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CA Immobilien Anlagen AG

Quarterly Report Aug 24, 2020

738_ir_2020-08-24_552ab927-4bd2-4aff-bd99-933869365245.pdf

Quarterly Report

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URBAN BENCHMARKS.

FINANZBERICHT ZUM 30. JUNI 2020

UNTERNEHMENSKENNZAHLEN 1)

ERGEBNISRECHNUNG
1.1.-30.6.2020 1.1.-30.6.2019 Veränderung
Mieterlöse Mio. € 118,1 111,4 6%
Nettomietergebnis Mio. € 105,9 96,1 10%
EBITDA Mio. € 90,3 82,7 9%
Ergebnis aus Geschäftstätigkeit (EBIT) Mio. € 60,7 195,8 –69%
Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) Mio. € 69,8 140,0 –50%
Konzernergebnis Mio. € 44,7 103,3 –57%
Operativer Cash-flow Mio. € 53,2 44,5 20%
Investitionen Mio. € 206,5 125,2 65%
FFO I (exkl. Verkäufe und vor Steuern) Mio. € 68,2 64,5 6%
FFO II (inkl. Verkäufe und nach Steuern) Mio. € 63,8 61,3 4%
BILANZKENNZAHLEN
30.6.2020 31.12.2019 Veränderung
Gesamtvermögen Mio. € 6.258,7 5.888,7 6%
Eigenkapital Mio. € 3.012,4 2.968,0 1%
Lang- und kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten Mio. € 2.462,0 2.097,3 17%
Nettoverschuldung Mio. € 1.682,4 1.656,3 2%
Net asset value (EPRA NAV) Mio. € 3.612,8 3.569,1 1%
Substanzwert (EPRA NNNAV) Mio. € 3.251,4 3.134,2 4%
Gearing (Netto) % 55,8 55,8 4 pp
Eigenkapitalquote % 48,1 50,4 –227 pp
LTV (Brutto) % 47,5 40,4 705 pp
LTV (Netto) % 32,5 31,9 52 pp
KENNDATEN ZUM IMMOBILIENVERMÖGEN
30.6.2020 31.12.2019 Veränderung
Gesamtnutzflächen (exkl. KFZ, exkl. Projekte) 2) 1.631.677 1.600.522 2%
Portfoliowert der Immobilien Mio. € 5.184,5 5.186,4 0%
Bruttorendite Bestandsimmobilien 3) % 5,4 5,5 –1 pp
Wirtschaftl. Vermietungsgrad 3) % 95,1 96,1 –104 pp
AKTIENKENNZAHLEN
1.1.-30.6.2020 1.1.-30.6.2019 Veränderung
Mieterlöse/ Aktie 1,27 1,20 6%
Operativer Cash Flow/ Aktie 0,57 0,48 20%
Ergebnis/ Aktie 0,48 1,11 –57%
Ergebnis/ Aktie (verwässert) 0,15 1,11 –86%
FFO I/ Aktie 0,73 0,69 6%
FFO II/ Aktie 0,69 0,66 4%
IFRS NAV/ Aktie 30.6.2020
32,38
31.12.2019
31,90
Veränderung
1%
EPRA NAV/ Aktie 38,84 38,37 1%
EPRA NNNAV/ Aktie 34,95 33,69 4%
Prämie/ Abschlag zu IFRS NAV/ Aktie % –8,43 17,39 n.m.
AKTIEN
Anzahl der Aktien Stk. 30.6.2020
98.808.336
31.12.2019
98.808.336
Veränderung
0%
Eigene Aktien Stk. 5.780.037 5.780.037 0%
0%
Anzahl der Aktien im Umlauf Stk. 93.028.299 93.028.299

1) Die Kennzahlen auf dieser Seite beziehen sich auf die im 100% Eigentum von CA Immo stehenden Immobilien (vollkonsolidiert)

2) Inkl. Superädifikate und vermietbare Freiflächen

3) Exkl. des kürzlich fertig gestellt und in den Bestand übernommenen Bürogebäudes MY.O (München), das sich noch in der Stabilisierungsphase befindet..

Ø Anzahl Aktien Stk. 98.808.336 98.808.336 0% Ø Eigene Aktien Stk. 5.780.037 5.780.037 0% Ø Anzahl der Aktien im Umlauf Stk. 93.028.299 93.028.299 0% Ø Kurs/ Aktie € 33,00 32,51 2% Börsenkapitalisierung (Stichtag) Mio. € 2.929,7 3.700,4 –21% Ultimokurs € 29,65 37,45 –21% Höchstkurs € 41,85 37,60 11% Tiefstkurs € 20,65 27,36 –25%

VORWORT DES VORSTANDES

v.l.n.r.: Andreas Quint (CEO), Keegan Viscius (CIO), Andreas Schillhofer (CFO)

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE, SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN!

Das erste Halbjahr 2020 war auch für unser Unternehmen von der Covid-19 Pandemie geprägt. Dank unseres hochwertigen, innerstädtischen Portfolios, der sehr guten Mieterstruktur und unserer lokal verankerten, persönlichen Mieterbetreuung konnten wir negative Auswirkungen bisher minimieren. Auf unser operatives Geschäft haben sich die Pandemie und ihre vielfältigen Folgen im Berichtszeitraum somit kaum niedergeschlagen.

Solide Entwicklung von Mieterlösen und nachhaltigem Ergebnis (FFO I)

Wir verbuchten in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 einen soliden Zuwachs der Nettomieterlöse um 10,2% auf 105,9 Mio. € (1H 2019: 96,1 Mio.€). Diese Ertragssteigerung steht – neben der erfolgreichen Bewirtschaftung des Bestandsportfolios mit einer hohen Vermietungsquote – in Zusammenhang mit dem organischen Portfoliowachstum durch eigene Projektfertigstellungen in den vergangenen Monaten. Die Covid-19-Pandemie hat das Nettomietergebnis im ersten Halbjahr 2020 – in Form von Mietreduktionen und unter Berücksichtigung von Anreizvereinbarungen (mietfreie Zeiten) – mit insgesamt –2,6 Mio. € belastet.

Das operative Ergebnis EBITDA stieg im Jahresvergleich um 9,1% auf 90,3 Mio. € (1H 2019: 82,7 Mio. €). Bereinigt um eine im zweiten Quartal gebuchte Rückstellung für mögliche Gerichtsgebühren (im Zusammenhang mit der Schadenersatzklage gegen die Republik Österreich und das Land Kärnten in der Causa BUWOG) lag das EBITDA mit 115,8 Mio. € um 39,9% über dem Vorjahreswert.

Das nachhaltige Ergebnis (FFO I) lag im Berichtszeitraum bei 68,2 Mio. € und somit 5,7% über dem Vorjahreswert von 64,5 Mio. €.

Wertanpassungen v. a. für Hotel- und Einzelhandelsimmobilien bewirken Neubewertungsverlust

Das Neubewertungsergebnis des ersten Halbjahres in Höhe von –27,0 Mio. € zeigte negative Wertanpassungen, die sich in erster Linie auf unmittelbar von den Folgen der Pandemie betroffene Immobilien mit den Hauptnutzungsarten Hotel und Einzelhandel sowie auf Bestandsgebäude in CEE konzentrierten. Diese negativen Wertanpassungen wurden jedoch durch eine Erhöhung der Marktwerte in Deutschland abgemildert, welche im Wesentlichen aus objektspezifischen Veränderungen (z.B. Erlangung von Planungssicherheit für ein Projekt in Frankfurt bzw. Bodenwerterhöhungen) sowie Projektfortschritte und Fertigstellungen von Büroprojekten entstanden.

Das Periodenergebnis lag – vor allem bedingt durch das schwächere Neubewertungsergebnis – mit 44,7 Mio. € deutlich unter dem Vorjahreswert (1H 2019: 103,3 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie belief sich zum Bilanzstichtag auf 0,48 € (1H 2019: 1,11 € je Aktie).

Bilanzstärke und hohe Liquidität

CA Immo verfügt über eine äußerst robuste Bilanz mit einer Eigenkapitalquote von 48,1%, einem Loan-to-Value-Verhältnis von 32,5% (netto, unter Berücksichtigung der liquiden Mittel des Konzerns) und liquiden Mitteln in Höhe von 777,8 Mio. €. Das Investment Grade Rating der CA Immo (Baa2 mit stabilem Ausblick) wurde zuletzt am 18. März 2020 von Moody's bestätigt. Der Substanzwert (EPRA NAV, unverwässert) lag zum Stichtag bei 38,84 € je Aktie (31.12.2019: 38,37 € je Aktie), der IFRS NAV stand bei 32,38 € je Aktie (31.12.2019: 31,90 €).

Kontinuierliches Portfoliowachstum

Im ersten Halbjahr 2020 haben wir zwei voll vermietete Berliner Bürogebäude neu in unser Bestandsportfolio übernommen: das von CA Immo entwickelte MY.B. in der Nähe des Hauptbahnhofs sowie ein rd. 10.000 m² fassendes Bürogebäude am südlichen Rand des Potsdamer Platz, das wir Anfang April erworben haben. Parallel dazu haben wir das im ersten Quartal fertig gestellte Bürogebäude cube berlin an den neuen Eigentümer übergeben und somit den Verkauf abgeschlossen. Der Wert des Bestandsportfolios hat sich in Folge über das erste Halbjahr auf 4,5 Mrd. € erhöht (31.12.2019: 4,3 Mrd. €). Inklusive des Immobilienvermögens in Entwicklung (inkl. Grundstücksreserven sowie Projekte im Bau) lag der Wert des gesamten Immobilienvermögens zum Stichtag unverändert bei 5,2 Mrd. €.

Konstant hohe Vermietungsquote

Die konzernweite Vermietungsquote stand zum 30.6.2020 mit 95,1% weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. In Summe wurden im ersten Halbjahr 2020 rd. 75.000 m² vermietbare Nutzfläche neu vermietet bzw. verlängert. 24% aller Mietverträge betrafen Neuvermietungen bzw. Flächenexpansionen, 76% entfielen auf Vertragsverlängerungen.

Dividenden-Beschlussvorschlag unverändert

Angesichts der Covid-19 Pandemie findet die 33. ordentliche Hauptversammlung am 25. August 2020 als virtuelle Veranstaltung statt. Im Zuge der Hauptversammlung wird der Beschluss über die Verwendung des Bilanzgewinns 2020 und eine Dividendenauszahlung gefällt. Der von uns im März in Aussicht gestellte Beschlussvorschlag von 1,00 € je dividendenberechtigter Aktie (entspricht einer Anhebung um rund 11% zum Vorjahr) ist unverändert gültig. Alle Informationen zur Hauptversammlung und deren Ergebnisse finden Sie auf unserer Konzernwebsite.

Ausblick und Prognose für das Geschäftsjahr 2020

Als Betreiber von Class-A-Büroflächen in gut angebundenen innerstädtischen Lagen erwarten wir weiterhin nur geringfügige bzw. kurzfristige Einbußen durch die Pandemie. Nichtsdestotrotz können wir die vollen Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf unser operatives Geschäft noch nicht abschließend bewerten. Die Jahreszielsetzung für das nachhaltige Ergebnis (FFO I) liegt bei > 126 Mio. € (Jahreszielsetzung 2019: > 125 Mio. €).

Wien, 24. August 2020 Der Vorstand

Andreas Quint (Vorstandsvorsitzender)

Dr. Andreas Schillhofer (Mitglied des Vorstands)

Keegan Viscius (Mitglied des Vorstands)

KAPITALMÄRKTE

KURSENTWICKLUNG, BÖRSEUMSÄTZE UND MARKTKAPITALISIERUNG DER CA IMMO-AKTIE

Der Ausbruch der Covid-19 Pandemie hat die globalen Finanz- und Immobilienmärkte in Mitleidenschaft gezogen. Viele Länder haben allgemeine Lockdowns und Reisebeschränkungen eingeführt. Infolgedessen war die Marktaktivität in vielen Sektoren stark beeinträchtigt. Internationale Aktienmärkte sahen sich teils starken Verwerfungen ausgesetzt. Aufgrund der erheblichen Maßnahmen, welche getroffen wurden um die Pandemie zu begrenzen, kam es seit Mitte März zu Erholungseffekten an den Märkten. So öffneten die Notenbanken weltweit die Liquiditätsschleusen in einem nie dagewesenen Ausmaß und Regierungen verabschiedeten signifikante Fiskalprogramme.

Die CA Immo Aktie verzeichnete seit Jahresbeginn ein Minus von rund 21% und schloss per Ultimo mit 29,65 €. Im Vergleich dazu erzielte der ATX ein Minus von rund 30%. Der europäische Immobilien-Index EPRA (exkl. UK) verlor im Vergleichszeitraum rund 20%. Ihr Jahreshoch erreichte die CA Immo-Aktie am 14. Februar 2020 mit 41,85 €. Das Jahrestief lag am 19. März 2020 bei 20,65 €.

Die Börsenkapitalisierung der CA Immo belief sich zum 30. Juni 2020 auf rund 2,9 Mrd. € (31.12.2019: 3,7 Mrd. €). Der durchschnittliche Stückumsatz pro Tag (Einfachzählung) erhöhte sich im Vergleich zum Berichtszeitraum des Vorjahres um 59% und lag bei 129,0Tsd. Stück Aktien versus 81,2Tsd. Stück im Jahr 2019. Die durchschnittliche tägliche Liquidität der Aktie (Einfachzählung) stieg im Vergleich zum Jahr 2019 ebenfalls um rund 55% und lag bei 4,1 Mio. € (2019: 2,6 Mio. €).

EINJÄHRIGER PERFORMANCEVERGLEICH (01.07.2019 BIS 30.06.2020)

CA Immo-Aktie –9,47%
ATX –25,29%
IATX –18,84%
EPRA Developed Europe (ex UK) –8,73%

Quelle: Bloomberg

ANALYSTEN COVERAGE

Aktuell wird CA Immo von acht Investmenthäusern bewertet. Die zuletzt publizierten 12-Monats-Kursziele liegen in einer Bandbreite von 34,00 € und 49,00 €, der Schätzungsmedian beläuft sich auf 37,15 €. Auf Basis des Schlusskurses zum 30. Juni 2020 errechnet sich daraus ein Kurspotenzial von rund 25%.

ANALYSTEN-EMPFEHLUNGEN

Deutsche Bank 26.05.2020 43,00 € Buy
Kepler Cheuvreux 27.05.2020 35,00 € Buy
SRC Research 28.05.2020 35,00 € Buy
Raiffeisen Centrobank 27.05.2020 39,00 € Buy
Wood & Company 27.05.2020 36,30 € Hold
Erste Group 27.05.2020 38,00 € Buy
Baader-Helvea 26.03.2020 34,00 € Reduce
HSBC 26.02.2020 49,00 € Buy
Average 38,66 €
Median 37,15 €

ANLEIHEN

Zum Bilanzstichtag notierten sechs Unternehmensanleihen von CA Immo im Amtlichen Handel an der Wiener Börse bzw. teilweise im Geregelten Markt der Börse von Luxemburg (Bourse de Luxembourg). Die Wandelschuldverschreibungen wurden in den Handel im ungeregelten Dritten Markt (multilaterales Handelssystem) der Wiener Börse einbezogen.

GRUNDKAPITAL UND AKTIONÄRSSTRUKTUR

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag 718.336.602,72 € und verteilte sich auf vier Namensaktien sowie 98.808.332 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je 7,27 €. Die Inhaberaktien notieren im Prime Market der Wiener Börse (ISIN: AT0000641352).

Mit einer Beteiligung von rund 28% (27.443.544 Inhaberaktien sowie vier Namensaktien, zum Zeitpunkt der Berichterstattung) ist SOF-11 Klimt CAI S.à r.l., Luxemburg, eine von Starwood Capital Group verwaltete Gesellschaft, größter Aktionär von CA Immo. Starwood ist ein auf globale Immobilieninvestitionen konzentrierter Finanzinvestor. Die übrigen Aktien von CA Immo befinden sich im Streubesitz von institutionellen und privaten Investoren. Zu den weiteren größeren Aktionären zählen

aktuell die S IMMO Gruppe (rund 6%). Weitere Aktionäre mit einer Beteiligung von mehr als 4% sind nicht bekannt. Die Gesellschaft hielt zum Bilanzstichtag 5.780.037 eigene Aktien.

AKTIENKENNZAHLEN

30.6.2020 31.12.2019
IFRS NAV/ Aktie 32,38 31,90
EPRA NAV/ Aktie 38,84 38,37
EPRA NNNAV/ Aktie 34,95 33,69
Prämie/ Abschlag zu IFRS NAV/ Aktie % –8,43 17,39
Prämie/ Abschlag zu EPRA NAV/ Aktie % –23,65 –2,39
Prämie/ Abschlag zu EPRA NNNAV/ Aktie % –15,17 11,16
Anzahl der Aktien Stk. 98.808.336 98.808.336
Eigene Aktien Stk. 5.780.037 5.780.037
Anzahl der Aktien im Umlauf Stk. 93.028.299 93.028.299
Ø Anzahl Aktien Stk. 98.808.336 98.808.336
Ø Eigene Aktien Stk. 5.780.037 5.780.037
Ø Anzahl der Aktien im Umlauf Stk. 93.028.299 93.028.299
Ø Kurs/ Aktie 33,00 32,51
Börsenkapitalisierung (Stichtag) Mio. € 2.929,7 3.700,4
Höchstkurs 41,85 37,60
Tiefstkurs 20,65 27,36
Ultimokurs 29,65 37,45

ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUR CA IMMO-AKTIE

Art der Aktien Stückaktien
Börsennotierung Wiener Börse, Prime Market
Indizes ATX, ATX-Prime, IATX, FTSE EPRA/NAREIT Europe, GPR IPCM LFFS Sustainable GRES,
WBI
Spezialist Tower Research Capital Europe BV
Market Maker Erste Group Bank AG, HRTEU Limited, Raiffeisen Centrobank AG, Société Générale S.A.,
Susquehanna International Securities Limited
Börsekürzel / ISIN CAI / AT0000641352
Reuters CAIV.VI
Bloomberg CAI:AV
E-Mail [email protected]
Website www.caimmo.com

Investor Relations Kontakt:

Christoph Thurnberger Head of Capital Markets Co-Head of Corporate Development T: +43 1 532 59 07-504 F: +43 1 532 59 07-550 [email protected] Claudia Höbart Head of Corporate Office

T: +43 1 532 59 07-502 F: +43 1 532 59 07-550 [email protected]

FINANZKALENDER 2020

15. AUGUST

NACHWEISSTICHTAG FÜR DIE 33. ORDENTLICHE HAUPTVERSAMMLUNG

  1. AUGUST / 25. AUGUST HALBJAHRESFINANZBERICHT 2020 / PRESSEKONFE-RENZ HALBJAHRESERGEBNIS

25. AUGUST

  1. ORDENTLICHE HAUPTVERSAMMLUNG

27. AUGUST / 28. AUGUST / 31. AUGUST EX-TAG (DIVIDENDE) / RECORD DATE (DIVIDENDE) / DIVIDENDENZAHLTAG

  1. NOVEMBER ZWISCHENBERICHT ZUM 3. QUARTAL 2020

24. MÄRZ / 25. MÄRZ (2021)

VERÖFFENTLICHUNG JAHRESERGEBNIS 2020 / BILANZPRESSEKONFERENZ

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

KONJUNKTURTREND1)

Der Ausbruch der Covid-19 Pandemie hat die globalen Finanz- und Immobilienmärkte in Mitleidenschaft gezogen. Viele Länder haben allgemeine Lockdowns und Reisebeschränkungen eingeführt. Infolgedessen war die Marktaktivität im zweiten Quartal 2020 in vielen Sektoren stark beeinträchtigt. Internationale Aktienmärkte sahen sich teils starken Verwerfungen ausgesetzt.

Jüngste Wirtschaftsdaten deuten inzwischen auf eine Wiederaufnahme der Wirtschaftstätigkeit im Euroraum hin, obwohl das Aktivitätsniveau deutlich unter dem vor dem Ausbruch der Covid-19 Pandemie herrschenden Niveau liegt und die Aussichten nach wie vor höchst unsicher sind. Obwohl die Eindämmungspolitik weltweit gelockert wurde, bleibt die globale Erholung ungleichmäßig und unsicher. Umfragedaten deuten darauf hin, dass die beispiellose Schrumpfung der Weltwirtschaft in der ersten Hälfte des Jahres 2020 die Talsohle durchschritten hat, während das vorsichtige Verbraucherverhalten auf eine schleppende Wachstumsdynamik hindeutet. Es gibt Anzeichen für eine Erholung des Konsums und auch die Industrieproduktion hat sich erholt. Gleichzeitig belasten die gedämpften Arbeitsmarktbedingungen und die vorsorgliche Spartätigkeit der Haushalte die Verbraucherausgaben. Schwache Geschäftsaussichten und hohe Unsicherheit dämpfen die Investitionen, während die Schwäche der Weltwirtschaft die Auslandsnachfrage nach Waren und Dienstleistungen des Euroraums behindert.

Nachdem das reale BIP des Euroraums im ersten Quartal 2020 von Quartal zu Quartal um 3,6%, sowie in der EU um 3,2%, zurückgegangen war, verzeichnete das zweite Quartal einen weiteren Rückgang um 12,1% im Euroraum und 11,9% in der EU.

Die (saisonbereinigte) Arbeitslosenquote bewegte sich im Juni, dem Monat, in dem die meisten Mitgliedstaaten begannen, die Covid-19 Eindämmungsmaßnahmen aufzuheben, in der Eurozone mit 7,8% bzw. in der EU insgesamt mit 7,1% jeweils deutlich über den für Mai veröffentlichten Arbeitslosenquoten. Die Staatsverschuldung in der Eurozone betrug zum Ende des ersten Quartals 2020 86,3% gegenüber 84,1% des Bruttoinlandsprodukts am Ende des vierten Quartals 2019. In der EU stieg die Quote von 77,7% auf 79,5%. Von einem weiteren Anstieg der Staatsverschuldung aufgrund der verabschiedeten Hilfspakete ist auszugehen.

Die Jahresinflationsrate im Euroraum lag im Juli 2020 mit 0,4% leicht über der des Vormonats (0,3%). Die Inflation liegt demnach aktuell weit unter dem Zielwert der EZB von unter, aber nahe 2,0%. Im ersten Quartal 2020 sank der reale Pro-Kopf-Konsum der privaten Haushalte im Euroraum um 3,0% (2,9% in der EU), nach einem Rückgang von 0,4% (0,2% in der EU) im Vorquartal. Dieser Rückgang ist der höchste jemals verzeichnete seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1999. Das reale Pro-Kopf-Einkommen der privaten Haushalte stieg im ersten Quartal 2020 um 1,1% (1,2% in der EU) nach einem Rückgang von 1,1% (1,0% in der EU) im vierten Quartal 2019.

Laut der jüngsten Veröffentlichung von Eurostat lag die Arbeitslosenrate in Deutschland im Juni 2020 bei 4,2%. Die deutsche Wirtschaft verzeichnete im zweiten Quartal 2020 ein BIP-Rückgang von 10,1% (1. Quartal 2020: -2,0%). Die Inflationsrate für Deutschland wurde im Juni 2020 mit 0,8% angegeben. Die Wirtschaft Österreichs ist im zweiten Quartal 2020 mit einem Rückgang des realen BIP um 10,7% (1. Quartal 2020: -2,4%) geschrumpft. Die Inflationsrate lag im Juni 2020 bei 1,1%, die Arbeitslosenquote bei 5,7%.

Der in den Vorjahren zu beobachtende positive konjunkturelle Trend auf den Kernmärkten der CA Immo in der CEE-Region konnte sich aufgrund des Ausbruchs der Covid-19 Pandemie und der damit einhergehenden wirtschaftlichen Einschränkungen nicht gleichermaßen fortsetzen. Jedoch zeigten die CA Immo CEE-Kernmärkte im ersten Quartal 2020 im Vergleich zur EU und zum Euroraum noch ein positives bzw. weniger negatives Wirtschaftswachstum.

Innerhalb der CEE-Kernmärkte verzeichnete Rumänien im ersten Quartal 2020 mit 2,7% das größte BIP-Wachstum und verzeichnete damit einen Rückgang im Vergleich zum Vorquartal (3,9%). Auch die Wirtschaft Ungarns und Polens entwickelten sich mit einem Anstieg des BIP um 2,0% und 1,7% positiv (4. Quartal 2019: 4,4% und 3,5%). In der Tschechischen Republik schrumpfte das BIP im ersten Quartal um 2,0% (4. Quartal 2019: +2,0%) Die Arbeitslosenquote in den CEE-Ländern liegt weiterhin deutlich unter dem Durchschnitt der Eurozone; sie lag im Juni 2020 in der Tschechischen Republik bei 2,6%, in Polen bei 3,0%, in Ungarn bei 4,8% (Mai 2020) und in Rumänien bei 5,2%.

GELDMARKT UND ZINSUMFELD 1)

Auf seiner Sitzung im Juli 2020 bestätigte der EZB Rat, den Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte sowie die Zinssätze für die Spitzenrefinanzierungs- und die Einlagefazilität unverändert bei 0,00%, 0,25% und –0,50% zu belassen. Der EZB-Rat geht davon aus, dass die EZB-Leitzinsen so lange auf ihrem aktuellen oder einem niedrigeren Niveau bleiben werden, bis er feststellt, dass sich die Inflationsaussichten in seinem Projektionszeitraum deutlich einem Niveau annähern, das hinreichend nahe, aber unter 2% liegt, und dass sich diese Annäherung in der Dynamik der zugrundeliegenden Inflation durchgängig widerspiegelt. Weiterhin wurde beschlossen, die Ankäufe im Rahmen des Pandemie-Notfallankaufprogramms (Pandemic Emergency Purchase Programme – PEPP) mit einem Umfang von insgesamt 1.350 Mrd € fortzusetzen. Die Ankäufe sollen zur Lockerung des allgemeinen geldpolitischen Kurses beitragen und helfen, der pandemiebedingten Abwärtsverschiebung der projizierten Inflationsentwicklung entgegenzuwirken. Der EZB-Rat wird die Nettoankäufe im Rahmen des PEPP mindestens bis Ende Juni 2021 und in jedem Fall so lange durchführen, bis die Phase der Coronavirus-Krise seiner Einschätzung nach überstanden ist. Dieses Pandemie-Nofallankaufprogramm stellt die bisher größte dagewesene Unterstützungsmaßnahme in der Geschichte der EU dar.

Auf der letzten Pressekonferenz zur jüngsten geldpolitischen Sitzung des EZB-Rats bestätigte Christine Lagarde (Präsidentin der EZB), dass man angesichts des derzeitigen Umfelds, in dem ein hohes Maß an Unsicherheit und eine deutliche wirtschaftliche Unterauslastung herrschen, fest entschlossen sei, innerhalb des Mandats der EZB alles zu tun, was erforderlich ist, um alle Menschen im Euroraum in dieser äußerst schwierigen Zeit zu unterstützen.

Als im März dieses Jahres klar wurde, dass die Covid-19 Pandemie und die daraus resultierenden Lockdown-Maßnahmen zu einem Zusammenbruch der Wirtschaftstätigkeit führen würden, sind die Renditen der Staatsanleihen europäischer Mitgliedsstaaten sprunghaft in die Höhe geschnellt. Das massive Pandemie-Notfallankaufprogramm der EZB, das Mitte März mit 750 Mrd. € angekündigt und im Juli auf 1.350 Mrd. € erweitert wurde, hat die Stimmung auf den Märkten in der Folge verbessert und das Vertrauen der Anleger gestärkt, sodass annähernd wieder das Vorkrisenniveau erreicht wurde. Auch die Spreads zwischen den Renditen deutscher Staatsanleihen und deren südeuropäischer Länder – ein wichtiger Gradmesser für das Länderrisiko in der Eurozone – erreichte zuletzt wieder das Niveau von Mitte März.

Der weltweite Markt für Unternehmensanleihen erlebte in den ersten sechs Monaten des Jahres ein Rekordhalbjahr. So stieg die weltweite Emission von Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating im zweiten Quartal 2020 um 69% und im ersten Halbjahr 2020 um 40% im Jahresvergleich. Durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19 Pandemie erfuhren die Renditen der emittierten Unternehmensanleihen zwischenzeitlich eine deutliche Ausweitung, bevor diese gegen Mitte des Jahres wieder einen Rückgang verzeichnen konnten. CA Immo nutzte Anfang Februar das vor Ausbruch der Covid-19 Pandemie außerordentlich gute Fenster zur Begebung einer 7-jährigen Benchmark-Unternehmensanleihe in Höhe von 500 Mio. € mit einem Cash-Coupon von 0,875%.

1) Quellen: EZB

IMMOBILIENMÄRKTE

Immobilien-Investmentmarkt1)

Die Transaktionsaktivität auf dem europäischen Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien lag nach den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 mit rund 44 Mrd. € 38% unter dem Wert des Vorjahres. Die Investitionstätigkeit war vor allem im April und Mai sehr stark durch die von den Regierungen verhängten Lockdown-Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19 Pandemie beeinträchtigt. Im Juni kam es zu einer leichten Erholung und einer steigenden Transaktionstätigkeit, als die Reisebeschränkungen und Sperrmaßnahmen gelockert wurden.

Im ersten Halbjahr 2020 wurden auf dem deutschen Immobilien-Investmentmarkt ein Transaktionsvolumen von 41,8 Mrd. € insgesamt und 29,3 Mrd. € in Gewerbeimmobilien verzeichnet. Dies entspricht einem Plus von 34% bzw. 21% im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Anstieg ist vor allem auf das starke erste Quartal zurückzuführen. Verglichen mit dem ersten Quartal ging das Transaktionsvolumen im zweiten Quartal um 52% auf 13,6 Mrd. € zurück. Angesichts der drastischen wirtschaftlichen Verwerfungen in Folge der Covid-19 Pandemie ist dies jedoch immer noch ein gutes Ergebnis, welches das große Vertrauen der Investoren in den deutschen Immobilienmarkt hervorhebt. Der Anteil internationaler Anleger blieb mit 47% in etwa auf Vorjahresniveau. Ein Covid-19 bedingter Preisabschlag, wie von manchen Marktakteuren befürchtet, ist bisher nicht zu beobachten. So wird die Büro-Spitzenrendite im 2. Quartal für Frankfurt mit 2,90% (Q2 2019: 3,00%) angegeben, Berlin steht bei 2,70% (3,10%) und München liegt bei 2,60% (2,90%).

In Wien lag die Büro-Spitzenrendite im 2. Quartal 2020 stabil bei 3,45%. Nach einem starken ersten Quartal deutet auch auf den CEE Märkten alles auf einen Rückgang der Investmenttätigkeit hin. Die Büro-Spitzenrenditen lagen zum Stichtag in Prag bei 4,25%, in Warschau bei 4,50%, in Budapest bei 5,75% und Bukarest bei 7,00%.

Büroimmobilienmärkte2)

Im ersten Halbjahr 2020 wurden auf den fünf wichtigsten Büromärkten Deutschlands mit 1,03 Mio. m² ca. 37% weniger vermietet als im ersten Halbjahr 2019. Grund für den rückläufigen Büroflächenumsatz ist nicht zuletzt das erschwerte Marktumfeld durch die Covid-19 Pandemie.

Der Büroflächenumsatz in Berlin summierte sich in den ersten zwei Quartalen 2020 auf rund 271.100 m². Dies bedeutet einen Rückgang von 30% im Vorjahresvergleich.

Eine Entspannung des Berliner Bürovermietungsmarktes, der weiterhin durch geringe Leerstände und eine hohe Nachfrage geprägt ist, ist dennoch auch weiterhin nicht in Sicht. Die im Vergleich zum Vorquartal nur leicht auf 1,5% gestiegene Leerstandsrate bleibt weiterhin gering und spiegelt die anhaltende Angebotsknappheit wider. Dies führt laut CBRE im Jahresvergleich zu einem Anstieg der Spitzenmiete, die aktuell mit 37,50 €/m²/Monat (+7% im Jahresvergleich) angegeben wird. Die gewichtete Durchschnittsmiete stieg um 16% im Jahresvergleich auf 27,63 €/m²/Monat. Im Vergleich zum ersten Quartal 2020 fand im zweiten Quartal jedoch nur noch ein moderates Wachstum der Spitzen- und Durchschnittsmieten statt. Das Bürofertigstellungsvolumen im ersten Halbjahr liegt mit rund 282.000 m² rund 27% unter dem Vorjahreswert.

In Frankfurt lag der Flächenumsatz in den ersten sechs Monaten bei rund 103.600 m2 . Nach einem schwachen ersten Quartal führte der Covid-19 bedingte Lockdown und die damit verbundenen Einschränkungen im zweiten Quartal zu einem deutlichen Rückgang des Büroflächenumsatzes von 62% im Vergleich zum Vorjahr. Die Leerstandsrate sank im Jahresvergleich um 30 Basispunkte auf aktuell 6,9%. Die Spitzenmiete blieb im Jahresvergleich stabil auf 44,00 €/m²/Monat (+5%). Da Flächen mit erstklassiger Ausstattungsqualität auch in diesem Halbjahr nachgefragt waren, stieg die gewichtete Durchschnittsmiete auf 22,77 €/m²/Monat (+9% im Vorjahresvergleich).

München verzeichnete im ersten Halbjahr 2020 einen Büroflächenumsatz von rund 328.400 m² und somit 24% weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Knapp die Hälfte des Umsatzes (48%) entfiel auf laufende Bauvorhaben. Der Standort ist weiterhin von Angebotsknappheit in Toplagen geprägt. Der konstant niedrige Leerstand steht aktuell bei 3,0%, 20 Basispunkte über dem Wert des Vorjahres. Abschlüsse auf Spitzenmietenniveau und darüber hinaus waren aufgrund des fehlenden Flächenangebots Mangelware. Daher blieb die erzielbare Spitzenmiete stabil bei 39,50 €/m²/Monat (+3% im Jahresvergleich). Die gewichtete Durchschnittsmiete erreichte ein neues Topniveau mit 24,67 €/m²/Monat, einem Anstieg von 17% im Jahresvergleich. Das Fertigstellungsvolumen im ersten Halbjahr lag bei 93.100 m² (-32% im Jahresvergleich). Lediglich 8% hiervon erreichten den Markt unvermietet.

1) Quellen: Daten bereitgestellt von CBRE Research, CBRE European Investment Snapshot Q2 2020, CBRE Marketview Deutschland Gewerbeinvestmentmarkt H1 2020, CBRE Büroinvestment Marketview H1 2020

2) Quellen: Daten bereitgestellt von CBRE Research, CBRE Deutschland Sektor Outlook, CBRE Berlin, Frankfurt, München Büromarkt Q2 2020

Die Vermietungsleistung in Wien belief sich nach zwei Quartalen auf rund 56.500 m² und somit 47% weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Für die zweite Jahreshälfte 2020 wird gem. CBRE eine höhere Nachfrage erwartet. Die Leerstandsrate liegt aktuell bei 4,6%, die Spitzenmieten weiterhin bei 25,00 €/m²/Monat.

Am Büromarkt in Warschau wurden in den ersten sechs Monaten rund 232.500 m² vermietet. Dies entspricht einem Rückgang von 16% im Vergleich zu den ersten beiden Quartalen des Vorjahres. Für das Gesamtjahr rechnet CBRE mit einem Vermietungsvolumen von bis zu 500.000 m². Die Leerstandsrate sank im Vergleich zum Vorjahr um 65 Basispunkte auf 7,90%. Die Entwicklungstätigkeit bleibt mit rund 700.000 m² aktuell im Bau auf dem Vorjahresniveau. Die Spitzenmieten werden weiterhin konstant mit 25,00 €/m²/Monat angegeben. In Prag wurden im ersten Halbjahr Vermietungsaktivitäten von rund 98.600 m² registriert (-41% zum Vorjahr). Die Leerstandsrate erhöhte sich im Vergleich zum Vorquartal um 70 Basispunkte auf 6,1%. Die erzielbare Spitzenmiete

liegt bei 23,00 €/m²/Monat. Das aktuelle Entwicklungsvolumen liegt bei rund 167.000 m², wovon aktuell ca. 34% vorvermietet sind.

Auch in Budapest wurde im ersten Halbjahr 2020 eine geringere Nachfrage nach Büroflächen registriert (90.900 m², -49% zum Vorjahr). Die Leerstandsrate erhöhte sich vom ersten auf das zweite Quartal 2020 um rund 110 Basispunkte auf 7,3%. Die Entwicklungstätigkeit gewann in den letzten Jahren mehr an Dynamik und liegt aktuell bei rund 540.000 m² im Bau. Die aktuell erzielbare Spitzenmiete liegt konstant bei 26,00 €/m²/Monat. In Bukarest summierte sich die Vermietungsleistung nach zwei Quartalen auf rund 59.800 m². Dies entspricht einem Rückgang von 60% im Vergleich zum Vorjahr. Derzeit befinden sich ca. 433.000 m² im Bau, was in etwa dem Vorjahreswert entspricht. Die Leerstandsrate wird mit 10,2% angegeben und stieg zuletzt nur geringfügig (+30 Basispunkte im Vergleich zum Vorquartal). Die Spitzenmiete beläuft sich auf 18,75 €/m²/Monat.

DAS IMMOBILIENVERMÖGEN

Das gesamte Immobilienvermögen weist zum Stichtag 30.6.2020 einen Portfoliowert von 5,2 Mrd. € (31.12.2019: 5,2 Mrd. €) auf. Das Kerngeschäft der Gesellschaft ist auf gewerblich genutzte Immobilien mit klarem Fokus auf Büroimmobilien in den Metropolstädten Deutschlands, Österreichs und der CEE-Region ausgerichtet und umfasst sowohl Bestandsimmobilien (86% des Gesamtportfolios) als auch Immobilienvermögen in Entwicklung (13% des Gesamtportfolios); die restlichen rund 1% des Immobilienvermögens sind zum Handel oder Verkauf bestimmt und im Umlaufvermögen ausgewiesen.

PORTFOLIOVERÄNDERUNGEN IM 1. HALBJAHR 2020

Verkäufe

In den ersten sechs Monaten wurden konzernweit in Summe Verkaufserlöse1) in Höhe von 132,7 Mio. € (30.6.2019: 47,8 Mio. €1)) erzielt.

Ende Juni wurde das rd. 17.000 m² große, von CA Immo entwickelte und im 1. Quartal 2020 fertig gestellte Landmark Building cube berlin voll vermietet an den Endinvestor übergeben. CA Immo hatte das direkt am Berliner Hauptbahnhof gelegene Gebäude bereits Ende 2016 im Zuge eines Forward Sale veräußert; der Verkauf ist nun abgeschlossen.

Darüber hinaus wurde ein Wohnbaugrundstück im Zollhafen Mainz verkauft, das Closing erfolgte im Mai.

Akquisitionen

Anfang April hat CA Immo das voll vermietete Bürogebäude "Am Karlsbad 11" am südlichen Ende des Berliner Büroteilmarktes Potsdamer Platz erworben. Das rd. 10.100 m² Mietfläche fassende Gebäude verfügt u. a. durch die Lage am U-Bahnhof Gleisdreieck über eine sehr gute Verkehrsanbindung an das gesamte Stadtgebiet.

Projektfertigstellungen

Im ersten Quartal hat CA Immo das sechsgeschossige, rd. 14.800 m² Mietfläche fassende Bürogebäude MY.B in der Berliner Europacity fertig gestellt und in den eigenen Bestand übernommen. Das Gebäude ist voll vermietet; alle Büromieter sind bereits eingezogen.

DAS IMMOBILIENVERMÖGEN DER CA IMMO GRUPPE PER 30.6.2020

in Mio. € Bestandsimmobilien 2) Immobilienvermögen Kurzfristiges Immobilienvermögen Immobilien
in Entwicklung Immobilienvermögen 3) vermögen in %
Österreich 567,0 0,0 0,0 567,0 10,9
Deutschland 1.922,9 670,6 33,9 2.627,4 50,7
Tschechien 385,0 21,5 0,0 406,5 7,8
Ungarn 515,9 0,0 0,0 515,9 10,0
Polen 507,6 0,0 0,0 507,6 9,8
Rumänien 391,7 0,0 0,0 391,7 7,6
Sonstige 168,3 0,0 0,0 168,3 3,2
Summe 4.458,5 692,1 33,9 5.184,5 100,0
Anteil am Gesamtportfolio 86% 13% 1%

2) Inkl. selbst genutzte Immobilien

3) Kurzfristiges Immobilienvermögen inkludiert zum Handel und zum Verkauf bestimmte Immobilien

1) Inkl. Immobilien im anteiligen Eigentum von CA Immo, at equity konsolidiert

BESTANDSIMMOBILIEN

Das Bestandsportfolio weist per 30.6.2020 einen Bilanzwert von rund 4,4 Mrd. €1) (31.12.2019: 4,3 Mrd. €1)) auf und umfasst eine vermietbare Gesamtnutzfläche von rd. 1,5 Mio. m². Rund 44% des Bestands (gemessen am Bilanzwert) liegen in Ländern der CEE und SEE-Region, die restlichen Bestandsimmobilien entfallen zu 43% auf Deutschland und zu 13% auf Österreich.

CA Immo erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten 2020 Mieterlöse in Höhe von 118,1 Mio. € (30.6.2019: 111,4 Mio. €); das Portfolio rentiert zum Stichtag mit 5,4%2) (31.12.2019: 5,5%3)) und ist per 30.6.2020 zu 95,1%2) vermietet (31.12.2019: 96,1%3)).

In Summe wurden im ersten Halbjahr 2020 rd. 75.000 m² vermietbare Nutzfläche neu vermietet bzw. verlängert. 24% aller Mietverträge betrafen Neuvermietungen bzw. Flächenexpansionen, 76% entfielen auf Vertragsverlängerungen.

DEUTSCHLAND

Bestandsportfolio

Per 30.6.2020 verfügte CA Immo in Deutschland über Bestandsobjekte im Wert von 1.914,5 Mio. €1)

(31.12.2019: 1.716,2 Mio. €). Der Vermietungsgrad des deutschen Bestandsimmobilienvermögens lag zum Stichtag bei 98,1%4) (31.12.2019: 98,9%4)); die Rendite stand bei 3,9%4) (31.12.2019: 3,9%4)). Inklusive der Mietbeiträge der zum Handel bestimmten Immobilien sowie temporär vermieteter Liegenschaftsreserven im Segment Development wurden in den ersten sechs Monaten Mieterlöse in Höhe von 39,2 Mio. € generiert (30.6.2019: 33,2 Mio. €).

Das von CA Immo entwickelte, voll vermietete Berliner Bürogebäude MY.B wurde im 1. Quartal 2020 in den Bestand übernommen.

Portfoliowert Vermietbare Fläche Vermietungsgrad Annualisierter Mieterlös Rendite
in Mio. € in m² 6) in % in Mio. € in %
Österreich 561,5 323.103 89,7 29,8 5,3
Deutschland 1.760,4 372.371 98,1 67,9 3,9
Tschechien 385,0 131.644 95,3 21,6 5,6
Ungarn 515,9 218.621 92,7 35,4 6,9
Polen 507,6 137.194 96,9 31,4 6,2
Rumänien 391,7 164.557 94,7 30,7 7,8
Sonstige 168,3 97.828 95,4 15,0 8,9
Gesamt 4.290,4 1.445.318 95,1 231,8 5,4

ÜBERBLICK BESTANDSKENNZAHLEN ZUM 30.6.2020 5)

5) Exkl. selbst genutzte Immobilien; exkl. des Ende 2019 fertig gestellten und in den Bestand übernommenen Bürogebäudes MY.O (München), das sich noch in der Stabilisierungsphase befindet.

6) Inkl. verpachtete Grundstücke in Österreich (rd. 106.000 m²)

1) Exkl. selbst genutzter Immobilien

2) Exkl. selbst genutzter Immobilien, exkl. des Ende 2019 fertig gestellten und in den Bestand übernommenen Bürogebäudes MY.O (München), das sich noch in der Stabilisierungsphase befindet.

3) Exkl. selbst genutzter Immobilien sowie der 2018/2019 fertig gestellten und in den Bestand übernommenen Bürogebäude Orhideea Towers (Bukarest), ViE (Wien) und MY.O (München), die sich zum 31.12.2019 noch in der Stabilisierungsphase befanden

4) Exkl. selbst genutzter Bestandsimmobilien, exkl. des Ende 2019 fertig gestellten und in den Bestand übernommenen Bürogebäudes MY.O (München), das sich noch in der Stabilisierungsphase befindet.

ÖSTERREICH

Bestandsportfolio

Per 30.6.2020 verfügte CA Immo in Österreich über Bestandsobjekte im Wert von 561,5 Mio. €1) (31.12.2019: 567,1 Mio. €1)) mit einem Vermietungsgrad von 89,7% (31.12.2019: 95,1%2)). Das Bestandsportfolio erzielte in den ersten sechs Monaten Mieterlöse von 13,2 Mio. € (30.6.2019: 14,6 Mio. €); die Rendite stand zum Stichtag bei 5,3% (31.12.2019: 5,7%2)).

ZENTRAL- UND OSTEUROPA

Bestandsportfolio

Der Wert des osteuropäischen Bestandsportfolios liegt zum 30.6.2020 bei rd. 1.968,5 Mio. €1) (31.12.2019: 2.009,6 Mio. €1)). Das vermietete Immobilienvermögen mit einer Gesamtnutzfläche von rd. 750Tsd. m² erzielte in den ersten sechs Monaten 2020 Mieterlöse in Höhe von 65,7 Mio. € (30.6.2019: 63,7 Mio. €). Die Vermietungsquote lag zum Stichtag bei 94,9% (31.12.2019: 95,0%3)), die Rendite stand bei 6,9% (31.12.2019: 6,6%3)).

PORTFOLIOWERT BESTANDSIMMOBILIEN NACH HAUPTNUTZUNGSARTEN (Basis 4,4 Mrd. €)

PORTFOLIOWERT BESTANDSIMMOBILIEN NACH LÄNDERN (Basis: 4,4 Mrd. €)

1) Exkl. selbst genutzter Immobilien

2) Exkl. des 2018 fertig gestellten und in den Bestand übernommenen Bürogebäudes ViE (Wien), das sich zum 31.12.2019 noch in der Stabilisierungsphase befand

3) Exkl. des Ende 2018 in den Bestand übernommenen Bürogebäudes Orhideea Towers (Bukarest), das sich zum 31.12.2019 noch in der Stabilisierungsphase befand

IMMOBILIENVERMÖGEN IN ENTWICKLUNG

Vom Immobilienvermögen in Entwicklung mit einem Bilanzwert von insgesamt rund 726,0 Mio. €1) (31.12.2019: 878,5 Mio. €) entfallen zum Stichtag 97% auf Projektentwicklungen und Grundstücksreserven in Deutschland und 3% auf Osteuropa.

Das deutsche Immobilienvermögen in Entwicklung (Bilanzwert: 704,5 Mio. €) inkludiert Projekte, die sich in Bau befinden (391,4 Mio. €) sowie Grundstücksreserven mit einem Bilanzwert von 313,1 Mio. €.

Im 1. Halbjahr startete CA Immo in Berlin den Bau des Bürogebäudes Grasblau in unmittelbarer Nachbarschaft zum Potsdamer Platz. Das Projekt punktet u. a. mit attraktiver Innenstadtlage – sehr gute Verkehrsanbindung und Nahversorgung – in Verbindung mit ruhiger und grüner Mikrolage, transparenter Architektur und großzügigen Freiflächen.

Im 2. Quartal haben die Joint Venture-Partner CA Immo und UBM mit dem Bau des Wohn- und Bürogebäudes

Kaufmannshof im Zollhafen Mainz begonnen. Insgesamt werden 50 hochwertige Wohnungen und rd. 3.100 m² Büromietfläche entstehen.

Die Fertigstellung des Bürogebäudes Grasblau ist für 2023 geplant.

in Mio. €
Projekte (eigener Bestand)
Gesamtes
Investitions
volumen 3)
Offene
Baukosten
Geplante
vermietbare
Fläche in m²
Bruttoerstel
lungsrendite
in %
Stadt Nutzung Anteil
in % 4)
Vorverwer
tungsgrad
in % 5)
Geplante
Fertigstel
lung
ZigZag 16,7 5,3 4.695 5,3 Mainz Büro 100 0 Q2 2021
ONE 412,0 244,4 68.451 5,4 Frankfurt Büro 100 33 Q1 2022
Mississippi House 42,2 25,9 13.736 6,3 Prag Büro 100 54 Q3 2021
Missouri Park 22,7 14,0 7.024 6,3 Prag Büro 100 0 Q3 2021
NEO (Büro) 70,2 8,7 13.605 5,1 München Büro 100 33 Q1 2021
Hochhaus am Europaplatz 152,0 112,6 22.948 5,7 Berlin Büro 100 99 Q4 2023
Grasblau 71,2 53,5 13.258 7,9 Berlin Büro 100 0 Q3 2022
Summe 787,0 464,4 143.717 5,7
Projekte (für Verkauf)
NEO (Wohnen) 30,1 3,7 5.831 n.m. München Wohnen 100 0 Q1 2021
Summe 30,1 3,7 5.831
Gesamt 817,1 468,2 149.547

PROJEKTE IN UMSETZUNG 2)

2) Exkl. Joint Ventures

3) Inkl. Grundstück (Gesamtes Investitionsvolumen ohne Grundstücke: 721,7 Mio. €)

4) Alle Angaben beziehen sich auf den von CA Immo gehaltenen Projektanteil

5) Vorverwertung Projekte für eigenen Bestand: Vorvermietung. Vorverwertung Projekte für Verkauf: Verkauf

1) Inkl. zum Handel oder Verkauf bestimmte Grundstücke und Projekte (kurzfristiges Immobilienvermögen)

NACHTRAGSBERICHT

Nach dem Stichtag 30.6.2020 sind folgende Aktivitäten zu vermelden:

Ende Juli fand der städtebauliche und landschaftsplanerische Wettbewerb für die Münchner Eggarten-Siedlung seinen Abschluss. Das Preisgericht vergab unter 14 eingereichten Arbeiten einen ersten Preis an das Büro Studio Wessendorf aus Berlin zusammen mit dem Atelier Loidl Landschaftsarchitekten GmbH, ebenfalls aus Berlin. Ausgelobt hatten den Wettbewerb die beiden Grundstückseigentümer CA Immo und Büschl Unternehmensgruppe mit dem Ziel, den Eggarten zu einem zukunftsweisenden und nachhaltigen Modellquartier für genossenschaftlichen Wohnungsbau, Mobilität, Energie und Klimaschutz zu entwickeln. Die Ergebnisse des Wettbewerbs sind nun Grundlage für das weitere Bebauungsplanverfahren. Die Fertigstellung der Eggarten-Siedlung wird in Bauabschnitten erfolgen; mit dem Einzug der ersten Bewohner ist frühestens ab 2025 zu rechnen.

MITARBEITER

Zum 30.6.2020 beschäftigte CA Immo insgesamt 416 Mitarbeiter1) (31.12.2019: 4142)) in Österreich (19% des gesamten Mitarbeiterbestands), Deutschland (59%) und Osteuropa (22%). 51% der Mitarbeiter sind Frauen.

MITARBEITER NACH SEGMENTEN ZUM 30.6.2020 3)

Headcounts Headcounts Veränderung
zum zum zum
30.6.2020 31.12.2019 31.12.2019
Österreich 80 80 0%
Deutschland 4) 246 233 6%
Osteuropa 90 101 –11%
Summe 416 414 0%

3) Inkl. karenzierte Mitarbeiter

4) Inkl. Mitarbeiter der CA Immo Deutschland GmbH und der 100%-Bautochter omniCon sowie der 24 Mitarbeiter in der omniCon Zweigstelle in Basel; exkl. Mitarbeiter der 49%-Tochter DRG und der 50%-Tochter Mainzer Zollhafen GmbH & Co.KG

Siegerentwurf des Architekturwettbewerbs zur Eggarten-Siedlung

1) Davon rund 12% Teilzeitbeschäftigte; inkl. karenzierte Mitarbeiter; exkl. 21 Headcounts in Joint Ventures (DRG, Mainzer Zollhafen GmbH & Co. KG

2) Davon rund 11% Teilzeitbeschäftigte; inkl. karenzierte Mitarbeiter, exkl. 20 Headcounts in Joint Ventures

ERGEBNISSE

Nachhaltiges Ergebnis

CA Immo verbuchte in den ersten sechs Monaten 2020 einen soliden Zuwachs der Mieterlöse um 6,0% auf 118,1 Mio. € (1H 2019: 111,4 Mio.). Diese positive Entwicklung steht – neben der erfolgreichen Bewirtschaftung des Bestandsportfolios mit einer hohen Vermietungsquote – in Zusammenhang mit dem organischen Portfoliowachstum der letzten Monate. Mit den Objekten MY.O (München) sowie MY.B und Bürogebäude Kunstcampus (beide Berlin) wurden drei hochwertige Büroimmobilien fertiggestellt und in das Bestandsportfolio übernommen.

Darüber hinaus leisteten höheren Vermietungsquoten in den ebenfalls erfolgreich entwickelten Bürogebäuden Orhideea Towers (Bukarest) und ViE (Wien) sowie in den angekauften Bürogebäuden Warsaw Spire C (Warschau), Campus 6.1 (Bukarest) und Visionary (Prag) einen positiven Beitrag zum Mietwachstum im Jahresvergleich. Den organisch wertmäßig größten Zuwachs generierte eine im Jahr 2019 abgeschlossene Neuvermietung im Wiener Portfolio.

Die dem Bestandsportfolio direkt zurechenbaren Immobilienaufwendungen – inklusive eigener Betriebskosten – beliefen sich auf –12,3 Mio. € (1H 2019: –15,3 Mio. €). Das Nettomietergebnis belief sich nach den ersten beiden Quartalen auf 105,9 Mio. € (1H 2019: 96,1 Mio. €), ein Zuwachs von 10,2% im Jahresvergleich. Die Covid-19 Pandemie hat im ersten Halbjahr 2020 das Nettomietergebnis insbesondere aufgrund von behördlichen Schließungen in Österreich und Rumänien mit –3,0 Mio. € belastet. Dies betrifft vor allem Mietreduktionen, denen jedoch gegenläufige Effekte aus Anreizvereinbarungen (mietfreie Zeiten) in Höhe von 380 Tsd. € gegenüberstehen. Alle vereinbarten Mietanpassungen wie die Gewährung von mietfreien Zeiten sind über die jeweilige Vertragslaufzeit des zugrundeliegenden Mietvertrags linear zu verteilen. Demgegenüber wurde in Zusammenhang mit einem zugunsten der CA Immo Gruppe entschiedenen Verfahren über die Entrichtung von Gebäudesteuern ein positiver Effekt in Höhe von 3,7 Mio. € (Auflösung von Rückstellungen für immobilienbezogene Steuern) verbucht.

Die Effizienz der Vermietungsaktivitäten, gemessen als operative Marge im Bestandsgeschäft (Verhältnis von Nettomietergebnis zu Mieterlösen), lag mit 89,6% über dem Niveau des Vorjahreswerts von 86,2% .

Sonstige den Projektentwicklungen direkt zurechenbare Aufwendungen standen nach den ersten sechs Monaten

bei –1,0 Mio. € (1H 2019: –2,1 Mio. €). Umsatzerlöse aus Dienstleistungen beliefen sich auf 4,3 Mio. € und lagen damit auf dem Niveau des Vorjahres (1H 2019: 4,3 Mio. €). Diese Position beinhaltet neben Development-Umsätzen für Dritte durch die Konzerntochter omniCon auch Erträge aus Asset Management und sonstigen Dienstleistungen gegenüber Joint Venture-Partnern.

Verkaufsergebnis

Das Ergebnis aus Immobilienhandel und Bauleistungen stand zum Stichtag bei 5,8 Mio. € (1H 2019: –2,0 Mio. €). Das Ergebnis aus dem Verkauf von langfristig gehaltenem Immobilienvermögen belief sich zum 30.06.2020 auf 24,2 Mio. € (1H 2019: 8,5 Mio. €). Der wertmäßig größte Beitrag wurde durch den Verkauf des Bürogebäudes cube in Berlin generiert.

Indirekte Aufwendungen

Die indirekten Aufwendungen lagen nach den ersten sechs Monaten mit –49,4 Mio. € 121,2% über dem Vorjahresniveau (1H 2019: –22,3 Mio. €). Der Wert beinhaltet mögliche Gerichtsgebühren im von der CA Immobilien Anlagen AG im zweiten Quartal 2020 im Zusammenhang mit der im Jahr 2004 abgeschlossenen Privatisierung der Bundeswohnbaugesellschaften (BUWOG) eingebrachten Schadenersatzklage gegen die Republik Österreich und das Land Kärnten. Bereinigt um diesen Einmaleffekt in Höhe von rund 25,5 Mio. € lagen die indirekten Aufwendungen mit 23,9 Mio. € 7,1% über dem Vorjahreswert. Jene Aufwendungen, die den zuvor beschrieben Umsatzerlösen aus Dienstleistungen gegenüberstehen, sind in dieser Position ebenso enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf 0,6 Mio. €, im Vergleich zum Vorjahreswert 1H 2019 von 0,2 Mio. €.

Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)

Das Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg in Folge der oben beschriebenen Entwicklung um 9,1% auf 90,3 Mio. € (1H 2019: 82,7 Mio. €). Das um den BUWOG-Einmaleffekt bereinigte EBITDA belief sich auf 115,8 Mio. €, ein Zuwachs von 39,9% zum Vorjahreswert.

Neubewertungsergebnis

In Summe belief sich der Neubewertungsgewinn nach den ersten sechs Monaten auf 76,4 Mio. €, dem gegenüber steht ein Neubewertungsverlust von –103,4 Mio. €. Kumuliert stand das Neubewertungsergebnis bei –27,0 Mio. € zum Stichtag und fiel damit deutlich schwächer aus verglichen mit dem Referenzwert des Vorjahres

(1H 2019: 114,8 Mio. €). Eine Erhöhung der Marktwerte in Deutschland resultiert im Wesentlichen aus objektspezifischen Veränderungen (z.B. Erlangung von Planungssicherheit für ein Projekt in Frankfurt bzw. Bodenwerterhöhungen) sowie Projektfortschritte und Fertigstellungen von Büroprojekten, welche Reduktionen von Marktwerten bei Hotel- und Einzelhandelsimmobilien überkompensiert haben. In Osteuropa wurde aufgrund von Marktveränderungen (Anstieg Marktrenditen) überwiegend eine Reduktion von Marktwerten festgestellt, wobei jedoch bei einzelnen Immobilien in Warschau und Budapest aufgrund von objektspezifischen Faktoren auch Marktwerterhöhungen beobachtet wurden. In Österreich wurde aufgrund von Marktveränderungen überwiegend eine Marktwertreduktion festgestellt, was insbesondere auf Hotelund Einzelhandelsimmobilien zurückzuführen ist.

Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen

Die laufenden Ergebnisse der nach der Equity-Methode konsolidierten Gemeinschaftsunternehmen werden als Ergebnis von Gemeinschaftsunternehmen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt und beliefen sich im ersten Halbjahr 2020 auf 2,1 Mio. € (1H 2019: 0,6 Mio. €).

Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT)

Das Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) lag mit 60,7 Mio. € –69,0% unter dem Vorjahresergebnis (1H 2019: 195,8 Mio. €), im Wesentlichen bedingt durch das schwächere Neubewertungsergebnis.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis summierte sich in den ersten sechs Monaten auf 9,0 Mio. € (1H 2019: –55,9 Mio. €). Der Finanzierungsaufwand des Konzerns, wesentliche Komponente des nachhaltigen Ergebnisses, belief sich auf – 18,1 Mio. € und lag damit –12,1% unter dem Vorjahreswert 1H 2019. Diese Ergebnisposition beinhaltet einen positiven Effekt in Zusammenhang mit einem zugunsten der CA Immo Gruppe entschiedenen Verfahren über die Entrichtung von Gebäudesteuern in Höhe von 5,2 Mio. € (Auflösung von Rückstellungen für Verspätungszinsen).

Das Ergebnis aus Zinsderivatgeschäften beinhaltet unbare Bewertungseffekte in Zusammenhang mit der Wandelanleihe (41,6 Mio. €) sowie mit Zinsabsicherungen und belief sich in Summe auf 31,8 Mio. € (1 HJ 2019: –40,1 Mio. €). Die im Jahr 2017 emittierte Wandelschuldverschreibung besteht aus einer Fremdkapitalkomponente und aufgrund der Rückzahlungsoption in bar der CA Immo aus einem trennungspflichtigen eingebetteten

Derivat. Das eingebettete Derivat der Wandelanleihe wird mit dem beizulegenden Zeitwert berichtet.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen lag mit –1,3 Mio. € unter dem Referenzwert der Vorperiode. Der Wert des Vorjahres in Höhe von 8,2 Mio. € inkludierte die Dividende aus der Beteiligung an der Immofinanz (4,7 Mio. €). Sonstige Positionen des Finanzergebnisses (Sonstiges Finanzergebnis sowie Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Kursdifferenzen) beliefen sich in Summe auf –3,3 Mio. € (1H 2019: –3,5 Mio. €). Der Wert des ersten Quartals 2020 beinhaltet einen Einmaleffekt in Bezug auf den Rückkauf von ausstehenden Unternehmensanleihen in Höhe von –5,1 Mio. €.

Steuern vom Einkommen

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) summierte sich auf 69,8 Mio. € und lag damit bedingt durch das schwächere Neubewertungsergebnis deutlich unter dem Vorjahreswert in Höhe von 140,0 Mio. €. Der Ertragssteueraufwand belief sich zum Stichtag auf –25,1 Mio. € (1H 2019: –36,7 Mio. €).

Periodenergebnis

Das Periodenergebnis lag mit 44,7 Mio. € ebenso deutlich unter dem Vorjahreswert (1H 2019: 103,3 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie belief sich zum Bilanzstichtag auf 0,48 € (1H 2019: 1,11 € je Aktie).

FFO – Funds from Operations

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 wurde ein FFO I in Höhe von 68,2 Mio. € generiert, der 5,7% über dem Vorjahreswert von 64,5 Mio. € liegt. FFO I ist eine wesentliche Kennzahl für die nachhaltige Ertragskraft des Konzerns, die vor Steuern und um das Verkaufsergebnis und sonstige nicht nachhaltige Effekte bereinigt berichtet wird. Bereinigte nicht nachhaltige Effekte betrafen im ersten Halbjahr 2020 in erster Linie Aufwendungen im Zusammenhang mit Immobilienentwicklungen (0,6 Mio. €), Finanzierungsaufwände (–2,3 Mio. €), operative Aufwendungen (-3,7 Mio. €) sowie administrative Aufwendungen (25,5 Mio. €, Aufwendungen in Zusammenhang mit der von der CA Immo im zweiten Quartal eingebrachten Schadenersatzklage rund um die Privatisierung der Bundeswohnbaugesellschaften). FFO I je Aktie belief sich zum Stichtag auf 0,73 € und lag damit 5,7% über dem Vorjahreswert (1H 2019: 0,69 € je Aktie).

FFO II, inklusive Verkaufsergebnis und nach Steuern, lag zum Stichtag bei 63,8 Mio. €, 4,1% über dem Wert 1H

2019 in Höhe von 61,3 Mio. €. FFO II je Aktie stand bei 0,69 € (1H 2019: 0,66 € je Aktie).

FUNDS FROM OPERATIONS (FFO)

Mio. € 1. Halbjahr 1. Halbjahr
2020 2019
Nettomietergebnis (NRI) 105,9 96,1
Erlöse aus Dienstleistungen 4,3 4,3
Sonstige den Projektentwicklungen
direkt zurechenbare Aufwendungen –1,0 –2,1
Sonstige betriebliche Erträge 0,6 0,2
Sonstige betriebliche
Erträge/Aufwendungen 3,9 2,4
Indirekte Aufwendungen –49,4 –22,3
Ergebnis aus Beteiligungen an
Gemeinschaftsunternehmen1) 4,5 0,2
Finanzierungsaufwand –18,1 –20,5
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 1,7 7,3
Sonstige Anpassungen 2) 19,7 1,4
FFO I (exkl. Verkäufe und vor Steuern) 68,2 64,5
Ergebnis aus Immobilienhandel 5,8 –2,0
Ergebnis aus Verkauf von
langfristigem Immobilienvermögen 24,2 8,5
Ergebnis Verkauf
Gemeinschaftsunternehmen 0,1 –0,5
At Equity Ergebnis aus
Immobilienverkäufen 3,4 0,7
Ergebnis aus Immobilienverkäufen 33,4 6,8
Sonstiges Finanzergebnis –5,1 0,0
Tatsächliche Ertragsteuer –12,1 –8,4
Tatsächliche Ertragsteuer von
Gemeinschaftsunternehmen –0,6 –0,1
Sonstige Anpassungen –20,0 –21,4
Sonstige Anpassungen FFO II 3) 0,0 19,8
FFO II (inkl. Verkäufe und nach Steuern) 63,8 61,3

1) Bereinigung um Immobilienverkäufe und nicht nachhaltige Ergebnisse

2) Bereinigung um sonstige nicht-nachhaltige Ergebnisse

3) Steuern in Zusammenhang mit Verkauf Tower 185

Bilanz – Aktivseite

Das langfristige Vermögen wies zum Bilanzstichtag einen Wert von 5.308,9 Mio. € auf (84,9% der Bilanzsumme). Das bilanzielle Bestandsimmobilienvermögen belief sich zum Stichtag auf 4.444,5 Mio. € (31.12.2019: 4.292,9 Mio. €).

Die Bilanzposition "Immobilienvermögen in Entwicklung" stand zum 30.06.2020 bei 692,1 Mio. € (31.12.2019: 817,1 Mio. €). Das gesamte Immobilienvermögen (Bestandsimmobilien, selbst genutzte Immobilien, Immobilien in Entwicklung sowie im Umlaufvermögen gehaltene Immobilien) lag zum Stichtag bei 5.184,5 Mio. € (31.12.2019: 5.186,4 Mio. €).

Das Nettovermögen der Gemeinschaftsunternehmen wird in der Bilanzposition "Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen" ausgewiesen, die sich zum Stichtag auf 66,2 Mio. € belief (31.12.2019: 67,8 Mio. €).

Der Bestand an liquiden Mittel summierte sich zum Bilanzstichtag auf 777,8 Mio. € (31.12.2019: 439,1 Mio. €). Dieser signifikante Zuwachs reflektiert unter anderem einen Teil der Nettoerlöse in Höhe von rund 400 Mio. € aus der im ersten Quartal durchgeführten Kapitalmarkttransaktion der CA Immo.

Im Januar 2020 hat CA Immo den Eurobond-Markt zum ersten Mal genutzt und erfolgreich eine 500 Mio. € fix-verzinsliche nicht nachrangige unbesicherte Benchmark-Schuldverschreibung mit einer Laufzeit von sieben Jahren und einem jährlichen Kupon von 0,875% begeben. In diesem Zusammenhang hatte die Gesellschaft gleichzeitig beschlossen, die Inhaber ihrer nachstehend angeführten ausstehenden Schuldverschreibungen einzuladen, der Gesellschaft Angebote zum Rückkauf der ausstehenden Schuldverschreibungen 2021 (140 Mio. €, 1,875%), 2022 (175 Mio. €, 2,750%) und 2023 (150 Mio. €, 2,750%) gegen Barzahlung zu unterbreiten. Ein angebotener Gesamtnennbetrag im Ausmaß von rund 99 Mio. € wurde angenommen

und somit zurückgekauft.

Bilanz – Passivseite Eigenkapital

Die Bilanzsumme des Konzerns stieg gegenüber dem Jahresanfang um 6,2% auf 6.258,7 Mio. € (31.12.2019: 5.888,7 Mio. €). Das bilanzielle Eigenkapital des Konzerns lag zum Stichtag bei 3.012,4 Mio. € (31.12.2019: 2.968,0 Mio. €). Die Eigenkapitalquote stellt sich mit 48,1% unverändert solide dar (31.12.2019: 50,4%).

Verzinsliche Verbindlichkeiten

Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns beliefen sich zum Stichtag auf 2.462,0 Mio. € (31.12.2019: 2.097,3 Mio. €). Die Steigerung steht in Zusammenhang mit der oben erwähnten Benchmark-Anleihe. Die Nettoverschuldung (verzinsliche Verbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel) stand Ende Juni 2020 bei 1.682,4 Mio. € (31.12.2019: 1.656,3 Mio. €). 100% der Bankverbindlichkeiten und Anleihen lauten auf EUR.

Das Loan-to-Value Verhältnis auf Basis der Bilanzwerte betrug zum 30.06.2020 32,5% (netto, unter Berücksichtigung der liquiden Mittel des Konzerns) gegenüber 31,9% zu Jahresbeginn. Das Gearing (Nettoverschuldung zu Eigenkapital) stand zum Stichtag bei 55,8% (31.12.2019: 55,8%).

Net Asset Value

Der Net Asset Value (IFRS) lag am 30.06.2020 bei 3.012,3 Mio. € (32,38 € je Aktie, unverwässert) und erhöhte sich damit um 1,5% im Vergleich zum Endjahreswert 2019 von 2.967,9 Mio. € (31,90 € je Aktie).

In der untenstehenden Tabelle ist die Überleitung des NAV auf den NNNAV gemäß den Best Practice Policy Recommendations der European Public Real Estate Association (EPRA, neu publizierter Best Practice Recommendations Leitfaden noch nicht angewandt) dargestellt. Der EPRA NAV (unverwässert) lag zum Stichtag bei 38,84 € je Aktie (31.12.2019: 38,37 € je Aktie). Der EPRA NNNAV (unverwässert) je Aktie, nach Anpassungen für Finanzinstrumente, Verbindlichkeiten und latenter Steuern, belief sich zum 30.06.2020 auf 34,95 € je Aktie (31.12.2019: 33,69 € je Aktie). Die Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien betrug zum Stichtag 93.028.299 Stück (31.12.2019: 93.028.299).

Ein potenzieller Verwässerungseffekt der begebenen Wandelanleihe des Konzerns (200 Mio. €) wurde bei der Berechnung des Net Asset Values berücksichtigt. Der Wandlungspreis der Wandelanleihe stand zum 30.06.2020 bei 30,17 €, verglichen mit dem Aktienkurs von 29,65 €. Eine Wandlung zu diesem Wandlungspreis würde die Anzahl der ausstehenden Aktien im Ausmaß von rund 6,6 Mio. erhöhen.

SUBSTANZWERT (NAV UND NNNAV NACH EPRA)

Mio. € 30.06.2020
verwässert
30.06.2020
unverwässert
31.12.2019
unverwässert
Eigenkapital (NAV) 3.012,3 3.012,3 2.967,9
Optionsausübungen 196,6 0,0 0,0
NAV nach Optionsausübungen 3.208,8 3.012,3 2.967,9
NAV/Aktie in € 32,20 32,38 31,90
Wertanpassung für 1)
- Selbst genutzte Immobilien 9,3 9,3 7,5
- Kurzfristiges Immobilienvermögen 125,4 125,4 127,3
- Finanzinstrumente 0,0 0,0 0,0
Latente Steuern 465,8 465,8 466,1
EPRA NAV nach Anpassungen 3.809,4 3.612,8 3.568,9
EPRA NAV je Aktie in € 38,22 38,84 38,37
Wertanpassung für Finanzinstrumente 0,0 0,0 0,0
Wertanpassung für Verbindlichkeiten 11,1 –10,9 –99,6
Latente Steuern –354,4 –350,5 –335,3
EPRA NNNAV 3.466,1 3.251,4 3.133,9
EPRA NNNAV je Aktie in € 34,78 34,95 33,69
Aktienkurs (Stichtag) 29,65 29,65 37,45
Anzahl der Aktien exkl. eigene Aktien 99.657.313 93.028.299 93.028.299

1) Inklusive der anteiligen Werte von Gemeinschaftsunternehmen

RISIKOBERICHT

CHANCEN UND RISIKEN

Die Gruppe unterliegt allen Risiken, die typischerweise mit dem Kauf, der Entwicklung, der Bewirtschaftung und dem Verkauf von Immobilien verbunden sind – wie insbesondere Risiken aus unerwarteten Veränderungen des makroökonomischen Marktumfeldes, konjunkturabhängigen Marktschwankungen, Verzögerungen und Budgetüberschreitungen bei Projektentwicklungen oder Finanzierungs- und Zinsrisiken.

Der Ausbruch der Covid-19 Pandemie hat viele Aspekte des täglichen Lebens und der globalen Wirtschaft beeinflusst. Viele Länder haben allgemeine Lockdowns und Reisebeschränkungen verhängt. Infolgedessen war die Marktaktivität im 2. Quartal 2020 in vielen Sektoren stark beeinträchtigt. Gegenwärtig sind die kurz- und langfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auf die Immobilienmärkte höchst ungewiss. Einige Immobilienmärkte weisen ein deutlich niedrigeres Niveau an Transaktionsaktivitäten und Liquidität auf.

Jüngste Wirtschaftsdaten deuten inzwischen auf eine Wiederaufnahme der Wirtschaftstätigkeit im Euroraum hin, obwohl das Aktivitätsniveau deutlich unter dem vor dem Ausbruch der Covid-19 Pandemie herrschenden Niveau liegt und die Aussichten nach wie vor höchst unsicher sind. Obwohl die Eindämmungspolitik weltweit gelockert wurde, bleibt die globale Erholung ungleichmäßig und unsicher.

Da die Folgen gegenwärtiger und künftiger Maßnahmen zum heutigen Zeitpunkt nicht absehbar sind, werden die Auswirkungen von Covid-19 auf die Immobilienmärkte und die Immobilienwerte der Gruppe regelmäßig überprüft. In diesem Zusammenhang wurde für das 2. Quartal 2020 eine nahezu vollständige Bewertung des Portfolios der Gruppe in Auftrag gegeben.

Zum Stichtag 30. Juni 2020 erfolgten für 131 Liegenschaften, davon 78 in Deutschland, 38 in Osteuropa und 15 in Österreich externe Bewertungen (dies entspricht rund 99% des Immobilienvermögens laut Segmentberichterstattung). Die Werte für das übrige Immobilienvermögen wurden auf Basis verbindlicher Kaufverträge bzw. intern auf Grundlage der Bewertungen des Vorjahres fortgeschrieben bzw. angepasst.

In Deutschland resultiert die Erhöhung der Marktwerte im Wesentlichen aus objektspezifischen Veränderungen (z.B. Erlangung von Planungssicherheit für Projekte bzw. Bodenwerterhöhungen) sowie Veränderungen der Marktrenditen bei Büroobjekten. Demgegenüber sind bei Hotelund Einzelhandelsimmobilien Marktwertreduktionen zu beobachten. In Osteuropa führte ein Anstieg der Marktrenditen zu einem Rückgang der Marktwerte. Einzelne Marktwerterhöhungen resultierten in diesem Segment überwiegend aufgrund objektspezifischer Faktoren. Auch in Österreich ist insbesondere bei Hotel- und Einzelhandelsimmobilien ein Rückgang der Marktwerte spürbar.

Allerdings besteht laut Immobiliengutachtern zum Bewertungsstichtag 30. Juni 2020 ein Mangel an Marktbelegen für Vergleichszwecke, um sich eine Meinung über die Immobilienwerte zu bilden. Wie auch im RICS Red Book Global dargelegt, unterliegen die Immobilienbewertungen der Gruppe daher einer "erheblichen Bewertungsunsicherheit", was zur Folge hat, dass den Bewertungen – unter den gegenwärtigen außergewöhnlichen Umständen – ein höheres Maß an Vorsicht beigemessen werden sollte, als dies sonst der Fall wäre.

Angesichts der unbekannten zukünftigen Auswirkungen von Covid-19 auf den Immobilienmarkt und der Schwierigkeit, zwischen kurzfristigen Auswirkungen und längerfristigen strukturellen Marktveränderungen zu unterscheiden, überprüft CA Immo ihre Bewertungen regelmäßig.

Die für die Bewertung von Projektentwicklungen angewendete Residualwertmethode reagiert selbst unter normalen Marktbedingungen sehr empfindlich auf Änderungen wichtigster Parameter. Hier können sich bereits kleinere Änderungen der Variablen (wie z.B. Zeitpunkt der Erschließung, Finanzierungs-/Baukosten und Verkaufsquoten) unverhältnismäßig stark auf den Grundstückswert auswirken. Folglich ist unter den gegenwärtigen außerordentlichen Marktbedingungen – mit steigenden Baukosten, Angebots- und Zeitproblemen, schwankenden Finanzierungsraten, unsicheren Vermarktungszeiträumen und einem Mangel an aktuellen Vergleichswerten – die Beimessung eines höheren Unsicherheitsfaktors unvermeidlich. Grundstückswerte könnten daher sehr viel stärker schwanken als die unter normalen Umständen der Fall wäre.

Die Gruppe ist quer durch ihr Mieterklientel (Büro, Hotel, Einzelhandel) mit Anträgen konfrontiert, in denen um Erlass, Minderung oder Stundung der Mietzahlungen gebeten wird. Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind von Land zu Land unterschiedlich. Während es in Österreich gesetzlich erlaubt ist, Mietzahlungen aufgrund

staatlicher Sperren zu stoppen, besteht in anderen Ländern die Verpflichtung zur Mietzahlung grundsätzlich fort. Inwieweit die Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19 Pandemie zur Insolvenz einzelner Mieter und damit zu einem Anstieg der Leerstände führen werden, lässt sich nach wie vor noch nicht abschätzen und hängt weitgehend von der Dauer der Krise ab.

Vor allem das Hotelgewerbe, die Gastronomie und der nicht systemrelevante Einzelhandel leiden erheblich unter der herrschenden Situation. Je nach Asset-Klasse ist weiterhin mit Mieterlässen, Mietminderungen und Mietstundungen zu rechnen. Grundsätzlich ist eine Einzelfallprüfung erforderlich.

Nachdem nun sowohl die Transaktions- als auch die Vermietungsaktivitäten deutlich reduziert oder eingestellt wurden, ist mit längeren Vermarktungs- und Leerstandszeiten für nicht vermietete Einheiten zu rechnen. Da die Nachfrage nach Büroflächen vor allem von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abhängt, bleibt abzuwarten, wie sich die im ersten Halbjahr deutlich rückläufigen Büroflächenumsätze bis zum Jahresende tatsächlich entwickeln werden. Zudem ist offen, wie sich die krisenbedingte Ausweitung digitaler Arbeitsprozesse und der Ausbau des Home-Office mittelfristig auf die Nachfrage nach Büroimmobilien auswirken werden. Es ist nicht auszuschließen, dass die Trends zu flexiblen Büroflächenanmietungen und Co-Working den Büromarkt in Zukunft noch stärker prägen könnten.

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Tsd. € 1. Halbjahr 2020 1. Halbjahr 2019 2. Quartal 2020 2. Quartal 2019
Mieterlöse 118.116 111.437 55.669 53.166
Weiterverrechnete Betriebskosten 26.450 26.154 12.483 12.893
Betriebskostenaufwand –29.053 –28.126 –13.619 –13.593
Sonstige dem vermieteten Immobilienvermögen direkt
zurechenbare Aufwendungen –9.656 –13.370 1.737 –3.091
Nettomietergebnis 105.857 96.094 56.270 49.375
Sonstige den Projektentwicklungen direkt zurechenbare
Aufwendungen –1.029 –2.077 –352 –614
Erlöse aus Immobilienhandel und Bauleistungen 38.413 9.557 38.337 5.940
Buchwertabgang inkl. Nebenkosten und Baukosten –32.634 –11.546 –32.734 –7.560
Ergebnis aus Immobilienhandel und Bauleistungen 5.779 –1.989 5.603 –1.620
Ergebnis aus Verkauf von langfristigem Immobilienvermögen 24.210 8.522 24.267 7.209
Erlöse aus Dienstleistungen 4.254 4.265 1.960 2.411
Indirekte Aufwendungen –49.416 –22.344 –36.634 –11.903
Sonstige betriebliche Erträge 628 250 348 –266
EBITDA 90.283 82.720 51.462 44.592
Abschreibungen und Wertminderungen langfristiges Vermögen –4.234 –2.226 –3.063 –1.121
Wertänderungen zum Handel bestimmte Immobilien –356 –73 –364 –73
Abschreibungen und Wertänderungen –4.590 –2.299 –3.427 –1.194
Neubewertungsgewinn 76.358 121.666 69.395 99.224
Neubewertungsverlust –103.371 –6.852 –85.279 –510
Ergebnis aus Neubewertung –27.013 114.814 –15.884 98.713
Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen 2.068 601 2.465 244
Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) 60.748 195.836 34.615 142.355
Finanzierungsaufwand –18.065 –20.547 –6.655 –11.063
Sonstiges Finanzergebnis –5.067 0 0 0
Kursdifferenzen 1.732 –493 –582 –626
Ergebnis aus Derivaten 31.771 –40.077 –3.953 –11.876
Ergebnis aus Finanzinvestitionen –1.350 8.211 –260 7.405
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 0 –2.963 0 24
Finanzergebnis 9.021 –55.869 –11.449 –16.136
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 69.769 139.966 23.166 126.219
Tatsächliche Ertragsteuer –12.105 –8.391 –5.712 –4.452
Latente Steuern –12.986 –28.288 –6.235 –23.902
Ertragsteuern –25.091 –36.680 –11.947 –28.354
Ergebnis der Periode 44.678 103.287 11.219 97.865
davon Ergebnisanteil von nicht beherrschenden Anteilen 4 2 3 1
davon Ergebnisanteil der Aktionäre des Mutterunternehmens 44.674 103.285 11.216 97.864
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert) €0,48 €1,11 €0,12 €1,05
Ergebnis je Aktie in € (verwässert) €0,15 €1,11 €0,12 €1,05

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

Tsd. € 1. Halbjahr 2020 1. Halbjahr 2019 2. Quartal 2020 2. Quartal 2019
Ergebnis der Periode 44.678 103.287 11.219 97.865
Sonstiges Ergebnis
Währungsdifferenzen –90 –2 37 5
Sonstiges Ergebnis der Periode
(bei Realisierung erfolgswirksam) –90 –2 37 5
Neubewertung Wertpapiere 0 11.111 0 4.315
Neubewertung IAS 19 –258 –1.356 –258 –1.356
Ertragsteuern auf sonstiges Ergebnis 82 –262 82 –51
Sonstiges Ergebnis der Periode
(bei Realisierung nicht erfolgswirksam) –176 9.494 –176 2.908
Sonstiges Ergebnis der Periode –266 9.491 –139 2.913
Gesamtergebnis der Periode 44.412 112.778 11.081 100.778
davon Ergebnisanteil von nicht
beherrschenden Anteilen 4 2 3 1
davon Ergebnisanteil der Aktionäre des
Mutterunternehmens 44.408 112.776 11.078 100.777

KONZERNBILANZ

Tsd. € 30.6.2020 31.12.2019
VERMÖGEN
Bestandsimmobilien 4.444.527 4.292.893
Immobilienvermögen in Entwicklung 692.078 817.107
Selbst genutzte Immobilien 13.938 15.030
Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.775 7.768
Immaterielle Vermögenswerte 3.133 5.169
Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen 66.197 67.755
Übrige Vermögenswerte 78.813 83.667
Aktive latente Steuern 2.423 1.810
Langfristiges Vermögen 5.308.884 5.291.199
Langfristiges Vermögen in % der Bilanzsumme 84,8% 89,9%
Zum Handel bestimmte Immobilien 33.922 61.340
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 118.624 73.814
Ertragsteuerforderungen 19.472 23.198
Liquide Mittel 777.843 439.139
Kurzfristiges Vermögen 949.861 597.491
Summe Vermögen 6.258.745 5.888.690
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN
Grundkapital 718.337 718.337
Kapitalrücklagen 791.372 791.372
Sonstige Rücklagen –3.661 –3.396
Einbehaltene Ergebnisse 1.506.245 1.461.571
Anteil der Aktionäre des Mutterunternehmens 3.012.293 2.967.884
Nicht beherrschende Anteile 87 84
Eigenkapital 3.012.380 2.967.968
Eigenkapital in % der Bilanzsumme 48,1% 50,4%
Rückstellungen 36.958 34.571
Verzinsliche Verbindlichkeiten 2.258.103 1.850.864
Sonstige Verbindlichkeiten 98.011 129.561
Passive latente Steuern 471.257 473.010
Langfristige Schulden 2.864.329 2.488.006
Ertragsteuerverbindlichkeiten 18.279 22.867
Rückstellungen 109.267 109.297
Verzinsliche Verbindlichkeiten 203.895 246.478
Sonstige Verbindlichkeiten 50.595 54.073
Kurzfristige Schulden 382.036 432.716
Summe Eigenkapital und Schulden 6.258.745 5.888.690

KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG

Tsd. € 1. Halbjahr 2020 1. Halbjahr 2019
angepasst
Operative Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Steuern 69.769 139.966
Neubewertungsergebnis inkl. Veränderung abgegrenzter Mieterträge 24.150 –116.354
Abschreibungen und Wertänderungen 4.590 2.299
Ergebnis aus der Veräußerung von langfristigem Immobilienvermögen und Betriebs- und Geschäftsausstattung –24.187 –8.516
Finanzierungsaufwand, sonstiges Finanzergebnis und Ergebnis aus Finanzinvestitionen 24.482 12.336
Kursdifferenzen –1.732 493
Ergebnis aus Derivaten –31.771 40.077
Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen –2.068 2.363
Sonstige unbare Aufwendungen 25.475 0
Gezahlte Steuern (ohne Steuern für Verkäufe langfristiges Immobilienvermögen und Beteiligungen) –4.309 –12.610
Gezahlte Zinsen (ohne Zinsen für Finanzierungstätigkeit) –10.922 –390
Erhaltene Zinsen (ohne Zinsen aus Investitionstätigkeit) 4.102 597
Cashflow aus dem Ergebnis 77.578 60.262
Zum Handel bestimmte Immobilien 28.122 –6.814
Forderungen und sonstige Vermögenswerte –39.205 –3.456
Rückstellungen –11.474 –2.205
Sonstige Verbindlichkeiten –1.857 –3.326
Cashflow aus Veränderungen im Nettoumlaufvermögen –24.413 –15.802
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 53.165 44.460
Investitionstätigkeit
Erwerb von und Investitionen in langfristiges Immobilienvermögen inkl. Anzahlungen –194.989 –100.529
Erwerb von Gesellschaften, abzgl. enthaltener liquider Mittel 25 Tsd. € (2019: 0 Tsd. €) 842 –1.848
Erwerb von Geschäftsausstattung und immateriellem Vermögen –1.185 –1.509
Veräußerung von Wertpapieren 0 11.419
Veräußerung von langfristigem Immobilienvermögen und sonstigen Vermögenswerten –652 8.823
Veräußerung von Immobiliengesellschaften, abzgl. enthaltener liquider Mittel 3.060 Tsd. € (2019: 1.007 Tsd. €) 82.044 14.784
Investition in Gemeinschaftsunternehmen 0 –10
Veräußerung von At-Equity konsolidierten Unternehmen (inkl. an diese Gesellschaften gewährte Ausleihungen) 580 460
Gewährung von Darlehen an Gemeinschaftsunternehmen –2.095 –650
Tilgung von Finanzvermögen 0 309
Gezahlte Steuern für Verkauf langfristiges Immobilienvermögen und Beteiligungen –7.675 –17.325
Ausschüttung/Kapitalrückzahlung von At-Equity konsolidierten Unternehmen und übrigen Beteiligungen 5.079 18.221
Gezahlte Zinsen für Investitionen in langfristiges Immobilienvermögen –2.209 –2.477
Gezahlte Negativzinsen –717 –438
Erhaltene Zinsen aus Finanzinvestitionen 5 1.140
Cashflow aus Investitionstätigkeit –120.971 –69.630
Finanzierungstätigkeit
Geldzufluss aus Darlehen 61.101 90.130
Geldzufluss aus der Begebung von Anleihen 492.365 0
Geldabfluss aus dem Rückkauf von Anleihen –103.380 0
Gezahlte Kosten für die Begebung von Anleihen 0 –70
Ausschüttung an Aktionäre 0 –83.725
Ausschüttung an Gesellschafter von Anteilen im Fremdbesitz 0 –129
Tilgung von Finanzierungen inkl. Zinsderivate –17.822 –16.646
Übrige gezahlte Zinsen –24.248 –21.378
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 408.016 –31.819
Nettoveränderung der liquiden Mittel 340.209 –56.990
Fonds der liquiden Mittel 1.1. 439.391 374.519
Fremdwährungskursänderungen –1.137 166
Fonds der liquiden Mittel 30.6. 778.464 317.696
Erwartete Kreditverluste auf liquide Mittel –621 –194
Liquide Mittel 30.6. (Bilanz) 777.843 317.502

Der Gesamtbetrag der gezahlten Zinsen (exklusive Negativzinsen) beträgt im 1. Halbjahr 2020 –37.379 Tsd. € (1. Halbjahr 2019: –24.246 Tsd. €). Der Gesamtbetrag der gezahlten Ertragsteuern beträgt im 1. Halbjahr 2020 –11.984 Tsd. € (1. Halbjahr 2019: –29.934 Tsd. €).

Die CA Immo Gruppe stellt ab 2020 die Posten "Gezahlte Zinsen (ohne Zinsen für Finanzierungstätigkeit)" und "Erhaltene Zinsen (ohne Zinsen aus Investitionstätigkeit)" separat im Cashflow aus dem Ergebnis dar, weil sie aus Zinsen für/von Finanzämter/n resultieren. Dies führt daher auch zu einer Anpassung der Vergleichswerte des Jahres 2019.

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

Tsd. € Grundkapital Kapitalrücklagen -
Sonstige
Kapitalrücklagen -
Eigene Anteile
Stand am 1.1.2019 718.337 885.607 –95.775
Währungsdifferenzen 0 0 0
Neubewertung Wertpapiere 0 0 0
Neubewertung IAS 19 0 0 0
Ergebnis der Periode 0 0 0
Gesamtergebnis 2019 0 0 0
Ausschüttung an Aktionäre 0 0 0
Umgliederung (Sonstiges Ergebnis, bei
Realisierung nicht erfolgswirksam) 0 0 0
Nachträgliche Anschaffungskosten für
Erwerb Anteile im Fremdbesitz 0 1.540 0
Stand am 30.6.2019 718.337 887.147 –95.775
Stand am 1.1.2020 718.337 887.147 –95.775
Währungsdifferenzen 0 0 0
Neubewertung IAS 19 0 0 0
Ergebnis der Periode 0 0 0
Gesamtergebnis 2020 0 0 0
Stand am 30.6.2020 718.337 887.147 –95.775
Einbehaltene Übrige Anteil der Aktionäre des Nicht beherrschende Eigenkapital
Ergebnisse Rücklagen Mutterunternehmens Anteile (gesamt)
1.118.663 12.804 2.639.635 62 2.639.697
0 –2 –2 0 –2
0 10.417 10.417 0 10.417
0 –923 –923 0 –923
103.285 0 103.285 2 103.287
103.285 9.491 112.776 2 112.778
–83.725 0 –83.725 0 –83.725
2.350 –2.350 0 0 0
0 0 1.540 0 1.540
1.140.573 19.945 2.670.226 64 2.670.290
1.461.571 –3.396 2.967.884 84 2.967.968
0 –90 –90 0 –90
0 –176 –176 0 –176
44.674 0 44.674 4 44.678
44.674 –266 44.408 4 44.412
1.506.245 –3.661 3.012.293 87 3.012.380

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG3)

Tsd. € Österreich Deutschland
1. Halbjahr 2020 Bestand Development Summe Bestand Development Summe
Mieterlöse 13.236 5 13.241 33.248 6.888 40.135
Mieterlöse mit anderen Geschäftssegmenten 306 0 306 285 5 290
Weiterverrechnete Betriebskosten 3.302 0 3.302 4.773 686 5.459
Betriebskostenaufwand –4.148 0 –4.148 –5.193 –1.414 –6.608
Sonstige dem vermieteten Immobilienvermögen direkt
zurechenbare Aufwendungen –1.984 0 –1.984 –2.939 –672 –3.611
Nettomietergebnis 10.712 5 10.717 30.173 5.492 35.665
Sonstige den Projektentwicklungen direkt zurechenbare
Aufwendungen 0 –3 –3 0 –1.151 –1.151
Ergebnis aus Immobilienhandel und Bauleistungen 0 0 0 0 17.161 17.161
Ergebnis aus Verkauf von langfristigem
Immobilienvermögen 0 0 0 0 23.989 23.989
Erlöse aus Dienstleistungen 0 0 0 863 4.725 5.588
Indirekte Aufwendungen –632 –26 –659 –3.772 –8.248 –12.020
Sonstige betriebliche Erträge 1 0 1 345 248 594
EBITDA 10.080 –25 10.056 27.610 42.216 69.826
Abschreibungen und Wertänderungen –2.221 0 –2.221 –64 –3.277 –3.340
Ergebnis aus Neubewertung –7.687 0 –7.687 –5.239 39.539 34.300
Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen 0 0 0 0 0 0
Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) 172 –25 147 22.307 78.479 100.786
Zeitpunkt der Umsatzrealisierung
Zum Handel bestimmte Immobilien 0 0 0 0 18.695 18.695
Verkauf von langfristigem Immobilienvermögen 0 0 0 0 88.659 88.659
Summe Erlöse gem. IFRS 15 - zeitpunktbezogene
Realisierung 0 0 0 0 107.354 107.354
Weiterverrechnete Betriebskosten 3.302 0 3.302 4.773 686 5.459
Erlöse aus Immobilienhandel und Bauleistungen 0 0 0 0 38.217 38.217
Erlöse aus Dienstleistungen 0 0 0 863 4.725 5.588
Summe Erlöse gem. IFRS 15 - zeitraumbezogene
Realisierung 3.302 0 3.302 5.636 43.627 49.263
Gesamtsumme Erlöse gem. IFRS 15 3.302 0 3.302 5.636 150.981 156.617
30.6.2020
Immobilienvermögen1) 567.018 253 567.271 1.652.209 1.116.179 2.768.388
Sonstiges Vermögen 15.966 2.951 18.917 157.490 549.172 706.662
Aktive latente Steuern
Segmentvermögen
0
582.984
0
3.204
0
586.188
1.173
1.810.871
1.882
1.667.233
3.054
3.478.104
Verzinsliche Verbindlichkeiten 207.567 0 207.567 713.920 387.650 1.101.571
Sonstige Verbindlichkeiten 19.018 304 19.323 35.152 184.352 219.504

Investitionen2) 1.301 0 1.301 76.514 113.895 190.409 1)Das Immobilienvermögen beinhaltet Bestandsimmobilien, Immobilienvermögen in Entwicklung, selbst genutzte Immobilien, zum Handel bestimmte Immobilien und zur Veräußerung gehaltenes Immobilienvermögen.

Passive latente Steuern inkl. Ertragsteuerverbindlichkeiten 48.866 1 48.867 299.518 118.982 418.500 Schulden 275.451 306 275.757 1.048.590 690.984 1.739.574 Eigenkapital 307.533 2.898 310.431 762.281 976.248 1.738.530

2)Die Investitionen betreffen alle Zugänge in Immobilienvermögen (langfristig und kurzfristig) inkl. Zugänge aus Erstkonsolidierung, Betriebs- und Geschäftsausstattung und immaterielle Vermögenswerte; davon 4.627 Tsd. € (31.12.2019: 25.023 Tsd. €) in zum Handel bestimmte Immobilien.

3)Die Segmentberichterstattung beinhaltet keinen Ansatz von Nutzungsrechten/Leasingverbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gem. IFRS 16, die zwischen Gesellshaften der CA Immo Gruppe bestehen. Diese Intercompany-Verträge werden wie bisher laufend als Ertrag/Aufwand in der Segmentberichterstattung erfasst und in der Spalte

"Überleitung Konsolidierung" eliminiert.

Bestand Development Summe Bestand Holding Konsolidierung
58.621 0 58.621 7.076 119.073 0 –957 118.116
0 0 0 0 596 0 –596 0
15.691 0 15.691 2.012 26.464 0 –14 26.450
–16.033 0 –16.033 –2.191 –28.979 0 –74 –29.053
–3.240 0 –3.240 –864 –9.699 0 43 –9.656
55.039 0 55.039 6.033 107.454 0 –1.597 105.857
0 –42 –43 0 –1.197 0 167 –1.029
0 0 0 0 17.161 0 –11.381 5.779
222 0 222 87 24.298 0 –88 24.210
128 0 128 0 5.716 4.974 –6.435 4.254
–6.830 –125 –6.955 –696 –20.329 –36.537 7.450 –49.416
44 0 44 10 648 10 –31 628
48.602 –167 48.435 5.434 133.751 –31.553 –11.914 90.283
–198
–43.783
0
–1.372
–198
–45.155
–5
–8.471
–5.764
–27.013
–273
0
1.447
0
–4.590
–27.013
0 0 0 0 0 0 2.068 2.068
4.621 –1.539 3.082 –3.041 100.974 –31.826 –8.400 60.748
0 0 0 0 18.695 0 –18.499 196
0 0 0 89 88.748 0 –89 88.659
0 0 0 89 107.443 0 –18.587 88.855
15.691 0 15.691 2.012 26.464 0 –14 26.450
0 0 0 0 38.217 0 0 38.217
128 0 128 0 5.716 4.974 –6.435 4.254
15.819 0 15.819 2.012 70.396 4.974 –6.449 68.921
15.819 0 15.819 2.101 177.839 4.974 –25.036 157.776
1.800.231 21.505 1.821.736 168.317 5.325.713 0 –141.249 5.184.464
196.535 7.121 203.656 9.512 938.746 1.281.118 –1.148.006 1.071.858
578 0 578 73 3.705 42.717 –43.998 2.423
1.997.344 28.626 2.025.970 177.901 6.268.163 1.323.834 –1.333.252 6.258.745
818.438 0 818.438 82.716 2.210.291 1.393.969 –1.142.262 2.461.999
43.899 4.282 48.181 5.517 292.524 67.676 –65.369 294.830
60.424 8 60.431 3.999 531.798 6.125 –48.387 489.536
922.761 4.290 927.050 92.232 3.034.613 1.467.770 –1.256.018 3.246.365
1.074.583 24.336 1.098.919 85.669 3.233.550 –143.936 –77.234 3.012.380

7.695 7.802 15.497 1.360 208.567 236 –2.694 206.109

Osteuropa Kernregionen Osteuropa übrige Regionen Summe Segmente Überleitung Summe

Tsd. € Österreich Deutschland
1. Halbjahr 2019 Bestand Development Summe Bestand Development Summe Bestand
Mieterlöse 14.577 3 14.581 31.538 2.523 34.061 53.598
Mieterlöse mit anderen Geschäftssegmenten 272 0 272 225 5 230 0
Weiterverrechnete Betriebskosten 3.642 0 3.642 4.039 163 4.202 15.554
Betriebskostenaufwand –4.157 0 –4.157 –4.537 –259 –4.796 –16.164
Sonstige dem vermieteten Immobilienvermögen
direkt zurechenbare Aufwendungen –1.468 0 –1.468 –3.267 –133 –3.399 –6.596
Nettomietergebnis 12.865 3 12.868 27.999 2.299 30.297 46.392
Sonstige den Projektentwicklungen direkt
zurechenbare Aufwendungen 0 1 1 0 –2.014 –2.014 0
Ergebnis aus Immobilienhandel und Bauleistungen 0 1.436 1.436 0 –1.591 –1.591 0
Ergebnis aus Verkauf von langfristigem
Immobilienvermögen 4.899 0 4.899 0 2.581 2.581 436
Erlöse aus Dienstleistungen 0 0 0 586 4.650 5.235 172
Indirekte Aufwendungen –592 –84 –676 –3.094 –7.461 –10.555 –6.404
Sonstige betriebliche Erträge 2 2 4 96 453 549 36
EBITDA 17.174 1.358 18.532 25.586 –1.083 24.502 40.631
Abschreibungen und Wertänderungen –317 0 –317 –51 –1.564 –1.615 –299
Ergebnis aus Neubewertung –298 0 –298 1.745 82.455 84.200 33.155
Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen 0 0 0 0 0 0 0
Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) 16.559 1.358 17.917 27.281 79.807 107.088 73.488
Zeitpunkt der Umsatzrealisierung
Zum Handel bestimmte Immobilien 0 2.205 2.205 0 642 642 0
Verkauf von langfristigem Immobilienvermögen 16.332 0 16.332 0 281 281 442
Summe Erlöse gem. IFRS 15 - zeitpunktbezogene
Realisierung 16.332 2.205 18.537 0 924 924 442
Weiterverrechnete Betriebskosten 3.642 0 3.642 4.039 163 4.202 15.554
Erlöse aus Immobilienhandel und Bauleistungen 0 0 0 0 15.848 15.848 0
Erlöse aus Dienstleistungen 0 0 0 586 4.650 5.235 172
Summe Erlöse gem. IFRS 15 - zeitraumbezogene
Realisierung 3.642 0 3.642 4.625 20.660 25.285 15.727
Gesamtsumme Erlöse gem. IFRS 15 19.974 2.205 22.179 4.625 21.584 26.208 16.168
31.12.2019 angepasst
Immobilienvermögen1) 572.892 253 573.145 1.558.752 1.175.974 2.734.725 1.754.821
Sonstiges Vermögen 17.874 3.274 21.148 151.206 406.947 558.153 201.524
Aktive latente Steuern 0 0 0 347 1.881 2.228 514
Segmentvermögen 590.766 3.528 594.293 1.710.305 1.584.802 3.295.106 1.956.859
Verzinsliche Verbindlichkeiten 207.960 0 207.960 669.656 298.909 968.565 774.422
Sonstige Verbindlichkeiten 16.960 603 17.563 29.453 194.677 224.130 50.010
Passive latente Steuern inkl. 49.489 1 49.491 298.636 129.483 428.119 55.596
Ertragsteuerverbindlichkeiten
Schulden
Eigenkapital
274.409
316.356
605
2.923
275.014
319.279
997.744
712.561
623.070
961.732
1.620.814
1.674.292
880.029
1.076.831
Investitionen2) 16.776 0 16.776 5.200 213.146 218.345 17.204
Osteuropa Kernregionen Osteuropa übrige Regionen Summe Überleitung Summe
Segmente4)
Development Summe Bestand Development4) Summe4) Holding4) Konsolidierung4)
2.685 56.282 7.401 0 7.401 112.325 0 –889 111.437
0 0 0 0 0 502 0 –502 0
659 16.213 2.114 0 2.114 26.170 0 –16 26.154
–778 –16.943 –2.278 0 –2.278 –28.175 0 48 –28.126
–948 –7.543 –886 0 –886 –13.297 0 –73 –13.369
1.618 48.010 6.350 0 6.350 97.526 0 –1.431 96.094
–263 –263 0 –7 –7 –2.283 0 206 –2.077
0 0 0 0 0 –155 0 –1.834 –1.989
0 436 –216 212 –4 7.911 0 610 8.522
0 172 0 0 0 5.408 4.772 –5.914 4.265
–860 –7.264 –663 –27 –689 –19.184 –10.481 7.320 –22.344
0 36 33 15 48 636 20 –406 250
495 41.126 5.505 194 5.698 89.859 –5.689 –1.450 82.720
–12 –310 –4 0 –4 –2.247 –142 90 –2.299
–507 32.649 –1.737 0 –1.737 114.814 0 0 114.814
0 0 0 0 0 0 0 600 602
–23 73.464 3.763 194 3.957 202.427 –5.831 –759 195.837
0 0 0 0 0 2.847 0 –2.847 0
0 442 13.150 3.466 16.617 33.672 0 541 34.213
0 442 13.150 3.466 16.617 36.519 0 –2.306 34.213
659 16.213 2.114 0 2.114 26.170 0 –16 26.154
0 0 0 0 0 15.848 0 –6.291 9.557
0 172 0 0 0 5.408 4.772 –5.914 4.265
659 16.385 2.114 0 2.114 47.426 4.772 –12.222 39.975
659 16.827 15.264 3.466 18.730 83.945 4.772 –14.528 74.189
94.819 1.849.641 175.009 0 175.009 5.332.520 0 –146.150 5.186.370
14.516 216.040 9.484 0 9.484 804.825 903.643 –1.007.958 700.509
0 514 314 0 314 3.055 42.120 –43.365 1.810
109.335 2.066.194 184.806 0 184.806 6.140.399 945.763 –1.197.473 5.888.690
67.941 842.363 88.356 0 88.356 2.107.245 1.002.711 –1.012.614 2.097.342
9.666 59.677 5.023 0 5.023 306.393 84.103 –62.993 327.502
1.476 57.072 4.726 0 4.726 539.408 2.576 –46.107 495.877
79.083 959.112 98.106 0 98.106 2.953.045 1.089.390 –1.121.713 2.920.722
30.252 1.107.082 86.700 0 86.700 3.187.354 –143.627 –75.760 2.967.968
5.069 22.273 2.788 0 2.788 260.183 1.051 –7.704 253.529
4) Im Segment Development Osteuropa übrige Regionen wurden die Bilanzwerte (gewährte Ausleihungen bzw. Darlehen) iZm dem assoziierten Unternehmen ZAO Avie

len korrigiert, weil der Verkauf des assoziierten Unternehmen im Jahr 2019 erfolgte. Diese wurden nunmehr per 31.12.2019 dem Segment Holding zugerechnet, da zum 31.12.2019 kein Auslandsbezug mehr vorlag. Die Anpassungen führen zu Verschiebungen iHv 10.503 Tsd. € im Segment Development Osteuropa übrige Regionen mit entsprechenden Gegeneffekten in den Überleitungsspalten "Holding" und "Konsolidierung". Die Änderung hat keine Auswirkung auf den Konzernabschluss 2019.

ANHANG

ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft ("CA Immo AG") zum 30.6.2020 wurde nach den Vorschriften des IAS 34 (Zwischenberichterstattung) erstellt und basiert auf den gleichen im Konzernabschluss 2019 der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft dargestellten Rechnungslegungs- und Berechnungsmethoden, mit Ausnahme von Änderungen aufgrund von neuen oder überarbeiteten Standards.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss für die Berichtsperiode vom 1.1. bis zum 30.6.2020 (jedoch ohne der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung bzw. der Gesamtergebnisrechnung dargestellten Quartalszahlen) wurde einer prüferischen Durchsicht durch die Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H., Wien, unterzogen.

Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.

ÄNDERUNG VON AUSWEIS UND RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN

Bei der Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses wurden alle zum 30.6.2020 verpflichtend anzuwendenen IAS, IFRS, IFRIC-und SIC-Interpretationen (bisher bestehende Standards und deren Änderungen sowie neue Standards), wie sie in der Europäischen Union für ab dem 1.1.2020 beginnende Geschäftsjahre anzuwenden sind, beachtet. Folgende überarbeitete bzw. neue Standards sind ab dem Geschäftsjahr 2020 anzuwenden:

Standard/Interpretation Inhalt Inkrafttreten1)
Änderung der Verweise auf das
Rahmenkonzept in IFRS-Standards Überarbeitetes Rahmenwerk der IFRS-Standards 1.1.2020
Änderung an IAS 1 und IAS 8 Definition Wesentlichkeit 1.1.2020
Änderung an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 Reform der Referenzzinssätze 1.1.2020
Änderung an IFRS 3 Änderung an IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse 1.1.2020

1) Die Standards und Interpretationen sind für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

Die erstmalige Anwendung der überarbeiteten Standards und Interpretationen hat keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Im 1. Halbjahr 2020 erfolgte das Closing des Verkaufs einer Gesellschaft mit einer Liegenschaft in Deutschland. Dabei handelt es sich um das rund 17.500 m² umfassende Bürogebäude Cube am Berliner Hauptbahnhof.

ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNZWISCHENABSCHLUSS

Bilanz

Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes der Immobilien verweisen wir auf die ausführliche Darstellung im Konzernabschluss 2019. Bei der Beobachtung von wesentlichen markt- sowie objektbezogenen Veränderungen beauftragt die CA Immo Gruppe unterjährig externe Bewertungen bzw. führt eigene interne Marktwertanpassungen durch. Aufgrund der Covid-19 Pandemie und der damit steigenden Unsicherheit bei Bewertungen erfolgten zum Stichtag 30.6.2020 unterjährig für 131 Liegenschaften, davon 78 in Deutschland, 38 in Osteuropa und 15 in Österreich externe Bewertungen (dies entspricht rund 99% des Immobilienvermögens laut Segmentberichterstattung). Die Werte für das übrige Immobilienvermögen wurden auf Basis verbindlicher Kaufverträge bzw. intern auf Grundlage der Bewertungen des Vorjahres fortgeschrieben bzw. angepasst.

Die Erhöhung der Marktwerte in Deutschland resultiert im Wesentlichen aus objektspezifischen Veränderungen wie zB der Erlangung von Planungssicherheit für ein Projekt auf einem Grundstück in Frankfurt bzw. Bodenwerterhöhungen sowie Projektfortschritten und -fertigstellungen von Büroobjekten, wobei Reduktionen von Marktwerten bei Hotel- und Einzelhandelsimmobilien in Frankfurt und Berlin zu beobachten sind. In Osteuropa wurde aufgrund von Marktveränderungen (Anstieg Marktrenditen) überwiegend eine Reduktion von Marktwerten festgestellt, wobei jedoch bei einzelnen Immobilien aufgrund von objektspezifischen Faktoren auch Marktwerterhöhungen in Warschau und Budapest beobachtet wurden. In Österreich wurde aufgrund von Marktveränderungen überwiegend eine Marktwertreduktion festgestellt, was insbesondere auf Hotelund Einzelhandelsimmobilien in Wien zurückzuführen ist.

Die finanziellen Vermögenswerte (langfristiges Vermögen) setzen sich wie folgt zusammen:

Tsd. € 30.6.2020 31.12.2019
Ausleihungen an Gemeinschaftsunternehmen 8.139 3.025
übrige Beteiligungen 38.723 41.406
übrige finanzielle Vermögenswerte 31.952 39.237
Finanzielle Vermögenswerte 78.813 83.667

Zum 30.6.2020 gibt es keine zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Vermögenswerte in Veräußerungsgruppen.

Zum 30.6.2020 verfügte die CA Immo Gruppe über liquide Mittel in Höhe von 777.843Tsd. €, die in Höhe von 18.701Tsd. € (31.12.2019: 4.051Tsd. €) auch Bankguthaben beinhalten, über welche die CA Immo Gruppe nur eingeschränkt, aber jedenfalls innerhalb von 3 Monaten, verfügen kann und die der Besicherung von laufenden Kreditrückzahlungen bzw. Investitionen in laufende Entwicklungsprojekte dienen.

Generell dienen die verfügungsbeschränkten Bankguthaben der Besicherung der laufenden Kreditrückzahlungen (Tilgung und Zinsen), laufender Investitionen in Entwicklungsprojekte sowie Barhinterlegungen für Garantien. Bei einer längeren Verfügungsbeschränkung von 3 bis zu 12 Monaten erfolgt ein Ausweis im Posten "Forderungen und sonstige Vermögenswerte", bei einer Verfügungsbeschränkung über 12 Monate erfolgt ein Ausweis im Posten "Finanzielle Vermögenswerte".

Tsd. € 30.6.2020 31.12.2019
mit einer Laufzeit > 1 Jahr 11.562 15.154
mit einer Laufzeit 3 Monate bis 1 Jahr 17.109 10.793
Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkungen 28.671 25.947

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Covid-19 Pandemie hat im 1. Halbjahr 2020 das Nettomietergebnis insbesondere aufgrund von behördlichen Schließungen in Österreich und Rumänien mit -3.009Tsd. € belastet. Dies betrifft auch vertragliche Mietreduktionen, denen jedoch gegenläufige Effekte aus Anreizvereinbarungen (mietfreie Zeiten) in Höhe von 380Tsd. € gegenüberstehen. Alle vereinbarten Mietanpassungen wie die Gewährung von mietfreien Zeiten sind über die jeweilige Vertragslaufzeit des zugrundeliegenden Mietvertrags linear zu verteilen.

Im 2. Quartal 2020 hat die CA Immo Gruppe eine Schadenersatzklage gegen die Republik Österreich und das Land Kärnten in Höhe von rd. 1,9 Mrd. € im Zusammenhang mit der Privatisierung der Bundeswohnbaugesellschaften im Jahr 2004 eingebracht. Diesbezüglich sind im indirekten Aufwand 25.475Tsd. € an Gerichtsgebühren enthalten.

In Osteuropa wurde ein Verfahren im Zusammenhang mit der Entrichtung von Gebäudesteuern zugunsten der CA Immo Gruppe entschieden. Dies führt im 1. Halbjahr 2020 zu einem positiven Effekt in Höhe von 3.697Tsd. € im Nettomietergebnis, sowie von 5.188Tsd. € im Finanzierungsaufwand durch die entsprechende Auflösung von Rückstellungen für immobilienbezogene Steuern und Verspätungszinsen.

Das Neubewertungsergebnis im 1. Halbjahr 2020 resultiert aus Aufwertungen in Höhe von rund 76.358Tsd. € (im Wesentlichen aus dem Segment Deutschland in Höhe von 61.293 Tsd. €) und Abwertungen in Höhe von rund -103.371Tsd. € (im Wesentlichen aus dem Segment Osteuropa Kernregionen in Höhe von -53.787Tsd. € und dem Segment Deutschland in Höhe von -26.993Tsd. €).

Die CA Immo Gruppe hat ausstehende Unternehmensanleihen mit einem Nominale von insgesamt 98,5 Mio. € im 1. Halbjahr 2020 rückgekauft. Dies führte zu einem einmaligen negativen Ergebniseffekt in Höhe von -5.067 Tsd. €, der im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen ist.

Das Ergebnis aus Derivaten setzt sich wie folgt zusammen:

Tsd. € 1. Halbjahr 2020 1. Halbjahr 2019
Bewertung Zinsderivatgeschäfte des laufenden Jahres –9.818 –24.411
Bewertung Derivat Wandelschuldverschreibung 41.590 –15.665
Ergebnis aus Derivaten 31.771 –40.077

Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

Tsd. € 1. Halbjahr 2020 1. Halbjahr 2019
Ertragsteuer (laufendes Jahr) –11.865 –6.684
Ertragsteuer (Vorjahre) –240 –1.707
Tatsächliche Ertragsteuer –12.105 –8.391
Veränderung der latenten Steuern –12.986 –26.908
Steuer auf die Bewertung von Wertpapieren im Eigenkapital 0 –1.381
Ertragsteuern –25.091 –36.680
Steuerquote (gesamt) 36,0% 26,2%

Die tatsächlichen Ertragsteuern (laufendes Jahr) resultieren in Höhe von -10.119Tsd. € (1. Halbjahr 2019: -3.779Tsd. €) aus dem Segment Deutschland. Die Veränderung der Ertragsteuer (Vorjahre) resultiert im Wesentlichen aus Rückstellungen für Betriebsprüfungen in Deutschland.

Ergebnis je Aktie

1. Halbjahr 2020 1. Halbjahr 2019
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien im
Umlauf Stück 93.028.299 93.028.299
Konzernergebnis Tsd. € 44.674 103.285
Unverwässertes Ergebnis je Aktie 0,48 1,11
1. Halbjahr 2020 1. Halbjahr 2019
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien im
Umlauf Stück 93.028.299 93.028.299
Verwässerungseffekt:
Wandelschuldverschreibung Stück 6.629.014 6.590.671
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien Stück 99.657.313 99.618.970
Auf Aktionäre des Mutterunternehmens entfallendes
Konzernergebnis Tsd. € 44.674 103.285
Verwässerungseffekt:
Verzinsung für Wandelschuldverschreibungen/Bewertung
Derivat Wandelschuldverschreibung Tsd. € –39.164 18.046
Abzüglich Steuern Tsd. € 9.791 –4.511
Auf Aktionäre des Mutterunternehmens entfallendes
Konzernergebnis bereinigt um den Verwässerungseffekt Tsd. € 15.301 116.819
Verwässertes Ergebnis je Aktie 0,15 1,11

Bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie im 1. Halbjahr 2019 übersteigt die Hinzurechnung des erfolgswirksamen Effekts der Wandelschuldverschreibung die Auswirkung der rechnerischen Erhöhung der Aktienzahl, weswegen rechnerisch das verwässerte das unverwässerte Ergebnis je Aktie übersteigen würde. Daher liegt im 1. Halbjahr 2019 keine Verwässerung vor und das unverwässerte entspricht dem verwässerten Ergebnis je Aktie.

AKTIENRÜCKKAUFPROGRAMM, DIVIDENDE UND EIGENE AKTIEN

Die CA Immobilien Anlagen AG führt derzeit kein Aktienrückkaufprogramm durch.

Der Vorstand der CA Immo AG schlägt vor, in 2020 vom ausgewiesenen Bilanzgewinn zum 31.12.2019 in Höhe von 907.530Tsd. € eine Dividende von 1,00 € je Aktie, somit insgesamt 93.028Tsd. €, an die Aktionäre auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 814.502Tsd. € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Per 30.6.2020 hielt die CA Immobilien Anlagen AG insgesamt 5.780.037 eigene Aktien. Bei einer Gesamtzahl von 98.808.336 Stück ausgegebenen stimmberechtigten Aktien entspricht dies rund 5,8% der stimmberechtigten Aktien.

FINANZINSTRUMENTE

Klasse Buchwert Beizulegender Buchwert Beizulegender
Zeitwert Zeitwert
Tsd. € 30.6.2020 30.6.2020 31.12.2019 31.12.2019
Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkungen 11.562 11.617 15.154 15.226
Derivative Finanzinstrumente 1.782 1.782 1.148 1.148
Originäre Finanzinstrumente 65.470 67.365
Finanzielle Vermögenswerte 78.813 83.667
Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkungen 17.109 17.190 10.793 10.833
Übrige Forderungen und übrige finanzielle
Vermögenswerte 44.740 43.697
Nicht finanzielle Vermögenswerte 56.775 19.324
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 118.624 73.814
Liquide Mittel 777.843 439.139
975.281 596.620

Der beizulegende Zeitwert der Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte sowie der originären Finanzinstrumente entspricht aufgrund der kurzfristigen Fälligkeiten im Wesentlichen dem Buchwert. Bei den in den originären Finanzinstrumenten enthaltenen übrigen Beteiligungen entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Finanzielle Vermögenswerte sind teilweise zur Besicherung von finanziellen Verbindlichkeiten verpfändet.

Klasse Buchwert Beizulegender Buchwert Beizulegender
Zeitwert Zeitwert
Tsd. € 30.6.2020 30.6.2020 31.12.2019 31.12.2019
Wandelschuldverschreibung 192.483 190.740 190.807 190.175
Anleihen 1.187.935 1.188.546 798.817 840.413
Kredite 1.044.361 1.051.464 1.067.238 1.073.079
Leasingverbindlichkeiten 37.219 40.480
Verzinsliche Verbindlichkeiten 2.461.999 2.097.342
Derivative Finanzinstrumente 72.385 72.385 103.960 103.960
Sonstige originäre Verbindlichkeiten 76.221 79.675
Sonstige Verbindlichkeiten 148.606 183.634
2.610.604 2.280.977

Der Börsenkurs der Wandelschuldverschreibung beträgt 222.408Tsd. € (31.12.2019: 263.432Tsd. €). Der beizulegende Zeitwert des eingebetteten Derivats der Wandelschuldverschreibung beträgt 31.667Tsd. € (31.12.2019: 73.257Tsd. €). Die Fremdkapitalkomponente der Wandelschuldverschreibung und das eingebettete Derivat der Wandelschuldverschreibung werden getrennt bilanziert.

Der beizulegende Zeitwert der sonstigen originären Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der täglichen bzw. kurzfristigen Fälligkeit im Wesentlichen dem Buchwert.

30.6.2020 31.12.2019
Tsd. € Nominale Beizulegende Buchwert Nominale Beizulegende Buchwert
Zeitwerte Zeitwerte
Zinsswaps - Verbindlichkeiten 519.635 –40.717 –40.717 531.771 –30.703 –30.703
Summe Zinsswaps 519.635 –40.717 –40.717 531.771 –30.703 –30.703
Zinsfloors 43.425 1.782 1.782 43.875 1.148 1.148
Derivat Wandelschuldverschreibung 0 –31.667 –31.667 0 –73.257 –73.257
Summe Derivate 563.060 –70.602 –70.602 575.646 –102.812 –102.812
davon freistehend (Fair Value Derivate) -
Vermögenswerte 43.425 1.782 1.782 43.875 1.148 1.148
davon freistehend (Fair Value Derivate) -
Verbindlichkeiten 519.635 –72.385 –72.385 531.771 –103.960 –103.960

Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte

Das Derivat der Wandelschuldverschreibung resultiert aus der Barausgleichsoption der Wandelschuldverschreibung durch die CA Immo AG und wird zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.

Zinsderivate Nominale
in Tsd. €
Beginn Ende Fixierter
Zinssatz per
30.6.2020
Referenz
zinssatz
Beizulegender
Zeitwert
in Tsd. €
30.6.2020
EUR - freistehend -
Verbindlichkeiten
519.635 12/2016-4/2019 12/2021-12/2032 0,25%-1,19% 3M-Euribor –40.717
Summe Zinsswaps = variabel in
fix
519.635 –40.717
Zinsfloors 43.425 5/2018 5/2028 0,00% 3M-Euribor 1.782
Summe Zinsderivate 563.060 –38.935
Zinsderivate Nominale
in Tsd. €
Beginn Ende Fixierter
Zinssatz per
31.12.2019
Referenz
zinssatz
Beizulegender
Zeitwert
in Tsd. €
31.12.2019
EUR - freistehend -
Verbindlichkeiten
531.771 12/2016-4/2019 12/2021-12/2032 0,25%-1,19% 3M-Euribor –30.703
Summe Zinsswaps = variabel in
fix
531.771 –30.703
Zinsfloors 43.875 5/2018 5/2028 0,00% 3M-Euribor 1.148
Summe Zinsderivate 575.646 –29.555

Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente sind derivative Finanzinstrumente und übrige Beteiligungen. Die Bewertung für derivative Finanzinstrumente erfolgte unverändert gegenüber dem Vorjahr für alle derivativen Finanzinstrumente auf Basis von Inputfaktoren, die sich entweder direkt oder indirekt beobachten lassen (z.B. Zinskurven oder Fremdwährungs-Terminkurse). Dies entspricht der Stufe 2 der gemäß IFRS 13.81 festgelegten hierarchischen Einstufung der Bewertungen. Sonstige nicht börsennotierte Beteiligungen werden entsprechend interner Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert bewertet und entsprechen somit Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie. Umgliederungen zwischen den Stufen fanden nicht statt.

Kapitalstruktur

Nettoverschuldung und die Gearing Ratio:

Tsd. € 30.6.2020 31.12.2019
Verzinsliche Verbindlichkeiten
Langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten 2.258.103 1.850.864
Kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten 203.895 246.478
Verzinsliche Vermögenswerte
Liquide Mittel –777.843 –439.139
Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkungen –1.761 –1.914
Nettoverschuldung 1.682.395 1.656.290
Eigenkapital 3.012.380 2.967.968
Gearing (Nettoverschuldung / EK) 55,8% 55,8%

Bei der Berechnung des Gearings wird vereinfachend der Buchwert der liquiden Mittel berücksichtigt. Die Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung wurden bei der Nettoverschuldung angerechnet, insofern sie der Absicherung für die Tilgung von verzinslichen Verbindlichkeiten dienen.

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN

Beziehungen mit Gemeinschaftsunternehmen
Tsd. € 30.6.2020 31.12.2019
Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen 66.197 67.755
Ausleihungen 8.139 3.025
Forderungen 4.064 7.841
Verbindlichkeiten 8.578 8.616
Rückstellungen 7.442 8.345
1. Halbjahr 2020 1. Halbjahr 2019
Ergebnis Gemeinschaftsunternehmen 1.980 1.060
Ergebnis Verkauf von Gemeinschaftsunternehmen 88 –460
Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen 2.068 601
Sonstige Erlöse 128 546
Sonstige Aufwendungen –617 –515
Zinserträge 216 262
Zinsaufwendungen 0 0

Die zum Bilanzstichtag bestehenden Ausleihungen an sowie ein Großteil der Forderungen gegenüber Gemeinschaftsunternehmen dienen der Finanzierung der Liegenschaften. Die Verzinsung ist marktüblich.

Beziehungen mit assoziierten Unternehmen

Tsd. € 30.6.2020 31.12.2019
Ausleihungen 0 0
1. Halbjahr 2020 1. Halbjahr 2019
Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen 0 –2.963
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 0 –2.963

In 2019 erfolgte das Closing des Verkaufs der Anteile an dem assoziierten Unternehmen sowie der an diese Gesellschaft in Russland gewährten Ausleihungen.

Starwood Capital Group (Starwood)

Seit 27.9.2018 ist die SOF-11 Klimt CAI S.à.r.l. (vormals SOF-11 Starlight 10 EUR S.à r.l.) größter Einzelaktionär der Gesellschaft. Zum 30.6.2020 hält SOF-11 Klimt CAI S.à.r.l. 27.443.544 Inhaberaktien sowie vier Namensaktien von CA Immo AG; dies entspricht einem Anteil von 27,77% des Grundkapitals der Gesellschaft. Die SOF-11 Klimt CAI S.à.r.l. ist eine indirekte 100% Tochtergesellschaft von SOF-11 International, SCSp. Diese wiederum ist Teil einer Gruppe von Gesellschaften, welche als Starwood Global Opportunity Fund XI ("SOF-XI"), einem "Discretionary Fund", bekannt ist. SOF-XI wird von mit der Starwood Capital Group verbundenen Unternehmen kontrolliert. Starwood Capital Group ist eine im Privatbesitz befindliche weltweit agierende Alternative Investmentgesellschaft, die sich als Finanzinvestor auf globale Immobilieninvestitionen konzentriert.

SONSTIGE VERPFLICHTUNGEN UND UNGEWISSE VERBINDLICHKEITEN

In der CA Immo Deutschland Gruppe bestehen zum 30.6.2020 Haftungsverhältnisse aus abgeschlossenen Kaufverträgen für Kostenübernahmen von Altlasten bzw. Kriegsfolgeschäden in Höhe von 106Tsd. € (31.12.2019: 106Tsd. €). Des Weiteren bestehen Patronatserklärungen für drei (31.12.2019: ein) Gemeinschaftsunternehmen in Deutschland in Höhe von 2.361Tsd. € (31.12.2019: 2.000Tsd. €). Zur Sicherung von Darlehensverbindlichkeiten von zwei (31.12.2019: einem) Gemeinschaftsunternehmen in Deutschland wurden Garantien, Bürgschaften sowie Schuldbeitrittserklärungen im Umfang von 6.500Tsd. € (31.12.2019: 2.500Tsd. €) abgegeben. Des Weiteren wurden zur Absicherung von Gewährleistungsrisiken in Deutschland Bürgschaften vereinbart, deren Haftungsrisiko sich auf einen Betrag von 17.605Tsd. € (31.12.2019: 15.066Tsd. €) beschränken.

Im Zusammenhang mit Verkäufen bestehen marktübliche Garantien der CA Immo Gruppe zur Absicherung allfälliger Gewährleistungs- und Haftungsansprüche der Käufer, für die in angemessenem Maße bilanzielle Vorkehrungen getroffen wurden. Die tatsächliche Inanspruchnahme kann jedoch auch darüber hinausgehen. Des Weiteren bestehen Patronatserklärungen für zwei (31.12.2019: zwei) Gemeinschaftsunternehmen in Österreich in der Höhe von 11.443Tsd. € (31.12.2019: 11.443Tsd. €) und für ein (31.12.2019: ein) Gemeinschaftsunternehmen in Osteuropa in der Höhe von 15.699Tsd. € (31.12.2019: 15.699Tsd. €).

Für die Bildung von Steuerrückstellungen sind Schätzungen vorzunehmen. Es bestehen Unsicherheiten hinsichtlich der Auslegung komplexer Steuervorschriften und konkreten Berechnungsmodalitäten sowie der Höhe und des Zeitpunktes zu versteuernder Einkünfte. Diese Unsicherheiten und Komplexitäten können dazu führen, dass Schätzungen, auch in betragsmäßig wesentlichem Umfang, vom tatsächlichen Steueraufwand abweichen. Dies kann auch geänderte Interpretationen von Steuerbehörden für vergangene Perioden umfassen. Für derzeit bekannte und wahrscheinliche Belastungen aufgrund laufender Betriebsprüfungen bildet die CA Immo Gruppe angemessene Rückstellungen.

Bei Unsicherheiten der steuerlichen Behandlung von Geschäftsfällen ist eine Beurteilung erforderlich, ob die zuständige Steuerbehörde die Auslegung der steuerlichen Behandlung der Transaktion wahrscheinlich akzeptieren wird oder nicht. Auf Basis dieser Einschätzung erfasst die CA Immo Gruppe die steuerlichen Verpflichtungen bei Unsicherheit mit dem als am wahrscheinlichsten eingestuften Betrag. Diese Unsicherheiten können dazu führen, dass künftige Steuerzahlungen wesentlich höher oder niedriger als die derzeit als wahrscheinlich eingeschätzten und in der Bilanz angesetzten Verpflichtungen sind.

Es bestehen Unsicherheiten über die mögliche rückwirkende Anwendung von nachträglichen Steueränderungen hinsichtlich abgeschlossener und mit der Finanzbehörde abgestimmter Umstrukturierungen in Osteuropa. Die CA Immo Gruppe schätzt die Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Belastung aufgrund der nachträglichen Änderung der steuerlichen Konsequenzen von in der Vergangenheit vorgenommener Umstrukturierungsmaßnahmen als gering ein.

Im Zusammenhang mit einer Projektentwicklung in Osteuropa hat ein Generalunternehmer mit Schiedsklage vom 15.2.2019 beim Vienna International Arbitral Centre behauptete Ansprüche auf Zahlung von zusätzlichen Kosten, Schadenersatz und Werklohn von rund 22,56 Mio. € klageweise geltend gemacht. Die Erfolgsaussichten werden als gering eingestuft. Für den erwarteten Zahlungsabfluss wurde eine angemessene bilanzielle Vorsorge getroffen. Bestehende Unsicherheiten werden laufend evaluiert und können dazu führen, dass Einschätzungen künftig geändert werden müssen.

Bankverbindlichkeiten sind durch marktübliche Sicherheiten wie zB Hypotheken, Verpfändungen von Mietforderungen, Bankguthaben und Gesellschaftsanteilen sowie ähnlichen Garantien besichert.

Weiters bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Bestellobligos im Zusammenhang mit Bautätigkeiten für Leistungen im Rahmen der Entwicklung von Liegenschaften in Österreich in Höhe von 925Tsd. € (31.12.2019: 296Tsd. €), in Deutschland in Höhe von 179.399Tsd. € (31.12.2019: 208.195Tsd. €) und in Osteuropa in Höhe von 32.285Tsd. € (31.12.2019: 12.251Tsd. €). Darüber hinaus bestehen in Deutschland zum 30.6.2020 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus zukünftigen aktivierbaren Baukosten aus städtebaulichen Verträgen in Höhe von 14.039Tsd. € (31.12.2019: 11.724Tsd. €).

Die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie können insbesondere aufgrund der dynamischen Entwicklungen nicht abschließend beurteilt werden, unterliegen jedoch einer laufenden Evaluierung. Temporäre Einschränkungen des laufenden Betriebs können jedoch bei der CA Immo Gruppe, Mietern, Kunden, Lieferanten sowie Behörden eintreten. Die daraus resultierenden finanziellen, allgemein geschäftlichen und immobilienspezifischen Auswirkungen können nicht abschließend beurteilt werden (z.B. Dauer und Schärfe der eingesetzten Rezession, nicht vertragskonformer Zahlungseingang von Mieten, Auswirkungen auf die Immobilienmärkte, Entwicklung der Covenants bei Finanzierungen, Auswirkungen auf geplante Immobilientransaktionen). Die CA Immo Gruppe setzt auf eine Vielzahl möglicher Maßnahmen, um die Auswirkungen auf die CA Immo Gruppe so gering wie möglich zu halten.

Finanzverbindlichkeiten, bei denen zum 30.6.2020 vertragliche Bedingungen (Financial Covenants) nicht erfüllt wurden und diese Verletzung der Vertragsbedingungen dem Kreditgeber die prinzipielle Möglichkeit einer vorzeitigen Kündigung bieten, werden unabhängig von der vertraglich vorgesehenen Restlaufzeit unter den kurzfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Zum 30.6.2020 betraf dies keine Kredite (31.12.2019: keine Kredite). Insbesondere aufgrund der Covid-19 Pandemie ist ein verstärktes Monitoring der Covenants der Finanzverbindlichkeiten erforderlich, weil die Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Erfüllung von Kennzahlen steigen (beispielsweise Loan-to-Value Kennzahlen aufgrund von Marktwertreduktionen oder Interest/Debt Service Coverage Ratios aufgrund von Mietreduktionen).

WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM ENDE DER ZWISCHENBERICHTSPERIODE

Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten.

Wien, 24.8.2020

Der Vorstand

Andreas Quint (Vorstandsvorsitzender)

Dr. Andreas Schillhofer (Mitglied des Vorstandes)

Keegan Viscius (Mitglied des Vorstandes)

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BERICHT ÜBER DIE PRÜFERISCHE DURCHSICHT

Einleitung

Wir haben den beigefügten verkürzten Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2020 der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft, Wien, für die Periode vom 1. Jänner 2020 bis zum 30. Juni 2020 prüferisch durchgesehen. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 30. Juni 2020, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzern-Geldflussrechnung und die Entwicklung des Konzerneigenkapitals für die Periode vom 1. Jänner 2020 bis zum 30. Juni 2020 sowie den verkürzten Anhang, der die wesentlichsten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zusammenfasst und sonstige Erläuterungen enthält.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung dieses verkürzten Konzernzwischenabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, verantwortlich.

Unsere Verantwortung ist es, auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht eine zusammenfassende Beurteilung über diesen verkürzten Konzernzwischenabschluss abzugeben. Bezüglich unserer Haftung gegenüber der Gesellschaft und gegenüber Dritten kommt eine Haftungsgrenze von 12 Millionen Euro zur Anwendung.

Umfang der prüferischen Durchsicht

Wir haben die prüferische Durchsicht unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und berufsüblichen Grundsätze, insbesondere des Fachgutachtens KFS/PG 11 "Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen", sowie des International Standard on Review Engagements 2400 "Engagements to Review Financial Statements" durchgeführt.

Die prüferische Durchsicht eines Zwischenabschlusses umfasst Befragungen, in erster Linie von für das Finanz- und Rechnungswesen verantwortlichen Personen, sowie analytische Beurteilungen und sonstige Erhebungen. Eine prüferische Durchsicht ist von wesentlich geringerem Umfang und umfasst geringere Nachweise als eine Abschlussprüfung gemäß österreichischen oder internationalen Prüfungsstandards und ermöglicht es uns daher nicht, eine mit einer Abschlussprüfung vergleichbare Sicherheit darüber zu erlangen, dass uns alle wesentlichen Sachverhalte bekannt werden. Aus diesem Grund erteilen wir keinen Bestätigungsvermerk.

Zusammenfassende Beurteilung

Auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der beigefügte verkürzte Konzernzwischenabschluss nicht in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt worden ist.

Stellungnahme zum verkürzten Halbjahreskonzernlagebericht und zur Erklärungder gesetzlichen Vertreter gemäß § 125 BörseG

Wir haben den verkürzten Halbjahreskonzernlagebericht gelesen und dahingehend beurteilt, ob er keine offensichtlichen Widersprüche zum verkürzten Konzernzwischenabschluss aufweist. Der verkürzte Halbjahreskonzernlagebericht enthält nach unserer Beurteilung keine offensichtlichen Widersprüche zum verkürzten Konzernzwischenabschluss.

Der Halbjahresfinanzbericht enthält die von § 125 Abs 1 Z 3 BörseG geforderte Erklärung der gesetzlichen Vertreter.

Wien, am 24. August 2020

Ernst & Young

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.

Mag. Alexander Wlasto mp

Mag. (FH) Isabelle Vollmer mp

Wirtschaftsprüfer

Wirtschaftsprüferin

ERKLÄRUNG DES VORSTANDES GEMÄSS § 125 BÖRSEGESETZ

Der Vorstand bestätigt nach bestem Wissen, dass der in Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) für die Zwischenberichterstattung (IAS 34), wie sie in der EU anzuwenden sind, augestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt

Wien, 24.8.2020

Andreas Quint (Vorstandsvorsitzender)

Der Vorstand

Dr. Andreas Schillhofer (Mitglied des Vorstandes)

Keegan Viscius (Mitglied des Vorstandes)

CA Immobilien Anlagen AG

Mechelgasse 1 1030 Wien Tel +43 1 532 59 07-0 Fax +43 1 532 59 07-510 [email protected] www.caimmo.com

Investor Relations

Aktionärstelefon (in Österreich): 0800 01 01 50 (kostenlos) Christoph Thurnberger Claudia Höbart Tel. +43 1 532 59 07-0 Fax +43 1 532 59 07-550 [email protected]

Unternehmenskommunikation

Susanne Steinböck Jasmin Eichtinger Tel. +43 1 532 59 07-0 Fax +43 1 532 59 07-550 [email protected]

KONTAKT BASISINFORMATION CA IMMO-AKTIE

Notiert an der Wiener Börse ISIN: AT0000641352 Reuters: CAIV.VI Bloomberg: CAI: AV

DISCLAIMER

Dieser Zwischenbericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der CA Immobilien Anlagen AG und ihre Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen und Zielsetzungen dar, die von der Gesellschaft auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Prognosen zugrundeliegenden Annahmen nicht eintreffen, Zielsetzungen nicht erreicht werden oder Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Mit diesem Zwischenbericht ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien der CA Immobilien Anlagen AG verbunden.

Wir bitten um Verständnis dafür, dass bei der Textierung dieses Zwischenberichts gendergerechte Schreibweisen nicht berücksichtigt werden konnten, um den durchgängigen Lesefluss in komplexen Wirtschaftsmaterien nicht zu gefährden. Dieser Halbjahresbericht ist auf umweltschonend chlorfrei gebleichtem Papier gedruckt.

IMPRESSUM

Medieninhaber (Verleger): CA Immobilien Anlagen AG, 1030 Wien, Mechelgasse 1 Text: Susanne Steinböck, Christoph Thurnberger, Claudia Höbart Gestaltung: Jasmin Eichtinger, WIEN NORD Werbeagentur, Fotos: CA Immo, Produktion: 08/16, Inhouse produziert mit FIRE.sys

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