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Flughafen Wien AG

Quarterly Report Aug 21, 2018

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Quarterly Report

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2/2018 Flughafen Wien AG Quartalsbericht

Kennzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe

Betriebswirtschaftliche Kennzahlen

in € Mio. H1/2018 H1/20171 Veränd. in %
Gesamtumsatz 373,5 357,5 4,5
davon Airport 182,0 172,5 5,5
davon Handling & Sicherheitsdienstleistungen 80,4 79,6 0,9
davon Retail & Properties 62,2 61,4 1,4
davon Malta 40,9 36,7 11,5
davon Sonstige Segmente 8,0 7,3 10,0
EBITDA 167,6 157,9 6,1
EBITDA-Marge (in %)2 44,9 44,2 n.a.
EBIT 104,5 89,6 16,7
EBIT-Marge (in %)3 28,0 25,1 n.a.
Konzernergebnis 72,4 60,1 20,4
KonzernergebnisMuttergesellschaft 66,1 54,9 20,4
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 128,9 136,1 -5,3
Investitionen4 91,9 61,3 49,9
Ertragsteuern 25,9 21,1 22,6
Mitarbeiter im Durchschnitt5 4.701 4.575 2,8
in € Mio. 30.6.2018 31.12.20171 Veränd. in %
Eigenkapital 1.223,2 1.211,0 1,0
Eigenkapitalquote (in %) 58,4 58,7 n.a.
Nettoverschuldung 190,4 227,0 -16,1
Bilanzsumme 2.095,9 2.063,0 1,6
Gearing (in %) 15,6 18,7 n.a.
Mitarbeiter zum Stichtag 4.770 4.639 2,8

Branchenspezifische Verkehrskennzahlen

Passagierentwicklung Gruppe H1/2018 H1/2017 Veränd. in %
Flughafen Wien (in Mio.) 11,8 11,2 5,5
Malta Airport (in Mio.) 3,1 2,6 16,3
Košice Airport (in Mio.) 0,2 0,2 14,2
Flughafen Wien und Beteiligungen (VIE, MLA, KSC) 15,1 14,0 7,6
Verkehrsentwicklung Wien
Gesamtpassagiere (in Mio.) 11,8 11,2 5,5
davon Transferpassagiere (in Mio.) 3,0 2,8 5,2
Flugbewegungen 110.835 107.421 3,2
MTOW (in Mio. Tonnen)6 4,4 4,2 3,5
Fracht (Luftfracht und Trucking; in Tonnen)7 142.605 137.769 3,5
Sitzladefaktor (in %)8 73,8 71,9 n.a.

Börsetechnische Kennzahlen

Abkürzungen
Marktkapitalisierung (per 30.6.2018; in € Mio.) 2.679,6 Reuters VIEV.VI
Börsenkurs: Höchstwert in € (am 29.1.2018) 36,30 Bloomberg FLU:AV
Börsenkurs: Tiefstwert in € (am 29.6.2018) 31,90 Nasdaq FLU-AT
Börsenkurs: Wert per 30.6.2018 (in €) 31,90 ISIN AT00000VIE62
Börsenkurs: Wert per 31.12.2017 (in €) 33,65 Kassamarkt FLU
ADR VIAAY

Erläuterungen:

1) Anwendung von IFRS 15 und IFRS 9 seit 1. Jänner 2018, keine Anpassung der Vergleichsperiode (siehe dazu "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze") 2) EBITDA-Marge (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatzerlöse 3) EBIT-Marge (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatzerlöse 4) Investitionen: Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen inklusive Rechnungkorrekturen Vorjahre, exkl. Finanzanlagen 5) Personalstand im Jahresdurchschnitt gewichtet nach Beschäftigungsgrad inklusive Lehrlinge, exklusive Mitarbeiter ohne Bezug (Karenz, Bundesheer, etc.), Vorstände und Geschäftsführer 6) MTOW: Maximum Take off Weight (Höchstabfluggewicht) der Luftfahrzeuge 7) Fracht 2017: aufgerollt 8) Sitzladefaktor: Gesamtpassagiere/angebotene Sitzplatzkapazität

Inhalt

  • ______ Brief des Vorstands
  • ______ Konzernzwischenlagebericht
  • ______ Verkürzter Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2018
  • _ ____ Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • _____ Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • _ ____ Konzern-Bilanz
  • _ ____ Konzern-Geldflussrechnung
  • _ ____ Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
  • ______ Ausgewählte erläuternde Anhangsangaben
  • ______ Erklärung des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Das erste Halbjahr 2018, über das wir Sie auf den folgenden Seiten detailliert informieren wollen, ist sehr positiv verlaufen. Die Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) verzeichnete mit 15,1 Millionen Passagieren – ein Plus von 7,6% gegenüber dem Vorjahr – einen neuen Rekord. Dazu hat, neben zweistelligen Zuwachsraten unserer Tochterairports in Malta und Košice, auch der Flughafen Wien wesentlich beigetragen, der mit 11,84 Mio. Reisenden ebenfalls einen historischen Höchstwert erreichte.

Der Grund für dieses ausgezeichnete Ergebnis lag in der deutlichen Erweiterung des Angebots seitens unseres Home-Carriers Austrian Airlines sowie von Eurowings und easyjet. Aber auch neue Fluglinien wie Wizz Air und Laudamotion haben mit zahlreichen neuen Destinationen für viel Dynamik gesorgt. Besonders erfreulich ist dabei, dass die neuen Angebote auch sehr gut angenommen wurden. So stieg die durchschnittliche Auslastung, der Sitzladefaktor, von 71,9% auf 73,8% spürbar an.

Dass die Kompensation von Passagierwachstum durch Einsatz größerer Luftfahrzeuge langsam an ihre Grenzen stößt, zeigt die deutliche Zunahme der Flugbewegungen in der Flughafen-Wien-Gruppe um 5,2% auf 136.277 Starts und Landungen. Auch am Airport Wien gab es ein kräftiges Plus von 3,2% auf 110.835 Flugbewegungen.

Die ausgezeichneten Passagierzahlen spiegeln sich auch wirtschaftlich in einem Rekordergebnis wider: Der Umsatz stieg um 4,5% auf € 373,5 Mio. (H1/2017: € 357,5 Mio.), das EBITDA legte um 6,1% auf € 167,6 Mio. zu (H1/2017: € 157,9 Mio.) und das Nettoergebnis vor Minderheiten erhöhte sich markant um 20,4 % auf € 72,4 Mio. (H1/2017: € 60,1 Mio.).

Das gute wirtschaftliche Abschneiden führte auch zu einer weiteren Verbesserung der Bilanzstruktur. So konnte die Nettoverschuldung seit Ultimo 2017 um € 36,6 Mio. auf € 190,4 Mio. gedrückt werden, was hochgerechnet nur noch rund der Hälfte des erwarteten EBITDA 2018 entspricht.

Die sehr gute Entwicklung im ersten Halbjahr hat sich im Juli mit einem Passagier-Plus von 7,4 % ungebrochen fortgesetzt, und zum ersten Mal in der Geschichte unseres Unternehmens durften wir am Vienna Airport an einem Tag mehr als 100.000 Fluggäste begrüßen. Das erlaubt es uns, die kürzlich erhöhte Guidance für Passagier- und Finanzkennzahlen zu bestätigen. Wir gehen weiterhin davon aus, dass das Passagierwachstum in der Gruppe zumindest 8%, in Wien zumindest 6% erreichen wird. Den Umsatz erwarten wir dementsprechend bei über € 770 Mio., das EBITDA bei über € 350 Mio. und das Nettoergebnis vor Minderheiten bei über € 148 Mio. Die Nettoverschuldung wird trotz des angelaufenen Investitionsprogramms die 250 Millionen-Euro-Marke nicht überschreiten.

Neben dem operativen Geschäft stehen der Ausbau der Airport City sowie die Optimierung unserer Infrastruktur im Fokus unserer Anstrengungen. Hier war das erste Halbjahr mit dem Spatenstich für den neuen Office Park 4 und den Vorbereitungen für die Verbesserung und Erweiterung unserer Terminals eine bedeutsame und erfolgreiche Periode. Die baulichen Maßnahmen für den Terminal 2, die wesentliche qualitative Vorteile für unsere Fluggäste bringen werden, werden noch heuer gestartet. Auch die Planungen für die Ertüchtigung des Pier Ost sowie die Süderweiterung sind bereits weit fortgeschritten.

Natürlich verfolgen wir auch das Projekt 3. Piste weiter mit Nachdruck. Hier muss aber zunächst die Entscheidung der von den Projektgegnern angerufenen Höchstgerichte abgewartet werden, nachdem das Bundesverwaltungsgericht im Frühjahr den Bau unter Auflagen genehmigt hat.

Bei aller notwendigen Vorsicht haben wir Grund, über das zweite Halbjahr hinaus optimistisch in die Zukunft zu blicken. Die gute konjunkturelle Lage, steigende Reiselust seitens der Konsumenten und reges Interesse zahlreicher Airlines an einem Engagement am Vienna Airport dürften zu weiterem Wachstum an unseren Standorten beitragen. Wir befinden uns auf einem guten Weg, und würden uns freuen, wenn Sie uns auf diesem weiter begleiteten. Abschließend möchten wir Ihnen – unseren Aktionärinnen und Aktionären – sowie unseren Kunden für Ihr Vertrauen danken, ebenso wie allen unseren Mitarbeitern für ihre Professionalität und ihren enormen Einsatz in diesem besonders intensiven ersten Halbjahr 2018!

Einen erfolgreichen Herbst wünschen Ihnen

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO

Konzernzwischenlagebericht

7,6% Passagier wachstum in der Flughafen-Wien- Gruppe

Von Jänner bis Juni 2018 stieg das Passagieraufkommen der Flughafen-Wien-Gruppe (Flughafen Wien, Malta Airport und Flughafen Košice) um 7,6% auf 15,1 Mio. Reisende. Neben dem Zuwachs der Lokalpassagiere von 8,4% auf 12,1 Mio. konnte im Vorjahresvergleich auch bei den Transferpassagieren ein Plus von 5,4% auf 3,0 Mio. verzeichnet werden. Im ersten Halbjahr stieg die Anzahl der Flugbewegungen in der Gruppe um 5,2% auf 136.277 Starts und Landungen, das Cargo-Volumen legte um 3,8% auf 150.534 Tonnen zu.

5,5% Passagierwachstum im ersten Halbjahr 2018 am Flughafen Wien1

Der Flughafen Wien kann auf ein äußerst erfolgreiches erstes Halbjahr 2018 zurückblicken. Von Jänner bis Juni 2018 wurden insgesamt 11.840.245 Passagiere gezählt (H1/2017: 11.223.813 Passagiere). Darüber hinaus konnte am 29. Juni 2018 ein neuer Passagierrekord aufgestellt werden: 97.845 Reisende wurden an diesem Tag am Flughafen Wien begrüßt.

Für die positiven Wachstumszahlen im ersten Halbjahr 2018 sorgten vor allem Austrian Airlines und Low-Cost Carrier wie easyJet, Eurowings (inkl. Germanwings), Vueling, Laudamotion (Aufnahme des Flugbetriebs mit 1. Juni) und Wizz Air (Aufnahme mit 27. April, Basis seit 14. Juni). Auch die Langstrecke entwickelte sich hervorragend, unter anderem aufgrund der Neuaufnahme von Bangkok durch Thai Airways, der Wiederaufnahme der Destination Tokio von Austrian Airlines und der Aufstockung nach Taipei von EVA Air.

Die Zahlen im Detail: Im ersten Halbjahr 2018 wurden insgesamt 8.812.187 Lokalpassagiere gezählt, was einem deutlichen Wachstum von 5,7% entspricht. Im Bereich Transfer konnte der Flughafen Wien seine Hubfunktion weiter stärken und ein Wachstum von 5,2% auf 2.981.758 Transferpassagiere generieren.

Die Zahl der abfliegenden Passagiere nach Westeuropa stieg hauptsächlich durch Kapazitätserweiterungen von Austrian Airlines und Eurowings (inkl. Germanwings) sowie die hochfrequente Aufnahme der Destination Berlin-Tegel von easyJet um 4,3% auf 4.085.140 abfliegende Passagiere (H1/2017: 3.918.502). Der positive Trend der CEE-Region

1) Aufrollung der Verkehrsdaten

setzte sich mit einem Zuwachs von 5,3% ebenfalls fort (996.357 abfliegende Passagiere, H1/2017: 945.878), getrieben durch Neuaufnahmen von Wizz Air und Aufstockungen von Austrian Airlines.

Das erweiterte Angebot in den Fernen Osten sorgte für ein Wachstum der abfliegenden Passagiere um 32,3% auf 266.771 Passagiere. In den Nahen und Mittleren Osten reisten im ersten Halbjahr 2018 um 2,7% mehr Passagiere als im Vorjahr. Die Anzahl der abfliegenden Passagiere nach Nordamerika blieb stabil bei 144.404 Passagieren (+0,7%). Der Verkehr nach Afrika, vor allem zu den Urlaubsdestinationen, entwickelte sich im ersten Halbjahr 2018 ausgezeichnet. Der Flughafen Wien konnte ein Passagierwachstum von 40,2% auf 119.681 abfliegende Passagiere verzeichnen.

Die durchschnittliche Auslastung (Sitzladefaktor) von Linien- und Charterflügen konnte gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 deutlich von 71,9% auf 73,8% im Jahr 2018 gesteigert werden.

Der größte Kunde, Austrian Airlines, setzte seine positive Entwicklung durch ein vergrößertes Angebot sowie gestiegene Auslastung fort. Der Anteil am Gesamtpassagieraufkommen am Flughafen Wien stieg dadurch auf 49,0% (H1/2017: 46,8%).

Der zweitgrößte Kunde des Flughafen Wien, Eurowings (inkl. Germanwings), konnte sein Passagieraufkommen im ersten Halbjahr 2018 aufgrund von Frequenzverdichtungen zu bestehenden Destinationen auf 1.183.836 Passagiere steigern (+19,5%). Der Anteil am Gesamtpassagieraufkommen betrug damit 10,0% (H1/2017: 8,8%).

EasyJet verzeichnete im ersten Halbjahr vor allem durch die Neuaufnahme der Destination Berlin-Tegel ein Passagierplus von 48,6% auf 593.589 Passagiere (H1/2017: 399.529). Der Anteil am Gesamtpassagieraufkommen stieg auf 5,0% (H1/2017: 3,6%).

Die Anzahl der Flugbewegungen stieg im ersten Halbjahr 2018 um 3,2% auf 110.835 Starts und Landungen (H1/2017: 107.421). Das Höchstabfluggewicht (MTOW) erhöhte sich analog zu den Bewegungen um 3,5% auf 4.391.308 Tonnen (H1/2017: 4.241.504 Tonnen). Das Frachtaufkommen verzeichnete von Jänner bis Juni einen Zuwachs von 3,5% auf 142.605 Tonnen.

Positive Entwicklung in Malta und Košice

Die Auslandsbeteiligungen Malta und Košice verzeichneten im ersten Halbjahr 2018 ein beträchtliches Wachstum. Bei 3,1 Mio. Passagieren erreichte der Flughafen Malta ein markantes Plus von 16,3%. Durch acht neue Destinationen sowie Frequenzerhöhungen von/nach Großbritannien stieg das Passagieraufkommen um 14,7%. Zuwächse verzeichneten auch italienische bzw. französische Destinationen mit einem Plus von 14,9% bzw. 16,7%. Im Zuge des Sommerflugplans wurden vier neue spanische Destinationen aufgenommen, was wesentlich zum Anstieg des Passagiervolumens von 27,1% in diesem Markt beitrug.

Der Flughafen Košice legte im ersten Halbjahr 2018 um 14,2% auf 212.741 Passagiere ebenfalls kräftig zu.

Ertragslage im ersten Halbjahr 2018

Umsatzplus von 4,5% auf € 373,5 Mio.

Im ersten Halbjahr 2018 erzielte die Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) einen Umsatz von € 373,5 Mio. (H1/2017: € 357,5 Mio.), was einem Plus von 4,5% entspricht. Das ist auf folgende Effekte zurückzuführen: Dem positiven Effekt des Passagierwachstums im Segment Airport stehen Anpassungen bei Incentives gegenüber, welche der Stärkung von Airline-Basen am Standort Wien dienen. Weiters ist zu beachten, dass bisher für das Segment Airport unter Marketing und Marktkommunikation angefallene Aufwendungen nunmehr in das Incentivemodell übergeführt wurden. Dies wirkte sich einerseits umsatzmindernd aus, andererseits lagen die Aufwendungen der Marktkommunikation (innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen) um € 4,0 Mio. unter dem Vorjahreswert. In Summe erzielte das Segment Airport ein Umsatzplus von € 9,5 Mio. auf € 182,0 Mio.

Die Umsatzerlöse aus der Vorfeldabfertigung fielen niedriger aus als in der Vergleichsperiode und sanken von € 52,4 Mio. im H1/2017 auf € 49,3 Mio. im H1/2018. Diesem Rückgang aufgrund von Preisanpassungen standen höhere Erlöse aus der Enteisung gegenüber. Die Erlöse aus der Frachtabfertigung stiegen analog zur umgeschlagenen Cargomenge von € 14,7 Mio. auf € 16,3 Mio.

Die Umsätze aus Shopping und Gastronomie konnten im ersten Halbjahr 2018 um € 0,4 Mio. auf € 22,6 Mio. gesteigert werden (H1/2017: € 22,2 Mio.). Auch die Parkerlöse legten im Halbjahresvergleich um € 0,4 Mio. auf € 22,2 Mio. (H1/2017: € 21,8 Mio.) zu.

Die Umsätze am Flughafen Malta stiegen aufgrund des Passagierwachstums im Halbjahresvergleich um € 4,2 Mio. auf € 40,9 Mio. (H1/2017: € 36,7 Mio.).

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Vergleich zum H1/2017 aufgrund erfasster Einmaleffekte eines Grundstücksverkaufs an DHL (Ertrag: € 3,0 Mio.) sowie der Erstkonsolidierung der GetService Dienstleistungsgesellschaft m.b.H (GETS) um insgesamt € 3,3 Mio. auf € 8,9 Mio. (H1/2017: € 5,6 Mio.).

Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen stiegen in den ersten sechs Monaten 2018 im Wesentlichen aufgrund des höheren Verbrauchs von Strom und Materialien um € 1,4 Mio. auf € 20,0 Mio. (H1/2017: € 18,6 Mio.).

Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um € 7,9 Mio. bzw. 5,8% von € 137,3 Mio. auf € 145,2 Mio. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf kollektivvertragliche Erhöhungen, einen höheren durchschnittlichen Personalstand (u.a. auch durch die erstmalige Konsolidierung der GETS), durch Flugverspätungen und Flugunregelmäßigkeiten verursachte höhere Überstunden und Ersatzruhen sowie auf Rückstellungsbewegungen zurückzuführen. Die Löhne stiegen im Vorjahresvergleich um € 2,3 Mio. auf € 59,9 Mio., die Gehälter um € 4,3 Mio. auf € 50,1 Mio. Die Aufwendungen für Abfertigungen stiegen im Halbjahresvergleich aufgrund von Rückstellungsbewegungen um € 0,8 Mio. auf € 4,0 Mio. Der durchschnittliche Personalstand (FTE, Vollzeitäquivalente) der Flughafen-Wien-Gruppe stieg im Vorjahresvergleich von 4.575 auf nunmehr 4.701 Mitarbeiter (plus 2,8%).

Der sonstige betriebliche Aufwand blieb mit € 50,7 Mio. gegenüber 2017 nahezu unverändert (H1/2017: € 50,6 Mio.). Die wesentlichsten Bewegungen ergaben sich im Bereich der Marketingaufwendungen (minus € 4,2 Mio.) sowie der Rechts-, Prüf- und Beratungskosten (minus € 0,7 Mio.). Die Instandhaltungen stiegen um € 2,6 Mio., die sonstigen Aufwendungen um € 1,2 Mio. im Wesentlichen aufgrund von Leistungsbeziehungen aus dem Mediationsverfahren.

Die positiven operativen Ergebnisse der at-Equity-Beteiligungen in Höhe von € 1,0 Mio. befinden sich leicht unter dem Niveau des Vorjahres (H1/2017: € 1,2 Mio.).

EBITDA-Steigerung um 6,1% auf € 167,6 Mio.

Aufgrund der positiven Umsatzentwicklung, den zusätzlichen sonstigen Erträgen aus dem Grundstücksverkauf an DHL und den nur moderat steigenden sonstigen betrieblichen Aufwendungen stieg das EBITDA trotz höherer Personalaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr um € 9,7 Mio., oder 6,1% auf € 167,6 Mio. Die EBITDA-Marge legte von 44,2% auf 44,9% zu.

EBIT verbesserte sich um 16,7% auf € 104,5 Mio.

In den ersten sechs Monaten 2018 wurden Abschreibungen von € 63,1 Mio. (H1/2017: € 68,3 Mio. inkl. Wertminderungen) verzeichnet. Der Rückgang betrifft im Wesentlichen Sicherheits- und Überwachungseinrichtungen sowie Leitsysteme und Gebäudeteile, die in der Vorperiode noch einer Abschreibung unterzogen wurden.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg aufgrund des besseren operativen Ergebnisses (EBITDA) und den um € 5,2 Mio. gesunkenen Abschreibungen (inkl. Wertminderungen) um 16,7% auf € 104,5 Mio. (H1/2017: € 89,6 Mio.). Dadurch verbesserte sich auch die EBIT-Marge von 25,1% auf 28,0%.

Finanzergebnis auf minus € 6,3 Mio. verbessert (H1/2017: minus € 8,4 Mio.)

Das Finanzergebnis verbesserte sich aufgrund des Zinsergebnisses infolge von Kredittilgungen sowie der Folgebewertung von Wertpapieren (durch die Erstanwendung von IFRS 9) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von minus € 8,4 Mio. auf minus € 6,3 Mio.

Periodenergebnis stieg um € 12,2 Mio. bzw. 20,4% auf € 72,4 Mio.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) erreichte in den ersten sechs Monaten mit € 98,2 Mio. ein Plus von 20,9% gegenüber dem Vorjahr (H1/2017: € 81,2 Mio.). Nach Abzug der Ertragsteuern in Höhe von € 25,9 Mio. (H1/2017: € 21,1 Mio.) betrug das Periodenergebnis € 72,4 Mio. (H1/2017: € 60,1 Mio.), was einem Plus von 20,4% entspricht.

Der den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zustehende Periodengewinn stieg um € 11,2 Mio. auf € 66,1 Mio. (+20,4%). Auf die nicht beherrschenden Anteile entfällt ein Ergebnis für das erste Halbjahr von € 6,2 Mio. (H1/2017: € 5,2 Mio.).

Ertragslage im zweiten Quartal 2018

Die Umsatzerlöse der Flughafen-Wien-Gruppe konnten im zweiten Quartal 2018 um € 12,6 Mio. bzw. 6,4% auf € 209,5 Mio. (Q2/2017: € 196,9 Mio.) gesteigert werden. Dies ist auf die positive Passagierentwicklung in der Gruppe zurückzuführen. Die Umsätze aus Passagierentgelten und Sicherheitsentgelten legten im Segment Airport um € 5,0 Mio. zu. Auch der Flughafen Malta erzielte im Quartalsvergleich um € 3,7 Mio. mehr Umsatzerlöse. Das Segment Retail & Properties steuerte € 0,6 Mio. zum Umsatzwachstum bei.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit € 3,0 Mio. leicht unter dem Vorjahresquartal (Q2/2017: € 3,3 Mio.).

Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen stiegen im Quartalsvergleich um € 0,7 Mio. auf € 8,6 Mio. Der Personalaufwand erhöhte sich aufgrund kollektivvertraglicher Erhöhungen, Rückstellungsbewegungen und höherer Überstunden und Ersatzruhen bedingt durch Verspätungen und Flugunregelmäßigkeiten um € 5,3 Mio. auf € 75,0 Mio. Höhere Instandhaltungsaufwendungen führten im Quartalsvergleich zu einem Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von € 26,2 Mio. auf € 26,9 Mio.

Die anteiligen Periodenergebnisse der at Equity-Beteiligungen reduzierten sich im Quartalsvergleich leicht von € 0,9 Mio. auf € 0,7 Mio. Durch das Umsatzwachstum resultiert ein Anstieg des EBITDA für das zweite Quartal 2018 um € 5,5 Mio. bzw. 5,7% auf € 102,8 Mio. (Q2/2017: € 97,2 Mio.).

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sanken im Quartalsvergleich um € 2,1 Mio. auf € 31,6 Mio. (Q2/2017: € 33,7 Mio., inkl. Wertminderungen). Durch das höhere EBITDA und die rückläufigen Abschreibungen ergibt sich ein im Vergleich zum Q2/2017 um € 7,6 Mio. höheres EBIT von € 71,2 Mio. (Q2/2017: € 63,5 Mio.).

Das Finanzergebnis belief sich im zweiten Quartal 2018 auf minus € 2,2 Mio. nach minus € 3,8 Mio. im Q2/2017. Dies ist einerseits auf das verbesserte Zinsergebnis aufgrund der Rückführung von Finanzverbindlichkeiten und andererseits auf die Folgebewertung von Wertpapieren (Erstanwendung von IFRS 9) im sonstigen Finanzergebnis zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag mit € 69,0 Mio. über dem Vorjahreswert von € 59,7 Mio. Dies führte auch zu einer höheren Steuerbelastung für das zweite Quartal 2018 in Höhe von € 18,2 Mio. (Q2/2017: € 15,5 Mio.). In Summe ergab sich im zweiten Quartal 2018 mit € 50,8 Mio. (Q2/2017: € 44,2 Mio.) ein um 15,0% verbessertes Periodenergebnis.

Das Periodenergebnis der Muttergesellschaft belief sich auf € 45,7 Mio. und stieg damit um 14,1% (Q2/2017: € 40,0 Mio.). Auf die nicht beherrschenden Anteile entfällt ein Periodenergebnis für das zweite Quartal von € 5,1 Mio. (Q2/2017: € 4,1 Mio.).

Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur

Nettoverschuldung sinkt auf € 190,4 Mio. (31. Dezember 2017: € 227,0 Mio.)

Die Nettoverschuldung sank zum 30. Juni 2018 auf € 190,4 Mio., was einer Reduktion um € 36,6 Mio. im Vergleich zum Jahresbeginn entspricht. Während die Eigenkapitalquote um 0,3 Prozentpunkte auf 58,4% gesunken ist, hat sich das Gearing von 18,7% (31. Dezember 2017) auf nunmehr 15,6% verbessert.

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit bei € 128,9 Mio. (H1/2017: € 136,1 Mio.)

Der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im H1/2018 auf € 128,9 Mio. nach € 136,1 Mio. im Vorjahr. Das operative Ergebnis (EBT zuzüglich Abschreibungen und Wertminderungen abzüglich Bewertung von Finanzinstrumenten) erhöhte sich um € 10,3 Mio. auf € 159,8 Mio. (H1/2017: € 149,5 Mio.). Der Verbesserung des operativen Ergebnisses steht ein geringerer Stand an Rückstellungen und Verbindlichkeiten im Vergleich zur Vorperiode gegenüber. Die Passiva reduzierten sich im ersten Halbjahr um € 13,1 Mio. (H1/2017: Aufbau um € 10,2 Mio.). Im Gegenzug kam es zu einem Forderungsabbau um € 2,8 Mio. Die Auszahlungen für Ertragsteuern beliefen sich auf € 18,0 Mio. (H1/2017: € 18,3 Mio.).

Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit belief sich auf minus € 56,8 Mio. nach minus € 57,4 Mio. im Vorjahr. Während in den ersten sechs Monaten 2018 € 32,5 Mio. für Investitionsprojekte (inkl. Finanzanlagen) ausbezahlt wurden, erfolgten im Vorjahr Auszahlungen in Höhe von € 48,3 Mio. Weiters wurden im ersten Halbjahr 2018 € 20,0 Mio. (Vorjahr: € 30,0 Mio.) in kurz- und langfristige Veranlagungen (Termineinlagen) und € 5,0 Mio. in eine Anleihe investiert. Dem stehen Einzahlungen aus abgelaufenen Termineinlagen in Höhe von € 20,0 Mio. im ersten Halbjahr 2017 gegenüber.

Der Free-Cashflow (Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit plus Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit) beläuft sich daher auf € 72,1 Mio. (H1/2017: € 78,7 Mio.).

Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von minus € 98,1 Mio. (H1/2017: minus € 73,8 Mio.) ist auf Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von € 76,3 Mio., sowie auf Einzahlungen aus der Aufnahme von Barvorlagen zur kurzfristigen Finanzierung in Höhe von € 40,2 Mio. zurückzuführen. Im ersten Halbjahr erfolgten Dividendenausschüttungen in Höhe von € 62,0 Mio. (davon € 57,1 Mio. für Anteilseigner der Flughafen Wien AG und davon € 4,9 Mio. an nicht beherrschende Anteilseigner).

Der Finanzmittelbestand betrug zum 30. Juni 2018 € 21,9 Mio. nach € 47,9 Mio. zum 31. Dezember 2017.

Bilanzaktiva

Das langfristige Vermögen erhöhte sich seit Jahresbeginn um € 27,8 Mio. auf € 1.898,7 Mio. Zugänge bei immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in Höhe von € 91,9 Mio. stehen Abschreibungen in Höhe von € 63,1 Mio. gegenüber. Von den Zugängen betreffen € 56,8 Mio. die Aktivierung der Zahlungsverpflichtung an den Umweltfonds im Zusammenhang mit dem Projekt zur Errichtung der 3. Piste. Die Buchwerte der at-Equity-Beteiligungen reduzierten sich aufgrund der erfolgten Ausschüttungen (€ 1,6 Mio.) nach Berücksichtigung der positiven operativen Ergebnisse (€ 1,0 Mio.) von € 41,0 Mio. auf € 40,4 Mio. Die Veränderung der sonstigen Vermögenswerte ist einerseits auf Umgliederungen aufgrund des Fälligkeitsprofils von Termingeldern und anderseits auf Bewertungen von Finanzinstrumenten zurückzuführen.

Das kurzfristige Vermögen stieg im Vergleich zum Jahresende um € 5,1 Mio. auf € 197,2 Mio. (31. Dezember 2017: € 192,1 Mio.) vor allem aufgrund der höheren Forderungen und sonstiger Vermögenswerte (zusätzliche Investition in Termineinlagen in Höhe von € 20,0 Mio. und einer sonstigen Forderung aus dem Grundstücksverkauf DHL in Höhe von € 5,3 Mio.). Die Wertpapiere nahmen um € 6,5 Mio. auf € 28,6 Mio. zu, was im Wesentlichen auf den Kauf einer Anleihe (€ 5,0 Mio.) zurückzuführen ist. Der Rückgang in der Position "Zum Verkauf stehende Vermögenswerte" resultiert einerseits aus dem Grundstücksverkauf an DHL und anderseits aus einer Umgliederung in das langfristige Vermögen, da ein weiteres Grundstück zum 30. Juni 2018 nicht länger als "Zum Verkauf stehender Vermögenswert" klassifiziert wurde. Durch die Rückführung von Finanzverbindlichkeiten des Teilkonzerns Malta International Airport plc (MIA-Gruppe) sank der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum 30. Juni 2018 auf € 21,9 Mio. (31. Dezember 2017: € 47,9 Mio.).

Bilanzpassiva

Das Eigenkapital erhöhte sich seit dem Jahresultimo in Summe um 1,0% auf € 1.223,2 Mio. (31. Dezember 2017: € 1.211,0 Mio.). Dies ist einerseits auf das Periodenergebnis (inkl. nicht beherrschende Anteile) der ersten sechs Monate in Höhe von € 72,4 Mio. zurückzuführen, andererseits wurden Dividenden in Höhe von € 62,0 Mio. ausgeschüttet, wovon € 57,1 Mio. auf Anteilseigner der Flughafen Wien AG und € 4,9 Mio. auf nicht beherrschende Anteile der MIA-Gruppe und MMLC entfiel. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich leicht auf 58,4% nach 58,7% zum Jahresende 2017.

Die langfristigen Schulden reduzierten sich im Wesentlichen aufgrund von Umgliederungen von Finanzverbindlichkeiten in kurzfristige Schulden, vorzeitigen Tilgungen sowie aufgrund der Auflösung von passiven latenten Steuern um € 50,1 Mio. auf € 551,1 Mio.

Die kurzfristigen Schulden stiegen im Gegenzug um € 70,8 Mio. auf € 321,5 Mio. Dies ist einerseits auf die stichtagsbezogenen höheren Barvorlagen und die Umgliederungen von Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen, wodurch die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um € 20,1 Mio. zunahmen. Der Ansatz der Zahlungsverpflichtung an den Umweltfonds im Zusammenhang mit dem Projekt zur 3. Piste war hauptverantwortlich für den Anstieg der sonstigen übrigen Verbindlichkeiten um insgesamt € 57,1 Mio. auf € 96,7 Mio. Im Gegenzug konnten die übrigen Rückstellungen und die Lieferantenverbindlichkeiten in den ersten sechs Monaten um € 12,0 Mio. bzw. € 4,2 Mio. reduziert werden. Die Steuerrückstellung verändert sich infolge des positiven operativen Ergebnisses um € 9,8 Mio. auf € 20,1 Mio.

Investitionen

In den ersten sechs Monaten 2018 wurden in Summe € 91,9 Mio. (H1/2017: € 61,3 Mio.) in immaterielles Vermögen, Sachanlagen sowie in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien investiert. Die größten Investitionsprojekte betreffen das Projekt 3. Piste in Höhe von € 56,8 Mio., die Terminalentwicklungsprojekte in Höhe von € 4,9 Mio., den Office Park 4 mit € 2,7 Mio. sowie Hochleistungsschneefrässchleudern mit € 1,8 Mio. Am Flughafen Malta wurden im ersten Halbjahr insgesamt € 3,3 Mio. investiert, u.a. für Terminalumbauten und Flugverkehrsflächen.

Risiken der zukünf tigen Ent wicklung

Politisches und wirtschaftliches Umfeld

Die allgemeine politische und wirtschaftliche Entwicklung auf nationaler und internationaler Ebene hat starken Einfluss auf die Luftfahrtindustrie und wird daher genau beobachtet. Dabei ist festzustellen, dass die Gesamtrisikoposition der Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) stabil bleibt.

Nachdem 2016 die niedrigste Wachstumsrate für die Weltwirtschaft seit 2009 verzeichnet wurde, sind in den Jahren 2017 und 2018 deutliche Anzeichen eines Aufschwungs zu erkennen. Gestützt vor allem durch eine Erholung der Investitionstätigkeit, des Welthandels und der Beschäftigung wird für 2018 und 2019 mit einer Expansion der Weltwirtschaft von fast 4% gerechnet, ein Wert der somit wieder die durchschnittliche Wachstumsrate der letzten Jahrzehnte erreicht (Quelle: OECD Wirtschaftsausblick, 30. Mai 2018; IMF World Economic Outlook Update, 16. Juli 2018).

Die österreichische Wirtschaft verzeichnete im Jahr 2017 das höchste Wachstum seit sechs Jahren, ein Trend der sich voraussichtlich auch 2018 fortsetzen wird. Das prognostizierte Wachstum für 2018 (+3,2%) könnte das des Vorjahres sogar noch übertreffen

(2017: +3,0%). Der Höhepunkt des Aufschwunges dürfte aber bereits erreicht sein, weshalb für 2019 ein etwas gedämpftes Wachstum vorausgesagt wird (2019: +2,2%). Beide Prognosewerte liegen jedoch über dem Schnitt der Eurozone im Vergleichszeitraum (Quellen: OECD Wirtschaftsausblick, 30. Mai 2018; IMF World Economic Outlook Update, 16. Juli 2018; WIFO, 29. Juni 2018).

Weltweit gesehen präsentiert die IATA (International Air Transportation Association) einen insgesamt positiven Ausblick auf die Luftfahrtbranche und prognostiziert für 2018 ein solides Wachstum sowohl im Hinblick auf das Passagieraufkommen als auch im Cargobereich, wenn auch die Wachstumsraten hinter denen von 2017 liegen werden (Quelle: IATA, Juni 2018).

Unsicherheiten im geopolitischen Bereich bestehen weiterhin im Hinblick auf die politischen Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Russland. Aufgrund seiner Ausrichtung als Drehscheibe im Ost-West-Verkehr ist der Flughafen Wien von den derzeit bestehenden wirtschaftlichen und politischen Sanktionen der EU gegenüber Russland negativ betroffen. Der Verkehr nach Russland zeigt jedoch bereits seit Anfang 2017 eine deutliche Erholung.

Politische Spannungen bzw. terroristische Bedrohungen in einzelnen Ländern und Regionen haben negative Auswirkungen auf die Buchungslage in den entsprechenden Tourismusdestinationen. In der Vergangenheit war jedoch zu beobachten, dass derartige Rückgänge nur kurzfristiger Natur waren bzw. durch andere Destinationen kompensiert wurden. Negative Effekte auf das Verkehrsaufkommen am Flughafen Wien würden sich dann ergeben, wenn diese Substitutionseffekte nur teilweise erfolgen oder alternative Destinationen über andere Verkehrsmittel bedient werden. Des Weiteren sind nachteilige Umsatzeffekte im Duty Free möglich, falls Passagiere von Non-EU-Destinationen auf Ziele innerhalb des Binnenmarktes ausweichen.

Der in den vergangenen Jahren zu verzeichnende Nachfragerückgang in einigen wichtigen touristischen Destinationen beginnt sich wieder zu entspannen. So weisen etwa die Türkei und Ägypten 2018 einen deutlichen Aufschwung bei Buchungen und Passagierzahlen auf.

Der bevorstehende Austritt von Großbritannien aus der Europäischen Union hat aus Sicht des IHS aufgrund der vergleichsweise geringen Intensität der ökonomischen Verflechtungen, selbst bei einem "harten Brexit", keine unmittelbaren Folgen auf die österreichische Wirtschaft und somit auf das Verkehrsaufkommen am Flughafen Wien, eine Ansicht die auch vom IMF im aktuellsten Report zur Euro Zone geteilt wird (Quelle: IHS, Februar 2017; IMF Juli 2018). Da jedoch derzeit die konkreten Rahmenbedingungen des Austritts weiterhin unklar sind, kann eine genaue Abschätzung möglicher negativer Effekte auf den Flughafen Wien noch nicht vorgenommen werden.

Markt- und Branchenentwicklung

Die Entwicklung der Austrian Airlines verläuft auch nach dem Rekordjahr 2017 weiterhin sehr gut. Von Jänner bis Juni 2018 konnte der Home Carrier einen Passagieranstieg von rund 10,3% am Flughafen Wien gegenüber dem Vergleichszeitraum 2017 erreichen.

Die Flottenerneuerung auf der Kurz- und Mittelstrecke wurde 2017 erfolgreich abgeschlossen und wie geplant wurden insgesamt 21 Flugzeuge vom Typ Fokker 70 und 100 durch 17 wesentlich größere Embraer 195 ersetzt. Die Einflottung von fünf zusätzlichen Airbus A320 aus ehemaligen Beständen der airberlin im Jahr 2017 sowie der Ausbau der Langstrecke durch eine zusätzliche Boeing 777, die Mitte Mai 2018 in Betrieb genommen wurde, trugen wesentlich zu dem guten Ergebnis bei, da sowohl das Europa-Angebot als auch der Interkontinentalverkehr ausgebaut werden konnten.

Unsicherheit besteht jedoch weiterhin bezüglich der Flottenerneuerung auf der Langstrecke. Seitens der Lufthansa AG wurde im Frühjahr 2018 bekanntgegeben, dass über den Austausch der sechs Boeing 767 noch keine Entscheidung getroffen wurde.

Die Austrian Airlines erzielte im ersten Halbjahr 2018 nach einem starken zweiten Quartal ein adjusted EBIT von minus € 3 Mio. sowie ein EBIT in Höhe von € 1 Mio. Das Passagierplus betrug 9,8%. Die Austrian Airlines erwartet für das Gesamtjahr ein positives Ergebnis, das jedoch unter dem Vorjahr (adjusted EBIT: € 94 Mio.) liegen wird (Quelle: Austrian Airlines, 31. Juli 2018).

Die konkreten Auswirkungen des Konkurses der airberlin-Gruppe auf den Flughafen Wien bleiben weiterhin gering. Die Ausfälle konnten durch Wachstum bei anderen Airlines vollständig kompensiert werden. Vor allem Austrian Airlines, die Eurowings-Gruppe und die easyJet-Gruppe konnten hohe Passagierzuwächse verzeichnen. In Summe hat der Flughafen Wien im ersten Halbjahr 2018 ein Passagierwachstum von 5,5% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres erzielt.

Insgesamt versucht die FWAG mit Marketingmaßnahmen sowie wettbewerbsfähigen Entgelte- und Incentive-Modellen, die für alle Fluglinien gleichermaßen gelten, dem Absatzmarktrisiko entgegenzuwirken. Insbesondere wird dabei das Ziel verfolgt, das Marktrisiko der Fluglinien mitzutragen. Seit 2018 ist ein neues Incentiveschema in Kraft, das den Standort insbesondere für volumenstarke Carrier attraktiver macht.

Bezüglich des Wettbewerbs mit anderen Flughäfen zeichnet sich am Flughafen München ein Ausbau der Langstrecke durch die Lufthansa ab. Im April 2018 starteten erstmals Fernflüge von Eurowings ab München. Die Lufthansa selbst hat Ende März 2018 fünf ihrer Airbus A380 von Frankfurt nach München verlegt und bietet dort täglich Flüge nach Los Angeles, Peking und Hongkong an, ein Angebot, das von Beginn an sehr gut ausgelastet ist. Durch diesen offensiven Ausbau der Langstrecke am Flughafen München besteht das Risiko, dass die Wettbewerbsintensität mit dem Flughafen Wien zunimmt, da sich die Einzugsbereiche (Catchment Area) der beiden Airports München und Wien teilweise überschneiden. In der unmittelbaren Catchment Area des Flughafen Wien werden insbesondere die Aktivitäten von Ryanair am Flughafen Bratislava nach wie vor für relevant erachtet und genau beobachtet.

Im Bereich der Abfertigungsdienste konnte die Flughafen Wien AG im ersten Halbjahr 2018 ihre führende Marktposition sowohl in der Flugzeug- wie auch in der Frachtabfertigung erfolgreich behaupten. Aufgrund der hohen Wettbewerbsintensität zwischen den Airlines ist der Preisdruck auf die vorgelagerten Dienstleister unverändert hoch.

Nach einem leichten Rückgang der Handlingbewegungen im Vorjahr (-1,4%) konnte im ersten Halbjahr 2018 wieder ein leichtes Plus von einem Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 erzielt werden. Die Marktkonsolidierung aufgrund des Konkurses von airberlin und NIKI hat nur relativ geringe Auswirkungen auf den Geschäftsbereich Abfertigungsdienste, die Bewegungen konnten fast vollständig von der Austrian Airlines und Eurowings-Gruppe kompensiert werden. Im Vorjahr ist es gelungen, die Handlingverträge mit dem Hauptkunden Austrian Airlines sowie mit Lufthansa, Swiss und Eurowings zu verlängern. Trotz des voraussichtlichen Anstiegs der Flugbewegungen im Jahr 2018 ist der Marktanteil der FWAG leicht rückläufig, da einzelne neu am Flughafen Wien vertretene Carrier mit starken Verkehrszuwächsen derzeit nicht zu den Handlingkunden der FWAG zählen.

Der Geschäftsbereich Abfertigungsdienste ist darüber hinaus von der allgemeinen Tendenz zum Einsatz größerer Fluggeräte betroffen. Die Wachstumsdynamik bei den für die Erlöse in diesem Geschäftsbereich relevanten Flugbewegungen wird voraussichtlich auch in absehbarer Zeit noch deutlich hinter dem Passagierwachstum zurückbleiben.

Bei der Flughafen-Beteiligung in Malta besteht neben den genannten branchenspezifischen Risiken weiterhin Unsicherheit hinsichtlich des wirtschaftlichen Turnarounds des Home Carriers Air Malta (Marktanteil 2017: rund 28%). Ein Ausfall der Airline hätte zumindest kurzfristig betrachtet negative Folgen für das Passagieraufkommen am Flughafen Malta. Mittel- bis langfristig ist jedoch davon auszugehen, dass neue oder bereits am Standort vertretene Airlines die bestehende Nachfrage bedienen würden.

Relevant sind für den Flughafen Malta auch die bevorstehenden Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union, da Großbritannien mit einem Anteil von rund 24,6% (2017) am gesamten Passagieraufkommen den größten Markt darstellt. Ein Austritt ohne Verbleib im Europäischen Wirtschaftsraum bzw. Luftverkehrsbinnenmarkt könnte zu Einschränkungen bei den Luftverkehrsrechten für britische Carrier im EU-Raum bzw. EU-Carrier in Großbritannien führen.

Rechtliche Risiken

Nach dem erstinstanzlichen positiven Bescheid fand Anfang Jänner 2015 am Bundesverwaltungsgericht (BVwG) die zweitinstanzliche Verhandlung im Genehmigungsverfahren des Projekts "Parallelpiste 11R/29L" (3. Piste) statt.

Am 9. Februar 2017 wurde der Flughafen Wien AG eine das Projekt abweisende Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts als Berufungsinstanz zugestellt. Gegen diese Entscheidung vom 2. Februar 2017 wurde von der Flughafen Wien AG Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof (VfGH) eingelegt. Am 29. Juni 2017 hat der VfGH dieser Beschwerde stattgegeben und die Entscheidung des BVwG aufgehoben.

Das BVwG musste nun eine neuerliche Entscheidung treffen und hat am 28. März 2018 den Bau der dritten Piste unter zusätzlichen Auflagen genehmigt. Die Prüfung der Auflagen ist im Gange und das Projekt wird weiterhin mit Nachdruck verfolgt, da auf Basis der heute abschätzbaren Passagierentwicklung der Flughafen Wien seine Kapazitätsgrenze nach dem Jahr 2020 erreicht.

Weitere Verzögerungen des Projekts könnten durch die von Pistengegnern sowohl beim Verwaltungsgerichtshof (VwGH) als auch beim Verfassungsgerichtshof (VfGH) einbrachten Beschwerden gegen die Genehmigung der dritten Piste entstehen. Die Entscheidung zur weiteren Vorgehensweise und zur Behandlung dieser Rechtsmittel liegt nun bei den beiden Höchstgerichten. Die vom ehemaligen Bestandsnehmer Rakesh Sardana gegen die FWAG in New York eingebrachte Klage über \$168 Mio. (derzeit rund € 145 Mio.) wegen vermeintlicher Diskriminierung, die nach Auffassung der FWAG jeder sachlichen und rechtlichen Grundlage entbehrte, wurde im Mai 2018 die Zuständigkeit in den USA vom Gericht in New York verneint. Herr Sardana hat angekündigt gegen diese Entscheidung Rechtsmittel einzulegen. Die FWAG wird alle notwendigen Schritte setzen, um Herrn Sardana für die entstandenen Kosten zur Rechenschaft zu ziehen.

Sämtliche Bewertungen von Vermögensgegenständen erfolgten unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub.

Sonstige Angaben

Betreffend der Angaben zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Unternehmen bzw. Personen verweisen wir auf Punkt 8 der Anhangsangaben zum Konzernzwischenabschluss.

Anmerkungen zur bisherigen Guidance für 2018:

Aufgrund der bisherigen guten Verkehrsergebnisse geht die FWAG für das Gesamtjahr 2018 im Flughafen-Wien-Konzern von einem Passagierwachstum von über 8%, am Flughafen Wien selbst von einem solchen von über 6% aus. Dementsprechend rechnet die FWAG mit einem EBITDA größer € 350 Mio. und einem Periodenergebnis (vor nicht beherrschenden Anteilen) von über € 148 Mio. Der Umsatz wird über € 770 Mio. erwartet. Die Guidance für Investitionen bleibt mit € 175 Mio. und für die Nettoverschuldung mit unter € 250 Mio. aufrecht.

Flughafen-Wien-Gruppe: Passagierplus im Juli 2018 von 8,5%

Im Juli verzeichnete der Flughafen Wien inklusive seiner Auslandsbeteiligungen Flughafen Malta und Košice mit insgesamt 3,6 Mio. Passagieren ein Plus von 8,5% gegenüber Juli 2017. Kumuliert von Jänner bis Juli stieg das Passagieraufkommen um 7,8% auf 18,7 Mio. Reisende.

Flughafen Wien im Juli 2018

Am Standort Flughafen Wien stieg das Passagieraufkommen im Juli 2018 um 7,4% gegenüber dem Juli des Vorjahres auf 2.730.440 Reisende an. Die Anzahl der Lokalpassagiere stieg um 10,9%, bei den Transferpassagieren gab es einen minimalen Rückgang um 0,8%. Die Flugbewegungen erhöhten sich im Juli 2018 um 6,0% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Beim Frachtaufkommen verzeichnete der Flughafen Wien ein Plus um 4,0% im Vergleich zum Juli des Vorjahres.

Schwechat, 8. August 2018 Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO

Verkürzter Konzernzwischen a b s c h l u s s z u m 30. Juni 2018

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

vom 1.1. bis 30.6.2018

in T€ H1/2018 H1/20171 V. in % Q2/2018 Q2/20171
Umsatzerlöse 373.455,8 357.497,8 4,5 209.513,0 196.866,5
Sonstige betriebliche Erträge 8.940,6 5.611,9 59,3 3.035,3 3.311,3
Betriebsleistung 382.396,4 363.109,7 5,3 212.548,2 200.177,8
Aufwendungen für Material und
bezogene Leistungen
-19.960,5 -18.593,8 7,4 -8.629,7 -7.956,5
Personalaufwand -145.197,3 -137.280,2 5,8 -74.981,2 -69.689,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen -50.697,8 -50.555,6 0,3 -26.913,1 -26.154,2
Anteilige Periodenergebnisse
at-Equity-Unternehmen
1.049,6 1.204,4 -12,8 733,2 854,7
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA)
167.590,5 157.884,5 6,1 102.757,4 97.232,0
Planmäßige Abschreibungen -63.075,3 -67.592,8 -6,7 -31.587,5 -33.421,0
Wertminderungen 0,0 -705,9 -100,0 0,0 -264,6
Ergebnis vor Zinsen und Steuern
(EBIT)
104.515,2 89.585,8 16,7 71.169,8 63.546,4
Beteiligungsergebnis ohne
at-Equity-Unternehmen
331,4 465,1 -28,7 331,4 465,1
Zinsertrag 211,8 392,5 -46,0 107,8 321,5
Zinsaufwand -8.291,9 -9.323,7 -11,1 -4.103,2 -4.743,6
Sonstiges Finanzergebnis 1.479,0 109,9 n.a. 1.479,0 109,9
Finanzergebnis -6.269,7 -8.356,2 25,0 -2.184,9 -3.847,0
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 98.245,5 81.229,6 20,9 68.984,9 59.699,4
Ertragsteuern -25.892,4 -21.117,2 22,6 -18.216,1 -15.535,0
Periodenergebnis 72.353,1 60.112,4 20,4 50.768,8 44.164,4
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der
Muttergesellschaft 66.146,9 54.947,7 20,4 45.665,2 40.018,5
Nicht beherrschende Anteile 6.206,2 5.164,7 20,2 5.103,6 4.145,9
Ergebnis je Aktie
(in €, verwässert = unverwässert)
0,79 0,65 20,4 0,55 0,48

1) Anwendung von IFRS 15 und IFRS 9 ab 1. Jänner 2018 (siehe dazu "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze"). Keine Anpassung der Vorjahresperiode.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

vom 1.1 bis 30.6.2018

in T€ H1/2018 H1/20171 V. in % Q2/2018 Q2/20171
Periodenergebnis 72.353,1 60.112,4 20,4 50.768,8 44.164,4

Sonstiges Ergebnis aus Posten, die in künftigen Perioden nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden

Neubewertungen aus
leistungsorientierten Plänen
-1.809,1 -1.463,2 23,6 -1.692,3 -1.248,8
Zum Marktwert erfolgsneutral
bewertete Eigenkapital
instrumente
313,1 0,0 n.a. -515,9 0,0
Darauf entfallende latente Steuern 374,0 365,8 2,2 552,1 312,2

Posten, die in künftigen Perioden gegebenenfalls in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden

Ergebnis aus der Marktwertbewer
tung von zur Veräußerung
verfügbaren Wertpapieren
0,0 343,8 -100,0 0,0 146,9
davon erfolgsneutrale
Veränderung
0,0 453,8 -100,0 0,0 256,8
davon realisiertes Ergebnis 0,0 -109,9 -100,0 0,0 -109,9
Darauf entfallende latente Steuern 0,0 -85,1 -100,0 0,0 -36,7
Sonstiges Ergebnis -1.122,0 -838,7 33,8 -1.656,2 -826,4
Gesamtergebnis 71.231,1 59.273,7 20,2 49.112,7 43.338,0
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der
Muttergesellschaft
65.024,9 54.107,9 20,2 44.007,0 39.190,9
Nicht beherrschende Anteile 6.206,2 5.165,8 20,1 5.105,6 4.147,1

1) Anwendung von IFRS 15 und IFRS 9 ab 1. Jänner 2018 (siehe dazu "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze"). Keine Anpassung der Vorjahresperiode.

Konzern-Bilanz

Zum 30.6.2018

in T€ 30.6.2018 31.12.20171 V. in %
AKTIVA
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte
155.735,4 156.606,3 -0,6
Sachanlagen 1.471.754,1 1.441.371,9 2,1
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 132.380,4 132.819,5 -0,3
Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen 40.392,9 40.987,2 -1,4
Sonstige Vermögenswerte 98.470,6 99.129,1 -0,7
1.898.733,3 1.870.914,0 1,5
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 5.716,0 5.979,5 -4,4
Wertpapiere 28.640,2 22.178,7 29,1
Zum Verkauf stehende Vermögenswerte 0,0 2.961,3 -100,0
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 140.846,1 113.038,2 24,6
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 21.949,6 47.918,7 -54,2
197.152,0 192.076,4 2,6
Summe Aktiva 2.095.885,4 2.062.990,3 1,6
PASSIVA
Eigenkapital
Grundkapital 152.670,0 152.670,0 0,0
Kapitalrücklagen 117.657,3 117.657,3 0,0
Sonstige Rücklagen 2.139,2 1.941,3 10,2
Einbehaltene Ergebnisse 860.891,9 850.181,4 1,3
Den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar 1.133.358,3 1.122.450,0 1,0
Nicht beherrschende Anteile 89.834,9 88.506,2 1,5
1.223.193,3 1.210.956,2 1,0
Langfristige Schulden
Rückstellungen 156.432,9 153.103,0 2,2
Finanzverbindlichkeiten 300.000,0 356.147,6 -15,8
Übrige Verbindlichkeiten 43.482,3 39.615,0 9,8
Latente Steuern 51.234,5 52.432,3 -2,3
551.149,7 601.298,0 -8,3
Kurzfristige Schulden
Steuerrückstellungen 20.105,7 10.318,3 94,9
Übrige Rückstellungen 95.860,5 107.833,5 -11,1
Finanzverbindlichkeiten 67.033,8 46.962,7 42,7
Lieferantenverbindlichkeiten 41.847,8 46.043,9 -9,1
Übrige Verbindlichkeiten 96.694,6 39.577,7 n.a.
321.542,4 250.736,1 28,2
Summe Passiva 2.095.885,4 2.062.990,3 1,6

1) Anwendung von IFRS 15 und IFRS 9 ab 1. Jänner 2018 (siehe dazu "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze"). Keine Anpassung der Vorjahresperiode.

Konzern-Geldflussrechnung

vom 1.1. bis 30.6.2018

in T€
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT)
98.245,5
81.229,6
20,9
+/- Abschreibungen / Zuschreibungen
63.075,3
67.592,8
-6,7
+
Wertminderungen
0,0
705,9
-100,0
+/- Bewertung beizulegender Zeitwert Finanzinstrumente
-1.479,0
0,0
n.a.
-
Anteilige Periodenergebnisse at-Equity-Unternehmen
-1.049,6
-1.204,4
-12,8
+
Dividendenausschüttungen at-Equity-Unternehmen
1.643,9
852,3
92,9
Verluste / - Gewinne aus dem Abgang von
+
Vermögenswerten
-3.172,1
-437,3
n.a.
Auflösung von Investitionszuschüssen aus öffentlichen
-
Mitteln
-104,4
-118,8
-12,1
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge
0,0
82,0
-100,0
+
Zins- und Dividendenergebnis
7.748,7
8.466,2
-8,5
+
Erhaltene Dividenden
331,4
465,1
-28,7
+
Erhaltene Zinsen
119,1
491,1
-75,7
-
Bezahlte Zinsen
-8.446,9
-9.510,0
-11,2
-
Erhöhung / + Senkung Vorräte
263,4
151,5
73,9
-
Erhöhung / + Senkung Forderungen
2.750,5
-4.497,9
n.a.
+
Erhöhung / - Senkung Passiva
-13.052,9
10.168,7
n.a.
Nettogeldfluss aus der gewöhnlichen
+
Geschäftstätigkeit
146.872,9
154.437,0
-4,9
-
Zahlungen für Ertragsteuern
-17.968,7
-18.294,4
-1,8
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit
128.904,2
136.142,6
-5,3
+
Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen)
662,5
909,8
-27,2
+
Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang
3,3
0,0
n.a.
-
Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen)
-32.251,1
-47.970,9
-32,8
-
Auszahlungen für Finanzanlagenzugang
-231,1
-350,0
-34,0
Einzahlungen aus Abgang von kurz- und langfristigen
+
Veranlagungen
0,0
20.000,0
-100,0
Auszahlungen für kurz- und langfristige Veranlagungen
-
und Wertpapiere
-24.982,7
-30.000,0
-16,7
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit
-56.799,2
-57.411,1
-1,1
Dividendenausschüttung an Flughafen Wien AG
-
Anteilseigner
-57.120,0
-52.500,0
8,8
Dividendenausschüttung an nicht beherrschende
-
Anteilseigner
-4.877,5
-4.871,3
0,1
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbind
+
lichkeiten
40.200,0
44.000,0
-8,6
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzverbindlich
-
keiten
-76.276,6
-60.420,7
26,2
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit
-98.074,1
-73.792,0
32,9
Veränderung des Finanzmittelbestandes
-25.969,1
4.939,4
n.a.
+
Finanzmittelbestand am Beginn der Periode
47.918,7
43.438,5
10,3
Finanzmittelbestand am Ende der Periode
21.949,6
48.377,9
-54,6
H1/2018 H1/20171 V. in %

1) Anwendung von IFRS 15 und IFRS 9 ab 1. Jänner 2018 (siehe dazu "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze"). Keine Anpassung der Vorjahresperiode.

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

vom 1.1. bis 30.6.2018

den Gesellschaftern der
in T€ Grund
kapital
Kapital
rücklagen
AfS
Rücklage
Rückklage
aus Zeit
wertän
derungen
Eigenkapi
talinstru
mente
Neubewer
tung im
materielles
Vermögen
Stand zum 1.1.20171 152.670,0 117.657,3 1.241,0 0,0 18.201,4
Marktwertbewertung
von Wertpapieren
257,6
Neubewertungen aus
leistungsorientierten
Plänen
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 257,6 0,0 0,0
Periodenergebnis
Gesamtergebnis 0,0 0,0 257,6 0,0 0,0
Auflösung Neubewer
tungsrücklage
-181,1
Dividendenausschüttung
Stand zum 30.6.20171 152.670,0 117.657,3 1.498,6 0,0 18.020,2
Stand zum 1.1.2018 152.670,0 117.657,3 1.645,3 0,0 17.839,1
Erstmalige Anwendung
von IFRS 9
0,0 0,0 -1.645,3 3.146,3 0,0
Stand zum 1.1.2018
angepasst
152.670,0 117.657,3 0,0 3.146,3 17.839,1
Marktwertbewertung von
Eigenkapitalinstrumenten
234,8
Neubewertungen aus
leistungsorientierten
Plänen
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 0,0 234,8 0,0
Periodenergebnis
Gesamtergebnis 0,0 0,0 0,0 234,8 0,0
Auflösung Neubewer
tungsrücklage
-181,1
Dividendenausschüttung
Stand zum 30.6.2018 152.670,0 117.657,3 0,0 3.381,1 17.658,0

1) Anwendung von IFRS 15 und IFRS 9 ab 1. Jänner 2018 (siehe dazu "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze"). Keine Anpassung der Vorjahresperiode

Muttergesellschaft zurechenbar
Gesamt Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt Einbe
haltene
Ergebnisse
Summe
sonstige
Rücklagen
Währungs
umrechnungs
rücklage
Neube
wertungen
von Plänen
1.143.975,2 83.224,1 1.060.751,1 787.576,0 2.847,9 7.632,9 -24.227,4
258,7 1,2 257,6 257,6
-1.097,4 0,0 -1.097,4 -1.097,4 -1.097,4
-838,7 1,2 -839,8 0,0 -839,8 0,0 -1.097,4
60.112,4 5.164,7 54.947,7 54.947,7
59.273,7 5.165,8 54.107,9 54.947,7 -839,8 0,0 -1.097,4
0,0 0,0 0,0 181,1 -181,1
-57.371,3 -4.871,3 -52.500,0 -52.500,0 0,0
1.145.877,7 83.518,7 1.062.359,0 790.204,8 1.826,9 7.632,9 -25.324,7
1.210.956,2 88.506,2 1.122.450,0 850.181,4 1.941,3 7.632,9 -25.176,0
3.003,6 0,0 3.003,6 1.502,7 1.501,0 0,0 0,0
1.213.959,9 88.506,2 1.125.453,6 851.684,0 3.442,3 7.632,9 -25.176,0
234,8 0,0 234,8 234,8
-1.356,8
-1.122,0
0,0
0,0
-1.356,8
-1.122,0
0,0 -1.356,8
-1.122,0
0,0 -1.356,8
-1.356,8
72.353,1 6.206,2 66.146,9 66.146,9
71.231,1 6.206,2 65.024,9 66.146,9 -1.122,0 0,0 -1.356,8
0,0 0,0 0,0 181,1 -181,1
-61.997,5 -4.877,5 -57.120,0 -57.120,0 0,0
1.223.193,3 89.834,9 1.133.358,3 860.891,9 2.139,2 7.632,9 -26.532,9

A u s g e w ä h l t e e r l ä u t e r n d e A n h a n g s a n g a b e n

(1) Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der Flughafen Wien AG zum 30. Juni 2018 erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34, wie er in der Europäischen Union (EU) anzuwenden ist.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) nicht all jene Informationen und Angaben, die in einem vollständigen Abschluss verpflichtend sind und sollte daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss der Flughafen Wien AG zum 31. Dezember 2017 gelesen werden.

Neben den Angaben im vorliegenden Anhang und Konzernzwischenabschluss sind weitere erläuternde Angaben im Lagebericht enthalten (IAS 34.16A).

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde weder einer Abschlussprüfung noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im verkürzten Konzernzwischenabschluss wurden die gleichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Berechnungsmethoden angewandt wie im Konzernabschluss 2017. Für weitergehende Angaben zu den angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie der ab 1. Jänner 2018 neu anzuwendenden Standards wird auch auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017, der die Grundlage für den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss darstellt, verwiesen.

Die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist von Ermessensbeurteilungen bezüglich Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie von Annahmen und Schätzungen durch das Management abhängig. Im Zusammenhang mit der Anwendung von IFRS 9 und IFRS 15 wurden die angeführten Annahmen zu Schätzungsunsicherheiten getroffen. Weitere Informationen zu Ermessensbeurteilungen sowie Annahmen und Schätzungen sind im Konzernabschluss 2017 ersichtlich.

Die folgenden Standards und Interpretationen wurden ab dem 1. Jänner 2018 neu angewendet:

  • IFRS 9 "Finanzinstrumente"
  • IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden"
  • Klarstellung zu IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden"
  • Änderungen zu IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütungen Klassifizierung und Bewertung"
  • Änderungen zu IFRS 4 "Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente mit IFRS 4 Versicherungsverträge"
  • Änderungen zu IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien"
  • IFRIC 22 "Währungsumrechnung bei Anzahlungen"
  • Jährliche Verbesserungen (2014-2016)

IFRS 9 "Finanzinstrumente

Der im Juli 2014 veröffentlichte IFRS 9 ersetzt die bestehenden Leitlinien in IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung. IFRS 9 enthält überarbeitete Leitlinien zur Einstufung und Bewertung von Finanzinstrumenten, ein neues Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten sowie neue allgemeine Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Er übernimmt auch die Leitlinien zur Erfassung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten aus IAS 39.

Der Flughafen-Wien-Konzern wendet IFRS 9 erstmalig ab 1. Jänner 2018 prospektiv an, wobei Wertänderungen von finanziellen Vermögenswerten in der Eröffnungsbilanz zum 1. Jänner 2018 in den einbehaltenen Ergebnissen erfasst werden.

Folgende Tabelle stellt die Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 9 auf die Eröffnungsbilanz der Flughafen-Wien-Gruppe dar:

Beträge in T€ 31.12.2017 Anpassungen
gemäß IFRS 9
1.1.2018
AKTIVA
Langfristige sonstige Vermögenswerte 99.129,1 4.195,1 103.324,2
Kurzfristige Forderungen und sonstige
Vermögenswerte
113.038,2 -142,7 112.895,6
PASSIVA
Sonstige Rücklagen 1.941,3 1.501,0 3.442,3
Einbehaltene Ergebnisse 850.181,4 1.502,7 851.684,0
Latente Steuern 52.432,3 1.048,8 53.481,1
Beträge in T€ Sonstige
Rücklagen
Einbe
haltene
Ergebnisse
Den Aktionären
der Mutterge
sellschaft zuzu
rechnen
Nicht be
herrschen
de Anteile
Gesamt
Erfassung von
Wertminderungen
nach dem
Expected Credit
Loss Modell
0,0 -142,7 -142,7 0,0 -142,7
Bewertung
Eigenkapital
instrumente
3.146,3 0,0 3.146,3 0,0 3.146,3
Reklassifizierung
von gehaltenen
Anteilen an Invest
mentfonds von AfS
in die Kategorie
FVPL
-11,3 11,3 0,0 0,0 0,0
Reklassifizierung
von Schuldtitel
(Wertpapiere) von
AfS in die
Kategorie FVPL
-1.634,0 1.634,0 0,0 0,0 0,0
Summe 1.501,0 1.502,7 3.003,6 0,0 3.003,6

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 auf die Komponenten des Eigenkapitals:

Änderungen durch IFRS 9 im Vergleich mit IAS 39 betreffen die Klassifizierung und die Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten. Zunächst steht der Charakter des Finanzinstruments im Vordergrund, wobei Schuld- und Eigenkapitalinstrumente sowie Derivate unterschiedlichen Richtlinien zur Bewertung unterliegen. Weiters ist das dem Finanzinstrument zugrundeliegende Geschäftsmodell zu berücksichtigen. Bei der Wahl des Geschäftsmodells ist zu definieren, ob eine Handelsabsicht besteht oder ob das Finanzinstrument bis zur Fälligkeit gehalten wird.

Die finanziellen Vermögenswerte werden zukünftig daraus folgend nur noch in zwei Gruppen klassifiziert und bewertet: zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) und zum Fair Value entweder über das Periodenergebnis (FVPL) oder das sonstige Ergebnis (FVOCI).

Die Kategorien des IAS 39 für finanzielle Vermögenswerte – bis zur Endfälligkeit gehalten (HtM), Kredite und Forderungen (LaR) sowie zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (AfS) – entfallen gemäß IFRS 9.

Ebenso wurde die Erfassung von Wertminderungen neu geregelt: Gemäß IFRS 9 ist das "Expected Credit Loss Modell" anzuwenden, bei dem im Vergleich zum "Incurred Loss" Modell des IAS 39 Vorsorgen tendenziell früher und in größerem Ausmaß zu bilden sind.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die ursprüngliche Bewertungskategorie und den Buchwert der gemäß IAS 39 bestimmt wurde, die neue Bewertungskategorie und den Buchwert der gemäß IFRS 9 bestimmt wurde, zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung von IFRS 9:

Beträge in T€ Klassifizie
rung unter
IAS 39
Wertansatz
unter IAS
39
Klassifizierung
und Wertan
satz unter
IFRS 9
Buchwert
IAS 39
Buchwert
IFRS 9
Fonds AfS Zeitwert
erfolgs
neutral
FVPL 107,6 107,6
Schuldtitel
(Wertpapiere)
AfS Zeitwert
erfolgs
neutral
FVPL 22.178,7 22.178,7
Forderungen aus Fortgeführ
Lieferungen und
Leistungen
LaR te Anschaf
fungskosten
AC 59.227,6 59.100,3
Forderungen ggb.
assoziierten Unter
nehmen
LaR Fortgeführ
te Anschaf
fungskosten
AC 882,4 880,5
Sonstige
Forderungen
LaR Fortgeführ
te Anschaf
fungskosten
AC 6.293,6 6.280,1
Veranlagungen
(Termingelder)
LaR Fortgeführ
te Anschaf
fungskosten
AC 106.000,0 106.000,0
Ausgereichte
Darlehen
LaR Fortgeführ
te Anschaf
fungskosten
AC 834,0 834,0
Eigenkapitaltitel
(Beteiligungen,
Wertpapiere)
AfS Anschaf
fungskosten
FVOCI (NR) 770,2 4.965,2
Zahlungsmittel und
Zahlungsmittel
äquivalente
Barreserve Nominal
wert = Zeit
wert
AC 47.918,7 47.918,7
Summe

finanzieller

Im Vergleich zu den bisher angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gibt es Abweichungen bei der Folgebewertung von gehaltenen Anteilen an Investmentfonds sowie Schuldtiteln. Diese wurden in der Vergangenheit der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" (AfS) zugeordnet. Die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes wurden im sonstigen Ergebnis (OCI) neutral erfasst. Nach IFRS 9 sind die gehaltenen Anteile an Investmentfonds als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" (FVPL) zu bewerten, weil sich die Zahlungen in Zusammenhang mit dem Fonds nicht ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen zusammensetzen.

Bei der Bewertungskategorie Schuldtitel (Wertpapiere) handelt es sich um eine Ergänzungskapitalobligation. Da die von dieser Obligation verbrieften Zahlungsströme nicht ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen darstellen – Zinszahlungen können gemäß der vertraglichen Bestimmungen unter gewissen Voraussetzungen entfallen – muss dieses Papier ebenfalls "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" (FVPL) bewertet werden. Änderungen des beizulegenden Zeitwertes werden dabei im sonstigen Finanzergebnis erfasst.

Vermögenswerte 244.212,7 248.265,1

Die Eigenkapitaltitel und Beteiligungen wurden in der Vergangenheit ebenfalls der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" (AfS) zugeordnet, wobei deren Bewertung zu Anschaffungskosten erfolgte. Nach IFRS 9 werden alle Eigenkapitalinstrumente als zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderungen im sonstigen Ergebnis (FVOCI – ohne Recycling/NR) designiert, da sie mit einer langfristigen strategischen Zielsetzung gehalten werden.

Die Eigenkapitaltitel beinhalten Anteile an der CEESEG AG und sonstige Beteiligungen. Der beizulegende Zeitwert des Anteils an der CEESEG AG ist aufgrund des Fehlens eines aktiven Marktes bzw. einer Kursnotiz auf Basis eines kapitalwertorientierten Verfahrens zu ermitteln (Stufe 3). Eine Überprüfung des beizulegenden Zeitwerts der sonstigen Beteiligungen ergab, dass die Anschaffungskosten die beste Schätzung des beizulegenden Zeitwerts darstellen.

Die finanziellen Vermögenswerte der ehemaligen Kategorie "Kredite und Forderungen" (LaR) wurden nach IFRS 9 als "zu fortgeführten Anschaffungskosten" (AC) bewertet und unterliegen den neuen unter IFRS 9 erweiterten Wertminderungsbestimmungen.

Durch die neuen Vorschriften sind nicht mehr nur bereits eingetretene Verluste, sondern auch erwartete Verluste zu bevorsorgen. Dabei wird der Umfang der Erfassung erwarteter Verluste nochmals danach differenziert, ob sich das Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte seit ihrem Zugang wesentlich verschlechtert hat oder nicht. Liegt eine Verschlechterung vor und ist das Ausfallrisiko am Stichtag nicht als niedrig einzustufen, sind ab diesem Zeitpunkt sämtliche erwarteten Verluste über die gesamte Laufzeit zu erfassen. Anderenfalls sind nur die über die Laufzeit des Instruments zu erwartenden Verluste zu berücksichtigen, die aus künftigen möglichen Verlustereignissen innerhalb der nächsten zwölf Monate resultieren.

Für Lieferforderungen sieht IFRS 9 jedoch vor, dass generell die erwarteten Verluste über die gesamte Laufzeit zu erfassen sind. Die Anpassung der Lieferforderungen um erwartete Ausfälle über die Gesamtlaufzeit dieser Finanzinstrumente erfolgt dabei – wie auch von IFRS 9 selbst vorgeschlagen – unter Anwendung einer Wertminderungsmatrix, in welcher die erwarteten Kreditverluste in Abhängigkeit von Überfälligkeiten abgeleitet wurden. Insgesamt führte die neue Berechnung zu einer zusätzlichen Vorsorge für Kreditrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen sowie sonstigen Forderungen in Höhe von T€ 142,7 (zum 1. Jänner 2018).

Bei den Termineinlagen, ausgereichten Darlehen (ohne wesentliche Zinskomponente) sowie Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalenten gelten die allgemeinen Wertminderungsbestimmungen, wonach zunächst ein erwarteter Ausfall über die nächsten 12 Monate zu berechnen ist (Stufe 1). Erst bei erheblicher Verschlechterung der Kreditwürdigkeit des Schuldners ist ein erwarteter Ausfall über die gesamte Laufzeit des Finanzinstruments zu ermitteln. Für den Bestand an Termineinlagen, ausgereichten Darlehen sowie Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalenten der Stufe 1 ergaben sich im Umstellungszeitpunkt aufgrund der Bonitäten und kurzen Restlaufzeiten keine wesentlichen Wertminderungen.

Bei den übrigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten kam es durch IFRS 9 zu keinen Änderungen der Folgebewertung.

IFRS 15 "Erlöse mit Kunden"

Die Flughafen-Wien-Gruppe hat den neuen Standard IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" erstmalig mit 1. Jänner 2018 angewendet. Dieser Standard schreibt vor, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. Von IFRS 15 sind nur jene Verträge, die unter IAS 17 "Leasingverhältnisse" fallen, ausgenommen.

Im Unterschied zu den bisher gültigen Vorschriften sieht der neue Standard ein einziges, prinzipienbasiertes, fünfstufiges Modell vor, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Gemäß diesem fünfstufigen Modell ist zunächst der Vertrag mit dem Kunden zu bestimmen (Schritt 1). In Schritt 2 sind die eigenständigen Leistungsverpflichtungen im Vertrag zu identifizieren. Anschließend (Schritt 3) ist der Transaktionspreis zu bestimmen, wobei explizite Vorschriften zur Behandlung von variablen Gegenleistungen, Finanzierungskomponenten, Zahlungen an den Kunden und Tauschgeschäften vorgesehen sind. Nach der Bestimmung des Transaktionspreises ist in Schritt 4 die Verteilung des Transaktionspreises auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen vorzunehmen. Basis hierfür sind die Einzelveräußerungspreise der einzelnen Leistungsverpflichtungen. Abschließend (Schritt 5) kann der Erlös erfasst werden, sofern die Leistungsverpflichtung durch das Unternehmen erfüllt wurde. Voraussetzung hierfür ist die Übertragung der Verfügungsmacht an der Ware bzw. der Dienstleistung auf den Kunden.

Bei Abschluss eines Vertrages ist nach IFRS 15 festzustellen, ob die aus dem Vertrag resultierten Erlöse zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg zu erfassen sind. Dabei ist zunächst anhand bestimmter Kriterien zu klären, ob die Verfügungsmacht an der Leistungsverpflichtung über einen Zeitraum übertragen wird. Ist dies nicht der Fall, ist der Erlös zu dem Zeitpunkt zu erfassen, an dem die Verfügungsmacht auf den Kunden übergeht. Indikatoren hierfür sind beispielsweise rechtlicher Eigentumsübertrag, die Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken oder eine formelle Abnahme. Wird die Verfügungsmacht hingegen über einen Zeitraum übertragen, darf eine Erlösrealisierung über den Zeitraum nur dann erfolgen, sofern der Leistungsfortschritt mithilfe von Input- oder Output- orientierten Methoden verlässlich ermittelbar ist. Neben den allgemeinen Erlöserfassungsgrundsätzen enthält der Standard detaillierte Umsetzungsleitlinien zu Themen wie Veräußerung mit Rückgaberecht, Kundenoptionen auf zusätzliche Güter oder Dienstleistungen, Prinzipal-Agenten-Beziehungen sowie Bill-and-Hold-Vereinbarungen. In den Standard wurden außerdem neue Leitlinien zu den Kosten zur Erfüllung und Erlangung eines Vertrages sowie Leitlinien zu der Frage, wann solche Kosten zu aktivieren sind, aufgenommen. Kosten, die die genannten Kriterien nicht erfüllen sind bei Anfall als Aufwand zu erfassen.

Weiters enthält der Standard neue, umfangreiche Vorschriften in Bezug auf Angaben, die zu den Erlösen im Abschluss zu machen sind.

Sind Umsatzerlöse nicht verlässlich ermittelbar, erfolgt die Umsatzrealisierung erst zu dem Zeitpunkt, zu dem der Konzern Gewissheit über die Gegenleistung erlangt. Aufgrund derartiger Sachverhalte wurde im Rahmen von IFRS 15 das Konzept der variablen Gegenleistung eingeführt, die bei Vertragsbeginn bestimmt werden muss. Nach IFRS 15 muss die geschätzte variable Gegenleistung begrenzt werden, um eine zu hohe Erfassung von Umsatzerlösen zu verhindern. Der Konzern wird auch weiterhin die einzelnen Verträge analysieren, um die geschätzte variable Gegenleistung und die damit einhergehende Begrenzung zu bestimmen.

Die Flughafen-Wien-Gruppe erwirtschaftet im Wesentlichen Erlöse im Aviation und Non-Aviation-Bereich: Die Auswirkung der Anwendung ist im Folgenden dargestellt:

Im Aviation-Bereich werden im Wesentlichen Erlöse aus Verkehrsentgelten, Bodenabfertigung und Konzessionen erzielt.

a) Verkehrsentgelte (genehmigungspflichtige Entgelte):

Einige Entgelte unterliegen der Genehmigungspflicht durch die oberste Zivilluftfahrtbehörde. Diese Verkehrsentgelte betreffen die Benützung der Flughafen Infrastruktur und umfassen u.a. Lande-, Park-, Fluggast- sowie Infrastrukturentgelte. Als Basis für die Berechnung des Lande-, Park- und Infrastrukturentgelts Airside gilt das höchstzulässige Abfluggewicht (MTOW) der Luftfahrzeuge, für das Infrastrukturentgelt Landside, Fluggastentgelt und das Sicherheitsentgelt die Zahl der Passagiere. Für die Ermittlung des Infrastrukturentgeltes "Betankung" gilt die eingebrachte Menge an Flugzeugtreibstoff. Die Verrechnung dieser Entgelte ist für alle Kunden gleich und in der Entgeltordnung geregelt. Zudem besteht für Kunden ein Incentiveschema.

Das gesamte Entgelt aus diesen Dienstleistungsverträgen mit Fluggesellschaften wird auf alle Dienstleistungen (Leistungsverpflichtung), basierend auf ihren Einzelverkaufspreisen (Transaktionspreis), aufgeteilt. Die Einzelverkaufspreise werden auf Grundlage der Entgeltordnung zu denen der Konzern die Dienstleistungen in separaten Transaktionen anbietet, festgelegt. Bei der Ermittlung und Verteilung des Transaktionspreises werden variable entgeltmindernde Skonti und Preisnachlässe basierend auf dem Incentiveschema berücksichtigt. Diese Vorgehensweise entspricht auch der nach IAS 18 vorgenommenen Aufteilung. Auch hinsichtlich der zeitlichen Erfassung der Umsatzerlöse (zeitpunktbezogen nach erfolgter Abfertigung) kam es bei der Flughafen-Wien-Gruppe zu keiner Abweichung zur bisherigen Praxis. Bei der Beurteilung dieser Verträge hat die Flughafen-Wien-Gruppe die Erleichterung des Portfolioansatzes in Anspruch genommen.

b) Bodenverkehrsdienste (nicht genehmigungspflichtige Entgelte):

Nicht genehmigungspflichtige Entgelte betreffen die Bodenverkehrsdienste. Insbesondere werden Umsätze aus dem Ramp-Handling (Vorfeld- und Verkehrsabfertigung), Cargo-Handling (Frachtabfertigung) sowie Passagier-Handling vereinnahmt. Die Dienstleistungen und Einzelverkaufspreise der Frachtabfertigung sind in der Frachtumschlagsordnung geregelt. Die Verträge des Ramp-Handlings basieren auf einem standardisierten Vertragsmuster (Standard Ground Handling Agreement) der IATA. In diesen Verträgen werden die Leistungsverpflichtungen basierend auf den angebotenen Einzelleistungen definiert und ein Transaktionspreis pro Turnaround und Flugzeugtyp festgelegt. Diese Verträge beinhalten keine pauschalen Transaktionspreise für Leistungsverpflichtungen, die über einen Zeitraum hinweg erbracht werden. Werden über das vertraglich definierte Leistungspaket weitere einzelne Leistungsverpflichtungen (Einzelleistungen) benötigt, können diese zusätzlich auf Basis der aktuell gültigen Preisliste in Anspruch genommen werden. Die Aufteilung des Transaktionspreises auf die Leistungsverpflichtungen erfolgt auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise bzw. auf Basis der aktuell gültigen Einzelveräußerungspreise bei Inanspruchnahme von zusätzlichen Leistungsverpflichtungen. Durch die Anwendung von IFRS 15 ergeben sich für die Bodenverkehrsdienste keine Änderungen bezüglich der Höhe und des Zeitpunktes der Realisierung der Umsatzerlöse. Bei der Beurteilung dieser Verträge hat die Flughafen-Wien-Gruppe die Erleichterung des Portfolioansatzes in Anspruch genommen.

c) Erlöse aus Konzessionen

Konzessionserlöse (Ground-Handling Malta) umfassen Erlöse für das Recht Ground-Handling-Dienstleistungen am Flughafen Malta zu erbringen und werden entsprechend den jeweiligen vertraglichen Grundlagen periodengerecht über den Konzessionszeitraum verteilt. Der Transaktionspreis berechnet sich aufgrund einer Entgeltstruktur, die auf verschiedenen zugrundeliegenden Parametern basiert (abfliegende Passagiere, Flugbewegungen, MTOW, Frachtmenge, Betankungsmenge). Soweit von einem überwiegend wahrscheinlichen Ressourcenzufluss ausgegangen werden kann und die Höhe verlässlich ermittelbar ist, erfolgt eine Erlösrealisierung. Aus der Anwendung des IFRS 15 gaben sich für den Flughafen-Wien-Konzern keine Änderungen.

Der Non-Aviation-Bereich der Flughafen-Wien-Gruppe umfasst die Vermietung von Flächen (inkl. Umsatzabgaben) und sonstige Umsatzerlöse.

a) Vermietung von Flächen inklusive Umsatzabgaben:

Umsatzerlöse aus der Vermietung werden linear über die Laufzeit des Mietverhältnisses gemäß IAS 17 verteilt. Gewährte Mietanreize werden als Bestandteil der Gesamtmieterlöse über die Laufzeit des Mietverhältnisses erfasst. Umsätze aus Umsatzabgaben (variable Mieten) werden periodengerecht auf Basis der erzielten Umsätze erfasst. Da Leasingverträge von der Anwendung des IFRS 15 ausgenommen sind, ergaben sich für den Flughafen-Wien-Konzern keine Änderungen.

b) Sonstige Umsatzerlöse:

Neben den oben genannten Erlösen erzielt der Flughafen-Wien-Konzern weitere Erlöse u.a. in den Bereichen Lounges, Sicherheit & Bewachung, Ver- und Entsorgung, EDV, Elektrotechnik, Werkstätten, Materialwirtschaft, Facility-Management und bauliche Instandhaltung. Die Anwendung von IFRS 15 führte in diesem Bereich zu keiner Änderung.

Durch die Anwendung des IFRS 15 kam es zu keinen wesentlichen Änderungen hinsichtlich Zeitpunkt oder Höhe des zu realisierenden Erlöses der Flughafen-Wien-Gruppe.

Durch die Anwendung der weiteren geänderten Standards und Interpretationen, welche ab 1. Jänner 2018 angewendet wurden, ergaben sich keine Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Konzerns.

Hinsichtlich der Anwendung von neuen Standards, die noch nicht angewendet wurden (z.B. IFRS 16) wird auf die Angaben im Konzernabschluss 2017 verwiesen.

Bei der Summierung gerundeter Beträge und %-Angaben können sich durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen ergeben.

(3) Konsolidierungskreis

Seit dem 31. Dezember 2017 gab es folgende Änderungen des Konsolidierungskreises: Im ersten Halbjahr 2018 wurden die Gesellschaften GetService Dienstleistungsgesellschaft m.b.H. (GETS) und VIE Airport Health Center GmbH (VHC) aufgrund ihrer gestiegenen Bedeutung für den operativen Geschäftsverlauf der Flughafen-Wien-Gruppe in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Bis zum Stichtag 31. Dezember 2017 wurden diese beiden Unternehmen aufgrund der untergeordneten Bedeutung und Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss miteinbezogen.

Die Gesellschaft GetService Dienstleistungsgesellschaft m.b.H. (GETS) erbringt neben Bewachungsleistungen auch sonstige Dienstleistungen, die mit dem Betrieb eines Verkehrsflughafens verbunden sind und wurde als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen dem Segment Handling & Sicherheitsdienstleistungen zugeordnet.

Die Gesellschaft VIE Airport Health Center (VHC) bietet Dienstleistungen im Bereich der Gesundheit an und wurde als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen dem Segment Retail & Properties zugeordnet.

Zum 30. Juni 2018 werden in den verkürzten Konzernzwischenabschluss neben der Flughafen Wien AG 22 inländische (31. Dezember 2017: 20) und 14 ausländische (31. Dezember 2017: 14) Tochterunternehmen einbezogen, die von der Flughafen Wien AG beherrscht werden. Weiters wurden drei inländische Unternehmen (31. Dezember 2017: 3) und ein ausländisches Unternehmen (31. Dezember 2017: 1) nach der Equity-Methode bewertet.

Zwei (31. Dezember 2017: 4) Tochterunternehmen wurden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den verkürzten Konzernzwischenabschluss einbezogen.

(4) Informationen zu Geschäf t ssegmenten (IFR S 8) und Umsatzerlösen (IFRS 15)

Nach IFRS 8 orientiert sich die Segmentberichterstattung an der internen Berichterstattung des Konzerns. Bei der Flughafen-Wien-Gruppe stellen die Geschäftsbereiche der Flughafen Wien AG, nach denen die Gesellschaft organisiert ist, sowie die einzelnen Tochtergesellschaften und Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen, die einzelnen Geschäftssegmente dar, die zu den Berichtssegmenten Airport, Handling & Sicherheitsdienstleistungen, Retail & Properties, Malta und Sonstige Segmente zusammengefasst werden. Die Steuerung der Unternehmensgruppe erfolgt anhand der Berichterstattungen zur Erfolgsrechnung, zu Investitionen und Personalangaben der jeweiligen Bereiche der Flughafen Wien AG sowie der Umsätze, EBITDAs, EBITs, der vorgesehenen Investitionen und Personalzahlen der einzelnen Tochtergesellschaften.

Die Flughafen-Wien-Gruppe ordnet ihre Umsatzerlöse-Ströme den Bereichen "Aviation" und "Non-Aviation" zu. Weiters werden pro Segment die unterschiedlichen Umsatzströme weiter unterteilt, welche in den nachfolgenden Tabellen ersichtlich sind.

H1/2018 in T€ Airport Handling &
Sicherheits
dienstleist
ungen
Retail &
Proper
ties
Malta Sonstige
Segmente
Konzern
Aviation 172.169,6 73.879,5 0,0 28.397,2 0,0 274.446,3
Non-Aviation 9.816,0 6.494,0 62.210,3 12.468,8 8.020,4 99.009,5
Externe
Segmentumsätze
181.985,6 80.373,6 62.210,3 40.866,0 8.020,4 373.455,8

Die Aufteilung nach Aviation- und Non-Aviation-Umsätze stellt sich wie folgt dar:

H1/2017 in T€ Airport Handling &
Sicherheits
dienstleist
ungen
Retail &
Proper
ties
Malta Sonstige
Segmente
Konzern
Aviation 163.769,4 74.821,0 0,0 25.411,4 0,0 264.001,8
Non-Aviation 8.763,6 4.815,5 61.381,5 11.244,7 7.290,8 93.496,0
Externe
Segmentumsätze
172.533,0 79.636,5 61.381,5 36.656,1 7.290,8 357.497,8

Die Aufteilung nach geografischen Gebieten stellt sich wie folgt dar:

H1/2018 in T€ Airport Handling &
Sicherheits
dienstleist
ungen
Retail &
Proper
ties
Malta Sonstige
Segmente
Konzern
Österreich 181.985,6 80.373,6 62.210,3 0,0 8.020,4 332.589,8
Malta 0,0 0,0 0,0 40.866,0 0,0 40.866,0
Externe
Segmentumsätze
181.985,6 80.373,6 62.210,3 40.866,0 8.020,4 373.455,8
H1/2017 in T€ Airport Handling &
Sicherheits
dienstleist
ungen
Retail &
Proper
ties
Malta Sonstige
Segmente
Konzern
Österreich 172.533,0 79.636,5 61.381,5 0,0 7.290,8 320.841,7
Malta 0,0 0,0 0,0 36.656,1 0,0 36.656,1
Externe
Segmentumsätze
172.533,0 79.636,5 61.381,5 36.656,1 7.290,8 357.497,8

Segmenterlöse und Segmentergebnisse H1/2018

H1/2018 in T€ Airport Handling &
Sicherheits
dienst
leistungen
Retail &
Proper
ties
Malta Sonstige
Segmente
Konzern
Externe
Segmentumsätze
181.985,6 80.373,6 62.210,3 40.866,0 8.020,4 373.455,8
Interne
Segmentumsätze
17.153,9 34.732,3 7.454,2 0,0 51.540,6
Segmentumsätze 199.139,5 115.105,8 69.664,5 40.866,0 59.560,9
Segment EBITDA 89.748,0 4.820,7 41.563,8 23.434,4 8.023,6 167.590,5
Segment EBITDA
Marge (in %)
45,1 4,2 59,7 57,3 13,5
Segment EBIT 49.008,7 1.683,1 32.649,0 18.908,3 2.266,1 104.515,2
Segment EBIT
Marge (in %)
24,6 1,5 46,9 46,3 3,8

Segmenterlöse und Segmentergebnisse H1/2017

H1/2017 in T€ Airport Handling &
Sicherheits
dienst
leistungen
Retail &
Proper
ties
Malta Sonstige
Segmente
Konzern
Externe
Segmentumsätze
172.533,0 79.636,5 61.381,5 36.656,1 7.290,8 357.497,8
Interne
Segmentumsätze
17.258,8 34.549,8 6.726,4 0,0 52.308,4
Segmentumsätze 189.791,8 114.186,2 68.107,9 36.656,1 59.599,2
Segment EBITDA 78.663,8 10.299,4 38.249,3 20.373,7 10.298,3 157.884,5
Segment EBITDA
Marge (in %)
41,4 9,0 56,2 55,6 17,3
Segment EBIT 34.079,3 7.531,1 29.257,5 16.106,2 2.611,7 89.585,8
Segment EBIT
Marge (in %)
18,0 6,6 43,0 43,9 4,4

Andere Positionen wie Finanzergebnis oder Steueraufwand je operatives Segment werden bei den Segmentinformationen nicht angegeben, da die interne Berichterstattung nur die Positionen bis einschließlich des EBITs umfasst und diese anderen Positionen zentral überwacht werden.

(4.1) Segment Airpor t

Umsatz im Segment Airport in Höhe von € 182,0 Mio.

Segment Airport

Beträge in € Mio. H1/2018 V. in % H1/2017
Landeentgelt 33,1 5,6 31,3
Fluggastentgelt (inkl. PRM-Entgelt) 72,1 4,5 69,0
Infrastrukturentgelt 16,5 5,6 15,6
GAC Gebäude und Hangar 0,7 -4,8 0,7
Sicherheitsentgelt 49,5 5,8 46,8
Betankung 1,4 -0,8 1,4
Sondergastdienste (Lounges) 4,9 17,0 4,2
Vermietungen 3,1 4,2 3,0
Flugplatz Vöslau 0,5 28,5 0,4
Sonstiges 0,3 80,9 0,1
Umsatz Segment Airport 182,0 5,5 172,5
davon Aviation 172,2 5,1 163,8
davon Non-Aviation 9,8 12,0 8,8

Im ersten Halbjahr 2018 stieg der externe Umsatz im Segment Airport um € 9,5 Mio. auf € 182,0 Mio. Dem positiven Effekt des Passagierwachstums im Segment Airport stehen Anpassungen bei Incentives, welche der Stärkung von Airline-Basen am Standort Wien dienen, gegenüber. Weiters ist zu beachten, dass bisher für das Segment Airport unter Marketing und Marktkommunikation angefallene Aufwendungen nunmehr in das Incentivemodell übergeführt wurden. Dies wirkte sich einerseits umsatzmindernd aus, andererseits lagen die Aufwendungen der Marktkommunikation (innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen) um € 4,0 Mio. unter dem Vorjahreswert. Das Sicherheitsentgelt stieg im Vorperiodenvergleich um € 2,7 Mio. auf € 49,5 Mio. Dies ist einerseits auf das positive Passagierwachstum und anderseits auf Entgelterhöhungen zurückzuführen. Die Passagierentgelte (inkl. PRM) legten um € 3,1 Mio. auf € 72,1 Mio. zu. Das Landeentgelt stieg um € 1,8 Mio. auf € 33,1 Mio. Die Infrastrukturentgelte erhöhten sich analog zum Verkehrswachstum und belaufen sich auf € 16,5 Mio. nach € 15,6 Mio. im H1/2017. Positiv entwickelten sich auch die Umsätze der Loungen, die um € 0,7 Mio. auf € 4,9 Mio. gesteigert werden konnten.

Die internen Umsatzerlöse gingen im Periodenvergleich aufgrund geringerer Vermietungserlöse minimal um € 0,1 Mio. auf € 17,2 Mio. zurück. Die anderen Erträge (inkl. aktivierter Eigenleistungen) betrugen € 2,4 Mio. (H1/2017: € 2,5 Mio.).

Der externe Materialaufwand nahm im Periodenvergleich um € 0,2 Mio. auf € 1,7 Mio. zu. Die Steigerung ist u.a. auf höhere Enteisungsaufwendungen zurückzuführen. Der Personalaufwand stieg aufgrund eines höheren durchschnittlichen Personalstands (545 im Vergleich zu 509) um € 0,7 Mio. auf € 22,3 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen fielen um € 2,6 Mio. auf € 16,5 Mio. Während die Kosten für Marketing und Marktkommunikation sanken, stiegen die Kosten für Instandhaltung für Gebäude und Anlagen sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit Leistungsbeziehungen aus dem Mediationsverfahren. Der interne Betriebsaufwand reduzierte sich im ersten Halbjahr leicht um € 0,3 Mio. auf € 71,4 Mio.

EBITDA steigt um € 11,1 Mio. auf € 89,7 Mio.

Im Segment Airport verbesserte sich das EBITDA im ersten Halbjahr 2018 um € 11,1 Mio. bzw. 14,1% auf € 89,7 Mio. (H1/2017: € 78,7 Mio.). Unter Berücksichtigung der Abschreibungen im Ausmaß von € 40,7 Mio. (H1/2017: € 44,6 Mio. inkl. Wertminderungen) wurde ein Segment-EBIT in Höhe von € 49,0 Mio. nach € 34,1 Mio. in der Vergleichsperiode erzielt (plus 43,8%). Die EBITDA-Marge erhöhte sich von 41,4% auf 45,1%, die EBIT-Marge von 18,0% auf 24,6%.

(4.2) Segment Handling & Sicherheitsdienstleistungen

Umsatzplus im Segment Handling & Sicherheitsdienstleistungen um 0,9% auf € 80,4 Mio.

Beträge in € Mio. H1/2018 Veränd.
in %
H1/2017
Vorfeldabfertigung 49,3 -5,9 52,4
Frachtabfertigung 16,3 10,6 14,7
Sicherheitsdienstleistungen (inkl. GETS) 2,4 24,7 1,9
Verkehrsabfertigung 7,0 8,3 6,5
General Aviation, Sonstiges 5,4 30,1 4,1
Umsatz Segment
Handling & Sicherheitsdienstleistungen
80,4 0,9 79,6
davon Aviation 73,9 -1,3 74,8
davon Non-Aviation 6,5 34,9 4,8

Segment Handling & Sicherheitsdienstleistungen

In den ersten zwei Quartalen 2018 konnten die externen Umsätze des Segments Handling & Sicherheitsdienstleistungen um € 0,7 Mio. auf € 80,4 Mio. zulegen (H1/2017: € 79,6 Mio.). Die Umsatzerlöse aus der Vorfeldabfertigung reduzierten sich aufgrund von Vertragsanpassungen von € 52,4 Mio. in der Vorperiode auf nunmehr € 49,3 Mio. Die Erlöse aus der Frachtabfertigung stiegen analog zur umgeschlagenen Cargomenge von € 14,7 Mio. auf € 16,3 Mio. Die externen Umsatzerlöse für Sicherheitsdienstleistungen stiegen auf € 2,4 Mio., was auf die erstmalige Konsolidierung der GETS zurückzuführen ist. Der Bereich General Aviation inkl. Betrieb des VIP- & Business-Centers erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten 2018 ein Umsatzplus von € 1,2 Mio. Die internen Umsatzerlöse stiegen um € 0,2 Mio. auf € 34,7 Mio. und die anderen Erträge stiegen im Vorperiodenvergleich ebenfalls um € 0,2 Mio. auf € 0,7 Mio.

Der Materialaufwand stieg u.a. aufgrund höherer bezogenen Leistungen für das VIP- & Business-Center im Vorjahresvergleich um € 0,4 Mio. auf € 4,4 Mio. Der Personalaufwand legte u.a. wegen des höheren durchschnittlichen Personalstands (plus 35 Personen auf 3.009 Mitarbeiter) um € 4,6 Mio. auf € 86,4 Mio. zu. Zusätzlich führten Verspätungen und

Unregelmäßigkeiten im Flugverkehr zu erhöhten Aufwendungen aus Überstunden, Ersatzruhen und Zulagen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit € 3,7 Mio. um € 1,2 Mio. über dem Vorjahreswert. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren Aufwendungen für Miete, Instandhaltungen und Fremdpersonal von nahestehenden Konzernunternehmen (konzerninternes Outsourcing von Leistungen).

EBITDA-Rückgang auf € 4,8 Mio.

Das EBITDA des Segments Handling & Sicherheitsdienstleistungen reduzierte sich im ersten Halbjahr insbesondere aufgrund des höheren Personalaufwands von € 10,3 Mio. auf € 4,8 Mio. Nach Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von € 3,1 Mio. (H1/2017: € 2,8 Mio.) konnte ein EBIT von € 1,7 Mio. (H1/2017: € 7,5 Mio.) erzielt werden. Die EBITDA-Marge lag mit 4,2% unter dem Vorjahresniveau von 9,0%, und die EBIT-Marge betrug im H1/2018 1,5% (H1/2017: 6,6%).

(4.3) Segment Retail & Properties

Umsatzerlöse in Höhe von € 62,2 Mio. im Segment Retail & Properties

Beträge in € Mio. H1/2018 Veränd.
in %
H1/2017
Parkerträge 22,2 1,9 21,8
Vermietung 17,4 0,2 17,4
Shopping & Gastronomie 22,6 1,8 22,2
Umsatz Segment Retail & Properties 62,2 1,4 61,4
davon Aviation 0,0 0,0 0,0
davon Non-Aviation 62,2 1,4 61,4

Segment Retail & Properties

Die externen Umsatzerlöse im Segment Retail & Properties stiegen im Vorperiodenvergleich um € 0,8 Mio. auf € 62,2 Mio. (H1/2017: € 61,4 Mio.). Getragen wurde diese Entwicklung durch höhere Erlöse aus Shopping und Gastronomie, welche um € 0,4 Mio. auf € 22,6 Mio. zulegen konnten. Die Parkerlöse stiegen ebenfalls um € 0,4 Mio. auf € 22,2 Mio. Die Erlöse aus dem Vermietungsbereich waren mit € 17,4 Mio. unverändert (H1/2017: € 17,4 Mio.). Die internen Umsatzerlöse stiegen von € 6,7 Mio. auf € 7,5 Mio., während die anderen externen Erträge – aufgrund des Grundstücksverkaufs an DHL – um € 2,9 Mio. auf € 4,5 Mio. anstiegen.

Der Materialaufwand lag mit € 0,5 Mio. über dem Vorjahresniveau von € 0,4 Mio. Der Personalaufwand reduzierte sich bei einem unveränderten Mitarbeiterstand (101 Personen) leicht auf € 4,7 Mio. (H1/2017: € 4,8 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich aufgrund höherer Instandhaltungskosten von € 6,9 Mio. auf € 7,7 Mio. Die internen Betriebsaufwendungen stiegen minimal um € 0,2 Mio. auf € 19,6 Mio.

EBITDA-Anstieg um € 3,3 Mio. auf € 41,6 Mio.

Das EBITDA des Segments Retail & Properties erhöhte sich im ersten Halbjahr einerseits aufgrund des Umsatzwachstums und andererseits durch höhere andere Erträge aus dem Grundstücksverkauf trotz leicht höherer Aufwendungen von € 38,2 Mio. um 8,7% auf € 41,6 Mio. Die Abschreibungen blieben mit € 8,9 Mio. auf Vorjahresniveau (H1/2017: € 9,0 Mio.). Das EBIT legte daher ebenfalls um € 3,4 Mio. bzw. 11,6% auf € 32,6 Mio. zu (H1/2017: € 29,3 Mio.). Die EBITDA-Marge betrug 59,7% (H1/2017: 56,2%), die EBIT-Marge 46,9% (H1/2017: 43,0%).

(4.4) Segment Malta

Umsatzanstieg um € 4,2 Mio. auf € 40,9 Mio. im Segment Malta

Beträge in € Mio. H1/2018 Veränd.
in %
H1/2017
Airport 29,0 11,8 25,9
Retail & Properties 11,8 11,8 10,5
Sonstige 0,1 -44,5 0,2
Umsatz Segment Malta 40,9 11,5 36,7
davon Aviation 28,4 11,8 25,4
davon Non-Aviation 12,5 10,9 11,2

Segment Malta

Die externen Umsätze des Segments Malta nahmen in den ersten sechs Monaten um € 4,2 Mio. auf € 40,9 Mio. zu und blieben aufgrund des Incentivemodells leicht unter dem Passagierwachstum.

Der Materialaufwand liegt mit € 1,5 Mio. um € 0,2 Mio. über dem Vorjahresniveau, während die Personalaufwendungen aufgrund eines höheren Personalstands um € 0,6 Mio. auf € 4,4 Mio. stiegen. Der sonstige betriebliche Aufwand erhöhte sich analog zum Passagierwachstum um € 1,1 Mio. auf € 11,6 Mio. und setzte sich u.a. aus Aufwendungen für Sicherheitspersonal, Reinigung, PRM-Leistungen, sonstigen Fremdpersonalleistungen, EDV, Airline-Marketing, Mieten und Instandhaltungen zusammen.

EBITDA-Anstieg um € 3,1 Mio. auf € 23,4 Mio.

Für das erste Halbjahr 2018 verzeichnete das Segment Malta ein EBITDA von € 23,4 Mio. (H1/2017: € 20,4 Mio.) und eine EBITDA-Marge von 57,3% nach 55,6% im Vorjahr. Nach Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von € 4,5 Mio. belief sich das EBIT auf € 18,9 Mio. (H1/2017: € 16,1 Mio.), was einer EBIT-Marge von 46,3% entspricht (H1/2017: 43,9%).

(4.5) Sonstige Segmente

Umsatzerlöse in Höhe von € 8,0 Mio. im Segment Sonstige Segmente

Sonstige Segmente

Beträge in € Mio. H1/2018 Veränd.
in %
H1/2017
Ver- und Entsorgung 4,4 20,9 3,6
Telekommunikation und EDV 1,4 -3,1 1,5
Materialwirtschaft 0,7 -2,7 0,7
Elektrotechnik, Sicherheitsequipment, Werkstätten (VAT) 0,5 50,5 0,3
Facilitymanagement, bauliche Instandhaltung 0,3 -40,3 0,5
Besucherwelt 0,3 51,1 0,2
Sonstiges 0,5 -7,2 0,5
Umsatz Sonstige Segmente 8,0 10,0 7,3
davon Aviation 0,0 0,0 0,0
davon Non-Aviation 8,0 10,0 7,3

Die externen Umsätze des Segments Sonstige Segmente lagen in den ersten sechs Monaten 2018 bei € 8,0 Mio. (H1/2017: € 7,3 Mio.). Dieser Anstieg resultiert aus höheren Erlösen im Bereich der Ver- und Entsorgung. Die internen Erlöse reduzierten sich im Vergleichszeitraum leicht um € 0,8 Mio. auf € 51,5 Mio. (H1/2017: € 52,3 Mio.). Die anderen Erträge (inkl. aktivierter Eigenleistungen) betrugen € 1,4 Mio. (H1/2017: € 1,0 Mio.).

Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen stieg im Periodenvergleich um € 0,4 Mio. auf € 11,9 Mio. Der Personalaufwand stieg um € 2,1 Mio. auf € 27,4 Mio. bei einem durchschnittlichen Personalstand von 729 Mitarbeitern (H1/2017: 686). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich im Halbjahresvergleich von € 11,7 Mio. auf € 11,2 Mio., was auf geringere Fremdleistungen zurückzuführen ist.

Das at-Equity-Ergebnis spiegelt das operative Ergebnis der Beteiligungen wider. In den ersten sechs Monaten 2018 wurden positive Erträge in Höhe von € 1,0 Mio. (H1/2017: € 1,2 Mio.) verzeichnet.

EBITDA in Höhe von € 8,0 Mio.

In Summe verzeichnete das Segment Sonstige Segmente aufgrund der Erhöhung der Aufwendungen ein EBITDA in Höhe von € 8,0 Mio. (H1/2017: € 10,3 Mio.). Nach Berücksichtigung der im ersten Halbjahr 2018 geringeren Abschreibungen in Höhe von € 5,8 Mio. (H1/2017: € 7,7 Mio.) konnte ein Segment-EBIT von € 2,3 Mio. (H1/2017: € 2,6 Mio.) erzielt werden. Die EBITDA-Marge betrug 13,5% (H1/2017: 17,3%), die EBIT-Marge belief sich auf 3,8% (H1/2017: 4,4%).

(4.6) Angaben zum Segmentvermögen

Überleitung des Segmentvermögens zum Konzernvermögen

Beträge in T€ 30.6.2018 31.12.2017
Vermögenswerte je Segment
Airport 1.160.410,4 1.131.787,6
Handling & Sicherheitsdienstleistungen 39.641,8 39.479,1
Retail & Properties 304.129,1 310.429,1
Malta 301.609,1 327.061,3
Sonstige Segmente 100.765,8 105.794,4
Summe der Vermögenswerte der berichteten Segmente 1.906.556,2 1.914.551,5
Sonstiges (nicht zuordenbares) Vermögen1
Sonstige Finanzanlagen 5.109,6 1.357,5
Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens 28.640,2 22.178,7
Forderungen an Finanzamt 1.332,1 3.820,4
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 135.497,4 110.488,3
Abgrenzungsposten 5.661,0 1.077,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 13.088,8 9.516,8
Summe sonstiges (nicht zuordenbares) Vermögen 189.329,2 148.438,8

Konzernvermögen 2.095.885,4 2.062.990,3

1) beinhaltet nicht zuordenbares Vermögen, ausgenommen Vermögen der MIA-Gruppe

(5) Ergänzende Erläuterungen zum Zwischenabschluss

Bilanz

Zum 31. Dezember 2017 waren Grundstücke mit einem Buchwert in Höhe von € 3,0 Mio. der Position "Zum Verkauf stehende Vermögenswerte" nach IFRS 5 ausgewiesen. Im März 2018 wurde ein Teil dieser Grundstücke verkauft, was zu einem sonstigen betrieblichen Ertrag in Höhe von € 3,0 Mio. führte, welcher im Segment Retail & Properties ausgewiesen wird. Ein weiteres Grundstück wurde per 30. Juni 2018 nicht mehr als "zum Verkauf stehend" klassifiziert, und wird daher im langfristigen Vermögen ausgewiesen.

Beträge in T€ Langfristige Finanz
verbindlichkeiten
Kurzfristige Finanz
verbindlichkeiten
Gesamt
Stand 1.1.2018 356.147,6 46.962,7 403.110,4
Zugänge 0,0 40.200,0 40.200,0
Rückzahlungen -31.147,6 -45.129,0 -76.276,6
Umgliederung -25.000,0 25.000,0 0,0
Stand 30.6.2018 300.000,0 67.033,8 367.033,8

Entwicklung der Finanzverbindlichkeiten

Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Umsatzanalysen sind in der Segmentberichterstattung im Kapitel 4 ersichtlich. Zum 1. Jänner 2018 bzw. 30. Juni 2018 bestehen keine wesentlichen Vertragsvermögenswerte bzw. Vertragsverbindlichkeiten.

Aufwendungen Forderungsbewertung

Die Entwicklung der Wertberichtigungen stellt sich wie folgt dar:

Beträge in T€ Wertbe
richtigung
31.12.2017
An
passung
ECL1
Wertbe
richtigung
1.1.2018
ECL1 Auflö
sung
30.6.2018
Einzelwert
berichtigung
6.558,8 0,0 6.558,8 0,0 -2,4 6.556,4
Pauschale (Ein
zel) Wertberich
tigung
15,4 142,7 158,0 8,9 0,0 166,9
Summe 6.574,2 142,7 6.716,9 8,9 -2,4 6.723,3

1) betrifft ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen ggb. assoziierten Unternehmen und sonstige Forderungen

Abschreibungen, Wertminderungen

In den ersten sechs Monaten 2018 wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von € 63,1 Mio. (H1/2017: € 67,6 Mio.) erfasst. Im Vorjahr wurden Wertminderungen durch die bestehende Rechtsunsicherheit im Zusammenhang mit dem Projekt 3. Piste in Höhe von € 0,7 Mio. erfasst.

Beträge in T€ H1/2018 H1/2017
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände
2.297,0 2.324,9
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen 60.778,3 65.267,9
Wertminderung Sachanlagen 0,0 705,9
Summe Abschreibungen inkl. Wertminderung 63.075,3 68.298,7

Ertragsteuern

Die Ertragsteuern werden in der Zwischenberichtsperiode auf Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Der Steueraufwand der Flughafen-Wien-Gruppe setzt sich wie folgt zusammen

Beträge in T€ H1/2018 H1/2017
Aufwand für laufende Ertragsteuern 27.756,1 24.448,2
Veränderung latente Steuern -1.863,7 -3.330,9
Summe Steuern 25.892,4 21.117,2

(6) Saisonalität des Flughafengeschäfts

Das Geschäft der Flugverkehrsbranche unterliegt zwei unterschiedlichen saisonalen Einflüssen. Zum einen werden im ersten und vierten Quartal eher unterdurchschnittliche, im zweiten und dritten Quartal eher überdurchschnittliche Umsätze erzielt. Grund dafür ist das höhere Passagieraufkommen während der Sommermonate in Europa. Zum zweiten gibt es Schwankungen bei den Instandhaltungsaufwendungen und Wartungen. Diese werden üblicherweise im Herbst bzw. Winter durchgeführt, wodurch es zu höheren Ergebnisbelastungen zu Ende des Jahres kommt.

(7) Sonstige Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Für immaterielle Vermögenswerte bestehen am Bilanzstichtag 30. Juni 2018 Erwerbsverpflichtungen in Höhe von € 0,6 Mio. (31. Dezember 2017: € 0,8 Mio.); für Sachanlagen in Höhe von € 36,5 Mio. (31. Dezember 2017: € 30,2 Mio.).

Aufgrund des positiven Erkenntnisses des Bundesverwaltungsgerichts (BVwG) vom 28. März 2018 zur Errichtung der 3. Piste wurde im Konzernzwischenabschluss eine Zahlungsverpflichtung in Höhe von € 56,8 Mio. als Verbindlichkeit angesetzt.

Zum Stichtag 30. Juni 2018 waren Termingelder in Höhe von € 106,0 Mio. (31. Dezember 2017: € 0,0 Mio.) zugunsten von Kreditinstituten verpfändet. Darüber hinaus gab es seit dem letzten Bilanzstichtag bei den Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen keine materiellen Veränderungen.

(8) Nahestehende Unternehmen und Personen

Der Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen blieb gegenüber dem letzten Konzernabschluss im Wesentlichen unverändert.

Die Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nicht wesentlich geändert und werden unverändert zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt.

In den ersten sechs Monaten 2018 gab es keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen oder Personen. Die Fremdleistungen, die von nahestehenden Unternehmen (nicht vollkonsolidierte Tochterunternehmen bzw. Unternehmen, die nach der at-Equity-Methode bilanziert werden) bezogen wurden, beliefen sich im Berichtszeitraum auf € 7,1 Mio. (H1/2017: € 6,3 Mio.). Die Umsätze mit diesen Unternehmen betrugen € 0,2 Mio. (H1/2017: € 0,2 Mio.). Die Forderungen betrugen zum Stichtag 30. Juni 2018 € 1,0 Mio., die Verbindlichkeiten € 8,9 Mio.

(9) Finanzinstrumente

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Buchwerte, die beizulegenden Zeitwerte und Wertansätze der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, gegliedert nach Bewertungskategorien zum 30. Juni 2018 und zum 31. Dezember 2017. Die Angaben zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht zum Zeitwert erfasst sind, dienen Informationszwecken. Da die Bilanzpositionen "Forderungen und sonstige Vermögenswerte" sowie "Übrige Verbindlichkeiten" sowohl Finanzinstrumente als auch nicht finanzielle Vermögenswerte bzw. nicht finanzielle Verbindlichkeiten enthalten, wurde die Zeile "Kein Finanzinstrument" eingeführt, um eine Überleitung der Buchwerte zur entsprechenden Bilanzposition zu gewährleisten.

Das Management geht davon aus, dass – abgesehen von den unten dargestellten Ausnahmen – die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt werden, im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten und entsprechen daher im Wesentlichen den Zeitwerten. Lieferantenverbindlichkeiten sowie sonstige Verbindlichkeiten haben ebenso vorwiegend kurze Restlaufzeiten, sodass die bilanzierten Werte annähernd die beizulegenden Zeitwerte darstellen.

Der beizulegende Zeitwert des Fonds der Kategorie "Fair Value through Profit & Loss" (FVPL) bezieht sich auf einen börsennotierten Fonds (Stufe 1). Die Schuldtitel der Kategorie FVPL betrifft eine Ergänzungskapitalobligation (Stufe 2). Die Eigenkapitaltitel betreffen Beteiligungen, die mangels aktivem Markt bzw. fehlender Kursnotiz der Stufe 3 zugeordnet werden.

Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Bankdarlehen) und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden grundsätzlich als Barwerte der mit Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve unter Berücksichtigung der Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und eines angemessenen Credit Spread ermittelt (Stufe 2).

In der Berichtsperiode wurden keine Umgliederungen zwischen den Stufen 1 und 2 vorgenommen.

Finanzinstrument Stufe Bewertungs
verfahren
Inputfaktoren
Fonds 1 Marktwert
orientiert
Börsenpreis
Schuldtitel (Wertpapiere) 2 Marktwert
orientiert
Von Börsepreis abgeleiteter Preis
Eigenkapitaltitel
(Wertpapiere)
3 Kapitalwert
orientiert
Ausschüttungen, Diskontierungs
satz
Eigenkapitaltitel
(Beteiligungen)
3 - Anschaffungskosten als beste
Schätzung des beizulegenden
Zeitwerts

Bewertungsverfahren und Inputfaktoren

AKTIVA1 Buchwerte
Lang
fristiges
Vermögen
Kurzfristiges Vermögen
Beträge in T€ Bewer
tungs
kategorie
Sonstige
finanzielle
Vermögens
werte
Wert
papiere
Forderungen
und sonstige
Vermögens
werte
30. Juni 2018
Finanzielle Vermögenswerte, zum Zeitwert erfasst
Fonds FVPL 107,8
Schuldtitel (Wertpapiere) FVPL 23.657,5
Eigenkapitaltitel (Beteiligungen, Wertpapiere) FVOCI 5.238,1
Finanzielle Vermögenswerte,
nicht erfasst zum Zeitwert
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2 AC 54.058,1
Forderungen ggb. assoziierten Unternehmen 3 AC 970,3
Sonstige Forderungen 3 AC 11.638,9
Veranlagungen (Termingelder) AC 61.000,0 65.000,0
Ausgereichte Darlehen AC 1.030,7
Schuldtitel (Wertpapiere) AC 4.982,7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC
Kein Finanzinstrument
Sonstige Forderungen und Abgrenzungen n. a. 31.094,0 9.178,8
Summe 98.470,6 28.640,2 140.846,1
31. Dezember 20171
Finanzielle Vermögenswerte, zum Zeitwert erfasst
Fonds AfS 107,6 107,6 107,6
Schuldtitel (Wertpapiere) AfS 22.178,7 22.178,7 22.178,7
Finanzielle Vermögenswerte,
nicht erfasst zum Zeitwert
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2 LaR 59.227,6 59.227,6
Forderungen ggb. assoziierten Unternehmen LaR 882,4 882,4
Sonstige Forderungen 3 LaR 6.293,6 6.293,6
Veranlagungen (Termingelder) LaR 66.000,0 40.000,0 106.000,0
Ausgereichte Darlehen LaR 834,0 834,0
Eigenkapitaltitel (Wertpapiere) 4 AfS 632,6 632,6
Beteiligungen 4 AfS 137,5 137,5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Barreserve 47.918,7
47.918,7
Kein Finanzinstrument
Sonstige Forderungen und Abgrenzungen n. a. 31.417,3 6.634,7 38.052,0
Summe 99.129,1 22.178,7 113.038,2 47.918,7
282.264,7

1) Anwendung von IFRS 9 seit 1. Jänner 2018 (siehe dazu "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze"). Keine Anpassung der Vorjahresperiode.

2) Abzüglich Wertberichtigungen, inklusive Forderungen gegenüber nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen

3) Abzüglich Wertberichtigungen 4) Aufgrund von Unwesentlichkeit (und einer fehlenden Kursnotiz) unterbleibt hierzu eine Angabe.

Zeitwert
Zahlungs
2018: Wertansatz nach IFRS 9 mittel und
Zahlungsmit
Summe
2017: Wertansatz nach IAS 39
Stufe 3 Stufe 2 Stufe 1 Summe teläquivalente
Zeitwert erfolgswirksam (P&L) 107,8 107,8 107,8
Zeitwert erfolgswirksam (P&L) 23.657,5 23.657,5 23.657,5
Zeitwert erfolgsneutral (OCI) 5.238,1 5.238,1 5.238,1
Fortgeführte Anschaffungskosten 54.058,1
Fortgeführte Anschaffungskosten 970,3
Fortgeführte Anschaffungskosten 11.638,9
Fortgeführte Anschaffungskosten 126.000,0
Fortgeführte Anschaffungskosten 1.030,7
Fortgeführte Anschaffungskosten 4.982,7
Nominalwert = Zeitwert 21.949,6 21.949,6
40.272,8
289.906,6 21.949,6
Zeitwert erfolgsneutral 107,6 107,6 107,6
Zeitwert erfolgsneutral 22.178,7 22.178,7 22.178,7
Fortgeführte Anschaffungskosten 59.227,6
Fortgeführte Anschaffungskosten 882,4
Fortgeführte Anschaffungskosten 6.293,6
Fortgeführte Anschaffungskosten 106.000,0
Fortgeführte Anschaffungskosten 834,0
Anschaffungskosten 632,6
Anschaffungskosten 137,5
Nominalwert = Zeitwert 47.918,7 47.918,7
38.052,0
282.264,7 47.918,7

Erläuterung der Bewertungskategorien:

FVOCI – Zeitwert erfolgsneutral (Fair Value through Other Comprehensive Income)

AC – Fortgeführte Anschaffungskosten (Amortised Cost)

LaR – Kredite und Forderungen (Loans and Receivables) AfS – Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available-for-Sale)

FVPL – Zeitwert erfolgswirksam (Fair Value through Profit and Loss)

PASSIVA Buchwerte
Langfristige Schulden Kurzfristige Schulden
Beträge in T€ Bewer
tungs
kategorie
Finanzver
bindlich
keiten
Übrige
Verbindlich
keiten
Finanzver
bindlich
keiten
Lieferan
tenver
bindlich
keiten
30. Juni 2018
Finanzielle Schulden, erfasst
zum Zeitwert
n.a.
Finanzielle Schulden,
nicht erfasst zum Zeitwert
Lieferantenverbindlichkeiten AC 41.847,8
Finanzverbindlichkeiten AC 300.000,0 67.033,8
Übrige Verbindlichkeiten AC 10.339,3
Keine finanzielle Schuld
Übrige Verbindlichkeiten und
Abgrenzungen
n. a. 33.143,1
Summe 300.000,0 43.482,3 67.033,8 41.847,8
  1. Dezember 2017
Finanzielle Schulden, erfasst
zum Zeitwert
n.a.
Finanzielle Schulden,
nicht erfasst zum Zeitwert
Lieferantenverbindlichkeiten FLAC 46.043,9
Finanzverbindlichkeiten FLAC 356.147,6 46.962,7
Übrige Verbindlichkeiten FLAC 8.758,3
Keine finanzielle Schuld
Übrige Verbindlichkeiten und
Abgrenzungen
n. a. 30.856,7
Summe 356.147,6 39.615,0 46.962,7 46.043,9
Zeitwert
Wertansatz
nach IAS 39
Summe Stufe 3 Stufe 2 Stufe 1 Summe Übrige
Verbind
lichkeiten
Fortgeführte
Anschaffungskosten
41.847,8
Fortgeführte
Anschaffungskosten
418.728,8 418.728,8 367.033,8
Fortgeführte
Anschaffungskosten
92.735,8 82.396,5
47.441,2 14.298,1
549.058,5 96.694,6
Fortgeführte
Anschaffungskosten
46.043,9
Fortgeführte
Anschaffungskosten
458.710,3 458.710,3 403.110,4
Fortgeführte
Anschaffungskosten
37.413,1 28.654,9
41.779,6 10.922,8
528.346,9 39.577,7

Erläuterung der Bewertungskategorien:

AC - Fortgeführte Anschaffungskosten (Amortised Cost)

FLAC - Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)

Beträge in T€
Buchwert 1.1.2018 angepasst 4.965,2
Zugänge 31,1
Abgänge -71,3
Bewertungsergebnis (im OCI erfasst) 313,1
Buchwert 30.6.2018 5.238,1

Stufe 3-Bewertung von Finanzinstrumenten

Sensitivitäten Stufe 3

Beträge in T€ Buchwert bei
Verringerung
des Diskontierungssatzes
Anstieg
des Diskontierungssatzes
Diskontierungssatzes +/- 0,25% 5.398,1 5.093,3

(10) Ereignisse nach Ende der Zwischenperiode

Andere Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode, die für die Bewertung und Bilanzierung am 30. Juni 2018 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht oder offengelegt werden müssten, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.

Schwechat, 8. August 2018 Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO

Erklärung des Vorstands

gemäß § 125 Abs. 1 Z3 BörseG 2018

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte, verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Schwechat 8. August 2018 Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO

Impressum

Medieninhaber

Flughafen Wien Aktiengesellschaft Postfach 1 1300 Wien-Flughafen Austria

Telefon: +43/1/7007-0 Telefax: +43/1/7007-23001

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Investor Relations

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Dieser Nachhaltigkeitsbericht wurde im Auftrag der Flughafen Wien AG

von VGN – Corporate Publishing produziert.

Creative Director: Gabriele Rosenzopf MSc Layout, Tabellensatz und Koordination: René Gatti

Disclaimer: Dieser Quartalsbericht enthält Annahmen und Prognosen, die wir auf Basis aller uns bis Redaktionsschluss am 8. August 2018 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Einschätzungen nicht eintreffen oder Risiken, wie die im Risikobericht angesprochenen, eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten abweichen. Trotz größter Sorgfalt erfolgen daher alle zukunftsbezogenen Aussagen ohne Gewähr. Die PDF-Ausgabe des Quartalsberichts 2/2018 der Flughafen Wien Aktiengesellschaft finden Sie auf unserer Homepage www.viennaairport.com/unternehmen/investor_relations unter dem Menüpunkt "Publikationen und Berichte". Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Quartalsbericht überwiegend die männliche Schreibweise verwendet. Selbstverständlich sind damit Frauen und Männer gleichermaßen gemeint und angesprochen. Es wurde die neue deutsche Rechtschreibung in gemäßigter Form angewendet. Dieser Quartalsbericht wurde von der Flughafen Wien AG erstellt.

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