Quarterly Report • Aug 18, 2020
Quarterly Report
Open in ViewerOpens in native device viewer
Betriebswirtschaftliche Kennzahlen in € Mio. (ausgenommen Mitarbeiter)
| H1/2020 | Veränd. in % | H1/2019 | |
|---|---|---|---|
| Gesamtumsatz | 195,8 | -51,2 | 401,4 |
| davon Airport | 83,4 | -56,3 | 191,0 |
| davon Handling & Sicherheitsdienstleistungen | 48,2 | -39,3 | 79,4 |
| davon Retail & Properties | 42,2 | -45,9 | 78,1 |
| davon Malta | 14,9 | -66,5 | 44,6 |
| davon Sonstige Segmente | 7,0 | -16,7 | 8,4 |
| EBITDA | 48,9 | -73,3 | 183,1 |
| EBITDA-Marge (in %) 1 | 25,0 | n.a. | 45,6 |
| EBIT | -16,2 | -113,8 | 117,2 |
| EBIT-Marge (in %) 2 | -8,3 | n.a. | 29,2 |
| Konzernergebnis | -18,2 | -121,9 | 82,9 |
| Konzernergebnis Muttergesellschaft | -16,7 | -122,0 | 75,8 |
| Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | -6,8 | -104,4 | 156,0 |
| Investitionen 3 | 39,2 | -38,2 | 63,5 |
| Ertragsteuern | -5,8 | -120,7 | 28,1 |
| Mitarbeiter im Durchschnitt 4 | 5.634 | 10,5 | 5.101 |
| 30.6.2020 | Veränd. in % | 31.12.2019 | |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 1.359,3 | -1,6 | 1.380,9 |
| Eigenkapitalquote (in %) | 60,2 | n.a. | 60,0 |
| Nettoverschuldung | 149,0 | 83,0 | 81,4 |
| Bilanzsumme | 2.256,1 | -1,9 | 2.300,6 |
| Gearing (in %) | 11,0 | n.a. | 5,9 |
| Mitarbeiter zum Stichtag | 5.628 | -2,4 | 5.767 |
| Branchenspezifische Verkehrskennzahlen |
|||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Passagierentwicklung Gruppe | H1/2020 | Veränd. in % | H1/2019 | ||||||
| Flughafen Wien (in Mio.) | 5,1 | -65,3 | 14,7 | ||||||
| Malta Airport (in Mio.) | 1,0 | -68,7 | 3,3 | ||||||
| Kosice Airport (in Mio.) | 0,1 | -76,8 | 0,2 | ||||||
| Flughafen Wien und Beteiligungen (VIE, MLA, KSC) | 6,2 | -66,0 | 18,1 | ||||||
| Verkehrsentwicklung Wien | |||||||||
| Gesamtpassagiere (in Mio.) | 5,1 | -65,3 | 14,7 | ||||||
| davon Transferpassagiere (in Mio.) | 1,0 | -69,3 | 3,2 | ||||||
| Flugbewegungen | 53.093 | -58,5 | 127.883 | ||||||
| MTOW (in Mio. Tonnen) 5 | 2,3 | -55,6 | 5,2 | ||||||
| Fracht (Luftfracht und Trucking; in Tonnen) | 107.860 | -20,7 | 135.984 | ||||||
| Sitzladefaktor (in %) 6 | 63,9 | n.a. | 75,1 |
| Börsetechnische Kennzahlen |
Abkürzungen |
||
|---|---|---|---|
| Marktkapitalisierung (per 30.6.2020; in € Mio.) | 2.125,2 | Reuters | VIEV.VI |
| Börsenkurs: Höchstwert in € (am 2.1.2020) | 38,10 | Bloomberg | FLU:AV |
| Börsenkurs: Tiefstwert in € (am 18.3.2020) | 17,00 | Nasdaq | FLU-AT |
| Börsenkurs: Wert per 30.6.2020 (in €) | 25,30 | ISIN | AT0000911805 |
| Börsenkurs: Wert per 31.12.2019 (in €) | 37,75 | Kassamarkt | FLU |
| ADR | VIAAY |
1) EBITDA-Marge (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatzerlöse 2) EBIT-Marge (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatzerlöse 3) Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien inklusive Rechnungkorrekturen Vorjahre, exkl. Finanzanlagen 4) Personalstand im Jahresdurchschnitt gewichtet nach Beschäftigungsgrad inklusive Lehrlinge, exklusive Mitarbeiter ohne Bezug (Karenz, Bundesheer, etc.), Vorstände und Geschäftsführer 5) MTOW: Maximum Take off Weight (Höchstabfluggewicht) der Luftfahrzeuge 6) Sitzladefaktor: Gesamtpassagiere/angebotene Sitzplatzkapazität
Das erste Halbjahr 2020 der Flughafen Wien AG ist geprägt von der schweren Krise, die durch die COVID-19 Pandemie ausgelöst wurde und zu einem weltweiten Einbruch der Wirtschaft sowie des Welthandels geführt hat. Wegen der Reisebeschränkungen beziehungsweise –verbote, sowie diversen Quarantäne- und Lockdown-Maßnahmen ist die Luftfahrt von dieser Krise besonders stark betroffen. Die Airports unserer Gruppe - Wien, Malta und Kosice - stellten für viele Wochen den kommerziellen Flugbetrieb nahezu zur Gänze ein. Davon ausgenommen war der Frachtbereich sowie Rücktransfers heimischer Bürger und medizinisch notwendige Verbindungen, etwa um Schutzausrüstung oder medizinisches Personal einzufliegen.
Die Folgen dieser globalen Katastrophe spiegeln sich in jeder einzelnen Kennzahl dieses Berichts, insbesondere in der Einzelbetrachtung des 2. Quartals, die sie auf den folgenden Seiten ebenfalls detailliert dargestellt finden. Die Flughafen Wien Gruppe verzeichnete in den ersten sechs Monaten einen Passagierrückgang gegenüber dem Vorjahr von 66,0% auf 6,2 Mio. Reisende. Der Umsatz halbierte sich von € 401,4 Mio. 2019 auf € 195,8 Mio., das EBITDA brach von € 183,1 Mio. auf € 48,9 Mio. ein, und das Nettoergebnis drehte von plus € 82,9 Mio. auf € 18,2 Mio. ins Minus.
Die sofort eingeleiteten Maßnahmen zur Kostensenkung, das Zurückfahren nicht dringend nötiger Investitionen sowie auch die Inanspruchnahme staatlicher Hilfsprogramme haben immerhin dazu beigetragen, noch größeren Schaden vom Unternehmen abzuwenden. Auch das sparsame Wirtschaften der vergangenen Jahre, das zu einer fast kompletten Entschuldung der Flughafen Wien AG geführt hat, ermöglicht es uns nun, mit dem nötigen Handlungsspielraum und ausreichend Liquidität durch die aktuelle Krise zu steuern.
Unsere Mitarbeiter am Standort Wien sind derzeit in Kurzarbeit, was den Personalaufwand deutlich reduziert und uns ermöglicht hat, bisher auf Kündigungen zu verzichten. Ein ambitioniertes Sparpaket im Gesamtumfang von über € 220 Mio. erweitert unseren finanziellen Spielraum, und die geplanten Investitionen wurden, wie bereits erwähnt, massiv von € 200 Mio. auf unter € 100 Mio. gekürzt.
All das ist notwendig, um uns mit möglichst wenig Schrammen durch die aktuelle Pandemie zu bringen, deren weiterer Verlauf nicht seriös abzuschätzen ist. Letzteres ist auch der Grund, warum wir weiter auf eine Guidance unsere Finanz- und Passagierzahlen betreffend verzichten müssen. Zwar gibt es Ankündigungen unserer großen Carrier wie Austrian, Laudamotion oder Wizz, sowohl die Frequenzen zu verdichten als auch das Destinationsangebot zu erweitern, aber letztlich wird der Pandemie-Verlauf die Nachfrage nach Sitzplatzkapazitäten beziehungsweise gesetzliche Lockerungen oder Verschärfungen der Corona-Beschränkungen bestimmen.
Trotz dieser schwersten Krise sowohl in der Geschichte der Luftfahrt als auch in jener unseres Unternehmens sind wir aufgrund unserer im vergangenen Jahrzehnt zurückeroberten Finanzkraft für die Zukunft gut aufgestellt. Wir werden alles daran setzen, die Chancen, die sich nach dem Abebben der COVID-19 Pandemie sicher wieder bieten werden, offensiv zu nutzen.
Abschließend möchten wir Ihnen als unseren Aktionären sehr herzlich dafür danken, dass Sie uns in dieser schwierigen Zeit die Treue halten und wünschen Ihnen Gesundheit und viel Erfolg beim Meistern dieses herausfordernden Jahres!
Schwechat, August 2020 Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger
Vorstandsmitglied, CFO Vorstandsmitglied, COO
Im ersten Halbjahr 2020 ging das Passagieraufkommen der Flughafen-Wien-Gruppe (Flughafen Wien, Malta Airport und Flughafen Košice) aufgrund der COVID-19 Krise um 66,0% auf 6.158.906 Reisende zurück. Neben dem Rückgang der Lokalpassagiere um 65,2% auf 5.165.439, verzeichneten die Transferpassagiere ein Minus von 69,2% auf 987.244 Passagiere. In den ersten sechs Monaten sank die Anzahl der Flugbewegungen in der Gruppe um 59,1% auf 63.179 Starts und Landungen, das Frachtaufkommen ging um 19,5% auf 115.817 Tonnen zurück.
Beginnende Auswirkungen der globalen COVID-19 Pandemie waren bereits ab Februar am Flughafen Wien spürbar. Der Passagierverkehr ist aufgrund der weltweiten Reiseund Kontaktbeschränkungen ab Mitte März für mehrere Monate nahezu zum Erliegen gekommen. Ab Anfang Juni haben einige Airlines ihren Flugbetrieb mit reduzierten Kapazitäten und ausgewählten Destinationen wieder aufgenommen.
Kumuliert von Jänner bis Juni 2020 gingen die Passagierzahlen um 65,3% auf 5.090.546 (H1/2019: 14.666.255) zurück.
Die Zahlen im Detail: Im Bereich der Lokalpassagiere konnte der Flughafen Wien im ersten Halbjahr 2020 insgesamt 4.104.623 Reisende zählen und verzeichnete somit einen Rückgang von 63,9%, die Transferpassagiere gingen um 69,3% auf 979.878 Reisende zurück.
Aufgrund der Reise- und Kontaktbeschränkungen infolge der COVID-19 Pandemie verzeichneten alle Regionen ab dem 2. Quartal 2020 einen Passagierrückgang. Nach Westeuropa sank das Passagieraufkommen um 65,8% auf 1.717.648 abfliegende Passagiere. In Richtung Osteuropa wurden 434.949 Reisende abgefertigt, was ebenfalls einem Rückgang von 65,8% entspricht. Der Ferne Osten verzeichnete einen Rückgang von 66,3% auf 104.298 abfliegende Passagiere. Das Passagieraufkommen in den Nahen und Mittleren Osten ist um 59,1% auf 144.127 abfliegende Reisende zurückgegangen. Nach Nordamerika reduzierte sich das Passagieraufkommen um 72,5% auf 52.515 ab-
fliegende Reisende. Der Verkehr nach Afrika sank um 49,9% auf 76.837 abfliegende Passagiere.
Ebenfalls negativ entwickelten sich die allgemeinen Kennzahlen. Die durchschnittliche Auslastung (Sitzladefaktor) der Flüge (Linie und Charter) sank von 75,1% auf 63,9%. Die Zahl der Flugbewegungen ging um 58,5% auf 53.093 Starts und Landungen zurück. Das Höchstabfluggewicht (MTOW) reduzierte sich um 55,6% auf 2.318.307 Tonnen. Das Frachtaufkommen verzeichnete einen Rückgang um 20,7% auf 107.860 Tonnen.
Austrian Airlines, der größte Kunde am Standort, stellte aufgrund der COVID-19 Krise den Linienverkehr von 18.3. bis einschließlich 14.6. temporär ein. Im ersten Halbjahr des Jahres wurden 1.897.854 Passagiere abgefertigt, das entspricht minus 69,5% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Marktanteil verringerte sich um 5,1% auf 37,3%. (Anmerkung: Während der Einstellung des Linienflugbetriebs wurden Rückholaktionen für gestrandete Passagiere sowie Frachtflüge für medizinisches Equipment durchgeführt.)
Laudamotion, die mit einem Marktanteil von 12,6% am Gesamtpassagieraufkommen (plus 4,6%p im Vergleich zum Vorjahr) der zweitgrößte Carrier am Standort ist, stellte den Flugbetrieb temporär von 16.3. bis einschließlich 23.6. ein. In den ersten zwei Quartalen wurden insgesamt 641.660 Passagiere befördert, das ist ein Rückgang von 45,0% (H1/2019: 1.167.559).
Auch Wizz Air setzte aufgrund der COVID-19 Krise die Durchführung von Linienflügen von 24.3. bis inkl. 30.4. aus. Dadurch verzeichnete Wizz Air in den ersten sechs Monaten einen Rückgang von 46,3% auf 506.764 Passagiere (H1/2019: 943.666). Der Marktanteil am Gesamtpassagieraufkommen erhöhte sich aufgrund der im Vergleich zur Konkurrenz früheren Wiederaufnahme um plus 3,6%p auf 10,0%.
Auch die Auslandsbeteiligungen der Flughafen Wien AG spüren die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie: Am Flughafen Malta ging das Passagierkommen im ersten Halbjahr 2020 um 68,7% auf 1.017.850 Reisende zurück und der Flughafen Košice verzeichnete einen Passagierrückgang um 76,8% auf 50.510. (Anmerkung: Der Flughafen Malta hat im Zeitraum von 21.3. bis inklusive 30.6. den Linienverkehr eingestellt. Der Flughafen Košice war temporär für alle kommerziellen Flüge von 13.3. bis inklusive 14.6. geschlossen.)
In den ersten sechs Monaten 2020 erzielte die Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) einen Umsatz von € 195,8 Mio. (H1/2019: € 401,4 Mio.), was einem Rückgang von 51,2% entspricht. Die aufgrund der COVID-19 Pandemie weltweit eingeführten Einreise- und Kontaktbeschränkungen und die damit einhergehenden Flugannullierungen sorgten für Umsatzreduktionen in allen Segmenten:
Die Umsatzerlöse im Segment Airport reduzierten sich um 56,3% auf € 83,4 Mio. zu (H1/2019: € 191,0 Mio.). Dies ist vor allem auf niedrigere Erlöse aus passagierbezogenen und aircraftbezogenen Entgelten (minus € 94,0 Mio.) zurückzuführen. Die Infrastrukturerlöse und sonstigen Dienstleistungen reduzierten sich um € 13,6 Mio.
Die Umsatzerlöse aus der Vorfeldabfertigung sanken im H1/2020 auch aufgrund geringerer Enteisungserlöse von € 47,7 Mio. im H1/2019 auf € 26,8 Mio. Die Erlöse aus der Verkehrsabfertigung reduzierten sich um 71,4% auf € 2,4 Mio. Die Erlöse aus der Frachtabfertigung sanken um vergleichsweise moderate 13,9% auf € 13,8 Mio., da die Frachtvolumina von der Pandemie nicht so stark betroffen waren.
Die Umsätze aus Centermanagement und Hospitality sanken in den ersten sechs Monaten 2020 um 56,6% auf € 16,9 Mio. (H1/2019: € 39,0 Mio.). Auch die Parkerlöse gingen im Vorjahresvergleich um 56,1 % auf € 11,2 Mio. (H1/2019: € 25,6 Mio.) zurück.
Auch am Flughafen Malta sind die Erlöse aufgrund der pandemiebedingten geringeren Passagierzahlen eingebrochen und sanken im Vorjahresvergleich um 66,5% auf € 14,9 Mio. (H1/2019: € 44,6 Mio.).
Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich im Vorjahresvergleich um 57,8% auf € 3,3 Mio. (H1/2019: € 7,9 Mio.). Dies ist im Wesentlichen auf geringere aktivierte Eigenleistungen für Bauprojekte im Konzern und den Einmaleffekt aus einem Grundstücksverkauf im ersten Quartal 2019 zurückzuführen.
Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen reduzierten sich im ersten Halbjahr 2020 um 30,9 % auf € 14,0 Mio. (H1/2019: € 20,3 Mio.). Die bezogenen Leistungen zur Weiterverrechnung und der Aufwand für Material konnten um insgesamt € 4,1 Mio. gesenkt werden, insbesondere aufgrund eines geringeren Verbrauches an Treibstoffen, sonstigen Materialien und Enteisungsmitteln. Die Aufwendungen für Energie gingen um 26,0% auf € 6,2 Mio. zurück (H1/2019: € 8,4 Mio.).
Der Personalaufwand konnte insgesamt im Vergleich zum Vorjahr um 28,9% von € 153,8 Mio. auf € 109,4 Mio. gesenkt werden. Die Reduktion ist im Wesentlichen auf die ab 16. März 2020 eingeführte Kurzarbeit sowie die damit einhergehenden Maßnahmen zum Abbau von Urlaub, Überstunden und Gleitzeitguthaben zurückzuführen. Entgegengesetzt wirken kollektivvertragliche Erhöhungen ab Mai des Vorjahres und ein höherer durchschnittlicher Personalstand, der vor allem aus der Änderung des Konsolidierungskreises resultiert (Einbeziehung der GET2 in den Vollkonsolidierungskreis ab 01.05.2019). Die Löhne sanken im Vorjahresvergleich um 41,1% auf € 36,9 Mio. (H1/2019: € 62,6 Mio.), die Gehälter um 33,8% auf € 35,9 Mio. (H1/2019: € 54,2 Mio.). Die Aufwendungen für Abfertigungen und der Pensionsaufwand befinden sich mit € 4,2 Mio. und € 1,4 Mio. auf Vorjahresniveau. Der durchschnittliche Personalstand (FTE, Vollzeitäquivalente) der Flughafen-Wien-Gruppe stieg im Vorjahresvergleich, auch durch die Veränderung des Konsolidierungskreises, von 5.101 auf nunmehr 5.634 Mitarbeiter (plus 10,5%).
Der sonstige betriebliche Aufwand (inkl. Wertminderung/Wertaufholung auf Forderungen) konnte aufgrund von unmittelbar mit Beginn der COVID-19 Pandemie eingeleiteten Kostensenkungen, sowie der aufgrund des Änderung des Konsolidierungskreises am 01.05. des Vorjahres geringeren Fremdleistungen um 51,1% auf € 26,0 Mio. (H1/2019: € 53,3 Mio.) reduziert werden. Die wesentlichen Aufwandsreduktionen ergaben sich im Bereich der Instandhaltungen (minus € 9,7 Mio.), Fremdleistungen (minus € 4,1 Mio.) sowie der Fremdleistungen von Konzerngesellschaften aufgrund der Einbeziehung der GET2 in den Konsolidierungskreis ab 1.5. des Vorjahres (minus € 4,7 Mio.). Auch die Aufwendungen für Marketing und Marktkommunikation (minus € 4,5 Mio.), der sonstige Betriebsaufwand (minus € 2,9 Mio.) sowie die Aufwendungen für Fahrt-, Reise- und Ausbildungskosten (minus € 1,0 Mio.) konnten gesenkt werden.
Die operativen Ergebnisse der at-Equity-Beteiligungen reduzierten sich um € 2,0 Mio. auf minus € 0,7 Mio. (H1/2020: plus € 1,3 Mio.). Aufgrund zahlreicher Flugausfälle wurde der Betrieb des City Airport Train (CAT) ab 19. März vorläufig eingestellt.
Aufgrund der negativen Umsatzentwicklung und der erst mit Verzögerung wirksamen Kostensenkungsmaßnahmen reduzierte sich das EBITDA im Vergleich zum Vorjahr um 73,3% von € 183,1 Mio. auf € 48,9 Mio. Die EBITDA-Marge sank von 45,6% auf 25,0%.
Im ersten Halbjahr 2020 wurden Abschreibungen in Höhe von € 65,0 Mio. (H1/2019: € 65,9 Mio.) erfasst.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) reduzierte sich aufgrund des Rückgangs des operativen Ergebnisses (EBITDA) und geringerer Abschreibungen um € 133,4 Mio. auf minus € 16,2 Mio. (H1/2019: € 117,2 Mio.). Die EBIT-Marge sank von 29,2% auf minus 8,3%.
Das Finanzergebnis veränderte sich im ersten Halbjahr von minus € 6,2 Mio. auf minus € 7,8 Mio. Das Zinsergebnis beläuft sich auf minus € 7,7 Mio. (H1/2019: minus € 8,3 Mio.) und konnte trotz im Vergleich zum Halbjahr 2019 geringfügig höheren Finanzverbindlichkeiten gesenkt werden. Das sonstige Finanzergebnis in Höhe von minus € 0,6 Mio. (H1/2019: plus € 1,5 Mio.) enthält die Bewertung von Finanzinstrumenten.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) erreichte in den ersten sechs Monaten mit minus €24,0Mio. ein Minus von € 135,0 Mio. gegenüber dem Vorjahr (H1/2019: plus €111,0Mio.). Nach Ertragsteuern in Höhe von plus € 5,8 Mio. aus der Aktivierung von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge (H1/2019: minus € 28,1 Mio.) betrug das Periodenergebnis minus € 18,2 Mio. (H1/2019: plus € 82,9 Mio.), was einer Reduktion von € 101,1 Mio. entspricht.
Der den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zustehende Periodenverlust (Vorperiode: Periodengewinn) beläuft sich auf minus € 16,7 Mio. (H1/2019: plus € 75,8 Mio.) Auf die nicht beherrschenden Anteile entfällt ein Ergebnis für die ersten sechs Monate von minus € 1,5 Mio. (H1/2019: plus € 7,1 Mio.).
Die Umsatzerlöse der Flughafen-Wien-Gruppe reduzierten sich im zweiten Quartal 2020 um € 189,6 Mio. bzw. 84,6% auf € 34,4 Mio. (Q2/2019: € 224,0 Mio.). Dies ist auf das pandemiebedingt stark reduzierte Passagieraufkommen in der Gruppe zurückzuführen.
Die Umsätze aus dem Segment Airport sanken um € 100,2 Mio. Auch der Flughafen Malta erzielte im Quartalsvergleich um € 26,9 Mio. geringere Umsatzerlöse. Die Umsatzerlöse Segment Retail & Properties reduzierten sich um € 31,7 Mio., das Segment Handling & Sicherheitsdienstleistungen steuerte € 29,3 Mio. zur Umsatzreduktion bei.
Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit € 0,9 Mio. deutlich unter dem Vorjahresquartal (Q2/2019: € 4,7 Mio.). In der Vorperiode wurde höhere aktivierte Eigenleistungen sowie ein Einmaleffekt aus einem Grundstücksverkauf ausgewiesen.
Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen reduzierten sich gegenüber 2019 um € 5,5 Mio. auf € 3,6 Mio. Der Personalaufwand sank aufgrund der ab 16. März eingeführten Kurzarbeit und dem damit einhergehenden Abbau von Urlauben und Überstunden um € 47,3 Mio. auf € 32,6 Mio. Gegenläufig wirkten die Änderungen des Konsolidierungskreises (Vollkonsolidierung der GET2 ab 1. Mai 2019) sowie kollektivvertragliche Erhöhungen. Aufgrund von unmittelbar mit Beginn der COVID-19 Pandemie eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen konnten im zweiten Quartal 2020 die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um € 20,5 Mio. auf € 8,7 Mio. gesenkt werden. Die Instandhaltungsaufwendungen wurden um € 4,7 Mio., die Fremdleistungen um € 4,0 Mio., die Fremdleistungen von Konzerngesellschaften um € 1,3 Mio., die Rechts- Prüf- und Beratungskosten um € 1,0 Mio., die Marktkommunikation um € 3,9 Mio. sowie der sonstige Betriebsaufwand um € 1,7 Mio. gesenkt. Im zweiten Quartal konnten aufgrund von Eintreibungsmaßnahmen Wertberichtigungen in der Höhe von € 2,6 Mio. aufgelöst werden.
Die anteiligen Periodenergebnisse der atEquity-Beteiligungen reduzierten sich im Quartalsvergleich von plus € 0,9 Mio. auf minus € 0,5 Mio. Der Umsatzrückgang führte trotz Kostenreduktionen zu einem negativen EBITDA für das zweite Quartal 2020 in Höhe von minus € 10,1 Mio. (Q2/2019: plus € 111,5 Mio.).
Die Abschreibungen sanken geringfügig um € 0,2 Mio. auf € 32,4 Mio. (Q2/2019: € 32,7 Mio.). Durch das negative EBITDA ergibt sich ein im Vergleich zum Q2/2019 um € 121,4 Mio. geringeres EBIT von minus € 42,6 Mio. (Q2/2019: plus € 78,8 Mio.).
Das Finanzergebnis belief sich im zweiten Quartal 2020 auf minus € 2,8 Mio. nach minus € 2,7 Mio. im Q2/2019. Dies ist im Wesentlichen auf die Folgebewertung von Wertpapieren im sonstigen Finanzergebnis zurückzuführen.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag mit minus € 45,4 Mio. unter dem Vorjahreswert von plus € 76,1 Mio. Nach Berücksichtigung der Ertragsteuern in Höhe von plus € 11,1 Mio. (Q2/2019: minus € 18,7 Mio.) ergibt sich ein um € 91,8 Mio. geringeres Periodenergebnis in Höhe von minus € 34,3 Mio. (Q2/2019: plus € 57,5 Mio.).
Das Periodenergebnis der Muttergesellschaft belief sich auf minus € 32,3 Mio. und sank damit ebenfalls um € 84,0 (Q2/2019: plus € 51,7 Mio.). Auf nicht beherrschende Anteile entfällt ein Periodenergebnis für das zweite Quartal von minus € 2,0 Mio. (Q2/2019: plus € 5,7 Mio.).
Die Nettoverschuldung belief sich zum 30. Juni 2020 auf € 149,0 Mio., was einer Erhöhung um € 67,6 Mio. im Vergleich zum Jahresbeginn entspricht. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich aufgrund einer geringeren Bilanzsumme um 0,2 Prozentpunkte auf 60,2%. Das Gearing beläuft sich auf 11,0% nach 5,9% zum 31. Dezember 2019.
Der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im H1/2020 auf minus € 6,8 Mio. nach plus € 156,0 Mio. im Vorjahr. Das operative Ergebnis (EBT zuzüglich Abschreibungen, abzüglich Bewertung von Finanzinstrumenten) reduzierte sich um € 133,8 Mio. auf € 41,7 Mio. (H1/2019: € 175,5 Mio.). Im ersten Halbjahr 2020 verzeichnete die Gruppe einen Abbau der Forderungen in Höhe von € 23,3 Mio. (H1/2019: Aufbau in Höhe von € 5,7 Mio.). Die Passiva reduzierten sich um € 73,3 Mio. (H1/2019: Aufbau in Höhe von € 14,1 Mio.). Die Auszahlungen für Ertragsteuern beliefen sich in den ersten sechs Monaten auf € 0,1 Mio. (H1/2019: € 24,9 Mio.).
Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit belief sich auf minus € 62,2 Mio. nach minus € 79,9 Mio. im Vorjahr. Während in den ersten sechs Monaten 2020 € 57,3 Mio. für Investitionsprojekte (inkl. Finanzanlagen) ausbezahlt wurden, erfolgten im Vorjahr Auszahlungen in Höhe von € 72,4 Mio. Weiters wurden in den ersten sechs Monaten 2020 € 55,6 Mio. (Vorjahr: € 40,7 Mio.) in kurz- und langfristige Veranlagungen (Termineinlagen) investiert. Im ersten Quartal 2019 wurden € 15,0 Mio. in Wertpapiere investiert. Dem stehen Einzahlungen aus abgelaufenen Termineinlagen in Höhe von € 50,6 (Vorjahr: € 45,0 Mio.) gegenüber.
Der Free-Cashflow (Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit plus Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit) beläuft sich daher auf minus € 69,0 Mio. (H1/2019: plus € 76,0 Mio.).
Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von plus € 72,0 Mio. (H1/2019: minus € 72,2 Mio.) ist auf Veränderungen von Finanzverbindlichkeiten (Tilgungen abzüglich Aufnahmen) in Höhe von plus € 75,0 Mio. (H1/2019: plus € 9,0 Mio.) zurückzuführen. Aufgrund der COIVD-19 Pandemie wurden € 100,0 Mio. an kurzfristigen Krediten aufgenommen. Im ersten Halbjahr 2019 erfolgten Dividendenausschüttungen in Höhe von € 81,0 Mio. (davon € 74,8 Mio. für Anteilseigner der Flughafen Wien AG und davon € 6,3 Mio. an nicht beherrschende Anteilseigner).
Der Finanzmittelbestand betrug zum 30. Juni 2020 € 87,8 Mio. nach € 33,9 Mio. zum 31. Dezember 2019.
Das langfristige Vermögen erhöhte sich seit Jahresbeginn per Saldo um € 26,2 Mio. auf € 2.025,8 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der sonstigen Vermögenswerte um € 54,3 Mio. durch neue Veranlagungen zurückzuführen. Laufenden Zugängen bei immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in Höhe von € 39,2 Mio. stehen Abschreibungen in Höhe von € 65,0 Mio. gegenüber. Die Buchwerte der at-Equity-Beteiligungen reduzierten sich aufgrund von Ausschüttungen sowie der negativen operativen Ergebnisse von € 43,7 Mio. auf € 41,5 Mio.
Das kurzfristige Vermögen reduzierte sich im Vergleich zum Jahresende um € 70,7 Mio. auf € 230,3 Mio. (31. Dezember 2019: € 301,1 Mio.). Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der kurzfristigen Termineinlagen um € 50,0 Mio. und der Umgliederungen in das langfristige Vermögen aufgrund von Wiederveranlagungen in Termineinlagen. Weiters reduzierten sich auch die Netto-Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des starken Umsatzrückganges im Periodenvergleich stichtagsbezogen um € 53,2 Mio. auf € 15,2 Mio. (31. Dezember 2019: € 68,4 Mio.). Dem steht jedoch eine Erhöhung der sonstigen Forderungen um € 34,1 Mio. auf € 51,3 Mio. gegenüber, welche im Wesentlichen aus der abgegrenzten Kurzarbeitsförderung resultiert.
Die Position Wertpapiere reduzierte sich um € 0,6 Mio. auf € 58,1 Mio., was auf die laufende Bewertung in Höhe von € 0,6 Mio. zurückzuführen ist. Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten nahm zum 30. Juni 2020 auf € 87,8 Mio. zu (31. Dezember 2019: € 84,8 Mio.).
Das Eigenkapital reduzierte sich seit dem Jahresultimo in Summe um 1,6 % auf € 1.359,3 Mio. (31. Dezember 2019: € 1.380,9 Mio.). Einerseits wurde das laufende Periodenergebnis (inkl. nicht beherrschende Anteile) in Höhe von minus € 18,2 Mio., anderseits auch versicherungsmathematische Verluste des Sozialkapitals und Bewertungen von Finanzinstrumenten (FVOCI) per Saldo € 0,7 Mio. erfasst. Weiters wurden im ersten Halbjahr 2020 € 2,7 Mio. an eigenen Anteilen erworben. Im ersten Halbjahr 2020 wurde keine Dividende an die Anteilseigner der Flughafen Wien AG ausgeschüttet. Der aktuelle Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes sieht den Vortrag des Bilanzgewinnes 2019 auf neue Rechnung vor. Die Eigenkapitalquote lag per 30. Juni 2020 bei 60,2% (31. Dezember 2019: 60,0%).
Die langfristigen Schulden reduzierten sich von € 572,5 Mio. auf € 540,9 Mio., primär aufgrund von Umgliederungen von Finanzverbindlichkeiten aufgrund des Fälligkeitsprofils sowie der Auflösung von passiven latenten Steuern.
Die kurzfristigen Schulden stiegen um € 8,7 Mio. auf € 356,0 Mio. Der Anstieg der kurzfristigen Finanz- und Leasingverbindlichkeiten um € 100,0 Mio. auf € 125,4 Mio. ist im Wesentlichen auf die Aufnahme von neuen kurzfristigen Krediten zurückzuführen. Die Lieferantenverbindlichkeiten reduzierten sich stichtagsbezogen um € 13,1 Mio. auf € 32,4 Mio. Die kurzfristigen Rückstellungen sanken um € 107,4 Mio. auf € 105,2 Mio. Die Reduktion ist u.a. auf die Gutschrift von Incentives des Vorjahres zurückzuführen. Die Steuerrückstellung beläuft sich auf € 10,9 Mio. (31.12.2019: € 11,4 Mio.)
In den ersten sechs Monaten 2020 wurden in Summe € 39,2 Mio. (H1/2019: € 63,5 Mio.) in immaterielles Vermögen, Sachanlagen sowie in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien investiert bzw. als Anzahlung geleistet. Die größten Investitionsprojekte am Standort Wien betreffen den Terminalumbau mit € 12,5 Mio., die Verbindungsbrücke zum Parkhaus 3 mit € 2,0 Mio., Grundstücke mit € 2,0 Mio., neue Werbeflächen mit € 1,1 Mio., Flugzeugschlepper mit € 1,3 Mio., Passagierbusse mit € 1,2 Mio. sowie den Office Park 4 mit 1,2 Mio. Am Flughafen Malta wurden im ersten Halbjahr insgesamt € 5,5 Mio. investiert.
Die allgemeine politische und wirtschaftliche Entwicklung auf nationaler und internationaler Ebene hat starken Einfluss auf die Luftfahrtindustrie und wird daher genau beobachtet. Dabei ist festzustellen, dass sich die Gesamtrisikoposition der Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) aufgrund der COVID-19-Pandemie deutlich verändert hat.
Die COVID-19-Pandemie hat weitreichende Auswirkungen auf die kommerzielle Luftfahrt. Vor allem das wirtschaftliche Umfeld und die Branchenentwicklung sind stark betroffen.
Der Ausbruch der COVID-19-Pandemie im Laufe des ersten Halbjahres 2020 hatte weltweit weitreichende Maßnahmen zur Eindämmung der weiteren Ausbreitung der Krankheit und zum Schutz der Bevölkerung zur Folge. Diese Maßnahmen führten jedoch zu einem massiven Einbruch der Wirtschaftsleistung. Derzeitige Prognosen gehen davon aus, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2020 zwischen 5 und 7% schrumpfen wird, je nach hinterlegtem Szenario. Für das Jahr 2021 wird eine Erholung vorausgesagt, jedoch werden die Auswirkungen der Pandemie kurzfristig wahrscheinlich nicht aufgeholt werden können, und die weltweite Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 immer noch um ca. 7% hinter den Prognosen aus dem Jahr 2019 liegen. Die Prognosen des IMF und der OECD unterliegen jedoch weiterhin einer großen Schwankungsbreite, da die weitere Entwicklung der Pandemie derzeit nur mit hoher Unsicherheit abgeschätzt werden kann (IMF World Economic Outlook, Juni 2020; OECD Wirtschaftsausblick, Juni 2020).
Die österreichische Wirtschaftsleistung wird im Jahr 2020 voraussichtlich einen Rückgang von 7% verzeichnen, eine Rezession, die deutlich schwerer ausfällt als jene in Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise in den Jahren 2008/2009. Dieser Rückgang stellt die stärkste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg dar.
Der Tiefpunkt scheint aber bereits durchschritten und für das Jahr 2021 wird eine deutliche Erholung beim Wachstum des BIP vorausgesagt (+4,3%). Die Wirtschaftsleistung vor dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie kann allerdings im kommenden Jahr voraussichtlich noch nicht erreicht werden. Aufgrund der hohen Unsicherheit im Hinblick auf den weiteren Verlauf der Pandemie und den erforderlichen Gegenmaßnahmen unterlegen diese Prognosen allerdings einer hohen Schwankungsbreite. (WIFO, 26. Juni 2020).
Das Jahr 2020 wird, bedingt durch die COVID-19-Pandemie, voraussichtlich das ergebnismäßig schlechteste Jahr in der Geschichte der kommerziellen Luftfahrt. Der Rückgang der weltweiten Wirtschaftsleistung und des Welthandels, die umfangreichen Maßnahmen bezüglich der Einschränkung der internationalen Personenmobilität sowie die insgesamt geringe Nachfrage nach Flugreisen zeigen eine sehr starke Auswirkung auf die Luftfahrtbranche.
Laut Prognose der IATA (International Air Transportation Association) wird das weltweite Passagieraufkommen im Jahr 2020 um 50,6% im Vergleich zum Vorjahr zurückgehen. Der Cargo Bereich wird vor allem unter der weltweiten Rezession und des geringeren Welthandels leiden und mit minus 16,8% zum ersten Mal seit 2009 einen Rückgang aufweisen.
Auch die IATA sieht eine deutliche Erholung sowohl des Passagier- als auch des Cargoaufkommens im Jahr 2021 durch die Erholung der Wirtschaft und des Welthandels. Das Niveau von 2019 wird jedoch 2021 aller Voraussicht nach jedoch noch nicht erreicht werden.
Die COVID-19-Pandemie ist die größte Krise seit Bestehen der kommerziellen Luftfahrt, mit weitreichenden Folgen für die am Flughafen Wien tätigen Fluglinien. Der europäische Flugverkehr kam drei Monate lang effektiv zum Stillstand. Eine Situation, die für alle Airlines existenzbedrohend ist.
Der Fortbestand der Austrian Airlines, des Hauptcarriers am Flughafen Wien, konnte nur mit Hilfe eines staatlich unterstützen Rettungspaketes in der Höhe von insgesamt 600 Mio. Euro gewährleistet werden. Anfang Juli wurde der von der Republik geleistete Zuschuss in der Höhe von € 150 Mio. von der Europäischen Kommission bewilligt. Weitere € 150 Mio. leistet die Lufthansa als Eigenkapitalzuschuss und 300 Mio. Euro werden durch einen Bankkredit aufgebracht (mit Haftungsübernahme im Ausmaß von 90% durch die Republik). Seitens der österreichischen Bundesregierung wurde das Paket an Bedingungen bzw. Auflagen mit Fokus auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit sowie standortbezogenen Zusagen geknüpft. U.a. ist die Steigerung der Treibstoffeffizienz bis 2030, die Verlagerung von Kurzstreckenflügen auf die Bahn sowie die Halbierung des innerösterreichischen C02 Ausstoßes der Austrian Airlines bis 2030 geplant.
Auch eine umfangreiche Restrukturierung der Airline wird folgen. Unter anderem sollen in den kommenden Jahren voraussichtlich bis zu 1.000 Stellen eingespart werden, sowie bis zum Jahr 2022 eine Verkleinerung der Flotte von 80 auf ca. 60 Fluggeräte erfolgen (Quelle: Austrian Airlines Presseaussendung 21.04.2020).
Insgesamt sind das Rettungspaket und die Restrukturierungsmaßnahmen ein positives Zeichen für den Fortbestand der Austrian Airlines und auch für das Vertrauen, das die Konzernmutter Lufthansa in die Fluglinie setzt. Das Rettungspaket hilft das Wiener Luftfahrt-Drehkreuz nach Zentral- und Osteuropa sowie die Langstrecke langfristig abzusichern.
Das Segment der Low-Cost Carrier ist ebenfalls vom aktuell sehr herausfordernden Branchenumfeld betroffen.
So musste etwa Level Europe, die Low-Cost Tochter der IAG, im Juni 2020 Insolvenz anmelden.
Auch die RyanAir Tochter Laudamotion hat Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt, um die Krise zu überstehen. Nach langen Verhandlungen wird die Basis in Wien zwar zukünftig bestehen bleiben, allerdings wurde die Verkleinerung der Flotte von 16 auf voraussichtlich 10 Maschinen angekündigt.
Insgesamt versucht die FWAG mit Marketingmaßnahmen sowie wettbewerbsfähigen Entgelte- und Incentive-Modellen, die für alle Fluglinien gleichermaßen gelten, dem Absatzmarktrisiko entgegenzuwirken. Insbesondere wird dabei das Ziel verfolgt, das Marktrisiko der Fluglinien mitzutragen und die für die Ertragskraft des Unternehmens strategisch bedeutsamen interkontinentalen sowie ost- und zentraleuropäischen Destinationen zu fördern.
Der Flughafen Wien hat des Weiteren auch Maßnahmen getroffen, um den Incoming-Tourismus und das Passagieraufkommen wieder anzukurbeln sowie die von der CO-VID-19-Pandemie stark betroffenen Fluglinien bei der Wiederaufnahme von Flugverbindungen zu unterstützen.
Rückwirkend wird das Landeentgelt für alle Airlines von 29. März 2020 bis zum
Die COVID-19-Pandemie stellt auch den Bereich der Abfertigungsdienste vor große Herausforderungen. Der hohe Preisdruck der Airlines auf vorgelagerte Dienstleister ist seit Jahren verantwortlich für geringere Margen in der Flugzeug- und Frachtabfertigung und wird durch sinkende Volumina nun weiter verschärft. Der Rückgang der Flugzeugbewegungen führt tendenziell auch zu einer Reduktion der Arbeitsproduktivität, da Skaleneffekte nur in einem geringeren Ausmaß realisiert werden können.
Auch der Cargo Sektor am Standort Wien ist mit einem Minus von rd. 21% (Gruppe rd. minus 20%) im ersten Halbjahr 2020 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres stark von der COVID-19-Pandemie betroffen, wenngleich die Auswirkungen in diesem Bereich doch deutlich geringer ausfallen als in der Passagier- und Flugzeugabfertigung. Allerdings stellt auch in der Fracht die Möglichkeit einer länger andauernden Rezession einen Unsicherheitsfaktor dar. Insbesondere da der Cargo Bereich sehr sensibel auf konjunkturelle Schwankungen reagiert. Die konkreten zukünftigen Auswirkungen können allerdings noch nicht abgeschätzt werden, da die derzeit vorliegenden Prognosen zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung aufgrund der Unsicherheit über den weiteren Verlauf der COVID-19-Pandemie noch hohe Schwankungsbreiten aufweisen.
Auch der vollkonsolidierte Flughafen Malta ist als klassische Feriendestination sehr stark von der COVID-19-Pandemie betroffen. Wie bei den meisten europäischen Flughäfen kam der Verkehr ab ca. Mitte März quasi komplett zum Erliegen, was zu einem Rückgang des Verkehrsaufkommens im ersten Halbjahr von 68,7% im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 führte.
Der Flughafen Malta öffnete ab 1. Juli wieder für Reisende aus den meisten europäischen Ländern. Auch der Home Carrier Air Malta (Marktanteil 2019: 28,7%) nahm den Flugbetrieb mit 1. Juli wieder auf. Wie sich die Pandemie auf die ohnehin schwierige wirtschaftliche Situation der Airline auswirkt, bleibt abzuwarten. Ein Ausfall der Airline hätte kurzfristig negative Auswirkungen auf das Passagieraufkommen und damit auf das Unternehmensergebnis des Flughafen Malta. Mittel- und langfristig ist jedoch davon auszugehen, dass neue oder bereits am Standort vertretene Airlines ihre Kapazitäten aufstocken und die bestehende Nachfrage bedienen würden.
Die COVID-19-Pandemie ist die schwerste Krise seit Bestehen des Flughafen Wiens. Derzeit rechnet der Flughafen Wien damit, dass das Verkehrsaufkommen aus dem Jahr 2019 erst mittelfristig wieder erreicht werden kann. Die Erfahrungen aus bisherigen Krisen wie 9/11 (2001), die Finanzkrise in 2008/2009 oder auch frühere Pandemien wie SARS (2003) zeigen, dass der Flugverkehr generell eine hohe Resilienz aufweist und sich nach Einbrüchen innerhalb weniger Jahre wieder vollständig erholt. Eine Studie des Beratungsunternehmens Roland Berger geht im negativsten der betrachteten Szenario davon aus, dass das globale Passagieraufkommen (gemessen in Revenue Passenger Kilometers) aus dem Jahr 2019 spätestens im Jahr 2025 wieder erreicht wird (Roland Berger, COVID-19 – How we will need to rethink the aerospace industry, 8. April 2020)
Aufgrund der Tragweite der beschriebenen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Luftfahrt sind die davon nicht direkt betroffenen Risiken in ihrer Bedeutung in den Hintergrund gerückt. Ungeachtet dessen werden diese aber selbstverständlich weiterhin wie gewohnt beobachtet und laufend bewertet.
Unwägbarkeiten für die Luftfahrtindustrie ergeben sich aus der Zielsetzung der Europäischen Union, den CO2-Austoß in den Mitgliedsstaaten bis 2030 deutlich zu reduzieren. Derzeit wird in den Nationalstaaten noch an der Definition konkreter Maßnahmen zur Zielerreichung gearbeitet. Es ist daher noch unklar, in welchem Ausmaß die Luftfahrtindustrie davon betroffen ist. Eine höhere Besteuerung von CO2-Emissionen würde aber die Flugpreise erhöhen und somit entlang der gesamten Lieferkette Einbußen in der Wertschöpfung nach sich ziehen.
Sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene wird derzeit intensiv über neue Maßnahmen zur Reduktion von CO2 Emissionen diskutiert. Von möglichen neuen Regulierungen bzw. Änderungen bei der Besteuerung von fossilen Energieträgern ist potenziell auch der Luftverkehr betroffen. Die von der österreichischen Bundesregierung im Koalitionsabkommen angekündigte Erhöhung der Ticketsteuer auf der Kurzund Mittelstrecke führt zu einer Verteuerung der Ticketpreise und würde sich negativ auf das Verkehrsaufkommen am Flughafen Wien auswirken und auch zu Wettbewerbsnachteilen für den Standort führen.
Im Zuge des Rettungspakets für die Austrian Airlines kündigte die österreichische Regierung bereits erste konkrete Maßnahmen, die diese Ziele verfolgen, an. So plant die Regierung, im Anti-Dumping-Gesetz festzulegen, dass Flugtickets mindestens so viel kosten müssen, wie die Abgaben und Steuern für den Flug, also rund € 40. Zusätzlich soll die Ticketsteuer für die Kurzstrecke (Flüge <350km) mit 31. August 2020 von € 12 auf € 30 Euro angehoben werden.
Unsicherheiten im geopolitischen Bereich bestehen weiterhin im Hinblick auf die politischen Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Russland. Die von der Europäischen Union verhängten Sanktionen gegenüber Russland wurden am 29. Juni 2020 bis zum 31. Jänner 2021 verlängert. Für die Flughafen Wien AG ergeben sich daraus keine nennenswerten negativen Auswirkungen auf das Verkehrsaufkommen.
Auch die politischen Spannungen in der Golfregion, die durch die Wiedereinführung der US Sanktionen gegen den Iran, die Aufkündigung des Atomabkommens und den Abschuss eines ukrainischen Verkehrsflugzeugs in den letzten Monaten wieder angefacht wurden, werden genau beobachtet. Aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens in den Iran (weniger als 0,3% im Jahr 2019) ist nur bei einem möglichen Übergreifen der Konflikte auf die gesamte Golfregion (rund 6% auf Basis abfliegender Passagiere im Jahr 2019) mit nennenswerten Auswirkungen auf den Flughafen Wien zu rechnen.
Politische Spannungen bzw. terroristische Bedrohungen in einzelnen Ländern und Regionen haben negative Auswirkungen auf die Buchungslage in den entsprechenden Tourismusdestinationen. In der Vergangenheit war jedoch zu beobachten, dass derartige Rückgänge nur kurzfristiger Natur waren bzw. durch andere Destinationen kompensiert wurden. Negative Effekte auf das Verkehrsaufkommen am Flughafen Wien würden sich dann ergeben, wenn diese Substitutionseffekte nur teilweise erfolgen oder alternative Destinationen über andere Verkehrsmittel bedient werden.
Der mit Ende Jänner 2020 vollzogene Austritt von Großbritannien aus der Europäischen Union hat aus Sicht des IHS aufgrund der vergleichsweise geringen Intensität der ökonomischen Verflechtungen, selbst bei einem Brexit ohne Austrittsabkommen (sogenannter "harter Brexit") nur vergleichsweise geringe Folgen für die österreichische Wirtschaft und somit auf das Verkehrsaufkommen am Flughafen Wien. Eine Ansicht,
die auch vom IMF im aktuellsten Report zur Auswirkung des Brexits auf die Länder der Euro Zone geteilt wird (Quelle: IHS, Februar 2017; IMF Juli 2018).
Im Austrittsabkommen wurde eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2020 vereinbart. Diese kann, da bis 1. Juli 2020 keine gemeinsame Entscheidung getroffen wurde, auch nicht mehr verlängert werden. Sollte somit bis zum Ende des Jahres kein Abkommen zustande kommen, das den Handel zwischen UK und der EU regelt, besteht die Gefahr, dass dieser unter die Regeln der WTO fällt, da Großbritannien den Status eines Drittstaats erhält. Somit würden wieder Zolltarife laut WTO-Abkommen gültig werden, mit drastischen Auswirkungen auf die Lieferketten im EU-Außenhandel mit Großbritannien.
Insgesamt ist das Ausmaß dieses Risikos aber begrenzt. Im Jahr 2019 belief sich der Anteil Großbritanniens am gesamten Passagieraufkommen am Flughafen Wien auf 6,2%.
Der Bau der "Parallelpiste 11R/29L" (3. Piste) stellt ein Schlüsselprojekt für die langfristigen Entwicklungs- und Wachstumspotenziale der FWAG dar. Die Umweltverträglichkeitsprüfung ist letztinstanzlich abgeschlossen.
Grundsätzlich erfolgen sämtliche Bewertungen von Vermögensgegenständen unter der Prämisse des Fortbestehens der Drehscheibenfunktion des Flughafen Wien als Ost-West-Hub und die aktuellen negativen Entwicklungen werden nicht als bestandsgefährdend angesehen.
Betreffend die Angaben zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Unternehmen bzw. Personen verweisen wir auf Punkt 9 der Anhangsangaben zum Konzernzwischenabschluss.
Angesichts der massiven Reduktion des Flugangebots am Flughafen Wien durch die am Standort operierenden Airlines können Umsatz- und Ergebnisprognose der Flughafen Wien AG für das Geschäftsjahr 2020 nicht erreicht werden. Eine neue Prognose kann auf Basis der unsicheren Entwicklung der nächsten Monate nicht gegeben werden.
Notmaßnahmen zur Aufrechterhaltung des Betriebs und Senkung der Kosten werden umgesetzt. Die Flughafen Wien AG begegnet der anhaltenden COVID-19 Krise bei einem aktuellen Passagierrückgang um rund 80%, mit einem umfassenden Spar- und Liquiditätssicherungsprogramm. Das Einsparungsprogramm umfasst ein Volumen von deutlich über € 220 Mio. bzw. mehr als 25% des für 2020 geplanten Umsatzes, wobei sich derzeit die Belegschaft in Kurzarbeit befindet.
Durch die Inanspruchnahme der staatlichen Hilfsmaßnahmen, die Vereinbarung ausreichender Kreditlinien und die erfolgreiche Umsetzung der Sparmaßnahmen ist auch bei Anhalten der Krise bis Jahresende die Liquidität des Unternehmens gesichert. Die geplanten Investitionen für 2020 werden auf unter € 100 Mio. reduziert, wobei Office Park 4 und Terminal 2 fertiggestellt werden, die anderen wesentlichen Bauvorhaben, wie auch Süderweiterung und Pier Ost Sanierung, verschoben werden. Ein neuer Zeitplan wird nicht vor Jahresende 2020 vorliegen.
Die Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2019 wurde auf Freitag, 4.9.2020 verschoben. So wie schon vorher von anderen börsennotierten europäischen Flughäfen angekündigt, wird der Gewinnverwendungsvorschlag der Flughafen Wien AG für das Jahr 2019 vorsehen, den Jahresgewinn vorzutragen und keine Dividende für 2019 auszuzahlen, womit sich das Unternehmen auch die volle Freiheit zur Inanspruchnahme der staatlichen Hilfsprogramme sichert.
Die Entwicklung der operativen und finanziellen Kennzahlen sind aufgrund des deutlich rückläufigen Verkehrsaufkommens negativ aber nicht bestandsgefährdend.
Im Juli verzeichnete der Flughafen Wien inklusive seiner Auslandsbeteiligungen Flughafen Malta und Košice mit insgesamt 0,7 Mio. Passagieren ein Minus von 81,9% gegenüber Juli 2019. Kumuliert von Jänner bis Juli reduzierte sich das Passagieraufkommen um 68,9% auf 6,9 Mio. Reisende.
Am Standort Flughafen Wien reduzierte sich das Passagieraufkommen im Juli 2020 um 81,8% gegenüber dem Juli des Vorjahres auf 576.370 Reisende an. Die Anzahl der Lokalpassagiere sank um 79,4%, bei den Transferpassagieren gab es ein Minus von 88,7%. Die Flugbewegungen reduzierten sich im Juli 2020 um 69,6% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Schwechat, 12. August 2020 Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO
Verkürzter Konzernzwischen a b s c h l u s s zum 30. Juni 2020
vom 1.1. bis 30.6.2020
| in T€ | H1/2020 | H1/2019 V. in % | Q2/2020 | Q2/2019 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 195.784,8 | 401.384,3 | -51,2 | 34.392,7 | 224.040,7 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3.322,2 | 7.870,0 | -57,8 | 919,2 | 4.668,5 |
| Betriebsleistung | 199.107,0 | 409.254,2 | -51,3 | 35.311,9 | 228.709,3 |
| Aufwendungen für Material und | |||||
| bezogene Leistungen | -14.022,5 | -20.284,8 | -30,9 | -3.580,7 | -9.063,0 |
| Personalaufwand | -109.446,0 | -153.848,0 | -28,9 | -32.633,4 | -79.922,4 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -25.595,2 | -53.471,6 | -52,1 | -11.244,2 | -29.136,3 |
| Wertminderungen/Wertaufholung auf Forderungen |
-454,0 | 172,5 | n.a. | 2.545,7 | -47,3 |
| Anteilige Periodenergebnisse at-Equity-Unternehmen |
-736,9 | 1.290,5 | -157,1 | -528,8 | 922,8 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und | |||||
| Abschreibungen (EBITDA) | 48.852,3 | 183.112,8 | -73,3 | -10.129,5 | 111.463,0 |
| Planmäßige Abschreibungen | -65.020,0 | -65.922,0 | -1,4 | -32.437,4 | -32.667,8 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) |
-16.167,7 | 117.190,9 | -113,8 | -42.567,0 | 78.795,2 |
| Beteiligungsergebnis ohne | |||||
| at-Equity-Unternehmen | 538,5 | 694,1 | -22,4 | 317,8 | 254,5 |
| Zinsertrag | 354,5 | 416,4 | -14,9 | 202,9 | 257,3 |
| Zinsaufwand | -8.060,2 | -8.718,2 | -7,5 | -3.906,6 | -3.916,6 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -645,4 | 1.458,6 | -144,2 | 584,8 | 735,2 |
| Finanzergebnis | -7.812,7 | -6.149,0 | -27,1 | -2.801,0 | -2.669,6 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | -23.980,4 | 111.041,9 | -121,6 | -45.368,0 | 76.125,7 |
| Ertragsteuern | 5.814,4 | -28.125,9 | -120,7 | 11.065,4 | -18.671,1 |
| Periodenergebnis | -18.166,0 | 82.916,0 | -121,9 | -34.302,6 | 57.454,6 |
| Davon entfallend auf: | |||||
| Gesellschafter der | |||||
| Muttergesellschaft | -16.684,8 | 75.812,4 | -122,0 | -32.324,1 | 51.709,4 |
| Nicht beherrschende Anteile | -1.481,2 | 7.103,5 | -120,9 | -1.978,4 | 5.745,2 |
| Im Umlauf befindliche Aktien (gewichteter Durchschnitt in Stück) |
83.892.997 | 84.000.000 | -0,1 | 83.874.681 | 84.000.000 |
| Ergebnis je Aktie (in €, verwässert = unverwässert) |
-0,20 | 0,90 | -122,0 | -0,39 | 0,61 |
vom 1.1. bis 30.6.2020
| in T€ | H1/2020 | H1/2019 | V. in % | Q2/2020 | Q2/2019 |
|---|---|---|---|---|---|
| Periodenergebnis | -18.166,0 | 82.916,0 | -121,9 | -34.302,6 | 57.454,6 |
Sonstiges Ergebnis aus Posten, die in künftigen Perioden nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
| Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen |
-213,5 | -2.712,4 | -92,1 | -213,5 | -2.283,2 |
|---|---|---|---|---|---|
| Zum Marktwert erfolgsneutral bewertete Eigenkapital instrumente |
-690,0 | -640,0 | 7,8 | -690,0 | -640,0 |
| Darauf entfallende latente Steuern | 225,9 | 839,0 | -73,1 | 225,9 | 731,6 |
| Sonstiges Ergebnis | -677,6 | -2.513,4 | -73,0 | -677,6 | -2.191,6 |
| Gesamtergebnis | -18.843,6 | 80.402,6 | -123,4 | -34.980,2 | 55.263,0 |
| Davon entfallend auf: | |||||
| Gesellschafter der Muttergesellschaft |
-17.362,4 | 73.299,0 | -123,7 | -33.001,7 | 49.517,8 |
Nicht beherrschende Anteile -1.481,2 7.103,5 -120,9 -1.978,4 5.745,2
Zum 30.6.2020
| in T€ | 30.6.2020 | 31.12.2019 | V. in % |
|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||
| Langfristiges Vermögen | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 164.300,7 | 166.064,1 | -1,1 |
| Sachanlagen | 1.506.573,6 | 1.530.346,5 | -1,6 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 178.446,1 | 178.729,5 | -0,2 |
| Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen | 41.458,5 | 43.706,9 | -5,1 |
| Sonstige Vermögenswerte | 135.029,7 | 80.723,5 | 67,3 |
| 2.025.808,6 | 1.999.570,6 | 1,3 | |
| Kurzfristiges Vermögen | |||
| Vorräte | 6.331,6 | 6.201,5 | 2,1 |
| Wertpapiere | 58.064,4 | 58.709,9 | -1,1 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 78.135,4 | 151.375,2 | -48,4 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 87.803,1 | 84.782,9 | 3,6 |
| 230.334,6 | 301.069,5 | -23,5 | |
| Summe Aktiva | 2.256.143,2 | 2.300.640,1 | -1,9 |
| PASSIVA | |||
| Eigenkapital | |||
| Grundkapital | 152.670,0 | 152.670,0 | 0,0 |
| Kapitalrücklagen | 117.885,1 | 117.744,4 | 0,1 |
| Sonstige Rücklagen | -14.285,5 | -10.699,4 | n.a. |
| Einbehaltene Ergebnisse | 999.916,9 | 1.016.561,2 | -1,6 |
| Den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbar | 1.256.186,5 | 1.276.276,3 | -1,6 |
| Nicht beherrschende Anteile | 103.118,1 | 104.632,6 | -1,4 |
| 1.359.304,7 | 1.380.908,8 | -1,6 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Rückstellungen | 174.535,5 | 175.013,0 | -0,3 |
| Finanz- und Leasingverbindlichkeiten | 305.462,7 | 330.432,9 | -7,6 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 27.937,3 | 28.576,2 | -2,2 |
| Latente Steuern | 32.931,7 | 38.483,5 | -14,4 |
| 540.867,2 | 572.505,6 | -5,5 | |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Steuerrückstellungen | 10.883,8 | 11.428,7 | -4,8 |
| Übrige Rückstellungen | 105.151,8 | 212.563,7 | -50,5 |
| Finanz- und Leasingverbindlichkeiten | 125.393,3 | 25.443,7 | 392,8 |
| Lieferantenverbindlichkeiten | 32.363,1 | 45.423,4 | -28,8 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 82.179,3 | 52.366,1 | 56,9 |
| 355.971,3 | 347.225,8 | 2,5 | |
| Summe Passiva | 2.256.143,2 | 2.300.640,1 | -1,9 |
vom 1.1. bis 30.6.2020
| in T€ | H1/2020 | H1/2019 | V. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | -23.980,4 | 111.041,9 | -121,6 | |
| +/- Abschreibungen / Zuschreibungen | 65.020,0 | 65.922,0 | -1,4 | |
| +/- Bewertung beizulegender Zeitwert Finanzinstrumente | 645,4 | -1.458,6 | -144,2 | |
| - | Anteilige Periodenergebnisse at-Equity-Unternehmen | 736,9 | -1.290,5 | -157,1 |
| + | Dividendenausschüttungen at-Equity-Unternehmen | 1.511,5 | 2.093,9 | -27,8 |
| + | Verluste / - Gewinne aus dem Abgang von Vermögenswerten | -70,9 | -3.295,4 | -97,8 |
| - | Auflösung von Investitionszuschüssen aus öffentlichen Mitteln |
-114,7 | -90,5 | 26,7 |
| + | Zins- und Dividendenergebnis | 7.167,3 | 7.607,6 | -5,8 |
| + | Erhaltene Dividenden | 538,5 | 439,6 | 22,5 |
| + | Erhaltene Zinsen | 345,9 | 362,0 | -4,4 |
| - | Bezahlte Zinsen | -8.430,2 | -8.952,4 | -5,8 |
| - | Erhöhung / + Senkung Vorräte | -130,1 | 150,7 | -186,3 |
| - | Erhöhung / + Senkung Forderungen | 23.266,5 | -5.742,9 | -505,1 |
| + | Erhöhung / - Senkung Rückstellungen | -108.102,9 | 14.981,6 | n.a. |
| + | Erhöhung / - Senkung Verbindlichkeiten | 34.850,0 | -867,2 | n.a. |
| Netto-Geldfluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -6.747,1 | 180.901,8 | -103,7 | |
| - | Zahlungen für Ertragsteuern | -56,5 | -24.948,3 | -99,8 |
| Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | -6.803,6 | 155.953,5 | -104,4 | |
| + | Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) | 106,6 | 3.193,4 | -96,7 |
| + | Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang | 3,3 | 3,3 | 0,0 |
| - | Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen) | -57.259,5 | -72.422,2 | -20,9 |
| - | Auszahlungen für Finanzanlagenzugang | 0,0 | -30,0 | -100,0 |
| + | Einzahlungen aus Abgang von kurz- und langfristigen Veranlagungen |
50.552,8 | 45.000,0 | 12,3 |
| Auszahlungen für kurz- und langfristige Veranlagungen und | ||||
| - | Wertpapiere | -55.570,5 | -55.667,3 | -0,2 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -62.167,4 | -79.922,8 | -22,2 | |
| - | Dividendenausschüttung an Flughafen Wien AG Anteilseigner |
0,0 | -74.760,0 | -100,0 |
| Dividendenausschüttung an nicht beherrschende | ||||
| - | Anteilseigner | -33,2 | -6.278,4 | -99,5 |
| - | Erwerb von eigenen Anteilen | -2.727,4 | 00 | n.a. |
| + | Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlich keiten |
100.000,4 | 34.000,0 | 194,1 |
| - | Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten | -25.055,0 | -25.001,0 | 0,2 |
| - | Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlich keiten |
-193,6 | -208,6 | -7,2 |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | 71.991,2 | -72.248,0 | -199,6 | |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | 3.020,2 | 3.782,7 | n.a. | |
| + | Finanzmittelbestand aus Konsolidierungskreisänderungen | 0,0 | 5,9 | -100,0 |
| + | Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 84.782,9 | 30.098,8 | 181,7 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 87.803,1 | 33.887,3 | 159,1 |
vom 1.1. bis 30.6.2020
| den Gesellschaftern der | ||||
|---|---|---|---|---|
| in T€ | Grundkapital | Kapitalrücklagen | Summe sonstige Rücklagen |
|
| Stand zum 1.1.2019 | 152.670,0 | 117.657,3 | -1.685,1 | |
| Marktwertbewertung von Eigenkapitalinstrumenten |
-480,0 | |||
| Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen |
-2.033,4 | |||
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 | -2.513,4 | |
| Periodenergebnis | ||||
| Gesamtergebnis | 0,0 | 0,0 | -2.513,4 | |
| Auflösung Neubewertungsrücklage | -181,1 | |||
| Dividendenausschüttung | ||||
| Stand zum 30.6.2019 | 152.670,0 | 117.657,3 | -4.379,6 | |
| Stand zum 1.1.2020 | 152.670,0 | 117.744,4 | -10.699,4 | |
| Marktwertbewertung von Eigenkapitalinstrumenten |
-517,5 | |||
| Neubewertungen aus leistungsorientierten Plänen |
-160,1 | |||
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 | -677,6 | |
| Periodenergebnis | ||||
| Gesamtergebnis | 0,0 | 0,0 | -677,6 | |
| Auflösung Neubewertungsrücklage | -181,1 | |||
| Erwerb eigener Anteile | -2.727,4 | |||
| Dotierung Kapitalrücklagen | 140,6 | 0,0 | ||
| Dividendenausschüttung | 0,0 | |||
| Stand zum 30.6.2020 | 152.670,0 | 117.885,1 | -14.285,5 |
| Muttergesellschaft zurechenbar | ||||
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Nicht beherrschende Anteile |
Gesamt | Einbehaltene Ergebnisse |
|
| 1.296.993,5 | 96.162,6 | 1.200.830,9 | 932.188,6 | |
| -480,0 | 0,0 | -480,0 | ||
| -2.033,4 | 0,0 | -2.033,4 | ||
| -2.513,4 | 0,0 | -2.513,4 | 0,0 | |
| 82.916,0 | 7.103,5 | 75.812,4 | 75.812,4 | |
| 80.402,6 | 7.103,5 | 73.299,0 | 75.812,4 | |
| 0,0 | 0,0 | 0,0 | 181,1 | |
| -81.038,4 | -6.278,4 | -74.760,0 | -74.760,0 | |
| 1.296.357,6 | 96.987,7 | 1.199.369,9 | 933.422,2 | |
| 1.380.908,8 | 104.632,6 | 1.276.276,3 | 1.016.561,2 | |
| -517,5 | 0,0 | -517,5 | ||
| -160,1 | 0,0 | -160,1 | ||
| -677,6 | 0,0 | -677,6 | 0,0 | |
| -18.166,0 | -1.481,2 | -16.684,8 | -16.684,8 | |
| -18.843,6 | -1.481,2 | -17.362,4 | -16.684,8 | |
| 0,0 | 0,0 | 0,0 | 181,1 | |
| -2.727,4 | -2.727,4 | |||
| 0,0 | -140,6 | |||
| -33,2 | -33,2 | 0,0 | 0,0 | |
| 1.359.304,7 | 103.118,1 | 1.256.186,5 | 999.916,9 |
A u s g e w ä h l t e e r l ä u t e r n d e A n h a n g s a n g a b e n
Die Erstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses der Flughafen Wien AG zum 30. Juni 2020 erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 34, wie er in der Europäischen Union (EU) anzuwenden ist.
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) nicht all jene Informationen und Angaben, die in einem vollständigen Abschluss verpflichtend sind und sollte daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss der Flughafen Wien AG zum 31. Dezember 2019 gelesen werden.
Neben den Angaben im vorliegenden Anhang und Konzernzwischenabschluss sind weitere erläuternde Angaben im Lagebericht enthalten (IAS 34.16A).
Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde weder einer Abschlussprüfung noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Im verkürzten Konzernzwischenabschluss wurden die gleichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Berechnungsmethoden angewandt wie im Konzernabschluss 2019. Für weitergehende Angaben zu den angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie der ab 1. Jänner 2020 neu anzuwendenden Standards wird auch auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 der die Grundlage für den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss darstellt, verwiesen.
Die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist von Ermessensbeurteilungen bezüglich Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie von Annahmen und Schätzungen durch das Management abhängig. Mit Ausnahme der Änderungen aufgrund des Ausbruches der COVID-19 Pandemie, die im Kapitel "Auswirkungen von COVID-19" beschreiben sind, sind die wesentlichen Annahmen und Schätzungsunsicherheiten unverändert zu jenen, die im letztjährigen Konzernanhang beschrieben sind.
Die folgenden Standards und Interpretationen wurden ab dem 1. Jänner 2020 neu angewendet:
Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozent-Angaben können sich durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen ergeben.
Der Ausbruch der COVID-19 Pandemie löste eine globale Wirtschaftskrise aus. Durch den Lock-down und der weltweit eingeführten Einreise- und Kontaktbeschränkungen sowie die damit einhergehenden Flugannullierungen kam der Flugverkehr defacto drei Monate zum Erliegen.
Die Flughäfen der Flughafen Wien Gruppe haben die operativen Prozesse auf die neuen Anforderungen an Hygiene und Sicherheit adaptiert, um den Flugbetrieb wieder hochzufahren. Aufgrund des derzeit nicht einschätzbaren Pandemieverlaufs sind die weiteren Auswirkungen auf die Luftverkehrsindustrie derzeit nicht absehbar.
Es ist jedoch zu erwarten, dass die Pandemie in weiterer Folge trotz der Inanspruchnahme von staatlichen Hilfsmaßnahmen und eingeleiteten Gegenmaßnahmen (Kostensenkungsprogramme und Finanzierungsmaßnahmen), wesentliche negative Auswirkungen auf die Ertragslage und alle finanziellen Kennzahlen der Flughafen Wien Gruppe haben wird.
Aufgrund der derzeit unabsehbaren Folgen der COVID-19 Pandemie unterliegen Schätzungen und Ermessensentscheidungen einer erhöhten Unsicherheit.
Die Auswirkung der Pandemie zeigen sich unmittelbar im Rückgang der Umsatzerlöse, die im Halbjahresvergleich um über 50 % eingebrochen sind. Der Umsatzrückgang betrifft alle Segmente. Im Konzern wurden daher zahlreiche Maßnahmen gesetzt, um den Umsatzverlust zu kompensieren. Dazu zählt insbesondere ein umfassendes Sparund Liquiditätssicherungsprogramm. Seit Anfang April wird nur der Terminal 3 zur Passagierabfertigung genutzt, betrieblich nicht zwingend notwendige Sachausgaben wurden gestrichen, geplante Investition stark reduziert (Office Park 4 und Terminal 2 werden fertiggestellt andere wesentliche Bauvorhaben wurden vorerst verschoben). Weiters wurden staatliche Erleichterungs- und Unterstützungsmaßnahmen in Anspruch genommen. Insgesamt konnte der Betriebsaufwand (Material-, Personal-, sonstiger betrieblicher Aufwand) um über 34 % oder € 77,9 Mio. reduziert werden.
Die Flughafen Wien Gruppe hat im Berichtszeitraum staatliche Unterstützungsmaßnahmen in Anspruch genommen. Das betrifft insbesondere die ab 16. März 2020 am Standort Wien eingeführte Kurzarbeit. Weiters wurden für die österreichischen Tochtergesellschaften im Berichtszeitraum Stundungen betreffend Sozialversicherungsbeiträge und Steuerzahlungen in Anspruch genommen, um die Liquidität insbesondere während des Lock Downs im Unternehmen zu stärken. Auch am Standort Malta wurden von der Regierung von Malta Unterstützungen in Anspruch genommen. Dies betrifft insbesondere Unterstützungsmaßnahmen, die für jeden Vollzeitbeschäftigten einen fixen Förderbetrag pro Monat vorsieht. Derzeit bereitet die Flughafen Wien Gruppe die Beantragung eines Fixkostenzuschusses vor. Im vorliegenden Halbjahresbericht wurde keine Aktivierung hieraus vorgenommen.
Zuschüsse, die an keine Gegenleistung geknüpft sind und die mit hinreichender Sicherheit gewährt werden bzw. auf welche ein Rechtsanspruch besteht, wurden als sonstige Forderung aktiviert. Zuschüsse zur Aufwandsabdeckung wurden in der jeweiligen Aufwandsposition saldiert dargestellt. Im Halbjahr 2020 wurden am Standort Wien insgesamt rund € 40,0 Mio. an ergebniswirksamen Erstattungsansprüchen im Wesentlichen aus Kurzarbeitsgeld erfasst.
Aufgrund eines höheren erwarteten Kreditrisikos hat die Flughafen Wien Gruppe die Gruppenwertberichtigungen für noch nicht fällige Forderungen an Kunden erhöht. Eine genaue Beobachtung der Entwicklung des Kreditrisikos und gezielte Maßnahmen zur Eintreibung wurden im Unternehmen verschärft.
Die Flughafen Wien AG hat die COVID-19 Pandemie zum Anlass genommen, um das Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung von Vermögenswerten zu prüfen. Die Analyse externer und interner Quellen insbesondere die Aktualisierung der erwarteten Netto-Zahlungsströme zeigen, dass die erwartete wirtschaftliche Leistung in der Zukunft gegeben sein wird. Basierend auf den durch die COVID-19 Pandemie aktualisierten Annahmen der Kurz- und Langfristplanung sowie den aktualisierten gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital "WACC") sind die beizulegenden Zeitwerte abzüglich Verkaufskosten (trotz temporärer Reduktion der Netto-Zahlungsströme und leichter Erhöhung des WACC) der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten jeweils höher als deren Buchwerte. Die Überprüfung der Werthaltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten führte zum 30. Juni 2020 zu keinem Wertminderungsbedarf der langfristigen Vermögenswerte.
Seit dem 31. Dezember 2019 gab es keine Änderungen des Konsolidierungskreises.
Zum 30. Juni 2020 werden in den verkürzten Konzernzwischenabschluss neben der Flughafen Wien AG 26 inländische (31. Dezember 2019: 26) und 12 ausländische (31. Dezember 2019: 12) Tochterunternehmen einbezogen, die von der Flughafen Wien AG beherrscht werden. Weiters wurden zwei inländische Unternehmen (31. Dezember 2019: 2) und ein ausländisches Unternehmen (31. Dezember 2019: 1) nach der Equity-Methode bewertet.
Zwei (31. Dezember 2019: 2) Tochterunternehmen wurden wegen ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den verkürzten Konzernzwischenabschluss einbezogen.
Nach IFRS 8 orientiert sich die Segmentberichterstattung an der internen Berichterstattung des Konzerns. Bei der Flughafen-Wien-Gruppe stellen die Geschäftsbereiche der Flughafen Wien AG, nach denen die Gesellschaft organisiert ist, sowie die einzelnen Tochtergesellschaften und Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten Unternehmen, die einzelnen Geschäftssegmente dar, die zu den Berichtssegmenten Airport, Handling & Sicherheitsdienstleistungen, Retail & Properties, Malta und Sonstige Segmente zusammengefasst werden. Die Steuerung der Unternehmensgruppe erfolgt anhand der Berichterstattungen zur Erfolgsrechnung, zu Investitionen und Personalangaben der jeweiligen Bereiche der Flughafen Wien AG sowie der Umsätze, EBITDAs, EBITs, der vorgesehenen Investitionen und Personalzahlen der einzelnen Tochtergesellschaften.
Die Flughafen-Wien-Gruppe ordnet ihre Umsatzerlös-Ströme den Bereichen "Aviation" und "Non-Aviation" zu. Weiters werden pro Segment die unterschiedlichen Umsatzströme weiter unterteilt, wie in den nachfolgenden Tabellen ersichtlich ist.
| H1/2020 in T€ | Airport | Handling & Sicherheits dienstleist ungen |
Retail & Proper ties |
Malta | Sonstige Segmete |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aviation | 78.340,4 | 43.810,5 | 0,0 | 8.215,5 | 0,0 | 130.366,4 |
| Non-Aviation | 5.095,6 | 4.363,9 | 42.240,6 | 6.725,6 | 6.992,8 | 65.418,4 |
| Externe Segmentumsätze |
83.436,0 | 48.174,4 | 42.240,6 | 14.941,1 | 6.992,8 | 195.784,8 |
Die Aufteilung nach Aviation- und Non-Aviation-Umsätzen stellt sich wie folgt dar:
| H1/2019 in T€ | Airport | Handling & Sicherheits dienstleist ungen |
Retail & Proper ties |
Malta | Sonstige Segmete |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aviation | 185.537,5 | 73.409,3 | 0,0 | 30.861,1 | 0,0 | 289.807,9 |
| Non-Aviation | 5.415,8 | 5.951,5 | 78.078,1 | 13.738,1 | 8.392,9 | 111.576,4 |
| Externe Segmentumsätze |
190.953,3 | 79.360,8 | 78.078,1 | 44.599,2 | 8.392,9 | 401.384,3 |
Die Aufteilung nach geografischen Gebieten stellt sich wie folgt dar:
| H1/2020 in T€ | Airport | Handling & Sicherheits dienstleist ungen |
Retail & Proper ties |
Malta | Sonstige Segmete |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Österreich | 83.436,0 | 48.174,4 | 42.240,6 | 0,0 | 6.992,8 | 180.843,7 |
| Malta | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 14.941,1 | 0,0 | 14.941,1 |
| Externe Segmentumsätze |
83.436,0 | 48.174,4 | 42.240,6 | 14.941,1 | 6.992,8 | 195.784,8 |
| H1/2019 in T€ | Airport | Handling & Sicherheits dienstleist ungen |
Retail & Proper ties |
Malta | Sonstige Segmete |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Österreich | 190.953,3 | 79.360,8 | 78.078,1 | 0,0 | 8.392,9 | 356.785,1 |
| Malta | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 44.599,2 | 0,0 | 44.599,2 |
| Externe Segmentumsätze |
190.953,3 | 79.360,8 | 78.078,1 | 44.599,2 | 8.392,9 | 401.384,3 |
| H1/2020 in T€ | Airport | Handling & Sicherheits dienstleist ungen |
Retail & Proper ties |
Malta | Sonstige Segmete |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Externe Segmentumsätze |
83.436,0 | 48.174,4 | 42.240,6 | 14.941,1 | 6.992,8 | 195.784,8 |
| Interne Segmentumsätze |
16.444,7 | 20.703,5 | 6.691,7 | 0,0 | 46.896,8 | |
| Segmentumsätze | 99.880,6 | 68.877,9 | 48.932,3 | 14.941,1 | 53.889,6 |
| Segment EBITDA | 25.263,5 | -9.380,0 | 20.074,5 | 2.578,1 | 10.316,3 | 48.852,3 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Segment EBITDA Marge (in %) |
25,3 | -13,6 | 41,0 | 17,3 | 19,1 | |
| Segment EBIT | -14.681,5 | -13.970,7 | 11.499,0 | -3.126,4 | 4.112,0 | -16.167,7 |
| Segment EBIT Marge (in%) |
-14,7 | -20,3 | 23,5 | -20,9 | 7,6 |
|---|---|---|---|---|---|
| H1/2019 in T€ | Airport | Handling & Sicherheits dienstleist ungen |
Retail & Proper ties |
Malta | Sonstige Segmete |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Externe Segmentumsätze |
190.953,3 | 79.360,8 | 78.078,1 | 44.599,2 | 8.392,9 | 401.384,3 |
| Interne Segmentumsätze |
16.041,4 | 37.570,9 | 6.827,8 | 0,0 | 56.479,0 | |
| Segmentumsätze | 206.994,7 | 116.931,7 | 84.905,9 | 44.599,2 | 64.872,0 |
| Segment EBITDA | 90.896,0 | 4.622,3 | 51.889,8 | 27.270,3 | 8.434,4 | 183.112,8 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Segment EBITDA Marge (in %) |
43,9 | 4,0 | 61,1 | 61,1 | 13,0 | |
| Segment EBIT | 49.174,9 | 501,3 | 43.023,8 | 21.774,8 | 2.716,1 | 117.190,9 |
| Segment EBIT Marge (in%) |
23,8 | 0,4 | 50,7 | 48,8 | 4,2 |
| Umsatz Beträge in € Mio. |
H1/2020 | V. in % | H1/2019 | V. abs. |
|---|---|---|---|---|
| Aircraftbezogene Entgelte | 15,8 | -57,0 | 36,8 | -21,0 |
| Passagierbezogene Entgelte | 54,6 | -57,2 | 127,6 | -73,0 |
| Infrastrukturerlöse & Dienstleistungen | 13,0 | -51,0 | 26,6 | -13,6 |
| Umsatz Segment Airport | 83,4 | -56,3 | 191,0 | -107,5 |
In den ersten sechs Monaten 2020 fiel der externe Umsatz im Segment Airport um 56,3% auf € 83,4 Mio. (H1/2019: € 191,0 Mio.). Die Erlöse aus aircraftbezogenen Entgelten sanken im Vorjahresvergleich um 57,0% auf € 15,8 Mio. (H1/2019: € 36,8 Mio.), einhergehend mit dem Rückgang des MTOW (minus 56,4%) sowie der ab Ende März nicht verrechneten Landetarife und der gemäß Indexformel angehobenen Entgelte. Die passagierbezogenen Entgelte reduzierten sich im ersten Halbjahr 2020 um 57,2% auf € 54,6 Mio. (H1/2019: € 127,6 Mio.) entsprechend der Passagierentwicklung. Die Erlöse aus der Bereitstellung und Vermietung von Infrastruktur und aus sonstigen Dienstleistungen sanken ebenfalls um 51,0% auf € 13,0 Mio. (H1/2019: € 26,6 Mio.). Die internen Umsatzerlöse stiegen im Periodenvergleich leicht, u.a. durch höhere interne Vermietungserlöse um 2,5 % auf € 16,4 Mio. Die anderen Erträge reduzierten sich u.a. aufgrund geringerer aktivierter Eigenleistungen um 50,4% auf € 1,4 Mio.
Der externe Materialaufwand reduzierte sich durch den geringeren Verbrauch an Durchlaufmaterial, Enteisungsmaterial und Treibstoffen im Periodenvergleich um 41,9% auf € 1,2 Mio. (H1/2019: € 2,0 Mio.). Der Personalaufwand reduzierte sich bei einem durchschnittlichen Personalstand von 568 (im Vergleich zu 528 im H1/2019) um 23,9% auf € 17,3 Mio. Die Reduktion ist auf die ab 16. März 2020 eingeführte Kurzarbeit und die damit einhergehenden Maßnahmen betreffend Abbau von Urlaub und Überstunden zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten aufgrund des mit Beginn der Pandemie eingeleiteten Kostensenkung um 67,7% auf € 6,2 Mio. (H1/2019: € 19,3 Mio.) reduziert werden. Das betrifft insbesondere Einsparungen bei den Instandhaltungsaufwendungen, Fremdleistungen, Marktkommunikation und sonstigen Betriebsaufwendungen. Der interne Betriebsaufwand beläuft sich in den ersten sechs Monaten auf € 51,2 Mio. und ist um € 23,5 Mio. gesunken (geringere Verrechnungen aufgrund von Kosteneinsparungen und gesunkener Inanspruchnahme von Konzernleistungen).
Im Segment Airport reduzierte sich das EBITDA aufgrund der pandemiebedingten stark rückläufigen Umsätze in den ersten sechs Monaten 2020 um 72,2% auf € 25,3 Mio. (H1/2019: € 90,9 Mio.). Unter Berücksichtigung der Abschreibungen im Ausmaß von € 39,9 Mio. (H1/2019: € 41,7 Mio.) wurde ein Segment-EBIT in Höhe von minus € 14,7 Mio. nach plus € 49,2 Mio. in der Vergleichsperiode erzielt. Die EBITDA-Marge reduzierte sich von 43,9% auf 25,3%, die EBIT-Marge von 23,8% auf minus 14,7%.
| Umsatz Beträge in € Mio. |
H1/2020 | V. in % | H1/2019 | V. abs. |
|---|---|---|---|---|
| Vorfeldabfertigung | 26,8 | -43,8 | 47,7 | -20,9 |
| Frachtabfertigung | 13,8 | -13,9 | 16,0 | -2,2 |
| Sicherheitsdienstleistungen | 1,8 | -34,2 | 2,7 | -0,9 |
| Verkehrsabfertigung | 2,4 | -71,4 | 8,4 | -6,0 |
| General Aviation, Sonstiges | 3,4 | -24,4 | 4,6 | -1,1 |
| Umsatz Segment Handling & Sicherheitsdienstleistungen |
48,2 | -39,3 | 79,4 | -31,2 |
In den ersten sechs Monaten 2020 wurden im Segment Handling & Sicherheitsdienstleistungen externe Umsätze in Höhe von € 48,2 Mio. (H1/2019: € 79,4 Mio.) erzielt. Die Umsatzerlöse aus der Vorfeldabfertigung reduzierten sich aufgrund des pandemiebedingten Bewegungsrückgangs sowie geringerer Enteisungserlöse um 43,8% auf € 26,8 Mio. Die Erlöse aus der Frachtabfertigung reduzierten sich aufgrund des Mengenrückgangs im ersten Halbjahr um 13,9% auf € 13,8 Mio. (H1/2019: € 16,0 Mio.). Die externen Erlöse aus der Verkehrsabfertigung fielen um 71,4% auf € 2,4 Mio. (H1/2019: € 8,4 Mio.) Die externen Umsätze für Sicherheitsdienstleistungen sanken auf € 1,8 Mio. (H1/2019: € 2,7 Mio.). Der Bereich General Aviation erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten 2020 einen Umsatz von € 3,4 Mio. nach € 4,6 Mio. in der Vorperiode. Die internen Umsatzerlöse reduzierten sich um 44,9% auf € 20,7 Mio. (H1/2019: € 37,6 Mio.) aufgrund von geringeren Weiterverrechnungen von internen Leistungen (Kosteneinsparungen und geringere Inanspruchnahmen von Konzernleistungen). Die anderen Erträge befinden sich nur geringfügig unter dem Niveau vom Vorjahr.
Der Materialaufwand reduzierte sich im Vorjahresvergleich um 32,9% auf € 3,0 Mio. Der Personalaufwand sank trotz höherer durchschnittlicher Mitarbeiterzahl (plus 216 Personen auf 3.408 Mitarbeiter) um 33,4% auf € 58,8 Mio. (H1/2019: € 88,3 Mio.). Die Reduktion ist auch in diesem Segment auf die ab 16. März 2020 eingeführte Kurzarbeit und die damit einhergehenden Maßnahmen betreffend Abbau von Urlaub und Überstunden zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit € 2,0 Mio. um 53,2% unter dem Vorjahreswert von € 4,2 Mio. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus geringeren Aufwendungen für Fremdleistungen aufgrund des eingeleiteten Kostensenkungsprogrammes. Der interne Betriebsaufwand reduzierte sich um 5,9% auf € 14,6 Mio. (H1/2019: € 15,5 Mio.).
Das EBITDA des Segments Handling & Sicherheitsdienstleistungen reduzierte sich in den ersten sechs Monaten 2020 insbesondere aufgrund der gesunkenen Umsätze auf minus € 9,4 Mio. (H1/2019: plus € 4,6 Mio.). Nach Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von € 4,6 Mio. (H1/2019: € 4,1 Mio.) wurde ein EBIT von minus € 14,0 Mio. (H1/2019: plus € 0,5 Mio.) erzielt. Die EBITDA-Marge lag mit minus 13,6% unter dem Vorjahresniveau von plus 4,0%, und die EBIT-Marge betrug im H1/2020 minus 20,3% (H1/2019: plus 0,4%).
| Umsatz Beträge in € Mio. |
H1/2020 | V. in % | H1/2019 | V. abs. |
|---|---|---|---|---|
| Parken | 11,2 | -56,1 | 25,6 | -14,4 |
| Vermietung | 14,1 | 4,4 | 13,5 | 0,6 |
| Center Management & Hospitality | 16,9 | -56,6 | 39,0 | -22,1 |
| Umsatz Segment Retail & Properties | 42,2 | -45,9 | 78,1 | -35,8 |
Die externen Umsatzerlöse im Segment Retail & Properties sanken im Vorperiodenvergleich um 45,9% auf € 42,2 Mio. (H1/2019: € 78,1 Mio.). Getragen wurde diese Entwicklung einerseits durch geringere Erlöse aus dem Centermanagement & Hospitality, welche um 56,6% auf € 16,9 Mio. fielen (H1/2019: € 39,0 Mio.). Andererseits reduzierten sich auch die Parkerlöse um 56,1% von € 25,6 Mio. auf € 11,2 Mio. Die Erlöse aus dem Vermietungsbereich erhöhten sich um 4,4% auf € 14,1 Mio. (H1/2019: € 13,5 Mio.). Die internen Umsatzerlöse fielen um 2,0% auf € 6,7 Mio., während die anderen Erträge aufgrund eines Einmaleffektes aus Grundstücksverkäufen im Vorjahr auf € 1,1 Mio. zurückgingen (H1/2019: € 3,9 Mio.).
Der Materialaufwand erhöhte sich um € 0,3 Mio. auf € 1,0 Mio. (H1/2019: € 0,7 Mio.) aufgrund höherer Aufwendungen für Weiterverrechnungen. Der Personalaufwand sank bei einem Mitarbeiterstand von 142 Personen (H1/2019: 140 Personen) um 25,8% auf € 4,6 Mio. (H1/2019: € 6,3 Mio.) insbesondere aufgrund der ab 16. März 2020 eingeführten Kurzarbeit und der damit verbundenen Maßnahmen zum Abbau von Urlaub und Überstunden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich aufgrund geringerer sonstiger Aufwendungen (Loungen), Instandhaltungen, Marktkommunikation und Fremdleistungen um 47,0% von € 8,3 Mio. auf € 4,4 Mio. Die internen Betriebsaufwendungen gingen um 8,3% auf € 19,9 Mio zurück.
Das EBITDA des Segments Retail & Properties reduzierte sich aufgrund der gesunkenen Umsatzerlöse in den ersten sechs Monaten 2020 von € 51,9 Mio. um 61,3% auf € 20,1 Mio. Die Abschreibungen liegen mit € 8,6 Mio. leicht unter dem Vorjahresniveau (H1/2019: € 8,9 Mio.). Das EBIT reduzierte sich ebenfalls um 73,3% auf € 11,5 Mio. (H1/2019: € 43,0 Mio.). Die EBITDA-Marge betrug 41,0% (H1/2019: 61,1%), die EBIT-Marge 23,5% (H1/2019: 50,7%).
| Umsatz Beträge in € Mio. |
H1/2020 | V. in % | H1/2019 | V. abs. |
|---|---|---|---|---|
| Airport | 8,4 | -73,1 | 31,0 | -22,7 |
| Retail & Property | 6,5 | -51,0 | 13,3 | -6,8 |
| Sonstiges | 0,1 | -76,4 | 0,3 | -0,2 |
| Umsatz Segment Malta | 14,9 | -66,5 | 44,6 | -29,7 |
Die externen Umsätze des Segments Malta nahmen in den ersten sechs Monaten um 66,5% auf € 14,9 Mio. ab (H1/2019: € 44,6 Mio.). Die airportbezogenen Umsätze reduzierten sich im Quartalsvergleich um 73,1% auf € 8,4 Mio., was primär auch in diesem Segment auf den pandemiebedingten rückläufigen Verkehr am Malta Airport zurückzuführen ist. Aber auch der Bereich Retail & Property zeigte ein Umsatzeinbruch von 51,0% auf € 6,5 Mio.
Auch am Flughafen Malta wurden mit Beginn der COVID-19 Pandemie Maßnahmen zur Einsparung von Kosten eingeleitet, um den Umsatzrückgang zu kompensieren und die Liquidität zu sichern. Diese betrifft einerseits Maßnahmen, die einen Gehaltsverzicht beinhalten sowie anderseits Einsparungen bei den operativen Kosten. Weiters wurden Unterstützungen der maltesischen Regierung in Anspruch genommen um die schwere der Pandemie leichter abzufedern. Der Materialaufwand liegt mit € 0,9 Mio. unter dem Vorjahresniveau in Höhe von € 1,4 Mio. Die Personalaufwendungen reduzierte sich trotz eines höheren Personalstands und kollektivvertraglichen Erhöhungen um 16,5% auf € 4,1 Mio. (H1/2019: € 4,9 Mio.). Der sonstige betriebliche Aufwand konnte um 32,7% auf € 7,4 Mio. reduziert werden und setzte sich u.a. aus Aufwendungen für Sicherheitspersonal, Reinigung, PRM-Leistungen, sonstigen Fremdpersonalleistungen, EDV, Airline-Marketing und Instandhaltungen zusammen.
Für das erste Halbjahr 2020 verzeichnete das Segment Malta ein EBITDA von € 2,6 Mio. (H1/2019: € 27,3 Mio.) und eine EBITDA-Marge von 17,3% nach 61,1% im Vorjahr. Nach Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von € 5,7 Mio. (H1/2019: € 5,5 Mio.) belief sich das EBIT auf minus € 3,1 Mio. (H1/2019: plus € 21,8 Mio.), was einer EBIT-Marge von minus 20,9% entspricht (H1/2019: 48,8%).
| Umsatz Beträge in € Mio. |
H1/2020 | V. in % | H1/2019 | V. abs. |
|---|---|---|---|---|
| Ver- und Entsorgung | 4,0 | -17,5 | 4,8 | -0,8 |
| Telekommunikation und EDV | 1,6 | 9,4 | 1,5 | 0,1 |
| Materialwirtschaft | 0,3 | -57,7 | 0,8 | -0,4 |
| Elektrotechnik, Sicherheitsequipment, Werkstätten |
0,2 | -39,6 | 0,4 | -0,2 |
| Facilitymanagement, bauliche Instandhaltung |
0,1 | -10,0 | 0,1 | 0,0 |
| Besucherwelt | 0,1 | -76,3 | 0,3 | -0,2 |
| GET2 | 0,4 | 223,1 | 0,1 | 0,3 |
| Sonstiges inkl. Auslandsbeteiligungen | 0,3 | -32,0 | 0,5 | -0,1 |
| Umsatz Sonstige Segmente | 7,0 | -16,7 | 8,4 | -1,4 |
Die externen Umsätze des Segments Sonstige Segmente lagen im ersten Halbjahr 2020 bei € 7,0 Mio. (H1/2019: € 8,4 Mio.). Dieser Rückgang resultiert aus geringeren Erlösen im Bereich der Ver- und Entsorgung und der Materialwirtschaft. Die internen Erlöse reduzierten sich im Vergleichszeitraum um 17,0% auf € 46,9 Mio. zu (H1/2019: € 56,5 Mio.). Die anderen Erträge (inkl. aktivierter Eigenleistungen) betrugen € 0,7 Mio. (H1/2019: € 1,0 Mio.).
Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen ging im Periodenvergleich um 32,0% auf € 7,9 Mio. zurück (H1/2019: € 11,7 Mio.), insbesondere aufgrund des geringeren Verbrauchs an Treibstoffen, Energie und sonstigen Verbrauchsmaterial. Der Personalaufwand sank bei einem durchschnittlichen Personalstand von 1.129 Mitarbeitern (H1/2019: 875) um 22,4% von € 31,6 Mio. auf € 24,5 Mio. Die Reduktion ist einerseits auf die ab 16. März 2020 eingeführte Kurzarbeit zurückzuführen. Gegenläufig wirken höhere Aufwendungen aufgrund der Vollkonsolidierung der GET2 ab 01.05.2019. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr von € 10,4 Mio. auf € 6,0 Mio., was auf geringere Instandhaltungen, Fremdleistungen sowie Rechts- Prüfund Beratungskosten zurückzuführen ist. Der interne Aufwand beläuft sich auf € 5,0 Mio.
Das at-Equity-Ergebnis spiegelt das operative Ergebnis der Beteiligungen wider. In den ersten sechs Monaten 2020 wurden negative operative Ergebnisse in Höhe von € 0,7 Mio. verzeichnet (H1/2019: positive operative Ergebnisse € 1,3 Mio.).
In Summe verzeichnete das Segment Sonstige Segmente ein EBITDA in Höhe von € 10,3 Mio. (H1/2019: € 8,4 Mio.). Nach Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von € 6,2 Mio. (H1/2019: € 5,7 Mio.) konnte ein Segment-EBIT von € 4,1 Mio. (H1/2019: € 2,7 Mio.) erzielt werden. Die EBITDA-Marge betrug 19,1% (H1/2019: 13,0%), die EBIT-Marge belief sich auf 7,6% (H1/2019: 4,2%).
| Beträge in T€ | 30.06.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte je Segment | ||
| Airport | 1.089.432,2 | 1.132.436,8 |
| Handling & Sicherheitsdienstleistungen | 72.935,2 | 79.379,4 |
| Retail & Properties | 322.973,0 | 332.181,4 |
| Malta | 362.118,7 | 373.244,9 |
| Sonstige Segmente | 107.810,6 | 113.450,3 |
| Summe der Vermögenswerte der berichteten Segmente | 1.955.269,6 | 2.030.692,8 |
| Sonstiges (nicht zuordenbares) Vermögen1 | ||
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 135.028,5 | 80.722,3 |
| Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens | 58.064,4 | 58.709,9 |
| Forderungen an Finanzamt | 1.114,4 | 6.202,0 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte | 49.021,5 | 14.947,8 |
| Abgrenzungsposten | 4.315,2 | 52.757,4 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 53.329,6 | 56.608,0 |
| Summe sonstiges (nicht zuordenbares) Vermögen | 300.873,6 | 269.947,4 |
| Konzernvermögen | 2.256.143,2 | 2.300.640,1 |
1) beinhaltet nicht zuordenbares Vermögen, ausgenommen Vermögen der MIA-Gruppe
Zur Erläuterung der Bilanz wird auch auf die Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht verwiesen.
Die in der Bilanz ausgewiesenen Sachanlagen mit einem Buchwerte von € 1.506,6 Mio. (31.12.2019: € 1.530,3 Mio.), die immateriellen Vermögenswerten mit einem Buchwert von € 164,3 Mio. (31.12.2019: € 166,1 Mio.) und die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien mit einem Buchwert von € 178,4 Mio. (31.12.2019: € 178,7 Mio.) enthalten auch die Nutzungsrechte, die im Zusammenhang mit der Leasingbilanzierung stehen.
Im ersten Halbjahr 2020 wurden weitere eigene Anteile erworben. Zum Stichtag 30.06.2020 hielt die Flughafen Wien Gruppe 125.319 (31.12.2019: 47.939 Anteile) Anteile des Unternehmens.
Im ersten Halbjahr 2020 erfolgte keine Dividendenausschüttung an die Anteilseigner der Flughafen Wien AG.
| Beträge in T€ | Langfristige Finanzverbindlich keiten |
Kurzfristige Finanzverbindlich keiten |
Gesamt |
|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2020 | 275.000,0 | 25.055,0 | 300.055,0 |
| Zugänge | 100.000,0 | 100.000,0 | |
| Tilgungen | -25.055,0 | -25.055,0 | |
| Umgliederung | -25.000,0 | 25.000,0 | 0,0 |
| Stand 30.6.2020 | 250.000,0 | 125.000,0 | 375.000,0 |
| Beträge in T€ | Langfristige Leasing verbindlichkeiten |
Kurzfristige Leasing verbindlichkeiten |
Gesamt |
|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2020 | 55.432,9 | 388,7 | 55.821,6 |
| Bewertungseffekt | 228,0 | 228,0 | |
| Tilgungen | -193,6 | -193,6 | |
| Umgliederung | -198,2 | 198,2 | 0,0 |
| Stand 30.6.2020 | 55.462,7 | 393,3 | 55.856,0 |
Infolge der weltweiten Flug- und Einreisebeschränkungen aufgrund der COVID-19 Pandemie reduzierte sich der Konzernumsatz um 51,2 % oder € 205,6 Mio. auf € 195,8 Mio. (H1/2019: € 401,4 Mio.). Detaillierte Umsatzanalysen sind in der Segmentberichterstattung in Anhangsangabe (5), im Konzern-Zwischenlagebericht und in Anhangsangabe (3) ersichtlich.
Der Personalaufwand reduzierte sich um 28,9% oder € 44,4 Mio. trotz gestiegenen durchschnittlichen Personalstands (H1/2020: plus 10,5% auf 5.633). Darin sind rund € 40,0 Mio. an Zuschüssen für Kurzarbeit am Standort Wien enthalten. Zur Erläuterung des Personalaufwandes des Konzerns wird auf den Konzern-Zwischenlagebericht, sowie auf die Ausführungen in den Anhangsangaben (5) und (3) verwiesen.
Zur Erläuterung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Konzerns wird auf den Konzern-Zwischenlagebericht, sowie auf die Ausführungen in den Anhangsangaben (5) und (3) verwiesen.
In den ersten sechs Monaten 2020 wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von € 65,0 Mio. (H1/2019: € 65,9 Mio.) erfasst.
| Beträge in T€ | H1/2020 | H1/2019 |
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände |
2.914,6 | 2.703,9 |
| Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien |
62.105,4 | 63.218,1 |
| Summe Abschreibungen | 65.020,0 | 65.922,0 |
Die Ertragsteuern werden in der Zwischenberichtsperiode auf Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Der Steueraufwand der Flughafen-Wien-Gruppe setzt sich wie folgt zusammen:
| Beträge in € Mio. | H1/2020 | H1/2019 |
|---|---|---|
| Ertrag (-) / Aufwand (+) für laufende Ertragsteuern | -488,4 | 30.174,7 |
| Veränderung latente Steuern / (-) Latenter Steuer-ertrag | -5.326,0 | -2.048,8 |
| Summe Steuern | -5.814,4 | 28.125,9 |
Im laufenden Geschäftsjahr wurden aktive latente Steuern auf laufende steuerrechtliche Verlustvorträge gebildet die mit den passivierten latenten Steuern aufgerechnet wurden. Aufgrund der Verlustsituation ergibt sich für die laufende Periode ein positiver Steuerertrag in Höhe von € 5,8 Mio. (H1/2019: Steueraufwand € 28,1 Mio.) Die effektive Steuerquote beträgt für das laufende Geschäftsjahr 24,3% (H1/2019: 25,3%)
Das Geschäft der Flugverkehrsbranche unterliegt zwei unterschiedlichen saisonalen Einflüssen. Zum einen werden im ersten und vierten Quartal eher unterdurchschnittliche, im zweiten und dritten Quartal eher überdurchschnittliche Umsätze erzielt. Grund dafür ist das höhere Passagieraufkommen während der Sommermonate in Europa. Zum zweiten gibt es Schwankungen bei den Instandhaltungsaufwendungen und Wartungen. Diese werden üblicherweise im Herbst bzw. Winter durchgeführt, wodurch es zu höheren Ergebnisbelastungen zu Ende des Jahres kommt. Diese Entwicklung spiegelt sich im aktuellen Geschäftsjahr jedoch aufgrund der COVID-19 Pandemie und den damit einhergehenden Flugannullierungen nicht wider.
Für immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien bestehen am Bilanzstichtag 30. Juni 2020 Erwerbsverpflichtungen in Höhe von € 44,8 Mio. (31. Dezember 2019: € 75,0 Mio.).
Sofern ein Baubeschluss zur Errichtung der 3. Piste gefasst wird, wird im Zusammenhang mit dem Umweltfonds binnen acht Wochen ab Baubeginnanzeige eine Zahlungsverpflichtung aus dem Leistungsvertrag Umweltfonds – Flughafen Wien aus dem Mediationsverfahren, die sich aus den Flugverkehrszahlen ermittelt, ausgelöst. Auf Basis der bis zum 30. Juni 2020 ermittelten Flugverkehrszahlen leitet sich zu diesem Stichtag ein Betrag in Höhe von rund € 22,7 Mio. (Vorjahr: rund € 20,0 Mio.) ab.
Darüber hinaus gab es seit dem letzten Bilanzstichtag bei den Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen keine materiellen Veränderungen.
Der Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen blieb gegenüber dem letzten Konzernabschluss unverändert.
Die Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nicht wesentlich geändert und werden unverändert zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt.
In den ersten sechs Monaten 2020 gab es keine wesentlichen Geschäfte mit naheste-
henden Unternehmen oder Personen. Die Fremdleistungen, die von nahestehenden Unternehmen (nicht vollkonsolidierte Tochterunternehmen bzw. Unternehmen, die nach der at-Equity-Methode bilanziert werden) bezogen wurden, beliefen sich im Berichtszeitraum auf € 0,0 Mio. (H1/2019: € 4,7 Mio.). Die Umsätze mit diesen Unternehmen betrugen € 0,0 Mio. (H1/2019: € 0,1 Mio.). Die Forderungen betrugen zum Stichtag 30. Juni 2020 € 0,1 Mio. (31. Dezember 2019: € 0,3 Mio.), die Verbindlichkeiten € 8,6 Mio. (31. Dezember 2019: € 8,6 Mio.).
Das Management geht davon aus, dass – abgesehen von den unten dargestellten Ausnahmen – die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt werden, im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten und entsprechen daher im Wesentlichen den Zeitwerten. Lieferantenverbindlichkeiten sowie sonstige Verbindlichkeiten haben ebenso vorwiegend kurze Restlaufzeiten, sodass die bilanzierten Werte annähernd die beizulegenden Zeitwerte darstellen.
Der beizulegende Zeitwert des Fonds der Kategorie "Fair Value through Profit & Loss" (FVPL) bezieht sich auf einen börsennotierten Fonds (Stufe 1). Die Schuldtitel der Kategorie FVPL betrifft eine Ergänzungskapitalobligation (Stufe 2). Die Eigenkapitaltitel betreffen Beteiligungen und Wertpapiere, die mangels aktivem Markt bzw. fehlender Kursnotiz der Stufe 3 zugeordnet werden. Diese werden von der Flughafen-Wien-Gruppe aus strategischen Gründen längerfristig gehalten. Die Bewertung dieser Eigenkapitaltitel erfolgt im sonstigen Ergebnis (OCI).
Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Bankdarlehen) und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden grundsätzlich als Barwerte der mit Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve unter Berücksichtigung der Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und eines angemessenen Credit Spread ermittelt (Stufe 2).
In der Berichtsperiode wurden keine Umgliederungen zwischen den Stufen 1 und 2 vorgenommen.
Folgende Bewertungsverfahren und Inputfaktoren wurden angewendet:
| Finanzinstrument | Stufe | Bewertungs verfahren |
Inputfaktoren |
|---|---|---|---|
| Fonds | 1 | Marktwert orientiert |
Börsenpreis |
| Schuldtitel (Wertpapiere) |
2 | Marktwert orientiert |
Von Börsenpreis abgeleiteter Preis |
| Eigenkapitaltitel (Wertpapiere) |
3 | Kapitalwert orientiert |
Eigenkapitalkosten, zukünftige Ge winnausschüttung |
| Eigenkapitaltitel (Beteiligungen) |
3 | Kapitalwert orientiert |
Anschaffungskosten als beste Schät zung (wegen Unwesentlichkeit) |
Für die Eigenkapitaltitel (Wertpapiere) der Stufe 3 wird ein kapitalwertorientiertes Bewertungsmodell angewandt. Das Bewertungsmodell berücksichtigt den Barwert der erwarteten Dividendenausschüttungen, abgezinst mit einem risikoadjustierten Abzinsungssatz.
Die wesentlichen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren der Eigenkapitaltitel (Wertpapiere) der Stufe 3 sind wie folgt:
Die aus diesen Eigenkapitalinstrumenten erhaltenen Dividenden im laufenden Geschäftsjahr betragen T€ 317,8 (Vorjahr: T€ 254,5).
Der geschätzte beizulegende Zeitwert der Stufe 3 würde wie folgt steigen (sinken), wenn der Diskontierungssatz um +/- 0,25% angepasst werden würde:
| Beträge in T€ | Sensitivitäten | |
|---|---|---|
| Buchwert bei | ||
| Verringerung des Diskontierungssatzes |
Anstieg des Diskontierungssatzes |
|
| Diskontierungssatzes +/- 0,25% | 4.025,3 | 3.798,5 |
| Beträge in T€ | |
|---|---|
| Buchwert 1.1.2020 | 4.595,3 |
| Zugänge | 0,0 |
| Bewertungsergebnis (im sonstigen Ergebnis in den sonstigen Rücklagen erfasst) |
-690,0 |
| Buchwert 30.6.2020 | 3.905,3 |
Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Buchwerte, die beizulegenden Zeitwerte und Wertansätze der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, gegliedert nach Bewertungskategorien zum 30. Juni 2020 und zum 31. Dezember 2019. Die Angaben zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht zum Zeitwert erfasst sind, dienen Informationszwecken. Da die Bilanzpositionen "Forderungen und sonstige Vermögenswerte" sowie "Übrige Verbindlichkeiten" sowohl Finanzinstrumente als auch nicht finanzielle Vermögenswerte bzw. nicht finanzielle Verbindlichkeiten enthalten, wurde die Zeile "Kein Finanzinstrument" eingeführt, um eine Überleitung der Buchwerte zur entsprechenden Bilanzposition zu gewährleisten.
| AKTIVA | Buchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Lang fristiges Vermögen |
Kurzfristiges Vermögen | |||||
| Beträge in T€ | Bewer tungs kategorie |
Sonstige finanzielle Vermögens werte |
Wert papiere |
Forderungen und sonstige Vermögens werte |
Zahlungsmittel und Zahlungs mitteläquiva lente |
Summe Stufe 1 Stufe 2 |
| 30. Juni 2020 | ||||||
| Finanzielle Vermögenswerte, zum Zeitwert erfasst |
||||||
| Fonds | FVPL | 30.294,0 | 30.294,0 30.294,0 |
|||
| Schuldtitel (Wertpapiere) | FVPL | 22.787,7 | 22.787,7 22.787,7 |
|||
| Eigenkapitaltitel (Beteiligungen, Wertpapiere) | FVOCI | 3.905,3 | 3.905,3 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte, nicht erfasst zum Zeitwert |
||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1 | AC | 15.136,0 | 15.136,0 | |||
| Forderungen ggb. assoziierten Unternehmen 1 | AC | 50,6 | 50,6 | |||
| Sonstige Forderungen und Vertragsvermögenswer te 1 |
AC | 51.320,4 | 51.320,4 | |||
| Veranlagungen (Termingelder)1 | AC | 130.220,0 | 5.756,3 | 135.976,3 | ||
| Ausgereichte Darlehen1 | AC | 904,5 | 904,5 | |||
| Schuldtitel (Wertpapiere)1 | AC | 4.982,7 | 4.982,7 | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente1 | AC | 87.803,1 | 87.803,1 | |||
| Kein Finanzinstrument | ||||||
| "Sonstige Forderungen und Abgrenzungen" | n. a. | 0,0 | 5.872,1 | 5.872,1 | ||
| 135.029,7 | 58.064,4 | 78.135,4 | 87.803,1 | 359.032,7 |
| 31. Dezember 2019 | 359.032,7 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte, zum Zeitwert erfasst |
|||||||
| Fonds | FVPL | 30.826,5 | 30.826,5 30.826,5 |
||||
| Schuldtitel (Wertpapiere) | FVPL | 22.900,7 | 22.900,7 | ||||
| Eigenkapitaltitel (Beteiligungen, Wertpapiere) | FVOCI | 4.595,3 | 4.595,3 | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte, nicht erfasst zum Zeitwert |
|||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1 | AC | 68.134,8 | 68.134,8 | ||||
| Forderungen ggb. assoziierten Unternehmen 1 | AC | 297,4 | 297,4 | ||||
| Sonstige Forderungen und Vertragsvermögens werte 1 |
AC | 17.243,1 | 17.243,1 | ||||
| Veranlagungen (Termingelder)1 | AC | 75.220,0 | 55.738,5 | 130.958,5 | |||
| Ausgereichte Darlehen1 | AC | 908,3 | 908,3 | ||||
| Schuldtitel (Wertpapiere)1 | AC | 4.982,7 | 4.982,7 | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente1 | AC | 84.782,9 | 84.782,9 | ||||
| Kein Finanzinstrument | |||||||
| "Sonstige Forderungen und Abgrenzungen " | n. a. | 0,0 | 9.961,3 | 9.961,3 | |||
| 80.723,5 | 58.709,9 | 151.375,2 | 84.782,9 | 375.591,5 |
1) der beizulegende Zeitwert entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten
| Zeitwert | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungs mitteläquiva |
||||||
| Wertansatz nach IFRS 9 | Summe | Stufe 3 | Stufe 2 | Stufe 1 | Summe | lente |
| Zeitwert erfolgswirksam (P&L) | 30.294,0 | 30.294,0 | 30.294,0 | |||
| Zeitwert erfolgswirksam (P&L) | 22.787,7 | 22.787,7 | 22.787,7 | |||
| Zeitwert erfolgsneutral (OCI) | 3.905,3 | 3.905,3 | 3.905,3 | |||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 15.136,0 | |||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 50,6 | |||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 51.320,4 | |||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 135.976,3 | |||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 904,5 | |||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 4.982,7 | |||||
| Nominalwert = Zeitwert | 87.803,1 | 87.803,1 | ||||
| 5.872,1 | ||||||
| 359.032,7 | 87.803,1 |
| 30.826,5 | 30.826,5 | 30.826,5 | Zeitwert erfolgswirksam (P&L) | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 22.900,7 | 22.900,7 | 22.900,7 | Zeitwert erfolgswirksam (P&L) | |||
| 4.595,3 | 4.595,3 | 4.595,3 | Zeitwert erfolgsneutral (OCI) | |||
| 68.134,8 | Fortgeführte Anschaffungskosten | |||||
| 297,4 | Fortgeführte Anschaffungskosten | |||||
| 17.243,1 | Fortgeführte Anschaffungskosten | |||||
| 130.958,5 | Fortgeführte Anschaffungskosten | |||||
| 908,3 | Fortgeführte Anschaffungskosten | |||||
| 4.982,7 | Fortgeführte Anschaffungskosten | |||||
| 84.782,9 | 84.782,9 | Nominalwert = Zeitwert | ||||
| 9.961,3 | ||||||
| 84.782,9 | 375.591,5 |
Erläuterung der Bewertungskategorien:
FVPL – Zeitwert erfolgswirksam (Fair Value through Profit and Loss) FVOCI – Zeitwert erfolgsneutral (Fair Value through Other Comprehensive Income) AC – Fortgeführte Anschaffungskosten (Amortised Cost)
| PASSIVA | Buchwerte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Schulden | Kurzfristige Schulden | ||||
| Bewer tungs |
Finanz- und Leasingver bindlich |
Übrige Verbindlich |
Finanz- und Leasingver bindlich |
Lieferan tenver bindlich |
|
| Beträge in T€ | kategorie | keiten | keiten | keiten | keiten |
| 30. Juni 2020 | |||||
| Finanzielle Schulden, erfasst zum Zeitwert |
|||||
| n. a. | |||||
| Finanzielle Schulden, nicht er fasst zum Zeitwert |
|||||
| Lieferantenverbindlichkeiten 1 | AC | 32.363,1 | |||
| Finanzverbindlichkeiten 1 | AC | 250.000,0 | 125.000,0 | ||
| Leasingverbindlichkeiten 2 | AC | 55.462,7 | 393,3 | ||
| Übrige Verbindlichkeiten 1 | AC | 0,0 | |||
| Keine finanzielle Schulden | |||||
| Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen |
n. a. | 27.937,3 | |||
| 305.462,7 | 27.937,3 | 125.393,3 | 32.363,1 |
| 31. Dezember 2019 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Schulden, erfasst zum Zeitwert |
||||||
| n. a. | ||||||
| Finanzielle Schulden, nicht er fasst zum Zeitwert |
||||||
| Lieferantenverbindlichkeiten 1 | AC | 45.423,4 | ||||
| Finanzverbindlichkeiten 1 | AC | 275.000,0 | 25.055,0 | |||
| Leasingverbindlichkeiten 2 | AC | 55.432,9 | 388,7 | |||
| Übrige Verbindlichkeiten 1 | AC | 0,0 | 40.100,4 | |||
| Keine finanzielle Schulden | ||||||
| Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen |
n. a. | 28.576,2 | 12.265,8 | |||
| 330.432,9 | 28.576,2 | 25.443,7 | 45.423,4 | 52.366,1 |
1) der beizulegende Zeitwert entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten
2) Die Angabe des beizulegenden Zeitwerts von Leasingverbindlichkeiten ist gemäß IFRS 7.29(d) nicht erforderlich.
| Zeitwert | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wertansatz nach IFRS 9 |
Summe | Stufe 3 | Stufe 2 | Stufe 1 | Summe | Übrige Verbind lichkeiten |
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
32.363,1 | |||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
418.656,5 | 418.656,5 | 375.000,0 | |||
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
55.856,1 | |||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
36.319,7 | 36.319,7 | ||||
| 73.797,0 | 45.859,7 | |||||
| 573.335,8 | 82.179,3 | |||||
| Fortgeführte | 45.423,4 | |||||
| Anschaffungskosten Fortgeführte |
||||||
| Anschaffungskosten Fortgeführte |
359.273,6 | 359.273,6 | 300.055,0 | |||
| Anschaffungskosten | 55.821,6 | |||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten |
40.100,4 | 40.100,4 | ||||
| 40.842,0 | 12.265,8 |
330.432,9 28.576,2 25.443,7 45.423,4 52.366,1 482.242,4
Andere Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode, die für die Bewertung und Bilanzierung am 30. Juni 2020 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht oder offengelegt werden müssten, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.
Schwechat, 12. August 2020 Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger
Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO
gemäß § 125 Abs. 1 Z3 BörseG 2018
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte, verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Schwechat, 12. August 2020 Der Vorstand
Dr. Günther Ofner Mag. Julian Jäger Mitglied des Vorstandes, CFO Mitglied des Vorstandes, COO
Medieninhaber Flughafen Wien Aktiengesellschaft Postfach 1 1300 Wien-Flughafen Austria
Telefon: +43/1/7007-0 Telefax: +43/1/7007-23001
DVR: 008613 Firmenbuchnummer: FN 42984 m Firmenbuchgericht: Landesgericht Korneuburg
Investor Relations Leitung: Mag. Christian Schmidt Telefon: +43/1/7007-23126 E-Mail: [email protected]
Leitung Kommunikation Tillmann Fuchs, MBA Telefon: +43/1/7007-22816 E-Mail: [email protected]
Pressestelle Peter Kleemann MAS Telefon: +43/1/7007-23000 E-Mail: [email protected] Das Informationsangebot des Flughafen Wien im Internet: Website des Flughafen Wien: www.viennaairport.com Investor Relations Flughafen Wien: www.viennaairport.com/ unternehmen/investor_relations Lärmschutzprogramm Flughafen Wien: www.laermschutzprogramm.at Umwelt und Luftfahrt: www.vie-umwelt.at Alles zur 3. Piste: www.viennaairport.com/unternehmen/ flughafen_wien_ag/3_piste Dialogforum Flughafen Wien: www.dialogforum.at Mediationsverfahren (Archiv):
www.viemediation.at
Dieser Quartalsbericht wurde im Auftrag der Flughafen Wien AG
von VGN – Content Marketing / Corporate Publishing produziert. (Leitung: Mag. Sabine Fanfule, MBA)
Konzeption und Gestaltung: Gabriele Rosenzopf MSc (Creative Director) Tabellensatz und Layout: Dieter Dalinger, Réne Gatti
Disclaimer: Dieser Quartalsbericht enthält Annahmen und Prognosen, die wir auf Basis aller uns bis Redaktionsschluss im August 2020 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Einschätzungen nicht eintreffen oder Risiken, wie die im Risikobericht angesprochenen, eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten abweichen. Trotz größter Sorgfalt erfolgen daher alle zukunftsbezogenen Aussagen ohne Gewähr. Die PDF-Ausgabe des Quartalsberichts 2/2020 der Flughafen Wien Aktiengesellschaft finden Sie auf unserer Homepage www.viennaairport.com/ unternehmen/investor_relations unter dem Menüpunkt "Publikationen und Berichte". Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Quartalsbericht überwiegend die männliche Schreibweise verwendet. Selbstverständlich sind damit Frauen und Männer gleichermaßen gemeint und angesprochen. Dieser Quartalsbericht wurde von der Flughafen Wien AG erstellt.
Building tools?
Free accounts include 100 API calls/year for testing.
Have a question? We'll get back to you promptly.