Earnings Release • Nov 30, 2018
Earnings Release
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BERICHT ÜBER DIE ERSTEN DREIQUARTALE
RATH legt sowohl beim Umsatz und der Profitabilität als auch beim Cash-Flow deutlich zu.
Das Management geht sowohl im Umsatz als auch im operativen Ergebnis (EBITDA) von einer weiteren Steigerung im Vergleich zum Vorjahr aus.
Die anhaltende Diskussion um die neuen Handelsbarrieren der USA und die hohe Schuldenlast vieler Staaten haben das Wachstum der Weltwirtschaft gebremst. Dies schreibt der Internationale Währungsfonds (IWF) in seiner jüngsten Vorschau vom September 2018. Im Gegensatz zu seiner Prognose vom April 2018 geht der IWF für die Jahre 2018 und 2019 momentan lediglich von einem Wachstum von 3,7 % anstelle von 3,9 % (VJ: 3,7%) aus. Auch für die Eurozone wurde im Vergleich zum April 2018 die Wachstumserwartung um 0,1 Punkte nach unten revidiert.
Die Weltwirtschaft ist aktuell vor allem von Handelskonflikten geprägt – allen voran der Handelsstreit zwischen den beiden weltweit größten Volkswirtschaften USA und China. Hinzu kommen die Unsicherheiten wie der Brexit oder die Folgen der Zinswende in den USA für einige Schwellenländer.
Dem IWF zufolge wird die Wirtschaft in Deutschland in 2018 und 2019 nur mehr um je 1,9% (VJ: 2,5%) wachsen. Für 2018 bedeutet dies eine Reduktion um 0,6 Punkte im Vergleich zum April 2018. 1
Im Gegensatz zu Deutschland verringerte sich das Wirtschaftswachstum von Österreich zu Jahresbeginn 2018 nicht wesentlich. Ein Grund für diese Widerstandskraft war die Nachfrage aus den CESEE-Ländern. Die Güterexporte erhöhten sich in dieser Region im laufenden Jahr um 8,3%. Für die zweite Jahreshälfte 2018 prognostiziert die OeNB anhand der Auftragseingänge der Exporteure eine Abschwächung der Exportdynamik. Das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) erwartet bis Jahresende für Österreich eine gute Konjunktur und eine Erhöhung des Wirtschaftswachstums auf 3%.
1 Vgl. IMF, https://blogs.imf.org/2018/10/08/global-growth-plateaus-as-economic-risks-materialize/, zuletzt abgefragt am 2.11.2018.
Für 2019 wird nur mehr von einer Wachstumsrate von 2% ausgegangen, da erwartet wird, dass sich die Entwicklungen der Weltwirtschaft – wie eben die unsichere handelspolitische Ausrichtung der Vereinigten Staaten und der Brexit – auch auf Österreich auswirken werden. 2
Die OeNB geht im dritten Quartal 2018 von einer Zunahme des realen BIP um 0,6% und um 0,5% im vierten Quartal 2018 aus. Da der Jahresbeginn von einem kräftigen Wachstum geprägt war, ergibt sich für das Gesamtjahr 2018 mit 3,1% ein gleich starkes Wachstum wie im Vorjahr.3
Die Konjunkturumfrage des Fachverbands der Stein- und keramischen Industrie zeigte im ersten Halbjahr 2018 eine Umsatzerhöhung in der Baustoffindustrie von 3%, wobei die Feuerfestindustrie die größten Zuwächse verzeichnete. Auch die Zementindustrie konnte im Vergleich zum 2. Halbjahr 2017 diesen Trend bestätigen. Für das Gesamtjahr 2018 ist der Fachverband optimistisch, auch wenn der Schwung aus dem 1. Halbjahr in der 2. Jahreshälfte bereits spürbar abnimmt.4
Der Gesamtverband der Aluminiumindustrie (GDA) zeigte sich ebenfalls optimistisch auf der Pressekonferenz zur ALUMINIUM 2018. Die Aluminiumproduzenten konnten ihre Produktion in den ersten zwei Quartalen 2018 leicht steigern. Allerdings geht der Verband davon aus, dass sich die Strafzölle der USA, der Brexit und der Verfall der türkischen Lira auch auf die Aluminiumindustrie auswirken werden. 5
4 Vgl. WKO, Fachverband Steine-Keramik, https://www.baustoffindustrie.at/newsentry/konjunkturerhebung-stein-undkeramische-industrie-bauzulieferer-im-1-halbjahr-2018-deutlich-vor-industriezulieferern/; zuletzt abgefragt am 2.11.2018.
5 Vgl. Aluminiumkurse, https://www.aluminiumkurse.com/aluminium-news/, zuletzt abgefragt am 2.11.2018; Aluminium Messe, https://www.aluminium-messe.com/de/Abschlussbericht/Abschlussbericht-ALUMINIUM-bleibt-weiterhin-auf-Wachstumskurs-Besucher-aus-123-Nationen-kommen-nach-D%C3%BCsseldorf/592/n205/, zuletzt abgefragt am 2.11.2018.
2 Vgl. WIFO-Konjunkturportal, https://konjunktur.wifo.ac.at/index.php?id=78, zuletzt abgefragt am 2.11.2018.
3 Vgl. OeNB, https://www.oenb.at/Geldpolitik/Konjunktur/prognosen-fuer-oesterreich/oenb-konjunkturindikator/oenb-Konjunkturindikators-August-2018.html, zuletzt abgefragt am 2.11.2018.
Die Glasindustrie befindet sich in einer stabilen Aufschwungsphase. Vor allem die Anwendungen der Hochleistungskeramik und Glasherstellung haben nach wie vor Wachstumspotentiale und werden zunehmend an Bedeutung gewinnen.6 Der Bundesverband Glasindustrie geht von einem konstanten Wachstum in der Glasindustrie, insbesondere in der Hohlglasindustrie aus.7
Aufgrund der starken, anhaltenden Nachfrage am europäischen und amerikanischen Markt liegt die Umsatzentwicklung der RATH Gruppe über unserer Planung.
Zum 30. September 2018 lag der Konzernumsatz bei TEUR 71.360 (VJ: TEUR 61.715), demnach um 15,6 % über dem Vorjahresniveau. Ein ähnliches Bild zeigt sich im Bestand an "offener Aufträge", dieser lag um 31% über jenem des Vorjahres.
Das operative Ergebnis (EBITDA) lag per 30. September 2018 bei TEUR 9.288 (VJ: TEUR 6.978) und die EBITDA-Marge bei 13,0% (VJ: 11,3%). Das operative Ergebnis nach Abschreibungen (EBIT) lag bei TEUR 6.142 (VJ: TEUR 3.800), somit ergibt sich eine EBIT-Marge von 8,6% (VJ: 6,2%).
Das Finanzergebnis beläuft sich per 30. September 2018 auf TEUR -340 (VJ: TEUR -2.622). Durch den geschwächten Euro gegenüber dem Dollar sind Fremdwährungsbewertungen in Höhe von TEUR -546 (VJ:TEUR -2.029) erfasst worden. Tatsächlich realisierte Fremdwährungsaufwendungen belaufen sich auf TEUR -6 (VJ: TEUR -37).
Der operative Cashflow der RATH Gruppe zum Ende des dritten Quartals 2018 lag bei sehr guten TEUR 8.276 (VJ: 7.754).
6 Keramische Zeitschrift, Ausgabe 3, 2018; https://www.springerprofessional.de/die-steine-und-erdenindustrie-baukeramik-und-glasindustrie-2018/15896796 .
7 Vgl. Bundesverband Glasindustrie, https://www.bvglas.de/presse/presseinformation/news/halbjahres-bilanz-2018 glasindustrie-meldet-umsatzwachstum/, zuletzt abgefragt am 2.11.2018.
An Investitionen wurden bis zum 30.September 2018 TEUR 3.672 (VJ: TEUR 3.676) an den produzierenden Standorten getätigt.
Die Aussichten auf das Gesamtjahr 2018 sind für die RATH Gruppe positiv, auch wenn sich die Dynamik im Vergleich zu den ersten neun Monaten etwas verlangsamt.
Die wachsende Unsicherheit der Märkte durch die permanenten Diskussionen über Zölle und Sanktionen erschwert nachhaltige Aussagen hinsichtlich der erwarteten Umsatzund Ergebnisentwicklung.
Das Management geht dementsprechend im Bereich des Umsatzes als auch beim EBITDA/EBIT von keiner neuerlichen Zunahme der Leistungszahlen aus. Die Marktdynamik hat leicht abgenommen und wir rechnen daher mit einer stabilen Umsatzentwicklung auf hohem Niveau und einem starken EBITDA/EBIT bis Jahresende 2018.
Andreas Pfneiszl e.h. DI Jörg Sitzenfrey e.h. Vorstand
| TEUR | 1-9/2018 | 1-9/2017 | 1-9/2016 |
|---|---|---|---|
| Umsätze | 71.360 | 61.715 | 57.886 |
| EBITDA | 9.288 | 6.978 | 6.319 |
| EBITDA-Marge | 13,0% | 11,3% | 10,9% |
| EBIT | 6.142 | 3.800 | 3.241 |
| EBIT-Marge | 8,6% | 6,2% | 5,6% |
| Operativer Cashflow | 8.276 | 7.754 | 4.016 |
| Anzahl Mitarbeiter | 548 | 533 | 547 |
| Aktienkurs | 25 | 18 | 17 |
Durchdiekaufmännische RundungvonEinzelpositionen undProzentangabenim Quartalsbericht kann eszu geringfügigen Rechendifferenzenkommen.
Eigentümer, Herausgeber und Verleger: RATH Aktiengesellschaft, Walfischgasse 14, A-1015 Wien IR- und Compliance-Verantwortlicher: Andreas Pfneiszl WEB: www.rath-group.com Mail: [email protected]
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