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Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG

Annual Report Mar 19, 2019

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Annual Report

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Jahresfinanzbericht 2018 ENERGIE IST UNSER GESCHÄFT

INHALT

LAGEBERICHT 4
HIGHLIGHTS 4
MARKTUMFELD 5
GESCHÄFTSENTWICKLUNG 7
ENTWICKLUNG DER SEGMENTE 8
ANALYSE UND ERGEBNISSE 9
AUSBLICK 15
NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG: NACHHALTIGES MANAGEMENT 17
WESENTLICHKEITSANALYSE 17
MANAGEMENT-ANSATZ
ERGEBNISSE UND RISIKEN
20
21
NACHHALTIGES WACHSTUM 23
UMWELTKONZEPT 25
SOZIAL- UND MITARBEITERKONZEPT
KONZEPT ZUR ACHTUNG DER MENSCHENRECHTE UND ZUR BEKÄMPFUNG VON KORRUPTION UND BESTECHUNG
30
37
CORPORATE GOVERNANCE BERICHT 40
DIVERSITÄTSKONZEPT 48
KONZERNABSCHLUSS 52
BERICHT DES ABSCHLUSSPRÜFERS UND BESTÄTIGUNGSVERMERK 131
BERICHT DES AUFSICHTSRATES ZUM JAHRESABSCHLUSS 2018 137
JAHRESABSCHLUSS 140
BESTÄTIGUNGSVERMERK ZUM JAHRESABSCHLUSS 168
ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER 174

"Erholung in Nordamerika und auf den internationalen Märkten"

LAGEBERICHT

DER KONZERN-LAGEBERICHT WURDE VON DER SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT AKTIENGESELLSCHAFT FÜR DEN SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT – IFRS – KONZERNABSCHLUSS IM SINNE DES § 245a UGB ERSTELLT

HIGHLIGHTS

  • SBO von der Erholung in Nordamerika und auf den internationalen Märkten beflügelt
  • Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um rund 30 %, EBIT beinahe verdreifacht
  • Dividendenvorschlag in Höhe von EUR 1,00 je Aktie

Der in der zweiten Jahreshälfte 2016 begonnene Aufschwung in Nordamerika setzte sich im Jahr 2018 weiter fort. Neben dem starken Geschäft in Nordamerika begannen sich auch die internationalen Märkte zu erholen. Damit konnte der internationale Geschäftsbereich von SBO stark aufholen und endete das Geschäftsjahr mit einem deutlichen Plus im Ergebnis sowie einem positiven Trend. Das wirkte sich deutlich auf das Gesamtergebnis des Unternehmens aus: Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis stiegen merklich an, das EBIT verdreifachte sich beinahe.

SBO verfolgte auch 2018 konsequent ihre nachhaltige Wachstumsstrategie. Die Mitarbeiteranzahl konnte breit über die Gruppe ausgebaut und Kapazitäten entsprechend der Kundennachfrage erweitert werden. So wurde zum Beispiel der Standort in Saudi-Arabien ausgebaut und gewährleistet nun die lokale Präsenz von SBO-Produkten. Für den Standort in Vietnam wurde die Anpassung des Fertigungsbereichs an die gestiegene Nachfrage beschlossen. Im Gegenzug wurde die Schließung von Produktionsstandorten in Mexiko und England eingeleitet und damit zwei weitere wichtige Schritte für die Optimierung des Konzerns gesetzt. Zusätzlich tätigte das Unternehmen wichtige Investitionen in laufende Forschungsund Entwicklungsprojekte. Die daraus entstandenen Produkte erzielten im wachsenden Markt bereits gute Erfolge. Insgesamt festigte SBO ihre Position als Innovationsvorreiter und passte sich den geänderten Marktbedingungen aktiv an.

MARKTUMFELD

Das Wachstum der Weltwirtschaft blieb im Jahr 2018 intakt und konnte die Dynamik vom Vorjahr beibehalten. Den aktuellen Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge, lag das globale Wirtschaftswachstum in 2018 bei 3,7 % und in 2017 bei 3,8 %. Das Wirtschaftswachstum der Schwellenländer lag 2018 mit 4,6 % nur knapp unter dem Vorjahresniveau. Deutlich zulegen konnte die Wirtschaft unter anderem in Indien, in den asiatischen und europäischen Schwellenländern, sowie in Ländern der Sub-Sahara Region. Die durchschnittliche Wachstumsrate der Industrienationen betrug im Jahr 2018 2,3 %, nach 2,4 % in 2017.1 Dämpfend wirkten vor allem geopolitische Ereignisse und Ankündigungen wie etwa der bevorstehende Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union (Brexit) und handelssanktionierende Maßnahmen der amerikanischen Regierung zu China, dem Iran und Russland. Sie nährten Befürchtungen einer konjunkturellen Abschwächung, die schließlich zu einem Kursrutsch auf den Märkten im vierten Quartal 2018 führten.

Die Fundamentaldaten blieben jedoch weiterhin intakt. Die durchschnittliche globale Öl-Nachfrage stieg im Jahr 2018 laut Internationaler Energie Agentur (IEA) um 1,2 Millionen Barrel pro Tag (mb/d) oder 1,2 % auf 99,2 mb/d (2017: 98,0 mb/d). Die Nachfrage in den Nicht-OECD Staaten stieg um 0,9 mb/d oder 1,8 % auf 51,4 mb/d (2017: 50,5 mb/d). In den OECD Staaten stieg die Nachfrage um 0,4 mb/d oder 0,8 % auf 47,8 mb/d (2017: 47,4 mb/d). Während im ersten Quartal 2018

Produktion und Nachfrage nach Rohöl nahezu im Gleichgewicht waren, stieg die Produktion in weiterer Folge überproportional an: Im dritten Quartal 2018 lag sie um 1,1 mb/d über der Nachfrage, im vierten Quartal 2018 waren es sogar 1,6 mb/d. Über das Gesamtjahr gesehen blieb der Ölmarkt um 0,8 mb/d überversorgt. Insgesamt lag die OPEC Produktion im Jahr 2018 bei 37,4 mb/d, in den Nicht-OPEC Staaten waren es 62,6 mb/d, was einer Gesamtproduktion von 100,0 mb/d entsprach. Im vierten Quartal kam der Ölmarkt aufgrund der Überproduktion sowie geopolitischer Maßnahmen spürbar unter Druck, was sich ab Ende Oktober an deutlich sinkenden Ölpreisen bemerkbar machte. Um den Ölpreis wieder zu stabilisieren, vereinbarten die OPEC Staaten (einschließlich ihrer Partnerstaaten) in ihrer Sitzung am 6. Dezember 2018 eine Verringerung ihrer Produktionsobergrenze, beginnend mit dem Jahr 2019.2

Das Marktumfeld der Oilfield Service-Industrie war 2018 insgesamt von der robusten Marktsituation in Nordamerika und von den anziehenden internationalen Märkten geprägt. Der weltweite Rig Count stieg im Verlauf des Jahres 2018 um 7,4 % auf 2.244 Anlagen (Dezember 2017: 2.089 Anlagen). In den USA erhöhte sich die Anzahl der Anlagen um 15,9 % auf 1.078 Anlagen (Dezember 2017: 930 Anlagen), international gab es einen Anstieg um 7,4 % auf 1.025 Anlagen (Dezember 2017: 954 Anlagen), wobei insbesondere in der zweiten Jahreshälfte in nahezu allen Regionen – mit Ausnahme saisonal bedingter Schwankungen in Kanada –

IMF World Economic Outlook, Jänner 2019.

2 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2019. ein starker Anstieg verzeichnet wurde. Aktivitäten sowohl auf dem Festland als auch auf See ("Offshore") waren von diesem Anstieg betroffen.3 Der Bestand gebohrter, aber noch nicht komplettierter Bohrlöcher (sog. Drilled but Uncompleted Wells / DUCs) erreichte in den Vereinigten Staaten im Dezember 2018 mit 8.591 Einheiten bis dato ein Allzeithoch. Der Anstieg ließ sich vor allem auf die anhaltend

"2018 blieben die Fundamentaldaten des Marktumfeldes intakt "

große Zahl an vergebenen Bohrrechten bei vorherrschenden Transportkapazitätsengpässen in den produktionsstarken Regionen der USA zurückführen.4

Die Preise beider Rohölsorten stiegen im Jahr 2018 deutlich an und erreichten am 3. Oktober 2018 mit USD 86,29 (Brent) bzw. USD 76,41 (WTI) ein neuerliches Hoch. Das Rohöl-Überangebot aufgrund der vorübergehenden Exportöffnungen der USA gegenüber dem Iran und die vorgenannte konjunkturelle Abschwächung führten schließlich zu einem Preisverfall auf den Ölmärkten, der erst zum Jahreswechsel wieder zu drehen begann. So fiel der Preis im Jahresverlauf für ein Barrel der US-Sorte WTI von USD 60,37 am 2. Jänner 2018 auf USD 45,41 am 31. Dezember 2018, der europäischen Sorte Brent von USD 66,57 auf USD 53,80.5

Die weltweiten Ausgaben für Exploration und Produktion (E&P-Ausgaben) stiegen im Jahr 2018 nach den starken Kürzungen in den Krisenjahren um 9 %. In Nordamerika nahmen die E&P-Ausgaben sogar um 20 % zu. International betrug der Anstieg der E&P-Ausgaben 5 %, erstmalig nach drei Jahren der Krise.6 Grundsätzlich wird in der Oilfield Service-Industrie davon ausgegangen, dass die Investitionskürzungen der vergangenen Jahre sukzessive nachgeholt werden müssen, um einem Produktionsausfall bestehender und überalterter durch die Erschließung neuer Öl- und Gasfelder vorzubeugen.

Baker Hughes Rig Count.

4 U.S. Energy Information Administration (EIA), Oil Productivity Report, Februar 2019.

5 Bloomberg: CO1 Brent Crude (ICE) und CL1 WTI Crude (Nymex).

6 Evercore ISI, The 2019 Evercore ISI Global E&P Spending Outlook: A Slow Recovery, Dezember 2018.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Das Jahr 2018 war insgesamt durch ein breites Wachstum geprägt. Neben dem starken Nordamerika-Geschäft bestätigten sich auch die Anzeichen der Erholung auf dem internationalen Öl- und Gasmarkt. Umsatz und Auftragseingang legten deutlich zu. Bei einem Book-to-Bill Ratio von über 1 konnte eine EBITDA-Marge erzielt werden, die deutlich über dem langjährigen Gruppendurchschnitt von 24,3 % lag. Der Rückgang auf den Märkten im vierten Quartal 2018 hatte nur eine verhältnismäßig geringe Auswirkung auf das Ergebnis von SBO, womit sich neuerlich die zielstrebig verfolgte nachhaltige Wachstumsstrategie bestätigte.

Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 29,6 % auf MEUR 420,2 (2017: MEUR 324,2). Der Auftragseingang hat sich auf MEUR 481,9 erhöht, nach MEUR 342,0 im Jahr 2017. Der Auftragsstand betrug Ende 2018 MEUR 97,7 (31. Dezember 2017: MEUR 37,6).

Die deutliche Umsatzsteigerung spiegelt sich im Ergebnis von SBO wider. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei MEUR 120,0 (nach MEUR 74,7 im Jahr 2017). Das Betriebsergebnis (EBIT) des Jahres 2018 hat sich beinahe verdreifacht und betrug MEUR 70,7 (nach MEUR 25,6 im Jahr 2017). Darin enthalten waren Aufwendungen aus Restrukturierungen und Wertminderungen von Sachanlagevermögen in Höhe von MEUR 3,9. Die EBITDA-Marge lag bei 28,6 % (2017: 23,0 %), die EBIT-Marge bei 16,8 % (2017: 7,9 %).

Das Finanzergebnis des Gesamtjahres 2018 belief sich auf MEUR minus 14,8 (2017: MEUR minus 95,4). Das Ergebnis nach Steuern drehte mit MEUR 41,4 erstmalig seit der Krise wieder ins Positive (2017: MEUR minus 54,4). Im Ergebnis 2017 waren Aufwendungen aus der Bewertung von Optionsverbindlichkeiten in Höhe von MEUR 87,6 enthalten. Das Ergebnis je Aktie lag bei EUR 2,59 (2017: EUR minus 3,41).

Das Unternehmen verfügt über eine solide Bilanzstruktur: Das Eigenkapital erhöhte sich auf MEUR 368,2 (2017: MEUR 322,0). Die Eigenkapitalquote von SBO belief sich Ende 2018 auf 40,9 % (2017: 42,9 %), die Nettoverschuldung auf MEUR 62,5 (2017: MEUR 50,7). Der Bestand an liquiden Mitteln betrug MEUR 241,5 (2017: MEUR 166,0). Der operative Cashflow belief sich auf MEUR 33,4 (2017: MEUR 44,6), das Gearing lag bei 17,0 % (2017: 15,7 %). Die Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte (CAPEX), unter Berücksichtigung der Aufwendungen für die Erweiterung von Produktionskapazitäten, stiegen auf MEUR 35,9 (2017: MEUR 32,1). Am 31. Dezember 2018 betrug das Bestellobligo für Sachanlagen MEUR 2,1 (2017: MEUR 1,2).

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung am 23. April 2019 für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende in Höhe von EUR 1,00 je Aktie vor.

ENTWICKLUNG DER SEGMENTE

Das Geschäft von SBO gliedert sich in die beiden berichtspflichtigen Segmente "Advanced Manufacturing & Services" (AMS) und "Oilfield Equipment" (OE):

  • Das Segment "Advanced Manufacturing & Services" (AMS) umfasst die hochpräzise Fertigung und Reparatur von Drill Collars und komplexen "Measurement While Drilling" (MWD) und "Logging While Drilling" (LWD)-Komponenten aus antimagnetischem, korrosionsbeständigem Edelstahl. Diese bilden das Gehäuse für die sensiblen Messinstrumente, die zur exakten Messung von Neigung und Richtung des Bohrstranges sowie gesteinsphysikalischer Parameter eingesetzt werden.
  • Das Segment "Oilfield Equipment" (OE) beinhaltet ein breites Angebot an hochspeziellen Lösungen für die Öl- und Gasindustrie: High-Performance-Bohrmotoren und Tools für den zielgerichteten Vortrieb des Bohrstranges sowie Spezialwerkzeuge für die Untertagezirkulationstechnologie (Circulation Tools). Darüber hinaus umfasst das Segment Produkte für das effiziente und ressourcenschonende Komplettieren unkonventioneller Lagerstätten in den beiden dominierenden Technologien "Sliding Sleeve" und "Plug-n-Perf".

Das Segment "Advanced Manufacturing & Services" (AMS) entwickelte sich 2018 aufgrund der anziehenden internationalen Marktbedingungen positiv. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Umsatz 2018 auf MEUR 171,5 gesteigert (2017: MEUR 103,2). Das Betriebsergebnis (EBIT) vor Sondereffekten stieg auf MEUR 22,7 (2017: MEUR minus 14,5).

Im Segment "Oilfield Equipment" (OE) setzte sich die dynamische Entwicklung des Vorjahres fort. Der Umsatz betrug MEUR 248,7 (2017: MEUR 221,0) und das Betriebsergebnis (EBIT) vor Sondereffekten MEUR 55,2 (2017: MEUR 46,2).

ANALYSE UND ERGEBNISSE

Der Konzernabschluss des Unternehmens wurde entsprechend der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt.

um rund 5 % stärker im Vergleich zum 31. Dezember 2017 mit 1 Euro = 1,1993 USD.

Kursentwicklung

in EUR/USD HÖCHST TIEFST DURCHSCHNITT SCHLUSS
2018 1,2493 1,1261 1,1815 1,1450
2017 1,2060 1,0385 1,1293 1,1993

Zur Erstellung des Konzernabschlusses 2017 und 2018 wurden für die Konzerngewinn- und Verlustrechnung die Devisen-Durchschnittskurse dieser Jahre und für die Konzernbilanz die Stichtagskurse per 31. Dezember herangezogen.

Der Umsatz ist bedingt durch das starke Geschäft in Nordamerika und die beginnende Erholung der internationalen Märkte um 29,6 % von MEUR 324,2 im Jahr 2017 auf MEUR 420,2 im Jahr 2018 gestiegen.

420,2

400

0 100 200 300

Wie in den Vorjahren blieb der US-Dollar weiterhin die bei weitem wichtigste Währung für den SBO-Konzern. Im Jahr 2018 wurden 84 % (nach 86 % im Jahr 2017) der Umsätze in US-Dollar erwirtschaftet, wobei rund 57 % (nach 62 % im Jahr 2017) der Aufwendungen ebenfalls in US-Dollar angefallen sind. Der durchschnittliche Wechselkurs des Jahres 2018 war mit 1 Euro = 1,1815 USD schwächer als im Jahr 2017 mit 1 Euro = 1,1293 USD und hatte dadurch einen belastenden Einfluss. Der US-Dollar ist im Vergleich zum Euro im Jahresverlauf gestiegen. Der Schlusskurs zum 31. Dezember 2018 betrug 1 Euro = 1,1450 USD und notierte

Umsatz nach Geschäftssegmenten

in MEUR 2018 2017
Advanced Manufacturing & Services 171,5 103,2
Oilfield Equipment 248,7 221,0
Summe Umsatzerlöse 420,2 324,2

Die Entwicklung des Segments "Advanced Manufacturing & Services" ist stark abhängig von den CAPEX-Ausgaben der

Umsatzerlöse

2017

2018

in MEUR

Kunden. Nach den drastisch reduzierten CAPEX-Ausgaben in den Jahren 2015 und 2016 erhöhten sich die Ausgaben in 2017 erstmalig wieder. Dieser Trend hat sich vor allem durch die eintretende Erholung auf den internationalen Märkten in 2018 fortgesetzt. Dadurch konnten die Umsätze im Jahresverlauf 2018 signifikant gesteigert werden. Die Umsatzerhöhung betrug 66,1 % von MEUR 103,2 in 2017 auf MEUR 171,5 in 2018.

Im Segment "Oilfield Equipment" setzte sich die dynamische Entwicklung des Vorjahres auch in 2018 fort. Das robuste Marktumfeld in Nordamerika und die damit verbundenen gestiegenen Bohr- und Komplettierungsaktivitäten führten in 2018 zu einem Umsatzwachstum von 12,5 % auf MEUR 248,7 nach MEUR 221,0 in 2017.

Bruttoergebnis

Das Bruttoergebnis ist nach MEUR 94,9 für das Jahr 2017 deutlich auf MEUR 145,6 für das Jahr 2018 gestiegen und damit auch die Bruttomarge von 29,3 % im Jahr 2017 auf 34,6 % im Jahr 2018. Die Erhöhung der Bruttomarge ergibt sich im Wesentlichen aus der Umsatzsteigerung durch gestiegene Volumina im Segment "Advanced Manufacturing & Services".

Die bedeutendsten Elemente der Herstellungskosten sind Material- und Energieaufwand, Personalkosten sowie Abschreibungen auf das Anlagevermögen.

Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen

Die Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen sind von MEUR 59,6 in 2017 auf MEUR 70,0 in 2018 gestiegen. Die Entwicklung der Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen erfolgte unterproportional zur Umsatzsteigerung. Sie reduzierten sich von 18,4 % der Umsatzerlöse für das Jahr 2017 auf 16,7 % für das Jahr 2018.

Die Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen umfassen im Wesentlichen Personalaufwendungen, Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten für das operative Geschäft, Reise- und Bewirtungskosten, Kommunikations- und Versicherungsaufwendungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge

Sonstige betriebliche Aufwendungen betrugen in 2018 MEUR 16,8 (2017: MEUR 17,6). Diese Position enthält Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von MEUR 7,7 (2017: MEUR 7,8) sowie Kursverluste in Höhe von MEUR 8,2 (2017: MEUR 9,8).

Die Sonstigen betrieblichen Erträge betrugen in 2018 insgesamt MEUR 15,8 (2017: MEUR 5,9) und betreffen neben den Kursgewinnen noch Mieteinnahmen, Dienstleistungserträge sowie Erlöse aus Anlagenverkäufen. Die Erhöhung der Sonstigen betrieblichen Erträge ist im Wesentlichen auf höhere Kursgewinne im Jahr 2018 von MEUR 11,0 (MEUR 5,0 im Jahr 2017) und Erträge aus dem Verkauf eines Grundstücks in den USA von MEUR 1,9 zurückzuführen.

Betriebsergebnis vor nicht wiederkehrenden Posten

Bedingt durch den Umsatzanstieg und einer verbesserten Bruttomarge hat sich das Betriebsergebnis vor nicht wiederkehrenden Posten von MEUR 23,6 im Jahr 2017 auf MEUR 74,6 mehr als verdreifacht und erreichte damit 17,7 % der Umsatzerlöse nach 7,3 % im Vorjahr.

Nicht wiederkehrende Posten

Im Geschäftsjahr 2018 sind Aufwendungen für nicht wiederkehrende Posten in Höhe von insgesamt MEUR 3,9 angefallen. Es handelt sich hierbei mit MEUR 2,4 um Wertminderungen von Sachanlagen und mit MEUR 1,5 um Aufwendungen für die Restrukturierung von Produktionsstandorten in Mexiko und England.

Die Restrukturierungserträge im Geschäftsjahr 2017 von MEUR 1,9 betreffen den Grundstücksverkauf in den USA, welches aufgrund der Zusammenlegung von Produktionsstandorten nicht mehr benötigt wurde.

Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis nach nicht wiederkehrenden Posten ist von MEUR 25,6 in 2017 auf MEUR 70,7 in 2018 gestiegen und erzielte eine Marge von 16,8 % (nach 7,9 % im Vorjahr).

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis betrug in 2018 MEUR minus 14,8 nach MEUR minus 95,4 im Jahr 2017.

Die Bewertung von Optionsverpflichtungen hat im Geschäftsjahr 2018 zu einem Ertrag von MEUR 1,0 geführt. Im Vorjahresergebnis sind Aufwendungen aus der Neubewertung von Optionsverbindlichkeiten in der Höhe von MEUR 87,6 enthalten, die im Wesentlichen aus den damaligen gestiegenen Ergebniserwartungen der Tochtergesellschaft Downhole Technology resultierten.

Das Nettozinsergebnis belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf MEUR minus 8,5 (2017: MEUR minus 6,3). Der höhere Aufwand resultiert aus der Aufzinsung von Optionsverbindlichkeiten von MEUR 5,8 in 2018 im Vergleich zu MEUR 3,0 in 2017. Im Nettozinsergebnis wird auch der Ergebnisanteil der vom jeweiligen Management gehaltenen Anteile und Genussrechte an einzelnen Tochtergesellschaften erfasst; er belief sich 2018 auf MEUR minus 1,0 (2017: MEUR minus 0,7).

Die sonstigen finanziellen Aufwendungen in Höhe von MEUR 7,4 (2017: MEUR 1,4) beinhalten Dividendenausschüttungen an Minderheitenaktionäre für Unternehmensanteile zu denen Put/Call-Optionsvereinbarungen bestehen.

Ergebnis vor Steuern

Das Ergebnis vor Steuern für das Jahr 2018 betrug MEUR 55,9 nach MEUR minus 69,8 im Jahr 2017. Ohne Berücksichtigung von Optionsbewertungen belief sich das Ergebnis vor Steuern auf MEUR 54,9, das vergleichbare Ergebnis des Vorjahres auf MEUR 17,9.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betrugen in 2018 MEUR minus 14,5 (2017: MEUR 15,4) und setzen sich zusammen aus einem laufenden Steueraufwand von MEUR 12,0 resultierend aus den positiven Ergebnisbeiträgen sowie aus einem latenten Steueraufwand von MEUR 2,5.

Ergebnis nach Steuern / Dividende

Das Ergebnis nach Steuern für das Jahr 2018 betrug MEUR 41,4 nach MEUR minus 54,4 im Jahr zuvor.

Das Ergebnis pro Aktie erreichte EUR 2,59 im Jahr 2018 nach EUR minus 3,41 im Jahr 2017.

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung für das Jahr 2018 eine Dividende in Höhe von EUR 1,00 je Aktie vor, was eine Ausschüttung in Höhe von insgesamt MEUR 16,0 an die Aktionäre ergibt.

Vermögens- und Finanzlage

Das Konzerneigenkapital zum 31. Dezember 2018 betrug MEUR 368,2 nach MEUR 322,0 zum 31. Dezember 2017. Diese Erhöhung ist einerseits auf den Gewinn nach Steuern und andererseits auf den gestiegenen USD-Kurs zurückzuführen, der zu einer positiven Entwicklung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung führte. Durch die Aufnahme neuer Finanzierungen in Höhe von MEUR 157,3 (bei planmäßigen Tilgungen von MEUR 69,5) und die damit verbundene Bilanzverlängerung ging die Eigenkapitalquote leicht auf 40,9 % zurück im Vergleich zu 42,9 % im Jahr zuvor.

Die Nettoverschuldung zum 31. Dezember 2018 betrug MEUR 62,5 und ist um MEUR 11,8 höher als die Nettoverschuldung zum 31. Dezember 2017 (MEUR 50,7). Das Gearing (die Nettoverschuldung in Prozent zum Eigenkapital) belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 17,0 % nach 15,7 % im Jahr davor.

Der Cashflow aus dem Ergebnis erreichte 2018 MEUR 96,4 nach MEUR minus 23,1 in 2017. Die wesentlichen Bestandteile dieser Kennziffer waren das Ergebnis nach Steuern in Höhe von MEUR 41,4 (2017: MEUR minus 54,4) sowie die Abschreibungen und Wertminderungen in Höhe von MEUR 49,3 (2017: MEUR 49,1).

Das Nettoumlaufvermögen (ohne Optionsverbindlichkeiten) ist von MEUR 144,4 zum 31. Dezember 2017 auf MEUR 222,8 zum 31. Dezember 2018 gestiegen. Diese Erhöhung ist durch Ausgaben für Materialeinkäufe und höhere Bestände an Halbfabrikaten als Resultat des signifikant gestiegenen Auftragseinganges im Segment "Advanced Manufacturing & Services" sowie durch die Umsatzsteigerung in beiden Segmenten bedingt.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erreichte damit MEUR 33,4 nach MEUR 44,6 im Jahr 2017.

Die Nettomittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit betrugen insgesamt MEUR 33,7 (2017: MEUR 28,0). Davon entfielen MEUR 35,9 (2017: MEUR 32,1) auf Zugänge in Sachanlagen und in Immaterielle Vermögenswerte. Diese betreffen mit MEUR 26,5 das Segment "Oilfield Equipment", hauptsächlich den Ausbau der Mietflotte an Bohrmotoren und Zirkulations-Tools, und die Kapazitätserweiterung bei der Tochtergesellschaft Downhole Technology; mit MEUR 9,4 das Segment "Advanced Manufacturing & Services".

Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement der SBO Gruppe liegt beim Vorstand, während die unmittelbare Verantwortung bei den Geschäftsführern der operativen Einheiten liegt.

Demzufolge besitzt das interne laufende Berichtswesen an die Konzernzentrale besonders hohe Bedeutung, um Risiken frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Dies erfolgt durch eine zeitnahe monatliche Berichterstattung über die notwendigen Informationen von den operativen Einheiten an den Vorstand.

Für die Tochterunternehmen wurden vom Konzern weltweit einheitliche Standards für die Umsetzung und Dokumentation des gesamten internen Kontrollsystems und damit vor allem auch für den Rechnungslegungsprozess vorgegeben. Dadurch sollen jene Risiken vermieden werden, die zu einer unvollständigen oder fehlerhaften Finanzberichterstattung führen können.

Weiters werden die von den Tochtergesellschaften erstellten internen Berichte in der Konzernzentrale auf Plausibilität geprüft und mit Planungsrechnungen verglichen, um bei Abweichungen geeignete Maßnahmen setzen zu können. Hierzu werden von den Gesellschaften Jahresbudgets und Mittelfristplanungen angefordert, welche vom Vorstand genehmigt werden müssen.

Darüber hinaus wird die Liquiditätsplanung der Gesellschaften laufend überwacht und mit den Holdingvorgaben abgestimmt.

Die Ordnungsmäßigkeit des Rechnungswesens bei den Tochtergesellschaften wird durch Prüfungstätigkeiten des Konzerncontrollings überwacht. Weiters werden die Jahresabschlüsse aller operativen Gesellschaften und Holdinggesellschaften durch internationale Prüfungsgesellschaften geprüft.

Im Zuge von regelmäßigen Sitzungen des Vorstandes mit den lokalen Geschäftsführungen werden die laufende Geschäftsentwicklung sowie absehbare Chancen und Risiken besprochen.

Für die Erstellung des Konzernabschlusses bestehen in Ergänzung zu den Internationalen Rechnungslegungsvorschriften konzerninterne Richtlinien, um eine einheitliche Darstellung bei den berichtenden Gesellschaften zu gewährleisten (Bewertungs- und Ausweisfragen). Für die automationsunterstützte Aufstellung des Konzernabschlusses wird ein zertifiziertes Konsolidierungsprogramm verwendet, welches mit den notwendigen Prüf- und Konsolidierungsroutinen ausgestattet ist.

Nachtragsbericht

Hierzu verweisen wir auf die Erläuterung 40 im Konzernabschluss.

Berichterstattung gemäß § 243a UGB

Hierzu verweisen wir auf die Erläuterung 21 im Konzernabschluss.

AUSBLICK

Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für das Jahr 2019 ein weiteres weltweites Wirtschaftswachstum von zuletzt abgeschwächten 3,5 %, für das Jahr 2020 soll die Wachstumsrate 3,6 % betragen (nach 3,7 % in 2018 und 3,8 % in 2017). Die Wirtschaft der Industriestaaten soll im Jahr 2019 um 2,0 % wachsen (nach 2,3 % in 2018 und 2,4 % in 2017). Für das Wirtschaftswachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern erwartet der IWF in 2019 einen Anstieg auf 4,5 %, nach 4,6 % in 2018 und 4,7 % in 2017.7

Die Internationale Energieagentur (IEA) geht für 2019 von einem weiteren Anstieg des Ölbedarfs aus: So soll die Nachfrage nach Öl um 1,4 mb/d auf 100,6 mb/d steigen. In den OECD Staaten soll die durchschnittliche Öl-Nachfrage mit 48,2 mb/d um 0,4 mb/d über dem Wert von 2018 liegen. Für die Nicht-OECD Staaten wird eine Steigerung der durchschnittlichen Nachfrage um 1,1 mb/d auf insgesamt 52,5 mb/d erwartet. Die Produktion der Nicht-OPEC Staaten soll sich um 1,8 mb/d auf 64,4 mb/d erhöhen. Die OPEC Staaten (einschließlich ihrer Partnerstaaten) haben sich beginnend mit dem Jahr 2019 auf eine verringerte Produktionsobergrenze um 1,2 mb/d geeinigt. Zusätzlich hat der kanadische Bundesstaat Alberta eine Verringerung seiner Produktion um 0,3 mb/d angekündigt.8

"Die Oilfield Service-Industrie bereitet sich auf einen weiteren Anstieg der Aktivitäten vor"

IMF World Economic Outlook, Jänner 2019.

International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2019.

Die Öl- und Gasindustrie hat in den vergangenen Jahren überproportional in Öl- und Gasprojekte investiert, die strukturell einen kurzen Lebenszyklus und somit eine starke Verringerung der Förderrate, die sogenannte "Depletion Rate", aufweisen. Explorationsaktivitäten wurden international weitgehend auf Erhaltungsaktivitäten umgestellt, sodass eine Vielzahl der heute produzierenden Felder eine Überalterung aufweist. Der Bestand erschlossener konventioneller Ressourcen (sog. Discovered Resources) ist in den vergangenen Jahren stark gesunken und hat erst im Jahr 2018 eine leichte Wiederbelebung erfahren.9

Aus dem erwarteten Anstieg der Nachfrage nach Rohöl und Gas sowie der zunehmend ersichtlich werdenden Depletion Rate, bereitet sich die Oilfield Service-Industrie auf einen weiteren Anstieg der Aktivitäten vor. Die aus der Depletion Rate resultierenden Produktionsausfälle bestehender Felder werden kalkulatorisch mit 22 mb/d bis zum Jahr 2025 beziffert.10 Zudem sollten die in einigen Regionen der USA bestehenden Engpässe bei Transportkapazitäten, Ausrüstung und Personal im Laufe des Jahres 2019 beseitigt sein. Insgesamt gehen anerkannte Banken und Analysehäuser bei den globalen Ausgaben für Exploration und Produktion (E&P-Ausgaben) von einem Wachstum von 8 % im Jahr 2019 aus. Für Nordamerika erwarten die Analysten ein Wachstum von 10 % und international von 7 %.11

SBO blickt positiv in die Zukunft: Während das nordamerikanische Geschäft, basierend auf den Aktivitätszahlen zu Beginn des Jahres, zumindest Stabilität zeigen sollte, wird für das internationale Geschäft ein Anhalten des Wachstumstrends erwartet. Dies setzt freilich voraus, dass das Jahr 2019 nicht von negativen geopolitischen Ereignissen und zusätzlichen handelsbeschränkenden Maßnahmen u.a. der amerikanischen Regierung überschattet wird.

SBO ist gut aufgestellt und arbeitet kontinuierlich an der Optimierung und Umsetzung ihrer nachhaltigen Wachstumsstrategie. Dazu zählt auch die eingeleitete Schließung von Produktionsstandorten in Mexiko und England. Die Produktionskapazitäten dieser Standorte bleiben erhalten und werden nach Vietnam, Österreich und in die USA verlagert. Damit unternimmt SBO einen weiteren Schritt zur Effizienzund Produktivitätssteigerung im Konzern. Als Technologieund Marktführer ist das Unternehmen gut für kommende Herausforderungen positioniert. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens und die laufende Tätigkeit in Forschung und Entwicklung sichern auch in Zukunft die Vorreiterstellung von SBO.

9 Rystad Energy, 2018 conventional discovered resources on track towards a 30 % increase, Juli 2018.

10 International Energy Agency (IEA), World Energy Outlook 2018.

11 Evercore ISI, The 2019 Evercore ISI Global E&P Spending Outlook: A Slow Recovery, Dezember 2018.

NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG: NACHHALTIGES MANAGEMENT

WESENTLICHKEITSANALYSE

Unser Geschäftsbericht ist gemäß der Vorgaben des österreichischen Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes (NaDiVeG) erstellt. Wir erläutern darin unsere Konzepte und Ergebnisse für die Bereiche Umwelt-, Sozial-, und Arbeitnehmerbelange, die Achtung der Menschenrechte und Bekämpfung von Korruption und Bestechung.

Wesentliche Aspekte sind solche, die die wichtigen wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen des Unternehmens widerspiegeln oder die Beurteilungen und Entscheidungen der Stakeholder maßgeblich beeinflussen. Was wesentlich ist, wird daher stark von unserer Strategie beeinflusst, aber auch durch unsere Stakeholder definiert. Deshalb haben wir im Rahmen unserer Wesentlichkeitsanalyse im ersten Schritt die relevanten Stakeholder identifiziert.

UNSERE STAKEHOLDER

SBO definiert jene Menschen und Organisationen als Stakeholder, die mit uns in Kontakt stehen, die unsere Geschäftsentwicklung beeinflussen und auf die unsere Aktivitäten Auswirkungen haben. Die Analyse und Identifikation der Stakeholder beruht auf den Charakteristika und Besonderheiten der Geschäftstätigkeit von SBO. Dazu zählen unter anderem die Wertschöpfungskette der Oilfield Service-Industrie und unsere besondere Rolle als führender Nischenanbieter sowie unsere internationalen Produktionsstätten und Niederlassungen und die dort beschäftigten Mitarbeiter. Wir sind bei der Umsetzung aktueller Themen darauf bedacht, auch im Interesse nachfolgender Generationen zu handeln. Damit stellen wir einerseits sicher, dass wir Corporate Social Responsibility (CSR) leben und andererseits auf Branchenzyklen mit äußerster Aufmerksamkeit reagieren können.

Der umsichtige Umgang mit allen Stakeholdern ist maßgeblich für den Unternehmenserfolg von SBO und damit von strategischer Wichtigkeit. Es ist uns ein großes Anliegen, unsere Stakeholder und ihre Motive zu verstehen und diese Beziehungen nachhaltig auszubauen. Als international agierendes Produktionsunternehmen und Arbeitgeber kommt SBO sowohl in wirtschaftlichen als auch ökologischen und sozialen Belangen Bedeutung zu. Die Präferenzen unserer Stakeholder können in diesen Bereichen divergieren. Somit ergibt die Gliederung unserer Stakeholder anhand ihrer Bedürfnisse und ihrer Motive folgendes Ergebnis:

Stakeholder, die ähnliche Interessen verfolgen, wurden in zwei Gruppen zusammengefasst: einerseits jene Stakeholder, die Teil der Wertschöpfungskette sind. Dazu zählen Lieferanten, Mitarbeiter und Kunden. Diese Stakeholder sind besonders an operativen Performance-Kriterien interessiert, wie beispielsweise an sicheren Arbeitsabläufen, qualitativ hochwertigen Produkten und wertschöpfenden Geschäftsbeziehungen.

Die zweite Gruppe andrerseits zeigt starkes Interesse an unserem wirtschaftlichen Unternehmenserfolg und unserer Tätigkeit aus ökologischer und sozialer Hinsicht: die Eigentümer und der Kapitalmarkt, die lokale Community sowie Medien.

Enger Kontakt mit allen Stakeholder-Gruppen und eine partnerschaftliche Beziehung sind uns sehr wichtig. Wir haben den Anspruch, nicht nur die Unternehmensinteressen mit Nachdruck zu verfolgen, sondern auch das vielfältige Interessenspektrum effektiv und nachhaltig zu gestalten.

Diese Beziehungsarbeit von SBO mit unseren Stakeholdern hilft, zeitgerecht Risiken zu erkennen und gegebenenfalls proaktiv entgegen zu wirken. Sie unterstützt unsere Reputation und unseren wirtschaftlichen Erfolg.

WESENTLICHE THEMENBEREICHE DER NACHHALTIGKEIT

Bei SBO wurden gemäß des Geschäftsmodells die wesentlichen Nachhaltigkeitsbereiche im Unternehmen erfasst und folgende zusätzliche Maßnahmen im Rahmen des Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes durchgeführt: Befragungen von Geschäftsführern und Mitarbeitern, Analyse von Kundengesprächen, Evaluierung von internen Qualitäts- und Lieferantenmanagement-Richtlinien, Auswertung von Aus- und Weiterbildungsprogrammen sowie Gespräche mit Kapitalmarktteilnehmern.

Folgende Themenbereiche managen wir aktiv für einen umfassenden und relevanten Nachhaltigkeitsansatz auf strategischer Ebene:

Die Gewichtung dieser Themen erfolgte anhand von zwei Kriterien: erstens nach ihrem Einfluss auf unsere Stakeholder und deren Entscheidungen in Bezug auf SBO und zweitens nach wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen auf SBO. Das Ergebnis ist eine zweidimensionale Matrix, die die Basis für unsere Nachhaltigkeitsstrategie bildet.

Daraus ergeben sich für SBO neun wesentliche Aktionsfelder:

Näheres zu diesen wesentlichen Aktionsfeldern und unsere Aktivitäten stellen wir in den folgenden Kapiteln "Nachhaltiges Wachstum", "Umweltkonzept", "Sozialund Mitarbeiterkonzept" und "Konzept zur Achtung der Menschenrechte und zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung" dar. Wir betrachten sie aus unterschiedlichen Perspektiven und nach unterschiedlichen Schwerpunkten, unter Berücksichtigung unserer Geschäftsstrategie. Basierend auf der Kommunikationspolitik von SBO geben wir keine Prognosen zu den wichtigsten Leistungsindikatoren und konkreten Zielen ab.

MANAGEMENT-ANSATZ

Das nachhaltige Wachstum des SBO-Konzerns wird zentral gesteuert. Unser Management-Ansatz in Bezug auf die Belange "Umwelt", "Soziales und Mitarbeiter" sowie "Achtung der Menschenrechte, Bekämpfung von Korruption und Bestechung" ist dagegen weitgehend dezentral organisiert. Das trägt der Dynamik unseres Unternehmens und des Marktumfeldes Rechnung, die eine schnelle und gezielte Reaktion des operativen Managements verlangt. Zugleich muss dieses den Weitblick berücksichtigen, der von der Konzernsteuerung verlangt und vorgegeben wird.

Unsere Konzernleitung hat 2018 einen neuen Code of Conduct erlassen, der über die Compliance Organisation und auch über das Internet sämtlichen Mitarbeitern und Geschäftspartnern von SBO zur Verfügung steht. Der Vorstand von SBO bekennt sich darin zu seiner Verantwortung für Mitarbeiter, Kunden sowie sonstiger Stakeholder und als an der Wiener Börse notiertes Unternehmen auch für Aktionäre und die Investorengemeinschaft. Der Code of Conduct von SBO verlangt die kontinuierliche Verbesserung und Erweiterung von Kompetenzen und Know-How an sinnvollen Stellen. Diese Prozesse werden vom Vorstand wie auch der ihm unterstellten Konzernrevision regelmäßig überprüft. Dabei ist unser operatives Management verpflichtet, Effizienz- und Wachstumspotentiale regelmäßig zu prüfen und zu identifizieren sowie auftretende Risiken unverzüglich zu beseitigen. Auf strenge KPI-Vorgaben wird hierbei bewusst verzichtet.

Höchste Qualität ist der Schlüssel dafür, Chancen in einem internationalen Umfeld zu nutzen. Deshalb ist die Nachhaltigkeitsstrategie von SBO nach dem "Quality First"-Prinzip ausgerichtet. Die Schwerpunkte unserer Konzernleitung liegen vor allem auf der Einrichtung einheitlicher Standards. Das beginnt bei durchgängigen Messgrößen und Messeinheiten, die in allen Gesellschaften installiert werden, um Verbesserungspotenziale leichter zu identifizieren. Ein Fokus liegt auf der Verwendung von Ressourcen und ihrer optimalen Entsorgung. Um Abfälle zu vermeiden, werden diese wo möglich als Sekundärprodukte verkauft.

Im Bereich der Mitarbeiter schaffen wir vorausschauend Programme, um unser Team langfristig zu binden. Dabei halten wir natürlich stets das wirtschaftlich Mögliche und langfristig Notwendige vor Augen.

ERGEBNISSE UND RISIKEN

Im Risikobericht, der Teil des Konzernabschlusses ist, werden Risiken des Unternehmens umfassend dargestellt. An dieser Stelle befassen wir uns mit Risiken, die im Zusammenhang mit einer nachhaltigen Unternehmensführung stehen. Wir haben für das Jahr 2018 schwerpunktartige Prüfungen durchgeführt und keine berichtsrelevanten Risiken festgestellt. Dennoch arbeiten wir ständig daran, durch standortspezifische Maßnahmen wie der Einführung neuer Heizsysteme oder energieeffizienterer Verbraucher eine Verbesserung der Energiebilanz zu erzielen. Beispielhaft ist die Umstellung von Fernwärme auf ein Wärmepumpensystem am Standort Ternitz im Jahr 2018 zu nennen.

Sämtliche Risiken sind aus unserer eigenen Geschäftstätigkeit entstanden und nicht aus unseren Geschäftsbeziehungen, Erzeugnissen oder Dienstleistungen.

Risiken, die regelmäßig identifiziert und für strategische Verbesserungen dokumentiert werden, sind:

  • Marktumfeld: Die Öl- und Gasindustrie unterliegt traditionell zyklischen Phasen, wobei auf Aufschwungphasen längere Abschwungphasen folgen können. Das wirkt sich direkt auf das Unternehmenswachstum sowie die Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange von SBO aus. Durch gezielte strategische Maßnahmen, die im Folgenden näher erläutert werden, ist das Management bemüht, diesen Risiken gegenzusteuern und die Auswirkungen möglichst gering zu halten.
  • Bedarfsgerechte Personalplanung im zyklischen Geschäftsumfeld: Unser zyklisches Branchenumfeld erfordert hohe Flexibilität, um umgehend auf stark schwankende Marktbewegungen reagieren zu können. In

Aufschwungphasen sind wir gefordert, unsere Kapazitäten rasch auszubauen und unsere Mitarbeiteranzahl zu erhöhen. In Abschwungphasen hingegen, bei rückläufiger Auftragslage und geringer Auslastung unserer Produktionsstätten, sind wir gezwungen, unseren Personalstand an den Bedarf anzupassen. Bei SBO haben wir durch verschiedene Maßnahmen wie Kurzarbeit und Stundenkontos notwendige Kündigungen in den vergangenen Jahren reduzieren können. Das Risiko einer möglichen Arbeitskräfteverknappung in der Öl- und Gas- bzw. der Oilfield Service-Industrie wird bei SBO als gering eingestuft.

  • Arbeitssicherheit: Fehlverhalten bei Arbeitsabläufen bergen Risiken für die Sicherheit der Mitarbeiter am jeweiligen Arbeitsplatz. Die Einführung bzw. der Betrieb standortspezifischer HSE-Programme ist innerhalb der SBO Gruppe verpflichtend vorgegeben. Dies umfasst auch arbeitsplatzspezifische Arbeitsanweisungen und Hinweisschilder sowie zielorientierte Ausbildungsmaßnahmen, um sicherzustellen, dass Unfallrisiken bei SBO gering bleiben.
  • Qualitätssicherung: Produktfehler wie Materialbrüche könnten für unsere Kunden und für die Umwelt zu Beeinträchtigungen führen. So könnten derartige Zwischenfälle beispielsweise das Erdreich schädigen oder verunreinigen. Qualitätsmanagement in unserer Lieferkette und Produktion ist ein zentrales Element für die Umwelt, für unseren geschäftlichen Erfolg und für jenen unserer Kunden.

  • Einhaltung stringenter Compliance- und Anti-Korruptionsbestimmungen besonders in korruptionsgefährdeten Ländern: Strenge interne Vorschriften und Regeln definieren bei SBO konzernweit verbindliches, ethisches Verhalten. Die Nichteinhaltung dieser Regeln durch Mitarbeiter könnte zu hohem wirtschaftlichem Schaden ebenso wie zu einem Reputationsschaden führen. Wir unterstützen unsere weltweit agierenden Mitarbeiter mit Schulungsmaßnahmen, um ethisches Verhalten in ihrem Alltag zu leben und unsere Vorschriften lückenlos zu befolgen.

  • Betriebsgeheimnisse und Datenschutz: Unser Geschäftsmodell als führendes Technologieunternehmen mit innovativen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten fordert den Schutz unserer Betriebsgeheimnisse. Dieser Schutz beinhaltet den vertraulichen Umgang mit Forschungs- und Entwicklungsdaten, mit unserem Know-How, mit Daten wie beispielsweise vertraulichen Geschäftszahlen, Kundendaten, Daten unserer Mitarbeiter oder Planungen und Budgets. SBO unterhält ein Datenschutzregime, das an jenes der Europäischen Union (EU-Datenschutzgrundverordnung / EU-DSGVO) angelehnt ist.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Einführung von Energiekennzahlen gruppenweit zu einer Verstärkung der Sensibilisierung für das Thema Nachhaltigkeit geführt hat.

NACHHALTIGES WACHSTUM

SBO ist auf nachhaltiges Wachstum ausgelegt und hat dafür eine klare Strategie. Die drei Kernelemente organisches Wachstum, Forschung und Entwicklung sowie strategische Akquisitionen verfolgen wir konsequent auch in unserem zyklischen Umfeld. Das gewährleistet, dass wir uns langfristig weiterentwickeln. Unsere Branche ist starken Zyklen ausgesetzt. Daher müssen wir unsere Aktivitäten verantwortungsvoll und mit großer Vorausschau managen. So erhalten wir unsere gute Marktposition und nehmen aktiv alle Möglichkeiten wahr, die uns das Marktumfeld bietet, um weiter zu wachsen.

ORGANISCHES WACHSTUM

Wir entwickeln unsere Geschäftsbereiche sowie unser regionales Netzwerk kontinuierlich weiter und treiben die Marktdurchdringung unserer Produkte weltweit voran. In 11 Ländern betreiben wir eigene Niederlassungen, um Kunden vor Ort betreuen zu können. Diese stärken wir gezielt weiter: 2018 haben wir entschieden, unseren Standort in Vietnam auszubauen, da wir hier eine besonders hohe Nachfrage nach unseren Produkten verzeichnen. In Nordamerika wiederum hat eine SBO-Tochtergesellschaft ihre Tätigkeiten an einem neuen Standort planmäßig aufgenommen, an dem wir über deutlich höhere Produktionskapazitäten verfügen. Dadurch können wir aktiv am Aufschwung teilhaben. Durch das Anziehen des Marktes konnten wir zudem weltweit an unseren Standorten Mitarbeiter aufbauen.

Um die gestiegene Nachfrage zu bedienen, haben wir unsere Maschinenflotte erweitert. Unsere Innovation in der 3D-Metalldruck-Technologie, Direct Metal Laser Sintering (DMLS), stößt auf zunehmend hohes Interesse. Daher haben wir unsere DMLS-Kapazitäten weiter ausgebaut.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Wir wollen Vorreiter bei Innovationen sein. Neue Erfindungen und modernste Technologien sorgen dafür, dass SBO und somit unsere Kunden immer einen Schritt voraus sind. Wir betreiben konsequent und kontinuierlich Forschung und Entwicklung (F&E). Unser Ziel ist, unseren Kunden und dem Markt zukunftsweisende Lösungen anzubieten. Dadurch erschließen wir rasch neue Bereiche und wachsen.

Als Technologieführer investieren wir stark in F&E, um unseren Vorsprung laufend und kundenorientiert auszubauen. Gemäß unserem Leitgedanken "Quality First" entwickeln wir mit unserer innovativen Mannschaft nicht nur neue Lösungen, sondern auch effizientere und damit schonendere Produkte. Wir forcieren präzise Bohrungen und reduzieren mit unseren Produkten die Notwendigkeit eines häufigen Ein- und Ausfahrens des Bohrstranges. Damit reduzieren wir den Gesamtaufwand für den Kunden.

Als Weltmarktführer treiben wir unsere Innovationen gezielt voran. Im Jahr 2018 haben wir erfolgreich in die folgenden Entwicklungen investiert:

• In einer unserer Kernkompetenzen, der Entwicklung und Verarbeitung von antimagnetischen Stählen, konnten wir eine – aus unserer Sicht bestehende – Lücke an nichtmagnetisierbaren Stahllegierungen schließen. In bewährter Tradition haben wir zusammen mit unserem strategischen Hauptlieferanten den Werkstoff P690 zur Patentanmeldung gebracht. Der neue Werkstoff weist Materialeigenschaften auf, die speziell in aggressiven Umgebungsbedingungen, wie sie zum Beispiel in den Ölfeldern Saudi-Arabiens vorherrschen, gefragt sind.

  • Zunehmende Effizienzsteigerungen und Ansprüche an moderne Bohrvorhaben führen zu immer größeren Belastungen an die eingesetzten Bohrwerkzeuge. Einer unserer Schwerpunkte liegt auf der Verbesserung des Korrosionsschutzes der Bohrstrangteile. Mit unserer eigens entwickelten Hammer Peening-Technologie, einer Technologie zur Außendurchmesserbehandlung langer Bohrstrangkomponenten (auch "OD Treatment" genannt), können wir die Lebensdauer des Bohrstrangteiles erheblich verlängern.
  • Mit der ebenfalls für die Zwecke unserer Industrie maßgeblich weiterentwickelten Direct Metal Laser Sintering (DMLS)-Technologie kann SBO individuelle, hochkomplexe Metallteile mit nur geringem Zeitaufwand durch hochpräzisen 3D-Metalldruck einzelfertigen. Diese Additive Manufacturing Technologie wird an mehreren Standorten unserer Gruppe ausgerollt und an lokale Anforderungen angepasst. 2018 haben wir ein neues DMLS Center in Österreich eröffnet und sind damit auch außerhalb der USA vertreten. SBO bleibt damit Vorreiter bei der Herstellung individueller, hochkomplexer Strukturen.
  • In modernen Bohrungen mit Druckwerten von bis zu 7.500 psi und Tiefen von bis zu 25.000 Fuß in der Horizontalen fordern Betreiber leistungsstarke Motoren zur Effizienzsteigerung der Bohraktivitäten. Der Einsatz von Motoren unter Hochdruck birgt das technische Risiko, dass der Bohrstrang zum Stillstand kommen oder das Antriebssystem beschädigt werden kann. Mit unserem Downhole Governor, einer Innovation von SBO, kann durch mechanische Druckkontrolle der Bohrstrang seinen Vortrieb fortsetzen, auch wenn ein hoher Differenzdruck erreicht wird.

  • Im Bereich Well Completion haben wir in beiden führenden Technologien "Sliding Sleeve" und "Plug-n-Perf" innovative Produkte zur Marktreife gebracht:

  • Der Smart Dart beinhaltet alle Vorteile bestehender "Sliding Sleeve"-Well Completion-Systeme und eliminiert zugleich die Nachteile gegenüber "Plugn-Perf"-Komplettierungen wie den höheren initialen Kostenaufwand und Limitierungen bei der Anzahl von Zonen. Der Smart Dart kann selektiv einzelne Sleeves oder ganze Sleeve-Cluster öffnen und landet zielgenau in jener Zone, in der die Perforation durchgeführt werden soll.
  • Mit unseren All Composite Frac Plugs, die als die nächste Generation von Frac Plugs gelten, können "Plug-n-Perf" Completions noch schneller und schonender durchgeführt werden, weil aufwendig aufzubohrende Metallteile herkömmlicher Frac Plugs zur Gänze entfallen.

AKQUISITIONEN

Gezielte Akquisitionen sind unser drittes Standbein in unserer Wachstumsstrategie. Dort, wo sich uns gute Möglichkeiten bieten, kaufen wir in unseren Nischen innovative Unternehmen zu. Unter dem Dach von SBO sind dadurch zahlreiche erfolgreiche Tochterunternehmen vereint. Wir sondieren laufend den Markt nach Unternehmen, die unsere Kompetenzen in einem Geschäftsfeld sinnvoll ergänzen könnten. Generell verstehen wir uns als Nischenanbieter im High-Tech Bereich. Akquisitionen müssen zu uns passen: Wir suchen profitable Unternehmen, die unser Geschäft um neue Technologien und Lösungen erweitern.

UMWELTKONZEPT

In unserer Umweltstrategie identifizieren und analysieren wir mittels der Erkenntnisse der vergangenen Jahre potenzielle Schwachstellen sehr genau. Um diese Zug um Zug zu beseitigen, arbeiten wir konsequent an Verbesserungen. Zielsetzung ist, Abfall, Energie- und Wasserverbrauch zu reduzieren. SBO legt großen Wert darauf, Abfälle als Sekundärprodukte zu verkaufen und damit in die neuerliche Verwendung zu überführen.

Unsere Umweltmaßnahmen sind an die standortspezifischen Bedingungen angepasst. So wurde z.B. an unserem Standort Ternitz eine Entkoppelung der Fernwärme und die Umstellung auf ein energieeffizientes Wärmepumpensystem inklusive Produktionswärmerückgewinnung durchgeführt.

Im Vorjahr haben wir wesentliche Kennzahlen zum Ausbau und zur Verbesserung des Umweltmanagements definiert und ausgewertet. Dazu zählen Daten in den Bereichen Energieverbrauch und CO2 -Emissionen, Wasserverbrauch und Abfallmanagement. Diese Daten dienen SBO als weiteres Steuerungsinstrument des Nachhaltigkeits-Managements und helfen uns, Fortschritte zu dokumentieren.

EFFIZIENTE QUALITÄTSPRODUKTE

SBO entwickelt und produziert hochqualitative Produkte, die sich durch große Zuverlässigkeit und höchste Effizienz auszeichnen. Damit können unsere Kunden die steigende Nachfrage nach Öl und Gas auf vielfältige Art und Weise ressourcenschonend bedienen und sichern.

Hohe Qualitätsstandards in der Produktion und bei unseren Produkten sind die wesentliche Grundlage unserer Strategie. Unsere Kunden erwarten langlebige Produkte, die den harten Bedingungen ihrer Aktivitäten standhalten. Als Qualitätsund Technologieführer arbeiten wir daher stetig an deren Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit sowie an unseren Produktionsprozessen. Unser Leitgedanke "Quality First" ist für uns weltweit oberste Prämisse und elementarer Bestandteil unserer Unternehmenskultur.

Jedes unserer Produkte ist anhand klarer Merkmale spezifiziert und wird danach laufend überprüft. Jeder Produktionsschritt wird in einer Qualitätslaufkarte festgehalten und von zuständigen Mitarbeitern bestätigt. Dadurch wird höchste Qualität sichergestellt, die einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellt und bei unseren Kunden für Sicherheit und Vertrauen in unser Unternehmen sorgt.

SBO ist weltweit technologischer Marktführer bei Produkten für das Richtbohren. Mit der modernen "Measurement While Drilling" (MWD)- bzw. "Logging While Drilling" (LWD)- Technologie lassen sich Lagerstätten selbst in 15 km Tiefe mit größter Präzision erschließen. Diese Technologie erreicht mit nur einer Mutterbohrung über eine Vielzahl an horizontalen Bohrungen eine hohe Ausbringungsrate. MWD und LWD Komponenten werden im Hochpräzisionsverfahren gefertigt, in dem materialangepasste und präzise Bearbeitung, Genauigkeit und Qualitätssicherheit wesentliche Faktoren sind. Denn schon kleinste Abweichungen oder Haarrisse können in der Anwendung zu erheblichen Schäden bis hin zum Materialbruch und damit einem Totalversagen des Bohrstranges führen. Einwandfreie Qualitätsprodukte sind ein essentieller Teil für zeit-, kosten- und ressourcenschonende Produktionsprozesse.

Unsere Bohrmotoren sind äußerst zuverlässig und leistungsstark. Ihre niedrige Ausfallhäufigkeit minimiert das Risiko, einen Bohrstrang festzufahren und Equipment im Erdreich zu verlieren. Sie sind in Verbindung mit anderen Hochleistungskomponenten von SBO darauf ausgelegt, gerade in besonders harten oder durch Zirkulationsverluste beeinträchtigten Umgebungen eine hohe Penetrationsrate zu erzielen. Der Vorteil für die Betreiber resultiert vor allem in der höheren Bohrgeschwindigkeit, einem zeiteffizienten Bohrprozess und in dem schnelleren Herausbohren von Isolationsequipment im Well Completion-Anwendungsbereich. Die Bohrstrangkomponenten werden nach erfolgter Bohrung aus dem Boden entfernt und zur neuerlichen Verwendung aufbereitet oder nach Verstreichen ihres Lebenszyklus fachgerecht entsorgt.

Mit unseren Spezialwerkzeugen für die Untertagezirkulationstechnologie (Circulation Tools) können Bohrlöcher im laufenden Bohrprozess je nach Bedarf gereinigt oder abgedichtet werden. Das verringert das Risiko von Druckschwankungen der Bohrflüssigkeit. Erfahrungsgemäß führt Überdruck und damit der unkontrollierte Austritt von Bohrflüssigkeit am Eingang der Bohrung (sog. Blow Out) in seltenen Fällen zu schweren Unfällen. Unsere zuverlässigen, leicht bedienbaren Werkzeuge bieten unseren Kunden Zeit-, Sicherheits- und Kostenvorteile.

Wir sind zudem ein führender Hersteller von Composite Frac Plugs, die signifikant weniger Wasser als herkömmliche Produkte am Markt benötigen. Dies führt in "Plug-n-Perf" Bohrlochkomplettierungen, bei denen mitunter mehr als 100 Frac Plugs pro Bohrloch eingesetzt werden, zu Wassereinsparungen von 30 % bis 50 % gegenüber herkömmlichen Frac Plugs. Da Bohrregionen oftmals auf dem Landweg mittels LKW-Transporten mit Wasser versorgt werden, führt dies auch zu verringertem Verkehr. Der ressourcenschonende Einsatz von Wasser entlastet sowohl Transportwege als auch die Umwelt.

Darüber hinaus haben wir unser Closable Sleeve System weiterentwickelt und vermarktet. Die Möglichkeit, Sleeves individuell zu öffnen und auch wieder zu schließen, bringt dem Betreiber den erheblichen Vorteil, dass ein Zurückfließen der eingesetzten Stützmittel in das Bohrloch verhindert wird, bis sie im Gestein "ausgeheilt" sind. Vorteile sind auch, dass Zonen, die unerwünschtes Lagerstättenwasser produzieren, abgeschottet werden können sowie die Möglichkeit der neuerlichen Stimulierung von Zonen, sollte dies aufgrund der natürlichen Verringerung der Förderrate (sogenannte Depletion) zu einem späteren Zeitpunkt gewünscht sein.

QUALITÄTSMANAGEMENT

Unser Qualitätsmanagement ist im kompletten Produktlebenszyklus eingebunden. Dies beginnt im Herstellungsprozess und endet in unseren Service- und Reparatur-Shops, die in allen bedeutenden Zentren der Oilfield Service-Industrie angesiedelt sind. Reklamationen werden von uns dokumentiert und analysiert. Wir implementieren die daraus gewonnenen Erkenntnisse umgehend in unsere Produktionsprozesse. Denn wir legen in allen Unternehmensbereichen und Produktionsschritten größten Wert auf die Verinnerlichung unserer "Quality First"-Kultur. Unsere Maschinen entsprechen den modernsten Standards und werden regelmäßig daran gemessen.

An unseren Produktionsstandorten sind wesentliche Qualitätsstandards etabliert. Regelmäßige Qualitätstests garantieren die korrekte Umsetzung. Viele unserer weltweiten Standorte arbeiten nach den führenden Industrie-Standards API Spec Q1, 7-1 und / oder ISO 9001 und werden in regelmäßigen Abständen danach auditiert. An unserem Standort Ternitz sind wir zudem nach EN ISO 14001 (Umweltmanagement) zertifiziert.

Arbeitsschritte in den Bereichen Qualitätsmanagement sowie Produkt- und Prozesskontrolle haben wir in der Produktion teilweise automatisiert bzw. digitalisiert. So setzen wir bereichsspezifisch moderne Softwarelösungen ein, um planungsintensive und fehleranfällige Prozesse zu automatisieren. Dies ermöglicht Zeitersparnis, Kostenreduktion und führt insgesamt zu einer deutlichen Effizienzsteigerung. Personelle Ressourcen können dadurch ebenfalls effizienter eingeteilt werden.

Unsere Lieferanten müssen den vorgegebenen Qualitätsstandards von SBO entsprechen, um mit uns arbeiten zu dürfen. Wir bewerten unsere Zulieferer in regelmäßigen Abständen hinsichtlich der gelieferten Materialien sowie deren Zertifizierungen. Bei kritischen Lieferanten führen wir eine Bewertung des Lieferanten vor Ort, eine First Article Inspection bzw. eine Herkunftsanalyse des betreffenden Produkts durch. Sofern ein Lieferant unsere hohen Anforderungen nicht erfüllt, beenden wir im Zweifelsfall die Geschäftsbeziehung mit ihm.

ENERGIEVERBRAUCH UND CO2 -EMISSIONEN

Die Erzeugung unserer Produkte erfordert hohen Energieeinsatz. Diese Energie, hauptsächlich Strom, wird größtenteils aus öffentlichen Stromnetzen bezogen. Wir sind bemüht, durch laufende Effizienzsteigerungen den Energieverbrauch zu senken, die eingesetzten Ressourcen mit höchster Effizienz zu nutzen und unsere Produktionsprozesse hinsichtlich des Energieverbrauchs zu optimieren.

An unserem größten Produktionsstandort in Ternitz betreiben wir eine Photovoltaik-Anlage mit einer Gesamtleistung von 720 kWp (Kilowatt-Peak). Ein Teil unseres Strombedarfs in der Produktion kann dadurch mit umweltschonender, erneuerbarer Energie abgedeckt werden und zur Senkung des CO2 -Ausstoßes beitragen.

Der Gesamtenergieverbrauch in der Produktion lag im Jahr 2018 bei 14.532,8 Gigajoule (GJ) und lag damit um 20,3 % über dem Gesamtenergieverbrauch des Vorjahres (2017: 12.078,9 GJ). Der rechnerische Ausstoß an Kohlendioxiden lag bei 14.869,2 Tonnen (2017: 11.917,7 Tonnen). Der Anstieg des Gesamtenergieverbrauchs ist auf das erhöhte Geschäftsvolumen zurückzuführen, resultierend aus der zunehmenden Nachfrage nach Produkten, das sich mit 29,6 % im Umsatzwachstum widerspiegelt.

ENERGIEVERBRAUCH UND CO2-EMISSIONEN DER SBO GRUPPE

EINHEIT 2018 2017
Energieverbrauch GJ 14.532,8 12.078,9
CO2
-Emissionen*
Tonnen 14.869,2 11.917,7

* CO2 -Emissionen basieren auf der Berechnung des Umweltbundesamtes zum Datenstand Oktober 2017 (Näheres dazu siehe: http://www5.umweltbundesamt.at/emas/co2mon/co2mon.html)

WASSERVERBRAUCH

Wasser ist ein wesentliches Kühlmittel bei der Bearbeitung von Edelstählen und Reinigungsmittel im Bohrloch zum Einsatz kommender Bohrwerkzeuge. Ein sparsamer, effizienter und schonender Umgang mit dieser Ressource hat für SBO an allen unseren Standorten große Bedeutung. So wird an einigen Produktionsstätten die Kühlung von Maschinen mit Kreislaufwasser anstelle von Nutzwasser betrieben.

Im Jahr 2018 wurde weltweit Wasser im Ausmaß von 69.074,6 cbm verbraucht (2017: 58.303,0 cbm). Der zunehmende Wasserverbrauch von insgesamt 18,5 % ist auf das erhöhte Geschäftsvolumen zurückzuführen, das sich im bereits genannten Umsatzwachstum widerspiegelt. Einige Standorte speisen die Wasserversorgung gleichzeitig aus Grundwasser und öffentlichen Wasserleitungen, wobei der Schwerpunkt der Versorgung auf Grundwasser liegt, womit sich mit steigender Aktivität auch die Gesamtrelation verschiebt. Darüber hinaus ist die relative Veränderung zugunsten von Grundwasser auf neue Standorte einzelner Konzerngesellschaften zurückzuführen.

WASSERENTNAHME DER SBO GRUPPE

EINHEIT 2018 2017
Wasserentnahme* cbm 69.074,6 58.303,0
davon Grundwasser cbm 38.559,7 24.871,5
davon aus öffentlichen Wasserleitungen cbm 30.514,9 33.431,5

* Wasserentnahmen aller Betriebsstandorte ohne Berücksichtigung von Kreislaufwasser, soweit zuverlässig ausweisbar

ABFALLMANAGEMENT

SBO achtet bereits bei der Entwicklung und Auswahl der Materialien, insbesondere bei Edelstählen, auf die Reduktion schadstoffträchtiger Rohstoffe. Dies garantiert weitgehend schadstoffarmen Produktionsausschuss sowie dessen umweltschonende Entsorgung.

Materialien bestellen wir grundsätzlich nahe an den Grenzspezifikationen wie Form und Größe, wodurch weniger Material benötigt wird. Dadurch vermeiden wir unnötige Produktionsabfälle und reduzieren den ökologischen Fußabdruck durch geringere Transportmengen.

Bei SBO kann in den meisten Herstellungsprozessen ein gutes Input-Output-Verhältnis erzielt werden. Um Produktionsabfälle möglichst gering zu halten, verkaufen wir einen Großteil aus dem Produktionsprozess stammender Stahlspäne als wertvollen Rohstoff für die Stahlerzeugung, womit diese in der Wertschöpfungskette bleiben und keinen zu entsorgenden Abfall darstellen. Abfälle, die keiner weiteren Verwendung zugeführt werden können, werden an allen Standorten gemäß den modernsten Umweltstandards entsorgt. Schmierstoffe, wie beispielsweise Produktionsöle, werden standortabhängig im Rahmen der Ölabscheidung in der laufenden Produktion aufgefangen, gefiltert und dem Produktionskreislauf erneut zugeführt. Die kontinuierliche Erhöhung des Recyclinggrads ist Teil des Umweltmanagements bei SBO.

Im Jahr 2018 sind konzernweit 4.091,5 Tonnen Gesamtabfall angefallen (2017: 3.377,6 Tonnen). Darin enthalten war gefährlicher Abfall im Ausmaß von 712,2 Tonnen, das entspricht einem Anteil von lediglich 17,4 %. Im gefährlichen Abfall ist – neben gemäß Basler Übereinkommen als gefährlich eingestufte Metallabfälle der Produktion – auch kontaminiertes Reinigungswasser ausgewiesen, das aus der Reinigung bei Bohrungen eingesetzter Werkzeuge stammt. Der Anstieg ist auf das erhöhte Geschäftsvolumen zurückzuführen und resultiert aus der zunehmenden Nachfrage nach Produkten von SBO.

ABFALLMANAGEMENT DER SBO GRUPPE

EINHEIT 2018 2017***
Gesamtabfall* Tonnen 4.091,5 3.377,6
davon nicht gefährlicher Abfall Tonnen 3.379,3 2.992,8
davon gefährlicher Abfall** Tonnen 712,2 384,9
Zwischenstaatlich verbrachte, als gefährlich eingestufte Abfälle (lt. Basler Übereinkommen) Tonnen 0,0 0,0

* Gesamtabfall beinhaltend Produktionsabfall und Verpackungsmaterial, soweit zuverlässig ausweisbar, ohne Stahlspäne die als Rohstoff für die Stahlerzeugung verkauft werden

** Gefährlicher Abfall inklusive durch gefährlichen Abfall verunreinigtes Abwasser. Definition des gefährlichen Abfalls gemäß Basler Übereinkommen

*** Korrigiert anhand Abfall-Definition des Geschäftsjahres 2018

SOZIAL- UND MITARBEITERKONZEPT

Unsere Mitarbeiter sichern mit ihrem Wissen und ihrer Kompetenz den nachhaltigen Erfolg unseres Unternehmens. Wir bauen auf unsere erfahrene und gut ausgebildete Mannschaft, die wir durch ihre gesamte Laufbahn bei SBO fördern.

Unsere Branche ist von Zyklen mit Auf- und Abschwüngen geprägt. In unserer Personalplanung achten wir darauf, dieses Auf und Ab bestmöglich abzufedern. Während wir im Abschwung aktiv Maßnahmen setzen, um das Know-How im Unternehmen zu halten, bauen wir im aktuellen Aufschwung unsere Mannschaft schrittweise aus. Ein ansprechendes Arbeitsumfeld und attraktive Bonifikationsmodelle bringen neue Fachkräfte an Bord und halten unsere Experten langfristig im Unternehmen. An unserem Standort in Ternitz haben wir eine spezifische Lehrlingsausbildung implementiert und bilden damit junge Menschen zu den Facharbeitern von morgen aus. Durch diesen Fokus auf unser Experten-Team gewährleisten wir Top-Qualität in der Produktion.

PERSONALENTWICKLUNG

Hochqualifiziertes Team

Im Recruiting-Prozess achten wir darauf, die geeignetste Person für die jeweilige Stelle zu finden und sorgen für eine leistungsgerechte Entlohnung. Im Jahr 2018 haben wir insgesamt 512 Mitarbeiter neu eingestellt. Aufgrund natürlicher Fluktuation betrug der effektive Mitarbeiteraufbau im Stichtagsvergleich zum 31. Dezember 214 Mitarbeiter (von 1.432 im Jahr 2017 auf 1.646 in 2018).

Geschlecht und kulturelle Herkunft spielen bei Besetzungen in unserem Unternehmen keine Rolle. Von den neu eingestellten Mitarbeitern waren 79 Frauen und 433 Männer, das entspricht einem Frauenanteil von 15,4 %. Generell sind in technischen Berufen traditionell Männer stärker repräsentiert als Frauen. In unserer Industrie ist dieser Effekt sogar noch einmal verstärkt. Laut einer Studie liegt der Frauenanteil in der gesamten US Öl- und Gas-Industrie bei durchschnittlich 17,1 %.12 Bei SBO lag der Frauenanteil zum Ende des Geschäftsjahres 2018 bei insgesamt 11,7 %, wobei jener im Angestelltenbereich 21,6 % und im Bereich der Arbeiter (inklusive Lehrlinge) 6,9 % betrug. In beiden Bereichen war eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahr gegeben.

Unsere hochqualifizierten Mitarbeiter identifizieren sich stark mit dem Unternehmen und unseren Lösungen. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil, um die Qualität unserer Produkte und Leistungen zu sichern. Unsere Personalplanung ist daher bewusst langfristig orientiert, um Fachkräfte an uns zu binden.

12 IHS for API, Minority and Female Employment in the Oil & Natural Gas and Petrochemical Industries 2015-2035, Minority and Female Employment in the Oil & Gas and Petrochemical Industries: 2015, März 2016.

GESAMTZAHL MITARBEITER NACH DIENSTVERHÄLTNIS, GESCHLECHT UND REGION* 2018

MITARBEITER ÖSTERREICH NORDAMERIKA
(INKL. MEXIKO)
GROSSBRITANNIEN REST DER WELT GESAMT
Gesamt 369 861 153 263 1.646
STATUS
Angestellte 67 341 48 82 538
Arbeiter 281 516 99 181 1.077
Lehrlinge 21 4 6 0 31
GESCHLECHT
Männer 332 765 132 224 1.453
Frauen 37 96 21 39 193

* Gesamtzahl jeweils zum 31. Dezember; Länderabgrenzung nach Gesellschaftszugehörigkeit

GESAMTZAHL MITARBEITER NACH DIENSTVERHÄLTNIS, GESCHLECHT UND REGION* 2017

MITARBEITER ÖSTERREICH NORDAMERIKA
(INKL. MEXIKO)
GROSSBRITANNIEN REST DER WELT GESAMT
Gesamt 309 764 137 222 1.432
STATUS
Angestellte 63 328 44 73 508
Arbeiter 228 429 84 149 890
Lehrlinge 18 7 9 0 34
GESCHLECHT
Männer 277 684 123 190 1.274
Frauen 32 80 14 32 158

* Gesamtzahl jeweils zum 31. Dezember; Länderabgrenzung nach Gesellschaftszugehörigkeit

Aus- und Weiterbildung

Wir bieten unserem Team vielfältige Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung. Das beginnt bei einem eigenen Programm für Lehrlinge, die an unserer Betriebstätte in Ternitz spezifisch für die Aufgaben bei SBO ausgebildet werden. Damit sichern wir uns hochkompetente Facharbeiter für die Zukunft. Für dieses Engagement bei der Ausbildung wird SBO immer wieder ausgezeichnet.

Neben der spezifischen Lehrlingsausbildung bieten wir auch unseren Fachexperten Weiterbildungen an. Weiters finden regelmäßig verpflichtende Schulungen statt. Junge wie erfahrene Mitarbeiter können sich mit ihren Ideen aktiv in die Weiterentwicklung unserer Angebote einbringen, dafür bieten wir die entsprechenden Möglichkeiten.

Im Jahr 2018 haben der Mitarbeiteraufbau und Anstieg des Geschäftsvolumens zu einer Zunahme der Gesamtanzahl an Aus- und Weiterbildungsstunden geführt. Die Ausbildungsschwerpunkte lagen auf operativen Themen. Das Hauptaugenmerk lag mit 42 % auf der technischen Aus- und Weiterbildung. Daneben wurde in Gesundheit und Sicherheit (40 %), Compliance (11 %) und angewandter IT (7 %) in innerund außerbetrieblichen Veranstaltungen vertiefend geschult. Insgesamt wurden im Schnitt pro Mitarbeiter 10,7 Stunden an internen und externen Schulungen (mit Ausnahme von Einschulungen) in Anspruch genommen.

AUS- UND WEITERBILDUNG NACH MITARBEITERKATEGORIE UND BILDUNGSSCHWERPUNKT*

2018
GESAMT STUNDEN GESUNDHEIT UND
SICHERHEIT
INFORMATIONS
TECHNOLOGIE
COMPLIANCE TRAINING UND
QUALIFIZIERUNG
MANAGEMENT VERWALTUNG PRODUKTION
17.673 40 % 7 % 11 % 42 % 8 % 26 % 66 %
2017
GESAMT STUNDEN GESUNDHEIT UND
SICHERHEIT
INFORMATIONS
TECHNOLOGIE
COMPLIANCE TRAINING UND
QUALIFIZIERUNG
MANAGEMENT VERWALTUNG PRODUKTION
12.437 32 % 17 % 13 % 38 % 13 % 25 % 62 %

* Aus- und Weiterbildung beinhaltend interne und externe Trainingsmaßnahmen mit Ausnahme von Einschulungsmaßnahmen

GESUNDHEIT UND ARBEITSSICHERHEIT

Unsere engagierte Mannschaft ist die Grundlage für die hohen Qualitätsmaßstäbe und somit den Erfolg von SBO. Wir setzen uns dafür ein, auch in Zeiten einer hohen Auslastung für eine gesunde Work-Life-Balance zu sorgen. Wir bekennen uns zu den Standards der "Occupational Health and Safety Assessment Series" (OHSAS). Für gesunde und leistungsfähige Mitarbeiter haben wir eine Reihe von Maßnahmen eingeführt. Dazu zählen standortabhängig durchgeführte Gesundheitsschulungen wie auch Schulungen zur medizinischen Erstversorgung bei Notfällen in Form von Erste-Hilfe-Kursen. An einigen Standorten bieten wir Zugang zu Fitnesscentern, einzeln haben wir eigene Fitnessräume eingerichtet.

Die Sicherheit am Arbeitsplatz wird bei SBO großgeschrieben. Wir haben strenge interne Sicherheitsrichtlinien etabliert, deren Einhaltung regelmäßig kontrolliert wird. Diese bestehen in klar geregelten Arbeitsprozessen und Verantwortlichkeiten, Wegemarkierungen und stringenten Anweisungen hinsichtlich der Nutzung von Einrichtungen und Maschinen. Mitarbeiter werden fortlaufend über die geltenden Sicherheitsrichtlinien und lokalen gesetzlichen Bestimmungen hinsichtlich Arbeitssicherheit informiert.

Ziel ist, Unfälle zu vermeiden und Unfallquellen möglichst zu beseitigen. Wir haben je nach lokalen Gegebenheiten entsprechende Checklisten und Notfallpläne im Einsatz. Wo nötig und möglich, optimieren wir regelmäßig unsere Abläufe, um noch höhere Sicherheit zu gewährleisten. Wir ermutigen unsere Mitarbeiter, sich aktiv einzubringen und gegen potenziell unsichere Arbeitsweisen vorzugehen.

Aufgrund der konsequenten Umsetzung dieser Maßnahmen liegt die Zahl der Betriebsunfälle konzernweit auf niedrigem Niveau. Die Unfallhäufigkeit (LTIR) lag 2018 bei 11,0 Unfällen pro einer Million Arbeitsstunden (2017: 8,0 Unfälle pro einer Million Arbeitsstunden). Die Unfallschwere (SA) betrug 17,9 Ausfalltage pro Betriebsunfall (2017: 5,6 Ausfalltage pro Betriebsunfall). 2018 gab es einen arbeitsbedingten Todesfall aufgrund eines Verkehrsunfalls außerhalb des Betriebsgeländes.

Wir sind bemüht, die Anzahl der Zwischenfälle gering zu halten. Sämtliche Vorfälle werden dokumentiert und auf Verbesserungspotenziale überprüft.

EINHEIT 2018 2017
Anzahl der Unfälle mit Ausfallzeit 33 20
Anzahl 1 0
Anzahl der Unfälle mit Ausfallzeit pro 1 Million Arbeitsstunden 11,0 8,0
Anzahl der Todesfälle pro 1 Million Arbeitsstunden 0,3 0,0
Anzahl der Ausfalltage (Kalendertage ohne Einrechnung des
Unfalltags) bezogen auf die Anzahl der Unfälle mit Ausfallzeit
17,9 5,6

ARBEITSSICHERHEIT

* Unfälle einbezogen ab einer Ausfallzeit von 8 Arbeitsstunden

** Todesfälle mit einer Ausfallzeit von 30 Tagen gerechnet

INTERNAL RELATIONS

Wir schätzen unser motiviertes Team und bauen auf gegenseitigen Respekt, Vertrauen und Professionalität als unsere Kernwerte. Die gute Kommunikationsbasis zwischen unseren Mitarbeitern und dem Management ist maßgeblich für eine langfristige Zusammenarbeit. Wir bemühen uns aktiv darum und achten dabei auf einen sorgsamen Umgang mit Daten. Wir pflegen ein strenges Datenschutzmodell, basierend auf europäischen Rechtsvorschriften.

Als global agierendes Unternehmen mit zahlreichen Tochtergesellschaften bieten wir die zusätzliche Möglichkeit, etwaige lokale Problemstellungen direkt und anonym an die Konzernleitung zu melden. Eine entsprechende Online-Plattform ist seit dem Jahr 2017 aktiv.

An allen Standorten, an denen es unsere Mitarbeiter wünschen, haben wir eine Mitarbeitervertretung eingerichtet. Wir respektieren das Grundrecht auf Vereinigungsfreiheit in unseren weltweiten Niederlassungen und haben – wo eingerichtet – gutes Einvernehmen mit dem Betriebsrat sowie den Gewerkschaften. In einigen Staaten, in denen SBO mit Betriebsstandorten vertreten ist, gibt es keine oder nur partiell festgelegte arbeitsrechtliche Grundrechte. Das erweckt den Anschein, als ob nur ein geringer Anteil unserer Mitarbeiter durch derartige Bestimmungen geschützt wäre. SBO wendet jedoch auch an diesen Betriebsstandorten arbeitsverfassungsrechtliche Grundsätze an und lebt einen homogenen, gruppenweiten Standard.

Die Werte zur Vereinigungsfreiheit und zu den Mitarbeiterrechten sind aufgrund des weltweiten Mitarbeiterzuwachses im Wesentlichen unverändert geblieben. Der Mitarbeiterstand erhöhte sich in Europa um 76 Personen, in Nordamerika (inkl. Mexiko) um 97 Personen und im Rest der Welt um 41 Personen.

In Europa und Nordamerika (inkl. Mexiko) ist die Vereinigungsfreiheit im Unterschied zu manchen anderen Regionen grundgesetzlich geregelt. Hingegen ist der Großteil der Mitarbeiter, die durch Belegschaftsvertreter ständig vertreten sind, auf Österreich konzentriert, wo die Mitarbeiteranzahl geringer angestiegen ist als in Nordamerika. Daraus erklärt sich die prozentuelle Verringerung von 25,1 % auf 24,5 % der Gesamtbelegschaft.

VEREINIGUNGSFREIHEIT UND MITARBEITERRECHTE*

95,7 % 95,5 %
24,5 % 25,1 %

* Anteil der Mitarbeiter jeweils zum 31. Dezember

ARBEITSZEITMODELLE

Unser Unternehmen bietet je nach konkreter Funktion weltweit flexible Arbeitszeitmodelle an. Dabei halten wir uns selbstverständlich an lokale Arbeitszeitbeschränkungen und -vorschriften. In zentralen Arbeitsbereichen sind Vollzeit- und Teilzeit-Beschäftigungsvarianten möglich. In manchen Funktionen kann man zumindest teilweise ein "Home-Office" nützen.

In der Fertigung arbeiten unsere lokalen Teams im Schichtbetrieb. Hier bemühen wir uns, Lösungen und Modelle zu finden, die flexibel und rasch auf die aktuelle Marktlage reagieren und gleichzeitig das Lebensumfeld unserer Mitarbeiter berücksichtigen. Dadurch können wir aktiv auf die Zyklizität unserer Industrie reagieren. So haben wir in Österreich vor vielen Jahren ein Modell entwickelt, in dem unsere Mitarbeiter in guten Zeiten Stunden ansammeln, die sie bei schwacher Marktlage wieder abbauen. Das trägt dazu bei, unsere hochqualifizierte Kernmannschaft auch in schwierigen ökonomischen Zeiten zu halten und das Unternehmen weiterhin auf Wachstumskurs auszurichten.

Im Jahr 2018 waren 1,5 % der Mitarbeiter auf Teilzeitbasis beschäftigt. Dieser Wert ist gegenüber dem Geschäftsjahr 2017 gesunken (2017: 3,2 %). 2017 wurde in Österreich vom staatlich geförderten Modell der Kurzarbeit Gebrauch gemacht, das im Jänner 2018 beendet und durch einen neuerlichen Mitarbeiteraufbau abgelöst wurde.

GESAMTZAHL MITARBEITER NACH ANSTELLUNGSART UND REGION* 2018
MITARBEITER ÖSTERREICH NORDAMERIKA
(INKL. MEXIKO)
GROSSBRITANNIEN
REST DER WELT
Gesamt 369 861 153 263 1.646
VERTRAGSTYP
Vollzeit 356 857 145 263 1.621
Teilzeit 13 4 8 0 25

* Gesamtzahl jeweils zum 31. Dezember; Länderabgrenzung nach Gesellschaftszugehörigkeit

GESAMTZAHL MITARBEITER NACH ANSTELLUNGSART UND REGION* 2017

MITARBEITER ÖSTERREICH NORDAMERIKA
(INKL. MEXIKO)
GROSSBRITANNIEN REST DER WELT GESAMT
Gesamt 309 764 137 222 1.432
VERTRAGSTYP
Vollzeit** 277 757 131 221 1.386
Teilzeit 32 7 6 1 46

* Gesamtzahl jeweils zum 31.Dezember; Länderabgrenzung nach Gesellschaftszugehörigkeit

** Vollzeit beinhaltend Mitarbeiter auf Kurzarbeit in Österreich

VERGÜTUNG

Wir investieren nicht nur finanziell in unsere Mitarbeiter. Wir fördern und fordern sie laufend und achten dadurch auf eine Unternehmenskultur, die ein produktives, innovatives Arbeitsumfeld sichert. Eine leistungsgerechte Vergütung ist dennoch eine wichtige Komponente, um die besten Fachleute für unser Unternehmen zu gewinnen und zu halten. Wir legen großen Wert auf eine gute Entlohnung, auch abseits von etwaigen kollektivvertraglichen Vorgaben und lassen unsere Mitarbeiter mit Prämien an unserer Geschäftsentwicklung teilhaben. Regionale Vorgaben zur Mindestvergütung halten wir selbstverständlich an allen Standorten weltweit konsequent ein.

Abhängig vom jeweiligen Unternehmenserfolg erhalten unsere

Mitarbeiter, zusätzlich zu ihrer regulären Vergütung, eine erfolgsabhängige variable Vergütung. Auf Managementebene können sich die Geschäftsführer unserer Tochtergesellschaften am jeweiligen Unternehmen selbst beteiligen. Dadurch haben sie einen direkten Anteil an ihrem Erfolg und agieren als Entrepreneure mit großem persönlichem Engagement. Mit solchen Maßnahmen wollen wir die Identifikation unseres Managements weiter festigen, die Motivation steigern und attraktive Bedingungen für unser weltweites Team schaffen.

Der Anteil der Mitarbeiter, die durch einen Mindestlohn bzw. ein Mindestgehalt geschützt waren, ist im Jahresvergleich von 85,4 % auf 89,5 % gestiegen.

MINDESTLÖHNE UND -GEHÄLTER*

2018 2017
Anteil der Mitarbeiter, die durch gesetzlich oder kollektivvertraglich
geregelte Mindestlöhne oder -gehälter geschützt sind
89,5 % 85,4 %

* Anteil der Mitarbeiter zum 31. Dezember

KONZEPT ZUR ACHTUNG DER MENSCHENRECHTE UND ZUR BEKÄMPFUNG VON KORRUPTION UND BESTECHUNG

MENSCHENRECHTE

SBO verfolgt ihre Geschäfte unter höchster Achtung des Katalogs international anerkannter Menschenrechte, wie etwa der Internationalen Charta der Menschenrechte. Wir stehen zu den Grundsätzen der Chancengleichheit und der Gleichbehandlung im Arbeitsleben. Dies gilt unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Herkunft, Nationalität, ethnischer oder politischer Zugehörigkeit, Religion, Alter, sexueller Orientierung, Sprache und körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen.

Führungskräfte und Mitarbeiter sind verpflichtet, angemessene Maßnahmen zur Aufdeckung, Vorbeugung und Minderung möglicher und tatsächlicher Menschenrechtsverstöße zu treffen. Unser Code of Conduct bestätigt, dass wir uns zu ethischem, vorbildlichem und integrem Verhalten bekennen und dieses unabhängig von lokalen Gegebenheiten weltweit konsequent durchsetzen. Im berichtspflichtigen Zeitraum gab es keinen Fall einer bekannten Menschenrechtsverletzung im SBO-Konzern.

KORRUPTION UND BESTECHUNG

SBO verbietet ausnahmslos alle Formen betrügerischen Verhaltens und stellt diese unter harte Sanktion. Die Konzernleitung bekennt sich zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung und zur Einhaltung einschlägiger Gesetze und Bestimmungen. Verhalten, das den Grundsätzen der Geschäftsethik und sorgfältigem unternehmerischem Handeln widerspricht, wird sanktioniert. Diese Anforderungen sind in sehr strengen konzernweit gültigen Richtlinien festgelegt und unterliegen der Nulltoleranz sowohl bei Mitarbeitern als auch bei Geschäftspartnern.

Die Einhaltung dieser strengen Verbote im Geschäftsalltag wird laufend überwacht. Im berichtspflichtigen Zeitraum wurden keine wesentlichen Risiken in Bezug auf Korruption und Bestechung bei SBO identifiziert. Wir nehmen diese Thematiken sehr ernst und sensibilisieren unsere Mitarbeiter und Geschäftspartner entsprechend proaktiv auf deren Ernsthaftigkeit. Mitarbeiterschulungen und professionelle Ansprechpartner unterstützen unsere Mitarbeiter bei der Einhaltung ihrer Tätigkeit.

Intern pflegen wir eine faire und offene Kommunikation sowie eine bewusste Fehlerkultur. Allfällige Fehlentwicklungen oder Problematiken können somit frühzeitig erkannt werden. Wir ermutigen unsere Mitarbeiter, Fehlverhalten, Vorkommnisse und Situationen, die eventuell nicht dem Code of Conduct entsprechen, offen anzusprechen und stellen dazu auch anonyme Kommunikationswege wie eine eigene Online-Plattform zur Verfügung. Unsere Mitarbeiter können dadurch sanktionsfrei und frei von Furcht eines persönlichen Schadens zu einem fairen und korrekten Verhalten beitragen.

Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter und der Kapitalmarkt erwarten gesetzeskonformes und ethisches Verhalten. Dies ist essentiell für unsere Reputation und ein wesentlicher Faktor für die erfolgreiche Geschäftsentwicklung. Das Compliance Management von SBO stellt sicher, dass das Verständnis von einer korrekten Unternehmensführung konzernweit einheitlich umgesetzt wird und potentielles Fehlverhalten frühzeitig erkannt und vermieden wird.

Im Geschäftsjahr 2018 mussten – wie im Geschäftsjahr davor – keine wesentlichen Bußgelder aus der Verletzung von Rechtsvorschriften entrichtet werden.

"SBO bekennt sich seit 2005 zum österreichischen Corporate Governance Kodex"

CORPORATE GOVERNANCE BERICHT

2018

SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft (SBO) bekennt sich seit 2005 zum Österreichischen Corporate Governance Kodex, befolgt und setzt diese Regelungen konsequent um. Das Regelwerk des Österreichischen Corporate Governance Kodex entspricht internationalen Standards für die verantwortungsvolle Führung und Leitung von Unternehmen. Durch die Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex leistet SBO einen Beitrag zur Stärkung des Vertrauens in österreichische Unternehmen und den österreichischen Kapitalmarkt.

Der Österreichische Corporate Governance Kodex in der geltenden und auf den gegenständlichen Bericht anwendbaren Fassung vom Jänner 2018 ist auf der Website des Österreichischen Arbeitskreises für Corporate Governance unter www.corporate-governance.at abrufbar.

SBO entspricht dem Österreichischen Corporate Governance Kodex. Die Regeln des Kodex sind in drei Kategorien unterteilt:

Erstens: L-Regeln (Legal Requirements): Es handelt sich um zwingende Rechtsvorschriften, deren Einhaltung gesetzlich vorgeschrieben ist.

Zweitens: C-Regeln (Comply or Explain): Es handelt sich um international übliche Vorschriften, deren Nichteinhaltung erklärt werden muss.

Drittens: R-Regeln (Recommendation): Diese haben Empfehlungscharakter; die Nichtumsetzung ist weder offenzulegen noch zu begründen.

Die zwingenden Rechtsvorschriften (L-Regeln) werden von SBO vollständig eingehalten.

SBO hatte für das Geschäftsjahr 2018 sowohl einen konsolidierten als auch einen nichtkonsolidierten Corporate Governance Bericht aufzustellen. Diese Berichte können gemäß §§ 267b iVm 251 Abs 3 UGB zusammengefasst werden. Der vorliegende Bericht enthält daher die gemäß § 243c UGB vorgeschriebenen Angaben hinsichtlich der Muttergesellschaft (SBO) sowie der in die Konsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften von SBO. Das Diversitätskonzept gemäß § 243c Abs 2 Z 2a UGB ist im Unterkapitel "Diversitätskonzept" beschrieben.

Explain

Die C-Regeln werden von SBO überwiegend eingehalten. Nachfolgend die Erläuterungen zu den Abweichungen (gemäß den Leitlinien des Anhangs 2b zum Österreichischen Corporate Governance Kodex):

C-Regel 27

Diese Regel sieht unter anderem vor, dass in Vorstandsverträgen vorzusehen ist, dass variable Vergütungskomponenten von der Gesellschaft zurückgefordert werden können, wenn sich herausstellt, dass das jeweilige Vorstandsmitglied diese aufgrund falscher Daten erhalten hat. In den Verträgen der SBO Vorstandsmitglieder ist eine solche Klausel obsolet, weil im Interesse einer guten Unternehmensführung eine Auszahlung von variablen Vergütungskomponenten stets basierend auf vergangenheitsbezogenen Informationen und erst nach Feststellung und eingehender Prüfung der jeweils zugrundeliegenden Werte erfolgt. Zukunftsprognosen fließen in keiner Weise mit ein.

C-Regel 28

Für die mit dem Vorstandsvorsitzenden Gerald Grohmann vereinbarte Vergütung von jährlich 6.000 SBO Aktien besteht eine Verfügungs- und Belastungsbeschränkung von zwei Jahren (anstatt von mindestens drei Jahren), weil dem Aufsichtsrat die Behaltefrist von zwei Jahren angemessen und zielführend im Sinne einer guten Unternehmensführung erscheint.

C-Regel 39

Diese Regel sieht unter anderem vor, dass ein Ausschuss des Aufsichtsrats zur Entscheidung in dringenden Fällen befugt sein soll. Der Aufsichtsrat der SBO verfügt nur über eine überschaubare Anzahl an Mitgliedern und konnte in der Vergangenheit auch in dringenden Fällen Entscheidungen rasch treffen, weshalb bei SBO kein derartiger Ausschuss besteht. Da somit stets der Gesamtaufsichtsrat befasst wird, ist gewährleistet, dass die Expertise aller Aufsichtsratsmitglieder auch in dringenden Fällen in die Entscheidung einfließt.

C-Regel 41

Anstatt der Einrichtung eines eigenen, vom Vergütungsausschuss separaten Nominierungsausschusses wird dessen Funktion in Übereinstimmung mit dem Österreichischen Corporate Governance Kodex vom gemeinsamen Nominierungs- und Vergütungsausschuss wahrgenommen. Da der Vorstand nur aus zwei Mitgliedern besteht und der Nominierungs- und Vergütungsausschuss ohnedies für alle sonstigen vorstandsbezogenen Themen verantwortlich ist, erscheint dies aus Effizienzgründen geboten.

DER VORSTAND

Die Geschäftsordnung für den Vorstand regelt die Zusammensetzung und Arbeitsweise des Vorstandes, das Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat, das Vorgehen bei Interessenkonflikten, die Informations- und Berichtspflichten des Vorstandes und die Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrates, die sich auch auf die wesentlichen Geschäftsfälle der wichtigsten Tochtergesellschaften erstrecken. Der Vorstand hält im Regelfall mindestens wöchentlich Sitzungen zur wechselseitigen Information und Beschlussfassung ab.

Der Vorstand setzte sich im Geschäftsjahr 2018 aus folgenden Mitgliedern zusammen:

GEBURTSJAHR DATUM DER ERSTBESTELLUNG ENDE DER LAUFENDEN
FUNKTIONSPERIODE
Gerald Grohmann
Vorsitzender des Vorstandes
1953 03. Oktober 2001 31. Dezember 2021
Klaus Mader
Finanzvorstand
1970 01. Oktober 2015 30. September 2023

Die Vorstandsmitglieder hatten im Geschäftsjahr 2018 keine konzernexternen Aufsichtsratsmandate oder vergleichbaren Funktionen im In- und Ausland inne.

Geschäftsverteilung

Geschäftsverteilung und Zusammenarbeit der Vorstandsmitglieder sind in der Geschäftsordnung des Vorstandes geregelt. Der Vorstand hat keine Ausschüsse eingerichtet. Die Aufgabenbereiche der Vorstandsmitglieder wurden vom Aufsichtsrat unbeschadet der Gesamtverantwortung des Vorstandes wie folgt festgelegt:

Gerald Grohmann Strategie, Marketing, Technologie und Öffentlichkeitsarbeit
Klaus Mader Finanz- und Rechnungswesen, Personal- und Rechtswesen

Die Vorstandsmitglieder üben als Vertreter der Muttergesellschaft SBO in den in die Konsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften (siehe Konzernabschluss) eine der Aufsichtsratstätigkeit in einer österreichischen Aktiengesellschaft angenäherte Aufsichtsfunktion, jedoch keine Geschäftsführungs- oder Leitungsfunktion aus.

Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder und Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand

Die Vorstandsvergütung berücksichtigt sowohl die Gegebenheiten am Markt als auch eine Leistungskomponente. Die Bezüge setzen sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Die Auszahlung der variablen Bezüge erfolgt immer im Folgejahr, weil die Zielerreichung erst zum Jahresende ermittelt werden kann. Die variablen Bezüge sind erfolgsabhängig und richten sich nach dem Grad der Erreichung von für das Geschäftsjahr vereinbarten Zielen.

Die variable Vergütung des Vorstandes ist gemäß den Verträgen der Vorstandsmitglieder mit 65 % der Gesamtvergütung begrenzt.

Die variablen Komponenten sind individuell unterschiedlich geregelt. Sie setzen sich aus folgenden Elementen zusammen: Entwicklung des langfristigen Unternehmenswachstums, des Gewinns, des Cashflows, des Eigenkapitals sowie des gebundenen Kapitals. Die Erfüllung dieser Leistungskriterien ist anhand der Jahresabschlüsse festzustellen oder ist von den erzielten Ergebnissen abhängig. Darüber hinaus existieren ebenfalls nichtfinanzielle Kriterien zur Bemessung der variablen Vergütung. Diese werden abhängig von konkreten mittel- und langfristigen Unternehmenszielen wie etwa im Bereich Forschung und Entwicklung oder Unternehmensentwicklung vorgegeben.

Es besteht weder für die Vorstandsmitglieder von SBO noch für die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften ein Aktienoptionsprogramm; insbesondere besteht kein

Stock Option Programm oder Programm für die begünstigte Übertragung von Aktien im Sinne von C-Regel 28. Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2014 wurde mit dem Vorstandsvorsitzenden Gerald Grohmann eine Vereinbarung über eine aktienbasierte Vergütung abgeschlossen, die eine limitierte, jährliche Übertragung von jeweils 6.000 Stück SBO Aktien zum Gegenstand hat. Diese Aktien unterliegen für die Dauer von zwei Jahren ab der jeweiligen Übertragung, längstens aber bis zur Beendigung des Dienstvertrages, einer Verfügungs- und Belastungsbeschränkung seitens Herrn Grohmann.

Die Abfertigungsregelungen orientieren sich an den gesetzlichen Vorgaben. Der Vorstandsvorsitzende erhält bei seinem Ausscheiden zusätzlich eine freiwillige Abfertigung in Höhe von 30.000 Stück Aktien. Nach Beendigung des Dienstverhältnisses erwachsen dem Unternehmen aus dem Titel der betrieblichen Altersversorgung sowie etwaiger Anwartschaften der Vorstandsmitglieder keine zukünftigen Lasten.

Alle Vorstandsmitglieder sind in eine D & O-Versicherung (Directors & Officers-Versicherung) einbezogen, die von SBO abgeschlossen wurde und deren Kosten von der Gesellschaft getragen werden.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden folgende Vergütungen an die Vorstandsmitglieder ausbezahlt:

FIXE VERGÜTUNG
IN TEUR
VARIABLE VERGÜTUNG
IN TEUR
GESAMT
IN TEUR
Gerald Grohmann 641 180 821
Klaus Mader 467 100 567

Die in der Tabelle angeführte Vergütung von Gerald Grohmann versteht sich ohne Berücksichtigung der oben erläuterten aktienbasierten Vergütung.

Grundsätze der Vergütungspolitik innerhalb der SBO Gruppe

Die Vergütung der Geschäftsführer der in die Konsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften von SBO berücksichtigt sowohl die Gegebenheiten am Markt als auch eine Leistungskomponente. Die Bezüge setzen sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Die variablen Bezüge sind erfolgsabhängig und richten sich nach dem Grad der Erreichung von für das Geschäftsjahr vereinbarten Zielen.

Die variablen Komponenten sind individuell unterschiedlich geregelt. Sie setzen sich aus folgenden Elementen zusammen: Entwicklung des langfristigen Unternehmenswachstums, des Gewinnes, des Cashflows, des Eigenkapitals sowie des gebundenen Kapitals. Die Erfüllung dieser Leistungskriterien ist anhand der Jahresabschlüsse festzustellen oder ist von den erzielten Ergebnissen abhängig. Darüber hinaus existieren ebenfalls nichtfinanzielle Kriterien zur Bemessung der variablen Vergütung. Diese werden abhängig von konkreten mittel- und langfristigen Unternehmenszielen wie etwa im Bereich Forschung und Entwicklung oder Unternehmensentwicklung vorgegeben.

Ferner wird Geschäftsführern der in die Konsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften von SBO die Möglichkeit eingeräumt, sich in Form von Anteilen und Genussrechten bis zu einer bestimmten Höhe an der jeweiligen Tochtergesellschaft zu beteiligen.

DER AUFSICHTSRAT

Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2018 aus sechs Mitgliedern zusammen:

GEBURTSJAHR DATUM DER ERSTBESTELLUNG ENDE DER LAUFENDEN
FUNKTIONSPERIODE
Norbert Zimmermann
Vorsitzender
1947 10. April 1995 2022
Brigitte Ederer
stellvertretende Vorsitzende*
1956 23. April 2014 2019
Helmut Langanger 1950 29. April 2003 2019
Karl Schleinzer 1946 24. Mai 1995 2020
Wolfram Littich 1959 27. April 2016 2021
Sonja Zimmermann 1972 24. April 2018 2023

* Aufsichtsrat Peter Pichler ist mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2018 als Aufsichtsrat der Gesellschaft ausgeschieden. Aufsichtsrätin Brigitte Ederer wurde in der konstituierenden Aufsichtsratssitzung vom 24. April 2018 zur stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt.

Gemäß der Satzung von SBO scheidet alljährlich mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung zumindest ein Mitglied aus dem Aufsichtsrat aus. Dadurch ist eine wirkungsvolle Kontrolle durch die Aktionärsgemeinschaft sichergestellt. Das ausscheidende Mitglied ist sofort wieder wählbar.

Andere Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- oder ausländischen börsennotierten Gesellschaften werden wie folgt offen gelegt:

GESELLSCHAFT FUNKTION
Norbert Zimmermann - -
Brigitte Ederer - -
Helmut Langanger ENQUEST plc Mitglied des Board of Directors als Non-Executive Director
Karl Schleinzer - -
Wolfram Littich - -
Sonja Zimmermann Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft Mitglied des Board of Directors als Non-Executive Director

Keines der Aufsichtsratsmitglieder übt eine Leitungs- oder eine Aufsichtsfunktion in einer der in die Konsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften von SBO aus.

Arbeitsweise des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat diskutiert in Erfüllung seiner Aufgaben, insbesondere der Überwachung und der strategischen Unterstützung des Vorstandes die Lage und Ziele des Unternehmens und fasst Beschlüsse.

In der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat sind neben Zusammensetzung, Arbeitsweise und Aufgaben des Aufsichtsrates sowie dem Vorgehen bei Interessenkonflikten auch alle Ausschüsse (Prüfungsausschuss, Nominierungsund Vergütungsausschuss) und deren Kompetenzen genau geregelt.

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr fünf Sitzungen abgehalten. Weiters hat der Vorstand den Aufsichtsrat in mehreren mündlichen und schriftlichen Berichten über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft sowie der Konzernunternehmen auf dem Laufenden gehalten. Die Schwerpunkte der Erörterungen bildeten die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung des Konzerns sowie wesentliche Geschäftsfälle und Maßnahmen.

Alle Mitglieder des Aufsichtsrates haben in der Berichtsperiode an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrates persönlich teilgenommen.

Ausschüsse

Der Aufsichtsrat bestellt aus seiner Mitte einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) sowie einen Nominierungsund Vergütungsausschuss (Nomination and Remuneration Committee).

Ein eigener Strategieausschuss und ein Ausschuss zur Entscheidung in dringenden Fällen sind nicht eingerichtet. Die diesbezüglichen Agenden werden vom Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit wahrgenommen.

Die Ausschüsse werden jeweils für die Funktionsdauer ihrer Mitglieder gewählt. Jeder Ausschuss wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und dessen Stellvertreter, sofern diesem nicht der Aufsichtsratsvorsitzende selbst angehört.

Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss ist insbesondere mit der Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahres- und Konzernabschlusses im Gesamtaufsichtsrat sowie mit der Erstellung des Vorschlages für die Bestellung des Abschlussprüfers zu befassen. Dazu gehört auch die Prüfung der im Lagebericht enthaltenen nichtfinanziellen Erklärung gemäß § 267a UGB und des Corporate Governance Berichts sowie sich mit dem Vorschlag für die Gewinnverteilung auseinanderzusetzen.

Mitglieder: Norbert Zimmermann (Vorsitzender) Wolfram Littich Sonja Zimmermann (ab dem 24. April 2018)*

* Bis zum 24. April 2018: Ausgeschiedener Aufsichtsrat Peter Pichler

Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr zwei Sitzungen abgehalten, in denen insbesondere Themen zum Jahres- und Konzernabschluss, zum internen Kontrollsystem und zum Risikomanagement diskutiert wurden.

Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements wurde durch eine unabhängige Prüfungsgesellschaft beurteilt. Der Bericht des Abschlussprüfers über die Beurteilung der Funktionsfähigkeit des Risikomanagements wurde im Prüfungsausschuss behandelt.

Nominierungs- und Vergütungsausschuss

Der Nominierungs- und Vergütungsausschuss befasst sich mit den Angelegenheiten der Vergütung der Vorstandsmitglieder und dem Inhalt von Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern. Er unterbreitet weiters dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung frei werdender Mandate im Vorstand und befasst sich mit Fragen der Nachfolgeplanung.

Mitglieder: Norbert Zimmermann (Vorsitzender) Karl Schleinzer Sonja Zimmermann (ab dem 24. April 2018)*

* Bis zum 24. April 2018: Ausgeschiedener Aufsichtsrat Peter Pichler

Der Nominierungs- und Vergütungsausschuss hat im Berichtsjahr eine Sitzung abgehalten.

Unabhängigkeit

Der Aufsichtsrat orientiert sich bei den Kriterien für die Unabhängigkeit gemäß C-Regel 53 an den Leitlinien gemäß Anhang 1 zum Österreichischen Corporate Governance Kodex. Gemäß diesen Leitlinien ist die Unabhängigkeit eines Mitglieds des Aufsichtsrates gewahrt, wenn es nicht länger als 15 Jahre dem Aufsichtsrat angehört. Aufsichtsratsmitglieder, die Anteilseigner mit einer unternehmerischen Beteiligung sind oder die Interessen eines solchen Anteilseigners vertreten, sind davon ausgenommen. Die folgenden Aufsichtsratsmitglieder sind als unabhängig anzusehen:

Norbert Zimmermann Brigitte Ederer Wolfram Littich Sonja Zimmermann

Der Aufsichtsrat ist somit als Gremium unabhängig. Der Umfang der Tätigkeit des Aufsichtsratsmitgliedes Karl Schleinzer im Geschäftsjahr 2018 gegenüber der Gesellschaft als Rechtsberater ist gemäß Anhang 1 zum Österreichischen Corporate Governance Kodex als nicht bedeutend einzustufen (Details siehe Erläuterungen zum Konzernabschluss).

Brigitte Ederer und Wolfram Littich vertreten im Sinne der C-Regel 54 in Verbindung mit den vom Aufsichtsrat festgelegten Kriterien der Unabhängigkeit die Kleinaktionäre im Aufsichtsrat.

Im abgelaufenen Jahr bestanden keine zustimmungspflichtigen Verträge mit Mitgliedern des Aufsichtsrates oder mit Unternehmen, an denen ein Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hatte.

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

In der ordentlichen Hauptversammlung 2018 wurde eine Vergütungspolitik beschlossen, die eine jährliche fixe Vergütung von TEUR 20 (Vorsitzender TEUR 30), ein Sitzungsgeld von TEUR 1 pro Mitglied und besuchter Sitzung und eine variable Vergütung von je 0,25 ‰ vom Ergebnis nach Steuern gemäß Konzernabschluss vorsieht.

Für das Geschäftsjahr 2017 wurden folgende Vergütungen beschlossen und ausbezahlt:

IN TEUR FIXE VERGÜTUNG VARIABLE VERGÜTUNG GESAMT
Norbert Zimmermann
Vorsitzender
35 0 35
Peter Pichler
stellvertretender Vorsitzender
(bis zum 24. April 2018)
25 0 25
Brigitte Ederer
stellvertretende Vorsitzende
(ab dem 24. April 2018)
24 0 24
Helmut Langanger 25 0 25
Karl Schleinzer 25 0 25
Wolfram Littich 25 0 25

An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden keine Kredite oder Vorschüsse ausbezahlt. Alle Mitglieder des Aufsichtsrates sind in eine D & O-Versicherung (Directors & Officers-Versicherung) einbezogen, die von SBO abgeschlossen wurde und deren Kosten von der Gesellschaft getragen werden.

Maßnahmen zur Förderung von Frauen

Im Geschäftsjahr 2018 war der Anteil zwischen Männern und Frauen in Vorstand und Aufsichtsrat wie folgt verteilt:

VORSTAND UND AUFSICHTSRAT* 2018 2017
GESCHLECHT GESCHLECHT
FRAUEN MÄNNER FRAUEN MÄNNER
absolut % absolut % absolut % absolut %
Aufsichtsrat 2 33 % 4 67 % 1 17 % 5 83 %
Vorstand 0 0 % 2 100 % 0 0 % 2 100 %

* Gesamtzahl jeweils zum 31. Dezember

Seit 2018 sieht das Gleichstellungsgesetz von Frauen und Männern im Aufsichtsrat (GFMA-G) verpflichtend bei Neubesetzungen von Mitgliedern des Aufsichtsrates eine Geschlechterquote von mindestens 30 % vor, wobei auf volle Personenzahlen zu runden ist. Mit Bestellung von Sonja Zimmermann zur Aufsichtsrätin der Gesellschaft wurde diese Quote gesetzeskonform hergestellt, zumal nun zwei der Sitze im Aufsichtsrat von Frauen besetzt sind. Zugleich konnte ein weiterer Schritt zur Umsetzung der im Diversitätskonzept beschriebenen Ziele gesetzt werden.

DIVERSITÄTSKONZEPT

Das zyklische Branchenumfeld der Oilfield Service-Industrie stellt die Unternehmensführung und die Aufsichtsgremien von SBO sowie der in die Konsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften vor anhaltende Herausforderungen. Die massiven periodischen Schwankungen in der Nachfrage nach Produkten des Unternehmens erfordern ein hohes Maß an unternehmerischer Erfahrung und ein Verständnis für die Kräfte, die in dieser Branche wirken. Dazu kommt die internationale Positionierung des Unternehmens, die einen sorgsamen Umgang mit den kulturellen Gegebenheiten der unterschiedlichen Märkte verlangt.

Erhaltung und Erweiterung von Schlüsselkompetenzen sowie Erfahrung sind die wesentlichen Kriterien bei der Besetzung von Positionen in der Unternehmensführung und in Aufsichtsgremien. Sämtliche im Aufsichtsrat vertretenen Personen sind als Experten auf ihrem jeweiligen Gebiet anerkannt und bringen sich damit in den Aufsichtsratssitzungen ein. Die Expertise reicht von einschlägiger Branchenerfahrung, branchenübergreifender Aufsichts- bzw. Managementerfahrung bis hin zu Qualifikationen in spezifischen sachlichen Materien wie z.B. in der Rechtsberatung. Dazu wird von der Aktionärsgemeinschaft der Anspruch auf Erhaltung eines Mindestmaßes zwischenmenschlicher Homogenität und Loyalität verlangt, welche die zielgerichtete Verfolgung der nachhaltigen Wachstumsstrategie von SBO ermöglicht. Dieser Anspruch geht über die Vorschreibung expliziter Geschlechterquoten weit hinaus. Dennoch teilt SBO die Ansicht, dass das Zusammentreffen unterschiedlicher Generationen, Geschlechter und Kulturen der Brunnen für die weitere Unternehmensentwicklung ist. Meinungsbildung auf Augenhöhe und über hierarchische Strukturen hinweg ist seit vielen Jahren gelebte Praxis im Unternehmensalltag von SBO. Demnach wird bei der Neubesetzung von Positionen neben den fachlichen Qualifikationen auch gezielt auf die menschliche Vielfalt geachtet.

Dieser Diversitätsgedanke hat sich im Geschäftsjahr 2018 auf die gesamte SBO Gruppe bezogen folgendermaßen abgebildet: Bei der Neueinstellung von Mitarbeitern wurde auf die Erhaltung einer diversifizierten und leistungsfähigen Mannschaft geachtet. Der Anteil neu eingestellter Personen im Alter bis 30 Jahren lag bei 37 %, jener der 30- bis 50-Jährigen bei 54 %.

NEUEINSTELLUNGEN NACH GESCHLECHT UND ALTER* 2018

< 30 30 – 50 > 50 Gesamt
absolut % absolut % absolut % absolut %
Männer 158 36 % 232 54 % 43 10 % 433 85 %
Frauen 29 37 % 46 58 % 4 5 % 79 15 %
Gesamt 187 37 % 278 54 % 47 9 % 512

* Neueinstellungen beinhaltend dauerhafte Einstellungen ausgenommen Einstellungen auf Probezeit und mit kurzer Befristung (z.B. Praktikanten) sowie Übernahmen aus anderen SBO-Gesellschaften

NEUEINSTELLUNGEN NACH GESCHLECHT UND ALTER* 2017**

< 30 30 – 50 > 50 Gesamt
absolut % absolut % absolut % absolut %
Männer 157 40 % 200 51 % 39 10 % 396 88 %
Frauen 26 46 % 28 50 % 2 4 % 56 12 %
Gesamt 183 40 % 228 50 % 41 9 % 452

* Neueinstellungen beinhaltend dauerhafte Einstellungen ausgenommen Einstellungen auf Probezeit und mit kurzer Befristung (z.B. Praktikanten) sowie Übernahmen aus anderen SBO-Gesellschaften ** Korrigiert anhand Definition "Neueinstellungen" des Geschäftsjahres 2018

Bei der Geschlechterquote (Frauen / Männer) konnte diese Verteilung nicht hergestellt werden. Der Frauenanteil ist in den technischen Berufen traditionell eher gering. Außerdem scheint es, dass die Oilfield Service-Industrie generell eine geringe Anziehungskraft auf Frauen hat. So lag der Anteil an Frauen bei den Neueinstellungen 2018 gruppenweit bei 15 % und jener in der gesamten Belegschaft zum Ende des Jahres bei 12 %.

GESAMTZAHL MITARBEITER NACH GESCHLECHT UND ALTER* 2018

< 30 30 – 50 > 50 Gesamt
absolut % absolut % absolut % absolut %
Männer 354 24 % 820 57 % 279 19 % 1.453 88 %
Frauen 49 25 % 113 59 % 31 16 % 193 12 %
Gesamt 403 24 % 933 57 % 310 19 % 1.646

* Gesamtzahl jeweils zum 31. Dezember

GESAMTZAHL MITARBEITER NACH GESCHLECHT UND ALTER* 2017

< 30 30 – 50 > 50 Gesamt
absolut % absolut % absolut % absolut %
Männer 308 24 % 689 54 % 277 22 % 1.274 89 %
Frauen 38 24 % 90 57 % 30 19 % 158 11 %
Gesamt 346 24 % 779 54 % 307 22 % 1.432

* Gesamtzahl jeweils zum 31. Dezember

Bezogen auf die jeweilige Tätigkeit spiegelt sich die geringe Anziehungskraft der Branche auf Frauen klar wider. So lag der Frauenanteil bei den Angestellten bei 22 %, bei den Arbeitern (inklusive Lehrlinge) waren es hingegen nur 7 %. Insgesamt konnte der Anteil der Frauen geringfügig verbessert werden. Im Jahresvergleich stieg dieser von 11 % im Jahr 2017 auf 12 % im Jahr 2018. Etwas höher war der Anstieg bei den Mitarbeiterinnen im Angestelltenbereich.

GESAMTZAHL MITARBEITER NACH GESCHLECHT UND DIENSTVERHÄLTNIS* 2018

ANGESTELLTER ARBEITER LEHRLING Gesamt
absolut % absolut % absolut % absolut %
Männer 422 78 % 1.002 93 % 29 94 % 1.453 88 %
Frauen 116 22 % 75 7 % 2 6 % 193 12 %
Gesamt 538 1.077 31 1.646

* Gesamtzahl jeweils zum 31. Dezember

GESAMTZAHL MITARBEITER NACH GESCHLECHT UND DIENSTVERHÄLTNIS* 2017

ANGESTELLTER ARBEITER LEHRLING Gesamt
absolut % absolut % absolut % absolut %
Männer 412 81 % 832 93 % 30 88 % 1.274 89 %
Frauen 96 19 % 58 7 % 4 12 % 158 11 %
Gesamt 508 890 34 1.432

* Gesamtzahl jeweils zum 31. Dezember

Bei der internationalen Besetzung von Führungskräften sind fachliche und unternehmenskulturelle Aspekte von wesentlicher Bedeutung. Sämtliche Geschäftsführer der SBO Tochtergesellschaften haben jahrelange einschlägige Branchenerfahrung. Die zweite Führungsebene und das Controlling sind an den Standorten überwiegend – und soweit aus den Gegebenheiten möglich – national besetzt.

Veränderungen nach dem Abschlussstichtag Keine

"Unsere Aktivitäten

managen wir verantwortungsvoll und mit großer Vorausschau"

KONZERNABSCHLUSS

KONZERNABSCHLUSS
KONZERNBILANZ 53
KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 55
KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG 56
KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG 57
ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS 58
ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 59
BERICHT DES ABSCHLUSSPRÜFERS UND BESTÄTIGUNGSVERMERK 131
BERICHT DES AUFSICHTSRATES ZUM JAHRESABSCHLUSS 2018 137

KONZERNBILANZ

Erläuterung 31.12.2018 31.12.2017
241.532 165.982
5 125.127 89.801
1.915 1.663
6 6.385 4.043
12 538 594
7 145.859 97.086
521.356 359.169
8 144.703 145.172
9 161.153 156.293
9 38.042 49.532
10 9.754 10.938
11 26.344 29.137
379.996 391.072
901.352 750.241

KONZERNBILANZ

in TEUR Erläuterung 31.12.2018 31.12.2017
Kurzfristige Schulden
Bankverbindlichkeiten 13 31.412 31.880
Kurzfristiger Teil der langfristigen Darlehen 17 18.310 69.478
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 8 33 35
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21.165 16.611
Erhaltene Zuschüsse 14 334 57
Ertragsteuerrückstellung 4.667 2.056
Sonstige Verbindlichkeiten 15, 20 170.937 30.113
Sonstige Rückstellungen 16 4.754 5.151
Summe kurzfristige Schulden 251.612 155.381
Langfristige Schulden
Langfristige Darlehen 17 254.278 115.338
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 8 14 44
Erhaltene Zuschüsse 14 623 0
Rückstellungen für Sozialkapital 18 5.755 5.262
Sonstige Verbindlichkeiten 19, 20 18.824 149.891
Passive latente Steuern 11 2.042 2.314
Summe langfristige Schulden 281.536 272.849
Eigenkapital
Grundkapital 21 15.949 15.953
Kapitalrücklagen 68.303 67.248
Gesetzliche Rücklage 22 785 785
Sonstige Rücklagen 19 19
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung 23.077 11.193
Kumulierte Ergebnisse 260.071 226.813
Summe Eigenkapital 368.204 322.011
SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL 901.352 750.241

KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

in TEUR Erläuterung 2018 2017
Umsatzerlöse 23 420.210 324.221
Herstellungskosten der zur Erzielung der
Umsatzerlöse erbrachten Leistungen
24 -274.608 -229.327
Bruttoergebnis 145.602 94.894
Vertriebsaufwendungen 24 -23.864 -21.713
Verwaltungsaufwendungen 24 -46.123 -37.902
Sonstige betriebliche Aufwendungen 25 -16.818 -17.603
Sonstige betriebliche Erträge 25 15.760 5.945
Betriebsergebnis vor Wertminderungen
und Restrukturierungsmaßnahmen
74.557 23.621
Restrukturierungserträge 26 0 1.938
Restrukturierungsaufwendungen 26 -1.469 0
Wertminderung von Sachanlagen 12 -2.381 0
Betriebsergebnis nach Wertminderungen
und Restrukturierungsmaßnahmen
70.707 25.559
Zinserträge 27 2.900 1.798
Zinsaufwendungen 27 -11.401 -8.096
Sonstige finanzielle Erträge 41 0
Sonstige finanzielle Aufwendungen 28 -7.375 -1.408
Aufwendungen/Erträge aus der Bewertung
von Optionsverpflichtungen
20 1.019 -87.648
Finanzergebnis -14.816 -95.354
Ergebnis vor Steuern 55.891 -69.795
Steuern vom Einkommen und Ertrag 29 -14.500 15.435
Ergebnis nach Steuern 41.391 -54.360
Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien 15.957.836 15.951.940
ERGEBNIS PRO AKTIE IN EUR (UNVERWÄSSERT = VERWÄSSERT) 2,59 -3,41

55

KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG

in TEUR Erläuterung 2018 2017
Ergebnis nach Steuern 41.391 -54.360
Beträge, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und
Verlustrechnung umgegliedert werden können
Währungsumrechnung Eigenkapital 11.067 -45.850
Währungsumrechnung sonstige Positionen1 1.582 -5.421
darauf entfallende Steuern 29 -765 1.355
11.884 -49.916
Beträge, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und
Verlustrechnung nicht umgegliedert werden können
Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen 18 -204 149
darauf entfallende Steuern 29 51 -37
-153 112
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 11.731 -49.804
GESAMTERGEBNIS NACH STEUERN 53.122 -104.164
Hauptsächlich aus langfristigen Forderungen an ausländische Tochtergesellschaften.
1

KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG

in TEUR Erläuterung 2018 2017
Ergebnis nach Steuern 41.391 -54.360
Abschreibungen und Wertminderungen 49.268 49.121
Zuzüglich bezahlte Dividende i. Z. m. Put/Call-Optionen 7.375 0
Veränderung der Sozialkapital-Rückstellungen 493 -34
Gewinne/Verluste aus dem Verkauf von Sachanlagen -1.118 -135
Erträge aus der Auflösung von Zuschüssen -1.394 -96
Sonstige unbare Aufwendungen und Erträge -2.081 6.901
Veränderung von latenten Steuern 2.480 -24.465
Cashflow aus dem Ergebnis 96.414 -23.068
Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -31.173 -48.164
Veränderung sonstiger Forderungen und Vermögenswerte -2.568 12.248
Veränderung Vorräte -45.009 -3.077
Veränderung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.047 6.221
Veränderung Optionsverbindlichkeiten -1.019 87.648
Veränderung sonstiger Verbindlichkeiten und Rückstellungen 12.685 12.821
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 38 33.377 44.629
Investitionen in Sachanlagen -35.580 -31.962
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -333 -107
Veränderung Verbindlichkeiten aus Investitionen -72 1
Erwerb von Minderheitsanteilen -2.752 0
Einzahlungen aus Sachanlagenabgängen 5.031 4.056
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 38 -33.706 -28.012
Freier Cashflow -329 16.617
Erwerb eigener Aktien 21 -586 0
Dividendenzahlungen -7.980 0
Veränderung Finanzierungsleasing -41 -37
Bezahlte Dividende i. Z. m. Put/Call-Optionen -7.375 0
Veränderung kurzfristiger Bankverbindlichkeiten -380 -298
Aufnahme von langfristigen Darlehen 17 157.250 0
Rückzahlung von langfristigen Darlehen 17 -69.478 -27.233
Rückzahlung von sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten -1.219 -1.811
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 38 70.191 -29.379
Veränderung des Finanzmittelbestandes 69.862 -12.762
Finanzmittelbestand am Anfang des Jahres 165.982 193.453
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand 5.688 -14.709
Finanzmittelbestand am Ende des Jahres 38 241.532 165.982
Zusatzinformationen zum Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
Zinseinzahlungen 2.029 1.203
Zinsauszahlungen -3.531 -4.265
Entrichtete Ertragsteuern -11.421 4
57

ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS

2018
in TEUR GRUNDKAPITAL KAPITALRÜCKLAGEN GESETZLICHE
RÜCKLAGE
SONSTIGE
RÜCKLAGEN
AUSGLEICHSPOSTEN
WÄHRUNGS
UMRECHNUNG
KUMULIERTE
ERGEBNISSE
GESAMT
Erläuterung 21 22
1. Jänner 2018 15.953 67.248 785 19 11.193 226.813 322.011
Ergebnis nach Steuern 41.391 41.391
Sonstiges Ergebnis 11.884 -153 11.731
Gesamtergebnis 0 0 0 0 11.884 41.238 53.122
Dividende1 -7.980 -7.980
Erwerb eigener Aktien -10 -576 -586
Aktienbasierte Vergütung 6 1.631 1.637
31. Dezember 2018 15.949 68.303 785 19 23.077 260.071 368.204

1 Die Dividende von TEUR 7.980 im Jahr 2018 wurde auf das dividendenberechtigte Grundkapital in der Höhe von TEUR 15.959 ausgeschüttet. Die Ausschüttung betrug somit EUR 0,50 pro Aktie.

2017 in TEUR GRUNDKAPITAL KAPITALRÜCKLAGEN GESETZLICHE RÜCKLAGE SONSTIGE RÜCKLAGEN AUSGLEICHSPOSTEN WÄHRUNGS-UMRECHNUNG KUMULIERTE ERGEBNISSE GESAMT Erläuterung 21 22 1. Jänner 2017 15.947 66.812 785 19 61.109 281.061 425.733 Ergebnis nach Steuern -54.360 -54.360 Sonstiges Ergebnis -49.916 112 -49.804 Gesamtergebnis 0 0 0 0 -49.916 -54.248 -104.164 Aktienbasierte Vergütung 6 436 442 31. Dezember 2017 15.953 67.248 785 19 11.193 226.813 322.011 58

ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

ERLÄUTERUNG 1

ALLGEMEINE INFORMATIONEN ÜBER DAS UNTERNEHMEN

Die SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft (das Unternehmen, SBO) mit Sitz in 2630 Ternitz, Hauptstraße 2, wurde am 26. Mai 1994 in Ternitz, Österreich, gegründet und ist im Firmenbuch beim Handelsgericht in Wiener Neustadt, Österreich, unter FN 102999w eingetragen.

Der Gegenstand des Unternehmens ist die industrielle Erzeugung von Komponenten und Bauteilen für die Erdöl- und Erdgasindustrie, hauptsächlich im Bereich der Bohrung und Komplettierung, sowie die Erbringung von Dienstleistungen in diesen Bereichen.

Seit 27. März 2003 notieren die Aktien der Gesellschaft an der Wiener Börse.

ERLÄUTERUNG 2

GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Dabei wurden auch die zusätzlichen Anforderungen des § 245a Abs. 1 UGB erfüllt.

Der vorliegende Konzernabschluss der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Aktiengesellschaft und deren Tochtergesellschaften für das Geschäftsjahr 2018 (Stichtag 31. Dezember 2018) wurde am 4. März 2019 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

Der Konzernabschluss wird in EURO aufgestellt. Sofern nicht anders angegeben, werden sämtliche Werte auf eintausend EURO (TEUR) gerundet. Die Summierungen der gerundeten Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen aufweisen.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 wurden neben der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft als oberstes Mutterunternehmen 37 (Vorjahr: 36) Tochterunternehmen einbezogen:

UNTERNEHMEN DIREKT UND INDIREKT
GEHALTENE ANTEILE IN %
DIREKT UND INDIREKT
GEHALTENE ANTEILE IN %
Sitz 31.12.2018 31.12.2017
SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Technology GmbH Ternitz, AT 100,00 100,00
Schoeller-Bleckmann America Inc. Wilmington, US 100,00 100,00
Knust-Godwin LLC Houston, US 100,00 100,00
Schoeller-Bleckmann Energy Services L.L.C. (*) Lafayette, US 97,00 97,00
Schoeller-Bleckmann Sales Co. L.L.C. Houston, US 100,00 100,00
Downhole Technology LLC (**) Houston, US 67,73 67,73
BICO Drilling Tools Inc. (*) Houston, US 90,65 90,65
BICO DRILLING TOOLS FZE (*) Dubai, VAE 90,65 0.00
BICO Faster Drilling Tools Inc. (*) Nisku, CA 80,68 80,68
Schoeller-Bleckmann Canada Ltd. Calgary, CA 100,00 100,00
Resource Completion Systems Holdings Inc. (**) Calgary, CA 100,00 67,00
Resource Well Completion Technologies Inc. (**) Calgary, CA 100,00 67,00
Resource Completion Systems Inc. (**) Calgary, CA 100,00 67,00
Resource Well Completion Technologies Corp. (**) Dallas, US 100,00 67,00
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (UK) Limited Rotherham, GB 100,00 100,00
Darron Tool and Engineering Limited Rotherham, GB 100,00 100,00
Darron Oil Tools Limited Rotherham, GB 100,00 100,00
Schoeller-Bleckmann Darron Limited (*) Aberdeen, GB 95,00 95,00
Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Limited (*) Aberdeen, GB 94,00 94,00
Techman Engineering Limited (*) Chesterfield, GB 90,65 90,65
Schoeller-Bleckmann (UK) Limited Chesterfield, GB 100,00 100,00
OOO "Schoeller-Bleckmann" Noyabrsk, RU 99,00 99,00
DSI FZE Dubai, VAE 100,00 100,00
Schoeller Bleckmann Saudi LLC Al-Khobar, KSA 100,00 100,00
DSI PBL de Mexico S. A. de C. V. Villahermosa, MX 100,00 100,00
ADRIANA HOLDING COMPANY LIMITED (*) Dubai, VAE 99,00 99,00
Schoeller Bleckmann do Brasil, Ltda. Macaé, BR 100,00 100,00
Schoeller-Bleckmann de Mexico S. A. de C. V. Monterrey, MX 100,00 100,00
Knust-SBD Pte. Ltd. Singapur, SG 100,00 100,00
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Middle East FZE Dubai, VAE 100,00 100,00
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Vietnam Co., Ltd. Binh Duong, VN 100,00 100,00

(*) Hinsichtlich des Ausweises der Anteile, die vom Management dieser Gesellschaften gehalten werden, siehe Erläuterung 19.

(**) Hinsichtlich des Ausweises der Anteile in Zusammenhang mit den bestehenden Optionsvereinbarungen siehe Erläuterung 20.

Für sämtliche Gesellschaften entsprechen die Anteile den Stimmrechten, wodurch die Beherrschung der Tochterunternehmen direkt aus den gehaltenen Anteilen abzuleiten ist.

Im Jahr 2018 fanden folgende Änderungen im Konsolidierungskreis statt:

  • Gründung der BICO DRILLING TOOLS FZE mit Sitz in Dubai im Juni 2018.
  • Im Geschäftsjahr 2018 wurde das Tochterunternehmen DSI Saudi LLC in Schoeller Bleckmann Saudi LLC umbenannt.

Die Gesellschaft hat im vorliegenden Konzernabschluss von der Schutzklausel gemäß § 265 (3) UGB Gebrauch gemacht.

ERLÄUTERUNG 4

WESENTLICHE BILANZIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden mit nachfolgend aufgelisteten Ausnahmen.

1. Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2018 die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen erstmals angewandt. Eine Auswirkung auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 ergab sich jedoch nur, wenn dies in der folgenden Tabelle mit "ja" gekennzeichnet ist.

REGELUNG INKRAFTTRETEN1 WESENTLICHE
AUSWIRKUNGEN AUF DEN
KONZERNABSCHLUSS VON SBO
IAS 40 Änderung Übertragungen von als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 1.1.20181 nein
IFRS 2 Änderung Anteilsbasierte Vergütungen: Klarstellung der Klassifizierung und Bewertung 1.1.20181 nein
IFRS 4 Versicherungsverträge: Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente
gemeinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge
1.1.20181 nicht anwendbar
IFRS 9 Finanzinstrumente 1.1.20181 siehe unten
IFRS 15 Erlöse aus Kundenverträgen 1.1.20181 siehe unten
diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2014-2016 1.1.20181 nein
IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen 1.1.20181 nein

1 In der EU anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen

IFRS 9 Finanzinstrumente

IFRS 9 sieht einen einheitlichen Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten vor. Als Grundlage bezieht sich der Standard dabei auf die Zahlungsstromeigenschaften und das Geschäftsmodell, nach dem sie gesteuert werden. Weiters führt IFRS 9 ein neues Wertminderungsmodell ein, das auf den erwarteten Kreditausfällen basiert. Der Standard enthält darüber hinaus neue Regelungen zur Anwendung von Hedge Accounting. IFRS 9 ist für Geschäftsjahre, welche am oder nach dem 1. Jänner 2018 beginnen, anwendbar. SBO hat den neuen Standard prospektiv zum 1. Jänner 2018 erstmalig angewendet.

• Klassifizierung

IFRS 9 enthält einen neuen Ansatz hinsichtlich der Klassifizierung von Finanzinstrumenten, der auf dem Geschäftsmodell bzw. den Zahlungsstromeigenschaften basiert und enthält folgende drei Kategorien finanzieller Vermögenswerte: Zu fortgeführten Anschaffungskosten, zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FVOCI) und zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam über die GuV (FVTPL).

Auf Basis der Zahlungsstrombedingungen als auch des Geschäftsmodelles für finanzielle Vermögenswerte werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte sowie langfristige Forderungen und Vermögenswerte, welche gegebene Darlehen an das Management einzelner SBO-Gesellschaften enthalten, bei der SBO weiterhin zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Zielsetzung dieser Vermögenswerte ist die Vereinnahmung vertraglicher Cashflows, diese enthalten ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag.

Die Klassifizierung für Finanzverbindlichkeiten bleibt unter IFRS 9 unverändert. Bis auf Derivate aus Fremdwährungssicherungen, welche als Held for Trading klassifiziert sind, und Verbindlichkeiten aus Optionen über Minderheitenanteile werden keine Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam über die GuV (FVTPL) geführt. Die Fair-Value-Option wird ebenfalls nicht ausgeübt. Demnach hat die neue Klassifizierung keine Auswirkung auf die Bilanzierung von Finanzinstrumenten der SBO.

Die Überleitung der Kategorien stellt sich wie folgt dar:

KATEGORIE
IAS 39
KATEGORIE
IFRS 9
BUCHWERT IAS 39
31.12.2017
IN TEUR
BEWERTUNGS
ANPASSUNG
IN TEUR
BUCHWERT IFRS 9
01.01.2018
IN TEUR
Aktiva
Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung Kredite und Forderungen AC 165.982 0 165.982
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Kredite und Forderungen AC 89.801 0 89.801
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte Derivative Instrumente FVTPL 173 0 173
Langfristige Forderungen und Vermögenswerte Kredite und Forderungen AC 9.540 0 9.540
Passiva
Bankverbindlichkeiten Andere finanzielle Verbindlichkeiten AC 31.880 0 31.880
Langfristige Darlehen Andere finanzielle Verbindlichkeiten AC 184.816 0 184.816
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Andere finanzielle Verbindlichkeiten AC 16.611 0 16.611
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing Andere finanzielle Verbindlichkeiten AC 79 0 79
Sonstige Verbindlichkeiten Andere finanzielle Verbindlichkeiten AC 25.960 0 25.960
Sonstige Verbindlichkeiten Derivative Instrumente FVTPL 137.311 0 137.311

• Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

IFRS 9 stellt das Incurred-Loss Modell des IAS 39 auf ein zukunftsbezogenes Expected Credit-Loss (ECL) Modell um und ist für finanzielle Vermögenswerte, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FVOCI) kategorisiert wurden, anzuwenden. Die Wertminderung ist entweder nach dem 12-Monatsmodell, welches die erwarteten Verluste der nächsten 12 Monate berücksichtigt, oder dem allgemeinen Modell (Dreistufenmodell), welches die erwarteten Verluste während der gesamten Lebenszeit des finanziellen Vermögenswerts berücksichtigt, zu ermitteln.

Gemäß vereinfachter Methode hat das Unternehmen zu jedem Bilanzstichtag Wertminderungen entsprechend des erwarteten Kreditrisikos über die Gesamtlaufzeit zu erfassen. Bei kurzfristigen Forderungen entspricht der erwartete Verlust für die nächsten 12 Monate dem erwarteten Verlust der Restlaufzeit, weshalb ein Transfer von Stufe 1 zu Stufe 2 nicht relevant ist. Nachdem die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der SBO nahezu ausnahmslos kurzfristig sind und demzufolge keine wesentliche Zinskomponente enthalten, ist der vereinfachte Ansatz verpflichtend anzuwenden. Nachdem auch in der Vergangenheit bei SBO Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei Anzeichen von möglichen Ausfallsrisiken sowie jedenfalls bei Überschreiten von Überfälligkeitsdauern zu bilden waren, wurden bereits in der Vergangenheit zu den Bilanzstichtagen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen laufend bei zu erwartendem Verlust entsprechend des wahrscheinlichsten Ergebnisses wertberichtigt. Die gemäß IFRS 9 zu bildenden Wertberichtigungen sollen vergangene Ausfallsereignisse und aktuelle wirtschaftliche Gegebenheiten abbilden (Prognosen zukünftiger wirtschaftlicher Verhältnisse sind in Zusammenhang mit der Kurzfristigkeit der Forderungen untergeordnet). Die Anwendung des vereinfachten Modells des neuen IFRS 9 führte zum Bilanzstichtag zu einer nur unwesentlichen Abweichung des Gesamtaufwandes und der Wertberichtigungen von den historischen Werten. Die ECL-Bewertung für Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagungen hat zum Bilanzstichtag ein gegen null gehendes Risiko und damit ebenso keine Änderung gegenüber dem Vorjahr ergeben.

Langfristige Darlehen an das Management sind mit dem Dreistufenmodell des IFRS 9 zu bewerten. Beim erstmaligen Ansatz ist daher eine Risikovorsorge auf Basis von Ausfallsereignissen zu bilden, die in den nächsten zwölf Monaten erwartet werden. Sofern das Kreditrisiko signifikant ansteigt, hat SBO eine Risikovorsorge auf der Basis des Gesamtlaufzeit-ECL zu erfassen. Management-Beteiligungen und damit auch entsprechende Darlehen werden nur an ausgewählte Mitarbeiter von SBO-Gesellschaften gewährt, die über hohe Bonität verfügen. Weiters sind die Darlehen mit den von den Managern an den jeweiligen Gesellschaften gehaltenen Anteilen besichert. Für diese Darlehen hat sich das Kreditrisiko seit der Ersterfassung zudem nicht wesentlich geändert, Tilgungen und Zinszahlungen wurden vereinbarungsgemäß geleistet. Der sich daraus ergebende erwartete Verlust zum 1. Jänner 2018 wurde als unwesentlich erachtet, wodurch sich bei der SBO auch in diesem Bereich durch die Erstanwendung des IFRS 9 keine Änderungen ergeben haben.

• Hedge Accounting

IFRS 9 enthält weiters neue Anforderungen zu Hedge Accounting. Insbesondere zielt das neue Modell darauf ab, eine bessere Verbindung zwischen der Risikomanagementstrategie eines Unternehmens, den Gründen für das Hedging und den Auswirkungen der Absicherung auf den Geschäftsbericht zu bieten. SBO hält Fremdwährungsderivate, um sich gegen Fremdwährungsrisiken abzusichern. Diese werden jedoch bereits nach IAS 39 nicht mittels Hedge Accounting bilanziert, Wertänderungen werden demnach über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Auch unter IFRS 9 wurde Hedge Accounting nicht angewendet, weswegen sich in diesem Bereich keine Umstellungseffekte ergeben haben.

IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Auf Basis dieses neuen Standards soll die Erfassung von Umsatzerlösen die Übertragung der zugesagten Güter oder Dienstleistungen an den Kunden mit dem Betrag abbilden, der jener Gegenleistung entspricht, die ein Unternehmen im Tausch für diese Güter oder Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Umsatzerlöse werden bei Erfüllung der Leistungsverpflichtung des Unternehmens realisiert. Zudem fordert IFRS 15 die Offenlegung einer Reihe quantitativer und qualitativer Informationen, um Abschlussadressaten in die Lage zu versetzen, die Art, die Höhe, den zeitlichen Anfall sowie die Unsicherheit von Umsatzerlösen und Zahlungsströmen aus Verträgen mit Kunden zu verstehen. SBO hat den Standard zum 1. Jänner 2018 unter Anwendung des modifizierten retrospektiven Ansatzes angewendet und IFRS 15 auf Verträge angewendet, die zum 1. Jänner 2018 noch nicht erfüllt sind.

Eine wesentliche Änderung des IFRS 15 ist die erforderliche Separierung und Erfassung einzelner Leistungsverpflichtungen aus Mehrkomponenten-Verträgen. Bei SBO liegen derzeit keine Mehrkomponenten-Verträge vor. Somit haben sich bei Verträgen mit Kunden, bei denen der Verkauf von Gütern die einzige Leistungsverpflichtung ist, mit Ausnahme der Behandlung von Rückgaberechten, keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben. Die Umsatzrealisierung erfolgt zu jenem Zeitpunkt, an dem die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert auf den Kunden übergeht, das heißt, wenn der Kunde die Kontrolle über die Ware erhält. Dies ist grundsätzlich bei der Lieferung der Fall. Nur in einem untergeordneten Ausnahmefall ist vertragsbedingt bei der Herstellung kundenspezifischer Produkte im Segment "Advanced Manufacturing & Services" eine frühere Umsatzrealisierung, das heißt bereits vor der Lieferung, erforderlich, da ein Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistungen besteht. Aufgrund der kurzen Durchlaufzeiten dieser Aufträge ergab sich daraus nur eine vernachlässigbare Auswirkung auf die Höhe der kumulierten Ergebnisse per 1. Jänner 2018 der SBO.

Bei der Erbringung von Service- und Reparaturleistungen erfolgt die Umsatzrealisierung im Zeitpunkt der Lieferung der servicierten bzw. reparierten Güter an den Kunden, somit auch hier zu jenem Zeitpunkt, an dem die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert auf den Kunden übergeht. Leistungsverpflichtungen, die die Unterstützung von Kunden bei der Anwendung von SBO-Tools am Ölfeld betreffen, werden über den Zeitraum, in dem die Beratungsleistung vor Ort erbracht wird, erfüllt und somit über einen bestimmten Zeitraum erfasst. Bei Verträgen mit Kunden, deren Leistungsverpflichtung die Vermietung von Bohrwerkzeugen ist, erfolgt die Umsatzrealisierung nutzungsabhängig, das heißt konkret über den Zeitraum, in dem der Kunde den Nutzen aus der Verwendung der Bohrwerkzeuge erhält, und somit vollständig variabel. Daraus hat sich ebenso keine Änderung auf den Konzernabschluss der SBO ergeben.

Für variable Gegenleistungen in Form von in Einzelfällen gewährten Mengenrabatten wurde wie in der Vergangenheit jeweils zum Zeitpunkt der Umsatzerfassung eine Schätzung des künftig zu gewährenden Rabattes vorgenommen.

Aus der Anwendung des IFRS 15 ergibt sich in 2018 in Zusammenhang mit Rückgaberechten einzelner Kunden für spezifische Produkte eine Ausweisänderung von einer Netto- auf eine Bruttodarstellung, die in 2018 gegenüber 2017 zu einer Reduktion der Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 428 führt. Eine Änderung des Bruttoergebnisses ergibt sich daraus nicht. Da Vermögenswerte aus Verkäufen mit Rückgaberecht und Rückerstattungsverbindlichkeiten unverändert zum Vorjahr in den kurzfristigen sonstigen Forderungen bzw. Verbindlichkeiten sowie Vertragsverpflichtungen aus Kundenverträgen aufgrund untergeordneter Höhe ebenso unverändert in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen werden, ergeben sich aus der Erstanwendung des IFRS 15 keine Umgliederungseffekte in der Bilanz (zu den sonstigen Forderungen siehe Erläuterung 6, zu den sonstigen Verbindlichkeiten siehe Erläuterung 15).

Folgende bereits veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende bzw. von der Europäischen Union noch nicht übernommene neue bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen wurden im Geschäftsjahr 2018 nicht vorzeitig angewendet, sondern werden für zukünftige Berichtsperioden, für welche die Anwendung verpflichtend ist, angewendet:

REGELUNG INKRAFTTRETEN1 VORAUSSICHTLICHE WESENTLICHE
AUSWIRKUNGEN AUF DEN
KONZERNABSCHLUSS VON SBO
IAS 1
IAS 8
Änderung
Definition der Wesentlichkeit 1.1.20202 nein
IAS 19
Änderung
Leistungen an Arbeitnehmer 1.1.20192 nein
IAS 28
Änderung
Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen
1.1.20191 nein
IFRS 3
Änderung
Unternehmenszusammenschlüsse 1.1.20202 nein
IFRS 9
Änderung
Finanzinstrumente: Vorzeitige Rückzahlungsoptionen mit negativer
Vorfälligkeitsentschädigung
1.1.20191 nein
IFRS 16 Leasingverhältnisse 1.1.20191 siehe unten
diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2015–2017 1.1.20192 nein
IFRIC 23 Steuerrisikopositionen aus Ertragsteuern 1.1.20191 nein
Änderung IFRS Rahmenkonzept 1.1.20202 nein

In der EU anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen.

² Der Standard ist in der EU noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurde nicht vorzeitig angewendet. Das angegebene Datum betrifft das vom IASB beschlossene Erstanwendungsdatum.

IFRS 16 Leasingverhältnisse

Der neue Standard regelt den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Angabepflichten bezüglich Leasingverhältnisse. Für den Leasingnehmer sieht der Standard ein einziges Bilanzierungsmodell vor, welches beim Leasingnehmer dazu führt, dass sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen in der Bilanz zu erfassen sind. Ausgenommen sind Leasingvereinbarungen deren Laufzeit 12 Monate oder weniger beträgt oder Vereinbarungen über einen geringwertigen Vermögenswert (jeweils Wahlrecht). Der Leasinggeber unterscheidet für Bilanzierungszwecke weiterhin zwischen Finanzierungsoder Mietleasingvereinbarungen (finance bzw. operate lease), wobei sich das Bilanzierungsmodell von IFRS 16 hierbei nicht wesentlich von dem in IAS 17 Leasingverhältnisse unterscheidet.

Die durchgeführte Analyse der Auswirkungen der Anwendung von IFRS 16 auf den Konzernabschluss der Gesellschaft hat ergeben, dass die Anwendung des neuen Standards zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der SBO führen wird, da die Produktions- bzw. Vertriebsstandorte weitgehend im Eigentum der SBO stehen. Die Aktivierung der Vermögenswerte und Schulden für die bestehenden Operating-Lease-Verhältnisse für Büro-, Produktions- und Lagergebäuden sowie Fahrzeuge wird zu einer Erhöhung der langfristigen Vermögenswerte und der Konzernbilanzsumme um rund MEUR 8,0 führen. Die Erfassung der Mietaufwendungen wird durch die Abschreibungen der Nutzungsrechte und durch Zinsaufwendungen ersetzt, wodurch die Kennzahlen EBITDA und EBIT verbessert werden. Die Abschreibung der durch die Anwendung von IFRS 16 angesetzten Nutzungsrechte wird in 2019 voraussichtlich MEUR 2,7 betragen, der Zinsaufwand MEUR 0,3. Mietaufwendungen werden in 2019 hingegen um rund MEUR 2,8 reduziert werden. Gleichzeitig wird sich auch der operative Cashflow verbessern, da die Miet- und Leasingzahlungen künftig in Tilgungszahlungen und Zinsen aufgeteilt werden, wobei erstere im Cashflow aus dem Finanzierungsbereich erfasst werden. Die Verpflichtungen aus Operating Leasing sind in Erläuterung 8 dargestellt.

Für jene Fälle, in denen SBO als Vermieter auftritt, wird ebenso keine wesentliche Auswirkung erwartet (siehe dazu Erläuterung 23). Die Mieterlöse sind grundsätzlich nutzungsabhängig und damit variabel.

SBO hat den Standard nicht vorzeitig angewendet. Der Konzern plant für die Erstanwendung des IFRS 16 ab 1. Jänner 2019 den modifizierten retrospektiven Ansatz zu wählen, unter welchem der kumulierte Effekt aus der Umstellung als Korrektur der Eröffnungsbilanz der Berichtsperiode darzustellen ist, ohne die Vergleichsperiode anzupassen. Die Leasingverbindlichkeiten werden mit dem Barwert der verbleibenden Leasingzahlungen und die Nutzungsrechte in Höhe der erfassten Leasingverbindlichkeiten angesetzt. SBO wird die Ausnahmeregelungen für Leasingvereinbarungen, deren Laufzeit 12 Monate oder weniger beträgt, sowie für Leasingvereinbarungen über geringwertige Vermögenswerte anwenden. Ebenso wird die Ausnahmeregelung in Anspruch genommen, anfängliche direkte Kosten bei der Bewertung des Nutzungsrechtes nicht einzubeziehen. Die Auswirkung auf die zukünftigen Abschreibungen durch diese Ausübung dieser Wahlrechte ist aus derzeitiger Sicht nicht wesentlich.

2. Bilanzstichtag

Der Bilanzstichtag sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember.

3. Behandlung von nicht beherrschenden Anteilen im Konzernabschluss

Nicht beherrschende Anteile werden im Konzern mit dem anteiligen neubewerteten Reinvermögen im Erwerbszeitpunkt angesetzt. In der Folge wird den nicht beherrschenden Anteilen ein entsprechender Anteil am Ergebnis nach Steuern und am "sonstigen Ergebnis" zugeordnet, was bei Verlusten des betreffenden Tochterunternehmens auch zu einem negativen Saldo führen kann. Eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert.

Zu den bestehenden Optionsvereinbarungen siehe Erläuterung 20.

4. Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in EURO, der funktionalen Währung und Berichtswährung der Muttergesellschaft, aufgestellt. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet.

Fremdwährungstransaktionen werden zum jeweiligen Fremdwährungskurs am Tag der Transaktion umgerechnet. Zum Bilanzstichtag bestehende monetäre Fremdwährungspositionen werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Währungsdifferenzen werden in der betreffenden Periode ertrags- bzw. aufwandswirksam gebucht.

Für die Konzernabschlusserstellung werden die in funktionaler Währung erstellten Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen nach dem Konzept der modifizierten Stichtagskursmethode in EURO umgerechnet:

  • Die Vermögenswerte und Schulden (sowohl monetäre als auch nicht-monetäre) werden zum Stichtagskurs umgerechnet.
  • Sämtliche Aufwands- und Ertragspositionen der ausländischen Tochterunternehmen werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Die Währungen haben sich wie folgt entwickelt:

STICHTAGSKURS JAHRESDURCHSCHNITTSKURS
1 EUR = 31.12.2018 31.12.2017 2018 2017
USD 1,1450 1,1993 1,1815 1,1293
GBP 0,8945 0,8872 0,8848 0,8761
CAD 1,5605 1,5039 1,5302 1,4644
MXN 22,4921 23,6612 22,7160 21,3278
BRL 4,4440 3,9729 4,3087 3,6041
VND 26.737,6 27.130,4 27.330,7 25.845,5

Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Einbeziehung der Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss werden unter der Position Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung im Eigenkapital des Konzernabschlusses ausgewiesen, wobei die Veränderung im laufenden Jahr im Sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung dargestellt wird.

5. Einteilung in kurz- und langfristige Vermögenswerte und Schulden

Vermögenswerte und Schulden mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden als kurzfristig, jene mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr als langfristig eingestuft. Die Feststellung der Restlaufzeiten erfolgt ausgehend vom Bilanzstichtag.

Betriebliche Posten, wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, werden selbst dann als kurzfristig eingestuft, wenn sie erst später als 12 Monate nach dem Bilanzstichtag fällig werden, da dies dem üblichen Geschäftszyklus entspricht.

6. Finanzinstrumente

Die Transaktionen von Finanzinstrumenten werden zum Erfüllungstag erfasst.

In der Konzernbilanz werden folgende Finanzinstrumente ausgewiesen (Klassifizierung gemäß IFRS 9 bzw. IAS 39). Zur Überleitung der Kategorien siehe vorne unter Punkt 1.

Kategorien nach IFRS 9 (ab 1. Jänner 2018)

• ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN

Finanzielle Vermögenswerte

Die Gesellschaft klassifiziert alle unter dem Posten Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung enthaltenen Barbestände, Sichteinlagen und kurzfristigen, äußerst liquiden Finanzinvestitionen, die jederzeit in bestimmte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen, als Finanzmittelbestand. Die kurzfristigen Veranlagungen stellen zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte mit einer Laufzeit von unter 3 Monaten dar, welche nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte sind, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden.

Nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind, umfassen insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige gegebene Kredite und Forderungen (im Wesentlichen Darlehen, die für den Erwerb von Management-Darlehen und Genussrechten gewährt wurden), die in den langfristigen Forderungen und Vermögenswerten enthalten sind.

Forderungen werden am Erfüllungstag zu Anschaffungskosten erfasst und in weiterer Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertberichtigung für Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden aufgrund der Amortisation nach der Effektivzinsmethode, aufgrund von Wertminderungen oder bei Ausbuchung des Kredits oder der Forderung in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, erfasst.

Das Unternehmen gewährt den Kunden unter geschäftsüblichen Bedingungen Zahlungsziele, für die allerdings grundsätzlich keine zusätzlichen Sicherheiten oder Bürgschaften zur Sicherung der offenen Beträge angefordert werden. Davon ausgenommen sind Kunden mit nur gelegentlichen Geschäftsbeziehungen sowie Kunden in Hochrisikoländern, von denen die Gesellschaft bestätigte Akkreditive einfordert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die über das übliche Zahlungsziel hinaus gewährt werden, werden marktüblich verzinst.

Es werden laufend Bewertungen der Forderungen durchgeführt und erforderlichenfalls Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen gebildet. Die Wertminderungen tragen den erwarteten Ausfallsrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderung. Die Entscheidung, ob ein Ausfallsrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab.

Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und Erfahrungen der letzten 5 Jahre in Bezug auf Ausfälle von Forderungen, wobei auch erfolglose anwaltliche Betreibung nach 3 Jahren als Ausfall gewertet wird, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen im Zahlungsverhalten.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten umfassen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Banken, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen und derivative Finanzverbindlichkeiten, wobei letztere zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam über die GuV (FVTPL) bewertet werden.

Verbindlichkeiten werden mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Kreditaufnahme verbundenen Transaktionskosten erfasst und in der Folge unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Erträge und Aufwendungen aufgrund der Effektivzinsmethode werden in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Weiters sind Kaufpreise für Anteile an Tochtergesellschaften, die vom Management gehalten werden, in den finanziellen Verbindlichkeiten enthalten. Vertraglich sind die Manager verpflichtet, ihre Anteile bei Eintreffen festgelegter Ereignisse an die Gesellschaft zurück zu verkaufen; ebenso ist die Gesellschaft verpflichtet, die Anteile zurück zu erwerben. Der Rückkaufbetrag bemisst sich jeweils in der Höhe des anteiligen Eigenkapitals zum Zeitpunkt des Verkaufes. Gemäß IAS 32.23 begründet dies eine finanzielle Verbindlichkeit in Höhe des Barwertes des Rückkaufbetrages. Die laufende Bewertung erfolgt mangels exakt vorher bestimmbarer Wertermittlung zum jeweiligen anteiligen Eigenkapital zum Bilanzstichtag, welches den Ergebnisanteil des laufenden Geschäftsjahres enthält, der in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung unter den Zinsaufwendungen bzw. Zinserträgen erfasst ist. Dieser laufende Ergebnisanteil wird als repräsentativ für das Effektivzinsergebnis angesehen.

Weitere finanzielle Verbindlichkeiten resultieren aus dem Management gewährten Genussrechten an Tochtergesellschaften. Die Übertragung dieser Genussrechte an Dritte ist nur mit Zustimmung der Gesellschaft möglich bzw. besteht bei Eintritt bestimmter Ereignisse eine Kaufoption, wobei sich der Rückkaufbetrag am Nettovermögen der jeweiligen Tochtergesellschaft zum Ausübungszeitpunkt bemisst. Der laufende Ergebnisanteil wird als repräsentativ für das Effektivzinsergebnis angesehen und verändert entsprechend die Verbindlichkeit.

• ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT ERFOLGSWIRKSAM ÜBER DIE GUV

Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen

Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisenterminkontrakte, um sich gegen Währungsrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist.

Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken bilanzierter monetärer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wendet das Unternehmen Sicherungsmaßnahmen an, die nicht die Anforderungen für Hedge Accounting erfüllen, jedoch gemäß den Grundsätzen des Risikomanagements effektiv zur Sicherung des finanziellen Risikos beitragen.

Gewinne und Verluste aus Kurssicherungsgeschäften, welche der Absicherung der Kursrisiken aus Konzernlieferungen in fremder Währung dienen und nicht die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehungen gemäß IFRS 9 (bzw. in 2017 IAS 39) erfüllen, werden nicht separat ausgewiesen, sondern gemeinsam mit den Kursgewinnen und Kursverlusten von Lieferungen erfolgswirksam im Betriebsergebnis dargestellt. Die Gesellschaft behält sich auch in Zukunft das Wahlrecht vor, die Kriterien des IAS 39 für Hedge Accounting anzuwenden.

Zudem bestehen Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen (siehe Erläuterung 20).

Anlässlich eines Unternehmenserwerbs in 2010 wurde einmalig eine Fremdwährungssicherung des Kaufpreises zwischen Vertragsabschluss und Closing durchgeführt, die als Fair Value Hedge mit einer nicht in der Bilanz angesetzten festen Verpflichtung als Grundgeschäft bilanziert wurde. Der auf das besicherte Risiko entfallende Verlust wurde als Basis Adjustment auf die erworbenen Vermögenswerte erfasst und wird nun entsprechend der Erfolgswirksamkeit dieser Vermögenswerte (analog zur Abschreibung über die geschätzte Nutzungsdauer) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Zu den zum 31. Dezember 2018 bzw. 2017 vorhandenen Finanzinstrumenten siehe Erläuterung 34.

Kategorien nach IAS 39 (bis 31. Dezember 2017)

• KREDITE UND FORDERUNGEN

Kredite und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Diese umfassen insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige gegebene Kredite und Forderungen (im Wesentlichen Darlehen, die für den Erwerb von Management-Darlehen und Genussrechten gewährt wurden). Forderungen werden am Erfüllungstag zu Anschaffungskosten erfasst und in weiterer Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertberichtigung für Wertminderungen bewertet.

• DERIVATIVE INSTRUMENTE

Derivative Finanzinstrumente, die sowohl Devisenterminkontrakte zur Absicherung gegen Währungsrisiken sowie Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen umfassen, werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam über die GuV bewertet.

• ANDERE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Andere finanzielle Verbindlichkeiten umfassen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Banken, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen, Kaufpreise für Anteile an Tochtergesellschaften, die vom Management gehalten werden, sowie dem Management gewährte Genussrechte an Tochtergesellschaften. Verbindlichkeiten werden mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Kreditaufnahme verbundenen Transaktionskosten erfasst und in der Folge unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Erträge und Aufwendungen aufgrund der Effektivzinsmethode werden in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst.

7. Vorräte

Vorräte bestehen aus Werkstoffen und zugekauften Teilen in unterschiedlichem Fertigstellungsgrad und werden mit Anschaffungsoder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren erzielbaren Marktwert am Bilanzstichtag bewertet. Die Einsatzermittlung erfolgt mittels FIFO-, gewogenem Durchschnittspreis- oder Identitätspreisverfahren. Herstellungskosten von Fertigerzeugnissen beinhalten die Kosten für Rohstoffe, andere direkt zurechenbare Aufwendungen sowie anteilige Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

8. Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte

Die Bewertung des Sachanlagevermögens und der Immateriellen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer. Folgende geschätzte Nutzungsdauern kommen zur Anwendung:

NUTZUNGSDAUER IN JAHREN
Immaterielle Vermögenswerte:
Software 4
Technologie 5–10
Kundenbeziehungen 5–10
Wettbewerbsvereinbarungen 5–10
Markenrechte 10
Sachanlagen:
Bauten 5–50
Technische Anlagen und Maschinen 3–17
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2–10

Das Unternehmen ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung von Sachanlagen und Immateriellen Vermögenswerten vorliegen. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Werthaltigkeit erforderlich, nimmt das Unternehmen eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Wertminderungsaufwendungen der fortzuführenden Geschäftsbereiche werden erfolgswirksam in der Position Wertminderung von Sachanlagen erfasst.

Es wird zu jedem Abschlussstichtag eine Überprüfung vorgenommen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand nicht mehr länger besteht oder sich verringert hat. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung der Annahmen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Die Wertaufholung ist dahingehend begrenzt, dass der Buchwert eines Vermögenswerts weder seinen erzielbaren Betrag noch den Buchwert übersteigen darf, der sich nach Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ergeben hätte, wenn in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird erfolgswirksam erfasst.

Fremdkapitalkosten werden ebenfalls sofort aufwandswirksam erfasst, sofern sich diese nicht auf qualifizierte Vermögenswerte beziehen.

Gemietete Sachanlagen, bei denen sich aufgrund der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge Rechte gleich einem Eigentümer ("finance lease") ergeben, werden wirtschaftlich als Anlagenkäufe behandelt und zum Marktwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden in der Bilanz als Leasingfinanzierungsverpflichtungen ausgewiesen.

Zinsaufwendungen aus aktivierten Leasinggegenständen basieren auf einem Zinssatz von 5,3 %. Dieser wird abhängig vom Mindestzinssatz für Neukredite zu Beginn jedes Leasingverhältnisses oder entsprechend einer kalkulatorischen Rendite des Leasinggebers festgesetzt.

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt.

9. Firmenwerte

Die Firmenwerte werden mit den Anschaffungskosten erfasst und in Folge jährlich zum Stichtag 31. Dezember auf ihre Werthaltigkeit geprüft. Zu diesem Zweck werden die Firmenwerte auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten aufgeteilt und den Nutzungswerten der Geschäftseinheiten aufgrund des erwarteten Cashflows gegenüber gestellt.

Ein einmal erfasster Wertminderungsaufwand für einen Firmenwert wird in den Folgeperioden nicht wieder zugeschrieben.

10. Tatsächliche und latente Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für laufende und frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Vom Unternehmen werden Abgrenzungen für latente Steuern in Übereinstimmung mit der in IAS 12 vorgeschriebenen "Balance Sheet Liability Method" gebildet. Latente Steueransprüche und Schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der diese realisiert werden, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Bei Vorliegen von Verlusten in der aktuellen Periode oder Vorperiode werden für nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge aktive latente Steuern nur in der Höhe erfasst, in der auf Basis der vorliegenden Mittelfristplanungen substanzielle Hinweise dafür vorliegen, dass ein ausreichendes steuerliches Ergebnis zur Verfügung stehen wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei nicht verfallbaren Verlustvorträgen wird dabei auf die Verwertbarkeit innerhalb der nächsten fünf Jahre abgestellt.

Tatsächliche und latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die entweder im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im sonstigen Ergebnis bzw. direkt im Eigenkapital erfasst.

11. Erhaltene Zuschüsse

Zuschüsse der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuschüsse gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Aufwandsbezogene Zuschüsse werden planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, in dem die entsprechenden Aufwendungen anfallen.

Die Zuschüsse für Vermögenswerte werden als Passivposten erfasst, sobald die für den Erhalt notwendigen Bedingungen erfüllt sind. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte und wird im Posten sonstige betriebliche Erträge in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

12. Rückstellungen

In Übereinstimmung mit IAS 37 werden Rückstellungen gebildet, wenn für das Unternehmen gegenwärtig rechtliche oder faktische Verpflichtungen vorliegen, die auf zurückliegenden Ereignissen beruhen und bei denen es wahrscheinlich ist, dass diese zu einem Mittelabfluss führen werden. Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung nach bester Schätzung des Managements ermittelt werden kann. Ist eine vernünftige Schätzung nicht möglich, unterbleibt die Bildung einer Rückstellung.

13. Rückstellungen für Sozialkapital

LEISTUNGSORIENTIERTE PLÄNE

Leistungsorientierte Pläne betreffen ausschließlich Abfertigungsverpflichtungen österreichischer Gesellschaften. Der Arbeitgeber ist bei Beendigung eines Dienstverhältnisses oder bei regulärem Pensionsantritt eines Dienstnehmers verpflichtet, einen Pauschalbetrag an den Dienstnehmer zu leisten, sofern das Dienstverhältnis bereits eine Dauer von 3 Jahren erreicht hat und vor dem 1. Jänner 2003 begonnen hat. Die zu leistenden Beträge reichen in Abhängigkeit von der Dauer des Dienstverhältnisses von mittlerweile 6 bis 12 bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Monatsbezügen. Die Zahlungen sind bei regulärem Pensionsantritt oder Kündigung durch den Arbeitgeber zu leisten, nicht aber bei freiwilligem Austritt des Dienstnehmers. Die Rückstellungsbeträge werden zu jedem Abschlussstichtag mittels versicherungsmathematischer Bewertung unter Anwendung der "Projected Unit Credit Method" mit einer Verteilung des Dienstzeitaufwandes über den Zeitraum vom Eintritt in das Unternehmen bis zum Zeitpunkt des geplanten Pensionsantrittes des jeweiligen Dienstnehmers berechnet und entsprechen dem Barwert der von den Dienstnehmern bis zum Abschlussstichtag erworbenen Leistungsansprüche. Für das Pensionsantrittsalter werden die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen herangezogen. Künftig zu erwartende Gehaltssteigerungen und entsprechende Fluktuationsabschläge werden auf Basis der Erfahrungen der mittelfristigen Vergangenheit berücksichtigt.

Sämtliche Neubewertungen bei leistungsorientierten Versorgungsplänen (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) werden gemäß IAS 19 im sonstigen Ergebnis erfasst. Weitere Anmerkungen zu den Rückstellungen für Abfertigungen sind in Erläuterung 18 enthalten.

BEITRAGSORIENTIERTE PLÄNE

Für Dienstverhältnisse, die österreichischem Recht unterliegen und nach dem 1. Jänner 2003 begonnen wurden, hat das Unternehmen entsprechend den gesetzlichen Regelungen einen Betrag von 1,53 % der laufenden Bezüge an eine Mitarbeitervorsorgekasse abzuführen.

Bei verschiedenen Konzerngesellschaften bestehen beitragsorientierte Pensionspläne einerseits aufgrund länderspezifischer gesetzlicher Verpflichtungen sowie andererseits aufgrund des Abschlusses von Betriebsvereinbarungen bzw. einzelvertraglicher Pensionsvereinbarungen. Die Verpflichtung der Gruppe beschränkt sich darauf, die Beiträge bei Fälligkeit an den jeweiligen Pensionsfonds zu entrichten. Eine rechtliche oder faktische Verpflichtung zu künftigen Leistungen besteht nicht.

Beiträge zu sämtlichen beitragsorientierten Versorgungsplänen werden dann als Aufwand erfasst, wenn die Arbeitnehmer die Arbeitsleistung erbracht haben, die das Unternehmen zur Beitragsleistung verpflichtet.

SONSTIGE LANGFRISTIGE PERSONALVERPFLICHTUNGEN

Nach Maßgabe der österreichischen Kollektivverträge haben Dienstnehmer in Abhängigkeit von der Dauer ihres Dienstverhältnisses Anspruch auf Jubiläumsgeldzahlungen (leistungsorientiertes System). Die rückzustellenden Beträge werden ebenfalls unter Anwendung der "Projected Unit Credit Method" berechnet. Die Parameter der Abfertigungsrückstellung finden ebenso bei der Berechnung der Jubiläumsgeldrückstellung Anwendung. Neubewertungen (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

14. Ertragsrealisierung

Leistungsverpflichtungen aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren gelten bei Übergang der Kontrolle (2017: bei Übergang der Chancen und Risiken), in der Regel bei Lieferung an den Empfänger, als realisiert und werden demzufolge zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllt. Leistungsverpflichtungen aus Service- und Reparaturtätigkeiten gelten mit dem Zeitpunkt der Erbringung der Leistung, somit im Zeitpunkt der Lieferung der servicierten bzw. reparierten Güter an den Kunden, als realisiert. Leistungsverpflichtungen, aus der Unterstützung von Kunden bei der Anwendung von SBO-Tools am Ölfeld, werden über den Zeitraum, in dem die Beratungsleistung vor Ort erbracht wird, erfüllt und somit über einen bestimmten Zeitraum erfasst. Hinsichtlich der Auswirkungen des neuen Standards zur Umsatzrealisierung IFRS 15, welcher seit 01.01.2018 zur Anwendung kommt, verweisen wir auf Erläuterung 4.

Einzelne Unternehmen innerhalb der SBO Gruppe treten als Vermieter auf. Dabei werden Erträge laufend auf Basis der tatsächlichen Nutzung durch den Kunden realisiert (Leistungsverpflichtungen, die über einen bestimmten Zeitraum erfasst werden), grundsätzlich werden keine Mindestleasingverpflichtungen bzw. Mindesterträge vereinbart. Finanzierungsleasingmodelle liegen hier ebenso nicht vor.

Zinserträge werden unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung zeitanteilig realisiert.

15. Forschung und Entwicklung

Gemäß IAS 38 werden Forschungsaufwendungen zum Zeitpunkt ihres Entstehens erfolgswirksam gebucht. Entwicklungsaufwendungen sind zum Entstehungszeitpunkt erfolgswirksam zu erfassen, falls die Voraussetzungen für eine Aktivierung der Entwicklungsaufwendungen gemäß IAS 38 nicht gänzlich erfüllt werden. Im Konzernabschluss der SBO werden Entwicklungskosten mangels Erfüllung der entsprechenden Ansatzkriterien in der Berichtsperiode ihres Anfalls ergebniswirksam erfasst.

16. Aktienbasierte Vergütung

Beginnend mit 2014 wurde mit dem Vorstandsvorsitzenden eine Vereinbarung über eine aktienbasierte Vergütung abgeschlossen, deren jährliche Gewährung ein jeweils aufrechtes Dienstverhältnis voraussetzt. Weiters wurde eine Vereinbarung über die Gewährung einer freiwilligen Abfertigung bei Beendigung des Dienstverhältnisses in Form von SBO-Aktien abgeschlossen. Im Rahmen der Verlängerung des Vorstandsmandates im Jahr 2018 wurden auch die gegenständlichen Vereinbarungen verlängert. Da die Kompensation tatsächlich in eigenen Aktien erfolgt bzw. erfolgen wird, wird die Erfassung des Aufwands aus diesen Vereinbarungen laufend über den Personalaufwand und innerhalb des Eigenkapitals vorgenommen (siehe dazu Erläuterung 32).

17. Schätzungen, Ermessensentscheidungen und Annahmen

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses unter Anwendung der International Financial Reporting Standards müssen bis zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen sowie Ermessensentscheidungen getroffen werden, welche die in der Bilanz, im Anhang und in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Werte beeinflussen. Die sich in der Zukunft tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen, wobei der Vorstand aus derzeitiger Sicht der Meinung ist, dass sich daraus keine wesentlichen negativen Auswirkungen in den Konzernabschlüssen der nächsten Zukunft ergeben werden. Im Folgenden werden die wesentlichen Schätzungen und Ermessensentscheidungen erläutert, die diesem Konzernabschluss zugrundeliegen.

Bei der Erfassung und der Bewertung von im Zuge von Unternehmenserwerben angesetzten Immateriellen Vermögenswerten sind Annahmen und Ermessensentscheidungen zu treffen (siehe Erläuterung 9).

Bei den Sachanlagen und Immateriellen Vermögenswerten sind Einschätzungen über den Zeitraum erforderlich, in dem diese Vermögenswerte vom Unternehmen voraussichtlich genutzt werden können (siehe Erläuterungen 8 und 9). Weiters sind, falls Anhaltspunkte für eine Wertminderung von Sachanlagen oder Immateriellen Vermögenswerten erkannt werden, Schätzungen bei der Ermittlung des erzielbaren Betrages erforderlich.

Für den jährlichen Wertminderungstest der Geschäfts- und Firmenwerte erfolgt eine Schätzung der Nutzungswerte, wobei die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und einen angemessenen Abzinsungssatz wählen muss (siehe Erläuterung 9).

Latente Steueransprüche werden für nicht genutzte steuerliche Verluste in dem Maß angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass

hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Bilanzierung der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung des Managements notwendig, zu welchem Zeitpunkt und in welchem Ausmaß künftig zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, um die temporären Differenzen bzw. Verlustvorträge tatsächlich zu nutzen (siehe Erläuterung 11).

Bei der Bewertung der Vorräte sind Einschätzungen des Managements über die Preisgestaltung und Marktentwicklung erforderlich, um die Höhe der Wertansätze festzulegen (siehe Erläuterung 7). Da entsprechend der zugrundeliegenden Kundenverträge grundsätzlich keine Percentage-of-Completion Methode angewendet wird, sind Schätzungen hinsichtlich bereits erbrachter Leistungen und noch anfallender Kosten der ausschließlich kurzfristigen Aufträge lediglich zur Ermittlung von etwaigen Drohverlustrückstellungen erforderlich.

Bei Forderungen sind neben einer Bewertung auf Basis von Zahlungseingängen der Vergangenheit auch Annahmen über die künftige Ausfallswahrscheinlichkeit notwendig (siehe Erläuterung 5). Neben Überfälligkeiten und Marktrisiken wird dabei auch auf die Erfahrung mit den Kunden Rücksicht genommen. Bei der Erfassung von Umsatzerlösen sind Schätzungen hinsichtlich der zu erwarteten Rückgaben betreffend Produkte mit Rückgaberechten (siehe Erläuterung 15) sowie von zu gewährenden Mengenrabatten erforderlich.

Für den Ansatz von Rückstellungen muss die Eintrittswahrscheinlichkeit zum Abschlussstichtag vom Management evaluiert werden. Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung nach bester Schätzung des Managements ermittelt werden kann (siehe Erläuterung 16).

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und Fluktuationswahrscheinlichkeiten (siehe Erläuterung 18).

Die Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen werden zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert bewertet und in den Folgeperioden zu jedem Abschlussstichtag zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes basiert auf diskontierten Cashflows, die von den jeweils vorliegenden Ergebnisplanungen der betroffenen Gesellschaften abgeleitet werden. Ermessensentscheidungen sind bei der Ermittlung der voraussichtlichen künftigen Cashflows, des erwarteten Ausübungszeitpunktes sowie der Wahl des angemessenen Abzinsungssatzes erforderlich (siehe Erläuterung 20).

Für die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Management-Beteiligungen und Genussrechten sind die zukünftige Zugehörigkeitsdauer der jeweiligen Personen zum Unternehmen und die zukünftige Ergebnisentwicklung zu schätzen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass der jeweilige Anteil am aktuellen Jahresergebnis der Tochtergesellschaft im Wesentlichen dem Effektivzinsaufwand entspricht (siehe Erläuterung 19).

FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Eine Analyse der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember stellt sich wie folgt dar:

in TEUR BUCHWERT WEDER
ÜBERFÄLLIG NOCH
WERTGEMINDERT
ÜBERFÄLLIG ABER NICHT WERTGEMINDERT
≤ 30 TAGE 31-60 TAGE 61-90 TAGE 91-120 TAGE > 120 TAGE
2018 125.127 61.049 32.241 16.044 7.074 4.529 4.082
2017 89.801 49.375 22.540 8.195 4.231 2.222 2.525

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von über 12 Monaten betragen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 446). Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben üblicherweise Zahlungsziele von bis zu 90 Tagen.

Der Buchwert der wertgeminderten Forderungen beträgt TEUR 108 (Vorjahr: TEUR 713). Wertminderungen für erwartete Ausfälle werden gemäß IFRS 9 auf Basis historischer Erfahrungen und unter Berücksichtigung von Außenstandsdauern erfasst (siehe dazu Erläuterung 4). Zum 31.12.2018 betragen die gemäß vereinfachter Methode für über die Laufzeit erwartete Kreditverluste bemessene Wertberichtigungen TEUR 765 (1.1.2018: TEUR 675). Die übrigen Wertberichtigungen betreffen Einzelwertberichtigungen.

Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2018 2017
Stand 1. Jänner 5.394 6.379
Kursdifferenzen 262 -723
Verbrauch -509 -442
Auflösung -1.165 -1.831
Aufwandswirksame Zuführungen 2.863 2.011
Stand 31. Dezember 6.845 5.394

Zu den angeführten Forderungen wurden keine Sicherheiten erhalten.

SONSTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTE

Diese Position enthält im Wesentlichen Forderungen gegenüber Steuerbehörden sowie Periodenabgrenzungen. Weiters sind in diesem Posten Vermögenswerte betreffend Rückgaberechte einzelner Kunden gemäß IFRS 15 in Höhe von TEUR 494 enthalten. Der Vergleichswert zum 31.12.2017 beträgt TEUR 412, eine vorzeitige Anwendung des IFRS 15 ist in 2017 nicht erfolgt.

Zu den Forderungen wurden keine Sicherheiten erhalten und keine Wertberichtigungen vorgenommen.

ERLÄUTERUNG 7

VORRÄTE

Die Gliederung der Vorräte ist in folgender Übersicht detailliert dargestellt:

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 15.487 9.806
Unfertige Erzeugnisse 71.575 44.096
Fertige Erzeugnisse 58.797 42.984
Anzahlungen 0 200
Summe 145.859 97.086

Die Wertberichtigungen, welche im Jahr 2018 als Aufwand erfasst wurden, betrugen TEUR 1.361 (Vorjahr: TEUR 2.502).

SACHANLAGEN

Eine Zusammenfassung der Bruttowerte und der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen des Sachanlagevermögens kann wie folgt dargestellt werden:

2018

in TEUR GRUNDSTÜCKE
UND BAUTEN
TECHNISCHE
ANLAGEN UND
MASCHINEN
ANDERE ANLAGEN,
BETRIEBS- UND
GESCHÄFTSAUS
STATTUNG
ANZAHLUNGEN UND
ANLAGEN IN BAU
SUMME
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Jänner 2018 93.910 360.215 13.462 607 468.194
Umrechnungsdifferenzen 2.259 9.046 230 97 11.632
Zugänge 4.349 24.703 1.151 5.377 35.580
Umbuchungen 200 6.927 143 -2.996 4.274
Einstufung als "zur Veräußerung gehalten" -71 0 0 0 -71
Abgänge -86 -15.320 -605 48 -15.963
31. Dezember 2018 100.561 385.571 14.381 3.133 503.646
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
1. Jänner 2018 28.328 283.729 10.965 0 323.022
Umrechnungsdifferenzen 612 6.923 188 0 7.723
Zugänge aus Abschreibungen 3.034 29.490 1.232 0 33.756
Zugänge aus Wertminderungen 947 1.341 93 0 2.381
Umbuchungen 0 4.136 0 0 4.136
Abgänge -18 -11.464 -593 0 -12.075

Buchwerte

31. Dezember 2018 67.658 71.416 2.496 3.133 144.703
31. Dezember 2017 65.582 76.486 2.497 607 145.172
  1. Dezember 2018 32.903 314.155 11.885 0 358.943

2017

in TEUR GRUNDSTÜCKE
UND BAUTEN
TECHNISCHE
ANLAGEN UND
MASCHINEN
ANDERE ANLAGEN,
BETRIEBS- UND
GESCHÄFTSAUS
STATTUNG
ANZAHLUNGEN UND
ANLAGEN IN BAU
SUMME
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Jänner 2017 93.274 378.468 13.576 286 485.604
Umrechnungsdifferenzen -6.629 -29.384 -898 -52 -36.963
Zugänge 7.243 19.243 1.466 4.010 31.962
Umbuchungen 233 3.375 -2 -3.606 0
Abgänge -211 -11.487 -680 -31 -12.409
31. Dezember 2017 93.910 360.215 13.462 607 468.194
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
1. Jänner 2017 26.840 282.292 11.128 0 320.260
Umrechnungsdifferenzen -1.850 -21.300 -719 0 -23.869
Zugänge aus Abschreibungen 3.467 30.557 1.193 0 35.217
Umbuchungen 0 1 -1 0 0
Abgänge -129 -7.821 -636 0 -8.586
31. Dezember 2017 28.328 283.729 10.965 0 323.022
Buchwerte
31. Dezember 2017 65.582 76.486 2.497 607 145.172
31. Dezember 2016 66.434 96.176 2.448 286 165.344

Das Unternehmen besitzt Produktionsstätten in folgenden Ländern: Österreich, USA, Großbritannien, Mexiko, Vietnam und Singapur.

Service- und Wartungsstützpunkte sowie Verkaufsstellen werden in den USA, Kanada, Großbritannien, Singapur, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi Arabien, Russland, Mexiko und Brasilien geführt.

Die Umbuchungen des Jahres 2018 enthalten Maschinen mit einem Buchwert zum 31.12.2018 von TEUR 157, die in Vorjahren als zur Veräußerung gehalten waren, in 2018 aber mangels positiver Verkaufsaussichten, aber aufgrund künftiger zumindest gelegentlicher Nutzungsmöglichkeit zum bestehenden Buchwert wieder in die Sachanlagen zurückgebucht wurden.

Das Bestellobligo für Investitionen in Sachanlagen betrug zum 31. Dezember 2018 TEUR 2.123 (Vorjahr: TEUR 1.222).

FINANZIERUNGSLEASING

Die Buchwerte der unter den technischen Anlagen und Maschinen ausgewiesenen aktivierten geleasten Anlagegegenstände betragen zum 31. Dezember 2018 TEUR 76 (Vorjahr: TEUR 90), die Barwerte der Verpflichtungen für künftige Mindestleasingzahlungen TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 79).

OPERATIVES LEASING

Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen bestehen aufgrund von Leasing-, Miet- und Pachtverträgen Verpflichtungen in folgendem Umfang:

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Im folgenden Jahr 3.366 3.189
Zwischen einem und fünf Jahren 4.990 5.432
Über fünf Jahre 2.461 2.858

Zahlungen aus operativen Leasingverhältnissen, welche als laufender Aufwand verbucht wurden, betrugen im Jahr 2018 TEUR 4.275 (Vorjahr: TEUR 3.918).

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Eine Zusammenfassung der Bruttowerte und der kumulierten Abschreibungen der Immateriellen Vermögenswerte kann wie folgt dargestellt werden:

2018

in TEUR FIRMENWERTE TECHNOLOGIE WETTBEWERBS
VEREINBARUNGEN
KUNDEN
BEZIEHUNGEN
ÜBRIGE
IMMATERIELLE
VERMÖGENSWERTE
GESAMT
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Jänner 2018 230.833 66.971 15.450 34.742 12.873 360.869
Umrechnungsdifferenzen 4.731 1.702 148 698 333 7.612
Zugänge 0 0 0 0 333 333
Umbuchungen 0 0 0 0 14 14
Abgänge 0 0 -3.662 0 -25 -3.687
31. Dezember 2018 235.564 68.673 11.936 35.440 13.528 365.141
Kumulierte Abschreibungen
und Wertminderungen
1. Jänner 2018 74.540 36.563 9.526 26.248 8.167 155.044
Umrechnungsdifferenzen -129 784 25 556 197 1.433
Zugänge aus Abschreibungen 0 6.303 1.883 3.813 1.132 13.131
Abgänge 0 0 -3.662 0 0 -3.662
31. Dezember 2018 74.411 43.650 7.772 30.617 9.496 165.946
Buchwerte
31. Dezember 2018 161.153 25.023 4.164 4.823 4.032 199.195
31. Dezember 2017 156.293 30.408 5.924 8.494 4.706 205.825

2017

in TEUR FIRMENWERTE TECHNOLOGIE WETTBEWERBS
VEREINBARUNGEN
KUNDEN
BEZIEHUNGEN
ÜBRIGE
IMMATERIELLE
VERMÖGENSWERTE
GESAMT
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Jänner 2017 264.474 73.843 16.537 38.283 14.172 407.309
Umrechnungsdifferenzen -24.665 -6.872 -1.087 -3.541 -1.182 -37.347
Zugänge 0 0 0 0 107 107
Abgänge -8.976 0 0 0 -224 -9.200
31. Dezember 2017 230.833 66.971 15.450 34.742 12.873 360.869
Kumulierte Abschreibungen
und Wertminderungen
1. Jänner 2017 89.758 32.872 7.857 24.489 7.713 162.689
Umrechnungsdifferenzen -6.242 -2.859 -386 -2.384 -576 -12.447
Zugänge aus Abschreibungen 0 6.550 2.055 4.143 1.156 13.904
Abgänge -8.976 0 0 0 -126 -9.102
31. Dezember 2017 74.540 36.563 9.526 26.248 8.167 155.044
Buchwerte
31. Dezember 2017 156.293 30.408 5.924 8.494 4.706 205.825
31. Dezember 2016 174.716 40.971 8.680 13.794 6.459 244.620

Das Bestellobligo für Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte betrug zum 31. Dezember 2018 TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

1. Firmenwerte

Die in der Bilanz ausgewiesenen Firmenwerte entfallen auf die folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Segmente:

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Segment Advanced Manufacturing & Services
Knust-Godwin LLC 19.474 18.593
SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Technology GmbH 4.655 4.655
Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Limited 798 798
Segment Oilfield Equipment
Downhole Technology LLC 86.353 82.444
Resource Well Completion Technologies Inc. 23.707 24.599
DSI FZE 21.833 20.866
BICO Drilling Tools Inc. 4.213 4.214
BICO Faster Drilling Tools Inc. 120 124
Summe 161.153 156.293

Die Bewertung von sämtlichen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erfolgte anhand des Nutzungswertes durch Diskontierung der prognostizierten Cashflows unter Heranziehung eines Kapitalkostensatzes nach Steuern (WACC = Weighted Average Costs of Capital), welcher aufgrund aktueller Marktdaten für vergleichbare Unternehmen im selben Industriezweig unter Berücksichtigung der länderspezifischen Inflationserwartungen ermittelt wurde. Der Detailprognosezeitraum beträgt 5 Jahre (Vorjahr: 5 Jahre), die Cashflows basieren auf Budgetierungen des Managements. Für die ewige Rente wurde für sämtliche zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ein Cashflow mit konstanter Wachstumsrate von 1 % (Vorjahr: 1 %) angenommen.

Folgende Diskontierungssätze kamen zum 31.12.2018 bzw. 31.12.2017 zur Anwendung:

WACC (VOR STEUERN)

31.12.2018 31.12.2017
Segment Advanced Manufacturing & Services
Knust-Godwin LLC 12,7 % 10,7 %
SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Technology GmbH 13,0 % 12,5 %
Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Limited 13,4 % 12,1 %
Segment Oilfield Equipment
Downhole Technology LLC 13,1 % 11,0 %
Resource Well Completion Technologies Inc. 12,9 % 11,5 %
DSI FZE 11,6 % 10,1 %
BICO Drilling Tools Inc. 12,6 % 10,7 %

Die Cashflows wurden auf Basis der prognostizierten Umsätze und der geplanten Investitionen ermittelt. Der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird am stärksten von den Umsatzerlösen beeinflusst. Die Planung der Umsatzerlöse und Cashflows berücksichtigt einerseits die aus Vergangenheitswerten abgeleitete Zyklizität der Industrie und andererseits langfristige Entwicklungen des Absatzmarktes. Die Umsatzplanungen basieren bei sämtlichen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf der erwarteten Geschäftsentwicklung in der Oilfield Service-Industrie. Diese wird aus Erwartungswerten über Bohraktivitäten, den geografischen Absatzmärkten sowie unternehmensspezifischen Entwicklungen abgeleitet. Die Margenplanung wird darüber hinaus aus dem erwarteten Produktmix sowie den erwarteten Kostenentwicklungen aufgrund erwarteter Materialpreisentwicklungen und geplanten Investitionen abgeleitet. Weiters wird die geschätzte Personalentwicklung (basierend auf geplantem Headcount, erforderlicher Qualifikation der benötigten Mitarbeiter sowie aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage erwarteten Personalkosten) berücksichtigt.

Die durchgeführten Werthaltigkeitstests haben kein Erfordernis einer Wertminderung ergeben. Die Veränderung der Buchwerte der Firmenwerte sämtlicher zahlungsmittelgenerierenden Einheiten in 2018 ergab sich aus der Fremdwährungsumrechnung.

Für sämtliche zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Da der Nutzungswert insbesondere auf Veränderungen der Annahmen zu den Cashflows sowie zum Diskontierungsfaktor reagiert, wurde dabei jeweils isoliert ein vom Management als möglich erachteter Anstieg des Diskontierungsfaktors um 1 Prozentpunkt sowie eine Reduktion der Cashflows von 10 % berücksichtigt.

Dabei ergab sich für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Resource Well Completion Technologies Inc. ein Wertberichtigungsaufwand. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit übersteigt deren Buchwert um TEUR 898. Nachfolgend wurden die Parameter derart geändert, dass der geschätzte erzielbare Betrag zum 31. Dezember 2018 gleich dem Buchwert wäre. Eine Änderung der Cashflows um -3,0 % oder ein Anstieg des Diskontierungsfaktors um 0,2 Prozentpunkte würde zu einem Wertminderungsbedarf führen.

2. Sonstige Immaterielle Vermögenswerte

Die Sonstigen Immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Technologie, Kundenbeziehungen, Markenrechte und Rechte aus Wettbewerbsvereinbarungen betreffend Spezialtools für die Untertagezirkulationstechnologie (Circulation Tools) aus einem Unternehmenszusammenschluss im Jahr 2010 (Buchwert zum 31. Dezember 2018: TEUR 8.029; Vorjahr: TEUR 13.397). Diese Vermögenswerte werden über einen Zeitraum von 10 Jahren amortisiert.

Darüber hinaus wurden im Rahmen der erstmaligen Erfassung der Resource Well Completion Technologies Inc. im Jahr 2014 erworbene Technologien (Buchwert zum 31. Dezember 2018: TEUR 1.766; Vorjahr: TEUR 2.479) sowie erworbene Kundenbeziehungen aktiviert (Buchwert zum 31. Dezember 2018: TEUR 1.050; Vorjahr: TEUR 2.397). Die Technologie kann ab dem Erwerb über rund 7 Jahre genutzt werden, die Kundenbeziehungen werden über eine Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben. Weiters wurden Rechte aus Wettbewerbsvereinbarungen für eine Laufzeit von zumindest 5 Jahren aktiviert (Buchwert zum 31. Dezember 2018: TEUR 539; Vorjahr: TEUR 1.231).

Im Rahmen der erstmaligen Erfassung der Downhole Technology LLC im Jahr 2016 wurden erworbene Technologien (Buchwert zum 31. Dezember 2018: TEUR 16.258; Vorjahr: TEUR 17.663) sowie Markenrechte (Buchwert zum 31. Dezember 2018: TEUR 1.355; Vorjahr: TEUR 1.472) mit einer Nutzungsdauer von 10 Jahren aktiviert. Weiters wurden Rechte aus Wettbewerbsvereinbarungen (Buchwert zum 31. Dezember 2018: TEUR 3.105; Vorjahr: TEUR 3.877) erfasst, die über einen Zeitraum von 6 Jahren amortisiert werden.

Weitere Sonstige Immaterielle Vermögenswerte betreffen im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses in 2012 erworbene Technologien sowie Wettbewerbsvereinbarungen.

Zusätzlich beinhalten die Sonstigen Immateriellen Vermögenswerte Nutzungsrechte für EDV-Software.

LANGFRISTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTE

Diese Position besteht im Wesentlichen aus verzinslichen Darlehen, welche an das Management von in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen für den Erwerb von Anteilen bzw. Genussrechten an diesen Gesellschaften gewährt wurden (siehe auch Erläuterung 19). Für das Unternehmen besteht hier nur ein eingeschränktes Kreditrisiko, da die Anteile bei Nichterfüllung der Darlehensbedingungen an das Unternehmen zurückgegeben werden müssen. Die Darlehen sind grundsätzlich laufend anteilig zu tilgen, eine vollständige Tilgung hat spätestens bei Rückübertragung der Anteile bzw. Genussrechte und somit spätestens erst bei Beendigung der Dienstverhältnisse zu erfolgen.

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Darlehen 8.458 9.540
Andere Forderungen und Vermögenswerte 1.296 1.398
Summe 9.754 10.938

Weder zum 31. Dezember 2018 noch zum 31. Dezember 2017 waren Wertberichtigungen vorzunehmen. Es bestanden keine überfälligen Forderungen.

Zu den angeführten anderen Forderungen und Vermögenswerten wurden keine Sicherheiten erhalten.

LATENTE STEUERN

Die aktiven und passiven latenten Steuerabgrenzungen resultieren aus den folgenden Positionen:

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
aktiv passiv aktiv passiv
Sachanlagen 1.359 -5.751 1.036 -4.150
Sonstige Immaterielle Vermögenswerte (unterschiedliche Nutzungsdauern) 1.153 -167 711 -188
Firmenwerte und sonstige Immaterielle Vermögenswerte (unterschiedliche Wertansätze) 0 -7.438 0 -7.360
Vorräte (Bewertungsunterschiede) 6.096 0 5.818 0
Beteiligungsbewertung 688 0 1.050 0
Optionsverbindlichkeiten 21.333 0 19.091 0
Sonstige Posten (Bewertungsunterschiede) 1.862 -405 1.139 -365
Rückstellungen 2.538 0 2.400 0
Kursdifferenzen Schuldenkonsolidierung -64 0 1.041 0
Steuerliche Verlustvorträge 3.098 0 6.600 0
Zwischensumme 38.063 -13.761 38.886 -12.063
Saldierung gegenüber der selben Steuerbehörde -11.719 11.719 -9.749 9.749
Summe 26.344 -2.042 29.137 -2.314

Nicht angesetzt bzw. wertberichtigt wurden latente Steuern in der Höhe von TEUR 7.263 (Vorjahr: TEUR 5.108) für Verlustvorträge, deren Verbrauch im Rahmen der vorliegenden Mittelfristplanung nicht gesichert ist. Diese werden wie folgt auslaufen:

in TEUR 2019 2020 2021 2022 2023 nach 2023 nie Summe
205 33 346 53 520 2.643 3.463 7.263

In den aktiven latenten Steuerabgrenzungen sind Steueransprüche in Höhe von TEUR 688 (Vorjahr: TEUR 1.050) aus nach österreichischem Steuerrecht abzugsfähigen Siebentelabschreibungen von Finanzanlagen in Höhe von TEUR 2.750 (Vorjahr: TEUR 4.200) enthalten.

Zu den Optionsverbindlichkeiten siehe Erläuterung 20.

Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften bestehen insbesondere aus einbehaltenen Gewinnen bzw. nicht abgedeckten Verlusten resultierende Unterschiede zwischen steuerlichem Beteiligungsansatz und anteiligem Eigenkapital (Outside Basis Differences). Daraus bestehen zum 31. Dezember 2018 temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 78.824 (Vorjahr: TEUR 80.226), da Ausschüttungen oder Beteiligungsveräußerungen einzelner Gesellschaften grundsätzlich steuerwirksam wären. Da der Konzern in absehbarer Zukunft keine Ausschüttungen oder Veräußerungen für diese Gesellschaften plant, wurden gemäß IAS 12.39 jedoch keine latenten Steuern angesetzt. Mangels geplanter Ausschüttungen wurden zum 31. Dezember 2018 ebenso keine Quellensteuern erfasst (Vorjahr: TEUR 0).

ERLÄUTERUNG 12

ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE

Im Geschäftsjahr 2017 wurde im Segment "Advanced Manufacturing & Services" ein aufgrund der Zusammenlegung von Produktionsstandorten in den USA nicht mehr benötigtes Grundstück verkauft, welches bereits zum 31. Dezember 2016 in den Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten ausgewiesen wurde. Die daraus resultierenden Erträge in Höhe von TEUR 1.938 sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Restrukturierungserträgen enthalten (siehe dazu Erläuterung 26).

Ein vorläufig zurückbleibender Restanteil des Grundstücks (TEUR 465) soll nach Abklärung umweltrelevanter Themen ebenso verkauft werden. Eine weitere Abwertung war in diesem Zusammenhang nicht erforderlich. Zwei zum 31.12.2017 in diesem Posten zum Verkauf stehende Maschinen (Buchwert 31.12.2018: TEUR 157) wurden mangels positiver Verkaufsaussichten und nunmehriger gelegentlicher Nutzungsmöglichkeit in 2018 mit dem bestehenden Buchwert in die Sachanlagen umgegliedert.

BANKVERBINDLICHKEITEN

Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten gliedern sich zum 31. Dezember 2018 wie folgt:

WÄHRUNG BETRAG IN TEUR ZINSSATZ IN %
Kredite in GBP 6.707 1,82 % variabel
Kredite in CAD 704 5,45 % variabel
Zwischensumme 7.411
Exportförderungskredite (EUR) 24.000 0,18–0,45 % variabel
Summe 31.411

Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten gliedern sich zum 31. Dezember 2017 wie folgt:

WÄHRUNG BETRAG IN TEUR ZINSSATZ IN %
Kredite in GBP 6.763 1,43 % variabel
Kredite in CAD 1.117 4,70 % variabel
Zwischensumme 7.880
Exportförderungskredite (EUR) 24.000 0,18–0,45 % variabel
Summe 31.880

Die Exportförderungskredite stellen revolvierende Kreditrahmen dar, welche von der Gesellschaft unter Einhaltung bestimmter Kreditvereinbarungen dauerhaft in Anspruch genommen werden können. Gemäß den Exportförderungsrichtlinien wurden Forderungen in der Höhe von TEUR 28.800 (Vorjahr: TEUR 28.800) als Sicherheit für diese Kredite vereinbart.

Die CAN-Dollar-Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 704 (Vorjahr: TEUR 1.117) waren durch eine "floating-charge" auf das gesamte Umlaufvermögen des aufnehmenden Unternehmens besichert.

ERHALTENE ZUSCHÜSSE

Die erhaltenen Zuschüsse betragen zum 31. Dezember 2018 TEUR 958 (Vorjahr: TEUR 57) und beinhalten eine Zuwendung aus einem öffentlichen Investitions- und Technologiefonds sowie andere erhaltene Investitionszuschüsse in Zusammenhang mit der Anschaffung von Sachanlagen und Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen. Einzelne Investitionszuschüsse sind an die Einhaltung von Förderauflagen gebunden (z.B. Anzahl der Mitarbeiter). Im Geschäftsjahr 2015 hat die Gesellschaft Zuschüsse in Höhe von TEUR 2.638 erhalten, die an die Einhaltung bestimmter Bedingungen in den Jahren 2018–2020 geknüpft sind. Aufgrund bestehender Unsicherheiten hinsichtlich der künftigen Einhaltung dieser Bedingungen war dieser Betrag zum 31. Dezember 2017 in den kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Für einen Betrag von TEUR 2.295 konnte zwischenzeitlich die tatsächliche bzw. erwartete Erfüllung der Voraussetzungen nachgewiesen werden, sodass diese Zuwendungen im Geschäftsjahr 2018 in die Zuschüsse umgegliedert und entsprechend der Abschreibungen der zugrundeliegenden geförderten Vermögenswerte erfolgswirksam aufgelöst wurden. Zum Stichtag wie auch im Vorjahr wurden die Förderauflagen für die in diesem Posten ausgewiesenen Zuschüsse eingehalten.

ERLÄUTERUNG 15

SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Noch nicht konsumierte Urlaube 2.441 2.413
Sonstige Personalaufwendungen 7.474 7.245
Rechts- und Beratungskosten 1.462 985
Steuerverbindlichkeiten 4.453 2.691
Sozialaufwendungen 2.483 2.074
Rückerstattungverbindlichkeit gemäß IFRS 15 1.829 1.325
Optionsverpflichtung aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen 145.059 5.773
Andere sonstige Verbindlichkeiten 5.736 7.607
Summe 170.937 30.113

Zu den Optionsverpflichtungen aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen siehe Erläuterung 20.

Die anderen sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Vertragsverpflichtungen aus Kundenverträgen (Anzahlungen auf Bestellungen und Umsatzabgrenzungen) in Höhe von TEUR 214. Zum 31.12.2017 waren in dieser Position TEUR 671 enthalten, von denen in 2018 TEUR 619 als Umsatz erfasst wurden.

Im Vorjahr waren Rückerstattungsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.325 innerhalb der anderen sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen, die zur verbesserten Vergleichsmöglichkeit in 2018 in die Position Rückerstattungsverbindlichkeit gemäß IFRS 15 umgegliedert wurden. Eine vorzeitige Anwendung des IFRS 15 ist in 2017 nicht erfolgt.

ERLÄUTERUNG 16

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

2018
in TEUR 31.12.2017 VERWENDUNG AUFLÖSUNG DOTIERUNG 31.12.2018
Gewährleistungen und Garantien 1.729 -2 -312 24 1.439
Restrukturierung 0 0 0 950 950
Sonstige 3.422 -880 -267 90 2.365
Summe 5.151 -882 -579 1.064 4.754

Die Reduktion der Vorsorgen für Gewährleistungsrisiken im Jahr 2018 ist auf reduzierte Vorjahresumsätze im betroffenen Geschäftsfeld zurückzuführen.

Im vierten Quartal 2017 wurde durch einen Wettbewerber eine Klage über eine Patentrechtsverletzung seitens eines Unternehmens der SBO Gruppe eingebracht. Das Management des Unternehmens erachtet die behauptete Patentrechtsverletzung als gegenstandslos und bestreitet die Vorwürfe nachhaltig. Aufgrund der derzeitigen Sachlage ist die Höhe eines etwaigen – über Rechtsberatungskosten hinausgehenden – finanziellen Risikos derzeit noch nicht verlässlich abschätzbar und wird auch nicht als wahrscheinlich erachtet. Für diesbezüglich erwartete Anwaltskosten wurden im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 Vorsorgen in Höhe von TEUR 3.000 gebildet und davon im Geschäftsjahr 2018 TEUR 800 bestimmungsgemäß verwendet. An der in 2017 getroffenen Gesamteinschätzung haben sich bisher keine wesentlichen Änderungen ergeben.

Zu den Restrukturierungsrückstellungen siehe Erläuterung 26.

Es wird erwartet, dass die Kosten im Zusammenhang mit den kurzfristigen Rückstellungen innerhalb des nächsten Geschäftsjahres anfallen werden.

LANGFRISTIGE DARLEHEN INKLUSIVE KURZFRISTIGER TEIL (PLANMÄSSIGE TILGUNGEN DES NÄCHSTEN JAHRES)

Zum 31. Dezember 2018 setzen sich die langfristigen Darlehen in Höhe von TEUR 272.588, davon kurzfristiger Anteil TEUR 18.310 wie folgt zusammen:

WÄHRUNG BETRAG IN TEUR ZINSSATZ IN % LAUFZEIT RÜCKZAHLUNG
EUR 10.000 1,832 % fix 2018 – 2027 jährlich ab 2021
EUR 19.500 1,732 % fix 2018 – 2027 jährlich ab 2021
EUR 6.000 1,35 % variabel 2018 – 2027 jährlich ab 2021
EUR 20.500 2,352 % fix 2018 – 2027 endfällig
EUR 3.000 2,445 % fix 2018 – 2027 endfällig
EUR 4.500 1,961 % fix 2018 – 2025 endfällig
EUR 10.000 1,707 % fix 2018 – 2025 jährlich ab 2022
EUR 1.389 0,000 % fix 2008 – 2024 vierteljährlich ab 2011
EUR 30.000 1,782 % fix 2018 – 2024 endfällig
EUR 45.455 0,789 % fix 2016 – 2023 halbjährlich ab 2018
EUR 10.000 1,482 % fix 2018 – 2023 endfällig
EUR 18.750 1,582 % fix 2018 – 2023 endfällig
EUR 2.500 1,840 % fix 2016 – 2023 endfällig
EUR 10.000 2,060 % fix 2016 – 2023 endfällig
EUR 5.000 1,090 % fix 2018 – 2022 endfällig
EUR 780 0,000 % fix 2015 – 2022 vierteljährlich ab 2017
EUR 20.000 0,850 % fix 2018 – 2021 vierteljährlich ab 2019
EUR 2.000 1,620 % fix 2016 – 2021 endfällig
EUR 5.000 1,430 % fix 2016 – 2021 endfällig
EUR 7.500 1,440 % fix 2016 – 2021 endfällig
EUR 10.000 1,590 % fix 2016 – 2021 endfällig
EUR 30.000 3,110 % fix 2013 – 2020 endfällig
EUR 714 1,500 % fix 2013 – 2020 halbjährlich ab 2015
272.588

Die folgenden Darlehen wurden mit Sicherheiten unterlegt:

• TEUR 2.883 (Vorjahr: TEUR 4.816) – Pfandrecht an Grund und Gebäuden sowie Maschinen mit einem Buchwert von TEUR 11.118 (Vorjahr: TEUR 12.524)

Bezüglich Marktwerte siehe Erläuterung 34, hinsichtlich Zinsrisiko siehe Erläuterung 35.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR SOZIALKAPITAL

Die Rückstellungen für Sozialkapital setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Abfertigungen 3.970 3.639
Jubiläumsgelder 1.785 1.623
Summe 5.755 5.262

Bei der Berechnung der Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen kamen folgende versicherungsmathematische Parameter zur Anwendung:

2018 2017
Rechnungszinssatz 1,80 % 1,70 %
Gehaltssteigerung 3,50 % 3,50 %
Fluktuationsabschlag 0,0–15,0 % 0,0–15,0 %

Die Rückstellungsbeträge wurden unter Anwendung der Sterbetabellen AVÖ 2018-P (Vorjahr: AVÖ 2008-P) von Pagler & Pagler berechnet. Neubewertungen für Abfertigungsrückstellungen (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) werden gemäß IAS 19 im sonstigen Ergebnis erfasst.

Für die ausgewiesenen Verpflichtungen wurden keine Beiträge an gesondert verwaltete Fonds geleistet.

Abfertigungsrückstellungen

Die Rückstellung für Abfertigungen hat sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 2018 2017
Barwert der Abfertigungsverpflichtung zum 1. Jänner 3.639 3.761
Dienstzeitaufwand 157 147
Zinsaufwand 62 51
Summe der Aufwendungen für Abfertigungen 219 198
Neubewertungen 204 -150
Laufende Abfertigungszahlungen -92 -170
Barwert der Abfertigungsverpflichtung zum 31. Dezember 3.970 3.639

Die in der Tabelle ausgewiesenen Aufwendungen werden in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung im Personalaufwand der jeweiligen Funktionsbereiche ausgewiesen (siehe Erläuterung 24).

Die gemäß IAS 19 im sonstigen Ergebnis erfassten Neubewertungen der Rückstellungen für Abfertigungen setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2018 2017
Neubewertung der Verpflichtungen
aus der Änderung finanzieller Annahmen 49 -83
aus erfahrungsbedingten Anpassungen 155 -67
Summe 204 -150

Zum 31. Dezember 2018 beträgt die durchschnittliche Laufzeit der Abfertigungsverpflichtungen 11,4 Jahre (Vorjahr: 11,4 Jahre).

Sensitivitätsanalyse

In der nachfolgenden Sensitivitätsanalyse wurden die Auswirkungen resultierend aus Änderungen wesentlicher versicherungsmathematischer Annahmen auf die Verpflichtung dargestellt. Es wurde jeweils ein wesentlicher Einflussfaktor verändert, während die übrigen Einflussgrößen konstant gehalten wurden. In der Realität ist es jedoch eher unwahrscheinlich, dass diese Einflussgrößen nicht korrelieren. Die Ermittlung der geänderten Verpflichtung erfolgt analog zur Ermittlung der tatsächlichen Verpflichtung nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) gemäß IAS 19.

ABFERTIGUNGEN BARWERT DER VERPFLICHTUNG (DBO)
31.12.2018
in TEUR ÄNDERUNG DER ANNAHME VERÄNDERUNG DER RÜCKSTELLUNG
BEI ANSTIEG DER ANNAHME
VERÄNDERUNG DER RÜCKSTELLUNG
BEI VERRINGERUNG DER ANNAHME
Rechnungszinssatz +/- 0,5 Prozentpunkte -211 231
Gehaltssteigerung +/- 0,5 Prozentpunkte 217 -201

Jubiläumsgeldrückstellung

Die Rückstellung für Jubiläumsgelder hat sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 2018 2017
Barwert der Jubiläumsgeldverpflichtung zum 1. Jänner 1.623 1.535
Dienstzeitaufwand 131 129
Zinsaufwand 27 23
Summe der Aufwendungen für Jubiläumsgelder 158 152
Neubewertungen 96 -32
Laufende Jubiläumsgeldzahlungen -92 -32
Barwert der Jubiläumsgeldverpflichtung zum 31. Dezember 1.785 1.623

Beitragsorientierte Vorsorgepläne

Zahlungen im Rahmen der beitragsorientierten Pensions- und Mitarbeitervorsorgepläne wurden aufwandswirksam erfasst und betrugen im Geschäftsjahr 2018 TEUR 578 (Vorjahr: TEUR 465). Für das Folgejahr wird mit Beitragszahlungen in Höhe von rund TEUR 500 gerechnet.

SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Optionsverbindlichkeiten 0 131.515
Management-Beteiligungen 12.481 11.767
Genussrechte 4.979 5.397
Wettbewerbsvereinbarungen 725 1.067
Sonstige Verpflichtungen 639 145
Summe 18.824 149.891

Zu den Optionsverbindlichkeiten, die in 2018 in die kurzfristigen Verbindlichkeiten umgegliedert wurden, siehe Erläuterung 20.

Bei den folgenden Gesellschaften, welche in den Konsolidierungskreis einbezogen sind, werden Anteile von deren Management gehalten:

31.12.2018 31.12.2017
Gesellschaft
BICO Drilling Tools Inc. 9,35 % 9,35 %
BICO DRILLING TOOLS FZE 9,35 % -
BICO Faster Drilling Tools Inc. 11,00 % 11,00 %
Schoeller-Bleckmann Energy Services L. L. C. 3,00 % 3,00 %
Schoeller-Bleckmann Darron Limited 5,00 % 5,00 %
Techman Engineering Limited 9,35 % 9,35 %
Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Limited 6,00 % 6,00 %
ADRIANA HOLDING COMPANY LIMITED 1,00 % 1,00 %

Das Management ist damit anteilig an diesen Firmen beteiligt.

Bei den folgenden Gesellschaften, welche in den Konsolidierungskreis einbezogen sind, werden Genussrechte vom jeweiligen Management gehalten:

31.12.2018 31.12.2017
Gesellschaft
DSI FZE 2,90 % 5,50 %
SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Technology GmbH 0,95 % 0,80 %
Resource Well Completion Technologies Inc. 5,00 % 5,00 %
Downhole Technology LLC 1,00 % 1,00 %

Der für Management-Beteiligungen und Genussrechte erfasste Effektivzinsaufwand betrug TEUR 1.221. Der erfasste Effektivzinsertrag betrug TEUR 228 (Vorjahr: Aufwand TEUR 1.324, Ertrag TEUR 585) und wird unter den Zinsaufwendungen bzw. -erträgen dargestellt.

ERLÄUTERUNG 20

OPTIONSVERBINDLICHKEITEN

Die Gesellschaft hat im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen mit den nicht beherrschenden Gesellschaftern Optionsvereinbarungen zum späteren Erwerb dieser nicht beherrschenden Anteile abgeschlossen. Der Ausübungspreis der Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen ist jeweils von den erzielten Ergebnissen der betreffenden Unternehmen abhängig.

Zum Erwerbszeitpunkt werden diese Optionsverbindlichkeiten mit dem, auf Basis der zu diesem Zeitpunkt aktuellen Unternehmensplanung, erwarteten diskontierten Zahlungsbetrag aus dieser Kündigungsoption in den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert, da eine unbedingte Zahlungsverpflichtung für den Konzern besteht. Aus Konzernsicht werden aufgrund dieser Optionsverpflichtung somit 100 % der Anteile an dieser Gesellschaft bilanziert. Die Ergebnisse der betreffenden Tochterunternehmen werden folglich zu 100 % den Eigentümern des Mutterunternehmens zugerechnet.

In Folge werden die Optionsverbindlichkeiten mit dem am Bilanzstichtag erwarteten diskontierten Zahlungsbetrag auf Basis der jeweils aktuellen Unternehmensplanung bewertet. Die Abzinsung erfolgt mit einem risikoadäquaten Zinssatz für die jeweilige Laufzeit der Verpflichtung. Der Zinsaufwand aus der laufenden Aufzinsung wird unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Gewinne und Verluste aus Änderungen des erwarteten diskontierten Zahlungsbetrages werden in der Position Aufwendungen/Erträge aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen erfasst.

Im Zuge zweier Unternehmenszusammenschlüsse hat die Gesellschaft den nicht beherrschenden Gesellschaftern das Recht eingeräumt, ihre Anteile der Gesellschaft anzubieten. Diesfalls hat sich die Gesellschaft verpflichtet, die angebotenen Anteile zu erwerben. Zudem hat die Gesellschaft das Recht erworben, die Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter zu erwerben, welche sich dazu verpflichtet haben, die Anteile diesfalls an die Gesellschaft zu übertragen (Put/Call-Option). Da die Put/Call-Optionen jeweils sämtliche noch nicht im Konzerneigentum stehenden Anteile umfassen und die Bedingungen für die Übertragung im jeweiligen Put/Call-Fall ident sind, wird von einem effektiven Erwerb von 100 % der Anteile im Erwerbszeitpunkt ausgegangen.

Die Option betreffend Downhole Technology aus dem Unternehmenszusammenschluss in 2016 ist ab dem 1. April 2019 von beiden Vertragspartnern jederzeit ausübbar. Die entsprechende Verbindlichkeit wird in den kurzfristigen (2017: langfristigen) sonstigen Verbindlichkeiten erfasst. Im Geschäftsjahr 2017 haben gestiegene Ertragserwartungen hinsichtlich der Gesellschaft, die dem Segment "Oilfield Equipment" zugeordnet ist, zu einem Anstieg des zu erwartenden Ausübungspreises für die der Option zugrundeliegenden Anteile und damit zu einem Bewertungsaufwand in Höhe von TEUR 90.152 in Zusammenhang mit der Optionsverbindlichkeit geführt. Im Jahr 2018 wurde ein Bewertungsaufwand in Höhe von TEUR 1.693 erfasst. Die entsprechenden Aufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position Aufwendungen/Erträge aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen ausgewiesen und können nach Ausübung der Option über einen Zeitraum von 15 Jahren steuerentlastend geltend gemacht werden.

Die Option aus 2014 zum Erwerb hinsichtlich der restlichen 33 % der Anteile an der Resource Well Completion Technogies Inc. wurde in der Berichtsperiode seitens der SBO Gruppe ausgeübt. Der Kaufpreis in Höhe von CAD 4,0 Mill (EUR 2,6 Mill) war zum 31. Dezember 2017 vollständig in den Optionsverbindlichkeiten abgedeckt. Daher ergeben sich aus dieser Transaktion abgesehen von der Zahlung des Kaufpreises, die im Cashflow aus Investitionstätigkeiten ausgewiesen ist, keine nennenswerten Auswirkungen auf den Konzernabschluss der SBO in 2018.

Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses im Jahr 2012 hat die Gesellschaft den nicht beherrschenden Gesellschaftern das jederzeit ausübbare Recht eingeräumt, ihre Anteile der Gesellschaft anzubieten. Diesfalls hat sich die Gesellschaft verpflichtet, die angebotenen Anteile zu erwerben (Put-Option). Zum Erwerbszeitpunkt wurde aufgrund der Einschätzung, dass kein Present Ownership Interest hinsichtlich des der Put-Option unterliegenden Anteils vorliegt, ein nicht beherrschender Anteil erfasst und in Folge zur Gänze in eine finanzielle Verbindlichkeit umgegliedert. Bewertungsänderungen der Verbindlichkeit werden ergebniswirksam in der Position Aufwendungen/Erträge aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen erfasst. Im Geschäftsjahr 2018 wurde diese Option seitens der Minderheiteneigentümer ausgeübt und die ausstehenden Anteile um MEUR 0,8 erworben, wodurch sich ein Bewertungsgewinn von TEUR 2.712 ergab.

Die Entwicklung der Optionsverbindlichkeiten im Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:

UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLUSS
DOWNHOLE TECHNOLOGY
SONSTIGE
UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE
in TEUR 2018 2017 2018 2017
Stand zum 1. Jänner 131.515 51.006 5.773 7.526
Aufzinsung 5.389 1.905 374 1.056
Ergebniswirksame Bewertungsgewinne 0 0 -2.712 -2.568
Ergebniswirksame Bewertungsverluste 1.693 90.152 0 63
Abgänge aus Erfüllung 0 0 -3.399 0
Kursdifferenzen 6.462 -11.548 -36 -304
Stand zum 31. Dezember 145.059 131.515 0 5.773

Bewertungsgewinne bzw. -verluste in Zusammenhang mit Optionsverbindlichkeiten, die im Posten Aufwendungen/Erträge aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen erfasst sind, stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 2018 2017
Bewertungsgewinne 2.712 2.568
Bewertungsverluste -1.693 -90.216
Summe 1.019 -87.648

Die Sensitivitätsanalyse für bedeutende, nicht beobachtbare Inputfaktoren hinsichtlich der zum 31.12.2018 verbleibenden Optionsverbindlichkeit stellt sich wie folgt dar:

ANNAHME ÄNDERUNG DER ANNAHME GESAMTVERÄNDERUNG DER
VERBINDLICHKEITEN BEI
ANSTIEG DER ANNAHMEN
GESAMTVERÄNDERUNG DER
VERBINDLICHKEITEN BEI
VERRINGERUNG DER ANNAHMEN
in TEUR
Ergebnis +/- 10 % +14.506 -14.506
Zinssatz 4,0 % +/- 1,0 Prozentpunkt -692 +702

GRUNDKAPITAL

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2018 wie auch zum 31. Dezember 2017 MEUR 16 und ist zerlegt in 16 Millionen Stück Nennbetragsaktien zum Nennbetrag von je EUR 1,00.

In der Hauptversammlung vom 24. April 2018 wurde der Vorstand für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft bis zu maximal 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Im Geschäftsjahr 2018 hat die Gesellschaft 10.000 Stück eigene Aktien mit einem Kaufpreis von TEUR 586,4 erworben. In 2017 hat die Gesellschaft von der Ermächtigung laut Hauptversammlungsbeschluss vom 27. April 2016 keinen Gebrauch gemacht.

Zum Bilanzstichtag 2018 hält die Gesellschaft 50.597 Stück eigene Aktien (Vorjahr: 46.597 Stück). Dies entspricht einem Anteil von 0,32 % (Vorjahr: 0,29 %) am Grundkapital mit einem Anschaffungswert von TEUR 2.812 (Vorjahr: TEUR 2.555). Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien beträgt somit 15.949.403 Stück (Vorjahr: 15.953.403 Stück).

Bei einem Unternehmenszusammenschluss in 2010 wurde als bedingte Gegenleistung die Abgabe von 50.000 Stück Aktien bei Erreichen gewisser zukünftiger Umsatzziele vereinbart. Da die Umsatzziele 2018 nicht erreicht wurden, ergibt sich auf die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien per 31. Dezember 2018 kein Verwässerungseffekt.

Zum 31. Dezember 2018 hält die Berndorf Industrieholding AG, Wien, rund 33,4 % vom Grundkapital (Vorjahr: rund 33,4 %).

ERLÄUTERUNG 22

GESETZLICHE RÜCKLAGE

Nach österreichischem Recht ist die Bildung einer gesetzlichen Rücklage in Höhe von 10 % des nominellen Grundkapitals der Gesellschaft erforderlich. Solange die gesetzliche Rücklage und andere gebundene Kapitalrücklagen diesen Betrag nicht erreichen, ist die Gesellschaft verpflichtet, 5 % des um einen Verlustvortrag geminderten Jahresüberschusses in die gesetzliche Rücklage einzustellen. Für die Bildung dieser Rücklage ist ausschließlich der nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften erstellte Jahresabschluss der Muttergesellschaft maßgeblich. Aufgrund der bereits ausgewiesenen ausreichenden Höhe der Rücklage ist keine weitere Dotierung mehr erforderlich.

UMSATZERLÖSE

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

ADVANCED MANUFACTURING &
SERVICES
OILFIELD EQUIPMENT SUMME
in TEUR 2018 2017 2018 2017 2018 2017
Erträge aus Verkauf von Produkten 145.996 84.320 138.493 113.013 284.489 197.333
Erträge aus Service und Reparaturen 19.707 11.800 16.430 13.225 36.137 25.025
Erträge aus Vermietung 5.786 7.099 93.798 94.764 99.584 101.863
Summe 171.489 103.219 248.721 221.002 420.210 324.221
Nordamerika 83.007 44.243 221.120 191.512 304.127 235.755
Europa 36.893 21.903 2.379 1.836 39.272 23.739
Mittlerer Osten 3.282 5.421 15.222 15.794 18.504 21.215
Sonstige 48.307 31.652 10.000 11.860 58.307 43.512
Summe 171.489 103.219 248.721 221.002 420.210 324.221

Die Erlöse sind hierbei nach dem Standort des Kunden zugeordnet. Die in 2018 ausgewiesenen Umsatzerlöse betreffen mit TEUR 303.103 Leistungsverpflichtungen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllt wurden, und mit TEUR 117.107 Leistungsverpflichtungen, die über einen bestimmten Zeitraum erfüllt wurden.

Die Gesellschaft vermietet Bohrwerkzeuge mit grundsätzlichen Vertragsdauern von unter einem Jahr. Da die Vermietungserträge grundsätzlich nutzungsabhängig verrechnet werden und somit variabel sind, besteht kein Anspruch auf künftige Mindestmietzahlungen.

ERLÄUTERUNG 24

ZUSÄTZLICHE AUFWANDSGLIEDERUNG

Da die Gesellschaft die Aufwendungen nach deren Funktion gliedert, sind gemäß IAS 1 nachstehende zusätzliche Angaben zu erteilen (Ausweis gemäß Gesamtkostenverfahren):

in TEUR 2018 2017
Materialaufwendungen 163.085 115.796
Personalaufwendungen 122.689 97.766
Abschreibungen Sachanlagen inklusive Wertminderungen 36.137 35.217
Abschreibungen sonstige immaterielle Vermögenswerte inklusive Wertminderungen 13.131 13.904

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN UND ERTRÄGE

Die größten Posten in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind:

in TEUR 2018 2017
Kursverluste 8.151 9.768
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 7.722 7.827

Eine Aktivierung der Entwicklungskosten unterblieb bisher aufgrund der Ungewissheit von zukünftigen, direkt zurechenbaren wirtschaftlichen Erträgen.

Die größten Posten in den sonstigen betrieblichen Erträgen sind:

in TEUR 2018 2017
Kursgewinne 11.002 4.963
Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen 2.063 143

ERLÄUTERUNG 26

RESTRUKTURIERUNGSAUFWENDUNGEN UND -ERTRÄGE

Die Restrukturierungsaufwendungen des Jahres 2018 in Höhe von TEUR 1.469 betreffen die geplante konzerninterne Verlagerung von Produktionskapazitäten im Segment "Advanced Manufacturing & Services" in Zusammenhang mit der geplanten Schließung des Standortes Techman in England sowie des Standortes SBMEX in Mexiko. Dabei wurden für Personalmaßnahmen TEUR 901 und für sonstige Aufwendungen TEUR 393 vorgesorgt, die mit TEUR 950 in den Restrukturierungsrückstellungen und mit TEUR 344 in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten sind. Zusätzlich wurde für Wertminderungen für sonstige Vermögenswerte innerhalb der Restrukturierungsaufwendungen ein Betrag von TEUR 175 vorgesorgt. Weiters wurden in diesem Zusammenhang TEUR 2.381 im Posten Wertminderungen von Sachanlagen erfasst.

Die Restrukturierungserträge des Jahres 2017 in Höhe von TEUR 1.938 betreffen den Verkauf eines Grundstückes in den USA, welches bereits zum 31. Dezember 2016 innerhalb der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte ausgewiesen wurde.

ZINSERTRÄGE UND ZINSAUFWENDUNGEN

Die Zinserträge gliedern sich wie folgt:

in TEUR 2018 2017
Bankguthaben und sonstige Darlehen 2.672 1.213
Effektivverzinsung Management-Beteiligungen und Genussrechte 228 585
Zinserträge 2.900 1.798

Die Zinsaufwendungen gliedern sich wie folgt:

in TEUR 2018 2017
Darlehen 4.417 3.808
Aufzinsung von Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen 5.763 2.964
Effektivverzinsung Management-Beteiligungen und Genussrechte 1.221 1.324
Zinsaufwendungen 11.401 8.096

Zu den Optionsverbindlichkeiten siehe Erläuterung 20.

ERLÄUTERUNG 28

SONSTIGE FINANZIELLE AUFWENDUNGEN

Die sonstigen finanziellen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2018 in Höhe von TEUR 7.375 (Vorjahr: TEUR 1.408) beinhalten im Wesentlichen Dividendenausschüttungen hinsichtlich Unternehmensanteile innerhalb der SBO Gruppe, für die Put/Call-Optionsvereinbarungen bestehen (siehe Erläuterung 20).

STEUERN VOM EINKOMMEN UND ERTRAG

Eine Überleitung der Ertragsteuern unter Verwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes auf die ausgewiesene Konzernsteuerquote stellt sich folgendermaßen dar:

in TEUR 2018 2017
Konzernsteueraufwand / -ertrag bei rechnerischem Ertragsteuersatz von 25 % (Ertrag + / Aufwand -) -13.973 17.449
Abweichende ausländische Steuersätze 2.728 5.477
Veränderung ausländischer Steuersätze 0 -10.869
Quellensteuern, ausländische Steuern -1.816 -1.274
Nicht absetzbare Aufwendungen -2.198 -778
Nicht steuerbare Veränderungen von Optionsverpflichtungen 584 359
Nicht steuerbare Erträge und Steuerfreibeträge 219 620
Vorjahresanpassungen -344 175
Nicht angesetzte Verlustvorträge -1.828 -1.760
Abwertung von im Vorjahr angesetzten Verlustvorträgen -372 -51
Verbrauch von im Vorjahr nicht angesetzten Verlustvorträgen 280 15
Ergebnisanteil Management-Beteiligungen und nicht beherrschende Anteile 2.672 4.890
Sonstige Differenzen -452 1.182
Konzernsteueraufwand / -ertrag -14.500 15.435
Ergebnis vor Steuern 55.891 -69.795
Ergebnisanteil Management-Beteiligungen 184 243
56.075 -69.552
Konzernsteueraufwand / -ertrag -14.500 15.435
Konzernsteuersatz 25,9 % 22,2 %

Die Position Steuern vom Einkommen und Ertrag gliedert sich wie folgt:

in TEUR 2018 2017
Tatsächliche Steuern -12.020 -9.031
Latente Steuern -2.480 24.465
Summe -14.500 15.435

Die latenten Steuern des Jahres 2017 resultieren im Wesentlichen aus der Entstehung und Auflösung von temporären Differenzen, davon TEUR 18.508 aus der Optionsbewertung Downhole Technology sowie aus der Aktivierung der Steuereffekte von laufenden Verlusten.

Im Rahmen der im Dezember 2017 verabschiedeten U.S. Steuerreform wurde der U.S. Körperschaftsteuersatz für Geschäftsjahre ab 2018 von 35 % auf 21 % reduziert. Aus der daraus erforderlichen Neubewertung der Vorjahressalden der latenten Steuern in Zusammenhang mit der Reduktion des U.S. Körperschaftsteuersatzes resultierte in 2017 ein Steuerertrag, da zum 31. Dezember 2016 die Salden der passiven latenten Steuern jene der aktiven latenten Steuern überstiegen haben. Veränderungen der Timing Differences der der U.S. Steuergesetzgebung unterliegenden Gesellschaften während des Jahres 2017 wurden in diesem Zusammenhang entsprechend der Regelungen des IAS 12 in einem ersten Schritt noch mit dem aktuell gültigen Steuersatz von 35 % bewertet und im zweiten Schritt am Jahresende 2017 auf den geringeren künftigen Steuersatz von 21 % umgewertet. Die wesentlichste Veränderung der Timing Differences des Jahres 2017 resultiert, wie oben bereits erläutert, aus der Wertanpassung der Optionsverbindlichkeit Downhole Technology. Die entsprechenden latenten Steuererträge zum in 2017 aktuell gültigen Steuersatz sind in der obigen Darstellung in den Posten Konzernsteuerertrag bzw. der Auswirkung der abweichenden ausländischen Steuersätze enthalten. Die am Jahresende 2017 erfolgte Umwertung der Steuersalden in Zusammenhang mit der bevorstehenden Reduktion des U.S. Körperschaftsteuersatzes auf 21 % stellt einen wesentlichen Anteil des im oben dargestellten Postens Veränderung ausländischer Steuersätze des Jahres 2017 dar.

Im sonstigen Ergebnis wurden folgende Ertragsteuern erfasst:

in TEUR 2018 2017
Tatsächliche Steuern
Neubewertungen IAS 19 51 -37
Latente Steuern
Kursdifferenzen -765 1.355
Summe -714 1.318

Der aktive Saldo der in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuern wurde im Geschäftsjahr 2018 aufgrund von Währungsumrechnungsdifferenzen um TEUR 355 erhöht (Vorjahr: um TEUR 598 reduziert).

Aus der Ausschüttung von Dividenden durch das Unternehmen an die Anteilseigner ergeben sich weder für das Geschäftsjahr 2018 noch für die Vergleichsperiode 2017 ertragsteuerliche Konsequenzen beim Unternehmen.

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Der Konzern ist weltweit im Wesentlichen in einem einzigen Industriesegment, der Konstruktion und Produktion von Ausrüstungsgegenständen für die Erdöl- und Erdgasbohrindustrie, tätig.

Die nachfolgende Segmentberichterstattung folgt gemäß IFRS 8 dem "Management Approach" des gesamten Vorstandes der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT AG als verantwortliche Unternehmensinstanz (Chief Operating Decision Maker), welche die Performance der relevanten Geschäftseinheiten überwacht und über die Allokation von Ressourcen auf die Geschäftssegmente entscheidet.

Das Segment "Advanced Manufacturing & Services" (AMS) umfasst die hochpräzise Fertigung und Reparatur von Drill Collars und komplexen "Measurement While Drilling" (MWD)- und "Logging While Drilling" (LWD)-Komponenten aus antimagnetischem, korrosionsbeständigem Edelstahl. Diese bilden das Gehäuse für die sensiblen Messinstrumente, die zur exakten Messung von Neigung und Richtung des Bohrstranges sowie gesteinsphysikalischer Parameter eingesetzt werden.

Das Segment "Oilfield Equipment" (OE) beinhaltet ein breites Angebot an hochspeziellen Lösungen für die Öl- und Gasindustrie: High-Performance-Bohrmotoren und Tools für den zielgerichteten Vortrieb des Bohrstranges sowie Spezialwerkzeuge für die Untertagezirkulationstechnologie (Circulation Tools); darüber hinaus Produkte für das effiziente und ressourcenschonende Komplettieren unkonventioneller Lagerstätten in den beiden dominierenden Technologien "Sliding Sleeve" und "Plug-n-Perf".

Die Steuerung des Unternehmens sowie die Zuteilung der Ressourcen erfolgt auf Basis der finanziellen Performance dieser Segmente. Umsatzerlöse, Betriebsergebnis und Ergebnis vor Steuern der Geschäftseinheiten werden vom Management getrennt überwacht, um Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu fällen.

Die dargestellten Beträge stellen eine Zusammenfassung der Einzelbilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen dar. Zur Erreichung der dargestellten Konzernergebnisse sind somit einzelne Holdinganpassungen und Konsolidierungsbuchungen (Zwischenergebniseliminierung sowie andere konzerninterne Geschäftsfälle) zu berücksichtigen. Die Ergebnisse in der Summenspalte entsprechen jenen in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Konzerninterne Umsätze erfolgten zu fremdüblichen Konditionen ("at arm's length"-Prinzip).

2018

in TEUR ADVANCED
MANUFACTURING & SERVICES
OILFIELD EQUIPMENT SBO-HOLDING &
KONSOLIDIERUNG
KONZERN
Außenumsätze 171.489 248.721 0 420.210
Innenumsätze 86.843 13.003 -99.846 0
Summe Umsatzerlöse 258.332 261.724 -99.846 420.210
Betriebsergebnis vor Wertminderungen
und Restrukturierungsmaßnahmen
22.723 55.198 -3.364 74.557
Ergebnis vor Steuern 19.772 42.246 -6.127 55.891
Investitionen 9.431 26.458 24 35.913
Abschreibungen 17.951 30.266 1.051 49.268
davon Wertminderungen 2.381 0 0 2.381
Zuschreibungen 0 0 0 0
Personalstand (Durchschnitt) 968 602 23 1.593

Im Jahr 2018 beinhaltet das Ergebnis vor Steuern des Segments "Oilfield Equipment" einen Ertrag aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.019. Im Segment "Advanced Manufacturing & Services" sind im Jahr 2018 im Ergebnis vor Steuern neben den oben dargestellten Wertminderungen von TEUR 2.381 Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.469 enthalten.

2017

in TEUR ADVANCED
MANUFACTURING & SERVICES
OILFIELD EQUIPMENT SBO-HOLDING &
KONSOLIDIERUNG
KONZERN
Außenumsätze 103.220 221.001 0 324.221
Innenumsätze 43.930 14.901 -58.831 0
Summe Umsatzerlöse 147.150 235.902 -58.831 324.221
Betriebsergebnis vor Wertminderungen
und Restrukturierungsmaßnahmen
-14.469 46.155 -8.065 23.621
Ergebnis vor Steuern -11.722 -46.330 -11.743 -69.795
Investitionen 3.799 28.202 68 32.069
Abschreibungen 17.902 30.167 1.052 49.121
davon Wertminderungen 0 0 0 0
Zuschreibungen 0 0 0 0
Personalstand (Durchschnitt) 838 457 26 1.321

Im Jahr 2017 beinhaltet das Ergebnis vor Steuern des Segments "Oilfield Equipment" einen Aufwand aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 87.648, jenes des Segments "Advanced Manufacturing & Services" Restrukturierungserträge in Höhe von TEUR 1.938.

Länderinformationen:

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

in TEUR 2018 2017
Österreich 1.718 918
Großbritannien 15.484 9.841
USA 282.015 203.767
Restliche Länder 120.993 109.695
Summe 420.210 324.221

Die Erlöse sind hierbei nach dem Standort des Kunden zugeordnet. Es gibt keine weiteren einzelnen Länder, deren Umsatzerlöse 10 % der Gesamtumsätze der SBO Gruppe übersteigen.

Betreffend Informationen zu den wichtigsten Kunden siehe Erläuterung 35.

Die langfristigen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:

in TEUR 2018 2017
Österreich 39.291 44.775
Großbritannien 23.648 26.616
USA 207.114 197.240
Kanada 29.618 33.068
Dubai 33.878 37.771
Restliche Länder 10.350 11.527
Summe 343.899 350.997

Die Vermögenswerte sind hierbei nach dem Standort des jeweiligen Unternehmens zugeordnet.

VORSTANDS- UND AUFSICHTSRATSBEZÜGE

Die Bezüge des Vorstandes setzen sich wie folgt zusammen:

2018
in TEUR FIX VARIABEL GESAMT
Gerald Grohmann 641 180 821
Klaus Mader 467 100 567
Summe 1.108 280 1.388
2017
in TEUR FIX VARIABEL GESAMT
Gerald Grohmann 581 180 761
Klaus Mader 362 100 462
Summe 943 280 1.223

Die Aufwendungen für Pensionen und Abfertigungen betrugen für die aktiven Vorstände TEUR 346 (Vorjahr: TEUR 109). Davon entfielen TEUR 181 (Vorjahr: TEUR 120) auf beitragsorientierte Pensionsvereinbarungen. Der Aufwand aus aktienbasierten Vergütungen der Geschäftsjahre 2018 und 2017 ist in den oben dargestellten Bezügen nicht enthalten. Zur freiwilligen Abfertigung bzw. aktienbasierten Vergütung siehe unter Erläuterung 32.

Die Vergütungen an den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr 2018 TEUR 159 (Vorjahr: TEUR 39), es handelt sich hierbei um eine Kombination aus pauschaler Aufwandsentschädigung und einem vom Konzernergebnis abhängigen Bestandteil.

Mitgliedern des Vorstandes bzw. des Aufsichtsrates wurden in den Geschäftsjahren 2018 sowie 2017 keine Darlehen gewährt.

AKTIENBASIERTE VERGÜTUNG

Aus aktienbasierten Vergütungen resultiert im Geschäftsjahr 2018 ein Gesamtaufwand in Höhe von TEUR 1.637 (Vorjahr: TEUR 442). Im Geschäftsjahr 2014 wurde dem Vorstandsvorsitzenden Ing. Gerald Grohmann unter der Voraussetzung eines jeweils aufrechten Dienstverhältnisses eine jährliche Übertragung von jeweils 6.000 Stück SBO-Aktien zugesagt, wobei die erste Übertragung 2014 erfolgte. Diese Aktien unterliegen für die Dauer von 2 Jahren ab der jeweiligen Übertragung, längstens aber bis zur Beendigung des Dienstvertrages, einer Verfügungs- und Belastungsbeschränkung seitens Herrn Grohmann. In 2018 wurde die Gewährung der jährlich 6.000 Aktien entsprechend der Verlängerung des Vorstandsvertrages bis 2021 verlängert. Der Kurswert zum Zeitpunkt der Übertragung in 2018 für 6.000 Aktien betrug TEUR 536 (Vorjahr: TEUR 392). Zum 31. Dezember 2018 beträgt der Kurswert der 12.000 Stück bereits übertragenen und einer Verfügungsbeschränkung unterliegenden Aktien TEUR 688 (Vorjahr: 12.000 Stück mit Kurswert TEUR 1.020).

Weiters wurde dem Vorstandsvorsitzenden im Geschäftsjahr 2014 eine freiwillige Abfertigung in Höhe von 30.000 Stück SBO-Aktien bei Vertragsende zugesagt. Zum Zeitpunkt der Zusage wurde der Wert je Aktie mit EUR 70,00 auf Basis des Durchschnittskurses der vorhergehenden 36 Monate ermittelt.

ERLÄUTERUNG 33

GESCHÄFTSFÄLLE MIT NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Folgende Geschäftsfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen, die nicht in den Konsolidierungskreis der SBO Gruppe einbezogen sind, wurden unter marktüblichen Bedingungen abgewickelt:

Die Rechtsanwaltskanzlei Schleinzer & Partner ist rechtlicher Berater des Unternehmens. Dr. Karl Schleinzer, ein Aufsichtsratsmitglied, ist Partner der Anwaltskanzlei. Das Honorar für 2018 betrug TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 36), hiervon offen per 31. Dezember 2018 TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 9).

FINANZINSTRUMENTE

Derivative Finanzinstrumente

1. DEVISENTERMINGESCHÄFTE

Die österreichische Gesellschaft sichert ihre US-Dollar/CAN-Dollar-Forderungssalden durch den Abschluss von Devisentermingeschäften ab. Dabei handelt es sich ausschließlich um kurzfristige Dispositionen (3–8 Monate).

DEVISENTERMINGESCHÄFTE ZUM 31. DEZEMBER 2018

in TEUR FORDERUNG ZUM GESICHERTEN KURS FORDERUNG ZUM STICHTAGSKURS MARKTWERT
USD 19.037 19.132 -95
CAD 590 575 15

DEVISENTERMINGESCHÄFTE ZUM 31. DEZEMBER 2017

in TEUR FORDERUNG ZUM GESICHERTEN KURS FORDERUNG ZUM STICHTAGSKURS MARKTWERT
USD 10.553 10.391 161
CAD 902 891 11

Die Devisentermingeschäfte werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und ergebniswirksam erfasst, da nicht sämtliche Voraussetzungen für Hedge-Accounting gemäß IAS 39 erfüllt werden.

2. SONSTIGE DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Zudem bestehen Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen (siehe Erläuterung 20).

Übersicht über vorhandene Finanzinstrumente

Die folgenden Tabellen zeigen die Finanzinstrumente, gegliedert nach Kategorien gemäß IFRS 9 (2017: IAS 39 sowie nach Klassen gemäß IFRS 7):

KLASSIFIZIERUNG FINANZINSTRUMENTE 31.12.2018

in TEUR
BEWERTUNG GEMÄSS IFRS 9
BUCHWERT KEIN FINANZINSTRUMENT FINANCIAL ASSET AT
AMORTIZED COST
FINANCIAL LIABILITY AT
AMORTIZED COST
AT FAIR VALUE THROUGH
PROFIT & LOSS
BUCHWERT
FINANZINSTRUMENT
Kurzfristiges Vermögen
Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung 241.532 0 241.532 241.532
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 125.127 0 125.127 125.127
Forderungen aus Ertragsteuern 1.915 1.915 0
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 6.385 6.324 61 61
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 538 538 0
Vorräte 145.859 145.859 0
Summe kurzfristiges Vermögen 521.356 154.636 366.659 0 61 366.720
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen 144.703 144.703 0
Firmenwerte 161.153 161.153 0
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 38.042 38.042 0
Langfristige Forderungen und Vermögenswerte 9.754 1.296 8.458 8.458
Aktive latente Steuern 26.344 26.344 0
Summe langfristiges Vermögen 379.996 371.538 8.458 0 0 8.458
SUMME VERMÖGEN 901.352 526.174 375.117 0 61 375.178
Kurzfristige Schulden
Bankverbindlichkeiten 31.412 0 31.412 31.412
Kurzfristiger Teil der langfristigen Darlehen 18.310 0 18.310 18.310
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 33 0 33 33
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21.165 0 21.165 21.165
Erhaltene Zuschüsse 334 334 0
Ertragsteuerrückstellung 4.667 4.667 0
Sonstige Verbindlichkeiten 170.593 20.143 5.251 145.199 150.450
Sonstige Rückstellungen 5.098 5.098 0
Summe kurzfristige Schulden 251.612 30.242 0 76.171 145.199 221.370
Langfristige Schulden
Langfristige Darlehen 254.278 0 254.278 254.278
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 14 0 14 14
Erhaltene Zuschüsse 623 623 0
Rückstellungen für Sozialkapital 5.755 5.755 0
Sonstige Verbindlichkeiten 18.824 0 18.815 9 18.824
Passive latente Steuern
Summe langfristige Schulden
2.042
281.536
2.042
8.420
0 273.107 9 0
273.116
Eigenkapital
Grundkapital 15.949 15.949 0
Kapitalrücklagen 68.303 68.303 0
Gesetzliche Rücklage 785 785 0
Sonstige Rücklagen 19 19 0
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung 23.077 23.077 0
Kumulierte Ergebnisse
Summe Eigenkapital
260.071
368.204
260.071
368.204
0 0 0 0
0
SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL 901.352 406.866 0 349.278 145.208 494.486

KLASSIFIZIERUNG FINANZINSTRUMENTE 31.12.2017

in TEUR KLASSIFIZIERUNG GEMÄSS IFRS 7: BEWERTUNG MIT
KATEGORIE GEMÄSS IAS 39 ZEITWERT ANSCHAFFUNGSKOSTEN
Buchwert Kredite
und
Forderungen
Andere
finanzielle
Verbindlichkeiten
Derivative
Instrumente
Derivate Zahlungs
mittel
Forderungen
aus Lieferungen
und Leistungen
Gegebene
Darlehen
Finanzierungs
verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen
und Leistungen
Sonstige
Kurzfristiges Vermögen
Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung 165.982 165.982 165.982
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 89.801 89.801 89.801
Forderungen aus Ertragsteuern 1.663
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 4.043 173 173
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 594
Vorräte 97.086
Summe kurzfristiges Vermögen 359.169
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen 145.172
Firmenwerte 156.293
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 49.532
Langfristige Forderungen und Vermögenswerte 10.938 9.540 9.540
Aktive latente Steuern 29.137
Summe langfristiges Vermögen 391.072
SUMME VERMÖGEN 750.241 265.323 0 173 173 165.982 89.801 9.540 0 0 0
Kurzfristige Schulden
Bankverbindlichkeiten 31.880 31.880 31.880
Kurzfristiger Teil der langfristigen Darlehen 69.478 69.478 69.478
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 35 35 35
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.611 16.611 16.611
Erhaltene Zuschüsse 57
Ertragsteuerrückstellung 2.056
Sonstige Verbindlichkeiten 30.113 7.592 5.788 5.788 7.592
Sonstige Rückstellungen 5.151
Summe kurzfristige Schulden 155.381
Langfristige Schulden
Langfristige Darlehen 115.338 115.338 115.338
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 44 44 44
Erhaltene Zuschüsse 0
Rückstellungen für Sozialkapital 5.262
Sonstige Verbindlichkeiten 149.891 18.368 131.523 131.523 17.165 1.203
Passive latente Steuern
Summe langfristige Schulden
2.314
272.849
Eigenkapital
Grundkapital 15.953
Kapitalrücklagen 67.248
Gesetzliche Rücklage 785
Sonstige Rücklagen 19
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung 11.193
Kumulierte Ergebnisse 226.813
Summe Eigenkapital 322.011
SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL 750.241 0 259.346 137.311 137.311 0 0 0 233.940 16.611 8.795

Beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren:

  • Stufe 1: Notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten.
  • Stufe 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind.
  • Stufe 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Die im Konzernabschluss zum beizulegenden Zeitwert erfassten Finanzinstrumente sind wie folgt zugeordnet:

2018
in TEUR BILANZPOSITION GESAMT STUFE 2 STUFE 3
Vermögenswerte
Derivate (FVTPL) Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 61 61 0
Schulden
Derivate (FVTPL) Sonstige Verbindlichkeiten -145.208 -140 -145.068
2017
in TEUR BILANZPOSITION GESAMT STUFE 2 STUFE 3
Vermögenswerte
Derivate (HFT) Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 173 173 0
Schulden
Derivate (HFT) Sonstige Verbindlichkeiten -137.311 0 -137.311

In den Berichtsperioden 2018 und 2017 erfolgten keine Umgliederungen zwischen den einzelnen Bewertungsstufen. Grundsätzlich erfolgen im Bedarfsfall Umgliederungen zum Ende der Berichtsperiode.

Die der Stufe 3 zugeordneten Derivate beinhalten nahezu ausschließlich die Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen (siehe Erläuterung 20).

Die Devisentermingeschäfte werden auf Basis von beobachtbaren Devisenkassenkursen bewertet.

Für die fix verzinsten erhaltenen Darlehen sowie für die Leasingverbindlichkeiten wurde der beizulegende Zeitwert durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Bei den variabel verzinsten Bankkrediten und den gegebenen und erhaltenen Darlehen entspricht die Verzinsung den aktuellen marktüblichen Konditionen, weshalb die Buchwerte weitestgehend mit den beizulegenden Zeitwerten übereinstimmen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie alle anderen Posten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag dem beizulegenden Zeitwert.

Für Finanzinstrumente, die zu Anschaffungskosten bewertet sind, werden der Buchwert und der abweichende beizulegende Zeitwert in der folgenden Tabelle dargestellt:

2018 2017
in TEUR Stufe BUCHWERT ZEITWERT BUCHWERT ZEITWERT
Schulden
Darlehen, Bank- und Leasingverbindlichkeiten 2 -304.046 -309.663 -216.775 -219.624

Nettoergebnisse von Finanzinstrumenten

Die folgende Tabelle zeigt die Gewinne/Verluste (Nettoergebnis) je Kategorie gemäß IFRS 9 bzw. IAS 39:

2018
in TEUR FOLGEBEWERTUNG AUSBUCHUNG/ABGANG
WERTBERICHTIGUNG GEWINN- UND
VERLUSTRECHNUNG
SONSTIGES ERGEBNIS GEWINN- UND
VERLUSTRECHNUNG
SONSTIGES ERGEBNIS NETTO-ERGEBNIS
Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
(Kredite und Forderungen)
-2.668 - - - - -2.668
Zum beizulegenden Zeitwert
erfolgswirksam über die GuV
(Derivative Instrumente)
- -4.981 - - - -4.981

2017

in TEUR FOLGEBEWERTUNG AUSBUCHUNG/ABGANG
WERTBERICHTIGUNG GEWINN- UND
VERLUSTRECHNUNG
SONSTIGES ERGEBNIS GEWINN- UND
VERLUSTRECHNUNG
SONSTIGES ERGEBNIS NETTO-ERGEBNIS
Kredite und Forderungen -120 - - - - -120
Derivative Instrumente - -90.319 - - - -90.319

Der nach der Effektivzinsmethode berechnete Gesamtzinsaufwand für finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt TEUR 5.638 (Vorjahr: TEUR 5.132). Im oben dargestellten Nettoergebnis ist in der Kategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten ein Zinsaufwand von TEUR 0 (2017: Kredite und Forderungen TEUR 0), in der Kategorie zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam über die GuV ein Zinsaufwand in Höhe von TEUR 5.763 (2017: Derivative Instrumente TEUR 2.964) enthalten.

ERLÄUTERUNG 35

RISIKOBERICHT

Die Geschäftstätigkeit der SBO Gruppe ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit weltweitem unternehmerischem Handeln verbunden sind. Zur Erkennung, Analyse und Bewältigung dieser Risiken befinden sich wirksame Steuer- und Kontrollsysteme im Einsatz, in deren Rahmen das Management der einzelnen Betriebe die operativen Risiken überwacht und darüber an die Konzernleitung berichtet.

Aus heutiger Sicht lassen sich keine Risiken erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die Geschäftsentwicklung der SBO ist in hohem Maße konjunkturellen Zyklen, insbesondere dem Zyklusverlauf der Öl- und Gasbohrtätigkeit der nationalen und internationalen Ölgesellschaften, unterworfen. Um die damit verbundenen Schwankungsrisiken beim Auftragseingang zu minimieren, sind die Produktionsunternehmen der Gruppe auf höchstmögliche Flexibilität ausgelegt.

Absatz- und Beschaffungsrisiken

Der Markt für die Produkte und Dienstleistungen der SBO Gruppe ist in hohem Ausmaß von der laufenden Entwicklung und Anwendung neuer Technologien bestimmt. Die Sicherung und der Erhalt des Kundenbestandes hängen daher von der Fähigkeit ab, kundengerechte neue Produkte und Dienstleistungen anbieten zu können.

Im Jahr 2018 wurde mit den drei größten Kunden (es handelt sich hierbei um weltweit tätige Service-Gesellschaften auf dem Richtbohrmarkt) ein Umsatzanteil von 28,4 % erzielt (Vorjahr: 21,9 %). Dem Risiko, eventuell spürbare Umsatzeinbußen durch den Ausfall eines Kunden zu erleiden, wird vor allem durch laufende Innovation, Qualitätssicherungsmaßnahmen und enge Kundenbindung entgegengewirkt.

Auf der Beschaffungsseite unterliegen die Rohstoffe, insbesondere die Legierungszuschläge für antimagnetischen Stahl, starken Preisschwankungen, die teilweise in Form von Legierungszuschlägen vereinbarungsgemäß an die Kunden weiter gegeben werden.

Das Unternehmen bezieht hochlegierte Spezialstähle, den weitaus wichtigsten Rohstoff, in hohem Ausmaß von einem Zulieferer und ist dadurch Risiken wie verspäteten Lieferungen, Kapazitätsengpässen oder Ausfällen ausgesetzt. Das Unternehmen hat aus heutiger Sicht keinerlei Schwierigkeiten, weiterhin Qualitätsstahl von diesem Zulieferer zu beziehen. Bei Ausfall dieses Lieferanten bestehen jedoch kurzfristig nur eingeschränkte Ersatzbeschaffungsmöglichkeiten.

Substitutionsrisiko

SBO ist dem Risiko der Substitution ihrer Produkte und Technologien unterworfen, was auch zum Heranwachsen neuer Konkurrenten führen kann. SBO wirkt diesem Risiko durch laufende Marktbeobachtung, gelebte Kundennähe und eigenständige Innovationen entgegen.

Finanzielle Risiken

Das Unternehmen verfügt einerseits über verschiedene finanzielle Vermögenswerte, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit resultieren, wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagungen. Auf der anderen Seite werden Finanzinstrumente verwendet, welche die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Unternehmens gewährleisten, wie Bankverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Weiters verfügt das Unternehmen auch über derivative Finanzinstrumente, deren Zweck die Absicherung von Währungsrisiken ist, welche aus der Geschäftstätigkeit und seinen Finanzierungsquellen resultieren. Es werden keine Derivate zu Handels- oder Spekulationszwecken verwendet.

Aus den Finanzinstrumenten ergeben sich für den Konzern im Wesentlichen zinsbedingte Zahlungsstrom-Risiken sowie Liquiditäts-, Währungs- und Kreditrisiken.

WÄHRUNGSRISIKO

Das Währungsrisiko resultiert aus Wertschwankungen von Finanzinstrumenten oder Zahlungsströmen infolge von Wechselkursschwankungen.

Währungsrisiken entstehen in der SBO Gruppe dort, wo Bilanzpositionen sowie Erträge und Aufwendungen in einer anderen als der lokalen Währung bestehen bzw. anfallen. Zur Absicherung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden Devisentermingeschäfte (hauptsächlich in US-Dollar) abgeschlossen.

SBO fakturiert im langjährigen Durchschnitt rund 80 % ihres Umsatzes in US-Dollar. Dies ergibt sich aus der Kundenstruktur des Unternehmens, wonach alle dominierenden Service-Gesellschaften auf dem Richtbohrmarkt in den USA ansässig sind und ihre weltweiten Aktivitäten in US-Dollar abwickeln. Ebenfalls langfristig gesehen entstehen nur rund 50 % – 60 % der Kosten auf Dollarbasis, da wichtige Produktionsstätten nicht nur in den USA sondern auch in Europa bestehen. Aus Kosten- und Opportunitätsgründen verzichtet SBO jedoch auf ein Hedging des gesamten Netto-Dollar-Exposures. Die Abhängigkeit des SBO-Ergebnisses vom Dollar-Euro-Wechselkurs ist jedenfalls gegeben.

Weitere Risiken ergeben sich aus der Umrechnung der ausländischen Gesellschaften in die Konzernwährung. Umsatz, Ergebnis und Bilanzwerte dieser Firmen sind vom geltenden Umrechnungskurs abhängig. Bedingt durch die bedeutenden Investitionen in den USA, dem Hauptabsatzmarkt und Sitz wichtiger Fertigungsstätten, haben Änderungen des US-Dollars eine wesentliche Auswirkung auf die Konzernbilanz.

Die nachfolgende Tabelle zeigt den Einfluss einer nach vernünftigem Ermessen möglichen Wechselkursänderung des US-Dollars auf den Konzernabschluss, lediglich in Bezug auf die Wertänderungen der derivativen Instrumente (Devisentermingeschäfte), da keine wesentlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen, die nicht in der funktionalen Währung der jeweiligen Konzernwährung denominiert sind:

in TEUR 2018 2017
Kursveränderung EURO zu US-Dollar +10 Cent -10 Cent +10 Cent -10 Cent
Änderung Ergebnis vor Steuern +1.647 -1.647 +891 -891

ZINSÄNDERUNGSRISIKO

Das Zinsänderungsrisiko ergibt sich aus Schwankungen von Marktzinssätzen, die zu einer Wertänderung von Finanzinstrumenten und zinsbedingten Zahlungsströmen führen.

Nahezu sämtliche zum Bilanzstichtag bestehenden langfristigen Darlehen werden fix verzinst und unterliegen daher keinem Zinsänderungsrisiko. Der Marktwert dieser langfristigen Darlehen unterliegt demgemäß Schwankungen. Die Verzinsung der einzelnen Darlehen ist aus Erläuterung 17 ersichtlich. Außer den Darlehen und Leasingverbindlichkeiten werden die übrigen Verbindlichkeiten nicht verzinst und unterliegen daher keinem Zinsrisiko.

Weiters reduziert sich das Zinsrisiko durch den Bestand an kurzfristigen verzinslichen Veranlagungen, welche vom Unternehmen ständig gehalten werden. Je nachdem, ob das Unternehmen einen Finanzmittelüberhang auf der Anlage- oder Aufnahmeseite hat, können Zinsrisiken daher sowohl aus einem Anstieg als auch einem Sinken der Zinssätze resultieren.

Die folgende Tabelle zeigt den Einfluss einer nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderung der Zinssätze (Auswirkung auf den Zinsaufwand für variabel verzinste Bankverbindlichkeiten bzw. auf den Zinsertrag für variabel verzinsliche Bankguthaben) auf das Konzernergebnis vor Steuern (Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital entstehen nicht):

in TEUR 2018 2017
Veränderung in Basispunkten + 10 + 20 + 10 + 20
Änderung Ergebnis vor Steuern +156 +312 +148 +296

KREDITRISIKO

Das Kreditrisiko besteht durch die Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen durch Geschäftspartner und die daraus resultierenden Vermögensverluste. Das maximale Ausfallrisiko ergibt sich aus dem Buchwert der Forderungen.

Bei Forderungen gegenüber Kunden kann das Kreditrisiko als gering eingeschätzt werden, da mit allen bedeutenden Kunden langjährige, stabile Geschäftsbeziehungen bestehen. Weiters werden die Bonität neuer und bestehender Kunden laufend geprüft sowie die Außenstände regelmäßig überwacht. Für Ausfallrisiken wird durch den Ansatz von Wertberichtigungen vorgesorgt.

Bei Darlehen an das Management von Tochtergesellschaften ist das Ausfallrisiko durch die Sicherstellung der erworbenen Anteile eingeschränkt (siehe Erläuterung 10).

Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten (Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagungen) entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Finanzinstrumente. Das Kreditrisiko kann hier jedoch als gering betrachtet werden, da ausschließlich Banken mit hoher Bonität ausgewählt werden.

LIQUIDITÄTSRISIKO

Das Liquiditätsrisiko besteht in der Gefahr, ob jederzeit die erforderlichen Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten aufgebracht werden können.

Durch die hohe Selbstfinanzierungskraft des Unternehmens ist das Liquiditätsrisiko relativ gering. Neben der Gewinnung liquider Mittel durch das operative Geschäft erfolgen bedarfsbezogene externe Finanzierungen bei Banken. Durch die weltweite Streuung der Finanzierungsmöglichkeiten ist keine nennenswerte Risikokonzentration gegeben.

Wichtigstes Instrument für die Liquiditätssteuerung ist die laufende Überwachung der Liquidität und Finanzplanung der operativen Einheiten durch das Konzernmanagement. Anhand der konsolidierten Meldungen wird der Finanzbedarf zentral gesteuert.

Die folgende Tabelle zeigt alle zum 31. Dezember vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten einschließlich derivativer Finanzinstrumente, wobei hier die nicht diskontierten Cashflows für die nächsten Geschäftsjahre angegeben werden:

31.12.2018
in TEUR JEDERZEIT FÄLLIG 2019 2020 2021 2022 ff
Bankverbindlichkeiten 31.629 - - - -
Langfristige Darlehen - 22.853 51.988 46.489 172.775
Leasingverbindlichkeiten - 35 14 - -
Management-Beteiligungen und Genussrechte - - - - 17.460
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 21.165 - - -
Derivate - 147.964 7 - -
Sonstige - 26.378 536 - -

31.12.2017

in TEUR JEDERZEIT FÄLLIG 2018 2019 2020 2021 ff
Bankverbindlichkeiten 32.087 - - - -
Langfristige Darlehen - 72.278 12.187 41.400 66.935
Leasingverbindlichkeiten - 38 32 14 -
Management-Beteiligungen und Genussrechte - - - - 17.165
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 16.611 - - -
Derivate 3.158 2.649 136.734 - -
Sonstige - 24.799 587 510 -

Die in der obigen Fälligkeitsstruktur in 2019 ausgewiesenen Derivate betreffen im Wesentlichen Optionsverbindlichkeiten (siehe Erläuterung 20).

SONSTIGES FINANZMARKTRISIKO

Als Risikovariablen können insbesondere Aktienkurse und Indizes genannt werden.

Kapitalsteuerung

Vorrangiges Ziel des Unternehmens ist es, sicher zu stellen, dass es zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value ein hohes Bonitätsrating sowie eine hohe Eigenkapitalquote aufrechterhält.

Für die Überwachung und Steuerung des Kapitals wird insbesondere das "Gearing-Ratio" (Nettoverschuldung in Prozent vom Eigenkapital) verwendet. Die Nettoverschuldung umfasst langfristige Darlehen und Bankverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagungen.

Das Gearing betrug zum 31. Dezember 2018 17,0 % (Vorjahr: 15,7 %).

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Bankverbindlichkeiten 31.412 31.880
Langfristige Darlehen 272.588 184.816
- Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung -241.532 -165.982
Nettoverschuldung 62.468 50.714
Summe Eigenkapital 368.204 322.011
Gearing 17,0 % 15,7 %

Für die Aktionäre des Mutterunternehmens wird im langfristigen Durchschnitt eine Ausschüttungsquote von 30 bis 60 % (vom Konzerngewinn nach Steuern) angestrebt.

ERLÄUTERUNG 36

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Weder zum 31. Dezember 2018 noch zum 31. Dezember 2017 bestanden Haftungsverhältnisse seitens der Gesellschaft.

ERLÄUTERUNG 37

SONSTIGE VERPFLICHTUNGEN

Sonstige Verpflichtungen bestehen ausschließlich aus operativen Leasingverhältnissen sowie dem Bestellobligo für Investitionen in Sachanlagen (siehe Erläuterung 8).

GELDFLUSSRECHNUNG

Die Geldflussrechnung der Gesellschaft zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der Gesellschaft und der Tochtergesellschaften im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Der Finanzmittelbestand entspricht den Zahlungsmitteln und kurzfristigen Veranlagungen in der Konzernbilanz und umfasst ausschließlich den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten inklusive kurzfristiger Veranlagungen.

Innerhalb der Geldflussrechnung wird zwischen Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Die Geldflüsse aus ausländischen Bereichen wurden mit einem Durchschnittswechselkurs berechnet.

Der Geldfluss aus der Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode ermittelt. Bei dieser Berechnung wird vom Gewinn nach Ertragsteuern ausgegangen und dieser um unbare Aufwendungen und Erträge korrigiert. Dieses Ergebnis und die bilanziellen Veränderungen des Nettoumlaufvermögens (ohne liquide Mittel) liefern den Cashflow aus der Geschäftstätigkeit.

Mittelzu- und -abflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit beinhalten Zuflüsse und Abflüsse aus Zinsein- und -auszahlungen und aus Ertragsteuern.

Die Dividendenzahlungen werden als Teil der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Die Finanzverbindlichkeiten haben sich im Geschäftsjahr 2018 wie folgt verändert:

in TEUR 01.01.2018 ZAHLUNGSWIRKSAME
VERÄNDERUNGEN
NICHT ZAHLUNGSWIRKSAME
VERÄNDERUNGEN
31.12.2018
Wechselkurseffekte Sonstige Veränderungen
Langfristige Bankverbindlichkeiten
inkl. kurzfristigem Anteil
184.816 87.772 0 0 272.588
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten 31.880 -380 -88 0 31.412
Leasingverbindlichkeiten 79 -41 3 6 47
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 17.165 -1.219 592 798 17.336
Summe Schulden aus
Finanzierungstätigkeiten
233.940 86.132 507 804 321.383

MITARBEITER

Die Anzahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt bzw. zum Stichtag:

JAHRESDURCHSCHNITT STICHTAG
2018 2017 31.12.2018 31.12.2017
Arbeiter 1.056 850 1.108 924
Angestellte 537 471 538 508
1.593 1.321 1.646 1.432

ERLÄUTERUNG 40

EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Nach dem Bilanzstichtag wurde mit der Umsetzung des Restrukturierungsplanes hinsichtlich des Standesortes in Mexiko im Segment "Advanced Manufacturing & Services" begonnen. Darüberhinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 geführt hätten.

VORGESCHLAGENE DIVIDENDE

Der Vorstand schlägt vor, den Aktionären pro Aktie eine Dividende von EUR 1,00 auszuschütten. Dies ergibt eine Ausschüttung von insgesamt MEUR 16,0. Im Vorjahr wurde eine Dividende von EUR 0,50 pro Aktie ausgeschüttet. Dies ergab eine Ausschüttung von insgesamt MEUR 8,0.

ERLÄUTERUNG 42

AUFWENDUNGEN FÜR DEN KONZERN-ABSCHLUSSPRÜFER

Für den Konzern-Abschlussprüfer, die Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H., sind folgende Aufwendungen angefallen:

in TEUR 2018 2017
Prüfungsleistungen 152 119
Sonstige Leistungen 28 90

Im Jahr 2018 wurden neben dem Konzernabschluss auch die Einzelabschlüsse der österreichischen Gesellschaften durch den Konzern-Abschlussprüfer geprüft, in 2017 lediglich der Konzernabschluss.

ANGABEN ZU DEN ORGANEN DER KONZERNLEITUNG

VORSTAND:

Ing. Gerald Grohmann (Vorsitzender) Mag. Klaus Mader (Finanzvorstand)

Der bestehende Vorstandsvertrag von Ing. Gerald Grohmann gilt für eine Funktionsperiode bis zum 31. Dezember 2021 und jener für Mag. Klaus Mader bis zum 30. September 2023.

AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATES:

NOMINIERUNGS- UND VERGÜTUNGSAUSSCHUSS:

Mag. Norbert Zimmermann Dr. Karl Schleinzer Mag. Sonja Zimmermann (ab dem 24. April 2018) Dr. Peter Pichler (bis zum 24. April 2018)

PRÜFUNGSAUSSCHUSS:

Mag. Norbert Zimmermann Dr. Wolfram Littich Mag. Sonja Zimmermann (ab dem 24. April 2018) Dr. Peter Pichler (bis zum 24. April 2018)

AUFSICHTSRAT:

Mag. Norbert Zimmermann (Vorsitzender) Erstbestellung: 1995 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2022

Mag. Brigitte Ederer (Stellvertreterin des Vorsitzenden) Erstbestellung: 2014 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2019

  • Dr. Peter Pichler (Stellvertreter des Vorsitzenden) Erstbestellung: 1995 (bis zum 24. April 2018)
  • Mag. Dipl. Ing. Helmut Langanger Erstbestellung: 2003

Ende der laufenden Funktionsperiode: 2019

Dr. Wolfram Littich

Erstbestellung: 2016 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2021

Dr. Karl Schleinzer

Erstbestellung: 1995 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2020

Mag. Sonja Zimmermann

Erstbestellung: 2018 (ab dem 24. April 2018) Ende der laufenden Funktionsperiode: 2023

Alljährlich mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung scheidet zumindest ein Mitglied des Aufsichtsrates aus, sodass dadurch gewährleistet wird, dass im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung über die Wahl zumindest eines Mitgliedes in den Aufsichtsrat beschlossen werden kann. Soweit die Reihenfolge des Ausscheidens sich nicht aus der Amtsdauer ergibt, entscheidet darüber das Los. In jener Sitzung des Aufsichtsrates, die vor Abhaltung einer ordentlichen Hauptversammlung zur Beratung der Beschlussund Wahlvorschläge gemäß § 108 Abs. 1 AktG stattfindet, ist durch Los zu bestimmen, welches Mitglied des Aufsichtsrates mit Beendigung der folgenden ordentlichen Hauptversammlung ausscheidet. Der Ausscheidende ist sofort wieder wählbar.

Ternitz, 4. März 2019

Ing. Gerald Grohmann Mag. Klaus Mader

Vorstand

BESTÄTIGUNGSVERMERK

BERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS

PRÜFUNGSURTEIL

Wir haben den Konzernabschluss der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft, Ternitz, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzerngeldflussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.

GRUNDLAGE FÜR DAS PRÜFUNGSURTEIL

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

    1. Werthaltigkeit der Firmenwerte
    1. Bilanzierung von Optionen zum Erwerb von Nicht beherrschenden Anteilen

1. Werthaltigkeit der Firmenwerte

BESCHREIBUNG

Die SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft zeigt in ihrem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 Buchwerte für Firmenwerte von mEUR 161,2.

Die IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, verlangen von Unternehmen, Firmenwerte jährlich auf Wertminderungen zu überprüfen.

Die Werthaltigkeit der Firmenwerte hängt sowohl von externen Faktoren wie der Ölpreisentwicklung, der Entwicklung von Inputfaktoren für Diskontierungssätze, Rig Counts und Bohrtätigkeiten als auch internen Einschätzungen wie etwa der weiteren Entwicklung des Kundenverhaltens ab und erfordert Ermessensentscheidungen des Managements. Das wesentliche Risiko besteht dabei in der Schätzung der zukünftigen Cashflows und Abzinsungssätze.

Auf die Darstellung im Anhang in den Abschnitten "Erläuterungen 4, Pkt. 9" sowie "Erläuterung 9" wird verwiesen.

WIE WIR DEN SACHVERHALT IM RAHMEN DER PRÜFUNG ADRESSIERT HABEN:

Um dieses Risiko zu adressieren, haben wir unter anderem folgende Prüfungshandlungen durchgeführt:

Wir haben die Konzeption des Prozesses der Gesellschaft zur Durchführung der Überprüfung von Wertminderungen beurteilt.

Die Zusammensetzung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) sowie die Zuordnung der Vermögenswerte, Schulden und Cashflows auf die ZGE wurden überprüft.

Die prognostizierten Umsätze, Ergebnisse und Investitionen haben wir mit den genehmigten Plänen abgestimmt und die wesentlichen Planungsparameter (Umsätze, Aufwendungen, Investitionen, Veränderungen des Working Capital) kritisch gewürdigt, um die Angemessenheit der Planungen zu verifizieren. Die auf Basis dieser Daten ermittelten Cashflows der Impairment Tests wurden von uns methodisch und rechnerisch überprüft. Ebenso haben wir die Annahmen in Bezug auf Abzinsungssätze und Wachstumsraten überprüft.

Wir haben für jene ZGE, deren Fair Value den Buchwert der Vermögensgegenstände nur geringfügig übersteigt, die Planungsannahmen mit unternehmensspezifischen Informationen sowie branchenspezifischen Marktdaten bzw. -erwartungen verplausibilisiert.

Für die Durchführung der Prüfungshandlungen zur Einschätzung der Angemessenheit der Bewertungsmodelle, Cashflow-Annahmen sowie Inputfaktoren haben wir EY Bewertungsspezialisten hinzugezogen.

Schließlich haben wir überprüft, ob die Angaben zur Überprüfung auf Wertminderungen im Anhang in Übereinstimmung mit IAS 36 vorgenommen wurden.

2. Bilanzierung von Optionen zum Erwerb von Nicht beherrschenden Anteilen

BESCHREIBUNG

Mit Vertrag vom 1. April 2016 hat die SBO Gruppe 67,73% der Anteile an Downhole Technology LLC erworben. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses wurde eine Put-/Call Option abgeschlossen, welche die SBO Gruppe ermächtigt bzw. verpflichtet, die noch verbleibenden 32,27% am oder nach dem 1. April 2019 zu erwerben. Nebenbei hat die SBO Gruppe im Geschäftsjahr 2018 Optionen zum Erwerb von Nicht beherrschenden Anteilen an zwei weiteren Gesellschaften ausgeübt.

Im Geschäftsjahr 2018 wurde für die Option zum Erwerb der Anteile an Downhole Technology LLC ein Bewertungsaufwand von mEUR -1,7 erfasst. Die Optionsverbindlichkeit ist zum 31. Dezember 2018 mit mEUR 145,1 im Konzernabschluss erfasst und ist aufgrund ihrer absoluten Höhe und Fristigkeit ein besonders hervorzuhebender Sachverhalt.

Aus der Ausübung einer der beiden weiteren Optionen auf den Erwerb nicht beherrschender Anteile ergab sich im Geschäftsjahr ein Bewertungsgewinn von mEUR 2,7.

Auf die Darstellung des Sachverhalts im Konzernabschluss in "Erläuterung 20" wird verwiesen.

WIE WIR DEN SACHVERHALT IM RAHMEN DER PRÜFUNG ADRESSIERT HABEN:

Unsere Prüfungshandlungen umfassten unter anderem folgende Tätigkeiten:

Wir haben uns vergewissert, dass die vertraglichen Grundlagen zu den eingeräumten Optionen weiterhin Gültigkeit haben.

Analog zur Vorgehensweise bei der Überprüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte haben wir die Basisdaten, welche für die vertraglich vereinbarte Kaufpreisformel relevant sind und in die Berechnung der Zahlungsverpflichtung aus der zum Stichtag verbleibenden Option eingeflossen sind, mit den zugrunde liegenden Informationen und genehmigten Plänen abgestimmt.

Für die vergangenheitsbezogene Komponente der relevanten Kaufpreisformel haben wir die herangezogenen Werte der Berechnung mit den jeweiligen Basisdaten abgestimmt.

Die Angemessenheit des Bewertungsmodells sowie der verwendete Diskontierungssatz wurde überprüft. Für die Prüfungshandlungen wurden EY Bewertungsspezialisten hinzugezogen.

Für im Geschäftsjahr ausgeübte Optionen haben wir die Durchführung der Transaktionen überprüft und die Berechnung des Ausübungspreises nachvollzogen.

Wir haben die Angemessenheit der Angaben im Anhang zum Vorhandensein sowie der Veränderung der Bewertungen der Optionen beurteilt.

VERANTWORTLICHKEITEN DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES PRÜFUNGSAUSSCHUSSES FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.

VERANTWORTLICHKEITEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

  • Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben.

  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.

  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
  • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
  • Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.

Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.

Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

Zu der im Konzernlagebericht enthaltenen konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung ist es unsere Verantwortung zu prüfen, ob sie aufgestellt wurde, sie zu lesen und abzuwägen, ob sie angesichts des bei der Prüfung gewonnenen Verständnisses wesentlich im Widerspruch zum Konzernabschluss steht oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheint.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.

URTEIL

Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.

ERKLÄRUNG

Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

BERICHT ZUM KONZERNLAGEBERICHT

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt. Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.

In Verbindung mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses ist es unsere Verantwortung diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald diese vorhanden sind und abzuwägen, ob sie angesichts des bei der Prüfung gewonnenen Verständnisses wesentlich in Widerspruch zum Konzernabschluss stehen, oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Konzernabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.

ZUSÄTZLICHE ANGABEN NACH ARTIKEL 10 DER EU-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 24. April 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 24. April 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1996 Abschlussprüfer.

AUFTRAGSVERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Karl Fuchs.

Wien, am 4. März 2019

Ernst & Young

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.

Mag. Karl Fuchs eh Wirtschaftsprüfer

ppa Dipl.-Ing. (FH) Mag. Manfred Siebert eh Wirtschaftsprüfer

BERICHT DES AUFSICHTSRATES ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR 2018

Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2018 die ihm laut Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben wahrgenommen und sich in fünf Sitzungen und durch mehrere mündliche und schriftliche Berichte des Vorstandes regelmäßig über den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft und ihrer Konzernunternehmen sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle informiert. Die Schwerpunkte der Erörterungen zwischen Aufsichtsrat und Vorstand bildeten die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung des Konzerns sowie wesentliche Geschäftsfälle und Maßnahmen.

In der Hauptversammlung 2018 kam es zu einem Wechsel im Aufsichtsrat. Herr Dr. Peter Pichler schied aus dem Aufsichtsrat aus. Ihm wird für seine langjährige Tätigkeit im Aufsichtsrat gedankt. An seiner Stelle wurde Frau Mag. Sonja Zimmermann in der Hauptversammlung 2018 in den Aufsichtsrat gewählt. Darüber hinaus blieben sowohl Aufsichtsrat als auch Vorstand im Geschäftsjahr 2018 unverändert.

Der Aufsichtsrat verfügt über zwei Ausschüsse: das Audit Committee (Prüfungsausschuss) und das Nomination and Remuneration Committee (Nominierungs- und Vergütungsausschuss).

Das Nomination and Remuneration Committee befasste sich im Geschäftsjahr 2018 in einer Sitzung mit der Vorbereitung der obigen personellen Veränderung im Aufsichtsrat sowie mit Fragen zur Vergütung der Vorstandsmitglieder und der Verlängerung der Vorstandsverträge.

Das Audit Committee befasste sich im Geschäftsjahr 2018 in zwei Sitzungen mit der Finanzberichterstattung der Gesellschaft (Konzern- und Jahresabschluss) und nahm die ihm gemäß § 92 Abs 4a AktG obliegenden Aufgaben wahr. Vertreter der Deloitte Schwarz & Schmid Wirtschaftsprüfungs GmbH als Prüferin des Jahresabschlusses der Gesellschaft und der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. als Prüferin des Konzernabschlusses der Gesellschaft nahmen an der Sitzung des Prüfungsausschusses teil, die sich mit der Vorbereitung der Feststellung des Jahres- und Konzernabschlusses 2017 und deren Prüfung beschäftigte, und berichteten über die Abschlussprüfung. Darüber hinaus hat das Audit Committee mit Vertretern der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. in einer Sitzung die Planung der Prüfungen des Jahresabschlusses und Konzernabschlusses 2018 detailliert erörtert. Über die Ergebnisse der Sitzungen des Audit Committees wurde der Aufsichtsrat laufend unterrichtet.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 und der Lagebericht wurden von der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. geprüft. Diese Prüfung hat ergeben, dass der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften entspricht, ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2018 bis zum 31. Dezember 2018 vermittelt und der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden ist, zutreffende Angaben nach § 243a UGB enthält und in Einklang mit dem Jahresabschluss steht, und dass der nach § 243c UGB erforderliche Corporate Goverance-Bericht unter sinngemäßer Anwendung des § 251 Abs 3 UGB aufgestellt worden ist.

Der gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 und der Konzernlagebericht wurden ebenso von der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. geprüft. Diese Prüfung hat ergeben, dass der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften entspricht, ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr 2018 vermittelt, der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden ist, zutreffende Angaben nach § 243a UGB enthält und in Einklang mit dem Konzernabschluss steht sowie die nach § 267a UGB erforderliche konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung und der nach § 267b UGB erforderliche konsolidierte Corporate Governance-Bericht unter sinngemäßer Anwendung des § 251 Abs 3 UGB aufgestellt worden sind.

Da die Prüfungen jeweils keinen Anlass zu Beanstandungen ergaben, wurden daher für den Jahresabschluss 2018 und den Konzernabschluss 2018 uneingeschränkte Bestätigungsvermerke erteilt.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 18. März 2019 nach Befassung des Audit Committees den vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 und den Lagebericht, weiters den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 und den Konzernlagebericht samt nichtfinanzieller Erklärung gemäß § 267a UGB sowie den Corporate Governance-Bericht geprüft. Diese Prüfungen haben nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 in seiner Sitzung vom 18. März 2019 gebilligt, der damit gemäß § 96 Abs 4 AktG festgestellt ist. Zudem hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung dem Vorschlag des Vorstandes über die Verwendung des im Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 ausgewiesenen Bilanzgewinns angeschlossen.

Der Aufsichtsrat spricht den Mitgliedern des Vorstandes sowie allen Mitarbeitern der SBO Gruppe Dank und Anerkennung für ihren großen Einsatz und die Leistungen im Geschäftsjahr 2018 aus und dankt den Aktionären und Kunden der SBO Gruppe für das entgegengebrachte Vertrauen.

Ternitz, am 18. März 2019

Der Aufsichtsrat

Norbert Zimmermann Vorsitzender

"Die Basis für den nachhaltigen Erfolg vonSBO bilden Technologie-, Qualitäts- und Innovationsführerschaft in enger Verbindung mit einer marktorientierten Wachstumsstrategie, hoher Produktivität und Flexibilität sowie einer langfristig ausgerichteten strategischen Investitionspolitik"

JAHRESABSCHLUSS

JAHRESABSCHLUSS 141
BESTÄTIGUNGSVERMERK ZUM JAHRESABSCHLUSS 168
ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER 174

A K T I V A P A S S I V A
31.12.2018
EUR
EUR 31.12.2017
TEUR
31.12.2018
EUR
EUR 31.12.2017
TEUR
A. Anlagevermögen A. Eigenkapital
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile
sowie daraus abgeleitete Lizenzen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
0,00 0 I. eingefordertes und eingezahltes Grundkapital
eigene Anteile
16.000.000,00
-50.597,00
15.949.403,00 16.000
-47
15.953
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der
II. Sachanlagen
11.117.741,96 11.642 davon für eigene Aktien EUR 50.597,00 (Vorjahr TEUR 47)
II. Kapitalrücklagen
1. gebundene
70.026.644,03 70.023
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Bauten auf fremdem Grund
105.504,81 11.223.246,77 116
11.758
III. Optionsrücklage 3.628.460,00 2.303
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
III. Finanzanlagen
218.608.653,40
34.934.497,83
228.219
41.691
2. andere Rücklagen (freie Rücklagen)
1. gesetzliche Rücklage
IV. Gewinnrücklagen
785.314,64
14.057.912,74
14.843.227,38 785
14.328
15.113
3. Wertrechte des Anlagevermögens 143.967,00 253.687.118,23
264.910.365,00
144
270.054
281.812
davon Gewinnvortrag EUR 2.558.310,65 (Vorjahr TEUR 3.511)
V. Bilanzgewinn
17.594.743,00
122.042.477,41
10.538
113.930
B. Umlaufvermögen B. Rückstellungen
1. davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 1.285.634,43 (Vorjahr TEUR 8.904)
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
33.394.588,03
7.676.495,39
11.382
8.227
1. Rückstellungen für Abfertigungen
3. sonstige Rückstellungen
2. Steuerrückstellungen
693.566,00
3.931.782,09
2.147.926,00
6.773.274,09 517
5.423
1.130
7.070
2. davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 6.375.444,79 (Vorjahr TEUR 7.557) 41.071.083,42 19.609 davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 62.805.074,14 (Vorjahr TEUR 145.617)
C. Verbindlichkeiten
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 135.631.006,27
176.702.089,69
72.040
91.649
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 253.738.246,35 (Vorjahr TEUR 113.844)
C. Aktive latente Steuern 3.746.617,30 7.000 davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 231.613.636,35 (Vorjahr TEUR 112.455)
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 17.090.909,10 (Vorjahr TEUR 67.545)
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 73.441,82 (Vorjahr TEUR 138)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
248.704.545,45
73.411,82
180.000
138
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 42.273.731,86 (Vorjahr TEUR 75.934)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
4. sonstige Verbindlichkeiten
42.273.731,86
25.491.631,36
75.934
3.389
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 22.124.610,00 (Vorjahr TEUR 1.389)
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 3.367.021,36 (Vorjahr TEUR 2.000)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 39.108,61 (Vorjahr TEUR 41)
davon aus Steuern EUR 124.703,84 (Vorjahr TEUR 134)
316.543.320,49 259.461
445.359.071,99 380.461 445.359.071,99 380.461

B I L A N Z z u m 3 1 . Dezember 2018

SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2018

2018
EUR
2017
TEUR
1. Umsatzerlöse 7.780.601,57 6.209
2. sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 0,00 30
b) übrige 3.759.864,66 932
3.759.864,66 962
3. Personalaufwand
a) Löhne -215.736,68 -197
b) Gehälter -4.104.951,47 -2.311
c) soziale Aufwendungen
aa) Aufwendungen für Altersversorgung -178.201,93 -125
bb) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche -673.586,34 -493
Mitarbeitervorsorgekassen
cc) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom
Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
-364.361,03 -415
dd) übrige -518,78 -1
-1.216.668,08 -1.034
-5.537.356,23 -3.542
4. Abschreibungen
auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -558.698,95 -560
5. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 15 fallen -99.915,25 -133
b) übrige -7.013.004,74 -6.400
-7.112.919,99 -6.533
6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebserfolg) -1.668.508,94 -3.464
7. Erträge aus Beteiligungen 26.113.003,23 12.977
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 26.113.003,23 (Vorjahr TEUR 12.977)
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.178.392,17 (Vorjahr TEUR 2.589)
2.180.303,17 2.591
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.227.391,55 732
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 701.666,26 (Vorjahr TEUR 261)
10. Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen 1.581.708,69 0
11. Aufwendungen aus Finanzanlagen -9.824.161,00 -3.060
a) davon Abschreibungen EUR -9.610.760,60 (Vorjahr TEUR -3.060)
b) davon Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen EUR -9.824.161,00 (Vorjahr TEUR -3.060)
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.772.701,51 -4.271
davon betreffend verbundene Unternehmen EUR -698.540,70 (Vorjahr TEUR -784)
13. Zwischensumme aus Z 7 bis 12 (Finanzerfolg) 17.505.544,13 8.969
14. Ergebnis vor Steuern (Zwischensumme aus Z 6 und Z 13) 15.837.035,19 5.505
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -800.602,84 1.522
davon latente Steuern EUR -3.253.421,70 (Vorjahr TEUR 2.847)
16. Jahresüberschuss 15.036.432,35 7.027
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.558.310,65 3.511
18. Bilanzgewinn 17.594.743,00 10.538

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS 2018

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft (SBO), mit Sitz in Ternitz, wurde nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches (§§ 189ff UGB) in der geltenden Fassung erstellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurden der Grundsatz der Einzelbewertung und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt. Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden.

Für erkennbare Risiken und drohende Verluste, die aus dem vergangenen und früheren Geschäftsjahren resultieren und in der Zukunft schlagend werden könnten, wurden entsprechende Vorsorgen in die Bilanz eingestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Die SBO erstellt einen Konzernabschluss gemäß § 245a UGB nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen. Der Konzernabschluss wird beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Wiener Neustadt hinterlegt.

Die Gesellschaft ist Gruppenträger einer Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG seit 2005.

Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung des Anlagevermögens wurde das Niederstwertprinzip eingehalten. Die vorgenommenen Abschreibungen tragen den verbrauchsbedingten und sonstigen Wertminderungen voll Rechnung. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bilanziert. Fremdwährungsforderungen wurden mit dem Devisen-Kurs zum Bilanzstichtag oder zu niedrigeren Anschaffungskursen bewertet. Allen erkennbaren Einzelrisiken wurde durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Pauschalwertberichtigungen wurden nicht vorgenommen.

Auf Fremdwährung lautende Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Devisen-Kurs zum Bilanzstichtag bilanziert.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht mit ihrem Erfüllungsbetrag. Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem höheren Devisen-Kurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Die Berechnung der Abfertigungsrückstellungen erfolgte mittels versicherungsmathematischem Verfahren gemäß IAS 19 (Methode der laufenden Einmalprämien). Hierzu wurden die folgenden Berechnungsannahmen verwendet: Zinssatz 1,8 % (Vorjahr: 1,7 %), Gehaltssteigerung 3,5 % (Vorjahr: 3,5 %) p. a., Pensionseintrittsalter gemäß den aktuellen gesetzlichen Regelungen. Im Rahmen der Ermittlung der Abfertigungsrückstellung erfolgt die Verteilung des Dienstzeitaufwandes über den Zeitraum vom Eintritt in das Unternehmen bis zum Zeitpunkt des geplanten Pensionsantrittes des jeweiligen Dienstnehmers.

Die Jubiläumsgeldrückstellungen wurden ebenfalls gemäß IAS 19 berechnet.

Aus der Umstellung der Sterbetafeln in 2018, die der Berechnung der Rückstellung zugrunde liegen, ergab sich zum 31.12.2018 bei den Abfertigungen eine Erhöhung um TEUR 36,8 sowie bei den Jubiläumsgeldern um TEUR 5,7.

III. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

1. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

ANLAGEVERMÖGEN

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im beiliegenden Anlagenspiegel dargestellt.

Das abnutzbare Anlagevermögen wird über folgende Nutzungsdauern planmäßig linear abgeschrieben:

- EDV-Software 4 Jahre
- Rechte 15 Jahre
- Gebäude und Grundstückseinrichtungen 10 bis 50 Jahre
- Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 8 Jahre

Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen gab es folgende wesentliche Bewegungen:

- Schoeller-Bleckmann de Mexico S. A. de C. V.
Abwertung
TEUR -3.111
- Schoeller-Bleckmann Canada Ltd.
Abwertung
TEUR -6.500

Zum Bilanzstichtag 31.12.2018 wurden Werthaltigkeitstests für die enthaltenen Anteile an verbundenen Unternehmen durchgeführt. Die Bewertung erfolgte auf Basis der vorliegenden Planungen durch Diskontierung der prognostizierten Cashflows unter Heranziehung eines Kapitalkostensatzes nach Steuern, welcher aufgrund aktueller Marktdaten für vergleichbare Unternehmen im selben Industriezweig unter Berücksichtigung der länderspezifischen Inflationserwartungen ermittelt wurde.

Die Cashflows wurden auf Basis der prognostizierten Umsätze und der hierfür notwendigen Kapazitäten (insb. Personalausstattung sowie Investitionen in das Anlagevermögen und in das Working Capital) ermittelt.

Die Bewertung wird am stärksten von den Umsatzerlösen beeinflusst.

Die Umsatzplanungen werden erstellt, indem einerseits die gesamtheitliche Entwicklung der Oilfield Service Industrie berücksichtigt wird (im Wesentlichen in Form der erwarteten zukünftigen CAPEX Spendings) und andererseits auch die unternehmensspezifischen Kundenbeziehungen und regionalen Marktgegebenheiten einbezogen werden.

Die Umsatzplanungen im Bereich Manufacturing berücksichtigen zudem die bereits vorhandenen Auftragsstände der wichtigsten Kunden.

Für die nachhaltige Planung der Umsatzerlöse und Cashflows wird auch die aus der Vergangenheit abgeleitete Zyklizität der Branche, sofern relevant, herangezogen.

Die Margenplanung wird aus dem geplanten Produktmix und den entsprechenden Preiserwartungen sowie den prognostizierten Kostenentwicklungen abgeleitet.

Für die erwarteten Erlöse werden einerseits die bisher erzielten Preise bzw. die Preise von allenfalls vorhandenen Kundenaufträgen herangezogen als auch zukünftige Marktindikationen auf Basis von Rückmeldungen des Vertriebs verwendet.

Die Kostenentwicklungen basieren auf den variablen Kosten in Form von bekannten oder erwarteten Materialpreisentwicklungen (basierend auf Preisindikationen bestehender Lieferanten, Materialpreisentwicklungen auf Rohstoffmärkten und daraus ableitbare Trends sowie auf der unterstellten Mengenplanung) und auf den erwarteten fixen Kosten in Form von geplanten Erhaltungs-Investitionen in Maschinen, Anlagen und in die Mietflotte. Weiters wird die erforderliche Personalausstattung (basierend auf geplantem Headcount, erforderlicher Qualifikation der benötigten Mitarbeiter sowie der aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage erwarteten Personalkosten) berücksichtigt.

Die durchgeführten Werthaltigkeitstests haben in 2018 zu den oben dargestellten Wertminderungen bei den Beteiligungsansätzen geführt (in 2017 zu keinen Wertminderungen).

Die Ausleihungen betrafen ausschließlich Konzerngesellschaften. Deren Fristigkeit stellt sich wie folgt dar:

in TEUR <1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Bilanzwert
31.12.2018 0,0 34.934,5 0,0 34.934,5
31.12.2017 0,0 20.845,5 20.845,5 41.691,0

UMLAUFVERMÖGEN

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren ausschließlich aus Konzernfinanzierungen.

Die größten Positionen in den sonstigen Forderungen waren Darlehen an Mitarbeiter von Konzerngesellschaften (TEUR 6.355,6; Vorjahr: TEUR 7.537,5).

Die in den sonstigen Forderungen enthaltenen Erträge, welche nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden, betrafen Zinsabgrenzungen (TEUR 668,1; Vorjahr: TEUR 40,6).

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern wurden zum Bilanzstichtag für folgende Posten gebildet: Beteiligungen, Sachanlagen, Personalrückstellungen und steuerliche Verlustvorträge, welche in den Folgejahren verwertet werden können. Aufgrund der mittelfristigen Planungsrechnung werden, gestützt durch ansteigende Auftragseingänge und mittelfristig zunehmende Investitionserwartungen für die Ölfeld-Serviceindustrie, zukünftig steuerliche Gewinne erwartet, wodurch der Ansatz der aus dem Verlustvortrag stammenden latenten Steuern gerechtfertigt wird.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit einem Steuersatz von 25%. Der Rückgang im Jahr 2018 ergibt sich im Wesentlichen aus der Verrechnung von Vorjahresverlusten mit steuerlichen Gewinnen der Steuergruppe in 2018.

EIGENKAPITAL

Das eingeforderte und eingezahlte Grundkapital von TEUR 16.000,0 besteht aus 16.000.000 auf Inhaber lautende Aktien zu je EUR 1,00.

In der Hauptversammlung vom 24. April 2018 wurde der Vorstand für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft bis zu maximal 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Im Dezember 2018 hat die Gesellschaft 10.000 Stück eigene Aktien mit einem Kaufpreis von TEUR 586,4 zur Erfüllung des bestehenden anteilsbasierten Vergütungsprogramms erworben. In 2017 hat die Gesellschaft von der Ermächtigung laut Hauptversammlungsbeschluss vom 27. April 2016 keinen Gebrauch gemacht.

Zum Bilanzstichtag 2018 hält die Gesellschaft 50.597 Stück eigene Aktien (Vorjahr: 46.597 Stück). Dies entspricht einem Anteil von 0,32 % (Vorjahr: 0,29 %) am Grundkapital mit einem Anschaffungswert von TEUR 2.812,2 (Vorjahr TEUR 2.554,7). Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien beträgt somit 15.949.403 Stück (Vorjahr: 15.953.403 Stück).

Die gebundene Kapitalrücklage betrug zum Bilanzstichtag TEUR 70.026,6 (Vorjahr: TEUR 70.022,6) und resultiert im Wesentlichen aus dem Agio bei der Ausgabe junger Aktien in 1997 und in 2005. Die Veränderung in 2018 resultiert aus dem Erwerb sowie dem Abgang von eigenen Anteilen und einer Umgliederung zur Optionsrücklage.

Die gesetzliche Rücklage betrug zum Bilanzstichtag unverändert TEUR 785,3.

Die freie Rücklage betrug zum Bilanzstichtag TEUR 14.057,9 (Vorjahr: TEUR 14.328,1). Die Veränderung in 2018 resultiert aus dem Erwerb bzw. der Übertragung eigener Anteile.

Die Optionsrücklage in Zusammenhang mit einem im Jahr 2014 vereinbarten und in 2018 verlängerten Vorstandsvergütungsprogramm für die künftige Abgabe von eigenen Aktien beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 3.628,5 (VJ: TEUR 2.302,8).

Gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 24. April 2018 wurden vom Bilanzgewinn 2017 TEUR 7.979,7 an die Aktionäre ausgeschüttet und die verbleibenden TEUR 2.558,3 auf neue Rechnung vorgetragen.

RÜCKSTELLUNGEN

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Jubiläumsgeldrückstellungen 45,4 35,9
Rückstellungen für nicht konsumierte Urlaube 455,0 364,9
sonstige Personalrückstellungen 976,6 362,1
Bilanzveröffentlichung 182,0 168,0
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 168,7 159,7
Sonstige Rückstellungen 320,2 39,0
Summe 2.147,9 1.129,6

In den übrigen Rückstellungen sind enthalten:

VERBINDLICHKEITEN

Im Geschäftsjahr 2018 wurden langfristige Schuldscheindarlehen und Inhaberschuldverschreibungen in Höhe von TEUR 137.250 sowie Kredite in Höhe von TEUR 20.000 aufgenommen. Davon werden Inhaberschuldverschreibungen in Höhe von TEUR 21.000 in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen, da diese nicht von Kreditinstituten gezeichnet wurden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren ausschließlich aus Konzernfinanzierungen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.042,5 (Vorjahr: TEUR 1.666,9) enthalten, die nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist ein Betrag von TEUR 62.285,7 mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren enthalten (Vorjahr: TEUR 21.590,9). In den sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Betrag von TEUR 21.066,1 mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren enthalten (Vorjahr: TEUR 330,8).

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Haftungsverhältnisse bestanden in folgendem Ausmaß:

31.12.2018 31.12.2017
in TEUR davon für
Gesamtbetrag
verbundene
Unternehmen
Gesamtbetrag davon für
verbundene
Unternehmen
Haftungen für Kredite und
Kurssicherungen
27.851,3 27.851,3 30.846,1 30.846,1

Darüber hinaus wurden für ein Bankdarlehen eines verbundenen Unternehmens Pfandrechte an Liegenschaften der Gesellschaft bis zu einem Höchstbetrag von TEUR 12.300,0 eingeräumt (Vorjahr: TEUR 12.300,0).

Weiters hat die Gesellschaft gegenüber drei verbundenen Unternehmen Patronatserklärungen abgegeben, die eine unwiderrufliche Zusicherung enthalten, diese Unternehmen derart zu unterstützen, dass diese jederzeit ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen können.

FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses im Jahr 2016 hat die Gesellschaft den anderen Gesellschaftern das ab 1. April 2019 jederzeit ausübbare Recht eingeräumt, ihre Anteile der Gesellschaft anzubieten und hat sich diesfalls verpflichtet, die angebotenen Anteile zu erwerben. Zudem hat die Gesellschaft das Recht erworben, ab 1. April 2019 jederzeit die Anteile der anderen Gesellschafter zu erwerben, welche sich dazu verpflichtet haben, die Anteile diesfalls an die Gesellschaft zu übertragen (Put- und Call-Option). Der Kaufpreis ist jeweils von den erzielten Ergebnissen des erworbenen Unternehmens abhängig.

Hinsichtlich der im Zuge von zwei Unternehmenszusammenschlüssen in den Jahren 2012 und 2014 abgeschlossenen Optionsvereinbarungen haben im Geschäftsjahr 2018 zwei Tochtergesellschaften der SBO diese Anteile der jeweils anderen Gesellschafter erworben.

Die Gesellschaft hat sich verpflichtet, für eine Wettbewerbsvereinbarung jährlich USD 500.000 zu zahlen, sofern sich der Vertragspartner während der Laufzeit bis 2020 an die Vertragsbedingungen hält.

Aus der Nutzung von nicht in der Bilanz ausgewiesenen Sachanlagen auf Grund von Mietoder Leasingverträgen bestehen keine wesentlichen Verpflichtungen.

2. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

UMSATZERLÖSE

Die größten Posten sind:

in TEUR 2018 2017
Verrechnete Holdingleistungen 5.911,3 4.359,1
Mieterträge 1.869,3 1.849,7

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die größten Posten sind:

in TEUR 2018 2017
Kursgewinne 3.753,5 931,0

PERSONALAUFWAND

Im Posten Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeiter-Vorsorgekassen sind Leistungen an betriebliche Mitarbeiter-Vorsorgekassen in der Höhe von TEUR 23,1 (Vorjahr: TEUR 22,1) enthalten.

Von den Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen entfallen TEUR 819,7 (Vorjahr: TEUR 550,7) auf die Mitglieder des Vorstands.

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die größten Posten in den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind:

in TEUR 2018 2017
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 2.263,2 1.256,3
Kursverluste 1.396,2 2.626,7
Dienstleistungen Konzern 417,7 405,0
Versicherungen 356,6 169,9

Darüber hinaus sind Spesen des Geldverkehrs, EDV-Aufwand sowie sonstige Verwaltungsund Vertriebsaufwendungen unter dieser Position verbucht.

BETEILIGUNGSERGEBNIS

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen nachfolgende Gesellschaften:

in TEUR 2018 2017
SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Technology GmbH 20.000,0 0,0
DSI FZE 6.113,0 8.472,4
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (UK) Ltd. 0,0 4.505,0

STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

Die SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft hat die Möglichkeit der Bildung einer steuerlichen Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG unter Anwendung der Belastungsmethode genutzt. Gruppenmitglieder sind:

Inland:

  • SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Technology GmbH., Ternitz ..................(ab 2008)

Ausland:

  • Schoeller-Bleckmann de Mexico S. A. de C. V., Monterrey ............................(ab 2005)
  • Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Vietnam LLC, Binh Duong ..............(ab 2009)

Im Geschäftsjahr 2018 weist die Gesellschaft nach Verrechnung der Steuerumlagen an inländische Gruppenmitglieder in Höhe von TEUR 1.008,3 (Vorjahr: TEUR 0,0) einen Steueraufwand in Höhe von TEUR 800,6 (Vorjahr: Steuerertrag von TEUR 1.522,3) aus.

Darin sind Aufwendungen für Quellensteuern in Höhe von TEUR 40,4 (Vorjahr: TEUR 32,2) sowie ein auf Vorjahre entfallender Steueraufwand von TEUR 104,5 (Vorjahr: Steuerertrag TEUR 68,3) enthalten.

BILANZGEWINN

Das Geschäftsjahr 2018 schließt mit einem Jahresüberschuss von TEUR 15.036,4. Zuzüglich des Gewinnvortrags aus 2017 ergibt sich ein Bilanzgewinn von TEUR 17.594,7.

Der Vorstand schlägt vor, an die dividendenberechtigten Aktien eine Dividende von EUR 1,00 je Aktie (Vorjahr EUR 0,50) auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

IV.Sonstige Angaben

GESCHÄFTSFÄLLE MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Für das Geschäftsjahr 2018 liegen keine berichtspflichtigen Geschäftsfälle gemäß § 238 (1) Z 12 UGB vor.

AUFWENDUNGEN FÜR DEN ABSCHLUSSPRÜFER

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer 2018 sind dem Konzernabschluss der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft zu entnehmen.

Im Jahr 2017 sind für den Abschlussprüfer, die Deloitte Schwarz & Schmid Wirtschaftsprüfungs GmbH, und mit diesem verbundene Unternehmen folgende Aufwendungen angefallen:

  • Prüfung des Jahresabschlusses ........... TEUR 21,0
  • Steuerberatungsleistungen ................... TEUR 21,2
  • Sonstige Leistungen ............................... TEUR 5,0

EREIGNISSE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH DEM BILANZSTICHTAG

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.

V. Angaben über Beteiligungen und Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Verbundene Unternehmen im Sinne des § 189a Z 8 UGB sind alle Unternehmen, die dem Konzern der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft, Ternitz, angehören. Geschäfte mit diesen Gesellschaften werden wie mit unabhängigen Dritten abgewickelt.

men beteiligt:
mber 2018 an folgenden Unterneh
m 31. Deze
MENT Aktiengesellschaft war zu
QUIP
MANN OILFIELD E
OELLER-BLECK
Die SCH
Ergebnis
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Eigenkapital
in TEUR
Anteil in Prozent Jahr 2018 31.12.2018
mbH, Ternitz
MANN Oilfield Technology G
OELLER-BLECK
SCH
100,00 12.310,0 90.704,4
DSI FZE, Dubai, AE 100,00 2.251,0 50.054,4
Mexico S.A. de C.V., Villahermosa, MX
DSI PBL de
99,00 66,9 192,3
mington, US
Wil
mann America Inc.,
Schoeller-Bleck
100,00 -8.357,8 35.631,6
O Drilling Tools Inc., Houston, US
C
BI
90,65 809,1 83.741,1
mann de Mexico S. A. de C. V., Monterrey, MX
Schoeller-Bleck
100,00 -1.735,4 -1.781,9
m, GB
mited, Rotherha
ment (UK) Li
mann Oilfield Equip
Schoeller-Bleck
100,00 971,4 37.317,8
Knust-SBD Pte Ltd., Singapur, SG 51,50 668,6 8.762,1
ment Middle East FZE, Dubai, AE
mann Oilfield Equip
Schoeller-Bleck
100,00 -1.213,2 4.501,4
m LLC, Binh Duong, VN
ment Vietna
mann Oilfield Equip
Schoeller-Bleck
100,00 4.640,4 21.977,1
mann Canada Ltd., Calgary, CA
Schoeller-Bleck
100,00 141,2 32.155,1
MITED, Dubai, AE
MPANY LI
O
G C
OLDIN
ADRIANA H
99,00 0,0 0,0

Für die Angaben zu weiteren Beteiligungen wird von der Bestimmung gem. § 242 Abs. 2 Z 2 UGB Gebrauch gemacht.

VI. Angaben über Organe und Arbeitnehmer

2018 2017
Gehaltsempfänger 13 16
Lohnempfänger 8 8
Summe Mitarbeiter 21 24

Der durchschnittliche Personalstand gliedert sich wie folgt:

Die Bezüge für die Mitglieder des Vorstands betrugen im Jahr 2018 TEUR 1.388, davon fixer Anteil TEUR 1.108, davon variabler Anteil TEUR 280 (Vorjahr: TEUR 1.223, davon fixer Anteil TEUR 943, davon variabler Anteil TEUR 280).

Im Geschäftsjahr 2014 wurde dem Vorstandsvorsitzenden Ing. Gerald Grohmann für Vorstandstätigkeiten unter der Voraussetzung eines jeweils aktiven Dienstverhältnisses eine jährliche Übertragung von jeweils 6.000 Stück SBO Aktien zugesagt, wobei die erste Übertragung 2014 erfolgte. Diese Aktien unterliegen auf die Dauer von 2 Jahren ab der jeweiligen Übertragung, längstens aber bis zur Beendigung des Dienstvertrages, einer Verfügungs- und Belastungsbeschränkung seitens Herrn Ing. Grohmann. Die Vereinbarung wurde in 2018 im Rahmen der Verlängerung des Dienstvertrages bis 2021 verlängert. Der Kurswert zum Zeitpunkt der Übertragung von 6.000 Aktien in 2018 betrug TEUR 536 (Vorjahr: TEUR 392). Zum 31.12.2018 beträgt der Kurswert der 12.000 Stück bereits übertragenen und einer Verfügungsbeschränkung unterliegenden Aktien TEUR 688 (Vorjahr: 12.000 Stück mit Kurswert TEUR 1.020).

Weiters wurde im Geschäftsjahr 2014 dem Vorstandsvorsitzenden eine freiwillige Abfertigung in Höhe von 30.000 Stück SBO Aktien bei Vertragsende zugesagt. Der Aufwand betreffend aktienbasierter Vergütungen ist aufgrund der bestehenden Verfügungsbeschränkung bzw. der erst bei Ende des Dienstverhältnisses gewährten Abfertigung in den oben dargestellten Bezügen nicht enthalten.

Im Geschäftsjahr 2018 erhielten die Aufsichtsratsmitglieder in Summe eine Vergütung von TEUR 159 (Vorjahr: TEUR 39,0).

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten kumulierte Abschreibungen Buchwert Buchwert
Beträge in EURO Vortrag Stand Vortrag Zuschreibungen Stand 31.12.2018 31.12.2017
01.01.2018 Zugänge Abgänge 31.12.2018 01.01.2018 Zugänge Abgänge im Gesch.j. 31.12.2018
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.
63.738,60 0,00 0,00 63.738,60 63.738,60 0,00 0,00 0,00 63.738,60 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 63.738,60 0,00 0,00 63.738,60 63.738,60 0,00 0,00 0,00 63.738,60 0,00 0,00
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, davon
Grundwert EUR 3.560.935,26 (2017: TEUR 3.560,9)
II. Sachanlagevermögen
1.
20.140.201,77 4.479,80 0,00 20.144.681,57 8.498.246,87 528.692,74 0,00 0,00 9.026.939,61 11.117.741,96 11.641.954,90
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 694.360,05 17.695,32 -1.693,00 710.362,37 577.996,54 28.554,02 -1.693,00 0,00 604.857,56 105.504,81 116.363,51
3. geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 1.452,19 -1.452,19 0,00 0,00 1.452,19 -1.452,19 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 20.834.561,82 23.627,31 -3.145,19 20.855.043,94 9.076.243,41 558.698,95 -3.145,19 0,00 9.631.797,17 11.223.246,77 11.758.318,41
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 246.087.319,22 0,00 0,00 246.087.319,22 17.867.905,22 9.610.760,60 0,00 0,00 27.478.665,82 218.608.653,40 228.219.414,00
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 44.750.738,40 0,00 -8.950.147,68 35.800.590,72 3.059.751,98 0,00 -611.950,40 -1.581.708,69 866.092,89 34.934.497,83 41.690.986,42
3. Wertrechte des Anlagevermögens 143.967,00 0,00 0,00 143.967,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 143.967,00 143.967,00
Summe Finanzanlagen 290.982.024,62 0,00 -8.950.147,68 282.031.876,94 20.927.657,20 9.610.760,60 -611.950,40 -1.581.708,69 28.344.758,71 253.687.118,23 270.054.367,42
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 311.880.325,04 23.627,31 -8.953.292,87 302.950.659,48 30.067.639,21 10.169.459,55 -615.095,59 -1.581.708,69 38.040.294,48 264.910.365,00 281.812.685,83

SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft

Anlagenspiegel gemäß § 226 (1) UGB per 31.12.2018

Lagebericht

SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft

LAGEBERICHT

für das Geschäftsjahr 2018

1) Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

Die SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft (SBO) fungiert als konzernleitende Holdinggesellschaft zur Steuerung und Beratung der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wegen ihrer Holdingfunktion haben die finanziellen Kennzahlen der SBO keine Aussagekraft für die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns. Die Beurteilung der Vermögens- und Ertragslage des SBO-Konzerns ist deshalb nur anhand des Konzernabschlusses möglich.

Die Umsatzerlöse der SBO betrugen 2018 MEUR 7,8 (Vorjahr: MEUR 6,2). Bei den von SBO ausgewiesenen Umsatzerlösen handelt es sich um konzerninterne Leistungen sowie um Erlöse aus der Vermietung von Grund- und Gebäudeflächen in Ternitz.

Das Ergebnis vor Steuern betrug 2018 MEUR 15,8 (Vorjahr: MEUR 5,5). Es war wesentlich gekennzeichnet durch Erträge aus Beteiligungen in Höhe von MEUR 26,1 (Vorjahr: MEUR 13,0). Es handelt sich hierbei um Ausschüttungen von Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology GmbH und DSI FZE.

In den Jahren 2017 und 2018 gab es keine nennenswerten Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen.

Die Zugänge zu Finanzanlagen betrugen im Jahr 2017 MEUR 3,3 und betrafen Anteile an verbundenen Unternehmen. Im Jahr 2018 gab es keine weiteren Zugänge. Es wurden Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von MEUR 9,6 (Vorjahr: MEUR 0,0) bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen vorgenommen. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen wurden im Ausmaß von MEUR 9,0 (Vorjahr: MEUR 0,0) rückbezahlt.

Die Bilanzsumme 2018 ist mit MEUR 445,4 gegenüber dem Vorjahr (MEUR 380,5) gestiegen, hauptsächlich durch die Aufnahme von Schuldscheindarlehen.

Die Eigenkapitalquote ist auf Grund der gestiegenen Bilanzsumme auf 27,4 % gesunken (Vorjahr: 30,0 %).

Desgleichen ist das langfristig gebundene Vermögen (überwiegend Finanzanlagen) auf 59,5 % der Bilanzsumme gesunken (Vorjahr: 74,1%).

Es bestehen keine Zweigniederlassungen der SBO.

Mitarbeiter

Der Personalstand der SBO zum 31. Dezember 2018 betrug 21 Mitarbeiter (13 Gehaltsempfänger und 8 Lohnempfänger). Im Vorjahr belief sich die Mitarbeiteranzahl auf 23 (15 Gehaltsempfänger und 8 Lohnempfänger).

Unsere Mitarbeiter sichern mit ihrem Wissen und ihrer Kompetenz den nachhaltigen Erfolg unseres Unternehmens. Wir bauen auf unsere erfahrene und gut ausgebildete Mannschaft, die wir von der Einstellung an begleiten und durch ihre gesamte Laufbahn bei SBO fördern.

Unsere Branche ist von Zyklen mit Auf- und Abschwüngen geprägt. In unserer Personalplanung achten wir darauf, dieses Auf und Ab bestmöglich abzufedern. Während wir im Abschwung aktiv Maßnahmen setzen, um das Know How im Unternehmen zu halten, bauen wir im aktuellen Aufschwung unsere Mannschaft schrittweise aus. Ein ansprechendes Arbeitsumfeld und attraktive Bonifikationsmodelle bringen neue Fachkräfte an Bord und halten unsere Experten langfristig im Unternehmen. An unserem Standort in Ternitz haben wir eine spezifische Lehrlingsausbildung implementiert und bilden damit junge Menschen zu den Facharbeitern von morgen aus. Durch diesen Fokus auf unser Experten-Team gewährleisten wir Top-Qualität in der Produktion.

Marktumfeld des SBO-Konzerns

Das Wachstum der Weltwirtschaft blieb im Jahr 2018 intakt und konnte die Dynamik vom Vorjahr beibehalten. Den aktuellen Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge, lag das globale Wirtschaftswachstum in 2018 bei 3,7 % und in 2017 bei 3,8 %. Das Wirtschaftswachstum der Schwellenländer lag 2018 mit 4,6 % nur knapp unter Vorjahresniveau. Deutlich zulegen konnte die Wirtschaft unter anderem in Indien, in den asiatischen und europäischen Schwellenländern, sowie in Ländern der Sub-Sahara Region. Die durchschnittliche Wachstumsrate der Industrienationen betrug im Jahr 2018 2,3 %, nach 2,4 % in 2017.1 Dämpfend wirkten vor allem geopolitische Ereignisse und Ankündigungen wie etwa der bevorstehende Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union (Brexit) und handelssanktionierende Maßnahmen der amerikanischen Regierung zu China, dem Iran und Russland. Sie nährten Befürchtungen einer konjunkturellen Abschwächung, die schließlich zu einem Kursrutsch auf den Märkten im vierten Quartal 2018 führten.

Die Fundamentaldaten blieben jedoch weiterhin intakt. Die durchschnittliche globale Ölnachfrage stieg im Jahr 2018 laut Internationaler Energie Agentur (IEA) um 1,2 Millionen Barrel pro Tag (mb/d) oder 1,2 % auf 99,2 mb/d (2017: 98,0 mb/d). Die Nachfrage in den Nicht-OECD Staaten stieg um 0,9 mb/d oder 1,8 % auf 51,4 mb/d (2017: 50,5 mb/d). In den OECD Staaten stieg die Nachfrage um 0,4 mb/d oder 0,8 % auf 47,8 mb/d (2017: 47,4 mb/d). Während im ersten Quartal 2018 Produktion und Nachfrage nach Rohöl nahezu im Gleichgewicht waren, stieg die Produktion in weiterer Folge überproportional an: Im dritten Quartal 2018 lag sie um 1,1 mb/d über der Nachfrage, im vierten Quartal 2018 waren es sogar 1,6 mb/d. Über das Gesamtjahr gesehen blieb der Ölmarkt um 0,8 mb/d überversorgt. Insgesamt lag die OPEC Produktion im Jahr 2018 bei 37,4 mb/d, in den Nicht-OPEC Staaten waren es 62,6 mb/d, was einer Gesamtproduktion von 100,0 mb/d entsprach. Im vierten Quartal kam der Ölmarkt aufgrund der Überproduktion sowie geopolitischer Maßnahmen spürbar unter Druck,

was sich ab Ende Oktober an deutlich sinkenden Ölpreisen bemerkbar machte. Um den Ölpreis wieder zu stabilisieren, vereinbarten die OPEC Staaten (einschließlich ihrer Partnerstaaten) in ihrer Sitzung am 6. Dezember 2018 eine Verringerung ihrer Produktionsobergrenze, beginnend mit dem Jahr 2019.2

Das Marktumfeld der Oilfield Service-Industrie war 2018 insgesamt von der robusten Marktsituation in Nordamerika als auch von den anziehenden internationalen Märkten geprägt. Der weltweite Rig Count stieg im Verlauf des Jahres 2018 um 7,4 % auf 2.244 Anlagen (Dezember 2017: 2.089 Anlagen). In den USA erhöhte sich die Anzahl der Anlagen um 15,9 % auf 1.078 Anlagen (Dezember 2017: 930 Anlagen), international gab es einen Anstieg um 7,4 % auf 1.025 Anlagen (Dezember 2017: 954 Anlagen), wobei insbesondere in der zweiten Jahreshälfte in nahezu allen Regionen – mit Ausnahme saisonal bedingter Schwankungen in Kanada – ein starker Anstieg verzeichnet wurde. Aktivitäten sowohl auf dem Festland als auch auf See ("Offshore") waren von diesem Anstieg betroffen.3 Der Bestand gebohrter, aber noch nicht komplettierter Bohrlöcher (sog. Drilled but Uncompleted Wells / DUCs) erreichte in den Vereinigten Staaten im Dezember 2018 mit 8.591 Einheiten bis dato ein Allzeithoch. Der Anstieg ließ sich vor allem auf die anhaltend große Zahl an vergebenen Bohrrechten bei vorherrschenden Transportkapazitätsengpässen in den produktionsstarken Regionen der USA zurückführen.4

Die Preise beider Rohöl-Sorten stiegen im Jahr 2018 deutlich an und erreichten am 3. Oktober 2018 mit USD 86,29 (Brent) bzw. USD 76,41 (WTI) einen neuerlichen Höhepunkt. Das Rohöl-Überangebot aufgrund der vorübergehenden Exportöffnungen der USA gegenüber dem Iran und die vorgenannte konjunkturelle Abschwächung führten schließlich zu einem Preisverfall auf den Ölmärkten, der erst zum Jahreswechsel wieder zu drehen begann. So fiel der Preis im Jahresverlauf für ein Barrel der US-Sorte WTI von USD 60,37 am 2. Jänner 2018 auf USD 45,41 am 31. Dezember 2018, der europäischen Sorte Brent von USD 66,57 auf USD 53,80.5

Die weltweiten Ausgaben für Exploration und Produktion (E&P-Ausgaben) stiegen nach den starken Kürzungen in den Krisenjahren um 9 %. In Nordamerika nahmen die E&P-Ausgaben sogar um 20 % zu. International betrug der Anstieg der E&P-Ausgaben 5 %, erstmalig nach drei Jahren der Krise.6 Grundsätzlich wird in der Oilfield Service-Industrie davon ausgegangen, dass die Investitionskürzungen der vergangenen Jahre sukzessive nachgeholt werden müssen, um einem Produktionsausfall von bestehenden und überalterten Öl- und Gasfeldern durch die Erschließung neuer vorzubeugen.

Geschäftsentwicklung des SBO-Konzerns

Das Jahr 2018 war insgesamt durch ein breites Wachstum geprägt. Neben dem starken Nordamerika-Geschäft bestätigten sich auch die Anzeichen der Erholung auf dem internationalen Öl- und Gasmarkt. Umsatz und Auftragseingang legten deutlich zu. Bei einem Book-to-Bill Ratio von über 1 konnte eine EBITDA-Marge erzielt werden, die deutlich über dem lang-

2 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2019.

3 Baker Hughes Rig Count.

4 U.S. Energy Information Administration (EIA), Oil Productivity Report, Februar 2019.

5 Bloomberg: CO1 Brent Crude (ICE) und CL1 WTI Crude (Nymex).

6 Evercore ISI, The 2019 Evercore ISI Global E&P Spending Outlook: A Slow Recovery, Dezember 2018.

jährigen Gruppendurchschnitt von 24,3 % lag. Der Rückgang auf den Märkten im vierten Quartal 2018 hatte nur eine verhältnismäßig geringe Auswirkung auf das Ergebnis von SBO, womit sich neuerlich die zielstrebig verfolgte nachhaltige Wachstumsstrategie bestätigte.

Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 29,6 % auf MEUR 420,2 (2017: MEUR 324,2). Der Auftragseingang hat sich auf MEUR 481,9 erhöht, nach MEUR 342,0 im Jahr 2017. Der Auftragsstand betrug Ende 2018 MEUR 97,7 (31. Dezember 2017: MEUR 37,6).

Die deutliche Umsatzsteigerung spiegelt sich im Ergebnis von SBO wider. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei MEUR 120,0 (nach MEUR 74,7 im Jahr 2017). Das Betriebsergebnis (EBIT) des Jahres 2018 hat sich beinahe verdreifacht und betrug MEUR 70,7 (nach MEUR 25,6 im Jahr 2017). Darin enthalten waren Aufwendungen aus Restrukturierungen und Wertminderungen von Sachanlagevermögen in Höhe von MEUR 3,9. Die EBITDA-Marge lag bei 28,6 % (2017: 23,0 %), die EBIT-Marge bei 16,8 % (2017: 7,9 %).

Das Finanzergebnis des Gesamtjahres 2018 belief sich auf MEUR minus 14,8 (2017: MEUR minus 95,4). Das Ergebnis nach Steuern drehte mit MEUR 41,4 erstmalig seit der Krise wieder ins Positive (2017: MEUR minus 54,4). Im Ergebnis 2017 waren Aufwendungen für Optionsverbindlichkeiten in Höhe von MEUR 87,6 enthalten. Das Ergebnis je Aktie lag bei EUR 2,59 (2017: EUR minus 3,41). Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung am 23. April 2019 für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende in Höhe von EUR 1,00 je Aktie vor.

Das Unternehmen verfügt über eine solide Bilanzstruktur: Die Eigenkapitalquote von SBO belief sich Ende 2018 auf 40,9 % (2017: 42,9 %), die Netto-Verschuldung auf MEUR 62,5 (2017: MEUR 50,7). Das Eigenkapital erhöhte sich auf MEUR 368,2 (2017: MEUR 322,0). Der Bestand an liquiden Mitteln betrug MEUR 241,5 (2017: MEUR 166,0). Der operative Cashflow belief sich auf MEUR 33,4 (2017: MEUR 44,6), das Gearing lag bei 17,0 % (2017: 15,7 %). Die Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte (CAPEX), unter Berücksichtigung der Aufwendungen für die Erweiterung von Produktionskapazitäten, stiegen auf MEUR 35,9 (2017: MEUR 32,1). Das Bestellobligo für Sachanlagen betrug MEUR 2,1 (2017: MEUR 1,2).

Entwicklung der Segmente

Das Geschäft von SBO gliedert sich in die beiden berichtspflichtigen Segmente "Advanced Manufacturing & Services" (AMS) und "Oilfield Equipment" (OE):

  • Das Segment "Advanced Manufacturing & Services" (AMS) umfasst die hochpräzise Fertigung und Reparatur von Drill Collars und komplexen MWD (Measurement While Drilling) / LWD (Logging While Drilling) Komponenten aus antimagnetischem, korrosionsbeständigem Edelstahl. Diese bilden das Gehäuse für die sensiblen Messinstrumente, die zur exakten Messung von Neigung und Richtung des Bohrstranges sowie gesteinsphysikalischer Parameter eingesetzt werden.
  • Das Segment "Oilfield Equipment" (OE) beinhaltet ein breites Angebot an hochspeziellen Lösungen für die Öl- und Gasindustrie: High-Performance-Bohrmotoren und Tools für den zielgerichteten Vortrieb des Bohrstranges, sowie Spezialwerkzeuge für die Untertage-Zirkulations-Technologie (Circulation Tools). Darüber hinaus umfasst das Segment Produkte für das effiziente und ressourcenschonende Komplettieren unkonventioneller Lagerstätten in den beiden dominierenden Technologien "Sliding Sleeve" und "Plug-n-Perf".

Das Segment "Advanced Manufacturing & Services" (AMS) entwickelte sich 2018 aufgrund der anziehenden internationalen Marktbedingungen positiv. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Umsatz 2018 auf MEUR 171,5 gesteigert (2017: MEUR 103,2). Das Betriebsergebnis (EBIT) vor Sondereffekten stieg auf MEUR 22,7 (2017: MEUR minus 14,5).

Im Segment "Oilfield Equipment" (OE) setzte sich die dynamische Entwicklung des Vorjahres fort. Der Umsatz betrug MEUR 248,7 (2017: MEUR 221,0) und das Betriebsergebnis (EBIT) vor Sondereffekten MEUR 55,2 (2017: MEUR 46,2).

2) Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

Ausblick des SBO-Konzerns

Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für das Jahr 2019 ein weiteres weltweites Wirtschaftswachstum von zuletzt abgeschwächten 3,5 %, für das Jahr 2020 soll die Wachstumsrate 3,6 % betragen (nach 3,7 % in 2018 und 3,8 % in 2017). Die Wirtschaft der Industriestaaten soll im Jahr 2019 um 2,0 % wachsen (nach 2,3 % in 2018 und 2,4 % in 2017). Für das Wirtschaftswachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern erwartet der IWF in 2019 einen Anstieg auf 4,5 %, nach 4,6 % in 2018 und 4,7 % in 2017.7

Die Internationale Energieagentur (IEA) geht für 2019 von einem weiteren Anstieg des Ölbedarfs aus: So soll die Nachfrage nach Öl um 1,4 mb/d auf 100,6 mb/d steigen. In den OECD Staaten soll die durchschnittliche Ölnachfrage mit 48,2 mb/d um 0,4 mb/d über dem Wert von 2018 liegen. Für die Nicht-OECD Staaten wird eine Steigerung der durchschnittlichen Nachfrage um 1,1 mb/d auf insgesamt 52,5 mb/d erwartet. Die Produktion der Nicht-OPEC Staaten soll sich um 1,8 mb/d auf 64,4 mb/d erhöhen. Die OPEC Staaten (einschließlich ihrer Partnerstaaten) haben sich beginnend mit dem Jahr 2019 auf eine verringerte Produktionsobergrenze von 1,2 mb/d geeinigt. Zusätzlich hat der kanadische Bundesstaat Alberta eine Verringerung ihrer Produktion um 0,3 mb/d angekündigt.8

Die Öl- und Gasindustrie hat in den vergangenen Jahren überproportional in Öl- und Gasprojekte investiert, die strukturell einen kurzen Lebenszyklus und somit eine starke Verringerung der Förderrate, die sogenannte "Depletion Rate", aufweisen. Explorationsaktivitäten wurden international weitgehend auf Erhaltungsaktivitäten umgestellt, sodass eine Vielzahl der heute produzierenden Felder eine Überalterung aufweisen. Der Bestand erschlossener konventioneller Ressourcen (sog. Discovered Resources) ist in den vergangenen Jahren stark gesunken und hat erst im Jahr 2018 eine leichte Wiederbelebung erfahren.9

Aus dem erwarteten Anstieg der Nachfrage nach Rohöl und Gas, sowie der zunehmend ersichtlich werdenden Depletion Rate, bereitet sich die Oilfield Service-Industrie auf einen weiteren Anstieg der Aktivitäten vor. Die aus der Depletion Rate resultierenden Produktionsausfälle bestehender Felder werden kalkulatorisch mit 22 mb/d bis zum Jahr 2025 beziffert.10 Zudem sollten die in einigen Regionen der USA bestehenden Engpässe bei Transportkapazitäten, Ausrüstung und Personal im Laufe des Jahres 2019 beseitigt sein. Insgesamt gehen anerkannte Banken und Analysehäuser bei den globalen Ausgaben für Exploration und Produktion von einem Wachstum von 8 % im Jahr 2019 aus. Für Nordamerika erwarten die Analysten ein Wachstum von 10 % und international von 7 %.11

7 IMF World Economic Outlook, Jänner 2019.

8 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2019.

9 Rystad Energy, 2018 conventional discovered resources on track towards a 30 % increase, Juli 2018.

10 International Energy Agency (IEA), World Energy Outlook 2018.

11 Evercore ISI, The 2019 Evercore ISI Global E&P Spending Outlook: A Slow Recovery, Dezember 2018.

SBO blickt positiv in die Zukunft: Während das nordamerikanische Geschäft, basierend auf den Aktivitätszahlen zu Beginn des Jahres, zumindest Stabilität zeigen sollte, wird für das internationale Geschäft ein Anhalten des Wachstumstrends erwartet. Dies setzt freilich voraus, dass das Jahr 2019 nicht von negativen geopolitischen Ereignissen und zusätzlichen handelsbeschränkenden Maßnahmen u.a. der amerikanischen Regierung überschattet wird.

SBO ist gut aufgestellt und arbeitet kontinuierlich an der Optimierung und Umsetzung ihrer nachhaltigen Wachstumsstrategie. Dazu zählt auch die eingeleitete Schließung von Produktionsstandorten in Mexiko und England. Die Produktionskapazitäten dieser Standorte bleiben erhalten und werden nach Vietnam, Österreich und USA verlagert. Damit reagiert SBO gezielt auf vorherrschende Marktbedingungen und unternimmt einen weiteren Schritt zur Effizienzsteigerung im Konzern. Als Technologie- und Marktführer ist das Unternehmen gut für kommende Herausforderungen positioniert. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens und die laufende Tätigkeit in Forschung & Entwicklung sichern auch in Zukunft die Vorreiterstellung von SBO.

Risikomanagement

Die SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft fungiert als strategische Managementholding für ihre Tochtergesellschaften. Ein wesentliches Aufgabengebiet der Holding ist, sich mit den strategischen und operativen Risiken auseinander zu setzen und rechtzeitig Maßnahmen zur Optimierung dieser Risiken zu setzen. Ein konzernweites Reporting-System unterstützt den Vorstand der SBO AG beim laufenden Monitoring des operativen Geschäftes und damit der Einschätzung operativer Risiken der Tochtergesellschaften. Die strategischen Risiken werden in Zusammenhang mit der jährlichen Erstellung der Mittelfristplanung zwischen dem Vorstand der SBO AG und den Geschäftsführern der Tochtergesellschaften erörtert und bewertet.

Finanzinstrumente

Die Ausleihungen wurden nur an verbundene Unternehmungen gewährt und sind fix verzinst. Diese lauten auf USD und unterliegen daher Fremdwährungsschwankungen. Ebenso besteht der Großteil der sonstigen Forderungen aus langfristigen verzinslichen Forderungen in USD und GBP.

Die liquiden Mittel bestehen aus Guthaben bei österreichischen Banken mit marktkonformer Verzinsung.

Überwiegend alle zum Bilanzstichtag bestehenden langfristigen Bankverbindlichkeiten werden fix verzinst und unterliegen daher keinem Zinsänderungsrisiko.

Aufgrund der derzeitig verfügbaren liquiden Mittel bestehen aus heutiger Sicht keine Liquiditäts-Probleme.

Die Gesellschaft verwendet keine derivativen Finanzinstrumente.

3) Bericht über die Forschung und Entwicklung im SBO-Konzern

Wir wollen Vorreiter bei Innovationen sein. Neue Erfindungen und modernste Technologien sorgen dafür, dass SBO und somit unsere Kunden immer einen Schritt voraus sind. Wir betreiben konsequent und kontinuierlich Forschung und Entwicklung (F&E). Unser Ziel ist, unseren Kunden und dem Markt zukunftsweisende Lösungen anzubieten. Dadurch erschließen wir rasch neue Bereiche und wachsen.

Als Technologieführer investieren wir stark in F&E, um unseren Vorsprung laufend und kundenorientiert auszubauen. Gemäß unserem Leitgedanken "Quality First" entwickeln wir mit unserer innovativen Mannschaft nicht nur neue Lösungen, sondern effizientere und damit schonendere Produkte. Wir forcieren präzise Bohrungen und reduzieren mit unseren Produkten die Notwendigkeit eines häufigen Ein- und Ausfahrens des Bohrstranges. Damit reduzieren wir den Gesamtaufwand für den Kunden.

Als Weltmarktführer treiben wir unsere Innovationen gezielt voran. Im Jahr 2018 haben wir erfolgreich in die folgenden Entwicklungen investiert:

  • In einer unserer Kernkompetenzen, der Entwicklung und Verarbeitung von antimagnetischen Stählen, konnten wir eine – aus unserer Sicht bestehende – Lücke an nicht-magnetisierbaren Stahllegierungen schließen. In bewährter Tradition haben wir zusammen mit unserem strategischen Hauptlieferanten den Werkstoff P690 zur Patentanmeldung gebracht. Der neue Werkstoff weist Materialeigenschaften auf, die speziell in aggressiven Umgebungsbedingungen, wie sie zum Beispiel in den Ölfeldern Saudi-Arabiens vorherrschen, gefragt sind.
  • Zunehmende Effizienzsteigerungen und Ansprüche an moderne Bohrvorhaben führen zu immer größeren Belastungen an die eingesetzten Bohrwerkzeuge. Einer unserer Schwerpunkte liegt auf der Verbesserung des Korrosionsschutzes der Bohrstrangteile. Mit unserer eigens entwickelten Hammer Peening-Technologie, einer Technologie zur Außendurchmesserbehandlung langer Bohrstrangkomponenten (auch "OD Treatment" genannt), können wir die Lebensdauer des Bohrstrangteiles erheblich verlängern.
  • Mit der ebenfalls eigens entwickelten Direct Metal Laser Sintering (DMLS)- Technologie kann SBO individuelle, hochkomplexe Metallteile mit nur geringem Zeitaufwand durch hochpräzisen 3D-Metalldruck einzelfertigen. Diese Additive Manufacturing Technologie wird an mehreren Standorten unserer Gruppe ausgerollt und an lokale Anforderungen angepasst. 2018 haben wir ein neues DMLS Center in Österreich eröffnet und sind damit auch außerhalb der USA vertreten. SBO bleibt damit Vorreiter bei der Herstellung individueller, hochkomplexer Strukturen.
  • In modernen Bohrungen mit Druckwerten von bis zu 7.500 psi und Tiefen von bis zu 25.000 Fuß in der Horizontale fordern Betreiber leistungsstarke Motoren zur Effizienzsteigerung der Bohraktivitäten. Der Einsatz von Motoren unter Hochdruck birgt das technische Risiko, dass der Bohrstrang zum Stillstand kommen oder das Antriebssystem beschädigt werden kann. Mit unserem Downhole Governor, einer Innovation von SBO, kann durch mechanische Druckkontrolle der Bohrstrang seinen Vortrieb fortsetzen, auch wenn ein hoher Differenzdruck erreicht wird.

  • Im Bereich Well Completion haben wir in beiden führenden Technologien "Sliding Sleeve" und "Plug-n-Perf" innovative Produkte zur Marktreife gebracht:

  • o Der Smart Dart beinhaltet alle Vorteile bestehender Sliding Sleeve-Well Completion-Systeme und eliminiert zugleich die Nachteile gegenüber Plug-n-Perf-Komplettierungen wie der höhere initiale Kostenaufwand und Limitierungen bei der Anzahl von Zonen. Der Smart Dart kann selektiv einzelne Sleeves oder ganze Sleeve-Cluster öffnen und landet zielgenau in jener Zone, in der die Perforation durchgeführt werden soll.
  • o Mit unseren All Composite Frac Plugs, die als die "nächste Generation" von Frac Plugs gelten, können Plug-n-Perf Completions noch schneller und schonender durchgeführt werden, weil aufwendig aufzubohrende Metallteile herkömmlicher Frac Plugs zur Gänze entfallen.

4) Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement der SBO-Gruppe liegt beim Vorstand, während die unmittelbare Verantwortung bei den Geschäftsführern der operativen Einheiten liegt. Demzufolge besitzt das interne laufende Berichtswesen an die Konzernzentrale besonders hohe Bedeutung, um Risiken frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Dies erfolgt durch eine zeitnahe monatliche Berichterstattung über die Geschäftsentwicklung und Gebarung von den operativen Einheiten an den Vorstand.

Für die Tochterunternehmen wurden vom Konzern weltweit einheitliche Standards für die Umsetzung und Dokumentation des gesamten internen Kontrollsystems und damit vor allem auch für den Rechnungslegungsprozess vorgegeben. Dadurch sollen jene Risiken vermieden werden, die zu einer unvollständigen oder fehlerhaften Finanzberichterstattung führen können.

Weiters werden die von den Tochtergesellschaften erstellten internen Berichte in der Konzernzentrale auf Plausibilität geprüft und mit Planungsrechnungen verglichen, um bei Abweichungen geeignete Maßnahmen setzen zu können. Hierzu werden von den Gesellschaften Jahresbudgets und Mittelfristplanungen angefordert, welche vom Vorstand genehmigt werden müssen.

Die Ordnungsmäßigkeit des Rechnungswesens bei den Tochtergesellschaften wird durch laufende Prüfungstätigkeiten des Konzerncontrollings überwacht. Auch im Zuge der internen Revision werden schwerpunktmäßige Prüfungen über das Rechnungswesen durchgeführt. Weiters werden alle Jahresabschlüsse durch internationale Prüfungsgesellschaften geprüft.

Im Zuge von regelmäßigen Sitzungen des Vorstandes mit den lokalen Geschäftsführungen werden die laufende Geschäftsentwicklung sowie absehbare Chancen und Risiken besprochen.

Für die Erstellung des Konzernabschlusses bestehen in Ergänzung zu den Internationalen Rechnungslegungsvorschriften konzerninterne Richtlinien, um eine einheitliche Darstellung bei den berichtenden Gesellschaften zu gewährleisten (Bewertungs- und Ausweisfragen).

Für die automationsunterstützte Aufstellung des Konzernabschlusses wird ein zertifiziertes Konsolidierungsprogramm verwendet, welches mit den notwendigen Prüf- und Konsolidierungsroutinen ausgestattet ist.

Die für den Konzern dargestellten Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind auch uneingeschränkt für die Holdinggesellschaft anwendbar. Für das Rechnungswesen der Holdinggesellschaft sind ebenfalls anerkannte Standardprogramme im Einsatz.

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