Quarterly Report • Sep 28, 2018
Quarterly Report
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HALBJAHRESFINANZBERICHT
| 1. HALBJAHR 2018 | 1. HALBJAHR 2017 | 1. HALBJAHR 2016 | |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| GuV-Ergebnisse | |||
| Umsatz | 47.343 | 38.513 | 37.167 |
| Operatives Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) | 6.096 | 3.800 | 4.108 |
| EBITDA-Marge in % | 12,9 | 9,9 | 11,1 |
| Operatives Ergebnis vor Steuern, Zinsen (EBIT) | 4.028 | 1.656 | 2.102 |
| EBIT-Marge in % | 8,5 | 4,3 | 5,7 |
| Konzernergebnis | 2.951 | 357 | 863 |
| Bilanz | |||
| Bilanzsumme | 101.089 | 83.491 | 82.076 |
| Langfristiges operatives Vermögen | 40.307 | 39.419 | 37.789 |
| Verbindlichkeiten | 55.604 | 41.240 | 42.372 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 876 | 546 | 1.247 |
| Eigenkapital | 45.485 | 42.251 | 39.705 |
| Eigenkapital in % des Gesamtkapitals | 45,0 | 50,6 | 48,4 |
| Cashflow und Investitionen | |||
| Cashflow aus dem operativen Bereich | 5.046 | 2.917 | 4.173 |
| Investitionen in Sachanlagen | 2.180 | 2.105 | 1.502 |
| Abschreibungen | 2.068 | 2.143 | 2.006 |
| Mitarbeiter im Periodendurchschnitt 1 | 547 | 532 | 550 |
| Bürgschaften und Garantien | 2.303 | 1.411 | 1.277 |
KONSOLIDIERTE KONZERNUNTERNEHMEN OHNE LEIHARBEITER
– Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr stark gesteigert
Umsatz 47,3 Mio. EUR (+ 23 % zum Vorjahr)
– Operatives Ergebnis (EBITDA) im ersten Halbjahr legt deutlich zu EBITDA 6,1 Mio. EUR (+60 % zum Vorjahr)
– Operativer Cashflow im ersten Halbjahr erfreulich gewachsen Cashflow 5,0 Mio. EUR (+73 % zum Vorjahr)
– NetDebt reduzierte sich erneut, liegt auf gutem Niveau NetDebt 19,2 Mio. EUR (um 22 % geringer als im Vorjahr)
Die globale Wirtschaft ist im Jahr 2018 durch robustes Wachstum bei gleichzeitig erhöhten Risiken gekennzeichnet. Die Analysten der Weltbank rechnen für das Jahr 2018 mit einem globalen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um +3,1 %.
Nachdem die weltweite Wirtschaftsleistung in 2017 mit +3,1 % schon einen robusten Anstieg zeigte, scheinen die Aussichten auch für 2018 demnach positiv zu bleiben.
Getragen werden diese positiven Erwartungen zu einem großen Teil von den asiatischen Schwellenländern wie China und Indien (+6,5 % bzw. +7,3 % Wachstum in 2018).
Andererseits befinden sich auch westliche Industrienationen auf einem stabilen Wachstumspfad. Für die USA wird nach +2,3 % BIP-Wachstum in 2017 für 2018 sogar ein Anstieg um +2,9 % erwartet.
Für die Eurozone wird nach +2,4 % Wachstum in 2017 nunmehr mit einem etwas verlangsamten Wachstum in Höhe von +2,1 % für 2018 gerechnet.
Die österreichische Wirtschaft sollte laut Wirtschaftsausblick der OECD 1 um +2,7 % wachsen (2017: +3,1 %).
Für Deutschland wird ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um +2,1 % erwartet (2017: +2,5 %). Laut OECD war ein wesentlicher Faktor für das europäische Wirtschaftswachstum in den letzten Jahren die expansive Geldpolitik der europäischen Zentralbank.
Mittelfristig rechnen Experten mit einer Abkehr von dieser expansiven Politik, was sich in reduzierten Wachstumsprognosen niederschlägt. Zusätzlich trüben global steigende politische und wirtschaftliche Unsicherheiten den Ausblick für exportorientierte Nationen wie Deutschland und Österreich.
Die Hauptgründe sind hier etwaige Handelsbarrieren zwischen den USA, Europa bzw. China sowie steigende Energiepreise aufgrund politischer Konflikte.
Die Umsätze der RATH Gruppe entwickelten sich äußerst erfreulich. Zum 30. Juni 2018 lagen diese bei 47.434 TEUR (VJ: 38.513 TEUR) und somit um +23 % oder 8.830 TEUR höher als im Vergleichszeitraum.
Im Wesentlichen ist der deutliche Anstieg auf die weltweite positive konjunkturelle Entwicklung zurückzuführen. Unter diesen guten Voraussetzungen sind unsere Produkte und Leistungen stark nachgefragt. Der Umsatzanteil im Geschäftssegment "Österreich" konnte ebenso wie das Geschäftssegment "Ungarn" deutlich gesteigert werden (+ 28 %, bzw. 29 %), gefolgt vom Geschäftssegment "Deutschland", hier konnte eine Steigerung von 17 % verzeichnet werden. Das Geschäftssegment "USA" konnte im 1. Halbjahr 2018 um 3 % ausgebaut werden. Im Geschäftssegment "Rest" konnte der Umsatz um 83 % gesteigert werden.
Nach Business Lines veränderten sich die Umsätze wie folgt:
"Metals" konnten um 38 %, "FC & Energy" um 38 %, sowie "Ceramcis" um 10 % und "Glass" um 101 % gesteigert werden. Die Business Lines "Special Furnaces" und "Domestic Fireplaces" waren mit 4 % bzw. mit 2 % im 1. Halbjahr 2018 rückläufig.
Das Ergebnis der Gruppe ist aufgrund der deutlichen Zunahme im Umsatzbereich erfreulich gestiegen. Daher lag das operative Ergebnis (EBITDA) bei 6.096 TEUR (VJ: 3.800 TEUR), dies entspricht einer Steigerung von 2.296 TEUR oder 60 %. Die Rentabilität (EBITDA-Marge) erhöhte sich um 3,0 % auf 12,9 % (VJ: 9,9 %).
Das Betriebsergebnis (EBIT) konnte ebenfalls mit 4.028 TEUR (VJ: 1.656 TEUR) gesteigert werden, die EBIT-Marge lag bei 8,5 % (VJ: 4,3 %).
Die hohe Auslastung unserer Werke trug wesentlich zum Betriebserfolg des 1. Halbjahres bei. Derzeit laufen unsere Fertigungsstraßen mit einer Auslastung von 85 % - 90 % ihrer Kapazitäten.
Das Finanzergebnis reduzierte sich deutlich auf 28 TEUR (VJ: 1.103 TEUR), der starke Rückgang ist im Wesentlichen auf den stabileren Wechselkurs EUR/USD im 1. Halbjahr zurückzuführen.
Aufgrund des guten Halbjahresergebnisses weist die Gruppe einen erhöhten Aufwand aus Ertragssteuern aus. Dieser beläuft sich auf 1.051 TEUR (VJ: 197 TEUR). Das Konzernergebnis lag per 30. Juni 2018 somit auf 2.951 TEUR (VJ: 357 TEUR).
Der operative Cashflow der RATH Gruppe für das erste Halbjahr erhöhte sich auf 5.046 TEUR (VJ: 2.917 TEUR). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich auf 2.180 TEUR (VJ: 2.105 TEUR) und betraf unsere deutsche Gesellschaft mit einer Investitionssumme von 980 TEUR, Österreich mit 536 TEUR und Ungarn mit 485 TEUR.
| 31% Metals | |
|---|---|
| 24% FC & Energy | |
| 16% Ceramics | |
| 15% Special Furnaces | |
| 8% | Domestic Fireplaces |
| 6% | Glass |
| 27% Metals | ||
|---|---|---|
| 21% FC & Energy | ||
| 20% Special Furnaces | ||
| 18% Ceramics | ||
| 10% Domestic Fireplaces | ||
| 4% | Glass |
Die Vermögens- und Kapitalstruktur per 30. Juni 2018 war unverändert solide. Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 101.089 TEUR (31.12.2017: 98.349 TEUR), die Eigenkapitalquote betrug 44,9 % (31.12.2017: 44,7 %). Die Nettoverschuldung per 30. Juni 2018 betrug 19.151 TEUR (31.12.2017: 20.150 TEUR). Im Herbst 2017 wurde ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 35.000 TEUR aufgenommen, dieses wurde verwendet um die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zu tilgen und gleichzeitig ausreichend Liquidität bereitstellen zu können, um auch ein anorganisches Wachstum zu gewährleisten.
Per 30. Juni 2018 beschäftigte die RATH Gruppe 547 Mitarbeiter (VJ: 532).
Im Berichtszeitraum blieben die Risikomanagementprozesse und Schlüsselrisiken unverändert. Es wurden keine bestandsgefährdenden Risiken identifiziert.
Die mittel- bis langfristigen Auswirkungen der Trump-Administration auf die Weltwirtschaft sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschätzbar. Die RATH Gruppe verfügt in den USA über eine lokale Präsenz mit 2 Werken und knapp 60 Mitarbeitern.
Aus heutiger Sicht sind die Auswirkungen auf die RATH Gruppe noch nicht abzuschätzen.
Sollten weitere regulatorische Maßnahmen erfolgen, wie etwa ein Handelskrieg mit Zollerhöhungen oder Sanktionen gegen einzelne Länder, dann könnten die Auswirkungen auf die RATH Gruppe auch wesentlich sein.
Die aktuelle Rohstoffsituation kann als angespannt eingestuft werden. Ebenfalls als Risiko auf das Ergebnis der Gruppe sind Wechselkursänderungen bzw. etwaige Anstiege von Zinssätzen in der Zukunft einzustufen. Das Risikomanagement hat höchste Konzern-Priorität und wird kontinuierlich im Managementteam evaluiert.
Wirtschaftsexperten erwarten für die verbleibenden Monate des Jahres 2018 eine leicht rückläufige Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den wichtigsten Weltwirtschaftsregionen.
Die Aussichten auf das Gesamtjahr 2018 sind für die RATH Gruppe im Vergleich zu den ersten sechs Monaten im Wesentlichen unverändert, bis leicht rückläufig. Nachdem unsere Gruppe ein sehr starkes 2. Halbjahr 2017 und ein neuerlich erfreuliches 1. Halbjahr 2018 abliefern konnte. Geht das Management sowohl im Bereich des Umsatzes als auch beim EBITDA/EBIT von keiner neuerlichen Zunahme der Leistungszahlen aus, wir rechnen mit einem stabilen Umsatz und einem guten EBITDA/EBIT bis Jahresende 2018. Die Unsicherheit der Märkte durch die permanenten Diskussionen über Zölle ist eine schwierige Basis, um eine klare Aussage auf unsere Umsatzerwartung und in weiterer Folge auf unsere Erwartung des EBITDA/EBIT zu machen.
| ERLÄUTERUNG | 30.06.2018 TEUR |
30.06.2017 TEUR |
31. 12.2017 TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 21.196 | 4.028 | 19.569 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (4) | 16.107 | 14.710 | 15.876 |
| Sonstige Forderungen und Rechnungsabgrenzungen | (4) | 2.419 | 2.942 | 1.600 |
| Vorräte | (3) | 21.049 | 22.380 | 20.843 |
| Forderungen aus Ertragssteuern | 12 | 12 | 0 | |
| Kurzfristige Aktiva | 60.782 | 44.072 | 57.887 | |
| Finanzielle Vermögenswerte | (2) | 725 | 736 | 730 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 394 | 372 | 395 | |
| Sachanlagevermögen | (1) | 37.303 | 36.172 | 37.304 |
| Aktive latente Steuern | 1.885 | 2.139 | 2.032 | |
| Langfristige Aktiva | 40.307 | 39.419 | 40.462 | |
| Aktiva gesamt | 101.089 | 83.491 | 98.349 | |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 387 | 21.212 | 416 | |
| davon aus Finanzierungs-Leasing | 273 | 274 | 264 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (5) | 6.055 | 4.670 | 5.970 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | (5) | 4.177 | 3.136 | 3.450 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 956 | 648 | 770 | |
| Kurzfristige Ertragssteuerschulden | 574 | 304 | 194 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 12.149 | 29.970 | 10.846 | |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 39.000 | 6.114 | 39.038 | |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen | 960 | 1.110 | 996 | |
| Personalrückstellungen | (6) | 3.259 | 3.065 | 3.192 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 202 | 0 | |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzungen | 176 | 184 | 176 | |
| Passive latente Steuern | 60 | 595 | 113 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 43.455 | 11.270 | 43.514 | |
| Grundkapital | 10.905 | 10.905 | 10.905 | |
| Kapitalrücklagen | 1.118 | 1.118 | 1.118 | |
| Bilanzgewinn und freie Rücklagen | 36.349 | 32.491 | 34.524 | |
| Rücklage aus Währungsumrechnung | -2.016 | -1.645 | -1.744 | |
| Sonstige Rücklagen | -873 | -620 | -816 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 2 | 2 | 2 | |
| Eigenkaptital gesamt | (7) | 45.485 | 42.251 | 43.989 |
| Passiva gesamt | 101.089 | 83.491 | 98.349 |
| 1-6/2018 | 1-6/2017 | ||
|---|---|---|---|
| ERLÄUTERUNG | TEUR | TEUR | |
| Umsatzerlöse | (7) | 47.343 | 38.513 |
| Andere betriebliche Erträge | 222 | 129 | |
| 47.564 | 38.642 | ||
| Materialaufwand und bezogene Leistungen | -19.947 | -15.681 | |
| Personalaufwand, einschließlich Sozialleistungen und Abgaben | -13.920 | –12.682 | |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | -7.601 | –6.480 | |
| EBITDA | 6.096 | 3.800 | |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | -41 | –53 | |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | -2.027 | –2.090 | |
| EBIT | (7) | 4.028 | 1.656 |
| Zinsertrag | 6 | 4 | |
| Zinsaufwendungen | –476 | –426 | |
| Sonstige Finanzerträge | 941 | 108 | |
| Sonstiger Finanzaufwand | –499 | –789 | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 4.002 | 554 | |
| Steuern vom Einkommen | (7) | -1.051 | –197 |
| Konzernergebnis | (7) | 2.951 | 357 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 1,97 | 0,24 | |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 1,97 | 0,24 | |
| 1-6/2018 TEUR |
1-6/2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Konzernergebnis nach Ertragssteuern | 2.951 | 357 |
| Sonstiges Ergebnis | ||
| Posten, die anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden: Neubewertung der langfristigen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern gemäß IAS 19 |
-49 | 0 |
| darauf entfallende Steuer | 12 | 0 |
| -37 | 0 | |
| Posten, die anschließend in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden: | ||
| Bewertung finanzieller Vermögenswerte "zur Veräußerung verfügbar" gemäß IAS 39 | 0 | 1 |
| darauf entfallende Steuer | 0 | 0 |
| Unterschiede Währungsumrechnung | –272 | –72 |
| –272 | –71 | |
| Summe des sonstigen Ergebnisses | –309 | –71 |
| zurechenbar zu Aktionären der Muttergesellschaft | –309 | –71 |
| nicht beherrschende Anteile | 0 | 0 |
| Konzerngesamtergebnis nach Steuern | 2.642 | 286 |
| zurechenbar zu Aktionären der Muttergesellschaft | 2.642 | 286 |
| nicht beherrschende Anteile | 0 | 0 |
| Konzerngesamtergebnis | 2.642 | 286 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 1,76 | 0,19 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 1,76 | 0,19 |
| 1-6/2018 | 1-6/2017 | ||
|---|---|---|---|
| ERLÄUTERUNG | TEUR | TEUR | |
| Konzernergebnis nach Steuern | 2.951 | 166 | |
| Anpassungen an das Konzernergebnis | |||
| Abschreibungen | 2.068 | 2.143 | |
| Veränderung von Personalrückstellungen | (6) | 18 | -90 |
| Veränderung der Wertberichtigung | 5 | 312 | |
| Veränderung der latenten Steuern | 202 | -152 | |
| Wechselkursdifferenzen | 2.356 | 1.314 | |
| Zinsaufwand | 476 | 426 | |
| Zinsertrag | -6 | -4 | |
| Ertragssteuern | 832 | 286 | |
| Veränderung sonstiger Rückstellungen | 0 | -108 | |
| (Gewinn)/Verlust aus dem Abgang von Anlagen | 14 | 0 | |
| Sonstige Anpassungen | -21 | 0 | |
| 8.900 | 4.293 | ||
| Veränderungen im Nettoumlaufvermögen | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (4) | -39 | 2.666 |
| Sonstige Forderungen | (4) | -3.307 | -671 |
| Vorräte | (3) | -534 | -1.658 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (5) | 141 | -1.986 |
| Rückstellungen | -59 | -142 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 761 | 992 | |
| -3.038 | -798 | ||
| Gezahlte Zinsen | -231 | -393 | |
| Erhaltene Zinsen | 6 | 4 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -592 | -188 | |
| Nettomittelzu/abflüsse aus betrieblicher Tätigkeit | 5.046 | 2.917 | |
| Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | (1) | -2.180 | -2.105 |
| Geldflüsse aus der Investitionstätigkeit | -2.180 | -2.105 | |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden | 7 | 1.209 | |
| Rückzahlungen von Ausleihungen | -76 | -252 | |
| Auszahlungen für Finanzierungsleasing-Verbindlichkeiten | -43 | -106 | |
| Gezahlte Dividenden | -1.125 | -1.125 | |
| Geldflüsse aus der Finanzierungstätigkeit | -1.237 | -275 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Periode | 19.569 | 3.527 | |
| Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | 1.629 | 538 | |
| Zahlungsunwirksame Währungsdifferenzen | -2 | -37 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode | 21.196 | 4.028 |
| UNTERSCHIEDE | BILANZGEWINN | NICHT | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| GRUND | KAPITAL | WÄHRUNGS | SONSTIGE | UND FREIE | BEHERRSCHENDE | SUMME | ||
| KAPITAL | RÜCKLAGEN | UMRECHNUNG | RÜCKLAGEN | RÜCKLAGEN | SUMME | ANTEILE | EIGENKAPITAL | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Stand am 1. Jänner 2017 | 10.905 | 1.118 | –1.591 | –621 | 33.278 | 43.089 | 1 | 43.090 |
| Periodenergebnis 2017 | 0 | 0 | 0 | 0 | 357 | 357 | 0 | 357 |
| Sonstiges Ergebnis 2017 | 0 | 0 | –72 | 1 | 0 | –71 | 0 | –71 |
| Konzerngesamtperiodenergebnis | 0 | 0 | –72 | 1 | 357 | 286 | 0 | 286 |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | –1.125 | –1.125 | 0 | –1.125 |
| Stand am 30. Juni 2017 | 10.905 | 1.118 | –1.663 | –620 | 32.510 | 42.250 | 1 | 42.251 |
| Periodenergebnis 2017 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.014 | 2.014 | 0 | 2.013 |
| Sonstiges Ergebnis 2017 | 0 | 0 | -81 | –195 | 0 | -276 | 0 | -276 |
| Konzerngesamtperiodenergebnis | 0 | 0 | -81 | –195 | 2.014 | 1.738 | 1 | 1.737 |
| Stand am 31. Dezember 2017 | 10.905 | 1.118 | –1.744 | –816 | 34.524 | 43.987 | 2 | 43.989 |
| Periodenergebnis 2018 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.951 | 2.951 | 0 | 2.951 |
| Sonstiges Ergebnis 2018 | 0 | 0 | –272 | -57 | 0 | –329 | 0 | –329 |
| Konzerngesamtperiodenergebnis | 0 | 0 | –272 | -57 | 2.951 | 2.622 | 0 | 2.622 |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | –1.125 | –1.125 | 0 | –1.125 |
| Stand am 30. Juni 2018 | 10.905 | 1.118 | –2.016 | -873 | 36.350 | 45.484 | 2 | 45.486 |
Die RATH Aktiengesellschaft (nachfolgend RATH AG), Walfischgasse 14, 1010 Wien, und Tochtergesellschaften (in der Folge "RATH Gruppe" genannt) erzeugen und vertreiben Feuerfestwerkstoffe für industrielle Abnehmer und Gewerbebetriebe. Die wesentlichen Absatzmärkte liegen im Gebiet der Europäischen Union, in Osteuropa und in den USA. Sitz der Muttergesellschaft ist Wien.
Produktionsstätten befinden sich in Österreich, Deutschland, Ungarn und den USA, darüber hinaus gibt es Vertriebsgesellschaften in Österreich, Tschechien, Polen, Ukraine sowie in Mexiko. Der Geschäftsverlauf der RATH Gruppe ist im Allgemeinen durch keine Saisonalität gekennzeichnet.
Die Aktien der RATH AG notieren an der Wiener Börse im Segment "Standard Market Auction".
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss der RATH AG und ihrer Tochtergesellschaften zum 30. Juni 2018 wurde in Übereinstimmung mit den vom IASB herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, gemäß IAS 34 Zwischenberichterstattung erstellt und ist gemeinsam mit dem Konzernabschluss der RATH Gruppe zum 31. Dezember 2017 zu lesen. Der Zwischenbericht enthält nicht alle Informationen, die für einen vollständigen IFRS Konzernabschluss erforderlich wären. Allerdings sind erklärende Anhangsangaben angeführt, die wesentliche Ereignisse und Transaktionen anführen, welche ein Verständnis der Veränderungen im Vergleich zum letzten Konzernjahresabschluss ermöglichen.
Er enthält erstmals die konkrete Anwendung des IFRS 15 und IFRS 9. Veränderungen zu den wesentlichen Bewertungsgrundsätzen sind in Kapitel 3 beschrieben.
Der Zwischenbericht wird in Euro, der funktionalen Währung der Gruppe, dargestellt. Alle in EUR dargestellten Finanzinformationen werden, soweit nicht anders angegeben, in Tausend Euro (TEUR) ausgewiesen. Für Berechnungen werden jedoch die genauen Beträge inklusive der nicht gezeigten Ziffern verwendet, wodurch Rundungsdifferenzen auftreten können.
Der vorliegende Zwischenbericht der RATH Gruppe wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
Die RATH Gruppe hat die Auswirkungen der folgenden neu angewendeten Standards geprüft und ist zu dem Schluss gekommen, dass sie keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf den Halbjahresbericht 2018 haben.
| STANDARD/ INTERPRETATION/TITEL |
ERSTMAL GÜLTIG FÜR GESCHÄFTSJAHRE BEGINNEND AM ODER NACH DEM |
VON DER EU ÜBERNOMMEN |
|
|---|---|---|---|
| IAS 40 | Änderung: Übertragungen von als Finanzinvestition gehaltene Immobilien |
1. Jänner 2018 | 14. März 2018 |
| IFSR 1 und IAS 28 | Jährliche Verbesserung der IFRS (Zyklus 2014-2016) |
1. Jänner 2018 | 7. Februar 2018 |
| IFRS 2 | Änderung: Klassifizierung und Bewertung von Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter Vergütung |
1. Jänner 2018 | 26. Februar 2018 |
| IFRS 4 | Änderung: Anwendung des IFRS 9 Finanzinstrumente mit IFRS 4 Versicherungsverträge |
1. Jänner 2018 | 3. November 2017 |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 1. Jänner 2018 | 22. November 2016 |
| IFRS 15 | Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 1. Jänner 2018 | 22. September 2016 |
| IFRS 15 | Klarstellung: Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 1. Jänner 2018 | 31. Oktober 2017 |
| IFRIC 22 | Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen |
1. Jänner 2018 | 28. März 2018 |
Mit Ausnahme der nachfolgend beschriebenen Bewertungsmethoden entsprechen die Rechnungslegungsgrundsätze des vorliegenden Zwischenberichts jenen des Konzernjahresabschlusses zum 31. Dezember 2017.
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden und IFRS 9 Finanzinstrumente wurden erstmals zum 1. Jänner 2018 angewendet. Eine Reihe von anderen neuen Standards sind mit 1. Jänner 2018 in Kraft getreten, allerdings mit unwesentlicher Auswirkung auf den Konzernabschluss.
IFRS 15 regelt die Erlösrealisierung und wird von der RATH Gruppe seit dem 1. Jänner 2018 unter Verwendung der modifizierten retrospektiven Ansatz-Methode angewendet. Dadurch war zum Zeitpunkt der Erstanwendung kein Restatement der 2017 Beträge erforderlich. Allerdings evaluierte der Konzern den kumulativen Effekt, der sich aus der Umstellung auf IFRS 15 ergab und u. U. eine Anpassungsbuchung in der Eröffnungsbilanz des Eigenkapitals zum 1. Jänner 2018 erforderte.
Mit IFRS 15 wurde ein fünfstufiges Modell für die Bilanzierung von Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden eingeführt. Nach IFRS 15 werden Umsatzerlöse in Höhe der Gegenleistung erfasst, mit der ein Unternehmen im Gegenzug für die Übertragung von Gütern/Waren oder Dienstleistungen auf einen Kunden rechnen kann.
Im Zuge der durchgeführten Evaluierung und Analyse in der RATH Gruppe wurde eine Beurteilung der Auswirkungen der Übernahme von IFRS 15 auf den Konzernabschluss vorgenommen und mögliche Abweichungen von der bisherigen Erlösrealisierung analysiert. Basierend auf der Evaluierung und Analyse
der laufenden Geschäftstätigkeit konnte kein wesentlicher Umstellungseffekt festgestellt werden. Aus diesem Grund war keine Anpassungsbuchung in der Eröffnungsbilanz des Eigenkapitals zum 1. Jänner 2018 erforderlich.
IFRS 9 enthält neue Ansatz- und Bewertungsvorschriften für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden. Der neue Standard ersetzt IAS 39 Finanzinstrument: Ansatz und Bewertung.
Die RATH Gruppe wendet grundsätzlich Änderungen der Rechnungslegungsmethoden aufgrund der Anwendung des IFRS 9 rückwirkend an. Der Konzern macht von der Ausnahme Gebrauch, Vergleichsinformationen für vorhergehende Perioden hinsichtlich der Änderungen der Einstufung und Bewertung (inkl. der Wertminderung) nicht anzupassen.
Der Konzern stellte unwesentliche Differenzen zwischen den Buchwerten der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Schulden aufgrund der Umstellung auf IFRS 9 fest, weshalb lediglich eine Umgliederung der für available-for-sale gehaltenen Finanzinstrumente im OCI erfassten Beträge in die Eröffnungsbilanz des Eigenkapitals zum 1. Jänner 2018 erforderlich war.
IFRIC 22 regelt die Bilanzierung von Geschäftsvorfällen, die den Erhalt oder die Zahlung von Gegenleistungen in fremder Währung beinhalten. Klargestellt wird, auf welchen Zeitpunkt der Wechselkurs für die Umrechnung von Transaktionen in Fremdwährungen, die erhaltene oder geleistete Anzahlungen beinhalten, zu ermitteln ist.
Die Änderung an IAS 40 beinhaltet die Klarstellung, dass ein Unternehmen eine Immobilie nur dann in den oder aus dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien übertragen kann, wenn es Belege für eine Nutzungsänderung gibt.
Die Änderungen an IFRS 2 umfassen Regelungen zur Berücksichtigung von marktbezogenen und nichtmarkbezogenen Ausübungsbedingungen bei der Bewertung von in bar erfüllten Zusagen, sowie die Klassifizierung anteilsbasierter Vergütungen, die mit Steuereinbehalt erfüllt werden.
Die Änderungen an IFRS 4 beinhalten Ergänzungen zum bereits früher beschlossenen Aufschub- bzw. Überlagerungsansatz für Unternehmen, deren vorwiegende Tätigkeit im Versicherungsgeschäft liegt.
Die jährlichen Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2014-2016) enthalten Klarstellungen zu IFRS 1 – Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards sowie IAS 28 – Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures.
Diese geänderten Standards haben bei der RATH Gruppe keine Auswirkungen.
| STANDARD/ INTERPRETATION/TITEL |
ERSTMAL GÜLTIG FÜR GESCHÄFTSJAHRE BEGINNEND AM ODER NACH DEM |
VON DER EU ÜBERNOMMEN |
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|---|---|---|---|
| IFRS 9 | Änderung: Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung |
1. Jänner 2019 | keine |
| IFRS 16 | Leasingverhältnisse | 1. Jänner 2019 | keine wesentlichen Auswirkungen |
Kerngedanke des IFRS 16 ist es, beim Leasingnehmer alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen in der Bilanz zu erfassen. Für alle Leasingverhältnisse erfasst der Leasingnehmer eine Leasingverbindlichkeit für die Verpflichtung, künftig Leasingzahlungen vorzunehmen. Gleichzeitig aktiviert der Leasingnehmer ein Nutzungsrecht am zugrundeliegenden Vermögenswert, welches grundsätzlich dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten entspricht.
Die bisher unter IAS 17 erforderliche Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Operating-Leasingverträgen entfällt damit künftig für den Leasingnehmer. Beim Leasinggeber sind die Regelungen des neuen Standards dagegen ähnlich zu den bisherigen Vorschriften des IAS 17. Die RATH Gruppe hat per 31. Dezember 2017 die Ergebnisse einer ersten Beurteilung der möglichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss veröffentlicht. Zum derzeitigen Stand hat sich die Einschätzung per 31. Dezember 2017 nur geringfügig geändert.
Die tatsächlichen Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 16 auf den Konzernabschluss zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung werden von zukünftigen wirtschaftlichen Bedingungen, etwa dem Zinssatz zum 1. Jänner 2019, der Zusammensetzung des Leasingportfolios zu diesem Zeitpunkt, der Einschätzung von der RATH Gruppe über die Ausübung von Verlängerungsoptionen und dem Ausmaß der Inanspruchnahme von Ausnahmeregelungen und Ansatzbefreiungen, abhängen.
Zum 30. Juni 2018 betragen die künftigen Mindestleasingzahlungen (Mietzahlungen) für nicht kündbare Operating-Leasingverhältnisse (auf nicht abgezinster Basis) 2.642 TEUR. Die RATH Gruppe erwartet, dass die Anwendung des IFRS 16 keine Auswirkungen auf ihre Fähigkeit hat, bestehende Darlehensbedingungen zu erfüllen.
Die Anwendung des neuen Standards hat zur Folge, dass sich die Art der Aufwendungen, die mit diesen Leasingverhältnissen verbunden sind, ändern, da IFRS 16 die linearen Aufwendungen für Operating-Leasingverhältnisse durch einen Abschreibungsaufwand für Nutzungsrechte (right-of-use assets) und Zinsaufwendungen für Schulden aus dem Leasingverhältnis ersetzt.
Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Finanzierungs-Leasingverhältnisse erwartet.
Die RATH Gruppe wird IFRS 16 zum 1. Jänner 2019 umsetzen und die modifizierte retrospektive Methode anwenden. Diese sieht die Erfassung des kumulierten Effekts aus der retrospektiven Anwendung zum Zeitpunkt der Erstanwendung des neuen Standards als Korrekturbuchung im Eröffnungsbilanzwert in einem geeigneten Posten direkt im Eigenkapital vor. Die Vorjahresangaben werden nicht angepasst.
Nach den bisherigen Vorschriften von IFRS 9 ist die Zahlungsstrombedingung nicht erfüllt, bzw. eine erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert durchgeführte Bewertung verpflichtend, wenn der Kreditgeber im Falle einer Kündigung durch den Kreditnehmer eine Ausgleichszahlung leisten müsste (z.T. als Vorfälligkeitsgewinn bezeichnet).
Durch die Änderung werden die bestehenden Vorschriften von IFRS 9 angepasst, sodass auch bei negativen Ausgleichszahlungen eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (bzw. in Abhängigkeit des Geschäftsmodells erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert) ermöglicht ist.
Nach der Neuregelung ist das Vorzeichen der Ausgleichszahlung nicht relevant. In Abhängigkeit von dem bei Kündigung vorherrschenden Zinsniveau ist eine Zahlung auch zugunsten der Vertragspartei möglich, welche die vorzeitige Rückzahlung herbeiführt. Die Berechnung dieser Ausgleichszahlung muss sowohl für den Fall einer Vorfälligkeitsentschädigung wie auch für den Fall eines Vorfälligkeitsgewinns dieselbe sein. Diese Änderung hat bei der RATH Gruppe voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen.
Die Änderung an IAS 19 beinhaltet eine zwingende Neuermittlung des laufenden Dienstzeitaufwands und der Nettozinsen unter Verwendung der aktuellen versicherungsmathematischen Annahmen bei Änderung, Kürzung oder Abgeltung von leistungsorientierten Versorgungsplänen.
Die Änderung an IAS 28 umfasst die Klarstellung der Anwendung von IFRS 9 auf langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen oder Joint Ventures, die Teil der Nettoinvestition in diese assoziierte Unternehmen oder Joint Ventures ausmachen, aber nicht nach der Equity-Methode bilanziert werden.
IFRS 17 regelt den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Angaben für Versicherungsverträge.
Die jährlichen Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2015-2017) enthalten Klarstellungen zu IAS 23 – Fremdkapitalkosten, IFRS 3 – Unternehmenszusammenschlüsse sowie IFRS 11 – Gemeinsame Vereinbarungen.
IFRIC 23 stellt die Bilanzierung von Unsicherheit in Bezug auf Ertragsteuern klar.
| STANDARD/ INTERPRETATION/TITEL |
ERSTMAL GÜLTIG FÜR GESCHÄFTSJAHRE BEGINNEND AM ODER NACH DEM |
VON DER EU ÜBERNOMMEN |
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|---|---|---|---|
| IAS 19 | Änderung: Planänderungen, -kürzungen oder -abgeltungen |
1. Jänner 2019 | geplant 2018 |
| IAS 28 | Änderung: Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen |
1. Jänner 2019 | geplant 2018 |
| IAS 23, IFRS 3 und IFRS 11 |
Jahrliche Vernesserungen der IFRS (Zyklus 2015-2017) | 1. Jänner 2019 | geplant 2018 |
| IFRS 17 | Versicherungsverträge | 1. Jänner 2021 | offen |
| IFRIC 23 | Bilanzierung von Steuerrisikopositionen aus Ertragssteuern |
1. Jänner 2021 | geplant Q3 2018 |
Diese neuen oder geänderten Standards haben bei der RATH Gruppe voraussichtlich keine Auswirkungen.
Die Anzahl der in den Konzernzwischenabschluss einbezogenen Unternehmen liegt unverändert bei 10 Gesellschaften. Von 1. Jänner bis 30. Juni 2018 wurden keine zusätzlichen Gesellschaften einbezogen.
Die Investitionen in das Sachanlagevermögen von 2.121 TEUR (VJ: 2.084 TEUR) betrafen Ersatzinvestitionen sowie Erweiterungsinvestitionen.
Daraus entfallen auf Deutschland 980 TEUR (VJ: 912 TEUR), Österreich 536 TEUR (VJ: 782 TEUR), USA 81 TEUR (VJ: 0), Ungarn 485 TEUR (VJ: 324 TEUR), sowie 39 TEUR (VJ: 65 TEUR) auf die anderen Standorte.
Bei den finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um drei Fonds, die ausschließlich der Deckung der Rückstellungen für Abfertigungen gemäß den Bestimmungen der §§ 14 und 116 öEStG dienen. Die Bewertung erfolgt gem. IFRS 9 ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert.
| 30.06.2018 | 30.06.2017 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| (3) Vorräte | ||
| Während des Zeitraums zwischen 1. Jänner 2018 bis 30. Juni 2018 erfolgte keine Wertberichtigung der | ||
| Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe | 4.256 | 3.461 |
| Unfertige Erzeugnisse | 3.305 | 5.343 |
| Fertig Erzeugnisse und Waren | 13.487 | 13.575 |
| Summe | 21.049 | 22.380 |
| (4) Kurzfristige Forderungen und sonstiges kurzfristiges Vermögen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
16.107 | 14.710 |
| Sonstige Forderungen | 2.419 | 2.942 |
| Summe | 18.525 | 17.651 |
| (5) Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.055 | 4.670 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 3.301 | 2.590 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 876 | 546 |
Für die Berechnung der Personalrückstellungen wurde der aktuelle finanzmathematische Zinssatz iHv 0,82% angewendet. Dadurch kommt es im Vergleich zum Vorjahr (30.06.2017: TEUR 3.065 bei einem Zinssatz von 1,8%) zu einer Veränderung der Personalrückstellungen (30.06.2018: TEUR 3.259) iHv von 6%.
Als Grundkapital wird unverändert gegenüber dem Konzernjahresbericht 2017 das Nominalkapital der RATH AG mit TEUR 10.905 ausgewiesen. Es setzt sich aus 1.500.000 Stück nennwertloser Stückaktien zusammen. Die Aktien sind zur Gänze einbezahlt.
Die im Halbjahresbericht der RATH AG ausgewiesenen gebundenen Kapitalrücklagen per 30.06.2018 in Höhe von TEUR 1.118 (VJ: TEUR 1.118) dürfen nur zum Ausgleich eines ansonsten im Jahresabschluss der Muttergesellschaft auszuweisenden Bilanzverlustes aufgelöst werden.
Die freien Rücklagen resultieren aus den im Konzern erwirtschafteten vorgetragenen Gewinnen und Verlusten. Die sonstigen Rücklagen beinhalten das erwirtschaftete sonstige Ergebnis exklusive Währungsumrechnungsdifferenzen, welche in einer eigenen Rücklage (Unterschiede Währungsumrechnung) ausgewiesen werden. Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital betreffen die Chamottewaren- und Thonöfenfabrik Aug. RATH jun. GmbH, Österreich, und sind nicht wesentlich.
Die Umsatzerlöse der Gruppe setzen sich aus Verträgen mit Kunden zusammen und kommen aus den Produkten und Dienstleistungen wie bereits im Konzernjahresbericht zum 31. Dezember 2017 beschrieben. Eine genauere Beschreibung aus dem Umstellungseffekt auf IFRS 15 ist in Kapitel 3 zu finden.
| ÖSTERREICH TEUR |
DEUTSCHLAND TEUR |
UNGARN TEUR |
USA TEUR |
REST EUROPA TEUR |
KONSOLI DIERUNG TEUR |
SUMME TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 30. Juni 2018 | |||||||
| Warenaufträge | 10.567 | 10.163 | 4.235 | 5.990 | 2.143 | 0 | 33.098 |
| Materiallieferungen inkl. Dienstleistungen |
3.910 | 6.284 | 1.410 | 376 | 2.249 | 0 | 14.229 |
| Innenumsätze | 4.997 | 5.349 | 3.025 | 6 | 91 | -13.468 | 0 |
| Andere Umsätze | 16 | 16 | |||||
| Summe | 19.474 | 21.812 | 8.670 | 6.372 | 4.483 | -13.468 | 47.343 |
| Segmentergebnis (EBITDA) | 2.361 | 2.924 | 575 | -82 | 377 | -59 | 6.096 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 1.737 | 2.162 | 372 | -542 | 359 | -59 | 4.028 |
| Finanzerträge | 1.077 | 38 | 214 | 2 | 21 | -405 | 948 |
| Finanzaufwendungen | -655 | -57 | -553 | -287 | -58 | 635 | -974 |
| Finanzergebnis | 422 | -18 | -339 | -284 | -36 | 229 | -26 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 2.159 | 2.144 | 33 | -827 | 323 | 170 | 4.002 |
| Ertragsteuern | -307 | -659 | -12 | 165 | -42 | -195 | -1.051 |
| Konzernergebnis | 1.852 | 1.484 | 21 | -661 | 280 | -25 | 2.951 |
| REST | KONSOLI | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ÖSTERREICH | DEUTSCHLAND | UNGARN | USA | EUROPA | DIERUNG | SUMME | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| 30. Juni 2017 | |||||||
| Warenaufträge | 9.062 | 8.263 | 2.944 | 5.164 | 1.336 | 0 | 26.769 |
| Materiallieferungen inkl. Dienstleistungen |
3.035 | 5.749 | 1.442 | 952 | 551 | 0 | 11.729 |
| Innenumsätze | 4.384 | 4.370 | 2.131 | 1 | 100 | –10.985 | 0 |
| Andere Umsätze | 0 | 15 | 0 | 0 | 0 | 0 | 15 |
| Summe | 16.481 | 18.397 | 6.517 | 6.117 | 1.987 | –10.985 | 38.513 |
| Segmentergebnis (EBITDA) | 1.557 | 1.538 | 391 | 404 | –131 | 40 | 3.800 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 865 | 838 | 203 | –136 | –153 | 40 | 1.656 |
| Finanzerträge | 546 | 7 | 174 | 0 | 13 | –628 | 112 |
| Finanzaufwendungen | –841 | –34 | –267 | –355 | –24 | 306 | –1.215 |
| Finanzergebnis | –296 | –27 | –93 | –355 | –11 | –321 | –1.103 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 569 | 811 | 110 | –491 | –165 | –281 | 554 |
| Ertragsteuern | –106 | –255 | –3 | 0 | 7 | 160 | –197 |
| Konzernergebnis | 463 | 556 | 108 | –491 | –158 | –121 | 357 |
Bezüglich der Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen ergaben sich keine Änderungen im ersten Halbjahr 2018.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss und bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Die Ergebnisse des Halbjahresberichtes zum 30. Juni 2018 lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung des Gesamtjahres zu.
WIEN, 31. AUGUST 2018
Andreas Pfneiszl e.h. DI Jörg Sitzenfrey e.h. Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
| 30. November 2018 | Bericht über das 3. Quartal 2018 |
|---|---|
| 30. April 2019 | Veröffentlichung Jahresfinanzbericht 2018 |
| 27. Mai 2019 | Bericht über das l. Quartal 2019 |
| 27. Mai 2019 | ordentliche Hauptversammlung |
| 27. September 2019 | Halbjahresfinanzbericht 2019 |
| 29. November 2019 | Bericht über das 3. Quartal 2019 |
EIGENTÜMER, HERAUSGEBER UND VERLEGER: RATH AKTIENGESELLSCHAFT, WALFISCHGASSE 14, A-1015 WIEN IR- UND COMPLIANCE VERANTWORT-LICHER: ANDREAS PFNEISZL
Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben im Halbjahresfinanzbericht kann es zu geringfügigen
Rechendifferenzen kommen. Zum Zwecke der Vergleichbarkeit wurden Umgliederungen vorgenommen. Der Begriff "Mitarbeiter" wird aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet
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