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Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG

Annual Report Mar 18, 2020

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Annual Report

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1 Jahresfinanzbericht 2019

INHALT

LAGEBERICHT
____________
4
HIGHLIGHTS 4
MARKTUMFELD 5
GESCHÄFTSENTWICKLUNG 7
ENTWICKLUNG DER SEGMENTE 8
ANALYSE UND ERGEBNISSE 9
AUSBLICK 15
NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG: NACHHALTIGES MANAGEMENT 18
WESENTLICHKEITSANALYSE 19
MANAGEMENT-ANSATZ
ERGEBNISSE UND RISIKEN
26
27
NACHHALTIGES WACHSTUM 30
UMWELTKONZEPT 33
SOZIAL- UND MITARBEITERKONZEPT 38
KONZEPT ZUR ACHTUNG DER MENSCHENRECHTE UND BEKÄMPFUNG VON KORRUPTION UND BESTECHUNG 43
CORPORATE GOVERNANCE BERICHT
________
46
DIVERSITÄTSKONZEPT 56
KONZERNABSCHLUSS
____________
62
BESTÄTIGUNGSVERMERK
__________
151
BERICHT DES AUFSICHTSRATES ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR 2019___ 157
JAHRESABSCHLUSS
_______
160
BESTÄTIGUNGSVERMERK ZUM JAHRESABSCHLUSS_________ 186
ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER
_____
192

"Unsere breite strategische Positionierung bewährte sich im dynamischen Marktumfeld 2019."

LAGEBERICHT

Der Konzern-Lagebericht bezieht sich auf den IFRS-Konzernabschluss im Sinne des § 245a UGB.

HIGHLIGHTS

  • Solide Geschäftsentwicklung von SBO auf den internationalen Märkten
  • Umsatz stieg auf MEUR 445, Betriebsergebnis (EBIT) lag bei MEUR 60
  • Dividendenvorschlag in Höhe von EUR 1,20 pro Aktie, nach EUR 1,00 pro Aktie im Vorjahr

Große regionale Unterschiede in Nordamerika und den internationalen Märkten schufen ein herausforderndes Umfeld für die Öl- und Gasindustrie und prägten das Geschäftsjahr 2019 von SBO. Die Nachfrage in Nordamerika war zu Jahresanfang noch stabil, zeigte aber ab Mitte des Jahres stark abschwächende Tendenzen, bedingt durch die hohe Investitionsdisziplin der nordamerikanischen Öl- und Gasgesellschaften. Das internationale Marktumfeld entwickelte sich positiv, daher konnte SBO durch ihre weltweite Positionierung die Chancen an diesen Märkten gut nutzen und die Auswirkungen des schwächeren Nordamerika-Geschäfts reduzieren. Dies spiegelte sich in der positiven Geschäftsentwicklung 2019 wider: Der Auftragseingang lag über dem Umsatz, das EBIT entwickelte sich solide und der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit stieg stark an.

SBO setzte 2019 ihre nachhaltige Wachstumsstrategie konsequent um. Zur weiteren Optimierung des Konzerns wurden die beiden nordamerikanischen Tochtergesellschaften Downhole Technology und Resource Well Completion Technologies mit 1. Oktober 2019 unter dem Namen "The WellBoss Company" zusammengeführt. Das neu entstandene Unternehmen hat hohe Zukunftspotenziale und kombiniert die Innovationskraft der Resource mit der Vertriebsstärke der Downhole Technology. Dies bedeutet auch gesamthaft eine Stärkung des internationalen Vertriebs der Well Completion-Produkte der SBO. Die Produktionsstandorte in England und Mexiko wurden 2019 wie geplant geschlossen und die Kapazitäten unter anderem nach Österreich und Vietnam transferiert, von wo aus der internationale Markt weiterhin bedient wird. Investitionen in Forschungsund Entwicklungsprojekte waren auch 2019 von elementarer Bedeutung für SBO, um Kunden weltweit mit innovativen Technologien zu versorgen. Insgesamt untermauerte das Unternehmen seine Pionierrolle bei Innovationen und stärkte die Positionierung in wichtigen Märkten.

"Wir versorgen Kunden weltweit mit innovativen Technologien."

MARKTUMFELD

Das Wachstum der Weltwirtschaft verlangsamte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr. Laut aktuellen Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) lag das globale Wirtschaftswachstum 2019 bei 2,9 %, nach 3,6 % im Vorjahr. Die Weltkonjunktur entwickelte sich damit so schwach wie seit der globalen Finanzkrise 2009 nicht mehr. Negativ wirkten sich vor allem der Handelsstreit zwischen den USA und China, zunehmende Handelsbarrieren sowie eine wachsende Unsicherheit infolge geopolitischer Risiken aus. Der Abschwung vollzog sich über die Regionen hinweg: Sowohl das Wirtschaftswachstum der Industrie nationen (1,7 %, nach 2,2 % in 2018) als auch die Wachstumsraten der Schwellenländer (3,7 %, nach 4,5 % in 2018) waren 2019 rückläufig.3

Die durchschnittliche globale Öl-Nachfrage stieg im Jahr 2019 laut Internationaler Energie Agentur (IEA)

3 IMF World Economic Outlook, Jänner 2020. um 0,8 Millionen Barrel pro Tag (mb/d) oder 0,8 % auf 100,1 mb/d (2018: 99,3 mb/d). Während sich die Nachfrage in den Nicht-OECD Staaten um 1,1 mb/d oder 2,1 % auf 52,5 mb/d leicht erhöhte (2018: 51,4 mb/d), war sie in den OECD Staaten im Jahresvergleich mit 47,6 mb/d leicht rückläufig (2018: 47,9 mb/d).

Über das Gesamtjahr gesehen hielten sich die Nachfrage nach Rohöl (100,1 mb/d) und die Produktion (100,5 mb/d) nahezu die Waage. Dabei sank die OPEC Produktion im Jahr 2019 auf 35,5 mb/d, in den Nicht-OPEC Staaten stieg sie auf 65,0 mb/d. Die im Dezember 2018 beschlossene Produktionskürzung der OPEC Staaten (einschließlich Partnerstaaten) wurde Mitte des Jahres verlängert. Um den Ölmarkt zu stabilisieren und die Preise zu stützen, einigte sich die OPEC+ Allianz am 6. Dezember 2019 auf eine Förderkürzung von insgesamt 2,1 mb/d.4

Auch das Marktumfeld der Oilfield Service-Industrie war 2019 vom Handelskonflikt zwischen China und den USA sowie der Befürchtung einer weiteren konjunkturellen Abschwächung belastet. Die Marktentwicklung verlief regional unterschiedlich: Während der Aufwärtstrend an den internationalen Märkten anhielt, war der nordamerikanische Markt von einer restriktiven Investitionspolitik der Explorationsund Produktionsgesellschaften geprägt und schwächte sich zusehends ab. Der weltweite Rig Count sank im Verlauf des Jahres 2019 um 9,0 % auf 2.043 Anlagen (Dezember 2018: 2.244 Anlagen). Ursache für diesen Rückgang war in erster Linie der US-Rig Count, der sich um 25,4 % auf 804 Anlagen verringerte (Dezember 2018: 1.078 Anlagen). Auch in Kanada zeigte sich der Abwärtstrend in einem Rückgang des Rig Counts um 4,3 % auf 135 Anlagen im Dezember 2019. International gab es einen Anstieg um 7,7 % auf 1.104 Anlagen (Dezember 2018: 1.025 Anlagen), hauptsächlich bedingt durch die positive Entwicklung in Europa und dem Mittleren Osten – sowohl auf dem Festland als auch auf See ("Offshore"). Während der US-Rig Count über das gesamte Jahr hinweg kontinuierlich abnahm, stieg die Anzahl der internationalen Bohranlagen insbesondere im ersten Halbjahr 2019 an und flachte zum Jahresende hin leicht ab.5 Der Bestand gebohrter, aber noch nicht komplettierter Bohrlöcher (sog. Drilled but Uncompleted Wells / DUCs) verzeichnete bis zur Jahresmitte 2019 einen Anstieg und begann sich in der zweiten Jahreshälfte aufgrund geringerer Aktivität abzubauen. Der Bestand erreichte in den Vereinigten Staaten im Dezember 2019 eine Anzahl von 7.716 Einheiten (Dezember 2018: 8.010 Einheiten).6

"Die Marktentwicklung verlief regional unterschiedlich."

4 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2020.

5 Baker Hughes Rig Count.

6 U.S. Energy Information Administration (EIA), Drilling Productivity Report, Februar 2020. Die Entwicklung der Ölpreise zeigte im Jahresverlauf starke Volatilitäten. Ende des Jahres 2019 lagen die Preise nach der Teileinigung im Handelsstreit zwischen den USA und China im Plus. Die Nordseemarke Brent startete mit einem Kurs von USD 53,80 in das Jahr 2019 und schloss Ende Dezember mit einem Kurs von USD 66,00; dies entspricht einer Steigerung um 22,7 %. Der Kurs der nordamerikanischen Rohölsorte WTI stieg im Jahr 2019 von USD 45,41 auf USD 61,06, eine Steigerung von 34,5 %.7

Die weltweiten Ausgaben für Exploration und Produktion (E&P-Ausgaben) stiegen im Jahr 2019 um 3 %, wobei die stärkeren Aktivitäten am internationalen Markt die restriktive Investitionspolitik in Nordamerika ausglichen. So betrug der Anstieg der E&P-Ausgaben international 6 %, Nordamerika verzeichnete aufgrund der hohen Kostendisziplin der Explorations- und Produktionsgesellschaften hingegen einen Rückgang um 6 %. Dieser ging auf ein Minus der E&P-Ausgaben von 6 % in den USA sowie 9 % in Kanada zurück.8

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

SBO verzeichnete ein solides Geschäftsjahr 2019. Die breite strategische Positionierung des Unternehmens bewährte sich in einem sehr dynamischen Marktumfeld. Die Nachfrage nach den hochqualitativen Produkten und Leistungen von SBO sorgte für positive Ergebnisse. Durch das gut ausgebaute internationale Geschäft konnte SBO die Schwäche des nordamerikanischen Marktes zu einem Gutteil kompensieren.

Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 6,0 % auf MEUR 445,3 (2018: MEUR 420,2). Der Auftragseingang lag bei MEUR 467,2, nach MEUR 481,9 im Jahr 2018. Der Auftragsstand Ende 2019 erhöhte sich auf MEUR 123,0 (31. Dezember 2018: MEUR 97,7). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf MEUR 108,6 (2018: MEUR 120,0). Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug MEUR 60,2 (2018: MEUR 46,9). Der Vorjahreswert beinhaltet eine nicht cash-wirksame, rückwirkende Berichtigung des Firmenwerts einer Tochtergesellschaft in Höhe von MEUR 23,9 zum 31. Dezember 2018.9 Die EBITDA-Marge lag bei 24,4 % (2018: 28,6 %), die EBIT-Marge bei 13,5 % (2018: 11,2 %).

Das Finanzergebnis 2019 belief sich auf MEUR minus 12,3 (2018: MEUR minus 14,8). Das Ergebnis vor Steuern betrug MEUR 47,9 (2018: MEUR 32,0), das Ergebnis nach Steuern kam zu Jahresende bei MEUR 32,3 zu liegen (2018: MEUR 17,5). Das Ergebnis pro Aktie lag bei EUR 2,03 (2018: EUR 1,10).

SBO verfügt über eine solide Bilanzstruktur: Das Eigenkapital erhöhte sich auf MEUR 370,1 (2018: MEUR 344,8).9 Die Eigenkapitalquote von SBO belief

7 Bloomberg: CO1 Brent Crude (ICE) und CL1 WTI Crude (Nymex).

8 Evercore ISI, The 2020 Evercore ISI Global E&P Spending Outlook, Dezember 2019.

9 Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die Ausführungen in Erläuterung 4 – Rückwirkende Anpassungen.

sich Ende 2019 auf 42,3 % (2018: 39,3 %), die Nettoverschuldung reduzierte sich auf MEUR 20,1 (2018: MEUR 62,5). Dementsprechend sank auch das Gearing von 18,1 % auf 5,4 % zum Ende des Jahres 2019. Der Bestand an liquiden Mitteln betrug MEUR 265,2 (2018: MEUR 241,5). Der operative Cashflow verdreifachte sich nahezu und hielt zu Jahresende bei MEUR 98,1 (2018: MEUR 33,4). Der freie Cashflow erhöhte sich von MEUR minus 0,3 im Jahr 2018 auf MEUR 63,8 im Jahr 2019, trotz der angefallenen Zahlungen für den Erwerb von Minderheitenanteilen in Höhe von MEUR 30,1. Die Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte (CAPEX) betrugen MEUR 31,5 (2018: MEUR 35,9). Am 31. Dezember 2019 betrug das Bestellobligo für Sachanlagen MEUR 5,0 (2018: MEUR 2,1).

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung am 23. April 2020 für das Geschäftsjahr 2019 die Erhöhung der Dividende auf EUR 1,20 pro Aktie vor (2018: EUR 1,00 pro Aktie).

ENTWICKLUNG DER SEGMENTE

Das Geschäft von SBO gliedert sich in die beiden berichtspflichtigen Segmente "Advanced Manufacturing & Services" (AMS) und "Oilfield Equipment" (OE):

  • Das Segment "Advanced Manufacturing & Services" (AMS) umfasst die hochpräzise Fertigung und Reparatur von Drill Collars und komplexen "Measurement While Drilling" (MWD) und "Logging While Drilling" (LWD) Komponenten aus amagnetischem, korrosionsbeständigem Edelstahl. Diese bilden das Gehäuse für die sensiblen Messinstrumente, die zur exakten Messung von Neigung und Richtung des Bohrstranges sowie gesteinsphysikalischer Parameter eingesetzt werden.
  • Im Segment "Oilfield Equipment" (OE) ist ein breites Angebot an hochspeziellen Lösungen für die Ölund Gasindustrie gebündelt: High-Performance-Bohrmotoren und Tools für den zielgerichteten

Vortrieb des Bohrstranges sowie Spezialwerkzeuge für die Untertage-Zirkulations-Technologie (Circulation Tools). Darüber hinaus umfasst das Segment Produkte für das effiziente und ressourcenschonende Komplettieren unkonventioneller Lagerstätten mittels Plug-n-Perf und Sliding Sleeve-Technologie.

Das Segment "Advanced Manufacturing & Services" (AMS) zog 2019 aufgrund der Belebung des internationalen Marktes stark an. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Umsatz 2019 um 30,5 % auf MEUR 223,8 (2018: MEUR 171,5). Das Betriebsergebnis (EBIT) vor Sondereffekten erhöhte sich auf MEUR 33,9 (2018: MEUR 22,7).

Im Segment "Oilfield Equipment" (OE) zeigte sich die Marktschwäche Nordamerikas. Der Umsatz betrug MEUR 221,5 (2018: MEUR 248,7) und das Betriebsergebnis (EBIT) vor Sondereffekten MEUR 28,7 (2018: MEUR 55,2).

ANALYSE UND ERGEBNISSE

Der Konzernabschluss des Unternehmens wurde entsprechend der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt.

Umsatzerlöse

Der Umsatz ist bedingt durch die positive Entwicklung der internationalen Märkte um 6,0 % von MEUR 420,2 im Jahr 2018 auf MEUR 445,3 im Jahr 2019 gestiegen. Wie in den Vorjahren ist der US-Dollar weiterhin die bei weitem wichtigste Währung für den SBO Konzern. Im Jahr 2019 wurden 84 % (nach 84 % im Jahr 2018) der Umsätze in US-Dollar erwirtschaftet, wobei rund 59 % (nach 57 % im Jahr 2018) der Aufwendungen ebenfalls in US-Dollar angefallen sind. Der durchschnittliche Wechselkurs des Jahres 2019 war mit 1 Euro = 1,1196 USD stärker als im Jahr 2018 mit 1 Euro = 1,1815 USD und hatte dadurch einen unterstützenden Einfluss. Der US-Dollar ist im Vergleich zum Euro im Jahresverlauf gestiegen. Der Schlusskurs zum 31. Dezember 2019 betrug 1 Euro = 1,1234 USD und notierte um rd. 2 % stärker im Vergleich zum 31. Dezember 2018 mit 1 Euro = 1,1450 USD.

Kursentwicklung

in EUR /
USD
HÖCHST TIEFST DURCH
SCHNITTT
SCHLUSS
2019 1,1535 1,0889 1,1196 1,1234
2018 1,2493 1,1261 1,1815 1,1450

Zur Erstellung des Konzernabschlusses 2018 und 2019 wurden für die Konzerngewinn- und Verlustrechnung die Devisen-Durchschnittskurse dieser Jahre und für die Konzernbilanz die Stichtagskurse per 31. Dezember herangezogen.

Umsatz nach Geschäftssegmenten

in MEUR 2019 2018
Advanced Manufacturing & Services
(AMS)
223,8 171,5
Oilfield Equipment (OE) 221,5 248,7
Summe Umsatzerlöse 445,3 420,2

Das Segment "Advanced Manufacturing & Services" (AMS) hat vom positiven internationalen Marktumfeld profitiert. Nachdem die E&P-Ausgaben international im Jahr 2018 erstmalig wieder gestiegen sind, hat sich dieser Trend auch in 2019 fortgesetzt. Dadurch konnten die Umsätze im Jahresverlauf 2019 deutlich gesteigert werden. Die Umsatzerhöhung betrug 30,5 % von MEUR 171,5 in 2018 auf MEUR 223,8 in 2019.

Im Segment "Oilfield Equipment" (OE) zeigte sich die Marktschwäche Nordamerikas. Zu Beginn des Jahres war die Nachfrage in Nordamerika noch stabil, ab Mitte des Jahres erfolgte eine deutliche Abschwächung bedingt durch die hohe Investitionsdisziplin der nordamerikanischen Öl- und Gasgesellschaften. Die damit verbundenen gesunkenen Bohr- und Komplettierungsaktivitäten führten zu einem Umsatzrückgang von minus 10,9 % auf MEUR 221,5 in 2019 nach MEUR 248,7 in 2018.

Bruttoergebnis

Das Bruttoergebnis ist nach MEUR 145,6 für das Jahr 2018 auf MEUR 132,6 für das Jahr 2019 gesunken und damit auch die Bruttomarge von 34,6 % im Jahr 2018 auf 29,8 % im Jahr 2019. Die Reduktion der Bruttomarge ergibt sich im Wesentlichen aus der sinkenden Nachfrage im Segment "Oilfield Equipment" (OE), die verstärkt auf die Preise drückte.

Die bedeutendsten Elemente der Herstellungskosten sind Material- und Energieaufwand, Personalkosten sowie Abschreibungen auf das Anlagevermögen.

Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen

Die Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen sind von MEUR 70,0 in 2018 auf MEUR 67,3 in 2019 gesunken. Sie reduzierten sich damit von 16,7 % der Umsatzerlöse für das Jahr 2018 auf 15,1 % für das Jahr 2019.

Die Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen umfassen im Wesentlichen Personalaufwendungen, Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten für das operative Geschäft, Reise- und Bewirtungskosten sowie Kommunikations- und Versicherungsaufwendungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge

Sonstige betriebliche Aufwendungen betrugen in 2019 MEUR 12,9 (2018: MEUR 16,8). Diese Position enthält Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von MEUR 8,8 (2018: MEUR 7,7) sowie Kursverluste in Höhe von MEUR 3,0 (2018: MEUR 8,2).

in MEUR 2019 0 10 20 8,5 15,8

Die Sonstigen betrieblichen Erträge betrugen in 2019 insgesamt MEUR 8,5 (2018: MEUR 15,8) und betreffen neben den Kursgewinnen noch Mieteinnahmen, Dienstleistungserträge sowie Erlöse aus Anlagenverkäufen. Die Reduktion der Sonstigen betrieblichen Erträge ist im Wesentlichen auf geringere Kursgewinne im Jahr 2019 von MEUR 6,0 gegenüber MEUR 11,0 im Jahr 2018 und auf den Verkauf eines Grundstücks in USA von MEUR 1,9 in 2018 zurückzuführen.

Betriebsergebnis vor nicht wiederkehrenden Posten

Bedingt durch die Reduktion der Bruttomarge hat sich das Betriebsergebnis vor nicht wiederkehrenden Posten von MEUR 74,6 im Jahr 2018 auf MEUR 60,8 verringert und erreichte damit 13,7 % der Umsatzerlöse nach 17,7 % im Vorjahr.

* Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die Ausführungen in Erläuterung 4 – Rückwirkende Anpassungen.

Nicht wiederkehrende Posten*

Im Geschäftsjahr 2019 sind Aufwendungen für nicht wiederkehrende Posten in Höhe von insgesamt MEUR 1,4 angefallen. Es handelt sich hierbei mit MEUR 0,5 um Wertminderungen von Sachanlagen und mit MEUR 0,9 um Aufwendungen für die Restrukturierung von Produktionsstandorten in England und Mexiko. Diesen Aufwendungen stehen Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagen im Zusammenhang mit den Restrukturierungen in Höhe von MEUR 0,7 gegenüber.

Die Aufwendung für nicht wiederkehrende Posten im Geschäftsjahr 2018 in Höhe von insgesamt MEUR 27,7 setzen sich aus MEUR 1,5 Restrukturierungsaufwendungen und aus MEUR 2,4 Wertminderungen von Sachanlagen für die Schließung von Produktionsstandorten in England und Mexiko sowie aus MEUR 23,9 Wertminderung von Firmenwerten zusammen.

Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis ist aufgrund geringerer Aufwendungen aus nicht wiederkehrenden Posten von MEUR 46,9 in 2018 auf MEUR 60,2 in 2019 gestiegen und erzielte dadurch 13,5 % der Umsatzerlöse nach 11,2 % im Vorjahr.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis betrug in 2019 MEUR minus 12,3 nach MEUR minus 14,8 im Jahr 2018.

Die Bewertung von Optionsverpflichtungen hat für das Geschäftsjahr 2019 zu einem Ertrag von MEUR 3,7 geführt. Im Vorjahresergebnis sind Erträge aus der Neubewertung von Optionsverbindlichkeiten in der Höhe von MEUR 1,0 enthalten.

Das Nettozinsergebnis belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf MEUR minus 5,1 (2018: MEUR minus 8,5). Der geringere Aufwand resultiert aus der niedrigeren Aufzinsung von Optionsverbindlichkeiten von MEUR 2,8 in 2019 im Vergleich zu MEUR 5,8 in 2018. Im Nettozinsergebnis wird auch der Ergebnisanteil der vom jeweiligen Management gehaltenen Anteile und Genussrechte an einzelnen Tochtergesellschaften erfasst, er belief sich 2019 auf MEUR minus 0,7 (2018: MEUR minus 1,0).

Die Sonstigen finanziellen Aufwendungen in Höhe von MEUR 10,9 (2018: MEUR 7,4) beinhalten Dividendenausschüttungen an Minderheitenaktionäre für Unternehmensanteile, zu denen Put-/Call-Optionsvereinbarungen bestehen.

Ergebnis vor Steuern

Das Ergebnis vor Steuern für das Jahr 2019 betrug MEUR 47,9 nach MEUR 32,0 im Jahr 2018.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betrugen in 2019 MEUR minus 15,6 (2018: MEUR minus 14,5) und setzen sich zusammen aus einem laufenden Steueraufwand von MEUR minus 16,2, resultierend aus den positiven Ergebnisbeiträgen, sowie aus einem latenten Steuerertrag von MEUR 0,6.

* Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die Ausführungen in Erläuterung 4 – Rückwirkende Anpassungen.

Ergebnis nach Steuern / Dividende

Das Ergebnis nach Steuern für das Jahr 2019 betrug MEUR 32,3 nach MEUR 17,5 im Jahr zuvor.

Das Ergebnis pro Aktie erreichte EUR 2,03 im Jahr 2019 nach EUR 1,10 im Jahr 2018.*

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung für das Jahr 2019 eine Dividende in Höhe von EUR 1,20 pro Aktie vor, was eine Ausschüttung in Höhe von insgesamt MEUR 19,2 an die Aktionäre ergibt.

Vermögens- und Finanzlage*

Das Konzerneigenkapital zum 31. Dezember 2019 betrug MEUR 370,1 nach MEUR 344,8 zum 31. Dezember 2018. Diese Erhöhung ist einerseits auf den Gewinn nach Steuern und andererseits auf den gestiegenen USD-Kurs zurückzuführen, der zu einer positiven Entwicklung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung führte. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 42,3 % im Vergleich zu 39,3 % im Jahr zuvor.

Die Netto-Verschuldung zum 31. Dezember 2019 betrug MEUR 20,1, das ist um MEUR 42,4 geringer als die Netto-Verschuldung zum 31. Dezember 2018 (MEUR 62,5). Das Gearing (die Netto-Verschuldung in Prozent zum Eigenkapital) reduzierte sich zum 31. Dezember 2019 auf 5,4 % nach 18,1 % im Jahr davor.

Der Cashflow aus dem Ergebnis erreichte 2019 MEUR 88,4 nach MEUR 96,4 in 2018. Die wesentlichen Bestandteile dieser Kennziffer waren in 2019 das Ergebnis nach Steuern in Höhe von MEUR 32,3 (2018: MEUR 17,5), sowie die Abschreibungen und Wertminderungen in Höhe von MEUR 48,4 (2018: MEUR 73,1).

Das Nettoumlaufvermögen ist von MEUR 222,8 zum 31. Dezember 2018 auf MEUR 187,9 zum 31. Dezember 2019 gesunken. Dieser Rückgang ist vor allem auf eine deutliche Senkung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Vorräte zurückzuführen. Dadurch konnte der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr von MEUR 33,4 deutlich auf MEUR 98,1 gesteigert werden.

Die Nettomittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit betrugen insgesamt MEUR 34,3 (2018: MEUR 33,7). Davon entfielen MEUR 31,5 (2018: MEUR 35,9) auf Zugänge in Sachanlagen und in Immaterielle Vermögenswerte. Diese betreffen mit MEUR 19,7 das Segment "Oilfield Equipment" (OE), hauptsächlich den weiteren Ausbau der Mietflotte an Bohrmotoren und Zirkulations-Tools, und mit MEUR 11,8 das Segment "Advanced Manufacturing & Services" (AMS), im Wesentlichen Investitionen in den Maschinenpark.

* Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die Ausführungen in Erläuterung 4 – Rückwirkende Anpassungen.

Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement der SBO Gruppe liegt beim Vorstand, während die unmittelbare Verantwortung bei den Geschäftsführern der operativen Einheiten liegt.

Demzufolge besitzt das interne laufende Berichtswesen an die Konzernzentrale besonders hohe Bedeutung, um Risiken frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Dies erfolgt durch eine zeitnahe monatliche Berichterstattung über die notwendigen Informationen von den operativen Einheiten an den Vorstand.

Für die Tochterunternehmen wurden vom Konzern weltweit einheitliche Standards für die Umsetzung und Dokumentation des gesamten internen Kontrollsystems und damit vor allem auch für den Rechnungslegungsprozess vorgegeben. Dadurch sollen jene Risiken vermieden werden, die zu einer unvollständigen oder fehlerhaften Finanzberichterstattung führen können.

Weiters werden die von den Tochtergesellschaften erstellten internen Berichte in der Konzernzentrale auf Plausibilität geprüft und mit Planungsrechnungen verglichen, um bei Abweichungen geeignete Maßnahmen setzen zu können. Hierzu werden von den Gesellschaften Jahresbudgets und Mittelfristplanungen angefordert, welche vom Vorstand genehmigt werden müssen.

Weiters wird die Liquiditätsplanung der Gesellschaften laufend überwacht und mit den Holdingvorgaben abgestimmt.

Die Ordnungsmäßigkeit des Rechnungswesens bei den Tochtergesellschaften wird durch Prüfungstätigkeiten des Konzerncontrollings überwacht. Weiters werden die Jahresabschlüsse aller operativen Gesellschaften und Holdinggesellschaften durch internationale Prüfungsgesellschaften geprüft.

Im Zuge von regelmäßigen Sitzungen des Vorstandes mit den lokalen Geschäftsführungen werden die laufende Geschäftsentwicklung sowie absehbare Chancen und Risiken besprochen.

Für die Erstellung des Konzernabschlusses bestehen in Ergänzung zu den Internationalen Rechnungslegungsvorschriften konzerninterne Richtlinien, um eine einheitliche Darstellung bei den berichtenden Gesellschaften zu gewährleisten (Bewertungs- und Ausweisfragen). Für die automationsunterstützte Aufstellung des Konzernabschlusses wird ein zertifiziertes Konsolidierungs-Programm verwendet, welches mit den notwendigen Prüf- und Konsolidierungsroutinen ausgestattet ist.

Nachtragsbericht

Hierzu verweisen wir auf die Erläuterung 41 im Konzernabschluss.

Berichterstattung gem. § 243a UGB

Hierzu verweisen wir auf die Erläuterung 22 im Konzernabschluss.

AUSBLICK

Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für das Jahr 2020 ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,3 %, für das Jahr 2021 soll die Wachstumsrate 3,4 % betragen (nach 2,9 % in 2019 und 3,6 % in 2018). Die Wirtschaft der Industriestaaten soll im Jahr 2020 um 1,6 % wachsen (nach 1,7 % in 2019 und 2,2 % in 2018). Für das Wirtschaftswachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern erwartet der IWF 2020 einen Anstieg um 4,4 %, nach 3,7 % in 2019 und 4,5 % in 2018. Diese Prognosen hängen in hohem Maße von den Entwicklungen der Handelsbeziehungen zwischen den USA und China sowie der Vermeidung weiterer Eskalationen ab, vor allem im Mittleren Osten.10 Des Weiteren gilt es abzuwarten, welche ökonomischen Folgen der Corona Virus mit sich bringt, der sich ausgehend von China zu Jahresbeginn 2020 global auf die Märkte auswirkte.

Die Internationale Energieagentur (IEA) geht für 2020 von einem weiteren Anstieg des Ölbedarfs aus: So soll die Nachfrage nach Öl um 0,9 mb/d auf 101,0 mb/d steigen. In den OECD Staaten soll die durchschnittliche Öl-Nachfrage mit 47,8 mb/d um 0,2 mb/d über dem Wert vom Jahr 2019 liegen. Für die Nicht-OECD Staaten wird eine Steigerung der durchschnittlichen Nachfrage um 0,6 mb/d auf insgesamt 53,1 mb/d erwartet. Die Produktion der Nicht-OPEC Staaten soll sich um 2,0 mb/d auf 67,0 mb/d erhöhen. Die OPEC Staaten (einschließlich ihrer Partnerstaaten) dürften sich weiterhin als Regulator der Rohöl-Produktion positionieren und haben sich zuletzt am 6. Dezember 2019 auf eine Förderkürzung von insgesamt 2,1 mb/d geeinigt.11

Auf den internationalen Märkten gehen Experten in der Oilfield Service-Industrie von einer Fortsetzung des Wachstumstrends aus, wenngleich es weiterhin zu regionalen Unterschieden kommen kann. Nach Jahren der Krise in der Öl- und Gasindustrie stellt sich zunehmend das Bewusstsein ein, Investitionen tätigen zu müssen, um mittelfristig keine Versorgungsengpässe zu erzeugen – unter der Voraussetzung, dass sich die Weltwirtschaft einigermaßen solide entwickelt. Im Gegensatz dazu wird in Nordamerika zumindest kurzfristig ein weiterer Rückgang der Investitionen in Öl- und Gasprojekte erwartet. Das US-Produktionswachstum dürfte sich im Jahr 2020 deutlich verlangsamen, was auf eine erhöhte Kostendisziplin und einen daraus resultierenden Rückgang der Aktivitäten zurückzuführen ist.

Für 2020 rechnen anerkannte Banken und Analysehäuser bei den globalen Ausgaben für Exploration und Produktion (E&P-Ausgaben) mit einem moderaten Wachstum von 2 %. Treiber ist der internationale Markt, wo die E&P-Ausgaben um 5 % steigen sollten. Für Nordamerika erwarten die Analysten hingegen einen Rückgang von 6 %. In den USA sollen es sogar minus 7 % sein, wobei einige Marktteilnehmer zuletzt mit noch pessimistischeren Erwartungen in das Jahr gestartet sind.12

Trotz kurzfristiger Unsicherheiten bleiben die langfristigen Wachstumsaussichten intakt. SBO geht bei anhaltender Konjunktur von einer weiteren Ankurbelung des Investitionsverhaltens auf den internationalen Märkten aus. Besonders hier gilt es das Momentum

10 IMF World Economic Outlook, Jänner 2020.

11 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2020.

12 Evercore ISI, The 2020 Evercore ISI Global E&P Spending Outlook, Dezember 2019.

zu nutzen. Für SBO wird es erfolgsentscheidend sein, auf Basis der langen Erfahrung des Unternehmens gut durch die unterschiedlichen Zyklen auf den Märkten zu navigieren. Weiters liegt der Fokus auf effizienzsteigernden Maßnahmen sowie dem Heben der Synergien, die durch die Zusammenführung der beiden Tochtergesellschaften Downhole Technology und Resource Well Completion Technologies zu "The WellBoss Company" entstanden sind.

Insgesamt ist SBO als Technologie- und Qualitätsführer gut positioniert und arbeitet kontinuierlich an der Umsetzung ihrer nachhaltigen Wachstumsstrategie. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie die solide Positionierung in anspruchsvollen Nischen sichern auch in Zukunft die Vorreiterstellung von SBO.

"Wir gehen von einer weiteren Ankurbelung des Investitionsverhaltens auf den internationalen Märkten aus."

"Mit unseren effizienten Qualitätsprodukten tragen wir zur globalen Versorgungssicherheit bei."

NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG: NACHHALTIGES MANAGEMENT

Die weltweite Primärenergienachfrage soll bis 2040 um 23,8 % zunehmen (2018: 14.314 Mtoe, 2040: 17.723 Mtoe). Es wird davon ausgegangen, dass der Anteil von Öl und Gas mit 52,8 % dominierend bleiben wird.13 Die Produkte und Lösungen von SBO werden sowohl in der Exploration von Öl, als auch von Gas eingesetzt. Damit trägt das Unternehmen zur globalen Versorgungssicherheit bei, und die langfristige Nachfrage nach den hochqualitativen Produkten der SBO ist sichergestellt.

Die Industrie, wie auch SBO, steht vor der Heraus forderung, die Energieversorgung nicht nur effizienter, sondern auch umweltfreundlicher zu gestalten. Das Unternehmen ist zwar in der Bohrung bzw. Komplettierung nicht aktiv tätig, sieht sich aber dennoch in der Verantwortung, diese Unternehmungen mit hochqualitativen Produkten zu versorgen, um Ineffizienzen bis hin zu Unfällen oder ökologischen Schäden zu vermeiden. Mit unseren effizienten Qualitätsprodukten können unsere Kunden die steigende Nachfrage nach Öl und Gas ressourcenschonend bedienen und sichern. Richtschnur bei all unseren Aktivitäten ist unser "Quality First"-Prinzip, das die Grundlage für erfolgreiches, nachhaltiges Wirtschaften bildet.

Unser Geschäftsbericht wurde gemäß den Vorgaben des österreichischen Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes (NaDiVeG) erstellt. Darüber hinaus bekennen wir uns zu der im September 2015 vorgestellten "Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" der Vereinten Nationen. Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, kurz SDGs) gelten als gemeinsame Fokuspunkte einer globalen nachhaltigen Entwicklung der aktuellen komplexen gesellschaftlichen Herausforderungen. Wir haben jene Ziele definiert, auf die wir Einfluss nehmen können und haben diese in unserem Nachhaltigkeitsmanagement verankert.

13 IEA World Energy Outlook 2019, Stated Policies Scenario.

WESENTLICHKEITSANALYSE

Im Fokus unseres Nachhaltigkeitsmanagements stehen jene Aspekte, die wichtige wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Auswirkungen des Unternehmens betreffen oder für die Beurteilungen und Entscheidungen unserer Stakeholder ausschlaggebend sind. Deshalb war die Identifikation der relevanten Stakeholder der erste Schritt unserer Wesentlichkeitsanalyse.

Aus den 17 SDGs gelten die folgenden 11 SDGs für SBO als besonders relevant:

UNSERE STAKEHOLDER

Jene Menschen und Organisationen, mit denen wir in Kontakt stehen, die unsere Geschäftsentwicklung beeinflussen und auf unsere Aktivitäten Auswirkungen haben, definiert SBO als Stakeholder. Die Analyse und Identifikation dieser Stakeholder beruht auf den Charakteristika und Besonderheiten der Geschäftstätigkeit von SBO. Dazu zählen unter anderem die Wertschöpfungskette der Oilfield Service-Industrie, unsere besondere Rolle als führender Nischenanbieter sowie die globale Präsenz unserer Produktionsstätten und Niederlassungen.

Unseren Stakeholder Value sehen wir als eine maßgebliche Größe für unsere Unternehmenssteuerung. Es ist uns ein großes Anliegen, unsere Stakeholder und ihre Motive zu verstehen und die Beziehungen zu ihnen nachhaltig auszubauen. Als international tätiges Produktionsunternehmen und Arbeitgeber kommt SBO sowohl in wirtschaftlichen als auch in ökologischen und sozialen Belangen Bedeutung zu. Die Bedürfnisse unserer Stakeholder können in den genannten Bereichen voneinander abweichen, sodass sich nachfolgende Gliederung ergibt.

Wir fassen unsere Stakeholder nach Interessen in folgende zwei Hauptgruppen zusammen: Jene, die Teil der Wertschöpfungskette sind – also Lieferanten, Mitarbeiter und Kunden. Diese Stakeholder sind besonders an operativen Performance-Kriterien interessiert, wie beispielsweise an sicheren Arbeitsabläufen, qualitativ hochwertigen Produkten und nachhaltig wertschöpfenden Geschäftsbeziehungen. Für die zweite Gruppe ist primär unser wirtschaftlicher Unternehmenserfolg und unsere Tätigkeit aus ökologischer und sozialer Hinsicht relevant: die Eigentümer und der Kapitalmarkt, das soziale Umfeld sowie Medien.

Der enge Kontakt mit allen Stakeholder Gruppen und ein partnerschaftlicher Austausch sind uns sehr wichtig. Diese Beziehungsarbeit von SBO mit unseren Stakeholdern hilft, zeitgerecht Risiken zu erkennen und gegebenenfalls proaktiv gegenzusteuern. Sie stützt unsere Reputation und unseren wirtschaftlichen Erfolg.

WESENTLICHE THEMENBEREICHE DER NACHHALTIGKEIT

SBO hat gemäß ihrem Geschäftsmodell wesentliche Nachhaltigkeitsbereiche im Unternehmen erfasst und im Rahmen des Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes folgende zusätzliche Maßnahmen durchgeführt: Befragungen von Geschäftsführern und Mitarbeitern, Analyse von Kundengesprächen, Evaluierung von internen Qualitäts- und Lieferantenmanagement-Richtlinien, Auswertung von Aus- und Weiterbildungsprogrammen sowie Gespräche mit Kapitalmarktteilnehmern.

Auf strategischer Ebene sind die folgenden Themenbereiche entscheidend:

Die Priorisierung der wesentlichen Themen erfolgte auf Basis von zwei Kriterien: Erstens nach ihrem Einfluss auf unsere Stakeholder und deren Entscheidungen in Bezug auf SBO und zweitens nach sozialen, ökologischen und ökonomischen Auswirkungen von SBO. Das Ergebnis ist eine zweidimensionale Materiality-Matrix, die die Grundlage für unsere Nachhaltigkeitsstrategie darstellt. Innerhalb dieser Matrix wird zwischen zwei Kategorien unterschieden: Als "gering" wurden jene Themen eingestuft, die nicht wiederkehrend in der Auswertung aufschienen. Als "hoch" wurden jene Themen definiert, die in mindestens zwei der herangezogenen Quellen als relevant erkannt wurden. In der Auswertung der geführten Interviews und der erhobenen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren galt der nachhaltigen Wachstumsstrategie und den von Stakeholdern explizit genannten oder in den Studien erörterten Bedenken besonderes Augenmerk.

Etwaige berichtspflichtige Themen ergaben sich auch aus der Compliance-Organisation, insbesondere dem Code of Conduct und dem diesen zugrundeliegenden Regelwerken. Letztendlich wurden jene Themen als wesentlich eingestuft, die bei den unterschiedlichen Gruppen überschneidend auftraten und von denen Auswirkungen auf diese Stakeholder zu erwarten waren. Hierzu wurden Gespräche mit dem Vorstand, dem Controlling und der internen Revision sowie den operativen Management-Einheiten geführt.

Daraus ergeben sich für SBO zwölf wesentliche Aktionsfelder:

AKTIONSFELDER SDG
3
SDG
4
SDG
6
SDG
8
SDG
9
SDG
10
SDG
12
SDG
14
SDG
15
SDG
16
SDG
17
Organisches Wachstum
Forschung und Entwicklung
Akquisitionen
Qualitätsmanagement
Achtung der
Menschenrechte
Personalentwicklung
Gesundheit und
Arbeitssicherheit
Compliance und
Korruptionsprävention
Corporate Governance
Energieverbrauch und
CO2
-Emissionen
Wasserverbrauch
Abfallmanagement

In den folgenden Kapiteln erläutern wir diese Aktionsfelder im Detail. Wir betrachten sie aus verschiedenen Perspektiven und nach unterschiedlichen Schwerpunkten auf Basis unserer Geschäftsstrategie. Im Einklang mit den Kommunikationsrichtlinien von SBO geben wir keine Prognosen zu den wichtigsten Leistungsindikatoren und konkreten Zielen ab.

MANAGEMENT-ANSATZ

SBO ist ein führender Anbieter von Produkten und Lösungen für die Öl- und Gasindustrie. Neben dem Produktdesign und der Vermietung von Produkten an Öl- und Gasgesellschaften sowie der Bereitstellung von Service- und Reparaturdienstleistungen besteht ein Großteil der Produktionsleistung in der Be- und Verarbeitung von hochlegierten Stählen und alternativen Materialien wie etwa Verbundmaterialien. Darauf basiert auch der Management-Ansatz des Unternehmens. Unsere Schwerpunkte liegen darin, unsere Prozesse langfristig und State-of-the-Art zu gestalten und unseren Mitarbeitern ein faires Arbeitsumfeld zu bieten. Dazu gehört auch die laufende Evaluierung des Energieeinsatzes an unterschiedlichen Standorten, effektives Abfall- und Wassermanagement, eine faire Arbeitsumgebung und stringente Pönalen im Falle von Code of Conduct Verfehlungen. Darüber hinaus pflegen wir eine Null-Toleranz gegenüber jeglicher Form von Korruption oder anti-kompetitivem Verhalten. Zur stetigen Optimierung unseres Unternehmens führen wir laufend KYC- und Backgroundchecks durch und können so Verbesserungen in unserem Qualitätsmanagement evaluieren und umsetzen.

Wir wollen im Rahmen unserer Tätigkeit zur langfristigen Verbesserung wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und umweltrelevanter Problemfelder beitragen. Das nachhaltige Wachstumsmanagement des SBO Konzerns wird zentral gesteuert. Das ist maßgeblich, da die Dynamik unseres Unternehmens und des Marktumfeldes eine schnelle und präzise Reaktion seitens des operativen Managements verlangt. Zugleich gewährleistet die Konzernsteuerung einen Weitblick in unserer Wachstumsstrategie. Dagegen sind unsere Ansätze in Bezug auf "Umwelt", "Soziales und Mitarbeiter" sowie "Achtung der Menschenrechte, Bekämpfung von Korruption und Bestechung", aufgrund der unterschiedlichen Rahmenbedingungen in den jeweiligen Ländern, weitgehend dezentral organisiert.

Unsere Konzernleitung hat 2018 einen Code of Conduct erlassen, der sämtlichen Mitarbeitern und Geschäftspartnern von SBO online sowie über die Compliance-Organisation jederzeit zur Verfügung steht. Der Vorstand von SBO erläutert darin seine Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern, Kunden und weiteren Stakeholdern sowie – als an der Wiener Börse notiertes Unternehmen – den Aktionären und der Investorengemeinschaft. Der Code of Conduct von SBO verlangt die kontinuierliche Verbesserung und Erweiterung von Kompetenzen und Know-how. Diese Prozesse werden sowohl vom Vorstand als auch von der ihm unterstellten Konzernrevision regelmäßig kontrolliert und optimiert. Dabei ist unser operatives Management verpflichtet, Effizienz- und Wachstumspotenziale regelmäßig zu prüfen und zu identifizieren sowie auftretende Risiken unverzüglich zu beseitigen. Auf strenge KPI-Vorgaben wird hierbei bewusst verzichtet.

Höchste Qualität ist der Schlüssel dafür, Chancen in einem internationalen Umfeld zu nutzen und dadurch unternehmerische Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Deshalb ist die Nachhaltigkeitsstrategie von SBO nach dem "Quality First"-Prinzip ausgerichtet. Die Schwerpunkte unserer Konzernleitung liegen vor allem auf der Einrichtung einheitlicher Standards. Das beginnt bei durchgängigen Messgrößen und Messeinheiten, die in allen Gesellschaften installiert werden, um Verbesserungspotenziale leichter zu identifizieren. Ein weiterer Fokuspunkt ist die effiziente Verwendung von Ressourcen und ihrer optimalen Entsorgung. Um Abfälle zu vermeiden, werden diese, wo möglich, als Sekundärprodukte verkauft. Im Bereich der Mitarbeiter schaffen wir vorausschauend Programme, um unser Team auf dem höchstmöglichen Ausbildungsstand zu halten und langfristig zu binden.

ERGEBNISSE UND RISIKEN

Im Risikobericht, der Teil des Konzernabschlusses ist, werden Risiken des Unternehmens umfassend dargestellt. An dieser Stelle befassen wir uns also lediglich mit Risiken, die im Zusammenhang mit nachhaltiger Unternehmensführung stehen. Sämtliche Risiken sind aus unserer eigenen Geschäftstätigkeit entstanden und nicht aus unseren Geschäftsbeziehungen, Erzeugnissen oder Dienstleistungen. Die Risiken wurden durch die Evaluierung der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren sowie der qualitativ erhobenen Erläuterungen, in den Bereichen Produktion, Produkte und Lieferanten erörtert:

• Umweltbelange: Die Evaluierung des Produktionsprozesses und der Produkte wurde in Hinblick auf unmittelbare Risiken für Luft, Wasser und Boden und in Abgleich mit den relevanten KPIs, wie zum Beispiel CO2 -Emissionen oder Abfallmengen, durchgeführt.

  • Sozial- und Arbeitnehmerbelange: Bei dieser Evaluierung lag der Fokus auf Aspekten wie Mitarbeiterentwicklung, Mitarbeiterfluktuation als auch Ausfallszeiten aufgrund von Arbeitsunfällen.
  • Compliance: Die Evaluierung erfolgte hinsichtlich einschlägiger Pönalen und qualitativer Meldungen der Verletzung der Corporate Governance sowie von Vorfällen der Missachtung der Menschenrechte (z.B.: Diskriminierung) und von Korruption und Bestechung.

Risiken, die regelmäßig identifiziert und dokumentiert werden, um sie als Anhaltspunkt für strategische Verbesserungen zu nutzen, sind:

  • Marktumfeld: Die Öl- und Gasindustrie unterliegt traditionell zyklischen Phasen, wobei auf Aufschwungphasen längere Abschwungphasen folgen können. Das wirkt sich direkt auf das Unternehmenswachstum sowie die Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange von SBO aus. Durch gezielte strategische Maßnahmen, die im Folgenden näher erläutert werden, ist das Management bemüht, diesen Risiken gegenzusteuern und die Auswirkungen möglichst gering zu halten.
  • Bedarfsgerechte Personalplanung: Unser zyklisches Branchenumfeld erfordert hohe Flexibilität, um zügig auf stark schwankende Marktbewegungen reagieren zu können. In Aufschwungphasen sind wir gefordert, unsere Kapazitäten rasch auszubauen und unsere Mitarbeiteranzahl zu erhöhen. Auch in Abschwungphasen, bei rückläufiger Auftragslage und geringer Auslastung unserer Produktionsstätten sind wir gezwungen, unsere Personalressourcen an den Bedarf anzupassen. Bei SBO haben wir durch Maßnahmen wie Kurzarbeit und Stundenkontos Kündigungen in den vergangenen Zyklen reduziert. Das Risiko einer möglichen Arbeitskräfteverknappung in der Öl- und Gas- bzw. der Oilfield Service-Industrie stuft SBO als gering ein.
  • Arbeitssicherheit: Fehlverhalten und Unachtsamkeit bei Arbeitsabläufen bergen Risiken für die Sicherheit unserer Mitarbeiter am Arbeitsplatz. Die Einführung bzw. der Betrieb standortspezifischer HSE-Programme ist innerhalb der SBO Gruppe verpflichtend vorgegeben. Dies umfasst auch spezifische Anweisungen für jeden Arbeitsplatz, detaillierte Instruktionen in die jeweiligen Arbeitsabläufe, Hinweisschilder sowie zukunftsorientierte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, um die Unfallrisiken bei SBO zu minimieren.
  • Qualitätssicherung: Produktfehler wie Materialbrüche könnten negative Folgen für unsere Kunden und die Umwelt haben. So könnten Zwischenfälle beispielsweise das Erdreich schädigen oder verunreinigen. Durch konsequentes Qualitätsmanagement in unserer Lieferkette und Produktion steuern wir diesen Risiken aktiv entgegen. Dies dient dem Schutz der Umwelt gleichermaßen wie unserem geschäftlichen Erfolg und jedem unserer Kunden.

  • Compliance- und Anti-Korruptionsbestimmungen: Strenge interne Vorschriften und Regeln definieren bei SBO konzernweit verbindliches, ethisches Verhalten. Die Nichteinhaltung dieser Regeln könnte zu gravierenden wirtschaftlichen Nachteilen wie auch zu einem Reputationsschaden führen. Wir unterstützen unsere Mitarbeiter weltweit mit Schulungsmaßnahmen, um ethisches Verhalten noch stärker zu verankern und eine lückenlose Befolgung unserer Vorschriften sicherzustellen. Besonderen geografischen Fokus legen wir dabei auf korruptionsgefährdete Länder, die nur einen schwachen rechtlichen Rahmen zur Korruptionsprävention bieten.

  • Datenschutz und Betriebsgeheimnisse: Für unser Geschäftsmodell als führendes Technologieunternehmen mit innovativen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten gelten besonders hohe Schutzanforderungen. Der Schutz von Betriebsgeheimnissen beinhaltet den vertraulichen Umgang mit Forschungs- und Entwicklungsdaten, mit unserem Know-how, mit Daten wie beispielsweise vertraulichen Geschäftszahlen, Kundendaten, Daten unserer Mitarbeiter oder Planungen und Budgets. SBO unterhält ein Datenschutzregime, das an jenes der Europäischen Union (EU-Datenschutzgrundverordnung / EU-DSGVO) angelehnt ist.
  • Klimawandel: Der Energiesektor befindet sich in einem langfristigen Umbruch mit dem Ziel, fossile Brennstoffe Schritt für Schritt durch erneuerbare Energien zu ersetzen. Durch eine verschärfte Klimapolitik und einen damit einhergehenden Rückgang der Ölnachfrage könnte das Geschäft der SBO beeinflusst werden. Doch auch die Klimawende wird ohne Erdöl und Erdgas nicht möglich sein, weil sie wichtige Grundstoffe für Technologien im Bereich der erneuerbaren Energien sind. Gas wird zudem unverzichtbar im Energiemix bleiben und eine entscheidende Rolle beim Kohle-Ausstieg einnehmen. SBO sieht sich demnach als Teil der Energiewende und hält klimabedingte Risiken auf ihr Geschäftsmodell für gering.

Die identifizierten Risiken wurden intern evaluiert und in unsere Arbeitsvorschriften und Handbücher eingearbeitet. Die Umsetzung der Maßnahmen wurde in regelmäßig stattfindenden Audits überprüft. Wir haben im Geschäftsjahr 2019 zahlreiche Themen schwerpunktmäßig geprüft, wie etwa die Entsorgung von Abwasser, den Wasserverbrauch (Leakage) und anfallenden Abfall. Auch wurde die Mitarbeiterfluktuation bei einzelnen Konzerngesellschaften gezielt geprüft. Die Prüfung erfolgte über schriftliche und mündliche Anfragen an das Unternehmensmanagement sowie Vor-Ort-Prüfungen durch die interne Revision. Die aus der Prüfung gezogenen Erkenntnisse wurden in weiterer Folge zur Steuerung an das operative Gruppenmanagement kommuniziert. Dabei wurden keine berichtsrelevanten Risiken identifiziert.

NACHHALTIGES WACHSTUM

Unsere Unternehmensstrategie ist klar auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtet. Unser Ziel ist eine langfristige, solide Weiterentwicklung von SBO. Um das zu erreichen, gehen wir konsequent vor. Wir nehmen alle sinnvollen Marktchancen wahr, um organisch, durch Forschung und Entwicklung und durch strategische Akquisitionen zu wachsen. Unsere Branche ist jedoch starken Zyklen ausgesetzt. Daher managen wir unsere Aktivitäten besonders verantwortungsvoll und mit großer Vorausschau. Diese Vorgangsweise ermöglicht, unsere gute Marktposition zu erhalten und sie kontinuierlich auszubauen.

ORGANISCHES WACHSTUM

Wir bauen unsere Geschäftsbereiche sowie unser regionales Netzwerk laufend aus und treiben die Marktdurchdringung unserer Produkte weltweit voran. In 11 Ländern betreibt SBO eigene Niederlassungen, um Kunden vor Ort betreuen zu können. Mittels einer internen Kapazitätsverlagerung von Maschinen haben wir 2019 jene Standorte, die besonders hohe Nachfrage verzeichneten, ausgebaut.

In Saudi-Arabien haben wir unsere Präsenz ausgebaut und neu strukturiert. Nun tritt SBO auch unter der gleichnamigen Dachmarke lokal auf. Im Geschäftsfeld Well Completion nützen wir aktiv neue Potenziale und Synergien für zukünftiges Wachstum und haben mit der Zusammenführung unserer Tochtergesellschaften zu "The WellBoss Company" unsere Positionierung in diesem Bereich verbessert. Mit dem Direct Metal Laser Sintering (DMLS)- Zentrum in den USA konnten wir unser Know-how in der 3D-Metalldruck-Technologie erfolgreich etablieren und hohe Nachfrage verzeichnen.

Seit 2016 ist SBO für den Bereich Aerospace zertifiziert. Mit der Zertifizierung EN 9100:2009 erweitern wir unser Betätigungsfeld durch die Belieferung der Aerospace Industrie mit Spezialteilen aus Edelstahl. Erste Umsätze in diesem Feld fanden im vergangenen Jahr statt.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Mit unseren Innovationen sorgen wir dafür, dass Kunden von SBO immer einen Schritt voraus sind. Um unsere Vorreiter-Rolle auszubauen, betreiben wir konsequent Forschung und Entwicklung (F&E) und investieren stark in diesen Bereich. Mit modernsten Technologien bietet SBO Kunden sowie dem Markt zukunftsweisende Lösungen, die unser Wachstum fördern und gleichzeitig nachhaltig sind.

Gemäß dem Leitgedanken "Quality First" entwickeln wir mit unserer innovativen Mannschaft effizientere und damit schonendere Produkte. Wir forcieren präzise Bohrungen und reduzieren mit unseren Produkten beispielsweise die Notwendigkeit eines häufigen Einund Ausfahrens des Bohrstranges. Damit sinkt der Gesamtaufwand für unsere Kunden ebenso wie mögliche Risiken für die Umwelt.

Als Weltmarktführer haben wir auch 2019 unsere Innovationen gezielt vorangetrieben:

  • Im Bereich Well Completion sind wir in den führenden Technologien erfolgreich etabliert. Mit dem Smart Dart ist uns eine Innovation gelungen, die den Markt revolutionieren wird. Dieser vereint die Vorteile der Plug-n-Perf und Sliding Sleeve-Technologien und eliminiert ihre Nachteile. Der Smart Dart kann selektiv einzelne Frac Ports oder ganze Frac Port-Cluster öffnen und landet zielgenau in jener Zone, in der die Perforation durchgeführt werden soll. Im Unterschied zu anderen Systemen gibt es keine Limitierungen bei der Anzahl von Zonen. Zudem funktioniert das System deutlich effizienter, als dies bei der Anwendung der konkurrierenden Plug-n-Perf-Technologie der Fall ist.
  • Wir sind zudem ein führender Hersteller von Composite Frac Plugs, die signifikant weniger Wasser als herkömmliche Produkte am Markt benötigen. Dies führt in Plugn-Perf Bohrlochkomplettierungen, bei denen mitunter mehr als 100 Frac Plugs pro Bohrloch eingesetzt werden, zu Wassereinsparungen von 30 % bis 50 % gegenüber herkömmlichen Frac Plugs. Da Bohrregionen oftmals auf dem Landweg mittels LKW-Transporten mit Wasser versorgt werden, führt dies auch zu verringertem Verkehr. Der ressourcenschonende Einsatz von Wasser entlastet sowohl Transportwege als auch die Umwelt.
  • Die neueste Innovation auf dem Frac Plug-Markt ist uns mit dem SoluBoss Dissolving Frac Plug gelungen, der nach seinem Einsatz nicht aus dem Bohrloch entfernt werden muss. Er wird aus Materialien hergestellt, die auf die Flüssigkeiten im Bohrloch reagieren,

so dass sich der Plug – je nach Bohrlochbedingungen – nach einiger Zeit auflöst. Das SoluBoss-Design (zum Patent angemeldet) ist einfacher als die meisten derzeit auf dem Markt erhältlichen Plugs und besteht nur aus wenigen Komponenten. Das erhöht die Betriebssicherheit. Aufgrund der kompakteren Konstruktion muss zudem weniger Material aufgelöst werden.

  • Die Bohrmotoren von SBO wurden speziell für den Einsatz unter rauen Bohrbedingungen entwickelt und zeichnen sich durch Leistungsstärke und Robustheit aus. Mit der neuen Lagerbaugruppe B5 bringen wir eine Innovation auf den Markt, die ein besonders hohes Drehmoment umsetzt und in allen Bohrmotoren von SBO eingesetzt werden kann. Eine Spezifikation dieser Entwicklung ist auf Richtbohranwendungen in Kombination mit leistungsstarken Rotary Steerable Systemen ausgelegt.
  • Bei unseren Hochpräzisionskomponenten arbeiten wir kontinuierlich an Verbesserungen. Mit einer Weiterentwicklung der Hammer Peening Technologie haben wir nun auch die Möglichkeit, die Außendurchmesser von langen Bohrstrangkomponenten zu behandeln und dadurch eine Verbesserung der Lebensdauer des Bohrstranges zu erreichen. Dafür wurde durch unser Engineering ein eigenes Werkzeug entwickelt, welches auf bestehenden Maschinen eingesetzt werden kann. Beim Tieflochbohren wurde ein Echtzeit Prozessmonitoring System entwickelt. Durch dieses System kann der Fertigungsprozess stabiler gehalten und Prozessunterbrechungen verhindert werden.

Mit diesen und vielen weiteren Innovationen, die in unserem weltweiten Netzwerk in Entwicklung sind, arbeiten wir aktiv an unserer Qualitätsführerschaft.

AKQUISITIONEN

Gezielte Akquisitionen sind der dritte Eckpfeiler unserer Wachstumsstrategie. Wenn sich in unseren Nischen gute Möglichkeiten bieten, kaufen wir innovative Unternehmen zu. Unter dem Dach von SBO sind dadurch zahlreiche erfolgreiche Tochterunternehmen vereint. Wir sondieren laufend den Markt nach Unternehmen, die unsere Kompetenzen in einem Geschäftsfeld sinnvoll ergänzen könnten. Generell verstehen wir uns als Nischenanbieter im High-Tech Bereich. Akquisitionen müssen zu uns passen: Wir suchen profitable Unternehmen, die unser Geschäft um neue Technologien und Lösungen erweitern.

UMWELTKONZEPT

Wir setzen die Erkenntnisse der vergangenen Jahre ein, um potenzielle Schwachstellen in unserer Umweltstrategie zu identifizieren, analysieren und sukzessive zu beseitigen. Dafür arbeiten wir konsequent an Verbesserungen und haben uns zum Ziel gesetzt, Abfall, Energie- und Wasserverbrauch weiter zu reduzieren. SBO legt großen Wert darauf, Abfälle als Sekundärprodukte zu verkaufen und damit die lokale und globale Kreislaufwirtschaft aktiv zu fördern.

Unsere Umweltmaßnahmen orientieren sich an standortspezifischen Bedingungen. So wurde im Jahr 2019 zum Beispiel an unserem Standort in Houston die Kreislaufwirtschaft verstärkt, indem wir Abfallmaterialien wie Glasfaserspäne für andere Produkte aus Verbundmaterialien verwenden. Bei Abfällen, die nicht als Sekundärprodukte verarbeitet werden können, erhöhten wir die Verdichtungskapazität des gepressten Mülls, um das Abfallvolumen nachhaltig zu reduzieren. An anderen Standorten konnten wir den Einsatz von Lastkraftwägen verringern, vermehrt das öffentliche Netz zur Stromgewinnung nutzen, um auf die Verwendung von Generatoren zu verzichten, und veraltete Beleuchtungs-, Heiz- und Kühlsysteme erneuern.

QUALITÄTSMANAGEMENT

Unser Leitgedanke "Quality First" ist für uns weltweit oberste Prämisse und auch elementarer Bestandteil des Qualitätsmanagements bei SBO. Denn unsere Kunden erwarten langlebige Produkte, die den harten Bedingungen ihrer Aktivitäten standhalten. Als Qualitäts- und Technologieführer arbeiten wir stetig an deren Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit sowie an der Verbesserung unserer Produktionsprozesse.

Hohe Qualitätsstandards in der Produktion und bei unseren Produkten sind wesentlicher Teil unserer Strategie. Daher ist jedes unserer Produkte anhand klarer Merkmale spezifiziert und wird danach laufend überprüft. Jeder Produktionsschritt wird in einer Qualitätslaufkarte festgehalten und von zuständigen Mitarbeitern bestätigt. Dadurch sichern wir höchstmögliche Qualität unserer Produkte, die einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellt und bei unseren Kunden für Sicherheit und Vertrauen in das Unternehmen sorgt.

SBO ist weltweit technologischer Marktführer bei Produkten für das Richtbohren. Mit der modernen "Measurement While Drilling" (MWD) bzw. "Logging While Drilling" (LWD) Technologie lassen sich Lagerstätten selbst in 15 km Tiefe mit größter Präzision erschließen. Diese Technologie erreicht mit nur einer Mutterbohrung über eine Vielzahl an horizontalen Bohrungen eine hohe Ausbringungsrate. MWD und LWD Komponenten werden im Hochpräzisionsverfahren gefertigt, in dem materialangepasste und präzise Bearbeitung, Genauigkeit und Qualitätssicherheit wesentliche Faktoren sind. Denn schon kleinste Abweichungen oder Haarrisse können in der Anwendung zu erheblichen Schäden bis hin zum Materialbruch und damit einem Totalversagen des Bohrstranges führen.

Unsere Bohrmotoren sind äußerst zuverlässig und leistungsstark. Ihre niedrige Ausfallhäufigkeit minimiert das Risiko, einen Bohrstrang festzufahren und Equipment im Erdreich zu verlieren. Sie sind in Verbindung mit anderen Hochleistungskomponenten von SBO darauf ausgelegt, gerade in besonders harten oder durch Zirkulationsverluste beeinträchtigten Umgebungen eine hohe Penetrationsrate zu erzielen. Der Vorteil für die Betreiber resultiert vor allem in der höheren Bohrgeschwindigkeit, einem zeiteffizienten Bohrprozess und in dem schnelleren Herausbohren von Isolationsequipment im Well Completion-Anwendungsbereich. Die Bohrstrangkomponenten werden nach erfolgter Bohrung aus dem Boden entfernt und zur neuerlichen Verwendung aufbereitet oder nach Verstreichen ihres Lebenszyklus fachgerecht und sorgfältig entsorgt.

Mit unseren Spezialwerkzeugen für die Untertagezirkulationstechnologie (Circulation Tools) können Bohrlöcher im laufenden Bohrprozess je nach Bedarf gereinigt oder abgedichtet werden. Das verringert das Risiko von Druckschwankungen der Bohrflüssigkeit. Überdruck und damit der unkontrollierte Austritt von Bohrflüssigkeit am Eingang der Bohrung (sog. Blow Out) kann in seltenen Fällen zu schweren Unfällen führen. Unsere zuverlässigen, leicht bedienbaren Werkzeuge bieten unseren Kunden Zeit-, Sicherheits- und Kostenvorteile.

Unser Qualitätsmanagement ist im kompletten Produktlebenszyklus eingebunden. Dies beginnt im Herstellungsprozess und endet in unseren Service- und Reparatur-Shops, die in allen bedeutenden Zentren der Oilfield Service-Industrie angesiedelt sind. Reklamationen werden von uns dokumentiert, analysiert und die betroffenen Produkte und Prozesse anschließend optimiert. Unsere Maschinen entsprechen den modernsten Standards und werden regelmäßig daran gemessen.

An unseren Produktionsstandorten sind wesentliche Qualitätsstandards etabliert. Regelmäßige Qualitätstests garantieren die korrekte Umsetzung. Viele unserer weltweiten Standorte arbeiten nach den führenden Industrie-Standards API Spec Q1, 7-1 und / oder ISO 9001 und werden in regelmäßigen Abständen danach auditiert. An unserem Standort Ternitz sind wir zudem nach EN ISO 14001 (Umweltmanagement) zertifiziert.

Arbeitsschritte in den Bereichen Qualitätsmanagement sowie Produkt- und Prozesskontrolle haben wir in der Produktion teilweise automatisiert bzw. digitalisiert. So setzen wir bereichsspezifisch moderne Softwarelösungen ein, um planungsintensive und fehleranfällige Prozesse zu automatisieren. Dies ermöglicht Zeitersparnis, Kostenreduktion und führt insgesamt zu einer deutlichen Effizienzsteigerung. Auch personelle Ressourcen können dadurch langfristig effizienter eingeteilt werden.

Unsere Lieferanten müssen den von SBO vorgegebenen Qualitätsstandards entsprechen, um mit uns arbeiten zu dürfen. Wir bewerten unsere Zulieferer in regelmäßigen Abständen hinsichtlich der gelieferten Materialien sowie deren Zertifizierungen. Bei kritischen Lieferanten führen wir eine Bewertung des Lieferanten vor Ort, eine First Article Inspection bzw. eine Herkunftsanalyse des betreffenden Produkts durch. Sofern ein Lieferant unsere hohen Anforderungen nicht erfüllt, beenden wir im Zweifelsfall die Geschäftsbeziehung.

ENERGIEVERBRAUCH UND CO2 -EMMISSIONEN

Die Erzeugung unserer Produkte ist ein energieintensiver Prozess. Die Energie, hauptsächlich Strom, bezieht SBO größtenteils aus öffentlichen Stromnetzen. Wir sind bemüht, durch laufende Effizienzsteigerungen unseren Energieverbrauch zu senken, die eingesetzten Ressourcen bestmöglich zu nutzen und unsere Produktionsprozesse hinsichtlich des Energieverbrauchs zu optimieren. Ziel ist, die spezifischen CO2 -Emissionen der SBO sukzessive zu verringern.

An unserem größten Produktionsstandort in Ternitz betreiben wir eine Photovoltaik-Anlage mit einer Gesamtleistung von 720 kWp (Kilowatt-Peak). Ein Teil unseres Strombedarfs in der Produktion kann dadurch mit umweltschonender, erneuerbarer Energie abgedeckt werden und zur Senkung des CO2 -Ausstoßes beitragen.

Der Gesamtenergieverbrauch in der Produktion sank 2019 auf 12.825,0 Gigajoule (GJ), ein Rückgang von 11,8 % im Vergleich zum Vorjahr (2018: 14.532,8 GJ). Der rechnerische Ausstoß an Kohlendioxiden reduzierte sich auf 13.288,3 Tonnen (2018: 14.869,2 Tonnen). Somit konnten wir Energieverbrauch und CO2 -Emissionen durch gezielte Energieeinsparungsmaßnahmen und die Schließung von Produktionsstandorten in England und Mexiko nachhaltig verringern. Die Produktionskapazitäten konnten durch eine Verlagerung an bestehende Produktionsstandorte erhalten bleiben.

EINHEIT 2019 2018
Energieverbrauch* GJ 12.825,0 14.532,8
CO2
-Emissionen
Tonnen 13.288,3 14.869,2

ENERGIEVERBRAUCH DER SBO GRUPPE

* Energieverbrauch basierend auf der Berechnung des Umweltbundesamtes zum Datenstand Oktober 2017 (Näheres dazu siehe: http://www5.umweltbundesamt.at/emas/co2mon/co2mon.html)

WASSERVERBRAUCH

Wasser ist eine der wertvollsten Ressourcen unserer Welt. Daher legt SBO an allen Standorten hohes Augenmerk auf einen sparsamen, effizienten und schonenden Umgang mit dieser Ressource. Die Hauptziele unseres Wassermanagements sind die Reduktion des Wasserverbrauchs, die effiziente Nutzung der Wasserressourcen und eine angemessene Abwasseraufbereitung. Da Wasser ein wesentliches Kühlmittel bei der Bearbeitung von Edelstählen sowie Reinigungsmittel von Werkzeugen im Bohrloch ist, nutzen wir an einigen Produktionsstätten Kreislaufwasser anstelle von Nutzwasser für die Kühlung von Maschinen.

SBO hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um ihren Wasserverbrauch strukturell zu verringern. Gegenüber dem hierin nicht ausgewiesenen Jahr 2015 konnten vor allem am Standort in Österreich erhebliche Verbesserungen erzielt werden. Für die kommenden Jahre ist die Umstellung weiterer Maschinen von Durchlaufauf Kreislaufwasser geplant, womit sich weitere Verbesserungen einstellen sollten.

Im Jahr 2019 wurde bei der SBO weltweit Wasser im Ausmaß von 89.947,7 m3 verbraucht (2018: 69.074,6 m3 ). Einige Standorte speisen die Wasserversorgung gleichzeitig aus Nutzwasser und öffentlichen Wasserleitungen, wobei der Schwerpunkt der Versorgung auf Nutzwasser liegt. Somit verschiebt sich mit steigender Aktivität auch die Gesamtrelation. Der Anstieg des Wasserverbrauchs um 30,2 % ist auf die gestiegene Produktionsleistung an produktionsintensiven Standorten zurückzuführen. Zudem ist der Wasserverbrauch (Kühlwasser) maschinenspezifisch unterschiedlich, und es kann aus der unterschiedlichen Auslastung zu ebensolchen Änderungen im Wasserverbrauch kommen.

EINHEIT 2019 2018
Wasserentnahme* m3 89.947,7 69.074,6
davon Nutzwasser m3 58.806,9 38.559,7
davon Wasser aus öffentlichen Systemen m3 31.140,8 30.514,9

WASSERENTNAHME DER SBO GRUPPE

* Wasserentnahme am jeweiligen Betriebsstandort, soweit zuverlässig ausweisbar

ABFALLMANAGEMENT

SBO achtet bereits bei der Entwicklung und Auswahl der Materialien, insbesondere bei Edelstählen, auf die Reduktion schadstoffträchtiger Rohstoffe. Dies garantiert weitgehend schadstoffarmen Produktionsausschuss sowie dessen umweltschonende Entsorgung.

Materialien bestellen wir grundsätzlich nahe an den Grenzspezifikationen wie Form und Größe, wodurch weniger Material benötigt wird. Dadurch vermeiden wir unnötige Produktionsabfälle und reduzieren unseren ökologischen Fußabdruck durch geringere Transportmengen.

Bei SBO kann in den meisten Herstellungsprozessen ein gutes Input-Output-Verhältnis erzielt werden. Um Produktionsabfälle möglichst gering zu halten, verkaufen wir einen Großteil aus dem Produktionsprozess stammender Stahlspäne als wertvollen Rohstoff für die Stahlerzeugung. Damit bleiben diese in der Wertschöpfungskette und stellen keinen zu entsorgenden Abfall dar. Abfälle, die keiner weiteren Verwendung zugeführt werden können, werden an allen Standorten gemäß den modernsten Umweltstandards entsorgt. Schmierstoffe, wie beispielsweise Produktionsöle, werden standortabhängig im Rahmen der Ölabscheidung in der laufenden Produktion aufgefangen, gefiltert und dem Produktionskreislauf erneut zugeführt. Die kontinuierliche Erhöhung des Recyclinggrads ist Teil des Umweltmanagements bei SBO.

Im Jahr 2019 sind konzernweit 3.811,5 Tonnen Gesamtabfall angefallen (2018: 4.091,5 Tonnen). Darin enthalten war gefährlicher Abfall im Ausmaß von 580,9 Tonnen, das entspricht einem Anteil von lediglich 15,2 %. Im gefährlichen Abfall ist – neben gemäß Basler Übereinkommen als gefährlich eingestuften Metallabfällen der Produktion – auch kontaminiertes Reinigungswasser von Werkzeugen, die bei Bohrungen zum Einsatz kamen, ausgewiesen. Der Gesamtabfall ist bedingt durch die Schließung von Produktionsstandorten in England und Mexiko leicht gesunken. An einigen Standorten kam es durch bauliche Maßnahmen (Ausbauten) zu einem leichten Anstieg des Abfalls.

EINHEIT 2019 2018
Gesamtabfall* Tonnen 3.811,5 4.091,5
davon Nicht gefährlicher Abfall Tonnen 3.230,6 3.379,3
davon Gefährlicher Abfall** Tonnen 580,9 712,2

ABFALLMANAGEMENT DER SBO GRUPPE

* Gesamtabfall beinhaltend Produktionsabfall und Verpackungsmaterial, ungeachtet dessen ob sekundär abverkauft oder fachgerecht entsorgt.

** Gefährlicher Abfall inklusive durch gefährlichen Abfall verunreinigtes Abwasser. Definition des gefährlichen Abfalls angelehnt an Basler Übereinkommen.

SOZIAL- UND MITARBEITERKONZEPT

Unsere Mitarbeiter sind ein Grundstein des nachhaltigen Erfolgs von SBO und gewährleisten Top-Qualität in der Produktion. Unsere erfahrene und gut ausgebildete Mannschaft fördern wir durch ihre gesamte Laufbahn bei SBO. Ein ansprechendes Arbeitsumfeld und attraktive Bonifikationsmodelle bringen neue Fachkräfte an Bord. An unserem Standort in Ternitz haben wir eine spezifische Lehrlingsausbildung implementiert und bilden damit junge Menschen zu den Facharbeitern von morgen aus. Mit Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung halten wir unsere Experten mit ihrem Wissen und ihrer Kompetenz auch im zyklischen Umfeld unserer Branche langfristig im Unternehmen.

Wir schätzen unser motiviertes Team und bauen auf unsere Kernwerte wie gegenseitigen Respekt, Vertrauen und Professionalität. Die gute Kommunikationsbasis zwischen unseren Mitarbeitern und dem Management ist maßgeblich für eine langfristige Zusammenarbeit. An allen Standorten, an denen es unsere Mitarbeiter wünschen, haben wir eine Mitarbeitervertretung eingerichtet.

Wir respektieren das Grundrecht auf Vereinigungsfreiheit in unseren weltweiten Niederlassungen und haben – wo eingerichtet – gutes Einvernehmen mit dem Betriebsrat sowie den Gewerkschaften.

PERSONALENTWICKLUNG

Hochqualifiziertes Team

Im Recruiting-Prozess achten wir darauf, unabhängig von Geschlecht und kultureller Herkunft, die geeignetste Person für die jeweilige Stelle zu finden. Im Jahr 2019 haben wir insgesamt 477 Mitarbeiter neu eingestellt. Durch die Schließungen unserer Standorte in England und Mexiko kam es effektiv im Stichtagsvergleich zum 31. Dezember zu einer Reduktion der Mitarbeiterzahl (von 1.646 im Jahr 2018 auf 1.535 in 2019).

Die Geschlechterverteilung unter den neu eingestellten Mitarbeitern belief sich auf 42 Frauen und 435 Männer. Generell sind in technischen Berufen traditionell Männer stärker repräsentiert als Frauen. In unserer Industrie ist dieser Effekt sogar noch einmal verstärkt. Bei SBO lag der Frauenanteil zum Ende des Geschäftsjahres 2019 bei insgesamt 11,9 %, wobei jener im Angestelltenbereich 22,5 % und im Bereich der Arbeiter (inklusive Lehrlinge) 6,6 % betrug.

GESAMTZAHL MITARBEITER NACH ANSTELLUNGSART, GESCHLECHT UND REGION* 2019

MITARBEITER ÖSTERREICH NORDAMERIKA
(INKL. MEXIKO)
GROSS
BRITANNIEN
REST DER WELT GESAMT
Gesamt 393 788 65 289 1.535
STATUS
Angestellte 77 312 28 98 515
Arbeiter 293 476 37 191 997
Lehrlinge 23 0 0 0 23
GESCHLECHT
Männer 350 698 54 250 1.352
Frauen 43 90 11 39 183

* Gesamtzahl jeweils zum 31. Dezember. Länderabgrenzung nach Sitz der anstellenden Gesellschaft

GESAMTZAHL MITARBEITER NACH ANSTELLUNGSART, GESCHLECHT UND REGION* 2018

MITARBEITER ÖSTERREICH NORDAMERIKA
(INKL. MEXIKO)
GROSS
BRITANNIEN
REST DER WELT GESAMT
Gesamt 369 861 153 263 1.646
STATUS
Angestellte 67 341 48 82 538
Arbeiter 281 516 99 181 1.077
Lehrlinge 21 4 6 0 31
GESCHLECHT
Männer 332 765 132 224 1.453
Frauen 37 96 21 39 193

* Gesamtzahl jeweils zum 31. Dezember. Länderabgrenzung nach Sitz der anstellenden Gesellschaft

Unser Unternehmen bietet je nach konkreter Funktion weltweit flexible Arbeitszeitmodelle an. Dabei halten wir uns selbstverständlich an lokale Arbeitszeitbeschränkungen und -vorschriften. In zentralen Arbeitsbereichen sind Vollzeit- und Teilzeit-Beschäftigungsvarianten möglich. Im Jahr 2019 waren 1,9 % unserer Mitarbeiter auf Teilzeitbasis beschäftigt (2018: 1,5 %). In der Fertigung arbeiten unsere lokalen Teams im Schichtbetrieb. Hier bemühen wir uns, Lösungen und Modelle zu finden, die flexibel und rasch auf die aktuelle Marktlage reagieren und gleichzeitig das Lebensumfeld unserer Mitarbeiter berücksichtigen. Das trägt dazu bei, unsere hochqualifizierte Kernmannschaft auch in schwierigen ökonomischen Zeiten zu halten und das Unternehmen weiterhin auf Wachstumskurs auszurichten.

GESAMTZAHL MITARBEITER NACH ANSTELLUNGSART UND REGION* 2019

VERTRAGSTYP ÖSTERREICH NORDAMERIKA
(INKL. MEXIKO)
GROSS
BRITANNIEN
REST DER WELT GESAMT
Gesamt 393 788 65 289 1.535
Vollzeit 373 788 58 287 1.506
Teilzeit 20 0 7 2 29

* Gesamtzahl jeweils zum 31. Dezember. Länderabgrenzung nach Sitz der anstellenden Gesellschaft

GESAMTZAHL MITARBEITER NACH ANSTELLUNGSART UND REGION* 2018

VERTRAGSTYP ÖSTERREICH NORDAMERIKA
(INKL. MEXIKO)
GROSS
BRITANNIEN
REST DER WELT GESAMT
Gesamt 369 861 153 263 1.646
Vollzeit 356 857 145 263 1.621
Teilzeit 13 4 8 0 25

* Gesamtzahl jeweils zum 31. Dezember. Länderabgrenzung nach Sitz der anstellenden Gesellschaft

Eine leistungsgerechte Vergütung ist eine wichtige Säule, um die besten Fachleute für unser Unternehmen zu gewinnen und zu halten. Daher legen wir großen Wert auf eine gute Entlohnung. Abhängig vom jeweiligen Unternehmenserfolg erhalten unsere Mitarbeiter, zusätzlich zu ihrem regulären Gehalt, eine erfolgsabhängige variable Vergütung. Auf Managementebene können sich die Geschäftsführer unserer Tochtergesellschaften am jeweiligen Unternehmen selbst beteiligen. Dadurch haben sie einen direkten Anteil an ihrem Erfolg und agieren als Entrepreneure mit großem persönlichem Engagement. Mit solchen Maßnahmen steigern wir die Motivation und schaffen attraktive Bedingungen für unser weltweites Team.

Aus- und Weiterbildung

Wir investieren nicht nur finanziell in unsere Mitarbeiter, sondern fördern sie laufend und achten auf eine Unternehmenskultur, die ein produktives, innovatives Arbeitsumfeld sichert. An unserem Standort in Ternitz bilden wir in unserem Lehrlings-Programm, das wir spezifisch für die Aufgaben bei SBO entwickelt haben, die Facharbeiter von morgen aus. Für dieses Engagement bei der Ausbildung wird SBO immer wieder ausgezeichnet.

Unsere Personalplanung ist bewusst langfristig orientiert, um Fachkräfte an uns zu binden. Unseren Experten bieten wir vielfältige Möglichkeiten für Weiterbildungen an. Weiters finden regelmäßig verpflichtende Schulungen statt. Junge wie erfahrene Mitarbeiter können sich mit ihren Ideen aktiv in die Weiterentwicklung unserer Angebote einbringen.

Im Jahr 2019 lagen die Ausbildungsschwerpunkte auf operativen Themen. Das Hauptaugenmerk lag mit 55 % auf der technischen Aus- und Weiterbildung. Zudem wurde in den Bereichen Gesundheit und Sicherheit (35 %), Compliance (5 %) und angewandter IT (5 %) in inner- und außerbetrieblichen Veranstaltungen vertiefend geschult. Im Bereich Training & Qualifizierung waren unter anderem Trainings im neuen Bereich Aerospace enthalten. Insgesamt sind die Schulungsstunden um 37 % auf 24.260 Stunden angestiegen, und es wurden pro Mitarbeiter 15,8 Stunden an internen und externen Schulungen (abseits von Einschulungen) in Anspruch genommen. Im Bereich Compliance wurde mit einer neuen Schulungsrichtlinie ein weiterer wichtiger Schritt in der Aus- und Weiterbildung unseres Teams gesetzt.

AUS- UND WEITERBILDUNG NACH MITARBEITERKATEGORIE UND BILDUNGSSCHWERPUNKT* 2019

GESAMT
STUNDEN
GESUNDHEIT
& SICHERHEIT
INFORMATIONS
TECHNOLOGIE
RECHT &
COMPLIANCE
TRAINING &
QUALIFI
ZIERUNG
MANAGEMENT VERWALTUNG PRODUKTION
24.260 35 % 5 % 5 % 55 % 9 % 16 % 75 %

* Aus- und Weiterbildung beinhaltend interne und externe Trainingsmaßnahmen mit Ausnahme von Einschulungsmaßnahmen

AUS- UND WEITERBILDUNG NACH MITARBEITERKATEGORIE UND BILDUNGSSCHWERPUNKT* 2018

GESAMT
STUNDEN
GESUNDHEIT
& SICHERHEIT
INFORMATIONS
TECHNOLOGIE
RECHT &
COMPLIANCE
TRAINING &
QUALIFI
ZIERUNG
MANAGEMENT VERWALTUNG PRODUKTION
17.673 40 % 7 % 11 % 42 % 8 % 26 % 66 %

* Aus- und Weiterbildung beinhaltend interne und externe Trainingsmaßnahmen mit Ausnahme von Einschulungsmaßnahmen

GESUNDHEIT UND ARBEITSSICHERHEIT

Wir sorgen auch in Zeiten einer hohen Auslastung für eine möglichst gesunde Work-Life-Balance unserer engagierten Mannschaft und bekennen uns zu den Standards der "Occupational Health and Safety Assessment Series" (OHSAS). Für gesunde und leistungsfähige Mitarbeiter haben wir eine Reihe von Maßnahmen eingeführt. Dazu zählen standortabhängig durchgeführte Gesundheitsschulungen ebenso wie Schulungen zur medizinischen Erstversorgung bei Notfällen in Form von Erste-Hilfe-Kursen. An einigen Standorten bieten wir Zugang zu Fitnesscentern, mitunter haben wir eigene Fitnessräume eingerichtet.

Die Sicherheit am Arbeitsplatz wird bei SBO großgeschrieben. Wir haben strenge interne Sicherheitsrichtlinien etabliert, deren Einhaltung regelmäßig kontrolliert wird. Diese bestehen in klar geregelten Arbeitsprozessen und Verantwortlichkeiten, Wegemarkierungen und stringenten Anweisungen hinsichtlich der Nutzung von Einrichtungen und Maschinen. Mitarbeiter werden fortlaufend über die geltenden Sicherheitsrichtlinien und lokalen gesetzlichen Bestimmungen hinsichtlich Arbeitssicherheit informiert.

Ziel ist, Unfälle zu vermeiden und Unfallquellen möglichst zu beseitigen. Wir haben je nach lokalen Gegebenheiten entsprechende Checklisten und Notfallpläne im Einsatz. Diese wurden 2019 erweitert und aktualisiert. Wo nötig und möglich, optimieren wir regelmäßig unsere Abläufe, um noch höhere Sicherheit zu gewährleisten. Wir ermutigen unsere Mitarbeiter, sich aktiv einzubringen und gegen potenziell unsichere Arbeitsweisen vorzugehen.

Aufgrund der konsequenten Umsetzung dieser Maßnahmen liegt die Zahl der Betriebsunfälle konzernweit auf niedrigem Niveau. Die Unfallhäufigkeit (LTIR) lag 2019 bei 11,9 Unfällen pro einer Million Arbeitsstunden (2018: 11,0 Unfälle pro einer Million Arbeitsstunden). Die Unfallschwere (SA) betrug 5,4 Ausfalltage pro Betriebsunfall und war damit rückläufig (2018: 17,9 Ausfalltage pro Betriebsunfall). Wir streben aktiv danach, die Anzahl der Zwischenfälle gering zu halten. Sämtliche Vorfälle werden dokumentiert und auf Verbesserungspotenziale überprüft.

ARBEITSSICHERHEIT

EINHEIT 2019 2018
Anzahl der Unfälle mit Ausfallzeit
Unfälle mit Ausfallzeit* (1 Tag und mehr) 36 33
Arbeitsbedingter Todesfall Anzahl 0 1
Anzahl der Unfälle mit Ausfallzeit
(1 Tag und mehr) pro 1 Million
Unfallhäufigkeit (LTIR) Arbeitsstunden 11,9 11,0
Anzahl der Todesfälle pro 1 Million
Todesfallhäufigkeit (FAR) Arbeitsstunden 0,0 0,3
Anzahl der Ausfalltage
(Kalendertage ohne Unfalltag) bezogen auf
die Anzahl der Unfälle
Unfallschwere (SA)** (i. e. durchschnittliche Ausfallzeit) 5,4 17,9

* Unfälle einbezogen ab einer Ausfallzeit von 8 Arbeitsstunden ** Todesfälle berücksichtigt mit einer Ausfallzeit von 30 Tagen.

KONZEPT ZUR ACHTUNG DER MENSCHENRECHTE UND BEKÄMPFUNG VON KORRUPTION UND BESTECHUNG

ACHTUNG DER MENSCHENRECHTE

SBO führt ihre Geschäfte unter höchster Achtung des Katalogs international anerkannter Menschenrechte wie etwa der Internationalen Charta der Menschenrechte. Wir bekennen uns zu den Grundsätzen der Chancengleichheit und der Gleichbehandlung im Arbeitsleben unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Herkunft, Nationalität, ethnischer oder politischer Zugehörigkeit, Religion, Alter, sexueller Orientierung, Sprache und körperlicher oder psychischer Beeinträchtigungen. Wir erachten Diversität als wichtigen Erfolgsfaktor und fördern diese in unserer Branche. Eine detaillierte Beschreibung des Diversitätskonzepts von SBO findet sich im Corporate Governance Bericht.

Führungskräfte und Mitarbeiter sind dazu verpflichtet, angemessene Maßnahmen zur Aufdeckung, Vorbeugung und Minderung möglicher und tatsächlicher Menschenrechtsverstöße zu treffen. Unser Code of Conduct bestätigt, dass wir uns zu ethischem und integrem Verhalten bekennen und dieses unabhängig von lokalen Gegebenheiten weltweit konsequent durchsetzen. Im berichtspflichtigen Zeitraum wurden keine Menschenrechtsverletzungen im SBO Konzern gemeldet.

COMPLIANCE UND KORRUPTIONSPRÄVENTION

Korruption schädigt den fairen Wettbewerb und stellt einen Missbrauch anvertrauter Macht dar. SBO verbietet ausnahmslos alle Formen betrügerischen Verhaltens und stellt diese unter harte Sanktion. Die Konzernleitung bekennt sich zur aktiven Bekämpfung von Korruption und Bestechung sowie zur Einhaltung einschlägiger Gesetze und Bestimmungen. Verhalten, das den Grundsätzen der Geschäftsethik und sorgfältigem unternehmerischen Handeln widerspricht, wird sanktioniert. Diese Anforderungen sind in strikten konzernweit gültigen Richtlinien festgelegt und unterliegen der Nulltoleranz sowohl bei Mitarbeitern als auch bei Geschäftspartnern.

Die Einhaltung dieser strengen Verbote im Geschäftsalltag wird laufend überwacht. Schulungen und professionelle Ansprechpartner gewährleisten, dass unsere Mitarbeiter die SBO Richtlinien strikt befolgen. Ebenso werden unsere Geschäftspartner für diese Thematik sensibilisiert. Im berichtspflichtigen Zeitraum wurden keine Risiken in Bezug auf Korruption und Bestechung bei SBO identifiziert.

Intern pflegen wir eine faire und offene Kommunikation sowie eine bewusste Fehlerkultur. Allfällige Fehlentwicklungen oder Problematiken können somit frühzeitig erkannt werden. Wir ermutigen unsere Mitarbeiter, Fehlverhalten, Vorkommnisse und Situationen, die eventuell nicht dem Code of Conduct entsprechen, offen anzusprechen und stellen dazu auch anonyme Kommunikationswege wie eine eigene Online-Plattform zur Verfügung. Im Geschäftsjahr 2019 gab es eine Meldung über die Whistleblowing-Plattform.

Gesetzeskonformes und ethisches Verhalten ist essenziell für unsere Reputation und ein wesentlicher Faktor für die erfolgreiche Geschäftsentwicklung. Das Compliance Management von SBO stellt sicher, dass das Verständnis von einer korrekten Unternehmensführung konzernweit einheitlich umgesetzt sowie potenzielles Fehlverhalten frühzeitig erkannt und vermieden wird.

Im Geschäftsjahr 2019 wurden gegen die SBO keine behördlichen Maßnahmen im Hinblick auf mögliche Korruptionsdelikte ergriffen bzw. rechtliche Ansprüche aus der Verletzung von Vorschriften geltend gemacht.

"SBO bekennt sich seit 2005 zum österreichischen Corporate Governance Kodex."

CORPORATE GOVERNANCE BERICHT

SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft (SBO) bekennt sich seit 2005 zum Österreichischen Corporate Governance Kodex, befolgt und setzt diese Regelungen konsequent um. Das Regelwerk des Österreichischen Corporate Governance Kodex entspricht internationalen Standards für die verantwortungsvolle Führung und Leitung von Unternehmen. Durch die Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex leistet SBO einen Beitrag zur Stärkung des Vertrauens in österreichische Unternehmen und den österreichischen Kapitalmarkt.

Der Österreichische Corporate Governance Kodex in der auf den gegenständlichen Bericht anwendbaren Fassung vom Jänner 2018 ist auf der Website des Österreichischen Arbeitskreises für Corporate Governance unter www.corporate-governance.at abrufbar. Die aktuell geltende Fassung des Österreichischen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom Jänner 2020 wurde erst nach Ablauf des Geschäftsjahres 2019 veröffentlicht und ist daher erst auf das Geschäftsjahr 2020 anzuwenden.

SBO entspricht dem Österreichischen Corporate Governance Kodex. Die Regeln des Kodex sind in drei Kategorien unterteilt:

Erstens: L-Regeln (Legal Requirements): Es handelt sich um zwingende Rechtsvorschriften, deren Einhaltung gesetzlich vorgeschrieben ist.

Zweitens: C-Regeln (Comply or Explain): Es handelt sich um international übliche Vorschriften, deren Nichteinhaltung erklärt werden muss.

Drittens: R-Regeln (Recommendation): Diese haben Empfehlungscharakter; die Nichtumsetzung ist weder offenzulegen noch zu begründen.

Die zwingenden Rechtsvorschriften (L-Regeln) werden von SBO vollständig eingehalten.

SBO hatte für das Geschäftsjahr 2019 sowohl einen konsolidierten als auch einen nichtkonsolidierten Corporate Governance Bericht aufzustellen. Diese Berichte können gemäß §§ 267b iVm 251 Abs 3 UGB zusammengefasst werden. Der vorliegende Bericht enthält daher die gemäß § 243c UGB vorgeschriebenen Angaben hinsichtlich der Muttergesellschaft (SBO) sowie der in die Konsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften von SBO. Ausführungen zum Diversitätskonzept gemäß § 243c Abs 2 Z 3 UGB sind im Unterkapitel "Diversitätskonzept" enthalten.

EXPLAIN

Die C-Regeln werden von SBO überwiegend eingehalten. Nachfolgend die Erläuterungen zu den Abweichungen (gemäß den Leitlinien des Anhangs 2b zum Österreichischen Corporate Governance Kodex):

C-Regel 27

Diese Regel sieht unter anderem vor, dass in Vorstandsverträgen vorzusehen ist, dass variable Vergütungskomponenten von der Gesellschaft zurückgefordert werden können, wenn sich herausstellt, dass das jeweilige Vorstandsmitglied diese aufgrund falscher Daten erhalten hat. Das Recht zur Rückforderung von variablen Vergütungsbestandteilen von den Vorstandsmitgliedern besteht derzeit nicht. Zukünftige Neuverträge bzw. Vertragsverlängerungen werden im Hinblick auf C-Regel 27 des Österreichischen Corporate Governance Kodex beinhalten, dass die Gesellschaft variable Vergütungsbestandteile zurückfordern kann, wenn sich herausstellt, dass diese auf Grundlage von offenkundig falschen Daten ausgezahlt werden ("Clawback").

C-Regel 28

Für die mit dem Vorstandsvorsitzenden Gerald Grohmann vereinbarte Vergütung von jährlich 6.000 SBO Aktien besteht eine Verfügungs- und Belastungsbeschränkung von zwei Jahren (anstatt von mindestens drei Jahren). Mit einer zweijährigen Behaltefrist werden nach Auffassung des Aufsichtsrats die Zielsetzungen der C-Regel 28 ebenso erreicht.

C-Regel 39

Diese Regel sieht unter anderem vor, dass ein Ausschuss des Aufsichtsrats zur Entscheidung in dringenden Fällen befugt sein soll. Der Aufsichtsrat der SBO verfügt nur über eine überschaubare Anzahl an Mitgliedern und konnte in der Vergangenheit auch in dringenden Fällen Entscheidungen rasch treffen, weshalb bei SBO kein derartiger Ausschuss besteht. Da somit stets der Gesamtaufsichtsrat befasst wird, ist gewährleistet, dass die Expertise aller Aufsichtsratsmitglieder auch in dringenden Fällen in die Entscheidung einfließt.

C-REGEL 41

Anstatt der Einrichtung eines eigenen, vom Vergütungsausschuss separaten Nominierungsausschusses wird dessen Funktion in Übereinstimmung mit dem Österreichischen Corporate Governance Kodex vom gemeinsamen Nominierungs- und Vergütungsausschuss wahrgenommen. Da der Vorstand nur aus zwei Mitgliedern besteht und der Nominierungs- und Vergütungsausschuss ohnedies für alle sonstigen vorstandsbezogenen Themen verantwortlich ist, erscheint dies aus Effizienzgründen geboten.

DER VORSTAND

Die Geschäftsordnung für den Vorstand regelt die Zusammensetzung und Arbeitsweise des Vorstandes, das Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat, das Vorgehen bei Interessenkonflikten, die Informations- und Berichtspflichten des Vorstandes und die Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrates, die sich auch auf die wesentlichen Geschäftsfälle der wichtigsten Tochtergesellschaften erstrecken. Der Vorstand besteht aus zwei Mitgliedern, deren Geschäftsverteilung wie nachstehend beschrieben geregelt ist. Grundlegende Entscheidungen obliegen dem Gesamtvorstand. Dazu zählen insbesondere die Konkretisierung der Ziele des Unternehmens und die Festlegung der Unternehmensstrategie. Der Vorstand hält im Regelfall mindestens wöchentlich Sitzungen zur wechselseitigen Information und Beschlussfassung ab. Die Mitglieder des Vorstandes sind verpflichtet, sich gegenseitig über alle wichtigen Vorgänge und Geschäftsfälle zu informieren.

Der Vorstand setzte sich im Geschäftsjahr 2019 aus folgenden Mitgliedern zusammen:

GEBURTSJAHR DATUM DER ERSTBESTELLUNG ENDE DER LAUFENDEN
FUNKTIONSPERIODE
Gerald Grohmann
Vorsitzender des Vorstandes 1953 3. Oktober 2001 31. Dezember 2021
Klaus Mader
Finanzvorstand 1970 1. Oktober 2015 30. September 2023

Die Vorstandsmitglieder hatten im Geschäftsjahr 2019 keine konzernexternen Aufsichtsratsmandate oder vergleichbaren Funktionen im In- und Ausland inne.

Geschäftsverteilung

Geschäftsverteilung und Zusammenarbeit der Vorstandsmitglieder sind in der Geschäftsordnung des Vorstandes geregelt.

Der Vorstand hat keine Ausschüsse eingerichtet. Die Aufgabenbereiche der Vorstandsmitglieder wurden vom Aufsichtsrat unbeschadet der Gesamtverantwortung des Vorstandes wie folgt festgelegt:

Gerald Grohmann Strategie, Marketing, Technologie und Öffentlichkeitsarbeit
Klaus Mader Finanz- und Rechnungswesen, Personal- und Rechtswesen

Die Vorstandsmitglieder üben als Vertreter der Muttergesellschaft SBO in den in die Konsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften (siehe Konzernabschluss) eine der Aufsichtsratstätigkeit in einer österreichischen Aktiengesellschaft angenäherte Aufsichtsfunktion, jedoch keine Geschäftsführungsoder Leitungsfunktion aus.

Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder und Grundsätze der Vergütungspolitik

Die Vorstandsvergütung berücksichtigt sowohl die Gegebenheiten am Markt als auch eine Leistungskomponente. Die Bezüge setzen sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Die Auszahlung der variablen Bezüge erfolgt immer im Folgejahr, weil die Zielerreichung erst zum Jahresende ermittelt werden kann. Die variablen Bezüge sind erfolgsabhängig und richten sich nach dem Grad der Erreichung von für das Geschäftsjahr vereinbarten Zielen.

Die variable Vergütung des Vorstandes ist gemäß den Verträgen der Vorstandsmitglieder mit 65 % der Gesamtvergütung begrenzt.

Die variablen Komponenten sind individuell unterschiedlich geregelt. Sie setzen sich aus folgenden Elementen zusammen: Entwicklung des langfristigen Unternehmenswachstums, des Gewinns, des Cashflows, des Eigenkapitals sowie des gebundenen Kapitals. Die Erfüllung dieser Leistungskriterien ist anhand der Jahresabschlüsse festzustellen oder ist von den erzielten Ergebnissen abhängig. Darüber hinaus existieren ebenfalls nichtfinanzielle Kriterien zur Bemessung der variablen Vergütung. Diese werden abhängig von konkreten mittel- und langfristigen Unternehmenszielen etwa im Bereich Forschung und Entwicklung oder Unternehmensentwicklung vorgegeben.

Es besteht weder für die Vorstandsmitglieder von SBO noch für die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften ein Aktienoptionsprogramm; insbesondere besteht kein Stock Option Programm oder Programm für die begünstigte Übertragung von Aktien im Sinne von C-Regel 28. Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2014 wurde mit dem Vorstandsvorsitzenden Gerald Grohmann eine Vereinbarung über eine aktienbasierte Vergütung abgeschlossen, die eine limitierte, jährliche Übertragung von jeweils 6.000 Stück SBO Aktien zum Gegenstand hat. Diese Aktien unterliegen für die Dauer von zwei Jahren ab der jeweiligen Übertragung, längstens aber bis zur Beendigung des Dienstvertrages, einer Verfügungs- und Belastungsbeschränkung seitens Herrn Grohmann.

Die Abfertigungsregelungen orientieren sich an den gesetzlichen Vorgaben. Der Vorstandsvorsitzende erhält bei seinem Ausscheiden zusätzlich eine freiwillige Abfertigung in Höhe von 30.000 Stück Aktien. Nach Beendigung des Dienstverhältnisses erwachsen dem Unternehmen aus dem Titel der betrieblichen Altersversorgung sowie etwaiger Anwartschaften der Vorstandsmitglieder keine zukünftigen Lasten.

Die Vorstandsmitglieder erhalten einen Dienstwagen auch zur privaten Nutzung und haben Anspruch auf eine Unfall- und Invaliditätsversicherung. Alle Vorstandsmitglieder sind in eine D&O-Versicherung (Directors & Officers-Versicherung) einbezogen, die von SBO abgeschlossen wurde und deren Kosten von der Gesellschaft getragen werden.

Für das Geschäftsjahr 2019 wurden folgende Vergütungen an die Vorstandsmitglieder ausbezahlt:

in TEUR FIXE VERGÜTUNG VARIABLE VERGÜTUNG GESAMT
Gerald Grohmann*
Vorsitzender des Vorstandes
665 534 1.199
Klaus Mader
Finanzvorstand
452 251 703

* Die in der Tabelle angeführte Vergütung von Gerald Grohmann versteht sich ohne Berücksichtigung der oben erläuterten aktienbasierten Vergütung.

Grundsätze der Vergütungspolitik innerhalb der SBO-Gruppe

Die Vergütung der Geschäftsführer der in die Konsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften von SBO berücksichtigt sowohl die Gegebenheiten am Markt als auch eine Leistungskomponente. Die Bezüge setzen sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Die variablen Bezüge sind erfolgsabhängig und richten sich nach dem Grad der Erreichung von für das Geschäftsjahr vereinbarten Zielen.

Die variablen Komponenten sind individuell unterschiedlich geregelt. Sie setzen sich aus folgenden Elementen zusammen: Entwicklung des langfristigen Unternehmenswachstums, des Gewinnes, des Cashflows, des Eigenkapitals sowie des gebundenen Kapitals. Die Erfüllung dieser Leistungskriterien ist anhand der Jahresabschlüsse festzustellen oder ist von den erzielten Ergebnissen abhängig. Darüber hinaus existieren ebenfalls nichtfinanzielle Kriterien zur Bemessung der variablen Vergütung. Diese werden abhängig von konkreten mittel- und langfristigen Unternehmenszielen etwa im Bereich Forschung und Entwicklung oder Unternehmensentwicklung vorgegeben.

Ferner wird Geschäftsführern der in die Konsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften von SBO die Möglichkeit eingeräumt, sich in Form von Anteilen und Genussrechten bis zu einer bestimmten Höhe an der jeweiligen Tochtergesellschaft zu beteiligen.

DER AUFSICHTSRAT

Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2019 aus sechs von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern zusammen:

GEBURTSJAHR DATUM DER ERSTBESTELLUNG ENDE DER LAUFENDEN
FUNKTIONSPERIODE
Norbert Zimmermann
Vorsitzender 1947 10. April 1995 2022
Brigitte Ederer
stellvertretende Vorsitzende 1956 23. April 2014 2024
Helmut Langanger 1950 29. April 2003 2024
Karl Schleinzer 1946 24. Mai 1995 2020
Wolfram Littich 1959 27. April 2016 2021
Sonja Zimmermann 1972 24. April 2018 2023

Gemäß der Satzung von SBO scheidet alljährlich mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung zumindest ein Mitglied aus dem Aufsichtsrat aus. Dadurch ist eine wirkungsvolle Kontrolle durch die Aktionärsgemeinschaft sichergestellt. Das ausscheidende Mitglied ist sofort wieder wählbar.

Andere Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- oder ausländischen börsennotierten Gesellschaften werden offen gelegt wie folgt:

GESELLSCHAFT FUNKTION
Norbert Zimmermann - -
Brigitte Ederer Marinomed Biotech AG Mitglied des Board of Directors
als Non-Executive Director
Helmut Langanger ENQUEST plc Mitglied des Board of Directors
als Non-Executive Director
Karl Schleinzer - -
Wolfram Littich - -
Sonja Zimmermann Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft Mitglied des Board of Directors
als Non-Executive Director

Keines der Aufsichtsratsmitglieder übt eine Leitungsoder eine Aufsichtsfunktion in einer der in die Konsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften von SBO aus.

Arbeitsweise des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat diskutiert in Erfüllung seiner Aufgaben, insbesondere der Überwachung und der strategischen Unterstützung des Vorstands, die Lage und Ziele des Unternehmens und fasst Beschlüsse.

In der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat sind neben Zusammensetzung, Arbeitsweise und Aufgaben des Aufsichtsrates sowie dem Vorgehen bei Interessenkonflikten auch alle Ausschüsse (Prüfungsausschuss, Nominierungs- und Vergütungsausschuss) und deren Kompetenzen genau geregelt.

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr fünf Sitzungen abgehalten. Weiters hat der Vorstand den Aufsichtsrat in mehreren mündlichen und schriftlichen Berichten über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft sowie der Konzernunternehmen auf dem Laufenden gehalten. Die Schwerpunkte der Erörterungen bildeten die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung des Konzerns sowie wesentliche Geschäftsfälle und Maßnahmen.

Alle Mitglieder des Aufsichtsrates haben in der Berichtsperiode an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrates persönlich teilgenommen.

Ausschüsse

Der Aufsichtsrat bestellt aus seiner Mitte einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) sowie einen Nominierungs- und Vergütungsausschuss (Nomination and Remuneration Committee).

Ein eigener Strategieausschuss und ein Ausschuss zur Entscheidung in dringenden Fällen sind nicht eingerichtet. Die diesbezüglichen Agenden werden vom Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit wahrgenommen.

Die Ausschüsse werden jeweils für die Funktionsdauer ihrer Mitglieder gewählt. Jeder Ausschuss wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und dessen Stellvertreter.

Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss ist für die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses, des Vorschlags für die Gewinnverteilung und des Lageberichts zuständig. Der Prüfungsausschuss prüft den Konzernabschluss. Er ist insbesondere auch für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, der Unabhängigkeit und der Tätigkeit des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers) sowie für die Genehmigung von Nicht-Prüfungsleistungen zuständig. Er führt das Verfahren zur Auswahl des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers) unter Bedachtnahme auf die Angemessenheit des Honorars durch und gibt eine Empfehlung für seine Bestellung an den Aufsichtsrat ab.

Mitglieder: Norbert Zimmermann (Vorsitzender) Wolfram Littich Sonja Zimmermann

Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr zwei Sitzungen abgehalten, in denen insbesondere Themen zum Jahres- und Konzernabschluss, zum internen Kontrollsystem und zum Risikomanagement diskutiert wurden.

Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements wurde durch eine unabhängige Prüfungsgesellschaft beurteilt. Der Bericht des Abschlussprüfers über die Beurteilung der Funktionsfähigkeit des Risikomanagements wurde im Prüfungsausschuss behandelt.

Nominierungs- und Vergütungsausschuss

Der Nominierungs- und Vergütungsausschuss befasst sich mit den Angelegenheiten der Vergütung der Vorstandsmitglieder und der Aufsichtsratsmitglieder und dem Inhalt von Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern. Er unterbreitet weiters dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung frei werdender Mandate im Vorstand und befasst sich mit Fragen der Nachfolgeplanung. Soweit die Zuständigkeit des Gesamtaufsichtsrats nicht zwingend vorgesehen ist, nimmt der Nominierungs- und Vergütungsausschuss die folgenden Angelegenheiten wahr:

  • a. die Aushandlung, der Abschluss, die Abänderung und die Auflösung der Anstellungsverträge mit den Vorstandsmitgliedern, nicht jedoch die gesellschaftsrechtliche Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern
  • b. die Aufstellung der Grundsätze für die Vergütung der Vorstandsmitglieder (Vergütungspolitik) sowie die Festlegung der konkret zu gewährenden Vergütungsbestandteile einschließlich der zugrundeliegenden Ziele

  • c. die Erstellung des Vergütungsberichts für die Bezüge der Vorstandsmitglieder

  • d. die Zustimmung zur Kreditgewährung der Gesellschaft an ein Vorstandsmitglied
  • e. die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung betreffend das Wettbewerbsverbot
  • f. die Aufstellung der Grundsätze für die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder (Vergütungspolitik)
  • g. die Erstellung des Vergütungsberichts für die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder

Mitglieder: Norbert Zimmermann (Vorsitzender) Karl Schleinzer Sonja Zimmermann

Der Nominierungs- und Vergütungsausschuss hat im Berichtsjahr eine Sitzung abgehalten.

Unabhängigkeit

Der Aufsichtsrat orientiert sich bei den Kriterien für die Unabhängigkeit gemäß C-Regel 53 an den Leitlinien gemäß Anhang 1 zum Österreichischen Corporate Governance Kodex. Entsprechend den Kriterien, die nach Anhang 1 zum Österreichischen Corporate Governance Kodex für die Feststellung der Unabhängigkeit gemäß C-Regel 53 heranzuziehen sind, sind die folgenden Aufsichtsratsmitglieder als von der Gesellschaft und deren Vorstand unabhängig anzusehen:

Norbert Zimmermann Brigitte Ederer Wolfram Littich Sonja Zimmermann

Der Aufsichtsrat ist somit als Gremium unabhängig.

Brigitte Ederer und Wolfram Littich vertreten im Sinne der C-Regel 54 in Verbindung mit den vom Aufsichtsrat festgelegten Kriterien der Unabhängigkeit die Kleinaktionäre im Aufsichtsrat.

Im abgelaufenen Jahr bestanden keine zustimmungspflichtigen Verträge mit Mitgliedern des Aufsichtsrates oder mit Unternehmen, an denen ein Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hatte. Die Rechtsberatungsleistungen der Rechtsanwaltskanzlei Schleinzer & Partner, deren Partner Karl Schleinzer ist, wurden von dieser auf Grundlage einer bereits in der Vergangenheit erteilten Genehmigung erbracht. Der Umfang der Tätigkeit des Aufsichtsratsmitgliedes Karl Schleinzer im Geschäftsjahr 2019 gegenüber der Gesellschaft als Rechtsberater ist gemäß Anhang 1 zum Österreichischen Corporate Governance Kodex als nicht bedeutend einzustufen (Details siehe Erläuterungen zum Konzernabschluss).

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder und Vergütungspolitik

In der ordentlichen Hauptversammlung 2018 wurde ein Vergütungsprogramm beschlossen, das eine jährliche fixe Vergütung von TEUR 20 (Vorsitzender TEUR 30), ein Sitzungsgeld von TEUR 1 pro Mitglied und besuchter Sitzung und eine variable Vergütung von je 0,25 ‰ vom Ergebnis nach Steuern gemäß Konzernabschluss vorsieht.

Für das Geschäftsjahr 2018 wurden folgende Vergütungen beschlossen und ausbezahlt:

in EUR FIXE VERGÜTUNG VARIABLE VERGÜTUNG GESAMT
Norbert Zimmermann
Vorsitzender 35.000 10.348 45.348
Peter Pichler
stellvertretender Vorsitzender
(bis zum 24. April 2018) 7.667 3.449 11.116
Brigitte Ederer
stellvertretende Vorsitzende
(ab dem 24. April 2018) 25.000 10.348 35.348
Helmut Langanger 24.000 10.348 34.348
Karl Schleinzer 25.000 10.348 35.348
Wolfram Littich 24.000 10.348 34.348
Sonja Zimmermann
(ab dem 24. April 2018) 17.333 6.898 24.231

An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden keine Kredite oder Vorschüsse ausbezahlt. Alle Mitglieder des Aufsichtsrates sind in eine D&O-Versicherung (Directors & Officers-Versicherung) einbezogen, die von SBO abgeschlossen wurde und deren Kosten von der Gesellschaft getragen werden.

MASSNAHMEN ZUR FÖRDERUNG VON FRAUEN

Im Geschäftsjahr 2019 war der Anteil zwischen Männern und Frauen in Vorstand und Aufsichtsrat wie folgt verteilt:

VORSTAND UND
AUFSICHTSRAT*
2019 2018
GESCHLECHT GESCHLECHT
FRAUEN
MÄNNER
FRAUEN MÄNNER
absolut % absolut % absolut % absolut %
Aufsichtsrat 2 33 % 4 67 % 2 33 % 4 67 %
Vorstand 0 0 % 2 100 % 0 0 % 2 100 %

* Gesamtzahl jeweils zum 31. Dezember

Seit 2018 sieht das Gleichstellungsgesetz von Frauen und Männern im Aufsichtsrat (GFMA-G) verpflichtend bei Neubesetzungen von Mitgliedern des Aufsichtsrates eine Geschlechterquote von mindestens 30 % vor, wobei auf volle Personenzahlen zu runden ist, sofern der Aufsichtsrat aus mindestens sechs Mitgliedern (Kapitalvertretern) und die Belegschaft zu mindestens 20 % aus Arbeitnehmerinnen beziehungsweise Arbeitnehmern besteht. Mit der Wiederbestellung von Brigitte Ederer zur Aufsichtsrätin der Gesellschaft wurde diese Quote gesetzeskonform erhalten, weil zwei von insgesamt sechs Sitzen im Aufsichtsrat von Frauen besetzt sind. Damit konnten auch die im Kapitel "Diversitätskonzept" beschriebenen Ziele fortgesetzt werden.

SBO hat eine sehr schlanke Unternehmensstruktur, mit ebenso schlanken Hierarchien. Demnach kennen wir den Terminus "leitende Angestellte" nicht und wollen auf die entsprechende Berichterstattung verzichten. Eine Nennung rein der Geschäftsführer/innen der Tochtergesellschaften wäre verzerrend.

DIVERSITÄTSKONZEPT

Das zyklische Branchenumfeld der Oilfield Service-Industrie stellt die Unternehmensführung und die Aufsichtsgremien von SBO sowie der in die Konsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften vor anhaltende Herausforderungen. Die massiven periodischen Schwankungen in der Nachfrage nach Produkten des Unternehmens erfordern ein hohes Maß an unternehmerischer Erfahrung und ein Verständnis für die Kräfte, die in dieser Branche wirken. Dazu kommt die internationale Positionierung des Unternehmens, die einen sorgsamen Umgang mit den kulturellen Gegebenheiten der unterschiedlichen Märkte verlangt.

Das Unternehmen wendet im Zusammenhang mit der Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft kein Diversitätskonzept im Sinne des § 243c Abs 2 Z 3 UGB an, weil die nachhaltige Umsetzung eines solchen Konzepts bei einem Unternehmen der Oilfield Service-Industrie zu maßgeblichen Einschränkungen führen würde. Stattdessen wurden die beiden qualitativen Kriterien "Schlüsselkompetenz" und "Erfahrung", deren Erhaltung und Erweiterung, als wesentlich bei der Besetzung von Positionen in der Unternehmensführung und in Aufsichtsgremien festgelegt. Sämtliche im Aufsichtsrat vertretenen Personen sind als Experten auf ihrem jeweiligen Gebiet anerkannt und bringen sich damit in den Aufsichtsratssitzungen ein. Die Expertise reicht von einschlägiger Branchenerfahrung, branchenübergreifender Aufsichts- bzw. Managementerfahrung bis hin zu Qualifikationen in spezifischen sachlichen Materien. Dazu wird von der Aktionärsgemeinschaft der Anspruch an der Erhaltung eines Mindestmaßes zwischenmenschlicher Homogenität und Loyalität verlangt, das die zielgerichtete Verfolgung der nachhaltigen Wachstumsstrategie von SBO ermöglicht. Dieser Anspruch geht über die Vorschreibung expliziter Geschlechterquoten weit hinaus. Dennoch teilt SBO die Ansicht, dass das Zusammentreffen unterschiedlicher Generationen, Geschlechter und Kulturen der Brunnen für die weitere Unternehmensentwicklung ist. Meinungsbildung auf Augenhöhe und über hierarchische Strukturen hinweg ist seit vielen Jahren gelebte Praxis im Unternehmensalltag von SBO. Demnach wird bei der Neubesetzung von Positionen neben den fachlichen Qualifikationen auch gezielt auf die menschliche Vielfalt geachtet.

Dieser Diversitätsgedanke hat sich im Geschäftsjahr 2019 auf die gesamte SBO Gruppe bezogen folgendermaßen abgebildet: Bei der Neueinstellung von Mitarbeitern wurde auf die Erhaltung einer diversifizierten und leistungsfähigen Mannschaft geachtet. Der Anteil neu eingestellter Personen im Alter über 50 Jahren lag bei 13 %.

NEUEINSTELLUNGEN NACH GESCHLECHT UND ALTER*
ALTER
< 30 30 – 50 > 50 Gesamt
absolut % absolut % absolut % absolut %
Männer 161 37 % 220 51 % 54 12 % 435 91 %
Frauen 16 38 % 20 48 % 6 14 % 42 9 %
Gesamt 177 37 % 240 50 % 60 13 % 477

* Neueinstellungen beinhaltend dauerhafte Einstellungen und Einstellungen, die innerhalb der ausgewiesenen Periode beendet wurden, sowie Übernahmen aus anderen SBO-Gesellschaften

NEUEINSTELLUNGEN NACH GESCHLECHT UND ALTER* 2018

ALTER
< 30 30 – 50 > 50 Gesamt
absolut % absolut % absolut % absolut %
Männer 158 36 % 232 54 % 43 10 % 433 85 %
Frauen 29 37 % 46 58 % 4 5 % 79 15 %
Gesamt 187 37 % 278 54 % 47 9 % 512

* Neueinstellungen beinhaltend dauerhafte Einstellungen und Einstellungen, die innerhalb der ausgewiesenen Periode beendet wurden, sowie Übernahmen aus anderen SBO-Gesellschaften

Bei der Geschlechterquote (Frauen / Männer) konnte diese Verteilung nicht hergestellt werden. Der Frauenanteil ist in den technischen Berufen traditionell eher gering. Außerdem scheint es, dass die Oilfield Service-Industrie generell eine geringe Anziehungskraft

auf Frauen hat. So lag der Anteil an Frauen bei den Neueinstellungen 2019 gruppenweit bei 9 % und der Frauenanteil in der gesamten Belegschaft zum Ende des Jahres bei 12 %.

GESAMTZAHL MITARBEITER NACH GESCHLECHT UND ALTER*
ALTER
< 30 30 – 50 > 50 Gesamt
absolut % absolut % absolut % absolut %
Männer 284 21 % 783 58 % 285 21 % 1.352 88 %
Frauen 38 21 % 111 61 % 34 19 % 183 12 %
Gesamt 322 21 % 884 58 % 319 21 % 1.535

* Gesamtzahl jeweils zum 31. Dezember

GESAMTZAHL MITARBEITER NACH GESCHLECHT UND ALTER* 2018

ALTER
< 30 30 – 50 > 50 Gesamt
absolut % absolut % absolut % absolut %
Männer 354 24 % 820 56 % 279 19 % 1.453 88 %
Frauen 49 25 % 113 59 % 31 16 % 193 12 %
Gesamt 403 24 % 933 57 % 310 19 % 1.646

* Gesamtzahl jeweils zum 31. Dezember

Bezogen auf die jeweilige Tätigkeit spiegelt sich die geringe Anziehungskraft der Branche auf Frauen klar wider. So lag der Frauenanteil bei den Angestellten bei 23 %, bei den Arbeitern (inklusive Lehrlinge) waren es hingegen nur 7 %. Im Jahresvergleich war der Frauenanteil somit vergleichbar zum Vorjahr.

GESAMTZAHL MITARBEITER NACH GESCHLECHT UND DIENSTVERHÄLTNIS* 2019

DIENSTVERHÄLTNIS
ANGESTELLTE /
ANGESTELLTER
ARBEITERIN /
ARBEITER
LEHRLING Gesamt
absolut % absolut % absolut % absolut %
Männer 399 77 % 931 93 % 22 96 % 1.352 88 %
Frauen 116 23 % 66 7 % 1 4 % 183 12 %
Gesamt 515 997 23 1.535

* Gesamtzahl jeweils zum 31. Dezember

GESAMTZAHL MITARBEITER NACH GESCHLECHT UND DIENSTVERHÄLTNIS* 2018

DIENSTVERHÄLTNIS
ANGESTELLTE /
ANGESTELLTER
ARBEITERIN /
ARBEITER
LEHRLING Gesamt
absolut % absolut % absolut % absolut %
Männer 422 78 % 1.002 93 % 29 94 % 1.453 88 %
Frauen 116 22 % 75 7 % 2 6 % 193 12 %
Gesamt 538 1.077 31 1.646

* Gesamtzahl jeweils zum 31. Dezember

Bei der internationalen Besetzung von Führungskräften sind fachliche und unternehmenskulturelle Aspekte von wesentlicher Bedeutung. Sämtliche Geschäftsführer der SBO Tochtergesellschaften haben jahrelange einschlägige Branchenerfahrung. Die zweite Führungsebene und das Controlling sind an den Standorten überwiegend – und soweit aus den Gegebenheiten möglich – national besetzt.

BERICHT ÜBER DIE EXTERNE EVALUIERUNG

Die C-Regel 62 ÖCGK sieht eine freiwillige externe Evaluierung zur Einhaltung der C-Regeln des Kodex zumindest alle drei Jahre vor. SBO hat DORDA Rechtsanwälte GmbH mit der Evaluierung für das Geschäftsjahr 2019 beauftragt, wobei diese Prüfung die C-Regeln 77 bis 83 des ÖCGK nicht umfasste. Die Prüfung ergab zusammengefasst, dass SBO die C-Regeln des ÖCGK entsprechend der von ihr abgegebenen Entsprechungserklärung eingehalten hat. Der Bericht zu dieser Evaluierung steht auf der Website der SBO zur Verfügung.

VERÄNDERUNGEN NACH DEM ABSCHLUSSSTICHTAG

Keine

"Die internationale Aufstellung der SBO sorgte für eine solide Unternehmensentwicklung 2019."

KONZERN-ABSCHLUSS

KONZERNABSCHLUSS ___________________________________________________

KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 63
KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG 64
KONZERNBILANZ 65
ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS 67
KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG 68
ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 69
BESTÄTIGUNGSVERMERK
__________
151
BERICHT DES AUFSICHTSRATES ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR 2019
___
157

KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

in TEUR
Erläuterung 2019 2018*
Umsatzerlöse 24 445.256 420.210
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten
Leistungen
25 -312.690 -274.608
Bruttoergebnis 132.566 145.602
Vertriebsaufwendungen 25 -27.493 -23.864
Verwaltungsaufwendungen 25 -39.821 -46.123
Sonstige betriebliche Aufwendungen 26 -12.915 -16.818
Sonstige betriebliche Erträge 26 8.507 15.760
Betriebsergebnis vor Wertminderungen
und Restrukturierungsmaßnahmen
60.844 74.557
Restrukturierungserträge 27 746 0
Restrukturierungsaufwendungen 27 -914 -1.469
Wertminderung von Sachanlagen 27 -485 -2.381
Wertminderung von Firmenwerten 9 0 -23.853
Betriebsergebnis nach Wertminderungen
und Restrukturierungsmaßnahmen
60.191 46.854
Zinserträge 28 3.598 2.900
Zinsaufwendungen 28 -8.699 -11.401
Sonstige finanzielle Erträge 0 41
Sonstige finanzielle Aufwendungen 29 -10.900 -7.375
Aufwendungen / Erträge aus der Bewertung
von Optionsverpflichtungen
20 3.699 1.019
Finanzergebnis -12.302 -14.816
Ergebnis vor Steuern 47.889 32.038
Steuern vom Einkommen und Ertrag 30 -15.560 -14.500
Ergebnis nach Steuern 32.329 17.538
Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien 15.953.973 15.957.836
ERGEBNIS PRO AKTIE IN EUR
(UNVERWÄSSERT = VERWÄSSERT)
2,03 1,10

*Angepasst – siehe Erläuterung 4 – Rückwirkende Anpassungen

KONZERNGESAMT- ERGEBNISRECHNUNG

in TEUR Erläuterung 2019 2018*
Ergebnis nach Steuern 32.329 17.538
Beträge, die in künftigen Perioden in die Gewinn
und Verlustrechnung umgegliedert werden können
Währungsumrechnung Eigenkapital 8.412 11.530
Währungsumrechnung sonstige Positionen1 482 1.582
darauf entfallende Steuern 30 0 -765
8.894 12.347
Beträge, die in künftigen Perioden in die Gewinn
und Verlustrechnung nicht umgegliedert werden können
Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen 18 -801 -204
darauf entfallende Steuern 30 200 51
-601 -153
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 8.293 12.194
GESAMTERGEBNIS NACH STEUERN 40.622 29.732

1 Hauptsächlich aus langfristigen Forderungen an ausländische Tochtergesellschaften.

* Angepasst – siehe Erläuterung 4 – Rückwirkende Anpassungen

KONZERNBILANZ

VERMÖGEN
in TEUR Erläuterung 31.12.2019 31.12.2018*
Kurzfristiges Vermögen
Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung 265.211 241.532
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5 112.257 125.127
Forderungen aus Ertragsteuern 264 1.915
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 6 7.147 6.385
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 12 3.301 538
Vorräte 7 141.956 145.859
Summe kurzfristiges Vermögen 530.136 521.356
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen 8 146.647 144.703
Firmenwerte 9 140.435 137.763
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 9 26.271 38.042
Langfristige Forderungen und Vermögenswerte 10 5.235 9.754
Aktive latente Steuern 11 25.885 26.344
Summe langfristiges Vermögen 344.473 356.606
SUMME VERMÖGEN 874.609 877.962

*Angepasst – siehe Erläuterung 4 – Rückwirkende Anpassungen

KONZERNBILANZ

SCHULDEN UND EIGENKAPITAL

in TEUR Erläuterung 31.12.2019 31.12.2018*
Kurzfristige Schulden
Bankverbindlichkeiten 13 31.052 31.412
Kurzfristiger Teil der langfristigen Darlehen 17 47.596 18.310
Leasingverbindlichkeiten 21 2.595 33
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 24.736 21.165
Erhaltene Zuschüsse 14 319 334
Ertragsteuerrückstellung 7.392 4.667
Sonstige Verbindlichkeiten 15, 20 155.518 170.937
Sonstige Rückstellungen 16 3.014 4.754
Summe kurzfristige Schulden 272.222 251.612
Langfristige Schulden
Langfristige Darlehen 17 206.683 254.278
Leasingverbindlichkeiten 21 5.899 14
Erhaltene Zuschüsse 14 304 623
Rückstellungen für Sozialkapital 18 6.862 5.755
Sonstige Verbindlichkeiten 19 11.858 18.824
Passive latente Steuern 11 695 2.042
Summe langfristige Schulden 232.301 281.536
Eigenkapital
Grundkapital 22 15.955 15.949
Kapitalrücklagen 68.902 68.303
Gesetzliche Rücklage 23 785 785
Sonstige Rücklagen 19 19
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung 32.434 23.540
Kumulierte Ergebnisse 251.991 236.218
Summe Eigenkapital 370.086 344.814
SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL 874.609 877.962

*Angepasst – siehe Erläuterung 4 – Rückwirkende Anpassungen

ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS

2019

in TEUR GRUND
KAPITAL
KAPITAL
RÜCKLAGEN
GESETZLICHE
RÜCKLAGE
SONSTIGE
RÜCKLAGEN
AUSGLEICHSPOSTEN
WÄHRUNGS
UMRECHNUNG
KUMULIERTE
ERGEBNISSE
GESAMT
Erläuterung 22 23
1. Jänner 2019 15.949 68.303 785 19 23.540 236.218 344.814
Ergebnis nach Steuern 32.329 32.329
Sonstiges Ergebnis 8.894 -601 8.293
Gesamtergebnis 0 0 0 0 8.894 31.728 40.622
Dividende1 -15.955 -15.955
Aktienbasierte Vergütung 6 599 605
31. Dezember 2019 15.955 68.902 785 19 32.434 251.991 370.086

1 Die Dividende von TEUR 15.955 im Jahr 2019 wurde auf das dividendenberechtigte Grundkapital in der Höhe von TEUR 15.955 ausgeschüttet. Die Ausschüttung betrug somit EUR 1,00 pro Aktie.

2018*

in TEUR GRUND
KAPITAL
KAPITAL
RÜCKLAGEN
GESETZLICHE
RÜCKLAGE
SONSTIGE
RÜCKLAGEN
AUSGLEICHSPOSTEN
WÄHRUNGS
UMRECHNUNG
KUMULIERTE
ERGEBNISSE
GESAMT
Erläuterung 22 23
1. Jänner 2018 15.953 67.248 785 19 11.193 226.813 322.011
Ergebnis nach Steuern* 17.538 17.538
Sonstiges Ergebnis 12.347 -153 12.194
Gesamtergebnis 0 0 0 0 12.347 17.385 29.732
Dividende1 -7.980 -7.980
Erwerb eigener Anteile -10 -576 -586
Aktienbasierte Vergütung 6 1.631 1.637
31. Dezember 2018* 15.949 68.303 785 19 23.540 236.218 344.814

1 Die Dividende von TEUR 7.980 im Jahr 2018 wurde auf das dividendenberechtigte Grundkapital in der Höhe von TEUR 15.959 ausgeschüttet. Die Ausschüttung betrug somit EUR 0,50 pro Aktie.

* Angepasst – siehe Erläuterung 4 – Rückwirkende Anpassungen

KONZERNGELDFLUSS- RECHNUNG

in TEUR
Erläuterung 2019 2018*
Ergebnis nach Steuern 32.329 17.538
Abschreibungen und Wertminderungen 48.390 73.121
Zuzüglich Dividende i. Z. m. Put-/Call-Optionen 29 10.665 7.375
Veränderung der Sozialkapital-Rückstellungen 1.107 493
Gewinne / Verluste aus dem Verkauf von Sachanlagen -241 -1.118
Erträge aus der Auflösung von Zuschüssen -338 -1.394
Sonstige unbare Aufwendungen und Erträge -2.877 -2.081
Veränderung von latenten Steuern -609 2.480
Cashflow aus dem Ergebnis 88.426 96.414
Erwerb von Minderheitsanteilen 20 -21.192 0
Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.600 -31.173
Veränderung sonstiger Forderungen und Vermögenswerte 2.166 -2.568
Veränderung Vorräte 7.121 -45.009
Veränderung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.372 4.047
Veränderung Optionsverbindlichkeiten -3.699 -1.019
Veränderung sonstiger Verbindlichkeiten und Rückstellungen 7.352 12.685
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 39 98.146 33.377
Investitionen in Sachanlagen -31.363 -35.580
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -137 -333
Veränderung Verbindlichkeiten aus Investitionen 708 -72
Erwerb von Minderheitsanteilen 20 -8.946 -2.752
Einzahlungen aus Sachanlagenabgängen 5.418 5.031
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 39 -34.320 -33.706
Freier Cashflow 63.826 -329
Erwerb eigener Aktien 22 0 -586
Dividendenzahlungen -15.955 -7.980
Veränderung Leasingverbindlichkeiten -2.961 -41
Bezahlte Dividende i. Z. m. Put-/Call-Optionen -2.186 -7.375
Veränderung kurzfristiger Bankverbindlichkeiten -739 -380
Aufnahme von langfristigen Darlehen 17 0 157.250
Rückzahlung von langfristigen Darlehen 17 -18.309 -69.478
Rückzahlung von sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten -3.789 -1.219
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 39 -43.939 70.191
Veränderung des Finanzmittelbestandes 19.887 69.862
Finanzmittelbestand am Anfang des Jahres 241.532 165.982
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand 3.792 5.688
Finanzmittelbestand am Ende des Jahres 39 265.211 241.532
Zusatzinformationen zum Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
Zinseinzahlungen 4.100 2.029
Zinsauszahlungen -4.981 -3.531
-11.569 -11.421

* Angepasst – siehe Erläuterung 4 – Rückwirkende Anpassungen

ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

ERLÄUTERUNG 1

ALLGEMEINE INFORMATIONEN ÜBER DAS UNTERNEHMEN

Die SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft (das Unternehmen, SBO) mit Sitz in 2630 Ternitz, Hauptstraße 2, wurde am 26. Mai 1994 in Ternitz, Österreich, gegründet und ist im Firmenbuch beim Handelsgericht in Wiener Neustadt, Österreich, unter FN 102999w eingetragen.

Der Gegenstand des Unternehmens ist die industrielle Erzeugung von Komponenten und Bauteilen für die Erdöl- und Erdgasindustrie, hauptsächlich im Bereich der Bohrung und Komplettierung, sowie die Erbringung von Dienstleistungen in diesen Bereichen.

Seit 27. März 2003 notieren die Aktien der Gesellschaft an der Wiener Börse.

ERLÄUTERUNG 2

GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Dabei wurden auch die zusätzlichen Anforderungen des § 245a Abs. 1 UGB erfüllt.

Der vorliegende Konzernabschluss der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft und deren Tochtergesellschaften für das Geschäftsjahr 2019 (Stichtag 31. Dezember 2019) wurde am 28. Februar 2020 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

Der Konzernabschluss wird in EURO aufgestellt. Sofern nicht anders angegeben, werden sämtliche Werte auf eintausend EURO (TEUR) gerundet. Die Summierungen der gerundeten Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen aufweisen.

ERLÄUTERUNG 3

KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 wurden neben der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft als oberstes Mutterunternehmen 34 (Vorjahr: 37) Tochterunternehmen einbezogen:

UNTERNEHMEN DIREKT UND INDIREKT
GEHALTENE ANTEILE
in %
DIREKT UND INDIREKT
GEHALTENE ANTEILE
in %
Sitz 31.12.2019 31.12.2018
SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Technology GmbH Ternitz, AT 100,00 100,00
Schoeller-Bleckmann Beteiligungs GmbH Ternitz, AT 100,00 0,00
Schoeller-Bleckmann America Inc. Wilmington, US 100,00 100,00
Knust-Godwin LLC Houston, US 100,00 100,00
Schoeller-Bleckmann Energy Services L.L.C.* Lafayette, US 97,00 97,00
Schoeller-Bleckmann Sales Co. L.L.C. Houston, US 100,00 100,00
The WellBoss Company, LLC**
(zuvor Downhole Technology LLC)
Houston, US 100,00 67,73
BICO Drilling Tools Inc.* Houston, US 97,85 90,65
BICO DRILLING TOOLS FZE* Dubai, VAE 97,85 90,65
BICO Faster Drilling Tools Inc.* Nisku, CA 87,09 80,68
The WellBoss Company, Inc. Calgary, CA 100,00 0,00
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (UK) Limited Rotherham, GB 100,00 100,00
Darron Tool and Engineering Limited Rotherham, GB 100,00 100,00
Darron Oil Tools Limited Rotherham, GB 100,00 100,00
Schoeller-Bleckmann Darron Limited* Aberdeen, GB 95,00 95,00
Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Limited* Aberdeen, GB 94,00 94,00
Techman Engineering Limited* Chesterfield, GB 100,00 90,65
Schoeller-Bleckmann (UK) Limited Chesterfield, GB 100,00 100,00
OOO "Schoeller-Bleckmann"* Noyabrsk, RU 99,00 99,00
DSI FZE Dubai, VAE 100,00 100,00
Schoeller Bleckmann Saudi LLC Al-Khobar, KSA 100,00 100,00
DSI PBL de Mexico S. A. de C. V. Villahermosa, MX 100,00 100,00
ADRIANA HOLDING COMPANY LIMITED* Dubai, VAE 99,00 99,00
Schoeller Bleckmann do Brasil, Ltda. Macaé, BR 100,00 100,00
Schoeller-Bleckmann de Mexico S. A. de C. V. Monterrey, MX 100,00 100,00
Knust-SBD Pte. Ltd. Singapur, SG 100,00 100,00
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Middle East FZE Dubai, VAE 100,00 100,00
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Vietnam Co., Ltd. Binh Duong, VN 100,00 100,00

* Hinsichtlich des Ausweises der Anteile, die vom Management dieser Gesellschaften gehalten werden, siehe Erläuterung 19.

** Hinsichtlich des Ausweises der Anteile in Zusammenhang mit den im Vorjahr bestehenden Optionsvereinbarungen siehe Erläuterung 20.

Für sämtliche Gesellschaften entsprechen die Anteile den Stimmrechten, wodurch die Beherrschung der Tochterunternehmen direkt aus den gehaltenen Anteilen abzuleiten ist.

Im Jahr 2019 fanden folgende Änderungen im Konsolidierungskreis statt:

  • Erwerb der Schoeller-Bleckmann Beteiligungs GmbH mit Sitz in Ternitz. Die Gesellschaft ist nicht operativ tätig.
  • Verschmelzung der Resource Well Completion Technologies Corp. in die Downhole Technology LLC und Umbenennung der Gesellschaft in The WellBoss Company, LLC.
  • Verschmelzung der Schoeller-Bleckmann Canada Ltd., Resource Completion Systems Holdings Inc., Resource Well Completion Technologies Inc. und Resource Completion Systems Inc. in die The WellBoss Company, Inc.

Die Gesellschaft hat im vorliegenden Konzernabschluss von der Schutzklausel gemäß § 265 (3) UGB Gebrauch gemacht.

ERLÄUTERUNG 4

WESENTLICHE BILANZIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden mit nachfolgend aufgelisteten Ausnahmen.

1. Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2019 die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen erstmals angewandt. Eine Auswirkung auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 ergab sich jedoch nur, wenn dies in der folgenden Tabelle mit "ja" gekennzeichnet ist.

REGELUNG INKRAFTTRETEN1 WESENTLICHE
AUSWIRKUNGEN AUF DEN
KONZERNABSCHLUSS
VON SBO
IFRS 16 Leasingverhältnisse 1. Jänner 20191 siehe unten
IFRS 9 Änderung Finanzinstrumente: Vorzeitige Rückzahlungsoptionen
mit negativer Vorfälligkeitsentschädigung
1. Jänner 20191 nein
IAS 28
Änderung
Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen
1. Jänner 20191 nein
IAS 19 Änderung Leistungen an Arbeitnehmer:
Planänderungen, -kürzungen oder -abgeltungen
1. Jänner 20191 nein
IFRS 3, IFRS 11,
IAS 12, IAS 23
Verbesserungen
Jährliche Verbesserungen an den IFRS
Zyklus 2015-2017
1. Jänner 20191 nein
IFRIC 23 Steuerrisikopositionen aus Ertragsteuern 1. Jänner 20191 nein

1 In der EU anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen.

IFRS 16 Leasingverhältnisse

Im Geschäftsjahr 2019 hat die SBO erstmals den in 2019 neu in Kraft getretenen Standard IFRS 16 angewendet. Der neue Standard regelt den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Angabepflichten bezüglich Leasingverhältnissen. Für den Leasingnehmer sieht der Standard ein einziges Bilanzierungsmodell vor, welches beim Leasingnehmer dazu führt, dass sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen in der Bilanz zu erfassen sind. Die erstmalige Anwendung von IFRS 16 erfolgte unter Verwendung des modifizierten retrospektiven Ansatzes, unter welchem der kumulierte Effekt aus der Umstellung als Korrektur der Eröffnungsbilanz der Berichtsperiode dargestellt wird, ohne die Vergleichsperiode anzupassen. Da die Produktions- und Vertriebsstandorte weitgehend im Eigentum der SBO stehen, hat die Erstanwendung des neuen Standards erwartungsgemäß zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der SBO geführt. Die Leasingverbindlichkeiten wurden mit dem Barwert der verbleibenden Leasingzahlungen angesetzt, die Nutzungsrechte in Höhe der erfassten Leasingverbindlichkeiten unter Berücksichtigung von geleisteten Vorauszahlungen. Zur Diskontierung der Leasingzahlungen wurde ein gewichteter durchschnittlicher Grenzfremdkapitalzinssatz in Höhe von 4,23 % angewandt.

SBO hat die Ausnahmeregelungen für Leasingvereinbarungen, deren Laufzeit 12 Monate oder weniger beträgt, sowie für Leasingvereinbarungen über geringwertige Vermögenswerte angewendet. Ebenso wurde die Ausnahmeregelung in Anspruch genommen, anfängliche direkte Kosten bei der Bewertung des Nutzungsrechtes nicht einzubeziehen. SBO wendet den praktischen Behelf an, wonach IFRS 16 auf alle vor dem 1. Jänner 2019 geschlossenen Verträge, die als Leasingverhältnisse gemäß IAS 17 und IFRIC 4 definiert waren, angewendet wird. Weiters wurde vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, die Laufzeit von Leasingverträgen rückwirkend zu bestimmen. Für Mietverträge betreffend Fahrzeugen wendet SBO für vergleichbare Verträge eine Portfoliobewertung an.

Die Nutzungsrechte werden innerhalb der Sachanlagen ausgewiesen, die entsprechenden Leasingverbindlichkeiten jeweils als eigener Posten in den kurzfristigen und langfristigen Schulden. Die Aktivierung der Vermögenswerte und Schulden für die zuvor bestehenden Operating-Lease-Verhältnisse für Büro-, Produktions- und Lagergebäude sowie Fahrzeuge führte zum 1. Jänner 2019 zu einer Erhöhung der Sachanlagen um TEUR 7.999, ein Betrag von TEUR 726 betreffend bestehenden Finanzierungsleasingverträgen und bereits aktivierter Landnutzungsrechte wurde innerhalb des Sachanlagevermögens umgegliedert.

in TEUR 31.12.2018 Anpassung IFRS 16 01.01.2019
Sachanlagen 144.703 7.999 152.702
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 6.385 -138 6.247
Langfristige Forderungen und Vermögenswerte 9.754 -195 9.559
Summe Vermögenswerte* 877.962 7.666 885.628
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 33 2.522 2.555
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 14 5.144 5.158
Summe Eigenkapital und Schulden* 877.962 7.666 885.628

Der Anpassungseffekt aus IFRS 16 zum 1. Jänner 2019 stellt sich wie folgt dar:

* Angepasst – siehe Erläuterung 4 – Rückwirkende Anpassungen

Aufgrund der Abschreibung der durch die Anwendung von IFRS 16 angesetzten Nutzungsrechte anstelle der Erfassung von laufenden Mietaufwendungen wurde die Kennzahl EBITDA um TEUR 3.158 und die Kennzahl EBIT um TEUR 87 verbessert. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit verbessert sich durch die Anwendung von IFRS 16 um TEUR 2.960.

Die Überleitung der bestehenden Mindestleasingzahlungen zum 31. Dezember 2018 auf die Leasingverbindlichkeit zum 1. Jänner 2019 stellt sich wie folgt dar:

in TEUR
Mindestleasingzahlungen zum 31. Dezember 2018 10.817
Ausübung einer Verlängerungsoption 96
Leasing von geringem Wert -657
Kurzfristige Leasingverhältnisse -504
Eingegangene, noch nicht begonnene Leasingverhältnisse -891
Sonstige Anpassungen 16
Summe undiskontierter Mindestleasingzahlungen 8.877
Abzinsung -1.211
Summe diskontierter Mindestleasingzahlungen 7.666
Finanzierungsleasing 47
Leasingverbindlichkeit gemäß IFRS 16 zum 1. Jänner 2019 7.713

Für weitere Details zu den Leasingverhältnissen siehe Erläuterung 21.

Folgende bereits veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende bzw. von der Europäischen Union noch nicht übernommene neue bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen wurden im Geschäftsjahr 2019 nicht vorzeitig angewendet, sondern werden für zukünftige Berichtsperioden, für welche die Anwendung verpflichtend ist, angewendet:

REGELUNG INKRAFTTRETEN1 VORAUSSICHTLICHE
WESENTLICHE
AUSWIRKUNGEN AUF
DEN KONZERNABSCHLUSS
VON SBO
IAS 1
Änderung
Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig 1. Jänner 20222 nein
IAS 1
IAS 8
Änderung
Definition der Wesentlichkeit 1. Jänner 20201 nein
IFRS 3
Änderung
Unternehmenszusammenschlüsse 1. Jänner 20202 potenziell auf
künftige Erwerbe
IFRS 9
IAS 39
IFRS 7
Interest Rate Benchmark Reform (Vorgeschlagene Änderungen
an IFRS 9 und IAS 39)
1. Jänner 20201 nein
Änderung IFRS Verweise auf das Rahmenkonzept 1. Jänner 20201 nein
IFRS 17 Versicherungsverträge 1. Jänner 20212 nein

1 In der EU anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen.

2 Der Standard ist in der EU noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurde nicht vorzeitig angewendet. Das angegebene Datum betrifft das vom IASB beschlossene Erstanwendungsdatum.

2. Bilanzstichtag

Der Bilanzstichtag sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember.

3. Behandlung von nicht beherrschenden Anteilen im Konzernabschluss

Nicht beherrschende Anteile werden im Konzern mit dem anteiligen neubewerteten Reinvermögen im Erwerbszeitpunkt angesetzt. In der Folge wird den nicht beherrschenden Anteilen ein entsprechender Anteil am Ergebnis nach Steuern und am SONSTIGEN ERGEBNIS zugeordnet, was bei Verlusten des betreffenden Tochterunternehmens auch zu einem negativen Saldo führen kann. Eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert.

Zu den im Vorjahr bestehenden Optionsvereinbarungen siehe Erläuterung 20.

4. Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in EURO, der funktionalen Währung und Berichtswährung der Muttergesellschaft, aufgestellt. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet.

Fremdwährungstransaktionen werden zum jeweiligen Fremdwährungskurs am Tag der Transaktion umgerechnet. Zum Bilanzstichtag bestehende monetäre Fremdwährungspositionen werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Währungsdifferenzen werden in der betreffenden Periode ertrags- bzw. aufwandswirksam gebucht.

Für die Konzernabschlusserstellung werden die in funktionaler Währung erstellten Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen nach dem Konzept der modifizierten Stichtagskursmethode in EURO umgerechnet:

  • Die Vermögenswerte und Schulden (sowohl monetäre als auch nicht-monetäre) werden zum Stichtagskurs umgerechnet.
  • Sämtliche Aufwands- und Ertragspositionen der ausländischen Tochterunternehmen werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Die Währungen haben sich wie folgt entwickelt:

STICHTAGSKURS JAHRESDURCHSCHNITTSKURS
1 EUR = 31.12.2019 31.12.2018 2019 2018
USD 1,1234 1,1450 1,1196 1,1815
GBP 0,8508 0,8945 0,8773 0,8848
CAD 1,4598 1,5605 1,4857 1,5302
MXN 21,2202 22,4921 21,5573 22,7160
BRL 4,5157 4,4440 4,4135 4,3087
VND 26.206,0 26.737,6 26.226,5 27.330,7

Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Einbeziehung der Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss werden unter der Position AUSGLEICHSPOSTEN AUS DER WÄHRUNGSUMRECHNUNG im Eigenkapital des Konzernabschlusses ausgewiesen, wobei die Veränderung im laufenden Jahr im SONSTIGEN ERGEBNIS der Gesamtergebnisrechnung dargestellt wird.

5. Einteilung in kurz- und langfristige Vermögenswerte und Schulden

Vermögenswerte und Schulden mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden als kurzfristig, jene mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr als langfristig eingestuft. Die Feststellung der Restlaufzeiten erfolgt ausgehend vom Bilanzstichtag.

Betriebliche Posten, wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, werden selbst dann als kurzfristig eingestuft, wenn sie erst später als 12 Monate nach dem Bilanzstichtag fällig werden, da dies dem üblichen Geschäftszyklus entspricht.

6. Finanzinstrumente

Die Transaktionen von Finanzinstrumenten werden zum Erfüllungstag erfasst.

In der Konzernbilanz werden folgende Finanzinstrumente gemäß IFRS 9 ausgewiesen:

Kategorien nach IFRS 9

ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN

Finanzielle Vermögenswerte

Die Gesellschaft klassifiziert alle unter dem Posten ZAHLUNGSMITTEL UND KURZFRISTIGE VERANLAGUNG enthaltenen Barbestände, Sichteinlagen und kurzfristigen, äußerst liquiden Finanzinvestitionen, die jederzeit in bestimmte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen, als Finanzmittelbestand. Die kurzfristigen Veranlagungen stellen zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte mit einer Laufzeit von grundsätzlich unter 3 Monaten dar, welche nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte sind, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden.

Nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind, umfassen insbesondere FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN sowie sonstige gegebene Kredite und Forderungen (im Wesentlichen Darlehen, die für den Erwerb von Management-Darlehen und Genussrechten gewährt wurden), die in den LANGFRISTIGEN FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTEN enthalten sind.

Forderungen werden am Erfüllungstag zu Anschaffungskosten erfasst und in weiterer Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertberichtigung für Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden aufgrund der Amortisation nach der Effektivzinsmethode, aufgrund von Wertminderungen oder bei Ausbuchung des Kredits oder der Forderung in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Das Unternehmen gewährt den Kunden unter geschäftsüblichen Bedingungen Zahlungsziele, wofür allerdings grundsätzlich keine zusätzlichen Sicherheiten oder Bürgschaften zur Sicherung der offenen Beträge angefordert werden. Davon ausgenommen sind Kunden mit nur gelegentlichen Geschäftsbeziehungen sowie Kunden in Hochrisikoländern, von denen die Gesellschaft bestätigte Akkreditive einfordert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die über das übliche Zahlungsziel hinaus gewährt werden, werden marktüblich verzinst.

Es werden laufend Bewertungen der Forderungen durchgeführt und erforderlichenfalls Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen gebildet. Die Wertminderungen tragen den erwarteten Ausfallsrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderung. Die Entscheidung, ob ein Ausfallsrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab.

Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden, Erfahrungen der letzten 5 Jahre in Bezug auf Ausfälle von Forderungen, wobei auch erfolglose anwaltliche Betreibung nach 3 Jahren als Ausfall gewertet wird, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen im Zahlungsverhalten.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten umfassen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Banken, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen und derivative Finanzverbindlichkeiten, wobei letztere zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam über die GuV (FVTPL) bewertet werden.

Verbindlichkeiten werden mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Kreditaufnahme verbundenen Transaktionskosten erfasst und in der Folge unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Erträge und Aufwendungen aufgrund der Effektivzinsmethode werden in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Weiters sind Kaufpreise für Anteile an Tochtergesellschaften, die vom Management gehalten werden, in den finanziellen Verbindlichkeiten enthalten. Vertraglich sind die Manager verpflichtet, ihre Anteile bei Eintreffen festgelegter Ereignisse an die Gesellschaft zurück zu verkaufen; ebenso ist die Gesellschaft verpflichtet, die Anteile zurück zu erwerben. Der Rückkaufbetrag bemisst sich jeweils in der Höhe des anteiligen Eigenkapitals zum Zeitpunkt des Verkaufes. Gemäß IAS 32.23 begründet dies eine finanzielle Verbindlichkeit in Höhe des Barwertes des Rückkaufbetrages. Die laufende Bewertung erfolgt mangels exakt vorher bestimmbarer Wertermittlung zum jeweiligen anteiligen Eigenkapital zum Bilanzstichtag, welches den Ergebnisanteil des laufenden Geschäftsjahres enthält, der in der Konzerngewinnund Verlustrechnung unter den Zinsaufwendungen bzw. Zinserträgen erfasst ist. Dieser laufende Ergebnisanteil wird als repräsentativ für das Effektivzinsergebnis angesehen.

Weitere finanzielle Verbindlichkeiten resultieren aus dem Management gewährten Genussrechten an Tochtergesellschaften. Die Übertragung dieser Genussrechte an Dritte ist nur mit Zustimmung der Gesellschaft möglich, bzw. besteht bei Eintritt bestimmter Ereignisse eine Kaufoption, wobei sich der Rückkaufbetrag am Nettovermögen der jeweiligen Tochtergesellschaft zum Ausübungszeitpunkt bemisst. Der laufende Ergebnisanteil wird als repräsentativ für das Effektivzinsergebnis angesehen und verändert entsprechend die Verbindlichkeit.

ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT ERFOLGSWIRKSAM ÜBER DIE GUV

Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen

Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisenterminkontrakte, um sich gegen Währungsrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist.

Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken bilanzierter monetärer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wendet das Unternehmen Sicherungsmaßnahmen an, die nicht die Anforderungen für Hedge Accounting erfüllen, jedoch gemäß den Grundsätzen des Risikomanagements effektiv zur Sicherung des finanziellen Risikos beitragen.

Gewinne und Verluste aus Kurssicherungsgeschäften, welche der Absicherung der Kursrisiken aus Konzernlieferungen in fremder Währung dienen und nicht die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehungen gemäß IFRS 9 erfüllen, werden nicht separat ausgewiesen, sondern gemeinsam mit den Kursgewinnen und Kursverlusten von Lieferungen erfolgswirksam im Betriebsergebnis dargestellt. Die Gesellschaft behält sich auch in Zukunft das Wahlrecht vor, die Kriterien des IAS 39 für Hedge Accounting anzuwenden.

Zu den im Vorjahr bestehenden Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen siehe Erläuterung 20.

Anlässlich eines Unternehmenserwerbs in 2010 wurde einmalig eine Fremdwährungssicherung des Kaufpreises zwischen Vertragsabschluss und Closing durchgeführt, die als Fair Value Hedge mit einer nicht in der Bilanz angesetzten festen Verpflichtung als Grundgeschäft bilanziert wurde. Der auf das besicherte Risiko entfallende Verlust wurde als Basis Adjustment auf die erworbenen Vermögenswerte erfasst und wird nun entsprechend der Erfolgswirksamkeit dieser Vermögenswerte (analog zur Abschreibung über die geschätzte Nutzungsdauer) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Zu den zum 31. Dezember 2019 bzw. 2018 vorhandenen Finanzinstrumenten siehe Erläuterung 35.

7. Vorräte

Vorräte bestehen aus Werkstoffen und zugekauften Teilen in unterschiedlichem Fertigstellungsgrad und werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren erzielbaren Marktwert am Bilanzstichtag bewertet. Die Einsatzermittlung erfolgt mittels FIFO-, gewogenem Durchschnittspreis- oder Identitätspreisverfahren. Herstellungskosten von Fertigerzeugnissen beinhalten die Kosten für Rohstoffe, andere direkt zurechenbare Aufwendungen sowie anteilige Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

8. Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte

Die Bewertung des Sachanlagevermögens und der Immateriellen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer. Folgende geschätzte Nutzungsdauern kommen zur Anwendung:

Immaterielle Vermögenswerte:
Software 4
Technologie 5 –10
Kundenbeziehungen 5 –10
Wettbewerbsvereinbarungen 5 –10
Markenrechte 10
Sachanlagen:
Bauten 5 – 50
Technische Anlagen und Maschinen 3 –17
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 –10
Nutzungsrechte 3 –10

NUTZUNGSDAUER IN JAHREN

Das Unternehmen ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung von Sachanlagen und Immateriellen Vermögenswerten vorliegen. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Werthaltigkeit erforderlich, nimmt das Unternehmen eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Wertminderungsaufwendungen der fortzuführenden Geschäftsbereiche werden erfolgswirksam in der Position WERTMINDERUNG VON SACHANLAGEN erfasst.

Es wird zu jedem Abschlussstichtag eine Überprüfung vorgenommen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand nicht mehr länger besteht oder sich verringert hat. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung der Annahmen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Die Wertaufholung ist dahingehend begrenzt, dass der Buchwert eines Vermögenswerts weder seinen erzielbaren Betrag noch den Buchwert übersteigen darf, der sich nach Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ergeben hätte, wenn in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird erfolgswirksam erfasst.

Fremdkapitalkosten werden ebenfalls sofort aufwandswirksam erfasst, sofern sich diese nicht auf qualifizierte Vermögenswerte beziehen.

Gemietete Sachanlagen, die gemäß IFRS 16 zu aktivieren sind, werden in der Bilanz innerhalb der Sachanlagen als Nutzungsrechte ausgewiesen. Daraus resultierende künftige Zahlungsverpflichtungen werden unter der Leasingverbindlichkeit ausgewiesen. Zu den Auswirkungen aus der Erstanwendung des IFRS 16 siehe Erläuterung 4 bzw. zu den Effekten aus dem Geschäftsjahr 2019 siehe Erläuterung 21. Die Zinssätze für aktivierte Leasinggegenstände werden abhängig vom Mindestzinssatz für Neukredite zu Beginn jedes Leasingverhältnisses oder entsprechend einer kalkulatorischen Rendite des Leasinggebers festgesetzt. Im Vorjahr wurden Leasingverhältnisse, die als operatives Leasing qualifiziert wurden, im laufenden Aufwand erfasst.

9. Firmenwerte

Die Firmenwerte werden mit den Anschaffungskosten erfasst und in Folge jährlich zum Stichtag 31. Dezember auf ihre Werthaltigkeit geprüft. Zu diesem Zweck werden die Firmenwerte auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten aufgeteilt und den Nutzungswerten der Geschäftseinheiten aufgrund der erwarteten Cashflows gegenübergestellt.

Ein einmal erfasster Wertminderungsaufwand für einen Firmenwert wird in den Folgeperioden nicht wieder zugeschrieben.

10. Tatsächliche und latente Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für laufende und frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrages werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Vom Unternehmen werden Abgrenzungen für latente Steuern in Übereinstimmung mit der in IAS 12 vorgeschriebenen "Balance Sheet Liability Method" gebildet. Latente Steueransprüche und Schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der diese realisiert werden, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Bei Vorliegen von Verlusten in der aktuellen Periode oder Vorperiode werden für nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge aktive latente Steuern nur in der Höhe erfasst, in der auf Basis der vorliegenden Mittelfristplanungen substanzielle Hinweise dafür vorliegen, dass ein ausreichendes steuerliches Ergebnis zur Verfügung stehen wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei nicht verfallbaren Verlustvorträgen wird dabei auf die Verwertbarkeit innerhalb der nächsten fünf Jahre abgestellt.

Tatsächliche und latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die entweder im SONSTIGEN ERGEBNIS oder direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im SONSTIGEN ERGEBNIS bzw. direkt im Eigenkapital erfasst.

11. Erhaltene Zuschüsse

Zuschüsse der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuschüsse gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Aufwandsbezogene Zuschüsse werden planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, in dem die entsprechenden Aufwendungen anfallen.

Die Zuschüsse für Vermögenswerte werden als Passivposten erfasst, sobald die für den Erhalt notwendigen Bedingungen erfüllt sind. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte und wird im Posten SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

12. Rückstellungen

In Übereinstimmung mit IAS 37 werden Rückstellungen gebildet, wenn für das Unternehmen gegenwärtig rechtliche oder faktische Verpflichtungen vorliegen, die auf zurückliegenden Ereignissen beruhen und bei denen es wahrscheinlich ist, dass diese zu einem Mittelabfluss führen werden. Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung nach bester Schätzung des Managements ermittelt werden kann. Ist eine vernünftige Schätzung nicht möglich, unterbleibt die Bildung einer Rückstellung.

13. Rückstellungen für Sozialkapital

LEISTUNGSORIENTIERTE PLÄNE

Leistungsorientierte Pläne betreffen ausschließlich Abfertigungsverpflichtungen österreichischer Gesellschaften. Der Arbeitgeber ist bei Beendigung eines Dienstverhältnisses oder bei regulärem Pensionsantritt eines Dienstnehmers verpflichtet, einen Pauschalbetrag an den Dienstnehmer zu leisten, sofern das Dienstverhältnis bereits eine Dauer von 3 Jahren erreicht hat und vor dem 1. Jänner 2003 begonnen hat. Die zu leistenden Beträge reichen in Abhängigkeit von der Dauer des Dienstverhältnisses von mittlerweile 6 bis 12 bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Monatsbezügen. Die Zahlungen sind bei regulärem Pensionsantritt oder Kündigung durch den Arbeitgeber zu leisten, nicht aber bei freiwilligem Austritt des Dienstnehmers. Die Rückstellungsbeträge werden zu jedem Abschlussstichtag mittels versicherungsmathematischer Bewertung unter Anwendung der "Projected Unit Credit Method" mit einer Verteilung des Dienstzeitaufwandes über den Zeitraum vom Eintritt in das Unternehmen bis zum Zeitpunkt des geplanten Pensionsantrittes des jeweiligen Dienstnehmers berechnet und entsprechen dem Barwert der von den Dienstnehmern bis zum Abschlussstichtag erworbenen Leistungsansprüche. Für das Pensionsantrittsalter werden die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen herangezogen. Künftig zu erwartende Gehaltssteigerungen und entsprechende Fluktuationsabschläge werden auf Basis der Erfahrungen der mittelfristigen Vergangenheit berücksichtigt.

Sämtliche Neubewertungen bei leistungsorientierten Versorgungsplänen (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) werden gemäß IAS 19 im SONSTIGEN ERGEBNIS erfasst. Weitere Anmerkungen zu den Rückstellungen für Abfertigungen sind in Erläuterung 18 enthalten.

BEITRAGSORIENTIERTE PLÄNE

Für Dienstverhältnisse, die österreichischem Recht unterliegen und nach dem 1. Jänner 2003 begonnen wurden, hat das Unternehmen entsprechend den gesetzlichen Regelungen einen Betrag von 1,53 % der laufenden Bezüge an eine Mitarbeitervorsorgekasse abzuführen.

Bei verschiedenen Konzerngesellschaften bestehen beitragsorientierte Pensionspläne einerseits aufgrund länderspezifischer gesetzlicher Verpflichtungen sowie andererseits aufgrund des Abschlusses von Betriebsvereinbarungen bzw. einzelvertraglicher Pensionsvereinbarungen. Die Verpflichtung der Gruppe beschränkt sich darauf, die Beiträge bei Fälligkeit an den jeweiligen Pensionsfonds zu entrichten. Eine rechtliche oder faktische Verpflichtung zu künftigen Leistungen besteht nicht.

Beiträge zu sämtlichen beitragsorientierten Versorgungsplänen werden dann als Aufwand erfasst, wenn die Arbeitnehmer die Arbeitsleistung erbracht haben, die das Unternehmen zur Beitragsleistung verpflichtet.

SONSTIGE LANGFRISTIGE PERSONALVERPFLICHTUNGEN

Nach Maßgabe der österreichischen Kollektivverträge haben Dienstnehmer in Abhängigkeit von der Dauer ihres Dienstverhältnisses Anspruch auf Jubiläumsgeldzahlungen (leistungsorientiertes System). Die rückzustellenden Beträge werden ebenfalls unter Anwendung der "Projected Unit Credit Method" berechnet. Die Parameter der Abfertigungsrückstellung finden ebenso bei der Berechnung der Jubiläumsgeldrückstellung Anwendung. Neubewertungen (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

14. Ertragsrealisierung

Leistungsverpflichtungen aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren gelten bei Übergang der Kontrolle, in der Regel bei Lieferung an den Empfänger, als realisiert und werden demzufolge zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllt. Leistungsverpflichtungen aus Service- und Reparaturtätigkeiten gelten mit dem Zeitpunkt der Erbringung der Leistung, somit im Zeitpunkt der Lieferung der servicierten bzw. reparierten Güter an den Kunden, als realisiert. Leistungsverpflichtungen, aus der Unterstützung von Kunden bei der Anwendung von SBO-Tools am Ölfeld, werden über den Zeitraum, in dem die Beratungsleistung vor Ort erbracht wird, erfüllt und somit über einen bestimmten Zeitraum erfasst.

Einzelne Unternehmen innerhalb der SBO-Gruppe treten als Vermieter auf. Dabei werden Erträge laufend auf Basis der tatsächlichen Nutzung durch den Kunden realisiert (Leistungsverpflichtungen, die über einen bestimmten Zeitraum erfasst werden). Mindestleasingverpflichtungen bzw. Mindesterträge werden grundsätzlich nicht vereinbart, ebenso liegen grundsätzlich keine Finanzierungsleasingmodelle vor.

Zinserträge werden unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung zeitanteilig realisiert.

15. Forschung und Entwicklung

Gemäß IAS 38 werden Forschungsaufwendungen zum Zeitpunkt ihres Entstehens erfolgswirksam gebucht. Entwicklungsaufwendungen sind zum Entstehungszeitpunkt erfolgswirksam zu erfassen, falls die Voraussetzungen für eine Aktivierung der Entwicklungsaufwendungen gemäß IAS 38 nicht gänzlich erfüllt werden. Im Konzernabschluss der SBO werden Entwicklungskosten mangels Erfüllung der entsprechenden Ansatzkriterien in der Berichtsperiode ihres Anfalls ergebniswirksam erfasst.

16. Aktienbasierte Vergütung

Beginnend mit 2014 wurde mit dem Vorstandsvorsitzenden eine Vereinbarung über eine aktienbasierte Vergütung abgeschlossen, deren jährliche Gewährung ein jeweils aufrechtes Dienstverhältnis voraussetzt. Weiters wurde eine Vereinbarung über die Gewährung einer freiwilligen Abfertigung bei Beendigung des Dienstverhältnisses in Form von SBO-Aktien abgeschlossen. Im Rahmen der Verlängerung des Vorstandsmandates im Jahr 2018 wurden auch die gegenständlichen Vereinbarungen verlängert. Da die Kompensation tatsächlich in eigenen Aktien erfolgt bzw. erfolgen wird, wird die Erfassung des Aufwands aus diesen Vereinbarungen laufend über den Personalaufwand und innerhalb des Eigenkapitals vorgenommen (siehe dazu Erläuterung 33).

17. Schätzungen, Ermessensentscheidungen und Annahmen

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses unter Anwendung der International Financial Reporting Standards müssen bis zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen sowie Ermessensentscheidungen getroffen werden, welche die in der Bilanz, im Anhang und in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Werte beeinflussen. Die sich in der Zukunft tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen, wobei der Vorstand aus derzeitiger Sicht der Meinung ist, dass sich daraus keine wesentlichen negativen Auswirkungen in den Konzernabschlüssen der nächsten Zukunft ergeben werden. Im Folgenden werden die wesentlichen Schätzungen und Ermessensentscheidungen erläutert, die diesem Konzernabschluss zugrunde liegen.

Bei der Erfassung und der Bewertung von im Zuge von Unternehmenserwerben angesetzten IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN sind Annahmen und Ermessensentscheidungen zu treffen (siehe Erläuterung 9).

Bei den SACHANLAGEN und IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN sind Einschätzungen über den Zeitraum erforderlich, in dem diese Vermögenswerte vom Unternehmen voraussichtlich genutzt werden können (siehe Erläuterungen 8 und 9). Weiters sind, falls Anhaltspunkte für eine Wertminderung von SACHANLAGEN oder IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN erkannt werden, Schätzungen bei der Ermittlung des erzielbaren Betrages erforderlich. Bei der Bewertung von Nutzungsrechten sind Ermessensentscheidungen für die Ermittlung der Laufzeit der Verträge bzw. die Ausübung von Verlängerungsoptionen zu treffen.

Für den jährlichen Wertminderungstest der GESCHÄFTS- UND FIRMENWERTE erfolgt eine Schätzung der Nutzungswerte, wobei die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und einen angemessenen Abzinsungssatz wählen muss (siehe Erläuterung 9).

Latente Steueransprüche werden für nicht genutzte steuerliche Verluste in dem Maß angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Bilanzierung der AKTIVEN LATENTEN STEUERN ist eine wesentliche Ermessensausübung des Managements notwendig, zu welchem Zeitpunkt und in welchem Ausmaß künftig zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, um die temporären Differenzen bzw. Verlustvorträge tatsächlich zu nutzen (siehe Erläuterung 11).

Bei der Bewertung der VORRÄTE sind Einschätzungen des Managements über die Preisgestaltung und Marktentwicklung erforderlich, um die Höhe der Wertansätze festzulegen (siehe Erläuterung 7). Da entsprechend der zugrundeliegenden Kundenverträge grundsätzlich keine Percentage-of-Completion Methode angewendet wird, sind Schätzungen hinsichtlich bereits erbrachter Leistungen und noch anfallender Kosten der ausschließlich kurzfristigen Aufträge lediglich zur Ermittlung von etwaigen Drohverlustrückstellungen erforderlich.

Bei FORDERUNGEN sind neben einer Bewertung auf Basis von Zahlungseingängen der Vergangenheit Annahmen über die künftige Ausfallswahrscheinlichkeit erforderlich (siehe Erläuterung 5). Neben Überfälligkeiten und Marktrisiken wird dabei auch auf die Erfahrung mit den Kunden Rücksicht genommen. Bei der Erfassung von UMSATZERLÖSEN sind Schätzungen hinsichtlich der zu erwarteten Rückgaben betreffend Produkten mit Rückgaberechten (siehe Erläuterung 15) sowie von zu gewährenden Mengenrabatten erforderlich.

Für den Ansatz von RÜCKSTELLUNGEN muss die Eintrittswahrscheinlichkeit zum Abschlussstichtag vom Management evaluiert werden. Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung nach bester Schätzung des Managements ermittelt werden kann (siehe Erläuterung 16).

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und Fluktuationswahrscheinlichkeiten (siehe Erläuterung 18).

Die Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen wurden zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert bewertet und in den Folgeperioden zu jedem Abschlussstichtag zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes basierte auf diskontierten Cashflows, die von den jeweils vorliegenden Ergebnisplanungen der betroffenen Gesellschaften abgeleitet wurden. Ermessensentscheidungen waren bis zum Zeitpunkt der erstmaligen Ausübungsmöglichkeit bei der Ermittlung der voraussichtlichen künftigen Cashflows, des erwarteten Ausübungszeitpunktes sowie der Wahl des angemessenen Abzinsungssatzes erforderlich (siehe Erläuterung 20).

Für die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Management-Beteiligungen und Genussrechten sind die zukünftige Zugehörigkeitsdauer der jeweiligen Personen zum Unternehmen und die zukünftige Ergebnisentwicklung zu schätzen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass der jeweilige Anteil am aktuellen Jahresergebnis der Tochtergesellschaft im Wesentlichen dem Effektivzinsaufwand entspricht (siehe Erläuterung 19).

18. Rückwirkende Anpassungen, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehlern

Die Österreichische Prüfstelle für Rechnungslegung (OePR) hat im Jahr 2019 den Konzernabschluss der SBO zum 31. Dezember 2018 und die Halbjahresfinanzberichte zum 30. Juni 2018 sowie 30. Juni 2019 einer Prüfung gemäß § 2 Abs. 1 Z 2 Rechnungslegungskontrollgesetz (Prüfung ohne besonderen Anlass) unterzogen. Dabei kam die OePR zu dem Ergebnis, dass ein wesentlicher Fehler hinsichtlich des zum 31. Dezember 2018 durchgeführten Werthaltigkeitstests für die dem Segment "Oilfield Equipment" (OE) zugeordnete zahlungsmittelgenerierende Einheit "Resource Well Completion Technologies, Inc." besteht, welcher durch eine bescheidmäßige Anordnung seitens der FMA im Rahmen einer Fehlerveröffentlichung im Sinne des § 5 Abs 2 1. Satz RL-KG bekannt zu geben war. Die Fehlerfeststellung wird damit begründet, dass die dem Wertminderungstest zugrundeliegende Cashflowplanung nicht den Anforderungen des IAS 36.33(a) in Verbindung mit IAS 36.34 und IAS 36.38 entspricht. Konkret wurde festgehalten, dass eine Berücksichtigung der bestehenden Risiken und Unsicherheiten der ökonomischen Rahmenbedingungen der Oilfield Service Branche in der Planungsrechnung in Zusammenhang mit fehlender Planerreichung in der Vergangenheit nicht ausreichend nachgewiesen werden konnte. Der Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Resource Well Completion Technologies betrug zum 31. Dezember 2018 TEUR 23.707. SBO hat den Wertminderungstest zum 31. Dezember 2018 auf Basis der Fehlerfeststellung der OePR berichtigt. Bezugnehmend auf die angepasste Cashflowplanung ergibt sich für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Resource Well Completion Technologies Inc. zum 31. Dezember 2018 kursbedingt ein Wertminderungsbedarf in Höhe von TEUR 23.853, der in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten "Wertminderung von Firmenwerten" ausgewiesen wird. Der Fehler wurde entsprechend IAS 8.42 rückwirkend durch Anpassung der betroffenen Posten des Vorjahresabschlusses korrigiert. In Folge ergeben sich daraus auch Auswirkungen auf die Zwischenabschlüsse des Jahres 2019. Bei der Veröffentlichung der Zwischenabschlüsse des Geschäftsjahres 2020 werden demnach die Vergleichswerte des Vorjahres entsprechend angepasst.

Die Auswirkungen auf die Posten des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2018 werden nachfolgend dargestellt:

in TEUR 31.12.2018
BERICHTET
WERTMINDERUNG
FIRMENWERT
31.12.2018
ANGEPASST
Firmenwerte 161.153 -23.390 137.763
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung 23.077 463 23.540
Kumulierte Ergebnisse 260.071 -23.853 236.218
Eigenkapital 368.204 -23.390 344.814
Wertminderung von Firmenwerten 0 -23.853 -23.853
Betriebsergebnis nach Wertminderungen und
Restrukturierungsmaßnahmen 70.707 -23.853 46.854
Ergebnis vor Steuern 55.891 -23.853 32.038
Ergebnis nach Steuern 41.391 -23.853 17.538
Ergebnis pro Aktie in EUR (unverwässert = verwässert) 2,59 -1,49 1,10

FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Eine Analyse der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember stellt sich wie folgt dar:

Fälligkeit BRUTTOBETRAG PAUSCHALWERT
BERICHTIGUNG
(ECL)
EINZELWERT-BERICHTIGUNG NETTOBETRAG
Nicht bzw. < 30 Tage überfällig 83.995 -252 0 83.743
30 – 90 Tage überfällig 20.186 -153 0 20.033
90 – 180 Tage überfällig 7.270 -123 -220 6.927
> 180 Tage überfällig 7.851 -411 -5.886 1.554
Summe 119.302 -939 -6.106 112.257

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben üblicherweise Zahlungsziele von bis zu 90 Tagen. Weder zum 31. Dezember 2019 noch zum 31. Dezember 2018 lagen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von über 12 Monaten vor.

Der Buchwert der einzelwertberichtigten Forderungen beträgt TEUR 111 (Vorjahr: TEUR 108). Wertminderungen für erwartete Ausfälle werden gemäß IFRS 9 auf Basis historischer Erfahrungen und unter Berücksichtigung von Außenstandsdauern erfasst (siehe dazu Erläuterung 4). Zum 31. Dezember 2019 betragen die gemäß vereinfachter Methode für über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste bemessenen Wertberichtigungen TEUR 939 (Vorjahr: TEUR 765).

Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2019 2018
Stand 1. Jänner 6.845 5.394
Kursdifferenzen 138 262
Verbrauch -1.377 -509
Auflösung -1.412 -1.165
Aufwandswirksame Zuführungen 2.851 2.863
Stand 31. Dezember 7.045 6.845

Zu den angeführten Forderungen wurden keine Sicherheiten erhalten.

ERLÄUTERUNG 6

SONSTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTE

Diese Position enthält im Wesentlichen Forderungen gegenüber Steuerbehörden sowie Periodenabgrenzungen. Weiters sind in diesem Posten Vermögenswerte betreffend Rückgaberechten einzelner Kunden gemäß IFRS 15 in Höhe von TEUR 544 enthalten (Vorjahr: TEUR 494).

Zu den Forderungen wurden keine Sicherheiten erhalten und keine Wertberichtigungen vorgenommen.

VORRÄTE

Die Gliederung der Vorräte ist in folgender Übersicht detailliert dargestellt:

in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 14.221 15.487
Unfertige Erzeugnisse 71.540 71.575
Fertige Erzeugnisse 56.195 58.797
Summe 141.956 145.859

Die Wertberichtigungen, welche im Jahr 2019 als Aufwand erfasst wurden, betrugen TEUR 3.663 (Vorjahr: TEUR 1.361).

ERLÄUTERUNG 8

SACHANLAGEN

Eine Zusammenfassung der Bruttowerte und der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen des Sachanlagevermögens kann wie folgt dargestellt werden:

in TEUR GRUNDSTÜCKE
UND BAUTEN
TECHNISCHE
ANLAGEN UND
MASCHINEN
ANDERE ANLAGEN,
BETRIEBS- UND
GESCHÄFTS
AUSSTATTUNG
ANZAHLUNGEN
UND ANLAGEN
IN BAU
NUTZUNGSRECHTE SUMME
Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten
und Bauten
31. Dezember 2018 100.561 385.571 14.381 3.133 0 503.646
Anpassung IFRS 16 -810 0 -104 0 8.913 7.999
1. Jänner 2019 99.751 385.571 14.277 3.133 8.913 511.645
Umrechnungsdifferenzen 1.349 6.255 250 64 302 8.220
Zugänge 3.384 19.874 1.314 6.791 3.915 35.278
Umbuchungen 431 -3.794 36 3.261 0 -66
Einstufung als zur Veräußerung gehalten -6.081 -170 0 0 0 -6.251
Abgänge -830 -61.637 -2.252 -501 -321 -65.541
31. Dezember 2019 98.004 346.099 13.625 12.748 12.809 483.285
Kumulierte Abschreibungen und
Wertminderungen
31. Dezember 2018 32.903 314.155 11.885 0 0 358.943
Anpassung IFRS 16 -161 0 -28 0 189 0
1. Jänner 2019 32.742 314.155 11.857 0 189 358.943
Umrechnungsdifferenzen 461 5.020 189 4 8 5.682
Zugänge aus Abschreibungen 3.221 27.477 1.226 0 3.089 35.013
Zugänge aus Wertminderungen 485 0 0 0 0 485
Umbuchungen 0 -5.610 24 5.586 0 0
Einstufung als zur Veräußerung gehalten -2.951 -170 0 0 0 -3.121
Abgänge -750 -57.305 -2.166 0 -143 -60.364
31. Dezember 2019 33.208 283.567 11.130 5.590 3.143 336.638
Buchwerte
31. Dezember 2019 64.796 62.532 2.495 7.158 9.666 146.647
31. Dezember 2018 67.658 71.416 2.496 3.133 0 144.703

2018

in TEUR GRUNDSTÜCKE
UND BAUTEN
TECHNISCHE
ANLAGEN UND
MASCHINEN
ANDERE ANLAGEN,
BETRIEBS- UND
GESCHÄFTS
AUSSTATTUNG
ANZAHLUNGEN
UND ANLAGEN
IN BAU
NUTZUNGSRECHTE SUMME
Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten
und Bauten
1. Jänner 2018 93.910 360.215 13.462 607 0 468.194
Umrechnungsdifferenzen 2.259 9.046 230 97 0 11.632
Zugänge 4.349 24.703 1.151 5.377 0 35.580
Umbuchungen 200 6.927 143 -2.996 0 4.274
Einstufung als zur Veräußerung gehalten -71 0 0 0 0 -71
Abgänge -86 -15.320 -605 48 0 -15.963
31. Dezember 2018 100.561 385.571 14.381 3.133 0 503.646
Kumulierte Abschreibungen und
Wertminderungen
1. Jänner 2018 28.328 283.729 10.965 0 0 323.022
Umrechnungsdifferenzen 612 6.923 188 0 0 7.723
Zugänge aus Abschreibungen 3.034 29.490 1.232 0 0 33.756
Zugänge aus Wertminderungen 947 1.341 93 0 0 2.381
Umbuchungen 0 4.136 0 0 0 4.136
Abgänge -18 -11.464 -593 0 0 -12.075
31. Dezember 2018 32.903 314.155 11.885 0 0 358.943
Buchwerte
31. Dezember 2018 67.658 71.416 2.496 3.133 0 144.703
31. Dezember 2017 65.582 76.486 2.497 607 0 145.172

Das Unternehmen besitzt Produktionsstätten in folgenden Ländern: Österreich, USA, Großbritannien, Vietnam und Singapur.

Service- und Wartungsstützpunkte sowie Verkaufsstellen werden in den USA, Kanada, Großbritannien, Singapur, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi Arabien, Russland, Mexiko und Brasilien geführt.

Das Bestellobligo für Investitionen in Sachanlagen betrug zum 31. Dezember 2019 TEUR 5.044 (Vorjahr: TEUR 2.123).

Für Details betreffend aktivierte Nutzungsrechte siehe Erläuterung 21.

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Eine Zusammenfassung der Bruttowerte und der kumulierten Abschreibungen der Immateriellen Vermögenswerte kann wie folgt dargestellt werden:

2019

in TEUR FIRMENWERTE TECHNOLOGIE WETTBEWERBS
VEREINBARUNGEN
KUNDEN
BEZIEHUNGEN
ÜBRIGE
IMMATERIELLE
VERMÖGENSWERTE
GESAMT
Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten
und Bauten
1. Jänner 2019 235.564 68.673 11.936 35.440 13.528 365.141
Umrechnungsdifferenzen 7.543 2.166 333 1.226 258 11.526
Zugänge 0 0 0 0 137 137
Umbuchungen 0 0 0 0 66 66
Abgänge 0 0 0 0 0 0
31. Dezember 2019 243.107 70.839 12.269 36.666 13.989 376.870
Kumulierte Abschreibungen und
Wertminderungen
1. Jänner 2019* 97.801 43.650 7.772 30.617 9.496 189.336
Umrechnungsdifferenzen 4.871 1.553 243 1.093 176 7.936
Zugänge aus Abschreibungen 0 6.580 1.840 3.307 1.165 12.892
Abgänge 0 0 0 0 0 0
31. Dezember 2019 102.672 51.783 9.855 35.017 10.837 210.164
Buchwerte
31. Dezember 2019 140.435 19.056 2.414 1.649 3.152 166.706
31. Dezember 2018* 137.763 25.023 4.164 4.823 4.032 175.805

* Angepasst – siehe Erläuterung 4 – Rückwirkende Anpassungen

2018

in TEUR FIRMENWERTE TECHNOLOGIE WETTBEWERBS
VEREINBARUNGEN
KUNDEN
BEZIEHUNGEN
ÜBRIGE
IMMATERIELLE
VERMÖGENSWERTE
GESAMT
Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten
und Bauten
1. Jänner 2018 230.833 66.971 15.450 34.742 12.873 360.869
Umrechnungsdifferenzen 4.731 1.702 148 698 333 7.612
Zugänge 0 0 0 0 333 333
Umbuchungen 0 0 0 0 14 14
Abgänge 0 0 -3.662 0 -25 -3.687
31. Jänner 2018 235.564 68.673 11.936 35.440 13.528 365.141
Kumulierte Abschreibungen und
Wertminderungen
1. Jänner 2018 74.540 36.563 9.526 26.248 8.167 155.044
Umrechnungsdifferenzen -592 784 25 556 197 970
Zugänge aus Abschreibungen 0 6.303 1.883 3.813 1.132 13.131
Wertminderungen* 23.853 0 0 0 0 23.853
Abgänge 0 0 -3.662 0 0 -3.662
31. Dezember 2018* 97.801 43.650 7.772 30.617 9.496 189.336
Buchwerte
31. Dezember 2018* 137.763 25.023 4.164 4.823 4.032 175.805
31. Dezember 2017 156.293 30.408 5.924 8.494 4.706 205.825

* Angepasst – siehe Erläuterung 4 – Rückwirkende Anpassungen

Das Bestellobligo für Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte betrug zum 31. Dezember 2019 TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

1. Firmenwerte

Die in der Bilanz ausgewiesenen Firmenwerte entfallen auf die folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Segmente:

in TEUR 31.12.2019 31.12.2018*
Segment "Advanced Manufacturing & Services" (AMS)
Knust-Godwin LLC 19.849 19.474
SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Technology GmbH 4.655 4.655
Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Limited 798 798
Segment "Oilfield Equipment" (OE)
The WellBoss Company, LLC (zuvor Downhole Technology, LLC) 88.352 86.353
Resource Well Completion Technologies, Inc. 0 317
DSI FZE 22.244 21.833
BICO Drilling Tools Inc. 4.410 4.213
BICO Faster Drilling Tools Inc. 127 120
Summe 140.435 137.763

* Angepasst – siehe Erläuterung 4 – Rückwirkende Anpassungen

Im Geschäftsjahr 2019 wurden die beiden dem Segment "Oilfield Equipment" (OE) zugeordneten Einheiten Resource Well Completion Technologies, Inc. und Downhole Technology, LLC organisatorisch zusammengeführt und firmieren seither unter The WellBoss Company. In diesem Zusammenhang wurden die den jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordneten Firmenwerte realloziert und zur Gänze der The WellBoss Company im Segment "Oilfield Equipment" (OE) neu zugeordnet.

Die Bewertung von sämtlichen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erfolgte anhand des Nutzungswertes durch Diskontierung der prognostizierten Cashflows unter Heranziehung eines Kapitalkostensatzes nach Steuern (WACC = Weighted Average Costs of Capital), welcher aufgrund aktueller Marktdaten für vergleichbare Unternehmen im selben Industriezweig unter Berücksichtigung der länderspezifischen Inflationserwartungen ermittelt wurde. Der Detailprognosezeitraum beträgt 5 Jahre (Vorjahr: 5 Jahre), die Cashflows basieren auf Budgetierungen des Managements. Für die ewige Rente wurde für sämtliche zahlungsmittelgenerierende Einheiten ein Cashflow mit konstanter Wachstumsrate von 1 % (Vorjahr: 1 %) angenommen.

Folgende Diskontierungssätze kamen zum 31. Dezember 2019 bzw. 31. Dezember 2018 zur Anwendung:

WACC (VOR STEUERN)

in % 31.12.2019 31.12.2018
Segment "Advanced Manufacturing & Services" (AMS)
Knust-Godwin LLC 11,3 % 12,7 %
SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Technology GmbH 14,7 % 13,0 %
Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Limited 14,5 % 13,4 %
Segment "Oilfield Equipment" (OE)
The WellBoss Company, LLC (zuvor: Downhole Technology, LLC) 11,6 % 13,1 %
Resource Well Completion Technologies, Inc. - 12,9 %
DSI FZE 10,2 % 11,6 %
BICO Drilling Tools Inc. 10,9 % 12,6 %

Die Cashflows wurden auf Basis der prognostizierten Umsätze und der geplanten Investitionen ermittelt. Der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird am stärksten von den Umsatzerlösen beeinflusst. Die Planung der Umsatzerlöse und Cashflows berücksichtigt einerseits die aus Vergangenheitswerten abgeleitete Zyklizität der Industrie und andererseits langfristige Entwicklungen des Absatzmarktes. Die Umsatzplanungen basieren bei sämtlichen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf der erwarteten Geschäftsentwicklung in der Oilfield Service-Industrie. Diese wird aus Erwartungswerten über Bohraktivitäten, den geografischen Absatzmärkten sowie unternehmensspezifischen Entwicklungen abgeleitet. Die Margenplanung wird darüber hinaus aus dem erwarteten Produktmix sowie den erwarteten Kostenentwicklungen aufgrund erwarteter Materialpreisentwicklungen und geplanten Investitionen abgeleitet. Weiters wird die geschätzte Personalentwicklung (basierend auf geplantem Headcount, erforderlicher Qualifikation der benötigten Mitarbeiter sowie aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage erwarteten Personalkosten) berücksichtigt.

Die durchgeführten Werthaltigkeitstests haben keine Erfordernis einer Wertminderung ergeben. Die Veränderung der Buchwerte der Firmenwerte sämtlicher zahlungsmittelgenerierenden Einheiten in 2019 ergab sich aus der Fremdwährungsumrechnung.

Für sämtliche zahlungsmittelgenerierende Einheiten wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Da der Nutzungswert insbesondere auf Veränderungen der Annahmen zu den Cashflows sowie zum Diskontierungsfaktor reagiert, wurde dabei jeweils isoliert ein vom Management als möglich erachteter Anstieg des Diskontierungsfaktors um 1 Prozentpunkt sowie eine Reduktion der Cashflows von 10 % berücksichtigt. Dabei ergab sich für keine der angeführten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ein Wertminderungsbedarf.

Zur Wertminderung des Jahres 2018 betreffend der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Resource Well Completion Technologies Inc. siehe Erläuterung 4 – 18. Rückwirkende Anpassungen, Änderung von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehlern.

2. Sonstige Immaterielle Vermögenswerte

Die SONSTIGEN IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE beinhalten im Wesentlichen Technologie, Kundenbeziehungen, Markenrechte und Rechte aus Wettbewerbsvereinbarungen betreffend Spezialtools für die Untertagezirkulationstechnologie (Circulation-Tools) aus einem Unternehmenszusammenschluss im Jahr 2010 (Buchwert zum 31. Dezember 2019: TEUR 3.507; Vorjahr: TEUR 8.029). Diese Vermögenswerte werden über einen Zeitraum von 10 Jahren amortisiert.

Darüber hinaus wurden im Rahmen der erstmaligen Erfassung der Resource Well Completion Technologies Inc. (nunmehr The WellBoss Company, Inc.) im Jahr 2014 erworbene Technologien (Buchwert zum 31. Dezember 2019: TEUR 1.221; Vorjahr: TEUR 1.766) sowie erworbene Kundenbeziehungen aktiviert (Buchwert zum 31. Dezember 2019: TEUR 0; Vorjahr: TEUR 1.050). Die Technologie kann ab dem Erwerb über rund 7 Jahre genutzt werden, die Kundenbeziehungen wurden über eine Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben. Weiters wurden Rechte aus Wettbewerbsvereinbarungen für eine Laufzeit von zumindest 5 Jahren aktiviert (Buchwert zum 31. Dezember 2019: TEUR 0; Vorjahr: TEUR 539).

Im Rahmen der erstmaligen Erfassung der Downhole Technology LLC (nunmehr The WellBoss Company, LLC) im Jahr 2016 wurden erworbene Technologien (Buchwert zum 31. Dezember 2019: TEUR 14.285; Vorjahr: TEUR 16.258) sowie Markenrechte (Buchwert zum 31. Dezember 2019: TEUR 1.191; Vorjahr: TEUR 1.355) mit einer Nutzungsdauer von 10 Jahren aktiviert. Weiters wurden Rechte aus Wettbewerbsvereinbarungen (Buchwert zum 31. Dezember 2019: TEUR 2.191; Vorjahr: TEUR 3.105) erfasst, die über einen Zeitraum von 6 Jahren amortisiert werden.

Weitere SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE betreffen im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses in 2012 erworbene Technologien sowie Wettbewerbsvereinbarungen.

Zusätzlich beinhalten die SONSTIGEN IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE Nutzungsrechte für EDV-Software.

LANGFRISTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTE

Diese Position besteht im Wesentlichen aus verzinslichen Darlehen, welche an das Management von in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen für den Erwerb von Anteilen bzw. Genussrechten an diesen Gesellschaften gewährt wurden (siehe auch Erläuterung 19). Für das Unternehmen besteht hier nur ein eingeschränktes Kreditrisiko, da die Anteile bei Nichterfüllung der Darlehensbedingungen an das Unternehmen zurückgegeben werden müssen. Die Darlehen sind grundsätzlich laufend anteilig zu tilgen, eine vollständige Tilgung hat spätestens bei Rückübertragung der Anteile bzw. Genussrechte und somit spätestens erst bei Beendigung der Dienstverhältnisse zu erfolgen. Die Veränderung im Geschäftsjahr 2019 ist auf die Tilgung von Darlehen, die überwiegend in Zusammenhang mit der Rückübertragung von Minderheitenanteilen bzw. Genussrechten erfolgte, zurückzuführen.

in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Darlehen 4.464 8.458
Andere Forderungen und Vermögenswerte 771 1.296
Summe 5.235 9.754

Weder zum 31. Dezember 2019 noch zum 31. Dezember 2018 waren Wertberichtigungen vorzunehmen. Es bestanden keine überfälligen Forderungen.

Zu den angeführten anderen Forderungen und Vermögenswerten wurden keine Sicherheiten erhalten.

LATENTE STEUERN

Die aktiven und passiven latenten Steuerabgrenzungen resultieren aus den folgenden Positionen:

in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
aktiv passiv aktiv passiv
Sachanlagen 1.721 -6.698 1.359 -5.751
Sonstige Immaterielle Vermögenswerte (unterschiedliche Nutzungsdauern) 1.685 -141 1.153 -167
Firmenwerte und sonstige Immaterielle Vermögenswerte (unterschiedliche
Wertansätze)
6.523 -8.047 0 -7.438
Vorräte (Bewertungsunterschiede) 6.531 -31 6.096 0
Beteiligungsbewertung 325 0 688 0
Optionsverbindlichkeiten 18.095 0 21.333 0
Sonstige Posten (Bewertungsunterschiede) 1.480 -513 1.862 -405
Rückstellungen 2.459 0 2.538 0
Kursdifferenzen Schuldenkonsolidierung -72 0 -64 0
Steuerliche Verlustvorträge 1.873 0 3.098 0
Zwischensumme 40.620 -15.430 38.063 -13.761
Saldierung gegenüber der selben Steuerbehörde -14.735 14.735 -11.719 11.719
Summe 25.885 -695 26.344 -2.042

Nicht angesetzt bzw. wertberichtigt wurden latente Steuern in der Höhe von TEUR 8.727 (Vorjahr: TEUR 7.263) für Verlustvorträge, deren Verbrauch im Rahmen der vorliegenden Mittelfristplanung nicht gesichert ist. Diese werden wie folgt auslaufen:

in TEUR 2020 2021 2022 2023 2024 nach 2024 nie Summe
35 0 0 367 56 4.413 3.856 8.727

In den aktiven latenten Steuerabgrenzungen sind Steueransprüche in Höhe von TEUR 325 (Vorjahr: TEUR 688) aus nach österreichischem Steuerrecht abzugsfähigen Siebentelabschreibungen von Finanzanlagen in Höhe von TEUR 1.300 (Vorjahr: TEUR 2.750) enthalten.

Zu den Optionsverbindlichkeiten siehe Erläuterung 20.

Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften bestehen insbesondere aus einbehaltenen Gewinnen bzw. nicht abgedeckten Verlusten resultierende Unterschiede zwischen steuerlichem Beteiligungsansatz und anteiligem Eigenkapital (Outside Basis Differences). Daraus bestehen zum 31. Dezember 2019 temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 83.889 (Vorjahr: TEUR 78.824), da Ausschüttungen oder Beteiligungsveräußerungen einzelner Gesellschaften grundsätzlich steuerwirksam wären. Da der Konzern in absehbarer Zukunft keine Ausschüttungen oder Veräußerungen für diese Gesellschaften plant, wurden gemäß IAS 12.39 jedoch keine latenten Steuern angesetzt. Mangels geplanter Ausschüttungen wurden zum 31. Dezember 2019 ebenso keine Quellensteuern erfasst (Vorjahr: TEUR 0).

ERLÄUTERUNG 12

ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE

Im Rahmen der in 2018 eingeleiteten Schließung einer Produktionsstätte in Großbritannien im Segment "Advanced Manufacturing & Services" (AMS) wurde im Geschäftsjahr 2019 ein Grundstück mit einem Buchwert von TEUR 3.227 in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte umgegliedert. In diesem Zusammenhang wurde durch die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten eine Wertminderung in Höhe von TEUR 485 erfasst, welche in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position Wertminderungen ausgewiesen wird.

Ein zum 31. Dezember 2018 in dieser Position ausgewiesener Betrag in Höhe von TEUR 465 betraf einen vorläufig zurückbehaltenen Restanteil eines in 2017 veräußerten Grundstücks, der im Geschäftsjahr 2019 ebenfalls verkauft wurde. Die daraus resultierenden Verluste in Höhe von TEUR 61 sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Restrukturierungsaufwendungen enthalten (siehe dazu Erläuterung 27).

BANKVERBINDLICHKEITEN

Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten gliedern sich zum 31. Dezember 2019 wie folgt:

WÄHRUNG BETRAG
in TEUR
ZINSSATZ
in %
Kredite in GBP 7.052 1,90 % variabel
Zwischensumme 7.052
Exportförderungskredite (EUR) 24.000 0,18 – 0,45 % variabel
Summe 31.052

Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten gliedern sich zum 31. Dezember 2018 wie folgt:

WÄHRUNG BETRAG
in TEUR
ZINSSATZ
in %
Kredite in GBP 6.707 1,82 % variabel
Kredite in CAD 704 5,45 % variabel
Zwischensumme 7.411
Exportförderungskredite (EUR) 24.000 0,18 – 0,45 % variabel
Summe 31.411

Die Exportförderungskredite stellen revolvierende Kreditrahmen dar, welche von der Gesellschaft unter Einhaltung bestimmter Kreditvereinbarungen dauerhaft in Anspruch genommen werden können. Gemäß den Exportförderungsrichtlinien wurden Forderungen in der Höhe von TEUR 28.800 (Vorjahr: TEUR 28.800) als Sicherheit für diese Kredite vereinbart.

ERHALTENE ZUSCHÜSSE

Die erhaltenen Zuschüsse betragen zum 31. Dezember 2019 TEUR 623 (Vorjahr: TEUR 958) und beinhalten eine Zuwendung aus einem öffentlichen Investitions- und Technologiefonds sowie andere erhaltene Investitionszuschüsse in Zusammenhang mit der Anschaffung von Sachanlagen und Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen. Einzelne Investitionszuschüsse sind an die Einhaltung von Förderauflagen gebunden (z.B. Anzahl der Mitarbeiter). Zum Stichtag wie auch im Vorjahr wurden die Förderauflagen für die in diesem Posten ausgewiesenen Zuschüsse eingehalten.

ERLÄUTERUNG 15

SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Noch nicht konsumierte Urlaube 2.652 2.441
Sonstige Personalaufwendungen 9.159 7.474
Rechts- und Beratungskosten 1.499 1.462
Steuerverbindlichkeiten 1.928 4.453
Sozialaufwendungen 2.300 2.483
Rückerstattungsverbindlichkeit gemäß IFRS 15 1.415 1.829
Vertragsverbindlichkeit gemäß IFRS 15 4.960 214
Optionsverpflichtung aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen 116.905 145.059
Andere sonstige Verbindlichkeiten 14.700 5.522
Summe 155.518 170.937

Zu den Optionsverpflichtungen aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen siehe Erläuterung 20.

In den anderen sonstigen Verbindlichkeiten sind noch nicht ausbezahlte Dividenden in Höhe von TEUR 8.179 (Vorjahr: TEUR 0) hinsichtlich Unternehmensanteilen innerhalb der SBO Gruppe, für die Put-/Call-Optionsvereinbarungen bestehen, enthalten. Die anderen sonstigen Verbindlichkeiten enthalten weiters Vertragsverpflichtungen aus Kundenverträgen (erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und Umsatzabgrenzungen). Die Überleitung der Vertragsverbindlichkeiten vom 1. Jänner 2019 auf den 31. Dezember 2019 stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2019 2018
Vertragsverbindlichkeiten am 1. Jänner 214 671
Erhaltene Anzahlungen 4.766 169
Als Umsatz erfasst -173 -619
Wechselkursdifferenzen 153 -7
Vertragsverbindlichkeiten am 31. Dezember 4.960 214

ERLÄUTERUNG 16

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 31.12.2018 Verwendung Auflösung Dotierung 31.12.2019
Gewährleistungen und Garantien 1.439 -24 0 962 2.377
Restrukturierung 950 -950 0 0 0
Sonstige 2.365 -1.540 -750 562 637
Summe 4.754 -2.514 -750 1.524 3.014

Die Erhöhung der Vorsorgen für Gewährleistungsrisiken im Jahr 2019 ist auf erhöhte Umsätze im betroffenen Geschäftsfeld zurückzuführen.

Im vierten Quartal 2017 wurde durch einen Wettbewerber eine Klage über eine Patentrechtsverletzung seitens eines Unternehmens der SBO Gruppe eingebracht. Hinsichtlich dieser Klage hat die Gesellschaft in 2019 eine Einigung erzielt. Von der zum 31. Dezember 2018 für diesbezüglich erwartete Anwaltskosten bestehenden Rückstellung in Höhe von TEUR 2.200 wurden im Geschäftsjahr 2019 TEUR 1.450 verwendet und TEUR 750 aufgelöst.

Zu den Restrukturierungsrückstellungen siehe Erläuterung 27.

Es wird erwartet, dass die Kosten im Zusammenhang mit den kurzfristigen Rückstellungen innerhalb des nächsten Geschäftsjahres anfallen werden.

ERLÄUTERUNG 17

LANGFRISTIGE DARLEHEN INKLUSIVE KURZFRISTIGER TEIL (PLANMÄSSIGE TILGUNGEN DES NÄCHSTEN JAHRES)

Zum 31. Dezember 2019 bestehen langfristige Darlehen in Höhe von TEUR 254.279. Davon sind innerhalb des nächsten Jahres TEUR 47.596 planmäßig zu tilgen. Die Gesamtsumme der langfristigen Darlehen setzt sich wie folgt zusammen:

WÄHRUNG BETRAG
in TEUR
ZINSSATZ
in %
Laufzeit Rückzahlung
EUR 10.000 1,832 % fix 2018 – 2027 jährlich ab 2021
EUR 19.500 1,732 % fix 2018 – 2027 jährlich ab 2021
EUR 6.000 1,35 % variabel 2018 – 2027 jährlich ab 2021
EUR 20.500 2,352 % fix 2018 – 2027 endfällig
EUR 3.000 2,445 % fix 2018 – 2027 endfällig
EUR 4.500 1,961 % fix 2018 – 2025 endfällig
EUR 10.000 1,707 % fix 2018 – 2025 jährlich ab 2022
EUR 1.125 0,000 % fix 2008 – 2024 vierteljährlich ab 2011
EUR 30.000 1,782 % fix 2018 – 2024 endfällig
EUR 36.364 0,789 % fix 2016 – 2023 halbjährlich ab 2018
EUR 10.000 1,482 % fix 2018 – 2023 endfällig
EUR 18.750 1,582 % fix 2018 – 2023 endfällig
EUR 2.500 1,842 % fix 2016 – 2023 endfällig
EUR 10.000 2,060 % fix 2016 – 2023 endfällig
EUR 5.000 1,090 % fix 2018 – 2022 endfällig
EUR 540 0,000 % fix 2015 – 2022 vierteljährlich ab 2017
EUR 12.000 0,850 % fix 2018 – 2021 vierteljährlich ab 2019
EUR 2.000 1,616 % fix 2016 – 2021 endfällig
EUR 5.000 1,430 % fix 2016 – 2021 endfällig
EUR 7.500 1,436 % fix 2016 – 2021 endfällig
EUR 10.000 1,586 % fix 2016 – 2021 endfällig
EUR 30.000 3,105 % fix 2013 – 2020 endfällig

254.279

Die folgenden Darlehen wurden mit Sicherheiten unterlegt:

TEUR 1.665 (Vorjahr: TEUR 2.883) – Pfandrecht an Grund und Gebäuden sowie Maschinen mit einem Buchwert von TEUR 10.634 (Vorjahr: TEUR 11.118)

Bezüglich Marktwerte siehe Erläuterung 35, hinsichtlich Zinsrisiko siehe Erläuterung 36.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR SOZIALKAPITAL

Die Rückstellungen für Sozialkapital setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Abfertigungen 4.656 3.970
Jubiläumsgelder 2.206 1.785
Summe 6.862 5.755

Bei der Berechnung der Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen kamen folgende versicherungsmathematische Parameter zur Anwendung:

2019 2018
Rechnungszinssatz 0,90 % 1,80 %
Gehaltssteigerung 3,50 % 3,50 %
Fluktuationsabschlag 0,0 % – 15,0 % 0,0 % – 15,0 %

Die Rückstellungsbeträge wurden unter Anwendung der Sterbetabellen AVÖ 2018-P (Vorjahr: AVÖ 2018-P) von Pagler & Pagler berechnet. Neubewertungen für Abfertigungsrückstellungen (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) werden gemäß IAS 19 im SONSTIGEN ERGEBNIS erfasst.

Für die ausgewiesenen Verpflichtungen wurden keine Beiträge an gesondert verwaltete Fonds geleistet.

Abfertigungsrückstellungen

Die Rückstellung für Abfertigungen hat sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 2019 2018
Barwert der Abfertigungsverpflichtung zum 1. Jänner 3.970 3.639
Dienstzeitaufwand 169 157
Zinsaufwand 71 62
Summe der Aufwendungen für Abfertigungen 240 219
Neubewertungen 801 204
Laufende Abfertigungszahlungen -355 -92
Barwert der Abfertigungsverpflichtung zum 31. Dezember 4.656 3.970

Die in der Tabelle ausgewiesenen Aufwendungen werden in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung im Personalaufwand der jeweiligen Funktionsbereiche ausgewiesen (siehe Erläuterung 25).

Die gemäß IAS 19 im SONSTIGEN ERGEBNIS erfassten Neubewertungen der Rückstellungen für Abfertigungen setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2019 2018
Neubewertung der Verpflichtungen
aus der Änderung finanzieller Annahmen 432 49
aus erfahrungsbedingten Anpassungen 369 155
Summe 801 204

Zum 31. Dezember 2019 beträgt die durchschnittliche Laufzeit der Abfertigungsverpflichtungen 11,3 Jahre (Vorjahr: 11,4 Jahre).

Sensitivitätsanalyse

In der nachfolgenden Sensitivitätsanalyse wurden die Auswirkungen resultierend aus Änderungen wesentlicher versicherungsmathematischer Annahmen auf die Verpflichtung dargestellt. Es wurde jeweils ein wesentlicher Einflussfaktor verändert, während die übrigen Einflussgrößen konstant gehalten wurden. In der Realität ist es jedoch eher unwahrscheinlich, dass diese Einflussgrößen nicht korrelieren. Die Ermittlung der geänderten Verpflichtung erfolgt analog zur Ermittlung der tatsächlichen Verpflichtung nach der Projected Unit Credit Methode (PUC-Methode) gemäß IAS 19.

ABFERTIGUNGEN BARWERT DER VERPFLICHTUNG (DBO) 31.12.2019 in TEUR ÄNDERUNG DER ANNAHME Veränderung der Rückstellung bei Anstieg der Annahme Veränderung der Rückstellung bei Verringerung der Annahme Rechnungszinssatz +/- 0,5 Prozentpunkte -248 272 Gehaltssteigerung +/- 0,5 Prozentpunkte 254 -235

Jubiläumsgeldrückstellung

Die Rückstellung für Jubiläumsgelder hat sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 2019 2018
Barwert der Jubiläumsgeldverpflichtung zum 1. Jänner 1.785 1.623
Dienstzeitaufwand 148 131
Zinsaufwand 32 27
Summe der Aufwendungen für Jubiläumsgelder 180 158
Neubewertungen 272 96
Laufende Jubiläumsgeldzahlungen -31 -92
Barwert der Jubiläumsgeldverpflichtung zum 31. Dezember 2.206 1.785

Beitragsorientierte Vorsorgepläne

Zahlungen im Rahmen der beitragsorientierten Pensions- und Mitarbeitervorsorgepläne wurden aufwandswirksam erfasst und betrugen im Geschäftsjahr 2019 TEUR 639 (Vorjahr: TEUR 578). Für das Folgejahr wird mit Beitragszahlungen in Höhe von rund TEUR 500 gerechnet.

ERLÄUTERUNG 19

SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Management-Beteiligungen 4.863 12.481
Genussrechte 4.647 4.979
Wettbewerbsvereinbarungen 0 725
Sonstige Verpflichtungen 2.348 639
Summe 11.858 18.824

Die Verbindlichkeiten aus Wettbewerbsvereinbarungen wurden zum 31. Dezember 2019 in die kurzfristigen Verbindlichkeiten umgegliedert.

Bei den folgenden Gesellschaften, welche in den Konsolidierungskreis einbezogen sind, werden Anteile von deren Management gehalten:

Gesellschaft 31.12.2019 31.12.2018
BICO Drilling Tools Inc. 2,15 % 9,35 %
BICO DRILLING TOOLS FZE 2,15 % 9,35 %
BICO Faster Drilling Tools Inc. 11,00 % 11,00 %
Schoeller-Bleckmann Energy Services L.L.C. 3,00 % 3,00 %
Schoeller-Bleckmann Darron Limited 5,00 % 5,00 %
Techman Engineering Limited 0,00 % 9,35 %
Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Limited 6,00 % 6,00 %
ADRIANA HOLDING COMPANY LIMITED 1,00 % 1,00 %

Das Management ist damit anteilig an diesen Firmen beteiligt.

Bei den folgenden Gesellschaften, welche in den Konsolidierungskreis einbezogen sind, werden Genussrechte vom jeweiligen Management gehalten:

31.12.2019 31.12.2018
Gesellschaft
DSI FZE 0,90 % 2,90 %
SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Technology GmbH 1,10 % 0,95 %
Resource Well Completion Technologies Inc. 0,00 % 5,00 %
The WellBoss Company, LLC (zuvor Downhole Technology LLC) 1,30 % 1,00 %

Der für Management-Beteiligungen und Genussrechte erfasste Effektivzinsaufwand und Effektivzinsertrag wird unter den ZINSAUFWENDUNGEN bzw. -ERTRÄGEN dargestellt.

OPTIONSVERBINDLICHKEITEN

Die Gesellschaft hat im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen mit den nicht beherrschenden Gesellschaftern Optionsvereinbarungen zum späteren Erwerb dieser nicht beherrschenden Anteile abgeschlossen. Der Ausübungspreis der Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen war im Vorjahr jeweils von den erzielten Ergebnissen der betreffenden Unternehmen abhängig.

Zum Erwerbszeitpunkt wurden diese Optionsverbindlichkeiten mit dem, auf Basis der zu diesem Zeitpunkt aktuellen Unternehmensplanung, erwarteten diskontierten Zahlungsbetrag aus dieser Kündigungsoption in den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert, da eine unbedingte Zahlungsverpflichtung für den Konzern besteht. Aus Konzernsicht werden aufgrund dieser Optionsverpflichtung somit 100 % der Anteile an dieser Gesellschaft bilanziert. Die Ergebnisse der betreffenden Tochterunternehmen werden folglich zu 100 % den Eigentümern des Mutterunternehmens zugerechnet.

In Folge wurden die Optionsverbindlichkeiten mit dem am Bilanzstichtag erwarteten diskontierten Zahlungsbetrag auf Basis der jeweils aktuellen Unternehmensplanung bewertet. Die Abzinsung erfolgte mit einem risikoadäquaten Zinssatz für die jeweilige Laufzeit der Verpflichtung. Der Zinsaufwand aus der laufenden Aufzinsung wird unter den ZINSAUFWENDUNGEN ausgewiesen. Gewinne und Verluste aus Änderungen des erwarteten diskontierten Zahlungsbetrages werden in der Position AUFWENDUNGEN / ERTRÄGE AUS DER BEWERTUNG VON OPTIONSVERPFLICHTUNGEN erfasst.

Im Zuge zweier Unternehmenszusammenschlüsse hatte die Gesellschaft den nicht beherrschenden Gesellschaftern das Recht eingeräumt, ihre Anteile der Gesellschaft anzubieten, und diesfalls hat sich die Gesellschaft verpflichtet, die angebotenen Anteile zu erwerben. Zudem hat die Gesellschaft das Recht erworben, die Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter zu erwerben, welche sich dazu verpflichtet haben, die Anteile diesfalls an die Gesellschaft zu übertragen (Put-/Call-Option).

SBO hat ihr Recht zum Erwerb der Minderheitenanteile von 32,3 % an der Downhole Technology (nunmehr The WellBoss Company, LLC) ausgeübt, womit der an der Gesellschaft gehaltene Anteil per 1. April 2019 100 % erreichte. Für Anteile in Höhe von 6,6 % wurde im Geschäftsjahr 2019 ein Kaufpreis von TUSD 33.742 (TEUR 30.138) bezahlt. Mit einem ehemaligen Minderheitsgesellschafter besteht ein Rechtsstreit hinsichtlich der Beendigung seines Dienstverhältnisses im Jahr 2018, wodurch sich eine Auswirkung auf den zu bezahlenden Kaufpreis für den Erwerb der restlichen Anteile über 25,7 % ergeben kann. Die Auszahlung verzögert sich bis zum rechtskräftigen Abschluss des Rechtstreites. Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 wurde der Kaufpreis auf Basis des vertraglich vereinbarten, im Regelfall anzuwendenden Mechanismus vorgesorgt. Je nach Ausgang des Verfahrens könnte der auszuzahlende Kaufpreis in Abhängigkeit vom Eigenkapital der Gesellschaft festgelegt werden und damit wesentlich unter dem vorgesorgten Betrag liegen. Eine verlässliche Einschätzung des Verfahrensausgangs ist aktuell nicht möglich. In der Geldflussrechnung ist der bezahlte Kaufpreis für 6,6 % der Anteile in der Höhe, die zum Erwerbszeitpunkt 1. April 2016 geschätzt bzw. bilanziert wurde, im Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthalten, jener Anteil, der über die zum Erwerbszeitpunkt bilanzierte Höhe hinausging und in Vorperioden ertragswirksam erfasst wurde, im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit.

Die ergebniswirksamen Bewertungsgewinne des Geschäftsjahres 2019 ergeben sich aus der Differenz zwischen tatsächlichen und zum 31. Dezember 2018 geschätzten Ergebnissen und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position AUFWENDUNGEN / ERTRÄGE AUS DER BEWERTUNG VON OPTIONSVERPFLICHTUNGEN ausgewiesen. Davon stellt ein Betrag von TEUR 758 realisierte Gewinne dar.

Im Geschäftsjahr 2018 wurde seitens der SBO die Put-/Call-Option betreffend 33 % der Anteile aus dem Unternehmenszusammenschluss Resource ausgeübt. Der Kaufpreis in Höhe von TCAD 3.960 (TEUR 2.588) war zum 31. Dezember 2017 vollständig in den Optionsverbindlichkeiten abgedeckt. Daher ergaben sich aus dieser Transaktion abgesehen von der Zahlung des Kaufpreises, die im Cashflow aus Investitionstätigkeiten ausgewiesen ist, keine nennenswerten Auswirkungen auf den Konzernabschluss der SBO in 2018.

Der Bewertungsgewinn von TEUR 2.712 im Geschäftsjahr 2018 ergab sich aus einer im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses im Jahr 2012 eingeräumten und seitens der Minderheiteneigentümer in 2018 ausgeübten Put-/Call-Option, mit der die ausstehenden Anteile um TEUR 811 erworben wurden.

Die Entwicklung der Optionsverbindlichkeiten im Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:

UNTERNEHMENSZUSAMMEN
SCHLUSS DOWNHOLE
TECHNOLOGY
SONSTIGE UNTERNEHMENS
ZUSAMMENSCHLÜSSE
in TEUR 2019 2018 2019 2018
Stand zum 1. Jänner 145.059 131.515 0 5.773
Aufzinsung 2.788 5.389 0 374
Ergebniswirksame Bewertungsgewinne -3.699 0 0 -2.712
Ergebniswirksame Bewertungsverluste 0 1.693 0 0
Abgänge aus Erfüllung -30.138 0 0 -3.399
Kursdifferenzen 2.895 6.462 0 -36
Stand zum 31. Dezember 116.905 145.059 0 0

Bewertungsgewinne bzw. -verluste in Zusammenhang mit Optionsverbindlichkeiten, die im Posten AUFWENDUNGEN / ERTRÄGE AUS DER BEWERTUNG VON OPTIONSVERPFLICHTUNGEN erfasst sind, stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 2019 2018
Bewertungsgewinne 3.699 2.712
Bewertungsverluste 0 -1.693
Summe 3.699 1.019

LEASING

Im Geschäftsjahr 2019 hat SBO erstmals den neu in Kraft getretenen Standard IFRS 16 angewendet. Zu den Auswirkungen aus der Erstanwendung des IFRS 16 zum 1. Jänner 2019 siehe Erläuterung 4 – Wesentliche Bilanzierungsgrundsätze. Die aktivierten Nutzungsrechte unter Berücksichtigung der bisher aktivierten Finanzierungsleasingverhältnisse und der Landnutzungsrechte (Land Use Rights) sind folgenden Anlageklassen zuzuordnen:

in TEUR 01.01.2019 31.12.2019
Grundstücke und Bauten 6.606 8.470
Technische Anlagen und Maschinen 66 0
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.053 1.196
Summe 8.725 9.666

Nutzungsrechte werden linear über die Dauer der Laufzeit des Vertrages unter Berücksichtigung der erwarteten Ausübung von Verlängerungsoptionen abgeschrieben. Die Abschreibungen des Jahres 2019 gliedern sich wie folgt:

in TEUR 2019
Grundstücke und Bauten 1.551
Technische Anlagen und Maschinen 65
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.473
Summe 3.089

Die Fälligkeitsanalyse der undiskontierten Zahlungen, welche im Barwert der Leasingverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2019 enthalten sind, stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 31.12.2019
fällig < 1 Jahr 2.779
fällig 2 – 5 Jahre 5.201
fällig > 5 Jahre 1.593
Summe der undiskontierten Leasingzahlungen 9.573

Folgende Beträge wurden im Geschäftsjahr 2019 in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:

in TEUR 2019
Zinsaufwand aus Leasingverbindlichkeiten 302
Kurzfristige Leasingverhältnisse 1.585
Leasing von geringem Wert 34

ERLÄUTERUNG 22

GRUNDKAPITAL

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2019 wie auch zum 31. Dezember 2018 MEUR 16 und ist zerlegt in 16 Millionen Stück Nennbetragsaktien zum Nennbetrag von je EUR 1,00.

In der Hauptversammlung vom 23. April 2019 wurde der Vorstand für die Dauer von 5 Jahren ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital um bis zu TEUR 1.600 durch Ausgabe neuer Aktien zu erhöhen. In der Hauptversammlung vom 24. April 2018 wurde der Vorstand für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft bis zu maximal 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Im Geschäftsjahr 2019 hat die Gesellschaft von der Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. In 2018 hat die Gesellschaft 10.000 Stück eigene Aktien mit einem Kaufpreis von TEUR 586 erworben.

Zum Bilanzstichtag 2019 hält die Gesellschaft 44.597 Stück eigene Aktien (Vorjahr: 50.597 Stück). Dies entspricht einem Anteil von 0,28 % (Vorjahr: 0,32 %) am Grundkapital mit einem Anschaffungswert von TEUR 2.479 (Vorjahr: TEUR 2.812). Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien beträgt somit 15.955.403 Stück (Vorjahr: 15.949.403 Stück).

Bei einem Unternehmenszusammenschluss in 2010 wurde als bedingte Gegenleistung die Abgabe von 50.000 Stück Aktien bei Erreichen gewisser zukünftiger Umsatzziele vereinbart. Da die Umsatzziele 2019 nicht erreicht wurden, ergibt sich auf die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien per 31. Dezember 2019 kein Verwässerungseffekt.

Zum 31. Dezember 2019 hält die Berndorf Industrieholding AG, Wien, rund 33,4 % vom Grundkapital (Vorjahr: rund 33,4 %).

ERLÄUTERUNG 23

GESETZLICHE RÜCKLAGE

Nach österreichischem Recht ist die Bildung einer gesetzlichen Rücklage in Höhe von 10 % des nominellen Grundkapitals der Gesellschaft erforderlich. Solange die gesetzliche Rücklage und andere gebundene Kapitalrücklagen diesen Betrag nicht erreichen, ist die Gesellschaft verpflichtet, 5 % des um einen Verlustvortrag geminderten Jahresüberschusses in die gesetzliche Rücklage einzustellen. Für die Bildung dieser Rücklage ist ausschließlich der nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften erstellte Jahresabschluss der Muttergesellschaft maßgeblich. Aufgrund der bereits ausgewiesenen ausreichenden Höhe der Rücklage ist keine weitere Dotierung mehr erforderlich.

UMSATZERLÖSE

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

ADVANCED MANUFACTURING
& SERVICES (AMS)
OILFIELD EQUIPMENT (OE) SUMME
in TEUR 2019 2018 2019 2018 2019 2018
Erträge aus Verkauf von Produkten 198.764 145.996 120.196 138.493 318.960 284.489
Erträge aus Service und Reparaturen 20.407 19.707 11.398 16.430 31.805 36.137
Erträge aus Vermietung 4.569 5.786 89.922 93.798 94.491 99.584
Summe 223.740 171.489 221.516 248.721 445.256 420.210
Nordamerika 113.803 83.007 181.508 221.120 295.311 304.127
Europa 48.538 36.893 3.440 2.379 51.978 39.272
Mittlerer Osten 8.593 3.282 16.137 15.222 24.730 18.504
Sonstige 52.806 48.307 20.431 10.000 73.237 58.307
Summe 223.740 171.489 221.516 248.721 445.256 420.210

Die Erlöse sind hierbei nach dem Standort des Kunden zugeordnet. Die in 2019 ausgewiesenen Umsatzerlöse betreffen mit TEUR 347.871 Leistungsverpflichtungen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllt wurden (Vorjahr: TEUR 303.103), und mit TEUR 97.385 Leistungsverpflichtungen, die über einen bestimmten Zeitraum erfüllt wurden (Vorjahr: TEUR 117.107).

Die Gesellschaft vermietet Bohrwerkzeuge mit grundsätzlichen Vertragsdauern von unter einem Jahr. Die Vermietungserträge werden bis auf wenige Ausnahmefälle nutzungsabhängig verrechnet und sind somit variabel.

ERLÄUTERUNG 25

ZUSÄTZLICHE AUFWANDSGLIEDERUNG

Da die Gesellschaft die Aufwendungen nach deren Funktion gliedert, sind gemäß IAS 1 nachstehende zusätzliche Angaben zu erteilen (Ausweis gemäß Gesamtkostenverfahren):

in TEUR 2019 2018
Materialaufwendungen 160.169 163.085
Personalaufwendungen 132.489 122.689
Abschreibungen Sachanlagen
inklusive Wertminderungen 35.498 36.137
Abschreibungen sonstige Immaterielle Vermögenswerte
inklusive Wertminderungen 12.892 36.984*

* Angepasst – siehe Erläuterung 4 – Rückwirkende Anpassungen

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN UND ERTRÄGE

Die größten Posten in den SONSTIGEN BETRIEBLICHEN AUFWENDUNGEN sind:

in TEUR 2019 2018
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 8.813 7.722
Kursverluste 3.001 8.151

Eine Aktivierung der Entwicklungskosten unterblieb bisher aufgrund der Ungewissheit von zukünftigen, direkt zurechenbaren wirtschaftlichen Erträgen.

Die größten Posten in den SONSTIGEN BETRIEBLICHEN ERTRÄGEN sind:

in TEUR 2019 2018
Kursgewinne 6.006 11.002
Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen 1.240 2.063

RESTRUKTURIERUNGSAUFWENDUNGEN UND -ERTRÄGE

Im Rahmen der in 2018 initiierten konzerninternen Verlagerung von Produktionskapazitäten im Segment "Advanced Manufacturing & Services" (AMS) in Zusammenhang mit der Schließung des Standortes Techman in England sowie des Standortes SBMEX in Mexiko sind im Berichtszeitraum Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von TEUR 914 (Vorjahr: TEUR 1.469) angefallen. Diese betreffen im Wesentlichen Personalmaßnahmen sowie Aufwendungen für den Abbau von Maschinen. Ebenso sind in diesem Zusammenhang Restrukturierungserträge in Höhe von TEUR 746 (Vorjahr: TEUR 0) angefallen, die im Wesentlichen aus dem Verkauf von Maschinen resultieren.

Im Jahr 2018 wurden diesbezüglich für Personalmaßnahmen TEUR 901 und für sonstige Aufwendungen TEUR 393 vorgesorgt, die mit TEUR 950 in den Restrukturierungsrückstellungen und mit TEUR 344 in den SONSTIGEN KURZFRISTIGEN VERBINDLICHKEITEN enthalten waren. Zusätzlich wurde für Wertminderungen für sonstige Vermögenswerte innerhalb der RESTRUKTURIERUNGSAUFWENDUNGEN ein Betrag von TEUR 175 vorgesorgt. Weiters wurden in 2018 in diesem Zusammenhang TEUR 2.381 im Posten WERTMINDERUNGEN VON SACHANLAGEN erfasst. Die im Jahr 2018 gebildeten Vorsorgen wurden in 2019 weitestgehend verwendet.

ERLÄUTERUNG 28

ZINSERTRÄGE UND ZINSAUFWENDUNGEN

Die ZINSERTRÄGE gliedern sich wie folgt:

in TEUR 2019 2018
Bankguthaben und sonstige Darlehen 3.493 2.672
Effektivverzinsung Management-Beteiligungen
und Genussrechte
105 228
Zinserträge 3.598 2.900

Die ZINSAUFWENDUNGEN gliedern sich wie folgt:

in TEUR 2019 2018
Bankverbindlichkeiten und Darlehen 4.800 4.417
Aufzinsung von Optionsverbindlichkeiten aus
kündbaren nicht beherrschenden Anteilen 2.788 5.763
Effektivverzinsung Management-Beteiligungen
und Genussrechte 809 1.221
Aufzinsung Leasingverbindlichkeiten IFRS 16 302 0
Zinsaufwendungen 8.699 11.401

Zu den Optionsverbindlichkeiten siehe Erläuterung 20.

ERLÄUTERUNG 29

SONSTIGE FINANZIELLE AUFWENDUNGEN

Die SONSTIGEN FINANZIELLEN AUFWENDUNGEN des Geschäftsjahres 2019 beinhalten mit TEUR 10.665 (Vorjahr: TEUR 7.375) im Wesentlichen Dividendenausschüttungen hinsichtlich der Unternehmensanteile innerhalb der SBO Gruppe, für die Put-/Call-Optionsvereinbarungen bestehen (siehe Erläuterung 20).

STEUERN VOM EINKOMMEN UND ERTRAG

Eine Überleitung der Ertragsteuern unter Verwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes auf die ausgewiesene Konzernsteuerquote stellt sich folgendermaßen dar:

in TEUR 2019 2018*
Konzernsteueraufwand bei rechnerischem Ertragsteuersatz von 25 %
(Ertrag + / Aufwand -)
-11.972 -8.009
Abweichende ausländische Steuersätze 2.742 3.204
Quellensteuern, ausländische Steuern -782 -1.816
Wertminderungen von Firmenwerten 0 -6.440
Nicht absetzbare Aufwendungen -598 -2.198
Nicht steuerbare Veränderungen von Optionsverpflichtungen 0 584
Nicht steuerbare Erträge und Steuerfreibeträge 63 219
Vorjahresanpassungen 316 -344
Nicht angesetzte Verlustvorträge -3.422 -1.828
Abwertung von im Vorjahr angesetzten Verlustvorträgen 0 -372
Verbrauch von im Vorjahr nicht angesetzten Verlustvorträgen 424 280
Ergebnisanteil Management-Beteiligungen und nicht beherrschende Anteile -2.155 2.672
Sonstige Differenzen -176 -452
Konzernsteueraufwand -15.560 -14.500
Ergebnis vor Steuern 47.889 32.038
Konzernsteuersatz 32,5 % 45,3 %

* Angepasst – siehe Erläuterung 4 – Rückwirkende Anpassungen

Die Position STEUERN VOM EINKOMMEN UND ERTRAG gliedert sich wie folgt:

in TEUR 2019 2018
Tatsächliche Steuern -16.177 -12.020
Latente Steuern 617 -2.480
Summe -15.560 -14.500

Im SONSTIGEN ERGEBNIS wurden folgende Ertragsteuern erfasst:

in TEUR 2019 2018
Tatsächliche Steuern
Neubewertungen IAS 19 200 51
Latente Steuern
Kursdifferenzen 0 -765
Summe 200 -714

Der aktive Saldo der in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuern wurde im Geschäftsjahr 2019 aufgrund von Währungsumrechnungsdifferenzen um TEUR 278 erhöht (Vorjahr: um TEUR 355 erhöht).

Aus der Ausschüttung von Dividenden durch das Unternehmen an die Anteilseigner ergeben sich weder für das Geschäftsjahr 2019 noch für die Vergleichsperiode 2018 ertragsteuerliche Konsequenzen beim Unternehmen.

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Der Konzern ist weltweit im Wesentlichen in einem einzigen Industriesegment, der Konstruktion und Produktion von Ausrüstungsgegenständen für die Erdöl- und Erdgasbohrindustrie, tätig.

Die nachfolgende Segmentberichterstattung folgt gemäß IFRS 8 dem "Management Approach" des gesamten Vorstandes der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG als verantwortliche Unternehmensinstanz (Chief Operating Decision Maker), welche die Performance der relevanten Geschäftseinheiten überwacht und über die Allokation von Ressourcen auf die Geschäftssegmente entscheidet.

Das Segment "Advanced Manufacturing & Services" (AMS) umfasst die hochpräzise Fertigung und Reparatur von Drill Collars und komplexen MWD (Measurement While Drilling) / LWD (Logging While Drilling) Komponenten aus amagnetischem, korrosionsbeständigem Edelstahl. Diese bilden das Gehäuse für die sensiblen Messinstrumente, die zur exakten Messung von Neigung und Richtung des Bohrstranges sowie gesteinsphysikalischer Parameter eingesetzt werden.

Das Segment "Oilfield Equipment" (OE) beinhaltet ein breites Angebot an hochspeziellen Lösungen für die Öl- und Gasindustrie: High-Performance-Bohrmotoren und Tools für den zielgerichteten Vortrieb des Bohrstranges sowie Spezialwerkzeuge für die Untertage-Zirkulations-Technologie (Circulation Tools); darüber hinaus Produkte für das effiziente und ressourcenschonende Komplettieren unkonventioneller Lagerstätten in den beiden dominierenden Technologien Sliding Sleeve und Plug-n-Perf.

Die Steuerung des Unternehmens sowie die Zuteilung der Ressourcen erfolgen auf Basis der finanziellen Performance dieser Segmente. Umsatzerlöse, Betriebsergebnis und Ergebnis vor Steuern der Geschäftseinheiten werden vom Management getrennt überwacht, um Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu fällen.

Die dargestellten Beträge stellen eine Zusammenfassung der Einzelbilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen dar. Zur Erreichung der dargestellten Konzernergebnisse sind somit einzelne Holdinganpassungen und Konsolidierungsbuchungen (Zwischenergebniseliminierung sowie andere konzerninterne Geschäftsfälle) zu berücksichtigen. Die Ergebnisse in der Summenspalte entsprechen jenen in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Konzerninterne Umsätze erfolgten zu fremdüblichen Konditionen ("at arm's length"-Prinzip).

2019

in TEUR ADVANCED
MANUFACTURING &
SERVICES (AMS)
OILFIELD EQUIPMENT (OE) SBO HOLDING &
KONSOLIDIERUNG
KONZERN
Außenumsätze 223.740 221.516 0 445.256
Innenumsätze 82.921 22.598 -105.519 0
Summe Umsatzerlöse 306.661 244.114
-105.519
445.256
Betriebsergebnis vor Wertminderungen und
Restrukturierungsmaßnahmen
33.867 28.662 -1.685 60.844
Ergebnis vor Steuern 33.983 18.823 -4.917 47.889
Investitionen 11.868 23.523 24 35.415
Abschreibungen 14.114 33.460 816 48.390
davon Wertminderungen 485 0 0 485
Zuschreibungen 0 0 0 0
Personalstand (Durchschnitt) 931 589 27 1.547

Im Jahr 2019 beinhaltet das Ergebnis vor Steuern des Segments "Oilfield Equipment" (OE) einen Ertrag aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 3.699. Im Segment "Advanced Manufacturing & Services" (AMS) sind im Jahr 2019 im Ergebnis vor Steuern neben den oben dargestellten Wertminderungen von TEUR 485 Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von TEUR 914 und -erträge in Höhe von TEUR 746 enthalten.

2018

in TEUR ADVANCED
MANUFACTURING &
SERVICES (AMS)
OILFIELD EQUIPMENT (OE) SBO HOLDING &
KONSOLIDIERUNG
KONZERN
Außenumsätze 171.489 248.721 0 420.210
Innenumsätze 86.843 13.003 -99.846 0
Summe Umsatzerlöse 258.332
261.724
-99.846
420.210
Betriebsergebnis vor Wertminderungen und
Restrukturierungsmaßnahmen
22.723 55.198 -3.364 74.557
Ergebnis vor Steuern* 19.772 18.393 -6.127 32.038
Investitionen 9.431 26.458 24 35.913
Abschreibungen* 17.951 54.119 1.051 73.121
davon Wertminderungen* 2.381 23.853 0 26.234
Zuschreibungen 0 0 0 0
Personalstand (Durchschnitt) 968 602 23 1.593

* Angepasst – siehe Erläuterung 4 – Rückwirkende Anpassungen

Im Jahr 2018 beinhaltet das Ergebnis vor Steuern des Segments "Oilfield Equipment" (OE) Wertminderungen von Firmenwerten in Höhe von TEUR 23.853 (siehe Erläuterung 4 – Rückwirkende Anpassungen) sowie einen Ertrag aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.019. Im Segment "Advanced Manufacturing & Services" (AMS) sind im Jahr 2018 im Ergebnis vor Steuern neben den oben dargestellten Wertminderungen von TEUR 2.381 Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.469 enthalten.

Länderinformationen:

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

in TEUR 2019 2018
Österreich
Großbritannien
1.916
13.019
1.718
15.484
USA 276.962 282.015
Restliche Länder 153.359 120.993
Summe 445.256 420.210

Die Erlöse sind hierbei nach dem Standort des Kunden zugeordnet. Es gibt keine weiteren einzelnen Länder, deren Umsatzerlöse 10 % der Gesamtumsätze der SBO-Gruppe übersteigen.

Betreffend Informationen zu den wichtigsten Kunden siehe Erläuterung 36.

Die langfristigen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:

in TEUR 2019 2018*
Österreich 37.774 39.291
Großbritannien 15.821 23.648
USA 206.200 207.114
Kanada 6.407 6.228
Dubai 32.944 33.878
Restliche Länder 14.207 10.350
Summe 313.353 320.509

* Angepasst – siehe Erläuterung 4 – Rückwirkende Anpassungen

Die Vermögenswerte sind hierbei nach dem Standort des jeweiligen Unternehmens zugeordnet.

VORSTANDS- UND AUFSICHTSRATSBEZÜGE

Die Bezüge des Vorstandes setzen sich wie folgt zusammen:

2019
in TEUR FIX VARIABEL GESAMT
Gerald Grohmann 665 534 1.199
Klaus Mader 452 251 703
Summe 1.117 785 1.902

2018

in TEUR FIX VARIABEL GESAMT
Gerald Grohmann 641 180 821
Klaus Mader 467 100 567
Summe 1.108 280 1.388

Die Aufwendungen für Pensionen und Abfertigungen betrugen für die aktiven Vorstände TEUR 437 (Vorjahr: TEUR 346). Davon entfielen TEUR 151 (Vorjahr: TEUR 181) auf beitragsorientierte Pensionsvereinbarungen. Der Aufwand aus aktienbasierten Vergütungen der Geschäftsjahre 2019 und 2018 ist in den oben dargestellten Bezügen nicht enthalten. Zur freiwilligen Abfertigung bzw. aktienbasierten Vergütung siehe unter Erläuterung 33.

Die Vergütungen an den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr 2019 TEUR 220 (Vorjahr: TEUR 159). Es handelt sich hierbei um eine Kombination aus pauschaler Aufwandsentschädigung und einem vom Konzernergebnis abhängigen Bestandteil.

Mitgliedern des Vorstandes bzw. des Aufsichtsrates wurden in den Geschäftsjahren 2019 sowie 2018 keine Darlehen gewährt.

AKTIENBASIERTE VERGÜTUNG

Aus aktienbasierten Vergütungen resultiert im Geschäftsjahr 2019 ein Gesamtaufwand in Höhe von TEUR 605 (Vorjahr: TEUR 1.637). Im Geschäftsjahr 2014 wurde dem Vorstandsvorsitzenden Ing. Gerald Grohmann unter der Voraussetzung eines jeweils aufrechten Dienstverhältnisses eine jährliche Übertragung von jeweils 6.000 Stück SBO Aktien zugesagt, wobei die erste Übertragung 2014 erfolgte. Diese Aktien unterliegen für die Dauer von 2 Jahren ab der jeweiligen Übertragung, längstens aber bis zur Beendigung des Dienstvertrages, einer Verfügungs- und Belastungsbeschränkung seitens Herrn Grohmann. In 2018 wurde die Gewährung der jährlich 6.000 Aktien entsprechend der Verlängerung des Vorstandsvertrages bis 2021 verlängert. Der Kurswert zum Zeitpunkt der Übertragung in 2019 für 6.000 Aktien betrug TEUR 444 (Vorjahr: TEUR 536). Zum 31. Dezember 2019 beträgt der Kurswert der 12.000 Stück bereits übertragenen und einer Verfügungsbeschränkung unterliegenden Aktien TEUR 604 (Vorjahr: 12.000 Stück mit Kurswert TEUR 688).

Weiters wurde dem Vorstandsvorsitzenden im Geschäftsjahr 2014 eine freiwillige Abfertigung in Höhe von 30.000 Stück SBO Aktien bei Vertragsende zugesagt. Zum Zeitpunkt der Zusage wurde der Wert je Aktie mit EUR 70,00 auf Basis des Durchschnittskurses der vorhergehenden 36 Monate ermittelt.

ERLÄUTERUNG 34

GESCHÄFTSFÄLLE MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Folgende Geschäftsfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die nicht in den Konsolidierungskreis der SBO Gruppe einbezogen sind, wurden unter marktüblichen Bedingungen abgewickelt:

Die Rechtsanwaltskanzlei Schleinzer & Partner ist rechtlicher Berater des Unternehmens. Dr. Karl Schleinzer, ein Aufsichtsratsmitglied, ist Partner der Anwaltskanzlei. Das Honorar für 2019 betrug TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 36), hiervon offen per 31. Dezember 2019 TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 9).

FINANZINSTRUMENTE

Derivative Finanzinstrumente

1. Devisentermingeschäfte

Die österreichische Gesellschaft sichert ihre US-Dollar / CAN Dollar Forderungssalden durch den Abschluss von Devisentermingeschäften ab. Dabei handelt es sich ausschließlich um kurzfristige Dispositionen (3 – 8 Monate).

DEVISENTERMINGESCHÄFTE ZUM 31.12.2019

in TEUR FORDERUNG ZUM GESICHERTEN KURS FORDERUNG ZUM STICHTAGSKURS MARKTWERT
USD 15.234 15.099 135
CAD 339 341 -2

DEVISENTERMINGESCHÄFTE ZUM 31.12.2018

in TEUR FORDERUNG ZUM GESICHERTEN KURS FORDERUNG ZUM STICHTAGSKURS MARKTWERT
USD 19.037 19.132 -95
CAD 590 575 15

Die Devisentermingeschäfte werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und ergebniswirksam erfasst, da nicht sämtliche Voraussetzungen für Hedge Accounting gemäß IAS 39 erfüllt werden.

2. Sonstige derivative Finanzinstrumente

Zudem bestehen Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen (siehe Erläuterung 20).

Übersicht über vorhandene Finanzinstrumente

Die folgenden Tabellen zeigen die Finanzinstrumente, gegliedert nach Kategorien gemäß IFRS 9:

KLASSIFIZIERUNG FINANZINSTRUMENTE 31.12.2019

31.12.2019
in TEUR BEWERTUNG GEMÄSS IFRS 9
Buchwert Kein
Finanz
instrument
Financial
asset at
amortized cost
Financial
liability at
amortized cost
At fair value
through
profit & loss
Buchwert
Finanz
instrument
Kurzfristiges Vermögen
Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung 265.211 0 265.211 265.211
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 112.257 0 112.257 112.257
Forderungen aus Ertragsteuern 264 264 0
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 7.147 7.003 144 144
Zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte 3.301 3.301 0
Vorräte 141.956 141.956 0
Summe kurzfristiges Vermögen 530.136 152.524 377.468 0 144 377.612
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen 146.647 146.647 0
Firmenwerte 140.435 140.435 0
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 26.271 26.271 0
Langfristige Forderungen und Vermögenswerte 5.235 771 4.464 4.464
Aktive latente Steuern 25.885 25.885 0
Summe langfristiges Vermögen 344.473 340.009 4.464 0 0 4.464
SUMME VERMÖGEN 874.609 492.533 381.932 0 144 382.076
Kurzfristige Schulden
Bankverbindlichkeiten 31.052 0 31.052 31.052
Kurzfristiger Teil der langfristigen Darlehen 47.596 0 47.596 47.596
Leasingverbindlichkeiten 2.595 0 2.595 2.595
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 24.736 0 24.736 24.736
Erhaltene Zuschüsse 319 319 0
Ertragsteuerrückstellung 7.392 7.392 0
Sonstige Verbindlichkeiten 155.518 18.954 19.648 116.916 136.564
Sonstige Rückstellungen 3.014 3.014 0
Summe kurzfristige Schulden 272.222 29.679 0 125.627 116.916 242.543
Langfristige Schulden
Langfristige Darlehen 206.683 0 206.683 206.683
Leasingverbindlichkeiten 5.899 0 5.899 5.899
Erhaltene Zuschüsse 304 304 0
Rückstellungen für Sozialkapital 6.862 6.862 0
Sonstige Verbindlichkeiten 11.858 0 11.858 11.858
Passive latente Steuern 695 695 0
Summe langfristige Schulden 232.301 7.861 0 224.440 0 224.440
Eigenkapital
Grundkapital 15.955 15.955 0
Kapitalrücklagen 68.902 68.902 0
Gesetzliche Rücklage 785 785 0
Sonstige Rücklagen 19 19 0
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung 32.434 32.434 0
Kumulierte Ergebnisse 251.991 251.991 0
Summe Eigenkapital 370.086 370.086 0 0 0 0
SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL 874.609 407.626 0 350.067 116.916 466.983

KLASSIFIZIERUNG FINANZINSTRUMENTE 31.12.2018

in TEUR BEWERTUNG GEMÄSS IFRS 9
Buchwert Kein
Finanz
instrument
Financial
asset at
amortized cost
Financial
liability at
amortized cost
At fair value
through
profit & loss
Buchwert
Finanz
instrument
Kurzfristiges Vermögen
Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung 241.532 0 241.532 241.532
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 125.127 0 125.127 125.127
Forderungen aus Ertragsteuern 1.915 1.915 0
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 6.385 6.324 61 61
Zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte 538 538 0
Vorräte 145.859 145.859 0
Summe kurzfristiges Vermögen 521.356 154.636 366.659 0 61 366.720
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen 144.703 144.703 0
Firmenwerte* 137.763 137.763 0
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 38.042 38.042 0
Langfristige Forderungen und Vermögenswerte 9.754 1.296 8.458 8.458
Aktive latente Steuern 26.344 26.344 0
Summe langfristiges Vermögen 356.606 348.148 8.458 0 0 8.458
SUMME VERMÖGEN 877.962 502.784 375.117 0 61 375.178
Kurzfristige Schulden
Bankverbindlichkeiten 31.412 0 31.412 31.412
Kurzfristiger Teil der langfristigen Darlehen 18.310 0 18.310 18.310
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 33 0 33 33
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21.165 0 21.165 21.165
Erhaltene Zuschüsse 334 334 0
Ertragsteuerrückstellung 4.667 4.667 0
Sonstige Verbindlichkeiten 170.593 20.143 5.251 145.199 150.450
Sonstige Rückstellungen 5.098 5.098 0
Summe kurzfristige Schulden 251.612 30.242 0 76.171 145.199 221.370
Langfristige Schulden
Langfristige Darlehen 254.278 0 254.278 254.278
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 14 0 14 14
Erhaltene Zuschüsse 623 623 0
Rückstellungen für Sozialkapital 5.755 5.755 0
Sonstige Verbindlichkeiten 18.824 0 18.815 9 18.824
Passive latente Steuern 2.042 2.042 0
Summe langfristige Schulden 281.536 8.420 0 273.107 9 273.116
Eigenkapital
Grundkapital 15.949 15.949 0
Kapitalrücklagen 68.303 68.303 0
Gesetzliche Rücklage 785 785 0
Sonstige Rücklagen 19 19 0
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung* 23.540 23.540 0
Kumulierte Ergebnisse* 236.218 236.218 0
Summe Eigenkapital 344.814 344.814 0 0 0 0
SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL 877.962 383.476 0 349.278 145.208 494.486

* Angepasst – siehe Erläuterungen 4 – Rückwirkende Anpassungen

Beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren:

  • Stufe 1: Notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten.
  • Stufe 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind.
  • Stufe 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Die im Konzernabschluss zum beizulegenden Zeitwert erfassten Finanzinstrumente sind wie folgt zugeordnet:

2019
in TEUR BILANZPOSITION GESAMT STUFE 2 STUFE 3
Vermögenswerte
Sonstige Forderungen und
Derivate (FVTPL) Vermögenswerte 144 144 0
Schulden
Sonstige
Derivate (FVTPL) Verbindlichkeiten -116.916 -11 -116.905
2018
in TEUR BILANZPOSITION GESAMT STUFE 2 STUFE 3
Vermögenswerte
Derivate (FVTPL) Sonstige Forderungen und
Vermögenswerte
61 61 0
Schulden
Derivate (FVTPL) Sonstige
Verbindlichkeiten
-145.208 -140 -145.068

In den Berichtsperioden 2019 und 2018 erfolgten keine Umgliederungen zwischen den einzelnen Bewertungsstufen. Grundsätzlich erfolgen im Bedarfsfall Umgliederungen zum Ende der Berichtsperiode.

Die der Stufe 3 zugeordneten Derivate beinhalten ausschließlich die Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen (siehe Erläuterung 20).

Die Devisentermingeschäfte werden auf Basis von beobachtbaren Devisenkassenkursen bewertet.

Für die fix verzinsten erhaltenen Darlehen sowie für die Leasingverbindlichkeiten wurde der beizulegende Zeitwert durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Bei den variabel verzinsten Bankkrediten und den gegebenen und erhaltenen Darlehen entspricht die Verzinsung den aktuellen marktüblichen Konditionen, weshalb die Buchwerte weitestgehend mit den beizulegenden Zeitwerten übereinstimmen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie alle anderen Posten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag dem beizulegenden Zeitwert.

Für Finanzinstrumente, die zu Anschaffungskosten bewertet sind, werden der Buchwert und der abweichende beizulegende Zeitwert in der folgenden Tabelle dargestellt:

2019 2018
in TEUR STUFE BUCHWERT ZEITWERT BUCHWERT ZEITWERT
Schulden
Darlehen, Bank- und
Leasingverbindlichkeiten 2 -293.825 -302.089 -304.046 -309.663

Nettoergebnisse von Finanzinstrumenten

Die folgende Tabelle zeigt die Gewinne und Verluste (Nettoergebnis) je Kategorie gemäß IFRS 9:

2019
in TEUR FOLGEBEWERTUNG AUSBUCHUNG / ABGANG
WERT
BERICHTIGUNG
GEWINN- UND
VERLUSTRECHNUNG
SONSTIGES
ERGEBNIS
GEWINN- UND
VERLUSTRECHNUNG
SONSTIGES
ERGEBNIS
NETTO
ERGEBNIS
Zu fortgeführten
Anschaffungskosten (Kredite
und Forderungen) -1.497 - - - - -1.497
Zum beizulegenden Zeitwert
erfolgswirksam über die GuV
(Derivative Instrumente)
- +1.123 - - - +1.123

2018

in TEUR FOLGEBEWERTUNG AUSBUCHUNG / ABGANG
WERT
BERICHTIGUNG
GEWINN- UND
VERLUSTRECHNUNG
SONSTIGES
ERGEBNIS
GEWINN- UND
VERLUSTRECHNUNG
SONSTIGES
ERGEBNIS
NETTO
ERGEBNIS
Zu fortgeführten
Anschaffungskosten (Kredite
und Forderungen)
-2.668 - - - - -2.668
Zum beizulegenden Zeitwert
erfolgswirksam über die GuV
(Derivative Instrumente)
- -4.981 - - - -4.981

Der nach der Effektivzinsmethode berechnete Gesamtzinsaufwand für finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt TEUR 5.911 (Vorjahr: TEUR 5.638). Im oben dargestellten Nettoergebnis ist in der Kategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten ein Zinsaufwand von TEUR 0 (2018: TEUR 0), in der Kategorie zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam über die GuV ein Zinsaufwand in Höhe von TEUR 2.788 (2018: TEUR 5.763) enthalten.

ERLÄUTERUNG 36

RISIKOBERICHT

Die Geschäftstätigkeit der SBO Gruppe ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit weltweitem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Zur Erkennung, Analyse und Bewältigung dieser Risiken befinden sich wirksame Steuer- und Kontrollsysteme im Einsatz, in deren Rahmen das Management der einzelnen Betriebe die operativen Risiken überwacht und darüber an die Konzernleitung berichtet.

Aus heutiger Sicht lassen sich keine Risiken erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die Geschäftsentwicklung der SBO ist in hohem Maße konjunkturellen Zyklen, insbesondere dem Zyklusverlauf der Öl- und Gasbohrtätigkeit der nationalen und internationalen Ölgesellschaften, unterworfen. Um die damit verbundenen Schwankungsrisiken beim Auftragseingang zu minimieren, sind die Produktionsunternehmen der Gruppe auf höchstmögliche Flexibilität ausgelegt.

Absatz- und Beschaffungsrisiken

Der Markt für die Produkte und Dienstleistungen der SBO-Gruppe ist in hohem Ausmaß von der laufenden Entwicklung und Anwendung neuer Technologien bestimmt. Die Sicherung und der Erhalt des Kundenbestandes hängen daher von der Fähigkeit ab, kundengerechte neue Produkte und Dienstleistungen anbieten zu können.

Im Jahr 2019 wurde mit den drei größten Kunden (es handelt sich hierbei um weltweit tätige Service-Gesellschaften auf dem Richtbohrmarkt) ein Umsatzanteil von 36,0 % erzielt (Vorjahr: 28,4 %). Dem Risiko, eventuell spürbare Umsatzeinbußen durch den Ausfall eines Kunden zu erleiden, wird vor allem durch laufende Innovation, Qualitätssicherungsmaßnahmen und enge Kundenbindung entgegengewirkt.

Auf der Beschaffungsseite unterliegen die Rohstoffe, insbesondere die Legierungszuschläge für amagnetischen Stahl, starken Preisschwankungen, die teilweise in Form von Legierungszuschlägen vereinbarungsgemäß an die Kunden weitergegeben werden.

Das Unternehmen bezieht hochlegierte Spezialstähle, den weitaus wichtigsten Rohstoff, in hohem Ausmaß von einem Zulieferer und ist dadurch Risiken wie verspäteten Lieferungen, Kapazitätsengpässen oder Ausfällen ausgesetzt. Das Unternehmen hat aus heutiger Sicht keinerlei Schwierigkeiten, weiterhin Qualitätsstahl von diesem Zulieferer zu beziehen. Bei Ausfall dieses Lieferanten bestehen jedoch kurzfristig nur eingeschränkte Ersatzbeschaffungsmöglichkeiten.

Substitutionsrisiko

SBO ist dem Risiko der Substitution ihrer Produkte und Technologien unterworfen, was auch zum Heranwachsen neuer Konkurrenten führen kann. SBO wirkt diesem Risiko durch laufende Marktbeobachtung, gelebte Kundennähe und eigenständige Innovationen entgegen.

Finanzielle Risiken

Das Unternehmen verfügt einerseits über verschiedene finanzielle Vermögenswerte, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit resultieren, wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagungen. Auf der anderen Seite werden Finanzinstrumente verwendet, welche die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Unternehmens gewährleisten, wie Bankverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Weiters verfügt das Unternehmen auch über derivative Finanzinstrumente, deren Zweck die Absicherung von Währungsrisiken ist, welche aus der Geschäftstätigkeit und seinen Finanzierungsquellen resultieren. Es werden keine Derivate zu Handels- oder Spekulationszwecken verwendet.

Aus den Finanzinstrumenten ergeben sich für den Konzern im Wesentlichen zinsbedingte Zahlungsstromrisiken sowie Liquiditäts-, Währungs- und Kreditrisiken.

WÄHRUNGSRISIKO

Das Währungsrisiko resultiert aus Wertschwankungen von Finanzinstrumenten oder Zahlungsströmen infolge von Wechselkursschwankungen.

Währungsrisiken entstehen in der SBO Gruppe dort, wo Bilanzpositionen sowie Erträge und Aufwendungen in einer anderen als der lokalen Währung bestehen bzw. anfallen. Zur Absicherung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden Devisentermingeschäfte (hauptsächlich in US-Dollar) abgeschlossen.

SBO fakturiert im langjährigen Durchschnitt rund 80 % ihres Umsatzes in US-Dollar. Dies ergibt sich aus der Kundenstruktur des Unternehmens, wonach alle dominierenden Service-Gesellschaften auf dem Richtbohrmarkt in den USA ansässig sind und ihre weltweiten Aktivitäten in US-Dollar abwickeln. Ebenfalls langfristig gesehen entstehen nur rund 50 % – 60 % der Kosten auf Dollarbasis, da wichtige Produktionsstätten nicht nur in den USA sondern auch in Europa bestehen. Aus Kosten- und Opportunitätsgründen verzichtet SBO jedoch auf ein Hedging des gesamten Netto-Dollar-Exposures. Die Abhängigkeit des SBO Ergebnisses vom Dollar-Euro-Wechselkurs ist jedenfalls gegeben.

Weitere Risiken ergeben sich aus der Umrechnung der ausländischen Gesellschaften in die Konzernwährung. Umsatz, Ergebnis und Bilanzwerte dieser Firmen sind vom geltenden Umrechnungskurs abhängig. Bedingt durch die bedeutenden Investitionen in den USA, dem Hauptabsatzmarkt und Sitz wichtiger Fertigungsstätten, haben Änderungen des US-Dollars eine wesentliche Auswirkung auf die Konzernbilanz.

Die nachfolgende Tabelle zeigt den Einfluss einer nach vernünftigem Ermessen möglichen Wechselkursänderung des US-Dollars auf den Konzernabschluss, lediglich in Bezug auf die Wertänderungen der derivativen Instrumente (Devisentermingeschäfte), da keine wesentlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen, die nicht in der funktionalen Währung der jeweiligen Konzernwährung denominiert sind:

in TEUR 2019 2018
Kursveränderung EURO zu US-Dollar + 10 CENT - 10 CENT + 10 CENT - 10 CENT
Änderung Ergebnis vor Steuern +1.365 -1.365 +1.647 -1.647

ZINSÄNDERUNGSRISIKO

Das Zinsänderungsrisiko ergibt sich aus Schwankungen von Marktzinssätzen, die zu einer Wertänderung von Finanzinstrumenten und zinsbedingten Zahlungsströmen führen.

Nahezu sämtliche zum Bilanzstichtag bestehenden langfristigen Darlehen werden fix verzinst und unterliegen daher keinem Zinsänderungsrisiko. Der Marktwert dieser langfristigen Darlehen unterliegt demgemäß Schwankungen. Die Verzinsung der einzelnen Darlehen ist aus Erläuterung 17 ersichtlich. Außer den Darlehen und Leasingverbindlichkeiten werden die übrigen Verbindlichkeiten nicht verzinst und unterliegen daher keinem Zinsrisiko.

Weiters reduziert sich das Zinsrisiko durch den Bestand an kurzfristigen verzinslichen Veranlagungen, welche vom Unternehmen ständig gehalten werden. Je nachdem, ob das Unternehmen einen Finanzmittelüberhang auf der Anlage- oder Aufnahmeseite hat, können Zinsrisiken daher sowohl aus einem Anstieg als auch einem Sinken der Zinssätze resultieren.

Die folgende Tabelle zeigt den Einfluss einer nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderung der Zinssätze (Auswirkung auf den Zinsaufwand für variabel verzinste Bankverbindlichkeiten bzw. auf den Zinsertrag für variabel verzinsliche Bankguthaben) auf das Konzernergebnis vor Steuern (Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital entstehen nicht):

in TEUR 2019 2018
Veränderung in Basispunkten + 10 + 20 + 10 + 20
Änderung Ergebnis vor Steuern +160 +320 +156 +312

KREDITRISIKO

Das Kreditrisiko besteht durch die Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen durch Geschäftspartner und die daraus resultierenden Vermögensverluste. Das maximale Ausfallrisiko ergibt sich aus dem Buchwert der Forderungen.

Bei Forderungen gegenüber Kunden kann das Kreditrisiko als gering eingeschätzt werden, da mit allen bedeutenden Kunden langjährige, stabile Geschäftsbeziehungen bestehen. Weiters wird die Bonität neuer und bestehender Kunden laufend geprüft, und die Außenstände werden regelmäßig überwacht. Für Ausfallrisiken wird durch den Ansatz von Wertberichtigungen vorgesorgt.

Bei Darlehen an das Management von Tochtergesellschaften ist das Ausfallrisiko durch die Sicherstellung der erworbenen Anteile eingeschränkt (siehe Erläuterung 10).

Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten (Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagungen) entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Finanzinstrumente. Das Kreditrisiko kann hier jedoch als gering betrachtet werden, da ausschließlich Banken mit hoher Bonität ausgewählt werden.

LIQUIDITÄTSRISIKO

Das Liquiditätsrisiko besteht in der Gefahr, ob jederzeit die erforderlichen Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten aufgebracht werden können.

Durch die hohe Selbstfinanzierungskraft des Unternehmens ist das Liquiditätsrisiko relativ gering. Neben der Gewinnung liquider Mittel durch das operative Geschäft erfolgen bedarfsbezogene externe Finanzierungen bei Banken. Durch die weltweite Streuung der Finanzierungsmöglichkeiten ist keine nennenswerte Risikokonzentration gegeben.

Wichtigstes Instrument für die Liquiditätssteuerung ist die laufende Überwachung der Liquidität und Finanzplanung der operativen Einheiten durch das Konzernmanagement. Anhand der konsolidierten Meldungen wird der Finanzbedarf zentral gesteuert.

Die folgende Tabelle zeigt alle zum 31. Dezember vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten einschließlich derivativer Finanzinstrumente, wobei hier die nicht diskontierten Cashflows für die nächsten Geschäftsjahre angegeben werden:

31.12.2019

in TEUR JEDERZEIT FÄLLIG 2020 2021 2022 2023 ff
Bankverbindlichkeiten 31.243 - - - -
Langfristige Darlehen - 51.988 46.489 24.747 148.028
Leasingverbindlichkeiten - 2.779 1.926 1.373 3.495
Management-Beteiligungen
und Genussrechte
- - - - 9.510
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
- 24.736 - - -
Derivate - 116.916 - - -
Sonstige - 39.121 886 300 1.162

31.12.2018

in TEUR JEDERZEIT FÄLLIG 2019 2020 2021 2022 ff
Bankverbindlichkeiten 31.629 - - - -
Langfristige Darlehen - 22.853 51.988 46.489 172.775
Leasingverbindlichkeiten - 35 14 - -
Management-Beteiligungen
und Genussrechte
- - - - 17.460
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
- 21.165 - - -
Derivate - 147.964 7 - -
Sonstige - 26.378 536 - -

Die in der obigen Fälligkeitsstruktur zum 31. Dezember 2019 ausgewiesenen in 2020 fälligen Derivate (31. Dezember 2018 in 2019 fällig) betreffen im Wesentlichen Optionsverbindlichkeiten (siehe Erläuterung 20).

SONSTIGES FINANZMARKTRISIKO

Als Risikovariablen können insbesondere Aktienkurse und Indizes genannt werden.

Kapitalsteuerung

Vorrangiges Ziel des Unternehmens ist es, sicher zu stellen, dass es zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value ein hohes Bonitätsrating sowie eine hohe Eigenkapitalquote aufrechterhält.

Für die Überwachung und Steuerung des Kapitals wird insbesondere das "Gearing-Ratio" (Nettoverschuldung in Prozent vom Eigenkapital) verwendet. Die Nettoverschuldung umfasst langfristige Darlehen und Bankverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagungen.

Das Gearing betrug zum 31. Dezember 2019 5,4 % (Vorjahr: 18,1 %).

in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Bankverbindlichkeiten 31.052 31.412
Langfristige Darlehen 254.279 272.588
- Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung -265.211 -241.532
Nettoverschuldung 20.120 62.468
Summe Eigenkapital 370.086 344.814*
Gearing 5,4 % 18,1 %

* Angepasst – siehe Erläuterung 4 – Rückwirkende Anpassungen

Für die Aktionäre des Mutterunternehmens wird im langfristigen Durchschnitt eine Ausschüttungsquote von 30 % – 60 % (vom Konzerngewinn nach Steuern) angestrebt.

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Weder zum 31. Dezember 2019 noch zum 31. Dezember 2018 bestanden Haftungsverhältnisse seitens der Gesellschaft.

ERLÄUTERUNG 38

SONSTIGE VERPFLICHTUNGEN

Sonstige Verpflichtungen bestehen ausschließlich aus Leasingverhältnissen (siehe Erläuterung 21) sowie dem Bestellobligo für Investitionen in Sachanlagen (siehe Erläuterung 8).

ERLÄUTERUNG 39

GELDFLUSSRECHNUNG

Die Geldflussrechnung der Gesellschaft zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der Gesellschaft und der Tochtergesellschaften im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Der Finanzmittelbestand entspricht den Zahlungsmitteln und kurzfristigen Veranlagungen in der Konzernbilanz und umfasst ausschließlich den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten inklusive kurzfristiger Veranlagungen.

Innerhalb der Geldflussrechnung wird zwischen Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Die Geldflüsse aus ausländischen Bereichen wurden mit einem Durchschnittswechselkurs berechnet.

Der Geldfluss aus der Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode ermittelt. Bei dieser Berechnung wird vom Gewinn nach Ertragsteuern ausgegangen und dieser um unbare Aufwendungen und Erträge korrigiert. Dieses Ergebnis und die bilanziellen Veränderungen des Nettoumlaufvermögens (ohne liquide Mittel) liefern den Cashflow aus der Geschäftstätigkeit.

Mittelzu- und abflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit beinhalten Zuflüsse und Abflüsse aus Zinsein- und auszahlungen sowie aus Ertragsteuern.

Die Dividendenzahlungen werden als Teil der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Zu den Zahlungen in Zusammenhang mit dem Erwerb von Minderheitsanteilen siehe Erläuterung 20.

Die Finanzverbindlichkeiten haben sich im Geschäftsjahr 2019 wie folgt verändert:

in TEUR 01.01.2019* ZAHLUNGS-WIRKSAME
VERÄNDERUNGEN
NICHT ZAHLUNGSWIRKSAME
VERÄNDERUNGEN
Wechsel-kurseffekte Sonstige
Veränderungen
Langfristige
Darlehen
inkl. kurzfristigem Anteil 272.588 -18.309 0 0 254.279
Kurzfristige
Bankverbindlichkeiten 31.412 -740 380 0 31.052
Leasingverbindlichkeiten 7.713 -3.260 273 3.768 8.494
Sonstige Finanz
verbindlichkeiten 17.459 -3.793 206 -4.362 9.510
Summe Schulden
aus Finanzierungs
tätigkeiten 329.172 -26.102 859 -594 303.335

* Angepasst um Erstanwendung von IFRS 16, siehe Erläuterung 4

MITARBEITER

Die Anzahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt bzw. zum Stichtag:

JAHRESDURCHSCHNITT STICHTAG
2019 2018 31.12.2019 31.12.2018
Arbeiter 1.017 1.056 1.020 1.108
Angestellte 530 537 515 538
1.547 1.593 1.535 1.646

ERLÄUTERUNG 41

EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 geführt hätten.

VORGESCHLAGENE DIVIDENDE

Der Vorstand schlägt vor, den Aktionären pro Aktie eine Dividende von EUR 1,20 auszuschütten. Dies ergibt eine Ausschüttung von insgesamt MEUR 19,2. Im Vorjahr wurde eine Dividende von EUR 1,00 pro Aktie ausgeschüttet. Dies ergab eine Ausschüttung von insgesamt MEUR 16,0.

ERLÄUTERUNG 43

AUFWENDUNGEN FÜR DEN KONZERN-ABSCHLUSSPRÜFER

Für den Konzern-Abschlussprüfer, die Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H., sind folgende Aufwendungen angefallen:

in TEUR 2019 2018
Prüfungsleistungen 178 152
Sonstige Leistungen 63 28

Neben dem Konzernabschluss wurden sowohl im Jahr 2019 als auch im Jahr 2018 ebenfalls die Einzelabschlüsse der österreichischen Gesellschaften durch den Konzern-Abschlussprüfer geprüft.

ANGABEN ZU DEN ORGANEN DER KONZERNLEITUNG

VORSTAND:

Ing. Gerald Grohmann (Vorsitzender)

Mag. Klaus Mader (Finanzvorstand)

Der bestehende Vorstandsvertrag von Ing. Gerald Grohmann gilt für eine Funktionsperiode bis zum 31. Dezember 2021 und jener für Mag. Klaus Mader bis zum 30. September 2023.

AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATES:

NOMINIERUNGS- UND VERGÜTUNGSAUSSCHUSS:

Mag. Norbert Zimmermann Dr. Karl Schleinzer Mag. Sonja Zimmermann

PRÜFUNGSAUSSCHUSS:

Mag. Norbert Zimmermann Dr. Wolfram Littich Mag. Sonja Zimmermann

AUFSICHTSRAT:

Mag. Norbert Zimmermann (Vorsitzender) Erstbestellung: 1995 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2022

Mag. Brigitte Ederer

(Stellvertreterin des Vorsitzenden) Erstbestellung: 2014 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2024

Mag. Dipl. Ing. Helmut Langanger

Erstbestellung: 2003 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2024

Dr. Wolfram Littich

Erstbestellung: 2016 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2021

Dr. Karl Schleinzer

Erstbestellung: 1995 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2020

Mag. Sonja Zimmermann Erstbestellung: 2018 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2023

Alljährlich mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung scheidet zumindest ein Mitglied des Aufsichtsrates aus, sodass dadurch gewährleistet wird, dass im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung über die Wahl zumindest eines Mitgliedes in den Aufsichtsrat beschlossen werden kann. Soweit die Reihenfolge des Ausscheidens sich nicht aus der Amtsdauer ergibt, entscheidet darüber das Los.

In jener Sitzung des Aufsichtsrates, die vor Abhaltung einer ordentlichen Hauptversammlung, zur Beratung der Beschluss- und Wahlvorschläge gemäß § 108 Abs. 1 AktG stattfindet, ist durch Los zu bestimmen, welches Mitglied des Aufsichtsrates mit Beendigung der folgenden ordentlichen Hauptversammlung ausscheidet. Der Ausscheidende ist sofort wieder wählbar.

Ternitz, 28. Februar 2020

Ing. Gerald Grohmann Mag. Klaus Mader

Vorstand

BESTÄTIGUNGSVERMERK

BERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS

PRÜFUNGSURTEIL

Wir haben den Konzernabschluss der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft, Ternitz, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzerngeldflussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögensund Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.

GRUNDLAGE FÜR DAS PRÜFUNGSURTEIL

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Werthaltigkeit der Firmenwerte

BESCHREIBUNG

Die SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft zeigt in ihrem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 Buchwerte für Firmenwerte von MEUR 140,4.

Die IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, verlangen von Unternehmen, Firmenwerte jährlich auf Wertminderungen zu überprüfen.

Die Werthaltigkeit der Firmenwerte hängt sowohl von externen Faktoren wie der Ölpreisentwicklung, der Entwicklung von Inputfaktoren für Diskontierungssätze, Rig Counts und Bohrtätigkeiten als auch internen Einschätzungen wie etwa der weiteren Entwicklung des Kundenverhaltens ab und erfordert Ermessensentscheidungen des Managements. Das wesentliche Risiko im Rahmen der Werthaltigkeitstests besteht dabei in der Schätzung der zukünftigen Cashflows und Abzinsungssätze.

Daneben führte eine Fehlerfeststellung der OePR im Jahr 2019 betreffend die vorgenommenen Einschätzungen des Managements in der verwendeten Cashflow-Planungsrechnung zu einem geänderten Werthaltigkeitstest für den 31.12.2018 für die zahlungsmittelgenerierende Einheit (ZGE) "Resource Well Completion Technologies Inc." und gemäß IAS 8.42 zu einer nachträglichen Wertminderung des Firmenwerts der genannten ZGE in Höhe von MEUR 23,9 (rückwirkende Anpassungen, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehlern).

Auf die Darstellung im Anhang im Abschnitt "Erläuterung 4, Pkt. 9 und Pkt. 18" sowie "Erläuterung 9, Unterabschnitt 1. Firmenwerte" wird verwiesen.

WIE WIR DEN SACHVERHALT IM RAHMEN DER PRÜFUNG ADRESSIERT HABEN:

Um dieses Risiko zu adressieren, haben wir die Annahmen und Schätzungen des Managements kritisch hinterfragt und dabei unter anderem folgende Prüfungshandlungen durchgeführt:

Wir haben die Konzeption des Prozesses der Gesellschaft zur Durchführung der Überprüfung von Wertminderungen beurteilt.

Die Zusammensetzung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) sowie die Zuordnung der Vermögenswerte, Schulden und Cashflows auf die ZGE wurden überprüft.

Die prognostizierten Umsätze, Ergebnisse und Investitionen haben wir mit den genehmigten Plänen abgestimmt und die wesentlichen Planungsparameter (Umsätze, Aufwendungen, Investitionen, Veränderungen des Working Capital) kritisch gewürdigt, um die Angemessenheit der Planungen zu verifizieren. Die auf Basis dieser Daten ermittelten Cashflows der Impairment Tests wurden von uns methodisch und rechnerisch überprüft. Ebenso haben wir die Annahmen in Bezug auf Abzinsungssätze und Wachstumsraten überprüft. Wir haben für die angepasste Planung der ZGE "Resource Well Completion Technologies Inc." für die vorgenommene Fehlerkorrektur eine Durchsicht der geänderten Planungsunterlagen sowie eine Plausibilisierung und Analyse der wesentlichen Wertetreiber vorgenommen, um die Angemessenheit dieser Planungen zu verifizieren. Für die Durchführung der Prüfungshandlungen zur Einschätzung der Angemessenheit der Bewertungsmodelle, Cashflow-Annahmen sowie Inputfaktoren haben wir EY Bewertungsspezialisten hinzugezogen.

Schließlich haben wir überprüft, ob die Angaben zur Überprüfung auf Wertminderungen im Anhang in Übereinstimmung mit IAS 36 sowie die notwendigen Angaben zur erfolgten Fehlerkorrektur in Übereinstimmung mit IAS 8 vorgenommen wurden.

VERANTWORTLICHKEITEN DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES PRÜFUNGSAUSSCHUSSES FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.

VERANTWORTLICHKEITEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

• Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben.
  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.

  • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.

  • Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.

Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.

Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

BERICHT ZUM KONZERNLAGEBERICHT

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Zu der im Konzernlagebericht enthaltenen konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung ist es unsere Verantwortung zu prüfen, ob sie aufgestellt wurde, sie zu lesen und abzuwägen, ob sie angesichts des bei der Prüfung gewonnenen Verständnisses wesentlich im Widerspruch zum Konzernabschluss steht oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheint.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.

URTEIL

Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.

ERKLÄRUNG

Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht (ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk), welche uns vor dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt wurden. Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir geben keine Art der Zusicherung darauf ab.

In Verbindung mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen und zu überlegen, ob es wesentliche Unstimmigkeiten zwischen den sonstigen Informationen und dem Konzernabschluss gibt oder mit unserem, während der Prüfung erlangten Wissen gibt oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheint. Falls wir, basierend auf den durchgeführten Arbeiten, zur Schlussfolgerung gelangen, dass die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt sind, müssen wir dies berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.

ZUSÄTZLICHE ANGABEN NACH ARTIKEL 10 DER EU-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 23. April 2019 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 23. April 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1996 Abschlussprüfer.

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Konzernabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.

AUFTRAGSVERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Karl Fuchs.

Wien, am 2. März 2020

Ernst & Young

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.

Mag. Karl Fuchs ppa Dipl.-Ing. (FH) Mag. Manfred Siebert

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

BERICHT DES AUFSICHTSRATES ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR 2019

Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2019 die ihm laut Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben wahrgenommen und sich in fünf Sitzungen und durch mehrere mündliche und schriftliche Berichte des Vorstandes regelmäßig über den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft und ihrer Konzernunternehmen sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle informiert. Die Schwerpunkte der Erörterungen zwischen Aufsichtsrat und Vorstand bildeten die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung des Konzerns sowie wesentliche Geschäftsfälle und Maßnahmen.

In der Hauptversammlung 2019 wurden Frau Mag. Brigitte Ederer und Herr DI Mag. Helmut Langanger für eine weitere Funktionsperiode von fünf Jahren bestätigt. Damit blieben sowohl Aufsichtsrat als auch Vorstand im Geschäftsjahr 2019 unverändert.

Der Aufsichtsrat verfügt über zwei Ausschüsse: Das Audit Committee (Prüfungsausschuss) und das Remuneration Committee (Nominierungs- und Vergütungsausschuss).

Das Remuneration Committee befasste sich im Geschäftsjahr 2019 in einer Sitzung mit den Grundsätzen für die Vergütung der Mitglieder des Vorstands gemäß § 78a AktG (Vergütungspolitik), welche basierend auf der Empfehlung des Remuneration Committee vom Aufsichtsrat der Gesellschaft beschlossen wurden.

Das Audit Committee befasste sich im Geschäftsjahr 2019 in 2 Sitzungen mit der Finanzberichterstattung der Gesellschaft (Konzern- und Jahresabschluss) und nahm die ihm gemäß § 92 Abs 4a AktG obliegenden Aufgaben wahr. Vertreter der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. als Prüferin des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses der Gesellschaft nahmen an der Sitzung des Audit Committee teil, die sich mit der Vorbereitung der Feststellung des Jahres- und Konzernabschlusses 2018 und deren Prüfung beschäftigte, und berichteten über die Abschlussprüfung. Darüber hinaus hat das Audit Committee mit Vertretern der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. in einer Sitzung die Planung der Prüfungen des Jahresabschlusses und Konzernabschlusses 2019 detailliert erörtert. Über die Ergebnisse der Sitzungen des Audit Committees wurde der Aufsichtsrat laufend unterrichtet.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 und der Lagebericht wurden von der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. geprüft. Diese Prüfung hat ergeben, dass der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften entspricht, ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2019 bis zum 31. Dezember 2019 vermittelt und der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden ist, zutreffende Angaben nach § 243a UGB enthält und in Einklang mit dem Jahresabschluss steht, und dass der nach § 243c UGB erforderliche Corporate Governance-Bericht unter sinngemäßer Anwendung des § 251 Abs 3 UGB aufgestellt worden ist.

Der gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 und der Konzernlagebericht wurden ebenso von der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. geprüft. Diese Prüfung hat ergeben, dass der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften entspricht, ein möglichst getreues Bild der Vermögensund Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr 2019 vermittelt und der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden ist, zutreffende Angaben nach § 243a UGB enthält und in Einklang mit dem Konzernabschluss steht, sowie die nach § 267a UGB erforderliche konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung und der nach § 267b UGB erforderliche konsolidierte Corporate Governance-Bericht unter sinngemäßer Anwendung des § 251 Abs 3 UGB aufgestellt worden sind.

Da die Prüfungen jeweils keinen Anlass zu Beanstandungen ergaben, wurden daher für den Jahresabschluss 2019 und den Konzernabschluss 2019 uneingeschränkte Bestätigungsvermerke erteilt.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 17. März 2020 nach Befassung des Audit Committees den vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 und den Lagebericht, weiters den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 und den Konzernlagebericht samt nichtfinanzieller Erklärung gemäß § 267a UGB sowie den Corporate Governance-Bericht geprüft. Diese Prüfungen haben nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 in seiner Sitzung vom 17. März 2020 gebilligt, der damit gemäß § 96 Abs 4 AktG festgestellt ist. Zudem hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung dem Vorschlag des Vorstandes über die Verwendung des im Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 ausgewiesenen Bilanzgewinns angeschlossen.

Der Aufsichtsrat spricht den Mitgliedern des Vorstandes sowie allen Mitarbeitern der SBO-Gruppe Dank und Anerkennung für ihren großen Einsatz und die Leistungen im Geschäftsjahr 2019 aus und dankt den Aktionären und Kunden der SBO-Gruppe für das entgegengebrachte Vertrauen.

Ternitz, am 17. März 2020

Der Aufsichtsrat

Norbert Zimmermann (Vorsitzender)

JAHRES-ABSCHLUSS

JAHRESABSCHLUSS___________
BESTÄTIGUNGSVERMERK ZUM JAHRESABSCHLUSS_________ 186
ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER
_____
192
C. Aktive latente Steuern
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 47.090.909,10 (Vorjahr TEUR 17.091)
231.613.636,35
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 206.382.721,25 (Vorjahr TEUR 253.738)
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 92.472.260,79 (Vorjahr TEUR 62.805)
135.631 II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
C. Verbindlichkeiten 41.071
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 1.971.840,72 (Vorjahr TEUR 6.375)
2. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände
2.330.917,00
3. sonstige Rückstellungen
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 1.286)
5.274.237,09
2. Steuerrückstellungen
33.395 33.594.424,51 1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
1.000.196,00
1. Rückstellungen für Abfertigungen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
B. Rückstellungen B. Umlaufvermögen
V. Bilanzgewinn 253.687
34.934 57.860.067,67 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
3. Wertrechte des Anlagevermögens
785.314,64
14.381.208,56
2. andere Rücklagen (freie Rücklagen)
1. gesetzliche Rücklage
218.609 238.452.566,59 1. Anteile an verbundenen Unternehmen
III. Finanzanlagen
11.118
105
10.633.766,33
94.216,59
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
davon für eigene Aktien EUR 44.597,00 (Vorjahr TEUR 50)
1. gebundene
II. Sachanlagen
sowie daraus abgeleitete Lizenzen
-44.597,00
eigene Anteile
0 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile
16.000.000,00
I. eingefordertes und eingezahltes Grundkapital
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
A. Eigenkapital A. Anlagevermögen
EUR 31.12.2018
TEUR
EUR EUR
A K T I V A
212.570,74
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 184.522.727,25 (Vorjahr TEUR 231.614)
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 212.570,74 (Vorjahr TEUR 73)
davon Gewinnvortrag EUR 1.639.440,00 (Vorjahr TEUR 2.558)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
IV. Gewinnrücklagen
II. Kapitalrücklagen
III. Optionsrücklage
11.223
144
264.910
7.676
176.702
3.747
0,00
10.727.982,92
296.312.634,26
307.040.617,18
36.264.736,81
95.688.488,75
131.953.225,56
493.773,30
31.12.2019
0,00
2.670.312,30

davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 41.761.882,50 (Vorjahr TEUR 42.274)

davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 3.406.898,45 (Vorjahr TEUR 3.367) davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 21.859.994,00 (Vorjahr TEUR 22.125)

davon aus Steuern EUR 153.371,88 (Vorjahr TEUR 125)

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 44.876,30 (Vorjahr TEUR 39)

439.487.616,04 445.359 439.487.616,04 445.359

298.854.982,04 316.543

  1. sonstige Verbindlichkeiten 25.266.892,45 25.491

B I L A N Z z u m 3 1 . Dezember 2019

SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft

SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2019

1. Umsatzerlöse
8.110.546,53
7.781
2. sonstige betriebliche Erträge
a) übrige
2.901.027,48
3.760
2.901.027,48
3.760
3. Personalaufwand
a) Löhne
-205.236,19
-216
b) Gehälter
-3.539.610,41
-4.105
c) soziale Aufwendungen
aa) Aufwendungen für Altersversorgung
-145.902,37
-178
bb) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an
-333.445,34
-673
betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
cc) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene
-436.119,98
-364
Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben
und Pflichtbeiträge
dd) übrige
-578,27
-1
-916.045,96
-1.216
-4.660.892,56
-5.537
4. Abschreibungen
auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
-519.090,18
-559
5. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 15 fallen
-131.810,70
-100
b) übrige
-4.237.120,31
-7.013
-4.368.931,01
-7.113
6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebserfolg)
1.462.660,26
-1.668
7. Erträge aus Beteiligungen
17.794.365,69
26.113
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 17.794.365,69 (Vorjahr TEUR 26.113)
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
2.714.280,63
2.180
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.712.369,63 (Vorjahr TEUR 2.178)
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
2.626.079,21
2.227
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.125.706,24 (Vorjahr TEUR 702)
10. Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen
7.171.697,66
1.582
11. Aufwendungen aus Finanzanlagen
-189.794,22
-9.824
a) davon Abschreibungen EUR -189.794,22 (Vorjahr TEUR -9.611)
b) davon Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen EUR -189.794,22 (Vorjahr TEUR -9.824)
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-5.039.446,63
-4.773
davon betreffend verbundene Unternehmen EUR -534.567,88 (Vorjahr TEUR -699)
13. Zwischensumme aus Z 7 bis 12 (Finanzerfolg)
25.077.182,34
17.505
26.539.842,60
15.837
-1.211.768,92
-800
davon latente Steuern EUR -3.252.844 (Vorjahr TEUR -3.253)
25.328.073,68
15.037
1.639.440,00
2.558
26.967.513,68
17.595
2019
EUR
2018
TEUR
14. Ergebnis vor Steuern (Zwischensumme aus Z 6 und Z 13)
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
16. Jahresüberschuss
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr
18. Bilanzgewinn

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft (SBO), mit Sitz in Ternitz, wurde nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches (§§ 189ff UGB) in der geltenden Fassung erstellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurden der Grundsatz der Einzelbewertung und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt. Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden.

Für erkennbare Risiken und drohende Verluste, die aus dem vergangenen und früheren Geschäftsjahren resultieren und in der Zukunft schlagend werden könnten, wurden entsprechende Vorsorgen in die Bilanz eingestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Die SBO erstellt einen Konzernabschluss gemäß § 245a UGB nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen. Der Konzernabschluss wird beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Wiener Neustadt hinterlegt.

Die Gesellschaft ist seit 2005 Gruppenträger einer Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG.

Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung des Anlagevermögens wurde das Niederstwertprinzip eingehalten. Die vorgenommenen Abschreibungen tragen den verbrauchsbedingten und sonstigen Wertminderungen voll Rechnung. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bilanziert. Fremdwährungsforderungen wurden mit dem Devisen-Kurs zum Bilanzstichtag oder zu niedrigeren Anschaffungskursen bewertet. Allen erkennbaren Einzelrisiken wurde durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Pauschalwertberichtigungen wurden nicht vorgenommen.

Auf Fremdwährung lautende Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Devisen-Kurs zum Bilanzstichtag bilanziert.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht mit ihrem Erfüllungsbetrag. Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem höheren Devisen-Kurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Die Berechnung der Abfertigungsrückstellungen erfolgte mittels versicherungsmathematischem Verfahren gemäß IAS 19 (Methode der laufenden Einmalprämien). Hierzu wurden die folgenden Berechnungsannahmen verwendet: Zinssatz 0,9 % (Vorjahr: 1,8 %), Gehaltssteigerung 3,5 % p. a. (Vorjahr: 3,5 %), Pensionseintrittsalter gemäß den aktuellen gesetzlichen Regelungen. Im Rahmen der Ermittlung der Abfertigungsrückstellung erfolgt die Verteilung des Dienstzeitaufwandes über den Zeitraum vom Eintritt in das Unternehmen bis zum Zeitpunkt des geplanten Pensionsantrittes des jeweiligen Dienstnehmers. Die Veränderungen der Abfertigungsrückstellungen (sowie auch der Jubiläumsgeldrückstellungen) werden im Personalaufwand erfasst.

Die Jubiläumsgeldrückstellungen wurden ebenfalls gemäß IAS 19 berechnet.

III. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

1. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

ANLAGEVERMÖGEN

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im beiliegenden Anlagenspiegel dargestellt.

Das abnutzbare Anlagevermögen wird über folgende Nutzungsdauern planmäßig linear abgeschrieben:

- EDV-Software 4 Jahre
- Rechte 15 Jahre
- Gebäude und Grundstückseinrichtungen 10 bis 50 Jahre
- Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 8 Jahre

Für die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zum Bilanzstichtag 31.12.2019 Werthaltigkeitstests durchgeführt. Die Bewertung erfolgte auf Basis der vorliegenden Planungen durch Diskontierung der prognostizierten Cashflows unter Heranziehung eines Kapitalkostensatzes nach Steuern, welcher aufgrund aktueller Marktdaten für vergleichbare Unternehmen im selben Industriezweig unter Berücksichtigung der länderspezifischen Inflationserwartungen ermittelt wurde.

Die Cashflows wurden auf Basis der prognostizierten Umsätze und der hierfür notwendigen Kapazitäten (insb. Personalausstattung sowie Investitionen in das Anlagevermögen und in das Working Capital) ermittelt. Die Bewertung wird am stärksten von den Umsatzerlösen beeinflusst.

Die Umsatzplanungen werden erstellt, indem einerseits die gesamtheitliche Entwicklung der Oilfield Service Industrie berücksichtigt wird (im Wesentlichen in Form der erwarteten zukünftigen CAPEX Spendings) und andererseits auch die unternehmensspezifischen Kundenbeziehungen und regionalen Marktgegebenheiten einbezogen werden. Die Umsatzplanungen im Bereich Manufacturing berücksichtigen zudem die bereits vorhandenen Auftragsstände der wichtigsten Kunden. Für die nachhaltige Planung der Umsatzerlöse und Cashflows wird auch die aus der Vergangenheit abgeleitete Zyklizität der Branche, sofern relevant, herangezogen.

Die Margenplanung wird aus dem geplanten Produktmix und den entsprechenden Preiserwartungen sowie den prognostizierten Kostenentwicklungen abgeleitet. Für die erwarteten Erlöse werden einerseits die bisher erzielten Preise bzw. die Preise von allenfalls vorhandenen Kundenaufträgen herangezogen als auch zukünftige Marktindikationen auf Basis von Rückmeldungen des Vertriebs verwendet. Die Kostenentwicklungen basieren auf den variablen Kosten in Form von bekannten oder erwarteten Materialpreisentwicklungen (basierend auf Preisindikationen bestehender Lieferanten, Materialpreisentwicklungen auf Rohstoffmärkten und daraus ableitbare Trends sowie auf der unterstellten Mengenplanung) und auf den erwarteten fixen Kosten in Form von geplanten Erhaltungs-Investitionen in Maschinen, Anlagen und in die Mietflotte. Weiters wird die erforderliche Personalausstattung (basierend auf geplantem Headcount, erforderlicher Qualifikation der benötigten Mitarbeiter sowie der aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage erwarteten Personalkosten) berücksichtigt.

Die durchgeführten Werthaltigkeitstests haben in 2019 zu keinen Wertminderungen geführt.

Die Ausleihungen betrafen ausschließlich Konzerngesellschaften. Die Ausleihungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr betragen TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0).

UMLAUFVERMÖGEN

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren ausschließlich aus Konzernfinanzierungen.

Die in den sonstigen Forderungen enthaltenen Erträge, welche nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden, betrafen Zinsabgrenzungen (TEUR 58,3; Vorjahr: TEUR 668,1).

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern wurden zum Bilanzstichtag für folgende Posten gebildet: Beteiligungen, Sachanlagen und Personalrückstellungen. Im Vorjahr wurden auch für bestehende steuerliche Verlustvorträge aktive latente Steuern gebildet. Diese wurden im Geschäftsjahr 2019 vollständig mit laufenden Gewinnen des Jahres verrechnet.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit einem Steuersatz von 25%. Der Rückgang im Jahr 2019 ergibt sich im Wesentlichen aus der Verrechnung von Vorjahresverlusten mit steuerlichen Gewinnen der Steuergruppe in 2019.

EIGENKAPITAL

Das eingeforderte und eingezahlte Grundkapital von TEUR 16.000,0 besteht aus 16.000.000 auf Inhaber lautende Aktien zu je EUR 1,00.

In der Hauptversammlung vom 23. April 2019 wurde der Vorstand für die Dauer von 5 Jahren ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital um bis zu TEUR 1.600 durch Ausgabe neuer Aktien zu erhöhen. In der Hauptversammlung vom 24. April 2018 wurde der Vorstand für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft bis zu maximal 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Im Geschäftsjahr 2019 hat die Gesellschaft von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien keinen Gebrauch gemacht. In 2018 hat die Gesellschaft 10.000 Stück eigene Aktien mit einem Kaufpreis von TEUR 586 erworben.

Zum Bilanzstichtag 2019 hält die Gesellschaft 44.597 Stück eigene Aktien (Vorjahr: 50.597 Stück). Dies entspricht einem Anteil von 0,28 % (Vorjahr: 0,32 %) am Grundkapital mit einem Anschaffungswert von TEUR 2.478,7 (Vorjahr TEUR 2.812,2). Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien beträgt somit 15.955.403 Stück (Vorjahr: 15.949.403 Stück).

Die gebundene Kapitalrücklage betrug zum Bilanzstichtag TEUR 70.020,6 (Vorjahr: TEUR 70.026,6) und resultiert im Wesentlichen aus dem Agio bei der Ausgabe junger Aktien in 1997 und in 2005. Die Veränderung in 2019 resultiert aus dem Abgang von eigenen Anteilen und einer Umgliederung zur Optionsrücklage.

Die gesetzliche Rücklage betrug zum Bilanzstichtag unverändert TEUR 785,3.

Die freie Rücklage betrug zum Bilanzstichtag TEUR 14.381,21 (Vorjahr: TEUR 14.057,9). Die Veränderung in 2019 resultiert aus der Übertragung eigener Anteile.

Die Optionsrücklage in Zusammenhang mit einem im Jahr 2014 vereinbarten und in 2018 verlängerten Vorstandsvergütungsprogramm für die künftige Abgabe von eigenen Aktien beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 3.917,2 (VJ: TEUR 3.628,5).

Gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 23. April 2019 wurden vom Bilanzgewinn 2018 TEUR 15.955,3 an die Aktionäre ausgeschüttet und die verbleibenden TEUR 1.639,4 auf neue Rechnung vorgetragen.

RÜCKSTELLUNGEN

In den übrigen Rückstellungen sind enthalten:

in TEUR 31.12.2019 31.12.2018
Jubiläumsgeldrückstellungen 58,5 45,4
Rückstellungen für nicht konsumierte Urlaube 517,0 455,0
sonstige Personalrückstellungen 978,0 976,6
Bilanzveröffentlichung 190,0 182,0
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 248,6 168,7
Sonstige Rückstellungen 338,8 320,2
Summe 2.330,9 2.147,9

VERBINDLICHKEITEN

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beträgt TEUR 45.714,3 (Vorjahr: TEUR 83.351,8). Davon entfallen auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten TEUR 24,714,3 (Vorjahr: TEUR 62.285,7) sowie auf sonstige Verbindlichkeiten TEUR 21.000,0 (Vorjahr: TEUR 21.066,1).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 41.481,1 (Vorjahr: TEUR 42.259,5) Konzernfinanzierungen, der Restbetrag betrifft Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.091,5 (Vorjahr: TEUR 3.042,5) enthalten, die nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Haftungsverhältnisse bestanden in folgendem Ausmaß:

31.12.2019 31.12.2018
in TEUR Gesamtbetrag davon für
verbundene
Unternehmen
Gesamtbetrag davon für
verbundene
Unternehmen
Haftungen für Kredite und
Kurssicherungen
28.351,6 28.351,6 27.851,3 27.851,3

Darüber hinaus wurden für ein Bankdarlehen eines verbundenen Unternehmens Pfandrechte an Liegenschaften der Gesellschaft bis zu einem Höchstbetrag von TEUR 12.300,0 eingeräumt (Vorjahr: TEUR 12.300,0).

Weiters hat die Gesellschaft gegenüber zwei verbundenen Unternehmen Patronatserklärungen abgegeben, die eine unwiderrufliche Zusicherung enthalten, diese Unternehmen derart zu unterstützen, dass diese jederzeit ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen können.

FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Die im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses im Jahr 2016 mit den anderen Gesellschaftern des erworbenen Unternehmens abgeschlossene und ab 1. April 2019 jederzeit ausübbare Put- und Call-Option zum Erwerb der restlichen Anteile wurde im Geschäftsjahr 2019 durch eine Tochtergesellschaft der SBO ausgeübt.

Die Gesellschaft hat sich verpflichtet, für eine Wettbewerbsvereinbarung jährlich USD 500.000 zu zahlen, sofern sich der Vertragspartner während der Laufzeit bis 2020 an die Vertragsbedingungen hält.

Aus der Nutzung von nicht in der Bilanz ausgewiesenen Sachanlagen auf Grund von Mietoder Leasingverträgen bestehen keine wesentlichen Verpflichtungen.

2. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

UMSATZERLÖSE

Die größten Posten sind:

in TEUR 2019 2018
Verrechnete Holdingleistungen 6.205,1 5.911,3
Mieterträge 1.905,4 1.869,3

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die größten Posten sind:

in TEUR 2019 2018
Kursgewinne 2.744,8 3.753,5

PERSONALAUFWAND

Im Posten Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeiter-Vorsorgekassen sind Leistungen an betriebliche Mitarbeiter-Vorsorgekassen in der Höhe von TEUR 26,8 (Vorjahr: TEUR 23,1) enthalten.

Von den Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen entfallen TEUR 437,2 (Vorjahr: TEUR 819,7) auf die Mitglieder des Vorstands. Versicherungsmathematische Verluste aus der Berechnung der Abfertigungsrückstellung des Geschäftsjahres 2019 betragen TEUR 256.

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die größten Posten in den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind:

in TEUR 2019 2018
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 724,6 2.263,2
Dienstleistungen Konzern 652,8 417,7
Wettbewerbsverbot 511,3 467,9
Versicherungen 500,2 356,6

Darüber hinaus sind Spesen des Geldverkehrs, EDV-Aufwand sowie sonstige Verwaltungsund Vertriebsaufwendungen unter dieser Position verbucht.

ERTRÄGE AUS DER ZUSCHREIBUNG VON FINANZANLAGEN

Durch die Erschließung von Synergiepotenzialen im Rahmen der organisatorischen Zusammenführung der Resource Well Completion Technologies, Inc. (einer Tochtergesellschaft der Schoeller-Bleckmann Canada, Ltd.) und der The WellBoss Company, LLC (vormals Downhole Technologies, Inc., einer Tochtergesellschaft der Schoeller-Bleckmann America, Inc.) per 01.10.2019 wurde die Beteiligung an der Schoeller-Bleckmann Canada, Ltd. im Geschäftsjahr 2019 um TEUR 6.500 zugeschrieben.

STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

Die SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft hat die Möglichkeit der Bildung einer steuerlichen Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG unter Anwendung der Belastungsmethode genutzt. Gruppenmitglieder sind:

Inland:

  • SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Technology GmbH., Ternitz ..................(ab 2008)

Ausland:

  • Schoeller-Bleckmann de Mexico S. A. de C. V., Monterrey............................(ab 2005)
  • Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Vietnam LLC, Binh Duong..............(ab 2009)

Im Geschäftsjahr 2019 weist die Gesellschaft nach Verrechnung der Steuerumlagen an inländische Gruppenmitglieder in Höhe von TEUR 4.395,4 (Vorjahr: TEUR 1.008,3) einen Steueraufwand in Höhe von TEUR 1.211,8 (Vorjahr: Steueraufwand von TEUR 800,6) aus. Darin sind Aufwendungen für Quellensteuern in Höhe von TEUR 55,7 (Vorjahr: TEUR 40,4) sowie ein auf Vorjahre entfallender Steuerertrag von TEUR 114,9 (Vorjahr: Steueraufwand TEUR 104,5) enthalten.

BILANZGEWINN

Der Vorstand schlägt vor, an die dividendenberechtigten Aktien eine Dividende von EUR 1,20 je Aktie (Vorjahr EUR 1,00) auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

IV.Sonstige Angaben

GESCHÄFTSFÄLLE MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Für das Geschäftsjahr 2019 liegen keine berichtspflichtigen Geschäftsfälle gemäß § 238 (1) Z 12 UGB vor.

AUFWENDUNGEN FÜR DEN ABSCHLUSSPRÜFER

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer 2019 sind dem Konzernabschluss der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft zu entnehmen.

EREIGNISSE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH DEM BILANZSTICHTAG

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.

V. Angaben über Beteiligungen und Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Verbundene Unternehmen im Sinne des § 189a Z 8 UGB sind alle Unternehmen, die dem Konzern der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft, Ternitz, angehören. Geschäfte mit diesen Gesellschaften werden wie mit unabhängigen Dritten abgewickelt.

Eigenkapital
Ergebnis
Die SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft war zum 31. Dezember 2019 an folgenden Unternehmen beteiligt:
in TEUR in TEUR
Prozent*
Anteil in
Jahr 2019 31.12.2019
SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Technology GmbH, Ternitz 100,00 13.669,0 88.373,5
DSI FZE, Dubai, AE 100,00 3.437,3 52.662,2
Wilmington, US
Schoeller-Bleckmann America Inc.,
100,00 4.922,1 75.183,3
BICO Drilling Tools Inc., Houston, US 88,70 -3.132,9 78.958,8
Schoeller-Bleckmann de Mexico S. A. de C. V., Monterrey, MX 100,00 -1.721,0 -3.637,1
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (UK) Limited, Rotherham, GB 100,00 -20.328,6 18.272,8
Knust-SBD Pte Ltd., Singapur, SG 51,50 1.014,4 9.941,5
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Middle East FZE, Dubai, AE 100,00 1.348,7 5.932,0
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Vietnam LLC, Binh Duong, VN 100,00 4.759,8 27.186,4
Schoeller-Bleckmann Canada Ltd., Calgary, CA** - - -

Für die Angaben zu weiteren Beteiligungen wird von der Bestimmung gem. § 242 Abs. 2 Z 2 UGB Gebrauch gemacht.

* Direkt gehaltene Anteile

** Die Schoeller-Bleckmann Canada Ltd., Calgary, Kanada, wurde mit Wirkung vom 1.11.2019 mit ihren Tochtergesellschaften verschmolzen und in die Schoeller-Bleckmann America Inc. Wilmington, USA, eingebracht. Die Effekte der Planungsanpassungen für die Resource Well Completion Technologies Inc., einer Tochtergesellschaft der Schoeller-Bleckmann Canada Ltd., zum 31.12.2018 sind für die Wertermittlung der Scholler-Bleckmann Canada Ltd. zum 31.12.2019 nicht relevant, da aufgrund der Zusammenführung der Gesellschaft mit einer weiteren Konzerngesellschaft zum 01.10.2019 hohe Synergiepotenziale bestehen.

VI. Angaben über Organe und Arbeitnehmer

Der durchschnittliche Personalstand gliedert sich wie folgt:

2019 2018
Gehaltsempfänger 14 13
Lohnempfänger 8 8
Summe Mitarbeiter 22 21

Die Bezüge für die Mitglieder des Vorstands betrugen im Jahr 2019 TEUR 1.903, davon fixer Anteil TEUR 1.117, davon variabler Anteil TEUR 786 (Vorjahr: TEUR 1.388, davon fixer Anteil TEUR 1.108, davon variabler Anteil TEUR 280).

Im Geschäftsjahr 2014 wurde dem Vorstandsvorsitzenden Ing. Gerald Grohmann für Vorstandstätigkeiten unter der Voraussetzung eines jeweils aktiven Dienstverhältnisses eine jährliche Übertragung von jeweils 6.000 Stück SBO Aktien zugesagt, wobei die erste Übertragung 2014 erfolgte. Diese Aktien unterliegen auf die Dauer von 2 Jahren ab der jeweiligen Übertragung, längstens aber bis zur Beendigung des Dienstvertrages, einer Verfügungs- und Belastungsbeschränkung seitens Herrn Ing. Grohmann. Die Vereinbarung wurde in 2018 im Rahmen der Verlängerung des Dienstvertrages bis 2021 verlängert. Der Kurswert zum Zeitpunkt der Übertragung von 6.000 Aktien in 2019 betrug TEUR 323 (Vorjahr: TEUR 536). Zum 31. Dezember 2019 beträgt der Kurswert der 12.000 Stück bereits übertragenen und einer Verfügungsbeschränkung unterliegenden Aktien TEUR 604 (Vorjahr: 12.000 Stück mit Kurswert TEUR 688).

Weiters wurde im Geschäftsjahr 2014 dem Vorstandsvorsitzenden eine freiwillige Abfertigung in Höhe von 30.000 Stück SBO Aktien bei Vertragsende zugesagt. Der Aufwand betreffend aktienbasierter Vergütungen ist aufgrund der bestehenden Verfügungsbeschränkung bzw. der erst bei Ende des Dienstverhältnisses gewährten Abfertigung in den oben dargestellten Bezügen nicht enthalten.

Im Geschäftsjahr 2019 erhielten die Aufsichtsratsmitglieder in Summe eine Vergütung von TEUR 220 (Vorjahr: TEUR 159,0).

Aufsichtsrat:

Mag. NORBERT ZIMMERMANN Vorsitzender seit 10.04.1995

Mag. Brigitte EDERER Mitglied seit 23.04.2014, stellvertretende Vorsitzende seit 24.04.2018

Mag. DI HELMUT LANGANGER Mitglied seit 29.04.2003

Mag. Dr. WOLFRAM LITTICH Mitglied seit 27.04 2016

Dr. KARL SCHLEINZER Mitglied seit 24.05.1995

Mag. SONJA ZIMMERMANN Mitglied seit 24.04 2018

Vorstand:

Ing. GERALD GROHMANN Vorsitzender seit 03.10.2001

Mag. KLAUS MADER seit 01.10.2015

Ternitz, am 28. Februar 2020

Ing. GERALD GROHMANN Mag. KLAUS MADER

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten kumulierte Abschreibungen Buchwert Buchwert
Beträge in EURO Vortrag Stand Vortrag Zuschreibungen Stand 31.12.19 31.12.18
01.01.2019 Zugänge Abgänge 31.12.2019 01.01.2019 Zugänge Abgänge im Gesch.j. 31.12.2019
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.
63.738,60 0,00 0,00 63.738,60 63.738,60 0,00 0,00 0,00 63.738,60 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 63.738,60 0,00 0,00 63.738,60 63.738,60 0,00 0,00 0,00 63.738,60 0,00 0,00
II. Sachanlagevermögen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, davon
Grundwert EUR 3.560.935,26 (2018: TEUR 3.560,9)
1.
20.144.681,57 0,00 -81.418,90 20.063.262,67 9.026.939,61 483.975,63 -81.418,90 0,00 9.429.496,34 10.633.766,33 11.117.741,96
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 710.362,37 20.720,19 -13.881,91 717.200,65 604.857,56 32.008,41 -13.881,91 0,00 622.984,06 94.216,59 105.504,81
3. geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 3.106,14 -3.106,14 0,00 0,00 3.106,14 -3.106,14 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 20.855.043,94 23.826,33 -98.406,95 20.780.463,32 9.631.797,17 519.090,18 -98.406,95 0,00 10.052.480,40 10.727.982,92 11.223.246,77
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 246.087.319,22 13.343.913,19 0,00 259.431.232,41 27.478.665,82 0,00 0,00 -6.500.000,00 20.978.665,82 238.452.566,59 218.608.653,40
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 35.800.590,72 22.443.666,40 0,00 58.244.257,12 866.092,89 189.794,22 0,00 -671.697,66 384.189,45 57.860.067,67 34.934.497,83
3. Wertrechte des Anlagevermögens 143.967,00 0,00 -143.967,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 143.967,00
Summe Finanzanlagen 282.031.876,94 35.787.579,59 -143.967,00 317.675.489,53 28.344.758,71 189.794,22 0,00 -7.171.697,66 21.362.855,27 296.312.634,26 253.687.118,23
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 302.950.659,48 35.811.405,92 -242.373,95 338.519.691,45 38.040.294,48 708.884,40 -98.406,95 -7.171.697,66 31.479.074,27 307.040.617,18 264.910.365,00

Anlagenspiegel gemäß § 226 (1) UGB per 31.12.2019

SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft

LAGEBERICHT

für das Geschäftsjahr 2019

1) Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

Die SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft (SBO) fungiert als konzernleitende Holdinggesellschaft zur Steuerung und Beratung der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wegen ihrer Holdingfunktion haben die finanziellen Kennzahlen der SBO keine Aussagekraft für die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns. Die Beurteilung der Vermögens- und Ertragslage des SBO-Konzerns ist deshalb nur anhand des Konzernabschlusses möglich.

Die Umsatzerlöse der SBO betrugen 2019 MEUR 8,1 (Vorjahr: MEUR 7,8). Bei den von SBO ausgewiesenen Umsatzerlösen handelt es sich um konzerninterne Leistungen sowie um Erlöse aus der Vermietung von Grund- und Gebäudeflächen in Ternitz.

Das Ergebnis vor Steuern betrug 2019 MEUR 26,5 (Vorjahr: MEUR 15,8). Es war wesentlich gekennzeichnet durch Erträge aus Beteiligungen in Höhe von MEUR 17,8 (Vorjahr: MEUR 26,1).

In den Jahren 2018 und 2019 gab es keine nennenswerten Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen.

Die Zugänge zu Finanzanlagen betrugen im Jahr 2019 MEUR 35,8 und betrafen mit MEUR 13,3 Anteile an verbundenen Unternehmen. Darin enthalten sind Kapitalerhöhungen in Höhe von MEUR 8,4. Im Jahr 2018 gab es keine Zugänge bzw. Kapitalerhöhungen. In 2019 wurden bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen Aufwertungen in Höhe von MEUR 6,5 (Vorjahr: Abwertung von MEUR 9,6) vorgenommen. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen wurden im Ausmaß von MEUR 22,4 (Vorjahr: Rückzahlung MEUR 9,0) ausgegeben.

Die Bilanzsumme 2019 ist mit MEUR 439,5 gegenüber dem Vorjahr (MEUR 445,4) leicht gesunken.

Die Eigenkapitalquote ist auf Grund der gesunkenen Bilanzsumme und des positiven Jahresergebnisses auf 30,0 % gestiegen (Vorjahr: 27,4 %).

Desgleichen ist das langfristig gebundene Vermögen (überwiegend Finanzanlagen) auf 69,9 % der Bilanzsumme gestiegen (Vorjahr: 59,5 %).

Es bestehen keine Zweigniederlassungen der SBO.

Mitarbeiter

Der Personalstand der SBO zum 31. Dezember 2019 betrug 22 Mitarbeiter (14 Gehaltsempfänger und 8 Lohnempfänger). Im Vorjahr belief sich die Mitarbeiteranzahl auf 21 (13 Gehaltsempfänger und 8 Lohnempfänger).

Unsere Mitarbeiter sichern mit ihrem Wissen und ihrer Kompetenz den nachhaltigen Erfolg unseres Unternehmens. Wir bauen auf unsere erfahrene und gut ausgebildete Mannschaft, die wir von der Einstellung an begleiten und durch ihre gesamte Laufbahn bei SBO fördern.

Unsere Branche ist von Zyklen mit Auf- und Abschwüngen geprägt. In unserer Personalplanung achten wir darauf, dieses Auf und Ab bestmöglich abzufedern. Während wir im Abschwung aktiv Maßnahmen setzen, um das Know How im Unternehmen zu halten, bauen wir im aktuellen Aufschwung unsere Mannschaft schrittweise aus. Ein ansprechendes Arbeitsumfeld und attraktive Bonifikationsmodelle bringen neue Fachkräfte an Bord und halten unsere Experten langfristig im Unternehmen. An unserem Standort in Ternitz haben wir eine spezifische Lehrlingsausbildung implementiert und bilden damit junge Menschen zu den Facharbeitern von morgen aus. Durch diesen Fokus auf unser Experten-Team gewährleisten wir Top-Qualität in der Produktion.

Marktumfeld des SBO-Konzerns

Das Wachstum der Weltwirtschaft verlangsamte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr. Laut aktuellen Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) lag das globale Wirtschaftswachstum 2019 bei 2,9 %, nach 3,6 % im Vorjahr. Die Weltkonjunktur entwickelte sich damit so schwach wie seit der globalen Finanzkrise 2009 nicht mehr. Negativ wirkten sich vor allem der Handelsstreit zwischen den USA und China, zunehmende Handelsbarrieren sowie eine wachsende Unsicherheit infolge geopolitischer Risiken aus. Der Abschwung vollzog sich über die Regionen hinweg: Sowohl das Wirtschaftswachstum der Industrienationen (1,7 %, nach 2,2 % in 2018) als auch die Wachstumsraten der Schwellenländer (3,7 %, nach 4,5 % in 2018) waren 2019 rückläufig.1

Die durchschnittliche globale Öl-Nachfrage stieg im Jahr 2019 laut Internationaler Energie Agentur (IEA) um 0,8 Millionen Barrel pro Tag (mb/d) oder 0,8 % auf 100,1 mb/d (2018: 99,3 mb/d). Während sich die Nachfrage in den Nicht-OECD Staaten um 1,1 mb/d oder 2,1 % auf 52,5 mb/d leicht erhöhte (2018: 51,4 mb/d), war sie in den OECD Staaten im Jahresvergleich mit 47,6 mb/d leicht rückläufig (2018: 47,9 mb/d). Über das Gesamtjahr gesehen hielten sich Nachfrage nach Rohöl (100,1 mb/d) und Produktion (100,5 mb/d) nahezu die Waage. Dabei sank die OPEC Produktion im Jahr 2019 auf 35,5 mb/d, in den Nicht-OPEC Staaten stieg sie auf 65,0 mb/d. Die im Dezember 2018 beschlossene Produktionskürzung der OPEC-Staaten (einschließlich Partnerstaaten) wurde Mitte des Jahres verlängert. Um den Ölmarkt zu stabilisieren und die Preise zu stützen, einigte sich die OPEC+-Allianz am 6. Dezember 2019 auf eine Förderkürzung von insgesamt 2,1 mb/d.2

1 IMF World Economic Outlook, Jänner 2020.

2 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2020.

Auch das Marktumfeld der Oilfield Service-Industrie war 2019 vom Handelskonflikt zwischen China und den USA sowie der Befürchtung einer weiteren konjunkturellen Abschwächung belastet. Die Marktentwicklung verlief regional unterschiedlich: Während der Aufwärtstrend an den internationalen Märkten anhielt, war der nordamerikanische Markt von einer restriktiven Investitionspolitik der Explorations- und Produktionsgesellschaften geprägt und schwächte sich zusehends ab. Der weltweite Rig Count sank im Verlauf des Jahres 2019 um 9,0 % auf 2.043 Anlagen (Dezember 2018: 2.244 Anlagen). Ursache für diesen Rückgang war in erster Linie der US-Rig Count, der sich um 25,4 % auf 804 Anlagen verringerte (Dezember 2018: 1.078 Anlagen). Auch in Kanada zeigte sich der Abwärtstrend in einem Rückgang des Rig Counts um 4,3 % auf 135 Anlagen im Dezember 2019. International gab es einen Anstieg um 7,7 % auf 1.104 Anlagen (Dezember 2018: 1.025 Anlagen), hauptsächlich bedingt durch die positive Entwicklung in Europa und dem Mittleren Osten – sowohl auf dem Festland als auch auf See ("Offshore"). Während der US-Rig Count über das gesamte Jahr hinweg kontinuierlich abnahm, stieg die Anzahl der internationalen Bohranlagen insbesondere im ersten Halbjahr 2019 an und flachte zum Jahresende hin leicht ab.3 Der Bestand gebohrter, aber noch nicht komplettierter Bohrlöcher (sogenannte Drilled but Uncompleted Wells / DUCs) verzeichnete bis zur Jahresmitte 2019 einen Anstieg und begann sich in der zweiten Jahreshälfte aufgrund geringerer Aktivität abzubauen. Der Bestand erreichte in den Vereinigten Staaten im Dezember 2019 eine Anzahl von 7.716 Einheiten (Dezember 2018: 8.010 Einheiten).4

Die Entwicklung der Ölpreise zeigte im Jahresverlauf starke Volatilitäten. Ende des Jahres 2019 lagen die Preise nach der Teileinigung im Handelsstreit zwischen den USA und China im Plus. Die Nordseemarke Brent startete mit einem Kurs von USD 53,80 in das Jahr 2019 und schloss Ende Dezember mit einem Kurs von USD 66,00; dies entspricht einer Steigerung um 22,7 %. Der Kurs der nordamerikanischen Rohölsorte WTI stieg im Jahr 2019 von USD 45,41 auf USD 61,06, eine Steigerung von 34,5 %.5

Die weltweiten Ausgaben für Exploration und Produktion (E&P-Ausgaben) stiegen im Jahr 2019 um 3 %, wobei die stärkeren Aktivitäten am internationalen Markt die restriktive Investitionspolitik in Nordamerika ausglichen. So betrug der Anstieg der E&P-Ausgaben international 6 %, Nordamerika verzeichnete aufgrund der hohen Kostendisziplin der Explorations- und Produktionsgesellschaften hingegen einen Rückgang um 6 %. Dieser ging auf ein Minus der E&P-Ausgaben von 6 % in den USA sowie 9 % in Kanada zurück.6

Geschäftsentwicklung des SBO-Konzerns

SBO verzeichnete ein solides Geschäftsjahr 2019. Die breite strategische Positionierung des Unternehmens bewährte sich in einem sehr dynamischen Marktumfeld. Die Nachfrage nach den hochqualitativen Produkten und Leistungen von SBO sorgte für positive Ergebnisse. Durch das gut ausgebaute internationale Geschäft konnte SBO die Schwäche des nordamerikanischen Marktes zu einem Gutteil kompensieren.

Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 6,0 % auf MEUR 445,3 (2018: MEUR 420,2). Der Auftragseingang lag bei MEUR 467,2, nach MEUR 481,9 im Jahr 2018. Der Auftragsstand

3 Baker Hughes Rig Count.

4 U.S. Energy Information Administration (EIA), Drilling Productivity Report, Februar 2020.

5 Bloomberg: CO1 Brent Crude (ICE) und CL1 WTI Crude (Nymex).

6 Evercore ISI, The 2020 Evercore ISI Global E&P Spending Outlook, Dezember 2019.

Ende 2019 erhöhte sich auf MEUR 123,0 (31. Dezember 2018: MEUR 97,7). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf MEUR 108,6 (2018: MEUR 120,0). Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug MEUR 60,2 (2018: MEUR 46,9 7 ). Der Vorjahreswert beinhaltet eine nicht cash-wirksame, rückwirkende Berichtigung des Firmenwerts einer Tochtergesellschaft in Höhe von MEUR 23,9 zum 31. Dezember 2018. Die EBITDA-Marge lag bei 24,4 % (2018: 28,6 %), die EBIT-Marge bei 13,5 % (2018: 11,2 % 7 ).

Das Finanzergebnis 2019 belief sich auf MEUR minus 12,3 (2018: MEUR minus 14,8). Das Ergebnis vor Steuern betrug MEUR 47,9 (2018: MEUR 32,0 7 ), das Ergebnis nach Steuern kam zu Jahresende bei MEUR 32,3 zu liegen (2018: MEUR 17,5 7 ). Das Ergebnis je Aktie lag bei EUR 2,03 (2018: EUR 1,10 7 ).

SBO verfügt über eine solide Bilanzstruktur: Das Eigenkapital erhöhte sich auf MEUR 370,1 (2018: MEUR 344,8 7 ). Die Eigenkapitalquote von SBO belief sich Ende 2019 auf 42,3 % (2018: 39,3 % 7 ), die Nettoverschuldung reduzierte sich auf MEUR 20,1 (2018: MEUR 62,5). Dementsprechend sank auch das Gearing von 18,1 % auf 5,4 % zum Ende des Jahres 2019. Der Bestand an liquiden Mitteln betrug MEUR 265,2 (2018: MEUR 241,5). Der operative Cashflow verdreifachte sich nahezu und hielt zu Jahresende bei MEUR 98,1 (2018: MEUR 33,4). Der freie Cashflow erhöhte sich von MEUR minus 0,3 im Jahr 2018 auf MEUR 63,8 im Jahr 2019, trotz der angefallenen Zahlungen für den Erwerb von Minderheitenanteilen in Höhe von MEUR 30,1. Die Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte (CAPEX) stiegen auf MEUR 31,5 (2018: MEUR 35,9). Am 31. Dezember 2019 betrug das Bestellobligo für Sachanlagen MEUR 5,0 (2018: MEUR 2,1).

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung am 23. April 2020 für das Geschäftsjahr 2019 die Erhöhung der Dividende auf EUR 1,20 je Aktie vor (2018: EUR 1,00 je Aktie).

7 rückwirkend angepasst

Entwicklung der Segmente

Das Geschäft von SBO gliedert sich in die beiden berichtspflichtigen Segmente "Advanced Manufacturing & Services" (AMS) und "Oilfield Equipment" (OE):

  • Das Segment "Advanced Manufacturing & Services" (AMS) umfasst die hochpräzise Fertigung und Reparatur von Drill Collars und komplexen "Measurement While Drilling" (MWD)- und "Logging While Drilling" (LWD)-Komponenten aus antimagnetischem, korrosionsbeständigem Edelstahl. Diese bilden das Gehäuse für die sensiblen Messinstrumente, die zur exakten Messung von Neigung und Richtung des Bohrstranges sowie gesteinsphysikalischer Parameter eingesetzt werden.
  • Im Segment "Oilfield Equipment" (OE) ist ein breites Angebot an hochspeziellen Lösungen für die Öl- und Gasindustrie gebündelt: High-Performance-Bohrmotoren und Tools für den zielgerichteten Vortrieb des Bohrstranges sowie Spezialwerkzeuge für die Untertage-Zirkulations-Technologie (Circulation Tools). Darüber hinaus umfasst das Segment Produkte für das effiziente und ressourcenschonende Komplettieren unkonventioneller Lagerstätten mittels "Plug-n-Perf" und "Sliding Sleeve"-Technologie.

Das Segment "Advanced Manufacturing & Services" (AMS) zog 2019 aufgrund der Belebung des internationalen Marktes stark an. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Umsatz 2019 um 30,5 % auf MEUR 223,8 (2018: MEUR 171,5). Das Betriebsergebnis (EBIT) vor Sondereffekten erhöhte sich auf MEUR 33,9 (2018: MEUR 22,7).

Im Segment "Oilfield Equipment" (OE) zeigte sich die Marktschwäche Nordamerikas. Der Umsatz betrug MEUR 221,5 (2018: MEUR 248,7) und das Betriebsergebnis (EBIT) vor Sondereffekten MEUR 28,7 (2018: MEUR 55,2).

2) Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

Ausblick des SBO-Konzerns

Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für das Jahr 2020 ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,3 %, für das Jahr 2021 soll die Wachstumsrate 3,4 % betragen (nach 2,9 % in 2019 und 3,6 % in 2018). Die Wirtschaft der Industriestaaten soll im Jahr 2020 um 1,6 % wachsen (nach 1,7 % in 2019 und 2,2 % in 2018). Für das Wirtschaftswachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern erwartet der IWF 2020 einen Anstieg um 4,4 %, nach 3,7 % in 2019 und 4,5 % in 2018. Diese Prognosen hängen in hohem Maße von den Entwicklungen der Handelsbeziehungen zwischen den USA und China sowie der Vermeidung weiterer Eskalationen ab, vor allem im Mittleren Osten.8 Des Weiteren gilt es abzuwarten, welche langfristigen ökonomischen Folgen der Corona Virus mit sich bringt, der sich ausgehend von China zu Jahresbeginn 2020 global auf die Märkte auswirkte.

Die Internationale Energieagentur (IEA) geht für 2020 von einem weiteren Anstieg des Ölbedarfs aus: So soll die Nachfrage nach Öl um 0,9 mb/d auf 101,0 mb/d steigen. In den OECD Staaten soll die durchschnittliche Öl-Nachfrage mit 47,8 mb/d um 0,2 mb/d über dem Wert vom Jahr 2019 liegen. Für die Nicht-OECD Staaten wird eine Steigerung der durchschnittlichen Nachfrage um 0,6 mb/d auf insgesamt 53,1 mb/d erwartet. Die Produktion der Nicht-OPEC Staaten soll sich um 2,0 mb/d auf 67,0 mb/d erhöhen. Die OPEC Staaten (einschließlich ihrer Partnerstaaten) dürften sich weiterhin als Regulator der Rohöl-Produktion positionieren und haben sich zuletzt am 6. Dezember 2019 auf eine Förderkürzung von insgesamt 2,1 mb/d geeinigt.9

Auf den internationalen Märkten gehen Experten in der Oilfield Service-Industrie von einer Fortsetzung des Wachstumstrends aus, wenngleich es weiterhin zu regionalen Unterschieden kommen kann. Nach Jahren der Krise in der Öl- und Gasindustrie stellt sich zunehmend das Bewusstsein ein, Investitionen tätigen zu müssen, um mittelfristig keine Versorgungsengpässe zu erzeugen – unter der Voraussetzung, dass sich die Weltwirtschaft einigermaßen solide entwickelt. Im Gegensatz dazu wird in Nordamerika zumindest kurzfristig ein weiterer Rückgang der Investitionen in Öl- und Gasprojekte erwartet. Das US-Produktionswachstum dürfte sich im Jahr 2020 deutlich verlangsamen, was auf eine erhöhte Kostendisziplin und einen daraus resultierenden Rückgang der Aktivitäten zurückzuführen ist.

Für 2020 rechnen anerkannte Banken und Analysehäuser bei den globalen Ausgaben für Exploration und Produktion (E&P-Ausgaben) mit einem moderaten Wachstum von 2 %. Treiber ist der internationale Markt, wo die E&P-Ausgaben um 5 % steigen sollten. Für Nordamerika erwarten die Analysten hingegen einen Rückgang von 6 %. In den USA sollen es sogar minus 7 % sein, wobei einige Marktteilnehmer zuletzt mit noch pessimistischeren Erwartungen in das Jahr gestartet sind.10

8 IMF World Economic Outlook, Jänner 2020.

9 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2020.

10 Evercore ISI, The 2020 Evercore ISI Global E&P Spending Outlook, Dezember 2019.

Trotz kurzfristiger Unsicherheiten bleiben die langfristigen Wachstumsaussichten intakt. SBO geht bei anhaltender Konjunktur von einer weiteren Ankurbelung des Investitionsverhaltens auf den internationalen Märkten aus. Besonders hier gilt es das Momentum zu nutzen. Für SBO wird es erfolgsentscheidend sein, auf Basis der langen Erfahrung des Unternehmens gut durch die unterschiedlichen Zyklen auf den Märkten zu navigieren. Daneben liegt der Fokus auf weiteren effizienzsteigernden Maßnahmen sowie dem Heben der Synergien, die durch die Zusammenführung der beiden Tochtergesellschaften Downhole Technology und Resource Well Completion Technologies zu "The WellBoss Company" entstanden sind.

Insgesamt ist SBO als Technologie- und Qualitätsführer gut positioniert und arbeitet kontinuierlich an der Umsetzung ihrer nachhaltigen Wachstumsstrategie. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie die solide Positionierung in anspruchsvollen Nischen sichern auch in Zukunft die Vorreiterstellung von SBO.

Risikomanagement

Die SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft fungiert als strategische Managementholding für ihre Tochtergesellschaften. Ein wesentliches Aufgabengebiet der Holding ist, sich mit den strategischen und operativen Risiken auseinander zu setzen und rechtzeitig Maßnahmen zur Optimierung dieser Risiken zu setzen. Ein konzernweites Reporting-System unterstützt den Vorstand der SBO AG beim laufenden Monitoring des operativen Geschäftes und damit der Einschätzung operativer Risiken der Tochtergesellschaften. Die strategischen Risiken werden in Zusammenhang mit der jährlichen Erstellung der Mittelfristplanung zwischen dem Vorstand der SBO AG und den Geschäftsführern der Tochtergesellschaften erörtert und bewertet.

Finanzinstrumente

Die Ausleihungen wurden nur an verbundene Unternehmungen gewährt und sind fix verzinst. Diese lauten auf USD und unterliegen daher Fremdwährungsschwankungen. Ebenso besteht der Großteil der sonstigen Forderungen aus langfristigen verzinslichen Forderungen in USD und GBP.

Die liquiden Mittel bestehen aus Guthaben bei österreichischen Banken mit marktkonformer Verzinsung.

Überwiegend alle zum Bilanzstichtag bestehenden langfristigen Bankverbindlichkeiten werden fix verzinst und unterliegen daher keinem Zinsänderungsrisiko.

Aufgrund der derzeitig verfügbaren liquiden Mittel bestehen aus heutiger Sicht keine Liquiditäts-Probleme.

Die Gesellschaft verwendet keine derivativen Finanzinstrumente.

3) Bericht über die Forschung und Entwicklung im SBO-Konzern

Mit unseren Innovationen sorgen wir dafür, dass Kunden von SBO immer einen Schritt voraus sind. Um unsere Vorreiter-Rolle auszubauen, betreiben wir konsequent Forschung und Entwicklung (F&E) und investieren stark in diesen Bereich. Mit modernsten Technologien bietet SBO Kunden sowie dem Markt zukunftsweisende Lösungen, die unser Wachstum fördern und gleichzeitig nachhaltig sind.

Gemäß dem Leitgedanken "Quality First" entwickeln wir mit unserer innovativen Mannschaft effizientere und damit schonendere Produkte. Wir forcieren präzise Bohrungen und reduzieren mit unseren Produkten beispielsweise die Notwendigkeit eines häufigen Ein- und Ausfahrens des Bohrstranges. Damit sinkt der Gesamtaufwand für unsere Kunden ebenso wie mögliche Risiken für die Umwelt.

Als Weltmarktführer haben wir auch 2019 unsere Innovationen gezielt vorangetrieben:

  • Im Bereich Well Completion sind wir in den führenden Technologien erfolgreich etabliert. Mit dem "Smart Dart" ist uns eine Innovation gelungen, die den Markt revolutionieren wird. Dieser vereint die Vorteile der Plug-n-Perf und Sliding SleeveTechnologien und eliminiert ihre Nachteile. Der Smart Dart kann selektiv einzelne Frac Ports oder ganze Frac Port-Cluster öffnen und landet zielgenau in jener Zone, in der die Perforation durchgeführt werden soll. Im Unterschied zu anderen Systemen gibt es keine Limitierungen bei der Anzahl von Zonen. Zudem funktioniert das System deutlich effizienter als dies bei der Anwendung der konkurrierenden Plug-n-Perf-Technologie der Fall ist.
  • Wir sind zudem ein führender Hersteller von Composite Frac Plugs, die signifikant weniger Wasser als herkömmliche Produkte am Markt benötigen. Dies führt in Plug-n-Perf Bohrlochkomplettierungen, bei denen mitunter mehr als 100 Frac Plugs pro Bohrloch eingesetzt werden, zu Wassereinsparungen von 30 % bis 50 % gegenüber herkömmlichen Frac Plugs. Da Bohrregionen oftmals auf dem Landweg mittels LKW-Transporten mit Wasser versorgt werden, führt dies auch zu verringertem Verkehr. Der ressourcenschonende Einsatz von Wasser entlastet sowohl Transportwege als auch die Umwelt.
  • Die neueste Innovation auf dem Frac Plug-Markt ist uns mit dem SoluBoss Dissolving Frac-Plug gelungen, der nach seinem Einsatz nicht aus dem Bohrloch entfernt werden muss. Er wird aus Materialien hergestellt, die auf die Flüssigkeiten im Bohrloch reagieren, so dass sich der Plug - je nach Bohrlochbedingungen - nach einiger Zeit auflöst. Das SoluBoss-Design (zum Patent angemeldet) ist einfacher als die meisten derzeit auf dem Markt erhältlichen Plugs und besteht nur aus wenigen Komponenten. Das erhöht die Betriebssicherheit. Aufgrund der kompakteren Konstruktion muss zudem weniger Material aufgelöst werden.
  • Die Bohrmotoren von SBO wurden speziell für den Einsatz unter rauen Bohrbedingungen entwickelt und zeichnen sich durch Leistungsstärke und Robustheit aus. Mit der neuen Lagerbaugruppe B5 bringen wir eine Innovation auf den Markt, die ein besonders hohes Drehmoment umsetzen und in allen Bohrmotoren von SBO eingesetzt werden kann. Eine Spezifikation dieser Entwicklung ist auf Richtbohranwendungen in Kombination mit leistungsstarken Rotary Steerable Systemen ausgelegt.

• Bei unseren Hochpräzisionskomponenten arbeiten wir kontinuierlich an Verbesserungen. Mit einer Weiterentwicklung der Hammer Peening-Technologie haben wir nun auch die Möglichkeit, die Außendurchmesser von langen Bohrstrangkomponenten zu behandeln und dadurch eine Verbesserung der Lebensdauer des Bohrstranges zu erreichen. Dafür wurde durch unser Engineering ein eigenes Werkzeug entwickelt, welches auf bestehenden Maschinen eingesetzt werden kann. Beim Tieflochbohren wurde ein Echtzeit Prozessmonitoring System entwickelt. Durch dieses System kann der Fertigungsprozess stabiler gehalten und Prozessunterbrechungen verhindert werden.

Mit diesen und vielen weiteren Innovationen, die in unserem weltweiten Netzwerk in Entwicklung sind, arbeiten wir aktiv an unserer Qualitätsführerschaft.

4) Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement der SBO-Gruppe liegt beim Vorstand, während die unmittelbare Verantwortung bei den Geschäftsführern der operativen Einheiten liegt. Demzufolge besitzt das interne laufende Berichtswesen an die Konzernzentrale besonders hohe Bedeutung, um Risiken frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Dies erfolgt durch eine zeitnahe monatliche Berichterstattung über die Geschäftsentwicklung und Gebarung von den operativen Einheiten an den Vorstand.

Für die Tochterunternehmen wurden vom Konzern weltweit einheitliche Vorgaben für die Umsetzung und Dokumentation des gesamten internen Kontrollsystems und damit vor allem auch für den Rechnungslegungsprozess vorgegeben. Dadurch sollen jene Risiken vermieden werden, die zu einer unvollständigen oder fehlerhaften Finanzberichterstattung führen können.

Weiters werden die von den Tochtergesellschaften erstellten internen Berichte in der Konzernzentrale auf Plausibilität geprüft und mit Planungsrechnungen verglichen, um bei Abweichungen geeignete Maßnahmen setzen zu können. Hierzu werden von den Gesellschaften Jahresbudgets und Mittelfristplanungen angefordert, welche vom Vorstand genehmigt werden müssen.

Die Ordnungsmäßigkeit des Rechnungswesens bei den Tochtergesellschaften wird durch laufende Prüfungstätigkeiten des Konzerncontrollings überwacht. Auch im Zuge der internen Revision werden schwerpunktmäßige Prüfungen über das Rechnungswesen durchgeführt. Weiters werden alle Jahresabschlüsse durch internationale Prüfungsgesellschaften geprüft.

Im Zuge von regelmäßigen Sitzungen des Vorstandes mit den lokalen Geschäftsführungen werden die laufende Geschäftsentwicklung sowie absehbare Chancen und Risiken besprochen.

Für die Erstellung des Konzernabschlusses bestehen in Ergänzung zu den Internationalen Rechnungslegungsvorschriften konzerninterne Richtlinien, um eine einheitliche Darstellung bei den berichtenden Gesellschaften zu gewährleisten (Bewertungs- und Ausweisfragen).

Für die automationsunterstützte Aufstellung des Konzernabschlusses wird ein zertifiziertes Konsolidierungsprogramm verwendet, welches mit den notwendigen Prüf- und Konsolidierungsroutinen ausgestattet ist.

Die für den Konzern dargestellten Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind auch uneingeschränkt für die Holdinggesellschaft anwendbar. Für das Rechnungswesen der Holdinggesellschaft sind ebenfalls anerkannte Standardprogramme im Einsatz.

5) Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2019 wie auch zum 31. Dezember 2018 EUR 16 Millionen und ist zerlegt in 16 Millionen Stück Nennbetragsaktien zum Nennbetrag von je EUR 1,00.

In der Hauptversammlung vom 23. April 2019 wurde der Vorstand für die Dauer von 5 Jahren ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital um bis zu TEUR 1.600 durch Ausgabe neuer Aktien zu erhöhen. In der Hauptversammlung vom 24. April 2018 wurde der Vorstand für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft bis zu maximal 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Im Geschäftsjahr 2019 hat die Gesellschaft von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien keinen Gebrauch gemacht. In 2018 hat die Gesellschaft 10.000 Stück eigene Aktien mit einem Kaufpreis von TEUR 586 erworben.

Zum Bilanzstichtag 2019 hält die Gesellschaft 44.597 Stück eigene Aktien (Vorjahr: 50.597 Stück). Dies entspricht einem Anteil von 0,28 % (Vorjahr: 0,32 %) am Grundkapital mit einem Anschaffungswert von TEUR 2.478,7 (Vorjahr TEUR 2.812,2). Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien beträgt somit 15.955.403 Stück (Vorjahr: 15.949.403 Stück).

Zum 31. Dezember 2019 hält die Berndorf Industrieholding AG, Wien, rund 33,4 % vom Grundkapital (Vorjahr: rund 33,4 %).

Darüber hinaus bestehen keine weiteren angabepflichtigen Sachverhalte gemäß § 243a UGB.

Ternitz, 28. Februar 2020

SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Ing. Gerald Grohmann Mag. Klaus Mader

BESTÄTIGUNGSVERMERK*

* Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, aufgestellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit dem österreichischen Unternehmensgesetzbuch (UGB) aufgestellte Jahresabschluss der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2019 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Ternitz, 28. Februar 2020

Dieser Jahresfinanzbericht wurde mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt. Nichtsdestotrotz können Versehen und Druckfehler nicht ausgeschlossen werden. Dieser Jahresfinanzbericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der SBO Gruppe und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken – wie die im Risikobericht angesprochenen – eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.

Mit diesem Bericht ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft verbunden.

Um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten, verzichten wir in diesem Bericht auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Sprachformen und verwenden lediglich die maskuline Form. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten für beide Geschlechter gleichermaßen.

Dieser Bericht ist auch in englischer Sprache verfügbar. In Zweifelsfällen ist die deutsche Version maßgeblich.

Veröffentlicht am 18. März 2020

FÜR WEITERE INFORMATIONEN:

SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft A-2630 Ternitz / Österreich, Hauptstraße 2 Tel.: +43 2630 315 252

Fax: +43 2630 315 501 E-Mail: [email protected] Internet: www.sbo.at

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Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich: SBO AG, Ternitz In Zusammenarbeit mit: Metrum Communications GmbH, Wien Konzept und Grafik: freecomm Werbeagentur GmbH, Graz

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