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Annual Report Mar 31, 2006

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Annual Report

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GESCHÄFTSBERICHT 2005

INTERSEROH ist ein europaweit führender Anbieter von Organisationslösungen für das Stoffstrommanagement.

Mit Hilfe von knapp 1.100 Entsorgungspartnern sammelt INTERSEROH Rohstoffe, lässt diese aufbereiten und führt sie anschließend in den Produktionskreislauf zurück.

Mit einer generierten Rohstoffmenge von etwa 5,2 Millionen Tonnen im Jahr 2005 ist INTERSEROH einer der größten Sekundärrohstoffversorger Europas.

KENNZAHLEN KONZERN

2005* 2004 2003 2002 2001
Konzern
Konzernumsatz in Mio. Euro
• Dienstleistungen und Rohstoffe 248,7 229,7 226,2 235,6 211,1
• Stahl- und Metallrecycling 698,2 810,5
510,5
418,6 158,4
946,9 1.040,2 736,7 654,2 369,5
Ergebnis vor Ertragssteuern in Mio. Euro 29,9 44,7 19,0 20,4 24,6
Jahresüberschuss in Mio. Euro 19,0 29,6 8,9 11,4 14,1
Bilanzsumme in Mio. Euro 317,7 311,5 253,9 249,7 258,3
Eigenkapitalquote(1) in % 37,3 34,4 31,0 31,3 29,0
Eigenkapitalrentabilität(2) in % 16,0 27,6 11,3 14,4 18,7
Gesamtkapitalrentabilität(3) in % 10,7 16,0 8,7 9,7 10,6
Anzahl der Mitarbeiter (Durchschnitt) 1.301 1.254 1.285 1.360 893
Anzahl der Aktien 9.840.000 9.840.000 9.840.000 9.840.000 9.840.000
Dividende je Aktie in Euro 0,86 0,86 0,86 0,86 0,86

(1) Eigenkapital lt. Bilanz x 100/Bilanzsumme

(2) Ergebnis nach Ertragsteuern lt. GuV x 100/Eigenkapital lt. Bilanz

(3) Ergebnis vor Ertragsteuern u. Zinsaufwand lt. GuV x 100/Bilanzsumme

* 2001–2003 Abschluss nach HGB; 2004–2005 Abschluss nach IFRS

DER VORSTAND

Johannes-Jürgen Albus

ist seit April 2006 Vorstandsvorsitzender, seit April 2003 im Vorstand zuständig für das Ressort Finanzen. Nach verschiedenen Führungspositionen im In- und Ausland war der diplomierte Betriebswirt von 1997 an im Vorstand der GAH Anlagentechnik AG tätig, zunächst als Finanzvorstand und ab Mitte 2000 als Vorsitzender des Vorstands.

Christian Rubach

ist zuständig für den Geschäftsbereich Stahl- und Metallrecycling und gehört seit August 2000 zum Vorstand. Von 1995 bis Juli 2000 war der Diplom-Volkswirt Geschäftsführer der Krupp Hoesch-Rohstoff und Recycling GmbH (ab 1998: Hansa Recycling GmbH).

Roland Stroese

verantwortet seit Oktober 2005 den Bereich Vertrieb und Dienstleistungen. Zuvor arbeitete der Betriebswirt beim REWE Großverbraucher Service in Köln und war Geschäftsführer verschiedener Beteiligungen von Coca Cola, Essen, bevor er als Vertriebsdirektor und Mitglied der Geschäftsleitung zum Kölner Süßwarenhersteller Intersnack wechselte.

  • U3 Kennzahlen
  • U4 Der Vorstand
  • Grußwort des Vorstandes
  • Bericht des Aufsichtsrates

Lagebericht

A. Rahmenbedingungen

    1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
    1. Neues Recht aus Brüssel und Berlin

B. Geschäftsentwicklung

    1. Konzernumsatz
    1. Dienstleistungen
    1. Rohstoffhandel
    1. Stahl- und Metallrecycling
    1. Investitionen
    1. Finanzierungsmaßnahmen
    1. Personal- und Sozialbereich
    1. Umweltschutz
    1. Marketing und Werbung
    1. Public Relations
    1. Investor Relations
    1. Dividendenrendite
    1. Corporate Governance
    1. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres
    1. Steuerungsintrument Gesamtkapitalrendite
  • C. Darstellung und Erläuterung der Ertrags- und

Vermögenslage und Konzernkennzahlen

    1. Ertragslage
    1. Vermögenslage
    1. Konzernkennzahlen

D. Sonstige Angaben

    1. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres
    1. Risikomanagement
    1. Voraussichtliche Entwicklung, mögliche Chancen und Risiken
    1. Forschung und Entwicklung
    1. Zweigniederlassungen

Jahresabschluss

Bilanz Konzern

Gewinn- und Verlustrechnung Konzern

Konzernanhang

  • Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses
  • Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
  • Erläuterungen zur Bilanz
  • Sonstige Erläuterungen und Angaben
  • Gesonderte Erläuterungen und Angaben nach § 315 A HGB

Eigenkapitalspiegel Konzern

  • Kapitalflussrechnung Konzern
  • Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
  • Aufstellung des wesentlichen Anteilsbesitzes
  • U5 Impressum

"Alten Blechen, Rohren und Maschinenteilen eine neue Gestalt zu geben, ist Herausforderung und Passion zugleich. Das Ende mit einem neuen Anfang zu verbinden, Kreisläufe zu schließen, gibt der Kunst Impulse und der Umwelt eine Zukunft."

Joachim Röderer, Recyclingkünstler, Köln

GRUSSWORT DES VORSTANDES

Vorsitzender des Vorstandes Johannes-Jürgen Albus

Sehr geehrte Aktionäre,

Ihr Unternehmen, die INTERSEROH AG, wurde vor 15 Jahren gegründet. Vor 15 Jahren trat auch die Verpackungsverordnung in Kraft. Beide Daten des Jahres 1991 sind unabdingbar miteinander verbunden: Um die Rücknahme und Verwertung ausgedienter Verpackungen zu organisieren, bedurfte es neuer Unternehmenskonzepte, die in der Lage waren, diese Herausforderung in ganz Deutschland zu bewältigen. Konzepte wie das der INTERSEROH.

Es ging um nicht weniger als die Organisation einer komplexen Logistik-Struktur von der Erfassung von Sekundärrohstoffen bis zu deren Wiedereinsatz in der Produktion. Weißblech, Papier, Pappe und Kartonagen, Kunststoff, Glas und Holz sollten in den Kreislauf zurückgeführt werden.

Seit 1991 haben sich die vielfach regulierten Märkte, in denen INTERSEROH tätig ist, stark verändert. Neue Märkte sind zum Teil durch aufkommende Nachfrage und aufgrund neuer Produktionsmethoden, zum Teil durch Liberalisierung hinzugekommen. Die internationale Nachfrage nach Rohstoffen und die Fähigkeit, diese Nachfrage zu bedienen, rücken immer mehr ins Zentrum dieser Märkte.

Hierin liegen auf der einen Seite viele Chancen für eine fortschreitend positive Entwicklung der INTERSEROH-Geschäftsfelder – andererseits muss dabei aber stets das permanente Risiko volatiler Rohstoffpreise und ihr wachsender Einfluss auf das Dienstleistungsgeschäft berücksichtigt werden.

Hinzu kommt, dass die verschiedenen Marktebenen der INTERSEROH-Wertschöpfung zunehmend von der Internationalisierung der Kreislaufwirtschaft und einer Konzentration gekennzeichnet sind – sei es in der Entsorgungswirtschaft oder auf der Abnehmerseite der von uns gehandelten Rohstoffe.

Auch INTERSEROH hat sich in den vergangenen 15 Jahren verändert. Neben vielen neuen Dienstleistungen ist heute das Stahl- und Metallrecycling zu einem essentiellen Bestandteil des INTERSEROH-Konzerns geworden, der einen erheblichen Anteil zum Ergebnis des Konzerns beiträgt.

Wie haben sich vor diesem Hintergrund das wirtschaftliche Umfeld und unsere Segmente im Jahr 2005 entwickelt? Während die deutsche Wirtschaft auch im vergangenen Jahr noch von einer eher verhaltenen Entwicklung gekennzeichnet war, verlief das Dienstleistungsgeschäft dennoch zufrieden stellend. Einer Ausweitung der bei INTERSEROH zur Verwertung angemeldeten Rohstoffmengen standen im Dienstleistungssegment zugleich deutliche Ergebniseinbußen im Transportverpackungsrecycling und auch Rückgänge der insgesamt vermarkteten Sekundärrohstoffe gegenüber.

Das Stahlschrottgeschäft, das durch die Volatilität und die Rekordpreise 2004 noch ein Ausnahmejahr erlebt hatte, war 2005 von eher schwacher Nachfrage und niedrigeren Preisen gekennzeichnet.

Trotz des relativ schwierigen Umfelds beider Segmente sind wir mit dem Ergebnis des gesamten Konzerns für das Geschäftsjahr 2005 zufrieden.

Die nächsten Jahre werden verstärkten Wettbewerb in einigen unserer angestammten Geschäftsfelder und damit auch weiter rückläufige Margen bringen. Gleichzeitig werden wir aber die Chancen nutzen, in liberalisierte Märkte einzutreten, dort zu wachsen und auch neue Geschäftsfelder im Inund Ausland aufzubauen.

Ob Verpackungsrecycling, Verwertung von Altprodukten oder Handel mit Sekundärrohstoffen – eine Wertschöpfung kann nur gelingen, wenn durch umfassende Organisation und gezieltes Qualitätsmanagement hochwertige Rohstoffe produziert und in den weltweiten Handel gebracht werden. Denn im Gegensatz zu den natürlichen Bodenschätzen sind diese Rohstoffquellen der Neuzeit weniger durch den Einsatz von Technik als vielmehr durch Organisation und Koordinierung von Dienstleistungen zu erschließen.

Mit ihren Aktivitäten schließt INTERSEROH wirtschaftliche Stoffkreisläufe zur nachhaltigen Entlastung der Industrie, des Handels, der Entsorgungsunternehmen, der Verbraucher und damit auch der Umwelt – einfach ohne Umwege vom Ende zum Anfang.

Dass die Rohstoffe diesen Anfang nicht nur in der Produktion klassischer Wirtschaftsgüter, sondern auch in der Kunst finden können, zeigen einige Werke des Kölner Kunstschaffenden Joachim Röderer in diesem Geschäftsbericht. Alle Skulpturen sind aus Recyclingmetallen hergestellt. Gönnen Sie sich deshalb neben der Lektüre auch die Muße für diesen anderen Blickwinkel auf die Kreislaufwirtschaft.

Der Erfolg von INTERSEROH beruht auf der Kompetenz, dem Engagement und der Entschlossenheit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dafür danke ich ihnen im Namen des INTERSEROH-Vorstands. Sie werden auch künftig der Motor für die dynamische Entwicklung des Unternehmens sein.

Wir danken Ihnen, unseren Aktionären, für die Loyalität und das große Interesse, und unseren Kunden und Geschäftspartnern für ihr Vertrauen. Seien Sie versichert, dass wir uns mit unvermindertem Engagement den Herausforderungen stellen und mit aller Kraft daran arbeiten werden, unsere anspruchsvollen Ziele für den dauerhaften Erfolg der INTERSEROH umzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Johannes-Jürgen Albus Vorstandsvorsitzender

BERICHT DES AUFSICHTSRATES

Vorsitzender des Aufsichtsrates Dr. Axel Schweitzer

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Der Aufsichtsrat war in alle bedeutsamen Entscheidungen unmittelbar eingebunden.

In insgesamt vier ordentlichen Sitzungen sowie einer außerordentlichen Sitzung hat der Vorstand ausführlich, zeitnah, umfassend und den gesetzlichen Vorgaben entsprechend über den Gang der Geschäfte, die Lage der Gesellschaft sowie über die Strategie und Planung des Unternehmens berichtet. Grundlage für die Beratungen des Aufsichtsrates bildeten dabei regelmäßige schriftliche und mündliche Berichte des Vorstandes, die der Vorstand zeitnah und umfassend erstattete, insbesondere zur Geschäftspolitik und Unternehmensplanung, der Lage des Konzerns einschließlich der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns und seiner Standorte sowie zur Rentabilität der Gesellschaft und dem Gang der Geschäfte. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand zudem in ständigem Kontakt zum Vorstand und wurde über alle wesentlichen Entwicklungen und anstehenden Entscheidungen unterrichtet. Entscheidungen von grundlegender Bedeutung sind dem Aufsichtsrat zur Zustimmung vorgelegt worden, welche dieser nach erfolgter Prüfung und Beurteilung auch erteilte. Auf der Grundlage der Berichte des Vorstandes hat der Aufsichtsrat entsprechend der ihm nach dem Gesetz und der Satzung übertragenen Aufgaben die Geschäftsführung des Vorstandes überwacht und beraten. Bei der Überwachung der Geschäftsführung überprüfte der Aufsichtsrat insbesondere deren Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit sowie die Wirtschaftlichkeit. Zum einen kontrollierte der Aufsichtsrat dabei die vom Vorstand bereits entfalteten Tätigkeiten. Zum anderen erörterte der Aufsichtsrat zukunftsgerichtete Geschäftsentscheidungen und Planungsrechnungen intensiv mit dem Vorstand auf der Grundlage von dessen Berichten sowie unter Prüfung und Berücksichtigung der jeweiligen konkreten Geschäftsunterlagen beziehungsweise Vorlagen.

Alle Mitglieder des Aufsichtsrates haben an den in den Zeitraum ihrer Mitgliedschaft fallenden Aufsichtsratssitzungen regelmäßig teilgenommen.

Schwerpunkte

Die strategische Ausrichtung der INTERSEROH-Gruppe stand im Vordergrund der Beratungen. Dabei hat sich der Aufsichtsrat im Schwerpunkt zum einen mit den neuen Geschäftsfeldern und hier vor allem mit dem Dualen System INTERSEROH beschäftigt. Zum anderen war das durch die Isabell Finance Vermögensverwaltungs GmbH ausgereichte freiwillige Angebot an alle Aktionäre der INTERSEROH AG Gegenstand der Beratungen im Aufsichtsrat. Mit Blick auch auf die strategische Entwicklung der Gesellschaft war die Erarbeitung einer gemeinsamen Stellungnahme mit dem Vorstand, im Geschäftsjahr insbesondere deren Vorbereitung durch Auswahl eines Finanzdienstleisters zur Erstellung einer Fairness Opinion sowie die Frage der grundsätzlichen Haltung zu dem beabsichtigten Angebot, ein wesentlicher Beratungsgegenstand. Ein weiterer, in jeder ordentlichen Sitzung des Aufsichtsrates wiederkehrender Agenda-Punkt war der Bericht des Finanzvorstandes, in dem dieser über Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Konzern sowie in den Segmenten, über aktuelle Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten und weitere relevante Geschäftsdaten berichtete. Ebenfalls wurde eine Eigenbewertung der Tätigkeiten des Aufsichtsrates durchgeführt.

Ausschüsse

Entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex zur Bildung von Ausschüssen wurden ein Präsidialausschuss, ein Prüfungsausschuss (Audit Committee) und ein Personalausschuss eingerichtet. Der Präsidialausschuss ist mit insgesamt vier Mitgliedern besetzt und tagte zehnmal. Er beschäftigte sich insbesondere mit dem mitgeteilten Angebot der Isabell Finance Vermögensverwaltungs GmbH sowie der Vorbereitung einer Stellungnahme des Aufsichtsrates zu diesem Angebot. Das Ausschussmitglied Dr. Axel Schweitzer nahm an den dieses Angebot betreffenden Sitzungen des Präsidiums zur Vermeidung von Interessenkollisionen nicht teil.

Der Prüfungsausschuss ist mit drei Mitgliedern des Aufsichtsrates besetzt. Der Ausschuss tagte im Berichtsjahr dreimal. Seine Tätigkeit richtete sich auf Fragen im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss, der Festlegung von Prüfungsschwerpunkten, der Weiterentwicklung des Risikomanagements, Anlegerschutz- und Insiderregelungen.

Der Personalausschuss besteht aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden, seinen beiden Stellvertretern und einem weiteren Aufsichtsratsmitglied. Seine Themen sind Vergütungs- und sonstige Personalangelegenheiten des Vorstandes.

Über die Arbeit der Ausschüsse wurde regelmäßig in den jeweils folgenden Sitzungen des Aufsichtsratsplenums berichtet.

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat erachtet den von der Regierungskommission erarbeiteten Deutschen Corporate Governance Kodex als wichtigen Schritt zur Weiterentwicklung der Praxis der Unternehmensführung und -kontrolle. Am 8. Dezember 2005 hat der Aufsichtsrat zusammen mit dem Vorstand die Entsprechenserklärung der INTERSEROH AG für das Jahr 2005 abgegeben. Diese Erklärung ist auch auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Weitere Einzelheiten zum Thema Corporate Governance finden sich im Abschnitt B.13 des Lageberichtes.

Entsprechend den Grundsätzen guter Corporate Governance und zur Vermeidung etwaiger Interessenkonflikte haben die Aufsichtsratsmitglieder Dr. Axel Schweitzer, Dr. Eric Schweitzer, Friedrich Merz und Dr. Wolfgang Bosch an Beratungen und Beschlussfassungen betreffend das Angebot der Isabell Finance Vermögensverwaltungs GmbH an alle Aktionäre der INTERSEROH AG nicht teilgenommen. Die Herren Dr. Axel Schweitzer und Dr. Eric Schweitzer sind mittelbar an der Isabell Finance Vermögensverwaltungs GmbH beteiligt. Die Herren Friedrich Merz und Dr. Wolfgang Bosch sind Rechtsanwälte und Partner in Anwaltssozietäten, die für die Isabell Finance Vermögensverwaltungs GmbH beratend tätig geworden sind. Weitere Einzelheiten über die Behandlung des Interessenkonflikts im Aufsichtsrat im Zusammenhang mit dem Übernahmeangebot der Isabell Finance Vermögensverwaltungs GmbH können der gemeinsamen Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 27 Abs. 1 WpÜG zu diesem Übernahmeangebot vom 17. Januar 2006 entnommen werden, die unter www.interseroh.de im Bereich Investor Relations, Übernahmeangebot, veröffentlicht ist.

Jahresabschluss

Die Hauptversammlung 2005 hat die KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin und Frankfurt am Main, als Abschlussprüfer gewählt. Die KPMG hat die Buchführung, den Jahresabschluss und den Lagebericht der INTERSEROH AG ebenso wie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Die Abschlussunterlagen und Berichte der KPMG wurden dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur Einsicht ausgehändigt. Der Abschlussprüfer hat sowohl an der entsprechenden Sitzung des Prüfungsausschusses als auch an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates teilgenommen. Er berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung, insbesondere hat er Erläuterungen

zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns abgegeben und dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung gestanden.

Auf Basis seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichtes und des Konzernlageberichtes stimmt der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu. Es haben sich keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt; der Jahresabschluss der IN-TERSEROH AG ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns an.

Veränderungen

Im Berichtszeitraum haben sich personelle Veränderungen im Vorstand der Gesellschaft ergeben. Herr Michael Mevissen ist zum 30. Juni 2005 aus dem Vorstand der INTERSEROH AG ausgeschieden. Herr Roland Stroese wurde mit Wirkung zum 8. Oktober 2005 als Vorstand der INTERSEROH AG bestellt.

Veränderungen gab es auch im Aufsichtsrat. Im Laufe des Jahres 2005 sind die Herren Norbert Rethmann, Dr. Walter Aden, Gotthard Graß, Christian Jeschonek, Andreas Seibert und Jürgen Tönsmeier ausgeschieden.

Neue Mitglieder im Aufsichtsrat sind die Herren Dr. Wolfgang Bosch, Joachim Edmund Hunold und Friedrich Merz. In der Aufsichtsratssitzung vom 31. März 2005 wurde Herr Dr. Axel Schweitzer zum neuen Vorsitzenden gewählt, die Herren Friedrich Carl Janssen und Hans-Jörg Vetter zu stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden. Herr Dr. Eric Schweitzer legte sein Mandat als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates nieder.

Der Aufsichtsrat dankt den ausgeschiedenen Mitgliedern für ihren wertvollen Einsatz sowie die konstruktive Begleitung des Unternehmens und des Vorstands. Ferner dankt der Aufsichtsrat dem Vorstand, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit.

Köln, im März 2006

Dr. Axel Schweitzer Vorsitzender des Aufsichtsrates

LAGEBERICHT DES INTERSEROH-KONZERNS ZUM GESCHÄFTSJAHR 2005

Der INTERSEROH-Konzern ist einer der führenden Dienstleistungs- und Rohstoffkonzerne in Europa. Als Dienstleister organisiert INTERSEROH Recyclingprozesse, als Versorger der Papier-, Stahl-, Kunststoff- und Holzwerkstoffindustrie sowie von Biomassekraftwerken liefert INTERSEROH mehr als fünf Millionen Tonnen Sekundärrohstoffe im Jahr. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in zwei Segmente untergliedert – Dienstleistung und Rohstoffhandel sowie Stahlund Metallrecycling.

A. RAHMENBEDINGUNGEN

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung: Exportweltmeister mit schwachem Konsum

Die Aufwärtsbewegung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2005 war mäßig und wurde wie im Vorjahr durch steigende Exporte getragen. Die Ausrüstungsinvestitionen legten ebenfalls zu.

Nach einem starken Start in das Berichtsjahr stagnierte die Konjunktur im zweiten Quartal, bevor sie im dritten und vierten Quartal moderat an Fahrt gewann. Während der hohe Ölpreis die Wirtschaft weniger stark bremste als vielfach befürchtet, hatte er dämpfende Auswirkungen auf den privaten Konsum. Die anhaltende Zurückhaltung der privaten Haushalte führte im ersten Halbjahr sogar zu leicht rückläufigen Ausgaben. Demgegenüber stieg das Geldvermögen der Deutschen auf eine Rekordhöhe von vier Billionen Euro. Die gestiegene Sparneigung resultiert aus der Angst, im Alter nicht über ein ausreichendes Einkommen zu verfügen sowie vor einem Verlust des Arbeitsplatzes.

Die Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt hat sich auch im vergangenen Jahr nicht verbessert. Der Rückgang der registrierten Arbeitslosigkeit ist überwiegend eine Folge der Vermittlung von "Ein-Euro-Jobs" sowie der kritischeren Überprüfung der Anspruchsberechtigung von Hilfeempfängern.

Für das laufende Geschäftjahr rechnen Experten mit einer Fortsetzung der moderaten wirtschaftlichen Aufwärtsbewegung, die wiederum vorwiegend vom Export getragen werde. Positiv für die deutsche Exportwirtschaft

bleibe insbesondere die Entwicklung in vielen Wachstumsmärkten wie Russland sowie der Handel mit den Beitrittsstaaten Osteuropas. Ein Plus bei den Investitionen in Ausrüstungen werde die Binnennachfrage leicht wachsen lassen. Grund dafür seien die positiven Absatzerwartungen auf den Auslandsmärkten und weiterhin günstige Finanzierungsbedingungen. Auch vom privaten Konsum wird ein Wachstumsimpuls erwartet. Dieser wird mit Vorzieheffekten wegen der für 2007 geplanten Erhöhung der Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte begründet. Die Ökonomen befürchten, dass schon kleinere Störungen von Außen die deutsche Wirtschaft in die Nähe der Stagnation zurückwerfen könnten. Sollten die Energiepreise kräftig anziehen, würde dies eine Gefahr für die Weltwirtschaft darstellen.

Die Entwicklung im INTERSEROH-Dienstleistungsgeschäft war trotz Konsumflaute und verschärftem Wettbewerb zufrieden stellend. Die Ausweitung der Vertriebsaktivitäten und die Einführung neuer Dienstleistungen ließen die von Herstellern angemeldeten Verpackungsmengen bei der ISD INTERSEROH Dienstleistungs GmbH steigen. Allerdings mussten deutliche Ergebniseinbußen bei der Verlängerung von Verträgen ab 2006 im Transportverpackungsrecycling hingenommen werden. Die Entwicklung des INTERSEROH-Dienstleistungsgeschäftes im Jahr 2005 ist in Kapitel B.2 beschrieben.

Die von INTERSEROH vermarkteten Papiermengen konnten bei im Durchschnitt stabilen Preisen auf Vorjahresniveau gehalten werden. Die gehandelten Kunststoffmengen wurden bei Preiserhöhungen von etwa 20 Prozent deutlich gesteigert. Die vermarkteten Altholzmengen erhöhten sich gegenüber 2004 leicht. Das Inkrafttreten der Technischen Anleitung Siedlungsabfall (TASi) zum 1. Juni 2005 hatte Auswirkungen auf die Preise für ausschließlich zur thermischen Verwertung geeignete Materialmengen. Nähere Angaben zur Lage an den Rohstoffmärkten sind dem Kapitel B.3 zu entnehmen.

Die vermarkteten Stahlschrottmengen bewegten sich deutlich unter Vorjahresniveau. Viele europäische Stahlwerke fuhren im ersten Halbjahr 2005 ihre Produktion zurück, um die Stahlpreise zu stützen. Die Stahlnachfrage war schwach, die Läger noch gut gefüllt. Die Preise für Stahlschrotte sanken von November 2004 bis Juni 2005 kontinuierlich, im Juli und August stiegen die Stahlschrottpreise. In den Folgemonaten waren dann bis Ende 2005 leichte Preisrückgänge zu verzeichnen. Die Preise für Nicht-Eisen-Metalle sanken leicht bis Mitte des Jahres, zogen ab Juli aber wieder an. Die von INTERSEROH vermarktete Menge an Altmetallen konnte gesteigert werden. In Abschnitt B.4 wird die Entwicklung des Geschäftsbereiches Stahl- und Metallrecycling dargestellt.

2. Neues Recht aus Brüssel und Berlin

Für die Geschäftstätigkeit des INTERSEROH-Konzerns ist eine Vielzahl rechtlicher Vorgaben aus Brüssel und Berlin relevant. Dabei hat es sowohl im abgelaufenen Geschäftsjahr als auch in den Jahren zuvor einige wichtige Neuerungen und Ergänzungen gegeben, deren Auswirkungen INTERSEROH frühzeitig in die Unternehmensstrategie integriert hat.

Verpackungsverordnung

Seit dem 1. Januar 2003 wird gemäß der Verpackungsverordnung von 1991 ein Pfand auf bestimmte Einweggetränkeverpackungen erhoben. Mit der seit dem 28. Mai 2005 geltenden Novelle sind die durch die großen Discounter errichteten so genannten Insellösungen bis Mai 2006 abzuschaffen. Praktisch bedeutet das: Wer beispielsweise PET-Einweggebinde verkauft, muss auch PET-Einweggebinde zurücknehmen, unabhängig davon, ob diese bei ihm gekauft wurden oder nicht. INTERSEROH hat ein bundesweites Rücknahmesystem eingerichtet und bietet seinen Kunden je nach deren Bedarf alle erforderlichen Dienstleistungsmodule an, beginnend mit dem Transport über das Zählen, Clearing und Interclearing bis hin zur Verwertung.

Die Novellierung stellte darüber hinaus wichtige Weichen für die Zukunft kompostierbarer Verpackungen: Bis zum 31. Dezember 2012 gilt für diese Verpackungen eine weitgehende Befreiung von den üblichen Rücknahme- und Verwertungspflichten.

Am 7. Januar 2006 trat die vierte Novelle der Verpackungsverordnung in Kraft. Sie macht die Entsorgung von Verkaufsverpackungen durch Selbstentsorger-Systeme transparenter. Die Pflicht von Herstellern und Vertreibern zur "Einrichtung geeigneter Erfassungs- und Verwertungsstrukturen" ist ein wichtiger Schritt zur Beendigung virtueller Systeme, die INTERSEROH

entschieden ablehnt. INTERSEROH nutzt seit dem Start seiner Selbstentsorger-Lösung korrespondierende Anfallstellen und fordert die Festschreibung und Überwachung garantierter Qualität in der Selbstentsorgung durch ein Gütesiegel und ein konsequentes Vorgehen gegen den Missbrauch der Systeme durch Trittbrettfahrer.

Die wesentlichen rechtlichen Grundlagen für Aufbau und Wettbewerb alternativer dualer Systeme in Deutschland wurden im Jahr 2001 gestellt: Sammelbehälter und sonstige Einrichtungen zum Sammeln und Sortieren haushaltsnah anfallender Verkaufsverpackungen müssen für Wettbewerber der Duales System Deutschland AG (DSD) offen sein (EU-Kommission). Ausschließlichkeitsvereinbarungen mit Entsorgern wurden dem DSD untersagt.

Die Aktivitäten von INTERSEROH im Hinblick auf das Einwegpfand, zur Rückführung von Verkaufsverpackungen und kompostierbaren Verpackungen sind unter B.2 beschrieben.

Elektrogesetz

Ab dem 24. März 2006 gilt die Rücknahmeverpflichtung der Hersteller für Elektro(nik)-Altgeräte. Bis zum 23. November 2005 hatten sich Hersteller und Importeure von Elektro- und Elektronikgeräten bei der Stiftung Elektro-Altgeräte-Register (EAR) registrieren zu lassen, wenn sie künftig ihre Geräte in den Markt bringen wollen. Die Verbraucher werden verpflichtet, ihre Altgeräte bei den Kommunen in die getrennte Erfassung zu geben. Den Herstellern und Importeuren obliegt die Verantwortung für Logistik, Sortierung, Demontage und Recycling der Altgeräte. Die Aufgabe können sie einem Dritten – wie INTERSEROH – übertragen.

Die INTERSEROH-Aktivitäten werden unter B.2 beschrieben.

Technische Anleitung Siedlungsabfall (TASi)

Durch das Inkrafttreten der TASi am 1. Juni 2005 und das daraus folgende Deponierungsverbot unbehandelter, biologisch abbaubarer Siedlungsabfälle stiegen einerseits die Anforderungen an die Aufbereitung der Schredderleichtfraktion auf den INTERSEROH-Schrottplätzen. Andererseits erhöhte sich das Altholzaufkommen zur thermischen Verwertung in manchen Regionen Deutschlands.

Die INTERSEROH-Geschäftsentwicklung im Altholzmarkt im Jahr 2005 ist im Abschnitt B.3 dargestellt. Die INTERSEROH-Aktivitäten im Bereich Stahl- und Metallrecycling sind in Abschnitt B.4 beschrieben.

Altfahrzeuggesetz

Das zum 1. Juli 2002 in Kraft getretene Altautogesetz gibt Letzthaltern das Recht, ihre schrottreifen Pkw und leichten Nutzfahrzeuge kostenlos an den Hersteller oder Importeur zurück zu geben. Doch die damit festgelegte Verpflichtung zur Rücknahme läuft praktisch ins Leere: Ein großer Teil der in Deutschland abgemeldeten Kraftfahrzeuge wird außer Landes gebracht. Zu dieser Entwicklung tragen zwei maßgebliche Faktoren bei: einerseits die große Nachfrage der neuen EU-Mitgliedsstaaten Osteuropas auch nach sehr alten Gebrauchtfahrzeugen, andererseits die für Deutschland negativen Wettbewerbsverzerrungen aufgrund der nicht harmonisierten Deponiegesetzgebung innerhalb Europas. So ist es zum Beispiel für niederländische Stahlrecyclingunternehmen attraktiv, Karossen in Deutschland aufzukaufen, da in den Niederlanden die Shredderleichtfraktion weiterhin kostengünstig deponiert werden darf, während die deutsche TASi (s.o.) dies ausschließt.

1. Mit Umsatz und Ergebnis zufrieden

Trotz schleppender Konjunktur und rückläufiger Stahlschrottnachfrage hat INTERSEROH im Geschäftsjahr 2005 zufrieden stellende Zahlen erwirtschaftet. Der konsolidierte Konzernumsatz betrug 946,91 Mio. Euro (Vj.: 1.040,15 Mio. Euro). Das EBT1 belief sich auf 29,85 Mio. Euro (Vj.: 44,73 Mio. Euro), das EBIT2 auf 32,73 Mio. Euro (Vj.: 49,06 Mio. Euro).

Den höchsten Anteil am konsolidierten Umsatz trug abermals der Geschäftsbereich Stahl- und Metallrecycling. Er belief sich in diesem Segment auf 698,16 Mio. Euro (Vj.: 810,49 Mio. Euro). Sein Anteil am Konzernumsatz: 73,73 Prozent. Das EBT betrug 11,88 Mio. Euro (Vj.: 25,00 Mio. Euro), das EBIT 16,01 Mio. Euro (Vj.: 29,93 Mio. Euro).

Der konsolidierte Umsatz im Geschäftsbereich Dienstleistung und Rohstoffhandel konnte von 229,66 Mio. Euro auf 248,75 Mio. Euro gesteigert werden. Der Umsatzanteil des Unternehmenssegments Dienstleistung und Rohstoffhandel liegt bei 26,27 Prozent. Das EBT betrug 20,92 Mio. Euro (Vj.: 27,81 Mio. Euro), das EBIT 19,93 Mio. Euro (Vj.: 27,37 Mio. Euro).

Der Konzernjahresüberschuss beträgt 18,97 Mio. Euro (Vj.: 29,6 Mio. Euro).

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte im Berichtsjahr erstmalig nach den International Financial Reporting Standards (IFRS). Die Vorjahresvergleichszahlen wurden ebenfalls nach den IFRS ermittelt.

Umsatzentwicklung seit 1995 in Mio. Euro

1 EBT: earnings before taxes, dt.: Ergebnis vor Ertragsteuern

2 EBIT: earnings before interest and taxes, dt.: Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern

Umsatzentwicklung im
INTERSEROH-Konzern in Mio. Euro Veränderung
Umsatz gegenüber dem
Vorjahr
2000 394,7 39,2 %
2001 369,5 -6,4 %
2002 654,2 77,0 %
2003 736,7 12,6 %
2004 1.040,2 41,2 %
2005 946,9 -9,0 %
Umsatzentwicklung Dienstleistung
und Rohstoffhandel in Mio. Euro Veränderung
Umsatz gegenüber dem
Vorjahr
2000 269,2 44,2 %
2001 211,1 -21,6 %
2002 235,6 11,6 %
2003 226,2 -4,0 %
2004 229,7 1,5 %
2005 248,7 8,3 %
Umsatzentwicklung Stahl- und
Metallrecycling in Mio. Euro Veränderung
Umsatz gegenüber dem
Vorjahr
2000 125,5 29,5 %
2001 158,4 26,2 %
2002 418,6 164,3 %
2003 510,5 22,0 %
2004 810,5 58,8 %
2005 698,2 -13,9 %

2. Dienstleistungsgeschäft ausgeweitet; Verpackungsmengen erhöht

Das Dienstleistungsgeschäft von INTERSEROH entwickelte sich insgesamt zufrieden stellend.

Transportverpackungen

INTERSEROH organisiert und koordiniert für seine Vertragspartner aus der Industrie die Rücknahme von Transportverpackungen: Sammlung, Transport, Sortierung und Verwertung. Die angemeldeten Mengen im Transportverpackungsrecycling konnten gesteigert werden. Gründe dafür sind die Akquisition neuer Kunden in den klassischen Branchen und die in den letzten Jahren entwickelten und erfolgreich im Markt platzierten Dienstleistungen für neue Kundengruppen. Hierzu zählen beispielsweise die Sport- und Fitnessindustrie,

Entwicklung der Verträge im Transportverpackungsrecycling1) seit 2000

1) seit 2002 inkl. der Verträge mit Selbstentsorgern, seit 2005 zusätzlich inkl. der Verträge Duales System INTERSEROH die Heimtierbranche sowie die Spielwarenindustrie oder auch die Baby- und Kinderausstatter. Die Umsätze wurden trotz des verschärften Wettbewerbs und der anhaltenden konjunkturellen Probleme einiger Branchen, für die INTERSEROH seit Jahren diese Dienstleistung durchführt, gehalten. Allerdings mussten Ergebniseinbußen bei der Verlängerung von Verträgen ab 2006 aufgrund des starken Wettbewerbs im Dienstleistungssektor hingenommen werden.

Verkaufsverpackungen im gewerblichen Bereich

Die INTERSEROH Selbstentsorger-Lösung lässt sich überall dort einsetzen, wo im gewerblichen Bereich entleerte Verkaufsverpackungen anfallen. Sie stellt eine kostengünstige und rechtssichere Lösung für die Erfassung und Verwertung von quotenpflichtigen Verkaufsverpackungen dar. Alle Mitglieder der INTERSEROH Selbstentsorger-Gemeinschaft erhalten die gesetzlich geforderten Nachweise über die verordnungskonforme Verwertung ihrer Verpackungen. Der dazu erforderliche Mengenstromnachweis wird von einem öffentlich bestellten, unabhängigen Gutachter nach den Vorgaben der Länderarbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) zertifiziert und beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hinterlegt. Die INTERSEROH Selbstentsorger-Gemeinschaft basiert auf einem System, bei dem an korrespondierenden, also branchenspezifischen Anfallstellen Verpackungsmaterialien abgeholt werden. Diese Materialien werden sortiert oder sortenrein erfasst und in zertifizierten Anlagen entsprechend der behördlichen Vorgaben verwertet. Das INTERSEROH Selbstentsorger-System zur Erfassung und Verwertung von Verkaufsverpackungen im gewerblichen Bereich erfreute sich auch im Berichtsjahr zunehmender Beliebtheit, sowohl in den klassischen Branchen als auch bei neuen Kundengruppen – zum Beispiel aus dem Food-Bereich –, für die INTERSEROH in den letzten Jahren maßgeschneiderte Lösungen entwickelt und erfolgreich am Markt platziert hat.

Haushaltsnah erfasste Verkaufsverpackungen

Das Duale System INTERSEROH zur Erfassung und Verwertung haushaltsnah anfallender Verkaufsverpackungen hat im Berichtsjahr im Saarland, in Berlin, Nordrhein-Westfalen, Niedersachen, Bremen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt die für das operative Geschäft notwendigen Feststellungen durch die zuständigen Umweltministerien erhalten. Mit den bereits 2004 erteilten Zulassungen in Hamburg und Bayern erreicht das Duale System INTERSEROH per 31. Dezember 2005 61 Prozent der deutschen Bevölkerung. Alle noch ausstehenden Anträge wurden bis Ende 2005 gestellt. Die neue INTERSEROH-Dienstleistung trifft auf großes Interesse bei den Inverkehrbringern von Verkaufsverpackungen. Erste Verträge wurden noch in 2005 geschlossen. Der starke Wettbewerb übt insbesondere in diesem Bereich Druck auf die Margen aus.

Verwertungsmanagement

Im Bereich Verwertungsmanagement ist eine stabile Entwicklung bei moderatem Wachstum zu verzeichnen. In diesem Bereich werden mit Handels- und Gastronomieunternehmen, Mineralölgesellschaften, Freizeitparks, Krankenhäusern und Bahnhöfen Full-Service-Verträge für bundesweite oder überregionale Dienstleistungen geschlossen. INTERSEROH organisiert das Recycling aller anfallenden Abfälle und bereitet die Daten über Mengen und Kosten standortbezogen auf. Im Rahmen dieser Dienstleistung übernimmt INTERSEROH seit Einführung des Pflichtpfandes für die Insellösungen im Handel die Logistik und Verwertung, beispielsweise das Erfassen von PET-Einwegverpackungen sowie die damit verbundene Nachweisführung für den Verwertungsweg.

Einwegpfand

INTERSEROH hat das Pfandsystem Westpfand komplett übernommen, das heißt die Westpfand Clearing GmbH und die Deutsche Pfand-Konzept GmbH. Mit der Komplettübernahme firmiert das Pfandsystem als "INTERSEROH Pfand-System GmbH" und ist Tochtergesellschaft der ISD INTERSEROH Dienstleistungs GmbH. Als "Vollsortimenter" will INTERSEROH alle Module der mit der Abschaffung der so genannten Insellösungen ab Mai 2006 erforderlichen Dienstleistungen anbieten.

Elektro(nik)altgeräte

Auf der Basis der Erfahrungen in der Organisation, der Sammlung und Rückführung von Altprodukten für die Unternehmen verschiedenster Branchen hat INTERSEROH Dienstleistungen für die Erfassung und Verwertung von Elektro(nik)-Altgeräten entwickelt und die Hersteller bis Februar 2005 regelmäßig zu Informationsveranstaltungen eingeladen. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit zur Diskussion mit namhaften Referenten aus Politik, Industrie und Handel. Darüber hinaus stellte INTERSEROH sein umfassendes Lösungspaket für die Rücknahme und Entsorgung von Altgeräten vor, welches je nach Bedarf des Kunden in Anspruch genommen werden kann: Nachweisführung, Logistik, Aufbereitung und Vermarktung. Mit individueller Beratung hat INTERSEROH seine Kompetenz in allen Fragen rund um das Elektron(nik)-Altgeräte-Recycling unter Beweis gestellt und eine Reihe von Elektro(nik)geräte-Herstellern überzeugt, ihre Geräte bei INTERSEROH anzumelden. Mit dem "INTERSEROH Garantiemodell für Elektro- und Elektronikaltgeräte" hat die Stiftung Elektro-Altgeräte-Register (EAR) das erste Garantiemodell eines unabhängigen Dienstleisters für die Rücknahme und das Recycling von Elektro- und Elektronik-Schrott anerkannt. Das System bietet Herstellern und Importeuren aus allen Sparten der Elektro- und Elektronikbranche eine

unkomplizierte Lösung, ihre gesetzlichen Pflichten zu erfüllen und die Rücknahme und Entsorgung der Geräte auch noch in vielen Jahren sicherzustellen. INTERSEROH übernimmt die gesetzlich erforderliche Treuhänderschaft und bietet so Garantiegestellung und Full-Service bei Entsorgung und Verwertung aus einer Hand.

Mit dem bewährten Transportverpackungsrecycling, dem Selbstentsorger-System, dem Dualen System INTERSEROH sowie den Dienstleistungen für das Produktrecycling bietet INTERSEROH die gesamte Dienstleistungspalette für die vom Gesetz verpflichteten Hersteller, Importeure und Händler an.

Nischengeschäfte und Kleinmengenlogistik

Das Repasacksystem zur Rückführung und Verwertung gebrauchter Kraftpapiersäcke verzeichnete geringere Vertragsmengen als im Vorjahr. Grund dafür war die schleppende Binnenkonjunktur. Die Vertragsmengen der ISD INTERSEROH Dienstleistungs GmbH bei Kraftpapiersäcken waren ebenfalls rückläufig.

Das Schul- und Kindergartenprojekt "Meike – der Sammeldrache" der ISD-Niederlassung "Die Grüne Umwelt-Box" war auch 2005 erfolgreich. Die Anzahl der teilnehmenden Schulen beläuft sich auf mehr als 11.300 (Vj.: 10.000), die der Kindergärten auf über 2.800 (Vj.: 3.000). Die Zahl der Sponsoringpartner stieg auf über 5.000 (Vj.: 3.300).

Mit der Verpackungsnovelle vom 28. Mai 2005 wurden die Hindernisse für die Markteinführung kompostierbarer Verpackungen in Deutschland beseitigt. Hersteller und Inverkehrbringer dieser innovativen Verpackungen müssen bis zum 31. Dezember 2012 lediglich nachweisen, "dass ein möglichst hoher Anteil der Verpackungen einer Verwertung zugeführt wird". Experten rechnen nun auch in Deutschland mit einem starken Wachstum dieser Verpackungen. In den europäischen Nachbarländern konnte in den vergangenen zwei Jahren ein Plus von 30 bis 50 Prozent konstatiert werden. Ende August gründeten Hersteller und Anwender kompostierbarer Verpackungen einen Beirat bei INTERSEROH, der die weitere Entwicklung und Umsetzung des Verwertungssystems begleitet. Seit dem Sommer 2005 sind Obst und Gemüse in kompostierbaren Verpackungen im Sortiment mehrerer großer deutscher Supermarktketten gelistet. Für die qualifizierte Begleitung der Markteinführung und die Kommunikation über die Verwertung sind Verträge zwischen den Anwendern und INTERSEROH geschlossen worden.

Aufgrund der Marktveränderungen, vor allem der international stark gewachsenen Rohstoffnachfrage und der verstärkten Konzentrationstendenzen auf der Verwerterseite, orientiert sich INTERSEROH mit seinen klassischen Kompetenzen zunehmend auf den Rohstoffhandel. Daher erfolgen Koordination und Führung der konzernweiten Handelsaktivitäten in Altpapier, Altholz und Kunststoff, ohne Stahl und Metall, seit dem 1. Juli 2005 in der ISR INTERSEROH Rohstoffe GmbH.

Preisentwicklung für Mischpapier 1.02 und Kaufhausaltpapier 1.04 (1980–2005 in Euro) 100 kg

Die Situation an den Rohstoffmärkten gestaltete sich wie folgt:

Altpapier

Der Aufbau neuer Produktionskapazitäten in Südostasien und eine anhaltend hohe Nachfrage in Deutschland sorgten für im Durchschnitt stabile Altpapierpreise. Im einzelnen: Die Altpapierpreise in Deutschland stiegen von Februar bis Mai 2005 stark an, sanken in den Sommermonaten Juni und Juli und bewegten sich von August bis November seitwärts. Im Dezember sanken die Altpapierpreise erneut. Die Entwicklung der Altpapierpreise in Südostasien verlief analog, allerdings aufgrund der neu aufgebauten Produktionskapazitäten deutlich über dem Niveau der deutschen Preise. In Frankreich tendierten die Papierpreise aufgrund des intensiven Wettbewerbs eher schwach.

Trotz verschärfter Konkurrenz um freie Altpapiermengen betrug die vermarktete Tonnage der ISR 504.300 Tonnen (Vj.: 446.650 Tonnen).

Die französische Tochter INTERSEROH CDI S.A.S. wurde umfirmiert in INTERSEROH France S.A.S. Ihre Situation hat sich aufgrund der im Geschäftsjahr 2004 durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen weiter verbessert. Trotz des intensiven Wettbewerbs, insbesondere beim höherwertigen Druckereialtpapieraufkommen, konnten die Marktanteile behauptet, in einigen Regionen sogar ausgebaut werden. Dies ermöglichte die erfolgreiche Akquisition neuer Großkunden. In Straßburg errichtete INTERSEROH France einen neuen Standort. Die gehandelte Tonnage belief sich insgesamt auf knapp 507.000 Tonnen (Vj.: 560.000 Tonnen). Der Rückgang der Tonnage ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die Veräußerung des Standortes Pierrefitte.

INTERSEROH hat die belgischen Papieraktivitäten aufgegeben. Die Padec S.A. wurde geschlossen, die s.a. Emile Sanglier veräußert. Ein Teil des Geschäftes der Padec S.A. wurde auf die INTERSEROH France übertragen. Die vorgenommenen Umstrukturierungen in Management und Vertrieb führten nicht zu der geforderten nachhaltigen Ertragskraft.

INTERSEROH ist Marktführer bei der Sammlung und Verwertung gebrauchter Kraftpapiersäcke. Die Repasack GmbH konnte die vermarktete Tonnage gebrauchter Kraftpapiersäcke auf dem Niveau des Vorjahres halten. Die gleiche Entwicklung verzeichnete die ISD INTERSEROH Dienstleistungs GmbH.

Alt- und Restholz

Nach einem leichten, auch witterungsbedingten Rückgang der Annahmepreise bei der Beschaffung des Altholz' stiegen diese nach dem 1. Juni 2005 wieder deutlich an. Die Verkaufspreise von Altholz für die thermische Verwertung sanken. Grund für die beschriebene Entwicklung ist das durch die TASi vorgeschriebene Deponierungsverbot unbehandelter organischer Stoffe. Bei den zur stofflichen Verwertung geeigneten Qualitäten fanden Preisanpassungen nur in geringem Maß statt.

INTERSEROH konnte im Berichtsjahr sowohl die Handelsmengen als auch die in den Holzkontoren anfallenden Mengen gegenüber 2004 leicht steigern. Der Handel mit Altholz und weiteren Sorten von Biomasse wurde auf Dänemark und Polen ausgeweitet.

Aufgrund der immer noch steigenden Bedeutung von Altholz hat INTERSEROH 2005 wichtige Investitionen getätigt:

Im INTERSEROH Holzkontor Bückeburg wurde die Verarbeitungskapazität durch die Anschaffung einer neuen Vorzerkleinerungsanlage deutlich erhöht. Zur Belieferung des Biomasseheizkraftwerkes Lünen hat INTERSEROH das Holzkontor NRW ausgebaut. Die Belieferung des Kraftwerkes ist ab dem zweiten Quartal 2006 geplant. Ein Bahn-Logistiksystem für Altholz mit Waggongruppen zwischen Frankreich und Deutschland wurde installiert.

Kunststoffe

Steigende Preise mit einem Plus von insgesamt 20 Prozent kennzeichneten das abgelaufene Geschäftsjahr. Ende des Jahres kam es zu einem deutlichen Preisabschwung. Die vermarkteten Kunststoffmengen konnten deutlich gesteigert werden, die Marktposition wurde gefestigt. Die internationalen Handelsaktivitäten wurden ausgebaut.

Die Binnenkonjunktur hatte keine gravierenden Auswirkungen auf die vermarkteten EPS-Mengen (Styropor). Sie konnten auf Vorjahresniveau gehalten werden. Die Preise für diesen Rohstoff entwickelten sich wie für Kunststoff. Erhöhte Transportaufwendungen durch die Maut konnten vollständig kompensiert werden.

Die INTERSEROH Kunststoffaufbereitung GmbH in Aschersleben hat die in den Betrieb gesetzten Erwartungen erfüllt und befindet sich auf Wachstumskurs. Hier werden aus EPS Regranulate hergestellt und anschließend vermarktet. Aschersleben liegt am Schnittpunkt der wichtigen Industrieregionen Halle/Leipzig, Magdeburg, Bitterfeld und Berlin und bietet damit erhebliche Logistikvorteile.

4. Stahl- und Metallrecycling: Mengenreduzierung aufgrund rückläufiger Rohstahlproduktion

Die extreme Volatilität der Stahlschrottpreise kennzeichnete auch das Berichtsjahr 2005. Nach wahren Höhenflügen der Preise bis Oktober 2004 setzte sich der Rückgang der Stahlschrottpreise von Ende 2004 bis Juni 2005 fort. Viele europäische Stahlwerke hatten ihre Produktion zurückgefahren, um die Stahlpreise zu stützen. Die Stahlnachfrage schwächelte, die Läger waren noch gut gefüllt. Einhergehend mit dieser Nachfrageverringerung war das Stahlschrottangebot, insbesondere aus Russland und der Ukraine, noch recht hoch. Im Juli und August stiegen die Stahlschrottpreise. In den Folgemonaten waren dann bis Ende 2005 leichte Preisrückgänge zu verzeichnen.

Preisentwicklung der Schrottsorte 21) (1977 bis 2005 in Euro/t)

■ Durchnittlicher Jahreswert

1) Neuschrott mind. 3 mm Stärke frei Werk

Die reduzierte Stahlschrottnachfrage verminderte auch die vermarktete Tonnage von INTERSEROH. Aufgrund der Preisrückgänge wurde dabei das vergleichsweise margenschwache Streckengeschäft zugunsten des margenstärkeren Lagergeschäftes reduziert. Streckengeschäfte mit zu geringen Margen wurden ganz aufgegeben.

Aufgrund der starken Nachfrage auch nach älteren Gebrauchtfahrzeugen und der uneinheitlichen Deponiegesetzgebung innerhalb Europas (siehe auch Abschnitt 1. B) ist das Karosserieaufkommen in Deutschland gesunken. Dennoch sind die INTERSEROH-Aufbereitungskapazitäten im Wesentlichen ausgelastet. Die Standorte wurden durch umfangreiche Investitionen in die Schreddertechnologie modernisiert, um den Anforderungen der Technischen Anleitung Siedlungsabfall nachzukommen. So haben beispielsweise die INTERSEROH Jade-Stahl in Wilhelmshaven und die INTERSEROH MAB Rostock in neue Nicht-Eisen- beziehungsweise Schredderleichtfraktion-Separationsanlagen investiert. Bei INTERSEROH Evert Heeren in Leer wurde eine neue Feinstaub-Filteranlage installiert.

Die vermarktete Tonnage an Nicht-Eisen-Metallen konnte gesteigert werden.

Den erfolgten Konzentrationstendenzen auf der Abnehmerseite entsprechend, hat der INTERSEROH-Konzern seine Marktposition und damit Wettbewerbsfähigkeit im Segment Stahl- und Metallrecycling weiter ausgebaut:

Erworben wurde im Rahmen eines Asset Deals die Firma "Franz Jungnickel" in Marktredwitz / Bayern, die neben Stahl- und Metallschrott auch Papier und Kunststoff recycelt. Sie ist aufgegangen in der INTERSEROH Franken Rohstoff GmbH, Sennfeld.

Ebenfalls im Rahmen eines Asset Deals wurden mit Wirkung zum 1. Juni 2005 die Aktivitäten der Firma "Serog H. Suhrbier GmbH" im saarländischen Bous erworben. Sie wird künftig unter INTERSEROH Serog GmbH firmieren.

Durch die beiden Akquisitionen wurde die Flächenabdeckung zur Erfassung und Verarbeitung der Materialien weiter verbessert. INTERSEROH liegt im Ranking der Schrottaufbereiter in Deutschland an zweiter Stelle.

Zum 1. Juli 2005 erwarb INTERSEROH zudem eine 70-prozentige Beteiligung an der RHS Rohstoff Handel GmbH, Stuttgart. Die Aktivitäten im Handel von NE-Metallen werden damit weiter gestärkt.

Durch diese drei Akquisitionen wurden insgesamt knapp 150.000 Jahrestonnen Stahl- und Metallschrott in den Konzern eingebracht.

Zum Ende des Berichtsjahres begannen die Maßnahmen zum Umzug der Tochtergesellschaft INTERSEROH Hetzel GmbH von Heidelberg in den Mannheimer Hafen. Der Umzug soll im Herbst 2006 abgeschlossen sein. Hetzel wird dann eine der modernsten Recyclinganlagen Deutschlands betreiben.

Aufgrund der starken Nachfrage Osteuropas nach Altautos sowie einer Verlagerung arbeitsintensiver Produktionen in diese Länder fallen nun dort verstärkt Stahlschrotte an. Die Strategie von INTERSEROH sieht daher unter anderem vor, in diesen Ländern verstärkt präsent zu sein. Die polnische Beteiligung TOM, Szczecin, hat ihre Präsenz mit vier zusätzlichen Plätzen weiter ausgebaut. TOM ist mit nunmehr zehn Standorten Marktführer in Westpolen. In Sankt Petersburg, Russland, wurde Ende 2005 eine neue Gesellschaft gegründet.

Sekundärrohstoffe 2004/2005
inklusive Stahl- und Metallrecyling
2004 2005
Gesamtmenge in t Gesamtmenge in t
Altpapier 1.119.400 1.104.900
Altholz 635.400 649.700
Kunststoffe 106.100 123.900
Kraftpapiersäcke 14.800 15.800
Metallschrott 109.400 134.600
Stahlschrott 3.650.700 3.127.600
Verbunde 49.600 27.900
sonstige Sekundärrohstoffe 16.700 14.100

5. Investitionen gestiegen

Die laufenden Investitionen des Geschäftsjahres betragen 28,07 Mio. Euro (Vj.: 13,64 Mio. Euro) und betreffen mit 21,91 Mio. Euro (Vj.: 12,29 Mio. Euro) im Wesentlichen Zugänge im Bereich der Sachanlagen, hier insbesondere Grundstücke und Bauten mit 4,34 Mio. Euro und technische Anlagen und Maschinen mit 4,95 Mio. Euro sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 4,66 Mio. Euro. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau in Höhe von 7,97 Mio. Euro betreffen vornehmlich den Umbau mehrerer Standorte und die Errichtung von maschinellen Großanlagen.

Die Zugänge im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände von insgesamt 3,84 Mio. Euro betreffen vor allem die bis zum Bilanzstichtag aufgelaufenen Kosten für konzernweit einzuführende Software in Höhe von 1,57 Mio. Euro sowie Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 1,55 Mio. Euro.

Die Zugänge bei den At-Equity-Beteiligungen mit 0,2 Mio. Euro resultieren aus der Umwandlung eines Gesellschafterdarlehens in Eigenkapital.

Die Investitionen im Bereich der langfristigen finanziellen Vermögenswerte belaufen sich im Berichtsjahr auf 2,12 Mio. Euro. Darin abgebildet ist mit 0,95 Mio. Euro der Anteil eines zum 31. Dezember 2005 noch nicht konsolidierten Konzernunternehmens. Des Weiteren handelt es sich um Zugänge im Bereich der Ausleihungen an nicht konsolidierte verbundene Unternehmen und assoziierte Unternehmen sowie an konzernfremde Dritte in Höhe von insgesamt 1,01 Mio. Euro.

Auf das Segment Dienstleistungen und Rohstoffhandel entfallen von den laufenden Investitionen 14,19 Mio. Euro. Die Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von 1,94 Mio. Euro betreffen primär die Implementierung neuer Software, für die 2005 Anzahlungen in Höhe von 1,36 Mio. Euro geleistet wurden. In das Sachanlagevermögen wurden 10,44 Mio. Euro investiert. Diese Zugänge im Bereich des Sachanlagevermögens entfallen im Wesentlichen auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau mit 5,47 Mio. Euro, davon 4,89 Mio. Euro für den Umbau eines Standortes der INTERSEROH Holzkontor NRW und auf technische Anlagen und Maschinen sowie auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 3,08 Mio. Euro beziehungsweise 1,84 Mio. Euro.

Die Zugänge im Bereich der langfristigen finanziellen Vermögenswerte in Höhe von 1,80 Mio. Euro betreffen insbesondere mit 0,95 Mio. Euro den Erwerb der Anteile eines 2005 nicht konsolidierten Tochterunternehmens sowie mit 0,40 Mio. Euro Ausleihungen an nicht konsolidierte verbundene Unternehmen und mit 0,38 Mio. Euro Ausleihungen an konzernfremde Dritte.

Auf das Segment Stahl- und Metallrecycling entfallen von den laufenden Investitionen 13,88 Mio. Euro. Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 1,81 Mio. Euro betreffen insbesondere mit 1,47 Mio. Euro Geschäfts- und Firmenwerte aus Akquisitionen von drei Metallrecycling-Betrieben und Kosten für die Implementierung neuer Software mit 0,21 Mio. Euro. In Sachanlagen wurden 11,47 Mio. Euro investiert, davon 4,29 Mio. Euro in Grundstücke und Bauten und 1,86 Mio. Euro in technische Anlagen und Maschinen sowie 2,82 Mio. Euro in andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau von insgesamt 2,50 Mio. Euro betreffen vor allem zwei Schrottscheren und eine Recyclinganlage.

Die Zugänge im Bereich der langfristigen finanziellen Vermögenswerte in Höhe von 0,40 Mio. Euro betreffen insbesondere Ausleihungen an assoziierte Unternehmen mit 0,23 Mio. Euro.

6. Finanzierungsmaßnahmen: Nettoverschuldung verringert

Der überwiegende Teil des laufenden Zahlungsverkehrs sowie der Kontokorrentsalden ist für den Bereich wesentlicher inländischer INTERSEROH-Gesellschaften auf drei europaweit tätige Banken konzentriert. Die entsprechenden Konten sind in ein Cash-Pooling einbezogen. Die ehemaligen Hansa-Gesellschaften befinden sich in einem eigenen Cash-Pooling, das über die gleichen Banken abgewickelt wird wie bei der INTERSEROH AG. Die Besicherung der Linieninanspruchnahme im Rahmen des Cash-Poolings erfolgt durch die INTERSEROH AG.

Im Berichtsjahr sanken die Bankverbindlichkeiten um insgesamt 8,26 Mio. Euro auf 33,85 Mio. Euro und die liquiden Mittel von 31,23 Mio. Euro auf 29,48 Mio. Euro. Insgesamt hat sich damit im Konzern die Nettoverschuldung gegenüber Banken um 6,51 Mio. Euro verringert.

Bei einem Eigenkapital von 118,44 Mio. Euro beträgt die Konzern-Eigenkapitalquote 37,28 Prozent. Diese Kapitalausstattung ist eine sehr solide Grundlage für die unternehmerische Weiterentwicklung von INTERSEROH. Zukünftige Investitionen werden dabei – soweit möglich – aus eigenen Mitteln finanziert.

7. Personal- und Sozialbereich: Qualifizierungsmaßnahmen verbessert

Mitarbeiterzahl gestiegen

Die Zahl der Beschäftigten im Konzern belief sich im Jahresdurchschnitt auf 1.301 (Vj.: 1.254).

Im Geschäftsbereich Dienstleistungen und Rohstoffhandel waren im Durchschnitt 593 (Vj.: 572) Mitarbeiter beschäftigt. Die Zahl der Angestellten betrug 400 (Vj.: 370), die der gewerblichen Arbeitnehmer 193 (Vj.: 202).

Die Zahl der Beschäftigten im Unternehmenssegment Stahl- und Metallrecycling im Geschäftsjahr belief sich auf durchschnittlich 707 Mitarbeiter (Vj.: 682), davon waren 246 (Vj.: 246) Angestellte und 461 (Vj.: 436) gewerbliche Arbeitnehmer.

Mitarbeiterentwicklung im Konzern (Zahl der Beschäftigten)

INTERSEROH hat im Berichtsjahr ein neues Personalentwicklungskonzept eingeführt. Als Basis des Konzepts dient ein Modell, mit dessen Hilfe notwendige Kompetenzen definiert und vorhandene Kompetenzen ermittelt werden. In diesem Zusammenhang hat INTERSEROH das Beurteilungssystem einer gründlichen Überarbeitung unterzogen. Anschließend erfolgte die Entwicklung von Weiterbildungsplänen. Mittels dieser Pläne soll die Entwicklung der Führungskräfte und Führungsnachwuchskräfte individuell unterstützt werden, um bestehende und zukünftige Aufgaben noch kompetenter lösen zu können. Die Qualifizierungsprogramme der einzelnen Tochtergesellschaften des INTERSEROH-Konzerns sind entsprechend angepasst worden.

Auch 2005 wurden EDV- und andere Fachseminare sowie fachübergreifende Schulungen wie Persönlichkeits- und Verhaltenstrainings angeboten. Interne Stellenangebote werden auf Konzernebene ausgeschrieben. Mit dieser Maßnahme bietet INTERSEROH eine zusätzliche Förderung der Weiterentwicklungsmöglichkeiten der Mitarbeiter.

Neues Zielvereinbarungssystem entwickelt

Zur Unterstützung der persönlichen Leistungssteigerung der INTERSEROH-Mitarbeiter werden im vierten Quartal eines Geschäftsjahres für das Folgejahr individuelle Ziele festgelegt. In einem Pilotprojekt hat der Konzern ein vereinfachtes Zielvereinbarungssystem entwickelt, das allen Konzerngesellschaften zur Verfügung steht.

Klare Informationen von Anfang an

Um neuen Mitarbeitern einen schnellen Überblick über den wachsenden Gesamtkonzern zu ermöglichen, ist eine Konzerninformation entwickelt worden, die effizient die Aktivitäten der einzelnen Konzerntöchter vorstellt. Sie dient der Transparenz und fördert die gesellschaftsübergreifende Zusammenarbeit. Die Konzerninformation ist aufgrund der wachsenden Geschäftsfelder kein statisches Instrument, sondern wird laufend aktualisiert.

Betriebliche Altersvorsorge wird unterstützt

Die Analyse der persönlichen Einkommens- und Lebenssituation ist ein wichtiger Baustein bei der Suche nach geeigneten Altersvorsorgemöglichkeiten. Der INTERSEROH-Konzern hat seinen Mitarbeitern eine solche Analyse durch qualifizierte Beratungsunternehmen ermöglicht. Die ausgewählten Versicherungsprodukte werden mit einem Arbeitgeberzuschuss von 10 Prozent unterstützt. Rund 20 Prozent der Belegschaft hat von diesem Angebot bereits Gebrauch gemacht.

INTERSEROH zum dritten Mal bei Top Job prämiert

Die ISD INTERSEROH Dienstleistungs GmbH hat zum dritten Mal an dem Projekt Top Job teilgenommen. Bei diesem Wettbewerb werden ein Mal jährlich die besten Arbeitgeber Deutschlands ermittelt. INTERSEROH zählt zum dritten Mal in Folge zu diesen Arbeitgebern.

Soziales Engagement fortgeführt

INTERSEROH hat im September 2003 im Zuge des Ersten Kölner Freiwilligentages eine unbefristete Patenschaft für ein Kölner Kinderheim übernommen, die durch ein regelmäßiges Engagement der Mitarbeiter gekennzeichnet ist und auch im Berichtsjahr fortgesetzt wurde. Darüber hinaus unterstützte INTERSEROH abermals die Aktivitäten der Diagnose Leukämie e.V., die sich für die Heilung von betroffenen Kindern einsetzt.

8. Umweltschutz als integrativer Bestandteil der Geschäftstätigkeit

Der Begriff Kreislaufwirtschaft formuliert einen konkreten Anspruch an die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen bei Produktion und Konsum und ist zu einem Leitbegriff geworden. Nachhaltigkeit ist integrativer Bestandteil der INTERSEROH-Philosphie. Indem der Konzern Recyclingkreisläufe schließt, generiert er Rohstoffströme zur Versorgung der Industrie. So leistet INTERSEROH einen wichtigen Beitrag zur Schaffung und Nachfrage nach Recyclingrohstoffen und damit zur Schonung natürlicher Ressourcen. Umweltschutz ist bei INTERSEROH folglich nicht etwas, das nebenbei betrieben wird, Umweltschutz ist Gegenstand der Geschäftstätigkeit.

INTERSEROH unterliegt wie alle Unternehmen internationalen, nationalen und regionalen Umweltgesetzen, Rechtsverordnungen und Richtlinien. Hierfür erfolgen kontinuierliche Überprüfungen durch Zertifizierungsunternehmen, denn nahezu alle INTERSEROH-Betriebe sind als Entsorgungsfachbetrieb zertifiziert und 95 Prozent verfügen bereits über ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem.

Um der Altautoverordnung und der Technischen Anleitung Siedlungsabfall mit dem implizierten Deponierungsverbot unbehandelter organischer Abfälle gerecht zu werden, wurden auf den Schrottplätzen mehrere Anlagen zur weiteren Separierung der so genannten Schredderleichtfraktion (z.B. Kunststoff, Schaumstoff, Gummi) eingesetzt. Dadurch werden noch größere Anteile von Altautos dem Stoffkreislauf wieder zugeführt – zur Schonung knapper Rohstoffressourcen und Minimierung der zu beseitigenden Anteile.

9. Marketing und Werbung: Neue Marketingkampagne gestartet

INTERSEROH unterstützt mit einer gezielt angelegten Marketingkampagne die Vertriebsaktivitäten für das Duale System INTERSEROH (DSI). In verschiedenen Publikationen, deren Zielgruppen potenzielle DSI-Kunden sind, wurden seit dem Spätsommer 2005 Anzeigen geschaltet. Im Zentrum der Kampagne, die durch mehrstufige Mailing-Aktionen und Einschaltung eines Call-Centers unterstützt wurde, stand die weltgrößte Food- und Beverage-Messe "anuga" in Köln. INTERSEROH war auf der anuga vom 8. bis zum 12. Oktober 2005 mit einem eigenen Messestand vertreten. Themen waren außerdem das INTERSEROH-Pfandsystem sowie das INTERSEROH Selbstentsorger-System. So gelang es, einige Hundert qualifizierte Gespräche mit Vertretern der Zielgruppe aus der Ernährungsindustrie zu führen.

INTERSEROH war 2005 auf weiteren wichtigen Messen mit einem eigenen Messestand vertreten. Auf der Paperworld in Frankfurt im Januar präsentierte INTERSEROH neben der klassischen Dienstleistung "Recycling von Transportverpackungen" und der Funktionsweise der Sammlung leerer Tintenpatronen und Tonerkartuschen sein Know-how in allen Fragen zum Elektro(nik)-Altgeräte-Recycling. Anlässlich der Interpack in Düsseldorf im April demonstrierte INTERSEROH seine Dienstleistungen rund um das Verpackungsrecycling. Ebenfalls im April präsentierte sich INTERSEROH großflächig auf der Internationalen Fachmesse für Umwelt und Entsorgung, Wasser, Abwasser, Abfall, Recycling (IFAT), eine der weltweit führenden Umweltmessen. Auf dem Branchentreff ergaben sich zahlreiche Gespräche mit privaten und kommunalen Entsorgern. Über diese Messen hinaus war INTERSEROH im Berichtsjahr auf wichtigen Branchenmessen der einzelnen Geschäftsbereiche vertreten.

Am 28. Februar 2005 fand die dritte und zunächst letzte INTERSEROH-Informationsveranstaltung zur Umsetzung der europäischen WEEE-Direktive und des deutschen Elektrogesetzes statt. Im Mittelpunkt der Tagung stand die Konkretisierung des zukünftigen Altgeräte-Recyclings durch das Elektrogesetz in Deutschland, die Umsetzung der Direktive in den übrigen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sowie die sich daraus ergebenden organisatorischen Möglichkeiten. Darüber hinaus stellte INTERSEROH ihre Organisationslösungen insbesondere für den nationalen Bereich vor.

INTERSEROH hat im vergangenen Geschäftsjahr die vierte Generation seines Konzern-Internetauftritts unter der Adresse www.interseroh.de online geschaltet. Die komplette Umgestaltung macht den Auftritt noch übersichtlicher und anwendungsfreundlicher. Der Internetauftritt des Konzerns und die Auftritte der Tochtergesellschaften wurden dem Corporate Design angepasst.

Die für bestehende und potenzielle Kunden konzipierten Informationsbroschüren und Flyer wurden aktualisiert, neue Flyer in deutsch und englisch aufgrund der Ausweitung des Dienstleistungsangebotes erstellt.

10. Public Relations: Resonanz in den Medien weiter gestiegen

INTERSEROH hat im Berichtsjahr zu vier großen Pressekonferenzen eingeladen. Zusätzlich zu Bilanz- und Herbstpressekonferenz präsentierte sich INTERSEROH mit ihren neuen Dienstleistungen den Medienvertretern anlässlich der IFAT in München im April und stellte im September die neue Marketingkampagne zum Dualen System INTERSEROH vor.

Durch Redaktionsbesuche und Einzelgespräche wurden die Kontakte zu Publikums- wie Fachmedien intensiviert. Interviews und Gastkommentare in Presse, Funk und Fernsehen folgten. Durch regelmäßige Pressemitteilungen über alle wichtigen Geschäftsvorgänge informierte INTERSEROH stets aktuell. Die Meldungen waren zeitgleich auch im Internet über die INTERSEROH-Homepage verfügbar. Mit zahlreichen Beiträgen war INTERSEROH über das ganze Jahr hinweg in Medien vertreten. Die 2005 aufgrund der insgesamt rund 70 INTERSEROH-Standorte eingeführte Regionalisierung der Public Relations verbreiterte die Medienpräsenz.

Umweltpolitische Neuerungen und entsprechende INTERSEROH-Dienstleistungen standen im Mittelpunkt des Newsletters FaxFACTS für INTERSEROH-Partner. Das Kundenmagazin CIRCLE wurde vier Mal mit einer Auflage von mindestens je 17.000 Exemplaren verbreitet.

11. Investor Relations: Weiter zunehmendes Interesse an INTERSEROH-Aktie

Die Aktie der INTERSEROH AG stand als attraktiver Nebenwert auch im Berichtsjahr im Fokus der Financial Community. Die Investor Relations-Arbeit wurde dem entsprechend weiter intensiviert. Der INTERSEROH-Vorstand sowie die IR-Beauftragten führten in der Unternehmenszentrale zahlreiche Einzelgespräche mit Analysten sowie institutionellen und potenziellen Investoren aus Deutschland, Österreich, Großbritannien, Frankreich und den USA. Investorenkonferenzen und mehrere Roadshows mit dem Vorstand in Frankfurt, München und Zürich stießen auf großes Interesse. INTERSEROH wird inzwischen von verschiedenen deutschen Finanzanalysten regelmäßig beobachtet und analysiert.

2005 machten auch private Investoren vermehrt von der Möglichkeit Gebrauch, sich mit ihren Fragen direkt an die IR-Beauftragten zu wenden.

Im November beteiligte sich INTERSEROH an dem durch die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. (DSW) und den Kölner Börsenverein e.V. organisierten Kölner Aktienforum. Im Rahmen dieser Veranstaltungen präsentieren sich deutsche und internationale Publikumsgesellschaften, die privaten Investoren die Gelegenheit geben, sich aus Quellen zu informieren, die sonst nur institutionellen Anlegern und Analysten zugänglich sind. Die INTERSEROH AG lud dazu die ihr bekannten Privataktionäre ein.

Mit Wirkung zum 1. Mai 2005 hat INTERSEROH einen neuen Designated Sponsor beauftragt.

Auf der im Juni 2005 durchgeführten ordentlichen Hauptversammlung wurde allen Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit zugestimmt. Die ordentliche Hauptversammlung 2006 findet am 22. Juni in Köln statt.

Anlässlich der Bilanzpressekonferenz wurde über die wirtschaftliche Entwicklung des INTERSEROH-Konzerns berichtet. Mit Pressemitteilungen über die wirtschaftliche Entwicklung in den einzelnen Quartalen informierte INTERSEROH die Öffentlichkeit. Analysten, institutionellen und privaten Investoren gingen diese Informationen zudem durch Aktionärsbriefe zu und waren zeitgleich auch im Internet über die INTERSEROH-Homepage verfügbar.

Im Rahmen des neuen Internet-Auftrittes wurde der Bereich "Investor Relations" vollkommen überarbeitet und um zusätzliche Informationen erweitert.

Am 25. November 2005 hat der Vorstand der INTERSEROH AG die Mitteilung erhalten, dass die Praetorium 61. VV GmbH entschieden hat, den Aktionären der INTERSEROH Aktiengesellschaft zur Verwertung von Sekundärrohstoffen, Köln, anzubieten, ihre auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag der INTERSEROH Aktiengesellschaft zur Verwertung von Sekundärrohstoffen im Wege eines öffentlichen Übernahmeangebots gegen Zahlung eines Kaufpreises in Höhe von 26,20 Euro je Stammaktie zu erwerben. Die Praetorium 61. VV GmbH, künftig Isabell Finance Vermögensverwaltungs GmbH, ist ein Unternehmen der ALBA-Gruppe. Die Praetorium 61. VV GmbH hält derzeit einen Anteil in Höhe von 25,75 Prozent der Aktien an der INTERSEROH Aktiengesellschaft zur Verwertung von Sekundärrohstoffen.

Wertpapiertyp: Inlandsaktie, Inhaberaktie Notiert: Geregelter Markt in Frankfurt, Düsseldorf und im XETRA-Handel; Freiverkehr in Stuttgart, München, Hamburg und Berlin-Bremen Geschäftsjahr: 31.12. Meldepflichtige Aktionäre: Praetorium 61. VV GmbH (25,75 %) Streubesitz: 74,25% Nennwert: 2,60 EUR Stücke: 9,84 Mio. Bloomberg-Kürzel: ITS.ETR Reuters-Kürzel: INSG.de ISIN: DE0006209901 WKN: 620990

Schlusskurs und Umsatz der INTERSEROH-Aktie

XETRA FRANKFURT

Schlusskurs in Euro Umsatz in Tausend Stück Schlusskurs in Euro Umsatz in Tausend Stück

KURS- UND UMSATZSTATISTIK
IN EURO XETRA FRANKFURT
höchster variabler Kurs 29,32 31,00
tiefster variabler Kurs 17,10 16,60
Schwankungsbreite 52,64 % 60,50 %
Eröffnung 1. Handelstag 17,10 17,25
Schlusskurs 27,60 27,41
Performance 61,40 % 58,90 %

INTERSEROH vs. Dax. Indizierter Aktienvergleich 2005

12. Dividendenrendite 3,14 Prozent

Aufgrund des Bilanzgewinns der INTERSEROH AG in Höhe von 8.462.400 Euro kann der Vorstand Aufsichtsrat und Hauptversammlung für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 0,86 Euro je Stückaktie vorschlagen (Vj.: 0,86 Euro). Die Dividendenrendite, bezogen auf den Schlusskurs an der Frankfurter Wertpapierbörse per Ende Dezember 2005 von 27,41 Euro, beträgt 3,14 Prozent.

13. INTERSEROH identifiziert sich mit Corporate Governance

Eine gute Corporate Governance umfasst alle Grundlagen für eine verantwortungsvolle und bestmögliche Unternehmensführung und -kontrolle nach allgemein anerkannten Werten. Sie verfolgt den Zweck, durch vorbildliches

Handeln Verlässlichkeit zu kommunizieren und das Vertrauen der Aktionäre, der Geschäftspartner, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit nachhaltig zu sichern und den Unternehmenswert dauerhaft positiv zu beeinflussen.

Aktionärsrechte, die Qualität des Aufsichtsrats und die Gewährleistung angemessener Transparenz sind wesentliche Bestandteile einer wertorientierten Unternehmensphilosophie. Ergänzend dazu und zur gesamten internen Organisationsstruktur, einschließlich des Risikomanagements des Konzerns, tritt seit dem 26. Februar 2002 der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) hinzu, mit dessen Empfehlungen und Anregungen sich Vorstand und Aufsichtsrat überwiegend identifizieren.

Die Ziele einer guten Unternehmensverfassung, denen der Aufsichtsrat und der Vorstand der INTERSEROH AG verpflichtet sind, wurden in der Vergangenheit von den Organen nachhaltig verfolgt. Sie sind zum großen Teil in einschlägigen Gesetzen, in der Satzung sowie in Geschäftsordnungen des INTERSEROH-Konzerns kodifiziert.

Ein Governance-Bericht wird innerhalb der INTERSEROH-Gruppe nur von der INTERSEROH AG erstellt. Für die übrigen Konzerngesellschaften besteht keine entsprechende Verpflichtung. Eigene Corporate Governance Grundsätze hat die INTERSEROH AG nicht aufgestellt.

Aktionäre und Hauptversammlung

Die Gewährleistung der Aktionärsrechte und eine auf die Aktionäre ausgerichtete Hauptversammlung, mit der Möglichkeit einer permanenten Stimmrechtsvertretung, als jährliches Forum für den unmittelbaren Kontakt zu Vorstand und Aufsichtsrat sind für INTERSEROH nachhaltiger Bestandteil der Unternehmensführung.

Mangels entsprechenden Interesses ist eine Übertragung der Hauptversammlung per Internet bis auf weiteres nicht vorgesehen.

Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohl der INTERSEROH laufend eng zusammen. Das Aufsichtsratsplenum, der Präsidiumsausschuss, der Personalausschuss sowie der Prüfungsausschuss (Audit Committee) treten turnusmäßig beziehungsweise jeweils bedarfsweise zusammen. Zur Sitzungshäufigkeit wird auf die Angaben im Bericht des Aufsichtsrats verwiesen. Den Vorsitz im Audit Committee hat weder der Aufsichtsratsvorsitzende noch ein ehemaliges Vorstandsmitglied der Gesellschaft inne. Der Aufsichtsrat berät sich im gegebenen Fall auch ohne den Vorstand.

Eine außerordentliche Hauptversammlung zur Beratung oder zum Beschluss über gesellschaftsrechtliche Maßnahmen hat der Vorstand nach dem freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot der Isabell Finance Vermögensverwaltungs GmbH am 5. Januar 2006 nicht einberufen. Nach der gemeinsamen Stellungnahme des Vorstands und des Aufsichtsrats vom 17. Januar 2006 gemäß § 27 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes besteht kein darüber hinausgehender Bedarf für Informationen oder für Hauptversammlungsbeschlüsse.

Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme werden von der INTERSEROH AG nicht angewendet. Die variable Vergütung des Vorstands beinhaltet weder Aktienoptionen noch vergleichbare Gestaltungen.

Transparenz, Rechnungslegung und Abschlussprüfung

INTERSEROH bietet neben der Möglichkeit des jederzeitigen direkten Kontakts laufende Informationen über wichtige Entwicklungen des Konzerns im Internet unter der Adresse www.interseroh.de.

Unternehmensdarstellung, Geschäftsberichte, Quartalsberichte sowie Informationen zu bestimmten Dienstleistungen sind dort auch in englischer Sprache verfügbar.

Jahresabschlüsse werden sowohl nach HGB und für Konzernabschlusszwecke auch nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Die Abschlussprüfung einschließlich der jährlichen Schwerpunktprüfungen werden durchgeführt von der KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln.

Der Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente, von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern ist im Anhang aufgeführt. Danach halten der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Axel Schweitzer und das Aufsichtsratsmitglied Dr. Eric Schweitzer Stimmrechtsanteile von zusammen 25,75 Prozent an der INTERSEROH AG. Die Stimmrechte sind beiden Herren gemäß § 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Abweichungen

Soweit von den Empfehlungen des DCGK im Einzelfall abgewichen wurde oder wird, ist dies den Entsprechenserklärungen des Vorstandes und des Aufsichtsrates der INTERSEROH AG zu entnehmen. Sie können im Internet abgerufen werden unter: http://www.interseroh.de/Investor-Relations.

14. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Neben dem in den Segmenten "Dienstleistung und Rohstoffhandel" und "Stahl- und Metallrecycling" konstatierten Geschäftsverlauf sind nachstehende Vorgänge im Berichtsjahr darzustellen:

Unternehmenserwerb

Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2005 hat die ISD INTERSEROH Dienstleistungs GmbH die DPK Deutsche Pfandkonzept, Köln, und die Westpfand Clearing GmbH, Köln, vollständig übernommen. Die DPK wurde auf die Westpfand verschmolzen. Die Gesellschaft firmiert als INTERSEROH Pfand-System GmbH, Köln.

Die INTERSEROH RSH Recycling-Stahl-Handel hat mit Wirkung zum 30. November 2005 die INTERSEROH RSH Sweden, Göteborg / Schweden, erworben.

Unternehmensveräußerung

Mit Wirkung zum 22. Dezember 2005 hat die INTERSEROH France S.A.S., Paris/ Frankreich, die SUD Papier International S.A., Mello / Frankreich, veräußert.

Unternehmensgründung

Die Gründung und Registrierung der INTERSEROH d.o.o., Kroatien, ist mit dem 4. Mai 2005 vollzogen worden.

Übertragung

Mit rechtlicher Wirkung zum 1. Januar 2005 und operativer Wirksamkeit zum 1. Juli 2005 hat die ISD INTERSEROH Dienstleistungs GmbH ihren Teilbetrieb "Rohstoffhandel Papier und Kunststoffe" auf die ISR INTERSEROH Rohstoffe GmbH, Köln, übertragen.

Umfirmierung

Die französische INTERSEROH CDI S.A.S. firmiert seit dem 1. September 2005 unter INTERSEROH France S.A.S.

Vorstand

Michael Mevissen, verantwortlich für den Geschäftsbereich Dienstleistung und Rohstoffhandel, ist am 30. Juni 2005 aus dem Vorstand der INTERSEROH AG ausgeschieden. Seine Nachfolge hat Roland Stroese am 8. Oktober 2005 angetreten.

Umstellung auf SAP

Zur Vereinheitlichung der im Konzern eingesetzten Finanzbuchhaltungs- und Controllingsoftware und Vereinfachung der Berichterstattung wird die gesamte Finanzbuchhaltung und Kostenrechung inklusive der Anlagenbuchhaltung in den Tochtergesellschaften des INTERSEROH-Konzerns beginnend mit dem laufenden Geschäftsjahr sukzessive auf SAP umgestellt. Dieser Prozess wird voraussichtlich im Oktober 2006 vollständig abgeschlossen sein. Der höhere Automatisierungsgrad der Berichterstattung ermöglicht, die durch die International Financial Reporting Standards (IFRS) gestiegenen Anforderungen besser und noch zeitnäher abzubilden. Die damit verbundenen Effekte sind Kosteneinsparungen, eine höhere Effizienz und bessere Qualität.

15. Steuerungsinstrument Gesamtkapitalrendite

Der Vorstand der INTERSEROH AG gibt die Strategie für die Unternehmensbereiche sowie die zum Konzern gehörenden Tochterunternehmen vor und steuert deren Geschäfte. Das Steuerungssystem stellt auf eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals ab. Dies gilt sowohl für das Eigenkapital als auch das Fremdkapital. Um dem so formulierten Ziel zu entsprechen, ist die wesentliche Steuerungsgröße für die Konzerngesellschaften die Gesamtkapitalrendite. Diese wird im Konzern als Verhältnis von EBIT zu Gesamtkapital definiert.

Darüber hinaus wird die Discounted Cash Flow-Methode für die Bewertung von Investitionen verwendet, sowohl für Investitionen in Finanz- als auch in Sachanlagen. Die zukünftigen Zahlungsüberschüsse werden dabei mit Hilfe der gewichteten Kapitalkosten auf den Bewertungsstichtag abdiskontiert. In Verbindung mit einer geforderten Mindestrentabilität und einer Mindestamortisationsdauer sollen die erzielten Barwerte jeder einzelnen Investition die Gesamtkapitalrendite des Konzerns sichern und ausbauen.

Aufgrund der volatilen Rohstoffpreise ist die in anderen Konzernen häufig genannte Umsatzrentabilität für den INTERSEROH-Konzern als Gesamteinheit keine aussagekräftige Größe.

C. DARSTELLUNG UND ERLÄUTERUNG DER ERTRAGS- UND VERMÖGENSLAGE UND KONZERNKENNZAHLEN

1. Ertragslage

2005 2004 Veränderung
Mio. EUR % Mio. EUR % Mio. EUR
Umsatzerlöse 946,91 101,8 1.040,15 98,1 -93,24
Bestandsveränderung -17,09 -1,8 20,68 1,9 -37,77
Gesamtleistung 929,82 100,0 1.060,83 100,0 -131,01
Materialaufwand -763,45 -82,1 -876,31 -82,6 112,86
Rohertrag 166,36 17,9 184,52 17,4 -18,16
Andere betriebliche Erträge 5,55 0,6 3,95 0,4 1,60
Betriebsertrag 171,91 18,5 188,47 17,8 -16,55
Personalaufwand -64,82 -7,0 -64,66 -6,1 -0,15
Planmäßige Abschreibungen -11,49 -1,2 -11,79 -1,1 0,30
Betriebs- und Verwaltungsaufwand -41,35 -4,4 -41,65 -3,9 0,30
Vertriebsaufwand -27,52 -3,0 -23,79 -2,2 -3,73
Gewinnunabhängige Steuern -1,27 -0,1 -1,51 -0,1 0,24
-146,45 -15,8 -143,41 -13,5 -3,04
Betriebsergebnis 25,46 2,7 45,06 4,2 -19,59
Beteiligungsergebnis 0,97 0,1 2,56 0,2 -1,58
Zinsergebnis -2,88 -0,3 -4,33 -0,4 1,45
Übriges Finanzergebnis 0,09 0,0 0,10 0,0 -0,01
Ordentliches Unternehmensergebnis 23,64 2,5 43,38 4,1 -19,73
Außerplanmäßige Abschreibungen -1,18 -0,36 -0,82
Periodenfremdes Ergebnis 7,39 1,72 5,67
Ergebnis vor Ertragsteuern 29,85 44,73 -14,89
Steuern vom Einkommen/Ertrag -10,88 -15,13 4,25
Konzern-Jahresüberschuss 18,97 29,60 -10,63
Anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis -0,52 -0,21 -0,31
Konzerngewinn 18,44 29,39 -10,95

Die Umsatzerlöse des abgelaufenen Geschäftsjahres sind um 8,9-Prozentpunkte (93,24 Mio. Euro) zurückgegangen. Dieser Umsatzrückgang resultiert im Wesentlichen aus den im Vorjahresvergleich zurückgegangenen Rohstoffmengen im Bereich Stahl- und Metallrecycling.

Der Vertriebsaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 15,7-Prozentpunkte (3,73 Mio. Euro) gestiegen. Dies resultiert vor allem aus gestiegenen Ausgaben für Transport- und Lagerkosten sowie Werbeaufwendungen.

Das periodenfremde Ergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr primär aufgrund erhöhter Auflösungen von Rückstellungen und Auflösungen von Wertberichtigungen auf Forderungen gestiegen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind aufgrund des niedrigeren Konzernergebnisses im Vergleich zum Vorjahr absolut um 4,25 Mio. Euro gesunken. Die Steuerquote ist um 2,6 Prozent auf 36,4 Prozent gestiegen.

2. Vermögenslage

31.12.2005 31.12.2004 Veränderung
Aktiva Mio. EUR % Mio. EUR % Mio. EUR
• Immaterielle Vermögenswerte 23,99 7,5 21,33 6,9 2,66
• Sachanlagen 60,23 19,0 52,71 16,9 7,52
• At-Equity bewertete Beteiligungen 6,64 2,1 6,43 2,1 0,21
• Finanzielle Vemögenswerte 4,23 1,3 4,80 1,5 -0,57
• Sonstige Forderungen 0,44 0,1 0,16 0,1 0,28
• Latente Steueransprüche 5,79 1,8 9,05 2,9 -3,26
Langfristige Vemögenswerte 101,31 31,9 94,48 30,3 6,83
• Vorräte 37,97 11,9 42,47 13,6 -4,50
• Liefer- und Leistungsforderungen 126,91 39,9 132,13 42,4 -5,23
• Finanzielle Vemögenswerte 1,95 0,6 0,27 0,1 1,68
• Sonstige Forderungen 10,11 3,2 8,20 2,6 1,91
• Laufende Ertragsteueransprüche 10,01 3,2 2,66 0,9 7,35
• Flüssige Mittel 29,48 9,3 31,23 10,0 -1,75
Kurzfristige Vemögenswerte 216,43 68,1 216,97 69,7 -0,54
317,74 100,0 311,45 100,0 6,29
31.12.2005 31.12.2004 Veränderung
Passiva Mio. EUR % Mio. EUR % Mio. EUR
• Gezeichnetes Kapital 25,58 8,1 25,58 8,2 0,00
• Rücklagen 91,08 28,7 80,97 26,0 10,11
• Den Aktionären der INTERSEROH AG
zurechenbarer Anteil am Eigenkapital 116,66 36,7 106,55 34,2 10,11
• Anteile fremder Gesellschafter 1,78 0,6 0,54 0,2 1,24
Eigenkapital 118,44 37,3 107,09 34,4 11,35
• Pensionsrückstellungen 20,12 6,3 20,20 6,5 -0,08
• Andere langfristige Rückstellungen 3,43 1,1 5,46 1,8 -2,03
• Latente Steuerverbindlichkeiten 2,87 0,9 3,66 1,2 -0,79
• Finanzielle Verbindlichkeiten 17,32 5,5 32,73 10,5 -15,41
• Übrige langfristige Verbindlichkeiten 0,76 0,2 2,61 0,8 -1,85
Langfristige Schulden 44,49 14,0 64,66 20,8 -20,17
• Rückstellungen 3,74 1,2 3,71 1,2 0,03
• Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 4,64 1,5 6,70 2,2 -2,06
• Finanzielle Verbindlichkeiten 27,72 8,7 15,43 5,0 12,29
• Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten 97,74 30,8 91,00 29,2 6,74
• Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 20,97 6,6 22,86 7,3 -1,89
Kurzfristige Schulden 154,80 48,7 139,70 44,9 15,10
317,74 100,0 311,45 100,0 6,29

Die Bilanzsumme des Konzerns ist 2005 um 6,29 Mio. Euro (2,0%) auf 317,74 Mio. Euro gestiegen.

Die langfristigen Vermögenswerte haben sich im Wesentlichen aufgrund der hohen Investitionen in das Sachanlagevermögen (21,91 Mio. Euro) insgesamt um 6,83 Mio. Euro. erhöht.

Die Veränderungen im Bereich der kurzfristigen Vermögenswerte um 0,54 Mio. Euro sind auf zwei gegenläufige Effekte zurückzuführen. Auf der einen Seite nahmen insbesondere die Vorräte um 4,5 Mio. Euro und die Lieferungs- und Leistungsforderungen um 5,23 Mio. Euro ab – primär bedingt durch den Umsatzrückgang im Segment Stahl- und Metallrecycling. Auf der anderen Seite nahmen die Ertragsteueransprüche um 7,35 Mio. Euro zu.

Die Eigenkapitalquote im Konzern hat sich von 34,4 Prozent im Jahr 2004 um 2,9-Prozentpunkte auf 37,3 Prozent im Jahr 2005 verbessert.

Die Veränderungen beim Fremdkapital sind vornehmlich auf die Veränderungen im Bereich der lang- und kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten zurückzuführen. Der Abnahme der langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten um 15,41 Mio. Euro steht eine Zunahme der kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten um 12,29 Mio. Euro gegenüber. Die Veränderungen im Bereich der lang- und kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten resultieren aus der Umgliederung von langfristigen Bankdarlehen in den kurzfristigen Bereich und den Tilgungen und Neuaufnahmen von kurzfristigen Bankdarlehen.

Die Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr um 7,4-Prozentpunkte (6,74 Mio. Euro) gestiegen, was vor allem auf die Zunahme der Verpflichtungen aus Verträgen im Segment Dienstleistung und Rohstoffhandel zurückzuführen ist.

3. Konzernkennzahlen in %

2005 2004

Bilanzstrukturkennzahlen Definition

• Sachanlagenintensität Sachanlagen lt. Bilanz x 100/Bilanzsumme 19,0 16,9
• Umschlagshäufigkeit Umsatzerlöse lt. GuV/Vorratsbestände lt. Bilanz
der Vorräte 24,9 24,5
• Umschlagshäufigkeit Umsatzerlöse lt. GuV/Forderungen aus
der Forderungen Lieferungen u. Leistungen lt. Bilanz 7,5 7,9
• Eigenkapitalquote Eigenkapital lt. Bilanz x 100/Bilanzsumme 37,3 34,4
Erfolgskennzahlen Definition
• Umsatzrentabilität Ergebnis vor Ertragsteuern u. Zinsaufwand
lt. GuV x 100/Umsatzerlöse lt. GuV 3,6 4,8
• Eigenkapitalrentabilität Ergebnis nach Ertragsteuern
lt. GuV x 100/Eigenkapital It. Bilanz 16,0 27,6
• Gesamkapitalrentabilität Ergebnis vor Ertragsteuern u. Zinsaufwand
lt. GuV x 100/Bilanzsumme 10,7 16,0
• Return on Investment (ROI) Betriebsergebnis lt. Ertragslage x 100/
(Aktiva ./. Finanzanlagen) 8,3 15,0
• Materialintensität Materialaufwand lt. GuV x 100/
Gesamtleistung lt. GuV 82,1 82,6
• Personalintensität Personalaufwand lt. GuV x 100/
Gesamtleistung lt. GuV 7,0 6,1
• Finanzergebnisquote (Beteiligung-, Zins- u. übriges Finanzergebnis)
lt. GuV x 100/Ergebnis vor Ertragsteuern lt. GuV -6,1 -3,8

D. SONSTIGE ANGABEN

1. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Am 5. Januar 2006 hat die Isabell Finance Vermögensverwaltungs GmbH (ehem. Praetorium 61. VV GmbH) den Aktionären der INTERSEROH AG ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot gemacht. Alle im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben erforderlichen Informationen wurden unverzüglich auf der Homepage der INTERSEROH AG verfügbar gemacht.

2. Risikomanagement aktualisiert

Die Risikostrategie von INTERSEROH sieht vor, bestimmte Risiken nicht einzugehen oder abzusichern beziehungsweise zu versichern. Dabei handelt es sich um operative Risiken, die sich aus dem Tagesgeschäft ergeben. Ziel ist nicht die Vermeidung aller potenziellen Risiken, sondern die Schaffung von Handlungsspielräumen, die ein bewusstes Eingehen aufgrund einer umfassenden Kenntnis der Risiken und Risikozusammenhänge ermöglichen.

Die Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems zur notwendigen und erfolgreichen Unterstützung der unternehmerischen Segmente des INTERSEROH-Konzerns war auch im Geschäftsjahr 2005 Aufgabe und Ziel der Konzernleitung und der operativ Verantwortlichen.

Chancen und Risiken aus dem Marktumfeld

Die dynamische Entwicklung der weltweiten Rohstoffmärkte mit hochvolatilen Preisen im Jahr 2004 hat sich im Geschäftjahr 2005 erwartungsgemäß fortgesetzt. Preisschwankungen in Deutschland sind immer noch in hohem Maße von den Entwicklungen in Schlüsselmärkten wie den USA und Asien getrieben. Diese hohe Volatilität ist eines der wesentlichen Risiken im gesamten Rohstoffbereich sowie im Segment Stahl- und Metallrecycling. Darüber hinaus spielt eine große Rolle, wie sich die Volkswirtschaft und die Stahlindustrie Chinas entwickeln werden. Für den weiteren Bedarf Chinas und den Verlauf der Rohstoffmärkte wird ein fortdauernd expansiver Kurs prognostiziert. Die Auslandsnachfrage stellt demnach noch immer die wesentliche Triebfeder der Rohstoffpreise dar.

Das hohe Preisniveau im Stahlsektor unterlag 2005 Korrekturen, auf die INTERSEROH generell mit einer konservativen Lager- und Absatzpolitik reagierte. Ergebnisschwankungen konnten damit nicht ausgeschlossen, jedoch auf einem Niveau gehalten werden, das den Planungen entspricht.

Die Papierpreise bewegten sich nahezu auf Vorjahresniveau. Abstellmaßnahmen einiger Verarbeiter, die durch Auftragsmangel getroffen wurden, wirkten sich lediglich auf die Kontraktmengen aus. Die Kunststoffpreise stiegen auch 2005 weiter an, bis es Ende 2005 zu einem Preisabschwung kam. Die Ankaufpreise für Altholz bewegten sich im Durchschnitt auf dem Niveau des Vorjahres und wurden maßgeblich durch die angebotenen Mengen beeinflusst. Das Mengenaufkommen an Altholz ist mit Blick auf den Bedarf der Biomasseheizkraftwerke nach Markteinschätzungen ausreichend.

Chancen und Risiken aus dem Konzernumfeld

Zu den Risiken aus dem originären Dienstleistungsgeschäft des Konzerns wird auf die Segmentberichterstattung sowie den Abschnitt "Voraussichtliche Entwicklung, mögliche Risiken" verwiesen.

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem erstreckt sich integrativ auf alle operativen Einheiten des Konzerns. Es umfasst die folgenden prägenden Elemente:

  • strategische Planung auf Segmentebene
  • detaillierte Kurz- und Mittelfristplanung auf Einzelunternehmensebene
  • monatliche Berichterstattung von Ergebnissen und Entwicklungen (Vermögens-, Finanz- und Ertragslage) aller konzernangehörigen Unternehmen
  • zentralisierte Forderungsberichterstattung nach Struktur und Risikopotenzial
  • Erhebung der Preisänderungsrisiken (value-at-risk-Betrachtung) in allen Rohstoffhandelsbereichen
  • termingerechte Absicherung der Währungskursrisiken
  • EDV-Koordination, -Lenkung und -Standardisierung
  • Versicherungskoordination
  • wöchentlicher Konzern-Gesamtliquiditätsstatus als Basis für kurzfristiges und strategisches Finanzmanagement
  • Bankenratings (nichtöffentlich)
  • Investitionsverfahren und -controlling
  • Interne Revision (direkt dem Vorstandsvorsitzenden zugeordnet) mit regelmäßigen Revisionsberichten über planmäßige und außerplanmäßige Prüfungen
  • Organisationshandbuch als bindende Leitlinie für alle Konzerneinheiten
  • Geschäftsordnungen mit definierten Zustimmungserfordernissen
  • Vertragsprüfung
  • Personalsuche und -entwicklung
  • fortlaufende steuerliche Begutachtung
  • Einkaufskoordination
  • Zertifizierung, Qualitäts-, Umwelt-, Sicherheitsmanagement nach zertifizierbaren Kriterien
  • lückenlose Jahresabschlussprüfungen

Individuelle Sicherungsgeschäfte werden für Ausfallrisiken im Kontokorrent, für Preisänderungsrisiken und für Liquiditätsrisiken abgeschlossen.

Generell werden für alle Debitoren Warenkreditversicherungen mit den geschäftsüblichen Selbstbehalten bei international agierenden Partnern der Versicherungswirtschaft abgeschlossen.

Bei einigen NE-Metallen wird durch das Hedging handelbarer Positionen an geeigneten Börsen (z.B. London Metal Exchange) ein bestimmtes Marktpreisniveau gesichert, soweit bei dem jeweiligen Grundgeschäft ein für die geplante Marge wesentliches Risiko auftreten kann. Preisänderungsrisiken werden außerdem durch eine konservative Lager- und Bewertungspolitik gering gehalten.

Die Absicherung von Devisengeschäften ist den Konzerngesellschaften ab einer Transaktion in Höhe des Gegenwertes von 25.000 Euro vorgeschrieben. Fremdwährungspositionen oberhalb dieser Grenze werden unmittelbar nach dem Geschäftsabschluss an Banken veräußert. Eine auch unter den gegebenen Zahlungsstromschwankungen jederzeit ausreichende Konzernliquidität ist neben kurzfristigen Anlagen durch bedarfsorientierte Fazilitäten bei den INTERSEROH-Bankpartnern gewährleistet.

Die verantwortlichen Segmentvertreter (Leitung Kernbereiche) haben, stellvertretend für den erweiterten Kreis der Risikoverantwortlichen (Risikomanager Einzelunternehmen), jeweils quartalsweise aktuelle Einschätzungen der als bestandsgefährdend qualifizierten Risiken vorgenommen. In die Einschätzungen, die die Kernbereiche betreffen, sind die Kenntnisse aus dem Tagesgeschäft und aus den Gesamtzusammenhängen der relevanten Märkte eingebracht worden. Dadurch stellt INTERSEROH sicher, dass sämtliche Risiken aus dem Umfeld der jeweiligen operativen Aktivität unmittelbar beurteilt werden können.

Die Hauptrisiken sind wie folgt definiert:

    1. Strategische Risiken fehlende Visionen und Strategie
    1. Strategische Risiken fehlende Integration der strategischen Ausrichtung in die Einzelunternehmung und Kommunikation
    1. Strategische Risiken fehlende kundenorientierte Platzierung: Handel/ Verkauf (insbesondere Stahl- und Metallschrott)
    1. Strategische Risiken fehlende kundenorientierte Platzierung: Dienstleistung
    1. Risiken aus Neuakquisitionen (Projekte/Unternehmenskäufe)
    1. Risiken aus Kundenbeziehungen Abhängigkeit vom Abnehmer
    1. Risiken aus Kundenbeziehungen Abhängigkeit vom Lieferanten (Verursacher)
    1. Investitions- und Finanzierungsrisiken

Diesen Hauptrisiken sind jeweils Glossare (Unterrisiken) zugeordnet, die von den Verantwortlichen ebenfalls zur Beurteilung herangezogen werden. Zusammen mit der Erhebung der Hauptrisiken wurden die Verantwortlichen aufgefordert, von ihnen gegebenenfalls erkannte Neurisiken zu benennen und zu beurteilen. Nennungen sind nicht erfolgt.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit der Standardeinzelrisiken im Beurteilungszeitraum 2005 wird im Vergleich zu 2004 in fünf von acht Risikobereichen als niedriger angesehen und übersteigt nur in einem Fall (Vj.: drei Fälle) leicht den Bereich "niedrig" (Risiken aus Kundenbeziehungen – Abhängigkeit vom Lieferanten/Verursacher).

Die Veränderung resultiert in erster Linie aus der verbesserten Einschätzung der Aktivitäten der INTERSEROH France S.A.S. (vormals CDI), deren Situation sich nach den erfolgten Umstrukturierungsmaßnahmen verbessert hat.

Die Werte für die Risikoauswirkung werden nach Einschätzung der Verantwortlichen aus heutiger Sicht leicht höher angesetzt.

Insgesamt bleibt die Tragweiteneinschätzung unverändert im Bereich einer mittleren Risikoauswirkung. Diese Bandbreiteneinschätzung ist seit 1999 im Wesentlichen unverändert und gibt nach wie vor keinen Anlass zu kurzfristig angelegten Maßnahmen.

Risikoinventur auf Segmentebene

Die Risikoinventur pro Segment ist aktualisiert worden. Die entsprechenden Einzelrisiken wurden mit Eintrittswahrscheinlichkeiten belegt, mögliche Auswirkungen auf die Ergebnissituation abgeschätzt und mit entsprechenden Maßnahmen flankiert.

Aus Konzernsicht ergeben sich in der Analyse folgende risikorelevante Themen:

  • Ergebnis- sowie Marktanteilsbeeinträchtigungen im Dienstleistungsbereich aus der sich abzeichnenden Konsolidierung der Entsorgungsbranche mit der Erwartungshaltung großer, flächendeckender, auf System- und Rohstoffbasis tätiger Entsorgergruppen
  • Margenverluste durch die Intensivierung des Wettbewerbs im Transportverpackungsrecycling
  • margenschwache Neugeschäfte
  • kurzfristige Veränderungen der relevanten gesetzlichen Rahmenbedingungen im Bereich Verpackungsentsorgung und Einwegpfand sowie der Rechtsprechung (regulatorische Risiken)
  • hohe Volatilität bei den Preisen für die von INTERSEROH gehandelten Fraktionen
  • verschärfte Wettbewerbssituation im Segment Stahl- und Metallrecycling durch große Unternehmenszusammenschlüsse
  • Entwicklung der Stahl produzierenden Industrie

Die übrigen Risiken können zwar für die einzelnen Segmente beziehungsweise einzelnen Einheiten durchaus bedeutsam werden, nicht jedoch für den Gesamtkonzern. Risiken, die für INTERSEROH in einem umfassenden Sinne wesentlich oder bestandsgefährdend sein können, sind derzeit nicht ersichtlich.

3. Voraussichtliche Entwicklung, mögliche Chancen und Risiken: Neue Geschäftsfelder entfalten operative Wirksamkeit

Die Einschätzung der kurz- bis mittelfristigen Entwicklung des INTERSEROH-Konzerns basiert auf derzeitigen Erwartungen und Annahmen bezüglich der Auswirkungen zukünftiger Ereignisse und wirtschaftlicher Bedingungen auf die operativ tätigen Gesellschaften.

Dienstleistung

INTERSEROH hat Verträge mit Partnern zweier Branchen verloren, für die sie schon seit langem das Transportverpackungsrecycling durchführte. Damit kommt es zu einer Reduktionen der Anmeldeentgelte sowie Rohstofferlöse. Ein deutlicher Rückgang der Margen musste aus Gründen des zunehmenden Wettbewerbs bei der Vertragsverlängerung hingenommen werden. Nach Expertenmeinung wird der private Konsum 2006 zunehmen. INTERSEROH rechnet mit stabilen Verpackungsmengen bei ihren Kunden.

INTERSEROH wird die Akquisition weiterer Selbstentsorger im Bereich der etablierten Entsorgungsdienstleistungen fortsetzen und geht hier von steigenden Mengen und Umsätzen aus. Darüber hinaus arbeitet INTERSEROH kontinuierlich an der Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen für neue Kundenkreise. INTERSEROH ist zuversichtlich, in diesen Bereichen weiter wachsen zu können. Potenzielle Risiken bestehen darin, dass ein sich verschärfender Preiswettbewerb im Bereich der INTERSEROH-Dienstleistungen Auswirkungen auf die Rentabilität des Segmentes haben könnte. Beim Verwertungsmanagement erwartet INTERSEROH eine stabile Entwicklung mit moderatem Wachstum.

Wachstumschancen im laufenden Geschäftsjahr sowie 2007 sieht INTERSEROH insbesondere in den neuen Geschäftsfeldern. An erster Stelle ist hier das Duale System INTERSEROH (DSI) zur Erfassung haushaltsnah anfallender Verkaufsverpackungen zu nennen. Nachdem diese Leistung bereits im Berichtsjahr auf großes Interesse bei den potenziellen Kunden stieß und erste Verträge geschlossen werden konnten, erwartet INTERSEROH mit steigender Zahl der Feststellungen des DSI in den einzelnen Bundesländern einen starken Zuwachs an Kunden. Die Margen in diesem Geschäft befinden sich jedoch aufgrund der hohen Wettbewerbsintensität unter Druck. Ein potenzielles Risiko besteht in den neuen Ausschreibungen für Entsorgungsdienstleistungen der Duales System Deutschland AG. Die aktuellen Verträge laufen bis zum 31. Dezember 2006. INTERSEROH ist daher stark bemüht, die ausstehenden Feststellungen in den einzelnen Bundesländern bis zum Ausschreibungsbeginn Mitte 2006 zu erhalten.

Ziel von INTERSEROH ist es, Ergebnisrückgänge im Transportverpackungsrecycling durch den Aufbau des umsatzstärkeren, jedoch margenschwächeren DSI-Geschäftes in Teilen zu kompensieren.

Das INTERSEROH-Pfandsystem stellt ein weiteres Wachstumsfeld dar. Mit dem Wegfall der Insellösungen der großen Discounter im Mai 2006 wird ein vollkommen neuer Markt entstehen. INTERSEROH ist in der Lage, alle Module der daraus resultierenden Dienstleistung anzubieten. Darüber hinaus wird mit der Rücknahmeverpflichtung der Hersteller und Importeure von Elektro(nik)-Altgeräten eine neue Dienstleistung am Markt etabliert. Auch in diesem Bereich plant INTERSEROH, zusätzliche Umsätze und Erträge zu generieren.

Die internationalen Aktivitäten werden insbesondere in Osteuropa kontinuierlich ausgebaut. Mit einer operativen Wirksamkeit wird im laufenden Geschäftsjahr gerechnet.

Da der Bereich Dienstleistungen auch künftig von zunehmendem Wettbewerb gekennzeichnet sein wird, wird INTERSEROH ihre Vertriebsaktivitäten weiter intensivieren.

Rohstoffhandel

Ein potenzielles Risiko im Handel mit Rohstoffen liegt in der Volatilität der Rohstoffpreise. Dementsprechend ist der Umsatz von INTERSEROH auch in Abhängigkeit von der Höhe der Rohstoffpreise zu bewerten.

Die mit der ISR INTERSEROH Rohstoffe GmbH erfolgte konzernweite Konzentration der Rohstoffaktivitäten ermöglicht eine noch effizientere Mengenbündelung gegenüber der Nachfragekonzentration auf der Verwerterseite.

Für 2006 wird damit gerechnet, dass der überhitzte Markt für Kunststoffe sich weiter beruhigen wird und die Preise deutlich zurückgehen werden. Das Aufkommen an EPS (Styropor) in 2006 wird von der konjunkturellen Situation abhängig sein.

INTERSEROH plant insbesondere den Ausbau des Vertriebs, um weitere Mengen an Kunststoff und Altpapier zu generieren. Angedacht sind außerdem die Akquisition von Unternehmen und / oder Joint Ventures.

Der Markteinfluss der nach Inkrafttreten der TASi zusätzlichen Mengen an Altholz zur thermischen Verwertung wird voraussichtlich auch 2006 anhalten. Durch neu ans Netz gehende Biomasseheizkraftwerke und eine höhere Verfügbarkeit der bereits bestehenden Anlagen rechnet INTERSEROH mit einer stabilen Nachfrage der thermischen Verwertungsanlagen. Die Holzwerkstoffindustrie tätigt derzeit große Investitionen, die die Substitution von Rest- und Waldholz in den Spanplatten durch Altholz ermöglichen. Damit wird eine zusätzliche Nachfrage nach stofflich hochwertigen Althölzern entstehen.

INTERSEROH plant Investitionen in den Ausbau der Holzkontore in Wuppertal und Worms. Zur Verbesserung der regionalen Abdeckung im Bundesgebiet ist die Akquisition beziehungsweise der Aufbau weiterer Holzkontore vorgesehen. Zusammen mit den ausländischen Altholzmengen und Verwertungsmöglichkeiten will INTERSEROH ihre Position als europäische Handelsplattform im Altholz ausbauen.

Stahl- und Metallrecycling

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet INTERSEROH mit einer stabilen Nachfrage nach Stahlschrotten. Chancen sieht INTERSEROH vor allem im Ausbau und in der Modernisierung ihrer Standorte zur weiteren Steigerung der Leistungsfähigkeit sowie im Ausbau internationaler Streckengeschäfte. Darüber hinaus sieht die Konzernstrategie vor, im Baltikum und weiteren Ländern Osteuropas verstärkt präsent zu sein und dort geeignete Standorte zu suchen. In diesen Ländern fallen aufgrund der Verlagerung arbeitsintensiver Produktionen vermehrt Stahlschrotte an. Risiken bestehen in erster Linie in der hohen Volatilität der Schrottpreise.

Außerdem werden in der anhaltenden Marktkonzentration sowie in dem verstärkten Aufbau von Kapazitäten bei Wettbewerbern Risiken gesehen.

Da die gesetzlichen Vorschriften für Umweltschutz einem kontinuierlichen Wandel unterliegen, zunehmend strenger werden und es aufgrund neuer EU-Richtlinien zu weiteren Verschärfungen kommen wird, können zukünftig im Konzern Investitionen erforderlich werden, über deren Höhe und zeitliche Abfolge Vorhersagen nur schwer möglich sind.

4. Forschung und Entwicklung

Im INTERSEROH-Konzern haben Marktforschung und Marktbearbeitung angesichts der Tätigkeitsfelder einen hohen Stellenwert. Forschung und Entwicklung im üblichen Sinne betreibt INTERSEROH nicht.

5. Zweigniederlassungen

Im Konzern gibt es eine Zweigniederlassung im Sinne des Handelsgesetzes. Dabei handelt es sich um die INTERSEROH-Trading, Zweigniederlassung Frankfurt der INTERSEROH Hetzel GmbH in Heidelberg.

Köln, im Februar 2006

INTERSEROH Aktiengesellschaft zur Verwertung von Sekundärrohstoffen

Der Vorstand

Dr. Werner Kook Johannes-Jürgen Albus

Christian Rubach Roland Stroese

JAHRESABSCHLUSS DES INTERSEROH-KONZERNS ZUM GESCHÄFTSJAHR 2005

JAHRESABSCHLUSS DES INTERSEROH-KONZERNS ZUM GESCHÄFTSJAHR 2005

Bilanz Konzern

zum 31. Dezember 2005

Aktiva Anhang 31.12.2005 31.12.2004
angabe EUR EUR
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (12) 23.985.639,32 21.330.552,16
Sachanlagen (13) 60.230.724,70 52.709.473,67
At-Equity bewertete Beteiligungen (14) 6.637.057,95 6.430.971,75
Finanzielle Vermögenswerte (15) 4.228.227,76 4.800.649,13
Sonstige Forderungen (19) 435.761,64 157.482,61
Latente Steueransprüche (16) 5.794.102,38 9.054.058,13
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte
(17) 37.968.808,34 42.472.215,45
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (18) 126.905.787,91 132.131.005,39
Finanzielle Vermögenswerte (15) 1.954.516,24 273.820,10
Sonstige Forderungen (19) 10.114.026,95 8.200.042,03
Laufende Ertragsteueransprüche (19) 10.011.019,46 2.664.026,46
Zahlungsmittel und -äquivalente (20) 29.475.494,96 31.228.983,53
216.429.653,86 216.970.092,96
317.741.167,61 311.453.280,41
Passiva Anhang 31.12.2005 31.12.2005 31.12.2004 31.12.2004
angabe EUR EUR EUR EUR
Eigenkapital
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens
zurechenbarer Anteil am Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (21) 25.584.000,00 25.584.000,00
Rücklagen (22) 91.081.294,62 116.665.294,62 80.965.301,57 106.549.301,57
Minderheitenanteile 1.778.721,67 537.878,46
118.444.016,29 107.087.180,03
Schulden
Langfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen (23) 20.118.490,62 20.202.554,00
Sonstige langfristige Rückstellungen (24) 3.426.815,76 5.464.021,10
Latente Steuerverbindlichkeiten (16) 2.868.873,14 3.664.879,67
Finanzielle Verbindlichkeiten (25) 17.317.018,64 32.725.324,04
Sonstige Verbindlichkeiten (27) 761.641,46 44.492.839,62 2.612.172,13 64.668.950,94
Kurzfristige Schulden
Rückstellungen (24) 3.741.861,79 3.710.931,62
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten (27) 4.638.332,67 6.701.169,61
Finanzielle Verbindlichkeiten (25) 27.720.693,24 15.428.157,60
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (26) 97.736.055,77 91.001.212,50
Sonstige Verbindlichkeiten (27) 20.967.368,23 154.804.311,70 22.855.678,11 139.697.149,44
199.297.151,32 204.366.100,38
317.741.167,61 311.453.280,41

GuV Konzern

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2005

Anhang
angabe
2005
EUR
2004
EUR
1. Umsatzerlöse (1) 946.908.637,21 1.040.152.766,97
2. Verminderung (i. Vj. Erhöhung) des Bestandes
an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
(2) -17.093.605,33 20.676.898,31
3. Sonstige betriebliche Erträge (3) 17.426.827,30 12.450.600,97
4. Materialaufwand (4) 763.453.319,29 876.310.319,05
5. Personalaufwand (5) 64.817.643,13 64.662.761,98
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
und auf Sachanlagen
(6) 12.280.256,74 11.794.868,38
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (7) 74.626.879,77 73.739.776,75
8. Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (8) 868.461,79 2.486.002,31
9. Finanzerträge (8) 1.149.375,99 1.072.393,47
10. Finanzaufwendungen (8) 4.231.417,79 5.597.631,95
11. Ergebnis vor Ertragsteuern 29.850.180,24 44.733.303,92
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (9) 10.882.370,11 15.134.418,34
13. Konzernergebnis 18.967.810,13 29.598.885,58
14. Anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis (10) -522.679,60 -211.137,64
15. Konzerngewinn 18.445.130,53 29.387.747,94
16. Unverwässertes Ergebnis je Aktie 1 (11) 1,87 2,99

1 Verwässerungseffekte liegen nicht vor.

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2005 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

I. Allgemeine Angaben

Die INTERSEROH-Gruppe ist einer der führenden Dienstleistungs- und Rohstoffkonzerne in Europa. Die Geschäftstätigkeit der Gruppe lässt sich in die beiden Segmente Dienstleistung und Rohstoffhandel sowie Stahl- und Metallrecycling untergliedern. Im Rahmen ihrer Tätigkeit organisiert INTERSEROH als Dienstleister Recyclingprozesse und beliefert als Versorger die Papier-, Stahl-, Kunststoff- und Holzwerkstoffindustrie sowie Biomassekraftwerke mit mehr als fünf Millionen Tonnen Sekundärrohstoffe im Jahr.

Die INTERSEROH Aktiengesellschaft zur Verwertung von Sekundärrohstoffen, Köln, (nachfolgend "INTERSEROH AG" oder "Muttergesellschaft") ist als börsennotierte Aktiengesellschaft nach Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards (ABl. EG Nr. L 243 S. 1) dazu verpflichtet, für das Geschäftsjahr 2005 erstmals einen Konzernabschluss nach den von der Europäischen Union (EU) übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) aufzustellen; die IFRS-Konzern-Eröffnungsbilanz wurde auf den 1. Januar 2004 aufgestellt (Tag des Übergangs auf IFRS gemäß IFRS 1, First-time Application of International Financial Reporting Standards).

Der Konzernabschluss ist in Anwendung von § 315a HGB nach den Vorschriften der am Bilanzstichtag gültigen Rechnungslegungsregeln gemäß den von der EU übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB), London, erstellt. Er steht in Übereinstimmung mit den Richtlinien der Europäischen Union zur Konzernrechnungslegung (Richtlinie 83/349/EWG) und umfasst die Jahresabschlüsse der INTERSEROH AG und ihrer Tochtergesellschaften.

Die Vorjahreswerte der Vermögenswerte und Schulden wurden in Übereinstimmung mit IFRS 1 nach denjenigen IFRS angesetzt und bewertet, die am 31. Dezember 2005, dem Zeitpunkt der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS, verpflichtend zu beachten sind.

Die sich ergebenden Unterschiedsbeträge zu den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden in der HGB-Konzernbilanz zum 31. Dezember 2003 wurden im Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Der Konzernanhang enthält auch die nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) aufzunehmenden Angaben.

II. Konsolidierungskreis

Neben der INTERSEROH AG werden zum Bilanzstichtag insgesamt 25 inländische und drei ausländische Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Bei den voll einbezogenen Unternehmen sind die Tatbestände erfüllt, dass die INTERSEROH AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Im Geschäftsjahr sind vier Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Eine französische und eine belgische Tochtergesellschaft wurden verkauft. Die beiden belgischen Gesellschaften wurden aufgrund der sich daraus ergebenden Unwesentlichkeit entkonsolidiert. Bei den Zugängen handelt es sich um zwei im Vorjahr noch inaktive und aus diesem Grund nicht konsolidierte Gesellschaften. Auf eine dieser Gesellschaften, die heutige ISR INTERSEROH Rohstoffe GmbH, Köln, wurde mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2005 der Teilgeschäftsbetrieb "Rohstoffhandel" aus der ISD INTERSEROH Dienstleistungs GmbH, Köln, abgespalten. Die andere Gesellschaft erwarb mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Juni 2005 den Geschäftsbetrieb der SEROG-Sekundär-Rohstoff-Gewinnung H. Suhrbier GmbH, Bous, und firmiert zukünftig als INTERSEROH SEROG GmbH, Bous. Zudem wurden mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Juli 2005 70 Prozent der Anteile an der RHS Rohstoff Handel GmbH, Stuttgart, erworben. Darüber hinaus wurde von einer bereits vollkonsolidierten Tochtergesellschaft der Geschäftsbetrieb der Einzelunternehmung Franz Jungnickel, Marktredwitz, im Rahmen eines Asset Deals erworben. Die Auswirkungen dieser Akquisitionen auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage sowie die Zahlungsströme des Konzerns sind nicht von wesentlicher Bedeutung.

In den Konzernabschluss der INTERSEROH AG sind – wie im Vorjahr – fünf Gesellschaften (vier inländische und eine ausländische) at-equity einbezogen.

Nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden 46 Gesellschaften, die – auch insgesamt – von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Zahlungsströme des Konzerns sind.

Die in den Konsolidierungskreis im Wege der Vollkonsolidierung beziehungsweise at-equity einbezogenen Unternehmen ergeben sich aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes, die dem Anhang gesondert beigefügt ist. In der Aufstellung sind ebenfalls die wegen untergeordneter Bedeutung nicht einbezogenen Tochtergesellschaften angegeben, sofern deren Größe beziehungsweise der mittelbar oder unmittelbar gehaltene Anteil eine entsprechende Angabe als sinnvoll erscheinen lässt.

Die Veränderung des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr stellt sich in der Übersicht wie folgt dar:

nicht einbezogen wg. Unwesentlichkeit
Anzahl der Gesellschaften voll
konsolidiert
at-equity
bewertet
Beteiligung
>50 %
Beteiligung
>20 % <= 50 %
Beteiligung
< 20 %
Gesamt
Stand 01.01.2005 29 5 18 16 8 76
Zugänge 3 0 9 1 0 13
Abgänge -4 0 -5 -2 0 -11
Stand 31.12.2005 28 5 22 15 8 78

III. Konsolidierungsgrundsätze

Der Konsolidierungszeitraum entspricht dem Kalenderjahr. Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen schließen ihr Geschäftsjahr zum 31. Dezember ab.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß IAS 27 (Consolidated and Separate Financial Statements) in Verbindung mit IFRS 3 (Business Combinations) nach der Erwerbsmethode, wobei die Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem auf sie jeweils entfallenden anteiligen Eigenkapital unter Berücksichtigung der Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden zum Zeitpunkt ihres Erwerbs verrechnet werden. Verbleibende Unterschiedsbeträge werden als Firmenwerte ausgewiesen. Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 in Verbindung mit IFRS 1 nicht planmäßig abgeschrieben. Die Werthaltigkeit der Firmenwerte wird stattdessen mindestens einmal jährlich oder bei Vorliegen von auslösenden Sachverhalten anhand eines Impairment-Tests überprüft. Die übrigen aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierungen entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt.

Beteiligungen, bei denen die INTERSEROH AG – in der Regel aufgrund eines Anteilsbesitzes zwischen 20 und 50 Prozent – einen bedeutenden Einfluss ausübt, werden nach der Equity-Methode bewertet und demzufolge mit ihrem anteiligen Eigenkapital angesetzt.

Tochterunternehmen und Beteiligungen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Zahlungsströme im Einzelnen und insgesamt unwesentlich ist, werden nicht konsolidiert, sondern mit ihren Anschaffungskosten beziehungsweise mit verlässlich ermittelbaren Zeitwerten im Konzernabschluss berücksichtigt.

Bei der Schuldenkonsolidierung sind die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den vollkonsolidierten Gesellschaften aufgerechnet.

Im Zuge der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden die Umsätze, Aufwendungen und Erträge aus Geschäften zwischen den Konzernunternehmen gegenseitig aufgerechnet.

Wesentliche Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen sowie aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen zwischen einbezogenen Konzerngesellschaften werden eliminiert, soweit der Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung ist. Die entsprechenden Vorgänge aus Vorjahren werden fortgeführt, soweit sie als wesentliche Zwischengewinne im Entstehungsjahr eliminiert wurden.

Bei den at-equity bewerteten Gesellschaften sind im abgelaufenen Geschäftsjahr – wie auch im Vorjahr – keine wesentlichen Gewinne und Verluste aus Transaktionen mit anderen Konzerngesellschaften angefallen.

Im Rahmen der Konsolidierungsbuchungen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und gegebenenfalls latente Steuern in Ansatz gebracht.

IV. Währungsumrechnungen

In den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften werden sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten in fremden Währungen unabhängig von bestehenden Kurssicherungen mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Zur Kurssicherung abgeschlossene Termingeschäfte werden zu ihren jeweiligen Zeitwerten (fair value) angesetzt.

Laufende Bankguthaben beziehungsweise -verbindlichkeiten werden mit dem Devisengeldkurs am Bilanzstichtag, sonstige Fremdwährungsbeträge mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Sofern bei Forderungen (bzw. Verbindlichkeiten) der Stichtagskurs niedriger (bzw. höher bei Verbindlichkeiten) ist, wird der zum Stichtagskurs umgerechnete Fremdwährungswert angesetzt. Dabei auftretende Währungsumrechnungsdifferenzen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam erfasst.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die Beträge werden – mit Ausnahme von Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung – in Mio. Euro, gerundet auf zwei Nachkommastellen, dargestellt. In Einzelfällen traten im Vergleich zu den ungerundeten Beträgen Rundungsdifferenzen auf.

Die Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen sämtlicher in den Konzernabschluss im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen sind ebenfalls in Euro aufgestellt.

Lediglich ein assoziiertes Unternehmen erstellt seinen Jahresabschluss in polnischen Zloty. Die in den Konzernabschluss eingehenden Beträge werden gemäß lAS 21 (The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates) nach dem Konzept der Funktionalwährung in Euro umgerechnet.

Stichtagskurs Durchschnittskurs
1 Euro 2005 2004 2005 2004
Polen PLN 3,86343 4,08518 4,02880 4,088305

Dabei wurden die folgenden Kurse zugrunde gelegt:

Die sich aus der Umrechnung des anteiligen Eigenkapitals ergebenden Währungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital des Konzerns ausgewiesen.

V. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der in die Vollkonsolidierung einbezogenen Unternehmen sind grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Dabei werden die vom Mutterunternehmen angewandten Ansatz- und Bewertungsregeln auch von den Tochtergesellschaften beachtet. Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem IFRS-Eröffnungsbilanzstichtag (1. Januar 2004) sind grundsätzlich weder zum 31. Dezember 2004 noch zum 31. Dezember 2005 erfolgt.

Abweichend zum Konzernabschluss zum 1. Januar 2004 werden seit dem 31. Dezember 2004 einige kurzfristige Verbindlichkeiten aus Verträgen aus dem Dienstleistungsbereich brutto, das heißt einschließlich Umsatzsteuer, ausgewiesen. Korrespondierend dazu werden die zugehörigen Forderungen aus Abgrenzungen ebenfalls seit dem 31. Dezember 2004 brutto ausgewiesen.

Zur Verbesserung der Klarheit sind in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz einzelne Posten zusammengefasst, die im Anhang erläutert werden. In der Bilanz wird nach lAS 1 (Presentation of Financial Statements) beim Ausweis sowohl zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten als auch zwischen lang- und kurzfristigen Schulden unterschieden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, die innerhalb eines Jahres realisiert werden beziehungsweise abfließen.

Der Konzernabschluss wurde auf der Basis historische Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten aufgestellt, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind.

Immaterielle Vermögenswerte sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten abzüglich auf ihre jeweiligen Nutzungsdauern verteilten planmäßigen Abschreibungen bewertet. Mit Ausnahme von Firmenwerten mit zeitlich unbegrenzter Nutzungsdauer erfolgt die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte linear über einen Zeitraum von zwei bis 15 Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn dies im Rahmen der mindestens jährlich durchgeführten Impairment-Tests geboten ist. Bei Fortfall der Gründe für die außerplanmäßigen Abschreibungen werden – mit Ausnahme von Firmenwerten – entsprechende Zuschreibungen vorgenommen, die die fortgeführten Buchwerte nicht übersteigen dürfen.

Entsprechend dem in IFRS 1 kodifizierten Wahlrecht werden die Firmenwerte aus Akquisitionen vor dem 1. Januar 2004 gemäß der Behandlung nach bisherigem Recht fortgeführt. Das heißt, die in früheren Perioden vorgenommenen plan- und außerplanmäßigen Abschreibungen bleiben bestehen, und erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnete Firmenwerte werden nicht nachträglich aktiviert.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr planmäßig fortgeführten nutzungsbedingten Abschreibungen bewertet. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Gemietete, geleaste oder gepachtete immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, die gemäß den Vorgaben des IAS 17 (Leases) wirtschaftlich als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen sind (Finanzierungsleasing), werden zum Zeitpunkt des Vertragsbeginns mit den Barwerten der Mindestleasingzahlungen unter Berücksichtigung von Einmalzahlungen oder zu den niedrigeren Marktwerten bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig über die betriebsgewöhnliche wirtschaftliche Nutzungsdauer. Ist ein späterer Eigentumsübergang des Leasinggegenstandes unsicher, wird die Laufzeit des Leasingvertrages zugrunde gelegt, sofern diese kürzer ist. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind unter den finanziellen Verbindlichkeiten passiviert.

Rückbauverpflichtungen werden in Höhe des abgezinsten Erfüllungsbetrags in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des betreffenden Vermögenswertes einbezogen und planmäßig linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des Vermögenswertes abgeschrieben. Die erwarteten Verpflichtungen sind unter den Rückstellungen dargestellt.

Kosten für die Reparatur von Sachanlagen werden grundsätzlich erfolgswirksam verrechnet. Eine Aktivierung erfolgt nur dann, wenn die Kosten zu einer Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung des jeweiligen Vermögenswertes führen.

Das unbewegliche Sachanlagevermögen (Gebäude und Bauten) wird nach Maßgabe der erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Dies gilt auch für das bewegliche Sachanlagevermögen. Bei der Bemessung der Abschreibungsbeträge werden wesentliche nach Ablauf der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer verbleibende Restwerte berücksichtigt.

Der Abgang von geringwertigen Vermögenswerten im Geschäftsjahr wird unterstellt.

Bei Verkauf oder Stilllegung von Sachanlagen wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise Aufwendungen erfasst.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen die folgenden konzerneinheitlichen Nutzungsdauern und Abschreibungssätze zugrunde:

Nutzungsdauer
Jahre
Abschreibungssatz
%
Grundstücke und Bauten
Geschäfts-, Fabrik- und andere Bauten 25-50 2,00-4,00
Außenanlagen 5-33 3,33-20,00
Technische Anlagen und Maschinen 4-33 3,33-25,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Kraftfahrzeuge 6-9 11,11-20,00
Betriebseinrichtungen,
Büromaschinen und -einrichtungen 3-25 4,00-33,33
Geringwertige Vemögenswerte (bis zu EUR 410) < 1 Jahr 100,00

Gegebenenfalls werden im Rahmen der jährlich mindestens einmal durchgeführten Impairment-Tests auch außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei Fortfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Die At-Equity bewerteten Beteiligungen werden erstmals mit den Anschaffungskosten angesetzt und unter Anwendung der Equity-Methode fortgeführt. Soweit im Rahmen der Erstkonsolidierung dieser Beteiligungen stille Reserven oder Lasten aufgedeckt wurden, sind diese – gegebenenfalls unter Berücksichtigung von Abschreibungen nach den bereits genannten Kriterien – ebenfalls in dieser Bilanzposition enthalten.

Gemäß IAS 39 (Financial Instruments: Recognition and Measurement) sind finanzielle Vermögenswerte unter anderem als "bis zur Endfälligkeit zu halten" oder "zur Veräußerung verfügbar" zu unterscheiden. Sie sind zu ihrem beizulegenden Zeitwert (fair value) oder, falls ein Marktpreis auf einem aktiven Markt nicht vorliegt und der beizulegende Zeitwert nicht zuverlässig messbar ist, zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Bei INTERSEROH sind sowohl die langfristigen als auch die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte als "zur Veräußerung verfügbar" qualifiziert und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, da deren beizulegende Zeitwerte nicht zuverlässig messbar sind.

Unverzinsliche oder gering verzinsliche Ausleihungen sind mit dem Barwert, die übrigen Ausleihungen mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Die unter den Vorräten gemäß IAS 2 (Inventories) ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zum niedrigeren Wert aus auf Basis der Durchschnittsmethode ermittelten Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten und ihrem Nettoveräußerungswert, das heißt dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Fertigstellungs- und Vertriebskosten (Prinzip der verlustfreien Bewertung) bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen fixen und variablen Material- und Fertigungsgemeinkosten, soweit sie im Zusammenhang mit dem Herstellungsvorgang anfallen. Kosten der Verwaltung werden berücksichtigt, soweit sie auf den Herstellungsbereich entfallen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden gemäß IAS 39 (Financial Instruments: Recognition and Measurement) als "Kredite und Forderungen" klassifiziert und mit den Anschaffungskosten angesetzt. Bestehen an der vollständigen Realisierbarkeit Zweifel, werden die Kundenforderungen mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag angesetzt. Neben den erforderlichen Einzelwertberichtigungen wird den erkennbaren Risiken aus dem allgemeinen Kreditrisiko durch Bildung von pauschalierten Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die in den sonstigen Forderungen ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte, die gemäß IAS 39 der Klasse "Kredite und Forderungen" angehören, sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden nach IAS 12 (Income Taxes) berechnet. Latente Steuern werden einerseits auf zeitliche Unterschiede zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in Handels- und Steuerbilanz sowie aus Konsolidierungsvorgängen, andererseits auf realisierbare Verlustvorträge ermittelt. Im Rahmen der Berechnung werden die in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde gelegt. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen beziehungsweise verabschiedeten gesetzlichen Regelungen. Für in Deutschland ansässige Gesellschaften wird einheitlich der für die Muttergesellschaft erwartete Gewerbesteuerhebesatz berücksichtigt.

Latente Steuern aus Verlustvorträgen werden nur insoweit berücksichtigt, als es hinreichend sicher erscheint, dass die Verlustvorträge steuerlich auch tatsächlich genutzt werden können. Die Berechnung der steuerlich nutzbaren Verlustvorträge erfolgt durch Ermittlung des summierten, geplanten EBIT der nächsten drei Jahre für jede Gesellschaft. Aus diesen summierten Plan-EBIT pro Gesellschaft werden unter Verwendung des Konzerngewerbesteuerund -körperschaftsteuersatzes und unter Berücksichtigung der steuerlichen Verlustausgleichsregeln die darauf entfallenden Steuern ermittelt und den gewerbesteuerlichen und den körperschaftsteuerlichen Verlustvorträgen der jeweiligen Gesellschaft gegenübergestellt. Auf Ebene der Einzelgesellschaft wird unter Berücksichtigung von steuerlichen Organschaften schließlich die latente Steuer aus Verlustvorträgen bestimmt.

Gemäß den Kriterien in lAS 37 (Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets), gegebenenfalls auch nach IAS 19 (Employee Benefits), werden für ungewisse Verpflichtungen Rückstellungen gebildet, wenn es jeweils als wahrscheinlich angesehen wird, dass sich aus der Erfüllung einer gegenwärtigen Verpflichtung ein direkter Abfluss von Ressourcen ergibt, die künftigen wirtschaftlichen Nutzen enthalten, und der Wert dieser Verpflichtung, respektive der Erfüllungsbetrag, zuverlässig, auch in Form von Schätzungen, ermittelt werden kann. Dabei sind alle bekannt gewordenen ungewissen Verbindlichkeiten und Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen, mit dem Erfüllungsbetrag mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit berücksichtigt. Resultiert aus einer geänderten Einschätzung eine Reduzierung des erwarteten Verpflichtungsumfangs, wird die Rückstellung anteilig aufgelöst und der Ertrag in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Bei langfristigen Rückstellungen wird der Anteil, der erst nach mehr als einem Jahr abfließen wird und für den eine verlässliche Abschätzung der Auszahlungsbeträge beziehungsweise -zeitpunkte möglich ist, mit dem durch Abzinsung unter Verwendung eines markt- und fristadäquaten Zinssatzes ermittelten Barwert angesetzt.

Grundsätzlich sind alle Finanzverbindlichkeiten gemäß IAS 39 (Financial Instruments: Recognition and Measurement) zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Finanzschulden, die als Grundgeschäft innerhalb eines Fair Value Hedges designiert sind, werden mit ihrem Fair Value passiviert. Die angegebenen Fair Values der Finanzschulden sind auf Basis der am Bilanzstichtag für die entsprechenden Restlaufzeiten und Tilgungsstrukturen gültigen Zinssätze ermittelt. Finanzverbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen sind mit dem Barwert der zukünftigen Leasingraten passiviert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Die übrigen Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt, sofern es sich nicht um derivative Finanzinstrumente handelt.

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Risikoreduzierung eingesetzt. Ihr Einsatz erfolgt im Rahmen der Vorgaben der entsprechenden Fremdwährungs-Konzernrichtlinie.

Alle derivativen Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 (Financial Instruments: Recognition and Measurement) im Rahmen der Erstbewertung zu Anschaffungskosten und bei Folgebewertungen zum Fair Value bilanziert und unter "Sonstige Forderungen" beziehungsweise unter "Sonstige Verbindlichkeiten" ausgewiesen.

Zur Bewertung der derivativen Finanzinstrumente wird der Fair Value mittels anerkannter finanzwirtschaftlicher Modelle berechnet. Die angesetzten Fair Values entsprechen jeweils dem Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert oder eine Schuld beglichen werden könnte.

Gewinne und Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten, die ausschließlich als qualifizierte Sicherungsinstrumente innerhalb eines Fair Value Hedges angewendet werden, sind erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Etwaige Ergebnisveränderungen aus der Ineffektivität dieser Finanzinstrumente sind sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Umsatzerlöse werden unter Berücksichtigung von in Abzug zu bringenden Steuern und Erlösschmälerungen zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs beziehungsweise der Leistungserbringung realisiert.

Werthaltigkeitsüberprüfung im Rahmen von Impairment-Tests

Die Überprüfung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten erfolgt in der INTERSEROH-Gruppe mindestens einmal jährlich am Jahresende oder unterjährig bei Erkennen von besonderen Anlässen auf der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Unit, CGU) im Sinne von IAS 36 (Impairment of Assets). Die INTERSEROH hat auf Basis der wirtschaftlichen Verflechtungen die beiden Segmente "Dienstleistung und Rohstoffhandel" sowie "Stahl- und Metallrecycling" als eigenständige, zahlungsmittelgenerierende Einheiten identifiziert.

Im Segment Stahl- und Metallrecycling wird auf den durch die Gesellschaften betriebenen Schrottplätzen Schrott unsortiert in kleinen Mengen gekauft, sortiert, gegebenenfalls bearbeitet und in großen Mengen verkauft. Grundsätzlich besteht im Segment Transparenz über die erzielbaren Verkaufspreise und Marktentwicklungen allgemein. Darüber hinaus ist die Handelsmenge des Segmentes insgesamt für die Verbraucher signifikant, was sich auf die Verhandlungsposition der einzelnen Gesellschaften zusätzlich positiv auswirkt. Die Einzahlungen des Segmentes resultieren damit wesentlich aus der segmentinternen Informationstransparenz verbunden mit Markt- und insbesondere Preisvorteilen aus der segmentweiten Bündelung von Verkaufsmengen. Insofern und aufgrund der durch das Mutterunternehmen gesteuerten gemeinsamen Leitung sind die Einzelgesellschaften nicht als "weitestgehend unabhängig" anzusehen, vielmehr werden alle Gesellschaften in diesem Segment als eine CGU qualifiziert.

Im Segment Dienstleistung und Rohstoffhandel werden von den zugehörigen Gesellschaften Entsorgungsdienstleistungen angeboten. Die dabei anfallenden Sekundärrohstoffe werden von der gleichen Einheit oder einer Schwestereinheit im Rahmen von Kontrakten gebündelt an Großabnehmer weiterveräußert. Da auch die Gesellschaften dieses Segmentes gemeinsam geleitet werden und sowohl Beschaffung und Vermarktung als auch die damit zusammenhängenden Einzahlungen nicht unabhängig von den anderen Gesellschaften betrachtet werden können, bilden die Gesellschaften dieses Segmentes insgesamt eine CGU.

Im Rahmen der Impairment-Tests werden die Restbuchwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag (recoverable amount) als der höhere Wert aus Nettoveräußerungspreis (net selling price) und Nutzungswert (value in use) verglichen. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes wird der Barwert der künftigen Zahlungen, die im Rahmen der aktuellen nach Geschäftsbereich und Standort individuellen Planungen der INTERSEROH-Gruppe für die nächsten drei Jahre prognostiziert werden, zugrunde gelegt. Der Barwert der zukünftigen Zahlungen entspricht dabei dem durchschnittlichen geplanten EBIT der folgenden drei Jahre auf Basis eines Ertragwertfaktors von 5.

Die Planungen basieren auf der Annahme, dass sich vor dem Hintergrund der Neuwahlen und der damit verbundenen positiven Wirkung auf den Konsum ein Wirtschaftswachstum von bis zu 1,4 Prozent realisieren wird. Weiterhin wurde unterstellt, dass das Jahr 2006 aufgrund der vergleichsweise hohen Arbeitslosigkeit, der immer noch bestehenden Strukturprobleme in Deutschland sowie des zurückhaltenden Kaufverhaltens aufgrund der unsicheren Renten- und Arbeitsmarktsituation weiterhin schwierig bleibt.

Für das Segment Dienstleistungen wird eine verbesserte konjunkturelle Situation im Konsumverhalten und damit auch in den betroffenen Branchen erwartet. Als Preisbasis wurde das Niveau von Juni 2005 unterstellt.

Für die Planung des Segmentes Stahl- und Metallrecycling wird von einer Preisbasis ausgegangen, die sich am Niveau Juni 2004 orientiert.

Die Kapitalkosten werden als mit den jeweiligen Marktwerten gewichteter Durchschnitt von Eigen- und Fremdkapital berücksichtigt, wobei die Eigenkapitalkosten den Renditeerwartungen der Geschäftsleitung für das betriebene Geschäft und die Fremdkapitalkosten den aktuellen Finanzierungskonditionen der INTERSEROH-Gruppe entsprechen.

Sofern der so ermittelte, erzielbare Betrag der Cash Generating Unit niedriger als ihr Buchwert ist, liegt in Höhe der Differenz ein Abwertungsbedarf (impairment loss) vor. Bei Vorliegen von Abwertungsbedarf wird zunächst ein eventuell vorhandener Firmenwert der betroffenen zahlungsmittelgenerierenden Einheit wertberichtigt. Ein eventuell verbleibender Restbetrag wird anteilig auf die anderen Vermögenswerte der jeweiligen Cash Generating Unit auf Grundlage der Restbuchwerte zum Abschlussstichtag jedes einzelnen Vermögenswertes verteilt.

Es haben sich im Rahmen der durchgeführten Impairment-Tests keinerlei Hinweise auf Wertberichtigungsbedarf ergeben.

Verwendung von Annahmen und Schätzungen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwandt worden, die sich auf Ausweis und Höhe der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Diese Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bewertung von Rückstellungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen.

Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach Aufwandsarten (Gesamtkostenverfahren).

(1) Umsatzerlöse

Unter den Umsatzerlösen sind abrechnungssystembedingt auch periodenfremde Erlöse aus laufendem Geschäft in Höhe von 4,45 Mio. Euro (i. Vj.: 3,83 Mio. Euro) ausgewiesen.

Die Entwicklung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen und Regionen ist im Rahmen der Segmentberichterstattung dargestellt.

(2) Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

Bestand Bestandsveränderung
2005
Mio. Euro
2004
Mio. Euro
2005
Mio. Euro
2004
Mio. Euro
unfertige Erzeugnisse 7,42 10,35 -2,93 9,20
fertige Erzeugnisse 8,38 22,37 -13,99 11,16
-16,92 20,36
sonstige Veränderungen -0,17 0,32
-17,09 20,68

(3) Sonstige betriebliche Erträge

2005 2004
Mio. Euro Mio. Euro
Erträge aus der Auflösung von "provisions" und "accruals" 8,16 6,00
Erträge aus Anlagenabgängen 0,99 1,25
Versicherungsentschädigungen 1,04 1,01
Mieterträge 0,70 0,75
Verrechnete Sachbezüge Arbeitnehmer 0,83 0,75
Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen 1,22 0,68
Erträge aus Entkonsolidierungen 0,20 0,00
Übrige 4,29 2,01
17,42 12,45

(4) Materialaufwand

2005
Mio. Euro
2004
Mio. Euro
Bezogene Rohstoffe und Waren, abzgl. Skonti 626,39 760,57
Entsorgungskosten 92,37 72,96
Lagereingangs- und Streckenfrachtkosten 33,17 32,84
Energiekosten 6,19 5,63
Übrige bezogene Leistungen 5,33 4,31
763,45 876,31

In den Materialaufwendungen des Konzerns sind periodenfremde Aufwendungen aus bezogenen Leistungen mit 2,61 Mio. Euro (i. Vj.: 1,12 Mio. Euro) enthalten.

(5) Personalaufwand

2005 2004
Mio. Euro Mio. Euro
Löhne und Gehälter 53,14 52,70
Soziale Abgaben 11,13 11,34
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 0,55 0,62
64,82 64,66

(6) Abschreibungen auf immaterielle Vemögenswerte und auf Sachanlagen

2005 2004
Mio. Euro Mio. Euro
planmäßige Abschreibungen
Immaterielle Vemögenswerte 0,98 0,94
Sachanlagen 10,51 10,85
11,49 11,79
außerplanmäßige Abschreibungen
Sachanlagen 0,79 0,00
12,28 11,79

Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen betreffen mit 0,64 Mio. Euro Rücknahmeautomaten, die aufgrund von Norm-Änderungen nicht mehr verwendet werden können sowie mit 0,15 Mio. Euro Mietereinbauten in einem ab Frühjahr 2006 nicht mehr genutzten Betriebsgebäude.

(7) Sonstige betriebliche Aufwendungen

2005 2004
Mio. Euro Mio. Euro
Betriebs- und Verwaltungsaufwendungen
Instandhaltungskosten 11,18 12,89
Mieten und sonstige Raumkosten 6,18 7,80
Rechts-, Beratungs- und Abschlusskosten 5,44 5,28
Versicherungen 4,51 3,64
Leasingaufwendungen 3,31 1,96
Telefon, Porto, Internet 1,70 1,72
Sonstige Steueraufwendungen 1,27 1,51
Sonstige Betriebs- und Verwaltungsaufwendungen 9,04 8,36
42,62 43,16
Vertriebsaufwendungen
Kosten der Warenabgabe 16,70 14,47
Werbe- und Reisekosten 6,08 5,80
Zeit-/Leih-/Fremdarbeitskräfte 4,20 2,71
Sonstige Vertriebsaufwendungen 0,54 0,82
27,52 23,79
Periodenfremde Aufwendungen
Wertberichtigungen auf Forderungen 1,95 2,01
Verluste aus Anlagenabgängen 0,49 1,37
Zuführung Rückstellungen für Restrukturierungen 0,62 0,00
Sonstige periodenfremde Aufwendungen 1,42 3,42
4,49 6,79
74,63 73,74

(8) Beteiligungs- und Finanzergebnis

2005
Mio. Euro
2004
Mio. Euro
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 0,87 2,49
Finanzerträge
Erträge aus sontigen Beteiligungen 0,10 0,07
Erträge aus langfristigen Ausleihungen 0,09 0,10
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,96 0,90
1,15 1,07
Finanzaufwendungen
Abschreibungen auf Finanzanlagen -0,39 -0,36
Zinsanteil in Zuführungen zu Pensionrückstellungen -1,01 -1,03
Zinsanteil an den Leasingraten aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen -0,31 -0,29
Übrige -2,52 -3,92
-4,23 -5,60
-2,21 -2,04

Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen erfolgten jeweils auf den beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag und betreffen Anteile an nicht in den Konzernabschluss einbezogenen verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen (i. Vj.: 0,18 Mio. Euro zzgl. Ausleihungen an Dritte 0,18 Mio. Euro).

(9) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die in den einzelnen Ländern gezahlten beziehungsweise geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die wesentlichen deutschen Gesellschaften des INTERSEROH-Konzerns unterliegen einer durchschnittlichen Gewerbeertragsteuer von 18,37 Prozent des Gewinns vor Ertragsteuern. Der Körperschaftsteuersatz beträgt 25,00 Prozent, zuzüglich eines Solidaritätszuschlags auf die Körperschaftsteuer von 5,50 Prozent. Der Gesamtsteuersatz beträgt 39,90 Prozent. Die Berechnung der latenten Steuern auf Verlustvorträge erfolgt unter Berücksichtigung der in Deutschland derzeit geltenden Beschränkungen bei der Verrechnung von steuerlichen Verlusten in Folgeperioden.

Der Ermittlung der latenten Steuern liegen die in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen beziehungsweise verabschiedeten gesetzlichen Regelungen.

Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Die angewandten Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variieren von 25 bis 34 Prozent.

2005
Mio. Euro
2004
Mio. Euro
Gezahlte bzw. geschuldete Steuern
für das laufende Jahr 8,76 11,46
für Vorjahre -0,34 0,17
8,42 11,63
Latente Steuern
auf temporäre Differenzen -0,44 3,20
auf Veränderung Verlustvorträge 2,91 0,31
2,46 3,51
10,88 15,14

Der auf ausländische Tochtergesellschaften entfallende Anteil am tatsächlichen Steueraufwand beträgt 0,06 Mio. Euro (i. Vj.: 0,09 Mio. Euro).

Es haben sich keine Aufwendungen oder Erträge aus der Veränderung der verwendeten Ertragsteuersätze ergeben.

Der tatsächliche Ertragsteueraufwand lässt sich aus dem erwarteten Steueraufwand für das abgelaufene Konzerngeschäftsjahr wie folgt ableiten:

2005
Mio. Euro
2005
Mio. Euro
2004
Mio. Euro
2004
Mio. Euro
Ergebnis vor Ertragsteuern 29,85 44,73
erwarteter Ertragsteueraufwand (39,90 %) 11,91 17,85
Auswirkungen niedrigerer nationaler Steuersätze 0,07 -0,05
Nicht berücksichtigte latente Steuern auf Ergebnisse
ausländischer Tochtergesellschaften 0,74 -0,54
Steuerfreie Beteiligungserträge, inkl. Ergebnis aus At-Equity-Bewertung -0,39 -1,02
Abweichende Nutzung steuerlicher Verlustvorträge 0,19 -4,13
Veränderung der nicht aktivierten latenten Steuern auf temporäre
Differenzen ausländischer Tochtergesellschaften -1,03 3,01
Periodenfremde Steueraufwendungen und -erträge -0,34 0,34
Steuerlich nicht abzugsfähige Betriebsausgaben 0,07 0,17
Sonstige Abweichungen -0,34 -1,03 -0,50 -2,72
tatsächlicher Ertragsteueraufwand 10,88 15,13

(10) Anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis

Das anderen Gesellschaftern zustehende Ergebnis in Höhe von 0,52 Mio. Euro (i. Vj.: 0,21 Mio. Euro) betrifft ausschließlich Gewinnanteile (i. Vj.: 0,30 Mio. Euro Gewinnanteile und 0,09 Mio. Euro Verlustanteile).

(11) Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des nach Abzug des anderen Gesellschaftern zustehenden Ergebnisanteils verbleibenden Konzernergebnisses durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien. Ein Verwässerungseffekt ist weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr zu berücksichtigen.

Bei einem Konzerngewinn von 18,44 Mio. Euro (i. Vj.: 29,39 Mio. Euro) und einer Anzahl ausgegebener Aktien von unverändert 9.840.000 Stück ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von 1,87 Euro (i. Vj.: 2,99 Euro).

(12) Immaterielle Vermögenswerte

Geschäfts sonstige
und immat. Ver
Firmenwerte mögenswerte Gesamt
Mio. Euro Mio. Euro Mio. Euro
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2004 18,90 4,58 23,48
Zugänge aus Konsolidierungskreisänderungen 0,41 0,00 0,41
Zugänge 0,09 0,45 0,54
Abgänge -0,03 -0,14 -0,17
Umgliederungen 0,00 0,03 0,03
Stand 31.12.2004 19,37 4,93 24,29
Wertberichtigungen
Stand 01.01.2004 0,00 2,23 2,23
Zugänge, planmäßig 0,00 0,79 0,79
Abgänge 0,00 -0,06 -0,06
Stand 31.12.2004 0,00 2,96 2,96
Buchwerte
Stand 01.01.2004 18,90 2,35 21,25
Stand 31.12.2004 19,37 1,96 21,33
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2005 19,37 4,92 24,29
Zugänge 1,55 2,28 3,83
Abgänge 0,00 -0,36 -0,36
Stand 31.12.2005 20,92 6,84 27,76
Wertberichtigungen
Stand 01.01.2005 0,00 2,96 2,96
Zugänge, planmäßig 0,00 0,83 0,83
Abgänge 0,00 -0,02 -0,02
Stand 31.12.2005 0,00 3,77 3,77
Buchwerte
Stand 01.01.2005 19,37 1,96 21,33
Stand 31.12.2005 20,92 3,07 23,99

Die im Konzernabschluss ausgewiesenen Firmenwerte setzen sich aus Restbuchwerten von Unterschiedsbeträgen aus der Erstkonsolidierung einbezogener Tochterunternehmen in Höhe von 15,49 Mio. Euro (i. Vj.: 15,12 Mio. Euro) sowie den aus Einzelabschlüssen übernommenen Firmenwerten in Höhe von 5,42 Mio. Euro (i. Vj.: 4,25 Mio. Euro) zusammen. Im Berichtsjahr wurde für Unternehmensakquisitionen (Share Deal) ein Betrag von 0,90 Mio. Euro (i. Vj.: 0,49 Mio. Euro) ausgegeben. Es entstand ein Firmenwert von 0,30 Mio. Euro (i. Vj.: 0,41 Mio. Euro). Darüber hinaus wurden im Rahmen von Asset Deals Firmenwerte in Höhe von 1,17 Mio. Euro (i. Vj.: 0,00 Mio. Euro) generiert, die darauf zurück zu führen sind, dass die erworbenen Kundenbeziehungen nicht als eigenständiger immaterieller Vermögenswert bilanzierungsfähig sind. Die verbleibenden Zugänge 2005 beruhen auf nachträglichen Anschaffungskosten in Höhe von 0,08 Mio. Euro. Sämtliche Kaufpreise wurden ausschließlich durch die Übertragung von Zahlungsmitteln beglichen.

In den sonstigen immateriellen Vermögenswerten sind im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen zu aktivierende immaterielle Vermögenswerte mit einem Restbuchwert von 0,55 Mio. Euro (i. Vj.: 0,64 Mio. Euro) enthalten. Im Geschäftsjahr 2005 gab es keine Zugänge in diesem Bereich. Die Abschreibungen auf diese Vermögenswerte betragen 0,09 Mio. Euro (i. Vj.: 0,09 Mio. Euro).

Im Geschäftsjahr waren keine außerplanmäßigen Wertberichtigungen (z.B. im Rahmen der durchgeführten Impairment-Tests) vorzunehmen. Sämtliche Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in der GuV-Position "Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und auf Sachanlagen" enthalten.

Bei den immateriellen Vermögenswerten gibt es – mit Ausnahme der geleasten Vermögenswerte – weder Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen noch Erwerbsverpflichtungen.

(13) Sachanlagen

Grundstücke
und Gebäude
Mio. Euro
technische
Anlagen und
Maschinen
Mio. Euro
Betriebs- und
Geschäftsaus
stattung
Mio. Euro
geleistete An
zahlugen, An
lagen im Bau
Mio. Euro
Gesamt
Mio. Euro
Anschaffungs-/Herstellungskosten 61,74 82,54 50,28 0,22 194,77
Stand 01.01.2004 1,06 0,00 0,52 0,00 1,58
Zugänge aus Konsolidierungskreisänderungen 1,43 4,90 4,37 1,59 12,29
Zugänge -1,43 -5,31 -6,43 -0,09 -13,26
Abgänge 1,17 0,06 0,05 -1,30 -0,02
Umgliederungen 63,97 82,18 48,79 0,42 195,36
Stand 31.12.2004
Wertberichtigungen
Stand 01.01.2004 32,23 69,32 37,47 0,00 139,02
Zugänge aus Konsolidierungskreisänderungen 0,01 0,00 0,28 0,00 0,29
Zugänge, planmäßig 2,06 4,47 4,47 0,00 11,01
Abgänge -0,54 -3,06 -4,08 0,00 -7,67
Umgliederungen 0,00 0,01 -0,01 0,00 0,00
Stand 31.12.2004 33,77 70,75 38,13 0,00 142,65
Buchwerte
Stand 01.01.2004 29,51 13,22 12,81 0,22 55,76
Stand 31.12.2004 30,20 11,44 10,66 0,42 52,71
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2005 63,97 82,19 48,79 0,42 195,37
Zugänge aus Konsolidierungskreisänderungen 0,00 0,00 0,04 0,00 0,04
Abgänge aus Konsolidierungskreisänderungen -1,34 -1,03 -0,35 0,00 -2,72
Zugänge 4,33 4,95 4,66 7,97 21,91
Abgänge -0,21 -4,92 -3,79 -0,55 -9,47
Umgliederungen -0,07
66,68
0,28
81,47
-0,13
49,22
-0,08
7,76
0,00
205,13
Stand 31.12.2005
Wertberichtigungen
Stand 01.01.2005 33,76 70,74 38,13 0,00 142,63
Zugänge aus Konsolidierungskreisänderungen 0,00 0,00 0,01 0,00 0,01
Abgänge aus Konsolidierungskreisänderungen -0,65 -0,73 -0,31 0,00 -1,69
Zugänge, planmäßig 2,02 4,34 4,31 0,00 10,67
Zugänge, außerplanmäßig 0,15 0,41 0,00 0,23 0,79
Abgänge -0,13 -4,12 -3,26 0,00 -7,51
Umgliederungen -0,03 0,00 0,03 0,00 0,00
Stand 31.12.2005 35,12 70,64 38,91 0,23 144,90
Buchwerte
Stand 01.01.2005 30,21 11,45 10,66 0,42 52,74
Stand 31.12.2005 31,56 10,83 10,31 7,53 60,23

Im Sachanlagevermögen sind Vermögenswerte in Höhe von 3,80 Mio. Euro (i. Vj.: 4,92 Mio. Euro) enthalten, deren zugrunde liegende Miet-, Pacht- oder Leasingverträge aufgrund der angewandten IFRS-Kriterien als Finanzierungsleasingverträge zu charakterisieren und deshalb beim wirtschaftlichen Eigentümer zu bilanzieren sind. Zu den entsprechenden Verbindlichkeiten wird auf Angabe (25) verwiesen.

Im Wesentlichen handelt es sich bei diesen Vermögenswerten um technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung mit Buchwerten von 0,65 Mio. Euro beziehungsweise 3,10 Mio. Euro (i. Vj.: 1,23 Mio. Euro bzw. 3,63 Mio. Euro).

Auf die geleasten und aktivierten Vermögenswerte des Sachanlagevermögens entfallen im Berichtsjahr Zugänge in Höhe von 0,65 Mio. Euro (i. Vj.: 1,10 Mio. Euro) und Abschreibungen in Höhe von 1,27 Mio. Euro (i. Vj.: 1,15 Mio. Euro).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von 0,79 Mio. Euro (i. Vj.: 0,00 Mio. Euro) vorgenommen worden. Sämtliche Abschreibungen auf Sachanlagen sind in der GuV-Position "Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und auf Sachanlagen" enthalten.

Vermögenswerte des Sachanlagevermögens, insbesondere Grundstücke und Gebäude mit einem Gesamt-Restbuchwert von 6,40 Mio. Euro (i. Vj.: 6,70 Mio. Euro), dienen als Sicherheiten für Verbindlichkeiten, die am Bilanzstichtag mit insgesamt 5,72 Mio. Euro (i. Vj.: 4,34 Mio. Euro) valutieren.

Bis auf die geleasten Vermögenswerte gibt es keine sonstigen Eigentumsoder Verfügungsbeschränkungen bezüglich der Sachanlagen. Erwerbsverpflichtungen bestehen ebenfalls nicht.

(14) At-Equity bewertete Beteiligungen

Im INTERSEROH-Konzernabschluss werden beziehungsweise wurden die folgenden Beteiligungen nach der "At-Equity-Methode" bewertet:

Land Anteilsbesitz Buchwert
2005 2004 31.12.2005
Mio. Euro
31.12.2004
Mio. Euro
TOM Sp. z o.o Polen 50,0 % 50,0 % 3,09 3,26
HR Hüttenwerkentsorgung GmbH Deutschland 50,0 % 50,0 % 0,48 0,33
Eisen- und Stein Horn KG Deutschland 50,0 % 50,0 % 1,88 1,78
Mineralmahlwerk Westerwald GmbH Deutschland 50,0 % 50,0 % 1,04 0,90
Jade-Entsorgung GmbH Deutschland 24,9 % 24,9 % 0,14 0,16
6,63 6,43

Sämtliche assoziierte Unternehmen sind dem Segment Stahl- und Metallrecycling zuzuordnen.

In den genannten Buchwerten sind im Rahmen der Erstkonsolidierung der Eisen- und Stein Horn KG beziehungsweise der Jade-Entsorgung GmbH aufgedeckte stille Reserven im Sachanlagevermögen mit Restbuchwerten von insgesamt 0,40 Mio. Euro (i. Vj.: 0,42 Mio. Euro) enthalten.

Zusammenfassung der finanziellen Informationen zu den am Bilanzstichtag atequity bewerteten Beteiligungen (jeweils bezogen auf 100%):

Bilanzsumme
Mio. Euro
Eigenkapital
Mio. Euro
Umsatzerlöse
Mio. Euro
Jahresergebnis
Mio. Euro
2005
TOM Sp. z o.o 24,66 7,32 75,35 0,31
HR Hüttenwerkentsorgung GmbH 3,02 0,96 6,26 0,30
Eisen- und Stein Horn KG 11,51 3,27 10,95 0,77
Mineralmahlwerk Westerwald GmbH 8,65 2,09 13,61 0,34
Jade-Entsorgung GmbH*
2004
TOM Sp. z o.o 30,69 7,61 103,70 5,28
HR Hüttenwerkentsorgung GmbH 2,45 0,66 6,17 -0,30
Eisen- und Stein Horn KG 10,62 2,74 13,63 0,61
Mineralmahlwerk Westerwald GmbH 7,94 1,81 8,34 0,46
Jade-Entsorgung GmbH 2,20 1,31 8,69 0,67

*JA 2005 liegt noch nicht vor

Alle Zahlenangaben betreffen die Jahresabschlüsse nach dem jeweiligen Landesrecht. Soweit wesentliche Abweichungen zu den Rechnungslegungsvorschriften nach IFRS festgestellt wurden, werden die anteiligen Ergebnisse und das jeweilige Eigenkapital für Zwecke der Konzern-Rechnungslegung entsprechend angepasst.

(15) Finanzielle Vermögenswerte

2005 2004
Mio. Euro Mio. Euro
langfristig
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,40 1,26
Sonstige Beteiligungen 0,31 0,74
Ausleihungen 2,51 2,78
Wertpapiere 0,01 0,01
4,23 4,80
kurzfristig
Forderung aus Factoringgesellschaft 1,22 0,00
Ausleihungen 0,73 0,26
Finanzderivate 0,00 0,03
1,95 0,28

Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen Unternehmen, die trotz einer Konzernbeteiligungsquote von mehr als 50 Prozent wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind. Bei den sonstigen Beteiligungen handelt es sich um Beteiligungen mit einer Kapital- und Stimmrechtsquote von unter 20 Prozent. Für diese Gruppen von Vermögenswerten ergaben sich im Rahmen von Impairment-Tests außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von insgesamt 0,39 Mio. Euro (i. Vj.: 0,18 Mio. Euro).

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes für den INTERSEROH-Konzern ist diesem Anhang als Anlage beigefügt.

Die ausgewiesenen langfristigen Ausleihungen betreffen im Wesentlichen Ausleihungen an konzernfremde Gesellschaften sowie langfristig gebundene Kautionszahlungen. Auf Ausleihungen und Wertpapiere wurden im Konzerngeschäftsjahr 2005 keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen (i. Vj.: 0,18 Mio. Euro).

Die Forderung aus Factoringgeschäft betrifft eine kurzfristige Forderung aus dem Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Factoringunternehmen. Die zugrunde liegende Vereinbarung ist als Finanzierungsgeschäft anzusehen, da nicht alle Risiken im Zusammenhang mit den rechtlich abgetretenen Forderungen auf den Factor übergehen. Die korrespondierende Rückzahlungsverpflichtung ist unter den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Nach Berücksichtigung der vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen entsprechen die Buchwerte aller ausgewiesenen sonstigen finanziellen Vermögenswerte deren beizulegenden Zeitwerten am Bilanzstichtag.

Bezüglich weiteren Angaben zu den Finanzderivaten wird auf die Angaben (32) und (33) verwiesen.

(16) Latente Ertragsteueransprüche und -verbindlichkeiten

Die bilanzierten latenten Steuern können gemäß ihrer Verursachung den einzelnen Bilanzpositionen wie folgt zugeordnet werden:

latente Steuern 2005 latente Steuern 2004
aktive
Mio. Euro
passive
Mio. Euro
aktive
Mio. Euro
passive
Mio. Euro
Geschäfts- und Firmenwerte 2,93 0,99 3,33 0,77
Sonstige immat. Vermögenswerte 0,00 0,23 0,00 0,26
Sachanlagen 0,40 1,78 0,54 2,03
Vorräte 0,00 0,25 0,00 0,55
Pensionsrückstellungen 1,90 0,00 1,86 0,00
Sonstige Rückstellungen 1,71 0,74 1,29 0,17
Finanzielle Verbindlichkeiten 1,69 0,00 1,82 0,00
Steuerliche Verlustvorträge 0,56 0,00 3,47 0,00
Rücklagen
(aus Konsolidierungsbuchungen) 0,00 2,27 0,00 3,13
9,19 6,26 12,31 6,91
Saldierung -3,39 -3,39 -3,25 -3,25
5,80 2,87 9,06 3,66

Latente Steuerverbindlichkeiten sind mit entsprechenden -ansprüchen saldiert, soweit es sich um dasselbe Steuersubjekt und dieselbe Steuerbehörde handelt.

Alle steuerlichen Verlustvorträge sind zeitlich unbegrenzt nutzbar.

Latente Steuerforderungen aufgrund von temporären Differenzen und bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von insgesamt 1,89 Mio. Euro (i. Vj.: 2,65 Mio. Euro) wurden nicht aktiviert. Sie betreffen im Wesentlichen ausländische Gesellschaften, bei denen die Realisierung der latenten Steueransprüche aus heutiger Sicht als nicht sicher angesehen werden kann.

(17) Vorräte

2005
Mio. Euro
2004
Mio. Euro
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1,29 2,87
unfertige Erzeugnisse 7,42 10,35
fertige Erzeugnisse 8,38 22,37
Handelswaren 17,13 5,02
Geleistete Anzahlungen 3,75 1,87
37,97 42,47

Von den am Bilanzstichtag ausgewiesenen Vorräten sind 9,10 Mio. Euro (i. Vj.: 9,53 Mio. Euro) mit ihrem Nettoveräußerungswert bilanziert.

Die Wertberichtigungen auf Vorräte betrugen im Geschäftsjahr 1,37 Mio. Euro (i. Vj.: 1,55 Mio. Euro).

(18) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

2005 2004
Mio. Euro Mio. Euro
Forderungen gegen
Dritte 131,02 138,83
abzgl. Wertberichtigungen -4,55 -6,93
verbundene Unternehmen 0,41 0,09
assoziierte Unternehmen 0,01 0,14
Beteiligungsunternehmen 0,01 0,00
126,90 132,13

JAHRESABSCHLUSS

Alle ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Forderungen in Höhe von 5,22 Mio. Euro (i. Vj.: 0,00 Mio. Euro) dienen im Rahmen einer Globalzession als Sicherheiten für Verbindlichkeiten, die am Bilanzstichtag mit insgesamt 1,40 Mio. Euro (i. Vj.: 0,00 Mio. Euro) valutieren. Weitere Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen nicht vor.

(19) Laufende Ertragsteueransprüche und sonstige Forderungen

2005 2004
Mio. Euro Mio. Euro
Steuererstattungsansprüche
• laufende Ertragsteuer 10,01 2,66
• sonstige 4,72 3,91
Kautionen 1,11 1,15
geleistete Anzahlungen 0,59 0,31
Debitorische Kreditoren 0,41 0,40
Forderungen an Versicherungen und
sonstige Schadenersatzansprüche 0,42 0,12
Übrige 3,34 2,47
20,60 11,03

In den genannten Beträgen sind folgende Beträge enthalten, die erst nach Ablauf eines Jahres realisierbar sind:

2005
Mio. Euro
2004
Mio. Euro
Steuererstattungsansprüche
• sonstige 0,00 0,01
Kautionen 0,02 0,03
Forderungen an Versicherungen und
sonstige Schadenersatzansprüche 0,03 0,00
Übrige 0,39 0,12
0,44 0,16

(20) Flüssige Mittel

2005 2004
Mio. Euro Mio. Euro
Guthaben bei Kreditinstituten 29,13 30,98
• Sichteinlage und Festgelder 0,20 0,20
Kassenbestand
Schecks 0,15 0,05
29,48 31,23

Diese Position entspricht dem Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung und unterliegt keinerlei Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen.

(21) Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte gezeichnete Kapital der INTERSEROH AG beläuft sich zum Stichtag unverändert auf 25,58 Mio. Euro. Das Grundkapital entfällt auf (ebenfalls unverändert) 9.840.000 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 2,60 Euro.

Eine Aktie berechtigt ihren Inhaber zur Teilnahme an der Jahreshauptversammlung der Gesellschaft sowie zum Empfang der von der Jahreshauptversammlung beschlossenen Dividende.

Nach dem deutschen Aktiengesetz bemisst sich die ausschüttungsfähige Dividende nach dem Bilanzgewinn, der in dem gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs aufgestellten Jahresabschluss der INTERSEROH AG ausgewiesen wird.

Pro Aktie wurde für das Geschäftsjahr 2004 eine Dividende von 0,86 Euro gezahlt (insgesamt 8,46 Mio. Euro). Die vorgeschlagene Dividende für das Geschäftsjahr 2005 beträgt ebenfalls 0,86 Euro pro Aktie (insgesamt 8,46 Mio. Euro). Die Höhe der Dividende für 2005 ist abhängig von der Genehmigung durch die Aktionäre auf der ordentlichen Hauptversammlung am 22. Juni 2006 und wurde nicht als Verbindlichkeit im Konzernabschluss erfasst.

(22) Rücklagen

2005 2004
Mio. Euro Mio. Euro
Kapitalrücklage 38,61 38,61
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung 0,12 -0,06
Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 1,18 1,18
Andere Gewinnrücklagen, inkl. Bilanzgewinn 51,17 41,23
91,08 80,96

Die Kapitalrücklage beinhaltet grundsätzlich das im Rahmen der Ausgabe von Aktien vereinnahmte Agio. Diese Rücklage unterliegt bestimmten im deutschen Aktiengesetz geregelten Verfügungsbeschränkungen.

In den anderen Gewinnrücklagen sind (wie im Vorjahr) Beträge in Höhe von insgesamt 6,99 Mio. Euro aus den im Rahmen der Erstellung der IFRS-Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2004 erfolgten Neu- beziehungsweise Umbewertungen enthalten, siehe Angabe (40).

Der Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung betrifft den in polnischen Zloty aufgestellten Jahresabschluss des assoziierten Unternehmens TOM Sp.z o.o.

Zur Überleitung des Eigenkapitals per 1. Januar 2004 beziehungsweise 31. Dezember 2004 sowie des Konzernergebnisses 2004 im Rahmen der erstmaligen Erstellung eines Konzernabschlusses nach IFRS wird auf die Angabe (40) verwiesen.

(23) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen für die betriebliche Altersversorgung erfolgt nach der in IAS 19 (Employee Benefits) vorgeschriebenen Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method). Im Rahmen dieses Anwartschaftsbarwertverfahrens werden sowohl die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften als auch die künftig zu erwartenden Steigerungen der Gehälter und Renten berücksichtigt. Sich am Jahresende ergebende Unterschiedsbeträge (so genannte versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste) zwischen den so planmäßig ermittelten Pensionsverpflichtungen und dem tatsächlichen Anwartschaftsbarwert werden dabei nur dann bilanziert, wenn sie außerhalb einer Bandbreite von 10 Prozent des Verpflichtungsumfangs liegen. In diesem Fall werden die Gewinne und Verluste, sofern sie den 10-Prozent-Korridor übersteigen, ab dem Folgejahr über die durchschnittliche Restdienstzeit der berechtigten Mitarbeiter verteilt und als Ertrag oder Aufwand erfasst. Der in den Pensionsaufwendungen enthaltene Zinsanteil der Rückstellungszuführung wird als Zinsaufwand innerhalb des Finanzergebnisses gezeigt. Alle anderen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten gebildet.

Einzelne Gesellschaften der INTERSEROH-Gruppe haben in der Vergangenheit für ihre Mitarbeiter für die Zeit nach der Pensionierung durch Beitragszahlungen an private Einrichtungen und Unterstützungskassen Vorsorge getroffen. Das Planvermögen besteht ausschließlich in Form von Rückdeckungsversicherungen. Die Ergebnisse dieser Zusagen sind gesellschaftsweise im "funded" Plan zusammengefasst. Für alle anderen Zusagen, für die keine Rückdeckungsversicherungen existieren, sind die Ergebnisse in der Kategorie "unfunded" Plan aufgeführt.

Die zugesagten Leistungen des Konzerns variieren je nach rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes und basieren in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Entgelt der Mitarbeiter. Die Verpflichtungen umfassen sowohl solche aus bereits laufenden Pensionen als auch aus Anwartschaften auf künftig zu zahlende Pensionen. Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern ausschließlich leistungsorientiert. Neu eintretende Mitarbeiter erhalten keine Zusage auf betriebliche Altersversorgung, da alle Versorgungswerke, die auf Betriebsvereinbarungen beruhen, geschlossen sind.

Die Berechnung der ausschließlich in Deutschland bestehenden Verpflichtungen erfolgte unter Verwendung der folgenden Parameter:

31.12.2005 31.12.2004
Rechnungszins 4,25 % 4,50 %
Gehaltstrend 2,50 % 3,00 %
Rentenanpassung 1,75 % 1,50 %
Erwartete Rendite aus Planvermögen 6,00 % 6,00 %

Die Parameter für die Sterblichkeits-, Invalidisierungs- und Verheiratungswahrscheinlichkeit basieren auf den "Richttafeln 2005 G" – beziehungsweise den "Richttafeln 1998" für 2004 – von Dr. Klaus Heubeck. Als Rentenalter wurde der frühest mögliche Renteneintritt nach deutschem Recht verwendet.

Die folgenden alters- und geschlechtsabhängigen Fluktuationswahrscheinlichkeiten kamen zur Anwendung:

31.12.2005 31.12.2004
Wechselrate pro Jahr Männer Frauen Männer Frauen
Alter bis
• 25 6,0 % 8,0 % 6,0 % 8,0 %
• 30 5,0 % 7,0 % 5,0 % 7,0 %
• 35 4,0 % 5,0 % 4,0 % 5,0 %
• 45 2,5 % 2,5 % 2,5 % 2,5 %
• 50 1,0 % 1,0 % 1,0 % 1,0 %
• über 50 0,0 % 0,0 % 0,0 % 0,0 %

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Die Nettoverbindlichkeit hat sich wie folgt entwickelt:

Funded plan Unfunded plan Gesamt
Nettoverbindlichkeit Mio. Euro Mio. Euro Mio. Euro
0,08 21,27 21,35
Stand 01.01.2004
Periodische Nettokosten aus Pensionszusagen
(festgelegter Leistungsplan)
• Zinsaufwand 0,05 1,03 1,08
• Erwarteter Gewinn aus Planvermögen -0,06 0,00 -0,06
• Aktueller Aufwand für Versorgungsansprüche 0,07 0,15 0,23
• Amortisation vericherungsmathematischer
Gewinne und Verluste 0,03 0,00 0,03
Mitarbeiterzahlungen ins Planvermögen -0,09 0,00 -0,09
Direkte Unterstützungszahlen durch
die Gesellschaft 0,00 -1,17 -1,17
Zugänge/Abgänge/Übertragungen 0,01 0,00 0,01
Stand 31.12.2004 0,10 21,28 21,38
Stand 01.01.2005 0,10 21,28 21,38
Periodische Nettokosten aus Pensionszusagen
(festgelegter Leistungsplan)
• Zinsaufwand 0,05 1,01 1,06
• Erwarteter Gewinn aus Planvermögen -0,06 0,00 -0,06
• Aktueller Aufwand für Versorgungsansprüche 0,08 0,17 0,26
Arbeitgeberzahlungen ins Planvermögen -0,11 0,00 -0,11
Direkte Unterstützungszahlungen
durch die Gesellschaft 0,00 -1,23 -1,23
Stand 31.12.2005 0,06 21,22 21,28

Die Zugänge des Vorjahres betreffen den an einen ausgeschiedenen Mitarbeiter rückabgewickelten Vertrag.

Der Anwartschaftsbarwert hat sich wie folgt verändert:

Funded plan Unfunded plan Gesamt
Anwartschaftsbarwert Mio. Euro Mio. Euro Mio. Euro
Stand 01.01.2004 1,01 21,27 22,28
Aktueller Aufwand für Vorsorgeleistungen 0,07 0,15 0,23
Zinsaufwand 0,05 1,03 1,08
Versicherungsmathematischer Gewinn/(Verlust) 0,08 1,66 1,73
Zugänge/Abgänge/Übertragungen -0,03 0,00 -0,03
Unterstützungszahlungen (Zahlungen aus
Planvermögen und durch die Gesellschaft) -0,02 -1,17 -1,19
Stand 31.12.2004 1,16 22,93 24,09
Stand 01.01.2005 1,16 22,93 24,09
Aktueller Aufwand für Vorsorgeleistungen 0,08 0,17 0,26
Zinsaufwand 0,05 1,01 1,06
Versicherungsmathematischer Verlust 0,00 1,27 1,27
Unterstützungszahlungen (Zahlungen aus
Planvermögen und durch die Gesellschaft) -0,02 -1,23 -1,25
Stand 31.12.2005 1,27 24,15 25,42

Die voraussichtlich im Jahr 2006 fälligen Zahlungen betragen 1,23 Mio. EUR (i. Vj.: 1,17 Mio. Euro) und werden unter den kurzfristigen Rückstellungen ausgewiesen.

Die im Personalaufwand ausgewiesenen Pensionsaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

Funded plan Unfunded plan Gesamt
Mio. Euro Mio. Euro Mio. Euro
2004
Zinsaufwand 0,05 1,03 1,08
Gewinn aus Planvermögen -0,06 0,00 -0,06
Aktueller Aufwand für Versorgungsansprüche 0,07 0,15 0,23
Amortisation versicherungsmathematischer
Gewinne und Verluste 0,03 0,00 0,03
Periodische Nettokosten aus Pensionszusagen
• festgelegter Leistungsplan 0,10 1,18 1,28
2005
Zinsaufwand 0,05 1,01 1,06
Erwarteter Gewinn aus Planvermögen -0,06 0,00 -0,06
Aktueller Aufwand für Versorgungsansprüche 0,08 0,17 0,26
Periodische Nettokosten aus Pensionszusagen
• festgelegter Leistungsplan 0,07 1,18 1,25

(24) Sonstige Rückstellungen

Stand Änderung Inanspruch Stand
01.01.2005 Kons.kreis nahme Auflösung Zuführung 31.12.2005
Mio. Euro Mio. Euro Mio. Euro Mio. Euro Mio. Euro Mio. Euro
Prozesse 2,08 0,00 0,17 0,69 0,40 1,61
Rückbauverpflichtungen 1,41 0,00 0,42 0,02 0,32 1,28
Restrukturierung 1,04 0,00 0,79 0,00 0,62 0,87
Schwebende Geschäfte 0,68 0,00 0,00 0,18 0,00 0,51
Jubiläumsverpflichtungen 0,43 0,00 0,00 0,00 0,08 0,51
Übrige 2,35 -0,21 0,37 1,70 1,09 1,18
8,00 -0,21 1,75 2,58 2,51 5,96
Stand Stand
31.12.2005 31.12.2004
Mio. Euro Mio. Euro
Prozesse 1,36 1,16
Restrukturierung 0,87 1,04
Übrige 0,31 0,34
2,54 2,54

Von den dargestellten Beträgen sind innerhalb eines Jahres fällig:

In der Bilanz ist unter den kurzfristigen Rückstellungen auch der kurzfristige Anteil der Pensionsrückstellungen (voraussichtliche Pensionszahlungen im kommenden Geschäftsjahr) mit 1,23 Mio. Euro (i. Vj.: 1,17 Mio. Euro) ausgewiesen, sodass der Gesamtbetrag der Bilanzposition Rückstellungen in den kurzfristigen Schulden 3,74 Mio. Euro (i. Vj.: 3,71 Mio. Euro) beträgt.

Rückstellungen für laufende Prozesse sind gebildet, sofern deren Risiken angemessen abgeschätzt werden können. Diese Rückstellungen werden aufgrund von Mitteilungen und Kostenschätzungen der eigenen Rechtsabteilung sowie der mit der Vertretung betrauten Anwälte ermittelt und decken alle von diesen geschätzten Gebühren und Rechtskosten sowie eventuelle Vergleichskosten ab.

Die Rückbauverpflichtungen entsprechen dem abgezinsten Betrag zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands von gemieteten oder gepachteten Grundstücken nach Beendigung der Miet- oder Pachtverträge. Die erwarteten Aufwendungen werden, soweit sie nicht in 2006 fällig sind oder weitere Verlängerungen der bestehenden Verträge vereinbart werden, zwischen dem 1. Januar 2007 und dem 31. Dezember 2023 anfallen. Aufgrund des Zeitablaufs erhöhte sich der abgezinste Rückstellungsbetrag zum 31. Dezember 2005 um 0,03 Mio. Euro (i. Vj.: um 0,04 Mio. Euro).

In den Rückstellungen für Restrukturierungen sind erwartete Aufwendungen im Zusammenhang mit geplanten Umstrukturierungsmaßnahmen einer (i. Vj.: zweier) ausländischen(r) Tochtergesellschaft(en) ausgewiesen.

(25) Finanzielle Verbindlichkeiten

davon mit einer Restlaufzeit von
Stand 31.12.2005 über 1 Jahr,
Gesamt bis 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre
Mio. Euro Mio. Euro Mio. Euro Mio. Euro
Verbindlichkeiten (gegenüber/aus)
• Kreditinstituten 33,85 20,42 12,90 0,52
• Finanzierungsleasing 4,25 1,28 2,62 0,35
• Wechsel 2,03 2,03 0,00 0,00
• Übrige 4,91 3,98 0,65 0,27
45,04 27,72 16,18 1,14
davon mit einer Restlaufzeit von
Stand 31.12.2004 über 1 Jahr,
Gesamt bis 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre
Mio. Euro Mio. Euro Mio. Euro Mio. Euro
Verbindlichkeiten (gegenüber/aus)
• Kreditinstituten 42,11 13,27 27,13 1,71
• Finanzierungsleasing 5,44 1,55 3,34 0,55
• Wechsel 0,35 0,35 0,00 0,00
• Übrige 0,25 0,25 0,00 0,00
48,15 15,42 30,47 2,26

Sicherheiten für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden von INTERSEROH grundsätzlich nicht gegeben. In Ausnahmenfällen bestehen besicherte Darlehen. Diese Darlehen, ausschließlich mit Festzinsvereinbarung, valutieren am Bilanzstichtag mit 7,12 Mio. Euro (i. Vj.: 4,34 Mio. Euro), davon sind 3,33 Mio. Euro (i. Vj.: 3,96 Mio. Euro) durch Grundschulden gesichert. Die Zinssätze für mittel- und langfristige Verbindlichkeiten liegen zwischen 3,20 Prozent und 6,00 Prozent. Die Laufzeiten der betragsmäßig wesentlichen Darlehen enden zwischen dem 15. März 2006 und dem 18. Januar 2009.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden passiviert, wenn die geleasten Vermögenswerte als wirtschaftliches Eigentum des Konzerns unter den Sachanlagen bilanziert sind (Finanzierungsleasing). Sie sind mit ihren Barwerten angesetzt.

künftige Mindest-Leasingraten darin enthaltener Zinsanteil darin enthaltener Tilgungsanteil
2005
Mio. Euro
2004
Mio. Euro
2005
Mio. Euro
2004
Mio. Euro
2005
Mio. Euro
2004
Mio. Euro
innerhalb eines Jahres 1,42 1,62 0,14 0,07 1,28 1,55
zwischen 1 und 5 Jahren 2,97 3,77 0,35 0,43 2,62 3,34
in mehr als 5 Jahren 0,36 0,58 0,01 0,03 0,35 0,55
4,75 5,97 0,50 0,53 4,25 5,44

Nach Fälligkeit gliedern sich die ausgewiesenen Leasingverbindlichkeiten wie folgt:

Finanzierungs-Leasingverhältnisse werden in der Regel über eine Grundmietzeit zwischen vier und sechs Jahren abgeschlossen. Die Mehrzahl der Verträge sieht nach Ablauf der Grundmietzeit verschiedene kurzfristige Verlängerungsund/oder Kaufoptionen vor. Ein Pachtvertrag, der nach seiner Ausgestaltung als Finanzierungsleasing anzusehen ist, hat eine Laufzeit von zehn Jahren, verbunden mit einer Verlängerungsoption über jeweils fünf Jahre, falls der Vertrag nicht gekündigt wird. Sofern diese Optionen als günstig einzustufen sind, sind die entsprechenden Beträge in die Berechnung der Barwerte eingeflossen. Dementsprechend enthalten die ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen für die Ausübung günstiger Kaufoptionen erforderliche Kaufpreiszahlungen in Höhe von 0,04 Mio. Euro (i. Vj.: 0,04 Mio. Euro). Die Zinssätze, die den Verträgen zugrunde liegen, variieren je nach Markt und Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zwischen 3,44 und 10,06 Prozent.

Von den übrigen Finanzverbindlichkeiten bestanden 0,20 Mio. Euro (i. Vj.: 0,25 Mio. Euro) gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die ausgewiesenen Buchwerte aller Finanzverbindlichkeiten entsprechen deren beizulegenden Zeitwerten.

(26) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

gegenüber 2005
Mio. Euro
2004
Mio. Euro
Dritten 97,56 90,98
verbundenen Unternehmen 0,17 0,01
Beteiligungsunternehmen 0,01 0,01
97,74 91,00

Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Dritten sind Verbindlichkeiten aus ausstehenden Rechnungen, basierend auf noch nicht in Rechnung gestellten, aber bereits erhaltenen Dienstleistungen mit 28,35 Mio. Euro (i. Vj.: 21,93 Mio. Euro) sowie Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit den abgeschlossenen Verträgen, die im Wesentlichen Rückzahlungsverpflichtungen gegenüber den Herstellern sowie Entsorgungsverpflichtungen betreffen, mit 15,82 Mio. Euro (i. Vj.: 12,59 Mio. Euro) enthalten.

(27) Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten

davon mit einer Restlaufzeit von
Stand 31.12.2005 Gesamt bis 1 Jahr über 1 Jahr,
bis 5 Jahre
über 5 Jahre
Verbindlichkeiten (gegenüber/aus) Mio. Euro
4,64
Mio. Euro
4,64
Mio. Euro
0,00
Mio. Euro
0,00
• Laufende Ertragsteuern
• Sonstige Steuern
1,46 1,46 0,00 0,00
• Personal
• Erhaltene Anzahlungen auf
7,50 7,50 0,00 0,00
Bestellungen 0,07 0,07 0,00 0,00
• Übrige 12,70 11,94 0,76 0,00
26,37 25,61 0,76 0,00
davon mit einer Restlaufzeit von
Stand 31.12.2004 über 1 Jahr,
Gesamt bis 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre
Mio. Euro Mio. Euro Mio. Euro Mio. Euro
Verbindlichkeiten (gegenüber/aus)
• Laufende Ertragsteuern 6,70 6,70 0,00 0,00
• Sonstige Steuern 2,94 2,94 0,00 0,00
• Personal 9,15 8,99 0,16 0,00
• Erhaltene Anzahlungen auf
Bestellungen 0,79 0,79 0,00 0,00
• Übrige 12,59 10,13 1,71 0,75
32,17 29,56 1,86 0,75

Diese Verbindlichkeiten werden, sofern nicht anders angegeben, zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Die laufenden Ertragsteuerverbindlichkeiten enthalten fast ausschließlich inländische Körperschaft- und Gewerbesteuerverbindlichkeiten. In der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2005 sind darüber hinaus lediglich ausländische Ertragsteuerverbindlichkeiten von insgesamt 0,07 Mio. Euro (0,05 Mio. Euro Schweden und 0,02 Mio. Euro Österreich, i. Vj.: 0,02 Mio. Euro Niederlande) enthalten.

Die Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern umfassen neben den Beträgen, für die die Konzerngesellschaften Steuerschuldner sind, auch solche Steuern, die für Rechnung Dritter abgeführt werden.

Zu den Personalverbindlichkeiten gehören vor allem Tantiemen, Urlaubsund Überstundenguthaben, die noch abzuführenden Beiträge an Sozialversicherungen und Berufsgenossenschaft sowie sonstige Personalkosten.

Von den übrigen Verbindlichkeiten betreffen 0,04 Mio. Euro (i. Vj.: 0,24 Mio. Euro) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

(28) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die nach der indirekten Methode erstellte Kapitalflussrechnung zeigt gemäß IAS 7 (Cash Flow Statement), wie sich die Zahlungsmittel im Konzern im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben.

Die Kapitalflussrechnung unterscheidet zwischen Cash Flows aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Der Zahlungsmittelbestand umfasst Schecks und Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten.

Neben den Ertragsteuerzahlungen sind auch Zinseinnahmen und -zahlungen dem Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit zugeordnet, da sie in erster Linie der Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit dienen. Auch die Dividendeneinnahmen sind im Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit enthalten. Sie betreffen im Wesentlichen Ausschüttungen durch assoziierte Unternehmen.

Das Konzernergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um 10,63 Mio. Euro zurück gegangen. Dass der Cash Flow aus laufendem Geschäft trotzdem um 14,67 Mio. Euro über dem des Vorjahres liegt, resultiert im Wesentlichen aus der hohen Mittelbindung im Netto-Betriebsvermögen des Vorjahres, insbesondere den Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, was wiederum auf das im Vergleich zum Jahreswechsel 2003/2004 außerordentlich hohe Preisniveau zum Jahreswechsel 2004/2005, insbesondere im Segment Stahl- und Metallrecycling, zurück zu führen ist.

Der Netto-Cash Flow nach Abzug von Auszahlungen für Zinsen und Ertragsteuern entwickelte sich entsprechend, wobei die gestiegenen Ertragsteuerzahlungen aufgrund des hohen Vorjahresergebnisses und entsprechenden Steuer-Vorauszahlungen für das laufende Jahr durch die auf erheblichen Tilgungen beruhenden geringeren Zinszahlungen nur teilweise kompensiert werden konnten.

Aus dem Bereich der Investitionstätigkeit resultiert im Berichtsjahr ein gegenüber dem Vorjahr mehr als dreimal so hoher Mittelabfluss von 20,98 Mio. Euro (i. Vj.: 6,10 Mio. Euro). Verantwortlich dafür sind umfangreiche Investitionen des Geschäftsjahres, insbesondere in die Sachanlagen. Verwendet wurden die Gelder vorwiegend für den Umbau mehrerer Standorte sowie den Bau einer Holzaufbereitungsanlage, einer Recyclinganlage und zweier Großanlagen im Stahl- und Metallsektor. Der Betrag der als Mittelabfluss dargestellten Investitionen in das Anlagevermögen unterscheidet sich gegenüber den im Anlagespiegel dargestellten Zugängen im Wesentlichen aufgrund der nicht zahlungswirksamen Zugänge aus Finanzierungs-Leasing.

Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit weist im Berichtsjahr einen Mittelabfluss von insgesamt 16,60 Mio. Euro (i. Vj.: 11,10 Mio. Euro) auf. Die Abflüsse resultieren – wie auch im Vorjahr – im Wesentlichen aus der Auszahlung der Dividende für das vergangene Geschäftsjahr mit 8,46 Mio. Euro. Darüber hinaus konnten die Finanzverbindlichkeiten per Saldo noch stärker als im Vorjahr, nämlich um 8,60 Mio. Euro (i. Vj.: 2,59 Mio. Euro), getilgt werden.

Trotz der hohen Investitionen und Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten ergab sich im Berichtsjahr insgesamt eine zahlungswirksame Minderung des Finanzmittelbestandes von nur 1,75 Mio. Euro (i. Vj.: Erhöhung um 4,09 Mio. Euro). Somit konnten die genannten Beträge fast vollständig aus dem laufenden Cash Flow bestritten werden.

(29) Segmentdarstellung

Die Gesellschaften der INTERSEROH-Gruppe sind in zwei Segmente eingeteilt, wobei alle Gesellschaften, die Stahl- und Metallrecycling betreiben, dem gleich lautenden Segment zugeordnet werden. Alle übrigen Gesellschaften werden im Segment Dienstleistung und Rohstoffhandel zusammengefasst. Die INTERSEROH AG ist vollständig dem Segment Dienstleistung und Rohstoffhandel zugeordnet.

Die Segmente stellen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nach IAS 14 wie folgt dar:

Dienstleistung und
Rohstoffhandel
Stahl- und Metallrecycling segmentübergreifende
Konsolodierungen
Konzern
2005 2004 2005 2004 2005 2004 2005 2004
Umsatzerlöse Mio. Euro Mio. Euro Mio. Euro Mio. Euro Mio. Euro Mio. Euro Mio. Euro Mio. Euro
Externe Verkäufe 248,75 229,66 698,16 810,49 0,00 0,00 946,91 1.040,15
Verkäufe zwischen den Segmenten 0,41 0,36 2,67 1,17 -3,08 -1,53 0,00 0,00
249,16 230,02 700,83 811,66 -3,08 -1,53 946,91 1.040,15
Dienstleistung und
Rohstoffhandel
Stahl- und Metallrecycling segmentübergreifende
Konsolodierungen
Konzern
2005
Mio. Euro
2004
Mio. Euro
2005
Mio. Euro
2004
Mio. Euro
2005
Mio. Euro
2004
Mio. Euro
2005
Mio. Euro
2004
Mio. Euro
Segmentergebnis 19,87 27,25 16,13 30,17 -2,96 -8,09 33,04 49,33
darin enthalten
• segmentübergreifende
Beteiligungserträge -2,96 -8,90 0,00 0,00 2,96 8,90 0,00 0,00
angepasstes Segmentergebnis 16,91 18,35 16,13 30,17 0,00 0,81 33,04 49,33
darin enthalten
• Abschreibungen auf
immaterielle Vemögenswerte und
Sachanlagen
- planmäßige 5,05 5,89 6,44 6,72 0,00 -0,81 11,49 11,79
- außerplanmäßige 0,79 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,79 0,00
• Ergebnis aus assoziierten
Unternehmen 0,00 0,00 0,87 2,49 0,00 0,00 0,87 2,49
• Ergebnis aus sonstigen
Beteiligungen 0,01 0,00 0,10 0,07 0,00 0,00 0,10 0,07
Segmentvermögen 117,10 101,67 177,93 189,52 0,72 3,47 295,75 294,66
darin enthalten
• Anteile an assoziierten
Unternehmen 0,00 0,00 6,64 6,43 0,00 0,00 6,64 6,43
Investitionen in das langfristige
Vermögen (Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte) 12,38 7,15 13,28 5,59 0,08 0,09 25,75 12,83
Segmentschulden 79,82 70,18 79,14 85,17 -12,21 -9,50 146,75 145,85

Da sämtliche einbezogenen Gesellschaften den dargestellten Segmenten zugeordnet sind, ergibt sich die Überleitung der Gesamtbeträge der Segmentdarstellung auf die entsprechenden Abschlusszahlen ausschließlich aus den angegebenen segmentübergreifenden Kapital-, Schulden- und Aufwands-/ Ertragskonsolidierungen.

Nur im Segmentergebnis Dienstleistung und Rohstoffhandel für 2005 sind außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von 0,79 Mio. Euro enthalten.

Die folgende Tabelle gibt die geographisch abgegrenzten Beträge für die Segmente wieder:

Dienstleistung und
Rohstoffhandel
Stahl- und
Metallrecycling
2005
Mio. Euro
2004
Mio. Euro
2005
Mio. Euro
2004
Mio. Euro
Deutschland
a) Umsatzerlöse (externe Verkäufe) 173,83 149,32 457,16 489,69
b) Vermögen 94,11 76,98 176,71 188,51
c) Investitionen in das langfristige Vermögen
(Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte) 9,18 3,10 13,25 5,55
übrige EU-Länder
a) Umsatzerlöse (externe Verkäufe)
66,12 69,19 201,96 257,50
b) Vermögen 22,99 24,69 1,22 1,01
c) Investitionen in das langfristige Vermögen
(Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte)
3,20 4,05 0,03 0,04
Nicht-EU-Länder
a) Umsatzerlöse (externe Verkäufe) 8,80 11,15 39,04 63,30
b) Vermögen 0,00 0,00 0,00 0,00
c) Investitionen in das langfristige Vermögen
(Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte) 0,00 0,00 0,00 0,00

Die Umsatzerlöse sind nach Sitz des Kunden, Vermögen und Investitionen nach Standort der Vermögenswerte den Regionen zugeordnet.

Die Verrechnungspreise für konzerninterne Umsätze werden marktorientiert festgelegt (At Arm's Length-Prinzip).

(30) Haftungsverhältnisse

Eventualverbindlichkeit aus der Begebung und Übertragung von Wechseln Am 31. Dezember 2005 bestanden im Konzern Eventualverbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln in Höhe von 0,39 Mio. Euro (i. Vj.: 0,00 Mio. Euro).

Eventualverbindlichkeit aus gesamtschuldnerischer Haftung für Avale und Barvorschüsse

Die INTERSEROH AG hat 1999 ein Cash-Pooling-System mit Konten-Clearing-Verfahren für inländische Tochtergesellschaften eingeführt. Dementsprechend werden die Abschluss-Salden der integrierten Tochterunternehmen täglich dem Verrechnungskonto der INTERSEROH AG gutgeschrieben beziehungsweise belastet. Im Rahmen des Cash-Pooling arbeitet die INTERSEROH AG mit der WestLB AG, Köln, sowie den angeschlossenen Landesbanken und Sparkassen, der Commerzbank AG, Köln, und der Dresdner Bank AG, Köln, zusammen.

Aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen sowie aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestehen im Konzern Verpflichtungen von insgesamt 4,97 Mio. Euro (i. Vj.: 4,84 Mio. Euro).

(31) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den als Finanzverbindlichkeiten bereits erläuterten Finanzierungsleasingverhältnissen bestehen Miet- beziehungsweise Leasingverhältnisse (im Wesentlichen Grundstücke, Büroräume und -gebäude sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung, wie zum Beispiel Fahrzeuge und Büromaschinen), die nach ihrem wirtschaftlichen Gehalt als Operate-Leasingverhältnisse zu qualifizieren sind. Aus diesen wurden im Jahr 2005 Miet- und Leasingzahlungen in Höhe von 9,45 Mio. Euro (i. Vj.: 9,76 Mio. Euro) geleistet. Die Raten aus den zum Bilanzstichtag bestehenden Operate-Leasingverhältnissen werden in den Folgejahren wie folgt fällig:

2005 2004
Mio. Euro Mio. Euro
innerhalb eines Jahres 10,97 9,45
zwischen 1 und 5 Jahren 11,67 11,00
in mehr als 5 Jahren 6,12 7,78
28,76 28,23

(32) Management der finanzwirtschaftlichen Risiken

Die Risikostrategie von INTERSEROH sieht vor, bestimmte Risiken nicht einzugehen oder abzusichern beziehungsweise zu versichern. Dabei handelt es sich um operative Risiken, die sich aus dem Tagesgeschäft ergeben. Ziel ist nicht die Vermeidung aller potenziellen Risiken, sondern die Schaffung von Handlungsspielräumen, die ein bewusstes Eingehen aufgrund einer umfassenden Kenntnis der Risiken und Risikozusammenhänge ermöglichen.

Die Weiterentwicklung des Systems zur notwendigen und erfolgreichen Unterstützung der unternehmerischen Segmente des INTERSEROH-Konzerns ist auch Aufgabe und Ziel der Konzernleitung und der operativ Verantwortlichen.

Die Definition, die Erkennung, die Evaluation und die Reaktion auf bestehende Risiken werden als Bestandteile des Risikomanagementsystems laufend auf ihre Vollständigkeit überprüft.

Erweiterungen des Systems finden überall dort statt, wo die Möglichkeit von Schäden erkannt wird und der Eintritt eines erheblichen Schadens nicht als völlig unwahrscheinlich qualifiziert werden kann. Auch dort, wo die Risikosensibilität und -kommunikation der Mitarbeiter mit dem entsprechenden Nutzen für eine stabile Geschäftsentwicklung erweitert werden konnte, wurden dem System neue Elemente hinzugefügt.

Das Risikomanagementsystem erstreckt sich integrativ auf alle operativen Einheiten des Konzerns. Es umfasst unter anderem die folgenden prägenden Elemente:

  • jederzeitige Sicherstellung der benötigten Liquidität
  • Erhebung der Preisänderungsrisiken (value-at-risk-Betrachtung) in allen Rohstoffhandelsbereichen
  • termingerechte Absicherung der Währungskursrisiken
  • Organisationshandbuch als Leitlinie für alle Konzerneinheiten, u.a. für die Risikobereiche Forderungsabsicherung inkl. politischer und wirtschaftlicher Länderrisiken, Devisenkurse, Versicherungen
  • Geschäftsordnungen mit definierten Zustimmungserfordernissen

Die im Konzern benötigte Liquidität wird durch längerfristige, festverzinsliche und bilaterale Darlehen sowie durch Kreditlinien sichergestellt. Eine auf Tagesbasis beruhende Ein- und Ausgangsplanung gewährleistet den permanenten Überblick über den Bedarf innerhalb des Konzerns.

Ein über die kurzfristig verfügbare Liquidität hinausgehender Bedarf kann jederzeit mittels der von Geschäftsbanken rollierend auf mindestens ein Jahr eingeräumten Barkreditlinien vollständig gedeckt werden.

Die Änderung der Wechselkurse des Euro zu anderen Währungen, insbesondere zum US-Dollar, führt bei internationalen Geschäftsbeziehungen neben den allgemeinen Risiken zu speziellen Währungskursrisiken. Grundsätzlich soll versucht werden, diese Währungsrisiken beim Geschäftspartner zu belassen, das heißt in Euro zu fakturieren. Für Fälle, in denen das nicht möglich ist, ist die interne Richtlinie zu beachten.

Spekulationsgeschäfte (Mengen- und/oder Preisverpflichtungen ohne konkreten Bedarf) sind nicht zulässig. Darunter fallen auch Verträge in fremder Währung, bei denen auf einen Kursgewinn spekuliert wird.

Die aus Verträgen resultierenden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind ab einem Volumen von mehr als 0,025 Mio. Euro abzusichern. Die Absicherung darf ausschließlich durch Devisentermingeschäfte (in Form von Micro- oder Macro-Hedging) oder durch bestehende Devisenbestände erfolgen.

Optionsgeschäfte oder ähnliche Geschäfte sind unzulässig.

Das Micro-Hedging sichert die Risiken von Einzelpositionen jeweils separat ab.

Beim Macro-Hedging wird zunächst das netto bestehende Risiko ermittelt. Zu diesem Zweck werden vorhandene Hedge-Positionen (Forderungen und Verbindlichkeiten in derselben Fremdwährung – soweit Betrag- und Fristigkeit übereinstimmen) eliminiert. Die offen gebliebene Überhangposition wird dann durch ein gegenläufiges Hedgegeschäft geschlossen.

Das Bevorraten fremder Währungen ist nicht zulässig.

Um Preisänderungsrisiken bei Geschäften der Rohstoffhandelsbereiche zu vermeiden (value-at-risk-Betrachtung), findet der Handel back-to-back, das heißt risikolos, statt.

Kreditrisiken im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden in der INTERSEROH-Gruppe grundsätzlich in Form von Warenkreditversicherungen auf einen Dritten übertragen. Innerhalb der Gruppe besteht die Anweisung, pro Debitor nicht über das versicherte Limit hinaus Geschäfte zu tätigen. Nur in begründeten Einzelfällen und nur nach vorheriger Genehmigung durch Geschäftsführung beziehungsweise Vorstand kann von dieser Maßgabe abgewichen werden. Die Einhaltung der Warenkreditlimite wird in regelmäßigen Abständen überwacht.

(33) Derivative Finanzinstrumente

In der INTERSEROH-Gruppe werden die aus Verträgen resultierenden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten ausnahmslos (ab einem Volumen von mehr als 0,025 Mio. Euro) abgesichert. Die Absicherung von Geschäften in fremder Währung erfolgt grundsätzlich ausschließlich durch Devisentermingeschäfte. Sie werden nur mit bonitätsmäßig einwandfreien Banken abgeschlossen. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt in der Regel auf die Absicherung des operativen Geschäfts beschränkt.

Im Rahmen des Devisentermingeschäftes wird zum Zeitpunkt des zugrunde liegenden Geschäftsabschlusses ein bestimmter Devisenkurs für einen bestimmten Termin in der Zukunft festgeschrieben. Dabei ist sichergestellt, dass sich das Fälligkeitsdatum mit dem Zahlungstermin der zugrunde liegenden Forderung beziehungsweise Verbindlichkeit deckt und keine offenen Fremdwährungs- oder Termingelddispositionen entstehen.

Sie werden zum Fair Value bewertet. Bilanziert werden "übliche" Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten gemäß IAS 39 nach der Methode der Bilanzierung zum Erfüllungstag. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist es, vornehmlich die Beeinflussung von operativen Geschäften durch Wechselkursänderungen auszuschließen.

In der INTERSEROH-Gruppe bestanden zum Stichtag Devisentermingeschäfte zur Absicherung von in Fremdwährung fakturierter Lieferungen und Leistungen, denen jeweils ein entsprechendes Grundgeschäft mit gleicher Höhe und Fristigkeit zugrunde gelegen hat.

Die derivativen Finanzinstrumente sind bei einem Nominalbetrag von 1,87 Mio. USD (entspricht 1,57 Mio. Euro) mit ihrem negativen Marktwert von 0,007 Mio. Euro unter den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten (i. Vj.: positiv 0,029 Mio. Euro unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten) ausgewiesen.

Aus den Devisentermingeschäften selbst ergibt sich kein eigenes Marktrisiko, da dazu jeweils durch das hiermit verknüpfte operative Geschäft eine geschlossene Position existiert, durch die gewährleistet ist, dass zum vereinbarten Termin Liquidität in der gesicherten Währung in entsprechender Höhe zur Verfügung steht.

Gewinne und Verluste aus der Entwicklung der Marktwerte der Fair-Value-Hedges werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt, indem die Ergebnisse aus dem Sicherungsgeschäft ebenso wie die aus dem Grundgeschäft ergebniswirksam berücksichtigt werden.

Ein Ausfallrisiko besteht nicht.

Die zur Absicherung des Währungsrisikos eingegangenen Devisensicherungsgeschäfte haben (wie im Vorjahr) ausnahmslos eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(34) Originäre Finanzinstrumente

Der Bestand der originären Finanzinstrumente ist aus der Bilanz ersichtlich. Die Erläuterungen dazu werden im Rahmen der Erläuterung der jeweiligen Bilanzposition gegeben.

(35) Angaben zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen des operativen Geschäfts beziehen die Gesellschaften der INTERSEROH-Gruppe europaweit Materialien, Vorräte und Dienstleistungen von zahlreichen Geschäftspartnern. Unter diesen befinden sich solche, an denen INTERSEROH beteiligt ist, sowie Unternehmen, die mit Mitgliedern des Aufsichtsrats der INTERSEROH AG in Verbindung stehen. Geschäfte mit diesen Gesellschaften erfolgen zu Bedingungen, wie sie auch mit fremden Dritten vereinbart werden. Die Gesellschaften der INTERSEROH-Gruppe waren an keinen für den Vorstand oder dem Vorstand nahe stehenden Unternehmen oder Personen wesentlichen Transaktionen beteiligt, die in ihrer Art oder Beschaffenheit unüblich waren. Im Rahmen der Organisationsrichtlinien ist festgelegt, dass im Fall von unüblichen Transaktionen mit nahe stehenden Personen oder Unternehmen eine Prüfung der vereinbarten Preise durch zwei unabhängige Wirtschaftsprüfer erfolgen muss, um die Konformität mit Marktpreisen sicherzustellen.

Aufwendungen und Erträge mit assoziierten oder nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften sind für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Zahlungsströme des Konzerns nur von unwesentlicher Bedeutung.

Zwei Aufsichtsratmitgliedern war zum 31. Dezember 2005 ein Aktienbesitz von jeweils mehr als einem Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien indirekt zuzurechnen (vgl. Angabe (42)).

Der Aktienbesitz aller übrigen Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder zum 31. Dezember 2005 war weder direkt noch indirekt größer als ein Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Auch der Gesamtbesitz aller übrigen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder lag zum Stichtag unter einem Prozent.

(36) Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand

Zu Vorstandsmitgliedern waren im Berichtsjahr bestellt:

  • Dr. Werner Kook (Vorsitzender), Dinslaken
  • Johannes-Jürgen Albus, Köln
  • Christian Rubach, Düsseldorf
  • Roland Stroese, Köln (ab 8. Oktober 2005)
  • Michael Mevissen, Tönisvorst (bis 30. Juni 2005)

Die Gesamtbezüge des Vorstandes der INTERSEROH AG für seine aktive Tätigkeit beliefen sich 2005 auf 1,47 Mio. Euro (1,48 Mio. EUR im Vorjahr). Dieser Betrag enthält einen variablen Bestandteil in Höhe von 0,48 Mio. Euro (0,41 Mio. EUR im Vorjahr). An ehemalige Vorstandsmitglieder sowie deren Hinterbliebene wurden 0,11 Mio. Euro gezahlt. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen sind insgesamt 0,05 Mio. Euro zurückgestellt.

Der ausgeübte Beruf besteht bei den Vorstandsmitgliedern in der Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft.

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft haben im abgelaufenen Geschäftsjahr folgende Personen angehört:

Aufsichtsratsmitglied (Beruf) Mitglied in Gremien des
Aufsichtsrates der
INTERSEROH AG
Mitglied in weiteren
gesetzlichen Aufsichtsräten
Mitgliedschaft in anderen
Kontrollgremien i. S. d.
§ 125 Abs. 1, S. 3 AktG
Herr Dr. Axel Schweitzer,
Velten/Berlin
Vorsitzender (seit 31.03.2005)
(Mitglied des Vorstandes der
ALBA AG)
Personalausschuss
Herr Friedrich Carl Janssen,
Köln
Stellvertretender
Vorsitzender (seit 31.03.2005)
(Mitinhaber Bankhaus Sal.
Oppenheim jr. & Cie. KGaA,
Diplom-Kaufmann)
Personalausschuss
Audit-Committee
AXA Service AG, Köln
Content Management AG, Köln
european transaction bank AG,
Frankfurt a.M.
Gardeur AG,
Mönchengladbach
(Vorsitzender)
Sal. Oppenheim International
S.A., Luxemburg
Bank Sal. Oppenheim jr. & Cie.
(Luxemburg) S.A., Luxemburg
IV. Oppenheim AG, Köln
V. Oppenheim AG, Köln
Services Généraux de Gestion
S.A., Luxemburg
Herr Hans-Jörg Vetter,
Berlin
Stellvertretender
Vorsitzender (seit 31.03.2005)
(Vorstandsvorsitzender der
Bankgesellschaft Berlin AG,
Bankkaufmann)
Personalausschuss Berlin-Hannoversche Hypo
thekenbank AG, Berlin/Hannover
(Vorsitzender)
Immobilien- u. Baumanage
ment der Bankgesellschaft
Berlin GmbH, Berlin
(Vorsitzender)
LPFV Finanzbeteiligungs- u.
Verwaltungs GmbH, Berlin
(Vorsitzender)
IBAG Immobilien u.- Beteiligun
gen AG, Berlin
(Vorsitzender)
DekaBank Deutsche Giro
zentrale, Frankfurt a.M.
(Verwaltungsrat)
Herr Dr. Eric Schweitzer,
Velten/Berlin
Stellvertretender
Vorsitzender (bis 31.03.2005)
(Mitglied des Vorstandes der
ALBA AG, Präsident der IHK
Berlin, Diplom-Kaufmann)
BEHALA Berliner Hafen- und
Lagerhausgesellschaft mbH,
Berlin
(Anstalt des öffentlichen Rechts)
Aufsichtsratsmitglied (Beruf) Mitglied in Gremien des
Aufsichtsrates der
INTERSEROH AG
Mitglied in weiteren
gesetzlichen Aufsichtsräten
Mitgliedschaft in anderen
Kontrollgremien i. S. d.
§ 125 Abs. 1, S. 3 AktG
Herr Bernd Aido,
Lübeck
(Kaufmann)
Audit-Committee Babcock Borsig AG i.L.,
Oberhausen
(AR-Mitglied)
Stiftung Pfefferwerk,
Berlin
Herr Dr. jur. Jürgen R. Neuhaus,
Köln
(Rechtsanwalt)
Personalausschuss
Audit-Committee
Eisen- und Hüttenwerke AG,
Köln
(AR-Mitglied)
UNIPLAN International GmbH
& Co. KG, Kerpen
(AR-Mitglied)
METRO CAPITAL BV,
Niederlande
(ausgeschieden zum 1.7.2005)
Herr Dr. Wolfgang Bosch,
Neu-Anspach
(seit 23.06.2005)
(Rechtsanwalt)
Allweiler AG, Radolfzell
(AR-Mitglied)
Herr Friedrich Merz,
Arnsberg
(seit 23.06.2005)
(Anwaltssozietät Mayer Brown
Rowe & Maw LLP, Berlin / Frank
furt, Rechtsanwalt)
AXA Versicherung AG, Köln
Deutsche Börse AG,
Frankfurt a. M.
Deutsche Rockwool GmbH,
Gladbeck
BASF NV,
Antwerpen / Belgien
(Mitglied des Verwaltungsrates,
non-executive)
Stadler Rail AG,
Bussnang / Schweiz
(Mitglied des Verwaltungsrates,
non-executive)
Herr Joachim Edmund Hunold,
Düsseldorf
(seit 25.07.2005)
(Geschäftsführender Gesell
schafter der AIR Berlin GmbH &
Co. Luftverkehrs KG)
BVG Berliner Verkehrsbetriebe,
Berlin (Anstalt des öffentlichen
Rechts)
iFH Aktiengesellschaft, Frank
furt a.M. (bis 31.12.2005)
Herr Norbert Rethmann,
Selm
(bis 24.02.2005)
(Kaufmann)
Rethmann Beteiligungs AG
(Vorsitz)
RHENUS Verwaltungs AG
(Vorsitz)
Bischof + Klein GmbH & Co. KG,
Lengerich
(Beiratsvorsitzender)

Herr Dr. Walter Aden, Dortmund (bis 23.06.2005) (Hauptgeschäftsführer a.D. der IHK zu Dortmund, Diplom-Kaufmann) Herr Gotthard Graß, Frankfurt (bis 23.06.2005) (Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Elektrotechnik und Elektroindustrie e.V. - ZVEI -, Diplom-Wirtschaftsingenieur) Herr Christian Jeschonek, Köln (bis 08.02.2005) (Kaufmann) Herr Andreas Seibert, Korschenbroich (bis 23.06.2005) (Bankkaufmann) Herr Jürgen Tönsmeier, Porta Westfalica (bis 09.07.2005) (Geschäftsführender Gesell-Aufsichtsratsmitglied (Beruf) Mitglied in Gremien des Aufsichtsrates der INTERSEROH AG Mitglied in weiteren gesetzlichen Aufsichtsräten TAROX Holding AG, Lünen (Vorsitzender) DOC CONNEX AG, Dortmund (Vorsitzender) Trinkpack AG, Köln (AR-Mitglied) Trinkpack AG, Köln (Vorsitzender) GvoA mbH & Co. KG, Hille Elektro-Altgeräte-Register GbR-Projektgesellschaft, Fürth (Aufsichtsrat) ZVEI-Service GmbH, Frankfurt (Gesellschaftervertreter) Stiftung "Elektro-Altgeräte-Register", Fürth (a.o. Mitglied des ersten Kuratoriums) Westsächsische Entsorgungsund Verwertungsgesellschaft mbH, Leipzig (AR-Mitglied) Entsorgungsgesellschaft Stollberg mbH, Stollberg (AR-Mitglied) Gesellschaft für Abfallentsorgung Lippe GmbH, Lemgo Mitgliedschaft in anderen Kontrollgremien i. S. d. § 125 Abs. 1, S. 3 AktG

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten in dem Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2005 eine Gesamtvergütung von 0,11 Mio. Euro (i. Vj.: 0,13 Mio. Euro).

Zum 31. Dezember 2005 bestanden keine Kredite an Mitglieder des Vorstands beziehungsweise des Aufsichtsrats. Im Berichtsjahr erfolgten keine Darlehensablösungen.

schafter der Karl Tönsmeier Entsorgungs GmbH & Co. KG,

Kaufmann)

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2005 betrug der Anteil am Gesamtbesitz der INTERSEROH AG aller Aufsichtsratsmitglieder 25,75 Prozent.

JAHRESABSCHLUSS

(37) Beschäftigte

Die durchschnittlichen Beschäftigtenzahlen belaufen sich auf:

2005 2004
Angestellte 647 616
Gewerbliche Arbeitnehmer 654 638
1.301 1.254

Teilzeitkräfte wurden auf Vollzeit umgerechnet.

(38) Honorar für den Abschlussprüfer

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer im Sinne des § 319 Abs. 1 Satz 1, 2 HGB beträgt insgesamt 0,62 Mio. Euro. Davon entfallen auf die Abschlussprüfung 0,46 Mio. Euro, Steuerberatungsleistungen 0,09 Mio. Euro und sonstige Leistungen 0,07 Mio. Euro.

(39) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Zahlungsströme des INTERSEROH-Konzerns wesentlich wären, sind bis zum 20. Februar 2006 (Datum der Freigabe des Konzernabschlusses durch den Vorstand zur Weitergabe an den Aufsichtsrat) nicht eingetreten.

(40) Erläuterungen zur Umstellung auf IFRS

Wie einleitend erwähnt, ist der vorliegende Konzernabschluss der erste "Pflicht-"Konzernabschluss, der nach IFRS erstellt worden ist. Zur Ermittlung der entsprechenden Vorjahres-Vergleichszahlen war es notwenig, zum 1. Januar 2004 auf der Grundlage des nach HGB erstellten Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2003 eine IFRS-Eröffnungsbilanz zu erstellen.

In der folgenden Tabelle und den anschließenden Erläuterungen dazu werden die wesentlichen Auswirkungen der Umstellung auf IFRS für die betroffenen Bilanzpositionen sowohl in der IFRS-Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2004 als auch in der IFRS-Vorjahreskonzernbilanz zum 31. Dezember 2004 und außerdem für die betroffenen Positionen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2004 dargestellt.

01.01.2004 31.12.2004
siehe HGB
Überleitung
IFRS HGB
Überleitung
IFRS
Angabe Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte a, c 20,53 0,73 21,26 16,08 5,25 21,33
Geschäfts- und Firmenwerte a 18,90 0,00 18,90 14,76 4,61 19,37
Sonstige immaterielle Vermögenswerte c 1,63 0,73 2,36 1,33 0,63 1,96
Sachanlagen b, c, d 50,12 5,63 55,75 46,44 6,27 52,71
At-Equity bewertete Beteiligungen 4,65 0,00 4,65 6,43 0,00 6,43
Finanzielle Vermögenswerte 5,87 0,00 5,87 4,80 0,00 4,80
Sonstige Forderungen f, i 1,59 -1,39 0,20 2,18 -2,02 0,16
Latente Steueransprüche i 1,20 9,05 10,25 1,44 7,61 9,05
83,96 14,02 97,98 77,38 17,10 94,48
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte e 29,00 0,00 29,00 41,07 1,40 42,47
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 105,19 0,22 105,41 132,20 -0,07 132,13
Finanzielle Vermögenswerte 0,25 0,08 0,33 0,25 0,02 0,27
Sonstige Forderungen f 7,89 -0,35 7,54 8,58 -0,38 8,20
Laufende Ertragsteueransprüche 0,94 00,0 0,94 2,67 0,00 2,67
Zahlungsmittel und -äquivalente 26,65 0,00 26,65 31,23 0,00 31,23
169,92 -0,05 169,87 216,00 0,97 216,97
Summe Aktiva 253,88 13,97 267,85 293,38 18,07 311,45
Eigenkapital
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens
zurechenbarer Anteil am Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 25,58 0,00 25,58 25,58 0,00 25,58
Rücklagen j 52,84 6,99 59,83 73,13 7,84 80,97
78,42 6,99 85,41 98,71 7,84 106,55
Minderheitenanteile 0,28 0,00 0,28 0,58 -0,04 0,54
78,70 6,99 85,69 99,29 7,80 107,09
Schulden
Langfristige Schulden
Rückst. für Pensionen und ähnl. Verpfl. f 17,14 3,02 20,16 16,47 3,73 20,20
Sonstige langfristige Rückstellungen d 1,57 1,71 3,28 4,41 1,05 5,46
Latente Steuerverbindlichkeiten i 0,00 1,36 1,36 0,00 3,66 3,66
Finanzielle Verbindlichkeiten c 23,06 4,32 27,38 28,84 3,89 32,73
Sonstige Verbindlichkeiten 1,93 -0,04 1,89 1,97 0,64 2,61
Kurzfristige Schulden 43,70 10,37 54,07 51,69 12,97 64,66
Rückstellungen d, f-i 55,63 -52,61 3,02 57,13 -53,42 3,71
Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 1,12 0,00 1,12 6,70 0,00 6,70
Finanzielle Verbindlichkeiten c 20,98 1,29 22,27 13,88 1,55 15,43
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 42,58 31,73 74,31 56,49 34,51 91,00
Sonstige Verbindlichkeiten 11,17 16,20 27,37 8,20 14,66 22,86
131,48 -3,39 128,09 142,40 -2,70 139,70
175,18 6,98 182,16 194,09 10,27 204,36
Summe Passiva 253,88 13,97 267,85 293,38 18,07 311,45

a) Nach IFRS 3 sind auf Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen ab dem 31. März 2004 keine planmäßigen Abschreibungen mehr vorzunehmen. Im INTERSEROH-Konzernabschluss werden entsprechend IFRS 1 – insoweit abweichend von IFRS 3 – darüber hinaus auch die planmäßigen Abschreibungen auf Firmenwerte aus bereits früher erfolgten Unternehmenszusammenschlüssen ab dem 1. Januar 2004 nicht fortgeführt. Anstelle der planmäßigen Abschreibungen werden mindestens jährlich Impairment-Tests durchgeführt.

Aus der Eliminierung der nach HGB in 2004 erfassten Abschreibungen ergibt sich zum 31.Dezember 2004 eine Erhöhung der Position Firmenwerte und eine Minderung der Abschreibungen um jeweils 4,61 Mio. Euro. Abschreibungen aufgrund von Impairment-Tests waren nicht zu berücksichtigen. Zum 1. Januar 2004 ergeben sich keine Änderungen.

b) Die im HGB-Abschluss 2004 vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung auf ein Betriebsgrundstück ist im IFRS-Abschluss 2004 eliminiert worden, da hier die Überprüfung der Werthaltigkeit im Rahmen der Impairment-Tests nicht an den einzelnen Vermögenswert anknüpft, sondern an die Cash Generating Unit. Nach der dieser Abgrenzung im INTERSEROH-Konzern zugrunde liegenden Konzeption ist im vorliegenden Fall die Werthaltigkeit der Cash Generating Unit gegeben und damit keine außerplanmäßige Abschreibung auf das Grundstück vorzunehmen.

Das Sachanlagevermögen erhöht sich dadurch zum 31. Dezember 2004 um 0,75 Mio. Euro, die Abschreibungen 2004 sinken in gleicher Höhe. Zum 1. Januar 2004 ergibt sich keine Änderung.

c) Zur Beurteilung von Leasingverhältnissen werden im HGB-Konzernabschluss in der Regel die steuerlichen Leasingerlasse angewendet. Für IFRS regelt IAS 17 die Klassifizierung von Leasingobjekten. Bei Finanzierungs-Leasingverhältnissen hat der Leasinggeber die Leasinggegenstände und die über die Vertragslaufzeit abgezinsten Leasingverbindlichkeiten in seiner Bilanz anzusetzen.

Demzufolge sind nach IFRS in der Gewinn- und Verlustrechnung Finanzaufwendungen in Form von Abschreibungen und Zinsaufwendungen zu berücksichtigen. Die im HGB-Abschluss unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfassten Miet- und Leasingaufwendungen sind dafür im IFRS-Abschluss zu eliminieren.

Für die sonstigen immateriellen Vermögenswerte ergeben sich Buchwerterhöhungen von 0,73 Mio. Euro per 1. Januar 2004 und von 0,64 Mio. Euro per 31. Dezember 2004. Abschreibungen wurden in Höhe von 0,09 Mio. Euro und Zinsaufwendungen in Höhe von 0,03 Mio. Euro in den Finanzaufwendungen zusätzlich berücksichtigt.

Die Buchwerte der Sachanlagen erhöhten sich um 4,97 Mio. Euro per 1. Januar 2004 und um 4,92 Mio. Euro per 31. Dezember 2004. Zusätzliche Abschreibungen und Zinsaufwendungen wurden in Höhe von 1,15 Mio. Euro beziehungsweise 0,29 Mio. Euro in den Finanzaufwendungen erfasst.

Durch die Passivierung der abgezinsten Leasingverbindlichkeiten erhöhten sich die finanziellen Verbindlichkeiten zum 1. Januar 2004 um 5,61 Mio. Euro und zum 31. Dezember 2004 um 5,43 Mio. Euro. Miet- und Leasingzahlungen in Höhe von 1,57 Mio. Euro sind aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen eliminiert.

d) Für Rückbauverpflichtungen im Rahmen von Miet- und Pachtverträgen sind sowohl nach HGB als auch nach IFRS Rückstellungen zu bilden, wenn die Verpflichtung für eine Rückstellung hinreichend konkretisiert ist. Hinsichtlich der Rückstellungshöhe schreibt IFRS im Gegensatz zu HGB eine Dotierung der vollen Rückbaukosten unter Berücksichtigung des voraussichtlichen Rückbauzeitpunktes bereits bei Entstehen der Verpflichtung vor. Nach HGB erfolgt die Zuführung ratierlich über die Nutzungsdauer des Vermögenswertes.

Die Bildung – und gegebenenfalls Veränderungen – solcher Rückstellungen wird nach IFRS – entgegen der HGB-Rechnungslegung – bei Entstehung der Verpflichtung nicht unmittelbar erfolgswirksam gebucht, sondern den betroffenen Vermögenswerten zugeschrieben und wie diese planmäßig oder im Rahmen eines Impairment-Tests abgeschrieben. Die Rückstellungen werden entsprechend der Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge abgezinst und jährlich anteilig bis zur erwarteten Gesamtverpflichtung zugeschrieben.

Daher ergeben sich zusätzliche Rückstellungen beziehungsweise kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 0,66 Mio. Euro per 1. Januar 2004 und 0,42 Mio. Euro per 31. Dezember 2004. Die Sachanlagen erhöhten sich entsprechend um 0,66 Mio. Euro per 1. Januar 2004 und 0,61 Mio. Euro per 31. Dezember 2004. Ab-schreibungen wurden in Höhe von 0,18 Mio. Euro und Zinsaufwendungen in Höhe von 0,04 Mio. Euro in den Finanzaufwendungen zusätzlich berücksichtigt. Zuführungen zu den HGB-Rückstellungen wurden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 0,40 Mio. Euro eliminiert.

e) Nach HGB wurden die Vorräte einem Niederstwerttest auch in Bezug auf niedrigere Wiederbeschaffungskosten unterzogen. Nach IFRS erfolgt die Bewertung ausschließlich auf der Grundlage der am Absatzmarkt orientierten, verlustfreien Bewertung.

Der daraus resultierende Effekt lässt die Vorräte zum 31. Dezember 2004 um 1,40 Mio. Euro ansteigen und den Materialaufwand in gleicher Höhe sinken. Darüber hinaus wurden innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung 2004 die Bestandsveränderungen ergebnisneutral gegen den Materialaufwand angepasst (mit 6,42 Mio. Euro). Auswirkungen zum 1. Januar 2004 ergaben sich nicht.

f) Für Pensionsverpflichtungen sind sowohl nach den deutschen Rechnungslegungsvorschriften als auch nach IFRS Rückstellungen zu bilden. Im HGB-Abschluss sind die Pensionsverpflichtungen in Höhe des Teilwerts nach § 6a EStG berechnet. Abweichungen zwischen den Wertansätzen nach IFRS und HGB / EStG ergeben sich insbesondere aus der unterschiedlichen Behandlung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten. Darüber hinaus erfolgt die Pensionsrückstellungsberechnung nach IFRS im Gegensatz zu HGB aufgrund unternehmensindividueller Parameter und Zinssätze. Nach IFRS ist die Berechnung der Pensionsrückstellungen nach dem deutschen steuerlichen Teilwertverfahren nicht zulässig. Die Pensionsrückstellungen müssen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung zukünftiger Gehalts- und Rentensteigerungen ermittelt werden.

Aus der abweichenden Berechnung der Pensionsrückstellungen ergeben sich Minderungen der sonstigen Forderungen in Höhe von 0,87 Mio. Euro per 1. Januar 2004 und 0,99 Mio. Euro per 31. Dezember 2004 dadurch, dass die im HGB-Konzernabschluss dort ausgewiesenen Rückdeckungsversicherungen im IFRS-Konzernabschluss als Planvermögen mit den Verbindlichkeiten aus Pensionszusagen saldiert ausgewiesen werden. Dennoch sind die "Netto-Pensionsrückstellungen" nach IFRS um 3,51 Mio. Euro per 1. Januar 2004 und 3,69 Mio. Euro per 31. Dezember 2004 höher als nach HGB.

Der Personalaufwand 2004 ist nach IFRS um 0,85 Mio. Euro geringer. Im Zinsaufwand waren dafür 1,03 Mio. Euro zusätzlich zu erfassen. Die Zuführungen zu den Rückdeckungsversicherungen im HGB-Konzernabschluss in Höhe von 0,12 Mio. Euro wurden im IFRS-Konzernabschluss 2004 aus den sonstigen betrieblichen Erträgen eliminiert.

g) Innerhalb der sonstigen Rückstellungen führen neben den erwähnten Rückbauverpflichtungen im Wesentlichen die Restrukturierungs- und sonstige Aufwandsrückstellungen zu einer Erhöhung des Eigenkapitals nach IFRS, da der Ansatz von Restrukturierungsrückstellungen nach IFRS im Unterschied zum HGB an sehr enge Voraussetzungen geknüpft ist und nach HGB zulässigerweise gebildete Aufwandsrückstellungen unter IFRS nicht angesetzt werden dürfen.

Insgesamt ergeben sich um 4,11 Mio. Euro per 1. Januar 2004 beziehungsweise 2,98 Mio. Euro per 31. Dezember 2004 geminderte Rückstellungen. In der Gewinn- und Verlustrechnung 2004 ergeben sich aus der Anpassung der entsprechenden Rückstellungen sonstige betriebliche Aufwendungen von 1,13 Mio. Euro sowie eine Erhöhung der (latenten) Ertragsteueraufwendungen um 0,2 Mio. Euro.

h) Darüber hinaus sind nach IFRS einige Verpflichtungen, die nach HGB als Rückstellungen auszuweisen sind, wie zum Beispiel Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen oder Urlaubsvergütungen, als kurzfristige Verbindlichkeit auszuweisen.

Die entsprechenden erfolgsneutralen Umgliederungen führten zu einer Minderung der lang- und kurzfristigen sonstigen Rückstellungen um insgesamt 49,87 Mio. Euro per 31. Dezember 2004 (47,94 Mio. Euro per 1. Januar 2004) und einer Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 34,51 Mio. Euro per 31. Dezember 2004 (31,73 Mio. Euro per 1. Januar 2004) sowie der lang- und kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten um insgesamt 15,36 Mio. Euro per 31. Dezember 2004 (16,21 Mio. Euro per 1. Januar 2004).

i) Nicht auf der Umstellung auf IFRS beruhende Abweichungen

Aufgrund von nach Aufstellung der HGB-Konzernbilanz gewonnenen Erkenntnissen wurde der Wertansatz für eine langfristige Forderung schon in der IFRS-Eröffnungsbilanz per 1. Januar 2004 von 0,94 Mio. Euro um 0,84 Mio. Euro auf 1,78 Mio. Euro erhöht und per 31. Dezember 2004 auf 1,48 Mio. Euro abgezinst.

Darüber hinaus wurde – ebenfalls zum 1. Januar 2004 – eine Einzelwertberichtigung in voller Höhe gebildet. Im IFRS-Konzernabschluss 2004 sind folgerichtig die Erhöhung der Forderung (0,84 Mio. Euro aus den sonstigen betrieblichen Erträgen) und die Abzinsung (0,30 Mio. Euro aus dem Zinsaufwand) eliminiert. Stattdessen ist eine Aufzinsung der Forderung auf nunmehr 1,48 Mio. Euro mit 0,08 Mio. Euro (gegen Zinsertrag) gebucht, die ebenfalls in voller Höhe wertberichtigt ist (sonstiger betrieblicher Aufwand).

In der IFRS-Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung war darüber hinaus eine Umgliederung von Eingangs- und Streckenfrachten von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zum Materialaufwand (insgesamt 4,79 Mio. Euro) vorzunehmen. Auswirkungen auf die Bilanz oder das Ergebnis ergeben sich daraus nicht.

j) Die oben genannten Änderungen erhöhen die auszuweisenden latenten Steueransprüche – basierend auf einem Steuersatz von 39,90 Prozent – wie folgt:

siehe Angabe 31.12.2004
Mio. Euro
01.01.2004
Mio. Euro
Geschäfts- und Firmenwerte a -0,77 0,00
Sachanlagen b -0,30 0,00
Finanzierungsleasing c 0,08 0,10
Vorräte e -0,55 0,00
Pensionsrückstellungen f 1,86 1,74
Rückbauverpflichtungen d -0,07 0,00
Sonstige Rückstellungen g -0,13 -0,44
HGB-Wahlrechte folgt 1,82 3,72
Steuerliche Verlustvorträge folgt 3,47 3,78
5,40 8,89

In der Bilanz zum 1. Januar 2004 werden latente Steuerforderungen von 10,25 Mio. Euro und latente Steuerverbindlichkeiten von 1,36 Mio. Euro ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2004 betragen die latenten Steuerforderungen 9,06 Mio. Euro und die latenten Steuerverbindlichkeiten 3,66 Mio. Euro.

Der Effekt auf die Gewinn- und Verlustrechnung für 2004 ist eine Steigerung der Ertragsteueraufwendungen um 3,49 Mio. Euro.

Während nach HGB ein Bilanzierungswahlrecht für aktive latente Steuern besteht, sind gemäß IFRS grundsätzlich für sämtliche temporären (und quasi-permanenten) Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz latente Steuern zu bilden.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt unter Anwendung eines konzerneinheitlichen Steuersatzes von 39,90 Prozent beziehungsweise 26,38 Prozent, sofern die Differenz für Gewerbesteuerzwecke nicht berücksichtigt werden muss.

Darüber hinaus werden nach IFRS – im Gegensatz zu HGB – auf künftig zu erwartende Steuerminderungen aus der Anrechnung von steuerlichen Verlustvorträgen latente Steueransprüche aktiviert, soweit hinreichend wahrscheinlich ist, dass die Verlustvorträge zukünftig genutzt werden können.

k) Der Effekt der oben genannten Überleitungen auf die Gewinnrücklagen ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

siehe Angabe 01.01.2004
Mio. Euro
31.12.2004
Mio. Euro
Geschäfts- und Firmenwerte a 0,00 4,61
Sachanlagen b 0,00 0,75
Finanzierungsleasing c 0,09 0,12
Vorräte e 0,00 1,40
Pensionsrückstellungen f -4,32 -4,68
Rückbauverpflichtungen d 0,00 0,19
Sonstige Rückstellungen g 4,11 2,98
Latente Steuern j 7,70 3,95
Sonstiges i -0,58 -1,48
6,99 7,84
Diese Effekte sind zuzuordnen:
Aktionären der Muttergesellschaft 6,99 7,88
Minderheitsgesellschaftern 0,00 -0,04
6,99 7,84

l) Die Überleitung der Gewinn- und Verlustrechnung für 2004 auf IFRS ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

siehe
Angabe
HGB
Mio. EUR
Überleitung
Mio. EUR
IFRS
Mio. EUR
Umsatzerlöse 1.040,15 0,00 1.040,15
Erhöhung des Bestandes an fertigen
und unfertigen Erzeugnissen e 12,86 7,82 20,68
Sonstige betriebliche Erträge f, i 13,75 -1,30 12,45
Materialaufwand e, i -865,11 -11,21 -876,32
Personalaufwand f -65,51 0,85 -64,66
Abschreibungen a, b, c, d -15,73 3,94 -11,79
Sonstige betriebliche Aufwendungen c, d, g, i -79,17 5,43 -73,74
Sonstige Steuern -1,51 0,00 -1,51
Finanzerträge i 3,49 0,07 3,56
Finanzaufwendungen c, d, f -4,54 -1,06 -5,60
Ergebnis vor Ertragsteuern 40,19 4,54 44,73
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag g, j -11,39 -3,74 -15,13
Konzern-Jahresüberschuss 28,80 0,80 29,60
Ergebnisanteil außenstehender Gesellschafter -0,25 0,04 -0,21
Konzerngewinn 28,55 0,84 29,39
Ergebnis je Aktie 2,90 0,09 2,99

(41) Corporate Governance nach § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der INTERSEROH AG haben im Dezember 2005 ihre jährliche Erklärung zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" abgegeben und auf der Internetseite der Gesellschaft (www.interseroh.de, Bereich Investor Relations, Corporate Governance) veröffentlicht.

(42) Angaben nach WpHG

Mitteilungen nach dem WpHG sind wie folgt im Bundesanzeiger veröffentlicht worden:

1. Die Sal. Oppenheim jr. & Cie. Kommanditgesellschaft auf Aktien, Unter Sachsenhausen 4, 50667 Köln, hat der INTERSEROH Aktiengesellschaft zur Verwertung von Sekundärrhostoffen (INTERSEROH AG) gemäß § 21 WpHG am 4. Januar 2005 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der INTERSEROH AG am 29. Dezember 2004 die Schwelle von 10 Prozent sowie die Schwelle von 5 Prozent unterschritten hat. Weiter teilt die Sal. Oppenheim jr. & Cie. Kommanditgesellschaft auf Aktien mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der INTERSEROH AG nunmehr null Prozent beträgt.

2. Die RETHMANN AG & Co., Deutschland, Selm, hat uns nach §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG folgende Mitteilungen gemacht:

"Hiermit teilen wir Ihnen gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil unserer Tochtergesellschaft RETHMANN Unternehmensbeteiligungs GmbH, Werner Straße 95, 59379 Selm, an der INTER-SEROH AG zur Verwertung von Sekundärrohstoffen, Köln, am 23.02.2005 weiterhin die Schwelle von 10 % übersteigt und die Höhe des Stimmrechtsanteils unserer Tochtergesellschaft RETHMANN Unternehmensbeteiligungs GmbH am 23.02.2005 weiterhin 14,9942 % beträgt.

Diese Stimmrechte sind uns jetzt in voller Höhe nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 WpHG zuzurechnen."

"Hiermit teilen wir gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil unserer Tochtergesellschaft RETHMANN Unternehmensbeteiligungs GmbH, Werner Straße 95, 59379 Selm, an der INTERSEROH AG zur Verwertung von Sekundärrohstoffen, Köln, am 15. März 2005 die Schwellen von 10 % und von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat. Ihr Stimmrechtsanteil beträgt seit dem 15.03.2005 Null.

Der unserer Gesellschaft nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnende Stimmrechtsanteil hat am 15.03.2005 ebenfalls die Schwellen von 10 % und von 5 % der Stimmrechte unterschritten und beträgt seit dem 15.03.2005 Null."

3. Die ALBA AG, Deutschland, Velten, hat uns folgende Mitteilungen gemäß § 21 WpHG gemacht:

"Hiermit teilen wir Ihnen gem. § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass die Stimmrechtsanteile der ALBA AG an der INTERSEROH AG am 16.03.2005 weiterhin die Schwelle von 5 %, 10 % und 25 % überschritten haben.

Die ALBA AG ist übernehmender Rechtsträger der zum 16.03.2005 wirksam gewordenen Verschmelzung mit der ALBA Beteiligungs GmbH und hält nunmehr direkt 25,75 % der Stimmrechtsanteile an der INTERSEROH AG."

"Hiermit teilen wir Ihnen gem. § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass die Stimmrechtsanteile der ALBA Beteiligungs GmbH, Deutschland, Velten bei Berlin, an der INTERSEROH AG am 16.03.2005 die Schwelle von 25 %, 10 % und 5 % unterschritten haben.

Die ALBA Beteiligungs GmbH wurde mit Wirkung zum 16.03.2005 auf die ALBA AG verschmolzen und hält nunmehr keine Stimmrechtsanteile an der IN-TERSEROH AG."

"Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der INTERSEROH AG zur Verwertung von Sekundärrohstoffen am 8. Dezember 2005 die Schwellen von 25 %, 10 % und 5 % unterschritten hat und jetzt 0 % beträgt."

4. Die Praetorium 61. VV GmbH, Berlin, hat uns folgende Mitteilung gemäß § 21 WpHG gemacht:

"Hiermit teilen wir, die Praetorium 61. VV GmbH, deren Umfirmierung in Isabell Finance Vermögensverwaltung GmbH beschlossen aber noch nicht im Handelsregister eingetragen ist, Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der INTERSEROH Aktiengesellschaft zur Verwertung von Sekundärrohstoffen am 7. Dezember 2005 die Schwellen von 5%, 10% und 25% überschritten hat und nunmehr 25,75% beträgt (Stimmrechte aus 2.534.229 Stammaktien)."

5. Die Inter-Sero Capitalpartners GmbH & Co. Verwaltungs KG, Berlin, hat uns folgende Mitteilung gemäß § 21 WpHG gemacht:

"Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der INTERSEROH Aktiengesellschaft zur Verwertung von Sekundärrohstoffen am 8. Dezember 2005 die Schwellen von 5%, 10% und 25% überschritten hat und nunmehr 25,75% beträgt (Stimmrechte aus 2.534.229 Stammaktien). Sämtliche dieser Stimmrechte sind uns nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen."

6. Die Inter-Sero CapitalPartners GmbH, Berlin, hat uns folgende Mitteilung gemäß § 21 WpHG gemacht:

"Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass unser Stimmrechtanteil an der INTERSEROH Aktiengesellschaft zur Verwertung von Sekundärrohstoffen am 8. Dezember 2005 die Schwellen von 5%, 10% und 25% überschritten hat und nunmehr 25,75% beträgt (Stimmrechte aus 2.534.229 Stammaktien). Sämtliche dieser Stimmrechte sind uns nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen."

7. Die Ko-Fi Koala Finance Vermögensverwaltungs GmbH, Berlin, hat uns folgende Mitteilung gemäß § 21 WpHG gemacht:

"Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der INTERSEROH Aktiengesellschaft zur Verwertung von Sekundärrohstoffen am 8. Dezember 2005 die Schwellen von 5%, 10% und 25% überschritten hat und nunmehr 25,75% beträgt (Stimmrechte aus 2.534.229 Stammaktien). Sämtliche dieser Stimmrechte sind uns nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen."

8. Herr Dr. Axel Schweitzer, Berlin, hat uns folgende Mitteilung gemäß § 21 WpHG gemacht:

"Hiermit teile ich Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass mein Stimmrechtsanteil an der INTERSEROH Aktiengesellschaft zur Verwertung von Sekundärrohstoffen am 8. Dezember 2005 die Schwellen von 5%, 10% und 25% überschritten hat und nunmehr 25,75% beträgt (Stimmrechte aus 2.534.229 Stammaktien). Sämtliche dieser Stimmrechte sind mir nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen."

9. Herr Dr. Eric Schweitzer, Berlin, hat uns folgende Mitteilung gemäß § 21 WpHG gemacht:

"Hiermit teile ich Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass mein Stimmrechtsanteil an der INTERSEROH Aktiengesellschaft zur Verwertung von Sekundärrohstoffen am 8. Dezember 2005 die Schwellen von 5%, 10% und 25% überschritten hat und nunmehr 25,75% beträgt (Stimmrechte aus 2.534.229 Stammaktien). Sämtliche dieser Stimmrechte sind mir nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen."

10. Herr Dr. Jörg Bonke, Münster, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass er

"am 23.02.2005 die Schwellen von 5 % und von 10 % der Stimmrechte an der INTERSEROH AG zur Verwertung von Sekundärrohstoffen, Köln, überschritten habe. Die Höhe meines Stimmrechtsanteils beträgt 14,9942 %."

Herr Dr. Jörg Bonke, Münster, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG sodann mitgeteilt, dass er

"am 15. März 2005 die Schwellen von 10 % und von 5 % der Stimmrechte an der INTERSEROH AG zur Verwertung von Sekundärrohstoffen, Köln, unterschritten habe. Die Höhe meines Stimmrechtsanteils beträgt nunmehr Null Prozent."

(42) Befreiungswahlrechte nach §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB Die ISD INTERSEROH Dienstleistungs GmbH, Köln, die im Rahmen einer Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen wird, macht von der Befreiung von der Pflicht zur Offenlegung eines Jahresabschlusses und eines Lageberichts nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch. Der dazu notwendige Beschluss der Gesellschafter ist beim Handelsregister Köln eingereicht.

Folgende Personenhandelsgesellschaft, die im Rahmen einer Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen wird, macht von der Befreiung von der Pflicht zur Offenlegung ihres Jahresabschlusses und ihres Lageberichts nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften gemäß § 264b HGB Gebrauch:

• INTERSEROH Stahl- und Metallrecycling GmbH & Co. KG, Köln

Köln, 20. Februar 2006

INTERSEROH Aktiengesellschaft zur Verwertung von Sekundärrohstoffen

Der Vorstand

Dr. Werner Kook Johannes-Jürgen Albus

Christian Rubach Roland Stroese

Anlage 1

Eigenkapitalveränderungsrechnung in der Zeit vom 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2005

Mutterunternehmen
Anhang
angabe
Nr.
Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage erwirtschaf
tetes Konzern
eigenkapital
kumuliertes übriges Konzerergebnis
Ausgleichs
posten aus der
Fremdwährungs
umrechnung
andere neutrale
Transaktionen
Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR
Stand am 01.01.2004 25,58 38,61 77,34 0,00 -56,12
Gezahlte Dividenden (21) -8,46
Änderungen des Konsolidierungskreises
Übrige Veränderungen 0,27
Konzern-Jahresüberschuss 29,39
Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge (21) -0,06 0,00
Konzerngesamtergebnis --- --- --- --- ---
Stand am 31.12.2004 25,58 38,61 98,27 -0,06 -55,85
Stand am 01.01.2005 25,58 38,61 98,27 -0,06 -55,85
Gezahlte Dividenden (21) -8,46
Änderungen des Konsolidierungskreises -0,02
Übrige Veränderungen
Konzern-Jahresüberschuss 18,45
Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge (21) 0,18 -0,03
Konzerngesamtergebnis --- --- --- --- ---
Stand am 31.12.2005 25,58 38,61 108,26 0,12 -55,90
Mutterunternehmen Minderheitsgesellschafter Konzerneigenkapital
Eigenkapital Minderheitenkapital
Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR
85,41 0,28 85,69
-8,46 -0,04 -8,50
0,00 0,07 0,07
0,27 0,00 0,27
29,39 0,21 29,60
-0,06 0,02 -0,04
29,33 0,23 29,56
106,55 0,54 107,09
106,55 0,54 107,09
-8,46 -0,29 -8,75
-0,02 0,26 0,24
0,00 0,75 0,75
18,45 0,52 18,97
0,15 0,00 0,15
18,60 0,52 19,12
116,67 1,78 118,45

Anlage 2

KAPITALFLUSSRECHNUNG KONZERN

2005 2004
Mio. EUR Mio. EUR
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 18,97 29,60
+ Ertragsteueraufwand 10,88 15,14
+I- Zinsergebnis 2,88 4,33
+I- Abschreibungen/Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 12,53 10,10
+I- Zunahme/Abnahme der langfristigen Rückstellungen -2,12 2,23
+I- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 0,00 0,29
+I- Veränderungen des Netto-Betriebsvermögens 7,41 -25,81
Cash Flow aus laufendem Geschäft 50,55 35,88
+ Einzahlungen aus Zinsen 0,93 0,82
- Auszahlungen für Zinsen -2,48 -5,24
+ Einzahlungen aus Dividenden 0,83 0,26
- Auszahlungen für Ertragsteuern -14,00 -9,94
Netto Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 35,83 21,78
+ Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten 6,21 8,04
- Auszahlungen für Investitionen in konsolidierte Unternehmen
und sonstige Geschäftseinheiten
-4,71 -0,49
- Auszahlungen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte
(ohne Finanzierungsleasing) -22,48 -13,65
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -20,98 -6,10
2005
Mio. EUR
2004
Mio. EUR
- Auszahlungen an Unternehmenseigner -8,46 -8,46
- Auszahlungen an Minderheitsgesellschafter -0,29 -0,05
+ Einzahlungen von Minderheitsgesellschaftern 0,75 0,00
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 6,02 18,03
- Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten -14,62 -20,62
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -16,60 -11,10
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes -1,75 4,58
+ Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 31,23 26,65
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 29,48 31,23

Erläuterungen zu der Kapitalflussrechnung werden im Anhang in der Angabe (28) gegeben.

Wir haben den von der INTERSEROH Aktiengesellschaft zur Verwertung von Sekundärrohstoffen, Köln, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2005 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Köln, den 20. Februar 2006

KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Philippi Wirtschaftsprüfer

Clauss Wirtschaftsprüfer

AUFSTELLUNG DES WESENTLICHEN ANTEILSBESITZES

Die INTERSEROH AG hält am Bilanzstichtag mittelbar oder unmittelbar folgende wesentliche Beteiligungen:

100
ISD INTERSEROH Dienstleistungs GmbH
Köln
100
EVA Erfassen und Verwerten von Altstoffen GmbH
Wien/Österreich
100
INTERSEROH Holzhandel GmbH
Köln
100
INTERSEROH Holzkontor Worms GmbH
Worms
51
INTERSEROH Holzkontor Berlin GmbH
Berlin
51
INTERSEROH Holzkontor NRW GmbH
Köln
51
INTERSEROH Holzkontor OWL GmbH
Porta Westfalica
75
INTERSEROH Holzkontor Bückeberg GmbH & Co. KG
Bückeburg
100
Repasack Gesellschaft zur Verwertung gebrauchter Papiersäcke mbH
Wiesbaden
100
ISR INTERSEROH Rohstoffe GmbH
Köln
100
INTERSEROH France S.A.S.
Pantin/Frankreich
100
INTERSEROH Hansa Recycling GmbH
Dortmund
100
INTERSEROH ERC Eisenmetall Rohstoff Celler GmbH
Dortmund
100
INTERSEROH Evert Heeren GmbH
Leer
100
Groninger VOP Recycling B.V.
Groningen/Niederlande
100
INTERSEROH Franken Rohstoff GmbH
Sennfeld
100
INTERSEROH Hansa Rohstoffe GmbH
Essen
100
INTERSEROH Hetzel GmbH
Heidelberg
100
INTERSEROH Jade-Stahl GmbH
Wilhelmshaven
90
INTERSEROH BW Rohstoff und Recycling GmbH
Stuttgart
51
INTERSEROH Neckarschrott GmbH
Horb
100
INTERSEROH SEROG GmbH (ehem. IS dritte Vermögensver. GmbH)
Bous
70
RHS Rohstoffhandel GmbH
Stuttgart
100
INTERSEROH Stahl- und Metallrecycling GmbH & Co. KG
Köln
100
INTERSEROH-Metallaufbereitung Rostock GmbH
Rostock
100
INTERSEROH Nordmetall GmbH
Lübeck
100
INTERSEROH RSH Recycling-Stahl-Handel GmbH
Köln
a) Im Konzernabschluss vollkonsolidierte Unternehmen Sitz (Konzern-)
anteil %
b) Als assoziierte Unternehmen einbezogen (at-equity) Sitz (Konzern-)
anteil %
Eisen- und Stein-Gesellschaft mbH & Co. Siegen 50
HR Hüttenwerkentsorgung GmbH Mülheim a.d. Ruhr 50
Mineralmahlwerk Westerwald Horn GmbH & Co. KG Weitefeld 50
TOM Sp. z o.o. Szczecin/Polen 50
Jade-Entsorgung GmbH Rostock 24,9

c) Nicht einbezogene Unternehmen

INTERSEROH BELGIQUE S.A. Raeren/Belgien 100
PADEC S.A. Deerlijk/Belgien 100
INTERSEROH zbiranje in predelava odpadnih surovin d.o.o. Begunje/Slowenien 100
INTERSEROH Kunststoffaufbereitungs GmbH Aschersleben 74,4
ISP INTERSEROH Pfand-System GmbH Köln 100
LoongIn GmbH Köln 50
Shanghai Huabao-LoogIn Resources Recycling Co., Ltd. Shanghai/China 35

Kontakt

INTERSEROH AG Stollwerckstraße 9a D-51149 Köln

Öffentlichkeitsarbeit Tel.: (+49) 2203-9147 1250 Fax: (+49) 2203-9147 1406 E-Mail: [email protected]

Investor Relations Tel.: (+49) 2203-9147 1241 Fax: (+49) 2203-9147 1406 E-Mail: [email protected] www.interseroh.de

Impressum

Herausgeber:

INTERSEROH Aktiengesellschaft zur Verwertung von Sekundärrohstoffen, Köln

Redaktion:

Michael Block Ute Christoph Eva Pazdersky

Kunstwerke:

Joachim Röderer www.jroederer.de [email protected]

Druck:

Karten Druck & Medien GmbH & Co. KG, Mönchengladbach

Papier:

Envirotop, 100 % Altpapier

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