AI Terminal

MODULE: AI_ANALYST
Interactive Q&A, Risk Assessment, Summarization
MODULE: DATA_EXTRACT
Excel Export, XBRL Parsing, Table Digitization
MODULE: PEER_COMP
Sector Benchmarking, Sentiment Analysis
SYSTEM ACCESS LOCKED
Authenticate / Register Log In

PIERER Mobility AG

Annual Report Mar 26, 2019

801_10-k_2019-03-26_9eab8a45-5645-40a1-8c31-ba8d529d28ff.pdf

Annual Report

Open in Viewer

Opens in native device viewer

KTM INDUSTRIES AG JAHRESFINANZBERICHT 2018

HIGHLIGHTS 2018 FORTSETZUNG DES STARKEN WACHSTUMS UND MARKTANTEILSGEWINNE

FORTSETZUNG DER REKORDFAHRT IM GESCHÄFTSJAHR 2018

261.454 verkaufte Motorräder (+10% gegenüber 2017)

REKORD BEI ZULASSUNGEN UND HÖHERE MARKTANTEILE IN DEN WICHTIGEN MÄRKTEN GEGENÜBER 2017

  • Zulassungen Europa +21,5%
  • Zulassungen USA +8,5%
  • 11,7% Marktanteil in Europa (+130 Basispunkte)
  • 8,9% Marktanteil in den USA (+90 Basispunkte)

ERFOLGREICHE MARKTEINFÜHRUNG

der mittleren Baureihe bei KTM (2-Zylinder 800cc) & der HUSQVARNA Straßenmodelle (VITPILEN 401/701 und SVARTPILEN 401)

VERKAUF DER PANKL-GRUPPE

ERFOLGREICHE RENNSAISON

    1. Sieg bei der Rallye Dakar
  • Supercross Weltmeister
  • MX1 + MX2 Weltmeister
  • Moto2 Vizeweltmeister
  • Erster Podiumsplatz in MotoGP

INHALT

KTM INDUSTRIES-GRUPPE 6 - 30
Konzernstruktur 6
Vorwort des Vorstandes 8
Organe der Gesellschaft 10
Bericht des Aufsichtsrates 11
KTM 14
Husqvarna Motorcycles 16
WP 18
Forschung & Entwicklung 20
KTM TECHNOLOGIES 24
Mitarbeiter 26
Nachhaltigkeit 28
Ausblick & Strategie 30
AKTIE & CORPORATE GOVERNANCE 32 - 68
Aktie & Investor Relations 32
Corporate Governance 34
KONZERNLAGEBERICHT 69 - 79
Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 70
Wirtschaftliches Umfeld und Marktentwicklung 71
Finanzielle Leistungsindikatoren 72
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 75
Risikobericht und Finanzinstrumente 76

Angaben gemäß § 243A (ABS. 1) UGB .................................... 76

Ausblick 78
KONZERNABSCHLUSS 80-163
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 82
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 84
Konzernbilanz 86
Konzernkapitalflussrechnung 88
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 90
Konzernanhang 92
Freigabe des Konzernabschlusses 158
Bestätigungsvermerk 159
Erklärung des Vorstandes 164

KENNZAHLEN

ERTRAGSKENNZAHLEN 2014 2015 2016 2017 2018 VDG. IN %
Umsatz in m€ 1.086,3 1.223,6 1.343,0 1.533,0 1.559,6 2
EBITDA in m€ 148,1 178,4 198,4 218,9 252,5 15
EBIT in m€ 93,0 112,9 122,3 132,5 161,2 22
Ergebnis nach Steuern in m€ 57,0 65,0 89,0 83,9 114,2 36
EBITDA-Marge in % 13,6% 14,6% 14,8% 14,3% 16,2%
EBIT-Marge in % 8,6% 9,2% 9,1% 8,6% 10,3%
BILANZKENNZAHLEN 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2018 VDG. IN %
Bilanzsumme in m€ 1.031,1 1.175,9 1.423,8 1.465,2 1.353,9 -8
Eigenkapital in m€ 370,9 386,6 454,9 528,6 550,8 4
Eigenkapitalquote in % 36,0% 32,9% 32,0% 36,1% 40,7%
Working Capital Employed 1) in m€ 206,8 243,3 245,2 238,4 245,3 3
Nettoverschuldung 2) in m€ 315,1 387,4 364,6 375,0 323,3 -14
Gearing 3) in % 85,0% 100,2% 80,1% 70,9% 58,7%
CASH-FLOW UND INVESTITIONEN 2014 2015 2016 2017 2018 VDG. IN %
Cash-Flow aus Betriebstätigkeit in m€ 82,4 106,9 167,8 161,3 85,5 -47
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit in m€ -72,0 -110,1 -158,8 -154,0 -102,1 -34
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit in m€ 32,7 50,7 139,2 -118,0 -63,3 -46
Investitionen 4) in m€ 108,4 133,0 144,4 178,6 183,6 3
MITARBEITER 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2018
Mitarbeiterstand zum Stichtag 5) Anzahl 4.182 4.553 5.069 5.887 4.303
WERTSCHAFFUNG 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2018
ROCE (Return on Capital Employed) 6) in % 12,9% 14,2% 13,9% 13,9% 16,6%
ROE (Return on Equity) 7) in % 16,8% 17,2% 21,2% 17,1% 21,2%
ROIC (Return on Invested Capital) 8) in % 10,5% 11,0% 11,7% 10,4% 13,6%
BÖRSENKENNZAHLEN 9) - - 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2018 VDG. IN %
Kurs per 31.12.;
Börse SIX Swiss Exchange
in CHF 5,35 CHF 7,39 CHF 60,60 CHF 720
Anzahl der Aktien in m Stk. 225,39 225,39 22,54 -
Marktkapitalisierung in m CHF 1.205,82 1.665,61 1.365,84 -18
Ergebnis je Aktie 10) in € 2,31 1,98 2,99 51
Buchwert je Aktie 11) in € 20,18 23,45 24,44 4
1) Working Capital = Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
2) Nettoverschuldung = Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig, langfristig)
- Zahlungsmittel
3) Gearing = Nettoverschuldung / Eigenkapital
4) Zugänge von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten
laut Anlagespiegel
5) Mitarbeiterstand zum Stichtag (inklusive Leiharbeiter), Vorjahre beinhalten
die Pankl Racing Systems AG
6) ROCE = EBIT/ durchschnittliches Capital Employed
Vermögenswerte + Working Capital Employed
8) ROIC = NOPAT / durchschnittliches Capital Employed;
NOPAT = EBIT - Steuern
Capital Employed = Sachanlagen + Firmenwert + Immaterielle
7) ROE = Ergebnis nach Steuern / durchschnittliches Eigenkapital
9) seit 14.11.2016 Notierung an der Börse SIX Swiss Exchange
10) Vorjahresberechnung auf die neue Aktienanzahl angepasst
11) Eigenkapital/ Anzahl der Aktien; Vorjahresberechnung auf die neue

Aktienanzahl angepasst

PF Beteiligungsverwaltungs GmbH 100% ACstyria Mobilitätscluster GmbH 12,3% *) PEXCO GmbH "at equity"; 40% hält Platin 1483 GmbH (Familie Puello), 20% hält die Pierer Industrie AG

VORWORT DES VORSTANDES

Die KTM Industries-Gruppe blickt auf ein erfolgreiches Geschäfts jahr 2018 zurück. Im achten Rekordjahr in Folge konnte KTM Absatz und Umsatz steigern und in den wesentlichen Märkten überproportional an Marktanteilen gewinnen.

Anfang des Jahres wurde die KTM Components Gruppe als wich tigster Zulieferant der Motorradproduktion in die KTM AG-Gruppe integriert, um Synergiepotenziale zu realisieren und das weitere Wachstum abzusichern. Durch den Verkauf der Pankl-Gruppe im Juni 2018 wurde die strategische und finanzielle Basis für die noch stärkere Konzentration der Gruppe auf die Zwei-Rad-Industrie gelegt und die Bilanzstruktur der KTM Industries-Gruppe weiter gestärkt. Auch wurde die Beteiligung an KISKA Design auf 50% aufgestockt, um die bedeutende Rolle des Designstudios auch in Zukunft zu bewahren.

Neben vier im ersten Halbjahr umgesetzten Serienanläufen – und zwar die erfolgreich gestarteten Markteinführungen des ersten Modells der mittleren Baureihe (2-Zylinder 800cc) bei KTM sowie der Husqvarna Straßenmodelle Vitpilen / Svartpilen – war auch die Stabilisierung der Zulieferstruktur herausfordernd. Das abgelau fene Geschäftsjahr war zudem geprägt von der Einleitung eines umfangreichen Effizienzprogrammes, welches im kommenden Jahr konsequent weitergeführt wird.

Hervorzuheben sind auch die sensationellen Erfolge im Motor sport. Neben dem ersten Platz bei der Rallye Dakar, den Motocross Weltmeistertiteln sowie dem Gewinn der amerikanischen Supercross Serie konnte auch beim KTM-MotoGPTM-Werksteam beeindruckende Fortschritte erzielt werden.

Ein wichtiger Schritt im Bereich "eMobility" wurde mit dem Joint-Venture PEXCO, am Standort Schweinfurt/ Deutschland, im Bereich der Elektro-2-Räder getätigt. Durch den geglückten Markteinstieg mit den Marken "Husqvarna" und "Raymon" konnte PEXCO bereits im ersten Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von rund € 29 Mio. mit über 30.000 abgesetzten (Elektro)-2-Räder erwirtschaften.

GESCHÄFTSVERLAUF

Die Gruppe zählt mit den Marken KTM, Husqvarna Motorcycles und WP in ihrem jeweiligen Segment zu den Marktführern und konnte im abgelaufenen Jahr sowohl in Europa als auch in Nordamerika den Markt outperformen. In Europa ist der Gesamtmarkt im letzten Jahr um rund 8% gewachsen. KTM hat die Zulassungen im gleichen Zeit - raum um 21,5% gesteigert; was einem Marktanteil per Ende 2018 von 11,7% entspricht. Trotz rückläufigem US Gesamtmarkt (-2,3%) in 2018 erhöhte KTM die Zulassungen um 8,5% und steigert den Marktanteil per Ende 2018 auf 8,9%. Somit sind sowohl in Europa als auch in den USA wesentliche Marktanteilssteigerungen erzielt worden.

Diese Erfolge sind auch auf die Neueinführungen der KTM Duke 790 und der ersten HUSQVARNA Straßenmotorräder (401 SVARTPILEN/ VITPILEN, 701 VITPILEN) zurückzuführen. Am hart umkämpften US-Markt punkten wir mit diesen Modellen der nächsten Generation, die eine viel breitere und auch jüngere Zielgruppe ansprechen, durch intelligente und branchenführende Lösungen. Ein Beweis unserer Bemühungen ist die Auszeichnung beim US-BIZ AWARD 2019 in der Kategorie Trendsetter.

Im Geschäftsjahr 2018 erzielte die KTM Industries-Gruppe einen Rekordumsatz von € 1.560 Mio. (+2%) und setzte ihr starkes Wachstum weiter fort. KTM baute ihre führende Position als größter europäischer Motorradhersteller weiter aus und konnte einen Rekordabsatz von über 261.454 Motorrädern erzielen (+10%). Das Betriebsergebnis steigerte sich auf € 161,2 Mio. (+22%) nach € 132,5 Mio. im Vorjahr und das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich von € 83,9 Mio. auf € 114,2 Mio. Die Bilanzsumme belief sich zum 31.12. bei einer Eigenkapitalquote von 40,7% auf € 1.353,9 Mio. nach € 1.465,2 Mio. im Vorjahr.

MITARBEITER

Zum Geschäftsjahresende beschäftigte die KTM Industries-Gruppe 4.303 Mitarbeiter, davon 3.625 in Österreich (über 80%). Rund 13,4% der gesamten Belegschaft sind in der Forschung & Entwicklung tätig. KTM hat seit 2011 insgesamt über 2.200 Mitarbeiter aufgebaut und damit den Mitarbeiterstand in Österreich mehr als verdoppelt. Einen wichtigen Fokus legt KTM auf die Lehrlingsausbildung und die Weiterbildung und Entwicklung ihrer Mitarbeiter (KTM Academy).

INVESTITIONEN

2018 wurden für den weiteren Wachstumskurs über € 100 Mio. in Produktentwicklung und Werkzeuge investiert. Die nachhaltig hohen Investitionen in die Serienproduktentwicklung stellen einen der wesentlichen Erfolgsfaktoren der KTM Industries-Gruppe dar.

Nach dem Ausbau des Forschungs- und Entwicklungszentrums am Standort Mattighofen (Investitionsvolumen von ca. € 30 Mio.) sind 2019 die Fertigstellung des "House of Brands" am Standort Munderfing sowie die Eröffnung der KTM Motohall in Mattighofen geplant. Durch das intensive Investitionsprogramm der vergangenen Jahre in Kapazitäten und Infrastruktur und die Verlagerung der kleinvolumigen Husqvarna Straßenmodelle zum strategischen Partner Bajaj in 2019 sind die erforderlichen Produktionskapazitäten in Österreich für die nächsten Jahre abgesichert.

STRATEGISCHE PARTNERSCHAFTEN

Die Ausdehnung der Kooperation auf die Marke Husqvarna Motorcycles hat die Partnerschaft zwischen Bajaj und KTM auf das nächste Level angehoben. Die geplante Verlagerung der Produktion der Husqvarna Straßenmotorräder (bis 400 ccm) zum strategischen Partner Bajaj in Q4/2019 gibt KTM zusätzlich die Möglichkeit Einstiegsmotorräder der Marke Husqvarna zu wettbewerbsfähigen Herstellkosten zu produzieren und damit die Absätze in den Emerging Markets weiter zu steigern. Das Anfang 2018 mit dem langjährigen Partner CF Moto gegründete Joint Venture in China ist planmäßig im Aufbau. Ab 2021 sollen im chinesischen Hangzhou Motorräder der Mittelklasse produziert werden. Im Berichtsjahr erfolgte auch der Start der Kühlerproduktion im konzerneigenen Werk der WP Cooling Systems. Bis zum Jahreswechsel konnte die Verlagerung der Serienproduktion in Dalian (China) weitgehend abgeschlossen werden.

AUSBLICK

In 2019 rechnet KTM mit einer Konsolidierung des europäischen Motorradmarktes. Für den amerikanischen Markt erwarten wir einen weiteren leichten Marktrückgang. Aufgrund der steigenden Volatilitäten des globalen wirtschaftlichen und politischen Umfeldes legt KTM im nächsten Jahr den Fokus auf Effizienz- und Produktivitätssteigerung. Dies sehen wir als Basis, um bei einer erwarteten Konsolidierung der Branche eine gewichtige Rolle zu spielen. Ziel ist es, die EBIT-Marge beizubehalten und das Free-Cash-Flow Potenzial auf 3-5% vom Umsatz (p.a.) zu erhöhen.

Für 2019 geht das Management von einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung aus. Für 2019 rechnen wir mit einem Umsatzwachstum zwischen 1-5%. Zielsetzung ist es, die Marktanteile in den für KTM und Husqvarna wichtigen Märkten – trotz eines herausfordernden Marktumfeldes – weiter auszubauen. Das Investitionsprogramm in 2019 wird weiterhin ihren Schwerpunkt auf die Serienentwicklung neuer Fahrzeugmodelle legen. Die Stabilisierung der Zulieferstruktur und der Ausbau des Händlernetzes stellen die weiteren Schwerpunkte im neuen Geschäftsjahr dar. Für das Geschäftsjahr 2022 bestätigt KTM Industries AG das Absatzziel von 400.000 Motorrädern.

Wels, im März 2019

DI Stefan Pierer Vorsitzender des Vorstandes

ORGANE DER GESELLSCHAFT

VORSTAND

Mag. Friedrich Roithner CFO Bestellt bis 31.12.2023

DI Stefan Pierer CEO Bestellt bis 31.12.2023

Ing. Mag. Hubert Trunkenpolz CSO Bestellt bis 31.12.2023

DI Harald Plöckinger COO Bestellt bis 28.02.2019

Mag. Wolfgang Plasser Bestellt bis 28.06.2018

AUFSICHTSRAT

Josef Blazicek Aufsichtsratsvorsitzender

Gewählt bis zum Ende der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Geschäftsjahres 2020 beschließt

Dr. Ernst Chalupsky

Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden

Gewählt bis zum Ende der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Geschäftsjahres 2020 beschließt Ing. Alfred Hörtenhuber Mitglied Gewählt bis zum Ende der Hauptversammlung,

die über die Entlastung des Geschäftsjahres 2022 beschließt

Mag. Klaus Rinnerberger Mitglied

Gewählt bis zum Ende der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Geschäftsjahres 2019 beschließt

BERICHT DES AUFSICHTSRATES

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

erneut blickt die KTM Industries AG auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. KTM konnte Absatz und Umsatz steigern und in den wesentlichen Märkten überproportional an Marktanteilen gewinnen. Sowohl in Europa als auch in Nordamerika hat KTM den Markt outperformed. Die Umsetzung der globalen Produktstrategie sowie die Expansion in weitere asiatische und südamerikanische Märkte wurde im vergangenen Jahr konsequent weiterverfolgt und die strategische Allianz mit dem indischen Partner Bajaj weiter vertieft. Mit der vorzeitigen Verlängerung der Vorstandsverträge um weitere fünf Jahre setzen wir auf Kontinuität, damit eine konsequente und nachhaltige Umsetzung unserer strategischen Ausrichtung gewährleistet werden kann.

Der Aufsichtsrat der KTM Industries AG hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und dabei intensiv über die wirtschaftliche Lage und die strategische Weiterentwicklung der Gesellschaft einschließlich ihrer Konzerngesellschaften, sowie über wesentliche Ereignisse beraten. Der Vorstand der KTM Industries AG hat dem Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2018 regelmäßig im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand ausführlicher Berichte über die Geschäfts- und Finanzlage über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft einschließlich ihrer Konzernunternehmen berichtet.

Über besondere Vorgänge wurde zusätzlich informiert. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat mit allen erforderlichen Informationen versorgt und entscheidungsnotwendige Unterlagen bereitgestellt. Anlass zu besonderen Prüfungsmaßnahmen bestand nicht.

Im Geschäftsjahr 2018 standen unter anderem die Fokussierung auf die Zwei-Rad-Industrie und der Verkauf der Pankl Racing Systems-Gruppe, die Einleitung eines umfangreichen Effizienzprogramms sowie die Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung im Vordergrund. Zwischen den Aufsichtsratssitzungen stand der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand in ständigem Kontakt und ließ sich fortlaufend über die aktuelle Geschäftsentwicklung, den Stand der Projekte sowie über sonstige wichtige Ereignisse und Entscheidungen informieren – auch in persönlichen Gesprächen.

Mit Wirkung ab Beendigung der 21. ordentlichen Hauptversammlung am 26. April 2018 schied Mag. Gerald Kiska als Mitglied des Aufsichtsrats der Gesellschaft aus und wurde Herr Ing. Alfred Hörtenhuber als neues Mitglied in den Aufsichtsrat gewählt.

SCHWERPUNKTE DER SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATES

Der Aufsichtsrat kam im Berichtsjahr zu sechs Sitzungen zusammen. Zusätzlich gab es weitere telefonische Abstimmungsgespräche sowie Beschlussfassungen im elektronischen, fernmündlichen oder schriftlichen Verfahren.

In seinen Sitzungen befasste sich der Aufsichtsrat regelmäßig mit der Überwachung der Projekte sowie dem Geschäftsverlauf und der Geschäftsplanung unter Einbezug der nicht finanziellen Leistungsindikatoren. Weiters befasste sich der Aufsichtsrat auch mit der Corporate Governance des Unternehmens sowie dem Compliance Management. Die Auseinandersetzung mit gesetzlichen Neuerungen bildete einen weiteren Schwerpunkt der Aufsichtsratstätigkeit.

In seiner ersten Sitzung am 19. März 2018 hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit der Erörterung und Beschlussfassung über die Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses 2017 und der Prüfung des Konzernabschlusses 2017, der Tagesordnung und den Beschlussvorschlägen für die ordentliche Hauptversammlung sowie den Corporate Governance Bericht und den Nachhaltigkeitsbericht (Nichtfinanzieller Bericht gem. § 267a UGB) befasst. In der Sitzung des Aufsichtsrates vom 26. April 2018 wurden im Wesentlichen die aktuelle Geschäftsentwicklung sowie der Geschäftsverlauf der Konzernunternehmen im ersten Quartal 2018 erörtert. Weiters wurde über Kapitalmarktthemen und den Finanzstatus berichtet. In der außerordentlichen Sitzung vom 4. Juni 2018 wurde über das Angebot der Pierer Industrie AG zum Erwerb der Anteile an der Pankl Racing Systems AG diskutiert und darüber Beschluss gefasst. Herr Mag. Wolfgang Plasser legte sein Vorstandsmandat in der KTM Industries AG per 28. Juni 2018 zurück und wechselte in den Vorstand der Pierer

2019 Dakar Ralley, Peru, Foto: Marcin Kin

Industrie AG. Die Schwerpunkte der Sitzung vom 26. Juli 2018 bildeten der Geschäftsverlauf des ersten Halbjahres 2018 und der Ausblick auf das Gesamtjahr der KTM Industries-Gruppe, die Berichte der Konzernunternehmen, Kapitalmarktthemen und der Finanzstatus. In der Aufsichtsratssitzung vom 23. Oktober 2018 wurde über die Geschäftsentwicklung (Q1-Q3/2018) sowie den Ausblick auf das Gesamtjahr der KTM Industries-Gruppe berichtet. Weitere Themen betrafen die Aufstockung der Beteiligung an der Kiska GmbH sowie die Projektfinanzierung. Weiters wurde über die Konzernunternehmen und den Finanzstatus berichtet. Die letzte Sitzung des Berichtsjahres 2018 fand am 20. Dezember 2018 statt und behandelte den Geschäftsverlauf nach 11 Monaten und den Ausblick auf das gesamte Geschäftsjahr 2018. Weiters wurde das Budget 2019 vorgelegt und diskutiert. In der Sitzung hat der Aufsichtsrat der KTM Industries AG die im Frühjahr 2020 auslaufenden Vorstandsverträge von Stefan Pierer (CEO), Friedrich Roithner (CFO) und Hubert Trunkenpolz (CSO) vorzeitig um fünf Jahre bis 31. Dezember 2023 verlängert, um die Laufzeit der Vorstandsverträge an die Laufzeit der neuen Mittelfristplanung anzugleichen. Weiters wurde über die Konzernunternehmen und den Finanzstatus berichtet. In der nachgelagerten telefonischen Sitzung am 20. Dezember 2018 (nachmittags) gelangte das Budget zur Beschlussfassung und die Mittelfristplanung 2020-2021 wurde vom Aufsichtsrat zur Kenntnis genommen.

Jedes Mitglied des Aufsichtsrates hat im Geschäftsjahr 2018 an mindestens der Hälfte der Sitzungen teilgenommen.

PRÜFUNGSAUSSCHUSS

Der Prüfungsausschuss überwacht insbesondere den Rechnungslegungsprozess, die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des Risikomanagement-Systems, ferner die Abschlussprüfung, die Unabhängigkeit und Qualifikation des Abschlussprüfers sowie dessen Leistungen einschließlich der Beauftragung von zusätzlich erbrachten Nichtprüfungsleistungen. Der Prüfungsausschuss bestand im Geschäftsjahr 2018 aus drei Mitgliedern. Ausschussvorsitzender war das Aufsichtsratsmitglied Mag. Klaus Rinnerberger (Finanzexperte). Zudem gehörten dem Prüfungsausschuss im Berichtsjahr 2018 der Aufsichtsratsvorsitzende Josef Blazicek und der Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Ernst Chalupsky an. Der Prüfungsausschuss kam im Berichtsjahr zu zwei Sitzungen zusammen. Im Prüfungsausschuss wurden einzelne Sachgebiete vertiefend behandelt und anschließend dem Aufsichtsrat berichtet. Die Schwerpunkte in der Sitzung vom März 2018 waren die eingehende Erörterung aller Themen in Zusammenhang mit dem Jahresund Konzernabschluss 2017. Zudem wurde die Bestellung des Abschlussprüfers für den Jahres- und Konzernabschluss 2018 initiiert, die vom Aufsichtsrat – gestützt auf die Empfehlung des Prüfungsausschusses – der Hauptversammlung am 26. April 2018 als Wahlvorschlag unterbreitet wurde. In der Sitzung im Dezember 2018 gab der Abschlussprüfer eine Übersicht zum geplanten Ablauf sowie zu den Schwerpunkten der Prüfung für das Geschäftsjahr 2018.

Da sich der Aufsichtsrat der Gesellschaft aus nicht mehr als sechs Mitgliedern zusammensetzt, werden die Aufgaben des Vergütungs- und Nominierungsausschusses vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen.

JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS SOWIE LAGEBERICHT

Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Linz, ("KPMG") wurde von der ordentlichen Hauptversammlung der KTM Industries AG am 26. April 2018 zum Abschluss- und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018 gewählt. Der Prüfungsausschuss hatte der KPMG den Auftrag zur Prüfung erteilt. Sowohl der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 als auch der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 wurden von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Linz, geprüft. Die Prüfung hat nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben und der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss der Gesellschaft – jeweils für das Geschäftsjahr 2018 – wurden mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 den gesetzlichen Vorschriften entspricht und ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2018 vermittelt sowie dass die Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften steht und der Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss steht.

Der Abschlussprüfer bestätigte auch, dass der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften entspricht und ein möglichst getreues Bild

der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme für das abgelaufene Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den Internationalen Financial Reporting Standards (IFRS) vermittelt und der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht.

Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers (einschließlich des "Zusätzlichen Berichtes an den Prüfungsausschuss über die Prüfung des Jahresabschlusses gemäß Art 11 der EU-Verordnung Nr. 537/2014 zum 31. Dezember 2018") wurden im Prüfungsausschuss am 19. März 2019 eingehend mit den Prüfern behandelt und in der anschließenden Sitzung gemeinsam mit den vom Vorstand aufgestellten Lageberichten sowie dem Corporate Governance Bericht und dem Nachhaltigkeitsbericht (nichtfinanzieller Bericht) dem Aufsichtsrat gemäß § 96 Abs 1 AktG vorgelegt. Der Abschlussprüfer berichtete in der Prüfungsausschusssitzung über die Ergebnisse seiner Prüfung. Dessen Erläuterungen, insbesondere zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns, wurden ausführlich diskutiert. Sämtliche Fragen des Prüfungsausschusses wurden beantwortet. Zudem konnte sich der Prüfungsausschuss davon überzeugen, dass seitens des Abschlussprüfers keine Befangenheitsumstände vorlagen. Auch über sonstige Leistungen, die von KPMG außerhalb der Abschlussprüfung erbracht wurden, fand ein Informationsaustausch seitens des Prüfungsausschusses statt. Der Prüfungsausschuss hat den zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht erörtert und geprüft. Sämtliche Fragen dazu wurden vom Vorstand beantwortet. Eine externe Auditierung des nichtfinanziellen Berichts ist nicht erfolgt.

Der Prüfungsausschuss hat sich in seinem Bericht an den Aufsichtsrat dem Ergebnis des Abschlussprüfers angeschlossen und ist nach der von ihm vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes sowie des Konzernabschlusses, des Konzernlageberichtes, des Corporate Governance Berichtes und des Nachhaltigkeitsberichtes für das Geschäftsjahr 2018 zum abschließenden Ergebnis gelangt, dass die geprüften Unterlagen gesetzmäßig und richtig sind, die vom Vorstand getroffenen bilanzpolitischen Entscheidungen wirtschaftlich und zweckmäßig sind und kein Anlass zur Beanstandung gegeben ist.

Der Aufsichtsrat schließt sich dem Bericht des Prüfungsausschusses und damit auch dem Ergebnis der Abschlussprüfung an. Der Aufsichtsrat stimmt in seiner Beurteilung der Lage von Gesellschaft und Konzern mit der vom Vorstand im Konzernlagebericht und Lagebericht zum Ausdruck gebrachten Einschätzung überein. Sämtliche Fragen des Aufsichtsrates wurden vom Abschlussprüfer und vom Vorstand beantwortet. Auch nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes sowie des Konzernabschlusses, des Konzernlageberichtes, des Corporate Governance Berichtes und des Nachhaltigkeitsberichtes für das Geschäftsjahr 2018 ist kein Anlass zur Beanstandung gegeben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 gebilligt, der damit gem.

§ 96 Abs. 4 AktG festgestellt ist. Er nimmt den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht jeweils für das Geschäftsjahr 2018 zustimmend zur Kenntnis. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes über die Verwendung des im Geschäftsjahr 2018 erzielten Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.

Weiters wurde auf Empfehlung des Prüfungsausschusses ein Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2019 für die 22. ordentliche Hauptversammlung am 25. April 2019 vorbereitet. Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Linz, wird als Abschlussprüferin für das Geschäftsjahr vom 01. Jänner 2019 bis 31. Dezember 2019 vorgeschlagen.

CORPORATE GOVERNANCE

Auch im Geschäftsjahr 2018 haben Vorstand und Aufsichtsrat großes Augenmerk auf die Weiterentwicklung der Corporate Governance bei der KTM Industries AG gelegt.

Der Aufsichtsrat hat den Corporate Governance-Bericht für das Geschäftsjahr 2018 geprüft und genehmigt.

Der Corporate Governance-Bericht für das Geschäftsjahr 2018 wurde zudem von der Oberhammer Rechtsanwälte GmbH hinsichtlich der Einhaltung des Corporate Governance Kodex durch die KTM Industries AG evaluiert. Die Evaluierung hat ergeben, dass die KTM Industries AG die C-Regeln des ÖCGK in der Fassung vom Jänner 2018 im Geschäftsjahr 2018 mit wenigen Ausnahmen eingehalten hat. Der Evaluierungsbericht der Oberhammer Rechtsanwälte GmbH wurde im Aufsichtsrat ausführlich behandelt.

Der Aufsichtsrat bedankt sich beim Vorstand sowie bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Rennsportteam für ihren Einsatz und ihren Beitrag zum erfreulichen Unternehmensergebnis im abgeschlossenen Geschäftsjahr. Der Dank gilt auch den Aktionären, Kunden und Partnern, die ihr Vertrauen in die Gesellschaft setzten und damit wesentlich zu diesem Erfolg beigetragen haben.

Wels, im März 2019

Vorsitzender des Aufsichtsrates

Josef Blazicek

KTM

GRÖSSTER EUROPÄISCHER MOTORRADHERSTELLER

Die KTM AG hat sich als Hersteller von Premiumfahrzeugen zum Ziel gesetzt, innovative, marktgerechte und vor allem sichere Produkte in höchster Qualität zu bauen. Die Motoren als hochwertigste Schlüsselkomponente der Motorräder werden eigens entwickelt, hergestellt und garantieren die Identität der Motorräder der Marken KTM und Husqvarna Motorcycles. Die eindrucksvolle Erfolgsbilanz im Rennsport ist der beste Beweis für die hohe technische Kompetenz und die Qualität der Motorräder von KTM, Husqvarna Motorcycles und WP.

Seit der Gründung 1953 hat KTM in mehr als sechs Jahrzehnten Erfahrung in der Zweiradwelt gesammelt und hält die Marktführerschaft in Europa aufrecht.

Bis zum Geschäftsjahr 2022 hat sich KTM einen jährlichen Absatz von 400.000 Motorrädern zum Ziel gesetzt. Die Strategie, mit der diese Zielvorgabe erreicht werden soll, besteht in der Maximierung der Synergien und Ressourcen bei den bestehenden Marken, Prozessen und der Infrastruktur innerhalb des Konzerns.

Der Unternehmenserfolg der KTM AG begründet sich darauf, die zentralen Werte ihrer wichtigsten Marken zu stärken und sie angemessen zu kommunizieren. KTM hat eine unverwechselbare Markenpersönlichkeit und eine starke Präsenz im globalen Wettbewerb. READY TO RACE zu sein, ist nicht nur Anspruch, sondern Dreh- und Angelpunkt aller Bemühungen. Alle Aktivitäten sind an den vier Markenwerten PURITY, PERFORMANCE, ADVENTURE und EXTREME ausgerichtet. Ebendiese ehrgeizige Vision ist auch die Triebfeder, nach globalen Expansionsmöglichkeiten zu suchen, damit es gelingt, sowohl durch Aktionen als auch durch inspirierende Produkte, die den impliziten Markenanspruch stärken, zu behaupten.

Die wachsende globale Präsenz der KTM-Marke, ihr anhaltender Fokus auf dem Motorsport und die beeindruckenden Zugewinne im Street-Segment tragen allesamt zur kontinuierlichen Expansion der Marke auf dem Weltmarkt bei.

Die zunehmenden Aktivitäten im Straßenrennsport bringen KTM im Jahr 2018 einige prestigeträchtige Podestplätze sowohl in der Moto2-Klasse als auch in der hartumkämpften MotoGPTM-Klasse (Saisonfinale in Valencia). Diese Erfolge unterstreichen umso mehr die globalen Ambitionen im Street-Sektor. So ist es nur selbstverständlich, dass die nächsten ehrgeizigen Ziele von KTM weitere Spitzenplatzierungen beinhalten, da man sich davon großen Einfluss auf das globale Geschäft und die ambitionierten Ziele beim Markenausbau verspricht.

Ein zentrales Element der Unternehmensstrategie ist die direkte Übernahme erfolgreicher Technologien aus dem Rennsport in Serienprodukte. Siege einzufahren, gehört zur Unternehmenskultur, die in die Produkte und alle anderen Aktivitäten einfließt. Wesentliche Elemente der langfristigen Wachstumsstrategie von KTM bestehen im weiteren Ausbau des Produktportfolios und dem Öffnen neuer Nischen und Märkte. Dementsprechend konzentriert sich die Strategie auf Forschung und Entwicklung, um bei der Leistung weiterhin ganz vorne mitzuspielen. Gleichzeitig wird das Vertriebsnetz durch neue strategische regionale Partnerschaften ausgebaut und stark in den globalen Markenaufbau investiert.

Als zukunftsorientiertes Unternehmen vermarktet die KTM AG erfolgreich Produkte, die mit hoher handwerklicher Kompetenz entwickelt wurden. Mit ihrer langen Geschichte und einem starken Interesse am Motorsport setzt die KTM AG kontinuierlich alles daran, ihr gesamtes Produktprogramm weiterzuentwickeln, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und weiter in globale Märkte vorzudringen. Innovation und höchste Entwicklungsstandards sind die ausschlaggebenden Kriterien für die Erreichung dieser Vision.

Die steigenden Ergebnisse sind auch auf die erfolgreiche Markteinführung der neuen Straßenmotoradmodelle von Husqvarna Motorcycles, die seit 2018 bei den Händlern erhältlich sind, zurückzuführen. Der Verkauf dieser Motorradmodelle zielt auf eine ganz neue Verbrauchergruppe ab und bringt ein wichtiges Neukundensegment für die KTM AG-Familie.

Der Bau des KTM-Sportwagens X-Bow zeigt, dass die KTM AG in der Lage ist, neue Produktreihen außerhalb ihres Motorrad-Kerngeschäfts zu entwickeln und aufzubauen. Dabei ist die Erfahrung, die beim Bau von Fahrzeugen in Leichtbauweise gewonnen wurde, für die Entwicklung neuer Fahrzeugkonzepte von unschätzbarem Wert.

Zusätzlich spielt die KTM AG eine führende Rolle bei der innovativen Entwicklung von Elektroantrieben. Die Entwicklung des elektrischen Hochleistungsmotorrads KTM FREERIDE E hat bewiesen, dass elektrische Antriebe durchaus Potenzial haben. Auf Grundlage dieser Forschung entwickelt die KTM AG Technologien, die alternative Formen der Mobilität im städtischen Raum für vielfältige Anwendungen unterstützen. Die erfolgreiche Serieneinführung der elektrischen Motocross-Motorräder von KTM (SX-E 5) und Husqvarna (EE-5) ist ein weiterer Beweis, dass sich KTM bei der Entwicklung auch im E-Mobilitätssegment auf dem richtigen Weg befindet. Diese neuen Motorradmodelle zeichnen sich durch eine völlig neue Art des Fahrerlebnisses aus, sie sind geräuscharm und bieten zusätzliche Vorteile wie Barrierefreiheit, Benutzerfreundlichkeit und Zero-Emission.

19th Rd. Motocross 2018 – Assen (NED), Foto: Ray Archer

Im Bereich innovativer Fahrassistenzsysteme befindet sich KTM, auch dank Kooperationen mit namhaften Partnern, auf dem Vormarsch.

READY TO RACE

HUSQVARNA MOTORCYCLES

PIONIER IN DER MOTORRADWELT

Getreu dem Markenversprechen "PIONEERING SINCE 1903" besteht die Vision von Husqvarna Motorcycles nach wie vor darin, Pionier in der Motorradwelt zu sein.

Damit dieses Markenversprechen wahr wird, lautet das künftige Ziel, eine vollständige Produktpalette aufzubauen und Husqvarna Motorcycles bis 2022 zum drittgrößten europäischen Hersteller zu machen. Seit Husqvarna Motorcycles im Jahr 2013 Teil der KTM AG geworden ist, konnte sie innerhalb kürzester Zeit mit beeindruckenden jährlichen Wachstumszahlen glänzen. Nach nur einem Jahr in der KTM AG erzielte Husqvarna Motorcycles 2014 Verkaufszahlen für Offroad-Modelle, die einen Rekord in der 111-jährigen Firmengeschichte darstellen. Nach der Einführung neuer straßentauglicher Modelle gelang es Husqvarna Motorcycles, 2015 mit neuen Rekordzahlen noch eins draufzulegen.

Mit den Markenwerten PREMIUM, PIONEERING und SWEDISH ROOTS als Leitkompass der Marke fühlt sich Husqvarna dem Anspruch verpflichtet, Fahrspaß allgemein zugänglicher zu machen. Und was noch wichtiger ist: Auf Basis dieser Werte richtet Husqvarna Motorcycles den Blick über den Tellerrand und offenbart neuen Fahrern, welche Hoch- und Freiheitsgefühle das Motorradleben mit sich bringt.

Die Stärkung dieser Markenbekanntheit ist ein zentraler Bestandteil der aktuellen Strategie, die durch den Ausbau des Händlernetzes und

Svartpilen 701 2019, Foto: Schedl R.

die konsequente Verbesserung des globalen Vertriebs flankiert wird. Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Händlernetzes ist darauf ausgerichtet, den Bekanntheitsgrad der Marke und die Nachfrage global zu fördern. Angesichts vieler unerschlossener Märkte, Bereiche und Kundensegmente außerhalb der traditionellen Offroad-Fahrergemeinde wird dieses stetig expandierende globale Netzwerk weiteren Zugang zur Marke eröffnen.

Die Marke Husqvarna stellte in den letzten Jahren gekonnt seine Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis, einschließlich großer Fortschritte auf dem US-Markt, wo sie 2018 mit den Meisterschaftstiteln in Supercross und Motocross die bis dato wichtigsten Erfolge der Unternehmensgeschichte schrieb. Trotz dieser Meilensteine setzt Husqvarna Motorcycles auf neue ehrgeizige Ziele und wird somit ihrer Rolle als "Pionier in der Motorradwelt" einmal mehr treu. Der mutige Wiedereinstieg in das Straßenmotorrad-Segment war nur der nächste logische Schritt, um sich als innovative und fortschrittliche Marke in der Motorradentwicklung weiterhin zu behaupten.

Diese starke Fokussierung ist der zweite wichtige Aspekt der aktuellen Markenstrategie. Als Pionier, kombiniert mit einer sehr zugänglichen, unaufdringlichen und verbindlichen Markenpersönlichkeit, kann sich Husqvarna Motorcycles für ein größeres und allgemeineres Zielpublikum öffnen und sich jenseits der traditionellen Straßenmotorradfahrer neue Kundenkreise erschließen. Die "Real Street"-Reihe mit den Bikes VITPILEN und SVARTPILEN ist ein erster kühner Schritt in diese völlig neue Richtung. Für die Markenstrategie ist es wichtig, den Street-Fokus in die richtige Balance zu bringen und das Engagement und die Präsenz der Marke in der Offroad-Welt abzusichern und zu stärken.

Husqvarna Motorcycles' Zukunftsvision besteht darin, die Rückkehr der Marke in das Street-Segment weiter voranzutreiben und auszubauen. Das Konzept ist typisch Husqvarna, bei dem hochentwickelte Technik auf Authentizität trifft – gepaart mit einem klaren Design für ein modernes und kompromissloses Fahrerlebnis. Seit der Enthüllung der ersten Konzeptbikes (VITPILEN 401 und SVARTPILEN 401) im Jahr 2014 sind die Reaktionen darauf sowie das Interesse an weiteren Konzepten

Jason Anderson HQV FC 450 Las Vegas SX 2018- 053, Foto: Simon Cudby

und Produktionsmodellen auch in den Jahren danach beachtlich. Mit der neuen Modellreihe (VITPILEN/ SVARTPILEN 401, VITPILEN 701), die seit 2018 bei den Händlern erhältlich sind, wurde ein neues Kapitel in der Markengeschichte von Husqvarna Motorcycles aufgeschlagen. Dabei handelt es sich um ein starkes Bekenntnis, die lange Tradition progressiven Denkens und wegweisenden Handelns fortzusetzen. Das untermauert einmal mehr das unverkennbare Konzept des neuen Modells von VITPILEN 701 – eine Erinnerung an die konsequente Verpflichtung gegenüber der Marke, stets nach vorne zu blicken und neue Markttrends zu erkennen.

Die neuen Serienmodelle sind eine Manifestation der bahnbrechenden Vision von Husqvarna Motorcycles im Straßenmotorradsegment, die mit viel Liebe zum Detail und minimalistischem Design eine herausragende Performance bieten.

PREMIUM, PIONEERING UND SWEDISH ROOTS

Durch die neuen Straßenserienmodelle wird Husqvarna Motorcycles den eingeschlagenen Kurs halten, damit sie sich bis 2022 zum drittgrößten europäischen Motorradhersteller entwickelt.

WP

LEISTUNGSBESTIMMENDE KOMPONENTEN FÜR DIE MOTORRAD- UND SPORT-WAGENINDUSTRIE

WP ist eine etablierte Marke für hochleistungsfähige Motorradkomponenten und Federelemente mit dem Markenversprechen GET IN FRONT.

Im Zuge der Integration der WP-Gruppe in die KTM AG wurde die Leitgesellschaft "WP Performance Systems GmbH" in "KTM Components GmbH" umbenannt. Die Marke WP bleibt weiterhin erhalten. Ziel ist es, die Effizienzsteigerungen innerhalb des Konzerns zu heben und Synergiepotentiale zu nutzen.

INNOVATION & PERFORMANCE stehen bei WP im Mittelpunkt, wobei Leistung eine besonders wichtige Rolle bei der Markenaktivität spielt. Mit hochwertigen Komponenten sollen sowohl die Ansprüche von Rennfahrern als auch von "normalen" Bikern erfüllt werden. Um diesem Anspruch gerecht zu werden und sich in einem stark umkämpften Markt behaupten zu können, unternimmt WP intensive Bemühungen in den Bereichen Innovation sowie Forschung und Entwicklung. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Marke ihren Vorsprung ausbaut.

Nicht nur auf der Rennstrecke, sondern auch im Alltag durchgeführte Tests und Entwicklungen ermöglichen es WP, vom Rennsport inspirierten Input in Street- und Offroad-Leistung zu überführen und somit intelligentere und überraschendere Technologien bereitzustellen.

Die Anstrengungen und Investitionen zahlen sich aus. Nach zahlreichen Erfolgen im Offroad-Sport, fasst WP verstärkt Fuß auf der Straße und steigt 2012 in die MotoGPTM ein. Hier unterstützt der Fahrwerkshersteller die KTM-Werksteams in allen Klassen und gewann mit Johann Zarco in den Jahren 2015 und 2016 den Weltmeistertitel in der Moto2.

In der Moto2 übertraf das von KTM und WP entwickelte Fahrwerk gleich in der Premierensaison vor allem gegen Ende des Jahres alle Erwartungen. 2018 knüpften der Portugiese Miguel Oliveira und Brad Binder aus Südafrika an die Erfolge des vergangenen Jahres an und pilotierten ihre KTMs zu Podestplätzen und Siegen sowie Platz 2 und 3 in der Weltmeisterschaft.

Ein großer Fortschritt für WP bestand zudem in der Entwicklung eines Authorized Center-Netzwerks, mit dem der Kundendienst und die Erreichbarkeit weiter optimiert wurden. Im Jahr 2018 hat WP mehr als 75 Authorized Center aufgebaut, von denen sich 55 allein in Europa befinden. Dies stellt eine bewusste Änderung im Geschäftsfokus dar: WP will mehr sein als eine Vertriebskette und den Kunden ein verbessertes Serviceangebot bieten, mit dem sie den größtmöglichen Vorteil aus ihren WP-Produkten ziehen können. Ermöglicht wird dies durch intensive Headquarter-Schulungen, mit denen das Know-how und die Fachkenntnisse der Mitarbeiter der Authorized Center ausgebaut werden sollen. Für 2019 ist mit Blick auf die neuen Importunternehmen in Brasilien, Israel, Südkorea und Australien ein weiterer Ausbau dieses Schulungsangebots vorgesehen.

Für 2019 hat sich WP dieses hohe Maß an Kundenorientierung als das wichtigste Ziel gesetzt, dicht gefolgt von der Stärkung des Marktbewusstseins für die Marke und der Vertrauenswürdigkeit der Marke selbst. Dazu gehört auch die Steigerung der Nachfrage nach WP-Pro-Komponenten als nachhaltige, leistungsstarke Aftermarket-Lösung für Motorräder. Dies wird von zentraler Bedeutung sein, um das gesamte Produktangebot besser zu segmentieren und ein komplettes und umfassendes Produktportfolio zu schaffen.

Entsprechend wird das Geschäftsziel für 2019 darin bestehen, einen besseren Zugang zu WP-Produkten und WP-Fachwissen zu gewährleisten und das Authorized Center-Netzwerk sowie das Produktportfolio im Straßenbereich weiter auszubauen. Diesem Ziel wird 2019 mit einem verstärkten Engagement in der IDM (Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft) Rechnung getragen, nachdem 2018 bereits drei Teams technische Unterstützung erhielten. Die leistungsstarken PRO COMPO-NENT-Fahrwerke sollen innerhalb der nächsten fünf Jahre schon jedem 20. Kunden zum perfekten Fahrerlebnis in den relevanten Segmenten verhelfen.

FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

Für die KTM Gruppe, als technologiegetriebenen Premiumhersteller im Sportmotorrad-Segment, steht der Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) besonders im Fokus. Durch konsequente Technologie-Entwicklung entstehen innovative Produkte, die den hohen Erwartungen unserer Kunden gerecht werden und somit nachhaltig neue Märkte erschlossen werden können.

Im F&E-Bereich der KTM Gruppe legen wir traditionell großen Wert auf die frühzeitige Erkennung von Trends im Motorradsegment, auf die Weiterentwicklung unserer Produkte hinsichtlich technischer und funktioneller Aspekte sowie auf die Verfolgung und Umsetzung der Kundenanforderungen in unseren Produkten, um eine innovative und marktnahe Entwicklung gewährleisten zu können. Die in den Konstruktions-, Berechnungs- und Simulationsbereichen eingesetzten Softwaretools unterliegen ständiger Weiterentwicklung – ebenso wie der hauseigene Maschinen- und Anlagenpark, der für die Produktion und den Aufbau sowie die Vermessung und Erprobung neu entwickelter Prototypen eingesetzt wird. Neben der primären Produkt- und Technologieentwicklung wurde im vergangenen Jahr ein Bereichsübergreifendes Projekt zur Bewertung und Weiterentwicklung der Entwicklungsprozesslandschaft gestartet.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde eine Vielzahl an Forschungsund Entwicklungsprojekten erfolgreich vorangetrieben – allem voran die Serienüberleitung des ersten, mit einem Reihenzweizylindermotor ausgestatteten KTM Modells, der 790 Duke. Auf Basis dieser Motorund Fahrzeugplattform wurde im Jahr 2018 die Entwicklung der 790 Adventure Modellreihe im Travelsegment fortgesetzt und im Rahmen der größten europäischen Fachmesse im Motorradsektor, der EICMA, im November 2018 offiziell enthüllt.

Ein weiterer Meilenstein wurde mit der Serienüberleitung weiterer HUSQVARNA Straßenmotorräder erreicht: Neben den beiden Einsteigermodellen 401 Vitpilen und 401 Svartpilen konnte auch die Auslieferung der 701 Vitpilen Modelle an Kunden weltweit gestartet werden. Die mit leistungsstarken Einzylindermotoren ausgestatteten Modelle erweitern das Produktportfolio der 2013 in die KTM Gruppe eingegliederten Schwestermarke HUSQVARNA im wichtigen Street-Segment.

Dem KTM-Markenleitsatz "READY TO RACE" folgend, wurden die im Rahmen unseres globalen Motorsportengagements siegreich erprobten KTM und HUSQVARNA Offroad-Modelle ihren abschließenden Belastungstests unterzogen und nach erfolgreicher Serienüberleitung die Auslieferung an unsere Kunden weltweit gestartet. Einen weiteren Meilenstein stellen die ebenfalls im Rahmen der EICMA 2018 enthüllten Zero-Emission-Modelle im Offroad-Einstiegssegment, die SX-E 5 und die HUSQVARNA EC 5, dar.

Svartpilen 401 2018, Foto: Schedl R.

Parallel zur Entwicklung neuer Modelle und technischem Zubehör wurde auch die Erweiterung der F&E-Infrastruktur am Standort Mattighofen intensiv fortgesetzt. Der Ausbau des Forschungs- und Entwicklungszentrums der KTM Gruppe am Hauptsitz in Mattighofen stellt einen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte dar: bereits im ersten Quartal 2018 konnten die Office- und Werkstätten Bereiche mit einer Gesamtfläche von rund 3.900 m² bezogen werden. Mit Beginn des dritten Quartals 2018 konnten darüber hinaus auch die ersten drei Motorenprüfstände, sowie im vierten Quartal ein Akustikrollenprüfstand und ein deutlich vergrößertes Betriebsfestigkeitsprüffeld auf einer Gesamtfläche von rund 5.000 m² in Betrieb genommen werden.

Das Forschungs- und Entwicklungszentrum ist ein Innovationsstandort (Nutzfläche 19.950 m²), an dem marktführende Powersport-Fahrzeuge konzipiert, entwickelt und hergestellt werden. Hier wird stetig daran gearbeitet, dass die KTM AG neue Standards setzt und neue, branchenführende Technologien, Konzepte und Ansätze für den Markt einführt, sich stolz im Wettbewerb behauptet und den Endkunden ein begeisterndes und erfüllendes Erlebnis bietet.

Die Konstruktion, Erprobung und Serienentwicklung neuer Konzepte erfordert ein stetig wachsendes interdisziplinäres Team von Spezialisten, was sich auch in den gestiegenen Mitarbeiterzahlen widerspiegelt. Im Geschäftsjahr 2018 beschäftigten wir 678 Mitarbeiter (+11,7% zum Vorjahr), das entspricht rund 16% der gesamten Belegschaft im Bereich Forschung- und Entwicklung. Operativ, ohne Nebeneffekt aus der Aktivierung und Abschreibung von Entwicklungsaufwendungen, wurden 7,2% des Gesamtumsatzes in den Bereich Forschung und Entwicklung investiert.

FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

2019 KTM 790 DUKE, Foto: Simon Cudby

Im Geschäftsjahr 2018 wurde eine Vielzahl an F&E-Projekten in verschiedenen Stadien von reinen Konzeptentwicklungen bis hin zu Serienanläufen vorangetrieben und erfolgreich abgeschlossen:

Serienanlauf der neuen KTM und HUSQVARNA Motocross Plattform, die in Bezug auf Motorleistung, Fahrzeuggewicht und Performance sowie Aufgrund ihrer Ausstattung und dem daraus resultierenden Handling-Vorteil weiterhin den Stand der Technik im Motocross-Segment definieren. Dies konnte auch durch die Erfolge im Rahmen des internationalen Motorsport-Engagements eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden.

Serienanlauf der KTM 790 Duke,

deren vollständig neu entwickelter Reihenzweizylinder-Motor den Grundstein einer neuen Modellplattform im Mittelklassesegment legt. Durch konsequente Umsetzung neuer Konstruktionsansätze im Motorund Chassis-Bereich konnte, neben der umfassenden Ausstattung mit Sicherheits- und Assistenzsystemen, ein klassenführendes Gesamtkonzept realisiert werden.

Serienanlauf der HUSQVARNA 701 Vitpilen und Serienentwicklung HUSQVARNA 701 Svartpilen,

die neben den 701 Supermoto und Enduro Modellen einen wichtigen Beitrag zur konsequenten Erweiterung der HUSQVARNA Straßenmotorrad-Palette leisten. Die HUSQVARNA Modelle differenzieren sich insbesondere durch ihre Designsprache und Fahrzeugausstattung von den KTM Modellen.

Serienentwicklung der KTM und HUSQVARNA Enduro Plattform 2020, deren Entwicklungsschwerpunkt, ähnlich zu der im Jahr 2018 vorgestellten Fullsize-Motocross-Plattform, in der weiteren

Verbesserung des Fahrzeughandlings durch Optimierung von Chassis und Powerpack, vor allem jedoch in der weiteren Reduktion des Abgas- und Lärmemissionsverhaltens liegt.

Serienentwicklung der KTM 790 Adventure und 790 Adventure R Modelle,

die auf der neu entwickelten R2-Motor- und Fahrzeugplattform basieren. Die im November 2018 vorgestellten Modelle erweitern das Portfolio der Travel-Modelle im Mittelklassesegment. Durch neue Konstruktionsansätze im Chassis-Bereich und der Vielzahl an Sicherheits- und Assistenzsystemen konnten zwei Modelle realisiert werden, die besonders auf das Feedback und die Anforderungen der Kunden zugeschnitten sind.

Serienentwicklung rein elektrisch betriebener Modelle im Offroad-Einstiegssegment

2018 wurde auch die Erprobung eines rein elektrisch betriebenen Motorrads im Offroad-Einstiegssegment weiter vorangetrieben. Dies beinhaltet die Entwicklung eines neuen Antriebs-, Energiespeicher-, und Batteriemanagementsystem sowie die grundlegende Überarbeitung des Fahrzeugchassis um den Nutzeranforderungen gerecht werden zu können.

Weiterentwicklung der KTM 690 SMC und 690 Enduro,

die als Marktführer in ihrem Segment besonders erfolgreichen, großvolumigen Einzylinder Modelle wurden durch Technologie- und Elektronikupdates einer umfassenden Weiterentwicklung unterzogen. So sind nun ein schräglagenabhängiges ABS und Traktionskontrolle sowie eine Motorschleppmoment-Regelung und ein Schaltautomat serienmäßig erhältlich.

Entwicklung neuer Modelle im Premiumsegment

Im vergangenen Jahr wurde die Entwicklungsarbeit an den Fahrzeugderivaten des Premiumsegments weiter intensiviert. Dazu zählt die Weiterentwicklung der Offroad-Plattform, auf der die Adventure Modelle basieren und die Entwicklung einer neuen Chassis-Plattform, auf der künftig das Nakedbike "Superduke" aufbaut.

Entwicklung neuer Modelle im Mittelklassesegment

Im Forschungsjahr 2018 wurde darüber hinaus auch die Entwicklung neuer KTM- und HUSQVARNA-Modelle, die auf der zuletzt vorgestellten Mittelklasseplattform basieren, gestartet bzw. weiter vorangetrieben. Neben der reinen Weiterentwicklung der Plattform stand auch die Entwicklung einer leistungsgesteigerten Variante des R2-Aggregats im Vordergrund der F&E-Aktivitäten.

Entwicklung neuer Modelle im Einstiegssegment

Seit der Markteinführung des ersten KTM-Straßenmodells im Einstiegssegment, der 125 Duke, im Jahr 2011 haben sich die Modelle der Hubraumklasse bis 390 cm³ als wichtiger Bestandteil der Modellpalette etabliert. Im Jahr 2018 wurde die Entwicklung neuer Modellderivate und die Weiterentwicklung der bestehenden Modelle, insbesondere hinsichtlich der Reduktion der Abgasemissionen, weiter vorangetrieben.

Entwicklung und Vorentwicklung neuer Technologien zur Emissionsreduktion

Erprobung neuer Strategien zur Reduktion der Rohemissionen und zur Abgasnachbehandlung der KTM und HUSQVARNA Motorenplattformen, um die Konformität der Modellpalette gegenüber zukünftiger Homologationsregulative und Abgasnormen weiter zu wahren.

Vorentwicklung neuer Technologien im Bereich Assistenzsysteme Entwicklung neuer Sicherheits-, Assistenz-, und Komfortfunktionen für die Anwendung im Motorradbereich. Stellvertretend hierfür sind die im Jahr 2018 vorgestellten Prototypen einer adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage und eines Totwinkelwarners sowie die Weiterentwicklung der semiaktiv geregelten Fahrwerkstechnologie zu nennen.

Entwicklung neuer Systeme im Bereich Connectivity und HMI Im vergangenen Jahr wurde auch die Entwicklung der KTM Connectivity Infrastruktur weiter vorangetrieben. Neben einem System, das im Falle eines Unfalls in der Lage ist, automatisiert einen Notruf abzusetzen, umfasst dies auch die herstellerübergreifende Vernetzung von Fahrzeugen und Infrastruktur, um das Unfallrisiko weiter zu senken.

Die aktuelle Reihe vielseitiger und ausgereifter Motor- und Fahrwerksplattformen ermöglicht es der KTM-Gruppe, sich besser auf zukünftige Markttrends einzustellen und ein attraktives und passendes Portfolio zeitgemäßer Powersport-Fahrzeuge und -Produkte anzubieten.

1290 Adventure S, Foto: Schedl R.

KTM TECHNOLOGIES DRIVEN BY THE NEW

Die Konzeptentwickler von KTM Technologies arbeiten jeden Tag an Antworten und Lösungen, die das Leben in Zukunft nachhaltig verändern werden. Durch unsere Gesamtfahrzeugkompetenz und unser Elektronikund Software-Know-how sind wir Mitgestalter und treibende Kräfte zugleich. So entstehen innovative und serientaugliche Produkte, ganz gleich, ob für Zwei-, Drei- oder Vierradprojekte.

Die KTM Gruppe ist zwar größter Auftraggeber, jedoch gehören auch andere, international renommierte und aufstrebende Unternehmen zu den Kunden. Dazu zählen insbesondere OEMs aus dem Automotive-Sektor sowie namhafte Firmen aus anderen Branchen wie IT, Luftfahrt, Medizintechnik, Energiewirtschaft, Maschinenbau oder Sportartikel.

Unser Kerngeschäft liegt im Bereich der Konzeptentwicklung von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen und Plattformen in den unterschiedlichsten Produktgruppen mit zwei und vier Rädern. Dazu gehören e-Bikes, e-Scooter, e-Motorräder, e-PKWs bis hin zu voll autonomen Fahrzeugen. Im Leichtbau-Sektor arbeiten wir an zahlreichen zukunftsweisenden Projekten, darunter Drohnen für den Personen- und Warentransport, leichte Datenbrillen für Augmented- und Mixed-Reality, schnell bewegte Maschinenbaukomponenten sowie High-End-Sportartikel exklusiv für Adidas.

Die KTM Technologies forscht und entwickelt an vorderster Front und hat ein sehr leistungsfähiges Netzwerk innerhalb der KTM Industries-Gruppe, aber auch mit externen Partnern. Daher sind wir in der Lage, höchst funktionale und zugleich serientaugliche Lösungen sowie zukunftsträchtige Konzepte unter Einsatz neuester Technologien zu entwickeln.

PIONIERE DER ELEKTROMOBILITÄT

Die KTM Technologies gehört seit vielen Jahren zu den Vordenkern und Spezialisten in der Konzeption und Entwicklung von Gesamtfahrzeugen mit elektrischem Antrieb. Aufgrund einer anhaltend hohen Nachfrage in diesem Bereich entwickelt sich der Bereich E / E inklusive Softwareentwicklung weiterhin sehr dynamisch und bildet auch in 2019 wieder einen Schwerpunkt.

Zur Entwicklung von Gesamtfahrzeugen mit elektrischem Antrieb, Batteriesystemen und dem Bordnetz. Dazu gehört auch die Definition der Bordnetzarchitektur und Festlegung der Signalverarbeitungsstrategie inklusive Vernetzung aller Steuergeräte und Layout des Leitungssatzes. Im Rahmen der virtuellen Vorentwicklung eines Antriebssystems können

die Optimierung von Drehzahl, Leistung, Drehmoment, Übersetzung und die Reichweite simulativ ausgelegt werden, welche dann in die Software für Motorcontroller und Batteriemanagement einfließen. Um die Entwicklungen unter realistischen Bedingungen zu erproben, bauen wir vollfunktionale Prototypen in eigenen Werkstätten auf und nehmen sie in Betrieb. Gestützt durch ein breites Portfolio an Prüfständen, Messaufnehmern, Datenloggern und Analysetools können die Prototypen abgestimmt, getestet und validiert werden.

ELEKTRIK, ELEKTRONIK UND SOFTWARE-ENTWICKLUNG

Die Digitalisierung ist heute ein elementarer Bestandteil jedes modernen Fahrzeugs und ein zentrales Kompetenzfeld der KTM Technologies. So werden im Bereich "Connectivity" hard- und softwareseitige Vernetzungslösungen entwickelt, um einen Internetzugang für Fahrzeuge und Produkte herzustellen (Anbindung von Bordcomputer mit der Consumer-Electronics-Welt). Die Integration von HMI-Schnittstellen (Human Machine Interface) und Protokollen ins Gesamtsystem nutzen wir für die Visualisierung am Display oder Smartphone. Weitere Möglichkeiten sind die Entwicklung von individuellen Infotainment- und Content-Lösungen, welche sehr schnell in Hard- und Software prototypisch umgesetzt und anschließend getestet werden können. Für Zweiräder können beispielsweise Navigationsdaten in 3D mit Informationen über Straßenbeschaffenheit, Wetterdaten oder Sicherheitshinweisen angereichert werden.

LEICHTBAU- UND WERKSTOFF-KNOW-HOW

KTM Technologies gehört zu den weltweit führenden Spezialisten, wenn es um den Einsatz von Verbundwerkstoffen und die Entwicklung wirtschaftlicher Composite-Lösungen für den Leichtbau geht. Schwerpunkt ist dabei die Entwicklung und Qualifizierung von Verfahren und Lösungen für den industriellen Einsatz sowie die Umsetzung in konkreten Anwendungen.

Hybrider CFK-3D-Druck-Bremshebel

KTM Skidplate

So wurden werkstoffliche Hybridlösungen entwickelt und patentiert, welche großes Potenzial für den wirtschaftlichen Leichtbau bieten. Beispielsweise können Hauptlastpfade lokal mit leistungsfähigen Werkstoffen wie Kohlefasern ausgeführt werden, während das Basisvolumen des Bauteils mit sehr viel günstigeren Standardwerkstoffen wie Spritzguss-Thermoplasten dargestellt wird. Damit lassen sich hohe mechanische Performance, hoher Integrationsgrad sowie integrierte Funktionselemente sehr kosteneffizient in einem Prozess verwirklichen.

Ein Beispiel für eine werkstoffliche Hybridlösung in Serie war in 2018 der Motorschutz (Skidplate) für Offroad-Motorräder von KTM (nominiert für den Innovation-Award 2019 bei der weltgrößten Composite Veranstaltung "JEC").

BAUTEILOPTIMIERUNG IN 3D-DRUCK

Die additive Fertigung, auch 3D-Druck genannt, ist ein weiterer Knowhow-Schwerpunkt. Die Technologie wird seit einiger Zeit für die Herstellung von Prototypen unterschiedlichster Art eingesetzt. Motivation ist dabei überwiegend die Verkürzung der Entwicklungszeit und Kostenreduktion sowie die Steigerung der Performance. Diese Technologie wird für Metalle und Kunststoffe gleichermaßen genutzt und bildet einen strategischen Schwerpunkt in der gesamten KTM Industries-Gruppe. In enger Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen der KTM Gruppe wird intensiv an der Weiterentwicklung und Qualifizierung bestehender und neuer Materialien, Methoden und Verfahren gearbeitet.

Bei KTM Technologies liegt der Fokus auf der Entwicklung einer durchgängigen Simulationsmethode, damit die Potentiale der generativen Fertigung viel stärker genutzt werden können. Gerade durch softwarebasierte Bauteiloptimierung ergeben sich vielfältige und beeindruckende Möglichkeiten. Ein Beispiel hierfür ist ein hybrider Motorradbremshebel, dessen Basis aus sehr leichten, bionischen Kunststoffstrukturen besteht, welche im 3D-Druckverfahren hergestellt werden. Die stark beanspruchten Hauptlastpfade sind mit hauchdünnen Bändern aus Kohlefaser verstärkt. Durch diese Entwicklung konnte eine Gewichtsreduktion von mehr als 50% erreicht werden.

HIGH-END-SIMULATION

Eine große Stärke von KTM Technologies ist die Expertise für sehr leistungsfähige und komplexe Simulationen für verschiedene Aufgabenstellungen wie zum Beispiel Crash-, Aerodynamik- und Thermodynamiksimulationen. Entwicklungen können damit bereits in einer frühen Phase virtuell und ohne Hardware ausgelegt und beurteilt werden. Dadurch können Entwicklungszeiten verkürzt, Risiken minimiert, Produkteigenschaften verbessert und Kosten insgesamt reduziert werden. Darüber hinaus stellen Optimierungstools einen weiteren und sehr wesentlichen Baustein in allen Simulationsdisziplinen dar und ermöglichen es, Strukturen mit höchster Leichtbaugüte zu entwickeln. Für diese sehr rechenintensiven Anwendungen steht in der KTM Gruppe ein zentraler High-Performance-Rechencluster zur Verfügung.

MITARBEITER

ERFOLGSFAKTOR DER KTM INDUSTRIES-GRUPPE

BESCHÄFTIGUNGSENTWICKLUNG

Im Jahr 2018 waren bei der KTM Industries-Gruppe rund 84% der Beschäftigten in Österreich tätig. Seit 2011 hat KTM insgesamt über 2.200 Mitarbeiter aufgebaut und damit den Mitarbeiterstand in Österreich mehr als verdoppelt. Im Geschäftsjahr 2018 wurden 109 Mitarbeiter eingestellt. Zum 31.12.2018 beschäftigte die Gruppe 4.303 Mitarbeiter, davon 3.625 in Österreich.

AUS- UND WEITERBILDUNG

In der KTM Industries-Gruppe ist jeder Mitarbeiter ein Teil des großen Teams, das mit Engagement und Begeisterung den Erfolg des Unternehmens vorantreibt. Attraktive Arbeitsplätze und hervorragende Ausbildungs- und Aufstiegschancen geben den Mitarbeitern die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und weiter auszubauen. Denn gegenseitiger Wertschätzung und Verantwortung werden vom ersten Tag an groß geschrieben.

Ziel ist die Rekrutierung von Mitarbeitern aus der Region und eine langfristige Bindung an das Unternehmen. So wird die Performance durch eine bedarfs- und zielgruppenorientierte Fort- und Weiterbildung gewährleistet. Zum einen wird das Know-how stets auf den neuesten Stand gebracht und zum anderen werden Stärken weiter ausgebaut.

Neben einer fachgerechten Aus- und Weiterbildung spielen in der KTM Industries-Gruppe auch die jährlichen Mitarbeitergespräche eine tragende Rolle, um als attraktiver Arbeitgeber weiterhin erfolgreich zu bleiben.

Zur Förderung von Frauen in MINT Berufen bietet KTM jedes Jahr den Girl´s Day an. Interessierte Mädchen können an diesem Tag einen Einblick in die technische Ausbildung gewinnen – Pro Lehrjahr treten etwa 3-5 Mädchen eine technische Lehre an. Darüber hinaus strebt KTM gemeinsame Projekte mit Universitäten und Fachhochschulen an. Durch diese Aktivitäten wird neben aktuellen Themen wie zum Beispiel der Nachhaltigkeit auch eine engere Zusammenarbeit mit Ausbildungsstätten forciert, um den Fachkräftemangel entgegenzuwirken und bei Bedarf gemeinsame Maßnahmen zu setzen. Ziel des offenen Netzwerkens ist, Erfahrungen auszutauschen und potenzielle, gut ausgebildete Mitarbeiter kennen zu lernen.

LEHRLINGE

Einen wesentlichen Aspekt der Personalstrategie bildet die Lehrlingsausbildung, da die Mitarbeiter maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens beitragen. Die KTM AG ist mittlerweile der größte Ausbildungsbetrieb in der Region. Zum Bilanzstichtag 31.12.2018 waren 139 Lehrlinge (Vorjahr: 124) beschäftigt, ausgebildet wurde in 12 Lehrberufen. Es ist ein zentrales Anliegen des Unternehmens, Lehrlinge im Anschluss an ihre Ausbildung weiter zu beschäftigen. Im Jahr 2018 wurden bei der KTM AG alle ausgelernten Mitarbeiter in unterschiedlichen Fachbereichen integriert. Damit sichert sich das Unternehmen den Bedarf an Fachkräften und trägt gleichzeitig dazu bei, jungen Menschen einen guten Start ins Berufsleben zu ermöglichen.

Grundpfeiler der Lehrlingsausbildung ist die eigene Lehrwerkstatt. Hier wird die Grundausbildung aller technischen Lehrberufe und Spezialausbildungen durchgeführt und ermöglicht es den zukünftigen Facharbeitern, den Betrieb bestmöglich kennenzulernen. Die Lehrlinge rotieren durch die unterschiedlichen Fachabteilungen, in denen sie ausgebildet werden. Auf die fachliche und didaktische Qualifikation sowie die soziale Kompetenz der Lehrlingsausbilder wird großer Wert gelegt.

Mit der Dualen Akademie hat KTM ein einzigartiges Trainee-Programm ins Leben gerufen und bildet dort interessierte AHS-Maturanten, die sofort in die Berufswelt einsteigen möchten, zu topqualifizierten Mitarbeitern aus. Die Ausbildung dauert 2,5 Jahre und endet mit dem Lehrabschluss. Um ihre sprachlichen, sozialen und persönlichen Kompetenzen zu verbessern, bekommen jährlich bis zu 10 kaufmännische und technische Lehrlinge die Möglichkeit, über den Verein IFA (Internationaler Fachkräfte Austausch) ein Auslandspraktika zu absolvieren, bei dem sie mit ihrem Fachwissen vor Ort Kleinbetriebe unterstützen.

FAMILIE & BERUF

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bleibt für KTM ein zentrales Thema. Deshalb ist das Unternehmen bemüt, die Rückkehr der Mitarbeiter in den Betrieb auch nach der Geburt eines Kindes bzw. nach der Karenz zu unterstützen. So gibt es in zwei KTM-Krabbelstuben für Kinder (1-3 Jahre) eine pädagogische Betreuung. Zudem wird immer mehr die Elternteilzeit der Mitarbeiter sowie ihre Tätigkeitsgestaltung durch flexiblere Arbeitszeiten und Teilzeitstellen ermöglicht.

ARBEITSSICHERHEIT & MITARBEITERGESUNDHEIT

Die KTM Industries-Gruppe ist bemüht, die Sicherheit der Mitarbeiter jederzeit zu gewährleisten. Um eine ständige Verbesserung im Bereich der Gesundheit und Sicherheit zu erreichen, werden unter anderem präventiv durchgeführte Maßnahmen hinsichtlich allgemeiner Sicherheit am Arbeitsplatz, Brandschutz, Maschinensicherheit, die betriebliche Gesundheitsförderung sowie Maßnahmen zur Sicherstellung von geeigneten Arbeitsplätzen (Beleuchtung, Höhenbestimmungen, Anordnung der Arbeitsmittel, Einsatz von Arbeitshilfen inklusive) getätigt.

DIVERSITÄT

Die KTM Industries-Gruppe legt besonderen Wert darauf, dass alle Mitarbeiter fair und respektvoll behandelt werden. Um dem Risiko von Ungleichbehandlung entgegenzuwirken, ist das Unternehmen bemüht ein Arbeitsklima zu schaffen, das von gegenseitigem Vertrauen geprägt ist, in dem jeder Einzelne mit Würde und Respekt behandelt wird und in dem Personen aus verschiedensten Kulturbereichen und mit unterschiedlichem persönlichem Hintergrund geschätzt werden. Als internationaler Konzern schätzt KTM die Vielfalt, die in der Herkunft, der Kultur, der Sprache und den Ideen der Mitarbeiter zum Ausdruck kommt.

KTM bemüht sich, aktiv Maßnahmen zur Integration auf allen Ebenen zu setzen. Hierzu werden einzelne Arbeitsplätze an Menschen mit körperlichen und /oder geistigen Beeinträchtigungen vergeben. Zum 31.12.2018 waren insgesamt 37 Menschen mit Beeinträchtigung in der KTM Industries-Gruppe angestellt.

NACHHALTIGKEIT BEI KTM INDUSTRIES

Basis unseres Nachhaltigkeitsverständnisses bildet die im Geschäftsjahr 2017 durchgeführte Wesentlichkeitsanalyse, die unter Einbezug ausgewählter Mitarbeiter der Tochtergesellschaften erstellt wurde. In weiterer Folge dienten die Ergebnisse ebenfalls zur Bestimmung der wesentlichen Inhalte für den Nachhaltigkeitsbericht 2018. Im Zuge der Wesentlichkeitsanalyse haben wir diejenigen Themen identifiziert, welche die wesentlichen Auswirkungen aus unserer Tätigkeit darstellen sowie für unseren langfristigen Geschäftserfolg relevant sind. Im Geschäftsjahr 2018 fand eine neuerliche Bewertung der Themen mit dem folgenden Ergebnis statt:

Wesentliche Themen der KTM Industries AG

  • Forschung & Entwicklung
  • Business Compliance und Fairness im Umgang mit Geschäftspartnern (inkl. Lieferanten)
  • Produktqualität und -sicherheit
  • Umweltaspekte entlang des Produktlebenszyklus
  • Arbeitssicherheit und Mitarbeitergesundheit
  • Mitarbeiter Aus- und Weiterbildung

Die ausführliche Beschreibung der einzelnen Themen sowie entsprechenden Aktivitäten und Prozesse finden sich im nichtfinanziellen Teil, der dieses Jahr als separater Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht und ist online verfügbar unter https://www.ktm-industries.com/investor relations/berichte/.

UNSERE STAKEHOLDER

Durch die wachsende Präsenz der KTM-Marke sind wir auf dem Weltmarkt mit verschiedenen Anspruchsgruppen konfrontiert. Eine proaktive Kommunikation und die Einbindung relevanter Stakeholder sind für die KTM Industries von entscheidender Bedeutung, um unsere marktführende Stellung zu bewahren aber auch auf eine sich rasant verändernder Welt möglichst zeitnah zu reagieren.

WERTSCHÖPFUNGSKETTE

Als Motorradhersteller für den Offroad- und Street-Bereich hat KTM eine weitreichende Wertschöpfung. Diese beginnt in der Forschung und Entwicklung mit der Produktentstehung und reicht vom Einkauf, über die Produktion (zum Teil auch in unserem Haus) und den Vertrieb bis hin zur Produktnutzung durch Motorradfahrten für Beruf, Freizeit oder Rennsport.

UNSER BEITRAG ZU DEN SDGS

KTM Industries möchte mit ihrer Geschäftstätigkeit zur Erreichung der globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung beitragen sowie nachteilige Auswirkungen durch die Geschäftstätigkeit der gesamten Gruppe auf die im Fokus stehenden Themen und Zielsetzungen vermeiden. Hierzu wurden diejenigen SDGs ausgewählt, welche aufgrund unserer derzeitigen Aktivitäten im besonderen Fokus stehen und auch in der Zukunft schwerpunktmäßig behandelt werden sollen:

SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen Als Produktionsunternehmen hat die

KTM Industries-Gruppe eine besondere Verantwortung gegenüber der Sicherheit und der Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Durch ständige Verbesserungen im Bereich der Arbeitssicherheit

und Maßnahmen zur Gesundheitsförderung trägt die KTM Industries-Gruppe zum SDG3 bei.

SDG 4 – Hochwertige Bildung

Die KTM Industries-Gruppe leistet mit ihren Initiativen zur Aus- und Weiterbildung von potentiellen und bestehenden Mitarbeitern einen wertvollen Beitrag zum SDG 4,

das hochwertige Bildung und lebenslanges Lernen zum Ziel hat.

SDG 8 – Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

Die KTM Industries-Gruppe als Technologievorreiter im Motorradsegment und einer der größten Arbeitgeber

Oberösterreichs, trägt damit zu einem dauerhaften Wirtschaftswachstum bei und sieht es dabei als selbstverständlich an, menschenwürdige Arbeit zu fördern.

SDG 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz

Die KTM Industries-Gruppe ist sich ihres Beitrages zum Klimawandel durch ihre Geschäftstätigkeit bewusst und unterstützt das SDG 13 durch Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels.

Ein wichtiger Aspekt in der Entwicklung der (straßenzugelassenen = homologierten) Fahrzeuge ist die Reduktion der Emissionen wie zum Beispiel Abgas- und Lärmemissionen durch den Verbrennungsprozess sowie Verdunstungsemissionen durch Kohlenwasserstoffe (= Kraftstoff).

KTM FREERIDE E-XC MY 2018

SCHWERPUNKTE DER NACHHALTIGKEITSAKTIVITÄTEN IN 2018

Forschung & Entwicklung:

  • Neben der primären Produkt- und Technologieentwicklung wurde im vergangenen Jahr ein bereichsübergreifendes Projekt zur Bewertung und Weiterentwicklung der Entwicklungsprozesslandschaft gestartet.
  • Parallel zur Entwicklung neuer Modelle und technischem Zubehör wurde auch die Erweiterung der F&E-Infrastruktur am Standort Mattighofen intensiv fortgesetzt.

Umweltaspekte entlang des Produktlebenszyklus:

  • Ziel bei der Entwicklung neuer Motoren und Fahrzeuge im High-Performance-Segment ist der anforderungsgerechte Einsatz von Werkstoffen – etwa durch hochfeste Stähle und Composite-Werkstoffe im Fahrgestellbereich – unter anderem zur Reduzierung des spezifischen Bauteilgewichts.
  • Beispielsweise konnte das Gewicht des Rahmens eines der Straßenmodelle im Premiumsegment um 1,9 kg – das entspricht ca. 20% des Bauteilgewichts – reduziert und gleichzeitig die Performance des Bauteils in Bezug auf Festigkeit und Flexibilität deutlich verbessert werden. Ein weiteres Beispiel ist die Weiterentwicklung eines Offroad-Motors, der mit einem Gesamtgewicht – bei gleichzeitig höheren Leistungskennwerten – nicht weniger als ca. 1,6 kg unter dem des vergleichbaren Mitbewerbers liegt.

Logistik & Vertrieb:

Als innovatives Beispiel in der gesamten Industrie gilt das eigens von KTM entwickelte Motorrad-Logistik-System auf Mehrweg-Metallgestellen, deren Lebensdauer 10+ Jahre beträgt. Jedes Gestell ist im Jahr durchschnittlich 11,5 Mal in Verwendung. Derzeit läuft ein Projekt zur Optimierung und Gewichts- sowie Metallverbrauchsreduktion der

Gestelle, dessen Ergebnisse 2019 zu erwarten sind. Dadurch rechnen wir mit einer Reduktion des Treibstoffverbrauchs der befördernden Lastwagen, sowie des Materialeinsatzes, die für die Erstherstellung notwendig sind.

Wir haben uns freiwillig selbst dazu verpflichtet, mindestens 95% aller spedierten Sendungen überwiegend an Unternehmen zu vergeben, die auch entsprechende Initiativen verfolgen, nachvollziehbare und wirksame Maßnahmen zur Belastungsreduktion der Umwelt zu schaffen. Unsere Zielsetzung liegt mittelfristig bei 100%.

Produktnutzung:

  • Um den steigenden Anforderungen hinsichtlich der Reduktion des Schadstoffausstoßes und des Kraftstoffverbrauchs Rechnung zu tragen, wurde zwischen 2016 und 2018 das Prüfzentrum am F&E-Standort Mattighofen ausgebaut. Bereits im dritten Quartal 2018 konnten die ersten Motorenprüfstände, welche hinsichtlich ihrer Energieeffizienz und Messpräzision zu den modernsten und ihrer Kategorie gehören, erfolgreich in Betrieb genommen werden. Im Zuge der Erweiterung der Prüffeld-Kapazitäten wurden auch die konsequente Modernisierung und ein Ausbau der Abgasemissionsinfrastruktur verfolgt.
  • Das Geschäftsfeld der emissionsfreien Mobilität wird zukünftig weiter ausgebaut. So wurden im November 2018 im Rahmen der wichtigsten europäischen Fachmesse für den Motorradsektor, der EICMA in Mailand, zwei weitere Elektrofahrzeug-Serienmodelle im Offroad-Einstiegssegment vorgestellt (KTM SX-E 5 und HUSQVARNA EE-5). Die Serienproduktion beider Modelle startet in 2019.
  • Im Zuge des von der EU geförderten Forschungsprojektes RESOLVE, wurden zeitgleich zu unseren Entwicklungen verschiedene Lösungen für eine leistbare und zweckmäßige Elektromobilität der Zukunft erarbeitet. Projektstart war im Mai 2015 und dauerte bis April 2018.

AUSBLICK & STRATEGIE ABSATZZIEL VON 400.000 MOTORRÄDERN FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022 BESTÄTIGT

OFFENSIVE MARKTSTRATEGIE IN DEN SCHWELLENLÄNDERN

  • Markteinführung der HUSQVARNA Straßenmodelle in Indien und in den Schwellenländern (im 3. Quartal 2019)
  • Enthüllung des neuen KTM-Modells KTM ADVENTURE 390 (Produktionsstart 12/2019)

AUSBAU DER MARKTANTEILE IN BESTEHENDEN MÄRKTEN

KTM ADVENTURE 790

FOKUS AUF B2B-GESCHÄFT

Ausbau des Händlernetzes

PRODUKTIONSKAPAZITÄT UND LIEFERKETTE

  • Verlagerung der Produktion der HUSQVARNA Modelllinie 401 nach Indien (Produktionsstart 12/2019)
  • Erfolgreicher Start des philippinischen Joint- Ventures
  • Prozessoptimierung in der Produktion

FORTFÜHRUNG DES EFFIZIENZPROGRAMMS

FREE-CASH-FLOW GENERIERUNG

Enduro 2018, Foto: Schedl R.

AKTIE & INVESTOR RELATIONS

Das aktuelle Grundkapital in der Höhe von € 22.538.674 ist eingeteilt in 22.538.674 auf Inhaber lautende Stückaktien mit Stimmrecht, wobei jede Stammaktie am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt ist. Seit dem 14. November 2016 sind die Aktien der KTM Industries AG im International Reporting Standard der SIX Swiss Exchange primärkotiert. Am 29. März 2017 wurden die Aktien der KTM Industries AG in den Swiss Performance Index (SPI) der SIX Swiss Exchange aufgenommen. Die Aktien der KTM Industries AG notieren auch weiterhin an der Wiener Börse. Nach dem Rückzug vom prime market Segment der Wiener Börse wurden die Aktien der KTM Industries AG zunächst im Segment "standard market" gehandelt; seit dem 28. April 2017 notieren die Aktien im Segment "standard market auction".

ENTWICKLUNG DER KTM INDUSTRIES AKTIE

Die KTM Industries-Aktie startete am 14. November 2016 erstmals mit einem Eröffnungskurs von CHF 4,90 in den Handel an der SIX Swiss Exchange. Seit der Aufnahme des Handels an der Schweizer Börse entwickelte sich der Aktienkurs sehr erfreulich. Die Aktie schloss am letzten Handelstag des Geschäftsjahres 2018 (28.12.2018) bei CHF 6,06. Der höchste Schlusskurs an der SIX Swiss Exchange lag im Berichtsjahr bei CHF 8,18; der niedrigste bei CHF 6,02. Die Marktkapitalisierung betrug per 31.12.2018 CHF 1.365,8 Mio.

RESEARCH COVERAGE

Die Betreuung der KTM Industries AG durch Investmentbanken ist ein wichtiger Bestandteil in der umfassenden Investor-Relations-Tätigkeit des Unternehmens und ist von besonderer Bedeutung für die Wahrnehmung und Einschätzung der KTM Industries-Aktie bei Investoren. Die Bank Vontobel AG veröffentlichte ihre umfassende Erstanalyse im Februar 2017 mit der Empfehlung "Hold". Seit Oktober 2017 ist das Rating zur KTM Industries AG von Vontobel konstant auf "Buy" gesetzt.

ERHÖHUNG DER HANDELSLIQUIDITÄT IM FEBRUAR 2018

Im Februar 2018 hat die Pierer Beteiligungs GmbH rund 7,0% des Grundkapitals der Gesellschaft (dies entsprach zu dieser Zeit 15.884.217 KTM Industries AG- Aktien) im Rahmen einer prospektfreien internationalen Privatplatzierung an qualifizierte Anleger veräußert, womit die Handelsliquidität weiter erhöht wurde. Zusätzlich wurden 2.146.722 Aktien, das sind rund 1,0% des Grundkapitals der Gesellschaft, von Dritten mitveräußert. Mit der Durchführung der prospektfreien internationalen Privatplatzierungen wurde erneut die Bank Vontobel AG beauftragt.

Im Geschäftsjahr 2018 hat sich der Streubesitz auf rund 38,12% erhöht. Die Pierer Industrie AG hält derzeit eine Beteiligung in Höhe von rund 61,88% des Grundkapitals der Gesellschaft.

AKTIENZUSAMMENLEGUNG (REVERSE STOCK SPLIT)

In der ordentlichen Hauptversammlung der KTM Industries AG vom 26. April 2018 wurde eine ordentliche Herabsetzung des Grundkapitals von EUR 225.386.740,00 um EUR 202.848.066,00 auf EUR 22.538.674,00 durch Zusammenlegung von Aktien (nach § 175ff AktG) im Verhältnis 10:1 sowie die entsprechende Änderung der Satzung beschlossen.

Die Aktienzusammenlegung führte dazu, dass das Grundkapital nun in 22.538.674 Stückaktien zerlegt ist.

Für 10 Stückaktien mit der ISIN AT0000820659 erhielten die Aktionäre 1 Stückaktie mit der neuen ISIN AT0000KTMI02 (Valorennummer Schweiz 41860974). Für Aktionäre, deren Zahl an Aktien bei der Umstellung nicht durch 10 teilbar war, war ein sogenannter "Spitzenausgleich" vorgesehen.

Letzter Handelstag der Aktien mit der ISIN AT0000820659 (Valorennummer Schweiz: 504289) war der 24. Mai 2018. Die konvertierten Inhaberpapiere werden seit dem 25. Mai 2018 unter der neuen ISIN AT0000KTMI02 (Valorennummer Schweiz: 41860974) an der Börse gehandelt.

Die Kapitalherabsetzung und Aktienzusammenlegung stellte eine rein bilanzielle Maßnahme dar. Die Eigenkapitalstruktur und der Wert der KTM Industries AG insgesamt wurden dadurch nicht verändert. Ziel der Maßnahme war es, die Dividendenfähigkeit der KTM Industries AG abzusichern und zu stärken.

DIVIDENDE

Der Vorstand wird der Hauptversammlung am 25. April 2019 die Ausschüttung einer Dividende von € 0,30 je Aktie vorschlagen. Im Hinblick auf ein Ergebnis je Aktie von € 2,99 bedeutet das eine Ausschüttungsquote von 10%. Bei 22.538.674 dividendenberechtigten Aktien wird somit ein Betrag in Höhe von rund € 6,76 Mio. ausgeschüttet.

INVESTOR RELATIONS AKTIVITÄTEN

Das Management der KTM Industries AG ist bemüht, eine transparente, zeitnahe und umfassende Informations- und Kommunikationspolitik mit den Kapitalmarktteilnehmern sowie der breiten Öffentlichkeit zu führen. Daher wird in regelmäßigen Abständen über die wirtschaftliche Lage sowie über die künftige Entwicklung der KTM Industries-Gruppe informiert. Um Transparenz, Service und Aktualität zu gewährleisten werden alle Finanzberichte, Pressemeldungen, Ad-Hoc-Meldungen, Stimmrechtsmitteilungen sowie Unternehmenspräsentationen auf der Website des Unternehmens www.ktm-industries.com veröffentlicht und stehen damit allen Aktionären zeitgleich zur Verfügung.

WEITERE INFORMATIONEN ZUR KTM INDUSTRIES-AKTIE

Investor Relations Mag. Michaela Friepeß
Telefon +43 7242 69 402
Fax +43 7242 69 402 109
E-Mail [email protected]
Website www.ktm-industries.com
ISIN AT0000KTMI02
Valorennummer (Schweiz) 41860974
Wertpapierkürzel KTMI
Reuters KTMI:VI
Bloomberg KTMI:AV
Aktiengattung Stammaktie lautend auf Inhaber

CORPORATE GOVERNANCE 2018 NACH ÖCGK

01 BEKENNTNIS ZUM ÖSTERREICHISCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX (ÖCGK) 36
02 ZUSAMMENSETZUNG DER ORGANE UND ORGANBEZÜGE 37
Arbeitsweise des Vorstands 37
Zusammensetzung des Vorstands 37
Arbeitsweise des Aufsichtsrates 40
Zusammensetzung des Aufsichtsrates 41
Ausschüsse des Aufsichtsrates und ihre Mitglieder 41
Unabhängigkeit des Aufsichtsrates 42
Vergütungsbericht 43
03 MASSNAHMEN ZUR FÖRDERUNG VON FRAUEN 45
04 BESCHREIBUNG DES DIVERSITÄTSKONZEPTS 45
05 PRÜFUNGEN UND EXTERNE EVALUIERUNG 47
06 VERÄNDERUNGEN NACH DEM ABSCHLUSSSTICHTAG 47
BERICHT GEMÄSS DER RICHTLINIE CORPORATE GOVERNANCE RLCG
DER SIX SWISS EXCHANGE 48

CORPORATE GOVERNANCE BERICHT 2018

01 BEKENNTNIS ZUM ÖSTERREICHISCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX (ÖCGK)

Mit dem Österreichischen Corporate Governance-Kodex wird inländischen Aktiengesellschaften ein Ordnungsrahmen für die Führung und Überwachung des Unternehmens zur Verfügung gestellt. Der Kodex verfolgt das Ziel einer verantwortlichen, auf nachhaltige und langfristige Wertschaffung ausgerichteten Leitung und Kontrolle von Gesellschaften und Konzernen. Damit soll ein hohes Maß an Transparenz für alle Stakeholder des Unternehmens erreicht werden.

Grundlage des Kodex sind die Vorschriften des österreichischen Aktien-, Börse- und Kapitalmarktrechtes, die EU-Empfehlungen zu den Aufgaben der Aufsichtsratsmitglieder und zur Vergütung von Direktoren sowie in ihren Grundsätzen die OECD-Richtlinien für Corporate Governance. Der Kodex wurde seit dem Jahr 2002 mehrfach überarbeitet. Der vorliegende Corporate Governance-Bericht basiert auf dem Status der Kodex-Revision vom Jänner 2018. Der Kodex ist unter www.corporate-governance.at in der jeweils aktuell gültigen Fassung öffentlich zugänglich.

Die KTM Industries AG bekennt sich uneingeschränkt zum Österreichischen Corporate Governance-Kodex in der geltenden Fassung. Dieses Bekenntnis ist eine freiwillige Selbstverpflichtung der KTM Industries AG mit dem Ziel, das Vertrauen der Aktionärinnen und Aktionäre zu stärken und die hohen unternehmensinternen Rechts-, Verhaltens-und Ethikstandards der KTM Industries AG weiter kontinuierlich zu optimieren.

Der Corporate Governance Bericht des Geschäftsjahres 2018 ist auf der Homepage der Gesellschaft (www.ktm-industries.com) unter der Rubrik Investor Relations > Corporate Governance > Corporate Governance Bericht öffentlich zugänglich.

Aufgrund dieses Bekenntnisses hat die KTM Industries AG nicht nur den gesetzlichen Anforderungen ("L-Regel") zu genügen. Vielmehr bewirkt diese freiwillige Selbstverpflichtung, dass sie die Nichteinhaltung von C-Regeln ("Comply or Explain") – das sind Regeln, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen – zu begründen hat. Im Sinn dieser Systematik des ÖCGK hat die KTM Industries AG die Abweichung von den C-Regeln des ÖCGK wie folgt erklärt:

"C-Regel 18": Im Hinblick auf die Unternehmensgröße wurde keine eigene Stabstelle "Interne Revision" eingerichtet. Es ist jedoch eine interne Kontroll- und Reportingsystematik aufgesetzt, die den Vorstand in die Lage versetzt, Risiken zu erkennen und rasch darauf zu reagieren. Der Aufsichtsrat, insbesondere der Prüfungsausschuss, wird regelmäßig über die internen Kontrollmechanismen und das Risikomanagement im Konzern informiert. Weitere Informationen zum Risikomanagement finden sich im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2018.

"C-Regeln 27 und 30": Die variablen Jahresvergütungskomponenten sind der Höhe nach nicht begrenzt und hängen von Erfolgskennzahlen von Gesellschaften der KTM Industries-Gruppe ab. Eine Veröffentlichung zu allen Details der Vorstandsbezüge, insbesondere zu den einzelnen Leistungskriterien der variablen Vergütung, wird nicht vorgenommen, weil diese Informationen, zusätzlich zu den bereits im Corporate Governance Bericht veröffentlichten Informationen, nach Ansicht der Gesellschaft den Aktionären keine besonderen kapitalmarktrelevanten Informationen bringen würde.

"C-Regel 36": Der Aufsichtsrat ist bestrebt, seine Organisation, Arbeitsweise und Effizienz ständig zu verbessern. Eine explizite Selbstevaluierung hat im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht stattgefunden.

"C-Regeln 39, 41, und 43": Da der Aufsichtsrat der KTM Industries AG im Geschäftsjahr 2018 aus nur vier Mitgliedern bestand, wurde auf die Einrichtung eines Nominierungs- und Vergütungsausschusses sowie eines eigenen Ausschusses, der zu Entscheidungen in dringenden Fällen befugt ist, verzichtet, da dies zu keiner Effizienzsteigerung der Aufsichtsratsarbeit geführt hätte. Die Aufgaben des Nominierungs- und Vergütungsausschusses werden vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen.

"C-Regel 49": Der Abschluss von Verträgen mit Mitgliedern des Aufsichtsrates, durch die sich diese außerhalb ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat gegenüber der Gesellschaft zu einer Leistung gegen ein nicht bloß geringfügiges Entgelt verpflichten, wird gesetzeskonform vom Aufsichtsrat genehmigt. Von einer Veröffentlichung wird jedoch aufgrund der damit zusammenhängenden Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Abstand genommen. Im Übrigen enthält der Anhang zum Konzernabschluss Angaben zu "Erläuterungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sowie zu den Organen", in welchen die Entgelte für Leistungen von Mitgliedern des Aufsichtsrats außerhalb ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat enthalten sind.

Darüber hinaus ist die KTM Industries AG auch darauf bedacht, nicht nur den Mindestanforderungen, sondern auch allen R-Regeln ("Recommendation", Empfehlungen) des ÖCGK ausnahmslos zu entsprechen.

Das Unternehmen fühlt sich zu Transparenz und der Zielsetzung "True and Fair View" für alle Eigentümer verpflichtet. Alle relevanten Informationen veröffentlichen wir im Geschäftsbericht, im Halbjahresbericht, auf der Unternehmenswebsite und im Rahmen unserer laufenden Pressearbeit. Die Berichte werden nach international anerkannten Grundsätzen der Rechnungslegung (IFRS) erstellt. Die KTM Industries AG informiert ihre Aktionäre mit Adhoc- oder Pressemeldungen zu allen unternehmensrelevanten Themen. Auf wichtige Termine weisen wir im Finanzkalender hin. Sämtliche Informationen werden auf der Website unter der Rubrik "Investor Relations" oder "Newsroom" veröffentlicht. Sie stehen damit allen Aktionären zeitgleich zur Verfügung.

Die Gesellschaft hat 22.538.674 Stammaktien ausgegeben. Es existieren keine Vorzugsaktien oder Einschränkungen für die Stammaktien. Das Prinzip "One share – one vote" kommt somit voll zum Tragen. Gemäß österreichischem Übernahmegesetz ist sichergestellt, dass im Falle eines Übernahmeangebotes (öffentliches Pflichtangebot) jeder Aktionär den gleichen Preis für seine Aktien erhält. Die Aktionärsstruktur der KTM Industries AG ist im Abschnitt "Aktie & Investor Relations" des Geschäftsberichtes dargestellt.

02 ZUSAMMENSETZUNG DER ORGANE UND ORGANBEZÜGE

Die Organe der KTM Industries AG setzen sich aus dem Vorstand, dem Aufsichtsrat sowie der Hauptversammlung zusammen. Die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat erfolgt in regelmäßigen Abständen und basiert auf einer offenen und transparenten Diskussion.

ARBEITSWEISE DES VORSTANDS:

Der Vorstand der KTM Industries AG bzw. die einzelnen Vorstandsmitglieder agieren auf der Grundlage des Gesetzes, der Satzung der Gesellschaft und der vom Aufsichtsrat beschlossenen Geschäftsordnung des Vorstands, welche die Regeln der Zusammenarbeit der Vorstandsmitglieder sowie die Geschäftsverteilung im Vorstand festlegen.

Die Abstimmung innerhalb des Vorstands erfolgt in regelmäßigen Sitzungen aber auch in Gestalt eines informellen Informationsaustausches. In den Vorstandssitzungen werden das laufende Geschäft und die unternehmensstrategischen Themen besprochen. Ebenso werden die jeweils anstehenden Maßnahmen der Leitung und Geschäftsführung abgestimmt, die von den geschäftsordnungsgemäß zuständigen Vorstandsmitgliedern umzusetzen sind.

Die Geschäftsordnung unterwirft den Vorstand bzw. die einzelnen Vorstandsmitglieder umfassenden Informations- und Berichtspflichten gegenüber dem Aufsichtsrat und normiert einen umfangreichen Katalog von Maßnahmen und Rechtsgeschäften, die der Zustimmung durch den Aufsichtsrat bedürfen.

ZUSAMMENSETZUNG DES VORSTANDS:

Der Vorstand der KTM Industries AG setzte sich im Geschäftsjahr 2018 wie folgt zusammen (Regel 16):

Name
Geburtsjahr
Funktion Erstbestellung Ende der laufenden
Funktionsperiode
Verantwortungsbereiche
DI Stefan Pierer
geb. 1956
Vorstandsmitglied
(CEO)
2. Juni 2015 31. Dezember 2023 strategische und operative Gesamtleitung
strategisches/operatives Management der
KTM-Gruppe
Mag. Friedrich Roithner
geb. 1963
Vorstandsmitglied
(CFO)
2. Juni 2015 31. Dezember 2023 Finanzen
(Konzern)Rechnungswesen
Steuerangelegenheiten
Rechtsangelegenheiten
Name
Geburtsjahr
Funktion Erstbestellung Ende der laufenden
Funktionsperiode
Verantwortungsbereiche
Mag. Hubert Trunkenpolz
geb.1962
Vorstandsmitglied 1. Jänner 2018 31. Dezember 2023 Vertrieb
Marketing
Kundendienst
DI Harald Plöckinger
geb. 1961
Vorstandsmitglied 1. Jänner 2018 28. Februar 2019 Produktion
Einkauf
Logistik
Business Development
Wolfgang Plasser
geb. 1962
Vorstandsmitglied 2. Juni 2015 28. Juni 2018 strategisches und operatives Management
der Pankl-Gruppe

DI STEFAN PIERER (CEO)

Beruflicher Werdegang:

Nach dem Abschluss seiner Ausbildung an der Montanuniversität Leoben (Betriebs- und Energiewirtschaft) begann Stefan Pierer seine Karriere 1982 bei der HOVAL GmbH in Marchtrenk als Vertriebsassistent und später als Vertriebsleiter und Prokurist. 1987 gründete er die KTM Industries-Gruppe, in der er als Aktionär und Vorstand tätig ist. Seit 1992 ist er Aktionär und Vorstand der KTM-Gruppe, ab 2011 Aufbau der Pierer Industrie AG, deren Alleinaktionär und Vorstandsvorsitzender er ist.

Weitere wesentliche Funktionen im Konzern:

  • Vorstandsvorsitzender der KTM AG
  • Vorstandsvorsitzender der Pierer Industrie AG

Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften:

  • Aufsichtsratsvorsitzender der Pankl Racing Systems AG
  • Aufsichtsratsmitglied der SHW AG
  • Aufsichtsratsmitglied der Pankl SHW Industries AG
  • Aufsichtsratsmitglied der Schwäbische Hüttenwerke Automotive GmbH
  • Aufsichtsratsvorsitzender der Wirtschaftspark Wels Errichtungs- und Betriebs-Aktiengesellschaft
  • Verwaltungsrat der swisspartners Group AG
  • Verwaltungsrat der Pierer Swiss AG

MAG. FRIEDRICH ROITHNER (CFO)

Beruflicher Werdegang:

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Johannes Kepler Universität Linz begann Friedrich Roithner seine Karriere bei der Ernst & Young GmbH. Nach drei Jahren wechselte er zur Austria Metall AG, wo er bis 2006 (davon ab 2002 im Vorstand) tätig war. Seit Ende 2007 ist Friedrich Roithner im Management der KTM Industries-Gruppe tätig. Von März 2008 bis Juni 2010 war Friedrich Roithner Vorstand der Unternehmens Invest AG.

Weitere wesentliche Funktionen im Konzern:

  • Vorstand der Pierer Industrie AG
  • Aufsichtsratsvorsitzender der KTM AG
  • Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden der KTM Components GmbH

Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften:

  • Aufsichtsratsmitglied der Pankl Racing Systems AG
  • Aufsichtsratsmitglied der SHW AG
  • Aufsichtsratsmitglied der Pankl SHW Industries AG
  • Aufsichtsratsmitglied der Wirtschaftspark Wels Errichtungs- und Betriebs-Aktiengesellschaft

MAG. HUBERT TRUNKENPOLZ

Beruflicher Werdegang:

Im Anschluss an sein Studium an der Johannes Kepler Universität Linz (Betriebswirtschaftslehre), begann Hubert Trunkenpolz seine Karriere bei der ISA Audivisual Communication Corp. als Marketing Manager und später bei der TRUMAG als Sales Manager / Geschäftsführer. Seit 1992 ist er für die CROSS-Gruppe (nunmehr KTM Industries Gruppe) tätig und seit 2004 Vorstand in der KTM Gruppe. Seit 2007 ist Hubert Trunkenpolz auch Mitglied des Vorstandes der KTM AG und seit 2018 ist er im Vorstand der KTM Industries AG.

Weitere wesentliche Funktionen im Konzern:

Vorstand der KTM AG

Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften: Keine

DI HARALD PLÖCKINGER

Beruflicher Werdegang:

Harald Plöckinger beendete seine Ausbildung an der Technischen Universität Graz (Maschinenbau) und begann seine Karriere bei der BMW-Gruppe im Bereich Motorenentwicklung. Im Zeitraum von 1990 bis 2004 war er als Prokurist, Produktionsleiter, Leiter der strategischen Planung und anschließend als Geschäftsführer bei Bombardier-Rotax tätig. Seit 2004 ist Harald Plöckinger als Vorstand in der KTM Gruppe sowie seit 2007 auch als Vorstandsmitglied der KTM AG tätig. Seit 2018 ist er auch im Vorstand der KTM Industries AG.

Weitere wesentliche Funktionen im Konzern:

  • Vorstand der KTM AG
  • Aufsichtsratsvorsitzender der KTM Components GmbH

Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften:

  • Aufsichtsratsmitglied der Pankl Racing Systems AG
  • Aufsichtsratsmitglied der eww ag

MAG. WOLFGANG PLASSER

Beruflicher Werdegang:

Wolfgang Plasser ist im Jahr 1962 in Oberösterreich geboren und hat das Studium der Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien absolviert. Wichtige Stationen seiner Berufslaufbahn sind seine Tätigkeiten bei der KPMG, der Investment Bank Austria, sein Wirken als Finanzvorstand der Vossen AG sowie bei der Ocean Consulting GmbH. Wolfgang Plasser ist seit 2004 im Vorstand der Pankl Racing Systems AG und ist dort seit 2006 als CEO tätig. Im Juni 2018 ist Wolfgang Plasser aus dem Vorstand der KTM Industries AG ausgeschieden.

Weitere wesentliche Funktionen im Konzern:

Keine

Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften:

  • Aufsichtsratsvorsitzender der Pankl Holdings, Inc. (USA)
  • Aufsichtsratsvorsitzender der Pankl Aerospace Systems, Inc
  • Aufsichtsratsvorsitzender der CP-Carrillo, LLC
  • Aufsichtsratsvorsitzender der Pankl Systems Austria GmbH

ARBEITSWEISE DES AUFSICHTSRATES:

Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2018 die ihm nach Gesetz, Satzung, ÖCGK und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben und Pflichten gewissenhaft wahrgenommen. Sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats und der Ausschüsse des Aufsichtsrats sind im Sinn des ÖCGK frei und unabhängig. Im Geschäftsjahr 2018 wurden insgesamt sechs Aufsichtsratssitzungen und somit jeweils mindestens eine pro Quartal (Regel C-36 des ÖCGK) abgehalten. Die Sitzungen dauerten durchschnittlich rund zweieinhalb Stunden. Weiters fanden zwei Sitzungen des Prüfungsausschusses statt; die Sitzungen dauerten durchschnittlich rund eine Stunde. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich im Geschäftsjahr 2018 in seinen Sitzungen regelmäßig mit der Überwachung der Projekte, dem Geschäftsverlauf und der Geschäftsplanung (Vorschau, Budget und Mehrjahresplanung) unter Einbezug der nicht finanziellen Leistungsindikatoren.

Weiters hat sich der Aufsichtsrat in den Sitzungen der Erörterung und Beschlussfassung über die Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses 2017, der Prüfung des Konzernabschlusses 2017, der Tagesordnung und den Beschlussvorschlägen für die 21. ordentliche Hauptversammlung, dem Finanzstatus sowie Vorstandsangelegenheiten gewidmet. In der außerordentlichen Sitzung vom 4. Juni 2018 hat sich der Aufsichtsrat mit dem Angebot der Pierer Industrie AG zum Erwerb der Anteile an der Pankl Racing Systems AG befasst. Im Detail wird auch auf die Ausführungen im Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr 2018 verwiesen.

Weiters beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit dem Compliance Management sowie mit der Corporate Governance des Unternehmens.

Der Aufsichtsrat hat entsprechend den Satzungsbestimmungen einen Vorsitzenden und einen Stellvertreter gewählt und entsprechend der gesetzlichen Verpflichtung einen Prüfungsausschuss bestellt.

Die Sitzungen des Aufsichtsrats werden vom Vorsitzenden und bei dessen Verhinderung von seinem Stellvertreter geleitet.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten 14 Tage vor jeder Sitzung die mit dem Vorsitzenden abgestimmte Tagesordnung und umfassende Informationen zu den Tagesordnungspunkten. In dringenden Fällen kann der Vorsitzende des Aufsichtsrates die Frist verkürzen, sofern alle Mitglieder des Aufsichtsrates nachweislich verständigt wurden. Im Falle der Verkürzung der Frist dürfen, falls nicht alle Mitglieder des Aufsichtsrates anwesend oder vertreten sind, nur jene Tagesordnungspunkte behandelt werden, die für die verkürzte Einberufung ursächlich waren.

Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder des Aufsichtsrats ordnungsgemäß eingeladen wurden und mindestens die Hälfte der gewählten Mitglieder, jedenfalls aber drei Mitglieder, darunter der Vorsitzende oder sein Stellvertreter, an der Sitzung persönlich teilnehmen.

Die Beschlüsse des Aufsichtsrates werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst; bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden des Aufsichtsrates den Ausschlag.

Der Aufsichtsrat ist berechtigt, vom Vorstand jederzeit schriftliche Berichte über Angelegenheiten der Gesellschaft und Belange der Geschäftsführung zu verlangen. An den Sitzungen des Aufsichtsrates und des Prüfungsausschusses nimmt grundsätzlich auch der Vorstand teil, sofern der Vorsitzende des Aufsichtsrates nicht anderes bestimmt. Die Mitglieder des Vorstands haben kein Stimmrecht.

In der Aufsichtsratssitzung erläutern die Mitglieder des Vorstandes umfassend den Geschäftsverlauf und die personelle und finanzielle Entwicklung der Unternehmensgruppe. Die Beratung mit dem Vorstand und der Mitglieder untereinander nimmt breiten Raum ein. Die Beschlussfassung zu Investitionen, Akquisitionen und anderen Anträgen gemäß der Geschäftsordnung des Vorstandes bilden einen weiteren Schwerpunkt jeder Aufsichtsratssitzung.

Die vom Aufsichtsrat gebildeten Ausschüsse erfüllen ihre Aufgaben im Namen des Aufsichtsrates. Jedem Ausschuss müssen mindestens 2 Mitglieder angehören. Für jeden gebildeten Ausschuss bestellt der Aufsichtsrat ein Ausschussmitglied zum Vorsitzenden. Für die Einberufung, die Sitzungen und die Beschlussfassung eines Ausschusses gilt die Geschäftsordnung des Aufsichtsrates.

Der Aufsichtsrat kann auch ein einzelnes Mitglied mit der Aufsicht und Prüfung einzelner Geschäftsvorgänge beauftragen. Dieses Aufsichtsratsmitglied hat über seine Tätigkeit dem Aufsichtsrat zu berichten.

Es wurden keine Verträge zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern des Aufsichtsrats geschlossen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen (Regel C-48 des ÖCGK).

Weiters hat der Prüfungsausschuss die Rechnungslegungsprozesse (einschließlich der Konzernrechnungslegung), die Abschlussprüfung (einschließlich der Konzernabschlussprüfung) und die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems sowie des Revisionssystems überwacht. Der Prüfungsausschuss hat Nicht-Prüfungsleistungen des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers) genehmigt. Schließlich wurde auch die Unabhängigkeit und Tätigkeit des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers) insbesondere im Hinblick auf die für die geprüfte Gesellschaft erbrachten zusätzlichen Leistungen geprüft und überwacht.

Im Übrigen wird zur Arbeitsweise des Aufsichtsrates auf den Bericht des Aufsichtsrates verwiesen.

ZUSAMMENSETZUNG DES AUFSICHTSRATES:

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzte sich im Geschäftsjahr 2018 wie folgt zusammen:

Name
Geburtsjahr
Funktion Erstbestellung Ende der laufenden
Funktionsperiode
Weitere Aufsichtsratsmandate
oder vergleichbare Funktionen in anderen
in- und ausländischen börsenotierten
Gesellschaften
Josef Blazicek
geb. 1964
Aufsichtsrats
vorsitzender
2008 Hauptversammlung die
über das Geschäftsjahr
2020 beschließt
Pankl Racing Systems AG
All for One Steeb AG (Deutschland)
SHW AG (Deutschland)
Dr. Ernst Chalupsky
geb. 1954
Stellvertreter des
Vorsitzenden des
Aufsichtsrates
2014 Hauptversammlung die
über das Geschäftsjahr
2020 beschließt
Keine
Mag. Klaus Rinnerberger
geb. 1964
Mitglied des
Aufsichtsrates
2015 Hauptversammlung die
über das Geschäftsjahr
2019 beschließt
SHW AG (Deutschland)
Ing. Alfred Hörtenhuber
geb. 1955
Mitglied des
Aufsichtsrates
2018 Hauptversammlung die
über das Geschäftsjahr
2022 beschließt
SHW AG (Deutschland)
Pankl Racing Systems AG
Mag. Gerald Kiska
geb. 1959
Mitglied des
Aufsichtsrates
2014 26. April 2018 Keine

AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATES UND DEREN MITGLIEDER:

Der Prüfungsausschuss der Gesellschaft besteht aus drei Mitgliedern und setzt sich wie folgt zusammen:

Mag. Klaus Rinnerberger

Vorsitzender, Finanzexperte

Josef Blazicek

Stellvertretender Vorsitzender

Dr. Ernst Chalupsky

Mitglied

Der Aufsichtsrat der KTM Industries AG hat entsprechend dem Aktiengesetz einen Prüfungsausschuss eingerichtet, der die planmäßigen Aufsichtsund Kontrollfunktionen wahrnimmt.

Der Prüfungsausschuss ist für die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses, des Gewinnverwendungsvorschlags und des Lageberichts sowie die Prüfung des Konzernabschlusses und des Corporate Governance-Berichts zuständig. Der Prüfungsausschuss hat einen Vorschlag für die Auswahl des Abschlussprüfers zu erstatten und bereitet den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung für dessen Wahl vor. Der Prüfungsausschuss hat gemäß Regel C-81a des ÖCGK mit dem Abschlussprüfer in einer Besprechung die Abwicklung der wechselseitigen Kommunikation festzulegen.

Der Prüfungsausschuss der KTM Industries AG ist im Geschäftsjahr 2018 zu zwei Sitzungen zusammengekommen, an der auch ein Vertreter des Wirtschafsprüfers teilgenommen hat.

Da der Aufsichtsrat aus nicht mehr als 6 Mitgliedern besteht, werden die Aufgaben des Vergütungs- und Nominierungsausschusses vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen.

UNABHÄNGIGKEIT DES AUFSICHTSRATES:

Ein Aufsichtsratsmitglied ist als unabhängig anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Gesellschaft oder zu deren Vorstand steht, die einen materiellen Interessenskonflikt begründet und daher geeignet ist, das Verhalten des Mitgliedes zu beeinflussen.

Dr. Ernst Chalupsky ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Saxinger, Chalupsky & Partner Rechtsanwälte GmbH. Die KTM Industries-Gruppe wird von der Saxinger, Chalupsky & Partner Rechtsanwälte GmbH in Rechtsangelegenheiten beraten. Die Beratungsleistungen werden zu marktüblichen Bedingungen in Anspruch genommen.

Von der Kiska GmbH, deren geschäftsführender Gesellschafter das Aufsichtsratsmitglied Gerald Kiska ist, wurden zu marktüblichen Bedingungen Beratungs- und Dienstleistungen in Anspruch genommen.

Die Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder wird anhand folgender Leitlinien definiert:

  • Kriterium 1: Das Aufsichtsratsmitglied war in den vergangenen fünf Jahren nicht Mitglied des Vorstandes oder leitender Angestellter der KTM Industries AG oder eines Tochterunternehmens der Gesellschaft.
  • Kriterium 2: Das Aufsichtsratsmitglied unterhält beziehungsweise unterhielt im letzten Jahr zum Unternehmen oder einem Tochterunternehmen der Gesellschaft kein Geschäftsverhältnis in einem für das Aufsichtsratsmitglied bedeutenden Umfang. Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen, an denen das Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat, jedoch nicht für die Wahrnehmung von Organfunktionen im Konzern. Die Genehmigung einzelner Geschäfte durch den Aufsichtsrat gemäß L-Regel 48 des ÖCGK führt nicht automatisch zur Qualifikation als nicht unabhängig.
  • Kriterium 3: Das Aufsichtsratsmitglied war in den letzten drei Jahren nicht Abschlussprüfer der Gesellschaft oder Beteiligter oder Angestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft.
  • Kriterium 4: Das Aufsichtsratsmitglied ist nicht Vorstand in einer anderen Gesellschaft, in der ein Vorstandsmitglied der KTM Industries AG Aufsichtsratsmitglied ist.
  • Kriterium 5: Das Aufsichtsratsmitglied gehört nicht länger als 15 Jahre dem Aufsichtsrat der Gesellschaft an. Dies gilt nicht für Aufsichtsratsmitglieder, die Anteilseigner mit einer unternehmerischen Beteiligung sind oder die Interessen eines solchen Anteilseigners vertreten.
  • Kriterium 6: Das Aufsichtsratsmitglied ist kein enger Familienangehöriger (direkte Nachkommen, Ehegatten, Lebensgefährten, Eltern, Onkeln, Tanten, Geschwister, Nichten, Neffen) eines Vorstandsmitgliedes des Unternehmens oder von Personen, die sich in einer in den vorstehenden Punkten beschriebenen Position befinden.

Gemäß Regel C-54 ÖCGK soll dem Aufsichtsrat der Gesellschaft mindestens ein unabhängiger Kapitalvertreter angehören, der nicht Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10% ist oder dessen Interessen vertritt. Diese Anforderungen der C-Regel 54 wurde erfüllt, da kein Mitglied des Aufsichtsrates Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10% ist oder die Interessen eines solchen Anteilseigners vertritt.

Das Aufsichtsratsmitglied Mag. Gerald Kiska ist gemäß Regel C-53 nicht von der Gesellschaft und vom Vorstand unabhängig. Die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrates der KTM Industries AG bekennen sich zu den Kriterien der Unabhängigkeit gemäß Regel C-53 und deklarieren sich als unabhängig.

VERGÜTUNGSBERICHT:

Bei der Festlegung der Gesamtbezüge für die Mitglieder des Vorstandes hat der Aufsichtsrat dafür zu sorgen, dass die Vergütungen in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des einzelnen Vorstandsmitgliedes, zur Lage der Gesellschaft und zu der üblichen Vergütung stehen und langfristige Verhaltensanreize zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung berücksichtigt werden.

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands resultiert aus privatrechtlichen Vereinbarungen, die zwischen dem Mitglied des Vorstandes und der Gesellschaft, die dabei durch den Aufsichtsrat vertreten wird, abgeschlossen werden.

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands der KTM Industries AG enthält fixe und variable Bestandteile. Die variablen Bestandteile der Vergütung werden im Vorhinein einzelvertraglich festgelegt, knüpfen an messbare, nachthaltige, langfristige und mehrjährige Leistungskriterien an und verleiten nicht zum Eingehen unangemessener Risiken. Die variablen Bestandteile der Vergütung sind der Höhe nach nicht begrenzt und hängen für das Geschäftsjahr 2018 von den Erfolgskennzahlen EBIT, EBT und Free Cash-Flow1 der Gesellschaften der KTM Industries-Gruppe ab. In Bezug auf die verschiedenen Mitglieder des Vorstands zielen die einzelvertraglich festgelegten variablen Vergütungsbestandteile jeweils auf unterschiedliche Erfolgskennzahlen ab (siehe Tabelle oben auf Seite 44). Die Gewichtung der einzelnen Parameter der variablen Bestandteile der Vergütung unterliegt dem freien Ermessen und wird zwischen der Gesellschaft, dem Aufsichtsrat und dem jeweiligen Vorstandmitglied individuell festgelegt.

Die Vergütungspolitik wird vom Aufsichtsrat jährlich überprüft. Ein externes Benchmarking der Vergütung bzw. Vergütungsstruktur erfolgt nicht. Der Aufsichtsratsvorsitzende informiert die Hauptversammlung einmal jährlich über die Grundsätze des Vergütungssystems.

Die Mitglieder des Vorstands haben Anspruch auf einen Firmenwagen. Eine Unfallversicherung gewährt Versicherungsschutz im Todesfall und bei Invalidität, eine private Haftpflichtversicherung deckt die gesetzliche Haftpflicht der Vorstandsmitglieder ab, die aus Personenschäden, Sachschäden oder Vermögensschäden Dritter resultiert. Es besteht Versicherungsschutz für Schadenersatzansprüche wegen Vermögensschäden Dritter oder der Gesellschaft aufgrund von Pflichtverletzungen als Organmitglied der Gesellschaft. Die Kosten für diese Versicherungen trägt die Gesellschaft.

Für konzerninterne Mandate und Funktionen werden keine zusätzlichen Entgelte gewährt.

Bei vorzeitiger Abberufung ohne wichtigen Grund sind die fixen Grundbezüge für die Vertragsdauer auszuzahlen.

Die Vorstände, ausgenommen Herr DI Stefan Pierer, erbringen ihre Leistungen aufgrund lohnsteuerpflichtiger Dienstverträge. Die Vorstandstätigkeiten von Herrn DI Stefan Pierer wird im Konzern mittels eines Überlassungsvertrages mit der Pierer Konzerngesellschaft mbH geregelt. Es bestehen keine weiteren Vereinbarungen mit dem Vorstand hinsichtlich betrieblicher Altersversorgung. Die Vorstandsmitglieder haben gemäß Vertrag einen Anspruch auf eine Einmalzahlung bei Beendigung des Dienstverhältnisses. Zudem unterliegen sie grundsätzlich dem System der "Abfertigung Neu".

Es bestehen keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche anteilsbasierende Vergütungssysteme. Es besteht eine D&O-Versicherung, welche neben dem Vorstand und dem Aufsichtsrat auch die Geschäftsführungen der Konzerngesellschaften umfasst.

Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder inklusive erfolgsabhängiger Komponenten belief sich im Geschäftsjahr 2018 auf EUR 2,75 Mio. (Vorjahr: EUR 4,29 Mio.). Den wichtigsten Berechnungsparameter der variablen Vergütung bildet – neben der mit dem Vorstandsmitglied individuell vereinbarten leistungsbezogenen Zielerreichung – auch die Entwicklung einzelner Erfolgskennzahlen der Gruppe. Im Geschäftsjahr 2018 wurden keine Darlehen, Kredite oder Vorschüsse an Mitglieder des Vorstandes gewährt. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 bestanden keine Darlehen, Kredite oder Vorschüsse an aktuelle oder frühere Mitglieder des Vorstandes. An Mitgliedern des Vorstandes nahe stehende Personen wurden im Geschäftsjahr 2018 keine marktunüblichen Vergütungen ausgereicht und keine Darlehen oder Kredite gewährt.

1 Der Free Cash-Flow Wert errechnet sich aus der Summe des Konzern-Cash-Flows aus dem operativen Bereich abzüglich des Konzern-Cash-Flows aus Investitionsaktivitäten.

Vorstandsvergütung im Geschäftsjahr 2018 (Konzernebene):

FIX
in EUR
FIX
in %
VARIABEL
in EUR
VARIABEL
in %
GESAMT
DI Stefan Pierer 392.598 25 1.200.000 1) 75 1.592.598
Mag. Friedrich Roithner *) 175.434 21 666.667 2) 79 842.100
Mag. Wolfgang Plasser **)
(Zeitraum 1. Halbjahr 2018)
205.179 66 105.375 34 310.555
Gesamt 773.211 28 1.972.042 72 2.745.253

*) Mag. Friedrich Roithner wird von der Pierer Industrie AG im Wege einer Überlassung an die KTM Industries AG weiterverrechnet.

**)Mag. Wolfgang Plasser war bis 28. Juni 2018 Vorstand der Gesellschaft. Mag. Wolfgang Plasser wurde mittels eines Überlassungsvertrages in die KTM Industries AG verrechnet.

Weiters wurde er mittels Überlassungsvertrag an die Pankl Racing Systems AG überlassen.

FIX
in EUR
FIX
in %
VARIABEL
in EUR
VARIABEL
in %
GESAMT
Mag. Hubert Trunkenpolz ***) 348.264 27 951.000 3) 73 1.299.264
DI Harald Plöckinger ***) 320.784 25 951.000 3) 75 1.271.784

***) Die Gehälter werden von der KTM AG getragen.

1) Der variable Bestandteil der Vergütung basiert auf dem EBT-Wert und dem Free Cash Flow der KTM-Gruppe.

2) Der variable Bestandteil der Vergütung basiert auf dem EBIT-Wert der KTM Industries-Gruppe.

3) Der variable Bestandteil der Vergütung basiert auf dem EBT-Wert und dem Free Cash Flow der KTM-Gruppe.

Weiters erhielten die Mitglieder des Vorstandes Bezüge aus Vorperioden in Höhe von TEUR 114. Die Dienstzeitaufwendungen nach IFRS betragen für Herrn DI Stefan Pierer EUR 418.559, für Herrn Hubert Trunkenpolz EUR 241.750, für Herrn DI Harald Plöckinger EUR 239.500.

Die Höhe der Gesamtbezüge der Aufsichtsratsmitglieder wird im Rahmen der jährlichen Hauptversammlung für das jeweilige abgelaufene Geschäftsjahr von der Hauptversammlung beschlossen. Der entsprechende Beschlussvorschlag ist vom Vorstand zu unterbreiten. Bei der Erstellung des Beschlussvorschlages sowie bei der Beschlussfassung in der Hauptversammlung gilt grundsätzlich freies Ermessen, wobei allerdings der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang sowie der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens Rechnung zu tragen ist. Sofern Aufsichtsratsmitglieder auch Aktionäre der Gesellschaft sind, unterliegen sie bei der Abstimmung über die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder in der Hauptversammlung keinem Stimmverbot.

Für das Geschäftsjahr 2017 wurde im Rahmen der 21. Ordentlichen Hauptversammlung am 26. April 2018 die Gesamtvergütung des Aufsichtsrates in Höhe von EUR 39.000 beschlossen. Für das Geschäftsjahr 2018 wurden als Gesamtbezüge (Vergütungen für Sitzungen des Aufsichtsrats sowie des Prüfungsausschusses) aller Aufsichtsratsmitglieder EUR 62.000 aufwandswirksam berücksichtigt. Mitglieder des Aufsichtsrats, die während eines Geschäftsjahrs in den Aufsichtsrat gewählt werden oder ausscheiden, erhalten die Vergütung entsprechend der Dauer ihrer tatsächlichen Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat pro rata temporis.

Der Vorstand wird der für 25. April 2019 einzuberufenden 22. Ordentlichen Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2018 eine Gesamtvergütung in dieser Höhe vorschlagen. Die individuelle Aufteilung soll sich – vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung – wie folgt darstellen:

AUFSICHTSRATSMITGLIED FUNKTION VERGÜTUNG
in EUR
Josef Blazicek Vorsitzender des Aufsichtsrates
Stellvertretender Vorsitzender des Prüfungsausschusses
22.000
Dr. Ernst Chalupsky Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates
Mitglied des Prüfungsausschusses
14.000
Mag. Gerald Kiska Mitglied des Aufsichtsrates (bis 26. April 2018) 2.000
Mag. Klaus Rinnerberger Mitglied des Aufsichtsrates
Vorsitzender des Prüfungsausschusses
16.000
Ing. Alfred Hörtenhuber Mitglied des Aufsichtsrates (seit 26. April 2018) 8.000
Gesamt 62.000

Zusätzlich zur jährlichen Aufwandsentschädigung erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats einen Barauslagenersatz für tatsächlich angefallene Spesen. Weiters sind die Mitglieder des Aufsichtsrats bis zu einer bestimmten Höchstbetragsgrenze durch eine Manager-Haftpflichtversicherung der Gesellschaft geschützt, welche die persönliche Haftung der Mitglieder des Aufsichtsrats im Fall einer fahrlässigen Pflichtverletzung in Ausübung ihrer Tätigkeit als Organ der Gesellschaft abdeckt. Im Geschäftsjahr 2018 wurden keine Darlehen, Kredite oder Vorschüsse an Mitglieder des Aufsichtsrates gewährt. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 bestanden keine Darlehen, Kredite oder Vorschüsse an aktuelle oder frühere Mitglieder des Aufsichtsrates. An Mitgliedern des Aufsichtsrates nahe stehende Personen wurden im Geschäftsjahr 2018 keine marktunüblichen Vergütungen ausgereicht und keine Darlehen oder Kredite gewährt. Darüber hinaus wurde im Jahr 2018 keine (sonstige) Vergütung an Mitglieder des Aufsichtsrats bezahlt. Sonstige Geschäftsbeziehungen mit Aufsichtsratsmitgliedern bestanden nicht.

03 MASSNAHMEN ZUR FÖRDERUNG VON FRAUEN

Die Gesellschaft ist davon überzeugt, dass vielfältige Teams bessere Ergebnisse erzielen sowie über höhere Effektivität und Innovationskraft verfügen als geschlechtermäßig homogen zusammengesetzte Gruppen. Dieser Grundsatz gilt gleichermaßen für die Leitungs- und Aufsichtsorgane des Unternehmens. Die Gleichbehandlung von weiblichen und männlichen Mitarbeitern sowie deren Chancengleichheit am Arbeitsplatz für die KTM Industries AG selbstverständlich.

KTM Industries AG unterstützt und fördert die Anstellung von Frauen, insbesondere im technischen Bereich. Als Hürde erweist sich, dass viele Führungspositionen eine technische Ausbildung erfordern und in vielen Ländern immer noch deutlich weniger Frauen als Männer technische Berufe ergreifen sowie technische Studien absolvieren.

Zur Förderung von Frauen in MINT Berufen, hat die KTM-Gruppe bereits Maßnahmen gesetzt, die zukünftig weiter ausgebaut werden sollen. Auch die zunehmende Flexibilisierung der Arbeitsgestaltung soll in Zukunft die Vereinbarkeit von Beruf und Familie – was derzeit überwiegend Frauen betrifft – und damit die Rückkehr und die dauerhafte Bindung an das Unternehmen ermöglichen.

04 BESCHREIBUNG DES DIVERSITÄTSKONZEPTS

Der Anteil an Frauen am gesamten Mitarbeiterstand betrug per 31. Dezember 2018 23%. Derzeit sind weder im Vorstand noch im Aufsichtsrat Frauen vertreten. In leitenden Stellungen sind in der KTM Industries AG 1% Frauen vertreten.

Bei der Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern hat die Hauptversammlung auf die fachliche und persönliche Qualifikation der Mitglieder sowie auf eine im Hinblick auf die Struktur und das Geschäftsfeld der Gesellschaft fachlich ausgewogene Zusammensetzung des Aufsichtsrats zu achten. Weiters sind Aspekte der Diversität des Aufsichtsrats im Hinblick auf die Vertretung beider Geschlechter und die Altersstruktur sowie bei börsenotierten Gesellschaften auch im Hinblick auf die Internationalität der Mitglieder angemessen zu berücksichtigen.

Der Aufsichtsrat hat für die Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats ein Diversitätskonzept gemäß § 243c Abs 2 Z 2a UGB verabschiedet, das folgendes vorsieht:

BESETZUNG DES VORSTANDS

Konzept:

  • Die Auswahl von Kandidaten für eine Vorstandsposition erfolgt aufgrund ihrer fachlichen Qualifikation für das zu übernehmende Ressort, ihrer Führungsqualitäten und bisherigen Leistungen sowie ihrer Kenntnisse über das Unternehmen.
  • Der Vorstand soll in seiner Gesamtheit über eine langjährige Erfahrung auf den Gebieten Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Finanzen verfügen.
  • Alter und Geschlecht einer Person spielen bei der Entscheidung über die Besetzung des Vorstands keine Rolle und führen weder zu einer Bevorzugung noch zu einer Benachteiligung im Auswahlverfahren.
  • Mindestens zwei Mitglieder des Vorstands sollen eine technische Berufsausbildung absolviert haben.

Ziele:

Ziel des Diversitätskonzepts ist es, dass der Vorstand mit Persönlichkeiten besetzt ist, die sich aufgrund ihrer unterschiedlichen Berufs- und Lebenserfahrungen gegenseitig ergänzen. Es soll sichergestellt sein, dass der Vorstand in seiner Gesamtheit über ein Höchstmaß an Erfahrung und fachlicher Qualifikation verfügt, um die KTM Industries-Gruppe erfolgreich zu führen und optimale Ergebnisse zu erreichen.

Umsetzung:

Über die Besetzung von Vorstandspositionen entscheidet der Aufsichtsrat anhand der im Diversitätskonzept festgelegten Kriterien unter Berücksichtigung der Unternehmensinteressen.

Ergebnisse im Berichtszeitraum:

Im Geschäftsjahr 2018 sind Mag. Hubert Trunkenpolz und DI Harald Plöckinger als Vorstandsmitglieder der KTM Industries AG neu hinzugekommen; der Vorstand besteht zum Ende des Geschäftsjahres 2018 aus 4 Mitgliedern. Die neuen Vorstandsmitglieder sind gleichzeitig auch Vorstandsmitglieder der KTM AG und erfüllen alle Anforderungen des Konzepts (fachliche Qualifikation für das jeweilige Ressort, langjährige konzerninterne Berufserfahrung in den Bereichen Produktion, Vertrieb, Marketing, Kundendienst, Einkauf, Logistik und Business Development). Herr DI Harald Plöckinger verfügt zudem über eine technische Ausbildung.

BESETZUNG DES AUFSICHTSRATS

Konzept:

  • Der Aufsichtsrat wird mit fachlich und persönlich qualifizierten Personen besetzt. Dabei ist auf eine im Hinblick auf die Struktur und die Geschäftsfelder der KTM Industries-Gruppe fachlich ausgewogene Zusammensetzung zu achten. Dem Aufsichtsrat muss mindestens ein Finanzexperte angehören.
  • Dem Aufsichtsrat sollen insgesamt möglichst 2 Mitglieder angehören, die über internationale Erfahrung oder besonderen Sachverstand in einem oder mehreren für die KTM Industries-Gruppe wichtigen Märkten außerhalb Österreichs verfügen.
  • Dem Aufsichtsrat soll insgesamt möglichst ein Mitglied angehören, das aufgrund seiner Vorerfahrungen die KTM Industries AG im Detail kennt.
  • Aspekte der Diversität des Aufsichtsrats sind im Hinblick auf die Vertretung beider Geschlechter und die Altersstruktur angemessen zu berücksichtigen. Mit zunehmender Anzahl an Aufsichtsratsmitglieder ist in erhöhtem Maß auf diese Kriterien zu achten.

Ziele:

Ziel des Diversitätskonzepts ist es, dass der Aufsichtsrat mit Persönlichkeiten besetzt ist, die sich aufgrund ihrer unterschiedlichen Berufs- und Lebenserfahrungen gegenseitig ergänzen. Es soll sichergestellt sein, dass der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit über ein Höchstmaß an Erfahrung und fachlicher Qualifikation verfügt, um die Geschäftstätigkeit der KTM Industries AG und der KTM Industries-Gruppe kritisch und aus möglichst vielen verschiedenen Blickwinkeln zu überwachen.

Umsetzung:

Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sollen die im Diversitätskonzept festgelegten Kriterien berücksichtigen. Die Besetzungsziele des Aufsichtsrats beschränken die Hauptversammlung jedoch nicht in ihrer Wahlfreiheit.

Ergebnisse im Berichtszeitraum:

Mit Rücktrittserklärung vom 01.03.2018 hat das Aufsichtsratsmitglied Mag. Gerald Kiska seine Funktion als Mitglied des Aufsichtsrates der Gesellschaft mit Wirkung ab Beendigung der 21. ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft, die am 26. April 2018 stattgefunden hat, niedergelegt. Infolge seines Ausscheidens war in der 21. ordentlichen Hauptversammlung ein neues Mitglied in den Aufsichtsrat der Gesellschaft zu wählen, um die bisherige Zahl von vier Kapitalvertreter wieder zu erreichen. Die Hauptversammlung hat Ing. Alfred Hörtenhuber in den Aufsichtsrat gewählt, der die KTM Industries AG aufgrund seiner Vorerfahrungen als Vorstandsmitglied im Detail kennt und die fachliche und persönliche Qualifikation für dieses Mandat mitbringt.

05 PRÜFUNGEN UND EXTERNE EVALUIERUNG

Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, FN 269725 f, Kudlichstraße 41, 4020 Linz, wurde von der 21. ordentlichen Hauptversammlung zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis 31.12.2018 bestellt. Neben dieser Tätigkeit ist KPMG mit ihren weltweiten Partnerbüros vereinzelt auch im Bereich der Steuer- und Finanzberatung für den Konzern tätig. Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer setzen sich zusammen aus: Konzernabschlussprüfung (inkl. Teilkonzerne) EUR 213.000 (Vorjahr: TEUR 233) und Jahresabschlussprüfung aller Einzelgesellschaften EUR 242.700 (Vorjahr: TEUR 258). Sonstige Leistungen betragen EUR 53.366. Die Zahlen beziehen sich auf den fortgeführten Geschäftsbereich des Konzerns (Vorjahreszahlen wurden angepasst).

Gemäß C-Regel 62 ÖCGK hat die Gesellschaft regelmäßig im Abstand von drei Jahren eine externe Institution mit der Evaluierung zur Einhaltung der C-Regeln des Kodex zu beauftragen. KTM Industries AG hat die Oberhammer Rechtsanwälte GmbH mit der Evaluierung für das Geschäftsjahr 2018 beauftragt. Die Evaluierung hat ergeben, dass die KTM Industries AG die C-Regeln des ÖCGK in der Fassung vom Jänner 2018 im Geschäftsjahr 2018 mit wenigen Ausnahmen eingehalten hat, soweit diese von der Verpflichtungserklärung der KTM Industries AG umfasst waren. Einige Regeln waren auf die KTM Industries AG im Evaluierungszeitraum nicht anwendbar. Der vollständige Bericht einschließlich der Ergebnisse der Evaluierung vom Geschäftsjahr 2018 ist auf der Homepage der Gesellschaft (www.ktm-industries.com) unter der Rubrik Investor Relations > Corporate Governance > Evaluierung abrufbar.

Die nächste externe Evaluierung wird im Jahr 2022 über das Geschäftsjahr 2021 durchgeführt werden.

06 VERÄNDERUNGEN NACH DEM ABSCHLUSSSTICHTAG

Harald Plöckinger schied mit 28. Februar 2019 einvernehmlich als Vorstandsmitglied aus der KTM Industries AG aus.

Wels, im März 2019

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Stefan Pierer, CEO Mag. Friedrich Roithner, CFO Mag. Hubert Trunkenpolz, CSO

CORPORATE GOVERNANCE RLCG DER SIX SWISS EXCHANGE BERICHT GEMÄSS DER RICHTLINIE

Die KTM Industries AG unterliegt als in der Schweiz börsennotierte österreichische Gesellschaft zwingend den Regelungen der schweizerischen Richtlinie betreffend Informationen zur Corporate Governance der SIX Swiss Exchange ("Schweizer Corporate Governance-Richtlinie"). Die Schweizer Corporate Governance-Richtlinie ist unter https://www.six-exchange-regulation.com/dam/downloads/regulation/admission-manual/directives/ 06_16-DCG_de.pdf verfügbar.

Die KTM Industries AG weist darauf hin, dass die Gesellschaft nach österreichischem Recht errichtet wurde und daher die Bezeichnung der Gesellschaftsorgane und ihre Aufgaben sowie Verantwortlichkeiten von den Schweizer Vorschriften abweichen. In Folge werden ausschließlich die Begrifflichkeiten der österreichischen Rechtsordnung verwendet. Gesellschaften, die nicht nach Schweizer Obligationenrecht verfasst sind, haben die Bestimmungen der Schweizer Corporate Governance-Richtlinie, die in engem Bezug zum schweizerischen Obligationenrecht formuliert sind, analog zu erfüllen. Entsprechend folgt eine kurze Beschreibung der Eigenheiten der österreichischen Organisationsstruktur:

  • Vorstand: Dem Vorstand obliegen die eigenverantwortliche Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft; er besitzt das Geschäftsführungsund Vertretungsmonopol. Der Vorstand unterliegt keinen Weisungen der Aktionäre oder des Aufsichtsrats, sondern agiert eigenverantwortlich und weisungsfrei. Lediglich für die Vornahme bestimmter außergewöhnlicher Geschäfte hat der Vorstand die Zustimmung des Aufsichtsrates einzuholen. Wo die Schweizer Corporate Governance Richtlinie Angaben zur Geschäftsleitung verlangt, werden analog Angaben zum Vorstand gemacht. Die Funktion des Vorstands entspricht jedoch nicht genau derjenigen der Schweizer Geschäftsleitung.
  • Aufsichtsrat: Dem Aufsichtsrat sind die Bestellung und die Abberufung des Vorstands sowie insbesondere auch dessen Überwachung zugewiesen. Bestimmte Rechtsgeschäfte bedürfen überdies seiner Zustimmung. Wo die Schweizer Corporate Governance-Richtlinie Angaben zum Verwaltungsrat verlangt, werden analog Angaben zum Aufsichtsrat gemacht. Die Funktion des Aufsichtsrats entspricht jedoch nicht genau derjenigen des Schweizer Verwaltungsrates.
  • Hauptversammlung: Der Hauptversammlung als dem obersten willensbildenden Organ der Gesellschaft obliegt die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Aufsichtsrats und die Bestellung des Abschlussprüfers. Wo die Schweizer Corporate Governance-Richtlinie Angaben zur Generalversammlung verlangt, werden analog Angaben zur Hauptversammlung gemacht. Bezüglich dieser beiden Institute bestehen Unterschiede zwischen der österreichischen und der schweizerischen Rechtsordnung.

1. KONZERNSTRUKTUR UND AKTIONARIAT

1.1. KONZERNSTRUKTUR

Die KTM Industries AG mit Sitz in 4600 Wels, Edisonstraße 1, Österreich ist seit dem 14. November 2016 an der SIX Swiss Exchange primärkotiert (ISIN: AT0000820659, Valorennummer: 504.289). Das Grundkapital der KTM Industries AG beträgt EUR 22.538.674 und ist eingeteilt in 22.538.674 auf Inhaber lautende Stückaktien mit Stimmrecht, wobei jede Stückaktie am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt ist.

Geschäftsgegenstand der KTM Industries AG ist insbesondere die Ausübung der Tätigkeit einer Holdinggesellschaft, insbesondere der Erwerb und die Verwaltung von Industrieunternehmen und von Unternehmen und Beteiligungen an Industrieunternehmen, die Leitung der zur KTM Industries-Gruppe gehörenden Unternehmen und Beteiligungen und die Erbringung von Dienstleistungen für diese (Konzerndienstleistungen) sowie allgemein die Erbringung von Dienstleistungen auf dem Gebiet der Unternehmensberatung. Dieser Unternehmensgegenstand der Gesellschaft wird in § 2 der Satzung festgelegt, die auf der Webseite der KTM Industries AG abrufbar ist (https://www.ktm-industries.com/wp-content/uploads/2018/10/26.04.2018_SATZUNG-KTM-Industries-AG_finaleVersion.pdf).

Die Unternehmensführung der KTM Industries-Gruppe wird durch ein Managementteam realisiert, das Bereichsverantwortliche umfasst, die für die Führung eines Produktbereichs im Rahmen der vom Vorstand vorgegebenen Strategie verantwortlich sind. Sie berichten direkt an den Vorstand der KTM Industries AG.

Die KTM Industries AG ist ihrerseits die Obergesellschaft der KTM Industries-Gruppe. Die KTM Industries-Gruppe ist der größte europäische Motorradhersteller mit dem Fokus auf hochinnovative Sportmotorräder und Elektromobilität. Die KTM Industries-Gruppe gliedert sich in die strategischen Kernbereiche (i) Fahrzeug (Powered Two Wheelers) mit ihrer Beteiligung an der KTM-Gruppe, (ii) Design und Konzeptentwicklung mit den Beteiligungen an der KTM Technologies GmbH, der KTM Innovation GmbH und der Kiska GmbH und (iii) eMobility mit der Beteiligung an der Pexco, deren Fokus auf der Entwicklung und dem Vertrieb von (Elektro-) Zweirädern liegt.

Eine Beschreibung der Konzernstruktur und der Geschäftssegmente der KTM Industries AG ist in folgenden Abschnitten des Konzernanhangs (I.1. Angaben zum Unternehmen) auf den Seiten 6 -7 sowie im Geschäftsbericht unter "Konzernstruktur" auf der Seite 92 enthalten.

KTM AG-Gruppe

Die KTM AG hat ihren Sitz in Mattighofen, Österreich. Das Grundkapital der KTM AG beträgt EUR 10.845.000. An der KTM AG ist die KTM Industries AG zu rund 51,7% beteiligt.

In der KTM AG sind neben der KTM Sportmotorcycle GmbH, die Husqvarna Motorcycles GmbH, die W Verwaltungs AG, die KTM Sportcar GmbH, die KTM Immobilien GmbH, sowie die Beteiligungen an den Vertriebsgesellschaften der KTM-Gruppe und der Husqvarna-Gruppe zusammengefasst.

Die KTM-Gruppe ist ein weltweit tätiger Hersteller von Fahrzeugen im Offroad- und Straßen-Bereich. Die Produkte der KTM-Gruppe werden unter den Marken "KTM", "HUSQVARNA Motorcycles" und "WP" vertrieben. Die KTM-Gruppe entwickelt, produziert und vertreibt leistungsstarke und rennsporttaugliche Fahrzeuge für den Offroad- und Straßenbereich. Neben den Motorrädern für den Offroad- und Straßenbereich umfasst das Produktportfolio Kleinmotorräder, den KTM-X-BOW sowie Markenzubehör (Ersatzteile, technisches Zubehör und Bekleidung).

Mit über 35 Vertriebstochtergesellschaften und Joint Ventures in Australien und den Philippinen betreuen die Mitarbeiter der KTM AG weltweit mehr als 2.800 unabhängige Händler und Importeure der beiden Marken.

Die KTM Components-Gruppe entwickelt, erzeugt und vertreibt folgende Fahrwerkskomponenten für Motorräder und Fahrzeuge: (i) Federungselemente, (ii) Rahmenfertigung und verwandte Stahlschweisbaugruppen, (iii) Auspuffsysteme und (iv) Kühlsysteme.

KTM Technologies / KTM Innovation / Kiska

Die KTM Technologies GmbH ist im Bereich Technologie, Produktentwicklung und Consulting tätig und setzt den Schwerpunkt auf "High Performance Composites" und Leichtbau. Die Verbindung von Fahrzeugbau-Know How sowie langjährige Erfahrung im Bereich der Composite-Entwicklung und -Fertigung sind der zentrale Kern des Unternehmens.

Die KTM Innovation GmbH beschäftigt sich mit digitaler Transformation und Innovation. Dabei werden unterschiedliche Technologiefelder wie Künstliche Intelligenz, Big Data, Blockchain und Business Modeling betrieben.

Die Kiska GmbH ist als größtes unabhängiges und eigentümergeführtes Designunternehmen in Europa in folgenden Geschäftsbereichen tätig: Consultancy rund um die Themen Marketing, Marke und Design, Transportation Design, Product Design und Environmental Design.

Pankl Racing Systems AG

Die Pankl Racing Systems AG hat ihren Sitz in Kapfenberg, Österreich, und ist die Obergesellschaft der Pankl-Gruppe, welche insgesamt 9 Gesellschaften umfasst, und erfüllt im Wesentlichen eine Holding-Funktion.

Das Grundkapital der Pankl Racing Systems AG beträgt EUR 3.150.000. Die Aktien der Pankl Racing Systems AG notierten bis zum 30. Mai 2018 im Amtlichen Handel der Wiener Börse (ISIN AT0000800800). An der Pankl Racing Systems AG war die KTM Industries AG unmittelbar zu rund 94,5% (bzw. zuletzt rund 98,2%) beteiligt. Die Börsekapitalisierung der Pankl Racing Systems AG betrug zum Stichtag 30. Mai 2018, sohin zum letzten Handelstag, rund EUR 130,4 Mio.

In Österreich ist die Pankl-Gruppe durch die Pankl Aerospace Systems Europe GmbH und die Pankl Systems Austria GmbH tätig. Im Ausland ist die Pankl-Gruppe durch ihre Tochtergesellschaften Pankl Racing Systems UK Limited, Pankl Holdings, Inc., Pankl Japan Inc., Pankl Automotive Slovakia s.r.o., Pankl Turbosystems GmbH sowie deren Tochtergesellschaften vertreten.

Die Pankl-Gruppe entwickelt, erzeugt, wartet und vertreibt mechanische Motor- und Antriebssysteme im Hochtechnologiebereich für dynamische Komponenten in den weltweiten Märkten der Rennsport-, Luxusautomobil- und Luftfahrtindustrie (insbesondere für Helikopter- und Triebwerkshersteller), welche aus hochwertigen und innovativen Werkstoffen konstruiert sind und die für extreme mechanische Belastungen ausgelegt sind. Im Juni 2018 wurde die Pankl-Gruppe zu einem Kaufpreis von EUR 130,5 Mio. verkauft. Durch den Verkauf der Pankl-Gruppe wurde die strategische und finanzielle Basis für die noch stärkere Fokussierung der KTM Industries-Gruppe auf die Zwei-Rad-Industrie, insbesondere die Entwicklung der Elektromobilität, in den nächsten Jahren gelegt.

Aufstellung der aktiven nichtkotierten Tochtergesellschaften

Eine detaillierte Aufstellung der aktiven nichtkotierten Tochtergesellschaften der KTM Industries AG ist dem Beteiligungsspiegel (Seiten 156 -158) zu entnehmen.

1.2. BEDEUTENDE AKTIONÄRE

Die Aktionärsstruktur der KTM Industries AG setzt sich zum Stichtag 31. Dezember 2018 wie folgt zusammen:

Pierer-Gruppe:
Pierer Konzerngesellschaft mbH 0%
Pierer Industrie AG 61,88%
Streubesitz 38,12%

Die Pierer-Gruppe hält somit zum Stichtag 31. Dezember 2018 rund 62% des Grundkapitals und der Stimmrechte der KTM Industries AG.

Der KTM Industries AG sind keine anderen Aktionäre bekannt, die, direkt oder indirekt, mehr als 3 Prozent der Stimmrechte KTM Industries AG halten.

Meldungen von bedeutenden Aktionären bzw. Aktionärsgruppen, welche im Sinne von Artikel 120 ff Finanzmarktinfrastrukturgesetz (FinfraG) an die KTM Industries AG und die Offenlegungsstelle der SIX Swiss Exchange AG erfolgt sind, können auf der Veröffentlichungsplattform der Offenlegungsstelle https://www.six-exchange-regulation.com/de/home/publications/significant-shareholders.html eingesehen werden.

1.3 KREUZBETEILIGUNGEN

Es existieren keine Kreuzbeteiligungen.

2. KAPITALSTRUKTUR

2.1 KAPITAL

Das Grundkapital der KTM Industries AG beträgt zum Stichtag EUR 22.538.674 und ist zur Gänze aufgebracht. Das Grundkapital der KTM Industries AG ist in 22.538.674 auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien eingeteilt, von denen jede eine gleiche Beteiligung am Grundkapital repräsentiert.

Die Aktien gewähren die nach dem österreichischen Aktiengesetz den Aktionären zustehenden Rechte. Dazu zählt insbesondere das Recht auf die Auszahlung der in der Hauptversammlung beschlossenen Ausschüttungen sowie das Recht auf Ausübung des Stimmrechtes in der Hauptversammlung.

Die KTM Industries AG verfügt zum Stichtag 31. Dezember 2018 sowohl über ein bedingtes, als auch über ein genehmigtes Kapital.

2.2 GENEHMIGTES UND BEDINGTES KAPITAL IM BESONDEREN

Genehmigtes Kapital:

Die KTM Industries AG verfügt zum Stichtag über ein genehmigtes Kapital1 . In der Hauptversammlung vom 26. April 2018 wurden folgende Beschlüsse gefasst:

  • a) Der Vorstand wird gemäß § 169 AktG ermächtigt, für höchstens fünf Jahre nach Eintragung der Satzungsänderung im Firmenbuch mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 22.538.674,00, allenfalls in mehreren Tranchen, gegen Bar- und /oder Sacheinlagen um bis zu EUR 11.269.337,00 durch Ausgabe von bis zu 11.269.337 Stück auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien auf bis zu EUR 33.808.011,00 zu erhöhen und den Ausgabebetrag sowie die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen sowie allenfalls die neuen Aktien im Wege des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs 6 AktG den Aktionären zum Bezug anzubieten.
  • b) Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre ganz oder teilweise auszuschließen,
  • (i) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und in Summe der rechnerisch auf die gegen Bareinlagen unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien entfallende Anteil am Grundkapital der Gesellschaft die Grenze von 10% (zehn Prozent) des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Einräumung nicht übersteigt,
  • (ii) wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erfolgt,
  • (iii) zur Bedienung einer Mehrzuteilungsoption (Greenshoe), und /oder
  • (iv) für den Ausgleich von Spitzenbeträgen.
  • c) Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.
  • d) Die entsprechende Änderung der Satzung durch Änderung des § 5 (Genehmigtes Kapital), sodass diese Bestimmung fortan wie folgt lautet:
  • "§ 5 Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist gemäß § 169 AktG ermächtigt, für höchstens fünf Jahre nach Eintragung dieser Satzungsänderung im Firmenbuch mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 22.538.674,00, allenfalls in mehreren Tranchen, gegen Bar- und /oder Sacheinlagen um bis zu EUR 11.269.337,00 durch Ausgabe von bis zu 11.269.337 Stück auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien auf bis zu EUR 33.808.011,00 zu erhöhen und den Ausgabebetrag sowie die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen sowie allenfalls die neuen Aktien im Wege des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs 6 AktG den Aktionären zum Bezug anzubieten.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre ganz oder teilweise auszuschließen,

  • (i) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und in Summe der rechnerisch auf die gegen Bareinlagen unter Ausschluss des Bezugs rechts ausgegebenen Aktien entfallende Anteil am Grundkapital der Gesellschaft die Grenze von 10% (zehn Prozent) des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Einräumung nicht übersteigt,
  • (ii) wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erfolgt,
  • (iii) zur Bedienung einer Mehrzuteilungsoption (Greenshoe), und /oder (iv) für den Ausgleich von Spitzenbeträgen.

Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen."

1 Quelle: Satzung der KTM Industries AG, die auf der Webseite abrufbar ist: https://www.ktm-industries.com/wp-content/uploads/2018/10/26.04.2018_SATZUNG-KTM-Industries-AG_finaleVersion.pdf

Bedingtes Kapital:

Die KTM Industries AG verfügt zum Stichtag über bedingtes Kapital2 . In der Hauptversammlung vom 27. April 2017 wurden folgende Beschlüsse gefasst:

  • a) Die Ermächtigung des Vorstandes mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis 01.04.2022 Finanzinstrumente im Sinne des § 174 AktG, insbesondere Wandelschuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen und Genussrechte, mit einem Gesamtnennbetrag von EUR 150.000.000,00, die auch das Bezugs- und /oder das Umtauschrecht auf den Erwerb von insgesamt bis zu 25.000.000 Aktien der Gesellschaft einräumen können und /oder auch so ausgestaltet sind, dass ihr Ausweis als Eigenkapital erfolgen kann, auch in mehreren Tranchen und in unterschiedlicher Kombination, auszugeben.
  • b) Für die Bedienung der Umtausch- und /oder Bezugsrechte kann der Vorstand das bedingte Kapital und /oder eigene Aktien verwenden.
  • c) Ausgabebetrag und Ausgabebedingungen der Finanzinstrumente sind vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzusetzen, wobei der Ausgabebetrag nach Maßgabe anerkannter finanzmathematischer Methoden sowie des Kurses der Aktien der Gesellschaft in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln ist.
  • d) Der Vorstand ist berechtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Finanzinstrumente im Sinne des § 174 AktG mit Zustimmung des Aufsichtsrates auszuschließen.
  • e) Die bedingte Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft gemäß § 159 Abs 2 Z 1 AktG um bis zu EUR 25.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 25.000.000 auf Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten gemäß § 174 AktG, die unter Ausnutzung der in dieser Hauptversammlung eingeräumten Ermächtigung von der Gesellschaft ausgegeben werden, soweit die Gläubiger der Finanzinstrumente von ihrem Umtausch und /oder Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen. Der Ausgabebetrag und das Umtauschverhältnis sind nach Maßgabe anerkannter finanzmathematischer Methoden sowie des Aktienkurses in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln. Die neu ausgegebenen Aktien der bedingten Kapitalerhöhung sind im gleichen Maße wie die bereits bestehenden Aktien der Gesellschaft dividendenberechtigt. Der Vorstand ist ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen.

2.3 KAPITALVERÄNDERUNGEN DER LETZTEN DREI BERICHTSJAHRE

Die Summe des Konzerneigenkapitals der KTM Industries AG betrug zum 31. Dezember 2016 EUR 454,9 Mio., zum 31. Dezember 2017 EUR 528,6 Mio. und zum 31. Dezember 2018 EUR 550,8 Mio. Informationen über die Veränderung des Eigenkapitals sind in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung des Geschäftsberichts dargelegt (Seiten 90 - 91).

In der Hauptversammlung der KTM Industries AG vom 26. April 2018 wurde eine Aktienzusammenlegung im Verhältnis 10:1 beschlossen. Neben der Einziehung von 2 Aktien zur Glättung des bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft erfolgte eine Zusammenlegung der Aktien im Verhältnis 10:1. Dadurch reduzierte sich die Anzahl der ausgegebenen Aktien von 225.386.742 Stück auf 22.538.674 Stück. Das Grundkapital veränderte sich dadurch von EUR 225.386.742 auf EUR 22.538.674.

2.4 / 2.5 AKTIEN UND PARTIZIPATIONSSCHEINE /GENUSSSCHEINE

Das Grundkapital der KTM Industries AG beträgt zum Stichtag EUR 22.538.674 und ist zur Gänze aufgebracht. Das Grundkapital der KTM Industries AG ist in 22.538.674 auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien eingeteilt, von denen jede eine gleiche Beteiligung am Grundkapital repräsentiert.

Die KTM Industries AG hat weder Partizipations- noch Genussscheine ausgegeben.

2 Quelle: Satzung der KTM Industries AG, die auf der Webseite abrufbar ist: https://www.ktm-industries.com/wp-content/uploads/2018/10/26.04.2018_SATZUNG-KTM-Industries-AG_finaleVersion.pdf

Mit den Aktien der KTM Industries AG sind folgende Rechte verbunden:

Vermögensrechte:

Dividendenrechte/Recht auf Beteiligung am Gewinn

Jeder Aktionär hat Anspruch auf Ausschüttung einer Dividende aus dem im Jahresabschluss ausgewiesenen Reingewinn. Die Hauptversammlung der KTM Industries AG ist aufgrund ihrer Satzungsbestimmungen3 dazu berechtigt, den Bilanzgewinn ganz oder teilweise von der Verteilung auszuschließen. Beschließt demnach die Hauptversammlung den Gewinn von der Verteilung auszuschließen, hat der Aktionär keinen Anspruch darauf, selbst wenn die Gesellschaft im vergangenen Geschäftsjahr Gewinne erwirtschaftet hat und sie in der Bilanz ausgewiesen sind.

Die Anteile der Aktionäre am Gewinn der Gesellschaft bestimmen sich nach ihren Anteilen am Grundkapital. Diesbezüglich bestehen keine Beschränkungen für gebietsfremde Wertpapierinhaber. Dividenden, die binnen 30 Jahren nach Fälligkeit nicht behoben werden, verfallen zu Gunsten der freien Rücklage der Gesellschaft. Die Beschlussfassung über die Ausschüttung von Dividenden für ein Geschäftsjahr auf die Aktien der Gesellschaft obliegt der ordentlichen Hauptversammlung des darauffolgenden Geschäftsjahres, die auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat entscheidet. Dividenden dürfen nur aus dem Bilanzgewinn, wie er in dem von Vorstand und Aufsichtsrat festgestellten Jahresabschluss (Einzelabschluss) der Gesellschaft nach UGB ausgewiesen ist, gezahlt werden. Bei der Ermittlung des zur Ausschüttung zur Verfügung stehenden Betrags ist der Jahresüberschuss um Gewinn- und Verlustvorträge des Vorjahres sowie Entnahmen aus bzw. Einstellungen in Rücklagen zu korrigieren. Kraft Gesetzes sind bestimmte Rücklagen zu bilden, die bei der Berechnung des zur Ausschüttung verfügbaren Bilanzgewinns abgezogen werden müssen.

Von der Hauptversammlung beschlossene Dividenden werden in Übereinstimmung mit den Regeln des jeweiligen Clearingsystems unter Abzug von Kapitalertragssteuer ausgezahlt, da die dividendenberechtigten Aktien in einem Clearingsystem verwahrt werden.

Vorzugsrechte bei Angeboten zur Zeichnung von Aktien derselben Kategorie

Jeder Aktionär kann bei einer Kapitalerhöhung die Zuteilung von so vielen Aktien begehren, wie es seinem bisherigen Anteil entspricht. Das Bezugsrecht dient dazu, dass der Aktionär einerseits das Ausmaß seiner bisherigen Beteiligung hält (Verwässerungsschutz) und andererseits sichert das Bezugsrecht den Wert der bisherigen Beteiligung des Aktionärs (Vermögensschutz). Das Bezugsrecht kann durch einen Hauptversammlungsbeschluss mit qualifizierter Mehrheit von drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals ausgeschlossen werden. Für einen Bezugsrechtsausschluss muss ein sachlicher Grund vorliegen.

Recht auf Beteiligung am Saldo im Falle einer Liquidation

Jeder Aktionär hat einen Anspruch auf das nach der Berichtigung aller Schulden verbleibende Vermögen (Liquidationserlös) im Zuge der Abwicklung (Liquidation). Der Aktionär ist insofern Gläubiger der Gesellschaft; der Anspruch ist gerichtlich durchsetzbar. Der Liquidationserlös ist unter den Aktionären im Verhältnis ihres Aktienbesitzes aufzuteilen und muss nicht zwingend in Geld bestehen, sondern kann auch in Sachwerten ausgeschüttet werden.

Die Bestimmungen über die Auflösung der Gesellschaft richten sich nach dem österreichischen Aktiengesetz.

Rechte im Zusammenhang mit der Hauptversammlung:

Teilnahmerecht

Jeder Aktionär hat das Recht an der Hauptversammlung teilzunehmen, da die Aktionäre ihre Rechte in der Hauptversammlung ausüben. Die Teilnahmeberechtigung an der Hauptversammlung richtet sich nach dem Anteilsbesitz jeweils am Ende des zehnten Tages vor dem Tag der Hauptversammlung (Nachweisstichtag). Zum Nachweis des Anteilsbesitzes genügt eine Depotbestätigung gemäß § 10 a des österreichischen Aktiengesetzes, die der Gesellschaft spätestens am dritten Werktag vor der Hauptversammlung zugehen muss. Ein Aktionär muss nicht persönlich an der Hauptversammlung teilnehmen, er kann sich auch durch einen entsprechend bevollmächtigten Vertreter vertreten lassen oder eine Ermächtigung zur Stimmrechtsausübung erteilen.

3 Die Satzung ist auf der Webseite der KTM Industries AG abrufbar: https://www.ktm-industries.com/wp-content/uploads/2018/10/26.04.2018_SATZUNG-KTM-Industries-AG_finaleVersion.pdf

Antragsrechte

Gemäß § 109 des österreichischen Aktiengesetzes können Aktionäre, deren Anteile zusammen 5% des Grundkapitals erreichen, schriftlich verlangen, dass Punkte auf die Tagesordnung der nächsten Hauptversammlung gesetzt und bekannt gemacht werden. Jedem beantragten Tagesordnungspunkt muss ein Beschlussvorschlag samt Begründung beiliegen. Die antragsstellenden Aktionäre müssen seit mindestens drei Monaten vor Antragstellung Inhaber der Aktien sein. Das Aktionärsverlangen muss der Gesellschaft spätestens am 21. Tag vor einer ordentlichen Hauptversammlung, ansonsten spätestens am 19. Tag vor der Hauptversammlung zugehen (§ 109 Abs 2 des österreichischen Aktiengesetzes).

Gemäß § 110 des österreichischen Aktiengesetzes können Aktionäre, deren Anteile zusammen 1% des Grundkapitals erreichen, der Gesellschaft zu jedem Punkt der Tagesordnung in Textform Vorschläge zur Beschlussfassung übermitteln und verlangen, dass diese Vorschläge zusammen mit den Namen der betreffenden Aktionäre, der anzuschließenden Begründung und einer allfälligen Stellungnahme des Vorstands oder des Aufsichtsrates auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht werden. Das Verlangen ist beachtlich, wenn es der Gesellschaft spätestens am siebenten Werktag vor der Hauptversammlung zugeht. Bei einem Vorschlag zur Wahl eines Aufsichtsratsmitgliedes tritt an die Stelle der Begründung die Erklärung der vorgeschlagenen Person gemäß § 87 Abs 2 des österreichischen Aktiengesetzes.

Gemäß § 119 des österreichischen Aktiengesetzes ist jeder Aktionär berechtigt, in der Hauptversammlung zu jedem Punkt der Tagesordnung Anträge zu stellen. Die Anträge, die in der Hauptversammlung gestellt werden, müssen nicht begründet werden.

Auskunfts- bzw. Fragerecht

Gemäß § 118 des österreichischen Aktiengesetzes ist jedem Aktionär auf Verlangen in der Hauptversammlung Auskunft über Angelegenheiten der Gesellschaft zu geben, soweit sie zur sachgemäßen Beurteilung eines Tagesordnungspunktes erforderlich ist. Das Auskunftsrecht dient der Information über die Lage der Gesellschaft und als Grundlage für die Entscheidungsfindung der Gesellschaft.

Grundsätzlich ist nur der Vorstand und nicht der Aufsichtsrat, mit Ausnahme von Angelegenheiten, die nur den Aufsichtsrat betreffen, zur Auskunft verpflichtet.

Die Auskunft darf verweigert werden, soweit sie nach vernünftiger unternehmerischer Beurteilung geeignet ist, der Gesellschaft oder einem verbundenen Unternehmen einen erheblichen Nachteil zuzufügen, oder ihre Erteilung strafbar wäre. Die Auskunft darf auch verweigert werden, soweit sie auf der Internetseite der Gesellschaft in Form von Frage und Antwort über mindestens sieben Tage vor Beginn der Hauptversammlung durchgehend zugänglich war.

Rederecht

Jeder Aktionär hat das Recht, in der Hauptversammlung seine Meinung zu äußern. Die Hauptversammlung ist das Informations- und Diskussionsforum der Aktionäre. Die Redezeit kann vom Leiter der Hauptversammlung von Anfang an oder je nach Bedarf beschränkt werden. Das Rederecht als solches darf nicht vollkommen beseitigt werden.

Stimmrechte

Jeder Aktionär hat ein Stimmrecht in der Hauptversammlung entsprechend der Höhe seiner Beteiligung. Die Satzung 4 kann einem Aktionär generell nicht mehr Stimmen einräumen, als er Anteilsbesitz hat, allerdings ist die Beschränkung des Stimmrechts ab einer bestimmten Beteiligungshöhe zulässig. Der Aktionär hat drei Möglichkeiten, sein Stimmrecht auszuüben: Er kann für einen Antrag oder gegen einen Antrag stimmen oder sich der Stimme enthalten. In bestimmten Fällen der Befangenheit des Aktionärs ruht das Stimmrecht für die konkrete Beschlussfassung.

Sofern das Gesetz nicht zwingend eine andere Mehrheit vorschreibt, beschließt die Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, und in jenen Fällen, in denen eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals.

4 Die Satzung ist auf der Webseite der KTM Industries AG abrufbar: https://www.ktm-industries.com/wp-content/uploads/2018/10/26.04.2018_SATZUNG-KTM-Industries-AG_finaleVersion.pdf

Widerspruchsrecht

Das österreichische Aktiengesetz normiert an verschiedenen Stellen die Möglichkeit oder Pflicht eines Aktionärs, als Voraussetzung zur Wahrung oder Durchsetzung seiner Rechte Widerspruch zu erheben (z.B. Widerspruch gegen die Ausgabe von Gewinnanteilsscheinen, Widerspruch gegen die Niederschrift über die Hauptversammlung, Widerspruch gegen Umwandlungsbeschluss).

Anfechtungsrecht

Jeder Aktionär ist berechtigt, Hauptversammlungsbeschlüsse anzufechten, wobei eine Anfechtung die nachträgliche Aufhebung eines wirksam zustande gekommenen Beschlusses bewirken kann. Anfechtbar sind alle Beschlüsse, die Gesetze oder die Satzung 5 verletzen, aber keine Nichtigkeit begründen. Aktionäre haben Widerspruch zu Protokoll zu erheben, um anfechtungsberechtigt zu sein.

2.6 BESCHRÄNKUNG DER ÜBERTRAGBARKEIT UND NOMINEE-EINTRAGUNGEN

Die KTM Industries AG hat nur Inhaberaktien ausstehend. Es gibt weder eine Beschränkung der Übertragbarkeit noch gesellschaftliche Regeln zu Nominee-Eintragungen.

2.7 WANDELANLEIHEN UND OPTIONEN

Die KTM Industries AG hat weder Wandel- noch Optionsrechte ausgegeben.

3. AUFSICHTSRAT

3.1 / 3.2 / 3.3 / 3.4 MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS, WEITERE TÄTIGKEITEN UND INTERESSENBINDUNGEN, KREUZVERFLECHTUNGEN, WAHL UND AMTSZEIT

Der Aufsichtsrat besteht aus mindestens drei von der Hauptversammlung einzeln gewählten Mitgliedern und so vielen Arbeitnehmervertretern, wie gemäß § 110 Abs 1 des österreichischen Arbeitsverfassungsgesetzes erforderlich. Die Aufsichtsratsmitglieder werden von der Hauptversammlung höchstens für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung gewählt, die über die Entlastung für das vierte Geschäftsjahr nach der Wahl beschließt; hierbei wird das Geschäftsjahr in dem das einzelne Aufsichtsratsmitglied gewählt wird, nicht mitgerechnet.

Mitglieder eines Aufsichtsrates einer österreichischen Aktiengesellschaft gelten im Sinne der schweizerischen Rechtsterminologie als nicht-exekutive Organmitglieder.

Der Aufsichtsrat der KTM Industries AG bestand im Geschäftsjahr 2018 aus vier Mitgliedern und setzte sich wie folgt zusammen:

Name
Geburtsjahr
Funktion für die
KTM Industries AG
Erstbestellung Ende der laufenden
Funktionsperiode
Führungsaufgaben für eine Konzern
gesellschaft der KTM Industries AG
Josef Blazicek
geb. 1964
Aufsichtsrats
vorsitzender
2008 Hauptversammlung die
über das Geschäftsjahr
2020 beschließt
Pierer Industrie AG (Österreich)
(Stellvertretender Vorsitzender des
Aufsichtsrats)
Dr. Ernst Chalupsky
geb. 1954
Stellvertreter des
Vorsitzenden des
Aufsichtsrates
2014 Hauptversammlung die
über das Geschäftsjahr
2020 beschließt
Pierer Industrie AG (Österreich)
(Vorsitzender des Aufsichtsrates)
KTM AG (Österreich)
(Aufsichtsratsmitglied)
Mag. Klaus Rinnerberger
geb. 1964
Mitglied des
Aufsichtsrates
2015 Hauptversammlung die
über das Geschäftsjahr
2019 beschließt
Pierer Industrie AG (Österreich)
(Vorstandsmitglied)
Ing. Alfred Hörtenhuber
geb. 1955
Mitglied des
Aufsichtsrates
2018
(26.04.2018)
Hauptversammlung die
über das Geschäftsjahr
2022 beschließt
Pierer Industrie AG (Österreich)
(Vorstandsmitglied)
Mag. Gerald Kiska
geb. 1959
Mitglied des Auf
sichtsrates
2014 26. April 2018 Pierer Industrie AG (Österreich)
(Vorstandsmitglied)
• Kiska GmbH (Österreich) (Geschäftsführer)

5 Die Satzung ist auf der Webseite der KTM Industries AG abrufbar: https://www.ktm-industries.com/wp-content/uploads/2018/10/26.04.2018_SATZUNG-KTM-Industries-AG_finaleVersion.pdf Josef Blazicek (geb. 1964), österreichischer Staatsbürger, war nach Abschluss der Matura als Unternehmer tätig. Er begann seine Karriere bei der GIRO Credit Bank der Österreichischen Sparkassen AG im Bereich International Sales. Ab 1989 war er Leiter der Trading Abteilung der ERSTE BANK AG, bis er im Jahr 1991 dieselbe Funktion bei der INVESTMENTBANK AUSTRIA AG übernahm, wo er unter anderem Mitglied der Bank Austria Securities Ltd. in New York war. Zwischen 1997 und 2000 war Josef Blazicek als Head of Syndications für die ICE Securities Ltd. in London beschäftigt. Danach folgte bis zum Jahr 2003 die Tätigkeit als Geschäftsführender Gesellschafter der OCEAN Equities Ltd. in London. Seit 2000 ist er in der QINO Gruppe in verschiedenen führenden Funktionen tätig.

Im Aufsichtsrat der Gesellschaft ist Josef Blazicek seit dem Jahr 2008 vertreten. Derzeit übt Josef Blazicek die Funktion des Aufsichtsratsvorsitzenden der KTM Industries AG aus. Die laufende Funktionsperiode endet mit dem Ablauf der Hauptversammlung, die über das Geschäftsjahr 2020 beschließt.

Dr. Ernst Chalupsky, M.B.L.-HSG (geb. 1954), österreichischer Staatsbürger, ist Rechtsanwalt und Partner der international vertretenen Rechtsanwaltskanzlei SCWP Schindhelm. Dr. Ernst Chalupsky ist nach Abschluss seines Studiums an der Johannes Kepler Universität Linz und seiner Ausbildung als Rechtsanwaltsanwärter in einer renommierten oberösterreichischen Sozietät seit 1982 als Rechtsanwalt in Wels tätig. Bis zur Fusion mit Saxinger & Baumann zu SCWP im Jahre 2000 war Dr. Ernst Chalupsky als Partner in der Sozietät Chalupsky & Gumpoldsberger in Wels tätig. 1996/1997 absolvierte Dr. Ernst Chalupsky an der Universität St. Gallen das Masterstudium "Europäisches und internationales Wirtschaftsrecht".

Im Aufsichtsrat der Gesellschaft ist Dr. Ernst Chalupsky seit dem Jahr 2014 vertreten. Derzeit übt Dr. Ernst Chalupsky die Funktion des Stellvertreters des Aufsichtsratsvorsitzenden der KTM Industries AG aus. Die laufende Funktionsperiode endet mit dem Ablauf der Hauptversammlung, die über das Geschäftsjahr 2020 beschließt.

Dr. Ernst Chalupsky ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Saxinger, Chalupsky & Partner Rechtsanwälte GmbH. Die KTM Industries-Gruppe wird von der Saxinger, Chalupsky & Partner Rechtsanwälte GmbH in Rechtsangelegenheiten beraten. Die Beratungsleistungen werden zu marktüblichen Bedingungen in Anspruch genommen.

Mag. Klaus Rinnerberger (geb. 1964), österreichischer Staatsbürger, begann 1987 nach Abschluss des Jurastudiums in Wien seine berufliche Laufbahn als Auditor und Consultant bei Arthur Andersen & Co. Danach nahm er diverse Führungsfunktionen in der Automobilindustrie, u.a. als Mitglied des Vorstandes der Magna Automobiltechnik AG sowie der Magna Steyr AG ein. 2009 wechselte er in den Vorstand der Polytec Holding AG und hatte nach Herauslösung der Peguform aus der Polytec bis Dezember 2011 die Rolle des CEO der Peguform Gruppe inne.

Im Aufsichtsrat der Gesellschaft ist Mag. Klaus Rinnerberger seit dem Jahr 2015 vertreten. Die laufende Funktionsperiode endet mit dem Ablauf der Hauptversammlung, die über das Geschäftsjahr 2019 beschließt.

Ing. Alfred Hörtenhuber (geb. 1955), österreichischer Staatsbürger, begann nach der Matura im Jahr 1975 seine berufliche Karriere bei der K. Rosenbauer KG in Leonding als Vertriebsassistent und später Exportleiter für Westeuropa. Er absolvierte berufsbegleitende Managementausbildungen am MSZG St. Gallen und am IMD Lausanne. 1985 trat er in die Miba-Gruppe zuerst als Marketingleiter, ab 1990 als Vorstand für Marketing, Forschung und Entwicklung in der Miba Sintermetall AG ein. 1998 wurde er CEO der Miba Friction Group und Mitglied des Vorstands in der Miba Holding AG. Seit dem 6. Februar 2008 ist Alfred Hörtenhuber im Management der KTM Industries-Gruppe tätig. Herr Ing. Alfred Hörtenhuber war in der Zeit vom 2. Juni 2015 bis zum 31. Dezember 2017 Vorstandsmitglieder KTM Industries AG. Seit 1. Jänner 2018 ist er Mitglied des Vorstandes der Pierer Industrie AG.

Im Aufsichtsrat der Gesellschaft ist Ing. Alfred Hörtenhuber seit dem 26. April 2018 vertreten. Die laufende Funktionsperiode endet mit dem Ablauf der Hauptversammlung, die über das Geschäftsjahr 2022 beschließt.

Mag. Gerald Kiska (geb. 1959), österreichischer Staatsbürger, arbeitete nach Absolvierung der Hochschule für Gestaltung in Linz in verschiedenen Designbüros und Agenturen im In- und Ausland; darunter Interform Design in Wolfsburg, Form Orange in Götzis, Agentur Idea, Stuttgart und Porsche Design in Zell am See. 1990 gründete er sein eigenes Designunternehmen in Anif/ Salzburg. Von 1994 bis 1995 lehrte Herr Kiska im Rahmen einer Gastprofessur an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, von 1995 bis 2002 engagierte er sich als Gründer und Dozent an der Fachhochschule für Industrial Design in Graz und bis 2003 hatte er eine Gastprofessur an der Universität für Gestaltung Linz inne.

Im Aufsichtsrat der Gesellschaft war Mag. Gerald Kiska von 2014 bis 26. April 2018 vertreten.

Von der Kiska GmbH, deren geschäftsführender Gesellschafter das Aufsichtsratsmitglied Gerald Kiska ist, werden zu marktüblichen Bedingungen Beratungs- und Dienstleistungen in Anspruch genommen.

Die nachfolgende Tabelle enthält die Namen der Unternehmen und Gesellschaften, bei denen die aktuellen Mitglieder des Aufsichtsrats der KTM Industries AG – nach Kenntnis der Gesellschaft – während der letzten drei Berichtsperioden Mitglied eines Verwaltungs-, Geschäftsführungs- oder Aufsichtsorgans bzw. Partner waren. Aus der Spalte "noch aufrecht" ergibt sich jeweils, ob die Mitgliedschaft in diesen Organen oder als Partner noch weiter fortbesteht:

AUFSICHTSRAT GESELLSCHAFT POSITION NOCH AUFRECHT
Josef Blazicek
KTM Industries AG AR-Vorsitzender Ja
KTM AG AR-Vorsitzender Nein
All for One Steeb AG AR-Vorsitzender Ja
Pierer Industrie AG AR-Mitglied /stellvertretender Vorsitzender Ja
Pankl Racing Systems AG AR-Mitglied /stellvertretender Vorsitzender Ja
QINO Group Holding AG (vormals Swissburg AG) Verwaltungsrat Nein
QINO AG (vormals QINO CAPITAL PARTNERS AG) Verwaltungsrat Nein
QINO JB LTD Geschäftsführender Gesellschafter Ja
QINO PIPE ONE LTD Executive Director Ja
QCP Swiss AG Verwaltungsrat Nein
Triplan AG AR-Mitglied Nein
BF HOLDING AG AR-Mitglied Nein
KTM Immobilien GmbH
(vormals KTM Motorrad AG)
AR-Mitglied Nein
W Verwaltungs AG AR-Vorsitzender Nein
OCEAN Advisory GmbH (Gesellschaft gelöscht) Geschäftsführer Nein
OCEAN Consulting GmbH Gesellschafter Ja
Qino Asset Management & Advisory Ltd. Executive Director Nein
BEKO Engineering & Informatik GmbH AR-Mitglied Ja
Pankl SHW Industries AG AR-Mitglied /stellvertretender Vorsitzender Ja
Pankl Vermögensverwaltung AG
(Gesellschaft gelöscht)
AR-Mitglied Nein
Dr. Ernst Chalupsky
KTM Industries AG AR-Mitglied /stellvertretender Vorsitzender Ja
Pierer Industrie AG AR-Vorsitzender Ja
KTM AG AR-Mitglied Ja
Wirtschaftspark Wels Errichtungs- und
Betriebsaktiengesellschaft
AR-Mitglied Ja
TGW Logistics Group GmbH AR-Mitglied Ja
MCGA Beteiligungs- und verwaltungs-GmbH Gesellschafter/Geschäftsführer Ja
Saxinger, Chalupsky & Partner Rechtsanwälte
GmbH
Gesellschafter/Geschäftsführer Ja
W Verwaltungs AG AR-Mitglied /stellvertretender Vorsitzender Nein
Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH Gesellschafter Nein
Privatstiftung Herman Greiner Vorstand Ja
TGW Future Privatstiftung Vorstand Ja
MAGELLAN - Privatstiftung Vorstandsvorsitzender Ja
GIRASOL Privatstiftung Vorstand Ja
Pankl SHW Industries AG AR-Mitglied Ja
AUFSICHTSRAT GESELLSCHAFT POSITION NOCH AUFRECHT
Mag. Klaus Rinnerberger
KTM Industries AG AR-Mitglied Ja
CROSS Industries AG Vorstand Nein
(nunmehr KTM Industries AG)
Pierer Industrie AG Vorstand Ja
W Verwaltungs AG AR-Mitglied Nein
PF Beteiligungsverwaltungs GmbH Geschäftsführer Ja
Pankl SHW Industries GmbH Geschäftsführer Nein
(nunmehr Pankl SHW Industries AG) Vorstand Ja
SHW AG AR-Vorsitzender Ja
Schwäbische Hüttenwerke Automotive GmbH AR-Vorsitzender Ja
Schachinger Logistik Holding GmbH Leiter des Beirates Ja
Ing. Alfred Hörtenhuber
KTM Industries AG AR-Mitglied Ja
Vorstand Nein
Pierer Industrie AG (Österreich) Vorstand Ja
SHW AG (Deutschland) AR-Mitglied /stellvertretender Vorsitzender Ja
Schwäbische Hüttenwerke Automotive GmbH AR-Mitglied /stellvertretender Vorsitzender Ja
WP Components GmbH Geschäftsführer Nein
KinderPalliativNetzwerk GmbH Gesellschafter Ja
KTM Components GmbH Geschäftsführer Nein
WP Immobilien GmbH Geschäftsführer Nein
W Verwaltungs AG Geschäftsführer/ Vorstand Nein
Pankl Vermögensverwaltung AG
(Gesellschaft gelöscht)
AR-Mitglied Nein
Pankl Racing Systems AG AR-Mitglied Ja
Mag. Gerald Kiska
KTM Industries AG AR-Mitglied Nein
Kiska GmbH Gesellschafter/Geschäftsführer Nein /Ja
Kiska Beteiligungs GmbH Gesellschafter/Geschäftsführer Ja
Kiska Holding GmbH Gesellschafter/Geschäftsführer Ja
Österreichische DESIGN Privatstiftung
(Gesellschaft gelöscht)
Vorstand Nein
KTM Technologies GmbH Geschäftsführer Ja
Pierer Industrie AG AR-Mitglied Ja
KTM Innovation GmbH Geschäftsführer Ja
W Verwaltungs AG (vormals WP AG) AR-Mitglied Nein

Darüber hinaus bestehen für die Mitglieder des Aufsichtsrates keine weiteren wesentlichen keine wesentlichen Tätigkeiten, Interessenbindungen und Kreuzverflechtungen.

3.5 INTERNE ORGANISATION

3.5.1 Aufgabenteilung im Aufsichtsrat

Es wird auf die Ausführungen des Corporate Governance Berichtes nach den Bestimmungen des ÖCGK verwiesen (Zusammensetzung des Aufsichtsrats, Seite 41).

3.5.2 Personelle Zusammensetzung sämtlicher Aufsichtsratsausschüsse, deren Aufgaben und Kompetenzabgrenzung

Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte einen Prüfungsausschuss gebildet. Die Aufgaben eines Vergütungsausschusses und eines Nominierungsausschusses werden aus Effizienzgründen vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen, da der Aufsichtsrat der KTM Industries AG aus nicht mehr als 6 Mitgliedern besteht.

Es wird auf die Ausführungen des Corporate Governance Berichtes nach den Bestimmungen des ÖCGK verwiesen (Ausschüsse des Aufsichtsrats und deren Mitglieder, Seiten 41 - 42).

3.5.3 Arbeitsweise des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse

Es wird auf die Ausführungen des Corporate Governance Berichtes nach den Bestimmungen des ÖCGK verwiesen (Arbeitsweise des Aufsichtsrats, Seiten 40 - 41).

3.6 KOMPETENZREGELUNG

Der Vorstand einer österreichischen Aktiengesellschaft leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung. Ein Weisungsrecht des Aufsichtsrates oder der Hauptversammlung besteht daher nicht. Allerdings hat der Vorstand nach dem österreichischen Aktiengesetz vor dem Abschluss bestimmter außergewöhnlicher Geschäfte die Zustimmung des Aufsichtsrates einzuholen. Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und erörtert mit ihm in regelmäßigen Abständen den Stand der Strategieumsetzung.

Dem Aufsichtsrat obliegen die Bestellung und die Abberufung des Vorstands sowie insbesondere die Überprüfung der laufenden Geschäftstätigkeit des Vorstandes. Zu diesem Zweck informiert der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig über seine Tätigkeit.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden insgesamt sechs Aufsichtsratssitzungen und somit jeweils mindestens eine pro Quartal abgehalten. Die Sitzungen dauerten durchschnittlich rund zweieinhalb Stunden. Weiters fanden zwei Sitzungen des Prüfungsausschusses statt; die Sitzungen dauerten durchschnittlich rund eine Stunde (siehe dazu auch Corporate Governance Bericht nach den Bestimmungen des ÖCGK, Arbeitsweise des Aufsichtsrats, Seiten 40 - 41).

3.7 INFORMATIONS- UND KONTROLLINSTRUMENTE GEGENÜBER DEM VORSTAND

Die KTM Industries AG verfügt über ein kein eigenes Risikomanagement-System. Im Hinblick auf die Unternehmensgröße wurde keine eigene Stabstelle "Interne Revision" eingerichtet. Es ist jedoch eine interne Kontroll- und Reportingsystematik aufgesetzt, die den Vorstand in die Lage versetzt, Risiken zu erkennen und rasch darauf zu reagieren. Der Aufsichtsrat, insbesondere der Prüfungsausschuss, wird regelmäßig über die internen Kontrollmechanismen und das Risikomanagement im Konzern informiert.

Im Rahmen der internen Kontroll- und Reportingsystematik werden die erkennbaren Risiken in zahlreichen Bereichen des Unternehmens laufend erhoben und bewertet; die wesentlichen Ergebnisse werden vom Vorstand beurteilt und dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gebracht. Weitere Informationen zum Risikomanagement finden sich im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2018.

Das Management-Informations-System der Gesellschaft bündelt eine Vielzahl von leistungsmessenden Indikatoren aus verschiedenen Bereichen der KTM Industries-Gruppe sowie umfassende finanzielle Informationen und stellt diese dem Management der Gesellschaft zeitnah in aufbereiteter Weise elektronisch zur Verfügung. Der Aufsichtsrat erhält monatliche sowie quartalsweise Berichte auf Basis von Informationen im Management-Informations-System.

4. VORSTAND

4.1 / 4.2 MITGLIEDER DES VORSTANDS, WEITERE TÄTIGKEITEN UND INTERESSENBINDUNGEN

Soweit nachfolgend nichts Gegenteiliges aufgeführt ist, existieren bezüglich der Mitglieder des Vorstands keine weiteren aufführungspflichtigen Tätigkeiten und Interessenbindungen.

Der Vorstand der KTM Industries AG bestand im Geschäftsjahr 2018 wie folgt zusammen:

Name
Geburtsjahr
Funktion Erstbestellung Ende der laufenden
Funktionsperiode
Verantwortungsbereiche
DI Stefan Pierer
geb. 1956
Vorstandsmitglied
(CEO)
2. Juni 2015 31. Dezember 2023 strategische und operative Gesamtleitung
strategisches/operatives Management
der KTM-Gruppe
Mag. Friedrich Roithner
geb. 1963
Vorstandsmitglied
(CFO)
2. Juni 2015 31. Dezember 2023 Finanzen
(Konzern)Rechnungswesen
Steuerangelegenheiten
Rechtsangelegenheiten
Mag. Hubert Trunkenpolz
geb. 1962
Vorstandsmitglied 1. Jänner 2018 31. Dezember 2023 Vertrieb
Marketing
Kundendienst
DI Harald Plöckinger
geb. 1961
Vorstandsmitglied 1. Jänner 2018 28. Februar 2019 Produktion
Einkauf
Logistik
Business Development
Wolfgang Plasser
geb. 1962
Vorstandsmitglied 2. Juni 2015 28. Juni 2018 strategisches und operatives Management
der Pankl-Gruppe

DI STEFAN PIERER (geb. 1956), österreichischer Staatsbürger, begann seine Karriere 1982 bei der HOVAL GmbH, nach dem Abschluss seiner Ausbildung an der Montanuniversität Leoben (Betriebs- und Energiewirtschaft), in Marchtrenk. Dort war DI Stefan Pierer als Vertriebsassistent und später als Vertriebsleiter für Oberösterreich und als Prokurist tätig. 1987 gründete DI Stefan Pierer die nunmehrige KTM Industries-Gruppe. Die KTM Industries-Gruppe ist eine österreichische Industriebeteiligungsgruppe, die sich sowohl strategisch als auch operativ auf den Motorrad- und Fahrzeugindustriesektor konzentriert. DI Stefan Pierer ist Vorstandsvorsitzender der KTM Industries AG.

Weitere wesentliche Funktionen im Konzern:

Vorstandsvorsitzender der KTM AG

  • Aufsichtsratsvorsitzender der W Verwaltungs AG
  • Vorstandsvorsitzender der Pierer Industrie AG

Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften:

  • Aufsichtsratsvorsitzender der Pankl Racing Systems AG
  • Aufsichtsratsmitglied der SHW AG
  • Aufsichtsratsmitglied der Pankl SHW Industries AG
  • Aufsichtsratsmitglied der Schwäbische Hüttenwerke Automotive GmbH
  • Aufsichtsratsvorsitzender der Wirtschaftspark Wels Errichtungs- und Betriebs-Aktiengesellschaft
  • Verwaltungsrat der swisspartners Group AG
  • Verwaltungsrat der Pierer Swiss AG

MAG. FRIEDRICH ROITHNER (geb. 1963), österreichischer Staatsbürger, war nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Linz bei einer international tätigen Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungskanzlei als Revisionsassistent (Schwerpunkt Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung) tätig. Ab 1992 war Mag. Friedrich Roithner bei der Austria Metall AG tätig, wo er von 2002 bis 2006 Mitglied des Vorstandes war. Seit Ende 2007 ist Friedrich Roithner im Management der KTM Industries-Gruppe tätig. Mag. Friedrich Roithner ist der stellvertretende Vorstandsvorsitzende und Finanzvorstand der KTM Industries AG.

Weitere wesentliche Funktionen im Konzern:

  • Vorstand der Pierer Industrie AG
  • Aufsichtsratsvorsitzender der KTM AG
  • Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden der W Verwaltungs AG
  • Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden der KTM Components GmbH

Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften:

  • Aufsichtsratsmitglied der Pankl Racing Systems AG
  • Aufsichtsratsmitglied der SHW AG
  • Aufsichtsratsmitglied der Pankl SHW Industries AG
  • Aufsichtsrat der Wirtschaftspark Wels Errichtungs- und Betriebs-Aktiengesellschaft

MAG. HUBERT TRUNKENPOLZ (geb. 1962), österreichischer Staatsbürger, begann im Anschluss an sein Studium an der Johannes Kepler Universität Linz (Betriebswirtschaftslehre) seine Karriere bei der ISA Audivisual Communication Corp. als Marketing Manager und später bei der TRUMAG als Sales Manager/Geschäftsführer. Seit 1992 ist er für die CROSS-Gruppe (nunmehr KTM Industries Gruppe) tätig und seit 2004 Vorstand in der KTM Gruppe. Seit 2007 ist Hubert Trunkenpolz auch Mitglied des Vorstandes der KTM AG und seit 2018 ist er im Vorstand der KTM Industries AG.

Weitere wesentliche Funktionen im Konzern:

  • Vorstandsmitglied der KTM AG
  • Geschäftsführer der KTM Sportmotorcycle GmbH
  • Geschäftsführer der Husqvarna Motorcycles GmbH
  • Aufsichtsratsmitglied der W Verwaltungs AG

Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften: Keine

DI HARALD PLÖCKINGER (geb. 1961), österreichischer Staatsbürger, beendete seine Ausbildung an der Technischen Universität Graz (Maschinenbau) und begann seine Karriere bei der BMW-Gruppe im Bereich Motorenentwicklung. Im Zeitraum von 1990 bis 2004 war er als Prokurist, Produktionsleiter, Leiter der strategischen Planung und anschließend als Geschäftsführer bei Bombardier-Rotax tätig. Seit 2004 ist Harald Plöckinger als Vorstand in der KTM Gruppe sowie seit 2007 auch als Vorstandsmitglied der KTM AG tätig. Seit 2018 ist er auch im Vorstand der KTM Industries AG. Mit Ablauf des 28. Februar 2019 ist DI Harald Plöckinger auf dem Vorstand der KTM Industries AG ausgeschieden.

Weitere wesentliche Funktionen im Konzern:

  • Vorstand der KTM AG
  • Vorstand der W Verwaltungs AG
  • Aufsichtsratsvorsitzender der KTM Components GmbH

Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften:

  • Aufsichtsratsmitglied der Pankl Racing Systems AG
  • Aufsichtsratsmitglied der eww ag

MAG. WOLFGANG PLASSER (geb. 1962), österreichischer Staatsbürger, hat das Studium der Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien absolviert. Wichtige Stationen seiner Berufslaufbahn sind seine Tätigkeiten bei der KPMG, der Investment Bank Austria, sein Wirken als Finanzvorstand der Vossen AG sowie bei der Ocean Consulting GmbH. Mag. Wolfgang Plasser ist seit 2004 im Vorstand der Pankl Racing Systems AG und ist dort seit 2006 als Vorstandsvorsitzender tätig. Mag. Wolfgang Plasser ist Vorstandsmitglied der Gesellschaft.

Herr Mag. Wolfgang Plasser ist mit 28. Juni 2018 aus dem Vorstand der KTM Industries AG ausgeschieden.

Weitere wesentliche Funktionen im Konzern:

Keine

Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften:

  • Vorstandsvorsitzender der Pankl Racing Systems AG
  • Aufsichtsratsvorsitzender der Pankl Systems Austria GmbH
  • Aufsichtsratsvorsitzender der Pankl Holdings, Inc. (CA)
  • Aufsichtsratsmitglied der Pankl Aerospace Systems, Inc.
  • Aufsichtsratsmitglied der CP-Carrillo, Inc.
  • Vorstandsmitglied der Pierer Industries AG

Die nachfolgende Tabelle enthält die Namen der Unternehmen und Gesellschaften, bei denen die aktuellen Mitglieder des Vorstands – nach Kenntnis der Gesellschaft – während der letzten fünf Jahre Mitglied eines Verwaltungs-, Geschäftsführungs- oder Aufsichtsorgans bzw. Partner waren. Aus der Spalte "noch aufrecht" ergibt sich jeweils, ob die Mitgliedschaft in diesen Organen oder als Partner noch weiter fortbesteht:

VORSTAND GESELLSCHAFT POSITION NOCH AUFRECHT
DI Stefan Pierer
KTM Industries AG Vorstand Ja
AR-Vorsitzender Nein
W Verwaltungs AG AR-Vorsitzender Ja
Pierer Konzerngesellschaft mbH Gesellschafter/Geschäftsführer Ja
KTM AG Vorstandsvorsitzender Ja
KTM Immobilien GmbH
(vormals KTM Motorrad AG)
Vorstandsvorsitzender Nein
Pierer Industrie AG Vorstand Ja
Pierer Beteiligungs GmbH Geschäftsführer Ja
K KraftFahrZeug Holding GmbH Geschäftsführer Ja
PF Beteiligungsverwaltungs GmbH Geschäftsführer Ja
PIERER Immobilien GmbH Geschäftsführer Ja
PS GmbH (Gesellschaft gelöscht) Geschäftsführer Nein
Pierer Immobilien GmbH & Co KG Geschäftsführer der Komplementärin Pierer
Immobilien GmbH; Vorstand der
Kommanditistin Pierer Industrie AG
Ja
Pierer Invest Beteiligungs GmbH (Gesellschaft
gelöscht)
Geschäftsführer Nein
UIAG Beteiligungs GmbH (vormals RK Invest
Holding GmbH)
Geschäftsführer Nein
SP GmbH (Gesellschaft gelöscht) Geschäftsführer Nein
Wohnbau-west Bauträger Gesellschaft m.b.H. Geschäftsführer Ja
ATHOS Immobilien Aktiengesellschaft AR-Mitglied Nein
BF HOLDING AG AR-Vorsitzender Nein
Pankl Racing Systems AG AR-Vorsitzender Ja
Wirtschaftspark Wels Errichtungs- und
Betriebs-Aktiengesellschaft
AR-Vorsitzender Ja
Privatstiftung Christina Vorstandsvorsitzender Ja
Österreichische DESIGN Privatstiftung (Gesell
schaft gelöscht)
Vorstandsvorsitzender Nein
Stossier Privatstiftung Vorstandsvorsitzender Ja
Swisspartners AG Verwaltungsrat Ja
Pierer Swiss AG Verwaltungsrat Ja
QINO AG (vormals QINO CAPITAL PARTNERS AG) Verwaltungsrat Ja
QCP Swiss AG Verwaltungsrat Nein
WP Immobilien GmbH
(vormals CROSS Immobilien AG)
Vorstandsvorsitzender, AR-Vorsitzender Nein
KTM Logistikzentrum GmbH (vormals Oberbank
Mattigtal Immobilienleasing GmbH)
Geschäftsführer Nein
Pierer Finanzierungsgesellschaft m.b.H.
(Gesellschaft gelöscht)
Geschäftsführer Nein
Seestern Holding GmbH
(mit Verschmelzungsvertrag vom 23.07.2013
wurde diese Gesellschaft als übertragende
Gesellschaft mit der Pierer Industrie AG (FN
290677 t) als übernehmender Gesellschaft
verschmolzen.)
Geschäftsführer Nein
WP Performance Systems GmbH
(nunmehr KTM Components GmbH)
AR-Mitglied /stellvertretender Vorsitzender Nein
VORSTAND GESELLSCHAFT POSITION NOCH AUFRECHT
Pierer Liegenschaft GmbH Gesellschafter/Geschäftsführer Ja /Ja
PIERER IMMOREAL GmbH Gesellschafter/Geschäftsführer Nein /Ja
Pankl Vermögensverwaltung AG
(Gesellschaft gelöscht)
AR-Vorsitzender Nein
P Immobilienverwaltung GmbH Geschäftsführer Ja
SHW AG AR-Mitglied Ja
Pankl SHW Industries GmbH
(vormals SHW Beteiligungs GmbH)
Geschäftsführer Nein
Pankl SHW Industries AG
(vormals Pankl SHW Industries GmbH)
AR-Vorsitzender Ja
Schwäbische Hüttenwerke Automotive GmbH AR-Mitglied Ja
PB Gastro GmbH Geschäftsführer Ja
KTM Components GmbH AR-Mitglied Nein
Mag. Friedrich Roithner
KTM Industries AG Vorstand
AR-Mitglied
Ja
Nein
W Verwaltungs AG AR-Mitglied /stellvertretender Vorsitzender Ja
(vormals WP AG, vormals CROSS Motorsport
Systems GmbH)
Vorstand
Geschäftsführer
Nein
Nein
KTM AG AR-Vorsitzender
Vorstand
Ja
Nein
Pierer Industrie AG Vorstand Ja
Pierer Beteiligungs GmbH Geschäftsführer Ja
K KraftFahrZeug Holding GmbH Geschäftsführer Ja
Durmont Teppichbodenfabrik GmbH
(nunmehr AGM Durmont Austria GmbH)
Geschäftsführer Nein
PF Beteiligungsverwaltungs GmbH Geschäftsführer Ja
Pankl Racing Systems AG AR-Mitglied Ja
BF HOLDING AG AR-Mitglied Nein
Wirtschaftspark Wels Errichtungs- und
Betriebs-Aktiengesellschaft
AR-Mitglied Ja
WP Immobilien GmbH
(vormals CROSS Immobilien AG)
Vorstandsvorsitzender, Geschäftsführer Nein
CROSS Automotive Beteiligungs GmbH
(Gesellschaft gelöscht)
Geschäftsführer Nein
CROSS Automotive Holding GmbH
(Gesellschaft gelöscht)
Geschäftsführer Nein
CROSS Lightweight Technologies Holding GmbH
(Gesellschaft gelöscht)
Geschäftsführer Nein
KTM Immobilien GmbH (Gesellschaft gelöscht) Geschäftsführer Nein
Oberbank Mattigtal Immobilienleasing GmbH
(nunmehr KTM Logistikzentrum GmbH)
Geschäftsführer Nein
Seestern Holding GmbH Geschäftsführer Nein
Pierer Invest Beteiligungs GmbH
(Gesellschaft gelöscht)
Geschäftsführer Nein
WP Performance Systems GmbH
(nunmehr KTM Components GmbH)
AR-Mitglied Ja
PIERER IMMOREAL GmbH
(vormals Pierer Anlagenbau GmbH)
Geschäftsführer Ja
SHW AG AR-Mitglied Ja
Pankl SHW Industries AG Geschäftsführer Nein
(vormals SHW Beteiligungs GmbH)
Pankl SHW Industries AG
(vormals Pankl SHW Industries GmbH)
AR-Mitglied Ja
Abatec group GmbH AR-Vorsitzender Ja
VORSTAND GESELLSCHAFT POSITION NOCH AUFRECHT
Mag. Hubert Trunkenpolz
KTM Industries AG Vorstand Ja
KTM AG Vorstand Ja
Husqvarna Motorcycles GmbH Geschäftsführer Ja
KTM Sportcar GmbH Geschäftsführer Ja
KTM Sportmotorcycle GmbH Geschäftsführer Ja
KTM Österreich GmbH Geschäftsführer Nein
TRUE Management & Investment GmbH Geschäftsführer/Gesellschafter Ja
KTM Immobilien GmbH Vorstand Nein
W Verwaltungs AG AR-Mitglied Ja
Trodat Trotec Holding GmbH Vorstandsvorsitzender Nein
DI Harald Plöckinger
KTM Industries AG Vorstand Ja
KTM AG Vorstand Ja
W Verwaltungs AG Vorstand Ja
AR-Vorsitzender Nein
KTM Immobilien GmbH Geschäftsführer Nein
(vormals KTM Motorrad AG, vormals
KTM-Sportmotorcycle AG)
Vorstand Nein
KTM Logistikzentrum GmbH Geschäftsführer Nein
KTM Components GmbH AR-Vorsitzender Ja
Pankl Racing Systems AG AR-Mitglied Ja
eww ag AR-Mitglied Ja
Wels Strom AG AR-Mitglied Nein
KTM Sportcar GmbH Geschäftsführer Nein
Mag. Wolfgang Plasser
KTM Industries AG Vorstand Nein
Pankl Racing Systems AG Vorstandsvorsitzender Ja
CROSS Motorsport Systems AG
(nunmehr W Verwaltungs AG)
Vorstand Nein
CROSS Motorsport Systems GmbH
(nunmehr W Verwaltungs AG)
Geschäftsführer Nein
OCEAN Advisory GmbH (Gesellschaft gelöscht) Geschäftsführer Nein
OCEAN Consulting GmbH Gesellschafter/Geschäftsführer Ja
Pankl Holdings, Inc. (CA) AR-Vorsitzender Ja
Pankl Aerospace Systems, Inc AR-Mitglied Ja
CP-Carrillo, Inc AR-Mitglied Ja
Pankl Holdings, Inc. (NV) AR-Vorsitzender Nein
CP-Carrillo, LLC AR-Mitglied Nein
Performance Equipment Company, LLC AR-Mitglied Nein
Pankl Systems Austria GmbH AR-Vorsitzender Ja
Pankl Vermögensverwaltung AG (
Gesellschaft gelöscht)
Vorstand Nein
Pankl Engine Systems, Inc AR-Mitglied Nein
Pierer Industrie AG Vorstand Ja
SHW AG Vorstandsvorsitzender Ja

4.3 MANAGEMENTVERTRÄGE

Es existieren keine Managementverträge.

5. ENTSCHÄDIGUNGEN, BETEILIGUNGEN UND DARLEHEN

5.1 INHALT UND FESTSETZUNGSVERFAHREN DER ENTSCHÄDIGUNGEN UND DER BETEILIGUNGSPROGRAMME

Es wird auf die Ausführungen des Corporate Governance Berichtes nach den Bestimmungen des ÖCGK verwiesen (Vergütungsbericht, Seiten 43 - 45).

Es besteht kein Programm, das es Mitarbeitern aller Stufen oder Organen der Gesellschaft ermöglicht, Beteiligungen an der Gesellschaft zu erwerben.

5.2 VERGÜTUNGSBERICHT ANALOG ZU ART. 14 BIS 16 VERORDNUNG GEGEN ÜBERMÄSSIGE VERGÜTUNGEN BEI BÖRSENKOTIERTEN AKTIENGESELLSCHAFTEN (VEGÜV)

Es wird auf die Ausführungen des Corporate Governance Berichtes nach den Bestimmungen des ÖCGK verwiesen (Vergütungsbericht, Seiten 43 - 45). An ehemalige Mitglieder des Aufsichtsrates oder des Vorstandes wurde im Berichtsjahr 2018 keinerlei Vergütungen geleistet oder sonstige geldwerte Vorteil gewährt.

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KTM Industries AG hielten zum Stichtag Aktien der Gesellschaft:

PERSON UNMITTELBARER
AKTIENBESITZ
MITTELBARER
AKTIENBESITZ
ANZAHL
AKTIEN
STIMMRECHTE
IN %*
DI Stefan Pierer Nein Ja** 13.945.805 61,88%
Mag. Friedrich Roithner Ja Nein 139.748 0,62%
DI Harald Plöckinger Nein Nein 0 0
Mag. Hubert Trunkenpolz Ja Nein 112.700 0,50%
Mag. Klaus Rinnerberger Ja Nein 139.748 0,62%
Josef Blazicek Ja Ja 145.000 0,64%
Dr. Ernst Chalupsky Ja Nein 26.463 0,12%
Ing. Alfred Hörtenhuber Ja Nein 40.300 0,17%

* gerundet ** über die Pierer Konzerngesellschaft mbH und die Pierer Industries AG

6. MITWIRKUNGSRECHTE DER AKTIONÄRE

6.1 STIMMRECHTSBESCHRÄNKUNG UND -VERTRETUNG

Die KTM Industries AG hat 22.538.674 Stückaktien ausgegeben. Jede Stückaktie gewährt ein Stimmrecht. Es existieren keine Vorzugsaktien oder Einschränkungen für die ausgegebenen Stückaktien. Das Prinzip "One share – one vote" kommt somit zum Tragen. Das Stimmrecht kann auch durch Bevollmächtigte ausgeübt werden. Die Vollmacht muss einer bestimmten Person in Textform erteilt werden, sowie der KTM Industries AG übermittelt werden und von dieser aufbewahrt oder nachprüfbar festgehalten werden.

Es bestehen sohin weder statutarische Stimmrechtsbeschränkungen noch Gruppenklauseln noch Regeln zur Gewährung von Ausnahmen.

6.2 STATUTARISCHE QUOREN

Sofern das Gesetz nicht zwingend eine andere Mehrheit vorschreibt, beschließt die Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, und in jenen Fällen, in denen eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals.

Die Satzung6 der KTM Industries AG sieht keine gegenüber dem österreichischen Aktiengesetz höheren Stimmerfordernisse vor.

6 Die Satzung ist auf der Webseite der KTM Industries AG abrufbar: https://www.ktm-industries.com/wp-content/uploads/2018/10/26.04.2018_SATZUNG-KTM-Industries-AG_finaleVersion.pdf

6.3 / 6.4 EINBERUFUNG DER HAUPTVERSAMMLUNG, TRAKTANDIERUNG

Die Bestimmungen über die Einberufung der Hauptversammlung weichen nicht von den Bestimmungen des österreichischen Aktiengesetzes ab7 .

Die Einberufung ist spätestens am 28. Tag vor einer ordentlichen Hauptversammlung, ansonsten spätestens am 21. Tag vor der Hauptversammlung bekannt zu machen. Die Einberufung wird in der "Wiener Zeitung" veröffentlicht, über ein europäisches Verbreitungssystem bekannt gemacht und auf der Webseite der KTM Industries AG zur Verfügung gestellt.

Die Hauptversammlung wird in der Regel durch den Vorstand der Aktiengesellschaft einberufen.

Daneben hat der Vorstand die Hauptversammlung einzuberufen, wenn Aktionäre, deren Anteile zusammen 5 Prozent des Grundkapitals erreichen, die Einberufung schriftlich unter Vorlage der Tagesordnung und eines Beschlussvorschlags zu jedem Tagesordnungspunkt verlangen und ihr Verlangen begründen. Abweichend von dieser gesetzlichen Bestimmung, kann die Satzung das Recht, die Einberufung der Hauptversammlung zu verlangen, an eine weniger strenge Form oder an den Besitz eines geringeren Anteils am Grundkapital knüpfen. Die Satzung der KTM Industries AG sieht derzeit keine von den gesetzlichen Anforderungen abweichenden Bestimmungen vor8 . Die antragstellenden Aktionäre müssen seit mindestens drei Monaten vor Antragstellung Inhaber der Aktien sein und die Aktien bis zur Entscheidung über den Antrag halten. Wenn die Einberufung nicht vom Vorstand ausgeht, ist dieser zur notwendigen Mitwirkung an der ordnungsgemäßen Einberufung und Vorbereitung der Hauptversammlung verpflichtet.

6.5 AKTIENBUCH

Die KTM Industries AG hat lediglich Inhaberaktien ausstehend und führt demzufolge kein Aktienbuch.

7. KONTROLLWECHSEL UND ABWEHRMASSNAHMEN

7.1 ANGEBOTSPFLICHT

Auf die KTM Industries AG sind aufgrund der Zulassung der Aktien zum Amtlichen Handel der Wiener Börse die Bestimmungen des österreichischen Übernahmegesetzes anwendbar. Das österreichische Übernahmegesetz kennt sowohl verpflichtende als auch freiwillige Übernahmeangebote.

Pflichtangebote

Erlangt ein Bieter (allein oder mit gemeinsam vorgehenden Rechtsträgern) eine kontrollierende Beteiligung an einer börsenotierten österreichischen Gesellschaft, muss er den übrigen Aktionären ein Pflichtangebot nach dem Übernahmegesetz stellen. Eine kontrollierende Beteiligung hält, wer 30% oder mehr der ständig stimmberechtigten Aktien des börsenotierten Unternehmens direkt oder indirekt kontrolliert.

Erwirbt ein Aktionär, der zwar über eine kontrollierende Beteiligung verfügt, jedoch nicht mehr als 50% der stimmberechtigten Aktien auf sich vereint, innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten zusätzlich mindestens 2% der Stimmrechte der Gesellschaft, löst dies ebenfalls eine Angebotspflicht für alle Beteiligungspapiere der Zielgesellschaft aus (creeping-in).

Wird ein kontrollrelevanter Schwellenwert erreicht, ist dies unverzüglich der Übernahmekommission mitzuteilen; die Angebotsunterlage ist der Übernahmekommission binnen 20 Börsetagen ab Kontrollerlangung anzuzeigen.

Die kontrollrelevanten Schwellenwerte können nicht nur durch einzelne Aktionäre, sondern auch durch gemeinsam vorgehende Rechtsträger erreicht werden. Die Melde- und Angebotspflicht kann daher etwa auch durch den Abschluss von Syndikatsverträgen oder sonstige Absprachen ausgelöst werden. Eine gesellschaftsrechtliche Verbindung der gemeinsam vorgehenden Gesellschafter ist dafür nicht erforderlich.

Bei der Berechnung der kontrollrelevanten Schwellenwerte unbeachtet bleiben eigene Aktien, bei denen die Stimmrechte ruhen.

Das Übernahmegesetz kennt auch verschiedene Ausnahmen von der Verpflichtung, ein Pflichtangebot zu stellen. In diesen Fällen ist der Sachverhalt der Übernahmekommission nur anzuzeigen.

7 Siehe dazu die Satzung auf der Webseite der KTM Industries AG:

https://www.ktm-industries.com/wp-content/uploads/2018/10/26.04.2018_SATZUNG-KTM-Industries-AG_finaleVersion.pdf

8 Die Satzung ist auf der Webseite der KTM Industries AG abrufbar:

https://www.ktm-industries.com/wp-content/uploads/2018/10/26.04.2018_SATZUNG-KTM-Industries-AG_finaleVersion.pdf

Um die Interessen der Aktionäre zu schützen, sieht das Übernahmegesetz vor, dass bei einem Pflichtangebot eine doppelte Untergrenze für den Angebotspreis eingehalten werden muss: Der Angebotspreis darf einerseits nicht unter der höchsten Gegenleistung liegen, die der Bieter (oder ein mit ihm gemeinsam vorgehender Rechtsträger) in den letzten zwölf Monaten vor dem Übernahmeangebot für Aktien der Zielgesellschaft leistete. Andererseits darf der Angebotspreis auch nicht unter dem durchschnittlichen nach den jeweiligen Handelsvolumina gewichteten Börsekurs der Aktien der Zielgesellschaft in den letzten sechs Monaten liegen.

Freiwilliges Angebot zur Kontrollerlangung

Ein solches Angebot kann von einem Bieter veröffentlicht werden, der zwar keine kontrollierende Beteiligung an der Zielgesellschaft hält, eine solche Beteiligung aber anstrebt. Die Bestimmungen über die Pflichtangebote, auch hinsichtlich des Mindestpreises, sind sinngemäß anzuwenden.

Angebote, durch die der Bieter eine kontrollierende Beteiligung erlangen könnte, sind kraft Gesetzes dadurch bedingt, dass dem Bieter im Rahmen des Angebots Annahmeerklärungen zugehen, die mehr als 50% der ständig stimmberechtigten Aktien umfassen, die Gegenstand des Angebots sind.

Freiwilliges Angebot

Ein freiwilliges Angebot liegt vor, wenn das Angebot weder Rechtsfolge noch Mittel zur Herbeiführung eines Kontrollwechsels ist. Das freiwillige Angebot wird in der Praxis häufig von bestehenden Kontrollaktionären eingesetzt, um den Streubesitz zu verringern. Beim freiwilligen Angebot ist der Bieter bei der Festsetzung des Angebotspreises keiner gesetzlichen Preisregelung unterworfen und kann daher den Angebotspreis frei bestimmen.

7.2 KONTROLLWECHSELKLAUSELN

Zum Stichtag hat sich die Unternehmensleitung (Vorstand und Aufsichtsrat) nicht durch mit besonderen vertraglichen Vereinbarungen gegen eine unerwünschte Übernahme geschützt.

8. REVISIONSSTELLE

8.1 DAUER DES MANDATS UND AMTSDAUER DES VERANTWORTLICHEN PRÜFUNGSPARTNERS

Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Linz, wurde von der 21. ordentlichen Hauptversammlung zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2018 bestellt. Erstmals zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der Gesellschaft wurde die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft für das Rumpfgeschäftsjahr 1.10.2014 - 31.12.2014 bestellt.

Der verantwortliche Prüfungspartner ist Mag. Ernst Pichler; er trat sein Amt erstmals für das Rumpfgeschäftsjahr 1.10.2014 -31.12.2014 an.

8.2 REVISIONSHONORAR

Es wird auf die Ausführungen des Corporate Governance Berichtes nach den Bestimmungen des ÖCGK verwiesen (Prüfungen und Externe Evaluierung, Seite 47).

8.3 ZUSÄTZLICHE HONORARE

Es wird auf die Ausführungen des Corporate Governance Berichtes nach den Bestimmungen des ÖCGK verwiesen (Prüfungen und Externe Evaluierung, Seite 47).

8.4 AUFSICHTS- UND KONTROLLINSTRUMENTE GEGENÜBER DEM ABSCHLUSSPRÜFER

Der Wirtschaftsprüfer hat im Berichtsjahr an jeweils zwei Sitzungen des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses teilgenommen. Der Wirtschaftsprüfer wird durch den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats überwacht und in regelmäßigen Abständen beurteilt.

Der Prüfungsausschuss hat einen Vorschlag für die Auswahl des Abschlussprüfers zu erarbeiten und bereitet den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung für dessen Wahl vor. Darüber hinaus hat der Prüfungsausschuss mit dem Abschlussprüfer in einer Besprechung die Abwicklung der wechselseitigen Kommunikation festzulegen. Der Prüfungsausschuss hat weiters Nicht-Prüfungsleistungen des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers) zu genehmigen. Schließlich werden auch die Unabhängigkeit und die Tätigkeiten des Abschlussprüfers insbesondere im Hinblick auf die für die geprüfte Gesellschaft erbrachten zusätzlichen Leistungen geprüft und überwacht.

Die Vergütung des Wirtschaftsprüfers wird regelmäßig auf Marktüblichkeit überprüft. Der verantwortliche Prüfungspartner für die Gesellschaft rotiert jeweils alle 7 Jahre (interne Rotation). Infolge der Umsetzung der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 vom 16. April 2014 über spezifische Anforderungen an die Abschlussprüfung bei Unternehmen von öffentlichem Interesse muss die KTM Industries AG spätestens für das Geschäftsjahr 2024 den Abschlussprüfer wechseln (externe Rotation).

9. INFORMATIONSPOLITIK

Die Gesellschaft unterhält im Sinne einer dauernden Informationsquelle auf der Internetseite https://www.ktm-industries.com/investor-relations/ uebersicht/einen Investor Relations Bereich, der jedermann zugänglich ist. Dort sind alle wichtigen Informationen sowie Dokumente über den Geschäftsverlauf und den Aktienkurs (Kursdaten, Aktionärsstruktur, Berichte, Finanzkalender, Dokumente für die Hauptversammlungen) abrufbar.

Mit Wirkung vom 2. Mai 2017 wechselten die Aktien der Gesellschaft im Amtlichen Handel der Wiener Börse AG in das Marktsegement standard market auction. Dies führte dazu, dass nur mehr die Jahresfinanzberichte sowie Halbjahresfinanzberichte erstellt und veröffentlicht werden müssen.

Aufgrund der Notierung der Aktien der Gesellschaft im Amtlichen Handel, Marktsegment standard market auction, der Wiener Börse, wurden im Geschäftsjahr 2018 Jahresfinanzberichte sowie Halbjahresfinanzberichte der KTM Industries AG erstellt und in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht.

Der Jahresfinanzbericht ist spätestens innerhalb von vier Monaten nach Ende des Berichtszeitraums zu veröffentlichen und auf der Internetseite zur Verfügung zu stellen (https://www.ktm-industries.com/investor-relations/berichte/). Die Halbjahresberichte haben die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres zu umfassen und sind spätestens innerhalb von zwei Monaten nach Ende des Berichtszeitraums zu veröffentlichen und auf der Internetseite zur Verfügung zu stellen (https://www.ktm-industries.com/investor-relations/berichte/). Die Geschäftsberichte können auch in gedruckter Version verfügbar gemacht werden oder über die Homepage der Oesterreichischen Kontrollbank http://issuerinfo.oekb.at/startpage.html abgerufen werden.

Die Gesellschaft ist verpflichtet, einen Anschluss an ein geeignetes elektronisch betriebenes europaweites Informationsverbreitungssystem zu unterhalten und die gemäß Art. 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 zu veröffentlichenden Insider-Informationen und Director's Dealings-Meldungen über dieses System in deutscher und englischer Sprache zu verbreiten. Kursrelevante Ereignisse werden zeitgerecht über die Medien und auf der Website publiziert. Die Insider-Informationen der KTM Industries AG sind auf den Webseiten https://www.ktm-industries.com/newsroom/news/ sowie unter http://issuerinfo.oekb.at/startpage.html verfügbar und können weiters unter https://www.ktm-industries.com/investor-relations/ir-kontakt/ (Investor Relations Push Verteiler Anmeldung) bezogen werden.

Der Finanzkalender der KTM Industries AG, der die wesentlichen zeitlichen Eckdaten des laufenden Geschäftsjahres ausweist, ist unter dem Link https://www.ktm-industries.com/investor-relations/finanzkalender/ abrufbar.

Informationen über die Corporate Governance der KTM Industries AG (Unabhängigkeitskriterien der Aufsichtsratsmitglieder, Compliance-Richtlinie, Corporate Governance Berichte, Director's Dealing Meldungen und Stimmrechtsmitteilungen) sind auf der Webseite unter https://www.ktm-industries.com/investor-relations/corporate-governance/ abrufbar.

Die Kontaktinformationen der Gesellschaft finden sich im Impressum am Ende dieses Geschäftsberichtes.

LAGEBERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS

KONZERNLAGEBERICHT .......................................................... 69- 79

Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 70
Wirtschaftliches Umfeld und Marktentwicklung 71
Finanzielle Leistungsindikatoren 72
Nichtfinanzielle Erklärung 75
Risikobericht und Finanzinstrumente 76
Angaben gemäß § 243A (ABS. 1) UGB 76
Ausblick 78

LAGEBERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS PER 31.12.2018 DER KTM INDUSTRIES AG, WELS

1. WESENTLICHE EREIGNISSE IM GESCHÄFTSJAHR 2018

Die KTM Industries-Gruppe blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 zurück. Im achten Rekordjahr in Folge konnte KTM Absatz und Umsatz steigern und in den wesentlichen Märkten überproportional an Marktanteilen gewinnen. Sowohl in Europa als auch in Nordamerika hat KTM den Markt outperformed. Hinzu kommen weitere Meilensteine, die in der Unternehmensgeschichte nachhaltig einen positiven Einfluss hinterlassen: unter anderem die Serienüberleitungen 7 neuer Modelle und die herausragenden Erfolge im Motorsport. Neben vier im ersten Halbjahr umgesetzten Serienanläufen – und zwar die erfolgreich gestarteten Markteinführungen des ersten Modells der mittleren Baureihe (2-Zylinder 800cc) bei KTM sowie der Husqvarna Straßenmodelle Vitpilen / Svartpilen – war auch die Stabilisierung der Zulieferstruktur herausfordernd. Das abgelaufene Geschäftsjahr war auch geprägt von der Einleitung eines umfangreichen Effizienzprogrammes, welches im kommenden Jahr konsequent weitergeführt wird.

Mit ihren weltweit bekannten Marken KTM, Husqvarna Motorcycles und WP zählt die KTM Industries-Gruppe in ihren Segmenten jeweils zu den Technologie- und Marktführern. Im Geschäftsjahr 2018 konnte die KTM Industries AG ihr starkes Wachstum fortsetzen und erzielte einen Rekordumsatz von € 1.559,6 Mio. Das entspricht einer Steigerung von € 26,6 Mio. Damit baute die KTM Industries-Gruppe im Geschäftsjahr 2018 ihre Stellung als größter europäischer Motorradhersteller weiter aus und konnte, unter Berücksichtigung der von KTM-Partner Bajaj in Indien verkauften Motorräder, einen Rekordabsatz von über 261.454 Motorrädern (+10% zum Vorjahr) erzielen, und zwar 212.899 verkaufte KTM und mittlerweile bereits 48.555 verkaufte Husqvarna Motorräder.

Anfang 2018 wurde die WP-Gruppe als wichtigster Zulieferant der Motorradproduktion in Mattighofen vollständig in die KTM AG integriert, um das weitere Wachstum der KTM Industries-Gruppe abzusichern und Synergiepotential zu realisieren. Im Zuge der Integration wurde die Leitgesellschaft "WP Performance Systems GmbH" in "KTM Components GmbH" umbenannt, wobei die Marke WP für die Produkte des Bereichs Suspension erhalten bleibt. Bei der KTM Components wurde der Ausbau und Aufbau des konzerneigenen Standortes zur Kühlerproduktion in Dalian, China im Geschäftsjahr 2018 weitestgehend abgeschlossen und die Serienproduktion erfolgreich gestartet.

Die Umsetzung der globalen Produktstrategie sowie die Expansion in weitere asiatische und südamerikanische Märkte wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr konsequent weiterverfolgt und die strategische Allianz mit dem indischen Partner Bajaj weiter vertieft. Mit der Entscheidung die Marke Husqvarna Motorcylces global auszurollen und die Produktion der Husqvarna Straßenmotorräder (bis 400 ccm) in Q4 2019 nach Pune, Indien, zu verlagern, wird KTM die Möglichkeit gegeben, die Absätze in den Emerging Markets, vor allem auf dem für KTM wichtigen indischen Markt, weiter zu steigern.

Das Anfang 2018 mit dem langjährigen Partner CF Moto gegründete Joint Venture in China ist planmäßig im Aufbau. Ab 2021 sollen im chinesischen Hangzhou Motorräder der Mittelklasse produziert werden.

Da die Pankl Racing Systems AG bereits zu rund 95% Teil der KTM Industries-Gruppe war, hat der Vorstand der KTM Industries AG Anfang 2018 die Entscheidung getroffen, den verbleibenden Streubesitzaktionären der Pankl Racing Systems ein Angebot zum Erwerb der Aktien zu legen und die Gesellschaft von der Börse zu nehmen ("Delisting"). Letzter Handelstag der Pankl-Aktien an der Wiener Börse war der 30. Mai 2018.

Durch den Verkauf der Pankl-Gruppe im Juni 2018 an die Pierer Industrie-Gruppe zu einem Kaufpreis von € 130,5 Mio. wurde die strategische und finanzielle Basis für die noch stärkere Konzentration der KTM Industries-Gruppe auf die Zwei-Rad-Industrie gelegt und die Bilanzstruktur der KTM Industries-Gruppe gestärkt. Wolfgang Plasser, CEO der Pankl Racing Systems AG und Mitglied des Vorstandes der KTM Industries AG, schied im Zuge des Verkaufs aus dem Vorstand der KTM Industries AG aus.

Ein wichtiger Schritt im Bereich eMobility wurde mit dem Joint-Venture PEXCO im Bereich der Elektro-2-Räder getätigt. Durch den geglückten Markteinstieg mit den Marken "Husqvarna" und "Raymon" konnte das KTM-Joint-Venture PEXCO bereits im ersten Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von rund € 29 Mio. mit über 30.000 abgesetzten (Elektro)-2-Räder erwirtschaften. Ziel ist es, eine Technologieführerschaft im Bereich Zero Emission für Leichtgewichtfahrzeuge einzunehmen.

Zur Untermauerung und Stärkung der Kompetenz "Digitalisierung" in der KTM Industries-Gruppe wurde im März 2018 die KTM Innovation GmbH gegründet. Dabei werden unterschiedliche Technologiefelder wie Künstliche Intelligenz, Big Data, Blockchain und Business Modeling betrieben. Der Fokus liegt dabei auf digitalen Produkten und Services für das Kernprodukt.

Der Schwerpunkt in der KTM Technologies liegt in der Entwicklung innovativer Produktkonzepte und neuer Technologien für Sportmotoräder und zukunftsträchtige Mobilitätslösungen. Die Entwicklungskompetenzen des Unternehmens sind breit gefächert und neben der Gesamtfahrzeugkompetenz darauf ausgelegt, holistische Fahrzeug- und Produktkonzepte mit wegweisender Technologie zu entwickeln. Aufgrund der Vorausentwicklung der Produkte für die KTM Gruppe ist KTM der größte Auftraggeber, jedoch gehören auch ausgewählte externe Unternehmen zu den Kunden.

KISKA Design, Europas größtes unabhängiges Design Studio, trägt einen wesentlichen Anteil am Unternehmenserfolg. Um diese bedeutende Funktion in Zukunft abzusichern, wurde die Beteiligung zum Jahreswechsel von 26% auf 50% aufgestockt.

Für den weiteren Wachstumskurs wurden 2018 rund € 106 Mio. in Produktentwicklung (inkl. Werkzeuge) investiert, in Betriebsanlagen und Infrastruktur rund € 78 Mio. Den Schwerpunkt bei den Investitionen in Betriebsanlagen und Infrastruktur bildete unter anderem der Ausbau des Forschungs- und Entwicklungszentrums am Standort Mattighofen mit einem Investitionsvolumen von ca. € 30 Mio. Durch das intensive Investitionsprogramm der vergangenen Jahre in Kapazitäten und Infrastruktur sind die erforderlichen Produktionskapazitäten in Österreich für die nächsten Jahre sichergestellt.

Um die Fortführung der im Effizienzprogramm gesetzten Schritte zu gewährleisten und die Laufzeit der Vorstandsverträge an die aktuelle Mittelfristplanung anzupassen, hat der Aufsichtsrat der KTM Industries AG sowie der KTM AG die im Frühjahr 2020 auslaufenden Vorstandsverträge von Stefan Pierer (CEO), Friedrich Roithner (CFO), Hubert Trunkenpolz (CSO) und Viktor Sigl (CFO KTM AG) vorzeitig um fünf Jahre bis 31. Dezember 2023 verlängert.

Hervorzuheben sind auch die sensationellen Erfolge im Motorsport, die 2018 einen weiteren Meilenstein in der Geschichte der KTM AG bedeuten. Der Red Bull KTM-Werksfahrer Matthias Walkner gewann mit seiner KTM 450 RALLY den ersten Platz bei der Rallye Dakar und konnte somit den bereits 17. Sieg in Folge bei dem berüchtigten Rennen für KTM erreichen. Nach dem Einstieg 2017 in die MotoGP™ war 2018 ein weiteres Lernjahr für das KTM-MotoGP-Werksteam. In der vergangenen Rennsaison wurden beeindruckende Fortschritte erzielt, welche im ersten Podestplatz der KTM RC16 mit Pol Espargaró beim Saisonfinale in Valencia gipfelten. In der Motocross Weltmeisterschaft sicherten sich die KTM-Werksfahrer den Titel in der MX1 und MX2 Serie. Auch der US-Motorsport verzeichnete ein spannendes Jahr. Das Rockstar Energy Husqvarna Factory Racing-Team und Jason Anderson schrieben Geschichte, indem sie sich zum ersten Mal die AMA Supercross-Weltmeisterschaft sicherten. Nach drei Weltmeistertiteln infolge beendete Marvin Musquin mit dem Red Bull KTM-Werksteam die Saison als Vizeweltmeister.

2. WIRTSCHAFTLICHES UMFELD UND MARKTENTWICKLUNG

Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Jänner 2019 wird die Weltwirtschaftsleistung 2019 um 3,5% wachsen. Für Industrieländer wird ein Wachstum von 2,0% für das aktuelle sowie 1,7% für das nächste Jahr prognostiziert. Für die Euro-Zone wird eine Entwicklung von 1,6% für 2019 erwartet. Für das Jahr 2020 prognostiziert der IWF ebenfalls ein weltweites Wachstum von 3,6%, wobei für die Eurozone ein Wachstum von 1,7% erwartet wird.

Für Schwellen- und Entwicklungsländer wird ein Wachstum der Wirtschaftsleistung von 4,5% für das Jahr 2019 sowie 4,9% für das Jahr 2020 erwartet. Für China wird ein Wachstum von 6,2% für 2019 sowie für 2020 prognostiziert. Für Indien erwartet das IWF die größte Entwicklung, da mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung von 7,5% für dieses Jahr und mit 7,7% für nächstes Jahr gerechnet wird. In den USA bleibt 2019 das Wachstum von 2,5% beinahe unverändert, während es 2020 von einer niedrigeren Entwicklung von 1,8% ausgegangen wird.

MOTORRADMARKT

Die europäischen Märkte1 verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr mit rund 529.000 zugelassenen Fahrzeugen einen Anstieg von 8,1%. Das Wachstum ist vorwiegend auf die Entwicklung in den Märkten Frankreich (+ 12,1%), Italien (+ 13,0%), Spanien (+12,9%) sowie Deutschland (+ 7,6%) zurückzuführen.

1 Motorräder >= 120 ccm ohne Motocross, Scooters und ATVs, inkl. Elektromotorräder in den Märkten DE, FR, IT, UK, ES, NL, AT, CH, FI

KTM und Husqvarna steigerten ihren Marktanteil bei den straßenzugelassenen Motorrädern in Europa auf 11,7% (+ 1,3 Prozentpunkte zum Vorjahr). Einen deutlichen Zuwachs bei den Marktanteilen können vor allem Spanien (+ 22,6%), Großbritannien (+17,3%) und Deutschland (+13,8%) vorweisen.

Die Fahrzeuge der Marke KTM konnten in einem schwierigen Marktumfeld in den wichtigen Märkten wie Deutschland (+ 1,2 Prozentpunkte zum Vorjahr), Großbritannien (+ 0,7 Prozentpunkte zum Vorjahr) und Spanien (+ 1,2 Prozentpunkte zum Vorjahr) die Marktanteile steigern. Am europäischen Gesamtmarkt beträgt der Marktanteil von KTM 9,4% (Vorjahr: 8,7%).

Die Marktanteile von Husqvarna Motorcycles konnten in den Märkten in Deutschland (+ 0,6 Prozentpunkte zum Vorjahr), Großbritannien (+ 0,9 Prozentpunkte zum Vorjahr), Frankreich (+ 0,5 Prozentpunkte zum Vorjahr), Italien (+0,6 Prozentpunkte zum Vorjahr) und Spanien (+ 0,8 Prozentpunkte zum Vorjahr) stark gesteigert werden. Am europäischen Gesamtmarkt beträgt der Marktanteil von Husqvarna 2,2% (Vorjahr: 1,4%).

Die Zulassungen am US-Gesamtmarkt2 entwickelten sich im Geschäftsjahr 2018 mit rund 383.000 Fahrzeugen leicht rückläufig (Vorjahr: 391.000 Fahrzeuge). KTM und Husqvarna konnten trotz des schrumpfenden Gesamtmarktes den Marktanteil in den USA deutlich ausbauen.

KTM konnte die Marktanteile am US-Gesamtmarkt gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozentpunkte auf 6,6% steigern.

Husqvarna steigerte seine Marktanteile um 0,4 Prozentpunkte auf 2,3% am US-Gesamtmarkt.

In Australien und Kanada konnten ebenfalls starke Zuwächse verzeichnet werden. KTM und Husqvarna erreichen in Australien einen Marktanteil von 14,0% (+ 0,4 Prozentpunkte zum Vorjahr). Am kanadischen Markt konnte ein Anteil von 11,2% (+ 0,6 Prozentpunkte zum Vorjahr) verzeichnet werden.

ABSATZ NACH REGIONEN

Die USA sind mit einem Absatzanteil von 20,2% im Geschäftsjahr 2018 nach wie vor der größte Einzelmarkt der KTM-Gruppe. In Europa betrug der Absatzanteil 51,0%, wovon auf den Konzernabsatz bezogen Deutschland (11,2%), Frankreich (6,9%), Großbritannien (6,1%), Italien (5,8%), Australien (5,1%) und Spanien (4,4%) die absatzstärksten Märkte waren. Insgesamt wurden 68,7% des Gesamtabsatzes in den zehn wichtigsten Ländern weltweit erzielt.

3. FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

ERTRAGSKENNZAHLEN 2018 2017 VDG. IN %
Umsatzerlöse in € Mio. 1.559,6 1.533,0 2%
Betriebsergebnis vor Abschreibung (EBITDA) in € Mio. 252,5 218,9 15%
EBITDA-Marge in % 16,2% 14,3%
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) in € Mio. 161,2 132,5 22%
EBIT-Marge in % 10,3% 8,6%
Ergebnis nach Steuern in € Mio. 114,2 83,9 36%
Ergebnis nach Minderheiten in € Mio. 67,5 44,7 51%
BILANZKENNZAHLEN 31.12.2018 31.12.2017 VDG. IN %
Bilanzsumme in € Mio. 1.353,9 1.465,2 -8%
Eigenkapital in € Mio. 550,8 528,6 4%
Eigenkapitalquote in % 40,7% 36,1%
Working Capital Employed 1) in € Mio. 245,3 238,4 3%
Nettoverschuldung 2) in € Mio. 323,3 375,0 -14%
CASH-FLOW UND INVESTITIONEN 2018 2017 Vdg. in %
Cash-Flow aus Betriebstätigkeit in € Mio. 85,5 161,3 -47%
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit in € Mio. -102,1 -154,0 -34%
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit in € Mio. -63,3 -118,0 -46%
Investitionen 4) in € Mio. 183,6 178,6 3%
MITARBEITER 31.12.2018 31.12.2017 Vdg. in %
Mitarbeiter 5) Anzahl 4.303 5.887 -27%
WERTSCHAFFUNG 31.12.2018 31.12.2017
ROCE (Return on Capital Employed) 6) in % 16,6% 13,9%
ROE (Return on Equity) 7) in % 21,2% 17,1%

1) Working Capital = Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

2) Nettoverschuldung = Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig, langfristig) - Zahlungsmittel

3) Gearing = Nettoverschuldung / Eigenkapital

4) Zugänge von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten laut Anlagespiegel

5) Mitarbeiterstand zum Stichtag (inklusive Leiharbeiter)

6) ROCE: EBIT/ durchschnittliches Capital Employed

Capital Employed = Sachanlagen + Firmenwert + Immaterielle Vermögenswerte + Working Capital Employed

7) ROE = Ergebnis nach Steuern / durchschnittliches Eigenkapital

GESCHÄFTSENTWICKLUNG UND ANALYSE DER ERTRAGSKENNZAHLEN

Im Geschäftsjahr 2018 erzielte die KTM Industries-Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von € 1.559,6 Mio. (Vorjahr: € 1.533,0 Mio.) und ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) in Höhe von € 161,2 Mio., welches im Vergleich zur Vorjahresperiode um rund 22% gestiegen ist (Vorjahr: € 132,5 Mio.). Aufgrund des Ergebniseffektes aus dem Verkauf der Pankl-Gruppe von rund € 26,2 Mio. verbesserte sich die EBIT-Marge von 8,6% auf 10,3%. Durch den Verkauf der Pankl-Gruppe zu einem Kaufpreis von € 130,5 Mio. an die Pierer Industrie-Gruppe im Juni 2018 wurde die Bilanzstruktur weiter gestärkt und die Nettoverschuldung reduziert.

Der fortgeführte Geschäftsbereich des Konzerns erzielte einen Umsatz von € 1.462,2 Mio. (Vorjahr: € 1.354,1 Mio.) und ein EBIT von € 128,7 Mio. (Vorjahr: € 121,9 Mio.). Die EBIT-Marge des fortgeführten Geschäftsbereichs liegt mit 8,8% zu 9,0% leicht unter dem Vorjahr. Der Rückgang ist im Wesentlichen bedingt durch vier Serienanläufe im laufenden Geschäftsjahr.

Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich von € 83,9 Mio. auf € 114,2 Mio. Auf den fortgeführten Geschäftsbereich entfallen € 85,2 Mio. (Vorjahr: € 79,1 Mio.).

Aufgrund des Abgangs der Pankl-Gruppe Ende Juni 2018 und der Eingliederung der KTM Components-Gruppe (vormals: WP-Gruppe) in die KTM AG stellt die KTM AG als fortgeführter Geschäftsbereich des Konzerns nunmehr den Hauptbereich der KTM Industries-Gruppe. Durch die Eingliederung der KTM Components-Gruppe in die KTM AG erfolgt die Berichterstattung der KTM Components-Gruppe nicht mehr separat, sondern ist in den Zahlen der KTM AG ab 2018 enthalten. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahresziffern angepasst.

KTM AG

Das Geschäftsjahr 2018 der KTM AG geht als weiteres Rekordjahr in die KTM-Geschichte ein. Durch die konsequent verfolgte Umsetzung der globalen Produktstrategie und die Expansion auf allen Kontinenten konnte KTM sowohl den Umsatz als auch den Absatz erneut steigern und somit auch im Jahr 2018 ein neuerliches Rekordniveau erreichen. KTM zählt somit seit Jahren zu den am schnellsten wachsenden Motorradmarken der Welt.

Im Geschäftsjahr 2018 erhöhte sich der Nettoumsatz um 7,7% auf € 1.454,7 Mio. (Vorjahr: € 1.351,1 Mio.). Dies ist auf die Steigerung der Absatzmenge zurückzuführen (+10,6% zum Vorjahr). Rund 96% der Umsatzerlöse wurden außerhalb Österreichs erzielt. Das EBIT konnte aufgrund der positiven Absatz- und Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr um € 7,7 Mio. auf € 129,2 Mio. (Vorjahr: € 121,5 Mio.) gesteigert werden.

2018 war geprägt von vier Serienanläufen. Die Markteinführung des ersten KTM-Modells der mittleren Baureihe (2-Zylinder 800cc) sowie der HUSQVARNA Straßenmodelle ist erfolgreich gestartet. Die KTM RC 390 bekam eine Sportversion zur Seite gestellt (RC 390 R). Im Mai wurde die neue KTM-SX-Generation vorgestellt. Weiters wurde die überarbeitete und verbesserte KTM-EXC-Reihe des Modelljahres 2019 präsentiert. Anfang Oktober enthüllte KTM die verschärfte, stärkere und noch kultiviertere neue Version seines Premium-Sports Tourers für die Saison 2019, während die KTM 1290 SUPER DUKE R nun in zwei neuen Designs erhältlich ist. Die mit Spannung erwarteten KTM 790 ADVENTURE und KTM 790 ADVENTURE R folgten im November. Der völlig neue Reihen-2-Zylinder dieses Adventure-Bikes wurde zusammen mit KTMs Dakar-Siegermaschine (KTM 450 RALLY) entwickelt und stellt die Verbindung zwischen den Enduros und der Street-Baureihe 2019 von KTM her. Zudem wurden die KTM 690 Enduro R und die KTM 690 SMC R des Modelljahres 2019 sowie das neue und elektrisch angetriebene KTM SX-E 5 vorgestellt. Husqvarna Motorcycles läutete mit drei neuen Bikes das kommende Modelljahr an (Naked Bike Svartpilen 701, Concept Bike Vitpilen Aero, Electric Minicycle EE-5).

AUFGEGEBENER GESCHÄFTSBEREICH

Die Pankl-Gruppe konnte bis zur Entkonsolidierung Ende Juni 2018 den Umsatz weiter steigern und erzielte einen Rekordumsatz von € 110,2 Mio. (davon externe Umsätze in Höhe von € 97,3 Mio.) bezogen auf die ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres. Dies entspricht einem Wachstum von 9,8% gegenüber dem Vergleichszeitraum. Die Pankl-Gruppe erzielte im Vorjahr (12 Monate) einen Umsatz in Höhe von € 195,4 Mio. (davon externe Umsätze von € 178,9 Mio.).

Neben dem operativen Ergebnis der Pankl-Gruppe in den ersten sechs Monaten 2018 in Höhe von € 6,3 Mio. (Vorjahr 12 Monate: € 10,6 Mio.) sowie dem Entkonsolidierungserfolg in Höhe von € 26,2 Mio. (inklusive Fremdwährungseffekte in Höhe von € 1,4 Mio., welche aus der Gesamtergebnisrechnung in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurden), erzielte der aufgegebene Geschäftsbereich ein EBIT von € 32,4 Mio. in 2018.

BILANZANALYSE

Die Bilanzstruktur der KTM Industries-Gruppe setzt wich wie folgt zusammen:

2018 2017
Mio. € in % Mio. € in %
Langfristige Vermögenswerte 744,6 55,0% 782,1 53,4%
Kurzfristige Vermögenswerte 609,3 45,0% 683,0 46,6%
Vermögenswerte 1.353,9 100,0% 1.465,2 100,0%
Eigenkapital 550,8 40,7% 528,6 36,1%
Langfristige Schulden 434,8 32,1% 461,5 31,5%
Kurzfristige Schulden 368,3 27,2% 475,1 32,4%
Eigenkapital und Schulden 1.353,9 100,0% 1.465,2 100,0%

Die Bilanzsumme der KTM Industries-Gruppe reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um € 111,3 Mio. bzw. -8% auf € 1.353,9 Mio.

Die langfristigen Vermögenswerte verminderten sich 2018 im Wesentlichen bedingt durch den Pankl-Abgang um rund 16%. Unter Berücksichtigung des weiterhin über den Abschreibungen liegenden Investitionsniveaus in den restlichen Unternehmensteilen verringerten sich die langfristigen Vermögenswerte in Summe um rund 5%.

Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen einerseits aufgrund des wachstumsbedingten Anstiegs der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie dem realisierten Cash-Zugang aus dem Verkauf der Pankl-Gruppe. Andererseits verringerte der Pankl-Abgang das kurzfristige Vermögen. Insgesamt verringerten sich die kurzfristigen Vermögenswerte um rund 11%.

Die langfristigen Schulden reduzierten sich einerseits aufgrund der Entkonsolidierung der Pankl-Gruppe um rund 19%, andererseits erhöhten sich die langfristigen Schulden aufgrund des von der KTM AG in 2018 erfolgreich platzierten Schuldscheindarlehens mit einem Emissionsvolumen von € 135,0 Mio. und einer Laufzeit von sieben bzw. zehn Jahren. Die langfristigen Schulden verringerten sich um rund 6%.

Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich insgesamt um rund -22%. Der Pankl-Effekt beträgt etwa -9%, die restliche Senkung ist im Wesentlichen bedingt durch die planmäßige Tilgung einer Anleihe (ISIN: AT0000A0WQ66) in der KTM Industries AG in Höhe von € -57,8 Mio.

Das Eigenkapital erhöhte sich im Geschäftsjahr um € 22,2 Mio. von € 528,6 Mio. auf € 550,8 Mio. Zum einen wurde durch das Periodenergebnis in Höhe von € 114,2 Mio. das Eigenkapital gestärkt, andererseits führten Dividendenzahlungen in Höhe von € 18,6 Mio. sowie die Rückführung des eigenkapitalwirksamen Perpetual Bonds in Höhe von € 60,0 Mio. zu einer Verringerung des Eigenkapitals. Weiters verringerten im laufenden Geschäftsjahr Anteilszukäufe von Tochterunternehmen in Höhe von € 6,2 Mio. sowie die im Rahmen der Entkonsolidierung der Pankl-Gruppe abgegangenen Minderheitenanteile in Höhe von € 2,2 Mio. das Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote konnte aufgrund der sehr guten Ertragslage und der optimierten Bilanzstruktur von 36,1% auf 40,7% deutlich gesteigert werden.

LIQUIDITÄTSANALYSE

Der Cash-Flow aus dem operativen Bereich lag im Geschäftsjahr 2018 bei € 85,5 Mio. und damit unter dem Vorjahreswert von € 161,3 Mio., wofür insbesondere der Anstieg des Nettoumlaufvermögens in Höhe von € 82,8 Mio. verantwortlich war. Dieser Anstieg war zu einem sehr wesentlichen Teil auf einmalige Effekte durch ungeplante Produktionsprogrammveränderungen bedingt und wird sich im nächsten Jahr wiederum auf ein übliches Niveau hin entwickeln.

Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen betrug € -102,1 Mio. Einzahlungen aus dem Verkauf der Pankl-Gruppe in Höhe von € 58,5 Mio. (inklusive abgegangener Zahlungsmittel der Pankl-Gruppe in Höhe von € 9,1 Mio.) sowie der geplante Verkauf der restlichen Anteile an der Wethje-Gruppe in Höhe von € 3,7 Mio. wirkten sich positiv auf den Investitions-Cash-Flow aus.

Nach Berücksichtigung des Cash-Flows aus Finanzierungsaktivitäten in Höhe von € -63,3 Mio. verringerten sich die liquiden Mittel im Vergleich zum Vorjahr um € 79,7 Mio. (inklusive Fremdwährungseffekte von € 0,3 Mio.) auf € 89,3 Mio. Der Finanzierungs-Cash Flow war einerseits durch die Platzierung eines neuen Schuldscheindarlehens abzüglich Transaktionskosten in Höhe von € 134,6 Mio. in der KTM AG geprägt. Andererseits wurden in der KTM Industries-Gruppe Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt € 45,0 Mio. sowie sonstige langfristig verzinsliche Verbindlichkeiten in Höhe von € 84,4 Mio. getilgt. Zudem wurde die Anleihe in der KTM Industries AG in Höhe von € 57,8 Mio. planmäßig getilgt.

INVESTITIONEN

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden in der KTM Industries-Gruppe Gesamtinvestitionen in Höhe von € 183,6 Mio. (Vorjahr: € 178,6 Mio.) getätigt, davon betreffen € 105,8 Mio. Entwicklungsprojekte (inkl. Werkzeuge), € 65 Mio. Sachanlagen sowie € 12,5 Mio. immaterielle Vermögensgegenstände.

Bei der KTM AG wurde der Ausbau des Forschungs- und Entwicklungszentrums am Standort Mattighofen mit einem Investitionsvolumen von ca. € 30 Mio. im Laufe des Geschäftsjahres fertiggestellt. Der Bau des "House of Brands" für Marketing und Vertrieb der Konzernmarken KTM, Husqvarna Motorcycles und WP am Standort Munderfing schreitet zügig voran. Die Fertigstellung ist für das Geschäftsjahr 2019 geplant. Die neue KTM Motohall, eine digitale Erlebniswelt rund um die Geschichte der Marke KTM in zentraler Lage in Mattighofen, eröffnet voraussichtlich im zweiten Quartal 2019 ihre Pforten.

Die Investitionen der Pankl-Gruppe im ersten Halbjahr 2018 betrugen rund € 16 Mio.

4. NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG

Die Gesellschaft erstellte für die KTM Industries-Gruppe einen konsolidierten nichtfinanziellen Bericht gemäß § 267a UGB für das Geschäftsjahr 2018, welcher Angaben zu Konzepten, nichtfinanziellen Risiken, Due Diligence Prozessen sowie Ergebnissen und Leistungsindikatoren hinsichtlich Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelangen, der Achtung von Menschenrechten, sowie der Bekämpfung von Korruption und Bestechung, enthält. Dieser Bericht wurde vom Aufsichtsrat gemäß § 96 AktG geprüft und ist online verfügbar unter https://www.ktm-industries.com/investor-relations/berichte/.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Der Aufwand für Forschung und Entwicklung (vor Aktivierung von Entwicklungsleistungen) lag im Geschäftsjahr 2018 in der KTM Industries-Gruppe bei € 134,9 Mio. (Vorjahr: € 127,8 Mio.). Auf den fortgeführten Geschäftsbereich entfallen € 126,4 Mio. (Vorjahr: € 112,5 Mio.). Die Produkte aller Konzernunternehmen bewegen sich in einem sehr anspruchsvollen Leistungsniveau, weshalb von den Kunden eine permanente Entwicklung und Weiterentwicklung gefordert wird. Der Produktlebenszyklus ist je nach Kunden stark abweichend.

In der Forschungs- und Entwicklungsabteilung beschäftigte die KTM AG im Geschäftsjahr 2018 durchschnittlich 555 Mitarbeiter (Vorjahr: 540 Mitarbeiter), das entspricht 13,4% der gesamten Belegschaft. Rund 8,3% des Gesamtumsatzes wurden in die Forschung und Entwicklung investiert (unverändert gegenüber dem Vorjahr).

Das abgelaufene Geschäftsjahr umfasste bei der operativen KTM eine Vielzahl verschiedener Projekte in den Offroad- und Street-Segmenten. Allem voran steht die Serienüberleitung des ersten, mit einem Reihenzweizylindermotor ausgestatteten KTM Modells, der 790 Duke. Auf Basis dieser Motorund Fahrzeugplattform wurde im Jahr 2018 die Entwicklung der 790 Adventure Modellreihe im Travelsegment fortgesetzt.

Ein weiterer Meilenstein wurde mit der Serienüberleitung drei neuer Modelle von Husqvarna Straßenmotorräder erreicht. Die mit leistungsstarken Einzylindermotoren ausgestatteten Modelle erweitern das Produktportfolio der 2013 in die KTM Gruppe eingegliederten Schwestermarke Husqvarna im wichtigen Street-Segment.

Dem KTM-Markenleitsatz "READY TO RACE" folgend, wurden die im Rahmen des globalen Motorsportengagements siegreich erprobten KTM und Husqvarna Offroad-Modelle ihren abschließenden Belastungstests unterzogen und nach erfolgreicher Serienüberleitung die Auslieferung an die Kunden weltweit gestartet. Besonders hervorzuheben sind im Offroad-Einstiegssegment die Zero-Emission Modelle die SX-E 5 und die Husqvarna EC 5.

Im Geschäftsjahr 2018 wurde eine Vielzahl an F&E-Projekten in verschiedenen Stadien von reinen Konzeptentwicklungen bis hin zu Serienanläufen vorangetrieben und erfolgreich abgeschlossen.

Die im Jahr 2016 gestartete und in den Folgejahren intensivierte engere Vernetzung der KTM Components GmbH mit der KTM-Gruppe hat eine intensive Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Entwicklung zur Folge. In den Produktsegmenten Fahrwerk, Kühler, Rahmen und Auspuff wird gemeinsam mit KTM ständig an neuen Entwicklungen und Verbesserungen am bestehenden Produktportfolio gearbeitet.

Parallel zur Entwicklung neuer Modelle und technischem Zubehör wurde auch die Erweiterung der F&E-Infrastruktur am Standort Mattighofen intensiv fortgesetzt. Der Ausbau des Forschungs- und Entwicklungszentrums der KTM Gruppe am Hauptsitz in Mattighofen stellt einen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte dar. Bereits im zweiten Quartal 2018 konnten die Office- und Werkstätten Bereiche mit einer Gesamtfläche von rund 3.900 m² bezogen werden. Mit Beginn des dritten Quartals 2018 konnten darüber hinaus auch die ersten drei Motorenprüfstande, sowie im vierten Quartal ein Akustikrollenprüfstand und ein deutlich vergrößertes Betriebsfestigkeitsprüffeld auf einer Gesamtfläche von rund 5.000 m² in Betrieb genommen werden.

5. RISIKOBERICHT UND FINANZINSTRUMENTE

Für die Ausführungen zum Risikobericht und zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie Finanzinstrumente verweisen wird auf den Konzernanhang (Kapitel VII und VIII) der KTM Industries AG.

6. ANGABEN GEMÄSS § 243A (ABS. 1) UGB

  1. Das Grundkapital beträgt EUR 22.538.674. Es ist zerlegt in 22.538.674 Stück auf Inhaber lautende, Stückaktien mit Stimmrecht, wobei jede Stammaktie am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt ist. Die Aktien gewähren die gewöhnlichen nach dem österreichischen Aktiengesetz den Aktionären zustehenden Rechte. Dazu zählt das Recht auf die Auszahlung der in der Hauptversammlung beschlossenen Dividende sowie das Recht auf Ausübung des Stimmrechtes in der Hauptversammlung. Sämtliche Aktien der Gesellschaft sind zum Handel an der Wiener Börse zugelassen. Seit dem 14. November 2016 notieren die Aktien der Gesellschaft auch an der SIX SWISS EXCHANGE (Zürich, Schweiz).

    1. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
    1. Nach Kenntnis der Gesellschaft bestand per 31. Dezember 2018 folgende direkte oder indirekte Beteiligung am Kapital der KTM Industries AG, die zumindest 10 von Hundert betragen:

Pierer Industries AG: 61,88%

    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Es bestehen derzeit keine Mitarbeiterbeteiligungsmodelle.
    1. Es bestehen keine über das Gesetz hinausgehenden Bestimmungen hinsichtlich der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates.
    1. Möglichkeiten, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:

In der Hauptversammlung vom 27. April 2017 wurden folgende Beschlüsse gefasst:

  • a) Die Ermächtigung des Vorstandes mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis 01.04.2022 Finanzinstrumente im Sinne des § 174 AktG, insbesondere Wandelschuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen und Genussrechte, mit einem Gesamtnennbetrag von EUR 150.000.000,00, die auch das Bezugs- und /oder das Umtauschrecht auf den Erwerb von insgesamt bis zu 25.000.000 Aktien der Gesellschaft einräumen können und /oder auch so ausgestaltet sind, dass ihr Ausweis als Eigenkapital erfolgen kann, auch in mehreren Tranchen und in unterschiedlicher Kombination, auszugeben.
  • b) Für die Bedienung der Umtausch- und /oder Bezugsrechte kann der Vorstand das bedingte Kapital und /oder eigene Aktien verwenden.
  • c) Ausgabebetrag und Ausgabebedingungen der Finanzinstrumente sind vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzusetzen, wobei der Ausgabebetrag nach Maßgabe anerkannter finanzmathematischer Methoden sowie des Kurses der Aktien der Gesellschaft in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln ist.
  • d) Der Vorstand ist berechtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Finanzinstrumente im Sinne des § 174 AktG mit Zustimmung des Aufsichtsrates auszuschließen.
  • e) Die bedingte Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft gemäß § 159 Abs 2 Z 1 AktG um bis zu EUR 25.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 25.000.000 auf Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten gemäß § 174 AktG, die unter Ausnutzung der in dieser Hauptversammlung eingeräumten Ermächtigung von der Gesellschaft ausgegeben werden, soweit die Gläubiger der Finanzinstrumente von ihrem Umtausch und /oder Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen. Der Ausgabebetrag und das Umtauschverhältnis sind nach Maßgabe anerkannter finanzmathematischer Methoden sowie des Aktienkurses in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln. Die neu ausgegebenen Aktien der bedingten Kapitalerhöhung sind im gleichen Maße wie die bereits bestehenden Aktien der Gesellschaft dividendenberechtigt. Der Vorstand ist ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen.
  • f) Der Vorstand wird gem § 65 Abs 1 Z 8 sowie Abs 1a und 1b AktG ermächtigt, auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals der Gesellschaft während einer Geltungsdauer von 30 Monaten ab Beschlussfassung sowohl über die Börse als auch außerbörslich zu erwerben, wobei der niedrigste Gegenwert nicht mehr als 20% unter und der höchste Gegenwert nicht mehr als 10% über dem durchschnittlichen Börsenschlusskurs der letzten 3 Börsenwerktage vor Erwerb der Aktien liegen darf. Der Handel mit eigenen Aktien ist als Zweck des Erwerbs ausgeschlossen. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch Tochterunternehmen oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden.
  • g) Den Erwerb über die Börse kann der Vorstand beschließen, doch muss der Aufsichtsrat im Nachhinein von diesem Beschluss in Kenntnis gesetzt werden. Der außerbörsliche Erwerb unterliegt der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats.

  • h) Der Vorstand wird für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung gem § 65 Abs 1b AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats für die Veräußerung bzw. Verwendung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot, unter sinngemäßer Anwendung der Regelungen über den Bezugsrechtsausschluss der Aktionäre, zu beschließen und die Veräußerungsbedingungen festzusetzten. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden, insbesondere als Gegenleistung beim Erwerb von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- oder Ausland.

  • i) Der Vorstand wird ferner ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlichenfalls das Grundkapital durch Einziehung dieser eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss gem § 65 Abs 1 Z 8 letzter Satz iVm § 122 AktG herabzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt Änderungen der Satzung, die sich durch die Einziehung von Aktien ergeben, zu beschließen.

In der Hauptversammlung vom 26. April 2018 wurden folgende Beschlüsse gefasst:

a) Der Vorstand ist gemäß § 169 AktG ermächtigt, bis 26.04.2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 22.538.674,00, allenfalls in mehreren Tranchen, gegen Bar- und /oder Sacheinlagen um bis zu EUR 11.269.337,00 durch Ausgabe von bis zu 11.269.337 Stück auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien auf bis zu EUR 33.808.011,00 zu erhöhen und den Ausgabebetrag sowie die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen sowie allenfalls die neuen Aktien im Wege des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs 6 AktG den Aktionären zum Bezug anzubieten.

b) Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre ganz oder teilweise auszuschließen,

  • (i) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und in Summe der rechnerisch auf die gegen Bareinlagen unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien entfallende Anteil am Grundkapital der Gesellschaft die Grenze von 10% (zehn Prozent) des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Einräumung nicht übersteigt,
  • (ii) wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erfolgt,
  • (iii) zur Bedienung einer Mehrzuteilungsoption (Greenshoe), und /oder
  • (iv) für den Ausgleich von Spitzenbeträgen.
    1. Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich ändern oder enden sowie deren Wirkungen werden seitens der Gesellschaft nicht bekannt gegeben, da dies der Gesellschaft erheblich schaden würde.
    1. Es existieren keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.

7. AUSBLICK

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

In 2019 rechnet KTM mit einer Konsolidierung des europäischen Motorradmarktes. Für den amerikanischen Markt wird ein weiterer Marktrückgang erwartet. Die Entwicklungsstrategie der KTM Industries-Gruppe setzt, trotz eines nach wie vor volatilen und sehr herausfordernden Marktumfeldes, weiterhin auf organisches Wachstum. Erreicht wird dies unter anderem durch die Erweiterung des bestehenden Händlernetzes und die Einführung neuer Produkte. Das in 2018 gestartete Effizienzprogramm wird in 2019 konsequent fortgeführt. Ziel ist es, die EBIT-Marge beizubehalten und das Free-Cash-Flow Potenzial auf 3 - 5% vom Umsatz (p.a.) zu erhöhen.

Mit der in Q4 2019 geplanten Verlagerung der Produktion der Husqvarna Straßenmotorräder bis 400 ccm zum strategischen Partner Bajaj erwartet KTM eine Forstsetzung ihres Wachstumskurses. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, Einstiegsmotorräder der Marke Husqvarna zu wettbewerbsfähigen Herstellkosten zu produzieren und damit die Absätze in den Emerging Markets weiter zu steigern. Die Verlagerung nach Indien schafft auch weitere freie Produktionskapazitäten in Mattighofen. Zusätzliches Wachstum soll auch das neue KTM Modell - KTM ADVENTURE 390 - in den Emerging Markets bringen, die Serienfertigung bei Bajaj startet ebenfalls in Q4 2019.

Die größten relativen Wachstumsraten erwartet KTM vor allem in der ASEAN Region und in Indien. Zur Verstärkung der Marktpräsenz in dieser Region ist eine Repräsentanz in Malaysien und auf den Philippinen geplant.

Neben der Vorausentwicklung der Produkte für die KTM-Gruppe konzentriert sich die KTM Technologies auch seit vielen Jahren auf die Konzeption und Entwicklung von Gesamtfahrzeugen mit elektrischem Antrieb. Dieser Bereich entwickelt sich weiterhin sehr dynamisch und bildet auch in 2019 wieder einen Schwerpunkt.

Für 2022 bestätigt KTM Industries AG das Absatzziel von 400.000 Motorrädern. Zudem hat sich KTM das Ziel gesetzt, Husqvarna Motorcycles zum drittgrößten europäischen Motorradhersteller zu entwickeln.

MOTORSPORT

Auch in 2019 wird sich KTM wieder massiv im Motorsport engagieren. Neben den bekannten Rennserien aus dem Offroad Bereich und der Rallye Dakar wird ein Schwerpunkt auf der nunmehr dritten Saison in der MotoGP liegen. 2019 wird das Red Bull-KTM-Werksteam mit den Fahrern Pol Espargaró und Johann Zarco in der MotoGP-Rennserie an den Start gehen. Weiters wird mit dem Red Bull KTM Tech 3 Team erstmals ein Satellitenteam ausgestattet, sodass in Summe vier KTM Motorräder in der MotoGP teilnehmen werden. Mit der Moto2- und Moto3-Rennserie ist KTM somit in allen Rennserien vertreten. Auch bei dem berüchtigten Rennen Rallye Dakar setzte KTM seine unglaubliche Erfolgsgeschichte fort. Im Jänner 2019 sicherte Red Bull KTM-Werksfahrer Toby Price mit seiner neuen KTM 450 RALLY bereits den unglaublichen 18. Sieg in Folge.

INVESTITIONEN

Die Investitionsschwerpunkte für 2019 umfassen insbesondere neue Serienentwicklungsprojekte. Die Investitionen in die Forschung & Entwicklung werden auf dem hohen Niveau der Vorjahre liegen. Die Fertigstellung des "House of Brands" für das Marketing und den Vertrieb der Konzernmarken KTM, Husqvarna Motorcycles und WP am Standort in Munderfing sowie die Eröffnung der KTM Motohall sind im Geschäftsjahr 2019 geplant.

Durch das intensive Investitionsprogramm der vergangenen Jahre in Kapazitäten und Infrastruktur und die Verlagerung der kleinvolumigen Husqvarna Straßenmodelle zum strategischen Partner Bajaj in 2019 sind die erforderlichen Produktionskapazitäten in Österreich für die nächsten Jahre abgesichert. Dadurch wird das Investitionsbudget 2019 damit unter dem Niveau des Vorjahres liegen.

AUFTRAGS- UND FINANZLAGE

Aufgrund der derzeitigen Auftragslage geht das Management in seiner Einschätzung auch für das Geschäftsjahr 2019 weiterhin von einer positiven Geschäftsentwicklung aus. Wie schon in den letzten Jahren werden sich auch in Zukunft die Märkte in den verschiedenen Kontinenten unterschiedlich entwickeln. Aus diesem Grund wird auf die kontinuierliche Überprüfung und kritische Beurteilung der Markt-, Produktivitäts- und Kostensituation Wert gelegt, um gegebenenfalls Sofortmaßnahmen zur Stabilisierung der angestrebten Ertragslage durchzuführen. Auch die Stabilisierung der Zulieferstruktur stellt einen weiteren Schwerpunkt in 2019 dar.

Insgesamt kann für alle Geschäftsbereiche der KTM Industries-Gruppe für das Geschäftsjahr 2019 ein positiver Ausblick gegeben werden, wobei in 2019 mit einem Umsatzwachstum von 1 - 5% gerechnet wird.

Wels, am 7. März 2019

Der Vorstand der KTM Industries AG

Dipl.-Ing. Stefan Pierer CEO

Mag. Friedrich Roithner CFO

Mag. Ing. Hubert Trunkenpolz CSO

KONZERNABSCHLUSS

KONZERNABSCHLUSS 80 - 158
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 82
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 84
Konzernbilanz 86
Konzernkapitalflussrechnung 88
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 90
Konzernanhang 92
I. Allgemeine Angaben92
1. Angaben zum Unternehmen 92
2. Grundsätze der Rechnungslegung 92
3. Neu angewendete Standards und Interpretationen 93
4. Zukünftig anzuwendende Standards und
Interpretationen 97
5. Schätzungen und Unsicherheiten bei
Ermessensentscheidungen und Annahmen 98
II. Konsolidierungskreis 100
6. Konsolidierungsgrundsätze und -methoden 100
7. Veränderungen im Konsolidierungskreis 101
III. Segmentberichterstattung 104
IV. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung 105
8. Umsatzerlöse 105
9. Herstellungskosten der zur Erzielung der
Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 106
10. Vertriebs- und Rennsportaufwendungen 106
11. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 107
12. Verwaltungsaufwendungen 107
13. Sonstige betriebliche Aufwendungen 107
14. Sonstige betriebliche Erträge 107
15. Ergebnis aus At-Equity Beteiligungen 108
16. Finanz- und Beteiligungsergebnis 108
17. Ertragsteuern 109
18. Ergebnis je Aktie und Vorschlag für die
Ergebnisverwendung 110
19. Aufwendungen für den Abschlussprüfer 110
20. Mitarbeiter 110
V. Erläuterungen zur Konzernbilanz111
21. Sachanlagen 111
22. Immaterielle Vermögenswerte 113
23. Firmenwert 115
24. Nach der Equity-Methode bilanzierte
Finanzanlagen 116
25. Latente Steueransprüche 117
26. Sonstige langfristige Vermögenswerte 119
27. Vorräte 120
28. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 120
29. Kurzfristige Forderungen und sonstige
Vermögenswerte 121
30. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 121
31. Konzerneigenkapital 122
32. Finanzverbindlichkeiten 124
33. Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer 125
34. Andere kurz- und langfristige Schulden 127
35. Rückstellungen 128
VI. Angaben zur Kapitalflussrechnung 128
VII. Risikobericht 129
36. Risikomanagement 129
37. Marktrisiken 130
38. Branchenspezifische Risiken 130
39. IT-Risiken 131
40. Finanzielle Risiken 131
41. Sonstige Risiken 137
VIII. Finanzinstrumente und Kapitalmanagement 137
42. Grundlagen 137
43. Einstufung und beizulegende Zeitwerte 139
44. Aufrechnung von finanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten 144
45. Hedging 145
46. Kapitalmanagement 149
IX. Leasingverhältnisse 150
47. Finanzierungsleasingverhältnisse 150
48. Operating-Leasingverhältnisse 151
X. Erläuterungen zu nahe stehenden Unternehmen und
Personen sowie zu den Organen 152
49. Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden
Unternehmen und Personen 152
50. Organe der KTM Industries AG 155
51. Vorstands- und Aufsichtsratsbezüge 155
XI. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 155
XII. Konzernunternehmen (Beteiligungsspiegel) 156

XIII. Freigabe des Konzernabschlusses ............................ 158

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1.1.2018 BIS 31.12.2018

TEUR ANHANG-NR.
Umsatzerlöse 8
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 9
Bruttoergebnis vom Umsatz
Vertriebs- und Rennsportaufwendungen 10
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 11
Verwaltungsaufwendungen 12
Sonstige betriebliche Aufwendungen 13
Sonstige betriebliche Erträge 14
Ergebnis aus at-Equity Beteiligungen 15
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit
Zinserträge 16
Zinsaufwendungen 16
Sonstiges Finanz- und Beteiligungsergebnis 16
Ergebnis vor Steuern
Ertragsteuern 17
Ergebnis des Geschäftsjahres
davon Eigentümer des Mutterunternehmens
davon Nicht beherrschende Gesellschafter
Unverwässertes (=verwässertes) Ergebnis je Aktie (EUR) 18

Ausweis Gewinn- und Verlustrechnung gemäß IAS 1

2018
2017
Aufgegebener Geschäftsbereich
Gesamt
Fortgeführter
Aufgegebener Geschäftsbereich
(IFRS 5)
Geschäfts
(IFRS 5)
Fortgeführter
Geschäfts
bereich des
Ergebnis aus
Laufende
Ergebnis aus
Konzerns
dem Verkauf
Geschäfts
dem Verkauf
tätigkeit
Laufende
Geschäfts
tätigkeit
bereich des
Konzerns
0
1.559.573
1.354.056
178.942
0
97.342 1.462.231
0
-1.095.326
-944.748
-122.747
0
-66.018 -1.029.308
0
464.247
409.308
56.195
0
31.324 432.923
0
-178.162
-164.997
-11.638
0
-6.335 -171.827
0
-35.172
-34.196
-13.554
0
-8.067 -27.105
0
-83.751
-60.401
-22.566
0
-12.704 -71.047
-122
0
-29.781
-31.783
-113
0
-29.659
26.150
28.714
3.943
2.270
0
2.194 370
0
0
-4.925
69
0
0
-4.925
26.150
161.170
121.943
10.594
0
6.290 128.730
32
0
3.475
2.155
72
0
3.443
-885
0
-19.380
-12.672
-1.941
0
-18.495
-437
0
-1.800
-2.170
-930
0
-1.363
26.150
143.465
109.256
7.795
0
5.000 112.315
352
-2.500
-29.280
-30.189
-2.960
0
-27.132
23.650
114.185
79.067
4.835
0
5.352 85.183
21.037
67.468
39.798
4.888
0
5.334 41.097
18
2.613
46.717
39.269
-53
0
44.086
0,93
2,99
1,77
0,22
0,00
0,24 1,82

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1.1.2018 BIS 31.12.2018

TEUR ANHANG-NR. 2018 2017

Ergebnis des Geschäftsjahres 85.183 5.352 23.650 114.185 79.067 4.835 0 83.902

Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert wurden oder anschließend umgegliedert werden können
Fremdwährungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen 31 631 644
-1.371
-96
-2.880
-2.387
0
Fremdwährungsumrechnung aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 24,31 -121 0
0
-121
-141
0
0
Fremdwährungsumrechnung aus Nettoinvestitionen aus ausländischen Geschäftsbetrieben 31 0 0
0
0
-803
-371
0
Latente Steuer auf die Fremdwährungsumrechnung aus Nettoinvestitionen aus ausländischen Geschäftsbetrieben 0 0
0
0
201
0
0
Bewertung von Cashflow-Hedges 31 -2.847 0
0
-2.847
8.692
0
0
Latente Steuer auf die Bewertung von Cashflow-Hedges 712 0
0
712
-2.173
0
0
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden -1.625 644
-1.371
-2.352
2.896
-2.758
0
Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 31, 33 -1.126 0
0
-1.126
361
1
0
Steuereffekt 282 0
0
282
-90
0
0
-845 0
0
-845
271
1
0
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -2.470 644
-1.371
-3.197
3.167
-2.757
0
Gesamtergebnis 82.713 5.996
22.279
110.988
82.234
2.078
0

davon Eigentümer des Mutterunternehmens 39.845 5.983 23.561 69.389 41.456 2.282 0 43.738 davon Nicht beherrschende Gesellschafter 42.868 13 -1.282 41.599 40.778 -204 0 40.574

Ausweis Gesamtergebnisrechnung gemäß IAS 1

2018 2017
Laufende
tätigkeit
Fortgeführter
Geschäfts
bereich des
Konzerns
Aufgegebener Geschäftsbereich
(IFRS 5)
Geschäfts
Ergebnis aus
dem Verkauf
Gesamt Fortgeführter
Geschäfts
bereich des
Konzerns
Aufgegebener Geschäftsbereich
(IFRS 5)
Laufende
Geschäfts
tätigkeit
Ergebnis aus
dem Verkauf
Gesamt
5.352 85.183 23.650 114.185 79.067 4.835 0 83.902
644
0
631
-121
-1.371
0
-96
-121
-2.880
-141
-2.387
0
0
0
-5.267
-141
0 0 0 0 -803 -371 0 -1.174
0 0 0 0 201 0 0 201
0 -2.847 0 -2.847 8.692 0 0 8.692
0 712 0 712 -2.173 0 0 -2.173
644 -1.625 -1.371 -2.352 2.896 -2.758 0 138
0 -1.126 0 -1.126 361 1 0 363
0 282 0 282 -90 0 0 -91
0 -845 0 -845 271 1 0 272
644 -2.470 -1.371 -3.197 3.167 -2.757 0 410
5.996 82.713 22.279 110.988 82.234 2.078 0 84.312
5.983 39.845 23.561 69.389 41.456 2.282 0 43.738
13 42.868 -1.282 41.599 40.778 -204 0 40.574

KONZERNBILANZ

ZUM 31. DEZEMBER 2018

TEUR ANHANG-NR. 31.12.2018 31.12.2017
Vermögenswerte:
Langfristige Vermögenswerte:
Sachanlagen 21 283.353 357.324
Firmenwert 23 96.172 117.125
Immaterielle Vermögenswerte 22 326.561 279.589
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 24 26.138 15.050
Latente Steueransprüche 25 3.026 7.483
Sonstige langfristige Vermögenswerte 26 9.354 5.554
744.604 782.125
Kurzfristige Vermögenswerte:
Vorräte 27 286.530 296.950
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 28 149.357 120.305
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 29 70.539 95.255
Steuererstattungsansprüche 13.499 1.450
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 30 89.347 169.068
609.272 683.028
1.353.876 1.465.153
TEUR ANHANG-NR. 31.12.2018 31.12.2017
Eigenkapital und Schulden:
Eigenkapital:
Grundkapital 31 22.539 225.387
Kapitalrücklagen 31 9.949 9.949
Ewige Anleihe 31 0 69.453
Sonstige Rücklagen einschließlich Konzernbilanzgewinn 31 264.933 13.176
Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens 297.421 317.965
Nicht beherrschende Anteile 31 253.355 210.614
550.776 528.579
Langfristige Schulden:
Finanzverbindlichkeiten 32 339.449 372.541
Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer 33 25.036 24.001
Latente Steuerschulden 25 63.039 53.455
Andere langfristige Schulden 34 7.303 11.479
434.827 461.476
Kurzfristige Schulden:
Finanzverbindlichkeiten 32 73.163 171.494
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 190.611 178.464
Rückstellungen 35 14.731 11.996
Steuerschulden 2.864 14.153
Andere kurzfristige Schulden 34 86.904 98.991
368.273 475.098
1.353.876 1.465.153

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1.1.2018 BIS 31.12.2018

TEUR ANHANG-NR. 2018 2017
Betriebstätigkeit
Ergebnis des Geschäftsjahres 114.185 83.902
+ (-) Zinsaufwendungen / Zinserträge 16 15.905 12.386
+ Steueraufwendungen 17 29.280 33.149
+ Abschreibungen auf Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte 21,22 91.317 86.400
+ (-) Dotierung (Auflösung) von langfristigen Verpflichtungen für Leistungen
an Arbeitnehmer
1.194 554
(-) + Gewinne (Verluste) aus der Equity-Konsolidierung 15 4.925 -69
(-) + Gewinne (Verluste) aus dem Verkauf von Anlagevermögen -215 -83
+ (-) Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen (Erträge) VI -37.950 -8.290
+ Zinseinzahlungen 3.476 2.204
- Zinsauszahlungen -18.508 -15.378
- Steuerzahlungen -35.623 -10.260
+ Erhaltene Dividenden 234 156
Brutto Cash-Flow 168.220 184.671
- (+) Erhöhung (Verminderung) von Vorräten -57.552 -35.665
- (+) Erhöhung (Verminderung) von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,
Vorauszahlungen, sonstigen kurz- und langfristigen Vermögenswerten
-26.068 -43.883
+ (-) Erhöhung (Verminderung) von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen,
Vorauszahlungen und anderen kurz- und langfristigen Schulden
858 56.152
Erhöhung (Verminderung) des Nettoumlaufvermögens -82.762 -23.396
Cash-Flow aus Betriebstätigkeit 85.458 161.275
davon aufgegebener Geschäftsbereich -7.853 9.283
TEUR ANHANG-NR. 2018 2017
Investitionstätigkeit
- Auszahlungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 21, 22 -158.292 -172.991
- Auszahlungen für den Erwerb von nach der at-Equity Methode bilanzierten
Unternehmen und sonstigen finanziellen Vermögenswerten
24 -8.671 -9.481
+ Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 9.727 2.144
+ Einzahlungen aus der Veräußerung von nach der at-Equity Methode bilanzierten
Unternehmen und sonstigen finanziellen Vermögenswerten
24, 26, 29 3.680 25.064
+ Erhaltene Dividenden 0 183
+ (-) Änderungen Konsolidierungskreis 7 57.056 1.070
+ (-) Ein-/ Auszahlungen aus sonstigen Vermögenswerten -5.618 0
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -102.118 -154.011
davon aufgegebener Geschäftsbereich 42.636 -35.302
Free Cash-Flow -16.660 7.264
Finanzierungstätigkeit
- Dividendenzahlungen an Dritte -18.569 -20.489
+ (-) Veräußerung / Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen 31 -6.195 -151
+ Aufnahme Schuldscheindarlehen 32 134.595 0
+ Aufnahme Perpetual Bond 49 0 10.000
+ Aufnahme von langfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten VI 32.147 49.969
+ Einzahlung aus Tilgung eigener Anleihe VI 0 1.900
- Tilgung Anleihe VI -57.800 -95.000
- Tilgung Schuldscheindarlehen VI -45.000 -32.000
- Tilgung Forschungsdarlehen VI -18.750 -13.125
- Rückzahlung von langfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten VI -65.633 -17.922
- Tilgung Verbindlichkeit Finanzierungsleasing VI -2.606 -833
+ (-) Veränderung sonstiger kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten VI -15.444 1.488
+ (-) Veränderung aus übriger Finanzierungstätigkeit -81 -1.792
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -63.336 -117.955
davon aufgegebener Geschäftsbereich 14.356 26.210
Gesamt Cash-Flow -79.996 -110.691
+ Anfangsbestand der liquiden Mittel im Konzern 169.068 283.578
+ (-) Veränderung durch Fremdwährungseffekte 275 -3.819
Endbestand der liquiden Mittel im Konzern VI 89.347 169.068

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

TEUR ANHANG-NR. EIGENKAPITAL DER EIGENTÜMER DES MUTTERUNTERNEHMENS Anteile
nicht beherr
Grund
Kapital
kapital
rücklagen
Ewige
Rücklagen
Rücklage
Ausgleichs
Anleihe
einschließlich
nach
posten
Gesamt
schender
(Perpetual Konzern
IFRS 9
Währungs
Bond)
bilanzgewinn
umrechnung
Gesell
schafter
Stand am 1. Jänner 2018 225.387
9.949
69.453
15.166
1.769
-3.759
317.965
210.614
Anpassungen aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 0
0
0
597
0
0
597
53
Anpassungen aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 0
0
0
57
0
0
57
-16
Stand am 1. Jänner 2018 nach Anpassungen 225.387
9.949
69.453
15.820
1.769
-3.759
318.619
210.651
Ergebnis des Geschäftsjahres 0
0
0
67.468
0
0
67.468
46.717
Sonstiges Ergebnis 31 0
0
0
-446
-1.070
3.437
1.921
-5.118
Gesamtergebnis 0
0
0
67.022
-1.070
3.437
69.389
41.599
Transaktionen mit Anteilseignern
Dividenden an Dritte 0
0
0
-6.762
0
0
-6.762
-11.807
Ewige Anleihe 31 0
0
-60.000
-2.877
0
0
-62.877
0
Kauf/ Verkauf von Anteilen an Tochterunternehmen 31 0
0
0
-21.078
0
0
-21.078
14.883
Kapitalmaßnahmen 31 -202.848
0
0
202.848
0
0
0
0
Entkonsolidierung Pankl Racing Systems AG 7 0
0
-9.453
9.453
0
0
0
-2.242
Sonstiges 0
0
0
131
0
0
131
271
Stand am 31. Dezember 2018 22.539
9.949
0
264.556
699
-322
297.421
253.355
TEUR ANHANG-NR. EIGENKAPITAL DER EIGENTÜMER DES MUTTERUNTERNEHMENS Anteile
nicht beherr
Grund
Kapital
kapital
rücklagen
Ewige
Rücklagen
Rücklage
Ausgleichs
Anleihe
einschließlich
nach
posten
Gesamt
schender
(Perpetual Konzern
IAS 39
Währungs
Gesell
Bond)
bilanzgewinn
umrechnung
schafter
Stand am 1. Jänner 2017 225.387
9.949
60.000
-20.182
-1.588
721
274.287
180.651
Ergebnis des Geschäftsjahres 0
0
0
44.686
0
0
44.686
39.216
Sonstiges Ergebnis 31 0
0
0
175
3.357
-4.480
-948
1.358
Gesamtergebnis 0
0
0
44.861
3.357
-4.480
43.738
40.574
Transaktionen mit Anteilseignern
Dividenden an Dritte 0
0
0
-9.762
0
0
-9.762
-10.727
Ewige Anleihe 31 0
0
9.453
0
0
0
9.453
547
Kauf/ Verkauf von Anteilen an Tochterunternehmen 31 0
0
0
-110
0
0
-110
-41
Sonstiges 0
0
0
359
0
0
359
-390
Stand am 31. Dezember 2017 225.387
9.949
69.453
15.166
1.769
-3.759
317.965
210.614
nicht beherr
eigen
EIGENKAPITAL DER EIGENTÜMER DES MUTTERUNTERNEHMENS
schender
kapital
Gesell
schafter
Gesamt Ausgleichs
posten
Währungs
umrechnung
Rücklage
nach
IFRS 9
Rücklagen
einschließlich
Konzern
bilanzgewinn
Ewige
Anleihe
(Perpetual
Bond)
Kapital
rücklagen
Grund
kapital
210.614
528.579
317.965 -3.759 1.769 15.166 69.453 9.949 225.387
53 597 0 0 597 0 0 0
-16 57 0 0 57 0 0 0
210.651
529.270
318.619 -3.759 1.769 15.820 69.453 9.949 225.387
46.717
114.185
67.468 0 0 67.468 0 0 0
-5.118 1.921 3.437 -1.070 -446 0 0 0
41.599
110.988
69.389 3.437 -1.070 67.022 0 0 0
-11.807
-18.569
-6.762 0 0 -6.762 0 0 0
0
-62.877
-62.877 0 0 -2.877 -60.000 0 0
14.883 -21.078 0 0 -21.078 0 0 0
0 0 0 0 202.848 0 0 -202.848
-2.242 0 0 0 9.453 -9.453 0 0
271 131 0
0 131 0 0 0
253.355
550.776
297.421 -322 699 264.556 0 9.949 22.539
Anteile
Konzern
nicht beherr
eigen
EIGENKAPITAL DER EIGENTÜMER DES MUTTERUNTERNEHMENS
schender
kapital
Gesamt Ausgleichs
posten
Rücklage
nach
Rücklagen
einschließlich
Ewige
Anleihe
Kapital
rücklagen
Grund
kapital
Gesell Währungs IAS 39 Konzern (Perpetual
schafter umrechnung bilanzgewinn Bond)
180.651
454.938
274.287 721 -1.588 -20.182 60.000 9.949 225.387
39.216
83.902
44.686 0 0 44.686 0 0 0
1.358 -948 -4.480 3.357 175 0 0 0
40.574
84.312
43.738 -4.480 3.357 44.861 0 0 0
-20.489
-10.727
547
-9.762
9.453
0
0
0
0
-9.762
0
0
9.453
0
0
0
0

Kauf/ Verkauf von Anteilen an Tochterunternehmen 31 0 0 0 -110 0 0 -110 -41 -151 Sonstiges 0 0 0 359 0 0 359 -390 -31 Stand am 31. Dezember 2017 225.387 9.949 69.453 15.166 1.769 -3.759 317.965 210.614 528.579

I. ALLGEMEINE ANGABEN

1. ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN

Die KTM Industries-Gruppe ist der größte europäische Motorradhersteller mit dem Fokus auf hochinnovative Sportmotoräder und Elektromobilität. Mit ihren weltweit bekannten Marken KTM, Husqvarna Motorcycles und WP zählt sie in ihren Segmenten jeweils zu den Technologie- und Marktführern.

Die KTM Industries AG hat ihren Sitz in 4600 Wels, Edisonstraße 1, und ist in das Firmenbuch beim Landes- als Handelsgericht Wels unter der Nummer FN 78112 x eingetragen. Die Gesellschaft steht mit der Pierer Konzerngesellschaft mbH, Wels (oberstes Konzernmutterunternehmen), und deren verbundenen Unternehmen in einem Konzernverhältnis und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird beim Landes- als Handelsgericht Wels unter der Nummer FN 134766 k hinterlegt und stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis dar.

Die Aktien der KTM Industries AG sind im "Swiss Performance Index (SPI)" der SIX Swiss Exchange in Zürich sowie an der Wiener Börse im Segment "standard market auction" gelistet.

2. GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG

Der Konzernabschluss für den Zeitraum 1. Jänner bis 31. Dezember 2018 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), soweit sie in der Europäischen Union angewendet werden, erstellt. Dabei wurden auch die zusätzlichen Anforderungen des § 245a Abs1 UGB (österreichisches Unternehmensgesetzbuch) erfüllt.

Der Rechnungslegung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Rechnungslegungsvorschriften zugrunde. Diese Vorschriften wurden von allen einbezogenen Unternehmen angewendet. Die einbezogenen Unternehmen haben ihre Jahresabschlüsse zum Konzernbilanzstichtag 31.12. aufgestellt.

Im Geschäftsjahr 2018 wurde der Ausweis von Aufwendungen im Zusammenhang mit einem Verkaufsförderungsprogramm in Nordamerika analysiert und wie folgt geändert. Die Gesamtaufwendungen des Programmes beinhalten neben einer Dienstleistungs- auch eine Finanzierungskomponente. Der Finanzierungsanteil in Höhe von TEUR 5.865 (Vorjahr: TEUR 3.267) wurde daher im Geschäftsjahr 2018 in den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis in den Herstellungskosten.

Die einbezogenen Abschlüsse aller wesentlichen, nach nationalen Vorschriften prüfungspflichtigen oder freiwillig geprüften vollkonsolidierten in- und ausländischen Unternehmen wurden von unabhängigen Wirtschaftsprüfern geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.

Der Konzernabschluss wird in der funktionalen Währung der Muttergesellschaft, dem Euro, aufgestellt. Alle Beträge sind, soweit auf Abweichungen nicht gesondert hingewiesen wird, auf 1.000 Euro (TEUR) gerundet, wobei rundungsbedingte Differenzen auftreten können. Durch die Anwendung von automatisierten Rechnungshilfen können bei Summierung von gerundeten Beträgen und bei Prozentangaben ebenfalls Rundungsdifferenzen auftreten.

3. NEU ANGEWENDETE STANDARDS UND INTERPRETATIONEN

Folgende Tabelle zeigt die erstmalig verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen, die auch bereits von der EU-Kommission zum 31.12.2018 übernommen wurden:

Erstmalige Anwendung Neue Standards und Interpretationen Veröffentlicht durch das IASB
1. Jänner 2018
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 28. Mai 2014
IFRS 9 Finanzinstrumente 24. Juli 2014
Änderungen zu IFRS 4: Anwendung von IFRS 9
Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge
12. September 2016
Änderungen zu IFRS 15: Klarstellung von IFRS 15
Erlöse aus Verträgen mit Kunden
12. April 2016
Jährliche Verbesserungen zu IFRS 2014-2016: Änderungen zu IFRS 1 und IAS 28 8. Dezember 2016
Änderungen zu IAS 40: Geändert durch Übertragungen von als
Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien
8. Dezember 2016
Änderungen zu IFRS 2: Klassifizierung und Bewertung von
anteilsbasierten Vergütungen
20. Juni 2016
IFRIC 22: Transaktionen in fremder Währung und im Voraus
gezahlte Gegenleistungen
8. Dezember 2016

Die erstmalige Anwendung der Standards IFRS 9 und IFRS 15 hat Auswirkungen auf den Konzernabschluss der KTM Industries AG. Folgende Tabelle fasst die bilanziellen Auswirkungen der beiden Standards zum 1. Jänner 2018 zusammen:

Konzern-Bilanz 31.12.17 Anpassungen gemäß 01.01.18
TEUR Berichtet IFRS 9 IFRS 15 Angepasst
Vorräte 296.950 0 -1.811 295.139
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 120.305 13 2.677 122.995
Sonstige 265.773 0 0 265.773
Kurzfristige Vermögenswerte 683.028 13 866 683.907
Latente Steueransprüche 7.483 34 -121 7.396
Sonstige 774.642 0 0 774.642
Langfristige Vermögenswerte 782.125 34 -121 782.038
VERMÖGENSWERTE 1.465.153 47 745 1.465.945
Kurzfristige Schulden 475.098 0 0 475.098
Latente Steuerschulden 53.455 6 95 53.556
Sonstige 408.021 0 0 408.021
Langfristige Schulden 461.476 6 95 461.577
Eigenkapital 528.579 41 650 529.270
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN 1.465.153 47 745 1.465.945

Im Folgenden werden die beiden Standards IFRS 9 und IFRS 15, welche mit 1. Jänner 2018 in der EU anzuwenden sind sowie deren Auswirkungen auf den Konzernabschluss der KTM Industries AG beschrieben.

IFRS 15 ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN

In der KTM Industries-Gruppe wurde IFRS 15 (Erlöse aus Verträgen mit Kunden) erstmalig mit dem am 1. Jänner 2018 beginnenden Geschäftsjahr angewandt. Daraus ergeben sich für den Konzernabschluss rückwirkende Anpassungen, die entsprechend den Übergangsvorschriften zum 1. Jänner 2018 im Eigenkapital berücksichtigt wurden. Dementsprechend erfolgte keine Anpassung der dargestellten Vergleichsperioden.

Im Wesentlichen kam es durch die erstmalige Anwendung von IFRS 15 zu einer Anpassung des Zeitpunktes der Umsatzrealisierung im Bereich der Auftragsfertigung. Umsatzerlöse werden nunmehr zeitraumbezogen (während der Produktherstellung) erfasst, sofern für den Konzern keine alternative Nutzungsmöglichkeit für diese Produkte und zugleich ein Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistungen besteht. Zum Erstanwendungszeitpunkt waren davon vorwiegend Leistungen der KTM Components-Gruppe sowie der Pankl-Gruppe betroffen.

Folgende Tabelle fasst die bilanziellen Auswirkungen zum Erstanwendungszeitpunkt zusammen:

TEUR Auswirkungen zum
1. Jänner 2018
Vermögenswerte
Vorräte -1.811
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vertragsvermögenswerte) 2.677
Latente Steueransprüche -121
745
Eigenkapital und Schulden
Latente Steuerschulden 95
Eigenkapital 650
745

Der Posten "Vertragsvermögenswerte" ist in der Bilanzposition "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" enthalten. Bei den Vertragsvermögenswerten (contract assets) handelt es sich im Wesentlichen um erbrachte Leistungen, bei welchen der Kunde die Beherrschung über die Güter bereits während der Produktherstellung erlangt hat.

IFRS 9 FINANZINSTRUMENTE

In der KTM Industries-Gruppe wurde IFRS 9 (Finanzinstrumente) erstmalig mit dem am 1. Jänner 2018 beginnenden Geschäftsjahr angewandt. Daraus ergeben sich für den Konzernabschluss rückwirkende Anpassungen, die entsprechend den Übergangsvorschriften zum 1. Jänner 2018 im Eigenkapital berücksichtigt wurden. Dementsprechend erfolgte keine Anpassung der dargestellten Vergleichsperioden. In der KTM Industries-Gruppe wird IFRS 9 für Hedge-Accounting angewandt. Im Bereich der finanziellen Verbindlichkeiten ergaben sich keine Auswirkungen durch IFRS 9.

Insgesamt ergeben sich in der KTM Industries-Gruppe nur untergeordnete Änderungen aufgrund der Bewertungskategorien von Finanzinstrumenten. Die Überprüfung des Geschäftsmodells und der Zins- und Tilgungszahlungsströme (SPPI-Kriterium) hat ergeben, dass die finanziellen Vermögenswerte weitestgehend jenen Bewertungskategorien entsprechen, wie sie bereits unter IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) gültig waren.

Finanzielle Vermögenswerte, welche das SPPI-Kriterium nicht erfüllen, wurden in die Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL) umgegliedert. Dies betrifft jenen Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche Teil des ABS-Programmes sind (siehe Punkt 43.). Aufgrund der Fristigkeit dieser Forderungen ergaben sich dadurch allerdings keine Auswirkungen auf deren Buchwerte.

Zudem nimmt die KTM Industries-Gruppe das Wahlrecht der Kategorisierung von sonstigen langfristigen Vermögenswerten als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI-Option) in Anspruch. Die Buchwerte dieser Vermögenswerte betrugen zum Erstanwendungszeitpunkt TEUR 166 und betreffen zwei Minderheitenbeteiligungen, welche für strategische Zwecke gehalten werden.

Die Anwendungen der neuen Wertminderungsvorschriften des IFRS 9 (expected credit loss) führen in der KTM Industries-Gruppe insgesamt zu einer nur untergeordneten Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 13. Die Ermittlung der erwarteten Kreditverluste erfolgte auf Basis von historischen Ausfallsraten (KTM-Gruppe) bzw. von externen Ratings der wichtigsten Kunden (Pankl-Gruppe), unter Berücksichtigung besonderer geografischer Begebenheiten.

Die nachfolgenden Tabellen stellen die rückwirkenden Anpassungen, entsprechend den Übergangsvorschriften von IAS 39 auf IFRS 9 zum Erstanwendungszeitpunkt dar:

TEUR Klassifizierung
Klassifizierung
unter IAS 39
unter IFRS 9
Buchwert
nach IAS 39
31.12.2017
Buchwert
nach IFRS 9
01.01.2018
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete
finanzielle Vermögenswerte
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte -
Derivate mit positivem Marktwert, die bereits
Forderungen zugewiesen sind
Beizulegender Zeitwert -
Sicherungsinstrumente
Fair Value - Hedging
Instruments
4.173 4.173
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte -
Derivate mit positivem Marktwert
(Cash-Flow-Hedge)
Beizulegender Zeitwert -
Sicherungsinstrumente
Fair Value - Hedging
Instruments
7.452 7.452
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Kredite und Forderungen Fair Value through Profit and
Loss (FVPL)
6.863 6.863
Sonstige langfristige finanzielle Vermögens
werte (Eigenkapitalinstrumente)
Zur Veräußerung verfügbar Fair Value through Other
Comprehensive Income (FVOCI)
(without recycling)
166 166
Nicht zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Kredite und Forderungen Amortised Cost (AC) 169.068 169.068
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Kredite und Forderungen Amortised Cost (AC) 113.442 113.455
Sonstige finanzielle Vermögenswerte Kredite und Forderungen Amortised Cost (AC) 43.671 43.671
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete
finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten -
Derivate mit negativem Marktwert, die bereits
Forderungen zugewiesen sind
Beizulegender Zeitwert -
Sicherungsinstrumente
Fair Value - Hedging
Instruments
92 92
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten -
Derivate mit negativem Marktwert
(Cash-Flow-Hedge)
Beizulegender Zeitwert -
Sicherungsinstrumente
Fair Value - Hedging
Instruments
2.340 2.340
Nicht zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Verzinsliche Verbindlichkeiten Sonstige Verbindlichkeiten Amortised Cost (AC) 483.204 483.204
Anleihen Sonstige Verbindlichkeiten Amortised Cost (AC) 57.737 57.737
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing Sonstige Verbindlichkeiten Amortised Cost (AC) 3.094 3.094
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
Sonstige Verbindlichkeiten Amortised Cost (AC) 178.464 178.464
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
(kurz- und langfristig)
Sonstige Verbindlichkeiten Amortised Cost (AC) 56.407 56.407

Nachfolgende Tabellen zeigen die bilanziellen Auswirkungen der ab 2018 verpflichtend anzuwendenden Standards IFRS 9 und IFRS 15 mit Auswirkung auf den Jahresabschluss der KTM Industries-Gruppe per 31. Dezember 2018:

Konzern-Bilanz 31.12.18 Anpassungen gemäß 31.12.2018
TEUR Berichtet IFRS 9 IFRS 15 ohne Anwen
dung IFRS 9 &
IFRS 15
Vorräte 286.530 0 -784 287.314
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 149.357 -98 917 148.538
Sonstige 173.385 0 0 173.385
Kurzfristige Vermögenswerte 609.272 -98 133 609.237
Latente Steueransprüche 3.026 0 0 3.026
Sonstige 741.578 0 0 741.578
Langfristige Vermögenswerte 744.604 0 0 744.604
VERMÖGENSWERTE 1.353.876 -98 133 1.353.841
Kurzfristige Schulden 368.273 0 0 368.273
Latente Steuerschulden 63.039 -25 33 63.031
Sonstige 371.788 0 0 371.788
Langfristige Schulden 434.827 -25 33 434.819
Eigenkapital 550.776 -73 100 550.749
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN 1.353.876 -98 133 1.353.841
Konzern-GuV (Fortgeführter Geschäftsbereich) 1.1. bis Anpassungen gemäß 1.1. bis
TEUR 31.12.2018
Berichtet
IFRS 9 IFRS 15 31.12.2018
ohne Anwen
dung IFRS 9 &
IFRS 15
Umsatzerlöse 1.462.231 0 -503 1.462.734
Herstellungskosten -1.029.308 0 273 -1.029.581
Bruttoergebnis vom Umsatz 432.923 0 -230 433.153
Vertriebsaufwendungen -171.827 -42 0 -171.785
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen -27.105 0 0 -27.105
Verwaltungsaufwendungen -71.047 0 0 -71.047
Sonstige betriebliche Aufwendungen -29.659 0 0 -29.659
Sonstige betriebliche Erträge 370 0 0 370
Ergebnis aus at-equity Beteiligungen -4.925 0 0 -4.925
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 128.730 -42 -230 129.002
Finanzergebnis -16.415 0 0 -16.415
Ergebnis vor Steuern 112.315 -42 -230 112.587
Ertragsteuern -27.133 11 58 -27.202
Ergebnis nach Steuern 85.183 -31 -172 85.386

Es ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2018.

4. ZUKÜNFTIG ANZUWENDENDE STANDARDS UND INTERPRETATIONEN

Folgende Tabelle zeigt die bereits von der EU-Kommission übernommenen Änderungen von Standards und Interpretationen, welche jedoch zum Bilanzstichtag noch nicht verpflichtend anzuwenden waren und auch nicht vorzeitig angewendet wurden:

Erstmalige Anwendung
Neue oder geänderte Standards und Interpretationen
Veröffentlicht durch das IASB
1. Jänner 2019
Änderungen zu IFRS 9: Finanzielle Vermögenswerte mit einer negativen
Vorfälligkeitsentschädigung
12. Oktober 2017
IFRIC 23: Unsicherheit bezüglich der ertragssteuerlichen Behandlung 7. Juni 2017
IFRS 16 Leasingverhältnisse 13. Jänner 2016

Das IASB und das IFRIC haben weitere Standards und Interpretationen verabschiedet, welche aber im Geschäftsjahr 2018 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind bzw. von der EU-Kommission noch nicht übernommen wurden. Es handelt sich dabei um folgende Standards und Interpretationen:

Neue oder geänderte Standards
und Interpretationen
Anwendungszeitpunkt
IASB
Veröffentlicht
durch das IASB
EU-Endorsement?
Jährliche Verbesserungen zu IFRS 2015-2017: Änderungen zu
IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23
1.1.2019 12. Dezember 2017 Nein
IFRS 17 Versicherungsverträge 1.1.2021 18. Mai 2017 Nein
Änderungen zu IAS 19: Plananpassung, -kürzungen
oder -abgeltungen
1.1.2019 7. Februar 2018 Nein
Änderungen an IFRS 3 – Definitionen eines Geschäftsbetriebs 1.1.2020 22. Oktober 2018 Nein
Änderungen an IAS 1 und IAS 8 – Definitionen von Wesentlichkeit 1.1.2020 31. Oktober 2018 Nein
Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept zur
Rechnungslegung
1.1.2020 29. März 2018 Nein
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten 1.1.2016 30. Jänner 2014 Nicht vorgesehen
Änderungen zu IFRS 10 und IAS 28: Verkauf oder Einlage von
Vermögenswerten zwischen einem Anleger und einem assoziierten
Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen
auf unbestimmte Zeit
verschoben
11. September 2014 Nein
Änderungen zu IAS 28: Langfristige Anteile an assoziierten
Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
1.1.2019 12. Oktober 2017 Nein

Die geschätzten Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 werden im Folgenden detailliert erläutert. Alle weiteren geänderten Standards und Interpretationen sind für die KTM Industries-Gruppe nicht relevant bzw. haben keinen wesentlichen Einfluss.

IFRS 16 LEASINGVERHÄLTNISSE

IFRS 16 regelt die Identifizierung sowie Ansatz, Bewertung, Ausweis und Angabepflichten zu Leasingvereinbarungen. Für den Leasingnehmer sieht der Standard ein einziges Bilanzierungsmodell vor. Dieses Modell führt beim Leasingnehmer dazu, dass sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen in der Bilanz zu erfassen sind, es sei denn, die Laufzeit beträgt zwölf Monate oder weniger oder es handelt sich um einen geringwertigen Vermögenswert (es besteht jeweils ein Wahlrecht zur Anwendung).

Für den Konzernabschluss der KTM Industries AG wird der IFRS 16 ab dem 1. Jänner 2019 mittels dem modifiziert rückwirkenden Ansatz bilanziert. Durch die Anwendung des modifizierten rückwirkenden Ansatzes ergeben sich folgende Erleichterungen:

Alle Leasingverträge die innerhalb von 12 Monaten ab dem Datum der Erstanwendung (d.h. bis 31.12.2019) auslaufen, können so bilanziert werden als handle es sich um kurzfristige Leasingverhältnisse. Diese Option kann für jedes Leasingverhältnis einzeln getroffen werden. Für den Konzernabschluss der KTM Industries AG wird dieses Wahlrecht angewendet.

Für die Ermittlung der Leasingverbindlichkeit wird der Grenzfremdkapitalzinssatz per 1.1.2019 herangezogen. Folgende Wahlrechte für die Ermittlung

des Right-of-Use-Assets werden für Leasingverhältnisse ausgeübt. Die Aktivierung des Right-of-Use-Vermögenswertes wird in Höhe der Leasingverbindlichkeit vorgenommen, sodass die Leasingverbindlichkeit per 1. Jänner 2019 dem Right of Use-Asset entspricht und keine Anpassungen im Eigenkapital notwendig sind.

Zum 31. Dezember 2018 hat der Konzern Zahlungsverpflichtungen aus unkündbaren Mietleasingverhältnissen in Höhe von € 72,0 Mio. Diese Vereinbarungen erfüllen überwiegend die Definition einer Leasingvereinbarung nach IFRS 16. Der Konzern hat daher entsprechende Right of Use-Vermögenswerte und Leasingverbindlichkeiten bei Anwendung von IFRS 16 zu bilanzieren. Der Konzern wird die Ausnahmebestimmungen für kurzfristige Leasingverhältnisse, geringwertige Vermögenswerte und einen einheitlichen Zinssatz für ähnliche Verträge grundsätzlich in Anspruch nehmen. Zur Ermittlung des Barwertes der Leasingzahlungen wurde als Laufzeit der unkündbare Zeitraum des Leasingverhältnisses herangezogen. Dabei wurden Kündigungsoptionen berücksichtigt, wenn der Leasingnehmer hinreichend sicher ist, diese Option auszuüben. Die Aktivierung von Leasingverhältnissen führt voraussichtlich zu einem Anstieg der Buchwerte der langfristigen Vermögenswerte sowie zu einem Anstieg der finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von € 38,6 Mio. per 1.1.2019. Darüber hinaus wird der bisherig erfasste Leasingaufwand durch eine Abschreibung des Nutzungsrechtes und Zinsaufwandes der Leasingverbindlichkeit ersetzt. Zudem wird erwartet, dass sich aufgrund der geänderten Ausweisvorschriften EBITDA, EBIT und Cash-Flow aus Betriebstätigkeit verbessern.

Leasingverpflichtungen bestehen vor allem in folgenden Bereichen: Fuhrparkleasing, Miete von Geschäfts- und Büroflächen und Miete von Kraftfahrzeugen.

5. SCHÄTZUNGEN UND UNSICHERHEITEN BEI ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND ANNAHMEN

Im Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und den Ausweis von Aufwendungen und Erträgen im Geschäftsjahr beeinflussen. Diese Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten des Vorstandes. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen, wenn sich angenommene Parameter entgegen der Erwartung entwickeln. Bei Bekanntwerden neuer Gegebenheiten werden diese entsprechend berücksichtigt und bisherige Annahmen angepasst.

  • Insbesondere werden Annahmen zur Beurteilung der Werthaltigkeit von Firmenwerten und immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmbarer Nutzungsdauer getroffen. Zum Bilanzstichtag waren Firmenwerte in Höhe von TEUR 96.172 (Vorjahr: TEUR 117.125) sowie die Marke "KTM" in Höhe von TEUR 61.103 (Vorjahr: TEUR 61.103) angesetzt. Weiterführende Informationen zu den Werthaltigkeitstests sind Punkt 23. "Firmenwert" zu entnehmen.
  • Latente Steueransprüche auf nicht verfallbare steuerliche Verlustvorträge werden unter der Annahme angesetzt, dass zukünftig ausreichend steuerliches Einkommen zur Verwertung der steuerlichen Verlustvorträge erwirtschaftet wird. Bei Unsicherheiten in den Annahmen werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet. Zum 31.12.2018 wurden aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von TEUR 2.845 (Vorjahr: TEUR 5.316) aktiviert. Aufgrund der aktuellen Steuerplanung geht das Management von einer Verwertung der zum 31.12.2018 angesetzten Verlustvorträge innerhalb der nächsten fünf Jahre aus. Weitere Details zu den latenten Steuern sind den Erläuterungen unter Punkt 25. "Latente Steueransprüche" zu entnehmen.
  • Im Rahmen des Cash-Flow-Hedge-Accountings werden Einschätzungen zum Eintritt von künftigen Zahlungsströmen getroffen. Die Planung künftiger Zahlungsströme leitet sich aus der Absatz- und Bestellmengenplanung ab, wird monatlich auf die Zielerreichung überprüft und mit Erfahrungswerten aus der Vergangenheit verplausibilisiert. Gemäß der internen Währungsabsicherungsrichtlinie werden Fremdwährungsabsicherungen grundsätzlich rollierend für eine Reichweite von bis zu 18 Monaten abgeschlossen. Die Sicherungsquote der einzelnen Währungen wird von der Planungsunsicherheit im jeweiligen Markt, der Volatilität der Währung und den Sicherungskosten abhängig gemacht. Auf Basis der Bedeutung von Währungen (Volumen, Ergebnisrelevanz) werden Gruppierungen vorgenommen, woraus sich unterschiedliche Vorgehensweisen ergeben. Die Sicherungsquote pro Währung darf jedoch maximal 80% des Fremdwährungsexposures nicht übersteigen. Details zu den Sensitivitäten, die für Währungs- und Zinsrisiken bestehen, sind den Erläuterungen im Risikobericht unter Punkt 40. "Finanzielle Risiken" zu entnehmen.
  • Daneben bestehen Schätzungsunsicherheiten beim Ansatz und der Bewertung von Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer. Es werden Annahmen zu den folgenden Faktoren getroffen: Erwartungswerte, demografische Annahmen wie das Pensionsalter von Frauen /Männern und Mitarbeiterfluktuation sowie finanzielle Annahmen wie Rechnungszinssatz und künftige Lohn- und Gehaltstrends. Zum Bilanzstichtag waren Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer in Höhe von TEUR 25.036 (Vorjahr: TEUR 24.001) angesetzt. Weiterführende Informationen sind dem Punkt 33. "Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer" zu entnehmen.

Bei den Rückstellungen bestehen Schätzungen, um Eintrittswahrscheinlichkeiten zu beurteilen und um den voraussichtlichen Betrag für die Bewertung der Verpflichtung zu ermitteln. Diese Annahmen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Garantien und Gewährleistungen. Aufgrund von Erfahrungswerten wurde ein direkter Zusammenhang pro Produktgruppe zwischen angefallenen Garantie- und Gewährleistungsaufwendungen an den Umsatzerlösen festgestellt. Der Vorstand geht aufgrund von langjährigen Erfahrungswerten aus, dass diese Beziehung konstant bleibt. Der durchschnittliche Prozentsatz der Garantie- und Gewährleistungsaufwendungen an den Umsatzerlösen wird mehrmals jährlich geprüft und bei Bedarf angepasst. Der angesetzte Rückstellungsbetrag ergibt sich somit als einen, über einen dreijährigen Beobachtungszeitraum ermittelten durchschnittlichen Anteil der Garantie- und Gewährleistungsaufwendungen an den Umsatzerlösen. Zum 31.12.2018 wurden Rückstellungen für Garantien und Gewährleistungen in Höhe von TEUR 11.996 (Vorjahr: TEUR 11.173) angesetzt. Die Entwicklung der Rückstellungen ist unter dem Punkt 35. "Rückstellungen" dargestellt.

Folgende Ermessensentscheidungen wurden bei der Anwendung der Rechnungslegungsmethoden in der KTM Industries-Gruppe getroffen:

Finanzierungsleasing

Es werden Einschätzungen über die Kriterien für die Klassifizierung als Finanzierungsleasing getroffen. Weitere Angaben dazu sind unter Punkt 21. "Sachanlagen" sowie unter Punkt 47. "Finanzierungsleasingverhältnisse" zu finden.

• Ausbuchung von Forderungen im Rahmen von ABS-Vereinbarungen

Es werden Einschätzungen über die Ausbuchungsvoraussetzungen des IFRS 9 (Vorjahr: IAS 39) getroffen. Nähere Details sind dem Kapitel VIII. "Finanzinstrumente und Kapitalmanagement" zu entnehmen.

Investment Property

Das KTM-Logistikzentrum wird zum Großteil von der KTM-Gruppe selbst genutzt. In geringem Ausmaß erfolgt eine Vermietung an konzernfremde Dritte. Bei den Untermietverhältnissen an konzernfremde Mieter handelt es sich um Unternehmen mit langfristigen Liefer- bzw. Dienstleistungsbeziehungen zur KTM-Gruppe, und stellt einen ausgelagerten Teil der Wertschöpfungskette von KTM dar. Da die Vermietung nicht der Absicht der Erzielung von Mieteinnahmen dient, sondern aus betrieblichem Interesse erfolgt, wird auch jener Teil der an konzernfremde Dritte vermietet wird, unter den Sachanlagen ausgewiesen und nicht als Investment Property eingestuft.

Supplier Finance

Es werden Einschätzungen über den Ausweis der Verbindlichkeiten im Rahmen des Supplier Finance Programmes getroffen. Die KTM-Gruppe hat mit einem österreichischen Kreditinstitut ein revolvierendes Programm zur Finanzierung von Lieferantenverbindlichkeiten (Supplier Finance Programm) aufgesetzt. Im Rahmen dieses Programmes bietet das Kreditinstitut Lieferanten die Möglichkeit an, ihre Forderungen gegenüber der KTM-Gruppe vor Fälligkeit von dem Kreditinstitut diskontieren und auszahlen zu lassen. Da die Finanzierungskosten auf der guten Bonität der KTM-Gruppe beruhen, bietet dieses Programm für die teilnehmenden Lieferanten eine kostengünstige Möglichkeit ihre Forderungen gegenüber der KTM-Gruppe vorzeitig getilgt zu bekommen und somit ihr Working Capital zu optimieren. Die KTM AG und die KTM Components GmbH tilgen die Verbindlichkeit bei Fälligkeit laut Rechnung durch Zahlung an das Kreditinstitut.

Das Programm wurde sowohl auf zivilrechtliche Aspekte als auch hinsichtlich der Bestimmungen des IFRS 9 (bzw. IAS 39 im Vorjahr) geprüft. Es entsteht keine rechtliche Entbindung von der ursprünglichen Verpflichtung, da sich aus Sicht der KTM-Gruppe nur die Person des Gläubigers ändert, der Inhalt der Verpflichtung jedoch unverändert bleibt. Weiters entsteht durch das Programm keine neue (zusätzliche) Verpflichtung der KTM AG gegenüber dem Kreditinstitut. Da das Programm weder quantitativ noch qualitativ zu wesentlichen Änderungen der Vertragsbedingungen führt, erfolgt der Ausweis der betroffenen konzernfremden Verbindlichkeiten in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der Ausweis der Cash-Flows im Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit.

Neben konzernfremden Lieferanten hat die KTM AG auch mit dem Tochterunternehmen KTM Components GmbH ein solches Programm abgeschlossen. Aus Sicht der KTM-Gruppe ist kein Leistungsaustausch erfolgt, sondern es sind lediglich Fremdmittel aufgenommen worden, welche unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen werden. Der Ausweis der Cash-Flows erfolgt im Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit.

Zum 31.12.2018 betragen die Verbindlichkeiten aus diesem Programm insgesamt TEUR 87.753 (Vorjahr: TEUR 82.569), davon werden zum 31.12.2018 im Konzernabschluss der KTM AG die Beziehungen zwischen Konzernunternehmen in Höhe von TEUR 36.906 (Vorjahr: TEUR 51.954) als kurzfristige Finanzverbindlichkeiten dargestellt.

II. KONSOLIDIERUNGSKREIS

6. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE UND -METHODEN

In den Konzernabschluss der KTM Industries AG werden alle Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Tochterunternehmen sind vom Konzern beherrschte Unternehmen. Die Abschlüsse von Tochterunternehmen sind im Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt enthalten, an dem die Beherrschung beginnt und bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet.

Die Erstkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 nach der Erwerbsmethode (Acquisition Method). Dabei werden im Erwerbszeitpunkt, das ist der Tag an dem die Möglichkeit der Beherrschung erlangt wird, die neu bewerteten identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Geschäftsbetriebes der Gegenleistung und sofern zutreffend dem Betrag für die nicht beherrschenden Anteile und dem beizulegenden Zeitwert der zum Erwerbszeitpunkt bereits gehaltenen Anteile gegenüber gestellt. Ein verbleibender positiver Wert wird als Firmenwert aktiviert; ein verbleibender negativer Wert wird nach nochmaliger Überprüfung der Wertansätze als "Erwerb zu einem Preis unter dem Marktwert" in der Gewinn- und Verlustrechnung als Ertrag erfasst. Mit dem Erwerb verbundene Nebenkosten werden als Aufwand erfasst. Der Betrag für die nicht beherrschenden Anteile wird – sofern nicht anders angegeben – mit dem anteiligen Reinvermögen am erworbenen Unternehmen ohne Firmenwertkomponente erfasst.

Die Anteile der KTM Industries-Gruppe an nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen umfassen Anteile an assoziierten Unternehmen. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern maßgeblichen Einfluss hat. Nach der Equity-Methode werden die Anteile an assoziierten Unternehmen in der Konzernbilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich nach dem Erwerb eingetretener Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens erfasst. Der mit einem nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht gesondert fortgeführt.

Die Berichtswährung der KTM Industries-Gruppe ist der Euro. Die Tochterunternehmen sowie die nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen stellen die Jahresabschlüsse in ihrer funktionalen Währung auf. Dabei werden in den zu konsolidierenden Abschlüssen enthaltene Vermögenswerte und Schulden mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem durchschnittlichen Devisenkurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Daraus entstehende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Weiters werden Umrechnungsdifferenzen aus langfristigen Finanzforderungen, die eine Nettoinvestition in ausländische Geschäftsbetriebe darstellen, im sonstigen Ergebnis erfasst. Folgende für die KTM Industries-Gruppe wesentlichen Kurse wurden für die Währungsumrechnung in die Berichtswährung herangezogen:

Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2018 31.12.2017 2018 2017
US-Dollar 1,1450 1,1993 1,1793 1,1293
Britisches Pfund 0,8945 0,8872 0,8860 0,8761
Schweizer Franken 1,1269 1,1702 1,1516 1,1115
Japanischer Yen 125,8500 135,0100 130,0058 126,6546
Südafrikanischer Rand 16,4594 14,8054 15,6166 15,0434
Mexikanischer Peso 22,4921 23,6612 22,6526 21,3278
Chinesischer Renminbi 7,8751 7,8044 7,8156 7,6264

7. VERÄNDERUNGEN IM KONSOLIDIERUNGSKREIS

Alle Tochterunternehmen, die unter der rechtlichen oder faktischen Kontrolle der KTM Industries AG stehen, sind in den vorliegenden Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 einbezogen.

Die Anzahl der Unternehmen im Konsolidierungskreis hat sich im Geschäftsjahr 2018 wie folgt entwickelt:

Vollkonsolidierte Gesellschaften At Equity Gesellschaften
Stand zum 31.12.2017 62 10
Konsolidierungskreiszugänge 3 1
Konsolidierungskreisabgänge -11 0
Abgänge durch Verschmelzung -1 0
Stand zum 31.12.2018 53 11
davon ausländische Unternehmen 36 6

Die KTM Industries AG, als Mutterunternehmen der KTM Industries-Gruppe, wurde in dieser Aufstellung nicht berücksichtigt.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie deren Erstkonsolidierungszeitpunkte sind im Kapitel XII. "Konzernunternehmen (Beteiligungsspiegel)" angeführt.

AUFGEGEBENER GESCHÄFTSBEREICH (IFRS 5) – VERKAUF PANKL RACING SYSTEMS AG

Die KTM Industries AG hat im Juni 2018 sämtliche Anteile an der Pankl Racing Systems AG zu einem Kaufpreis von € 130,5 Mio. an die Pierer Industrie-Gruppe verkauft. Durch den Verkauf der Pankl-Gruppe wurde die strategische und finanzielle Basis für die noch stärkere Fokussierung der KTM Industries-Gruppe auf die Zwei-Rad-Industrie, insbesondere die Entwicklung der Elektromobilität, in den nächsten Jahren gelegt. Im Zuge des Verkaufes sind 10 vollkonsolidierte Gesellschaften der Pankl-Gruppe abgegangen.

Die Pankl-Gruppe stellte einen abgrenzbaren wesentlichen Geschäftszweig des Konzerns dar und wurde deshalb als aufgegebener Geschäftsbereich gemäß IFRS 5 im Konzernabschluss dargestellt.

Im Rahmen der Unterteilung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung bzw. Konzern-Gesamtergebnisrechnung in fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereich, wurde der fortgeführte Geschäftsbereich der KTM Industries-Gruppe so dargestellt, wie er nachhaltig fortbestehen wird. Folgende wesentliche Punkte ergaben sich im Rahmen der Unterteilung in fortgeführter bzw. aufgegebener Geschäftsbereich in der KTM Industries-Gruppe:

  • Der Gewinn aus der Verkaufstransaktion ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen des aufgegebenen Geschäftsbereiches im EBIT enthalten.
  • Steuerbelastungen und Steuerentlastungen, die im Zusammenhang mit dem aufgegebenen Geschäftsbereich und seiner Veräußerung anfallen bzw. durch diese ausgelöst wurden, sind dem aufgegebenen Geschäftsbereich zugeordnet.
  • Da die Pankl-Gruppe als Zulieferer von Zukaufteilen für die KTM-Gruppe fungiert, wurden die konzerninternen Aufwendungen des ersten Halbjahres in der KTM-Gruppe um € 12,1 Mio. (Vorjahr: € 15,4 Mio.) aufgrund der erwartungsgemäß fortbestehenden Beziehung im fortgeführten Bereich erhöht. Die Aufwendungen wurden andererseits im aufgegebenen Bereich entsprechend vermindert.

In der Konzern-Kapitalflussrechnung der KTM Industries-Gruppe erfolgten die Angaben zum aufgegebenen Geschäftsbereich mittels Davon-Vermerk. Das wesentliche Zuordnungsthema ergab sich für den Ausweis des Zahlungsmittelflusses aus dem Verkauf der Pankl-Gruppe. Der Cash-Zugang wurde dem aufgegebenen Geschäftsbereich zugeordnet und ist im Davon-Vermerk des Investitions-Cash-Flows in Höhe von € 58,5 Mio. enthalten.

Folgende Vermögenswerte und Schulden sind abgegangen:

TEUR 30.6.2018
Sachanlagen -106.526
Firmenwert -22.152
Immaterielle Vermögenswerte -3.511
Latente Steueransprüche -3.712
Sonstige langfristige Vermögenswerte -1.583
Langfristige Vermögenswerte -137.484
Vorräte -66.981
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -23.491
Forderungen und sonstige Vermögenswerte -11.208
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -9.142
Kurzfristige Vermögenswerte -110.822
Vermögenswerte -248.306
Finanzverbindlichkeiten 97.702
Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer 1.865
Latente Steuerschulden 658
Andere langfristige Schulden 3.327
Langfristige Schulden 103.552
Finanzverbindlichkeiten 15.301
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.489
Rückstellungen 274
Andere kurzfristige Schulden 8.711
Kurzfristige Schulden 36.775
Schulden 140.327
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 2.242
Abgegangene Nettovermögenswerte -105.737
Verkaufspreis 130.517
Entkonsolidierungserfolg1 24.780
Der Zahlungsmittelzufluss aus der Veräußerung ergibt sich wie folgt:
TEUR 30.06.2018
Verkaufspreis 130.517
Abgegangene Zahlungsmittel -9.142
Verrechnung Perpetual Bond inklusive Zinsen -62.877

Netto-Zufluss aus der Veräußerung 58.498

SONSTIGE ÄNDERUNGEN VOLLKONSOLIDIERTER GESELLSCHAFTEN

Mit Rechtsgültigkeit zum 2.1.2018 wurde die Beteiligung an der Fuhrmann Erodiertechnik GmbH von der WP Performance Systems GmbH (jetzt: KTM Components GmbH) zu 100% erworben. Der Kaufpreis belief sich auf TEUR 1.980. Das Unternehmen ist auf Dienstleistungen im Bereich des Draht- und Startlocherodieren spezialisiert.

1 Inklusive der Umgliederung der Fremdwährungsdifferenzen von der Gesamtergebnisrechnung in die Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von TEUR 1.371 ergibt sich ein Gesamteffekt vor Steuern von TEUR 26.150.

Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden stellen sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:

TEUR

Langfristige Vermögenswerte 798
Kurzfristige Vermögenswerte 1.115
Nettovermögen 414
Langfristige Verbindlichkeiten 592
Kurzfristige Verbindlichkeiten 907
Kundenbeziehungen 613
Passive latente Steuern 153
Firmenwert 1.106
Gegenleistung -1.980
Erworbene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 654
Netto-Abfluss aus der Akquisition -1.326

Der Fair Value der identifizierten Kundenbeziehungen wurde unter Anwendung des multi-period-excess-earnings-Ansatz (Residualwertmethode) ermittelt. Diese Methode berücksichtigt den Barwert der erwarteten Netto-Cash-Flows, die die Kundenbeziehungen erzeugen, mit Ausnahme aller Cash-Flows, die mit unterstützenden Vermögenswerten verbunden sind (contributory asset charges). Die identifizierten Kundenbeziehungen werden über einen Zeitraum von zehn Jahren abgeschrieben.

Mit dem Kauf- und Abtretungsvertrag vom 23. Mai 2018 wurden die von der KTM Sportmotorcycle GmbH gehaltenen Anteile an der KTM Southeast Europe S.A. in Höhe von 100% rückwirkend zum 1. Jänner 2018 veräußert. Die Entkonsolidierung der Gesellschaft erfolgte mit 1. Jänner 2018:

Folgende Vermögenswerte und Schulden wurden entkonsolidiert:

TEUR

Anlagevermögen 156
Zahlungsmittel und sonstige kurzfristige Vermögenswerte 1.722
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 469
Entkonsolidierte Vermögenswerte 2.347
Personalverbindlichkeiten 167
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 40
Andere kurzfristige Schulden 2.146
Entkonsolidierte Schulden 2.353
Entkonsolidierte Nettovermögenswerte -6

Die angeführten Werte entsprechen den Buchwerten zum Entkonsolidierungszeitpunkt. Die erhaltene Gegenleistung aus der Veräußerung der Anteile beträgt EUR 1. Es entsteht ein Veräußerungsgewinn in Höhe von TEUR 6, welcher unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird.

Der Netto-Abfluss aus der Veräußerung ist im Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen und setzt sich wie folgt zusammen:

TEUR

Erhaltenes Entgelt 0
Veräußerter Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten -116
Netto-Abfluss aus der Veräußerung von Tochterunternehmen -116

Weiters wurden im Geschäftsjahr 2018 die KTM Innovation GmbH, Wels und die KTM Beteiligungs GmbH, Mattighofen neu gegründet und erstkonsolidiert. Zudem wurde die K KraftFahrZeug Holding GmbH auf die KTM Industries AG verschmolzen.

ÄNDERUNGEN AT-EQUITY EINBEZOGENER GESELLSCHAFTEN

Das KTM-Joint Venture in China mit dem Partner CF Moto wurde im Geschäftsjahr 2018 unter dem Namen "Zhejiang CFMOTO-KTMR2R Motorcycles Co., Ltd." gegründet. Die Gesellschaft ist noch nicht operativ tätig. Ab 2021 sollen im chinesischen Hangzhou Motorräder der Mittelklasse produziert werden.

Im Dezember 2018 erhöhte die KTM Industries AG die Anteile an der Kiska GmbH von 26% auf 50%. Zudem reduzierte sich ebenfalls im Dezember 2018 die Beteiligung an der PEXCO GmbH von 49,9% auf 40,0%.

III. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

In der KTM Industries AG erfolgt die Steuerung der Geschäftstätigkeit auf Basis der einzelnen Unternehmensgruppen (KTM-Gruppe, PANKL-Gruppe bis Veräußerung). Die einzelnen Unternehmensgruppen werden separat geführt und an die KTM Industries AG gemäß den IFRS Rechnungslegungsvorschriften berichtet. Der für den Segmentbericht relevante Hauptentscheidungsträger ist der Gesamtvorstand der KTM Industries AG. Die Segmentberichterstattung erfolgt gemäß den internen Berichten mit den Segmenten KTM, PANKL (bis Veräußerung) sowie Sonstige.

KTM:

Die KTM-Gruppe betreibt die Entwicklung, Erzeugung und den Vertrieb von motorisierten Freizeitgeräten (Power Sports), insbesondere unter den Marken "KTM", "Husqvarna Motorcycles" und "WP". Die KTM-Gruppe umfasst zum 31. Dezember 2018 49 in den Konzernabschluss einbezogene Tochtergesellschaften in Österreich, den USA, Japan, Südafrika, Mexiko, Indien, Brasilien und China sowie in verschiedenen anderen Ländern in Europa und Asien. Darüber hinaus hält die KTM Gruppe Beteiligungen an Generalimporteuren und Assemblierungsgesellschaften in wichtigen Vertriebsmärkten (Australien, Philippinen) sowie Beteiligungen an diversen Flagship-Stores in Österreich und Deutschland. Im Vorjahr wurde die WP-Gruppe (nunmehr: KTM Components-Gruppe) als eigenständiges Segment geführt. Um Effizienzsteigerungen innerhalb des KTM Industries-Konzerns zu heben und Synergiepotenziale zu nutzen, wurde die KTM Components-Gruppe als wichtigster Zulieferant der Motorradproduktion in Mattighofen im Jänner 2018 vollständig in die KTM AG integriert. Aufgrund der Eingliederung der KTM Components-Gruppe in die KTM AG erfolgt die Berichterstattung der KTM Components-Gruppe nicht mehr separat, sondern ist ab 2018 in der KTM AG enthalten. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahresziffern der Gewinn- und Verlustrechnung angepasst.

PANKL (aufgegeben):

Die Pankl-Gruppe ist ein international führender Hersteller von mechanischen Systemen im Hochtechnologiebereich für dynamische Komponenten in den weltweiten Nischenmärkten der Rennsport-, Luxusautomobil- und Luftfahrtindustrie. Vor allem die Technologieentwicklung, aber auch das Verbessern sowie das Testen von Produkten ist für Pankl von besonderer Bedeutung, um besser auf die Herausforderungen dieser Märkte reagieren zu können. Durch eine breite Standortdiversifikation kann Pankl mit seinem weltweiten Firmennetzwerk Kunden optimal betreuen. Die Standorte sind verteilt in Österreich, Deutschland, Großbritannien, Slowakei, Japan und den USA. Die Pankl-Gruppe wurde im Juni 2018 entkonsolidiert. Folglich sind die Ertragskennzahlen im ersten Halbjahr noch enthalten, die Bilanzwerte sind zum 30. Juni 2018 abgegangen. Der Entkonsolidierungserfolg aus dem Verkauf der Pankl-Gruppe ist in der Segmentberichterstattung im Bereich "Pankl (aufgegeben)" enthalten.

Sonstige:

Im Bereich "Sonstige" werden die KTM Industries AG, die KTM Technologies GmbH, die KTM Innovation GmbH und die PF Beteiligungsverwaltungs GmbH dargestellt.

Keines der Segmente weist eine Abhängigkeit von externen Kunden im Sinn des IFRS 8.34 auf. Lieferungen und Leistungen zwischen den Segmenten erfolgen zu marktüblichen Bedingungen.

Die Segmentsteuerungsgröße EBIT beschreibt das betriebliche Ergebnis der Periode vor Finanzergebnis und Ertragsteuern. Die Investitionen betreffen Anlagenzugänge aus dem Sachanlagevermögen und den immateriellen Vermögensgegenständen. Das nach der Equity-Methode bilanzierte Ergebnis ist gemäß der Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im EBIT enthalten.

Die Segmentinformationen für das Geschäftsjahr 2018 und 2017 teilen sich auf die beschriebenen Segmente wie folgt auf:

2018
TEUR
KTM PANKL1)
(aufgegeben)
Sonstige Konsolidierung GESAMT
Umsatzerlöse (einschließlich Erlöse innerhalb
der Segmente)
1.454.745 110.163 27.906 -33.241 1.559.573
Umsatzerlöse extern 1.454.263 97.342 7.968 0 1.559.573
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 129.193 32.440 -117 -346 161.170
Investitionen 166.795 16.002 793 0 183.590
Abschreibungen 81.712 9.085 520 0 91.317
Anteil am Ergebnis von Unternehmen,
die nach der Equity-Methode bilanziert werden
-4.706 0 0 -219 -4.925
Bilanzsumme 1.301.854 0 290.191 -238.169 1.353.876
Eigenkapital 550.707 0 233.037 -232.968 550.776

1) 1.1. bis 30.6.2018 (6 Monate)

2017
TEUR
KTM PANKL
(aufgegeben)
Sonstige Konsolidierung GESAMT
Umsatzerlöse (einschließlich Erlöse innerhalb
der Segmente)
1.351.142 195.388 13.703 -27.235 1.532.998
Umsatzerlöse extern 1.351.097 178.942 2.959 0 1.532.998
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 121.493 10.594 2.138 -1.688 132.537
Investitionen 142.474 35.687 405 0 178.566
Abschreibungen 70.998 15.249 153 0 86.400
Anteil am Ergebnis von Unternehmen,
die nach der Equity-Methode bilanziert werden
164 0 0 -95 69
Bilanzsumme 1.091.928 219.232 718.331 -564.339 1.465.153
Eigenkapital 487.966 89.600 443.761 -492.749 528.579

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN-UND VERLUSTRECHNUNG

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

8. UMSATZERLÖSE

In IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden wird geregelt, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. Zudem wird von den Abschlusserstellern gefordert, den Abschlussadressaten informativere und relevantere Angaben als bisher zur Verfügung zu stellen. Die bisherigen Standards IAS 18 Erträge und IAS 11 Fertigungsaufträge werden dadurch ersetzt.

Die Verpflichtungen für variable Gegenleistungen werden als vertragliche Verpflichtungen im Sinne des IFRS 15 ausgewiesen. Diese werden unverändert unter den anderen kurzfristigen finanziellen Schulden in der Bilanz dargestellt und im Anhang erläutert. Die vertraglichen Verpflichtungen für variable Gegenleistungen betreffend Preisnachlässe, Umsatzboni und Skonti zum 31.12.2018 betragen € 23,5 Mio. (31.12.2017: € 23,4 Mio.).

Die KTM Industries-Gruppe erzielte einen Gesamtumsatz von TEUR 1.559.573 (Vorjahr: TEUR 1.532.998). Der fortgeführte Geschäftsbereich des Konzerns erzielte einen Umsatz von TEUR 1.462.231 (Vorjahr: TEUR 1.354.056) und der aufgegebene Geschäftsbereich einen Umsatz von TEUR 97.342 (Vorjahr: TEUR 178.942).

Die Aufteilung nach geografischen Bereichen der Außenumsätze erfolgt nach dem Sitz der Kunden. Die Umsatzerlöse nach geografischen Regionen für den fortgeführten Geschäftsbereich des Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 2018 2017
Europa 819.222 716.370
Nordamerika 366.847 383.772
Sonstige 276.162 253.914
1.462.231 1.354.056

Umsatzerlöse werden grundsätzlich nach dem Gefahrenübergang gemäß Geschäftsbedingungen (Incoterms) bzw. nach dem Zeitpunkt der Erbringung der Leistung abzüglich Skonti, Kundenboni und Rabatte erfasst.

9. HERSTELLUNGSKOSTEN DER ZUR ERZIELUNG DER UMSATZERLÖSE ERBRACHTEN LEISTUNGEN

Die Herstellungskosten belaufen sich auf insgesamt TEUR 1.095.326 (Vorjahr: TEUR 1.067.495). Auf den fortgeführten Geschäftsbereich entfallen TEUR 1.029.308 (Vorjahr: TEUR 944.748) und den aufgegebenen Geschäftsbereich TEUR 66.018 (Vorjahr: TEUR 122.747).

Die Herstellungskosten des fortgeführten Geschäftsbereichs des Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 2018 2017
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen 847.101 777.291
Personalaufwand 112.138 102.589
Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten 32.558 28.520
Abschreibungen für Sachanlagevermögen und sonstige immaterielle Vermögenswerte 25.275 23.618
Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.236 12.730
1.029.308 944.748

10. VERTRIEBS- UND RENNSPORTAUFWENDUNGEN

Die Vertriebs- und Rennsportaufwendungen belaufen sich auf insgesamt TEUR 178.162 (Vorjahr: TEUR 176.635). Auf den fortgeführten Geschäftsbereich entfallen TEUR 171.827 (Vorjahr: TEUR 164.997) und den aufgegebenen Geschäftsbereich TEUR 6.335 (Vorjahr: TEUR 11.638).

Die Vertriebs- und Rennsportaufwendungen des fortgeführten Geschäftsbereichs des Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 2018 2017
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen 32.048 37.977
Personalaufwand 66.291 65.698
Abschreibungen für Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte 5.466 4.640
Sonstige betriebliche Aufwendungen 100.701 84.733
Sponsorgelder und sonstige betriebliche Erträge -32.679 -28.051
171.827 164.997

11. FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSAUFWENDUNGEN

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen belaufen sich auf insgesamt TEUR 35.172 (Vorjahr: TEUR 47.750). Auf den fortgeführten Geschäftsbereich entfallen TEUR 27.105 (Vorjahr: TEUR 34.196) und den aufgegebenen Geschäftsbereich TEUR 8.067 (Vorjahr: TEUR 13.554).

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen des fortgeführten Geschäftsbereichs des Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 2018 2017
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen 5.585 7.315
Personalaufwand 22.168 17.347
Abschreibungen für Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte 4.951 3.745
Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.916 19.132
Fördergelder und sonstige betriebliche Erträge -18.515 -13.343
27.105 34.196

Die in den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen des fortgeführten Geschäftsbereichs dargestellten Aufwandsarten umfassen Forschungssowie nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten. Der Personalaufwand ohne Effekte aus den aktivierten Entwicklungskosten beträgt TEUR 54.733 (Vorjahr: TEUR 47.254).

Insgesamt betrugen die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (vor aktivierten Entwicklungskosten) des fortgeführten Geschäftsbereichs TEUR 126.446 (Vorjahr: TEUR 112.484) und somit rund 8,6% (Vorjahr: 8,3%) vom Umsatz.

12. VERWALTUNGSAUFWENDUNGEN

Die Verwaltungsaufwendungen belaufen sich auf insgesamt TEUR 83.751 (Vorjahr: TEUR 82.967). Auf den fortgeführten Geschäftsbereich entfallen TEUR 71.047 (Vorjahr: TEUR 60.401) und den aufgegebenen Geschäftsbereich TEUR 12.704 (Vorjahr: TEUR 22.566).

Die Verwaltungsaufwendungen des fortgeführten Geschäftsbereichs des Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 2018 2017
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen 4.208 2.374
Personalaufwand 26.839 24.492
Abschreibungen für Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte 12.572 10.048
Sonstige betriebliche Aufwendungen 29.098 25.320
Sonstige betriebliche Erträge -1.670 -1.833
71.047 60.401

13. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf insgesamt TEUR 29.781 (Vorjahr: TEUR 31.896). Auf den fortgeführten Geschäftsbereich entfallen TEUR 29.659 (Vorjahr: TEUR 31.783) und den aufgegebenen Geschäftsbereich TEUR 122 (Vorjahr: TEUR 113).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des fortgeführten Geschäftsbereichs des Konzerns betreffen Kundendienst-, Garantie- und Gewährleistungsaufwendungen, welche Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.410 (Vorjahr: TEUR 580) beinhalten.

14. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Sonstige betriebliche Erträge werden realisiert, wenn der wirtschaftliche Nutzen aus dem zugrunde liegenden Vertrag wahrscheinlich ist und es eine verlässliche Bestimmung der Erträge gibt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf insgesamt TEUR 28.714 (Vorjahr: TEUR 6.213). Auf den fortgeführten Geschäftsbereich entfallen TEUR 370 (Vorjahr: TEUR 3.943) und den aufgegebenen Geschäftsbereich TEUR 28.344 (Vorjahr: TEUR 2.270). In den sonstigen betrieblichen Erträgen des aufgegebenen Geschäftsbereichs ist der Entkonsolidierungserfolg aus dem Verkauf der Pankl-Gruppe in Höhe von TEUR 26.150 (inklusive Fremdwährungseffekte in Höhe von TEUR 1.371, welche aus der Gesamtergebnisrechnung in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurden) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge des fortgeführten Geschäftsbereichs des Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 2018 2017
Erträge aus dem Abgang von Anlagen 234 240
Erstkonsolidierungen 6 941
Übrige sonstige Erträge 130 2.762
370 3.943

15. ERGEBNIS AUS AT-EQUITY BETEILIGUNGEN

Der Gewinn-/ Verlustanteil von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als gesonderter Posten im Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit ausgewiesen. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Beteiligungen, die als wesentliche Lieferanten oder Kunden in die operative Geschäftstätigkeit der KTM Industries-Gruppe eingebunden sind.

Das Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen setzt sich wie folgt zusammen:

TEUR 2018 2017
Kiska GmbH 271 640
KTM New Zealand Ltd. 0 39
KTM Asia Motorcycle Manufacturing Inc. -302 -221
Motorcycle Distributors Australia Pty Ltd. -3.289 352
PEXCO GmbH -490 -679
China Zhejiang CFMOTO-KTMR2R Motorcycles Co., Ltd. -969 0
KTM Motohall GmbH -118 0
Vier Flagshipstores und sonstige -28 -62
-4.925 69

16. FINANZ- UND BETEILIGUNGSERGEBNIS

Das Finanz- und Beteiligungsergebnis beläuft sich auf insgesamt TEUR 17.705 (Vorjahr: TEUR 15.486). Auf den fortgeführten Geschäftsbereich entfallen TEUR 16.415 (Vorjahr: TEUR 12.687) und den aufgegebenen Geschäftsbereich TEUR 1.290 (Vorjahr: TEUR 2.799).

Das Finanz- und Beteiligungsergebnis des fortgeführten Geschäftsbereichs des Konzerns setzt sich wie folgt zusammen:

TEUR 2018 2017
Zinserträge 3.443 2.155
Zinsaufwendungen -18.495 -12.672
Sonstiges Finanz- und Beteiligungsergebnis -1.363 -2.170
-16.415 -12.687

Der Anstieg bei den Zinsaufwendungen des fortgeführten Geschäftsbereichs des Konzerns ist im Wesentlichen auf eine Ausweisänderung von Aufwendungen im Zusammenhang mit einem Verkaufsförderungsprogramm in Nordamerika zurückzuführen. Der Finanzierungsanteil dieser Aufwendungen wird ab dem Geschäftsjahr 2018 in den Zinsaufwendungen dargestellt. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis in den Herstellungskosten.

Das sonstige Finanz- und Beteiligungsergebnis des fortgeführten Geschäftsbereichs des Konzerns setzt sich wie folgt zusammen:

TEUR 2018 2017
Fremdwährungsbewertung Bankguthaben -1.260 -969
Absicherungskosten -202 0
Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren 0 258
Wertminderung von langfristigen finanziellen Vermögenswerten 0 -1.015
Erträge/ Verluste aus sonstigen Beteiligungen 99 -444
-1.363 -2.170

17. ERTRAGSTEUERN

Die Ertragsteuern belaufen sich auf insgesamt TEUR 29.280 (Vorjahr: TEUR 33.149). Auf den fortgeführten Geschäftsbereich entfallen TEUR 27.132 (Vorjahr: TEUR 30.189) und den aufgegebenen Geschäftsbereich TEUR 2.148 (Vorjahr: TEUR 2.960).

Die Ertragsteueraufwände und -erträge des fortgeführten Geschäftsbereichs des Konzerns teilen sich wie folgt in laufende und latente Steuern auf:

TEUR 2018 2017
Laufende Steuer -14.541 -20.503
Latente Steuern -12.591 -9.686
-27.132 -30.189

Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten bzw. geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuern ausgewiesen. Die österreichischen Gesellschaften der KTM Industries-Gruppe unterliegen einem Körperschaftsteuersatz von 25,0%. Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen oder verabschiedeten Gesetzen und Verordnungen. Die angewandten Ertragssteuersätze für ausländische Gesellschaften variieren von 9,0% bis 35,0%.

Eine Überleitungsrechnung zwischen dem erwarteten Steueraufwand des Geschäftsjahres (Anwendung des Konzernsteuersatzes in Höhe von 25,0% auf das Ergebnis vor Steuern) und dem tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand kann für den fortgeführten Geschäftsbereich des Konzerns wie folgt dargestellt werden:

TEUR 2018 2017
Ergebnis vor Ertragsteuern 112.315 109.256
Erwarteter Steueraufwand /-ertrag -28.079 -27.314
Nicht temporäre Differenzen und sonstige steuerliche Hinzurechnungen -2.081 2.179
Ansatz/Wertberichtigungen / Verbrauch von Verlustvorträgen 203 -3.102
Konsolidierungskreisänderungen -222 0
Steuern aus Vorperioden -1.030 -2.276
Effekte ausländischer Steuersätze -271 -1.211
Steuersatzänderungen 0 -374
Ergebnis aus Equity-Beteiligungen -407 17
Investitionsbegünstigungen 4.588 3.161
Sonstiges 167 -1.269
-27.132 -30.189

18. ERGEBNIS JE AKTIE UND VORSCHLAG FÜR DIE ERGEBNISVERWENDUNG

Neben der Einziehung von 2 Aktien zur Glättung des bestehenden Grundkapitals erfolgte eine Aktienzusammenlegung im Verhältnis 10:1. Dadurch sinkt die Anzahl der ausgegebenen Aktien von 225.386.742 Stück auf 22.538.674 Stück. Das Ergebnis je Aktie betrug im laufenden Geschäftsjahr 2018 insgesamt EUR 2,99 (Vorjahr: EUR 1,98). Auf den fortgeführten Geschäftsbereich entfallen EUR 1,82 (Vorjahr: EUR 1,77) und den aufgegebenen Geschäftsbereich EUR 1,17 (Vorjahr: EUR 0,22). Die Berechnung der Vorjahreszahlen wurde zur besseren Vergleichbarkeit auf die neue Aktien-Stückzahl angepasst.

Das Ergebnis je Aktie des fortgeführten Geschäftsbereichs des Konzerns berechnet sich wie folgt:

2018 2017
Ergebnis - Eigentümer des Mutterunternehmens (in TEUR) 41.097 39.798
Gesamt Aktienanzahl (Stück) 22.538.674 22.538.674
abzüglich Eigener Aktien (Stück) 0 0
22.538.674 22.538.674
Unverwässertes (=verwässertes) Ergebnis je Aktie (EUR) 1,82 1,77

Nach den Vorschriften des Aktiengesetzes bildet der nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellte Einzelabschluss der KTM Industries AG zum 31.12.2018 die Basis für die Dividendenausschüttung.

Für das Geschäftsjahr 2018 wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der KTM Industries AG in Höhe von TEUR 77.123, eine Dividende von EUR 0,3 je Aktie (entspricht insgesamt TEUR 6.762) auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Vom Bilanzgewinn 2017 wurde ebenfalls eine Dividende in Höhe von TEUR 6.762 ausgeschüttet.

19. AUFWENDUNGEN FÜR DEN ABSCHLUSSPRÜFER

Die auf die Berichtsperiode entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft setzen sich für den fortgeführten Geschäftsbereich wie folgt zusammen:

TEUR 2018 2017
Jahresabschlussprüfung aller Einzelgesellschaften 243 258
Konzernabschlussprüfung 213 233
Sonstige Bestätigungsleistungen 16 20
Sonstige Leistungen 37 128
509 639

20. MITARBEITER

Der Mitarbeiterstand wird jeweils inklusive Leiharbeiter und externen Dienstnehmern dargestellt:

Stand am 1.1.2018 5.887
Veränderungen fortgeführter Geschäftsbereich 109
Veränderungen aufgegebener Geschäftsbereich 107
Abgang Pankl-Gruppe -1.800
Stand am 31.12.2018 4.303

Zum 31.12.2018 waren 2.109 Angestellte (Vorjahr: 2.649) und 2.194 Arbeiter (Vorjahr: 3.238) beschäftigt.

Zum 31.12.2018 sind 3.625 Mitarbeiter (Vorjahr: 4.568) in Österreich und 678 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.319) im Ausland beschäftigt.

Der gesamte Personalaufwand im Geschäftsjahr 2018, ohne Effekte aus der Aktivierung von Entwicklungskosten, beträgt TEUR 309.976 (Vorjahr: TEUR 323.458). Auf den fortgeführten Geschäftsbereich des Konzerns entfallen TEUR 265.834 (Vorjahr: TEUR 245.368) und den aufgegebenen Geschäftsbereich TEUR 44.142 (Vorjahr: TEUR 78.090).

V. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

21. SACHANLAGEN

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen erfolgt nach der linearen Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung folgender Nutzungsdauern:

Jahre Nutzungsdauer
Gebäude 10 - 50
Technische Anlagen und Maschinen 2 - 10
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - 10

In den Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen werden die Einzelkosten einschließlich der zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten erfasst. Finanzierungskosten, die sich bei direkter Zurechnung von Fremdkapital ergeben bzw. die sich bei Anwendung eines durchschnittlichen Kapitalisierungszinssatzes auf die angefallenen Aufwendungen ergeben, werden gemäß IAS 23 aktiviert (im laufenden Geschäftsjahr erfolgte mangels qualifizierter Vermögenswerte keine Aktivierung).

Wenn Sachanlagen durch Leasingverträge finanziert werden, bei denen die wesentlichen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übergehen, werden diese als Finanzierungsleasing erfasst. Der Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert oder zum niedrigeren Barwert der künftig zu erwartenden Mindestleasingzahlungen. Die Abschreibung erfolgt linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder, wenn kürzer, über die Laufzeit des Leasingvertrages. Die Leasingraten werden in eine Zins- und Tilgungskomponente aufgeteilt. Der Ausweis erfolgt unter den Sachanlagen bzw. die Zahlungsverpflichtungen unter den finanziellen Verbindlichkeiten. Der Zinsanteil der Leasingverpflichtung wird direkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Aufgliederung der Sachanlagen und seine Entwicklung im Geschäftsjahr 2018 sowie im Geschäftsjahr 2017 werden in den folgenden Tabellen dargestellt:

TEUR Grund
stücke
Gebäude Technische
Anlagen und
Maschinen
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
in Bau
Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten:
Stand am 1.1.2018 23.918 216.960 339.108 103.141 29.626 712.753
Zugänge 740 12.383 39.787 19.018 18.194 90.122
Abgänge -3.713 -7.534 -10.347 -9.107 -321 -31.022
Konsolidierungskreisänderungen -4.180 -50.457 -154.221 -22.391 -7.951 -239.200
Währungsumrechnung 4 483 453 545 78 1.563
Umbuchungen 676 11.698 12.095 1.395 -25.887 -23
Stand am 31.12.2018 17.445 183.533 226.875 92.601 13.739 534.193
TEUR Grund
stücke
Gebäude Technische
Anlagen und
Maschinen
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
in Bau
Summe
Kumulierte Abschreibungen:
Stand am 1.1.2018 64 55.947 231.839 67.579 0 355.429
Zugänge 0 6.773 28.866 12.054 0 47.693
Abgänge 0 -2.278 -9.971 -7.761 0 -20.010
Konsolidierungskreisänderungen -44 -21.363 -95.741 -16.145 0 -133.293
Währungsumrechnung 0 201 382 438 0 1.021
Umbuchungen 0 -5 0 5 0 0
Stand am 31.12.2018 20 39.275 155.375 56.170 0 250.840
Buchwert:
Stand am 31.12.2018 17.425 144.258 71.500 36.431 13.739 283.353
Stand am 31.12.2017 23.854 161.013 107.269 35.562 29.626 357.324
TEUR Grund Gebäude Technische Betriebs- und Geleistete Summe
stücke Anlagen und
Maschinen
Geschäfts
ausstattung
Anzahlungen
und Anlagen
in Bau
Anschaffungs- und Herstellungskosten:
Stand am 1.1.2017 22.375 196.154 294.589 91.261 21.285 625.664
Zugänge 1.692 18.511 28.426 16.125 39.963 104.717
Abgänge -135 -150 -8.010 -4.948 -1.526 -14.769
Konsolidierungskreisänderungen 0 0 1.218 1.591 50 2.859
Währungsumrechnung -14 -1.338 -2.130 -2.090 -110 -5.682
Umbuchungen 0 3.783 25.015 1.202 -30.036 -36
Stand am 31.12.2017 23.918 216.960 339.108 103.141 29.626 712.753
Kumulierte Abschreibungen:
Stand am 1.1.2017 66 48.929 211.886 61.566 0 322.447
Zugänge 0 7.648 28.888 11.436 0 47.972
Abgänge 0 -71 -7.710 -4.700 0 -12.481
Konsolidierungskreisänderungen 0 0 575 901 0 1.476
Währungsumrechnung -2 -559 -1.800 -1.624 0 -3.985
Umbuchungen 0 0 0 0 0 0
Stand am 31.12.2017 64 55.947 231.839 67.579 0 355.429
Buchwert:
Stand am 31.12.2017 23.854 161.013 107.269 35.562 29.626 357.324
Stand am 31.12.2016 22.309 147.225 82.703 29.695 21.285 303.217

In den Zugängen zu Technischen Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung sind Investitionen in Höhe von TEUR 18.529 (Vorjahr: TEUR 2.286 in den Zugängen zu Technischen Anlagen und Maschinen) als Zugänge aus Finanzierungsleasingverhältnissen enthalten, welche zum Bilanzstichtag nicht zahlungswirksam waren. Für weitere Details verweisen wir auf Punkt 47. "Finanzierungsleasingverhältnisse".

In den sonstigen Anlagenzugängen sind Investitionen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 3.289) enthalten, die zum Abschlussstichtag noch nicht zahlungswirksam waren.

Zum Bilanzstichtag sind Sachanlagen in Höhe von TEUR 58.700 (Vorjahr: TEUR 92.563) durch grundbücherlich eingetragene sowie hinterlegte Pfandbestellungsurkunden vor allem für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten besichert.

Für den Kauf von Sachanlagen bestehen künftige Zahlungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 11.279).

22. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Immaterielle Vermögenswerte werden analog dem Sachanlagevermögen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und abzüglich Abschreibungen bewertet. Die Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen erfolgt nach der linearen Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung folgender Nutzungsdauern:

Jahre Nutzungsdauer
Software 2 - 5

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 5

Bei selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten erfolgt eine Aufteilung des Herstellungszeitraumes in eine Forschungs-, Entwicklungs- und Modellpflegephase. In der Forschungs- und Modellpflegephase angefallene Kosten werden sofort ergebniswirksam erfasst. Ausgaben in der Entwicklungsphase werden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn bestimmte den zukünftigen Nutzen der getätigten Aufwendungen bestätigende Voraussetzungen, vor allem die technische Machbarkeit des entwickelten Produktes oder Verfahrens sowie dessen Marktgängigkeit, erfüllt sind. Die Bewertung der selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte erfolgt zu Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen. Die planmäßige Abschreibung von aktivierten Entwicklungskosten, die eindeutig Projekten zugeordnet werden können, erfolgt mit dem Beginn der Serienproduktion.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 81.049 (Vorjahr: TEUR 64.971) aktiviert sowie insgesamt TEUR 32.558 (Vorjahr: TEUR 28.520) abgeschrieben. Zum 31.12.2018 sind Entwicklungskosten mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 230.228 (Vorjahr: TEUR 181.737) in den immateriellen Vermögenswerten enthalten.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer, wie die im Rahmen der ursprünglichen Kaufpreisallokation angesetzte Marke "KTM" in Höhe von TEUR 61.103, werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und allfällige Wertminderungen ergebniswirksam berücksichtigt. Der Vorstand geht von einer unbestimmten Nutzungsdauer der Marke "KTM" aus, da die Rechte in den relevanten Absatzmärkten keinen zeitlichen, rechtlichen oder vertraglichen Einschränkungen unterliegen und aufgrund der nachhaltigen Bekanntheit der Marke auch keine wirtschaftliche Entwertung vorliegt. Die Marke "KTM" ist der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "KTM" zugeordnet. Der Markenbewertung liegt der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten zu Grunde und die Bewertung erfolgt auf Basis der Lizenzpreisanalogie-Methode. Die der Bewertung zugrunde gelegte Lizenzrate in Höhe von 1,5% der Umsatzerlöse wurde aus vergleichbaren öffentlich verfügbaren Lizenzvereinbarungen abgeleitet.

Die Berechnung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten zum 31.12.2018 erfolgte auf Basis der aktuellen Dreijahresplanung (Vorjahr: Vierjahresplanung). Als Diskontierungszinssatz wurden die vermögenswertspezifischen Kapitalkosten in Höhe von 11,6% (Vorjahr: 12,9%) angesetzt, die sich aus dem Vorsteuer-WACC in Höhe von 8,6% (Vorjahr: 9,9%) und einem Risikozuschlag für die Marke in Höhe von 3,0% (Vorjahr: 3,0%) zusammensetzen. Der Risikozuschlag wurde auf Basis des WACC-to-WARA-Konzepts abgeleitet. Die wesentlichen wertbestimmenden Parameter bei der Bewertung der Marke "KTM" sind der Diskontierungszinssatz, die Lizenzgebühr sowie die geplanten Umsatzerlöse. Eine Sensitivitätsanalyse für diese Parameter ergibt, unter sonst gleich bleibenden Bedingungen, eine gerade noch ausreichende Deckung des Buchwertes bei Anwendung eines Konzern-Vorsteuer-WACC von 28,3% (Vorjahr: 24,2%) sowie bei sonst gleich bleibenden Bedingungen bei einer Lizenzgebühr von 0,5% (Vorjahr: 0,7%). Bei sonst gleich bleibenden Bedingungen ist bei einer Verringerung der künftig geplanten Umsatzerlöse bis zu einem Ausmaß von 65,5% (Vorjahr: 55,8%) eine ausreichende Deckung des Buchwertes gegeben.

Die Aufgliederung der immateriellen Vermögenswerte und seine Entwicklung im Geschäftsjahr 2018 sowie im Geschäftsjahr 2017 werden in den folgenden Tabellen dargestellt:

TEUR Konzessionen, gewerbliche Schutz
rechte und ähnliche Rechte und Vorteile
sowie daraus abgeleitete Lizenzen
Kundenstamm,
Markenwerte,
Entwicklungs
kosten
Geleistete
Anzahlungen
Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten:
Stand am 1.1.2018 59.129 317.358 5.184 381.671
Zugänge 8.259 81.049 4.160 93.468
Abgänge -8.279 0 0 -8.279
Konsolidierungskreisänderungen -6.667 -17.096 0 -23.763
Währungsumrechnung 32 1 0 33
Umbuchungen 5.081 0 -5.057 24
Stand am 31.12.2018 57.555 381.312 4.287 443.154
Kumulierte Abschreibungen:
Stand am 1.1.2018 29.471 72.611 0 102.082
Zugänge 10.576 33.048 0 43.624
Abgänge -8.239 0 0 -8.239
Konsolidierungskreisänderungen -4.648 -16.230 0 -20.878
Währungsumrechnung 3 1 0 4
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand am 31.12.2018 27.163 89.430 0 116.593
Buchwert:
Stand am 31.12.2018 30.392 291.882 4.287 326.561
Stand am 31.12.2017 29.658 244.747 5.184 279.589
Anschaffungs- und Herstellungskosten:
Stand am 1.1.2017 54.610 254.770 1.444 310.824
Zugänge 5.052 64.971 3.826 73.849
Abgänge -690 -2.369 0 -3.059
Konsolidierungskreisänderungen 373 0 0 373
Währungsumrechnung -338 -14 0 -352
Umbuchungen 122 0 -86 36
Stand am 31.12.2017 59.129 317.358 5.184 381.671
Kumulierte Abschreibungen:
Stand am 1.1.2017 21.052 45.498 0 66.550
Zugänge 8.932 29.496 0 38.428
Abgänge -673 -2.369 0 -3.042
Konsolidierungskreisänderungen 350 0 0 350
Währungsumrechnung -190 -14 0 -204
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand am 31.12.2017 29.471 72.611 0 102.082
Buchwert:
Stand am 31.12.2017 29.658 244.747 5.184 279.589
Stand am 31.12.2016 33.558 209.272 1.444 244.274

Mit Übertragungsvereinbarung vom 17.9.2013 hat die KTM AG das Lizenzrecht für die Nutzung der Marke "Husqvarna" von der Pierer Industrie AG um TEUR 10.000 erworben. Das Lizenzrecht wird planmäßig über die Restnutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben.

Im Vorjahr wurden Entwicklungskosten eines nicht nutzungsbereiten Vermögenswertes in Höhe von TEUR 1.650 aufgrund der Einstellung des Projektes wertgemindert. Weiters wurde im Vorjahr ein nutzungsbereites Projekt aufgrund geänderter Annahmen in der Absatzplanung und daraus resultierender fehlender Werthaltigkeit um TEUR 15 wertgemindert.

In den Anlagenzugängen zu den immateriellen Vermögenswerten sind Investitionen in Höhe von TEUR 7.096 enthalten, die zum Abschlussstichtag nicht zahlungswirksam waren (Vorjahr: TEUR 0).

23. FIRMENWERT

Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen. Im Bedarfsfall wird eine Abwertung ergebniswirksam erfasst. Zur Durchführung von Werthaltigkeitstests werden Firmenwerte den "zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUs)" zugeordnet. Der Wertminderungsaufwand der CGUs wird durch Gegenüberstellung des bisher fortgeführten Buchwerts (inklusive zugeordnetem Firmenwert) mit dem erzielbaren Betrag errechnet. Der Konzern ermittelt den erzielbaren Betrag grundsätzlich auf Basis des Nutzungswertes, welcher den Barwert der zukünftigen geschätzten Cash-Flows vor Steuern darstellt. Unterschreitet der erzielbare Betrag den fortgeführten Buchwert, so ist in Höhe der Differenz eine Wertberichtigung auf den Firmenwert vorzunehmen. Ein darüber hinausgehender Abwertungsbedarf ist auf die verbleibenden Vermögenswerte der CGUs im Verhältnis zum Buchwert aufzuteilen.

Die dem Wertminderungstest zu Grunde liegenden Cash-Flows basieren auf der letztgültigen Mittelfristplanung, welche einen Planungshorizont von drei Jahren (Vorjahr: vier Jahre) umfasst. Nach dem Detailplanungszeitraum werden unter der Annahme der Unternehmensfortführung die Cash-Flows der letzten Detailplanungsperiode als Basis für die Errechnung einer ewigen Rente herangezogen, wobei kein Wachstumsabschlag auf den Diskontsatz verwendet wird. Die Bestimmung des Diskontierungszinssatzes (gewogener Kapitalkostensatz) erfolgt auf Basis extern verfügbarer Kapitalmarktdaten. Die Mittelfristplanung basiert auf internen Annahmen über die zukünftigen Absatz-, Preis- und Kostenentwicklungen, die zukünftige Erschließung neuer Märkte sowie die Zusammensetzung des Produktmixes. Die Annahmen beruhen im Wesentlichen auf den langjährigen Erfahrungswerten und der Einschätzung des Managements.

Die Berechnung erfolgte unter Anwendung der folgenden Diskontierungssätze vor Steuer für die jeweiligen CGUs:

31.12.2018 31.12.2017
KTM 9,4% 11,0%
PANKL - 10,4%
WP - 11,1%

Bei sonst gleich bleibenden Bedingungen hätte eine Erhöhung des Vorsteuer WACC oder die Verringerung der künftig geplanten EBITs bis zu folgendem Ausmaß zur Folge, dass der Buchwert der CGU dem erzielbaren Betrag entspricht.

WACC-Erhöhung EBIT-Rückgang
31.12.2018 31.12.2017 31.12.2018 31.12.2017
KTM 14,2% 16,9% -34,2% -35,1%
PANKL - 11,8% - -12,4%
WP - 18,4% - -39,8%

Die Aufgliederung der Firmenwerte und seine Entwicklung sowie deren Aufteilung auf die jeweiligen CGUs stellt sich wie folgt dar:

TEUR 2018 2017
Anschaffungs- und Herstellungskosten:
Stand am 1.1. 140.171 140.770
Konsolidierungskreisänderungen -24.124 0
Währungsumrechnung 94 -599
Stand am 31.12. 116.141 140.171
Kumulierte Abschreibungen:
Stand am 1.1. 23.046 23.038
Konsolidierungskreisänderungen -3.078 0
Währungsumrechnung 1 8
Stand am 31.12. 0 0
19.969 23.046
Buchwert am 31.12. 96.172 117.125
KTM 96.172 94.118
PANKL 0 22.047
WP 0 960

Durch die Integration der WP-Gruppe (nunmehr: KTM Components-Gruppe) in die KTM AG wurde auch die interne Berichterstattung derart angepasst, dass die KTM Components-Gruppe nunmehr gemeinsam mit der KTM AG berichtet wird. Aus diesem Grund wird der vormalige Firmenwert der WP künftig auf Ebene der CGU KTM vom Management überwacht. Der Firmenwert der Pankl-Gruppe ist im Rahmen des Verkaufes der Pankl Racing Systems AG in 2018 aus der KTM Industries-Gruppe abgegangen.

24. NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTE FINANZANLAGEN

Die Anteile an assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode einbezogen werden, werden einzeln als unwesentlich betrachtet. Die bedeutendsten nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen sind die Motorcycle Distributors Australia Pty Ltd., die Kiska GmbH, die PEXCO GmbH, die KTM MOTOHALL GmbH, die KTM Asia Motorcycle Manufacturing Inc. und die CFMOTO-KTMR2R Motorcycles Co., Ltd.

Anfang Juli 2017 hat die KTM Sportmotorcycle GmbH eine Beteiligung in Höhe von 26% an der Motorcycle Distributors Australia Pty Ltd. erworben. Über diese Gesellschaft werden KTM- und Husqvarna-Produkte am australischen Markt importiert. Der Bilanzstichtag der Motorcycle Distributors Australia Pty Ltd. ist der 30. Juni. Dieser wurde bei der Gründung des Unternehmens bzw. vor dem Erwerb der Beteiligungen durch KTM festgelegt. Eine Änderung des Abschlussstichtags wird auf Grund von Wesentlichkeitsüberlegungen nicht angestrebt. Zum Zwecke der Bilanzierung nach der Equity-Methode wurde ein ungeprüfter Zwischenabschluss zum 31. Dezember herangezogen.

Die Kiska GmbH ist ein Designunternehmen, welches Leistungen im Bereich Entwicklung und Design erbringt. Der Bilanzstichtag der Kiska GmbH ist der 31. März, der vor dem Erwerb der Beteiligung festgelegt wurde. Eine Änderung des Abschlussstichtags wird aufgrund von Wesentlichkeitsüberlegungen nicht angestrebt. Zum Zwecke der Bilanzierung nach der Equity-Methode wurde jeweils ein ungeprüfter Zwischenabschluss zum 31. Dezember herangezogen.

Die KTM Industries AG ging im September 2017 eine strategische Partnerschaft mit der von der deutschen Unternehmerfamilie Puello im Juli 2017 gegründeten PEXCO GmbH ein, die ihren Unternehmensschwerpunkt auf eMobility legt. Im Geschäftsjahr 2018 wurde der Anteil der KTM Industries AG an der PEXCO GmbH von 49,9% auf 40,0% verwässert.

Die Beteiligung an der KTM MOTOHALL GmbH in Höhe von TEUR 7.132 (Vorjahr: TEUR 2.349), erwirtschaftet aufgrund ihrer Tätigkeit als reine Projektgesellschaft (Bau der KTM-Motohall) keine operativen Ergebnisse.

Die KTM Asia Motorcycle Manufacturing Inc. wurde im Juni 2016 gemeinsam mit dem Partner Ayala Corp. gegründet. Die Gesellschaft hat ab Mitte 2017 die CKD (completely-knocked-down) Assemblierung für KTM-Motorräder auf den Philippinen begonnen.

Im Geschäftsjahr 2017 erfolgte der erstmalige Einbezug der Beteiligungen an vier Flagship-Stores sowie der Cero Design Studio S.L. die bisher als sonstige langfristige Vermögenswerte ausgewiesen wurden, nach der Equity-Methode und damit eine Umgliederung von den sonstigen langfristigen Vermögenswerten zu den nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen.

Das KTM-Joint Venture in China mit dem Partner CF Moto wurde Anfang 2018 unter dem Namen "Zhejiang CFMOTO-KTMR2R Motorcycles Co., Ltd." gegründet. Die Gesellschaft ist noch nicht operativ tätig. Ab 2021 sollen im chinesischen Hangzhou Motorräder der Mittelklasse produziert werden.

Die Buchwerte der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

TEUR 2018 2017
Beteiligungsbuchwert Stand 1.1. 15.050 6.312
Erwerb von Anteilen 16.091 8.765
Konsolidierungskreisänderungen 0 372
Abgang von Anteilen 0 -171
Anteiliges Jahresergebnis -4.925 69
Fremdwährungsumrechnung im sonstigen Ergebnis -121 -141
Ausschüttung -221 -156
Sonstiges 264 0
Beteiligungsbuchwert Stand 31.12. 26.138 15.050

25. LATENTE STEUERANSPRÜCHE

Abgrenzungsposten für latente Steuern werden für zukünftig zu erwartende steuerliche Auswirkungen aus Geschäftsvorfällen, die bereits entweder im Konzernabschluss oder in der Steuerbilanz ihren Niederschlag gefunden haben (zeitliche Differenzen), gebildet. Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden unter Berücksichtigung ihrer zeitnahen Realisierbarkeit gebildet. Aktive und passive latente Steuerposten werden bei gleicher Steuerhoheit und ähnlicher Fristigkeit saldiert ausgewiesen. Für die Unterschiede der steuerlichen Basis von vollkonsolidierten oder at-Equity bewerteten Anteilen zum entsprechenden konzernalen Eigenkapital werden nur latente Steuern abgegrenzt, wenn eine Realisierung in absehbarer Zeit wahrscheinlich ist. Der Berechnung liegt der im jeweiligen Land übliche Ertragssteuersatz zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Umkehr der Wertdifferenz zu Grunde.

In den USA wurde am 22. Dezember 2017 das Steuergesetz "H.R. 1 - Tax Cuts and Jobs Act" unterzeichnet. Dadurch ergaben sich Auswirkungen im Bereich der Bilanzierung von Steuern in Konzernabschlüssen. IAS 12.47 sieht vor, dass latente Steuern mit dem Steuersatz zu bewerten sind, der am Abschlussstichtag gültig oder angekündigt sind. Die neuen Regelungen, wonach eine Änderung des Bundes-Körperschaftssteuersatzes von 35% auf 21% vorgesehen ist, wurde somit bereits im Rahmen der Bilanzierung zum 31.12.2017 berücksichtigt. Bei der Berechnung von aktiven latenten Steuern ergab sich somit im Vorjahr ein latenter Steueraufwand von TEUR 1.256 aus Steuersatzänderungen.

Insgesamt errechnen sich die aktiven und passiven latenten Steuern aus folgenden Bilanzposten:

TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Aktive latente Steuern:
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 0 4
Vorräte 7.353 5.558
Langfristige Vermögenswerte:
Anlagevermögen 373 1.380
Verlustvorträge 2.845 5.316
Personalverbindlichkeiten 3.603 4.380
Rückstellungen 2.237 2.709
Verbindlichkeiten 837 1.262
Sonstige 0 132
17.248 20.741
Saldierung -14.222 -13.258
3.026 7.483
Passive latente Steuern:
Kurzfristige Vermögenswerte -743 -2.471
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte -75.423 -62.651
Sachanlagen -1.049 -1.520
Sonstige -46 -71
-77.261 -66.713
Saldierung 14.222 13.258
-63.039 -53.455

In den aktiven Steuerlatenzen sind in den langfristigen Vermögenswerten Beträge für offene Siebentel aus steuerlichen Teilwertabschreibungen auf Beteiligungen gemäß § 12 Abs 3 Z 2 öKStG (österreichisches Körperschaftsteuergesetz) in Höhe von TEUR 1.609 (Vorjahr: TEUR 2.177) enthalten. Die temporären Unterschiede im Posten "Immaterielle Vermögenswerte" resultieren im Wesentlichen aus den steuerlich nicht aktivierungsfähigen Entwicklungskosten sowie aus quasipermanenten Unterschieden durch den Ansatz der Marke "KTM".

Zum 31. Dezember 2018 (und im Vorjahr) war davon auszugehen, dass aufgrund der derzeit geltenden steuerlichen Bestimmungen die insbesondere aus einbehaltenen Gewinnen bzw. nicht abgedeckten Verlusten resultierenden Unterschiede zwischen steuerlichem Beteiligungsansatz und anteiligem Eigenkapital der in den IFRS-Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen (outside-basis differences) in absehbarer Zeit steuerfrei bleiben bzw. die Umkehrung der Unterschiede vom Konzern gesteuert werden kann.

Weiters war davon auszugehen, dass die Unterschiede zwischen dem steuerlichen Beteiligungsansatz und dem Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen (outside-basis differences) in absehbarer Zeit steuerfrei bleiben bzw. die Umkehrung der Unterschiede vom Konzern gesteuert werden kann.

In Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen und nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen wurden gemäß IAS 12.39 für zu versteuernde temporäre Differenzen in der Höhe von TEUR 314.280 (Vorjahr: TEUR 288.237) keine latenten Steuerabgrenzungen gebildet.

Die latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

TEUR 2018 2017
Latente Steuern (netto) am 1.1. -45.972 -32.905
Veränderung Konsolidierungskreis -3.807 0
Erfolgswirksam erfasste latente Steuern -11.276 -10.642
Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern 994 -2.063
Fremdwährung 48 -362
Latente Steuern (netto) am 31.12. -60.013 -45.972

Die in der KTM Industries-Gruppe vorhandenen und aktivierten steuerlichen Verlustvorträge können wie folgt zusammengefasst werden:

TEUR Verlustvortrag
31.12.18
davon wertberichtigt
31.12.18
verbleibender Verlust
vortrag 31.12.18
aktive latente Steuer
31.12.18
KTM Industries AG 65.964 -65.964 0 0
PF Beteiligungsverwaltungs GmbH 10.835 -10.835 0 0
KTM-Gruppe 4.542 -1.697 2.845 2.845
81.341 -78.496 2.845 2.845
TEUR Verlustvortrag
31.12.17
davon wertberichtigt
31.12.17
verbleibender Verlust
vortrag 31.12.17
aktive latente Steuer
31.12.17
KTM Industries AG 107.078 -107.078 0 0
PF Beteiligungsverwaltungs GmbH 9.855 -9.855 0 0
KTM-Gruppe 5.398 -1.984 3.414 3.414
Pankl-Gruppe 7.720 0 7.720 1.902

Zur besseren Vergleichbarkeit wurde die Vorjahrestabelle an die aktuelle Konzernstruktur angepasst.

Die aktiven latenten Steuern der KTM-Gruppe (Vorjahr: WP-Gruppe) in Höhe von TEUR 2.845 (Vorjahr: TEUR 3.414) sind aus einem künftig resultierenden Steuervorteil aus dem Liquidationsverlust der WP Suspension B.V. entstanden. Dieser kann ab Liquidationszeitpunkt über sieben Jahre verteilt geltend gemacht werden.

Abzugsfähige temporäre Differenzen und noch nicht genutzte steuerliche Verluste (einschließlich offene Siebtelabschreibungen) auf welche keine aktiven latenten Steuern aktiviert wurden, belaufen sich auf TEUR 86.478 (Vorjahr: TEUR 133.118). Die Wertberichtigung der Verlustvorträge und temporären Differenzen wurde in der Höhe vorgenommen, in der eine mittelfristige Realisierung der latenten Steueransprüche aus heutiger Sicht als nicht hinreichend sicher angenommen werden kann.

26. SONSTIGE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen und nicht nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 215 166
Ausleihungen 0 1.606
Übrige langfristige Vermögenswerte 9.139 3.782
9.354 5.554

Die übrigen langfristigen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Finanzierungstätigkeiten in Höhe von TEUR 9.127 (Vorjahr: TEUR 3.514).

27. VORRÄTE

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren Nettoveräußerungswert (Lower of Cost or Net Realizable Value) am Bilanzstichtag bewertet. Der Nettoveräußerungswert ergibt sich aus dem geschätzten Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten des Vertriebs. Die Folgebewertung der Vorräte erfolgt auf Basis eines Durchschnittspreisverfahrens. Zudem wird bei eingeschränkter Verwendbarkeit von Vorräten eine Abwertung aus Basis einer Reichweitenanalyse erfasst. Zusätzlich wird auf Einzelfallbasis der wirtschaftliche Nutzen des vorhandenen Vorratsvermögens überprüft und gegebenenfalls eine zusätzliche Wertberichtigung aufgrund langer Lagerdauer oder eingeschränkter Absatzmöglichkeiten vorgenommen.

Die Anschaffungskosten umfassen alle Kosten, die angefallen sind, um den Gegenstand in den erforderlichen Zustand und an den jeweiligen Ort zu bringen. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten auf Basis einer Normalauslastung sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Verwaltungsgemein- sowie Vertriebskosten sind hingegen nicht Bestandteil der Herstellungskosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert, da die Vorräte im Konzern keine qualifizierenden Vermögenswerte gemäß IAS 23 darstellen.

Die Vorräte stellen sich wie folgt dar:

TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 71.573 84.990
Unfertige Erzeugnisse 21.947 38.301
Fertige Erzeugnisse und Waren 193.010 173.659
286.530 296.950
TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Vorratsbestand brutto 309.680 323.917
- Wertberichtigungen -23.150 -26.967
Vorratsbestand netto 286.530 296.950

Der Buchwert der auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert abgewerteten Vorräte beläuft sich auf TEUR 57.926 (Vorjahr: TEUR 62.713). Zum Bilanzstichtag sind Vorräte in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.543) verpfändet oder in sonstiger Weise in ihrer Verfügbarkeit beschränkt.

28. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Die Bruttoforderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten sind um die Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.741 (Vorjahr: TEUR 2.878) vermindert.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen haben sich wie folgt entwickelt:

TEUR Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Stand am 1.1.2017 4.178
Währungsumrechnung -108
Zuführungen 565
Verbrauch -277
Auflösungen -1.480
Stand am 31.12.2017 = 1.1.2018 2.878

TEUR Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Anpassung aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 9 -13
Veränderungen Konsolidierungskreis -472
Währungsumrechnung -6
Zuführungen Einzelwertberichtigung 558
Zuführungen Wertberichtigung für erwartete Verluste 42
Verbrauch -303
Auflösungen -943
Stand am 31.12.2018 1.741

Die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen TEUR 75 (Vorjahr: TEUR 133).

Vertragsvermögenswerte (contract assets) werden in der KTM Industries-Gruppe in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen und lassen sich wie folgt überleiten:

Contract Assets TEUR
Stand 1.1.2018 2.677
Umbuchung zu Kundenforderungen -2.677
Zugang neuer Vertragsvermögenswerte 3.012
Konsolidierungskreisabgänge -1.680
Stand 31.12.2018 1.332

29. KURZFRISTIGE FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

Zuschüsse der öffentlichen Hand werden berücksichtigt, sobald Sicherheit besteht, dass diese der KTM Industries-Gruppe zufließen werden und die Gruppe den gestellten Anforderungen entsprechen kann.

TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten 3.653 11.625
Asset Backed Securities Finanzierungen (ABS) 6.564 6.258
Kaufpreisforderung Wethje 0 3.680
Forderungen gegenüber Gesellschafter nahen Unternehmen 173 18.727
Sonstige 7.887 9.618
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 18.277 49.908
Förderungen 27.630 19.309
Forderungen gegenüber Finanzämtern 1.543 12.869
Vorsteuerforderungen (aus Organschaftsverrechnung mit der Pierer Industrie AG) 5.704 0
Anzahlungen auf Vorräte und sonstige Vorauszahlungen 17.351 9.145
Sonstige 34 4.024
Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte 52.262 45.347
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 70.539 95.255

30. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthalten Kassenbestände, Bankguthaben, Schecks sowie maximal drei Monate laufende Festgelder (vom Erwerbszeitpunkt gerechnet) und werden zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet. Weitere Details zur Veränderung des Cash-Standes verweisen wir auf die Angaben zur Kapitalflussrechnung im Kapitel VI des Konzernanhanges.

31. KONZERNEIGENKAPITAL

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals im Geschäftsjahr 2018 und im Geschäftsjahr 2017 ist auf Seite 90-91 dargestellt.

In der 21. ordentlichen Hauptversammlung vom 26. April 2018 wurde über die vereinfachte Kapitalherabsetzung des Grundkapitals der Gesellschaft um EUR 2,00 durch Einziehung von zwei Stück eigener Aktien von EUR 225.386.742 auf EUR 225.386.740 Beschluss gefasst. Diese Herabsetzung wurde durch die Einziehung von 2 Stück auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 je Stückaktie vorgenommen. Diese Kapitalherabsetzung diente ausschließlich dem Zweck, eine Grundkapitalziffer zu schaffen. Des Weiteren wurde die ordentliche Herabsetzung des Grundkapitals der Gesellschaft von EUR 225.386.740 auf EUR 22.538.674 durch Zusammenlegung von Aktien im Verhältnis 10:1 zum Zweck der Einstellung von EUR 202.848.066 in eine nicht gebundene Rücklage beschlossen. Nach Durchführung dieser Beschlüsse beträgt das Grundkapital der Gesellschaft EUR 22.538.674 und ist in 22.538.674 Stück auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien, von denen jede eine gleiche Beteiligung am Grundkapital repräsentiert, aufgeteilt. Die Aktien gewähren die gewöhnlichen nach dem österreichischen Aktiengesetz den Aktionären zustehenden Rechte. Dazu zählt das Recht auf die Auszahlung der in der Hauptversammlung beschlossenen Dividende sowie das Recht auf Ausübung des Stimmrechtes in der Hauptversammlung. Alle Anteile wurden voll eingezahlt. Das im Konzernabschluss ausgewiesene Grundkapital entspricht dem Ausweis im Einzelabschluss der KTM Industries AG.

In der Rücklage nach IAS 39 ist die Cash-Flow-Hedge-Rücklage enthalten. Die Cash-Flow-Hedge-Rücklage umfasst den wirksamen Teil der kumulierten Nettoveränderungen des beizulegenden Zeitwertes von zur Absicherung von Zahlungsströmen verwendeten Sicherungsinstrumenten bis zur späteren Erfassung im Gewinn oder Verlust oder der direkten Erfassung in den Anschaffungskosten oder dem Buchwert eines nicht finanziellen Vermögenswertes oder nicht finanziellen Schuld.

Die Rücklage für Kosten der Absicherung zeigt Gewinne und Verluste des Anteils, der von dem designierten Sicherungsgeschäft ausgeschlossen ist, das sich auf das Forward-Element des Devisentermingeschäfts bezieht. Diese werden zunächst als sonstiges Ergebnis erfasst und ähnlich wie die Gewinne und Verluste in der Rücklage aus Sicherungsgeschäften bilanziert.

Die Entwicklung der Cash-Flow-Hedge-Rücklage und der Rücklage für Kosten der Absicherung wird unter dem Punkt 45. Hedging erläutert.

Die Rücklagen aus Währungsdifferenzen umfassen alle Kursdifferenzen, die aus der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse von konsolidierten Tochterunternehmen entstanden sind.

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter umfassen die Anteile Dritter am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen:

2018
TEUR
KTM AG
(inklusive WP)
Pankl Racing
Systems AG
(bis Verkauf im Juni 2018)
Sonstige Gesamt
Prozentsatz nicht beherrschender Anteile zum Stichtag 48,31% 1,77%
Umsatzerlöse 1.454.745 110.163 -5.335 1.559.573
Gewinn 89.770 5.352 19.063 114.185
Sonstiges Ergebnis -2.470 644 -1.371 -3.197
Gesamtergebnis 87.300 5.996 17.692 110.988
Nicht beherrschenden Anteilen zugeordneter Gewinn 43.663 18 3.036 46.717
Nicht beherrschenden Anteilen zugeordnetes
sonstiges Ergebnis
-1.185 -5 -3.928 -5.118
Langfristige Vermögenswerte 702.313 0 42.291 744.604
Kurzfristige Vermögenswerte 570.199 0 39.073 609.272
Langfristige Schulden -392.592 0 -42.235 -434.827
Kurzfristige Schulden -357.007 0 -11.266 -368.273
Nettovermögen 522.913 0 27.863 550.776
Buchwert der nicht beherrschenden Anteile 252.644 0 711 253.355
2018
TEUR
KTM AG
(inklusive WP)
Pankl Racing
Systems AG
(bis Verkauf im Juni 2018)
Sonstige Gesamt
Cash-Flows aus der betrieblichen Tätigkeit 73.415 2.806 9.237 85.458
Cash-Flows aus der Investitionstätigkeit -179.637 -15.862 93.381 -102.118
Cash-Flows aus der Finanzierungstätigkeit 25.240 12.499 -101.075 -63.336
Gesamt Cash-Flow -80.982 -557 1.543 -79.996
Dividenden an nicht beherrschende Anteile 11.774 33 0 11.807
2017
TEUR
KTM AG WP Performance
Systems GmbH
Pankl Racing
Systems AG
Sonstige Gesamt
Prozentsatz nicht beherrschender Anteile
zum Stichtag
48,32% 11,74% 5,47%
Umsatzerlöse 1.331.717 179.738 195.388 -173.845 1.532.998
Gewinn 78.963 7.680 4.835 -7.576 83.902
Sonstiges Ergebnis 3.062 135 -2.757 -30 410
Gesamtergebnis 82.025 7.815 2.078 -7.606 84.312
Nicht beherrschenden Anteilen
zugeordneter Gewinn
38.215 932 -53 122 39.216
Nicht beherrschenden Anteilen
zugeordnetes sonstiges Ergebnis
1.481 28 -151 0 1.358
Langfristige Vermögenswerte 511.233 58.323 114.894 97.675 782.125
Kurzfristige Vermögenswerte 502.149 53.012 103.626 24.241 683.028
Langfristige Schulden -267.863 -22.074 -86.961 -84.578 -461.476
Kurzfristige Schulden -336.239 -35.897 -41.958 -61.004 -475.098
Nettovermögen 409.280 53.364 89.601 -23.667 528.579
Buchwert der nicht beherrschenden
Anteile
198.020 6.945 5.527 122 210.614
Cash-Flows aus der betrieblichen Tätigkeit 166.388 15.579 13.024 -33.716 161.275
Cash-Flows aus der Investitionstätigkeit -127.126 -6.150 -35.229 14.494 -154.011
Cash-Flows aus der Finanzierungstätigkeit -129.355 2.785 22.397 -13.782 -117.955
Gesamt Cash-Flow -90.093 12.214 192 -33.004 -110.691
Dividenden an nicht beherrschende
Anteile
10.620 4 103 0 10.727

Die Auswirkungen der Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen sowie die Veränderung an dem den Anteilseignern zurechenbaren Eigenkapital während des Geschäftsjahres stellt sich wie folgt dar:

TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Erworbener (-) bzw. abgegangener (+) Buchwert nicht beherrschender Anteile -14.883 41
Erhaltener (+)/ gezahlter (-) Kaufpreis an nicht beherrschende Anteilseigner -6.195 -151
Im Eigenkapital erfasster Unterschiedsbetrag -21.078 -110

Im Vorjahr hat die KTM Industries AG die Anteile an der KTM AG von 51,67% auf 51,68% und in 2018 um weitere 0,01% auf 51,69% erhöht.

Aufgrund des konzerninternen Verkaufes der KTM Components-Gruppe an die KTM AG kam es zu einer Verschiebung zwischen dem Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens und den nicht beherrschenden Anteilen in Höhe von TEUR 19.307. Die KTM Industries hält zum Stichtag 31.Dezember 2018 indirekt 51,62% Anteile an der KTM Components-Gruppe (Vorjahr: direkt und indirekt 88,26%).

Bis zum Verkauf der Pankl-Gruppe Ende Juni 2018 erhöhte die KTM Industries-Gruppe ihre Anteile an der Pankl Racing Systems AG von 94,5% auf 98,2%.

Das sonstige Ergebnis nach Steuern entwickelte sich im Konzerneigenkapital wie folgt:

TEUR Rücklage
nach IFRS 9
(Vorjahr:
IAS 39)
Rücklagen
einschließlich
Konzern
bilanzgewinn
Ausgleichs
posten
Währungs
umrechnung
Gesamt Anteile
nicht beherr
schender
Gesellschafter
Konzern
eigenkapital
kapital
Gesamt
2018
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 0 3.437 3.437 -3.654 -217
Absicherung von Zahlungsströmen -1.070 0 0 -1.070 -1.065 -2.135
Neubewertung der Nettoschuld aus leis
tungsorientierten Versorgungsplänen
0 -446 0 -446 -399 -845
-1.070 -446 3.437 1.921 -5.118 -3.197
2017
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 0 -4.480 -4.480 -1.901 -6.381
Absicherung von Zahlungsströmen 3.357 0 0 3.357 3.162 6.519
Neubewertung der Nettoschuld aus leis
tungsorientierten Versorgungsplänen
0 175 0 175 97 272
3.357 175 -4.480 -948 1.358 410
32. FINANZVERBINDLICHKEITEN
TEUR 31.12.18 31.12.18 31.12.18 31.12.18
Nominale Buchwert Laufzeit < 1 Jahr Laufzeit > 1 Jahr
Schuldscheindarlehen 234.500 233.871 0 233.871
Namensschuldverschreibung 30.000 30.000 0 30.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 90.426 90.426 28.955 61.471
Verbindlichkeiten aus Supplier Finance Programm zwischen
Konzernunternehmen
36.906 36.906 36.906 0
Leasingverbindlichkeiten 19.016 19.016 4.909 14.107
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten 2.393 2.393 2.393 0
Summe Finanzverbindlichkeiten 413.241 412.612 73.163 339.449
TEUR 31.12.17 31.12.17 31.12.17 31.12.17
Nominale Buchwert Laufzeit < 1 Jahr Laufzeit > 1 Jahr
Anleihe KTM Industries AG 57.800 57.737 57.737 0
Schuldscheindarlehen 144.500 144.069 0 144.069
Namensschuldverschreibung 30.000 30.000 0 30.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 253.279 253.279 58.318 194.961
Verbindlichkeiten aus Supplier Finance Programm zwischen 51.954 51.954 51.954 0
Konzernunternehmen
Leasingverbindlichkeiten 3.094 3.094 1.013 2.081
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten 3.902 3.902 2.472 1.430

ANLEIHEN:

Die KTM Industries AG hat im Oktober 2012 eine Anleihe in Höhe von TEUR 75.000 mit einer Laufzeit von 6 Jahren und einer Verzinsung von 4,625% (ISIN: AT0000A0WQ66) begeben. Im Geschäftsjahr 2016 wurde die Anleihe um TEUR 17.200 reduziert. Mit Ende der Laufzeit wurde die Anleihe am 5. Oktober 2018 in Höhe von TEUR 57.800 zur Gänze getilgt.

SCHULDSCHEINDARLEHEN:

Die KTM Industries AG hat im Juli 2015 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 56.500 und einer Laufzeit von fünf und sieben Jahren begeben. Im Jänner 2017 wurde ein Teilbetrag des Schuldscheindarlehens in Höhe von TEUR 32.000, davon TEUR 25.500 mit Laufzeit 5 Jahren und TEUR 6.500 mit Laufzeit 7 Jahren, vorzeitig getilgt. Mit Kündigungsschreiben vom 13. Juli 2018 mit Wirkung zum 17. Juli 2018 sowie Kündigungsschreiben vom 4. Oktober 2018 mit Wirkung zum 8. Oktober 2018 wurde ein Teilbetrag des Schuldscheindarlehens in Höhe von insgesamt TEUR 12.500 mit einer Laufzeit von 5 Jahren vorzeitig rückgeführt.

Im Juni 2016 wurde von der KTM AG zur Refinanzierung der im April 2017 getilgten Anleihe ein Schuldscheindarlehen mit einem Emissionsvolumen von TEUR 120.000 und einer Laufzeit von fünf, sieben bzw. zehn Jahren platziert. Im Juni 2018 wurde ein weiteres Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von TEUR 135.000 und Laufzeiten von sieben und zehn Jahren erfolgreich platziert. Weiters wurden TEUR 32.500 des im Jahr 2016 begebenen Schuldscheindarlehens vorzeitig getilgt.

33. VERPFLICHTUNGEN FÜR LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER

Die Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer setzen sich aus Verpflichtungen für Abfertigungen und Jubiläumsgeldern zusammen:

TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Abfertigungen 20.119 20.268
Jubiläumsgelder 4.917 3.733
25.036 24.001

Die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen für Abfertigungen und Jubiläumsgelder erfolgt nach der in IAS 19 (Employee Benefits) vorgeschriebenen Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten. Im Rahmen dieses Anwartschaftsbarwertverfahrens werden sowohl die am Bilanzstichtag bekannten erworbenen Anwartschaften als auch die künftig zu erwartenden Steigerungen der Gehälter berücksichtigt. Dabei wird der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation /DBO) ermittelt.

Aufgrund gesetzlicher Vorschriften ist die KTM Industries-Gruppe zudem verpflichtet, an alle MitarbeiterInnen in Österreich, deren Arbeitsverhältnis vor dem 1.1.2003 begonnen hat, bei Kündigung durch den Dienstgeber oder zum Pensionsantrittszeitpunkt eine Abfertigungszahlung zu leisten. Die Höhe dieser leistungsorientierten Verpflichtung ist von der Anzahl der Dienstjahre und von dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig. Für alle nach dem 31.12.2002 begründeten Arbeitsverhältnisse in Österreich zahlt die Gesellschaft monatlich 1,53% des Bruttomonatsgehaltes in eine betriebliche Mitarbeitervorsorgekasse, in der die Beiträge auf einem Konto des Arbeitnehmers veranlagt und diesem bei Beendigung des Dienstverhältnisses ausbezahlt oder als Anspruch weitergegeben werden. Die Gesellschaft ist ausschließlich zur Leistung der Beiträge verpflichtet, welche in jenem Geschäftsjahr im Aufwand erfasst werden, für das sie entrichtet wurden (beitragsorientierte Verpflichtung). Für Mitarbeiter von österreichischen Konzernunternehmen, die ab dem 1.1.2003 in das Dienstverhältnis eingetreten sind, wurden Beiträge für Abfertigungen an eine gesetzliche Mitarbeitervorsorgekasse in Höhe von 1,53% des Lohnes bzw. Gehaltes einbezahlt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Beiträge von insgesamt TEUR 2.311 (Vorjahr: TEUR 2.405) gezahlt.

Sich am Jahresende ergebende Unterschiedsbeträge (versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste) zwischen den planmäßig ermittelten Abfertigungsverpflichtungen und den tatsächlichen Anwartschaftsbarwerten werden abzüglich latenter Steuern direkt im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Nettoschuld aus den leistungsorientierten Vorsorgeplänen für Abfertigungen entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:

TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Anwartschaftsbarwert:
Stand am 1.1. 20.268 19.826
Dienstzeitaufwand 878 946
Zinsaufwand 346 287
Erfolgte Zahlungen -460 -447
Versicherungsmathematischer Gewinn / Verlust 1.126 -361
Konsolidierungskreisänderung -1.672 0
Sonstiges -367 17
Stand am 31.12. 20.119 20.268

Die gewichteten Restlaufzeiten (Duration) der Abfertigungsverpflichtungen zum 31.12.2018 betragen 14 Jahre (Vorjahr: 13 Jahre).

Der versicherungsmathematische Gewinn / Verlust setzt sich aus den folgenden Faktoren zusammen:

TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Änderung von Erwartungswerten 174 377
Änderung demografischer Annahmen 293 -78
Änderung finanzieller Annahmen 659 -660
Versicherungsmathematischer Gewinn / Verlust 1.126 -361

Der Bewertung der Verpflichtung liegen folgende Annahmen zugrunde:

31.12.2018 31.12.2017
Rechnungszinssatz 2,00% 2,00%
Lohn-/Gehaltstrend 2,75% 2,50%
Pensionsalter (Jahre) Frauen /Männer mit Übergangsregelung 62 - 65 Jahre 62 - 65 Jahre

Der Rechnungszins wurde unter der Berücksichtigung der durchschnittlichen Laufzeiten und durchschnittlichen Restlebenserwartung festgesetzt. Der Abzinsungssatz ist die Rendite, die am Abschlussstichtag für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt wird.

Die Mitarbeiterfluktuation ist betriebsspezifisch ermittelt und alters-/ dienstzeitabhängig berücksichtigt. Den versicherungsmathematischen Bewertungen liegen länderspezifische Sterbetafeln zu Grunde. Als Pensionseintrittsalter wurde das gesetzliche Pensionseintrittsalter je Land gewählt.

Eine Änderung (+/- 0,5%-Punkte) der Parameter "Rechnungszinssatz" und "Lohn-/Gehaltstrend" hätte zum 31.12.2018 folgende Auswirkungen auf den Barwert der zukünftigen Zahlungen gehabt:

Parameter Änderung
-0,50%
Änderung
+0,50%
Rechnungszinssatz 6,9% -6,4%
Lohn-/Gehaltstrend -6,3% 6,8%

Eine Änderung (+/- 0,5%-Punkte) der Parameter "Rechnungszinssatz" und "Lohn-/ Gehaltstrend" hätte zum 31.12.2017 folgende Auswirkungen auf den Barwert der zukünftigen Zahlungen gehabt:

Parameter Änderung
-0,50%
Änderung
+0,50%
Rechnungszinssatz 6,7% -6,0%
Lohn-/Gehaltstrend -6,0% 6,6%

Aufgrund von kollektivvertraglichen Vereinbarungen sind die Gesellschaften der KTM Industries-Gruppe verpflichtet, an MitarbeiterInnen in Österreich Jubiläumsgelder nach Maßgabe der Erreichung bestimmter Dienstjahre (ab 25 Dienstjahren) zu leisten (leistungsorientierte Verpflichtung). Das versicherungsmathematische Ergebnis wird gemäß IAS 19 direkt in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Zinsen werden im sonstigen Finanzergebnis erfasst. Die Verpflichtungen für Ansprüche aus Jubiläumsgeldern entwickelten sich wie folgt:

TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Stand am 1.1. 3.733 3.710
Dienstzeitaufwand 383 364
Zinsaufwand 74 51
Erfolgte Zahlungen -32 -294
Versicherungsmathematischer Gewinn / Verlust 758 -96
Sonstiges 1 -2
Stand am 31.12. 4.917 3.733

34. ANDERE KURZ- UND LANGFRISTIGE SCHULDEN

Die anderen langfristigen Schulden setzten sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:

TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Kautionen 6.796 7.773
Sonstige finanzielle Schulden 0 3.210
Andere langfristige finanzielle Schulden 6.796 10.983
Andere langfristige nicht finanzielle Schulden 507 496
Andere langfristige Schulden 7.303 11.479

Die anderen kurzfristigen Schulden setzten sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:

TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Umsatzboni 22.067 20.260
Preisnachlässe 1.287 2.895
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten 1.163 2.431
Kaufpreisverbindlichkeit Zukauf Kiska GmbH 6.000 0
Sonstige finanzielle Schulden 7.122 16.575
Andere kurzfristige finanzielle Schulden 37.639 42.161
TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Personalverbindlichkeiten 37.142 40.698
Vorauszahlungen 5.507 6.148
Verbindlichkeiten Finanzämter 6.493 6.222
Sonstige nicht finanzielle Schulden 123 3.762
Andere kurzfristige nicht finanzielle Schulden 49.265 56.830
Andere kurzfristige Schulden 86.904 98.991

In den kurzfristigen Personalverbindlichkeiten sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten für nicht konsumierte Urlaube, Verbindlichkeiten für Mitarbeiterprämien, Verbindlichkeiten gegenüber Gebietskrankenkasse sowie Verbindlichkeiten aus Löhnen enthalten.

35. RÜCKSTELLUNGEN

Der Konzern bildet Rückstellungen für Garantien und Gewährleistung für bekannte, zu erwartende Einzelfälle. Die erwarteten Aufwendungen basieren vor allem auf früheren Erfahrungen und werden zum Zeitpunkt des Verkaufs der Produkte ergebniswirksam gebildet.

Rückstellungen werden gebildet, wenn eine Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist.

Die Schätzung zukünftiger Aufwendungen ist mit Unsicherheiten verbunden, wodurch es in der Zukunft zu einer Anpassung der gebildeten Rückstellungen kommen kann. Es ist nicht auszuschließen, dass die tatsächlichen Aufwendungen für diese Maßnahmen die hierfür gebildeten Rückstellungen in nicht vorhersehbarer Weise übersteigen oder unterschreiten.

Die Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

TEUR Stand am
1.1.2018
Währungs
umrechnung
Zuführungen Auflösungen Verbrauch Konsolidier
ungskreis
änderung
Stand am
31.12.2018
Kurzfristige Rückstellungen:
Rückstellungen für Garantien und
Gewährleistung
11.173 1 11.839 -263 -10.480 -274 11.996
Rückstellungen
für Prozesse
584 0 278 -256 -128 0 478
Sonstige Rückstellungen 239 0 2.129 -10 -101 0 2.257
11.996 1 14.246 -529 -10.709 -274 14.731

VI. ANGABEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Veränderungen der in der Kapitalflussrechnung dargestellten Bilanzposten sind nicht unmittelbar aus der Bilanz ableitbar, da nicht zahlungswirksame Effekte neutralisiert werden. In den sonstigen nicht zahlungswirksamen Aufwendungen (Erträge) sind im Wesentlichen Bewertungen von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie Wertberichtigungen auf Forderungen und Vorräte enthalten. Die Auswirkungen von Konsolidierungskreisänderungen wurden eliminiert und sind im Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen.

TEUR Buchwert Zahlungs Buchwert
1.1.2018 wirksame
Veränderung
Erwerb Umgliede
rung
Konslide
rungskreis
änderungen
Trans
aktions
kosten
Abgrenzung
Zinsen
31.12.2018
Kurzfristige
Finanzschulden
170.481 -106.171 0 18.993 -15.301 0 251 68.254
Langfristige
Finanzschulden
370.460 70.282 0 -18.993 -96.841 169 266 325.342
Leasingverbindlich
keiten (kurzfristig)
1.013 -1.013 0 4.909 0 0 0 4.909
Leasingverbindlich
keiten (langfristig)
2.081 -1.592 18.528 -4.909 0 0 0 14.107
Summe 544.035 -38.494 18.528 0 -112.142 169 517 412.612
TEUR Buchwert Zahlungs Zahlungsunwirksame Veränderung Buchwert
1.1.2017 wirksame Erwerb Umgliederung Transaktions Abgrenzung 31.12.2017

Eine Überleitungsrechnung zwischen der bilanziellen Veränderung der Finanzschulden und den in der Kapitalflussrechnung dargestellten Werten kann wie folgt dargestellt werden:

TEUR Buchwert Zahlungs Zahlungsunwirksame Veränderung Buchwert
1.1.2017 wirksame
Veränderung
Erwerb Umgliederung Transaktions
kosten
Abgrenzung
Zinsen
31.12.2017
Kurzfristige
Finanzschulden
190.128 -83.456 0 64.693 179 -973 170.481
Langfristige
Finanzschulden
456.406 -21.143 0 -64.693 15 -125 370.460
Leasingverbindlich
keiten (kurzfristig)
572 -511 0 952 0 0 1.013
Leasingverbindlich
keiten (langfristig)
1.069 -322 2.286 -952 0 0 2.081
Summe 648.175 -105.522 2.286 0 194 -1.098 544.035

VII. RISIKOBERICHT

36. RISIKOMANAGEMENT

Als weltweit agierender Konzern ist die KTM Industries-Gruppe mit einer Vielzahl von möglichen Risiken konfrontiert, die durch ein umfassendes Risikomanagementsystem überwacht werden. Vorstand und Aufsichtsrat werden regelmäßig über Risiken informiert, welche die Geschäftsentwicklung maßgeblich beeinflussen können. Das Management setzt rechtzeitig Maßnahmen zur Vermeidung, Minimierung und Absicherung von Risiken.

In den Rechnungslegungsprozess ist ein dem Unternehmen angepasstes internes Kontrollsystem integriert, das Grundprinzipien wie Funktionstrennung und Vier-Augen-Prinzip beinhaltet. Durch interne und externe Überprüfungen wird sichergestellt, dass die Prozesse ständig verbessert und optimiert werden. Weiters besteht ein konzerneinheitliches Berichtswesen zur laufenden Kontrolle und Steuerung des Risikomanagement-Prozesses.

Eine kontinuierliche Fortsetzung des Wachstums ist von unterschiedlichen Faktoren wie etwa Nachfrageverhalten, Produktentwicklung, Wechselkursentwicklungen, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Absatzmärkten, Einkaufspreisen von Zulieferteilen oder Mitarbeiterentwicklung abhängig. Durch verstärkte Marktforschungsaktivitäten und eine darauf abgestimmte Modellpolitik wird den Gegebenheiten eines rasch ändernden Marktumfeldes Rechnung getragen.

Die Ertragslage der KTM Industries AG (als Einzelgesellschaft) ist geprägt von Aufwendungen im Zusammenhang mit aufgenommenen Finanzierungen, Beteiligungserwerben sowie Projektaufwendungen und hängt wesentlich von der Dividendenpolitik ihrer Beteiligungsgesellschaften ab. Die Beteiligung an der KTM-Gruppe stellt derzeit die größte und wesentlichste Beteiligung dar.

Gemäß den Anforderungen des § 243 c UGB wurde ein Corporate Governance-Bericht erstellt. Wir verweisen diesbezüglich auf die Veröffentlichung im Geschäftsbericht der KTM Industries AG bzw. auf die Website der KTM Industries AG.

37. MARKTRISIKEN

KONJUNKTURELLES RISIKO

Die KTM-Gruppe ist schwerpunktmäßig in der Motorradbranche tätig. Die Absatzmöglichkeiten von Motorrädern sind von der allgemeinen konjunkturellen Lage in den Ländern und Regionen bestimmt, in denen Motorradproduzenten tätig sind. Wie die letzten Jahre gezeigt haben, ist die Motorradbranche generell zyklisch und unterliegt zudem starken Nachfrageschwankungen. Durch entsprechende Marktforschungen und -prognosen, welche in der Planung berücksichtigt werden, wird dem Risiko entgegengewirkt.

WETTBEWERB UND PREISDRUCK

Der Motorradmarkt in Industriestaaten ist von intensivem Wettbewerb geprägt, wobei die stärksten Konkurrenten von KTM vier japanische, drei europäische und in geringem Ausmaß ein amerikanischer Hersteller sind und manche von ihnen größere finanzielle Ressourcen, höhere Absatzzahlen und Marktanteile besitzen. Im Straßenmotorradmarkt herrscht zudem ein hoher Preisdruck und neu hinzukommende Mitbewerber versuchen mittels Niedrigpreisstrategie den Markteintritt zu schaffen. Durch die erfolgreiche Marktstrategie von KTM konnte die Marktführerschaft in Europa erreicht werden.

ABSATZRISIKO

Die größten Einzelabsatzmärkte der KTM stellen der europäische sowie der US-amerikanische Markt dar. Ein Einbruch dieser Märkte könnte nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der KTM haben. Der Markteintritt der KTM in neue Märkte stellt im Wesentlichen ein Kostenrisiko dar, da in manchen dieser Märkte die Absatzentwicklung sowie die politischen Rahmenbedingungen schwer einschätzbar sind. Durch die Zusammenarbeit mit dem strategischen Partner Bajaj Auto Ltd., Pune, Indien, wird gemeinsam weiterhin konsequent an der Umsetzung einer globalen Produktstrategie gearbeitet.

38. BRANCHENSPEZIFISCHE RISIKEN

BESCHRÄNKUNGEN DES MOTORRADFAHRENS

Der Umsatz der KTM-Gruppe hängt unter anderem von den Einsatzmöglichkeiten ihrer Motorräder im Gelände ab und wird daher erheblich von nationalen gesetzlichen Rahmenbedingungen in den Absatzländern beeinflusst, die den Geländemotorsport, Motorradzulassungen und Lenkerberechtigungen regeln.

BESCHAFFUNGSRISIKO

Das Beschaffungsrisiko der KTM-Gruppe liegt im Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen der nationalen und internationalen Märkte im Wesentlichen darin, im Fall von Lieferanteninsolvenzen oder Lieferungsengpässen rechtzeitig geeignete Maßnahmen zur Sicherstellung der Teilebereitstellung einzuleiten. Daher ist KTM nur indirekt von diesem Risiko betroffen. Zur Risikominimierung und Sicherstellung der Verfügbarkeit der Materialien wird bei KTM großer Wert auf eine sorgfältige Auswahl neuer Lieferanten nach festgelegten Kriterien und die nachhaltige Zusammenarbeit bzw. deren Weiterentwicklung mit bereits bestehenden, langjährig ausgerichteten und stabilen Lieferantenbeziehungen gelegt. Da die Qualität der KTM-Produkte wesentlich von der Qualität und den Eigenschaften der zu beschaffenden Subkomponenten geprägt ist, wird insbesondere auf Bonität, Betriebseinrichtungen und Produktionsprozesse der Lieferanten geachtet. Durch entsprechendes Monitoring wird die lückenlose Teileverfügbarkeit sichergestellt.

FORSCHUNG- UND ENTWICKLUNG, RENNSPORT

Technische Innovationen und die Einführung neuer Produkte sind maßgeblich für die Stellung im Wettbewerb verantwortlich. Dazu müssen neue Trends rechtzeitig erkannt werden. Um dem Risiko entgegenzuwirken, ist es wichtig, die Innovationsfähigkeit der eigenen Produkte zu gewährleisten.

KTM legt daher großen Wert auf die frühzeitige Erkennung von Trends im Motorradbereich, auf Forschung und Entwicklung im technischen und funktionellen Bereich sowie auf die Erforschung der Wünsche der Kunden, um eine innovative und marktnahe Produktentwicklung zu erreichen. Die Leistungen im Rennsport sind für das Unternehmen nicht nur als Marketinginstrument von großer Bedeutung, sondern bilden auch die Grundlage für die Produktentwicklung und sind Maßstab für die Serienentwicklung. Aus der Möglichkeit, Produkte unter Rennbedingungen bei Rennsportereignissen zu testen, werden wertvolle Erfahrungen gewonnen. Weiters werden technische Neuerungen vor der Serieneinführung einer umfassenden Prüfung durch das Qualitätsmanagementsystem unterzogen, um technische Fehler mit negativen Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung weitestgehend auszuschließen.

PRODUKTHAFTUNGSRISIKO

Die KTM Industries-Gruppe ist im Geschäftsumfeld auch Schadenersatzforderungen aufgrund von Unfällen und Verletzungen ausgesetzt. Dies gilt insbesondere für die USA, wo Ansprüche in Produkthaftungsfällen mit höheren Haftungssummen geltend gemacht werden. Zur Absicherung dieser Risiken bestehen entsprechende Versicherungen.

39. IT-RISIKEN

ln der KTM Industries-Gruppe wird ein lT Security und Riskmanagement-System mit dem Ziel betrieben, unternehmensrelevante Risiken im Bereich lnformationssicherheit erkennen und steuern zu können. Darüber hinaus werden, sowohl für den Kunden, als auch für den Vorstand sowie für die jeweilige Geschäftsführung beteiligter Gesellschaften der Nachweis der Ordnungsmäßigkeit und Einhaltung der Sorgfaltspflicht im Umgang und Einsatz von Informationen und Einrichtungen zur Informationsverarbeitung erbracht und dokumentiert.

Den stetig wachsenden IT- und Cyberrisiken werden durch eine laufende Weiterentwicklung der IT Sicherheitsmaßnahmen und Einsatz aktueller IT Sicherheitstechnologien begegnet. Ein mehrstufiges technisches Konzept unter Verwendung aktueller Sicherheitsfeatures wie ein Intrusion Prevention System und zusätzlicher davor oder intern betriebener security technischer Systeme werden Cyber Angriffe abgewehrt. Zusätzlich werden verhaltensbasierende Security Lösungen eingesetzt, um sicherheitstechnische Ausfälligkeiten zu erkennen. Vorkommnisse werden mit einem Malware Incident Response Prozess erkannt und behandelt. Parallel werden regelmäßige externe und interne Schwachstellenanalysen durchgeführt und mit einem etablierten Patch und Updatemanagement Prozess entgegnet. Regelmäßige externe und interne Sicherheitsaudits werden über Maßnahmen im Risikomanagement dokumentiert, bewertet, priorisiert und danach einer Lösung zugeführt.

Für alle Nutzer der lT-Systeme wird das für den Einsatz der lT im Rahmen ihrer Funktion erforderliche Wissen und Bewusstsein durch globale regelmäßige IT Security Sensibilisierungsschulungen sichergestellt. Diese werden präventiv und nachvollziehbar durchgeführt. Den hohen Qualitätsstandard, den wir bei unseren Produkten haben, gilt auch für den Bereich Datensicherheit und Datenschutz.

40. FINANZIELLE RISIKEN

Die KTM Industries-Gruppe unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Schulden und geplanten Transaktionen, Kredit-, Markt-, Währungs- und Liquiditätsrisiken. Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, diese Risiken zu steuern und zu begrenzen.

Die Grundsätze des Finanzrisikomanagements werden durch den Aufsichtsrat und den Vorstand festgelegt und überwacht. Die Umsetzung obliegt dem Konzerntreasury. Die KTM Industries-Gruppe setzt zur Absicherung der nachfolgend beschriebenen Finanzrisiken derivative Finanzinstrumente ein mit dem Ziel, die Absicherung der operativen Zahlungsströme gegen Schwankungen der Wechselkurse und /oder Zinssätze sicherzustellen. Der Sicherungshorizont umfasst in der Regel die aktuell offenen Posten sowie geplante Transaktionen in den nächsten 12 bis 18 Monaten. In Ausnahmefällen können in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat auch längerfristige strategische Sicherungspositionen eingegangen werden.

WÄHRUNGSRISIKEN

Als weltweit tätiges Unternehmen ist die KTM Industries-Gruppe von weltwirtschaftlichen Rahmendaten wie der Veränderung von Währungsparitäten oder den Entwicklungen auf den Finanzmärkten beeinflusst. Insbesondere die Wechselkursentwicklung des US-Dollars, der im Fremdwährungsrisiko der KTM das höchste Einzelrisiko darstellt, ist dabei für die Umsatz- und Ertragsentwicklung des Unternehmens von Bedeutung. Im Geschäftsjahr 2018 hat die KTM rund 25% der Umsätze (Vorjahr: 23%) in US-Dollar erzielt. Durch Währungssicherungsmaßnahmen, insbesondere Hedging-Strategien, können diese Währungsverschiebungen weitestgehend zumindest über ein Modelljahr ausgeglichen werden.

Währungsrisiken bestehen für den Konzern weiters, sofern finanzielle Vermögenswerte und Schulden in einer anderen als der lokalen Währung der jeweiligen Gesellschaft abgewickelt werden. Die Gesellschaften des Konzerns fakturieren zum überwiegenden Teil in lokaler Währung und finanzieren sich weitgehend in lokaler Währung. Veranlagungen erfolgen überwiegend in der Landeswährung der anlegenden Konzerngesellschaft. Aus diesen Gründen ergeben sich zumeist natürlich geschlossene Währungspositionen.

Die Hauptursachen für Ineffektivität im Rahmen von Währungssicherungsgeschäften sind:

  • die Auswirkungen des Kreditrisikos der Gegenparteien und des Konzerns auf den beizulegenden Zeitwert der Devisenterminkontrakte, die sich nicht in der Änderung des beizulegenden Zeitwertes der abgesicherten Zahlungsströme widerspiegeln, die auf Änderung der Wechselkurse zurückzuführen sind.
  • Änderungen des Zeitpunkts der abgesicherten Geschäfte.

Für die Währungsrisiken von Finanzinstrumenten wurden Sensitivitätsanalysen durchgeführt, die die Auswirkungen von hypothetischen Änderungen der Wechselkurse auf Ergebnis (nach Steuern) und Eigenkapital zeigen. Als Basis wurden die betroffenen Bestände zum Bilanzstichtag herangezogen sowie die für das Geschäftsjahr 2019 geplanten Ein- und Verkäufe in Fremdwährung. Dabei wurde unterstellt, dass das Risiko am Bilanzstichtag im Wesentlichen das Risiko während des Geschäftsjahres repräsentiert. Als Steuersatz wurde der Konzernsteuersatz in Höhe von 25% verwendet. Außerdem wurde bei der Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Zinssätze, konstant bleiben. Bei der Analyse wurden jene Währungsrisiken von Finanzinstrumenten, die in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind, einbezogen.

Im Rahmen der Sensitivitätsanalyse werden Effekte aus der Änderung des Wechselkurses um +/- 10% auf den Gewinn und Verlust, das sonstige Ergebnis und das Eigenkapital aufgezeigt.

Die KTM Industries-Gruppe legt der Analyse folgende Annahmen zu Grunde:

  • Für die Sensitivität des Gewinnes und Verlustes werden Bankguthaben, Forderungen und Verbindlichkeiten des Konzerns, sowie künftige Ein- und Auszahlungen in Fremdwährung berücksichtigt, die nicht in der funktionalen Währung der Konzerngesellschaft bilanziert sind. Ebenfalls werden die offenen Derivate des Cash-Flow-Hedges herangezogen, deren Grundgeschäft zum Bilanzstichtag bereits realisiert ist (ergebniswirksam).
  • Für die Sensitivität des sonstigen Ergebnisses werden offene Derivate des Cash-Flow-Hedges berücksichtigt, deren Grundgeschäft zum Bilanzstichtag noch nicht realisiert ist (nicht ergebniswirksam). Die Nominale der offenen Derivate entspricht dem Exposure.
Erhöhung (+)/ Verminderung (-) Aufwertung um 10% Abwertung um 10%
TEUR 31.12.18 31.12.17 31.12.18 31.12.17
Veränderung des Ergebnisses (nach Steuern) 15.760 6.780 -19.262 -8.365
Veränderung der währungsbezogenen Cash-Flow-Hedge-Rücklage -2.454 -10.552 3.083 12.897
Veränderung des Eigenkapitals 13.306 -3.772 -16.179 4.532

ZINSÄNDERUNGSRISIKEN

Die Finanzinstrumente sind sowohl aktiv- als auch passivseitig vor allem variabel verzinst. Das Risiko besteht demnach in steigenden Aufwandszinsen bzw. sinkenden Ertragszinsen, die sich aus einer nachteiligen Veränderung der Marktzinsen ergeben.

Die KTM Industries-Gruppe ist teilweise variabel refinanziert und unterliegt somit dem Risiko von Zinsschwankungen am Markt. Dem Risiko wird durch regelmäßige Beobachtung des Geld- und Kapitalmarktes sowie durch den teilweisen Einsatz von Zinsswaps (fixed interest rate payer swaps) Rechnung getragen. Im Rahmen der abgeschlossenen Zinsswaps erhält das Unternehmen variable Zinsen und zahlt im Gegenzug fixe Zinsen auf die abgeschlossenen Nominalen.

Zinsänderungsrisiken resultieren somit im Wesentlichen aus originären variabel verzinsten Finanzinstrumenten (Cash-Flow-Risiko). Für die Zinsänderungsrisiken dieser Finanzinstrumente wurden Sensitivitätsanalysen durchgeführt, die die Auswirkungen von hypothetischen Änderungen des Marktzinsniveaus auf Ergebnis (nach Steuern) und Eigenkapital zeigen. Als Basis wurden die betroffenen Bestände zum Bilanzstichtag herangezogen. Dabei wurde unterstellt, dass das Risiko am Bilanzstichtag im Wesentlichen das Risiko während des Geschäftsjahres repräsentiert. Als Steuersatz wurde der Konzernsteuersatz in Höhe von 25% verwendet. Außerdem wurde bei der Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Wechselkurse, konstant bleiben.

Die Hauptursachen für Ineffektivität im Rahmen von Zinssicherungen sind:

  • Einfluss des Kreditrisikos der Gegenpartei und des Konzerns auf den beizulegenden Zeitwert der Zinsderivate, der sich nicht in der Änderung des beizulegenden Zeitwertes der abgesicherten Zahlungsströme widerspiegelt, die auf Änderungen der Zinssätze zurückzuführen sind
  • Unterschiede bei den Zinsanpassungsterminen zwischen den Derivaten und den gesicherten Grundgeschäften

Für das Zinsrisiko wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Eine Veränderung um 50 Basispunkte hätte folgende Auswirkungen auf den Gewinn oder Verlust, das sonstige Ergebnis und das Eigenkapital:

Erhöhung (+)/ Verminderung (-) Erhöhung um 50 BP Verringerung um 50 BP
TEUR 31.12.18 31.12.17 31.12.18 31.12.17
Veränderung des Ergebnisses (nach Steuern) -473 2 474 1
Veränderung der zinsbezogenen Cash-Flow-Hedge-Rücklage 58 274 -59 -277
Veränderung des Eigenkapitals -415 276 415 -276

AUSFALLSRISIKEN (KREDIT- BZW. BONITÄTSRISIKEN)

Das Ausfallrisiko ist das Risiko von finanziellen Verlusten, falls ein Kunde oder die Vertragspartei eines Finanzinstruments seinen bzw. ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Das Ausfallsrisiko entsteht grundsätzlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Auf der Aktivseite stellen die ausgewiesenen Buchwerte gleichzeitig das maximale Ausfallrisiko dar. Mit Ausnahme der unter Punkt 44. des Konzernanhangs beschriebenen Aufrechnungsvereinbarung, gibt es zusätzlich keine generellen Aufrechnungsvereinbarungen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte

Das Ausfallrisiko bei Forderungen gegenüber Kunden kann als gering eingeschätzt werden, da die Bonität neuer und bestehender Kunden laufend geprüft wird und Sicherheiten gefordert werden.

Das Risikomanagement bei KTM führt eine Analyse und Beurteilung von Neukunden durch. Zunächst werden diese individuell hinsichtlich ihrer Kreditwürdigkeit analysiert und es werden konzernweit standardisierte Verträge mit Kunden abgeschlossen. Die Analyse umfasst externe Ratings, soweit erhältlich, sowie Jahresabschlüsse, Auskünfte von Kreditagenturen, sowie Bankauskünfte. Es werden für jeden Kunden Verkaufslimits festgelegt und laufend überprüft. Alle Umsätze, die über diese Limits hinausgehen, bedürfen der Zustimmung des Risikomanagements.

Ausfallrisiken werden einerseits durch Kreditversicherungen und andererseits durch bankmäßige Sicherheiten (Garantien, Akkreditive) weitgehend abgesichert. In internen Richtlinien werden die Ausfallrisiken festgelegt und kontrolliert.

Es bestehen weitgehend langjährige Geschäftsbeziehungen mit Händlern und Importeuren. Durch eine laufende Überwachung des Ausfallsrisiko bzw. der Bonität der Kunden wird jede Forderung individuell auf den Bedarf einer Wertberichtigung überprüft.

Eine Zusammenfassung des Ausfallrisikos für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (inkl. Vertragsvermögenswerte) zum 31.12.2018 wird in der folgenden Tabelle dargestellt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen inkl. Vertragsvermögenswerte
TEUR
Nicht in der Bonität
beeinträchtigt
In der Bonität
beeinträchtigt
Summe
Nicht überfällig 125.496 0 125.496
Überfällig 1-30 Tage 19.586 0 19.586
Überfällig 31-60 Tage 1.004 0 1.004
Überfällig 61-90 Tage 324 0 324
Überfällig > 90 Tage 2.560 2.128 4.688
Gesamter Bruttobuchwert 148.970 2.128 151.098
Wertminderung -98 -1.643 -1.741
Summe 148.872 485 149.357

Vergleichsinformationen nach IAS 39 für das Geschäftsjahr 2017:

Die Buchwerte der Forderungen zum 31.12.2017 setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR Buchwert
davon: Zum
davon: Zum Abschlussstichtag nicht
31.12.2017
Abschluss
wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
davon
wertge
stichtag we
der wertge
mindert noch
überfällig
weniger als
30 Tage
zwischen 30
und 60 Tagen
zwischen 60
und 90 Tagen
mehr als
90 Tage
mindert
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
120.305 93.430 14.558 3.778 1.624 4.110 2.805
Forderungen gegenüber
Gesellschafter nahen Unternehmen
18.727 18.727 0 0 0 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
(kurz- und langfristig)
23.338 22.902 262 43 41 90 0
Finanzanlagen - Ausleihungen 1.606 1.606 0 0 0 0 0
Summe 163.976 136.665 14.820 3.821 1.665 4.200 2.805

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der finanziellen Liefer- und sonstigen Forderungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Es liegen keine Konzentrationsrisiken vor.

Einschätzung der erwarteten Kreditverluste

IFRS 9 ersetzt das bisherige "Incurred Loss"-Modell aus IAS 39 durch das "Expected Credit Loss"-Modell.

Auf Basis der in der Vergangenheit tatsächlich beobachteten Ausfälle wurde eine durchschnittliche Ausfallsquote von 0,06% der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für den fortgeführten Geschäftsbereich ermittelt. Für das Geschäftsjahr 2017 wurde ein zusätzlicher Wertminderungsaufwand für den fortgeführten Geschäftsbereich von TEUR 56 für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bilanziert.

Für das Geschäftsjahr 2018 wurde unverändert ein Expected Credit Loss von 0,06% der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ermittelt. Es wurde eine Zuführung von TEUR 42 erfasst, die Wertminderung für erwartete Verluste per 31.12.2018 beträgt somit TEUR 98.

Entwicklung der Wertberichtigungen

Die Entwicklung der Wertberichtigungen in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (inkl. Vertragsvermögenswerte) werden im Anhang unter Punkt 28. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beschrieben.

ZAHLUNGSMITTEL UND -ÄQUIVALENTE, SONSTIGE VERMÖGENSWERTE UND DERIVATE

Kreditverluste von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten werden grundsätzlich nach der gleichen Methode ermittelt wie für Schuldtitel. Unter Berücksichtigung der Kurzfristigkeit dieser Position und angesichts des guten Ratings der Banken geht der Konzern davon aus, dass es sich bei diesen Beständen um Finanzinstrumente mit niedrigem Ausfallsrisiko handelt und die erwarteten Verluste vernachlässigbar sind.

Das Ausfallrisiko bei den anderen auf der Aktivseite dargestellten Finanzinstrumenten ist ebenfalls als gering anzusehen, da es sich bei den Vertragspartnern um Schuldner bester Bonität handelt.

Bei den derivativen Finanzinstrumenten mit positivem Marktwert ist das Ausfallrisiko auf deren Wiederbeschaffungskosten beschränkt, wobei das Ausfallrisiko als gering eingestuft werden kann, da es sich bei den Vertragspartnern ausschließlich um Banken mit hoher Bonität handelt.

Es gibt keine Hinweise auf zusätzliche Wertminderungserfordernisse für finanzielle Vermögenswerte.

LIQUIDITÄTSRISIKEN

Ein wesentliches Ziel des Finanzrisikomanagements in der KTM Industries-Gruppe ist es, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit und die finanzielle Flexibilität sicherzustellen. Liquiditätsrisiken liegen insbesondere auch darin, dass die Einzahlungen aus Umsatzerlösen durch eine Abschwächung der Nachfrage unter den Planannahmen liegen. Zu diesem Zweck wird eine Liquiditätsreserve in Form von ungenützten Kreditlinien (Bar- und Avalkredite) und bei Bedarf in Form von Barbeständen bei Banken von hoher Bonität vorgehalten. Der Sicherstellung der kurz- und mittelfristigen Liquidität wird allerhöchste Priorität beigemessen. Darüber hinaus ist die Maximierung des Free-Cash-Flows durch Kostensenkungsmaßnahmen, proaktives Working-Capital-Management sowie reduzierte Investitionsausgaben eine wesentliche Steuerungsgröße. Es liegen aus heutiger Sicht ausreichende Zusagen zur Bonität unserer strategischen Finanzpartner und somit zur Absicherung der kurzfristigen Liquiditätsreserven vor.

Der langfristige Liquiditätsbedarf wird durch die Begebung von Schuldscheindarlehen sowie von der Aufnahme von Bankkrediten sichergestellt.

Die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Cash-Flows (Zins- und Tilgungszahlungen) sowie die Restlaufzeiten der finanziellen Schulden setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR Buchwert Cash-Flows 2019 Cash-Flows 2020 bis 2023 Cash-Flows ab 2024
31.12.2018 Zinsen
fix
Zinsen
variabel
Tilgung Zinsen
fix
Zinsen
variabel
Tilgung Zinsen
fix
Zinsen
variabel
Tilgung
Zum beizulegenden
Zeitwert bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten
Beizulegender Zeitwert -
Sicherungsinstrumente
Sonstige finanzielle Verbindlich
keiten - Derivate mit negativem
Marktwert, die bereits
Forderungen zugewiesen sind
89 0 0 89 0 0 0 0 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlich
keiten - Derivate mit negativem
Marktwert (Cash Flow Hedge)
1.074 185 0 1.074 164 0 0 0 0 0
Summe 1.163 185 0 1.163 164 0 0 0 0 0
TEUR Buchwert Cash-Flows 2019 Cash-Flows 2020 bis 2023 Cash-Flows ab 2024
31.12.2018 Zinsen
fix
Zinsen
variabel
Tilgung Zinsen
fix
Zinsen
variabel
Tilgung Zinsen
fix
Zinsen
variabel
Tilgung
Nicht Zum beizulegenden
Zeitwert bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten
Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
Verzinsliche Verbindlichkeiten 393.596 5.201 943 68.254 17.565 2.985 87.263 10.553 2.042 238.689
Verbindlichkeiten
Finanzierungsleasing
19.016 0 162 4.909 0 230 14.107 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
190.611 0 0 190.611 0 0 0 0 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlich
keiten (kurz- und langfristig)
43.272 0 0 43.272 0 0 0 0 0 0
Summe 646.495 5.201 1.105 307.046 17.565 3.215 101.370 10.553 2.042 238.689
Summe 647.658 5.386 1.105 308.209 17.729 3.215 101.370 10.553 2.042 238.689
TEUR Buchwert Cash-Flows 2018 Cash-Flows 2019 bis 2022 Cash-Flows ab 2023
31.12.2017 Zinsen
fix
Zinsen
variabel
Tilgung Zinsen
fix
Zinsen
variabel
Tilgung Zinsen
fix
Zinsen
variabel
Tilgung
Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
Verzinsliche Verbindlichkeiten 483.204 6.202 1.068 112.744 18.315 2.721 204.650 7.610 1.027 166.241
Anleihen 57.737 2.036 0 57.800 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten
Finanzierungsleasing
3.094 0 27 1.013 0 28 2.081 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
178.464 0 0 178.464 0 0 0 0 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlich
keiten (kurz- und langfristig)
50.712 0 0 47.973 0 0 3.210 0 0 0
Summe 773.211 8.238 1.095 397.994 18.315 2.749 209.941 7.610 1.027 166.241
Beizulegender Zeitwert -
Sicherungsinstrumente
Sonstige finanzielle Verbindlich
keiten - Derivate mit negativem
Marktwert (Cash Flow Hedge)
2.432 207 0 2.432 414 0 0 0 0 0
Summe 2.432 207 0 2.432 414 0 0 0 0 0
Summe 775.643 8.445 1.095 400.426 18.729 2.749 209.941 7.610 1.027 166.241

Einbezogen wurden alle Finanzinstrumente, die am Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue finanzielle Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Bei den laufenden Betriebsmittelkrediten wurde eine durchschnittliche Restlaufzeit von 12 Monaten unterstellt; diese Kredite werden aber regelmäßig prolongiert und stehen - wirtschaftlich betrachtet - länger zur Verfügung. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskassakurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag gefixten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Laufzeitband zugeordnet.

41. SONSTIGE RISIKEN

RISIKEN DURCH RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Da die KTM Industries-Gruppe ihre Motorräder in einer Vielzahl von Ländern vertreibt, ist sie dem Risiko der Veränderung von nationalen Vorschriften, Lizenzbedingungen, Steuern, Handelsbeschränkungen, Preisen, Einkommen und Devisenbeschränkungen, ferner dem Risiko von politischer, sozialer und ökonomischer Instabilität, Inflation und Zinsschwankungen, ausgesetzt. Für den Straßeneinsatz zugelassene Motorräder müssen entsprechende Lärm- und Abgasemissionsbestimmungen erfüllen, um am Markt des jeweiligen Landes zugelassen zu werden. Auch die Einsatzmöglichkeiten von Motorrädern im Gelände werden erheblich von nationalen gesetzlichen Rahmenbedingungen in den Absatzländern beeinflusst. Um dem Risiko entgegenzuwirken, werden die jeweiligen länderspezifischen Regelungen vor dem Markteintritt eingehend überprüft und laufend weiterhin überwacht, um bei Änderungen rechtzeitig handeln zu können.

BETRIEBLICHES UND UMWELTRISIKO

Obwohl eine 100%ige Risikoausschließung bei Naturgewalten nicht möglich ist, versuchen die Unternehmen der KTM Industries-Gruppe das Risiko, dass Produktionsabläufe beeinträchtigt werden können, durch geeignete Notfallpläne und Versicherungen zu minimieren.

PERSONELLE RISIKEN

Insbesondere in Hinblick auf den Wachstumskurs können sich Risiken aus dem Ausscheiden von Schlüsselkräften aus dem Unternehmen ergeben. Durch ein effizientes Personalmanagement sowie der stetigen Weiterführung von Personalentwicklungsprogrammen wird dem Risiko des Ausscheidens von Führungskräften entgegengewirkt.

Das Risiko des Fachkräftemangels wird durch ein umfassendes Lehrlingsausbildungsprogramm in einer eigenen Lehrwerkstätte minimiert. Ziel ist die Rekrutierung von Mitarbeitern aus der Region und eine langfristige Bindung an das Unternehmen.

VIII. FINANZINSTRUMENTE UND KAPITALMANAGEMENT

42. GRUNDLAGEN

Die KTM Industries-Gruppe hält originäre und derivative Finanzinstrumente. Zu den originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Finanzverbindlichkeiten. Der Bestand der originären Finanzinstrumente ergibt sich aus der Konzernbilanz bzw. aus dem Konzernanhang. Derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich zur Absicherung von bestehenden Zinsänderungs- und Fremdwährungsrisiken verwendet. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente ist im Konzern entsprechenden Bewilligungs- und Kontrollverfahren unterworfen. Die Bindung an ein Grundgeschäft ist zwingend erforderlich, Handelsgeschäfte sind nicht zulässig.

Die Erfassung der Käufe und Verkäufe sämtlicher Finanzinstrumente erfolgt zum Erfüllungstag. Die Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt im Zugangszeitpunkt grundsätzlich zu Anschaffungskosten. Die Finanzinstrumente werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS 31.12.2018 (IFRS 9):

Die Regelungen nach IFRS 9 sehen ein neues Klassifizierungsmodell für finanzielle Vermögenswerte vor, welche Auswirkung auf die Bewertung dieser hat. Die Kategorisierung wird in Abhängigkeit der vertraglichen Zahlungsströme sowie des zugrunde liegenden Geschäftsmodelles durchgeführt. Dabei werden folgende Bewertungskategorien durch IFRS 9 abgebildet:

  • AC-Kategorie: Zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode
  • FVOCI-Kategorie: Zum beizulegenden Zeitwert, Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden im sonstigen Ergebnis erfasst
  • FVPL-Kategorie: Zum beizulegenden Zeitwert, Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst

Für den Ansatz und die Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten wurden weitgehend die bestehenden Vorschriften übernommen.

Bei Eigenkapitalinstrumenten (wie z.B. Anteile an nicht börsennotierten Unternehmen) die unter IAS 39 als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert werden, kann die FVOCI-Option ausgeübt werden. Das führt dazu, dass Änderungen des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis erfasst werden und die im sonstigen Ergebnis angesammelten Änderungen des beizulegenden Zeitwerts nachfolgend nicht mehr in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können. Sofern diese Option nicht ausgeübt wird, erfolgt eine Zuordnung in die FVPL-Kategorie, wobei alle Änderungen des beizulegenden Zeitwertes erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Das Wahlrecht zur FVOCI-Option wird für Buchwerte im Ausmaß von TEUR 215 (Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte) in Anspruch genommen.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS 31.12.2017 (IAS 39):

Originäre Finanzinstrumente

  • Wertpapiere (Zu Handelszwecken gehalten) werden mit dem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet. Als beizulegender Zeitwert werden grundsätzlich die jeweiligen Börsenkurse zum Bilanzstichtag angesetzt. Wertänderungen werden ergebniswirksam erfasst.
  • Die übrigen finanziellen Vermögenswerte (Zur Veräußerung verfügbar) werden zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet. Als beizulegender Zeitwert werden grundsätzlich die jeweiligen Börsenkurse zum Bilanzstichtag angesetzt; Bewertungsänderungen werden, sofern wesentlich, im sonstigen Ergebnis erfasst. In den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten sind Eigenkapitalinstrumente enthalten, welche nicht auf einem aktiven Markt notiert sind und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann. Diese werden zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderung bilanziert. Für diese Beteiligungen besteht derzeit keine Veräußerungsabsicht.

Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten werden bei objektiven Hinweisen vorgenommen. Dazu zählen beispielsweise finanzielle Schwierigkeiten, Insolvenz, Vertragsbruch oder erheblicher Zahlungsverzug des Schuldners oder Emittenten. Bei einem gehaltenen Eigenkapitalinstrument gilt ein signifikanter oder länger anhaltender Rückgang des beizulegenden Zeitwertes unter dessen Anschaffungskosten als ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung. Der Konzern hält einen Rückgang um 20% für signifikant und einen Zeitraum von neun Monaten für länger anhaltend.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden im Zugangszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert und in den Folgeperioden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Fremdwährungsforderungen werden umgerechnet mit dem Stichtagskurs, abzüglich aufgrund von erkennbaren Risiken notwendigen Wertminderungen, angesetzt. Finanzielle Forderungen sind der Kategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet und werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Einzelwertberichtigungen von finanziellen Vermögenswerten werden nur dann vorgenommen, wenn sie als uneinbringlich oder zum Teil uneinbringlich angesehen werden. Als Indikatoren für Einzelwertberichtigungen gelten finanzielle Schwierigkeiten, Insolvenz, Vertragsbruch oder erheblicher Zahlungsverzug der Kunden. Die Einzelwertberichtigungen setzen sich aus zahlreichen Einzelpositionen zusammen, von denen keine alleine betrachtet wesentlich ist. Eine direkte Ausbuchung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt nur, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten nicht mehr bestehen (insbesondere im Insolvenzfall). Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in einer der folgenden Perioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung entweder direkt oder durch Anpassung des Wertberichtigungskontos rückgängig gemacht.

  • Finanzielle Schulden werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Finanzielle Schulden sind der Kategorie "Sonstige finanzielle Schulden" zugeordnet. Ein Unterschiedsbetrag zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit nach der Effektivzinsmethode verteilt und im Finanzergebnis erfasst. Die im Zusammenhang mit Anleihen angefallenen Emissionskosten werden über die Laufzeit verteilt angesetzt.
  • Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet.

43. EINSTUFUNG UND BEIZULEGENDE ZEITWERTE

Der Zeitwert eines Finanzinstruments wird durch notierte Marktpreise für das identische Instrument auf aktiven Märkten ermittelt (Stufe 1). Soweit keine notierten Marktpreise auf aktiven Märkten für das Instrument verfügbar sind, erfolgt die Ermittlung des Zeitwertes mittels Bewertungsmethoden, deren wesentliche Parameter ausschließlich auf beobachtbaren Marktdaten basieren (Stufe 2). Ansonsten erfolgt die Ermittlung des Zeitwertes auf Basis von Bewertungsmethoden, für welche zumindest ein wesentlicher Parameter nicht auf beobachtbaren Marktdaten basiert (Stufe 3).

Umgliederungen zwischen den Stufen werden zum Ende der Berichtsperiode berücksichtigt. Im Geschäftsjahr kam es zu keinen Verschiebungen zwischen den Stufen.

Folgende Tabelle zeigt die Bewertungstechnik, die bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes verwendet wird sowie die verwendeten wesentlichen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren.

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente
Art Bewertungstechnik Wesentliche, nicht
beobachtbare Inputfaktoren
Zusammenhang zwischen
wesentlichen, nicht beobacht
baren Inputfaktoren und der
Bewertung zum beizulegenden
Zeitwert
Devisentermingeschäfte und
Zinsswaps
Marktvergleichsverfahren:
Die beizulegenden Zeitwerte ba
sieren auf den mittels anerkannter
finanzmathematischer Modelle
bestimmten Marktwerten. Diese
werden regelmäßig
verplausibilisiert.
Nicht anwendbar Nicht anwendbar
Wertpapiere Zur Bewertung von Wertpapieren
wird der aktuelle Börsenkurs am
Bilanzstichtag herangezogen.
Nicht anwendbar Nicht anwendbar
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente
Art Bewertungstechnik Wesentliche, nicht beobachtbare
Inputfaktoren
Schuldscheindarlehen, Finanzielle
Verbindlichkeiten
Abgezinste Cash-Flows Risikoaufschlag für eigenes
Bonitätsrisiko

Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten (aktivseitige Finanzinstrumente), getrennt nach Klassen bzw. Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 (bzw. gem. IAS 39 für das Vorjahr). Allerdings enthält sie keine Angaben zum beizulegenden Zeitwert bzw. zur Stufe von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.

TEUR Buchwert
31.12.2018
Kategorie
IFRS 9
Fair-Value
31.12.2018
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte - Derivate mit positivem Marktwert,
die bereits Forderungen zugewiesen sind
514 FVPL 514
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte - Derivate mit positivem Marktwert (Cashflow-Hedge) 3.139 FVOCI 3.139
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.143 FVPL -
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 215 FVOCI 215
Summe 13.011
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 89.347 AC -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 140.214 AC -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 23.763 AC -
Summe 253.324
Gesamt Summe 266.335
TEUR Buchwert
31.12.2017
Kategorie
IFRS 9
Fair-Value
31.12.2017
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte - Derivate mit positivem Marktwert,
die bereits Forderungen zugewiesen sind
4.173 FVPL 4.173
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte - Derivate mit positivem Marktwert (Cashflow-Hedge) 7.452 FVOCI 7.452
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 166 FVOCI 166
Summe 11.791
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 169.068 AC -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
120.305
43.671
AC
AC
-
-
Summe 333.044

Die im Zusammenhang mit dem bestehenden ABS-Programm verkauften Forderungen werden entsprechend den Regelungen des IFRS 9 (bzw. im Vorjahr entsprechend den Regelungen des IAS 39) vollständig ausgebucht. Im Rahmen des ABS-Programms werden monatlich revolvierend versicherte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bis zu einem maximalen Volumen von TEUR 120.000 (Vorjahr: TEUR 120.000) verkauft. Zum Bilanzstichtag wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 124.073 (Vorjahr: TEUR 107.310) an Dritte verkauft. Bis zu einer vertraglich definierten Höhe trägt KTM weiterhin ein Risiko aus kreditrisikobedingten Ausfällen. Zum Stichtag 31.12.2018 beträgt das hieraus resultierende maximale Verlustrisiko TEUR 867 (Vorjahr: TEUR 1.195). Zum Zeitpunkt des Verkaufs wird der erwartete Verlust aufwandswirksam als Verbindlichkeit

FVOCI
FVPL
Fair Value
Fair Value
Fair Value
- Hedging
through OCI
through P&L
Instruments
AC
FVOCI
Amortised Cost
Fair Value
through OCI
Gesamt Stufe 3 Stufe 2
(ohne recycling) Stufe 1
-
-
514
-
-
514 - 514 -
-
-
3.139
-
-
3.139 - 3.139 -
-
9.143
-
-
-
9.143 - - -
-
215
-
-
-
215 215 - -
-
-
-
-
-
140.214
-
-
-
-
-
-
-
-
-
23.763
-
-
-
-
Buchwert 31.12.2017 (IAS 39)
Gesamt Beizulegender
Zeitwert - Siche
rungsinstrumente
Zur Veräußerung
verfügbar
Kredite und
Forderungen
Sonstige
Verbindlichkeiten
4.173 4.173 - -
7.452 7.452 - -
166 -
166
-
- -
-
- 169.068
- -
-
- 120.305
- -
-
-

verbucht. Der Buchwert des anhaltenden Engagements beträgt zum 31.12.2018 TEUR 867 (Vorjahr: TEUR 1.195) und ist unter den anderen kurzfristigen Schulden ausgewiesen. Der Buchwert entspricht dem beizulegenden Zeitwert des anhaltenden Engagements. In der Berichtsperiode wurden aus dem anhaltenden Engagement TEUR 329 (Vorjahr: TEUR 804) und kumuliert seit Transaktionsbeginn TEUR 867 (Vorjahr: TEUR 1.195) erfolgswirksam erfasst. Im Geschäftsjahr 2017 kam es zu einer Erhöhung des ABS-Programms um TEUR 45.000. In diesem Zusammenhang wurde im Vorjahr ein Betrag von TEUR 653 in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Schulden (passivseitige Finanzinstrumente), getrennt nach Klassen bzw. Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 für das Jahr 2018, für das Jahr 2017 werden die Angaben nach IAS 39 übergeleitet. Allerdings enthält sie keine Angaben zum beizulegenden Zeitwert bzw. zur Stufe von finanziellen Schulden, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.

TEUR Buchwert
31.12.2018
Kategorie
IFRS 9
Fair-Value
31.12.2018
Stufe 1 Beizulegender Zeitwert
Stufe 2
Stufe 3 Gesamt AC
Amortised Cost
FVOCI
Fair Value
through OCI
Buchwert 31.12.2018
FVOCI
FVPL
Fair Value
Fair Value
through OCI
through P&L
(ohne recycling)
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrumente
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - Derivate mit negativem Marktwert,
die bereits Forderungen zugewiesen sind
89 FVPL 89 - 89 - 89 - - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - Derivate mit negativem Marktwert (Cashflow-Hedge) 1.074 FVOCI 1.074 - 1.074 - 1.074 - - -
Summe 1.163
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
Verzinsliche Verbindlichkeiten 393.596 AC 402.644 - - 402.644 402.644 393.596 - -
Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing 19.016 AC - - - - - 19.016 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 190.611 AC - - - - - 190.611 - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig) 43.272 AC - - - - - 43.272 - -
Summe 646.495
Gesamt Summe 647.658
TEUR Buchwert
31.12.2017
Kategorie
IFRS 9
Fair-Value
31.12.2017
Stufe 1 Beizulegender Zeitwert
Stufe 2
Stufe 3 Gesamt Beizulegender
Zeitwert - Siche
rungsinstrumente
Zur Veräußerung
verfügbar
Buchwert 31.12.2017 (IAS 39)
Kredite und
Forderungen
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrumente
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - Derivate mit negativem Marktwert,
die bereits Forderungen zugewiesen sind
92 FVPL 92 - 92 - 92 92 - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - Derivate mit negativem Marktwert (Cashflow-Hedge) 2.340 FVOCI 2.340 - 2.340 - 2.340 2.340 - -
Summe 2.432
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
Verzinsliche Verbindlichkeiten 483.204 AC 502.182 - - 502.182 502.182 - - -
Anleihen 57.737 AC 59.471 59.471 - - 59.471 - - -
Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing 3.094 AC - - - - - - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 178.464 AC - - - - - - - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig) 50.712 AC - - - - - - - -
Summe 773.211
Gesamt Summe 775.643
Buchwert 31.12.2018 Beizulegender Zeitwert
Fair Value
- Hedging
Instruments
FVPL
Fair Value
through P&L
FVOCI
Fair Value
through OCI
FVOCI
Fair Value
through OCI
AC
Amortised Cost
Gesamt Stufe 3 Stufe 2 Stufe 1
(ohne recycling)
- - - - 89 - 89 -
- - - - 1.074 - 1.074 -
- - 402.644 402.644 393.596 - - - -
- - - - 19.016 - - - -
- - - - 190.611 - - -
- - - - 43.272 - - - -
Beizulegender Zeitwert Buchwert 31.12.2017 (IAS 39)
Stufe 2 Stufe 3 Gesamt Beizulegender
Zeitwert - Siche
rungsinstrumente
Zur Veräußerung
verfügbar
Kredite und
Forderungen
Sonstige
Verbindlichkeiten
92 - 92 92 - - -
2.340 - 2.340 2.340 - - -
483.204 - - - 502.182 502.182 - -
57.737 - - - 59.471 - - 59.471
3.094 - - - - - - -
178.464 - - - - - - -
50.712 - - - - - - -

Das Nettoergebnis aus den Finanzinstrumenten nach den Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 (bzw. für das Vorjahr gem. IAS 39) enthält Nettogewinne/-Verluste, Gesamtzinserträge/-Aufwendungen sowie Minderungsverluste und setzt sich wie folgt zusammen:

2018
TEUR
aus Zinsen aus der Folge
bewertung zum
Fair Value
aus Wert
berichtigung
aus Abgangs
ergebnis
aus Fremd
währungs
bewertung
Netto
ergebnis
(Summe)
Finanzielle Vermögenswerte -
Amortised Cost AC)
3.476 0 395 -75 -663 3.133
Fair Value through OCI (FVOCI) -
Eigenkapitalinstrumente
57 0 0 40 0 97
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten -
Amortised Cost (AC)
-18.547 0 0 0 0 -18.547
Fair Value - Hedging Instruments -301 0 0 0 -1.461 -1.762
Summe -15.315 0 395 -35 -2.124 -17.079
2017
TEUR
aus Zinsen aus der Folge
bewertung zum
Fair Value
aus Wert
berichtigung
aus Abgangs
ergebnis
Netto
ergebnis
(Summe)
Kredite und Forderungen 2.207 0 851 -82 2.976
Zur Veräußerung gehalten 244 0 -738 23 -471
Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrumente und
Held-for-Trading
0 -130 0 774 644
Zu fortgeführten Anschaffungskosten -14.070 0 0 -288 -14.358

Die Veränderungen der Wertberichtigung und der Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten (Amortised Cost; Vorjahr: Kredite und Forderungen) sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen der jeweiligen Gemeinkostenbereiche ausgewiesen. Die restlichen Komponenten des Nettoergebnisses sind in den Finanzerträgen bzw. Finanzaufwendungen enthalten.

Summe -11.619 -130 113 427 -11.209

44. AUFRECHNUNG VON FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN UND VERBINDLICHKEITEN

Der Konzern schließt mit Banken Aufrechnungsvereinbarungen im Zusammenhang mit Derivaten ab. Grundsätzlich werden die Beträge, die gemäß solchen Vereinbarungen von jeder Gegenpartei an einem einzigen Tag im Hinblick auf alle ausstehenden Transaktionen in der gleichen Währung geschuldet werden, zu einem einzigen Nettobetrag zusammengefasst, der von einer Partei an die andere zu zahlen ist. In bestimmten Fällen – zum Beispiel, wenn ein Kreditereignis wie ein Ausfall eintritt – werden alle ausstehenden Transaktionen unter der Vereinbarung beendet, der Wert zur Beendigung ermittelt und es ist nur ein einziger Nettobetrag zum Ausgleich aller Transaktionen zu zahlen. Eine Saldierung in der Bilanz wird nicht vorgenommen, da es in der Regel nicht zu einem Nettoausgleich mehrerer Transaktionen aus derartigen Rahmenverträgen kommt.

Die folgenden Tabellen zeigen tatsächlich aufgerechnete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie nicht aufgerechnete Beträge, die zwar Gegenstand einer Aufrechnungsvereinbarung sind, aber die Aufrechnungskriterien nach IFRS nicht erfüllen.

TEUR Finanzielle
Vermögens
werte
(brutto)
Aufgerechnete
bilanzielle
Beträge
(brutto)
Bilanzierte
finanzielle
Vermögens
werte (netto)
Effekt von
Aufrechnungs
rahmenverein
barungen
Nettobeträge
Finanzielle Vermögenswerte 2018
Sonstige finanzielle Vermögenswerte-Derivate mit positi
vem Marktwert, die bereits Forderungen zugewiesen sind
Devisentermingeschäfte 3.653 0 3.653 -161 3.492
Summe 3.653 0 3.653 -161 3.492
Finanzielle Vermögenswerte 2017
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Derivate mit positivem Marktwert
Devisentermingeschäfte 11.625 0 11.625 -230 11.395
Summe 11.625 0 11.625 -230 11.395
TEUR Finanzielle
Schulden
(brutto)
Aufgerechnete
bilanzielle
Beträge
(brutto)
Bilanzierte
finanzielle
Schulden
(netto)
Effekt von
Aufrechnungs
rahmenverein
barungen
Nettobeträge
Finanzielle Schulden 2018
Sonstige finanzielle Schulden- Derivate mit negativem
Marktwert, die bereits Forderungen zugewiesen sind
Devisentermingeschäfte 785 0 785 -161 624
Zinsswaps 378 0 378 0 378
Summe 1.163 0 1.163 -161 1.002
Finanzielle Schulden 2017
Sonstige finanzielle Schulden
Derivate mit negativem Marktwert
Devisentermingeschäfte 1.839 0 1.839 -230 1.609
Zinsswaps 593 0 593 0 593
Summe 2.432 0 2.432 -230 2.202

45. HEDGING

Die vom Konzern abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte und Zinsswaps) werden zur Absicherung des Fremdwährungs- und Zinsänderungsrisikos abgeschlossen. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist die Differenziertheit von Cash-Flows aus künftigen Transaktionen auszugleichen. Als Grundlage zur Planung der künftigen Zahlungsflüsse dienen die voraussichtlichen Umsatzerlöse und Materialeinkäufe in Fremdwährung.

Derivate werden nach IFRS 9 grundsätzlich zu Marktwerten bewertet. Der KTM Industries-Konzern wendet auf diese derivativen Finanzinstrumente die Regeln des "Cash-Flow-Hedge-Accountings" gemäß IFRS 9 an.

Die wesentlichen Vertragskriterien des gesicherten Grundgeschäftes und des Sicherungsinstrumentes sind identisch jedoch gegenläufig ausgestaltet ("critical terms match"), sodass ein wirtschaftlicher Zusammenhang der Sicherungsbeziehung gewährleistet ist.

Ein Cash-Flow-Hedge liegt vor, wenn variable Zahlungsströme aus bilanzierten Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten und erwartete Geschäftsvorfälle, die einem Marktpreisrisiko unterliegen, abgesichert werden. Liegen die Voraussetzungen für einen Cash-Flow-Hedge vor, ist der effektive Teil der Marktwertänderungen von Sicherungsinstrumenten ergebnisneutral im Konzerneigenkapital zu erfassen, die ergebniswirksame Erfassung erfolgt erst bei Eintritt des gesicherten Grundgeschäftes. Bei den eingesetzten Fremdwährungsabsicherungen wird in der Folge die Marktwertveränderung der Derivate ergebniswirksam im Gewinn oder Verlust erfasst. Ab diesem Zeitpunkt stehen der Marktwertveränderung die Stichtagskursbewertung der Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten aus der Lieferung bzw. Leistung gegenüber. Etwaige Ergebnisveränderungen aus der Ineffektivität der derivativen Finanzinstrumente werden ergebniswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Für die Effektivitätsmessung bei Währungsabsicherungen werden Grund- und Sicherungsgeschäfte je abgesichertem Risiko in Laufzeitbänder zusammengefasst. Die Laufzeitbänder sollten höchstens ein Quartal umfassen. Die prospektive Effektivität wird zu Beginn der Sicherungsbeziehung beurteilt und zu jedem Bewertungsstichtag sowie im Falle signifikanter Änderung der Rahmenbedingungen – welche die Kriterien zur Effektivitätsbeurteilung beeinflussen – überprüft. Bei Zinsabsicherungen erfolgt die Messung der prospektiven Effektivität anhand einer Sensitivitätsanalyse und der retrospektive Effektivitätstest unter Anwendung der Dollar-Offset-Methode.

Die Bewertung der Derivate erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Marktwert und wird anhand anerkannter finanzmathematischer Methoden ermittelt. Die Basis dazu bilden die zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten (Zinssatz, Wechselkurse, etc.). Zur Bewertung von Devisentermingeschäften wird der Terminkurs am Bilanzstichtag herangezogen. Bei vorliegenden positiven Marktwerten wird durch ein Credit Value Adjustment (CVA) die Bonität des Vertragspartners in die Bewertung miteinbezogen. Bei negativen Marktwerten wird ein Debit Value Adjustment (DVA) abgeschlagen, um das eigene Ausfallsrisiko zu berücksichtigen. Zur Schätzung der Bewertung werden eigene Modelle verwendet. Diese werden mittels Bankbewertungen verplausibilisiert.

IFRS 9 führt das Konzept der Kosten der Absicherung ein. Dabei können der Zeitwert einer Option, die Terminkomponente eines Terminkontrakts sowie eventuelle Fremdwährungs-Basis-Spreads von der Designation eines Finanzinstruments als Sicherungsinstrument ausgenommen werden und als Kosten der Absicherung bilanziert werden. Dabei werden Wertschwankungen dieser wahlweise nicht designierten Komponenten als Absicherungskosten im sonstigen Ergebnis erfasst und bei Ergebniswirkung des Grundgeschäftes in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Dieses Konzept wurde bei KTM im Geschäftsjahr 2018 umgesetzt. Es wurden Absicherungskosten in der Höhe von TEUR 202 im Finanzergebnis erfasst. Der Konzern erfasst nur die Veränderung der Kassakurskomponente von Devisentermingeschäften als Sicherungsinstrument in der Absicherung von Zahlungsströmen. Die Veränderung der Terminkomponente wird separat als Kosten der Absicherung (Cost of Hedging) bilanziert und in eine Rücklage für Absicherungskosten (Cost of Hedging) ins Eigenkapital eingestellt.

31.12.2018 Währung Nominalbetrag
in 1000
Landeswährung
Marktwerte
in TEUR
jährliche
Exposures
in TEUR
Laufzeit
bis 1 Jahr
Durch
schnitts
kurs
Laufzeit
1- 5 Jahre
Durch
schnitts
kurs
Devisentermin USD - - - - - - -
geschäfte JPY 3.296.186 1.319 39.668 3.296.186 132,19 - -
CAD 24.800 690 40.128 24.800 1,51 - -
GBP 47.200 652 82.994 47.200 0,89 - -
CHF 13.300 -115 16.474 13.300 1,14 - -
SEK 83.000 -45 26.813 83.000 10,32 - -
DKK - - - - - - -
PLN 16.500 63 13.393 16.500 4,26 - -
NOK 25.500 125 11.079 25.500 9,54 - -
CZK 84.000 41 12.536 84.000 25,65 - -
ZAR - - - - - - -
CNY 40.165 139 6.059 40.165 8,19 - -
Nominalbetrag
in 1000
Landeswährung
Marktwerte
in TEUR
Exposures
in TEUR
Laufzeit
bis 1 Jahr
Durch
schnitts
zinssatz
Laufzeit
1- 5 Jahre
Durch
schnitts
zinssatz
Zinsswaps (Payer) 18.988 -378 - 8.377 0,74% 10.611 1,03%

Nachfolgende als Sicherungsinstrumente eingesetzte, derivative Finanzinstrumente werden zum 31.12.2018 bzw. 31.12.2017 eingesetzt:

31.12.2017 Währung Nominalbetrag
in 1000
Landeswährung
Marktwerte
in TEUR
jährliche
Exposures
in TEUR
Laufzeit
bis 1 Jahr
Durch
schnitts
kurs
Laufzeit
1- 5 Jahre
Durch
schnitts
kurs
Devisentermin USD 151.000 8.790 150.762 116.000 1,12 35.000 1,22
geschäfte JPY 3.796.470 -1.600 40.260 3.796.470 127,73 0 -
CAD 41.100 577 50.252 41.100 1,48 0 -
GBP 36.650 707 70.694 36.650 0,87 0 -
CHF 15.550 960 23.343 15.550 1,08 0 -
SEK 107.800 282 26.941 107.800 9,60 0 -
DKK 0 0 3.600 0 - 0 -
PLN 28.900 -117 11.335 28.900 4,29 0 -
NOK 56.200 267 9.973 56.200 9,48 0 -
CZK 160.700 -90 10.478 160.700 26,02 0 -
ZAR 65.000 20 21.299 65.000 - 0 -
CNY 40.770 -8 5.000 40.770 - 0 -
Nominalbetrag
in 1000
Landeswährung
Marktwerte
in TEUR
Exposures
in TEUR
Laufzeit
bis 1 Jahr
Durch
schnitts
zinssatz
Laufzeit
1- 5 Jahre
Durch
schnitts
zinssatz
Zinsswaps (Payer) 27.357 -593 - 861 - 26.496 0,58%

Im Rahmen des Cash-Flow-Hedge-Accountings werden sowohl variable zukünftige Zinszahlungsströme aus langfristigen Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis 2020 bzw. bis 2023 als auch zukünftige operative Fremdwährungszahlungsströme, deren Ein-/ Ausgang in den nächsten 12 bis 18 Monaten geplant wird, abgesichert.

Zum 31.12.2018 (als auch im Vorjahr) bestehen keine derivativen Finanzinstrumente, bei denen keine Sicherungsbeziehung hergestellt werden konnte.

Zum Bilanzstichtag stellen sich die Beträge, die sich auf Positionen beziehen, die als gesichertes Grundgeschäft designiert sind, wie folgt dar.

TEUR Rücklage für die
Absicherung von
Zahlungsströmen
Rücklage für
Kosten
der Absicherung
In der Rücklage für die Absicherung von Zahlungsströmen
verbleibende Salden aus Sicherungsbeziehungen, bei denen die
Bilanzierung von Sicherungsgeschäften nicht
mehr angewendet wird
31.12.18
Wechselkursrisiko
Verkäufe und Forderungen 1.174 -284 0
Käufe von Vorräten 1.182 0 0
Zinssatzänderungsrisiko
Variabel verzinste Instrumente -60 0 0
Summe 2.296 -284 0
31.12.17
Wechselkursrisiko
Verkäufe und Forderungen 5.485 0 0
Käufe von Vorräten -1.121 0 0
Zinssatzänderungsrisiko
Variabel verzinste Instrumente -196 0 0
Summe 4.168 0 0

Die zum Bilanzstichtag designierten Sicherungsgeschäfte setzten sich wie folgt zusammen:

TEUR Nominalbetrag Buchwert Posten in der Bilanz, in der das
Vermögenswerte Schulden Sicherungsinstrument enthalten ist
31.12.18
Wechselkursrisiko
Devisentermingeschäfte -
Verkäufe und Forderungen
98.437 2.195 -785 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte,
Andere kurzfristige Schulden
Devisentermingeschäfte -
Käufe von Vorräten
30.376 1.458 0 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte,
Andere kurzfristige Schulden
Zinssatzänderungsrisiko
Zinsswaps 18.988 0 -378 Andere kurzfristige Schulden
Summe 147.801 3.653 -1.163
31.12.17
Wechselkursrisiko
Devisentermingeschäfte -
Verkäufe und Forderungen
243.309 11.625 -230 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte,
Andere kurzfristige Schulden
Devisentermingeschäfte -
Käufe von Vorräten
25.115 0 -1.495 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte,
Andere kurzfristige Schulden
Zinssatzänderungsrisiko
Zinsswaps 22.500 0 -293 Andere kurzfristige Schulden
Summe 290.925 11.625 -2.018
Die Cash-Flow-Hedge-Rücklage und die Rücklage für Absicherungskosten (nach Steuern) hat sich wie folgt entwickelt:
TEUR Rücklage für
Absicherungs
kosten Cash-Flow
Hedge-Rück
lage
Summe
Stand am 1.1.2017 0 -2.686 -2.686
Betrag, der in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurde
Realisierung Grundgeschäft (Erfassung in den Umsatzerlösen - Währungsrisiko) 0 394 394
Realisierung Grundgeschäft (Erfassung im Zinsergebnis - Zinsrisiko) 0 193 193
Vorräte
Realisierung Grundgeschäft (Erfassung in den Vorräten / Herstellungskosten - Währungsrisiko) 0 1.573 1.573
Veränderung im beizulegenden Zeitwert
Zugang - Währungsrisiko 0 4.364 4.364
Zugang - Zinsrisiko 0 -2 -2
Cashflow-Hedge-Rücklage aus at-Equity bewerteten Unternehmen 0 -4 -4
Stand am 31.12.2017 = Stand am 1.1.2018 0 3.833 3.833
----------------------------------------- --- ------- -------
TEUR Rücklage für
Absicherungs
kosten
Cash-Flow
Hedge-Rück
lage
Summe
Betrag, der in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurde
Realisierung Grundgeschäft (Erfassung in den Umsatzerlösen - Währungsrisiko) 0 -5.485 -5.485
Realisierung Grundgeschäft (Erfassung im Zinsergebnis - Währungsrisiko) 202 0 202
Realisierung Grundgeschäft (Erfassung im Zinsergebnis - Zinsrisiko) 0 226 226
Vorräte
Realisierung Grundgeschäft (Erfassung in den Vorräten /Herstellungskosten - Währungsrisiko) 0 1.121 1.121
Veränderung im beizulegenden Zeitwert
Zugang – Zinsrisiko 0 -86 -86
Zugang – Währungsrisiko -486 2.268 1.782
Cashflow-Hedge-Rücklage aus Erstkonsolidierung 0 105 105
Stand am 31.12.2018 -284 1.983 1.699

Zum 31.12.2018 resultiert aus ineffektiven Bestandteilen der als Cash-Flow-Hedges klassifizierten derivativen Finanzinstrumente ein Nettoergebnis (nach Steuern) in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

DEVISENTERMINGESCHÄFTE

Die von der KTM Industries-Gruppe abgeschlossenen Devisentermingeschäfte werden zur Absicherung künftig beabsichtigter Umsätze und Materialaufwendungen in Fremdwährungen gegen das Risiko von Wechselkursschwankungen abgeschlossen.

ZINSSWAPS

Um das Zinsrisiko hinsichtlich variabler Verzinsungen zu steuern, wurden im Geschäftsjahr 2013 amortisierende Zinsswaps mit einer Nominalen von TEUR 8.882 und einer Laufzeit von 10 Jahren, bzw. im Geschäftsjahr 2014 amortisierende Zinsswaps mit einer Nominalen von TEUR 30.000 und einer Laufzeit von 6 Jahren abgeschlossen.

Zum 31.12.2018 betrug der offene Nominalbetrag TEUR 18.988 (Vorjahr: TEUR 27.357).

46. KAPITALMANAGEMENT

Die Zielsetzung des Konzerns ist es, eine starke Kapitalstruktur beizubehalten, um das Vertrauen der Anleger, Gläubiger und der Märkte zu wahren und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens sicherzustellen. Der Vorstand überwacht regelmäßig die Kapitalrendite sowie die Höhe der Dividenden, die an die Halter der Stammaktien ausgeschüttet werden.

Die Strategie der KTM Industries-Gruppe zielt darauf ab, dass die KTM Industries AG und die anderen Konzerngesellschaften eine den lokalen Anforderungen entsprechende Eigenkapitalausstattung haben. Die Steuerung des Kapitalmanagements erfolgt im Wesentlichen anhand der Kennzahlen Eigenkapitalquote, Nettoverschuldung, Gearing sowie der dynamischen Verschuldung. Einige Darlehensverträge enthalten Financial Covenants, hinsichtlich Eigenkapitalquote und dynamischer Verschuldung deren Nichteinhaltung zu einer vorzeitigen Rückzahlung der Finanzverbindlichkeiten führen würde. Im Berichtsjahr wurden alle Financial Covenants erfüllt.

Die Eigenkapitalquote stellt sich wie folgt dar:

TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Eigenkapital 550.776 528.579
Bilanzsumme 1.353.876 1.465.153
Eigenkapitalquote 40,7% 36,1%

Die Nettoverschuldung definiert sich aus den kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten (Anleihen, Krediten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie sonstige verzinsliche Schulden) abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die Zielsetzung liegt dabei in der langfristigen Liquiditätssicherung, der effizienten Inanspruchnahme von Fremdfinanzierungen sowie der finanziellen Risikobegrenzung bei gleichzeitiger Optimierung der Rendite.

TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 339.449 372.541
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 73.163 171.494
412.612 544.035
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -89.347 -169.068
Nettoverschuldung 323.265 374.967

Die Kennzahlen "Gearing" (Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital) sowie die Kennzahl "dynamische Verschuldung" (Verhältnis Nettoverschuldung zum EBITDA) für die Überwachung des Kapitals stellen sich wie folgt dar:

TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Eigenkapital 550.776 528.579
Nettoverschuldung 323.265 374.967
Gearing 58,7% 70,9%
TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Nettoverschuldung 323.265 374.967
EBITDA 252.487 218.937
Dynamische Verschuldung 1,3 1,7

IX. LEASINGVERHÄLTNISSE

47. FINANZIERUNGSLEASINGVERHÄLTISSE

Die Finanzierungleasingverhältnisse in der KTM Industries-Gruppe betreffen Werkzeuge (Spezialleasing) und Maschinen mit einer Laufzeit von 3-10 Jahren. Im Geschäftsjahr 2018 sind Zinszahlungen in Höhe von TEUR 130 (Vorjahr: TEUR 28) angefallen. Der Buchwert stellt sich wie folgt dar:

TEUR 2018 2017
Anschaffungswert 22.132 7.029
Kumulierte Abschreibung -3.269 -3.750
Buchwert 18.863 3.279

Der Barwert der Mindestleasingzahlungen stellt sich wie folgt dar:

TEUR Leasingzahlungen Zinszahlungen Barwert
2018
Bis zu 1 Jahr 5.071 162 4.909
Länger als 1 Jahr und bis zu 5 Jahre 14.337 230 14.107
Über 5 Jahre 0 0 0
GESAMT 19.408 392 19.016
2017
Bis zu 1 Jahr 1.040 27 1.013
Länger als 1 Jahr und bis zu 5 Jahre 2.109 28 2.081
Über 5 Jahre 0 0 0
GESAMT 3.149 55 3.094

Die Zahlungsverpflichtungen aus Finanzierungsleasing werden in der Konzernbilanz unter den Finanzverbindlichkeiten, siehe Punkt 32., ausgewiesen.

48. OPERATING-LEASINGVERHÄLTNISSE

Die KTM Industries-Gruppe nimmt operatives Leasing in Anspruch, welches nicht in der Konzernbilanz erfasst wird und hauptsächlich für die Nutzung von Grundstücken, Maschinen, IT-Anlagen sowie im Bereich des Fuhrparks eingesetzt wird. Die Leasingverträge beinhalten Leasingraten, die meist auf variablen Mietzinsen basieren.

Zahlungen aus als Aufwand erfassten Mindestleasingzahlungen (Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen) betragen im Geschäftsjahr 2018 TEUR 19.235 (Vorjahr: TEUR 17.087). Die ausgewiesenen Aufwendungen aus Operating-Leasingverhältnissen beinhalten keine Zahlungen aus als Aufwand erfassten Untermietverhältnissen und keine wesentlichen bedingten Mietzahlungen.

Die Nutzung von nicht im Sachanlagevermögen ausgewiesenen Miet- und Leasinggegenständen (im Wesentlichen, die Miete von Grundstücken, Betriebs- und Verwaltungsgebäuden und Lagerplätzen, sowie Leasing von CNC-Maschinen, KFZ- und IT-Ausstattung) bringt Verpflichtungen gegenüber Dritten von TEUR 71.972 (Vorjahr: TEUR 77.167) mit sich, welche wie folgt fällig werden:

TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Bis zu 1 Jahr 16.840 18.120
Länger als 1 Jahr und bis zu 5 Jahre 42.964 48.727
Über 5 Jahre 12.168 10.320
71.972 77.167

Die Definition für Aufwendungen aus Operating-Leasingverhältnissen wurde konzerneinheitlich festgelegt. Die Angabe umfasst auch langfristige Mieten für Grundstücke bzw. Superädifikate und Gebäude.

Es besteht teilweise die Möglichkeit, die Verträge nach einer Mindestlaufzeit zu kündigen. Es bestehen keine Preisanpassungsklauseln.

X. ERLÄUTERUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN SOWIE ZU DEN ORGANEN

49. GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Nach den Vorschriften des IAS 24 sind Angaben über Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu machen. Die Aktien der KTM Industries AG werden zum Stichtag 31. Dezember 2018 zu 61,88% von der Pierer Industrie AG gehalten, welche zu 100% im Besitz der Pierer Konzerngesellschaft mbH ist. Alleiniger Gesellschafter der Pierer Konzerngesellschaft mbH ist Herr Dipl.-Ing. Stefan Pierer.

Herr Dipl.-Ing. Stefan Pierer übte folgende wesentliche Organfunktionen im Pierer Konzerngesellschaft mbH-Konzern zum 31.12.2018 aus:

  • Vorstandsvorsitzender der Pierer Industrie AG, Wels
  • Vorstandsvorsitzender der KTM Industries AG, Wels
  • Vorstandsvorsitzender der KTM AG, Mattighofen
  • Aufsichtsratsvorsitzender der Pankl SHW Industries AG, Kapfenberg
  • Aufsichtsratsvorsitzender der Pankl Racing Systems AG, Kapfenberg
  • Aufsichtsratsmitglied der SHW AG, Aalen, Deutschland
  • Aufsichtsratsvorsitzender der Wirtschaftspark Wels Errichtungs- und Betriebs-Aktiengesellschaft, Wels

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden im KTM Industries-Konzern nach "Gesellschafter nahe Unternehmen", "Assoziierte Unternehmen" und "sonstige Unternehmen" gruppiert.

Die KTM Industries AG steht mit der Pierer Konzerngesellschaft mbH, dem obersten Konzernmutterunternehmen, und deren Tochterunternehmen in einem Konzernverhältnis und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Sämtliche Unternehmen, die in den Konzernabschluss der Pierer Konzerngesellschaft mbH einbezogen und von der Pierer Konzerngesellschaft mbH beherrscht oder maßgeblich beeinflusst werden, sind als nahestehende Unternehmen in der Kategorie "Gesellschafter nahe Unternehmen" ausgewiesen.

Assoziierte Unternehmen können dem Beteiligungsspiegel (siehe Kapitel XII) entnommen werden und betreffen alle nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen.

Als sonstige Unternehmen werden alle Unternehmen definiert, welche vom Key-Management beherrscht werden. Als Key-Management definiert die KTM Industries AG prinzipiell Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates und gegebenenfalls weitere Manager in Schlüsselpositionen, die einen maßgeblichen Einfluss an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen auf den Konzern ausüben können. Zudem werden auch Familienangehörige des Key-Managements und deren Unternehmen berücksichtigt.

Im Geschäftsjahr 2018 und im Vorjahr gab es keine Transaktionen mit nahestehenden Personen (ausgenommen Vorstands- und Aufsichtsratsbezüge, siehe Punkt 51.). Die Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen stellen sich gemäß der beschriebenen Gruppierung wie folgt dar:

TEUR Gesellschafter nahe Unternehmen Assoziierte Unternehmen Sonstige Unternehmen
31.12.2018 31.12.2017 31.12.2018 31.12.2017 31.12.2018 31.12.2017
Forderungen 19.215 18.727 35.776 31.337 730 222
Verbindlichkeiten -2.244 -14.327 -2.921 -2.774 -11.032 -5.403
Perpetual Bond 0 -70.000 0 0 0 0
Erlöse 10.115 639 102.501 93.527 744 350
Aufwendungen -33.760 -25.646 -26.289 -22.291 -93.461 -101.345
Dividende -7.135 -7.307 0 0 0 0

Sämtliche Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen erfolgten zu marktüblichen Bedingungen. Wesentliche Geschäftsbeziehungen werden nachfolgend erläutert:

GESELLSCHAFTER NAHE UNTERNEHMEN:

Die KTM Industries AG sowie die KTM Components GmbH sind seit Veranlagung 2014 Gruppenmitglied der Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG der Pierer Konzerngesellschaft mbH, Wels. Die KTM AG ist seit 2017 Mitglied dieser Steuergruppe im Sinne des österreichischen Körperschaftssteuergesetzes. Die steuerlichen Ergebnisse der Gruppenmitglieder werden dem Gruppenträger zugerechnet. Die zu leistenden Steuerumlagen zwischen dem Gruppenträger und jedem einzelnen Gruppenmitglied wurde in Form von einer Gruppen- und Steuerumlagevereinbarung geregelt. Steuerliche Verluste werden auf Ebene der jeweiligen Tochtergesellschaften evident gehalten und können auf dieser Ebene mit künftigen steuerlichen Gewinnen verrechnet werden.

Im Geschäftsjahr 2018 sind mit der Pierer Konzerngesellschaft mbH insgesamt Aufwendungen in Höhe von TEUR 14.789 entstanden (Vorjahr: TEUR 16.980). Zum Bilanzstichtag bestehen offene Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.358 (Vorjahr: TEUR 14.091) und offene Forderungen in Höhe von TEUR 13.014 (Vorjahr: TEUR 5).

Seit 1. Oktober 2018 bildet die Pierer Industrie AG eine Organschaft im umsatzsteuerlichen Sinn mit der KTM Industries-Gruppe. Zum Bilanzstichtag sind Forderungen aus Umsatzsteuerguthaben in Höhe von TEUR 5.704 offen.

Im Juni 2018 hat die KTM Industries AG ihre gesamten Anteile von 98,2% an der Pankl Racing Systems AG an die Pierer Industrie AG-Gruppe verkauft. Mit diesem Verkauf wurde die strategische und finanzielle Basis für die noch stärkere Fokussierung der KTM Industries-Gruppe auf die Zwei-Rad-Industrie, insbesondere die Entwicklung der Elektromobilität, in den nächsten Jahren gelegt. Der Verkaufspreis betrug TEUR 130.517 und entspricht damit dem Preis, welcher den Aktionären der Pankl Racing Systems AG im Rahmen des öffentlichen Übernahmeangebots bis März 2018 angeboten wurde. Die im Geschäftsjahr 2016 von der Pierer Industrie AG gezeichnete nachrangige 5% Anleihe ohne feste Laufzeit (Perpetual Bond) in Höhe von TEUR 60.000 wurde im Rahmen des Verkaufs der Pankl-Gruppe samt angefallenen Zinsen (Dividende) in Höhe von TEUR 2.877 mit dem Verkaufspreis gegenverrechnet (Vorjahr: Ausschüttung in Höhe von TEUR 3.000).

Die Pankl-Gruppe fungiert für die KTM-Gruppe als Zulieferer von Zukaufteilen. Aufgrund des Pankl-Abganges bestehen nun zum 31.12.2018 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Pankl-Gruppe in Höhe von TEUR 585. Die Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 15.786. Die Vorjahreswerte wurden im Rahmen der Schulden- bzw. Aufwands- und Ertragskonsolidierung eliminiert. Die Pankl-Gruppe ist ab 30.6.2018 Teil des Pierer Industrie-Konzerns und somit aus Sicht der KTM Industries-Gruppe ein nahestehendes Unternehmen gemäß IAS 24.

Zur Stärkung des Eigenkapitals der Pankl-Gruppe hat die Pankl Racing Systems AG im Oktober 2017 eine nachrangige 5% Anleihe ohne feste Laufzeit (Perpetual Bond) in Höhe von TEUR 10.000 begeben, welche im Rahmen des Pankl-Verkaufes abgegangen ist. Die Anleihe wurde von der Pierer Konzerngesellschaft mbH gezeichnet.

Im Vorjahr gewährte die KTM Industries AG der PIERER IMMOREAL GmbH ein kurzfristig fremdüblich verzinstes Darlehen in Höhe von TEUR 18.707. Das Darlehen wurde im Geschäftsjahr 2018 getilgt.

Am 24.9.2018 verkaufte die KTM Immobilien GmbH der PIERER IMMOREAL GmbH in der Gemeinde Anif gelegene Liegenschaften zu einem Verkaufspreis von TEUR 8.241.

Im Geschäftsjahr 2018 erhielt die Pierer Konzerngesellschaft mbH Dividenden von der KTM Industries AG in Höhe von TEUR 4.258 (Vorjahr Pierer Industrie AG und Pierer Konzerngesellschaft mbH: TEUR 4.307) aus dem vorangegangenen Geschäftsjahr 2017.

Die Wohnbau-west Bauträger Gesellschaft m.b.H, ein unmittelbares Tochterunternehmen der Pierer Konzerngesellschaft mbH, erbrachte im Geschäftsjahr 2017 als Generalunternehmer Leistungen im Zusammenhang mit der Planung, Errichtung und Erweiterung des KTM-Logistikzentrums in Munderfing für die KTM Logistikzentrum GmbH. Im Geschäftsjahr 2018, hingegen, wurden von der Wohnbau-west Bauträger Gesellschaft m.b.H keine Leistungen erbracht (Vorjahr: TEUR 6.508).

ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN:

Herr Mag. Gerald Kiska gehörte bis zur Beendigung der o. HV am 26. April 2018 dem Aufsichtsrat der KTM Industries AG, Wels, an und ist als geschäftsführender Gesellschafter der Kiska GmbH tätig. Weiters ist Herr Mag. Kiska in der KTM Technologies GmbH als Geschäftsführer bestellt. Für Leistungen der Kiska GmbH sind im abgelaufenen Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von TEUR 17.778 (Vorjahr: TEUR 20.229) angefallen. Gegenüber der Kiska GmbH bestanden zum 31.12.2018 offene Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.875 (Vorjahr: TEUR 2.526).

An die KTM New Zealand Ltd. und die KTM MIDDLE EAST AL SHAFAR LLC, zwei ehemalige Generalimporteure der KTM Gruppe, die nach der Equity-Methode bilanziert wurden, erfolgten fremdübliche Lieferungen von Motorrädern und Ersatzteilen. Im Geschäftsjahr 2017 wurde die Beteiligung an der KTM MIDDLE EAST AL SHAFAR LLC verkauft. Weiters wurden 26% an der Motorcycle Distributors Australia Pty Ltd. erworben, welche die Importeursfunktion für den australischen und neuseeländischen Markt übernimmt. Die KTM New Zealand Ltd. wurde im Juli 2017 in eine Tochtergesellschaft der Motorcycle Distributors Australia Pty Ltd. verschmolzen.

An KTM-Händler, an denen die KTM Gruppe Minderheitenanteile hält und die als nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen bilanziert werden, erfolgen fremdübliche Lieferungen von Motorrädern und Ersatzteilen.

Die KTM Asia Motorcycle Manufacturing Inc., Philippinen, wurde im Juni 2016 gemeinsam mit dem Partner Ayala Corp. gegründet. Die Beteiligung der KTM Gruppe beträgt 34%. Die Gesellschaft übernimmt seit Mitte 2017 die CKD (Completely-Knocked-Down) Assemblierung für KTM-Motorräder auf den Philippinen.

An der in 2015 gegründeten KTM MOTOHALL GmbH sind die Pierer Konzerngesellschaft GmbH (51%) und die KTM Immobilien GmbH (49%) beteiligt. Zum 31.12.2018 bestehen Forderungen in der Höhe von TEUR 1.744 (Vorjahr: TEUR 3.107). Die Forderungen beinhalten ein am 1.7.2017 gewährtes fremdüblich verzinstes Darlehen mit einer Laufzeit bis zum 30.06.2020 in Höhe von TEUR 1.587 (Vorjahr: 3.087). Während des Geschäftsjahres 2018 wurden Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 10.000 in einen nicht rückzahlbaren Gesellschafterzuschuss umgewandelt. Gemäß den Kapitalanteilen entfielen dabei TEUR 4.900 auf die KTM Immobilen GmbH.

Im laufenden Geschäftsjahr 2018 gewährte die KTM Industries AG der PEXCO GmbH ein nachrangiges Darlehen in Höhe von TEUR 6.000. Zudem hat die KTM Industries AG Haftungen für Bankkredite der PEXCO GmbH bis zu einem Höchstbetrag von TEUR 35.000 übernommen. Davon wurden zum Bilanzstichtag TEUR 12.000 durch die PEXCO GmbH ausgenutzt.

SONSTIGE UNTERNEHMEN:

Seit dem Jahr 2007 besteht eine Kooperation mit der indischen Bajaj-Gruppe. Die Bajaj-Gruppe ist der zweitgrößte Motorradhersteller in Indien mit einem Absatz von ca. 4,0 Mio. Motorrädern und Three-Wheelern im letzten Geschäftsjahr (Bilanzstichtag 31.3.2018). Den Schwerpunkt der Zusammenarbeit bildet die gemeinsame Entwicklung von Street-Motorrädern im Einstiegssegment, welche in Indien produziert und unter der Marke KTM von beiden Unternehmen in ihren Stammmärkten vertrieben werden.

Der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates, Herr Rajiv Bajaj, ist Geschäftsführer der Bajaj Auto Ltd., Pune, Indien. Das Aufsichtsratsmitglied Herr Srinivasan Ravikumar ist Director der Bajaj Auto International Holdings B.V., Amsterdam, Niederlande und President of Business Development and Assurance der Bajaj Auto Ltd., Pune, Indien. Die Bajaj Auto International Holdings B.V., Amsterdam, Niederlande, ein Tochterunternehmen der Bajaj Auto Ltd., Pune, Indien, hält zum 31.12.2018 47,99% an der KTM AG. Gegenüber der Bajaj Auto Ltd., Pune, Indien, besteht zum 31.12.2018 eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 5.029 (Vorjahr: TEUR 5.389) sowie eine Forderung in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 221). Zudem sind aus der Kooperation mit der Bajaj-Gruppe Aufwendungen in Höhe von TEUR 90.879 (Vorjahr: TEUR 99.173) entstanden.

Die KTM Industries AG hat im Dezember einen 24% Anteil an der Kiska GmbH von der Kiska Holding GmbH, Anif erworben, und hält zum 31.12.2018 50% an der Kiska GmbH. Gegenüber der Kiska Holding GmbH bestanden zum 31.12.2018 offene Kaufpreisverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.000, welche im Jänner 2019 bezahlt wurden.

50. ORGANE DER KTM INDUSTRIES AG

Als jeweils kollektivvertretungsbefugte Vorstandsmitglieder waren nachstehende Herren bestellt:

Dipl.-Ing. Stefan P i e r e r , CEO Mag. Friedrich R o i t h n e r , CFO Mag. Wolfgang P l a s s e r (bis 28.6.2018) Dipl. Ing. Harald P l ö c k i n g e r (bis 28.2.2019) Mag. Hubert T r u n k e n p o l z , CSO

Als Mitglieder des Aufsichtsrats waren nachstehende Herren bestellt:

Josef B l a z i c e k , Vorsitzender Dr. Ernst C h a l u p s k y , Stellvertreter des Vorsitzenden Mag. Gerald K i s k a (bis 26.4.2018) Mag. Klaus R i n n e r b e r g e r Ing. Alfred H ö r t e n h u b e r (ab 26.4.2018)

51. VORSTANDS- UND AUFSICHTSRATSBEZÜGE

Die Vergütung für den Vorstand 2018 der KTM Industries AG beinhaltet Gehälter, Sachleistungen, Prämien, Abfertigungen sowie Leistungen an die betriebliche Mitarbeitervorsorgekasse und betrug TEUR 2.745 (Vorjahr: TEUR 4.209). Weiters erhielten die Mitglieder des Vorstandes Bezüge aus Vorperioden in Höhe von TEUR 114. Darüber hinaus bestehen keine Vereinbarungen über eine betriebliche Altersversorgung für den Vorstand und es wurden im Geschäftsjahr 2018 keine Pensionskassenzahlungen an den Vorstand geleistet. Die Dienstzeitaufwendungen nach IFRS betragen TEUR 419.

Für das Geschäftsjahr 2018 (Auszahlung im Geschäftsjahr 2019) wird eine Vergütung an den Aufsichtsrat der KTM Industries AG von insgesamt TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 39) vorgeschlagen.

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Kredite und Vorschüsse an die Mitglieder des Aufsichtsrats der KTM Industries AG.

XI. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Ereignisse nach dem 31.12.2018, die für die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden materiell sind, sind entweder im vorliegenden Abschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.

XII. KONZERNUNTERNEHMEN (BETEILIGUNGSSPIEGEL)

Der Beteiligungsspiegel enthält alle Gesellschaften, die neben den Mutterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wurden.

Erstkonso 31.12.18 31.12.17
Gesellschaft liederungs
zeitpunkt
Anteilshöhe
%
Konsolidie
rungsart
Anteilshöhe
%
Konsolidie
rungsart
Vollkonsolidierte Gesellschaften:
K KraftFahrZeug Holding GmbH, Wels 1) 30.9.2010 - - 100,00 KVI
KTM AG, Mattighofen 31.5.2005 51,69 KVI 51,68 KVI
KTM Immobilien GmbH, Mattighofen 31.5.2005 51,69 KVI 51,87 KVI
KTM North America, Inc., Amherst, Ohio, USA 31.5.2005 51,69 KVA 51,68 KVA
KTM-Motorsports Inc., Amherst, Ohio, USA 31.5.2005 51,69 KVA 51,68 KVA
KTM Japan K.K., Tokyo, Japan 31.5.2005 51,69 KVA 51,68 KVA
KTM-Racing AG, Frauenfeld, Schweiz 31.5.2005 51,69 KVA 51,68 KVA
KTM Sportcar GmbH, Mattighofen 31.5.2005 51,69 KVI 51,68 KVI
KTM Motorcycles S.A. Pty. Ltd., Northriding, Südafrika 1.3.2009 51,69 KVA 51,68 KVA
KTM Sportmotorcycle Mexico S DE RL DE CV, Lerma, Mexiko 1.6.2009 51,69 KVA 51,68 KVA
KTM South East Europe S.A., Elefsina, Griechenland 1.11.2010 - - 51,68 KVA
KTM Sportmotorcycle GmbH, Mattighofen 31.3.2011 51,69 KVI 51,68 KVI
KTM-Sportmotorcycle India Private Limited, Pune, Indien 1.6.2012 51,69 KVA 51,68 KVA
Husqvarna Motorcycles GmbH, Mattighofen 1.1.2013 51,69 KVI 51,68 KVI
KTM Sportmotorcycle Deutschland GmbH, Ursensollen,
Deutschland
31.12.2013 51,69 KVA 51,68 KVA
KTM Switzerland Ltd., Frauenfeld, Schweiz 31.12.2013 51,69 KVA 51,68 KVA
KTM Sportmotorcycle UK Limited, Brackley, Großbritannien 31.12.2013 51,69 KVA 51,68 KVA
KTM-Sportmotorcycle Espana S.L., Terrassa, Spanien 31.12.2013 51,69 KVA 51,68 KVA
KTM Sportmotorcycle France SAS, Saint Priest, Frankreich 31.12.2013 51,69 KVA 51,68 KVA
KTM Sportmotorcycle Italia s.r.l., Meran, Italien 31.12.2013 51,69 KVA 51,68 KVA
KTM-Sportmotorcycle Nederland B.V., Malden, Niederlande 31.12.2013 51,69 KVA 51,68 KVA
KTM Sportmotorcycle Scandinavia AB, Örebro, Schweden 31.12.2013 51,69 KVA 51,68 KVA
KTM-Sportmotorcycle Belgium S.A., Wavre, Belgien 31.12.2013 51,69 KVA 51,68 KVA
KTM Canada Inc., St-Bruno, Kanada 31.12.2013 51,69 KVA 51,68 KVA
KTM Hungária Kft., Törökbálint, Ungarn 31.12.2013 51,69 KVA 51,68 KVA
KTM Central East Europe s.r.o., Bratislava, Slowakei 31.12.2013 51,69 KVA 51,68 KVA
KTM Österreich GmbH, Mattighofen 31.12.2013 51,69 KVI 51,68 KVI
KTM Nordic Oy, Vantaa, Finnland 31.12.2013 51,69 KVA 51,68 KVA
KTM Sportmotorcycle d.o.o., Marburg, Slowenien 31.12.2013 51,69 KVA 51,68 KVA
KTM Czech Republic s.r.o., Pilsen, Tschechien 31.12.2013 51,69 KVA 51,68 KVA
KTM Sportmotorcycle SEA PTE. Ltd., Singapur, Singapur 1.1.2014 51,69 KVA 51,68 KVA
Husqvarna Motorcycles Italia S.r.l., Meran, Italien 31.12.2013 51,69 KVA 51,68 KVA
Husqvarna Motorcycles Deutschland GmbH,
Ursensollen, Deutschland
31.12.2013 51,69 KVA 51,68 KVA
Husqvarna Motorcycles Espana S.L., Terrassa, Spanien 31.12.2013 51,69 KVA 51,68 KVA
Husqvarna Motorcycles UK Ltd., Brackley, Großbritannien 31.12.2013 51,69 KVA 51,68 KVA
Husqvarna Motorcycles France SAS, Saint Priest, Frankreich 31.12.2013 51,69 KVA 51,68 KVA
HQV Motorcycles Scandinavia AB, Örebro, Schweden 31.12.2013 51,69 KVA 51,68 KVA
Husqvarna Motorcycles North America, Inc.,
Murrieta, CA, USA
1.12.2013 51,69 KVA 51,68 KVA
31.12.18 Erstkonso 31.12.17
liederungs Anteilshöhe Konsolidie Anteilshöhe Konsolidie
Gesellschaft zeitpunkt % rungsart % rungsart
Husqvarna Motorsports, Inc., Murrieta, CA, USA 1.4.2015 51,69 KVA 51,68 KVA
Husqvarna Motorcycles S.A. Pty. Ltd., Northriding,
Südafrika
1.4.2015 51,69 KVA 51,68 KVA
KTM Logistikzentrum GmbH, Mattighofen 16.9.2016 51,69 KVI 48,56 KVI
WP Suspension GmbH (vormals: WP Performance Sports
GmbH, Munderfing), Mattighofen
30.11.2016 51,69 KVI 51,68 KVI
KTM Sportmotorcycle MEA DMCC, Dubai 30.11.2016 51,69 KVA 51,68 KVA
WP Suspension North America, Inc., Murrieta, CA, USA 31.8.2017 51,69 KVA 51,68 KVA
KTM do Brasil Ltda., Sao Paulo, Brasilien 31.12.2017 51,69 KVA 51,68 KVA
W Verwaltungs AG, Mattighofen 30.6.2005 51,62 KVI 88,26 KVI
KTM Components GmbH
(vormals: WP Performance Systems GmbH), Munderfing
30.11.2007 51,62 KVI 88,26 KVI
WP Immobilien GmbH, Munderfing 30.4.2005 51,62 KVI 82,97 KVI
WP Components GmbH, Munderfing 31.12.2009 51,62 KVI 88,26 KVI
WP Cooling Systems (Dalian) Co. Ltd., Dalian, China 31.12.2017 51,62 KVA 88,26 KVA
Fuhrmann Erodiertechnik GmbH, Munderfing 1.1.2018 51,62 KVI - -
KTM Beteiligungs GmbH, Mattighofen 30.4.2018 51,69 KVI - -
PF Beteiligungsverwaltungs GmbH, Wels 31.12.2016 100,00 KVI 100,00 KVI
KTM Technologies GmbH, Anif 1.10.2008 74,00 KVI 74,00 KVI
KTM Innovation GmbH, Wels 31.3.2018 74,00 KVI - -
Pankl Racing Systems AG, Kapfenberg 1.1.2008 - - 94,53 KVI
Pankl Racing Systems UK Ltd., Bicester, Großbritannien 1.1.2008 - - 94,53 KVA
Pankl Holdings, Inc., Irvine, USA 1.1.2008 - - 94,53 KVA
CP-CARRILLO, Inc., Irvine, USA 1.1.2008 - - 94,53 KVA
Pankl Aerospace Systems Inc., Cerritos, USA 1.1.2008 - - 94,53 KVA
Pankl Systems Austria GmbH, Kapfenberg 1.1.2008 - - 94,53 KVI
Pankl Aerospace Systems Europe GmbH, Kapfenberg 1.1.2008 - - 94,53 KVI
Pankl Automotive Slovakia s.r.o., Topolcany, Slowakei 1.1.2008 - - 94,53 KVA
Pankl Japan Inc., Tokyo, Japan 31.12.2017 - - 94,53 KVA
Pankl Turbosystems GmbH, Mannheim, Deutschland 28.9.2012 - - 66,17 KVA

Assoziierte Unternehmen:

KTM Asia Motorcycle Manufacturing Inc., Binan, Laguna,
Philippines
- 17,57 KEA 17,57 KEA
KTM MOTOHALL GmbH, Mattighofen - 25,33 KEI 25,42 KEI
Motorcycle Distributors Australia Pty Ltd.,West Perth, Australia - 13,44 KEA 13,44 KEA
KTM Wien GmbH, Vösendorf - 13,44 KEI 13,44 KEI
KTM Braumandl GmbH, Wels - 13,44 KEI 13,44 KEI
MX - KTM Kini GmbH, Wiesing - 13,44 KEI 13,44 KEI
KTM Regensburg GmbH, Regensburg, Deutschland - 13,44 KEA 13,44 KEA
Cero Design Studio S.L., Barcelona, Spanien - 13,44 KEA 13,44 KEA
China Zhejiang CFMOTO-KTMR2R Motorcycles Co.,
Ltd., Zhejiang Province, China
- 25,33 KEA - -
Kiska GmbH, Anif - 50,00 KEI 26,00 KEI
PEXCO GmbH, Schweinfurt, Deutschland - 40,00 KEA 49,90 KEA
Erstkonso 31.12.18 31.12.17
Gesellschaft liederungs
zeitpunkt
Anteilshöhe
%
Konsolidie
rungsart
Anteilshöhe
%
Konsolidie
rungsart
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte:
Wethje Carbon Composites GmbH, Hengersberg, Deutschland - - - 8,36 KOA
Wethje Immobilien GmbH, Vilshofen-Pleinting, Deutschland - 6,00 KOA 13,86 KOA
AC styria Mobilitätscluster GmbH, Grambach - 12,33 KOI 12,33 KOI
WP Germany GmbH, Ursensollen, Deutschland 2) - - - 88,26 KOA

1) wurde auf die KTM Industries AG verschmolzen 2) im Geschäftsjahr 2018 liquidiert

Legende:

KVI Vollkonsolidierung, Inland
KEI Einbeziehung at-equity, Inland
KOI Auf Grund untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert, Inland

KVA Vollkonsolidierung, Ausland

KEA Einbeziehung at-equity, Ausland

KOA Auf Grund untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert, Ausland

XIII. FREIGABE DES KONZERNABSCHLUSSES

Der Konzernabschluss wird am 19.3.2019 (Vorjahr: 19.3.2018) vom Vorstand zur Prüfung durch den Aufsichtsrat, zur Vorlage an die Hauptversammlung und zur anschließenden Veröffentlichung freigegeben. Der Aufsichtsrat kann im Rahmen der ihm obliegenden Prüfung eine Änderung des Konzernabschlusses veranlassen.

Wels, am 7. März 2019

Der Vorstand der KTM Industries AG

Dipl.-Ing. Stefan Pierer, CEO Mag. Friedrich Roithner, CFO Mag. Ing. Hubert Trunkenpolz, CSO

BESTÄTIGUNGSVERMERK

BERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS

PRÜFUNGSURTEIL

Wir haben den Konzernabschluss der KTM Industries AG, Wels,

und ihrer Tochtergesellschaften ("der Konzern"), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.

GRUNDLAGE FÜR DAS PRÜFUNGSURTEIL

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

WERTHALTIGKEIT FIRMENWERT 'KTM'

Siehe Konzernanhang Note 23 (Seite 115f).

DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS

Im Konzernabschluss der KTM Industries AG wird für die zahlungsmittelgenerierende Einheit 'KTM' ein Firmenwert in Höhe von 96,2 Mio EUR ausgewiesen.

Mindestens einmal jährlich und bei Vorliegen von Anhaltspunkten auf Wertminderungen wird der Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit 'KTM' von der Gesellschaft einem Wert-haltigkeitstest unterzogen. Hierfür ermittelt die KTM Industries AG den erzielbaren Betrag, der Wertmaßstab im Rahmen des Werthaltigkeitstests ist, anhand eines Discounted-Cashflow-Verfahrens. Das Ergebnis des Werthaltigkeitstests ist in hohem Maße von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelflüsse (unter Berücksichtigung von künftigen Umsatzwachstum, Ergebnismargen und langfristigen Wachstumsraten) sowie von den verwendeten Diskontierungszinssätzen abhängig und daher mit erheblicher Unsicherheit behaftet. Die Überprüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte ist komplex und beruht auf einer Reihe ermessensbehafteter Faktoren.

Für den Konzernabschluss besteht damit das Risiko, dass nicht angemessene Schätzungen und Ermessensentscheidungen eine wesentliche Auswirkung auf den erzielbaren Betrag und damit den Wertansatz von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen in der Konzernbilanz und das operative Ergebnis in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung haben können.

UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG

Wir haben den Werthaltigkeitstest der zahlungsmittelgenerierenden Einheit KTM AG unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten wie folgt beurteilt.

Zur Beurteilung der Angemessenheit der zugrunde gelegten internen Planungen haben wir uns ein Verständnis über den Planungsprozess verschafft und die der Bewertung zugrunde gelegten Planungsdaten mit den aktuellen vom Aufsichtsrat genehmigten Budgetzahlen sowie der vom Aufsichtsrat zur Kenntnis genommenen Mittelfristplanung abgeglichen.

Darüber hinaus haben wir die Annahmen über Wachstumsraten und operative Ergebnisse in Gesprächen mit den zuständigen leitenden Personen im Unternehmen erörtert und erhoben, wie die historischen Erfahrungen die Planung des Managements beeinflussen und ob externe Faktoren adäquat berücksichtigt wurden. Die Planungstreue haben wir durch Vergleich der in den Vorjahren erfolgten Planungen mit den tatsächlich eingetretenen Werten beurteilt.

Zusätzlich haben wir die Methodik der durchgeführten Wertminderungstests sowie der Ermittlung der Kapitalkostensätze nachvollzogen und beurteilt, ob sie den entsprechenden Standards entsprechen. Die zur Festlegung der Kapitalkostensätze herangezogenen Annahmen haben unsere Bewertungsspezialisten mit markt- und branchenspezifischen Richtwerten abgeglichen und die rechnerische Richtigkeit des Berechnungsschemas überprüft.

WERTHALTIGKEIT MARKE 'KTM'

Siehe Konzernanhang Note 22 (Seite 113f).

DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS

Im Konzernabschluss der KTM Industries AG wird die Marke 'KTM' mit einem Buchwert von 61,1 Mio EUR ausgewiesen. Die Marke 'KTM' stellt einen immateriellen Vermögenswert mit unbestimmter Nutzungsdauer dar.

Mindestens einmal jährlich und bei Vorliegen von Anhaltspunkten auf Wertminderungen wird die Marke von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Hierfür ermittelt die KTM Industries AG den erzielbaren Betrag, der Wertmaßstab im Rahmen des Werthaltigkeitstests ist, anhand der Lizenzpreisanalogie-Methode. Das Ergebnis der Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der künftigen Umsatzerlöse, der zugrunde gelegten Lizenzrate sowie dem verwendeten Diskontierungszinssatz abhängig und daher mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Die Überprüfung der Werthaltigkeit der Marke ist komplex und beruht auf einer Reihe ermessensbehafteter Faktoren.

Für den Konzernabschluss besteht damit das Risiko, dass nicht angemessene Schätzungen und Ermessensentscheidungen eine wesentliche Auswirkung auf den erzielbaren Betrag der Markte 'KTM' und damit den Wertansatz von immateriellen Vermögenswerten in der Konzernbilanz und das operative Ergebnis in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung haben können.

UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung entspricht grundsätzlich jener, die oben unter "Werthaltigkeit Firmenwert KTM AG" beschrieben ist. Zudem haben wir unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten die Angemessenheit der bei der Bestimmung der Lizenzrate herangezogenen Annahmen durch Abgleich mit markt- und branchenspezifischen Richtwerten (Peer-Group-Daten) auf Angemessenheit beurteilt. Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu. Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.

VERANTWORTLICHKEITEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES

Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

  • Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungs-legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
  • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
  • Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abgeben zu können. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.

  • Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.

  • Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
  • Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

BERICHT ZUM KONZERNLAGEBERICHT

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichtes in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichtes durchgeführt.

URTEIL

Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.

ERKLÄRUNG

Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Konzernlagebericht festgestellt.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.

Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben. In Verbindung mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald diese vorhanden sind und abzuwägen, ob sie angesichts des bei der Prüfung gewonnenen Verständnisses wesentlich in Widerspruch zum Konzernabschluss stehen oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

ZUSÄTZLICHE ANGABEN NACH ARTIKEL 10 AP-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 26. April 2018 als Abschlussprüfer gewählt und am 28. November 2018 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Gesellschaft beauftragt. Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 Abschlussprüfer der Gesellschaft.

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Konzernabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.

AUFTRAGSVERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Ernst Pichler.

Linz, am 7. März 2019

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Ernst Pichler Wirtschaftsprüfer

ERKLÄRUNG DES VORSTANDES

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Wels, im März 2019

Der Vorstand der KTM Industries AG

Dipl.-Ing. Stefan Pierer, CEO Mag. Friedrich Roithner, CFO Mag. Hubert Trunkenpolz, CSO

FINANZKALENDER

26. März 2019 Veröffentlichung Jahresfinanzbericht 2018
15. April 2019 Nachweisstichtag Hauptversammlung
25. April 2019 22. ordentliche Hauptversammlung
2. Mai 2019 Ex-Dividenden-Tag
3. Mai 2019 Nachweisstichtag "Dividenden"(Record Date)
6. Mai 2019 Dividenden-Zahltag
26. August 2019 Bericht zum 1. Halbjahr 2019 (nach Börseschluss)

WEITERE INFORMATIONEN ZUR KTM INDUSTRIES-AKTIE

IInvestor Relations Mag. Michaela Friepeß
Telefon +43 7242 69 402
Fax +43 7242 69 402 109
E-Mail [email protected]
Website www.ktm-industries.com
ISIN AT0000KTMI02
Valorennummer (Schweiz) 41860974
Wertpapierkürzel KTMI
Reuters KTMI:VI
Bloomberg KTMI:AV
Aktiengattung Stammaktie lautend auf Inhaber

IMPRESSUM

Eigentümer, Herausgeber und Verleger KTM Industries AG Edisonstraße 1 4600 Wels, Österreich FN 78112 x/Landes- und Handelsgericht Wels

Grafische Umsetzung: Grafik-Buero Elena Gratzer, 4600 Wels, www.grafik-buero.at Fotos: KTM-Archiv, Husqvarna-Archiv, Pankl-Archiv, WP-Archiv, Adobe Stock © C. Schüßler, Grafik-Buero Elena Gratzer

Der vorliegende Geschäftsbericht wurde mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt und die Richtigkeit der Daten überprüft. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch die Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben geringfügige Rechendifferenzen bzw. Satz- und Druckfehler auftreten können.

Personenbezogene Begriffe wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet.

Dieser Bericht und die darin enthaltenen zukunftsweisenden Angaben wurden auf Basis aller während der Erstellung zur Verfügung stehenden Daten und Informationen erstellt. Wir weisen allerdings darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den in diesem Bericht angegebenen zukunftsbezogenen Aussagen aufgrund unterschiedlicher Faktoren abweichen können.

Dieser Geschäftsbericht erscheint in deutscher und englischer Sprache. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version.

SIEGE & ERFOLGE 2018

KTM MOTORSPORT

Weltmeistertitel Fahrertitel

SUPERENDURO

Cody Webb (USA)

MOTOCROSS

  • 85ccm Motocross: Caden Braswell (USA)
  • MX2: Jorge Prado (ESP)
  • MXGP: Jeffrey Herlings (NED)

RALLY

  • Cross-Country Rallies: Toby Price (AUS)
  • MOTO3 JUNIOR WORLD CHAMPIONSHIP
  • Raúl Fernández (ESP)

Herstellertitel

  • SuperEnduro
  • Supercross
  • 85ccm Motocross
  • MX2
  • MXGP
  • Cross-Country Rallies

Weitere Siege & Erfolge

RALLY

  • Rallye Dakar: Matthias Walkner (AUT)
  • Qatar Cross-Country Rallies: Maciej Giemza (POL)
  • Rally du Maroc: Toby Price (AUS)

SUPERCROSS

Red Bull Straight Rhythm: Shane McElrath (USA)

MOTO3

  • Termas de Río Hondo: Marco Bezzecchi (ITA)
  • Jerez: Philipp Öttl (GER)
  • Le Mans: Albert Arenas (ESP)
  • Red Bull Ring: Marco Bezzecchi (ITA)
  • Motegi: Marco Bezzecchi (ITA)
  • Phillip Island: Albert Arenas (ESP)
  • Valencia: Can Öncü (TUR)

MOTO2

  • Mugello: Miguel Oliveira (POR)
  • Sachsenring: Brad Binder (RSA)
  • Brünn: Miguel Oliveira (POR)
  • Aragón: Brad Binder (RSA)
  • Phillip Island: Brad Binder (RSA)
  • Valencia: Miguel Oliveira (POR)

MOTOGPTM

Valencia (Platz 3): Pol Espargaró (ESP)

WORLD ENDURO SUPER SERIES

  • Hawkstone Park: Josep Garcia (ESP)
  • Red Bull Knock Out: Nathan Watson (GBR)

FRENCH BEACH RACE SERIES

  • St. Léger De Balson: Nathan Watson (GBR)
  • Ronde des Sables: Nathan Watson (GBR)

HUSQVARNA MOTORCYCLE MOTORSPORT

Welt- und US-Meisterschaften

  • AMA 450SX SUPERCROSS CHAMPION
  • Jason Anderson
  • AMA 250SX EAST SUPERCROSS CHAMPION
  • Zach Osborne

AMA ENDUROCROSS CHAMPION

  • Colton Haaker
  • WORLD ENDURO SUPER SERIES CHAMPION
  • Billy Bolt

Motorsport Ergebnisse

FIM SUPERENDURO WORLD CHAMPIONSHIP

  • Billy Bolt (2. Platz)
  • Colton Haaker (5. Platz)
  • Alfredo Gomez (7. Platz)

FIM CROSS-COUNTRY RALLIES WORLD CHAMPIONSHIP

Pablo Quintanilla (2. Platz)

FIM MOTOCROSS WORLD CHAMPIONSHIP

  • Gautier Paulin MXGP (5. Platz)
  • Max Anstie MXGP (10. Platz)
  • Thomas Kjer-Olsen MX2 (3. Platz)
  • Thomas Covington MX2 (5. Platz)

FIM MOTOCROSS OF NATIONS

Gautier Paulin – Team France (1. Platz)

WORLD ENDURO SUPER SERIES

  • Billy Bolt (1. Platz)
  • Graham Jarvis (8. Platz)
  • Alfredo Gomez (11. Platz)

FIM INTERNATIONAL SIX DAYS ENDURO

Josh Strang – Team Australia (1. Platz)

EXTREME ENDURO

  • Billy Bolt (1. Platz) Extreme XL Lagares, Portugal
  • Graham Jarvis (1. Platz) Hare Scramble, Austria
  • Billy Bolt (3. Platz) 111 Megawatt, Poland
  • AMA 450SX SUPERCROSS CHAMPIONSHIP Dean Wilson (7. Platz)

AMA 450MX PRO MOTOCROSS CHAMPIONSHIP Phil Nicoletti (6. Platz)

FULL GAS SPRINT ENDURO CHAMPION Josh Strang

KTM Industries AG

Edisonstraße 1, 4600 Wels, Telefon: +43 (0)7242 / 69402 [email protected] www.ktm-industries.com

Cody Webb, SuperEnduro 2019 Rnd 4, Foto: Future7Media

KTM Industries AG, Wels

Jahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2018

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

31.12.2018
EUR
31.12.2017
TEUR
A. Anlagevermögen:
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Vorteile sowie
daraus abgeleitete Lizenzen
18.993,66 1
II. Sachanlagen:
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
III. Finanzanlagen:
505.557,09 561
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
(davon Umgründungsmehrwert
EUR 57.253.610,76; Vorjahr: TEUR 34.276) 309.616.371,42 368.536
2. Beteiligungen 14.724.434,15 8.701
3. Ausleihungen an Unternehmen mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
6.000.000,00 0
4. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 206.032,20 3.836
330.546.837,77 381.073
331.071.388,52 381.634
B. Umlaufvermögen:
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.620,73 12
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 9.292.693,64 86.612
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 400.516,67 52.234
3. Forderungen gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
1.058.988,00 1.000
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 1.000
4. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 746.461,64 6.873
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 292.941,52 284
11.108.764,01 94.496
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 25.902.628,99 596
37.011.393,00 95.092
C. Rechnungsabgrenzungsposten 62.801,64 191
368.145.583,16 476.918

Passiva

31.12.2018
EUR
31.12.2017
TEUR
A. Eigenkapital:
I. Eingefordertes und einbezahltes
Nennkapital (Grundkapital):
Gezeichnetes Nennkapital (Grundkapital) 22.538.674,00 225.387
II. Kapitalrücklagen:
1. Gebundene 9.949.093,87 9.949
2. Nicht gebundene 202.848.066,00 0
212.797.159,87 9.949
III. Gewinnrücklage:
Gesetzliche Rücklage 2.253.867,40 2.029
IV. Bilanzgewinn (davon Gewinnvortrag
EUR 18.377.485,72; Vorjahr: TEUR 12.814) 77.122.632,64 25.139
314.712.333,91 262.504
B. Rückstellungen:
1. Abfertigungsrückstellung 153.000,00 115
2. Sonstige Rückstellungen 3.034.232,24 1.362
3.187.232,24 1.477
C. Verbindlichkeiten:
1. Anleihen 0,00 117.800
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 57.800
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 60.000
2. Schuldscheindarlehen 12.000.000,00 24.500
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 0
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 12.000.000,00 24.500
3. Namensschuldverschreibungen 30.000.000,00 30.000
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 0
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 30.000.000,00 30.000
4. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,34 30.000
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,34 0
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 30.000
5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 526.953,56 244
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 526.953,56 244
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0
6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 35.751,48 7.973
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 35.751,48 7.973
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0
7. Sonstige Verbindlichkeiten 7.527.848,76 2.031
davon aus Steuern 84.169,31 84
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 30.543,34 23
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 7.251.538,65 1.763
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 276.310,11 268
50.090.554,14 212.549
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 7.814.244,03 67.780
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 42.276.310,11 144.768
D. Rechnungsabgrenzungsposten 155.462,87 389
368.145.583,16 476.918

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2018

2018
EUR
2017
TEUR
1. Umsatzerlöse 15.149.304,57 11.382
2. Sonstige betriebliche Erträge:
a) Erträge aus der Auflösung
von Rückstellungen 0,00 397
b) Übrige 0,00 3
0,00 399
3. Aufwendungen für Material und sonstige
bezogene Herstellungsleistungen:
Aufwendungen für bezogene Leistungen -9.837.349,47 -6.904
4. Personalaufwand:
a) Gehälter -1.963.695,79 -1.615
b) Soziale Aufwendungen -360.154,22 -289
davon für Abfertigungen und Leistungen an
betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen -68.864,85 -67
davon für gesetzlich vorgeschriebene
Sozialabgaben sowie vom Entgelt
abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge -267.300,73 -201
-2.323.850,01 -1.904
5. Abschreibungen:
Auf immaterielle Gegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen -72.166,94 -71
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen:
a) Steuern, soweit sie nicht unter Steuern
vom Einkommen und vom Ertrag fallen -22.515,89 -12
b) Übrige -5.629.505,46 -3.689
-5.652.021,35 -3.701
7. Zwischensumme aus Z 1 bis Z 6
(Betriebsergebnis) (Übertrag) -2.736.083,20 -799
2018 2017
EUR TEUR
Übertrag: -2.736.083,20 -799
8. Erträge aus Beteiligungen
(davon aus verbundenen Unternehmen
EUR 16.744.835,01; Vorjahr: TEUR 36.062) 16.952.835,01 36.062
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
(davon aus verbundenen Unternehmen
EUR 351.274,83; Vorjahr: TEUR 956)
372.700,78 986
10. Erträge aus dem Abgang von und
der Zuschreibung zu Finanzanlagen
52.309.516,20 668
11. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus
Wertpapieren des Umlaufvermögens:
a) Abschreibungen 0,00 -16.153
b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen -20,44 0
-20,44 -16.153
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (davon
betreffend verbundene Unternehmen
EUR 1.492.718,18; Vorjahr: TEUR 3.002) -5.428.487,99 -7.786
13. Zwischensumme aus Z 8 bis Z 12 (Finanzergebnis) 64.206.543,56 13.777
14. Ergebnis vor Steuern 61.470.460,36 12.977
15. Steuern vom Einkommen und
vom Ertrag (aus Steuerumlage) -2.500.000,00 -4
16. Ergebnis nach Steuern =
Jahresüberschuss 58.970.460,36 12.973
17. Zuweisung zu Gewinnrücklagen -225.313,44 -649
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 18.377.485,72 12.814
19. Bilanzgewinn 77.122.632,64 25.139

Anhang für das Geschäftsjahr 2018 der KTM Industries AG, Wels

I. Anwendung der unternehmensrechtlichen Vorschriften und allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 ist nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches in der gegenwärtigen Fassung aufgestellt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die bisherige Form der Darstellung wurde bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.

Soweit es zur Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erforderlich ist, wurden im Anhang zusätzliche Angaben gemacht.

Bei der Gesellschaft handelt es sich gemäß § 221 Abs 3 2. Satz UGB um eine große Kapitalgesellschaft.

Die Gesellschaft ist ein konsolidierungspflichtiges Mutterunternehmen im Sinn des § 244 UGB und hat einen Konzernabschluss, der beim Landes- als Handelsgericht Wels unter der Nummer FN 78112 x hinterlegt wird, aufzustellen.

Die Gesellschaft steht mit der Pierer Konzerngesellschaft mbH, Wels (oberstes Konzernmutterunternehmen), und deren verbundenen Unternehmen in einem Konzernverhältnis und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird beim Landes- als Handelsgericht Wels unter der Nummer FN 134766 k hinterlegt und stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis dar.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Der Liquiditätsplan der KTM Industries AG sieht in den 12 Monaten nach dem Bilanzerstellungszeitpunkt keinen zusätzlichen Finanzierungsbedarf vor. Sämtliche Tilgungen, Zinszahlungen und operativen Aufwendungen können aus den liquiden Mitteln gedeckt werden.

Die operativen Gesellschaften der KTM Industries AG-Gruppe sind eigenständig mittel- und langfristig finanziert.

Bei Vermögensgegenständen und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung angewandt.

Dem Vorsichtsgrundsatz wurde Rechnung getragen, indem insbesondere nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen werden.

Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste, die im Geschäftsjahr 2018 oder in einem früheren Geschäftsjahr entstanden sind, wurden berücksichtigt.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und in längstens 3 bis 4 Jahren abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände und geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert unter je EUR 400,00) werden sofort als Aufwand erfasst.

Beilage I/7

Sachanlagevermögen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibungen, bewertet. Geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert bis EUR 400,00) werden im Zugangsjahr aktiviert und voll abgeschrieben.

Die Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen erfolgt nach der linearen Abschreibungsmethode unter Zugrundlegung folgender Nutzungsdauern:

Nutzungsdauer
in Jahren
Büro und Geschäftsausstattung 3 - 10
Investitionen in Fremdgebäude i10

Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist.

Finanzanlagevermögen

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen – soweit diese notwendig sind, um dauernden Wertminderungen Rechnung zu tragen – angesetzt. Die im Jahresabschluss ausgewiesenen wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens werden im Anlassfall auf ihre Werthaltigkeit untersucht. Im Geschäftsjahr 2018 wurde der Anteil an der KTM AG von der Gesellschaft einer Werthaltigkeitsüberprüfung unterzogen. Auslöser einer anlassbezogenen Überprüfung ist eine statische Unterdeckung bei der Gegenüberstellung des Beteiligungsansatzes mit dem anteiligen Eigenkapital zum Bilanzstichtag. Anlassbezogene Bewertungen werden auf Basis von diskontierten Netto-Zahlungsmittelzuflüssen, die im Wesentlichen von zukünftigen Umsatz- und Margenerwartungen und von abgeleiteten Diskontierungszinssätzen abhängig sind durchgeführt. Bei der Werthaltigkeitsprüfung des Anteils der KTM AG ergaben sich keine Abwertungserfordernisse.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag, vermindert um notwendige Wertberichtigungen angesetzt.

Die Abfertigungsrückstellungen betreffen vertraglich vereinbarte Abfertigungen und werden vereinfachend nach finanzmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 2,0 % (Vorjahr: 2,2 %) und geplanten Gehaltserhöhungen von 2,8 % (Vorjahr: 2,0 %) ermittelt. Der Ansammlungszeitraum läuft bis zum Ende der vertraglichen Vereinbarung.

Der Rechnungszinssatz für Abfertigungsrückstellungen wird aus dem 10-jährigen Durchschnittszinssatz entsprechend der Veröffentlichung der Deutschen Bundesbank abgeleitet.

Die Zinsaufwendungen betreffend Abfertigungsrückstellungen sowie die Auswirkungen aus einer Änderung des Zinssatzes werden im betreffenden betrieblichen Aufwand erfasst.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden entsprechend den gesetzlichen Erfordernissen alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste berücksichtigt.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung des Anlagevermögens und seine Entwicklung im Geschäftsjahr sind im Anlagenspiegel angeführt (vergleiche Anlage 1 zum Anhang).

Die Finanzanlagen haben sich insbesondere durch folgende Transaktionen verändert:

KTM Industries AG, Wels, hat mit Aktienkaufvertrag vom 9.1.2018 ihre gesamten Anteile von 75,86 % an der W Verwaltungs AG, Mattighofen (vormals: Wels), an die KTM AG, Mattighofen, verkauft.

Mit Gesellschafterversammlung vom 26.2.2018 wurde die 74 % Tochtergesellschaft KTM Innovation GmbH, Wels, gegründet.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 26.4.2018 wurde die K KraftFahrZeug Holding GmbH, FN 264931 f, als übertragende Gesellschaft auf die KTM Industries AG, FN 78112 x, als übernehmende Gesellschaft durch Übertragung ihres Vermögens als Ganzes auf Grund der unternehmensrechtlichen Schlussbilanz zum 31.12.2017 verschmolzen. Die Eintragung der Verschmelzung im Firmenbuch erfolgte mit dem 16.5.2018.

Im Zuge der Verschmelzung auf die KTM Industries AG, Wels, sind 51,68 % Anteile an der KTM AG, Mattighofen, sowie 0,39 % Anteile an der KTM Immobilien GmbH, Mattighofen, zugegangen.

Durch die Verschmelzung der K KraftFahrZeug Holding GmbH auf die KTM Industries AG resultiert ein Umgründungsmehrwert in Höhe von EUR 22.977.898,30.

Der Gesamte Umgründungsmehrwert in Höhe von EUR 57.253.610,76 (Vorjahr: TEUR 34.276) wird dem Tochterunternehmen KTM AG, Mattighofen, zugeordnet.

Die Gesellschaft hat im laufenden Geschäftsjahr 706 Stk. Aktien an der KTM AG erworben und 3 Stück Aktien verkauft.

Zum Stichtag hält die KTM Industries AG, Wels, 51,69 % Anteile an der KTM AG, Mattighofen.

Mit Aktienkaufvertrag vom 24.4.2018 hat die K KraftFahrZeug Holding GmbH (Rechtsnachfolger KTM Industries AG), Wels, ihre 0,39 % Anteile an der KTM Immobilien GmbH, Mattighofen, an die KTM Beteiligungs GmbH, Mattighofen, verkauft.

Die KTM Industries AG hat mit Share sale and purchse agreement vom 3. April 2018 ihre restlichen Anteile an der Wethje Carbon Composites GmbH von 8,36 % Anteile verkauft.

An der Wethje Immobilien GmbH, Vilshofen-Pleinting, Deutschland, hält die Gesellschaft unverändert 6 % Anteile.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr weitere 3,7 % Anteile an der Pankl Racing Systems AG, Kapfenberg, erworben und mit Aktienkaufvertrag vom 21.6.2018 ihre gesamten Anteile an der Pankl Racing Systems AG, Kapfenberg, in Höhe von 98,23 % an die Pankl SHW Industries AG, Kapfenberg (vormals: SHW Beteiligungs GmbH, Wels), verkauft.

Mit Notariatsakt vom 28.12.2018 hat die KTM Industries AG, Wels, 24 % Anteile an der Kiska GmbH, Anif, erworben. Zum Stichtag hält die Gesellschaft nun 50 % Anteile an der Kiska GmbH, Anif.

Die KTM Industries AG, Wels, hält zum Stichtag 31.12.2018 unverändert 74 % Anteile an der KTM Technologies GmbH, Anif.

Mit Gesellschafterversammlung vom 14.12.2018 wurde eine Kapitalerhöhung, im Wesentlichen durch ein Aufgeld eines weiteren Gesellschafters, bei der PEXCO GmbH, Schweinfurt, Deutschland, beschlossen. Die Anteile der KTM Industries AG, Wels, haben sich von 49,9 % auf 40 % reduziert.

Die KTM Industries AG, Wels, hält unverändert 12,33 % Anteile an der AC styria Mobilitätscluster GmbH (vormals: AC styria Autocluster GmbH), Grambach. Im Geschäftsjahr 2018 hat die KTM Industries AG, Wels, einen Zuschuss in Höhe von EUR 50.000,00 an die Gesellschaft geleistet.

Die Ausleihung an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht resultiert in Höhe von EUR 6.000.000,00 gegenüber der PEXCO GmbH, Schweinfurt, Deutschland.

Im Geschäftsjahr wurden keine ausschüttungsbedingten Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen (Vorjahr: TEUR 15.250) und keine Zuschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen sowie keine Abschreibungen auf Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens (Vorjahr: TEUR 903) vorgenommen.

Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen besteht auf Grund von langfristigen Miet-, Pacht- und Leasingverträgen für das Geschäftsjahr 2019 eine Verpflichtung von EUR 380.487,94 (Vorjahr: TEUR 198). Der Gesamtbetrag der Verpflichtungen für die nächsten 5 Jahre beträgt EUR 1.763.748,06 (Vorjahr: TEUR 818).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Finanzierungsforderungen in Höhe von EUR 400.516,67 (Vorjahr: TEUR 70.992), Forderungen aus laufenden Verrechnungen und sonstige Forderungen in Höhe von EUR 2.592.176,97 (Vorjahr: TEUR 3.620) sowie Forderungen aus Steuerumlagen in Höhe von EUR 6.300.000,00 (Vorjahr: TEUR 0). Darüber hinaus waren im Vorjahr Forderungen aus phasengleichen Ergebnisübernahmen in Höhe von TEUR 12.000 enthalten.

Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Finanzierungsforderungen in Höhe von EUR 1.000.000,00 (Vorjahr: TEUR 1.000) sowie Forderungen aus laufenden Verrechnungen und sonstige Forderungen in Höhe von EUR 58.988,00 (Vorjahr: TEUR 0).

Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 746.461,64 (Vorjahr: TEUR 6.873) betreffen im Wesentlichen Forderungen aus laufenden Verrechnungen 416.111,89 (Vorjahr: TEUR 0), Forderungen aus Steuern in Höhe von EUR 37.408,23 (Vorjahr: TEUR 6.580) und Forderungen aus Versicherungsleistungen für ehemalige Mitarbeiter in Höhe von EUR 276.310,11 (Vorjahr: TEUR 268).

Eingefordertes und einbezahltes Nennkapital (Grundkapital)

In der 21. ordentlichen Hauptversammlung vom 26.4.2018 wurde über die vereinfachte Kapitalherabsetzung des Grundkapitals der Gesellschaft um EUR 2,00 durch Einziehung von zwei Stück eigener Aktien von EUR 225.386.742,00 auf EUR 225.386.740,00 Beschluss gefasst. Diese Herabsetzung wurde durch die Einziehung von 2 Stück auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 je Stückaktie vorgenommen. Diese Kapitalherabsetzung diente ausschließlich dem Zweck, eine Grundkapitalziffer zu schaffen.

Des Weiteren wurde die ordentliche Herabsetzung des Grundkapitals der Gesellschaft von EUR 225.386.740,00 auf EUR 22.538.674,00 durch Zusammenlegung von Aktien im Verhältnis 10:1 zum Zweck der Einstellung von EUR 202.848.066,00 in eine nicht gebundene Rücklage beschlossen. Nach Durchführung dieser Beschlüsse beträgt das eingeforderte und einbezahlte Nennkapital (Grundkapital) der Gesellschaft EUR 22.538.674,00 und ist in 22.538.674 Stück auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien, von denen jede eine gleiche Beteiligung am Grundkapital repräsentiert, aufgeteilt.

Die Aktien der Gesellschaft notieren an der Wiener sowie an der Schweizer Börse.

Das genehmigte Kapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 11.269.337,00 (Vorjahr: TEUR 0). Der Vorstand wurde bis auf höchstens fünf Jahre nach Eintragung der Satzungsänderung ermächtigt gemäß § 169 AktG das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu weitere EUR 11.269.337,00 durch Ausgabe von bis zu 11.269.337 Stück neue, auf Inhaber oder Namen lautende Stammaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage – allenfalls in mehrere Tranchen – erhöhen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 3.034.232,24 (Vorjahr: TEUR 1.362) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Prämien in Höhe von EUR 566.550,00 (Vorjahr: TEUR 543), Rückstellungen für Rechts- und Beratungskosten in Höhe von EUR 289.597,24 (Vorjahr: TEUR 668), Rückstellungen für nicht konsumierte Urlaube und Zeitguthaben in Höhe von EUR 55.605,00 (Vorjahr: TEUR 61), sonstige Rückstellungen in Höhe von EUR 60.480,00 (Vorjahr: TEUR 52), Rückstellungen für Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von EUR 62.000,00 (Vorjahr: TEUR 39) sowie für Haftungen und Risiken im Zusammenhang mit dem Beteiligungsportfolio in Höhe von EUR 2.000.000,00 (Vorjahr: TEUR 0).

Verbindlichkeiten

Die Gesellschaft hat im September 2012 eine Anleihe in Höhe von EUR 75.000.000,00 mit einer Laufzeit von 6 Jahren und einer Verzinsung von 4,625 % (ISIN AT0000A0WQ66) begeben. Im Dezember 2016 wurde die Anleihe um EUR 17.200.000,00 auf EUR 57.800.000,00 reduziert. Mit Ende der Laufzeit wurde die Anleihe am 5.10.2018 in Höhe von EUR 57.800.000,00 zur Gänze getilgt.

Die KTM Industries AG hat im Juli 2016 eine nachrangige 5,00 % Anleihe ohne feste Laufzeit (Ewige Anleihe) in Höhe von 40 Mio EUR begeben. Im Dezember 2016 wurde die Nominale von 40 Mio EUR um 20 Mio EUR auf ein Emissionsvolumen von 60 Mio EUR aufgestockt. Im Juni 2018 wurde die Anleihe in Höhe von EUR 60 Mio. getilgt.

Die KTM Industries AG hat im Juli 2015 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von EUR 56.500.000,00 begeben, welches in Höhe von TEUR 44.000 mit einer Laufzeit von 5 Jahren und in Höhe von TEUR 12.500 mit einer Laufzeit von 7 Jahren abgeschlossen wurde. Mit Kündigungsschreiben vom 13.12.2016 mit Wirkung zum 16.1.2017 wurde ein Teilbetrag des Schuldscheindarlehens in Höhe von TEUR 32.000, davon TEUR 25.500 mit Laufzeit 5 Jahren und TEUR 6.500 mit Laufzeit 7 Jahren, rückgeführt. Mit Kündigungsschreiben vom 13.7.2018 mit Wirkung zum 17.7.2018 sowie Kündigungsschreiben vom 4.10.2018 mit Wirkung zum 8.10.2018 wurde ein Teilbetrag des Schuldscheindarlehens in Höhe von insgesamt TEUR 12.500 mit einer Laufzeit 5 Jahren vorzeitig rückgeführt. Das Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 12.000 wird mit einem fixen Zinssatz verzinst.

Am 17.7.2015 hat die KTM Industries AG eine Namensschuldverschreibung in Höhe von EUR 30.000.000,00 mit einer fixen Verzinsung und einer Laufzeit von 10 Jahren begeben.

Am 8.10.2018 wurde die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 30.000.000,00 mit fixem Zinssatz und einer Endfälligkeit im Juli 2021 vorzeitig rückgeführt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von EUR 35.751,48 (Vorjahr: TEUR 7.973) und betreffen im Wesentlichen Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 4.047,00 (Vorjahr: TEUR 88), Verbindlichkeiten aus Finanzierung in Höhe von EUR 31.704,48 (Vorjahr: TEUR 2). Im Vorjahr waren weiters Verbindlichkeiten aus umsatzsteuerlichen Organschaftsverhältnissen in Höhe von TEUR 6.430, Zinsen aus der Anleihe in Höhe von TEUR 1.414, sonstige Verrechnungen in Höhe von TEUR 69 (Vorjahr: TEUR 36) und Verbindlichkeiten aus Steuerumlagen in Höhe von TEUR 4 enthalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 7.527.848,76 (Vorjahr: TEUR 2.031) betreffen im Wesentlichen eine Kaufpreisverbindlichkeit aus Beteiligungserwerb in Höhe von EUR 6.000.000,00 (Vorjahr: TEUR 0), Zinsen aus den begebenen Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen in Höhe von EUR 687.649,30 (Vorjahr: TEUR 1.465), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 436.350,58 (Vorjahr: TEUR 0) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 403.848,88 (Vorjahr: TEUR 566).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 276.310,11 (Vorjahr: TEUR 268) mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren enthalten.

Im Posten "Sonstige Verbindlichkeiten" sind Aufwendungen in Höhe von EUR 7.251.538,65 (Vorjahr: TEUR 1.752) enthalten, die nach dem Stichtag zahlungswirksam werden.

Haftungsverhältnisse

Für einen Bankkredit der PEXCO GmbH, Schweinfurt, Deutschland, gegenüber der UniCredit Bank Austria AG, Wien, sowie Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft, Linz, hat die KTM Industries AG, Wels, eine Haftungs-garantie mit einem Höchstbetrag von EUR 35.000.000,00 (Vorjahr: TEUR 0) abgegeben. Zum Stichtag resultiert ein Haftungsbetrag in Höhe von EUR 12.000.000,00.

IV. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beinhalten die Weiterverrechnungen laufender Projekte und Erlöse für Dienstleistungen. Im Geschäftsjahr wurden im Inland EUR 14.934.248,57 (Vorjahr: TEUR 11.288), in anderen EU Ländern EUR 215.056,00 (Vorjahr: TEUR 95) erzielt.

Personalaufwand

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen betreffen in Höhe von EUR 30.464,85 (Vorjahr: TEUR 22) Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen.

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen setzen sich wie folgt zusammen:

2018
EUR
2017
EUR
Vorstände Mitarbeitervorsorgekasse 9.683,40 8.373,75
Veränderung Abfertigungsrückstellung Vorstände 20.800,00 25.400,00
Sonstige Arbeitnehmer 38.381,45 32.944,05
68.864,85 66.717,80

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für konzerninterne Dienstleistungen, Aufwendungen für Vorstandstätigkeiten, Steuerberatungsaufwand, Rechts- und Beratungsaufwand sowie Aufwendungen für Haftungen und Risiken Beteiligungsportfolio.

Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von EUR 16.952.835,01 (Vorjahr: TEUR 36.062) betreffen Dividendenerträge, davon aus verbundenen Unternehmen EUR 16.744.835,01 (Vorjahr: TEUR 36.062).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge betreffen im Wesentlichen Zinsen aus Darlehen in Höhe von EUR 372.700,78 (Vorjahr: TEUR 985).

Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen

Die Erträge resultieren in Höhe von EUR 52.309.516,20 (Vorjahr: TEUR 668) aus dem Abgang von Finanzanlagen.

Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens

Die Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von EUR 20,44 (Vorjahr: TEUR 16.153) betreffen einen Veräußerungsverlust aus Finanzanlagen in Höhe von EUR 20,44 (Vorjahr: EUR 0). Im Vorjahr waren ausschüttungsbedingte Abschreibungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 15.250 sowie Abschreibungen aus Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 903 enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Gesellschaft ist seit der Veranlagung 2014 Gruppenmitglied der Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG der Pierer Konzerngesellschaft mbH, Wels.

Die steuerlichen Ergebnisse der Gruppenmitglieder werden dem Gruppenträger zugerechnet. Die zu leistenden Steuerumlagen zwischen dem Gruppenträger und jedem einzelnen Gruppenmitglied wurde in Form von einer Gruppen- und Steuerumlagevereinbarung geregelt.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten die voraussichtlich an die Gruppenträger zu zahlende Steuerumlage.

Die KTM Industries AG, Wels, bildete bis 30.9.2018 eine Organschaft im umsatzsteuerlichen Sinn mit den Gruppenmitgliedern. Seit 1.10.2018 bildet die Pierer Industrie AG, Wels, die Organschaft im umsatzsteuerlichen Sinn mit den Gruppenmitgliedern.

Zur Unternehmensgruppe gehören folgende Gesellschaften (Gruppenmitglieder):

Pierer Industrie AG, Wels (Gruppenträger) KTM Industries AG, Wels KTM Technologies GmbH, Anif KTM AG, Mattighofen KTM Sportmotorcycle GmbH, Mattighofen KTM Österreich GmbH, Mattighofen KTM Sportcar GmbH, Mattighofen KTM Immobilien GmbH, Mattighofen KTM Logistikzentrum GmbH, Mattighofen Husqvarna Motorcycles GmbH, Mattighofen Pankl Racing Systems AG, Kapfenberg Pankl Systems Austria GmbH, Kapfenberg Pankl Aerospace Systems Europe GmbH, Kapfenberg KTM Components GmbH (vormals: WP Performance Systems GmbH), Munderfing WP Immobilien GmbH, Munderfing WP Components GmbH, Munderfing WP Suspension GmbH (vormals: WP Performance Sports GmbH), Mattighofen KTM Innovation GmbH, Wels Fuhrmann Erodiertechnik GmbH, Munderfing

Beilage I/18

Es existieren temporäre Unterschiede zwischen steuerlichen und unternehmensrechtlichen Wertansätzen im Wesentlichen auf Grund von Bewertungsunterschieden im Sachanlagevermögen und bei der Bewertung von Personalrückstellungen. Da zum Bilanzstichtag weder passive latente Steuern zur Gegenverrechnung, als auch substantielle Hinweise für die Rechtfertigung eines Ansatzes aktiver latenter Steuern vorliegen, wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt.

Mitarbeiter

(im Jahresdurchschnitt)

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 15 (Vorjahr: 11) Angestellte, davon 3 (Vorjahr: 3) Teilzeitbeschäftigte.

Da der Abschlussprüfer der Gesellschaft auch Abschlussprüfer des Konzernabschlusses der KTM Industries AG ist, wird hinsichtlich der auf das Geschäftsjahr 2018 entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer auf die entsprechenden Angaben im Konzernanhang dieser Gesellschaft verwiesen.

V. Finanzrisikomanagement

Ein wesentliches Ziel des Finanzrisikomanagements in der KTM Industries AG-Gruppe ist es, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit und die finanzielle Flexibilität sicherzustellen. Zu diesem Zweck wird eine Liquiditätsreserve in Form von ungenützten Kreditlinien (Bar- und Avalkredite) und bei Bedarf in Form von Barbeständen bei Banken von hoher Bonität vorgehalten.

Der langfristige Liquiditätsbedarf der Gruppe wurde durch die Emission von Schuldscheindarlehen sowie Namensschuldverschreibungen sichergestellt.

Die operativen Gesellschaften sind durch kurz- bzw langfristige Finanzierungen selbst finanziert.

Die KTM Industries AG hat im Geschäftsjahr 2012 eine Anleihe in Höhe von TEUR 75.000 mit einer Laufzeit von 6 Jahren und einer Verzinsung von 4,625 % (ISIN: AT0000A0WQ66) begeben. Im Geschäftsjahr 2016 wurde die Anleihe um TEUR 17.200 reduziert. Mit Ender der Laufzeit wurde die Anleihe am 5.10.2018 in Höhe von TEUR 57.800 zur Gänze getilgt.

Beilage I/19

Die KTM Industries AG hat im Juli 2015 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 56.500 und einer Laufzeit von fünf und sieben Jahren begeben. Im Jänner 2017 wurde ein Teilbetrag des Schuldscheindarlehens in Höhe von TEUR 32.000, davon TEUR 25.500 mit Laufzeit 5 Jahren und TEUR 6.500 mit Laufzeit 7 Jahren, vorzeitig getilgt. Mit Kündigungsschreiben vom 13.7.2018 mit Wirkung zum 17.7.2018 sowie Kündigungsschreiben vom 4.10.2018 mit Wirkung zum 8.10.2018 wurde ein Teilbetrag des Schuldscheindarlehens in Höhe von insgesamt TEUR 12.500 mit einer Laufzeit von 5 Jahren vorzeitig rückgeführt.

Im Juni 2016 wurde von der KTM AG zur Refinanzierung der im April 2017 getilgten Anleihe ein Schuldscheindarlehen mit einem Emissionsvolumen von TEUR 120.000 und einer Laufzeit von fünf, sieben bzw. zehn Jahren platziert. Im Juni 2018 wurde ein weiteres Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von TEUR 135.000 und Laufzeiten von sieben und zehn Jahren erfolgreich platziert. Weiters wurden TEUR 32.500 des im Jahr 2016 begebenen Schuldscheindarlehens vorzeitig getilgt.

VI. Ergänzende Angaben

Es wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 77.122.632,64 eine Dividende von EUR 0,30 je Aktie, das sind in Summe EUR 6.761.602,20 auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Nach dem Bilanzstichtag sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten.

Als Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2018 die nachstehenden Herren bestellt:

Josef B l a z i c e k (Vorsitzender) Dr. Ernst C h a l u p s k y (Stellvertreter des Vorsitzenden) Mag. Gerald K i s k a (bis zum 26.4.2018) Mag. Klaus R i n n e r b e r g e r Ing. Alfred H ö r t e n h u b e r (seit 26.4.2018)

Im Geschäftsjahr 2018 erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrats Vergütungen in Höhe von TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 39). Die Mitglieder des Vorstands erhielten für das Geschäftsjahr 2018 Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 2.640 (Vorjahr: TEUR 3.974), davon wurden für Tätigkeiten der Vorstände innerhalb des Konzerns TEUR 1. 7 47 (Vorjahr: TEUR 2. 716) weiterverrechnet. Weiters erhielten die Mitglieder des Vorstands Bezüge aus Vorperioden in Höhe von TEUR 349 (Vorjahr: TEUR 349), davon wurden für Tätigkeiten der Vorstände aus Vorperioden innerhalb des Konzerns TEUR 312 (Vorjahr: TEUR 124) weiterverrechnet.

Als kollektiv vertretungsbefugte Vorstandsmitglieder waren im Geschäftsjahr 2018 die nachstehenden Herren bestellt:

Dipl.-Ing. Stefan P i e r e r , CEO Mag. Wolfgang P I a s s e r (bis zum 28.6.2018) Dipl.-Ing. Harald P I ö c k i n g e r (bis zum 28.2.2019) Mag. Friedrich R o i t h n e r , CFO Ing. Mag. Hubert T r u n k e n p o I z , CSO

Wels, am 7. März 2019

Der Vorstand Trunkenpolz, CSO

Anlage 1 zum Anhang: Anlagenspiegel Anlage 2 zum Anhang: Beteiligungsliste KTM Industries AG, Wels Anlage 1

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2018

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am
1.1.2018
EUR
Zugänge
EUR
schmelzung
Zugänge
aus Ver-
EUR
Abgänge
EUR
schmelzung
Abgänge
aus Ver-
EUR
31.12.2018
Stand am
EUR
Stand am
1.1.2018
EUR
Abschreibungen
gänge
EUR
Zu-
gänge
EUR
Ab-
31.12.2018
Stand am
EUR
Buchwerte
31.12.2018
Stand am
EUR
31.12.2017
Stand am
EUR
I. Immaterielle Vermö
gensgegenstände:
Konzessionen, gewerb
liche Schutzrechte und
Vorteile sowie daraus
ähnliche Rechte und
abgeleitete Lizenzen
II. Sachanlagen:
349.171,14 22.698,57 0,00 0,00 0,00 371.869,71 348.434,33 4.441,72 0,00 352.876,05 18.993,66 736,81
schäftsausstattung
Betriebs- und Ge
Andere Anlagen,
1.350.693,36 12.486,61 0,00 169,00 0,00 1.363.010,97 789.897,66 67.725,22 169,00 857.453,88 505.557,09 560.795,70
III. Finanzanlagen:
denen Unternehmen
1. Anteile an verbun
383.785.845,27 1) 5.119.940,76 274.221.324,49 131.470.709,33
2)
206.790.029,77 324.866.371,42
3)
15.250.000,00 0,00 0,00 15.250.000,00 4)
309.616.371,42
368.535.845,27
2. Beteiligungen 8.701.000,00 6.023.434,15 0,00 0,00 0,00 14.724.434,15 0,00 0,00 0,00 0,00 14.724.434,15 8.701.000,00
3. Ausleihungen an Unter
nehmen mit denen ein
Beteiligungsverhältnis
besteht
0,00 6.000.000,00 0,00 0,00 0,00 6.000.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 6.000.000,00 0,00
4. Wertpapiere (Wert
lagevermögens
rechte) des An
8.056.361,61 50.000,00 0,00 7.840.330,41 0,00 266.031,20 4.220.329,41 0,00 4.160.330,41 59.999,00 206.032,20 3.836.032,20
400.543.206,88 17.193.374,91 274.221.324,49 139.311.039,74 206.790.029,77 345.856.836,77 19.470.329,41 0,00 4.160.330,41 15.309.999,00 330.546.837,77 381.072.877,47
402.243.071,38 17.228.560,09 274.221.324,49 139.311.208,74 206.790.029,77 347.591.717,45 20.608.661,40 72.166,94 4.160.499,41 16.520.328,93 331.071.388,52 381.634.409,98

1) davon Umgründungsmehrwert zum 1.1.2018 EUR 34.275.720,66

2) davon Zugang Umgründungsmehrwert EUR 22.977.898,30

3) davon Abgang Umgründungsmehrwert EUR 8,20

4) davon Umgründungsmehrwert zum 31.12.2018 EUR 57.253.610,76

Beteiligungsliste

Die Gesellschaft hält bei folgenden Unternehmen mindestens 20,00 % Anteilsbesitz:

Kapital- Ergebnis des
letzten
Geschäfts
anteil Eigenkapital jahres
1)
Beteiligungsunternehmen % Stichtag EUR EUR
Verbundene Unternehmen:
PF Beteiligungsver
waltungs GmbH, Wels 100,00 31.12.2018 76.000,26 -23.946,24
KTM Technologies GmbH, Anif 74,00 31.12.2018 2.442.836,38 1.288.482,86
KTM Innovation GmbH, Wels 74,00 31.12.2018 147.436,78 47.436,78
KTM AG, Mattighofen 51,69 31.12.2018 328.959.167,37 28.912.726,09
Beteiligungen:
Kiska GmbH, Anif 50,00 31.3.2018 6.537.737,44 2.104.041,47
PEXCO GmbH, Schweinfurt,
Deutschland
40,00 31.12.2018 7.176.074,81 -3.799.447,70

1) Jahresüberschuss/-fehlbetrag

Lagebericht

per 31.12.2018 der KTM Industries AG, Wels

Da diese Gesellschaft eine geschäftsleitende Holdinggesellschaft ist, beinhaltet der Lagebericht neben den Informationen des Einzelabschlusses auf Basis UGB (Teil 1) auch die Informationen des Konzernabschlusses auf Basis IFRS (Teil 2).

I) Einzelabschluss der KTM Industries AG (nach UGB):

A. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

Das Geschäftsjahr für den Einzelabschluss der KTM Industries AG umfasst den Zeitraum vom 1.1.2018 bis 31.12.2018.

Die KTM Industries AG besitzt zum Abschlussstichtag eine Mehrheitsbeteiligung an der KTM AG (51,7%). Zum Stichtag 31.12.2018 hält die KTM Industries AG unverändert 100% der Anteile an der PF Beteiligungsverwaltungs GmbH sowie 12,33% an der ACstyria Mobilitätscluster GmbH. Die restlichen Anteile an der Wethje Carbon Composites GmbH (8,36%) wurden im April 2018 verkauft. Die 75,9% Anteile an der W Verwaltungs AG (vormals: WP AG) wurden im Laufe des Geschäftsjahrs an die KTM AG verkauft. Die gesamten Anteile an der Pankl Racing Systems AG (98,2%) wurden an die Pankl SHW Industries AG, Kapfenberg veräußert.

Zur Untermauerung und Stärkung der Kompetenz "Digitalisierung" in der KTM Industries-Gruppe wurde im März 2018 die KTM Innovation GmbH gegründet, an der die KTM Industries AG 74% hält. Dabei werden unterschiedliche Technologiefelder wie Künstliche Intelligenz, Big Data, Blockchain und Business Modeling betrieben. Um die bedeutende Funktion an der Kiska GmbH, Anif, auch in Zukunft abzusichern, wurde die Beteiligung zum Jahreswechsel von 26% auf 50% aufgestockt. Die KTM Industries AG hält zum Stichtag 31.12.2018 unverändert 74 % Anteile an der KTM Technologies GmbH, Anif.

Da die KTM Industries AG im Wesentlichen die Aufgaben einer geschäftsleitenden Holdinggesellschaft erfüllt, wird im Lagebericht auch auf die Entwicklungen des Geschäftsjahres 2018 ihrer Tochtergesellschaften sowie des Konzerns insgesamt eingegangen.

B. Ertrags- und Vermögenslage

1. Ergebnisanalyse

Die KTM Industries AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von € 59,0 Mio. (Vorjahr: € 13,0 Mio.) erzielt. Positiv wirkten sich im Wesentlichen die Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen aus dem Verkauf der Anteile an der Pankl Racing Systems AG sowie aus der Verkauf der Anteile an der W Verwaltungs AG in Höhe von € 52,3 Mio. sowie Dividendenerträge aus den Beteiligungsunternehmen in Höhe von € 17,0 Mio. aus. Negativ wirkten sich vor die sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus. Diese betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für konzerninterne Dienstleistungen, Aufwendungen für Vorstandstätigkeiten, Steuerberatungsaufwand sowie Rechts- und Beratungsaufwand.

2. Bilanzanalyse

Die Bilanzsumme zum 31.12.2018 verringerte sich von € 476,9 Mio. im Vorjahr auf € 368,1 Mio. Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2018 auf € 331,1 Mio. verringert (Vorjahr: € 381,6 Mio.) und ist im Wesentlichen auf den Rückgang an Anteilen an verbundenen Unternehmen durch den Verkauf der Anteile an der Pankl Racing Systems AG, den Verkauf der W Verwaltungs AG sowie auf die Verschmelzung der K KraftFahrZeug Holding GmbH auf die KTM Industries AG und den dadurch entstehenden Umgründungsmehrwert zurückzuführen. Die Beteiligungen erhöhten sich auf € 14,7 Mio. (Vorjahr: T€ 8,7).

Das Umlaufvermögen hat sich im Geschäftsjahr 2018 auf € 37,0 Mio. verringert (Vorjahr: € 95,1 Mio.) und ist im Wesentlichen auf die Reduzierung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen im Zusammenhang mit der Verschmelzung der K KraftFahrZeug Holding GmbH auf die KTM Industries AG zurückzuführen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum Stichtag € 9,3 Mio. (Vorjahr: € 86,6 Mio.) und betreffen im Wesentlichen Forderungen aus laufenden Verrechnungen sowie Forderungen aus Steuerumlagen.

Das Eigenkapital hat sich weiter erhöht und beträgt zum Stichtag € 314,7 Mio. (Vorjahr: € 262,5 Mio.). Die Eigenkapitalquote beträgt 85,5% und liegt somit auf einem sehr hohen Niveau.

Die Verbindlichkeiten wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr erheblich reduziert und lagen zum 31.12.2018 bei € 50,1 Mio. (Vorjahr: € 212,5 Mio.). Von den Verbindlichkeiten betreffen € 0,0 Mio. (Vorjahr: € 117,8 Mio.) Anleihen, die zur Gänze getilgt wurden, € 12,0 Mio. (Vorjahr: € 24,5 Mio.) Schuldscheindarlehen, € 30,0 Mio. (Vorjahr: € 30,0 Mio.) Namensschuldverschreibungen, € 0,0 Mio. (Vorjahr: € 30,0 Mio.) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, € 0,5 Mio. (Vorjahr: € 0,2 Mio.) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, € 0,0 Mio. (Vorjahr: € 8,0 Mio.) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie € 7,5 Mio. (Vorjahr: € 2,0 Mio.) sonstige Verbindlichkeiten.

C. Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 15 (Vorjahr: 11) MitarbeiterInnen.

II) Konzernabschluss der KTM Industries AG (nach IFRS)

1. Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 2018

Die KTM Industries-Gruppe blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 zurück. Im achten Rekordjahr in Folge konnte KTM Absatz und Umsatz steigern und in den wesentlichen Märkten überproportional an Marktanteilen gewinnen. Sowohl in Europa als auch in Nordamerika hat KTM den Markt outperformed. Hinzu kommen weitere Meilensteine, die in der Unternehmensgeschichte nachhaltig einen positiven Einfluss hinterlassen: unter anderem die Serienüberleitungen 7 neuer Modelle und die herausragenden Erfolge im Motorsport. Neben vier im ersten Halbjahr umgesetzten Serienanläufen – und zwar die erfolgreich gestarteten Markteinführungen des ersten Modells der mittleren Baureihe (2-Zylinder 800cc) bei KTM sowie der Husqvarna Straßenmodelle Vitpilen/Svartpilen - war auch die Stabilisierung der Zulieferstruktur herausfordernd. Das abgelaufene Geschäftsjahr war auch geprägt von der Einleitung eines umfangreichen Effizienzprogrammes, welches im kommenden Jahr konsequent weitergeführt wird.

Mit ihren weltweit bekannten Marken KTM, Husqvarna Motorcycles und WP zählt die KTM Industries-Gruppe in ihren Segmenten jeweils zu den Technologie- und Marktführern. Im Geschäftsjahr 2018 konnte die KTM Industries AG ihr starkes Wachstum fortsetzen und erzielte einen Rekordumsatz von € 1.559,6 Mio. Das entspricht einer Steigerung von € 26,6 Mio. Damit baute die KTM Industries-Gruppe im Geschäftsjahr 2018 ihre Stellung als größter europäischer Motorradhersteller weiter aus und konnte, unter Berücksichtigung der von KTM-Partner Bajaj in Indien verkauften Motorräder, einen Rekordabsatz von über 261.454 Motorrädern (+10% zum Vorjahr) erzielen, und zwar 212.899 verkaufte KTM und mittlerweile bereits 48.555 verkaufte Husqvarna Motorräder.

Anfang 2018 wurde die WP-Gruppe als wichtigster Zulieferant der Motorradproduktion in Mattighofen vollständig in die KTM AG integriert, um das weitere Wachstum der KTM Industries-Gruppe abzusichern und Synergiepotential zu realisieren. Im Zuge der Integration wurde die Leitgesellschaft "WP Performance Systems GmbH" in "KTM Components GmbH" umbenannt, wobei die Marke WP für die Produkte des Bereichs Suspension erhalten bleibt. Bei der KTM Components wurde der Ausbau und Aufbau des konzerneigenen Standortes zur Kühlerproduktion in Dalian, China im Geschäftsjahr 2018 weitestgehend abgeschlossen und die Serienproduktion erfolgreich gestartet.

Die Umsetzung der globalen Produktstrategie sowie die Expansion in weitere asiatische und südamerikanische Märkte wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr konsequent weiterverfolgt und die strategische Allianz mit dem indischen Partner Bajaj weiter vertieft. Mit der Entscheidung die Marke Husqvarna Motorcylces global auszurollen und die Produktion der Husqvarna Straßenmotorräder (bis 400 ccm) in Q4 2019 nach Pune, Indien, zu verlagern, wird KTM die Möglichkeit gegeben, die Absätze in den Emerging Markets, vor allem auf dem für KTM wichtigen indischen Markt, weiter zu steigern.

Das Anfang 2018 mit dem langjährigen Partner CF Moto gegründete Joint Venture in China ist planmäßig im Aufbau. Ab 2021 sollen im chinesischen Hangzhou Motorräder der Mittelklasse produziert werden.

Da die Pankl Racing Systems AG bereits zu rund 95% Teil der KTM Industries-Gruppe war, hat der Vorstand der KTM Industries AG Anfang 2018 die Entscheidung getroffen, den verbleibenden Streubesitzaktionären der Pankl Racing Systems ein Angebot zum Erwerb der Aktien zu legen und die Gesellschaft von der Börse zu nehmen ("Delisting"). Letzter Handelstag der Pankl-Aktien an der Wiener Börse war der 30. Mai 2018.

Durch den Verkauf der Pankl-Gruppe im Juni 2018 an die Pierer Industrie-Gruppe zu einem Kaufpreis von € 130,5 Mio. wurde die strategische und finanzielle Basis für die noch stärkere Konzentration der KTM Industries-Gruppe auf die Zwei-Rad-Industrie gelegt und die Bilanzstruktur der KTM Industries-Gruppe gestärkt. Wolfgang Plasser, CEO der Pankl Racing Systems AG und Mitglied des Vorstandes der KTM Industries AG, schied im Zuge des Verkaufs aus dem Vorstand der KTM Industries AG aus.

Ein wichtiger Schritt im Bereich eMobility wurde mit dem Joint-Venture PEXCO im Bereich der Elektro-2-Räder getätigt. Durch den geglückten Markteinstieg mit den Marken "Husqvarna" und "Raymon" konnte das KTM-Joint-Venture PEXCO bereits im ersten Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von rund € 29 Mio. mit über 30.000 abgesetzten (Elektro)-2-Räder erwirtschaften. Ziel ist es, eine Technologieführerschaft im Bereich Zero Emission für Leichtgewichtfahrzeuge einzunehmen.

Zur Untermauerung und Stärkung der Kompetenz "Digitalisierung" in der KTM Industries-Gruppe wurde im März 2018 die KTM Innovation GmbH gegründet. Dabei werden unterschiedliche Technologiefelder wie Künstliche Intelligenz, Big Data, Blockchain und Business Modeling betrieben. Der Fokus liegt dabei auf digitalen Produkten und Services für das Kernprodukt.

Der Schwerpunkt in der KTM Technologies liegt in der Entwicklung innovativer Produktkonzepte und neuer Technologien für Sportmotoräder und zukunftsträchtige Mobilitätslösungen. Die Entwicklungskompetenzen des Unternehmens sind breit gefächert und neben der Gesamtfahrzeugkompetenz darauf ausgelegt, holistische Fahrzeug- und Produktkonzepte mit wegweisender Technologie zu entwickeln. Aufgrund der Vorausentwicklung der Produkte für die KTM Gruppe ist KTM der größte Auftraggeber, jedoch gehören auch ausgewählte externe Unternehmen zu den Kunden.

KISKA Design, Europas größtes unabhängiges Design Studio, trägt einen wesentlichen Anteil am Unternehmenserfolg. Um diese bedeutende Funktion in Zukunft abzusichern, wurde die Beteiligung zum Jahreswechsel von 26% auf 50% aufgestockt.

Für den weiteren Wachstumskurs wurden 2018 rund € 106 Mio. in Produktentwicklung (inkl. Werkzeuge) investiert, in Betriebsanlagen und Infrastruktur rund EUR 78 Mio. Den Schwerpunkt bei den Investitionen in Betriebsanlagen und Infrastruktur bildete unter anderem der Ausbau des Forschungsund Entwicklungszentrums am Standort Mattighofen mit einem Investitionsvolumen von ca. € 30 Mio. Durch das intensive Investitionsprogramm der vergangenen Jahre in Kapazitäten und Infrastruktur sind die erforderlichen Produktionskapazitäten in Österreich für die nächsten Jahre sichergestellt.

Um die Fortführung der im Effizienzprogramm gesetzten Schritte zu gewährleisten und die Laufzeit der Vorstandsverträge an die aktuelle Mittelfristplanung anzupassen, hat der Aufsichtsrat der KTM Industries AG sowie der KTM AG die im Frühjahr 2020 auslaufenden Vorstandsverträge von Stefan Pierer (CEO), Friedrich Roithner (CFO), Hubert Trunkenpolz (CSO) und Viktor Sigl (CFO KTM AG) vorzeitig um fünf Jahre bis 31. Dezember 2023 verlängert.

Hervorzuheben sind auch die sensationellen Erfolge im Motorsport, die 2018 einen weiteren Meilenstein in der Geschichte der KTM AG bedeuten. Der Red Bull KTM-Werksfahrer Matthias Walkner gewann mit seiner KTM 450 RALLY den ersten Platz bei der Rallye Dakar und konnte somit den bereits 17. Sieg in Folge bei dem berüchtigten Rennen für KTM erreichen. Nach dem Einstieg 2017 in die MotoGP™ war 2018 ein weiteres Lernjahr für das KTM-MotoGP-Werksteam. In der vergangenen Rennsaison wurden beeindruckende Fortschritte erzielt, welche im ersten Podestplatz der KTM RC16 mit Pol Espargaró beim Saisonfinale in Valencia gipfelten. In der Motocross Weltmeisterschaft sicherten sich die KTM-Werksfahrer den Titel in der MX1 und MX2 Serie. Auch der US-Motorsport verzeichnete ein spannendes Jahr. Das Rockstar Energy Husqvarna Factory Racing-Team und Jason Anderson schrieben Geschichte, indem sie sich zum ersten Mal die AMA Supercross-Weltmeisterschaft sicherten. Nach drei Weltmeistertiteln infolge beendete Marvin Musquin mit dem Red Bull KTM-Werksteam die Saison als Vizeweltmeister.

2. Wirtschaftliches Umfeld und Marktentwicklung

Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Jänner 2019 wird die Weltwirtschaftsleistung 2019 um 3,5% wachsen. Für Industrieländer wird ein Wachstum von 2,0% für das aktuelle sowie 1,7% für das nächste Jahr prognostiziert. Für die Euro-Zone wird eine Entwicklung von 1,6% für 2019 erwartet. Für das Jahr 2020 prognostiziert der IWF ebenfalls ein weltweites Wachstum von 3,6%, wobei für die Eurozone ein Wachstum von 1,7% erwartet wird.

Für Schwellen- und Entwicklungsländer wird ein Wachstum der Wirtschaftsleistung von 4,5% für das Jahr 2019 sowie 4,9% für das Jahr 2020 erwartet. Für China wird ein Wachstum von 6,2% für 2019 sowie für 2020 prognostiziert. Für Indien erwartet das IWF die größte Entwicklung, da mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung von 7,5% für dieses Jahr und mit 7,7% für nächstes Jahr gerechnet wird. In den USA bleibt 2019 das Wachstum von 2,5% beinahe unverändert, während es 2020 von einer niedrigeren Entwicklung von 1,8% ausgegangen wird.

Motorradmarkt

Die europäischen Märkte1 verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr mit rund 529.000 zugelassenen Fahrzeugen einen Anstieg von 8,1%. Das Wachstum ist vorwiegend auf die Entwicklung in den Märkten Frankreich (+ 12,1%), Italien (+ 13,0%), Spanien (+12,9%) sowie Deutschland (+ 7,6%) zurückzuführen.

KTM und Husqvarna steigerten ihren Marktanteil bei den straßenzugelassenen Motorrädern in Europa auf 11,7% (+ 1,3 Prozentpunkte zum Vorjahr). Einen deutlichen Zuwachs bei den Marktanteilen können vor allem Spanien (+ 22,6%), Großbritannien (+17,3%) und Deutschland (+13,8%) vorweisen.

Die Fahrzeuge der Marke KTM konnten in einem schwierigen Marktumfeld in den wichtigen Märkten wie Deutschland (+ 1,2 Prozentpunkte zum Vorjahr), Großbritannien (+ 0,7 Prozentpunkte zum Vorjahr) und Spanien (+ 1,2 Prozentpunkte zum Vorjahr) die Marktanteile steigern. Am europäischen Gesamtmarkt beträgt der Marktanteil von KTM 9,4% (Vorjahr: 8,7%).

Die Marktanteile von Husqvarna Motorcycles konnten in den Märkten in Deutschland (+ 0,6 Prozentpunkte zum Vorjahr), Großbritannien (+ 0,9 Prozentpunkte zum Vorjahr), Frankreich (+ 0,5 Prozentpunkte zum Vorjahr), Italien (+0,6 Prozentpunkte zum Vorjahr) und Spanien (+ 0,8 Prozentpunkte zum Vorjahr) stark gesteigert werden. Am europäischen Gesamtmarkt beträgt der Marktanteil von Husqvarna 2,2% (Vorjahr: 1,4%).

Die Zulassungen am US-Gesamtmarkt2 entwickelten sich im Geschäftsjahr 2018 mit rund 383.000 Fahrzeugen leicht rückläufig (Vorjahr: 391.000 Fahrzeuge). KTM und Husqvarna konnten trotz des schrumpfenden Gesamtmarktes den Marktanteil in den USA deutlich ausbauen.

KTM konnte die Marktanteile am US-Gesamtmarkt gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozentpunkte auf 6,6% steigern.

Husqvarna steigerte seine Marktanteile um 0,4 Prozentpunkte auf 2,3 % am US-Gesamtmarkt.

In Australien und Kanada konnten ebenfalls starke Zuwächse verzeichnet werden. KTM und Husqvarna erreichen in Australien einen Marktanteil von 14,0% (+ 0,4 Prozentpunkte zum Vorjahr). Am kanadischen Markt konnte ein Anteil von 11,2% (+ 0,6 Prozentpunkte zum Vorjahr) verzeichnet werden. Absatz nach Regionen

Die USA sind mit einem Absatzanteil von 20,2% im Geschäftsjahr 2018 nach wie vor der größte Einzelmarkt der KTM-Gruppe. In Europa betrug der Absatzanteil 51,0%, wovon auf den Konzernabsatz bezogen Deutschland (11,2%), Frankreich (6,9 %), Großbritannien (6,1%), Italien (5,8%), Australien (5,1%) und Spanien (4,4%) die absatzstärksten Märkte waren. Insgesamt wurden 68,7% des Gesamtabsatzes in den zehn wichtigsten Ländern weltweit erzielt.

1 Motorräder >= 120ccm ohne Motocross, Scooters und ATVs, inkl. Elektromotorräder in den Märkten DE, FR, IT, UK, ES, NL, AT, CH, FI

2 Motorräder >= 120 ccm inklusive Motocross, ohne Scooters und ATVs, inkl. Elektromotorräder

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Ertragskennzahlen 2018 2017 Vdg. in %
Umsatzerlöse in € Mio. 1.559,6 1.533,0 2%
Betriebsergebnis
vor
Abschreibung
(EBITDA)
in € Mio. 252,5 218,9 15%
EBITDA-Marge in % 16,2% 14,3%
Ergebnis
der
betrieblichen
Tätigkeit
(EBIT)
in € Mio. 161,2 132,5 22%
EBIT-Marge in % 10,3% 8,6%
Ergebnis nach Steuern in € Mio. 114,2 83,9 36%
Ergebnis nach Minderheiten in € Mio. 67,5 44,7 51%
Bilanzkennzahlen 31.12.2018 31.12.2017 Vdg. in %
Bilanzsumme in € Mio. 1.353,9 1.465,2 -8%
Eigenkapital in € Mio. 550,8 528,6 4%
Eigenkapitalquote in % 40,7% 36,1%
Working Capital Employed 1) in € Mio. 245,3 238,4 3%
Nettoverschuldung 2) in € Mio. 323,3 375,0 -14%
Gearing 3) in % 58,7% 70,9%
Cash-Flow und Investitionen 2018 2017 Vdg. in %
Cash-Flow aus Betriebstätigkeit in € Mio. 85,5 161,3 -47%
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit in € Mio. -102,1 -154,0 -34%
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit in € Mio. -63,3 -118,0 -46%
Investitionen 4) in € Mio. 183,6 178,6 3%
Mitarbeiter 31.12.2018 31.12.2017 Vdg. in %
Mitarbeiter 5) Anzahl 4.303 5.887 -27%
Wertschaffung 31.12.2018 31.12.2017
ROCE (Return on Capital Employed) 6) in % 16,6% 13,9%
ROE (Return on Equity) 7) in % 21,2% 17,1%

1) Working Capital = Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

  • 2) Nettoverschuldung = Finanzverbindlichkeiten (kurzfristig, langfristig) Zahlungsmittel
  • 3) Gearing = Nettoverschuldung/Eigenkapital
  • 4) Zugänge von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten laut Anlagespiegel
  • 5) Mitarbeiterstand zum Stichtag (inklusive Leiharbeiter)
  • 6) ROCE: EBIT/durchschnittliches Capital Employed
  • Capital Employed = Sachanlagen + Firmenwert + Immaterielle Vermögenswerte + Working Capital Employed
  • 7) ROE = Ergebnis nach Steuern/durchschnittliches Eigenkapital

Geschäftsentwicklung und Analyse der Ertragskennzahlen

Im Geschäftsjahr 2018 erzielte die KTM Industries-Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von € 1.559,6 Mio. (Vorjahr: € 1.533,0 Mio.) und ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) in Höhe von € 161,2 Mio., welches im Vergleich zur Vorjahresperiode um rund 22% gestiegen ist (Vorjahr: € 132,5 Mio.). Aufgrund des Ergebniseffektes aus dem Verkauf der Pankl-Gruppe von rund € 26,2 Mio. verbesserte sich die EBIT-Marge von 8,6% auf 10,3%. Durch den Verkauf der Pankl-Gruppe zu einem Kaufpreis von € 130,5 Mio. an die Pierer Industrie-Gruppe im Juni 2018 wurde die Bilanzstruktur weiter gestärkt und die Nettoverschuldung reduziert.

Der fortgeführte Geschäftsbereich des Konzerns erzielte einen Umsatz von € 1.462,2 Mio. (Vorjahr: € 1.354,1 Mio.) und ein EBIT von € 128,7 Mio. (Vorjahr: € 121,9 Mio.). Die EBIT-Marge des fortgeführten Geschäftsbereichs liegt mit 8,8% zu 9,0% leicht unter dem Vorjahr. Der Rückgang ist im Wesentlichen bedingt durch vier Serienanläufe im laufenden Geschäftsjahr.

Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich von € 83,9 Mio. auf € 114,2 Mio. Auf den fortgeführten Geschäftsbereich entfallen € 85,2 Mio. (Vorjahr: € 79,1 Mio.).

Aufgrund des Abgangs der Pankl-Gruppe Ende Juni 2018 und der Eingliederung der KTM Components-Gruppe (vormals: WP-Gruppe) in die KTM AG stellt die KTM AG als fortgeführter Geschäftsbereich des Konzerns nunmehr den Hauptbereich der KTM Industries-Gruppe. Durch die Eingliederung der KTM Components-Gruppe in die KTM AG erfolgt die Berichterstattung der KTM Components-Gruppe nicht mehr separat, sondern ist in den Zahlen der KTM AG ab 2018 enthalten. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahresziffern angepasst.

KTM AG

Das Geschäftsjahr 2018 der KTM AG geht als weiteres Rekordjahr in die KTM-Geschichte ein. Durch die konsequent verfolgte Umsetzung der globalen Produktstrategie und die Expansion auf allen Kontinenten konnte KTM sowohl den Umsatz als auch den Absatz erneut steigern und somit auch im Jahr 2018 ein neuerliches Rekordniveau erreichen. KTM zählt somit seit Jahren zu den am schnellsten wachsenden Motorradmarken der Welt.

Im Geschäftsjahr 2018 erhöhte sich der Nettoumsatz um 7,7 % auf € 1.454,7 Mio. (Vorjahr: € 1.351,1 Mio.). Dies ist auf die Steigerung der Absatzmenge zurückzuführen (+10,6% zum Vorjahr). Rund 96 % der Umsatzerlöse wurden außerhalb Österreichs erzielt. Das EBIT konnte aufgrund der positiven Absatz- und Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr um € 7,7 Mio. auf € 129,2 Mio. (Vorjahr: € 121,5 Mio.) gesteigert werden.

2018 war geprägt von vier Serienanläufen. Die Markteinführung des ersten KTM-Modells der mittleren Baureihe (2-Zylinder 800cc) sowie der HUSQVARNA Straßenmodelle ist erfolgreich gestartet. Die KTM RC 390 bekam eine Sportversion zur Seite gestellt (RC 390 R). Im Mai wurde die neue KTM-SX-Generation vorgestellt. Weiters wurde die überarbeitete und verbesserte KTM-EXC-Reihe des Modelljahres 2019 präsentiert. Anfang Oktober enthüllte KTM die verschärfte, stärkere und noch kultiviertere neue Version seines Premium-Sports Tourers für die Saison 2019, während die KTM 1290 SUPER DUKE R nun in zwei neuen Designs erhältlich ist. Die mit Spannung erwarteten KTM 790 ADVENTURE und KTM 790 ADVENTURE R folgten im November. Der völlig neue Reihen-2-Zylinder dieses Adventure-Bikes wurde zusammen mit KTMs Dakar-Siegermaschine (KTM 450 RALLY) entwickelt und stellt die Verbindung zwischen den Enduros und der Street-Baureihe 2019 von KTM her. Zudem wurden die KTM 690 Enduro R und die KTM 690 SMC R des Modelljahres 2019 sowie das neue und elektrisch angetriebene KTM SX-E 5 vorgestellt. Husqvarna Motorcycles läutete mit drei neuen Bikes das kommende Modelljahr an (Naked Bike Svartpilen 701, Concept Bike Vitpilen Aero, Electric Minicycle EE-5).

Aufgegebener Geschäftsbereich

Die Pankl-Gruppe konnte bis zur Entkonsolidierung Ende Juni 2018 den Umsatz weiter steigern und erzielte einen Rekordumsatz von € 110,2 Mio. (davon externe Umsätze in Höhe von € 97,3 Mio.) bezogen auf die ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres. Dies entspricht einem Wachstum von 9,8% gegenüber dem Vergleichszeitraum. Die Pankl-Gruppe erzielte im Vorjahr (12 Monate) einen Umsatz in Höhe von € 195,4 Mio. (davon externe Umsätze von € 178,9 Mio.).

Neben dem operativen Ergebnis der Pankl-Gruppe in den ersten sechs Monaten 2018 in Höhe von € 6,3 Mio. (Vorjahr 12 Monate: € 10,6 Mio.) sowie dem Entkonsolidierungserfolg in Höhe von € 26,2 (inklusive Fremdwährungseffekte in Höhe von € 1,4 Mio., welche aus der Gesamtergebnisrechnung in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurden), erzielte der aufgegebene Geschäftsbereich ein EBIT von € 32,4 Mio. in 2018.

Bilanzanalyse

Die Bilanzstruktur der KTM Industries-Gruppe setzt wich wie folgt zusammen:

2018 2017
Mio. € in % Mio. € in %
Langfristige Vermögenswerte 744,6 55,0% 782,1 53,4%
Kurzfristige Vermögenswerte 609,3 45,0% 683,0 46,6%
Vermögenswerte 1.353,9 100,0% 1.465,2 100,0%
Eigenkapital 550,8 40,7% 528,6 36,1%
Langfristige Schulden 434,8 32,1% 461,5 31,5%
Kurzfristige Schulden 368,3 27,2% 475,1 32,4%
Eigenkapital und Schulden 1.353,9 100,0% 1.465,2 100,0%

Die Bilanzsumme der KTM Industries-Gruppe reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um € 111,3 Mio. bzw. -8% auf € 1.353,9 Mio.

Die langfristigen Vermögenswerte verminderten sich 2018 im Wesentlichen bedingt durch den Pankl-Abgang um rund 16%. Unter Berücksichtigung des weiterhin über den Abschreibungen liegenden Investitionsniveaus in den restlichen Unternehmensteilen verringerten sich die langfristigen Vermögenswerte in Summe um rund 5%.

Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen einerseits aufgrund des wachstumsbedingten Anstiegs der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie dem realisierten Cash-Zugang aus dem Verkauf der Pankl-Gruppe. Andererseits verringerte der Pankl-Abgang das kurzfristige Vermögen. Insgesamt verringerten sich die kurzfristigen Vermögenswerte um rund 11%.

Die langfristigen Schulden reduzierten sich einerseits aufgrund der Entkonsolidierung der Pankl-Gruppe um rund 19%, andererseits erhöhten sich die langfristigen Schulden aufgrund des von der KTM AG in 2018 erfolgreich platzierten Schuldscheindarlehens mit einem Emissionsvolumen von € 135,0 Mio. und einer Laufzeit von sieben bzw. zehn Jahren. Die langfristigen Schulden verringerten sich um rund 6%.

Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich insgesamt um rund -22%. Der Pankl-Effekt beträgt etwa - 9%, die restliche Senkung ist im Wesentlichen bedingt durch die planmäßige Tilgung einer Anleihe (ISIN: AT0000A0WQ66) in der KTM Industries AG in Höhe von € -57,8 Mio.

Das Eigenkapital erhöhte sich im Geschäftsjahr um € 22,2 Mio. von € 528,6 Mio. auf € 550,8 Mio. Zum einen wurde durch das Periodenergebnis in Höhe von € 114,2 Mio. das Eigenkapital gestärkt, andererseits führten Dividendenzahlungen in Höhe von € 18,6 Mio. sowie die Rückführung des eigenkapitalwirksamen Perpetual Bonds in Höhe von € 60,0 Mio. zu einer Verringerung des Eigenkapitals. Weiters verringerten im laufenden Geschäftsjahr Anteilszukäufe von Tochterunternehmen in Höhe von € 6,2 Mio. sowie die im Rahmen der Entkonsolidierung der Pankl-Gruppe abgegangenen Minderheitenanteile in Höhe von € 2,2 Mio. das Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote konnte aufgrund der sehr guten Ertragslagen und der optimierten Bilanzstruktur von 36,1% auf 40,7% deutlich gesteigert werden.

Liquiditätsanalyse

Der Cashflow aus dem operativen Bereich lag im Geschäftsjahr 2018 bei € 85,5 Mio. und damit unter dem Vorjahreswert von € 161,3 Mio., wofür insbesondere der Anstieg des Nettoumlaufvermögens in Höhe von € 82,8 Mio. verantwortlich war. Dieser Anstieg war zu einem sehr wesentlichen Teil auf einmalige Effekte durch ungeplante Produktionsprogrammveränderungen bedingt und wird sich im nächsten Jahr wiederum auf ein übliches Niveau hin entwickeln.

Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen betrug € -102,1 Mio. Einzahlungen aus dem Verkauf der Pankl-Gruppe in Höhe von € 58,5 Mio. (inklusive abgegangener Zahlungsmittel der Pankl-Gruppe in Höhe von € 9,1 Mio.) sowie der geplante Verkauf der restlichen Anteile an der Wethje-Gruppe in Höhe von € 3,7 Mio. wirkten sich positiv auf den Investitions-Cashflow aus.

Nach Berücksichtigung des Cashflows aus Finanzierungsaktivitäten in Höhe von € -63,3 Mio. verringerten sich die liquiden Mittel im Vergleich zum Vorjahr um € 79,7 Mio. (inklusive Fremdwährungseffekte von € 0,3 Mio.) auf € 89,3 Mio. Der Finanzierungs-Cash Flow war einerseits durch die Platzierung eines neuen Schuldscheindarlehens abzüglich Transaktionskosten in Höhe von € 134,6 Mio. in der KTM AG geprägt. Andererseits wurden in der KTM Industries-Gruppe Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt € 45,0 Mio. sowie sonstige langfristig verzinsliche Verbindlichkeiten in Höhe von € 84,4 Mio. getilgt. Zudem wurde die Anleihe in der KTM Industries AG in Höhe von € 57,8 Mio. planmäßig getilgt.

Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden in der KTM Industries-Gruppe Gesamtinvestitionen in Höhe von € 183,6 Mio. (Vorjahr: € 178,6 Mio.) getätigt, davon betreffen € 105,8 Mio. Entwicklungsprojekte (inkl. Werkzeuge), € 65 Mio. Sachanlagen sowie € 12,5 Mio. immaterielle Vermögensgegenstände.

Bei der KTM AG wurde der Ausbau des Forschungs- und Entwicklungszentrums am Standort Mattighofen mit einem Investitionsvolumen von ca. 30 Mio. EUR im Laufe des Geschäftsjahres fertiggestellt. Der Bau des "House of Brands" für Marketing und Vertrieb der Konzernmarken KTM, Husqvarna Motorcycles und WP am Standort Munderfing schreitet zügig voran. Die Fertigstellung ist für das Geschäftsjahr 2019 geplant. Die neue KTM Motohall, eine digitale Erlebniswelt rund um die Geschichte der Marke KTM in zentraler Lage in Mattighofen, eröffnet voraussichtlich im zweiten Quartal 2019 ihre Pforten.

Die Investitionen der Pankl-Gruppe im ersten Halbjahr 2018 betrugen rund € 16 Mio.

4. Nichtfinanzielle Erklärung

Die Gesellschaft erstellte für die KTM Industries-Gruppe einen konsolidierten nichtfinanziellen Bericht gemäß § 267a UGB für das Geschäftsjahr 2018, welcher Angaben zu Konzepten, nichtfinanziellen Risiken, Due Diligence Prozessen sowie Ergebnissen und Leistungsindikatoren hinsichtlich Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelangen, der Achtung von Menschenrechten, sowie der Bekämpfung von Korruption und Bestechung, enthält. Dieser Bericht wurde vom Aufsichtsrat gemäß § 96 AktG geprüft und ist online verfügbar unter https://www.ktm-industries.com/investor-relations/berichte/.

Forschung und Entwicklung

Der Aufwand für Forschung und Entwicklung (vor Aktivierung von Entwicklungsleistungen) lag im Geschäftsjahr 2018 in der KTM Industries-Gruppe bei € 134,9 Mio. (Vorjahr: € 127,8 Mio.). Auf den fortgeführten Geschäftsbereich entfallen € 126,4 Mio. (Vorjahr: € 112,5 Mio.). Die Produkte aller Konzernunternehmen bewegen sich in einem sehr anspruchsvollen Leistungsniveau, weshalb von den Kunden eine permanente Entwicklung und Weiterentwicklung gefordert wird. Der Produktlebenszyklus ist je nach Kunden stark abweichend.

In der Forschungs- und Entwicklungsabteilung beschäftigte die KTM AG im Geschäftsjahr 2018 durchschnittlich 555 Mitarbeiter (Vorjahr: 540 Mitarbeiter), das entspricht 13,4% der gesamten Belegschaft. Rund 8,3% des Gesamtumsatzes wurden in die Forschung und Entwicklung investiert (unverändert gegenüber dem Vorjahr).

Das abgelaufene Geschäftsjahr umfasste bei der operativen KTM eine Vielzahl verschiedener Projekte in den Off-road- und Street-Segmenten. Allem voran steht die Serienüberleitung des ersten, mit einem Reihenzweizylindermotor ausgestatteten KTM Modells, der 790 Duke. Auf Basis dieser Motor- und Fahrzeugplattform wurde im Jahr 2018 die Entwicklung der 790 Adventure Modellreihe im Travelsegment fortgesetzt.

Ein weiterer Meilenstein wurde mit der Serienüberleitung drei neuer Modelle von Husqvarna Straßenmotorräder erreicht. Die mit leistungsstarken Einzylindermotoren ausgestatteten Modelle erweitern das Produktportfolio der 2013 in die KTM Gruppe eingegliederten Schwestermarke Husqvarna im wichtigen Street-Segment.

Dem KTM-Markenleitsatz "READY TO RACE" folgend, wurden die im Rahmen des globalen Motorsportengagements siegreich erprobten KTM und Husqvarna Offroad-Modelle ihren abschließenden Belastungstests unterzogen und nach erfolgreicher Serienüberleitung die Auslieferung an die Kunden weltweit gestartet. Besonders hervorzuheben sind im Offroad-Einstiegssegment die Zero-Emission Modelle die SX-E 5 und die Husqvarna EC 5.

Im Geschäftsjahr 2018 wurde eine Vielzahl an F&E-Projekten in verschiedenen Stadien von reinen Konzeptentwicklungen bis hin zu Serienanläufen vorangetrieben und erfolgreich abgeschlossen.

Die im Jahr 2016 gestartete und in den Folgejahren intensivierte engere Vernetzung der KTM Components GmbH mit der KTM-Gruppe hat eine intensive Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Entwicklung zur Folge. In den Produktsegmenten Fahrwerk, Kühler, Rahmen und Auspuff wird gemeinsam mit KTM ständig an neuen Entwicklungen und Verbesserungen am bestehenden Produktportfolio gearbeitet.

Parallel zur Entwicklung neuer Modelle und technischem Zubehör wurde auch die Erweiterung der F&E-Infrastruktur am Standort Mattighofen intensiv fortgesetzt. Der Ausbau des Forschungs- und Entwicklungszentrums der KTM Gruppe am Hauptsitz in Mattighofen stellt einen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte dar. Bereits im zweiten Quartal 2018 konnten die Office- und Werkstätten Bereiche mit einer Gesamtfläche von rund 3.900 m² bezogen werden. Mit Beginn des dritten Quartals 2018 konnten darüber hinaus auch die ersten drei Motorenprüfstande, sowie im vierten Quartal ein Akustikrollenprüfstand und ein deutlich vergrößertes Betriebsfestigkeitsprüffeld auf einer Gesamtfläche von rund 5.000m² in Betrieb genommen werden.

5. Risikobericht und Finanzinstrumente

Für die Ausführungen zum Risikobericht und zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie Finanzinstrumente verweisen wird auf den Konzernanhang (Kapitel VII und VIII) der KTM Industries AG.

6. Angaben gemäß § 243a (Abs. 1) UGB

    1. Das Grundkapital beträgt EUR 22.538.674. Es ist zerlegt in 22.538.674 Stück auf Inhaber lautende, Stückaktien mit Stimmrecht, wobei jede Stammaktie am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt ist. Die Aktien gewähren die gewöhnlichen nach dem österreichischen Aktiengesetz den Aktionären zustehenden Rechte. Dazu zählt das Recht auf die Auszahlung der in der Hauptversammlung beschlossenen Dividende sowie das Recht auf Ausübung des Stimmrechtes in der Hauptversammlung. Sämtliche Aktien der Gesellschaft sind zum Handel an der Wiener Börse zugelassen. Seit dem 14. November 2016 notieren die Aktien der Gesellschaft auch an der SIX SWISS EXCHANGE (Zürich, Schweiz).
    1. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
    1. Nach Kenntnis der Gesellschaft bestand per 31. Dezember 2018 folgende direkte oder indirekte Beteiligung am Kapital der KTM Industries AG, die zumindest 10 von Hundert betragen:

Pierer Industries AG: 61,88%

    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Es bestehen derzeit keine Mitarbeiterbeteiligungsmodelle.
    1. Es bestehen keine über das Gesetz hinausgehenden Bestimmungen hinsichtlich der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates.
  • Möglichkeiten, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:

In der Hauptversammlung vom 27. April 2017 wurden folgende Beschlüsse gefasst:

  • a) Die Ermächtigung des Vorstandes mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis 01.04.2022 Finanzinstrumente im Sinne des § 174 AktG, insbesondere Wandelschuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen und Genussrechte, mit einem Gesamtnennbetrag von EUR 150.000.000,00, die auch das Bezugs- und/oder das Umtauschrecht auf den Erwerb von insgesamt bis zu 25.000.000 Aktien der Gesellschaft einräumen können und/oder auch so ausgestaltet sind, dass ihr Ausweis als Eigenkapital erfolgen kann, auch in mehreren Tranchen und in unterschiedlicher Kombination, auszugeben.
  • b) Für die Bedienung der Umtausch- und/oder Bezugsrechte kann der Vorstand das bedingte Kapital und/oder eigene Aktien verwenden.
  • c) Ausgabebetrag und Ausgabebedingungen der Finanzinstrumente sind vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzusetzen, wobei der Ausgabebetrag nach Maßgabe anerkannter finanzmathematischer Methoden sowie des Kurses der Aktien der Gesellschaft in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln ist.
  • d) Der Vorstand ist berechtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Finanzinstrumente im Sinne des § 174 AktG mit Zustimmung des Aufsichtsrates auszuschließen.
  • e) Die bedingte Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft gemäß § 159 Abs 2 Z 1 AktG um bis zu EUR 25.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 25.000.000 auf Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten gemäß § 174 AktG, die unter Ausnutzung der in dieser Hauptversammlung eingeräumten Ermächtigung von der Gesellschaft ausgegeben werden, soweit die Gläubiger der Finanzinstrumente von ihrem Umtausch und/oder Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen. Der Ausgabebetrag und das Umtauschverhältnis sind nach Maßgabe anerkannter finanzmathematischer Methoden sowie des Aktienkurses in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln. Die neu ausgegebenen Aktien der bedingten Kapitalerhöhung sind im gleichen Maße wie die bereits bestehenden Aktien der Gesellschaft dividendenberechtigt. Der Vorstand ist ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem bedingten Kapital ergeben, zu beschließen.
  • f) Der Vorstand wird gem § 65 Abs 1 Z 8 sowie Abs 1a und 1b AktG ermächtigt, auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals der Gesellschaft während einer Geltungsdauer von 30 Monaten ab Beschlussfassung sowohl über die Börse als auch außerbörslich zu erwerben, wobei der niedrigste Gegenwert nicht mehr als 20% unter und der höchste Gegenwert nicht mehr als 10% über dem durchschnittlichen Börsenschlusskurs der letzten 3 Börsenwerktage vor Erwerb der Aktien liegen darf. Der Handel mit eigenen Aktien ist als Zweck des Erwerbs ausgeschlossen. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch Tochterunternehmen oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden.
  • g) Den Erwerb über die Börse kann der Vorstand beschließen, doch muss der Aufsichtsrat im Nachhinein von diesem Beschluss in Kenntnis gesetzt werden. Der außerbörsliche Erwerb unterliegt der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats.

  • h) Der Vorstand wird für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung gem § 65 Abs 1b AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats für die Veräußerung bzw. Verwendung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot, unter sinngemäßer Anwendung der Regelungen über den Bezugsrechtsausschluss der Aktionäre, zu beschließen und die Veräußerungsbedingungen festzusetzten. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden, insbesondere als Gegenleistung beim Erwerb von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- oder Ausland.

  • i) Der Vorstand wird ferner ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlichenfalls das Grundkapital durch Einziehung dieser eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss gem § 65 Abs 1 Z 8 letzter Satz iVm § 122 AktG herabzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt Änderungen der Satzung, die sich durch die Einziehung von Aktien ergeben, zu beschließen.

In der Hauptversammlung vom 26. April 2018 wurden folgende Beschlüsse gefasst:

  • a) Der Vorstand ist gemäß § 169 AktG ermächtigt, bis 26.04.2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 22.538.674,00, allenfalls in mehreren Tranchen, gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu EUR 11.269.337,00 durch Ausgabe von bis zu 11.269.337 Stück auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien auf bis zu EUR 33.808.011,00 zu erhöhen und den Ausgabebetrag sowie die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen sowie allenfalls die neuen Aktien im Wege des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs 6 AktG den Aktionären zum Bezug anzubieten.
  • b) Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre ganz oder teilweise auszuschließen,
  • (i) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und in Summe der rechnerisch auf die gegen Bareinlagen unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien entfallende Anteil am Grundkapital der Gesellschaft die Grenze von 10 % (zehn Prozent) des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Einräumung nicht übersteigt,
  • (ii) wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erfolgt,
  • (iii) zur Bedienung einer Mehrzuteilungsoption (Greenshoe), und/oder
  • (iv) für den Ausgleich von Spitzenbeträgen.
    1. Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich ändern oder enden sowie deren Wirkungen werden seitens der Gesellschaft nicht bekannt gegeben, da dies der Gesellschaft erheblich schaden würde.
    1. Es existieren keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstandsund Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.

7. Ausblick

Geschäftsentwicklung

In 2019 rechnet KTM mit einer Konsolidierung des europäischen Motorradmarktes. Für den amerikanischen Markt wird ein weiterer Marktrückgang erwartet. Die Entwicklungsstrategie der KTM Industries-Gruppe setzt, trotz eines nach wie vor volatilen und sehr herausfordernden Marktumfeldes, weiterhin auf organisches Wachstum. Erreicht wird dies unter anderem durch die Erweiterung des bestehenden Händlernetzes und die Einführung neuer Produkte. Das in 2018 gestartete Effizienzprogramm wird in 2019 konsequent fortgeführt. Ziel ist es, die EBIT-Marge beizubehalten und das Free-Cash-Flow Potenzial auf 3-5% vom Umsatz (p.a.) zu erhöhen.

Mit der in Q4 2019 geplanten Verlagerung der Produktion der Husqvarna Straßenmotorräder bis 400 ccm zum strategischen Partner Bajaj erwartet KTM eine Forstsetzung ihres Wachstumskurses. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, Einstiegsmotorräder der Marke Husqvarna zu wettbewerbsfähigen Herstellkosten zu produzieren und damit die Absätze in den Emerging Markets weiter zu steigern. Die Verlagerung nach Indien schafft auch weitere freie Produktionskapazitäten in Mattighofen. Zusätzliches Wachstum soll auch das neue KTM Modell - KTM ADVENTURE 390 - in den Emerging Markets bringen, die Serienfertigung bei BAJAJ startet ebenfalls in Q4 2019.

Die größten relativen Wachstumsraten erwartet KTM vor allem in der ASEAN Region und in Indien. Zur Verstärkung der Marktpräsenz in dieser Region ist eine Repräsentanz in Malaysien und auf den Philippinen geplant.

Neben der Vorausentwicklung der Produkte für die KTM-Gruppe konzentriert sich die KTM Technologies auch seit vielen Jahren auf die Konzeption und Entwicklung von Gesamtfahrzeugen mit elektrischem Antrieb. Dieser Bereich entwickelt sich weiterhin sehr dynamisch und bildet auch in 2019 wieder einen Schwerpunkt.

Für 2022 bestätigt KTM Industries AG das Absatzziel von 400.000 Motorrädern. Zudem hat sich KTM das Ziel gesetzt, Husqvarna Motorcycles zum drittgrößten europäischen Motorradhersteller zu entwickeln.

Motorsport

Auch in 2019 wird sich KTM wieder massiv im Motorsport engagieren. Neben den bekannten Rennserien aus dem Offroad Bereich und der Rallye Dakar wird ein Schwerpunkt auf der nunmehr dritten Saison in der MotoGP liegen. 2019 wird das Red Bull-KTM-Werksteam mit den Fahrern Pol Espargaró und Johann Zarco in der MotoGP-Rennserie an den Start gehen. Weiters wird mit dem Red Bull KTM Tech 3 Team erstmals ein Satellitenteam ausgestattet, sodass in Summe vier KTM Motorräder in der MotoGP teilnehmen werden. Mit der Moto2- und Moto3-Rennserie ist KTM somit in allen Rennserien vertreten. Auch bei dem berüchtigten Rennen Rallye Dakar setzte KTM seine unglaubliche Erfolgsgeschichte fort. Im Jänner 2019 sicherte Red Bull KTM-Werksfahrer Toby Price mit seiner neuen KTM 450 RALLY bereits den unglaublichen 18. Sieg in Folge.

1 nvestitionen

Die Investitionsschwerpunkte für 2019 umfassen insbesondere neue Serienentwicklungsprojekte. Die Investitionen in die Forschung & Entwicklung werden auf dem hohen Niveau der Vorjahre liegen. Die Fertigstellung des "House of Brands" für das Marketing und den Vertrieb der Konzernmarken KTM, Husqvarna Motorcycles und WP am Standort in Munderfing sowie die Eröffnung der KTM Motohall sind im Geschäftsjahr 2019 geplant.

Durch das intensive Investitionsprogramm der vergangenen Jahre in Kapazitäten und Infrastruktur und die Verlagerung der kleinvolumigen Husqvarna Strassenmodelle zum strategischen Partner Bajaj in 2019 sind die erforderlichen Produktionskapazitäten in Österreich für die nächsten Jahre abgesichert. Dadurch wird das Investitionsbudget 2019 damit unter dem Niveau des Vorjahres liegen.

Auftrags- und Finanzlage

Aufgrund der derzeitigen Auftragslage geht das Management in seiner Einschätzung auch für das Geschäftsjahr 2019 weiterhin von einer positiven Geschäftsentwicklung aus. Wie schon in den letzten Jahren werden sich auch in Zukunft die Märkte in den verschiedenen Kontinenten unterschiedlich entwickeln. Aus diesem Grund wird auf die kontinuierliche Überprüfung und kritische Beurteilung der Markt-, Produktivitäts- und Kostensituation Wert gelegt, um gegebenenfalls Sofortmaßnahmen zur Stabilisierung der angestrebten Ertragslage durchzuführen. Auch die Stabilisierung der Zulieferstruktur stellt einen weiteren Schwerpunkt in 2019 dar.

Insgesamt kann für alle Geschäftsbereiche der KTM lndustries-Gruppe für das Geschäftsjahr 2019 ein positiver Ausblick gegeben werden, wobei in 2019 mit einem Umsatzwachstum von 1 - 5% gerechnet wird.

Wels, am 7. März 2019

Mag. Friedrich Roithner CFO

-~

Mag. Ing. u~~ r nkenpolz teBO

KTM Industries AG, Wels Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2018 7. März 2019

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der

KTM Industries AG, Wels,

bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2018 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Werthaltigkeit der Anteile an der KTM AG

Siehe Anhang "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden"; "Erläuterungen zur Bilanz" sowie Anlage 1 und 2 zum Anhang.

Das Risiko für den Abschluss

Die Anteile an der KTM AG mit einem Bilanzausweis in Höhe von 308,4 Mio EUR stellen rund 85 % des ausgewiesenen Vermögens im Jahresabschluss der KTM Industries AG zum 31. Dezember 2018 dar.

Anlassbezogen wird der Anteil an der KTM AG von der Gesellschaft einer Werthaltigkeitsüberprüfung unterzogen. Auslöser einer anlassbezogenen Überprüfung ist einerseits eine wesentliche statische Unterdeckung bei der Gegenüberstellung des Beteiligungsansatzes mit dem anteiligen Eigenkapital zum Stichtag und andererseits das Vorliegen von externen und internen Einflussfaktoren, die eine erhebliche Wertminderung auslösen können. Im Anlassfall wird eine Bewertung auf Basis von diskontierten Netto-Zahlungsmittelzuflüssen, die im Wesentlichen von zukünftigen Umsatz- und Margenerwartungen und von abgeleiteten Diskontierungszinssätzen abhängig sind durchgeführt. Diese Bewertung ist mit bedeutenden Schätzunsicherheiten insbesondere betreffend langfristige Planungsannahmen sowie Marktunsicherheiten behaftet.

Für den Abschluss besteht das Risiko einer Überbewertung dieser Bilanzposten.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben die oben beschriebene statische Unterdeckung hinsichtlich des Vorliegens eines Anlassfalles untersucht und das Vorliegen anderer Einflussfaktoren, die einen Anlassfall auslösen könnten, kritisch hinterfragt.

Wir haben die der Bewertung zugrunde gelegten Umsätze, Margen, Jahresergebnisse sowie Investitionen mit der aktuellen und vom Aufsichtsrat zur Kenntnis genommenen Dreijahresplanung des Konzerns abgeglichen sowie die Berechnungsmethodik beurteilt. Um die Angemessenheit der Planungen beurteilen zu können, haben wir uns ein Verständnis über den Planungsprozess verschafft und die verwendeten Annahmen und Ermessensentscheidungen mit der historischen Entwicklung abgeglichen. Wir haben die Annahmen und Ermessensentscheidungen in Gesprächen mit dem Management erörtert und uns in diesem Zuge ein Verständnis darüber verschafft, wie historische Erfahrungen die Planung des Managements beeinflussen.

Die bei der Bestimmung des Diskontierungszinssatzes herangezogenen Annahmen haben wir unter Einbeziehung von Bewertungsspezialisten durch Abgleich mit markt- und branchenspezifischen Richtwerten (Peer-Group-Daten) auf Angemessenheit beurteilt; darüber hinaus haben wir das zur Ermittlung des Diskontierungssatzes verwendete Berechnungsschema nachvollzogen.

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.

Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses

Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

— Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
  • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
  • Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
  • Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
  • Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Bericht zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichtes durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Lagebericht festgestellt.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bestätigungsvermerk. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.

Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.

In Verbindung mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald diese vorhanden sind und abzuwägen, ob sie angesichts des bei der Prüfung gewonnenen Verständnisses wesentlich in Widerspruch zum Jahresabschluss stehen oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 26. April 2018 als Abschlussprüfer gewählt und am 28. November 2018 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Gesellschaft beauftragt. Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 Abschlussprüfer der Gesellschaft.

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Jahresabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Ernst Pichler.

Linz, am 7. März 2019

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

ERKLÄRUNG DES VORSTANDES

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Wels, im März 2019

Der Vorstand der KTM Industries AG

Dipl.-Ing. Stefan Pierer, CEO Mag. Friedrich Roithner, CFO Mag. Hubert Trunkenpolz, CSO

Talk to a Data Expert

Have a question? We'll get back to you promptly.