Earnings Release • May 9, 2018
Earnings Release
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Bericht zum 1. Quartal 2018
| Ertragskennzahlen | 1-3/2017 | 1-3/2018 | Vdg. in % | Ultimo 2017 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in MEUR | 659,6 | 675,1 | +2 | 3.119,7 |
| EBITDA LFL 1) | in MEUR | 46,1 | 59,7 | +30 | - |
| EBITDA | in MEUR | 46,1 | 44,1 | -4 | 415,0 |
| EBIT operativ | in MEUR | -1,4 | -1,9 | -36 | 194,2 |
| Ergebnis vor Steuern | in MEUR | -10,7 | -9,3 | +13 | 144,9 |
| Nettoergebnis | in MEUR | -17,5 | -19,6 | -12 | 123,2 |
| Ergebnis je Aktie | in EUR | -0,15 | -0,17 | -13 | 1,05 |
| Free Cashflow 2) | in MEUR | -219,7 | -200,9 | +9 | 152,5 |
| Normalinvestitionen | in MEUR | 28,5 | 29,3 | +3 | 147,5 |
| Wachstumsinvestitionen | in MEUR | 0,0 | 32,4 | >100 | 58,8 |
| Ø Mitarbeiter | in FTE | 16.038 | 16.609 | +4 | 16.297 |
| Bilanzkennzahlen | 31.12.2017 | 31.3.2018 | Vdg. in % |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital 3) in MEUR |
1.911,2 | 1.836,9 | -4 |
| Nettoverschuldung in MEUR |
566,4 | 847,5 | +50 |
| Capital Employed in MEUR |
2.459,2 | 2.662,3 | +8 |
| Bilanzsumme in MEUR |
3.659,9 | 3.695,1 | +1 |
| Verschuldungsgrad in % |
29,6 | 46,1 | - |
| Börsekennzahlen | 1-12/2017 | 1-3/2018 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Höchstkurs der Aktie | in EUR | 22,45 | 22,34 | 0 |
| Tiefstkurs der Aktie | in EUR | 16,85 | 19,69 | +17 |
| Ultimokurs der Aktie | in EUR | 20,17 | 20,32 | +1 |
| Gewichtete Aktienanzahl 4) | in Tsd. | 116.956 | 116.745 | 0 |
| Ultimo Börsekapitalisierung | in MEUR | 2.370,5 | 2.388,1 | +1 |
| Divisionen 1-3/2018 in MEUR und % 5) |
Clay Building Materials Europe |
Pipes & Pavers Europe |
North America |
Holding & Others |
Eliminierungen |
|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 388,2 (+4 %) | 219,1 (+4 %) | 65,2 (-12 %) | 2,2 (-10 %) | |
| Innenumsatz | 0,5 (>100 %) | 0,0 (-32 %) | 0,0 - | 3,7 (+15 %) | -3,9 |
| Umsatz | 388,7 (+4 %) | 219,2 (+4 %) | 65,2 (-12 %) | 5,9 (+4 %) | -3,9 |
| EBITDA | 47,5 (+15 %) | -9,0 (<-100 %) | 9,9 (>100 %) | -4,2 (+24 %) | |
| EBIT operativ | 20,0 (+67 %) | -20,7 (<-100 %) | 3,8 (>100 %) | -4,9 (+21 %) | |
| Gesamtinvestitionen | 49,0 (>100 %) | 10,2 (+9 %) | 1,7 (-16 %) | 0,9 (+31 %) | |
| Capital Employed | 1.651,6 (-2 %) | 640,3 (+2 %) | 370,4 (+3 %) | 0,0 (-97 %) | |
| Ø Mitarbeiter (in FTE) | 10.795 (+4 %) | 4.224 (+2 %) | 1.371 (+4 %) | 219 (+6 %) |
1) Bereinigt um Auswirkungen von Konsolidierungskreisänderungen, Fremdwährungseffekten, Veräußerungen von nicht betriebsnotwendigem und betriebsnotwendigem Vermögen sowie Strukturanpassungen // 2) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vermindert um Investitions-Cashflow zuzüglich Wachstumsinvestitionen exklusive Kapitaländerungen bei nicht beherrschenden Anteilen // 3) Eigenkapital inklusive nicht beherrschende Anteile und Hybridkapital // 4) Bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien // 5) Veränderungsraten in % zur Vorjahresperiode in Klammer angeführt
Anmerkungen zum Bericht: EBIT operativ ist um Wertminderungen / Wertaufholungen von Vermögenswerten und Firmenwertabschreibungen bereinigt. // Durch maschinelle Rechenhilfen können Rundungsdifferenzen entstehen.
Die Wienerberger Gruppe ist mit dem ersten Quartal äußerst dynamisch in das Geschäftsjahr 2018 gestartet. Von Jänner bis März erzielten wir ein Umsatzwachstum von 2% auf 675 Mio. €. Das bereinigte Konzern-EBITDA haben wir deutlich um 30% auf 60 Mio. € verbessert. Dies zeigt klar: wir sind auf Wachstumskurs.
Besonders erfreulich ist, dass wir mit der Umsetzung all unserer Projekte im Plan sind. Einen ersten wesentlichen Schritt im Rahmen der Optimierung unseres Portfolios haben wir durch den Verkauf unseres österreichischen Geschäftes für Betonflächenbefestigung mit einem Unternehmenswert von rund 30 Mio. € gemacht. Nachdem die Wettbewerbsbehörde Mitte April grünes Licht für die Transaktion gegeben hat, erfolgte der Abschluss Anfang Mai. Wir gehen davon aus, bis Ende 2019 bis zu 100 Mio. € durch Portfoliooptimierungen erzielen zu können.
Auch im Bereich Operational Excellence konnten wir bereits im ersten Quartal mehrere Maßnahmen zur Steigung der Effizienz und Optimierung der Kosten umsetzen. Zum einem haben wir die Overheadstrukturen sowie das Werksportfolio des deutschen und österreichischen Ziegelgeschäftes weiter optimiert. Zum anderen haben wir Strukturanpassungen im keramischen Rohrgeschäft eingeleitet. Diese umfassen die Schließung eines Produktionsstandortes, die Konzentration des Produktportfolios sowie die Straffung der Vertriebs- und Verwaltungsstrukturen.
Genau diese Umsetzungskraft sowie unser Wachstumskurs haben den Finanzmarkt einmal mehr überzeugt, langfristig in Wienerberger zu investieren. Im April dieses Jahres konnten wir die Emission einer neuen Anleihe mit einem Volumen von 250 Mio. € erfolgreich abschließen. Die Anleihe wurde mit großem Interesse vom Markt aufgenommen und war knapp dreifach überzeichnet. Ein deutliches Signal, dass die positive Entwicklung der Wienerberger geschätzt wird und die strategische Unternehmensausrichtung überzeugt.
Betrachtet man die Entwicklung der Märkte, so gehen wir von einer Fortsetzung der fast durchgängig positiven Trends aus. Insbesondere in Osteuropa sollte das Wachstum bei Baubeginnen und Infrastrukturausgaben weiter anhalten. Davon wird nicht nur unser Ziegelgeschäft, sondern auch unsere Aktivitäten mit Rohren und Flächenbefestigungen profitieren. Vor diesem Hintergrund bedeuten unsere langjährige Präsenz in der Region, unsere große Kompetenz sowie unsere führenden Marktpositionen eine starke Plattform für Wachstum, auf die wir bauen können. In Westeuropa gehen wir weiterhin von divergierenden Markttrends für das Ziegelgeschäft aus, erwarten aber in Summe einen leichten Anstieg. Im Infrastrukturbereich rechnen wir mit Marktwachstum sowie einer Belebung des internationalen Projektgeschäftes. Hier werden verbesserte Kostenstrukturen sowie unsere neuen Aktivitäten mit vorverkabelten Elektrorohren einen erfreulichen Beitrag leisten. Darüber hinaus sollten sowohl der Wohnbau als auch der Rohrbereich in Nordamerika weiterwachsen.
Die Wienerberger Gruppe ist heute besser denn je aufgestellt, um den eingeschlagenen Wachstumskurs voranzutreiben. Wir haben die finanzielle Flexibilität Entwicklungschancen zu nutzen, starke Plattformen in allen Geschäftsbereichen und eine klare Strategie, um das Unternehmen aktiv weiterzuentwickeln. Ich bin daher äußerst zuversichtlich, dass wir unser Ziel für 2018 – ein bereinigtes Konzern-EBITDA zwischen 450 und 470 Mio. € – erreichen werden.
In den ersten drei Monaten des Jahres konnte Wienerberger den Konzernumsatz um 2% auf 675,1 Mio. € (Vorjahr: 659,6 Mio. €) steigern. Fremdwährungseffekte verringerten den Umsatz um 15,8 Mio. €, wobei die größten negativen Effekte aus dem US Dollar, der türkischen Lira, dem britischen Pfund sowie der norwegischen Krone resultierten und teilweise durch positive Differenzen aus der tschechischen Krone und dem polnischen Zloty kompensiert wurden.
Die Division Clay Building Materials Europe verzeichnete in den ersten drei Monaten trotz eines wetterbedingt schwächeren Monats März einen Absatzanstieg bei verbesserten Preisen. Dabei zeigte das osteuropäische Geschäft deutliche Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis. Demgegenüber war die Geschäftsentwicklung insbesondere in Westeuropa von nachteiligen Witterungseinflüssen betroffen. Infolgedessen entsprachen Umsatz und EBITDA in etwa dem Vorjahresniveau. In Summe stieg der Außenumsatz im ersten Quartal um 4% auf 388,2 Mio. € (Vorjahr: 372,2 Mio. €) und das EBITDA erhöhte sich signifikant um 15% auf 47,5 Mio. € (Vorjahr: 41,1 Mio. €).
Die Division Pipes & Pavers Europe erzielte in der Berichtsperiode einen moderat höheren Außenumsatz von 219,1 Mio. € (Vorjahr: 210,5 Mio. €), wobei die einzelnen Geschäftsbereiche der Division unterschiedliche Entwicklungen zeigten. Das Kunststoffrohrgeschäft erwirtschaftete einen deutlich höheren Umsatz und konnte das EBITDA im Jahresvergleich signifikant steigern. Neben einer positiven Entwicklung der Nachfrage war dieser Anstieg vor allem dem nach der Neuausrichtung des französischen Rohrgeschäfts wie erwartet verbesserten Ergebnis, dem Beitrag der akquirierten Aktivitäten mit vorverkabelten Elektrorohren sowie einer Belebung des internationalen Projektgeschäfts geschuldet. Im Geschäft mit keramischen Abwasserrohrsystemen blieb der Außenumsatz annähernd stabil. Das EBITDA des Geschäftsbereiches wurde hingegen durch Einmaleffekte aus der Schließung eines Werksstandortes belastet. Die Aktivitäten mit Betonflächenbefestigungen verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr steigende Nachfrage in den Kernmärkten Zentral-Osteuropas, mussten jedoch aufgrund witterungsbedingter Verzögerungen bei Bauprojekten einen Rückgang des
operativen Ergebnisses hinnehmen. Insgesamt sank das EBITDA der Division Pipes & Pavers Europe auf -9,0 Mio. € (Vorjahr: +6,7 Mio. €), was vor allem auf die Kosten für Strukturanpassungen in Höhe von 16,1 Mio. € zurückzuführen war.
In Nordamerika verzeichnete das Ziegelgeschäft aufgrund kalter und feuchter Witterung am Jahresanfang niedrigere Absatzmengen bei verbesserten Preisen. Darüber hinaus schlugen sich Konsolidierungseffekte sowie der Verkauf zweier Vertriebsstandorte positiv im operativen Ergebnis nieder. Im Geschäft mit Kunststoffrohren konnten das Ergebnis bei stabilem Umsatz auf Basis deutlich höherer Absatzpreise signifikant gesteigert werden. In Summe verbesserte sich das EBITDA des Segmentes trotz deutlich negativer Fremdwährungseffekte signifikant auf 9,9 Mio. € (Vorjahr: 3,8 Mio. €).
Das EBITDA der Wienerberger Gruppe blieb in den ersten drei Monaten hinter dem Vorjahr zurück und sank von 46,1 Mio. € auf 44,1 Mio. €. Darin sind allerdings Kosten für Strukturanpassungen im Geschäft mit keramischen Rohren sowie dem europäischen Ziegelgeschäft in
Höhe von 18,9 Mio. € sowie negative Fremdwährungseffekte von 2,1 Mio. € enthalten. Diesen standen Buchgewinne aus Liegenschaftsverkäufen und dem Verkauf zweier Vertriebsstandorte in den USA von in Summe 5,2 Mio. € sowie positive Konsolidierungsbeiträge gegenüber. Somit konnte das um die genannten Effekte bereinigte EBITDA signifikant um 30% auf 59,7 Mio. € gesteigert werden.
Das operative Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT operativ) entwickelte sich trotz der nachteiligen Einmaleffekte von in Summe 15,6 Mio. € in den ersten drei Monaten mit -1,9 Mio. € annähernd stabil (Vorjahr: -1,4 Mio. €). Unter Berücksichtigung von Wertaufholungen von Vermögenswerten in Höhe von insgesamt 3,2 Mio. € (Vorjahr: Wertminderungen von 1,3 Mio. €) verbesserte sich das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hingegen auf 1,3 Mio. € (Vorjahr: -2,6 Mio. €).
Das Finanzergebnis von -10,7 Mio. € (Vorjahr: -8,1 Mio. €) beinhaltet im Wesentlichen den Nettozinsaufwand von -8,9 Mio. € (Vorjahr: -8,7 Mio. €). Die Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen betrug -0,9 Mio. € (Vorjahr: -0,6 Mio. €), das sonstige Finanzergebnis lag bei -0,9 Mio. € (Vorjahr: +1,2 Mio. €) und beinhaltete vor allem Bankspesen und Bewertungseffekte.
Während sich das Ergebnis vor Steuern in der Berichtsperiode leicht auf -9,3 Mio. € (Vorjahr: -10,7 Mio. €) verbesserte, lag das Ergebnis nach Steuern aufgrund niedrigerer latenter Steuereffekte mit -16,7 Mio. € unter dem Vorjahreswert von -14,2 Mio. €. Diese Entwicklung spiegelte auch das Nettoergebnis mit -19,6 Mio. € (Vorjahr: -17,5 Mio. €) wider, wodurch sich das Ergebnis je Aktie in Höhe von -0,17 € ebenfalls leicht verringerte (Vorjahr: -0,15 €).
In den ersten drei Monaten sank der Cashflow aus dem Ergebnis von 30,8 Mio. € im Vorjahr auf 17,0 Mio. €. Dieser Rückgang lag hauptsächlich an höheren Auszahlungen für Ertragsteuern. Darüber hinaus führte ein stärkerer Aufbau beim Working Capital zu einem Rückgang des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit von
-194,8 Mio. € im Vorjahr auf -212,2 Mio. € in der Berichtsperiode.
Im ersten Quartal flossen 29,5 Mio. € (Vorjahr: 28,5 Mio. €) an Mitteln für notwendige Instandhaltungen und technologische Weiterentwicklungen von Produktionsprozessen sowie für Werkserweiterungen ab. Darüber hinaus betrugen die Auszahlungen für eine Akquisition der Division Clay Building Materials Eastern Europe, die im Vorjahr angekündigt und zu Jahresbeginn 2018 abgeschlossen worden war, 2,1 Mio. €. Die Einzahlungen aus Liegenschaftsverkäufen und der Verwertung von sonstigem Anlagevermögen lagen bei 23,9 Mio. € (Vorjahr: 1,5 Mio. €) und beinhalteten neben Anlagenabgängen im abgelaufenen Quartal auch Einzahlungen aus dem Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Vermögen, das im Vorjahr verwertet worden ist.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag in der Berichtsperiode bei 107,6 Mio. € und war primär auf die Aufnahme kurzfristiger Finanzierungen für den saisonalen Bedarf zurückzuführen. Diesem Zahlungsmittelzufluss standen die Zahlung des Hybridkupons in Höhe von 13,6 Mio. € (Vorjahr: 29,9 Mio. €) und der Zahlungsmittelabfluss für den Kauf der Minderheitenanteile an unserem osteuropäischen Dachziegelgeschäft in Höhe von 30,1 Mio. € gegenüber. Darüber hinaus flossen im Rahmen des im Vorjahr angekündigten Aktienrückkaufsprogrammes 5,4 Mio. € ab.
Das Konzerneigenkapital ging zum 31.3.2018 um 74,4 Mio. € gegenüber dem Jahresende 2017 zurück. Dies war neben dem negativen Gesamtergebnis nach Steuern hauptsächlich auf die Auszahlung des Hybridkupons, den Abgang von Minderheitenanteilen sowie den anteiligen Aktienrückkauf zurückzuführen. Die Nettoverschuldung lag mit 847,5 Mio. € saisonal bedingt um 281,1 Mio. € über dem Wert per 31.12.2017.
Die Division Clay Building Materials Europe zeigte im ersten Quartal 2018 eine erfreuliche Entwicklung:
Für das Geschäftsjahr 2018 erwarten wir eine Fortsetzung des leichten Wachstums in unseren Kernmärkten. Dabei gehen wir in Osteuropa in nahezu allen Märkten der Region von deutlichen Zuwächsen und infolgedessen von einer weiteren Ergebnisverbesserung aus. Demgegenüber weist die Region Westeuropa nach wie vor divergierende Markttrends auf. In Großbritannien erwarten wir in unseren relevanten Regionen eine anhaltende starke Nachfrage. In Frankreich, Belgien und den Niederlanden
gehen wir von einem Anstieg der Baubeginne aus, während wir für Deutschland, Italien und die Schweiz eine stabile Nachfrage erwarten. Weiterhin von Zurückhaltung geprägt zeigt sich der für das Dachgeschäft in Westeuropa wichtige Renovierungsmarkt.
Insgesamt erwarten wir in der Division Clay Building Materials Europe höhere Absatzmengen und gehen infolgedessen von einer deutlichen Steigerung von Umsatz und Ergebnis im Geschäftsjahr 2018 aus.
| Clay Building Materials Europe | 1-3/2017 | 1-3/2018 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in MEUR | 372,2 | 388,2 | +4 |
| EBITDA | in MEUR | 41,1 | 47,5 | +15 |
| EBIT operativ | in MEUR | 11,9 | 20,0 | +67 |
| Gesamtinvestitionen | in MEUR | 16,5 | 49,0 | >100 |
| Capital Employed | in MEUR | 1.688,7 | 1.651,6 | -2 |
| Ø Mitarbeiter | in FTE | 10.358 | 10.795 | +4 |
In der Region Westeuropa entwickelte sich der Umsatz mit 268,9 Mio. € sowie das EBITDA mit 29,6 Mio. € in etwa stabil auf dem Niveau des Vorjahres. Die im Jahresvergleich weniger günstigen Witterungsbedingungen hatten zur Folge, dass wir die positive Nachfrageentwicklung im ersten Quartal nur eingeschränkt für Ergebniszuwächse nutzen konnten. In Großbritannien zeigten die laufenden Brexit-Verhandlungen noch keine nachteiligen Auswirkungen auf die Nachfrage in unseren Kernregionen. Die anhaltend hohe Bauaktivität nutzten wir für signifikante Mengenerhöhungen und moderate Preissteigerungen. In Belgien normalisiert sich die Verfügbarkeit von
PUR/PIR Dämmstoffen zusehends, wohingegen deren Preise auf hohem Niveau verharren und weiterhin Kostendruck für Bauprojekte verursachen. In diesem Umfeld ist es uns dennoch gelungen, das Ergebnis moderat zu steigern. In Deutschland zeigte sich die Wohnbauaktivität im Einfamilienbereich stabil, wohingegen der Mehrfamilienbereich ein leichtes Wachstum aufwies. Sowohl in Frankreich als auch in den Niederlanden konnten wir eine Ergebnisverbesserung erwirtschaften.
| Clay Building Materials Western Europe | 1-3/2017 | 1-3/2018 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in MEUR | 271,9 | 268,9 | -1 |
| EBITDA | in MEUR | 29,0 | 29,6 | +2 |
| EBIT operativ | in MEUR | 10,9 | 13,5 | +24 |
| Gesamtinvestitionen | in MEUR | 8,7 | 9,3 | +7 |
| Capital Employed | in MEUR | 1.171,6 | 1.139,0 | -3 |
| Ø Mitarbeiter | in FTE | 5.956 | 6.244 | +5 |
In der Region Osteuropa begünstigten starkes Wirtschaftswachstum, eine gute Beschäftigungssituation und steigende Einkommen die Bauaktivität. Infolgedessen setzte sich im ersten Quartal die positive Geschäftsentwicklung in nahezu allen Kernmärkten fort. Wir konnten dieses Umfeld nutzen und durch verbesserte Durchschnittspreise und eine deutliche Erhöhung der Absatzmenge das operative Ergebnis signifikant steigern.
In Summe ist es uns in den ersten drei Monaten gelungen, den Umsatz um 19% auf 119,3 Mio. € und das EBITDA um 47% auf 17,9 Mio. € zu steigern.
| Clay Building Materials Eastern Europe | 1-3/2017 | 1-3/2018 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in MEUR | 100,3 | 119,3 | +19 |
| EBITDA | in MEUR | 12,2 | 17,9 | +47 |
| EBIT operativ | in MEUR | 1,0 | 6,4 | >100 |
| Gesamtinvestitionen | in MEUR | 7,8 | 39,6 | >100 |
| Capital Employed | in MEUR | 517,1 | 512,6 | -1 |
| Ø Mitarbeiter | in FTE | 4.402 | 4.551 | +3 |
In der Division Pipes & Pavers Europe spiegelte sich im ersten Quartal die positive Marktdynamik aufgrund von Witterungseinflüssen und laufenden Optimierungsmaßnahmen nur eingeschränkt in der Geschäftsentwicklung wider:
| Pipes & Pavers Europe | 1-3/2017 | 1-3/2018 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in MEUR | 210,5 | 219,1 | +4 |
| EBITDA | in MEUR | 6,7 | -9,0 | <-100 |
| EBIT operativ | in MEUR | -4,9 | -20,7 | <-100 |
| Gesamtinvestitionen | in MEUR | 9,3 | 10,2 | +9 |
| Capital Employed | in MEUR | 627,5 | 640,3 | +2 |
| Ø Mitarbeiter | in FTE | 4.155 | 4.224 | +2 |
Für das Jahr 2018 erwarten wir in der Division Pipes & Pavers Europe unverändert eine deutliche Steigerung von Umsatz und bereinigtem EBITDA. Trotz witterungsbedingter Verzögerungen von Bauprojekten am Jahresanfang gehen wir in Westeuropa von einem leichten Marktwachstum aus und werden insbesondere von Verbesserungen der Kostenstruktur profitieren. In Osteuropa erwarten wir eine deutliche Zunahme der Nachfrage, da private Ausgaben steigen und öffentliche Auftraggeber verstärkt Fördermittel der Europäischen Union abrufen. In Summe erwarten wir in beiden Berichtssegmenten eine klare Verbesserung von Umsatz und bereinigtem EBITDA.
Im Berichtssegment Pipes & Pavers Western Europe verzeichneten wir in den ersten drei Monaten trotz kalter Witterung, die insbesondere die nordischen Kernmärkte betraf, eine zufriedenstellende Geschäftsentwicklung. Der Umsatz stieg in den ersten drei Monaten um 5% auf 139,0 Mio. € (Vorjahr: 132,9 Mio. €). Im selben Zeitraum ging das EBITDA aufgrund von Restrukturierungskosten im keramischen Rohrgeschäft auf -7,6 Mio. € zurück (Vorjahr: +6,9 Mio. €).
| Pipes & Pavers Western Europe | 1-3/2017 | 1-3/2018 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in MEUR | 132,9 | 139,0 | +5 |
| EBITDA | in MEUR | 6,9 | -7,6 | <-100 |
| EBIT operativ | in MEUR | 0,8 | -13,8 | <-100 |
| Gesamtinvestitionen | in MEUR | 3,4 | 4,4 | +31 |
| Capital Employed | in MEUR | 334,0 | 340,1 | +2 |
| Ø Mitarbeiter | in FTE | 1.837 | 1.909 | +4 |
Das westeuropäische Kunststoffrohrgeschäft entwickelte sich im ersten Quartal erfreulich und erwirtschaftete eine Ergebnissteigerung. Diese beruht vor allem auf dem Beitrag der akquirierten Aktivitäten mit vorverkabelten Elektrorohren, einer Belebung im internationalen Projektgeschäft und einer deutlichen Verbesserung der Ertragssituation in Frankreich, wo wir derzeit die angekündigten Optimierungsmaßnahmen konsequent umsetzen. In unseren nordischen Kernmärkten entwickelte sich die Nachfrage positiv und wir erwarten nach dem witterungsbedingt langsamen Start in die Bausaison ein Ergebniswachstum. In Irland und den Niederlanden setzte sich die starke Dynamik aus dem Vorjahr fort.
Unser keramisches Rohrgeschäft verzeichnete im ersten Quartal eine zufriedenstellende Entwicklung. Wir erzielten im europäischen Kerngeschäft eine erfreuliche Verbesserung der Durchschnittspreise und konnten den Absatz gegenüber der Vergleichsperiode annähernd halten. Darüber hinaus haben wir umfangreiche Strukturmaßnahmen eingeleitet, welche die Schließung eines Produktionsstandorts in Deutschland, die Verschlankung des Produktportfolios und die Straffung der Vertriebs- und Verwaltungsstruktur umfassen. Durch diesen Schritt passen wir unsere Organisation optimal an die Marktgegebenheiten an und erwarten mittelfristig eine deutliche Steigerung der Profitabilität. Die daraus resultierenden Restrukturierungskosten in Höhe von 16,1 Mio. € wurden vollumfänglich im ersten Quartal erfasst.
In der Region Osteuropa verzeichneten wir in den ersten drei Monaten steigende Nachfrage sowie eine Zunahme von öffentlichen Ausschreibungen. Demgegenüber wirkten witterungsbedingte Verzögerungen bei der Bauausführung dämpfend auf die Verlieferung unserer Produkte. Infolgedessen stieg der Umsatz um 3% auf 80,1 Mio. € und das EBITDA lag mit -1,4 Mio. € leicht unter dem operativen Ergebnis der Vergleichsperiode (Vorjahr: -0,2 Mio. €).
Unsere osteuropäischen Kunststoffrohraktivitäten konnten das positive Marktumfeld in den ersten drei Monaten nur in eingeschränktem Maße für Ergebniszuwächse nutzen. Dabei beobachteten wir weiterhin insbesondere in Polen und Ungarn eine Erholung von EU-geförderten Infrastrukturausgaben und erwirtschafteten im wachsenden türkischen Markt eine Absatzsteigerung. Die Mehrzahl der übrigen osteuropäischen Märkte konnte das Ergebnis des von milder Witterung geprägten Vorjahresquartals nicht wiederholen.
In unserem Geschäft mit Betonflächenbefestigungen stieg die Nachfrage wie erwartet an. Infolgedessen rechnen wir nach dem verspäteten Beginn der Bausaison mit einer deutlichen Verbesserung des Ergebnisses im weiteren Jahresverlauf. Zudem haben wir mit der Veräußerung der österreichischen Aktivitäten einen wesentlichen strategischen Entwicklungsschritt gesetzt. Zukünftig fokussieren wir unseren Marktauftritt auf unsere Kernmärkte in Zentral-Osteuropa, die überdurchschnittliches Wachstumsund Margenpotenzial bieten.
| Pipes & Pavers Eastern Europe | 1-3/2017 | 1-3/2018 | Vdg. in % |
|---|---|---|---|
| Außenumsatz in MEUR |
77,6 | 80,1 | +3 |
| EBITDA in MEUR |
-0,2 | -1,4 | <-100 |
| EBIT operativ in MEUR |
-5,7 | -6,9 | -21 |
| Gesamtinvestitionen in MEUR |
6,0 | 5,8 | -3 |
| Capital Employed in MEUR |
293,5 | 300,2 | +2 |
| Ø Mitarbeiter in FTE |
2.318 | 2.315 | 0 |
Die Division North America steigerte ihr Ergebnis im ersten Quartal 2018 deutlich:
Die Wohnbautätigkeit in den USA war im ersten Quartal von feuchter und kalter Witterung gekennzeichnet. Vor diesem Hintergrund mussten wir trotz steigender Baubeginne einen Mengenrückgang bei Vormauerziegeln hinnehmen. Es ist uns jedoch gelungen, die Durchschnittspreise leicht zu verbessern und das organische Ergebnis zu steigern. Zudem leistete der im Vorjahr übernommene Vormauerziegelproduzent Columbus Brick nach erfolgreicher Integration einen wesentlichen Ergebnisbeitrag. Der Buchgewinn aus dem Verkauf von zwei Vertriebsstandorten wurde hingegen fast vollständig durch Währungseffekte kompensiert. In Kanada nutzten wir die positive Entwicklung der Nachfrage für die Erhöhung von Durchschnittspreisen und Absatz und auch unser nordamerikanisches Kunststoffrohrgeschäft verzeichnete in den ersten drei Monaten eine sehr zufriedenstellende Geschäftsentwicklung. Insgesamt erwirtschaftete die Division North America trotz eines währungsbedingten Umsatzrückgangs um 12 % ein signifikant höheres EBITDA von 9,9 Mio. € (Vorjahr: 3,8 Mio. €).
Im weiteren Jahresverlauf gehen wir für die USA unverändert von einer Fortsetzung des positiven Trends im Wohnungsneubau von Ein- und Zweifamilienhäusern aus, von dem wir durch eine Absatzsteigerung profitieren werden. Infolgedessen rechnen wir trotz der anhaltend kompetitiven Preisgestaltung in der US-Ziegelindustrie mit einer Verbesserung des operativen Ergebnisses in unserem Ziegelgeschäft. Während wir in Kanada für die erste Jahreshälfte eine weiterhin starke Nachfrage erwarten, ist davon auszugehen, dass sich die Maßnahmen der Regierung zur verstärkten Regulierung des Immobilienmarktes auf Jahressicht dämpfend auf unsere Geschäftsentwicklung auswirken werden. Im Bereich der Kunststoffrohre gehen wir von einer weiteren Ergebnisverbesserung aus. In Summe rechnen wir für die Division North America im Geschäftsjahr 2018 mit einem Anstieg von Umsatz und organischem Ergebnis.
| North America | 1-3/2017 | 1-3/2018 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in MEUR | 74,3 | 65,2 | -12 |
| EBITDA | in MEUR | 3,8 | 9,9 | >100 |
| EBIT operativ | in MEUR | -2,2 | 3,8 | >100 |
| Gesamtinvestitionen | in MEUR | 2,0 | 1,7 | -16 |
| Capital Employed | in MEUR | 358,2 | 370,4 | +3 |
| Ø Mitarbeiter | in FTE | 1.318 | 1.371 | +4 |
Die Division Holding & Others umfasst neben der Konzernholding auch unser Ziegelgeschäft in Indien, das wir an einem Produktionsstandort für Hintermauerziegel im Raum Bangalore betreiben. Die zurückhaltende Geschäftsentwicklung in Indien wurde durch den Verkauf
von nicht betriebsnotwendigem Vermögen aufseiten der Holdinggesellschaft deutlich kompensiert. In Summe verbessertes die Division im ersten Quartal ihr Ergebnis um 24 % auf -4,2 Mio. €.
| Holding & Others | 1-3/2017 | 1-3/2018 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | in MEUR | 2,4 | 2,2 | -10 |
| EBITDA | in MEUR | -5,6 | -4,2 | +24 |
| EBIT operativ | in MEUR | -6,2 | -4,9 | +21 |
| Gesamtinvestitionen | in MEUR | 0,7 | 0,9 | +31 |
| Capital Employed | in MEUR | 0,7 | 0,0 | -97 |
| Ø Mitarbeiter | in FTE | 207 | 219 | +6 |
| in TEUR | 1-3/2018 | 1-3/2017 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 675.059 | 659.625 |
| Herstellkosten | -461.458 | -464.175 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 213.601 | 195.450 |
| Vertriebskosten | -143.743 | -139.582 |
| Verwaltungskosten | -52.699 | -49.571 |
| Sonstige betriebliche Erträge: | ||
| Wertaufholungen von Vermögenswerten | 3.214 | 0 |
| Übrige | 10.281 | 4.276 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen: | ||
| Wertminderungen von Vermögenswerten | 0 | -1.263 |
| Übrige | -29.312 | -11.950 |
| Betriebsergebnis | 1.342 | -2.640 |
| Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | -853 | -566 |
| Zinsertrag | 1.340 | 1.440 |
| Zinsaufwand | -10.263 | -10.185 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -895 | 1.224 |
| Finanzergebnis | -10.671 | -8.087 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -9.329 | -10.727 |
| Ertragsteuern | -7.379 | -3.498 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -16.708 | -14.225 |
| davon Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile | -477 | -503 |
| davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil | 3.356 | 3.803 |
| davon den Aktionären der Muttergesellschaft zuzurechnen | -19.587 | -17.525 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | -0,17 | -0,15 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | -0,17 | -0,15 |
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | ||
|---|---|---|
| in TEUR | 1-3/2018 | 1-3/2017 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -16.708 | -14.225 |
| Währungsumrechnung | -13.427 | 9.465 |
| Währungsumrechnung von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 5 | 0 |
| Marktwertänderungen zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente 1) | 0 | 32 |
| Veränderung Hedging Rücklage | 1.848 | -851 |
| Sonstiges Gesamtergebnis 2) | -11.574 | 8.646 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -28.282 | -5.579 |
| davon Gesamtergebnis der nicht beherrschenden Anteile | -397 | -502 |
| davon auf Hybridkapitalbesitzer entfallender Anteil | 3.356 | 3.803 |
| davon den Aktionären der Muttergesellschaft zuzurechnendes Gesamtergebnis | -31.241 | -8.880 |
1) Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente bezeichnet eine Klassifizierung von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39, welche im Berichtsjahr aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 nicht mehr relevant ist. // 2) Der Ausweis der sonstigen Gesamtergebnisbestandteile erfolgt nach Steuern. Alle Bestandteile des sonstigen Gesamtergebnisses werden in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.
| Konzernbilanz | ||
|---|---|---|
| in TEUR | 31.3.2018 | 31.12.2017 |
| Aktiva | ||
| Immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte | 690.244 | 690.897 |
| Sachanlagen | 1.495.805 | 1.521.572 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 64.912 | 65.918 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 7.484 | 11.371 |
| Übrige Finanzanlagen und sonstige langfristige Forderungen | 24.222 | 16.708 |
| Latente Steuern | 43.107 | 44.049 |
| Langfristiges Vermögen | 2.325.774 | 2.350.515 |
| Vorräte | 795.944 | 741.597 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 301.954 | 214.277 |
| Forderungen aus laufenden Ertragsteuern | 9.611 | 2.297 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | 96.418 | 98.934 |
| Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 63.242 | 79.008 |
| Zahlungsmittel | 73.604 | 169.259 |
| Kurzfristiges Vermögen | 1.340.773 | 1.305.372 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 28.589 | 3.977 |
| Summe Aktiva | 3.695.136 | 3.659.864 |
| Passiva | ||
| Gezeichnetes Kapital | 117.527 | 117.527 |
| Kapitalrücklagen | 1.075.421 | 1.086.017 |
| Hybridkapital | 265.985 | 265.985 |
| Gewinnrücklagen | 650.292 | 674.923 |
| Übrige Rücklagen | -262.522 | -251.842 |
| Eigene Anteile | -10.297 | -4.862 |
| Beherrschende Anteile | 1.836.406 | 1.887.748 |
| Nicht beherrschende Anteile | 472 | 23.491 |
| Eigenkapital | 1.836.878 | 1.911.239 |
| Latente Steuern | 68.980 | 71.630 |
| Personalrückstellungen | 152.668 | 154.992 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 79.091 | 76.453 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 485.991 | 493.948 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 5.983 | 6.023 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 792.713 | 803.046 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 53.005 | 39.114 |
| Verbindlichkeiten aus laufenden Ertragsteuern | 10.944 | 11.399 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 493.362 | 320.724 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 255.578 | 321.533 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 244.377 | 252.809 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 1.057.266 | 945.579 |
| Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 8.279 | 0 |
| Summe Passiva | 3.695.136 | 3.659.864 |
| Konzern-Cashflow Statement | ||
|---|---|---|
| ---------------------------- | -- | -- |
| in TEUR | 1-3/2018 | 1-3/2017 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -9.329 | -10.727 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 45.511 | 46.290 |
| Wertminderungen von Vermögenswerten und andere Bewertungseffekte | 3.281 | 1.367 |
| Wertaufholungen von Vermögenswerten | -3.214 | 0 |
| Veränderungen langfristiger Rückstellungen | -1.776 | -1.799 |
| Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 853 | 566 |
| Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen | -5.867 | -83 |
| Zinsergebnis | 8.923 | 8.745 |
| Gezahlte Zinsen | -4.160 | -5.484 |
| Erhaltene Zinsen | 146 | 399 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -17.347 | -8.482 |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 17.021 | 30.792 |
| Veränderungen Vorräte | -68.207 | -58.371 |
| Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -90.191 | -107.116 |
| Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -65.967 | -38.788 |
| Veränderungen übriges Netto-Umlaufvermögen | -4.852 | -21.357 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -212.196 | -194.840 |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen) | 23.938 | 1.474 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen | -29.481 | -28.474 |
| Dividendenausschüttungen aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen |
3.039 | 6.521 |
| Veränderungen Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 13.575 | -4.406 |
| Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen | -2.142 | 0 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | 8.929 | -24.885 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten | 192.949 | 398.981 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten | -36.305 | -333.620 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Finanzverbindlichkeiten | 210 | 150.295 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von langfristigen Finanzverbindlichkeiten | -65 | -26 |
| Gezahlter Hybridkupon | -13.609 | -29.898 |
| Erwerb nicht beherrschender Anteile | -30.100 | 0 |
| Erwerb eigener Aktien | -5.436 | 0 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 107.644 | 185.732 |
| Veränderung der Zahlungsmittel | -95.623 | -33.993 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel | -32 | 370 |
| Zahlungsmittel am Anfang der Periode | 169.259 | 197.016 |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode | 73.604 | 163.393 |
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklagen/ eigene Anteile |
Hybrid kapital |
Gewinn rücklagen |
Übrige Rücklagen |
Beherrschende Anteile |
Nicht beherrschende Anteile |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2018 | 117.527 | 1.081.155 | 265.985 | 674.923 | -251.842 | 1.887.748 | 23.491 | 1.911.239 |
| Anpassungen 1) | 5.209 | 974 | 6.183 | 6.183 | ||||
| Stand 1.1.2018 nach Anpassungen |
117.527 | 1.081.155 | 265.985 | 680.132 | -250.868 | 1.893.931 | 23.491 | 1.917.422 |
| Gesamtergebnis | -16.231 | -11.654 | -27.885 | -397 | -28.282 | |||
| Hybridkupon | -13.609 | -13.609 | -13.609 | |||||
| Abgang nicht beherrschende Anteile |
-10.595 | -10.595 | -22.622 | -33.217 | ||||
| Veränderung eigener Anteile |
-5.436 | -5.436 | -5.436 | |||||
| Stand 31.3.2018 | 117.527 | 1.065.124 | 265.985 | 650.292 | -262.522 | 1.836.406 | 472 | 1.836.878 |
1) Aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 und IFRS 15 wurde der Anfangsbestand angepasst.
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklagen/ eigene Anteile |
Hybrid kapital |
Gewinn rücklagen |
Übrige Rücklagen |
Beherrschende Anteile |
Nicht beherrschende Anteile |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2017 | 117.527 | 1.081.155 | 265.985 | 586.961 | -222.503 | 1.829.125 | 19.831 | 1.848.956 |
| Gesamtergebnis | -13.722 | 8.645 | -5.077 | -502 | -5.579 | |||
| Hybridkupon | -17.692 | -17.692 | -17.692 | |||||
| Stand 31.3.2017 | 117.527 | 1.081.155 | 265.985 | 555.547 | -213.858 | 1.806.356 | 19.329 | 1.825.685 |
| Clay Building Materials | Pipes & Pavers | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1-3/2018 in TEUR |
Eastern Europe |
Western Europe |
Eastern Europe |
Western Europe |
North America |
Holding & | Others 1) Überleitung 2) | Wienerberger Gruppe |
| Außenumsatz | 119.263 | 268.938 | 80.134 | 139.011 | 65.243 | 2.153 | 674.742 | |
| Innenumsatz | 1.850 | 3.931 | 3.058 | 996 | 0 | 3.715 | -13.233 | 317 |
| Umsatz gesamt | 121.113 | 272.869 | 83.192 | 140.007 | 65.243 | 5.868 | -13.233 | 675.059 |
| EBITDA | 17.879 | 29.572 | -1.432 | -7.594 | 9.897 | -4.208 | 44.114 | |
| EBIT operativ | 6.440 | 13.521 | -6.869 | -13.836 | 3.761 | -4.889 | -1.872 | |
| Wertminderungen / Wertaufholungen von Vermögenswerten |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3.214 | 3.214 | |
| EBIT | 6.440 | 13.521 | -6.869 | -13.836 | 3.761 | -1.675 | 1.342 | |
| Ergebnis nach Ertragsteuern |
1.666 | 3.054 | -9.127 | -16.818 | 1.513 | 1.980 | 1.024 | -16.708 |
| Gesamtinvestitionen | 39.642 | 9.331 | 5.773 | 4.430 | 1.674 | 873 | 61.723 | |
| Capital Employed | 512.566 | 1.139.009 | 300.232 | 340.096 | 370.377 | 24 | 2.662.304 | |
| Ø Mitarbeiter | 4.551 | 6.244 | 2.315 | 1.909 | 1.371 | 219 | 16.609 |
| Clay Building Materials | Pipes & Pavers | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1-3/2017 in TEUR |
Eastern Europe |
Western Europe |
Eastern Europe |
Western Europe |
North America |
Holding & | Others 1) Überleitung 2) Wienerberger | Gruppe |
| Außenumsatz | 100.298 | 271.903 | 77.643 | 132.852 | 74.322 | 2.405 | 659.423 | |
| Innenumsatz | 1.846 | 1.924 | 2.458 | 1.862 | 0 | 3.237 | -11.125 | 202 |
| Umsatz gesamt | 102.144 | 273.827 | 80.101 | 134.714 | 74.322 | 5.642 | -11.125 | 659.625 |
| EBITDA | 12.169 | 28.962 | -204 | 6.863 | 3.849 | -5.559 | 46.080 | |
| EBIT operativ | 1.026 | 10.912 | -5.680 | 785 | -2.223 | -6.197 | -1.377 | |
| Wertminderungen / Wertaufholungen von Vermögenswerten |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -1.263 | -1.263 | |
| EBIT | 1.026 | 10.912 | -5.680 | 785 | -2.223 | -7.460 | -2.640 | |
| Ergebnis nach Ertragsteuern |
-1.797 | -96 | -7.081 | -3.100 | -4.602 | 1.603 | 848 | -14.225 |
| Gesamtinvestitionen | 7.778 | 8.693 | 5.965 | 3.378 | 1.995 | 665 | 28.474 | |
| Capital Employed | 517.067 | 1.171.612 | 293.530 | 333.997 | 358.239 | 715 | 2.675.160 | |
| Ø Mitarbeiter | 4.402 | 5.956 | 2.318 | 1.837 | 1.318 | 207 | 16.038 |
1) Der Bereich Holding & Others enthält die Aktivitäten in Indien sowie Holdingkosten. // 2) Die Überleitung beinhaltet lediglich Eliminierungen von Aufwand und Ertrag zwischen Konzerngesellschaften.
Der Zwischenbericht zum 31.3.2018 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards, Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34) erstellt. Wesentliche Annahmen und Schätzungen, die
für den Konzernabschluss 2017 vorgenommen wurden, sowie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31.12.2017 werden mit Ausnahme der IFRS, die ab dem 1.1.2018 verpflichtend anzuwenden sind, unverändert angewandt.
Folgende Tabelle enthält eine Übersicht neuer Standards und Interpretationen, die zum Bilanzstichtag vom IASB veröffentlicht wurden:
| Standards/Interpretationen | Veröffentlichung durch das IASB |
Verpflichtender Erstanwendungs zeitpunkt |
|
|---|---|---|---|
| Verbesserungen der IFRS 2014 - 2016 Zyklus | Dezember 2016 | 1.1.2017 / 1) 1.1.2018 |
|
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | Juli 2014 | 1.1.2018 1) |
| IFRS 15 | Umsatzerlöse aus Kundenverträgen | Mai 2014/ September 2015 |
1.1.2018 1) |
| IFRS 15 | Umsatzerlöse aus Kundenverträgen – Klarstellung | April 2016 | 1.1.2018 1) |
| IFRS 2 | Anteilsbasierte Vergütungen – Änderungen | Juni 2016 | 1.1.2018 1) |
| IFRS 4 | Versicherungsverträge – Änderungen | September 2016 | 1.1.2018 1) |
| IAS 40 | Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien: Änderungen | Dezember 2016 | 1.1.2018 1) |
| IFRIC 22 | Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen |
Dezember 2016 | 1.1.2018 1) |
| IFRS 16 | Leasingverhältnisse | Jänner 2016 | 1.1.2019 1) |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente – Änderungen | Oktober 2017 | 1.1.2019 1) |
| IFRIC 23 | Unsicherheiten bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung | Juni 2017 | 1.1.2019 |
| IAS 28 | Assoziierte Unternehmen – Änderungen | Oktober 2017 | 1.1.2019 |
| Verbesserungen der IFRS 2015 - 2017 Zyklus | Dezember 2017 | 1.1.2019 | |
| IAS 19 | Leistungen an Arbeitnehmer – Änderungen | Februar 2018 | 1.1.2019 |
| Rahmenkonzept | Rahmenkonzept – Änderungen | März 2018 | 1.1.2020 |
| IFRS 17 | Versicherungsverträge | Mai 2017 | 1.1.2021 |
| IFRS 10, IAS 28 | Veräußerung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und seinem assoziierten oder Gemeinschaftsunternehmen – Änderungen |
September 2014/ Dezember 2015 |
- |
1) Verpflichtender Erstanwendungszeitpunkt gemäß EU Übernahmeverordnung
Der Verbesserungszyklus 2014 - 2016 beinhaltet Klarstellungen im Zusammenhang mit Anteilen an anderen sowie an assoziierten Unternehmen gemäß IFRS 12 und IAS 28. Weiters werden bestimmte Erleichterungsbestimmungen gemäß IFRS 1 für Erstanwender gestrichen, die für Wienerberger nicht relevant sind. Die Änderungen des IFRS 12 treten am 1.1.2017, die Änderungen des IFRS 1 und IAS 28 am 1.1.2018 in Kraft.
Die neuen Standards IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen und die Klarstellungen zu IFRS 15 sowie IFRS 9 Finanzinstrumente sind erstmalig für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1.1.2018 beginnen. Detaillierte Ausführungen zu den Auswirkungen dieser Standards können den Kapiteln "Erstmalige
Anwendung von IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen" sowie "Erstmalige Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente" entnommen werden.
Die Änderungen zu IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütungen betreffen die Berücksichtigung von Ausübungsbedingungen im Rahmen der Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich. Anteilsbasierte Vergütungen, die einen Nettoausgleich für ein-zubehaltende Steuern vorsehen, werden wie anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente klassifiziert. Ferner wird die Bilanzierung einer Änderung der Bedingungen, wenn sich durch die Änderung die Klassifizierung der Vergütung von "mit Barausgleich" zu "mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente" ändert, geregelt.
Im September 2016 wurden die Änderungen zu IFRS 4 Versicherungsverträge veröffentlicht, die die Abbildung von IFRS 9 Finanzinstrumente in Versicherungsverträgen behandeln. Diese Änderungen haben keine Relevanz für Wienerberger.
Im Dezember 2016 wurde eine Änderung zum IAS 40 veröffentlicht, die den Beginn und das Ende einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie näher erläutert, sodass nun auch nicht fertiggestellte Immobilien unter die Regelungen des IAS 40 fallen können. Diese Änderung tritt mit 1.1.2018 in Kraft.
Weiters wurde im Dezember 2016 IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen veröffentlicht. Diese Interpretation stellt klar, dass für die Ermittlung des Wechselkurses eines nicht monetären Vermögenswerts derjenige Zeitpunkt relevant ist, zu welchem der aus der Vorauszahlung resultierende Vermögenswert erfasst wird. Diese Interpretation gilt für alle Geschäftsjahre, die nach dem 1.1.2018 beginnen.
IFRS 16 Leasingverhältnisse wurde im Jänner 2016 veröffentlicht und wird IAS 17 Leasingverhältnisse, IFRIC 4 Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, SIC 15 Operating-Leasingverhältnisse – Anreize und SIC 27 Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen ersetzen. Wienerberger wird den neuen
Standard mit 1.1.2019 erstmals anwenden und als Übergangsmethode den modifizierten rückwirkenden Ansatz wählen. Dabei wird der kumulierte Effekt der erstmaligen Anwendung dieses Standards in der Eröffnungsbilanz der Gewinnrücklagen berücksichtigt und es erfolgt keine Anpassung der Vergleichsperiode 2018. Der neue Standard hat zum Ziel, dass alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen beim Leasingnehmer in der Bilanz erfasst werden, wodurch in Hinkunft die Unterscheidung zwischen Operating- und Finanzierungs-Leasingverhältnissen entfällt. Eine erste Beurteilung der Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergab einen erwarteten Anstieg des Anlagevermögens und der Finanzverbindlichkeiten aufgrund bestehender Operating-Leasingverhältnisse. Innerhalb des Anlagevermögens wird insbesondere die Anlagenklasse Grundstücke und Bauten aufgrund längerfristiger Mietund Leasingverträge für Büroflächen, Lagerräume und Produktionsstätten von der Umstellung betroffen sein. Die tatsächliche Höhe der Effekte zum Zeitpunkt der Umstellung werden jedoch von diversen Faktoren abhängen, etwa den zu diesem Zeitpunkt bestehenden Miet- und Leasingverträgen, die Ausübung von Wahlrechten, die Einschätzung von Optionen oder der aktuellen Zinslandschaft.
Die Änderungen zu IFRS 9 Finanzinstrumente wurden im Oktober 2017 veröffentlicht und beinhalten eine Anpassung der Beurteilungskriterien für die Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten. Unter bestimmten Voraussetzungen dürfen finanzielle Vermögenswerte mit einer negativen Vorfälligkeitsentschädigung zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Ferner wird klargestellt, dass fortgeführte Anschaffungskosten von modifizierten finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht zu einer Ausbuchung führen, unmittelbar erfolgswirksam angepasst werden müssen. Die Änderungen sind rückwirkend ab dem 1.1.2019 anzuwenden.
IFRIC 23 Unsicherheiten bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung beinhaltet ergänzende Regelungen zu IAS 12 Ertragsteuern und wurde im Juni 2017 veröffentlicht. Diese Interpretation erläutert, wie mit Unsicherheiten ertragsteuerlicher Regelungen im IFRS Abschluss umzugehen ist.
Die Änderungen an IAS 28 stellen klar, dass IFRS 9 auf langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen anzuwenden ist, deren Bilanzierung nicht nach der Equity-Methode erfolgt. Auch diese Änderungen sind mit 1.1.2019 anzuwenden, wenn sie von der EU übernommen werden.
Der Verbesserungszyklus 2015 - 2017 beinhaltet Klarstellungen in Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen nach IFRS 3 sowie Gemeinsamen Vereinbarungen nach IFRS 11. Im Detail wird die Neubewertung von bisher gehaltenen Anteilen bei Erlangung von Beherrschung bzw. gemeinschaftlicher Führung an einem Geschäftsbetrieb geregelt, an dem zuvor eine Beteiligung im Rahmen einer gemeinsamen Tätigkeit bestand. Weiters beinhaltet der Verbesserungszyklus Klarstellungen zu IAS 12 Ertragsteuern betreffend ertragsteuerliche Konsequenzen von Dividendenzahlungen und IAS 23 Fremdkapitalkosten zur Bestimmung des Finanzierungskostensatzes. Vorbehaltlich der Übernahme durch die EU treten diese Änderungen mit 1.1.2019 in Kraft.
Die Änderungen zu IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer, die im Februar 2018 veröffentlicht wurden, stellen klar, dass nach einer Plankürzung oder -änderung bzw. Abgeltung der Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen für den Rest der Periode auf Basis aktualisierter Annahmen zu berücksichtigen sind. Vorbehaltlich der Übernahme durch die EU sind die Änderungen mit 1.1.2019 anzuwenden.
Im März 2018 wurde eine neu überarbeitete Fassung des Rahmenkonzepts veröffentlicht. Dieses soll dem Abschlussersteller behilflich sein, Bilanzierungsmethoden für Transaktionen zu entwickeln, sofern keine entsprechenden Vorgaben in Standards und Interpretationen des IFRS-Regelwerks bestehen. Ferner dient es dem IASB als einheitliche konzeptionelle Basis für die Entwicklung von Standards und Interpretationen.
Im Mai 2017 veröffentlichte der IASB den neuen Standard IFRS 17 Versicherungsverträge, welcher IFRS 4 ablöst und die Bilanzierung von Versicherungs- und Rückversicherungsverträgen regelt. Da Wienerberger weder Versicherungs- noch Rückversicherungsverträge hält, hat der neue Standard keine Relevanz für den Konzern abschluss.
Die Änderungen zu IFRS 10 Konzernabschlüsse und IAS 28 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen mit dem Titel Veräußerung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und seinem assoziierten oder Gemeinschaftsunternehmen sehen vor, dass Ergebniseffekte davon abhängig sind, ob ein Geschäftsbetrieb übertragen wird oder nicht. Bei Verlust der Beherrschung über einen Geschäftsbetrieb soll das Ergebnis vollständig erfasst werden. Der Erstanwendungszeitpunkt wurde vom IASB auf einen noch festzulegenden Zeitpunkt verschoben.
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen defininiert den Zeitpunkt und die Höhe der Erlösrealisierung unabhängig von unterschiedlichen Auftrags- und Leistungsarten. Um den Umsatz zu ermitteln, sieht der Standard ein fünfstufiges Prüfschema vor, nach welchem zuerst der Vertrag und die darin enthaltenen Leistungsverpflichtungen zu identifizieren sind. Nach Ermittlung des Transaktionspreises und dessen Aufteilung auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen muss in weiterer Folge der Zeitpunkt der Leistung bestimmt werden, um den Umsatz realisieren zu können.
Wienerberger hat IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen auf Basis der kumulativen Methode erstmalig angewendet. Der kumulierte Effekt aus der Erstanwendung per 1.1.2018 wurde in der Gewinnrücklage erfasst und betraf Verträge, die zum Bilanzstichtag 31.12.2017 noch nicht abgeschlossen waren. Dementsprechend erfolgte keine Anpassung der Vergleichsperiode 2017. Der in der Gewinnrücklage erfasste, eigenkapitalerhöhende Effekt belief sich auf 315 TEUR nach Steuern. Dieser resultierte zur Gänze aus der früheren Umsatzrealisierung von Produkten ohne alternativen Nutzen gemäß IFRS 15.35 lit. c).
| Anpassungen | |||
|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2017 | gemäß IFRS 15 |
1.1.2018 |
| Aktiva | |||
| Vorräte | 741.597 | -739 | 740.858 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 214.277 | 1.161 | 215.438 |
| Latente Steuern | 44.049 | -39 | 44.010 |
| Passiva | |||
| Gewinnrücklagen | 674.923 | 315 | 675.238 |
| Latente Steuern | 71.630 | 68 | 71.698 |
Die nachfolgende Tabelle stellt die Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen auf die Eröffnungsbilanz per 1.1.2018 dar:
Nach dem neuen Standard erfolgt die Umsatzrealisierung bei Kontrollübergang auf den Kunden. Für Fertigungsaufträge gemäß IFRS 15.35 lit. c) erfolgt der Kontrollübergang bereits bei Produktion, da der Kunde bereits während des Produktionsprozesses Kontrolle an den unfertigen Erzeugnissen erwirbt. Der Umsatz aus derartigen Verträgen ist nach IFRS 15 zeitraumbezogen zu realisieren, da kundenspezifische Produkte ohne einen alternativen Nutzen gefertigt werden und Wienerberger einen durchsetzbaren Zahlungsanspruch gegenüber dem Kunden hat. Im Ziegel- und keramischen Rohrgeschäft sowie im Geschäft mit Betonflächenbefestigungen beläuft sich die Produktionsdauer derartiger Fertigungsaufträge in der Regel auf wenige Tage bis Wochen.
Im Bereich der Kunststoffrohraktivitäten bei der Herstellung von LLLD (long-length-large-diameter) Rohren wurden Auftragserlöse und Auftragskosten bis 31.12.2017 gemäß IAS 11 entsprechend des Leistungsfortschritts erfasst. Auch nach IFRS 15 sind die Umsatzerlöse aus diesen Fertigungsaufträgen zeitraumbezogen zu realisieren, wodurch es zu keiner Änderung bei Anwendung des neuen Standards kam.
Neben dem Verkauf von Produkten erbringt Wienerberger auch Serviceleistungen an Kunden. So werden beispielsweise im Rahmen des Building Information Modeling 3D-Modelle für Gebäudeplanungen erstellt. Wienerberger erhält für die Serviceleistungen wie Lärmmessung, Landschaftsbewertung etc. im Rahmen dieser
Building Information Modeling-Projekte eine Servicepauschale. Gemäß IFRS 15 sind die Erlöse aus den Building Information Modeling-Projekten zeitraumbezogen zu realisieren, da ein Vermögenswert erstellt wird, der keine alternativen Nutzungsmöglichkeiten für Wienerberger aufweist und ein Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistungen besteht.
Für retournierbare Paletten wurde bis 31.12.2017 am Jahresende eine Rückstellung in Höhe des Gewinnbeitrags der erwarteten Retouren gebildet, indem der Umsatz angepasst wurde. Gemäß IFRS 15 dürfen variable Gegenleistungen wie erwartete Retouren nur in jenem Umfang in den Umsatzerlösen erfasst werden, als es hochwahrscheinlich ist, dass es zu keiner signifikanten Stornierung dieser Umsatzerlöse in der Zukunft kommen wird. Retouren sind demgemäß zu schätzen und der Umsatz gegen eine Rückerstattungsverbindlichkeit in Höhe der erwarteten Zahlungen an den Kunden zu vermindern. Zeitgleich erfolgt die Erfassung eines Vermögenswerts für erwartete Retouren unter Bezugnahme auf den vorherigen Buchwert abzüglich erwarteter Kosten für den Rückerhalt sowie potenzieller Wertminderungen. Im Vergleich zur bisherigen Erfassungslogik kommt es zu einer höheren Kürzung der Umsatzerlöse, denen jedoch eine Anpassung der Herstellkosten entgegensteht. Der Bruttoausweis führt zu einer Bilanzverlängerung. Die Rückerstattungsverbindlichkeit wird unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten, der Vermögenswert für erwartete Retouren unter den sonstigen kurzfristigen Forderungen ausgewiesen.
Vor allem in Verträgen mit Großhändlern wurden Werbekostenzuschüsse identifiziert, die gemäß IFRS 15 als Umsatzkürzungen darzustellen sind, soweit sie nicht abgrenzbare Lieferungen und Leistungen betreffen.
Dadurch kommt es zu einer Verschiebung zwischen Vertriebskosten und Umsatzerlösen und damit zu einer Ausweisänderung innerhalb der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Vergleich zu den bisher angewandten Regelungen.
In den nachfolgenden Tabellen sind die Auswirkungen dieser Änderungen auf den Zwischenabschluss per 31.3.2018 dargestellt. Die Auswirkungen auf das Konzern-Cashflow Statement per 31.3.2018 sind immateriell.
| 1-3/2018 in TEUR |
Berichtet | Anpassungen gemäß IFRS 15 |
Ohne Anwendung von IFRS 15 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 675.059 | 2.272 | 677.331 |
| Herstellkosten | -461.458 | -2.327 | -463.785 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 213.601 | -55 | 213.546 |
| Vertriebskosten | -143.743 | -269 | -144.012 |
| Betriebsergebnis | 1.342 | -324 | 1.018 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -9.329 | -324 | -9.653 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -16.708 | -324 | -17.032 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -28.282 | -324 | -28.606 |
| 31.3.2018 in TEUR |
Berichtet | Anpassungen gemäß IFRS 15 |
Ohne Anwendung von IFRS 15 |
|---|---|---|---|
| Latente Steuern | 43.107 | 39 | 43.146 |
| Langfristiges Vermögen | 2.325.774 | 39 | 2.325.813 |
| Vorräte | 795.944 | 1.508 | 797.452 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 301.954 | -2.254 | 299.700 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | 96.418 | -6.503 | 89.915 |
| Kurzfristiges Vermögen | 1.340.773 | -7.249 | 1.333.524 |
| Summe Aktiva | 3.695.136 | -7.210 | 3.687.926 |
| Gewinnrücklagen | 650.292 | -638 | 649.654 |
| Eigenkapital | 1.836.878 | -638 | 1.836.240 |
| Latente Steuern | 68.980 | -69 | 68.911 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 792.713 | -69 | 792.644 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 53.005 | 2.013 | 55.018 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 244.377 | -8.516 | 235.861 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 1.057.266 | -6.503 | 1.050.763 |
| Summe Passiva | 3.695.136 | -7.210 | 3.687.926 |
| Clay Building Materials | Pipes & Pavers | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1-3/2018 in TEUR |
Eastern Europe |
Western Europe |
Eastern Europe |
Western Europe |
North America |
Holding & Others 1) |
Wienerberger Gruppe |
| Wand | 84.849 | 69.955 | 0 | 0 | 3.463 | 1.988 | 160.255 |
| Fassade | 2.841 | 123.053 | 0 | 0 | 44.567 | 37 | 170.498 |
| Dach | 31.482 | 75.930 | 0 | 0 | 0 | 80 | 107.492 |
| Flächenbefestigungen | 0 | 0 | 13.075 | 0 | 103 | 0 | 13.178 |
| Rohre | 91 | 0 | 67.059 | 139.011 | 17.110 | 0 | 223.271 |
| Sonstiges | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 48 | 48 |
| Summe | 119.263 | 268.938 | 80.134 | 139.011 | 65.243 | 2.153 | 674.742 |
Die Außenumsätze nach den wichtigsten Produktgruppen stellen sich – auf die Berichtssegmente übergeleitet – wie folgt dar:
| Clay Building Materials | Pipes & Pavers | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1-3/2017 in TEUR |
Eastern Europe |
Western Europe |
Eastern Europe |
Western Europe |
North America |
Holding & Others 1) |
Wienerberger Gruppe |
| Wand | 68.504 | 73.044 | 0 | 0 | 4.208 | 2.123 | 147.879 |
| Fassade | 3.410 | 115.710 | 0 | 0 | 50.185 | 172 | 169.477 |
| Dach | 28.338 | 83.149 | 0 | 0 | 0 | 51 | 111.538 |
| Flächenbefestigungen | 0 | 0 | 14.212 | 0 | 135 | 0 | 14.347 |
| Rohre | 46 | 0 | 63.431 | 132.852 | 19.794 | 0 | 216.123 |
| Sonstiges | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 59 | 59 |
| Summe | 100.298 | 271.903 | 77.643 | 132.852 | 74.322 | 2.405 | 659.423 |
Im November 2009 führte das Projekt, IAS 39 Finanzinstrumente durch IFRS 9 Finanzinstrumente zu ersetzen, zur ersten Veröffentlichung betreffend Ansatz und Bewertung von Finanzinstrumenten. Weitere Regelungen des IFRS 9 wurden in den Jahren 2010 und 2013 und die finale Fassung im Juli 2014 veröffentlicht. IFRS 9 wurde Ende 2016 von der EU übernommen und ist erstmalig für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1.1.2018 beginnen. Wienerberger wendet die Änderungen des IFRS 9 prospektiv an, wobei Wertänderungen von finanziellen Vermögenswerten in der Eröffnungsbilanz zum 1.1.2018 in der Gewinnrücklage erfasst werden.
Folgende Tabelle stellt die Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente auf die Eröffnungsbilanz zum 1.1.2018 dar:
| Anpassungen gemäß |
|||
|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2017 | IFRS 9 | 1.1.2018 |
| Aktiva | |||
| Übrige Finanzanlagen und sonstige langfristige Forderungen | 16.708 | 7.570 | 24.278 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 214.277 | -1.724 | 212.553 |
| Wertpapiere und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 79.008 | -108 | 78.900 |
| Passiva | |||
| Gewinnrücklagen | 674.923 | 4.894 | 679.817 |
| Übrige Rücklagen | -251.842 | 974 | -250.868 |
| Latente Steuern | 71.630 | -130 | 71.500 |
Wesentliche Änderungen betreffen die Klassifizierung und Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten. Nach den neuen Zuordnungskriterien steht zunächst der Charakter des Finanzinstruments im Vordergrund, wonach Fremd- und Eigenkapitalinstrumente sowie Derivate unterschiedlichen Bewertungsvorgaben unterliegen. Ein weiteres Kriterium ist das Geschäftsmodell, welches dem Finanzinstrument zu Grunde liegt. Dabei ist zu definieren, ob eine Handelsabsicht besteht oder ob das Finanzinstrument bis zur Fälligkeit gehalten werden soll. Folgende Methoden des Ansatzes und der Folgebewertung werden in Abhängigkeit der Eigenschaften des Finanzinstruments angewendet: Bewertung zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung, Bewertung zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Gesamtergebnis und Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten.
| Klassifizierung & Bewertung gemäß IAS 39 |
Klassifizierung & Bewertung gemäß IFRS 9 |
Buchwert | Buchwert unter IFRS 9 |
|
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2017 | 1.1.2018 | |||
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente zu fort geführten Anschaffungskosten |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert |
7.026 | 7.571 | 14.597 |
| Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten |
Zu fortgeführten Anschaffungskosten |
3.250 | -1 | 3.249 |
| Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten |
Zu fortgeführten Anschaffungskosten |
25.328 | -108 | 25.220 |
| Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten |
Zu fortgeführten Anschaffungskosten |
214.277 | -1.724 | 212.553 |
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert |
28.370 | 0 | 28.370 |
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert |
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert - mit Recycling |
42 | 0 | 42 |
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert |
13 | 0 | 13 |
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert |
790 | 0 | 790 |
| unter IAS 39 Umwertung |
Die Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten von IAS 39 auf IFRS 9 lässt sich wie folgt überleiten:
In der Position Beteiligungen an verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen werden langfristige nicht konsolidierte Beteiligungen sowie strategische Investitionen dargestellt. Unter IAS 39 wurden diese Finanzinstrumente der Kategorie als zur Veräußerung verfügbar zugeordnet, wobei deren Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten erfolgte. Gemäß IFRS 9 müssen Eigenkapitalinstrumente grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, was zu einer Aufwertung im Ausmaß von 7.571 TEUR führte. Nach IFRS 9 besteht bei Halteabsicht derartiger Finanzinstrumente im Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes die Option der erfolgsneutralen Bewertung über das sonstige Gesamtergebnis für jedes einzelne Finanzinstrument. Diese Option wurde nicht in Anspruch genommen.
Die in den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Wertpapiere und sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthalten Fondsanteile, Schuldtitel von Kapitalgesellschaften, Aktien und sonstige Finanzinstrumente, die einerseits zur kurzfristigen Veranlagung von Liquidität
und andererseits zur Deckung von Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen gehalten werden. Diese Finanzinstrumente wurden unter IAS 39 zum beizulegenden Zeitwert als zur Veräußerung verfügbar eingestuft, wobei Wertschwankungen mit Ausnahme von dauerhaften Wertminderungen über das sonstige Gesamtergebnis erfasst wurden. Unter IFRS 9 werden nun Aktien, Fondsanteile und sonstigen Finanzinstrumente erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert über das Finanzergebnis bewertet. Schuldtitel an Kapitalgesellschaften werden üblicher Weise wie unter IAS 39 erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Ist jedoch eine Handelsabsicht bei einem Schuldinstrument gegeben, so werden Wertänderungen erfolgswirksam über das Finanzergebnis erfasst. Bei Wienerberger wurde kein Finanzinstrument identifiziert, welches zum 31.12.2017 zu Handelszwecken gehalten wurde.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Darlehensforderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und unterliegen gemäß dem neuen IFRS 9 erweiterten Wertminderungsbestimmungen, nach welchen neben den aktuellen nun auch zukunftsorientierte Informationen über erwartete Kreditverluste in den Ansatz und die Bewertung miteinzubeziehen sind. Die Anpassung von Lieferforderungen um erwartete Ausfälle über die Gesamtlaufzeit dieser Finanzinstrumente erfolgte unter Anwendung einer Wertminderungsmatrix, in welcher die erwarteten Ausfälle in Abhängigkeit von Überfälligkeiten mit der Eintrittswahrscheinlichkeit ökonomischer Szenarien gewichtet wurden. Insgesamt führte die erweiterte Berechnung zu einer Anpassung der Forderungen aus Lieferung und Leistung von -1.724 TEUR. Bei Darlehensforderungen gelten die allgemeinen Wertminderungsbestimmungen, wonach ein erwarteter Ausfall zunächst über die nächsten 12 Monate zu berechnen ist. Bei erheblicher Verschlechterung der Kreditwürdigkeit des Schuldners ist ein erwarteter Ausfall über die gesamte Laufzeit des Finanzinstruments zu ermitteln. Für den Bestand der Darlehensforderungen und sonstigen langfristigen Forderungen am 31.12.2017 wurde ein zusätzlicher Wertminderungsbedarf von -109 TEUR erfasst, welcher sich ausschließlich auf die nächsten 12 Monate bezieht.
Eine weitere wesentliche Änderung des IFRS 9 betrifft die überarbeiteten Regelungen zu Hedge Accounting. Der Nachweis der Effektivität unterliegt nicht mehr der vom Standardsetter vorgegebenen Bandbreite von 80 % - 125 % gemäß IAS 39, sondern kann vom Unternehmen qualitativ begründet werden. Die Erstanwendung von Hedge Accounting gemäß IFRS 9 bei Wienerberger erfolgte gemeinsam mit den Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung sowie den Wertminderungsbestimmungen des IFRS 9. Durch die Umstellung gab es keinen Effekt in der Eröffnungsbilanz zum 1.1.2018.
In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, bei denen die Wienerberger AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Die Schlagmann Gruppe, Silike keramika, spol. s.r.o. und TV Vanheede-Wienerberger sind gemäß den Kriterien des IFRS 11 als Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) zu klassifizieren, da die Führung dieser Unternehmen gemeinschaftlich mit einem gleichberechtigten Partner erfolgt. Sie werden daher zu 50% at-equity bilanziert.
Im Jänner 2018 erwarb Wienerberger das österreichische Hintermauerziegelwerk Brenner. Im Zuge einer vorläufigen Kaufpreisallokation wurde ein Firmenwert von 1.818 TEUR identifiziert und im operativen Berichtssegment Clay Building Materials Eastern Europe ausgewiesen.
Mit Wirkung vom 15.2.2018 wurde die Option über den Erwerb der nicht beherrschenden Anteile an der Tondach Gleinstätten AG ausgeübt. Der Kaufpreis über die restlichen 17,81 % der Anteile betrug 30.100 TEUR und wurde im Eigenkapital als Abgang nicht beherrschender Anteile in Höhe von 22.622 TEUR ausgewiesen. Die Differenz sowie der Abgang des positiv bewerteten Derivats über die Kaufoption der nicht beherrschenden Anteile von insgesamt 10.595 TEUR wurden mit der Kapitalrücklage verrechnet.
Wienerberger verkauft witterungsbedingt in den ersten und letzten Monaten des Jahres geringere Mengen als zur Jahresmitte. Diese saisonale Schwankung zeigt sich in den Relationen des ersten bzw. vierten Quartals, die grundsätzlich unter den Zahlen des zweiten und dritten Quartals liegen.
Das Hybridkapital wird als Teil des Eigenkapitals und die Kuponzahlung in der Ergebnisverwendung der Entwicklung des Eigenkapitals ausgewiesen.
Die Hybridanleihe aus dem Jahr 2014 ersetzte im Rahmen eines Tauschangebots die Hybridanleihe aus dem Jahr 2007 im Umfang von 272.188 TEUR und ist eine gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangige, unbefristete Anleihe mit einem Kupon von 6,5% bis 9.2.2017 und einem Kupon von 5% bis 9.2.2021, in dem der Emittentin erstmals ein Kündigungsrecht zusteht.
Für die ersten drei Monate des Jahres 2018 wurden zeitaliquot abgegrenzte Kuponzinsen von 3.356 TEUR bei der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie berücksichtigt. Dadurch verringerte sich das Ergebnis je Aktie um 0,03 EUR.
Der Konzernumsatz betrug in den ersten drei Monaten 675.059 TEUR (Vorjahr: 659.625 TEUR) und stieg damit im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2%. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) lag mit 44.114 TEUR unter dem Vergleichswert des Vorjahres von 46.080 TEUR. Das Betriebsergebnis belief sich auf 1.342 TEUR im Vergleich zu -2.640 TEUR im Vorjahr.
Zum Stichtag wurden 830.789 eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden. Die Anzahl der gewichteten Aktien beläuft sich für den Zeitraum 1.1.2018 bis 31.3.2018 auf 116.744.945 Stück. Per 31.3.2018 betrug die Anzahl der ausgegebenen Aktien unverändert 117.526.764 Stück. Im ersten Quartal 2018 wurden 260.500 Stück Wienerberger Aktien im Rahmen der durch die Hauptversammlung erteilten Ermächtigung um 5.436 TEUR zurückgekauft.
Erfolgsneutrale negative Währungsdifferenzen von -13.422 TEUR (Vorjahr: 9.465 TEUR) resultierten im Berichtszeitraum vor allem aus dem US Dollar. Die Hedging Rücklage erhöhte im Berichtszeitraum das Eigenkapital um 1.848 TEUR (Vorjahr: -851 TEUR) nach Steuern.
Das Ergebnis nach Ertragsteuern verminderte das Eigenkapital in den ersten drei Monaten um -16.708 TEUR (Vorjahr: -14.225 TEUR). Insgesamt verminderte das Gesamtergebnis nach Steuern das Eigenkapital um -28.282 TEUR (Vorjahr: -5.579 TEUR) im Berichtszeitraum.
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von -212.196 TEUR (Vorjahr: -194.840 TEUR) lag um 17.356 TEUR unter dem Vergleichswert der Vorjahresperiode, was überwiegend aus höheren gezahlten Steuern von -17.347 TEUR (Vorjahr: -8.482 TEUR) und der Veränderung der Vorräte in Höhe von -68.207 (Vorjahr: -58.371) sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von -65.967 TEUR (Vorjahr: -38.788 TEUR) resultierte. Von den Wertminderungen von Vermögenswerten und anderen Bewertungseffekten entfielen -2.475 TEUR (Vorjahr: -2.406 TEUR) auf die Abwertung von Vorräten. Die Wertaufholungen von Vermögenswerten von 3.214 TEUR resultierten aus der Bewertung des Bestands zugekaufter CO2-Zertifikate.
Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen in das Anlagevermögen (inkl. Finanzanlagen) und Akquisitionen von insgesamt 31.623 TEUR (Vorjahr: 28.474 TEUR) resultierte mit 29.290 TEUR (Vorjahr: 28.474 TEUR) aus Normalinvestitionen, die Instandhaltung und Investitionen in technologische Weiterentwicklungen beinhalten, und mit 2.333 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) aus Akquisitionen und Werkserweiterungen (Wachstumsinvestitionen). Weitere 30.100 TEUR entfielen auf den Kauf der restlichen 17,81 % der nicht beherrschenden Anteile an der Tondach Gleinstätten AG. Dieser Zahlungsmittelabfluss wurde im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit dargestellt.
Die Einzahlungen aus Anlagenabgängen betrugen 23.938 TEUR (Vorjahr: 1.474 TEUR) und beinhalten im Wesentlichen den Verkauf von nicht betriebsnotwendigen Grundstücken.
Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte beinhalten großteils die im operativen Berichtssegment Pipes & Pavers Eastern Europe ausgewiesenen Vermögenswerte der Semmelrock Stein + Design GmbH & CoKG mit Sitz in Österreich, über deren geplantenVerkauf am 9.3.2018 ein Vertrag unterzeichnet wurde. Da der Abschluss der Transaktion als hochwahrscheinlich eingestuft wurde, erfolgte eine separate Darstellung gemäß IFRS 5. Die mit den Vermögenswerten im Zusammenhang stehenden Schulden wurden ebenfalls separat ausgewiesen.
Die in den ersten drei Monaten des Berichtsjahres getätigten Normal- und Wachstumsinvestitionen (exkl. Unternehmensakquisitionen) erhöhten das Anlagevermögen um 29.481 TEUR (Vorjahr: 28.474 TEUR). Die Nettoverschuldung erhöhte sich aufgrund des saisonal bedingten Anstiegs des Working Capital im Vergleich zum 31.12.2017 um 281.102 TEUR auf 847.507 TEUR. Zum Stichtag bestanden Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagen in Höhe von 28.091 TEUR (31.12.2017: 19.505 TEUR).
Folgende Tabelle stellt jene finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die bei Wienerberger zum beizulegenden Zeitwert bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, sowie deren Zuordnung zu den drei Hierarchiestufen der Bewertung gemäß IFRS 13. In der Berichtsperiode wurden keine Umgliederungen zwischen den Hierarchiestufen vorgenommen.
| Beizulegender Zeitwert | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | ||||||||||
| in TEUR | Art der Bilanzierung 1) |
Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | zum 31.3.2018 |
|||||
| Aktiva | ||||||||||
| Beteiligungen an verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen |
FV | 14.597 | 14.597 | |||||||
| Aktien | FV | 13 | 13 | |||||||
| Sonstige | FV | 14 | 756 | 770 | ||||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert 2) | 13 | 14 | 15.353 | 15.380 | ||||||
| Anteile Fonds | FV | 5.684 | 5.684 | |||||||
| Schuldtitel von Kapitalgesellschaften | FV | 29 | 29 | |||||||
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert 2) | 5.713 | 5.713 | ||||||||
| Sonstige Forderungen | AC | 4.919 | 4.919 | |||||||
| Derivate aus Cashflow Hedges | FV | 1.723 | 1.723 | |||||||
| Derivate aus Net Investment Hedges | FV | 21.142 | 21.142 | |||||||
| Sonstige Derivate | FV | 1.235 | 1.235 | |||||||
| Derivate mit positivem Marktwert | 24.100 | 29.019 | ||||||||
| Passiva | ||||||||||
| Derivate aus Cashflow Hedges | FV | 917 | 917 | |||||||
| Derivate aus Net Investment Hedges | FV | 3.248 | 3.248 | |||||||
| Sonstige Derivate | FV | 4.502 | 4.502 | |||||||
| Derivate mit negativem Marktwert | 8.667 | 8.667 | ||||||||
| Langfristige Darlehen | AC | 190.569 | 186.286 | |||||||
| Revolvierende Kredite | AC | 85.057 | 85.199 | |||||||
| Kurzfristige Darlehen und Vorlagen | AC | 156.279 | 156.654 | |||||||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 431.905 | 428.139 | ||||||||
| Anleihen – langfristig | AC | 323.568 | 298.837 | |||||||
| Anleihen – kurzfristig | AC | 116.388 | 115.268 | |||||||
| Langfristige Darlehen | AC | 209 | 206 | |||||||
| Commercial Paper – kurzfristig | AC | 127.010 | 127.317 | |||||||
| Kurzfristige Darlehen und Vorlagen | AC | 8 | 9 | |||||||
| Leasingverbindlichkeiten – langfristig | AC | 663 | 663 | |||||||
| Leasingverbindlichkeiten – kurzfristig | AC | 233 | 233 | |||||||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen | AC | 14 | 14 | |||||||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken | 439.956 | 128.137 | 542.547 | |||||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | AC | 1.966 | 1.966 |
1) FV (Fair Value) bezeichnet zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten
AC (Amortized Cost) bezeichnet zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten
2) Aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 wurde die Klassifizierung der Finanzinstrumente angepasst.
| in TEUR | Art der Bilanzierung 1) |
Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | zum 31.12.2017 |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | |||||||||
| Anteile Fonds | FV | 28.370 | 28.370 | ||||||
| Schuldtitel von Kapitalgesellschaften | FV | 42 | 42 | ||||||
| Aktien | FV | 13 | 13 | ||||||
| Sonstige | FV | 13 | 777 | 790 | |||||
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente | 28.425 | 13 | 777 | 29.215 | |||||
| Sonstige Forderungen | AC | 4.948 | 4.948 | ||||||
| Derivate aus Cashflow Hedges | FV | 2.000 | 2.000 | ||||||
| Derivate aus Net Investment Hedges | FV | 18.354 | 18.354 | ||||||
| Sonstige Derivate | FV | 1.022 | 3.089 | 4.111 | |||||
| Derivate mit positivem Marktwert | 21.376 | 3.089 | 24.465 | ||||||
| Passiva | |||||||||
| Derivate aus Cashflow Hedges | FV | 354 | 354 | ||||||
| Derivate aus Net Investment Hedges | FV | 3.065 | 3.065 | ||||||
| Sonstige Derivate | FV | 5.184 | 5.184 | ||||||
| Derivate mit negativem Marktwert | 8.603 | 8.603 | |||||||
| Langfristige Darlehen | AC | 199.520 | 194.486 | ||||||
| Revolvierende Kredite | AC | 83.360 | 83.449 | ||||||
| Kurzfristige Darlehen und Vorlagen | AC | 106.543 | 106.435 | ||||||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 389.423 | 384.370 | |||||||
| Anleihen – langfristig | AC | 326.516 | 298.700 | ||||||
| Anleihen – kurzfristig | AC | 113.619 | 110.957 | ||||||
| Langfristige Darlehen | AC | 10 | 11 | ||||||
| Commercial Paper – kurzfristig | AC | 11.010 | 10.962 | ||||||
| Leasingverbindlichkeiten – langfristig | AC | 751 | 751 | ||||||
| Leasingverbindlichkeiten – kurzfristig | AC | 302 | 302 | ||||||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen | AC | 16 | 16 | ||||||
| Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken | 440.135 | 12.089 | 421.699 | ||||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | AC | 1.966 | 1.966 |
1) FV (Fair Value) bezeichnet zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten
AC (Amortized Cost) bezeichnet zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte finanzielle Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten
Beteiligungen an verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen stellen Finanzinstrumente dar, die langfristig gehalten werden. Gemäß IFRS 9 werden Eigenkapitalinstrumente zum beizulegnenden Zeitwert bilanziert. Die Bewertung dieser Finanzinstrumente erfolgt über Bewertungsparameter, die nicht am Markt beobachtbar sind, weshalb sie der Stufe 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet werden. Die beizulegenden Zeitwerte werden in einem kapitalwertorientierten Verfahren als Barwerte der Summe zukünftiger Zahlungsmittelzuflüsse ermittelt, wobei ein Kapitalkostensatz nach Steuern herangezogen wird, welcher nach anerkannten finanzmathematischen Verfahren aus externen Quellen abgeleitet wird.
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt bei Fondsanteilen, Schuldtiteln von Kapitalgesellschaften und Aktien sowie bei von Wienerberger emittierten Anleihen marktwertorientiert über Börsenpreise (Stufe 1). Sonstige Wertpapiere werden großteils der Stufe 3 der Bewertungshierarchie zugeordnet. Dabei handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen, welche nicht mit der Rückstellung saldiert werden dürfen.
Derivate werden in einem kapitalwertorientierten Verfahren unter Verwendung am Markt beobachtbarer Inputfaktoren wie aktuelle Zinsstrukturkurven und Währungskursrelationen bewertet (Stufe 2).
Der beizulegende Zeitwert langfristiger Forderungen sowie nicht börsennotierter Finanzverbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, wird ebenfalls in einem kapitalwertorientierten Verfahren unter Berücksichtigung aktueller Zinsstrukturkurven ermittelt (Stufe 2). Bei sämtlichen passiv gehaltenen Finanzinstrumenten findet eine Anpassung des ermittelten beizulegenden Zeitwertes durch die Berücksichtigung des Kontrahentenrisikos statt.
Wienerberger setzt konzernweit auf eine frühzeitige Identifikation und aktive Steuerung von Risiken des Unternehmensumfelds, indem mit dem Vorstand sowie verantwortlichen Business Unit Managern und Corporate Function Leitern regelmäßig eine Aktualisierung des bestehenden Risikokatalogs zur Identifizierung neuer Risiken durchgeführt wird. Dabei werden strategische und operative Risiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette identifiziert und deren Cashflow Auswirkungen nach einem mittelfristigen (bis fünf Jahre) und langfristigen (sechs bis zehn Jahre) Zeithorizont unterschieden. Als wesentliche Risiken werden die Konkurrenz durch Substitutionsprodukte wie Beton, Stahl, Holz, Kalkstein, Glas oder Aluminium sowie ein damit verbundener Preisdruck identifiziert. Ebenso sieht das Management in höheren Inputkosten sowie volatilen Rohstoffpreisen für Kunststoffe weiterhin relevante Risiken. Wienerberger überwacht die Risiken des Unternehmensumfelds im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements laufend und steuert diese aktiv. Die Entwicklung der Baukonjunktur sowie die für die Nachfrage nach Baustoffen wesentlichen Indikatoren werden laufend beobachtet, um die Produktionskapazitäten in der Wienerberger Gruppe zeitnah an sich ändernde Marktbedingungen anpassen zu können. Das Preisniveau auf den lokalen Märkten wird laufend kontrolliert, gegebenenfalls erfolgt eine Anpassung der Preisstrategie. Dem Risiko von höheren Inputkosten begegnet Wienerberger mit der frühzeitigen Fixierung von Bezugspreisen sowie längerfristigen Lieferverträgen. Risiken aussteigenden Energiekosten werden im Rahmen einer konzernweiten Hedging-Strategie durchlaufende Preisabsicherung gemindert. Im restlichen Jahr erwartet Wienerberger weiterhin Risiken aus höheren Inputkosten sowie der Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung der Baukonjunktur und weiteren Preisdruck in einzelnen Märkten.
Die Geschäftsentwicklung im Bereich Kunststoffrohre wird wesentlich durch die Entwicklung der Rohstoffpreise beeinflusst. Synthetische Polymere stellen einen wesentlichen Teil der Produktionskosten von Kunststoffrohren dar. Die Volatilität der Rohstoffpreise hat sich in den letzten Jahren verstärkt. Starke Schwankungen innerhalb eines Monats verlangen eine flexible Preispolitik, um diese Preisschwankungen zu kontrollieren bzw. gezielt an den Markt weiterzuleiten. Rasches Handeln im Preismanagement ist entscheidend, um nachhaltig profitable Ergebnisse zu sichern. Neben dem Preisrisiko besteht auch ein Risiko aus der Versorgungssicherheit mit ausreichend Rohstoffen. Eine Unterbrechung der Versorgung zieht unweigerlich einen Ausfall der Produktion nach sich. Etwaigen Verknappungen am Rohstoffmarkt
wird durch umfassende Maßnahmen in den Bereichen Einkauf, Produktion und Vertrieb sowie im Preismanagement entgegengewirkt.
Für Wienerberger bestehen rechtliche Risiken aus verschärften Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften, wobei eine Nichteinhaltung das Risiko von Bußgeldern oder Schadenersatzforderungen birgt.
Folgende Unternehmen und Personen werden als Wienerberger nahe stehend angesehen: Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sowie deren nahestehende Familienangehörige, assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, nicht konsolidierte Tochterunternehmen der Wienerberger AG sowie die ANC Privatstiftung und deren Tochterunternehmen. Bestehende Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen, in denen Aufsichtsratsmitglieder der Wienerberger AG tätig sind, werden zu fremdüblichen Konditionen abgewickelt.
Die ANC Privatstiftung betreibt das im Jahr 2001 von der Wienerberger AG übertragene Deponiegeschäft in Österreich und hält Vermögenswerte (insbesondere Liegenschaften und Wertpapiere) in eingeschränktem Ausmaß. Der Vorstand der ANC Privatstiftung besteht aus drei Mitgliedern, wobei zwei Mitglieder dem Wienerberger Top Management angehören. Dadurch kann Wienerberger Verfügungsgewalt über die Stiftung ausüben. Dennoch besteht gemäß IFRS 10 ein Konsolidierungsverbot, da die Aktionäre der Wienerberger AG und nicht die Gesellschaft selbst Anrecht auf schwankende Rückflüsse aus der Stiftung haben. Die Bilanzsumme der ANC Privatstiftung betrug zum Bilanzstichtag 36.954 TEUR (31.12.2017: 36.878 TEUR) und besteht im Wesentlichen aus Grundstücken und Bauten in Höhe von 8.450 TEUR (31.12.2017: 8.346 TEUR) und aus
Wertpapieren und liquiden Mitteln in Höhe von 25.516 TEUR (31.12.2017: 25.955 TEUR). Zum 31.3.2018 hatte die ANC Privatstiftung Rückstellungen in Höhe von 8.058 TEUR (31.12.2017: 8.009 TEUR) und keine ausstehenden Finanzverbindlichkeiten.
Die Wienerberger AG und ihre Tochterunternehmen finanzieren assoziierte Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie nicht konsolidierte verbundene Unternehmen mit Darlehen zu marktüblichen Konditionen. Die aushaftenden Darlehensforderungen gegenüber Gemeinschaftsunternehmen beliefen sich zum 31.3.2018 auf 16.460 TEUR (31.12.2017: 13.236 TEUR), jene gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen auf 7.144 TEUR (31.12.2017: 7.249 TEUR).
Am 23. April 2018 wurde eine Anleihe mit einem Volumen von 250.000 TEUR und einem Kupon von 2 % p.a. begeben. Die Anleihe hat eine Laufzeit von 6 Jahren.
Der Kaufvertrag über das Geschäft der Semmelrock Stein + Design GmbH & CoKG mit Sitz in Österreich wurde am 2.5.2018 erfolgreich abgeschlossen. Mit diesem Stichtag wird der Abgang der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfasst, die in der Bilanz unter "zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" und "Schulden im Zusammenhang mit der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte" ausgewiesen sind.
Der vorliegende Zwischenbericht der Wienerberger AG wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss (Zwischenbericht nach IFRS) ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Zwischenlagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten drei Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen neun Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Wien, am 9. Mai 2018
Der Vorstand der Wienerberger AG
Heimo Scheuch Willy Van Riet Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands, verantwortlich für den Bereich Finanzen
| 29. Jänner 2018 | Beginn der Quiet Period |
|---|---|
| 28. Februar 2018 | Ergebnisse 2017: Ergebnispräsentation in Wien |
| 29. März 2018 | Veröffentlichung Geschäftsbericht 2017 auf der Wienerberger Website |
| 23. April 2018 | Beginn der Quiet Period |
| 09. Mai 2018 | Ergebnisse zum 1. Quartal 2018 |
| 04. Juni 2018 | Nachweisstichtag 149. o. Hauptversammlung |
| 14. Juni 2018 | 149. o. Hauptversammlung im Austria Center Wien |
| 18. Juni 2018 | Ex-Tag für die Dividende 2017 |
| 19. Juni 2018 | Record Date |
| 20. Juni 2018 | Zahltag für die Dividende 2017 |
| 28. Juni 2018 | Veröffentlichung Nachhaltigkeitsbericht 2017 |
| 30. Juli 2018 | Beginn der Quiet Period |
| 16. August 2018 | Ergebnisse zum 1. Halbjahr 2018: Ergebnispräsentation in Wien |
| 12.-13. September 2018 | Capital Markets Day 2018 |
| 22. Oktober 2018 | Beginn der Quiet Period |
| 08. November 2018 | Ergebnisse zum 3. Quartal 2018 |
| Head of Investor Relations | Klaus Ofner | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktionärstelefon | +43 1 601 92 10221 | ||||||||
| [email protected] | |||||||||
| Internet | www.wienerberger.com | ||||||||
| Wiener Börse | WIE | ||||||||
| Thomson Reuters | WBSV.VI; WIE-VI | ||||||||
| Bloomberg | WIE AV | ||||||||
| Datastream | O: WNBA | ||||||||
| ADR Level 1 | WBRBY | ||||||||
| ISIN | AT0000831706 |
http://annualreport.wienerberger.com
Wienerberger ist der einzige multinationale Anbieter von Ziegeln für Wand und Dach sowie für Flächenbefestigungen aus Beton und für Rohrsysteme. Wir sind derzeit mit insgesamt 197 Produktionsstandorten in 30 Ländern vertreten und über Exporte in internationalen Märkten tätig. Damit sind wir der größte Ziegelproduzent weltweit und die Nr. 1 bei Tondachziegeln in Europa. Weiters halten wir führende Positionen bei Rohrsystemen in Europa und bei Betonflächen befestigungen in Zentral-Osteuropa.
| 1 Alabama |
3 | 1 | 15 | New Jersey* | 3 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2 Arkansas* |
4 | 1 | 16 | New York* | 3 | ||||||
| 3 Colorado |
1 | 1 | 1 | 17 | North Carolina | 1 | 1 | 4 | |||
| 4 Delaware* |
5 | 18 | Ohio* | 2 | |||||||
| 5 Georgia |
1 | 2 | 19 | Oklahoma* | 6 | ||||||
| 6 Illinois |
3 | 2 | 20 | Ontario | 1 | ||||||
| 7 Indiana |
1 | 1 | 2 | 21 | Pennsylvania* | 3 | |||||
| 8 Kentucky |
1 | 2 | 22 | South Carolina | 4 | 1 | |||||
| 9 Louisiana* |
2 | 23 | Tennessee | 1 | 1 | 1 | 6 | ||||
| 10 Maryland* |
2 | 24 | Utah* | 2 | |||||||
| 11 Michigan |
2 | 2 | 25 | Virginia | 1 | 1 | 1 | ||||
| 12 Mississippi |
1 | 1 | 26 | West Virginia* | 1 | ||||||
| 13 Montana |
1 | 1 | 27 | Wisconsin* | 5 | ||||||
| 14 Nebraska* |
6 | 28 | Wyoming | 1 | 1 |
* Märkte werden aus den angrenzenden Bundesstaaten beliefert.
| 1 | Belgien | 1 | 1 | 3 | 6 | 2 | 2 | 1 | 15 | Norwegen* | 2 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2 | Bulgarien | 1 | 2 | 1 | 1 | 1 | 16 | Österreich | 1 | 1 | 8 | 1 | 2 | 4 | 1 | |||
| 3 | Dänemark* | 2 | 17 | Polen | 1 | 2 | 7 | 1 | 1 | 5 | 2 | |||||||
| 4 | Deutschland | 1 | 4 | 15 | 3 | 4 | 1 | 1 | 2 | 18 | Rumänien | 1 | 1 | 4 | 2 | |||
| 5 | Estland | 1 | 1 | 1 | 19 | Russland | 1 | 2 | 1 | |||||||||
| 6 | Finnland* | 1 | 4 | 20 | Schweden* | 2 | 2 | |||||||||||
| 7 | Frankreich | 2 | 4 | 4 | 1 | 3 | 2 | 21 | Schweiz | 3 | 1 | 1 | 2 | |||||
| 8 | Griechenland | 1 | 22 | Serbien | 1 | 1 | ||||||||||||
| 9 | Großbritannien | 2 | 1 | 9 | 4 | 23 | Slowakei | 1 | 1 | 2 | 1 | |||||||
| 10 | Irland | 1 | 24 | Slowenien | 1 | 1 | 1 | 1 | ||||||||||
| 11 | Italien | 1 | 4 | 25 | Tschechien | 1 | 1 | 7 | 3 | 1 | 2 | |||||||
| 12 | Kroatien | 1 | 1 | 1 | 2 | 1 | 26 | Türkei | 1 | |||||||||
| 13 | Mazedonien | 1 | 1 | 27 | Ungarn | 1 | 1 | 6 | 2 | 2 | 1 | |||||||
| 14 | Niederlande | 1 | 1 | 1 | 7 | 3 | 5 | 2 |
* Im Ziegelgeschäft in den nordischen Ländern Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden, das überregional geführt wird, halten wir eine Nr. 2 Marktposition.
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