteilshöhe | Konsolidie | Anteilshöhe | Konsolidie | |
| Gesellschaft | zeitpunkt | % | rungsart | % | rungsart |
| KTM-Sportmotorcycle Deutschland GmbH, Ursensollen, Deutschland |
31.12.2013 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| KTM Switzerland Ltd, Frauenfeld, Schweiz | 31.12.2013 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| KTM-Sportmotorcycle UK Limited, Brackley, | 31.12.2013 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| Großbritannien | |||||
| KTM-Sportmotorcycle Espana S.L., Terrassa, Spanien | 31.12.2013 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| KTM-Sportmotorcycle France SAS, Saint Priest, Frankreich |
31.12.2013 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| KTM-Sportmotorcycle Italia s.r.l., Meran (vormals: Gorle), Italien |
31.12.2013 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| KTM-Sportmotorcycle Nederland B.V., Malden, Niederlande |
31.12.2013 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| KTM-Sportmotorcycle Scandinavia AB, Örebro, Schweden |
31.12.2013 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| KTM-Sportmotorcycle Belgium S.A., Wavre, Belgien | 31.12.2013 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| KTM Canada Inc., St-Bruno, Kanada | 31.12.2013 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| KTM Hungária Kft., Törökbálint, Ungarn | 31.12.2013 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| KTM Central East Europe s.r.o., Bratislava, Slowakei | 31.12.2013 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| KTM Österreich GmbH, Mattighofen | 31.12.2013 | 51,68 | KVI | 51,67 | KVI |
| KTM Nordic Oy, Vantaa, Finnland | 31.12.2013 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| KTM Sportmotorcycle d.o.o., Marburg, Slowenien | 31.12.2013 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| KTM Czech Republic s.r.o., Pilsen, Tschechien | 31.12.2013 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| KTM Sportmotorcycle SEA PTE. Ltd., Singapur, Singapur | 1.1.2014 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| Husqvarna Motorcycles Italia S.r.l., Meran (vormals: Albano Sant'Alessandro), Italien |
31.12.2013 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| Husqvarna Motorcycles Deutschland GmbH, Ursensollen, Deutschland |
31.12.2013 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| Husqvarna Motorcycles Espana S.L., Terrassa, Spanien | 31.12.2013 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| Husqvarna Motorcycles UK Ltd., Brackley, Großbritannien |
31.12.2013 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| Husqvarna Motorcycles France SAS, Saint Priest, Frankreich |
31.12.2013 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| HQV Motorcycles Scandinavia AB, Örebro, Schweden | 31.12.2013 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| Husqvarna Motorcycles North America, Inc., Murrieta, CA, USA |
1.12.2013 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| Husqvarna Motorsports, Inc., Murrieta, CA, USA | 1.4.2015 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| Husqvarna Motorcycles S.A. Pty. Ltd., Northriding, Südafrika |
1.4.2015 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| KTM Logistikzentrum GmbH, Mattighofen | 16.9.2016 | 48,56 | KVI | 48,56 | KVI |
| WP Performance Sports GmbH, Munderfing | 30.11.2016 | 51,68 | KVI | 61,18 | KVI |
| KTM Sportmotorcycle MEA DMCC, Dubai | 30.11.2016 | 51,68 | KVA | 51,67 | KVA |
| WP Suspension North America, Inc., Murrieta, CA, USA | 31.8.2017 | 51,68 | KVA | 88,26 | KOA |
| KTM do Brasil Ltda., Sao Paulo, Brasilien | 31.12.2017 | 51,68 | KVA | 51,67 | KOA |
| Erstkonso | 31.12.17 | 31.12.16 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesellschaft | liederungs zeitpunkt |
Anteilshöhe % |
Konsolidie rungsart |
Anteilshöhe % |
Konsolidie rungsart |
|
| PF Beteiligungsverwaltungs GmbH, Wels | 31.12.2016 | 100,00 | KVI | 100,00 | KVI | |
| KTM Technologies GmbH, Anif | 1.10.2008 | 74,00 | KVI | 38,24 | KVI | |
| Assoziierte Unternehmen: | ||||||
| KTM New Zealand Ltd., Auckland, Neuseeland 2) | - | - | - | 13,43 | KEA | |
| KTM MIDDLE EAST AL SHAFAR LLC, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate |
- | - | - | 12,92 | KEA | |
| Motorcycle Distributors Australia Pty Ltd.,West Perth, Australia |
- | 13,44 | KEA | - | - | |
| KTM Asia Motorcycle Manufacturing Inc., Binan, Laguna, Philippines |
- | 17,57 | KEA | 17,57 | KEA | |
| KTM Wien GmbH, Vösendorf | - | 13,44 | KEI | 39,27 | KOI | |
| KTM Braumandl GmbH, Wels | - | 13,44 | KEI | 13,43 | KOI | |
| MX - KTM Kini GmbH, Wiesing | - | 13,44 | KEI | 13,43 | KOI | |
| KTM Regensburg GmbH, Regensburg, Deutschland | - | 13,44 | KEA | 13,43 | KOA | |
| Cero Design Studio S.L., Barcelona, Spanien | - | 13,44 | KEA | 13,43 | KOA | |
| Kiska GmbH, Anif | - | 26,00 | KEI | 13,43 | KEI | |
| KTM MOTOHALL GmbH (vormals: Mattighofen Museums-Immobilien GmbH), Mattighofen |
- | 25,42 | KEI | 25,41 | KEI | |
| PEXCO GmbH, Schweinfurt, Deutschland | - | 49,90 | KEA | - | - | |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte: | ||||||
| Wethje Carbon Composites GmbH, Hengersberg, Deutschland | - | 8,36 | KOA | 17,97 | KOA | |
| Wethje Immobilien GmbH, Vilshofen-Pleinting, Deutschland | - | 13,86 | KOA | 22,89 | KOA | |
| AGM Durmont Austria GmbH, (vormals: Durmont Teppichbodenfabrik GmbH), Hartberg |
- | - | - | 24,00 | KOI | |
| AC styria Mobilitätscluster GmbH (vormals: ACstyria Autocluster GmbH), Grambach |
- | 12,33 | KOI | 12,33 | KOI | |
| KTM Australia Pty Ltd., Perth, Australien 1) | - | - | - | 51,67 | KOA | |
| A + U Management GmbH (vormals: KTM Finance GmbH), Frauenfeld, Schweiz |
- | - | - | 51,67 | KOA | |
| KTM Events & Travel Service AG, Frauenfeld, Schweiz | - | - | - | 51,67 | KOA | |
| Project Moto Rütter & Holte GmbH, Oberhausen, Deutschland | - | - | - | 13,43 | KOA | |
| Kiska Inc., Murrietta, USA | - | - | - | 26,35 | KOA | |
| WP Suspension B.V., Malden, Niederlande 1) | - | - | - | 88,26 | KOA | |
| WP Germany GmbH, Ursensollen, Deutschland 3) | - | 88,26 | KOA | 88,26 | KOA |
1) im Geschäftsjahr 2017 liquidiert
2) Verschmelzung in Motorcycle Distributors Australia Pty Ltd.
3) in Liquidation
Der Konzernabschluss wird am 19.3.2018 (Vorjahr: 21.3.2017) vom Vorstand zur Prüfung durch den Aufsichtsrat, zur Vorlage an die Hauptversammlung und zur anschließenden Veröffentlichung freigegeben. Der Aufsichtsrat kann im Rahmen der ihm obliegenden Prüfung eine Änderung des Konzernabschlusses veranlassen.
Wels, am 7. März 2018
Der Vorstand der KTM Industries AG
Dipl.-Ing. Stefan Pierer, CEO Mag. Friedrich Roithner, CFO Mag. Wolfgang Plasser
Ing. Mag. Hubert Trunkenpolz DI Harald Plöckinger
Wir haben den Konzernabschluss der KTM Industries AG, Wels,
und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Siehe Anhang Note 24
Im Konzernabschluss der KTM Industries AG werden Firmenwerte in Höhe von MEUR 117,1 ausgewiesen.
Mindestens einmal jährlich und bei Vorliegen von Anhaltspunkten auf Wertminderungen werden Firmenwerte von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Hierfür ermittelt die KTM Industries AG den erzielbaren Betrag, der Wertmaßstab im Rahmen des Werthaltigkeitstests ist, anhand eines Discounted-Cashflow-Verfahrens. Die Werthaltigkeit der Firmenwerte wird jeweils gesondert für die Zahlungsmittelgenerierenden Einheiten "KTM", "Pankl" und "WP" überwacht. Das Ergebnis der Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelflüsse (unter Berücksichtigung von künftigen Umsatzwachstum, Ergebnismargen und langfristigen Wachstumsraten) sowie von den verwendeten Diskontierungszinssätzen abhängig und daher mit erheblicher Unsicherheit behaftet. Die Überprüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte ist komplex und beruht auf einer Reihe ermessensbehafteter Faktoren.
Das Risiko für den Abschluss besteht in einer Überbewertung dieser Vermögenswerte.
Die beim Werthaltigkeitstest zugrunde gelegten erwarteten Zahlungsmittelzu- und -abflüsse (Cashflows) haben wir mit der aktuellen vom Aufsichtsrat zur Kenntnis genommenen Vierjahresplanung abgeglichen sowie die Berechnungsmethodik beurteilt. Um die Angemessenheit der Planungen beurteilen zu können, haben wir uns ein Verständnis über den Planungsprozess verschafft und die verwendeten Annahmen und Ermessensentscheidungen mit der historischen Entwicklung abgeglichen. Wir haben die Annahmen und Ermessensentscheidungen in Gesprächen mit dem Management erörtert und uns in diesem Zuge ein Verständnis darüber verschafft, wie historische Erfahrungen die Planung des Managements beeinflussen.
Die bei der Bestimmung der Diskontierungszinssätze herangezogenen Annahmen haben wir durch Abgleich mit markt- und branchenspezifischen Richtwerten (Peer-Group-Daten) auf Angemessenheit beurteilt; darüber hinaus haben wir das zur Ermittlung der Diskontierungssätze verwendete Berechnungsschema nachvollzogen.
Durch eigene Sensitivitätsanalysen haben wir ermittelt, ob die getesteten Buchwerte bei möglichen Veränderungen der Annahmen in realistischen Bandbreiten noch ausreichend durch die jeweiligen erzielbaren Beträge gedeckt sind. Es wurde beurteilt, ob die langfristige Entwicklung des Rentabilitätsniveaus und der geplanten Investitionen in der Rentenphase konsistent und plausibel erscheinen.
Diese Prüfungshandlungen haben wir unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten vorgenommen.
Ferner haben wir geprüft, ob die Erläuterungen zur Bewertung der Firmenwerte im Konzernanhang vollständig und sachgerecht sind.
Siehe Anhang Note 23.
Im Konzernabschluss der KTM Industries AG wird die Marke "KTM" mit einem Buchwert von MEUR 61,1 ausgewiesen. Die Marke "KTM" stellt einen immateriellen Vermögenswert mit unbestimmter Nutzungsdauer dar.
Mindestens einmal jährlich und bei Vorliegen von Anhaltspunkten auf Wertminderungen wird die Marke von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Hierfür ermittelt die KTM Industries AG den erzielbaren Betrag, der Wertmaßstab im Rahmen des Werthaltigkeitstests ist, anhand der Lizenzpreisanalogie-Methode. Das Ergebnis der Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der künftigen Umsatzerlöse, der zugrunde gelegten Lizenzrate sowie dem verwendeten Diskontierungszinssatz abhängig und daher mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Die Überprüfung der Werthaltigkeit der Marke ist komplex und beruht auf einer Reihe ermessensbehafteter Faktoren.
Das Risiko für den Abschluss besteht in einer Überbewertung dieses Vermögenswertes.
Die beim Werthaltigkeitstest zugrunde gelegten erwarteten Umsatzerlöse (Cashflows) haben wir mit der aktuellen vom Aufsichtsrat zur Kenntnis genommenen Vierjahresplanung abgeglichen sowie die Berechnungsmethodik beurteilt. Um die Angemessenheit der Planung beurteilen zu können, haben wir uns ein Verständnis über den Planungsprozess verschafft und die verwendeten Annahmen und Ermessensentscheidungen mit der historischen Entwicklung abgeglichen. Wir haben die Annahmen und Ermessensentscheidungen in Gesprächen mit dem Management erörtert und uns in diesem Zuge ein Verständnis darüber verschafft, wie historische Erfahrungen die Planung des Managements beeinflussen.
Die bei der Bestimmung des Diskontierungszinssatzes und der Lizenzrate herangezogenen Annahmen haben wir durch Abgleich mit markt- und branchenspezifischen Richtwerten (Peer-Group-Daten) auf Angemessenheit beurteilt; darüber hinaus haben wir das zur Ermittlung des Diskontierungssatzes verwendete Berechnungsschema nachvollzogen.
Durch eigene Sensitivitätsanalysen haben wir ermittelt, ob der getestete Buchwert der Marke bei möglichen Veränderungen der Annahmen in realistischen Bandbreiten noch ausreichend durch den erzielbaren Betrag gedeckt ist. Wir haben beurteilt, ob die langfristige Entwicklung der erwarteten Umsatzerlöse in der Rentenphase konsistent und plausibel erscheint.
Diese Prüfungshandlungen haben wir unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten vorgenommen.
Ferner haben wir beurteilt, ob die Erläuterungen zur Bewertung der Marke mit unbestimmter Nutzungsdauer im Konzernanhang vollständig und sachgerecht sind.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichtes in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichtes durchgeführt.
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Konzernlagebericht festgestellt.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahres- bzw Konzernabschluss, den Lage- bzw Konzernlagebericht und die diesbezüglichen Bestätigungsvermerke. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.
In Verbindung mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald diese vorhanden sind und abzuwägen, ob sie angesichts des bei der Prüfung gewonnenen Verständnisses wesentlich in Widerspruch zum Konzernabschluss stehen oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 27. April 2017 als Abschlussprüfer gewählt und am 20. Dezember 2017 vom Aufsichtsrat mit der Konzernabschlussprüfung der KTM Industries AG beauftragt. Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 Abschlussprüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Konzernabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von den Konzernunternehmen gewahrt haben.
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Ernst Pichler. Linz, am 7. März 2018
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Ernst Pichler Wirtschaftsprüfer
| 1. Beschreibung des Geschäftsmodelles 150 | |
|---|---|
| 2. Umweltbelange 151 | |
| Effizienz beim Materialeinsatz151 | |
| Energie- und Transporteffizienz 152 | |
| Schadstoffausstoß der Produkte 153 | |
| 3. Sozialbelange 154 | |
| Produktqualität 154 | |
| Produktsicherheit 155 | |
| Regionalität / Zulieferbetriebe 157 | |
| 4. Arbeitnehmerbelange 158 | |
| Arbeitssicherheit / Mitarbeitergesundheit 158 | |
| Aus- und Weiterbildung 158 | |
| Mitarbeitergespräche 159 | |
| Mitarbeiterentwicklung 159 | |
| Führungskräfte 159 | |
| Lehrlinge159 | |
| Diversität 160 | |
| 5. Achtung der Menschenrechte 161 | |
| Verhaltenskodex (Code of conduct) 161 | |
| Faire Bezahlung und Arbeitsstandards in der Lieferkette 161 | |
| 6. Bekämpfung von Korruption 162 | |
| 7. Forschung und Entwicklung 162 |
(NICHTFINANZIELLER BERICHT GEM. §267A UGB)
Der vorliegende Nachhaltigkeitsbericht beinhaltet die Angaben gemäß Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (§267a UGB) für die KTM Industries-Gruppe. Laut §267a UGB sind wesentliche Auswirkungen aus der Geschäftstätigkeit, die sich auf Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange, die Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung beziehen, zu berichten. Dieser sogenannte konsolidierte nichtfinanzielle Bericht umfasst alle vollkonsolidierten Tochtergesellschaften von KTM Industries.
Die KTM Industries-Gruppe ist eine führende europäische Fahrzeug-Gruppe mit dem strategischen Fokus auf das globale Sportmotorradsegment und den automotiven high-tech Komponentenbereich. Innerhalb der Gruppe besteht ein hoher Grad an technologischer Vernetzung, welcher in Europa in dieser Form einzigartig ist. Strategische Partnerschaften auf operativer Ebene stärken die Wettbewerbsfähigkeit in unseren relevanten Märkten.
All diese Faktoren sind die Grundlage für den hohen Innovationsgrad der KTM Industries-Gruppe und sichern den organischen Wachstumskurs nachhaltig ab.
Die operative KTM-Gruppe, mit Sitz in Mattighofen, Österreich, betreibt Entwicklung, Erzeugung und Vertrieb von motorisierten Freizeitgeräten (Power Sports), insbesondere unter den Marken "KTM" und "Husqvarna". Seit dem Jahr 2007 kooperiert KTM mit der indischen Bajaj-Gruppe.
Die WP-Gruppe ist im Motorrad-Zuliefer-Bereich tätig. Die WP-Gruppe entwickelt, produziert und vertreibt, an ihrem Sitz in Munderfing, Österreich, Federungselemente, Rahmen, Kühler sowie Auspuffsysteme. Um das weitere Wachstum der KTM Industries-Gruppe abzusichern und Synergiepotenziale zu realisieren wurde die WP-Gruppe als wichtigster Zulieferant der Motorradproduktion in Mattighofen im Jänner 2018 voll in die KTM AG integriert.
Die Pankl-Gruppe ist ein international führender Hersteller von mechanischen Systemen im Hochtechnologiebereich für dynamische Komponenten in den weltweiten Nischenmärkten der Rennsport-, Luxusautomobil- und Luftfahrtindustrie.
Zur Bestimmung der wesentlichen Inhalte für den Nachhaltigkeitsbericht haben wir unter Einbezug interner Experten unserer Tochtergesellschaften eine Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt. Danach haben wir diejenigen Themen in Bezug auf Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange, Achtung der Menschenrechte und Bekämpfung von Korruption identifiziert, die Auswirkungen aus unserer Tätigkeit darstellen sowie für unseren langfristigen Geschäftserfolg relevant sind. In den nachfolgenden Kapiteln werden diese Themen unter Bezugnahme auf die Konzepte, Risiken, Due-Diligence-Prozesse und Maßnahmen sowie Ergebnisse und Leistungsindikatoren, beschrieben.
Die KTM Industries AG legt bei der Entwicklung und Produktion ihrer Produkte höchsten Wert auf den effizienten und ressourcenschonenden Einsatz von Werkstoffen und einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt. Durch die Erkenntnis, dass auch unsere Umwelt als ein begrenzter Produktionsfaktor gleichbedeutend neben den Faktoren Arbeit und Kapital nicht frei verfügbar ist, beschäftigt sich die KTM Industries-Gruppe intensiv mit vielen für das Unternehmen relevanten Nachhaltigkeitsaspekten.
Die Gruppe ist sich ihrer Vorbildfunktion und Verantwortung innerhalb der Gesamtgesellschaft bewusst und fühlt sich den Grundsätzen nachhaltigen und ressourcenschonenden Wirtschaftens verpflichtet. Sie ist daher bemüht, bei der Herstellung von Produkten umweltschonend zu agieren und Geschäfte oder Projekte, welche nachhaltig die Umwelt gefährden, nicht abzuschließen oder durchzuführen.
Bei der KTM AG ist als wesentliches Ziel bei der Entwicklung neuer Motoren und Fahrzeuge im high-performance-Segment etwa der anforderungsgerechte Einsatz von Werkstoffen – etwa durch hochfeste Stähle und Composite- Werkstoffe im Fahrgestellbereich zu nennen. Durch Einsatz von State-of-the-Art Konstruktions- und Simulationssoftware konnte darüber hinaus eine zuverlässige Festigkeitsauslegung etabliert, die Anzahl an benötigten Prototypenteilen deutlich verringert und das spezifische Bauteilgewicht weiter reduziert werden. So konnte Beispielsweise das Fahrzeuggewicht des 450 SX-F Modells in der Generation 2016 gegenüber dem Vorgängermodell um 4kg reduziert werden. Reduzierte Bauteilgewichte führen zu einem reduzierten Gesamtgewicht der Fahrzeuge, was sich letztlich positiv auf den Treibstoffverbrauch auswirkt.
Bei der KTM AG unterliegen die Prüfstands-Infrastruktur sowie auch andere Anlagen innerhalb des Forschungs- und Entwicklungsbereichs einer präzisen Auslastungsplanung, wodurch eine effiziente Infrastrukturnutzung gewährleistet ist und anfallende Wartungs- sowie Reparaturaufwände gezielt geplant und reduziert werden können. Weiterhin erfolgt an allen Standorten der KTM AG eine präzise Trennung von im Entwicklungsprozess anfallenden Wertstoffen.
Für die weitere Effizienzsteigerung und einer nachhaltigen Reduktion des Ressourceneinsatzes im Forschungs- und Entwicklungsbereich werden zukünftig laufende Bestandsanalysen sowie eine gezielte Beschaffungsstrategie für Verbrauchsmaterialien eingeführt. Die Anzahl der für die Entwicklung neuer Motoren und Fahrzeuge notwendigen Prototypenteile soll durch vorausschauende Versuchsplanung und durch simultane Mehrfachnutzung zukünftig weiter reduziert werden. Weiters werden die Aktivitäten zur Werkstoffentwicklung und der daraus resultierenden Gewichtsoptimierung neuer Bauteile weiter vorangetrieben.
Die KTM AG hat im vergangenen Jahr weitere Investitionen in den Aufbau der Additiven Fertigung getätigt. Insbesondere im Bereich der Forschung und Entwicklung werden durch diese neue Fertigungsmethode Einsparungen im Materialeinsatz (praktisch kein Abfallmaterial) erreicht. Zudem wird der Bedarf an Prototypenwerkzeugen reduziert, weil Geometrien die bisher nicht ohne zusätzliche Werkzeuge gefertigt werden konnten, nun direkt im Additiven Fertigungsverfahren hergestellt werden können. An der Erweiterung des Einsatzes dieser neuen Fertigungsmethode wird weiter geforscht und entwickelt.
Die KTM AG hat ihren Produktionsstandort in Mattighofen. Dieser wird jährlich durch die TÜV Süd Landesgesellschaft auditiert, um sicherzustellen, dass die Anforderungen der ISO 9001:2008 und des Deutschen Kraftfahrtbundesamtes (KBA) erfüllt werden. Derzeit wird an der Umstellung auf die ISO 9001:2015 gearbeitet, welche mit dem Audit im Jänner 2018 abgeschlossen wurde.
Auch am Produktionsstandort der WP-Gruppe in Munderfing werden alle bestehenden umweltrechtlichen Bestimmungen und Auflagen, sowie nach den TÜV ISO 9001 Regulierungen erfüllt; erforderliche technische Werte unterliegen einer laufenden Untersuchung mit dem Ziel kontinuierlicher Verbesserung. Um eine kostenoptimierte, nachhaltige, umweltund ressourcenschonende Produktion zu gewährleisten, wird ständig in neue und moderne Produktionsanlagen investiert. Um natürlich begrenzte Ressourcen zu schonen, ist die WP-Gruppe außerdem auf eine möglichst vollständige Rohstoffausnutzung bedacht und setzt auf das Recycling von Aluminiumabfällen.
Bei der Pankl Racing Systems AG gibt es ein "Umwelt-Team", das Firmen-übergreifend agiert. Es gibt einen entsprechenden Prozess, der Umweltthemen und Legal Compliance-Themen behandelt. Dazu gibt es entsprechende Prozessbeschreibungen, die dies dokumentieren. Weiters gibt es bei Pankl ein Umweltprogramm, welches Maßnahmen zum effizienten Materialeinsatz umfasst. Es werden dazu entsprechende Input-/ Outputanalysen erstellt (z.B. wurde im Geschäftsjahr 2017 Rohmaterial im Wert von knapp EUR 30 Mio. eingekauft und knapp EUR 0,68 Mio. an Schrotterlösen generiert).
Ein wesentlicher Meilenstein für Pankl war die Umweltzertifizierung nach ISO 14001. Zweck dieser internationalen Norm ist es, die Umwelt nachhaltig zu schützen und auf sich ändernde Umweltzustände im Einklang mit sozioökonomischen Erfordernissen zu reagieren. 2014 wurde bei der Pankl-Gruppe die Erweiterung des Umweltmanagementsystems nach ISO 14001 gestartet. Die Zertifizierung der österreichischen und slowakischen Standorte erfolgte im Geschäftsjahr 2015. Im Geschäftsjahr 2017 wurden weitere Vorbereitungen getroffen, um auch die übrigen Pankl Standorte nach ISO 14001 zu zertifizieren, was im Geschäftsjahr 2018 vollständig umgesetzt werden wird. Das Kernstück des Umweltmanagementsystems ISO 14001 ist die Festlegung der innerbetrieblichen Abläufe sowie der Zuständigkeiten und Verantwortungen zur Verbesserung der betrieblichen Umweltsituation.
Umweltmanagementsystem einführen, dokumentieren, verwirklichen, aufrechterhalten und ständig verbessern
Die wesentlichen Bausteine im Rahmen des Zertifizierungsprozesses sind:
Umweltmanagementsystem einführen, dokumentieren, verwirklichen, aufrechterhalten und ständig verbessern; Festlegung der betrieblichen Umweltpolitik; Vermeidung von Umweltbelastungen, Einhaltung der rechtlichen Verpflichtungen und Erstellung von Umweltzielen; Bereitstellung der notwendigen Ressourcen (Personal und Infrastruktur) und Bestellung eines Umweltmanagementbeauftragten; Dokumentation des Umweltmanagementsystems, insbesondere hinsichtlich Umweltpolitik, Hauptelemente und Ziele sowie die Schulung und Information der Mitarbeiter und interne Audits in festgelegten Abständen.
Die Grundlage für das Umweltmanagementsystem begründet sich auf dem Zyklus von Planen, Durchführen, Prüfen und Handeln. Daher wurde in einem ersten Schritt der Status der Rechtskonformität ermittelt und daraus die erforderlichen Umweltziele und Prozesse festgelegt, um Ergebnisse in Übereinstimmung mit der Umweltpolitik zu erhalten. Anschließend wurden die einzelnen Prozess-Bausteine unter Einhaltung der Vorgaben umgesetzt und laufend an der Umweltpolitik einschließlich ihrer Verpflichtungen, Umweltziele sowie Ablaufkriterien gemessen. Im letzten Schritt wurden die daraus resultierenden Ergebnisse berichtet und Maßnahmen zur fortlaufenden Verbesserung ergriffen.
Von den zehn produzierenden Pankl-Standorten sind bereits neun nach ISO 9001 zertifiziert, die Zertifizierung des letzten ausständigen Standorts ist für 2018 angesetzt. Nach ISO 14001 sind ebenfalls bereits sieben der zehn produzierenden Standorte zertifiziert, die drei fehlenden folgen im Geschäftsjahr 2018. Drei Betriebe sind nach EN9100 zertifiziert, weiters sind drei Betriebe nach IATF16949 zertifiziert. Im Bereich der Luftfahrt können wir auch die Zertifikate Part21G und Part21J vorweisen.
In unseren produzierenden Unternehmen sind wir uns des Risikos des Klimawandels bewusst und sind daher bemüht, CO2 - und andere Emissionen möglichst gering zu halten. Besonderes Augenmerk liegt auf schonendem Einsatz der Ressourcen. Daher ist das Thema Effizienzsteigerung von besonderer Wichtigkeit.
Bei der KTM AG sind die Betriebs- und Verwaltungsgebäude ressourcenschonend und energieeffizient gebaut, die Kühlung der Prüfräume und des Werkzeugbaus wird mittels Grundwasser gesteuert, für Vor- und Fertigprodukte werden diverse Materialien sortengetrennt und Mehrweggebinde verwendet.
Ein weiterer Beitrag zum Umweltschutz kann durch eine Ölaufbereitung geleistet werden. Nach einem Motor-Prüfstandslauf kommt das Öl in eine Wiederaufbereitungsanlage, wird gefiltert und gelangt dann zurück in den Öltank. In diesem Fall ist ein Wechsel des Öls nicht mehr notwendig, somit entsteht keine Umweltbelastung durch Entsorgung.
Als assemblierendes Unternehmen ist die KTM AG nicht Teil der energieintensiven Industrie. In 2017 wurde ein Stromverbrauch der KTM -Gruppe inkl. WP von 19.000 MWh ermittelt. Der Gasverbrauch betrug im Geschäftsjahr 2017 17.000 MWh. Bei KTM wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr für die Prüfstände rund 220.000 Liter Treibstoffe verbraucht.
Weiters wurde ein Energieaudit für die Bereiche Gebäude, Prozesse und Transport durchgeführt. Dabei wurden sämtliche Energieverbraucher der KTM AG möglichst vollständig erfasst und ausgewertet. Als Maßnahme zum Energieeffizienzgesetz (EEffG) wurde ein Heizkesseltausch an die Monitoringstelle gemeldet.
KTM ist sich als produzierendes Unternehmen der Verantwortung gegenüber der Umwelt bewusst. Der Transport von Motorrädern und Komponenten zum Händler ist bei der KTM AG an Logistikunternehmen ausgelagert. Der Transportmix ist bestimmt von LKW und Schiff. Für den Transport innerhalb Europas, gilt das eigens von KTM entwickelte Motorrad-Logistik-System auf Mehrweg-Metallgestellen als innovatives Beispiel für die gesamte Industrie. Dadurch kann auf zusätzliches Verpackungsmaterial verzichtet werden.
Bei der Pankl Racing Systems AG werden die jährlichen Strom-, Gasund Druckluftkosten erhoben. Der Strom- und Gasverbrauch war 2017 bei 15.300 MWh, sowie 5.367 MWh. Die Druckluftkosten lagen bei rund 55 TEUR. Die Emissionen für alle Prozesse von der Rohmaterialbeschaffung über den Herstellprozess bis hin zur Auslieferung und Entsorgung werden bewertet. Teilweise wird der sogenannte "ökologische Fußabdruck" erhoben. Im Geschäftsjahr 2017 wurde z.B. ein neues Lichtkonzept (Umstellung auf LED-Leuchten) umgesetzt, weiters wurde ein Großteil der Heizungsleitungen gedämmt und zwei alte Heizkessel durch neue Modelle ausgetauscht – dadurch konnten insgesamt 61,5 kg an CO2 -Ausstoß im Vergleich zum Vorjahr eingespart werden.
Bei Produktneu- oder weiterentwicklungen können Abgas- und Lärmemissionen entstehen, welche Auswirkungen auf die Gesundheit unserer Mitarbeiter haben könnten. Die nachhaltige Reduktion dieser Emissionen stellt eines unserer Kernziele.
Die KTM AG ist bestrebt, ihre Rolle als technologische Vorreiterin im Motorradsegment auch in diesen Gesichtspunkten weiter auszubauen. Fahrzeuge, die für die Verwendung im öffentlichen Straßenverkehr konzipiert und homologiert sind, erfüllen bzw. unterschreiten daher die gesetzlichen Homologationsanforderungen der jeweiligen Vertriebsmärkte.
Die aktuell eingesetzten OBD (Onboard Diagnose) Systeme überwachen Emissionsrelevante Komponenten im Fahrbetrieb und informieren den Kunden (Fahrer) über Fehlfunktionen der überwachten Komponenten. Somit wird vermieden, dass Fahrzeuge mit eventuell erhöhtem Schadstoffausstoß unbemerkt über einen längeren Zeitraum betreiben werden. Der Funktionsumfang der eingesetzten OBD Systeme geht dabei über den seit 2016 (Einführungszeitpunkt der EURO4 Emissionsvorschriften) für die Fahrzeugtypgenehmigung geforderten Funktionsumfang hinaus. Auch Modelle die für Märkte bestimmt sind in denen das OBD System nicht vorgeschrieben ist, sind mit dem OBD System ausgerüstet.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Entwicklung emissionsneutraler Elektrofahrzeuge für verschiedene Anwendungsbereiche. Mit den rein elektrisch betriebenen "KTM Freeride E"-Modellen führt die KTM AG seit mehreren Jahren ein solches Produkt in seinem Portfolio. Durch intensive Entwicklungsarbeit im Bereich des elektrischen Energiespeichers auf Zellebene und durch Weiterentwicklung des Batteriemanagementsystems konnte die Reichweite des rein elektrisch betriebenen KTM FREERIDE E-XC-Modells um etwa 50% gesteigert werden.
KTM AG entwickelt gemeinsam mit 13 Projektpartnern aus 7 Europäischen Ländern Lösungen für kosteneffiziente E-Antriebe
Im Zuge des von der EU geförderten Forschungsprojektes RESOLVE (H2020 Programm, grant agreement no. 653511, http://www.resolve-project.eu) werden Lösungen für eine leistbare, zweckmäßige und attraktive Elektromobilität der Zukunft erarbeitet. Das Projekt wurde im Mai 2015 gestartet und endet im April 2018. Die KTM AG entwickelt in diesem Projekt gemeinsam mit 13 Projektpartnern aus 7 Europäischen Ländern Lösungen für kosteneffiziente E-Antriebe, energieeffiziente Gesamtfahrzeuge, verbessertes Fahrerlebnis und Steigerung der Attraktivität der Elektromobilität mit Fahrzeugen der L-Kategorie. Die Ergebnisse der Entwicklung werden mittels zweier Demonstrator-Fahrzeuge abgeprüft und dargestellt.
Um den steigenden Anforderungen hinsichtlich der Reduktion des Schadstoffausstoßes und des Kraftstoffverbrauchs gerecht zu werden, sind neben dem bisher getätigten Ausbau des Prüfzentrums auch weitere Investitionen in Prüfstands-Infrastruktur und Messeinrichtungen zur Optimierung der Verbrennungsmotoren geplant.
Seit 01.01.2017 müssen alle Fahrzeuge die EURO4 Abgasgrenzwerte erfüllen. Die EURO4 Grenzwerte bedeuten in Etwa eine Halbierung der Abgasemissionen im Vergleich zu den bis dahin in Europa verbindlichen EURO3 Grenzwerten. Bereits jetzt arbeiten die Entwicklungsingenieure an der serienreifen Umsetzung von Technologien für den nächsten Schritt der Absenkung der Emissionsgrenzwerte auf EURO5 (weitere bis zu 40% Reduktion), der 2021 für alle Fahrzeuge verbindlich zu erfüllen sein wird. Im Zuge dessen wird auch der Funktionsumfang des ODB Systems wesentlich erweitert.
Weiters werden Konzepte neuer Ansätze im Bereich Motormanagement-Systeme und Abgasreinigung entwickelt, um die Konformität der KTM- und Husqvarna Modellpalette gegenüber aktueller (EU V) und zukünftiger Homologationsregulative und Abgasnormen wahren zu können. Dazu zählen sowohl die Reduktion des Kraftstoffverbrauchs als auch die Reduktion der Abgasemissionen.
Fahrzeuge, die für die Verwendung im öffentlichen Straßenverkehr konzipiert und homologiert sind, erfüllen bzw. unterschreiten die gesetzlichen Homologationsanforderungen der jeweiligen Vertriebsmärkte. Die im Zuge des Homologationsprozesses erforderliche Ermittlung und Dokumentation der Schadstoffemissionen (darunter NOx und SOx) wird durch die KTM AG auf hauseigenen, zertifizierten Abgasprüfständen unter strenger Aufsicht und Reglementierung der zuständigen Behörden durchgeführt. Detaillierte Angaben zu den Emissionskennwerten einzelner Fahrzeuge werden in den jeweiligen Typengenehmigungsdokumenten erfasst und sind auf Abruf verfügbar. Die Reduktion der Abgasemissionen stellt einen substanziellen Beitrag zum Schutz des globalen Klimas dar und ist daher ein wichtiger Schwerpunkt in zukünftigen Entwicklungsprojekten.
Die KTM Industries-Gruppe verfolgt einen konsequenten und nachhaltigen Weg der Verbesserung des Qualitätsmanagementsystems und sämtlicher interner und externer Prozesse zur Erstellung der Produkte, sowie eine rasche Reaktion auf Marktbedürfnisse. Technische Innovationen und die Einführung neuer Produkte sind maßgeblich für die Wettbewerbsstellung. Die Sicherheit unserer Kunden hat oberste Priorität. Um dem Risiko von Unfällen aufgrund technischer Mängelentgegenzuwirken, ist es somit unerlässlich, die Innovationsfähigkeit der eigenen Produkte zu gewährleisten.
KTM legt daher großen Wert auf die frühzeitige Erkennung von Trends im Motorradbereich, auf Forschung und Entwicklung im technischen und funktionellen Bereich sowie auf die Erforschung der Wünsche der Kunden, um eine innovative und marktnahe Produktentwicklung zu erreichen.
Die Leistungen im Rennsport sind für das Unternehmen nicht nur als Marketinginstrument von großer Bedeutung, sondern bilden auch die Grundlage für die Produktentwicklung und sind Maßstab für die Serienentwicklung. Aus der Möglichkeit, Produkte unter Rennbedingungen bei Rennsportereignissen zu testen, werden wertvolle Erfahrungen gewonnen. Weiters werden technische Neuerungen vor der Serieneinführung einer umfassenden Prüfung durch das Qualitätsmanagementsystem unterzogen, um technische Fehler mit negativen Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung weitestgehend auszuschließen.
Als Hersteller von Premiumprodukten hat sich die KTM AG zum Ziel gesetzt, innovative, marktgerechte, sichere und vor allem hochqualitative Produkte herzustellen. Der gesamte Entstehungsprozess eines Fahrzeuges – von der Produktidee über die Marktanalyse, das Designstudium, die Konstruktion und Entwicklung, die Zusammenarbeit mit den Zulieferbetrieben, die Serienbeschaffung von Komponenten, die Teilefertigung, der Zusammenbau von Motor und Fahrzeug sowie die Verpackung und der Versand – wird von einem prozessorientierten
Qualitätsmanagementsystem erfasst und mit dem KTM-Prozessmanagementsystem gesteuert.
Die hohe Produktqualität wird durch ein fertigungsgerechtes Design, den Einsatz von analytischen und statistischen Berechnungsmethoden, durch umfassende Prüfungen und Tests, der Erfüllung relevanter Homologationsvorschriften, der Fokussierung auf die Prozessqualität sowie durch die gezielte Kommunikation und durch Schulungsmaßnahmen bei der KTM AG und den Zulieferbetrieben erreicht.
Die Assemblierungsstandorte werden von einem Team hochqualifizierter QM-Mitarbeiter professionell betreut. Sie sorgen dafür, dass Know-how für die Fertigung in diesen Standorten weitergegeben wird und stellen mit der Implementierung eines KTM-konformen Qualitätsmanagementsystems die Qualität der dort produzierten Fahrzeuge sicher. Die Motoren als Schlüsselkomponente der Motorräder werden von der KTM AG entwickelt, hergestellt und garantieren die Identität der Motorräder der Marken KTM und Husqvarna Motorcycles. Die eindrucksvolle Erfolgsbilanz im Rennsport ist der beste Beweis für die hohe technische Kompetenz und die Qualität von KTM- und Husqvarna Motorcycles-Produkten.
Die WP-Gruppe entwickelt und produziert für Ihre Kunden in enger Zusammenarbeit maßgeschneiderte Komponenten mit den vereinbarten Qualitäts-, Kosten- und Terminzielen. Laufende Weiterentwicklung von Produkten und Prozessabläufen gehört zu den Kernkompetenzen und ist fest in der täglichen Arbeit verankert. Eine permanente Erweiterung des Know-hows und des Null-Fehler-Prinzips sind Ziele zur Sicherung und Ausweitung des Produkt- und Kundenportfolios. Profitables Wachstum ist das Fundament zur langfristigen Absicherung des Unternehmens. Die WP-Gruppe sieht sich als langfristiger Partner für ihre Lieferanten mit dem Ziel, gemeinsam innovative und hochwertige Produkte zu entwickeln und zu produzieren.
Pankl Racing Systems ist auf die Entwicklung und Produktion von Motor- und Antriebssystemen für den Rennsport, für High Performance Fahrzeuge und die Luftfahrtindustrie spezialisiert. Pankl punktet in diesen Nischenmärkten mit Leichtbaukomponenten aus hochwertigen, innovativen Werkstoffen, die für extreme mechanische Belastungen ausgelegt sind.
Unter dem Motto High Tech, High Speed, High Quality entwickelt und erzeugt Pankl marktführende, technische Systeme. Die Produktpalette besteht aus Einzelkomponenten und ganzen Baugruppen. Darüber hinaus bietet Pankl seinen Kunden auch Komplettlösungen wie Antriebsstrangoder Aufhängungssysteme und komplette Kurbelgetriebe. Die Konstruktion aller Komponenten erfolgt im Haus – vom ersten Entwurf bis zur FEM-Berechnung des gesamten Systems.
Neben Stahl- und Titanlegierungen werden auch andere Werkstoffe für eine Vielzahl von Wettbewerben mit zwei- und vierrädrigen Fahrzeugen auf Straßenrennstrecken und im Gelände sowie für Boote konzipiert, getestet und erzeugt. Pankl verfügt über verschiedene Testanlagen wie z.B. Hochfrequenz-Impuls-Maschinen und Motoren- bzw. Antriebsprüfstände. Der Pankl Aerospace-Bereich befasst sich mit Sonderkonstruktionsprojekten für die Luftfahrt und arbeitet bei ihrem Entwurf, ihrer Erprobung und Zulassung mit erstrangigen Herstellern zusammen.
Ein von der US-Bundesluftfahrtbehörde FAA genehmigter Dynamikprüfstand gewährleistet eine rasche Herstellung von Prototypen und ermöglicht den Kunden dadurch kurze Entwicklungszeiten unter Bereitstellung des erforderlichen Dokumentationsmaterials für die Typisierung und die Erteilung von Flugtauglichkeitsbescheinigungen.
Der Bereich Schmiedetechnik produziert einbaufertige, präzisionsgeschmiedete Leichtbau-Schmiedekomponenten für die Branchen Automobil, Luftfahrt und Medizintechnik. Es werden zerstörungsfreie Werkstoffprüfungen vollautomatisch für unterschiedlichste Leichtbauwerkstoffe wie z.B. Aluminium und Titan nach dem letzten Stand der Technik im Haus durchgeführt.
Um dem Risiko eines fehlerhaften Produktes – und den damit verbundenen möglichen nachteiligen Auswirkungen für unsere Kunden – bestmöglich entgegenzuwirken werden intensive produktionsbegleitende Audits an Motoren und Fahrzeugen durchgeführt. Da KTM Fahrzeuge für die Verwendung im öffentlichen Straßenverkehr konzipiert und homologiert werden, legen wir äußersten Wert auf die Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben der jeweiligen Märkte.
Um den Einfluss der Produkte hinsichtlich ihrer Gesundheits- und Sicherheitsauswirkungen näher zu betrachten wurde innerhalb der Forschungs- und Entwicklungsabteilung ein eigenes Labor zur Analyse der chemischen Eigenschaften der verwendeten Werkstoffe und deren Wechselwirkungen eingerichtet.
Bei KTM in Mattighofen werden durchschnittlich 651 Motorräder pro Tag assembliert. Jede Fahrzeugkomponente wird nach einem Prüfplan durch erfahrene KTM-Mitarbeiter überprüft. Jedes KTM-Motorrad wird zudem nach dem Zusammenbau einer lückenlosen Funktionskontrolle auf dem Prüfstand unterzogen. Erst danach sind die Produkte bereit für den weltweiten Versand.
Die Entwicklungsarbeit der KTM-Mitarbeiter wird schon im Prototypenstadium der Werksteams auf den Rennstrecken auf die Probe gestellt. Zusätzlich sorgt ein Erprobungs- und Dauerlaufprogramm in allen Prototypen- und Serienstadien für ein Serienprodukt, das den höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards gerecht wird. Nur innovative und geprüfte Konzepte werden in die Serienproduktion übergeleitet und tragen zu Recht das Prädikat: "Ready to Race".
Die KTM AG gilt mit ihren Produkten in vielen Bereichen als Technologieführer im Motorradsegment. Das zuerst in der "KTM 1190 Adventure" integrierte, weltweit erste Schräglagenabhängige ABS-System "Motorcycle Stability Control" oder das semiaktiv geregelte Fahrwerk der "KTM 1290 Super Adventure" sind hierfür als stellvertretende Beispiele zu nennen. Zukünftig ist ein weiterer Ausbau der Prüfeinrichtungen und die Ausdehnung der Kompetenzen in diesen Bereichen geplant. Die KTM AG beteiligt sich darüber hinaus an verschiedenen interdisziplinären Forschungsprojekten die sich mit ähnlichen Fragestellungen befassen. Als Beispiel hierfür ist das im Jahr 2017 mit einem "Energy Globe" ausgezeichnete Forschungsprojekt zum Recycling und Reuse von Lithium-Ionen Energiespeichern zu nennen.
Die zunehmende Integration komplexer elektronischer Regelsysteme kann im Fall von Fehlfunktionen erhebliche Sicherheitsrisiken darstellen, weshalb diese strenger Entwicklungs- und Qualitätssicherungsprozesse unterliegen. Das gesamte elektrische / elektronische System eins Motorrads wird daher stetigen Audits entsprechend der ISO 26262 für "Funktionelle Sicherheit" unterzogen. Besonders Augenmerk wird hierbei insbesondere den Sicherheitsrelevanten Komponenten und Baugruppen gewidmet (z.B. Elektronischer Gasgriff "Drive-by-Wire"). Weiters werden für neu entwickelte Baugruppen detaillierte Risikoanalysen "Design-FMEA" durchgeführt. Zur gezielten Festigkeitsauslegung werden neu entwickelte Bauteile entsprechend einem eigens aufgestellten Betriebsfestigkeitsprozess umfassenden Berechnungen und Simulationen, sowie strukturellen Festigkeitserprobungen und Dauerbelastungstests unterzogen.
Zukünftige Schwerpunkte liegen in der weiteren Intensivierung der Prüfprozesse sowie der Entwicklung neuer Prüfmethoden auf Hard- und Softwareseite. Analog zur Ausdehnung der Prüf- und Messkapazitäten im Bereich der Emissionsentwicklung wird ein weiterer Schwerpunkt auf die Erweiterung der Prüfstands-Kapazitäten im Bereich der Festigkeitsauslegung und Betriebsfestigkeitsabsicherung gelegt.
Durch die Konzeptentwicklung neuer Connectivity-Systeme zur digitalen Vernetzung von Fahrer und Motorrad können sicherheitsrelevante Einrichtungen, wie automatisierte Notrufsysteme oder untereinander vernetzte Fahrzeuge, zur nachhaltigen Unfallreduktion beitragen.
Konzeptentwicklung neuer Connectivity-Systeme zur digitalen Vernetzung von Fahrer und Motorrad
Darüber hinaus arbeitet die KTM AG an weiteren technischen Lösungen, die die Sicherheit des Fahrers erhöhen. In diesem Zusammenhang ist die KTM AG seit Jänner 2015 Projektpartner im I_HeERO Projekt (von der EU im Rahmen des "Connected Europe Fund Annual Programme" gefördertes Forschungsprojekt, grant agreement no. 1031743). Das Projekt endete mit Dezember 2017. Die im Projekt erarbeiteten Anforderungen an eCall Systeme für einspurige Fahrzeuge (Mopeds, Motorräder) bilden die Grundlage für die Ausarbeitung eines CEN Standards für derartige Systeme. Die KTM AG beteiligt sich weiterhin aktiv an der Ausarbeitung dieses Standards, der die Grundlage für die Entwicklung von eCall Systemen für Mopeds und Motorräder bilden wird.
In der Weiterentwicklung der aktuellen Produkte, sowie bei neuen Projekten in den Segmenten Fahrwerk, Kühler, Rahmen und Auspuff arbeitet WP eng mit KTM zusammen, das bestehende Produktportfolio wird ständig weiterentwickelt und verbessert. Diese Kooperation findet unter dem Dach der KTM Gruppe in enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der WP Performance Systems GmbH statt. Der Hauptinput der WP Gruppe erfolgt zu den Themen Serienreife bzw. Serienüberleitung. Die WP Gruppe hat sich besonders in den Bereichen Produktionsprozesse und Verarbeitung von sicherheitsrelevanten Teilen (zb. Verschraubungen) unverzichtbares Know-How angeeignet, und setzt dieses ein um innovative Produkte kostengünstig herzustellen. So wird bei jedem Neuanlauf im Verbau sicherheitsrelevanter Komponenten, Systeme und Prozesse Wissen eingesetzt, um qualitativ hochwertige Produkte zu erzeugen. Bei der Serienüberleitung werden Messungen der Artikel in der Entstehung festgelegt und im Serienprozess durch Prüfstandstests und Dauerlauftests in Zusammenarbeit mit der Entwicklungsabteilung von KTM ständig überprüft. Der Fokus auf die Serienüberleitung, aber auch die ständige Überprüfung im Serienprozess bilden die Basis einer fortlaufenden Risikoanalyse von neuentwickelten Komponenten und Baugruppen.
Auch bei Pankl werden alle Produkte einer Prüfung hinsichtlich Gesundheits- und Sicherheitsauswirkungen unterzogen. Dazu gibt es entsprechende Initiale Risiko-Analyse / Machbarkeitsanalyse (welche Fehler könnten passieren, was sind die Ursachen, wie kann der Fehler vermieden werden), Design-FMEAs (Berechnung aller wahrscheinlich auftretenden Parameter und Belastungen der einzelnen Bauteile). Alle Werkstoffe werden exakt charakterisiert (Prüfung auf einmalige Belastung, Lebensdauer und Inhaltsstoffe). Pankl arbeitet auch laufend daran, bestehende Werkstoffe zu verbessern bzw. neue Werkstoffe und Beschichtungen zu entwickeln.
Mit der 2017 neu installierten Wärmebehandlungs-Anlage eröffnen sich auch im Bereich Oberflächentechnik viele neue Möglichkeiten zur Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Produkte bzw. der Produkteigenschaften.
Das Beschaffungsrisiko der KTM Industries-Gruppe liegt im Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen der nationalen und internationalen Märkte im Wesentlichen darin, im Fall von Lieferanteninsolvenzen oder Lieferungsengpässen rechtzeitig geeignete Maßnahmen zur Sicherstellung der Teilebereitstellung einzuleiten.
Da die Qualität der Produkte wesentlich von der Qualität und den Eigenschaften der zu beschaffenden Subkomponenten geprägt ist, wird insbesondere auf Bonität, Betriebseinrichtungen und Produktionsprozesse der Lieferanten geachtet. Durch entsprechendes Monitoring wird die lückenlose Teileverfügbarkeit sichergestellt.
Die KTM Produktionsgesellschaft in Mattighofen deckt ihren Bedarf zu einem Großteil aus dem lokalen Beschaffungsmarkt. 2017 wurden ca. 45% des Einkaufsvolumens an österreichische Lieferanten vergeben. Durch die lokale Beschaffung spielt KTM eine wichtige Rolle in der Schaffung und Erhaltung regionaler Wertschöpfung.
KTM schafft durch die strategische Führung, die Fokussierung auf die Entwicklung der Kernkompetenzen, die ständige Verbesserung der Arbeitsprozesse, den partnerschaftlichen Umgang mit den Mitarbeitern und Lieferanten und das prozessorientierte Qualitätsmanagement sowohl für die Gesellschaft als auch für die Aktionäre einen Mehrwert. Mit 2.736 Mitarbeitern an den Standorten Mattighofen, Munderfing und Schalchen ist KTM einer der größten Arbeitgeber in der Region Oberösterreich.
Die WP-Gruppe begegnet den o.a. Risiken mit laufender Auditierung bestehender und potentieller Lieferanten sowie durch den Abschluss langfristiger Abnahmeverträge. Die Qualität des bereitgestellten Materials wird laufend überwacht. Ziel ist eine schlagkräftige Supply Chain mit kurzen Wegen, wobei das Know-How, die Qualität und die Zuverlässigkeit der regionalen Zulieferindustrie einen großen Teil zum Unternehmenserfolg beitragen. Die Bezugsquellen für Serienkomponenten kommen zu 32% aus Österreich.
Bei der Pankl betrug der Anteil an Ausgaben für lokale Lieferanten an den Hauptstandorten im Geschäftsjahr 2017 9,2 %. Als "Hauptstandorte" wurden die österreichischen Pankl-Tochterfirmen in Bruck und Kapfenberg herangezogen. Durch lokale Lieferanten wird die eigene Region wirtschaftlich gestärkt und es können Kosten gespart sowie die Umwelt durch kürzere Transportwege geschont werden. Weiters sind Abstimmungen hinsichtlich der allgemeinen Zusammenarbeit oder bei aktuellen Problemen schneller und leichter abwickelbar.
Erfreulich stellt sich die Mitarbeiterentwicklung in der KTM Industries-Gruppe dar. Im Geschäftsjahr 2017 konnten weitere 818 Mitarbeiter aufgenommen werden, davon 652 in Österreich. Die Gruppe beschäftigt zum 31.12.2017 5.887 Mitarbeiter (Vorjahr: 5.069 Mitarbeiter).
Qualifizierte Mitarbeiter zu finden und langfristig ans Unternehmen zu binden ist besonders an ländlichen Standorten eine große Herausforderung. In der KTM Industries-Gruppe ist jeder Mitarbeiter ein Teil des großen Teams, das mit Engagement und Begeisterung den Erfolg des Unternehmens vorantreibt. Attraktive Arbeitsplätze mit spannenden Aufgabenstellungen und hervorragende Ausbildungs- und Aufstiegschancen geben den Mitarbeitern die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und weiter auszubauen, denn Verantwortung wird vom ersten Tag an groß geschrieben.
Employer Branding ist ein wesentlicher Baustein, um den Spirit der KTM Industries-Gruppe zu potentiellen neuen Mitarbeitern hinauszutragen. Neben Karriere-Messen wurde 2017 die Präsenz in Social-Media-Kanälen weiter ausgebaut um die Arbeitgebermarke zu stärken und vor allem junge potentielle Arbeitnehmer anzusprechen.
Um einen schnellen Start und eine gute Integration neuer Mitarbeiter in das Unternehmen zu ermöglichen wurde der Onboarding–Prozess 2017 weiter optimiert.
| KTM | WP | Pankl |
|---|---|---|
| 3.245 | 858 | 1.693 |
| 6,2 | 5,7 | 9,2 |
| 34 | 38 | 33 |
| 124 | 3 | 69 |
| 20 | 34 | 31 |
| ERGEBNISSE UND LEISTUNGSINDIKATOREN |
Die KTM Industrie-Gruppe ist bemüht, die Sicherheit der Mitarbeiter jederzeit zu gewährleisten. Arbeitsunfälle können leider nicht völlig vermieden werden. Für entsprechende Verbesserungsmaßnahmen werden die Unfälle in Art, Anzahl, Ort/Bereich, und Ausfalltage des betroffenen Mitarbeiters statistisch erhoben.
Um eine ständige Verbesserung im Bereich der Gesundheit und Sicherheit zu erreichen, werden unter anderem präventiv durchgeführte Maßnahmen hinsichtlich allgemeiner Sicherheit am Arbeitsplatz, Brandschutz, Maschinensicherheit, die betriebliche Gesundheitsförderung sowie Maßnahmen zur Sicherstellung von geeigneten Arbeitsplätzen (Beleuchtung, Höhenbestimmungen, Anordnung der Arbeitsmittel, Einsatz von Arbeitshilfen inklusive) getätigt. Im Jahr 2017 ereigneten sich bei der KTM AG 22 Arbeitsunfälle, wovon 18 Unfälle auf Weg- und Testunfälle zurückzuführen sind. Bei der Pankl Racing Systems AG gab es nur sieben meldepflichtige (mit Krankenstands-Dauer über drei Tagen) Arbeitsunfälle.
Zur Prävention werden Impfaktionen angeboten und diese werden auch von vielen Mitarbeitern genutzt. 2017 wurde in der Arbeitsmedizin besonderer Fokus auf Sehtests gelegt.
Bei der KTM AG wurde die Evaluierung psychischer Belastungen mittels Online-Fragebogen in den österreichischen Gesellschaften durchgeführt. 68 % aller Mitarbeiter mit PC-Zugang haben daran teilgenommen. Die Durchführung, Auswertung und daraus resultierende Maßnahmen wurden von dem Arbeitspsychologen fachlich betreut.
Bei Pankl werden spezielle Schulungen / Programme zur Reduzierung von Sicherheitsrisiken durchgeführt. Diese finden vor allem in der Produktion statt. Dazu gibt es eine Sicherheits-Unterweisungsmatrix – alle Sicherheitsunterweisungen werden intervallmäßig erneuert. Im Geschäftsjahr 2017 gab es eine eigene Schulung für Führungskräfte zum Thema "Arbeitssicherheit" ("Pankl protected") - diese wird laufend wiederholt.
Für die Mitarbeitergesundheit wird gut gesorgt: neben den regelmäßig angebotenen Impfaktionen und diversen Vorsorgeuntersuchungen steht Tee und Obst zur freien Entnahme bereit. In der hauseigenen Kantine wird nach dem "Grüner Teller"-Prinzip gekocht und zweimal wöchentlich eine "low carb"-Alternative zu den üblichen beiden Menüs angeboten.
Im Juni 2016 wurde das Programm "Pankl in motion" ins Leben gerufen. Pankl in motion gibt den MitarbeiterInnen die Möglichkeit, ihr eigenes Wohlbefinden körperlicher und geistiger Natur zu steigern. Mit den drei oft eng verbundenen Themenbereichen Bewegung, Ernährung und Entspannung gibt es regelmäßig eine Vielzahl an Aktivitäten, bei denen die Mitarbeiter etwa bei sportlichen Aktivitäten, bei interessanten Vorträgen oder Workshops viel erleben, erlernen und erfahren können.
Aufgrund der hohen technischen Anforderungen sind gut ausgebildete Mitarbeiter von besonderer Bedeutung. Insbesondere in Hinblick auf den Wachstumskurs können sich Risiken aus dem Ausscheiden von Schlüsselkräften aus dem Unternehmen ergeben.
Durch ein effizientes Personalmanagement sowie der stetigen Weiter-
führung von Personalentwicklungsprogrammen wird dem Risiko des Ausscheidens von Führungskräften entgegengewirkt. Zusätzlich wird das Risiko des Fachkräftemangels wird bei KTM durch ein umfassendes Lehrlingsausbildungsprogramm in einer eigenen Lehrwerkstätte minimiert. Ziel ist die Rekrutierung von Mitarbeitern aus der Region und eine langfristige Bindung an das Unternehmen.
Mitarbeitergespräche sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor der KTM Industries Gruppe. Sie sichern die performanceorientierte Zusammenarbeit und tragen wesentlich zur Mitarbeitermotivation bei. Im Gespräch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter wird das vergangene Jahr reflektiert, Feedback auf Basis beobachtbarer Kompetenzen gegeben und die Zielerreichung besprochen. Aktuelle bzw. im kommenden Jahr zu erwartende Themen bzw. Projekte werden abgestimmt. Aufgrund der persönlichen Ergebnisse des vergangenen Jahres und den Unternehmenszielen für das Folgejahr werden auf den Mitarbeiter individuell abgestimmte Ziele gemeinsam vereinbart. Darauf aufbauend können Mitarbeiter und Führungskraft gemeinsam die Entwicklungsschritte für das kommende Jahr definieren und somit eine an den Mitarbeiter individuell angepasste Förderung seiner Kompetenzen erreichen.
Vereinbarte Entwicklungsschritte können nicht nur Trainings oder Seminare sein, sondern z.B. auch die Übernahme von neuen Aufgaben, Mitarbeit bzw. Leitung von Projekten, Einschulung von neuen Mitarbeitern, Lernen mit Medien, Ausbildung von Lehrlingen, oder die Erarbeitung von Informationen aus Fachliteratur.
Weiters wird unsere Performance durch eine bedarfs- und zielgruppenorientierte Fort- und Weiterbildung unterstützt. Zum einen wird das Wissen up-to-date gehalten und zum anderen werden Stärken weiter ausgebaut.
Bei KTM / WP wird dies durch den Besuch von externen Trainings und von Inhouse Trainings, die speziell auf die Bedarfe der KTM-Gruppe zugeschnitten werden, gewährleistet. Inhouse Trainings werden zum einen bereichs-, bzw. abteilungsspezifisch und zum anderen unternehmensübergreifend konzipiert und organisiert. Neben den Inhalten stehen auch das Vernetzen der Mitarbeiter und der gemeinsame Austausch im Vordergrund. Zurzeit werden Trainings in folgenden Kategorien und in unterschiedlichen Lernformaten durchgeführt: Fachtrainings, IT-Trainings, Sprachen, Persönlichkeit, Führungskräftetrainings.
In der Weiterbildung für Produktionsmitarbeiter wurde der Schwerpunkt weiterhin auf Lean Management gesetzt. Teamentwicklungen unterstützen Teams im Zuge des Wachstums und fördern eine nachhaltige Zusammenarbeit. 2017 wurden bei der KTM in den österreichischen
Gesellschaften rund 33.000 Weiterbildungsstunden investiert. Dies entspricht rund 1.800 Trainingsteilnahmen.
Auch bei Pankl werden laufend interne Schulungen für alle Mitarbeiter (z.B. Englisch-Kurse, Excel-Kurse, Kurse zu div. Spezialprogrammen wie Konstruktions- und Berechnungssoftware, eigene Schulung zur Ausbildung von Führungskräften "Junior Management Program", Schichtleiter- und Teamleiterausbildung) angeboten. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, individuell für den jeweiligen Mitarbeiter passende Schulungen/Kurse extern zu besuchen. Im Geschäftsjahr 2017 wurden rund 11.700 Schulungsstunden absolviert, die Schulungskosten beliefen sich auf rund EUR 265.000.
Ein wichtiger Erfolgsfaktor für das Erreichen der Unternehmensziele ist eine wirksame Führung. Erfahrene Führungskräfte können in einem Führungskräftetraining ihr Handlungsrepertoire verfeinern, weiter auszubauen und zusätzliche Kompetenzen aufzubauen. Neue Führungskräfte werden unterstützt, ihre Rolle erfolgreich einzunehmen.
Unterschiedliche Führungskräftetrainings wurden speziell für die KTM AG entwickelt und haben einen hohen Praxisbezug. Zusätzlich ist die Vernetzung der Teilnehmer untereinander ein wichtiger Bestandteil, um die tägliche Zusammenarbeit zu stärken.
Einen wesentlichen Aspekt der Personalstrategie bildet die Lehrlingsausbildung da die Mitarbeiter wesentlich zum Erfolg des Unternehmens beitragen. Die KTM AG ist mittlerweile der größte Ausbildungsbetrieb in der Region. Zum Bilanzstichtag 31.12.2017 waren 124 Lehrlinge beschäftigt, ausgebildet wurde in 9 Lehrberufen:
| CAD-Konstruktion |
|---|
| Prozesstechnik |
| Kraftfahrzeugtechnik (Motorradtechnik) |
| Metalltechnik (Schwerpunkt Maschinenbau) |
| Industriekaufmann/-frau |
| Bürokauffrau/-mann |
| Mechatronik (Fertigungstechnik) |
| Betriebslogistikkaufmann/-frau |
| IT-Technik |
Es ist ein zentrales Anliegen des Unternehmens, Lehrlinge im Anschluss an ihre Ausbildung weiter zu beschäftigen. Im Jahr 2017 wurden bei der KTM AG alle 22 ausgelernten Mitarbeiter in unterschiedlichen Fachbereichen integriert. Damit sichert sich das Unternehmen den Bedarf an Fachkräften und trägt gleichzeitig dazu bei, jungen Menschen einen guten Start ins Berufsleben zu ermöglichen.
Grundpfeiler der Lehrlingsausbildung ist die eigene Lehrwerkstatt. Hier wird die Grundausbildung aller technischen Lehrberufe und Spezialausbildungen durchgeführt und ermöglicht es den zukünftigen Facharbeitern, den Betrieb bestmöglich kennenzulernen.
Die Lehrlinge rotieren durch die unterschiedlichen Fachabteilungen, in denen sie ausgebildet werden. Auf die fachliche und didaktische Qualifikation sowie die soziale Kompetenz der Lehrlingsausbilder wird großer Wert gelegt. So haben im Jahr 2017 bei der KTM AG 22 Mitarbeiter die "Ausbildung zum Ausbildner" absolviert und fünf Mitarbeiter haben eine Vertiefung in der Lehrlingsausbildung absolviert.
Neben den Fachkompetenzen werden bei der KTM AG auch soziale und methodische Kompetenzen gefördert. Jedes Jahr durchlaufen alle Lehrlinge gemeinsam ein Teambuilding. Gemeinsam wird an Projekten gearbeitet, die Ergebnisse werden präsentiert und bei einem Ausflug in den Hochseilgarten die Zusammenarbeit und das gegenseitige Vertrauen gestärkt.
Über die IFA (Internationaler Fachkräfte Austausch) konnte die KTM AG 2017 zum ersten Mal vier Lehrlinge einen Auslandsaufenthalt in England ermöglichen. Jeweils 2 kaufmännische und 2 technische Lehrlinge unterstützten mit Ihrem Fachwissen vor Ort Kleinbetriebe und konnten sich selber sprachlich verbessern. Neben den sprachlichen Kompetenzen stärkte der Austausch grundlegend die Offenheit gegenüber anderen Kulturen und vor allem auch das Selbstvertrauen.
Bei der Pankl wurden im Geschäftsjahr 2017 in Österreich 69 Lehrlinge, davon 3 Asylbewerber, ausgebildet, davon 51 Lehrlinge im Bereich Metalltechnik mit Schwerpunkt Zerspanungstechnik, 7 Bürokauffrauen, 5 Lehrlinge im Bereich Informationstechnologie, 1 Kochlehrling in unserer hauseigenen Kantine, 2 Lehrlinge im Lehrberuf Betriebslogistik, 2 Lehrlinge im Bereich Werkstofftechnik und 1 Lackiertechniklehrling.
Im vergangen Jahr wurde das triale Ausbildungssystem für Lehrlinge weitergeführt, bei dem die Lehrlinge im sogenannten "Pankl-Lehrlingscollege" zusätzlich zur berufsspezifischen Ausbildung bei Pankl und in der Berufsschule, eine überbetriebliche Ausbildung genießen, in der die persönliche und soziale Kompetenz jedes einzelnen Lehrlings gefördert und gestärkt werden. Weiters wurde für 4 Lehrlinge, welche besonderen Einsatz zeigten, eine Höherqualifizierung im Bereich "Lean Production" angeboten.
Jeder Lehrling absolviert in seiner Lehrzeit 5 Module, in denen Teamwork, Selbstbewusstsein, Kommunikation, Konfliktlösung, unternehmerisches Denken und Präsentationsfähigkeit gestärkt werden. Diese spezifische Ausbildungsform hat bei Pankl Tradition, aber auch strategische Bedeutung.
2017 wurde ein Gesundheitstag für Lehrlinge ins Leben gerufen, bei welchem den Lehrlingen präventiv die Gefahren von Alkohol, Energy Drinks und Rauchen nähergebracht wurden. Einige der Lehrlinge absolvieren parallel zur Lehre zusätzlich noch die Matura. Die Lehrlingsausbildung wurde auch 2017 mit einem Wandertag auf die Häuslalm, und einem Lehrlingsausflug zum BMW Werk Steyr abgerundet.
| Anzahl Teilnehmende Aus- und Weiterbildung in Österreich |
|---|
| KTM 1.800 Trainingsteilnahmen |
| WP 122 Trainingsteilnahmen |
| Pankl 736 Trainingsteilnahmen |
| Aus- und Weiterbildungsstunden pro Mitarbeiter in Österreich KTM Ø 12 Stunden WP Ø 8 Stunden Pankl Ø 7 Stunden |
Die KTM Industries-Gruppe legt besonderen Wert darauf, dass alle Mitarbeiter fair und respektvoll behandelt werden. Um dem Risiko von Ungleichbehandlung entgegenzuwirken, sind wir bemüht ein Arbeitsklima zu schaffen, das von gegenseitigem Vertrauen geprägt ist, in dem jeder Einzelne mit Würde und Respekt behandelt wird und in dem Personen aus verschiedensten Kulturbereichen und mit unterschiedlichem persönlichem Hintergrund geschätzt werden. Als internationaler Konzern schätzen wir die Vielfalt, die in der Herkunft, der Kultur, der Sprache und den Ideen unserer Mitarbeiter zum Ausdruck kommt.
Wir bemühen uns, aktiv Maßnahmen zur Integration auf allen Ebenen zu setzen. Hierzu werden einzelne Arbeitsplätze, zum Beispiel in den Kantinen der Gesellschaften, an Menschen mit körperlichen und/oder geistigen Beeinträchtigungen vergeben. Zum 31.12.2017 waren insgesamt 46 Menschen mit Beeinträchtigung in der KTM Industries-Gruppe angestellt. Bei Pankl werden in der Lehrlingswerkstatt auch Flüchtlinge ausgebildet.
Gruppe tätig sind, haben das Recht, dass ihre Menschenrechte im Sinne der UN-Menschenrechtscharta beachtet sie und fair und respektvoll behandelt werden. Die KTM Industries-Gruppe erwartet von ihren Organmitgliedern, Führungskräften und Mitarbeitern die Menschenrechte zu respektieren und im täglichen Handeln zu schützen. Gleichermaßen fordert die Gruppe von ihren Geschäftspartnern die Achtung der Menschenrechte ein. Ziel ist es die Einhaltung der Menschenrechte verstärkt an allen Standorten durch bestehende Prozesse zu steuern und zu überwachen.
Organmitglieder, Führungskräfte und Mitarbeiter haben jederzeit die Möglichkeit, sich bei Fragen zur Achtung der Menschenrechte an die für allgemeine Compliance-Fragen zuständige Anlaufstelle zu wenden sowie Hinweise über mögliche Menschenrechtsverstöße im Unternehmen an vorgenannte Anlaufstelle zu geben. Diesen Hinweisen wird nachgegangen und im Bedarfsfall werden Maßnahmen zur Behebung möglicher Missstände eingeleitet.
Im Geschäftsjahr 2017 wurde ein Verhaltenskodex in der KTM Industries-Gruppe ausgerollt, welcher für sämtliche Organmitglieder, Führungskräfte und Mitarbeiter der KTM Industries-Gruppe Gültigkeit hat. Dieses verbindliche Regelwerk legt ethische Grundsätze und Prinzipien fest, und dient als Maßstab für das Verhalten aller Organmitglieder, Führungskräfte und Mitarbeiter. Im Verhaltenskodex werden diverse Compliance Risiken identifiziert und geeignete Maßnahmen zur Vorbeugung, Sicherstellung und Kontrolle der Compliance festgelegt. Folgende Themenbereiche werden inhaltlich im Verhaltenskodex behandelt:
Nebenbeschäftigungen und Unternehmensbeteiligungen Umgang mit Vermögenswerten Datenschutz und Datensicherheit Fairer Wettbewerb Verbot von Insiderhandel Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern Exportkontrolle und Geldwäsche Vertraulichkeit Menschenrechte, Respekt und Integrität Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit Umweltschutz Politische Aktivitäten Persönliche Verantwortung der Führungskräfte und Mitarbeiter
Bei der Zusammenarbeit mit internationalen Geschäftspartnern besteht das generelle Risiko, dass in den jeweiligen Ländern nicht die gleichen strengen gesetzlichen Regelungen gelten wie in Österreich und vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern Arbeitsstandards verletzt werden. Unsere langjährigen Partner setzen sich aber selber hohe Standards, um den Anforderungen gerecht zu werden.
Bajaj Auto Ltd., der strategische indische Partner von KTM, verpflichtet sich zur kontinuierlichen Verbesserung der Arbeitssicherheit, Gesundheit der Mitarbeiter, Umweltauswirkungen und erfüllt zudem die geltenden Sicherheitsvorschriften, gesundheits- und umweltrechtlichen Gesetzesvorschriften und sonstige Verordnungen. Aus diesem Grund kreierte Bajaj ein proaktives SHE Management System (Safety, occupational health & environmental policy), welches sich an Sicherheitsstandards, Arbeitssicherheit und umweltrechtliche Aspekte in Bezug auf die Aktivitäten, Produkte und Dienstleistungen von Bajaj richtet. Außerdem soll dadurch die Abfallerzeugung minimiert werden und die natürlichen Ressourcen durch bessere Technologien und Vermeidung von Umweltverschmutzung, geschont werden. Potenzielle Risiken und Gefahren werden identifiziert und sichere Arbeitsverfahren werden durch geeignetes Equipment, Werkzeug und Schutzausrüstung verfolgt. Das SHE Management wird allen Mitarbeitern bei Bajaj ins Bewusstsein gerufen und soll motivieren, diese Verpflichtungen einzuhalten. Bajaj verpflichtet sich, ein sauberes, gesünderes und sichereres Arbeitsumfeld zu schaffen und dies auch zu erhalten. Dies steht auch in ihrem CSR Report der jährlich herausgegeben wird.
Weiters arbeitet Bajaj schon seit langem an Wassereinsparungen und Wasservorräten. Zusätzlich wird in verschiedenen Regionen Indiens daran gearbeitet den Müll so gering wie möglich zu halten, zu kompostieren, recyceln oder zur Bio-Gas Produktion verwenden. Bajaj kooperiert mit einer Vielzahl von Partnern aus dem Gesundheitsbereich und unterstützt Projekte, die sauberes Trinkwasser, Mittagsmahlzeiten, sanitäre Einrichtungen und Blutbanken bereitstellen sowie Brustkrebsforschung und Augenvorsorge betreiben.
Zudem hat Bajaj Auto mit der Bajaj Education Initiative (BEI) und einem e-learning Projekt zwei Leitprojekte ins Leben gerufen. Die BEI beinhaltet 76 kostengünstige private sowie öffentliche Schulen in der Region um Pune/Indien und unterstützt diese mit der benötigten Infrastruktur. Auch das e-learning Projekt wurde bis heute bereits in mehr als 1.550 Schulen umgesetzt. Zusätzlich unterstützt Bajaj die Berufsausbildung für Unternehmer und vergibt Stipendien für engagierte Studenten. Weiters ist auch die Förderung von Frauen ein großes Thema. Bajaj unterstützt in diesem Zusammenhang eine Universität, welche nur für Frauen zugänglich ist, und errichtete ein Zentrum für Automatisierungstechnik sowie eine juristische Fakultät.
Bajaj ist nach wie vor davon überzeugt den Kunden Produkte und Services zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten, dies so beizubehalten und noch zu verbessern. In der Entscheidungsfindung wird Qualität, Sicherheit und Service die gleiche Bedeutung gegeben, als auch Produktivität, Kosten und Lieferung. Diese Kriterien werden in einer eigenen Qualitätsrichtlinie bei Bajaj festgehalten.
Bei Pankl wird über die Einkaufsmitarbeiter sichergestellt, dass die ausgewählten Lieferanten die Kernarbeitsnormen berücksichtigen, wobei im Zuge der Lieferantenzulassung eine Qualitätsvereinbarung abgeschlossen wird und Pankl sich alle gesetzlichen Bestimmungen bestätigen lässt.
Die Zusammenarbeit mit Partnern entlang der Wertschöpfungskette birgt grundsätzlich Risiken für unlauteren Wettbewerb, unter anderem die (unlautere) Beeinflussung von Lieferanten, Kunden oder Entscheidungsträgern. Korruption birgt des Weiteren ein finanzielles Risiko für das Unternehmen im Zusammenhang mit drohenden Geldstrafen, Auftragsbzw. Kundenverlust oder auch Reputationsverlust.
Die KTM Industries-Gruppe hält sich uneingeschränkt und kompromisslos an die jeweiligen nationalen Bestimmungen zur Korruptionsbekämpfung sowie an internationale Richtlinien bzw. Empfehlungen (z.B. UN Konvention gegen Korruption, OECD Leitsätze für multinationale Unternehmen). Es werden keine Handlungsweisen, bei denen Geschäfte mit unlauteren Mitteln abgewickelt werden, toleriert.
Der Verhaltenskodex legt umfassende Verhaltensrichtlinien im Hinblick auf Vorteilszuwendungen, Korruption und Bestechung fest. Die darin definierten zwingend einzuhaltenden Grundsätze bei Vorteilsannahmen und -zuwendungen bieten einen Ordnungsrahmen, an den Organmitglieder, Führungskräfte und Mitarbeiter ihr Verhalten im Umgang mit Lieferanten und Kunden auszurichten haben. Organmitglieder, Führungskräfte und Mitarbeiter sind dazu angehalten, sich in Zweifelsfragen über die Zulässigkeit einer Zuwendung oder Vorteilsannahme an den Vorgesetzten oder an die für allgemeine Compliance-Fragen zuständige Anlaufstelle zu wenden. Bei der Beurteilung wird besonderes Augenmerk auf die Sozialüblichkeit und Angemessenheit gelegt.
Darüber hinaus verfolgt die KTM AG-Gruppe das Ziel mittels eines jährlich an sämtliche Geschäftspartner ausgesendeten Schreibens die Einhaltung der Regelungen zur Vermeidung von Geschenkannahmen für Organmitglieder, Führungskräfte und Mitarbeiter zu erleichtern. Dieses Schreiben beinhaltet das Ersuchen an die Geschäftspartner keinerlei Geschenke oder persönliche Präsente an Organmitglieder, Führungskräfte und Mitarbeiter der KTM AG-Gruppe zu übergeben. Die KTM AG-Gruppe setzt zudem laufend Verbesserungsmaßnahmen im Anti-Korruptionssystem um.
Bei Pankl gibt es eine intern gültige Richtlinie zum Thema Geschenkannahme und Umgang mit Kunden/Lieferanten. Darin wird der Umgang mit Personen aus der Privatwirtschaft und mit Amtsträgern unterschieden sowie die Höhe von erlaubten Zuwendungen festgelegt.
Für neue Mitarbeiter gibt es zweimal jährlich Schulungen zum Thema "Korruptionsbekämpfung" bzw. bei Bedarf auch weitere Schulungstermine (z.B. nach Gesetzesanpassungen).
In der KTM Industries-Gruppe gab es im Geschäftsjahr 2017 keinerlei Fälle von Non-Compliance oder Verfahren betreffend Korruption.
In dem anspruchsvollen Umfeld unserer Produkte erwarten Kunden eine flexible und rasche Umsetzung der aktuellen Wünsche und Standards. Hier besteht das Risiko, nicht mehr nahe am Kunden zu sein oder den Anschluss an die Konkurrenz zu verlieren. Um dem entgegenzuwirken, ist es erforderlich kontinuierlich energieeffizienter, ressourcenschonender, schadstoffärmer zu werden.
Als Premiumhersteller im von rennsporttauglichen Street- und Offroad-Motorrädern legt die KTM Industries-Gruppe einen besonderen Schwerpunkt auf den Bereich Forschung und Entwicklung. Durch innovative Produkte und die konsequente Entwicklung neuer Technologien kann KTM den hohen Erwartungen der Kunden gerecht werden und nachhaltig neue Märkte erschließen.
Die KTM AG legt großen Wert auf die frühzeitige Erkennung von Trends im Motorradsegment, auf Forschung und Entwicklung im technischen und funktionellen Bereich sowie auf die Verfolgung und Umsetzung der Kundenwünsche, um eine innovative und marktnahe Produktentwicklung zu gewährleisten. Die KTM AG agiert dabei nicht nur in ihren ursprünglichen Kernmärkten, sondern entwickelt neue Produkte in bisher unerschlossenen Marktsegmenten und -nischen, sobald diese erkennbar und für die Marken KTM und Husqvarna Motorcycles nutzbar sind. Die verwendeten Technologien, Konstruktionsmethoden und Entwicklungsprozesse werden konstant weiterentwickelt und der technische und
funktionelle Standard der Produkte laufend verbessert. Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Rennsport fließen unmittelbar in die Serienproduktion und die Entwicklung neuer Modelle ein.
Der Aufwand für Forschung und Entwicklung (vor Aktivierung von Entwicklungsleistungen) lag im Geschäftsjahr 2017 in der KTM Industries-Gruppe bei EUR 118,6 Mio. (Vorjahr: EUR 106,2 Mio.). Die Produkte aller Konzernunternehmen bewegen sich in einem sehr anspruchsvollen Leistungsniveau, weshalb von den Kunden eine permanente Entwicklung und Weiterentwicklung gefordert wird. Der Produktlebenszyklus ist je nach Kunden stark abweichend.
In der Forschungs- und Entwicklungsabteilung beschäftigte die KTM AG im Geschäftsjahr 2017 durchschnittlich 540 Mitarbeiter (Vorjahr: 487 Mitarbeiter), das entspricht 17% der gesamten Belegschaft. Rund EUR 107,2 Mio. (Vorjahr: EUR 92,6 Mio.) wurden im Geschäftsjahr 2017 in die Forschung und Entwicklung investiert, dies entspricht 8,1% des Gesamtumsatzes (unverändert gegenüber dem Vorjahr).
Das abgelaufene Geschäftsjahr umfasste bei der operativen KTM eine Vielzahl verschiedener Projekte in den Offroad- und Street-Segmenten. Allem voran steht die Serienüberleitung der KTM 1290 Super-Duke GT, mit der es KTM gelungen ist, das Sporttouring-Segment neu zu definieren. Das mit einer Reihe innovativer Sicherheitssysteme und neuartiger Komfortfunktionen ausgestatte Modell konnte in renommierten Vergleichstests durchwegs Bestnoten einfahren.
Besonders hervorzuheben ist die Einführung der weltweit ersten serienmäßig produzierten 2-Takt-Offroad-Motorräder mit Kraftstoffeinspritzung. Neben zahlreichen Vorteilen für den Kunden konnte somit auch eine Konformität mit gegenwärtigen Emissionsstandards gewährleistet werden.
Ein weiteres zentrales Projekt stellte die Weiterentwicklung der KTM Adventure Modellreihe dar. Neben der Überarbeitung unzähliger Details zeichnen sich diese Modelle insbesondere durch ihre gänzlich neuentwickelte Voll-LED Scheinwerfereinheit und das neue TFT-Dashboard, das erstmals eine Vernetzung des Fahrers mit dem Motorrad ermöglicht, aus. Parallel dazu wurde die Entwicklung neuer HUSQVARNA Modelle im Straßensegment weiter vorangetrieben. Die im Rahmen der EICMA im November 2016 vorgestellten Fahrzeuge polarisieren insbesondere durch klare, auf das Wesentliche reduzierte Designansätze. Im Geschäftsjahr 2017 wurde eine Vielzahl an F&E-Projekten in verschiedenen Stadien von Konzeptentwicklungen bis hin zu Serienanläufen vorangetrieben und erfolgreich abgeschlossen.
Auch die Pankl Racing Systems AG gibt laufend ihr Bestes, den hohen Ansprüchen gerecht zu werden. Dabei hilft im Bereich "Forschung &
Entwicklung" z.B. Wärmebehandlungs-Entwicklungen und Prozessrouten-Optimierung für bessere Materialeigenschaften - dadurch erst kann Leichtbau ermöglicht werden (dies bedeutet weniger Vormaterialeinsatz und geringeren Treibstoffverbrauch beim Endkunden durch geringere bewegte Masse).
Im Geschäftsjahr 2017 hat Pankl seine Aktivitäten im Bereich "Additive Fertigung" weiter ausgebaut und ein "Innovation Lab" eingerichtet und folgende Bereiche umfasst:
Auch die komplette Prozesskette befindet sich in House:
| KTM/WP | Pankl | |
|---|---|---|
| F&E Mitarbeiter ø im Geschäftsjahr | 540 | 107 |
| F&E Quote in % | 8,1 | 11 |
Wels, im März 2018 Der Vorstand
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Wels, im März 2018
Der Vorstand der KTM Industries AG
Dipl.-Ing. Stefan Pierer, CEO Mag. Friedrich Roithner, CFO Mag. Wolfgang Plasser
Ing. Mag. Hubert Trunkenpolz DI Harald Plöckinger
| 20. März 2018 | Veröffentlichung Jahresfinanzbericht 2017 |
|---|---|
| 16. April 2018 | Nachweisstichtag Hauptversammlung |
| 26. April 2018 | 21. ordentliche Hauptversammlung |
| 2. Mai 2018 | Ex-Dividenden-Tag |
| 3. Mai 2018 | Nachweisstichtag "Dividenden" (Record Date) |
| 4. Mai 2018 | Dividenden-Zahltag |
| 28. August 2018 | Bericht zum 1. Halbjahr 2018 |
| Investor Relations Mag. Michaela Friepeß |
|---|
| Telefon +43 7242 69 402 |
| Fax +43 7242 69 402 109 |
| E-Mail [email protected] |
| ISIN AT0000820659 |
| Börsenkürzel KTMI |
| Reuters KTMI:VI |
| Bloomberg KTMI:AV |
| Aktiengattung Nennwertlose Inhaber-Stammaktien |
Eigentümer, Herausgeber und Verleger KTM Industries AG Edisonstraße 1 4600 Wels, Österreich FN 78112 x / Landes- und Handelsgericht Wels
Grafische Umsetzung: Grafik-Buero Elena Gratzer, 4600 Wels, www.grafik-buero.at Fotos: KTM-Archiv, Husqvarna-Archiv, Pankl-Archiv, WP-Archiv, Adobe Stock © C. Schüßler, Grafik-Buero Elena Gratzer
Der vorliegende Geschäftsbericht wurde mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt und die Richtigkeit der Daten überprüft. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch die Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben geringfügige Rechendifferenzen bzw. Satz- und Druckfehler auftreten können.
Personenbezogene Begriffe wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet.
Dieser Bericht und die darin enthaltenen zukunftsweisenden Angaben wurden auf Basis aller während der Erstellung zur Verfügung stehenden Daten und Informationen erstellt. Wir weisen allerdings darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den in diesem Bericht angegebenen zukunftsbezogenen Aussagen aufgrund unterschiedlicher Faktoren abweichen können.
Dieser Geschäftsbericht erscheint in deutscher und englischer Sprache. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version.
Edisonstraße 1, 4600 Wels Telefon: +43 (0)7242 / 69402 Fax: +43 (0)7242 / 69402 / 109 [email protected] www.ktm-industries.com
ZUM 31. DEZEMBER 2017
Lagebericht Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang Anlage 1 zum Anhang: Anlagenspiegel Anlage 2 zum Anhang: Beteiligungsliste Bestätigungsvermerk Erklärung des Vorstandes
Lagebericht
Da diese Gesellschaft eine geschäftsleitende Holdinggesellschaft ist, beinhaltet der Lagebericht neben den Informationen des Einzelabschlusses auf Basis UGB (Teil 1) auch die Informationen des Konzernabschlusses auf Basis IFRS (Teil 2).
Das Geschäftsjahr für den Einzelabschluss der KTM Industries AG umfasst den Zeitraum vom 1.1.2017 bis 31.12.2017.
Die KTM Industries AG besitzt zum Abschlussstichtag über die 100 prozentige Tochtergesellschaft K KraftFahrZeug Holding GmbH eine Mehrheitsbeteiligung an der KTM AG (51,7%). Weiters hält sie 75,9% der Anteile an der W Verwaltungs AG, (vormals: WP AG) und 94,5% der Anteile an der Pankl Racing Systems AG. Zum Stichtag 31.12.2017 hält die KTM Industries AG unverändert 100% der Anteile an der PF Beteiligungsverwaltungs GmbH sowie 12,33% an der ACstyria Mobilitätscluster GmbH. Die 24% Anteile an der AGM Durmont Austria GmbH wurden im Geschäftsjahr 2017 veräußert und die Anteile an der Wethje Carbon Composites GmbH von 18% auf 8,36% reduziert.
Zur Untermauerung und Stärkung der Strategiekompetenz "Designentwicklung und Produktinnovation" in der KTM Industries-Gruppe wurden im Juni 2017 74% an der KTM Technologies GmbH und 26% an der Kiska GmbH von der operativen KTM AG in die KTM Industries AG gehoben. Weiters wurde im September 2017 eine 49,9% Beteiligung an der PEXCO GmbH, Schweinfurt/Deutschland erworben; ein Unternehmen, das seinen Schwerpunkt auf Elektromobilität legt.
Da die KTM Industries AG im Wesentlichen die Aufgaben einer geschäftsleitenden Holdinggesellschaft erfüllt, wird im Lagebericht auch auf die Entwicklungen des Geschäftsjahres 2017 ihrer Tochtergesellschaften sowie des Konzerns insgesamt eingegangen.
Die KTM Industries AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von € 13,0 Mio. (Vorjahr: € 18,3 Mio.) erzielt. Positiv wirkten sich im Wesentlichen Dividendenerträge aus den Beteiligungsunternehmen in Höhe von € 36,1 Mio. aus. Dem stehen vor allem ausschüttungsbedingte Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von € 15,2 Mio. sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber. Diese betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für konzerninterne Dienstleistungen, Aufwendungen für Vorstandstätigkeiten, Steuerberatungsaufwand sowie Rechts- und Beratungsaufwand.
Die Bilanzsumme zum 31.12.2017 erhöhte sich leicht und lag bei € 476,9 Mio. (Vorjahr: € 468,0 Mio.). Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2017 auf € 381,6 Mio. verringert (Vorjahr: € 392,2 Mio.) und ist im Wesentlichen auf den Rückgang an Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie an Wertpapieren (Wertrechten) des Anlagevermögens zurückzuführen. Die Beteiligungen erhöhten sich auf € 8,7 Mio. (Vorjahr: T€ 0).
Das Umlaufvermögen hat sich im Geschäftsjahr 2017 auf € 95,1 Mio. erhöht (Vorjahr: € 75,6 Mio.) und ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum Stichtag € 86,6 Mio. (Vorjahr: € 71,3 Mio.) und betreffen im Wesentlichen Finanzierungsforderungen, Forderungen aus phasengleicher Ergebnisübernahme sowie Forderungen aus laufenden Verrechnungen.
Das Eigenkapital hat sich weiter erhöht und beträgt zum Stichtag € 262,5 Mio. (Vorjahr: € 256,3 Mio.). Die Eigenkapitalquote beträgt 55,0% und liegt somit auf einem sehr hohen Niveau.
Die Verbindlichkeiten lagen zum Ende des Geschäftsjahres 2017 bei € 212,5 Mio. (Vorjahr: € 209,0 Mio.). Von den Verbindlichkeiten betreffen € 117,8 Mio. (Vorjahr: € 117,8 Mio.) Anleihen, € 24,5 Mio. (Vorjahr: € 24,5 Mio.) Schuldscheindarlehen, € 30,0 Mio. (Vorjahr: € 30,0 Mio.) Namensschuldverschreibungen, € 30 Mio. (Vorjahr: € 30,0 Mio.) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, € 30 Mio. (Vorjahr: € 30 Mio.) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, € 0,2 Mio. (Vorjahr: € 1,472 Mio.) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie € 8 Mio. (Vorjahr: € 3 Mio.) sonstige Verbindlichkeiten.
Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 11 (Vorjahr: 10) MitarbeiterInnen.
Die KTM Industries-Gruppe ist der größte europäische Sportmotorradhersteller und damit eine führende europäische Fahrzeug-Gruppe mit dem strategischen Fokus auf das Sportmotorradsegment und den automotiven high-tech Komponentenbereich. Innerhalb der Gruppe besteht ein hoher Grad an technologischer Vernetzung, welcher in Europa in dieser Form einzigartig ist. Strategische Partnerschaften auf operativer Ebene stärken die Wettbewerbsfähigkeit in unseren relevanten Märkten. All diese Faktoren sind die Grundlage für die hohe Innovationsstärke der KTM Industries-Gruppe und sichern den organischen Wachstumskurs nachhaltig ab. Für weitere Informationen zu den Unternehmensbereichen verweisen wir auf die Segmentberichterstattung des Konzernanhangs.
Im Geschäftsjahr 2017 konnte die KTM Industries-Gruppe ihr starkes Wachstum weiter fortsetzen und einen neuen Rekordumsatz in Höhe von € 1.533,0 Mio. erzielen, was einer Steigerung von € 190,0 Mio. entspricht. Das EBIT erreichte € 132,5 Mio. nach € 122,3 Mio. im Vorjahr. Unter Berücksichtigung der vom KTM-Partner Bajaj in Indien und Indonesien verkauften DUKE 200, DUKE 390, RC 200 und RC 390 wurden im Geschäftsjahr 2017 weltweit 238.334 Motorräder der Marken KTM und Husqvarna Motorcycles verkauft. Damit baute die KTM ihre Stellung als größter europäischer Motorradhersteller weiter aus.
Die Umsetzung der globalen Produktstrategie sowie die Expansion in weitere asiatische und südamerikanische Märkte wurden in 2017 konsequent weiterverfolgt. Zur Unterstützung dieser Strategie hat KTM ihre strategischen Partnerschaften ausgebaut beziehungsweise durch neue Kooperationsvereinbarungen erweitert. So hat Anfang Juli die KTM AG und ihr strategischer Partner BAJAJ Auto Ltd., Indien, bekannt gegeben, die Marke "Husqvarna Motorcycles" gemeinsam global auszurollen und die kleinen Hubraummodelle künftig in Indien zu produzieren. Mit dieser Ausdehnung der Kooperation auf die Marke Husqvarna Motorcycles kann der zukünftige Absatz nochmals deutlich gesteigert werden, wodurch die Partnerschaft zwischen KTM und Bajaj auf das nächste Level angehoben wird.
Zum weiteren Ausbau der Marktpräsenz am chinesischen Markt geht die KTM AG mit ihrem langjährigen Partner CF Moto, Hangzhou City, ein Joint-Venture ein. Durch das Joint Venture soll nicht nur der Auftritt von KTM am chinesischen Markt gestärkt, sondern auch Produkte gemeinsam entwickelt und produziert werden, um den globalen Expansionskurs weiter fortzusetzen.
Um den wichtigen Absatzmarkt Ozeanien (Australien und Neuseeland) strategisch weiter zu entwickeln, hat sich KTM im Juli 2017 mit 26% am australischen Importeur Motorcycle Distributors Australia Pty Ltd. beteiligt.
Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der philippinischen Ayala Corporation, dem Partner und Importeur von KTM und Husqvarna Motorcycles auf den Philippinen, ist die Assemblierung von Modellen der KTM DUKE- und RC-Familie bis 400cm3 planmäßig im ersten Halbjahr 2017 angelaufen. Somit wurden neue Distributionsmöglichkeiten im ASEAN-Raum eröffnet.
Auf Ebene der KTM Industries AG wurde eine weitere strategische Partnerschaft eingegangen. Im September 2017 beteiligte sich die KTM Industries AG mit 49,9% an der PEXCO GmbH. Die im Juli 2017 von der deutschen Unternehmerfamilie Puello gegründete Gesellschaft legt ihren Schwerpunkt auf eMobility. Ab 2018 steigt PEXCO mit Elektro-2 Rädern der Marke "Husqvarna" und "Raymon" in den Markt ein. Damit soll eine Technologieführerschaft im Bereich Zero Emission für Leichtgewichtfahrzeuge eingenommen und der nächste wichtige Schritt im Bereich der eMobility getätigt werden.
Zur Untermauerung und Stärkung der Strategiekompetenz "Designentwicklung und Produktinnovation" in der KTM Industries-Gruppe wurden im Juni 2017 74% an der KTM Technologies GmbH und 26% an der Kiska GmbH von der operativen KTM AG in die strategische Führungsholding gehoben. Die KTM Technologies GmbH ist im Bereich Technologie, Produktentwicklung und Consulting tätig und setzt den Schwerpunkt auf "High Performance Composites" und "Leichtbau". Die Verbindung von Fahrzeugbau-Know How sowie langjährige Erfahrungen im Bereich der Composite-Entwicklung und -Fertigung sind der zentrale Kern des Unternehmens. Die Kiska GmbH ist als größtes unabhängiges und eigentümergeführtes Designunternehmen in Europa in den Geschäftsbereichen Consultancy rund um die Themen Marketing, Marke und Design, Transportation Design, Product Design und Environmental Design tätig.
Um das weitere Wachstum der KTM Industries-Gruppe abzusichern und Synergiepotenzial zu realisieren wurde die WP-Gruppe als wichtigster Zulieferant der Motorradproduktion in Mattighofen im Jänner 2018 vollständig in die KTM AG integriert. Bei der Pankl-Gruppe war das Geschäftsjahr 2017 im Segment Racing/High Performance von zwei gegenläufigen Bewegungen geprägt. Im Racing war Pankl aufgrund der Formel 1-Reglementänderung mit einem sehr positiven ersten Halbjahr konfrontiert. Im zweiten Halbjahr haben die Ausstiege einiger Automobilkonzerne aus verschiedenen Rennserien für ein deutlich moderateres Geschäftsvolumen gesorgt. Genau gegenteilig verlief das High Performance Geschäft. Während im ersten Halbjahr Verzögerungen bei einigen Kundenprojekten den Geschäftsverlauf kennzeichneten, war, im zweiten Halbjahr eine deutliche Geschäftsbelebung zu verzeichnen.
2017 war das Jahr der höchsten Investitionen in der Geschichte der KTM-Industries Gruppe. So wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr gesamt rund € 179 Mio. - vorwiegend an den österreichischen Standorten – zur Unterstützung des geplanten Wachstums investiert. Den Schwerpunkt der Investitionen in Betriebsanlagen und Infrastruktur bildete das neue High Performance Antriebswerk sowie die Investition in die additive Fertigung bei der Pankl in Kapfenberg und die Erweiterung der Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei KTM in Mattighofen. Rund die Hälfte des Investitionsvolumens wurde für die Serienproduktentwicklung und Werkzeuge verwendet, wodurch die Grundlage für die Innovationskraft und das nachhaltige Wachstum gestärkt wurde.
Hervorzuheben sind auch die Erfolge im Motorsport, die die KTM AG bereits im Jänner 2017 verzeichnen konnte. Bereits zu Jahresbeginn konnte der KTM-Werksfahrer Sam Sunderland auf seiner KTM 450 RALLY den Sieg bei der Rallye Dakar feiern, übrigens der 16. Sieg für KTM in Folge bei diesem Motorrad-Klassiker. Neben dem seit Jahren erfolgreichen Einsatz in der Moto3, ging KTM in der Saison 2017 auch in der Moto2 an den Start. In der Königsklasse des Motorradrennsports – der MotoGP, der höchsten Rennklasse innerhalb der Motorrad-Weltmeisterschaft - war KTM ebenfalls erstmals vertreten. Die beiden KTM-Werksfahrer, der Spanier Pol Espargaro und der Brite Bradley Smith absolvierten die Saison 2017 sehr erfolgreich und konnten bereits die ersten WM-Punkte für KTM einfahren.
Nach Einschätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Jänner 2018 wird sich die Weltwirtschaft leicht erholen. Der IWF sieht für das Jahr 2018 einen Anstieg der weltweiten Wirtschaftsleistung von 3,9%, wobei für Industrieländer ein Wachstum von 2,3% für 2018 und 2,2% 2019 erwartet wird.
Für die Eurozone wird eine Entwicklung von 2,2% für 2018 und 2,0% für 2019 prognostiziert. Die Entwicklung im US-amerikanischen Raum wird mit einem Anstieg von 2,7% für 2018 angekündigt. Für das Jahr 2019 sieht der IWF ebenfalls ein weltweites Wachstum von 3,9%.
Für Schwellen- und Entwicklungsländer wird ein Wachstum der Wirtschaftsleistung von 4,9% für das Jahr 2018 und 5,0% für das Jahr 2019 prognostiziert, wobei für Indien mit einem Wachstum von 7,4% für 2018 und 7,8% für 2019 die größte Entwicklung erwartet wird. Für den ASEAN-Raum wird für 2018 mit einem Wachstum von 5,3% gerechnet.
Der europäische Gesamtmarkt1 verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr mit rund 539.000 zugelassenen Fahrzeugen einen Rückgang von - 5,7%. Der Rückgang in 2017 im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen durch eine a-typisch hohe Zulassungswelle von EURO3-Fahrzeugen im vierten Quartal 2016 zu erklären und ist vorwiegend in den großen europäischen Märkten wie Deutschland (-19,3%), Großbritannien (- 14,3%) und Schweden (- 24,6%) feststellbar. Die Märkte in Frankreich (+ 3,4%) und Italien (+ 8,0%) zeigten dagegen eine positive Entwicklung der zugelassenen Fahrzeuge. Positiv herauszuheben ist ebenfalls Großbritannien, das in einem sehr schwierigen Marktumfeld einen deutlichen Zuwachs bei den Marktanteilen (+10,7%) vorweisen kann. KTM und Husqvarna bleiben 2017 bei einem zweistelligen Marktanteil bei den straßenzugelassenen Motorrädern in Europa.
Die Fahrzeuge der Marke KTM konnten in diesem schwierigen Marktumfeld in den wichtigen Märkten wie Großbritannien (+ 0,6 Prozentpunkt zum Vorjahr) und den Niederlanden (+ 1,4 Prozentpunkte zum Vorjahr) die Marktanteile steigern. In den Hauptmärkten in Deutschland, Frankreich und Italien wurde jedoch ein Rückgang verzeichnet. Am europäischen Gesamtmarkt beträgt der Marktanteil von KTM 8,7% (Vorjahr: 9,7%).
Der Marktanteil von Husqvarna Motorcycles konnte sich in Märkten wie Deutschland (+0,3 Prozentpunkte zum Vorjahr), Großbritannien (+0,2 Prozentpunkte zum Vorjahr) und der Schweiz (+0,2 Prozentpunkte zum Vorjahr) positiv entwickeln. Jedoch wurde eine leicht rückläufige Entwicklung der Marktanteile in Frankreich (-0,2 Prozentpunkte zum Vorjahr), Italien (- 0,5 Prozentpunkte zum Vorjahr) und Schweden (-2,6 Prozentpunkte zum Vorjahr) verzeichnet. Am europäischen Gesamtmarkt beträgt der Marktanteil von Husqvarna 1,4% (Vorjahr: 1,6%).
Die Zulassungen am US-Gesamtmarkt2 entwickelten sich im Geschäftsjahr 2017 mit rund 391.000 Fahrzeugen leicht rückläufig (Vorjahr: 407.000 Fahrzeuge). KTM und Husqvarna konnten trotz des schrumpfenden Gesamtmarktes – getrieben durch den starken Einbruch von Harley-Davidson – die Marktanteile in den USA und Canada deutlich ausbauen. KTM steigerte die Marktanteile am US-Gesamtmarkt gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozentpunkte auf 6,1%. Husqvarna erhöhte seine Marktanteile um 0,4 Prozentpunkte auf 1,9% am US-Gesamtmarkt.
In Australien und Südafrika konnten ebenfalls starke Zuwächse verzeichnet werden. KTM und Husqvarna erreichen in Australien einen Marktanteil von 13,6% (+ 0,6 Prozentpunkte zum Vorjahr) sowie am südafrikanischen Markt konnte ein Anteil von 16,4% (+ 3,1 Prozentpunkte zum Vorjahr) erzielt werden.
1 Motorräder >= 120ccm ohne Motocross, Scooters und ATVs, inkl. Elektromotorräder 2 Motorräder >= 120 ccm inklusive Motocross, ohne Scooters und ATVs, inkl. Elektromotorräder
Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich, nach fast neun Jahren durchgängiger Krisenstimmung, endlich auch in Europa die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessert. In den USA war ein drittes Jahr in Folge eine solide Konjunkturentwicklung zu verzeichnen. Die USA stellen mit 24,3% Anteil am Gesamtumsatz weiterhin den größten Absatzmarkt für die Pankl-Gruppe dar. Die größten Absatzmärkte in Europa sind Deutschland (19,0%), Österreich (13,2%) und Italien (12,3%). Nachdem sich die positive wirtschaftliche Entwicklung auch in Asien fortgesetzt hat, war 2017 global gesehen das wirtschaftlich beste Jahr seit langem. Und der wirtschaftliche Ausblick ist auch für 2018 eindeutig positiv.
Am Rennsport-Markt spezialisiert sich Pankl auf die Entwicklung, Konstruktion, Herstellung und das Testen von Kurbeltrieben, Kolben, Kolbenbolzen, Pleuel, Kurbelwellen und Turbo-Applikationen sowie komplette Antriebs- und Fahrwerkssysteme für den Rennsport. Pankl beliefert internationale Rennserien wie die Formel 1, NASCAR (National Association for Stock Car Auto Racing), MotoGP, WEC (World Endurance Championship), DTM (Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft) sowie die WRC (World Rally Championship), wobei die Formel 1 hinsichtlich des Umsatzes nach wie vor die für Pankl wichtigste Rennserie darstellt. Der Racing-Markt erfordert enorme Flexibilität und ist durch einen sehr kurzfristigen Planungshorizont sowie einen kurzen Produktlebenszyklus geprägt.
Im Rennsport-Markt ist die Nachfrage vor allem von der weltweiten Konjunkturentwicklung im Allgemeinen und der Automobilkonjunktur im Speziellen beeinflusst. Die Konjunkturzyklen finden ihrerseits ihren Niederschlag in der Höhe der Rennsportbudgets und in der Anzahl der Teilnehmer. Die Organisatoren von Rennserien versuchen durch entsprechende Reglementänderungen die Attraktivität ihrer jeweiligen Rennserie für die Stakeholder zu erhöhen. So werden in wirtschaftlich schlechteren Zeiten beispielsweise die Kosten für die Teilnehmer durch Entwicklungs- und Testbeschränkungen begrenzt
Im Bereich High Performance entwickelt und fertigt Pankl Antriebs- und Motorkomponenten für Luxusautomobile, Motorkomponenten für den Aftermarket sowie High Performance Aluminiumschmiedeteile. Im 2017 in Betrieb genommenen High-Performance Antriebswerk werden Getriebekomponenten für Motorräder gefertigt. Der sich in den letzten Jahren verstärkte Trend zur Entwicklung rennsportnaher Serienautomobile, hat dazu geführt, dass dieses Marktsegment für die Pankl-Gruppe zunehmend an Bedeutung gewonnen hat.
Das Know-how aus dem Rennsport fließt kontinuierlich in die Serienproduktion ein. Die Zielgruppe von Pankl sind jene OEMs (Original Equipment Manufacturer), die Kraftfahrzeuge (Straßensportwagen, Straßensportmotorräder) mit Hochleistungsmotoren in kleinen und mittleren Serien (einige hundert bis zu rund 30.000 Fahrzeuge pro Jahr) herstellen. Zum Kundenkreis im Bereich Straßensportwagen zählen unter anderem Porsche, Mercedes AMG, Ferrari, McLaren, GM, Audi, Bugatti und Lamborghini. Bauteile für den Motorradsport werden beispielsweise für Kunden wie Honda, Yamaha, KTM oder Ducati erzeugt.
Pankl Aerospace, mit Werken in den USA und Europa, beliefert als direkter Zulieferant die Luftfahrtindustrie mit komplexen Antriebskomponenten, Triebwerkswellen, Luftbetankungsrohren und Fahrwerksteilen für Flächenflugzeuge und Helikopter. Die Produkte müssen die höchsten Anforderungen erfüllen, da der sichere Betrieb der damit ausgestatteten Luftfahrzeuge- und Triebwerke davon abhängt. Das Produktportfolio umfasst die Entwicklung und Produktion von hochzuverlässigen Leichtbau-Antriebskomponenten und -systeme für über 60 verschiedene Triebwerks-, Flächenflugzeug- und Helikoptertypen.
Pankl ist qualifizierter und von zahlreichen namhaften OEMs zugelassener Hersteller von sogenannten Flight Safety Parts and -Systems (sicherheitskritischen Bauteilen) für die Marktführer der Luftfahrtindustrie.
| Ertragskennzahlen | 2017 | 2016 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | in € Mio. | 1.533,0 | 1.343,0 | 14% |
| Betriebsergebnis vor Abschreibung (EBITDA) | in € Mio. | 218,9 | 198,4 | 10% |
| EBITDA-Marge | in % | 14,3% | 14,8% | |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) | in € Mio. | 132,5 | 122,3 | 8% |
| EBIT-Marge | in % | 8,6% | 9,1% | |
| Ergebnis nach Steuern | in € Mio. | 83,9 | 89,0 | -6% |
| Ergebnis nach Minderheiten | in € Mio. | 44,7 | 52,1 | -14% |
| Bilanzkennzahlen | 31.12.2017 | 31.12.2016 | Vdg. in % | |
| Bilanzsumme | in € Mio. | 1.465,2 | 1.423,8 | 3% |
| Eigenkapital | in € Mio. | 528,6 | 454,9 | 16% |
| Eigenkapitalquote | in % | 36,1% | 32,0% | |
| Working Capital Employed 1) | in € Mio. | 238,4 | 245,2 | -3% |
| Nettoverschuldung 2) | in € Mio. | 375,0 | 364,6 | 3% |
| Gearing 3) | in % | 70,9% | 80,1% | |
| Cash-Flow und Investitionen | 2017 | 2016 | Vdg. in % | |
| Cash-Flow aus Betriebstätigkeit | in € Mio. | 161,3 | 167,8 | -4% |
| Cash-Flow aus Investitionstätigkeit | in € Mio. | -154,0 | -158,8 | -3% |
| Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit | in € Mio. | -118,0 | 139,2 | <100% |
| Investitionen 4) | in € Mio. | 178,6 | 144,4 | 24% |
| Mitarbeiter | 31.12.2017 | 31.12.2016 | Vdg. in % | |
| Mitarbeiter 5) | Anzahl | 5.887 | 5.069 | 16% |
| Wertschaffung | 31.12.2017 | 31.12.2016 | ||
| ROCE (Return on Capital Employed) 6) | in % | 13,9% | 13,9% | |
| ROE (Return on Equity) 7) | in % | 17,1% | 21,2% |
1) Working Capital = Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
2) Nettoverschuldung = Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig, langfristig) - Zahlungsmittel
3) Gearing = Nettoverschuldung/Eigenkapital
4) Zugänge von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten laut Anlagespiegel
5) Mitarbeiterstand zum Stichtag (inklusive Leiharbeiter)
6) ROCE: EBIT/durchschnittliches Capital Employed
Capital Employed = Sachanlagen + Firmenwert + Immaterielle Vermögenswerte + Working Capital Employed
7) ROE = Ergebnis nach Steuern/durchschnittliches Eigenkapital
Im Geschäftsjahr 2017 erzielte die KTM Industries-Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von € 1.533,0 Mio. (Vorjahr: € 1.343,0 Mio.) und ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) in Höhe von € 132,5 Mio, welches im Vergleich zur Vorjahresperiode um rund 8% gestiegen ist (Vorjahr: € 122,3 Mio.).
Die im Vergleich zum Vorjahr geringere EBIT-Marge ist Einmaleffekten in 2016 und 2017 geschuldet. Das Vorjahres-EBIT war aufgrund des Verkaufes einer nicht betriebsnotwendigen Liegenschaft bei WP positiv beeinflusst. Im laufenden Geschäftsjahr dagegen waren Einmalaufwendungen in Höhe von ca. € 4 Mio. aus dem Hochfahren des Getriebewerkes in Kapfenberg im EBIT enthalten. Bereinigt um die beiden Effekte liegt die EBIT-Marge mit 8,9% zu 8,8% leicht über Vorjahr.
Das Ergebnis nach Steuern verringerte sich von € 89,0 Mio. auf € 83,9 Mio. Das Vorjahres-Ergebnis war infolge von aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge positiv begünstigt. In 2017 erhöhte sich jedoch aufgrund des geänderten Steuergesetzes in den USA der latente Steueraufwand, was insgesamt verglichen zum Vorjahr zu einer deutlich höheren Steuerquote von 28,3 % verglichen mit dem Vorjahr von 18,3% führte.
Die Ertragskennzahlen verteilen sich auf die Kernbereiche wie folgt (exklusive Konsolidierungseffekte):
| KTM AG | WP Performance Systems GmbH |
Pankl Racing Systems AG |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | |
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Umsatz | 1.331,7 | 1.141,8 | 179,7 | 166,1 | 195,4 | 186,0 |
| EBITDA | 178,8 | 160,0 | 15,5 | 16,4 | 25,9 | 26,2 |
| EBIT | 113,1 | 102,8 | 10,2 | 11,8 | 11,8 | 13,2 |
| Ergebnis nach Steuern | 79,0 | 72,1 | 7,6 | 14,0 | 5,7 | 10,0 |
Das Geschäftsjahr 2017 geht als weiteres Rekordjahr in die KTM-Geschichte ein. Durch die konsequent verfolgte Umsetzung der globalen Produktstrategie und die Expansion auf allen Kontinenten konnte KTM sowohl den Umsatz als auch den Absatz erneut steigern und somit auch im Jahr 2017 ein neuerliches Rekordniveau erreichen.
Im Geschäftsjahr 2017 erhöhte sich bei der KTM AG der Nettoumsatz um 16,6 % auf € 1.331,7 Mio. (Vorjahr: € 1.141,8 Mio.). Dies ist auf die Steigerung der Absatzmenge zurückzuführen. Rund 96 % der Umsatzerlöse wurden außerhalb Österreichs erzielt. Das EBIT konnte aufgrund der positiven Absatz- und Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr um € 10,3 Mio. auf € 113,1 Mio. (Vorjahr: € 102,8 Mio.) gesteigert werden.
Mit 238.334 verkauften KTM und Husqvarna Motorrädern im Geschäftsjahr 2017 hat die KTM AG ihre Stellung als größter europäischer Motorradhersteller weiter ausgebaut. Der Absatz wurde um mehr als 17% gegenüber dem Vorjahr gesteigert.
Im ersten Halbjahr 2017 wurde die neue KTM DUKE Modellgeneration in den Markt eingeführt. Husqvarna stellte die neue 2018 Enduro Range sowie die 2018 Motorcross Range vor. Im Oktober enthüllte KTM die zweite Generation seiner FREERIDE E-XC des Modelljahres 2018. Auf der Motorradmesse EICMA in Mailand präsentierte KTM im November ein völlig neues Serienmotorrad, die KTM 790 DUKE, sowie den Prototypen der KTM 790 ADVENTURE R. Damit gab das österreichische Unternehmen einen Ausblick darauf, wie es sein Produktportfolio mit Hilfe seines neuen Reihen-2-Zylindermotors namens LC8c mit 799 ccm auszubauen gedenkt. Weiters stellte KTM auch die völlig neue Generation der KTM 450 RALLY vor. Weiters stellte Husqvarna Motorcycles die Naked Bikes Vitpilen 401 und Svartpilen 401, sowie die große Schwester Vitpilen 701 und das Concept Bike Svartpilen 701 vor.
Das Geschäftsjahr 2017 der WP Gruppe war - auf Grund der Neuausrichtung der Gruppe mit einer noch engeren Vernetzung mit der KTM Gruppe vor allem in Richtung Produktstrategie - von strukturellen Veränderungen geprägt, wodurch die Gruppe den Umsatz auf € 179,7 Mio. steigern konnte. (Vorjahr: € 166,1 Mio.). Der Umsatzanstieg war in allen Produktsparten und über einen Großteil der Kundensegmente festzustellen. WP konnte aufgrund des starken Wachstums von KTM die WP Gruppe macht über 85% des Umsatzes mit KTM - ein über dem Markt liegendes Wachstum realisieren.
Das Betriebsergebnis (EBIT) mit € 10,2 Mio. (Vorjahr: € 11,8 Mio.) liegt unter dem Ergebnis des Vorjahres, dies ist aber vor allem auf den Ertrag aus der Veräußerung einer nicht betriebsnotwendigen Immobilie im Jahr 2016 zurückzuführen. Die Ertragslage des Konzerns war zudem durch Anlaufkosten für Neuprodukte und Kosten und Investitionen für den Ausbau und Modernisierung der Produktion und des Maschinenparks zur Sicherung und Ausbau der Fertigungskapazitäten gekennzeichnet.
Trotz eines verhaltenen Wachstums des Gesamtmarkts konnte WP im Bereich Fahrwerkskomponenten ein sehr starkes Mengen- und Umsatzwachstum vorweisen, was auf das starke Wachstum bei KTM zurückzuführen ist. Wie auch im Bereich Chassis ist der Bereich Engine Components von einer seit 2016 bestehenden intensiven Zusammenarbeit mit der KTM Gruppe geprägt, wodurch die permanente Neu- und Weiterentwicklung der Produkte gesichert ist.
Die Umsatzerlöse der Pankl-Gruppe konnten im Geschäftsjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 5,1% auf einen neuen Rekordwert von € 195,4 Mio. gesteigert werden. Im Segment Racing/High Performance konnten sowohl im Geschäftsbereich Racing als auch im Bereich High Performance Umsatzanstiege gegenüber 2016 verzeichnet werden. Auch im Segment Aerospace ist eine Umsatzsteigerung im Vergleich zu den Vorjahren zu verbuchen.
Trotz der Anlaufkosten in Höhe von € 4 Mio. für das neue High-Performance Antriebswerk erreichte die Pankl Gruppe ein operatives Ergebnis von € 11,8 Mio. (2016: € 13,2 Mio.) und befindet sich somit auf einem sehr guten Niveau. Die EBIT-Marge beläuft sich auf 6,0% vom Umsatz (2016: 7,1%).
Auf Grund des geänderten Formel 1-Reglements hat sich die Ertragslage im Bereich Racing positiv entwickelt. Das High-Performance Geschäft entwickelte sich unter Berücksichtigung der Anlaufkosten im abgelaufen Jahr stabil. Insgesamt erwirtschaftete das Segment Racing/High Performance einen Umsatz in Höhe von € 169,0 Mio. nach € 161,5 Mio. in 2016, was einer Umsatzsteigerung von 4,6% entspricht. Aufgrund der Anlaufkosten des neuen High-Performance-Antriebswerks verringerte sich das operative Ergebnis (EBIT) von € 12,0 Mio. in 2016 auf € 10,7 Mio. in 2017. Dies entspricht einer EBIT Marge von 6,3% (2016: 7,4%).
Das Luftfahrtgeschäft zeigt sich trotz des anhaltend schwachen Helikoptergeschäfts positiv. Dies ist vor allem auf ein ansteigendes Triebwerkswellengeschäft zurückzuführen. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2017 lag mit € 27,5 Mio. über dem Vorjahr (€ 25,5 Mio.). Auch beim operativen Betriebsergebnis (EBIT) zeigte sich ein leichter Anstieg auf € 1,2 Mio. (2016: € 1,1 Mio.). Die EBIT-Marge betrug unverändert 4,4% (2016: 4,4%).
| 2017 | 2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | in % | Mio. € | in % | |
| Langfristige Vermögenswerte | 782,1 | 53% | 692,3 | 49% |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 683,0 | 47% | 731,5 | 51% |
| Vermögenswerte | 1.465,2 | 100% | 1.423,8 | 100% |
| Eigenkapital | 528,6 | 36% | 454,9 | 32% |
| Langfristige Schulden | 461,5 | 31% | 534,9 | 38% |
| Kurzfristige Schulden | 475,1 | 32% | 433,9 | 30% |
| Eigenkapital und Schulden | 1.465,2 | 100% | 1.423,8 | 100% |
Die Bilanzstruktur der KTM Industries-Gruppe setzt wich wie folgt zusammen:
Die Bilanzsumme der KTM Industries-Gruppe erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um € 41,4 Mio. bzw. 3% auf € 1.465,2 Mio.
Einerseits steigerten sich die langfristigen Vermögenswerte aufgrund des weiterhin über den Abschreibungen liegenden Investitionsniveaus (+13,0%). Andererseits verringerten sich die kurzfristigen Vermögenswerte im Wesentlichen infolge der planmäßigen Tilgungen der in 2012 von der KTM AG (€ 85,0 Mio.) und in 2013 von der Pankl Racing Systems AG (€ 10,0 Mio.) begebenen Anleihen. Zudem wurde ein Teilbetrag des Schuldscheindarlehens der KTM Industries AG in Höhe von € 32,0 Mio. in 2017 vorzeitig rückgezahlt. Unter Berücksichtigung des wachstumsbedingten Anstiegs der Vorräte verringerten sich die kurzfristigen Vermögenswerte um -6,6%. Insgesamt blieb die Bilanzsumme über Vorjahr.
Das Eigenkapital erhöhte sich im Geschäftsjahr um € 73,6 Mio. von € 454,9 Mio. auf € 528,6 Mio. Zum einen wurde durch das Periodenergebnis in Höhe von € 83,9 Mio. und der eigenkapitalwirksamen Begebung eines Perpetual Bonds bei der Pankl Racing Systems AG in Höhe von € 10,0 Mio. das Eigenkapital gestärkt, andererseits führten Dividendenzahlungen zu einer Verringerung des Eigenkapitals. Trotz Bilanzverlängerung konnte aufgrund der sehr guten Ertragslage die Eigenkapitalquote von 32,0% auf 36,1% deutlich gesteigert werden.
Der Cashflow aus dem operativen Bereich lag im Geschäftsjahr 2017 bei € 161,3 Mio. und damit leicht unter dem Vorjahreswert von € 167,8 Mio.
Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen betrug € -154,0 Mio. Das seit fast 4 Jahren bei einem deutschen Schiedsgericht anhängige Verfahren hinsichtlich Gewährleistungsansprüchen aus dem Verkauf der Peguform Gruppe im Jahr 2012 wurde im Februar 2017 nunmehr zu hundert Prozent zugunsten der KTM Industries-Gruppe entschieden. Der seit der Veräußerung der Beteiligung auf einem Treuhandkonto hinterlegte Restkaufpreis in Höhe von rund € 20,4 Mio. floss im Juni zur Gänze der KTM Industries zu. Zudem hat die KTM Industries AG im März 2017 ihren Minderheitenanteil (24%) an der AGM Durmont Austria GmbH an den bisherigen Mehrheitseigentümer AGM Gruppe zu einem Betrag von € 2,4 Mio. vollständig verkauft. Beide Devestitionen wirkten sich positiv auf den Investitions-Cash Flow aus.
Nach Berücksichtigung des Cashflows aus Finanzierungsaktivitäten in Höhe von € -118,0 Mio. verringerten sich die liquiden Mittel im Vergleich zum Vorjahr um € 114,5 Mio. (inklusive Fremdwährungseffekte von € -3,8 Mio.) auf € 169,1 Mio. Der Finanzierungs-Cash Flow war im Wesentlichen aufgrund der planmäßigen Tilgungen von Anleihen bei der KTM AG und Pankl Racing Systems AG sowie der Teilrückzahlung des Schuldscheindarlehens bei der KTM Industries AG negativ beeinflusst.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden in der KTM Industries-Gruppe € 178,6 Mio. (Vorjahr: € 144,4 Mio.) in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte investiert.
Bei der KTM AG wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr neben den gewohnt hohen Investitionen in Serienentwicklungsprojekte und in die Anschaffung von Werkzeugen erhebliche Kapazitäts- und Erweiterungsinvestitionen vorgenommen. Die Erweiterung des Logistikzentrums in Munderfing wurde fertiggestellt und der Ausbau der Entwicklungszentrale sowie die KTM Motohall in Mattighofen befinden sich in Bau. Ebenfalls wurde am Standort in Munderfing mit dem Bau des "House of Brands" für Marketing und Vertrieb begonnen. Die KTM AG eröffnete Anfang Juli ein neues Entwicklungszentrum in Rosenheim, Deutschland. Die Fachkräfte am Standort werden sich vor allem auf die Elektronikentwicklung im Motorradbereich konzentrieren. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2017 € 136,6 Mio. (Vorjahr: € 107,5 Mio.) in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte investiert. Davon entfallen rund € 80,0 Mio. auf aktvierte Entwicklungskosten und Werkzeuge.
Die WP-Gruppe investierte im Geschäftsjahr 2017 in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte € 6,9 Mio. (Vorjahr: € 12,8 Mio.). Im Wesentlichen betrafen die Investitionen den Ausbau und die Modernisierung der Produktion und des Maschinenparks sowie den Ausbau der Fertigungskapazitäten.
Das Geschäftsjahr der Pankl Racing Systems AG war in erster Linie von der erfolgreichen Inbetriebnahme des neu errichteten, hochmodernen High Performance Antriebswerkes in Kapfenberg geprägt. Mit dem innerhalb von zwei Geschäftsjahren errichteten, in die drei Teilbereiche Getriebekomponentenfertigung, Wärmebehandlung und additive Fertigung gegliederten Werk repräsentiert dieses Werk das bisher größte Investitionsprojekt der Firmengeschichte. Bis Oktober 2017 wurden die Anlagen in Betrieb genommen und Muster- und Freifahrbauteile produziert. Ab Mitte Oktober wurde mit der Serienproduktion begonnen. Anlaufkosten in plangemäßer Höhe von knapp über € 4 Mio. sind voll im Betriebsergebnis 2017 berücksichtigt. Bei der Pankl Racing Systems AG wurden im Geschäftsjahr 2017 somit € 35,7 Mio. in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte investiert. Vor allem auf Grund der Investitionen in das neue Antriebswerk lag die Investitionssumme damit deutlich über den Abschreibungen.
Die Gesellschaft erstellte für die KTM Industries-Gruppe einen konsolidierten nichtfinanziellen Bericht gemäß § 267a UGB für das Geschäftsjahr 2017, welcher Angaben zu Konzepten, nichtfinanziellen Risiken, Due Diligence Prozessen sowie Ergebnissen und Leistungsindikatoren hinsichtlich Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelangen, der Achtung von Menschenrechten, sowie der Bekämpfung von Korruption und Bestechung, enthält. Dieser Bericht wurde vom Aufsichtsrat gemäß § 96 AktG geprüft und ist im vorliegenden Geschäftsbericht unter "Kapitel Nachhaltigkeitsbericht" zu finden.
Der Aufwand für Forschung und Entwicklung (vor Aktivierung von Entwicklungsleistungen) lag im Geschäftsjahr 2017 in der KTM Industries-Gruppe bei € 127,8 Mio. (Vorjahr: € 106,2 Mio.). Die Produkte aller Konzernunternehmen bewegen sich in einem sehr anspruchsvollen Leistungsniveau, weshalb von den Kunden eine permanente Entwicklung und Weiterentwicklung gefordert wird. Der Produktlebenszyklus ist je nach Kunden stark abweichend.
In der Forschungs- und Entwicklungsabteilung beschäftigte die KTM AG im Geschäftsjahr 2017 durchschnittlich 540 Mitarbeiter (Vorjahr: 487 Mitarbeiter), das entspricht 17% der gesamten Belegschaft. Rund € 107,2 Mio. (Vorjahr: € 92,6 Mio.) wurden im Geschäftsjahr 2017 in die Forschung und Entwicklung investiert, dies entspricht 8,1% des Gesamtumsatzes (unverändert gegenüber dem Vorjahr).
Das abgelaufene Geschäftsjahr umfasste bei der operativen KTM eine Vielzahl verschiedener Projekte in den Off-road- und Street-Segmenten. Allem voran steht die Serienüberleitung der KTM 1290 Super-Duke GT, mit der es KTM gelungen ist, das Sporttouring-Segment neu zu definieren. Das mit einer Reihe innovativer Sicherheitssysteme und neuartiger Komfortfunktionen ausgestatte Modell konnte in renommierten Vergleichstests durchwegs Bestnoten einfahren.
Besonders hervorzuheben ist die Einführung der weltweit ersten serienmäßig produzierten 2-Takt-Offroad-Motorräder mit Kraftstoffeinspritzung. Neben zahlreichen Vorteilen für den Kunden konnte somit auch eine Konformität mit gegenwärtigen Emissionsstandards gewährleistet werden.
Ein weiteres zentrales Projekt stellte die Weiterentwicklung der KTM Adventure Modellreihe dar. Neben der Überarbeitung unzähliger Details zeichnen sich diese Modelle insbesondere durch ihre gänzlich neuentwickelte Voll-LED Scheinwerfereinheit und das neue TFT-Dashboard, das erstmals eine Vernetzung des Fahrers mit dem Motorrad ermöglicht, aus. Parallel dazu wurde die Entwicklung neuer HUSQVARNA Modelle im Straßensegment weiter vorangetrieben. Die im Rahmen der EICMA im November 2016 vorgestellten Fahrzeuge polarisieren insbesondere durch klare, auf das Wesentliche reduzierte Designansätze. Im Geschäftsjahr 2017 wurde eine Vielzahl an F&E-Projekten in verschiedenen Stadien von Konzeptentwicklungen bis hin zu Serienanläufen vorangetrieben und erfolgreich abgeschlossen.
Die im Jahr 2016 gestartete und 2017 intensivierte engere Vernetzung der WP-Gruppe mit der KTM-Gruppe hat eine intensive Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Entwicklung zur Folge. In den Produktsegmenten Fahrwerk, Kühler, Rahmen und Auspuff wird gemeinsam mit KTM ständig an neuen Entwicklungen und Verbesserungen am bestehenden Produktportfolio gearbeitet.
Forschung und Entwicklung nimmt auch in der Pankl-Gruppe eine zentrale Rolle ein. Die Gesamtaufwendungen für die intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten beliefen sich im Geschäftsjahr 2017 auf € 15,3 Mio. (Vorjahr: € 13,2 Mio.).
Die Pankl Racing Systems AG gibt laufend ihr Bestes, den hohen Ansprüchen gerecht zu werden. Dabei hilft im Bereich "Forschung & Entwicklung" z.B. Wärmebehandlungs-Entwicklungen und Prozessrouten-Optimierung für bessere Materialeigenschaften - dadurch erst kann Leichtbau ermöglicht werden (dies bedeutet weniger Vormaterialeinsatz und geringeren Treibstoffverbrauch beim Endkunden durch geringere bewegte Masse).
Im Geschäftsjahr 2017 hat Pankl seine Aktivitäten im Bereich "Additive Fertigung" (additive manufactoring - AM) weiter ausgebaut und ein "Innovation-Lab" eingerichtet, welches folgende Bereiche umfasst:
Auch die komplette Prozesskette befindet sich in House:
Für die Ausführungen zum Risikobericht und zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie Finanzinstrumente verweisen wird auf den Konzernanhang (Kapitel VII und VIII) der KTM Industries AG.
Pierer Konzerngesellschaft mbH: 63,61%
g) Den Erwerb über die Börse kann der Vorstand beschließen, doch muss der Aufsichtsrat im Nachhinein von diesem Beschluss in Kenntnis gesetzt werden. Der außerbörsliche Erwerb unterliegt der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats.
h) Der Vorstand wird für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung gem § 65 Abs 1b AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats für die Veräußerung bzw. Verwendung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot, unter sinngemäßer Anwendung der Regelungen über den Bezugsrechtsausschluss der Aktionäre, zu beschließen und die Veräußerungsbedingungen festzusetzten. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden, insbesondere als Gegenleistung beim Erwerb von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- oder Ausland.
Die Entwicklungsstrategie der KTM Industries-Gruppe setzt zukünftig weiterhin auf organisches Wachstum in ihren Kernbereichen durch Ausbau der Marktanteile und globales Wachstum, wobei ein starker Fokus auf den Emerging Markets liegt. Innerhalb der Konzernbereiche wird weiterhin auf die wechselseitige Nutzung der Synergiepotenziale sowie auf die Weiterentwicklung und Ausweitung der Kooperationsprojekte gesetzt.
Aufgrund der derzeitigen Auftragslage geht das Management in seiner Einschätzung auch für das Geschäftsjahr 2018 weiterhin von einer positiven Geschäftsentwicklung aus. Wie schon in den letzten Jahren werden sich auch in Zukunft die Märkte in den verschiedenen Kontinenten unterschiedlich entwickeln. Aus diesem Grund wird auf die kontinuierliche Überprüfung und kritische Beurteilung der Markt-, Produktivitäts- und Kostensituation Wert gelegt, um gegebenenfalls Sofortmaßnahmen zur Stabilisierung der angestrebten Ertragslage durchzuführen.
Insgesamt kann für alle Geschäftsbereiche der KTM Industries-Gruppe für das Geschäftsjahr 2018 ein positiver Ausblick gegeben werden.
Die KTM AG erwartet regional betrachtet das größte Wachstum in absoluten Zahlen in den Regionen Europa und Nord Amerika. Die größten relativen Wachstumsraten werden in der ASEAN Region und in Indien erwartet. Das geplante Wachstum wird im Wesentlichen von KTM und Husqvarna Straßenmotorrädern erwartet. Bei Husqvarna Motorcylces steht im Geschäftsjahr 2018 die Rückkehr ins Straßensegment mit der Einführung der Vitpilen 401, Svartpilen 401 und Vitpilen 701 im Fokus. Bei KTM wird durch die Einführung des neuen 2-Reihenzylinders DUKE 790 ein neues Segment erschlossen. Mittelfristig hat sich KTM das Ziel gesetzt, den jährlichen Absatz weltweit auf 400.000 Stück zu steigern und Husqvarna Motorcycles zum drittgrößten europäischen Motorradhersteller zu entwickeln.
Auch in 2018 wird KTM wieder massiv in den Motorsport investieren. Neben den bekannten Rennserien aus dem Offroad Bereich und der Rallye Dakar wird der Schwerpunkt auf die zweite Saison in der MotoGP liegen. Auch 2018 wird KTM mit den Fahrern Pol Espargaró und Bradley Smith in der MotoGP-Rennserie an den Start gehen. Mit der Moto2- und Moto3- Rennserie ist KTM somit in allen drei Rennklassen vertreten. Auch bei der Rallye Dakar setzte KTM seine unglaubliche Erfolgsgeschichte fort. Im Januar 2018 sicherte Red Bull KTM Werksfahrer Matthias Walkner mit seiner neuen KTM 450 RALLY dem österreichischen Hersteller bereits den 17. Sieg in Folge bei dem berüchtigten Rennen.
Die Investitionsschwerpunkte für 2018 umfassen insbesondere neue Serienentwicklungsprojekte sowie Infrastruktur- und Erweiterungsinvestitionen. Im Geschäftsjahr 2018 wird die Fertigstellung der Erweiterung des Forschung- und Entwicklungszentrums in Mattighofen mit einer Gesamtinvestition von rund EUR 30 Million, verteilt auf 2 Jahre, erfolgen. Durch diese Erweiterungsinvestition werden mittelfristig rund 100 neue, hochqualifizierte Arbeitsplätze am Standort in Mattighofen geschaffen. Auch die Fertigstellung des "House of Brands" für das Marketing und den Vertrieb der Konzernmarken KTM, Husqvarna Motorcycles und WP am Standort in Munderfing ist Ende 2018 geplant.
Nach der vollständigen Übernahme der WP-Gruppe durch die KTM AG im Jänner 2018, soll diese im Geschäftsjahr 2018 vollständig integriert werden und somit Effizienzsteigerungen erzielt sowie Synergiepotentiale gehoben werden. Der Auftragsstand liegt bei der WP-Gruppe in allen Geschäftsbereichen auf dem Niveau des Vorjahres, weshalb in diesem Jahr zumindest mit einem gleichbleibenden Umsatz zu rechnen ist. Vorrangiges Ziel ist in diesem Jahr die Konsolidierung des Unternehmens auf dem nun angestiegenen Umsatzniveau und eine Verbesserung der operativen Ergebnismarge. Die WP-Gruppe konzentriert sich auch weiterhin auf den Aufbau von strategischen Partnerschaften. So werden die Serienlieferungen mit dem indischen Partner im Bereich Suspension, aber auch mit dem Partner in China im Bereich Rahmen im Geschäftsjahr 2018 fortgeführt. Weiterhin wird auch am Ausbau des Kühlerstandortes in Dalian (China) gearbeitet.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten bei der Pankl Racing Systems AG sowohl im Segment Racing/High Performance als auch im Segment Aerospace die operativen Ergebnisse verbessert werden. Die Inbetriebnahme und der erfolgreiche Start der Serienproduktion im neuen High Performance Antriebswerk waren absolute Highlights. Insgesamt wird für 2018 von einem zumindest 10%igen Umsatzwachstum ausgegangen. Diese Annahme wird durch Rekordauftragsstände gestützt. Aufgrund von Produktivitätssteigerungen und vor allem durch den Wegfall der Anlaufkosten wird damit von einer deutlichen Ergebnisverbesserung ausgegangen.
Durch die insgesamt stabile finanzielle Situation der Tochterunternehmen, mit soliden Eigenkapitalquoten und einer fristenkongruenten Finanzierung, werden sich für die Unternehmen der KTM lndustries-Gruppe auch 2018 neue Chancen am Markt ergeben.
Wels, am 7. März 2018
Der Vorstand der KTM lndustries AG
rO-= ~ ag. Friedrich Roi~ r -
C~kr~ Dipl.-Ing. HarB"' rlöckinger
| Aktiva | ||
|---|---|---|
| 31.12.2017 EUR |
31.12.2016 TEUR |
|
| A. Anlagevermögen: | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände: | ||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie |
||
| daraus abgeleitete Lizenzen | 736,81 | 3 |
| II. Sachanlagen: | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 560.795,70 | 624 |
| III. Finanzanlagen: | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | ||
| (davon Umgründungsmehrwert EUR 34.275.720,66; Vorjahr: TEUR 34.276) |
368.535.845,27 | 386.389 |
| 2. Beteiligungen | 8.701.000,00 | 0 |
| 3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens | 3.836.032,20 | 5.173 |
| 381.072.877,47 | 391.562 | |
| 381.634.409,98 | 392.189 | |
| B. Umlaufvermögen: | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 11.584,10 | 20 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 0,00 | 0 |
| 2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 86.612.137,28 | 71.260 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 52.234.185,37 | 40.990 |
| 3. Forderungen gegenüber Unternehmen, | ||
| mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1.000.000,00 | 67 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 1.000.000,00 | 0 |
| 4. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 6.872.653,42 | 1.544 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 284.260,09 | 1.236 |
| 94.496.374,80 | 72.891 | |
| II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 595.886,39 | 2.705 |
| 95.092.261,19 | 75.597 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 190.881,47 | 215 |
| 476.917.552,64 | 468.000 |
| 31.12.2017 EUR |
31.12.2016 TEUR |
|
|---|---|---|
| A. Eigenkapital: | ||
| I. Eingefordertes und eingezahltes Nennkapital (Grundkapital): |
||
| Gezeichnetes Nennkapital | 225.386.742,00 | 225.387 |
| II. Kapitalrücklagen: | ||
| Gebundene | 9.949.091,87 | 9.949 |
| III. Gewinnrücklage: | ||
| Gesetzliche Rücklage | 2.028.553,96 | 1.380 |
| IV. Bilanzgewinn (davon Gewinnvortrag | ||
| EUR 12.812.847,09; Vorjahr: TEUR 2.092) | 25.139.087,92 | 19.574 |
| 262.503.475,75 | 256.290 | |
| B. Rückstellungen: | ||
| 1. Abfertigungsrückstellung | 114.600,00 | 70 |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 1.362.169,77 | 1.993 |
| 1.476.769,77 | 2.063 | |
| C. Verbindlichkeiten: | ||
| 1. Anleihen | 117.800.000,00 | 117.800 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 57.800.000,00 | 0 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 60.000.000,00 | 117.800 |
| 2. Schuldscheindarlehen | 24.500.000,00 | 24.500 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 0,00 | 0 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 24.500.000,00 | 24.500 |
| 3. Namensschuldverschreibungen | 30.000.000,00 | 30.000 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 0,00 | 0 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 30.000.000,00 | 30.000 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 30.000.000,00 | 30.000 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 0,00 | 0 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 30.000.000,00 | 30.000 |
| 5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 243.981,33 | 1.472 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 243.981,33 | 1.472 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 0,00 | 0 |
| 6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 7.973.422,52 | 2.997 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 7.973.422,52 | 2.997 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 0,00 | 0 |
| 7. Sonstige Verbindlichkeiten | 2.031.246,31 | 2.257 |
| davon aus Steuern | 83.864,52 | 83 |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 23.120,27 | 17 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 1.763.050,49 | 1.996 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 268.195,82 | 260 |
| 212.548.650,16 | 209.025 | |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 67.780.454,34 | 6.465 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 144.768.195,82 | 202.560 |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 388.656,96 | 622 |
| 476.917.552,64 | 468.000 |
| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| EUR | TEUR | |
| 1. Umsatzerlöse | 11.382.402,96 | 9.906 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge: | ||
| a) Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zum Anlagevermögen |
||
| mit Ausnahme der Finanzanlagen | 0,00 | 27 |
| b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 396.782,12 | 20 |
| c) Übrige | 2.516,14 | 0 |
| 399.298,26 | 46 | |
| 3. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen: |
||
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | -6.903.559,42 | -6.385 |
| 4. Personalaufwand: | ||
| a) Gehälter | -1.614.869,66 | -1.221 |
| b) Soziale Aufwendungen | -288.861,45 | -290 |
| davon für Abfertigungen und Leistungen an | ||
| betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen | -66.717,80 | -65 |
| davon für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge |
-200.907,67 | -197 |
| -1.903.731,11 | -1.511 | |
| 5. Abschreibungen: | ||
| Auf immaterielle Gegenstände des | ||
| Anlagevermögens und Sachanlagen | -71.275,62 | -82 |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen: | ||
| a) Steuern, soweit sie nicht unter Steuern | ||
| vom Einkommen und vom Ertrag fallen | -12.131,42 | -5 |
| b) Übrige | -3.689.109,27 | -5.556 |
| -3.701.240,69 | -5.561 | |
| Zwischensumme aus Z 1 bis Z 6 7. (Betriebsergebnis) (Übertrag) |
-798.105,62 | -3.587 |
| 2017 EUR |
2016 TEUR |
|
|---|---|---|
| Übertrag: | -798.105,62 | -3.587 |
| 8. Erträge aus Beteiligungen (davon aus verbundenen Unternehmen EUR 36.062.453,00; Vorjahr: TEUR 24.288) |
36.062.453,00 | 24.288 |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (davon aus verbundenen Unternehmen EUR 956.251,17; Vorjahr: TEUR 653) |
985.524,10 | 791 |
| 10. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen |
667.759,61 | 4.566 |
| 11. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens: |
||
| a) Abschreibungen | -16.153.217,88 | 0 |
| b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen | -167,15 | 0 |
| -16.153.385,03 | 0 | |
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (davon betreffend verbundene Unternehmen |
||
| EUR 3.002.000,00; Vorjahr: TEUR 975) | -7.785.755,71 | -7.758 |
| 13. Zwischensumme aus Z 8 bis Z 12 (Finanzergebnis) |
13.776.595,97 | 21.887 |
| 14. Ergebnis vor Steuern | 12.978.490,35 | 18.300 |
| 15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (aus Steuerumlage) |
-3.500,00 | -4 |
| 16. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss |
12.974.990,35 | 18.296 |
| 17. Zuweisung zu Gewinnrücklagen | -648.749,52 | -915 |
| 18. Auflösung von Kapitalrücklagen | 0,00 | 101 |
| 19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 12.812.847,09 | 2.092 |
| 20. Bilanzgewinn | 25.139.087,92 | 19.574 |
Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2017 ist nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches in der gegenwärtigen Fassung aufgestellt worden.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die bisherige Form der Darstellung wurde bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.
Soweit es zur Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erforderlich ist, wurden im Anhang zusätzliche Angaben gemacht.
Bei der Gesellschaft handelt es sich gemäß § 221 Abs 3 2. Satz UGB um eine große Kapitalgesellschaft.
Die Gesellschaft ist ein konsolidierungspflichtiges Mutterunternehmen im Sinn des § 244 UGB und hat einen Konzernabschluss, der beim Landes- als Handelsgericht Wels unter der Nummer FN 78112 x hinterlegt wird, aufzustellen.
Die Gesellschaft steht mit der Pierer Konzerngesellschaft mbH, Wels (oberstes Konzernmutterunternehmen), und deren verbundenen Unternehmen in einem Konzernverhältnis und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird beim Landes- als Handelsgericht Wels unter der Nummer FN 134766 k hinterlegt und stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis dar.
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.
Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Der Liquiditätsplan der KTM Industries AG sieht in den 12 Monaten nach dem Bilanzerstellungszeitpunkt keinen zusätzlichen Finanzierungsbedarf vor. Sämtliche Tilgungen, Zinszahlungen und operativen Aufwendungen können aus den liquiden Mitteln gedeckt werden.
Die operativen Gesellschaften der KTM Industries AG-Gruppe sind eigenständig mittel- und langfristig finanziert.
Bei Vermögensgegenständen und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung angewandt.
Dem Vorsichtsgrundsatz wurde Rechnung getragen, indem insbesondere nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen werden.
Beilage I/7
Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste, die im Geschäftsjahr 2017 oder in einem früheren Geschäftsjahr entstanden sind, wurden berücksichtigt.
Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und in längstens 3 bis 4 Jahren abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände und geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert unter je EUR 400,00) werden sofort als Aufwand erfasst.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibungen, bewertet. Geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert bis EUR 400,00) werden im Zugangsjahr aktiviert und voll abgeschrieben.
Die Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen erfolgt nach der linearen Abschreibungsmethode unter Zugrundlegung folgender Nutzungsdauern:
| Nutzungsdauer in Jahren |
|
|---|---|
| Büro und Geschäftsausstattung | 3 - 10 |
| Investitionen in Fremdgebäude | i10 |
Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist.
Beilage I/8
Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen - soweit diese notwendig sind, um dauernden Wertminderungen Rechnung zu tragen - angesetzt. Die im Jahresabschluss ausgewiesenen wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens wurden auf ihre Werthaltigkeit untersucht. Bei jenen Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen deren Aktien an der Börse gehandelt werden und der Börsenkurs zum Bilanzstichtag unter den anteiligen Anschaffungskosten liegt, wurden auf Basis der vorliegenden Unternehmensplanungen überschlägige Unternehmenswertermittlungen durchgeführt. Daraus ergaben sich keine Abwertungserfordernisse.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag, vermindert um notwendige Wertberichtigungen angesetzt.
Die Abfertigungsrückstellungen betreffen vertraglich vereinbarte Abfertigungen und werden vereinfachend nach finanzmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 2,2 % (Vorjahr: 2,6 %) und geplanten Gehaltserhöhungen von 2,0 % (Vorjahr: 1,1 %) ermittelt. Der Ansammlungszeitraum läuft bis zum Ende der vertraglichen Vereinbarung.
Der Rechnungszinssatz für Abfertigungsrückstellungen wird aus dem 10-jährigen Durchschnittszinssatz entsprechend der Veröffentlichung der Deutschen Bundesbank abgeleitet.
Die Zinsaufwendungen betreffend Abfertigungsrückstellungen sowie die Auswirkungen aus einer Änderung des Zinssatzes werden im betreffenden betrieblichen Aufwand erfasst.
Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden entsprechend den gesetzlichen Erfordernissen alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste berücksichtigt.
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Aufgliederung des Anlagevermögens und seine Entwicklung im Geschäftsjahr sind im Anlagenspiegel angeführt (vergleiche Anlage 1 zum Anhang).
Der Umgründungsmehrwert in Höhe von EUR 34.275.720,66 wird dem indirekt gehaltenen Tochterunternehmen KTM AG, Mattighofen, zugeordnet.
Die Finanzanlagen haben sich insbesondere durch folgende Transaktionen verändert:
Mit Notariatsakt vom 30.6.2017 hat die KTM Industries AG, Wels, 26 % Anteile an der Kiska GmbH, Anif, erworben.
Die KTM Industries AG, Wels, hat mit Notariatsakt vom 30.6.2017 74 % Anteile an der KTM Technologies GmbH, Anif, erworben.
Mit Notariatsakt vom 8.9.2017 hat die KTM Industries AG, Wels, 49,9 % Anteile an der PEXCO GmbH, Schweinfurt, Deutschland, erworben.
An der W Verwaltungs AG, Wels (vormals: WP AG, Munderfing) hält die Gesellschaft unverändert 75,86 % Anteile.
Die Gesellschaft hält zum Stichtag unverändert 94,53 % am Grundkapital der Pankl Racing Systems AG, Kapfenberg.
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr ihre direkt gehaltenen 0,28 % Anteile an der KTM AG, Mattighofen, verkauft.
Die KTM Industries AG, Wels, hält zum Stichtag 31.12.2017 indirekt über die 100,00 % Tochtergesellschaft der K KraftFahrZeug Holding GmbH, Wels, 51,68 % am Grundkapital und an den Stimmrechten der KTM AG, Mattighofen.
Die KTM Industries AG hat im Rahmen des Shareholders Agreement vom 11.8.2014 eine Put/Call-Option auf den Verkauf von weiteren 23 % Anteilen an der Wethje Carbon Composites GmbH abgeschlossen. Die Put-Option wurde von der KTM Industries AG am 2.10.2017 ausgeübt. Im Jänner und August 2017 erfolgte bei der Wethje Carbon Composites GmbH eine Kapitalerhöhung unter Ausschluss der Gesellschaft. Die KTM Industries AG ist nach den Kapitalerhöhungen mit 8,36 % Anteile an der Wethje Carbon Composites GmbH beteiligt.
An der Wethje Immobilien GmbH, Vilshofen-Pleinting, Deutschland, hält die Gesellschaft unverändert 6 % Anteile.
Die Gesellschaft hat mit Share Purchase Agreement vom 30.3.2017 24 % Anteile an der AGM Durmont Austria GmbH, Hartberg, für die im Geschäftsjahr 2015 eine Put-/Call-Option abgeschlossen wurde, verkauft.
Die KTM Industries AG, Wels, hält unverändert 12,33 % Anteile an der AC styria Mobilitätscluster GmbH (vormals: AC styria Autocluster GmbH), Grambach. Im Geschäftsjahr 2017 hat die KTM Industries AG, Wels, einen Zuschuss in Höhe von EUR 50.000,00 an die Gesellschaft geleistet.
Im Geschäftsjahr wurden ausschüttungsbedingte Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 15.250.00,00 (Vorjahr: TEUR 0) und Zuschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 1.849) sowie Abschreibungen auf Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens in Höhe von EUR 903.217,88 (Vorjahr: TEUR 1.817) vorgenommen.
Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen besteht auf Grund von langfristigen Miet-, Pacht- und Leasingverträgen für das Geschäftsjahr 2018 eine Verpflichtung von EUR 198.365,26 (Vorjahr: TEUR 335). Der Gesamtbetrag der Verpflichtungen für die nächsten 5 Jahre beträgt EUR 818.277,70 (Vorjahr: TEUR 1.543).
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Finanzierungsforderungen in Höhe von EUR 70.991.800,41 (Vorjahr: TEUR 47.698), Forderungen aus phasengleicher Ergebnisübernahme EUR 12.000.000,00 (Vorjahr: TEUR 20.000), Forderungen aus laufenden Verrechnungen und sonstige Forderungen in Höhe von EUR 3.620.336,87 (Vorjahr: TEUR 3.563).
Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Finanzierungsforderungen in Höhe von EUR 1.000.000,00 (Vorjahr: TEUR 0). Im Vorjahr waren Forderungen aus laufenden Verrechnungen und sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 68 ausgewiesen.
Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 6.872.653,42 (Vorjahr: TEUR 1.544) betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Steuern in Höhe von EUR 6.579.526,94 (Vorjahr: TEUR 185) Forderungen aus Versicherungsleistungen für ehemalige Mitarbeiter in Höhe von EUR 268.195,82 (Vorjahr: TEUR 260). Im Vorjahr waren Forderungen aus Anteilsverkäufen in Höhe von TEUR 1.080 beinhaltet.
Das eingeforderte und eingezahlte Nennkapital (Grundkapital) der Gesellschaft beträgt EUR 225.386.742,00 und ist in 225.386.742 Stück auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien, von denen jede eine gleiche Beteiligung am Grundkapital repräsentiert, aufgeteilt.
Die Aktien der Gesellschaft notieren an der Wiener sowie an der Schweizer Börse.
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 1.362.169,77 (Vorjahr: TEUR 1.993) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Prämien in Höhe von EUR 542.820,00 (Vorjahr: TEUR 297), Rückstellungen für Rechts- und Beratungskosten in Höhe von EUR 667.560,00 (Vorjahr: TEUR 186), Rückstellungen für nicht konsumierte Urlaube und Zeitguthaben in Höhe von EUR 60.609,77 (Vorjahr: TEUR 67), sonstige Rückstellungen in Höhe von EUR 52.180,00 (Vorjahr: TEUR 114), Rückstellungen für Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von EUR 39.000,00 (Vorjahr: TEUR 28) sowie im Vorjahr für Haftungen und Risiken im Zusammenhang mit dem Beteiligungsportfolio in Höhe von TEUR 1.300.
Die Gesellschaft hat im September 2012 eine Anleihe in Höhe von EUR 75.000.000,00 mit einer Laufzeit von 6 Jahren und einer Verzinsung von 4,625 % (ISIN AT0000A0WQ66) begeben. Im Dezember 2016 wurde die Anleihe um EUR 17.200.000,00 auf EUR 57.800.000,00 reduziert.
Die KTM Industries AG hat im Juli 2016 eine nachrangige 5,00 % Anleihe ohne feste Laufzeit (Ewige Anleihe) in Höhe von 40 Mio EUR begeben. Im Dezember 2016 wurde die Nominale von 40 Mio EUR um 20 Mio EUR auf ein Emissionsvolumen von 60 Mio EUR aufgestockt.
Die KTM Industries AG hat im Juli 2015 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von EUR 56.500.000,00 begeben, welches in Höhe von TEUR 44.000 mit einer Laufzeit von 5 Jahren und in Höhe von TEUR 12.500 mit einer Laufzeit von 7 Jahren abgeschlossen wurde. Mit Kündigungsschreiben vom 13.12.2016 mit Wirkung zum 16.1.2017 wurde ein Teilbetrag des Schuldscheindarlehens in Höhe von TEUR 32.000, davon TEUR 25.500 mit Laufzeit 5 Jahren und TEUR 6.500 mit Laufzeit 7 Jahren, rückgeführt. Das Schuldscheindarlehen wird in Höhe von TEUR 24.500 mit einem fixen Zinssatz verzinst.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 30.000.000,00 betreffen einen Kredit mit fixem Zinssatz und einer Endfälligkeit im Juli 2021.
Am 17.7.2015 hat die KTM Industries AG eine Namensschuldverschreibung in Höhe von EUR 30.000.000,00 mit einer fixen Verzinsung und einer Laufzeit von 10 Jahren begeben.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf EUR 7.973.422,52 (Vorjahr: TEUR 2.997) und betreffen in Höhe von EUR 6.429.900,04 (Vorjahr: TEUR 0) Verbindlichkeiten aus umsatzsteuerlichen Organschaftsverhältnissen, Zinsen aus der Anleihe in Höhe von EUR 1.413.698,63 (Vorjahr: TEUR 1.414), sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 36.000,00 (Vorjahr: TEUR 1.469), Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 88.323,85 (Vorjahr: TEUR 111), Verbindlichkeiten aus Finanzierung in Höhe von EUR 2.002.000,00 (Vorjahr: TEUR 0) abzüglich Forderungen aus phasengleicher Ergebnisübernahme EUR 2.000.000,00 (Vorjahr: TEUR 0), sowie Verbindlichkeiten aus Steuerumlagen in Höhe von EUR 3.500,00 (Vorjahr: TEUR 4).
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 2.031.246,31 (Vorjahr: TEUR 2.257) betreffen im Wesentlichen Zinsen aus den begebenen Anleihen, Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen in Höhe von EUR 1.465.063,02 (Vorjahr: TEUR 1.741) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 566.183,29 (Vorjahr: TEUR 516).
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 268.195,82 (Vorjahr: TEUR 260) mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren enthalten.
Im Posten "Sonstige Verbindlichkeiten" sind Aufwendungen in Höhe von EUR 1.751.986,32 (Vorjahr: TEUR 1.996) enthalten, die nach dem Stichtag zahlungswirksam werden.
Die Umsatzerlöse beinhalten die Weiterverrechnungen laufender Projekte und Erlöse für Dienstleistungen. Im Geschäftsjahr wurden im Inland EUR 11.287.714,72 (Vorjahr: TEUR 9.636), in anderen EU Ländern EUR 94.688,24 (Vorjahr: TEUR 257) und in Drittländern EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 13) Umsatz erzielt.
Die Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen betreffen in Höhe von EUR 22.317,80 (Vorjahr: TEUR 20) Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen.
Die Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen setzen sich wie folgt zusammen:
| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| Vorstände Mitarbeitervorsorgekasse | 8.373,75 | 8.159,78 |
| Veränderung Abfertigungsrückstellung Vorstände | 25.400,00 | 10.800,00 |
| Sonstige Arbeitnehmer | 32.944,05 | 45.901,12 |
| 66.717,80 | 64.860,90 |
Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für konzerninterne Dienstleistungen, Aufwendungen für Vorstandstätigkeiten, Steuerberatungsaufwand sowie Rechts- und Beratungsaufwand.
Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von EUR 36.062.453,00 (Vorjahr: TEUR 24.288) betreffen Dividendenerträge aus verbundenen Unternehmen.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge betreffen im Wesentlichen Zinsen aus Darlehen in Höhe von EUR 985.401,71 (Vorjahr: TEUR 774).
Die Erträge resultieren aus dem Abgang von Finanzanlagen in Höhe von EUR 667.759,61 (Vorjahr: TEUR 2.717). Im Vorjahr waren Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen in Höhe von TEUR 1.849 enthalten.
Die Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens betreffen in Höhe von EUR 15.250.000,00 (Vorjahr: TEUR 0) ausschüttungsbedingte Abschreibungen von verbundenen Unternehmen sowie Abschreibungen aus Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von EUR 903.217,88 (Vorjahr: TEUR 0).
Die Gesellschaft ist seit der Veranlagung 2014 Gruppenmitglied der Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG der Pierer Konzerngesellschaft mbH, Wels.
Die steuerlichen Ergebnisse der Gruppenmitglieder werden dem Gruppenträger zugerechnet. Die zu leistenden Steuerumlagen zwischen dem Gruppenträger und jedem einzelnen Gruppenmitglied wurde in Form von einer Gruppen- und Steuerumlagevereinbarung geregelt.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten die voraussichtlich an die Gruppenträger zu zahlende Mindestkörperschaftsteuer.
Die KTM Industries AG, Wels, bildet seit 1.10.2017 eine Organschaft im umsatzsteuerlichen Sinn mit den Gruppenmitgliedern.
Zur Unternehmensgruppe gehören folgende Gesellschaften (Gruppenmitglieder):
KTM Technologies GmbH, Anif KTM AG, Mattighofen KTM Sportmotorcycle GmbH, Mattighofen KTM Österreich GmbH, Mattighofen KTM Sportcar GmbH, Mattighofen KTM Immobilien GmbH, Mattighofen KTM Logistikzentrum GmbH, Mattighofen Husqvarna Motorcycles GmbH, Mattighofen Pankl Racing Systems AG, Kapfenberg Pankl Systems Austria GmbH, Kapfenberg Pankl Aerospace Systems Europe GmbH, Kapfenberg WP Performance Systems GmbH, Munderfing WP Immobilien GmbH, Munderfing WP Components GmbH, Munderfing WP Performance Sports GmbH, Mattighofen
Beilage I/17
Es existieren temporäre Unterschiede zwischen steuerlichen und unternehmensrechtlichen Wertansätzen im Wesentlichen auf Grund von Bewertungsunterschieden im Sachanlagevermögen und bei der Bewertung von Personalrückstellungen. Da zum Bilanzstichtag weder passive latente Steuern zur Gegenverrechnung, als auch substantielle Hinweise für die Rechtfertigung eines Ansatzes aktiver latenter Steuern vorliegen, wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt.
(im Jahresdurchschnitt)
Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 11 (Vorjahr: 10) Angestellte, davon 3 (Vorjahr: 3) Teilzeitbeschäftigte.
Da der Abschlussprüfer der Gesellschaft auch Abschlussprüfer des Konzernabschlusses der KTM Industries AG ist, wird hinsichtlich der auf das Geschäftsjahr 2017 entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer auf die entsprechenden Angaben im Konzernanhang dieser Gesellschaft verwiesen.
Ein wesentliches Ziel des Finanzrisikomanagements in der KTM Industries AG-Gruppe ist es, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit und die finanzielle Flexibilität sicherzustellen. Zu diesem Zweck wird eine Liquiditätsreserve in Form von ungenützten Kreditlinien (Bar- und Avalkredite) und bei Bedarf in Form von Barbeständen bei Banken von hoher Bonität vorgehalten.
Der langfristige Liquiditätsbedarf der Gruppe wurde durch die Emission von Unternehmensanleihen sowie die Aufnahme von Bankkrediten sichergestellt. Die operativen Gesellschaften sind durch kurz- bzw langfristige Finanzierungen selbst finanziert.
Die im Geschäftsjahr 2012 begebene Anleihe der KTM AG mit einem Nominalen von 85,0 Mio EUR und einem fixen Kupon von 4,375 % wies eine Laufzeit bis April 2017 auf. Im April 2017 wurde die Anleihe planmäßig getilgt.
Im Juni 2016 hat die KTM AG ein Schuldscheindarlehen mit einem gesamten Emissionsvolumen von 120 Mio EUR und Laufzeiten von fünf bis zehn Jahren erfolgreich platziert.
Die im August 2013 begebene 3,25% Anleihe der Pankl Racing Systems AG mit einer Laufzeit von 2013 bis 2017 über 10 Mio. EUR wurde plangemäß im August 2017 rückgeführt. Zur Eigenkapitalstärkung und Finanzierung der in 2017 getätigten Erwerbe in ihren Kernbeteiligungen hat die Pankl Racing Systems AG im Oktober 2017 eine nachrangige 5,00 % Anleihe ohne feste Laufzeit (Ewige Anleihe) in Höhe von 10 Mio. EUR begeben.
Die WP-Gruppe ist durch kurz- und langfristige Lombarddarlehensverträge bzw Bankkredite finanziert.
Es wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 25.139.087,92 eine Dividende von EUR 0,03 je Aktie, das sind in Summe EUR 6.761.602,26 auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Nach dem Bilanzstichtag sind folgende wesentliche Ereignisse eingetreten:
Die KTM Industries AG hat mit Aktienkaufvertrag vom 9.1.2018 ihre Anteile von 75,86 % (3.793.074 Stk.) an der W Verwaltungs AG, Wels (vormals: WP AG, Munderfing) an die KTM AG, Mattighofen, verkauft.
Als Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2017 die nachstehenden Herren bestellt:
Josef B l a z i c e k (Vorsitzender) Dr. Ernst C h a l u p s k y (Stellvertreter des Vorsitzenden) Mag. Gerald K i s k a Mag. Klaus R i n n e r b e r g e r
Im Geschäftsjahr 2017 erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrats Vergütungen in Höhe von TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 28). Die Mitglieder des Vorstands erhielten für das Geschäftsjahr 2017 Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 3.974 (Vorjahr: TEUR 3.711), davon wurden für Tätigkeiten der Vorstände innerhalb des Konzerns TEUR 2.716 (Vorjahr: TEUR 2.839) weiterverrechnet. Weiters erhielten die Mitglieder des Vorstands Bezüge aus Vorperioden in Höhe von TEUR 349 (Vorjahr: TEUR 403), davon wurden für Tätigkeiten der Vorstände aus Vorperioden innerhalb des Konzerns TEUR 124 (Vorjahr: TEUR 195) weiterverrechnet.
Als kollektiv vertretungsbefugte Vorstandsmitglieder waren im Geschäftsjahr 2017 die nachstehenden Herren bestellt:
Dipl.-Ing. Stefan P i e r e r Ing. Alfred Hörten hub er (bis zum 31 .12.2017) Mag. Wolfgang P I a s s e r Dipl.-Ing. Harald P I ö c k i n g e r (ab 1.1.2018) Mag. Friedrich R o i t h n e r Mag. Hubert T r u n k e n p o I z (ab 1.1.2018)
Wels, am 7. März 2018
Der Vorstand
Dipl.-ln..,
Mag. Friedrich Roithner -
Anlage 1 zum Anhang: Anlagenspiegel Anlage 2 zum Anhang: Beteiligungsliste zum Anhang
KTM Industries AG, Wels Anlage 1
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Abschreibungen | Buchwerte | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1.1.2017 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
31.12.2017 Stand am EUR |
Stand am 1.1.2017 EUR |
gänge EUR Zu- |
gänge EUR Ab- |
31.12.2017 Stand am EUR |
31.12.2017 Stand am EUR |
31.12.2016 Stand am EUR |
|
| I. Immaterielle Vermö gensgegenstände: |
||||||||||
| 1. Konzessionen, gewerb liche Schutzrechte und ähnliche Rechte und |
||||||||||
| Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen |
349.171,14 | 0,00 | 0,00 | 349.171,14 | 345.990,86 | 2.443,47 | 0,00 | 348.434,33 | 736,81 | 3.180,28 |
| II. Sachanlagen: | ||||||||||
| schäftsausstattung Betriebs- und Ge 1. Andere Anlagen, |
1.346.767,23 | 5.910,74 | 1.984,61 | 1.350.693,36 | 723.050,12 | 68.832,15 | 1.984,61 | 789.897,66 | 560.795,70 | 623.717,11 |
| III. Finanzanlagen: | ||||||||||
| denen Unternehmen 1. Anteile an verbun |
¹⁾ 386.388.687,29 |
1.020.000,00 | 3.622.842,02 383.785.845,27 | 0,00 15.250.000,00 | 0,00 | 15.250.000,00 | ¹⁾ 368.535.845,27 |
386.388.687,29 | ||
| 2. Beteiligungen | 0,00 | 8.701.000,00 | 0,00 | 8.701.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 8.701.000,00 | 0,00 |
| 3. Wertpapiere (Wert rechte) des An |
||||||||||
| lagevermögens | 10.307.933,72 | 50.000,00 | 2.301.572,11 | 8.056.361,61 | 5.134.443,25 | 903.217,88 1.817.331,72 | 4.220.329,41 | 3.836.032,20 | 5.173.490,47 | |
| 396.696.621,01 | 9.771.000,00 | 5.924.414,13 400.543.206,88 | 5.134.443,25 16.153.217,88 1.817.331,72 | 19.470.329,41 | 381.072.877,47 | 391.562.177,76 | ||||
| 398.392.559,38 | 9.776.910,74 | 5.926.398,74 402.243.071,38 | 6.203.484,23 16.224.493,50 1.819.316,33 | 20.608.661,40 | 381.634.409,98 | 392.189.075,15 |
Die Gesellschaft hält bei folgenden Unternehmen mindestens 20,00 % Anteilsbesitz:
| Ergebnis des letzten |
||||
|---|---|---|---|---|
| Kapital- | Geschäfts | |||
| anteil | Eigenkapital | jahres 1) |
||
| Beteiligungsunternehmen | % | Stichtag | EUR | EUR |
| Verbundene Unternehmen: | ||||
| K KraftFahrZeug Holding GmbH, | ||||
| Wels | 100,00 | 31.12.2017 | 195.812.131,47 | 10.446.930,27 |
| PF Beteiligungsver | ||||
| waltungs GmbH, Wels | 100,00 | 31.12.2017 | 2.099.946,50 | 2.026.824,34 |
| Pankl Racing Sys tems AG, Kapfenberg |
94,53 | 31.12.2017 | 82.107.698,17 | 15.837.232,58 |
| KTM Technologies GmbH, Anif |
74,00 | 31.12.2017 | 1.154.353,52 | 861.336,72 |
| W Verwaltungs AG, Wels | ||||
| (vormals: WP AG, Munderfing) | 75,86 | 31.12.2017 | 33.321.638,47 | 2.989.705,96 |
| Beteiligungen: | ||||
| PEXCO GmbH, Schweinfurt, | ||||
| Deutschland | 49,90 | 31.12.2017 | 7.975.326,00 | -2.024.674,00 |
| Kiska GmbH, Anif | 26,00 | 31.03.2017 | 4.994.295,97 | 1.842.388,03 |
1) Jahresüberschuss / -fehlbetrag
KTM Industries AG, Wels Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2017 7. März 2018
Wir haben den Jahresabschluss der
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2017 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Siehe Anhang "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden"; "Erläuterungen zur Bilanz" sowie Anlage 1 und 2 zum Anhang.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen mit einem Bilanzausweis in Höhe von 368,5 Mio EUR, die Beteiligungen in Höhe von 8,7 Mio EUR, die Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens in Höhe von 3,8 Mio EUR sowie die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 86,6 Mio EUR stellen rund 98 % des ausgewiesenen Vermögens im Jahresabschluss der KTM Industries AG zum 31. Dezember 2017 dar.
Anlassbezogen werden Finanzanlagen sowie in diesem Zusammenhang auch Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen von der Gesellschaft einer Werthaltigkeitsüberprüfung unterzogen. Auslöser einer anlassbezogenen Überprüfung ist einerseits eine wesentliche statische Unterdeckung bei der Gegenüberstellung des Beteiligungsansatzes mit dem anteiligen Eigenkapital zum Stichtag und andererseits das Vorliegen von externen und internen Einflussfaktoren, die eine erhebliche Wertminderung auslösen können. Im Anlassfall wird eine Bewertung auf Basis von diskontierten Netto-Zahlungsmittelzuflüssen, die im Wesentlichen von zukünftigen Umsatz- und Margenerwartungen und von abgeleiteten Diskontierungszinssätzen abhängig sind durchgeführt. Diese Bewertung ist mit bedeutenden Schätzunsicherheiten insbesondere betreffend langfristige Planungsannahmen sowie Marktunsicherheiten behaftet.
Für den Abschluss besteht das Risiko einer Überbewertung dieser Bilanzposten.
Wir haben die oben beschriebene statische Unterdeckung hinsichtlich des Vorliegens eines Anlassfalles untersucht und das Vorliegen anderer Einflussfaktoren, die einen Anlassfall auslösen könnten, kritisch hinterfragt. Das Unternehmen hat in drei Fällen eine anlassbezogene Werthaltigkeitsprüfung durchgeführt.
Wir haben die der Bewertung zugrunde gelegten Umsätze, Margen, Jahresergebnisse sowie Investitionen mit der aktuellen und vom Aufsichtsrat zur Kenntnis genommenen Fünfjahresplanung des Konzerns abgeglichen sowie die Berechnungsmethodik beurteilt. Um die Angemessenheit der Planungen beurteilen zu können, haben wir uns ein Verständnis über den Planungsprozess verschafft und die verwendeten Annahmen und Ermessensentscheidungen mit der historischen Entwicklung abgeglichen. Wir haben die Annahmen und Ermessensentscheidungen in Gesprächen mit dem Management erörtert und uns in diesem Zuge ein Verständnis darüber verschafft, wie historische Erfahrungen die Planung des Managements beeinflussen.
Die bei der Bestimmung der Diskontierungszinssätze herangezogenen Annahmen haben wir durch Abgleich mit markt- und branchenspezifischen Richtwerten (Peer-Group-Daten) auf Angemessenheit beurteilt; darüber hinaus haben wir das zur Ermittlung der Diskontierungssätze verwendete Berechnungsschema nachvollzogen.
Durch Sensitivitätsanalysen haben wir ermittelt, ob die getesteten Buchwerte bei möglichen Veränderungen der Annahmen in realistischen Bandbreiten noch ausreichend durch die jeweiligen erzielbaren Beträge gedeckt sind. Es wurde beurteilt, ob die langfristige Entwicklung des Rentabilitätsniveaus und die geplanten Investitionen in der Rentenphase konsistent und plausibel erscheinen.
Diese Prüfungshandlungen haben wir unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten vorgenommen.
Abschließend haben wir untersucht, ob die Erläuterungen des Unternehmens zu Finanzanlagen und Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen im Anhang vollständig und sachgerecht sind.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
— Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Der Lagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichtes durchgeführt.
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Lagebericht festgestellt.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und die diesbezüglichen Bestätigungsvermerke. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.
In Verbindung mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald diese vorhanden sind und abzuwägen, ob sie angesichts des bei der Prüfung gewonnenen Verständnisses wesentlich in Widerspruch zum Jahresabschluss stehen oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 27. April 2017 als Abschlussprüfer gewählt und am 20. Dezember 2017 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der KTM Industries AG beauftragt. Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 Abschlussprüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Jahresabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Ernst Pichler.
Linz, am 7. März 2018
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Ernst Pichler Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Wels, im März 2018
Der Vorstand der KTM Industries AG
Dipl.-Ing. Stefan Pierer, CEO Mag. Friedrich Roithner, CFO Mag. Wolfgang Plasser
Ing. Mag. Hubert Trunkenpolz DI Harald Plöckinger
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