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INDUS Holding AG

Annual Report May 17, 2006

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Annual Report

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INDUS HOLDING AG IM ÜBERBLICK

AG 2001 2002 2003 2004 2005
Erträge aus Beteiligungen Mio. EUR 73,6 83,4 78,7 77,3 84,4
EBIT Mio. EUR 71,6 74,6 74,8 69,3 74,8
Jahresüberschuss Mio. EUR 56,2 56,5 56,9 50,5 52,7
Bilanzsumme Mio. EUR 715,5 804,8 881,9 906,8 986,5
Anlagevermögen Mio. EUR 493,0 573,5 619,0 674,6 756,4
Grundkapital Mio. EUR 46,8 46,8 46,8 46,8 46,8
Eigenkapital Mio. EUR 375,4 411,2 447,4 476,7 508,2
Eigenkapitalquote % 52,4 51,1 50,7 52,6 51,5
2001 2002 2003 2004 2005
Konzern* HGB HGB HGB IFRS IFRS
Umsatz Mio. EUR 589,2 680,3 706,2 660,5 735,3
Auslandsanteil % 32,0 35,0 36,0 35,0 35,8
EBIT Mio. EUR 53,9 54,2 67,9 78,5 79,2
Jahresüberschuss Mio. EUR 22,0 10,5 11,5 27,7 26,9
Abschreibungen Mio. EUR 51,1 61,3 59,9 38,6 42,7
Bilanzsumme Mio. EUR 594,4 678,8 725,8 829,0 915,4
Eigenkapital Mio. EUR 142,4 137,4 124,5 192,8 197,0
Eigenkapitalquote % 24,0 20,2 17,2 23,3 21,5
Mitarbeiter 4.053 4.484 4.727 4.641 4.996
– Holding 12 11 12 14 17
– Beteiligungen 4.041 4.473 4.715 4.627 4.979

* 2005 wurde der Konzernabschluss erstmals nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden retrospektiv auch für das Jahr 2004 die entsprechenden Kennzahlen nach IFRS angegeben. Aus diesem Grund können sich die Vorjahreswerte (2004) von den im letzten Geschäftsbericht abgedruckten Werten unterscheiden.

Aktie 2001 2002 2003 2004 2005
Marktkapitalisierung Mio. EUR 361,80 310,86 368,10 395,46 530,10
Ergebnis je Aktie (AG) EUR 3,12 3,14 3,16 2,81 2,93
Ergebnis je Aktie (Konzern) EUR 1,22 0,58 0,64 1,62* 1,50
Dividende EUR 1,15 1,15 1,18 1,18 1,20

INDUS HOLDING AG – GESCHÄFTSBERICHT 2005

Brief an die Aktionäre 2
Bericht des Aufsichtsrates 4
Organe der Gesellschaft 7
Lagebericht und Konzernlagebericht 8
Geschäft und Rahmenbedingungen 8
Lage der INDUS Holding AG 11
Konzernrechnungslegung 13
Ertragslage 13
Finanzlage 14
Vermögenslage 15
Segmentbericht 16
Mitarbeiter 38
Umweltschutz 38
Forschungs- und Entwicklungsbericht 38
Nachtragsbericht 38
Risikobericht 39
Prognosebericht 42
Investor Relations 44
Corporate Governance-Bericht 46
Konzern- und Einzelabschluss 51
Beteiligungsgesellschaften 104
Finanzkalender 105
Impressum 105

Helmut Ruwisch Vorsitzender

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das Geschäftsjahr 2005 zeigt eindrucksvoll, dass wir mit unserer Strategie, in mittelständische Nischenunternehmen zu investieren, weiter wachsen können. Mit einem Konzernumsatz von 735,3 Mio. EUR und einem Ergebnis vor Steuern (EBT) in der AG von 57,6 Mio. EUR haben wir unsere selbst gesetzten Ziele mehr als erreicht. Basis hierfür war die wiederum positive Entwicklung unserer Beteiligungsunternehmen. Sie konnten ihre Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um weitere 4,7 % steigern. Nach einem Jahr der Konsolidierung haben wir 2005 wieder verstärkt in das externe Wachstum investiert und zwei weitere Unternehmen akquiriert.

Die Verteilung des internen und externen Wachstums im vergangenen Jahr entspricht damit der bewährten Philosophie von INDUS, wesentliche Wachstumsimpulse vor allem aus der Erweiterung des Beteiligungsportfolios zu generieren. Unser Portfolio besteht unverändert aus den fünf Segmenten Bauindustrie, Maschinenbau, Automobilindustrie, Konsumgüter und Übrige Beteiligungen. Mit der Diversifizierung auf diese fünf Segmente haben wir unser Portfolio so strukturiert, dass wir über ein ausgewogenes Chancen-Risiko-Profil verfügen. Ein Blick auf die Entwicklung der einzelnen Segmente zeigt, dass wir dank dieser Diversifizierung wie auch bereits in der Vergangenheit schwächere Entwicklungen einzelner Branchen oder Beteiligungsunternehmen durch entsprechend positive Entwicklungen bei anderen Branchen oder Beteiligungsunternehmen kompensieren können. So legten die Unternehmen des Segments Bauindustrie im vergangenen Geschäftsjahr deutlich zu, auch die Unternehmen der Segmente Maschinenbau und Übrige Beteiligungen entwickelten sich positiv. Die von einem deutlichen Preisdruck geprägte schwächere Entwicklung der Unternehmen des Segments Automobilindustrie wurde damit mehr als ausgeglichen.

Im vergangenen Jahr haben wir vor allem die Segmente Automobilindustrie und Bauindustrie mit der Neuakquisition von SELZER und MIGUA weiter gestärkt. Die SELZER Fertigungstechnik GmbH & Co. KG ist ein Systemlieferant für die Fahrzeug- und Elektroindustrie. SELZER besitzt umfassendes Know-how bei der Entwicklung und Fertigung von kompletten, einbaufertigen Baugruppen aus Metall, insbesondere für Schaltgetriebe, Bremsen und Motoren. Die MIGUA-Gruppe mit den beiden Tochterunternehmen MIGUA Fugensysteme GmbH & Co. KG und der MAPOTRIX Dehnfugen GmbH & Co. KG ist der mit Abstand größte Anbieter von Profilkonstruktionen zum Verschließen und Dichten von Bewegungsfugen in Deutschland und hat in Europa eine starke Marktposition inne. Weitere Informationen zu unseren beiden Neuerwerbungen finden Sie sowohl im Segmentbericht als auch in unserer Beteiligungsbroschüre, die diesem Geschäftsbericht beiliegt. Zusätzlich zu den getätigten Akquisitionen von SELZER und MIGUA haben wir im vergangenen Jahr unsere Beteiligungen an IMECO und M. BRAUN auf jeweils 100 % aufgestockt.

Wir informieren Sie mit der erstmaligen Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS) und den weitgehend umgesetzten Empfehlungen des Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) 15 nach neuen Standards über unsere Geschäftsentwicklung. Die Umstellung der Rechnungslegung führt zu einigen tief greifenden Veränderungen. So fallen zum Beispiel die Abschreibungen auf dem Goodwill aus Erstkonsolidierung, die wir bisher im Konzern vornehmen mussten, nach IFRS weg. Dies führt zu einem höheren Ergebnis- und Eigenkapitalausweis und einer deutlichen Verringerung der Differenzen zwischen Einzel- und Konzernabschluss. Wir sind davon überzeugt, dass wir damit attraktiver werden, besonders für internationale Investoren. Detaillierte Informationen zu den Auswirkungen der Rechnungslegungsumstellung auf unser Zahlenwerk finden Sie auf den Seiten 68 bis 72.

Wir werden auch 2006 an unserer bewährten Strategie festhalten und das Beteiligungsportfolio zielgerichtet durch weitere Akquisitionen ausbauen. Mit den vorhandenen liquiden Mitteln in Höhe von 133,5 Mio. EUR und weiteren bestehenden Finanzierungszusagen von Kreditinstituten verfügen wir über einen akzeptablen Handlungsspielraum, um attraktive Chancen am Markt jederzeit und frei von Finanzierungsrestriktionen wahrnehmen zu können. Für das Geschäftsjahr 2006 erwarten wir, getragen durch eine unverändert positive Entwicklung der bestehenden Beteiligungen und zusätzliche Akquisitionen, ein Umsatzwachstum. Die verschiedenen Ergebniskennziffern sollten sich parallel entwickeln.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei meinem Vorstandskollegen Burkhard Rosenfeld, der unser Unternehmen zum Jahresende aus Altergründen verlassen hat, für sein großes Engagement für die INDUS Holding AG bedanken. In seiner 15-jährigen Tätigkeit hat er die erfolgreiche Entwicklung unseres Unternehmens nachhaltig geprägt. Ebenso möchte ich den Geschäftsführern unserer Beteiligungsunternehmen und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken. Ihre hervorragende Arbeit und ihr tägliches Engagement waren und sind die Basis unseres Erfolges.

Ihr

Helmut Ruwisch Vorstandsvorsitzender

Dr. Winfried Kill Vorsitzender

Sehr geehrte Damen und Herren,

während des Geschäftsjahres 2005 hat sich der Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Lage des Unternehmens und über wichtige Geschäftsvorfälle informiert. Der Aufsichtsrat nahm die ihm nach Gesetz, Satzung, Corporate Governance und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahr und überwachte den Vorstand kontinuierlich und begleitete ihn beratend. Grundlage hierfür waren die ausführlichen schriftlichen und mündlichen Berichte des Vorstands. Zusätzlich stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorsitzenden des Vorstands. So war der Aufsichtsrat stets über die Geschäftspolitik, die Einhaltung der Unternehmensplanung einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, die Rentabilität der Gesellschaft und den Gang der Geschäfte insgesamt informiert. Sofern zu einzelnen Entscheidungen oder Maßnahmen der Geschäftsführung eine Zustimmung erforderlich war, haben die Mitglieder des Aufsichtsrats die Beschlussvorlagen nach eingehender Prüfung verabschiedet.

Der Aufsichtsrat trat im Geschäftsjahr 2005 insgesamt zu vier Sitzungen zusammen. Darüber hinaus wurden Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren herbeigeführt. Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Bis auf eine Sitzung waren alle Aufsichtsratsmitglieder stets anwesend. Der wie in den Vorjahren gebildete Personalausschuss tagte zweimal. Weitere Ausschüsse wurden nicht gebildet. Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrats waren die Optimierung der Portfoliosteuerung, die Entwicklung der einzelnen Beteiligungsgesellschaften sowie die zukünftige Akquisitionsstrategie. Von besonderer Bedeutung waren dabei die beiden Akquisitionen SELZER und MIGUA, die Weiterentwicklung der Corporate Governance sowie die Umstellung der Rechnungslegung auf die International Financial Reporting Standards (IFRS).

Der Aufsichtsrat der INDUS Holding AG misst der Corporate Governance einen hohen Stellenwert bei. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand überprüft, welche Empfehlungen zusätzlich eingehalten werden können, und sich intensiv mit den Änderungen des Corporate Governance Kodex im Juni 2005 auseinander gesetzt. Wie in den Vorjahren setzt INDUS die vorgeschlagenen Empfehlungen weitgehend um, nur in einigen Ausnahmefällen wurde und wird von den im Kodex enthaltenen Empfehlungen abgewichen. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Corporate-Governance-Bericht auf Seite 46 dieses Geschäftsberichts. Hier ist auch die aktuelle Entsprechenserklärung abgedruckt.

Gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Juli 2005 wurde die Treuhand- und Revisions-Aktiengesellschaft Niederrhein, Krefeld, mit der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie des Lageberichts und Konzernlageberichts beauftragt. Der Aufsichtsrat hat vom Wirtschaftsprüfer eine Erklärung eingeholt, inwieweit weitere geschäftliche oder finanzielle Beziehungen mit dem INDUS-Konzern vorliegen. Diese Erklärung gab keinen Anlass zu weiteren Beanstandungen.

Der Konzernabschluss wurde erstmals nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt; der Jahresabschluss der INDUS Holding AG entspricht unverändert den Regeln des HGB. Der Abschlussprüfer hat den Konzernabschluss, den Jahresabschluss der INDUS Holding AG sowie den Konzernlagebericht und Lagebericht geprüft. Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt mit Ausnahme der folgenden Einschränkung: "Wie in den Vorjahren hat die Gesellschaft im Anhang zum Jahres- und Konzernabschluss (Aufstellung des Anteilsbesitzes) für die Unternehmen, von denen sie mindestens den fünften Teil der Anteile besitzt, das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres nicht angegeben. Diese Angabe ist nach § 285 Nr. 11 HGB bzw. § 313 Abs. 2 HGB verpflichtend." Vorstand und Aufsichtsrat haben sich damit wiederum für den Schutz der einzelnen Beteiligungsunternehmen entschieden und auf eine Veröffentlichung der Einzelergebnisse verzichtet. Nur so kann sichergestellt werden, dass die in Nischenmärkten aktiven Unternehmen keinen Nachteil im operativen Geschäft erleiden.

Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Abschlussprüfers in der Sitzung vom 26. April 2006 ausführlich erörtert. An dieser Sitzung nahm neben dem Vorstand auch der Abschlussprüfer teil. Er erläuterte die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für zusätzliche Fragen zur Verfügung.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht hat der Aufsichtsrat geprüft. Es bestanden keine Einwände. Der Aufsichtsrat stimmt daher dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu und billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Konzernlagebericht und Lagebericht stellt die Entwicklung des Unternehmens auch nach Ansicht des Aufsichtsrats zutreffend dar. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns, der eine Dividende von 1,20 EUR je Aktie vorsieht, schließt sich der Aufsichtsrat an.

Der Aufsichtsrat dankt dem zum Jahresende aus Altersgründen ausgeschiedenen Vorstandsmitglied Burkhard Rosenfeld für 15 Jahre engagierter und erfolgreicher Tätigkeit. Er war maßgeblich an der strategischen Ausrichtung unserer Unternehmensgruppe beteiligt. Für die kommenden Jahre wünschen wir ihm alles Gute.

Darüber hinaus dankt der Aufsichtsrat dem Vorstand, den Geschäftsführern der Beteiligungsgesellschaften und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die hervorragende Arbeit im Geschäftsjahr 2005. Ohne sie wäre die erfolgreiche Entwicklung der INDUS Holding AG nicht möglich gewesen.

Bergisch Gladbach, im April 2006

Für den Aufsichtsrat

Dr. Winfried Kill Vorsitzender

Der Vorstand der INDUS Holding AG v. l. n. r.: Dr. Johannes Schmidt, Michael Eberhart, Helmut Ruwisch, Dr. Lars Bühring

Vorstand

Dipl.-Kfm. Helmut Ruwisch – Vorsitzender –

Dipl.-Volkswirt Dr. Lars Bühring

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Michael Eberhart

Dipl.-Ing. Burkhard Rosenfeld – bis 31. Dezember 2005 –

Dr.-Ing. Johannes Schmidt – seit 1. Januar 2006 –

Aufsichtsrat

Dipl.-Kfm. Dr. Winfried Kill, Bergisch Gladbach – Vorsitzender –

Dipl.-Kfm. Günter Kill, Köln – stellv. Vorsitzender –

Prof. Dr. Axel Kollar, Düsseldorf

Dr. Uwe Jens Petersen, Rechtsanwalt, Hamburg

Dr. Egon Schlütter, Rechtsanwalt, Köln

Dipl.-Kfm. Bernhard Scholten, Maisons-Laffitte, Frankreich

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Bericht des Vorstands

INDUS befindet sich unverändert auf Erfolgskurs. Die wesentlichen Umsatz- und Ertragskennzahlen konnten im Vergleich zum Vorjahr stabil gehalten bzw. verbessert werden. Dies ist vor dem Hintergrund der unverändert schwachen Verfassung der inländischen Märkte wiederum ein eindrucksvoller Beweis für die Nachhaltigkeit der Unternehmensstrategie. Wesentliche Wachstumsimpulse kamen vor allem durch die Neuakquisitionen von SELZER und MIGUA im vergangenen Jahr. Aber auch die bestehenden Beteiligungen entwickelten sich positiv. Ebenfalls verbessert zeigte sich die eigene Finanz- und Vermögenslage. Vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre wird INDUS für 2005 eine erhöhte Dividende von 1,20 EUR je Aktie ausschütten. INDUS beteiligt damit ihre Aktionäre angemessen an den Unternehmensergebnissen. INDUS verfügt über ausreichend liquide Mittel und Finanzierungszusagen von Banken, um die Wachstumsstrategie durch Akquisitionen von attraktiven mittelständischen Unternehmen fortzusetzen.

Konzernstruktur

Innerhalb des INDUS-Konzerns gibt es eine klare Aufgabenteilung zwischen der Holding und den einzelnen Beteiligungsunternehmen. Die Holding unterstützt die Beteiligungsunternehmen in den klassischen Funktionen Finanzierung, Controlling, Bilanzierung, Steuern und Recht und optimiert u. a. die Finanzierungsmöglichkeiten des Kapitalmarktes für ihre Tochterunternehmen.

Die Beteiligungsunternehmen unterteilt INDUS in insgesamt fünf Segmente: Bauindustrie, Maschinenbau, Automobilindustrie, Konsumgüter und Übrige Beteiligungen. Die Zuordnung zu einem dieser fünf Segmente hängt von der Branche ab, in die das jeweilige Beteiligungsunternehmen hauptsächlich seine Produkte liefert. Das operative Geschäft der einzelnen Beteiligungen wird durch die Geschäftsführer verantwortet. Ihnen fällt in dem dezentralen Führungssystem die eigenverantwortliche Aufgabe zu, Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, Produktionsprozess und Vertrieb zu steuern. Zum Bilanzstichtag zählten insgesamt 42 operative Einheiten zum Beteiligungsportfolio. INDUS ist bei allen Beteiligungen Mehrheitsgesellschafter. Ziel ist der Erwerb von 100 % der Anteile.

Steuerungssystem

Die Holding entwickelt zusammen mit den einzelnen Beteiligungsunternehmen auf Basis fortgeschriebener Einzelstrategien detaillierte kurz- und mittelfristige Planungen und überprüft deren Einhaltung bzw. den aktuellen Stand durch ein effizientes Controllingsystem. Im Mittelpunkt der Unternehmenssteuerung stehen dabei vorrangig Finanzkennzahlen, wie z. B. Umsatz, Kapitalrendite und Cashflow.

Strategie

INDUS erwirbt ausschließlich mehrheitliche Beteiligungen an mittelständischen Unternehmen, die über eine starke Marktposition in einem attraktiven Bereich verfügen. Dabei konzentriert sich INDUS vornehmlich auf Produktionsunternehmen, die über ein stabiles Geschäftsmodell und ein erfolgreiches Produktprogramm verfügen.

Akquisitionsziele sind Unternehmen, die einen Umsatz zwischen 15 und 80 Mio. EUR erzielen und dabei nachhaltig ein überdurchschnittliches Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erwirtschaften. So wird das ausgewogene Chancen-Risiko-Profil des Gesamtportfolios sichergestellt. Darüber hinaus sollen die Unternehmen über eine Eigenkapitalquote von mindestens 30 % verfügen und möglichst keine Bankverbindlichkeiten ausweisen.

Zusätzlich hat INDUS qualitative Anforderungen entwickelt. Im Zentrum steht dabei vor allem die Analyse des Geschäftsmodells. Entscheidend ist die langfristige Stabilität der Unternehmensentwicklung, gleichzeitig sollten aber auch Wachstumsperspektiven vorhanden sein. Eine breite Abnehmerstruktur verhindert Abhängigkeiten von einzelnen Kunden. INDUS achtet darüber hinaus bei Neuakquisitionen darauf, die Stabilität des Gesamtportfolios zu erhalten.

Die Akquisition mittelständischer Unternehmen ist der wesentliche Wachstumsfaktor für INDUS. INDUS geht ausschließlich dauerhafte Beteiligungen ein und verfolgt keine Exit-Strategie. INDUS bietet den mittelständischen Unternehmen eine einzigartige Unterstützung bei der Weiterentwicklung ihres operativen Geschäfts in sich schnell ändernden globalen Märkten. Die erfolgreiche Struktur der akquirierten Unternehmen wird dabei gewahrt. INDUS setzt zur Optimierung des Portfolios Programme zur Renditesteigerung bei einzelnen Beteiligungsunternehmen ein, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Sämtliche Maßnahmen werden dabei in enger Absprache mit dem jeweiligen Geschäftsführer geplant und durchgeführt.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltwirtschaft wies im vergangenen Jahr ein stabiles Wachstum auf, ohne jedoch die hohe Dynamik des Vorjahres zu erreichen. Ein weltweit niedriges Zinsniveau trug entscheidend dazu bei, die Auswirkungen der gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise abzumildern. Unverändert kamen die wesentlichen Wachstumsimpulse aus den USA und China. Wie in den Vorjahren blieb das Wirtschaftswachstum in Westeuropa hinter dem allgemeinen Trend zurück.

Für das Gesamtjahr 2005 errechnete das statistische Amt der Europäischen Union Eurostat für die Wirtschaft im Euroraum eine Wachstumsrate gemessen am realen Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 1,3 % nach 2,1 % im Vorjahr. Damit wuchs die Wirtschaft im Euroraum im vierten Jahr nacheinander langsamer als diejenige der USA. Mit Spanien, Irland, Griechenland und Luxemburg gelang es nur vier der insgesamt zwölf Länder des Euroraums, das Wachstumstempo der USA von 3,5 % zumindest zu erreichen. Weit davon entfernt sind die großen drei Volkswirtschaften des Euroraums Deutschland, Frankreich und Italien, deren Wirtschaftsdynamik sich vor allem gegen Ende des Jahres deutlich abschwächte. So wuchs das reale BIP Italiens nur um 0,2 % und das von Frankreich um 1,5 %.

Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stieg das reale deutsche BIP im Jahr 2005 um 0,9 %. Damit konnte die wirtschaftliche Belebung des Vorjahres, in dem noch eine Wachstumsrate von 1,6 % erzielt wurde, im vergangenen Jahr nicht fortgesetzt werden. Unter Berücksichtigung der geringeren Anzahl zur Verfügung stehender Arbeitstage im Jahr 2005 lag die bereinigte Wachstumsrate mit 1,1 % annähernd auf dem Niveau von 2004. Das Wirtschaftswachstum wurde 2005 wie im Vorjahr vor allem durch den sehr starken Export getragen. Die realen Exporte wuchsen mit 6,2 % wiederum deutlich stärker als die Importe mit 5,0 %. Die daraus resultierende Zunahme des Exportüberschusses führte zu einem positiven Wachstumsbeitrag von 0,7 Prozentpunkten. Der verbliebene Wachstumsbeitrag von 0,2 Prozentpunkten ist auf die inländische Verwendung des BIPs zurückzuführen. Während die privaten Konsumausgaben verglichen mit dem Vorjahr stagnierten, gingen die staatlichen Konsumausgaben (–0,4 %) ebenso zurück wie die Bauinvestitionen (–3,6 %). Einzig die Ausrüstungsinvestitionen entwickelten sich positiv und stiegen um 4,0 %.

Lage der INDUS Holding AG

Ertragslage

Die AG erbringt in ihrer Funktion als Holding zentrale Beratungsleistungen in den Bereichen Finanzierung, Controlling, Bilanzierung, Steuern und Recht für die 42 operativen Einheiten des INDUS-Konzerns. Daraus resultierte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein nahezu unveränderter Umsatz von 3,2 Mio. EUR. Außenumsätze wurden wie in den Vorjahren nicht erzielt.

Die sonstigen Erträge in Höhe von 13,2 Mio. EUR und die Abschreibungen auf Finanzanlagen sind im Zusammenhang zu sehen. So konnten bei einigen Unternehmen, deren Bilanzansätze in den Vorjahren abgeschrieben wurden, diese aufgrund einer positiven Ertragsentwicklung teilweise wieder aufgeholt werden.

Die Personalaufwendungen erhöhten sich maßgeblich bedingt durch Sondereffekte, den Personalaufbau in der Holding und gestiegenen variablen Anteil der Gehälter auf 4,1 Mio. EUR (Vorjahr: 2,3 Mio. EUR). Leicht zu nahmen die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen auf 465 TEUR (Vorjahr: 377 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen um 11,8 % höher und beliefen sich auf 7,6 Mio. EUR (Vorjahr: 6,8 Mio. EUR). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf einen Nachlaufeffekt aus dem OKIN-Verkauf in 2004 zurückzuführen.

Die Erträge aus Beteiligungen aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhten sich um 7,1 Mio. EUR auf 84,4 Mio. EUR (Vorjahr: 77,3 Mio. EUR) und haben damit eine Rekordhöhe erreicht. Hierzu trugen sowohl die positive Entwicklung der bestehenden Beteiligungsunternehmen als auch die Ergebnisbeiträge der beiden in 2005 getätigten Akquisitionen von SELZER und MIGUA bei. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wuchs um 57,4 % von 36,6 Mio. EUR auf 57,6 Mio. EUR. Der Jahresüberschuss übertrifft mit 52,7 Mio. EUR das Vorjahresniveau von 50,5 Mio. EUR um 4,4 %. Dementsprechend stieg das Ergebnis je Aktie von 2,81 EUR auf 2,93 EUR.

Beteiligungserträge Mio. EUR

Vorstand und Aufsichtsrat werden den Aktionären im Rahmen der diesjährigen Hauptversammlung am 11. Juli 2006 eine erhöhte Dividende in Höhe von 1,20 EUR je Aktie vorschlagen. Bezogen auf den Jahresschlusskurs von 29,45 EUR errechnet sich damit eine Dividendenrendite von 4,1 %. Bei entsprechender Beschlussfassung der Aktionäre würde die gesamte Ausschüttung 21,6 Mio. EUR betragen. Mit dieser erhöhten Ausschüttung beteiligt INDUS die Aktionäre angemessen am gestiegenen Ergebnis und ermöglicht durch die Thesaurierung eine weitere Stärkung des Eigenkapitals.

Finanz- und Vermögenslage

Akquisitionsbedingt erhöhten sich die Anteile an verbundenen Unternehmen um 69,1 Mio. EUR auf 657,0 Mio. EUR. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf 282,3 Mio. EUR nach 244,3 Mio. EUR im Vorjahr. Die solide Bilanzstruktur der INDUS Holding AG konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter verbessert werden. Das Eigenkapital stieg um 31,5 Mio. EUR auf 508,2 Mio. EUR (Vorjahr: 476,7 Mio. EUR) an. Die Eigenkapitalquote blieb mit 51,5 % nach 52,6 % im Vorjahr weiterhin sehr komfortabel.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich leicht auf 428,2 Mio. EUR (Vorjahr: 410,6 Mio. EUR).

Mitarbeiter

In der AG waren im vergangenen Geschäftsjahr durchschnittlich 17 Personen beschäftigt. Dies sind 3 Personen mehr als im Vorjahr.

Konzernrechnungslegung

INDUS hat 2005 den Konzernabschluss erstmals nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Zur besseren Vergleichbarkeit werden retrospektiv auch für das Jahr 2004 die entsprechenden Kennzahlen nach IFRS angegeben. Aus diesem Grund unterscheiden sich die Vorjahreswerte von den im letzten Geschäftsbericht abgedruckten Werten. Erläuterungen zu den wesentlichen Veränderungen der Umstellung der Konzernrechnungslegung von HGB auf IFRS finden Sie im Geschäftsbericht.

Ertragslage

Der Umsatz des INDUS-Konzerns stieg auf 735,3 Mio. EUR (Vorjahr: 660,5 Mio. EUR). Dies ist auch auf die zeitanteilige Konsolidierung der neu akquirierten Unternehmen SELZER und MIGUA in 2005 zurückzuführen. Sie steuerten im vergangenen Jahr rund 44 Mio. EUR zum Gesamtumsatz bei. Zusammen mit der positiven Entwicklung der bestehenden Beteiligungen, das interne Wachstum lag im vergangenen Jahr bei 4,7 %, konnten damit die Umsatzerlöse des Vorjahres deutlich übertroffen werden. Bei dem Vorjahreswert von 660,5 Mio. EUR ist jedoch zu beachten, dass gemäß IFRS der anteilige OKIN-Umsatz 2004 hierin nicht berücksichtigt wurde. Der Auslandsanteil am Gesamtumsatz erhöhte sich 2005 auf 35,8 % (Vorjahr: 35,0 %).

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken, bedingt durch die Entkonsolidierung von OKIN in 2004, auf 17,4 Mio. EUR (Vorjahr: 25,1 Mio. EUR). Die Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen betrugen 2,4 Mio. EUR (Vorjahr: –3,9 Mio. EUR). Die Gesamtleistung des Konzerns nahm 2005 von 659,3 Mio. EUR auf 742,6 Mio. EUR zu.

In erster Linie durch die Veränderung im Konsolidierungskreis, aber auch bedingt durch die höheren Rohstoffpreise – besonders die Preise für Rohöl und Stahl zogen im vergangenen Jahr noch einmal deutlich an – erhöhte sich der Materialaufwand von 288,5 Mio. EUR um 13,7 % auf 328,1 Mio. EUR. Vor allem die rohstoffintensiven Branchen wie Maschinenbau und Automobilindustrie waren von den steigenden Kosten betroffen. Die Materialaufwandsquote stieg daher auf 44,2 % (Vorjahr: 43,8 %).

Der Personalaufwand wuchs um 13,0 % auf 202,5 Mio. EUR (Vorjahr: 179,2 Mio. EUR). Ursache dafür sind maßgeblich die beiden Neuakquisitionen. INDUS beschäftigte insgesamt 2005 im Durchschnitt 4.996 Mitarbeiter. Die Personalaufwandsquote konnte bei 27,3 % stabil gehalten werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von 99,7 Mio. EUR um 7,7 % auf 107,4 Mio. EUR. Dieser Anstieg ist in erster Linie auf die Veränderungen im Konsolidierungskreis zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wuchs 2005 um 4,1 % auf 121,9 Mio. EUR (Vorjahr: 117,1 Mio. EUR). Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände nahmen aufgrund der Erweiterung des Konsolidierungskreises um 19,4 % auf 29,5 Mio. EUR (Vorjahr: 24,7 Mio. EUR) zu. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht auf 79,2 Mio. EUR (Vorjahr: 78,5 Mio. EUR).

Das Zins- und Finanzergebnis lag 2005 mit –27,2 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahr (–24,2 Mio. EUR). Gründe hierfür sind höhere Zinsaufwendungen aufgrund der gestiegenen Verbindlichkeiten inklusive des aufgenommenen Schuldscheindarlehens und Sondereffekte. Dadurch fiel das Vorsteuerergebnis (EBT) leicht von 54,3 Mio. EUR auf 52,0 Mio. EUR. Die Ertragsteuern summierten sich 2005 auf 23,9 Mio. EUR und lagen damit um 16,6 % über den zu zahlenden Steuern 2004 mit 20,5 Mio. EUR. Der deutliche Anstieg ist vor allem auf steuerliche Einmaleffekte, deren Ursache auch in den Vorjahren liegt, zurückzuführen. Nach Minderheitenanteilen sank der Jahresüberschuss von 27,7 Mio. EUR leicht auf 26,9 Mio. EUR. Daraus errechnet sich ein Ergebnis je Aktie von 1,50 EUR.

Finanzlage

Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit lag im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 56,8 Mio. EUR unterhalb des Vorjahresniveaus von 73,9 Mio. EUR. Die Gründe hierfür sind zum einen höhere Zins- und Ertragsteuerzahlungen und zum anderen der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten, insbesondere gegenüber Fremdgesellschaftern. Aus investiver Tätigkeit flossen Mittel in Höhe von insgesamt 76,6 Mio. EUR ab (Vorjahr: 18,1 Mio. EUR). Dies beinhaltet Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 42,9 Mio. EUR (Vorjahr: 42,1 Mio. EUR) sowie den Erwerb von konsolidierten Unternehmen in Höhe von 41,5 Mio. EUR (Vorjahr: 30,5 Mio. EUR). Dies sind im Wesentlichen die Akquisitionen von SELZER und MIGUA. Bei dem Vergleich zum Vorjahr ist die Entkonsolidierung von OKIN in 2004 zu berücksichtigen. Die Einnahmen aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 22,4 Mio. EUR (Vorjahr: –1,9 Mio. EUR) bestehen im Wesentlichen aus der gestiegenen Nettokreditaufnahme von 47,9 Mio. EUR. Dem gegenüber steht ein Mittelabfluss durch die Auszahlung der Dividende und Gewinnanteile der Minderheitsgesellschafter in Höhe von 25,5 Mio. EUR.

Die Nettoverschuldung stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 64,8 Mio. EUR auf 380,0 Mio. EUR (Vorjahr: 315,2 Mio. EUR). Gründe hierfür sind das aufgenommene Schuldscheindarlehen und eine akquisitionsbedingt geringere Liquiditätsposition. An außerbilanziellen Finanzierungsinstrumenten nutzte INDUS vor allem Leasing. So wurden vor allem verschiedene Immobilien langfristig geleast.

Vermögenslage

Im INDUS-Konzern erhöhte sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 86,3 Mio. EUR auf 915,4 Mio. EUR. Dieser deutliche Anstieg ist vor allem durch die erstmalige Konsolidierung von SELZER und MIGUA begründet.

Die langfristigen Vermögenswerte wuchsen akquisitionsbedingt um 72,7 Mio. EUR auf 524,3 Mio. EUR. Der Geschäftswert und die immateriellen Vermögenswerte lagen mit 290,9 Mio. EUR um 37,3 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 253,6 Mio. EUR. Die Sachanlagen lagen bei 215,8 Mio. EUR (Vorjahr: 182,9 Mio. EUR). Die Finanzanlagen erhöhten sich um 2,8 Mio. EUR auf 8,2 Mio. EUR.

Die kurzfristigen Vermögenswerte betrugen 391,1 Mio. EUR nach 377,4 Mio. EUR im Vorjahr. Die Vorräte stiegen um 10,0 % auf 137,3 Mio. EUR. Diese Entwicklung ist auf die infolge gestiegener Rohstoffkosten höhere Bewertung der Vorräte sowie auf die Erweiterung des Konsolidierungskreises zurückzuführen. Maßgeblich beeinflusst durch die neu hinzugekommenen Gesellschaften wuchsen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 20,9 % auf 89,0 Mio. EUR. Die übrigen Vermögenswerte gingen um 10,3 % auf 18,3 Mio. EUR zurück. Die liquiden Mittel sanken nach Realisierung der beiden getätigten Akquisitionen auf immer noch beachtliche 133,5 Mio. EUR (Vorjahr: 150,4 Mio. EUR).

Das Eigenkapital lag mit 197,0 Mio. EUR über dem Vorjahr (192,8 Mio. EUR). Hier wirkte sich vor allem der Konzerngewinn in Höhe von 26,9 Mio. EUR positiv aus, so dass trotz der Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2004 die Eigenkapitalbasis im vergangenen Geschäftsjahr weiter gestärkt werden konnte. Die Eigenkapitalquote veränderte sich aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme auf 21,5 % (Vorjahr: 23,3 %).

Die langfristigen Finanzschulden sind in 2005 um 65,9 Mio. EUR auf 362,4 Mio. EUR zurückgegangen. Dies ist im Zusammenhang mit dem Anstieg der kurzfristigen Finanzschulden um 113,8 Mio. EUR auf 151,2 Mio. EUR zu sehen. Wie im Nachtragsbericht erwähnt, wurde im Februar 2006 der syndizierte Kredit in Höhe von 100,0 Mio. EUR zurückgeführt. Daraus resultierte eine Umgliederung des syndizierten Kredites zum 31. Dezember 2005 von den langfristigen in kurzfristige Finanzschulden.

Der Anstieg der Finanzschulden in Summe ist in erster Linie auf das Schuldscheindarlehen der Allianz Versicherungs-AG zurückzuführen. INDUS verbreitert mit dieser Finanzierungsform ihre Finanzbasis. Gleichzeitig ist die Gewährung dieses langfristigen Darlehens ein weiteres Indiz für die Solidität und Bonität des INDUS-Konzerns.

Die Erhöhung der Pensionsrückstellungen von 8,9 Mio. EUR auf 14,7 Mio. EUR ist maßgeblich auf die Veränderungen im Konsolidierungskreis zurückzuführen. Die ausgewiesenen latenten Steuern in 2005 betragen 15,6 Mio. EUR (Vorjahr: 14,4 Mio. EUR). Der Anstieg der kurzfristigen Rückstellungen ist ausschließlich auf die Erstkonsolidierung der neuen Gesellschaften zurückzuführen.

Die Veränderung der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten von 81,2 Mio. EUR auf 101,7 Mio. EUR ist konsolidierungsbedingt.

Segmentbericht

Beteiligungen 2005 nach Segmenten

Hauseinführung der Firma HAUFF-Technik

Bauindustrie

Die Einschätzung des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie, der noch zur Jahresmitte ein Umsatzwachstum von bis zu 1 % in Aussicht stellte, erwies sich im weiteren Jahresverlauf als zu optimistisch. Im Gesamtjahr fiel der Umsatz in der deutschen Bauindustrie um 5,7 %. Damit blieb der Trend weiterhin abwärts gerichtet. Trotz eines positiven Jahresausklangs mit deutlichen Wachstumsraten im Dezember blieben die Auftragseingänge im Gesamtjahr deutlich hinter den Erwartungen zurück. Der öffentliche Bau verzeichnete mit 1,1 % ebenso einen Rückgang wie der Wohnungsbau mit 7,2 %. Einzig der Wirtschaftsbau konnte sich von der schwachen Branchenkonjunktur lösen und die Auftragseingänge um 2,1 % steigern.

Das Segment Bauindustrie umfasste zum Bilanzstichtag insgesamt neun operative Einheiten. Im Vergleich zu 2004 kam im vergangenen Jahr durch den Erwerb von 100 % der Anteile an der MIGUA-Gruppe ein weiteres Unternehmen hinzu. Mit den beiden Tochterunternehmen MIGUA Fugensysteme GmbH & Co. KG und der MAPOTRIX Dehnfugen GmbH & Co. KG ist die MIGUA-Gruppe mit Abstand größter Anbieter von Profilkonstruktionen zum Verschließen und Dichten von Bewegungsfugen in Deutschland und hat in Europa eine starke Marktposition inne. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte das Unternehmen mit über 80 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 15 Mio. EUR. Die Konsolidierung der MIGUA-Gruppe erfolgte zeitanteilig mit Wirkung ab dem 1. September 2005. Informationen zu den anderen Unternehmen des Segments Bauindustrie finden Sie in der diesem Geschäftsbericht beiliegenden Beteiligungsbroschüre.

Der Umsatz des Segments Bauindustrie stieg im Jahr 2005 um 13,5 % deutlich auf 147,4 Mio. EUR. Trotz des unverändert schwachen Branchenumfeldes erzielten die Segmentunternehmen ein respektables Wachstum. Dies ist vor allem der erstklassigen Marktposition der Unternehmen und der unverändert hohen Nachfrage nach den spezialisierten Produkten zu verdanken.

Ausgesprochen positiv entwickelte sich die Ergebnissituation. Das Vorsteuerergebnis (EBT) wuchs sogar überproportional auf 20,3 Mio. EUR. Hierzu trug im Wesentlichen die Abrechnung einiger Großaufträge bei. Die EBT-Marge beträgt 13,8 % nach 12,5 % im Vorjahr.

Das Investitionsvolumen stieg auch bedingt durch die Akquisition der MIGUA-Gruppe deutlich an. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter wuchs um 97 Personen. Auch dies ist maßgeblich auf die erstmalige Konsolidierung der Migua-Gruppe zurückzuführen.

Segment
Bauindustrie
2001
HGB
2002
HGB
2003
HGB
2004
IFRS
2005
IFRS
Umsatz Mio. EUR 107,5 113,4 119,2 129,9 147,4
EBT Mio. EUR 7,5 7,7 8,2 16,2 20,3
Abschreibungen Mio. EUR 3,3 4,6 8,3 3,9 4,1
Investitionen Mio. EUR 17,3 15,0 2,8 3,4 22,1
Mitarbeiter Ø 599 626 613 576 673

2005 wurde der Konzernabschluss erstmals nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden retrospektiv auch für das Jahr 2004 die entsprechenden Kennzahlen nach IFRS angegeben. Aus diesem Grund unterscheiden sich die Vorjahreswerte (2004) von den im letzten Geschäftsbericht abgedruckten Werten.

Maschinenbau

Der deutsche Maschinenbau verzeichnete im vergangenen Jahr das dritte Wachstumsjahr in Folge. Der Gesamtumsatz stieg nach Angabe des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer um 4,4 % und lag damit deutlich über dem Vorjahresniveau. Diese positive Entwicklung beruhte wie in den Vorjahren vor allem auf einem starken Exportgeschäft. Die Exporte übertrafen erstmals die 100-Milliarden-Grenze und wuchsen insgesamt im Vergleich zum Vorjahr um 7,7 %. Im Inland fiel die Entwicklung verhaltener aus. Zwar reichte es hier noch nicht zu einem Umsatzplus, doch der Trend ist aufwärts gerichtet und wird durch starke Auftragseingänge in den letzten Monaten 2005 untermauert.

Das Segment Maschinenbau umfasste zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr unverändert neun operative Einheiten. Einen Kurzüberblick über die einzelnen Unternehmen des Segments Maschinenbau finden Sie in der gesonderten Beteiligungsbroschüre, die diesem Geschäftsbericht beiliegt.

Der Segmentumsatz wuchs um insgesamt 12,3 % auf 122,6 Mio. EUR. Auch das starke Exportgeschäft trug zu dieser positiven Entwicklung bei.

Trotz der gestiegenen Rohstoffpreise stieg das Vorsteuerergebnis (EBT) deutlich überproportional auf 12,6 Mio. EUR im Vergleich zu 5,5 Mio. EUR im Vorjahr. Hier spielten in erster Linie Sondereffekte in einzelnen Branchen und die Abrechnung von Großaufträgen die entscheidende Rolle. Die EBT-Marge stieg entsprechend von 5,1 % auf 10,3 %.

Das Investitionsvolumen lag bei 2,8 Mio. EUR und damit leicht unter dem Vorjahresniveau. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter blieb mit 606 Personen nahezu konstant.

Segment
Maschinenbau
2001
HGB
2002
HGB
2003
HGB
2004
IFRS
2005
IFRS
Umsatz Mio. EUR 91,8 95,6 99,2 109,2 122,6
EBT Mio. EUR 10,3 7,2 7,0 5,5 12,6
Abschreibungen Mio. EUR 2,1 2,5 6,1 6,8 4,2
Investitionen Mio. EUR 3,5 12,1 7,2 3,2 2,8
Mitarbeiter Ø 483 526 593 602 606

2005 wurde der Konzernabschluss erstmals nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden retrospektiv auch für das Jahr 2004 die entsprechenden Kennzahlen nach IFRS angegeben. Aus diesem Grund unterscheiden sich die Vorjahreswerte (2004) von den im letzten Geschäftsbericht abgedruckten Werten.

SEGMENTBERICHT – AUTOMOBILINDUSTRIE 2 7

Automobilindustrie

Die Entwicklung der deutschen Automobilindustrie gewann im vergangenen Jahr zunehmend an Dynamik. Die deutschen Hersteller weiteten ihre Produktion um 3 % auf ein neues Rekordniveau aus. Ebenfalls deutlich legten mit einem Plus von 2 % auf 3,34 Mio. Einheiten die Pkw-Neuzulassungen zu. Diese positive Entwicklung ist nach Meinung des Verbands der Automobilindustrie (VDA) vor allem auf die attraktiven neuen Modelle der Hersteller zurückzuführen. Während der Inlandsabsatz nur leicht stieg, profitierte auch die Automobilindustrie von einem starken Exportgeschäft. Dies ist nicht zuletzt auf die von den deutschen Herstellern konsequent vorangetriebene Steigerung der Produktivität und die Realisierung weiterer Kosteneinsparungspotenziale, auch bei den Zulieferern, zurückzuführen.

Das Segment Automobilindustrie umfasste zum Bilanzstichtag insgesamt zwölf operative Einheiten. Mit der SELZER Fertigungstechnik GmbH & Co. KG kam im Berichtszeitraum ein weiteres Unternehmen hinzu. Der Systemlieferant für die Fahrzeug- und Elektroindustrie besitzt umfassendes Know-how bei der Entwicklung und Fertigung von kompletten, einbaufertigen Baugruppen aus Metall, insbesondere für Schaltgetriebe, Bremsen und Motoren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte SELZER mit rund 600 Mitarbeitern einen Umsatz von ca. 80 Mio. EUR. INDUS erwarb an dem Unternehmen mit Wirkung ab dem 1. Juli 2005 insgesamt 70 % der Anteile. Das Unternehmen wurde entsprechend zeitanteilig konsolidiert. Darüber hinaus wurde aufgrund des dynamischen Wandels innerhalb der Kundenstruktur bei einem Beteiligungsunternehmen

eine neue Segmentzuordnung vorgenommen. So zählt jetzt auch das Unternehmen WIESAUPLAST, das bisher dem Segment Konsumgüter angehörte, zum Segment Automobilindustrie.

Informationen zu diesen und zu den anderen Unternehmen des Segments Automobilindustrie finden Sie in der diesem Geschäftsbericht beiliegenden Beteiligungsbroschüre.

Der Umsatz des Segments Automobilindustrie stieg im Jahr 2005 um 12,1 % auf 196,3 Mio. EUR. Davon entfielen rund 40 Mio. EUR auf SELZER. Aber auch die bestehenden Beteiligungsunternehmen entwickelten sich deutlich positiv.

Die Ergebnisentwicklung war im abgelaufenen Jahr erheblich von den gestiegenen Rohstoffkosten und vor allem dem bekannten Preisdruck der großen Hersteller auf die Zulieferer geprägt. Das Vorsteuerergebnis (EBT) sank dementsprechend von 12,4 Mio. EUR auf 6,8 Mio. EUR. Die EBT-Marge reduzierte sich deutlich auf 3,5 % (Vorjahr: 7,1 %).

Das Investitionsvolumen erhöhte sich, auch bedingt durch die Akquisition von SELZER, deutlich. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter wuchs um 474 Personen. Auch hier zeigt sich der entsprechende Effekt der erstmaligen Konsolidierung von SELZER.

Segment
Automobilindustrie
2001
HGB
2002
HGB
2003
HGB
2004
IFRS
2005
IFRS
Umsatz Mio. EUR 140,4 151,3 157,5 175,0 196,3
EBT Mio. EUR 19,5 19,0 18,4 12,4 6,8
Abschreibungen Mio. EUR 6,8 8,8 17,8 13,8 18,9
Investitionen Mio. EUR 19,3 41,1 33,1 19,5 62,3
Mitarbeiter Ø 944 1.045 1.071 1.172 1.646

2005 wurde der Konzernabschluss erstmals nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden retrospektiv auch für das Jahr 2004 die entsprechenden Kennzahlen nach IFRS angegeben. Aus diesem Grund unterscheiden sich die Vorjahreswerte (2004) von den im letzten Geschäftsbericht abgedruckten Werten.

Tastaturschloss der Firma SIMON

Konsumgüter

Die starke Entwicklung des Exportgeschäfts hatte im vergangenen Jahr keinerlei positive Auswirkungen auf den privaten Konsum. Vereinzelte Anzeichen für ein verbessertes Konsumklima haben sich im vergangenen Jahr als nicht nachhaltig erwiesen. Die privaten Konsumausgaben stagnierten real im Vergleich zum Vorjahr. Damit fiel die mit Abstand größte Nachfragekomponente des Bruttoinlandsprodukts als zusätzlicher Wachstumstreiber erneut aus. Die dominierenden Themen bei den Konsumenten waren auch im vergangenen Jahr die Angst um die Arbeitsplätze sowie die Auswirkungen der problembehafteten sozialen Systeme auf die persönliche Situation. Dies spiegelt sich auch in der gestiegenen Sparquote der privaten Haushalte wider. Mit einer Quote von 10,6 % des verfügbaren Einkommens liegt sie so hoch wie vor zehn Jahren.

Das Segment Konsumgüter umfasste zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr vier operative Einheiten. Wie bereits erwähnt wurde das Unternehmen WIESAUPLAST wegen der geänderten Kundenstruktur in das Segment Automobilindustrie eingegliedert. Darüber hinaus kam es innerhalb des Konsolidierungskreises zu einer weiteren Veränderung. INDUS erhöhte im ersten Quartal 2005 ihre Beteiligung an der IMECO Einwegprodukte von 92,5 % auf 100 %. Zu diesem Unternehmen und natürlich auch zu den anderen Segmentunternehmen finden Sie in der diesem Geschäftsbericht beiliegenden Beteiligungsbroschüre weitere Informationen.

Der Segmentumsatz stieg leicht um 0,8 % auf 103,0 Mio. EUR.

Auch in diesem Segment machten sich die gestiegenen Rohstoffpreise bemerkbar. Das Vorsteuerergebnis (EBT) sank auf 7,0 Mio. EUR. Gründe für diesen Rückgang sind neben den Rohstoffpreisveränderungen in erster Linie die Effekte aus der Entkonsolidierung von OKIN in 2004. Die EBT-Marge reduzierte sich entsprechend von 16,6 % auf 6,8 %.

Das Investitionsvolumen lag bei 10,6 Mio. EUR und damit leicht unter dem Vorjahresniveau. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter sank um 235 Personen, auch hier zeigt sich der OKIN-Effekt.

Segment
Konsumgüter
2001
HGB
2002
HGB
2003
HGB
2004
IFRS
2005
IFRS
Umsatz Mio. EUR 169,3 191,9 198,3 102,2 103,0
EBT Mio. EUR 15,2 14,2 22,6 17,0 7,0
Abschreibungen Mio. EUR 6,4 6,7 12,2 6,7 6,6
Investitionen Mio. EUR 9,1 14,4 9,5 11,7 10,6
Mitarbeiter Ø 1.259 1.335 1.322 1.090 855

2005 wurde der Konzernabschluss erstmals nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden retrospektiv auch für das Jahr 2004 die entsprechenden Kennzahlen nach IFRS angegeben. Aus diesem Grund unterscheiden sich die Vorjahreswerte (2004) von den im letzten Geschäftsbericht abgedruckten Werten.

SEGMENTBERICHT – ÜBRIGE BETEILIGUNGEN 3 5

Übrige Beteiligungen

In dem fünften Segment Übrige Beteiligungen fasst INDUS die Unternehmen zusammen, die ihre Produkte an Kunden unterschiedlichster Branchen liefern und daher keinem der vier vorangegangenen Segmente zugeordnet werden können. Aus diesem Grund kann kein spezieller Branchenindikator wie bei den anderen Segmenten zum Vergleich der wirtschaftlichen Entwicklung herangezogen werden. Lediglich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) kann als Maßstab dienen. Das BIP stieg im vergangenen Jahr auf realer Basis um 0,9 %. Weitere Erläuterungen finden Sie im Lagebericht unter der Rubrik Geschäft und Rahmenbedingungen.

Das Segment Übrige Beteiligungen umfasste zum Bilanzstichtag unverändert acht operative Einheiten. Gleichwohl änderte sich die Beteiligungsstruktur; INDUS stockte im ersten Quartal 2005 die bestehende Beteiligung an der M. BRAUN Inertgas-Systeme von 80 % auf 100 % auf. Über dieses und über die weiteren Segmentunternehmen finden Sie in der diesem Geschäftsbericht beiliegenden Beteiligungsbroschüre weitere Informationen.

Der Umsatz der in diesem Segment enthaltenen Unternehmen stieg im Jahr 2005 um 15,1 % auf 165,9 Mio. EUR. Dies ist maßgeblich auf eine verbesserte Geschäftslage der Beteiligungsgesellschaften in diesem Segment und die erstmalige Vollkonsolidierung von TSN (2004 zeitanteilig) zurückzuführen.

Deutlich verbessert zeigte sich die Ergebnissituation. Das Vorsteuerergebnis (EBT) wuchs um 2,1 Mio. EUR auf 5,3 Mio. EUR. Die EBT-Marge erhöhte sich entsprechend von 2,2 % auf 3,2 %.

Das Investitionsvolumen lag mit 17,1 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau. Hierzu trug vor allem die Aufstockung der Beteiligung an M. BRAUN bei. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter betrug 1.217 Personen (Vorjahr: 1.201 Personen).

Segment
Übrige Beteiligungen
2001
HGB
2002
HGB
2003
HGB
2004
IFRS
2005
IFRS
Umsatz Mio. EUR 89,2 144,7 145,4 144,2 165,9
EBT Mio. EUR 7,0 10,8 3,2 3,2 5,3
Abschreibungen Mio. EUR 4,3 5,1 15,5 7,4 8,9
Investitionen Mio. EUR 6,3 40,3 38,8 14,4 17,1
Mitarbeiter Ø 756 941 1.116 1.201 1.217

2005 wurde der Konzernabschluss erstmals nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden retrospektiv auch für das Jahr 2004 die entsprechenden Kennzahlen nach IFRS angegeben. Aus diesem Grund unterscheiden sich die Vorjahreswerte (2004) von den im letzten Geschäftsbericht abgedruckten Werten.

Mitarbeiter

Konzernweit waren bei INDUS im Jahr 2005 durchschnittlich 4.996 Mitarbeiter (Vorjahr: 4.641) beschäftigt. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 355 Mitarbeiter ist vor allem auf die im vergangenen Jahr getätigten Akquisitionen SELZER und MIGUA zurückzuführen.

Der Erfolg der hoch spezialisierten Beteiligungsunternehmen hängt zu einem großen Teil von den Mitarbeitern ab. Ihr Know-how und ihre Leistungsbereitschaft sind das Fundament der positiven Entwicklung jedes einzelnen Unternehmens. Zur Stärkung dieser Schlüsselfaktoren initiierten die Beteiligungsunternehmen und die Holding auch im vergangenen Jahr vielfältige Programme zur zielgerichteten persönlichen Weiterbildung, die von vielen Mitarbeitern wahrgenommen wurden.

Traditionell eine hohe Bedeutung genießt im deutschen Mittelstand die Ausbildung junger Menschen. 2005 bildeten die Beteiligungsunternehmen insgesamt 244 in kaufmännischen und gewerblichen Berufen (Vorjahr: 194) aus. Damit lag die Ausbildungsquote bei 4,9 % (Vorjahr: 4,2 %).

Umweltschutz

Die Beteiligungsunternehmen und die Holding messen dem Umweltschutz und der schonenden Verwendung natürlicher Ressourcen eine hohe Bedeutung zu. Im Mittelpunkt der Anstrengungen stehen vor allem der verantwortungsbewusste Verbrauch von Energie, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie die Abfallvermeidung und -entsorgung. Hierbei richten sich die Umweltthemen im Einzelnen stark nach dem jeweiligen Geschäftsfeld der Beteiligungsgesellschaft.

Forschungs- und Entwicklungsbericht

Die Forschung und Entwicklung konzentriert sich bei den INDUS-Beteiligungsgesellschaften ganz wesentlich auf Produktentwicklungen, die ihren Niederschlag in zahlreichen Patentanmeldungen gefunden haben. Im Jahr 2005 wurden insgesamt 10,8 Mio. EUR für diesen Bereich aufgewendet (Vorjahr: 7,4 Mio. EUR).

Nachtragsbericht

Auf der Basis der guten Liquiditätssituation wurde im Februar 2006 der syndizierte Kredit in Höhe von 100 Mio. EUR vorzeitig abgelöst. Der finanzielle Handlungsspielraum der INDUS bleibt hiervon wegen umfänglicher Kreditzusagen unberührt.

Mit Wirkung vom 2. Januar 2006 trennte sich INDUS von der NEUTRASOFT IT für den Handel GmbH & Co. KG, eine Teilaktivität des Beteiligungsunternehmens NEUTRASOFT GmbH & Co. KG, die sich damit auf ihr Kerngeschäft konzentriert. Die NEUTRASOFT IT für den Handel GmbH & Co. KG erzielte 2004 einen Umsatz von 3,1 Mio. EUR.

Darüber hinaus haben sich im INDUS-Konzern keine besonderen operativen oder strukturellen Veränderungen und Geschäftsvorfälle ereignet, über die hier zu berichten wäre und die zu veränderten Aussagen im Jahresabschluss 2005 geführt hätten.

Risikobericht

Die Beteiligungsunternehmen und die Holding sind im Zuge ihrer geschäftlichen Aktivitäten einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Diesen Risiken begegnet INDUS mit einem umfassenden Risikomanagementsystem, welches integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen ist. Ziel des implementierten Systems ist es, die Unternehmensleitung in die Lage zu versetzen, frühzeitig Risiken zu erkennen und gegenzusteuern. Die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems wird regelmäßig intern und durch den Abschlussprüfer gemäß den gesetzlichen Anforderungen geprüft.

Umfeld- und Branchenrisiken

Der Erfolg der Beteiligungsunternehmen und – damit verbunden – der Holding hängt auch von der konjunkturellen Entwicklung in den einzelnen Ländern und Märkten ab. Obwohl die Beteiligungsunternehmen ihren Sitz ausschließlich im Inland bzw. deutschsprachigen Ausland haben, zeigt im Berichtsjahr der erreichte Auslandsanteil von 35,8 % die zunehmende Bedeutung der internationalen Märkte. Durch diese strategisch vorangetriebene Entwicklung gewinnt der INDUS-Konzern eine größere Unabhängigkeit von der unverändert schwachen inländischen Konjunktur.

INDUS akquiriert ausschließlich mittelständische Unternehmen mit einer durchweg starken Marktposition innerhalb einer attraktiven Nische. Diese hohe Spezialisierung der Beteiligungsunternehmen hat in der Vergangenheit zu wesentlich geringeren Auswirkungen von kurzfristigen konjunkturellen Schwankungen auf die individuelle Geschäftsentwicklung geführt, als dies in der jeweiligen Branche zu beobachten war.

Das Beteiligungsportfolio umfasste zum 31. Dezember 2005 insgesamt 42 operative Einheiten aus den vier Kernbranchen Bauindustrie, Maschinenbau, Automobilindustrie und Konsumgüter sowie weiteren attraktiven Branchen wie

Medizintechnik und Gasreinigungsanlagen, die in dem fünften Segment Übrige Beteiligungen zusammengefasst sind. Dieser Branchenmix und die breite Streuung hinsichtlich Größe und Zyklizität der einzelnen Unternehmen führen bei einer Betrachtung des Gesamtportfolios zu einem deutlich begrenzten Risiko.

Unternehmensstrategische Risiken

Der Erfolg des INDUS-Konzerns hängt stark von dem Akquisitions- und Portfoliomanagement ab. Für diesen Bereich ist ausschließlich die Holding verantwortlich. Sie stützt sich bei der Akquisition von neuen Unternehmen auf umfangreiche Tools zur Marktanalyse der jeweiligen Branche, die konsequente Anwendung von qualitativen und quantitativen Kriterien sowie die langjährige Erfahrung des Managements. Das Beteiligungsmanagement basiert auf einem standardisierten Controllingzyklus und einem umfassenden Planungs- und Berichtswesen. Mit Hilfe von ausgewählten Kennzahlen werden fest definierte Risikofelder permanent überwacht und mögliche Risiken somit frühzeitig erkannt. Sämtliche Beteiligungsunternehmen berichten über ihre Geschäftsentwicklung und individuelle Risikolage monatlich an die Holding. Die kurz- und mittelfristigen Planungen für jedes Beteiligungsunternehmen und für die Holding selbst gewährleisten dem Vorstand und Aufsichtsrat einen kontinuierlichen und zeitnahen Überblick über die Risikolage des INDUS-Konzerns.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Die Beteiligungsunternehmen sind einer Vielzahl von leistungswirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Dazu zählen vor allem Beschaffungsmarkt-, Produktions- und Absatzrisiken. Diesen Risiken begegnen die einzelnen Unternehmen mit einem umfangreichen Maßnahmenbündel mit dem Ziel, Preis- und Mengenrisiken auf den Beschaffungsmärkten frühzeitig zu erkennen, den Produktionsprozess kontinuierlich zu optimieren und die Qualität der Produkte zu erhöhen. Darüber hinaus stehen die Unternehmen in einem kontinuierlichen Zertifizierungsprozess durch unabhängige Auditoren. Im Konzern sind vor dem Hintergrund des breit diversifizierten Portfolios die leistungswirtschaftlichen Risiken deutlich begrenzt.

Personalrisiken

Die Mitarbeiter der einzelnen Beteiligungsunternehmen und der Holding sichern durch ihr Know-how und ihr Engagement den Erfolg des Unternehmens. Um zu verhindern, dass wichtige, hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte abgeworben werden, nutzen die Beteiligungsunternehmen und die Holding verschiedene Personalbindungsmaßnahmen sowohl materieller als immaterieller Natur. Dem darüber hinaus vorhandenen Ausfallrisiko beugt INDUS durch entsprechende Stellvertreterregelungen vor.

Informationstechnische Risiken

Informationstechnische Risiken können sich aus dem Ausfall von Rechnersystem und Netzwerken ergeben. Ebenso stellt der Zugriff von unbefugten Dritten auf die IT-Systeme innerhalb der einzelnen Beteiligungsunternehmen und der Holding ein mögliches Risiko dar. Der Schutz und die Optimierung der IT-Systeme wird durch den Einsatz qualifizierter interner und externer Experten sowie diverse technische Sicherungsmaßnahmen und eine dezentralisierte IT-Infrastruktur sichergestellt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Holding übernimmt für die einzelnen Beteiligungsunternehmen auf Basis der jeweiligen Planungsrechnung die Finanzierung des operativen Geschäfts. Die Finanzierung erfolgt grundsätzlich langfristig und sichert durch hohe Liquiditätsreserven die permanente Möglichkeit, Chancen am Markt wahrzunehmen. Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2005 lagen die liquiden Mittel im Konzern bei 133,5 Mio. EUR (Vorjahr: 150,4 Mio. EUR). Finanzierungsrisiken begegnet INDUS durch eine starke Eigenkapitalposition, die Eigenkapitalquote lag im Konzern bei 21,5 %, und eine breit diversifizierte Fremdfinanzierung, sowohl bezogen auf die Adressen als auch auf die Fristigkeiten, sowie eine langfristige Zinssicherung durch derivative Finanzinstrumente und Festzinssätze.

Die meisten Beteiligungsunternehmen sind überwiegend im Euroraum tätig, so dass Währungsrisiken keine bedeutende Rolle spielen. Im Einzelfall werden Devisentermin- und geeignete Optionsgeschäfte zur Währungsabsicherung genutzt.

Sonstige Risiken

Zusätzlich können bei den einzelnen Beteiligungsgesellschaften trotz der Beachtung der entsprechenden Richtlinien sowie des verantwortungsbewussten Umgangs der einzelnen Mitarbeiter Umweltschutzrisiken auftreten. Aktuell sind entsprechende Risiken nicht erkennbar, potenzielle Risiken sind durch entsprechende Versicherungen abgedeckt.

Im Berichtszeitraum 2005 hat sich die Risikolage des INDUS-Konzerns gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Aus heutiger Sicht sind für die Zukunft keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten.

Prognosebericht

Für das Jahr 2006 rechnen die führenden Marktforschungsinstitute trotz der eher schwachen Wirtschaftsentwicklung im abgelaufenen Jahr mit einer deutlich dynamischeren Entwicklung. Darauf deuten auch die konjunkturellen Frühindikatoren hin. So stieg der ifo-Geschäftsklimaindex im Februar zum dritten Mal in Folge. Wichtigste Stütze der deutschen Konjunktur sollten aufgrund der günstigen Perspektiven für die Weltwirtschaft die Exporte bleiben. Ob dies allein ausreicht, um auch den Arbeitsmarkt zu stabilisieren und damit den privaten Konsum anzuregen, bleibt abzuwarten. Unzweifelhaft positiv werden sich 2006 zwei Sonderfaktoren auf die inländische Nachfrage auswirken. Die FIFA-Fußballweltmeisterschaft und die für 2007 geplante Anhebung der Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte werden voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte zu einer Sonderkonjunktur führen, so dass das reale Bruttoinlandsprodukt nach Meinung von Wirtschaftsforschungsinstituten im Gesamtjahr um bis zu 1,5 % zulegen sollte.

Höchst unterschiedlich fallen die Erwartungen für die einzelnen Branchen aus. So geht der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie nach der wiederum äußerst schwachen Entwicklung 2005 aufgrund des positiven Trends bei den Auftragseingängen für das Gesamtjahr 2006 insgesamt von einer schwarzen Null aus. Untermauert wird dieses Ziel von einer Stimmungsumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages unter mehr als 1.500 Baufirmen. Nach dieser Studie vom Februar 2006 ist die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage innerhalb der Branche erstmals wieder auf dem Niveau von Februar 2000. Damit scheint für die Deutsche Bauindustrie der Trend anhaltender Umsatzrückgänge gebrochen und erste Anzeichen für eine wieder stabile Geschäftsentwicklung zu bestehen. Der deutsche Maschinenbau wird 2006 wiederum von einem starken Exportgeschäft profitieren. Gleichwohl erwartet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mit einem Wachstum für das Gesamtjahr von 2 % eine abgeflaute Wirtschaftsdynamik. Die positive Entwicklung der deutschen Automobilindustrie soll nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) auch 2006 anhalten. Getrieben von attraktiven neuen Produkteinführungen erwartet der VDA für den deutschen Markt ein Wachstum. Unverändert getrübt ist das inländische Konsumklima. Vor dem Hintergrund der schwachen Verfassung des Arbeitsmarktes sowie der anhaltenden Probleme im sozialen System wird für 2006 von den Wirtschaftsforschungsinstituten kein grundlegender Wandel bei den privaten Konsumausgaben erwartet. Lediglich Vorzieheffekte aus der geplanten Mehrwertsteuererhöhung könnten in 2006 zu einem Wachstum führen. Fraglich ist dabei, ob diese Dynamik auch in 2007 anhält.

INDUS wird auch 2006 an ihrer bewährten Strategie festhalten und das Beteiligungsportfolio zielgerichtet unter Chancen-Risiko-Gesichtspunkten durch weitere Akquisitionen ausbauen. Dabei stehen spezialisierte mittelständische Produktionsunternehmen im Fokus. Nachdem durch die Übernahme von SELZER im vergangenen Jahr das Segment Automobilindustrie deutlich verstärkt wurde, sind im laufenden Jahr Akquisitionen in den anderen Bereichen zu erwarten. Mit den zum Bilanzstichtag vorhandenen liquiden Mitteln in Höhe von 133,5 Mio. EUR und weiteren bestehenden Finanzierungszusagen hat INDUS genügend Handlungsspielraum, um attraktive Chancen am Markt jederzeit wahrzunehmen. Erklärtes Ziel ist es, wie in der Vergangenheit, das Beteiligungsportfolio kontinuierlich aufzustocken.

Der Vorstand erwartet für das Geschäftsjahr 2006 ein weiteres Umsatzwachstum auf ca. 800 Mio. EUR. Dazu werden nach jetzigem Planungsstand sowohl die weiter positive Entwicklung der bestehenden Beteiligungen als auch zusätzliche Akquisitionen beitragen. Parallel dazu sollten sich die Ergebniskennziffern entwickeln. Auch für 2007 geht der Vorstand davon aus, den langfristigen Wachstumstrend des Unternehmens fortzusetzen. Im Rahmen dieser Planungen sollte dann für die nächsten zwei Jahre auch die bisherige Dividendenpolitik beibehalten werden können.

Bergisch Gladbach, den 21. April 2006

Der Vorstand

Helmut Ruwisch Dr. Lars Bühring Michael Eberhart Dr. Johannes Schmidt

Das Börsenjahr 2005 verlief für die Anleger äußerst erfolgreich. Nach einer eher seitwärts gerichteten Entwicklung des deutschen Aktienmarktes zu Beginn des Jahres – hier wirkte sich die Verunsicherung der Marktteilnehmer aufgrund der steigenden Ölpreise aus – zogen die Kurse ab Mitte Mai deutlich an. Signal für den Kapitalmarkt war vor allem die Ankündigung vorgezogener Neuwahlen durch die damalige Regierung. Dieser Trend hielt, nur kurz unterbrochen von einer kleinen Phase der Konsolidierung im Oktober, bis zum Jahresende an. Der Deutsche Aktienindex DAX erreichte am 29. Dezember mit 5.458,58 Punkten seinen Jahreshöchststand und schloss das Jahr mit einem Stand von 5.408,26 Punkten. Dies entspricht einem Plus von 27,1 %. Besser als der DAX, in dem die 30 größten deutschen Unternehmen enthalten sind, entwickelten sich wiederum die Indices für die so genannten Small- and Mid-Caps. Der MDAX stieg um 36,0 % auf 7.311,53 Punkte und der SDAX um 35,1 % auf 4.248,90 Punkte.

Die INDUS-Aktie beendete 2005 mit einem Plus von 34,0 %. Inklusive der ausgeschütteten Dividende von 1,18 EUR je Aktie lag die Gesamtrendite 2005 für die INDUS-Aktionäre bei 39,4 %. Zu Beginn des Jahres profitierte der Aktienkurs von dem frühzeitig kommunizierten positiven Ausblick für das Geschäftsjahr 2005 verbunden mit der Ankündigung des Vorstands, die kontinuierliche Dividendenpolitik weiter fortsetzen zu wollen. Im weiteren Verlauf gab die INDUS-Aktie die Kursgewinne allerdings wieder ab und erreichte am 24. März 2005 mit 22,20 EUR den Jahrestiefstkurs. Unterstützt durch die Veröffentlichung des positiven Geschäftsverlaufs sowie den getätigten Akquisitionen stieg die INDUS-Aktie unter normalen Schwankungen weiter und markierte am 29. Dezember einen Jahreshöchstkurs von 29,50 EUR. Der Schlusskurs lag mit 29,45 EUR nur geringfügig niedriger.

Kennzahlen zur INDUS-Aktie 2001 2002 2003 2004 2005
Jahreshöchstkurs EUR 28,15 26,12 25,10 27,25 29,50
Jahrestiefstkurs EUR 19,75 16,34 14,30 19,80 22,40
Jahresschlusskurs EUR 20,10 17,27 20,45 21,97 29,45
Durchschnittlicher Tagesumsatz Stück 10.819 18.372 23.472 36.067 49.509
Marktkapitalisierung am 31.12. Mio. EUR 361,80 310,86 368,10 395,46 530,10
Ergebnis je Aktie (Konzern) EUR 1,22 0,58 0,64 1,62* 1,50
Ergebnis je Aktie (AG) EUR 3,12 3,14 3,16 2,81 2,93
Dividende je Aktie EUR 1,15 1,15 1,18 1,18 1,20
Dividendensumme Mio. EUR 20,70 20,70 21,24 21,24 21,60

* gemäß IAS 33

Unverändert blieb im vergangenen Börsenjahr die Zugehörigkeit der INDUS-Aktie zu den einzelnen Indices. So ist sie weiterhin Bestandteil des Small-Caps-Index SDAX, des Index für eigentümergeführte Unternehmen GEX sowie des allgemeinen Index CDAX. Im SDAX sank die Gewichtung der INDUS-Aktie leicht von 3,73 % auf 3,31 %. Diese Entwicklung ist unter anderem auf die Aufnahme einiger größerer Unternehmen in den SDAX, die entweder aus dem MDAX abgestiegen oder nach erfolgtem Börsengang sofort aufgenommen worden sind, und auf die außerordentliche Kursentwicklung einiger Indexunternehmen zurückzuführen.

Die gesteigerte Nachfrage nach INDUS-Aktien spiegelt sich auch in der Entwicklung des durchschnittlichen Handelsvolumens an allen Börsenplätzen wider. Nachdem das Volumen bereits im Vorjahr kräftig stieg, wuchs es 2005 um weitere 37,3 % auf 49.509 Aktien pro Tag. Unverändert positiv wurde INDUS von den verschiedenen Analystenhäusern beurteilt. Im vergangenen Jahr erschienen umfassende Researchberichte von namhaften Häusern wie WestLB, Bankhaus Lampe und WGZ-Bank.

Für das Geschäftsjahr 2005 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der diesjährigen Hauptversammlung gemeinsam vor, eine Dividende von 1,20 EUR nach 1,18 EUR je Aktie im Vorjahr auszuschütten. Damit werden die Aktionäre angemessen am gestiegenen Ergebnis beteiligt. Bezogen auf den Jahresschlusskurs errechnet sich, einen entsprechenden Beschluss der Aktionäre vorausgesetzt, eine Dividendenrendite von 4,1 %. Den Aktionären würden insgesamt 21,60 Mio. EUR (2004: 21,24 Mio. EUR) zufließen. Weitere 30,0 Mio. EUR würden in die Gewinnrücklagen eingestellt und 2,6 Mio. EUR auf neue Rechnung vorgetragen.

Die zeitnahe und kontinuierliche Kommunikation mit den verschiedenen Teilnehmern des Kapitalmarktes stand 2005 unverändert im Mittelpunkt der Investor Relations. Auf der jährlichen Bilanzpressekonferenz und der Analystenkonferenz informierte der Vorstand umfassend über die Geschäftsentwicklung und Zukunftsaussichten des Unternehmens. Darüber hinaus stand der Vorstand in einem regelmäßigen Dialog mit Investoren und Finanzanalysten – per Telefon, Roadshows, Roundtable- oder Einzelgespräche. Mit sämtlichen Maßnahmen verfolgt INDUS das Ziel, den Kapitalmarkt schnell und aktuell über die Entwicklungen im Unternehmen zu informieren sowie die Investmentchancen für mittelfristig orientierte Anleger, die eine attraktive Dividendenrendite bei gleichzeitiger Risikominimierung suchen, zu verdeutlichen.

INDUS plant für 2006, die Investor-Relations-Arbeit weiter zu intensivieren. Ein erster Schritt ist mit dem vorliegenden Geschäftsbericht, der den Empfehlungen des Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) 15 weitgehend entspricht, bereits gemacht. Ziel ist es, den erstmals nach IFRS aufgestellten Abschluss für Gespräche mit institutionellen Investoren zu nutzen. Zusätzlich ist die Erweiterung der zentralen Informationsplattform für institutionelle und private Investoren, des Internetauftritts unter www.indus.de, geplant.

Stammdaten der INDUS-Aktie

ISIN: DE0006200108

Börsenkürzel: INH

Aktiengattung: Nennwertlose Inhaber-Stückaktien

Marktsegment: Prime Standard

Indices: SDAX, GEX, CDAX

Grundkapital: 46,8 Mio. EUR

Anzahl der Aktien: 18.000.000

Corporate Governance-Bericht

Vorstand und Aufsichtsrat der INDUS Holding AG messen einer transparenten, verantwortungsvollen und nachhaltigen Wertschöpfung einen hohen Stellenwert bei. Entsprechend fühlt sich die Gesellschaft den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex verpflichtet und setzt sie, wo es möglich und aufgrund der unternehmensspezifischen Gegebenheiten sinnvoll ist, um. Nur in begründeten Ausnahmefällen weicht INDUS von den Empfehlungen ab. Eine rückwärts gerichtete Analyse der Corporate Governance im Unternehmen hat gezeigt, dass es 2005 zu keinen negativen Abweichungen gegenüber der im Dezember 2004 abgegebenen Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz kam.

Veränderungen in der Entsprechenserklärung

Mit der Umstellung der Rechnungslegung auf die International Financial Reporting Standards (IFRS) wird INDUS in Zukunft eine weitere Empfehlung (Kodex Ziffer 7.1.1) erfüllen. Zusätzlich berücksichtigt die Gesellschaft die wesentlichen der insgesamt 10 Empfehlungen, die mit der Neufassung des Deutschen Corporate Governance Kodex erstmals ausgesprochen wurden. Hierzu zählen unter anderem die Einzelwahl der Aufsichtsratsmitglieder, die nach Einschätzung der Gremien unabhängige Besetzung des Aufsichtsrates und die Einhaltung der Empfehlung, dass der Wechsel von Vorstandsmitgliedern in den Aufsichtsratsvorsitz nicht die Regel ist.

Aktionäre und Hauptversammlung

Als zentrale Informationsplattform für die Aktionäre dient der Internetauftritt der Gesellschaft unter www.indus.de. Hier veröffentlicht INDUS auch sämtliche notwendigen Informationen zur Hauptversammlung. In der alljährlich stattfindenden Hauptversammlung nehmen die Aktionäre ihre Entscheidungs- und Kontrollrechte wahr. INDUS erleichtert den Aktionären die Ausübung ihrer Stimmrechte, jede Aktie hat eine Stimme, auch in Abwesenheit durch das Angebot eines Stimmrechtsvertreters. Entsprechende Vollmachts- und Weisungserteilungen wurden als elektronisches Dokument im Internet veröffentlicht. Gegenanträge gingen im Vorfeld der Hauptversammlung nicht ein.

Die insgesamt mehr als 1.600 Aktionäre, dies entspricht einer Präsenz von 35,89 % des Grundkapitals, stimmten sämtlichen Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit zu. Zu den Tagesordnungspunkten zählten unter anderem die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Wahl des Abschlussprüfers und die Beschlussfassung über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Neben den insgesamt 4 Aufsichtsratssitzungen standen Vorstand und Aufsichtsrat in einem kontinuierlichen Informationsaustausch über die aktuelle Entwicklung der INDUS Holding AG und der einzelnen Beteiligungsunternehmen. Die Aufsichtsratssitzungen fanden stets im Beisein des Vorstands statt, bei Bedarf zog sich der Aufsichtsrat zu Beratungen ohne den Vorstand zurück. Beide Organe der Gesellschaft sind ausschließlich dem Interesse des Unternehmens verpflichtet. Interessenskonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern sind dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen. Im Berichtsjahr war dies nicht der Fall, demnach traten Konflikte dieser Art nicht auf.

Vorstand

Der Vorstand bestand im Berichtsjahr unverändert aus dem Vorsitzenden Helmut Ruwisch, Dr. Lars Bühring, Burkhard Rosenfeld und Michael Eberhart. Zum 31. Dezember 2005 schied Burkhard Rosenfeld altersbedingt aus dem Vorstand aus. Sein Mandat übernahm Dr. Johannes Schmidt.

Das Vergütungssystem für den Vorstand blieb im Geschäftsjahr 2005 unverändert. Die Vergütung besteht aus fixen und variablen Bestandteilen und hängt von den Aufgaben, Leistungen sowie dem geschäftlichen Erfolg des Unternehmens ab. Die Vorstandsvergütung wurde auch im vergangenen Jahr vom Aufsichtsrat überprüft.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat blieb im vergangenen Jahr in seiner Zusammensetzung unverändert. Die Amtsperiode aller Mitglieder des Aufsichtsrats endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2007. Nach eigener Einschätzung des Aufsichtsrates gehört ihm eine ausreichende Zahl an unabhängigen Mitgliedern an. Sämtlichen neuen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex der Ziffern 5.4.3 und 5.4.4 entspricht die Gesellschaft und wird ihnen auch künftig entsprechen.

Das Vergütungssystem für den Aufsichtsrat blieb im Geschäftsjahr 2005 unverändert. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten eine fixe und eine variable Vergütung gemäß Satzung. Demnach erhält der Vorsitzende das Zweifache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache der Grundvergütung.

Transparenz

INDUS informierte seine Aktionäre viermal pro Jahr über die Geschäftsentwicklung sowie über die Finanz- und Ertragslage des Unternehmens. Die Veröffentlichung des Geschäftsberichts und der Quartalsberichte erfolgte zeitnah nach Ende des Berichtszeitraums, wobei die empfohlenen Fristen des Deutschen Corporate Governance Kodex geringfügig überschritten wurden. Der Zeitraum zwischen Ende des Berichtszeitraums und Veröffentlichung des jeweiligen Berichts soll in Zukunft sukzessive verkürzt und die mögliche Einhaltung der Vorgaben des Kodex geprüft werden.

Neben der regelmäßigen Berichterstattung informiert INDUS ihre Aktionäre in Ad-hoc- oder Pressemitteilungen über die aktuellen Entwicklungen und Geschäftsvorfälle. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden zwei Ad-hoc-Mitteilungen gemäß den Bestimmungen des § 15 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie zehn Pressemitteilungen vom Unternehmen veröffentlicht. Darüber hinaus veröffentlicht der Vorstand unverzüglich nach Kenntnisnahme entsprechende Mitteilungen in einem Börsenpflichtblatt, wenn jemand die Stimmrechtsschwellen von 5, 10, 25, 50 oder 75 % erreicht, unter- oder überschritten hat.

Rechnungslegung

Erstmals veröffentlicht INDUS in diesem Jahr seinen Jahresabschluss und Konzernjahresabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS). Über die wesentlichen Auswirkungen der Umstellung von HGB auf IFRS finden Sie auf den Seiten 68 bis 72 dieses Geschäftsberichts weitere Informationen. Auch die Quartalsberichterstattung wird in Zukunft nach IFRS erfolgen.

Aktienoptionsprogramme bestanden und bestehen weder bei der INDUS Holding AG noch bei einem der Beteiligungsunternehmen.

Abschlussprüfung

Die Hauptversammlung hat am 12. Juli 2005 die Treuhand- und Revisions-Aktiengesellschaft Niederrhein Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Krefeld, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2005 gewählt. Der Aufsichtsrat hat im Anschluss an die Wahl der Aktionäre den Prüfer beauftragt und die Prüfungsschwerpunkte festgelegt.

Entsprechenserklärung 2005

Vorstand und Aufsichtsrat der INDUS Holding AG erklären zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG in der Fassung vom 2. Juni 2005:

Vorstand und Aufsichtsrat der INDUS Holding AG identifizieren sich mit den Zielen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Das Ziel der Corporate Governance der INDUS Holding ist die Förderung des Vertrauens von Anteilseignern, Mitarbeitern, Öffentlichkeit und Kunden in die Unternehmensführung und damit die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes.

Zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 2. Juni 2005 geben Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG folgende Entsprechenserklärung ab. Die INDUS Holding AG entsprach und entspricht den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex mit den nachfolgend aufgeführten Ausnahmen:

Kodex Ziffer 3.8

Für die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat wurde und wird beim Abschluss einer D&O-Versicherung kein Selbstbehalt vereinbart.

Kodex Ziffer 4.2.3

Die Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat sowie die konkrete Ausgestaltung eines Aktienoptionsplans und vergleichbarer Gestaltungen für Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter wurden und werden auf der Internetseite der Gesellschaft nicht veröffentlicht und im Geschäftsbericht nicht erläutert.

Kodex Ziffer 4.2.4 und 5.4.7

Die Bezüge der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wurden und werden in der Gesamtsumme, aufgeteilt in Fixum und erfolgsbezogene Komponente, im Anhang des Konzernabschlusses genannt. Eine individualisierte Angabe erfolgte und erfolgt nicht.

Kodex Ziffer 5.1.2 und 5.4.1

Für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder bestand und besteht keine Altersbegrenzung.

Kodex Ziffer 5.3.2

Ein Prüfungsausschuss im Aufsichtsrat bestand und besteht nicht.

Kodex Ziffer 5.4.2

Dem Aufsichtsrat konnten und können auch mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstandes angehören.

Kodex Ziffer 6.6

Im Corporate-Governance-Bericht wurden und werden die Directors' Dealings nach § 15 WpHG nicht angegeben.

Kodex Ziffer 6.6

Im Anhang des Konzernabschlusses wurden und werden keine Angaben über Kauf und Verkauf von Aktien der Gesellschaft durch Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder gemacht. Darüber hinaus wurden und werden keine Angaben im Konzernabschluss über Aktienbesitz einzelner Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder über 1 % gemacht. Auch wenn der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien übersteigt, wurde und wird er nicht getrennt nach Vorstand und Aufsichtsrat angegeben.

Kodex Ziffer 7.1.1

Der Konzernabschluss und die Zwischenberichte werden erstmals mit dem Bericht über das Geschäftsjahr 2005 nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellt.

Kodex Ziffer 7.1.2

Eine Veröffentlichung des Konzernabschlusses binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende und des Zwischenberichts 45 Tage nach Ende des Berichtszeitraums war und ist mit der notwendigen Sorgfalt nicht durchführbar.

Bergisch Gladbach, im Dezember 2005

Für den Vorstand Helmut Ruwisch Michael Eberhart

Für den Aufsichtsrat Dr. Winfried Kill

AG-Bilanz 52
AG-Gewinn- und Verlustrechnung 54
Konzern Gewinn- und Verlustrechnung 55
Konzernbilanz 56
Konzern Kapitalflussrechnung 57
Konzern Eigenkapitalspiegel 58
Konzernanhang 59
Bestätigungsvermerk 101
Gewinnverwendungsvorschlag 103
EUR 31. 12. 2005 31. 12. 2004
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 30.564,00 82.851,00
Sachanlagen
Grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.586.254,00 3.836.830,00
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
425.081,00 346.071,00
4.011.335,00 4.182.901,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 657.036.578,38 587.904.955,98
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 94.400.000,00 81.500.000,00
Sonstige Ausleihungen 958.579,00 958.579,00
752.395.157,38 670.363.534,98
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 187.854.701,56 162.783.448,43
– davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr:
–,––
im Vorjahr:
–,––
Sonstige Vermögensgegenstände 9.018.355,88 8.311.075,56
– davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 266.246,50
im Vorjahr:
8.600,00
196.873.057,44 171.094.523,99
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 32.926.743,98 60.259.803,33
Rechnungsabgrenzungsposten
Damnum 96.630,00 115.080,00
Sonstige 214.500,00 707.520,00
311.130,00 822.600,00
986.547.987,80 906.806.214,30

AG-Bilanz

Passiva

31. 12. 2005 31. 12. 2004
46.800.000,00 46.800.000,00
116.155.194,86 116.155.194,86
1.022.583,76
290.000.000,00
1.022.583,76
261.000.000,00
Bilanzgewinn
Gewinnvortrag
Jahresüberschuss
1.210.740,74
50.535.218,96
508.151.215,27 476.723.738,32
219.000,00 –,––
274.000,00 219.000,00
746.000,00 1.589.000,00
1.239.000,00 1.808.000,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 410.555.382,95
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 513.184,64
48.636.680,48 17.205.908,39
477.157.772,53 428.274.475,98
986.547.987,80 906.806.214,30
309.064,57
130.589,78
24.665,20
18.680,31
1.505.959,70
52.667.476,95
428.219.598,63
301.493,42

AG-Gewinn- und Verlustrechnung

EUR 2005 2004
Umsatzerlöse 3.242.274,08 3.184.038,67
Sonstige betriebliche Erträge 13.208.482,74 1.087.818,10
16.450.756,82 4.271.856,77
Personalaufwand
Löhne und Gehälter 3.728.371,21 2.216.024,01
Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung
387.735,94 104.946,62
davon für
Altersversorgung:
239.167,22
im Vorjahr:
13.380,64
4.116.107,15 2.320.970,63
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
465.173,67 376.754,95
Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.593.369,41 6.770.478,88
Erträge aus Beteiligungen 84.409.938,58 77.329.261,03
davon aus verbundenen
Unternehmen:
84.409.938,58
im Vorjahr:
77.329.261,03
Erträge aus Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens
2.909.011,97 369.177,50
davon aus verbundenen
Unternehmen:
2.863.943,61
im Vorjahr:
323.869,01
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.520.406,14 8.246.594,24
davon aus verbundenen
Unternehmen:
5.780.239,92
im Vorjahr:
7.102.418,39
Abschreibungen auf Finanzanlagen 11.000.000,00 17.780.104,79
Aufwendungen aus Verlustübernahme 2.894.079,57 2.229.888,96
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 28.648.792,40 24.130.149,40
davon an verbundene
Unternehmen:
25.601,41
im Vorjahr:
229.013,13
53.296.484,72 41.804.889,62
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit
57.572.591,31 36.608.541,93
Außerordentliche Erträge –,–– 17.200.000,00
Außerordentliches Ergebnis –,–– 17.200.000,00
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.522.918,19 3.273.322,97
Sonstige Steuern – 617.803,83 –,––
Jahresüberschuss 52.667.476,95 50.535.218,96
Gewinnvortrag 1.505.959,70 1.210.740,74
Bilanzgewinn 54.173.436,65 51.745.959,70

Konzern Gewinn- und Verlustrechnung

TEUR Anhang 2005 2004
Umsatzerlöse (1) 735.323 660.492
Sonstige betriebliche Erträge (2) 17.358 25.116
Aktivierte Eigenleistungen (3) 4.848 2.789
Bestandsveränderung (3) 2.383 – 3.940
Materialaufwand (4) – 328.054 – 288.509
Personalaufwand (5) – 202.538 – 179.160
Abschreibungen (6) – 42.698 – 38.575
Sonstiger betrieblicher Aufwand – 107.381 – 99.720
Operatives Ergebnis 79.241 78.493
Zinsergebnis (7) – 29.257 – 25.686
Finanzergebnis (8) 2.032 1.528
Ergebnis vor Steuern 52.016 54.335
Steuern (9) – 23.875 – 20.489
Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche (10) – 35 – 1.487
Ergebnis nach Steuern 28.106 32.359
abzüglich Minderheitsanteile – 1.169 – 4.677
Ergebnis der INDUS Aktionäre 26.937 27.682
Ergebnis je Aktie verwässert in EUR
Ergebnis je Aktie unverwässert in EUR
(11) 1,50
1,50
1,62
1,62

Konzernbilanz

Aktiva

TEUR Anhang 31.12. 2005 31.12. 2004
Geschäftswert/Goodwill (12) 269.356 231.994
Immaterielle Vermögenswerte (12) 21.570 21.619
Sachanlagen (12) 215.776 182.870
Finanzanlagen (13) 8.205 5.413
At equity bewertete Anteile (13) 4.072 3.119
Sonstige langfristige Vermögenswerte (14) 2.062 3.104
Latente Steuern (15) 3.242 3.496
Langfristige Vermögenswerte 524.283 451.615
Liquide Mittel 133.519 150.418
Forderungen (16) 99.915 81.770
Vorräte (17) 137.250 124.832
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (14) 18.307 20.407
Zum Verkauf stehende Aktiva (18) 2.080
Kurzfristige Vermögenswerte 391.071 377.427
Bilanzsumme 915.354 829.042

Passiva

TEUR Anhang 31.12. 2005 31.12. 2004
Eingezahltes Kapital 162.955 162.955
Erwirtschaftetes Kapital 31.643 24.349
Eigenkapital der INDUS-Aktionäre 194.598 187.304
Minderheitsanteile am Kapital 2.413 5.507
Eigenkapital des Konzerns (19) 197.011 192.811
Langfristige Finanzschulden (20) 362.359 428.254
Pensionsrückstellungen (21) 14.719 8.908
Sonstige langfristige Rückstellungen (22) 3.402 1.581
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (23) 6.495 5.123
Latente Steuern (15) 15.609 14.418
Langfristige Schulden 402.584 458.284
Kurzfristige Finanzschulden (20) 151.162 37.400
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26.185 28.734
Kurzfristige Rückstellungen (22) 36.400 30.653
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (23) 101.669 81.160
Zum Verkauf stehende Passiva (18) 343
Kurzfristige Schulden 315.759 177.947
Bilanzsumme 915.354 829.042

Konzern Kapitalflussrechnung

TEUR 2005 2004
Jahresergebnis (inklusive Minderheiten) vor Ertragsteuern
und Finanzierungsaufwendungen 79.697 71.487
Zinszahlungen – 31.548 – 27.605
Ertragsteuerzahlungen – 23.879 – 13.760
Abschreibungen/Zuschreibungen
– auf langfristige Vermögensgegenstände (ohne latente Steuern)
– aufgrund von Gewinnen (–) bzw. Verlusten (+) aus dem Abgang von Anlagevermögen
41.176
– 610
37.051
– 7.953
Veränderungen der Rückstellungen – 2.658 3.754
Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder
Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind – 4.127 – 9.773
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten und anderer Passiva, die nicht der
Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
– 1.202 20.654
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 56.849 73.855
Auszahlungen für Investitionen in
– Anteilen voll konsolidierter Gesellschaften
– 60.960 – 30.473
– immateriellen Vermögenswerten – 7.301 – 4.187
– Sachanlagen – 33.320 – 37.261
– Finanzanlagen – 2.232 – 683
Einzahlungen aus Abgängen von
– Anteilen voll konsolidierter Gesellschaften
– sonstigen Anlagen

4.752
48.734
3.397
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen – 887 119
Erhaltene Zinsen 3.714 2.109
Erhaltene Dividenden 122 128
Cashflow aus Investitionstätigkeit – 96.112 – 18.117
Auszahlungen aus Dividenden – 21.240 – 21.240
Auszahlungen Minderheitsgesellschafter – 4.262 – 4.391
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 102.594 53.397
Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten – 54.728 – 29.636
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 22.364 – 1.870
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands – 16.899 53.868
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 150.418 96.550
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 133.519 150.418
Zahlungswirksame Vorgänge aus Veräußerung von Beteiligungen 53.890
Veräußerte Finanzmittel – 5.156
48.734
Zahlungswirksame Vorgänge aus Beteiligungsneuerwerben – 60.514 – 29.664
Übernommene Finanzmittel 3.991
Erworbene Finanzmittel – 4.437 – 809
– 60.960 – 30.473

Der Finanzmittelbestand enthält ein Konto mit eingeschränkter Verfügungsmacht in Höhe von 375 TEUR.

Entwicklung Konzern-Eigenkapital

2005 Anfangs- Erfasste
bestand Dividenden- Aufwendungen Latente Endbestand
TEUR 1. 1. 2005 ausschüttung und Erträge Steuern 31.12. 2005
Gezeichnetes Kapital 46.800 46.800
Kapitalrücklage 116.155 116.155
Eingezahltes Kapital 162.955 162.955
Angesammelte Gewinne
Rücklage für Währungs
32.212 – 21.240 26.937 37.909
umrechnung
Rücklage für die Markt
bewertung von Finanz
– 454 941 487
instrumenten – 7.409 891 – 235 – 6.753
Erwirtschaftetes Kapital 24.349 – 21.240 28.769 – 235 31.643
Eigenkapital der INDUS
Aktionäre 187.304 – 21.240 28.769 – 235 194.598
Anteile anderer
Gesellschafter 5.507 – 4.263 1.169 2.413
Eigenkapital des Konzerns 192.811 – 25.503 29.938 – 235 197.011
Eigenkapital des Konzerns 187.964 – 25.631 29.476 1.002 192.811
Anteile anderer
Gesellschafter
5.221 – 4.391 4.677 5.507
Eigenkapital der INDUS
Aktionäre
182.743 – 21.240 24.799 1.002 187.304
Erwirtschaftetes Kapital 19.788 – 21.240 24.799 1.002 24.349
Rücklage für die Markt
bewertung von Finanz
instrumenten
– 4.610 –3.801 1.002 – 7.409
Angesammelte Gewinne
Rücklage für Währungs
umrechnung
25.770
– 1.372
– 21.240
27.682
918

32.212
– 454
Eingezahltes Kapital 162.955 162.955
Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage
46.800
116.155



46.800
116.155
TEUR bestand
1. 1. 2004
Dividenden-
ausschüttung
Aufwendungen
und Erträge
Latente
Steuern
Endbestand
31.12. 2004
2004 Anfangs- Erfasste

Die Rücklagen für die Währungsumrechnung und die Marktbewertung von Finanzinstrumenten enthalten noch nicht realisierte Gewinne und Verluste. Die Veränderung der Rücklage für die Marktbewertung von Finanzinstrumenten beruht ausschließlich aus laufender Veränderung der Marktbewertung. Auswirkungen aus Umklassifizierungen existieren nicht.

Die Minderheitsanteile am Kapital betreffen die Fremdgesellschafter von Kapitalgesellschaften. Die Minderheitsanteile an Personengesellschaften werden nach IAS 32 aufgrund der prinzipiellen Kündbarkeit und damit Rückzahlbarkeit der Anteile als Fremdkapital klassifiziert und unter den sonstigen Verbindlichkeiten mit 9.667 TEUR (Vorjahr: 765 TEUR) ausgewiesen.

Allgemeines

Die INDUS Holding AG mit Sitz in Bergisch Gladbach, eingetragen im Handelsregister Köln unter HRB 46360, hat ihren Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2005 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt. Alle zum 31. Dezember 2005 verpflichtend anzuwendenden Standards wurden unter Berücksichtigung der Besonderheiten des IFRS 1 (Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards) retrospektiv bilanziert. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Der Konzernabschluss ist auf der Basis historischer Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erstellt mit Ausnahme der Bilanzierung von den Finanzinstrumenten, bei denen eine Bewertung zum Marktwert verpflichtend ist. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den Bilanzstichtag der INDUS Holding AG erstellt und basieren auf einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Bei Unternehmenszusammenschlüssen sind Vermögenswerte und Schulden und Eventualschulden mit ihrem Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten. Der Goodwill wird ermittelt als Differenz zwischen den Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses und dem Anteil des Erwerbers an den Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Ein positiver Goodwill wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens jährlich auf Wertminderungen geprüft. Eine negative Differenz ist sofort ergebniswirksam zu erfassen.

Bei der erstmaligen Einbeziehung von erworbenen Gesellschaften in den Konsolidierungskreis werden deren Beteiligungsbuchwerte bei der Muttergesellschaft gegen die Vermögensgegenstände und Schulden verrechnet. In den Folgeperioden wird der Beteiligungsbuchwert der Muttergesellschaft gegen das fortgeführte Eigenkapital der Tochtergesellschaften aufgerechnet.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Vorräte und Anlagevermögen werden um Zwischenergebnisse bereinigt. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern abgegrenzt.

Währungsumrechnung

In den Einzelabschlüssen werden Fremdwährungsgeschäfte mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Am Bilanzstichtag erfolgt für monetäre Posten eine ergebniswirksame Bewertung zum Zeitwert mit dem entsprechenden Umrechnungskurs.

Nach dem Konzept der funktionalen Währung erstellen die Gesellschaften außerhalb des Euroraums ihre Abschlüsse in der jeweiligen Landeswährung. Die Umrechnung dieser Abschlüsse in Euro erfolgt für Vermögenspositionen und Schulden mit dem Stichtagskurs. Das Eigenkapital wird mit Ausnahme der direkt im Eigenkapital erfassten Positionen zu historischen Kursen geführt. Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit Durchschnittskursen umgerechnet und die sich hieraus ergebenden Währungsdifferenzen werden ergebnisneutral weiterentwickelt. Die verwendeten Kurse ergeben sich aus folgender Tabelle:

Stichtagskurs Durchschnittskurs
1 EUR = 2005 2004 2005 2004
China RMB 9,589 11,306 10,222 10,308
Kanada CAD 1,373 1,642 1,509 1,617
Polen PLN 3,860 4,085 4,023 4,527
Schweiz CHF 1,555 1,543 1,548 1,544
Südafrika ZAR 7,464 7,690 7,918 7,972
Türkei TRL 1,592 1,836 1,667 1,777
Ungarn HUF 252,870 245,970 248,055 251,656
USA USD 1,180 1,362 1,244 1,244

In der Darstellung der Entwicklung der Sachanlagen, der Rückstellungen und des Eigenkapitals werden die Anfangs- und Endbestände mit dem Stichtagskurs umgerechnet, die innerjährlichen Bewegungen mit dem Durchschnittskurs. Währungsdifferenzen werden gesondert ausgewiesen und erfolgsneutral behandelt.

Bilanzierung & Bewertung

Goodwill wird aufgrund seiner unbestimmten Nutzungsdauer nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf Werthaltigkeit geprüft. Dabei wird grundsätzlich der Nutzungswert herangezogen, basierend auf der vom Management erstellten aktuellen Planung. In die Planungsprämissen fließen sowohl aktuelle Erkenntnisse als auch historische Entwicklungen ein. Nach dem Planungszeitraum von 3 Jahren werden die zukünftigen Cashflows mit einer Wachstumsrate von 0,5 % – 1 % hochgerechnet. Die so ermittelten Zahlungsreihen werden mit einem Kapitalkostensatz von 11 % abgezinst.

Einzeln erworbene immaterielle Wirtschaftsgüter werden zu Anschaffungskosten bewertet und linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer von 3 – 8 Jahren abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Wirtschaftsgüter, die die Ansatzkriterien des IAS 38 erfüllen, werden zu Herstellungskosten aktiviert, sonst werden die Aufwendungen im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam erfasst. Die Abschreibung erfolgt mit dem Beginn der Nutzung linear über 3 – 8 Jahre.

Sachanlagen werden bewertet zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und gegebenenfalls auch außerplanmäßige Abschreibungen. In Abhängigkeit des tatsächlichen Nutzungsverlaufs kommen sowohl die lineare, als auch die degressive Methode zur Anwendung. Bei Entfall der Gründe für eine in der Vergangenheit durchgeführte außerplanmäßige Abschreibung werden Wertaufholungen vorgenommen. Investitionszuschüsse werden passiviert. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen Einzelkosten und anteilige Gemeinkosten, Zinsen werden nicht einbezogen. Aufwendungen für Instandhaltungen und Reparaturen werden ergebniswirksam erfasst, soweit sie nicht aktivierungspflichtig sind. Den planmäßigen Abschreibungen liegen hauptsächlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Jahre
Gebäude 20 bis 50
Grundstückseinrichtungen 8 bis 20
Maschinen und technische Anlagen 5 bis 15
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15

Abhängig von der Verteilung der wesentlichen Chancen und Risiken werden Leasingverträge als Operating Leasing oder Finanzierungsleasing klassifiziert, mit der Folge, dass Finanzierungsleasing als Vermögenswert zu bilanzieren ist. Bei Sale-and-Leaseback-Transaktionen ist das Ergebnis aus der Transaktion differenziert zu behandeln. Das Ergebnis wird über die Laufzeit verteilt, wenn das Grundgeschäft ein Finanzierungsleasing darstellt oder wenn bei einem Operating-Leasing der Verkaufswert über dem Marktwert liegt.

Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder niedrigerem Nettoveräußerungswert bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und anteilige Gemeinkosten, Zinsen werden nicht einbezogen. Die zugerechneten Gemeinkosten werden überwiegend auf der Basis der Ist-Beschäftigung ermittelt, wenn diese im Wesentlichen der Normalauslastung entspricht.

Rohstoffe und Handelswaren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Bei erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit werden Vorräte auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert abgewertet.

Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach ihrem Leistungsfortschritt nach der Methode "Percentage of Completion" (POC) bilanziert. Die Umsatzerlöse werden nach dem Leistungsfortschritt erfasst. Das Auftragsergebnis wird nicht erst bei Risikoübergang realisiert, sondern mit dem Grad der Fertigstellung. Grundlage sind die mit dem Kunden vereinbarten Auftragserlöse und die erwarteten Auftragskosten. Der Grad der Fertigstellung errechnet sich aus dem Anteil der angefallenen Kosten an den gesamten Auftragskosten.

Erwartete Verluste aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden bei Feststellung sofort als Aufwand erfasst. Sofern das Ergebnis eines kundenspezifischen Fertigungsauftrags noch nicht hinreichend sicher ist, wird der Erlös nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst.

Finanzinstrumente sind Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder zu einem Eigenkapitalinstrument führen. Bei einem üblichen Kauf erfolgt die Bilanzierung von Finanzinstrumenten zum Erfüllungstag. Die erstmalige Bewertung erfolgt zum Zeitwert. Die Folgebewertung von Vermögenswerten ist in den vier Kategorien "erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet","gehalten bis zur Endfälligkeit","ausgereichte Kredite und Forderungen" und "zur Veräußerung verfügbar" vorzunehmen. Finanzielle Schulden sind in den zwei Kategorien "erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet" oder "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" zu bilanzieren.

Die Marktwerte von Finanzinstrumenten werden anhand der am Bilanzstichtag vorhandenen Marktinformationen oder durch anerkannte Bewertungsverfahren, z. B. Discounted-Cashflow-Methoden, ermittelt. Die Zinssätze sind der Laufzeit und dem Risiko des zugrunde liegenden Finanzinstruments angepasst.

Originäre Finanzinstrumente: Ausgereichte Kredite und Forderungen und Verbindlichkeiten sowie bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden zum Zeitwert angesetzt. Die Änderung des Zeitwerts wird in der Folge unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebnisneutral im Eigenkapital abgebildet. Änderungen des Zeitwerts von Finanzinstrumenten, die als "erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet" designiert sind, beeinflussen direkt das Periodenergebnis.

Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet, da für sie kein notierter Marktpreis auf einem aktiven Markt existiert und ein beizulegender Zeitwert mit vertretbarem Aufwand nicht verlässlich bestimmt werden kann. Assoziierte Unternehmen, auf die die INDUS Holding AG bei einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 % einen maßgeblichen Einfluss ausübt, werden nach der Equity-Methode bilanziert. Die erstmalige Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten. In der Folgebewertung wird der Buchwert um die anteiligen Veränderungen des Eigenkapitals des assoziierten Unternehmens fortgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Einzelrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Allgemeine Kreditrisiken werden durch Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand berücksichtigt, die auf Erfahrungswerten der Vergangenheit oder aktuelleren Erkenntnissen beruhen.

Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag bzw. dem Rückzahlungsbetrag.

Derivative Finanzinstrumente werden bei INDUS überwiegend zur Absicherung von auf zukünftigen Zahlungsströmen basierenden Grundgeschäften eingesetzt. Bei den als Sicherungsinstrumente eingesetzten Derivaten handelt es sich überwiegend um Swaps, aber auch um Termingeschäfte und geeignete Optionsgeschäfte. Voraussetzung für eine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung ist, dass die Effizienz der Sicherung zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument dokumentiert ist und laufend überwacht wird.

Die Bilanzierung dokumentierter Sicherungsbeziehungen ist abhängig von der Art der Beziehung. Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft werden bei Absicherungen des Zeitwertes von Bilanzpositionen (Fair-Value Hedge) mit gegenläufigen Effekten ergebniswirksam erfasst. Im Falle der Absicherung von Zahlungsströmen (Cash Flow Hedge) wird die Änderung des Zeitwertes unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebnisneutral im Eigenkapital fortgeführt. Eine ergebniswirksame Auflösung dieser Position erfolgt entweder mit Realisierung des Grundgeschäfts oder mit Feststellung einer Ineffektivität der Sicherung.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden als solche klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch Veräußerung und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden soll. Dies ist dann der Fall, wenn die Veräußerung hoch wahrscheinlich ist und durch objektive Merkmale bereits konkretisiert ist. Die Bilanzierung erfolgt zum niedrigeren Ansatz aus Buchwert und Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Planmäßige Abschreibungen werden nicht weiter vorgenommen.

Pensionen: Mit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurden einige Versorgungspläne in unterschiedlicher Ausgestaltung übernommen, teilweise für ehemalige Gesellschafter. Alle bilanzierten Versorgungspläne sind geschlossen, einige befinden sie sich bereits in der Auszahlungsphase.

Aufwand aus beitragsorientierten Plänen ("Defined Contribution Plan") betrifft Zahlungen von INDUS an externe Einrichtungen, ohne mit der Zahlung eine darüber hinaus gehende Verpflichtung gegenüber dem Begünstigten einzugehen.

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen ("Defined Benefit Obligation") werden Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet (Projected Unit Credit Method). Die künftigen Verpflichtungen werden auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet und zeigen somit den Teil der Versorgungsverpflichtungen, der bis zum Bilanzstichtag erfolgswirksam erfasst wurde. Die Bewertung berücksichtigt Annahmen über die zukünftige Entwicklung verschiedener Parameter, insbesondere Steigerungen der Gehälter und Renten.

Für jeden Pensionsplan wird der Anwartschaftsbarwert um den Zeitwert eines qualifizierten Planvermögens vermindert. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden nicht erfasst, wenn sich die kumulierten Werte innerhalb eines so genannten "Korridors" bewegen. Dieser Korridor wird pro Pensionsplan ermittelt als 10 % des höheren Betrages aus leistungsorientierter Verpflichtung oder Zeitwert des qualifizierten Planvermögens. Die versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste, die außerhalb des Korridors liegen, werden prospektiv über die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der vom Plan erfassten Arbeitnehmer erfolgswirksam verteilt. Dabei kommen Zeiträume von 1 bis 15 Jahren zur Anwendung.

Sonstige Rückstellungen werden berechnet für gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtungen, resultierend aus einem Ereignis der Vergangenheit, die wahrscheinlich zu einem Ressourcenabfluss führen und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Der Erfüllungsbetrag wird auf Basis einer bestmöglichen Schätzung berechnet. Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Effekt hieraus wesentlich ist. Für bekannte Schäden werden Einzelrückstellungen gebildet. Gewährleistungsrückstellungen werden für den gewährleistungsbehafteten Umsatz und den relevanten Gewährleistungszeitraum auf der Basis von gesicherten Erfahrungswerten berechnet. Rückstellungen für ausstehende Kosten, drohende Verluste aus Aufträgen und übrige Verpflichtungen aus dem Absatzgeschäft sind auf der Basis der zu erbringenden Leistungen berechnet.

Erfolgsunsicherheiten (Eventualschulden und -forderungen) sind im Wesentlichen mögliche Verpflichtungen oder Vermögenswerte, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren und deren Existenz durch unsichere künftige Ereignisse begründet wird, die nicht vollständig von INDUS beeinflusst werden können. Sofern ein Abfluss von wirtschaftlichem Nutzen nicht völlig unwahrscheinlich ist, werden im Anhang Angaben zu Eventualschulden gemacht.

Latente Steuern werden auf alle temporären Unterschiede zwischen dem Wertansatz in der IFRS-Bilanz und dem entsprechenden steuerlichen Wert nach dem bilanzorientierten Konzept ermittelt. Temporäre Differenzen entstehen, wenn die Realisierung des Vermögenswertes oder die Erfüllung der Schuld zu steuerlich relevanten Erträgen oder Aufwendungen führt. Latente Steuern auf einen Goodwill werden nur in dem Maße, in dem dieser steuerlich abzugsfähig ist, gebildet. Das ist bei deutschen Personengesellschaften der Fall. Latente Steuern müssen auch dann berechnet werden, wenn die Realisierung dieses Goodwills, z. B. über die Veräußerung der zugehörigen Personengesellschaft, nicht geplant ist. Dies führt zu einem dauerhaften Aufbau an passiven latenten Steuern bei INDUS.

Für steuerliche Verlustvorträge, bei denen es wahrscheinlich ist, dass im üblichen Planungshorizont ausreichend zu versteuerndes Ergebnis verfügbar ist, werden aktive latente Steuern bilanziert.

Aktive latente Steuern werden angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verrechnet werden kann.

Latente Steuern sind mit dem Steuersatz zu bewerten, der in der Periode, in der sich die Differenzen voraussichtlich umkehren werden, gültig sein wird. Unabhängig von der Fristigkeit sind latente Steuern nicht abzuzinsen. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze gebildet, die nach der derzeitigen Rechtslage in den verschiedenen Ländern gültig bzw. verabschiedet sind. Aufgrund des überwiegend langfristigen Charakters der latenten Steuern bei INDUS werden kurzfristige vorübergehende Änderungen von Steuersätzen nicht berücksichtigt. In Deutschland gilt ein Körperschaftsteuersatz von 25 %. Unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Gewerbesteuer-Hebesatzes von 370 % sowie des Solidaritätszuschlags von 5,5 % errechnet sich für inländische Unternehmen ein Ertragsteuersatz von 37,8 % für alle Berichtsperioden. Die ausländischen Steuersätze liegen zwischen 15 % und 40 %.

Aufwands- und Ertragsrealisierung: Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt – mit Ausnahme der Erlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen (s. o.) –, wenn die Leistungen erbracht bzw. die Waren oder Erzeugnisse geliefert worden sind und somit der Gefahrenübergang an den Kunden stattgefunden hat. Umsatzerlöse sind gekürzt um Erlösschmälerungen. Allgemeine Voraussetzung ist, dass die Höhe der Erträge verlässlich bestimmbar ist und hinreichende Wahrscheinlichkeit besteht, dass INDUS ein wirtschaftlicher Nutzen hieraus zufließen wird. Die Erfassung aller Ertrags- und Aufwandspositionen erfolgt in Übereinstimmung mit dem Prinzip der Periodenabgrenzung im IAS-Rahmenkonzept.

Die Kapitalflussrechnung ist in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des IAS 7 in die Bereiche Cashflow aus Geschäftstätigkeit, aus Investitionstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit aufgeteilt. Veränderungen des Konsolidierungskreises sind in den entsprechenden Positionen eliminiert, Zinsen und erhaltene Dividenden sind dem Cashflow aus Investitionstätigkeit zugeordnet. Der Finanzmittelbestand entspricht der Bilanzposition liquide Mittel. Die Ermittlung des Cashflows aus Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Im Cashflow aus Geschäftstätigkeit sind die nicht zahlungswirksamen operativen Aufwendungen und Erträge eliminiert. Deshalb sind die Angaben der Kapitalflussrechnung nicht unmittelbar aus der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zu entnehmen.

Schätzungen und Annahmen: Die Erstellung des Konzernabschlusses ist beeinflusst von Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie Annahmen und Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden sowie Aufwendungen und Erträge auswirken. Wenn Zukunftserwartungen abzubilden sind, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der entsprechenden Positionen erfolgswirksam angepasst.

Die Realisierung von Bilanzpositionen kann durch zukünftige Ereignisse, die nicht kontrolliert werden können, beeinflusst werden. Dies kann Forderungsausfälle, Nutzungsdauern von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen oder ähnliche Sachverhalte betreffen, Risiken die grundsätzlich eng mit unternehmerischer Tätigkeit verbunden sind. Die Bilanzierung solcher Positionen beruht auf langjähriger Erfahrung und der Beurteilung des aktuellen Umfelds.

Systembedingte Unsicherheiten resultieren aus Bilanzpositionen, bei denen erwartete zukünftige Zahlungsreihen diskontiert werden. Der Verlauf der Zahlungsreihen ist von zukünftigen Ereignissen abhängig, über deren Entwicklung Annahmen getroffen werden müssen. Das ist insbesondere der Fall bei der Prüfung auf Wertminderungen von Vermögenswerten mittels Nutzungswert sowie der Berechnung der Pensionsrückstellungen nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren.

Relevante Unsicherheiten resultieren auch aus Positionen, die aus einer Bandbreite möglicher zukünftiger Ausprägungen zu ermitteln sind, und betreffen insbesondere die sonstigen Rückstellungen.

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses unterlagen die zugrunde liegenden Annahmen und Schätzungen nach Bewertung von INDUS keinen bedeutenden Risiken, so dass aus aktueller Sicht nicht von einer wesentlichen Anpassung von Bilanzpositionen auszugehen ist.

Erläuterungen zur Umstellung der Rechnungslegung auf IFRS

Entsprechend Artikel 4 der EG-Verordnung Nr. 1606/2002 ist die INDUS Holding AG dazu verpflichtet, für das Geschäftsjahr 2005 erstmals einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards zu erstellen. Der Abschluss für das Geschäftsjahr 2005 umfasst auch die Vergleichszahlen für das Jahr 2004. Die Eröffnungsbilanz des Jahres 2004 ist nicht zu veröffentlichen.

Mit dem Zeitpunkt des Übergangs auf die Bilanzierung nach IFRS werden sämtliche IFRS-Standards vollständig angewendet, unter Berücksichtigung der Besonderheiten des IFRS 1 (Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards). Nach diesem Standard muss INDUS alle IFRS-Standards, die zum 31. Dezember 2005 in Kraft sind, in der aktuellen Fassung vollständig retrospektiv anwenden. Von diesem Grundsatz gibt es Ausnahmen in Form von Vereinfachungen und Verboten. Die Vereinfachungen liegen in Form von Wahlrechten vor:

Unternehmenszusammenschlüsse: Die Vereinfachungen des IFRS 1 zu diesem Themengebiet wurden nicht in Anspruch genommen. Da der Erwerb von Beteiligungen das Kerngeschäft der INDUS ist, ermöglicht nur die vollständig retrospektive Anwendung des IFRS 3 die bestmögliche Aussagefähigkeit des IFRS-Abschlusses. Dazu wurde die Erstkonsolidierung nach IFRS 3 für alle Gesellschaften seit Gründung der INDUS Holding AG im Jahre 1990 vollständig aufgearbeitet. Die Standards IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) und IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte) werden gleichzeitig angewendet.

Der besonderen Bedeutung des Goodwills wird im INDUS-Abschluss durch eine eigene Berichtszeile sowohl in Bilanz als auch im Anlagenspiegel Rechnung getragen.

Ersatzbewertung von Sachanlagevermögen: Die Vereinfachungen in Form von Neubewertung des Sachanlagevermögens zu Zeitwerten oder Indizierung von Anschaffungs- und Herstellungskosten wurden nicht in Anspruch genommen. Vielmehr wurden mit dem Zeitpunkt des Übergangs von HGB nach IFRS alle Sachanlagen auf Konsistenz zu den Wertansätzen nach IFRS geprüft und bei wesentlichen Abweichungen Anpassungen auf diesen Wertansatz vorgenommen.

Leistungen an Arbeitnehmer: INDUS wendet bei der Bewertung von Pensionen den "Korridor-Ansatz" an. Die Vereinfachungsregelung des IFRS 1 sieht vor, auf eine vollständig retrograde Bewertung der Pensionspläne zu verzichten und die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste zum Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS im Eigenkapital zu erfassen. INDUS hat von diesem Wahlrecht Gebrauch gemacht, da eine Ermittlung der erforderlichen Informationen nicht mit vertretbarem Aufwand durchführbar ist und die möglichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss nachrangig sind.

Kumulierte Währungsumrechnungsdifferenzen: Nach IAS 21 sind die Abschlüsse von Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht auf Euro lautet, differenziert umzurechnen und entstehende Umrechnungsdifferenzen im Eigenkapital fortzuführen. Die Vereinfachung des IFRS 1 sieht vor, dass auf eine rückwirkende Ermittlung dieser Differenzen verzichtet werden kann und zum Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS diese Differenzen mit null angesetzt werden. INDUS hat dieses Wahlrecht in Anspruch genommen, da eine Ermittlung der erforderlichen Informationen nicht mit vertretbarem Aufwand durchführbar ist und die möglichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss nachrangig sind.

Anteilsbasierte Vergütungen: Vergütungen auf Eigenkapitalbasis existieren bei INDUS nicht, die entsprechenden Vereinfachungen sind nicht relevant.

Finanzinstrumente: Zusammengesetzte Finanzinstrumente mit getrennter Schuld- und Eigenkapitalkomponente existieren bei INDUS nicht. Die Einstufung anderer Finanzinstrumente erfolgt mit dem Übergang auf IFRS entsprechend den Voraussetzungen von IAS 32 und IAS 39. Die Vereinfachungsregelungen zu Finanzinstrumenten wurden insofern nicht genutzt.

Überleitung Eigenkapital HGB nach IFRS

TEUR 1.1. 2004 31.12. 2004
Eigenkapital nach HGB 124.545 124.264
Mehrwerte aus Erstkonsolidierung 81.020 101.337
Anpassungen Abschreibungen 2.577 2.391
Langfristige Fertigungsaufträge 1.306 1.366
Immaterielle Wirtschaftsgüter 540 2.103
Zeitwert Bewertung von Wertpapieren – 917
Rückstellungen Pensionen – 1.562 – 1.451
Leasingverbindlichkeiten – 3.815 – 2.566
Marktwerte Finanzderivate – 5.925 – 10.063
Latente Steuern – 8.588 – 10.839
Abgänge Konsolidierungskreis – 12.609
Sonstige Anpassungen – 1.217 – 1.122
Unterschiedsbetrag IFRS – HGB 63.419 68.547
Eigenkapital nach IFRS 187.964 192.811

Überleitung Periodenergebnis HGB nach IFRS 2004

Jahresüberschuss HGB: Geschäftsjahr 2004 24.344
Abschreibungen Mehrwerte aus Erstkonsolidierung
– vearbeitet im HGB-Abschluss 34.211
– verarbeitet im IFRS-Abschluss 13.894
Mehrergebnis IFRS 20.317
Immaterielle Wirtschaftsgüter 1.563
Leasing 1.249
Zeitwert Bewertung von Wertpapieren 917
Rückstellung Pensionen 111
Langfristige Fertigungsaufträge 60
Anpassungen Abschreibungen – 186
Mehrergebnis IFRS 3.714
Latente Steuer – 3.196
Abgänge Konsolidierungskreis – 12.609
Sonstige – 211
Jahresüberschuss IFRS: Geschäftsjahr 2004 32.359

Erläuterung der Überleitung

Das nach IFRS im Vergleich zum HGB verbesserte Eigenkapital und Ergebnis resultiert aus einer Vielzahl an Einzelpositionen. Die bedeutendsten Auswirkungen resultieren aus der Bilanzierung von Goodwill und latenten Steuern.

Während im HGB-Abschluss der Goodwill planmäßig über 15 Jahre abgeschrieben wird und außerplanmäßige Abschreibungen die Ausnahme darstellen, wird der Goodwill aus der erstmaligen Kaufpreisallokation nach IFRS nicht mehr planmäßig abgeschrieben, sondern im Rahmen eines Impairment-Tests periodisch auf Werthaltigkeit geprüft. Für den Fall, dass eine Imparität von Nutzungswert und Bilanzansatz festgestellt wird, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. In der Eröffnungsbilanz sind Wertminderungen, die aus der retrospektiven Anwendung des IAS 36 resultieren, in Höhe von 28,9 Mio. EUR als kumulierte Abschreibungen ausgewiesen.

Das Geschäftsmodell der INDUS Holding AG wird durch diese Bilanzierungsvorschrift im Konzernabschluss besser abgebildet als nach HGB, da der das erworbene Eigenkapital übersteigende Teil der Kaufpreise nicht mehr vollständig abgeschrieben werden muss. Bei Fortführung des Geschäftsmodells wird dieser Ergebniseffekt voraussichtlich dauerhaft sein.

Latente Steuern werden nach IFRS auf alle temporären Unterschiede zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen der Konzernbilanz auf Basis des zukünftig geltenden Steuersatzes berechnet. Nach den deutschen Rechnungslegungsvorschriften erfolgte die Berechnung nur für zeitlich begrenzte Differenzen auf Basis des aktuellen Steuersatzes. Nach HGB müssen passive latente Steuern angesetzt werden sowie aktive latente Steuern auf Konsolidierungsvorgänge. Die Aktivierung der übrigen latenten Steuern kann per Wahlrecht, von dem INDUS keinen Gebrauch gemacht hat, vorgenommen werden. Für quasipermanente Unterschiede zwischen den steuerlichen Wertansätzen und denen nach HGB, die sich erst über einen sehr langen Zeitraum durch Verkauf oder Liquidation auflösen, dürfen nach HGB keine latenten Steuern bilanziert werden.

Quasipermanente Unterschiede entstehen bei Personengesellschaften, wenn ein Goodwill über 15 Jahre abgeschrieben wird. Auf den abweichenden Wertansatz nach IFRS müssen latente Steuern berechnet werden, bis die Gesellschaft den Konsolidierungskreis verlässt. Dieser Effekt wirkt gegenläufig zum Mehrkapital und Mehrergebnis aus der nach HGB und IFRS abweichenden Bilanzierung des Goodwills.

Nach deutschem Bilanzrecht wurden keine aktiven latenten Steuern auf mit hinreichender Wahrscheinlichkeit realisierbare Verlustvorträge gebildet, während dies in den IFRS-Abschlüssen verpflichtend ist.

Für selbst erstellte immaterielle Wirtschaftsgüter gilt nach HGB ein Aktivierungsverbot. Nach IFRS besteht unter bestimmten Voraussetzungen Aktivierungspflicht. Dies führt im Vergleich von IFRS und HGB zunächst zu höheren Wertansätzen nach IFRS. Das Sachanlagevermögen ist nach HGB teilweise durch steuerlich motivierte Abschreibungen vermindert. Wenn diese Ansätze nach IFRS nicht akzeptabel sind, werden IFRS-adäquate Wertansätze bilanziert, die grundsätzlich über denen nach HGB liegen. Mit Ausnahme des Goodwills führen höhere Wertansätze im Anlagevermögen in der Folge zu einer Ergebnisbelastung durch höhere Abschreibungen.

Die Klassifizierung der Leasingverträge im HGB-Abschluss entspricht grundsätzlich der steuerrechtlichen Zuordnung. Die Klassifizierung von Leasingverträgen nach IFRS richtet sich nach der wirtschaftlichen Substanz, die Definition des Operating Leasing ist enger gefasst. Wesentliche Auswirkungen in der Umstellung auf die Bilanzierung nach IFRS ergeben sich aus der Ergebnisabgrenzung bei Saleand-Leaseback-Transaktionen, wenn der Verkaufserlös über dem Zeitwert liegt bzw. dieser nicht verlässlich schätzbar ist.

Das Ergebnis von langfristigen Fertigungsaufträgen wird proportional zum Leistungsfortschritt bilanziert. Dies widerspricht dem Realisationsprinzip des HGB. Durch den Bestand an diesen Aufträgen zum Stichtag der Eröffnungsbilanz erhöht sich das Kapital nach IFRS.

Die Berechnung von Pensionsrückstellungen nach IFRS unterscheidet sich vom HGB im Wesentlichen durch die Annahme von zukünftigen Wachstumsparametern, die grundsätzlich zu einer Erhöhung der Pensionsrückstellungen führen, sowie durch die stichtagsabhängige Wahl des Abzinsungssatzes. Insbesondere aus Zinsänderungen resultieren Schwankungen des Wertansatzes, die innerhalb eines definierten "Korridors" außerhalb der Bilanz fortentwickelt werden.

Wertpapiere, die nach HGB dem Anlagevermögen zugerechnet sind, werden maximal mit ihren Anschaffungskosten bewertet, Wertminderungen werden nur berücksichtigt, wenn diese voraussichtlich dauerhaft sind. Nach IFRS ist eine Bewertung zum Zeitwert zwingend, je nach Sachverhalt ergebniswirksam oder ergebnisneutral durch Fortentwicklung im Eigenkapital. Spezielle Wertpapiere mit einem HGB Buchwert von 10.140 TEUR, für die ein Börsen- oder Marktwert verlässlich ermittelt werden kann, sind in der IFRS-Eröffnungsbilanz als "erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet" designiert.

Die Änderung von Zeitwerten der Derivate, die Sicherungszwecken dienen, werden ergebnisneutral im Eigenkapital fortentwickelt. In der Eröffnungsbilanz mindern die negativen Marktwerte der Zinsswaps das Eigenkapital. Relevante Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung ergeben sich, wenn die Effizienz der Sicherung nicht mehr besteht. Dies war im Zeitraum der Eröffnungsbilanz bis zum Bilanzstichtag des aktuellen Berichtsjahrs nicht festzustellen.

Die Abgänge aus dem Konsolidierungskreis verursachen unterschiedliche Ergebniseffekte in den verschiedenen Rechnungslegungskreisen aufgrund unterschiedlicher Restbuchwerte. Das Minderergebnis in der Überleitung nach IFRS resultiert im Wesentlichen aus Abgang von Goodwill, der im Vergleichabschluss nach HGB bereits abgeschrieben war. Bei der Berechnung der darauf latenten Steuer ist zu berücksichtigen, dass der Wertansatz steuerlich wiederum von dem nach HGB abweichen kann.

Die sonstigen Anpassungen enthalten im Wesentlichen Effekte aus der Veränderung des Konsolidierungskreises beim Übergang von HGB nach IFRS. In der Überleitung des Eigenkapitals sind zusätzlich Effekte aus der Währungsumrechnung zu berücksichtigen.

Konsolidierungskreis

Im Konzernabschluss werden alle Tochterunternehmen voll konsolidiert, bei denen die INDUS Holding AG mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik zum Nutzen der INDUS-Gruppe zu bestimmen. Assoziierte Unternehmen, auf deren Finanz- und Geschäftspolitik ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, werden nach der Equity-Methode einbezogen. Gesellschaften, die im Laufe des Geschäftsjahres erworben wurden, sind ab dem Zeitpunkt des Übergangs der Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik einbezogen. Gesellschaften, die abgehen, sind ab dem Zeitpunkt des wirtschaftlichen Übergangs nicht mehr einbezogen. Ab dem Zeitpunkt des Beschlusses zur Veräußerung werden die Gesellschaften als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert.

Anzahl der einbezogenen Unternehmen Inland Ausland Gesamt
Voll konsolidierte Tochterunternehmen
1.1. 2004 97 15 112
Zugänge 1 0 1
Abgänge 4 3 7
1.1. 2005 94 12 106
Zugänge 9 0 9
Abgänge 0 0 0
31.12. 2005 103 12 115
At equity bewertete Unternehmen
1.1. 2004 2 4 6
Zugänge 0 0 0
Abgänge 0 2 2
1.1. 2005 2 2 4
Zugänge 2 0 2
Abgänge 0 0 0
31.12. 2005 4 2 6

Acht andere assoziierte Unternehmen, die wegen ihrer geringen Größe oder wegen geringfügigen wirtschaftlichen Aktivität für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sind, wurden gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) mit dem Buchwert angesetzt.

Diese Angaben enthalten am 31. Januar 2005 40 Komplementär-GmbH's, die mit der zugehörigen KG eine Einheitsgesellschaft bilden. (31.12. 2004: 39 Komplementär-GmbH's) Die wesentlichen operativen Gesellschaften sind im Anhang dargestellt. Die vollständige Anteilsbesitzliste ist beim Handelsregister Köln hinterlegt unter HRB 46360.

In der Eröffnungsbilanz des IFRS Abschlusses wurden drei Immobiliengesellschaften an denen die INDUS Holding AG mittelbar oder unmittelbar weniger als die Hälfte der Stimmrechtsanteile hält, als Zweckgesellschaften eingestuft und voll konsolidiert. Die Bilanzsumme dieser Unternehmen beträgt zusammen 22,5 Mio. EUR. Fünf weitere Gesellschaften, mit denen Immobilienmietverträge bestehen werden nicht konsolidiert, da sie weder die Vorraussetzungen des IAS 17 (Leasingverhältnisse) noch die des IAS 27 (Konzern- und separate Einzelabschlüsse) in Verbindung mit dem SIC 12 (Konsolidierung – Zweckgesellschaften) erfüllen. Die Verpflichtungen gegenüber diesen Gesellschaften sind unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausgewiesen und erklären diese zu ca. 50 %.

Unternehmenszusammenschlüsse nach IFRS 3

Die INDUS-Gruppe hat in 2005 folgende Unternehmen erworben: Die MIGUA-Gruppe wurde per Kaufvertrag vom 5. September 2005 erworben und seit dem September 2005 konsolidiert. An der SELZER-Gruppe hat die INDUS per 27. Juni 2005 70 % der Anteile erworben und sie seit Juli 2005 konsolidiert. Als Enkelgesellschaft wurde die Volker WITZEL GmbH, ein Vertriebspartner der REMKO GmbH & Co. KG Klima- und Wärmetechnik, per Kaufvertrag vom 21. April 2005 zu 90 % erworben und seit April 2005 voll konsolidiert.

Weiterhin wurden in 2005 Anteile an bestehenden Mehrheitsbeteiligungen aufgestockt, im Wesentlichen durch Kauf von 7,5 % der Anteile an der IMECO Einwegprodukte GmbH & Co. KG sowie 20 % der Anteile der M. BRAUN Inertgas-Systeme GmbH. An beiden Gesellschaften hält die INDUS nun 100 % der Anteile.

In 2004 wurde die Gesellschaft TSN Turmbau Steffens & Nölle GmbH per Kaufvertrag vom 24. September 2004 erworben und seit Oktober 2004 konsolidiert.

Die Anschaffungskosten aller Zugänge inklusive der erworbenen Minderheitsbeteiligungen betrugen 65 Mio. EUR (Vorjahr: 10 Mio. EUR). Die Kaufpreisfindung basiert auf einem standardisierten Unternehmensbewertungsmodell.

Das Umsatzvolumen der neu konsolidierten Gesellschaften für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember würde 93 Mio. EUR betragen (Vorjahr: 9 Mio. EUR).

Unternehmensabgänge nach IFRS 5

Im Geschäftsjahr 2005 hat die INDUS entschieden, die Beteiligung an der NEUTRASOFT IT für den Handel GmbH & Co. KG zum 2. Januar 2006 zu veräußern. Die NEUTRASOFT IT GmbH & Co. KG stellt einen Randbereich der NEUTRASOFT-Gruppe dar. Das Unternehmen vereinigt seine Kräfte mit einem größeren Wettbewerber in dieser Nische, um die langfristigen Perspektiven zu verbessern. Dementsprechend wurden Vermögen, Schulden und Ergebnis der Gesellschaft in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert als "zur Veräußerung gehalten".

Im Geschäftsjahr 2004 wurden die MABEG Kreuschner GmbH & Co. KG sowie die OKIN-Gruppe veräußert.

Der dauerhafte Nachfrageausfall der öffentlichen Hand führte bei der MABEG Kreuschner GmbH & Co. KG zu einer Geschäftssituation, die eine Fortsetzung des umfassenden Kostenoptimierungsprogramms nicht weiter vertretbar machte. Die Gesellschaft wurde im Rahmen eines Management-Buy-outs (MBO) an den Geschäftsführer veräußert. Die OKIN-Gruppe wurde veräußert, da das erwartete weitere Wachstum die ausgewogene Struktur des INDUS-Beteiligungsportfolios hätte beeinträchtigen können. Da die Entscheidungen dazu in 2003 getroffen wurden, erfolgte die Umgliederung als "zur Veräußerung gehalten" in der Eröffnungsbilanz 2004.

Neuerwerbe 2005 Sonstige
TEUR Buchwerte im
Zugangszeitpunkt
Mehrwerte aus
Erstkonsolidierung
Zugang
Konzernbilanz
Umgliederung zur
Veräußerung gehalten
Langfristige Vermögenswerte 17.595 59.818 77.413 1.554
Kurzfristige Vermögenswerte 45.109 3.595 48.704 526
Summe Vermögenswerte 62.704 63.413 126.117 2.080
Langfristige Schulden 10.416 1.712 12.128 94
Kurzfristige Schulden 42.244 7.085 49.329 249
Summe Schulden 52.660 8.797 61.457 343
Neuerwerbe 2004 Sonstige
TEUR Buchwerte im
Zugangszeitpunkt
Mehrwerte aus
Erstkonsolidierung
Zugang
Konzernbilanz
Umgliederung zur
Veräußerung gehalten
Langfristige Vermögenswerte 257 6.830 7.087
Kurzfristige Vermögenswerte 7.353 7.353
Summe Vermögenswerte 7.610 6.830 14.440
Langfristige Schulden 565 565
Kurzfristige Schulden 4.163 4.163
Summe Schulden 4.163 565 4.728

Die Kaufpreisallokation der Neuerwerbe führte zu einem Goodwill von 36,9 Mio. EUR (Vorjahr: 6,1 Mio. EUR). Davon entfielen in 2005 auf das Segment Bauindustrie 15,5 Mio. EUR, auf den Automobilbereich 17,0 Mio. EUR und auf das Segment Übrige Beteiligungen 4,4 Mio. EUR. Der Goodwill im Jahr 2004 entfiel vollständig auf das Segment Übrige Beteiligungen.

Erläuterungen zur Konzern Gewinn- und Verlustrechnung

[1] Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen enthalten sind Erlöse für Dienstleistungen von 29.068 TEUR (Vorjahr: 21.185 TEUR) sowie Nutzungsentgelte von 327 TEUR (Vorjahr: 311 TEUR). Die Steigerung der Entgelte aus Dienstleistungen resultiert überwiegend aus der Veränderung des Konsolidierungskreises. Weiterhin sind in den Umsatzerlösen 32.652 TEUR Umsätze an kundenspezifischen Fertigungsaufträgen enthalten (Vorjahr: 24.487 TEUR). Die Steigerung der Umsatzerlöse um 74.831 TEUR resultiert zu 43.499 TEUR aus der Veränderung des Konsolidierungskreises im Jahr 2005. Im Jahr 2004 wurden 48.697 TEUR an Umsatzerlösen umgegliedert in das Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche.

Eine erweiterte Darstellung der Umsatzerlöse findet sich im Bereich der Segmentberichterstattung.

TEUR 2005 2004
Ertragszuschüsse/Auflösung passivischer
Abgrenzung
1.113 720
Auflösung von Rückstellungen 1.689 1.602
Auflösung von Wertberichtigungen 1.105 1.076
Erträge aus Währungsumrechnung 1.435 509
Erträge aus Anlagenabgängen 807 689
Versicherungsentschädigungen für Abgänge
im Sachanlagevermögen
314 175
Ertrag aus Entkonsolidierung 8.215
Übrige sonstige betriebliche Erträge 10.895 12.130
Summe 17.358 25.116

[2] Sonstige betriebliche Erträge

Die Steigerung der übrigen sonstigen betrieblichen Erträge resultiert im Wesentlichen aus der Veränderung des Konsolidierungskreises sowie Effekten aus steuerlichen Außenprüfungen. Den Erträgen aus Währungsumrechnung stehen Aufwendungen in Höhe von 854 TEUR gegenüber (Vorjahr: 588 TEUR), der Betrag der Währungsumrechnungsdifferenzen, die im Ergebnis erfasst sind, beträgt somit 581 TEUR (Vorjahr: –79 TEUR). Der Ertrag aus Entkonsolidierung steht im Zusammenhang mit Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 2004 und resultiert aus den durch Abschreibungen aus Mehrwerten geminderten niedrigeren Buchwerten im Konzern.

[3] Aktivierte Eigenleistungen

Summe 4.848 2.789
Andere aktivierte Eigenleistungen 2.581 1.849
Aktivierte Eigenleistungen nach IAS 38 2.267 940
TEUR 2005 2004

Bestandsveränderung

TEUR 2005 2004
Unfertige Erzeugnisse 1.642 – 2.243
Fertige Erzeugnisse 741 – 1.697
Summe 2.383 – 3.940

Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen wurden in Höhe von 8.513 TEUR im Periodenaufwand erfasst (Vorjahr: 7.229 TEUR).

[4] Materialaufwand

TEUR 2005 2004
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren – 289.347 – 253.524
Bezogene Leistungen – 38.707 – 34.985
Summe – 328.054 – 288.509

[5] Personalaufwand

TEUR 2005 2004
Löhne und Gehälter – 168.805 – 149.317
Soziale Abgaben – 31.969 – 28.492
Aufwendungen für Altersversorgung – 1.764 – 1.351
Summe – 202.538 – 179.160

Der Personalaufwand enthält nicht den Zinsanteil der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen. Dieser ist mit 523 TEUR im Zinsergebnis verarbeitet (Vorjahr: 503 TEUR).

[6] Abschreibungen

TEUR 2005 2004
Abschreibungen auf Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte
– 29.543 – 24.681
Planmäßige Abschreibungen aus
Erstkonsolidierung
– 11.155 – 11.394
Außerplanmäßige Abschreibungen aus
Erstkonsolidierung
– 2.000 – 2.500
Summe – 42.698 – 38.575

Die außerplanmäßige Abschreibung aus Erstkonsolidierung betrifft 2005 den Goodwill des Segments Automobile, im Vorjahr des Segments Maschinenbau. Weiterhin wurden an außerplanmäßigen Abschreibungen im Sachanlagevermögen 73 TEUR verbucht (Vorjahr: 50 TEUR), bei immateriellen Vermögenswerten 642 TEUR (Vorjahr: 36 TEUR).

[7] Zinsergebnis

Summe – 29.257 – 25.686
Zinsen und ähnlicher Aufwand – 32.971 – 27.999
Zinsen und ähnliche Erträge 3.714 2.313
TEUR 2005 2004

[8] Finanzergebnis

TEUR 2005 2004
Ergebnis von assoziierten Unternehmen 1.154 801
Erträge aus dem Verkauf von Wertpapieren 406
Abschreibungen auf Finanzanlagen – 128 – 61
Sonstige Erträge aus Finanzanlagen 1.006 382
Summe – 2.032 1.528

[9] Steuern

TEUR 2005 2004
Aperiodische Steuern – 1.929 665
Laufende Steuern – 21.076 – 17.958
Latente Steuern – 870 – 3.196
Summe – 23.875 – 20.489

Der Anstieg der aperiodischen Steuern resultiert im Wesentlichen aus Effekten von steuerlichen Außenprüfungen, überwiegend aus der Verlängerung der Nutzungsdauern von steuerlichen Ergänzungsbilanzen.

Steuerliche Besonderheiten

Das Geschäftsmodell der INDUS beruht auf der Bündelung mittelständischer Nischenanbieter, die eine führende Position in ihrem jeweiligen Markt besitzen, bei Beibehaltung deren unternehmerischer Eigenständigkeit. Synergien spielen beim Erwerb eine untergeordnete Rolle. Jede Gesellschaft steht eigenständig für ihren Erfolg ein, bedarfsweise unterstützt durch Ressourcen der Holding.

Erworben werden insbesondere deutsche Personengesellschaften. Der Erwerb einer Personengesellschaft führt zu folgenden steuerlichen Konsequenzen:

Die Mehrwerte aus der steuerlichen Kaufpreisallokation sind in Form von Abschreibungen aus Ergänzungsbilanzen, verteilt auf die jeweilige Nutzungsdauer, abzugsfähig. Dies führt zu einer um die Abschreibungen geminderten steuerlichen Bemessungsgrundlage und kann auch bei ertragsstarken Gesellschaften dazu führen, dass ein steuerlicher Verlust mit entsprechenden Steuerersparnissen – Gewerbesteuer bei der Personengesellschaft und Körperschaftsteuer bei INDUS – entsteht. Positive Ergebniseffekte entstehen durch die Bilanzierung von latenten Steuern nach dem bilanzorientierten Temporary-Konzept nach IFRS nicht mehr. Eine Aktivierung von latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge erfolgt im Konzern nur, wenn eine Realisierung im üblichen Detail-Planungszeitraum möglich ist.

Gewerbesteuer fällt auf Ebene der Personengesellschaft an. Eine Ergebnisverrechnung steuerlicher Gewinne und Verluste für die Gewerbesteuer ist zwischen Personengesellschaften nicht möglich. Die steuerlichen Ergebnisse nach Gewerbesteuer werden INDUS zugerechnet und in Summe der Körperschaftsteuer unterworfen. Organschaftsverträge zur Vermeidung dieser gewerbesteuerlichen Effekte sind für Personengesellschaften nicht möglich und nach dem Konzept der unternehmerischen Eigenständigkeit auch nicht gewollt. Daher werden bei INDUS auch keine Organschaftsverträge mit Kapitalgesellschaften zur steuerlichen Verrechnung abgeschlossen. Diese Effekte drücken sich in der Position "keine Ergebnisverrechnung aufgrund eigenständiger Tochtergesellschaften" aus.

Die Holding übernimmt gemäß der Unternehmensphilosophie die Finanzierungsfunktion für alle Gesellschaften. Der Finanzierungsaufwand des Konzerns fällt zum ganz überwiegenden Teil in der AG an. Die Finanzierungsaufwendungen für Kapitalgesellschaften sind bei der AG steuerlich abzugsfähig, während Ausschüttungen steuerfrei sind. In der Folge entstehen bei der AG gewerbesteuerliche Verluste, die die Steuerquote im Konzern erhöhen.

Die Position steuerfreie Veräußerungen resultiert aus abweichenden Wertansätzen von Beteiligungen in Steuerbilanz und IFRS-Konzernbilanz.

TEUR 2005 2004
Ergebnis vor Ertragsteuern 52.016 54.335
Erwarteter Steueraufwand 37,8 % 19.662 20.539
Überleitung
Abschreibung von Goodwill 756 945
Aktivierung oder Wertberichtigung
von Verlustvorträgen latenter Steuern
– 808 – 1.511
Aperiodische Steuern 1.929 – 665
Equity-Bewertung von
assoziierten Unternehmen
– 436 – 303
Struktureffekte aus:
– abweichenden lokalen Steuersätzen
– abweichenden nationalen Steuersätzen
– 660
– 571
224
– 459
Gewerbesteuerliche Verluste INDUS AG 720 511
Keine Ergebnisverrechnung aufgrund
eigenständiger Tochtergesellschaften
1.876 1.427
Ausländische Quellensteuer auf
steuerfreie Dividenden
314 329
Sonstige nicht abzugsfähige Aufwendungen
oder steuerfreie Erträge
1.712 852
Nutzung tatsächlicher steuerlicher
Verlustvorträge
– 619 – 437
Steuerfreie Veräußerungen im Konzern – 963
Tatsächlicher Steueraufwand 23.875 20.489
in % vom Ergebnis 45,9 % 37,7 %

Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Steueraufwand

[10] Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche

Diese Position enthält das Nachsteuerergebnis der NEUTRASOFT IT GmbH & Co. KG. Im Vorjahr sind in dieser Position die Abgänge der OKIN-Gruppe sowie der MABEG Kreuschner GmbH & Co. KG verarbeitet.

Der Steueraufwand, resultierend aus dem laufenden Ergebnis der aufgegebenen Geschäftsbereiche, betrug 0 TEUR (Vorjahr: 662 TEUR). Der Steueraufwand resultierend aus der Veräußerung der Gesellschaften betrug 0 TEUR (Vorjahr: 2.426 TEUR).

[11] Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie betrifft nach IAS 33 das Konzernergebnis nach Steuern aus dem fortzuführenden Geschäft und ist daher bereinigt um das Ergebnis der aufgegebenen Geschäftsbereiche mit – 0,00 EUR je Aktie (Vorjahr: – 0,08 EUR je Aktie). Die Zahl der Aktien war mit 18.000.000 Stück in beiden Geschäftsjahren konstant. Im Falle der Ausübung des genehmigten Kapitals [19] sind Verwässerungen zukünftig möglich. Das zugrunde gelegte Ergebnis ermittelt sich aus dem Ergebnis der INDUS-Aktionäre, bereinigt um das Ergebnis der aufgegebenen Geschäftsbereiche.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

[12] Entwicklung des immateriellen und des Sachanlagevermögens

Anschaffungs-/
Herstellungskosten 2005
Anfangs-
bestand
Verände
rung Kon-
solidie-
Um- Währungs- End
bestand
TEUR 1.1. 2005 rungskreis Zugang Abgang buchung differenz 31.12. 2005
Geschäftswert/Goodwill 263.466 36.316 3.045 1 302.828
Aktivierte Entwicklungskosten 1.480 – 107 2.266 3.639
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige
immaterielle Wirtschaftsgüter
81.334 5.140 2.804 690 69 1 88.658
Summe immaterielle Wirtschaftsgüter 82.814 5.033 5.070 690 69 1 92.297
Grundstücke und Gebäude 110.589 8.418 1.869 2.160 13.289 3 132.008
Technische Anlagen und Maschinen 181.446 18.923 13.482 2.900 5.297 2 216.250
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
71.792 5.899 8.413 5.106 1.513 4 82.515
Geleistete Anzahlungen und Anlagen
im Bau
18.168 798 7.640 165 – 20.168 1 6.274
Summe Sachanlagen 381.995 34.038 31.404 10.331 – 69 10 437.047
Verände
Anfangs- rung Kon- Abgang End
Abschreibungen 2005 bestand solidie- Wert- und Um- Währungs- bestand
TEUR 1.1. 2005 rungskreis Zugang aufholung buchung differenz 31.12. 2005
Geschäftswert/Goodwill 31.472 2.000 33.472
Aktivierte Entwicklungskosten 138 138
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige
immaterielle Wirtschaftsgüter 61.195 9.718 307 17 70.589
Summe immaterielle Wirtschaftsgüter 61.195 9.856 307 17 70.727
Grundstücke und Gebäude 22.122 4.292 63 1.148 13 25.216
Technische Anlagen und Maschinen 127.608 17.316 573 2.247 – 196 141.908
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 49.395 9.234 300 3.993 – 189 54.147
Geleistete Anzahlungen und Anlagen
im Bau
Summe Sachanlagen 199.125 30.842 936 7.388 – 372 221.271
Summe Sachanlagen 349.329 97 41.577 8.991 – 17 381.995
im Bau 8.799 17.896 136 – 8.391 18.168
Geleistete Anzahlungen und Anlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
66.294 85 8.646 4.593 1.360 71.792
Technische Anlagen und Maschinen 171.010 12 11.106 4.038 3.356 181.446
Grundstücke und Gebäude 103.226 3.929 224 3.658 110.589
Summe immaterielle Wirtschaftsgüter 80.147 647 2.983 980 17 82.814
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige
immaterielle Wirtschaftsgüter
79.607 647 2.043 980 17 81.334
Aktivierte Entwicklungskosten 540 940 1.480
Geschäftswert/Goodwill 256.539 6.289 638 263.466
TEUR 1.1. 2004 rungskreis Zugang Abgang buchung differenz 31.12. 2004
Herstellungskosten 2004 bestand solidie- Um- Währungs- bestand
Anschaffungs-/ Anfangs- Verände
rung Kon-
End
Abschreibungen 2004
TEUR
Anfangs-
bestand
1.1. 2004
Verände
rung Kon-
solidie-
rungskreis
Zugang Wert-
aufholung
Abgang
und Um-
buchung
Währungs-
differenz
End
bestand
31.12. 2004
Geschäftswert/Goodwill 28.972 2.500 31.472
Aktivierte Entwicklungskosten
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige
immaterielle Wirtschaftsgüter
52.943 9.146 881 – 13 61.195
Summe immaterielle Wirtschaftsgüter 52.943 9.146 881 – 13 61.195
Grundstücke und Gebäude 18.802 3.565 1 240 – 4 22.122
Technische Anlagen und Maschinen 116.086 15.211 906 2.763 – 20 127.608
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
45.363 8.153 650 3.481 10 49.395
Geleistete Anzahlungen und Anlagen
im Bau
Summe Sachanlagen 180.251 26.929 1.557 6.484 – 14 199.125

Die Zuschreibungen im Anlagenspiegel betreffen eine Vielzahl von einzelnen Vermögenswerten in unterschiedlichen Gesellschaften und sind ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen verarbeitet. Die Restbuchwerte des Anlagevermögens entwickelten sich wie folgt:

84 KONZERNANHANG

TEUR 31.12. 2005 1.1. 2005 1.1. 2004
Geschäftswert/Goodwill 269.356 231.994 227.567
Aktivierte Entwicklungskosten 3.501 1.480 540
Schutzrechte, Konzessionen, sonstige
immaterielle Wirtschaftsgüter
18.069 20.139 26.664
Summe immaterielle
Wirtschaftsgüter
21.570 21.619 27.204
Grundstücke und Gebäude 106.792 88.467 84.424
Technische Anlagen und Maschinen 74.342 53.838 54.924
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
28.368 22.397 20.931
Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
6.274 18.168 8.799
Summe Sachanlagen 215.776 182.870 169.078

[13] Finanzanlagen

TEUR 2005 2004
Beteiligungen 859 105
Ausleihungen 7.346 5.308
At equity bewertete Anteile 4.072 3.119
Summe 12.277 8.532

Die Ausleihungen betreffen selbst ausgereichte Darlehen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Die Ausleihungen werden teilweise unverzinslich, überwiegend mit fristadäquaten Zinssätzen, mit langfristiger Zinsbindung abgerechnet. Die negative Abweichung der Marktwerte von den Buchwerten liegt unter 500 TEUR.

Weitere Angaben zu assoziierten Unternehmen enthält die folgende Übersicht:

Assoziierte Unternehmen

TEUR 2005 2004
Anschaffungskosten der assoziierten Unternehmen 2.857 3.032
Vereinnahmtes Ergebnis 1.154 801
Eckdaten der assoziierten Unternehmen
Vermögen 5.422 6.575
Schulden 3.246 3.970
Kapital 2.176 2.605
Erlöse 18.981 20.241

[14] Sonstige Vermögensgegenstände

TEUR 2005 2004
Steuererstattungen 10.135 10.994
Abgrenzung periodenfremder Zahlungen 1.782 3.705
Deckungskapital Rückdeckungsversicherung 1.583 1.591
Darlehen und andere Forderungen 558 837
Übrige Vermögenswerte 6.311 6.384
Summe 20.369 23.511
– davon kurzfristig
– davon langfristig
18.307
2.062
20.407
3.104

Die Marktwerte der kurzfristig fälligen Vermögenswerte entsprechen im Wesentlichen den Zeitwerten. Abweichende Marktwerte der langfristig fälligen Vermögenswerte aus geringer Verzinsung sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung.

[15] Die Herkunft der aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen wird im Folgenden erläutert:

2005
TEUR Aktiv Passiv Saldo
Goodwill Personengesellschaften 2.390 – 16.599 – 14.209
Immaterielle Wirtschaftsgüter 3.098 – 3.049 49
Sachanlagen 1.281 – 3.751 – 2.470
Sonstige langfristige Aktiva 457 – 444 13
Forderungen und Vorräte 12.114 – 2.553 9.561
Sonstige kurzfristige Aktiva 565 215 780
Langfristige Rückstellung 969 – 249 720
Kurzfristige Passiva 4.345 – 12.131 – 7.786
Aktivierung von Verlustvorträgen 975 975
Saldierung der Gesellschaft – 16.506 16.506
Saldierung im Konzern – 6.446 6.446
Latente Steuern 3.242 – 15.609 – 12.367

86 KONZERNANHANG

2004
TEUR Aktiv Passiv Saldo
Goodwill Personengesellschaften 2.693 – 14.725 – 12.032
Immaterielle Wirtschaftsgüter 4.259 – 3.544 715
Sachanlagen 1.092 – 4.725 – 3.633
Sonstige langfristige Aktiva 755 – 709 46
Forderungen und Vorräte 7.871 – 2.561 5.310
Sonstige kurzfristige Aktiva 286 559 845
Langfristige Rückstellung 512 – 253 259
Kurzfristige Passiva 5.565 – 8.738 – 3.173
Aktivierung von Verlustvorträgen 741 741
Saldierung der Gesellschaft – 13.703 13.703
Saldierung im Konzern – 6.575 6.575
Latente Steuern 3.496 – 14.418 – 10.922

Die Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern auf Gesellschaftsebene (gleiches Steuersubjekt) betrifft überwiegend die Forderungen, Vorräte und kurzfristigen Passiva, resultierend aus der Bilanzierung nach IAS 11, Auftragsfertigung. Die Saldierung im Konzern (unterschiedliche Steuersubjekte) erfolgt bei Ertragsteuern, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden. Im Wesentlichen betrifft das die Körperschaftsteuer bei INDUS für Personengesellschaften in Deutschland.

Die passiven latenten Steuern resultieren überwiegend aus der Berechnung latenter Steuern auf den steuerlich abzugsfähigen Goodwill von Personengesellschaften. Zu steuerlichen Zwecken erfolgt bei Personengesellschaften eine IFRS-ähnliche Kaufpreisallokation, die entstehenden Mehrwerte – auch der steuerliche Goodwill – sind steuerlich abzugsfähig. Da der Goodwill nach IFRS nicht planmäßig abgeschrieben wird, sind nach den Voraussetzungen des IAS 12.21B in der Folge mit der Abschreibung des steuerlichen Goodwills latente Steuern zu bilden. Die latenten Steuern müssen bis zur Veräußerung der Gesellschaft bilanziert werden. Da INDUS Tochterunternehmen grundsätzlich dauerhaft hält, wird diese Position zukünftig permanent aufgebaut.

Die Veränderung des Saldos der latenten Steuern erfolgte mit 870 TEUR (Vorjahr: 3.196 TEUR) ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechung und resultiert im Übrigen aus erfolgsneutralen Anpassungen der Bestände im Rahmen der Kapitalkonsolidierung und der Rücklage der Marktbewertung der Finanzinstrumente.

Aufgrund geringer Realisierungsmöglichkeit wurden aktive latente Steuern in Höhe von 1.940 TEUR nicht angesetzt. (Vorjahr: 2.871 TEUR). Die Aktivierung der nutzbaren Verlustvorträge erfolgte zu 234 TEUR in 2005 und zu 8 TEUR in 2004. Verlustvorträge in Höhe von zusammen 105.765 TEUR, bei denen im üblichen Planungszeitraum keine Realisierungsmöglichkeit wahrscheinlich ist, wurden nicht aktiviert. Es handelt sich zum ganz überwiegenden Teil um gewerbesteuerliche Verlustvorträge, resultierend aus den steuerlichen Besonderheiten der INDUS, wie sie unter [9] erläutert wurden. Zukünftige potentielle Realisierungsmöglichkeiten sind dementsprechend durch den Gewerbesteuersatz bestimmt. Größte Einzelposition ist der gewerbesteuerliche Verlustvortrag der Holding. Die Verwertung der Verlustvorträge unterliegt keinen zeitlichen Beschränkungen.

Auf die im Eigenkapital ergebnisneutral gebildeten Positionen wurden latente Steuern in Höhe von 2.419 TEUR gebildet (Vorjahr: 2.654 TEUR).

[16] Forderungen

TEUR 2005 2004
Forderungen an Kunden 88.992 73.550
Zukünftige Forderungen aus kunden
spezifischen Fertigungsaufträgen
6.753 6.775
Forderungen an assoziierte Unternehmen 4.170 1.445
Summe 99.915 81.770

Die Forderungen an Kunden sind innerhalb eines Jahres fällig. Insgesamt wurden Wertberichtigungen in Höhe von 2.809 TEUR vorgenommen (Vorjahr: 2.500 TEUR). Die zukünftigen Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen sind zu 259 TEUR langfristig fällig (Vorjahr: 4.344 TEUR). Weitere Angaben zur Auftragsfertigung enthält die folgende Tabelle:

Auftragsfertigung

TEUR 2005 2004
Angefallene Kosten zuzüglich anteiliger Ergebnisse 33.181 22.190
Erhaltene Anzahlungen 31.520 23.104
Fertigungsaufträge mit aktivem Saldo 6.753 6.775
Fertigungsaufträge mit passivem Saldo 5.092 7.689
Eventualschulden 2.715 5.545

Die Fertigungsaufträge mit passivem Saldo werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

88 KONZERNANHANG

[17] Vorräte

Summe 137.250 124.832
Für Vorräte geleistete Anzahlungen an Dritte 1.036 1.069
Fertige Erzeugnisse und Waren 54.010 53.201
Unfertige Erzeugnisse 35.698 29.966
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 46.506 40.596
TEUR 2005 2004

Die Buchwerte der Vorräte enthalten Abwertungen in Höhe von 6.795 TEUR (Vorjahr: 2.395 TEUR), davon 1.478 TEUR auf den beizulegenden Zeitwert (Vorjahr: 564 TEUR). Es wurden keine Vorräte als Sicherungen für Verbindlichkeiten verpfändet.

[18] Zum Verkauf stehende Passiva

Die Positionen enthalten die Umgliederungen der Vermögenswerte und Schulden der NEUTRASOFT IT GmbH & Co. KG (vgl. [10]).

[19] Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag 46.800.000,00 EUR und ist in 18.000.000 voll eingezahlte Stückaktien eingeteilt.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. Juni 2009 mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 18.720.000,00 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Den Aktionären ist bei der Kapitalerhöhung ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. Juni 2009 mit Zustimmung des Aufsichtsrates zusätzlich um bis zu 4.680.000,00 EUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden und die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung festzulegen. Die Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass auf die durch § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG angeordnete Begrenzung auf 10 % des Grundkapitals diejenigen Aktien anzurechnen sind, die in der Zeit vom 5. Juli 2004 bis zur Ausübung dieser Ermächtigung aufgrund einer Ermächtigung zur Veräußerung eigener Aktien seitens der Gesellschaft unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre veräußert worden sind. Bislang hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Rücklagen und Konzernbilanzgewinn

Die Entwicklung der Rücklagen ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt und beinhaltet die Kapitalrücklage der INDUS Holding Aktiengesellschaft. Für den Bilanzstichtag ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 21,5 % (Vorjahr: 23,3 %).

Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter umfassen im Wesentlichen die Minderheitsanteile an den Kapitalgesellschaften Weigand Bau GmbH, Vulkan Inox GmbH sowie ASS Maschinenbau GmbH. Die Anteile fremder Gesellschafter von Personengesellschaften wurden in die sonstigen Verbindlichkeiten umgegliedert [23]. Dies betrifft im Wesentlichen die SELZER Fertigungstechnik KG (nur 2005) und die Helmut RÜBSAMEN GmbH + Co. KG sowie die IMECO Einwegprodukte GmbH & Co. KG (nur 2004).

Gewinnverwendung

Der Hauptversammlung wird die Zahlung einer Dividende von 1,20 EUR je Stückaktie (18.000.000) vorgeschlagen. Der vollständige Gewinnverwendungsvorschlag ist separat veröffentlicht.

[20] Angaben zu Finanzschulden und zugeordneten Derivaten enthalten die folgenden Tabellen:

Angaben zu vertraglichen
Tilgungsvereinbarungen/
31.12. 2005
Buchwert
Rückzahlungsverpflichtung
Restlaufzeiten
TEUR
Berichts-
periode
1 Jahr über ein
bis 5 Jahre
über
5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
– in Konzernwährung Euro 346.070 47.040 208.793 90.237
– in Schweizer Franken 27.386 1.557 16.120 9.709
Schuldscheindarlehen 40.000 2.500 30.000 7.500
Syndizierte Kreditlinie 100.000 100.000
Sonstige Darlehen 65 65
Summe Finanzschulden 513.521 151.162 254.913 107.446
Derivate/Zinsswaps (Nennwerte) 206.171 11.963 172.516 21.692
31.12. 2004 Rückzahlungsverpflichtung
Berichts-
periode
1 Jahr über ein
bis 5 Jahre
über
5 Jahre
326.155 35.286 186.025 104.844
28.937 1.552 7.226 20.159
10.000 10.000
100.000 100.000
562 562
465.654 37.400 303.251 125.003
Derivate/Zinsswaps (Nennwerte)
193.066
6.896 162.494 23.676
Buchwert
TEUR Auf Basis Finanzschulden Derivate: Zinsswaps
Restzins-
bindungsfrist
Risikoloser
Marktzins
des Buch-
werts ge-
wichteter
Zinssatz
Nominal
volumen/
historische
AHK
Buchwert
zum
31.12. 2005
Buchwert
zum
31.12. 2004
Nennwert
zum
31.12. 2005
Nennwert
zum
31.12. 2004
< 1 Jahr 2,71% 3,20 % 241.242 188.911 163.548 3.323
1 bis < 2 Jahre 2,86 % 6,12 % 36.356 18.032 18.465 3.579
2 bis < 3 Jahre 2,95 % 5,25 % 75.674 47.434 21.010 42.613
3 bis < 4 Jahre 3,02 % 5,25 % 65.680 54.201 50.900 104.091 45.880
4 bis < 5 Jahre 3,08 % 5,76 % 70.704 58.528 47.412 13.062 104.346
>5 Jahre 3,34 % 4,79 % 152.717 146.415 164.319 43.082 39.261
Summe 642.373 513.521 465.654 206.171 193.066
Marktwerte der originären und
derivaten Finanzinstrumente 502.791 453.110 196.999 183.004

Zur Optimierung der Finanzierungsstruktur hat die INDUS Holding AG beschlossen, eine syndizierte Kreditlinie über 100 Mio. EUR komplett zurückzuführen und die Aufnahme von Finanzmitteln neu zu gestalten. Diese Tilgung wurde aus der zu strategischen Zwecken gehaltenen Liquiditätsreserve per Februar 2006 getätigt. Die Kreditlinie, deren Rückzahlung ursprünglich 2009 geplant war, wurde daher 2005 aus den langfristigen in die kurzfristigen Finanzschulden umgegliedert.

Die Finanzschulden mit Restbindungsfrist unter 1 Jahr enthalten überwiegend kurzfristige, variabel verzinsliche Kredite. Diese werden entsprechend der mittelfristigen Ausrichtung der Finanzierungspolitik der INDUS-Gruppe durch Zinsswaps auf einen längeren Zeitraum gesichert. Der sich in einer Phase sinkender Zinsen negativ entwickelnde Marktwert dieser derivativen Finanzinstrumente ist unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebnisneutral im Eigenkapital verarbeitet.

[21] Angaben nach IAS 19: Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Abweichung
Veränderung
Konsolidie-
Übrige
TEUR 2005 2004 rungskreis Abweichung
Gewinn- und Verlustrechnung
Laufender Dienstzeitaufwand 180 165 15
Zinsaufwand 523 503 38 – 18
Erträge aus Planvermögen – 100 – 94 – 6
Erfasster versicherungsmathematischer Gewinn oder Verlust 42 4 38
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 21 14 8
Aufwand für DBO-Versorgungszusagen 666 592 53 22
+ Aufwand aus beitragsorientierten Plänen 141 165 – 24
= GUV-Periodenaufwand für Pensionszusagen 807 757 53 – 2
Bilanzansatz
Barwert rückstellungsfinanzierter Versorgungsansprüche 15.909 9.369 5.723 817
Barwert der fondsfinanzierten Versorgungsansprüche 902 897 5
DBO: Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen 16.811 10.266 5.723 822
– Fondsvermögen zu Marktwerten – 755 – 757 2
Nettoverpflichtungen 16.056 9.509 5.723 824
– nicht erfasstes versicherungs-mathematisches Ergebnis – 1.337 – 601 – 736
Endbestand: Bilanzwert zum 31.12. 14.719 8.908 5.723 88
Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen 666 592 53 21
Rentenzahlungen – 578 – 388 – 53 – 137
Veränderung Konsolidierungskreis 5.723 5.723
Anfangsbestand: Bilanzwert zum 1.1. 8.908 8.704
Zugrunde liegende Annahmen
Abzinsungsfaktor 4,5 % 5,0 %
Gehaltstrend 1,5 % 1,5 %
Rententrend 1,0 % 1,0 %
erwartete Erträge aus Planvermögen 4,0 % 4,5 %

Der Zinsaufwand ist unter der Position Zinsergebnis erfasst. Die erwarteten Erträge aus Planvermögen entsprechen im Wesentlichen den tatsächlichen Erträgen.

[22] Rückstellungen

2005
TEUR
Anfangs-
bestand
1.1. 2005
Verände
rung
Konsolidie-
rungskreis
Verbrauch Auflösung Zuführung/
Neu-
bildung
Währungs-
differenz
End
bestand
31.12. 2005
Verpflichtungen aus dem
Absatzgeschäft
8.298 1.121 7.199 849 8.076 – 18 9.429
Kosten der Belegschaft 6.278 3.702 7.318 114 9.129 – 1 11.676
Steuerrückstellungen 8.688 3.901 8.429 352 6.847 39 10.694
Übrige Rückstellungen 8.970 1.525 6.941 877 5.266 60 8.003
Summe 32.234 10.249 29.887 2.192 29.318 80 39.802
2004
TEUR
Anfangs-
bestand
1.1. 2004
Verände
rung
Konsolidie-
rungskreis
Verbrauch Auflösung Zuführung/
Neu-
bildung
Währungs-
differenz
End
bestand
31.12. 2004
Verpflichtungen aus dem
Absatzgeschäft
7.663 58 6.574 524 7.677 – 2 8.298
Kosten der Belegschaft 5.727 122 4.934 249 5.610 2 6.278
Steuerrückstellungen 4.715 1.662 2.975 35 5.316 5 8.688
Übrige Rückstellungen 8.696 41 4.664 1.359 6.261 – 5 8.970
Summe 26.801 1.883 19.147 2.167 24.864 32.234

Die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen [21] enthält Aufzinsungen von 523 TEUR (Vorjahr: 503 TEUR). Weitere wesentliche Aufzinsungen existieren nicht. Steuerrückstellungen wurden für erwartete tatsächliche Steuerbelastungen gebildet. Die Verpflichtungen aus dem Absatzgeschäft enthalten Rückstellungen für Gewährleistungen aufgrund rechtlicher oder faktischer Verpflichtungen, Verpflichtungen für Kundenboni und Erlösschmälerungen sowie geschätzte Werte für erwartete Rechnungen. Die Kosten der Belegschaft werden gebildet für Zeitguthaben der Belegschaft, Jubiläen, Altersteilzeit, Abfindungen und ähnliche Verpflichtungen. Die übrigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl von möglichen Einzelrisiken, die hinsichtlich ihres wahrscheinlichen Eintritts bewertet wurden. Nennenswerte zu erwartende Erstattungen im Zusammenhang mit nach IAS 37 bilanzierten Verpflichtungen liegen nicht vor.

[23] Sonstige Verbindlichkeiten

TEUR 2005 Kurz-
fristig
Lang-
fristig
2004 Kurz-
fristig
Lang
fristig
Verbindlichkeiten aus Forderungsverkauf 25.179 25.179 22.872 22.872
Verbindlichkeiten gegen Fremdgesellschafter 15.395 15.395 2.578 2.578
Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich 13.383 13.383 10.715 10.715
Steuerverbindlichkeiten 10.682 10.682 9.083 9.083
Derivative Finanzinstrumente 9.172 9.172 10.063 10.063
Abgrenzung periodenfremder Zahlungen 6.069 6.069 1.488 1.488
Fertigungsaufträge mit passivem Saldo 5.092 5.092 7.689 7.689
Erhaltene Anzahlungen 4.632 4.002 630 4.312 4.312
Investitionszuschüsse 3.716 402 3.314 2.830 186 2.644
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 14.844 12.293 2.551 14.653 12.174 2.479
Summe 108.164 101.669 6.495 86.283 81.160 5.123

Die INDUS-Gruppe verkauft Forderungen im Rahmen eines Asset-Backed-Security-Programms (ABS). Die ankaufende Gesellschaft ist keine Zweckgesellschaft der INDUS-Gruppe; der Anteil der angekauften Forderungen der INDUS-Gruppe liegt bei unseren erstrangigen Kontrahenten deutlich unter 10 %. Da mit dem Verkauf alle wesentlichen Risiken an den Ankäufer übergehen, erfüllt dieses Programm die Anforderung an eine Ausbuchung der Vermögensgegenstände. Die Verbindlichkeiten aus dem Forderungsverkauf in Höhe von 25 Mio. EUR resultieren aus offenen Posten aus dem Inkasso dieses ABS-Programms. Dem stehen zum Bilanzstichtag ca. 35 Mio. EUR an verkauften Forderungen gegenüber.

Bei Personengesellschaften, an denen Fremdgesellschafter beteiligt sind, wird deren Minderheitsanteil am Kapital (9.667 TEUR; Vorjahr: 765 TEUR) unter den Verbindlichkeiten gegen Fremdgesellschafter ausgewiesen.

Segmentberichterstattung

Primäres Berichtsformat: nach Geschäftsbereichen

2005
TEUR
Bau-
industrie
Maschinen-
bau
Automobil-
industrie
Konsum-
güter
Übrige Be
teiligungen
Summe
Umsatzerlöse 147.957 123.459 205.316 110.168 176.651 763.551
Innenumsätze – 544 – 816 – 9.030 – 7.122 – 10.716 – 28.228
Segmentumsatz mit Dritten 147.413 122.643 196.286 103.046 165.935 735.323
Ergebnis vor Steuern (EBT) 20.292 12.593 6.785 7.004 5.342 52.016
EBT aufgegebener Geschäftsbereiche – 35 – 35
Investitionen
– davon aus Änderungen des Konsolidierungskreises 19.317
– davon übrige Investitionen
22.115
2.798
2.757
2.757
62.305
45.514
16.791
10.637
10.637
17.093
10.557
6.536
114.907
75.388
39.519
Abschreibungen
– davon aus Erstkonsolidierung/Mehrwerten
4.069
946
4.184
894
18.929
7.506
6.616
786
8.900
3.023
42.698
13.155
Nicht zahlungswirksame Aufwendungen 1.884 708 1.141 205 775 4.713
Segmentvermögen 164.669 129.794 278.813 137.271 194.672 905.219
Segmentschulden 137.431 96.992 219.973 102.911 150.354 707.661
At Equity bewertete Gesellschaften
– Ergebnis
– Vermögen
244
563
– 101
74
1.011
3.435
1.154
4.072
Mitarbeiter 673 606 1.646 855 1.216 4.996
2004
TEUR
Bau-
industrie
Maschinen-
bau
Automobil-
industrie
Konsum-
güter
Übrige Be
teiligungen
Summe
Umsatzerlöse 130.199 109.616 184.648 108.876 155.568 688.907
Innenumsätze – 294 – 440 – 9.609 – 6.666 – 11.406 – 28.415
Segmentumsatz mit Dritten 129.905 109.176 175.039 102.210 144.162 660.492
Ergebnis vor Steuern (EBT) 16.172 5.531 12.442 16.957 3.233 54.335
EBT aufgegebener Geschäftsbereiche 4.560 – 5.425 – 865
Investitionen
– davon aus Änderungen des Konsolidierungskreises
– davon übrige Investitionen
3.393
3.393
3.214
3.214
19.526
19.526
11.734
11.734
14.364
7.032
7.332
52.231
7.032
45.199
Abschreibungen
– davon aus Erstkonsolidierung/Mehrwerten
3.866
794
6.796
5.629
13.837
5.212
6.726
1.288
7.350
971
38.575
13.894
Nicht zahlungswirksame Aufwendungen 1.107 833 2.741 1.227 1.511 7.419
Segmentvermögen 148.320 131.880 215.455 135.696 186.697 818.048
Segmentschulden 113.317 91.689 182.304 98.127 141.711 627.148
At equity bewertete Gesellschaften
– Ergebnis
– Vermögen
222
319
579
2.800
801
3.119

Mitarbeiter 576 602 1.172 1.090 1.201 4.641

Die Absatzstruktur der einzelnen Konzernunternehmen bestimmt deren Zuordnung auf die fünf Segmente des primären Berichtsformats.

Sekundäres Berichtsformat: nach Regionen

2005
TEUR Deutschland Europa Rest der Welt Summe
Umsatzerlöse 500.089 148.098 115.364 763.551
Innenumsätze – 27.911 – 257 – 60 – 28.228
Segmentumsatz mit Dritten 472.178 147.841 115.304 735.323
Segmentvermögen 846.302 38.136 20.781 905.219
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte 38.071 1.074 374 39.519
2004
TEUR Deutschland Europa Rest der Welt Summe
Umsatzerlöse 457.540 123.828 107.539 688.907
Innenumsätze – 27.936 – 443 – 36 – 28.415
Segmentumsatz mit Dritten 429.604 123.385 107.503 660.492
Segmentvermögen 755.596 36.209 26.243 818.048
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte 42.440 942 1.817 45.199

Die Regionalisierung des Umsatzes bezieht sich auf die Absatzmärkte. Die übrigen Angaben beziehen sich auf den Sitz der Gesellschaften. Eine weitere Differenzierung ist nicht sinnvoll, da der Sitz der Gesellschaften überwiegend in Deutschland angesiedelt ist.

Die Verrechungspreise zwischen den Segmenten beruhen auf Marktpreisen soweit diese verlässlich bestimmbar sind und werden im übrigen auf der Kostenzuschlagsmethode ermittelt.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen sind gesondert im Bereich Forderungen und Vorräte aufgeführt. Gestellte Sicherheiten für Finanzschulden sind in der folgenden Tabelle dargestellt.

Haftungsverhältnisse

TEUR 2005 2004
Verbindlichkeiten aus der Begebung
und Übertragung von Wechseln
1.051 605

Verpfändete Vermögenswerte

TEUR 2005 2004
Grundschulden 17.061 21.896
Sonstige Sicherungen 1.375 2.891
Summe Sicherheiten 18.436 24.787

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Operating Leasing-Verträgen werden mit der Summe der Beträge ausgewiesen, die bis zum frühesten Kündigungstermin anfallen:

Fälligkeit

TEUR 2005 2004
bis 1 Jahr 18.322 11.386
Zwischen 1 und 5 Jahren 37.250 27.365
Über 5 Jahre 61.584 55.171
Summe 117.156 93.922

Die Verpflichtungen aus Bestellungen für Sachanlagen belaufen sich auf 5.015 TEUR (Vorjahr: 3.801 TEUR), für immaterielle Vermögenswerte auf 54 TEUR (Vorjahr: 89 TEUR).

Immobilienleasingverträge werden mit Mietanpassungsklauseln, die auf der Entwicklung von Preisindices beruhen abgeschlossen. Die Verträge beinhalten regelmäßig Kaufoptionen; der Optionspreis am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnis liegt erwartungsgemäß nicht deutlich niedriger als am Ausübungszeitpunkt der Option.

Die Leasingzahlungen des aktuellen Jahres betrugen 6.425 TEUR (Vorjahr: 6.590 TEUR).

Mitarbeiter im Durchschnitt des Geschäftsjahres

2005 2004
Gewerbliche 3.196 3.034
Angestellte 1.800 1.607
Gesamt 4.996 4.641

Risikomanagement und Finanzderivate

Die INDUS-Gruppe unterhält ein leistungsfähiges Risikomanagement-System zur Früherkennung wirtschaftlicher Risiken, deren Schwerpunkt auf den substanziellen Problemstellungen eines diversifizierten Beteiligungsportfolios beruht. Darin eingebettet sind die spezifischen Fragestellungen des finanziellen Risikomanagements gemäß der Definition nach IAS 32. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Vorstand überwacht.

Grundsätze des finanziellen Risikomanagements

Entsprechend der Philosophie der INDUS Holding AG wird die Finanzierung der Gesellschaften zentral gesteuert, während die Einschätzung und das Management der operativen Risiken in der Verantwortung der einzelnen Gesellschaften und ihrer Geschäftsführer liegen. Grundsätzlich werden die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Cashflow des Konzerns haben. Die Sicherung erfolgt durch originäre und derivative Finanzinstrumente, letztere werden ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossen.

Zinsrisiko

Die INDUS Holding AG sichert und koordiniert die Finanzierung und Liquidität aller Gesellschaften. Im Vordergrund steht die Finanzierung des langfristig ausgerichteten Beteiligungsportfolios. Dementsprechend wird mit dem Erwerb von Beteiligungen eine fristenadäquate Finanzierung abgeschlossen. Zum Einsatz gelangen festverzinsliche Finanzierungen oder variabel verzinsliche Finanzierungen, die per Zinsswaps in festverzinsliche Finanzierungen transferiert werden.

Liquiditätsrisiko

Die einzelnen Beteiligungen finanzieren sich grundsätzlich selbst aus ihren operativen Ergebnissen. Je nach Liquiditätssituation erfolgen Transfers zur INDUS Holding AG. Die AG verfügt über ausreichende liquide Mittel als strategische Reserve, die die Handlungsfähigkeit zu jedem Zeitpunkt sicherstellt.

Währungsrisiko

Die Währungsrisiken resultieren im Wesentlichen aus der operativen Tätigkeit der Konzernunternehmen sowie aus Finanztransaktionen zwischen den ausländischen Beteiligungsunternehmen und der jeweiligen Muttergesellschaft. Die Risikoanalyse erfolgt auf Nettobasis, die Absicherung entsprechend der unternehmerischen Eigenverantwortung fallweise durch die Beteiligungen. Als Instrumente werden Devisentermingeschäfte und geeignete Optionsgeschäfte eingesetzt.

Ausfallrisiko

Im Finanzierungsbereich werden nur Kontrakte mit Kontrahenten erster Bonität abgeschlossen. Im operativen Bereich erfolgt eine dezentrale laufende Überwachung durch die Beteiligungen. Ausfallrisiken wird durch adäquate Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Bilanzansatz der selbst ausgereichten Kredite und Forderungen, bei Derivaten der Summe deren positiver Marktwerte.

Sicherungsmaßnahmen

Zu den Abschlussstichtagen ist die Besicherung von Währungsrisiken, überwiegend auf USD, nachrangig. Das Nominalvolumen beträgt 3,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,5 Mio. EUR). Die Marktwerte entsprechen im Wesentlichen diesen Werten. Zinssicherungen existieren mit einem Nominalvolumen von 206 Mio. EUR (Vorjahr: 193 Mio. EUR). Die Marktwerte liegen unter den Nennwerten und betragen 197 Mio. EUR (Vorjahr: 183 Mio. EUR). Dies ist begründet durch die langfristig ausgelegte Finanzierungsstrategie der INDUS Holding AG im Rahmen der strategischen Ausrichtung. Weitere Details zu Fälligkeiten und Laufzeiten finden sich bei der Berichterstattung zu Finanzschulden.

Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Angabe gemäß §160 Abs. 1 Nr. 8 AktG: Der Gesellschaft ist mitgeteilt worden, dass am stimmberechtigten Kapital der Gesellschaft Herr Dr. Winfried Kill, Bergisch Gladbach, zu 5,97 % beteiligt ist. Die F. K. Beteiligungsgesellschaft mbH, Bergisch Gladbach, hat uns im August 2005 mitgeteilt, dass sie die Grenze von 5 % unterschritten habe und zu diesem Zeitpunkt noch 4,68 % Anteile halte.

Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen und nahe stehende Personen

Entsprechend der Struktur der INDUS-Gruppe zählen zu den Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen der Aufsichtsrat (6 Mitglieder in 2005 und 2004), der Vorstand der INDUS Holding AG (2005: 4 Personen, Vorjahr: 4 Personen) sowie die Geschäftsführer/Vorstände der operativen Einheiten (2005: 53 Personen, Vorjahr: 47 Personen). Die Erhöhung der Anzahl der Führungspositionen im opera-

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tiven Bereich ist im Wesentlichen durch den erweiterten Konsolidierungskreis begründet. In 2005 besitzen 6 Geschäftsführer Minderheitsanteile an der entsprechenden Gesellschaft (Vorjahr: 5). Diese Ergebnisbestandteile sind im Anteil von Minderheitsgesellschaftern am Ergebnis enthalten.

Anteilsbasierte Vergütungen im Sinne des IFRS 2, insbesondere in Form von Aktien-Optionsplänen, existieren nicht. Bilanzierungspflichtige Pensionszusagen der INDUS Holding AG für Mitglieder des Vorstands existieren nicht. Im Rahmen eines beitragsorienten Versorgungsplans für Mitglieder des Vorstands wurden im Geschäftsjahr Beiträge von 84 TEUR geleistet (Vorjahr: 70 TEUR).

Übersicht Vergütungen

2005
TEUR
Aufwand
der Periode
davon
Abfindung
davon
Gehälter
davon
Pensionen
INDUS AG
– Aufsichtsrat 229 229
– Vorstand 2.060 2.060
Tochterunternehmen
– Geschäftsführer 10.029 52 9.915 62
– Familienmitglieder 803 803
Summe 13.121 52 13.007 62
2004 Aufwand davon davon davon
TEUR der Periode Abfindung Gehälter Pensionen
INDUS AG
– Aufsichtsrat 229 229
– Vorstand 1.544 1.544
Tochterunternehmen
– Geschäftsführer 8.705 8.673 32
– Familienmitglieder 866 866
Summe 11.344 11.312 32

In 2005 waren 6 Familienmitglieder von Gesellschaftern oder Geschäftsführern in den operativen Beteiligungsgesellschaften beschäftigt (Vorjahr: 5 Personen).

Vergütungen des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat tagte in 2005 und 2004 jeweils 4 Mal. Für diese Tätigkeit erhält jedes Aufsichtsratsmitglied den Ersatz der Auslagen sowie eine Grundvergütung in Höhe von 10 TEUR und eine variable Vergütung in Abhängigkeit von der Höhe der Dividende. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der Stellvertreter das 1,5fache der fixen und variablen Vergütung. Die variable Vergütung betrug im Geschäftsjahr 154 TEUR (Vorjahr: 154 TEUR).

Vergütungen des Vorstands

Der variable Anteil der Gesamtbezüge des Vorstands ist erfolgsbezogen und bemisst sich nach dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der INDUS Holding AG. Der erfolgsabhängige Anteil des Gehalts betrug 2005 926 TEUR (Vorjahr: 434 TEUR).

Sonstige Beziehungen

An Mitglieder des Aufsichtsrates wurden im Geschäftsjahr 2005 für persönlich erbrachte Beratungsleistungen an Konzerngesellschaften Zahlungen in Höhe von 20 TEUR (Vorjahr: 365 TEUR) und für eine Erbbaurechtsverpflichtung Zahlungen von 111 TEUR (Vorjahr: 101 TEUR) geleistet.

Darüber hinaus bestanden Geschäftsbeziehungen zu Minderheitsgesellschaftern hinsichtlich Beratung (120 TEUR; Vorjahr: 120 TEUR), Miete von Grundstücken und Gebäuden (337 TEUR, Vorjahr: 337 TEUR) sowie sonstigen Sachleistungen (66 TEUR, Vorjahr: 53 TEUR). Alle Geschäftsvorgänge waren zum Bilanzstichtag vollständig ausgeglichen, es bestanden keine offenen Forderungen.

Die Angaben zu Geschäftsvorgängen mit assoziierten Unternehmen erfolgen aus Gründen der Übersichtlichkeit im Bereich der entsprechenden Eckdaten [13, 16].

Kosten der Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfung

Das Honorar der Treuhand- und Revisions-AG Niederrhein für die Abschlussprüfungen betrug 127 TEUR, weiterhin wurden Beratungsleistungen erbracht in Höhe von 94 TEUR.

Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben im Dezember 2005 gemäß § 161 AktG eine Erklärung zum Corporate Governance Kodex abgegeben und diese den Aktionären auf der Webseite der INDUS Holding Aktiengesellschaft (http://www.indus.de) zugänglich gemacht.

Bergisch Gladbach, den 21. April 2006

Der Vorstand

Helmut Ruwisch Dr. Lars Bühring Michael Eberhart Dr. Johannes Schmidt

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der INDUS Holding Aktiengesellschaft, Bergisch Gladbach, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht zum Jahresabschluss zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2005 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzenden nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt:

Wie in den Vorjahren hat die Gesellschaft im Anhang zum Konzernabschluss (Aufstellung des Anteilsbesitzes) für die Unternehmen, von denen sie mindestens den fünften Teil der Anteile besitzt, das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres nicht angegeben. Diese Angabe nach § 313 Abs. 2 HGB ist durch Fortfall der Schutzklausel nach § 313 Abs. 3 HGB verpflichtend.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss mit der genannten Einschränkung den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

Krefeld, den 25. April 2006

Treuhand- und Revisions-Aktiengesellschaft Niederrhein Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

(Dr. Ring) (Kuntze) Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn 2005 wie folgt zu verwenden:

Zahlung einer Dividende von EUR 1,20 je Stückaktie (18.000.000)
auf das Grundkapital von EUR 46.800.000,00
21.600.000,00
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 30.000.000,00
Gewinnvortrag 2.573.436,65
Bilanzgewinn 54.173.436,65

Bergisch Gladbach, den 21. April 2006

Der Vorstand

Helmut Ruwisch Dr. Lars Bühring Michael Eberhart Dr. Johannes Schmidt

104 BETEILIGUNGSGESELLSCHAFTEN DER INDUS HOLDING AG

Gesellschaften 2005 nach Segmenten Umsatz
Mio. EUR
Kapital
Mio. EUR
Beteili-
gungsquote
Mit
arbeiter
Bauindustrie
BETOMAX Kunststoff- und Metallwarenfabrik GmbH & Co. KG, Neuss 17,4 3,10 100 % 101
FS Kunststofftechnologie GmbH & Co. KG*, Reichshof/Hahn 39,1 0,72 100 % 112
HAUFF-TECHNIK GmbH & Co. KG, Herbrechtingen 20,7 1,56 100 % 111
MIGUA Fugensysteme GmbH & Co. KG*, Wülfrath 14,4*** 1,85 100 % 78
REMKO GmbH & Co. KG Klima- und Wärmetechnik*, Lage 19,1 1,56 100 % 88
Max SCHUSTER Wärme • Kälte • Klima GmbH & Co. KG, Neusäß 8,8 1,05 100 % 60
SEMET Maschinenbau GmbH & Co. KG, Meimsheim 4,4 0,80 100 % 25
WEIGAND Bau GmbH, Bad Königshofen 14,8 1,00 70 % 85
WEINISCH GmbH & Co. KG, Oberviechtach 5,3 0,53 100 % 59
Maschinenbau
ALUCOLOR Dr.-Ing. Richard Heim GmbH & Co. KG, Hürth 5,1 1,05 100 % 16
ASS Maschinenbau GmbH*, Overath 10,9 0,57 90 % 65
BACHER AG*, Reinach/Schweiz 19,9 ** 3,70 ** 100 % 88
Maschinenfabrik BERNER GmbH & Co. KG, Bischofsheim 8,1 1,31 100 % 76
BETEK Bergbau- und Hartmetalltechnik Karl-Heinz Simon GmbH & Co. KG, Aichhalden 79,0 1,56 100 % 136
GSR Ventiltechnik GmbH & Co. KG*, Vlotho 14,9 0,57 100 % 113
MEWESTA Hydraulik GmbH & Co. KG, Münsingen 8,0 0,54 100 % 49
NISTERHAMMER Maschinenbau GmbH & Co. KG, Nister 6,7 0,80 100 % 65
PLANETROLL GmbH & Co. KG, Munderkingen 3,7 0,54 100 % 38
Automobilindustrie
AURORA Konrad G. Schulz GmbH & Co. KG*, Mudau 20,8 3,07 100 % 168
BILSTEIN & SIEKERMANN GmbH + Co. KG, Hillesheim 14,8 1,03 100 % 87
Emil FICHTHORN GmbH & Co. KG, Hattingen 7,3 0,65 100 % 58
IPETRONIK GmbH & Co. KG, Baden-Baden 12,7 0,54 100 % 62
KIEBACK GmbH & Co. KG, Osnabrück 7,0 0,54 100 % 77
REBOPLASTIC GmbH & Co. KG, Kalletal 6,6 0,80 100 % 68
Konrad SCHÄFER GmbH*, Osnabrück 9,9 1,50 100 % 99
SELZER Fertigungstechnik GmbH & Co. KG*, Driedorf-Roth 78,4*** 6,26 70 % 561
SITEK-Spikes GmbH & Co. KG, Aichhalden 18,9 1,05 100 % 48
S.M.A. Metalltechnik GmbH & Co. KG*, Backnang 43,6 1,03 100 % 352
WFV Werkzeug-, Formen- und Vorrichtungsbau GmbH & Co. KG, Lampertheim-Hüttenfeld 9,0 0,54 100 % 63
WIESAUPLAST Kunststoff und Formenbau GmbH & Co. KG, Wiesau 45,9 0,59 100 % 366
Konsumgüter
IMECO Einwegprodukte GmbH & Co. KG Vliesstoffvertrieb*, Hösbach 38,2 0,80 100 % 299
OFA Bamberg GmbH, Bamberg 32,5 1,50 100 % 267
SIKU GmbH, Rickenbach/Schweiz 2,7 ** 0,80 ** 100 % 13
Karl SIMON GmbH & Co. KG, Aichhalden 31,7 2,19 100 % 202
Übrige Beteiligungen
M. BRAUN Inertgas-Systeme GmbH*, Garching 35,4 1,24 100 % 157
HORN GmbH & Co. KG*, Flensburg 15,6 1,33 100 % 98
MIKROP AG, Kronbühl/Schweiz 13,4 ** 0,05 ** 100 % 55
NEUTRASOFT GmbH & Co. KG*, Greven 39,0 1,85 100 % 171
Oskar OVERMANN GmbH & Co. KG, Sinsheim 3,4 0,57 100 % 29
Helmut RÜBSAMEN GmbH & Co. KG, Bad Marienberg 29,2 0,53 88,89 % 218
TSN Turmbau Steffens & Nölle GmbH, Berlin 9,0 0,50 100 % 37
VULKAN INOX GmbH*, Hattingen 25,2 1,31 90 % 59

* einschließlich Tochtergesellschaften ** Mio. CHF *** im Konzernabschluss nur anteiliger Umsatz gemäß IFRS

FINANZKALENDER/IMPRESSUM 105

Bilanzpressekonferenz 2. Mai 2006
Analystenkonferenz 3. Mai 2006
3-Monatsbericht 31. Mai 2006
Hauptversammlung 11. Juli 2006
Dividendenausschüttung 12. Juli 2006
6-Monatsbericht Ende August 2006
9-Monatsbericht Ende November 2006

Dieser Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor. Beide Fassungen des Geschäftsberichtes stehen im Internet unter www.indus.de in der Rubrik "Investor Relations/Geschäftsund Quartalsberichte" zum Download bereit.

INDUS Holding Aktiengesellschaft Kölner Straße 32 51429 Bergisch Gladbach Postfach 10 03 53 51403 Bergisch Gladbach Telefon: 0 22 04/40 00-0 Telefax: 0 22 04/40 00-20 Internet: www.indus.de E-Mail: indus @ indus.de

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Impressum:

Herausgeber: INDUS Holding Aktiengesellschaft, Bergisch Gladbach

Redaktion: Haubrok Investor Relations GmbH, Düsseldorf

Konzept/Gestaltung: Baisch Creative Consulting, Düsseldorf

Fotos Vorstand und Aufsichtsrat: Markus Bollen, Bergisch Gladbach Artur Olligschläger, Köln

Röntgen-Fotos: Edzard Probst, München

Satz und Lithos: Lettern Partners, Düsseldorf

Druck: Druckpartner, Essen

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