Interim / Quarterly Report • Aug 22, 2006
Interim / Quarterly Report
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Bericht zum 1. Halbjahr 2006
| Ertragskennzahlen | 1-6/2005 | 1-6/2006 | Vdg. in % | Ultimo 2005 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 922,8 | 1.011,9 | +10 | 1.954,6 |
| EBITDA | in Mio. € | 201,7 | 196,9 | -2 | 428,4 |
| EBIT | in Mio. € | 123,4 | 116,8 | -5 | 270,3 |
| Ergebnis vor Steuern | in Mio. € | 111,7 | 103,9 | -7 | 251,3 |
| Ergebnis nach Steuern | in Mio. € | 88,9 | 81,1 | -9 | 196,4 |
| Ergebnis je Aktie bereinigt 1) | in € | 1,20 | 1,09 | -9 | 2,67 |
| Free Cash-flow 2) | in Mio. € | -30,2 | 15,0 | >100 | 223,8 |
| Normalinvestitionen | in Mio. € | 40,5 | 46,3 | +14 | 88,2 |
| Wachstumsinvestitionen | in Mio. € | 120,4 | 255,8 | +112 | 250,5 |
| Bilanzkennzahlen | 31.12.2005 | 30.6.2006 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital 3) | in Mio. € | 1.483,1 | 1.455,4 | -2 |
| Nettoverschuldung | in Mio. € | 934,4 | 1.224,3 | +31 |
| Capital Employed | in Mio. € | 2.289,4 | 2.540,7 | +11 |
| Bilanzsumme | in Mio. € | 3.269,6 | 3.645,6 | +11 |
| Gearing | in % | 63,0 | 84,1 | - |
| Mitarbeiter 4) | 13.327 | 13.107 | -2 |
| Börsekennzahlen | 1-12/2005 | 1-6/2006 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Höchstkurs der Aktie | in € | 39,10 | 44,81 | +15 |
| Tiefstkurs der Aktie | in € | 28,12 | 32,11 | +14 |
| Ultimokurs der Aktie | in € | 33,80 | 37,15 | +10 |
| Gewichtete Aktienanzahl 5) | in Tsd. | 73.196 | 73.311 | 0 |
| Ultimo Börsekapitalisierung | in Mio. € | 2.506,9 | 2.755,3 | +10 |
| Geschäftsbereiche 1-6/2006 | Zentral- | Zentral- | Nord- | Beteiligungen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € und % | Osteuropa | Westeuropa | Westeuropa | USA | und Sonstiges 6) | |||||
| Umsatz | 258,0 | (+16) | 193,8 | (+7) | 403,5 | (+9) | 171,6 | (+8) | -15,0 | (-50) |
| EBITDA | 54,3 | (-7) | 37,1 | (+4) | 82,4 | (-1) | 31,8 | (+5) | -8,7 | (-50) |
| EBIT | 28,7 | (-12) | 20,4 | (+10) | 54,1 | (-4) | 24,2 | (+2) | -10,6 | (-43) |
| Gesamtinvestitionen | 62,9 | (+2) | 29,9 | (-21) | 92,4 | (+114) | 116,1 | (>100) | 0,8 | (+14) |
| Capital Employed | 591,9 | (+6) | 428,5 | (+4) | 1.064,0 | (+11) | 434,3 | (+32) | 21,9 | (-54) |
| Mitarbeiter | 4.554 | (-6) | 1.968 | (+10) | 4.188 | (-1) | 2.224 | (+2) | 173 | (+15) |
1) vor Firmenwertabschreibungen und bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
2) Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit (= operativer Cash-flow) minus Investitions-Cash-flow plus Wachstumsinvestitionen
3) Eigenkapital inklusive Anteile in Fremdbesitz
4) durchschnittlicher Mitarbeiterstand während der Periode
5) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien
6) inklusive Konzerneliminierungen und Holdingkosten; negativer Umsatz aufgrund Saldierung der Innenumsätze in diesem Segment
Anmerkung: in der Tabelle Geschäftsbereiche sind die Veränderungsraten in % zur Vorjahresperiode in Klammer angeführt
Wienerberger konnte im ersten Halbjahr 2006 ihren Wachstumskurs fortsetzen und die Marktpositionen weiter ausbauen. Der Konzernumsatz stieg um beachtliche 10 % auf 1.011,9 Mio. €, wozu Mengenwachstum von 7 % sowie durchschnittliche Preiserhöhungen von 3 % beigetragen haben. Diese erfreuliche Entwicklung hat sich noch nicht im Ergebnis niedergeschlagen. Das EBITDA ging um 2 % auf 196,9 Mio. € leicht zurück, wofür im Wesentlichen vier Gründe verantwortlich waren:
Im zweiten Halbjahr wird sich unser Management auf die Optimierung und Integration der neuen Aktivitäten konzentrieren. Die Kostenentwicklung sollte sich entspannen, offen bleiben jedoch das Ausmaß einer Wohnbauabschwächung in den USA und der Energiepreis-Hausse. Aus heutiger Sicht erwarte ich für das Gesamtjahr eine mengenbereinigte Zusatzbelastung von rund 50 Mio. € aus der Verteuerung der Energiepreise. Wir setzen daher verstärkt Maßnahmen zum Einsatz alternativer Energieträger, um die Abhängigkeit von Erdgas weiter zu reduzieren. Überdies planen wir, die Verkaufspreise erneut anzuheben, um die Kostensteigerungen in den Verkaufspreisen unterzubringen.
Für unser laufendes Investitionsprogramm werden wir in 2006 zumindest 250 Mio. € ausgeben. Darüber hinaus ist Wienerberger im Juni mit der Übernahme der Robinson Brick Company (RBC) ein weiterer wichtiger Expansionsschritt gelungen. RBC betreibt eine Produktionsstätte für Ziegel in Denver, drei Betonsteinfabriken sowie 17 Vertriebszentren in sechs Bundesstaaten. Bisher konzentrierten sich unsere US-Aktivitäten östlich des Mississippi. Mit RBC haben wir eine ideale geografische Ergänzung im Westen gefunden und erwarten durch die Integration mit General Shale Synergien von rund 5 Mio. US\$ ab 2008. Weiters hat Wienerberger Mitte August ein Übernahmeangebot für das börsenotierte Unternehmen Baggeridge Brick PLC in Großbritannien angekündigt. Baggeridge Brick verfügt über fünf Produktionsstätten und bietet uns attraktive Möglichkeiten im Hinblick auf Synergien und Wachstumspotenzial im größten Vormauerziegelmarkt Europas. Details zu dieser Transaktion finden sich auf unserer Website, über den Ausgang werde ich im nächsten Quartal berichten. Bei einer erfolgreichen Übernahme von Baggeridge Brick summieren sich die Wachstumsinvestionen 2006 auf insgesamt rund 500 Mio. €, die wir aus dem Cash-flow sowie mit zusätzlichen Schulden finanzieren. Das Gearing wird dadurch bis Jahresende auf rund 80 % ansteigen.
Für das Gesamtjahr 2006 bin ich zuversichtlich. Wienerberger wird in 2006 die Ergebnisse erneut verbessern und das Ziel einer EBITDA-Steigerung von 10 % ist nach wie vor aufrecht.

Wolfgang Reithofer, Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG
Konzentration auf die Optimierung und Integration der neuen Aktivitäten
Wichtige Expansionsschritte im Westen der USA und in Großbritannien
Ziel: 10 % Ergebnissteigerung weiter aufrecht


Durch die hohen Investitionen in neue Kapazitäten und Übernahmen konnte Wienerberger auch in den ersten sechs Monaten 2006 ihren Wachstumkurs fortsetzen und den Konzernumsatz um 10 % auf 1.011,9 Mio. € steigern. 7 % dieses Wachstums sind auf Mengen- und 3 % auf Preiseffekte zurückzuführen.
Umsatzzuwächse wurden in allen Geschäftsbereichen erwirtschaftet, die größte Steigerung erzielte das Segment Zentral-Osteuropa mit +16 %. Der Erfolg der Wachstumsstrategie zeigte sich in stark gestiegenen Ziegelabsätzen von insgesamt +13 %. Allerdings wurde in Tschechien und der Slowakei das Preisniveau etwas nach unten angepasst. Anders stellt sich die Situation in Zentral-Westeuropa dar. Während Wienerberger in Deutschland mehr Menge verkaufen und die Preise leicht anheben konnte, musste in Italien wie erwartet ein Absatzrückgang hingenommen werden. Insgesamt erzielte das Segment 7 % höhere Umsätze als im Vorjahr. Die 9%ige Umsatzsteigerung in Nord-Westeuropa war vor allem auf höhere Hintermauerziegelabsätze in Belgien und Frankreich sowie Preiserhöhungen zurückzuführen. In den USA konnten bei geringfügigen Absatzrückgängen die Preise trotz der beginnenden Marktabschwächung angehoben und um 8 % höhere Umsätze erzielt werden. Die Akquisition von Robinson Brick in Denver, Colorado, wird erst im zweiten Halbjahr einen Ergebnisbeitrag liefern.
Aufgrund des langen Winters, der signifikanten Energiepreiserhöhungen sowie der Anlauf- und Integrationskosten aus den Investitionen der laufenden Projekte ging das EBITDA der Wienerberger Gruppe um 2 % auf 196,9 Mio. € zurück. Zur Kompensation der zum Teil erwarteten Kostensteigerungen – allein die Verteuerung der Energiepreise führte im ersten Halbjahr zu einer Mehrbelastung von 32 Mio. € – wurden Preiserhöhungen umgesetzt, die vor allem in Zentral-Osteuropa erst zu Beginn des zweiten Quartals wirksam wurden. Zusätzliche Kostenbelastungen resultierten aus der Einführung von SAP in den USA und bei Semmelrock, dem Organisationsaufbau in Russland, Bulgarien und der Ukraine sowie der Konzernholding.
Das EBIT der Gruppe lag mit 116,8 Mio. € um 5 % unter dem Vorjahr, nachdem die Abschreibungen durch die Investitionen der letzten Jahre leicht gestiegen sind. Das Finanzergebnis verschlechterte sich von -11,7 auf -12,9 Mio. €, was eine Folge des geringeren Beteiligungsergebnisses (Equity-Bewertung von Pipelife und Tondach Gleinstätten) war. Das Ergebnis vor Steuern ging im ersten Halbjahr um 7 % auf 103,9 Mio. € zurück. Aufgrund der höheren Steuerquote von 21,9 % (Vorjahr: 20,4 %) fiel das Ergebnis nach Steuern um 9 % auf 81,1 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie erreichte 1,09 € nach 1,20 € in den ersten sechs Monaten 2005. Die Anzahl der gewichteten Aktien blieb mit 73,3 Mio. unverändert.
Der Free-Cash-flow hat sich sehr positiv entwickelt und erreichte im ersten Halbjahr +15,0 Mio. € nach -30,2 Mio. € in 2005. Dabei lag der Cash-flow aus dem Ergebnis mit 146,8 Mio. € um 15 % unter dem Vorjahr. Dies war im Wesentlichen auf den Ergebnisrückgang und geringere Rückstellungsauflösungen zurückzuführen. Dank eines gruppenweiten Programms zum Abbau des Lagerbestandes konnte dagegen der operative Cash-flow von -1,7 auf +53,3 Mio. € stark verbessert werden und das obwohl im ersten Halbjahr das Working Capital saisonalbedingt üblicherweise ansteigt. Der Zahlungsmittelabfluss aus Gesamtinvestitionen von insgesamt 302,1 Mio. € resultierte mit 46,3 Mio. € aus Instandhaltungs-, Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen (Normalinvestitionen) und mit 255,8 Mio. € aus Werksneubauten, -erweiterungen und Akquisitionen (Wachstumsinvestitionen). An die Aktionäre wurden 87,0 Mio. € als Dividende ausgezahlt.
Das Konzerneigenkapital ist in Folge negativer Währungseffekte und der Dividendenzahlung um 2 % auf 1.455,4 Mio. € gesunken. Die Nettoverschuldung stieg aufgrund des saisonal bedingten Forderungsaufbaus, der Dividendenzahlung und der Investitionen um 31 % auf 1.224,3 Mio. €. Das Gearing hat sich seit dem 31.12.2005 aufgrund derselben Effekte von 63,0 auf 84,1 % erhöht und wird zum Jahresende voraussichtlich bei rund 80 % liegen.
Im zweiten Quartal verbesserte sich der Konzernumsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode um 7 % auf 628,0 Mio. €. In Zentral-Osteuropa konnten alle Länder außer Slowenien höhere Umsätze als in 2005 erwirtschaften. Deutlich zweistelliges Wachstum war aufgrund von Verkaufsaktionen in Tschechien und der Slowakei sowie strukturell in Polen, Rumänien und bei Semmelrock zu verzeichnen. Zentral-Westeuropa profitierte vom zuletzt stärkeren Wohnbau in Deutschland, wogegen Italien ausgehend vom hohen Niveau des Vorjahres leichte Umsatzrückgänge aufgrund geringerer Absatzmengen hinnehmen mussten. Das Umsatzwachstum in Nord-Westeuropa ist auf den unvermindert guten Wohnungsneubau in Belgien sowie Preiserhöhungen zurückzuführen. Die Niederlande, Frankreich und Großbritannien lagen im zweiten Quartal auf Vorjahresniveau. In den USA legte der Umsatz leicht zu, obwohl sich erste Anzeichen einer Nachfrageabschwächung bemerkbar machten.
Das Konzern-EBITDA im zweiten Quartal in Höhe von 141,3 Mio. € blieb um 4 % hinter der Vergleichsperiode zurück. Dies resultierte in erster Linie aus Ergebnisrückgängen in Tschechien (ausgelöst durch eine Verkaufsaktion zur Absicherung der Marktanteile), Italien, Belgien und Großbritannien aufgrund deutlich höherer Energiekosten sowie einmaliger Aufwendungen zur Einführung von SAP in den USA und bei Semmelrock.
| Umsatz | 4-6/2005 | 4-6/2006 | Vdg. |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| Zentral-Osteuropa | 159,6 | 188,1 | +18 |
| Zentral-Westeuropa | 126,9 | 131,7 | +4 |
| Nord-Westeuropa | 219,2 | 226,8 | +3 |
| USA | 90,2 | 91,6 | +2 |
| Beteiligungen und Sonstiges 1) | -6,9 | -10,2 | -48 |
| Wienerberger Gruppe | 589,0 | 628,0 | +7 |
| EBITDA | 4-6/2005 | 4-6/2006 | Vdg. |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| Zentral-Osteuropa | 44,1 | 44,6 | +1 |
| Zentral-Westeuropa | 33,1 | 33,1 | 0 |
| Nord-Westeuropa | 54,1 | 49,8 | -8 |
| USA | 18,5 | 17,5 | -5 |
| Beteiligungen und Sonstiges 1) | -2,4 | -3,7 | -54 |
| Wienerberger Gruppe | 147,4 | 141,3 | -4 |
1) inklusive Konzerneliminierungen und Holdingkosten;
negativer Umsatz aufgrund Saldierung der Innenumsätze in diesem Segment
Gearing wird zum Jahresende bei rund 80 % liegen
Deutliches Umsatz– wachstum in Q2 vor allem in Zentral-Osteuropa
Deutlich höhere Energiekosten und einmalige Aufwendungen belasten EBITDA in Q2
Zentral-Osteuropa kehrte nach der letztjährigen Abschwächung wieder auf den Wachstumspfad zurück und erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten deutlich höhere Umsätze. Vorübergehend musste jedoch ein Ergebnisrückgang hingenommen werden. Mit 25 % Anteil am Konzern-Umsatz erwirtschaftete das Segment 27 % vom EBITDA der Gruppe.
Während der Umsatz im ersten Halbjahr mit 258,0 Mio. € um 16 % über dem Vorjahr lag, ging das EBITDA um 7 % auf 54,3 Mio. € zurück. Dies war insbesondere in dieser Region auf den langen und strengen Winter zurückzuführen, der nicht nur den Saisonstart verzögerte, sondern auch Leerkosten durch eine Reihe von Werksstillständen zum Abbau des hohen Lagerstandes sowie Leistungseinbußen und höheren Energieverbrauch in der Produktion zur Folge hatte. Die starke Verteuerung der Energiepreise wirkte sich zusätzlich negativ aus, da Preiserhöhungen in einigen Ländern erst zu Beginn des zweiten Quartals umgesetzt und in Einzelfällen Preise aus strategischen Überlegungen nach unten korrigiert wurden. In Tschechien und der Slowakei führte Wienerberger Verkaufsaktionen durch, um ihre Marktanteile abzusichern. Diese Maßnahmen hatten deutliche Absatzsteigerungen in beiden Ländern zur Folge. In Polen blieb die Preissituation bis zum Halbjahr angespannt. Marktseitig war jedoch im Vergleich zum Vorjahr stärkere Nachfrage festzustellen und wir konnten merkbar mehr Menge absetzen. Auch bei Semmelrock und Bramac sowie in Rumänien und Ungarn verlief die Absatzentwicklung positiv.
Wienerberger hat in den ersten Monaten des Jahres ihre Expansionsstrategie in Zentral-Osteuropa über Bolt-on Projekte fortgesetzt. In Polen wurden zu Jahresbeginn zwei Ziegelwerke bei Krakau übernommen, in Bulgarien gelang der Markteinstieg durch Kauf eines Ziegelwerkes in Lukovit und in Österreich konnte das Ziegelwerk Eichhorn erworben werden. Das neu errichtete Hintermauerziegelwerk Sibiu in Rumänien ist vor kurzem angelaufen und Kiprewo in Russland sollte im Oktober den Betrieb aufnehmen. Der Erfolg unserer Wachstumsstrategie zeigt sich in den deutlichen Umsatzsteigerungen der letzten Monate. Die Ergebnisse hinken dieser Entwicklung hinterher, da durch die Errichtung neuer Werksanlagen, den Aufbau der Länderorganisationen in Russland, Bulgarien und der Ukraine, die SAP-Einführung bei Semmelrock sowie die deutlich höheren Energiepreise Druck auf die Margen entstand.
Für die kommenden Monate bleibt der Ausblick positiv. Wir erwarten weiteres Mengenwachstum in Polen, wo im August die Preise leicht angehoben wurden. Auch in den anderen Ländern geht Wienerberger von einer Fortsetzung der Absatzzuwächse aus. Insgesamt sollte sich im zweiten Halbjahr auch die Ertragsstärke verbessern, da die Preiserhöhungen umgesetzt sind und der Energiekostenvergleich mit dem zweiten Halbjahr des Vorjahres weniger herausfordernd ist.
| Zentral-Osteuropa | 1-6/2005 | 1-6/2006 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 223,3 | 258,0 | +16 |
| EBITDA | in Mio. € | 58,2 | 54,3 | -7 |
| EBIT | in Mio. € | 32,5 | 28,7 | -12 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 61,7 | 62,9 | +2 |
| Capital Employed | in Mio. € | 558,7 | 591,9 | +6 |
| Mitarbeiter | 4.833 | 4.554 | -6 | |
| Absatz Hintermauerziegel | in Mio. NF | 1.560 | 1.768 | +13 |
| Absatz Flächenbefestigung | in Mio. m2 | 2,66 | 2,92 | +10 |
| Absatz Betondachsteine 1) | in Mio. m2 | 6,85 | 7,07 | +3 |
1) Absatzmenge nicht anteilig, sondern zu 100 % dargestellt

1 Zentral-Osteuropa: 25 % 2 Zentral-Westeuropa: 19 % 3 Nord-Westeuropa: 39 % 4 USA: 17 %
5 Beteiligungen und Sonstiges: 0 %

1 Zentral-Osteuropa: 27 %
In Zentral-Westeuropa ist der Umsatz um 7 % auf 193,8 Mio. € und das EBITDA um 4 % auf 37,1 Mio. € gestiegen. Zur positiven Entwicklung beigetragen hat vor allem das Umsatz- und Ergebniswachstum in Deutschland, bedingt durch einen merkbaren Anstieg der Ziegelnachfrage. In Italien mussten dagegen wie erwartet leichte Rückgänge vom hohen Niveau des Vorjahres hingenommen werden. Das Segment erreichte einen Anteil von jeweils 19 % an Umsatz und EBITDA der Gruppe.
Während im deutschen Ziegelbereich die Preise auf zufriedenstellendem Niveau gehalten wurden, konnten bei Tondachziegel erstmals seit zwei Jahren wieder leichte Preiserhöhungen ausgehend vom verlustbringenden Niveau des Vorjahres umgesetzt werden. Einen zusätzlich positiven Effekt hatte die Erstkonsolidierung der Bogen Dachziegelwerke, die Ende April erworben wurden. Die Vormauerziegelwerke Knabe bei Bremen wurden am 1. Juni übernommen und werden sich so wie der Kauf des Dachziegelproduzenten Jungmeier in Bayern per 27. Juli erst im zweiten Halbjahr auswirken. Durch die Zusammenführung von Jungmeier und Bogen mit unseren Koramic Dachaktivitäten erwarten wir uns mittelfristig klare Synergien und eine nachhaltig starke Positionierung von Wienerberger als flächendeckender Vollsortimenter in Deutschland.
Im zweiten Halbjahr rechnen wir mit einer weiteren Erholung des deutschen Wohnbaus, der aktuell inbesondere durch das Auslaufen der Eigenheimzulage und die Mehrwertsteuererhöhung per Jänner 2007 unterstützt wird.Während sich die seit langem erwartete Abschwächung des italienischen Marktes fortsetzen dürfte, sollte sich die Absatzsituation in der Schweiz angesichts des anhaltend starken Wohnbaus in den kommenden Monaten positiv entwickeln.
| Zentral-Westeuropa | 1-6/2005 | 1-6/2006 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 180,8 | 193,8 | +7 |
| EBITDA | in Mio. € | 35,6 | 37,1 | +4 |
| EBIT | in Mio. € | 18,5 | 20,4 | +10 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 37,9 | 29,9 | -21 |
| Capital Employed | in Mio. € | 411,9 | 428,5 | +4 |
| Mitarbeiter | 1.788 | 1.968 | +10 | |
| Absatz Hintermauerziegel | in Mio. NF | 876 | 880 | 0 |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 75 | 74 | -1 |
| Absatz Tondachziegel | in Mio. m2 | 2,25 | 2,63 | +17 |
Fortsetzung der Konsolidierung in der deutschen Tondachziegelindustrie
Erholung des deutschen Wohnbaus, Abschwächung in Italien
Das Segment Nord-Westeuropa verbesserte in den ersten sechs Monaten den Umsatz um 9 % auf 403,5 Mio. €, während das EBITDA um 1 % auf 82,4 Mio. € leicht zurückging. Die gute Umsatzentwicklung war eine Folge deutlicher Absatzsteigerungen in allen Produktbereichen. Aufgrund der stark gestiegenen Energiekosten wird sich das Ergebniswachstum erst zeitlich verzögert einstellen. Das Segment erwirtschaftete 39 % vom Umsatz und 42 % vom EBITDA der Gruppe.
Besonders starke Absatzzuwächse wurden bei Hintermauer- und Vormauerziegel in Belgien sowie mit Hintermauer- und Tondachziegel in Frankreich erzielt. Höhere Vormauerziegelabsätze waren in Großbritannien, Dänemark und Schweden zu beobachten, während Finnland und Norwegen leichte Rückgänge hinnehmen mussten. Die Verkaufspreise wurden in allen Ländern im Nord-Westeuropa mit Absatzsteigerungen in allen Produktbereichen
Preiserhöhungen haben Energiekosten noch nicht ganz kompensiert
Laufe des ersten Quartals angepasst, um die starken Energiekostensteigerungen zumindest teilweise zu kompensieren. Vor allem in Belgien, Holland und Großbritannien sind die Energiepreise im Jahresvergleich überproportional angestiegen, was zu Druck auf die Margen führte.
Wienerberger hat ihre Bolt-on Wachstumsstrategie auch in Nord-Westeuropa konsequent fortgeführt. In Belgien konnte von Ampe ein modernes Hintermauerziegelwerk im Großraum Gent übernommen werden. Neue Werke gehen derzeit in Frankreich (Hintermauerziegelwerk Angervilliers) und Estland (Vormauerziegelwerk Aseri) in Betrieb, Kapazitätserhöhungen sind bei Tondachziegel in Frankreich und Pflasterklinker in den Niederlanden in Umsetzung. Ein großer Wachstumsschritt wäre die Akquisition der börsenotierten Baggeridge Brick in Großbritannien, für die Mitte August ein öffentliches Übernahmeangebot angekündigt wurde. Baggeridge Brick verfügt über fünf Produktionsstätten und bietet Wienerberger attraktive Möglichkeiten im Hinblick auf Synergien und Wachstumspotenzial im größten Vormauerziegelmarkt Europas.
Die Ertragssituation sollte sich in den kommenden Monaten in Nord-Westeuropa wieder verbessern. Der Wohnbau in Belgien ist anhaltend stark und in den Niederlanden wird aufgrund der höheren Zahl an Baubewilligungen mit einer Nachfragesteigerung im zweiten Halbjahr gerechnet. In Frankreich haben Engpässe im Transportgewerbe ein noch deutlicheres Absatzwachstum in den ersten Monaten verhindert. In Großbritannien wird Wienerberger im aktuell schwierigen Umfeld (schwacher Markt und hohe Energiekosten) weitere Zuwächse anstreben. Um die Verteuerung der Energiepreise zu kompensieren werden wir ab September die Verkaufspreise in einigen Ländern erneut nach oben anpassen.
| Nord-Westeuropa | 1-6/2005 | 1-6/2006 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 370,1 | 403,5 | +9 |
| EBITDA | in Mio. € | 83,4 | 82,4 | -1 |
| EBIT | in Mio. € | 56,1 | 54,1 | -4 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 43,1 | 92,4 | +114 |
| Capital Employed | in Mio. € | 958,6 | 1.064,0 | +11 |
| Mitarbeiter | 4.217 | 4.188 | -1 | |
| Absatz Hintermauerziegel | in Mio. NF | 481 | 582 | +21 |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 817 | 847 | +4 |
| Absatz Tondachziegel | in Mio. m2 | 5,72 | 5,94 | +4 |
durchgeführt oder in Umsetzung sowie Großakquisition von Baggeridge Brick in UK
Mehrere Bolt-on Projekte
Erwartete Verbesserung der Ertragssituation im zweiten Halbjahr durch erneute Preiserhöhung
Der Wohnungsneubau in den USA hat sich in den ersten Monaten des Jahres auf hohem Niveau gehalten, seit April ist jedoch die seit langem erwartete, leichte Abschwächung Realität geworden. Unsere Tochtergesellschaft General Shale konnte ihre Zusatzkapazitäten nicht zur Gänze nutzen und musste einen geringfügigen Mengenrückgang hinnehmen. Die Preise für Vormauerziegel konnten jedoch um 6 % angehoben werden. Das Segment erreichte einen um 8 % höheren Umsatz von 171,6 Mio. € und ein EBITDA-Wachstum von 5 % auf 31,8 Mio. €. Die Ergebnisverbesserung hätte höher ausfallen können, wenn nicht die Energiekosten weiter gestiegen wären. Die USA erwirtschafteten 17 % vom Umsatz und 16 % vom EBITDA der Gruppe.
Die lange erwartete leichte Abschwächung des US-Wohnbaus wird Realität
Im Juni hat Wienerberger die Robinson Brick Company (RBC) in den USA übernommen. Das Unternehmen betreibt ein Ziegelwerk in Denver, drei Betonsteinfabriken sowie 17 Vertriebszentren in sechs Bundesstaaten (Colorado, Wyoming, Montana, Nebraska, Illinois und Oklahoma). Die Zusammenführung von RBC mit General Shale ist eine ideale geografische Ergänzung und lässt Synergien sowie zusätzliches Wachstumspotenzial im Westen der USA erwarten.Außerdem konnte im Mai mit Curley Building Materials Inc. in Carmel, Indiana, ein weiterer Ziegelfachhändler zur Stärkung des Direktvertriebs erworben werden. In der zweiten Jahreshälfte wird General Shale das Werk Lee County in North Carolina stilllegen und die Produktion zum effizienteren nahe gelegenen Standort Brickhaven verlagern, um die Herstellkosten weiter zu optimieren.
Für das Gesamtjahr wird derzeit ein Rückgang der "Housing Starts" um 7 % auf 1,92 Mio. Einheiten prognostiziert. Daraus wird sich auch eine Abschwächung der Ziegelnachfrage ergeben. Trotzdem erwarten wir durch die frühzeitig eingeleiteten Maßnahmen zur Optimierung der Herstellkosten und die Übernahme von Robinson Brick in 2006 eine weitere Umsatz- und Ergebnissteigerung im Vergleich zum Rekordjahr 2005.
| USA | 1-6/2005 | 1-6/2006 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 158,6 | 171,6 | +8 |
| EBITDA | in Mio. € | 30,3 | 31,8 | +5 |
| EBIT | in Mio. € | 23,7 | 24,2 | +2 |
| Gesamtinvestitionen | in Mio. € | 17,4 | 116,1 | >100 |
| Capital Employed | in Mio. € | 328,9 | 434,3 | +32 |
| Mitarbeiter | 2.172 | 2.224 | +2 | |
| Absatz Vormauerziegel | in Mio. WF | 611 | 604 | -1 |
Beteiligungen und Sonstiges umfasst vor allem die Holding und die ihr anrechenbaren Kosten sowie die Nicht-Kernaktivitäten der Gruppe: dazu gehören Immobilien und ein Ofenkachelwerk in Österreich. Der Umsatz des Bereiches stieg um 17 % auf 9,7 Mio. € während das EBITDA im Vergleich zum Vorjahr aufgrund höherer Holdingkosten um 50 % auf -8,7 Mio. € zurückging. Die 50 % Beteiligung an Pipelife wird at-equity konsolidiert und ist in den operativen Ergebnissen dieses Bereiches nicht enthalten. Das Unternehmen erwirtschaftete wie schon im Vorjahr zufriedenstellende Umsatz- und Ergebnissteigerungen.
| Beteiligungen und Sonstiges 1) | 1-6/2005 | 1-6/2006 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 8,3 | 9,7 | +17 |
| EBITDA | in Mio. € | -5,8 | -8,7 | -50 |
| EBIT | in Mio. € | -7,4 | -10,6 | -43 |
| Capital Employed | in Mio. € | 47,8 | 21,9 | -54 |
| Mitarbeiter | 150 | 173 | +15 |
1) Umsätze exklusive Konzerneliminierungen, Ergebnisse inklusive Holdingkosten
| in TEUR | 4-6/2006 | 4-6/2005 | 1-6/2006 | 1-6/2005 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 627.953 | 589.008 | 1.011.899 | 922.796 |
| Herstellungskosten | -384.527 | -352.762 | -642.553 | -575.691 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 243.426 | 236.246 | 369.346 | 347.105 |
| Vertriebskosten | -110.857 | -102.091 | -197.770 | -176.733 |
| Verwaltungskosten | -34.474 | -28.197 | -64.178 | -54.427 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -8.017 | -5.422 | -13.002 | -8.817 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 10.698 | 6.733 | 22.440 | 16.276 |
| Firmenwertabschreibung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Operatives Betriebsergebnis vor nicht-wiederkehrenden Posten | 100.776 | 107.269 | 116.836 | 123.404 |
| Nicht-wiederkehrende Abschreibungen und Vorsorgen aus Restrukturierungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Nicht-wiederkehrende Erträge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Betriebsergebnis nach nicht-wiederkehrenden Posten | 100.776 | 107.269 | 116.836 | 123.404 |
| Equity-Bewertung von assoziierten Unternehmen | 7.447 | 9.080 | 9.392 | 11.636 |
| Zinsergebnis | -10.693 | -12.409 | -22.539 | -22.676 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -146 | -2.485 | 234 | -621 |
| Finanzergebnis | -3.392 | -5.814 | -12.913 | -11.661 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 97.384 | 101.455 | 103.923 | 111.743 |
| Ertragsteuern | -21.183 | -21.789 | -22.795 | -22.803 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 76.201 | 79.666 | 81.128 | 88.940 |
| davon Ergebnis der Minderheiten | 1.711 | 1.118 | 987 | 1.074 |
| davon Ergebnis der Muttergesellschaft | 74.490 | 78.548 | 80.141 | 87.866 |
| Bereinigtes Ergebnis je Aktie vor nicht-wiederkehrenden Posten (in EUR) | 1,01 | 1,07 | 1,09 | 1,20 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 1,01 | 1,07 | 1,09 | 1,20 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 1,01 | 1,06 | 1,09 | 1,19 |
| Konzern | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1-6/2006 in TEUR |
Zentral- Osteuropa |
Zentral- Westeuropa |
Nord- Westeuropa |
USA | Beteiligungen und Sonstiges 1) |
Eliminie- rungen |
Wienerberger Gruppe |
| Umsatz | 258.033 | 193.782 | 403.523 | 171.552 | 9.745 | -24.736 | 1.011.899 |
| EBITDA | 54.268 | 37.076 | 82.431 | 31.814 | -8.641 | 196.948 | |
| EBIT | 28.726 | 20.411 | 54.078 | 24.183 | -10.562 | 116.836 | |
| Gesamtinvestitionen | 62.853 | 29.914 | 92.356 | 116.098 | 1.176 | -295 | 302.102 |
| Capital Employed | 591.917 | 428.519 | 1.063.986 | 434.343 | 21.919 | 2.540.684 | |
| Mitarbeiter | 4.554 | 1.968 | 4.188 | 2.224 | 173 | 13.107 | |
| 1-6/2005 | |||||||
| Umsatz | 223.314 | 180.833 | 370.135 | 158.556 | 8.343 | -18.385 | 922.796 |
| EBITDA | 58.234 | 35.635 | 83.422 | 30.306 | -5.921 | 201.676 | |
| EBIT | 32.523 | 18.544 | 56.128 | 23.697 | -7.488 | 123.404 | |
| Gesamtinvestitionen | 61.711 | 37.933 | 43.072 | 17.363 | 753 | 160.832 | |
| Capital Employed | 558.650 | 411.936 | 958.638 | 328.918 | 47.739 | 2.305.881 | |
| Mitarbeiter | 4.833 | 1.788 | 4.217 | 2.172 | 150 | 13.160 | |
1) der Bereich Beteiligungen und Sonstiges enthält Holdingkosten
| in TEUR | 30.6.2006 | 31.12.2005 |
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| Immaterielles Anlagevermögen | 629.454 | 563.906 |
| Sachanlagen | 1.583.889 | 1.507.125 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 32.179 | 32.984 |
| Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 114.809 | 106.503 |
| Übrige Finanzanlagen | 24.224 | 21.566 |
| Latente Steuern | 69.283 | 61.355 |
| Langfristiges Vermögen | 2.453.838 | 2.293.439 |
| Vorräte | 473.539 | 445.879 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 314.269 | 184.407 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | 111.648 | 103.567 |
| Wertpapiere | 46.128 | 22.402 |
| Zahlungsmittel | 246.227 | 219.876 |
| Kurzfristiges Vermögen | 1.191.811 | 976.131 |
| Summe Aktiva | 3.645.649 | 3.269.570 |
| PASSIVA | ||
| Gezeichnetes Kapital | 74.168 | 74.168 |
| Kapitalrücklagen | 415.052 | 415.052 |
| Gewinnrücklagen | 1.048.151 | 1.031.209 |
| Eigene Anteile | -22.252 | -28.133 |
| Unterschiedsbetrag Währungsumrechnung | -88.932 | -38.909 |
| Anteile in Fremdbesitz | 29.233 | 29.717 |
| Eigenkapital | 1.455.420 | 1.483.104 |
| Personalrückstellungen | 75.547 | 75.671 |
| Latente Steuerrückstellungen | 112.273 | 105.318 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 53.782 | 53.463 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 967.548 | 1.091.366 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 49.759 | 51.102 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 1.258.909 | 1.376.920 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 38.152 | 39.234 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 561.604 | 97.873 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 169.536 | 150.712 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 162.028 | 121.727 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 409.546 | |
| Summe Passiva | 3.645.649 | 3.269.570 |
| in TEUR | Konzern | Minderheiten | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2006 | 1.453.387 | 29.717 | 1.483.104 |
| Konzernergebnis/Minderheitenergebnis | 80.141 | 987 | 81.128 |
| Dividendenauszahlungen | -86.415 | -538 | -86.953 |
| Währungsumrechnung | -49.045 | -567 | -49.612 |
| Währungsumrechnung Equity-Beteiligungen | -978 | 0 | -978 |
| Hedging Reserven | 23.907 | 38 | 23.945 |
| Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen | 0 | 0 | 0 |
| Zugang/Abgang Minderheitenanteil | 0 | -404 | -404 |
| Veränderung eigener Anteile | 5.881 | 0 | 5881 |
| Aufwand Aktienoptionspläne | 636 | 0 | 636 |
| Übrige Veränderungen | -1.327 | 0 | -1.327 |
| Stand 30.6.2006 | 1.426.187 | 29.233 | 1.455.420 |
| in TEUR | 1-6/2006 | 1-6/2005 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 103.923 | 111.743 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 80.112 | 78.273 |
| Nicht-wiederkehrende Abschreibungen aus Restrukturierungen | 0 | 0 |
| Zuschreibungen auf das Anlagevermögen | -1.800 | -591 |
| Veränderung langfristiger Rückstellungen | 3.834 | 10.642 |
| Ergebnisübernahme aus assoziierten Unternehmen | -9.369 | -11.636 |
| Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen | -2.940 | -2.749 |
| Zinsergebnis | 22.539 | 22.676 |
| Gezahlte Zinsen | -44.926 | -42.358 |
| Erhaltene Zinsen | 14.240 | 22.954 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -18.804 | -16.438 |
| Cash-flow aus dem Ergebnis | 146.809 | 172.516 |
| Veränderungen Vorräte | -1.643 | -48.722 |
| Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -114.666 | -118.191 |
| Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 10.493 | 3.646 |
| Veränderungen übriges Netto-Umlaufvermögen | 19.522 | -7.751 |
| Währungsumrechnungsbedingte Veränderung von Nicht-Fondspositionen | -7.185 | -3.239 |
| Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 53.330 | -1.741 |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 10.616 | 13.613 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen | -148.983 | -125.621 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -2.838 | -334 |
| Veränderung Wertpapiere | 219 | -1.339 |
| Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen | -153.119 | -35.211 |
| Netto-Einzahlungen aus Unternehmensveräußerungen | 0 | 61 |
| Cash-flow aus Investitionstätigkeit | -294.105 | -148.831 |
| Veränderung langfristiger Finanzverbindlichkeiten | -123.818 | 117.781 |
| Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten | 472.248 | 105.586 |
| Gezahlte Dividende Wienerberger AG | -86.415 | -78.040 |
| Gezahlte Dividende und Kapitaländerungen bei Minderheitenanteilen | -522 | 0 |
| Dividendenausschüttungen aus assoziierten Unternehmen | 0 | 0 |
| Kapitalerhöhung Wienerberger AG | 0 | 0 |
| Einzahlung aus der Ausübung von Aktienoptionen | 4.561 | 0 |
| Erwerb eigener Aktien | 0 | -21.325 |
| Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit | 266.054 | 124.002 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | 25.279 | -26.570 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand | 1.072 | 2.331 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 219.876 | 86.492 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 246.227 | 62.253 |
| davon Zahlungsmittel | 246.227 | 62.253 |
Der Zwischenbericht zum 30.6.2006 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards, Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34), erstellt.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31.12.2005 werden unverändert angewandt. Wienerberger bilanziert die Emissionsrechte wie in 2005 weiterhin auf Basis von IAS 20 und IAS 38 mit den Anschaffungskosten von Null. Systemkonform sind auch in der Gewinn- und Verlustrechnung nur Aufwendungen für notwendige Beschaffungen wegen zu geringer Zuteilung bzw. Erträge aus der Veräußerung überzähliger Emissionsrechte enthalten.
Wienerberger steuert die Aktivitäten nach regionalen Gesichtspunkten. Daraus leitet sich die lokale Verantwortung des operativen Managements für alle Produkte in einem Land ab. Die Segmentberichterstattung trägt dem regionalen Fokus der Wienerberger Gruppe Rechnung und wurde gegenüber 31.12.2005 nicht verändert.
Unterschiede zu den österreichischen Rechnungslegungsvorschriften (HGB) ergeben sich zum Teil bei der Berechnung der latenten Steuern, der Behandlung von Firmenwerten aus der Kapitalkonsolidierung, der Bestimmung von Rückstellungen (u.a. Sozialkapital), der Bewertung von kurzfristig gehaltenen Wertpapieren, im Ausweis des außerordentlichen Ergebnisses und beim Ausweis des Personalaufwands aus Aktienoptionsplänen. Für weitere Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31.12.2005, der die Basis für den vorliegenden Zwischenbericht darstellt.
In den Konzernabschluss werden alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, an denen die Wienerberger AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Gemeinschaftsunternehmen der Schlagmann und Bramac Gruppe werden zu 50 % quotal konsolidiert. Die mit Stichtag 1.2.2006 erworbenen Unternehmen der Biegonice Gruppe in Polen wurden erstmals vollkonsolidiert. Mit 1.5.2006 wurden zwei weitere Werke in den Konzernabschluss einbezogen: ein Dachziegelwerk in Deutschland und ein Hintermauerziegelwerk im Großraum Gent, Belgien. Mit Wirkung vom 13.6.2006 wurde die Robinson Brick Company in Denver, Colorado, USA, mit einem Ziegelwerk und drei Betonsteinfabriken sowie mehreren Vertriebsniederlassungen im Westen der USA erworben. Darüber hinaus wurden noch ein Ziegelwerk in Österreich sowie ein Vormauerziegelwerk in Deutschland im Rahmen von Asset Deals erworben.
Im Vergleichszeitraum 1.1.2005 bis 30.6.2005 waren die von Müller Dachprodukte GmbH & Co. KG mit zwei Dachziegelwerken in Deutschland (mit 1.4.2005 erstkonsolidiert) nur zum Teil, die dänische Petersminde Teglvaerk A/S, mehrere im Rahmen von Assets Deals erworbene Ziegelwerke sowie die russischen, ukrainischen und bulgarischen Ziegelaktivitäten nicht enthalten.
Die Veränderungen des Konsolidierungskreises erhöhten für den Zeitraum 1.1.2006 bis 30.6.2006 anteilig mit 14.931 TEUR den Umsatz und mit 508 TEUR das EBITDA.
Wienerberger verkauft witterungsbedingt in den ersten und letzten Monaten des Jahres geringere Mengen als zur Jahresmitte. Diese saisonale Schwankung zeigt sich in den Relationen des ersten bzw. vierten Quartals, die grundsätzlich unter den Zahlen des zweiten und dritten Quartals liegen.
Der Konzernumsatz ist gegenüber dem ersten Halbjahr des Jahres 2005 um 10 % auf 1.011.899 TEUR gestiegen. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) lag mit 196.948 TEUR um 2 % unter dem Vorjahreswert von 201.676 TEUR.
Per 30.6.2006 betrug die Anzahl der ausgegebenen Aktien 74.167.796. Zum Stichtag wurden 644.005 eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden. Die gewichteten Aktien für den Zeitraum 1.1.2006 bis 30.6.2006 betragen 73.310.509.
Das Cash-flow Statement wurde weiter aufgegliedert, um Anforderungen des IAS 7 besser gerecht zu werden. Nunmehr wird vom Ergebnis vor Steuern ausgegangen. Zins- und Steuerzahlungen werden direkt im Cash-flow aus dem Ergebnis gezeigt. Die entsprechenden Korrekturen finden sich im Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit sowie im Finanzierungs-Cash-flow wieder. Die Vorjahreszahlen wurden in den entsprechenden Positionen angepasst.
Im 1. Halbjahr 2005 wurde die Veränderung der Hedging Reserve durch Währungsswaps innerhalb des Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit in der Position Währungsumrechnungsbedingte Veränderung von Nicht-Fondspositionen ausgewiesen. Die Gegenposition zur Hedging Reserve fand sich im Cash-flow aus der Investitionstätigkeit unter der Position Veränderung Wertpapiere, die somit positiver dargestellt wurde. Im vorliegenden Halbjahresabschluss werden die beiden Effekte gem. IAS 7 (wie bereits im Konzernabschluss zum 31.12.2005 angewendet) als nicht zahlungswirksam betrachtet und somit nicht im Cash-flow Statement ausgewiesen. Das Cash-flow Statement des Vergleichszeitraumes zum ersten Halbjahr 2005 wurde entsprechend angepasst.
Der Cash-flow aus dem Ergebnis von 146.809 TEUR lag im ersten Halbjahr um 15 % unter dem Vorjahr. Der Zahlungsmittelabfluss aus Gesamtinvestitionen von 302.102 TEUR resultierte mit 46.326 TEUR aus Instandhaltungs-, Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen (Normalinvestitionen) und mit 255.776 TEUR aus Werksneubauten, -erweiterungen und Akquisitionen (Wachstumsinvestitionen).
Die im ersten Halbjahr getätigten Normal- und Wachstumsinvestitionen erhöhten das Anlagevermögen um 302.102 TEUR. Die Nettoverschuldung stieg vorwiegend aufgrund der Investitionen, des saisonal bedingten Forderungsaufbaus und der Dividendenzahlung um 289.889 TEUR. Negative erfolgsneutrale Währungsumrechnungsdifferenzen im ersten Halbjahr 2006 in Höhe von 50.590 TEUR resultieren vor allem aus Ungarn, Polen und den USA. Dieser Eigenkapitalverminderung steht eine Erhöhung der Hedging Reserve von 23.945 TEUR und ein Mittelzufluss aufgrund der Ausübung von Aktienoptionen durch berechtigte Manager von 5.881 TEUR gegenüber. Das Konzernergebnis erhöhte das Konzerneigenkapital um 81.128 TEUR.
Der Vorstand der Wienerberger AG
Wien, August 2006
W. Reithofer H. Scheuch H. Tschuden J. Windisch
Wienerberger ist der einzige multinationale Anbieter von Ziegeln für Dach und Wand, mit derzeit insgesamt 245 Werken in 24 Ländern und 6 Exportmärkten. Wir konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen und verstärken laufend das geografische Portfolio. Dadurch gleichen sich Schwankungen in verschiedenen Märkten aus.Wir wollen nicht überall sein, sondern in jenen Märkten, in denen wir tätig sind, starke Marktpositionen aufbauen. Dabei gilt unser Augenmerk der weiteren Expansion nach Osten sowie der Konsolidierung im Westen.
Marktpositionen



| 22. August 2006 | Halbjahresabschluss 2006: Presse- und Analystenkonferenz in Wien |
|---|---|
| 23. August 2006 | Halbjahresabschluss 2006: Analystenkonferenz in London |
| 08. November 2006 | Ergebnisse zum 3. Quartal 2006 |
| 09./10. November 2006 | Capital Markets Day in Deutschland |
| 15. Februar 2007 | Vorläufige Ergebnisse 2006 |
| 27. März 2007 | Jahresabschluss 2006: Presse- und Analystenkonferenz in Wien |
| 28. März 2007 | Jahresabschluss 2006: Analystenkonferenz in London |
| 08. Mai 2007 | Ergebnisse zum 1. Quartal 2007 |
| 10. Mai 2007 | 138. o. Hauptversammlung im Austria Center Vienna |
| 21. August 2007 | Halbjahresabschluss 2007: Presse- und Analystenkonferenz in Wien |
| 22. August 2007 | Halbjahresabschluss 2007: Analystenkonferenz in London |
| 14. November 2007 | Ergebnisse zum 3. Quartal 2007 |
| Investor Relations Officer: | Thomas Melzer |
|---|---|
| Aktionärstelefon: | +43 (1) 601 92-463 |
| E-Mail: | [email protected] |
| Website: | www.wienerberger.com |
| Wiener Börse: | WIE |
| Reuters: | WBSV.VI |
| Bloomberg: | WIE AV |
| Datastream: | O: WNBA |
| ADR Level 1: | WBRBY |
| ISIN: | AT0000831706 |
http://geschaeftsbericht.wienerberger.com

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