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Flughafen Wien AG

Quarterly Report Aug 20, 2019

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Quarterly Report

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2/2019 Flughafen Wien AG Quartalsbericht

Kennzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe

Betriebswirtschaftliche Kennzahlen

in € Mio. H1/2019 H1/20181 Veränd. in %
Gesamtumsatz 401,4 373,5 7,5
davon Airport 191,0 177,1 7,8
davon Handling & Sicherheitsdienstleistungen 79,4 79,3 0,1
davon Retail & Properties 78,1 68,2 14,6
davon Malta 44,6 40,9 9,1
davon Sonstige Segmente 8,4 8,0 4,6
EBITDA 183,1 167,6 9,3
EBITDA-Marge (in %)2 45,6 44,9 n.a.
EBIT 117,2 104,5 12,1
EBIT-Marge (in %)3 29,2 28,0 n.a.
Konzernergebnis 82,9 72,4 14,6
KonzernergebnisMuttergesellschaft 75,8 66,1 14,6
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 156,0 128,9 21,0
Investitionen4 63,5 91,9 -30,9
Ertragsteuern 28,1 25,9 8,6
Mitarbeiter im Durchschnitt5 5.101 4.701 8,5
in € Mio. 30.6.2019 31.12.20181 Veränd. in %
Eigenkapital 1.296,4 1.297,0 0,0
Eigenkapitalquote (in %) 58,4 60,1 n.a.
Nettoverschuldung6 190,8 198,2 -3,8
Bilanzsumme 2.219,2 2.158,1 2,8
Gearing (in %)6 14,7 15,3 n.a.
Mitarbeiter zum Stichtag 5.522 4.927 12,1

Branchenspezifische Verkehrskennzahlen

Passagierentwicklung Gruppe H1/2019 H1/2018 Veränd. in %
Flughafen Wien (in Mio.) 14,7 11,8 23,9
Malta Airport (in Mio.) 3,3 3,1 5,9
Košice Airport (in Mio.) 0,2 0,2 2,5
Flughafen Wien und Beteiligungen (VIE, MLA, KSC) 18,1 15,1 19,9
Verkehrsentwicklung Wien
Gesamtpassagiere (in Mio.) 14,7 11,8 23,9
davon Transferpassagiere (in Mio.) 3,2 3,0 6,9
Flugbewegungen 127.883 110.835 15,4
MTOW (in Mio. Tonnen)7 5,2 4,4 18,8
Fracht (Luftfracht und Trucking; in Tonnen) 135.984 142.605 -4,6
Sitzladefaktor (in %)8 75,1 73,8 n.a.

Börsetechnische Kennzahlen

Abkürzungen
Marktkapitalisierung per 30.6.2019 in € Mio. 3.313,8 Reuters VIEV.VI
Börsenkurs: Höchstwert am 7.6.2019 in € 39,50 Bloomberg FLU:AV
Börsenkurs: Tiefstwert am 2.1.2019 in € 34,05 Nasdaq FLU-AT
Börsenkurs: Wert per 30.6.2019 in € 39,45 ISIN AT00000VIE62
Börsenkurs: Wert per 31.12.2018 in € 34,50 Kassamarkt FLU
ADR VIAAY

Erläuterungen:

1) Anwendung von IFRS 16 seit 1. Jänner 2019. Keine Anpassung der Vorjahresperiode. Segmente an neue Berichtsstruktur angepasst 2) EBITDA-Marge (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatzerlöse 3) EBIT-Marge (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatzerlöse 4) Investitionen: Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien inklusive Rechnungkorrekturen Vorjahre, exkl. Finanzanlagen 5) Personalstand im Jahresdurchschnitt gewichtet nach Beschäftigungsgrad inklusive Lehrlinge, exklusive Mitarbeiter ohne Bezug (Karenz, Bundesheer, etc.), Vorstände und Geschäftsführer 6) Angepasst um Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16 (Vergleichswert 1.1.2019) 7) MTOW: Maximum Take off Weight (Höchstabfluggewicht) der Luftfahrzeuge 8) Sitzladefaktor: Gesamtpassagiere/angebotene Sitzplatzkapazität

  • 4 ______ Brief des Vorstands
  • 6 ______ Konzernzwischenlagebericht

18 ______ Verkürzter Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2019

  • 19 _ ____ Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 20 _____ Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • 21 _ ____ Konzern-Bilanz
  • 22 _ ____ Konzern-Geldflussrechnung
  • 24 _ ____ Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

26 ______ Ausgewählte erläuternde Anhangsangaben

49 ______ Erklärung des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Die Flughafen Wien AG hat den rasanten Wachstumskurs aus dem Vorjahr auch im ersten Halbjahr 2019 fortgesetzt. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2019 konnte nicht nur ein neuer Passagierrekord erzielt werden, auch die Flugbewegungen sind nochmals kräftig angestiegen. Die Flughafen-Wien-Gruppe (Wien, Malta, Košice) verzeichnete mit 18,1 Millionen Passagieren ein Plus von 19,9%, während die Flugbewegungen um 13,3% auf über 154.000 Starts und Landungen anstiegen. Einzig im Cargo-Bereich zeigte sich mit einem leichten Rückgang des Volumens um 4,4% auf rund 144.000 Tonnen die aktuelle Abschwächung der Konjunktur.

Besonders markant war das Wachstum am Flughafen Wien, wo die Zahl der Reisenden mit 14,7 Millionen – ein Zuwachs von 23,9% beziehungsweise 2,8 Millionen – einen neuen Höchstwert erreichte. Der Großteil dieses Plus geht auf das Konto der Lokalpassagiere (+29,1%) doch auch der Transferbereich legte um 6,9% zu, was die Hub-Funktion des Vienna Airport weiter stärkt. Das Passagierplus spiegelt sich auch in den um 15,4% auf rund 128.000 Starts und Landungen angestiegenen Flugbewegungen wider, und auch der Sitzladefaktor, also die Auslastung der Flieger, legte von 73,8% auf 75,1% zu.

Ein wesentlicher Wachstumstreiber war unser Home-Carrier Austrian Airlines, der sein Angebot durch Frequenzaufstockungen und Kapazitätserweiterungen deutlich ausgebaut hat. Aber auch die Low-Cost-Carrier Laudamotion und Wizz Air haben mit Erweiterungen des Streckennetzes zu diesem hervorragenden Ergebnis beigetragen. Erfreulich ist auch der Zuwachs auf der Langstrecke: Neue Destinationen wie Tokio-Haneda durch ANA, der Direktflüge von EVAAir nach Taipeh und von Air Canada nach Toronto sowie die neuen Strecken nach Urumqi und Guangzhou von China Southern zeigen, dass unsere Bestrebungen, dieses Segment zu erweitern, erfolgreich sind.

Besonders erwähnenswert ist, dass es uns gelungen ist, trotz des raschen Wachstums den sehr hohen Service-Level unseres Airports zu halten. So wurde der Flughafen Wien 2019 abermals – zum vierten Mal in fünf Jahren – von der Luftfahrt-Ratingagentur Skytrax mit der Auszeichnung "Best Airport Staff in Europe" prämiert. Für diese erstaunliche Leistung wollen wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ganz herzlich danken, denn ohne ihr außerordentliches Engagement und ihre Fachkompetenz wären solche Erfolge nicht möglich!

Der Passagierrekord sorgt auch bei den wirtschaftlichen Kennzahlen für neue Bestmarken: So stieg der Umsatz um 7,5% auf € 401,4 Mio. und das EBITDA um 9,3% auf € 183,1 Mio. Das Nettoergebnis konnte noch deutlicher um 14,6% auf € 82,9 Mio. verbessert werden, während sich die Nettoverschuldung gegenüber Anfang 2019 leicht um 3,8% von € 198,2 Mio. auf € 190,8 Mio. verringert hat. Die Eigenkapitalquote erreicht damit äußerst solide 58,4%.

Auch die zahlreichen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung im Segment Handling & Sicherheitsdienstleistungen zeigen positive Wirkung. Dennoch bedarf es noch großer Anstrengungen, um das ambitionierte Ziel, eine deutliche Ergebnisverbesserung erreichen zu können. Die ausführlichen Verkehrs- und Finanzzahlen finden Sie wie gewohnt auf den folgenden Seiten detailliert dargestellt.

Angesichts der sehr guten Geschäftsentwicklung, die auch im Juli angehalten hat, können wir die Guidance für die Finanzzahlen, die wir vor drei Monaten angehoben haben, abermals hinaufsetzen: Wir erwarten nun einen Umsatz von spürbar über € 830 Mio., ein EBITDA von spürbar mehr als € 375 Mio. sowie ein Nettoergebnis vor Minderheiten von spürbar mehr als € 170 Mio. Betreffend die Verkehrszahlen können wir unsere bisherige Prognose ebenfalls verbessern: Auf Gruppenebene erwarten wir ein Passagierwachstum über 10%, für den Flughafen Wien ein Wachstum von weit über 10% auf rund 31 Millionen Reisende.

Beim Ausbau unserer Infrastruktur kommen wir sehr gut voran. Die Gleichenfeier für den Bürokomplex Office Park 4 der mit rund 26.000 m2 Nutzfläche die höchsten Umweltstandards erfüllt, ist für September geplant. Die ersten Mieter werden bereits Mitte 2020 einziehen. Auch die umfassenden Verbesserungsmaßnahmen von Terminal 2 und Plaza sind weit fortgeschritten. Das neue Shopping-Areal "Fashion Gallery" mit vielen beliebten Labels hat bereits seine Pforten geöffnet. Für unser wichtigstes Infrastrukturprojekt, die 3. Piste laufen derzeit Vorbereitungsarbeiten, die wegen der hohen Komplexität und der enormen Größe des Vorhabens noch längere Zeit in Anspruch nehmen werden.

Abschließend möchten wir Ihnen als unseren Aktionären sehr herzlich für ihr Vertrauen danken, und würden uns freuen, wenn Sie uns auf dem eingeschlagenen, erfolgreichen Weg weiter begleiteten!

Schwechat, August 2019 Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO

Konzernzwischenlagebericht

19,9% Passagier wachstum in der Flughafen-Wien- Gruppe seit Anfang des Jahres

Im ersten Halbjahr 2019 stieg das Passagieraufkommen der Flughafen-Wien-Gruppe (Flughafen Wien, Malta Airport und Flughafen Košice) um +19,9% auf 18,1 Mio. Reisende. Neben dem Zuwachs der Lokalpassagiere um 22,8% auf 14,8 Mio., konnte im Vorjahresvergleich auch bei den Transferpassagieren ein Plus von 6,9% auf 3,2 Mio. verzeichnet werden. In den ersten sechs Monaten stieg die Anzahl der Flugbewegungen in der Gruppe um 13,3% auf 154.474 Starts und Landungen, lediglich das Cargo-Volumen ging um 4,4% auf 143.883 Tonnen zurück.

23,9% Passagierwachstum im ersten Halbjahr 2019 am Flughafen Wien

Der Flughafen Wien kann auf ein äußerst erfolgreiches erstes Halbjahr 2019 zurückblicken. Von Jänner bis Juni 2019 gab es einen neuen Passagierrekord, es wurden insgesamt 14.666.255 Reisende gezählt (H1/2018: 11.840.309 Passagiere). Der bisher stärkste Tag je am Flughafen Wien war der 24. Juni: 112.828 Fluggäste wurden an diesem Tag serviciert.

Für die positiven Wachstumszahlen von Jänner bis Juni 2019 waren vor allem die neu am Standort stationierten Airlines Laudamotion (+1.120.768 Passagiere gesamt) und Wizz Air (+901.803 Passagiere gesamt) mit zahlreichen Destinationsaufnahmen und der kontinuierlichen Erweiterung des Streckennetzes verantwortlich. Auch Austrian Airlines konnte ihr Angebot durch Kapazitätsaufstockungen und Neuaufnahmen weiter steigern und fertigte in den ersten sechs Monaten um insgesamt 418.457 Passagiere mehr ab, als 2018.

Die Zahlen im Detail: Im ersten Halbjahr 2019 wurden insgesamt 11.377.389 Lokalpassagiere gezählt, was einem deutlichen Wachstum von 29,1% entspricht. Im Bereich Transfer konnte der Flughafen Wien seine Hubfunktion mit einem Zuwachs von 6,9% auf 3.186.798 Passagiere behaupten.

Die Region Westeuropa, vor allem Spanien und Italien, profitierte hauptsächlich von der Neuaufnahme diverser Strecken von Laudamotion, Wizz Air und Level. Dieses Destinationssegment konnte sich dadurch um 22,9% auf 5.021.486 (H1/2018: 4.085.140) abfliegende Passagiere erhöhen.

Hinweis: Aufrollung der Verkehrsdaten

In Richtung der CEE-Region wurden 1.269.972 abfliegende Reisende registriert (H1/2018: 996.357), was einem Plus von 27,5% entspricht. Dieser positive Verlauf ist vor allem auf die Neuaufnahmen von Wizz Air und Laudamotion sowie Kapazitätsaufstockungen von Austrian Airlines zurückzuführen.

Ein deutlich erweitertes Angebot sorgte auch für einen Zuwachs abfliegender Passagiere in den Fernen Osten von +15,9% auf 309.183 Reisende (H1/2018: 266.835). Hier zogen vor allem die Neuaufnahme von All Nippon Airways nach Tokio-Haneda und die Aufnahme der Direktflüge nach Taipeh von Eva Air vermehrt Fluggäste an.

Der Nahe und Mittlere Osten zog in den ersten sechs Monaten 2019 um 18,5% mehr Reisende an. Das Passagieraufkommen nahm vor allem durch Neuaufnahmen von Wizz Air und Kapazitätsaufstockungen von Austrian Airlines und Qatar Airways auf 352.589 abfliegende Passagiere zu.

Die Anzahl der abfliegenden Passagiere nach Nordamerika legte auf 190.816 Passagiere (+32,1%) zu. Diese Steigerung ist vor allem den Neuaufnahmen von Air Canada nach Toronto und Austrian Airlines nach Montreal sowie Frequenzaufstockungen auf bestehenden Routen geschuldet.

Der positive Trend der Region Afrika setzte sich auch im ersten Halbjahr 2019 fort. Der Flughafen Wien konnte ein Passagierwachstum in Höhe von 28,2% auf 153.429 abfliegende Passagiere verbuchen. Vor allem die Neuaufnahmen von Austrian Airlines nach Kapstadt und Laudamotion nach Marrakesch waren gut frequentiert.

Bei den allgemeinen Kennzahlen des Flughafen Wien setzt sich der positive Trend aus dem Vorjahr auch im ersten Halbjahr 2019 weiter fort. Der Sitzladefaktor, die durchschnittliche Auslastung der Flüge (Linie und Charter), stieg von 73,8% auf 75,1%. Die Anzahl der Flugbewegungen erhöhte sich um 15,4% auf 127.883 Starts und Landungen (H1/2018: 110.835). Das Höchstabfluggewicht (MTOW) steigerte sich um 18,8% auf 5.215.666 Tonnen (H1/2018: 4.391.308 Tonnen). Einzig das Frachtaufkommen verzeichnete seit Jahresbeginn 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Rückgang um 4,6% auf 135.984 Tonnen.

Der größte Kunde, Austrian Airlines, entwickelte sich trotz starker Mitbewerber durch ein vergrößertes Angebot sowie gestiegener Auslastung weiterhin positiv (plus 7,2%). Dennoch ging der Marktanteil am Gesamtpassagieraufkommen aufgrund des überdurchschnittlichen Wachstums der Low-Cost-Carrier um 6,6%-Punkte auf 42,4% zurück (H1/2018: 49,0%).

Mit einem Anteil von 8,0% am Gesamtpassagieraufkommen hat sich Laudamotion innerhalb eines Jahres zum zweitgrößten Carrier am Flughafen Wien entwickelt.

Eurowings verzeichnete in den ersten sechs Monaten aufgrund von diversen Streckeneinstellungen und Frequenzreduktionen einen Passagierrückgang von 9,5% auf 1.071.286 Reisende, wodurch sich der Marktanteil gemessen am Passagiervolumen auf 7,3% (H1/2018: 10,0%) reduzierte.

Verkehrsentwicklung in Malta und Košice

In Malta wurden im ersten Halbjahr 2019 insgesamt 3.251.859 Passagiere (+5,9%) abgefertigt. Darüber hinaus erzielte auch der Flughafen Košice seit Jahresbeginn ein leichtes Plus von +2,5% auf 218.049 Reisende.

Ertragslage im ersten Halbjahr 2019

Umsatzplus von 7,5% auf € 401,4 Mio.

In den ersten sechs Monaten 2019 erzielte die Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) einen Umsatz von € 401,4 Mio. (H1/2018: € 373,5 Mio.), was einem Plus von 7,5% entspricht. Die wesentlichsten Veränderungen ergaben sich in den folgenden Bereichen:

Die Umsatzerlöse im Segment Airport legten um 7,8% auf € 191,0 Mio. zu (H1/2018: € 177,1 Mio.). Haupttreiber waren höhere Erlöse aus passagierbezogenen und aircraftbezogenen Entgelten (plus € 9,6 Mio.).

Die Umsatzerlöse aus der Vorfeldabfertigung fielen durch Vertragsanpassungen und geringere Enteisungserlöse niedriger aus, als in der Vergleichsperiode und sanken von € 49,3 Mio. im H1/2018 auf € 47,7 Mio. im H1/2019. Neue Kundenverträge führten hingegen zu einem Anstieg der Erlöse aus der Verkehrsabfertigung um 19,9% auf € 8,4 Mio.

Die Umsätze aus Centermanagement und Hospitality konnten in den ersten sechs Monaten 2019 um 18,0% auf € 39,0 Mio. gesteigert werden (H1/2018: € 33,0 Mio.). Auch die Parkerlöse legten im Vorjahresvergleich um 15,5% auf € 25,6 Mio. (H1/2018: € 22,2 Mio.) zu.

Die Umsätze am Flughafen Malta stiegen primär aufgrund des Passagierwachstums im Vorjahresvergleich um 9,1% auf € 44,6 Mio. (H1/2018: € 40,9 Mio.).

Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich im Vorjahresvergleich um 12,0% auf € 7,9 Mio. (H1/2018: € 8,9 Mio.). Dies ist im Wesentlichen auf geringere aktivierte Eigenleistungen für Bauprojekte im Konzern und den Einmaleffekt aus Erstkonsolidierungen im Vorjahr zurückzuführen.

Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen stiegen im ersten Halbjahr 2019 leicht um 1,6% auf € 20,3 Mio. (H1/2018: € 20,0 Mio.). Einerseits stiegen die bezogenen Leistungen zur Weiterverrechnung und der Aufwand für Material um insgesamt € 0,8 Mio., anderseits konnte trotz des steigenden Wachstums durch umfangreiche Energiesparmaßnahmen der Energieaufwand um 5,1% auf € 8,4 Mio. reduziert werden (H1/2018: € 8,9 Mio.).

Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,0% von € 145,2 Mio. auf € 153,8 Mio. Der Anstieg ist auch auf die Änderung des Konsolidierungskreises (Vollkonsolidierung der GET2 ab 1. Mai 2019) und des dadurch bedingten höheren durchschnittlichen Personalstands, kollektivvertragliche Erhöhungen, sowie auf Rückstellungsbewegungen zurückzuführen. Die Löhne stiegen im Vorjahresvergleich um 4,5% auf € 62,6 Mio. (H1/2018: € 59,9 Mio.), die Gehälter um 8,2% auf € 54,2 Mio. (H1/2018: € 50,1 Mio.). Die Aufwendungen für Abfertigungen stiegen im Vorjahresvergleich ebenfalls um 6,4% auf € 4,2 Mio. Der Pensionsaufwand veränderte sich im Halbjahresvergleich nur minimal. Der durchschnittliche Personalstand (FTE, Vollzeitäquivalente) der Flughafen-Wien-Gruppe stieg im Vorjahresvergleich, teilweise auch durch die Veränderung des Konsolidierungskreises, von 4.701 auf nunmehr 5.101 Mitarbeiter (plus 8,5%).

Der sonstige betriebliche Aufwand (inkl. Wertminderung/Wertaufholung auf Forderungen) stieg gegenüber 2018 um 5,1% auf € 53,3 Mio. (H1/2018: € 50,7 Mio.). Die wesentlichsten Bewegungen ergaben sich im Bereich der Miet- und Pachtaufwendungen (minus € 1,4 Mio., u.a. bedingt durch die Anwendung von IFRS 16 ab 1. Jänner 2019) sowie der Rechts-, Prüf- und Beratungskosten (minus € 0,6 Mio.). Gegenläufig wirkten gestiegene Aufwendungen für Instandhaltungen und Sanierungsmaßnahmen (plus € 1,8 Mio.), Marketing und Marktkommunikation (plus € 0,9 Mio.) und der sonstige Betriebsaufwand (plus € 2,3 Mio.), u.a. aufgrund der Zahlungsverpflichtung aus dem Leistungsvertrag zum Mediationsverfahren im Zusammenhang mit dem Umweltfonds. Der Aufwand für Fremdpersonal legte im Vorjahresvergleich um € 2,0 Mio. zu, während die Aufwendungen für Fremdleistungen von Konzerngesellschaften durch die Vollkonsolidierung der GET2 ab 1. Mai 2019 um € 2,4 Mio. sanken.

Die Ergebnisse der at-Equity-Beteiligungen betrugen im H1/2019 € 1,3 Mio. nach € 1,0 Mio. im H1/2018.

EBITDA-Steigerung um 9,3% auf € 183,1 Mio.

Aufgrund der positiven Umsatzentwicklung stieg das EBITDA trotz höherer Personalund sonstiger Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr um 9,3% von € 167,6 Mio. auf € 183,1 Mio. Die EBITDA-Marge legte von 44,9% auf 45,6% zu.

EBIT verbesserte sich um 12,1% auf € 117,2 Mio.

Im ersten Halbjahr 2019 wurden Abschreibungen von € 65,9 Mio. (H1/2018: € 63,1 Mio.) verzeichnet. Der Anstieg betrifft neben gestiegenen Abschreibungen für Gebäude und Bauten auch den Effekt aus der Anwendung von IFRS 16 ab 1. Jänner 2019.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg aufgrund des besseren operativen Ergebnisses (EBITDA) trotz der höheren Abschreibungen um 12,1% auf € 117,2 Mio. (H1/2018: € 104,5 Mio.). Dadurch stieg auch die EBIT-Marge von 28,0% auf 29,2%.

Finanzergebnis auf minus € 6,1 Mio. verbessert (H1/2018: minus € 6,3 Mio.)

Das Finanzergebnis verbesserte sich im Halbjahresvergleich von minus € 6,3 Mio. auf minus € 6,1 Mio. Das Zinsergebnis von minus € 8,3 Mio. (H1/2018: minus € 8,1 Mio.) enthält u.a. den Effekt aus der Anwendung von IFRS 16 ab 1. Jänner 2019. Das sonstige Finanzergebnis in Höhe von € 1,5 Mio. enthält die Bewertung von Finanzinstrumenten.

Periodenergebnis stieg um 14,6% auf € 82,9 Mio.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) stieg in den ersten sechs Monaten um 13,0% auf € 111,0 Mio. (H1/2018: € 98,2 Mio.). Nach Abzug der Ertragsteuern in Höhe von € 28,1 Mio. (H1/2018: € 25,9 Mio.) betrug das Periodenergebnis € 82,9 Mio. (H1/2018: € 72,4 Mio.) – ein Plus von 14,6%.

Der den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zustehende Periodengewinn stieg um 14,6% auf € 75,8 Mio. was einem Ergebnis je Aktie von € 0,90 entspricht. Auf die nicht beherrschenden Anteile entfällt für die ersten sechs Monate ein Ergebnis von € 7,1 Mio. (H1/2018: € 6,2 Mio.).

Ertragslage im zweiten Quartal 2019

Die Umsatzerlöse der Flughafen-Wien-Gruppe konnten im zweiten Quartal 2019 um € 14,5 Mio. bzw. 6,9% auf € 224,0 Mio. (Q2/2018: € 209,5 Mio.) gesteigert werden. Dies ist u.a. auf die positive Passagierentwicklung in der Gruppe zurückzuführen.

Die Umsätze aus dem Segment Airport legten um € 5,1 Mio. zu. Auch der Flughafen Malta erzielte im Quartalsvergleich um € 2,1 Mio. mehr Umsatzerlöse. Das Segment Retail & Properties steuerte € 6,1 Mio. zum Umsatzwachstum bei.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen aufgrund von höheren Anlagenverkaufserlösen mit € 4,7 Mio. deutlich über dem Vorjahresquartal (Q2/2018: € 3,0 Mio.).

Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen stiegen gegenüber 2018 um € 0,4 Mio. auf € 9,1 Mio. Der Personalaufwand erhöhte sich aufgrund der Änderungen des Konsolidierungskreises (Vollkonsolidierung der GET2 ab 1. Mai 2019), kollektivvertraglicher Erhöhungen und Rückstellungsbewegungen um € 4,9 Mio. auf € 79,9 Mio. Höhere Instandhaltungsaufwendungen und Aufwendungen für die Zahlungsverpflichtung aus dem Leistungsvertrag zum Mediationsverfahren im Zusammenhang mit dem Umweltfonds führten im Quartalsvergleich zu einem Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (inkl. Wertminderungen/Wertaufholungen von Forderungen) von € 26,9 Mio. auf € 29,2 Mio.

Die anteiligen Periodenergebnisse der at Equity-Beteiligungen stiegen im Quartalsvergleich leicht von € 0,7 Mio. auf € 0,9 Mio. Durch das Umsatzwachstum resultiert ein Anstieg des EBITDA für das zweite Quartal 2019 um € 8,7 Mio. bzw. 8,5% auf € 111,5 Mio. (Q2/2018: € 102,8 Mio.).

Auch die Abschreibungen erhöhten sich um € 1,1 Mio. auf € 32,7 Mio. (Q2/2018: € 31,6 Mio.) und beinhalten auch den Effekt aus der Umstellung auf IFRS 16. Durch das höhere EBITDA ergibt sich ein im Vergleich zum Q2/2018 um € 7,6 Mio. höheres EBIT von € 78,8 Mio. (Q2/2018: € 71,2 Mio.).

Das Finanzergebnis belief sich im zweiten Quartal 2019 auf minus € 2,7 Mio. nach minus € 2,2 Mio. im Q2/2018. Dies ist im Wesentlichen auf die Folgebewertung von Wertpapieren im sonstigen Finanzergebnis zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag mit € 76,1 Mio. über dem Vorjahreswert von € 69,0 Mio. Nach Abzug der Ertragssteuern in Höhe von € 18,7 Mio. (Q2/2018: € 18,2 Mio.) ergibt sich ein um 13,2% verbessertes Periodenergebnis in Höhe von € 57,5 Mio. (Q2/2018: € 50,8 Mio.).

Das Periodenergebnis der Muttergesellschaft belief sich auf € 51,7 Mio. und stieg damit ebenfalls um 13,2% (Q2/2018: € 45,7 Mio.). Auf nicht beherrschende Anteile entfällt ein Periodenergebnis für das zweite Quartal von € 5,7 Mio. (Q2/2018: € 5,1 Mio.).

Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur

Nettoverschuldung bei € 190,8 Mio.

(Jahresbeginn angepasst um Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16: € 198,2 Mio.) Die Nettoverschuldung belief sich zum 30. Juni 2019 auf € 190,8 Mio., was einer Reduktion um € 7,5 Mio. im Vergleich zum Jahresbeginn (angepasst) entspricht. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich durch die Anwendung von IFRS 16 um 1,7 Prozentpunkte auf 58,4%. Das Gearing verbesserte sich von 15,3% (1. Jänner 2019, angepasst) auf 14,7%.

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit bei € 156,0 Mio. (H1/2018: € 128,9 Mio.)

Der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im H1/2019 auf € 156,0 Mio. nach € 128,9 Mio. im Vorjahr. Das operative Ergebnis (EBT zuzüglich Abschreibungen, abzüglich Bewertung von Finanzinstrumenten) erhöhte sich um € 15,7 Mio. auf € 175,5 Mio. (H1/2018: € 159,8 Mio.). Im ersten Halbjahr 2019 verzeichnete die Gruppe einen Aufbau der Forderungen in Höhe von € 5,7 Mio. (H1/2018: Abbau in Höhe von € 2,8 Mio.). Die

Passiva erhöhten sich um € 14,1 Mio. (H1/2018: Abbau in Höhe von € 13,1 Mio.). Die Auszahlungen für Ertragsteuern beliefen sich in den ersten sechs Monaten auf € 24,9 Mio. (H1/2018: € 18,0 Mio.).

Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit belief sich auf minus € 79,9 Mio. nach minus € 56,8 Mio. im Vorjahr. Während in den ersten sechs Monaten 2019 € 72,5 Mio. für Investitionsprojekte (inkl. Finanzanlagen) ausbezahlt wurden, erfolgten im Vorjahr Auszahlungen in Höhe von € 32,5 Mio. Weiters wurden in den ersten sechs Monaten 2019 € 40,7 Mio. (Vorjahr: € 25,0 Mio.) in kurz- und langfristige Veranlagungen (Termineinlagen) und € 15,0 Mio. in Wertpapiere investiert. Dem stehen Einzahlungen aus abgelaufenen Termineinlagen in Höhe von € 45,0 Mio. im Jahr 2019 gegenüber.

Der Free-Cashflow (Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit plus Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit) beläuft sich daher auf € 76,0 Mio. (H1/2018: € 72,1 Mio.).

Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von minus € 72,2 Mio. (H1/2018: minus € 98,1 Mio.) ist auf Veränderungen von Finanzverbindlichkeiten (Tilgungen abzüglich Aufnahmen) in Höhe von € 9,0 Mio. (H1/2018: minus € 36,1 Mio.) zurückzuführen. Im ersten Halbjahr erfolgten Dividendenausschüttungen in Höhe von € 81,0 Mio. (davon € 74,8 Mio. für Anteilseigner der Flughafen Wien AG und davon € 6,3 Mio. an nicht beherrschende Anteilseigner). Weiters wurden im Jahr 2019 € 0,2 Mio. für Tilgungen von Leasingverpflichtungen erfasst.

Der Finanzmittelbestand betrug zum 30. Juni 2019 € 33,9 Mio. nach € 30,1 Mio. zum 31. Dezember 2018.

Bilanzaktiva

Das langfristige Vermögen reduzierte sich seit Jahresbeginn per Saldo um € 21,0 Mio. auf € 1.936,2 Mio. Durch die Anwendung von IFRS 16 ab 1. Jänner 2019 kam es zu einem Anstieg des langfristigen Vermögens um € 39,2 Mio., wovon € 37,2 Mio. aus dem Ansatz von langfristigen Mietverträgen des Flughafen Malta resultieren. Laufenden Zugängen bei immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in Höhe von € 63,5 Mio. stehen Abschreibungen in Höhe von € 65,9 Mio. gegenüber. Die Buchwerte der at-Equity-Beteiligungen reduzierten sich aufgrund von Ausschüttungen sowie aus Konsolidierungskreisänderungen (Vollkonsolidierung der GET2 ab 1. Mai 2019) von € 42,9 Mio. auf € 41,8 Mio. Die Veränderung der sonstigen Vermögenswerte ist im Wesentlichen auf Umgliederungen aufgrund des Fälligkeitsprofils von Termingeldern und neuen Veranlagungen (per Saldo minus € 56,1 Mio.) sowie der Umgliederung von Mietvorauszahlungen für Leasingverhältnisse zu den Nutzungsrechten (minus € 30,8 Mio.) zurückzuführen.

Das kurzfristige Vermögen stieg im Vergleich zum Jahresende um € 82,2 Mio. auf € 283,0 Mio. (31. Dezember 2018: € 200,9 Mio.) vor allem aufgrund höherer Forderungen und sonstiger Vermögenswerte (Anstieg kurzfristige Termineinlagen um € 51,7 Mio. sowie sonstige Forderungen aus Grundstücksverkäufen in Höhe von € 7,4 Mio.). Die Position Wertpapiere stieg um € 16,5 Mio. auf € 44,6 Mio., was auf den Kauf eines Wertpapiers (€ 15,0 Mio.) und die laufende Bewertung in Höhe von € 1,5 Mio. zurückzuführen ist. Der zum Verkauf stehende Vermögenswert (31. Dezember 2018: € 0,7 Mio.) beinhaltete ein Grundstück, welches im ersten Halbjahr verkauft wurde. Die Netto-Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Periodenvergleich stichtagsbezogen um € 7,0 Mio. auf € 72,4 Mio. (31. Dezember 2018: € 65,4 Mio.). Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten nahm zum 30. Juni 2019 auf € 33,9 Mio. zu (31. Dezember 2018: € 30,1 Mio.).

Bilanzpassiva

Das Eigenkapital blieb seit dem Jahresultimo bei € 1.296,4 Mio. annähernd unverändert (31. Dezember 2018: € 1.297,0 Mio.). Einerseits wurde das laufende Periodenergebnis (inkl. nicht beherrschende Anteile) in Höhe von € 82,9 Mio. erfasst, gegenläufig wirkten anderseits die versicherungsmathematischen Verluste des Sozialkapitals und Bewertungen von Finanzinstrumenten (FVOCI) in Höhe von € 2,5 Mio. Im ersten Halbjahr 2019 wurden Dividenden in Höhe von € 81,0 Mio. ausgeschüttet, wovon € 74,8 Mio. auf Anteilseigner der Flughafen Wien AG und € 6,3 Mio. auf nicht beherrschende Anteile der MIA-Gruppe und MMLC entfiel. Die Eigenkapitalquote lag per 30. Juni 2019 bei 58,4% (31. Dezember 2018: 60,1%) und reduzierte sich u.a. durch den Anstieg der Bilanzsumme (u.a. durch die Anwendung von IFRS 16).

Die langfristigen Schulden erhöhten sich von € 549,3 Mio. auf € 569,9 Mio., primär aufgrund der Erfassung von Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16. Gegenläufig wirkten Umgliederungen von Finanzverbindlichkeiten aufgrund des Fälligkeitsprofils.

Die kurzfristigen Schulden stiegen ebenfalls um € 41,2 Mio. auf € 353,0 Mio. Der Anstieg der kurzfristigen Finanz- und Leasingverbindlichkeiten um € 34,4 Mio. auf € 91,4 Mio. ist im Wesentlichen auf die Aufnahme von Barvorlagen zurückzuführen. Die Lieferantenverbindlichkeiten reduzierten sich stichtagsbezogen um € 6,3 Mio. auf € 35,0 Mio. Die kurzfristigen Rückstellungen stiegen hingegen um € 14,1 Mio. auf € 154,2 Mio. Die Steuerrückstellung veränderte sich im Wesentlichen infolge des positiven operativen Ergebnisses um € 5,2 Mio. auf € 16,3 Mio.

Investitionen

In den ersten sechs Monaten 2019 wurden in Summe € 63,5 Mio. (H1/2018: € 91,9 Mio.) in immaterielles Vermögen, Sachanlagen sowie in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien investiert bzw. als Anzahlung geleistet. Die größten Investitionsprojekte am Standort Wien betreffen den Office Park 4 mit € 14,3 Mio., die Errichtung des Hangar 8 und 9 am Flughafen Wien mit € 8,2 Mio. und die Terminalentwicklungsprojekte mit € 5,7 Mio. Am Flughafen Malta wurden im ersten Halbjahr insgesamt € 7,0 Mio. investiert.

Die größte Investition im Vorjahr betraf die Zahlungsverpflichtung aus dem Leistungsvertrag zum Mediationsverfahren im Zusammenhang mit dem Umweltfonds.

Risiken der zukünf tigen Ent wicklung

Politisches und wirtschaftliches Umfeld

Die allgemeine politische und wirtschaftliche Entwicklung auf nationaler und internationaler Ebene hat starken Einfluss auf die Luftfahrtindustrie und wird daher genau beobachtet. Dabei ist festzustellen, dass die Gesamtrisikoposition der Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) stabil bleibt.

Nach dem überdurchschnittlich hohen Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2017 bzw. dem ersten Halbjahr 2018 hat sich die Konjunktur im Laufe des zweiten Halbjahrs 2018 abgeschwächt. Das ist unter anderem auf anhaltende handelspolitische Spannungen zwischen den großen Wirtschaftsräumen zurückzuführen. Dieser Trend setzt sich auch im Jahr 2019 fort (OECD Wirtschaftsausblick, 21. Mai 2019; IMF World Economic Outlook, April 2019).

Die österreichische Wirtschaft verzeichnete in den Jahren 2017 und 2018 das höchste Wachstum seit sechs Jahren. Die Dynamik der Vorjahre hat sich jedoch mittlerweile ebenfalls abgeschwächt und der Höhepunkt des Aufschwunges ist überschritten. Für die Jahre 2019 und 2020 wird ein Wachstum von 1,7% bzw. 1,5% erwartet. Beide Prognosewerte liegen jedoch über dem Schnitt der Eurozone im Vergleichszeitraum (Quellen: OECD Wirtschaftsausblick, 21. Mai 2019; IMF World Economic Outlook, April 2019; WIFO, 27. Juni 2019).

Die Abkühlung der weltweiten Konjunktur hat auch Auswirkungen auf die Luftfahrtbranche. Laut Prognose der IATA (International Air Transportation Association) bleibt das weltweite Wachstum des Passagieraufkommens mit 4,6% im Jahr 2019 zwar weiterhin sehr robust. Die überdurchschnittlich hohen Wachstumsraten der vergangenen beiden Jahre werden allerdings nicht mehr erreicht. Die gedämpfte Entwicklung des internationalen Handels wirkt sich besonders auf den Cargo Bereich aus, wo für 2019 mit einem Nullwachstum (+/- 0,0%) gerechnet wird (Quelle: IATA, Juni 2019).

Unwägbarkeiten für die Luftfahrtindustrie ergeben sich aus der Zielsetzung der Europäischen Union, den CO2-Austoß in den Mitgliedsstaaten bis 2030 deutlich zu reduzieren. Derzeit wird in den Nationalstaaten noch an der Definition konkreter Maßnahmen zur Zielerreichung gearbeitet. Es ist daher noch unklar, in welchem Ausmaß die Luftfahrtindustrie davon betroffen ist. Eine höhere Besteuerung von CO2-Emissionen würde aber die Flugpreise erhöhen und somit entlang der gesamten Lieferkette Einbußen in der Wertschöpfung nach sich ziehen.

Unsicherheiten im geopolitischen Bereich bestehen weiterhin im Hinblick auf die politischen Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Russland. Die von der Europäischen Union verhängten Sanktionen gegenüber Russland wurden um weitere sechs Monate bis Ende Jänner 2020 verlängert. Die Flughafen Wien AG erwartet daraus keine nennenswerten negativen Auswirkungen auf das Verkehrsaufkommen am Flughafen Wien. Der Verkehr mit Russland zeigt seit 2017 eine kontinuierliche Erholung, und auch im ersten Halbjahr 2019 entwickelte sich das Passagieraufkommen mit einem leichten Minus von 2% weit gehend stabil.

Die Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch die USA im vergangenen Jahr und die Wiedereinführung von Sanktionen dämpft die Verkehrsentwicklung mit dem Golfstaat. In Summe ist der Anteil des Irans am gesamten Passagieraufkommen am Flughafen Wien mit weniger als 0,5% allerdings sehr gering (Berechnungsbasis abfliegende Passagiere erstes Halbjahr 2019). Bei einer weiteren Eskalation des Konfliktes und einem möglichen Übergreifen auf die gesamte Region ist allerdings mit negativen Auswirkungen in einem höheren Ausmaß zu rechnen. Der Marktanteil der Region Naher und Mittlerer Osten am gesamten Passagieraufkommen am Flughafen Wien liegt bei rund 5% (Berechnungsbasis abfliegende Passagiere erstes Halbjahr 2019).

Politische Spannungen bzw. terroristische Bedrohungen in einzelnen Ländern und Regionen haben negative Auswirkungen auf die Buchungslage in den entsprechenden Tourismusdestinationen. In der Vergangenheit war jedoch zu beobachten, dass derartige Rückgänge nur kurzfristiger Natur waren bzw. durch andere Destinationen kompensiert wurden. Negative Effekte auf das Verkehrsaufkommen am Flughafen Wien würden sich dann ergeben, wenn diese Substitutionseffekte nur teilweise erfolgen oder alternative Destinationen über andere Verkehrsmittel bedient werden.

Der bevorstehende Austritt von Großbritannien aus der Europäischen Union hat aus Sicht des IHS aufgrund der vergleichsweise geringen Intensität der ökonomischen Verflechtungen, selbst bei einem Brexit ohne Austrittsabkommen (sogenannter "harter Brexit") keine unmittelbaren Folgen auf die österreichische Wirtschaft und somit auf das Verkehrsaufkommen am Flughafen Wien. Eine Ansicht, die auch vom IMF im Report zur Auswirkung des Brexits auf die Länder der Euro Zone geteilt wird (Quelle: IHS, Februar 2017; IMF Juli 2018).

Da jedoch die konkreten Rahmenbedingungen des Austritts weiterhin unklar sind, kann eine abschließende Abschätzung möglicher negativer Effekte noch nicht vorgenommen werden. Insgesamt ist das Ausmaß dieses Risikos aber begrenzt. Im ersten Halbjahr 2019 belief sich der Anteil Großbritanniens am gesamten Passagieraufkommen am Flughafen Wien auf rund 5,3%.

Das Risiko, dass es bei einem "harten Brexit" zu schwerwiegenden Beeinträchtigungen im Flugverkehr zwischen den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und Großbritannien kommt, konnte durch die Verordnung der Europäischen Union hinsichtlich der Aufrechterhaltung der grundlegenden Konnektivität im Luftverkehr ("Regulation on Basic Air Connectivity") deutlich reduziert werden. In der Verordnung wird unter anderem geregelt, dass Luftfahrtunternehmen, die nach dem Austritt Großbritanniens die Eigentums- und Kontrollanforderungen der EU nicht mehr erfüllen, eine Übergangsphase von sechs Monaten bis zur Erreichung der definierten Anforderungen eingeräumt wird. Alle in der Verordnung enthaltenen Bestimmungen sind bis zum Inkrafttreten eines Luftverkehrsabkommens mit dem Vereinigten Königreich gültig, höchstens aber bis zum 30. März 2020.

Markt- und Branchenentwicklung

Der Preis- und Margendruck ist durch die offensive Wachstumspolitik der Low-Cost-Carrier am Flughafen Wien weiterhin hoch.

Austrian Airlines, der Hauptcarrier am Flughafen Wien, konnte im ersten Halbjahr 2019 mit einem Plus von 5,9% ein deutliches Wachstum im Passagieraufkommen verzeichnen. Aufgrund des hohen Wettbewerbsdrucks wird allerdings aller Voraussicht nach der Ertrag im Gesamtjahr 2019 hinter dem Vorjahr zurückbleiben. Unsicherheit besteht weiterhin bezüglich der angekündigten Flottenerneuerung auf der Langstrecke, da seitens der Lufthansa AG noch keine Entscheidung über den Ersatz der sechs Boeing 767 getroffen wurde.

Im Jänner 2019 hat Austrian Airlines eine neue Strategie zur Aufwertung und Stärkung ihres Drehkreuzes in Wien angekündigt. Geplant ist unter anderem die Verlegung von vier Bombardier DH8-Q400 nach Wien (diese sind derzeit für die Schwester SWISS im Einsatz), ein Investitionspaket in der Höhe von € 200 Mio. für den Ausbau der Airbus-Flotte (Aufstockung von 36 auf 46 Flugzeuge bis 2021) und die Netzbereinigung durch die Auflassung von Crew-Basen in den Bundesländern. Die Flughafen Wien AG sieht das beschlossene Paket als wichtigen Beitrag zur Fortsetzung einer wachstumsorientierten Netzwerkstrategie mit einem Fokus auf den Ost-West-Verkehr.

Das Segment der Low-Cost-Carrier verzeichnete im ersten Halbjahr 2019 am Flughafen Wien ein deutliches Plus beim Passagieraufkommen und hat sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres fast verdoppelt (+95,7%). Auch für den kommenden Winterflugplan ist mit einem weiteren Ausbau von Destinationen und Frequenzen im Vergleich zum Vorjahr zu rechnen. Dadurch erhöhen sich allerdings auch die Wettbewerbsintensität am Standort und der Margendruck auf die Airlines. Mittelfristig

besteht das Risiko, dass einzelne Anbieter Kapazitäten aus dem Markt nehmen und sich die derzeit hohen Wachstumsraten beim Verkehrsaufkommen abschwächen.

Insgesamt versucht die FWAG mit Marketingmaßnahmen sowie wettbewerbsfähigen Entgelte- und Incentive-Modellen, die für alle Fluglinien gleichermaßen gelten, dem Absatzmarktrisiko entgegenzuwirken. Insbesondere wird dabei das Ziel verfolgt, das Marktrisiko der Fluglinien mitzutragen. Seit 2018 ist ein neues Incentiveschema in Kraft, das den Standort insbesondere für volumenstarke Carrier attraktiver macht.

Im Bereich der Abfertigungsdienste konnte die Flughafen Wien AG im ersten Halbjahr 2019 ihre führende Marktposition sowohl in der Flugzeug- wie auch in der Frachtabfertigung erfolgreich behaupten. Aufgrund der hohen Wettbewerbsintensität zwischen den Airlines ist der Preisdruck auf die vorgelagerten Dienstleister unverändert hoch.

Nachdem bereits im Vorjahr ein Plus bei der Anzahl der vom Ramp-Handling der Flughafen Wien AG durchgeführten Flugzeugabfertigungen in der Höhe von 3,6% erzielt werden konnte, wurde der Zuwachs im ersten Halbjahr 2019 auf knapp 12% weiter ausgebaut. Die dynamisch wachsende Wizz Air konnte als neuer Kunde im Ramp Handling gewonnen werden und hat dazu beigetragen, dass der Marktanteil der Flughafen Wien AG in der Flugzeugabfertigung im Juni 2019 auf mehr als 86% angewachsen ist (Celebi, der zweite Anbieter, hält nun entsprechend weniger als 14%).

Der Geschäftsbereich Abfertigungsdienste ist allerdings weiterhin von der allgemeinen Tendenz zum Einsatz größerer Fluggeräte betroffen. Die Flughafen Wien AG geht daher davon aus, dass das Bewegungswachstum auch in den kommenden Jahren hinter dem Passagierwachstum zurückbleiben wird. Allerdings steigen durch den Einsatz der größeren Flugzeuge auch die Durchschnittserlöse pro Flugzeugabfertigung, wodurch die geringere Dynamik beim Mengenwachstum teilweise über die Preise kompensiert werden kann.

Die Beteiligung der Flughafen Wien AG am Flughafen Malta entwickelt sich weiterhin sehr positiv. Aus Konzernsicht besteht jedoch weiterhin Unsicherheit hinsichtlich des nachhaltigen wirtschaftlichen Turnarounds des Home Carriers Air Malta. Dieser verfügte 2018 über einen Marktanteil von rund 29,9% (gemessen am gesamten Passagieraufkommen am Flughafen Malta). Im Geschäftsjahr 2017/2018 konnte Air Malta nach mehreren Jahren mit Verlusten ein positives operatives Ergebnis in der Höhe von € 1,2 Mio. erzielen (vor Restrukturierungskosten und Einmalerträgen). Durch die im vergangenen Jahr geschlossene Vertriebspartnerschaft mit Ryanair ist es Air Malta darüber hinaus gelungen, ihre Aquisitionsstärke und Marktpräsenz auszubauen. Ein Ausfall der Airline hätte kurzfristig negative Auswirkungen auf das Passagieraufkommen und damit auf das Unternehmensergebnis des Flughafen Malta. Mittel- und langfristig ist jedoch davon auszugehen, dass neue oder bereits am Standort vertretene Airlines ihre Kapazitäten aufstocken und die bestehende Nachfrage bedienen würden.

Rechtliche Risiken

Der Bau der "Parallelpiste 11R/29L" (3. Piste) stellt ein Schlüsselprojekt für die langfristigen Entwicklungs- und Wachstumspotenziale der FWAG dar und wird weiterhin mit Nachdruck verfolgt, da auf Basis der heute abschätzbaren Passagierentwicklung der Flughafen Wien seine Kapazitätsgrenze im bestehenden 2-Pisten System nach dem Jahr 2025 erreicht.

Nachdem das BVwG am 28. März 2018 den Bau der 3. Piste unter zusätzlichen Auflagen genehmigt hat, gab der VwGH am 18. März 2019 bekannt, dass er sämtliche eingebrachten Beschwerden gegen diese Genehmigung abgelehnt hat und die Umweltverträglichkeitsprüfung damit letztinstanzlich abgeschlossen ist.

Sämtliche Bewertungen von Vermögensgegenständen erfolgten unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub.

Sonstige Angaben

Betreffend der Angaben zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Unternehmen bzw. Personen verweisen wir auf Punkt 9 der Anhangsangaben zum Konzernzwischenabschluss.

Guidance verb esser t

Für das Jahr 2019 rechnet die Flughafen-Wien-Gruppe inklusive der Beteiligungen Malta Airport und Flughafen Košice mit einem Passagierzuwachs von über 10%. Für den Standort Wien erwartet der Flughafen Wien für 2019 ein Passagierwachstum von deutlich über 10% auf rund 31 Mio. Reisende.

Der Konzern-Umsatz sollte 2019 deutlich über € 830 Mio. liegen, das Konzern-EBITDA deutlich über € 375 Mio. Das Ergebnis nach Steuern (Konzern) wird aus heutiger Sicht deutlich über € 170 Mio. erwartet. Die Nettoverschuldung soll weiter auf unter € 150 Mio. reduziert werden. Für Investitionen sind im Jahr 2019 rund € 220 Mio. vorgesehen.

Flughafen-Wien-Gruppe: Passagierplus im Juli 2019 von 13,4%

Im Juli verzeichnete der Flughafen Wien inklusive seiner Auslandsbeteiligungen Flughafen Malta und Košice mit insgesamt 4,1 Mio. Passagieren ein Plus von 13,4% gegenüber Juli 2018. Kumuliert von Jänner bis Juli stieg das Passagieraufkommen um 18,7% auf 22,2 Mio. Reisende.

Flughafen Wien im Juli 2019

Am Standort Flughafen Wien stieg das Passagieraufkommen im Juli 2019 um 15,8% gegenüber dem Juli des Vorjahres auf 3.161.400 Reisende an. Die Anzahl der Lokalpassagiere stieg um 19,0%, bei den Transferpassagieren gab es ein Plus von 6,7%. Die Flugbewegungen erhöhten sich im Juli 2019 um 12,3% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Schwechat, 12. August 2019 Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

vom 1.1. bis 30.6.2019

in T€ H1/2019 H1/20181 V. in % Q2/2019 Q2/20181
Umsatzerlöse 401.384,3 373.455,8 7,5 224.040,7 209.513,0
Sonstige betriebliche Erträge 7.870,0 8.940,6 -12,0 4.668,5 3.035,3
Betriebsleistung 409.254,2 382.396,4 7,0 228.709,3 212.548,2
Aufwendungen für Material und
bezogene Leistungen
-20.284,8 -19.960,5 1,6 -9.063,0 -8.629,7
Personalaufwand -153.848,0 -145.197,3 6,0 -79.922,4 -74.981,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen -53.471,6 -50.691,3 5,5 -29.136,3 -26.906,5
Wertminderungen/Wertaufholung
auf Forderungen
172,5 -6,4 n.a. -47,3 -6,6
Anteilige Periodenergebnisse
at-Equity-Unternehmen
1.290,5 1.049,6 22,9 922,8 733,2
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA)
183.112,8 167.590,5 9,3 111.463,0 102.757,4
Planmäßige Abschreibungen -65.922,0 -63.075,3 4,5 -32.667,8 -31.587,5
Ergebnis vor Zinsen und Steuern
(EBIT)
117.190,9 104.515,2 12,1 78.795,2 71.169,8
Beteiligungsergebnis ohne
at-Equity-Unternehmen
694,1 331,4 n.a. 254,5 331,4
Zinsertrag 416,4 211,8 96,6 257,3 107,8
Zinsaufwand -8.718,2 -8.291,9 5,1 -3.916,6 -4.103,2
Sonstiges Finanzergebnis 1.458,6 1.479,0 -1,4 735,2 1.479,0
Finanzergebnis -6.149,0 -6.269,7 1,9 -2.669,6 -2.184,9
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 111.041,9 98.245,5 13,0 76.125,7 68.984,9
Ertragsteuern -28.125,9 -25.892,4 8,6 -18.671,1 -18.216,1
Periodenergebnis 82.916,0 72.353,1 14,6 57.454,6 50.768,8
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der
Muttergesellschaft
75.812,4 66.146,9 14,6 51.709,4 45.665,2
Nicht beherrschende Anteile 7.103,5 6.206,2 14,5 5.745,2 5.103,6
Im Umlauf befindliche Aktien
(gewichteter Durchschnitt in Stück)
84.000.000 84.000.000 0,0 84.000.000 84.000.000
Ergebnis je Aktie
(in €, verwässert = unverwässert)
0,90 0,79 14,6 0,61 0,55

1) Anwendung von IFRS 16 seit 1. Jänner 2019. Keine Anpassung der Vorjahresperiode.

Verkürzter Konzernzwischen a b s c h l u s s z u m 30. Juni 2019

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

vom 1.1 bis 30.6.2019

in T€ H1/2019 H1/20181 V. in % Q2/2019 Q2/20181
Periodenergebnis 82.916,0 72.353,1 14,6 57.454,6 50.768,8

Sonstiges Ergebnis aus Posten, die in künftigen Perioden nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden

Neubewertungen aus
leistungsorientierten Plänen
-2.712,4 -1.809,1 49,9 -2.283,2 -1.692,3
Zum Marktwert erfolgsneutral
bewertete Eigenkapital
instrumente
-640,0 313,1 n.a. -640,0 -515,9
Darauf entfallende latente Steuern 839,0 374,0 n.a. 731,6 552,1
Sonstiges Ergebnis -2.513,4 -1.122,0 n.a. -2.191,6 -1.656,2
Gesamtergebnis 80.402,6 71.231,1 12,9 55.263,0 49.112,7
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der

Muttergesellschaft 73.299,0 65.024,9 12,7 49.517,8 44.007,0

Nicht beherrschende Anteile 7.103,5 6.206,2 14,5 5.745,2 5.105,6

1) Anwendung von IFRS 16 seit 1. Jänner 2019. Keine Anpassung der Vorjahresperiode.

Konzern-Bilanz

Zum 30.6.2019

in T€ 30.6.2019 31.12.20181 V. in %
AKTIVA
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 166.834,5 155.674,3 7,2
Sachanlagen 1.493.898,9 1.448.912,4 3,1
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 172.892,4 161.498,8 7,1
Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen 41.819,3 42.909,2 -2,5
Sonstige Vermögenswerte 60.782,8 148.235,8 -59,0
1.936.227,9 1.957.230,5 -1,1
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 5.959,9 6.110,6 -2,5
Wertpapiere 44.583,0 28.124,4 58,5
Zum Verkauf stehende Vermögenswerte 0,0 684,5 -100,0
Forderungen, sonstige Vermögenswerte
und Vertragsvermögenswerte
198.591,0 135.852,5 46,2
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 33.887,3 30.098,8 12,6
283.021,2 200.870,7 40,9
Summe Aktiva 2.219.249,1 2.158.101,2 2,8
PASSIVA
Eigenkapital
Grundkapital 152.670,0 152.670,0 0,0
Kapitalrücklagen 117.657,3 117.657,3 0,0
Sonstige Rücklagen -4.379,6 -1.685,1 n.a.
Einbehaltene Ergebnisse 933.422,2 932.188,6 0,1
Den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar 1.199.369,9 1.200.830,9 -0,1
Nicht beherrschende Anteile 96.987,7 96.162,6 0,9
1.296.357,6 1.296.993,5 0,0
Langfristige Schulden
Rückstellungen 166.349,7 162.683,7 2,3
Finanz- und Leasingverbindlichkeiten 329.813,1 300.000,0 9,9
Übrige Verbindlichkeiten 29.522,5 39.529,8 -25,3
Latente Steuern 44.186,6 47.074,4 -6,1
569.871,9 549.287,9 3,7
Kurzfristige Schulden
Steuerrückstellungen 16.268,4 11.042,0 47,3
Übrige Rückstellungen 154.167,6 140.023,8 10,1
Finanz- und Leasingverbindlichkeiten 91.385,6 57.016,5 60,3
Lieferantenverbindlichkeiten 35.043,9 41.378,6 -15,3
Übrige Verbindlichkeiten 56.154,1 62.359,0 -10,0
353.019,6 311.819,9 13,2
Summe Passiva 2.219.249,1 2.158.101,2 >
2,8

1) Anwendung von IFRS 16 seit 1. Jänner 2019. Keine Anpassung der Vorjahresperiode.

Konzern-Geldflussrechnung

vom 1.1. bis 30.6.2019

in T€ H1/2019 H1/2018
1
V. in %
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 111.041,9 98.245,5 13,0
+/- Abschreibungen / Zuschreibungen 65.922,0 63.075,3 4,5
+/- Bewertung beizulegender Zeitwert Finanzinstrumente -1.458,6 -1.479,0 -1,4
- Anteilige Periodenergebnisse at-Equity-Unternehmen -1.290,5 -1.049,6 22,9
+ Dividendenausschüttungen at-Equity-Unternehmen 2.093,9 1.643,9 27,4
+ Verluste / - Gewinne aus dem Abgang von Vermögenswerten -3.295,4 -3.172,1 3,9
- Auflösung von Investitionszuschüssen aus öffentlichen
Mitteln
-90,5 -104,4 -13,3
+ Zins- und Dividendenergebnis 7.607,6 7.748,7 -1,8
+ Erhaltene Dividenden 439,6 331,4 32,7
+ Erhaltene Zinsen 362,0 119,1 n.a.
- Bezahlte Zinsen -8.952,4 -8.446,9 6,0
- Erhöhung / + Senkung Vorräte 150,7 263,4 -42,8
- Erhöhung / + Senkung Forderungen -5.742,9 2.750,5 n.a.
+ Erhöhung / - Senkung Passiva 14.114,5 -13.052,9 n.a.
Netto-Geldfluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 180.901,8 146.872,9 23,2
- Zahlungen für Ertragsteuern -24.948,3 -17.968,7 38,8
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 155.953,5 128.904,2 21,0
+ Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) 3.193,4 662,5 n.a.
+ Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang 3,3 3,3 0,0
- Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen) -72.422,2 -32.251,1 n.a.
- Auszahlungen für Finanzanlagenzugang -30,0 -231,1 -87,0
+ Einzahlungen aus Abgang von kurz- und langfristigen
Veranlagungen
45.000,0 0,0 n.a.
- Auszahlungen für kurz- und langfristige Veranlagungen und
Wertpapiere
-55.667,3 -24.982,7 n.a.
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit -79.922,8 -56.799,2 40,7
- Dividendenausschüttung an Flughafen Wien AG
Anteilseigner
-74.760,0 -57.120,0 30,9
- Dividendenausschüttung an nicht beherrschende
Anteilseigner
-6.278,4 -4.877,5 28,7
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlich
keiten
34.000,0 40.200,0 -15,4
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten -25.001,0 -76.276,6 -67,2
Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlich
- keiten -208,6 0,0 n.a.
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit -72.248,0 -98.074,1 -26,3
Veränderung des Finanzmittelbestandes 3.782,7 -25.969,1 n.a.
+ Finanzmittelbestand aus Konsolidierungskreisänderungen 5,9 0,0 n.a.
+ Finanzmittelbestand am Beginn der Periode 30.098,8 47.918,7 -37,2
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 33.887,3 21.949,6 54,4

1) Anwendung von IFRS 16 seit 1. Jänner 2019. Keine Anpassung der Vorjahresperiode.

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

vom 1.1. bis 30.6.2019

den Gesellschaftern der
Muttergesellschaft zurechenbar
in T€ Grundkapital Kapitalrücklagen Summe sonstige
Rücklagen
Einbehaltene
Ergebnisse
Gesamt Nicht
beherrschende
Anteile
Gesamt
Stand zum 1.1.2018 152.670,0 117.657,3 1.941,3 850.181,4 1.122.450,0 88.506,2 1.210.956,2
Erstmalige Anwendung von IFRS 9 0,0 0,0 1.501,0 1.502,7 3.003,6 0,0 3.003,6
Stand zum 1.1.2018 angepasst1 152.670,0 117.657,3 3.442,3 851.684,0 1.125.453,6 88.506,2 1.213.959,9
Marktwertbewertung
von Eigenkapitalinstrumenten
234,8 234,8 0,0 234,8
Neubewertungen aus
leistungsorientierten Plänen
-1.356,8 -1.356,8 0,0 -1.356,8
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 -1.122,0 0,0 -1.122,0 0,0 -1.122,0
Periodenergebnis 66.146,9 66.146,9 6.206,2 72.353,1
Gesamtergebnis 0,0 0,0 -1.122,0 66.146,9 65.024,9 6.206,2 71.231,1
Auflösung Neubewertungsrücklage -181,1 181,1 0,0 0,0 0,0
Dividendenausschüttung -57.120,0 -57.120,0 -4.877,5 -61.997,5
Stand zum 30.6.20181 152.670,0 117.657,3 2.139,2 860.891,9 1.133.358,3 89.834,9 1.223.193,3
Stand zum 1.1.2019
Marktwertbewertung von
Eigenkapitalinstrumenten
152.670,0 117.657,3 -1.685,1
-480,0
932.188,6 1.200.830,9
-480,0
96.162,6
0,0
1.296.993,5
-480,0
Neubewertungen aus
leistungsorientierten Plänen
-2.033,4 -2.033,4 0,0 -2.033,4
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 -2.513,4 0,0 -2.513,4 0,0 -2.513,4
Periodenergebnis 75.812,4 75.812,4 7.103,5 82.916,0
Gesamtergebnis 0,0 0,0 -2.513,4 75.812,4 73.299,0 7.103,5 80.402,6
Auflösung Neubewertungsrücklage -181,1 181,1 0,0 0,0 0,0
Dividendenausschüttung -74.760,0 -74.760,0 -6.278,4 -81.038,4
Stand zum 30.6.2019 152.670,0 117.657,3 -4.379,6 933.422,2 1.199.369,9 96.987,7 1.296.357,6

A u s g e w ä h l t e e r l ä u t e r n d e A n h a n g s a n g a b e n

(1) Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der Flughafen Wien AG zum 30. Juni 2019 erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34, wie er in der Europäischen Union (EU) anzuwenden ist.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) nicht all jene Informationen und Angaben, die in einem vollständigen Abschluss verpflichtend sind und sollte daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss der Flughafen Wien AG zum 31. Dezember 2018 gelesen werden.

Neben den Angaben im vorliegenden Anhang und Konzernzwischenabschluss sind weitere erläuternde Angaben im Lagebericht enthalten (IAS 34.16A).

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde weder einer Abschlussprüfung noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im verkürzten Konzernzwischenabschluss wurden die gleichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Berechnungsmethoden angewandt wie im Konzernabschluss 2018. Für weitergehende Angaben zu den angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie der ab 1. Jänner 2019 neu anzuwendenden Standards wird auch auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018, der die Grundlage für den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss darstellt, verwiesen.

Die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist von Ermessensbeurteilungen bezüglich Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie von Annahmen und Schätzungen durch das Management abhängig. Im Zusammenhang mit der Anwendung von IFRS 16

wurden die angeführten Annahmen zu Schätzungsunsicherheiten getroffen (siehe Punkt 3). Weitere Informationen zu Ermessensbeurteilungen sowie Annahmen und Schätzungen sind im Konzernabschluss 2018 ersichtlich.

Die folgenden Standards und Interpretationen wurden ab dem 1. Jänner 2019 neu angewendet:

  • IFRS 16 "Leasingverhältnisse"
  • IFRIC 23 "Unsicherheiten bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung"
  • IAS 28 "Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen"
  • Änderungen zu IFRS 9 "Negative Vorfälligkeitsentschädigungen"
  • Jährliche Verbesserungen (2015-2017)
  • IAS 19 "Planänderungen, -kürzungen und -abgeltungen"

Die Auswirkungen von IFRS 16 "Leasingverhältnisse" werden unter Punkt 3 angeführt. Durch die Anwendung der weiteren geänderten Standards und Interpretationen, welche ab 1. Jänner 2019 angewendet wurden, ergaben sich keine Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Konzerns.

Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozent-Angaben können sich durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen ergeben.

(3) IFRS 16 "Leasingverhältnisse"

Die Flughafen-Wien-Gruppe wendet IFRS 16 Leasingverhältnisse ab dem 1. Jänner 2019 an. Mit der Einführung von IFRS 16 entfällt künftig die bisher unter IAS 17 erforderliche Unterscheidung zwischen Finanzierungsleasing- und Operating-Leasing-Verträgen für den Leasingnehmer.

Für alle Leasingverhältnisse erfasst der Leasingnehmer in seiner Bilanz eine Leasingverbindlichkeit für die Verpflichtung, künftig Leasingzahlungen zu leisten. Gleichzeitig aktiviert der Leasingnehmer ein Nutzungsrecht am zugrunde liegenden Vermögenswert. Dieses entspricht grundsätzlich dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten. Während der Laufzeit des Leasingvertrags wird die Leasingverbindlichkeit ähnlich den Regelungen nach IAS 17 für Finanzierungsleasingverhältnisse finanzmathematisch fortgeschrieben. Das Nutzungsrecht wird planmäßig amortisiert, was grundsätzlich zu höheren Aufwendungen zu Beginn der Laufzeit eines Leasingvertrags führt. Kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasinggegenstände von geringem Wert sind ausgenommen.

Beim Leasinggeber sind die Regelungen des neuen Standards dagegen ähnlich den bisherigen Vorschriften des IAS 17. Die Leasingverträge werden weiterhin entweder als Finanzierungsleasing- oder Operating-Leasing-Verhältnisse klassifiziert. Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle Risiken und Chancen aus dem Eigentum übertragen werden, werden als Finanzierungsleasingverhältnisse klassifiziert, alle anderen Leasingverträge als Operating Leases. Für die Klassifizierung nach IFRS 16 wurden die Kriterien des IAS 17 übernommen.

IFRS 16 enthält darüber hinaus eine Reihe von weiteren Regelungen zum Ausweis und zu den Anhangangaben sowie zu Sale-and-Lease-back-Transaktionen.

Die Flughafen-Wien-Gruppe wendet die vereinfachte Übergangsmethode (modifiziert retrospektiv) an. Die Vergleichsperiode wurde nicht angepasst. Nutzungsrechte für die Leasingverhältnisse werden zum Betrag der Leasingverbindlichkeit bei der Übernahme bewertet. Folgende Leasingverhältnisse wurden in der Flughafen-Wien-Gruppe identifiziert:

Flughafen-Wien-Gruppe als Leasinggeber:

Die Flughafen-Wien-Gruppe vermietet Immobilien in Österreich bzw. Malta an diverse Kunden. Mietverträge werden für definierte Zeiträume abgeschlossen. Die Konditionen enthalten sowohl fixe Mietzahlungen als auch umsatzabhängige Mieten. Aufgrund der Anwendung von IFRS 16 ergaben sich für den Konzern keine Änderungen der Bilanzierung der Leasingverhältnisse als Leasinggeber.

Flughafen-Wien-Gruppe als Leasingnehmer:

Die Flughafen-Wien-Gruppe mietet verschiedene Grundstücke, Immobilien und Anlagen. Die Verträge sind mit unterschiedlichen Laufzeiten zwischen einem und 100 Jahren abgeschlossen.

Die Flughafen-Wien-Gruppe hat folgende Erleichterungen gem. IFRS 16 in Anspruch genommen:

  • Kurzfristige Leasingvereinbarungen mit einer Laufzeit < 12 Monate
  • Leasingvereinbarungen über "geringwertige Vermögenswerte" (< € 5.000)

Weiters werden jene Leasingvereinbarungen, welche im Geschäftsjahr 2019 enden, nicht nach IFRS 16 bilanziert. Für ähnliche Verträge (Laufzeit, Volumen) wird ein einheitlicher Zinssatz angewendet. Der Portfolio-Ansatz wird derzeit nicht angewendet.

Bei der Bewertung des Nutzungsrechts zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung wurden die anfänglichen direkten Kosten unberücksichtigt gelassen.

Drohverlustrückstellungen und andere Verpflichtungen im Zusammenhang mit Operating-Leasingverhältnissen wurden im Zeitpunkt der Umstellung bei der Bewertung des Right of Use Asset als Abwertung im Buchwert berücksichtigt. Die erstmalige Anwendung von IFRS 16 führte zum Ansatz von Nutzungsrechten in Höhe von € 95,1 Mio. (davon bereits € 25,2 Mio. als Sachanlagevermögen erfasst), welche im immateriellen Vermögen und im Sachanlagevermögen ausgewiesen werden. Der gewichtete durchschnittliche Grenzkapitalzinssatz für die Leasingverbindlichkeiten betrug zum 1. Jänner 2019 rund 4,0%.

Die Flughafen-Wien-Gruppe hat folgende Bereiche identifiziert, die bisher als Operating-Leasingverhältnis eingestuft waren, und ab 1. Jänner 2019 als Nutzungsrechte bilanziert werden:

  • Miete einer Cargo-Immobilie am Standort Wien
  • Miete von Grundstücken am Standort Wien
  • Miete von Grundstücken und flughafenspezifischen Immobilien am Standort Malta
  • Miete von Kombinations-Kopiergeräten
  • Miete von Raucherkabinen

Es ergaben sich folgende Änderungen auf die Eröffnungsbilanz zum 1. Jänner 2019 (Angabe in gerundeten Zahlen):

Beträge in € Mio.
Immaterielle Vermögenswerte 10,7
Sachanlagen 59,2
Sonstige Vermögenswerte (lang- und kurzfristig) -31,7
38,2
Finanz- und Leasingverbindlichkeiten 55,7
Übrige Verbindlichkeiten -16,1
Rückstellungen -1,4
38,2

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 hatte die Flughafen-Wien-Gruppe Verpflichtungen für Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen in Höhe von € 143,1 Mio. Diese lassen sich wie folgt auf die Leasingverbindlichkeit zum 1. Jänner 2019 überleiten:

Beträge in € Mio.
Künftige Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren operativen Leasing
verhältnissen zum 31. Dezember 2018
143,1
abzüglich Abzinsung zum 1. Jänner 2019 -87,4
Leasingverbindlichkeiten zum 1. Jänner 2019 55,7

Durch die Anwendung von IFRS 16 kam es im ersten Halbjahr zu folgenden Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung:

Beträge in € Mio.
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1,8
Abschreibungen 0,9
Zinsaufwand 1,1
Steueraufwand -0,1
Periodenergebnis 0,1

Auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sowie auf den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ergaben sich per Saldo keine wesentlichen Auswirkungen.

(4) Konsolidier ungskreis

Seit dem 31. Dezember 2018 gab es folgende Änderungen des Konsolidierungskreises:

Die "GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH (GET2), an der die Flughafen-Wien-Gruppe 51% hält, wurde bis zum 30. April 2019 nach der at-Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen, da wesentliche Unternehmensentscheidungen gemeinsam mit den Mitgesellschaftern zu treffen waren. Ab dem 1. Mai 2019 übt die Flughafen-Wien-Gruppe eine Beherrschung über die GET2 aus, da durch Vertragsanpassungen die wesentlichen Unternehmensentscheidungen nunmehr von der Flughafen-Wien-Gruppe getroffen werden können. Darüber hinaus wurde den Mitgesellschafter eine Put-Option über den Verkauf der Anteile an die Flughafen-Wien-Gruppe gewährt. Durch diese Vertragsänderung liegt gemäß IFRS 3 ein Unternehmenszusammenschluss vor. Aufgrund der zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht abgeschlossenen Bewertungsableitungen hat die Flughafen-Wien-Gruppe von der Möglichkeit einer vorläufigen Erstkonsolidierung gemäß IFRS 3.45 Gebrauch gemacht. Es wurden daher die der at-Equity-Bilanzierung zugrundeliegenden Vermögenswerte und Schulden bilanziell erfasst, die Put-Verbindlichkeit wurde in Höhe des anteiligen Eigenkapitals bemessen.

Vorläufige Beträge in € Mio. 1.5.2019
Sachanlagen 1,2
Forderungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte
(davon vollkonsolidierte Unternehmen der Flughafen-Wien-Gruppe € 3,8 Mio.)
4,0
Summe Vermögenswerte 5,2
Langfristige Rückstellungen 0,1
Kurzfristige Rückstellungen 1,3
Lieferantenverbindlichkeiten & sonstige Verbindlichkeiten (davon
vollkonsolidierte Unternehmen der Flughafen-Wien-Gruppe € 0,9 Mio.)
3,2
Summe Schulden 4,6

Vorläufig gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 0,6

Wäre die Vollkonsolidierung der Gesellschaft ab 1. Jänner 2019 erfolgt, hätten sich die Umsatzerlöse des Konzerns um rund € 0,2 Mio. und das Konzernergebnis um rund € 0,2 Mio. verändert. Es sind keine wesentlichen Kosten im Zusammenhang mit dem Unternehmenszusammenschluss angefallen.

Die "GetService"-Flughafen-Sicherheits- und Servicedienst GmbH (GET2) wurde dem Segment "Sonstige Segmente" zugeordnet.

Zum 30. Juni 2019 werden in den verkürzten Konzernzwischenabschluss neben der Flughafen Wien AG 24 inländische (31. Dezember 2018: 23) und 13 ausländische (31. Dezember 2018: 13) Tochterunternehmen einbezogen, die von der Flughafen Wien AG beherrscht werden. Weiters wurden zwei inländische Unternehmen (31. Dezember 2018: 3) und ein ausländisches Unternehmen (31. Dezember 2018: 1) nach der Equity-Methode bewertet.

Zwei (31. Dezember 2018: 2) Tochterunternehmen wurden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den verkürzten Konzernzwischenabschluss einbezogen.

(5) Informationen zu Geschäf t ssegmenten (IFRS 8) und Umsatzerlösen (IFRS 15)

Nach IFRS 8 orientiert sich die Segmentberichterstattung an der internen Berichterstattung des Konzerns. Bei der Flughafen-Wien-Gruppe stellen die Geschäftsbereiche der Flughafen Wien AG, nach denen die Gesellschaft organisiert ist, sowie die einzelnen Tochtergesellschaften und Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen, die einzelnen Geschäftssegmente dar, die zu den Berichtssegmenten Airport, Handling & Sicherheitsdienstleistungen, Retail & Properties, Malta und Sonstige Segmente zusammengefasst werden. Die Steuerung der Unternehmensgruppe erfolgt anhand der Berichterstattungen zur Erfolgsrechnung, zu Investitionen und Personalangaben der jeweiligen Bereiche der Flughafen Wien AG sowie der Umsätze, EBITDAs, EBITs, der vorgesehenen Investitionen und Personalzahlen der einzelnen Tochtergesellschaften.

Die Flughafen-Wien-Gruppe ordnet ihre Umsatzerlös-Ströme den Bereichen "Aviation" und "Non-Aviation" zu. Weiters werden pro Segment die unterschiedlichen Umsatzströme weiter unterteilt, welche in den nachfolgenden Tabellen ersichtlich sind.

Die Segmentberichterstattung wurde an die neue Berichtsstruktur angepasst. Die Passagier Services (Lounges, VIP-Services) werden nun gebündelt dem Segment Retail & Properties zugeordnet. Die Vergleichsangaben wurden entsprechend angepasst (IFRS 8.29).

Die Aufteilung nach Aviation- und Non-Aviation-Umsätzen stellt sich wie folgt dar:

H1/2019 in T€ Airport Handling &
Sicherheits
dienstleist
ungen
Retail &
Proper
ties
Malta Sonstige
Segmete
Konzern
Aviation 185.537,5 73.409,3 0,0 30.861,1 0,0 289.807,9
Non-Aviation 5.415,8 5.951,5 78.078,1 13.738,1 8.392,9 111.576,4
Externe
Segmentumsätze 190.953,3
79.360,8 78.078,1 44.599,2 8.392,9 401.384,3
H1/2018 in T€1 Airport Handling &
Sicherheits
dienstleist
ungen
Retail &
Proper
ties
Malta Sonstige
Segmete
Konzern
Aviation 172.169,6 73.879,5 0,0 28.397,2 0,0 274.446,3
Non-Aviation 4.923,8 5.435,9 68.160,6 12.468,8 8.020,4 99.009,5
Externe
Segmentumsätze 177.093,4
79.315,5 68.160,6 40.866,0 8.020,4 373.455,8

1) H1/2018 an neue Berichtsstruktur angepasst (siehe dazu u.a. Konzernanhang 2018)

Die Aufteilung nach geografischen Gebieten stellt sich wie folgt dar:

H1/2019 in T€ Airport Handling &
Sicherheits
dienstleist
ungen
Retail &
Proper
ties
Malta Sonstige
Segmete
Konzern
Österreich 190.953,3 79.360,8 78.078,1 0,0 8.392,9 356.785,1
Malta 0,0 0,0 0,0 44.599,2 0,0 44.599,2
Externe
Segmentumsätze 190.953,3
79.360,8 78.078,1 44.599,2 8.392,9 401.384,3
H1/2018 in T€1 Airport Handling &
Sicherheits
dienstleist
ungen
Retail &
Proper
ties
Malta Sonstige
Segmete
Konzern
Österreich 177.093,4 79.315,5 68.160,6 0,0 8.020,4 332.589,8
Malta 0,0 0,0 0,0 40.866,0 0,0 40.866,0
Externe
Segmentumsätze 177.093,4
79.315,5 68.160,6 40.866,0 8.020,4 373.455,8

1) H1/2018 an neue Berichtsstruktur angepasst (siehe dazu u.a. Konzernanhang 2018)

Segmenterlöse und Segmentergebnisse H1/2019

H1/2019 in T€ Airport Handling &
Sicherheits
dienstleist
ungen
Retail &
Proper
ties
Malta Sonstige
Segmete
Konzern
Externe
Segmentumsätze
190.953,3 79.360,8 78.078,1 44.599,2 8.392,9 401.384,3
Interne
Segmentumsätze
16.041,4 37.570,9 6.827,8 0,0 56.479,0
Segmentumsätze 206.994,7 116.931,7 84.905,9 44.599,2 64.872,0
Segment EBITDA 90.896,0 4.622,3 51.889,8 27.270,3 8.434,4 183.112,8
Segment EBITDA
Marge (in %)
43,9 4,0 61,1 61,1 13,0
Segment EBIT 49.174,9 501,3 43.023,8 21.774,8 2.716,1 117.190,9
Segment EBIT
Marge (in%)
23,8 0,4 50,7 48,8 4,2

Segmenterlöse und Segmentergebnisse H1/2018

H1/2018 in T€1 Airport Handling &
Sicherheits
dienstleist
ungen
Retail &
Proper
ties
Malta Sonstige
Segmete
Konzern
Externe
Segmentumsätze
177.093,4 79.315,5 68.160,6 40.866,0 8.020,4 373.455,8
Interne
Segmentumsätze
14.495,1 38.431,8 6.413,4 0,0 51.540,6
Segmentumsätze 191.588,5 117.747,3 74.574,0 40.866,0 59.560,9
Segment EBITDA 86.162,4 7.044,3 42.925,8 23.434,4 8.023,6 167.590,5
Segment EBITDA
Marge (in %)
45,0 6,0 57,6 57,3 13,5
Segment EBIT 45.963,8 2.968,5 34.408,5 18.908,3 2.266,1 104.515,2
Segment EBIT
Marge (in%)
24,0 2,5 46,1 46,3 3,8

1) H1/2018 an neue Berichtsstruktur angepasst (siehe dazu u.a. Konzernanhang 2018)

Hinweis: Die Segmentberichterstattung wurde an die neue Berichtsstruktur angepasst. Die Passagier Services (Lounges, VIP-Services) werden nun gebündelt dem Segment Retail & Properties zugeordnet. Die Vergleichsangaben wurden entsprechend angepasst (IFRS 8.29).

Segment Airpor t

Umsatz
Beträge in € Mio.
H1/2019 H1/2018 V. in %
Aircraftbezogene Entgelte 36,8 33,2 10,7
Passagierbezogene Entgelte 127,6 121,6 4,9
Infrastrukturerlöse & Dienstleistungen 26,6 22,3 19,2
Umsatz Segment Airport 191,0 177,1 7,8

Umsatz in Höhe von € 191,0 Mio.

In den ersten sechs Monaten 2019 stieg der externe Umsatz im Segment Airport um 7,8% auf € 191,0 Mio. (H1/2018: € 177,1 Mio.). Die Erlöse aus aircraftbezogenen Entgelten stiegen im Vorjahresvergleich um 10,7% auf € 36,8 Mio. (H1/2018: € 33,2 Mio.), gestützt durch den Anstieg des MTOW (plus 18,8%) und der gemäß Indexformel angehobenen Entgelte. Die passagierbezogenen Entgelte legten im ersten Halbjahr 2019 um 4,9% auf € 127,6 Mio. zu (H1/2018: € 121,6 Mio.). Die Erlöse aus der Bereitstellung und Vermietung von Infrastruktur und aus sonstigen Dienstleistungen konnten ebenfalls um 19,2% auf € 26,6 Mio. gesteigert werden (H1/2018: € 22,3 Mio.). Die internen Umsatzerlöse stiegen u.a. durch höhere interne Vermietungserlöse im Periodenvergleich um 10,7% auf € 16,0 Mio. Die anderen Erträge stiegen u.a. aufgrund höherer Anlagenverkaufserlöse um 18,0% auf € 2,8 Mio.

Der externe Materialaufwand erhöhte sich durch den höheren Verbrauch an Durchlaufmaterial im Periodenvergleich um 21,5% auf € 2,0 Mio. (H1/2018: € 1,7 Mio.). Der Personalaufwand stieg aufgrund kollektivvertraglicher Erhöhungen und Rückstellungsbewegungen bei einem durchschnittlichen Personalstand von 528 (im Vergleich zu 524 im H1/2018) um 5,7% auf € 22,8 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 29,3% auf € 19,3 Mio. (H1/2018: € 15,0 Mio.). Dies ist u.a. auf höhere Instandhaltungsaufwendungen, gestiegene Aufwendungen für Fremdleistungen und Aufwendungen des Leistungsvertrags zum Mediationsverfahren im Zusammenhang mit dem Umweltfonds zurückzuführen. Der interne Betriebsaufwand stieg in den ersten sechs Monaten um 7,4% auf € 74,8 Mio.

EBITDA steigt um 5,5% auf € 90,9 Mio.

Im Segment Airport verbesserte sich das EBITDA aufgrund der guten Umsatzentwicklung in den ersten sechs Monaten 2019 um 5,5% auf € 90,9 Mio. (H1/2018: € 86,2 Mio.). Unter Berücksichtigung der Abschreibungen im Ausmaß von € 41,7 Mio. (H1/2018: € 40,2 Mio.) wurde ein Segment-EBIT in Höhe von € 49,2 Mio. nach € 46,0 Mio. in der Vergleichsperiode erzielt (plus 7,0%). Die EBITDA-Marge reduzierte sich leicht von 45,0% auf 43,9%, die EBIT-Marge von 24,0% auf 23,8%.

Umsatz
Beträge in € Mio.
H1/2019 H1/2018 V. in %
Vorfeldabfertigung 47,7 49,3 -3,2
Frachtabfertigung 16,0 16,3 -1,9
Sicherheitsdienstleistungen 2,7 2,4 11,5
Verkehrsabfertigung 8,4 7,0 19,9
General Aviation, Sonstiges 4,6 4,3 6,0
Umsatz Segment Handling &
Sicherheitsdienstleistungen
79,4 79,3 0,1

Segment Handling & Sicherheitsdienstleistungen

Umsätze mit € 79,4 Mio. auf Vorjahresniveau

In den ersten sechs Monaten 2019 wurden im Segment Handling & Sicherheitsdienstleistungen externe Umsätze in Höhe von € 79,4 Mio. (H1/2018: € 79,3 Mio.) erzielt. Die Umsatzerlöse aus der Vorfeldabfertigung reduzierten sich aufgrund von Vertragsanpassungen und geringeren Enteisungserlösen um 3,2% auf € 47,7 Mio. Die Erlöse aus der Frachtabfertigung reduzierten sich aufgrund des Mengenrückgangs im ersten Halbjahr um 1,9% auf € 16,0 Mio. (H1/2018: € 16,3 Mio.). Die externen Erlöse aus der Verkehrsabfertigung konnten hingegen u.a. durch neue Kundenverträge um 19,9% auf € 8,4 Mio. gesteigert werden. Die externen Umsätze für Sicherheitsdienstleistungen stiegen auf € 2,7 Mio. (H1/2018: € 2,4 Mio.). Der Bereich General Aviation erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten 2019 ein Umsatzplus von 6,0% auf € 4,6 Mio. Die internen Umsatzerlöse reduzierten sich um 2,2% auf € 37,6 Mio. (H1/2018: € 38,4 Mio.). Die anderen Erträge enthielten im Vorjahr den Einmaleffekt aus der Erstkonsolidierung der GetService Dienstleistungsgesellschaft m.b.H (GETS) in Höhe von € 0,5 Mio.

Der Materialaufwand stieg im Vorjahresvergleich um 4,2% auf € 4,5 Mio. Der Personalaufwand legte u.a. wegen des höheren durchschnittlichen Personalstands (plus 187 Personen auf 3.192 Mitarbeiter) um 2,3% auf € 88,3 Mio. zu (H1/2018: € 86,3 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit € 4,2 Mio. um 14,2% über dem Vorjahreswert von € 3,7 Mio. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren Aufwendungen für Fremdpersonal. Der interne Betriebsaufwand reduzierte sich um 9,1% auf € 15,5 Mio. (H1/2018: € 17,0 Mio.).

EBITDA-Rückgang auf € 4,6 Mio.

Das EBITDA des Segments Handling & Sicherheitsdienstleistungen reduzierte sich in den ersten sechs Monaten 2019 insbesondere aufgrund der höheren Kostenbelastung auf € 4,6 Mio. (H1/2018: € 7,0 Mio.). Nach Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von € 4,1 Mio. (H1/2018: € 4,1 Mio.) wurde ein EBIT von € 0,5 Mio. (H1/2018: € 3,0 Mio.) erzielt. Die EBITDA-Marge lag mit 4,0% unter dem Vorjahresniveau von 6,0%, und die EBIT-Marge betrug im H1/2019 0,4% (H1/2018: 2,5%).

Segment Retail & Properties

Umsatz
Beträge in € Mio.
H1/2019 H1/2018 V. in %
Parken 25,6 22,2 15,5
Vermietung 13,5 13,0 4,1
Center Management & Hospitality 39,0 33,0 18,0
Umsatz Segment Retail & Properties 78,1 68,2 14,6

Umsatzanstieg um 14,6% auf € 78,1 Mio.

Die externen Umsatzerlöse im Segment Retail & Properties stiegen im Vorperiodenvergleich um 14,6% auf € 78,1 Mio. (H1/2018: € 68,2 Mio.). Getragen wurde diese Entwicklung einerseits durch höhere Erlöse aus dem Centermanagement & Hospitality, welche um 18,0% auf € 39,0 Mio. zulegen konnten (H1/2018: € 33,0 Mio.). Andererseits stiegen auch die Parkerlöse um 15,5% von € 22,2 Mio. auf € 25,6 Mio. Die Erlöse aus dem Vermietungsbereich erhöhten sich um 4,1% auf € 13,5 Mio. (H1/2018: € 13,0 Mio.). Die internen Umsatzerlöse stiegen um 6,5% auf € 6,8 Mio., während sich die anderen Erträge aufgrund höherer Erlöse aus Grundstücksverkäufen im Vorjahr auf € 3,9 Mio. reduzierten (H1/2018: € 4,5 Mio.).

Der Materialaufwand reduzierte sich um 3,4% auf € 0,7 Mio. (H1/2018: € 0,7 Mio.). Der Personalaufwand erhöhte sich bei einem Mitarbeiterstand von 140 Personen (H1/2018: 126 Personen) um 13,8% auf € 6,3 Mio. (H1/2018: € 5,5 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich aufgrund geringerer Instandhaltungskosten um 10,2% von € 9,2 Mio. auf € 8,3 Mio. Die internen Betriebsaufwendungen stiegen um 4,9% auf € 21,7 Mio.

EBITDA-Anstieg auf € 51,9 Mio.

Das EBITDA des Segments Retail & Properties erhöhte sich aufgrund höherer Umsatzerlöse in den ersten sechs Monaten 2019 trotz geringerer Erträge aus Grundstücksverkäufen von € 42,9 Mio. um 20,9% auf € 51,9 Mio. Die Abschreibungen liegen mit € 8,9 Mio. leicht über dem Vorjahresniveau (H1/2018: € 8,5 Mio.). Das EBIT legte ebenfalls um 25,0% auf € 43,0 Mio. zu (H1/2018: € 34,4 Mio.). Die EBITDA-Marge betrug 61,1% (H1/2018: 57,6%), die EBIT-Marge 50,7% (H1/2018: 46,1%).

Segment Malta

Umsatz
Beträge in € Mio.
H1/2019 H1/2018 V. in %
Airport 31,0 29,0 7,1
Retail & Property 13,3 11,8 13,2
Sonstiges 0,3 0,1 n.a.
Umsatz Segment Malta 44,6 40,9 9,1

Umsatzanstieg um 9,1% auf € 44,6 Mio.

Die externen Umsätze des Segments Malta nahmen in den ersten sechs Monaten um 9,1% auf € 44,6 Mio. zu (H1/2018: € 40,9 Mio.). Die airportbezogenen Umsätze konnten im Quartalsvergleich um 7,1% auf € 31,0 Mio. zulegen, was primär auf das Verkehrswachstum zurückzuführen ist. Aber auch der Bereich Retail & Property zeigte ein Umsatzplus von 13,2% auf € 13,3 Mio.

Der Materialaufwand lag mit € 1,4 Mio. leicht unter dem Vorjahresniveau in Höhe von € 1,5 Mio. Die Personalaufwendungen stiegen aufgrund eines höheren Personalstands und kollektivvertraglichen Erhöhungen um 10,4% auf € 4,9 Mio. (H1/2018: € 4,4 Mio.). Der sonstige betriebliche Aufwand konnte hingegen um 4,6% auf € 11,0 Mio. reduziert werden und setzte sich u.a. aus Aufwendungen für Sicherheitspersonal, Reinigung, PRM-Leistungen, sonstigen Fremdpersonalleistungen, EDV, Airline-Marketing und Instandhaltungen zusammen. Die Anwendung von IFRS 16 führte zu einer Reduktion des Miet- und Pachtaufwands um € 1,5 Mio. Gegenläufig wirkten höhere Abschreibungen (€ 0,7 Mio.).

EBITDA-Anstieg um 16,4% auf € 27,3 Mio.

Für das erste Halbjahr 2019 verzeichnete das Segment Malta ein EBITDA von € 27,3 Mio. (H1/2018: € 23,4 Mio.) und eine EBITDA-Marge von 61,1% nach 57,3% im Vorjahr. Nach Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von € 5,5 Mio. (H1/2018: € 4,5 Mio.) belief sich das EBIT auf € 21,8 Mio. (H1/2018: € 18,9 Mio.), was einer EBIT-Marge von 48,8% entspricht (H1/2018: 46,3%).

Segment Sonstige Segmente

Umsatz
Beträge in € Mio. H1/2019 H1/2018 V. in %
Ver- und Entsorgung 4,8 4,4 9,7
Telekommunikation und EDV 1,5 1,4 2,5
Sonstiges 2,1 2,2 -3,8
Umsatz Sonstige Segmente 8,4 8,0 4,6

Umsatzerlöse in Höhe von € 8,4 Mio.

Die externen Umsätze des Segments Sonstige Segmente lagen im ersten Halbjahr 2019 bei € 8,4 Mio. (H1/2018: € 8,0 Mio.). Dieser Anstieg resultiert aus höheren Erlösen im Bereich der Ver- und Entsorgung durch Preisanpassungen. Die internen Erlöse legten im Vergleichszeitraum um 9,6% auf € 56,5 Mio. zu (H1/2018: € 51,5 Mio.). Die anderen Erträge (inkl. aktivierter Eigenleistungen) betrugen € 1,0 Mio. (H1/2018: € 1,4 Mio.).

Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen ging im Periodenvergleich um 1,4% auf € 11,7 Mio. zurück (H1/2018: € 11,9 Mio.). Der Personalaufwand stieg um 15,5% von € 27,4 Mio. auf € 31,6 Mio. bei einem durchschnittlichen Personalstand von 875 Mitarbeitern (H1/2018: 729). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr von € 11,2 Mio. auf € 10,4 Mio., was auf geringere Instandhaltungen zurückzuführen ist. Der interne Aufwand stieg durch höhere bezogene Leistungen und höhere Mietaufwendungen auf € 4,9 Mio.

Das at-Equity-Ergebnis spiegelt das operative Ergebnis der Beteiligungen wider. In den ersten sechs Monaten 2019 wurden Erträge in Höhe von € 1,3 Mio. verzeichnet (H1/2018: € 1,0 Mio.).

EBITDA in Höhe von € 8,4 Mio.

In Summe verzeichnete das Segment Sonstige Segmente ein EBITDA in Höhe von € 8,4 Mio. (H1/2018: € 8,0 Mio.). Nach Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von € 5,7 Mio. (H1/2018: € 5,8 Mio.) konnte ein Segment-EBIT von € 2,7 Mio. (H1/2018: € 2,3 Mio.) erzielt werden. Die EBITDA-Marge betrug 13,0% (H1/2018: 13,5%), die EBIT-Marge belief sich auf 4,2% (H1/2018: 3,8%).

Angaben zum Segmentvermögen

Überleitung des Segmentvermögens zum Konzernvermögen

Beträge in T€ 30.6.2019 31.12.20181
Vermögenswerte je Segment
Airport 1.115.779,4 1.129.219,1
Handling & Sicherheitsdienstleistungen 80.425,5 78.689,3
Retail & Properties 329.175,3 315.829,2
Malta 355.153,0 310.855,2
Sonstige Segmente 103.669,7 102.386,6
Summe der Vermögenswerte der berichteten Segmente 1.984.202,8 1.936.979,5
Sonstiges (nicht zuordenbares) Vermögen2
Sonstige langfristige Vermögenswerte 60.781,6 117.464,0
Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens 44.583,0 28.124,4
Forderungen an Finanzamt 6.283,3 8.001,9
Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 107.200,2 56.213,4
Abgrenzungsposten 3.155,4 1.472,5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 13.042,7 9.845,6
Summe sonstiges (nicht zuordenbares) Vermögen 235.046,3 221.121,7

Konzernvermögen 2.219.249,1 2.158.101,2

1) Die Segmentberichterstattung wurde an die neue Berichtsstruktur angepasst. Die Passagier Services (Lounges, VIP-Services) werden nun gebündelt dem Segment Retail & Properties zugeordnet. Die Vergleichsangaben wurden entsprechend angepasst (IFRS 8.29).

2) beinhaltet nicht zuordenbares Vermögen, ausgenommen Vermögen der MIA-Gruppe

(6) Ergänzende Erläuterungen zum Zwischenabschluss

Bilanz

Zum 31. Dezember 2018 war ein Grundstück mit einem Buchwert in Höhe von € 0,7 Mio. der Position "Zum Verkauf stehende Vermögenswerte" nach IFRS 5 ausgewiesen. Im ersten Halbjahr 2019 wurden dieses Grundstück verkauft, was zu einem sonstigen betrieblichen Ertrag in Höhe von € 1,3 Mio. führte, welcher im Segment Retail & Properties ausgewiesen wird.

Entwicklung der Finanzverbindlichkeiten

Beträge in € Mio. Langfristige
Finanzverbindlich
keiten
Kurzfristige
Finanzverbindlich
keiten
Gesamt
Stand 1.1.2019 300.000,0 57.016,5 357.016,5
Zugänge 0,0 34.000,0 34.000,0
Tilgungen 0,0 -25.001,0 -25.000,1
Umgliederung -25.000,0 25.000,0 0,0
Stand 30.6.2019 275.000,0 91.015,5 366.015,5

Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Umsatzanalysen sind in der Segmentberichterstattung im Kapitel 5 ersichtlich.

Abschreibungen

In den ersten sechs Monaten 2019 wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von € 65,9 Mio. (H1/2018: € 63,1 Mio.) erfasst.

Beträge in € Mio. H1/2019 H1/2018
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände
2.703,9 2.297,0
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und als
Finanzinvestition gehaltene Immobilien
63.218,1 60.778,3
Summe Abschreibungen 65.922,0 63.075,3

Ertragsteuern

Die Ertragsteuern werden in der Zwischenberichtsperiode auf Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Der Steueraufwand der Flughafen-Wien-Gruppe setzt sich wie folgt zusammen:

Beträge in € Mio. H1/2019 H1/2018
Aufwand für laufende Ertragsteuern 30.174,7 27.756,1
Veränderung latente Steuern -2.048,8 -1.863,7
Summe Steuern 28.125,9 25.892,4

(7) Saisonalität des Flughafengeschäfts

Das Geschäft der Flugverkehrsbranche unterliegt zwei unterschiedlichen saisonalen Einflüssen. Zum einen werden im ersten und vierten Quartal eher unterdurchschnittliche, im zweiten und dritten Quartal eher überdurchschnittliche Umsätze erzielt. Grund dafür ist das höhere Passagieraufkommen während der Sommermonate in Europa. Zum zweiten gibt es Schwankungen bei den Instandhaltungsaufwendungen und Wartungen. Diese werden üblicherweise im Herbst bzw. Winter durchgeführt, wodurch es zu höheren Ergebnisbelastungen zu Ende des Jahres kommt.

(8) Sonstige Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Für immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien bestehen am Bilanzstichtag 30. Juni 2019 Erwerbsverpflichtungen in Höhe von € 121,1 Mio. (31. Dezember 2018: € 32,6 Mio.).

Sofern ein Baubeschluss zur Errichtung der 3. Piste gefasst wird, wird im Zusammenhang mit dem Umweltfonds binnen acht Wochen ab Baubeginnanzeige eine Zahlungsverpflichtung aus dem Leistungsvertrag zum Mediationsverfahren, die sich aus den Flugverkehrszahlen ermittelt, ausgelöst. Auf Basis der zum 30. Juni 2019 ermittelten Flugverkehrszahlen leitet sich zu diesem Stichtag ein Betrag in Höhe von rund € 12,8 Mio. ab.

Darüber hinaus gab es seit dem letzten Bilanzstichtag bei den Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen keine materiellen Veränderungen.

(9) Nahestehende Unternehmen und Personen

Der Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen blieb gegenüber dem letzten Konzernabschluss im Wesentlichen unverändert.

Die Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nicht wesentlich geändert und werden unverändert zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt.

In den ersten sechs Monaten 2019 gab es keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen oder Personen. Die Fremdleistungen, die von nahestehenden Unternehmen (nicht vollkonsolidierte Tochterunternehmen bzw. Unternehmen, die

nach der at-Equity-Methode bilanziert werden) bezogen wurden, beliefen sich im Berichtszeitraum auf € 4,7 Mio. (H1/2018: € 7,1 Mio.). Die Umsätze mit diesen Unternehmen betrugen € 0,1 Mio. (H1/2018: € 0,2 Mio.). Die Forderungen betrugen zum Stichtag 30. Juni 2019 € 0,3 Mio. (31. Dezember 2018: € 0,7 Mio.), die Verbindlichkeiten € 8,1 Mio. (31. Dezember 2018: € 10,7 Mio.).

(10) Finanzinstrumente

Das Management geht davon aus, dass – abgesehen von den unten dargestellten Ausnahmen – die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt werden, im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten und entsprechen daher im Wesentlichen den Zeitwerten. Lieferantenverbindlichkeiten sowie sonstige Verbindlichkeiten haben ebenso vorwiegend kurze Restlaufzeiten, sodass die bilanzierten Werte annähernd die beizulegenden Zeitwerte darstellen.

Der beizulegende Zeitwert des Fonds der Kategorie "Fair Value through Profit & Loss" (FVPL) bezieht sich auf einen börsennotierten Fonds (Stufe 1). Die Schuldtitel der Kategorie FVPL betrifft eine Ergänzungskapitalobligation (Stufe 2). Die Eigenkapitaltitel betreffen Beteiligungen und Wertpapiere, die mangels aktivem Markt bzw. fehlender Kursnotiz der Stufe 3 zugeordnet werden. Diese werden von der Flughafen-Wien-Gruppe aus strategischen Gründen längerfristig gehalten. Die Bewertung dieser Eigenkapitaltitel erfolgt im sonstigen Ergebnis (OCI).

Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Bankdarlehen) und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden grundsätzlich als Barwerte der mit Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve unter Berücksichtigung der Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und eines angemessenen Credit Spread ermittelt (Stufe 2).

In der Berichtsperiode wurden keine Umgliederungen zwischen den Stufen 1 und 2 vorgenommen.

Folgende Bewertungsverfahren und Inputfaktoren wurden angewendet:

Bewertungsverfahren und Inputfaktoren

Finanzinstrument Stufe Bewertungs verfahren Inputfaktoren
Fonds 1 Marktwert orientiert Börsenpreis
Schuldtitel
(Wertpapiere)
2 Marktwert-ori entiert Von Börsepreis abgeleiteter Preis
Eigenkapitaltitel
(Wertpapiere)
3 Kapitalwert
orientiert
Eigenkapitalkosten, zukünftige Ge
winnausschüttung
Eigenkapitaltitel
(Beteiligungen)
3 Kapitalwert
orientiert
Anschaffungskosten als beste Schät
zung (wegen Unwesentlichkeit)

Für die Eigenkapitaltitel (Wertpapiere) der Stufe 3 wird ein kapitalwertorientiertes Bewertungsmodell angewandt. Das Bewertungsmodell berücksichtigt den Barwert der erwarteten Dividendenausschüttungen, abgezinst mit einem risikoadjustierten Abzinsungssatz.

Die wesentlichen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren der Eigenkapitaltitel (Wertpapiere) der Stufe 3 sind wie folgt:

  • Erwartete zukünftige Zahlungsströme aus Dividenden: rund T€ 360 p.a. (31.12.2018: rund T€ 420)
  • Riskoadjustierter Abzinsungssatz: 8,29% (31.12.2018: 8,29%)

Die aus diesen Eigenkapitalinstrumenten erhaltenen Dividenden im laufenden Geschäftsjahr betragen T€ 254,5 (Vorjahr: T€ 331,4).

Der geschätzte beizulegende Zeitwert der Stufe 3 würde wie folgt steigen (sinken), wenn der Diskontierungssatz um +/- 0,25% angepasst werden würde:

Sensitivitäten Stufe 3

Beträge in T€ Sensitivitäten
Verringerung
des Diskontierungssatzes
Anstieg
des Diskontierungssatzes
Diskontierungssatzes +/- 0,25% 4.768,1 4.498,7

Stufe 3-Bewertung von Finanzinstrumenten

Beträge in T€
Buchwert 1.1.2019 5.238,1
Zugänge 30,0
Bewertungsergebnis
(im sonstigen Ergebnis in den sonstigen Rücklagen erfasst)
-640,0
Buchwert 30.6.2019 4.628,1

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Buchwerte, die beizulegenden Zeitwerte und Wertansätze der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, gegliedert nach Bewertungskategorien zum 30. Juni 2019 und zum 31. Dezember 2018. Die Angaben zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht zum Zeitwert erfasst sind, dienen Informationszwecken. Da die Bilanzpositionen "Forderungen und sonstige Vermögenswerte" sowie "Übrige Verbindlichkeiten" sowohl Finanzinstrumente als auch nicht finanzielle Vermögenswerte bzw. nicht finanzielle Verbindlichkeiten enthalten, wurde die Zeile "Kein Finanzinstrument" eingeführt, um eine Überleitung der Buchwerte zur entsprechenden Bilanzposition zu gewährleisten.

AKTIVA Buchwerte Zeitwert
Lang
fristiges
Vermögen
Kurzfristiges Vermögen
Beträge in T€ Bewer
tungs
kategorie
Sonstige
finanzielle
Vermögens
werte
Wert
papiere
Forderungen
und sonstige
Vermögens
werte
Zahlungsmittel
und Zahlungs
mitteläquiva
lente
Summe Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe Wertansatz nach IFRS 9
30. Juni 2019
Finanzielle Vermögenswerte,
zum Zeitwert erfasst
Fonds FVPL 15.663,0 15.663,0 15.663,0 15.663,0 Zeitwert erfolgswirksam (P&L)
Schuldtitel (Wertpapiere) FVPL 23.937,3 23.937,3 23.937,3 23.937,3 Zeitwert erfolgswirksam (P&L)
Eigenkapitaltitel (Beteiligungen, Wertpapiere) FVOCI 4.628,1 4.628,1 4.628,1 4.628,1 Zeitwert erfolgsneutral (OCI)
Finanzielle Vermögenswerte,
nicht erfasst zum Zeitwert
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1 AC 72.365,3 72.365,3 Fortgeführte Anschaffungskosten
Forderungen ggb. assoziierten Unternehmen 1 AC 287,0 287,0 Fortgeführte Anschaffungskosten
Sonstige Forderungen und
Vertragsvermögenswerte 1
AC 18.024,9 18.024,9 Fortgeführte Anschaffungskosten
Veranlagungen (Termingelder) 1 AC 55.220,0 96.736,4 151.956,4 Fortgeführte Anschaffungskosten
Ausgereichte Darlehen 1 AC 934,7 934,7 Fortgeführte Anschaffungskosten
Schuldtitel (Wertpapiere) 1 AC 4.982,7 4.982,7 Fortgeführte Anschaffungskosten
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1 AC 33.887,3 33.887,3 Nominalwert = Zeitwert
Kein Finanzinstrument
Sonstige Forderungen und Abgrenzungen n. a. 11.177,3 11.177,3
Summe 60.782,8 44.583,0 198.591,0 33.887,3 337.844,2
31. Dezember 2018
Finanzielle Vermögenswerte,
zum Zeitwert erfasst
Schuldtitel (Wertpapiere) FVPL 23.141,7 23.141,7 23.141,7 23.141,7 Zeitwert erfolgswirksam (P&L)
Eigenkapitaltitel (Beteiligungen, Wertpapiere) FVOCI 5.238,1 5.238,1 5.238,1 5.238,1 Zeitwert erfolgsneutral (OCI)
Finanzielle Vermögenswerte,
nicht erfasst zum Zeitwert
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen1 AC 65.397,6 65.397,6 Fortgeführte Anschaffungskosten
Forderungen ggb. assoziierten Unternehmen 1 AC 663,7 663,7 Fortgeführte Anschaffungskosten
Sonstige Forderungen und
Vertragsvermögenswerte1
AC 13.454,5 13.454,5 Fortgeführte Anschaffungskosten
Veranlagungen (Termingelder)1 AC 111.289,1 45.000,0 156.289,1 Fortgeführte Anschaffungskosten
Ausgereichte Darlehen1 AC 938,0 938,0 Fortgeführte Anschaffungskosten
Schuldtitel (Wertpapiere)1 AC 4.982,7 4.982,7 Fortgeführte Anschaffungskosten
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente1 AC 30.098,8 30.098,8 Nominalwert = Zeitwert
Kein Finanzinstrument
Sonstige Forderungen und Abgrenzungen n. a. 30.770,7 11.336,7 42.107,4
Summe 148.235,8 28.124,4 135.852,5 30.098,8 342.311,5

1) der beizulegende Zeitwert entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten

Erläuterung der Bewertungskategorien:

FVPL – Zeitwert erfolgswirksam (Fair Value through Profit and Loss) FVOCI – Zeitwert erfolgsneutral (Fair Value through Other Comprehensive Income)

AC – Fortgeführte Anschaffungskosten (Amortised Cost)

PASSIVA Buchwerte Zeitwert
Langfristige Schulden Kurzfristige Schulden
Beträge in T€ Bewer
tungs
kategorie
Finanz- und
Leasingver
bindlich
keiten
Übrige
Verbindlich
keiten
Finanz- und
Leasingver
bindlich
keiten
Lieferan
tenver
bindlich
keiten
Übrige
Verbind
lichkeiten
Summe Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe Wertansatz
nach IFRS 9
30. Juni 2019
Finanzielle Schulden,
erfasst zum Zeitwert
n.a.
Finanzielle Schulden,
nicht erfasst zum Zeitwert
Lieferantenverbindlichkeiten1 AC 35.043,9 35.043,9 Fortgeführte
Anschaffungskosten
Finanzverbindlichkeiten1 AC 275.000,0 91.015,5 366.015,5 432.018,6 432.018,6 Fortgeführte
Anschaffungskosten
Leasingverbindlichkeiten2 AC 54.813,1 370,1 55.183,2 Fortgeführte
Anschaffungskosten
Übrige Verbindlichkeiten1 AC 36.390,6 36.390,6 Fortgeführte
Anschaffungskosten
Keine finanzielle Schuld
Übrige Verbindlichkeiten und
Abgrenzungen
n. a. 29.522,5 19.763,5 49.286,1
Summe 329.813,1 29.522,5 91.385,6 35.043,9 56.154,1 541.919,2
31. Dezember 20183
Finanzielle Schulden,
erfasst zum Zeitwert
n.a.
Finanzielle Schulden,
nicht erfasst zum Zeitwert
Lieferantenverbindlichkeiten1 AC 41.378,6 41.378,6 Fortgeführte
Anschaffungskosten
Finanzverbindlichkeiten1 AC 300.000,0 57.016,5 357.016,5 387.146,3 387.146,3 Fortgeführte
Anschaffungskosten
Übrige Verbindlichkeiten1 AC 9.118,1 50.499,1 59.617,3 Fortgeführte
Anschaffungskosten
Keine finanzielle Schuld
Übrige Verbindlichkeiten und
Abgrenzungen
n. a. 30.411,7 11.859,8 42.271,5
Summe 300.000,0 39.529,8 57.016,5 41.378,6 62.359,0 500.283,9

1) der beizulegende Zeitwert entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten

2) Die Angabe des beizulegenden Zeitwerts von Leasingverbindlichkeiten ist gemäß IFRS 7.29(d) nicht erforderlich.

3) Anwendung von IFRS 16 seit 1. Jänner 2019. Keine Anpassung der Vorjahresperiode.

Erläuterung der Bewertungskategorien:

AC - Fortgeführte Anschaffungskosten (Amortised Cost)

(11) Ereignisse nach Ende der Zwischenperiode

Andere Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode, die für die Bewertung und Bilanzierung am 30. Juni 2019 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht oder offengelegt werden müssten, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.

Schwechat, 12. August 2019 Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO

Erklärung des Vorstands

gemäß § 125 Abs. 1 Z3 BörseG 2018

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte, verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Schwechat, 12. August 2019 Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger

Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO

Impressum

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Dieser Geschäftsbericht wurde im Auftrag der Flughafen Wien AG

von VGN – Content Marketing / Corporate Publishing produziert. (Leitung: Mag. Sabine Fanfule, MBA)

Konzeption und Gestaltung: Gabriele Rosenzopf MSc (Creative Director) Tabellensatz und Layout: Réne Gatti

Disclaimer: Dieser Quartalsbericht enthält Annahmen und Prognosen, die wir auf Basis aller uns bis Redaktionsschluss im August 2019 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Einschätzungen nicht eintreffen, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten abweichen. Trotz größter Sorgfalt erfolgen daher alle zukunftsbezogenen Aussagen ohne Gewähr. Die PDF-Ausgabe des Quartalsberichts Q2/2019 der Flughafen Wien Aktiengesellschaft finden Sie auf unserer Homepage www.viennaairport.com/unternehmen/investor_relations unter dem Menüpunkt "Publikationen und Berichte". Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Bericht überwiegend die männliche Schreibweise verwendet. Selbstverständlich sind damit Frauen und Männer gleichermaßen gemeint und angesprochen. Dieser Quartalsbericht wurde von der Flughafen Wien AG erstellt.

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