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Rath AG

Earnings Release May 27, 2020

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Earnings Release

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2020

BERICHT ÜBER DAS ERSTE QUARTAL

STABILER UMSATZ UND ROBUSTES ERGEBNIS IM ERSTEN QUARTAL 2020

  • Umsatz auf Vorjahresniveau $\blacksquare$
  • EBITDA auf Vorjahresniveau
  • Ausblick für 2020 unsicher Umsatz und Ergebnis werden durch COVID-19 beeinflusst

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der Ausbruch der COVID-19-Pandemie Anfang 2020 wurde von der WHO zu einem öffentlichen Gesundheitsnotstand von internationaler Bedeutung erklärt, der erhebliche Auswirkungen auf die Bevölkerung und Unternehmen auf der ganzen Welt hat.

Die in China getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Folgen führten zum Stillstand eines Großteils der industriellen Tätigkeit des Landes, das im Zentrum wesentlicher globaler Lieferketten steht. Diesem Beispiel folgten im weiteren Verlauf immer mehr Länder, darunter auch die wesentlichen Absatz- und Beschaffungsmärkte der RATH Aufträgen, vorübergehende Gruppe. Die Absage von Schließungen von Produktionswerken, Kurzarbeit und Quarantäne-Maßnahmen verunsichern derzeit Kunden, Mitarbeiter und Lieferanten der RATH Gruppe. Risiken für die RATH Gruppe können dabei nicht nur die Absatzentwicklung betreffen, sondern auch zu erheblichen Beeinträchtigungen der Produktion, des Beschaffungsmarktes und der Zulieferkette führen.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat aufgrund der Coronavirus-Krise seine Schätzungen für die Weltwirtschaft innerhalb weniger Monate so stark gesenkt wie nie zuvor. Die Weltwirtschaft wird demnach in 2020 um 3% schrumpfen womit die Januar-Prognose um 6,3% reduziert wurde. Dies stellt einen stärkeren Wirtschaftseinbruch als jenen während der Finanzkrise 2008/2009 dar.

Nach der ersten Einschätzung der Statistik Austria schrumpfte die österreichische Wirtschaft in den ersten drei Monaten 2020 im Vergleich zum Voriahr um 2.5 % und das WIFO geht von einem BIP-Rückgang zwischen 5,25% und 7,5 % aus.

Geschäftsverlauf

Im ersten Quartal 2020 konnte das Umsatzniveau des Vorjahres mit 23.058 TEUR (Vorjahr: 23.040 TEUR) gehalten werden. Der durch die COVID-19 Pandemie ausgelöste Umsatzrückgang konnte somit im 1. Quartal durch im Voriahresvergleich zusätzliche Umsatzerlöse aufgrund des Unternehmenserwerbs im Vorjahr ausgeglichen werden. Zum 31. März 2020 lag der Bestand an offenen Aufträgen bei 30,8 Mio. EUR (Vorjahr: 32,7 Mio. EUR).

Materialaufwand, Personalaufwand und die übrigen Aufwendungen stiegen wie geplant, jedoch stärker als im Vergleich zum Umsatz was zu einem leichten Rückgang im EBITDA führte.

Die Abschreibungen liegen bei 1.664 TEUR (Vorjahr: 1.054 TEUR) und stiegen v.a. aufgrund der zusätzlichen Abschreibungen aus dem im August 2019 erworbenen Feuerfestbereich von Bucher Emhart Glass.

Das Finanzergebnis in Höhe von -30 TEUR (Vorjahr: 185 EUR) ist bei einem relativ konstanten Zinsergebnis durch die Kursbewegungen des EUR im Vergleich zum US-Dollar beeinflusst. Im ersten Quartal 2020 sank der Euro zum US-Dollar von 1,23 auf 1,10, somit um 2,5 % (Vorjahr: von 1,18 auf 1,14, somit um 3%).

Der operative Cashflow beläuft sich auf 3.053 TEUR und liegt somit deutlich über dem Vorjahreswert von -414 TEUR. Dies ist neben einem soliden Cashflow aus dem Ergebnis auf positive Effekte im Working Capital, vor allem im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte zurückzuführen.

Vor allem aufgrund des im Vorjahr erfolgten Unternehmenserwerbs stieg die Mitarbeiterzahl im Quartalsdurchschnitt vom 558 auf 604 an.

Ausblick

Aufgrund der schnellen und umfangreichen Rettungsprogramme zahlreicher Regierungen sollte im zweiten Halbjahr nach Einschätzung des IWF 2020 eine Erholung einsetzen, auf die in 2021 wieder ein Wachstum der Weltwirtschaft folgt.

In Österreich rechnet der IWF 2020 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 7,0 Prozent. Für 2021 wird dann mit einer Erholung der Wirtschaftsleistung und einem BIP-Anstieg um 4.5 % gerechnet. Die Österreichische Nationalbank (OeNB) erwartete noch Ende März in einem moderaten Szenario einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 3,2 %.

Für die USA als weltgrößte Volkswirtschaft erwartet der IWF 2020 ein Minus des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 5,9%. Für 2021 wird dort ein Wachstum von 4,7 Prozent erwartet. In Deutschland wird nach einem Rückgang in 2020 von 7,0 % ein Wachstum von 5.2 % erwartet.

Die quantitativen Auswirkungen auf die RATH Gruppe sind derzeit schwer abschätzbar und hängen stark von der Dauer der Einschränkungen einzelner Regierungen auf die jeweilige Wirtschaft ab. Entscheidend für die Geschäftsentwicklung in den kommenden Quartalen ist die Dauer des "lock-downs" der großen Volkswirtschaften in der EU und den USA.

Wir sind jedoch gut gerüstet, auch diese Phase in unserer mittlerweile 130-jährigen Unternehmensgeschichte zu überstehen. Die Produktion wird soweit möglich aufrechterhalten, unser Personaleinsatz durch Home-Office und Kurzarbeit in Österreich und Deutschland optimiert. Zusätzlich wurden mit Beginn des Jahres 2020 Kreditlinien aufgestockt, um auf etwaige Liquiditätsengpässe vorbereitet zu sein.

WIEN, 15. MAI 2020

Der Vorstand

Andreas Pfneiszl

DI Ingo Gruber

1-3/2020 1-3/2019 1-3/2018
TEUR TEUR TEUR
Umsatz 23.058 23.040 21.114
Veränderung in % 0,1 9,1 20,0
EBITDA 2.592 2.818 3.003
EBITDA-Marge in % 11,2 12,2 14,2
EBIT 928 1.764 1.983
EBIT-Marge in % 4,0 7,7 9,4
Operativer Cashflow 3.053 $-414$ 1.430
Anzahl der Mitarbeiter im Quartalsschnitt 604 558 553
Aktienkurs am 31.3. in EUR 21,00 22,00 18,20
27.05.2020 Bericht über das 1. Quartal 2020
25.09.2020 Halbjahresfinanzbericht 2020
02.10.2020 Hauptversammlung 9:30 Uhr, Wien
30.11.2020 Bericht über das 3. Quartal 2020

IMPRESSUM:

EIGENTÜMER, HERAUSGEBER & VERLEGER: RATH AKTIENGESELLSCHAFT, WALFISCHGASSE 14, A-1015 WIEN IR- UND COMPLIANCE-VERANTWORTLICHER: ANDREAS PFNEISZL WEB: WWW. RATH-GROUP.COM MAIL: [email protected]

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