Annual Report • Apr 30, 2018
Annual Report
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2017
| 2017 TEUR |
2016 TEUR |
2015 TEUR |
2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 86.338 | 80.306 | 81.924 | 77.441 | 79.410 |
| Veränderung in % | 7,5 | -2,0 | 5,8 | -2,5 | -8,4 |
| EBIT | 6.237 | 5.016 | 5.627 | 4.612 | 1.353 |
| EBIT-Marge in % | 7,2 | 6,2 | 6,9 | 6,0 | 1,7 |
| EBT | 2.891 | 4.705 | 6.499 | 5.022 | -248 |
| Operativer Cashflow | 10.148 | 5.903 | 6.155 | 5.513 | 1.377 |
| Eigenkapitalquote in % | 44,7 | 50,7 | 49,2 | 46,9 | 43,1 |
| Eigenkapitalrendite in % | 5,4 | 9,2 | 10,3 | 7,9 | -0,4 |
| Nebt Debt | 20.150 | 23.446 | 23.563 | 24.918 | 25.761 |
| Nebt Debt / EBITDA Ratio | 1,94 | 2,57 | 2,41 | 2,93 | 5,02 |
| Working Capital in % | 35,6 | 40,4 | 38,2 | 37,2 | 34,6 |
| ROCE in % | 8,8 | 6,3 | 5,1 | 11,0 | 2,0 |
| WACC in % | 7,2 | 6,0 | 7,5 | 8,1 | 6,9 |
| Investitionen in Sachanlagen | 5.788 | 5.629 | 3.799 | 2.805 | 1.388 |
| Abschreibung | 4.157 | 4.124 | 4.159 | 3.905 | 3.779 |
| Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt | 536 | 542 | 551 | 549 | 611 |
| Anzahl der konsolidierten Gesellschaften | 10 | 10 | 9 | 11 | 11 |
RATH KONZERN
INHALT
| Short View | 1 | |
|---|---|---|
| Vorwort des Vorstands | 2 | |
| Der gemeinsame Weg zum Unternehmenserfolg | 4 | |
| Die Aktie | 12 | |
| Corporate Governance | 14 | |
| Erklärung aller gesetzlichen Vertreter | 20 | |
| Bericht des Aufsichtsrats | 24 | |
| Konzernlagebericht | 28 | |
| Jahresabschluss | 42 | |
| Konzernbilanz | 44 | |
| Konzerngewinn- und -verlustrechnung | 45 | |
| Gesamtergebnisrechnung | 46 | |
| Entwicklung des Konzerneigenkapitals | 46 | |
| Konzerngeldflussrechnung | 47 | |
| Konzernanhang | 48 | |
| Bestätigungsvermerk | 92 | |
| Glossar | 100 | |
| Impressum | 102 | |
2017
Die RATH Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die gesetzten Erwartungen und Ziele übertroffen. So wurde der Konzernumsatz um rund 8% erhöht und die Zielmarke der EBIT-Marge von 7% erreicht. Darüber hinaus konnten wir unsere weiteren Hauptleistungskennzahlen merklich verbessern. So wurde der operative Cashflow erhöht, das Working Capital reduziert und die Nettoverschuldung verringert.
Als Meilenstein im Jahr 2017 ist die Umstellung der Finanzierung unseres Konzerns auf eine strukturierte Finanzierung – in Form von Schuldscheindarlehen – zu sehen. Den damit gewonnenen Vorteil werden wir auch nutzen, um unsere Gruppe neben organischem Wachstum in Form neuer Produktgruppen auch anorganisch durch Akquisitionen nachhaltig zu stärken. Diesbezüglich sind unsere Augen auf Europa und die USA gerichtet, um hier durch Zukauf von Unternehmen eine strategische Erweiterung unseres Produktportfolios, aber auch eine Expansion in Märkte zu realisieren.
Das Jahr 2018 hat gut begonnen und sämtliche Wirtschaftsdaten, national und international, zeigen einen positiven Trend. Demnach rechnen auch wir mit einem stetigen Umsatz und Ertragswachstum im Geschäftsjahr 2018. Aus diesem Grund halten wir an unserer Dividendenausschüttung uneingeschränkt fest. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 28. Mai 2018 vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,75 EUR je Stückaktie auszuschütten (Vorjahr: 0,75 EUR je Aktie).
Die RATH Gruppe ist eine profitable Unternehmensgruppe, die gut für die Zukunft aufgestellt ist. Wir
Andreas Pfneiszl (CFO, CSO), DI Jörg Sitzenfrey (COO, CTO)
besitzen ein fundamental stabiles, effizientes und auf Nachhaltigkeit angelegtes Geschäftsmodell mit wettbewerbsfähigen Lösungen. Auch die Digitalisierung unseres Geschäftes schreitet weiter voran und wir arbeiten Tag für Tag daran, auch in Zukunft für unsere geschätzten Geschäftspartner rasche und effiziente Lösungen zu entwickeln und umzusetzen.
Abschließend möchten wir uns bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken, für die das abgelaufene Jahr sicherlich ein spannendes und herausforderndes war. Doch, die Leistungsbereitschaft und der Einsatz für unsere RATH Gruppe haben darunter definitiv nicht gelitten – im Gegenteil, wie die Zahlen zeigen.
Ihr Vorstand
Andreas Pfneiszl DI Jörg Sitzenfrey
Das Management-Team der RATH Gruppe ist für die Richtung des Unternehmens verantwortlich. Jeder kennt das große Ganze und leistet seinen Beitrag zur Erreichung der Ziele.
vlnr: Robert Nusszer, Michael Reisner, Christian Kazmirowski, Werner Koberg, Andreas Pfneiszl, Karsten Zolldann, Doris Schneeberger, Vera Finke, Jörg Sitzenfrey, Thomas Binder-Krieglstein, Manfred Tauchner, Richard Jäger, Manfred Salinger, Christine Wittmann, Alexander Jüttner, Edeltraud Pöltl, Klemens Anderl, Werner Marcov
Ganz gleich, ob es sich um Vorstand, Geschäftsführung, Entwicklung, Produktion, Vertrieb, Marketing, Personalwesen, Buchhaltung, Einkauf, IT oder Prozessmanagement handelt – jeder einzelne dieses Teams bringt sich mit vollem Engagement ein und trifft besonnen und klar die für das Vorankommen von RATH nötigen Entscheidungen.
Die Abstimmung dieses Teams ist von großer Bedeutung. Denn wie ein Uhrwerk greifen die Maßnahmen und Entscheidungen ineinander und haben Auswirkung auf alle anderen Bereiche. Deshalb stehen die einzelnen Manager in kontinuierlichem Austausch miteinander, um stets in die gleiche Richtung zu agieren.
Verantwortung übernehmen bedeutet bei RATH, langfristig und mit Weitblick Entscheidungen zu treffen, die vielleicht nicht unmittelbar, aber nachhaltig den Erfolg des Unternehmens sichern.
Richard Jäger, Jörg Sitzenfrey Geschäftsführung Österreich
Robert Nusszer, Werner Marcov Geschäftsführung Ungarn
Vera Finke, Alexander Jüttner Geschäftsführung Deutschland
Die Geschäftsführer der RATH Gruppe halten trotz oft herausfordernder Umstände den eingeschlagenen Kurs, um letztlich das gemeinsame Ziel erfolgreich zu erreichen.
Gemeinsam mit der Belegschaft arbeiten Sie am Aufbau und der Optimierung der Organisationen, leiten Produktionen mit den dazugehörigen Einkaufsprozessen und der entsprechenden Materialwirtschaft. Sie verfolgen hartnäckig die gesetzten Vertriebsziele und motivieren ihre Teams und Mitarbeiter, eben doch einen Deut mehr zu leisten als der Mitbewerb.
Unsere Geschäftsführer sind sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst und denken an die Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter. Speziell an den Produktionsstandorten ist RATH oft ein bedeutender und beliebter Arbeitgeber in der Region.
Die Geschäfte zu führen, bedeutet bei RATH, sich als Unternehmer im Unternehmen zu verstehen und mit persönlichem Engagement, Verantwortung und Herzblut das Unternehmen an die Spitze zu bringen. Das ist unser Anspruch zum Wohle aller.
Die Manager der Zentralfunktionen der RATH Gruppe arbeiten in zwei Welten: Service und Führung. Dabei geht es stets darum, die operativen lokalen Abteilungen bestmöglich zu unterstützen und Impulse zur Weiterentwicklung zu geben.
Klemens Anderl Group Purchasing
Thomas Binder-Krieglstein Group Marketing
Christine Wittmann Human Resources
Edeltraud Pöltl Accounting
Werner Koberg IT & SAP
Doris Schneeberger Process Management
Die Unterstützung mit Prozessen und Standards durch F&E, IT, HR, QM, Marketing und Accounting ist wie ein gut geöltes Gleis zu verstehen, auf dem die lokalen Abteilungen in den einzelnen Gesellschaften reibungslos in Richtung Erfolg fahren.
Gemeinsam mit den Geschäftsführern, Abteilungsleitern und Mitarbeitern wird an Konzepten und Prozessen gearbeitet, die allen zugutekommen und das Unternehmen weiter verbessern und entwickeln.
Rahmenbedingungen, innerhalb derer gearbeitet wird, sind für alle eine Erleichterung am Weg zum Ziel. Die Zentralfunktionen stellen solche Vorgaben auf und sorgen so dafür, dass Leistungen gebündelt und Synergie-Effekte erzielt werden.
Christian Imhof Vertriebsaußendienst
Christian Kazmirowski Geschäftsführung Tschechien
Ricardo Monski Vertriebsinnendienst
Daniela Esper Verkaufsinnendienst
Die Produktions-, Technik- und Vertriebsteams der RATH Gruppe sorgen für zufriedene Kunden. Mit den richtigen Produkten in der geforderten Qualität zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort.
Produktion, Technik und Vertrieb gehen Hand in Hand. Ein eingespieltes Team an Außendienstmitarbeitern, Technikern und Produktionsmitarbeitern sorgt für die optimale Feuerfestzustellung beim Kunden.
Bei der Betreuung von Bestandskunden sowie Gewinnung von Neukunden steht die langfristige Zusammenarbeit im Zentrum. Wir wollen täglich beweisen, dass unsere Kunden einen echten Mehrwert haben, wenn sie RATH als Partner wählen.
Wir bei RATH sind über die Qualität der Produkte hinaus dafür bekannt, dass unser Wort zählt und wir unsere Zusagen halten. Sicherheit und Verlässlichkeit sind für RATH Kunden wichtig. Das wissen wir, deshalb geben alle ihr Bestes, um für unsere Kunden stets ansprechbar zu sein und auch einmal eine schnelle unbürokratische Lösung zu bieten – den menschlichen Mehrwert eben.
| ISIN | AT0000767306 |
|---|---|
| Wertpapierkürzel | RAT |
| Marktsegment | Standard Market Auction |
| Handelssegment | Amtlicher Handel |
| Aktiengattung | Stimmberechtigte nennbetragslose Stückaktien |
| Anzahl der Aktien | 1.500.000 |
| Gesamtanzahl der Aktien | 1.500.000 |
| Aktienkurs 30. 12.2017 | 17,50 € |
| Börsenkapitalisierung | 26.250.000 € |
| Gewinn/Aktie | 1,58 |
| 28. Mai 2018 | ordentliche Hauptversammlung |
|---|---|
| 4. Juni 2018 | Ex-Dividenden-Tag |
| 6. Juni 2018 | Dividenden-Zahltag |
| 28. September 2018 | Halbjahresergebnis 2018 |
| 30. November 2018 | Ergebnis 3. Quartal 2018 |
Nach einem Kurs von 16,40 EUR zu Jahresbeginn 2017, verzeichnete die Aktie bis zum Jahresende eine stetige Aufwärtsbewegung. Zur Jahresmitte lag der Kurs (30. Juni 2017) bei 16,90 EUR, was einem Anstieg von ca. 3% entspricht. Im weiteren Jahresverlauf stieg der Aktienkurs stetig an und schloss zu Jahresende mit 17,50 EUR.
Ziel der Kapitalmarktkommunikation der RATH AG ist es, die Financial Community über marktrelevante Entwicklungen zeitnah, umfassend und regelmäßig zu informieren. Als verständiger Ansprechpartner sehen wir uns im Stande, eine faire und angemessene Bewertung der RATH Aktie zu schaffen. Im Fokus steht dabei stets, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild des Unternehmens nach dem "True and Fair View" zu vermitteln.
Investor Relations ist für uns nicht nur die Verpflichtung, unsere Aktionäre über das Unternehmen zu informieren, sondern vielmehr die Chance, neue Investoren im In- und Ausland zu gewinnen.
Klemens Anderl E-Mail: [email protected] Internet: www.rath-group.com
Mit dem Österreichischen Corporate Governance Kodex folgt die RATH Gruppe dem Ordnungsrahmen mit Standards für die verantwortungsvolle Führung und Leitung des Unternehmens.
Dieser enthält die international üblichen Standards für gute Unternehmensführung (OECD-Richtlinien, EU-Transparenz-Richtlinie), aber auch die in diesem Zusammenhang bedeutsamen Regelungen des österreichischen Aktienrechts.
Damit wird eine hohe Transparenz für alle Unternehmen der Unternehmensgruppe erreicht. Der für das Geschäftsjahr 2017 gültige ÖCGK (Fassung Jänner 2015) kann auf der Website des Österreichischen Arbeitskreises für Corporate Governance (www.corporate-governance.at), aber auch auf jener der RATH Aktiengesellschaft (www.rath-group.com) abgerufen werden.
Zur Vermeidung von Insider-Handel besteht seit 2002 eine auf der Emittenten-Compliance-Verordnung der österreichischen Finanzmarktaufsicht basierende Richtlinie. Der im Jahr 2010 aktualisierte Verhaltenskodex richtet sich an alle Mitarbeiter und enthält alle Verhaltensgrundsätze und gibt Orientierung zu den grundlegenden ethischen und rechtlichen Pflichten von RATH Mitarbeitern.
Die RATH Aktiengesellschaft befolgt die Regelungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex einschließlich der R-Regeln mit einer Ausnahme lückenlos.
Im Geschäftsjahr 2017 gab es bei einer C-Regel der insgesamt 83 Regeln des Kodex eine abweichende Handhabung, die im Folgenden im Sinne des Grundsatzes "Comply or Explain" erläutert und begründet wird:
Die Einhaltung der C-Regel 62 des Corporate Governance Kodex hat die RATH Aktiengesellschaft regelmäßig, mindestens alle drei Jahre, durch eine externe Institution evaluieren zu lassen und über das Ergebnis ist im Corporate-Governance-Bericht zu berichten.
Für das Geschäftsjahr 2017 ließ die RATH Aktiengesellschaft keine Evaluierung durch eine externe Institution vornehmen. Die nächste externe Evaluierung wird innerhalb der Dreijahresfrist gemäß Corporate Governance Kodex erfolgen.
Herr DI Jörg Sitzenfrey, geboren 1976, ist seit 1. 1.2013 (Erstbestellung) als Mitglied des Vorstands für die Ressorts Produktion, Forschung & Entwicklung als auch IT verantwortlich.
Herr Andreas Pfneiszl, geboren 1969, ist seit 10.6.2013 (Erstbestellung) als Mitglied des Vorstands für die Bereiche Vertrieb, Finanzen und Personal verantwortlich. Die Vorstandsmitglieder hatten im Geschäftsjahr 2017 keine Aufsichtsratsmandate oder vergleichbaren Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften inne.
Der Vorstand ist darüber hinaus in der Geschäftsleitung der RATH Filtration GmbH, Wien, verteten. Beide Vorstandsverträge haben eine Laufzeit bis 31. Dezember 2020.
Die Vergütung des Vorstands richtet sich nach dem Umfang des Aufgabengebietes, der Verantwortung und der persönlichen Leistung des Vorstandsmitgliedes sowie nach der Erreichung der Unternehmensziele, der Größe und der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens. Erfolgsabhängige Vergütungen erfolgen bei der RATH Aktiengesellschaft nicht über Aktienoptionen, sondern sind abhängig von variablen Erfolgskriterien. Dazu zählen eine vordefinierte Zielerreichung hinsichtlich des Geschäftsergebnisses, qualitativer und quantitativer Ziele. Von der Gesamtvergütung des Vorstands im Jahr 2017 waren Anteile sowohl fix als auch erfolgsabhängig. Für die variable Höchstgrenze wurde ein Wert von 50% des Grundbezuges festgelegt. Im Falle einer Beendigung der Funktion des Vorstands bestehen keine Ansprüche oder Anwartschaften über das gesetzliche Maß hinaus. Für das Management der RATH Gruppe besteht ein gültiger Haftpflicht--Versicherungsschutz (D&O Versicherung).
| 2016 TEUR | 2017 TEUR | VORSTANDSVERGÜTUNGEN ‹ | ||
|---|---|---|---|---|
| 200 | 205 | fix | Hr. DI Jörg Sitzenfrey | |
| 10 | 10 | Lebensversicherung | ||
| 70 | 86 | variabel | ||
| 280 | 301 | |||
| 200 | 205 | fix | Hr. Andreas Pfneiszl | |
| 10 | 10 | Lebensversicherung | ||
| 70 | 86 | variabel | ||
| 280 | 301 | |||
| Gesamtsumme | ||||
| 560 | 602 | Vorstandsvergütung | ||
Der Aufsichtsrat besteht derzeit aus sechs von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern, die sich durch eine hohe betriebswirtschaftliche und rechtliche Fachkenntnis, persönliche Qualifikation und langjährige Erfahrung auszeichnen. Alle Mitglieder sind österreichische Staatsbürger.
| › AUFSICHTSRATSMITGLIEDER | GEB.-JAHR | AR-MANDATE ODER VERGLEICHBARE FUNKTIONEN |
ERST BESTELLUNG |
ENDE LAUFENDER FUNKTIONSPERIODE |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Mag. Stefan Ehrlich-Adám (Vorsitzender) › unabhängig |
1964 | Geschäftsführer EVVA Sicherheitstechnologie GmbH, Vizepräsident im Präsidium des ASI Austrian Standards Institute (ASI) |
25.6.2013 | im Jahr 2018 | |
| WP Mag. Philipp Rath (Vorsitzender-Stv.) › abhängig |
1966 | Wirtschaftsprüfer und Partner von Rödl & Partner GmbH |
17.7.2003 | im Jahr 2018 | |
| MMag. Christian B. Maier › unabhängig |
1966 | Aufsichtsratsmitglied der UBM Development AG |
27.6.2008 | im Jahr 2018 | |
| Mag. Dieter Hermann › unabhängig |
1966 | Aufsichtsrat Silgan Holdings Austria GmbH |
25.6.2013 | im Jahr 2018 | |
| Mag. Karin Bauer-Rath › abhängig |
1961 | Geschäftsführerin T1 ABW Abschleppdienst GmbH |
1.6.2016 | im Jahr 2018 | |
| Dr. Andreas Meier › unabhängig |
1962 | Vorstand der SILHOUETTE International Schmied AG |
1.6.2016 | im Jahr 2018 | |
Die Aufsichtsratsvergütungen (inklusive Sitzungsgelder) für das Geschäftsjahr 2017 betragen vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung insgesamt 80 TEUR (Vorjahr: 76 TEUR) und teilen sich wie folgt auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder auf:
| Mag. Stefan Ehrlich-Adám (Vorsitzender) | 17.200 |
|---|---|
| WP Mag. Philipp Rath (Vorsitzender-Stv.) | 15.200 |
| Mag. Dieter Hermann | 13.200 |
| MMag. Christian B. Maier | 11.400 |
| Dr. Andreas Meier | 11.600 |
| Mag. Karin Bauer-Rath | 11.000 |
Die Vergütungen für die Aufsichtsratsmitglieder setzten sich aus einer fixen und einer anwesenheitsabhängigen Komponente zusammen. Die fixe Komponente besteht aus einem Gesamtbetrag, die zweite Komponente besteht aus einem Sitzungsgeld, das sich aus einem Pauschalbetrag pro Sitzung ergibt, an der ein Mitglied teilnimmt.
Als "unabhängig" im Sinne der Generalklausel der Regel 53 gelten jene Mitglieder des Aufsichtsrats, die in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur RATH Aktiengesellschaft oder deren Vorstand stehen, die einen materiellen Interessenskonflikt begründet und daher geeignet ist, das Verhalten des Mitglieds zu beeinflussen. Als Maßstab werden die Kriterien des Corporate Governance Kodex Anhang 1 angewendet. Gemäß diesen Kriterien sind zwei Mitglieder des Aufsichtsrats der RATH Aktiengesellschaft als abhängig einzustufen.
Der Aufsichtsrat der RATH Aktiengesellschaft setzt sich aus Experten unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen und hält in regelmäßigen Abständen Sitzungen ab, die sich unter anderem auch mit strategischen sowie mit Bilanzbelangen des Unternehmens befassen. In diesem Rahmen ist der Aufsichtsrat der RATH Aktiengesellschaft auch in alle grundlegenden Entscheidungen des Vorstands als beratendes Organ involviert.
Die RATH Aktiengesellschaft verfügt über einen Prüfungs-, Strategie- und Vergütungsausschuss. Weitere Ausschüsse sind nicht eingerichtet. Dem Prüfungsausschuss gehören folgende Personen des Aufsichtsrats an: Herr Mag. Ehrlich-Adám als Vorsitzender, Herr WP Mag. Philipp Rath, Herr MMag. Christian B. Maier und Herr Mag. Dieter Hermann. Der Prüfungsausschuss hat im Jahr 2017 zwei Sitzungen abgehalten, in denen die Vorbereitung und Analyse des Jahresabschlusses und die internen Kontroll-, Revisions- und Risikosysteme behandelt wurden. Der Abschlussprüfer hat dabei an beiden Sitzungen teilgenommen.
Dem Strategieausschuss gehören folgende Personen des Aufsichtsrats an: Herr Mag. Ehrlich-Adám, Herr WP Mag. Philipp Rath, Herr Mag. Dieter Hermann, Herr Dr. Andreas Meier. Der Strategieausschuss hat im Jahr 2017 zweimal getagt, in welchen die organischen und anorganischen Wachstumspotentiale erörtert wurden.
Der Vergütungsausschuss hat sich in seiner Sitzung im 1. Quartal 2017 mit der Zielerreichung aus der variablen Komponente der Vorstandsvergütung befasst, neben der Feedback-Gespräche wurden Ziele für das Wirtschaftsjahr definiert. Dem Vergütungsausschuss gehören folgende Personen des Aufsichtsrats an: Herr Mag. Ehrlich-Adám, Herr WP Mag. Philipp Rath, Herr Dr. Andreas Meier.
Im Jahr 2017 hat der Aufsichtsrat 6 ordentliche Sitzungen (inklusive konstituierender Aufsichtsratssitzung) abgehalten. Die Präsenzquote lag bei 93%. Die Tätigkeitsschwerpunkte des Aufsichtsrats im Berichtsjahr sind im Bericht des Aufsichtsrats näher dargestellt.
Maßnahmen zur Förderung von Frauen im Vorstand, im Aufsichtsrat und in leitenden Funktionen Dem Vorstand der RATH Aktiengesellschaft gehört keine Frau an. Dem Aufsichtsrat gehört eine Frau an, damit lag der Frauenanteil bei rund 17%. In zahlreichen Bereichen der ersten und zweiten Berichtsebene haben Frauen Führungsfunktionen inne. Der Anteil von Frauen am gesamten Mitarbeiterstand betrug gruppenweit per 31. Dezember 2017 18,7% (Vorjahr: 19,0%). Die RATH Gruppe unterstützt und fördert die Anstellung von Frauen in allen Bereichen. RATH setzt auch Maßnahmen und tätigt Investitionen, welche die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern. Des Weiteren wird im Rekrutierungsprozess hohes Augenmerk auf eine strenge Gleichbehandlung der Geschlechter gelegt.
Eine Abteilung für interne Revision im klassischen Sinne gibt es aufgrund der Unternehmensgröße nicht. Die Aufgaben einer internen Revision werden von den Abteilungen Prozess Management ausgeführt, welche über wesentliche Ergebnisse dem Vorstand regelmäßig berichtet. Aktualisierte Informationen zu der Umsetzung des Kodex und Anpassungen aufgrund von gesetzlichen Veränderungen sind auf der Homepage der RATH Gruppe (www.rath-group.com) zu finden.
Vertiefende Anfragen werden vom IR-verantwortlichen Vorstandsmitglied während des Jahres oder vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats in der Hauptversammlung beantwortet.
WIEN, 26. APRIL 2018
Der Vorstand
Andreas Pfneiszl DI Jörg Sitzenfrey
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) in der Europäischen Union (EU) aufgestellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2017 den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit dem österreichischen Unternehmensgesetzbuch (UGB) aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht zum 31. Dezember 2017 den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Die Ergebnisse des zum 31. Dezember 2017 endenden Geschäftsjahres lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.
WIEN, 26. APRIL 2018
Der Vorstand
Andreas Pfneiszl DI Jörg Sitzenfrey
Mag. Stefan Ehrlich-Adám, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat der RATH Aktiengesellschaft hat im Geschäftsjahr 2017 in Wahrnehmung der ihm nach Gesetz und der Satzung übertragenen Aufgaben die Arbeit des Vorstands intensiv begleitet. Dabei hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Lage und der Entwicklung des Unternehmens befasst. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand regelmäßig durch mündliche Berichte in den Sitzungen, ergänzt durch Unterlagen zu den behandelten Tagesordnungspunkten, ebenso wie durch eine regelmäßige schriftliche Berichterstattung informiert. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung eingebunden.
Im Berichtsjahr 2017 fand in sechs Sitzungen (fünf ordentliche Sitzungen, eine konstituierende Sitzung) zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ein intensiver Informationsaustausch statt, bei dem die wirtschaftliche Lage und die strategische Weiterentwicklung unserer Unternehmensgruppe sowie wesentliche Ereignisse, Investitionen und Maßnahmen beraten wurden. In allen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand im Rahmen der laufenden Berichterstattungen über die wesentlichen Angelegenheiten der Geschäftsführung, den Gang der Geschäfte und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens unterrichtet. Dem Aufsichtsrat war somit in ausreichendem Maße Gelegenheit geboten, seiner Informations- und Überwachungspflicht zu entsprechen. Wir haben somit die uns nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben vollständig erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung detailliert überwacht. Es gab keinen Anlass zur Beanstandung der Geschäftstätigkeit des Vorstands.
Aufsichtsrat und Vorstand haben sich im Berichtsjahr umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements in der Gesellschaft und in den Konzernunternehmen, ausgetauscht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand ausführlicher Berichte über die Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns, die Personalsituation, sowie die Investitions- und potentielle Akquisitionsvorhaben unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde gesondert informiert. Die Ausschüsse des Aufsichtsrats berichteten in den Sitzungen über ihre Tätigkeiten. Im Geschäftsjahr 2017 fanden sechs ordentliche Sitzungen (inklusive konstituierender Aufsichtsratssitzung) statt. Alle Mitglieder nahmen mit wenigen Ausnahmen an allen Sitzungen persönlich teil. In der Sitzung vom 6. März 2017 wurde über das abgelaufene Geschäftsjahr berichtet. Der Tätigkeitsbericht zur Emittenten-Compliance-Richtlinie wurde zur Kenntnis genommen.
In der Sitzung vom 21. April 2017 wurden der Jahresabschluss und Lagebericht 2016 sowie der Konzernjahresabschluss und -lagebericht 2016 geprüft, der Jahresabschluss 2016 entsprechend der Empfehlung des Prüfungsausschusses festgestellt und der Vorschlag für die Gewinnverteilung für das Geschäftsjahr 2016 gebilligt. Weiters wurde der Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers beschlossen, die Hauptversammlung vorbereitet und über die aktuelle Geschäftslage berichtet. Die Sitzung am 1. Juni 2017 diente vorwiegend der Vorbesprechung zur Hauptversammlung. In der am selben Tag nach der Hauptversammlung stattfindenden konstituierenden Aufsichtsratssitzung wurden die Sitzungstermine 2017/2018 vereinbart. In der Sitzung vom 5. September 2017 wurde der Halbjahresfinanzbericht diskutiert und über die aktuelle Geschäftslage
befunden. In der letzten Sitzung des Jahres am 19. Dezember 2017 wurde das Budget, inklusive der für das Jahr 2018 geplanten Investitionen, sowie die Mittelfristplanung bis 2021 genehmigt.
Vom Aufsichtsrat waren im Berichtsjahr drei Ausschüsse installiert. Der Prüfungsausschuss ist im Jahr 2017 zweimal zusammengetreten. Am 21. April 2017 hat der Prüfungsausschuss im Beisein des Abschlussprüfers die Schlussbesprechung für das Geschäftsjahr 2016 durchgeführt. Es wurden Jahresabschluss und Lagebericht sowie Konzernabschluss und -lagebericht geprüft und dem Aufsichtsrat die Feststellung des Jahresabschlusses sowie (ohne Anwesenheit des Abschlussprüfers) die Auswahl des Wirtschaftsprüfers für das folgende Jahr empfohlen. In der Sitzung am 19. Dezember 2017 haben die Abschlussprüfer über den Stand der Vorprüfung der Jahres- und Konzernjahresabschlussprüfung informiert. Der Strategieausschuss hat im Jahr 2017 zweimal getagt. Den Schwerpunkt der Sitzung vom 30. Mai 2017 bildete die Wachstumsstrategie "DRIVE" für anorganisches und organisches Wachstum der RATH Gruppe. In der zweiten Sitzung am 28. November 2017 wurde ein Update über mögliche Akquisitionen präsentiert und die weitere Vorgangsweise erörtert. Der Vergütungsausschuss trat am 24. März 2017 zusammen. Schwerpunkt war die Feststellung über die Zielerreichung des Vorstands im Jahr 2016 als Basis für den variablen Vergütungsanteil sowie die Festsetzung der Ziele des Jahres 2017.
Der Jahresabschluss der RATH Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2017 und der Lagebericht des Vorstands sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 nach IFRS und der Konzernlagebericht des Vorstands sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung vom 1. Juni 2017 als Abschlussprüfer gewählten KPMG Austria GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats hat in der Sitzung vom 11. April 2018 das Ergebnis der Abschlussprüfung unter Einbeziehung der Abschlussprüfer analysiert und dem Aufsichtsrat die Billigung des Jahresabschlusses empfohlen. Mit Beschluss vom 26. April 2018 hat der Aufsichtsrat den Konzernabschluss zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat die Unterlagen gemäß § 96 AktG sowie den Corporate-Governance-Bericht geprüft und den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt ist; ebenso hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgelegten Gewinnverteilungsvorschlag geprüft und ihm seine Zustimmung erteilt. Die vorgenommenen Prüfungen haben nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben.
Mag. Stefan Ehrlich-Adám Vorsitzender des Aufsichtsrats
WIEN, 26. APRIL 2018
Die weltweite wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2017 zeigte eine positive Tendenz in allen wirtschaftlich bedeutsamen Regionen. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg laut Oxford Economics Review um 3,0% (Vorjahr: 2,4%). Für die RATH Gruppe ist in diesem Zusammenhang die Veränderung der globalen Industrieproduktion von großer Bedeutung. Der weltweite Industrieausstoß legte im Wirtschaftsjahr 2017 deutlich um 3,7% (Vorjahr: 1,8%) zu.
Die Hauptabsatzmärkte der RATH Gruppe liegen in Europa und Nordamerika. Diese Regionen waren in den vergangenen Jahren durch niedrigere Steigerungsraten beim Bruttoinlandsprodukt und der Industrieproduktion gekennzeichnet. Im Jahr 2017 konnten in diesen Regionen aber nun deutliche Wachstumsraten erzielt werden.
Das Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone legte im Jahr 2017 um 2,4% (Vorjahr: 1,8%) zu. Dies stellt das stärkste Wachstum seit 7 Jahren dar. Die Industrieproduktion stieg gleichzeitig um +2,7% (Vorjahr: 1,5%). Nach Jahren, in denen das BIP-Wachstum vor allem konsumgetrieben war, hat die europäische Industrieproduktion im Jahr 2017 nun spürbar angezogen.
Innerhalb der Eurozone war Deutschland mit 2,5% BIP-Steigerung (Vorjahr: 1,9%) und einem Anstieg der Industrieproduktion um 3,5% (Vorjahr: 1,2%) der klare Wachstumsführer. Die österreichische Wirtschaft konnte hier sogar noch höhere Steigerungsraten erreichen. So wuchs das Bruttoinlandsprodukt in Österreich um 2,9% (Vorjahr: 1,5%). Niedrigeres, aber stabiles Wachstum des Bruttoinlandprodukts vermeldeten auch Frankreich 1,9% (Vorjahr: 1,1%), Italien 1,6% (Vorjahr: 1,1%) und vor allem Spanien mit 3,1% (Vorjahr: 3,3%).
Ein noch höheres Wachstum konnten ausgewählte osteuropäische Staaten verzeichnen. So stieg das Bruttoinlandsprodukt in Rumänien und der Türkei um 7%, in Slowenien um 4,9% und in der Tschechischen Republik um 4,5%.
Positive Wachstumszahlen werden auch aus Nordamerika vermeldet. Das Bruttoinlandsprodukt der USA wuchs im Jahr 2017 um 2,3% (Vorjahr: 1,5%). Ähnlich wie in Europa ist diese Steigerung vor allem durch einen Anstieg der Industrieproduktion zu begründen, hier wurden 1,8% (Vorjahr: -1,2%) erreicht. Auf dem asiatischen Kontinent verlief die wirtschaftliche Entwicklung ebenfalls positiv. Die Asien-Pazifik--Region vermeldete in Summe ein BIP-Wachstum von 5,7% (Vorjahr: 5,7%). Wachstumstreiber blieb wie auch in den vergangenen Jahren China mit einer Steigerung des Bruttoinlandprodukts um 6,9% (Vorjahr: 6,7%) und einem stabilen Wachstum der Industrieproduktion um 6,1% (Vorjahr: 6,1%).
Die Feuerfestbranche blickt auf einen weitreichenden Merger im abgelaufenen Jahr 2017 zurück. Auch wenn die beiden fusionierten Unternehmen im Wesentlichen im magnesitischen Bereich ihre Marktmacht zukünftig ausüben werden können, hat der Merger auch Auswirkungen auf das Geschäft der RATH Gruppe.
Fusionen wie diese in der Feuerfestbranche sind das Ergebnis aus einem Überangebot an Kapazitäten von Feuerfestprodukten. Weltweit befindet sich unsere Branche weiterhin in einem stagnierenden und sich bereinigenden Absatzmarkt.
Die RATH Gruppe ist in den wichtigsten Branchen für Feuerfestprodukte und -lösungen weltweit erfolgreich tätig.
In der Business Line "Metals" wird der wesentlichste Absatz in der Stahl- und Aluminiumindustrie erwirtschaftet. Im Wirtschaftsjahr 2017 konnten wir den Umsatzanteil von 26% (Vorjahr: 33%) nicht halten. Dies liegt vor allem an der schwächeren Nachfrage in Europa.
Die wesentlichsten Produkte, die in diesem Segment eingesetzt werden, sind Hochtemperaturwollen, -Rollen, -Matten, -Kombi-Module sowie Feuerleichtsteine und dichte Steine und Betone.
Die konjunkturellen Daten weisen darauf hin, dass im Jahr 2018 eine stärkere Nachfrage für unsere Produkte aus Europa erwartet werden kann. Dies lässt sich auch bereits in den ersten Monaten des neuen Jahres erkennen.
Unsere Kunden betreuen wir weltweit, vor allem aber in der Europäischen Union, gefolgt von den USA und Asien. Die RATH Gruppe ist ein etablierter Partner in diesem Segment und dafür bekannt, dem Kunden technisch komplexe und innovative Gesamtlösungen zu bieten.
Unsere Erwartung für das neue Geschäftsjahr in dieser Business Line ist eine leicht positive. Wir gehen davon aus, dass wir unseren Anteil "Metals" am Gesamtabsatzvolumen steigern können.
Wie bereits im Jahr 2016 konnte der Umsatz in der Business Line "Fuels, Chemicals & Energy (FCE)" nochmals um 2% auf 24 % (Vorjahr: 22 %) vom Gesamtabsatz gesteigert werden. Die neuerlichen Zuwächse stammen vor allem aus dem Bereich Energie & Umwelttechnik und hier in erster Linie aus Europa; auch in den USA konnten wir nochmals zulegen. Für die Business Line bieten wir hochwertige dichte Steine und Betone, sowie hochwertige Feuerleichtsteine, Kombi-Module, Vakuumformteile und Filterelemente an.
Unsere Kunden kommen aus Europa und den USA sowie aus Asien. In diesem Geschäftsfeld wird die RATH Gruppe als ein Anbieter mit höchster Zuverlässigkeit und überdurchschnittlicher Produktlebensdauer angesehen.
Aufgrund der Kundenrückmeldungen aus Europa und den USA gehen wir davon aus, dass die Business Line "Fuels, Chemicals & Energy" auch im Jahr 2018 weiter wachsen wird.
26% Metals
Unsere Kunden in der Business Line "Special Furnaces" sind hauptsächlich Hersteller von Spezialöfen für die jeweilige Industrie, wie zum Beispiel Hersteller von Analyse- und Messgeräten im Laborbereich sowie Hersteller von Spezialöfen im Dentalbereich. Der Anteil am Gesamtabsatz konnte um 2% auf 18% (Vorjahr: 16%) gesteigert werden. Die RATH Gruppe liefert hier im Wesentlichen Produkte aus hochqualitativen Vakuumformteilen auf Basis von Hochtemperaturwollen.
Unsere Kunden kommen aus Europa und den USA. In diesem Geschäftsfeld sind wir weltweit einer der TOP 3 Anbieter am Markt. Aufgrund unserer innovativen Engineering- und Produktionsmannschaft sowie unserer engen Zusammenarbeit mit den Herstellern der Spezialöfen ist mit einem neuerlichen Anstieg der Umsätze im Jahr 2018 zu rechnen.
In der Business Line "Ceramic" kann die RATH Gruppe einen Umsatzanteil von 19% (Vorjahr: 15 %) am Gesamtabsatz verzeichnen. Dieser doch deutliche Anstieg ist der starken Nachfrage aus der europäischen und amerikanischen Industrie zuzurechnen. Unsere Kunden sind im Wesentlichen die Automobilindustrie und diverse Hersteller von keramischen Erzeugnissen. Das Produktportfolio umfasst hochwertige dichte Steine, hochwertige Feuerleichtsteine, Kombi-Module und Vakuumformteile sowie spezielle Betone.
Für das Jahr 2018 gehen wir von einer stabilen hohen Umsatzerwartung aus.
Die Business Line "Domestic Fireplaces" ist das traditionsreichste Geschäftsfeld der RATH Gruppe. Am Gesamtabsatz der RATH Gruppe nimmt die Business Line 8% (Vorjahr: 10%) ein.
Der klassische Schamottestein in unterschiedlichen Formaten sowie die Schamotteplatte, inklusive Kleber und Mörtel, definieren das angebotene Produktportfolio.
Unsere Kunden kommen überwiegend aus der Europäischen Union, im Wesentlichen aus Österreich, Deutschland, Ungarn und den Ost-Staaten. Aus heutiger Sicht gehen wir von einem leicht sinkenden Absatz im Jahr 2018 aus.
Die Business Line "Glass" trägt zum Gesamtabsatz 5% (Vorjahr: 4%) bei.
Unsere Produkte für die Glasindustrie sind dichte Steine und Betone sowie spezielle Betonformteile. Die Hauptabsatzmärkte liegen in Europa, dem Mittleren Osten und Nordamerika. Wir sehen in der Business Line "Glass" einen wesentlichen Wachstumstreiber für die RATH Gruppe und gehen daher von einer weiterhin positiven Entwicklung für 2018 aus.
Das Wirtschaftsjahr 2017 war ein äußerst erfolgreiches für die RATH Gruppe. In den Absatz- und Ertragskennzahlen konnten wir ausgezeichnete Ergebnisse erzielen.
Nachfolgend findet sich die Darstellung der vier abgelaufenen Quartale des Wirtschaftsjahres 2017.
| 2016 | 2017 | 4. QUARTAL | 3. QUARTAL | 2. QUARTAL | 1. QUARTAL | KENNZAHLEN ‹ | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 80.306 | 86.338 | 24.623 | 23.202 | 20.920 | 17.593 | Umsatz in TEUR | |
| 9.140 | 10.395 | 3.417 | 3.178 | 2.250 | 1.550 | EBITDA in TEUR | |
| 11,4% | 12,0% | 13,9% | 13,7% | 10,8% | 8,8% | EBITDA-Marge | |
| 5.016 | 6.237 | 2.437 | 2.144 | 1.160 | 496 | EBIT in TEUR | |
| 6,2% | 7,2% | 9,9% | 9,2% | 5,5% | 2,8% | EBIT-Marge | |
| 542 | 536 | 536 | 533 | 532 | 535 | Mitarbeiter im 0 | |
| 16,40 | 17,50 | 17,50 | 18,00 | 16,90 | 16,78 | Aktienkurs in EUR | |
Die RATH Gruppe konnte eine deutliche Umsatzsteigerung gegenüber dem Vergleichszeitraum erreichen.
Der Gruppenumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöhte sich um 6.032 TEUR oder um 8% auf 86.338 TEUR (Vorjahr: 80.306 TEUR). Dieser verteilt sich auf unsere einzelnen Gesellschaften, die unsere primäre Segmentierung darstellen, wie folgt:
Die österreichische Gesellschaft, Aug. RATH jun. GmbH, Krummnußbaum, konnte den Umsatz des Vorjahres nicht gänzlich halten und verzeichnete eine Verringerung ihres Absatzes um 4% auf 25.394 TEUR (Vorjahr: 26.588 TEUR). Verantwortlich dafür ist das Projektgeschäft. Dieses ist sehr volatil und unterliegt immer wieder stärkeren Schwankungen.
Unsere deutsche Gesellschaft, die RATH GmbH, mit drei Standorten (Meißen, Bennewitz und Mönchengladbach) konnte ein Umsatzwachstum, vor allem außerhalb des Projektgeschäftes, erzielen. Hier wirkte sich der Zuwachs mit 4% auf 29.218 TEUR (Vorjahr: 27.991 TEUR) deutlich aus.
In unserer ungarischen Gesellschaft, der RATH Hungaria Kft., Budapest, steigerte sich der Umsatz um merkliche 60% auf 12.052 TEUR (Vorjahr: 7.521 TEUR). Grund dafür ist eine sehr starke Nachfrage unserer Produkte für die Business Line FCE und hier vor allem im Bereich der Energie & Umwelttechnik.
Die amerikanische Tochtergesellschaft, RATH USA Inc., Newark, konnte ihren Umsatz um 5% auf 14.387 TEUR (Vorjahr: 13.638 TEUR) steigern. Die Umsatztreiber waren hier die Kunden aus der Business Line FCE und Special Furnaces.
Auch unsere Vertriebsgesellschaften in Europa und Mexiko konnten den Umsatz deutlich steigern. Mit einem Absatz von 5.287 TEUR (Vorjahr: 4.568 TEUR) weisen diese Gesellschaften einen um 16% höheren Umsatz als im Vorjahr aus. Nähere Details finden Sie im Segmentbericht.
Der Rohertrag konnte gegenüber dem Vorjahr stabil bei 58% (Vorjahr: 59%) gehalten werden. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Ertragsteuern (EBITDA) erhöhte sich um 1.255 TEUR auf 10.395 TEUR (Vorjahr: 9.140 TEUR) und liegt nun bei 12% bezogen auf den Umsatz. Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) erhöhte sich um 1.221 TEUR auf 6.237 TEUR (Vorjahr: 5.016 TEUR). Damit liegt die EBIT-Marge bei 7%.
Die Personalkosten erhöhten sich um 2% auf 26.091 TEUR (Vorjahr: 25.557 TEUR). Die Personalaufwendungen im Verhältnis zum Umsatz fielen geringer aus und liegen nun bei 30% (Vorjahr: 32%). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Bezug auf den Umsatz lagen bei 17% (Vorjahr: 17%). Absolut betrachtet stiegen die Aufwendungen um 798 TEUR auf 14.306 (Vorjahr: 13.508 TEUR). Das Finanzergebnis liegt zum Ende des Berichtszeitraumes bei -3.346 TEUR (Vorjahr: -311 TEUR). Der Anstieg liegt im Wesentlichen in der Stärkung des Euros gegenüber dem US-Dollar begründet und stammt aus Fremdwährungsbewertung. Lag der Kurs USD/EUR per 31.12.2016 noch bei 1,054, so ist dieser am 31.12.2017 mit 1,199 um 14% höher. Dies führt folglich zu einer negativen Fremdwährungsbewertung in Höhe von 2.455 TEUR (Vorjahr: 300 TEUR). Die Zinsaufwendungen stiegen leicht um 90 TEUR. Die Bewertung des Zinsswaps wirkte sich auf das Finanzergebnis mit 206 TEUR (Vorjahr: 185 TEUR) positiv aus.
Das Konzernergebnis liegt somit bei 2.371 TEUR (Vorjahr: 3.945 TEUR).
Aufgrund des guten Konzernergebnisses 2017 und der weiterhin anhaltenden positiven Entwicklung der Gruppe wird der Vorstand und Aufsichtsrat der kommenden Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung in Höhe von 0,75 EUR pro Stückaktie vorschlagen.
Die Vermögens- und Finanzlage der RATH Gruppe stellt sich am Ende des Berichtsjahres 2017 wie folgt dar. Im Berichtsjahr 2017 erhöhte sich die Bilanzsumme um 13.287 TEUR auf 98.349 TEUR (Vorjahr: 85.062 TEUR). Das kurzfristige Vermögen hat einen Anteil an der Bilanzsumme von 59% (Vorjahr: 53%). Im Wesentlichen ist dies auf einen erhöhten Geldbestand zum 31.12.2017 zurückzuführen, dieser stieg um 16.042 TEUR auf 19.569 TEUR (Vorjahr: 3.527 TEUR). Die Zunahme resultiert im Wesentlichen aus der Aufnahme eines Schuldscheindarlehens. Der Bereich Forderungen, inkl. sonstiger Forderungen, sank um 2.571 TEUR auf nunmehr 17.476 TEUR (Vorjahr: 20.047 TEUR). Der Vorratsbereich reduzierte sich um 539 TEUR auf 20.843 TEUR (Vorjahr: 21.382 TEUR).
Das Anlagevermögen blieb nahezu stabil bei 38.430 TEUR (Vorjahr: 38.122 TEUR). Die durchgeführten Investitionen im Jahr 2017 betrugen 5.788 TEUR (Vorjahr: 5.627 TEUR). Die aktiven latenten Steuern
erhöhten sich um 48 TEUR auf 2.032 TEUR (Vorjahr: 1.984), somit liegt der Anteil des langfristigen Vermögens an der Bilanzsumme bei 41% (Vorjahr: 47%).
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten haben einen Anteil an der Bilanzsumme von 11% (Vorjahr: 36%). Diese stammt im Wesentlichen aus der deutlichen Reduktion kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten. Mit der Aufnahme des Schuldscheindarlehens, welches auf 5 und 7 Jahre abgeschlossen wurde, konnten die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten rückgeführt werden.
Die langfristigen Verbindlichkeiten sind im Verhältnis zu Bilanzsumme mit einem Anteil von 44% (Vorjahr: 14%) ausgewiesen. In diesem Bereich hat die Aufnahme des Schuldscheindarlehens die größte Auswirkung. Die Verschuldungsquote (Netto-Finanzverbindlichkeiten im Verhältnis zum Eigenkapital) verringerte sich deutlich auf 46% (Vorjahr: 54%). Die Nettoverschuldung (NetDebt) zum 31. 12.2017 lag bei 20.150 TEUR und somit um 3.316 TEUR niedriger als im Vergleichszeitraum (Vorjahr: 23.466 TEUR).
Zum Bilanzstichtag 31. 12.2017 weist die Unternehmensgruppe ein Eigenkapital in Höhe von 43.989 TEUR (Vorjahr: 43.091 TEUR) aus. Das Eigenkapital hat einen Anteil an der Bilanzsumme von 45% (Vorjahr: 51%).
Die Finanzierung des Konzerns folgt seit Jahren den Grundsätzen der Erhaltung einer gesicherten Liquidität sowie einer möglichst hohen Eigenmittelausstattung. Im Wirtschaftsjahr 2017 konnte die Finanzierung der Gruppe von mehrheitlich kurzfristigen Darlehen auf langfristige Finanzverbindlichkeiten umgestellt werden. So ist es gelungen, ein endfälliges Schuldscheindarlehen mit einer Laufzeit von 5 Jahren bis 2022 und 7 Jahren bis 2024 aufzulegen, um daraus die Finanzierungsstruktur deutlich zu verbessern. Durch die Erhöhung der Finanzverbindlichkeiten sinkt das Eigenkapital auf immer noch stattliche 45% (Vorjahr: 51%). Ein wesentliches Unternehmensziel ist die Eigenkapitalquote bei mehr als 40% zu halten.
Der operative Cashflow liegt mit 10.148 TEUR zum Ende des Berichtsjahres über jenem des Vorjahres (Vorjahr: 5.903 TEUR). Die Geldflüsse aus der Investitionstätigkeit nahmen um 195 TEUR auf 5.788 TEUR (Vorjahr: 5.593 TEUR) zu. Durch die Umstellung unserer Finanzverbindlichkeiten kam es zu einem Mittelzufluss im Bereich der Finanzierungstätigkeiten, dieser liegt nun bei 11.754 TEUR (Vorjahr: -299 TEUR).
Der Free Cashflow verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 16.103 TEUR auf 16.114 TEUR (Vorjahr: 11 TEUR). Der Bestand an liquiden Mitteln betrug am 31.12.2017 19.569 TEUR (Vorjahr: 3.527 TEUR).
Bestens ausgebildete, motivierte MitarbeiterInnen stellen für die RATH Gruppe den zentralen Erfolgsfaktor dar. Durch ihre hohe fachliche und soziale Kompetenz sichern sie die ausgezeichnete Produktqualität und sind ein wichtiger Motor für die Zukunft.
Unser Erfolg liegt einerseits in der Begeisterung für innovative Feuerfestlösungen, die wir in unseren Produkten und Technologien umsetzen, und andererseits in der hohen Einsatzbereitschaft und Loyalität unserer MitarbeiterInnen. Die RATH Gruppe beschäftigte zum 31.12.2017 auf Basis "FTE" ("Full-Time Equivalent") insgesamt 516 Personen (Vorjahr: 485). Es gibt in der RATH Gruppe kein Aktienoptionsprogramm. Management, leitende Mitarbeiter und sonstige Schlüsselkräfte sind in lokal unterschiedlichen Prämienmodellen eingebunden.
Die Personalmanagementaufgaben werden entsprechend zentraler Vorgaben der Muttergesellschaft wahrgenommen und in die Tochtergesellschaften übertragen. Die strategischen Aufgaben im Bereich Human Resources sind beim CFO angesiedelt.
Für Mitarbeiterweiterbildung wurden 2017 in der RATH Gruppe insgesamt 150 TEUR (Vorjahr: 150 TEUR) aufgewendet.
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeichnen sich durch ihre Qualifikation, ihre Einsatzbereitschaft, Verantwortung, Disziplin, Loyalität und durch gegenseitige Wertschätzung in einem familiären Arbeitsumfeld aus.
Der Vorstand bedankt sich an dieser Stelle herzlich bei allen RATH Kolleginnen und Kollegen für ihren tatkräftigen Einsatz und die konstruktive Zusammenarbeit im vergangenen Geschäftsjahr.
Aufsichtsrat und Management der RATH Gruppe legen großen Wert auf eine nachhaltige Unternehmensführung. Die strategische Entscheidungsfindung sowie die operative Führung werden dementsprechend gleichermaßen von ökologischen, ökonomischen und sozialen Faktoren beeinflusst.
Seit dem 1. Jänner 2005 unterliegt die RATH Gruppe dem europäischen Emissionshandelssystem. Im Rahmen dieses Systems erhalten die betroffenen Unternehmen (derzeit die Aug. Rath jun. GmbH, Österreich) Emissionszertifikate, die innerhalb von vier Monaten nach Ablauf eines Kalenderjahres entsprechend dem tatsächlichen Ausstoß des Jahres an die zuständige Behörde zurückgegeben werden müssen. Übersteigen die tatsächlichen Emissionen die zugeteilten Zertifikate pro Jahr, müssen die fehlenden Zertifikate zugekauft werden. Die RATH Gruppe verfügte über ausreichend Gratiszertifikate. Zu den wichtigsten gruppenübergreifenden Nachhaltigkeitsstrategien zählen die RATH Marken- und Produktentwicklungsstrategie, Innovation und Produktionsverfahren zur Optimierung von Ökonomie und Ökologie im Herstellungsprozess wie auch im Produkt. Die Erfassung von wichtigen Basisdaten der Konzernunternehmen wurde im Geschäftsjahr 2017 fortgesetzt.
Unsere Kolleginnen und Kollegen sind der wichtigste Schlüssel für die weitere positive, nachhaltige Entwicklung unseres Unternehmenserfolges. Ein offener, wertschätzender Umgang mit Kolleginnen und Kollegen in allen Bereichen über die Funktionsebenen hinaus ist das Fundament unseres Unternehmens.
Die RATH Gruppe ist durch eine zentrale Forschungs- und Entwicklungsabteilung mit den Schwerpunkten Entwicklung, Verfahrenstechnik und Materialwissenschaft organisiert. Intensive und nachhaltige Forschung und Entwicklung sind wesentliche Bausteine unserer Strategie als Premiumanbieter. Themen und Projekte im Bereich Forschung, Technologie und Innovation sind von höchster Priorität und tragende Säulen für unseren Unternehmenserfolg und damit ausschlaggebend für nachhaltigen Wettbewerbsvorsprung und Wachstum.
Im Jahr 2017 wurde eine Vielzahl an Projekten umgesetzt. Besonders hervorzuheben ist die Produktweiterentwicklung im Bereich Heißgas-Filterelemente und neue Fertigungsverfahren im Bereich der Betonformteile.
Das interne Kontrollsystem (IKS) definiert alle Prozesse zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung. Es verringert die Fehleranfälligkeit von Transaktionen, schützt das Vermögen vor Verlusten durch Schäden und Betrug und gewährleistet die Übereinstimmung der Unternehmensabläufe mit der Satzung, den Konzernrichtlinien und den geltenden Gesetzen (Compliance).
Das Kontrollumfeld des Rechnungslegungsprozesses ist durch eine klare Aufbau- und Ablauforganisation gekennzeichnet, wobei den einzelnen Funktionen eindeutig Personen (zum Beispiel in Finanz-, Rechnungswesen und Controlling) zugeordnet sind. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Mitarbeiter erfüllen die fachlichen Voraussetzungen. Im Rechnungswesen kommt überwiegend Standardsoftware zum Einsatz.
Die Konzernrichtlinien der RATH Gruppe basieren auf dem RATH Managementhandbuch, der Compliance--Richtlinie sowie der Geschäftsordnung und Unterschriftenreglungen für die Geschäftsführungen und leitenden Angestellten aller RATH Gruppengesellschaften. Diese Bestimmungen werden bei Bedarf gemäß den Compliance-Bestimmungen überarbeitet und der jeweiligen Geschäftsführung nachweislich zur Kenntnis gebracht. Die lokale Geschäftsführung ist für die Einhaltung der Richtlinien in der jeweiligen RATH Tochtergesellschaft verantwortlich. Die Geschäftsordnung verweist unter anderem auf die zwingende Einhaltung der Bestimmungen im Managementhandbuch und definiert eine Liste von Geschäftsfällen, welche einer Zustimmung der Konzernleitung bedürfen. Das Managementhandbuch der RATH Gruppe beinhaltet unter anderem die für den Rechnungslegungsprozess notwendigen Informationen und Bestimmungen, wie das Konsolidierungshandbuch (Reporting-Richtlinien, Bilanzierungs- und Bewertungsregeln) oder die IT-Richtlinien.
Quartalsweise erfolgt eine Konsolidierung der Gruppenergebnisse nach UGB-Bestimmungen zur Berichterstattung an den Aufsichtsrat und an die Aktionäre, beziehungsweise halbjährlich nach IFRS--Bestimmungen. Der Konzernabschluss wird in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat und dem Prüfungsausschuss von einem Konzernabschlussprüfer, der mit seinem internationalen Netzwerk
einheitliche Prüfungsstandards garantiert, umfassend geprüft. Ein standardisiertes monatliches Management-Berichtswesen umfasst sämtliche in der RATH Gruppe konsolidierten Einzelgesellschaften. Der Aufsichtsrat der RATH Aktiengesellschaft informiert sich regelmäßig in seinen Sitzungen über das interne Kontrollsystem. Der Prüfungsausschuss hat die Aufgabe, die Wirksamkeit des Kontrollsystems zu überwachen.
Die RATH Gruppe ist in ihrem weltweiten unternehmerischen Handeln unterschiedlichen Chancen und Risiken ausgesetzt. Die kontinuierliche Identifizierung, Bewertung und Steuerung der Risiken ist wesentlicher Bestandteil des Führungs-, Planungs- und Controlling-Prozesses. Das Risikomanagement bedient sich dabei auf die im Konzern vorhandenen Organisations-, Berichts- und Führungsstrukturen. Diese Prozesse werden laufend durch das zentrale Prozessmanagement evaluiert. Inhaltlich geht es um die Dokumentation aller Abläufe im Unternehmen sowie das dokumentierte Verhalten bei Abweichungen, um aus Fehlern zu lernen und sich stetig weiter zu verbessern. Dieses Denken in Prozessen ist in der ISO 9001 verankert.
Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass Risiken regelmäßig analysiert und bewertet werden. So ist gewährleistet, dass diese antizipiert, frühzeitig erkannt und im Eintrittsfall rasch Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.
Risiken, welche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der RATH Gruppe haben könnten, stellen sich gegenüber früheren Perioden im Wesentlichen unverändert wie folgt dar:
Als wesentliches Thema im Bereich der Beschaffung ist, soweit möglich, das Verhindern von Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten zu erwähnen. Hier steuert unser Zentraler Einkauf aktiv entgegen und schafft die Voraussetzung für ein ausgewogenes Lieferantenportfolio unter Berücksichtigung sinnvoller Einkaufsmengen sowie Preise. Um bessere Preise bei unseren Lieferanten zu erhalten, ist es oft notwendig, in größeren Chargen einzukaufen. Dies hat jedoch den Nachteil der Kapitalbindung.
Die wesentlichen Wertschöpfungsstufen der RATH Gruppe liegen in der Fertigung unserer Produkte. Ein eventuelles Risiko einer Betriebsunterbrechung mit direktem Einfluss auf das Unternehmensergebnis ist durch unsere konzernweite Betriebsunterbrechungsversicherung abgedeckt. Vorsorglich steuert die Gruppe diesem proaktiv über kontinuierliche Analysen der einzelnen Anlagen sowie vorbeugender Wartung entgegen. In diesem Bereich werden mehr und mehr digitale Lösungen aus dem Umfeld Industrie 4.0 evaluiert. Trotzdem können Risiken aus Produkthaftungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Im Falle von Qualitätsmängeln werden diese im Sinne unserer Kunden behoben. Daraus entstehende externe Kosten sind über unsere konzernweite Produkthaftpflichtversicherung gedeckt. Ein dadurch entstandener Imageschaden ist jedoch immer ein Risiko für die Unternehmensgruppe.
Der weltweite Produkt- beziehungsweise Projektverkauf birgt auch Risiken. Unsere Gesamtlösungen gehen heute in Länder, die nicht immer wirtschaftlich beziehungsweise politisch stabil sind. Über unsere Vertriebsgeschäftsführer werden laufend Informationen aus den jeweiligen Absatzmärkten und Ländern eingeholt, die uns unterstützen, mögliche Forderungsausfälle früh zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die RATH Gruppe setzt außerhalb der Europäischen Union und den USA hinsichtlich der Zahlungskonditionen überwiegend auf Akkreditivgeschäft. Damit ist sichergestellt, dass unsere Verkäufe durch eine internationale Bank besichert sind.
Zu jenen Umsätzen, die wir nicht mit Akkreditiven besichern, haben wir ein internes Forderungsmanagement mit Kreditlimits eingerichtet. Das Forderungsmanagement bewertet das entstehende Kreditrisiko mit externen Informationen von Kredit-Auskunfteien und unseren Erfahrungen über den jeweiligen Kunden beziehungsweise in dem Land des Kunden. Aufgrund der so gesammelten Informationen wird ein Kreditlimit festgelegt.
Die RATH Gruppe verfügt über keine Kreditausfallsversicherung. Die Forderungsausfälle im Berichtsjahr 2017 innerhalb der RATH Gruppe beliefen sich auf 370 TEUR (Vorjahr: 402 TEUR), das entspricht 0,4% (Vorjahr: 0,5%) der Umsatzerlöse.
Ziel des Liquiditätsmanagements ist es, zu jeder Zeit eine ausreichende Liquidität des Konzerns sicherzustellen. Der externe Finanzierungsspielraum wird für RATH primär durch internationale Bankengruppen gewährleistet. Innerhalb des Konzerns gilt der Grundsatz der internen Finanzierung. Das heißt: Der Finanzierungsbedarf von Tochtergesellschaften wird – soweit möglich beziehungsweise wirtschaftlich sinnvoll – über interne Darlehensbeziehungen abgedeckt. Die Festlegung von Kreditlimits und die Höhe der Refinanzierungskosten bei Geldinstituten sind abhängig von deren Einschätzung der Zukunftsperspektive der RATH Gruppe. Bankkontakte werden daher partnerschaftlich gepflegt, damit sichergestellt wird, dass unsere Bankpartner jederzeit ein klares und aktuelles Bild der wirtschaftlichen Lage unserer Gruppe bekommen.
Die RATH Gruppe liefert an ihre Kunden zumeist in der jeweiligen Gesellschaftswährung. Durch die laufende Bewertung der Währungspaare USD/EUR und HUF/EUR kann es zu positiven wie auch negativen Veränderungen im Finanzergebnis der Einzelgesellschaften und in Folge auch im Konzern kommen.
Derzeit verfügt die RATH Gruppe über einen Zinsswap mit einer Laufzeit bis Mai 2018. Aufgrund des derzeit vorherrschenden niedrigen Zinsniveaus ist die Absicherung negativ bewertet.
Die Risiken der RATH Gruppe werden durch die beschriebenen Mittel und Maßnahmen bestmöglich überwacht, der Fortbestand des Unternehmens ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet.
Das Grundkapital setzt sich aus 1.500.000 Stückaktien (Vorjahr: 1.500.000 Stückaktien) zusammen, wobei jede Stückaktie am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt ist.
Dem Vorstand sind keinerlei Beschränkungen bekannt, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Die RATH AG besitzt keine eigenen Aktien. Der Streubesitz befindet sich bei österreichischen und internationalen Investoren. Die Aktie notiert im "Standard Market Auction" der Wiener Börse unter der ISIN-Nummer AT0000767306.
Es sind keine wesentlichen Beteiligungen von Arbeitnehmern der RATH Gruppe bekannt. Wie jedem Aktionär steht es auch Arbeitnehmern mit Aktienbesitz frei, ihre Stimmrechte an Hauptversammlungen auszuüben.
Es bestehen keine, nicht unmittelbar aus dem Gesetz abgeleiteten Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.
Dem Vorstand sind keine bedeutenden Vereinbarungen bekannt, an denen die Gesellschaft beteiligt ist, und die bei einem Kontrollwechsel in der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden.
Es besteht auch keine Entschädigungsvereinbarung zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.
Mit Stand vom Februar 2018 erwarten Ökonomen, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2018 stärker wachsen wird als im Vorjahr. Mit verbesserten Wachstumsperspektiven wird vor allem gerechnet, da gesamtwirtschaftliche Extremrisiken im vergangenen Jahr nicht eingetreten sind.
Das weiterhin stabile Wachstum Chinas, der bisherige Verlauf der EU-Austrittsverhandlungen des Vereinigten Königreichs und die gegenwärtige wirtschaftlich positive Entwicklung in Europa und den USA sorgen für Zuversicht. Dieser Optimismus könnte sich weit über das Jahr 2018 tragen.
Ungeachtet dessen bleiben strukturelle Probleme jedoch bestehen. So leidet die Eurozone nach wie vor unter gesamtwirtschaftlichen Ungleichgewichten, in China wird die expansive Geld- und Fiskalpolitik an ihre Grenzen stoßen, und genauso wie in den letzten Jahren könnten geopolitische Spannungen und mögliche neue Krisenherde die soliden Wachstumsperspektiven überlagern.
Vor diesem Hintergrund erwartet das Wirtschaftsforschungsinstitut Oxford Economics (OE) für das Jahr 2018 eine Wachstumsrate des globalen realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Höhe von 3,2%, im Vergleich zu 3,0% im Jahr 2017. Die Wachstumsprognose für die globale Industrieproduktion 2018 beträgt 3,8% (2017: 3,7%).
Ausgehend von einem wettbewerbsfähigen, profitablen und kraftvollen Produktmix für unsere Kunden und von einem stabilen positiven Marktumfeld sieht sich die RATH Gruppe für das Geschäftsjahr 2018 gut gerüstet. Ein wesentliches Ziel ist es, weiter zu wachsen. Neben organischem Wachstum durch unsere neuen Produktgruppen konzentrieren wir uns auch intensiv darauf, über Akquisitionen unsere Gruppe nachhaltig zu stärken. Unternehmensintern wird die RATH Gruppe weiterhin einen starken Fokus auf Qualität, Innovation und Kosten setzen.
Auf dieser Basis und unter Berücksichtigung gleichbleibender Fremdwährungskurse und Zinsen erwartet das RATH Management für das Geschäftsjahr 2018 eine weitere merkliche Steigerung des Umsatzes sowie ein stabiles Gruppenergebnis auf hohem Niveau.
Unsicherheiten und Risiken in Bezug auf globale und regionale Krisen bleiben jedoch bestehen und können jederzeit starken Einfluss auf das Geschäftsjahr nehmen.
Es gab keine berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Abschlussstichtag.
Der Vorstand
Andreas Pfneiszl DI Jörg Sitzenfrey
WIEN, 26. APRIL 2018
| ANHANGANGABE | 31. 12.2017 TEUR |
31. 12.2016 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (7) | 19.569 | 3.527 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (5) | 15.876 | 17.758 |
| Sonstige Forderungen und Rechnungsabgrenzungen | (6) | 1.600 | 2.289 |
| Vorräte | (4) | 20.843 | 21.382 |
| kurzfristige Aktiva | 57.887 | 44.956 | |
| Finanzielle Vermögenswerte | (3) | 730 | 735 |
| Immaterielle Vermögenswerte | (2) | 395 | 398 |
| Sachanlagevermögen | (1) | 37.304 | 36.988 |
| aktive latente Steuern | (12) | 2.032 | 1.984 |
| langfristige Aktiva | 40.462 | 40.106 | |
| AKTIVA GESAMT | 98.349 | 85.062 | |
| kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | (10) | 416 | 20.295 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (13) | 5.970 | 6.681 |
| sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | (14) | 3.450 | 2.390 |
| kurzfristige Rückstellungen | (11) | 770 | 750 |
| kurzfristige Ertragssteuerschulden | (12) | 240 | 194 |
| kurzfristige Verbindlichkeiten | 10.846 | 30.309 | |
| langfristige Finanzverbindlichkeiten und Anleihen | (10) | 39.038 | 6.189 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen | (10) | 996 | 1.244 |
| Personalrückstellungen | (9) | 3.192 | 3.155 |
| sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | (14) | 0 | 311 |
| sonstige langfristige Verbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzungen |
(14) | 176 | 192 |
| passive latente Steuern | (12) | 113 | 570 |
| langfristige Verbindlichkeiten | 43.514 | 11.662 | |
| Grundkapital | 10.905 | 10.905 | |
| Kapitalrücklagen | 1.118 | 1.118 | |
| Bilanzgewinn und freie Rücklagen | 34.524 | 33.278 | |
| Rücklage aus Währungsumrechnung | -1.744 | -1.591 | |
| sonstige Rücklagen | -816 | -621 | |
| nicht beherrschende Anteile | 2 | 2 | |
| EIGENKAPITAL GESAMT | (8) | 43.989 | 43.091 |
| PASSIVA GESAMT | 98.349 | 85.062 | |
| ANHANGANGABE | 2017 TEUR |
2016 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (16) | 86.338 | 80.306 |
| andere betriebliche Erträge | (19) | 746 | 1.023 |
| 87.084 | 81.329 | ||
| Materialaufwand und bezogene Leistungen | (17) | -36.292 | -33.124 |
| Personalaufwand, einschließlich Sozialleistungen und Abgaben | (18) | -26.091 | -25.557 |
| sonstiger betrieblicher Aufwand | (20) | -14.306 | -13.508 |
| EBITDA | 10.395 | 9.140 | |
| Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte | (2) | -97 | -100 |
| Abschreibung auf Sachanlagen | (1) | -4.061 | -4.024 |
| EBIT | 6.237 | 5.016 | |
| Zinsertrag | (21) | 16 | 17 |
| Zinsaufwendungen | (21) | -913 | -824 |
| sonstige Finanzerträge | (21) | 468 | 894 |
| sonstiger Finanzaufwand | (21) | -2.917 | -397 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 2.891 | 4.705 | |
| Steuern vom Einkommen | (12) | -520 | -760 |
| Konzernergebnis | 2.371 | 3.945 | |
| Zurechenbar zu den Aktionären der Muttergesellschaft | 2.370 | 3.944 | |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 1 | 1 | |
| Konzernergebnis | 2.371 | 3.945 | |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 4.6. | 1,58 | 2,63 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 4.6. | 1,58 | 2,63 |
| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Konzernergebnis nach Ertragssteuern | 2.371 | 3.945 |
| sonstiges Ergebnis | ||
| Posten, die anschließend nicht in die Gewinn– u. Verlustrechnung umgegliedert werden: | ||
| Neubewertung der langfristigen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern gemäß IAS 19 | -255 | -88 |
| darauf entfallende Steuer | 64 | 22 |
| -191 | -66 | |
| Posten, die anschließend in die Gewinn– und Verlustrechnung umgegliedert werden: | ||
| zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwertes | -5 | 33 |
| darauf entfallende Steuer | 1 | -8 |
| zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Umgliederung in den Gewinn oder Verlust | 0 | -97 |
| darauf entfallende Steuer | 0 | 24 |
| Unterschiede Währungsumrechnung | -152 | 132 |
| -156 | 83 | |
| Summe des sonstigen Ergebnisses | -347 | 17 |
| zurechenbar zu Aktionären der Muttergesellschaft | -347 | 17 |
| zurechenbar zu nicht beherrschenden Anteilen | 0 | 0 |
| Konzerngesamtergebnis nach Steuern | 2.024 | 3.962 |
| zurechenbar zu Aktionären der Muttergesellschaft | 2.023 | 3.962 |
| zurechenbar zu nicht beherrschenden Anteilen | 1 | 1 |
| Konzerngesamtergebnis | 2.024 | 3.962 |
| unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 1,58 | 2,63 |
| verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 1,58 | 2,63 |
| GRUNDKAPITAL TEUR |
KAPITAL RÜCKLAGEN TEUR |
UNTERSCHIEDE WÄHRUNGS UMRECHNUNG TEUR |
SONSTIGE RÜCKLAGEN TEUR |
BILANZGEWINN UND FREIE RÜCKLAGEN TEUR |
SUMME EIGENKAPITAL GESELLSCHAFTER TEUR |
ANTEILE NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTER TEUR |
GESAMTES EIGENKAPITAL TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1.1.2016 | 10.905 | 1.118 | -1.723 | -507 | 30.084 | 39.877 | 2 | 39.879 |
| Konzernergebnis 2016 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3.944 | 3.944 | 1 | 3.945 |
| sonstiges Ergebnis 2016 | 0 | 0 | 132 | -114 | 0 | 17 | 0 | 17 |
| Konzerngesamtergebnis | 0 | 0 | 132 | -114 | 3.944 | 3.962 | 1 | 3.962 |
| Abgang | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -1 | -1 |
| Ausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | -750 | -750 | 0 | -750 |
| Stand am 31. Dezember 2016 | 10.905 | 1.118 | -1.591 | -621 | 33.278 | 43.089 | 1 | 43.091 |
| Konzernergebnis 2017 | 0 | 0 | 0 | 2.371 | 2.371 | 0 | 2.371 | |
| sonstiges Ergebnis 2017 | 0 | 0 | -152 | -195 | 0 | -347 | 0 | -347 |
| Konzerngesamtergebnis | 0 | 0 | -152 | -195 | 2.371 | 2.023 | 1 | 2.024 |
| Abgang | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | -1.125 | -1.125 | 0 | -1.125 |
| Stand am 31. Dezember 2017 | 10.905 | 1.118 | -1.744 | -816 | 34.524 | 43.987 | 2 | 43.989 |
| ANHANGANGABE | 2017 | 2016 | |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||
| Konzernergebnis nach Steuern | 2.371 | 3.944 | |
| Anpassungen an das Konzernergebnis | |||
| Abschreibungen | (1) (2) | 4.157 | 4.124 |
| Zu/Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen | 0 | -97 | |
| Veränderung von Personalrückstellungen | -218 | -50 | |
| Veränderung der Wertberichtigung | 458 | -496 | |
| Veränderung der latenten Steuern | -402 | -52 | |
| Wechselkursdifferenzen | 2.455 | -515 | |
| Zinsaufwand | (21) | 913 | 824 |
| Zinsertrag | (21) | -16 | -17 |
| Ertragssteuern | (12) | 921 | 812 |
| Bewertung sonstiger Verbindlichkeiten | -311 | -185 | |
| (Gewinn)/Verlust aus dem Abgang von Beteiligungen | 0 | 21 | |
| (Gewinn)/Verlust aus dem Abgang von Anlagen | 5 | -13 | |
| 10.333 | 8.301 | ||
| Veränderungen im Nettoumlaufvermögen | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 793 | -2.178 | |
| sonstige Forderungen | 611 | 63 | |
| Vorräte | -201 | 409 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -671 | 1.320 | |
| Rückstellungen | 25 | -121 | |
| sonstige Verbindlichkeiten | 1.046 | -333 | |
| 1.604 | -839 | ||
| gezahlte Zinsen | -933 | -805 | |
| erhaltene Zinsen | 16 | 17 | |
| gezahlte Ertragssteuern | -873 | -771 | |
| Nettomittelzu/-abflüsse aus betrieblicher Tätigkeit | 10.148 | 5.903 | |
| Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | (1) | -5.788 | -5.627 |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten |
0 | 34 | |
| Geldflüsse aus der Investitionstätigkeit | -5.788 | -5.593 | |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden | 35.000 | 3.473 | |
| Rückzahlungen von finanziellen Verbindlichkeiten | -21.916 | -2.754 | |
| Auszahlungen für Finanzierungsleasing-Verbindlichkeiten | -205 | -268 | |
| gezahlte Dividenden | -1.125 | -750 | |
| Geldflüsse aus der Finanzierungstätigkeit | 11.754 | -299 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Jahres | 3.527 | 3.450 | |
| Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | 16.114 | 11 | |
| Zahlungsunwirksame Währungsdifferenzen | -72 | 66 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Jahres | 19.569 | 3.527 |
Die Überleitung der Veränderungen zu den Geldflüssen aus der Finanzierungstätigkeit im laufenden Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:
| INVESTITIONS KREDITE |
KONTOKORRENT KREDITE |
EXPORT DARLEHEN |
VERBINDLICHKEITEN AUS FINANZIERUNGSLEASING |
SUMME | |
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Stand 01.01.2017 | 713 | 21.517 | 3.963 | 1.534 | 27.728 |
| Veränderung aus den Geldflüssen aus Finanzierungstätigkeit |
|||||
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden |
35.000 | 0 | 0 | 0 | 35.000 |
| Rückzahlungen von finanziellen Verbindlichkeiten |
-524 | -17.429 | -3.963 | 0 | -21.916 |
| Auszahlungen für Finanzierungs leasing-Verbindlichkeiten |
0 | 0 | 0 | -205 | -205 |
| Währungsumrechnung | 0 | -88 | 0 | -70 | -158 |
| Stand 31.12.2017 | 35.190 | 4.000 | 0 | 1.260 | 40.449 |
Die in oben angeführter Tabelle enthaltene Summenspalte entspricht der Summe aus kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten exklusive derivativer Finanzinstrumente.
Die RATH Aktiengesellschaft (nachfolgend RATH AG), Walfischgasse 14, 1010 Wien, und Tochtergesellschaften (in der Folge "RATH Gruppe" genannt) erzeugen und vertreiben Feuerfestwerkstoffe für industrielle Abnehmer und Gewerbebetriebe. Die wesentlichen Absatzmärkte liegen im Gebiet der Europäischen Union, in Osteuropa und in den USA. Sitz der Muttergesellschaft ist Wien. Produktionsstätten befinden sich in Österreich, Deutschland, Ungarn und den USA, darüber hinaus gibt es Vertriebsgesellschaften in Österreich, Tschechien, Polen, Ukraine sowie in Mexiko (bis Nov 2016 Frankreich).
Die Aktien der RATH AG notieren an der Wiener Börse im Segment "Standard Market Auction".
2.1. GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG
Der Konzernabschluss der RATH Gruppe zum 31. Dezember 2017 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den ergänzenden Bestimmungen des § 245a Abs. 2 UGB aufgestellt.
Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis der historischen Anschaffungs/Herstellungskosten, eingeschränkt durch die Marktbewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sowie durch die erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten (inklusive Derivate). Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der Verbindlichkeitenmethode für alle temporären Unterschiede zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden im IFRS-Konzernabschluss und den bei den einzelnen Gesellschaften bestehenden Steuerwerten.
Der Rechnungslegung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen die einheitlichen Rechnungslegungsmethoden der RATH Gruppe zugrunde. Der Konzernabschluss ist in 1.000 EUR ("TEUR", gerundet nach kaufmännischer Rundungsmethode) aufgestellt. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 26. April 2018 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. Der Jahresabschluss der RATH AG wurde am 11. April 2018 dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt.
Die RATH Gruppe hat die Auswirkungen der folgenden neu angewendeten Standards geprüft und ist zum Schluss gekommen, dass sie keine oder keine wesentliche Auswirkungen auf dem Konzernabschluss zum 31.12.2017 haben.
| STANDARD/INTERPRETATION/ ÄNDERUNG |
ANWENDUNGS ZEITPUNKT |
AUSWIRKUNGEN IM BERICHTSJAHR |
|
|---|---|---|---|
| IAS 7 | Änderung: Angabeninitiative | 1. 1.2017 | keine wesentlichen Auswirkungen, jedoch Erfordernis einer zusätzlichen Überleitung der Geldflüsse aus der Finanzierungstätigkeit |
| IAS 12 | Änderung: Ansatz latenter Steueransprüche für unrealisierte Verluste |
1. 1.2017 | keine |
| IFRS 12 | Jährliche Verbesserungen an den IFRS – Zyklus 2014-2016: Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen |
1. 1.2017 | keine |
Die Änderungen in IAS 7 sowie die darin beschriebene Angabeninitiative resultieren im Erfordernis von erweiterten Angaben sowie einer Überleitung der Veränderungen der in der Konzergeldflussrechnung enthaltenen Geldflüsse aus der Finanzierungstätigkeit im Detail und werden gesondert nach der Konzerngeldflussrechnung dargestellt.
Folgende Änderungen oder Neufassungen von Standards und Interpretationen sind zum Bilanzstichtag teilweise noch nicht von der EU übernommen und für das Geschäftsjahr noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden auch nicht vorzeitig angewandt.
In Zukunft anzuwendende und von der Europäischen Union bereits übernommene Standards:
| STANDARD/INTERPRETATION/ ÄNDERUNG |
ZEITPUNKT DES INKRAFTTRETENS |
ERWARTETE AUSWIRKUNGEN |
|
|---|---|---|---|
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 1. 1.2018 | keine wesentlichen Auswirkungen |
| IFRS 15 | Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 1. 1.2018 | keine wesentlichen Auswirkungen |
| IFRS 15 | Klarstellung: Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 1. 1.2018 | keine wesentlichen Auswirkungen |
| IFRS 2 | Änderung: Klassifizierung und Bewertung von Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter Vergütung |
1. 1.2018 | keine |
| IFRS 4 | Änderung: Anwendung des IFRS 9 Finanzinstrumente mit IFRS 4 Versicherungsverträge |
1. 1.2018 | keine |
| IAS 40 | Änderungen: Übertragung von als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien |
1. 1.2018 | keine |
| IFRIC 22 | Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen |
1. 1.2018 | keine |
| IFRS 9 | Änderung: Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung | 1. 1.2019 | keine |
| IFRS 16 | Leasingverhältnisse | 1. 1.2019 | keine wesentlichen Auswirkungen |
Noch nicht von der Europäischen Union übernommene Standards:
| STANDARD/INTERPRETATION/ÄNDERUNG | ZEITPUNKT DES INKRAFTTRETENS * | |
|---|---|---|
| IFRIC 23 | Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung | 1. 1.2019 |
| IAS 28 | Änderung: Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 1. 1.2019 |
| IAS 19 | Änderung: Planänderungen, -kürzungen oder -abgeltungen | 1. 1.2019 |
| Diverse | Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2015 - 2017: Verbesserungen an IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23 |
1. 1.2019 |
| IFRS 17 | Versicherungsverträge | 1. 1.2021 |
| IFRS 10, IAS 28 |
Änderung: Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture |
offen |
* Anwendungszeitpunkt vom IASB vorgesehen
Eine vorzeitige Anwendung der oben angeführten Standards ist derzeit nicht geplant. IFRS 15 und IFRS 9 sind von der RATH Gruppe mit 1. Jänner 2018 erstmalig anzuwenden.
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden regelt die Erlösrealisierung und ersetzt somit IAS 11 Fertigungsaufträge, IAS 18 Erlöse und die dazugehörigen IFRIC Interpretation wie IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme. Der Standard enthält ein Fünf-Stufen-Modell und ist grundsätzlich für die Bilanzierung von Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2018 beginnen, anzuwenden. Nach IFRS 15 richtet sich die Erlösrealisierung nach dem Prinzip des Kontrollüberganges. Umsatzerlöse sind demnach zu erfassen, wenn die übernommene Leistungsverpflichtung erbracht wird beziehungsweise Güter und Waren an den Kunden geliefert werden und somit die Verfügungsmacht übertragen worden ist. Erlöse sollten in der Höhe erfasst werden, in der die für die erfüllte Leistungsverpflichtung (Übertragung von Gütern und Waren beziehungsweise Erbringung von Dienstleistungen) Gegenleistungen (Transaktionspreis) erwartet werden können. Der Standard ersetzt alle derzeit bestehenden Vorschriften zur Umsatzrealisierung nach IFRS. Dadurch werden unter anderem zusätzliche qualitative und quantitative Angabepflichten erforderlich, die es den Abschlussadressaten ermöglichen sollen, die Art, die Höhe, den zeitlichen Anfall sowie die Unsicherheit von Umsatzerlösen und daraus resultierenden Zahlungsströmen aus Verträgen mit Kunden nachvollziehen zu können. Die RATH Gruppe wird den neuen Standard ab 1. Jänner 2018 anwenden. Dementsprechend werden die Effekte aus der erstmaligen Anwendung kumulativ nach der modifizierten retrospektiven Ansatz-Methode zum Erstanwendungsszeitpunkt, dem 1. Jänner 2018, im Eigenkapital erfasst werden. Aufgrund der Wahl der modifizierten retrospektiven Übergangsmethode werden somit weder die Konzernbilanz noch die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2017 angepasst werden, und der Umsatz in dieser Periode wurde nach IAS 11 beziehungsweise IAS 18 erfasst. IFRS 15 wird nach der gewählten Übergangsmethode nunmehr auf Verträge angewendet, die zum 1. Jänner 2018 noch nicht erfüllt sind. Im Zuge der durchgeführten Evaluierung und Analyse für die einzelnen Umsatzgruppen in der RATH Gruppe als weltweit agierender Feuerfestanbieter für kundenspezifische Speziallösungen wurde eine Beurteilung der Auswirkungen der Übernahme von IFRS 15 auf den Konzernabschluss vorgenommen und mögliche Abweichungen von der bisherigen Erlösrealisierung im Bereich der Fertigungsaufträge (Projektgeschäft) analysiert. Basierend auf der Evaluierung und Analyse der wesentlichen identifizierten Geschäftstypen und Vertragsgruppen sowie durch den Einsatz weitestgehend standardisierter Verträge für ähnliche Gruppen von Verträgen und Vereinbarungen im Zuge der laufenden Geschäftstätigkeit der RATH Gruppe wird von keiner wesentlichen Anpassung im Zuge der Erstanwendung von IFRS 15 ausgegangen.
Verkauf von Produkten und Gütern: Für den Verkauf von Standard- beziehungsweise Serienprodukten werden Umsatzerlöse derzeit erfasst, wenn das wirtschaftliche Eigentum und die damit verbundenen Risiken und Chancen gemäß den vereinbarten Lieferkonditionen übertragen werden. Der Erlös wird unter der Voraussetzung, dass sowohl Erlös als auch Kosten verlässlich bestimmt werden können, zu diesem Zeitpunkt erfasst, wenn die Leistungsverpflichtung erfüllt ist und die Gegenleistung wahrscheinlich erhalten wird. IFRS 15 sieht die Erfassung von Umsatz vor, wenn der Kunde die Kontrolle und Verfügungsgewalt über die Ware erhält. Bei Mehr-Komponenten-Verträgen, die neben dem Verkauf von Produkten und Gütern noch zusätzliche Leistungsverpflichtungen wie zum Beispiel Serviceleistungen wie Planung und Engineering, Montage, Baustellenüberwachung, Kommissionierung, Wartung und Reparatur sowie ähnliche weitere Dienstleistungen beinhalten, wird gemäß IFRS 15 die Gegenleistung auf die einzelnen Komponenten entsprechend der verhältnismäßigen Einzelveräußerungspreise aufgeteilt und zugeordnet, wobei bei Mehr-Komponenten-Verträgen der Wert der zusätzlich vereinbarten Dienstleistungen im Vergleich zum Wert der Produkte und Güter von untergeordneter Bedeutung ist. Die Erfassung von Erlösen für eindeutig vom Produkt
abgrenzbare Transaktionen wie Services, Wartungen, Dienstleistungen erfolgte bereits bisher klar getrennt vom Umsatz der Güter und Produkte. Durch die neuen und detailierteren Regelungen des IFRS 15 werden sich somit bei den Mehr-Komponenten-Verträgen für den Konzernabschluss keine wesentlichen Änderungen und Anpassungen ergeben. Daraus resultierend werden aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 im Bereich Verkauf von Serien- und Standardprodukten keine wesentlichen Anpassungen zum 1. Jänner 2018 erwartet.
Auftragsfertigung kombiniert mit Dienstleistungen: Umsatzerlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen im Projektgeschäft werden derzeit in Abhängigkeit vom jeweiligen Anarbeitungs- und Fertigstellungsgrades ("Percentage of Completion") erfasst. Nach dem neuen Standard IFRS 15 werden nunmehr neue Kriterien für die Erfassung von Umsatzerlösen über einen bestimmten Zeitraum definiert. Im Wesentlichen erfüllen alle Verträge und Vereinbarungen im Projektgeschäft die Kriterien für eine Erfüllung der Leistungsverpflichtung über einen bestimmten Zeitraum, da jeweils Vermögenswerte erstellt werden, die keine alternative Verwendungsmöglichkeit aufweisen, und die RATH Gruppe somit das Recht auf Gegenleistung und Zahlung der bereits erbrachten Leistung hat. Projektgeschäfte und -vereinbarungen sind in der RATH Gruppe im Wesentlichen in allen Business Lines "Metals", "Fuels, Chemicals & Energy", "Special Furnaces", "Ceramic", "Domestic Fireplaces" sowie "Glass" anzutreffen. Die jeweiligen vertraglichen Vereinbarungen sind im Wesentlichen so konzipiert, dass in Abhängigkeit vom Fertigstellungsgrad der jeweiligen Vermögenswerte das Recht auf Gegenleistung (inkl. Marge) und Zahlung eingeräumt ist, und daher ergibt sich aus der Erstanwendung von IFRS 15 zum 1. Jänner 2018 keine wesentliche Auswirkung. Dienstleistungen werden weitestgehend kombiniert mit dem Verkauf von Produkten und Gütern angeboten und erbracht, wobei hier ebenfalls eine Realisierung der Erlöse nach dem Grad der Anarbeitung beziehungsweise Fertigstellung erfolgt. IFRS 15 sieht hier weiterhin die Erfassung der Umsatzerlöse über einen bestimmten Zeitraum vor, da der zukünftige Nutzen für den Kunden aus der erhaltenen Leistung während deren Erbringung zufließt. Somit ergeben sich im Zuge der Erstanwendung von IFRS 15 keine Änderungen.
IFRS 9 Finanzinstrumente enthält Vorschriften für den Ansatz und die Bewertung, Ausbuchung und Sicherungsbilanzierung und behandelt die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen sowie die Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten. IFRS 9 gilt für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2018 beginnen, und ersetzt IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung). Die RATH Gruppe wird den neuen Standard IFRS 9 zum 1. Jänner 2018 erstmalig anwenden.
IFRS 9 beinhaltet gegenüber dem alten Standard IAS 39 einen neuen Klassifizierungs- und Bewertungsansatz für finanzielle Vermögenswerte, der das Geschäftsmodell widerspiegelt, in dem die Vermögenswerte gehalten werden, sowie zusätzlich die Cashflow-Eigenschaften der finanziellen Vermögenswerte. Nach IFRS 9 können drei Hauptkategorien für finanzielle Vermögenswerte unterschieden werden: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Periodenergebnis bewertet (FVTPL) sowie zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet (FVOCI). Der Standard eliminiert die bestehenden Kategorien des IAS 39: bis zur Endfälligkeit zu halten, Kredite und Forderungen sowie zur Veräußerung verfügbar. Die RATH Gruppe hält in Ihrem Portfolio zur Veräußerung gehaltene Wertpapiere, die für Zwecke der Deckung der Rückstellung für Abfertigungen in Form von Investmentfondsanteilen gehalten werden. Hinsichtlich dieser - derzeit als available-for-sale gehaltenen Wertpapiere (Fremdkapitalinstrumente) mit einem Buchwert von 730 TEUR – erfolgt die Bilanzierung künftig erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert. Der zum 31. Dezember 2017 in der Rücklage für available-for-sale enthaltene Betrag in Höhe von -23 TEUR wird innerhalb des Eigenkapitals in die Gewinnrücklagen eingestellt. Die Klassifizierung finanzieller Verbindlichkeiten der RATH Gruppe bleibt gemäß IFRS 9 unverändert. Die vertraglichen Zahlungsströme der originären Finanzinstrumente bestehen überwiegend aus Tilgungen und Zinsen.
IIFRS 9 ersetzt das Modell der eingetretenen Verluste (Incurred-Loss-Modell) des IAS 39 durch das zukunftsorientierte Modell der "erwarteten Kreditausfälle" (Expected-Loss-Modell). Das neue Modell ist auf finanzielle Vermögenswerte anzuwenden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder beizulegenden Zeitwerten im sonstigen Ergebnis (FVOCI) bewertet werden, mit Ausnahme von Eigenkapitalinstrumenten. Nach IFRS 9 ist eine Wertminderung entweder mit dem 12-Monats-Modell, bei dem erwartete Verluste von möglichen Ausfällen innerhalb der nächsten 12 Monate berücksichtigt werden, oder dem Lebenszeit-Modell, bei dem erwartete Verluste von möglichen Ausfällen während der gesamten Lebenszeit berücksichtigt werden, zu ermitteln. Die Bewertung nach dem Konzept der lebenslangen Kreditausfälle ist anzuwenden, wenn das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswerts am Abschlussstichtag seit dem erstmaligen Ansatz signifikant gestiegen ist. Ansonsten ist die Bewertung nach dem Konzept der 12-Monats-Kreditausfälle anzuwenden. Ein Unternehmen kann festlegen, dass das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswerts nicht signifikant gestiegen ist, wenn der Vermögenswert am Abschlussstichtag ein geringes Kreditrisiko aufweist. Das Lebenszeit-Modell ist jedenfalls auf alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen anzuwenden. Die Bewertung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt in der RATH Gruppe im In- und Ausland einerseits sowohl auf Ebene der einzelnen Kundenforderung auf Basis Überfälligkeit sowie andererseits bei Vorliegen von Anzeichen beziehungsweise Indikatoren (zum Beispiel Konkurs) durch Vornahme einer Einzelwertberichtigung, wobei die Realisierbarkeit der einzelnen Forderungen im Hinblick auf mögliche Ausfallsraten vor dem Hintergrund der Erwartungen des verantwortlichen Managements regelmäßig einer kritischen Überprüfung unterzogen wird.
Das neue durch IFRS 9 eingeführte zukunftsorientierte Wertberichtigungsmodell (Expected-Loss-Modell) basiert auf erwarteten Verlusten. Die Gesellschaft wird die Wertberichtigung basierend auf einer Analyse geschätzter Kreditausfälle auf Grundlage von Erfahrungen von tatsächlich in der Realität eingetretenen Kreditausfällen der letzten Jahre unter zusätzlicher Berücksichtigung von zukunftsorientierten Informationen ermitteln. Der Konzern geht davon aus, dass sich der Wertberichtigungsbedarf grundsätzlich nicht wesentlich ändern wird. Die Anwendung der neuen Wertberichtigungsregeln führt voraussichtlich zu einer Reduktion der Wertberichtigung in einer Größenordnung von 150 TEUR.
Die Anwendung der neuen Wertberichtigungsvorschriften auf Bankguthaben führt aufgrund der Fristigkeit (täglich fällig, bis zu drei Monate) zu keinen wesentlichen zu erfassenden Wertberichtigungsbeträgen.
IFRS 9 beinhaltet neue ergänzende Anforderungen an das Hedge Accounting, die stärker in die Risikomanagement-Strategie und -Praxis im Tagesgeschäft eingebettet sein sollen. Entsprechend sind alle Regelungen des IFRS 9 prospektiv auf alle neuen Hedge-Vereinbarungen und Hedge Accounting (Cashflow Hedge) grundsätzlich für Zins- und Fremdwährungssicherungen anzuwenden. Die RATH Gruppe hat derzeit einen Zinsswap im Portfolio, der der wirtschaftlichen Absicherung einer variabel verzinsten Verbindlichkeit dient, für den allerdings Hedge Accounting gemäß IAS 39 nicht angewendet wird. Bezogen auf das bestehende Portfolio wird IFRS 9 für Hedge Accounting nicht angewendet. Somit ergeben sich auch keine Änderungen und Anpassungen aus der Erstanwendung von IFRS 9 zum 1. Jänner 2018.
Änderungen der Rechnungslegungsmethoden aufgrund der Anwendung des IFRS 9 werden grundsätzlich rückwirkend angewendet. Die Gesellschaft wird von der Ausnahme Gebrauch machen, Vergleichsinformationen für vorhergehende Perioden hinsichtlich der Änderungen der Einstufung und Bewertung (einschließlich der Wertminderung) nicht anzupassen. Differenzen zwischen den Buchwerten der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Schulden aufgrund der Anwendung des IFRS 9 werden grundsätzlich in den Gewinnrücklagen zum 1. Jänner 2018 erfasst.
Die nachstehenden Beurteilungen sind auf Grundlage der Tatsachen und Umstände vorzunehmen, die zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung bestehen: Bestimmung des Geschäftsmodells, in dessen Rahmen ein finanzieller Vermögenswert gehalten wird.
IFRS 16 Leasingverhältnisse, der den Standard IAS 17 Leasingsverhältnisse ersetzt, sieht eine Neuregelung bei der Bilanzierung von Leasingverhältnissen vor. Danach sind beim Leasingnehmer alle Leasingverhältnisse sowie die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen in der Bilanz als Vermögenswerte (Nutzungsrecht am zugrundeliegenden Vermögenswert, welches grundsätzlich dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten entspricht) einerseits sowie Leasingverbindlichkeiten (für die Verpflichtung, künftig Leasingzahlungen vorzunehmen) andererseits zu erfassen. Die bisher unter IAS 17 erforderliche Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Operating-Leasingverträgen entfällt damit künftig für den Leasingnehmer. IFRS 16 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen, anzuwenden. Als mögliche wesentliche Effekte auf den Konzernabschluss können neue Aktivierungen von Vermögenswerten und Schulden für Operating-Leasing- und Mietverhältnisse von Büro-, Produktionsund Lagergebäuden genannt werden, die grundsätzlich zu einer Erhöhung der Bilanzsumme und einer Erhöhung der Nettofinanzverschuldung zum Erstanwendungszeitpunkt führen. Die RATH Gruppe hat eine erste Beurteilung der möglichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss durchgeführt, eine detaillierte Beurteilung ist noch nicht abgeschlossen. Die RATH Gruppe wird neue Vermögenswerte und Schulden für Operating-Leasingverhältnisse über Bauten und andere Sachanlagen ansetzen. Die tatsächlichen Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 16 auf den Konzernabschluss zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung wird von zukünftigen wirtschaftlichen
Bedingungen, etwa dem Zinssatz zum 1. Jänner 2019, der Zusammensetzung des Leasingportfolios zu diesem Zeitpunkt, der Einschätzung der RATH Gruppe über die Ausübung von Verlängerungsoptionen und dem Ausmaß, der Inanspruchnahme von Ausnahmeregelungen und Ansatzbefreiungen, abhängen. Zum 31. Dezember 2017 betragen die künftigen Mindestleasingzahlungen (Mietzahlungen) für nicht kündbare Operating-Leasingverhältnisse (auf nicht abgezinster Basis) 2.905 TEUR (siehe Anhangangabe 4.2.). Die RATH Gruppe erwartet, dass die Anwendung des IFRS 16 keine Auswirkungen auf ihre Fähigkeit hat, bestehende Darlehensbedingungen zu erfüllen.
Die Anwendung des neuen Standards hat zur Folge, dass sich die Art der Aufwendungen, die mit diesen Leasingverhältnissen verbunden sind, ändern, da IFRS 16 die linearen Aufwendungen für Operating-Leasingverhältnisse durch einen Abschreibungsaufwand für Nutzungsrechte (right-of-use assets) und Zinsaufwendungen für Schulden aus dem Leasingverhältnis ersetzt.
Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Finanzierungs-Leasingverhältnisse erwartet.
Die RATH Gruppe wird IFRS 16 zum 1. Jänner 2019 umsetzen und die modifizierte retrospektive Methode anwenden. Diese sieht die Erfassung des kumulierten Effekts aus der retrospektiven Anwendung im Zeitpunkt der Erstanwendung des neuen Standards als Korrekturbuchung im Eröffnungsbilanzwert in einem geeigneten Posten direkt im Eigenkapital vor. Die Vorjahresangaben werden nicht angepasst.
Muttergesellschaft ist die RATH AG, Wien. In den Konzernabschluss sind alle Unternehmen, die vom Mutterunternehmen beherrscht werden, durch Vollkonsolidierung einbezogen. Ein Investor beherrscht ein Beteiligungsunternehmen, wenn er die Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen hat, einer Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist und die Fähigkeit hat, seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen dergestalt zu nutzen, dass dadurch die Höhe der Renditen des Beteiligungsunternehmens beeinflusst wird. Die Einbeziehung einer Tochtergesellschaft beginnt mit dem Zeitpunkt der Erlangung des beherrschenden Einflusses und endet bei dessen Wegfall.
Die erstmalige Einbeziehung einer Tochtergesellschaft erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Zuordnung der Anschaffungskosten auf die zur erworbenen Gesellschaft gehörigen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden. Der den beizulegenden Zeitwert dieses Nettovermögens übersteigende Betrag der Anschaffungskosten wird als Firmenwert angesetzt. Falls der beizulegende Wert des übernommenen Nettovermögens über den Anschaffungskosten liegt, erfasst die RATH AG nach nochmaliger kritischer Würdigung der Ansetzbarkeit und Bewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden den übersteigenden Betrag erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet die RATH Gruppe auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden.
In den Geschäftsjahren 2017 und 2016 erfolgten keine Unternehmenserwerbe.
Konzerninterne Transaktionen, Forderungen, Verbindlichkeiten und unrealisierte Gewinne und/oder Verluste (Zwischenergebnisse) werden eliminiert.
Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der gezahlten Leistung und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.
Der Konsolidierungskreis umfasst neben der RATH AG noch folgende Unternehmen:
| KONZERNANTEIL IN% | EINBEZIEHUNGSMETHODE | ||
|---|---|---|---|
| 2017 | 2016 | ||
| Chamottewaren- und Thonöfenfabrik Aug. Rath jun. GmbH | 99,98% | 99,98% | Vollkonsolidierung |
| RATH GmbH, Deutschland | 100% | 100% | Vollkonsolidierung |
| RATH Hungaria Kft., Ungarn | 100% | 100% | Vollkonsolidierung |
| RATH Inc. Newark, USA | 100% | 100% | Vollkonsolidierung |
| RATH Zarotechnika spol. s r.o., Tschechien | 100% | 100% | Vollkonsolidierung |
| RATH Polska Sp. z o.o., Polen | 100% | 100% | Vollkonsolidierung |
| RATH Ukraine TOW, Ukraine | 100% | 100% | Vollkonsolidierung |
| RATH Group srl., Mexiko | 100% | 100% | Vollkonsolidierung |
| RATH Filtration GmbH, Österreich | 100% | 100% | Vollkonsolidierung |
Die funktionalen Währungen der Abschlüsse der einzelnen Konzernunternehmen entsprechen den lokalen Währungen.
Die einzelnen Konzerngesellschaften erfassen Geschäftsfälle in ausländischer Währung mit dem Devisenmittelkurs am Tag der jeweiligen Transaktion. Die Umrechnung der am Bilanzstichtag in Fremdwährung bestehenden monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Landeswährung erfolgt mit dem am Buchungstag gültigen Tageskurs. Daraus resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.
Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der die Berichtswährung der RATH AG darstellt. Die funktionale Währung der außerhalb des Euro-Raumes gelegenen Tochtergesellschaften ist die jeweilige Landeswährung. Die Umrechnung aller im Jahresabschluss dieser Gesellschaften ausgewiesenen Vermögenswerte einschließlich Firmenwerte und Schulden erfolgt mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem durchschnittlichen monatlichen Devisenmittelkurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden als eigener Posten in der Gesamtergebnisrechnung ("Unterschiede Währungsumrechnung") als Teil des sonstigen Ergebnisses erfasst.
Folgende Wechselkurse sind für den Konzernabschluss wesentlich:
| STICHTAGSKURS 31. 12.2017 |
STICHTAGSKURS 31. 12.2016 |
DURCHSCHNITTSKURS 1. 1.-31. 12.2017 |
DURCHSCHNITTSKURS 1. 1.-31. 12.2016 |
|
|---|---|---|---|---|
| USD | 1,199 | 1,054 | 1,130 | 1,107 |
| HUF | 310,330 | 309,830 | 309,193 | 311,438 |
| CZK | 25,535 | 27,021 | 26,326 | 27,034 |
| PLN | 4,177 | 4,410 | 4,257 | 4,363 |
| Entspricht 1 Euro | Quelle: Österreichische Nationalbank (www.oenb.at) |
Einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Aufwendungen, die angefallen sind, um den Gegenstand in seinen derzeitigen Zustand zu versetzen. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt.
Nach erstmaligem Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen angesetzt. Die Abschreibung erfolgt linear über eine geschätzte Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren. Es existieren keine immateriellen Vermögenswerte mit einer unbegrenzten Nutzungsdauer.
Gewinne und Verluste aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und den Buchwerten der immateriellen Vermögenswerte ermittelt und im Posten "andere betriebliche Erträge" beziehungsweise "übrige betriebliche Aufwendungen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Entwicklungsausgaben werden nur dann aktiviert, wenn die Entwicklungskosten verlässlich bewertet werden können, das Produkt oder das Verfahren technisch und kommerziell geeignet ist, ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist und der Konzern sowohl beabsichtigt als auch über genügend Ressourcen verfügt, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. Aktivierte Entwicklungsausgaben werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen bewertet. In den Geschäftsjahren 2017 und 2016 wurden keine Entwicklungskosten aktiviert.
Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Aufwendungen, die angefallen sind, um den Gegenstand an beziehungsweise in seinen derzeitigen Ort und Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen beinhalten die direkt der Herstellung zurechenbaren Aufwendungen. Fremdkapitalkosten werden angesetzt, sofern diese einem qualifizierenden Vermögenswert zuzuordnen sind. Im Berichtsjahr wurden keine Fremdkapitalkosten angesetzt, da keine qualifizierten Vermögenswerte vorlagen.
In späteren Perioden für einen Gegenstand anfallende Kosten werden nur dann aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass daraus der RATH Gruppe zukünftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Kosten verlässlich bestimmbar sind.
Die Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte und der abnutzbaren Sachanlagen erfolgt linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögenswertes. Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Bei der Ermittlung der Abschreibungssätze wurden folgende Nutzungsdauern angenommen:
| Gebäude | von 10 | bis 35 |
|---|---|---|
| Maschinen | von 10 | bis 25 |
| Geschäftsausstattung | von 3 | bis 15 |
Gewinne und Verluste aus Abgängen von Sachanlagen werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und den Buchwerten der Sachanlagen ermittelt und im Posten "andere betriebliche Erträge" beziehungsweise "übrige betriebliche Aufwendungen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Leasingverhältnisse, bei denen der RATH Gruppe als Mieter im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen eines Vermögenswerts übertragen werden, sind als Finanzierungsleasing einzustufen. Andernfalls liegt ein Operating-Leasing-Verhältnis vor, bei dem die RATH Gruppe die als Leasingnehmer zu zahlenden Leasingraten grundsätzlich über die Laufzeit des Leasingsverhältnisses als Aufwand erfasst. Sachanlagen, die im Zuge von Finanzierungsleasingverträgen erworben werden, werden in Höhe des beizulegenden Zeitwerts oder des niedrigeren Barwerts der Mindestleasingzahlungen zu Beginn des Leasingverhältnisses abzüglich Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen angesetzt.
Wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen der RATH Gruppe als Vermieter zurechenbar sind, wird der Leasinggegenstand von der RATH Gruppe bilanziert. Der Leasinggegenstand wird nach den auf den Vermögenswert anwendbaren Regeln in Übereinstimmung mit IAS 16 angesetzt. Die Leasingzahlungen werden über die Laufzeit des Leasingvertrages erfolgswirksam realisiert. Leasingverhältnisse, bei denen die RATH Gruppe als Vermieter im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen eines Vermögenswertes überträgt, sind als Finanzierungsleasing einzustufen. Leasingforderungen werden in Höhe des Nettoinvestitionswertes aus dem Leasingverhältnis erfasst.
Den aktivierten Vermögenswerten steht jeweils der Barwert der Verbindlichkeit aus den noch offenen Leasingzahlungen zum Bilanzstichtag gegenüber. Jede Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Zuschüsse der öffentlichen Hand für Aufwendungen werden in jener Periode als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst, in der die entsprechenden Aufwendungen anfallen, außer wenn der Zufluss des Zuschusses von noch nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit eintretenden Bedingungen abhängt.
Investitionszuschüsse werden ab dem Zeitpunkt der verbindlichen Zusage als Passivposten angesetzt und nach Maßgabe der Abschreibung der zugrunde liegenden Anlagen erfolgswirksam realisiert.
Finanzielle Vermögenswerte werden in die folgenden Kategorien unterteilt: Ausleihungen und Forderungen und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale). Die Klassifizierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz.
Alle Wertpapiere werden als "Available for Sale" klassifiziert. Deren Bewertung erfolgt im Zugangszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert unter Einbeziehung von Transaktionskosten, in späteren Perioden zum jeweils aktuellen beizulegenden Zeitwert. Die Wertänderungen werden im sonstigen Ergebnis erfasst und erst bei Realisierung durch Verkauf des Wertpapiers beziehungsweise bei objektiven Hinweisen auf Wertminderung in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Etwaige Wertaufholungen werden bei Schuldinstrumenten bis zu den Anschaffungskosten über die Gewinn- und Verlustrechnung geführt.
Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere ergeben sich aus dem Börsenkurs zum Bilanzstichtag. Die Erfassung der Wertpapiere erfolgt jeweils zum Erfüllungstag. Ausleihungen und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag bewertet. Vorräte werden in regelmäßigen Abständen auf Werthaltigkeit überprüft, sofern der Nettoveräußerungswert am Absatzmarkt unter dem bilanzierten Vermögenswert der Vorräte liegt.
Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Kosten des Erwerbes und der Be- und Verarbeitung sowie sonstige Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten beinhalten dabei alle Einzelkosten sowie systematisch zugerechnete mit der Herstellung anfallende variable und fixe Gemeinkosten auf Basis einer
durchschnittlichen Auslastung der Produktionsanlagen. Die Kosten pro Einheit werden nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren ermittelt.
Der Nettoveräußerungswert ergibt sich aus den erwarteten Verkaufserlösen abzüglich der auf Basis von Erfahrungswerten festgelegten noch anfallenden Herstellungs- und Vertriebskosten.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen für erwartete uneinbringliche Teile bilanziert. Die Bewertung sonstiger Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen.
Wertminderungen werden dann erfasst, wenn aufgrund kundenspezifischer Umstände nicht mehr mit der Einbringlichkeit der Ansprüche zu rechnen ist. Bestehen solche Zweifel an der Einbringlichkeit der Forderungen, werden die Kundenforderungen mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag angesetzt und die erforderlichen Einzelwertberichtigungen auf Basis erkennbarer Risiken gebildet. Gründe dafür können erkennbare erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Vertragspartners, über den Schuldner eröffnete Insolvenzverfahren, erfolglose Mahnungs- und Exekutionsversuche, ein bereits erfolgter Vertragsbruch (zum Beispiel Verzug oder Ausfall von Zahlungen) oder andere Informationen, die an der Zahlungsfähigkeit des Schuldners zweifeln lassen, sein. Bei der Ermittlung der Höhe von Wertminderungen wird die Bonität des Schuldners entsprechend berücksichtigt. Sobald die Uneinbringlichkeit der Forderung endgültig feststeht, wird die Forderung ausgebucht. Die Wertberichtigungen werden auf eigenen Wertberichtigungskonten berücksichtigt.
Fertigungsaufträge werden, sofern die Voraussetzungen des IAS 11 vorliegen, nach der Teilgewinnrealisierungsmethode (Percentage of Completion) bilanziert. Nach der Teilgewinnrealisierungsmethode werden die aufgewandten Herstellungskosten zuzüglich eines dem Fertigstellungsgrad entsprechenden Gewinnaufschlages unter den Forderungen aus Fertigungsaufträgen sowie als Umsatzerlöse ausgewiesen. Der Fertigstellungsgrad wird in der Regel im Verhältnis der angefallenen Aufwendungen zum erwarteten Gesamtaufwand ermittelt. Zu erwartende Auftragsverluste sind durch Rückstellungen gedeckt, die unter Berücksichtigung der erkennbaren Risiken ermittelt werden. Von den Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden die erhaltenen Anzahlungen abgesetzt. Ein daraus gegebenenfalls resultierender negativer Saldo für einen Fertigungsauftrag wird als Verbindlichkeit aus Fertigungsaufträgen passiviert.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld und jederzeit verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten. Die Position Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stimmt mit dem Zahlungsmittelfonds der Cashflow-Rechnung überein.
Bei langfristigen Vermögenswerten, außer latenten Steueransprüchen und finanziellen Vermögenswerten, wird jeweils zum Bilanzstichtag oder bei Eintritt eines auslösenden Ereignisses überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen.
Liegen Anhaltspunkte vor, ermittelt die RATH Gruppe den für den Vermögenswert erzielbaren Betrag. Dieser entspricht dem höheren Betrag aus Nutzungswert oder beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert des Vermögenswertes, erfolgt die ergebniswirksame Erfassung eines Wertminderungsaufwandes in Höhe dieses Unterschiedsbetrages.
Der Nutzungswert des Vermögenswertes entspricht dem Barwert der geschätzten künftigen Cashflows aus seiner fortgesetzten Nutzung und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer, unter Zugrundelegung eines marktüblichen und an die spezifischen Risiken des Vermögenswertes angepassten Zinssatzes vor Steuern. Kann für einen einzelnen Vermögenswert kein von anderen Vermögenswerten unabhängiger Cashflow ermittelt werden, erfolgt die Ermittlung des Nutzwertes für die nächstgrößere Einheit, zu der dieser Vermögenswert gehört und die Mittelzuflüsse erzeugt, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögensgegenstände sind (cash generating unit). Die RATH Gruppe definiert die einzelnen Gesellschaften als "cash generating unit".
Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten entspricht dem für den betroffenen Gegenstand am Markt unter unabhängigen Dritten erzielbaren Erlös abzüglich anfallender Veräußerungskosten.
Ein späterer Wegfall der Wertminderung führt zu einer erfolgswirksamen Wertaufholung bis zum geringeren Wert aus fortgeschriebenen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und erzielbarem Betrag.
Zum Bilanzstichtag lagen keine Anhaltspunkte einer Wertminderung oder Wertaufholung vor.
Im Falle von beitragsorientierten Versorgungsplänen leistet die Gesellschaft aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Verpflichtung Zahlungen in privatwirtschaftliche oder öffentlich-rechtliche Pensionssysteme und Mitarbeitervorsorgekassen. Außer der Beitragszahlung bestehen keine weiteren Verpflichtungen. Die regelmäßigen Beitragsleistungen werden als Aufwand in der jeweiligen Periode ergebniswirksam erfasst.
Alle anderen Verpflichtungen resultieren aus ungedeckten, leistungsorientierten Versorgungssystemen und werden entsprechend rückgestellt. Die Bilanzierung dieser Verpflichtung erfolgt gemäß IAS 19. Dabei wird der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation - DBO) ermittelt. Die Ermittlung der DBO erfolgt nach dem Verfahren laufender Einmalprämien (projected unit credit method - PUC). Bei diesem Verfahren werden die auf Basis realistischer Annahmen ermittelten künftigen Zahlungen über jenen Zeitraum angesammelt, in dem die jeweiligen Anspruchsberechtigten diese Ansprüche erwerben. Die Berechnung des erforderlichen Rückstellungswertes erfolgt für den jeweiligen Bilanzstichtag durch Gutachten eines Versicherungsmathematikers.
Die zukünftigen Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet und basieren auf einer sachgerechten Annahme des Abzinsungsfaktors, Gehaltssteigerungsfaktors und des Pensionssteigerungsfaktors. Annahmebedingte Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen, welche in der RATH Gruppe ausschließlich versicherungsmathematische Gewinne und Verluste darstellen, werden im Jahr ihres Entstehens in voller Höhe über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst (siehe »Konzerngesamtergebnisrechnung«). Somit entspricht die Rückstellung in der Regel der tatsächlichen Verpflichtung zum jeweiligen Bilanzstichtag.
Ein etwaiger nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst. Für die Jubiläumsgeldrückstellung werden die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sofort ergebniswirksam erfasst. Für Abfertigungsrückstellungen und Pensionsrückstellungen werden die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei der Abfertigungsrückstellung wird der Dienstzeitaufwand über den Zeitraum, in dem der maximale Abfertigungsanspruch erreicht wird, verteilt.
Rückstellungen werden angesetzt, wenn für die RATH Gruppe eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses besteht und es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Bestehen bei einer Sachanlage Rückbauverpflichtungen zum Ende der Nutzungsdauer, so werden die Aufwendungen dafür als Rückstellung für Entsorgungskosten passiviert und als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Sachanlage aktiviert. Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgabe darstellt. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung angesetzt.
Die effektive Steuerbelastung umfasst die tatsächlichen Steuern und die latenten Steuern. Bei direkt im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfassten Transaktionen wird auch die damit zusammenhängende Ertragsteuer erfolgsneutral im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Die tatsächliche Steuer für die einzelnen Gesellschaften der RATH Gruppe errechnet sich aus dem steuerpflichtigen Einkommen der Gesellschaft und dem im jeweiligen Land anzuwendenden Steuersatz.
Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der Verbindlichkeitenmethode für alle temporären Unterschiede zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden im IFRS-Konzernabschluss und den bei den einzelnen Gesellschaften bestehenden Steuerwerten. Des Weiteren wird der wahrscheinlich realisierbare Steuervorteil aus bestehenden Verlustvorträgen in die Ermittlung einbezogen.
Ausnahmen von dieser umfassenden Steuerabgrenzung bilden Unterschiedsbeträge aus steuerlich nicht absetzbaren Firmenwerten und mit Beteiligungen zusammenhängende temporäre Unterschiede. Aktive Steuerabgrenzungen werden nicht angesetzt, wenn es nicht wahrscheinlich ist, dass der enthaltene Steuervorteil realisierbar ist. Der Ermittlung der Steuerabgrenzung wurde in Österreich ein Steuersatz von 25%, in Deutschland von 31%, in Ungarn von 9% und in den USA von 29% zugrunde gelegt.
Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages nach Abzug von Transaktionskosten erfasst. Ein Agio, Disagio oder sonstiger Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Finanzierung nach der effektiven Zinsenmethode verteilt realisiert und im Finanzergebnis ausgewiesen (fortgeführte Anschaffungskosten).
Die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt bei Entstehen der Verbindlichkeit in Höhe des beizulegenden Zeitwertes der erhaltenen Leistungen. In der Folge werden diese Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sonstige nicht aus Leistungsbeziehungen resultierende Verbindlichkeiten werden mit ihrem Zahlungsbetrag angesetzt.
Die RATH Gruppe verwendet derzeit ausschließlich Zinsswaps, um bestehende Risiken aus Zinssatzänderungen zu vermindern. Der beizulegende Zeitwert für Zinsswaps entspricht jenem Wert, den die RATH Gruppe bei Auflösung des Geschäftes zum Bilanzstichtag erhalten würde oder zahlen müsste. Dabei werden aktuelle Marktverhältnisse, vor allem das aktuelle Zinsenniveau, berücksichtigt. Wertschwankungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die Regelungen des IAS 39 über die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen werden nicht angewendet.
Erträge aus Lieferungen (Warengeschäft) werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Erträge aus nicht mit einem Fertigungsauftrag zusammenhängenden Dienstleistungen werden im Ausmaß der bis zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen erfasst.
Ist bei Fertigungsaufträgen (Projektgeschäft) das Ergebnis eines Auftrages verlässlich schätzbar, erfolgt die Erfassung der Erträge und Auftragskosten entsprechend dem Leistungsfortschritt am Bilanzstichtag jeweils als Umsatzerlöse und den entsprechenden Aufwandsposten. Ein erwarteter Verlust aus dem Fertigungsauftrag wird sofort zur Gänze als Aufwand erfasst.
Der Finanzaufwand umfasst die für die aufgenommenen Fremdfinanzierungen und Finanzierungs-Leasinggeschäfte anfallenden Zinsen, zinsenähnliche Aufwendungen und Spesen, mit der Finanzierung zusammenhängende Währungskursgewinne/-verluste und Ergebnisse von Sicherungsgeschäften sowie dauerhafte Wertminderungen von "Available-for-Sale-Wertpapieren".
Die Finanzerträge beinhalten die aus der Veranlagung von Finanzmitteln realisierten Zinsen, Dividenden und ähnliche Erträge. Die Zinsen werden auf Basis des Zeitablaufes nach der Effektivzinsmethode abgegrenzt. Die Realisierung der Dividenden erfolgt zum Zeitpunkt des Beschlusses der Dividendenausschüttung.
Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Ermessensbeurteilungen und die Festlegung von Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die den Ansatz und den Wert der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Geschäftsjahres wesentlich beeinflussen können. Zu den in der Bilanz nicht erfassten Verpflichtungen, Bürgschaften, Garantien und sonstigen Haftungsverhältnissen werden regelmäßig Einschätzungen vorgenommen, ob eine bilanzielle Erfassung im Abschluss zu erfolgen hat. Die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln.
Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt und die Prämissen entsprechend angepasst.
Bei den folgenden Annahmen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung von Vermögenswerten und Schulden im nächsten Geschäftsjahr führen können:
Fehler aus früheren Perioden werden rückwirkend geändert. Der Konzernabschluss wird mit allen Vorjahreszahlen so dargestellt, als ob der Fehler aus früheren Perioden niemals aufgetreten wäre. Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen sind prospektiv vorzunehmen.
| GRUND STÜCKE |
BAUTEN (EINSCHLIESSLICH BAUTEN AUF FREMDEM GRUND) |
TECHNISCHE ANLAGEN |
SONSTIGE ANLAGEN UND GESCHÄFTS AUSSTATTUNG |
ANLAGEN AUS FINANZIERUNGS LEASING |
ANZAHLUNGEN/ ANLAGEN IN BAU |
GESAMT | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Anschaffungskosten | |||||||
| Stand am 1 .1.2016 | 467 | 23.816 | 77.205 | 17.396 | 5.089 | 600 | 124.573 |
| Zugänge | 0 | 173 | 2.362 | 661 | 0 | 2.433 | 5.629 |
| Abgänge | 0 | 0 | -55 | -172 | 0 | -18 | -244 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 586 | 93 | -284 | -444 | -50 |
| Wechselkursänderung | 9 | 174 | 559 | 86 | 109 | 8 | 944 |
| Stand am 31.12.2016 | 475 | 24.164 | 80.657 | 18.064 | 4.913 | 2.578 | 130.851 |
| Zugänge | 0 | 592 | 3.351 | 754 | 0 | 977 | 5.673 |
| Abgänge | 0 | 0 | 2 | -79 | 0 | 0 | -77 |
| Umbuchungen | 0 | 115 | 2.676 | 9 | -250 | -2.564 | -14 |
| Wechselkursänderung | -9 | -450 | -1.693 | -320 | -381 | -1 | -2.853 |
| Stand am 31.12.2017 | 466 | 24.420 | 84.993 | 18.427 | 4.282 | 991 | 133.580 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||||
| Stand am 1. 1.2016 | -1 | -13.568 | -63.233 | -10.480 | -2.237 | 0 | -89.519 |
| Zugänge | 0 | -632 | -2.689 | -586 | -117 | 0 | -4.024 |
| Wertminderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Wertaufholungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 55 | 169 | 0 | 0 | 224 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Wechselkursänderung | 0 | -51 | -418 | -25 | -49 | 0 | -543 |
| Stand am 31.12.2016 | -1 | -14.251 | -66.286 | -10.922 | -2.404 | 0 | -93.863 |
| Zugänge | 0 | -641 | -2.723 | -540 | -156 | 0 | -4.061 |
| Wertminderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Wertaufholungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | -7 | 79 | 0 | 0 | 72 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Wechselkursänderung | 0 | 118 | 1.219 | 50 | 190 | 0 | 1.576 |
| Stand am 31.12.2017 | -1 | -14.774 | -67.797 | -11.333 | -2.370 | 0 | -96.276 |
| Buchwert am 1.1.2016 | 466 | 10.248 | 13.972 | 6.916 | 2.851 | 600 | 35.053 |
| Buchwert am 31.12.2016 | 474 | 9.913 | 14.372 | 7.142 | 2.510 | 2.578 | 36.988 |
| Buchwert am 31.12.2017 | 465 | 9.646 | 17.196 | 7.094 | 1.912 | 991 | 37.304 |
Im Posten Abschreibungen sind weder Wertminderungen von 2017 noch von 2016 enthalten.
Zum 31. 12.2017 betrug das Bestellobligo im Anlagenbereich 1.079 TEUR (Vorjahr: 416 TEUR).
| SOFTWARE | SONSTIGE RECHTE | SELBSTENTWICKELTE SOFTWARE |
GESAMT | |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand am 1. 1.2016 | 1.804 | 174 | 249 | 2.227 |
| Zugänge | 69 | 0 | 0 | 69 |
| Abgänge | -74 | 0 | 0 | -74 |
| Umbuchungen | -151 | 0 | 150 | -1 |
| Wechselkursänderung | 15 | 0 | 0 | 15 |
| Stand am 31.12.2016 | 1.663 | 174 | 399 | 2.237 |
| Zugänge | 27 | 0 | 66 | 93 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 14 | 0 | 0 | 14 |
| Wechselkursänderung | -38 | 0 | 0 | -39 |
| Stand am 31.12.2017 | 1.666 | 174 | 465 | 2.305 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand am 1. 1.2016 | -1.533 | -173 | -94 | -1.800 |
| Zugänge | -60 | 0 | -41 | -100 |
| Wertminderungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Wertaufholungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 74 | 0 | 0 | 74 |
| Umbuchungen | 75 | 0 | -75 | 0 |
| Wechselkursänderung | -11 | 0 | 0 | -11 |
| Stand am 31.12.2016 | -1.455 | -173 | -210 | -1.838 |
| Zugänge | -58 | 0 | -38 | -97 |
| Wertminderungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Wertaufholungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Wechselkursänderung | 26 | 0 | 0 | 26 |
| Stand am 31.12.2017 | -1.488 | -173 | -248 | -1.909 |
| Buchwert am 1.1.2016 | 271 | 0 | 155 | 426 |
| Buchwert am 31.12.2016 | 208 | 0 | 190 | 398 |
| Buchwert am 31.12.2017 | 177 | 0 | 218 | 395 |
Bei den finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um Wertpapiere welche als "zur Veräußerung verfügbar" im Sinne des IAS 39 klassifiziert wurden. Sie umfassen Miteigentumsanteile an drei Fonds und dienen ausschließlich der Deckung der Rückstellungen für Abfertigungen gemäß den Bestimmungen der §§ 14 und 116 öEStG. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Wertänderungen des beizulegenden Zeitwertes werde im sonstigen Ergebnis erfasst.
| 730 | 735 | |
|---|---|---|
| zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere | 730 | 735 |
| TEUR | TEUR | |
| BUCHWERT 31. 12.2017 |
BUCHWERT 31. 12.2016 |
|
| Wertberichtigungen zu Vorräten | -696 | -589 |
|---|---|---|
| Handelswaren | 2.030 | 2.413 |
| sonstige Vorräte | 4.084 | 5.260 |
| fertige Erzeugnisse | 12.087 | 11.357 |
| Roh–, Hilfs– und Betriebsstoffe | 3.338 | 2.942 |
| TEUR | TEUR | |
| 31. 12.2017 | 31. 12.2016 |
Die RATH Gruppe überprüft in regelmäßigen Abständen die Werthaltigkeit seiner Vorräte und vergleicht diese mit erzielbaren Nettoveräußerungswerten am Absatzmarkt; bei Bedarf wird eine Abschreibung auf den Nettoveräußerungswert erfolgswirksam erfasst. Im Jahr 2017 wurden die Vorräte auf Wertminderungen überprüft und daraus resultierend wurden 119 TEUR (Vorjahr: 21 TEUR) als Aufwand aus Abschreibungen auf den Nettoveräußerungswert erfasst.
| davon langfristig | 0 | 0 |
|---|---|---|
| 15.876 | 17.758 | |
| Wertberichtigungen | -1.039 | -699 |
| Forderungen aus Auftragsfertigung | 0 | 879 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 16.915 | 17.578 |
| 31. 12.2017 TEUR |
31. 12.2016 TEUR |
Die Wertberichtigungen entwickeln sich wie folgt:
| Stand 31.12. | 1.039 | 699 |
|---|---|---|
| Effekt aus Dekonsolidierung | 0 | -3 |
| Währungsumrechnung | -15 | 0 |
| Dotierung | 356 | 292 |
| Auflösung | -7 | -32 |
| Verwendung | 6 | 0 |
| Stand 1.1. | 699 | 442 |
| TEUR | TEUR | |
| 31. 12.2017 | 31. 12.2016 |
Zum Bilanzstichtag lagen keine langfristigen Aufträge vor, die nach der Percentage of Completion Method (PoC) (Vorjahr: 879 TEUR) zu bewerten waren. Die Auftragskosten betrugen 0 TEUR (Vorjahr: 579 TEUR).
| 31. 12.2017 | 31. 12.2016 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| sonstige Forderungen Vorauszahlungen | 179 | 502 |
| Forderungen an verbundene Unternehmen | 0 | 0 |
| Forderungen an Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis | 0 | 0 |
| finanzielle Vermögenswerte | 179 | 502 |
| Forderungen Finanzamt und Sozialabgaben | 764 | 1.223 |
| übrige sonstige Forderungen | 309 | 215 |
| sonstige nicht finanzielle Forderungen | 1.072 | 1.438 |
| Rechnungsabgrenzungen | 349 | 349 |
| Summe | 1.600 | 2.289 |
| 31. 12.2017 | 31. 12.2016 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Kassenbestand | 22 | 20 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 19.547 | 3.507 |
| 19.569 | 3.527 |
Die Guthaben bei Kreditinstituten sind frei verfügbar.
Als Grundkapital wird unverändert gegenüber dem Vorjahr das Nominalkapital der RATH AG mit 10.905 TEUR ausgewiesen. Es setzt sich aus 1.500.000 Stück nennwertlosen Stückaktien zusammen. Die Aktien sind zur Gänze einbezahlt.
Die im Jahresabschluss der RATH AG ausgewiesenen gebundenen Kapitalrücklagen per 31.12.2017 in Höhe von 1.118 TEUR (Vorjahr: 1.118 TEUR) dürfen nur zum Ausgleich eines ansonsten im Jahresabschluss der Muttergesellschaft auszuweisenden Bilanzverlustes aufgelöst werden.
Die freien Rücklagen resultieren aus den im Konzern erwirtschafteten vorgetragenen Gewinnen und Verlusten. Die sonstigen Rücklagen beinhalten das erwirtschaftete sonstige Ergebnis exklusive Währungsumrechnungsdifferenzen, welche in einer eigenen Rücklage (Unterschiede Währungsumrechnung) ausgewiesen werden.
Die Dividende richtet sich nach dem im unternehmensrechtlichen Jahresabschluss der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn. Die RATH AG weist zum 31. Dezember 2017 einen Bilanzgewinn in Höhe von 9.223 TEUR aus. Aufgrund des soliden Konzernergebnisses 2017 und dem stabilen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2018 wird der Vorstand der kommenden Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung in Höhe von 0,75 EUR pro Stückaktie vorschlagen.
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital betreffen die Chamottewaren- und Thonöfenfabrik Aug. RATH jun. GmbH, Österreich, und sind nicht wesentlich.
Die Pensionsverpflichtung beruht auf einzelvertraglichen Zusagen an insgesamt zwei Pensionsbezieher/leitende Angestellte in Österreich, nach deren Eintreten in den Ruhestand Pensionszahlungen zu leisten.
Aufgrund gesetzlicher Vorschriften ist die RATH Gruppe verpflichtet, an alle Mitarbeiter in Österreich, deren Arbeitsverhältnis vor dem 1. Jänner 2003 begann, bei Kündigung durch den Dienstgeber oder zum Pensionsantrittszeitpunkt eine Abfertigungszahlung zu leisten. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und von dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig und beträgt zwischen 2 und 12 Monatsbezügen. Mit Wirkung zum 31.12.2002 wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, sämtliche Abfertigungs-Altanwartschaften einzufrieren und alle Mitarbeiter in das neue System "Mitarbeiter-Vorsorgekasse" zu übernehmen. Für diese eingefrorene Verpflichtung wird eine Rückstellung gebildet.
Für alle aufrechten österreichischen Arbeitsverhältnisse nach dem 31. Dezember 2002 zahlt die RATH Gruppe ab dem zweiten Monat des Arbeitsverhältnisses monatlich 1,53 % des Entgelts in eine betriebliche Mitarbeiter-Vorsorgekasse, in der die Beiträge auf einem Konto des Arbeitnehmers veranlagt und diesem bei Beendigung des Dienstverhältnisses ausbezahlt oder als Anspruch weitergegeben werden. Die RATH Gruppe ist ausschließlich zur Leistung der Beiträge verpflichtet (siehe Anhangangabe 18). Für dieses beitragsorientierte Versorgungsmodell ist daher keine Rückstellung zu bilden.
Aufgrund gesetzlicher Vorschriften ist die RATH Gruppe verpflichtet, an alle Mitarbeiter in Österreich, die eine bestimmte Dienstzeit überschritten haben, Jubiläumsgelder in Höhe von 1 - 3 Monatsgehältern zu bezahlen.
Den Berechnungen für Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern zum 31. Dezember 2017 und 31. Dezember 2016 liegen folgende Parameter zugrunde:
| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| Zinssatz | 2,00% | 1,80% |
| Bezugssteigerungen | 2,50% | 2,00% |
| Pensionssteigerungen | 1,75% | 1,75% |
| Sterbewahrscheinlichkeiten | AVÖ 2008-P | AVÖ 2008-P |
Durch das Bundesverfassungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen wird das Anfallsalter für die Alterspensionen für Frauen ab dem Jahr 2024 schrittweise von 60 auf 65 Jahre angehoben. Ab 2033 beträgt das Antrittsalter für Frauen und Männer jeweils 65 Jahre.
| 3.192 | 3.155 | |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Jubiläumsgelder | 291 | 277 |
| Rückstellungen für Pensionen | 2.113 | 2.096 |
| Rückstellungen für Abfertigungen | 787 | 783 |
| TEUR | TEUR | |
| 2017 | 2016 |
| ABFERTIGUNGSRÜCKSTELLUNG | PENSIONSRÜCKSTELLUNG | JUBILÄUMSGELDRÜCKSTELLUNG | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Entwicklung der in der | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 |
| Bilanz erfassten Rückstellung (DBO) | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR |
| Barwert Rückstellung (DBO) am 1.1. | 783 | 712 | 2.096 | 2.189 | 277 | 215 |
| Dienstzeitaufwand | 27 | 27 | 0 | 0 | 20 | 56 |
| Zinsaufwand | 14 | 14 | 35 | 42 | 5 | 0 |
| in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst | 40 | 41 | 35 | 42 | 25 | 56 |
| versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste |
||||||
| aus erfahrungsbedingten Anpassungen | 1 | 16 | 266 | 29 | 10 | 0 |
| aus Veränderungen demografischer Annahmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| aus Veränderungen finanzieller Annahmen | 18 | 13 | -30 | 30 | -10 | 0 |
| im sonstigen Ergebnis erfasst | 19 | 29 | 236 | 59 | 0 | 0 |
| Auszahlungen | -54 | -13 | -200 | -195 | -12 | 0 |
| sonstige Veränderungen | 0 | 13 | -54 | 0 | 2 | 5 |
| Barwert Rückstellung (DBO) am 31.12. | 787 | 783 | 2.113 | 2.096 | 291 | 277 |
Erwartete Zahlungen (Expected Benefits) für das Folgejahr 2018 stellen sich wie folgt dar:
| JUBILÄUMSGELDRÜCKSTELLUNG TEUR |
PENSIONSRÜCKSTELLUNG TEUR |
ABFERTIGUNGSRÜCKSTELLUNG TEUR |
|---|---|---|
| 21 | 200 | 133 |
Für die RATH Gruppe liegt das Risiko, bei den Pensionsansprüchen, im Wesentlichen in der Entwicklung der Lebenserwartung und Inflation, da es sich bei den Leistungen aus diesen Versorgungsplänen um lebenslange Rentenleistungen handelt. Darüber hinaus existieren keine (außergewöhnlichen) Risiken. Bei den Abfertigungsansprüchen und den Jubiläumsgeldansprüchen liegen das Risiko im Wesentlichen in der Entwicklung der Inflation und den Gehaltssteigerungen.
| ERHÖHUNG | REDUKTION | |
|---|---|---|
| UM 0,5 PROZENTPUNKTE | UM 0,5 PROZENTPUNKTE | |
| TEUR | TEUR | |
| Auswirkung Veränderung Renditezinssatz | ||
| Veränderung der Rückstellungen für Abfertigungen | -33 | 31 |
| Veränderung der Rückstellungen für Pensionen | -72 | 77 |
| Veränderung der Rückstellung für Jubiläumsgeld | -24 | 10 |
| ERHÖHUNG UM 0,5 PROZENTPUNKTE |
REDUKTION UM 0,5 PROZENTPUNKTE |
|
| TEUR | TEUR | |
| Auswirkung Veränderung Bezugssteigerung | ||
| Veränderung der Rückstellungen für Abfertigungen | 31 | -30 |
|---|---|---|
| Veränderung der Rückstellungen für Pensionen | 77 | -73 |
| Veränderung der Rückstellung für Jubiläumsgeld | 13 | -22 |
Die Pensionszahlungen an die Pensionsbezieher betrugen im Geschäftsjahr 200 TEUR (Vorjahr: 195 TEUR).
Die gewichtete Duration der Pensionsverpflichtung beträgt 6,32 Jahre (Vorjahr: 6,68), die der Abfertigungsverpflichtung 8,71 Jahre (Vorjahr: 9,75), die der Jubiläumsgelder 18,15 Jahre (Vorjahr: 13,32).
| 31. 12.2017 | 31. 12.2016 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| LANGFRISTIG TEUR |
KURZFRISTIG TEUR |
SUMME TEUR |
LANGFRISTIG TEUR |
KURZFRISTIG TEUR |
SUMME TEUR |
|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
||||||
| Kontokorrentkredit | 4.000 | 0 | 4.000 | 6.000 | 15.517 | 21.517 |
| Exportdarlehen | 0 | 0 | 0 | 0 | 3.963 | 3.963 |
| Investitionskredit | 35.038 | 152 | 35.190 | 189 | 524 | 713 |
| Verbindlichkeiten gegenüber anderen Gläubigern |
||||||
| Finanzierungsleasing | 996 | 264 | 1.260 | 1.244 | 290 | 1.534 |
| 40.034 | 416 | 40.449 | 7.433 | 20.295 | 27.728 |
Die Fristigkeiten von Finanzverbindlichkeiten sind unter Punkt 4.1. Liquiditätsrisiko dargestellt.
Die wesentlichen Konditionen der Finanzverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
| ART DER FINANZIERUNG |
WÄHRUNG | BUCHWERT ZUM 31. 12.2017 TEUR |
EFFEKTIV VERZINSUNG 2017 % |
WÄHRUNG | BUCHWERT ZUM 31. 12.2016 TEUR |
EFFEKTIV VERZINSUNG 2016 % |
ZINSEN FIX/VARIABEL |
FÄLLIGKEIT |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kontokorrentkredit | EUR | 0 | 0 | EUR | 14.125 | 1,50-2,38 | variabel | < 1 Jahr |
| Kontokorrentkredit | USD | 0 | 0 | USD | 1.392 | 3,75 | variabel | < 1 Jahr |
| Kontokorrentkredit | EUR | 4.000 | 1,50-1,90 | EUR | 6.000 | 1,50-1,90 | variabel | > 1 Jahr |
| Exportdarlehen | EUR | 0 | 0 | EUR | 3.963 | 0,50 | variabel | < 1 Jahr |
| Investitionskredite | EUR | 0 | 0 | EUR | 714 | 0-5,00 | fix/variabel | > 1 Jahr |
| Investitionskredite | EUR | 35.189 | 1,35-5,01 | USD | 0 | 0 | variabel | > 1 Jahr |
| Finanzierungs-Leasing | EUR | 822 | 3,15 | EUR | 898 | 3,15 | variabel | > 1 Jahr |
| Finanzierungs-Leasing | USD | 437 | 3,70-6,65 | USD | 636 | 3,70-6,65 | fix | > 1 Jahr |
| 40.449 | 27.728 |
Für einen Teil der variablen Kredite existiert ein Zinsswap - nähere Angaben sind unter Punkt 3 (15) und Punkt 4.1 dargestellt.
Hinsichtlich der beizulegenden Zeitwerte verweisen wir auf die Tabelle "Zeitwerte" bei den sonstigen Angaben unter 4.1 Finanzverbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte werden als Barwert der erwarteten Cashflows ermittelt. Der Berechnung wird ein risikoadäquater Abzinsungssatz zugrunde gelegt.
| PERSONAL | SONSTIGE | SUMME | |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| Stand am 31.12.2016 | 565 | 185 | 750 |
| Zugang | 586 | 134 | 719 |
| Verbrauch | -550 | -147 | -697 |
| Auflösung | 0 | 0 | 0 |
| Währungsumrechnung | -2 | 0 | -2 |
| Stand am 31.12.2017 | 598 | 172 | 770 |
Die Personalrückstellungen beinhalten im Wesentlichen Prämienrückstellungen sowie Rückstellungen für die gesetzliche Unfallversicherung. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich aus Rückstellungen für Rechts- und Beratungskosten, Rückstellungen für Aufsichtsratsvergütungen sowie ungewissen Verbindlichkeiten zusammen.
Alle in obenstehender Tabelle ausgewiesenen Rückstellungen sind kurzfristig.
Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| 520 | 760 | |
|---|---|---|
| latente Steuer | -401 | -52 |
| Körperschaftsteuer für das Geschäftsjahr (tatsächliche Steuer) | 921 | 812 |
| TEUR | TEUR | |
| 2017 | 2016 |
Temporäre Unterschiede zwischen den Wertansätzen im IFRS-Konzernabschluss und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz wirken sich wie folgt auf die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuern aus:
| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| in der Bilanz ausgewiesen: | ||
| aktive latente Steuern | 2.032 | 1.984 |
| passive latente Steuern | -113 | -570 |
| latente Steuern (netto) | 1.919 | 1.413 |
| latente Steuern (netto) | 1.919 | 1.413 |
|---|---|---|
| passive latente Steuern | 113 | 570 |
| Saldierung | -2.790 | -3.733 |
| Zwischensumme latente Steuerschulden | 2.902 | 4.303 |
| Personalrückstellungen IAS 19 | 873 | 615 |
| temporäre Unterschiede aus der Fremdwährungsbewertung | 0 | 217 |
| temporäre Unterschiede im Anlagevermögen | 2.029 | 3.252 |
| temporäre Unterschiede aus Auftragsfertigung | 0 | 220 |
| latente Steuerschulden | ||
| aktive latente Steuern | 2.032 | 1.984 |
| Saldierung | -2.790 | -3.733 |
| Zwischensumme latente Steueransprüche | 4.822 | 5.716 |
| Verlustvorträge | 3.043 | 4.082 |
| temporäre Unterschiede aus der Fremdwährungsbewertung | 20 | 0 |
| Sonstige | 91 | 154 |
| Forderungen | 36 | 0 |
| Vorratsvermögen | 237 | 395 |
| Personalrückstellung IAS 19 | 1.116 | 861 |
| Verbindlichkeiten aus Leasinggeschäften | 279 | 225 |
| latente Steueransprüche | ||
| Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern: | ||
| TEUR | TEUR | |
| 31. 12.2017 | 31 .12.2016 |
Aufgrund der derzeit geltenden steuerlichen Bestimmungen kann davon ausgegangen werden, dass die aus einbehaltenen Gewinnen resultierenden Unterschiedsbeträge zwischen dem steuerlichen Beteiligungsansatz und dem anteiligen Eigenkapital der im Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen im Wesentlichen steuerfrei bleiben. Daher wurde dafür keine Steuerabgrenzung vorgenommen.
Am 31. Dezember 2017 bestanden temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen von 5.164 TEUR (Vorjahr: 3.440 TEUR). Für diese Differenz wurden keine latenten Steuerverbindlichkeiten angesetzt, da der Konzern die Auflösung der temporären Differenzen steuern kann.
Es besteht ein Steuerumlagevertrag gem. § 9 Abs 8 KStG 1988 (Gruppenträger RATH AG – Gruppenmitglieder: Chamottewaren- und Thonöfenfabrik Aug. RATH jun. GmbH, RATH Filtration GmbH) zum Zweck der Gruppenbesteuerung.
Die latenten Steuern auf die Verlustvorträge in Höhe von 11.636 TEUR (Vorjahr: 13.317 TEUR) wurden aktiviert, da auf Basis der bestehenden Planungsrechnungen ihre Nutzung durch Verrechnung mit künftigen steuerlichen Gewinnen wahrscheinlich ist.
Auf Verlustvorträge in Höhe von 12.672 TEUR (Vorjahr: 13.600 TEUR) wurde keine latente Steuer aktiviert, da zum Stichtag die Verrechnung mit künftigen steuerlichen Gewinnen der einzelnen Gesellschaften aus derzeitiger Sicht nicht wahrscheinlich ist. Die Verlustvorträge sind im Wesentlichen unbegrenzt vortragsfähig.
Die Ursachen für den Unterschied zwischen der unter Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes von 25% erwarteten Steuerbelastung und dem ausgewiesenen Ertragsteueraufwand stellen sich wie folgt dar:
| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Ergebnis vor Steuern | 2.891 | 4.705 |
| erwartete Steuerbelastung | 25% | 25% |
| 723 | 1.176 | |
| Steuersatzdifferenzen | 40 | -136 |
| Auswirkung aufgrund zukünftiger geänderter Steuersätze | 0 | -3 |
| nicht abzugsfähige Aufwendungen | 36 | 161 |
| Steuerbegünstigungen und steuerfreie Erträge | -1 | -242 |
| Korrekturen auf Steuern aus Vorperioden | -65 | -33 |
| erstmals beziehungsweise nicht angesetzte aktive latente Steuern auf Verlustvorträge | -213 | -163 |
| effektive Steuerbelastung | 520 | 760 |
| 5.970 | 6.681 |
|---|---|
| 5.970 | 6.681 |
| 31. 12.2017 TEUR |
31. 12.2016 TEUR |
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind keine langfristigen Posten enthalten.
Die sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
| 31. 12.2017 | 31. 12.2016 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| sonstige Verbindlichkeiten | 1.050 | 943 |
| Derivate | 105 | 311 |
| sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.155 | 1.254 |
| davon langfristig | 0 | 311 |
| Verbindlichkeiten Steuern | 537 | 336 |
| Verbindlichkeiten Sozialabgaben | 411 | 370 |
| Vorauszahlungen | 716 | 353 |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 176 | 192 |
| Rechnungsabgrenzungen | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.839 | 1.251 |
| davon langfristig | 176 | 192 |
| Abgrenzungen | 632 | 388 |
| aus Urlaubsansprüchen | 613 | 387 |
| aus Überstunden | 19 | 1 |
| 3.626 | 2.893 | |
| davon langfristig | 176 | 503 |
Bei den derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um einen Zinsswap, der wirtschaftlich der Absicherung einer variabel verzinsten Verbindlichkeit dient, für den allerdings Hedge Accounting gemäß IAS 39 nicht angewendet wird. Der Zinsswap hat eine Laufzeit bis 2018 und wurde im Geschäftsjahr laufzeitkonform entsprechend nunmehr im kurzfristigen Bereich erfasst.
Die Darstellung der Geschäftssegmente erfolgt nach Regionen. Die Geschäftssegmentierung nach Regionen entspricht dem internen Berichtswesen der RATH Gruppe, welches dem Hauptentscheidungsträger, dem Vorstand der RATH AG, regelmäßig vorgelegt wird. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden den einzelnen Geschäftssegmenten nur so weit zugeordnet, als diese unmittelbar oder mittels eines vernünftigen Verfahrens zu den jeweiligen Geschäftssegmenten zuordenbar sind.
Die Verrechnung zwischen den einzelnen Segmenten erfolgt auf fremdüblicher Basis.
Die Geschäftssegmentinformationen unterliegen den gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie der Konzernabschluss und erfolgt nach Regionen.
| Österreich: | RATH AG, Aug. RATH jun. GmbH, RATH Filtration GmbH |
|---|---|
| Deutschland: | RATH GmbH |
| Ungarn: | RATH Hungaria Kft. |
| USA: | RATH Inc. |
| Rest: | RATH Zarotechnika, RATH Polska, RATH Ukraina TOW, RATH Group srl., Mexico; RATH SAS, Frankreich bis 30. 11.2016 |
Das Segmentvermögen nach geographischen Märkten entspricht jenem der Geschäftssegmentierung.
Die in den nächsten beiden Tabellen enthaltenen und separat ausgewiesenen Umsätze aus Projektaufträgen beinhalten insbesondere Umsätze aus mit Kunden ausdrücklich vereinbarten, klar vom klassischen Produktverkauf abgrenzbaren Projekten und Vertragsvereinbarungen als Gesamtlösungen, die aus mehreren Komponenten wie der Lieferung von Produkten und Gütern einerseits und dazugehörigen Dienstleistungen wie beispielsweise Planung, Engineering, Montage und Baustellenüberwachung, Kommissionierung andererseits bestehen.
| ÖSTERREICH | DEUTSCHLAND | UNGARN | USA | REST | KONSOLIDIERUNG | SUMME | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Jahr 2017 | |||||||
| Warenaufträge | 19.679 | 17.489 | 6.074 | 11.827 | 798 | 0 | 55.867 |
| Projektaufträge | 5.715 | 11.701 | 5.978 | 2.560 | 4.490 | 0 | 30.444 |
| Innenumsätze | 9.432 | 9.558 | 4.429 | 16 | 287 | -23.722 | 0 |
| andere Umsätze | 0 | 27 | 0 | 0 | 0 | 0 | 27 |
| Summe | 34.827 | 38.775 | 16.481 | 14.403 | 5.574 | -23.722 | 86.338 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 2.413 | 2.872 | 754 | -77 | 207 | 68 | 6.237 |
| Finanzerträge | 3.749 | 32 | 47 | 0 | 43 | -3.387 | 484 |
| Finanzaufwendungen | -2.326 | -81 | -297 | -676 | 86 | -536 | -3.831 |
| Finanzergebnis | 1.423 | -50 | -250 | -676 | 129 | -3.924 | -3.347 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 3.836 | 2.823 | 504 | -754 | 336 | -3.855 | 2.891 |
| Ertragssteuern | -285 | -815 | -55 | 437 | -35 | 233 | -520 |
| Jahresergebnis | 3.551 | 2.008 | 450 | -317 | 302 | -3.623 | 2.371 |
| Segmentvermögen | 68.166 | 33.008 | 12.416 | 18.787 | 4.230 | -38.258 | 98.349 |
| Segmentverbindlichkeiten | 55.503 | 5.810 | 8.047 | 17.444 | 2.672 | -35.117 | 54.359 |
| Investitionen | 1.397 | 2.752 | 1.350 | 286 | 3 | 0 | 5.788 |
| Abschreibungen | 1.348 | 1.423 | 385 | 961 | 41 | 0 | 4.157 |
| ÖSTERREICH | DEUTSCHLAND | UNGARN | USA | REST | KONSOLIDIERUNG | SUMME | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Jahr 2016 | |||||||
| Warenaufträge | 21.777 | 15.663 | 6.644 | 13.554 | 658 | 0 | 58.296 |
| Projektaufträge | 4.811 | 12.302 | 877 | 84 | 3.910 | 0 | 21.985 |
| Innenumsätze | 10.625 | 8.790 | 4.007 | 56 | 60 | -23.538 | 0 |
| andere Umsätze | 0 | 26 | 0 | 0 | 0 | 0 | 26 |
| Summe | 37.213 | 36.781 | 11.528 | 13.693 | 4.628 | -23.538 | 80.306 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 2.463 | 1.680 | 645 | 25 | 278 | -75 | 5.016 |
| Finanzerträge | 2.841 | 11 | 91 | 320 | 19 | -2.372 | 910 |
| Finanzaufwendungen | -704 | -83 | -155 | -1.244 | -109 | 1.074 | -1.221 |
| Finanzergebnis | 2.137 | -72 | -64 | -924 | -90 | -1.299 | -311 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 4.600 | 1.609 | 581 | -899 | 189 | -1.374 | 4.705 |
| Ertragssteuern | -475 | -552 | -56 | 516 | -47 | -146 | -760 |
| Jahresergebnis | 4.126 | 1.056 | 524 | -383 | 142 | -1.520 | 3.945 |
| Segmentvermögen | 47.573 | 31.443 | 10.391 | 23.798 | 3.830 | -31.973 | 85.062 |
| Segmentverbindlichkeiten | 37.142 | 5.754 | 6.211 | 21.930 | 2.441 | -31.506 | 41.971 |
| Investitionen | 1.137 | 3.523 | 608 | 350 | 9 | 0 | 5.627 |
| Abschreibungen | 1.285 | 1.392 | 351 | 1.052 | 45 | 0 | 4.124 |
| 36.292 | 33.124 | |
|---|---|---|
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 10.807 | 9.196 |
| Materialaufwand | 25.484 | 23.928 |
| TEUR | TEUR | |
| 2017 | 2016 |
| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Löhne und Gehälter | 20.668 | 20.388 |
| Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Abgaben und Beiträge | 4.454 | 4.208 |
| Beiträge zur Mitarbeitervorsorgekasse | 124 | 122 |
| Aufwand für Abfertigungen und Jubiläumsgelder | 75 | 76 |
| sonstiger Personalaufwand | 770 | 763 |
| 26.091 | 25.557 | |
| durchschnittlicher Mitarbeiterstand | ||
| Angestellte | 208 | 204 |
| Arbeiter | 328 | 337 |
| 536 | 542 | |
| Mitarbeiterzahl zum Bilanzstichtag | ||
| Angestellte | 208 | 204 |
| Arbeiter | 332 | 319 |
| 540 | 522 |
| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Versicherungsansprüche /Versicherungsentschädigungen | 22 | 88 |
| Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen, ausgenommen Finanzanlagen | 1 | 16 |
| weiterverrechnete Aufwendungen | 0 | 27 |
| aktivierte Eigenleistungen | 571 | 668 |
| Sonstige | 152 | 224 |
| 746 | 1.023 |
| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Transporte durch Dritte | 2.476 | 2.489 |
| Wartung und Instandhaltung | 1.715 | 1.731 |
| Rechtsberatung und sonstige Beratung | 1.520 | 1.406 |
| Miete und Leasing | 1.181 | 1.104 |
| Reise- und Fahrtaufwendungen | 1.008 | 918 |
| Werbung und Marketing | 881 | 939 |
| EDV-Aufwendungen | 640 | 561 |
| sonstige Steuern | 628 | 632 |
| Aufwendungen für Wertberichtigungen und Forderungsabschreibungen | 370 | 402 |
| Provisionen | 733 | 303 |
| Versicherungen | 471 | 521 |
| KFZ- und LKW-Aufwendungen | 396 | 337 |
| Entsorgungskosten | 255 | 194 |
| Aufwendungen für Arbeitsschutz | 208 | 193 |
| Nachrichtenaufwand | 215 | 175 |
| Spesen des Geldverkehrs | 171 | 213 |
| betriebliche Aufwendungen und Raumkosten | 164 | 271 |
| Aus- und Weiterbildung | 158 | 180 |
| Energie | 158 | 102 |
| Büromaterial | 133 | 87 |
| Beiträge an Berufsvertretungen | 133 | 94 |
| Aufsichtsratsvergütungen | 80 | 76 |
| Lizenzgebühren | 51 | 57 |
| Portogebühren | 24 | 34 |
| Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen | 5 | 3 |
| sonstige Aufwendungen | 534 | 486 |
| 14.306 | 13.508 |
Die sonstigen Aufwendungen beinhalten wie im Vorjahr im Wesentlichen Kosten für Forschung und Entwicklung, Reklamationsaufwendungen, Aufwand aus Vorperioden sowie übrige sonstige Aufwendungen.
Das Finanzergebnis nach Kategorien der einzelnen Finanzinstrumente und unterteilt in Zinsergebnis, Gewinne und Verluste aus Bewertungen, Abgangsergebnisses und sonstigen setzt sich wie folgt zusammen. Die Wertminderungen und Zuschreibungen auf Kredite und Forderungen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und werden im operativen Ergebnis ausgewiesen.
| ZINSERTRAG UND ZINSAUFWAND |
FINANZ INSTRUMENTEN, BEWERTET ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT |
WÄHRUNGS UMRECHNUNG |
WERT MINDERUNGEN UND ZU SCHREIBUNGEN |
SONSTIGEN GEWINNEN UND VER LUSTEN |
NETTO FINANZ ERGEBNIS |
||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ertrag +/Aufwand – | |||||||
| Kredite und Forderungen | 2017 | -620 | 0 | -2.455 | -370 | -192 | -3.636 |
| 2016 | -531 | 0 | 300 | -260 | -64 | -554 | |
| zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte |
2017 | 12 | 0 | 0 | 0 | 0 | 12 |
| 2016 | 12 | 0 | 0 | 97 | 0 | 109 | |
| Finanzinstrumente, welche erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind |
2017 | 0 | 206 | 0 | 0 | 0 | 206 |
| 2016 | 0 | 185 | 0 | 0 | 0 | 185 | |
| finanzielle Verbindlichkeit zu fort geführten Anschaffungskosten |
2017 | -209 | 0 | 0 | 0 | 0 | -209 |
| 2016 | -203 | 0 | 0 | 0 | 0 | -203 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
2017 | 0 | 0 | 0 | 0 | -2 | -2 |
| 2016 | -1 | 0 | 0 | 0 | -1 | -2 | |
| sonstige Verbindlichkeiten | 2017 | -27 | 0 | 0 | 0 | -7 | -33 |
| 2016 | -29 | 0 | 0 | 0 | -22 | -50 | |
| Personalrückstellungen | 2017 | -54 | 0 | 0 | 0 | 0 | -54 |
| 2016 | -56 | 0 | 0 | 0 | 0 | -56 | |
| Gesamt | 2017 | -897 | 206 | -2.455 | -370 | -200 | -3.716 |
| 2016 | -807 | 185 | 300 | -163 | -87 | -571 | |
| davon im so. betriebl. Aufwand gezeigt |
2017 | 0 | 0 | 0 | -370 | 0 | -370 |
| 2016 | 0 | 0 | 0 | -260 | 0 | -260 | |
| davon im Finanzergebnis gezeigt | 2017 | -897 | 206 | -2.455 | 0 | -200 | -3.346 |
| 2016 | -807 | 185 | 300 | 97 | -87 | -311 | |
| Gesamt | 2017 | -897 | 206 | -2.455 | -370 | -200 | -3.716 |
| 2016 | -807 | 185 | 300 | -163 | -87 | -571 |
Die sonstigen Gewinne und Verluste enthalten im Wesentlichen Kredit- und Haftungsprovisionen (Vorjahr: Kredit- und Haftungsprovisionen sowie Abgangsergebnisse der RATH SAS, Frankreich).
In den Aufwendungen sind folgende Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen enthalten:
| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Personalkosten | 426 | 589 |
| technische Prüfkosten | 128 | 97 |
| 554 | 686 |
Die Finanzinstrumente umfassen sowohl originäre als auch derivative Finanzinstrumente.
Zu den im Konzern bestehenden originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Die derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Absicherung der bei Darlehen bestehenden Zinsänderungsrisiken. Der Referenzwert umfasst die Bezugsbasis der zum Bilanzstichtag offenen derivativen Instrumente. Die tatsächlich fließenden Beträge stellen nur einen Bruchteil dieser Werte dar. Der beizulegende Zeitwert wurde auf Basis von Marktpreisen ermittelt und ist in einer separaten Position dargestellt.
Die für die RATH Gruppe wesentlichsten Marktrisiken sind das Fremdwährungsrisiko, das Zinsänderungsrisiko und die Risiken, die aus Preisschwankungen von Rohstoffen und Energie resultieren. Das Ziel des Risikomanagements besteht hier darin, durch die Überwachung und Steuerung dieser Risiken unter Berücksichtigung von Risiken und Chancen eventuelle Verluste zu minimieren.
Risiken aus der Veränderung des Zinsenniveaus bestehen im Wesentlichen aus der langfristigen Fremdfinanzierung. Eine Aufstellung aller wesentlichen verzinslichen Vermögenwerte und Verbindlichkeiten sowie die Auswirkungen einer Zinsänderung sind in den nachfolgenden Tabellen enthalten.
Die Sensitivitätsanalyse zeigt die Auswirkungen von Zinssatzänderungen in Bezug auf variabel verzinste Instrumente auf das Periodenergebnis der RATH Gruppe. Die Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Wechselkurse, konstant bleiben.
Die RATH Gruppe bewertet keine fix verzinsten finanziellen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert und verwendet zum Stichtag keine Derivate als Hedge-Instrumente für Fair Value Hedges. Eine Änderung des Zinssatzes in Bezug auf fix verzinste Instrumente würde keine Auswirkung auf die Konzerngewinn und -verlustrechnung haben.
| DAVON FINANZINSTRUMENTE | GEWINN/VERLUST | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| BUCHWERT TEUR |
NICHT VERZINSLICH TEUR |
FIX VERZINST TEUR |
VARIABEL VERZINST TEUR |
PLUS 100 BASISPUNKTE TEUR |
MINUS 100 BASISPUNKTE TEUR |
||
| verzinsliche Verbindlichkeiten | |||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
2017 | 5.970 | 5.970 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2016 | 6.681 | 6.681 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 2017 | 1.155 | 1.075 | 0 | 80 | -19 | 19 |
| 2016 | 1.254 | 1.254 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| kurzfristige Bankverbindlichkeiten | 2017 | 152 | 0 | 152 | 0 | 0 | 0 |
| 2016 | 20.005 | 0 | 352 | 19.653 | -197 | 197 | |
| langfristige Bankverbindlichkeiten | 2017 | 39.038 | 0 | 20.038 | 19.000 | -190 | 190 |
| 2016 | 6.189 | 0 | 189 | 6.000 | -60 | 60 | |
| Leasingverbindlichkeiten | 2017 | 1.260 | 0 | 437 | 822 | -8 | 8 |
| 2016 | 1.534 | 0 | 636 | 898 | -9 | 9 |
| DAVON FINANZINSTRUMENTE | GEWINN/VERLUST | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| BUCH WERT TEUR |
NICHT VERZINSLICH TEUR |
FIX VERZINST TEUR |
VARIABEL VERZINST TEUR |
PLUS 100 BASISPUNKTE TEUR |
MINUS 100 BASISPUNKTE TEUR |
||
| verzinsliche Vermögenswerte | |||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 2017 | 19.569 | 9 | 0 | 19.560 | 196 | 0 |
| 2016 | 3.527 | 10 | 0 | 3.517 | 35 | 0 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2017 | 15.876 | 15.876 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2016 | 17.758 | 17.758 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| sonstige kurzfristige finanzielle Forderungen | 2017 | 179 | 179 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2016 | 502 | 502 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| langfristige finanzielle Vermögenswerte | 2017 | 730 | 730 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2016 | 735 | 735 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Die RATH Gruppe agiert international und ist daher vermehrt Wechselkursrisiken ausgesetzt, vor allem im USD- und HUF-Bereich. Diese Risiken werden derzeit nicht durch Finanzderivate abgesichert, wodurch Kursgewinne und -verluste aus Fremdwährungstransaktionen auftreten können.
Währungsrisiken entstehen in der RATH Gruppe, da die finanziellen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in anderen Währungen als der funktionalen bestehen.
| GESAMT | FUNKTIONALE | IN | IN | IN ANDEREN | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| WÄHRUNG | EUR | USD | WÄHRUNGEN | |||
| finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 2017 | 19.569 | 17.560 | 497 | 1.512 | 0 |
| 2016 | 3.527 | 3.300 | 221 | 6 | 0 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2017 | 16.915 | 15.674 | 1.241 | 0 | 0 |
| 2016 | 18.457 | 17.436 | 1.016 | 6 | 0 | |
| sonstige finanzielle Forderungen | 2017 | 179 | 179 | 0 | 0 | 0 |
| 2016 | 502 | 502 | 0 | 0 | 0 | |
| finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2017 | -5.970 | -5.178 | -781 | -11 | 0 |
| 2016 | -6.681 | -6.146 | -373 | -163 | 0 | |
| sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 2017 | -1.155 | -1.155 | 0 | 0 | 0 |
| 2016 | -1.254 | -1.254 | 0 | 0 | 0 | |
| kurzfristige Bankverbindlichkeiten | 2017 | -416 | -416 | 0 | 0 | 0 |
| 2016 | -20.295 | -18.181 | -2.113 | 0 | 0 | |
| langfristige Bankverbindlichkeiten | 2017 | -39.038 | -39.038 | 0 | 0 | 0 |
| 2016 | -6.189 | -6.189 | 0 | 0 | 0 | |
| Netto-Exposure | 2017 | -9.494 | -11.952 | 957 | 1.501 | 0 |
| 2016 | -11.933 | -10.532 | -1.250 | -151 | 0 |
Die Umrechnungskurse sind unter Anhangangabe 2.4. Währungsumrechnung dargestellt. Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt die Auswirkungen von Wechselkursänderungen aus der Bewertung der oben angeführten finanziellen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten auf das Periodenergebnis der RATH Gruppe.
| IN EUR | IN USD | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EFFEKT AUF DAS PERIODENERGEBNIS BEI | 10% STÄRKUNG DES EUR |
10% SCHWÄCHUNG DES EUR |
10% STÄRKUNG DES USD |
10% SCHWÄCHUNG DES USD |
||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 2017 | 45 | 55 | 151 | -151 | |
| 2016 | 20 | 25 | 0 | 0 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2017 | 113 | 138 | 0 | 0 | |
| 2016 | 92 | 113 | 1 | -1 | ||
| Sonstige finanzielle Forderungen | 2017 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 2016 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2017 | -71 | -87 | -1 | 1 | |
| 2016 | -34 | -41 | -15 | 18 | ||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 2017 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 2016 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| Kurzfristige Bankverbindlichkeiten | 2017 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 2016 | -192 | -235 | 0 | 0 | ||
| Langfristige Bankverbindlichkeiten | 2017 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 2016 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| Summe | 2017 | 87 | 106 | 150 | -150 | |
| 2016 | -114 | -139 | -14 | 17 |
Auf der Aktivseite stellen die ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar, da keine Aufrechnungsvereinbarungen bestehen. Das Risiko bei Forderungen gegenüber Kunden kann als gering eingeschätzt werden, da die Bonität neuer und bestehender Kunden laufend geprüft wird. Das Ausfallsrisiko bei anderen auf der Aktivseite ausgewiesenen originären sowie bei derivativen Finanzinstrumenten ist ebenfalls als gering anzusehen, da es sich bei den Vertragspartnern ausschließlich um Finanzinstitute mit hoher Bonität handelt.
Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt gleichzeitig das maximale Kreditrisiko dar. Zu den finanziellen Vermögenswerten zählen zum Stichtag:
| BUCHWERT | ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGS MITTELÄQUIVALENTE |
KREDITE UND FORDERUNGEN |
ZUR VERÄUSSERUNG VERFÜGBARE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE |
|
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 31.12.2017 |
19.569 | 19.569 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 31. 12.2016 |
3.527 | 3.527 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2017 |
15.876 | 0 | 15.876 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31. 12.2016 |
17.758 | 0 | 17.758 | 0 |
| sonstige finanzielle Forderungen 31.12.2017 |
179 | 0 | 179 | 0 |
| sonstige finanzielle Forderungen 31. 12.2016 |
502 | 0 | 502 | 0 |
| langfristige finanzielle Vermögenswerte 31.12.2017 |
730 | 0 | 0 | 730 |
| langfristige finanzielle Vermögenswerte 31. 12.2016 |
735 | 0 | 0 | 735 |
Das maximale Kreditrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Kundengruppen stellt sich zum Stichtag wie folgt dar:
| 31. 12.2017 TEUR |
31. 12.2016 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen gegenüber Großkunden, brutto | 3.292 | 4.108 |
| Forderungen gegenüber Übrigen, brutto | 13.623 | 14.349 |
| Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto | 16.915 | 18.457 |
| Wertberichtigungen | -1.039 | -699 |
| Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto | 15.876 | 17.758 |
Etwa 21% (Vorjahr: 23%) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des abgelaufenen Geschäftsjahres resultieren aus den Geschäftsbeziehungen mit 10 Großkunden. Die laufenden Geschäftsbeziehungen mit den Großkunden werden durch die RATH Gruppe regelmäßig basierend auf Erfahrungswerten aus dem Zahlungsverhalten aus der Vergangenheit, der Einholung von Kredit- und Bonitätsauskünften bei externen Kreditauskunfteien, der laufenden Einholung von detailierten aktuellen Informationen und Daten über die Kunden durch den Vertrieb in enger Abstimmung mit dem Management, in Abhängigkeit von der geographischen Region beziehungsweise Herkunft des Kunden sowie der Vergabe von Kreditlimits durch ein eingerichtetes internes Forderungsmanagement basierend auf den gesammelten Erfahrungen über den jeweiligen Kunden analysiert und beurteilt und soweit erforderlich entsprechend angepasst, um mögliche Anzeichen für Forderungsausfälle möglichst früh zu erkennen und gegebenfalls Gegenmaßnahmen einzuleiten. Bei diesen Kundengruppen wird von
einer guten beziehungsweise sehr hohen Bonität basierend auf einer genauen Beurteilung und Analyse des Abruf- und Zahlungsverhaltens sowie des engen Kontaktes und der Beziehung mit den Kunden ausgegangen, wobei die Beurteilung der Bonität der Kunden auf internen und externen Einstufungen sowie verfügbaren Markt- und Kundeninformationen basiert. Die gleiche Vorgehensweise wird bei allen anderen Kunden angewendet. Darüber hinaus bestehen keine Risikokonzentrationen hinsichtlich der anderen finanziellen Vermögenswerte.
Die Altersstruktur der finanziellen Vermögenswerte sowie die erfassten Wertberichtigungen stellen sich wie folgt dar:
| 31. 12.2017 | 31. 12.2016 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 15.876 | 17.758 |
| sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 |
| sonstige finanzielle Forderungen | 179 | 502 |
| sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 730 | 735 |
| 16.785 | 18.996 | |
| Betrag vor Wertberichtigung | 17.824 | 19.695 |
| davon | ||
| nicht fällig und nicht wertgemindert | 11.031 | 13.110 |
| nicht fällig und wertgemindert | 0 | 0 |
| bis zu 90 Tagen überfällig | 4.940 | 3.411 |
| 91 bis 180 Tage überfällig | 1.166 | 1.205 |
| 181 bis 360 Tage überfällig | 575 | 871 |
| mehr als 360 Tage überfällig | 111 | 1.097 |
| davon wertgemindert | 1.039 | 699 |
| davon überfällig, aber nicht wertberichtigt | 5.753 | 5.885 |
| Einzelwertberichtigung | 1.039 | 699 |
| Portfoliowertberichtigung | 0 | 0 |
Der Nennwert von finanziellen Vermögenswerten, verringert um allfällige geschätzte Abzüge, entspricht dem beizulegenden Zeitwert.
Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, die erforderlichen Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten nicht aufbringen zu können. Vorsichtiges Liquiditätsrisikomanagement ist die Gewährleistung für das Vorhandensein ausreichender Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die Möglichkeit der Finanzierung über adäquate Kreditlinien. Aufgrund der dynamischen Natur der zugrunde liegenden Geschäfte wird versucht, eine flexible Kapitalbeschaffung durch bereitgestellte Kreditlinien bei mehreren Banken zu ermöglichen.
Die folgende Aufstellung zeigt die vertraglichen Fälligkeiten sowie die erwarteten Zinszahlungen von finanziellen Schulden.
| FÄLLIG IN 6 MONATEN | FÄLLIG IN 6–12 MONATEN | FÄLLIG IN 1–2 JAHREN | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| BUCHWERT TEUR |
ZINSEN TEUR |
TILGUNG TEUR |
ZINSEN TEUR |
TILGUNG TEUR |
ZINSEN TEUR |
TILGUNG TEUR |
|
| Verbindlichk. aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2017 | 5.970 | 0 | 5.970 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichk. aus Lieferungen und Leistungen 31. 12.2016 | 6.681 | 0 | 6.681 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 31.12.2017 | 1.155 | 0 | 1.155 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 31. 12.2016 | 943 | 0 | 943 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| kurzfristige Bankverbindlichkeiten 31.12.2017 | 152 | 7 | 76 | 3 | 76 | 0 | 0 |
| kurzfristige Bankverbindlichkeiten 31. 12.2016 | 20.005 | 135 | 2.991 | 104 | 17.014 | 0 | 0 |
| langfristige Bankverbindlichkeiten 31.12.2017 | 39.038 | 332 | 0 | 332 | 0 | 656 | 4.038 |
| langfristige Bankverbindlichkeiten 31. 12.2016 | 6.189 | 50 | 0 | 50 | 0 | 105 | 152 |
| Leasingverbindlichkeiten 31.12.2017 | 1.260 | 23 | 132 | 20 | 132 | 53 | 826 |
| Leasingverbindlichkeiten 31. 12.2016 | 1.534 | 30 | 144 | 26 | 146 | 47 | 296 |
| derivative Finanzinstrumente 31.12.2017 | 105 | 105 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| derivative Finanzinstrumente 31. 12.2016 | 311 | 98 | 0 | 98 | 0 | 196 | 311 |
| FÄLLIG ZW. 2 –5 JAHRE | FÄLLIG NACH 5 JAHREN | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| BUCHWERT TEUR |
ZINSEN TEUR |
TILGUNG TEUR |
ZINSEN TEUR |
TILGUNG TEUR |
|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2017 | 5.970 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31. 12.2016 | 6.681 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 31.12.2017 | 1.155 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 31. 12.2016 | 943 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| kurzfristige Bankverbindlichkeiten 31.12.2017 | 152 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| kurzfristige Bankverbindlichkeiten 31. 12.2016 | 20.005 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| langfristige Bankverbindlichkeiten 31.12.2017 | 39.038 | 1.752 | 15.000 | 674 | 20.000 |
| langfristige Bankverbindlichkeiten 31. 12.2016 | 6.189 | 131 | 6.038 | 0 | 0 |
| Leasingverbindlichkeiten 31.12.2017 | 1.260 | 4 | 170 | 0 | 0 |
| Leasingverbindlichkeiten 31. 12.2016 | 1.534 | 36 | 949 | 0 | 0 |
| derivative Finanzinstrumente 31.12.2017 | 105 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| derivative Finanzinstrumente 31. 12.2016 | 311 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Die folgende Aufstellung zeigt die beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten im Verhältnis zu deren Buchwerten:
| 31. 12.2017 | 31. 12.2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| BUCHWERT | BEIZULEGENDER ZEITWERT | BUCHWERT | BEIZULEGENDER ZEITWERT | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 19.569 | 19.569 | 3.527 | 3.527 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 15.876 | 15.876 | 17.758 | 17.758 |
| sonstige finanzielle Forderungen | 179 | 179 | 502 | 502 |
| langfristige finanzielle Vermögenswerte | 730 | 730 | 735 | 735 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.970 | 5.970 | 6.681 | 6.681 |
| sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.155 | 1.155 | 1.254 | 1.254 |
| kurzfristige Bankverbindlichkeiten | 152 | 152 | 20.005 | 20.005 |
| langfristige Bankverbindlichkeiten | 39.038 | 38.876 | 6.189 | 6.130 |
| Leasingverbindlichkeiten | 1.260 | 1.260 | 1.534 | 1.442 |
Die finanziellen Vermögenswerte, insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte werden zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten bewertet. Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei der beizulegende Zeitwert den Preis darstellt, den man in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag beim Verkauf der langfristigen finanziellen Vermögenswerte erhalten würde.
Die finanziellen Verbindlichkeiten, insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, kurzfristige und langfristige Bankverbindlichkeiten sowie Leasingverbindlichkeiten werden ebenfalls zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten bewertet. Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei der beizulegende Zeitwert den Preis bezeichnet, den man in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag bei der Übertragung der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten zu zahlen hätte.
Der beizulegende Zeitwert der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten weicht nicht wesentlich von dem jeweiligen Buchwert ab. Der beizulegende Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente kann der in 4.1. dargestellten Tabelle entnommen werden. Der beizulegende Zeitwert der übrigen originären Finanzinstrumente entspricht aufgrund der täglichen beziehungsweise kurzfristigen Fälligkeiten im Wesentlichen dem Buchwert.
Die einzelnen finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten werden im Konzernabschluss wie folgt klassifiziert und bewertet:
| BEWERTUNG | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| KATEGORIE | ZU FORT GESCHRIEBENEN ANSCHAFFUNGS KOSTEN |
ZUM BEIZU LEGENDEN ZEITWERT |
GESAMT | LEVEL 1 | LEVEL 2 | LEVEL 3 | |
| 31.12.2017 | TEUR | TEUR | TEUR | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
Kredite und Forderungen | 19.569 | 0 | 19.569 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
Kredite und Forderungen | 15.876 | 0 | 15.876 | |||
| sonstige finanzielle Forderungen | Kredite und Forderungen | 179 | 0 | 179 | |||
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte |
zur Veräußerung verfügbar |
0 | 730 | 730 | X | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
5.970 | 0 | 5.970 | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert |
1.050 | 105 | 1.155 | X | ||
| Kurzfristige Bankverbindlichkeiten | Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
152 | 0 | 152 | |||
| Langfristige Bankverbindlichkeiten | Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
39.038 | 0 | 39.038 | |||
| Leasingverbindlichkeiten | Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
1.260 | 0 | 1.260 | |||
| BEWERTUNG | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| KATEGORIE | ZU FORT GESCHRIEBENEN ANSCHAFFUNGS KOSTEN |
ZUM BEIZU LEGENDEN ZEITWERT |
GESAMT | LEVEL 1 | LEVEL 2 | LEVEL 3 | |
| TEUR | TEUR | TEUR | |||||
| 31.12.2016 | |||||||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
Kredite und Forderungen | 3.527 | 0 | 3.527 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
Kredite und Forderungen | 17.758 | 0 | 17.758 | |||
| sonstige finanzielle Forderungen | Kredite und Forderungen | 502 | 0 | 502 | |||
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte |
zur Veräußerung verfügbar |
0 | 735 | 735 | X | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
6.681 | 0 | 6.681 | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert |
943 | 311 | 1.254 | X | ||
| Kurzfristige Bankverbindlichkeiten | Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
20.005 | 0 | 20.005 | |||
| Langfristige Bankverbindlichkeiten | Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
6.189 | 0 | 6.189 | |||
| Leasingverbindlichkeiten | Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
1.534 | 0 | 1.534 |
Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte bei den langfristigen Bankverbindlichkeiten sowie Leasingverbindlichkeiten wird von einer Bewertung nach Level 2 ausgegangen, wobei jedoch die Bilanzierung der langfristigen Bankverbindlichkeiten sowie Leasingverbindlichkeiten im Detail zu Buchwerten erfolgt.
Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten neben sonstigen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, auch Verbindlichkeiten aus einer Zinsswap-Vereinbarung, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Der beizulegende Zeitwert des Zinsswap beträgt 105 TEUR (Vorjahr: 311 TEUR).
Die folgende Aufstellung analysiert die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Instrumente nach der Art der Bewertungsmethode. Dazu wurden drei Levels von Bewertungsmethoden definiert:
| LEVEL 1 | LEVEL 2 | LEVEL 3 | GESAMT | |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| 31.12.2017 | ||||
| finanzielle Vermögenswerte | ||||
| zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 730 | 0 | 0 | 730 |
| finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 105 | 0 | 105 |
| Gesamt | 730 | 105 | 0 | 836 |
| LEVEL 1 | LEVEL 2 | LEVEL 3 | GESAMT | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| 31.12.20 16 | ||||
| finanzielle Vermögenswerte | ||||
| zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 735 | 0 | 0 | 735 |
| finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 311 | 0 | 311 |
| Gesamt | 735 | 311 | 0 | 1.046 |
Die Verpflichtungen aus Operating-Lease-Verhältnissen betreffen vor allem Mietaufwendungen sowie Operating-Lease-Verträge für KFZ und Maschinen. Verpflichtungen aus nicht kündbaren Miet- und Leasingverpflichtungen nach Fristigkeit:
| 2.905 | 2.883 | |
|---|---|---|
| über 5 Jahre | 0 | 0 |
| bis 5 Jahre | 1.820 | 1.771 |
| bis 1 Jahr | 1.085 | 1.112 |
| TEUR | TEUR | |
| 2017 | 2016 |
Im Berichtsjahr wurden 1.181 TEUR (Vorjahr: 1.104 TEUR) als Miet- und Leasingaufwand erfasst.
Die Finanzierungsleasing-Verhältnisse in der RATH Gruppe betreffen im Wesentlichen Lager- und Produktionsgebäude sowie Produktions- und Fertigungsanlagen. Die zukünftigen Mindestleasingzahlungen der Leasing- und Mietverpflichtungen aus Finanzierungsleasing mit Fälligkeit jeweils zum 31. Dezember beziehungsweise bis zum Auslaufen der jeweiligen Leasingvereinbarung in den folgenden Geschäftsjahren stellen sich wie folgt dar:
| 31. 12.2017 | 31. 12.2016 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| KÜNFTIGE MINDEST ZAHLUNGEN |
ZINSEN | BARWERT DER ZUKÜNFTIGEN MINDEST ZAHLUNGEN |
KÜNFTIGE MINDEST ZAHLUNGEN |
ZINSEN | BARWERT DER ZUKÜNFTIGEN MINDEST ZAHLUNGEN |
||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | ||
| bis zu einem Jahr | 307 | 9 | 298 | 346 | 7 | 339 | |
| zwischen einem und fünf Jahren | 1.027 | 65 | 962 | 1.298 | 123 | 1.175 | |
| Summe der zukünftigen Mindestzahlungen |
1.335 | 74 | 1.260 | 1.644 | 130 | 1.514 |
Ziel des Managements ist es, die Kapitalausstattung im Sinne der Anforderungen von Aktionären, Banken und Lieferanten so zu gestalten, dass eine optimale Entwicklung des Konzerns gewährleistet werden kann. Das Management versucht, ein ausgeglichenes Niveau zwischen möglichem höheren Ergebnis und Eigenkapital bei niedrigerem Verschuldensgrad und der notwendigen, teilweise durch Fremdkapital bereitgestellten, operativen Flexibilität zu erzielen. Weder die Muttergesellschaft noch ihre Tochtergesellschaften unterliegen satzungsmäßigen und externen Mindestkapitalanforderungen. Ziel des Kapitalmanagements ist einerseits, den Fortbestand ("Going Concern") der Konzern-Gesellschaften sicherzustellen und andererseits, die Rendite der Aktionäre durch Optimierung des Eigenund Fremdkapitaleinsatzes zu maximieren. Die Kapitalstruktur besteht aus Finanzschulden, flüssigen Mitteln und Eigenkapital, das den Aktionären der RATH AG zurechenbar ist und Grundkapital, Kapitalrücklagen sowie Gewinnrücklagen umfasst. Die Kapitalstruktur wird laufend überwacht. Dabei werden die Kapitalkosten und die Risiken, welche mit jeder Art von Kapital verbunden sind, berücksichtigt. Zentrale Größe in der Überwachung stellt die Eigenkapitalquote dar; diese wird vom Management laufend überwacht und definiert sich als Eigenkapital laut Konzernbilanz bezogen auf die Bilanzsumme. Die Zielquote liegt über 40%.
Die RATH Gruppe hat folgende Haftungsverhältnisse übernommen:
| 2.759 | 1.361 | |
|---|---|---|
| Haftrücklässe für Geschäftspartner | 2.759 | 1.361 |
| 31. 12.2017 TEUR |
31. 12.2016 TEUR |
Die Haftrücklässe für Geschäftspartner betreffen im Wesentlichen das Projektgeschäft und werden zugunsten von Kunden zu deren Absicherung unserer Leistungsverpflichtung gewährt. Rücknahmeverpflichtungen, die über die branchenüblichen Gewährleistungen hinausgehen, liegen nicht vor. Weitere Chancen und Risiken aus außerbilanziellen Geschäften sind dem Management derzeit nicht bekannt.
Zum Zeitpunkt der Jahresabschlussarbeiten lagen wie im Vorjahr keine wesentlichen offenen Rechtstreitigkeiten vor.
Nach IAS 24 (Related Party Disclosures) müssen Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen, soweit sie nicht bereits als konsolidierte Unternehmen in den Konzernabschluss der RATH AG einbezogen werden, und nahestehenden Personen angegeben werden. Der Konzern berichtet über Geschäftsvorfälle zwischen ihm und seinen nahestehenden Personen beziehungsweise deren Familienangehörigen. Als nahestehende Personen wurden Vorstand, Aufsichtsrat und deren Familienangehörige definiert.
Sämtliche Transaktionen mit nahestehenden Personen und Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Zu den nahestehenden Personen und Unternehmen beziehungsweise deren Transaktionen mit der RATH Gruppe zählen:
Die RATH Holding GmbH hält 66,67% der Aktien an der RATH AG. In der RATH Holding GmbH, FN 195558k, sind Herr Dr. Ernst Rath, Frau Mag. Karin Bauer-Rath, Herr Dkfm. Paul Rath und Herr DI Dr. Matthias Rath eingetragene Geschäftsführer. Als Gesellschafter werden im Firmenbuch angeführt: die Dr. Ernst Rath GmbH und die Dkfm. Paul Rath GmbH. In der Dr. Ernst Rath GmbH, FN 102608w, sind Herr Dr. Ernst Rath und Herr DI Dr. Matthias Rath eingetragene Geschäftsführer. Als Gesellschafter werden im Firmenbuch angeführt: Herr Dr. Ernst Rath, Herr WP Mag. Philipp Rath und Herr DI Dr. Matthias Rath.
In der Dkfm. Paul Rath GmbH, FN 101540z, sind Herr Dkfm. Paul Rath und Frau Mag. Karin Bauer-Rath eingetragene Geschäftsführer. Als Gesellschafter werden im Firmenbuch angeführt: Herr Dkfm. Paul Rath, Frau Mag. Karin Bauer-Rath und Frau Andrea Vladarski.
Die angabepflichtige Vergütung des Managements in Schlüsselpositionen des Konzerns umfasst die Vergütung des Vorstands und Aufsichtsrats.
Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen steht der Konzern unmittelbar oder mittelbar in Ausübung der normalen Geschäftstätigkeit mit nicht einbezogenen Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen des Konzerns gelten, in Beziehung. Die Nichteinbeziehung der nicht konsolidierten Gesellschaften in den Konzernabschluss hat keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Der Vorstand der RATH AG bestand per 31. Dezember 2017 aus zwei Mitgliedern.
Herr DI Jörg Sitzenfrey, geboren 1976, ist seit 1. 1.2013 (Erstbestellung) als Mitglied des Vorstands für die Ressorts Produktion, Forschung & Entwicklung als auch IT verantwortlich.
Herr Andreas Pfneiszl, geboren 1969, ist seit 10.6.2013 (Erstbestellung) als Mitglied des Vorstands für die Bereiche Vertrieb, Finanzen und Personal verantwortlich.
Die Vorstandsmitglieder hatten im Geschäftsjahr 2017 keine Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften inne. Der Vorstand ist darüber hinaus in der Geschäftsleitung der RATH Filtration GmbH, Wien, vertreten. Beide Vorstandsverträge haben eine Laufzeit bis 31. Dezember 2020.
| 2017 | 2016 | ||
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||
| DI Jörg Sitzenfrey | fix | 205 | 200 |
| Lebensversicherung | 10 | 10 | |
| variabel | 86 | 70 | |
| 301 | 280 | ||
| Andreas Pfneiszl | fix | 205 | 200 |
| Lebensversicherung | 10 | 10 | |
| variabel | 86 | 70 | |
| 301 | 280 | ||
| Gesamtsumme Vorstandsvergütung | 602 | 560 | |
Diese sowie andere Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen, in denen Aufsichtsratsmitglieder beziehungsweise Mitglieder des Vorstands der RATH AG tätig sind, werden zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt und sind einzeln und insgesamt von untergeordneter Bedeutung. Die Vergütung des Vorstands richtet sich nach dem Umfang des Aufgabengebietes, der Verantwortung und der persönlichen Leistung des Vorstandsmitgliedes, sowie nach der Erreichung der Unternehmensziele, der Größe und der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens. Erfolgsabhängige Vergütungen erfolgen bei der RATH AG nicht über Aktienoptionen, sondern sind abhängig von variablen Erfolgskriterien. Dazu zählen eine vordefinierte Zielerreichung hinsichtlich des Geschäftsergebnisses, qualitativer und quantitativer Ziele.
Von der Gesamtvergütung des Vorstands im Jahr 2017 waren Anteile sowohl fix als auch erfolgsabhängig. Für die variable Höchstgrenze wurde ein Wert von 50% des Grundbezuges festgelegt. Den Mitgliedern des Vorstands wurden Ansprüche auf Versorgungsleistungen in Form einer Lebensversicherung gewährt. Im Falle einer vorzeitigen Beendigung der Arbeitsverhältnisse werden die bis zu diesem Zeitpunkt einbezahlten Beiträge unverfallbar. Ein Vorstandsmitglied hat bei Beendigung der Funktion und unter der Voraussetzung der gleichzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses Abfertigungsansprüche im Sinne des § 23 des österreichischen Angestelltengesetzes, außer wenn die Beendigung auf einer gerechtfertigten Entlassung beruht. Hierzu sei erwähnt, dass die Altabfertigungsansprüche zum Zeitpunkt 31. 12.2002 eingefroren wurden, die Ansprüche erhöhen sich nur noch durch Anpassung der Gehälter. An ehemalige Organe wurden Pensionszahlungen in Höhe von 194 TEUR (Vorjahr: 179 TEUR) geleistet. Die RATH AG hat für 2017 eine Organhaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen. Die Kosten werden von der Gesellschaft getragen. Die D&O-Versicherung sichert bestimmte persönliche Haftungsrisiken der verantwortlich handelnden Personen der RATH Gruppe ab. Die jährlichen Kosten betragen wie im Vorjahr 15 TEUR.
Mag. Stefan Ehrlich Adám (Vorsitzender) seit 25.6.2013 WP Mag. Philipp Rath (Stellvertreter des Vorsitzenden) seit 17.7.2003 Mag. Karin Bauer-Rath seit 1.6.2016 Mag. Dieter Hermann seit 25.6.2013 MMag. Christian B. Maier seit 27.6.2008 Dr. Andreas Meier seit 1.6.2016
Die Aufwendungen für die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats beliefen sich im Berichtsjahr auf 80 TEUR (Vorjahr: 76 TEUR).
Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft betrugen in Summe 57 TEUR (Vorjahr: 45 TEUR), davon 25 TEUR (Vorjahr: 22 TEUR) für die Prüfung des Konzernabschlusses (einschließlich Abschlüsse einzelner verbundener Unternehmen).
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich durch Division des den Aktionären der RATH AG zurechenbaren Anteiles des Konzernergebnisses durch die gewichtete Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Stammaktien während des Jahres.
| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbare Anteile des Konzernergebnisses in TEUR |
2.370 | 3.944 |
| gewichtete Anzahl der Aktien im Umlauf | 1.500.000 | 1.500.000 |
| Gewinn je Aktie in EUR | 1,58 | 2,63 |
| gezahlte Dividende für Geschäftsjahr je Aktie in EUR | 0,75 | 0,50 |
Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie, da sich keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt im Umlauf befinden.
Es sind nach dem Abschluss des Geschäftsjahres für die RATH Gruppe keine wesentlichen Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 26. April 2018 vom Vorstand der Gesellschaft aufgestellt und am 26. April 2018 dem Aufsichtsrat zur Prüfung und Billigung vorgelegt.
WIEN, 26. APRIL 2018
Andreas Pfneiszl DI Jörg Sitzenfrey
Der Vorstand
GESCHÄFTSBERICHT 2017 – RATH KONZERN
Wir haben den Konzernabschluss der Rath Aktiengesellschaft, Wien, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzerngeldflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Siehe Konzernanhang Punkt 3.12.
Der Ansatz aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge ist abhängig von wesentlichen Einschätzungen durch den Vorstand hinsichtlich ihrer zukünftigen Verwertbartkeit.
Von den Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 11.636, auf die latente Steuern aktiviert wurden, entfallen TEUR 5.003 oder rd 43 % auf Verlustvorträge der Rath Inc, USA und TEUR 6.254 auf die Rath AG. Die latenten Steuern auf Verlustvortäge wurden basierend auf der Einschätzung des Vorstandes, dass ausreichend zukünftige steuerpflichtige Ergebnisse in der Rath Inc sowie der Rath AG zur Verfügung stehen werden, gegen die die Verluste verrechnet werden können, aktiviert. Diese Einschätzung basiert auf Gewinnprognosen des Vorstandes für die Rath Inc. und Rath AG.
Aufgrund der wesentlichen Einschätzung und der damit verbundenen Unsicherheiten wurde dieser Sachverhalt als besonders wichtig eingestuft.
Wir haben ein Verständnis über den Prozess der Erstellung der steuerlichen Gewinnprognosen durch den Vorstand erlangt und die wesentlichen, den Gewinnprognosen zugrunde liegenden Annahmen und Einschätzungen des Vorstands kritisch hinterfragt. Wir haben ebenfalls mit dem Vorstand Gespräche geführt und insbesondere die Geschäftsentwicklung, die strategische Ausrichtung der RATH Inc und Rath Aktiengesellschaft sowie die konjunkturellen Rahmenbedingungen analysiert. Dabei haben wir die Erfüllung der Planungsrechnungen der Vergangenheit durch Vergleich der historischen Planungen mit den Ist-Ergebnissen evaluiert.
Wir haben uns ebenfalls vergewissert, dass das Modell der Planungsrechnungen konsistent über alle Bereiche der Gruppe und in der Berichterstattung an den Aufsichtsrat angewendet wird.
Ferner haben wir gewürdigt, ob die erforderlichen Anhangangaben im Zusammenhang mit den aktiven latenten Steuern aus Verlustvorträgen nach IAS 12 angemessen sind.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im
Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Konzernlagebericht festgestellt.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahres- bzw Konzernabschluss, den Lage- bzw Konzernlagebericht und die diesbezüglichen Bestätigungsvermerke.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir geben keine Art der Zusicherung darauf ab.
In Verbindung mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen und zu überlegen, ob es wesentliche Unstimmigkeiten zwischen den sonstigen Informationen und dem Konzernabschluss oder mit unserem, während der Prüfung erlangten Wissen gibt oder diese sonstigen Informationen sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir,
basierend auf den durchgeführten Arbeiten, zur Schlussfolgerung gelangen, dass die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt sind, müssen wir dies berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 1. Juni 2017 als Abschlussprüfer gewählt und am 19. Dezember 2017 vom Aufsichtsrat mit der Konzernabschlussprüfung der Rath Aktiengesellschaft beauftragt. Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 Abschlussprüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Konzernabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von den Konzernunternehmen gewahrt haben.
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Yann-Georg Hansa.
Wien, am 26. April 2018
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Yann-Georg Hansa Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
| AGIO | Aufgeld |
|---|---|
| AKTUARISCHER GEWINN/VERLUST | aktueller Gewinn/Verlust |
| AVAILABLE FOR SALE | zur Veräußerung verfügbar |
| AVÖ | Aktuarvereinigung Österreichs; Interessenvertretung der österreichischen Aktuare, Versicherungsmathematiker und versicherungsmathematischen Sachverständigen. Die AVÖ veröffentlicht die Rentenversicherungssterbetafeln, nach denen die Pensions und Abfertigungsverpflichtungen berechnet werden. |
| BARWERT | Der Barwert entspricht dem Wert, den eine zukünftig anfallende Zahlungsreihe in der Gegenwart besitzt. Anders ausgedrückt ist es der Wert aller Zahlungen am Anfang der Laufzeit (zum Zeitpunkt 0). |
| CASH GENERATING UNIT | zahlungsmittelgenerierende Einheit |
| CORPORATE GOVERNANCE | Verhaltensregeln für die verantwortungsvolle Führung und Kontrolle von Unternehmen, festgehalten im österreichischen Corporate Governance Kodex. Der Inhalt stellt ein freiwilliges Regelwerk dar. |
| DBO (DEFINED BENEFIT OBLIGATION) | Barwert aller verfallbaren und unverfallbaren erdienten Ansprüche auf der Basis des geschätzten Gehaltsniveaus zum Zeitpunkt der Pensionierung. Das einzige versicherungsmathematische Verfahren, nach dem die DBO ermittelt werden darf, ist das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Die DBO entspricht der PBO (Projected Benefit Obligation). |
| DISAGIO | Unterschiedsbetrag zwischen Ausgabe- und Rückzahlungsbetrag einer Verbindlichkeit |
| D&O-VERSICHERUNG – "DIRECTORS' & OFFICERS' LIABILITY INSURANCE" |
Die D&O-Versicherung (auch Manager-Haftpflicht-Versicherung oder allgemein: Vermögens schaden-Haftpflicht-Versicherung) für Organe juristischer Personen (Aktiengesellschaften, GmbHs, Genossenschaften, Stiftungen, eingetragene Vereine genannt) wird in der Regel als Versicherung zu Gunsten Dritter abgeschlossen. Das Unternehmen (Versicherungsnehmer) versichert seine Organmitglieder (Vorstände, Geschäftsführer, Aufsichtsräte, Beiräte) gegen das Risiko der persönlichen Haftung aus der Organtätigkeit. |
| EBITDA | Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielles Vermögen |
| EBITDA-MARGE | prozentueller Anteil des EBITDA am Umsatz |
| EBIT (EARNINGS BEFORE INTEREST AND TAX) | Ergebnis vor Zinsen und Steuern, Betriebsergebnis |
| EBIT-MARGE | prozentueller Anteil des EBIT am Umsatz |
| EBT (EARNINGS BEFORE TAX) | Ergebnis vor Steuern |
| EIGENKAPITALQUOTE | Eigenkapital dividiert durch Gesamtkapital |
| EIGENKAPITALRENDITE | Gewinn dividiert durch Eigenkapital |
| FAIR VALUE | Bewertung von Finanzinstrumenten einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert |
| FINANZIERUNGSLEASING | Beim Finanzierungsleasing wird das Wirtschaftsgut gegen eine feste Leasingrate für eine bestimmte Grundmietzeit überlassen. Während der Grundmietzeit kann der Vertrag nicht gekündigt werden. Der Leasingnehmer muss die objektbezogenen Risiken tragen. Hierzu gehört das Risiko von Zerstörung oder Diebstahl. Beim Finanzierungsleasing wird zumeist eine Anzahlung oder eine erhöhte erste Leasingrate vereinbart. Entsprechend der Vertragsgestaltung ist zwischen Voll amortisationsverträgen und Teilamortisationsverträgen zu unterscheiden. |
|---|---|
| IAASB (INTERNATIONAL AUDITING AND ASSURANCE STANDARDS BOARD) |
Internationales Gremium für Prüfungs- und Haftungsstandards |
| IAS (INTERNATIONAL ACCOUNTING STANDARDS) | Internationale Rechnungslegungsstandards (siehe IFRS) |
| IASB (INTERNATIONAL ACCOUNTING STANDARDS BOARD) | Internationales Gremium zur Festlegung von Rechnungslegungsstandards |
| IFAC (INTERNATIONAL FEDERATION OF ACCOUNTANTS) | Internationale Vereinigung der Wirtschaftsprüfer |
| IFRIC (INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING INTERPRETATIONS COMMITTEES) |
Internationales Komitee für die Auslegung der Rechnungslegungsstandards |
| IFRS (INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS) |
Internationale Rechnungslegungsstandards (vormals IAS) |
| ISA (INTERNATIONAL STANDARDS ON AUDITING) | Internationale Prüfungsstandards |
| PERCENTAGE OF COMPLETION | Fertigstellungsgrad eines Projekts |
| PUC (PROJECTED UNIT CREDIT METHOD) | versicherungsmathematische Bewertungsmethode |
| ROCE (RETURN ON CAPITAL EMPLOYED) | Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Quotient aus EBIT und Capital Employed |
| SENSITIVITÄTSANALYSE | Die Sensitivitätsanalyse dient dazu, Zusammenhänge zwischen den Eingangsdaten von Modellrechnungen und den Zielwerten von Alternativen zu identifizieren. |
| WACC (WEIGHTED AVERAGE COST OF CAPITAL) | Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten; bezeichnet einen zu den Discounted-Cashflow-Verfahren der Unternehmensbewertung gehörenden Ansatz. Die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten werden verwendet, um die Mindestrendite für Investitionsprojekte zu bestimmen. |
| WORKING CAPITAL RATIO | Drückt aus, welcher Anteil der kurzfristigen Verbindlichkeiten durch das Umlaufvermögen finanziert werden kann. Vorräte und Forderungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden ins Verhältnis zum Umsatz gesetzt. |
| ZINSSWAP | Vereinbarung über den Austausch unterschiedlich gestalteter Zahlungsströme für einen bestimmten Zeitraum. Die Zahlungsströme basieren auf festen und variablen Zinssätzen; zur Absicherung gegen Zinssatzänderungen. |
EIGENTÜMER, HERAUSGEBER & VERLEGER:
WEB: WWW. RATH-GROUP.COM MAIL: [email protected]
RATH AKTIENGESELLSCHAFT, WALFISCHGASSE 14, A-1015 WIEN IR- UND COMPLIANCE-VERANTWORTLICHER: ANDREAS PFNEISZL
102 | IMPRESSUM
W W W.R AT H- G R O U P.CO M
JAHRESABSCHLUSS DER RATH AKTIENGESELLSCHAFT
DER RATH AKTIENGESELLSCHAFT
| Lagebericht | 4 |
|---|---|
| Bilanz | 8 |
| Gewinn- und Verlustrechnung | 10 |
| Konzernbeziehungen | 11 |
| Anhang | 12 |
| Anlagenspiegel | 20 |
| Verbindlichkeitenspiegel | 20 |
| Bestätigungsvermerk | 22 |
| Bericht des Aufsichtsrats | 27 |
| Erklärung aller gesetzlichen Vertreter | 30 |
EIGENTÜMER, HERAUSGEBER UND VERLEGER:
RATH AKTIENGESELLSCHAFT, WALFISCHGASSE 14, A-1015 WIEN
IR- UND COMPLIANCE-VERANTWORTLICHER: ANDREAS PFNEISZL
WEB: WWW. RATH-GROUP.COM
MAIL: [email protected]
SATZ- UND DRUCKFEHLER VORBEHALTEN
DIE GEWÄHLTE MÄNNLICHE FORM DES TEXTES BEZIEHT WEIBLICHE PERSONEN
GLEICHERMASSEN MIT EIN.AUF KONSEQUENTE DOPPELBEZEICHNUNG WURDE
AUFGRUND BESSERER LESBARKEIT VERZICHTET.
Die RATH Aktiengesellschaft ist ein an der Wiener Börse im amtlichen Handel (Standard Market Auction) notiertes Unternehmen. Die RATH Aktiengesellschaft, die als Holdinggesellschaft der RATH Gruppe fungiert, beschäftigt sich im Wesentlichen mit der zentralen Steuerung des Berichtswesens, der einzelnen Tochtergesellschaften, sowie der strategischen Weiterentwicklung unseres Produktportfolios, der Anwendungslösungen und unserer Absatzmärkte. Des Weiteren ist die zentrale Finanzierung eine wesentliche Säule der Gesellschaft. Zweigniederlassungen oder Betriebsstätten bestehen keine.
Die angeführten Umsatzerlöse in Höhe von 4.713 TEUR (Vorjahr: 4.687 TEUR) stammen aus den Lizenz- und Konzernverrechnungen für Leistungen der Ressorts Marketing, F&E, Finanzwesen und Controlling, IT sowie Prozessmanagement. Die Personalaufwendungen in Höhe von 2.598 TEUR (Vorjahr: 2.533 TEUR) erhöhten sich um 65 TEUR. Im Wesentlichen stammt die Erhöhung aus der jährlichen Kollektivvertrags-, beziehungsweise Inflationsanpassung. Im Bereich "sonstige betriebliche Aufwendungen" lag der Aufwand bei 3.942 TEUR (Vorjahr: 2.556 TEUR).
Die größte Position ist hier jene der Währungsaufwendungen, welche sich mit -1.260 TEUR (Vorjahr: 2 TEUR) niederschlagen. Diese resultieren aus Konzernforderungen (Ausleihungen, Forderungen aus Lieferungen & Leistungen) gegenüber der Rath Inc., USA, sowie RATH Mexiko und wurden in US-Dollar gewährt und führen zu einer unbaren Fremdwährungsbewertung, die zum 31.12.2017 bei -1.188 TEUR (Vorjahr: 19 TEUR) liegt. Darüber hinaus sind jene Kosten im Zusammenhang mit der Erbringung von Leistungen für Konzerntochtergesellschaften in der RATH Aktiengesellschaft zu erwähnen.
Das Betriebsergebnis (EBIT) liegt bei -1.288 TEUR (Vorjahr: 67 TEUR), welches durch Wechselkursveränderungen in Höhe von -1.160 TEUR (Vorjahr: 191 TEUR) stark beeinflusst ist. Das um die Währungsdifferenzen bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) lag mit -128 TEUR (Vorjahr: -124 TEUR) auf dem Vorjahresniveau. Für das Geschäftsjahr 2017 wurden Dividenden von Tochtergesellschaften in Höhe von 2.750 TEUR (Vorjahr: 750 TEUR) an die Mutter ausgeschüttet. Das Finanzergebnis ohne Erträge/Zuschreibungen aus Beteiligungen/ Ausleihungen belief sich auf -93 TEUR (Vorjahr: 92 TEUR). Die Bewertung des Zinsswaps schlug sich positiv nieder; bezüglich der eingesetzten Finanzinstrumente (Zinsswap) verweisen wir auf den Anhang Punkt 7. Die Gesellschaft schließt ihre Bücher mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.593 TEUR (Vorjahr: 3.745 TEUR).
Die Bilanzsumme der RATH Aktiengesellschaft stieg von 45.440 TEUR auf 66.218 TEUR. Das Anlagevermögen erhöhte sich im Bereich der Sachanlagen zu Buchwerten um 77 TEUR sowie durch Darlehensgewährung an Tochtergesellschaften um 7.473 TEUR (Buchwert). Durch die Aufnahme eines Schuldschein-
darlehens stieg per Jahresende 2017 das Guthaben bei Kreditinstituten auf 13.780 TEUR (Vorjahr: 129 TEUR). Die deutliche Zunahme der Bilanzsumme liegt in der Aufnahme eines endfälligen Schuldscheindarlehens in Höhe von 35.000 TEUR, mit einer Laufzeit von 5 Jahren bis 2022, sowie 7 Jahren bis 2024. Die RATH Aktiengesellschaft weist zum Jahresende 2017 eine Eigenkapitalquote von 37% (Vorjahr: 52%) aus. Durch die Aufnahme des Schuldscheindarlehens stieg die Nettoverschuldung um 65% . Die RATH Aktiengesellschaft finanziert über die strukturierte Finanzierung die RATH Gruppe, gleichzeitig wurden in den Tochtergesellschaften die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zurückgeführt.
Der Vorstand und Aufsichtsrat wird der kommenden Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von EUR 0,75 pro Aktie vorschlagen sowie den verbleibenden Rest auf neue Rechnung vortragen. Der Börsenkurs stieg im abgelaufenen Jahr von 16,40 EUR (31.12.2016) auf 17,50 EUR am 29.12.2017. Die Börsenkapitalisierung beträgt somit zum Jahresende 26.250 TEUR (Vorjahr: 24.600 TEUR).
Im Jahr 2017 gab es keine berichtspflichtigen Ereignisse, die eine besondere Bedeutung für die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Als Holdinggesellschaft hängt die Performance der Gesellschaft von den Umsätzen der Tochtergesellschaften und den ihnen verrechenbaren Leistungen ab. Die RATH Gruppe erwartet ein solides, auf einem ähnlichen Niveau wie 2017 liegendes Geschäftsjahr 2018. Unsicherheiten und Risiken in Bezug auf globale und regionale Krisen bleiben jedoch bestehen und können jederzeit starken Einfluss auf das Geschäftsjahr nehmen. Ausgehend von einem guten Produktmix für unsere Kunden und von einem positiven Marktumfeld sieht sich die RATH Gruppe für das Geschäftsjahr 2018 gut gerüstet. Im Berichtsjahr wurde dafür gesorgt, dass sowohl organisches als auch anorganisches Wachstum möglich sein wird. Wir sind bereits in der Evaluierungsphase möglicher Zielfirmen aus Europa und/oder den USA. Ein Fokus ist es, unsere Produktpalette noch größer zu machen und weitere Absatzmärkte zu erschließen.
Unternehmensintern wird die RATH Gruppe weiterhin ein starkes Augenmerk auf Kostendisziplin, Effizienzsteigerung und Innovation setzen. Auf dieser Basis und unter Berücksichtigung gleichbleibender Fremdwährungskurse sowie des Zinsniveaus erwartet die Unternehmensgruppe für das Geschäftsjahr 2018 eine Steigerung des Umsatzes sowie ein stabiles Gruppenergebnis.
Das interne Kontrollsystem (IKS) wird über ein ganzheitliches Prozessmanagement sichergestellt. Dort sind Unterschriftenordnungen auf Basis eines Vier-Augen-Prinzips sowie auch Trennungen von kritischen Funktionen in allen Bereichen des Unternehmens hinterlegt. Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass Risiken regelmäßig analysiert und bewertet werden. Nur so ist sichergestellt, dass diese frühzeitig erkannt und
im Eintrittsfall rasch Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Besondere Risiken können durch die Finanzierungsfunktion der Holdinggesellschaft entstehen. Dazu werden laufend die Wechselkurse und die Zinsentwicklung überwacht. Weiterführende Informationen gemäß § 243 (3) Z 5 UGB sind im Anhang erläutert.
Die RATH Aktiengesellschaft nimmt eine zentrale Funktion im Bereich der F&E wahr. Hier werden die einzelnen Projekte geplant, koordiniert und bei der Umsetzung begleitet. Es werden auch aus der Holding heraus Prüfgeräte für gruppenweite Aktivitäten zur Verfügung gestellt.
Das interne Kontrollsystem definiert alle Prozesse zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung. Es verringert die Fehleranfälligkeit von Transaktionen, schützt das Vermögen vor Verlusten durch Schäden und Betrug und gewährleistet die Übereinstimmung der Unternehmensabläufe mit der Satzung und den geltenden Gesetzen. Das Kontrollumfeld des Rechnungslegungsprozesses ist durch eine klare Aufbau- und Ablauforganisation gekennzeichnet, wobei den einzelnen Funktionen eindeutig Personen (zum Beispiel in Finanz, Rechnungswesen und Controlling) zugeordnet sind. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Mitarbeiter erfüllen die fachlichen Voraussetzungen. Im Rechnungswesen kommt überwiegend Standardsoftware zum Einsatz.
Die Geschäftsordnung verweist u.a. auf die zwingende Einhaltung der Bestimmungen im Management-Handbuch und definiert eine Liste von Geschäftsfällen, welche einer Zustimmung der Unternehmensleitung bedürfen. Das Managementhandbuch der RATH Aktiengesellschaft beinhaltet u. a. die für den Rechnungslegungsprozess notwendigen Informationen und Bestimmungen, wie die Reporting-Richtlinien, Bilanzierungs- und Bewertungsregeln oder die IT-Richtlinien. Ein standardisiertes monatliches Management-Berichtswesen umfasst sämtliche in der RATH Gruppe konsolidierten Einzelgesellschaften. Der Aufsichtsrat der RATH Aktiengesellschaft informiert sich regelmäßig in seinen Sitzungen über das interne Kontrollsystem. Der Prüfungsausschuss hat die Aufgabe, die Wirksamkeit des Kontrollsystems zu überwachen.
Aufsichtsrat und Management der RATH Gruppe legen großen Wert auf eine nachhaltige Unternehmensführung. Die strategische Entscheidungsfindung sowie die operative Führung werden dementsprechend gleichermaßen von ökologischen, ökonomischen und sozialen Faktoren beeinflusst.
Zu den wichtigsten gruppenübergreifenden Nachhaltigkeitsstrategien zählen die RATH Marken- und Produktentwicklungsstrategie, Innovationen und Produktionsverfahren zur Optimierung von Ökonomie und Ökologie im Herstellungsprozess wie auch im Produkt. Die Erfassung von wichtigen Basisdaten der Konzernunternehmen wurde im Geschäftsjahr 2017 fortgesetzt. Unsere Kolleginnen und Kollegen sind
der wichtigste Schlüssel für die weitere positive, nachhaltige Entwicklung unseres Unternehmenserfolges. Ein offener, wertschätzender Umgang mit Kolleginnen und Kollegen in allen Bereichen über die Funktionsebenen hinaus ist das Fundament unseres Unternehmens. Im Geschäftsjahr 2017 wurden in der RATH Aktiengesellschaft durchschnittlich 21 (Vorjahr: 19) Angestellte beschäftigt. Der Anteil der Frauen an der Belegschaft der RATH Aktiengesellschaft beträgt rund 51% (Vorjahr: 52%), der Anteil im Aufsichtsrat liegt bei 17% (Vorjahr: 17%).
Die Zusammensetzung des Kapitals ist im Anhang näher erläutert. In der Satzung gibt es keine Beschränkungen hinsichtlich der Ausübung der Stimmrechte der RATH Aktiengesellschaft. Bezüglich der Übertragung von Stimmrechten sind der Gesellschaft keine Beschränkungen bekannt.
| 66,7% | RATH Holding GmbH |
|---|---|
| 18,8% | Rath Familienmitglieder |
| 14,5% | Streubesitz |
In der RATH Aktiengesellschaft gibt es keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme.
Bezüglich des Aufsichtsrats und des Vorstands sowie der Satzung gibt es keine vom Gesetz abweichenden Regelungen. Eigene Aktien besitzt die Gesellschaft zum Bilanzstichtag nicht.
Im Falle eines Kontrollwechsels gibt es keine Vereinbarungen, die wirksam werden. Im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebotes sind keine Entschädigungsleistungen vereinbart.
WIEN, 11. APRIL 2018
Andreas Pfneiszl e.h. Vorstandsmitglied
DI Jörg Sitzenfrey e.h. Vorstandsmitglied
| 31. 12.2017 EUR |
31. 12.2016 TEUR |
|
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen | 47.779 | 78 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 256.436 | 227 |
| 2. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | 48.925 | 1 |
| 305.361 | 228 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 20.747.787 | 20.748 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 24.659.402 | 17.187 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 444.717 | 446 |
| 45.851.906 | 38.381 | |
| 46.205.046 | 38.687 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | ||
| davon aus Dividenden 2.500.000 EUR; Vorjahr: 750 TEUR | 4.429.310 | 4.456 |
| davon mit RLZ > 1 Jahr 0 EUR; Vorjahr: 0 TEUR | ||
| 2. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände davon mit RLZ > 1 Jahr 0 EUR; Vorjahr: 0 TEUR |
12.817 | 102 |
| 4.442.128 | 4.558 | |
| II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 13.780.263 | 129 |
| 18.222.390 | 4.687 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | ||
| sonstige Rechnungsabgrenzungsposten | 55.494 | 66 |
| D. aktive latente Steuern | ||
| aktive latente Steuern | 1.734.916 | 2.001 |
| 66.217.846 | 45.440 |
| 31. 12.2017 EUR |
31. 12.2016 TEUR |
|
|---|---|---|
| PASSIVA | ||
| A. Eigenkapital | ||
| I. Eingefordertes, einbezahltes, gezeichnetes Grundkapital | 10.905.000 | 10.905 |
| II. Kapitalrücklagen gebundene |
1.118.067 | 1.118 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| andere Rücklagen (freie Rücklagen) | 2.972.839 | 2.973 |
| IV. Bilanzgewinn | 9.222.786 | 8.755 |
| (davon Gewinnvortrag 7.629.813 EUR; Vorjahr: Gewinnvortrag 5.009 TEUR) | 24.218.692 | 23.751 |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Abfertigungen | 27.811 | 25 |
| 2. Rückstellungen für Pensionen | 2.109.654 | 2.034 |
| 3. Rückstellungen für Steuern | 0 | 167 |
| 4. Sonstige Rückstellungen | 549.665 | 723 |
| 2.687.130 | 2.949 | |
| C. Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
||
| davon mit RLZ < 1 Jahr 0 EUR; Vorjahr: 9.567 TEUR | 4.000.000 | 15.567 |
| und mit RLZ > 1 Jahr 4.000.000 EUR; Vorjahr: 6.000 TEUR | ||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
| davon mit RLZ < 1 Jahr 90.025 EUR; Vorjahr: 238 TEUR | 90.025 | 238 |
| und mit RLZ > 1 Jahr 0 EUR; Vorjahr: 0 TEUR | ||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | ||
| davon mit RLZ < 1 Jahr 0 EUR; Vorjahr: 2.884 TEUR | 0 | 2.884 |
| und mit RLZ > 1 Jahr 0 EUR; Vorjahr: 0 TEUR | ||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | ||
| davon mit RLZ < 1 Jahr 0 EUR; Vorjahr: 0 TEUR | 0 | 2 |
| und mit RLZ > 1 Jahr 0 EUR; Vorjahr: 0 TEUR | ||
| 5. sonstige Verbindlichkeiten davon aus Steuern 0 EUR; Vorjahr: 0 TEUR |
||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 41.074 EUR; Vorjahr: 35 TEUR | 35.222.000 | 50 |
| davon mit RLZ < 1 Jahr 222.000 EUR; Vorjahr: 50 TEUR | ||
| und mit RLZ > 1 Jahr 35.000.000 EUR Vorjahr: 0 TEUR | ||
| 39.312.024 | 18.741 | |
| 66.217.846 | 45.440 |
| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| EUR | TEUR | |
| 1. Umsatzerlöse | 4.712.916 | 4.687 |
| 2. sonstige Erträge | 675.013 | 592 |
| 5.387.928 | 5.279 | |
| 3. Personalaufwand | ||
| a) Gehälter | –1.887.245 | -1.754 |
| b) soziale Aufwendungen, davon Aufwendungen für Altersvorsorge -269.678 EUR (Vorjahr -362 TEUR) |
–275.619 | -369 |
| c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen | –32.037 | -35 |
| d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge |
–403.017 | -374 |
| –2.597.918 | -2.533 | |
| 4. Abschreibungen | ||
| auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | –111.235 | -102 |
| 5. sonstige betriebliche Aufwendungen | ||
| a) Steuern | –24.643 | -21 |
| b) Übrige | -3.942.452 | -2.556 |
| 6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis) | -1.288.320 | 67 |
| 7. Erträge aus Beteiligungen, davon aus verbundenen Unternehmen 2.750.000 EUR; Vorjahr: 750 TEUR |
2.750.000 | 750 |
| 8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens davon aus verbundenen Unternehmen: 637.357 EUR; Vorjahr: 391 TEUR |
644.566 | 400 |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 306 | 0 |
| 10. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens |
0 | 944 |
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen davon bereffend verbundene Unternehmen 0 EUR; Vorjahr: 0 TEUR |
-552.224 | -307 |
| 12. Zwischensumme aus Z 7 bis 12 (Finanzergebnis) | 2.842.647 | 1.786 |
| 13. Ergebnis vor Steuern | 1.554.327 | 1.853 |
| 14. Steuern vom Einkommen davon aus latenten Steuern -265.848 EUR; Vorjahr: 2.001 TEUR davon aus Steuerumlageverrechnung 329.392 EUR; Vorjahr: 0 TEUR |
38.645 | 1.892 |
| 15. Ergebnis nach Steuern | 1.592.973 | 3.745 |
| 16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 7.629.813 | 5.009 |
| 17. Bilanzgewinn | 9.222.786 | 8.755 |
| ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN DES VOLLKONSOLIDIERUNGSKREISES |
BETEILIGUNG % |
UNTERNEHMENS– RECHTLICHES EIGEN– KAPITAL ZUM 31. 12.2017 EUR |
UNTERNEHMENS– RECHTLICHES JAHRESERGEBNIS 2017 EUR |
|---|---|---|---|
| Rath GmbH, Meißen, Deutschland | 100,00 | 27.176.280 | 2.004.661 |
| VORJAHR | 100,00 | 25.671.620 | 1.339.168 |
| Rath Hungaria Kft., Budapest, Ungarn | 100,00 | 4.372.624 | 491.292 |
| VORJAHR | 100,00 | 4.142.040 | 569.702 |
| Rath Inc., Newark, USA | 100,00 | 1.526.237 | -122.992 |
| VORJAHR | 100,00 | 1.868.284 | -383.272 |
| Chamottewaren– und Thonöfenfabrik Aug. Rath jun. GmbH, Krummnußbaum | 99,98 | 9.191.017 | 1.952.630 |
| VORJAHR | 99,98 | 7.238.387 | 1.929.450 |
| Rath žárotechnika spol. s r.o, Dvůr Králové, Tschechische Republik | 100,00 | 1.418.312 | 110.155 |
| VORJAHR | 100,00 | 1.232.992 | 73.674 |
| Rath Polska Sp. z o.o., Dabrowa Gornicza, Polen | 100,00 | 11.735 | -7.297 |
| VORJAHR | 100,00 | 21.029 | 82.537 |
| Rath Ukrajina TOW, Donezk, Ukraine | 100,00 | 153.334 | 70.295 |
| VORJAHR | 100,00 | 105.831 | 35.471 |
| Rath Group S. de R.L. de C.V., Monterrey, Mexiko | 100,00 | -39.448 | -23.431 |
| VORJAHR | 100,00 | -19.918 | 10.395 |
| Rath Filtration GmbH, Wien, Austria | 100,00 | -9.626 | 44.065 |
| VORJAHR | 100,00 | -53.692 | -103.692 |
Der Jahresabschluss in der geltenden Fassung wurde unter Beachtung des UGB und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt. Die Gesellschaft ist als große Kapitalgesellschaft gemäß § 221 UGB einzustufen. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die bisherigen angewandten Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Die RATH Aktiengesellschaft stellt als Konzernmutter einen Konzernabschluss auf, der beim Firmenbuchgericht Wien mit der Nr. FN 83203 h veröffentlicht wird. Die Bewertung der Abfertigungs-, Pensions- und Jubiläumsgeldrückstellungen erfolgt gemäß IAS 19 (nach der Projected-Unit-Credit-Methode – PUC) unter Zugrundelegung der "Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung" AVÖ 2008-P. Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt. Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohende Verluste wurden berücksichtigt.
Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen. Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt: Software und Lizenzen 3-4 Jahre
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Zugrundelegung folgender Abschreibungssätze vorgenommen:
| › SACHANLAGEVERMÖGEN | VON | BIS | |
|---|---|---|---|
| Gebäude | 3% | 10% | |
| technische Anlagen und Maschinen | 10% | 20% | |
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 10% | 33% |
Von den Zugängen in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wird die volle Jahresabschreibung, von den Zugängen in der zweiten Hälfte wird die halbe Jahresabschreibung verrechnet. Geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert bis 400 EUR) werden im Zugangsjahr aktiviert und sofort voll abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind. Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Investitionszuschüsse werden direkt von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen zur Berücksichtigung von Wertminderungen, bewertet. Bei der Bewertung von Beteiligungen müssen vor allem in Bezug auf künftige Zahlungsmittelüberschüsse Schätzungen unter Unsicherheit vorgenommen werden. Eine Änderung der gesamtwirtschaftlichen, der Branchen- oder der Unternehmenssituation in der Zukunft kann zu einer Reduktion beziehungsweise Erhöhung der Zahlungsmittelüberschüsse und somit zu Wertminderungen beziehungsweise Wertaufholungen führen. Den Bewertungen wird auf Basis der voraussichtlichen Entwicklung ein kapitalwertorientiertes Verfahren zugrunde gelegt, bei dem die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital = WACC) verwendet werden. Diese entsprechen der durchschnittlichen gewichteten Verzinsung von Eigen- und Fremdkapital. Bei der Gewichtung von Eigen- und Fremdkapitalverzinsung wird auf die Kapitalstruktur der jeweiligen Beteiligung abgestellt. Vor dem Hintergrund des derzeit volatilen Finanzmarktumfelds stellt die Entwicklung der Kapitalkosten eine Unsicherheit dar und wird laufend beobachtet. Ausleihungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn Wertminderungen eingetreten sind, oder wenn der zum Abschlussstichtag beizulegende Wert niedriger ist als der Buchwert. Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen (Vorjahr: 0 TEUR). Im Geschäftsjahr wurden keine Zuschreibungen vorgenommen (Vorjahr: 944 TEUR).
Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden vorgenommen, wenn die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung weggefallen sind. Die Zuschreibung erfolgt auf maximal den Nettobuchwert, der sich unter Berücksichtigung der Normalabschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, ergibt.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet, soweit nicht im Fall erkennbarer Einzelrisiken der niedrigere beizulegende Wert angesetzt wird.
Die Rückstellungen für Abfertigungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit den Parametern Rechenzinssatz 2% (Vorjahr: 1,8%) und Pensionseintrittsalter gemäß Übergangsregelung der Pensionsreform ermittelt. Die Veränderung in Höhe von 2.995 EUR (Vorjahr: 10 TEUR) ist in den Gehaltsaufwendungen enthalten.
Die Rückstellung für Pensionen wird nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach IFRS auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 2% (Vorjahr: 1,8%) unter Beachtung der Rechnungsgrundlagen für
die Pensionsversicherung AVÖ 2008-P ermittelt. Der Dotierung der Rückstellungserhöhung in Höhe von 269.678 EUR (Vorjahr: 362 TEUR), die in den Gehaltsaufwendungen enthalten ist, steht eine Auszahlung in Höhe von 194.123 EUR (Vorjahr: 179 TEUR) gegenüber, welche direkt gegen die Rückstellung aufgelöst wurde.
Die Rückstellungen für Jubiläen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit den Parametern Rechenzinssatz 2% (Vorjahr: 1,8%), Pensionseintrittsalter gemäß Übergangsregelung der Pensionsreform und Fluktuation 5 %, ermittelt. Die Veränderung Juliläumsgeldrückstellung in Höhe von 6.179 EUR (Vorjahr: 5 TEUR) ist in den Gehaltsaufwendungen enthalten.
In den übrigen Rückstellungen wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe und dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger unternehmerischer Beurteilung erforderlich sind.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt.
Die Fremdwährungsforderungen werden, wie im Vorjahr mit dem Entstehungskurs oder dem niedrigeren Devisengeldkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Die Fremdwährungsverbindlichkeiten werden, wie im Vorjahr, mit dem Entstehungskurs oder dem höheren Devisenbriefkurs zum Bilanzstichtag bewertet.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Anlage 1) dargestellt.
Die gesamten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Im Posten "Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände" sind Beträge aus Steuerforderungen in Höhe von 12.817 EUR (Vorjahr: 92 TEUR) enthalten. In den sonstigen Forderungen sind keine wesentlichen Erträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden. Von den Ausleihungen ist ein Betrag von 2.078.237 EUR (Vorjahr: 1.796 TEUR) innerhalb des nächsten Jahres fällig.
Latente Steuern werden gemäß § 198 Abs 9 und 10 UGB nach dem bilanzorientierten Konzept und ohne Abzinsung auf Basis des aktuellen Körperschaftsteuersatz von 25% gebildet. Dabei wurden latente Steuern auf steuerliche Gruppen-Verlustvorträge in Höhe von 6.253.841 EUR berücksichtigt, deren Verbrauch aufgrund der zukünftigen erwarteten Ertragslage in den Folgejahren wahrscheinlich ist. Der Ansatz von aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge ist gemäß § 198 Abs. 9 Satz 3 UGB gerechtfertigt.Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 1.734.916 EUR zum Bilanzstichtag wurden für temporäre Differenzen zwischen dem steuerlichen und unternehmensrechtlichen Wertansatz für folgende Posten gebildet:
| 31. 12.2016 IN TEUR |
31. 12.2017 IN EUR |
AKTIVE LATENTE STEUERN ‹ | |
|---|---|---|---|
| 1 | 0 | Sachanlagen | |
| 33 | 27.143 | Finanzanlagen | |
| 673 | 658.681 | langfristige Personalrückstellungen | |
| 311 | 0 | sonstige langfristige Rückstellungen | |
| 1.018 | 685.824 | Betrag Gesamtdifferenzen | |
| 6.985 | 6.253.841 | Verlustvorträge Gruppe – nach Veranlagung 2017 | |
| 2.001 | 1.734.916 | daraus resultierende latente Steuern per 31.12. (25%) | |
Das eingeforderte und gezahlte Nennkapital beträgt wie im Vorjahr 10.905.000 EUR und setzt sich aus 1.500.000 Stückaktien zusammen.
Die übrigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen die Rückstellung für die drohenden Verluste aus einem Zinsswap-Derivativ in Höhe von 105.281 EUR (Vorjahr: 311 TEUR) sowie Prämien in Höhe von 210.000 EUR (Vorjahr: 200 TEUR).
| 722.814 | 549.665 | ||
|---|---|---|---|
| 673.873 | 472.683 | übrige | |
| 48.941 | 76.982 | nicht konsumierte Urlaube | |
| 31. 12.2016 IN EUR |
31. 12.2017 IN EUR |
SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN ‹ |
Im Posten sonstige Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Schuldscheindarlehen 35.000.000 EUR (Vorjahr: 0 TEUR), Zinsen 170.595 EUR (Vorjahr: 0 TEUR) und gehaltsabhängige Abgaben 45.300 EUR (Vorjahr: 39 TEUR) enthalten. Im Posten sonstige Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von 222.000 EUR (Vorjahr: 59 TEUR), die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden,
enthalten. Die Gesamtverbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren betragen zum Bilanzstichtag 20.000.000 EUR (Vorjahr: 0 TEUR).
Die Gesellschaft hat für die Aug. Rath jun. GmbH eine Patronatserklärung an die Unicredit/Bank Austria AG in Höhe von 1.000.000 EUR abgegeben.
b) Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen
| › VERPFLICHTUNGEN | DES FOLGENDEN GESCHÄFTSJAHRES IN EUR |
DER FOLGENDEN FÜNF GESCHÄFTSJAHRE IN EUR |
|---|---|---|
| Verpflichtung aus Miet- und Leasingverträgen |
318.495 (Vorjahr: 283 TEUR) | 615.203 EUR (Vorjahr: 551 TEUR) |
Zur Absicherung des Zinssicherheitsrisikos wurde ein derivatives Finanzinstrument in Form eines Zinsswaps (4,35 % Fixzins) mit Nominale in der Höhe von 4,5 Mio. EUR und einer Laufzeit bis Juni 2018 abgeschlossen. Der negative Marktwert zum 31. Dezember 2017 beträgt 105.281 EUR (Vorjahr: 311 TEUR).
Die Umsatzerlöse bestehen aus Konzernumlage- und Lizenzverrechungen.
Bei den sonstigen Erträgen handelt es sich um die Weiterverrechnung der Fuhrparkaufwände an die Aug. Rath jun. GmbH sowie die Verrechnung der Versicherungsaufwände und anderen Drittaufwendungen. Im Geschäftsjahr 2017 wurden 99.725 EUR Gewinne aus Wechselkursveränderungen von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen zu den sonstigen Erträgen umgegliedert. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahresbeträge in Höhe von 192 TEUR angepasst.
Im Geschäftsjahr 2017 wurden durchschnittlich 21 (Vorjahr: 19) Angestellte beschäftigt. In den Aufwendungen für Abfertigungen sind Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von 29.042 EUR (Vorjahr: 26 TEUR) enthalten.
Im Geschäftsjahr 2017 wurden 1.259.809 EUR Verluste aus Wechselkursveränderungen von den
sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen zu den sonstigen betrieblichen Aufwendungen umgegliedert. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahresbeträge in Höhe von TEUR 2 angepasst.
Die Gesellschaft ist ein konsolidierungspflichtiges Mutterunternehmen im Sinne des § 244 UGB. Im Jahr 2005 wurde ein Steuerumlagevertrag gemäß § 9 Abs. 8 KStG 1988 (Gruppenträger RATH Aktiengesellschaft – Gruppenmitglieder Aug. RATH jun. GmbH und RATH Filtration GmbH) zum Zweck der Gruppenbesteuerung abgeschlossen. Vom Gruppenträger werden an die Gruppenmitglieder die von diesen verursachten Körperschaftsteuerbeträge mittels Steuerumlagen belastet beziehungsweise (im Verlustfall) gutgeschrieben. Bei nachträglichen Abweichungen des Steuererfordernisses werden die Steuerverrechnungen gegenüber den Gruppenmitgliedern angepasst. Im Falle eines positiven steuerlichen Ergebnisses ergibt sich die Steuerumlage unter Anwendung eines Steuersatzes von 12,5% beziehungsweise 25 % und im Falle eines negativen steuerlichen Ergebnisses unter der Anwendung eines Steuersatzes von 25%.
Der Steueraufwand des Geschäftsjahres ergibt sich aus:
| 2016 TEUR | 2017 EUR | STEUERAUFWAND DES GESCHÄFTSJAHRES ‹ | |
|---|---|---|---|
| -162 | -75.069 | laufende Körperschaftssteuer | |
| 54 | 50.169 | Körperschaftssteuer Vorjahr | |
| 0 | 329.392 | Körperschaftssteuer aus Gruppenumlage | |
| 2.001 | -265.848 | latenter Steuerertrag/-Aufwand | |
| 1.893 | 38.645 |
Der aktive latente Steuerbetrag wurde in Höhe von 1.734.916 EUR (Vorjahr: 2.001 TEUR) bilanziert.
Die rechtlichen und wirtschaftlichen Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zum Bilanzstichtag können der Aufstellung der Konzernbeziehungen auf Seite 11 entnommen werden. Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer sind im Konzernabschluss angeführt. Es wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 9.222.786 EUR eine Dividende von EUR 0,75 je Aktie, das sind in Summe 1.125.000 EUR, auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Nach dem Bilanzstichtag sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten.
Herr DI Jörg Sitzenfrey, geboren 1976, ist seit 1.1.2013 (Erstbestellung) als Mitglied des Vorstands für die Ressorts Produktion, Forschung & Entwicklung als auch IT verantwortlich. Herr Andreas Pfneiszl, geboren 1969, ist seit 10.6.2013 (Erstbestellung) als Mitglied des Vorstands für die Bereiche Vertrieb, Finanzen und Personal verantwortlich.
Beide Vorstandsverträge haben eine Laufzeit bis 31. Dezember 2020.
In nachfolgender Tabelle dargestellt sind die Gesamtvergütungen des Vorstands, mit den jeweiligen fixen und variablen Anteilen.
| 2017 | 2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| › VORSTANDSVERGÜTUNGEN | TEUR | TEUR | ||
| DI Jörg Sitzenfrey | fix | 205 | 200 | |
| Lebensversicherung | 10 | 10 | ||
| variabel | 86 | 70 | ||
| 301 | 280 | |||
| Andreas Pfneiszl | fix | 205 | 200 | |
| Lebensversicherung | 10 | 10 | ||
| variabel | 86 | 70 | ||
| 301 | 280 | |||
| Gesamtsumme | 602 | 560 | ||
An ehemalige Organe wurden Pensionszahlungen in Höhe von 194.123 EUR (Vorjahr: 179 TEUR) geleistet.
| › AUFSICHTSRATSMITGLIEDER | GEB.-JAHR | AR-MANDATE ODER VERGLEICHBARE FUNKTIONEN |
ERST BESTELLUNG |
ENDE LAUFENDER FUNKTIONSPERIODE |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Mag. Stefan Ehrlich-Adám (Vorsitzender) › unabhängig |
1964 | Geschäftsführer EVVA Sicherheitstechnologie GmbH, Vizepräsident im Präsidium des ASI Austrian Standards Institute (ASI) |
25.6.2013 | im Jahr 2018 | |
| WP Mag. Philipp Rath (Vorsitzender-Stv.) › abhängig |
1966 | Wirtschaftsprüfer und Partner von Rödl & Partner GmbH |
17.7.2003 | im Jahr 2018 | |
| MMag. Christian B. Maier › unabhängig |
1966 | Aufsichtsratsmitglied der UBM Development AG |
27.6.2008 | im Jahr 2018 | |
| Mag. Dieter Hermann › unabhängig |
1966 | Aufsichtsrat Silgan Holdings Austria GmbH |
25.6.2013 | im Jahr 2018 | |
| Mag. Karin Bauer-Rath › abhängig |
1961 | Geschäftsführerin T1 ABW Abschleppdienst GmbH |
1.6.2016 | im Jahr 2018 | |
| Dr. Andreas Meier › unabhängig |
1962 | Vorstand SILHOUETTE International Schmied AG |
1.6.2016 | im Jahr 2018 | |
Der Aufsichtsrat besteht derzeit aus sechs von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern, die sich durch eine hohe betriebswirtschaftliche und rechtliche Fachkenntnis, persönliche Qualifikation und langjährige Erfahrung auszeichnen. Alle Mitglieder sind österreichische Staatsbürger.
Die Aufsichtsratsvergütungen (inklusive Sitzungsgelder) für das Geschäftsjahr 2017 betragen vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung insgesamt 79.600 EUR (Vorjahr: 76 TEUR) und teilen sich wie folgt auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder auf:
| 17.200 | Mag. Stefan Ehrlich-Adám (Vorsitzender) |
|---|---|
| 15.200 | WP Mag. Philipp Rath (Vorsitzender-Stv.) |
| 13.200 | Mag. Dieter Hermann |
| 11.400 | MMag. Christian B. Maier |
| 11.600 | Dr. Andreas Meier |
| 11.000 | Mag. Karin Bauer-Rath |
Die Vergütungen für die Aufsichtsratsmitglieder setzten sich aus einer fixen und einer anwesenheitsabhängigen Komponente zusammen. Die fixe Komponente besteht aus einem Gesamtbetrag. Die zweite Komponente besteht aus einem Sitzungsgeld, das sich aus einem Pauschalbetrag pro Sitzung ergibt, an der ein Mitglied teilnimmt.
WIEN, 11. APRIL 2018
Andreas Pfneiszl e.h. DI Jörg Sitzenfrey e.h.
| ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| STAND AM 1. 1.2017 EUR |
ZUGÄNGE EUR |
UMBU CHUNGEN EUR |
ABGÄNGE EUR |
STAND AM 31. 12.2017 EUR |
STAND AM 1. 1.2017 EUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen |
619.171,08 | 5.195,10 | 0,00 | 0,00 | 624.366,18 | 541.249,08 |
| 619.171,08 | 5.195,10 | 0,00 | 0,00 | 624.366,18 | 541.249,08 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung* |
774.129,68 | 102.162,50 | 1.363,41 | 3.777,68 | 873.877,91 | 547.061,68 |
| 2. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | 1.363,41 | 48.924,91 | -1.363,41 | 0,00 | 48.924,91 | 0,00 |
| 775.493,09 | 151.087,41 | 0,00 | 3.777,68 | 922.802,82 | 547.061,68 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 30.530.402,57 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 30.530.402,57 | 9.782.615,27 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 17.186.648,98 | 10.350.467,50 | 0,00 | 1.848.121,42 | 25.688.995,06 | 0,00 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 446.455,71 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 446.455,71 | 0,00 |
| 48.163.507,26 | 10.350.467,50 | 0,00 | 1.848.121,42 | 56.665.853,34 | 9.782.615,27 | |
| 49.558.171,43 | 10.506.750,01 | 0,00 | 1.851.899,10 | 58.213.022,34 | 10.870.926,03 | |
| * davon geringwertige Vermögensgegenstände gem. § 13 EStG |
2.786,97 | |||||
| BILANZWERT | VORJAHRESWERT | RESTLAUFZEIT BIS ZU 1 JAHR |
|
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.000.000 | 15.566.706 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 90.025 | 238.074 | 90.025 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verb. Unternehmen | 0 | 2.883.946 | 0 |
| Verbindlichkeiten g. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0 | 2.227 | 0 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 35.222.000 | 49.896 | 222.000 |
| Summe | 39.312.024 | 18.740.849 | 312.024 |
| NETTOBUCHWERTE | KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| BUCHWERT 31. 12.2017 |
BUCHWERT 1. 1.2017 |
STAND AM 31. 12.2017 |
WB FREMDWÄHRUNG |
ABGÄNGE | ZUSCHREIBUNGEN | ZUGÄNGE |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| 47.779,00 | 77.922,00 | 576.587,18 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 35.338,10 |
| 47.779,00 | 77.922,00 | 576.587,18 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 35.338,10 |
| 256.436,00 | 227.068,00 | 617.441,91 | 0,00 | 3.777,68 | 0,00 | 74.157,91 |
| 48.924,91 | 1.363,41 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 305.360,91 | 228.431,41 | 617.441,91 | 0,00 | 3.777,68 | 0,00 | 74.157,91 |
| 20.747.787,30 | 20.747.787,30 | 9.782.615,27 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 24.659.402,01 | 17.186.648,98 | 1.029.593,05 | 1.029.593,05 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 444.716,55 | 446.455,71 | 1.739,16 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.739,16 |
| 45.851.905,86 | 38.380.891,99 | 10.813.947,48 | 1.029.593,05 | 0,00 | 0,00 | 1.739,16 |
| 38.687.245,40 | 12.007.976,57 | 1.029.593,05 | 3.777,68 | 0,00 | 111.235,17 |
| VORJAHRESWERT EUR |
RESTLAUFZEIT VON ÜBER 5 JAHREN EUR |
VORJAHRESWERT EUR |
RESTLAUFZEIT VON 1 BIS 5 JAHREN EUR |
VORJAHRESWERT EUR |
|---|---|---|---|---|
| 0 | 6.000.000 | 4.000.000 | 9.566.706 | |
| 0 | 0 | 0 | 238.074 | |
| 0 | 0 | 0 | 2.883.946 | |
| 0 | 0 | 0 | 2.227 | |
| 20.000.000 | 0 | 15.000.000 | 49.896 | |
| 20.000.000 | 6.000.000 | 19.000.000 | 12.740.849 |
Wir haben den Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft, Wien, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2017 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Siehe Anhang Beilage I/4, sowie Anlage 1 zum Anhang.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 20.748 sowie die Ausleihungen an verbundene Unternehmen von insgesamt TEUR 24.659 stellen 69 % der Bilanzsumme zum 31. Dezember 2017 der Rath AG dar. Gemäß den relevanten Rechnungslegungsvorschriften des UGB führt die Gesellschaft für diese Vermögensgegenstände bei Vorliegen von Anzeichen für eine dauernde Wertminderung einen Werthaltigkeitstest durch. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden jedenfalls einmal
jährlich von der Gesellschaft einer Werthaltigkeitsüberprüfung unterzogen. Das Ergebnis dieser Werthaltigkeitstests ist in hohem Maße von Schätzungen zukünftiger Umsatz- und Margenentwicklungen sowie Annahmen zur Ableitung von verwendeten Diskontierungszinssätzen abhängig und daher mit bedeutenden Unsicherheiten behaftet.
Wir haben uns ein Verständnis darüber verschafft, wie die Rath Aktiengesellschaft das Vorliegen von Anzeichen einer dauernden Wertminderung überwacht.
Bei den Unternehmensbewertungen haben wir die Angemessenheit der wesentlichen zukunftsbezogenen Schätzungen und Annahmen sowie der angewendeten Bewertungsmethoden unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten beurteilt. Die den Berechnungen zugrunde gelegten erwarteten Umsatz- und Margenentwicklungen haben wir mit der aktuellen Unternehmensplanung abgeglichen und die zugrundeliegenden Planungsannahmen mit dem Management besprochen sowie deren Angemessenheit anhand von Informationen über die aktuelle und erwartete Entwicklung der jeweiligen Einheit beurteilt.Die Planungstreue haben wir durch Vergleich der in den Vorperioden erfolgten Planungen mit den tatsächlich eingetretenen Werten beurteilt.
Die zur Festlegung der Diskontierungszinssätze herangezogenen Annahmen haben wir durch Abgleich mit markt- und branchenspezifischen Richtwerten und Ermittlungsmethoden auf Angemessenheit geprüft sowie das Berechnungsschema nachvollzogen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus gilt:
gungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
Der Lagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Lagebericht festgestellt.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den diesbezüglichen Bestätigungsvermerk.
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir geben keine Art der Zusicherung darauf ab.
In Verbindung mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen und zu überlegen, ob es wesentliche Unstimmigkeiten zwischen den sonstigen Informationen und dem Jahresabschluss oder mit unserem, während der Prüfung erlangten Wissen gibt oder diese sonstigen Informationen sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir, basierend auf den durchgeführten Arbeiten, zur Schlussfolgerung gelangen, dass die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt sind, müssen wir dies berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 1. Juni 2017 als Abschlussprüfer gewählt und am 19. Dezember 2017 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Rath Aktiengesellschaft beauftragt. Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 Abschlussprüfer der Gesellschaft. Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Jahresabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht. Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Yann-Georg Hansa.
Wien, am 11. April 2018
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Yann-Georg Hansa Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
Der Aufsichtsrat der RATH Aktiengesellschaft hat im Geschäftsjahr 2017 in Wahrnehmung der ihm nach Gesetz und der Satzung übertragenen Aufgaben die Arbeit des Vorstands intensiv begleitet. Dabei hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Lage und der Entwicklung des Unternehmens befasst. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand regelmäßig durch mündliche Berichte in den Sitzungen, ergänzt durch Unterlagen zu den behandelten Tagesordnungspunkten, ebenso wie durch eine regelmäßige schriftliche Berichterstattung informiert. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung eingebunden.
Im Berichtsjahr 2017 fand in sechs Sitzungen (fünf ordentliche Sitzungen, eine konstituierende Sitzung) zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ein intensiver Informationsaustausch statt, bei dem die wirtschaftliche Lage und die strategische Weiterentwicklung unserer Unternehmensgruppe sowie wesentliche Ereignisse, Investitionen und Maßnahmen beraten wurden. In allen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand im Rahmen der laufenden Berichterstattungen über die wesentlichen Angelegenheiten der Geschäftsführung, den Gang der Geschäfte und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens unterrichtet. Dem Aufsichtsrat war somit in ausreichendem Maße Gelegenheit geboten, seiner Informations- und Überwachungspflicht zu entsprechen. Wir haben somit die uns nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben vollständig erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung detailliert überwacht. Es gab keinen Anlass zur Beanstandung der Geschäftstätigkeit des Vorstands.
Aufsichtsrat und Vorstand haben sich im Berichtsjahr umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements in der Gesellschaft und in den Konzernunternehmen, ausgetauscht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand ausführlicher Berichte über die Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns, die Personalsituation, sowie die Investitions- und potentielle Akquisitionsvorhaben unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde gesondert informiert. Die Ausschüsse des Aufsichtsrats berichteten in den Sitzungen über ihre Tätigkeiten. Im Geschäftsjahr 2017 fanden sechs ordentliche Sitzungen (inklusive konstituierender Aufsichtsratssitzung) statt. Alle Mitglieder nahmen mit wenigen Ausnahmen an allen Sitzungen persönlich teil. In der Sitzung vom 6. März 2017 wurde über das abgelaufene Geschäftsjahr berichtet. Der Tätigkeitsbericht zur Emittenten-Compliance-Richtlinie wurde zur Kenntnis genommen.
In der Sitzung vom 21. April 2017 wurden der Jahresabschluss und Lagebericht 2016 sowie der Konzernjahresabschluss und -lagebericht 2016 geprüft, der Jahresabschluss 2016 entsprechend der Empfehlung des Prüfungsausschusses festgestellt und der Vorschlag für die Gewinnverteilung für das Geschäftsjahr 2016 gebilligt. Weiters wurde der Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers beschlossen, die Hauptversammlung vorbereitet und über die aktuelle Geschäftslage berichtet. Die Sitzung am 1. Juni 2017 diente vorwiegend der Vorbesprechung zur Hauptversammlung. In der am selben Tag nach der Hauptversammlung stattfindenden konstituierenden Aufsichtsratssitzung wurden die Sitzungstermine 2017/2018 vereinbart. In der Sitzung vom 5. September 2017 wurde der Halbjahresfinanzbericht diskutiert und über die aktuelle Geschäftslage
befunden. In der letzten Sitzung des Jahres am 19. Dezember 2017 wurde das Budget, inklusive der für das Jahr 2018 geplanten Investitionen, sowie die Mittelfristplanung bis 2021 genehmigt.
Vom Aufsichtsrat waren im Berichtsjahr drei Ausschüsse installiert. Der Prüfungsausschuss ist im Jahr 2017 zweimal zusammengetreten. Am 21. April 2017 hat der Prüfungsausschuss im Beisein des Abschlussprüfers die Schlussbesprechung für das Geschäftsjahr 2016 durchgeführt. Es wurden Jahresabschluss und Lagebericht sowie Konzernabschluss und -lagebericht geprüft und dem Aufsichtsrat die Feststellung des Jahresabschlusses sowie (ohne Anwesenheit des Abschlussprüfers) die Auswahl des Wirtschaftsprüfers für das folgende Jahr empfohlen. In der Sitzung am 19. Dezember 2017 haben die Abschlussprüfer über den Stand der Vorprüfung der Jahres- und Konzernjahresabschlussprüfung informiert. Der Strategieausschuss hat im Jahr 2017 zweimal getagt. Den Schwerpunkt der Sitzung vom 30. Mai 2017 bildete die Wachstumsstrategie "DRIVE" für anorganisches und organisches Wachstum der RATH Gruppe. In der zweiten Sitzung am 28. November 2017 wurde ein Update über mögliche Akquisitionen präsentiert und die weitere Vorgangsweise erörtert. Der Vergütungsausschuss trat am 24. März 2017 zusammen. Schwerpunkt war die Feststellung über die Zielerreichung des Vorstands im Jahr 2016 als Basis für den variablen Vergütungsanteil sowie die Festsetzung der Ziele des Jahres 2017.
Der Jahresabschluss der RATH Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2017 und der Lagebericht des Vorstands sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 nach IFRS und der Konzernlagebericht des Vorstands sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung vom 1. Juni 2017 als Abschlussprüfer gewählten KPMG Austria GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats hat das Ergebnis der Abschlussprüfung in der Sitzung vom 11. April 2018 unter Einbeziehung der Abschlussprüfer analysiert und dem Aufsichtsrat die Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses empfohlen.
Der Aufsichtsrat hat die Unterlagen gemäß § 96 AktG sowie den Corporate-Governance-Bericht geprüft und den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt ist; ebenso hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgelegten Gewinnverteilungsvorschlag geprüft und ihm seine Zustimmung erteilt. Die vorgenommenen Prüfungen haben nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben.
Mag. Stefan Ehrlich-Adám Vorsitzender des Aufsichtsrats
WIEN, 11. APRIL 2018
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) in der Europäischen Union (EU) aufgestellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2017 den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit dem österreichischen Unternehmensgesetzbuch (UGB) aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht zum 31. Dezember 2017 den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Die Ergebnisse des zum 31. Dezember 2017 endenden Geschäftsjahres lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.
WIEN, 11. APRIL 2018
Andreas Pfneiszl e.h. Vorstandsmitglied
DI Jörg Sitzenfrey e.h. Vorstandsmitglied
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