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Wienerberger AG

Annual Report Apr 10, 2006

769_10-k_2006-04-10_c4074bc6-579b-4a1c-9204-a4941eae5d63.pdf

Annual Report

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Das Jahr 2005 im Überblick

wirtschaftlichen Umfelds.

Marktpositionen

232 Werken in 24 Ländern.

Hintermauerziegel: Nr. 1 weltweit

Tondachziegel: Nr. 2 in Europa

Vormauerziegel: Nr. 1 in Europa, Nr. 2 in den USA

Wienerberger ist im Jahr 2005 weiter gewachsen. Unser selbst gestecktes, ambitioniertes Ziel einer 10%igen Ergebnissteigerung im Vergleich zum Rekordjahr 2004 haben wir zwar nicht erreicht, der Konzernumsatz konnte jedoch um 11 % auf 1.954,6 Mio. € und das EBITDA um 6 % auf 428,4 Mio. € weiter verbessert werden – und das trotz starken Gegenwinds von Seiten des

Mit Hilfe unserer Expansionsstrategie und des geografischen Portfolios haben wir den EBITDA-Rückgang in Deutschland, Polen und Ungarn von insgesamt 26,6 Mio. € sowie die Preissteigerungen bei Energie von zusätzlichen 30 Mio. € mehr als kompensiert. Wie das operative Ergebnis ist auch der Gewinn je Aktie um 5 % auf 2,66 € gestiegen, obwohl nach der Kapitalerhöhung 2004 im Jahresvergleich um 5 % mehr Aktien zu berücksichtigen waren. Der Vorstand wird der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende um 10% auf 1,18 € je Aktie vorschlagen.

Strategisch haben wir uns in 2005 einerseits auf die Umsetzung einer Vielzahl an profitablen Wachstumsprojekten und andererseits auf die Weiterentwicklung unserer Produkte und Herstellungstechnologie konzentriert. 250,5 Mio. € wurden in Akquisitionen und neue Kapazitäten investiert. Insgesamt belief sich die Zahl der gestarteten oder realisierten Projekte auf über 30. Das Gearing ist aufgrund des starken Free Cash-flows von 56 auf 63 % nur leicht gestiegen, was aus-

Wienerberger ist der größte Ziegelproduzent weltweit und die Nr. 2 bei Tondachziegel in Europa. Zusätzlich halten wir Führungspositionen bei Flächenbefestigungen in Europa, mit derzeit

reichend finanziellen Spielraum für die Fortsetzung unseres Expansionskurses lässt.

Der mühsamste Geschäftsbericht seit Jahren

Wienerberger Geschäftsbericht 2005

Medieninhaber (Verleger):

Für Rückfragen:

T +43 (1) 601 92-0, F +43 (1) 601 92-466

Investor Relations: Thomas Melzer

Fotos: Maria Ziegelböck, Hertha Hurnaus Druck: Grasl Druck & Neue Medien

Wienerberger AG, A-1100 Wien, Wienerberg City, Wienerbergstraße 11

Geschäftsbericht und Jahresabschluss 2005 vorgelegt bei der Bilanzpressekonferenz am 28. März 2006 und in der 137. o. Hauptversammlung am 27. April 2006 in Wien.

Erhältlich in deutscher und englischer Sprache.

Satz und Litho: Büro X Design Wien; Michael Konrad GmbH, Frankfurt

Konzept und Realisierung: Mensalia Unternehmensberatung und Büro X Design Wien

Wenn Sie mehr über Wienerberger wissen wollen und hier keine Bestellkarte

Geschäftsberichte, Quartalsberichte und die Möglichkeit, sich auf den

[email protected]

Presseverteiler setzen zu lassen, gibt es auch unter T +43 (1) 601 92-463 oder:

mehr finden:

[email protected], www.wienerberger.com

Vorstand: Wolfgang Reithofer, CEO; Hans Tschuden, CFO

Geschäftsbericht 2005

Das Jahr 2005 im Überblick

Wienerberger ist im Jahr 2005 weiter gewachsen. Unser selbst gestecktes, ambitioniertes Ziel einer 10%igen Ergebnissteigerung im Vergleich zum Rekordjahr 2004 haben wir zwar nicht erreicht, der Konzernumsatz konnte jedoch um 11 % auf 1.954,6 Mio. € und das EBITDA um 6 % auf 428,4 Mio. € weiter verbessert werden – und das trotz starken Gegenwinds von Seiten des wirtschaftlichen Umfelds.

Mit Hilfe unserer Expansionsstrategie und des geografischen Portfolios haben wir den EBITDA-Rückgang in Deutschland, Polen und Ungarn von insgesamt 26,6 Mio. € sowie die Preissteigerungen bei Energie von zusätzlichen 30 Mio. € mehr als kompensiert. Wie das operative Ergebnis ist auch der Gewinn je Aktie um 5 % auf 2,66 € gestiegen, obwohl nach der Kapitalerhöhung 2004 im Jahresvergleich um 5 % mehr Aktien zu berücksichtigen waren. Der Vorstand wird der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende um 10% auf 1,18 € je Aktie vorschlagen.

Strategisch haben wir uns in 2005 einerseits auf die Umsetzung einer Vielzahl an profitablen Wachstumsprojekten und andererseits auf die Weiterentwicklung unserer Produkte und Herstellungstechnologie konzentriert. 250,5 Mio. € wurden in Akquisitionen und neue Kapazitäten investiert. Insgesamt belief sich die Zahl der gestarteten oder realisierten Projekte auf über 30. Das Gearing ist aufgrund des starken Free Cash-flows von 56 auf 63 % nur leicht gestiegen, was ausreichend finanziellen Spielraum für die Fortsetzung unseres Expansionskurses lässt.

Marktpositionen

Geschäftsbericht 2005

Wienerberger Geschäftsbericht 2005

Der

mühsamste

seit Jahren

Geschäftsbericht

Medieninhaber (Verleger):

Für Rückfragen:

T +43 (1) 601 92-0, F +43 (1) 601 92-466

Investor Relations: Thomas Melzer

Fotos: Maria Ziegelböck, Hertha Hurnaus Druck: Grasl Druck & Neue Medien

Wienerberger AG, A-1100 Wien, Wienerberg City, Wienerbergstraße 11

Geschäftsbericht und Jahresabschluss 2005 vorgelegt bei der Bilanzpressekonferenz am 28. März 2006 und in der 137. o. Hauptversammlung am 27. April 2006 in Wien.

Erhältlich in deutscher und englischer Sprache.

Satz und Litho: Büro X Design Wien; Michael Konrad GmbH, Frankfurt

Konzept und Realisierung: Mensalia Unternehmensberatung und Büro X Design Wien

Wenn Sie mehr über Wienerberger wissen wollen und hier keine Bestellkarte

Geschäftsberichte, Quartalsberichte und die Möglichkeit, sich auf den

[email protected]

Presseverteiler setzen zu lassen, gibt es auch unter T +43 (1) 601 92-463 oder:

mehr finden:

[email protected], www.wienerberger.com

Vorstand: Wolfgang Reithofer, CEO; Hans Tschuden, CFO

Wienerberger ist der größte Ziegelproduzent weltweit und die Nr. 2 bei Tondachziegel in Europa. Zusätzlich halten wir Führungspositionen bei Flächenbefestigungen in Europa, mit derzeit 232 Werken in 24 Ländern.

Hintermauerziegel: Nr. 1 weltweit Vormauerziegel: Nr. 1 in Europa, Nr. 2 in den USA Tondachziegel: Nr. 2 in Europa

Umsatz und EBITDA-Marge

EBITDA und EBIT

in Mio. €

Ertragskennzahlen 2003 2004 2005 Vdg. in % Umsatz in Mio. € 1.544,0 1.758,8 1.954,6 +11 EBITDA 1) in Mio. € 334,6 405,4 428,4 +6 EBIT1) in Mio. € 186,1 257,5 270,3 +5 Ergebnis vor Steuern in Mio. € 156,0 231,4 251,3 +9 Ergebnis nach Steuern in Mio. € 112,9 181,8 196,4 +8 Free Cash-flow 2) in Mio. € 264,6 300,7 212,5 -29 Normalinvestitionen in Mio. € 68,6 90,4 88,2 -2 Wachstumsinvestitionen in Mio. € 310,0 542,2 250,5 -54 ROCE 1) in % 8,7 9,7 8,9 - CFROI 1) in % 12,7 12,9 12,2 -

Bilanzkennzahlen 2003 2004 2005 Vdg. in % Eigenkapital 3) in Mio. € 980,4 1.367,2 1.483,1 +8 Nettoverschuldung in Mio. € 675,9 762,4 934,4 +23 Capital Employed in Mio. € 1.524,5 2.031,5 2.289,4 +13 Bilanzsumme in Mio. € 2.407,1 2.865,9 3.269,6 +14 Gearing in % 68,9 55,8 63,0 - Mitarbeiter 4) 10.872 12.154 13.327 +10

Börsekennzahlen 2003 2004 2005 Vdg. in % Ergebnis je Aktie in € 1,71 2,54 2,66 +5 Ergebnis je Aktie bereinigt 5) in € 2,01 2,54 2,67 +5 Dividende je Aktie in € 0,77 1,07 1,18 +10 Ultimokurs der Aktie in € 21,18 35,15 33,80 -4 Gewichtete Aktienanzahl 6) in Tsd. 64.645 69.598 73.196 +5 Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 1.382,6 2.607,0 2.506,9 -4

Geschäftsbereiche 2005 Zentral- Zentral- Nord- Beteiligungen in Mio. € und % Osteuropa Westeuropa Westeuropa USA und Sonstiges 7) Umsatz 507,3 (+4 %) 385,4 (+3 %) 747,9 (+18 %) 337,2 (+19 %) -23,2 (-6 %) EBITDA 1) 136,7 (-4 %) 78,0 (-11 %) 165,3 (+23 %) 66,4 (+12 %) -18,0 (-3 %) EBIT1) 87,0 (-14 %) 43,3 (-16 %) 109,2 (+31 %) 51,8 (+23 %) -21,0 (-1 %)

Gesamtinvestitionen 122,4 (-6 %) 61,9 (+10 %) 113,6 (-72 %) 39,5 (-10 %) 1,3 (-52 %) Capital Employed 569,5 (+22 %) 396,3 (+10 %) 952,9 (+8 %) 345,0 (+24 %) 25,8 (-38 %) Mitarbeiter 4.767 (+5 %) 2.002 (+13 %) 4.203 (+19 %) 2.194 (+4 %) 161 (-6 %)

Erläuterungen:

3) EBIT : Zinsergebnis

6) 1996 nach ÖVFA

4) Ergebnis nach Steuern : Eigenkapital

1) inkl. nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge 2) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

Kennzahlenübersicht 10 Jahre

7) vor Firmenwertabschreibung und bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge 8) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien, bereinigt um Aktiensplit im Verhältnis 1:8 (1999)

HGB

Anmerkung: die Zahlen sind wie im jeweiligen Jahr berichtet dargestellt und wurden rückwirkend

9) Eigenkapital inklusive Anteile in Fremdbesitz

Unternehmenskennzahlen 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 CAGR 96-05 Umsatz in Mio. € 1.094,5 1.113,7 1.143,3 1.337,5 1.670,3 1.544,9 1.653,7 1.826,9 1.758,8 1.954,6 7% EBITDA 1) in Mio. € 210,4 240,7 258,2 308,9 403,4 202,2 323,1 349,9 405,4 429,3 8% EBITDA operativ 2) in Mio. € 217,1 226,3 231,4 274,5 307,8 221,2 302,6 349,9 405,4 428,4 8%

EBIT1) in Mio. € 103,9 131,1 162,6 187,8 254,3 -25,8 151,9 190,2 257,5 269,6 11% EBIT operativ 2) in Mio. € 116,4 116,7 135,8 153,4 158,7 66,2 151,6 190,2 257,5 270,3 10% Ergebnis vor Steuern in Mio. € 87,1 117,5 163,1 178,6 228,3 -62,7 119,5 154,3 231,4 251,3 12% Ergebnis nach Steuern in Mio. € 58,2 101,4 116,5 124,7 201,4 -17,8 85,9 113,1 181,8 196,4 14% Free Cash-flow in Mio. € 118,2 203,2 124,5 98,0 244,0 241,3 237,3 274,6 300,7 212,5 7% Gesamtinvestitionen in Mio. € 165,5 117,5 301,8 500,7 287,1 228,0 181,3 392,6 632,6 338,7 8% Nettoverschuldung in Mio. € 418,5 143,7 249,1 573,1 604,8 674,1 618,5 739,0 762,4 934,4 9% Capital Employed in Mio. € 1.034,6 797,6 936,1 1.297,7 1.568,5 1.613,9 1.508,7 1.635,4 2.031,5 2.289,4 9%

Mitarbeiter 5) 8.229 7.574 7.988 10.374 11.069 11.331 11.478 12.237 12.154 13.327 6%

Börsekennzahlen 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 CAGR 96-05 Ergebnis je Aktie 6) in € 0,81 1,43 1,64 1,74 2,86 -0,29 1,31 1,71 2,54 2,66 14% Ergebnis je Aktie bereinigt 7) in € 1,02 1,37 1,29 1,40 1,69 0,83 1,57 2,01 2,54 2,67 11% Dividende je Aktie in € 0,38 0,42 0,45 0,50 0,80 0,60 0,66 0,77 1,07 1,18 13% Dividende in Mio. € 26,5 29,0 31,5 34,7 55,1 38,8 42,7 49,8 78,7 86,4 14% Eigenkapital je Aktie in € 10,1 10,6 11,7 12,9 15,7 14,8 15,1 15,2 19,6 20,3 8% Ultimokurs der Aktie in € 19,08 22,03 21,18 21,59 19,13 15,75 16,95 21,18 35,15 33,80 7% Gewichtete Aktienanzahl 8) in Tsd. 69.455 69.455 69.455 69.223 68.823 67.975 64.640 64.645 69.598 73.196 1% Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 1.325,0 1.530,0 1.471,3 1.499,5 1.328,7 1.093,9 1.106,5 1.382,6 2.607,0 2.506,9 7%

Kurzbilanz 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 CAGR 96-05 Anlagevermögen in Mio. € 1.091,2 892,6 1.121,4 1.446,8 1.611,3 1.556,3 1.460,9 1.601,9 2.012,7 2.232,1 8% Vorräte in Mio. € 233,0 214,8 223,4 265,4 300,7 331,8 370,2 348,4 391,4 445,9 7% Sonstiges Umlaufvermögen in Mio. € 370,7 507,9 687,8 631,6 624,3 543,8 491,1 598,2 461,8 591,6 5% Bilanzsumme in Mio. € 1.694,9 1.615,3 2.032,6 2.343,8 2.536,3 2.431,9 2.322,2 2.548,5 2.865,9 3.269,6 8% Eigenkapital 9) in Mio. € 717,6 756,9 838,1 921,2 1.109,2 1.008,0 973,1 983,0 1.367,2 1.483,1 8% Rückstellungen in Mio. € 187,4 239,5 263,1 311,9 325,6 283,1 310,1 307,0 271,0 273,7 4% Verbindlichkeiten in Mio. € 789,9 619,0 931,4 1.110,7 1.101,5 1.140,8 1.039,0 1.258,5 1.227,7 1.512,8 7%

EBITDA-Marge 2) in % 19,8 20,3 20,2 20,5 18,4 14,3 18,3 19,2 23,1 21,9

Gearing in % 58,3 19,0 29,7 62,2 54,5 66,9 63,6 75,2 55,8 63,0 Interest Cover 3) 6,2 13,8 282,2 10,7 5,2 -0,7 4,4 5,3 7,7 6,2 Eigenkapitalrendite 4) in % 8,1 13,7 14,3 14,0 18,6 -1,8 9,0 11,5 13,3 13,2 ROCE 2) in % 7,4 12,0 9,5 7,4 7,8 4,0 7,1 8,4 9,7 8,9 EVA 2) in Mio. € -16,1 24,2 5,1 -7,4 -2,6 -48,1 1,4 22,4 43,8 31,8 CFROI 2) in % 12,0 14,1 12,9 11,6 11,4 7,3 10,0 12,1 12,9 12,2 CVA 2) in Mio. € -0,6 33,2 15,8 -10,9 -17,7 -141,0 -59,5 3,0 28,6 5,9

nicht um dekonsolidierte Geschäftsbereiche bereinigt

5) durchschnittlicher Mitarbeiterstand während des Jahres

CFROI in % 13,9 12,1 12,1 14,1 -37,2

1) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

3) Eigenkapital inklusive Anteile in Fremdbesitz 4) durchschnittlicher Mitarbeiterstand während des Jahres

6) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien 7) inklusive Konzerneliminierungen und Holdingkosten

2) Operativer Cash-flow minus Investitions-Cash-flow plus Wachstumsinvestitionen

Alle Abkürzungen und Fremdwörter sind im Glossar (Lesezeichen) auf Seite 139 erklärt.

5) vor Firmenwertabschreibung und bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

Anmerkung: in der Tabelle Geschäftsbereiche sind die Veränderungsraten in % zur Vorjahresperiode in Klammer angeführt

Ergebnis je Aktie

in €

2003 2004 2005 ROCE CFROI WACC Hurdle Rate 0,0 3,0 6,0 9,0 12,0 15,0 8,9 12,2 8,7 12,7 9,7 12,9

ROCE und CFROI

in %

Free Cash-flow und Wachstumsinvestitionen

Nettoverschuldung

Umsatz nach Bereichen

  • 2 Zentral-Westeuropa 20 %
  • 3 Nord-Westeuropa 38 %
  • 4 USA 17 %
  • 5 Beteiligungen und Sonstiges -1 %

EBITDA nach Bereichen Umsatz nach Produkten

  • 3 Nord-Westeuropa 39 %
  • 4 USA 15 %
    • 5 Beteiligungen und Sonstiges -4 %

Ertragskennzahlen 2003 2004 2005 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 1.544,0 1.758,8 1.954,6 +11
EBITDA 1) in Mio. € 334,6 405,4 428,4 +6
EBIT1) in Mio. € 186,1 257,5 270,3 +5
Ergebnis vor Steuern in Mio. € 156,0 231,4 251,3 +9
Ergebnis nach Steuern in Mio. € 112,9 181,8 196,4 +8
Free Cash-flow 2) in Mio. € 264,6 300,7 212,5 -29
Normalinvestitionen in Mio. € 68,6 90,4 88,2 -2
Wachstumsinvestitionen in Mio. € 310,0 542,2 250,5 -54
ROCE 1) in % 8,7 9,7 8,9 -
CFROI 1) in % 12,7 12,9 12,2 -
Bilanzkennzahlen 2003 2004 2005 Vdg. in %
Eigenkapital 3) in Mio. € 980,4 1.367,2 1.483,1 +8
Nettoverschuldung in Mio. € 675,9 762,4 934,4 +23
Capital Employed in Mio. € 1.524,5 2.031,5 2.289,4 +13
Bilanzsumme in Mio. € 2.407,1 2.865,9 3.269,6 +14
Gearing in % 68,9 55,8 63,0 -
Mitarbeiter 4) 10.872 12.154 13.327 +10
Börsekennzahlen 2003 2004 2005 Vdg. in %
Ergebnis je Aktie in € 1,71 2,54 2,66 +5
Ergebnis je Aktie bereinigt 5) in € 2,01 2,54 2,67 +5
Dividende je Aktie in € 0,77 1,07 1,18 +10
Ultimokurs der Aktie in € 21,18 35,15 33,80 -4
Gewichtete Aktienanzahl 6) in Tsd. 64.645 69.598 73.196 +5
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 1.382,6 2.607,0 2.506,9 -4
Geschäftsbereiche 2005 Zentral- Zentral- Beteiligungen
in Mio. € und % Osteuropa Westeuropa Westeuropa USA und Sonstiges 7)
Umsatz 507,3
(+4 %)
385,4
(+3 %)
747,9
(+18 %)
337,2
(+19 %)
-23,2
(-6 %)
EBITDA 1) 136,7
(-4 %)
78,0 (-11 %) 165,3
(+23 %)
66,4
(+12 %)
-18,0
(-3 %)
EBIT1) 87,0
(-14 %)
43,3 (-16 %) 109,2
(+31 %)
51,8
(+23 %)
-21,0
(-1 %)
CFROI in % 13,9 12,1 12,1 14,1 -37,2
Gesamtinvestitionen 122,4
(-6 %)
61,9 (+10 %) 113,6
(-72 %)
39,5
(-10 %)
1,3
(-52 %)
Capital Employed 569,5 (+22 %) 396,3 (+10 %) 952,9
(+8 %)
345,0
(+24 %)
25,8
(-38 %)
Mitarbeiter 4.767
(+5 %)
2.002 (+13 %) 4.203
(+19 %)
2.194
(+4 %)
161
(-6 %)

Erläuterungen:

3) EBIT : Zinsergebnis

6) 1996 nach ÖVFA

4) Ergebnis nach Steuern : Eigenkapital

1) inkl. nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge 2) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

Kennzahlenübersicht 10 Jahre

7) vor Firmenwertabschreibung und bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge 8) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien, bereinigt um Aktiensplit im Verhältnis 1:8 (1999)

HGB

Anmerkung: die Zahlen sind wie im jeweiligen Jahr berichtet dargestellt und wurden rückwirkend

9) Eigenkapital inklusive Anteile in Fremdbesitz

Unternehmenskennzahlen 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 CAGR 96-05 Umsatz in Mio. € 1.094,5 1.113,7 1.143,3 1.337,5 1.670,3 1.544,9 1.653,7 1.826,9 1.758,8 1.954,6 7% EBITDA 1) in Mio. € 210,4 240,7 258,2 308,9 403,4 202,2 323,1 349,9 405,4 429,3 8% EBITDA operativ 2) in Mio. € 217,1 226,3 231,4 274,5 307,8 221,2 302,6 349,9 405,4 428,4 8%

EBIT1) in Mio. € 103,9 131,1 162,6 187,8 254,3 -25,8 151,9 190,2 257,5 269,6 11% EBIT operativ 2) in Mio. € 116,4 116,7 135,8 153,4 158,7 66,2 151,6 190,2 257,5 270,3 10% Ergebnis vor Steuern in Mio. € 87,1 117,5 163,1 178,6 228,3 -62,7 119,5 154,3 231,4 251,3 12% Ergebnis nach Steuern in Mio. € 58,2 101,4 116,5 124,7 201,4 -17,8 85,9 113,1 181,8 196,4 14% Free Cash-flow in Mio. € 118,2 203,2 124,5 98,0 244,0 241,3 237,3 274,6 300,7 212,5 7% Gesamtinvestitionen in Mio. € 165,5 117,5 301,8 500,7 287,1 228,0 181,3 392,6 632,6 338,7 8% Nettoverschuldung in Mio. € 418,5 143,7 249,1 573,1 604,8 674,1 618,5 739,0 762,4 934,4 9% Capital Employed in Mio. € 1.034,6 797,6 936,1 1.297,7 1.568,5 1.613,9 1.508,7 1.635,4 2.031,5 2.289,4 9%

Mitarbeiter 5) 8.229 7.574 7.988 10.374 11.069 11.331 11.478 12.237 12.154 13.327 6%

Börsekennzahlen 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 CAGR 96-05 Ergebnis je Aktie 6) in € 0,81 1,43 1,64 1,74 2,86 -0,29 1,31 1,71 2,54 2,66 14% Ergebnis je Aktie bereinigt 7) in € 1,02 1,37 1,29 1,40 1,69 0,83 1,57 2,01 2,54 2,67 11% Dividende je Aktie in € 0,38 0,42 0,45 0,50 0,80 0,60 0,66 0,77 1,07 1,18 13% Dividende in Mio. € 26,5 29,0 31,5 34,7 55,1 38,8 42,7 49,8 78,7 86,4 14% Eigenkapital je Aktie in € 10,1 10,6 11,7 12,9 15,7 14,8 15,1 15,2 19,6 20,3 8% Ultimokurs der Aktie in € 19,08 22,03 21,18 21,59 19,13 15,75 16,95 21,18 35,15 33,80 7% Gewichtete Aktienanzahl 8) in Tsd. 69.455 69.455 69.455 69.223 68.823 67.975 64.640 64.645 69.598 73.196 1% Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 1.325,0 1.530,0 1.471,3 1.499,5 1.328,7 1.093,9 1.106,5 1.382,6 2.607,0 2.506,9 7%

Kurzbilanz 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 CAGR 96-05 Anlagevermögen in Mio. € 1.091,2 892,6 1.121,4 1.446,8 1.611,3 1.556,3 1.460,9 1.601,9 2.012,7 2.232,1 8% Vorräte in Mio. € 233,0 214,8 223,4 265,4 300,7 331,8 370,2 348,4 391,4 445,9 7% Sonstiges Umlaufvermögen in Mio. € 370,7 507,9 687,8 631,6 624,3 543,8 491,1 598,2 461,8 591,6 5% Bilanzsumme in Mio. € 1.694,9 1.615,3 2.032,6 2.343,8 2.536,3 2.431,9 2.322,2 2.548,5 2.865,9 3.269,6 8% Eigenkapital 9) in Mio. € 717,6 756,9 838,1 921,2 1.109,2 1.008,0 973,1 983,0 1.367,2 1.483,1 8% Rückstellungen in Mio. € 187,4 239,5 263,1 311,9 325,6 283,1 310,1 307,0 271,0 273,7 4% Verbindlichkeiten in Mio. € 789,9 619,0 931,4 1.110,7 1.101,5 1.140,8 1.039,0 1.258,5 1.227,7 1.512,8 7%

EBITDA-Marge 2) in % 19,8 20,3 20,2 20,5 18,4 14,3 18,3 19,2 23,1 21,9

Gearing in % 58,3 19,0 29,7 62,2 54,5 66,9 63,6 75,2 55,8 63,0 Interest Cover 3) 6,2 13,8 282,2 10,7 5,2 -0,7 4,4 5,3 7,7 6,2 Eigenkapitalrendite 4) in % 8,1 13,7 14,3 14,0 18,6 -1,8 9,0 11,5 13,3 13,2 ROCE 2) in % 7,4 12,0 9,5 7,4 7,8 4,0 7,1 8,4 9,7 8,9 EVA 2) in Mio. € -16,1 24,2 5,1 -7,4 -2,6 -48,1 1,4 22,4 43,8 31,8 CFROI 2) in % 12,0 14,1 12,9 11,6 11,4 7,3 10,0 12,1 12,9 12,2 CVA 2) in Mio. € -0,6 33,2 15,8 -10,9 -17,7 -141,0 -59,5 3,0 28,6 5,9

nicht um dekonsolidierte Geschäftsbereiche bereinigt

5) durchschnittlicher Mitarbeiterstand während des Jahres

1) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

2) Operativer Cash-flow minus Investitions-Cash-flow plus Wachstumsinvestitionen

3) Eigenkapital inklusive Anteile in Fremdbesitz

EBITDA nach Bereichen Umsatz nach Produkten

Umsatz und EBITDA-Marge

1.954,6

in Mio. € und %

1.758,8

21,7 21,9 23,1

1.544,0

2003 2004 2005 Umsatz EBITDA-Marge

Ergebnis je Aktie

2,54

2,54

2,66

2,67

in €

1,71

2,01

2 Zentral-Westeuropa 20 % 3 Nord-Westeuropa 38 %

Umsatz nach Bereichen

2003 2004 2005 nach IFRS bereinigt

1

0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0

2

5 Beteiligungen und Sonstiges -1 %

4 USA 17 %

5 4

3

0 %

10 %

20 %

30 %

40 %

EBITDA und EBIT

405,4

257,5

2003 2004 2005 EBITDA EBIT

ROCE und CFROI

9,7

12,9

2003 2004 2005 ROCE CFROI

1 Zentral-Osteuropa 32 % 2 Zentral-Westeuropa 18 % 3 Nord-Westeuropa 39 %

5 Beteiligungen und Sonstiges -4 %

4 USA 15 %

WACC Hurdle Rate

0,0

1

2

3,0

6,0

9,0

8,9

12,2

12,0

15,0

in %

8,7

5 4

3

12,7

0

100

200

300

270,3

428,4

400

500

Eigenkapital und Nettoverschuldung

1.367,2

762,4

1.483,1

934,4

2003 2004 2005 Eigenkapital Nettoverschuldung

Free Cash-flow und Wachstumsinvestitionen

542,2

2003 2004 2005 Free Cash-flow Wachstumsinvestitionen

1 Hintermauerziegel 33 % 2 Vormauerziegel 41 % 3 Dachsysteme 21 % 4 Flächenbefestigung 5 %

212,5

250,5

in Mio. €

264,6

4 3

2

310,0

300,7

0 250 500 750 1.000 1.250 1.500

1

in Mio. €

980,4

675,9

in Mio. €

334,6

186,1

4) durchschnittlicher Mitarbeiterstand während des Jahres

5) vor Firmenwertabschreibung und bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

6) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien

7) inklusive Konzerneliminierungen und Holdingkosten

Anmerkung: in der Tabelle Geschäftsbereiche sind die Veränderungsraten in % zur Vorjahresperiode in Klammer angeführt Alle Abkürzungen und Fremdwörter sind im Glossar (Lesezeichen) auf Seite 139 erklärt. IFRS 1 Zentral-Osteuropa 26 %

Das letzte Jahr war alles andere als ein Spaziergang.

Unsere Vision

Building Value. For a sustainable future.

Mission Statement

Als weltweit führender Ziegelhersteller verstehen wir die Wirtschaft als integrierten Teil der Gesellschaft. Ihre Aufgabe ist es, dem Menschen zu dienen und Nutzen zu stiften. Unser Ziel ist, mit natürlichen Produkten dauerhafte Werte zu schaffen: Für unsere Kunden lebenslange Wohnqualität und Sicherheit, für Aktionäre ein solides Investment und für Mitarbeiter einen attraktiven Arbeitsplatz. Dabei nehmen wir unsere Rolle als verantwortungsbewusstes Mitglied der Gesellschaft ernst und orientieren unser Handeln an ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten – um auch in Zukunft erfolgreich zu sein.

Wir konzentrieren uns auf jene Bereiche, in denen wir international zu den Besten gehören – auf Ziegel für Dach und Wand sowie Flächenbefestigungen. Unsere lange Unternehmensgeschichte, unsere starke Bindung zu natürlichen Produkten, unsere Mitarbeiter, die wie Unternehmer agieren, und unsere Internationalität, die wir als individuelle Vielfalt verstehen, bilden eine solide Basis für die Schaffung dauerhafter Werte.

Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt. Ziegel von Wienerberger. Für uns Menschen gemacht.

Aber trotz Gegenwind sind wir gut vorangekommen.

Trotz steifer Brise:

+6 % im EBITDA auf 428 Mio. €

Noch kein Grund, kalte Füße zu bekommen:

Free Cash-flow -29 % auf 213 Mio. €

Gegenwind war unser Auftrieb:

11% mehr Umsatz auf 1,95 Mrd. €

Obwohl man nie wusste, woher der Wind weht:

5% Steigerung im Ergebnis je Aktie

Bei diesem Klima gehen wir ungern shoppen: trotzdem

251 Mio. € für Wachstumsinvestitionen

Rückenwind wäre uns lieber gewesen:

8,9% Return on Capital Employed

Daran halten wir unbeirrt fest:

Wienerberger bleibt die Nr. 1 bei Ziegel weltweit.

Inhalt

14 Brief des

Vorstandsvorsitzenden 18 Corporate Governance 38 Das Unternehmen 64 Lagebericht
18 Vorstand und 38 Strategie und 64 Highlights des Jahres
Management Geschäftsmodell 66 Wirtschaftliches Umfeld
20 Organisation 44 Risikomanagement 68 Ergebnis- und
24 Bericht des 46 Produkte Bilanzanalyse
Aufsichtsrats 48 Mitarbeiter 78 Ausblick und Ziele
27 Mitglieder und Ausschüsse
des Aufsichtsrats
52 Forschung und
Entwicklung
28 Corporate Governance
Bericht
56 Corporate Responsibility
31 Vergütungsbericht 60 Einkauf
34 Die Wienerberger Aktie

Index

Abschlussprüfer 26, 28, 30, 45, 131 Aktie 15, 30, 32-37, 111, 127-129 Aktionärsstruktur 15, 35-36 Anleihe 15-16, 36, 74, 123 Aufsichtsrat 24-30, 32-33, 108 Ausblick 17, 67, 78 Bilanz 71-74, 92, 94-95, 102-107, 114-123 Corporate Governance 26, 28-33

Dividende 15, 35, 40, 136 Eigenkapital 72-74, 77, 93, 115-116 Ergebnisentwicklung 14-15, 68-71, 76-77, 90, 96-97, 107-112 Forschung & Entwicklung 52-53, 109 Free Cash-flow 38, 74-75, 91, 112-113 Geschäftsbereiche 20, 38-40, 62-63, 79-88, 96-97 Investitionen & Akquisitionen

16, 42-43, 75-76, 94-95, 98-101, 113

Investor Relations 36-37, 140 Kostenentwicklung 15, 60, 107-110 Marktpositionen 20, 38-40, 62-63 Mitarbeiter 48, 108-109,127-129 Nachhaltigkeit 50-51, 56-59 Produkte 38, 46-47, 52-55 Rating 39, 74 Rentabilität 14, 38-40, 68-71, 76-77 Risiko 44-45, 124-127

Stock Options 32, 48, 127-129 Strategie 16-17, 22-23, 38-40, 76-77, 78 Struktur 20, 62-63, 132-135 Value Management 76-77 Verbindlichkeiten 71-74, 120-123 Vergütung 31-33, 127-129 Vorstand 14-20, 31-33, 127-128 Währungen 44, 68, 72, 74, 102, 106, 122, 125

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service

79
Geschäftsbereiche
------------------------- -- --
79 Zentral-Osteuropa

- 89 Konzernabschluss

  • 83 Zentral-Westeuropa
  • 85 Nord-Westeuropa
  • 87 USA
  • 88 Beteiligungen und Sonstiges
89 Inhaltsverzeichnis
90 Gewinn- und Verlustrechnung
91 Cash-flow Statement
92 Bilanz
93 Entwicklung des
Eigenkapitals
94 Anlagenspiegel

96 Segmentberichterstattung

  • 98 Konzernanhang
    • 98 Allgemeine Erläuterungen
    • 107 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
    • 112 Erläuterungen zum Cash-flow Statement
    • 114 Erläuterungen zur Bilanz
    • 121 Finanzinstrumente
    • 124 Risikobericht
    • 127 Sonstige Angaben
  • 131 Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
  • 132 Konzernunternehmen
  • 136 Jahresabschluss der Wienerberger AG

138 Service

138 Adressen der
Leitgesellschaften
139 Glossar
140 Finanzterminplan
Kennzahlenübersicht

10 Jahre

Bestellkarte

Specials

Ziegelbusiness 21 Track Record 41 Corporate Responsibility 49 Marktpositionen und Werksstandorte 61

Internet-Links

Die in diesem Geschäftsbericht als Verweis gekennzeichneten Begriffe (siehe Beispiel unten) eröffnen zusammen mit der URL geschaeftsbericht.wienerberger.com (ohne Abstände, Umlaute und Sonderzeichen) den Zugang zu weiterführenden Hintergrundinformationen.

geschaeftsbericht.wienerberger.com/analysen

BRIEF DES VORSTANDS-VORSITZENDEN

Sehr geehrte Aktionäre,

Fortsetzung des Wachstumskurses trotz Gegenwind vom Markt

Schwierige Rahmenbedingungen bessern sich gegen Jahresende

Ziel nicht erreicht, aber solide weiter gewachsen

Geografisches Portfolio und Expansion kompensieren Rückgänge in drei Märkten

Wienerberger hat in 2005 trotz starken Gegenwinds seitens der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Ergebnisse weiter gesteigert, wenn auch mit geringeren Wachstumsraten als in der Vergangenheit. Mehrere gegenläufige Entwicklungen waren dafür verantwortlich: Positiv wirkten sich die Rückflüsse aus den Wachstumsprojekten der letzten Jahre aus, nachteilig der Rückgang in drei wichtigen Märkten sowie die unterjährig massive Erhöhung der Energiepreise.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren in 2005 nicht so vorteilhaft wie im Jahr davor. Nach einem langen Winter mussten wir eine deutlich reduzierte Wohnbauleistung in einigen Ländern Osteuropas sowie in Deutschland feststellen. In Polen ist der Markt für Wandbaustoffe um rund 7 % zurückgegangen, was auf eine Verschiebung vom Einfamilienhausbau zum mehrgeschossigen Wohnbau zurückzuführen war. Der Rückgang in Ungarn fiel sogar noch markanter aus, nachdem bereits in 2004 die Wohnbauförderung gekürzt wurde und sich auch andere Maßnahmen zur Reduktion des hohen Budgetdefizits nachteilig auf die Investitionsbereitschaft der Menschen auswirkten. Im vierten Quartal 2005 hat sich jedoch die Ziegelnachfrage in Polen und Ungarn wieder stabilisiert. In Deutschland führte die Verunsicherung der Konsumenten zu einer weiteren Verschiebung der Bauvorhaben und einem in dieser Höhe nicht erwarteten Marktrückgang von über 10 %. Ebenfalls rückläufig war der Wohnbau in Großbritannien, wogegen sich die Neubautätigkeit in Belgien, Frankreich, Italien und der Schweiz sehr gut entwickelte. In den USA erreichte der Wohnungsneubau auch im abgelaufenen Jahr neue Höhen und trug wie schon in den Jahren davor zur starken Konjunkturentwicklung entscheidend bei. Generell zeigt die Erfahrung, dass sich eine kräftige Bautätigkeit überproportional positiv auf die Wirtschaftsleistung eines Landes auswirkt.

Ungeachtet des schwierigen Umfelds hat Wienerberger ihre Strategie des profitablen Wachstums fortgesetzt und sich erneut zufrieden stellend weiter entwickelt. Unser selbst gestecktes ambitioniertes Ziel einer 10%igen Ergebnisverbesserung im Vergleich zum Rekordjahr 2004 haben wir zwar nicht erreicht, der Konzernumsatz konnte jedoch um 11 % auf 1.954,6 Mio. € und das operative EBITDA um 6 % auf 428,4 Mio. € gesteigert werden. Trotz der hohen Investitionen 2004 und der daraus resultierenden Abschreibungen ist das Betriebsergebnis um 5 % auf 270,3 Mio. € gewachsen.

Mit Hilfe unserer Expansionsstrategie und des geografischen Portfolios haben wir den EBITDA-Rückgang in Deutschland, Polen und Ungarn von insgesamt 26,6 Mio. € sowie die Preissteigerungen bei Energie von zusätzlichen 30 Mio. € mehr als kompensiert. Während die Segmente Zentral-Osteuropa und Zentral-Westeuropa mit 5,5 Mio. € bzw. 9,2 Mio. € unter dem Vorjahr lagen, schaffte Nord-Westeuropa ein Plus von 30,8 Mio. € und die USA eines von 7,3 Mio. €. Vor allem Belgien, Frankreich,Tschechien, Rumänien und Semmelrock erzielten deutlich höhere Ergebnisse als im Jahr davor. Ebenfalls positiv hat sich die erstmals ganzjährige Konsolidierung von thebrickbusiness in Großbritannien ausgewirkt. Margendruck entstand in Polen, wo wir das schwierige Umfeld zum Gewinn von Marktanteilen nutzen konnten. Bei den Energiekosten war die Entwicklung deswegen so nachteilig, weil die Preiserhöhungen für Erdgas zu Mitte des Jahres schlagend wurden, nachdem wir unsere Verkaufspreise bereits im ersten Quartal angepasst hatten.

Wolfgang Reithofer, Vorsitzender des Vorstands der Wienerberger AG

Wienerberger hat im Laufe des Jahres auf die geänderten Rahmenbedingungen mit einer beschleunigten Kosten- und Kapazitätsoptimierung reagiert. Dazu wurden mit Schwerpunkt Polen, Ungarn und Deutschland insgesamt 17 alte und kleinere Werke stillgelegt – ein Viertel davon temporär oder teilweise – und die Produktion auf neue, wirtschaftlichere Anlagen verlagert. Dafür sind im Gesamtjahr nicht-wiederkehrende Aufwendungen von 11,4 Mio. € angefallen – 9,8 Mio. € Cash-out und 1,6 Mio. € an Abschreibungen. Im Rahmen der Strategie zur Verwertung nichtbetriebsnotwendiger Liegenschaften konnten wir zum Jahresende ein größeres Areal im Süden Wiens um 15,7 Mio. € veräußern, woraus ein Buchgewinn in Höhe von 10,6 Mio. € entstand. Die Restrukturierungskosten wurden damit nahezu ausgeglichen.

Wie das operative Ergebnis ist auch der bereinigte Gewinn je Aktie um 5 % auf 2,67 € gestiegen, und das, obwohl nach der Kapitalerhöhung 2004 im Jahresvergleich um 5 % mehr Aktien zu berücksichtigen waren. Dies erlaubt eine Fortsetzung unserer Dividendenpolitik, die eine Ausschüttungsquote von rund 45 % vorsieht. Der Vorstand wird daher der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende von 1,07 auf 1,18 € je Aktie vorschlagen, was einer Rendite von 3,4 % auf den Durchschnittskurs des Jahres 2005 entspricht. Auch in Zukunft planen wir, rund 45 % des Nettogewinnes als Dividenden auszuschütten und damit unseren Aktionären eine attraktive Mindestverzinsung ihres eingesetzten Kapitals zu bieten.

Im Laufe des Jahres hat sich der Streubesitz der Wienerberger AG auf 100 % erhöht. Etliche Inhaber der von Bank Austria Creditanstalt emittierten Umtauschanleihe zogen die Option und wurden damit zu Aktionären unseres Unternehmens. Gleichzeitig sank der Anteil der Bank an der Wienerberger AG auf unter 5 %. Eine im Jänner 2006 durchgeführte Analyse zeigt, dass Wienerberger eine für große Publikumsgesellschaften übliche internationale Eigentümerstruktur aufweist. Knapp 60 % unserer Aktionäre kommen aus dem angelsächsischen Raum, 19 % unseres Kapitals wird in Österreich gehalten. Die restlichen Anteile sind auf Deutschland, Frankreich, die Schweiz und Nordeuropa verteilt. Zur Bedienung der Stock Option Pläne wurden auf Beschluss des Vorstands zwischen 24. März und 6. Mai 2005 über die Wiener Börse 600.000 Stück eigene Aktien, das sind 0,81% der ausgegebenen Aktien, zu einem Durchschnittspreis von 35,54 € zurückgekauft.

Umgehende Anpassung der Strategie an wirtschaftliches Umfeld

Erhöhung der Dividende und Fortsetzung der Ausschüttungspolitik

100 % Streubesitz und breite internationale Aktionärsstruktur

Starke Marktpositionen und geografische Diversifikation mindern Risiko

Logischer Konsolidierer der Ziegelindustrie mit profitablen Wachstumsmöglichkeiten

250,5 Mio. € in Wachstum investiert, Gearing auf 63 % gestiegen

Erste Wienerberger Anleihe über 400 Mio. € erfolgreich platziert

Grundlage des nachhaltigen Erfolges von Wienerberger sind starke Positionen in allen lokalen Märkten und ein ausgewogenes geografisches Portfolio. Dadurch können wir Schwankungen in einzelnen Märkten ausgleichen und Risiken vermindern. Den größten Umsatzanteil haben die USA mit 17 %, gefolgt von Deutschland mit 12 % sowie Holland und Belgien mit jeweils 10 %. Wienerberger ist der größte Produzent von Hintermauerziegeln weltweit und jenes Unternehmen, das die Entwicklung dieses Produktes vorantreibt. Bei Vormauerziegel sind wir die Nummer 1 in Europa und die Nummer 2 in den USA. Im Bereich Tondachziegel sehe ich uns als Nummer 2 in Europa.

Wir sind der logische Konsolidierer der Ziegelindustrie mit einzigartigem Zugang zu profitablen Wachstumsprojekten. Nach Hebung von Synergien und Optimierungspotenzialen, die wir von jedem Projekt erwarten, streben wir einen Cash-flow Return on Investment (CFROI) an, der deutlich über der aktuellen Konzern-Rendite liegt. Dass wir diese Zielsetzung realisieren können, hat die Vergangenheit gezeigt. Unsere bisher größte Akquisition war die Übernahme von Koramic Roofing in zwei Schritten – 2003 und 2004. Wenn man dem Kaufpreis von 423 Mio. € das von Koramic Roofing im Jahr 2005 erwirtschaftete EBITDA von 68 Mio. € gegenüberstellt, errechnet sich ein CFROI von 16 % – exakt im Rahmen unserer Richtlinien für externe Projekte. thebrickbusiness, der drittgrößte Ziegelhersteller Großbritanniens, wurde Ende 2004 erworben und ist daher frühestens im Jahr 2007 anhand unserer Ziele zu beurteilen. Wir haben jedoch im abgelaufenen Jahr die Integration erfolgreich abgeschlossen und notwendige Optimierungsmaßnahmen durchgeführt. Für das Gesamtunternehmen war die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (CFROI) aufgrund der Marktentwicklung im Jahr 2005 leicht rückläufig und erreichte 12,2 nach 12,9 % im Vorjahr, lag aber immer noch über unserer Hurdle Rate von 12 %.

Strategisch haben wir uns in 2005 einerseits auf die Fortsetzung der profitablen Wachstumstrategie und andererseits auf die Weiterentwicklung unserer Produkte und Herstellungstechnologie konzentriert. 250,5 Mio. € wurden in Wachstumsprojekte investiert. 75 % davon sind in neue Werke und Kapazitätserweiterungen geflossen, 25 % in kleinere Akquisitionen. Insgesamt belief sich die Zahl der gestarteten oder realisierten Bolt-on Projekte auf über 30. Aufgrund dieser Wachstumsinvestitionen und des Working Capital-Aufbaus – resultierend aus der schwächeren Marktnachfrage – sind die Nettoschulden von 762,4 auf 934,4 Mio. € gestiegen. Dementsprechend erhöhte sich das Gearing von 55,8 auf 63,0 %, ein immer noch solider Wert, der uns ausreichend Flexibilität zur Fortsetzung der Expansion lässt. Das Gearing soll sich nach unserer Zielsetzung in einer Bandbreite zwischen 60 und 80 % bewegen.Aus dem aktuellen freien Cash-flow können jährlich rund 250 Mio. € in Wachstum investiert werden. Weitere 250 Mio. € beträgt die zusätzliche Verschuldungskapazität, wenn wir das Gearing auf 80 % erhöhen.

Zur Finanzierung der Expansion haben wir im April das günstige Zinsniveau genutzt und unsere erste Anleihe begeben. Aufgrund dreifacher Überzeichnung wurde das Emissionsvolumen von ursprünglich 300 auf 400 Mio. € erhöht. Die Anleihe konnte zu 35 % bei österreichischen und zu 65 % bei internationalen Investoren – vor allem in Holland, Großbritannien, Deutschland, Norwegen und Frankreich – platziert werden. Wir haben durch dieses Instrument eine stärkere Diversifikation unserer Fremdfinanzierungsquellen erreicht, eine breitere Investorenbasis erschlossen und unser Laufzeitenprofil deutlich ausgeweitet. Die Wienerberger Anleihe zahlt einen Kupon von 3,875 % und ist am 25. April 2012 fällig.

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service

Für 2006 rechne ich mit einem besseren wirtschaftlichen Umfeld. Wir erwarten zwar rund 45 Mio. € höhere Energiekosten als in 2005, sofern keine merklichen Verschlechterungen in den einzelnen Märkten eintreten, sollten wir aber in der Lage sein, diese Kostensteigerungen durch die zu Jahresbeginn 2006 erfolgte Anpassung der Verkaufspreise weitgehend auszugleichen. Außerdem haben wir per Ende Februar 2006 bereits rund 40 % der notwendigen Gasmengen für das laufende Jahr zu Preisen gesichert, die unter der Kalkulationsbasis für die errechneten 45 Mio. € liegen. Weitere 23 % der Mengen verbrauchen wir in regulierten Märkten Osteuropas.

Die Situation in Polen und Ungarn hat sich zu Jahresende marktseitig stabilisiert. Nach den Kapazitätsanpassungen und der Inbetriebnahme neuer Werksanlagen streben wir höhere Ergebnisse in diesen Ländern an. In allen anderen osteuropäischen Märkten wird eine Fortsetzung des Wachstums im Wohnbau prognostiziert, insbesondere von Rumänien erwarte ich mir viel. Auch in Westeuropa gehen wir grundsätzlich von einer positiven oder zumindest stabilen Entwicklung aus. In Deutschland gibt es Zeichen für einen Stimmungsumschwung, der sich auch auf die Bautätigkeit vorteilhaft auswirken könnte. In Belgien und Frankreich rechne ich erneut mit einem starken Wohnungsneubau, und auch die Niederlande sollten leichtes Wachstum zeigen. Für Großbritannien wird eine stabile Zahl an Baubeginnen erwartet, in den USA ist eine Abschwächung der "Housing Starts" möglich. Da dies vor allem vom höheren Zinsniveau ausgeht, erwartet unser US-Management in erster Linie Auswirkungen auf das Niedrigpreis-Segment, in dem Ziegel kaum eine Rolle spielen. Die Nachfrage nach Vormauerziegeln sollte daher – so wie das Preisniveau – weiterhin stark bleiben.

Wir haben das Jahr 2005 genutzt, um Kapazitäten und Kostenstrukturen weiter zu optimieren. In Kombination mit der erfolgreichen Umsetzung der profitablen Wachstumsstrategie bin ich daher zuversichtlich, dass wir in 2006 wieder unser Ziel einer 10%igen Ergebnissteigerung erreichen werden. Unsere Expansionspläne sehen auch für 2006 Wachstumsinvestitionen von rund 250 Mio. € vor. Der Großteil dieses Volumens wird aus heutiger Sicht Werksneubauten oder Kapazitätserweiterungen betreffen.Wir werden zusätzlich auch größere Akquisitionen prüfen, diese aber nur dann umsetzen, wenn sie strategisch sinnvoll und vor allem wertschaffend sind.

Der Erfolg von Wienerberger stützt sich auf eine starke Unternehmenskultur und das zielgerichtete Zusammenwirken aller Beteiligten. Die operativen Gesellschaften unserer Gruppe verdanken ihren Erfolg lokalen Mitarbeitern und Managern, die in wirtschaftlicher sowie ökologischer und sozialer Hinsicht nachhaltig agieren. Das schätzen auch unsere Kunden und Partner. Ich danke dem Aufsichtsrat für die fruchtbare Diskussion und effiziente Bearbeitung der strategischen wie operativen Themen und meinen Vorstandskollegen für die gute und intensive Zusammenarbeit im abgelaufenen Jahr. Speziell möchte ich mich jedoch bei unseren Mitarbeitern und Führungskräften bedanken, die trotz des markt- und energiekostenseitigen Gegenwinds durch ihren besonderen Einsatz ein zufrieden stellendes Ergebnis erzielt haben. Ihnen geschätze Aktionäre, danke ich für das Vertrauen, das Sie in uns setzen. Begleiten Sie uns auch weiterhin auf unserem Wachstumskurs in eine erfolgreiche Zukunft.

Höhere Energiekosten sollen durch Preisanpassungen ausgeglichen werden

Optimistischer Ausblick für 2006 in einer Reihe von Märkten

Ziel von 10%igem Ergebniswachstum bestätigt

Dank an Mitarbeiter und Management, Aufsichtsrat und Aktionäre

CORPORATE GOVERNANCE

Vorstand und Management

Wolfgang Reithofer

Neben dem abgeschlossenen Doktoratsstudium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien belegte er Kurse in technischer Mathematik und Betriebswirtschaft. Nach insgesamt neun Jahren als Vorstandsassistent und Prokurist bei der Union Baugesellschaft und der Österreichischen Realitäten AG kam er 1981, als Prokurist zuständig für Personal, Recht, Controlling und Rechnungswesen, zu Wienerberger. Nach nur vier Jahren wurde er 1985 in den Vorstand berufen, ab 1992 als Generaldirektor-Stellvertreter und seit Mai 2001 als Vorstandsvorsitzender.

Zusätzliche Funktionen: Vorsitzender des Aufsichtsrats der ÖBB Holding AG und der ÖBB Immobilien Management GmbH, Vorsitzender-Stellvertreter des Aufsichtsrats der Immoeast Immobilien Anlagen AG, Aufsichtsrat der Wiener Börse AG

Heimo Scheuch

Nach der juristischen Ausbildung an den Universitäten Wien und Paris sowie einem Studium an der Wirtschaftsuniversität Wien, dem City of London Polytechnic und der Ecole Supérieure de Commerce de Paris begann seine Karriere bei der in Mailand und London ansässigen Rechtsanwaltskanzlei Shook, Hardy & Bacon im Bereich Corporate Finance. 1996 kam er als Assistent des Vorstands zur Wienerberger AG, wechselte 1997 in das Senior Management zu Terca Bricks in Belgien und wurde 1999 ihr CEO. Im Mai 2001 bestellte ihn der Aufsichtsrat in den Vorstand der Wienerberger AG.

Zusätzliche Funktionen: Mitglied des Executive Committee des europäischen Ziegelverbandes, Mitglied des Vorstands des französischen und belgischen Ziegelverbandes

Hans Tschuden

Ausgebildet an der Wirtschaftsuniversität Wien (Betriebswirtschaft) und der INSEAD in Paris startete seine Laufbahn – nach Zwischenstationen bei Ögussa im Rechnungswesen und als Assistent des Geschäftsführers bei Heringrad – 1989 im Controlling der Wienerberger Gruppe. Danach war er Geschäftsführer der Keramo Wienerberger in Belgien, der Wienerberger Rohrsysteme in Wien und der Steinzeug Abwassersysteme in Köln. 1999 wurde er Mitglied der Wienerberger Gruppenleitung und im Mai 2001 Finanzvorstand der Wienerberger AG.

Johann Windisch

Nach seinem Doktoratsstudium der Betriebswissenschaften an der Technischen Universität Wien und einer Tätigkeit als Unternehmensberater bei Agiplan in Wien kam er 1980 als Assistent des Vorstands zu Wienerberger, wo er 1983 die Leitung des Controlling und Rechnungswesens und 1987 den Geschäftsbereich Hochbau übernahm. Danach wechselte er in den Vorstand der Wienerberger Ziegelindustrie, deren Vorsitz er ab 1999 innehatte. Im Mai 2001 wurde er in den Vorstand der Wienerberger AG berufen.

Zusätzliche Funktionen: Vorsitzender der Produktgruppe Hintermauerziegel und Mitglied des Executive Committee im europäischen Ziegelverband, Präsident des Verbandes Österreichischer Ziegelwerke, Mitglied des Vorstands der Kroatisch-Österreichischen Handelskammer

Vorsitzender des Vorstands

bestellt bis Mai 2011 geb. 1948, verheiratet, eine Tochter, zwei Söhne

Mitglied des Vorstands bestellt bis Mai 2009 geb. 1966, verheiratet

Mitglied des Vorstands

bestellt bis Mai 2009 geb. 1958, verheiratet, zwei Söhne

Mitglied des Vorstands

bestellt bis Mai 2009 geb. 1952, verheiratet, eine Tochter, ein Sohn

Vlnr: Hans Tschuden, Wolfgang Reithofer, Johann Windisch, Heimo Scheuch

Management Committee

Das Management Committee unterstützt den Vorstand bei der strategischen und organisatorischen Weiterentwicklung der Wienerberger Gruppe.

Top Executives Corporate Services
Johan van der Biest Wienerberger Belgien Martin Kasa Corporate Marketing
Dick Green General Shale Bricks, USA Walter Linke Corporate Engineering
Klaus Hoppe Wienerberger Deutschland Thomas Melzer Corporate Communications
Bert Jan Koekoek Wienerberger Niederlande Brigitta Schwarzer General Secretary
Christian Schügerl Wienerberger Osteuropa Hannes Taubinger Corporate Controlling
Karl Thaller Wienerberger Osteuropa Anton Ulmer Corporate Development (ab Juni 2005)
Willy van Riet Wienerberger Großbritannien

Organisation

Wolfgang Reithofer Johann Windisch Heimo Scheuch Hans Tschuden
CEO COO COO CFO
Corporate Services
Strategie, Technologie, Corporate Marketing, Controlling, Treasury, IT,
Investor Relations, Engineering, Produktmanagement, Human Resources,
Kommunikation, Beschaffung European Lobbying Corporate Development,
General Secretary Risikomanagement
Segmentierung Zentral-Osteuropa Nord-Westeuropa USA
Österreich Belgien Southeast
Ungarn Holland Midwest
Tschechien Frankreich Mid-Atlantic
Polen Großbritannien
Slowakei Irland
Kroatien Dänemark
Slowenien Schweden
Rumänien Norwegen
Bosnien Finnland
Bulgarien Estland
Russland Lettland
Ukraine Litauen
Semmelrock
Bramac
Tondach Gleinstätten
Beteiligungen Zentral- Beteiligungen
Beteiligungen
und Sonstiges
Zentral-
Westeuropa
Beteiligungen
und Sonstiges
Immobilien Deutschland Pipelife
Schweiz
Italien

Im Ziegelbusiness herrscht nicht nur eitel Sonnenschein

Aber wer sein Geschäft beherrscht, ist auch in bewegten Zeiten erfolgreich.

Wohnungsneubau und Renovierung 1

Der Wohnungsneubau in den lokalen Märkten übt einen wesentlichen Einfluss auf die Nachfrage nach Ziegel aus. Wichtige Treiber des Wohnungsneubaus sind die demografische Entwicklung und das Konsumentenvertrauen in den einzelnen Ländern. Weiteres Einsatzgebiet für Ziegel ist auch der Nichtwohnbau (Büro- und öffentliche Gebäude). Die Nachfrage nach Tondachziegel stützt sich dagegen zu rund 55 % auf die Renovierung und nur zu 45 % auf den Wohnungsneubau.

Konsumentenvertrauen

2

Fokus auf Kerngeschäft und profitable Wachstumsstrategie

Das Wienerberger Kerngeschäft – Ziegel für Dach und Wand sowie Flächenbefestigungen – ist kapitalintensiv. Nach einem hohen Erstinvestment fließen nur rund 60 % der Abschreibungen in Erhaltungs-, Rationalisierungs- und Umweltschutzmaßnahmen. Daraus resultieren beträchtliche freie Cash-flows, die vor allem für profitables Wachstum genutzt werden. Als größter Ziegelproduzent weltweit investieren wir jährlich rund 250 Mio. € in den Ausbau bestehender Positionen und zur Erschließung neuer Märkte.

Umsatz nach Produkten

1 Hintermauerziegel 33 % 2 Vormauerziegel 41 % 3 Dachsysteme 21 % 4 Flächenbefestigung 5 %

5

Know-how und Synergien der Gruppe

Die Wettbewerbsvorteile der Wienerberger Gruppe basieren auf dem lokalen Marktverständnis der operativen Mitarbeiter sowie der Nutzung gruppenweiter Synergien durch Know-how-Austausch im Hinblick auf Technologie, Marketing und Produktentwicklung sowie Beschaffung.

4

Lokale Präsenz und dezentrale Organisation

Der Lieferradius für Hintermauerziegel liegt bei maximal 250 km, jener für Vormauerziegel bei 500 km und jener für Tondachziegel bei 800 km. Soll ein regionaler Markt flächendeckend mit Ziegel bedient werden, benötigt man ein Netzwerk an Produktionsstätten sowie eine Organisation, die dezentrale Verantwortung und lokales Wissen groß schreibt. Regionale kulturelle Wünsche und Baustandards beeinflussen die Marktbearbeitung und die Produktentwicklung.

Starke Marktpositionen und Kundenbeziehungen

Unser Ziel ist es, in jenen Märkten, in denen wir tätig sind, starke Marktpositionen und Kundenbeziehungen aufzubauen. Das erreichen wir durch überzeugende Produkt- und Servicequalität sowie nachhaltiges und verantwortungsvolles Handeln all unserer Mitarbeiter.

Bericht des Aufsichtsrats

Intensive laufende Abstimmung zwischen Aufsichtsrat und Vorstand

Evaluierung der langfristigen Wachstumspotenziale durch den Aufsichtsrat

Kapazitätsanpassungen zur Optimierung des laufenden Geschäfts

Vertiefende Behandlung einzelner Sachgebiete in den Ausschüssen

Präsidium legte Vorstandsvergütung fest

Bilanzausschuss prüfte Jahresabschluss und Risikomanagement

Aufsichtsrat und Vorstand haben im Berichtsjahr in fünf Sitzungen intensiv die wirtschaftliche Lage und strategische Weiterentwicklung des Unternehmens sowie wesentliche Ereignisse, Investitionen und Maßnahmen beraten. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat in allen Sitzungen anhand eines ausführlichen Berichtes und im Rahmen der laufenden Berichterstattung über die Geschäftsund Finanzlage des Konzerns und seiner Beteiligungen, die Personalsituation sowie über Investitionsund Akquisitionsvorhaben unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde zusätzlich informiert. Darüber hinaus war der Vorsitzende des Aufsichtsrats regelmäßig mit dem Vorstandsvorsitzenden in Kontakt, um über die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement des Unternehmens zu diskutieren.

Ein wichtiger Tätigkeitsschwerpunkt des Aufsichtsrats lag auf der Evaluierung der langfristigen Wachstumspotenziale des Unternehmens und der konsequenten Fortsetzung der profitablen Expansionsstrategie. Insbesondere wurden auch mehrere größere Akquisitionsprojekte diskutiert. Aufgrund zu hoher Preisvorstellungen der Verkäufer wären diese jedoch nicht wertschaffend gewesen und wurden daher nicht umgesetzt. In der Sitzung vom 1. Dezember legte der Vorstand unter anderem einen ausführlichen Bericht zum russischen Baumarkt, insbesondere zur Situation des Wohnungsneubaus und des Ziegelmarktes, sowie Überlegungen zur weiteren Expansion außerhalb des Großraumes Moskau vor, der im Aufsichtsrat eingehend behandelt wurde. Zur Finanzierung der über 30 im vergangenen Jahr gestarteten oder realisierten Bolt-on Projekte und zur Refinanzierung kurzfristig fälliger Verbindlichkeiten genehmigte der Aufsichtsrat die Ausgabe einer Anleihe mit einem Volumen von 400 Mio. € und einer Laufzeit von sieben Jahren sowie ein Commercial Paper Programm.

Angesichts der wahrscheinlichen Unterschreitung der angepeilten Ergebnissteigerung um 10 % beschäftigte sich der Aufsichtsrat in der zweiten Jahreshälfte mit Optimierungsmaßnahmen und damit einhergehenden Kapazitätsanpassungen. Der Aufsichtsrat stimmte dem Vorschlag des Vorstands zu, ingesamt 17 Werke stillzulegen, was zu Restrukturierungskosten in Höhe von 11,4 Mio. € führte.

In den Ausschüssen wurden einzelne Sachgebiete vertiefend behandelt und darüber dem Gesamtaufsichtsrat berichtet. Der Strategieausschuss tagte dreimal, der Personalausschuss trat viermal und der Bilanzausschuss einmal zusammen.Vier Mitglieder waren bei jeweils einer Gesamtaufsichtsratssitzung nicht anwesend, die Ausschusssitzungen wurden jeweils mit vollständiger Präsenz abgehalten.

Das Präsidium des Aufsichtsrats hat sich vom Vorstand laufend über die aktuelle Geschäftsentwicklung informieren lassen und das Unternehmen in Vorstandsangelegenheiten vertreten. Insbesondere wurden vom Präsidium die Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder inklusive der Erfolgsbeteiligung festgelegt. Die Kriterien der Erfolgsbeteiligung, die Grundsätze der Altersversorgung und die Ansprüche bei Beendigung der Funktion sowie der Einzelausweis der Vorstands- und Aufsichtsratsbezüge sind im Vergütungsbericht auf Seite 31 ausführlich dargestellt.

Zur Behandlung des Jahresabschlusses 2004 hat der Bilanzausschuss in der Sitzung vom 29. März 2005 den Wirtschaftsprüfer hinzugezogen, um den Jahresabschluss der Wienerberger AG, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Gewinnverteilungsvorschlag des Vorstandes zu

Friedrich Kadrnoska, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Wienerberger AG

prüfen. Weiters wurde eine Erklärung über den vorgesehenen Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2005 und dessen Rechtsbeziehungen mit der Wienerberger Gruppe sowie deren Organmitgliedern ausgearbeitet sowie eine Empfehlung zur Wahl des Abschlussprüfers abgegeben. Als weiteren Tagesordnungspunkt hat der Bilanzausschuss die Umsetzung des Risikomanagements im Unternehmen behandelt und dabei keinen Grund zur Kritik gefunden.

Der Strategieausschuss hat über Umlaufbeschlüsse und in drei Sitzungen wesentliche Investitionen für Werksneubauten, Kapazitätserhöhungen und Übernahmen, notwendige Restrukturierungsmaßnahmen durch Werksschließungen mit Fokus auf Deutschland, Polen und Ungarn, sowie die Verwertung nicht-betriebsnotwendiger Liegenschaften behandelt. Im Wesentlichen war der Strategieausschuss für alle genehmigungspflichtigen Geschäfte verantwortlich, die nicht dem Gesamtaufsichtsrat vorbehalten sind.

In der Sitzung des Personal- und Nominierungskomitees vom 14. Februar 2005 ging es um die Erstellung von Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung, was zur Nominierung von Peter Johnson, Vorstandsvorsitzender von George Wimpey Plc, führte. Die Hauptversammlung am 12. Mai ist dieser Empfehlung gefolgt und hat Peter Johnson in den Aufsichtsrat gewählt sowie das Mandat von Christian Dumolin erneuert. Nach seiner Wahl in den Aufsichtsrat wurde Peter Johnson vom Aufsichtsrat in den Strategieausschuss entsandt. Einer Empfehlung des Personal- und NominieStrategieausschuss behandelte Investitionen sowie andere wesentliche Geschäfte und Maßnahmen

Personal- und Nominierungskomitee verlängerte Vertrag von Reithofer und nominierte Johnson zur Wahl in den Aufsichtsrat

rungskomitees folgend hat der Aufsichtsrat am 30. August den Vertrag des Vorstandsvorsitzenden, Wolfgang Reithofer, um weitere fünf Jahre bis Mai 2011 verlängert. Ein anderer Schwerpunkt der Ausschusstätigkeit war die Ausgestaltung der Aktienoptionspläne 2005 und 2006 für Führungskräfte des Wienerberger Konzerns. Die Bedingungen sind im Konzernanhang auf Seite 127 dargestellt.

Der Jahresabschluss und Lagebericht der Wienerberger AG sowie der Konzernabschluss 2005 nach IFRS wurden durch die KPMG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs GmbH geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Sämtliche Abschlussunterlagen, der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden im Prüfungsausschuss eingehend mit dem Prüfer behandelt und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Wir haben die Unterlagen gemäß § 96 AktG geprüft und stimmen dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 125 Abs. 2 des AktG festgestellt ist. Wir schließen uns weiters dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinnes an.

Der Aufsichtsrat hat sich in zwei Sitzungen mit der weiteren Optimierung der Corporate Governance im Unternehmen beschäftigt. Am 14. Februar 2006 wurden die Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat an die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen und den überarbeiteten Österreichischen Corporate Governance Kodex angepasst. Der ehemalige Strategieausschuss heißt nunmehr Projektausschuss, der Bilanzausschuss wurde in Prüfungsausschuss umbenannt. Im Corporate Governance Bericht auf Seite 28 wird ausführlich über die Verantwortungsbereiche der Aufsichtsratsausschüsse berichtet. Die Mitglieder der Ausschüsse sind auf der nächsten Seite angeführt, die vom Aufsichtsrat festgelegten Unabhängigkeitskriterien können auf der Website des Unternehmens eingesehen werden.

Rupert Hatschek, der dem Aufsichtsrat seit 1993 angehört und auch Mitglied des Personalund Nominierungsausschusses ist, hat dem Aufsichtsrat mitgeteilt, dass er sein Mandat aus persönlichen Gründen zur Hauptversammlung am 27. April 2006 zurücklegen wird. Wir danken Herrn Hatschek für seine langjährige Mitarbeit und die wertvollen Beiträge, die er zur positiven Entwicklung der Wienerberger Gruppe geleistet hat.

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei der Unternehmensleitung sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz im abgelaufenen Jahr, das angesichts schwieriger Rahmenbedingungen eine besondere Herausforderung für jeden Einzelnen war. Das in diesem Umfeld erwirtschaftete Wachstum von 5 % im Ergebnis je Aktie schätzt der Aufsichtsrat als sehr gute Leistung ein.

Wien, am 27. März 2006 Friedrich Kadrnoska, Vorsitzender

Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk und Feststellung des Jahresabschlusses

Weitere Verbesserung der Corporate Governance im Unternehmen und "neue" Ausschüsse

Rupert Hatschek legt sein Mandat zur 137. o. HV zurück

Dank an Mitarbeiter und Management

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Bericht des Aufsichtsrats Mitglieder und Ausschüsse des Aufsichtsrats Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service

Mitglieder und Ausschüsse des Aufsichtsrats

Friedrich Kadrnoska, Vorsitzender, unabhängig

bestellt bis zur 138. o. HV (2007), erstmalig gewählt: 08.05.2002 Aufsichtsratsvorsitzender der Wiener Börse AG, der Österreichisches Verkehrsbüro AG, RUEFA Reisen AG und der Adria Bank AG, Aufsichtsrat der VISA Service Kreditkarten AG und der Wiener Privatbank Immobilieninvest AG, Vorstand der Privatstiftung zur Verwaltung von Anteilsrechten, Director des VISA Europe Limited Board und der UniCredito Italiano Christian Dumolin, Stellvertreter des Vorsitzenden, unabhängig bestellt bis zur 141. o. HV (2010), erstmalig gewählt: 17.07.1996 Aufsichtsratsvorsitzender der Koramic Investment Group NV, Mitglied des Regentenrats der Belgischen Nationalbank Rupert Hatschek, unabhängig, scheidet per 27.04.2006 aus bestellt bis zur 138. o. HV (2007), erstmalig gewählt: 03.06.1993 Geschäftsführer der Rupertus Vermögensverwaltungs- und Beteiligungsges.m.b.H., Aufsichtsrat der AIBC Anglo Irish Bank (Austria) Kapitalanlagegesellschaft m.b.H., Wien (Vorsitzender-Stv.), der König & Bauer AG und der Maschinenfabrik KBA-Mödling AG Peter Johnson, unabhängig

bestellt bis zur 141. o. HV (2010), erstmalig gewählt: 12.05.2005 Vorstandsvorsitzender von George Wimpey Plc, Vorstandsmitglied der Home Builders Federation und Aufsichtsrat der DS Smith Plc Franz Lauer, unabhängig

bestellt bis zur 138. o. HV (2007), erstmalig gewählt: 20.06.1983 Aufsichtrat der Voestalpine AG, der Flughafen Wien AG und der Teerag Asdag AG

Harald Nograsek, unabhängig

bestellt bis zur 138. o. HV (2007), erstmalig gewählt: 08.05.2002 Finanzvorstand der Österreichisches Verkehrsbüro AG

Claus Raidl, unabhängig

bestellt bis zur 140. o. HV (2009), erstmalig gewählt: 11.05.2004 Vorstandsvorsitzender der Böhler-Uddeholm AG, Aufsichtsratsvorsitzender der EK Mittelstandsfinanzierungs AG, Aufsichtsrat der Wiener Börse AG, der Donau Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft und der Voestalpine Bahnsysteme GmbH

Franz Rauch, unabhängig

bestellt bis zur 140. o. HV (2009), erstmalig gewählt: 11.05.2004 Geschäftsführender Gesellschafter der Rauch Fruchtsäfte Gesellschaft mbH, Aufsichtsrat der ÖBB Holding AG, der Bank Austria Creditanstalt AG, der Generali Holding AG, der OTAG Oberflächentechnologie AG, Hohenems, der Vorarlberger Kraftwerke AG und der Vorarlberger Illwerke AG

8 Kapitalvertreter 4 Arbeitnehmervertreter

Rupert Bellina, erstmalig delegiert: 25.01.2005 Arbeitsvorbereiter bei der Semmelrock Baustoffindustrie GmbH Claudia Krenn, erstmalig delegiert: 02.07.2002 Office Management der Wienerberger AG Karl Sauer, erstmalig delegiert: 09.10.1996 Obmann des Zentralbetriebsrats, Sprecher des Europa-Betriebsrats Gerhard Seban, erstmalig delegiert: 03.02.2006 Vertriebsmitarbeiter im Werk Hennersdorf, Österreich

4 Ausschüsse

Präsidium und Vergütungsausschuss Friedrich Kadrnoska (Vorsitzender) Christian Dumolin Projektausschuss Friedrich Kadrnoska (Vorsitzender) Christian Dumolin Peter Johnson Claus Raidl Karl Sauer Prüfungsausschuss Harald Nograsek (Vorsitzender) Franz Lauer Karl Sauer Personal- und Nominierungsausschuss Friedrich Kadrnoska (Vorsitzender) Christian Dumolin Rupert Hatschek Franz Rauch

Karl Sauer

Ausgeschieden

Helmut Urban (per 03.02.2006)

Corporate Governance Bericht

Frühzeitige Umsetzung strenger Grundsätze guter Unternehmensführung und Transparenz

Richtlinien zur Vermeidung von Insiderhandel

Weiterentwicklung des Österreichischen Corporate Governance Kodex

Bekenntnis zum Kodex und weitgehende Transparenz

Evaluierung und Bestätigung der Kodex-Umsetzung durch KPMG

Wienerberger verfolgt seit Jahren eine Strategie zur nachhaltigen und langfristigen Steigerung des Unternehmenswertes. Strenge Grundsätze guter Unternehmensführung und Transparenz sowie die ständige Weiterentwicklung eines effizienten Systems der Unternehmenskontrolle im Interesse aller Anspruchsgruppen (Stakeholder) bilden die Basis dieser Zielsetzung. Diese Unternehmenskultur schafft Vertrauen in das Unternehmen und ist somit ein wesentlicher Baustein für die langfristige Wertschöpfung.

Die Gleichbehandlung und umfassende Information aller Aktionäre hat für uns Priorität. Zur Vermeidung von Insiderhandel wurde ein Compliance Code geschaffen, der auf unserer Website veröffentlicht ist. Dieser setzt die Bestimmungen der Emittenten-Compliance-Verordnung der österreichischen Finanzmarktaufsicht unter Einbezug aller Aufsichtsratsmitglieder um. Seine Einhaltung wird vom Compliance Officer kontinuierlich überwacht.

Im Jänner 2006 wurde der an die EU-Empfehlungen und das Österreichische Gesellschaftsrechtsänderungsgesetz 2005 angepasste Österreichische Corporate Governance Kodex in Kraft gesetzt. Schwerpunkte dieser Kodex-Revision waren die weitere Erhöhung der Transparenz und die Stärkung der Unabhängigkeit des Aufsichtsrats. So sehen die neuen Richtlinien vor, dass dem Aufsichtsrat und seinen Ausschüssen eine ausreichende Zahl unabhängiger Mitglieder angehören soll. Im Geschäftsbericht ist darzustellen, welche Mitglieder des Aufsichtsrats als unabhängig anzusehen sind (siehe dazu Seite 27). Gleichzeitig wurden Kriterien für die Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder festgeschrieben und die Arbeit des Aufsichtsrats durch Einrichtung der üblichen Ausschüsse (Nominierungs- und Vergütungsausschuss) an internationale Usancen angepasst. Ebenso soll die Vergütung des Vorstandes durch Offenlegung der Grundsätze des Vergütungssystems und der Einzelbezüge transparenter werden. Der über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehende Kodex erlangt durch freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen Geltung. Das Bekenntnis zum Kodex hat zur Folge, dass die Nichteinhaltung von C-Regeln ("comply or explain") zu begründen ist.

Wienerberger hat den Großteil der beschriebenen Änderungen bereits vor fast zwei Jahren in ihrem Corporate Governance System umgesetzt. Die Erneuerung unseres Bekenntnisses zum neuen Österreichischen Corporate Governance Kodex und zur Beachtung der Regelungen war daher nur Formsache. Wir wollen nicht nur die Mindestanforderungen des Kodex erfüllen, sondern bemühen uns um "Best Practice". Für ihre Vorreiterrolle zur Corporate Governance in Österreich wurde Wienerberger mehrfach ausgezeichnet.

Die Umsetzung und die Richtigkeit unserer öffentlichen Erklärungen hat die KPMG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs GmbH unter Anwendung der Regelungen der "International Federation of Accountants" für die Durchführung von Aufträgen zur prüferischen Durchsicht evaluiert und darüber einen Bericht erstattet, der auf unserer Website unter www.wienerberger.com eingesehen werden kann. Die Evaluierung durch den Wirtschaftsprüfer zur Einhaltung der Regelungen des Kodex und der Richtigkeit der öffentlichen Berichterstattung hat ergeben, dass die öffentlichen Erklärungen über die Beachtung des Kodex zutreffend sind.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Corporate Governance Bericht Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service

Im Sinne des Kodex stehen Vorstand und Aufsichtsrat, insbesondere deren Vorsitzende in regelmäßiger, über die Aufsichtsratssitzungen hinausgehender Diskussion zur laufenden Entwicklung und strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat übt seine Beratungs- und Kontrolltätigkeit je nach Bedeutung und fachlicher Zuordnung der Angelegenheiten auch durch Ausschüsse aus. Aufgrund der Kodex-Überarbeitung wurden in der Aufsichtsratssitzung vom 14. Februar 2006 die Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat an die neuen Richtlinien angepasst und auf unserer Website www.wienerberger.com veröffentlicht. Der Strategieausschuss heißt nunmehr Projektausschuss, der Bilanzausschuss wurde in Prüfungsausschuss umbenannt, während die Verantwortungs- und Aufgabenbereiche nahezu unverändert blieben.

Der Gesamtaufsichtsrat entscheidet in Fragen grundsätzlicher Bedeutung und über die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Das Präsidium vertritt die Unternehmensinteressen in allen Vorstandsangelegenheiten und fungiert als Vergütungsausschuss im Hinblick auf die Vorstandsbezüge. Der Projektausschuss ist berufen, die nicht dem Gesamtaufsichtsrat vorbehaltenen Geschäfte und Maßnahmen – insbesondere Investitionen, Akquisitionen und Liegenschaftsverkäufe – zu genehmigen sowie in dringenden Fällen zu entscheiden. Der Prüfungsausschuss befasst sich vorbereitend für den Gesamtaufsichtsrat mit allen Fragen des Jahresabschlusses, der Prüfung des Konzerns und der Rechnungslegung. Zusätzlich überprüft er das Risikomanagement des Unternehmens sowie die Unabhängigkeit und die durch "Peer Reviews" kontrollierte Qualifikation des Abschlussprüfers. Ein Finanzexperte ist Mitglied des Wienerberger Prüfungsausschusses.

Der Personal- und Nominierungsausschuss ist zuständig für die Planung der Besetzung von Aufsichtsratsmandaten mit dem Ziel der Unabhängigkeit der Mitglieder. Er unterbreitet dem Aufsichtsrat Wahlvorschläge, welche der Hauptversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Die Kriterien der Unabhängigkeit sind auf unserer Website www.wienerberger.com veröffentlicht. Zusätzlich hat der Personal- und Nominierungsausschuss vor der Bestellung von Vorstandsmitgliedern ein Anforderungsprofil zu verfassen sowie auf Basis eines definierten Besetzungsverfahrens und der Nachfolgeplanung die Entscheidung des Aufsichtsrats vorzubereiten. Weiters beschließt er die Bedingungen der Aktienoptionspläne für Führungskräfte des Konzerns. Diese sind im Anhang auf Seite 127 dargestellt. Die Mitbestimmung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat und dessen Ausschüsse ist durch Einrichtung eines Betriebsrats ein gesetzlich geregelter Teil des österreichischen Corporate Governance Systems. Die Arbeitnehmervertretung ist gemäß Aktiengesetz berechtigt, in den Aufsichtsrat einer Aktiengesellschaft für je zwei von der Hauptversammlung gewählte Aufsichtsräte ein Mitglied aus ihren Reihen zu entsenden.

Im Jahr 2000 wurde ein Assessment des Wienerberger Managements zur Neubesetzung des Vorstands durchgeführt. Dieses objektive Verfahren führte zur Verlängerung des Mandates von Wolfgang Reithofer sowie zur Bestellung von Heimo Scheuch, Hans Tschuden und Johann Windisch in den Vorstand. Es dient dem Personal- und Nominierungsausschuss als Grundlage für die Nachfolgeplanung zur Besetzung des Wienerberger Vorstands. Im August hat der Aufsichtsrat den Vertrag des Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Reithofer um weitere fünf Jahre bis Mai 2011 verlängert.

Anpassung der Geschäftsordnungen an überarbeiteten Kodex

Ausschüsse, Aufgaben und Verantwortungsbereiche des Aufsichtsrats

Alle Wienerberger Aufsichtsräte sind unabhängig

Nachfolgeplanung für den Vorstand auf Basis eines objektiven Verfahrens

Bericht über Verträge mit nahe stehenden Unternehmen

Offenlegung der Honorare des Wirtschaftsprüfers

Umfassendes Risikomanagement bedarf keiner eigenen Stabstelle

"One share – one vote" kommt voll zum Tragen

Einzelbezüge und Directors' Dealing laufend aktualisiert auf der Website

Kodex wird voll umgesetzt

Im Wienerberger Aufsichtsrat sind weder ehemalige Vorstandsmitglieder noch leitende Angestellte vertreten; auch Kreuzverflechtungen existieren nicht. Es wurden keine Kredite an Aufsichtsräte oder Vorstände vergeben, noch Verträge mit ihnen abgeschlossen. Über Verträge mit nahe stehenden Unternehmen berichten wir im Anhang auf Seite 127.

Die KPMG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs GmbH wurde von der 136. o. Hauptversammlung zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der Wienerberger AG bestellt. Neben dieser Tätigkeit ist KPMG mit ihren weltweiten Partnerbüros vereinzelt auch im Bereich der Steuer- und sonstigen Finanzberatung für die Wienerberger Gruppe tätig. Im Jahr 2005 lagen die Beratungshonorare von KPMG für die Wienerberger AG ohne Abschlussprüfung unter 0,4 Mio. €. Für die Abschlussprüfung des Konzerns und damit in Zusammenhang stehende Leistungen wurden 1,3 Mio. € verrechnet. Vertragliche Vereinbarungen über die Erbringung von projektbezogenen Beratungsleistungen im Jahr 2006 bestehen derzeit nur in geringem Umfang.

Ein Management Letter des Abschlussprüfers sowie dessen Bericht über die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements der Wienerberger Gruppe wurde dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats vorgelegt und im Aufsichtsrat behandelt. Die in Zusammenarbeit mit einem externen Berater erarbeitete Risikoanalyse hat ergeben, dass die Risikosituation unter Beachtung der spezifischen Gegebenheiten der Wienerberger Gruppe durch eine klassische interne Revision als Stabstelle nicht sinnvoll optimiert werden kann. Dieser Erkenntnis Rechnung tragend und zur Vermeidung von Mehrkosten werden interne Kontroll- und Prüfungsfunktionen daher im Bereich des Konzern-Controllings durchgeführt und auf der Grundlage eines Fragebogens mit einem jährlich wechselnden Schwerpunkt vom Abschlussprüfer kontrolliert. Über die Planung im Rahmen dieses Kontrollsystems und die wesentlichsten Ergebnisse der durchgeführten Kontrollmaßnahmen berichtet der Vorstand einmal jährlich dem Aufsichtsrat.

Die Wienerberger AG hat 74,2 Mio. Stammaktien ausgegeben. Es existieren keine Vorzugsaktien oder Einschränkungen für die Stammaktien. Das Prinzip "One share – one vote" kommt somit voll zum Tragen. Zur Gleichbehandlung aller Aktionäre bei der Festlegung des Preises im Rahmen eines Pflichtangebotes wurde der gemäß § 26 Absatz 1 Übernahmegesetz zulässige 15 % Abschlag ausgeschlossen. Damit ist sichergestellt, dass im Falle eines Übernahmeangebotes (Pflichtangebot) jeder Aktionär den gleichen Preis für seine Wienerberger Aktien erhält. Die Wienerberger AG hat keinen Kernaktionär. Die Aktionärsstruktur ist auf Seite 36 dargestellt.

Auf der nächsten Seite sind die Grundsätze der Vergütungspolitik, eine Aufstellung über die Einzelbezüge der Wienerberger Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie eine Übersicht zum Besitz eigener Aktien angeführt. Auf der Wienerberger Website wird unter "Directors' Dealing" laufend über Kauf und Verkauf eigener Aktien durch Organmitglieder berichtet.

Unter Berücksichtigung der berichteten Modifikation zur internen Revision werden sämtliche Regeln des Österreichischen Corporate Governance Kodex erfüllt, auch wenn es sich nur um Empfehlungen handelt.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Corporate Governance Bericht Vergütungsbericht Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung des Vorstands der Wienerberger AG angewendet werden und erläutert Höhe und Struktur der Vorstandseinkommen. Darüber hinaus werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben sowie Angaben zum Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat gemacht. Die Festlegung der Vergütung des Wienerberger Vorstands hat der Aufsichtsrat dem Präsidium übertragen, das damit auch als Vergütungsausschuss fungiert.

Nach österreichischem Recht wird der Vorstand für eine bestimmte Dauer – maximal auf fünf Jahre – bestellt. Für diesen Zeitraum wurden die Dienstverträge der einzelnen Wienerberger Vorstandsmitglieder durch den Vergütungsausschuss unter Beiziehung eines externen Beraters erarbeitet sowie Höhe und Struktur der Bezüge definiert. Zielsetzung des Vergütungssystems ist es, die Vorstandsmitglieder im nationalen und internationalen Vergleich (Baustoffsektor) gemäß ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten. Ein wichtiges Element dabei ist eine hohe variable Komponente, welche die gemeinsame und persönliche Leistung jedes Vorstandsmitglieds sowie den Unternehmenserfolg berücksichtigt. Dazu teilen sich die Gesamtbezüge in fixe, erfolgsabhängige und aktienorientierte Bestandteile, wobei die erfolgsabhängige Komponente auf das jeweilige Jahresergebnis und die aktienorientierte auf die mittel- bis langfristige Entwicklung des Unternehmens abstellt.

Das fixe Basisgehalt orientiert sich am Verantwortungsbereich des Vorstandsmitglieds und wird, wie in Österreich üblich, in vierzehn Monatsgehältern im Nachhinein ausbezahlt. Die Folge sind differenzierte Basisgehälter je Zuständigkeit unter Berücksichtigung der damit verbundenen strategischen und operativen Verantwortung.

Der Jahresbonus ist eine variable Barvergütung, deren Höhe sich unter Bezugnahme auf das Basisgehalt am Ergebnis nach Steuern vor Minderheitenanteilen der Wienerberger AG orientiert, und damit die Finanzierungskosten des Wachstumskurses berücksichtigt. Für den Vorstandsvorsitzenden wurde der erfolgsabhängige Gehaltsbestandteil mit einer Obergrenze von 200 % des Jahresfixbezuges und bei allen anderen Vorstandsmitgliedern mit 150 % festgelegt. Die variablen Barbezüge werden vom Wirtschaftsprüfer kontrolliert und im Folgejahr ausgezahlt.

Die gesamten Barbezüge der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2005 betrugen 3.618 TEUR (Vorjahr: 3.430 TEUR), davon entfallen 1.627 TEUR auf fixe sowie 1.991 TEUR auf variable Gehaltsbestandteile, die 2006 zahlungswirksam werden.

Barbezüge Vorstand 2004 2005
in TEUR Fix Variabel Gesamt Fix Variabel Gesamt
Wolfgang Reithofer 620 618 1.238 626 668 1.294
Heimo Scheuch 301 405 706 308 441 749
Hans Tschuden 301 405 706 308 441 749
Johann Windisch 376 405 781 385 441 826
Gesamt 1.598 1.832 3.430 1.627 1.991 3.618

Vergütungsbericht erläutert Höhe und Struktur der Vorstandsund Aufsichtsratsbezüge

Zielsetzung des Vergütungssystems: Berücksichtigung des Unternehmenserfolgs

Fixes Basisgehalt orientiert sich am Verantwortungsbereich

Jahresbonus basiert auf Ergebnis nach Steuern

Über 50 % der Gesamtbezüge sind variabel

Aktienoptionsplan zur Gleichschaltung der Interessen von Management und Eigentümern

Nebentätigkeiten erfordern Zustimmung des Aufsichtsrats

Abfertigungsansprüche sind in Österreich gesetzlich geregelt

Hauptversammlung beschließt Vergütung des Aufsichtsrats

Die aktienorientierte Vorstandsvergütung basiert auf einem Stock Option Plan für Führungskräfte des Konzerns, den die Hauptversammlung der Wienerberger AG am 8. Mai 2002 beschlossen hat. Der Aktienoptionsplan ist eine Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung. Die Anzahl der zugeteilten Optionen ist abhängig vom Erreichen jährlicher Performance-Ziele. Damit die Optionen des Jahres 2005 Gültigkeit erlangen, ist die Erreichung von zumindest 95 % des budgetierten Konzernergebnis nach Steuern vor Minderheitenanteilen notwendig. Zwischen 95 und 100 % Zielerreichung wird die Anzahl der Optionen aliquotiert. Dieser Bedingung entsprechend wurden für das Geschäftsjahr 2005 dem Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Reithofer 12.354 Optionen und den Vorstandsmitgliedern Heimo Scheuch, Hans Tschuden und Johann Windisch jeweils 10.295 Optionen auf Wienerberger Aktien zu einem Ausübungspreis von 37,50 € eingeräumt. Bei Zuteilung der aktienorientierten Vergütung ist eine nachträgliche Änderung der festgelegten Erfolgsziele ausgeschlossen. Die Bedingungen des Optionsplanes sowie die Bewertung der Optionen sind im Konzernanhang auf Seite 127 im Detail dargestellt.

Zur Aufnahme von Nebentätigkeiten benötigen die Vorstände die Zustimmung des Aufsichtsrats. So ist sichergestellt, dass weder der zeitliche Aufwand noch die dafür gewährte Vergütung zu einem Konflikt mit den Aufgaben für das Unternehmen führt. Soweit es sich bei den Nebentätigkeiten um Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Mandate bei börsenotierten Gesellschaften handelt, sind diese auf Seite 18 sowie auf der Wienerberger Website veröffentlicht. Für die Übernahme von Mandaten in Konzerngesellschaften erfolgt keine Vergütung.

Alle Vorstandsmitglieder verfügen über Pensionskassenregelungen, wofür sich das Unternehmen verpflichtet hat, jährlich festgelegte Beiträge einzuzahlen. Für den Vorstandsvorsitzenden existiert zusätzlich eine "alte" Pensionsregelung, die eine fixe wertgesicherte Pensionshöhe vorsieht. Darüber hinausgehende Verpflichtungen für das Unternehmen bestehen nicht. Für die Vorstandsmitglieder wurden im Geschäftsjahr 1.075 TEUR (Vorjahr: 627 TEUR) in Form von Beiträgen zu Pensionskassen (beitragsorientierte Zusagen) und Bildung von Pensionsrückstellungen (leistungsorientierte Zusagen) aufgewendet. Im Falle der Beendigung des Dienstverhältnisses der Vorstände bestehen Abfertigungsansprüche gemäß den gesetzlichen Bestimmungen in Österreich, abhängig von der Höhe der Gesamtbezüge sowie der Dienstzugehörigkeit. Die Höhe der gesetzlichen Abfertigung beträgt maximal einen Jahresgesamtbezug und verfällt bei Kündigung durch den Dienstnehmer. Die Abfertigung für den Vorstandsvorsitzenden kann im Höchstfall zwei Jahresgesamtbezüge erreichen. Die finanzmathematisch ermittelten Aufwendungen zur Dotierung einer Rückstellung für Abfertigungsansprüche betrugen im Geschäftsjahr 2005 378 TEUR. An frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen wurden Zahlungen von 589 TEUR (Vorjahr: 501 TEUR) geleistet.

Die Vergütung des Aufsichtsrats wurde von der Hauptversammlung am 15. Mai 2003 beschlossen und beträgt 0,15 % des Ergebnisses nach Steuern (vor Minderheitenanteile). Für das Geschäftsjahr 2005 ergibt sich damit eine Gesamtvergütung von 295 TEUR. Die Verteilung des Gesamtbetrages wird jeweils in der konstituierenden Aufsichtsratssitzung nach der Hauptversammlung für das Vorjahr beschlossen und richtet sich nach Funktion und Mitgliedschaft in Ausschüssen. Für 2004 (Auszahlung im Jahr 2005) und 2003 (Auszahlung im Jahr 2004) betrug die Aufsichtsratsvergütung insgesamt 273 TEUR bzw. 170 TEUR und verteilt sich wie folgt:

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Aufsichtsratsvergütung
in TEUR
Auszahlung
2004
Auszahlung
2005
Friedrich Kadrnoska, Vorsitzender 40 72
Christian Dumolin, Stellvertreter des Vorsitzenden 33 60
Rupert Hatschek 13 24
Franz Lauer 13 24
Harald Nograsek 20 36
Claus Raidl 0 17
Franz Rauch 0 17
Karl Schmutzer 1) 13 8
Jean Dominique Sturm 1) 13 8
Willy van Riet 2) 20 8
Alois Michielsen 3) 4 0
Gesamt 170 273

1) aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden am 11. Mai 2004

2) aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden am 30. März 2004

3) aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden am 15. Mai 2003

Für Leistungen außerhalb der oben beschriebenen Aufsichtsratstätigkeit, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, wurden keine Vergütungen gewährt. Ausgenommen davon sind die Gehälter der Arbeitnehmervertreter aus ihren jeweiligen Dienstverträgen.

Vorstand und Aufsichtsrat haben sich freiwillig verpflichtet, ihren Bestand an Wienerberger Aktien offenzulegen. Käufe und Verkäufe von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats werden gemäß § 48 Börsegesetz innerhalb von fünf Arbeitstagen nach dem Tag des Abschlusses des Geschäftes der Finanzmarktaufsicht gemeldet und auf der Wienerberger Website unter "Directors' Dealing" veröffentlicht. Ende 2005 waren insgesamt 244.607 Wienerberger Aktien im Besitz von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats. Rupert Hatschek wird anlässlich der Hauptversammlung am 27. April 2006 aus dem Aufsichtsrat ausscheiden. Auf eine Veröffentlichung seines Aktienbesitzes wird daher verzichtet.

Aktienbesitz in Stück 1.1.2005 Kauf Verkauf
18.000
0
Vorstand
Wolfgang Reithofer 150.041 168.041
Heimo Scheuch 3.120 15.000 0 18.120
Hans Tschuden 1.497 15.000 7.500 8.997
Johann Windisch 10.000 15.000 0 25.000
Aufsichtsrat
Friedrich Kadrnoska 759 0 0 759
Christian Dumolin 23.690 0 0 23.690
Peter Johnson 0 0 0 0
Franz Lauer 0 0 0 0
Harald Nograsek 0 0 0 0
Claus Raidl 0 0 0 0
Franz Rauch 0 0 0 0
Gesamt 189.107 63.000 7.500 244.607

Keine zusätzlichen Vergütungen für den Aufsichtsrat

Vorstand und Aufsichtsrat veröffentlichen freiwillig ihren Bestand an Wienerberger Aktien

ATX im internationalen Vergleich erneut ein Top-Performer mit +51 %

Aktienkurs gerät zur Jahresmitte stark unter Druck und holt gegen Jahresende wieder auf

Die Wienerberger Aktie

Das Jahr 2005 verlief an den europäischen Börsen überaus erfolgreich. Eine gute Performance zeigten der englische FTSE 100 Index mit +17 % und der deutsche DAX mit +27 %. Der ATX schloss das dritte Jahr in Folge auf einem neuen Rekordhoch und verzeichnete einen Anstieg von 51 %. Enttäuschend entwickelten sich hingegen die US-Börsen, der amerikanische S&P 500 beendete das Jahr mit lediglich plus 3 %, der Dow Jones Industrial lag mit -1 % sogar unter dem Vorjahr. Auch an den Kapitalmärkten war der starke Anstieg der Energiepreise ein dominierendes Thema, das die Kurse von Rohstoffunternehmen und Energieversorgern wesentlich profitieren ließ. Auf energieabhängige Branchen wirkte sich dieser Trend jedoch nachteilig aus. Trotzdem erzielte die Baustoffindustrie, gestützt durch intensive M&A-Aktivität und gute Ergebnisse, vor allem im zweiten Halbjahr, starke Zuwächse. Der Dow Jones Euro Stoxx Construction & Materials und der Bloomberg 500 Building Index legten im Gesamtjahr 31 % bzw. 26 % zu.

Nach einem außergewöhnlich starken Anstieg in 2004 kam die Wienerberger Aktie im abgelaufenen Jahr aufgrund des geringeren Wachstums unter Druck und verzeichnete ein Minus von 4 %. Zu Beginn konnte der Aktienkurs noch die Tendenz des Vorjahres fortsetzen und erreichte im Februar den Jahreshöchststand von 39,10 €. Negativ beeinflusst vom Abflachen des Wohnungsneubaus in einigen osteuropäischen Märkten und der witterungsbedingt schwächeren Bautätigkeit im ersten Quartal sank der Aktienkurs Ende März unter das Niveau zum Jahresanfang. Die Bekanntgabe der Halbjahreszahlen und gleichzeitige Rücknahme der ambitionierten Wachstumsziele für das Geschäftsjahr 2005 verstärkten den Abwärtstrend, der im Oktober mit einem Tiefstand von 28,12 € endete. Bis zum Jahresultimo konnte die Aktie aufgrund optimistischerer Einschätzung der Geschäftsentwicklung für 2006 einen Großteil der Verluste wieder wettmachen und schloss im Dezember bei 33,80 €. Der Kursanstieg gewann zu Jahresbeginn 2006 deutlich an Momentum, und die Wienerberger Aktie stieg nach Bekanntgabe der über den Erwartungen liegenden vorläufigen Ergebnisse im Februar auf ein neues All-time High von 40,50 €.

Aktienkursentwicklung

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Kennzahlen je Aktie 2003 2004 2005 Vdg. in %
Ergebnis in € 1,71 2,54 2,66 +5
Ergebnis bereinigt 1) in € 2,01 2,54 2,67 +5
Dividende in € 0,77 1,07 1,18 +10
Free Cash-flow 2) in € 4,09 4,33 2,90 -33
Eigenkapital 3) in € 15,17 19,64 20,26 +3
Höchstkurs in € 21,60 36,35 39,10 +8
Tiefstkurs in € 14,76 21,10 28,12 +33
Ultimokurs in € 21,18 35,15 33,80 -4
Höchst KGV 4) 10,7 14,3 14,6 -
Tiefst KGV 4) 7,3 8,3 10,5 -
Ultimo KGV 4) 10,5 13,8 12,7 -
Gewichtete Aktienanzahl 5) in Tsd. 64.645 69.598 73.196 +5
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 1.382,6 2.607,0 2.506,9 -4
Ø Börseumsatz/Tag in Mio. € 3,0 12,2 16,3 +34

Service

1) vor Firmenwertabschreibung und ohne nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

2) Operativer Cash-flow minus Investitions-Cash-flow plus Wachstumsinvestitionen

3) Eigenkapital inklusive Anteile in Fremdbesitz

4) bezogen auf bereinigtes Ergebnis je Aktie

5) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien

Die Handelsumsätze der Wienerberger Aktie verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr erneut deutliche Zuwächse. Mit einem Jahresbörseumsatz von 4.039,7 Mio. € oder durchschnittlich 475.508 Aktien pro Tag (in Doppelzählung) ist die Liquidität der Wienerberger Aktie gegenüber dem Vorjahr um rund ein Drittel gestiegen. Im Ranking der umsatzstärksten Werte der Wiener Börse fiel sie jedoch vom fünften auf den siebten Platz zurück. Der außerbörsliche Umsatz betrug im Vorjahr 1.629,7 Mio. € gegenüber 1.951,4 Mio. € in 2004. An der Österreichischen Termin- und Optionenbörse (ÖTOB) wurden 43.207 Optionskontrakte auf Wienerberger Aktien mit einem Wert von 147,0 Mio. € gehandelt.

Wienerberger verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik, die eine Pay-out Ratio von rund 45 % des Gewinns nach Steuern (bezogen auf die ausgegebenen Aktien von rund 74,2 Mio.) vorsieht. Der Vorstand wird daher der Hauptversammlung am 27. April 2006 die Zahlung einer Dividende von 1,18 € je Aktie vorschlagen, was einer Erhöhung um 10 % und einer Ausschüttungssumme von 86,4 Mio. € entspricht. Daraus ergibt sich eine Rendite von 3,4 % auf den Durchschnittskurs und von 3,5 % zum Ultimokurs des Jahres 2005. Diese Dividendenpolitik soll auch in Zukunft fortgeführt werden, um den Aktionären eine attraktive Mindestverzinsung ihres eingesetzten Kapitals zu bieten.

Aktionärsstruktur

Die Wienerberger AG notiert mit 74,2 Mio. nennwertlosen Stückaktien (Inhaberaktien, keine Vorzugs- oder Namensaktien) im "Prime Market" der Wiener Börse. In den USA wird sie über ein "ADR Level 1 Program" der Bank of New York im OTC Markt gehandelt. Mit einer Börsekapitalisierung von 2,5 Mrd. € und einer Gewichtung im ATX von 5 % zum Jahresende 2005 zählt Wienerberger zu den größten Publikumsgesellschaften Österreichs.

Liquidität gegenüber 2004 um ein Drittel gestiegen

Dividendenpolitik sieht Pay-out Ratio von 45 % vom Nettogewinn vor

Reine Publikumsgesellschaft mit 2,5 Mrd. € Kapitalisierung zum Jahresende 2005

Aktionärsstruktur nach Ländern

  • 1 USA 30 %
  • 2 UK & Irland 28 %
  • 3 Österreich 19 %
  • 4 Deutschland 7 %
  • 5 Frankreich 5 % 6 Nordeuropa 4 %
  • 7 Sonstige 7 %

Aktionärsstruktur nach Investortyp

  • 1 Wachstum 35 %
  • 2 Wertorientiert 23 %
  • 3 GARP 12 %
  • 4 Privataktionäre 12 %
  • 5 Index 7 %
  • 6 Hedge Fonds und Sonstige 6 %
  • 7 BA-CA Umtauschanleihe <5 %

Hohe Zahl an Investoren-Kontakten und Relaunch der Website

Wienerberger ist eine reine Publikumsgesellschaft ohne Kernaktionär, deren Aktien zu 100 % im Streubesitz sind. Die kanadische Investmentgesellschaft AIM Trimark hält in 16 ihrer Publikumsfonds über 5 % der ausstehenden Wienerberger Aktien. Der Aktienbestand der Bank Austria Creditanstalt AG, der als Unterlegung für die im Jänner 2004 emittierte dreijährige Umtauschanleihe dient, ist im Vorjahr auf unter 5 % gesunken.

Wienerberger hat eine für international agierende, börsenotierte Unternehmen übliche breit gestreute Aktionärsstruktur. Auffallend ist, dass die Mehrheit der professionellen Anleger aus dem angelsächsischen Raum, den USA (30 %) sowie Großbritannien und Irland (28 %), kommen. Bei einem Anteil der Privataktionäre von lediglich 12 % dominieren mit 88 % institutionelle Investoren. Hiervon wiederum ist knapp die Hälfte wachstumsorientiert (Wachstums- oder GARP-Investoren, siehe Grafik links). Zu unseren Eigentümern zählen einige der renommiertesten Investment-Gesellschaften der Welt, wie AIM Trimark, Franklin Advisors, Fidelity Investments, die Deutsche Asset Management und Pioneer. AIM Trimark hat zu Jahresende 2005 gemeldet, mehr als 5 % der Wienerberger Aktien zu besitzen. Fidelity informierte uns am 12. Mai, die Bank Austria Creditanstalt am 29. August, dass ihre Aktienbestände jeweils auf unter 5 % gefallen sind.

Die Wienerberger Anleihe

Zur Refinanzierung kurzfristiger Verbindlichkeiten hat Wienerberger im April 2005 erfolgreich ihre erste Unternehmensanleihe platziert und damit eine weitere Diversifikation ihrer Finanzierungsquellen erreicht. Aufgrund der dreifachen Überzeichnung wurde das Emissionsvolumen von ursprünglich 300 auf 400 Mio. € aufgestockt. Die Anleihe wurde zu 35 % bei österreichischen und zu 65 % bei internationalen Investoren – vor allem in Holland, Großbritannien, Deutschland, Norwegen und Frankreich – platziert. Der Kupon zahlt 3,875 % und die Laufzeit beträgt sieben Jahre. Standard & Poor's bewertet Wienerberger und ihre Anleihe mit "BBB (stabiler Ausblick)", Moody's vergibt ein "Baa2 (stabiler Ausblick)". Die Wienerberger Anleihe notiert im Amtlichen Handel der Wiener Börse und in Luxemburg.

Investor Relations

Professionelle Investor Relations haben seit Jahren hohe Priorität für Wienerberger. Die Funktion ist direkt dem Vorstandsvorsitzenden bei starker Einbindung des Finanzvorstands unterstellt. Das Ziel unserer Investor Relations ist es, ein richtiges Bild des Unternehmens zu vermitteln, um so eine korrekte Bewertung der Wienerberger Aktie zu ermöglichen.

Wienerberger hat im Jahr 2005 wieder zahlreiche Roadshows durchgeführt und an Investoren-Konferenzen in Europa und den USA teilgenommen. Der Vorstand und das Investor Relations Team haben hunderte Investoren aus aller Welt persönlich getroffen oder bei Conference Calls und Video-Konferenzen über das Unternehmen, die Entwicklung und die Strategie informiert. Im September ist die neue Wienerberger Website im aktualisierten Design und mit optimierter Struktur in Betrieb gegangen. Die Investor Relations Inhalte wurden dabei nochmals deutlich erweitert. Neben umfangreichen Informationen über das Unternehmen finden sich hier unter anderem Download-Versionen von Geschäfts- und Zwischenberichten, Finanztermine, aktuelle Präsentationen, Live-Übertragungen von Hauptversammlung und Pressekonferenzen, Aufzeichnungen

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Die Wienerberger Aktie Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service

der Conference Calls, Ergebnisschätzungen und aktuelle Berichte der Analysten sowie ein für das Web optimierter Online-Geschäftsbericht (geschaeftsbericht.wienerberger.com).

Unsere Anstrengungen, die Investor Relations laufend zu verbessern, wurden auch 2005 von der "Financial Community" anerkannt und ausgezeichnet. Dabei haben wir im Rahmen der österreichischen Börsepreis-Verleihung in der Hauptkategorie den ersten Preis und bei Corporate Governance Silber erhalten. Noch erfreulicher waren jedoch die mehrfachen Auszeichnungen unseres "langweiligen" Geschäftsberichtes. Anlässlich der Austrian Annual Report Awards bekam Wienerberger den Hauptpreis für den besten österreichischen Geschäftsbericht 2004 verliehen. Bei den renommierten internationalen ARC-Awards in New York konnten wir eine ganze Reihe an Preisen entgegennehmen: fünf Gold Awards in den Kategorien "Annual Report – Overall Presentation", "Photography", "Cover Photo/Design", "Interior Design" und "Financial Data". Die größte Auszeichnung war jedoch ein Grand Award für "Financial Data", womit Wienerberger unter allen 1.900 eingereichten Berichten für die weltweit beste Aufbereitung der Ergebnisse prämiert wurde. Weiteres Lob erhielt unser Bericht vom "Real IR Magazine" (Platz 11 in Europa) und vom "Annual Report on Annual Reports" (Platz 18 weltweit).

Die Beobachtung durch eine große Zahl renommierter heimischer und internationaler Investmentbanken hat im laufenden Jahr weiter zugenommen. Mit Stand per März 2006 veröffentlichen folgende Research-Häuser regelmäßig Analysen über Wienerberger und ihre Aktie (in alphabetischer Reihenfolge): ABN Amro (London), Bank Austria Creditanstalt (Wien), Credit Suisse First Boston (London), Deutsche Bank (London/Wien), Dresdner Kleinwort Wasserstein (London), Erste Bank (Wien), Goldman Sachs (London), MAN Securities (London), Merrill Lynch (London), RCB (Wien), UBS (London).

Informationen zur Wienerberger Aktie

Investor Relations Officer: Thomas Melzer
Aktionärstelefon: +43 (1) 601 92-463
E-Mail: [email protected]
Website: www.wienerberger.com
Online-Geschäftsbericht: geschaeftsbericht.wienerberger.com
Wiener Börse: WIE
Reuters: WBSV.VI
Bloomberg: WIE AV
Datastream: O: WNBA
ADR: WBRBY
ISIN: AT0000831706

Nationale und internationale Awards für Wienerberger Investor Relations und Geschäftsbericht

Coverage hat 2005 an Intensität weiter zugenommen

DAS UNTERNEHMEN

Wienerberger ist ein Wachstumsunternehmen mit hohem Free Cash-flow

Umsatz 2005 nach Produkten

2 Vormauerziegel 41 % 3 Dachsysteme 21 %

4 Flächenbefestigung 5 %

EBITDA 2005 nach Produkten

Strategie und Geschäftsmodell

Profitables Wachstum steht im Zentrum unserer Unternehmensstrategie. Dabei konzentriert sich Wienerberger auf Ziegel für Dach und Wand sowie Flächenbefestigungen. In unserem Kerngeschäft Ziegel sind wir der größte multinationale Anbieter mit starken Marktpositionen in 24 Ländern mit Werksstandorten sowie weiteren sechs Exportmärkten (siehe dazu Seite 62 und 63). Unsere Kernprodukte Hintermauerziegel, Vormauerziegel, Dachsysteme und Flächenbefestigungen haben gemeinsam, dass sie hohe Free Cash-flows erwirtschaften, die wir dazu nutzen, die Expansion durch Akquisitionen und Werksneubauten voranzutreiben.

Mauerziegel sind weltweit das am häufigsten eingesetzte Material im Wohnungsneubau und werden auch im Nichtwohnbau verwendet. Wienerberger hat sich in den letzten Jahren Führungspositionen in allen relevanten Märkten Europas (mit Ausnahme der Iberischen Halbinsel) und der USA aufgebaut. Wir verfügen mit innovativen Produkten, eigener Technologie und einer flächendeckenden Werksstruktur über entscheidende Wettbewerbsvorteile. Mit Hintermauerziegel erwirtschaften wir aktuell rund 33 % des Umsatzes und 42 % des EBITDA. Der Produktbereich Vormauerziegel trägt 41 % zum Umsatz und 36 % zum EBITDA der Gruppe bei.

Tondachziegel werden vorwiegend zur Eindeckung von Steildächern in Europa eingesetzt. Mauerund Dachziegel zählen zu den Grundbaustoffen eines Hauses, und die Kombination der beiden Produktbereiche ermöglicht Synergien auf Kosten- und Marktseite. Mehr als die Hälfte der Tondachziegelproduktion wird für die Renovierung von Häusern verwendet, woraus sich eine geringere Abhängigkeit vom zyklischeren Neubau als bei Mauerziegel ergibt.Wesentliche Merkmale der Tondachziegelindustrie sind steigende Marktanteile, stabile Cash-flows und hohe Profitabilität. Unsere Tondachziegelaktivitäten in Belgien, Holland, Frankreich, Deutschland, Polen, Estland und der Schweiz sowie die 25%-Beteiligung Tondach Gleinstätten in Zentral-Osteuropa produzieren Dachsysteme aus Ton, während Bramac, ein 50/50 Joint Venture mit Lafarge, Betondachsteine für Zentral-Osteuropa erzeugt. Mit Tondachziegel und Betondachsteinen erwirtschaften wir derzeit 21 % des Umsatzes und 22 % des EBITDA.

Der vierte Kernproduktbereich sind Flächenbefestigungen mit unserer 75%-Beteiligung an Semmelrock, einem führenden Unternehmen bei Betonplatten und -pflaster in Zentral- und Osteuropa, sowie den voll in unserem Besitz stehenden Pflasterklinker-Aktivitäten in Benelux. Derzeit generiert dieser Produktbereich rund 5 % vom Umsatz und 4 % vom EBITDA.

Das Ziegel- und Dachziegelgeschäft ist kapitalintensiv. Es erfordert hohe Erstinvestitionen und generiert stabilen Cash-flow. Unsere laufenden Investitionen im Kerngeschäft sind relativ gering und machen nur rund 60 % der Abschreibungen aus. Daraus resultieren hohe freie Cash-flows, die für Wachstumsprojekte, Dividendenzahlungen, zur Reduktion der Verschuldung und für Aktienrückkauf verwendet werden können.Aufgrund der attraktiven Möglichkeiten, die sich Wienerberger bieten, legen wir das Hauptaugenmerk auf profitables Wachstum und unterscheiden zwei Arten von Projekten: "Bolt-on Projekte" und "Externe Projekte". Unter Bolt-on Projekten verstehen wir Werksneubauten oder Kapazitätserweiterungen sowie kleinere Übernahmen in bestehenden Märkten. Durch die Integration mit unseren Aktivitäten und Optimierung können wir hohe Synergien und Ergebnissteigerungen realisieren. Dafür haben wir uns als Leitlinie ambitionierte Ziele gesetzt: einen Cash-flow Return on Investment (CFROI) von 22 % innerhalb von zwei bis drei Jahren, nachdem die Investition getätigt wurde. Eine Analyse der mehr als 40 seit dem Jahr 2000 durchgeführten Bolt-on Projekte bestätigt, dass wir diese Zielsetzung mit CFROIs zwischen 20 und 30 % – abhängig vom exakten Beobachtungszeitraum – auch erreichen.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Strategie und Geschäftsmodell Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service

Für Wachstumsprojekte gelten ambitionierte Rentabilitätskriterien

Zur Fortsetzung der Expansion stehen ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung

Expansion in allen Regionen als Kern der Strategie

Osteuropa ist ein langfristig profitabler Wachstumsmarkt für Wienerberger

Eintritt in neue Länder wie Russland, Ukraine und Bulgarien

Wenn strategische Gesichtspunkte, insbesondere führende Marktpositionen, einen höheren Kaufpreis rechtfertigen,zielen wir bei Externen Projekten auf einen CFROI von 16 % im Jahr 3 nach der Investition ab.Als Externe Projekte definieren wir Akquisitionen von Wettbewerbern mit starken Positionen oder den Eintritt in neue Märkte. Sie bilden die Basis für zukünftige Bolt-on Projekte. Auch durch Externe Projekte verbessern wir die Ertragsqualität der Gruppe,die derzeit einen CFROI von 12,2 % erwirtschaftet. Wenn man die in 2003 gestartete und 2004 abgeschlossene Akquisition von Koramic Roofing analysiert und dem Kaufpreis von 423 Mio. € das im Jahr 2005 (= Jahr 3 des Investments) erwirtschaftete EBITDA von 68 Mio. € gegenüberstellt, errechnet sich ein CFROI von 16 %, der exakt im Rahmen unserer Richtlinien liegt. thebrickbusiness, der drittgrößte Ziegelhersteller Großbritanniens, wurde Ende 2004 erworben und ist daher frühestens im Jahr 2007 anhand unserer selbst gesteckten Ziele zu beurteilen.

Für die Finanzierung der Wachstumsstrategie hat Wienerberger verschiedene Möglichkeiten. Die Bolt-on Projekte werden aus dem freien Cash-flow nach Dividenden von rund 140 Mio. € finanziert. Zusätzlich ergibt sich aus dem Ergebnis bei konstantem Gearing ein Verschuldungspotenzial von 70 Mio. €. Insgesamt stehen also für Werksneubauten, Kapazitätserweiterungen und kleinere Akquisitionen rund 210 Mio. € jährlich zur Verfügung. Ziel des Managements ist es, das Gearing in einer Bandbreite von 60 bis 80 % und das aktuelle Rating von BBB / Baa2 zu halten. Unser solides Gearing von 63 % zum Jahresende 2005 eröffnet weiteren finanziellen Spielraum von bis zu 250 Mio. € für größere Wachstumsprojekte, wenn wir das Gearing auf 80 % erhöhen.

Unsere Strategie im Kerngeschäft zielt darauf ab, in allen Märkten, in denen wir präsent sind, Führungspositionen auf- bzw. auszubauen. Zusätzlich werden wir weiterhin schrittweise in neue, vielversprechende Märkte, vor allem Richtung Osten expandieren.

In Osteuropa hält Wienerberger starke Positionen mit Marktanteilen bei Wandbaustoffen von in der Regel 20 % und mehr. Diese Märkte sind durch überdurchschnittliches Wachstumpotenzial im Wohnungsneubau gekennzeichnet, das sich seit dem EU-Beitritt von Tschechien, Ungarn und der Slowakei weiter Richtung Osten verlagert. Euroconstruct prognostiziert jedoch auch für die osteuropäischen EU-Mitgliedsländer mittelfristig deutlich höhere Wachstumsraten als in Westeuropa, wobei vorübergehende regionale Rückgänge wie in 2005 nicht auszuschließen sind.Wir sehen daher in der gesamten Region, die für uns zum Heimmarkt geworden ist, substanzielle langfristige Wachstumschancen. Wienerberger wird ihre kosten- und produktseitigen Wettbewerbsvorteile ausspielen und die Osteuropa-Aktivitäten durch Akquisitionen und neue Kapazitäten schrittweise ausbauen. Insbesondere wollen wir kurzfristige Nachfragerückgänge und den daraus entstehenden Marktdruck nutzen, um unsere Positionen weiter zu stärken.

Zusätzlich prüfen wir Expansionsmöglichkeiten in neue Länder. Wir konzentrieren uns dabei auf wachsende Märkte, in denen Ziegel einen hohen Marktanteil haben. Wichtig für die Entscheidung in einen Markt zu gehen, ist die realistische Chance, innerhalb eines überschaubaren Zeitraumes eine Führungsposition aufbauen zu können. Unser erstes Ziegelwerk in Russland wird noch dieses Jahr den Vollbetrieb erreichen; der Markteintritt außerhalb des Großraums Moskau sowie in der Ukraine ist in Vorbereitung. In Bulgarien haben wir 120 km nordöstlich von Sofia ein altes Ziegelwerk erworben, das wir nach Vorliegen aller Genehmigungen voraussichtlich bis Mitte 2007 rekonstruieren werden.

Stärkung der Marktanteile in Westeuropa durch Bolt-on Projekte

US-Bevölkerungswachstum spricht für langfristig starke Ziegelnachfrage

Beteiligungen refinanzieren Expansion im Kerngeschäft

Maximierung des TSR durch Dividenden und Ergebniswachstum

In den reifen Märkten Westeuropas ergeben sich Wachstumsmöglichkeiten durch Bolt-on Projekte in allen Produktbereichen. Mit Übernahmen und neuen Kapazitäten nutzen wir Synergien und können auch in stagnierenden Märkten die Ergebnisse verbessern. Zusätzlich sehen wir Möglichkeiten in Frankreich, Holland und Großbritannien den Marktanteil des Ziegels für die tragende Wandkonstruktion zu erhöhen. Im Dachbereich wird mit weiterer Konsolidierung in Deutschland gerechnet, an der sich Wienerberger aktiv beteiligen will, wenn die Konditionen stimmen. Zusätzlich sollen die Exporte nach Nordwest-Europa gesteigert werden. Mit dieser Strategie wollen wir in allen Ländern unseren Marktanteil kontinuierlich ausbauen.

In den USA, dem größten Vormauerziegelmarkt der Welt, wächst die Bevölkerung jährlich um rund 1 %. Wir betrachten die Vereinigten Staaten daher als langfristigen Wachstumsmarkt und wichtige Ertragssäule des Unternehmens. In 2005 haben wir die Kapazitäten in unseren großen Werksstandorten Rome (Georgia), Louisville (Kentucky) und Brickhaven (North Carolina) weiter erhöht – eine Strategie, die auch der Herstellkostenoptimierung dient. Die Stärkung unseres Direktvertriebs durch eigene Ziegelfachhändler eröffnet uns einen unmittelbaren Zugang zum Markt und hilft, die Produktionskapazitäten zu nutzen. Die Schaffung großer Werksstandorte und der Ausbau des Direktvertriebs ist ein Weg, den wir auch in Zukunft beschreiten werden, um unsere Marktstellung in den USA kontinuierlich auszubauen.

Die Aktivitäten der Wienerberger Gruppe außerhalb des Kerngeschäfts sind im Segment Beteiligungen und Sonstiges enthalten. Strategie für das Pipelife Joint-venture, den viertgrößten Produzenten von Kunststoffrohren in Europa, ist die laufende Verbesserung der Ertragslage und die Maximierung des freien Cash-flows zur Reduktion der Nettoverschuldung. Pipelife hat in Umsetzung dieser Strategie im abgelaufenen Jahr große Fortschritte erzielt und die Ergebnisse deutlich gesteigert. Die nicht-betriebsnotwendigen Vermögenswerte werden getrennt vom operativen Geschäft optimiert und die erzielten Erlöse in die Expansion des Kerngeschäfts investiert. Aktuell bewerten wir die nicht-betriebsnotwendigen Liegenschaften mit 43,5 Mio. €.

Oberste Zielsetzung von Wienerberger ist die Maximierung des Total Shareholder Return (TSR). Dabei erachten wir beide Faktoren – Kurssteigerungen und Dividendenzahlungen – als wesentlich. In Bezug auf Dividenden haben wir eine Pay-out Ratio von rund 45 % definiert. Damit wird den Aktionären eine solide Mindestrendite geboten. Zusätzlich wollen wir in allen Bereichen unseres Kerngeschäfts profitabel weiter wachsen, um so die Basis für nachhaltige Kurssteigerungen zu legen.

Disclaimer: Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Geschäftsbericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Wienerberger Gruppe und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken – wie die im Risikobericht angesprochenen – eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Mit diesem Geschäftsbericht ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien der Wienerberger AG verbunden.

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Aenean bibendum ornare ipsum. Praesent pede augue, accumsan ac, porta malesuada, tempus Wir haben schon in, augue. oft stürmische Zeiten durchlebt

Aber auch Gegenwind konnte uns nicht von unserem Wachstumskurs abbringen.

1819 Gründung durch Alois Miesbach am Wienerberg in Wien

1869 Notierung an der Wiener Börse

1918 Verlust der Werke in Kroatien, Ungarn und der Tschechoslowakei als Folge des 1. Weltkrieges

1945 Hunderte Tote und Zerstörung der Werksanlagen am Wienerberg durch Fliegerangriffe

1955 Rekordproduktion für den Wiederaufbau Wiens nach dem 2. Weltkrieg

1972 Beteiligung an Bramac Betondachsteine in Österreich

1980 Beginn von Reorganisation und Sanierung durch ein neues Management unter Erhard Schaschl

* 1986 bis 1988 nicht konsolidierter

Konzernumsatz in Mio. €

Umsatz der Wienerberger AG

führenden Vormauerziegelproduzenten in Benelux, Mehrheitsbeteiligung an Semmelrock in Österreich

Risikomanagement

Risiko ist definiert als Abweichung von Zielen

Natürlicher Risikoausgleich durch dezentrale Organisationsstruktur

Identifikation und laufende Beobachtung der Top 15-Risiken

Neue Risikoanalyse rückt Energiekosten und rechtliche Risiken in den Vordergrund

Marktrisiken und die Energiepreisentwicklung sind die wesentlichsten Risiken

Wienerberger ist im Rahmen ihrer globalen Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Prinzipiell wird Risiko bei Wienerberger als die Möglichkeit der Abweichung von Unternehmenszielen verstanden und ist somit eine Bandbreite von Zukunftsszenarien. Der Risikobegriff beinhaltet dabei sowohl die Möglichkeit eines Verlustes (Risiko im eigentlichen Sinn) als auch des Entganges eines zusätzlichen Gewinnes.

Die dezentrale Werksstruktur und das breite Management-Team führen zu einer geografischen Diversifizierung, welche die Geschäftsrisiken minimiert. Die Konzentration auf das Kerngeschäft, die langjährige Erfahrung in diesem Bereich sowie die bedeutende Marktstellung von Wienerberger in ihren Märkten ermöglichen es, Risiken frühzeitig zu erkennen und richtig einzuschätzen. Durch die geografische Diversifizierung bedrohen spezifische Markt- und Produktionsrisiken nie die gesamte Unternehmensgruppe, sondern lediglich lokale Teilorganisationen. Das Wienerberger Geschäftsmodell schafft somit einen natürlichen Risikoausgleich.

Wienerberger hat in 2005 ihre Risikoerhebung aktualisiert und die Risikoeinschätzung auf den letzten Stand gebracht. Das Ergebnis dieses Analyseprozesses waren die für Wienerberger derzeit 15 größten Risiken. Diese lassen sich in vier Gruppen gliedern:

  • Marktrisiken, z.B. Entwicklung Hochbau- und Ziegelmarkt, Preisentwicklung
  • Beschaffungs-, Produktions-, Investitions- und Akquisitionsrisiken, z.B. Produktionsüberkapazitäten, Forschung und Entwicklung, Rohstoff- und Energiepreise
  • Finanzielle Risiken, z.B. Fremdwährungs- und Zinsrisiken, Finanzierungsfähigkeit
  • Andere Risiken, z.B. Umweltrisiken, Rechtliche Risiken

Einmal jährlich analysiert das Management Committee im Rahmen der Strategiediskussion die wesentlichen Risiken des Konzerns und passt gegebenenfalls die Einschätzung der Risikosituation an. Diese Aktualisierung führte in 2005 zu einer Gewichtungsänderung einzelner Risikopositionen. Insbesondere konnten aufgrund der in den letzten Jahren durchgeführten Absicherungen die Risiken im Zins- und Währungsbereich deutlich reduziert werden. Ziel war und ist es, durch Währungsswaps eine bessere Deckung zwischen Aktiv- und Passivseite der Bilanz herzustellen, um die Auswirkungen von Währungsschwankungen auf das Konzerneigenkapital gering zu halten. Zusätzlich hat Wienerberger das zuletzt günstige Zinsniveau genutzt, um den Anteil variabler Finanzierungen zu verringern und damit das Zinsänderungsrisiko zu begrenzen. Eine Darstellung der Finanzierungssituation unter Berücksichtigung der Sicherungsmaßnahmen findet sich im Anhang auf den Seiten 125 und 126.

Gleichzeitig rückten andere Risiken wie die Energiekosten stärker in den Vordergrund. Diesem Risiko wird durch laufende Beobachtung der Situation an den Energiemärkten, dem Abschluss von Termingeschäften, der frühzeitigen Fixierung der Bezugspreise sowie längerfristigen Lieferverträgen begegnet. Hauptmaßnahme ist jedoch die kontinuierliche Optimierung des Energieeinsatzes. Eine detaillierte Beschreibung des Energieeinkaufs findet sich auf Seite 60. Die wesentlichsten Risiken für die Gruppe fallen in die Kategorie der Marktrisiken. Darunter verstehen wir vor allem die Entwicklung des Wohnungsneubaus, des Ziegelmarktanteils im Vergleich zu Substitutionsprodukten, die Wettbewerbssituation auf Anbieter- und Kundenseite, Kapazitätsauslastungen und das Preisniveau in unseren wichtigsten Märkten.Wir begrenzen diese Risiken durch laufende Marktbeobach-

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Risikomanagement Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss

Service

tung über den Vertrieb und das lokale Management sowie die vorausschauende Einschätzung der Wohnbauentwicklung. Von Seiten unserer wichtigsten Kunden, dem Baustofffachhandel, erwarten wir weitere Zusammenschlüsse und steigenden Preisdruck. Derzeit erwirtschaften wir allerdings weniger als 5 % unseres Konzernumsatzes mit der größten Abnehmergruppe.

Die geografische Diversifizierung ist der Grund dafür, dass das wertmäßig größte Einzelrisiko weniger als 20 % des aktuellen Konzern-EBITDA ausmacht. Sollten alle Top 15-Risiken gleichzeitig eintreten, würde dies weniger als ein Drittel des Eigenkapitals betreffen. Aus heutiger Sicht lassen sich daher keine Risiken erkennen, die den Fortbestand der Wienerberger Gruppe gefährden könnten. Neben den 15 größten Risiken bestehen zahlreiche weitere Risiken, die vorwiegend von den lokalen Einheiten beobachtet und bei einem Risikoanstieg an die Wienerberger AG berichtet werden.

Zur Risikovermeidung und -bewältigung werden in den lokalen Gesellschaften Risiken bewusst nur im operativen Geschäft bei der Produktion und Vermarktung von Baustoffen eingegangen und dabei immer im Verhältnis zum möglichen Gewinn analysiert. Risiken außerhalb der operativen Tätigkeit, wie finanzielle Risiken, werden von der Muttergesellschaft beobachtet und im notwendigen Maße abgesichert. Die lokalen Gesellschaften erfüllen dazu eine Informationsfunktion. Neben den operativen werden nur Akquisitions-, Finanz- und Beteiligungsrisiken aus den Nicht-Kerngeschäftsbereichen eingegangen. Andere Risiken werden vermieden oder abgesichert. Insbesondere sind Spekulationen außerhalb der operativen Geschäftstätigkeit unzulässig.

Managementgrundsätze und Richtlinien, wie für das Treasury und den Einkauf, regeln die Behandlung der jeweiligen Einzelrisiken. Für spezifische Haftungsrisiken und Schadensfälle werden Versicherungen abgeschlossen, deren Umfang laufend überprüft und am wirtschaftlichen Verhältnis von maximalem Risiko zu Versicherungsprämien ausgerichtet wird. Um Risiken zu begegnen, die aus den vielfältigen steuerlichen, wettbewerbs-, patent-, kartell- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen resultieren, trifft das Management Entscheidungen auf Basis rechtlicher Beratungen sowohl durch eigene Experten als auch externe Fachleute. Die konsequente Befolgung der Regeln und die Kontrolle der Mitarbeiter im Umgang mit Risiken gehören zu den grundlegenden Aufgaben aller Verantwortlichen im Konzern.

Die wichtigsten Instrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind der Planungs- und Controllingprozess, konzernweite Richtlinien und die laufende Berichterstattung. Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts kommt dem Berichtswesen eine besondere Bedeutung zu. Sämtliche Frühindikatoren, die ein wesentliches zukünftiges Risiko- oder Ergebnispotenzial ankündigen und nicht im formalen Berichtsprozess berücksichtigt werden, sind unverzüglich der übergeordneten Managementebene zu melden.

Der Konzernabschlussprüfer beurteilt jährlich die Funktionsfähigkeit des Wienerberger Risikomanagements und berichtet darüber an Vorstand und Aufsichtsrat. Die Funktionalität des Wienerberger Risikomanagements wurde entsprechend des Österreichischen Corporate Governance Kodex vom Konzernabschlussprüfer kontrolliert und bestätigt. Eine detaillierte Darstellung der Risiken des Wienerberger Konzerns findet sich im Anhang auf Seite 124.

Keine Risiken erkennbar, die das Gesamtunternehmen gefährden

Risiken werden nur im operativen Geschäft eingegangen

Richtlinien, Versicherungen und Experten helfen Risiken zu mindern

Umfassendes Planungsund Berichtswesen hat große Bedeutung

Funktionsfähigkeit des Risikomanagements geprüft und bestätigt

Produkte

Hintermauerziegel (1)

Hintermauerziegel werden für tragende Außen- und Innenwände sowie für nicht-tragende Zwischenwände oder Ausfachungen verwendet. Ein Mauerwerk aus Hintermauerziegel ist nach dem Einbau üblicherweise nicht mehr sichtbar, da es verputzt oder verkleidet wird.

In jedem Fall überzeugen die bautechnischen Vorzüge und Eigenschaften solcher Wände: hohe Festigkeit, sehr gute Wärmedämmung und -speicherung, guter Schallschutz, hohe Brandbeständigkeit (unbrennbar), Feuchtigkeit regulierend. Kurz gesagt: Wände aus Ziegel bieten ein unverwechselbar angenehmes Raumklima zum Wohlfühlen.

Wienerberger Hintermauerziegel werden unter der Produktmarke POROTHERM (POROTON in Deutschland) vermarktet und sind für ihre speziellen Anwendungen und deren Anforderungen optimiert. Beispiele dafür: extrem wärmedämmende, dicke Außenwandziegel, spezielle Schallschutzziegel sowie Erdbebenziegel für das sichere Bauen in Erdbebengebieten.

Das Wienerberger Hintermauerziegelsystem

wird komplettiert durch Ziegelstürze und Ziegeldecken, sodass ein komplettes Haus aus Ziegelmaterial errichtet werden kann, vom Keller bis zum Dach.

Flächenbefestigungen (2)

Flächenbefestigungen (Pflasterungsmaterial) von Wienerberger werden entweder als Pflasterklinker aus Ton oder als Betonpflastersteine und -platten hergestellt. Ihren Einsatz finden diese Materialien rund ums Haus (für Zufahrten, Wege, Terrassen, Gartengestaltung) oder im öffentlichen Bereich (Wege, Plätze und Fußgängerzonen).

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Den gestalterischen Möglichkeiten durch das vielfältige Angebot an Formen, Farben und Oberflächenstrukturen von TERCA Pflasterklinkern und SEMMELROCK Betonsteinen für eine ästhetisch anspruchsvolle und dauerhafte bauliche Ausführung von Flächenbefestigungen sind kaum Grenzen gesetzt. SEMMELROCK Betonsteine ermöglichen auch die räumliche Gliederung und Gestaltung von Gartenlandschaften, beispielsweise mit Produkten für Böschungen, Pflanzgefäße und Zaunsysteme.

Wienerberger Produktmarke für Hintermauerziegel: POROTHERM (POROTON in Deutschland)

Wienerberger Produktmarken für Flächenbefestigung: TERCA (Ton) und SEMMELROCK (Beton)

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Produkte Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service

Dachsysteme (3)

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Tondachziegel werden vorwiegend zur Eindeckung von Steildächern eingesetzt. Sie schützen einerseits das Haus langfristig vor Witterung und sind andererseits ein wichtiges gestalterisches Element für den Architekten. Tondachziegel kommen nicht nur im Neubau, sondern mehrheitlich in der Renovierung bestehender Gebäude zum Einsatz.

Wienerberger Tondachziegel werden unter der Produktmarke KORAMIC vermarktet. Es gibt sie in unterschiedlichen Formen (mit Wellen oder ebenflächig), Farben und Oberflächen (natur,

glasiert, besandet oder engobiert). Aus diesen Produktmerkmalen ergibt sich das unverwechselbar schöne Erscheinungsbild eines Daches aus Tondachziegel. Für jeden Ziegeltyp bietet Wienerberger ein komplettes Angebot an Sonderziegeln und Zubehör, wie Firstziegel, Wandanschlüsse und vieles mehr.

Die Wienerberger Gruppe produziert über ihre 50%-Beteiligung Bramac auch Betondachsteine für die Eindeckung von Steildächern in Österreich und Südost-Europa. Einsatzgebiet des Betondachsteines ist vor allem der Wohnungsneubau.

Vormauerziegel (4)

Vormauerziegel finden ihren Einsatz in der sichtbaren Ziegelarchitektur: Fassaden und Innenwände werden aus diesen Ziegeln gebaut oder verkleidet. Die Funktion der tragenden Wand übernehmen dabei Hintermauerziegel oder andere Baustoffe wie Beton oder Kalksandstein.

Eine Wand aus Vormauerziegel ist sowohl die

ästhetische Visitenkarte als auch der optimale Schutz eines Hauses vor Witterungseinflüssen – eine Instandhaltung oder kostspielige Sanierung in späteren Jahren entfällt. Auch für viele andere dekorative Anwendungen können Vormauerziegel verwendet werden, zum Beispiel für Innenwände, Einfriedungen, Gewölbe oder Kaminköpfe. Wienerberger Vormauerziegel werden unter der Produktmarke TERCA vermarktet und bieten, wie kaum ein anderes Baumaterial, eine große Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten aus der Kombination verschiedenster Farben, Formen und Oberflächenstrukturen.

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Für einen raschen Baufortschritt können Vormauerziegel auch zu geschoßhohen Fertigteilen verarbeitet werden. Besonders im Bereich des Nichtwohnbaus wird damit Ziegelarchitektur in einer modernen, wirtschaftlichen Konstruktionsart einsetzbar.

Wie Bekleidung ist auch Architektur modischen Trends unterworfen. Daher kommt der Entwicklung neuer Farben, Oberflächenstrukturen und Formsteinen große Bedeutung zu. Ziel von Wienerberger ist es, den gestalterischen Anforderungen von Architekten und Bauherren Rechnung zu tragen und am Puls der Zeit zu bleiben.

Wienerberger Produktmarke für Tondachziegel: KORAMIC

Wienerberger Produktmarke für Vormauerziegel: TERCA

Mitarbeiter

Mitarbeiter nach Bereichen

1 Zentral-Osteuropa: 36 %

2 Zentral-Westeuropa: 15 %

3 Nord-Westeuropa: 32 %

4 USA: 16 %

5 Beteiligungen und Sonstiges: 1 %

EBITDA/Mitarbeiter

Besuchen Sie unsere Jobbörse (Jobs & Karriere) unter: www.wienerberger.com

Im abgelaufenen Jahr beschäftigte Wienerberger durchschnittlich 13.327 Mitarbeiter in Europa und den USA, nach 12.154 im Jahr davor. Dieser Anstieg von rund 10 % ist vor allem auf Akquisitionen und Werksneubauten in Europa zurückzuführen. Der Umsatz je Mitarbeiter konnte um 1 % gesteigert werden, aufgrund der deutlich höheren Energiekosten war jedoch das Produktivitätsniveau (EBITDA je Mitarbeiter) um 4 % geringer als im Vorjahr.

Bei Wienerberger steht der Mensch im Mittelpunkt. Professionelle Personalentwicklung und Förderung des Humankapitals sind Schlüsselfaktoren des Unternehmenserfolges. Entsprechend unserer dezentralen Struktur sind "Human Resources" Aufgabe der lokalen Gesellschaften. Zentral koordiniert wird nur die Personalpolitik für Führungskräfte. Dabei konzentrieren wir uns auf das Identifizieren und Unterstützen zukünftiger Verantwortungsträger, die Vorbereitung von Talenten auf Managementaufgaben und die Beschäftigung mit neuen Techniken der Unternehmensführung im Top-Management. Zur Förderung künftiger Manager haben wir das Ambassador Programm weitergeführt. Nachwuchsführungskräfte aus allen Ländern durchlaufen ein zweijähriges Seminarprogramm, das neben der Vermittlung von fachlichem Know-how und der Bildung von länder- und bereichsübergreifenden internen Netzwerken auch der Auseinandersetzung mit unseren Unternehmensprinzipien dient. Die Finanztrainee-Ausbildung wiederum soll den Bedarf an Rechnungswesen-Spezialisten decken. In 18 Monaten sammeln ausgewählte Hochschulabsolventen Erfahrungen in Controlling und SAP.

Mit der "Wienerberger Akademie Technik" wurde eine dauerhafte Einrichtung zur Weiterbildung in verschiedenen technischen Fachgebieten sowie in Sozial- und Führungskompetenz geschaffen, um für den nachhaltigen Erfolg des Unternehmens vorzusorgen. In einem zweijährigen Programm liegt der Fokus dieser Ausbildungsreihe neben sozialer Kompetenz vor allem auf keramischer Produkt- und Herstellungstechnologie. Länderübergreifend wird internes Know-how in den Bereichen Rohstoffanalyse, Abbau, Aufbereitung, Trocken- und Brenntechnik und Qualitätsanalyse von unseren Experten an technische Mitarbeiter weitergegeben. Ziel ist die langfristige Sicherung und der Ausbau unseres Wettbewerbsvorteils im Engineering. Wir planen, die Wienerberger Akademie in Zukunft auch auf andere Fachgebiete auszuweiten.

Zur Motivation und Identifikation mit dem Unternehmenserfolg erhält das Management neben der fixen Vergütung auch variable Gehaltsbestandteile, die sich an Ertragskennzahlen und qualitativen Kriterien orientieren und durchschnittlich rund ein Viertel der Gesamtbezüge ausmachen. Wichtig für die Ausrichtung des Managements auf die Sichtweise der Aktionäre ist unser Stock Option Plan, der rund 70 Schlüssel-Führungskräfte umfasst. Die genauen Bedingungen sind im Anhang auf Seite 127 ersichtlich.

Die Weiterentwicklung der Wienerberger Kultur und die damit verbundene Identifikation aller Mitarbeiter mit den gemeinsamen Werten ist zentrales Anliegen des Unternehmensleitbildes. Im Vorjahr erfolgte die Vorstellung des neuen Mission Statements in allen Ländern. Die lokale Adaptierung, Konkretisierung und Einführung erfolgt situationsbezogen und bedarfsorientiert vor Ort, unserem dezentralen Ansatz folgend.Wienerberger ist den Prinzipien der Nachhaltigkeit, der multikulturellen Vielfalt, der dezentralen Verantwortung und dem unternehmerischen Denken verpflichtet. Der Mensch steht im Mittelpunkt unserer Bemühungen. An diesen Richtlinien orientiert sich auch unsere Personalpolitik.

Endlich scheint in Sri Lanka wieder die Sonne

Vor allem in den Herzen der Menschen.

Wir können die Welt zwar nicht alleine verändern, aber jeder von uns kann einen kleinen Beitrag für eine bessere, humanere Welt leisten. Als am 26. Dezember 2004 die Tsunami-Flutwelle weite Teile Südostasiens verwüstete, war uns sofort klar, dass wir ein starkes Zeichen der Hilfsbereitschaft setzen wollen. Mit SOS-Kinderdorf hatten wir einen kompetenten Partner in der von der Katastrophe besonders hart getroffenen Ostküste Sri Lankas vor Ort. Soforthilfe und die Gewissheit, in dieser schwierigen Situation nicht allein zu sein, gaben den Menschen wieder Hoffnung und Zuversicht.

Schnelle Hilfe zählt doppelt

© Sebastian Posingis (10)

SOS-Kinderdorf war bereits wenige Tage nach der "Großen Welle" mit eigenen Leuten an der Ostküste, um die Bewohner des völlig zerstörten Fischerdorfes Iraalodai mit lebensnotwendigen Dingen zu versorgen und Notunterkünfte zu bauen. Startgelder für die erste Aufbauphase wurden verteilt und Selbsthilfegruppen beim Kauf von Booten und Fischereigerät unterstützt.

Beschäftigung als Therapie

Ein schwerer Schicksalsschlag braucht eine angemessene Trauerphase. Danach ist es jedoch sehr wichtig, wieder Eigeninitiative zu entwickeln und die Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. SOS-Kinderdorf begleitete die Menschen in Sri Lanka liebevoll bei diesen Schritten.

Zuhören gibt Kraft

Kindertagesstätten boten den von den schrecklichen Erlebnissen der Flutwelle traumatisierten Kindern Unterschlupf und seelische Betreuung.

Hilfe zur Selbsthilfe

Bei den Wiederaufbauarbeiten war uns die Einbeziehung der lokalen Bevölkerung ein großes Anliegen. Die Menschen sollten ihr eigenes, neues Zuhause aktiv mitgestalten.

Offen für Neues

Äußerst geschickt und offen erwiesen sich die Bewohner des Fischerdorfs Kayankerni bei den Bauarbeiten. Interessiert eigneten sie sich unter Anleitung von Experten neue Fertigkeiten an und lernten die Vorzüge der für sie ungewohnten Bauweise kennen. Vor der Flutwelle lebten die Menschen in Kayankerni in einfachen Lehmhäusern.

© Angelika Schwaiger

Forschung und Entwicklung

F&E zählt zu den Schwerpunkten unserer strategischen Planung

Produktentwicklung und Herstellungstechnologie sichern unseren Wettbewerbsvorteil

Vorreiterrolle bei Produktentwicklungen in der Ziegelindustrie

Wärmedämmung und rasche Verarbeitung mit Ziegel

Laufende Ergänzung des Produktportfolios hinsichtlich Farben, Formen, Oberflächen

Der Ziegel ist mit seiner 5.000 Jahre alten Geschichte nicht nur historisch der erfolgreichste Baustoff, sondern zählt auch im 21. Jahrhundert zu den wichtigsten Baumaterialien weltweit. Er ist heute ein modernes, technologisch ausgereiftes und ästhetisch vielseitiges Produkt. Konsequenterweise gehört Forschung und Entwicklung (F&E) zu den Schwerpunkten unserer strategischen Planung. Mehr noch: F&E ist die Basis für den weiteren Ausbau unserer Wettbewerbsvorteile. Im Vorjahr haben wir rund 4 Mio. € für F&E ausgegeben.

F&E wird zentral gesteuert, aber großteils dezentral umgesetzt.Wir konzentrieren uns auf zwei Bereiche: Produktentwicklung und Herstellungstechnologie. Ziel ist es, unseren technologischen Vorsprung durch kontinuierliche Leistungs-, Effizienz- und Qualitätssteigerung beim Produkt wie auch in der Produktion zu erhalten bzw. weiter auszubauen. Unser rund vierzig Mann starkes Engineering-Team arbeitet laufend an der Entwicklung neuer und der Optimierung bestehender Produktionstechnologien sowie an der Umsetzung in den Werken vor Ort. Dabei wird es von den lokalen Technikabteilungen unterstützt.

Wienerberger hat sich mit jahrelanger erfolgreicher Entwicklungsarbeit als innovativstes Unternehmen der Ziegelindustrie etabliert. Dazu stehen wir in engem Kontakt mit Architekten und Bauausführenden, um aktiv Anregungen und Verbesserungsmöglichkeiten für unsere Produkte einzuholen. Bei Hintermauerziegel ist Wärmedämmfähigkeit ein Bereich, in dem wir in den letzten Jahren große Fortschritte erzielen konnten. Durch Maximierung der Lochreihenanzahl,Veränderung der Lochbilder und Optimierung der Keramik ist es gelungen, High-End-Lösungen zu entwickeln, die jedoch auch besondere Herausforderungen an die Produktionstechnologie stellen. Mit diesen Verbesserungen haben wir bisher nicht für möglich gehaltene Wärmedämmwerte erreicht. Darüber hinaus bietet Wienerberger mit dem Poroton-T08 und T09 auch Ziegel an, bei denen die Hohlräume mit Perlit, einem mineralischen Dämmmaterial aus geblähtem Vulkangestein gefüllt sind. Dies gewährleistet Hochwärmedämmung ohne zusätzliche, künstliche Schichten sowie besseren Schallschutz.

Ein anderes Beispiel für die Weiterentwicklung unserer Produktpalette ist der Porotherm M.i, der für den Einsatz in Verbindung mit Wärmedämmverbundsystemen an der Fassade konzipiert wurde. Diesen Ziegel haben wir in Kooperation mit führenden Putzherstellern so gestaltet, dass er besonders rasch und effizient verarbeitet werden kann, eine erhöhte Speichermasse in den Randzonen aufweist und daher speziell für den Einsatz im Niedrigenergie- und Passivhausstandard geeignet ist.

Im Designbereich ist der Ziegel laufend architektonischen Trends und Modeerscheinungen unterworfen. Daher arbeitet Wienerberger kontinuierlich an der Erweiterung der Produktvielfalt im Bereich Vormauer, Tondachziegel und Flächenbefestigungen. Das Angebot ist auf die lokalen Bedürfnisse und Traditionen abgestimmt und wird durch die kundennahe dezentrale Organisation an die Wünsche der Käufer und Architekten angepasst. So wurde im letzten Jahr unser Sortiment um über hundert neue Farben und Formen ergänzt, unter anderem auch um besandete Tondachziegel, die eine antike Optik vermitteln. Mittlerweile erstreckt sich die Produktpalette der Wienerberger Gruppe auf rund 1.500 verschiedene Vormauerziegel und 500 Tondachziegelvarianten.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Forschung und Entwicklung Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service

In den USA entwickelte unsere Tochter General Shale vor dem Hintergrund wachsenden Umweltbewusstseins und steigender Energiekosten einen leichteren Vormauerziegel und leistet damit einen aktiven Beitrag zur Schonung von Tonreserven, zur Energieeinsparung bei Produktion und Transport sowie zur Emissionsreduktion. Die neue, umweltfreundlichere Ziegelgeneration liegt voll im Trend und wurde von Architekten, die sich im Sinne der neuen LEED Standards (Leadership in Energy and Environmental Design) um nachhaltiges Bauen bemühen, sehr gut aufgenommen und auf die Liste "grüner" Baustoffe gesetzt.

Energiekostenoptimierung war schon immer ein Schwerpunkt unserer Forschungsarbeit. Ein Durchbruch bei der Optimierung des Energieeinsatzes ist unseren Experten mit der Entwicklung einer verbesserten Luftführung in Tunnelöfen und -trocknern gelungen. Damit können signifikante Primärenergie-Einsparungen in bestehenden Werken realisiert und gleichzeitig Kapazitätssteigerungen um 20 % und mehr (abhängig von der Ausgangssituation) erzielt werden. Durch Verbesserungen im Trockner-Ofenverbund in sechs bestehenden und drei neu errichteten Werken konnten ebenfalls substanzielle Reduktionen im Strom- und Brennstoffverbrauch erzielt werden. Diese Effizienzsteigerungen sind in den letzten Jahren in über zwanzig Ziegelwerken durchgeführt worden. An der Implementierung in weiteren Standorten sowie in der Dachziegelproduktion wird gearbeitet.

Angesichts der hohen Volatilität der Gaspreise kommen vermehrt alternative Energieträger zum Einsatz. So ist die Befeuerung der Ziegelöfen mit Steinkohle, die in unseren Werken in den USA perfektioniert wurde, dort ein wesentlicher Kostenvorteil gegenüber der Konkurrenz. Einsparungen bei Primärenergie (Gas, Kohle, Erdöl) erzielen wir auch durch gezielten Einsatz von Zuschlagsstoffen. Substanzen wie Papierfasern, Sägespäne, Stroh und Kohle, die im Verarbeitungsprozess mit dem Ton vermengt werden, verbrennen im Ofen vollständig und führen so einerseits zu einer Senkung des Primärenergieeinsatzes, andererseits zur gewünschten Porosierung und Erhöhung der Wärmedämmfähigkeit des Endproduktes. Auch damit leisten wir einen wertvollen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt.

Neben Kosteneffizienz ist Qualitätsführerschaft einer der Schwerpunkte der Wienerberger Strategie. Im vergangenen Jahr wurde in unseren europäischen Standorten eine "Factory Production Control" entwickelt, die eine kontinuierliche Qualitätskontrolle gewährleistet. Dieses System dient unter anderem auch zur Umsetzung der ab April 2006 vorgeschriebenen CE-Kennzeichnung unserer Produkte gemäß der europäischen Bauprodukte-Richtlinie, die zur Deklaration der wesentlichen Anforderungen von Baumaterialien verpflichtet. Wir sind mit dieser länderübergreifenden Lösung, die nationale Spezifika berücksichtigt, ein Vorreiter in der Branche und bestens auf die zusätzliche Kennzeichnungspflicht vorbereitet.

Neue, leichtere und noch umweltfreundlichere Ziegel in den USA

Verbesserte Luftführung in Öfen und Trocknern zur Kapazitätssteigerung

Einsparung von Primärenergie durch Einsatz alternativer Energieträger

Qualitätsführerschaft durch technische Differenzierung

Die natürlichste Sache der Welt: Die Ziegelherstellung

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Rohstoffbewirtschaftung (1)

In der ersten Phase wird Ton, der Hauptrohstoff für Ziegel, umweltschonend abgebaut und zur Weiterverarbeitung in das nahe gelegene Werk transportiert. Wienerberger arbeitet intensiv an der Rekultivierung genutzter Tonlagerstätten. Ehemalige Gruben werden der lokalen Flora und Fauna als Lebensraum zurückgegeben, eröffnen der Bevölkerung ein neues, natürliches Erholungsgebiet oder werden zur Nachnutzung für die Land- oder Forstwirtschaft rekultiviert.

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Aufbereitung (2)

In der zweiten Stufe wird der Ton durch Zerkleinerung, Mischen, Anfeuchten und Reinigen von Fremdstoffen wie Steinen und der Beimengung von Zuschlagstoffen (wie z.B. Sägespäne) für die weitere Produktion aufbereitet und plastisch gemacht. Die technische Entwicklung ermöglicht uns heute die Verwendung von qualitativ weniger hochwertigem Ton, der früher als Abraum nicht nutzbar war. Der Einsatz biogener, sich erneuernder Materialien wie Sonnenblumenschalen oder Stroh, und die Verwendung von Sekundärrohstoffen wie Papierfasern verbessert die Umweltverträglichkeit und spart Kosten.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Ziegelproduktion

Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service

Formgebung (3)

In diesem Schritt erfolgt die Formgebung des Ziegels, bei welcher der aufbereitete Ton von Extrudern durch Mundstücke gepresst wird oder mechanisch in Formen geschlagen wird. Tondachziegel werden entweder nur extrudiert oder zusätzlich noch in Formen zu Pressfalzziegeln gepresst. Unser interner Mundstücksbau ermöglicht es uns, eigene und sehr spezielle Mundstücksformen zu entwickeln. Diese sind die Basis für innovative Produkte mit neuartigen Formen und Lochgeometrien sowie optimierten Eigenschaften.

Trocknen (4)

Der Trocknungsprozess dient zur Vorbereitung auf das Brennen der Ziegel durch Entzug der Feuchtigkeit des plastischen Tons. Neue, effizientere Trocknungs- und Lüftungstechnologien erlauben eine Verkürzung der Trocknungsdauer auf ein Drittel der ursprünglich benötigten Zeit. Das reduziert den Energieverbrauch, erhöht die Produktqualität und ermöglicht die Entwicklung neuer Produkte.

Brennen (5)

Das Brennen der Ziegel bei einer Temperatur von 900 bis 1200°C in den Tunnelöfen ist der finale Herstellungsprozess. Einmal durchs Feuer gegangen, sind Ziegelprodukte für immer unbrennbar und brandsicher. Eigenentwickelte Ofen- und Brennertechnologien sowie Luftumwälzungssysteme haben zu einer Reduktion der notwendigen Brenndauer um bis zu zwei Drittel geführt. Daraus resultieren enorme Vorteile: eine Halbierung des Primärenergieeinsatzes innerhalb der letzten 10 Jahre, Emissionsreduktion von bis zu 90 % durch Rauchgasreinigungsanlagen, optimierte Produktqualität sowie eine substanzielle Kapazitätssteigerung. Fassadenund Tondachziegel werden teilweise auch mit einer keramischen Oberflächenbeschichtung (Engobe oder Glasur) versehen, die eingebrannt wird, und besonders schöne und haltbare Oberflächen schafft.

Verpackung (6)

Die fertig gebrannten Ziegel werden mit automatischen Anlagen auf Paletten geladen und zumeist mit Bändern und/oder Folie verpackt. Der Einsatz dünnerer Folien aus recyceltem PE und eine Verbesserung des Palettenkreislaufes reduziert Verpackungsmaterial.

Verlieferung (7)

Wienerberger hat ein Netzwerk dezentraler Standorte. Die Werke liegen sehr nahe beim Rohstoff und auch in möglichst geringer Distanz zum lokalen Absatzmarkt. Die resultierende Verkürzung der Transportwege führt zu einer raschen Lieferung sowie geringerer Umweltbelastung.

Interner Kreislauf (8)

Durch innovative Technologien konnten wir eine fast abfall- und abwasserfreie Produktion realisieren, bei der Reststoffe zur Gänze rückgeführt werden. Daraus folgt eine nahezu ziegelstaubfreie Arbeitsumgebung mit optimiertem Lärmschutz. Durch Automatisierung der Produktionsabläufe kommt den Mitarbeitern in erster Linie eine Steuerungsfunktion zu, was zu besserer Arbeitsqualität und höherer Qualifikation führt.

Mit natürlichen Produkten dauerhafte Werte schaffen

Die Nachhaltigkeit wurde im Wienerberger Leitbild verankert

Ausarbeitung konkreter Handlungsrichtlinien im Sinne der Nachhaltigkeit

Mit konkreten Aktivitäten wollen wir Zeichen setzen und mit NGOs kooperieren

Corporate Responsibility

Wienerberger versteht die Wirtschaft als integrierten Bestandteil der Gesellschaft, dessen Aufgabe es ist, dem Menschen zu dienen und Nutzen zu stiften. Wienerberger nimmt ihre Rolle als verantwortungsbewusstes Mitglied der Gesellschaft sehr ernst und orientiert ihr Handeln an ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten. Unsere Absicht ist es, mit natürlichen Produkten dauerhafte Werte zu schaffen.

Mit der Unterzeichnung einer Sozialcharta verpflichtete sich die Unternehmensführung bereits im Jahr 2001 zur Einhaltung der Empfehlungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in Genf und zu sozialem Fortschritt. Als logische Konsequenz folgte 2003 das Bekenntnis zum UN Global Compact – einer 1999 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufenen Initiative zur Förderung von ethischem Unternehmensverhalten (Good Corporate Citizenship). Mittlerweile umfasst der UN Global Compact zehn Leitprinzipien aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsstandards, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung. Unternehmen, die diesem Projekt beitreten, verpflichten sich freiwillig zur Beachtung der Grundsätze, die auf der Website des UN Global Compact unter www.unglobalcompact.org einzusehen sind.

Der Entschluss, unsere ethische Grundeinstellung öffentlich zu dokumentieren, zog eine intensive interne Auseinandersetzung mit dem Thema Nachhaltigkeit nach sich. Anfang 2004 wurden in einem Workshop mit 80 Top-Managern der Wienerberger Gruppe und externen Beratern die "Wienerberger Grundsätze der Nachhaltigkeit" definiert. Die Diskussion zeigte, dass Nachhaltigkeit bei Wienerberger kein Modethema ist und wir unser Handeln schon seit Jahrzehnten sowohl an ökonomischen, als auch ökologischen und sozialen Kriterien orientieren. Die Ergebnisse des Workshops waren Basis für die Entwicklung eines neuen Wienerberger Leitbildes, das heute in 18 Sprachen vorliegt und 2005 allen Mitarbeitern vorgestellt wurde.

Parallel dazu beschäftigten wir uns intensiv in allen Unternehmensbereichen und operativen Länderorganisationen mit der Ausarbeitung von Handlungsrichtlinien im Sinne der Nachhaltigkeit. So hat beispielsweise unsere Tochtergesellschaft in Frankreich ein Grundsatzpapier entwickelt, dessen Leitsätze auf die gesamte Wienerberger Gruppe umgelegt werden können. Darin bekennt sich das Unternehmen zur Einhaltung von Umweltgesetzen, zum Klimaschutz, zu Energieeinsparungen, zur Rekultivierung von Tonabbaustätten, zur Abfallwiederverwertung, zum Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmen, zu humanitärer Hilfe, lokalem Engagement in Gemeinden, zur Bewahrung des kulturellen Erbes und zu Transparenz.

Gelebter Umweltschutz

"Building Value. Im Einklang mit Mensch und Natur" heißt eine unserer Leitlinien. Dass es sich dabei nicht nur um ein Lippenbekenntnis handelt, beweist die Vielzahl an Aktivitäten. Wienerberger "nutzt" als Ziegelproduzent die Natur in einer Art von Symbiose: Wir entnehmen umweltschonend Ton und produzieren möglichst umweltgerecht keramische Produkte – natürliche Erzeugnisse mit langer Lebensdauer, die problemlos recycelt werden können. In England arbeitet Wienerberger an einem Sammelsystem für alte Ziegel, die gemahlen und als Tonersatz bei der Ziegelproduktion verwertet werden sollen, um langfristig wertvolle Tonreserven zu schonen. Für unsere Produktionsstätten sind wir um bestes Einvernehmen mit Behörden, Interessensvertretern und Anrainern bemüht. Der Fokus liegt auf gegenseitigem Verstehen und voneinander Lernen. Besonders wertvoll ist für uns dabei der offene und kontinuierliche Dialog mit NGOs.

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Eine besondere Kooperation verbindet uns seit drei Jahren mit dem World Wide Fund for Nature (WWF): Damals wurde eine grundsätzliche Vereinbarung über gemeinsame Projekte unterzeichnet. In diesem Rahmen unterstützt Wienerberger Aktivitäten des WWF von internationaler Bedeutung in Österreich, wie zum Beispiel das RAMSAR-Zentrum in Schrems, ein Dokumentations-, Erlebnis- und Forschungszentrum für Feuchtgebiete, und den WWF-Seewinkelhof in Apetlon. Im Gegenzug berät uns der WWF bei der Realisierung von Umweltschutzprojekten.

Ein weiteres Beispiel für die gute Zusammenarbeit mit dem WWF sind unsere Aktivitäten in den Niederlanden: Unter dem Motto "Natur und Bauen" hat sich Wienerberger im Rahmen dieses Projektes verpflichtet, Ton in den Flutländern (Land zwischen Deich und Fluss) abzugraben und dadurch den ursprünglichen Flusslauf wiederherzustellen. Das Land wird danach, anstatt als Ackeroder Weideland genutzt zu werden, der Natur zurückgegeben. Die neu entstehenden "Wetlands" (Überschwemmungsgebiete) bringen sowohl für die Natur, als auch für den Menschen eine Reihe von Vorteilen: Es entwickeln sich Naherholungsgebiete mit einmaliger Fauna. Die Flutländer erhalten ihre ursprüngliche Funktion als Puffer bei Überschwemmungen zurück und bieten den Bewohnern des Flussdeltas Schutz vor Überschwemmungen. Zusätzlich verhindert die Erhöhung des Grundwasserspiegels ein Absinken des Bodens, was gemeinsam mit dem Anstieg des Meeresspiegels eine große Bedrohung für weite Teile der Niederlande darstellt.

In Deutschland hat Wienerberger der Stadt Erfurt ein über fünf Hektar großes Biotop zum symbolischen Preis von einem Euro übergeben. Die ehemalige Tonabbaufläche wurde von uns in enger Zusammenarbeit mit dem Umwelt- und Naturschutzamt der Stadt rekultiviert. Wir legten Wasserflächen an, baggerten Vogelinseln aus und pflanzten zahlreiche Sträucher und Bäume. Inzwischen hat sich eine beachtliche Artenvielfalt gebildet, die dem Gebiet den liebevollen Namen "Arche Noah des Erfurter Nordens" einbrachte. Durch die Übergabe wurde das renaturierte Gelände dauerhaft als Naturschutzgebiet gesichert.

Natürlich spielt Umweltschutz auch eine bedeutende Rolle im Produktionsprozess. Mit der Installation von Rauchgasnachverbrennungsanlagen zur Verminderung des Energiebedarfs und der Emission organischer Kohlenwasserstoffe leisten wir einen wichtigen Beitrag dazu. Heute ist diese Technologie in rund 70 % unserer Werke im Einsatz und jährlich werden es mehr. Zur Verringerung von Schwefel- und Fluoremissionen setzen wir seit Jahrzehnten Schüttschichtfilter ein, wodurch bei Schwefel ein Reinigungsgrad von bis zu 70 %, bei Fluor sogar von bis zu 90 % erreicht wird. Erfreulicher Nebeneffekt: Das bei der Filterung zurückbleibende Granulat kann für die Porosierung von Ziegeln wiederverwertet werden. Alleine in Belgien wurden im vergangenen Jahr 21 solcher Anlagen installiert, wodurch eine Emissionsreduktion von 30 % bei Schwefel und 73 % bei Fluor sowie eine Herabsetzung der Staubentwicklung um 50 % erzielt werden konnte. Darüber hinaus starteten wir in Belgien ein intensives Forschungsprojekt, um die im Kyoto-Protokoll definierten Ziele bis spätestens 2010 in allen belgischen Werken umzusetzen.

Ein wichtiges Anliegen ist Wienerberger die Reduktion des Verbrauches von Heizöl schwer oder Erdgas durch Einsatz umweltschonenderer Sekundärenergieträger. Realisiert wird dies beispielsweise durch Beimengung von Sägespäne und des bereits erwähnten Granulats aus Schüttschichtfiltern zum Rohstoff Ton, wodurch die Brenndauer des Ziegels deutlich reduziert wird. Beispielhafte Kooperation mit dem WWF in konkreten Projekten

Zusammenarbeit mit dem WWF bei Renaturierungsprojekten in Holland

Rückgabe eines Tonabbaugebietes in Deutschland an die Natur

Gezielter Einsatz und Weiterentwicklung von Umwelttechnologien zur Reduktion von Emissionen

Ersatz von Primärenergie durch umweltschonendere Träger

Studie zur Nutzung anfallender Abwärme in Großbritannien

Einsatz biogener Brennstoffe befindet sich in der Projektphase

Unterstützung der klima:aktiv Initiative zum nachhaltigen Bauen mit Ziegel

Erste Referenzprojekte aus ungebrannten Lehmziegeln in Österreich

Projekt zur Sicherheit am Arbeitsplatz in Holland

In Großbritannien wird derzeit an einem Standort eine Machbarkeitsstudie zur Nutzung der bei der lokalen Stromerzeugung anfallenden Abwärme durchgeführt. In Kooperation mit einem Deponiebetreiber und einer staatlichen Organisation wurde in diesem Werk die Möglichkeit geschaffen, Gase einer nahe gelegenen Deponie zur Stromerzeugung zu verwenden. Im nächsten Schritt soll die dabei anfallende Abwärme in den Energiegewinnungsprozess rückgeführt werden. Erste Ergebnisse werden nach einer 12-monatigen Testphase vorliegen.

Ein anderes Projekt, das sich mit dem Einsatz biogener Brennstoffe beschäftigt, ist noch in der Projektphase. Derzeit werden drei Technologien auf deren Tauglichkeit für die Ziegelproduktion geprüft: 1.Vergären von Biomasse zu Biogas, 2.Vergasung von Holz (wie bei Biomassekraftwerken), 3. Verwendung biogener Öle (z.B. Palmenöl). Eine der großen Herausforderungen dabei ist die Sicherstellung der ausreichenden lokalen Versorgung mit den notwendigen biogenen Substanzen. Unser Einkauf prüft zurzeit die langfristige Verfügbarkeit der relevanten Stoffe.

In Österreich unterstützen wir die vom Lebensministerium aus der Taufe gehobene Initiative klima:aktiv, bei der es darum geht, alle Bereiche des Klimaschutzes zu berücksichtigen – von energieoptimiertem, Ressourcen schonendem, umweltverträglichem Bauen, über Einsparungspotenziale bei Produktion und Transport bis hin zum Stromsparen im täglichen Leben. Mit dem Bau eines klima:aktiv Musterhauses konnten wir demonstrieren, dass unsere Produkte nicht nur den strengen ökologischen Kriterien entsprechen, sondern nachhaltiges Bauen auch leistbar ist.

Im Rahmen eines Pilotprojektes wurden inzwischen zwei Häuser in Österreich mit ungebrannten Lehmziegeln als tragendem Mauerwerk fertiggestellt. Ziel ist die Verbindung des traditionellen Baustoffes Lehm mit der industriellen Fertigung von großformatigen Lehmziegeln zur Errichtung von Wohn- und Bürogebäuden mit höchsten ökologischen und energetischen Standards und Nutzerkomfort in Passiv-Hausbauweise. Die aktuelle Ökobilanz für den optimierten ungebrannten Lehmziegel zeigt hervorragende Ergebnisse. Wienerberger hat bereits um die Zulassung der ungebrannten Lehmziegel für tragendes Mauerwerk bei der Wiener Baupolizei angesucht – die Grundvoraussetzung für eine österreichweite technische Zulassung.

Gesellschaftliche Verantwortung

Unter dem Motto "Im Mittelpunkt der Mensch" sind soziale Aspekte im Arbeitsumfeld und soziales Engagement für bedürftige Menschen wesentliche Eckpfeiler unserer gesellschaftlichen Verantwortung.

In Holland wurde 2005 ein Projekt gestartet, in dem das Sicherheitsbewusstsein der Mitarbeiter besonders gefördert und geschult werden sollte. Wienerberger hat alle Mitarbeiter eingeladen, in den Werken Sicherheitsinspektionen durchzuführen. Die Ergebnisse wurden dann von Mitarbeitern anderer Werke analysiert. Für jede Produktionsstätte ist ein Bericht mit den wesentlichsten Verbesserungsvorschlägen und Hinweisen auf fehlendes Sicherheitsbewusstsein verfasst worden. Der beste Bericht wurde ausgezeichnet und in der November-Ausgabe des Mitarbeitermagazins vorgestellt. Erste Optimierungsmaßnahmen konnten noch 2005 gestartet werden.

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Anfang 2005 hat Wienerberger spontan eine Initiative für die Opfer der Tsunami-Flutwelle ins Leben gerufen und stellte SOS-Kinderdorf über 1 Mio. € für Soforthilfe und den Wiederaufbau eines ganzen Dorfes zur Verfügung. In Gesprächen mit SOS-Kinderdorf International wurde über die ideale Verwendung der Spende diskutiert. Ergebnis war die Etablierung der SOS-Nachhaltigkeit | Foundation – ein für Asien zweckgewidmetes Sondervermögen, das professionell veranlagt und somit ständig weiter wachsen wird. Durch die Foundation ist sichergestellt, dass nicht nur der Wiederaufbau finanziert wird, sondern auch die laufenden Kosten für Nahrung, Unterhalt, Kleidung, Schule, Personal etc. gedeckt sind. Wienerberger war von der Idee der Foundation sofort überzeugt und wurde Gründungsmitglied. Als erstes Projekt wird der Bau eines SOS-Kinderdorfes und eines Sozialzentrums an der Ostküste von Sri Lanka finanziert. Außerdem sind die laufenden Kosten für die nächsten zehn Jahre schon heute sichergestellt.

Die guten Erfahrungen mit SOS-Kinderdorf veranlassten uns im Dezember, die erfolgreiche Partnerschaft weiter auszubauen und unsere Weihnachtsspende in Höhe von 75.000 € SOS-Kinderdorf-Projekten in Polen zu widmen: Das älteste polnische SOS-Kinderdorf in Siedlce (bei Warschau) soll um zwei Häuser erweitert werden, wofür Wienerberger Ziegel liefert. Mit dem Großteil der finanziellen Mittel werden wir aber den laufenden Betrieb von zwei Einrichtungen zur Krisen-Kurzzeit-Unterbringung in der Nähe von Krakau und Warschau unterstützen.

In Rumänien reagierten wir auf die verheerenden Überschwemmungen im Juli 2005 mit einer Hilfsaktion für die Region Vrancea, in der das Hochwasser extreme Schäden anrichtete. In Abstimmung mit dem Roten Kreuz entschloss sich Wienerberger, das besonders hart betroffene Dorf Radulesti, in dem 37 der ingesamt 334 Häuser vom Wasser zerstört wurden, zu unterstützen und steuerte Finanz- und Sachspenden für die Errichtung von 12 neuen Häuser im Gesamtwert von 150.000 € bei. Die Häuser sind bereits fertiggestellt und an die neuen Bewohner übergeben worden. Flankierend initiierten wir Ende November gemeinsam mit einer der größten rumänischen Tageszeitungen, der Romania Libera, einen Spendenaufruf für Vrancea.

In Ungarn hat Wienerberger bereits im Jahr 2000 eine Initiative zur Unterstützung von Kindergärten, Grund- und Mittelschulen ins Leben gerufen. Unter der Schirmherrschaft des ungarischen Unterrichtsministers wurden im letzten Jahr Sachspenden im Wert von rund 80.000 € an Institutionen vergeben, die sich in den Bereichen Ausbildung, Erziehung, medizinische Versorgung oder Rehabilitation von Kindern engagieren. Mit unseren Ziegeln werden u.a. Schulzimmer erneuert, Turnhallen gebaut oder desolate Dächer ausgetauscht.

In der belgischen Provinz Antwerpen wurden wir als nachhaltigstes Unternehmen der Region mit dem "Green Feather"-Award ausgezeichnet. Wienerberger beeindruckte die Jury mit vorbildhaften Projekten bei Umweltschutz, Arbeitsplatz und Mobilität. In Österreich belegte Wienerberger beim ersten Österreichischen CSR-Ranking den vierten Platz. Wir konnten durch die starke Verankerung des Nachhaltigkeits-Gedankens im Unternehmen sowie mit den vielen Projekten im Bereich Umweltschutz und Soziales überzeugen.

Soziale Projekte: Wienerberger setzt mit SOS Foundation auf nachhaltige Hilfe

Weihnachtsspende wurde für Kinderdorf in Polen gewidmet

Hilfe für Überschwemmungsopfer in Rumänien

Initiative zur Unterstützung von Kindergärten und Schulen in Ungarn

Auszeichnungen für nachhaltiges Engagement von Wienerberger

Einkauf

Strategische Einkaufsabteilung hilft Synergien in der Gruppe zu realisieren

Tonversorgung ist langfristig gesichert

Energiekosten

Verstärkte Transparenz durch Energiemanagement Infosystem

Vergrößerung der Beschaffungstiefe

Die rasante Expansion und dezentrale Struktur der Wienerberger Gruppe stellen hohe Anforderungen an unseren strategischen Einkauf. Ziel ist es, in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Einheiten, Synergien zu identifizieren und durch koordiniertes Vorgehen auf den Beschaffungsmärkten zu realisieren. Die Effizienz und Bandbreite unserer Einkaufsleistungen werden laufend verbessert bzw. erweitert.

Unser wichtigster Rohstoff ist Ton. Die Versorgung mit Ton ist für die absehbare Zukunft gesichert. Rund zwei Drittel der benötigten Tonreserven stehen im Eigentum der Gruppe, während der Rest durch langfristige Abbauverträge garantiert ist.

2005 war von starker Volatilität der Energiepreise, insbesondere bei Erdöl und Erdgas, gekennzeichnet. Im Vorjahr erreichten die Energiekosten der Gruppe 250,4 Mio. € oder 12,8 % vom Umsatz. Dies ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 51,8 Mio. € (+26 %), wovon 30,0 Mio. € aus Preiserhöhungen und 21,8 Mio. € aus zusätzlicher Produktionsmenge resultieren. Der preisbedingte Zuwachs ist vor allem auf die massiv gestiegenen Ölpreise zurückzuführen, an dem sich auch andere Energieträger wie Erdgas und Strom orientieren. Die Gesamkosten verteilen sich zu 62 % auf Erdgas, 25 % Strom, 7 % Erdöl sowie 6 % Kohle und Sonstiges.

Durch die großteils lokalen Anbieter und unterschiedlichen Absicherungsmechanismen sind die Energiemärkte heterogen und unterschiedlichen Dynamiken ausgesetzt. Deshalb analysieren bei Wienerberger Spezialisten die lokalen Preisentwicklungen und tätigen Abschlüsse für die benötigten Mengen. Die langfristige Beschaffungsstrategie wird vom zentralen Einkauf unter Berücksichtigung unserer gruppenweiten Risikopositionen gesteuert. In Westeuropa und den USA sind die Märkte weitgehend liberalisiert, und Fixpreisverträge oder derivative Instrumente bieten Möglichkeiten zur Absicherung gegen kurzfristige Preisschwankungen. Abhängig von der Marktentwicklung werden für Teilmengen Preise über einen längeren Zeitraum fixiert. Für 2006 haben wir per Ende Februar 40 % des Bedarfs an Erdgas und über 70 % bei Strom gesichert. In Osteuropa sind die Energiemärkte noch mehrheitlich reguliert. Die Preise werden vom Staat festgesetzt, orientieren sich aber am Trend des Weltmarktes.Absicherungsmöglichkeiten bestehen in der Regel keine. Rund 23 % unserer Energiekosten fallen in regulierten Märkten an. Auf Basis eines Referenzpreises für Erdöl von 60 USD erwarten wir für 2006 preisbedingte Energiekostensteigerungen von insgesamt rund 45 Mio. € im Vergleich zu 2005.

Energiekosten sind ein Schwerpunkt unseres Risikomanagements. 2006 steht die Weiterentwicklung des Energiemanagement-Infosystems im Mittelpunkt unserer Einkaufsstrategie. Das Ziel ist die zentrale Überwachung der monatlichen Energiekostenentwicklung auf Werksebene und die Einrichtung einer zentralen Datenbank für Verträge und Konditionen.

Seit 2005 ist der zentrale Einkauf auch verstärkt in Investitionsprojekte involviert. Durch eine konsequente Vergrößerung der Beschaffungstiefe und überregionale Verhandlungen mit Hauptlieferanten werden bei Werksneu- und Umbauten Synergien generiert, um weitere Kostenvorteile gegenüber dem Wettbewerb zu erzielen.

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Nicht überall, wo es regnet, wächst etwas

Doch es gibt immer Märkte, die prächtig gedeihen.

Wienerberger ist der einzige multinationale Anbieter von Ziegeln für Dach und Wand, mit derzeit insgesamt 232 Werken in 24 Ländern und 6 Exportmärkten. Wir konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen und verstärken laufend das geografische Portfolio. Dadurch gleichen sich Schwankungen in verschiedenen Märkten aus. Wir wollen nicht überall sein, sondern in jenen Märkten, in denen wir tätig sind, starke Marktpositionen aufbauen. Dabei gilt unser Augenmerk der weiteren Expansion nach Osten sowie der Konsolidierung im Westen.

Wisconsin Tennessee Georgia North Carolina New Jersey New York Mississippi Florida Virginia Pennsylvania Illinois Alabama Kentucky Indiana South Carolina Michigan Ohio West Virginia 2 3 2 2 1 1 1 4 2 5 Delaware Maryland Vormauerziegel Anzahl der Standorte 3 5 1 1 3 2 3 3 2 1 1 1 1 1 6 4 6 2 1 3 1 3 4 3 1 3

Wienerberger Märkte in USA

1 Vormauerziegel
Marktpositionen

Wienerberger Märkte in Europa

LAGEBERICHT

Highlights des Jahres

11. März

Neues Wienerberger Leitbild Wienerberger stellt ihr neues Leitbild vor und startet ein Roll-out in alle Länder.

16. März

Wienerberger übernimmt das deutsche Traditionsunternehmen F. v. Müller Dachziegelwerke mit zwei Standorten in Eisenberg und Görlitz mehrheitlich.

15. April

Die dreifache Überzeichnung der Wienerberger Anleihe macht die Platzierung zu einer der erfolgreichsten Transaktionen in unsicheren Zeiten.

11. Mai

BA-CA reduziert Wienerberger-Anteil unter 10 % Der Aktienbesitz der Bank Austria Creditanstalt AG an Wienerberger ist auf unter 10 % gesunken.

25. Mai

Wienerberger pirscht sich in Frankreich weiter vor Wienerberger kündigt den Umbau des Vormauerziegelwerks "Angervilliers" im Großraum Paris in ein hochleistungsfähiges Hintermauerziegelwerk an.

12. Juli

Wienerberger intensiviert Partnerschaft mit SOS-Kinderdorf Wienerberger setzt im ersten Jahr der UN-Dekade der Nachhaltigkeit ein deutliches Zeichen ihres Engagements als verantwortungsbewusstes Mitglied der Gesellschaft und wird Gründungsmitglied der SOS Nachhaltigkeit | Foundation.

13. Juli

Wienerberger investiert rund 5,4 Mio. € in eine neue Produktionslinie am kroatischen Standort Karlovac und verfügt nun über das größte Ziegelwerk in diesem Teil Europas.

1. April Wienerberger erweitert ihr Handform-Vormauerziegelwerk im nordbelgischen Beerse um eine dritte Produktionslinie und investiert dafür 17 Mio. €.

16. Mai

Die Wienerberger Tochter Semmelrock eröffnet ein neues Betonsteinwerk im kroatischen Ogulin.

21. Mai

Industrie gibt ein Stück Natur zurück

Nach der Verlegung der Mauerziegelproduktion von Mühlacker nach Spardorf gibt Wienerberger die ehemalige Tonabbaufläche an die Stadt zurück.

3. Juni

Wienerberger expandiert weiter und kauft zwei Ziegelwerke in der Slowakei.

10. Juni

Wienerberger eröffnet neues Werk in Jezernice, Nordmähren So verfügt Wienerberger über eine zweite leistungsfähige Produktionsstätte in dieser wirtschaftlich aufstrebenden Region.

24. August

Wienerberger verfolgt in Frankreich einen konsequenten Wachstumskurs. Das seit zehn Jahren in Frankreich tätige Unternehmen plant für 2005/2006 Investitionen von rund 74 Mio. €.

25. August

Ein Biotop verschenkt Wienerberger Deutschland übergibt eine über fünf Hektar große ehemalige Tonabbaustätte, heute ein vom Unternehmen angelegtes Biotop, zum symbolischen Preis von 1 € an die Stadt Erfurt.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Highlights des Jahres Geschäftsbereiche

Service

Konzernabschluss

25. August

Wienerberger ist Partner bei der Dauerausstellung im Technischen Museum Wien

Wienerberger steht seit vielen Jahren in engem Kontakt mit dem Technischen Museum Wien und beteiligt sich 2005 als Partner an der neuen Dauerausstellung "Alltag – eine Gebrauchsanweisung", bei der das Thema Ziegelproduktion auf unkonventionelle Weise inszeniert wird.

25. August

Wienerberger legt den Grundstein für ein neues Ziegelwerk in Aseri, Estland und plant Investitionen von ca. 16 Mio. €.

29. August

Wienerberger unterstützt klima:aktiv, eine Initiative des Lebensministerium für aktiven Klimaschutz, und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der ökologischen Bauweise in Österreich.

31. August

Der Wienerberger Aufsichtsrat verlängert den Vertrag des Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Reithofer um die gesetzliche Höchstdauer von fünf Jahren bis Mai 2011.

20. September

Wienerberger vor Kauf der polnischen Ziegelwerke Cermegad, Zeslawice Wienerberger unterzeichnet eine Grundsatzvereinbarung zur Übernahme von zwei Hintermauerziegelwerken in Krakau, Südpolen.

21. September

Wienerberger setzt die Verwertung nicht-betriebsnotwendiger Liegenschaften konsequent fort und verkauft das Landwirtschaftsgut Albrechtsfeld im Burgenland, Österreich.

8. November

Wienerberger Gründungsmitglied von www.archi-students.org Wienerberger fördert als Gründungsmitglied das in Paris lancierte, erste europäische Portal für Architekturstudenten, www.archi-students.org.

14. Dezember Wienerberger platziert

200 Mio. € Commercial Paper Wienerberger legt zur Refinanzierung kurzfristiger Verbindlichkeiten ein belgisches Commercial Paper Programm mit einem Volumen von bis zu 200 Mio. € auf.

26. August

Wienerberger wird in der belgischen Provinz Antwerpen als nachhaltigstes Unternehmen der Region mit dem "Green Feather"-Award ausgezeichnet.

29. August

Wienerberger – Streubesitzanteil nun bei 100 % Wienerberger wird, nachdem die Bank Austria Creditanstalt nur mehr weniger als 5 % der Anteile hält, eine reine Publikumsgesellschaft.

12. September

Der Wienerberger Geschäftsbericht 2004 erhält fünf Gold Awards und einen Grand Award bei der Annual Report Competition in New York. Darüber hinaus gibt es für "einen der langweiligsten Geschäftsberichte des Jahres" den ersten Platz beim Austrian Annual Report Award 2005.

13. September

Wienerberger expandiert Wienerberger setzt mit dem Kauf des Ziegelwerks Petersminde Teglvaerk AS ihren Expansionskurs in Dänemark fort.

20. Oktober

Wienerberger erhält "Börsepreis 2005"

Wienerberger belegt zum zweiten Mal Platz 1 beim österreichischen Börsepreis des Wirtschaftsmagazins Gewinn. Silber gab es für Wienerberger beim Corporate Governance Preis 2005.

28. Oktober

Verbindung zwischen Tradition und Moderne geschaffen Wienerberger unterstützt mit einer Sachspende den Bau einer neuen Ausstellungshalle für zeitgenössische Kunst, der Kunsthalle Portikus in

Frankfurt, Deutschland.

15. Dezember

Wienerberger Weihnachtsspende geht an SOS-Kinderdorf in Polen Mit der Weihnachtsspende 2005 baut Wienerberger die Partnerschaft mit SOS-Kinderdorf weiter aus. Drei Projekte in Polen werden mit 75.000 € unterstützt.

15. Dezember

Wienerberger baut 12 neue Häuser für die Opfer des Hochwassers im rumänischen Vrancea.

EU-Wachstum trotz starker Weltkonjunktur erneut unterdurchschnittlich

Entwicklung Osteuropa solide, aber schwächer als im Vorjahr

Wirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft ist in 2005 außerhalb Westeuropas solide weiter gewachsen. China setzte den starken Aufwärtstrend der Vorjahre fort und verzeichnete einen realen BIP-Zuwachs von 9,9 %. Bemerkenswert waren auch die anhaltende Erholung der Wirtschaft in Japan (+2,5 %) und die solide Konjunkturentwicklung in den USA (+3,6 %). Die EU-15 konnten zwar unterstützt von Exportsteigerungen und etwas mehr Dynamik im zweiten Halbjahr insgesamt um 1,9 % zulegen, blieben allerdings hinter dem Vorjahreszuwachs von 2,3 % zurück. Vor allem Deutschland (0,8 %), die Niederlande (1,0 %), Portugal (1,1 %) und Italien (1,2 %) lagen klar unter dem Durchschnitt. Deutlich besser entwickelten sich Irland (4,9 %), Schweden (3,0 %), Großbritannien (2,8 %) und Spanien (2,7 %). Österreich verzeichnete einen Anstieg um 2,1 %. Die Inflationsraten haben sich aufgrund der stark gestiegenen Energiepreise beschleunigt, was die Zentralbanken dazu veranlasste, ihre expansive Geldpolitik zurückzufahren und die Leitzinsen anzuheben.

Nach mäßigem Start setzte in Osteuropa (CEE-8) im zweiten Halbjahr eine Konjunkturerholung gestützt von Exporten und gesunkenen Leitzinsen ein. Im Jahresvergleich war eine leichte Abschwächung von 4,9 auf 4,3 % zu verzeichnen, dennoch lag das Niveau erneut deutlich über jenem Westeuropas; besonders erfreulich dabei Lettland (7,2 %), Litauen (6,4 %), Estland (6,0 %) und die Slowakei (4,9 %). Den Durchschnitt drückten vor allem größere Länder wie Ungarn (3,9 %) und Tschechien (4,0 %). Polen lag mit einem BIP-Zuwachs von 4,4 % im Mittelfeld.

Bausektor in Europa etwas fester

Die europäische Bauwirtschaft verzeichnete in 2005 insgesamt einen leichten Anstieg. In Westeuropa sind die Baubeginne pro tausend Einwohner von 5,46 auf 5,69 gewachsen. Der positive Trend ist vor allem auf Frankreich, Belgien, Spanien und Irland zurückzuführen. Auf besonders niedrigem Niveau befindet sich Deutschland, das mit 2,73 Baubeginnen weniger als die Hälfte des westeuropäischen Durchschnitts erreichte, Großbritannien lag mit 3,41 nur leicht darüber. Dagegen weisen Spanien mit 16,2 sowie Irland mit 18,6 Baubeginnen je tausend Einwohner Extremwerte auf. In Osteuropa war die Tendenz unterschiedlich: Im abgelaufenen Jahr enttäuschte der Neubau in Ungarn, während es in Polen zu einer Verschiebung vom Einfamilienhausbau zum mehrgeschoßigen Wohnbau kam. Generell war jedoch in Osteuropa über die letzten Jahre zu beobachten, dass die Bedeutung des Wohnungsneubaus stetig im Steigen begriffen ist, das Niveau aber noch deutlich unter jenem Westeuropas liegt. Am weitesten entwickelt sind Ungarn (3,96) und Tschechien (3,53). Großes Potenzial sieht Wienerberger in Polen (2,62), der Ukraine (1,7), Rumänien (1,4), Bulgarien (1,1) sowie aufgrund der Marktgröße in Russland.

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Optimistischer Ausblick für 2006

In der Europäischen Union hat das Vertrauen in die Bauwirtschaft zur Jahresmitte 2005 an Momentum gewonnen, was für die meisten Länder einen optimistischen Ausblick für 2006 zulässt. Der Construction Confidence Index (CCI), ein Gradmesser für die Erwartungen zur Entwicklung der Bauindustrie, zeigt erstmals seit Jahren auch für Deutschland wieder nach oben. Der Anstieg der Aufträge zum Jahresende 2005 sowie mögliche Vorzieheffekte aus der Abschaffung der Eigenheimzulage und der Anhebung der Mehrwertsteuer ab Jänner 2007 könnten sich positiv auswirken. In Frankreich hält sich der CCI nach wie vor auf hohem Niveau, während in Großbritannien nach dem starken Rückgang in 2005 gegen Jahresende eine Stabilisierung eingetreten ist.

Erneut war der private Konsum in den USA ausschlaggebend für die gute Konjunkturentwicklung in 2005. Das BIP legte um +3,6 % zu, obwohl die US-Notenbank mit Zinsanhebungen in mehreren Schritten die Inflationsgefahr bekämpfte. Da die Zinserhöhungserwartung in den USA stärker war als in anderen Wirtschaftsräumen und daher genügend Kapital in das Land floss, kam es zu einer Festigung des US-Dollars gegenüber dem Euro und dem japanischen Yen. In den letzten Jahren war der Wohnungsneubau eine der wichtigsten Stützen der US-Wirtschaft. In 2005 erreichten die Baubeginne mit 2,1 Mio. Einheiten (das sind 6,94 je 1.000 Einwohner) einen neuen Rekordwert. Seit Jahren wird eine Abschwächung des privaten Wohnungsneubaus in den USA prognostiziert. Ein mögliches Szenario, das auch für 2006 nicht ausgeschlossen werden kann, sich vorerst aber nicht abzeichnet.

US Baubeginne erreichen auch 2005 wieder neuen Rekord

Ergebnis- und Bilanzanalyse

Umsatz nach Regionen

  • 1 Osteuropa 22 %
  • 2 Benelux 20 %
  • 3 Deutschland 12 %
  • 4 Frankreich 8 %
  • 5 Österreich 4 %
  • 6 Sonstiges Europa 17 % 7 USA 17 %

Umsatz nach Bereichen

  • 1 Zentral-Osteuropa 26 %
  • 2 Zentral-Westeuropa 20 %
  • 3 Nord-Westeuropa 38 %
  • 4 USA 17 %
  • 5 Beteiligungen und Sonstiges -1 %

Ertragslage

Ungeachtet des schwierigen Umfelds hat sich Wienerberger erneut zufrieden stellend weiter entwickelt. Mit Hilfe der profitablen Wachstumsprojekte der letzten Jahre sowie des geografischen Portfolios konnten der Umsatz gesteigert und der EBITDA-Rückgang in Deutschland, Polen und Ungarn von insgesamt 26,6 Mio. € sowie die Preissteigerungen bei Energie von zusätzlichen 30,0 Mio. € mehr als kompensiert werden. In Summe wurde 2005 ein Umsatzwachstum von 11 % auf 1.954,6 Mio. € erwirtschaftet und ein um 6 % höheres EBITDA von 428,4 Mio. € ausgewiesen.

Der Konzernumsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um 11 % auf 1.954,6 Mio. € gestiegen, wovon 111,4 Mio. € auf die erstmals ganzjährige Vollkonsolidierung von thebrickbusiness und Koramic Roofing, die Akquisition der F. v. Müller Dachziegelwerke in Deutschland sowie den Erwerb von drei Ziegel- und zwei Pflastersteinwerken in Polen zurückzuführen war. Das um Akquisitionen und Währungseffekte bereinigte organische Wachstum belief sich auf 4 % und war primär eine Folge von Preissteigerungen in Zentral-Osteuropa sowie höheren Absatzmengen und Preisen in Nord-Westeuropa. In den USA konnten bei gleichbleibenden Mengen höhere Preise erzielt werden, während in Zentral-Westeuropa aufgrund des Markteinbruches in Deutschland zweistellige Absatzrückgänge und Preisdruck im Dachbereich zu verzeichnen waren. Positive Währungseffekte vor allem durch den polnischen Zloty und die tschechische Krone haben den Konzernumsatz um insgesamt 24,7 Mio. € erhöht.

Im Segment Zentral-Osteuropa verzeichneten die Ziegelaktivitäten in Österreich,Tschechien, der Slowakei und Rumänien Umsatzwachstum. In Polen konnten die Umsätze stabil gehalten werden, obwohl der Markt um 7 % zurückging und starker Preisdruck herrschte. In Ungarn und Kroatien wurde im Vergleich zum Vorjahr deutlich weniger Umsatz erwirtschaftet, was auf den vorübergehend rückläufigen Wohnungsneubau in diesen Ländern zurückzuführen war. Das letzte Quartal 2005 hat in den für uns wichtigen Ländern Polen und Ungarn eine Stabilisierung der Ziegelnachfrage gebracht und im Vergleich zur bereits schwachen Vergleichsperiode 2004 für leichtes Wachstum gesorgt. Die Semmelrock Gruppe (Flächenbefestigungen) erwirtschaftete aufgrund der Expansionsschritte im letzten Jahr höhere Umsätze in Osteuropa, während Bramac (Betondachsteine) wegen des rückläufigen ungarischen Marktes das Umsatzniveau des Vorjahres nicht ganz halten konnte.

Im Segment Zentral-Westeuropa zeigten die Ziegelaktivitäten in Italien und der Schweiz erneut eine sehr positive Entwicklung. In Deutschland musste im Ziegelgeschäft aufgrund des deutlich schwächeren Marktes ein Umsatzrückgang hingenommen werden, der aber durch den erstmaligen Umsatzbeitrag der zwei im April erworbenen Dachziegelwerke ausgeglichen wurde. Der Bereich Nord-Westeuropa verzeichnete durch eine positive Nachfrageentwicklung in Frankreich und Belgien sowie die erstmals ganzjährige Vollkonsolidierung von thebrickbusiness und Koramic Roofing kräftiges Umsatzwachstum. Rückläufig waren hingegen die Absätze in Großbritannien. In den USA konnte die Wienerberger Tochter General Shale vom Wachstum des Wohnungsneubaus profitieren und aufgrund von Preissteigerungen sowie zusätzlichen Handelswarenerlösen die Umsätze deutlich steigern. Der durchschnittliche Umrechnungskurs des US-Dollars lag nur leicht unter dem Vorjahr, sodass sich kaum währungsbedingte Veränderungen ergaben.

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Höheres EBITDA trotz gestiegener Energiepreise

EBITDA-Verbesserung in Nord-Westeuropa, Rückgänge in Zentral-Osteuropa und Zentral-Westeuropa

Volle Kapazitätsauslastung in USA und starkes Ergebniswachstum

Organisches Ergebniswachstum trotz schwieriger Märkte und höherer Energiekosten

Das EBITDA der Gruppe erhöhte sich um 6 % auf 428,4 Mio. €. Die EBITDA-Marge ist von 23,1 auf 21,9 % gesunken, was vor allem auf deutlich höhere Energiekosten, gestiegene Handelsumsätze in den USA und schwierige Marktbedingungen in Deutschland, Polen und Ungarn zurückzuführen ist. Insgesamt sind die Energiekosten um 51,8 auf 250,4 Mio. € gestiegen und erreichten einen Anteil von 12,8 % vom Umsatz nach nur 11,3 % im Jahr davor. Rund 30 Mio. € davon sind auf massive Energiepreisanstiege zurückzuführen, der Rest auf höhere Produktionsmengen.

Der Bereich Zentral-Osteuropa verzeichnete einen 4%igen Rückgang des EBITDA auf 136,7 Mio. €. Höhere Ergebnisse konnten in Österreich, Tschechien, der Slowakei, Rumänien und bei Semmelrock erzielt werden. In Ungarn, Polen und Kroatien sah sich Wienerberger schwierigen Marktbedingungen ausgesetzt und musste zum Teil deutliche Ergebnisrückgänge hinnehmen. Im Segment Zentral-Westeuropa konnten Italien und die Schweiz das hohe operative Niveau des Vorjahres erneut leicht verbessern. In Deutschland mussten aufgrund des schwachen Marktes und der Integration der F. v. Müller Dachziegelwerke deutlich geringere Ergebnisse hingenommen werden. In Summe ging das EBITDA in Zentral-Westeuropa um 11 % auf 78,0 Mio. € zurück. Sehr erfreulich hat sich der Geschäftsbereich Nord-Westeuropa entwickelt. Die EBITDA-Steigerung um 23 % auf 165,3 Mio. € ist auf beachtliches organisches Wachstum im Ziegel- und Dachziegelgeschäft in Belgien und Frankreich sowie auf die erstmals ganzjährige Vollkonsolidierung von thebrickbusiness und Koramic Roofing zurückzuführen.

Die USA profitierten von der unverändert starken Ziegelnachfrage und steigerten bei voller Kapazitätsauslastung das EBITDA um 12 % auf 66,4 Mio. €. Maßgeblich dafür waren höhere Verkaufspreise, die laufende Optimierung der Herstellkosten durch den Bau neuer Werkseinheiten sowie der Einsatz von Steinkohle zur Befeuerung der Öfen. Die Holdingkosten, die im Segment Beteiligungen und Sonstiges ausgewiesen werden, blieben im Berichtsjahr in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

Ertragsentwicklung 2004 Verkäufe Käufe 1) F/X 2) Organisch 2005
in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. €
Umsatz 1.758,8 5,3 111,4 24,7 65,0 1.954,6
EBITDA operativ 405,4 0,2 15,3 6,9 1,0 428,4
EBIT operativ 257,5 -0,1 5,1 4,0 3,6 270,3
Nicht-wiederkehrend 0,0 0,0 -4,2 0,0 3,5 -0,7
Finanzergebnis 3) -26,1 0,0 -10,5 0,2 18,1 -18,3
Ergebnis vor Steuern 231,4 -0,1 -9,6 4,2 25,2 251,3
Ergebnis nach Steuern 181,8 -0,1 -10,4 2,8 22,1 196,4

1) Effekte aus Konsolidierungskreisänderungen

2) Währungseffekte

3) inklusive at-equity Beteiligungsergebnis

Nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge sind nahezu ergebnisneutral

Dem EBITDA-Anstieg aus Konsolidierungskreisänderungen von 15,3 Mio. € steht ein organisches Wachstum von 1,0 Mio. € sowie eine Erhöhung aus Wechselkursänderungen von 6,9 Mio. € gegenüber.Wienerberger hat im Laufe des Jahres auf die geänderten Rahmenbedingungen mit einer beschleunigten Kosten- und Kapazitätsoptimierung reagiert. Dazu wurden mit Schwerpunkt Polen, Ungarn und Deutschland insgesamt 17 alte und kleinere Werke stillgelegt – ein Viertel davon temporär oder teilweise – und die Produktion auf neue, wirtschaftlichere Anlagen verlagert. Dafür sind im Gesamtjahr nicht-wiederkehrende Aufwendungen von 11,4 Mio. € angefallen – 9,8 Mio. € Cash-out und 1,6 Mio. € an Abschreibungen. Im Rahmen der Strategie zur Verwertung nichtbetriebsnotwendiger Liegenschaften konnte zum Jahresende ein größeres Areal im Süden Wiens um 15,7 Mio. € veräußert werden, woraus ein Buchgewinn in Höhe von 10,6 Mio. € entstand. Die Restrukturierungskosten wurden damit nahezu ausgeglichen. Zur Erhöhung der Transparenz sind die nicht-wiederkehrenden Aufwendungen und Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem operativen EBIT ausgewiesen.

EBITDA +6 % auf 428,4 Mio. €

EBITDA operativ 1) 2004 2005 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Zentral-Osteuropa 142,2 136,7 -4
Zentral-Westeuropa 87,2 78,0 -11
Nord-Westeuropa 134,5 165,3 +23
USA 59,1 66,4 +12
Beteiligungen und Sonstiges 2) -17,5 -18,0 -3
Wienerberger Gruppe 405,4 428,4 +6

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

2) inklusive Holdingkosten

Die operative Abschreibungstangente blieb mit 8,1 % gegenüber dem Vorjahr nahezu gleich. Dieser im internationalen Vergleich hohe Wert resultiert aus der starken Investitionstätigkeit der vergangenen Jahre und ist ein Indikator für die Anlagenintensität und das technische Potenzial der Wienerberger Gruppe.Trotz der hohen Investitionen 2004 und der daraus resultierenden Abschreibungen ist das Betriebsergebnis um 5 % auf 270,3 Mio. € gewachsen. Der durchschnittliche Mitarbeiterstand erhöhte sich durch Übernahmen und Werksneubauten um 10 % auf 13.327.

Rentabilitätskennzahlen 2004 2005
in % in %
Bruttoergebnis zu Umsatz 38,9 38,0
Verwaltungskosten zu Umsatz 6,2 5,6
Vertriebskosten zu Umsatz 17,8 18,9
Operative EBITDA-Marge 23,1 21,9
Operative EBIT-Marge 14,6 13,8

Rückgang der EBITDA-Marge von 23,1 auf 21,9 %

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Service

Gewinn- und Verlustrechnung 2004 2005 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Umsatzerlöse 1.758,8 1.954,6 +11
Herstellungskosten -1.074,5 -1.211,0 -13
Vertriebs- und Verwaltungskosten 1) -421,2 -479,3 -14
Sonstige betriebliche Aufwendungen -48,5 -25,6 +47
Sonstige betriebliche Erträge 42,8 31,6 -26
Firmenwertabschreibung 0,0 0,0 -
Operatives EBIT 257,5 270,3 +5
Nicht-wiederkehrendes Ergebnis 0,0 -0,7 -
Betriebsergebnis (EBIT) 257,5 269,6 +5
Finanzergebnis 2) -26,1 -18,3 +30
Ergebnis vor Steuern 231,4 251,3 +9
Steuern -49,5 -54,8 -11
Ergebnis nach Steuern 181,8 196,4 +8

1) inklusive Transportaufwendungen

2) inklusive at-equity Ergebnis

Das Finanzergebnis verbesserte sich um 30 % auf -18,3 Mio. €, wobei die deutlich höheren Ergebnisbeiträge der at-equity bewerteten Unternehmen Pipelife und Tondach Gleinstätten die gestiegenen Zinsaufwendungen und damit verbundene Spesen überwogen. Der Interest Cover (Verhältnis EBIT zu Zinsergebnis) erreichte 6,2 (Vorjahr: 7,7). Die Steuerquote änderte sich nur geringfügig auf 21,8 % (Vorjahr: 21,4 %). Zuwächse im operativen Ertrag sowie das dank at-equity Ergebnis deutlich verbesserte Finanzergebnis führten zu einem um 8 % höheren Ergebnis nach Steuern von 196,4 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie (auf Basis des um 5 % höheren gewichteten Mittels ausstehender Aktien von 73.195.978 Stück) stieg auf 2,66 €. Nach Bereinigung der nicht-wiederkehrenden Aufwendungen und Erträge ergibt sich ein Gewinn je Aktie von 2,67 €.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme stieg gegenüber 2004 vor allem aufgrund der Akquisitionen, des höheren Working Capital und der Währungseffekte um 14 % auf 3.269,6 Mio. €. Branchenbedingt ist die Bilanzstruktur durch hohe Anlagenintensität und langfristige Finanzierungskomponenten geprägt.

Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen verringerte sich auf 68 % (Vorjahr: 70 %). Das Sachanlagevermögen lag um insgesamt 169,6 Mio. € über dem Vorjahreswert und entsprach 66 % des Capital Employed. Die Vorräte werden in der Bilanz mit 445,9 Mio. € (Vorjahr: 391,4 Mio. €) ausgewiesen und sind saisonal bedingt zum Jahresende höher als während des Jahres. Der Vorratsaufbau war vor allem ein Resultat der Akquisitionen sowie der schwierigeren Marktbedingungen in zahlreichen Märkten. Die Außenstandsdauer der Kundenforderungen verringerte sich von 36 auf 34 Tage, die Außenstandsdauer bei den Lieferverbindlichkeiten von 30 auf 28 Tage. Das Working Capital (Vorräte + Kundenforderungen – Lieferverbindlichkeiten) belief sich wie im Vorjahr auf 21 % des Capital Employed und hatte eine Umschlagshäufigkeit von 90 Tagen (Vorjahr: 87 Tagen). Die Liquidität, bestehend aus Kassabeständen, Bankguthaben und Wertpapieren, erhöhte sich aufgrund von Maßnahmen zur Liquiditätssicherung um 54 % auf 242,3 Mio. €.

Ergebnis je Aktie

Höhere Bilanzsumme durch Akquisitionen und Anstieg Working Capital

Hoher Cash-Bestand durch Maßnahmen zur Liquiditätssicherung

Anstieg des Eigenkapitals aufgrund des Ergebnisses und positiver Währungseffekte

Das Konzerneigenkapital inklusive Anteile in Fremdbesitz erhöhte sich um 8 % auf 1.483,1 Mio. € (Vorjahr: 1.367,2 Mio. €). Dazu beigetragen haben das verbesserte Konzernergebnis von 196,4 Mio. € und (nach Saldierung der Effekte von Hedging-Instrumenten) positive Währungsdifferenzen von 20,1 Mio. €. Demgegenüber stehen ein Rückgang aus der Dividendenausschüttung der Wienerberger AG von 78,0 Mio. € sowie Auszahlungen für den Aktienrückkauf (abzüglich Einnahmen aus der Optionsausübung) von 14,7 Mio. € und bei den Minderheitenanteilen von 7,7 Mio. €. Die Investitionen des laufenden Jahres wurden durch den laufenden Cash-flow finanziert. Die Eigenkapitalquote (inklusive Minderheiten) verringerte sich durch eine höhere Liquidität und die daraus resultierende Bilanzverlängerung von 48 auf 45 %. Das Eigenkapital deckt das Anlagevermögen zu 66 %.

Die langfristigen Rückstellungen erhöhten sich vorwiegend währungsbedingt um 10 % auf 234,5 Mio. €, während sich die kurzfristigen Rückstellungen aufgrund von Umgliederungen in Verbindlichkeiten sowie durchgeführte Restrukturierungen um 31 % auf 39,2 Mio. € verringerten. Die gesamten Rückstellungen machen 8 % der Bilanzsumme aus. Die Rückstellungen für latente Steuern stiegen um 14 % auf 105,3 Mio. €, die Pensionsrückstellungen von 57,8 Mio. € lagen nur geringfügig über dem Vorjahr und sind bei Wienerberger als langfristige Finanzierungskomponente von untergeordneter Bedeutung. Die verzinslichen Verbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten) erhöhten sich um 256,4 auf 1.189,2 Mio. €, gleichzeitig stiegen auch die Zahlungsmittel um 133,4 Mio. €. Von den Finanzverbindlichkeiten haben 92 % (Vorjahr: 70 %) langfristigen und 8 % (Vorjahr: 30 %) kurzfristigen Charakter.

Berechnung der Nettoverschuldung 2004 2005 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 634,4 1.074,5 +69
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 267,5 89,0 -67
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 28,7 23,1 -20
- Konzernforderungen und -verbindlichkeiten aus Finanzierung -11,2 -9,9 -12
- Wertpapiere -70,5 -22,4 -68
- Kassa -86,5 -219,9 +154
Nettoverschuldung 762,4 934,4 +23

Anstieg der Finanzverbindlichkeiten durch Investitionen und höheres Working Capital

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Solides Gearing von 63,0 % trotz Anstiegs der Nettoverschuldung

Per 31.12.2005 betrug die Nettoverschuldung 934,4 Mio. € und lag damit um 23 % über dem Vorjahreswert von 762,4 Mio. €. Die Investitionen und Dividendenzahlungen führten zu einem Anstieg der Nettoverschuldung um 338,7 Mio. € bzw. 78,0 Mio. €, Veränderungen im Working Capital, Währungsänderungen und Sonstiges erhöhten sie um 138,0 Mio. €, während der operative Cash-flow und Devestitionen die Nettoverschuldung um 321,3 Mio. € bzw. 61,4 Mio. € verminderten. Das Gearing stieg aufgrund dieser Effekte von 55,8 auf 63,0 %. Die langfristigen Finanzmittel wie Eigenkapital, Minderheitenanteil, langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten deckten das Anlagevermögen zu 128 % (Vorjahr: 112 %). Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA betrug 2,2 nach 1,9 im Vorjahr.

Bilanzentwicklung 2004 Verkäufe Käufe 1) F/X 2) Organisch 2005
in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. €
Sachanlagevermögen 1.337,6 1,0 41,6 39,3 89,6 1.507,1
Immaterielles Anlagevermögen 522,1 0,2 9,8 23,4 8,8 563,9
Sonstiges langfristiges Vermögen 195,7 0,0 0,0 0,6 26,1 222,4
Vorräte 391,4 1,2 10,0 6,7 39,0 445,9
Sonstiges kurzfristiges Vermögen 419,1 0,5 -46,6 -48,3 206,6 530,3
Bilanzsumme 2.865,9 2,9 14,8 21,7 370,1 3.269,6
Eigenkapital 3) 1.367,2 0,0 0,0 18,6 97,3 1.483,1
Rückstellungen 271,0 0,2 8,1 8,9 -14,1 273,7
Verbindlichkeiten 1.227,7 2,7 6,7 -5,8 286,9 1.512,8

1) Effekte aus Konsolidierungskreisänderungen von in 2005 übernommenen Unternehmen bzw. Anteilen

2) Währungseffekte

3) inklusive Anteile in Fremdbesitz

Die Übernahmen der von Müller Dachprodukte GmbH & Co. KG sowie Petersminde Teglvaerk A/S ließen die Bilanzsumme um weniger als 1 % wachsen. Die organische Bilanzsummenverlängerung von 13 % ergab sich vor allem aus Liquiditätssicherungsmaßnahmen, die zu einem höheren Cash-Bestand führten, sowie dem investitionsbedingten Anstieg des Sachanlagevermögens.

Organischer Anstieg der Bilanzsumme

Bilanzkennzahlen 2004 2005
Capital Employed in Mio. € 2.031,5 2.289,4
Nettoverschuldung in Mio. € 762,4 934,4
Eigenkapitalquote in % 47,7 45,4
Gearing in % 55,8 63,0
Anlagendeckung in % 67,9 66,4
Working Capital zu Umsatz in % 23,8 24,5

Fristigkeit der Finanzverbindlichkeiten

Fälligkeitsstruktur der Finanzverbindlichkeiten

Rückgang des Free Cash-flow durch Working Capital Aufbau

Treasury

Im Jahr 2005 hat Wienerberger ihre erste Anleihe mit einem Volumen von 400 Mio. € platziert. Die siebenjährig endfällige Anleihe zahlt 3,875 % und war dreifach überzeichnet. Bei Zuteilung wurde auf eine ausgewogene regionale Verteilung sowie auf die weitere Diversifikation der Finanzierungsquellen geachtet. Wienerberger und ihre Anleihe werden von Standard & Poor's mit BBB (stabiler Ausblick) und von Moody's mit Baa2 (stabiler Ausblick) eingestuft. Zur Refinanzierung des 2003 abgeschlossenen syndizierten Kredits konnte – das günstigere Zinsniveau nutzend – ein neuer, unter mehreren Bankpartnern verteilter 190 Mio. € Kredit aufgenommen werden. Darüber hinaus wurde ein Commercial Paper Programm über 200 Mio. € aufgelegt, das zur Refinanzierung der kurzfristigen Teile des Fremdkapitals und zur weiteren Diversifikation der Finanzierungsquellen verwendet wird.

Unter Einrechnung der getätigten Zinsabsicherungen, die auf attraktivem Zinsniveau abgeschlossen wurden, beträgt der Anteil der fix verzinsten Verbindlichkeiten per 31.12.2005 73 % vom Portfolio und jener der variablen 27 %. Der Großteil der Finanzierungen ist in Euro denominiert. Wienerberger betrachtet das bilanzielle Währungsrisiko anhand der Nettorisikoposition in den wichtigsten Währungen (USD, CHF, CZK, HUF, PLN, GBP) und sichert diese auf Basis von monatlichen Stresstests mittels Devisenswaps ab. Da die Risikoposition sowohl Eigen- als auch Fremdkapitalteile enthält, ist eine Zuordnung zu den Finanzverbindlichkeiten nicht sinnvoll.

Treasury Kennzahlen 2004 2005
Net Debt / EBITDA 1,9 2,2
EBITDA / Zinsergebnis 12,2 9,9
EBIT / Zinsergebnis 7,7 6,2
FFO 1) / Net Debt 41 % 31 %
RCF 2) / Net Debt 32 % 28 %

1) Funds from Operations; Net Debt ohne Konzernsaldo aus Finanzierung, erhöht um Pensions- und Operational Leasing Verpflichtungen 2) Retained Cash-flow; Net Debt ohne Konzernsaldo aus Finanzierung

Cash-flow

Durch das operative Ergebnisplus konnte der Cash-flow aus dem Ergebnis gegenüber dem Vorjahr um 8 % auf 321,3 Mio. € gesteigert werden. Unter Berücksichtigung des Zahlungsmittelabflusses durch den vorwiegend marktbedingten Aufbau an Working Capital wurde ein Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit von 238,9 Mio. € (Vorjahr: 310,6 Mio. €) erwirtschaftet. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit erreichte -276,9 Mio. €. Der Free Cash-flow von 212,5 Mio. € (Vorjahr: 300,7 Mio. €) ist die Basis für eine Fortsetzung des stark eigenfinanzierten Wachstums der Wienerberger Gruppe.

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133,4 Mio. € höherer Cash-Bestand aufgrund von Liquiditätssicherungsmaßnahmen

Vom Finanzierungs-Cash-flow wurden 78,0 Mio. € für die Dividende des Geschäftsjahres 2004 von 1,07 € je Aktie aufgewendet. Der Cash-flow aus der Veränderung der verzinsten Verbindlichkeiten in Höhe von 258,1 Mio. € resultierte mit 124,7 Mio. € aus Darlehens- und Krediterhöhungen zur Finanzierung der Investitionen und zum Aufbau des Working Capital und mit 133,4 Mio. € aus einem höheren Zahlungsmittelbestand aufgrund von Liquiditätssicherungsmaßnahmen.

Cash-Flow Statement 2004 2005
in Mio. € in Mio. €
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 310,6 238,9
Normalinvestitionen (Erhaltung, Rationalisierung, Umwelt) -90,4 -88,2
Bolt-on Projekte (Werksneubauten, -erweiterungen, kleine Übernahmen) -177,5 -250,5
Externe Projekte (Großakquisitionen) -364,6 0,0
Devestitionen und Sonstiges 80,5 61,8
Cash-flow aus Investitionstätigkeit -552,1 -276,9
Wachstumsinvestitionen 542,2 250,5
Free Cash-flow 300,7 212,5

Investitionen

Für Investitionen wurden 338,7 Mio. € (Vorjahr: 632,6 Mio. €) aufgewendet. Davon entfielen 88,2 Mio. € (Vorjahr: 90,4 Mio. €) oder 56 % (Vorjahr: 61 %) der laufenden Abschreibungen auf Instandhaltungs-, Rationalisierungs- und Umweltinvestitionen (Normalinvestitionen), also auf jenen Teil der Investitionen, der erforderlich ist, um die bestehenden Produktionskapazitäten aufrecht zu erhalten bzw. an den Stand der Technik anzupassen. 250,5 Mio. € (Vorjahr: 177,5 Mio. €) wurden für kleinere Übernahmen, Werksneu- und -ausbauten (Bolt-on Projekte) in bestehenden Märkten ausgegeben. Der Schwerpunkt der Bolt-on Investitionen lag 2005 mit rund 40 % in Zentral-Osteuropa. Im Vorjahr wurden für die Großakquisitionen von Koramic Roofing und thebrickbusiness (Externe Projekte) in Summe 364,6 Mio. € investiert.

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen verteilen sich wie folgt auf die Anlagengruppen: Grundstücke und Gebäude mit 37,9 Mio. €, technische Anlagen und Maschinen mit 80,0 Mio. €, Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 8,6 Mio. € sowie Anlagen in Bau mit 181,4 Mio. €.

Entwicklung Anlagevermögen Immaterielles Sachanlagen Finanzanlagen Gesamt
in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. €
31.12.2004 522,1 1.392,4 98,2 2.012,7
Investitionen 1) 11,0 267,6 0,2 278,8
Konsolidierungskreisänderungen 9,6 40,6 -0,1 50,1
Abschreibungen -3,6 -156,1 0,0 -159,7
Veräußerungen -0,8 -42,2 -2,8 -45,8
Währungsumrechung und Sonstiges 25,6 37,8 32,6 96,0
31.12.2005 563,9 1.540,1 128,1 2.232,1

1) Zugänge lt. Anlagenspiegel

250,5 Mio. € für Bolt-on Projekte, 88,2 Mio. € für Erhaltungsinvestitionen

Gesamtinvestitionen 1) 2004 2005 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Zentral-Osteuropa 129,9 122,4 -6
Zentral-Westeuropa 56,4 61,9 +10
Nord-Westeuropa 399,8 113,6 -72
USA 43,8 39,5 -10
Beteiligungen und Sonstiges 2,7 1,3 -52
Wienerberger Gruppe 632,6 338,7 -46

1) Zugänge zu Sachanlagevermögen und immateriellem Vermögen inklusive Working Capital und Konsolidierungskreisänderungen bzw. Normalinvestitionen plus Wachstumsinvestitionen

Wienerberger Value Management

Im Mittelpunkt unserer Strategie steht die Steigerung des Unternehmenswertes. Für die interne operative Unternehmenssteuerung wird dazu eine cash-orientierte Vorsteuerrentabilität auf allen Unternehmensebenen berechnet. Spitzenkennzahlen sind der Cash-flow Return on Investment (CFROI = EBITDA / historisches Capital Employed) und der Cash Value Added (CVA). Das CFROI-Modell ermöglicht es, die Unternehmensbereiche unabhängig von der Altersstruktur der Werke zu vergleichen. Als nachhaltiges Mindestrentabilitätsziel wurde für alle Unternehmensbereiche ein CFROI, bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge, von zumindest 12 % (= Hurdle Rate) fixiert. Für die Berechnung des CVA wird der jeweilige Bereichs-CFROI der Hurdle Rate von 12 % (= 10 % WACC vor Steuern + 2 % ökonomische Abschreibung) gegenübergestellt und mit dem historischen Capital Employed (CE) multipliziert. Der CVA zeigt die absolute, operative, zahlungswirksame Wertschaffung der Unternehmensbereiche.

Berechnung des Konzern-CFROI 2004 2005
EBITDA operativ in Mio. € 405,4 428,4
Capital Employed in Mio. € 2.031,5 2.289,4
Kumulierte Abschreibungen in Mio. € 1.109,4 1.231,2
Historisches Capital Employed in Mio. € 3.140,9 3.520,6
CFROI in % 12,9 12,2
CFROI 2005 nach Bereichen EBITDA 1) Hist. CE CFROI CVA
in Mio. € in Mio. € in % in Mio. €
Zentral-Osteuropa 136,7 985,2 13,9 18,5
Zentral-Westeuropa 78,0 644,4 12,1 0,7
Nord-Westeuropa 165,3 1.370,4 12,1 0,9
USA 66,4 472,2 14,1 9,7
Beteiligungen und Sonstiges 2) -18,0 48,4 -37,2 -23,8
Wienerberger Gruppe 428,4 3.520,6 12,2 5,9

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

2) inklusive Holdingkosten

Steigerung des Unternehmenswertes im Mittelpunkt der Strategie

Konzern-CFROI liegt über der Hurdle Rate von 12 %

Alle operativen Segmente erfüllen Verzinsungsanspruch

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Ergebnis- und Bilanzanalyse Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service

Der CFROI lag aufgrund der Marktrückgänge in Deutschland, Polen und Ungarn sowie der gestiegenen Energiekosten mit 12,2 % unter dem Vorjahr (12,9 %). Die Hurdle Rate von 12 % wurde jedoch von allen operativen Bereichen übertroffen, in Zentral-Osteuropa und USA sogar deutlich.

Auf Konzernebene wird zusätzlich zum CFROI der Return on Capital Employed (ROCE) berechnet. Wir setzen dabei den Net Operating Profit After Tax (NOPAT) zum gesamten im Konzern eingesetzten verzinslichen Kapital (Capital Employed) in Beziehung. Daraus ist ersichtlich, in welchem Umfang Wienerberger den Verzinsungsanspruch ihrer Kapitalgeber erfüllt. Die durchschnittlichen Kapitalkosten des Konzerns nach Steuern werden aus den Mindestrenditen abgeleitet, die Anleger für das investierte Eigen- und Fremdkapital erwarten. Diese Kapitalkosten (WACC) ergeben sich aus den Fremdfinanzierungskosten und einer Risikoprämie für die Anlage in Aktien. Der WACC nach Steuern blieb mit 7,5 % auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr.

Der Net Operating Profit After Tax (NOPAT) stieg im Berichtsjahr um 4 % auf 203,5 Mio. €. Durch stichtagsbezogen höhere Fremdwährungskurse, einen Aufbau an Working Capital und die Wachstumsinvestitionen wuchs das Capital Employed um 13 % auf 2.289,4 Mio. €. Die positiven Währungseffekte haben nur zum Teil einen Effekt auf das Ergebnis, da sich die Durchschnittskurse nicht in gleicher Höhe geändert haben. Der ROCE erreichte 8,9 % (Vorjahr: 9,7 %), woraus sich ein EVA® von 31,8 Mio. € errechnet.

Berechnung des Konzern-ROCE 2004 2005
EBIT operativ in Mio. € 257,5 270,3
Steuern in Mio. € -49,5 -54,8
Bereinigte Steuern in Mio. € -11,8 -12,0
NOPAT in Mio. € 196,2 203,5
Eigenkapital und Minderheitenanteile in Mio. € 1.367,2 1.483,1
Finanzverbindlichkeiten und Finanzierungsleasing in Mio. € 930,7 1.186,5
Konzernforderungen und -verbindlichkeiten aus Finanzierung in Mio. € -11,2 -9,9
Liquide Mittel und Finanzanlagevermögen in Mio. € -255,2 -370,3
Capital Employed in Mio. € 2.031,5 2.289,4
ROCE in % 9,7 8,9
Value Kennzahlen 2004 2005
ROCE in % 9,7 8,9
EVA 1) in Mio. € 43,8 31,8
CFROI in % 12,9 12,2
CVA in Mio. € 28,6 5,9

1) EVA ist eine eingetragene Marke von Stern Stewart & Co.

ROCE mit 8,9 % deutlich über WACC von 7,5 %

Positiver CVA von 5,9 Mio. €

Bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen erwartet, vor allem in Osteuropa

Ziel eines 10%igen Ergebnisanstiegs in 2006 nach Optimierung von Kosten und Kapazitäten bestätigt

Ausblick und Ziele

Wir rechnen in 2006 mit einem besseren wirtschaftlichen Umfeld als zuletzt und werden unseren Wachstumskurs fortsetzen. In Polen und Ungarn hat sich die Nachfrage nach Wandbaustoffen im vierten Quartal 2005 stabilisiert. In allen anderen osteuropäischen Märkten ist eine Fortsetzung des Wachstums im Wohnbau prognostiziert. Insbesondere in Rumänien, Bulgarien und Russland sehen wir langfristig hohes Wachstumspotenzial. Auch in Westeuropa geht Wienerberger grundsätzlich von einer positiven oder zumindest stabilen Entwicklung aus. In Deutschland mehren sich die Zeichen für einen Stimmungsumschwung, der sich auch auf die Bautätigkeit vorteilhaft auswirken könnte. In Belgien und Frankreich sollte der Wohnungsneubau stark bleiben und auch in den Niederlanden zeichnet sich leichtes Wachstum ab. Für Großbritannien erwarten wir eine stabile Zahl an Baubeginnen, in den USA ist eine Abschwächung der "Housing Starts" vom hohen Niveau des Vorjahres um rund 5 % möglich. Dies sollte vor allem die Staaten Florida, Kalifornien und Arizona sowie das Niedrigpreis-Segment betreffen – alles Märkte, in denen Ziegel keine nennenswerte Rolle spielen.

Angesichts besserer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und der getroffenen internen Maßnahmen halten wir an der Zielsetzung fest, die Ergebnisse (EBITDA und EPS) in 2006 um 10 % zu steigern. Im abgelaufenen Jahr haben wir unsere Kapazitäten und Kostenstrukturen optimiert sowie mehr als 30 Wachstumsprojekte gestartet oder abgeschlossen. Für 2006 erwarten wir auf Basis eines Referenzpreises für Erdöl von 60 USD und unter der Annahme stabiler Produktionsmengen rund 45 Mio. € höhere Energiekosten im Vergleich zum Vorjahr, die wir zum Großteil durch Anpassung unserer Verkaufspreise auszugleichen versuchen. Zur Absicherung unseres mittelbis langfristigen Ergebniswachstums sind im laufenden Jahr erneut über 30 Bolt-on Projekte mit Investitionen in Höhe von zumindest 250 Mio. € vorgesehen. Mit weiteren rund 100 Mio. € an Normalinvestitionen werden wir 2006 wieder zumindest 350 Mio. € in das Kerngeschäft investieren. Zusätzlich prüfen wir laufend Möglichkeiten für größere, wertschaffende Akquisitionen.

Umsatz Gesamtinvestitionen 2)
Umsatz- und Investitionsplanung 2005 Plan 2006 2005 Plan 2006
in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. €
Zentral-Osteuropa 507,3 569,0 122,4 107,0
Zentral-Westeuropa 385,4 410,5 61,9 65,0
Nord-Westeuropa 747,9 823,1 113,6 115,0
USA 337,2 360,3 39,5 62,0
Beteiligungen und Sonstiges 1) -23,2 -25,3 1,3 1,0
Wienerberger Gruppe 1.954,6 2.137,6 338,7 350,0

1) Konzerneliminierungen wurden diesem Segment zugeordnet

2) beinhaltet Wachstumsinvestitionen sowie Normalinvestitionen (Erhaltung, Rationalisierung, Umwelt)

Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) wollen wir trotz kontinuierlich hoher Wachstumsinvestitionen bis Ende 2007 auf 10 % erhöhen. Mittelfristig streben wir auch eine EBITDA-Marge von 25 % an. Dazu bedarf es jedoch einer deutlichen Verbesserung des Marktes Deutschland sowie weiterer Expansionsschritte im Dachziegelgeschäft.

Bis Ende 2007 soll ROCE von 10 % wieder erreicht werden

Disclaimer: Zukunftsbezogene Aussagen (siehe Seite 40)

GESCHÄFTSBEREICHE

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Ausblick und Ziele Geschäftsbereiche Zentral-Osteuropa Konzernabschluss Service

Zentral-Osteuropa

Das Segment Zentral-Osteuropa umfasst unsere Ziegel- und Dachaktivitäten in Österreich und den osteuropäischen Ländern sowie die Geschäftsbereiche Semmelrock (Flächenbefestigungen, 75%-Beteiligung, voll konsolidiert), Bramac (Betondachsteine, 50%-Beteiligung, quotal konsolidiert) und Tondach Gleinstätten (Tondachziegel, 25%-Beteiligung, at-equity konsolidiert). Auf das Segment entfallen aktuell 26 % des Umsatzes und 32 % des EBITDA der Gruppe.

Während der Umsatz in Zentral-Osteuropa um 4 % auf 507,3 Mio. € gesteigert werden konnte, ging das EBITDA um 4 % auf 136,7 Mio. € zurück. Dieser Rückgang war im Vergleich zum außergewöhnlich guten Jahr 2004 eine Folge schwächerer Märkte in Polen und Ungarn, was durch die Ergebnissteigerungen in Tschechien, Rumänien und der Slowakei sowie bei Semmelrock nicht vollständig ausgeglichen werden konnte. Dass dieser Bereich trotzdem ein Umsatzwachstum von 4 % ausweist, ist ein Beweis für den Erfolg unserer Expansionsstrategie.

Zentral-Osteuropa 2004 2005 Vdg. in % Umsatz in Mio. € 489,7 507,3 +4 EBITDA 1) in Mio. € 142,2 136,7 -4 EBIT 1) in Mio. € 101,6 87,0 -14 CFROI 1) in % 17,0 13,9 - CVA 1,2) in Mio. € 41,7 18,5 -56 Gesamtinvestitionen in Mio. € 129,9 122,4 -6 Capital Employed in Mio. € 468,1 569,5 +22 Mitarbeiter 4.558 4.767 +5 Absatz Hintermauerziegel in Mio. NF 3.408 3.544 +4 Absatz Flächenbefestigung in Mio. m2 5,7 6,6 +16

Absatz Betondachsteine 3) in Mio. m2 17,2 15,8 -8

Umsatzwachstum trotz Rückgänge in Polen und Ungarn

Margenstärkstes Segment der Gruppe

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

2) Hurdle Rate = 12 %

3) Absatzmenge nicht anteilig, sondern zu 100 % dargestellt

Österreich (2 % vom Konzernumsatz)

Nach einer leichten Erholung im Vorjahr entwickelte sich der österreichische Wohnungsneubau 2005 stabil. Bestehende Überkapazitäten übten Druck auf das Preisniveau aus. Während die inländische Absatzmenge gesteigert werden konnte, ließ die Exportleistung nach, womit in Summe ein Mengenrückgang beim Ziegelabsatz zu verzeichnen war. Dank erfolgreich realisierter Preissteigerungen und der Konzentration auf die hochwertigen Produktlinien Porotherm S.i und Planziegel konnte dennoch eine Umsatzsteigerung erzielt werden. Das Ergebnis wurde trotz auslastungsbedingt höherer Herstellkosten auf dem Niveau des Vorjahres gehalten. Für 2006 erwarten wir eine solide Entwicklung der Wohnbauaktivität. Obwohl wir mit einem weiteren Anstieg der Energiekosten rechnen, wird durch Optimierungsmaßnahmen und Effizienzsteigerungen eine weitere Ergebnisverbesserung angestrebt.

Konstante Ergebnisentwicklung in Österreich trotz Mengenrückgangs

Nachfragerückgang zum Ausbau der Marktanteile in Polen genutzt

Kürzung staatlicher Förderungen führt zu Marktrückgang in Ungarn

Absatzmenge in Tschechien leicht rückläufig, Preise gestiegen

Polen (4 % vom Konzernumsatz)

Eine Verschiebung vom Einfamilienhaus zum mehrgeschoßigen Wohnbau führte in Polen 2005 zu einem deutlichen Nachfragerückgang bei Wandbaustoffen von rund 7 %, der aufgrund von Überkapazitäten starke Preisabschläge auslöste. In diesem Marktumfeld, das zu Umsatz- und Ergebniseinbußen führte, verfolgten wir zwei strategische Ansätze: Die bestehende Produktionsleistung wurde durch dauerhafte Schließung von zwei alten Hintermauerziegelwerken und temporären Stilllegungen angepasst bzw. auf moderne Standorte mit günstigeren Herstellkosten verlagert. Dazu haben wir das Hintermauerwerk in Kupno zur Gänze rekonstruiert sowie die Kapazität im Vormauerziegelwerk Jankowa deutlich erhöht. Gleichzeitig konnten wir unseren Marktanteil durch die Übernahme von zwei Ziegelwerken in Südpolen, die im Februar 2006 finalisiert wurde, steigern. Der polnische Wohnungsneubau befindet sich im Vergleich zu Westeuropa auf niedrigem Niveau. Zur Erschließung des enormen Wachstumspotenzials arbeiten wir in 2006 am weiteren Ausbau unserer Marktstellung in allen Produktgruppen und streben damit eine merkbare Ergebnisverbesserung an. Die Integration der übernommenen südpolnischen Werke wird dazu beitragen.

Ungarn (4 % vom Konzernumsatz)

Wegen der Kürzung staatlicher Wohnbauförderungen und daraus resultierender Vorzieheffekte in 2004 sowie anderer Reformen zur Reduktion des hohen Budgetdefizits verzeichnete der Markt für Wandbaustoffe in Ungarn 2005 einen zweistelligen Rückgang, der sich direkt auf die Absatzmenge und in abgeschwächter Form auch auf das Preisniveau auswirkte. Unsere ungarische Tochtergesellschaft konnte sich diesem Trend nicht entziehen und musste einen deutlichen Umsatzund Ergebnisrückgang hinnehmen, der von höheren Energiekosten noch verstärkt wurde. Überkapazitäten haben wir durch eine Verdoppelung der Exporte nach Rumänien und Bulgarien sowie die Schließung der alten Werke in Teskand, Mohacs und Solymár abgebaut. Mit der Inbetriebnahme des neuen Werks im ostungarischen Tiszavasvari konnten die Herstellkosten und die geografische Präsenz weiter verbessert werden. Am Standort Bataszek wurde außerdem mit der Erneuerung der Trockneranlage begonnen. Unterstützt von der optimierten Werks- und Herstellkostenstruktur erwarten wir für 2006 trotz starker Energiepreissteigerungen eine spürbare Umsatz- und Ergebnisverbesserung.

Tschechien (4 % vom Konzernumsatz)

Nach einem guten Vorjahr war in Tschechien 2005 ein Rückgang des Marktvolumens für Wandbaustoffe von rund 6 % zu verzeichnen, der in Kombination mit steigenden Importleistungen aus Deutschland und Österreich zu einer Verschärfung des Wettbewerbs führte. Wir konnten dennoch unsere Marktstellung ausbauen und mit der Inbetriebnahme des Hintermauerziegelwerkes in Jezernice, dem größten Tschechiens, und der Schließung eines alten Werkes in Osik unsere Marktstellung weiter verbessern. Der Erfolg der hochwärmedämmenden Porotherm S.i Ziegel und der Planziegel-Produktlinie sowie optimierte Herstellkosten, höhere Preise und positive Wechselkurseffekte führten zu einer zufriedenstellenden Verbesserung von Umsatz und Ergebnis bei geringfügig sinkender Absatzmenge. Für 2006 erwarten wir einen leichten Anstieg der Wohnbautätigkeit und eine damit einhergehenden Fortsetzung der positiven Ergebnisentwicklung.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Zentral-Osteuropa Konzernabschluss Service

Slowakei (1 % vom Konzernumsatz)

Trotz zunehmender Importe aus Polen und Ungarn konnten wir 2005 die Absatzmenge in der Slowakei stabil halten und dank eines vorteilhaften Preisniveaus eine weitere Ergebnissteigerung erzielen. Mit dem neuen Werk in Ruzomberok, das im Juni 2005 gleichzeitig mit einem stillgelegten Standort in Martin erworben wurde, verfügen wir nun auch über eine eigene Produktionsstätte für Hintermauerziegel in der Nordslowakei. Die Maßnahmen zur Optimierung und Integration des neuen Standortes wurden umgehend eingeleitet. Für 2006 gehen wir von einem leichten Marktwachstum aus und wollen das sehr gute Ergebnisniveau zumindest halten.

Rumänien (1 % vom Konzernumsatz)

Analog zur allgemeinen wirtschaftlichen Dynamik zeigte auch der Wohnbausektor in Rumänien 2005 überdurchschnittliches Wachstum von rund 15 %. Nur durch eine Verdoppelung der Importe aus Ungarn konnten wir die Nachfrage einigermaßen abdecken und sowohl Umsatz wie auch Ergebnis beträchtlich steigern. Um die Wachstumsdynamik des rumänischen Marktes zu nutzen, wird bis Mitte 2006 das alte Werk in Sibiu komplett rekonstruiert und die Kapazität massiv erhöht. Im Werk Gura Ocnitei arbeiten wir an der Optimierung der Herstellungskosten. Zusätzlich planen wir die Errichtung weiterer Standorte in den nächsten zwei bis drei Jahren. Für 2006 rechnen wir mit einer Fortsetzung des Wachstumstrends und einem erneut kräftigen Anstieg von Absatzmenge und Ergebnis.

Kroatien (1 % vom Konzernumsatz)

Obwohl die Wohnbautätigkeit in Kroatien 2005 auf dem Niveau des Vorjahres stagnierte, konnten wir die Absatzmenge erhöhen und somit auch unsere Marktstellung leicht ausbauen. Die Arbeiten zur Optimierung von Produktqualität und Kostenstrukturen des Werkes in Karlovac wurden erfolgreich abgeschlossen, der umbaubedingte Kapazitätsausfall musste durch Importe aus Slowenien ausgeglichen werden. Die Nachfragesituation sollte sich 2006 nicht verändern und eine konstante Ergebnisentwicklung ermöglichen.

Slowenien (1 % vom Konzernumsatz)

Einhergehend mit der leicht positiven Baukonjunktur konnten wir 2005 die Absatzmenge in Slowenien erhöhen. Verstärkte Importe aus Italien und Kroatien wirkten sich negativ auf die Preise aus. Bedingt durch höhere Energiekosten musste ein Ergebnisrückgang hingenommen werden. Für 2006 erwarten wir eine konstante Markt- und Ergebnisentwicklung.

Russland und Bulgarien (neue Märkte)

In Ballungsräumen und den wirtschaftlich prosperierenden Regionen Russlands wird für die nächsten Jahre ein massiver Anstieg der Wohnbauaktivität erwartet. Um an dieser Entwicklung zu partizipieren, haben wir in Kiprewo im Großraum Moskau 2005 mit dem Bau eines kombinierten Vor- und Hintermauerziegelwerkes begonnen, das in der zweiten Jahreshälfte 2006 in Betrieb gehen soll. Ziel ist es, nach erfolgreichem Markteintritt weitere Standorte zu sichern. In Bulgarien konnte Wienerberger im Februar 2006 mit dem Kauf eines Ziegelunternehmens in Lukovit, 120 km nordöstlich von Sofia, einen bislang nur über Importe belieferten Markt auch operativ erschließen. Ziel ist es, nach Vorliegen aller Genehmigungen mit der Rekonstruktion dieses Ziegelwerkes zu starten, um 2007 einen leistungsfähigen Standort in Betrieb zu nehmen. Aufgrund des Ergebnissteigerung und Ausbau der Marktpräsenz in der Slowakei

Starkes Wachstum und massive Ergebnisverbesserung in Rumänien

Optimierung des Werkes Karlovac in Kroatien

Ergebnisrückgang in Slowenien

Inbetriebnahme des ersten Standortes in Russland Mitte 2006 und Baubeginn in Bulgarien

Ergebnisverbesserung und Stärkung der Marktposition von Semmelrock

Bramac profitiert von Wachstumsdynamik in Bulgarien und Rumänien

Modernisierung und Kapazitätsausbau bei Tondach Gleinstätten

hohen Anteils von Hintermauerziegel am Wohnbauvolumen und der stark fragmentierten Wettbewerbssituation rechnen wir mit attraktiven Wachstumsmöglichkeiten und streben mittelfristig eine relevante Marktstellung mit mehreren Werken und flächendeckender Präsenz an.

Semmelrock Flächenbefestigungen (4 % vom Konzernumsatz)

Unser Spezialist für designorientierte Flächenbefestigungen aus Beton konnte 2005 seine Marktanteile in allen Regionen ausbauen und insgesamt eine deutliche Ergebnisverbesserung erzielen. Im rückläufigen Flächenbefestigungsmarkt Österreich konzentrierte sich Semmelrock auf die Entwicklung neuer Produkte und innovativer Technologien, um nach dem Ergebnisrückgang 2005 eine Stabilisierung im laufenden Jahr zu erreichen. Das Geschäftsfeld Alpha-Umwelttechnik wurde im Sinne der Konzentration aufs Kerngeschäft zu Jahresbeginn 2005 abgegeben. In Ungarn musste aufgrund der schwächeren Entwicklung des privaten wie auch öffentlichen Bausektors ein Mengenrückgang hingenommen werden. Die Marktstellung hat Semmelrock jedoch dank verbesserter Vertriebsstrukturen und der neuen Pflastersteinanlage in Miskolc (Ostungarn) ausgebaut. Trotz zunehmenden Wettbewerbs konnte das Unternehmen mit einer zweiten Pflasterfertigungsanlage in Sered die Produktionskapazitäten erhöhen und ihre Position in der Slowakei stärken. In Polen profitierte Semmelrock vom Trend zu Hochwertprodukten und investierte in eine neue Plattenfertigungsanlage in Gliwice. Zudem wurden die restlichen Anteile am Pflastersteinproduzenten Kombet Anfang 2006 übernommen. In Kroatien konnte der Anteil am wachsenden Marktvolumen gefestigt und die Vertriebsstrukturen optimiert werden. Im Jahr 2006 will Semmelrock ihre Wachstumsinvestitionen in Osteuropa fortführen, den Markteintritt in Slowenien realisieren und die Ergebnisse weiter steigern.

Bramac Betondachsteine (3 % vom Konzernumsatz)

Im Jahr 2005 hatte Bramac in ihren angestammten Märkten Zentral- und Osteuropas (vor allem in Ungarn) eine Abschwächung der Wachstumsdynamik und verstärkten Druck auf das Preisniveau zu verzeichnen. Hohes Mengenwachstum und zufriedenstellende Preise konnten hingegen in Rumänien und Bulgarien erzielt werden, wofür bereits in 2004 mit der Inbetriebnahme des Werkes im rumänischen Sibiu und dem Ausbau des bulgarischen Standortes Silistra wertvolle Vorarbeit geleistet wurde. Unterstützt von erfolgreichen Effizienzprogrammen und Produktinnovationen konnte Bramac angesichts schwierigerer Rahmenbedingungen das Ergebnisniveau des Vorjahres halten. Für 2006 sind umfassende Sortimentserweiterungen und die Fortsetzung der Optimierungsprogramme zur weiteren Ergebnisverbesserung geplant.

Tondach Gleinstätten AG (at-equity konsolidiert)

Im Jahr 2005 musste Tondach Gleinstätten, das als 25 %-Beteiligung im Konzernabschluss der Wienerberger Gruppe at-equity konsolidiert wird, bei einem leichten Umsatzplus einen geringfügigen Ergebnisrückgang hinnehmen. Mit dem Werksneubau in der Slowakei und weiteren Investitionen in Serbien und Montenegro sowie Rumänien konnten die Produktionskapazitäten erhöht und modernisiert werden. Darauf aufbauend wird für 2006 mit einer deutlichen Absatz- und Ergebnissteigerung gerechnet.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Zentral-Osteuropa Zentral-Westeuropa Konzernabschluss Service

Zentral-Westeuropa

Der Geschäftsverlauf des Segments Zentral-Westeuropa, das unsere Ziegel- und Dachaktivitäten in Deutschland, Italien und der Schweiz erfasst, stand 2005 im Schatten der rückläufigen Entwicklung in Deutschland, dem größten Teilmarkt des Geschäftsbereichs, auf den nahezu zwei Drittel des Umsatzes entfallen. Italien und die Schweiz entwickelten sich hingegen erneut sehr erfreulich. Der Segmentumsatz stieg bedingt durch die Erstkonsolidierung von zwei übernommenen Dachziegelwerken in Deutschland sowie die gute Performance in Italien und der Schweiz um 3 % auf 385,4 Mio. €, das EBITDA ging hingegen um 11 % auf 78,0 Mio. € zurück.Auf Zentral-Westeuropa entfallen 20 % des Umsatzes und 18 % des EBITDA der Gruppe.

Zentral-Westeuropa 2004 2005 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 373,2 385,4 +3
EBITDA 1) in Mio. € 87,2 78,0 -11
EBIT 1) in Mio. € 51,4 43,3 -16
CFROI 1) in % 14,4 12,1 -
CVA 1,2) in Mio. € 14,7 0,7 -95
Gesamtinvestitionen in Mio. € 56,4 61,9 +10
Capital Employed in Mio. € 359,1 396,3 +10
Mitarbeiter 1.768 2.002 +13
Absatz Hintermauerziegel in Mio. NF 2.240 2.057 -8
Absatz Vormauerziegel in Mio. WF 206 163 -21
Absatz Tondachziegel in Mio. m2 4,2 5,6 +33

2) Hurdle Rate = 12 %

Deutschland (12 % vom Konzernumsatz)

Der Rückgang der Wohnbauaktivitäten in Deutschland fiel 2005 stärker aus als ursprünglich angenommen. Dies führte zu einer weiteren Abnahme des Marktvolumens um 12 % bei Wandbaustoffen und annähernd 10 % bei Dachprodukten. Daraus resultierten ausgeprägter Preisdruck im Dachbereich sowie Überkapazitäten in allen Produktgruppen.

Wir haben das wettbewerbsintensive Umfeld zur Expansion im Geschäftsfeld Dachziegel genutzt, indem wir eine Mehrheitsbeteiligung an den F. v. Müller Dachziegelwerken erwerben konnten. Das Unternehmen zählt zu den führenden Tondachziegelherstellern des Landes und ergänzt unsere eigene Produktpalette ausgezeichnet. Nach erfolgreicher Integration und den notwendigen Optimierungsmaßnahmen, die sich stark negativ auf die Ergebnisentwicklung im Bereich Tondachziegel auswirkte, wurde mit der Erneuerung der Pressdachziegelproduktion am Standort Eisenberg begonnen.

Rückgang des Wohnbaus 2005 in Deutschland stärker als angenommen

Konsolidierung der Tondachziegelindustrie hat begonnen

Ergebnisrückgang des Segments durch Deutschland

30 %

385,4

373,2

332,2

Stabiles Preisniveau und Optimierung im Bereich Hintermauer, Marktanteilsverluste bei Vormauerziegel

Ziel 2006: deutliche Ergebnisverbesserung in Deutschland

Ergebnis in Italien auf hohem Niveau und neuerlich verbessert

Wiederholt positive Ergebnisentwicklung in der Schweiz

Trotz eines deutlichen Mengenrückgangs konnte im für Deutschland wichtigsten Geschäftsfeld Hintermauerziegel (zwei Drittel des Umsatzes) das Preisniveau stabil gehalten werden. Die Optimierung des Standortkonzepts führte zur Schließung des unzureichend ausgelasteten Werkes in Spardorf. Ausgebaut und optimiert wurden 2005 dafür die Hintermauerziegelwerke in Ansbach und Bad Neustadt sowie unsere hochwärmedämmenden Ziegellinien Poroton T09 und T12. Im Bereich Vormauerziegel musste Wienerberger aufgrund ihrer erlösorientierten Absatzpolitik Marktanteile an billigere Konstruktionsarten für die Fassade abgeben.

Die genannten Integrations- und Restrukturierungsaufwendungen führten in Verbindung mit geringeren Absatzmengen in Summe zu einem deutlichen Ergebnisrückgang unserer Aktivitäten in Deutschland. In 2006 ist der Ausblick für den deutschen Wohnbau verhalten positiv. Die Streichung der Eigenheimzulage und die Anhebung des Mehrwertsteuersatzes von 16 auf 19 % per Jänner 2007 könnten zu Vorzieheffekten im laufenden Jahr führen. Unterstützt von unserer besseren Marktpräsenz im Dachziegelbereich und den umfassenden Anpassungsprozessen des Berichtsjahres streben wir eine deutliche Ergebnisverbesserung in Deutschland an.

Italien (4% vom Konzernumsatz)

Der Wohnungsneubau hat sich in 2005 einmal mehr von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Italien abgekoppelt und ist leicht weiter gewachsen. Bei voller Produktionsauslastung konnten wir Absatzmengen und Preise deutlich steigern. Positiv zeigte sich auch die Ergebnisentwicklung, obwohl höhere Energiekosten einen zum Umsatz proportionalen Anstieg verhinderten. Investitionsschwerpunkte waren die Erneuerung der Trockneranlage am Standort Terni sowie der Produktionsstart mit Planziegel im Werk Feltre. Für 2006 wird eine stabile Nachfrageentwicklung erwartet, mittelfristig wird der Wettbewerb aufgrund erhöhter Investitionstätigkeit von Konkurrenten jedoch zunehmen. Im laufenden Jahr rechnen wir mit einem leichten Ergebnisrückgang, ausgehend vom sehr hohen Ertragsniveau in Italien.

Schweiz (4 % vom Konzernumsatz)

Mit einer Zunahme der Baubeginne um rund 4 % zeigte sich die Marktentwicklung in der Schweiz 2005 durchaus positiv.Wir konnten sowohl bei Hintermauerziegel wie auch Dämmstoffen (Handelsware) deutliche Mengenzuwächse erzielen, im Geschäftsfeld Tondachziegel wurde hingegen ein Absatzrückgang zugunsten von Preiserhöhungen in Kauf genommen. Insgesamt haben wir eine operative Ergebnisverbesserung erreicht. Für 2006 streben wir eine den Marktverhältnissen entsprechende leichte Ertragssteigerung an.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Zentral-Westeuropa Nord-Westeuropa Konzernabschluss Service

Nord-Westeuropa

Im Geschäftsbereich Nord-Westeuropa sind unsere Ziegel- und Dachaktivitäten in Belgien, Holland, Frankreich, Großbritannien, Skandinavien, Finnland und dem Baltikum zusammengefasst. Mit dem weiteren Ausbau unserer Marktstellung durch eine Reihe von Bolt-on Projekten, der erstmals ganzjährigen Konsolidierung von thebrickbusiness und einer guten Wohnbauentwicklung in Belgien und Frankreich konnten wir den Umsatz um 18 % auf 747,9 Mio. € und das EBITDA um 23 % auf 165,3 Mio. € steigern. Auf das Segment Nord-Westeuropa entfallen damit 38 % des Umsatzes und 39 % vom EBITDA der Gruppe.

Nord-Westeuropa 2004 2005 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 633,3 747,9 +18
EBITDA 1) in Mio. € 134,5 165,3 +23
EBIT 1) in Mio. € 83,2 109,2 +31
CFROI 1) in % 10,8 12,1 -
CVA 1,2) in Mio. € -15,1 0,9 +106
Gesamtinvestitionen in Mio. € 399,8 113,6 -72
Capital Employed in Mio. € 885,4 952,9 +8
Mitarbeiter 3.539 4.203 +19
Absatz Hintermauerziegel in Mio. NF 969 1.066 +10
Absatz Vormauerziegel in Mio. WF 1.379 1.676 +22
Absatz Tondachziegel in Mio. m2 10,6 12,6 +19

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

2) Hurdle Rate = 12 %

Belgien (10 % vom Konzernumsatz)

Während der Wohnungsneubau in Belgien für 2005 ein kräftiges Wachstum von 8 % ausweist, legte der Renovierungsmarkt nur leicht zu. Einhergehend mit erfreulichen Absatzsteigerungen in allen Produktgruppen konnten vor allem bei Hintermauerziegel aber auch bei Vormauer- und Dachziegeln Preiserhöhungen realisiert werden. Die dritte Produktionslinie in Beerse wurde zur Abdeckung der gestiegenen Nachfrage nach Vormauerziegeln im Mai des Berichtsjahres in Betrieb genommen. Zur Optimierung von Herstellkosten und Standortstruktur haben wir zu Jahresbeginn 2005 die Produktion vom gepachteten Dachziegelwerk in Littoral auf den ausgebauten Standort Pottelberg verlagert. Diese Kapazitäts- und Strukturanpassungen sowie die fortgeführten Kosteneinsparungsmaßnahmen ermöglichten ein deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum. Trotz sehr starker Energiekostensteigerungen haben wir uns für 2006 eine weitere Ergebnisverbesserung zum Ziel gesetzt und die dafür notwendigen Schritte eingeleitet.

Holland (10 % vom Konzernumsatz)

Im Vorjahr war eine leichte Belebung des Wohnungsneubaus (+2 %) und der Renovierungstätigkeit (+2 %) in Holland festzustellen. Dieses Umfeld haben wir genutzt, um Absatzmengen und Preise zu steigern. Besonders positiv haben sich die Absätze bei Hintermauer-, Tondachziegel und Pflasterklinker sowie das Preisniveau im Pflasterklinker- und Vormauerziegelbereich entwickelt, während die Exporte nach Deutschland und Großbritannien rückläufig waren. In Summe hat dies zu einer zufrieden stellenden Umsatzsteigerung geführt, während die operative Ergebnissituation von höheren Energiekosten beeinflusst war. In 2005 haben wir unsere Pflasterklinker und Vormauerziegelkapazitäten erhöht sowie das Werk Rijssen geschlossen. Für 2006 sind eine Kapazitäts-

Größtes Segment der Wienerberger Gruppe

Erfreuliche Ergebnisverbesserung in Belgien durch Mengen- und Preisanstieg

Zufriedenstellende Geschäftsentwicklung in Holland trotz höherer Energiekosten

Positives Marktumfeld und höhere Marktanteile in Frankreich

Integration und Restrukturierung belastet Ergebnis in Großbritannien

Ausbau der Marktanteile in Nordeuropa und dem Baltikum

verdoppelung für Pflasterklinker am Standort Kijfwaard West und ein Ausbau des Hintermauerziegelwerkes Brunssum geplant, um vom erwarteten Nachfrageanstieg zu profitieren. Angesichts einer leicht positiven Wohnungsneubauerwartung haben wir uns die weitere Verbesserung von Umsatz und Ergebnis trotz höherer Energiekosten zum Ziel gesetzt.

Frankreich (8 % vom Konzernumsatz)

In Frankreich setzte die Wohnbautätigkeit das starke Wachstum der Vorjahre fort und zeigte 5 % höhere Baubeginne von Einfamilienhäusern. Wir konnten davon stärker als der Gesamtmarkt profitieren und die Absatzmengen vor allem im Bereich Hintermauerziegel deutlich erhöhen. Gestiegene Energie- und Personalaufwendungen wurden durch erfolgreiche Preisanpassungen und Optimierung der Verwaltungskosten kompensiert, womit in Summe eine merkliche Ergebnisverbesserung erzielt wurde. Die Ausbauarbeiten im Tondachziegelwerk Seltz und im Vormauerziegelwerk Ollainville hat Wienerberger erfolgreich abgeschlossen, während das Werk in Wizernes stillgelegt wurde. Die Produktion des geschlossenen Werkes in Angervilliers haben wir zum Standort Ollainville verlagert. Im Hintermauerziegelbereich wurde die regionale Expansionsstrategie "Go West" zum Ausbau unserer Marktstellung fortgesetzt. Gestärkt durch Marktanteilsgewinne für unsere Hintermauerziegel und die umgesetzten Preiserhöhungen sind wir für 2006 gerüstet und wollen in einem positiven Marktumfeld die Ergebnisse trotz höherer Energiekosten weiter steigern.

Großbritannien (6 % vom Konzernumsatz)

Der Ziegelmarkt in Großbritannien war 2005 bedingt durch eine verringerte private Bautätigkeit von Absatzrückgängen geprägt. Zusätzlich hatte Wienerberger durch die Integration von thebrickbusiness und Werksumbauten etwas stärkere Rückgänge als der Mitbewerb zu verzeichnen. Wir nutzten jedoch das abgelaufene Jahr zur Optimierung unserer Produktionskapazitäten und investierten in die Umrüstung des bislang stillgelegten Werkes in Ewhurst, das im zweiten Quartal 2006 die volle Leistung erreichen soll. Die Produktion des stillgelegten Standortes Wealden wurde zum ausgebauten Werk in Warnham verlagert. Um ein Anwachsen der Lagerbestände und massive Energiekostensteigerungen zu verhindern, wurde im Dezember die Produktion in sieben Werken ausgesetzt. Basierend auf den optimierten Produktions- und Werksstrukturen streben wir für 2006 bei leichter Erholung der Nachfrage eine signifikante Ergebnisverbesserung an.

Nordeuropa (3 % vom Konzernumsatz)

Nach der erfolgreichen Übernahme von Wewers im Vorjahr konnten wir in Dänemark 2005 mit der Akquisition des Ziegelwerks in Petersminde unseren Expansionskurs fortsetzen. Zusätzlich wurde durch verbesserte Vertriebsstrukturen und höhere Kapazitäten am Standort Pedershvile die Absatzmenge gesteigert und das Preisniveau angehoben. Positiv auch die Entwicklung in Norwegen, wo wir aufgrund der Neuausrichtung des Vertriebs sowohl Mengen- wie auch Preiserhöhungen erzielen konnten. In Schweden galt es 2005, trotz leichter Mengenrückgänge die Ergebnisentwicklung zu stabilisieren – die Markteinführung der Porotherm-Ziegel verlief vor allem im Süden des Landes erfolgreich. Bei zunehmendem Wettbewerb und einer allgemeinen Markteintrübung entwickelte sich die Absatzmenge in Finnland 2005 leicht rückläufig; erfolgreiche Preiserhöhungen ermöglichten jedoch trotz technischer Optimierungsarbeiten im Werk Koria eine leichte Ergebnisverbesserung. In Estland wurde 2005 mit dem Bau eines neuen Vormauerziegelwerkes in Aseri und der Umrüstung des bestehenden Werkes auf Hintermauerziegel begonnen, um in Zukunft noch stärker von der anhaltenden Dynamik des Baltikums profitieren zu können.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Nord-Westeuropa USA Konzernabschluss Service

USA

In 2005 hat der Wohnungsneubau in den USA mit rund 2,1 Mio. Einheiten einen neuen Rekordwert erreicht. Der Umsatz unserer US-Aktivitäten stieg dementsprechend auf 337,2 Mio. € und übertraf das Vorjahr um 19 %, während das EBITDA 12 % auf 66,4 Mio. € zulegte. Die leicht rückläufige Marge ist auf die Übernahme von drei Ziegelfachhändlern zurückzuführen. Mit reiner Handelsware (Ziegel, Mörtel und verwandte Produkte) erzielen wir aktuell bereits 24 % (Vorjahr: 15 %) des Umsatzes in den USA. Das starke Wachstum resultierte auch aus einem um 6 % höheren Preisniveau, während die Absätze stabil blieben. Bei voller Kapazitätsauslastung war diese Absatzentwicklung auf die mangelnde Verfügbarkeit von Produkten aufgrund geringerer Lagerstände als im Vorjahr zurückzuführen. In den USA erwirtschafteten wir 17 % des Umsatzes und 15 % des EBITDA der Gruppe.

USA 2004 2005 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 284,4 337,2 +19
EBITDA 1) in Mio. € 59,1 66,4 +12
EBIT 1) in Mio. € 42,0 51,8 +23
CFROI 1) in % 15,2 14,1 -
CVA 1,2) in Mio. € 12,5 9,7 -22
Gesamtinvestitionen in Mio. € 43,8 39,5 -10
Capital Employed in Mio. € 277,3 345,0 +24
Mitarbeiter 2.117 2.194 +4
Absatz Vormauerziegel in Mio. WF 1.238 1.241 +0

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

2) Hurdle Rate = 12 %

General Shale forcierte im Berichtsjahr den Ausbau der Produktionskapazitäten, die wie schon im Vorjahr voll ausgelastet waren. Am Standort Rome, Georgia, steht nach Beendigung der zweiten nun auch die dritte Bauphase des neuen Ziegelwerkes kurz vor Fertigstellung. Nach Abschluss der Bauarbeiten im ersten Halbjahr 2006 wird das Werk über eine Kapazität von 180 Mio. Ziegeleinheiten verfügen. Der Ausbau des Standortes Brickhaven, der einer Verdoppelung der Produktion auf 190 Mio. Ziegeleinheiten bringt, konnte im vierten Quartal 2005 abgeschlossen und das Werk Somerset stillgelegt werden. Mit der Erweiterung des Standortes Louisville (Kentucky), die im dritten Quartal finalisiert wurde, haben wir die Kapazität auf 110 Mio. Ziegeleinheiten verdoppelt. Neben den zügigen Ausbauarbeiten bildeten Maßnahmen zur Senkung der Herstellkosten den operativen Schwerpunkt. Dazu wird im Werk Roanoke (Virginia) die Ofenbefeuerung von Erdgas auf Kohle umgestellt und der Automatisierungsgrad erhöht. Eine Strategie, die wir weiter fortsetzen werden.

Die für 2006 vorhergesagte Abschwächung der Baubeginne um rund 5 % sollte vorwiegend das Niedrigpreissegment und die Staaten Florida, Kalifornien und Arizona betreffen und somit für die Ziegelnachfrage nicht maßgeblich sein. Aufgrund der höheren Kapazitäten (+6 % im Jahresvergleich) sowie der laufenden Optimierung unserer Arbeitsprozesse und Herstellkosten, rechnen wir mit einer weiteren Absatz- und Ergebnissteigerung im laufenden Jahr. Die stark gestiegenen Energiekosten treffen General Shale nur in abgeschwächter Form, da ein Großteil ihrer Öfen mit kostengünstigerer Kohle befeuert wird, ein deutlicher Wettbewerbsvorteil in den USA.

Starkes Umsatz- und Ergebniswachstum in USA

Deutlicher Ausbau der Produktionskapitäten zur Befriedigung der starken Ziegelnachfrage

Absatz- und Ergebnissteigerung für 2006 erwartet

Beteiligungen und Sonstiges

Zusammenfassung der Nicht-Kernaktivitäten und Holdingkosten

Negative Ergebnisse durch Ausweis der Holdingkosten in diesem Segment

außerhalb des Kerngeschäftes: Pipelife Kunststoffrohre, Immobilien, ein Ofenkachelwerk in Österreich sowie die Konzernzentrale. Die Pipelife Gruppe hat sich in den vergangenen Jahren zu einem unabhängigen Unternehmen mit eigenständigem Management entwickelt. Sie wird daher als Finanzbeteiligung at-equity konsolidiert und ist in den operativen Ergebnissen nicht enthalten.

Der Bereich Beteiligungen und Sonstiges enthält die Aktivitäten der Wienerberger Gruppe

Der Umsatz des Segments stieg um 24 % auf 20,2 Mio. € und das EBITDA blieb mit -18,0 Mio. € nahezu gleich. Das Umsatzwachstum ist auf die Erhöhung der weiterverrechneten Dienstleistungen an die operativen Tochtergesellschaften sowie höhere Umsätze der Wienerberger Ofenkachel GmbH & Co. KG zurückzuführen. Die negativen Ergebnisse resultieren aus der Berücksichtigung der Holdingkosten in diesem Segment.

Beteiligungen und Sonstiges 2004 2005 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 16,3 20,2 +24
EBITDA 1) in Mio. € -17,5 -18,0 -3
EBIT 1) in Mio. € -20,7 -21,0 -1
Capital Employed in Mio. € 41,7 25,8 -38
Mitarbeiter 172 161 -6

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

Die Pipelife Gruppe (50 % Wienerberger, 50 % Solvay), der viertgrößte Erzeuger von Kunststoffrohrsystemen in Europa, hat sich in 2005 ausgesprochen erfreulich entwickelt und ein Rekordergebnis erzielt. Ein gutes wirtschaftliches Umfeld, die in den Vorjahren durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen sowie die Einführung einer Reihe innovativer Produkte führten zu deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerungen. Gleichzeitig konnten die stark anziehenden Rohstoffkosten für PVC und PE/PP zum Großteil auf die Preise umgelegt werden. Der Konzernumsatz erreichte 712 Mio. € und lag um 17 % über dem Vorjahr. In Europa und China wurde deutlich mehr Menge abgesetzt. In den größeren Märkten war lediglich in Deutschland und Ungarn eine schwächere Nachfrage zu verzeichnen. Gegen Jahresende verbesserten sich auch die von den Hurricanes bis dahin negativ beeinflussten Absätze in den USA. In 2005 wurden die Anteile am Joint-venture in Chengdu, China, veräußert und 100 % an den Tochtergesellschaften in Ungarn und Rumänien erworben – zwei wichtige Strukturierungsmaßnahmen für die Zukunft. Ziel für die Pipelife Gruppe bleiben die Maximierung des Free Cash-flow und die Reduktion der Nettoverschuldung. Für 2006 wird eine Wiederholung der Rekordergebnisse 2005 als sehr anspruchsvolle Zielsetzung eingeschätzt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir im Rahmen unserer Strategie zur Verwertung nichtbetriebsnotwendiger Vermögenswerte zwei große Immobilien veräußert. Im September 2005 wurde das landwirtschaftliche Gut Albrechtsfeld im Burgenland, Österreich, zum Buchwert von 18 Mio. € verkauft. Zum Jahresende konnte ein ausgedehntes Areal im Süden Wiens um 15,7 Mio. € verwertet werden, woraus ein Buchgewinn von 10,6 Mio. € entstand, der als nicht-wiederkehrender Ertrag ausgewiesen ist und daher in den operativen Ergebnissen dieses Segments nicht aufscheint. Unsere Politik zur Realisierung dieser Werte dient der Refinanzierung des Kerngeschäftes und wird konsequent weiter verfolgt. Aktuell bewerten wir die verbleibenden nicht-betriebsnotwendigen Liegenschaften mit 43,5 Mio. €.

Rekordergebnis von Pipelife nach erfolgreicher Optimierung in den Vorjahren

Verwertung nichtbetriebsnotwendiger Liegenschaften wird konsequent weitergeführt

KONZERNABSCHLUSS

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Beteiligungen und Sonstiges Konzernabschluss

Inhaltsverzeichnis Service

Inhalt

89 Konzernabschluss
90 Gewinn- und Verlustrechnung
91 Cash-flow Statement
92 Bilanz
93 Entwicklung des Eigenkapitals
94 Anlagenspiegel
96 Segmentberichterstattung
98 Konzernanhang
98 Allgemeine Erläuterungen
98 Grundlagen (1)
98 Konsolidierungskreis (2)
100 Erwerbe und Veräußerungen (3)
101 Konsolidierungsmethoden (4)
102 Währungsumrechnung (5)
102 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (6)
107 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
107 Umsatzerlöse (7)
107 Materialaufwand und Abschreibungen (8)
108 Personalaufwand (9)
109 Mitarbeiter (10)
109 Sonstige betriebliche Aufwendungen (11)
109 Sonstige betriebliche Erträge (12)
109 Überleitung Ergebnis nach Umsatzkosten- und Gesamtkostenverfahren (13)
110 Nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge (14)
110 Sonstiges Finanzergebnis (15)
111 Ertragsteuern (16)
111 Ergebnis je Aktie, Vorschlag für die Gewinnverteilung (17)
112 Erläuterungen zum Cash-flow Statement
112 Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit (18)
113 Cash-flow aus Investitionstätigkeit (19)
114 Erläuterungen zur Bilanz
114 Anlagevermögen (20)
115 Vorräte (21)
115 Forderungen und sonstige Vermögenswerte (22)
115 Konzerneigenkapital (23)
116 Rückstellungen (24)
117 Rückstellungen für Pensionen (25)
119 Rückstellungen für latente Steuern (26)
120 Verbindlichkeiten (27)
121 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse (28)
121 Finanzinstrumente
121 Finanzinstrumente (29)
123 Derivative Finanzinstrumente (30)
124 Risikobericht
127 Sonstige Angaben
127 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (Nachtragsbericht) (31)
127 Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen (32)
127 Aktienoptionsplan (33)
130 Wesentliche Unterschiede zwischen den österreichischen und den IFRS Rechnungslegungsvorschriften (34)
131 Bericht des Abschlussprüfers
  • Konzernunternehmen
  • 136 Jahresabschluss der Wienerberger AG

Gewinn- und Verlustrechnung

2005 2004
Anmerkung in TEUR in TEUR
(7) Umsatzerlöse 1.954.571 1.758.846
(8, 9, 13) Herstellungskosten -1.210.986 -1.074.544
Bruttoergebnis vom Umsatz 743.585 684.302
(8, 9, 13) Vertriebskosten -369.778 -312.779
(8, 9, 13) Verwaltungskosten -109.524 -108.406
(11) Sonstige betriebliche Aufwendungen -25.554 -48.457
(12) Sonstige betriebliche Erträge 31.556 42.790
(8) Firmenwertabschreibung 0 0
Betriebsergebnis vor nicht-wiederkehrenden Posten 270.285 257.450
(14) Nicht-wiederkehrende Abschreibungen und Vorsorgen aus Restrukturierungen -11.365 0
(14) Nicht-wiederkehrende Erträge 10.637 0
Betriebsergebnis nach nicht-wiederkehrenden Posten 269.557 257.450
Equity-Bewertung von assoziierten Unternehmen 29.513 8.586
(15) Sonstiges Finanzergebnis -47.803 -34.667
Finanzergebnis -18.290 -26.080
Ergebnis vor Ertragsteuern 251.267 231.370
(16) Ertragsteuern -54.834 -49.538
Ergebnis nach Ertragsteuern 196.433 181.832
davon Ergebnis der Minderheiten 2.080 4.729
davon Ergebnis der Muttergesellschaft 194.353 177.104
(17) Bereinigtes Ergebnis je Aktie vor nicht-wiederkehrenden Posten (in EUR) 2,67 2,54
(17) Ergebnis je Aktie (in EUR) 2,66 2,54
(17) Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 2,64 2,53
(17) Vorgesehene bzw. ausbezahlte Dividende je Aktie (in EUR) 1,18 1,07

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil dieser Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Gewinn- und Verlustrechnung Cash-flow Statement

Service

Cash-flow Statement

2005 2004
Anmerkung in TEUR in TEUR
Ergebnis nach Ertragsteuern 196.433 181.832
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 158.124 148.739
Nicht-wiederkehrende Abschreibungen aus Restrukturierungen 1.591 0
Zuschreibungen auf das Anlagevermögen -598 0
Veränderungen langfristiger Rückstellungen 12.994 -10.415
Ergebnisübernahme aus assoziierten Unternehmen -29.513 -8.586
Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen -17.691 -14.542
Cash-flow aus dem Ergebnis 321.340 297.028
Veränderungen Vorräte -45.672 -37.005
Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -9.580 -14.944
Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.643 36.103
Veränderungen übriges Netto-Umlaufvermögen -29.992 30.787
Währungsumrechnungsbedingte Veränderung von Nicht-Fondspositionen 206 -1.362
(18) Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 238.945 310.607
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 61.398 74.349
Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen -278.628 -238.034
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -233 -921
Veränderung Wertpapiere 438 7.123
Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen -60.035 -394.584
Netto-Einzahlungen aus Unternehmensveräußerungen 157 0
(19) Cash-flow aus Investitionstätigkeit -276.903 -552.067
Veränderung langfristiger Finanzverbindlichkeiten 437.047 -12.692
Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten -178.896 40.763
Gezahlte Dividende Wienerberger AG -78.040 -49.777
Gezahlte Dividende und Kapitaländerungen bei Minderheitenanteilen 2.464 -2.690
Dividendenausschüttungen aus assoziierten Unternehmen 2.004 1.975
Kapitalerhöhung Wienerberger AG 0 221.782
Einzahlung aus der Ausübung von Aktienoptionen 5.364 0
Erwerb eigener Aktien -21.326 0
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit 168.617 199.361
Veränderung des Finanzmittelbestandes 130.659 -42.099
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand 2.725 1.887
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 86.492 126.704
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 219.876 86.492
davon Zahlungsmittel 219.876 86.492

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil dieses Konzern-Cash-flow Statements.

Bilanz

Anmerkung 31.12.2005
in TEUR
31.12.2004
in TEUR
Aktiva
(20) Immaterielles Anlagevermögen 563.906 522.064
(20) Sachanlagen 1.507.125 1.337.568
(20) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 32.984 54.872
(2, 20) Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 106.503 76.329
(20) Übrige Finanzanlagen 21.566 21.835
(26) Latente Steuern 61.355 42.737
Langfristiges Vermögen 2.293.439 2.055.404
(21) Vorräte 445.879 391.435
(22) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 184.407 172.753
(22) Sonstige kurzfristige Forderungen 103.567 89.301
(29, 30) Wertpapiere 22.402 70.517
Zahlungsmittel 219.876 86.492
Kurzfristiges Vermögen 976.131 810.497
Summe Aktiva 3.269.570 2.865.901
Passiva
Gezeichnetes Kapital 74.168 74.168
Kapitalrücklagen 415.052 415.052
Gewinnrücklagen 1.031.209 962.644
Eigene Anteile -28.133 -13.327
Unterschiedsbetrag Währungsumrechnung -38.909 -105.502
Anteile in Fremdbesitz 29.717 34.178
(23) Eigenkapital 1.483.104 1.367.214
(24, 25) Personalrückstellungen 75.671 70.810
(24, 26) Latente Steuerrückstellungen 105.318 92.130
(24) Sonstige langfristige Rückstellungen 53.463 51.050
(27, 29) Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.091.366 654.711
(27) Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 51.102 25.028
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 1.376.920 893.729
(24) Sonstige kurzfristige Rückstellungen 39.234 56.994
(27, 29) Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 97.873 278.171
(27) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 150.712 145.349
(27) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 121.727 124.444
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 409.546 604.958
Summe Passiva 3.269.570 2.865.901

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil dieser Konzernbilanz.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Bilanz Entwicklung des Eigenkapitals

Service

Entwicklung des Eigenkapitals

Gezeichnetes Kapital- Gewinn- Eigene Unterschieds
betrag
Währungs-
Minder
in TEUR Kapital rücklagen rücklagen Anteile umrechnung heiten Gesamt
Stand 31.12.2003 65.279 192.831 820.103 -13.327 -108.206 23.753 980.433
Konzernergebnis bzw.
Minderheitenergebnis
177.104 4.729 181.832
Dividendenauszahlungen -49.777 -1.682 -51.459
Währungsumrechnung 2.760 1.785 4.545
Währungsumrechnung
Equity-Beteiligungen
-55 -55
Hedging Reserven 25.750 -92 25.658
Kapitalerhöhungen bzw.
-herabsetzungen
8.888 222.221 -9.327 366 222.148
Zugang/Abgang
Minderheitenanteil
3.286 3.286
Veränderung eigener Anteile 0
Aufwand Aktienoptionspläne 688 688
Übrige Veränderungen -1.897 2.034 137
Stand 31.12.2004 74.168 415.052 962.644 -13.327 -105.502 34.178 1.367.214
Konzernergebnis bzw.
Minderheitenergebnis
194.353 2.080 196.433
Dividendenauszahlungen -78.040 -2.467 -80.507
Währungsumrechnung 63.790 1.147 64.937
Währungsumrechnung
Equity-Beteiligungen
2.803 2.803
Hedging Reserven -47.635 15 -47.620
Kapitalerhöhungen bzw.
-herabsetzungen
2.356 2.356
Zugang/Abgang
Minderheitenanteil
-7.562 -7.562
Veränderung eigener Anteile -1.156 -14.806 -15.962
Aufwand Aktienoptionspläne 1.250 1.250
Übrige Veränderungen -208 -30 -238
Stand 31.12.2005 74.168 415.052 1.031.209 -28.133 -38.909 29.717 1.483.104

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil dieser Konzern-Eigenkapitalentwicklung.

Anlagenspiegel

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
in TEUR Stand
1.1.2005
Veränderung
Konsolidie-
rungskreis
Währungs-
änderungen
Zugänge Abgänge Umbu-
chungen
Stand
31.12.2005
Firmenwert 490.568 9.726 23.334 8.428 16 0 532.040
Sonstiges immaterielles Anlagevermögen 43.980 -375 226 2.578 998 5.141 50.552
Immaterielles Anlagevermögen 534.548 9.351 23.560 11.006 1.014 5.141 582.592
Grundstücke und Bauten 783.907 13.767 15.759 24.109 13.975 38.042 861.609
Technische Anlagen und Maschinen 1.455.455 25.341 43.280 54.669 48.511 117.407 1.647.641
Betriebs- und Geschäftsausstattung
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
87.480
82.797
317
808
1.605
3.370
8.286
180.558
8.680
320
2.036
-170.606
91.044
96.607
Sachanlagen 2.409.639 40.233 64.014 267.622 71.486 -13.121 2.696.901
Als Finanzinvestitionen geh. Immobilien 79.637 0 259 0 32.167 7.980 55.709
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 62.938 -77 2.745 25 0 0 65.631
Beteiligungen an verbundenen Unternehmen 6.195 -610 0 201 229 0 5.557
Sonstige Beteiligungen 19.561 817 261 7 596 0 20.050
Übrige Finanzanlagen 25.756 207 261 208 825 0 25.607
3.112.517 49.714 90.839 278.861 105.492 0 3.426.440
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
in TEUR Stand
1.1.2004
Veränderung
Konsolidie-
rungskreis
Währungs-
änderungen
Zugänge Abgänge Umbu-
chungen
Stand
31.12.2004
Firmenwert 307.176 187.817 -12.538 5.984 21 2.150 490.568
Sonstiges immaterielles Anlagevermögen 42.936 828 1.845 7.986 4.262 -5.353 43.980
Immaterielles Anlagevermögen 350.112 188.645 -10.693 13.970 4.283 -3.203 534.548
Grundstücke und Bauten 651.995 72.675 8.225 35.965 5.180 20.227 783.907
Technische Anlagen und Maschinen 1.264.541 141.902 11.957 56.469 88.837 69.423 1.455.455
Betriebs- und Geschäftsausstattung 75.751 5.089 -464 12.384 11.644 6.364 87.480
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 45.209 7.178 1.311 119.211 824 -89.288 82.797
Sachanlagen 2.037.496 226.844 21.029 224.029 106.485 6.726 2.409.639
Als Finanzinvestitionen geh. Immobilien 100.335 400 348 35 23.370 1.889 79.637
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 78.230 -1.779 -27 18 8.056 -5.448 62.938
Beteiligungen an verbundenen Unternehmen 12.125 -6.799 3 903 37 0 6.195
Sonstige Beteiligungen 39.720 150 120 0 20.429 0 19.561
Übrige Finanzanlagen 51.845 -6.649 123 903 20.466 0 25.756
2.618.018 407.461 10.780 238.955 162.660 -36 3.112.517

Anmerkung: Durch maschinelle Rechenhilfen können Rundungsdifferenzen entstehen. Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil dieses Konzernanlagespiegels.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Anlagenspiegel

Service

Abschreibungen

Veränderung
Stand
1.1.2005
Konsolidie-
rungskreis
Währungs-
änderungen
laufendes
Jahr
Zuschrei-
bungen
Abgänge Umbu-
chungen
Stand
31.12.2005
Bilanzwert
31.12.2005
Bilanzwert
31.12.2004
0 0 0 0 0 0 0 0 532.040 490.568
12.484 -218 122 3.571 1 244 2.972 18.686 31.866 31.496
12.484 -218 122 3.571 1 244 2.972 18.686 563.906 522.064
225.825 9 3.854 32.450 598 10.575 6.101 257.066 604.543 558.082
791.383 -205 20.246 113.293 0 41.165 -10.139 873.413 774.228 664.072
54.658 -210 834 10.113 0 7.372 1.069 59.092 31.952 32.822
205 0 0 5 0 2 -3 205 96.402 82.592
1.072.071 -406 24.934 155.861 598 59.114 -2.972 1.189.776 1.507.125 1.337.568
24.766 0 18 272 0 2.331 0 22.725 32.984 54.872
-13.390 85 -58 0 29.513 -2.004 0 -40.872 106.503 76.329
3.921 -744 -1 12 0 0 0 3.188 2.369 2.274
0 853 0 0 0 0 0 853 19.197 19.561
3.921 109 -1 12 0 0 0 4.041 21.566 21.835
1.099.851 -430 25.015 159.716 30.112 59.685 0 1.194.356 2.232.084 2.012.668

Abschreibungen

Veränderung
Stand
1.1.2004
Konsolidie-
rungskreis
Währungs-
änderungen
laufendes
Jahr
Zuschrei-
bungen
Abgänge Umbu-
chungen
Stand
31.12.2004
Bilanzwert
31.12.2004
Bilanzwert
31.12.2003
0 0 0 0 0 0 0 0 490.568 307.176
16.207 96 311 3.558 0 3.427 -4.261 12.484 31.496 26.729
16.207 96 311 3.558 0 3.427 -4.261 12.484 522.064 333.905
196.753 2.433 1.143 27.217 0 4.484 2.763 225.825 558.082 455.242
741.236 11.640 3.744 106.087 0 71.854 530 791.383 664.072 523.305
52.360 1.098 526 10.573 0 10.878 979 54.658 32.822 23.391
179 34 0 3 0 0 -11 205 82.592 45.030
990.528 15.205 5.413 143.880 0 87.216 4.261 1.072.071 1.337.568 1.046.967
34.361 0 236 557 0 10.388 0 24.766 54.872 65.974
-4.923 -27 28 0 8.586 -154 -36 -13.390 76.329 83.152
3.177 0 0 744 0 0 0 3.921 2.274 8.948
0 0 0 0 0 0 0 0 19.561 39.720
3.177 0 0 744 0 0 0 3.921 21.835 48.668
1.039.350 15.274 5.988 148.739 8.586 100.877 -36 1.099.851 2.012.666 1.578.666

Segmentberichterstattung

Strategische Geschäftsfelder Zentral-Osteuropa Zentral-Westeuropa Nord-Westeuropa
in TEUR 2005 2004 2005 2004 2005 2004
Außenumsatz 502.958 487.979 378.211 364.916 727.555 614.465
Innenumsatz 4.320 1.752 7.198 8.249 20.377 18.816
Umsatz gesamt 507.278 489.731 385.409 373.165 747.932 633.281
EBITDA operativ 136.666 142.231 78.033 87.163 165.345 134.473
Abschreibungen 49.632 40.642 34.778 35.772 56.114 51.237
EBIT operativ 87.033 101.589 43.255 51.391 109.231 83.236
Equity-Beteiligungsergebnis 5.028 2.404 364 0 0 0
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 20.077 16.893 1.823 1.459 90 90
Fremdkapital 525.967 630.266 327.378 269.252 1.021.731 697.769
Capital Employed 569.505 468.075 396.293 359.078 952.855 885.379
Vermögen 872.918 1.025.855 552.466 498.780 1.517.959 1.164.907
Normalinvestitionen 22.799 24.240 15.047 13.310 36.161 37.309
Wachstumsinvestitionen 99.570 105.625 46.883 43.081 77.392 362.487
Mitarbeiter 4.767 4.558 2.002 1.768 4.203 3.539
Produkte Umsatz EBITDA operativ Vermögen
in TEUR 2005 2004 2005 2004 2005 2004
Hintermauerziegel 630.719 647.498 181.616 195.052 930.319 911.225
Vormauerziegel 807.519 711.574 154.082 131.997 1.072.765 931.867
Dachsysteme 407.224 314.598 94.043 84.285 714.964 670.752
Flächenbefestigungen 101.734 78.747 16.726 11.596 136.301 115.104
Sonstiges 7.375 6.429 -18.070 -17.484 415.221 236.953
Wienerberger Gruppe 1.954.571 1.758.846 428.397 405.445 3.269.570 2.865.901
Umsatz Zentral-Osteuropa Zentral-Westeuropa Nord-Westeuropa
in TEUR 2005 2004 2005 2004 2005 2004
Österreich 80.458 84.793
Tschechien 103.109 100.771
Ungarn 91.587 106.043
Polen 109.688 101.876
Sonstiges Osteuropa 118.133 94.555 9.082 7.015
Deutschland 234.963 233.816
Schweiz 70.878 65.928
Italien 72.827 65.437
Belgien 198.819 182.056
Holland 202.615 196.143
Frankreich 148.204 132.737
Großbritannien 114.571 59.075
Skandinavien und Finnland 55.083 37.630
USA
Wienerberger Gruppe 502.975 488.038 378.668 365.181 728.374 614.656

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Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Segmentberichterstattung Service

USA Beteiligungen und Sonstiges Konzern-Eliminierungen Wienerberger Gruppe
2005 2004 2005 2004 2005 2004 2005 2004
337.179 284.425 7.306 6.429 0 0 1.953.209 1.758.214
0 0 12.909 9.830 -43.442 -38.015 1.362 632
337.179 284.425 20.215 16.259 -43.442 -38.015 1.954.571 1.758.846
66.423 59.072 -18.070 -17.494 0 0 428.397 405.445
14.591 17.106 2.997 3.238 0 0 158.112 147.995
51.833 41.966 -21.067 -20.732 0 0 270.285 257.450
715 454 23.406 5.729 0 0 29.513 8.586
4.112 3.490 80.401 54.396 0 0 106.503 76.329
307.201 269.365 1.457.693 814.023 -1.853.504 -1.181.988 1.786.466 1.498.688
345.006 277.253 25.782 41.711 0 0 2.289.441 2.031.495
436.419 359.032 3.010.223 2.250.649 -3.120.415 -2.433.322 3.269.570 2.865.901
12.872 12.832 1.333 2.724 0 0 88.212 90.415
26.606 30.984 0 0 0 0 250.451 542.177
2.194 2.117 161 172 0 0 13.327 12.154
Capital Employed Gesamtinvestitionen
2005 2004 2005 2004
717.746 658.187 125.841 108.105
902.179 715.543 106.276 252.119
538.539 535.314 88.182 253.947
105.195 80.741 17.030 15.696
25.782 41.710 1.333 2.725
2.289.441 2.031.495 338.663 632.592
USA Beteiligungen und Sonstiges Wienerberger Gruppe
2005 2004 2005 2004 2005 2004
7.375 6.546 87.833 91.339
103.109 100.771
91.587 106.043
109.688 101.876
127.215 101.570
234.963 233.816
70.878 65.928
72.827 65.437
198.819 182.056
202.615 196.143
148.204 132.737
114.571 59.075
55.083 37.630
337.179 284.425 337.179 284.425
337.179 284.425 7.375 6.546 1.954.571 1.758.846

Konzernanhang

Berichterstattung nach International Financial Reporting Standards (IFRS)

Der Konzernabschluss ist in Anwendung von § 245a HGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Allgemeine Erläuterungen

1. Grundlagen

Wienerberger ist ein international tätiger Baustoffkonzern mit dem Sitz der Muttergesellschaft in Wien, Österreich. Die Geschäftsaktivitäten sind in fünf Bereiche eingeteilt: Zentral-Osteuropa, Zentral-Westeuropa, Nord-Westeuropa, USA sowie Beteiligungen und Sonstiges. Der Konzernabschluss der Wienerberger AG und ihrer Tochterunternehmen entspricht den für das Geschäftsjahr 2005 gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS). Im Vergleich zum Vorjahr wurden die Bestimmungen des IFRS 5 Non-current Assets Held for Sale and Discontinued Operations erstmals angewendet. Die neuen Bestimmungen des IFRS 2 Share-Based Payments, IFRS 3 Business Combinations, IAS 36, IAS 38 sowie die Änderungen aus dem Improvement Project wurden bereits in 2004 frühzeitig umgesetzt. Die neuen Standards IFRS 6 Exploration for and Evaluation of Mineral Resources (gültig ab 2006) sowie IFRS 7 Financial Instruments: Disclosures (gültig ab 2007) werden nicht frühzeitig angewandt.

Die einbezogenen Abschlüsse aller nach nationalen Vorschriften prüfungspflichtigen oder freiwillig geprüften in- und ausländischen Unternehmen wurden von unabhängigen Wirtschaftsprüfern geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Die Jahresabschlüsse der im Rahmen der Voll- und Quotenkonsolidierung einbezogenen Unternehmen wurden auf der Grundlage historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung wurden einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Die detaillierte Darstellung erfolgt im Anhang.

2. Konsolidierungskreis

Eine Übersicht über die voll- und quotenkonsolidierten Unternehmen sowie Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, findet sich in der Beteiligungsliste am Ende des Anhangs.

In den Konzernabschluss 2005 sind inklusive der Wienerberger AG 14 (Vorjahr: 13) inländische und 105 (Vorjahr: 107) ausländische Tochterunternehmen einbezogen, die entweder von der Wienerberger AG kontrolliert werden oder an denen der Wienerberger AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Nicht konsolidiert werden 33 (Vorjahr: 32) verbundene Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Die Umsätze, Ergebnisse, Schulden und das Vermögen der nicht einbezogenen Tochterunternehmen entsprechen weniger als 2 % der jeweiligen Konzernwerte.

12 (Vorjahr: 13) Joint-venture Gesellschaften der Schlagmann und Bramac Gruppe, bei denen eine gemeinschaftliche Leitung vorliegt, werden anteilsmäßig konsolidiert.

Beteiligungen werden nach der Equity-Methode bilanziert, wenn die Wienerberger Gruppe zwischen 20 und 50 % der Anteile hält (assoziierte Unternehmen), sofern sie für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage von wesentlicher Bedeutung sind. Vom gesamten Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten 7 Gesellschaften von 106.503 TEUR entfallen 77.751 TEUR auf die Pipelife Gruppe.

Der Konsolidierungskreis hat sich im Berichtsjahr 2005 folgendermaßen entwickelt:

Konsolidierungskreis Vollkon-
solidierung
Quotenkon-
solidierung
Equity
Bewertung
Stand 31.12.2004 120 13 8
Wechsel Einbeziehungsart 4 0 0
im Berichtsjahr erstmals einbezogen 7 0 0
im Berichtsjahr fusioniert/liquidiert -11 -1 -1
im Berichtsjahr ausgeschieden -1 0 0
Stand 31.12.2005 119 12 7
davon ausländische Unternehmen 105 10 5

Die nachstehenden Angaben stellen die anteiligen Werte dar, mit denen sämtliche quotal konsolidierten Gemeinschaftsunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen werden:

in TEUR 2005 2004
Umsatzerlöse 89.144 90.583
EBITDA 20.826 20.621
Betriebsergebnis 15.817 15.369
Aktiva
in TEUR
31.12.2005 31.12.2004 Passiva 31.12.2005 31.12.2004
A. Langfristiges Vermögen 61.813 58.350 A. Eigenkapital 47.582 43.336
B. Kurzfristiges Vermögen 28.707 28.012 B. Langfristige Rückstellungen
und Verbindlichkeiten 16.041 16.232
C. Kurzfristige Rückstellungen
und Verbindlichkeiten 26.897 26.793
90.520 86.361 90.520 86.361

Folgende Angaben stellen die anteiligen Werte dar, die sich aus der Aggregation der nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen (Pipelife Gruppe und Tondach Gleinstätten Gruppe) ergeben:

in TEUR 2005 2004
Umsatzerlöse 404.457 345.404
EBITDA 49.548 33.466
Betriebsergebnis 31.374 16.706
Aktiva
in TEUR
31.12.2005 31.12.2004 Passiva 31.12.2005 31.12.2004
A. Langfristiges Vermögen 130.863 122.517 A. Eigenkapital 102.306 71.401
B. Kurzfristiges Vermögen 162.527 154.064 B. Langfristige Rückstellungen
und Verbindlichkeiten 67.148 91.696
C. Kurzfristige Rückstellungen
und Verbindlichkeiten 123.936 113.484
293.390 276.581 293.390 276.581

3. Erwerbe und Veräußerungen

Folgende Akquisitionen des Jahres 2005 sind erstmals konsolidiert:

Name der Gesellschaft Anteil in % Name der Gesellschaft Anteil in %
von Müller Dachprodukte GmbH & Co. KG 80,00 Petersminde Teglvaerk A/S 100,00

Der Konsolidierungskreis änderte sich gegenüber dem 31.12.2004 durch folgende Erst- und Endkonsolidierungen:

Ende März 2005 wurde eine Mehrheitsbeteiligung an der von Müller Dachprodukte GmbH & Co. KG mit zwei Dachziegelwerken in Deutschland erworben. Im dritten Quartal wurden 100 % der Anteile an Petersminde Teglvaerk A/S mit einem Vormauerziegelwerk in Dänemark übernommen.

Im Jahr 2005 hat es außer Akquisitionen (share deals) mehrere Käufe von Ziegelwerken (asset deals) gegeben. Die Effekte aus Anlagenkäufen werden nicht als Konsolidierungskreisänderungen, sondern als Anlagenzugänge gezeigt. Im zweiten Quartal hat Wienerberger zwei Ziegelwerke in der Slowakei gekauft, wovon ein Werk nach dem Erwerb permanent stillgelegt wurde.

Erstmals vollkonsolidiert wurden mit Stichtag 1.1.2005 die bisher nicht konsolidierten Ziegelaktivitäten von Wienerberger in Russland und Bulgarien. In Russland wird derzeit ein Werk gebaut und in Bulgarien werden aus Nachbarländern importierte Ziegel vertrieben.

Diese Erstkonsolidierungen erhöhten für den Zeitraum 1.1.2005 bis 31.12.2005 anteilig mit 25.087 TEUR den Umsatz und verringerten mit 3.475 TEUR das EBITDA der Gruppe.

Am 24.9.2004 wurden 100 % der Anteile an thebrickbusiness, dem drittgrößten Ziegelhersteller Großbritanniens mit neun Werken, erworben. Die Aktivitäten von thebrickbusiness haben im Zeitraum vom 1.1.2005 bis 23.9.2005 mit 62.627 TEUR zum Konzernumsatz und mit 14.750 TEUR zum EBITDA der Gruppe beigetragen und werden als Konsolidierungskreisänderung nicht in die Berechnung des organischen Wachstums einbezogen.

Die positive Umsatz- und Ergebnisauswirkung der erstmals ganzjährigen Vollkonsolidierung von Koramic Roofing (im 1. Quartal 2004 nur mit 50 % enthalten), der ganzjährigen Konsolidierung von drei Ziegelwerken und eines Betonpflastersteinwerkes in Polen (im 2. Quartal 2004 erstkonsolidiert) wurden ebenfalls als Konsolidierungskreisänderung 2005 ausgewiesen.

Per 1.1.2005 wurde der 100 %-Anteil an der Wienerberger Alpha Umwelttechnik zum Buchwert veräußert. Die Endkonsolidierung hat einen Effekt auf den Konzernumsatz von deutlich weniger als 1%.

Die gesamten Konsolidierungskreisänderungen ergeben einen Netto-Effekt von 106.082 TEUR auf den Umsatz und von 15.076 TEUR auf das EBITDA.

Die Erstkonsolidierung für die erstmals einbezogenen Unternehmen erfolgte zum Erwerbszeitpunkt oder zum zeitnahen Bilanzstichtag, sofern sich daraus keine wesentlichen Auswirkungen gegenüber einem Einbezug ab dem Erwerbszeitpunkt ergaben.

Die Auswirkung der Konsolidierungskreisänderungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Konzernbilanz stellt sich für 2005 (bzw. ab/im Erst- und Endkonsolidierungszeitpunkt) wie folgt dar:

in TEUR 2005
Umsatzerlöse 106.082
EBITDA 15.076
Betriebsergebnis 5.191
Aktiva Passiva
in TEUR 31.12.2005 31.12.2005
A. Langfristiges Vermögen 50.144 A. Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 7.076
B. Kurzfristiges Vermögen -38.264 B. Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 4.805
11.881 11.881

4. Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung bei voll- bzw. quotenkonsolidierten verbundenen Unternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Dabei wird dem jeweiligen Anschaffungswert das neu bewertete Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung gegenübergestellt (purchase accounting). Eine Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem neu bewerteten Eigenkapital wird, soweit identifizierbar, den Vermögensgegenständen zugerechnet; nach der Zurechnung verbleibende Firmenwerte, die dem Veräußerer nicht näher identifizierbare Marktchancen und Entwicklungspotenziale abgelten, werden in Landeswährung im zugehörigen Segment aktiviert (im Berichtsjahr 9.726 TEUR). Gemäß dem Standard IFRS 3 Business Combinations werden Firmenwerte aus Akquisitionen nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich einem Impairment-Test unterzogen und nur im Falle außerplanmäßiger Wertminderung abgeschrieben. Im Jahr 2005 gab es keine außerplanmäßigen Wertminderungen.

Aus den Erstkonsolidierungen 2005 resultierte ein passiver Unterschiedsbetrag (Badwill) von 630 TEUR, welcher ergebniswirksam ausgebucht wurde.

Die Konsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen erfolgt anteilsmäßig nach den gleichen Grundsätzen.

Für die nach der Equity-Methode einbezogenen assoziierten Unternehmen gelten die gleichen Eigenkapitalkonsolidierungsgrundsätze wie im Rahmen der Voll- und Quotenkonsolidierung. Bei den nach der Equity-Methode angesetzten Unternehmen werden die lokalen Bewertungsmethoden bei unwesentlichen Abweichungen beibehalten.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, andere Erträge und Aufwendungen aus der Verrechnung zwischen Unternehmen des Voll- und Quotenkonsolidierungskreises werden eliminiert. Abzinsungen und sonstige einseitig ergebniswirksame Buchungen werden ergebniswirksam ausgebucht. Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.

Aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr resultierende Zwischenergebnisse im Anlage- und Umlaufvermögen sind eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

5. Währungsumrechnung

Die Jahresabschlüsse ausländischer Gesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Bei sämtlichen Gesellschaften ist dies die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben. Abgesehen von den Eigenkapitalpositionen werden alle Bilanzpositionen mit dem Devisenmittelkurs zum 31.12.2005 umgerechnet. Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung werden als Vermögenswert in der lokalen Währung bilanziert und ebenfalls mit dem Devisenmittelkurs zum Konzernabschlussstichtag umgerechnet. Aufwands- und Ertragsposten werden mit Jahresdurchschnittskursen konvertiert.

Nicht realisierte Währungsumrechnungsdifferenzen aus langfristigen konzerninternen Gesellschafterdarlehen werden erfolgsneutral in den Unterschiedsbetrag Währungsumrechnung eingestellt.

Das währungsbedingte Translationsrisiko aus den amerikanischen Ziegelaktivitäten wird durch den Abschluss von Währungsswaps eingeschränkt. Dabei wird in Höhe der auf US-Dollar lautenden Vermögenswerte ein US-Dollar-Euro Währungsswap abgeschlossen. Die Translationsrisiken aus den polnischen und englischen Ziegelaktivitäten sind durch den Abschluss von Währungsswaps und -termingeschäften zu rund 55 % bzw. 95 % abgedeckt.

Im Berichtsjahr wurden passive Stichtagsumrechnungsdifferenzen von 66.593 TEUR (Vorjahr: 2.705 TEUR) ergebnisneutral in das Eigenkapital eingestellt. Die erfolgsneutrale Erfassung von Währungstransaktionen (Hedging-Transaktionen) verringerte die Gewinnrücklagen um 49.111 TEUR. Währungsumrechnungsdifferenzen zwischen dem Stichtagskurs innerhalb der Bilanz und dem Durchschnittskurs innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung werden im Eigenkapital verrechnet.

Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt:

Stichtagskurs Jahresdurchschnittskurs
in EUR 31.12.2005 31.12.2004 2005 2004
100 Britische Pfund 145,92149 141,83391 146,22527 147,35857
100 Dänische Kronen 13,40393 13,44303 13,41948 13,44098
100 Kroatische Kuna 13,56677 13,05969 13,51375 13,33875
100 Norwegische Kronen 12,52348 12,14108 12,48323 11,94765
100 Polnische Zloty 25,90674 24,48280 24,85658 22,07991
100 Rumänische Lei 27,17244 25,38715 27,61400 24,68250
100 Schwedische Kronen 10,65133 11,08574 10,77407 10,95952
100 Schweizer Franken 64,30455 64,81301 64,58462 64,76940
100 Slowakische Kronen 2,63992 2,58098 2,59075 2,49800
100 Slowenische Tolar 0,41753 0,41708 0,41742 0,41828
100 Tschechische Kronen 3,44828 3,28256 3,35783 3,13496
100 Ungarische Forint 0,39546 0,40655 0,40313 0,39734
100 US-Dollar 84,76731 73,41605 80,36759 80,40438

6. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31.12.2004 werden mit Ausnahme der Bewertung von zur Veräußerung vorgesehenen Anlagen (IFRS 5 Non-current Assets Held for Sale) unverändert angewandt.

Die neuen Bestimmungen des IFRS 2 Share-Based Payments, IFRS 3 Business Combinations, IAS 36, IAS 38 sowie die Änderungen aus dem Improvement Project wurden bereits in 2004 frühzeitig umgesetzt.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Konzernanhang Service

Mit Wirkung vom 1.1.2005 trat in der Europäischen Union die Emissionshandelsrichtlinie RL 2003/87/EG in Kraft, aufgrund derer die Wienerberger Gruppe verpflichtet ist, für die Emission des Treibhausgases CO2, das bei der Herstellung von Ziegeln prozessbedingt entsteht, Emissionszertifikate einzulösen. Diese Richtlinie sieht gleichzeitig vor, dass CO2 emittierenden Unternehmen eine bestimmte Zahl von Gratiszertifikaten behördlich zugeteilt werden, um diese Verpflichtung erfüllen zu können. Entsprechend den tatsächlichen Emissionen haben Unternehmen entweder Zertifikate nachzukaufen oder können überschüssige Zertifikate frei veräußern. Der Wienerberger Gruppe wurden jährlich rund 2,7 Mio. Tonnen CO2 Emmissionsrechte für die Jahre 2005 bis 2007 gratis zugeteilt. Da der seitens des IASB veröffentlichte IFRIC 3 nach Ablehnung durch die EU-Kommission wieder zurückgenommen wurde, bilanziert Wienerberger die Emissionsrechte wie im vorangegangenen Quartal weiterhin auf Basis von IAS 20 und IAS 38 mit den Anschaffungskosten von Null. Systemkonform sind auch in der Gewinn- und Verlustrechnung nur Aufwendungen für notwendige Beschaffungen wegen zu geringer Zuteilung bzw. Erträge aus der Veräußerung überzähliger Emissionsrechte enthalten.

In den Quartalsabschlüssen 2005 wurde die Verringerung der Hedging Reserve durch Währungsswaps innerhalb des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit in der Position "Währungsumrechnungsbedingte Veränderung von Nicht-Fondspositionen" ausgewiesen. Die Gegenposition zur Hedging Reserve fand sich im Cash-flow aus Investitionstätigkeit unter der Position Veränderung aus Wertpapieren, die somit positiver dargestellt wurde. Im Jahresabschluss 2005 werden diese Effekte gemäß IAS 7 als nicht zahlungswirksam deklariert und somit nicht mehr im Cash-flow Statement ausgewiesen. Der Cash-flow für das Jahr 2004 wurde entsprechend angepasst.

Aufgrund der Harmonisierung der Reportingtermine konnte das Ergebnis der Tondach Gleinstätten Gruppe erstmals zeitgleich in die Equity-Bewertung einbezogen werden. Der Ergebnisanteil für das Jahr 2004 wurde daher im 1. Quartal nachgeholt. Der Ergebnisanteil für das Jahr 2005 wurde in den jeweiligen Quartalen erfasst.

Der österreichische Nationalrat hat im Zuge der Steuerreform 2005 eine Senkung des Körperschaftssteuersatzes von 34 auf 25 % beschlossen. Dieser Steuersatz ist erstmals ab der Veranlagung 2005 anzuwenden. Sämtliche latenten Steuerabgrenzungen in Österreich sind gemäß IAS 12.47 bereits seit 31.12.2004 mit dem neuen Steuersatz bewertet.

Der Konzernabschluss wurde unter Beibehaltung folgender Grundsätze aufgestellt:

Ertrags- und Aufwandsrealisierung: Erträge aus Lieferungen werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.

Auftragslage: Angaben zur Auftragslage sind für die Beurteilung der Geschäftstätigkeit der Wienerberger AG irrelevant. Auf eine Darstellung wird daher verzichtet.

Immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagen: Erworbene immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare oder nutzungsbedingte (Tongruben) Abschreibungen, angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung und des Vertriebs werden nicht aktiviert. Bei wesentlichen Werksneubauten sind Fremdkapitalkosten für den Zeitraum der Errichtung aktiviert. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagengegenstände (Komponenten-Ansatz).

Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Produktionsgebäude (inkl. Lagerhallen) 25 Jahre Öfen und Trockner (Vormauerziegel) 10 – 20 Jahre
Verwaltungsgebäude 40 – 50 Jahre Sonstige Maschinen 5 – 15 Jahre
Wohngebäude 40 – 50 Jahre Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 – 10 Jahre
Öfen und Trockner (Hintermauerziegel und Dach) 8 – 15 Jahre Sonstiges immaterielles Anlagevermögen 3 – 10 Jahre

Über das Ausmaß der planmäßigen Abschreibung hinausgehende wesentliche und andauernde Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Reparaturkosten, die die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlängern, werden als laufender Aufwand gebucht. Bei Qualifikation einer Anlage als "zur Veräußerung vorgesehen" gemäß IFRS 5 wird die laufende Abschreibung ausgesetzt.

Werden Sachanlagen stillgelegt, verkauft oder aufgegeben, wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst, solange es sich in der Höhe um jährlich wiederkehrende vergleichbare Vorgänge handelt.

Die Bilanzwerte zum Akquisitionsstichtag dürfen gemäß IFR 3.62 innerhalb eines Jahres angepasst werden, wenn diese am Bilanzstichtag vorläufig waren. Im Jahr 2005 wurden für die Akquisition von "thebrickbusiness" die endgültigen Werte und damit der Firmenwert um 3.349 TEUR angepasst.

Gemietete Sachanlagen, die aus wirtschaftlicher Betrachtungsweise als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen sind (Finanzierungsleasing) werden in Übereinstimmung mit IAS 17 (Accounting for Leases) zu den Anschaffungskosten angesetzt, die im Falle des Kaufs angefallen wären. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer, oder wenn kürzer, über die Laufzeit des Leasingvertrags. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind passiviert.

Subventionen und Investitionszuschüsse werden passiviert und entsprechend der Nutzungsdauer des zugeordneten Vermögenswerts verbraucht.

Gemäß IAS 36 (Impairment of Assets) werden Vermögenswerte, bei denen Hinweise auf Wertminderungen vorliegen und deren Barwerte (Abzinsung mit WACC 7,5 %) der zukünftigen Einzahlungsüberschüsse unter den Buchwerten liegen, auf den Nutzwert oder einen möglichen Einzelveräußerungs- bzw. Liquidationswert abgeschrieben. In der Wienerberger Gruppe werden dabei in der Regel zusammengefasste Werkseinheiten als zahlungsmittelgenerierende Einheiten definiert. Die zukünftigen Einzahlungsüberschüsse basieren auf internen Planungen, welche detailliert für 2006 und mit geringen Vereinfachungen für die nachfolgenden drei Jahre 2007, 2008 und 2009 erstellt werden. Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft. Diese Erkenntnisse werden bei der Erstellung des nächsten Jahresplans berücksichtigt. Für die Jahre 2010 bis 2020 wird der Zahlungsüberschuss des Planjahres 2009 zugrunde gelegt. Die Berechnung des Barwertes der Zahlungsüberschüsse umfasst somit lediglich 15 Berichtsjahre.

Wesentlicher Faktor für den Nutzwert sind Annahmen über zukünftige lokale Markt- und Mengenentwicklungen. Der Nutzwertermittlung liegen deshalb Annahmen, die mit Wirtschaftsforschern in den regionalen Märkten abgestimmt werden,Annahmen von Euroconstruct und Erfahrungswerte der Vergangenheit zugrunde. Die Marktwachstumsraten können dabei im kurzfristigen, detailliert geplanten Zeitraum von vier Jahren in einzelnen Jahren zwischen –5 und +5 % liegen; nach den vier Jahren wird meist von durchschnittlichem Marktwachstum von 0 bis +2 % ausgegangen. Bei der Einschätzung der Kostenstrukturen wird dabei in der Regel von den Erfahrungswerten der Vergangenheit in der Wienerberger Gruppe ausgegangen und diese extrapoliert.

Bei Entfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden im Sachanlagevermögen entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Firmenwerte, die aufgrund einer Wertminderung einmal abgeschrieben wurden, werden gem. IFRS 3 nicht mehr zugeschrieben.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Finanzanlagen: Die Anteile an assoziierten sowie an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen werden, sofern es sich nicht um Anteile von untergeordneter Bedeutung handelt, grundsätzlich nach der Equity-Methode bewertet. Die übrigen Beteiligungen sind mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Bei Anzeichen von nachhaltigen Wertminderungen wird eine Abschreibung durchgeführt. Abschreibungen und Zuschreibungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Vorräte: Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten. Bei der Bewertung der Vorräte kommt das gleitende Durchschnittspreisverfahren zur Anwendung. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden die direkt zurechenbaren Kosten und die anteiligen Gemeinkosten einschließlich Abschreibungen unter Annahme einer Normalauslastung einbezogen. Fremdkapitalzinsen sowie Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten im Umlaufvermögen. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer bzw. aus verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden angemessene Abschläge berücksichtigt.

Forderungen: Forderungen und sonstige Vermögenswerte sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Zinsenlose oder unverzinste Forderungen mit einer Laufzeit über einem Jahr werden mit dem abgezinsten Barwert angesetzt. Fremdwährungsforderungen aus den Einzelabschlüssen werden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Wertpapiere werden im Zugangszeitpunkt mit ihren Anschaffungskosten erfasst und in den Folgeperioden mit aktuellen beizulegenden Werten basierend auf Börsenotierungen bewertet. Schwankungen im Marktwert werden erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst. Der Ansatz von Finanzaktiva erfolgt am Handelstag, dies ist der Zeitpunkt an dem sich das Unternehmen zum Kauf oder Verkauf verpflichtet.

Rückstellungen: Die Rückstellungen für Abfertigungen – vorwiegend für österreichische Dienstnehmer – werden vereinfacht auf Basis einer finanzmathematischen Berechnung unter Zugrundelegung eines Pensionseintrittsalters von 65 (Männer) bzw. 60 (Frauen) Jahren und eines Rechnungszinssatzes von 4 % nach dem Teilwertverfahren berechnet.

In der Wienerberger Gruppe gibt es beitragsorientierte und leistungsorientierte Pensionszusagen. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen (Defined Contribution) bestehen nach der Zahlung der Prämien keine weiteren Verpflichtungen für den Arbeitgeber. Bei leistungsorientierten Pensionzusagen (Defined Benefit) wird dem Mitarbeiter ein bestimmter Pensionsbetrag zugesagt. Das Risiko bezüglich der tatsächlichen Pensionsauszahlungshöhe wird bis zum Auszahlungszeitpunkt vom Unternehmen getragen. Die Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen werden nach dem "Anwartschaftsbarwertverfahren" (Projected-Unit-Credit-Method) errechnet. Bei der Bewertung von Altersversorgungsleistungen finden zukünftige Gehaltssteigerungen und Steigerungen leistungsorientierter Zusagen Berücksichtigung. Den Berechnungen liegt ein Rechnungszinsfuß zwischen 5 % (Europa) und 6 % (USA) , eine erwartete Einkommensentwicklung von 3 – 5 %, erwartete Rententrends von 3 – 5 %, durchschnittliche Fluktuationen von 2 – 5 % und erwartete Erträge von 5 – 7,7 % auf das Planvermögen zugrunde. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen wird von Versicherungsmathematikern durchgeführt.

Wegen ihres Versorgungscharakters werden jene US-amerikanischen Verpflichtungen, welche die Abgeltung von Krankheitskosten ehemaliger Mitarbeiter in Ruhestand betreffen, in der Position Pensionsrückstellungen ausgewiesen.

Die Pensionsrückstellungen wurden mit dem Planvermögen saldiert, das für die Abdeckung der Verpflichtungen gehalten wird. Die die Pensionsverpflichtungen übersteigenden Marktwerte des Planvermögens sind innerhalb der sonstigen kurzfristigen Forderungen ausgewiesen.

Wesentliche versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nicht im Jahr des Entstehens ergebniswirksam erfasst, sondern über die verbleibende Restdienstzeit der aktiven Belegschaft (Korridor-Regelung) amortisiert.

In Übereinstimmung mit IAS 12 (revised) werden alle temporären Bewertungs- und Bilanzierungsdifferenzen zwischen Steuerbilanz und IFRS-Bilanz in die latente Steuerabgrenzung einbezogen. Für die Abgrenzung werden – unter Beachtung des lokalen Steuersatzes des betroffenen Konzernunternehmens – die bei der Auflösung der Unterschiedsbeträge erwarteten künftigen Steuersätze angewandt. Zukünftige Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, wenn die Steuersatzänderung zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung bereits gesetzlich beschlossen wurde.

Rekultivierungsverpflichtungen für Tongruben werden beim Erwerb der Tongruben gemäß IAS 16 (anzuwenden ab 1.1.2005) passiviert. Die Rekultivierungsverpflichtungen für vor dem Jahr 2005 erworbene Tongruben werden gemäß der Übergangsregelung des IAS 16 auf Basis der abgebauten Menge passiviert. Sonstige Verbindlichkeiten, die bezüglich ihrer Fälligkeit oder ihrer Höhe ungewiss sind, werden gemäß IAS 37 passiviert.

Verbindlichkeiten: Verbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages abzüglich Transaktionskosten erfasst. Ein Agio, Disagio oder sonstiger Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit nach der Effektivzinsmethode verteilt und im Finanzergebnis erfasst. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Derivative Finanzinstrumente: Zins- und Währungsswaps sowie Fremdwährungstermingeschäfte werden bei Vertragsabschluss zu Anschaffungskosten angesetzt und in den Folgeperioden mit dem Marktwert bewertet. Zur Ermittlung der Marktwerte werden für börsegehandelte Wertpapiere die aktuellen Börsekurse herangezogen. Für nicht börsegehandelte Zinsinstrumente werden die Marktwerte durch Abzinsung der künftigen Zahlungen unter Verwendung eines aktuellen Marktzinssatzes ermittelt. Die Marktbewertungen von derivativen Instrumenten, die gemäß IAS 39 als Cash-flow Hedging Instrumente zu klassifizieren sind (vor allem Währungsswaps), werden ergebnisneutral (Hedging Reserve) eingebucht. Ineffektivitäten im Bereich der Cashflow Hedges sind unwesentlich. Bei Fair Value Hedges (vor allem Zinsswaps) wird die Bewertung des Grundgeschäftes um den Betrag der der Marktbewertung des abgesicherten Risikos entspricht, ergebniswirksam angepasst.

Ergebnis je Aktie: Das Ergebnis je Aktie wird ermittelt, indem das Konzernergebnis nach Minderheitenanteilen durch die gewichtete Anzahl der ausgegebenen Aktien (abzüglich der eigenen Aktien) dividiert wird. Aufgrund des Aktienoptionsplans bestehen Optionsrechte für Wienerberger Manager.

Schätzungen: Im Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die die bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen.

Segmentberichterstattung: Nach dem "Management Approach" müssen die Geschäftsbereiche bei der primären Segmentberichterstattung entsprechend der internen Berichtsstruktur definiert werden. Die Geschäftsbereiche sind daher bei Wienerberger nach Regionen strukturiert. Die Aufteilung von EBITDA, EBIT, Vermögen, Capital Employed sowie Normalinvestitionen und Wachstumsinvestitionen erfolgt nach dem Sitz der Gesellschaften. Bei der sekundären Segmentberichterstattung wird nach den Produktgruppen Hintermauerziegel, Vormauerziegel, Dachsysteme, Flächenbefestigungen und Sonstiges segmentiert.

Verrechnungspreise: Zwischen den einzelnen strategischen Geschäftsfeldern bestehen nur teilweise regionale Lieferungsund Leistungsbeziehungen. Bei Warenlieferungen erfolgt die Bestimmung des konzerninternen Verrechnungspreises zu marktüblichen Bedingungen nach der Wiederverkaufspreismethode. Bei konzerninternen Leistungsbeziehungen basiert die Verrechnung zu marktüblichen Bedingungen nach der Kostenaufschlagsmethode.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

7. Umsatzerlöse

Der konsolidierte Umsatz erhöhte sich um 11 % auf 1.954.571 TEUR. Bereinigt um Effekte aus Konsolidierungskreisänderungen und Währung betrug die organische Umsatzveränderung 4 % (Vorjahr: 8 %). Im Segment Zentral-Osteuropa kompensierten die Umsatzsteigerungen in Tschechien, der Slowakei sowie Rumänien die Rückgänge in Ungarn. Der Umsatz in Deutschland blieb nahezu unverändert, wobei der Rückgang der Ziegelumsätze durch den Erstkonsolidierungseffekt von zwei Dachziegelwerken der von Müller Dachprodukte GmbH & Co. KG ausgeglichen wurde. Die Umsätze in Italien und der Schweiz lagen über dem Vorjahr. Das Segment Nord-Westeuropa konnte den Umsatz durch die ganzjährige Vollkonsolidierung von "thebrickbusiness" und organischem Wachstum in Frankreich und Belgien deutlich erhöhen. Die amerikanischen Ziegelaktivitäten steigerten durch höhere Preise und zusätzliche Handelswaren die Umsätze deutlich. Der Konzernumsatz wurde durch Währungseffekte, vor allem durch eine Aufwertung des polnischen Zloty und der tschechischen Krone, mit 24.747 TEUR positiv beeinflusst. Die Umsatzerlöse sind nach Geschäftsbereichen und Regionen detailliert in der Segmentberichterstattung auf den Seiten 96 und 97 dargestellt.

8. Materialaufwand und Abschreibungen

In den Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind Materialaufwendungen, Handelswareneinsätze, Aufwendungen für bezogene Leistungen und Energiekosten enthalten:

in TEUR 2005 2004
Materialaufwand 350.788 348.933
Handelswareneinsatz 105.650 99.220
Energiekosten 250.364 198.569
Aufwendungen für bezogene Leistungen 73.780 50.080
Gesamt 780.582 696.802

Die Materialaufwendungen setzten sich aus Aufwendungen für Ton, Sand, Sägespäne und weitere Zuschlagsstoffe, Palettenverbrauch und sonstige Verpackungsmaterialien zusammen. Instandhaltungskosten betreffen den Einsatz von geringwertigen Ersatzteilen (Materialaufwand) sowie Dienstleistungen von Dritten (Aufwendungen für bezogene Leistungen). In den Herstellungs-, Vertriebs-, Verwaltungskosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende Abschreibungen enthalten:

in TEUR 2005 2004
planmäßige Abschreibungen 154.082 140.694
außerplanmäßige Abschreibungen 4.030 7.301
158.112 147.995
Firmenwertabschreibungen 0 0
Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 158.112 147.995

Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 Business Combinations nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich einem Impairment Test unterzogen (siehe 6. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden).

9. Personalaufwand

In den Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

in TEUR 2005 2004
Löhne 201.051 171.355
Gehälter 166.315 147.020
Aufwendungen aus Aktienoptionsplänen 1.250 688
Aufwendungen für Abfertigungen 5.415 6.878
Aufwendungen für Altersversorgung 11.584 9.242
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge 82.323 80.554
Sonstige Sozialaufwendungen 18.545 16.447
Personalaufwand 486.483 432.184

Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2005 betrugen 3.618 TEUR (Vorjahr: 3.430 TEUR), davon entfallen 1.991 TEUR auf variable und 1.627 TEUR auf fixe Gehaltsbestandteile. Für aktuell tätige Vorstandsmitglieder wurden im Geschäftsjahr 1.075 TEUR (Vorjahr: 627 TEUR) an Pensionsaufwendungen in Form von Beiträgen zu Pensionskassen (beitragsorientierte Zusagen) und Bildung von Pensionsrückstellungen (leistungsorientierte Zusagen) verbucht.

An frühere Mitglieder des Vorstandes und ihre Hinterbliebenen wurden Zahlungen von 589 TEUR (Vorjahr: 501 TEUR) getätigt.

An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden im Geschäftsjahr 2005 Bezüge von insgesamt 273 TEUR (Vorjahr: 170 TEUR) ausbezahlt. Die Gesamtvergütung an den Aufsichtsrat errechnet sich als %-Satz vom Ergebnis nach Steuern vor Minderheitenanteilen. Die Vergütungen der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder (Kapitalvertreter) werden entsprechend dem Umfang ihrer Tätigkeit aufgeteilt.

Haftungen für Kredite sowie Firmenkredite von Gesellschaften der Wienerberger Gruppe an Vorstände und Aufsichtsräte bestehen nicht.

Die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat ist auf den Seiten 18 und 27 dargestellt. Auf Seite 33 ist der Aktienbesitz der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder angeführt. Über die Entlohnung der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates wird im Vergütungsbericht auf den Seiten 31 bis 33 im Detail informiert. Der Aufwand aus dem Aktienoptionsplan ist oben und auf Seite 128 dargestellt.

10. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug:

2005 2004
Gesamt davon in
Gemeinschafts-
unternehmen
Gesamt davon in
Gemeinschafts
unternehmen
Mitarbeiter in Werken 10.051 440 8.877 475
Mitarbeiter in Verwaltung 1.111 73 1.043 77
Mitarbeiter im Vertrieb 2.165 166 2.234 161
Gesamte Mitarbeiter im Konzern 13.327 679 12.154 713
davon Lehrlinge 39 3 31 1

Durch Änderungen im Konsolidierungskreis veränderte sich der Mitarbeiterstand per Saldo um 1.047 Personen. Arbeitnehmer von anteilsmäßig einbezogenen Unternehmen sind entsprechend der Höhe der Beteiligung eingerechnet.

11. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen unterteilen sich wie folgt:

in TEUR 2005 2004
Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen exklusive Finanzanlagen 3.102 5.030
Übrige 22.452 43.427
Sonstige betriebliche Aufwendungen 25.554 48.457

Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen beschränken sich bei Wienerberger auf Kosten für Produktentwicklung, Verfahrenstechnik, Verbesserung von Umweltstandards sowie Labortätigkeiten. Die Entwicklungskosten nach erfolgreicher Forschung werden in der Regel bei den jeweiligen Anlagen aktiviert. In 2005 betrug der Forschungsaufwand 3.595 TEUR. Die verbleibenden übrigen betrieblichen Aufwendungen umfassen die nicht den Funktionsbereichen zurechenbaren Aufwendungen.

12. Sonstige betriebliche Erträge

in TEUR 2005 2004
Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Anlagevermögen exklusive Finanzanlagen 12.261 19.572
Erträge aus Versicherungsansprüchen 3.906 5.415
Übrige 15.389 17.803
Sonstige betriebliche Erträge 31.556 42.790

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge sind umsatznahe Erlöse, wie beispielsweise Miet- und Provisionserlöse, die nicht Teil der unmittelbaren Umsatztätigkeit der Wienerberger Gruppe sind.

13. Überleitung Ergebnis nach Umsatzkosten- und Gesamtkostenverfahren

In der Gewinn- und Verlustrechnung nach Umsatzkostenverfahren werden die Aufwendungen nach einzelnen Funktionsbereichen gegliedert. Beim Gesamtkostenverfahren werden jedoch die einzelnen Aufwandsarten dargestellt und um Lagerbewegungen bei Halb- und Fertigfabrikaten im Rahmen von "Bestandsveränderungen" korrigiert, sodass der entsprechende Aufwand der verkauften Menge ausgewiesen wird. Der Zusammenhang der beiden Verfahren stellt sich wie folgt dar:

in TEUR Fracht-
aufwand
Material-
aufwand
Handels-
wareneinsatz
Abschrei-
bungen
Energie-
kosten
Bezogene
Leistungen
Personal
aufwand
Sonstige Gesamt
Herstellkosten 0 342.253 105.650 136.234 244.946 56.043 295.163 30.697 1.210.986
Vertriebskosten 109.794 7.681 0 7.068 4.303 11.242 120.922 108.768 369.778
Verwaltungskosten 0 854 0 7.495 679 2.633 68.789 29.074 109.524
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
0 0 0 7.315 436 3.862 3.182 10.759 25.554
Sonstige betriebliche
Erträge
0 0 0 0 0 0 -1.573 -29.983 -31.556
109.794 350.788 105.650 158.112 250.364 73.780 486.483 149.315 1.684.286

14. Nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

Als Reaktion auf geänderte Marktbedingungen sind im Geschäftsjahr 2005 Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 11.365 TEUR (davon 1.591 TEUR außerplanmäßige Abschreibungen) für die temporäre bzw. endgültige Schließung von 17 Werken angefallen. Der Schwerpunkt der Restrukturierungsmaßnahmen lag in Deutschland, Polen und Ungarn. Diese Einmalaufwendungen wurden, um eine bessere Vergleichbarkeit zu gewährleisten, gesondert in der Zeile "Nicht-wiederkehrende Abschreibungen und Vorsorgen aus Restrukturierungen" dargestellt und sind somit nicht in den laufenden Aufwendungen inkludiert.

Im 4. Quartal 2005 wurde eine Liegenschaft im Süden Wiens mit einem Buchgewinn von 10.637 TEUR (Veräußerungserlös TEUR 15.670) veräußert. Die Höhe des Buchgewinnes übertrifft die üblichen Ausmaße deutlich. Daher wurde der Ertrag separat in der Zeile "Nicht-wiederkehrende Erträge" ausgewiesen.

15. Sonstiges Finanzergebnis

Das sonstige Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2005 2004
Beteiligungsergebnis von verbundenen Unternehmen -633 -710
Beteiligungsergebnis von sonstigen Unternehmen 534 91
Beteiligungsergebnis -99 -619
Zinserträge und ähnliche Erträge 25.435 27.596
Zinsaufwendungen und ähnliche Aufwendungen -68.861 -60.923
Zinsergebnis -43.426 -33.327
Marktwertbewertung Wertpapiere 2.713 308
Kursdifferenzen 378 3.620
Bankspesen und Bereitstellungsgebühren -7.369 -4.649
Wertpapiere und Sonstiges -4.278 -721
Sonstiges Finanzergebnis -47.803 -34.667

Im Beteiligungsergebnis ist ein Verlust von 289 TEUR aus dem Verkauf von Beteiligungen enthalten.

Die Zeile "Bankspesen und Bereitstellungsgebühren" enthält außer laufenden Aufwendungen auch Aufwendungen aus der Verteilung von aktivierten Transaktionsspesen bei der Aufnahme von Krediten oder Anleihen (vor allem Bankgebühren) über die Laufzeit der Finanzierung. Die Auflösung von Agio und Disagio wird im Zinsergebnis ausgewiesen.

16. Ertragsteuern

Als Ertragsteuern sind sowohl die in den einzelnen Gesellschaften gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag als auch die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.

in TEUR 2005 2004
laufender Steueraufwand 35.572 47.782
latenter Steueraufwand 19.262 1.756
Ertragsteuern 54.834 49.538

Der effektive Steuersatz betrug im Berichtsjahr 21,8 % (Vorjahr: 21,4 %). Der Effektivsteuersatz ist ein gewichteter Durchschnitt der effektiven lokalen Ertragsteuersätze aller einbezogenen Tochtergesellschaften.

Der österreichische Nationalrat hat im Zuge der Steuerreform 2005 eine Senkung des Körperschaftssteuersatzes von 34 auf 25 % beschlossen, welcher erstmals ab der Veranlagung 2005 anzuwenden ist. Gemäß IAS 12.47 wurden die latenten Steuerabgrenzungen in Österreich bereits im Konzernabschluss 2004 mit dem neuen Steuersatz bewertet.

Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem in 2005 gültigen österreichischen Körperschaftsteuersatz von 25 % (Vorjahr: 34 %) und der ausgewiesenen Konzernsteuerquote stellen sich folgendermaßen dar:

in TEUR 2005 2004
Ergebnis vor Ertragsteuern 251.267 231.370
Ertragsteueraufwand zum Steuersatz von 25 % (Vorjahr: 34 %) -62.817 -78.666
Abweichende ausländische Steuersätze -9.398 11.822
Nicht temporäre Differenzen und Steueraufwendungen und Steuererträge aus Vorperioden 17.320 10.606
Veränderung der Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern sowie
Verluste, auf die keine latenten Steuern aktiviert wurden -807 6.406
Steuersatzänderungen 868 295
Effektivsteuerbelastung -54.834 -49.538
Effektivsteuersatz in % 21,8 21,4

17. Ergebnis je Aktie, Vorschlag für die Gewinnverteilung

Die Anzahl der ausgegebenen Aktien beträgt aktuell 74.167.796. Wienerberger hat im Zeitraum vom 24.3. bis 6.5.2005 ein Aktienrückkaufprogramm vor allem zur Bedienung der Aktienoptionspläne durchgeführt, bei dem in Summe 600.000 eigene Aktien erworben wurden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden vom Wienerberger Management erstmalig 298.000 Optionen auf Wienerberger Aktien zum Preis von 18,- EUR je Aktie ausgeübt. Diese Aktien stammen aus dem Bestand der eigenen Aktien. Zum Stichtag 31.12.2005 wurden 935.005 (Vorjahr: 633.005) eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden. Daraus resultiert eine gewichtete Aktienanzahl von 73.195.978 für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie 2005.

in Stück 2005 2004
ausgegebene Aktien 74.167.796 74.167.796
eigene Aktien 935.005 633.005
gewichtete Aktien 73.195.978 69.598.155

Das Ergebnis je Aktie beträgt auf Basis des Konzernergebnisses von 194.353 TEUR (Vorjahr: 177.104 TEUR) 2,66 EUR (Vorjahr: 2,54 EUR). Bereinigt um die nicht-wiederkehrenden Aufwendungen und Erträge von -728 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von 2,67 EUR (Vorjahr: 2,54 EUR). Optionen aus 2002, 2003, 2004 und 2005 führen zu einer Verwässerung der ausgegebenen Aktien nach IAS 33, da der Optionspreis unter dem Börsekurs zum Abschlussstichtag liegt. Der verwässernde Effekt betrug 399.152 Aktien und führte zu einer minimalen Verringerung des Ergebnisses je Aktie auf 2,64 EUR (Vorjahr: 2,53 EUR).

Gemäß den Bestimmungen des Aktiengesetzes bildet der nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellte Einzelabschluss der Wienerberger AG zum 31.12.2005 die Grundlage für die Dividendenausschüttung. Dieser Jahresabschluss weist einen Bilanzgewinn von 86.682.874,51 EUR aus. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn von 86.682.874,51 EUR auf das Grundkapital von 74.167.796 EUR eine Dividende von 1,18 EUR je Aktie, das sind 87.517.999,28 EUR abzüglich eines anteiligen Betrages für die eigenen Anteile von 1.103.305,90 EUR, somit 86.414.693,38 EUR, auszuschütten und den Restgewinn von 268.181,13 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Erläuterungen zum Cash-flow Statement

Das Cash-flow Statement der Wienerberger Gruppe zeigt, wie sich die Zahlungsmittel im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Die Zahlungsmittel (Fonds der liquiden Mittel) enthalten Kassa und Bankguthaben. Wertpapiere sowie kurzfristige Bankverbindlichkeiten zählen nicht zu den Zahlungsmitteln. Die Auswirkungen von Akquisitionen von Gesellschaften sind dabei eliminiert und werden in der Position "Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen" dargestellt. Die von ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesenen Beträge werden grundsätzlich zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Hiervon abweichend wird die Liquidität wie in der Bilanz zum Stichtagskurs angesetzt.

In den Quartalsabschlüssen 2005 wurde die Verringerung der Hedging Reserve durch den Dollar-Euro-Swap innerhalb des Cash-flows aus laufender Geschäftstätigkeit in der Position "Währungsumrechnungsbedingte Veränderung von Nicht-Fondspositionen" ausgewiesen. Die Gegenposition zur Hedging Reserve fand sich im Cash-flow aus Investitionstätigkeit unter der Position Veränderung Wertpapiere, die somit positiver dargestellt wurde. Im vorliegenden Jahresabschluss werden die beiden Effekte gemäß IAS 7 als nicht zahlungswirksam betrachtet und somit nicht im Cash-flow Statement ausgewiesen. Das Cash-flow Statement für das Jahr 2004 wurde entsprechend angepasst.

18. Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit

Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit zeigt die Zahlungsströme aus den geleisteten und empfangenen Lieferungsund Leistungsbeziehungen des jeweiligen Geschäftsjahres.

Im Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit sind folgende Zins- und Steuerzahlungen enthalten:

in TEUR 2005 2004
Zinseinzahlungen 23.751 20.247
Zinsauszahlungen 55.878 58.508
Steuerzahlungen 44.352 34.702

19. Cash-flow aus Investitionstätigkeit

Aus dem Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen resultieren Ausgaben in der Höhe von 278.628 TEUR (Vorjahr: 238.034 TEUR). Davon entfallen 88.212 TEUR auf Instandhaltungs-, Ersatz-, Rationalisierungs- und Umweltinvestitionen (Normalinvestitionen) sowie 190.416 TEUR auf Werksneubauten, -erweiterungen und Akquisitionen (Wachstumsinvestitionen). Im Finanzanlagevermögen wurden Investitionen von 233 TEUR (Vorjahr: 921 TEUR) getätigt.

Die Einzahlungen aus Anlagenabgängen betrugen 61.398 TEUR (Vorjahr: 74.349 TEUR). Aus diesen Anlagenabgängen resultieren Veräußerungsergebnisse von 17.691 TEUR (Vorjahr: 14.542 TEUR). Der Gewinn aus dem Verkauf eines größeren Areals im Süden Wiens in Höhe von 10.637 TEUR wird, um eine bessere Vergleichbarkeit zu gewährleisten, aus dem operativen Ergebnis in den nicht-wiederkehrenden Ertrag umgegliedert.

Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen:

in TEUR 2005 2004
Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen 44.652 400.294
Zahlungsmittelzufluss aus Erstkonsolidierungen -496 -1.104
Erwerb Minderheitenanteile 15.879 90
Abgang liquider Mittel aus Endkonsolidierungen 0 26
Zahlungsmittelzufluss durch neue Zugänge von Minderheitenanteilen 0 -4.722
Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen 60.035 394.584

Im Vorjahr wurden die Minderheitenanteile an Kapitalerhöhungen (Vorjahr: 4.722 TEUR) innerhalb des Cash-flows aus Investitionstätigkeit ausgewiesen. Ab Anfang 2005 werden diese im Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit dargestellt. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.

In der Position Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen von 60.035 TEUR (Vorjahr: 394.584 TEUR) wird der Kaufpreis für das anteilige Eigenkapital inklusive übernommener Schulden (debt-free company) dargestellt.

Die Überleitung von Gesamtinvestitionen in Normal- und Wachstumsinvestitionen der Wienerberger Gruppe lässt sich wie folgt darstellen:

in TEUR 2005 2004
Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen 278.628 238.034
Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen 60.035 394.558
Gesamtinvestitionen 338.663 632.592
Instandhaltungs-, Ersatz-, Rationalisierungs- und Umweltinvestitionen 88.212 90.415
Normalinvestitionen 90.415
Auszahlungen für Werksneubauten und Revitalisierungen 190.416 147.619
Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen 60.035 394.558
Wachstumsinvestitionen 250.451 542.177

Erläuterungen zur Bilanz

20. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf den Seiten 94 und 95 dargestellt. Der Einfluss aus der Veränderung des Konsolidierungskreises ist in einer gesonderten Spalte ausgewiesen. Als Währungsänderungen sind jene Beträge angegeben, die sich bei den Auslandsgesellschaften aus der unterschiedlichen Umrechnung der Vermögensgegenstände mit den Wechselkursen zu Jahresbeginn und Jahresende ergeben.

Die Firmenwerte verteilen sich wie folgt auf die strategischen Geschäftsfelder:

in TEUR 2005 2004
Zentral-Osteuropa 30.792 21.895
Zentral-Westeuropa 59.434 54.938
Nord-Westeuropa 289.252 281.900
USA 152.421 131.835
Beteiligungen und Sonstiges 141 0
Firmenwerte 532.040 490.568

Die Firmenwerte in Nord-Westeuropa resultieren vor allem aus der Akquisition der Aktivitäten in Großbritannien (71.975 TEUR) sowie des Dachgeschäftes in Belgien, Holland und Frankreich (insgesamt 187.776 TEUR). Im Anlagevermögen sind Grundwerte von 267.571 TEUR (Vorjahr: 277.835 TEUR) enthalten. Für Werksneubauten im Geschäftsjahr 2005 wurden Bauzeitzinsen und Kursdifferenzen bis zur Fertigstellung von 1.005 TEUR (Vorjahr: 250 TEUR) berücksichtigt. Vom gesamten Anlagevermögen erfüllen 4.932 TEUR (hauptsächlich Grundstücke) die Kriterien des IFRS 5 Non-current Assets Held for Sale wobei ein Verkauf innerhalb eines Jahres sehr wahrscheinlich ist.

Die Wienerberger Gruppe nimmt neben dem operativen Leasing vereinzelt auch Finanzierungsleasing in Anspruch. Das Sachanlagevermögen enthält aus Finanzierungsleasingverträgen folgende Vermögensgegenstände:

in TEUR 2005 2004
Anschaffungskosten 29.350 24.872
Abschreibungen (kumuliert) 10.715 5.385
Buchwert 18.635 19.486

Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen bestehen aufgrund von Leasing-, Lizenz-, Miet- und Pachtverträgen Verpflichtungen in folgendem Umfang:

in TEUR 2005 2004
im folgenden Jahr 14.550 11.927
in den folgenden fünf Jahren 46.660 43.687
über fünf Jahre 19.399 10.859

Zahlungen aus operativen Leasing-, Lizenz-, Miet- und Pachtverträgen betrugen 29.089 TEUR (Vorjahr: 28.135 TEUR).

In der Bilanzposition als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sind Liegenschaften und Gebäude mit einem Buchwert von 32.984 TEUR (Vorjahr: 54.872 TEUR) enthalten, die nicht im laufenden Geschäftsbetrieb eingesetzt werden. Sie sind mittel- bis langfristig zur Veräußerung vorgesehen und somit als "Finanzinvestition gehaltene Immobilien" zu qualifizieren (investment property). Die aus vergleichbaren Veräußerungsvorgängen abgeleiteten Zeitwerte dieser Vermögenswerte werden mit 43.456 TEUR (Vorjahr: 86.299 TEUR) angenommen. Im Geschäftsjahr 2005 erwirtschafteten diese Liegenschaften Miet- und sonstige Erträge von 261 TEUR (Vorjahr: 186 TEUR). In 2005 wurden als "Finanzinvestition gehaltene Immobilien" mit einem Buchwert von 29.836 TEUR veräußert.

In den sonstigen Beteiligungen ist ein Genussrecht, ohne Stimmrecht, auf weniger als 40 % der Gewinne der ANC Industriebeteiligungsverwaltung GmbH, eine Tochtergesellschaft der ANC Privatstiftung, enthalten.

21. Vorräte

in TEUR 2005 2004
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 69.007 74.369
Unfertige Erzeugnisse 46.851 30.696
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 328.859 285.824
Geleistete Anzahlungen 1.162 546
Vorräte 445.879 391.435

Wertberichtigungen auf Vorräte in Höhe von 5.252 TEUR (Vorjahr: 4.611 TEUR) wurden bei jenen Produkten verbucht, bei denen der Nettoveräußerungswert (Verkaufspreis abzüglich zuzurechnender Vertriebs- und Verwaltungskosten) geringer als die Anschaffungs- bzw. Herstellkosten sind.

22. Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Von den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten werden die erforderlichen Einzelwertberichtigungen direkt abgesetzt. Im Jahr 2005 wurden Wertberichtigungen von 942 TEUR (Vorjahr: 2.128 TEUR) berücksichtigt. Die Einzelwertberichtigungen zu Forderungen des Geschäftsjahres betragen weniger als 1 % des Forderungsbestandes und werden daher nicht einzeln aufgeführt.

Forderungenspiegel 2005
Restlaufzeit
Restlaufzeit 2004
Restlaufzeit
Restlaufzeit
in TEUR Gesamt < 1 Jahr > 1 Jahr Gesamt < 1 Jahr > 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber Dritten
183.179 183.007 172 171.814 170.250 1.564
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber Konzernunternehmen
1.228 1.228 0 939 939 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 184.407 184.235 172 172.753 171.189 1.564
Forderungen aus Finanzierungstätigkeit gegenüber
Konzernunternehmen
12.556 8.042 4.514 13.429 7.456 5.973
Forderungen aus Darlehen 12.469 3.044 9.425 14.008 13.714 294
Pensionsverpflichtung übersteigender Marktwert
des Fondsvermögens
9.054 9.054 0 8.997 8.997 0
Sonstige Rechnungsabgrenzungen 6.286 6.286 0 6.701 6.701 0
Übrige 63.202 47.280 15.922 46.167 42.304 3.863
Sonstige Kurzfristige Forderungen 103.567 73.706 29.861 89.301 79.171 10.130
Forderungen 287.974 257.941 30.033 262.054 250.360 11.694

Die Forderungen gegenüber Konzernunternehmen resultieren überwiegend aus Darlehensbeziehungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit einem Betrag von 9.936 TEUR (Vorjahr: 8.265 TEUR) wechselmäßig verbrieft.

23. Konzerneigenkapital

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals der Jahre 2005 und 2004 ist auf Seite 93 dargestellt.

Wienerberger hat im Zeitraum vom 24.3.2005 bis 6.5.2005 ein Aktienrückkaufprogramm durchgeführt, bei dem in Summe 600.000 eigene Aktien um 21.326 TEUR erworben wurden. Im Zuge des Aktienoptionsplanes 2002 wurden vom Wienerberger Management erstmalig 298.000 Optionen auf Wienerberger Aktien zum Preis von 18,- EUR je Aktie ausgeübt. Zur Bedienung des Aktienoptionsplans wurden Aktien aus dem eigenen Bestand verwendet, wodurch sich das Eigenkapital um 5.364 TEUR erhöhte. Der Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten der eigenen Aktien und Ausübungspreis der Optionen führte zu einer Verringerung der Gewinnrücklagen um 1.156 TEUR.

Das Grundkapital der Wienerberger AG beträgt 74.167.796 EUR und ist in 74.167.796 nennwertlose Stückaktien zerlegt. Der Vorstand wurde in der Hauptversammlung vom 12. Mai 2005 ermächtigt, bis zu 10 % des Nennkapitals innerhalb von 18 Monaten zurückzukaufen. Darüber hinaus wurde dem Vorstand der Wienerberger AG durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2004 auf fünf Jahre die Möglichkeit einer Kapitalerhöhung durch Ausgabe von bis zu 31.639.486 Stückaktien eingeräumt. Jede Kapitalerhöhung im Rahmen dieser Ermächtigung ist vom Aufsichtsrat zu genehmigen. Im Jahr 2004 wurden im Rahmen dieser Ermächtigung 8.888.823 neue Aktien zur Finanzierung der Koramic Roofing Akquisition und anderer Wachstumsprojekte ausgegeben. Zusätzlich wurde durch Beschluss der Hauptversammlung am 11. Mai 2004 der Vorstand ermächtigt, in den nächsten 5 Jahren bis zu 1.000.000 Stückaktien zur Bedienung der Aktienoptionspläne auszugeben. Von dieser Möglichkeit wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

Die Bank Austria Creditanstalt AG hielt per 31.12.2005 weniger als 5 % des Grundkapitals der Wienerberger AG. AIM Trimark Investments, eine Tochtergesellschaft der kanadischen Investmentgesellschaft AMVESCAP PLC, hat im November 2005 gemeldet, in 16 von ihr verwalteten Publikumsfonds etwas mehr als 5 % vom Grundkapital der Wienerberger AG zu halten. Der Streubesitz verteilt sich auf österreichische Anleger und internationale Investoren (siehe dazu Seite 36). Die Wienerberger Aktie notiert im "Prime Market" der Wiener Börse. In den USA wird sie über ein "ADR Level 1 Program" der Bank of New York im OTC Markt gehandelt.

Die Gewinnrücklagen von insgesamt 1.031.209 TEUR (Vorjahr: 962.644 TEUR) enthalten die Gewinnrücklagen der Wienerberger AG und sämtliche nicht im Rahmen der Kapitalkonsolidierung eliminierten Gewinnrücklagen von Tochterunternehmen. Das Konzernergebnis 2005 ohne Anteile anderer Gesellschafter ist innerhalb der Konzerngewinnrücklagen ausgewiesen.

Reklassifi-
1.1.2005 zierung 1.1.2005 Auflösung Verbrauch Zuführung 31.12.2005
13.442
55.404 0 55.404 2.692 1.710 3.094 19.137 20.261 57.836
4.026 0 4.026 63 -11 265 117 697 4.393
70.810 0 70.810 2.782 1.577 3.424 20.560 24.486 75.671
92.130 0 92.130 4.643 712 8.423 4.931 21.187 105.318
20.974 0 20.974 39 3.772 1.156 2.230 948 22.347
25.693 0 25.693 546 1.407 1.140 1.814 3.768 28.460
4.383 0 4.383 11 0 1.181 788 231 2.656
51.050 0 51.050 596 5.179 3.477 4.832 4.947 53.463
213.990 0 213.990 8.021 7.468 15.324 30.323 50.620 234.452
563 0 563 27 6 25 0 132 703
7.720 -7.720 0 0 0 0 0 0 0
48.711 0 48.711 892 412 9.225 23.679 21.420 38.531
56.994 -7.720 49.274 919 418 9.250 23.679 21.552 39.234
270.984 -7.720 263.264 8.940 7.886 24.574 54.002 72.172 273.686
11.380 0 11.380 27 Vdg.
Währungs- Konsolidie
änderungen rungskreis
-122
65 1.306 3.528

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Im Abschluss 2004 wurden innerhalb der Rückstellungen die Verpflichtungen aus nicht-konsumierten Urlaubstagen ausgewiesen. Diese Rückstellungen wurden per 1.1.2005 in die kurzfristigen Verbindlichkeiten umgegliedert (7.720 TEUR).

25. Rückstellungen für Pensionen

Bei Wienerberger haben alle Arbeiter und Angestellten in Holland, Großbritannien, den USA und der Schweiz sowie einige Personen des Managements Pensionszusagen. Zielsetzung für künftige Pensionsregelungen sind beitragsorientierte Modelle. Bereits im Jahr 2004 wurden mehrere leistungsorientierte Pensionsvereinbarungen mit aktiven Managern in beitragsorientierte Pensionskassenmodelle umgewandelt und bisher erworbene Ansprüche an eine Pensionskasse übertragen. Daneben bestehen vereinzelt nicht fondsgebundene leistungsorientierte Pensionszusagen vorwiegend an ehemalige Manager. Für die Pensionspläne bilden die geleisteten Dienstjahre die Grundlage. Die Altersversorgung der Mitarbeiter von General Shale (USA) beruht auf einem fondsgebundenen leistungsorientierten Pensionsplan sowie einer nicht fondsgebundenen (Alters-) Krankenversicherung. Der die gegenwärtige Pensionsverpflichtung übersteigende Marktwert des Planvermögens ist unter den sonstigen Forderungen ausgewiesen. ZZ Wancor (Schweiz) hat ein fondsgebundenes beitragsorientiertes Pensionsmodell mit einer ausgelagerten Pensionskassa. Die von niederländischen Mitarbeitern erworbenen Ansprüche werden überwiegend durch Beiträge in einen industrieweiten niederländischen Pensionsfonds befriedigt. In Großbritannien existiert ein beitragsorientiertes Pensionsmodell für alle Mitarbeiter. Bei den im Jahr 2004 neu erworbenen Unternehmen von "thebrickbusiness" gab es bis Ende 2003 ein leistungsorientiertes Modell. Die daraus resultierenden Verpflichtungen wurden rückgestellt.

Die wesentlichen versicherungsmathematischen Parameter und die relevanten Bilanzierungsgrundsätze sind auf den Seiten 105 und 106 erläutert.

Der gesamte Pensionsaufwand des Jahres 2005 verteilt sich auf beitragsorientierte (defined contribution) und leistungsorientierte (defined benefit) Pensionspläne und setzt sich aus den folgenden Komponenten zusammen:

in TEUR 2005 2004
Beitragsorientierte Pläne
Aufwand für beitragsorientierte Pensionspläne 6.048 4.453
Leistungsorientierte Pläne
Aufwand für die im Wirtschaftsjahr hinzu erworbenen Versorgungsansprüche (service costs) 3.962 1.842
Kalkulatorischer Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche (interest costs) 9.787 9.288
Erwarteter Ertrag auf das Planvermögen -7.830 -7.879
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (actuarial gain/loss) 1.410 1.536
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 46 1
Auswirkung von Plankürzungen und Abgeltungen -1.839 0
Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne 5.536 4.788
Gesamte Aufwendungen für Altersversorgung 11.584 9.242

Die Brutto-Pensionsverpflichtungen sind die von Versicherungsmathematikern berechneten Barwerte der Pensionsverpflichtungen. Von den gesamten Brutto-Pensionsverpflichtungen in Höhe von 196.765 TEUR (Vorjahr: 182.240 TEUR) sind 175.861 TEUR (Vorjahr: 165.289 TEUR) ganz oder teilweise durch Veranlagungen in Fonds abgedeckt. Die Überleitung von Brutto-Pensionsverpflichtungen (defined obligation) auf bilanzierte Netto-Pensionsverpflichtungen erfolgt durch Abzug des nicht erfassten nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwandes und der nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste unter Abzug des Marktwertes des Planvermögens. Von den Netto-Pensionsverpflichtungen stammen 15.220 TEUR aus der US-amerikanischen (Alters-) Krankenversicherung. Die Zusammensetzung der Pensionsverpflichtungen und Ihre Abdeckung durch Vermögen stellen sich wie folgt dar:

Brutto-Pensionsverpflichtung Marktwert Planvermögen
in TEUR 2005 2004 2005 2004
Wert per 1.1. 182.240 108.654 112.769 65.179
Veränderungen Konsolidierungskreis 1.710 72.773 0 44.999
Währungsänderungen 11.787 -7.891 7.428 -4.482
Aufwand für die im Wirtschaftsjahr hinzu erworbenen Versorgungs
ansprüche (service costs) für leistungsorientierte Pensionspläne
3.962 1.842 0 0
Kalkulatorischer Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche
(interest costs)
9.787 9.288 0 0
Erwarteter Ertrag auf das Planvermögen 0 0 7.830 7.879
Auswirkung von Plankürzungen und Abgeltungen -2.682 -3.320 -188 -3.320
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -3.708 4.021 6.760 -655
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 95 1 0 0
Auszahlungen an Rentner -7.411 -4.173 -7.411 -4.173
Einzahlungen von Mitarbeitern 985 1.045 985 1.045
Einzahlungen vom Arbeitgeber 0 0 6.733 6.297
Wert per 31.12. 196.765 182.240 134.906 112.769
Marktwert Planvermögen -134.906 -112.769
Brutto-Pensionsverpflichtungen abzüglich Planvermögen per 31.12. 61.859 69.471
Noch nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 0
Noch nicht erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -13.077 -23.064
Netto-Pensionsverpflichtung bilanziert per 31.12. 48.782 46.407
Davon: Pensionsrückstellungen (Seite 116) 57.836 55.404
Davon: Pensionsverpflichtung übersteigender
Marktwert des Fondsvermögens (Seite 115)
9.054 8.997

Das Planvermögen resultiert aus den fondsgebundenen leistungsorientierten Pensionsmodellen in den USA und Holland sowie aus dem ehemaligen leistungsorientierten Pensionsmodell in Großbritannien. Der im Jahr 2005 erwartete Ertrag aus dem Planvermögen betrug 7.830 TEUR, der realisierte Ertrag war 14.590 TEUR. Das Planvermögen wird in Form von Aktien (77 %), Anleihen (11 %) und sonstigen Vermögensgegenständen (12 %) gehalten.

Abhängig von der Dienstzugehörigkeit haben österreichische Dienstnehmer aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen Anspruch auf eine Einmalzahlung bei Pensionsantritt bzw. bei Kündigung durch den Arbeitgeber. Für diese zukünftige Verpflichtung werden Rückstellungen für Abfertigungen gebildet. Ähnliche Verpflichtungen gibt es in Frankreich und Italien.

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26. Rückstellungen für latente Steuern

Aktive und passive latente Steuerabgrenzungen per 31.12.2005 und 31.12.2004 resultieren aus folgenden zeitlich begrenzten Bewertungs- und Bilanzierungsunterschieden zwischen den Buchwerten des IFRS-Konzernabschlusses und den entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlagen:

2005 2004
in TEUR Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Immaterielles Anlagevermögen 547 -16.211 225 -9.480
Sachanlagen 7.379 -104.522 9.140 -102.853
Finanzanlagen 0 -412 0 -1.380
Vorräte 2.518 -7.990 2.118 -6.473
Forderungen 6.300 -4.430 3.898 -3.210
Wertpapiere 150 -206 140 -183
Kassa, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten 1 0 1 -2
Rechnungsabgrenzungen 1.643 -4.321 505 -2.074
18.538 -138.093 16.027 -125.655
Unversteuerte Rücklagen 0 -10.165 0 -10.617
Rückstellungen 26.900 -873 24.869 -872
Verbindlichkeiten 5.536 -3.613 10.457 -1.300
Rechnungsabgrenzungen 26.894 -2.092 1.302 -2.493
59.329 -16.744 36.628 -15.282
Steuerliche Verlustvorträge 83.643 91.555
Aktive/Passive Steuerabgrenzung 161.510 -154.836 144.210 -140.937
Bewertungsabschlag für aktive latente Steuern -50.637 -52.666
Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen
gegenüber der selben Steuerbehörde
-49.518 49.518 -48.807 48.807
Saldierte aktive und passive Steuerabgrenzung 61.355 -105.318 42.737 -92.130

Im Konzern wurden für aktive Buchwertdifferenzen und steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 50.637 TEUR (Vorjahr: 52.666 TEUR) keine aktiven latenten Steuern angesetzt, da ihre Wirksamkeit als endgültige Steuerentlastung noch nicht ausreichend gesichert ist.

Für temporäre Unterschiede in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen wurden gemäß IAS 12.39 keine latenten Steuerabgrenzungen gebildet. Die kumulierten Anteile von Tochtergesellschaften unterschreiten mit 33.225 TEUR (Vorjahr: -10.871 TEUR) die entsprechenden anteiligen Eigenkapitalien dieser Tochtergesellschaften.

27. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

2005 Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit davon ding
in TEUR Gesamt < 1 Jahr 1-5 Jahren > 5 Jahre lich besichert
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.163.439 88.963 617.010 457.466 5.102
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 23.181 6.291 16.334 556 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit
gegenüber Konzernunternehmen
2.619 2.619 0 0 0
Finanzverbindlichkeiten 1.189.239 97.873 633.344 458.022 5.102
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber Dritten
149.506 149.476 30 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber Konzernunternehmen
1.206 1.206 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 150.712 150.682 30 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.330 1.330 0 0 10
Verbindlichkeiten gegenüber dem
Finanzamt und Sozialversicherungsträger 36.825 36.624 8 193 9
Passive Rechnungsabgrenzungen 37.896 11.653 12.879 13.364 7
Sonstige Verbindlichkeiten 96.778 72.120 10.664 13.994 1
Sonstige Verbindlichkeiten 172.829 121.727 23.551 27.551 27
Verbindlichkeiten laut Bilanz 1.512.780 370.282 656.925 485.573 5.129
2004 Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit davon ding
in TEUR Gesamt < 1 Jahr 1-5 Jahren > 5 Jahre lich besichert
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 901.936 267.534 454.733 179.669 84
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 28.698 8.388 20.310 0 867
Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit
gegenüber Konzernunternehmen
2.249 2.249 0 0 0
Finanzverbindlichkeiten 932.883 278.171 475.043 179.669 951
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber Dritten
143.988 143.988 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber Konzernunternehmen
1.361 1.361 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 145.349 145.349 0 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.443 1.443 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber dem
Finanzamt und Sozialversicherungsträger
49.140 48.167 780 193 0
Passive Rechnungsabgrenzungen 10.656 10.656 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 88.233 64.179 10.833 13.221 0
Sonstige Verbindlichkeiten 149.472 124.445 11.613 13.414 0
Verbindlichkeiten laut Bilanz 1.227.704 547.965 486.656 193.083 951

Bei den dinglichen Sicherheiten handelt es sich im Wesentlichen um Grundpfandrechte und Sicherungsübereignungen.

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Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen mit 39.634 TEUR (Vorjahr: 26.073 TEUR) gegenüber Personal und mit 19.051 TEUR (Vorjahr: 17.509 TEUR) aus Abgrenzungen von Boni gegenüber Kunden. In den Personalverbindlichkeiten werden ab 1.1.2005 die Verpflichtungen aus nicht konsumierten Urlaubstagen ausgewiesen; im Vorjahr wurden diese innerhalb der Rückstellungen gezeigt (Vorjahr: 7.720 TEUR). Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten 34.308 TEUR (Vorjahr: 7.032 TEUR) Subventionen und Investitionszuschüsse von Dritten, die entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Sachanlagen langfristig ertragswirksam aufgelöst werden.

28. Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse resultieren aus Verpflichtungen, die gegenüber Dritten übernommen wurden, und entfallen auf:

in TEUR 31.12.2005 31.12.2004
Bürgschaften 16 0
Garantien 2.025 6.372
Wechselobligo 10 0
Sonstige vertragliche Haftungsverpflichtungen 410 1.617
Haftungsverhältnisse 2.461 7.989

Bei allen Sachverhalten geht es um potenzielle zukünftige Verpflichtungen, bei denen das Eintreten des entsprechenden zukünftigen Ereignisses zu einer Verpflichtung führen würde, die zum Bilanzstichtag noch völlig ungewiß ist. Vereinzelt besitzen Minderheitsgesellschafter an Konzerngesellschaften Put-Optionen, mittels derer sie ihre Minderheitsanteile innerhalb bestimmter Fristen an den Konzern zu vordefinierten Preisen verkaufen können. Diese Put-Optionen werden nicht als Finanzinstrumente bilanziert, da kein Marktwert existiert oder eine andere verlässliche Bewertung möglich ist. Über diese angeführten Haftungsverhältnisse hinausgehende sonstige finanzielle Verpflichtungen (off balance sheet risks) bestehen nicht.

Finanzinstrumente

29. Finanzinstrumente

Wertpapiere 2005 2004
Buchwert
in TEUR
Marktwert
in TEUR
Ø Effektiv-
verzinsung
in %
Buchwert
in TEUR
Marktwert
in TEUR
Ø Effektiv
verzinsung
in %
Anteile Fonds 15.942 15.942 4,21 4.566 4.566 1,30
Schuldtitel von Kapitalgesellschaften 30 30 11.271 11.271 5,48
Schuldtitel inländischer Gebietskörperschaften 0 0 37 37 5,75
Aktien 13 13 125 125
Derivate 4.390 4.390 52.794 52.794
Sonstige 2.027 2.027 1.724 1.724 1,28
22.402 22.402 70.517 70.517

Die Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Währung Nominale
in Tsd.
Marktwert Buchwert Zinssatz
effektiv
Landeswährung in TEUR in TEUR in %
Darlehen EUR 538.838 519.771 524.771 3,30
HUF 876.842 2.080 2.083 6,40
SKK 95.000 1.004 943 3,65
522.855 527.797
Kontokorrent DKK 8.034 1.078 1.077 2,34
SKK 13.516 409 357 7,45
1.487 1.434
Vorlagen EUR 8.360 4.259 4.249 2,84
CHF 30.000 19.320 19.231 1,48
PLN 22.515 5.837 5.775 4,86
29.416 29.255
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit fixer Verzinsung 553.758 558.486
Währung Nominale
in Tsd.
Marktwert Buchwert Zinssatz
effektiv
Landeswährung in TEUR in TEUR in %
Darlehen EUR 166.454 157.379 156.002 3,91
SIT 1.626.240 5.252 5.252 2,80
162.631 161.254
Kontokorrent EUR 13.756 13.756 13.756 2,59
Vorlagen EUR 39.839 34.934 34.863 2,26
CZK 35 1 1
GBP 9 13 13
PLN 4 1 1
SIT 576 2 2
SKK 677 18 18
HRK 73 10 10
Vorlagen 34.979 34.908
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit variabler Verzinsung 211.366 209.918
Währung Nominale
in Tsd.
Landeswährung
Marktwert
in TEUR
Buchwert
in TEUR
Zinssatz
effektiv
in %
Anleihe - fix verzinst EUR 400.000 402.479 390.948 4,05
Kontokorrent - fix verzinst EUR 324 331 324 5,00
Darlehen - fix verzinst EUR 2.790 3.214 2.787 6,30
Vorlagen - fix verzinst EUR 464 466 464 2,71
406.490 394.523
Darlehen - variabel verzinst PLN 2.320 521 512 5,40
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken 407.011 395.035

Im April 2005 wurde eine siebenjährige, fix verzinste endfällige Anleihe mit einem Volumen von 400.000 TEUR begeben, welche unter den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen ist. Die mit der Anleihe direkt in Zusammenhang stehenden Aufwendungen von 10.139 TEUR (Bankspesen und Zinsabsicherungsgeschäfte) wurden ergebnisneutral mit der Anleihe verrechnet. Der Unterschiedsbetrag wird über die Laufzeit der Anleihe ergebniswirksam nach der Effektivzinsmethode als Zinsaufwand bzw. als Bankspesen ausgewiesen.

Durch den Abschluss von Zinsswaps kann die Verzinsung (variabel, fix) getauscht werden. Auf Seite 74 ist die Struktur der Finanzverbindlichkeiten (variable und fixe Verzinsung) inklusive der Effekte aus den Zinsswaps dargestellt.

30. Derivative Finanzinstrumente

Der Marktwert von Devisentermingeschäften ergibt sich aus deren Börsepreis am Bilanzstichtag. Bei individuellen OTC-Geschäften werden Preise für vergleichbare Geschäfte herangezogen. Der Marktwert für Zinsswaps entspricht jenem Wert, den die jeweilige Gesellschaft bei Auflösung des Geschäftes am Bilanzstichtag erhalten würde oder zahlen müsste. Dabei werden aktuelle Marktverhältnisse, vor allem das aktuelle Zinsniveau und die Bonität der Swap-Partner berücksichtigt.

Die für die Bestimmung von Marktwerten erforderliche Interpretation von Marktinformationen verlangt mitunter subjektive Beurteilungen. Entsprechend können die hier aufgeführten Werte auch von den später am Markt realisierten Werten abweichen.

2005 2004
Währung Nominalbetrag
31.12.2005
in Tsd.
Landeswährung
Marktwert
31.12.2005
in TEUR
Währung Nominalbetrag
31.12.2004
in Tsd.
Landeswährung
Marktwert
31.12.2004
in TEUR
Devisentermingeschäfte EUR 12.961 87 CZK 83.700 98
DKK 54.300 8 USD 1.300 0
GBP 24.961 152
NOK 5.662 1
SEK 5.300 -3
Zinsswaps EUR 383.805 -2.542 EUR 434.940 -3.248
Cross Currency Swaps USD/EUR 380.870 20.863 USD/EUR 380.870 59.710
GBP/EUR 85.000 493 GBP/EUR 85.000 3.973
PLN/EUR 417.270 -13.612 PLN/EUR 417.270 -7.739
CZK/EUR 800.000 -907
CHF/EUR 25.000 -150
4.390 52.794

Risikobericht

Die Geschäftsbereiche der Wienerberger Gruppe sind im Rahmen ihrer globalen Aktivitäten einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Die Risiken und ihre potenziellen Auswirkungen werden im Rahmen des Wienerberger Risikomanagements erhoben, analysiert und auf Basis der definierten Risikopolitik bewältigt. Aus heutiger Sicht lassen sich keine Risiken erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Marktrisiken

Risiken entstehen aus der konjunkturellen Entwicklung in den für Wienerberger wesentlichen Volkswirtschaften in Europa und den USA. Die wichtigsten Marktsegmente für die Wienerberger Gruppe sind der Hochbau im Allgemeinen, der Wohnungsneubau und die Renovierung im Besonderen. Wichtige Parameter für die Wohnbauentwicklung sind das Konsumentenvertrauen und das Zinsniveau für Hypothekardarlehen. Neben der Abhängigkeit von der Hochbautätigkeit steht der Ziegel in ständiger Konkurrenz zu anderen Wand- und Dachbaustoffen. Diese Konkurrenzsituation im Baustoffmarkt erfordert eine gezielte Weiterentwicklung (Forschung und Entwicklung) unserer Hauptprodukte Ziegel für Dach und Wand. Die Baustoffindustrie ist außerdem saisonalen Schwankungen unterworfen. Die Ertragssituation der Wienerberger Gruppe hängt, so wie die gesamte Baustoffindustrie, zum Teil von den Wetterbedingungen ab. Zur bestmöglichen Vermeidung von Ergebnisschwankungen verfolgt Wienerberger eine Strategie der geographischen Diversifizierung bei gleichzeitiger Konzentration auf das Kerngeschäft. Unsere Aktivitäten unterliegen den üblichen lokalen Marktrisiken. Die erreichten Positionen müssen kontinuierlich gegenüber Mitbewerbern und Substitutionsprodukten behauptet werden.Von Seiten unserer wichtigsten Kunden, dem Baustofffachhandel, erwarten wir weitere Zusammenschlüsse und damit erhöhten Preisdruck. Spezifische Marktsituationen können ebenfalls negative Effekte auf das Preisniveau haben, die Wienerberger zu einer laufenden Kontrolle und gegebenenfalls Anpassung der Preisstrategie zwingen.

Beschaffungs-, Produktions-, Investitions- und Akquisitionsrisiken

Ein Großteil der Wienerberger Werke wurde in den letzten Jahren neu gebaut oder modernisiert, sodass das Risiko von Betriebsstörungen oder längeren Produktionsausfällen gering ist. Die Versorgung unserer Fabriken für die Ziegel- und Tondachziegelerzeugung mit dem Rohstoff Ton ist durch ausreichende Vorkommen und langfristige Lieferverträge dauerhaft gesichert.

Die Energiepreise sind von der Entwicklung an den internationalen und jeweiligen lokalen Märkten abhängig. In 2005 betrugen die gesamten Energiekosten der Wienerberger Gruppe 250.364 TEUR (Vorjahr: 198.569 TEUR), oder 12,8 % (Vorjahr: 11,3 %) vom Umsatz. Diese Kosten verteilen sich zu 62 % auf Erdgas, zu 25 % auf Strom, zu 7 % auf Erdöl und zu 6 % auf Kohle und Sonstiges. Aufgrund der unterjährigen starken Preissteigerungen von Erdgas sind im abgelaufenen Geschäftsjahr die Energiekosten in Relation zum Umsatz deutlich angewachsen, da unsere Verkaufspreise zu Jahresbeginn festgelegt und üblicherweise während des Jahres kaum verändert werden.Wienerberger versucht, das Risiko aus Energiepreissteigerungen in den liberalisierten Märkten Großbritannien und USA (insgesamt 19 % der Energiekosten) durch den Abschluss von Termingeschäften zu minimieren. In allen osteuropäischen Ländern mit Ausnahme der Slowakei und Slowenien (insgesamt 23 % der Energiekosten) sind die Preise für Erdgas staatlich reguliert und es werden jährliche Lieferverträge mit lokalen Versorgern ausgehandelt. In den meisten westeuropäischen Staaten (insgesamt 58 % der Energiekosten) schließt Wienerberger Verträge mit nationalen und internationalen Versorgern ab, bei denen die Preisfestsetzung über an Substitutionsprodukte (wie Heizöl leicht und Dieselöl) gebundene Formeln erfolgt. Die Preise sind zum Teil langfristig festgelegt. Durch die Preisbindung an Substitutionsprodukte, können Termingeschäfte zur Risikoabsicherung abgeschlossen werden.

Produktionsüberkapazitäten in spezifischen Märkten können zu erhöhtem Preisdruck sowie ungedeckten Kosten und Kapitalbestandteilen führen. Die Produktionskapazitäten werden daher ständig analysiert und durch Maßnahmen wie temporäre oder endgültige Werksschließungen sowie Produktionsverlagerungen zu effizienteren Anlagen angepasst. Zur Steigerung des Wienerberger Unternehmenswertes sind neben der laufenden Optimierung interne und externe Wachstumsprojekte notwendig.

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Die zukünftige Rentabilität dieser Projekte ist in hohem Maße von der Investitionshöhe bzw. den Akquisitionspreisen abhängig. Alle Investitionsmaßnahmen müssen daher den strikten Rentabilitätszielen unserer bolt-on und externen Projekte gerecht werden (siehe dazu das Kapitel Strategie und Geschäftsmodell auf Seite 38).

Finanzielle Risiken

Aus dem operativen Geschäft ergeben sich für Wienerberger Zins- und Währungsrisiken. Zur Begrenzung und Steuerung dieser Risiken werden einzelne derivative Finanzinstrumente, vor allem Devisentermingeschäfte und Swaps, eingesetzt. Es werden keine Derivate zu Handels- oder Spekulationszwecken verwendet.

Zahlungswirksame Währungsrisiken bestehen nur in eingeschränktem Ausmaß, da durch den lokalen Charakter des Baustoffgeschäftes kaum länderübergreifende Lieferungen und Leistungen (Exporte und Importe) erfolgen. Zahlungsflüsse in bzw. aus dem Euro-Raum ergeben sich praktisch nur aus konzerninternen Dividenden- und Darlehensflüssen. Diese konzerninternen Zahlungsströme werden wechselkursabhängig von der Holding gesteuert. Zusätzlich ergeben sich Risiken aus der Umrechnung ausländischer Einzelabschlüsse in die Konzernwährung Euro. Umsätze, Ergebnisse und Bilanzwerte der nicht im Euro-Raum domizilierten Gesellschaften sind daher vom jeweiligen Euro-Wechselkurs abhängig. Die Finanzierung des Capital Employed wird durch das Group Treasury zentral gesteuert. Dazu werden von der Wienerberger AG Finanzierungen aufgenommen und an die operativen Gesellschaften weitergeleitet.

Im Folgenden sind die Konzernumsätze sowie das Capital Employed nach Währungen dargestellt, wobei das Capital Employed erstmals unter Berücksichtigung von Devisentermingeschäften und Währungsswaps berechnet ist:

2005 2004
Umsatz in Mio. € Anteil in % in Mio. € Anteil in %
Euro 958,8 49 916,2 52
Osteuropäische Währungen 431,6 22 410,2 23
US-Dollar 337,2 17 284,4 16
Sonstige 227,0 12 148,0 9
Umsatz 1.954,6 100 1.758,8 100
2005 2004
Capital Employed in Mio. € Anteil in % in Mio. € Anteil in %
Euro 1.762,0 77 1.573,1 78
Osteuropäische Währungen 409,7 18 333,8 16
US-Dollar 22,2 1 -3,3 0
Sonstige 95,5 4 127,9 6

Das Zinsrisiko besteht aus zwei Komponenten: dem Optimum der durchschnittlichen Laufzeit sämtlicher Finanzierungen und der Trennung in fixe und variable Verzinsung, wobei das Risiko bei fixer Verzinsung in sinkenden Zinssätzen und bei variabler Verzinsung in steigenden Zinssätzen liegt.

Für die Analyse des Verzinsungsrisikos (fixe und variable Verzinsung), werden die Finanzverbindlichkeiten (Seite 122) um die Effekte aus derivativen Instrumenten (Hedging) korrigiert und die kurzfristig fix verzinsten Finanzverbindlichkeiten als variabel verzinst gezeigt.

2005 2004
Variabel Variabel
in TEUR Fix verzinst verzinst Fix verzinst verzinst
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 953.009 210.430 676.273 225.663
Umgliederung kurzfristige fix verzinste Finanzverbindlichkeiten -29.254 29.254 -231.687 231.687
Effekt aus derivativen Instrumenten (Hedging) -68.800 68.800 134.710 -134.710
Finanzverbindlichkeiten nach Hedging-Effekt 854.955 308.484 579.296 322.640

Das Bonitätsrisiko bei Finanzgeschäften ist aufgrund der strengen Anforderungen interner Finanz- und Treasury-Richtlinien von untergeordneter Bedeutung. Das im Rahmen der Anlage flüssiger Mittel und Wertpapiere entstehende Kreditrisiko ist dadurch begrenzt, dass Wertpapiere nahezu ausschließlich von österreichischen Gesellschaften gehalten werden und die Wienerberger Gruppe nur mit Finanzpartnern einwandfreier Bonität zusammenarbeitet.

Das Planvermögen von leistungsorientierten Pensionsplänen (134.906 TEUR) wird in Aktien (77 %), Anleihen (11 %) und sonstigen Vermögensgegenständen (12 %) veranlagt und unterliegt einem regulären Marktrisiko.

Das Kreditrisiko bei Forderungen gegenüber Kunden kann als gering eingeschätzt werden, da die Bonität neuer und bestehender Kunden laufend geprüft wird. Es bestehen auch keine Forderungen gegenüber einzelnen Kunden, die mehr als 5 % des gesamten Forderungsvolumens ausmachen. Der Liquiditätsbestand der operativen Einheiten wird durch das Treasury der Holding gesteuert.

Da die Bereiche Ziegel und Dachsysteme hohe Cash-flows erwirtschaften, ist das Liquiditätsrisiko relativ gering. Der Verschuldungsgrad der Gruppe (Gearing) und die Eigenkapitalbasis bilden eine Begrenzung für das mögliche expansive Wachstum der Wienerberger Gruppe.

Andere Risiken

Unsere Werke leisten im Hinblick auf die Vermeidung von Umweltbelastungen mehr als die derzeit gesetzlichen Auflagen vorschreiben.Verschärfte Umweltstandards stellen unsere Engineering Abteilung jedoch laufend vor neue Herausforderungen. Das Deponiegeschäft wurde im Jahr 2001 an eine Stiftung übertragen, wodurch sich das Risiko aus diesen Aktivitäten für die Wienerberger AG stark verringert hat. Durch die interne Kenntnis der aktuellen gesetzlichen und vertraglichen Vorschriften sowie durch die Zusammenarbeit mit Experten und externen Beratern werden rechtliche Verpflichtungen berücksichtigt und eingehalten.

Risiken eines Ausfalls unserer zentral geführten konzernweiten Datenverarbeitung aufgrund von Elementarereignissen werden durch parallele Installation der Systeme in räumlich getrennten Rechenzentren minimiert. Aufgrund von Krankheitsfällen, die durch Asbest verursacht werden, sind gegen einige Baustoffunternehmen mit Präsenz in den USA in den letzten Jahren Sammelklagen eingereicht worden. Nach Überprüfung unserer amerikanischen Aktivitäten halten wir dieses Risiko für minimal, da keine unserer Tochtergesellschaften jemals Asbestprodukte hergestellt oder gehandelt hat.

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Sonstige Angaben

31. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (Nachtragsbericht)

Die Wienerberger Gruppe hat nach Erhalt der kartellrechtlichen Genehmigung mit Stichtag 1.2.2006 drei polnische Gesellschaften mit zwei Ziegelwerken in Südpolen rechtswirksam erworben. Der Kaufvertrag, welcher bereits im Jahr 2005 abgeschlossen wurde, stand bis dahin unter der aufschiebenden Bedingung des Erhalts der kartellrechtlichen Genehmigung.

32. Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen

Aus grunderwerbsrechtlichen Gründen stehen Liegenschaften in Polen teilweise treuhändig im Eigentum des Managements.

33. Aktienoptionsplan

Die Hauptversammlung der Wienerberger AG hat am 8. Mai 2002 die Ermächtigung erteilt, eigene Aktien der Wienerberger AG zur Bedienung eines Aktienoptionsplanes zu verwenden. Auf Basis dieser Ermächtigung wurde ein Optionsprogramm für Führungskräfte, die unmittelbaren Einfluss auf die Weiterentwicklung des Unternehmens haben, implementiert. Nach 2002, 2003 und 2004 wurden im Geschäftsjahr 2005 zum vierten Mal Optionen ausgegeben. Die Anzahl der Optionen ist abhängig vom Erreichen jährlicher Performance-Ziele, wobei für das Jahr 2005 erneut auf den budgetierten Konzernjahresüberschuss abgestellt wird. Damit die Optionen des Jahres 2005 Gültigkeit erlangen, ist die Erreichung von zumindest 95 % des budgetierten Konzernjahresüberschusses notwendig. Zwischen 95 und 100 % Zielerreichung wird die Anzahl der Optionen aliquotiert.

Abgesehen von den Vorstandsmitgliedern (siehe Einzelaufstellung) wurden aufgrund dieser Bestimmungen im Geschäftsjahr 12 Führungskräften je 3.432 sowie 50 Führungskräften je 2.059 Optionen eingeräumt. Die Optionen sind weder übertragbar noch handelbar. Jede Option berechtigt zum Erwerb einer Aktie. Die Optionslaufzeiten betragen fünf Jahre bei einem frühesten Ausübungszeitpunkt (Wartefrist) nach Ablauf von drei Jahren ab Einräumung. Nach Ablauf dieser drei Jahre können innerhalb der Ausübungsfenster von jeweils einem Monat ab Veröffentlichung der Quartalsberichte, erstmalig ab dem achten Kalendertag nach Stattfinden der ordentlichen Hauptversammlung, die Optionen ausgeübt werden. Wenn der jeweilige Berechtigte innerhalb dieser drei Dienstjahre kündigt, verfallen die Optionen. Der Ausübungspreis der Optionen errechnet sich aus dem Durchschnitt der Tagesschlusskurse über den Zeitraum von vier Wochen ab Veröffentlichung des vorläufigen Konzernergebnisses des abgelaufenen Geschäftsjahres und beträgt für 2005 37,50 EUR. Ein Drittel der Aktien, die durch Optionsausübung erworben werden, unterliegen einer Behaltefrist von 12 Monaten ab Ausübung, die übrigen zwei Drittel unterliegen keiner Behaltefrist.

Zur Bedienung der Optionen 2004 und 2005 sowie etwaiger Zuteilungen in den Folgejahren hat die Hauptversammlung am 12. Mai 2005 die Möglichkeiten eines bedingten genehmigten Kapitals sowie eines Aktienrückkaufs geschaffen. Wienerberger hat im Zeitraum vom 24.3. bis 6.5.2005 ein Aktienrückkaufprogramm durchgeführt, bei dem in Summe 600.000 eigene Aktien erworben wurden. Im Zuge des Aktienoptionsplans aus dem Jahr 2002 wurden im Berichtsjahr vom Wienerberger Management erstmalig 298.000 Optionen auf Wienerberger Aktien zum Preis von 18,- EUR je Aktie ausgeübt. Diese Aktien stammten aus dem Bestand der eigenen Aktien.

Die Entwicklung der ausgegebenen Aktienoptionen stellt sich wie folgt dar:

2004
Anzahl der
Options-
rechte
Durch-
schnittlicher
Ausübungs-
preis
je Stück
Anzahl der
Options-
rechte
Durch
schnittlicher
Ausübungs
preis
je Stück
934.000 19,49 736.000 16,73
187.373 37,50 328.000 25,00
-298.000 18,00 0 0
0 0 -130.000 17,94
75.000 20,77 0 0
898.373 23,85 934.000 19,49
30.000 18,00 0 0
2005
Ausgegebene Optionen in Stück aus 2005 aus 2004 aus 2003 aus 2002
Mitglieder des Vorstandes:
Wolfgang Reithofer 12.354 18.000 18.000 18.000
Heimo Scheuch 10.295 15.000 15.000 15.000
Hans Tschuden 10.295 15.000 15.000 15.000
Johann Windisch 10.295 15.000 15.000 15.000
Vorstandsmitglieder Gesamt 43.239 63.000 63.000 63.000
Andere Führungskräfte 144.134 265.000 310.000 310.000
Insgesamt eingeräumte Optionen 187.373 328.000 373.000 373.000
Abzüglich verfallene Optionen durch Mitarbeiterabgang 0 -15.000 -55.000 -70.000
Nachträglich von Mitarbeitern akzeptierte Optionen 0 35.000 15.000 25.000
Ausgeübte Optionen 0 0 0 -298.000
Bestehende Optionen 187.373 348.000 333.000 30.000
Ausübbar am Jahresende 0 0 0 30.000

Aufgrund von Änderungen im Steuerrecht einzelner Länder akzeptierten nunmehr nachträglich einige Führungskräfte ihre bereits für die Jahre 2002 bis 2004 angebotenen Optionen. Diese Korrektur der bisherigen Zahl der ausübbaren Optionen wird in der Zeile "Nachträglich von Mitarbeitern akzeptierte Optionen" dargestellt.

Die Bewertung der Optionen erfolgt mit dem Optionspreismodell von Black-Scholes. Die für die Bestimmung von Marktwerten erforderliche Interpretation von Marktinformationen verlangt mitunter subjektive Beurteilungen. Die erwartete Volatilität wurde anhand der historischen Kursentwicklung der Wienerberger Aktie extrapoliert. Entsprechend können die hier aufgeführten Werte auch von den später am Markt realisierten Werten abweichen.

Bewertung der Optionen aus 2005 aus 2004 aus 2003 aus 2002
Berechnungsparameter:
Marktpreis bei Gewährung in EUR 33,86 27,53 17,32 18,97
Ausübungspreis der Option in EUR 37,50 25,00 15,50 18,00
Laufzeit 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre 5 Jahre
Risikofreier Anlagezinssatz in % 3,15 3,90 3,17 3,74
Erwartete Volatilität in % 28 30 17 15
Zeitwert je Optionsrecht in EUR 5,91 7,44 2,23 2,65
Marktwert Aktienoptionen zum Zeitpunkt der Einräumung in TEUR 962 2.029 710 802
im Personalaufwand 2005 enthalten in TEUR 240 773 237 0

Alle Vorstandsmitglieder haben im Geschäftsjahr 2005 die ihnen im Jahr 2002 zugeteilten Optionen ausgeübt. Der sich daraus ergebende Aktienbesitz der Vorstandsmitglieder ist im Vergütungsbericht auf Seite 33 dargestellt.

Der Vorstand der Wienerberger AG hat den Konzernabschluss am 3.3.2006 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

Wien, am 3. März 2006

Der Vorstand der Wienerberger AG

Wolfgang Reithofer Heimo Scheuch Hans Tschuden Johann Windisch Vorsitzender

Wesentliche Unterschiede zwischen den österreichischen und den IFRS Rechnungslegungsvorschriften

Die Rechnungslegung nach IFRS basiert auf der Zielsetzung, Kapitalanlegern entscheidungsrelevante Informationen zu geben. Demnach sind nach IFRS handels- und steuerrechtliche Bilanzierung streng getrennt, Aufwandsrückstellungen unzulässig, die Gewinnrealisierung in bestimmten Fällen abweichend definiert, die Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte enger gefasst sowie die Anhangsangaben und Erläuterungen umfangreicher.

Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung: Gemäß IFRS 3 werden Firmenwerte aktiviert und jährlich einem Impairment-Test unterzogen, aber nicht planmäßig abgeschrieben. Nach HGB ist entweder eine erfolgsneutrale Rücklagenverrechnung oder eine Aktivierung mit linearer Abschreibung möglich.

Latente Steuern: Gemäß HGB sind latente Steuern für passive zeitliche Differenzen zu bilden, wenn bei deren Auflösung ein Steueraufwand oder -ertrag zu erwarten ist. Nach IFRS sind für alle temporären Differenzen zwischen Steuerbilanz und IAS-Bilanz latente Steuern zu bilanzieren. Aktive latente Steuern sind innerhalb IFRS auch für steuerliche Verlustvorträge zu bilden, wenn diese Verlustvorträge durch zukünftige steuerliche Gewinne voraussichtlich verbraucht werden können.

Sonstige Rückstellungen: Den IFRS liegt im Vergleich zum österreichischen HGB bei den Rückstellungen ein anderes Verständnis des Vorsichtsprinzips zugrunde. Die IFRS stellen tendenziell höhere Anforderungen an die Wahrscheinlichkeit der relevanten Ereignisse und die Bestimmbarkeit des rückstellungsfähigen Betrages.

Wertpapiere: Nach den österreichischen Bilanzierungsvorschriften sind Wertpapiere zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktwerten anzusetzen. Innerhalb IFRS werden Wertpapiere zu Marktwerten bewertet, wobei die Veränderungen im Marktwert unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst oder erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet werden.

Fremdwährungsbewertung: Zwischen beiden Rechnungslegungssystemen besteht ein Unterschied bei der Erfassung unrealisierter Gewinne aus der Stichtagsbewertung von Fremdwährungsbeträgen. Nach österreichischem Recht sind dem Imparitätsprinzip zufolge nur unrealisierte Verluste zu bilanzieren, während nach IFRS auch unrealisierte Gewinne berücksichtigt werden müssen. Nicht realisierte Kursgewinne oder –verluste aus konzerninternen langfristigen Darlehen werden gemäß IFRS erfolgsneutral im Eigenkapital berücksichtigt.

Außerordentliches Ergebnis: Im Gegensatz zur österreichischen Rechnungslegung ist der Ausweis eines außerordentlichen Ergebnisses nicht erlaubt.

Aktienoptionen: Gemäß IFRS 2 sind gewährte Aktienoptionen mit ihrem rechnerischen Wert am Tag der Einräumung verteilt über die Jahre bis zum frühest möglichen Ausübungszeitpunkt als Personalaufwand auszuweisen, während im HGB die Erfassung davon abhängt, wie die Optionen bedient werden.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Konzernanhang Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk Service

Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

An die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Wienerberger AG, Wien

Wir haben den Konzernabschluss der Wienerberger AG, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2005 geprüft. Die Aufstellung und der Inhalt dieses Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie des in Übereinstimmung mit den österreichischen handelsrechtlichen Vorschriften erstellten Konzernlageberichtes, liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung und einer Aussage, ob der Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss steht.

Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass ein hinreichend sicheres Urteil darüber abgegeben werden kann, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, und eine Aussage getroffen werden kann, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für Beträge und sonstige Angaben im Konzernabschluss auf Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen, wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil abgibt.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2005 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2005 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Wien, am 8. März 2006

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs GmbH Rainer Hassler Martin Wagner

KPMG

Wirtschaftsprüfer und Steuerberater

Konzernunternehmen

Gesellschaft Sitz Stammkapital Währung Beteiligung Konsolidierungsart Anmerkung
Wienerberger International NV Zaltbommel 50.000 EUR 100,00% VK
Wienerberger Ziegelindustrie GmbH Hennersdorf 300.000.000 ATS 100,00% VK
Wienerberger Ziegelindustrie Entwicklungs GmbH in Liqu. Wien 35.000 EUR 100,00% OK 1)
Wienerberger Teglaipari Rt. Budapest 2.140.000.000 HUF 100,00% VK
Magyar Téglaipari Rt. Törökbalint 20.000.000 HUF 40,00% EQ
Wienerberger Management Service Szolgáltató és Tanácsadó Kft. Budapest 3.000.000 HUF 100,00% OK 1)
Wienerberger cihlarsky prumysl, a.s. Ceske Budejovice 961.543.960 CZK 100,00% VK
Wienerberger service, spol. s r.o. Ceske Budejovice 200.000 CZK 100,00% OK 1)
Cihelna Kinsky, spol. s r.o. Kostelec nad Orlici 2.000.000 CZK 73,20% VK
Wienerberger eurostroj, spol. s r.o. Ceske Budejovice 100.000 CZK 100,00% VK
Wienerberger euroform, spol. s r.o. Ceske Budejovice 44.550.000 CZK 100,00% VK
Wienerberger cihelna Jezernice, spol. s r.o. Ceske Budejovice 200.000 CZK 100,00% VK
Wienerberger Slovenske tehelne spol. s r.o. Zlate Moravce 100.000.000 SKK 100,00% VK
Wienerberger Cegielnie Lebork Sp. z o.o. Warszawa 116.334.660 PLN 100,00% VK
Handel Ceramika Budowlana Sp. z o.o. Warszawa 50.000 PLN 40,00% OK 1)
Wienerberger Honoratka Ceramika Budowlana S.A. Konin 20.187.000 PLN 77,79% VK
Wienerberger Karbud S.A. Warszawa 17.081.200 PLN 100,00% VK
Wienerberger Ceramika Budowlana Sp. z o.o. Warszawa 1.000.000 PLN 93,22% VK
Moreva Sp. z o.o. Warszawa 50.000 PLN 100,00% OK 1)
Wienerberger Osiek Sp. z o.o. Warszawa 10.008.000 PLN 100,00% VK
Glina Sp. z o.o. Warszawa 50.000 PLN 0,00% VK
Glina Nowa Sp. z o.o. Warszawa 50.000 PLN 100,00% VK
Koramic Pokrycia Dachowe Sp. z o.o. Warszawa 233.458.290 PLN 100,00% VK
Polskie Przedsiebiorstwo Obrotu Gruntami Sp. z o.o. Warszawa 4.199.200 PLN 100,00% VK
von Müller Dachowki Sp. z o.o. Warszawa 50.000 PLN 99,00% OKE 1)
Wienerberger Ilovac d.d. Karlovac 8.988.040 HRK 99,92% VK
Wienerberger Cetera IGM d.d. Karlovac 359.240 HRK 99,70% VK
Wienerberger Industrija opeke d.j.l. Sarajevo 2.000 KM 100,00% VK
Wienerberger Opekarna Ormoz d.d. Ormoz 228.130.000 SIT 87,06% VK
Opekarna Pragersko d.d. Pragersko 245.262.000 SIT 83,51% VK
Wienerberger Opecni Sistemi d.o.o. Zalec 1.500.000 SIT 100,00% OK 1)
Wienerberger EOOD Sofia 100.000 BGL 100,00% VKE
Agro Property Bulgaria EOOD Sofia 5.000 BGL 100,00% OKE 1)
Wienerberger Sisteme de Caramizi S.R.L. Bucuresti 39.147.100 RON 65,08% VK
OOO "Wienerberger Kirpitsch" Kirschatsch 469.423.261 RUR 100,00% VKE
WZI-Finanz S.A. Luxembourg 500.065 EUR 100,00% VK
Wienerberger TOV Kyiv 162.484 EUR 100,00% OKE 1)
Semmelrock International GmbH Klagenfurt 3.000.000 EUR 75,00% VKE
Semmelrock Baustoffindustrie GmbH Klagenfurt 1.000.000 EUR 75,00% VK
Semmelrock Industriebeteiligungsverwaltung GmbH Wien 35.000 EUR 75,00% VK
Semmelrock Stein & Design Kft. Ocsa 983.000.000 HUF 75,00% VK
Semmelrock Stein + Design Dlazby s.r.o. Sered 91.200.000 SKK 75,00% VK
Semmelrock Stein & Design d.o.o. Ogulin 15.520.000 HRK 75,00% VK
Semmelrock Stein & Design Kostka Brukowa Sp. z o.o. Kolbiel 21.478.000 PLN 75,00% VK
Semmelrock Stein & Design Sp. z o.o. Gliwice 11.800.000 PLN 75,00% VK
Semmelrock Stein & Design Kombet Sp. z o.o. Gdynia 2.890.000 PLN 52,50% VK
Semmelrock Stein + Design S.R.L. Gura Ocnitei 200 RON 75,00% VKE

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Service

Gesellschaft Sitz Stammkapital Währung Beteiligung Konsolidierungsart Anmerkung
Bramac Dachsysteme International GmbH Pöchlarn 40.000.000 ATS 50,00% QU
Bramac pokrivni sistemi EOOD Silistra 846.200 BGL 50,00% QU
Bramac stresni systemy spol. s r.o. Praha 160.000.000 CZK 50,00% QU
Bramac Krovni Sistemi d.o.o. Sarajevo 2.000 DEM 50,00% QU
Bramac Pokrovni Sistemi d.o.o. Novi Zagreb 7.778.000 HRK 50,00% QU
Bramac Dachsteinproduktion und Baustoffindustrie Kft. Veszprem 1.831.880.000 HUF 50,00% QU
Bramac Sisteme de Invelitori S.R.L. Sibiu 8.658.000 RON 50,00% QU
Bramac stresni sistemi d.o.o. Skocjan 910.000.000 SIT 50,00% QU
Bramac Stresne Systemy spol. s r.o. Ivanka pri Nitre 173.835.000 SKK 50,00% QU
Bramac Krovni Sistemi d.o.o. Beograd 750.000 EUR 50,00% QU
Wienerberger Ziegelindustrie GmbH Hannover 9.500.000 EUR 100,00% VK
Schlagmann Beteiligungs GmbH Zeilarn 26.000 EUR 50,00% OK 1)
Schlagmann Baustoffwerke GmbH & Co. KG Zeilarn 10.300.000 EUR 50,00% QU
Pro Massivhaus Service und Training GmbH Lanhofen 25.000 EUR 50,00% OK 1)
Wienerberger Vermögensgesellschaft mbH Hannover 25.000 EUR 100,00% VK
Megalith Bausteinwerk Verwaltungs GmbH Miltitz 26.000 EUR 100,00% OK 1)
Megalith Bausteinwerk GmbH Nebelschütz KG Miltitz 6.000.000 DEM 100,00% VK
Megalith Bausteinwerk Beteiligungen GmbH Schönau v. d. Walde 26.000 EUR 100,00% OK 1)
Megalith Bausteinwerk GmbH & Co. Schönau KG Wipperoda 6.000.000 DEM 100,00% VK
Wienerberger Systemschornstein GmbH & Co. KG Hannover 130.000 DEM 100,00% OK 1)
Krauss Kaminwerke Verwaltungs-GmbH Hannover 26.000 EUR 100,00% OK 1)
Krauss Kaminwerke GmbH & Co. KG Hannover 500.000 DEM 100,00% OK 1)
Ziegelwerk B GmbH Hannover 26.000 EUR 100,00% OK 1)
Tongruben Verwaltungs GmbH Hannover 26.000 EUR 100,00% OK 1)
Tagebau Burgwall Sand und Kies GmbH Burgwall 130.000 EUR 100,00% OK 1)
TZ Tonabbau + Ziegelproduktion GmbH Hannover 26.000 EUR 94,23% VK
Wienerberger Verkaufs GmbH Hannover 28.500 EUR 100,00% OK 1)
Eisenberg Verwaltungs GmbH Hannover 26.000 EUR 100,00% OK 1)
Wienerberger Dachprodukte GmbH & Co. KG Hannover 100 EUR 100,00% OK 1)
Wienerberger Dachprodukte Beteiligungen GmbH Hannover 25.000 EUR 100,00% OK 1)
von Müller Dachprodukte Verwaltungs-GmbH Hannover 25.000 EUR 80,00% OKE 1)
von Müller Dachprodukte GmbH & Co. KG Hannover 2.000.000 EUR 80,00% VKE
F.v. Müller Dachziegelwerke Görlitz GmbH Görlitz 500.000 DEM 80,00% OKE 1)
ReRo Reststoff Rohstoff Handelsgesellschaft mbH Hannover 26.000 EUR 100,00% OK 1)
Megalith Bohemia s r.o. Slany, okr. Kladno 2.000.000 CZK 100,00% OK 1)
Koramic Verwaltungs-GmbH Hannover 26.000 EUR 100,00% OK 1)
Koramic Dachprodukte GmbH & Co. KG Hannover 5.000.000 EUR 100,00% VK
ZZ Wancor Regensdorf 1.000.000 CHF 100,00% VK
ZZW Swissbrick AG Regensdorf 200.000 CHF 100,00% VKE
Wienerberger Brunori Srl Bubano 4.056.000 EUR 100,00% VK
Wienerberger Tacconi Srl Roma 1.187.952 EUR 59,99% VK
Alaudae Srl Bubano 51.130 EUR 100,00% VK
Fornaci Giuliane S.p.A. Cormons 1.900.000 EUR 30,00% EQ
Gesellschaft Sitz Stammkapital Währung Beteiligung Konsolidierungsart Anmerkung
Wienerberger NV Kortrijk 102.736.187 EUR 100,00% VK
Syndikaat Machiensteen II NV Rumst 1.484.400 EUR 100,00% VK
Terca Beerse NV Beerse 13.379.600 EUR 100,00% VK
Terca Tessenderlo NV Tessenderlo 3.297.000 EUR 100,00% VK
Terca Quirijnen NV Malle West 4.624.000 EUR 100,00% VK
Terca Zonnebeke NV Zonnebeke 8.040.500 EUR 100,00% VK
Terca Nova NV Beerse 5.950.000 EUR 100,00% VK
Desimpel NV Kortemark 16.294.047 EUR 99,99% VK
Deva-Kort NV Kortemark 247.894 EUR 100,00% VK
Steenfabrieken Desimpel NV Kortrijk 12.102.410 EUR 100,00% VK
Briqueterie de Peruwelz NV Kortemark 22.483.943 EUR 100,00% VK
Desimpel Kortemark Industries NV Kortemark 350.000 EUR 100,00% VK
Wienerberger Coordination Center NV Kortrijk 75.831.000 EUR 100,00% VK
Koramic Roofing Products NV Kortrijk 4.500.000 EUR 100,00% VK
Tuileries du Hainaut SA Mouscron 4.090.243 EUR 100,00% VK
Wienerberger B.V. Zaltbommel 25.457.070 EUR 100,00% VK
Terca B.V. Zaltbommel 13.613 EUR 100,00% VK
Van Hesteren & Janssens B.V. Zaltbommel 363.024 EUR 100,00% VK
Desimpel AK1 B.V. Amsterdam 70.000 EUR 100,00% VK
Wienerberger Trading Holland B.V. Zaltbommel 18.000 EUR 100,00% VK
German Brick Trading B.V. Wijchen 249.700 EUR 100,00% VK
Steenhandel Oost Nederland B.V. Rijssen 3.630 EUR 100,00% VK
Aberson Bouwmaterialen B.V. Zwolle 59.899 EUR 100,00% VK
Koramic Dachziegel Handels GmbH Brüggen-Niederrhein 25.565 EUR 100,00% EQ
Steencentrale Neerbosch B.V. Wijchen 45.400 EUR 100,00% VK
Leeuwis B.V. Wijchen 91.210 EUR 100,00% VK
Handelsmaatschappij Rellingen B.V. Wijchen 136.134 EUR 100,00% VK
Steinzentrale Nord GmbH Rellingen 52.500 EUR 100,00% VK
Desimpel Klinker (Deutschland) GmbH Emmerich 25.000 EUR 100,00% VK
Desimpel Klinker (Deutschland) GmbH & Co. KG Emmerich 50.000 EUR 100,00% VK
Galileo Brick Limited Cheadle 2.000.000 GBP 100,00% VK
Wienerberger (UK) Limited Manchester 780.646 GBP 100,00% VK
The Brick and Stone Company Limited Cheadle 5.000 GBP 100,00% VKE
Terca Reclaimed Buildings Materials Limited Cheadle 15.000 GBP 100,00% VKE
Wienerberger Limited Cheadle 1 GBP 100,00% VKE
Galileo Block Limited Cheadle 104.002 GBP 100,00% VK
Galileo Block 2 Limited Cheadle 2 GBP 100,00% VK
Chelwood Group Unlimited Cheadle 5.975.506 GBP 100,00% VK
The Brick Business Limited Cheadle 900.002 GBP 100,00% VK
The Ockley Brick Company Limited Cheadle 700 GBP 100,00% VK
Chelwood Brick Limited Cheadle 890.850 GBP 100,00% VK
Ambion Brick Company Limited Cheadle 6.698.797 GBP 100,00% VK
Ockley Building Products Limited Cheadle 500.000 GBP 100,00% VK
Irlam Brick Limited Cheadle 15.100 GBP 100,00% VK
Galileo Trustee Limited Cheadle 1 GBP 100,00% VK
DMWSL 320 Limited Cheadle 1 GBP 100,00% VK

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Service

Gesellschaft Sitz Stammkapital Währung Beteiligung Konsolidierungsart Anmerkung
Wienerberger Participations SAS Achenheim 36.000.000 EUR 100,00% VK
Wienerberger SAS Achenheim 30.000.000 EUR 100,00% VK
Pacema SAS Achenheim 3.800.000 EUR 100,00% VK
Société du Terril d'Hulluch (STF) SNC Lens 300.000 EUR 50,00% OK 1)
Desimpel Briques SAS Cauchy à la Tour 3.821.410 EUR 100,00% VK
Koramic Tuiles SAS Recologne 10.000.000 EUR 100,00% VK
Wienerberger A/S Brøndby 107.954.000 DKK 100,00% VK
Petersminde Teglvaerk A/S Stenstrup 1.700.000 DKK 100,00% VKE
Wienerberger AS Lunde i Telemark 43.546.575 NOK 100,00% VK
Wienerberger AB Bjärred 17.550.000 SEK 100,00% VK
Wienerberger OY AB Helsinki 1.000.000 EUR 100,00% VK
Wienerberger AS Aseri 24.074.000 EEK 100,00% VK
General Shale Brick, Inc. Johnson City 1.000 USD 100,00% VK
General Shale Building Materials, Inc. Johnson City 1.000 USD 100,00% VK
Modern Concrete, LLC Louisville 1.000 USD 35,00% EQ
Pipelife International GmbH Wr. Neudorf 29.000.000 EUR 50,00% EQ 2)
Wienerberger Dach Beteiligungs GmbH Wien 500.000 ATS 100,00% VK
WIBRA Tondachziegel Beteiligungs-GmbH Wien 500.000 ATS 50,00% QU
Tondach Gleinstätten AG Gleinstätten 500.000 EUR 25,00% EQ 3)
Wienerberger Beteiligungs GmbH Wien 1.000.000 ATS 100,00% VK
Wienerberger Finance Service B.V. Zaltbommel 18.000 EUR 100,00% VK
Wienerberger Finanz Service GmbH Wien 25.435.492 EUR 100,00% VK
Wienerberger Ofenkachel GmbH & CoKG Mattersburg 363.364 EUR 100,00% VK
Wienerberger Ofenkachel Verwaltungs GmbH Wien 35.000 EUR 100,00% OK 1)
VVT Vermögensverwaltung GmbH Wien 36.000 EUR 100,00% VK
WK Services NV Kortrijk 32.226.158 EUR 100,00% VK
Wienerberger Beteiligungs GmbH Hannover 26.000 EUR 100,00% OK 1)
Wienerberger Anteilsverwaltung GmbH Wien 35.000 EUR 100,00% VK
Wienerberger beta Asset Management GmbH Wien 35.000 EUR 100,00% OK 1)
Wienerberger Industriebeteiligungsverwaltung GmbH Wien 35.000 EUR 100,00% VKE
Wienerberger France Holding GmbH Wien 35.000 EUR 100,00% VK
Wienerberger ZZ Holding GmbH Wien 35.000 EUR 100,00% VK
Keramo Wienerberger Steinzeugwerk Zwickau GmbH Zwickau 4.000.000 DEM 100,00% EQ

QUE ... Erstmalige Quotenkonsolidierung

-

VKE .... Erstmalige Vollkonsolidierung EQE... Erstmalige Equitybewertung 2) Holdinggesellschaft der Pipelife Gruppe

QU ..... Quotenkonsolidierung OK .... keine Konsolidierung 3) Holdinggesellschaft der Tondach Gleinstätten Gruppe

Jahresabschluss der Wienerberger AG

Gewinn- und Verlustrechnung der Wienerberger AG 2005
in TEUR
2004
in TEUR
Beteiligungsergebnis 120.543 114.851
Zinsergebnis -22.062 -12.797
Übriges Finanzergebnis -12.728 15.917
Finanzergebnis 85.753 117.971
Umsatzerlöse 37.870 24.788
Sonstige betriebliche Erträge 23.718 9.469
Personalaufwand -16.808 -20.549
Abschreibungen -2.757 -2.940
Sonstige betriebliche Aufwendungen -30.396 -33.103
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 97.380 95.636
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.065 -1.824
Jahresüberschuss 99.445 93.812
Auflösung unversteuerter Rücklagen 3.490 2.528
Zuweisung zu Gewinnrücklagen -17.000 -17.776
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 748 224
Bilanzgewinn 86.683 78.788

Der nach dem Format der österreichischen Bilanzierungsvorschriften aufgestellte Jahresabschluss der Wienerberger AG, der von der KPMG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs GmbH mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden ist, wird samt den dazugehörigen Unterlagen beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Wien unter der Firmenbuchnummer 77676 f eingereicht. Dieser Abschluss kann bei der Wienerberger AG, 1100 Wien, unentgeltlich angefordert werden und liegt bei der Hauptversammlung auf.

Vorschlag für die Gewinnverteilung

Wir schlagen der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn von 86.682.874,51 EUR auf das Grundkapital von 74.167.796 EUR eine Dividende von 1,18 EUR je Aktie, das sind 87.517.999,28 EUR abzüglich eines anteiligen Betrages für die eigenen Anteile von 1.103.305,90 EUR somit 86.414.693,38 EUR auszuschütten und den Restgewinn von 268.181,13 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Wien, im März 2006

Der Vorstand der Wienerberger AG

Vorsitzender

Wolfgang Reithofer Heimo Scheuch Hans Tschuden Johann Windisch

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Jahresabschluss der Wienerberger AG

Service

Bilanz der Wienerberger AG 31.12.2005
in TEUR
31.12.2004
in TEUR
Aktiva
Immaterielle Vermögensgegenstände 19.805 21.436
Sachanlagen 30.526 19.393
Finanzanlagen 1.937.692 1.906.312
Anlagevermögen 1.988.023 1.947.141
Fertige Erzeugnisse und Waren 141 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.571 3.538
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 471.418 116.095
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 4.991 4.960
Wertpapiere und Anteile 38.762 23.748
Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten 129.791 1.298
Umlaufvermögen 659.674 149.639
Rechnungsabgrenzungen 2.844 459
Summe Aktiva 2.650.541 2.097.239
Passiva
Grundkapital 74.168 74.168
Kapitalrücklagen 940.140 940.140
Gewinnrücklagen 374.574 357.574
Bilanzgewinn 86.683 78.788
Eigenkapital 1.475.565 1.450.670
Unversteuerte Rücklagen 10.783 14.273
Rückstellungen 37.520 36.922
Anleihen 400.000 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 681.172 559.594
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.781 1.882
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.844 9.912
Sonstige Verbindlichkeiten 33.876 23.986
Verbindlichkeiten 1.126.673 595.374
Summe Passiva 2.650.541 2.097.239

SERVICE

Adressen der Leitgesellschaften

Headquarter:

Wienerberger AG

A-1100 Wien, Wienerberg City, Wienerbergstraße 11 T +43 (1) 60 192-0, [email protected], www.wienerberger.com

Operative Gesellschaften:

Wienerberger Ziegelindustrie GmbH A-2332 Hennersdorf Hauptstraße 2 T +43 (1) 605 03-0 [email protected] www.wienerberger.at

Wienerberger cihláˇrsk´y

pru˚mysl a.s.

CZ-37046 Ceske Budejovice Plachého 388/28 T +420 (38) 77 66 111 [email protected] www.wienerberger.cz

Wienerberger Slovenske

Tehelne spol. s.r.o. SK-95301 Zlate Moravce Tehelna 5 T +421 (37) 640 90 11 [email protected] www.wienerberger.sk

Wienerberger Ceramika

Budowlana Sp. z o.o. PL-04-175 Warszawa ul. Ostrobramska 79 T +48 (22) 514 21 00 [email protected] www.wienerberger.pl

Wienerberger Teglaipari Rt

H-1119 Budapest Bártfai u. 34. T +36 (1) 464 70 30 [email protected] www.wienerberger.hu

Wienerberger Ilovac d.d.

HR-47000 Karlovac Donje Pokupje 2 T +385 (47) 694 100 [email protected] www.wienerberger.hr

Wienerberger Opekarna Ormozˇ d.d.

SLO-2270 Ormozˇ Opekarnisˇka 5 T +386 (2) 7410 520 [email protected] www.wienerberger.si

Wienerberger Sisteme

de Caramizi S.R.L. RO-050557 Bucuresti Dr. Staicovici Nr. 75 T +40 (21) 411 29 33 [email protected] www.wienerberger.ro

Wienerberger Ziegelindustrie GmbH

D-30659 Hannover Oldenburger Allee 26 T +49 (511) 610 70-0 [email protected] www.wienerberger.de

ZZ Wancor

CH-8105 Regensdorf Althardstraße 5 T +41 (0) 44 871 32 32 [email protected] www.zzwancor.ch

Wienerberger Brunori SRL

I-40020 Mordano (BO) fraz. Bubano Via Ringhiera 1 T +39 (0542) 56811 [email protected] www.wienerberger.it

Wienerberger NV

B-8500 Kortrijk Ter Bede Business Center T +32 (56) 24 96 35 [email protected] www.wienerberger.be

Wienerberger B.V.

NL-5301LK Zaltbommel Hogeweg 95 T +31 (418) 59 71 11 [email protected] www.wienerberger.nl

OOO Wienerberger Kirpitsch

RUS-601010 Kirschatsch Gebiet Wladimir T +7 (49) 23 72 04 84 F +7 (49) 23 72 44 46 [email protected]

Wienerberger EOOD

BG-1172 Sofia 4, Pimen Zografski Str. Business Building 2, Office 1 T + 359 (2) 961 5460 [email protected] www.wienerberger.bg

General Shale Brick, Inc.

USA, Johnson City TN 37601 3211 North Roan Street T +1 (423) 282-4661 [email protected] www.generalshale.com

Semmelrock

Baustoffindustrie GmbH A-9020 Klagenfurt Stadlweg 30/Südring T +43 (463) 38 38-0 [email protected] www.semmelrock.com

Bramac Dachsysteme

International GmbH A-3380 Pöchlarn Bramacstraße 9 T +43 (2757) 4010-0 [email protected] www.bramac.com

Tondach Gleinstätten AG

A-8443 Gleinstätten Graschach 38 T +43 (3457) 2218-0 [email protected] www.tondach.at

Pipelife International GmbH

A-2351 Wr. Neudorf Triester Straße 14 T +43 (2236) 439 39-0 [email protected] www.pipelife.com

Wienerberger SAS

F-67204 Achenheim 8, Rue du Canal T +33 (3) 90 64 64-64 [email protected] www.wienerberger.fr

Wienerberger Ltd

GB, Cheshire, SK8 3 SA Wienerberger House, Brooks Drive, Cheadle Royal Business Park, Cheadle T +44 (161) 491 8200 [email protected] www.wienerberger.co.uk

Wienerberger A/S

DK-2605 Brøndby Vallensbækvej 26-28 T +45 (70) 13 13 22 [email protected] www.wienerberger.dk

Wienerberger AB

S-237 91 Bjärred Flädie T +46 (771) 42 43 50 [email protected] www.wienerberger.se

Wienerberger AS

N-3740 Lunde Strengenveien T +47 (35) 94 67 00 [email protected] www.wienerberger.no

Wienerberger OY AB

FIN-00380 Helsinki Strömberginkuja 2 T +358 (9) 5655 870 F +358 (9) 5655 8710 www.wienerberger.fi

Wienerberger AS

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Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service Adressen Glossar

Glossar

Das Glossar zur Erklärung der wichtigsten Fachbegriffe, Abkürzungen und Fremdwörter finden Sie auf dem Lesezeichen, das jetzt wahrscheinlich zwischen zwei der vorhergehenden 138 Seiten steckt. Notfalls können Sie es auch von unserer Website unter www.wienerberger.com downloaden.

Finanzterminplan

28. März 2006 Jahresabschluss 2005: Presse- und Analystenkonferenz in Wien
29. März 2006 Jahresabschluss 2005: Analystenkonferenz in London
27. April 2006 137. o. Hauptversammlung im Congress Center der Messe Wien,
Beginn: 11 Uhr
28. April 2006 Ex-Tag für Dividende 2005
3. Mai 2006 Ergebnisse zum 1. Quartal 2006
4. Mai 2006 1. Auszahlungstag für Dividende 2005
22. August 2006 Halbjahresabschluss 2006: Presse- und Analystenkonferenz in Wien
23. August 2006 Halbjahresabschluss 2006: Analystenkonferenz in London
8. November 2006 Ergebnisse zum 3. Quartal 2006
9./10. November 2006 Capital Markets Day

Informationen zum Unternehmen und zur Wienerberger Aktie:

Investor Relations Officer: Thomas Melzer
Aktionärstelefon: +43 (1) 601 92-463
E-Mail: [email protected]
Website: www.wienerberger.com
Wiener Börse: WIE
Reuters: WBSV.VI
Bloomberg: WIE AV
Datastream: O: WNBA
ADR: WBRBY
ISIN: AT0000831706

Wienerberger Online-Geschäftsbericht 2005: http://geschaeftsbericht.wienerberger.com

Kennzahlenübersicht 10 Jahre

Unternehmenskennzahlen 1996 1997 1998
Umsatz in Mio. € 1.094,5 1.113,7 1.143,3
EBITDA 1) in Mio. € 210,4 240,7 258,2
EBITDA operativ 2) in Mio. € 217,1 226,3 231,4
EBITDA-Marge 2) in % 19,8 20,3 20,2
EBIT1) in Mio. € 103,9 131,1 162,6
EBIT operativ 2) in Mio. € 116,4 116,7 135,8
Ergebnis vor Steuern in Mio. € 87,1 117,5 163,1
Ergebnis nach Steuern in Mio. € 58,2 101,4 116,5
Free Cash-flow in Mio. € 118,2 203,2 124,5
Gesamtinvestitionen in Mio. € 165,5 117,5 301,8
Nettoverschuldung in Mio. € 418,5 143,7 249,1
Capital Employed in Mio. € 1.034,6 797,6 936,1
Gearing in % 58,3 19,0 29,7
Interest Cover 3) 6,2 13,8 282,2
Eigenkapitalrendite 4) in % 8,1 13,7 14,3
ROCE 2) in % 7,4 12,0 9,5
EVA 2) in Mio. € -16,1 24,2 5,1
CFROI 2) in % 12,0 14,1 12,9
CVA 2) in Mio. € -0,6 33,2 15,8
Mitarbeiter 5) 8.229 7.574 7.988
Börsekennzahlen 1996 1997 1998
Ergebnis je Aktie 6) in € 0,81 1,43 1,64
Ergebnis je Aktie bereinigt 7) in € 1,02 1,37 1,29
Dividende je Aktie in € 0,38 0,42 0,45
Dividende in Mio. € 26,5 29,0 31,5
Eigenkapital je Aktie in € 10,1 10,6 11,7
Ultimokurs der Aktie in € 19,08 22,03 21,18
Gewichtete Aktienanzahl 8) in Tsd. 69.455 69.455 69.455
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 1.325,0 1.530,0 1.471,3
Kurzbilanz 1996 1997 1998
Anlagevermögen in Mio. € 1.091,2 892,6 1.121,4
Vorräte in Mio. € 233,0 214,8 223,4
Sonstiges Umlaufvermögen in Mio. € 370,7 507,9 687,8
Bilanzsumme in Mio. € 1.694,9 1.615,3 2.032,6
Eigenkapital 9) in Mio. € 717,6 756,9 838,1
Rückstellungen in Mio. € 187,4 239,5 263,1
Verbindlichkeiten in Mio. € 789,9 619,0 931,4

7) vor Firmenwertabschreibung und bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge 8) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien, bereinigt um Aktiensplit im Verhältnis 1:8 (1999)

HGB

Anmerkung: die Zahlen sind wie im jeweiligen Jahr berichtet dargestellt und wurden rückwirkend

9) Eigenkapital inklusive Anteile in Fremdbesitz

nicht um dekonsolidierte Geschäftsbereiche bereinigt

Erläuterungen:

EBITDA nach Bereichen Umsatz nach Produkten

Umsatz und EBITDA-Marge

1.954,6

in Mio. € und %

1.758,8

21,7 21,9 23,1

1.544,0

2003 2004 2005 Umsatz EBITDA-Marge

Ergebnis je Aktie

2,54

2,54

2,66

2,67

in €

1,71

2,01

2 Zentral-Westeuropa 20 % 3 Nord-Westeuropa 38 %

Umsatz nach Bereichen

2003 2004 2005 nach IFRS bereinigt

1

0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0

2

5 Beteiligungen und Sonstiges -1 %

4 USA 17 %

5 4

3

0 %

10 %

20 %

30 %

40 %

EBITDA und EBIT

405,4

257,5

2003 2004 2005 EBITDA EBIT

ROCE und CFROI

9,7

12,9

2003 2004 2005 ROCE CFROI

1 Zentral-Osteuropa 32 % 2 Zentral-Westeuropa 18 % 3 Nord-Westeuropa 39 %

5 Beteiligungen und Sonstiges -4 %

4 USA 15 %

WACC Hurdle Rate

0,0

1

2

3,0

6,0

9,0

8,9

12,2

12,0

15,0

in %

8,7

5 4

3

12,7

0

100

200

300

270,3

428,4

400

500

Eigenkapital und Nettoverschuldung

1.367,2

762,4

1.483,1

934,4

2003 2004 2005 Eigenkapital Nettoverschuldung

Free Cash-flow und Wachstumsinvestitionen

542,2

2003 2004 2005 Free Cash-flow Wachstumsinvestitionen

1 Hintermauerziegel 33 % 2 Vormauerziegel 41 % 3 Dachsysteme 21 % 4 Flächenbefestigung 5 %

212,5

250,5

in Mio. €

264,6

4 3

2

310,0

300,7

0 250 500 750 1.000 1.250 1.500 Ertragskennzahlen 2003 2004 2005 Vdg. in % Umsatz in Mio. € 1.544,0 1.758,8 1.954,6 +11 EBITDA 1) in Mio. € 334,6 405,4 428,4 +6 EBIT1) in Mio. € 186,1 257,5 270,3 +5 Ergebnis vor Steuern in Mio. € 156,0 231,4 251,3 +9 Ergebnis nach Steuern in Mio. € 112,9 181,8 196,4 +8 Free Cash-flow 2) in Mio. € 264,6 300,7 212,5 -29 Normalinvestitionen in Mio. € 68,6 90,4 88,2 -2 Wachstumsinvestitionen in Mio. € 310,0 542,2 250,5 -54 ROCE 1) in % 8,7 9,7 8,9 - CFROI 1) in % 12,7 12,9 12,2 -

Bilanzkennzahlen 2003 2004 2005 Vdg. in % Eigenkapital 3) in Mio. € 980,4 1.367,2 1.483,1 +8 Nettoverschuldung in Mio. € 675,9 762,4 934,4 +23 Capital Employed in Mio. € 1.524,5 2.031,5 2.289,4 +13 Bilanzsumme in Mio. € 2.407,1 2.865,9 3.269,6 +14 Gearing in % 68,9 55,8 63,0 - Mitarbeiter 4) 10.872 12.154 13.327 +10

Börsekennzahlen 2003 2004 2005 Vdg. in % Ergebnis je Aktie in € 1,71 2,54 2,66 +5 Ergebnis je Aktie bereinigt 5) in € 2,01 2,54 2,67 +5 Dividende je Aktie in € 0,77 1,07 1,18 +10 Ultimokurs der Aktie in € 21,18 35,15 33,80 -4 Gewichtete Aktienanzahl 6) in Tsd. 64.645 69.598 73.196 +5 Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 1.382,6 2.607,0 2.506,9 -4

Geschäftsbereiche 2005 Zentral- Zentral- Nord- Beteiligungen in Mio. € und % Osteuropa Westeuropa Westeuropa USA und Sonstiges 7) Umsatz 507,3 (+4 %) 385,4 (+3 %) 747,9 (+18 %) 337,2 (+19 %) -23,2 (-6 %) EBITDA 1) 136,7 (-4 %) 78,0 (-11 %) 165,3 (+23 %) 66,4 (+12 %) -18,0 (-3 %) EBIT1) 87,0 (-14 %) 43,3 (-16 %) 109,2 (+31 %) 51,8 (+23 %) -21,0 (-1 %)

Gesamtinvestitionen 122,4 (-6 %) 61,9 (+10 %) 113,6 (-72 %) 39,5 (-10 %) 1,3 (-52 %) Capital Employed 569,5 (+22 %) 396,3 (+10 %) 952,9 (+8 %) 345,0 (+24 %) 25,8 (-38 %) Mitarbeiter 4.767 (+5 %) 2.002 (+13 %) 4.203 (+19 %) 2.194 (+4 %) 161 (-6 %)

CFROI in % 13,9 12,1 12,1 14,1 -37,2

1) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

3) Eigenkapital inklusive Anteile in Fremdbesitz 4) durchschnittlicher Mitarbeiterstand während des Jahres

6) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien 7) inklusive Konzerneliminierungen und Holdingkosten

2) Operativer Cash-flow minus Investitions-Cash-flow plus Wachstumsinvestitionen

Alle Abkürzungen und Fremdwörter sind im Glossar (Lesezeichen) auf Seite 139 erklärt.

5) vor Firmenwertabschreibung und bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

Anmerkung: in der Tabelle Geschäftsbereiche sind die Veränderungsraten in % zur Vorjahresperiode in Klammer angeführt

1

in Mio. €

980,4

675,9

in Mio. €

334,6

186,1

1) inkl. nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

2) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge IFRS 1 Zentral-Osteuropa 26 %

3) EBIT : Zinsergebnis

4) Ergebnis nach Steuern : Eigenkapital

5) durchschnittlicher Mitarbeiterstand während des Jahres

6) 1996 nach ÖVFA

1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 CAGR 96-05
1.337,5 1.670,3 1.544,9 1.653,7 1.826,9 1.758,8 1.954,6 7%
308,9 403,4 202,2 323,1 349,9 405,4 429,3 8%
274,5 307,8 221,2 302,6 349,9 405,4 428,4 8%
20,5 18,4 14,3 18,3 19,2 23,1 21,9
187,8 254,3 -25,8 151,9 190,2 257,5 269,6 11%
153,4 158,7 66,2 151,6 190,2 257,5 270,3 10%
178,6 228,3 -62,7 119,5 154,3 231,4 251,3 12%
124,7 201,4 -17,8 85,9 113,1 181,8 196,4 14%
98,0 244,0 241,3 237,3 274,6 300,7 212,5 7%
500,7 287,1 228,0 181,3 392,6 632,6 338,7 8%
573,1 604,8 674,1 618,5 739,0 762,4 934,4 9%
1.297,7 1.568,5 1.613,9 1.508,7 1.635,4 2.031,5 2.289,4 9%
62,2 54,5 66,9 63,6 75,2 55,8 63,0
10,7 5,2 -0,7 4,4 5,3 7,7 6,2
14,0 18,6 -1,8 9,0 11,5 13,3 13,2
7,4 7,8 4,0 7,1 8,4 9,7 8,9
-7,4 -2,6 -48,1 1,4 22,4 43,8 31,8
11,6 11,4 7,3 10,0 12,1 12,9 12,2
-10,9 -17,7 -141,0 -59,5 3,0 28,6 5,9
10.374 11.069 11.331 11.478 12.237 12.154 13.327 6%
1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 CAGR 96-05
1,64
1,74
2,86 -0,29 1,31 1,71 2,54 2,66 14%
1,29
1,40
1,69 0,83 1,57 2,01 2,54 2,67 11%
0,45
0,50
0,80 0,60 0,66 0,77 1,07 1,18 13%
31,5
34,7
55,1 38,8 42,7 49,8 78,7 86,4 14%
11,7
12,9
15,7 14,8 15,1 15,2 19,6 20,3 8%
21,18
21,59
19,13 15,75 16,95 21,18 35,15 33,80 7%
69.455
69.223
68.823 67.975 64.640 64.645 69.598 73.196 1%
1.471,3
1.499,5
1.328,7 1.093,9 1.106,5 1.382,6 2.607,0 2.506,9 7%
CAGR 96-05 2005 2004 2003 2002 2001 2000 1999
2.232,1 2.012,7 1.601,9 1.460,9 1.556,3 1.611,3 1.446,8
445,9 391,4 348,4 370,2 331,8 300,7 265,4
591,6 461,8 598,2 491,1 543,8 624,3 631,6
3.269,6 2.865,9 2.548,5 2.322,2 2.431,9 2.536,3 2.343,8
1.483,1 1.367,2 983,0 973,1 1.008,0 1.109,2 921,2
273,7 271,0 307,0 310,1 283,1 325,6 311,9
1.512,8 1.227,7 1.258,5 1.039,0 1.140,8 1.101,5 1.110,7

7) vor Firmenwertabschreibung und bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

8) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien, bereinigt um Aktiensplit im Verhältnis 1:8 (1999)

9) Eigenkapital inklusive Anteile in Fremdbesitz IFRS 1 Zentral-Osteuropa 26 %

EBITDA nach Bereichen Umsatz nach Produkten

Umsatz und EBITDA-Marge

1.954,6

in Mio. € und %

1.758,8

21,7 21,9 23,1

1.544,0

2003 2004 2005 Umsatz EBITDA-Marge

Ergebnis je Aktie

2,54

2,54

2,66

2,67

in €

1,71

2,01

2 Zentral-Westeuropa 20 % 3 Nord-Westeuropa 38 %

Umsatz nach Bereichen

2003 2004 2005 nach IFRS bereinigt

1

0,0 0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0

2

5 Beteiligungen und Sonstiges -1 %

4 USA 17 %

5 4

3

0 %

10 %

20 %

30 %

40 %

EBITDA und EBIT

405,4

257,5

2003 2004 2005 EBITDA EBIT

ROCE und CFROI

9,7

12,9

2003 2004 2005 ROCE CFROI

1 Zentral-Osteuropa 32 % 2 Zentral-Westeuropa 18 % 3 Nord-Westeuropa 39 %

5 Beteiligungen und Sonstiges -4 %

4 USA 15 %

WACC Hurdle Rate

0,0

1

2

3,0

6,0

9,0

8,9

12,2

12,0

15,0

in %

8,7

5 4

3

12,7

0

100

200

300

270,3

428,4

400

500

Eigenkapital und Nettoverschuldung

1.367,2

762,4

1.483,1

934,4

2003 2004 2005 Eigenkapital Nettoverschuldung

Free Cash-flow und Wachstumsinvestitionen

542,2

2003 2004 2005 Free Cash-flow Wachstumsinvestitionen

1 Hintermauerziegel 33 % 2 Vormauerziegel 41 % 3 Dachsysteme 21 % 4 Flächenbefestigung 5 %

212,5

250,5

in Mio. €

264,6

4 3

2

310,0

300,7

0 250 500 750 1.000 1.250 1.500 Ertragskennzahlen 2003 2004 2005 Vdg. in % Umsatz in Mio. € 1.544,0 1.758,8 1.954,6 +11 EBITDA 1) in Mio. € 334,6 405,4 428,4 +6 EBIT1) in Mio. € 186,1 257,5 270,3 +5 Ergebnis vor Steuern in Mio. € 156,0 231,4 251,3 +9 Ergebnis nach Steuern in Mio. € 112,9 181,8 196,4 +8 Free Cash-flow 2) in Mio. € 264,6 300,7 212,5 -29 Normalinvestitionen in Mio. € 68,6 90,4 88,2 -2 Wachstumsinvestitionen in Mio. € 310,0 542,2 250,5 -54 ROCE 1) in % 8,7 9,7 8,9 - CFROI 1) in % 12,7 12,9 12,2 -

Bilanzkennzahlen 2003 2004 2005 Vdg. in % Eigenkapital 3) in Mio. € 980,4 1.367,2 1.483,1 +8 Nettoverschuldung in Mio. € 675,9 762,4 934,4 +23 Capital Employed in Mio. € 1.524,5 2.031,5 2.289,4 +13 Bilanzsumme in Mio. € 2.407,1 2.865,9 3.269,6 +14 Gearing in % 68,9 55,8 63,0 - Mitarbeiter 4) 10.872 12.154 13.327 +10

Börsekennzahlen 2003 2004 2005 Vdg. in % Ergebnis je Aktie in € 1,71 2,54 2,66 +5 Ergebnis je Aktie bereinigt 5) in € 2,01 2,54 2,67 +5 Dividende je Aktie in € 0,77 1,07 1,18 +10 Ultimokurs der Aktie in € 21,18 35,15 33,80 -4 Gewichtete Aktienanzahl 6) in Tsd. 64.645 69.598 73.196 +5 Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 1.382,6 2.607,0 2.506,9 -4

Geschäftsbereiche 2005 Zentral- Zentral- Nord- Beteiligungen in Mio. € und % Osteuropa Westeuropa Westeuropa USA und Sonstiges 7) Umsatz 507,3 (+4 %) 385,4 (+3 %) 747,9 (+18 %) 337,2 (+19 %) -23,2 (-6 %) EBITDA 1) 136,7 (-4 %) 78,0 (-11 %) 165,3 (+23 %) 66,4 (+12 %) -18,0 (-3 %) EBIT1) 87,0 (-14 %) 43,3 (-16 %) 109,2 (+31 %) 51,8 (+23 %) -21,0 (-1 %)

Gesamtinvestitionen 122,4 (-6 %) 61,9 (+10 %) 113,6 (-72 %) 39,5 (-10 %) 1,3 (-52 %) Capital Employed 569,5 (+22 %) 396,3 (+10 %) 952,9 (+8 %) 345,0 (+24 %) 25,8 (-38 %) Mitarbeiter 4.767 (+5 %) 2.002 (+13 %) 4.203 (+19 %) 2.194 (+4 %) 161 (-6 %)

Erläuterungen:

3) EBIT : Zinsergebnis

6) 1996 nach ÖVFA

4) Ergebnis nach Steuern : Eigenkapital

1) inkl. nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge 2) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

Kennzahlenübersicht 10 Jahre

5) durchschnittlicher Mitarbeiterstand während des Jahres

CFROI in % 13,9 12,1 12,1 14,1 -37,2

1) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

3) Eigenkapital inklusive Anteile in Fremdbesitz 4) durchschnittlicher Mitarbeiterstand während des Jahres

6) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien 7) inklusive Konzerneliminierungen und Holdingkosten

2) Operativer Cash-flow minus Investitions-Cash-flow plus Wachstumsinvestitionen

Alle Abkürzungen und Fremdwörter sind im Glossar (Lesezeichen) auf Seite 139 erklärt.

5) vor Firmenwertabschreibung und bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

Anmerkung: in der Tabelle Geschäftsbereiche sind die Veränderungsraten in % zur Vorjahresperiode in Klammer angeführt

1

in Mio. €

980,4

675,9

in Mio. €

334,6

186,1

Anmerkung: die Zahlen sind wie im jeweiligen Jahr berichtet dargestellt und wurden rückwirkend nicht um dekonsolidierte Geschäftsbereiche bereinigt

HGB

Wenn Sie mehr über Wienerberger wissen wollen und hier keine Bestellkarte mehr finden:

Geschäftsberichte, Quartalsberichte und die Möglichkeit, sich auf den Presseverteiler setzen zu lassen, gibt es auch unter T +43 (1) 601 92-463 oder: [email protected]

Geschäftsbericht und Jahresabschluss 2005 vorgelegt bei der Bilanzpressekonferenz am 28. März 2006 und in der 137. o. Hauptversammlung am 27. April 2006 in Wien. Erhältlich in deutscher und englischer Sprache.

Medieninhaber (Verleger): Wienerberger AG, A-1100 Wien, Wienerberg City, Wienerbergstraße 11 T +43 (1) 601 92-0, F +43 (1) 601 92-466 [email protected], www.wienerberger.com

Für Rückfragen: Vorstand: Wolfgang Reithofer, CEO; Hans Tschuden, CFO Investor Relations: Thomas Melzer

Konzept und Realisierung: Mensalia Unternehmensberatung und Büro X Design Wien Satz und Litho: Büro X Design Wien; Michael Konrad GmbH, Frankfurt Fotos: Maria Ziegelböck, Hertha Hurnaus Druck: Grasl Druck & Neue Medien

Geschäftsbericht 2005

Wienerberger Geschäftsbericht 2005

Der

mühsamste

seit Jahren

Geschäftsbericht

Das Jahr 2005 im Überblick

wirtschaftlichen Umfelds.

Marktpositionen

232 Werken in 24 Ländern.

Hintermauerziegel: Nr. 1 weltweit

Tondachziegel: Nr. 2 in Europa

Vormauerziegel: Nr. 1 in Europa, Nr. 2 in den USA

Wienerberger ist im Jahr 2005 weiter gewachsen. Unser selbst gestecktes, ambitioniertes Ziel einer 10%igen Ergebnissteigerung im Vergleich zum Rekordjahr 2004 haben wir zwar nicht erreicht, der Konzernumsatz konnte jedoch um 11 % auf 1.954,6 Mio. € und das EBITDA um 6 % auf 428,4 Mio. € weiter verbessert werden – und das trotz starken Gegenwinds von Seiten des

Mit Hilfe unserer Expansionsstrategie und des geografischen Portfolios haben wir den EBITDA-Rückgang in Deutschland, Polen und Ungarn von insgesamt 26,6 Mio. € sowie die Preissteigerungen bei Energie von zusätzlichen 30 Mio. € mehr als kompensiert. Wie das operative Ergebnis ist auch der Gewinn je Aktie um 5 % auf 2,66 € gestiegen, obwohl nach der Kapitalerhöhung 2004 im Jahresvergleich um 5 % mehr Aktien zu berücksichtigen waren. Der Vorstand wird der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende um 10% auf 1,18 € je Aktie vorschlagen.

Strategisch haben wir uns in 2005 einerseits auf die Umsetzung einer Vielzahl an profitablen Wachstumsprojekten und andererseits auf die Weiterentwicklung unserer Produkte und Herstellungstechnologie konzentriert. 250,5 Mio. € wurden in Akquisitionen und neue Kapazitäten investiert. Insgesamt belief sich die Zahl der gestarteten oder realisierten Projekte auf über 30. Das Gearing ist aufgrund des starken Free Cash-flows von 56 auf 63 % nur leicht gestiegen, was aus-

Wienerberger ist der größte Ziegelproduzent weltweit und die Nr. 2 bei Tondachziegel in Europa. Zusätzlich halten wir Führungspositionen bei Flächenbefestigungen in Europa, mit derzeit

reichend finanziellen Spielraum für die Fortsetzung unseres Expansionskurses lässt.

Wienerberger Geschäftsbericht 2005

Der

mühsamste

seit Jahren

Geschäftsbericht

Geschäftsbericht 2005

Das Jahr 2005 im Überblick

wirtschaftlichen Umfelds.

Marktpositionen

232 Werken in 24 Ländern.

Hintermauerziegel: Nr. 1 weltweit

Tondachziegel: Nr. 2 in Europa

Vormauerziegel: Nr. 1 in Europa, Nr. 2 in den USA

Wienerberger ist im Jahr 2005 weiter gewachsen. Unser selbst gestecktes, ambitioniertes Ziel einer 10%igen Ergebnissteigerung im Vergleich zum Rekordjahr 2004 haben wir zwar nicht erreicht, der Konzernumsatz konnte jedoch um 11 % auf 1.954,6 Mio. € und das EBITDA um 6 % auf 428,4 Mio. € weiter verbessert werden – und das trotz starken Gegenwinds von Seiten des

Mit Hilfe unserer Expansionsstrategie und des geografischen Portfolios haben wir den EBITDA-Rückgang in Deutschland, Polen und Ungarn von insgesamt 26,6 Mio. € sowie die Preissteigerungen bei Energie von zusätzlichen 30 Mio. € mehr als kompensiert. Wie das operative Ergebnis ist auch der Gewinn je Aktie um 5 % auf 2,66 € gestiegen, obwohl nach der Kapitalerhöhung 2004 im Jahresvergleich um 5 % mehr Aktien zu berücksichtigen waren. Der Vorstand wird der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende um 10% auf 1,18 € je Aktie vorschlagen.

Strategisch haben wir uns in 2005 einerseits auf die Umsetzung einer Vielzahl an profitablen Wachstumsprojekten und andererseits auf die Weiterentwicklung unserer Produkte und Herstellungstechnologie konzentriert. 250,5 Mio. € wurden in Akquisitionen und neue Kapazitäten investiert. Insgesamt belief sich die Zahl der gestarteten oder realisierten Projekte auf über 30. Das Gearing ist aufgrund des starken Free Cash-flows von 56 auf 63 % nur leicht gestiegen, was aus-

Wienerberger ist der größte Ziegelproduzent weltweit und die Nr. 2 bei Tondachziegel in Europa. Zusätzlich halten wir Führungspositionen bei Flächenbefestigungen in Europa, mit derzeit

reichend finanziellen Spielraum für die Fortsetzung unseres Expansionskurses lässt.

Medieninhaber (Verleger):

Für Rückfragen:

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Investor Relations: Thomas Melzer

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Wienerberger AG, A-1100 Wien, Wienerberg City, Wienerbergstraße 11

Geschäftsbericht und Jahresabschluss 2005 vorgelegt bei der Bilanzpressekonferenz am 28. März 2006 und in der 137. o. Hauptversammlung am 27. April 2006 in Wien.

Erhältlich in deutscher und englischer Sprache.

Satz und Litho: Büro X Design Wien; Michael Konrad GmbH, Frankfurt

Konzept und Realisierung: Mensalia Unternehmensberatung und Büro X Design Wien

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Presseverteiler setzen zu lassen, gibt es auch unter T +43 (1) 601 92-463 oder:

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[email protected], www.wienerberger.com

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