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Annual Report

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Geschäftsbericht 2006

Kleine Dinge. Große Wirkung.

IFRS Veränderungen IFRS IFRS
2006 zu 2005 2005 2004
Umsatz TEUR 50.378 + 21 % 41.792 35.533
Umsatzrendite vor Steuern % 9 + 78 % 6 9
Jahresüberschuss/-fehlbetrag TEUR 2.221 + 40 % 1.590 3.439
Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) TEUR 4.748 + 114 % 2.215 3.158
Zinsen TEUR -796 + 19 % -667 -273
EBIT TEUR 5.544 + 92 % 2.882 3.431
Abschreibungen TEUR -4.537 + 16 % -3.912 -3.742
EBITDA TEUR 10.081 + 48 % 6.794 7.173
Ergebnis pro Aktie EUR 0,71 + 39 % 0,51 1,09
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit TEUR 4.561 + 29 % 3.531 2.530
Steuerquote % 34 + 9 % 31 37
Eigenkapital TEUR 36.329 + 4 % 34.955 32.863
Eigenkapitalquote % 57 + 9 % 52 67
Bilanzsumme TEUR 64.174 - 4 % 66.997 49.441
Buchwert pro Aktie EUR 11,59 + 3 % 11,28 10,57
Mitarbeiter Personen 291 + 18 % 247 215
Anzahl der Aktien zum 31.12.
(ohne eigene Aktien) Stück 3.130.526 0 % 3.120.511 3.088.551
Dividende EUR 0,25* + 67 % 0,15 0,25

Die angegebenen Kennzahlen beziehen sich mit Ausnahme von Jahresüberschuss/-fehlbetrag und Ergebnis pro Aktie auf das Ergebnis aus fortlaufender Geschäftstätigkeit.

* Dividendenvorschlag der Gesellschaft an die Hauptversammlung am 12.06.2007

Meilensteine 2006 4
Brief an die Aktionäre 6
Die Aktie 10
Konzernlagebericht 15
Mitarbeiter 36
Marketing und Öffentlichkeitsarbeit 38
Umwelt und Sicherheit 39
Qualitätsmanagement 40
Konzernabschluss der Eckert & Ziegler Gruppe 43
Erläuterungen zu den Konzernabschlüssen (Konzernanhang) 48
Corporate Governance Bericht 75
Bericht des Aufsichtsrates 77
Einzelabschluss der Eckert & Ziegler Aktiengesellschaft 79
Glossar 84
Beteiligungen 88
Finanzkalender 90
Impressum 90
Ansprechpartner 91

n Für eine intensivere Kooperation auf dem Gebiet der Nuklearmedizin übernimmt Eckert & Ziegler die Radiopharmakaproduktion der Charité Universitätsmedizin Berlin.

n Aus Venezuela erhält Eckert & Ziegler BEBIG einen Großauftrag zur Lieferung von Krebsbestrahlungsgeräten mit einem Gesamtvolumen von rund 4 Mio US\$.

Februar

n Eckert & Ziegler erhält die Herstellungserlaubnis für F-18 Fluorethylcholin, ein neues Medikament zur Prostatakrebsdiagnose. Mit Hilfe eines speziellen bildgebenden Verfahrens, der so genannten Positronen-Emissions-Tomographie (PET), kann es sehr genau selbst kleinste Tumorherde anzeigen.

März

n Lizenzvereinbarung zwischen dem kalifornischen Tochterunternehmen Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL) und den amerikanischen Unternehmen International Isotopes Inc. und Radqual LLC. zum Nachbau von Strahlenquellen für die nuklearmedizinische Bildgebung

April

n In Zusammenarbeit mit der Deutschen Börse, der DVFA, der LBBW und dem Industrieverband SPECTARIS findet in Frankfurt der 6. MedTech Day statt.

n Eckert & Ziegler f-con Deutschland GmbH gewinnt eine Ausschreibung zur regelmäßigen Lieferung von Radiodiagnostika an das Marie-Curie-Hospital in Gleiwitz, Polen, und für die Produktgruppe der PET-Tracer damit den ersten Kunden im Nachbarland.

Meilensteine Geschäftsbericht 2006 . Eckert & Ziegler

Mai

n Ordentliche Hauptversammlung in Berlin

Juni

n Das Internationale Anwendertreffen der Eckert & Ziegler BEBIG für Strahlentherapeuten, Urologen und Medizinphysiker stößt auf große Resonanz.

n Erfolgreiche Markteinführung des radiopharmazeutischen Synthesemoduls Modular-Lab in Deutschland, Großbritannien und den USA

September

n Eckert & Ziegler gründet gemeinsam mit einer Reihe von erfahrenen klinischen Entwicklern das Auftragsforschungsinstitut Pharmtrace klinische Entwicklung GmbH.

n Zusammen mit dem Gläsernen Labor in Berlin-Buch startet Eckert & Ziegler die Initiative "Forschergarten", mit der Erzieherinnen für frühkindliche naturwissenschaftliche Experimentierkurse gewonnen und die Qualität der Kindergartenangebote verbessert werden sollen.

n Das Prostataimplantat IsoCord® wird in Frankreich in die Liste der erstattungsfähigen Produkte und Dienstleistungen aufgenommen.

November

n Eckert & Ziegler wird erneut im "Europe's 500" aufgenommen. Ausgezeichnet werden die 500 am schnellsten wachsenden europäischen Unternehmen.

Dezember

n Im Rahmen der Fokussierung auf das Kerngeschäft verkauft Eckert & Ziegler seine Sparte mit Blutbestrahlungsanlagen an die Leipziger Gamma Service Recycling GmbH.

n Eckert & Ziegler stoppt die klinische Entwicklung des Rheumamedikaments SpondylAT® und nimmt noch im Geschäftsjahr 2006 den kompletten Ausstieg aus dem Projekt vor.

Sehr geehrter Aktionär,

Dr. Andreas Eckert, Dr. Edgar Löffler, Dr. Andreas Hey (v.l.n.r.)

im Jahre 2006 hat Eckert & Ziegler beim Jahresumsatz zum dritten Mal in Serie um rund 20 % zugelegt und dabei die psychologisch wichtige Schwelle von 50 Mio EUR durchbrochen. Die Gruppe gehört in Deutschland nun formal zu den "größeren" Mittelständlern (50 Millionen bis 3 Milliarden EUR Umsatz), auch wenn sie die Schwelle mit einigen Hunderttausend EUR nur knapp überschritt. Vierzehn Jahre nach seiner Gründung hat das ehemalige Dreimannunternehmen somit die Betriebsleistung – der Übersicht zuliebe in DM gerechnet – von etwas über 0,25 Mio DM auf 100 Mio DM gesteigert. Im letzten Quartal 2006 erzielte es dabei in einem Dreimonatszeitraum erstmals mehr als 14 Mio EUR an Verkaufserlösen. Ein neuer Rekord in der Firmengeschichte und ein guter Ausgangspunkt für 2007.

Auch bei den Erträgen gibt es Positives zu berichten. Der Gewinn pro Aktie stieg gegenüber dem Vorjahr um mehr als ein Drittel auf 0,71 EUR. Damit hat der Konzern zwar noch nicht die Erwartungen erfüllt, die er zum Jahresanfang an sich selber stellte, doch wenn man die Kosten für den unerwarteten Ausstieg aus dem Rheumamedikament SpondylAT® als Einmaleffekt betrachtet, stößt man auf ein von 2,2 Mio EUR auf 4,9 Mio EUR mehr als verdoppeltes Ergebnis aus fortlaufender Geschäftstätigkeit vor Steuern und Minderheitenanteilen sowie auf ein ebenso steil von 2,5 Mio EUR auf 6,0 Mio EUR gestiegenes Betriebsergebnis.

Ein ähnlich imposantes Resultat wurde in der Geschichte des Konzern bisher nur 2001 erzielt, als eine außerordentliche Zahlung in Millionenhöhe zu einem noch besseren Betriebsergebnis führte. 2007 aber stand kein solcher Sonderfaktor hinter den Ergebnissen, vielmehr hat sich das Ertragspotenzial der Gruppe mit der Umsatzausweitung in den letzten Jahren Zug um Zug erhöht.

In der Kapitalflussrechnung wird die neue Leistungsfähigkeit sichtbar: Ohne Veränderungen im Nettoumlaufvermögen (also ohne die zusätzliche Kapitalbindung durch Lager, Forderungen und den Abbau der kurzfristigen Verbindlichkeiten) sprang das Volumen der Zahlungsmittel, die aus betrieblicher Tätigkeit erwirtschaftet wurden, mit einem Spitzenwert von 6,1 Mio EUR deutlich über das Niveau der Vorjahre.

Es konnten so im Berichtsjahr mit den Mittelzuflüssen aus Betriebstätigkeit nicht nur Investitionen in Höhe von 3,7 Mio EUR finanziert werden, sondern im Zusammenspiel mit bestehenden Bargeld- und Wertpapierbeständen die moderate Verschuldung reduziert, eine Dividende gezahlt und trotzdem die Eigenkapitalquote um fünf Prozentpunkte auf beachtliche 57 % der Bilanzsumme ausgeweitet werden. Da das Ergebnis aus fortlaufender Geschäftstätigkeit vor Zinsen, Steuern, Minderheitenanteilen und Abschreibungen (EBITDA) im Berichtsjahr um 26 % auf 10,3 Mio EUR anstieg, verbesserte sich erneut der Finanzierungs- und damit der Handlungsspielraum des Konzerns etwa für Akquisitionen.

Dass bei all den Erfolgen noch viel voranzutreiben ist, versteht sich von selbst. Der Abschreibungsbedarf für das gescheiterte Rheumamedikament SpondylAT® erinnert zudem daran, dass Erfolg und Wachstum stets Mut zu kalkulierten Risiken verlangen, bei dem auch Rückschläge in Kauf genommen werden müssen.

Wir sind aber überzeugt, dass dies ein vernünftiger Weg zu Wachstum und Wertsteigerung des Unternehmens darstellt, und dass es auch in der Zukunft Sinn macht, die Mischung aus Zukäufen und organischem Wachstum, die in der Vergangenheit die Strategie bestimmt hat, beizubehalten.

Ich würde mich freuen, wenn Sie das ähnlich sehen.

Dr. Andreas Eckert, Vorsitzender des Vorstandes

Der Geschäftsbericht 2006 steht bei Eckert & Ziegler unter dem Motto "Kleine Dinge, große Wirkung".

Es gehört zu den für Außenstehende verblüffenden Eigenarten radioaktiver Stoffe, dass schon kleine Mengen große Dinge bewirken. Sehr beeindruckend ist dieser Effekt bei Kontrastmitteln, die von Eckert & Ziegler im Segment Radiopharmazie für die Krebsdiagnose hergestellt werden. Hier reichen schon Konzentrationen im Picogrammbereich (10-12 Gramm), um einen ausreichend präzisen und sicheren Befund zu erstellen. Normale Medikamente müssen in der Regel tausendmal so stark dosiert werden, um Wirkungen zu entfalten.

Kleine Dinge. Große Wirkung.

Auch bei Medizinprodukten sind die aktiven Komponenten sehr klein. Die Implantate zur Behandlung von Prostatakrebs, eines der Hauptprodukte des Therapiesegments, haben lediglich den Durchmesser einer Drehbleistiftmine. Sie können deshalb vom Arzt komfortabel mit Hohlnadeln in den Tumorherd platziert werden. Bei den Tumorbestrahlungsgeräten, den Afterloadern, ist es ähnlich. Das Gerät selbst kommt zwar auf die Größe eines kleinen Fässchens, doch im Wesentlichen liegt das an der umfangreichen Abschirmung, die in ihm enthalten ist. Das aktive Element, mit dem die Krebszellen bestrahlt werden, ist nur ein dünnes Drähtchen, das mit einer Mechanik während des Behandlungsvorgangs aus dem Abschirmbehälter ausgefahren wird.

Neugierig auf weitere "Kleinigkeiten"?

Dann werfen Sie einen Blick auf die entsprechenden Fotos in diesem Bericht.

Sie sind winzig. Aber sie haben eine enorme Wirkung: Sie können Prostatakrebs im Frühstadium heilen. Die mit schwach radioaktivem Jod-125 beladenen Titanröhrchen sind gerade mal viereinhalb Millimeter lang und weniger als einen Millimeter dünn – wie eine Drehbleistiftmine. Sie können ambulant in die Prostata implantiert werden und verbleiben dort dauerhaft. Aufgrund der kurzen Strahlenreichweite von wenigen Millimetern bleiben umliegende Organe weitgehend geschont. Aus diesem Grund führen Implantate deutlich seltener zu Nebenwirkungen als die

chirurgische Entfernung der Prostata: die Inkontinenzrate liegt bei unter 1% (bei chirurgischer Prostataentfernung 5–30 %), die Impotenzrate nur bei 15–25 % (bei chirurgischer Prostataentfernung 50–100 %). Und das bei gleichen Heilungschancen.

Winzige Prostataimplantate

Ein Prostata-Implantat in Originalgröße

Kursentwicklung im Jahr 2006

(01.01.2006 = 100 %, Quelle: www.onvista.de)

  • n Eckert & Ziegler Inhaber-Aktien o. N. (Xetra)
  • n Prime Pharma & Healthcare Performance-Index
  • Prime All Share Performance-Index

Die Aktie

Die Eckert & Ziegler-Aktie konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr an die Kurssteigerungsrate des Vorjahres zwar nicht ganz anknüpfen,sie verbuchte jedoch einen erfreulichen Wertzuwachs von knapp 17 %. Die Marktkapitalisierung des Unternehmensstieg gegenüber dem Vorjahresstichtag um 5,92 Mio EUR auf 39,07 Mio EUR.

Am 25. Mai 1999 wurden die Aktien der Eckert & Ziegler AG erstmalsin den Wertpapierhandel der deutschen Börsen aufgenommen. Seit diesem Zeitpunkt werden sie an der Frankfurter Wertpapierbörse sowie an allen deutschen Regionalbörsen notiert und sind darüber hinausim vollelektronischen Handelssystem XETRA® (Exchange Electronic Trading) der Deutschen Börse zugelassen. Gehandelt werden sie unter der international eindeutigen, 12-stelligen International SecuritiesIdentification Number (ISIN) DE0005659700, wobei zur Identifizierung der Aktie auch weiterhin die frühere Wertpapier-Kenn-Nummer (WKN) 565970 genutzt wird.

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgtseit dem 2. Juni 2000, dem Zeitpunkt der ersten und bislang einzigen Kapitalerhöhung, unverändert 3.250.000 EUR. Esist in 3.250.000, auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt, die jeweils eine Stimme auf der Hauptversammlung gewähren.

Seit dem 20.02.2003 notieren die Aktien der Eckert & Ziegler AG im Prime Standard. Für die in diesem Segment gelisteten Unternehmen gelten besonders hohe internationale Transparenzanforderungen, die noch über die vorgeschriebenen gesetzlichen Publizitätspflichten hinausgehen.

Im März 2003 erwarb die Eckert & Ziegler AG im Rahmen eines Aktienrückkaufprogrammes 320.000 eigene Aktien. Diese Aktien wurden bislang vorwiegend zur Finanzierung von Akquisitionen und zur Bedienung von Mitarbeiteroptionen verwendet. Die bei den jeweiligen Transaktionen realisierten Veräußerungsgewinne wurden stets der Kapitalrücklage für eigene Aktien zugeführt. Zum 31.12.2006 wies die Gesellschaft einen Bestand an 109.335 eigenen Aktien aus.

2001 0,45 EUR
2002 0 EUR
2003 0 EUR
2004 0,25 EUR
2005 0,15 EUR
2006 0,25 EUR*

Dividendenzahlung der Eckert & Ziegler AG * Vorschlag an die Hauptversammlung

Seit dem 3. Januar 2005 ist die Eckert & Ziegler AG Mitglied im "German Entrepreneurial Index" (GEX), wasso viel bedeutet wie "Deutscher Unternehmer-Index". In dieses Segment werden ausschließlich Unternehmen aufgenommen, die im Prime Standard notiertsind, und bei denen sich wesentliche Aktienanteile in der Hand der Gründer oder des Managements befinden. Hintergrund für die Schaffung diesesspeziellen Index sind Statistiken der Deutschen Börse, die belegen, dass eigentümergeführte Unternehmen an den Börsen in vielen Fällen eine langfristig solidere Wertentwicklung verzeichnen und sich gerade im schwierigen Börsenumfeld besser behauptet haben als nicht eigentümerdominierte Firmen. Zudem zeichnen sich solche Unternehmen hinsichtlich ihrerstrategischen Planung, ihrer Fokussierung auf Kernkompetenzen und anderer betriebswirtschaftlicher Kriterien positiv aus.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis pro Aktie wird berechnet, indem der Konzernjahresüberschuss durch die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahresim Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird. Im Berichtsjahr erzielte die Eckert & Ziegler Gruppe ein Konzernergebnis pro Aktie von 0,71 EUR, was einem Zuwachs von 39 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Dividendenvorschlag

Vorstand und Aufsichtsratschlagen der Hauptversammlung am 12.06.2007 die Ausschüttung einer Dividende von 0,25 EUR je Aktie für das Geschäftsjahr 2006 vor. Gemessen am Jahresschlusskurs von 12,02 EUR, errechnetsich hieraus eine Dividendenrendite von 2 ,1%.

Entwicklung der Aktie

Analog zur Entwicklung des Vorjahres, verzeichnete die Eckert & Ziegler-Aktie gleich am ersten Handelstag des Berichtszeitraumes, dem 2. Januar 2006, ihren Jahrestiefststand bei 10,19 EUR. Die nachfolgende Aufwärtsbewegung wurde getragen durch Pressemitteilungen über einen Großauftrag aus Venezuela und über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2005. Eine positive Branchenanalyse der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW)sowie die Meldung über den Gewinn einer Radiodiagnostika-Ausschreibung in Polen beschleunigten den Trend und führten zu einem zwischenzeitlichen Kursschub von über 40 % seit Jahresbeginn, womit die Aktie in den ersten vier Monaten zeitweise erheblich über der Performance der Vergleichsindizeslag.

Am 3. Mai 2006 erreichte die Eckert & Ziegler-Aktie mit 14,80 EUR ihren Jahreshöchstkurs. Kurz darauf verzeichneten die internationalen Aktienmärkte eine deutliche Kurskorrektur, die ihre wesentliche Ursache in wieder aufkeimenden Inflationsängsten hatte. Wie fast alle börsennotierten Werte, konnte sich auch die Eckert & Ziegler-Aktie diesem negativen Kapitalmarktumfeld nicht entziehen und fiel in der letzten Juliwoche bis auf ein Zwischentief von 11,23 EUR zurück, von dem sie sich jedoch bereitsin den nachfolgenden Tagen und Wochen wieder erholte.

Die Pressemitteilung, dass das Prostataimplantat IsoCord® in Frankreich in die Liste der erstattungsfähigen Produkte aufgenommen wurde, generierte ab Ende September ein kurzfristiges Kursplus von über 10 %, dassich jedoch ohne ersichtliche Gründe

Kenndaten der Eckert & Ziegler-Aktie

International Securities Identification Number (ISIN) DE0005659700

Wertpapier-Kenn-Nummer (WKN) 565 970

Börsenkürzel und -symbole

EUZ (Deutsche Börse)
EUZ (Bloomberg)
EUZG (Reuters)

Börsensegment Prime Standard, Frankfurt

All Share-Indizes

Prime All Share Technology All Share German Entrepreneurial Index (GEX)

Branchenindex

Prime-Sektor: Pharma & Healthcare Industriegruppe: Medical Technology

Grundkapital (31.12.2006) 3.250.000 EUR

Inhaber-Stückaktien (31.12.2006) 3.250.000 Stück

Aktienkurs (31.12.2006) 12,02 EUR

Marktkapitalisierung (31.12.2006) 39,07 Mio EUR

Höchst- / Tiefstkurs im Jahr 2006 14,80 EUR / 10,19 EUR

IR-Kontakt der Eckert & Ziegler AG

Karolin Riehle Robert-Rössle-Straße 10 13125 Berlin Tel. +49 30 941084-138 Fax +49 30 941084-112 [email protected] www.ezag.de

bis Ende Oktober wieder auflöste. Ungeachtet der positiven Pressemitteilung über Rekordumsatz und Ergebnisanstieg im dritten Quartal pendelte der Kursin der Folgezeit in einem Seitwärtstrend zwischen 11,70 und 12,50 EUR und schloss am letzten Handelstag bei 12,02 EUR. Eine mögliche Erklärung für den Kursverlauf im vierten Quartal könnten Entscheidungen größerer Kapitalanlagegesellschaften sein, zum Jahresende verstärkt Verkäufe zu tätigen, um am Bilanzstichtag eine bessere Fondsperformance auszuweisen.

Auch wenn die Vergleichsindizesin der zweiten Jahreshälfte besser abschnitten,so konnte die Eckert & Ziegler-Aktie über das Gesamtjahr einen erfreulichen Wertzuwachs von knapp 17 % verzeichnen. Engagement und Vertrauen in unser eigentümergeführtes Unternehmen zahlten sich insbesondere für die langfristig orientierten Aktionäre aus: Wer unmittelbar nach der Aktienbaisse zum Jahreswechsel 2002/2003 Eckert & Ziegler-Aktien erwarb und diese bis zum Jahresende 2006 hielt, hatseinen Einsatz mehr als vervierfacht. Konkret bedeutet dies eine Wertsteigerung innerhalb eines Vierjahreszeitraumes von 329 %.

Aktionärsstruktur zum 31.12.2006

n
Eckert Consult GmbH
37,9 %
n
Jürgen Ziegler
6,6 %
n
Eckert & Ziegler AG
3,4 %
n
Streubesitz
52,1 %

Investor Relations

Ziel unserer Investor Relations Arbeit ist es, Privataktionäre, institutionelle Investoren und Finanzanalysten umfassend, offen und zeitnah über das Unternehmen zu informieren.

In zahlreichen Einzelgesprächen und bei Investorenkonferenzen informierte das Management institutionelle Investoren und Analysten über die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens. Die Gespräche galten dabeisowohl der Pflege bestehender als auch dem Aufbau neuer Kontakte. Hinzu kamen regelmäßige Telefonkonferenzen zu den Quartalsveröffentlichungen. Wesentliche Bestandteile der Kommunikation mit dem Kapitalmarkt im Berichtsjahr waren neben den Einzelgesprächen die Bilanzpressekonferenz, die Investorenkonferenz MedTech Day (www.medtechday.de), die Hauptversammlung und das Deutsche Eigenkapitalforum.

Darüber hinausist dasInternet ein wichtiges Element unserer Finanzkommunikation. Hier finden Anleger und zukünftige Aktionäre umfangreiche und aktuelle Informationen zum Unternehmen (www.ezag.de).

Aktionärsstruktur

Im Vergleich zu den drei Vorjahren blieb die Aktionärsstruktur der Gesellschaft auch im Berichtsjahr unverändert. Nach der geringfügigen Reduzierung seines Aktienbestandes um 0,9 Prozentpunkte fungiert der Gründungsaktionär Eckert Consult GmbH mit aktuell 37,9 % weiterhin als größter Anteilseigner des Unternehmens. Jürgen Ziegler, der zweite Gründungsaktionär, verringerte seinen Aktienbesitz um 1,2 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent. Im Verlauf des Geschäftsjahres platzierte die Eckert & Ziegler AG kursschonend ca. 20.000 ihrer im Jahre 2003 erworbenen eigenen Aktien am Kapitalmarkt,so dass der entsprechende Bestand auf 3,4 % des Grundkapitals zurückging. Zum Jahresultimo vergrößerte sich damit der Streubesitzanteil (Freefloat) von 49,4 % auf nunmehr 52,1 %.

Jahrzehntelang war das bewährte Isotop Kobalt-60 aufgrund seiner Größe nur begrenzten Anwendungen vorbehalten. Entwicklern von Eckert & Ziegler ist es gelungen, die Strahlenquelle zu miniaturisieren. Mit einer Länge von knapp dreieinhalb Millimetern und einer Stärke von einem Millimeter eignetsich die Quelle nun hervorragend für den Einsatz in Afterloadern. Dassind Krebsbestrahlungsgeräte,

bei denen eine winzige, radioaktive Strahlenquelle durch einen dünnen Katheter in ein Organ, z. B. die Gebärmutter eingeführt wird. Nach Beendigung der Strahlentherapie wird der Strahler auf gleichem Weg wieder entfernt. Vorteil des Afterloadingverfahrensist die Bestrahlung von Tumoren mit hohen Strahlendosen unter weitgehender Schonung des umliegenden Gewebes.

Miniaturisierter Kobalt-60 Strahler

Kleinste Tumorherde mit PET-Aufnahmen erkennen

Kleinste Tumorherde zuverlässig erkennen. Das ist der Vorteil der Positronen-Emissions-Tomographie (PET). Bei diesem nuklearmedizinischen Untersuchungsverfahren wird dem Patienten eine Zuckerverbindung gespritzt. Der Zucker ist mit einem schwach radioaktiven Stoff wie dem "Fluor-18" gekoppelt. Mit dem Blutfluss verteilt sich der Zucker im Körper und wird vor allem von stoffwechselaktiven Zellen vertilgt. Das Fluor zerfällt, sendet ein Positron (ein positiv geladenes Elementarteilchen) aus und ein Computer setzt die Daten in Bildinformationen um. Das Entscheidende für die Krebsdiagnostik: Krebszellen haben einen besonders großen Hunger auf Zucker. Daher lässt sich der Krebs auf dem PET-Bild als deutlicher Fleck erkennen. Eckert & Ziegler f-con Deutschland zählt zu den führenden Anbietern von Kontrastmitteln für PET in Deutschland.

Konzernlagebericht

Das Unternehmen 16
Rechtliche Rahmenbedingungen 17
Geschäftsentwicklung 2006 18
Ertragslage 19
Wettbewerbssituation 20
Entwicklung der Segmente 21
Finanz- und Vermögenslage 24
Kapitalfluss 26
Forschung & Entwicklung 26
Chancen- und Risikoberichterstattung 28
Nachtragsbericht 31
Ausblick 31
Vergütungsbericht 32

Das Unternehmen

Unternehmenssitz der Eckert & Ziegler AG in Berlin-Buch

Eckert & Ziegler ist ein international tätiger Spezialist für radioaktive Anwendungen in der Medizin, der Wissenschaft und der Messtechnik. Zur Kernkompetenz des Unternehmens gehören die Handhabung und Verarbeitung von radioaktiven Materialien geringer Aktivität, die in eigenen, dafürspeziell ausgerüsteten und genehmigten Fertigungsstätten in Deutschland, Italien, der tschechischen Republik und den Vereinigten Staaten bearbeitet werden.

Im Vergleich zu anderen Branchen ist die Branche, in dersich Eckert & Ziegler bewegt, sehr übersichtlich. In vielen Märkten, in denen die Gruppe tätig ist, existieren international nur wenige Anbieter. Meist besetzen die Konkurrenten nur einzelne Nischen, so dass dem Konzern in der Vergangenheit in der Breite seiner Produktpalette kein direkter Wettbewerber gegenüberstand. Aufgrund der hohen Markteintrittsbarrieren, verursacht unter anderem durch hohe genehmigungsrechtliche Auflagen, ist in absehbarer Zeit an dieser Situation nicht mit Veränderungen zu rechnen.

Traditionell betreibt Eckert & Ziegler AG sein Geschäft über Tochterunternehmen, die Segmenten zugeordnetsind. Die Segmente sind auf Kundengruppen ausgerichtet. Zu ihnen zählen zum einen Strahlentherapeuten, eine Ärztegruppe, für die im Segment Therapie Erzeugnisse zur Behandlung (Bestrahlung) von Krebs angeboten werden. Da die Fertigungsstätten für die Tumorbehandlungsprodukte in Europa angesiedeltsind, befindetsich auch die Segmentleitung in Berlin.

Ein weiteres Segment, die Nuklearmedizin und Industrie, richtetsich mitseinen Produkten vorwiegend an Physiker, Techniker und Medizinphysiker, die radioaktive Komponenten für bildgebende Verfahren, für wissenschaftliche Anwendungen, für die Qualitätssicherung oder andere Messzwecke nachfragen. Esist mitseiner Leitung und seiner Hauptproduktionsstätte in Kalifornien (Los Angeles) beheimatet.

Im Geschäftsjahr 2006 wurde aus dem Segment Nuklearmedizin und Industrie erstmals ein neues Segment Radiopharmazie ausgegliedert, dassich mitseinen Produkten und Dienstleistungen auf radiopharmazeutische Anwendungen für Nuklearmediziner konzentriert. Es bietet aus Produktionsstätten in Deutschland und Italien radioaktive Kontrastmittel und Anlagen zu ihrer Herstellung an,so genannte Synthesemodule. Die Segmentleitung ist in Berlin beheimatet (Im Folgenden haben wir, wenn bei Vergleichen 2006 zu 2005 des Segments Nuklearmedizin und Industrie Bezug genommen wird,soweit nicht anders angegeben,stets die jetzt dem Radiopharmaziesegment zuzuordnenden Werte herausgerechnet). Ein Segment Sonstiges, in dem die Kosten und Erträge der Berliner Holding abgebildetsind, komplettiert die Gliederung.

Die Märkte der drei operativen Segmente sind nur lose miteinander verbunden und haben jeweils eigene Zyklen und Besonderheiten. Nationale Unterschiede lassen zudem für identische Produkte die Rahmenbedingungen erheblich voneinander abweichen. Diesesist vor allem bei medizinischen Produkten der Fall, wo die Intensität und Dynamik der Nachfrage im Einzelnen stark von den Ausgestaltungsdetails der nationalen Gesundheitssysteme und von der lokalen Konkurrenzsituation abhängt.

Esist daher ohne Bezug auf dasjeweilige Segmentschwer, generalisierte Aussagen zu wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu treffen, mit Ausnahme des Wechselkurses (siehe unten). Für den Bereich der medizinnahen Erzeugnisse, die etwa zwei Drittel der Konzernumsätze ausmachen, lässtsich allerdingsseit Jahren beobachten, dass die demographische Entwicklung in allen Industrieländern zursteigenden Nachfrage nach Produkten zur Diagnose und Behandlung von Krebs und damit nach den vom Konzern vertriebenen Komponenten führt.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Deutschland. Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 3.250.000,00 EUR ist in 3.250.000, auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Daran hält der Unternehmensgründer, Herr Dr. Andreas Eckert,sowohl direkt als auch über die Beteiligungsgesellschaft Eckert Consult Strategieberatung und Kapitalbeteiligungsgesellschaft mbH – insgesamt 1.232.456 Aktien und damit 37,9 % der Stimmrechte.

Die Aktionäre der Gesellschaft nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr. Jede Aktie der Gesellschaft gewährt eine Stimme. Aktien mit Mehrfachstimmrechten oder Vorzugsstimmrechten sowie Höchststimmrechte existieren nicht.

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Geschäftsführung. Der Aufsichtsrat besteht aussechs Mitgliedern, die von der Hauptversammlung gewählt werden. Den Unternehmensgründern, den Herren Dr. Andreas Eckert und Jürgen Ziegler,stehtsatzungsgemäß das Recht zu, von den zu bestellenden sechs Mitgliedern jeweils ein Mitglied in den Aufsichtsrat zu entsenden.

Oben: Segment Therapie – Krebsbestrahlungsgerät Multisource®

Mitte: Segment Nuklearmedizin und Industrie – Standards für Analysen von organischen Proben, z. B. in der Umwelttechnik

Unten: Segment Radiopharmazie – Radiopharmazeutisches Synthesegerät Modular-Lab

Das Unternehmen wird vom Vorstand geleitet und gegenüber Dritten vertreten. Der Vorstand besteht aus einer oder mehreren Personen, die gemäß § 84 Aktiengesetz vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstensfünf Jahren bestellt werden. Eine wiederholte Bestellung oder eine Verlängerung der Amtszeit, jeweilsfür höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Sie bedarf eines erneuten Aufsichtsratsbeschlusses, der frühestens ein Jahr vor Ablauf der bisherigen Amtszeit gefasst werden kann. Der Aufsichtsrat kann Mitglieder des Vorstandes zum Vorsitzenden oderstellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes ernennen.

Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstand und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstandes widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Dieser kann beispielsweise in einer groben Pflichtverletzung, der Unfähigkeit zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung oder dem Vertrauensentzug durch die Hauptversammlung liegen.

Die Beschreibung des Vergütungssystems von Vorstand und Aufsichtsratsowie die individualisierte Ausweisung der Vergütung des Vorstandessind im Vergütungsbericht, der Bestandteil dieses Konzernlageberichtsist, enthalten.

Die Satzung enthält grundlegende Bestimmungen zur Verfassung der Gesellschaft. Eine Änderung der Satzung kann gemäß § 179 Aktiengesetz grundsätzlich nur durch Beschluss der Hauptversammlung erfolgen, die eine Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Mai 2006 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 30. Juni 2009 mit Zustimmung des Aufsichtsrates um bis zu insgesamt EUR 1.625.000 durch Ausgabe von bis zu 1.625.000, auf den Inhaber lautende Stückaktien, gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).

Der Vorstand wurde weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates eine in der Satzung vorgesehene bedingte Kapitalerhöhung um bis zu weitere EUR 300.000, eingeteilt in bis zu 300.000 Stückaktien (Bedingtes Kapital), durchzuführen. Das bedingte Kapital kann zur Bedienung von Inhabern von Aktienoptionen, die von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen, ausgenutzt werden.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Mai 2006 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 29. November 2007 eigene Aktien zu anderen Zwecken als dem Wertpapierhandel bis zu einem Anteil von 10% am Grundkapital zu erwerben.

Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechselsinfolge eines Übernahmeangebotesstehen. Weiterhin bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebotes.

Geschäftsentwicklung 2006

Das Geschäftsvolumen der Eckert & Ziegler Gruppe hat im vergangen Geschäftsjahr erneut erheblich zugenommen, erfreulicherweise sogarstärker alsim bereits guten Vorjahr. Wurde von 2004 auf 2005 noch ein Umsatzwachstum von 18 % registriert,so stieg die Summe der Verkäufe in diesem Jahr von 41,8 Mio EUR um 8,6 Mio EUR auf 50,4 Mio EUR an. Der Konzern erlebte damitseit Ende 2003 das dritte Jahr, in dem das Geschäftsvolumen um etwa 20 % gestiegen ist und hatsomit auch seine angestrebte und kommunizierte Umsatzwachstumsrate erreicht.

Im Gegensatz zu den Vorjahren konnte das Umsatzwachstum 2006 ohne Zukäufe erreicht werden. Aus den Akquisitionen des Vorjahres wirkten allerdings noch Basiseffekte in dasJahr 2006 hinein, da die Umsätze der 2005 neu akquirierten Beteiligungen oder Tochterunternehmen nicht für den vollen Zwölfmonatszeitraum im Konzern konsolidiert wurden. Rechnet man diesen Effekt heraus und betrachtet nur das Altgeschäft,so wuchs dieses organisch von 38,8 Mio EUR auf 42,6 Mio EUR und somit um ca. 10%.

Geographisch konzentrierten sich die Umsätze des Konzerns auf zwei Regionen, auf Europa inklusive Russland (ca. 26 Mio EUR oder 52 % der Umsätze) und auf Nordamerika (ca. 18 Mio EUR oder 36 % der Umsätze). Der Rest, etwa 6 Mio EUR, entfiel auf die asiatischen Industriestaaten und Schwellenländer.

Die Arbeitsproduktivität, ermittelt über die durchschnittliche monatliche Zahl der Beschäftigten, hatsich 2006 im Konzern um 8,3 % auf einen Wert von TEUR 183 pro Mitarbeiter erneut erhöht, wobei in den Vorjahren die Steigerungen mit 2,7 % (2004) bzw. 6,7 % (2005) niedriger ausfielen. Im Segment Therapie, wo die Vergleichbarkeit aufgrund der Wechselkursstabilität und der langen Zeitreihen besonders aussagekräftig ist,stieg die Produktivität von einem gegenüber dem Konzernniveau unterdurchschnittlichen Wert von TEUR 139 um 14 % auf TEUR 159 pro Mitarbeiter.

Arbeitsproduktivität (Umsatz pro Mitarbeiter) (in Tsd. EUR auf Basis der durchschnittlich monatlich Beschäftigten)

n n Konzern Therapiesegment

Ertragslage

Ähnlich erfreulich wie die Umsätze entwickelten sich im Berichtsjahr die Erträge. Gegenüber dem Vorjahrsteigerte der Konzern sein unverwässertes Ergebnis pro Aktie um 39 % von 0,51 EUR auf 0,71 EUR. Sein propagiertes Ziel, nämlich an das Ergebnis der fortlaufenden Geschäftstätigkeit des Vorvorjahres 2004 (0,74 EUR pro Aktie) anzuschließen, verfehlte er damit nur knapp.

Hauptursache für das Verfehlen der Zielmarke lag in den Kosten für das 2006 aufgegebene Entwicklungsprojekt SpondylAT®, das den Abschluss mit ca. 0,19 EUR pro Aktie oder 0,6 Mio EUR (netto) belastete. Bei einer Fortführung des Projekts wären von diesem Betrag mindestens zwei Drittel der Belastungen entfallen und die Zielmarke weit überschritten worden.

Blendet man die Aufwendungen für SpondylAT® aus dem Jahresergebnisjedoch aus, und betrachtetstattdessen das Ergebnis der fortlaufenden Geschäftstätigkeit vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter (EBT),so hat der Konzern im Berichtsjahr einen gewaltigen Sprung nach vorn gemacht. Das Ergebnis vor Ertragsteuern der fortlaufenden Geschäftstätigkeit vor Minderheitenanteilen stieg gegenüber dem Vorjahr von 2,2 Mio EUR um 114 % auf 4,7 Mio EUR an, was bei einem durchschnittlichen Bestand von 3,13 Mio Aktien einem Ertrag von 1,52 EUR pro Aktie entspricht. Da die berechtigte Hoffnung besteht, dass 2007 keine vergleichbaren Aufwendungen aus der Wertberichtigung auf Entwicklungsprojekte drohen, beinhaltet dieses Ergebnis vor Ertragsteuern eine gute Basisfür eine weitere Steigerung desJahresergebnisses in den kommenden Jahren. Auf dieses Potenzial weist auch das Betriebsergebnis hin, dassich von 2,5 auf 5,9 Mio EUR mehr als verdoppelte und damit deutlich über dem Durchschnitt der letzten Jahre liegt. Gemindert wird der Anstieg lediglich von den

Auszahlungen an Minderheitsgesellschafter, die in der Summe etwa 0,10 EUR pro Aktie ausmachten, und von denen auch 2007 auszugehen sein wird.

Auch die anderen Ertragskennzahlen haben sich 2006 gut entwickelt. Das Ergebnis der fortlaufenden Geschäftstätigkeit vor Steuern, Zinsen und Anteilen anderer Gesellschafter (EBIT) hat mit 5,5 Mio EUR oder 1,77 EUR pro Aktie ebenfalls eine neue Rekordmarke erreicht, die den Vorjahreswert um 92 % übersteigt. Beim Ergebnis der fortlaufenden Geschäftstätigkeit vor Abschreibungen, Steuern, Zinsen und Anteilen anderer Gesellschafter (EBITDA) war der Anstieg mit rund 48 % auf nunmehr 10,1 Mio EUR oder 3,23 EUR pro Aktie ebenfallssehr ausgeprägt. Da dieser Wert in der Regel auch das Fremdfinanzierungs- und damit das Akquisitionspotenzial des Konzerns bestimmt, kommtseiner erneuten Steigerung eine besondere Bedeutung zu.

Die Erträge desJahres 2006 sind auch relativ zum eingesetzten Kapital beachtlich. Der Jahresüberschuss von 2,5 Mio EUR entspricht bei einem Eigenkapital von 36,3 Mio EUR zum 31. Dezember 2006 einer Eigenkapitalrendite nach Steuern von 6,9 %, und einer Eigenkapitalrendite vor Steuern von 11,4 %. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen von 5,5 Mio EUR entspricht bei einer Bilanzsumme von 64,2 Mio EUR einer Gesamtkapitalrendite vor Steuern von 8,6 %.

Ertragsquellen

Wesentlicher Ertragstreiber, neben gestiegenen Umsätzen, war 2007 die Verbesserung der Rohmarge, die von 44 % auf 47 % anstieg, und auf Skaleneffekte bei der Produktion und Mengenrabatte beim Materialeinkauf zurückging. Sie trug zur Ergebnisverbesserung etwa mit 1,6 Mio EUR bei. Ebenfalls ertragserhöhend, in der Summe um 1,1 Mio EUR, wirkte sich die umsatzunterproportionale Ausweitung der Vertriebsund Verwaltungskosten aus, die gegenüber dem Vorjahr nur um 17 % von 16,2 Mio EUR auf 19,0 Mio EUR anstiegen. Erhebliche Belastungen, in der Summe 1,7 Mio EUR, resultierten aus ungünstigen Wechselkursen, aus einer höheren Steuerquote, aus der Aufgabe des Rheumamedikaments SpondylAT® sowie aus hohen Ertragsanteilen, die Minderheitenanteilseignern zustehen.

Wettbewerbssituation

Im Hinblick auf die Produktgruppen entfielen die Umsätze des Konzerns wie im Vorjahr im Wesentlichen auf fünf Hauptkategorien, die zusammen über 75 % der Verkaufserlöse aufsich vereinten. Im Segment Nuklearmedizin und Industrie handelt essich dabei um 1. Strahlenquellen für die medizinische Bildgebung, 2. Kalibrier- und Referenzquellen sowie 3. Komponenten für messtechnische und industrielle Anwendungen. Zum Segment Therapie zählen 4. Implantate zur Behandlung von Prostatakrebs und 5. Tumorbestrahlungsgeräte. Im neuen Segment Radiopharmazie war 2006 noch keine Produktgruppe zu einer Hauptkategorie herangewachsen.

In den ersten drei der fünf Produktkategorien besitzt Eckert & Zieglerseit längerem eine gute Marktposition von jeweils mindestens einem Drittel des Weltmarktes, die auch im Berichtszeitraum gehalten oder ausgebaut werden konnte. Obwohl einzelne Nischen in diesem Bereich durchausimposante Wachstumsraten vorweisen können, entwickeltsich der Gesamtmarkt, der heute ein Volumen von etwa 50 bis 75 Mio EUR umfasst, nur etwa im Gleichschritt mit dem globalen BIP-Wachstum.

Bei den Implantaten zur Behandlung von Prostatakrebssind die Weltmarktanteile von Eckert & Ziegler niedriger, weil der Konzern seine Produkte nur in Europa anbietet. Insbesondere in Nordamerika existieren Konkurrenten mit weitaus höheren Produktionsvolumina und somit vermutlich niedrigeren Produktionsstückkosten. Ihr Vorteil wird allerdings dadurch ausgeglichen, dass genehmigungstechnische Hürden, hohe Transportkosten und eine komplizierte Logistik esihnen schwer machen, ihre Größenvorteile außerhalb Nordamerikas auszuspielen. Eckert & Zieglersiehtsich deshalb in Europa, wo sein Marktanteil wiederum mindestens ein Drittel des Gesamtmarktes ausmacht, in einer guten Wettbewerbsposition. An dieser Situation hatsich auch im Berichtsjahr nichts geändert.

Der europäische Markt für Implantate zur Behandlung von Prostatakrebs besitzt ein Volumen von 25 bis 30 Mio EUR und hatte 2005 und im Berichtsjahr Zuwachsraten im zweistelligen Prozentbereich.

Bei der letzten Produktgruppe, den vor zwei Jahren in das Portfolio aufgenommenen Tumorbestrahlungsgeräten, hat Eckert & Ziegler vorerst nur geringe Weltmarktanteile, wächst aber deutlich schneller als der Gesamtmarkt. Mit Tumorbestrahlungsgeräten auf Isotopenbasis und damit verbundenen Dienstleistungen werden heute global schätzungsweise 80 bis 120 Mio EUR pro Jahr umgesetzt.

Die Umsatzmarke von 50 Mio EUR hätte 2006 noch deutlicher durchbrochen werden können, wenn der Konzern nicht unter ungünstigen Wechselkursen hätte leiden müssen. Der Anstieg des Euro gegenüber dem US-Dollar und dem Yen beeinträchtigte in der Dollarzone und in Japan nicht nur den Absatz der therapeutischen Produkte, die gegenüber nordamerikanischen oder asiatischen Konkurrenten unter Preisdruck gerieten,sondern verringerte rein rechnerisch auch das Volumen der in Dollar fakturierten Verkäufe. Ihr Anteil am Gesamtumsatz des Konzernsist zwar in den letzten fünf Jahren gegenüber dem Spitzenwert desJahres 2002 (75 %) erheblich gesunken, insgesamt machen in Dollar abgerechnete Produkte 2006 aber noch immer mehr als die Hälfte der Umsätze aus. Die Wechselkursempfindlichkeit des Unternehmens blieb auch 2006 somit erhalten.

Entwicklung der Segmente

Dastraditionell größte Segment des Konzerns, in dem Produkte zur medizinischen Bildgebung und zur industriellen Messtechnik beheimatetsind, das Segment Nuklearmedizin und Industrie, erreichte 2006 erstmals ein Umsatzvolumen von über 25 Mio EUR. Es wurde zu 72 % mit Kunden erzielt, deren Rechnungsadresse sich in Nordamerika (USA und Kanada) befand, und zu 21% mit Kunden in Europa (inklusive Russland). Da ein erheblicher Teil der Abnehmer, insbesondere die großen Hersteller von medizinischer Bildgebung (Siemens, General Electric, Philips) die Produkte von Eckert & Ziegler als Komponenten in eigenen Anlagen an außeramerikanische Tochtergesellschaften und Vertriebspartner exportieren, entspricht diese Aufteilung nicht der geographischen Verteilung der Endnutzer. Sie dürften nur etwa zur Hälfte in Nordamerika beheimatetsein.

Gegenüber dem Vorjahr, nach Eliminierung der Umsätze der Sparte Radiopharmazie, entspricht das Umsatzvolumen von 25 Mio EUR einer Steigerung von 10 %. Sie resultierte zum einen aus Basiseffekten aus den Akquisitionen der US-amerikanischen Eckert & Ziegler AnalyticsInc. und der tschechischen Sorad s.r.o. im Jahr 2005, die mit etwa 1,5 Mio EUR zum Gesamtzuwachs von 2,3 Mio EUR beitrugen, zum anderen

Oben: Großflächenstandard für Kontaminationsmonitore im Bereich Strahlenschutz

Mitte: Implantation von Seeds in die Prostata

Unten: Ru-106 Applikator zur Behandlung von Augenkrebs

n n Umsatzentwicklung nach Segmenten (externe Umsätze) 2005 2006 (in Mio EUR)

Umsatzverteilung nach Segmenten 2006

n
Nuklearmedizin und Industrie
50 %
n
Therapie
39 %
n
Radiopharmazie
11 %

aus einer anhaltend guten Geschäftsentwicklung bei Strahlenquellen für industrielle Anwendungen. Sie wurde durch leichte Umsatzzuwächse bei Strahlenquellen für die medizinische Bildgebung unterstützt, jedoch durch einen Absatzeinbruch bei den Rohisotopen belastet. In der Summe betrug das organische Wachstum etwa 4 %.

Die Ertragskraft des Segments, gemessen alsJahresüberschuss, wurde durch das moderate Umsatzwachstum nicht gebremst. Sie sprang im Jahr 2006 auf ein Rekordniveau von 0,93 EUR pro Aktie (2,9 Mio EUR) und damit auf fast das Dreifache des Vorjahres(1,1 Mio EUR), allerdings auch deshalb, weil damals noch das Segmentergebnis durch Anlaufverluste für das heutige Radiopharmaziesegment belastet wurde. Rechnet man den Jahresverlust des Vorjahres von 1,0 Mio EUR für das Radiopharmaziesegment aus dem Vorjahresvergleich heraus,so betrug der Anstieg des Segmentjahresergebnisses gegenüber dem Vorjahr "nur" etwa 40 %.

Ausschlaggebend für die auch in den Vorjahren zu beobachtende umsatzüberproportionale Steigerung der Erträge im Segment waren vor allem Skaleneffekte, die auf große und stabile Marktanteile bei den drei Hauptproduktkategorien (1. Strahlenquellen für die medizinische Bildgebung, 2. Kalibrier- und Referenzquellen, 3. Komponenten für messtechnische und industrielle Anwendungen) zurückgehen. Rückenwind erhielt die Ertragsentwicklung zudem durch Preisanstiege bei messtechnischen Komponenten sowie eine Reihe von kleineren Einmaleffekten, darunter eine Lizenzzahlung eines Konkurrenten. Auch wirken sich mittlerweile die bereits 2004 eingeleiteten Umstrukturierungs- und Fokussierungsmaßnahmen aus.

Im Therapiesegmentstieg 2006 das Geschäftsvolumen, bezogen auf die Umsätze, weitgehend organisch um rund 2,9 Mio EUR von 16,9 Mio EUR auf nunmehr 19,8 Mio EUR. Es wuchs damitstärker als dasin der Vergangenheit dominante Industriequellensegment, wasim Konzern, zusammen mit den Umsätzen des Radiopharmaziesegments, zu einer Stärkung der europäischen und damit heimatwährungsbezogenen Aktivitäten führte. Sie machen nunmehr etwa die Hälfte aller Umsatzerlöse der Gruppe aus(Vorjahr: 45 %).

Der Großteil der Produkte des Therapiesegments, knapp 80 %, ging an Kunden, deren Rechnungsadresse sich in Europa inklusive Russland befand. Der Rest, rund 4 Mio EUR, ging nach Japan oder in Schwellenländer. In dieser Ländergruppe sind insbesondere die Tumorbestrahlungsanlagen erfolgreich, da sie bei gleicher oder besserer Ausstattung erheblich niedrigere Betriebskosten als die Anlagen der Konkurrenz aufweisen. In Europa werden die Verkaufsvolumina dagegen durch Implantate zur Behandlung von Prostatakrebs dominiert.

Obwohl alle Produktkategorien des Therapiesegments erhöhte Verkaufszahlen aufwiesen, hatten den größten Anteil an der 18 %igen organischen Steigerung der Segmentumsätze die Auslieferungen von Tumorbestrahlungsgeräten. Der Abverkauf dieser Geräte profitierte besonders von einem Großauftrag aus Venezuela, der gegen starke Konkurrenz gemeinsam mit dem Vertriebspartner Philips akquiriert werden konnte. Zudem zeigte sich 2006, dass die Investitionen der Vorjahre in neue Planungssoftware, ein erweitertes Zubehörportfolio und den Ausbau des Händlernetzes erste Früchte trugen. Die Umsätze mit Implantaten zur Behandlung von Prostatakrebs, der zweitwichtigsten Produktkategorie,stiegen um einen zweistelligen Prozentsatz an, genauso wie Produkte zur Behandlung von Augenkrebs. Die Umsätze der übrigen Erzeugnisse bewegten sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

Bei den Erträgen lagen die Zuwachsraten im Therapiesegmentsogar noch höher als jene der Umsätze. Der Jahresüberschuss nach Steuern und Minderheitenanteilen stieg um 0,07 EUR auf 0,27 EUR pro Aktie an, eine Steigerung von 35 %. Da im Jahr 2005 aufgrund von hohen steuerfreien Investitionszulagen eine ungewöhnlich niedrige Steuerquote von nur 9 % bestand, ist das Wachstum des Segmentergebnisses vor Steuern noch beeindruckender. Betrug es 2005 noch 0,7 Mio EUR,so stieg esim Berichtsjahr auf 1,3 Mio EUR und damit auf beinahe das Doppelte.

Hinter dieser umsatzüberproportionalen Verbesserung der Vorsteuererträge stehen neben Skaleneffekten im Wesentlichen effizientere Betriebsabläufe und gesunkene Kosten. Gleichwohl bleibt das Segmentergebnis noch steigerbar, da die Umsatzrendite weniger als die Hälfte beträgt, die bei fast identischer Kapitalintensität im Segment Nuklearmedizin und Industrie erzielt wurde.

Wachstumsstärkster Bereich im Konzern,sowohl absolut, wie auch prozentual, war 2006 das neue Segment Radiopharmazie, dassich auf Produkte für Nuklearmediziner konzentriert und vorerst vor allem in Europa aktiv ist. Die Umsätze stiegen hier von 2,0 Mio EUR im Vorjahr (ausgewiesen damals noch im Segment Nuklearmedizin und Industrie) um 170 % oder 3,4 Mio EUR auf nunmehr 5,4 Mio EUR.

Hauptumsatzträger waren Kontrastmittel für die Positronen-Emissions-Tomographie (PET), die der Konzern zum Teil für Dritte vertreibt, zum Teil in eigenen Zyklotronen in Berlin und Mailand selbst herstellt. Alssogenannte "PET-Tracer" werden sie vor allem in der Krebsdiagnostik eingesetzt, weilsich mit ihnen wesentlich komfortabler als mit anderen Methoden auch stecknadelkopfgroße Tumorherde verlässlich identifizieren lassen. Neben PET-Tracern sind im Umsatz des Segments erstmals auch Verkäufe der neuen Synthesemodulfamilie Modular-Lab enthalten.

Von der Ertragssituation her hat das Segment bei einem Verlust von 0,51 EUR pro Aktie die in es gesetzten Hoffnungen 2006 nicht erfüllen können. Selbst wenn man die Aufwendungen für das Rheumamedikament SpondylAT® (in der Summe 0,19 EUR pro Aktie) aus den Aufwendungen des Segments herausrechnet, und nur das Segmentergebnis aus fortlaufender Geschäftstätigkeit betrachtet, wurde mit minus 0,32 EUR pro Aktie die Gewinnschwelle weit verfehlt. Grund hierfür ist unter anderem das Ergebnis für die neue Synthesemodulfamilie Modular-Lab, die im Berichtsjahr zwar erste Auslieferungen erzielte, doch erwartungsgemäß die Gewinnschwelle noch verfehlte. Die Produktgruppe belastete das Segmentergebnis mit einem Verlust von 0,10 EUR pro Aktie. Ein Verlust von 0,14 EUR pro Aktie ergab sich auch aus der Produktion und dem Handel mit Kontrastmitteln. Bei ihnen hat sich nachteilig u. a. ausgewirkt, dass in Deutschland die Verkäufe von radioaktiven Kontrastmitteln noch immer auf niedrigem Niveau stagnieren, weil die Krankenkassen die entsprechenden diagnostischen Verfahren noch nicht in ihren Erstattungskatalog aufgenommen haben. Gegenüber dem Jahr 2005, als vor Steuern noch Anlaufverluste in Höhe von 1,4 Mio EUR für diese Produktgruppe anfielen, hat sich der Verlust jedoch auf 0,7 Mio EUR halbiert.

Da 2006 keine größeren Akquisitionen getätigt wurden, fallen die Veränderungen in der Konzernbilanz wesentlich moderater alsim Vorjahr aus. Ins Auge springt allerdings, dass die Bilanzsumme zum 31.12. 2006 um 4 % oder 2,8 Mio EUR gesunken ist, obwohl der Konzern ein Umsatzwachstum von 21% erreichte. Das Resultat verwundert, denn mit einersolchen Ausweitung verbindetsich normalerweise ein höherer Kapitalbedarf.

Der Rückgang der Bilanzsumme resultiert auf der Aktivseite vor allem aus einer Verringerung deslangfristigen Vermögens, insbesondere des Anlagevermögens. Diesesist im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 Mio EUR oder 9 % gesunken. Ursache hierfür waren allerdings nicht, wie man spekulieren könnte, Verkäufe oder Ausbuchungen von Aktiva z.B. im Zuge der Aufgabe der SpondylAT®-Entwicklung. Sie machten mit 0,92 Mio EUR nur etwa ein Viertel des Rückgangs aus. Hauptschuld an der Verringerung trägt vielmehr der im Berichtszeitraum um 10 % gesunkene Dollarkurs, durch den das Anlagevermögen der US-amerikanischen Tochtergesellschaften rechnerisch um ca. 1,8 Mio EUR abnahm. In den Detailzahlen für das Segment Nuklearmedizin und Industrie, in dem die US-amerikanischen Tochtergesellschaften erfasstsind, wird dieser Effekt deutlich sichtbar, denn die Bilanzsumme des Segments nahm sogar um 3,3 Mio EUR oder 8,4 % gegenüber dem Vorjahr ab. Da im Segment 2006 weder Zukäufe noch Vermögensveräußerungen im nennenswerten Umfang zu verzeichnen waren, gehen diese Verschiebungen vor allem auf Wechselkurseffekte zurück.

Neben der SpondylAT®-Ausbuchung und dem ungünstigen Dollarkurstrugen zum Rückgang der Konzernaktiva in geringem Maße auch niedrige Erhaltungsinvestitionen bei, die unterhalb der Abschreibungen des Kapitalstockslagen.

Auf der Passivseite entspricht der Bilanzverkürzung erfreulicherweise vor allem ein Rückgang der Verbindlichkeiten, die um 4,2 Mio EUR oder 13 % auf 27,8 Mio EUR abnahmen. Hintergrund dieser Entwicklung bildete eine stärkere Eigenfinanzierung der Geschäftsaktivitäten, die sich unter anderem in einer Abnahme der liquiden Mittel und der kurzfristigen Wertpapiere um 1,6 Mio EUR auswirkte.

Da die Verringerung der Verbindlichkeiten mit einer leichten Steigerung des Eigenkapitals um 1,4 Mio EUR oder 4 % auf 36,3 Mio EUR einherging, ergab sich aus der Schuldenverringerung eine um fünf Prozentpunkte von 52 % auf 57 % gestiegene Eigenkapitalquote. Sie wäre noch höher ausgefallen, wenn durch die Dollarkursentwicklung rechnerisch nicht auch das Eigenkapital und die Gewinnrücklagen der US-amerikanischen Tochter um 10 % abgewertet und damit das Konzerneigenkapital reduziert worden wären.

Der Blick auf den Kapitaleinsatz zeigt 2006 ansonsten eine erhebliche Ausweitung des Nettoumlaufvermögens, dassich von 2,1 Mio EUR auf 4,3 Mio EUR auf mehr als das Doppelte erhöhte. Schuld hieran sind unter anderem die Ausweitung der Forderungen und Lagerbestände im Therapiesegment um 1,7 Mio EUR oder 21% auf 9,5 Mio EUR, wassogar noch höher liegt als das Umsatzwachstum des Segments. Hier kam zum Tragen, dasssich 2006 die Umsätze mit Therapieprodukten ungleich über die Quartale verteilten, und über 30 % der Umsätze erst im vierten Quartal erzielt wurden. Mit 6,2 Mio EUR schlug es alle bisherigen Rekorde, und schob aufgrund der in diesem Bereich traditionell langen Zahlungsziele einen Forderungsberg in das neue Geschäftsjahr. Leider konnte er nicht durch entsprechende Steigerung der kurzfristigen Segmentverbindlichkeiten kompensiert werden, die im Gegenteilsogar um 3 %

abnahmen,so dass zum Stichtag 31.12.2006 netto knapp 2 Mio EUR an zusätzlichem Kapital in das Therapiesegment flossen.

Der restliche Anstieg im Nettoumlaufvermögen geht auf das Konto des Radiopharmaziesegments. Hier wurden sanierungsbedingt im Zuge der Konzernintegration rund 1,7 Mio EUR an kurzfristigen Verbindlichkeiten durch konzerninterne Darlehen abgelöst, was das Nettoumlaufvermögen des Konzerns erheblich erhöhte. Gegenläufig haben sich die Forderungen und andere kurzfristige Vermögensgegenstände des Segments umsatzunterproportional nur um 0,5 Mio EUR oder 50 % auf 1,6 Mio EUR erhöht.

Der Doppeleffekt aus gestiegenen Umsätzen einerseits und einer gesunkenen Bilanzsumme andererseitsführte 2006 zu einem erheblichen Anstieg des Konzernkapitalumschlags von 62 % im Vorjahr auf nunmehr 79 %. Bei den beiden größten Segmenten des Konzerns entsprachen 2006 die Segmentbilanzsummen in etwa den Segmentumsätzen und damit einem Kapitalumschlagsfaktor von eins. Das Radiopharmaziesegment dagegen fielsanierungsbedingt und aufgrund der Anlaufverluste für die Synthesemodule aus dem Rahmen und benötigte 2006 pro Umsatzeuro noch den doppelten Kapitaleinsatz. Essteht zu erwarten, dass essich in den kommenden Jahren den Werten der anderen Segmente anpasst.

Bilanzstruktur

Bilanzsumme 2006: TEUR 64.173 Bilanzsumme 2005: TEUR 66.997

Kapitalfluss

Der operative Cash Flow ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,1 Mio auf EUR 4,6 Mio angestiegen. Diese Entwicklung entspricht in etwa der Veränderung des Jahresüberschusses. Der Aufbau von kurzfristigen Aktiva, insbesondere Forderungen in Höhe von EUR 1,9 Mio hat, ähnlich wie im Vorjahr, den operativen Cash Flow belastet. Aus der Investitionstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss von insgesamt EUR 2,7 Mio. Die Auszahlungen betreffen mit EUR 4,2 Mio hauptsächlich Zugänge zum Anlagevermögen, was in etwa den Abschreibungen des Berichtsjahres entspricht. Die Verkäufe von Wertpapieren in Höhe von EUR 1,4 Mio wurden zur Rückzahlung von Darlehen genutzt. Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt im Berichtsjahr EUR 2,0 Mio. Hier spiegelt sich insbesondere die Tilgung von Darlehen in Höhe von 2,6 Mio wider.

Gegenüber dem Vorjahr ist das Volumen der Zahlungsmittel, die aus betrieblicher Tätigkeit erwirtschaftet wurden, erneut gestiegen, diesmal um 1,1 Mio EUR auf 4,6 Mio EUR. Diese positive Entwicklung beruht im Wesentlichen aus dem im Geschäftsjahr generierten Ergebnis. Mindernd wirkte auf den Kapitalfluss aus betrieblicher Tätigkeit die Ausweitung des Nettoumlaufvermögens um 1,7 Mio EUR. Einen wesentlichen Anteil daran hatte der schon beschriebene Aufbau von Forderungen im Therapiesegment.

Ein Großteil des aus betrieblicher Tätigkeit gewonnenen Kapitalflusses von insgesamt 4,6 Mio EUR, nämlich knapp 4,2 Mio EUR, wurde für Anlageninvestitionen eingesetzt, ein guter Teil davon als aktivierte Entwicklungskosten für Synthesemodule. Der Rest der erwirtschafteten Mittel wurde für Darlehenstilgungen (netto 1,2 Mio EUR)sowie für Dividenden und Ausschüttungen an Dritte (0,7 Mio EUR) verwendet. Die Differenz aus den Mittelzuflüssen von 4,6 Mio EUR (betrieblicher Kapitalfluss) und den Mittelabflüssen von 4,7 Mio EUR (Investitionen, Schuldentilgung, Dividenden) zuzüglich wechselkursbedingte Veränderung der liquiden Mittel, also insgesamt 0,3 Mio EUR, wurde über eine Verringerung der liquiden Mittel erbracht, die von 5,0 Mio EUR auf 4,7 Mio EUR sanken.

Forschung & Entwicklung

Die ausgewiesenen Forschungs- und Entwicklungsausgaben der Eckert & Ziegler Gruppe betrugen im Berichtsjahr 0,3 Mio EUR und damit nominal 40 % weniger alsim Vorjahr, in dem 0,5 Mio EUR an Entwicklungsausgaben registriert wurden. Da unter IFRS verschiedene Entwicklungsleistungen zu aktivieren sind, müssen zu diesem Betrag im Berichtsjahr ca. 1,5 Mio an aktivierten Entwicklungskosten (Vorjahr 0,4 Mio EUR) hinzuaddiert werden.

Angesichts der technischen Natur vieler Konzernprodukte erscheint der Betrag von 1,8 Mio EUR bei einem Umsatz von 50 Mio EUR niedrig. Der Widerspruch erklärtsich dadurch, dass bei Eckert & Ziegler viele Ausgaben zur Sicherung der Zukunft nicht als klassische Entwicklungskosten anfallen,sondern als Aufwand für den Kauf von immateriellen Vermögensgegenständen. Sie wirken sich normalerweise nur in der Bilanz aus, und werden erst dann erfolgswirksam, wenn Projekte aufgegeben und die immateriellen Vermögensgegenstände abgeschrieben werden müssen.

Eine solche Situation bestand im Berichtsjahr beim Rheumamedikament SpondylAT®, bei dem Abschreibungen auf diverse Vermögensgegenstände vor Steuern fast eine

Million EUR an Aufwand verursachten. Rechnet man diesen Betrag zu den obenstehenden klassischen Entwicklungsausgaben hinzu,so sind etwa 2,8 Mio EUR oder 5,6 % der Umsätze in Entwicklungsaktivitäten geflossen.

Welche Bedeutung die Entwicklungstätigkeit und neue Produkte im Konzern tatsächlich besitzen, lässtsich auch an der Innovationsquote erkennen. Sie weist das Geschäftsvolumen aus, dasim Berichtsjahr mit Produkten erzielt wurde, die erstseit drei Jahren, also seit 2004, im Angebotsind. Rund 21 Mio EUR oder 42 % der gesamten Verkaufserlöse gehören in diese Kategorie, unter anderem sämtliche Umsätze mit Tumorbestrahlungsgeräten, mit Radiopharmaka oder mit den neuen Synthesemodulen. Trotz nominal niedriger Entwicklungsausgaben ist die Innovationsrate des Konzerns beachtlich.

In der Summe verteilen sich die Entwicklungsausgaben auf zum Teilsehr unterschiedliche Projekte. Sie werden im folgenden nach Segmenten kurz aufgeführt:

Nuklearmedizin und Industrie: Im Bereich Industrie wurde ein radiographisches Durchleuchtungsgerät entwickelt, mit dem sich Frachten von Lastkraftwagen schnell und kostengünstig inspizieren lassen. Das Gerät ist im Vergleich zu herkömmlichen Methoden zuverlässiger und bietet dem Anwender eine größere Nachweissicherheit. Abnehmersind unter anderem Grenzkontrollstellen in den Vereinigten Staaten. Zudem wurde im Rahmen einesstaatlich geförderten Forschungsvorhabens zusammen mit amerikanischen Universitäten und Industriepartnern untersucht, ob Beta-Strahler als Stromquellen für mikroelektronische Geräte einsetzbarsind. Anwendungsgebiete für eine solche Isotopenbatterie wären Mikrosensoren, für die herkömmliche Batterien zu groß sind, und die in der Materialverarbeitung, in Triebwerken oder militärischen Geräten Verwendung finden.

Im Bereich der medizinischen Bildgebung zielen die Entwicklungsarbeiten traditionell auf die Anpassung bestehender Erzeugnisse an neue Produkte der Kamerahersteller. In diesem Zusammenhang brachte der Bereich die NES8510 auf den Markt, eine Flächenquelle für SPECT-Gammakameras. Sie ist kompatibel zu vielen Aufnahmegeräten führender Hersteller und erlaubt es den Kunden, beim Kalibrieren weiterhin feste Flächenquellen zu nutzen. Für kardiologische Gammakameras kleinerer und neuer Anbieter entwickelte der Bereich mehrere passende Kalibrierquellen.

Das Entwicklungsteam half im Rahmen der Anwenderunterstützung Siemens bei der Überarbeitung von Gadoliniumquellen für die Abschwächungskorrektur, und entwickelte den Prototypen einer Kobalt-57-Quelle für die Qualitätskontrolle eines Ganzkörperscanners. Für Philips wurde das Modell HEGL-0136 produziert, eine Quelle auf der Basis von Natrium-22. Sie ermöglichtsehr kurze Aufnahmezeiten und damit eine neue Qualität in der Bildverarbeitung.

Die Abteilung Referenz- und Kalibrierquellen verstärkte ihre Entwicklungsaktivitäten für den Plastikszintillatorenmarkt und brachte mit dem Model PSC-0025 ihr viertes Produkt auf den Markt, mit dem sich Messgeräte für Körperflüssigkeiten und Bakterien eichen lassen.

Therapie: Die Entwicklungsarbeiten im Segment Therapie konzentrierten sich auf die Weiterentwicklung der Krebsbestrahlungsgeräte, unter anderem auf eine neue Antriebsgeneration. Das Zubehör für die Afterloader wurde erweitert bzw. modernisiert. Für die Behandlung von Augenkrebs konnte eine Prototypenserie für ein neues Produkt erfolgreich fertiggestellt werden.

Oben: Gas-Vergleichsstandards mit Transferkit für die Nuklearindustrie zur Kalibrierung von Kontrollsystemen

Mitte: Applikatoren für die Behandlung von Zungengrundtumoren

Unten: Einzelmodul des radiopharmazeutischen Synthesesystems Modular-Lab

Radiopharmazie: Im Segment Radiopharmazie erfolgte die Ausweitung der Produktfamilie Modular-Lab hinsichtlich technischer Komponenten und Anwendungsgebiete (F-18 und Ga-68, PET-Tracer, Y-90 Therapeutika). Es wurden zusätzliche Synthesepfade ausgearbeitet und dokumentiert, unter anderem für Stoffe, mit denen sich Hirntumore und Epilepsie diagnostizieren lassen. Nuklearmediziner können mit der Gerätefamilie jetzt komfortabel eine noch größere Zahl von Radiopharmazeutika für die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) herstellen.

Chancen- und Risikoberichterstattung

Der Konzern siehtsich zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet, um seinen Bestand und seine Weiterentwicklung sichern zu können. Ersiehtsich auch in der Lage,sämtliche Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, selbst wenn in den kommenden Geschäftsjahren ein leichter Anstieg des Verschuldungsgrades notwendig wäre, um das Wachstum durch weitere Akquisitionen absichern und Neuproduktentwicklungen finanzieren zu können.

Neben den wirtschaftlichen und technischen Entwicklungsrisiken ist Eckert & Ziegler dem Wechselspiel der Märkte ausgesetzt. Daraus erwachsen naturgemäß nicht nur Ertrags-,sondern auch Liquiditätsrisiken, da der Konzern einige seiner Zukäufe fremdfinanziert und Bürgschaften für Darlehen von Tochterunternehmen erteilt. Selbst bei einerschnellen Reaktion des Managements und einer Reduzierung der Kosten bzw. einem Ausstieg aus einem bedrohten Geschäftsfeld bliebe der Konzern hier bei Problemen exponiert. Der Vorstand bemühtsich allerdings, die Risiken durch Darlehens- oder Garantievergabe auf eine im Verhältnis zum Konzerngesamtvermögen vertretbare Größe zu begrenzen.

Aus den Akquisitionen der letzten Jahre haben sich für den Konzern zum Teil Vertragsrisiken ergeben. Auch wenn der Vorstand bestrebt war, durch unmissverständliche Regelungen und den Einsatz qualifizierter Juristen bereitsim Vorfeld die Gefährdungen einzudämmen, kann es zu Streitigkeiten über Vertragsauslegungen kommen. Momentan ist der Konzern einer Kaufpreisnachforderung ausgesetzt, bei der vor Gericht geltend gemacht wird, dass aus dem Erwerb der MCP Medical International GmbH (jetzt: Eckert & Ziegler MMI GmbH) im März 2004 mehr als 1 Mio EUR nachzuzahlen wären. Der Vorstand hält die Klage für unbegründet, kann aber nicht ausschließen, dasssolche oder ähnliche Vorwürfe Gehör finden. Trotzdem wäre es zur Risikoabwendung nichtsinnvoll, auf Akquisitionen zu verzichten. Der Konzern hatsich in der Vergangenheit eine Reihe von profitablen Geschäftsfeldern nur über Zukäufe erschließen können, und mussim Interesse der weiteren Entwicklung solche Gefährdungen auch zukünftig in Kauf nehmen.

Andere Risiken

Als Spezialist für ein breites Portfolio ausradioaktiven Komponenten, Bestrahlungsgeräten und Radiopharmazeutika ist Eckert & Ziegler besser als ein Einproduktunternehmen gegen Markteinbrüche geschützt. Die verschiedenen Geschäftsfelder stehen sich zwar technologisch nahe, unterscheiden sich jedoch erheblich im Produktlebenszyklus und in den Kunden- und Marktstrukturen. In der Regel reduziert diese Streuung das Risiko, dass Wettbewerber mit neuen, besseren Produkten die Geschäftsgrundlage des Unternehmens untergraben. Trotzdem kann nie ausge-

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schlossen werden, dass verbesserte Verfahren und Anstrengungen der Konkurrenz wichtige Märkte wegbrechen lassen und damit das Unternehmen gefährden.

Zum Schutz gegen diese Bedrohung bemühtsich Eckert & Ziegler aktiv um die Entwicklung neuer Produkte und die Identifikation und den Aufbau neuer Geschäftsfelder. Es besteht allerdings das Risiko, dasssolche Anstrengungen erfolglos bleiben und neue Geschäftsfelder zu spät, nur ungenügend, oder gar nicht entwickelt werden können. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass Konkurrenten mit anderen Produkten oder Markteinführungsstrategien erfolgreicher agieren.

Bedeutende Umsatz- und Ertragsrisiken liegen nach wie vor in der Entwicklung des europäischen Marktesfür Permanentimplantate zur Behandlung von Prostatakrebs. In den europäischen Ländern steht diese innovative Behandlungsmethode weiterhin vor dem Problem, dass die für den wirtschaftlichen Erfolg dieses Bereichs unabdingbare Kostenerstattung durch die gesetzliche Krankenversicherung in einigen Kernländern nicht oder nur teilweise gesichert ist. Zudem hat die Konkurrenzsituation hier zu einem Margenverfall geführt. Eckert & Ziegler versucht, durch ein attraktives Servicekonzept und langfristige Lieferverträge die Kundenbindung zu stärken und damit das bestehende Umsatz- und Ertragsrisiko abzusichern.

Bei den Bestrahlungsgeräten liegt ein Absatzrisiko weiterhin darin, dass die Marktdurchdringung in den primären Zielmärkten aufgrund hoher Investitions- und Folgekosten nicht wie erwartet oder nur zeitlich verzögert greift. Das Berichtsjahr hat jedoch gezeigt, dass die nach der Übernahme der Geschäftsfelder weiterentwickelten Geräte von den geschaffenen Vertriebsstrukturen gut im Markt platziert werden konnten.

Im jungen Segment Radiopharmazie besteht ein Absatzrisiko darin, dassfür den Vertrieb erforderliche Zulassungen nicht gewährt oder wieder entzogen werden könnten. Zudem besteht die Möglichkeit, dasssich die Anzahl neuer Kunden sowie der Absatz aufgrund einer teilweise fehlenden Regelung zur Kostenerstattung durch die gesetzlichen Krankenkassen nicht wie erwartet entwickeln.

In vielen nuklearmedizinischen und industriellen Subsegmenten bestehen oligopolistische Marktstrukturen, bei denen der Ausfall von Großkunden spürbare Auswirkungen auf die Ertrags- und Umsatzlage haben kann. Die Eckert & Ziegler AG bemüht sich, die Absatzrisiken durch mittel- und langfristige Lieferverträge abzusichern, aber es kann nicht garantiert werden, dassihr dasin Zukunft weiter gelingt.

Sowohl die Radioaktivitätselbst als auch deren Verwendung in einem Medizinprodukt oder Arzneimittel beinhalten Produkthaftungsrisiken. Eckert & Ziegler begegnet diesen Risiken, indem sie sich strengen Qualitätskriterien unterwirft. Ihre Betriebs-stätten sind ISO-zertifiziert und die Funktion der Qualitätsmanagementsysteme wird regelmäßig durch interne und externe Audits überprüft. Um betriebliche Unfälle zu vermeiden, die Mitarbeiter beinträchtigen, Umweltschäden verursachen oder zur Stilllegung von Produktionseinrichtungen durch Genehmigungsbehörden führen könnten, haben die Mitarbeiter regelmäßig Schulungen zum Thema Arbeitssicherheit und Strahlenschutz zu absolvieren. Trotz aller Maßnahmen kann nicht ausgeschlossen werden, dass Haftungstatbestände dennoch eintreten und zu einer Gefährdung des Unternehmensführen. Für Haftungsrisiken wurden,soweitsinnvoll und möglich, entsprechende Versicherungen abgeschlossen.

Die Eckert & Ziegler AG hängt in vielen Geschäftsbereichen von den spezialisierten Kenntnissen ihrer Mitarbeiter ab. Insbesondere beim Aufbau neuer Geschäftsfelder, aber auch in der Entwicklung und im Vertrieb, istsie auf das Wissen und die Kompetenzen weniger, besonders qualifizierter Schlüsselpersonen angewiesen. Um das Risiko der personellen Fluktuation von talentierten Mitarbeitern zu minimieren, bemühtsich das Unternehmen um eine angenehme und kollegiale Arbeitsatmosphäre, ein modernes und sicheres Arbeitsumfeld, eine adäquate Entlohnung, Angebote zur berufsbegleitenden Aus- und Fortbildung sowie flexible Arbeitszeiten. Zur langfristigen Bindung und Motivierung hat das Unternehmen zudem ein Aktienoptionsprogramm aufgelegt. Trotz dieser Maßnahmen und nachweisbar hoher Mitarbeiterzufriedenheit kann Eckert & Ziegler nicht garantieren, dass diese Mitarbeiter beim Unternehmen bleiben odersich in der notwendigen Form engagieren.

Die Überwachung und Steuerung zur Vermeidung finanzieller Risiken erfolgt durch den Einsatz von Instrumenten wie der jährlichen Finanzplanung mit unterjährigen Anpassungen und der engmaschigen Analyse von Planabweichungen. Hierdurch lassen sich schon früh mögliche Risiken erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten. Aufgrund des hohen US-Anteils am Umsatz ist eine gewisse Abhängigkeit des US\$-Ergebnisses vorhanden. Da bei der Tochterfirma in den USA, die für die meisten dieser Umsätze verantwortlich ist, den US\$-Umsätzen aber auch US\$-Kosten gegenüberstehen,sind die Auswirkungen von Wechselkursänderungen allerdings geringer als bei herkömmlichen Exportgeschäften. Bei Bedarf werden für die deutschen Exporte die Fremdwährungsumsätze mit Termingeschäften und einfachen Put-Optionen abgesichert.

Die sonstigen Risiken der Eckert & Ziegler AG ähneln denen anderer Produktionsunternehmen. Hierzu zählt auch das Risiko, nicht alle Roh- und Hilfsmaterialien zeitgerecht und in den benötigten Mengen beziehen zu können. Dies kann durch Lagerhaltungen und den Aufbau alternativer Bezugsquellen gemindert, nie aber restlos ausgeschlossen werden. Beim weltweiten Versand der oft als Gefahrgut transportierten Produkte ist Eckert & Ziegler aufspezialisierte Dienstleister angewiesen. Es kann nicht garantiert werden, dass diese Angebote in der bestehenden Form aufrechterhalten werden. Für die Herstellung und den Versand vieler Produkte sind behördliche Spezialgenehmigungen nötig, auf deren Erteilung oder Verlängerung die Eckert & Ziegler AG nur mittelbar Einfluss nehmen kann.

Risikoentwicklung

Die Eckert & Ziegler Gruppe weist trotz gewachsener Produktbandbreite keine erhöhte Risikostruktur auf, die das Unternehmen in seiner Substanz gefährden könnte. Eine Vielzahl der bestehenden Risiken ist bereitsin der detaillierten Konzernplanung für das kommende Jahr berücksichtigt. Der Vorstand erwartet aus den oben genannten Risiken keinen signifikanten Einfluss auf das Geschäftsjahr 2007.

Risikomanagement

Die Eckert & Ziegler AG versucht, ihre Geschäftsrisiken mit verschiedenen Instrumenten zu handhaben. Im Rahmen des Risikomanagementsystems wird jährlich eine Befragung der Fach- und Führungskräfte durchgeführt, die neben der Benennung neuer und bestehender Risiken, deren Einordnung bezüglich Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Auswirkungen auf das Unternehmen beinhaltet. Zu diesen unternehmensgefährdenden Risiken werden,soweit möglich, vorbeugende Maßnahmen getroffen, Notfallpläne erstellt und regelmäßige Evaluierungen organisiert. Dazu gehören u.a. Markt- und Konkurrenzbeobachtungen, die Auswertung von wissenschaftlicher Literatur, die Analyse von Kundenbeschwerden, Kosten- und Umsatzstatistiken und Ähnliches.

Zum Risikomanagement zählen auch detaillierte, jährliche Umsatz- und Kostenplanungen. Sie erlauben es den Verantwortlichen, bereitsim Vorfeld die für die Ertragslage kritischen Variablen zu identifizieren und die finanziellen Auswirkungen verschiedener Ereignisse zu simulieren.

Insgesamt wird ein risikominimierender Ansatz gewählt. Bestehende Risiken werden konsequent überwacht und durch kontinuierliche Prozessverbesserungen minimiert beziehungsweise abgesichert. Neue Produktentwicklungen und Akquisitionen werden von Anbeginn auf mögliche Risiken geprüft und in das Risikomanagement einbezogen. Die Marktentwicklungen werden ebenso wie die Aktivitäten der Wettbewerber überwacht, um frühzeitig eigene Strategien anzupassen und zeitnah umsetzen zu können.

Für die regelmäßige Beobachtung und Bewertung der vorhandenen Risiken ist bei der Eckert & Ziegler AG das Konzernrechnungswesen verantwortlich, das dem Vorstand Bericht erstattet. Auf Grundlage dieses Berichtswesenstritt der Vorstand regelmäßig zu Sitzungen zusammen, auf denen wesentliche Bestands- und Ertragsrisiken für den Konzern und seine Tochterunternehmen präsentiert und diskutiert werden.

Der Aufsichtsrat, dem alle wesentlichen Entscheidungen präsentiert, erklärt und zur Genehmigung vorgelegt werden und der regelmäßig über die wirtschaftliche Entwicklung unterrichtet wird, dient als weiteres Element im Schutz gegen Risiken.

Nachtragsbericht

Bezüglich der Ereignisse nach dem Bilanzstichtag von wesentlicher Bedeutung verweisen wir auf den Konzernanhang (Punkt 45).

Ausblick

Im Geschäftsjahr 2007 erwartet der Konzern einen weiteren Anstieg der Erträge, allein schon deshalb, weil er nicht davon ausgeht,sein Jahresergebnis erneut durch einen Ausstieg aus einem Entwicklungsprojekt belasten zu müssen. Zudem rechnet der Vorstand damit, dasssich die Anlaufverluste im Radiopharmaziesegment, die 2006 noch das Ergebnis belasteten, weiter verringern. Hoffnung macht unter anderem die Tatsache, dassim wichtigen deutschen Markt die zuständigen Gremien von Ärzten und Krankenkassen mittlerweile den Beschluss gefasst haben, künftig auch die PET – Diagnostik im ambulanten Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung für ausgewählte Krebsarten zu erstatten. Von der Umsetzung dieser Entscheidung werden Nachfrageimpulse für Kontrastmittel ausgehen, die über höhere Umsätze und verbesserte Deckungsbeiträge dem Radiopharmaziesegment zugute kommen. Dort bestehen 2007 erhöhte Chancen, mit den Synthesemodulanlagen erstmals Deckungsbeiträge zu erwirtschaften. Nach einem fulminanten Auslieferungsstart im Dezember werden bis Ende 2007 Installationen bei mindestens 15 neuen Kunden erwartet, darunter bei außereuropäischen Universitäten und namhaften Pharmakonzernen.

Im Therapiesegmentsteht im Sommer die Markteinführung eines neuen Tumorbestrahlungsgerätes(PDR) auf dem Programm, dasfür gepulste Bestrahlungen optimiert ist und sich speziell für Niedrigdosisbehandlungen eignet. Es basiert auf der gleichen Produktionsplattform wie das bereits erfolgreich eingeführte MultiSource® Gerät, und ermöglicht der Produktion, künftig über die Losgrößen die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen. Zudem versprichtsich die Segmentleitung von dem neuen Gerät Nachfrageimpulse. Im Segment Nuklearmedizin und Industrie steht eine Reihe von kleineren Entwicklungsprojekten in allen drei Hauptproduktkategorien auf der Agenda, mit der die gute Marktposition gesichert oder weiter ausgebaut werden soll. Da sich die meisten Produkte des Segmentsin reifen Märkten befinden, rechnen wir allerdings nur mit Zuwächsen im einstelligen Prozentbereich.

Um die finanziellen und zeitlichen Ressourcen auf aussichtsreiche neue Geschäftsfelder und die bestehenden Hauptproduktkategorien konzentrieren zu können, wird Eckert & Ziegler 2007 die Aufgabe von nichtstrategischen Randgeschäften forcieren. Ein erster Schritt in diese Richtung wurde Ende 2006 mit der Übertragung des Geschäftsbereiches Blutbestrahlungsanlagen an ein Leipziger Unternehmen eingeschlagen. Da der Verkauf bestehende Umsätze betraf, fällt der Anstieg des Geschäftsvolumens 2007 niedriger als 2006 aus. Die Gruppe sucht allerdings weiterhin nach Möglichkeiten, ihr Wachstum durch die Akquisition von Firmen oder Geschäftsbereichen zu erhöhen,so dass – die Gelegenheit vorausgesetzt – desinvestitionsbedingte Umsatzrückgänge durch Zukäufe von Unternehmen oder Unternehmensteilen ausgeglichen werden können. Die für Akquisitionen nötigen Finanzmittel können von Eckert & Ziegler intern oder durch eine Erhöhung des Verschuldungsgrades aufgebracht werden.

Vergütungsbericht

Vergütung des Vorstandes

Die Vergütung des Vorstandes der Eckert & Ziegler AG besteht aus fixen und variablen Vergütungskomponenten und wird vom Aufsichtsrat im Abstand von etwa zwei bis drei Jahren einer Neubewertung unterzogen. Bei der Festsetzung der Höhe der Gesamtvergütung sowie der Aufteilung auf die einzelnen Vergütungskomponenten orientiertsich der Aufsichtsrat am Maßstab der Angemessenheit, wobei insbesondere der übertragene Verantwortungsbereich, die persönliche Leistung und Erfahrung des Vorstandsmitglieds, die Zukunftsaussichten des Unternehmens und die Wettbewerbslage (Vergütungen bei vergleichbaren Firmen) eine entscheidende Rolle spielen.

Die fixe Grundvergütung stellt etwa die Hälfte der erreichbaren Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder dar. Es wird in Form eines Fixgehalts und als Sachbezug gewährt. Das Fixgehalt umfasst neben der Grundvergütung auch Zuschüsse zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung. Der Sachbezug umfasst im Wesentlichen die Gestellung von Dienstfahrzeugen.

Darüber hinaussind variable Vergütungsbestandteile vorgesehen. Bei diesen handelt essich um einmalige oder jährlich wiederkehrende, an den kurzfristigen geschäftlichen Erfolg gebundene Vergütungskomponenten. Als einmalige Zahlung können Boni zur Anerkennung besonderer Leistungen gewährt werden. Alsjährlich wiederkehrende Zahlung ist eine Gewinntantieme vereinbart, die sich an der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS orientiert und in der Höhe begrenzt ist.

Als Komponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter kann den Vorstandsmitgliedern zudem die Teilnahme am Aktienoptionsprogramm der Eckert & Ziegler AG eingeräumt werden. Die Entscheidung über die Ausgabe von Aktienoptionen erfolgt jährlich innerhalb von drei Monaten nach Feststellung desJahresabschlusses durch den Aufsichtsrat. Bisher wurde von diesem Instrument in moderatem Umfang Gebrauch gemacht. Ein Automatismus oder ein vertraglich verankertes Recht auf die Teilnahme besteht nicht. Für außerordentliche, nicht vorhergesehene Entwicklungen wird mit den Vorstandsmitgliedern eine Begrenzungsmöglichkeit (CAP) vereinbart.

Das Aktienoptionsprogramm berechtigt den Inhaber der Optionsrechte bei Ausübung zum Bezug einer bestimmten Anzahl von Aktien. Die Optionen können jedoch frühestens nach einer Wartezeit von zwei Jahren, gerechnet ab Ausgabetag und nur innerhalb bestimmter Ausübungszeiträume, ausgeübt werden. Außerdem ist die Ausübung nur dann möglich, wenn die Wertentwicklung der Aktie im Zeitraum zwischen Ausgabetag und erstem Ausübungszeitraum die Wertentwicklung des Technology All Share Index im gleichen Zeitraum übertrifft.

Für den Fall der Beendigung der Tätigkeit eines Vorstandsmitglieds bestehen keine Zusagen hinsichtlich der Zahlung einer Abfindung. Aktienoptionen sind nursolange ausübbar, wie ein ungekündigtes Vertragsverhältnis mit der Gesellschaft oder mit einem mit dieser verbundenen Unternehmen besteht.

Vereinbarungen über eine betriebliche Altersvorsorge mit Vorstandsmitgliedern bestehen nicht.

Von den Gesamtbezügen für das Geschäftsjahr 2006 in Höhe von TEUR 892 entfallen TEUR 481 auf fixe und TEUR 361 auf kurzfristig erfolgsbezogene Vergütungsbestandteile. Außerdem sind alslangfristig erfolgsbezogene Vergütungskomponenten Aktienoptionen im Wert von TEUR 50 gewährt worden.

Name Fixe Vergütungskomponenten Kurzfristig Langfristig Summe
erfolgsbezogene erfolgsbezogene
Vergütungs- Vergütungs-
komponenten komponenten
Fixgehalt Sachbezüge Gewinntantieme/ Wert gewährter
Bonus Aktienoptionen
Dr. Andreas Eckert TEUR 185 TEUR 5 TEUR 150 TEUR 340
Dr. Edgar Löffler TEUR 143 TEUR 14 TEUR 100 TEUR 25 TEUR 282
Dr. Andreas Hey TEUR 132 TEUR 2 TEUR 111 TEUR 25 TEUR 270

Vergütungen an ehemalige Vorstandsmitglieder oder ihre Hinterbliebenen waren im Geschäftsjahr 2006 nicht zu zahlen. Es bestehen zum 31. Dezember 2006 Pensionsrückstellungen für ein ehemaliges Vorstandsmitglied in Höhe von TEUR 129.

Vergütung des Aufsichtsrates

Die Vergütung des Aufsichtsrates bestehtsatzungsgemäß aus einer jährlichen festen Vergütung in Höhe von TEUR 6, wobei der Vorsitzende das Doppelte und derstellvertretende Vorsitzender das Eineinhalbfache dieses Betrages erhält. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten daneben keine erfolgsorientierte Vergütung.

Über die feste jährliche Vergütung hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates für jede pünktliche und vollständige Teilnahme an einer Aufsichtsratssitzung ein Sitzungsentgelt in Höhe von EUR 750,00.

Die Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet,soweit die Mitglieder des Aufsichtsrates berechtigtsind, die Umsatzsteuer der Gesellschaft gesondert in Rechnung zu stellen und dieses Recht ausüben.

Für persönlich erbrachte Leistungen außerhalb der Aufsichtsratstätigkeit, insbesondere für Beratungs- und Vermittlungsleistungen, wurden im Berichtsjahr keine Vergütungen gewährt.

Für das Geschäftsjahr 2006 erhalten die Mitglieder des Aufsichtsratesfeste Vergütungen in Höhe von TEUR 45 und Sitzungsgelder in Höhe von TEUR 20. Das entspricht einem Gesamtaufwand von TEUR 65.

Name Vergütete Funktion Feste Vergütung Sitzungsgelder Summe
Prof. Dr. Wolfgang Maennig Vorsitzender des Aufsichtsrates TEUR 12 TEUR 3 TEUR 15
Ralf Hennig Stellvertretender TEUR 9 TEUR 4 TEUR 13
Vorsitzender des Aufsichtsrates
Prof. Dr. Ronald Frohne Mitglied des Aufsichtsrates TEUR 6 EUR 750 TEUR 7
Prof. Dr. Nikolaus Fuchs Mitglied des Aufsichtsrates TEUR 6 TEUR 4 TEUR 10
Hans-Jörg Hinke Mitglied des Aufsichtsrates TEUR 6 TEUR 4 TEUR 10
Frank Perschmann Mitglied des Aufsichtsrates TEUR 6 TEUR 4 TEUR 10

Directors' Dealings

Mitglieder des Vorstandes besitzen direkt oder indirekt mehr als 1% der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien, und zwar 38,24 %. Mitglieder des Aufsichtsrates besitzen weniger als 1% der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.

Datum Mitteilungspflichtige Mitteilungspflicht Position und Art und Ort Stückzahl Kurs/Preis Gesamt-
Person auslösende Aufgabenbereich der Transaktion volumen
Tatsache der Person mit
Führungsaufgaben
08.03.06 Dr. Andreas Person mit Vorstands- Verkauf von Aktien, 1.000 13,37 EUR 13.370 EUR
Eckert Führungsaufgaben vorsitzender börslich
26.04.06 Prof. Dr. Ronald Person mit Aufsichtsrat, Verkauf von Aktien, 3.500 14,00 EUR 49.000 EUR
Frohne Führungsaufgaben Mitglied börslich
27.04.06 Prof. Dr. Ronald Person mit Aufsichtsrat, Verkauf von Aktien, 16.049 14,13 EUR 226.772 EUR
Frohne Führungsaufgaben Mitglied börslich
22.06.06 Eckert Consult Person in enger Vorstands- Verkauf von Aktien, 30.000 12,00 EUR 360.000 EUR
Strategie- Beziehung zu einer vorsitzender außerbörslich
beratung und Person mit
Kapitalbeteiligungs- Führungsaufgaben
gesellschaft mbH

Weniger als eine Haaresbreite für optimale Behandlungserfolge

Krebspatienten haben schon genug Sorgen, als sich zusätzlich noch mit Qualitätsproblemen von Medizinprodukten zu belasten. Sie müssen es nicht. Für die Herstellung seiner Implantate hat Eckert & Ziegler rigorose Qualitätssicherungsprozesse etabliert, bei denen zum Beispiel die Stärke der Titanummantelung mit einer Präzision von 0,004 mm gemessen wird. Diese Distanz entspricht etwa dem Zehntel eines Haardurchmessers.

Gemeinsam stark. Eckert & Ziegler Mitarbeiter beim 5 x 5 Teamstaffellauf in Berlin.

Mitarbeiter

Die Zahl der im Konzern durchschnittlich pro Monat beschäftigten Mitarbeiter stieg im Berichtsjahr um 44 auf 291. Hauptursache für den Anstieg war ein Basiseffekt aus Firmenzukäufen im Jahr 2005. Die Mitarbeiter dieser Tochtergesellschaften zählten erst im Berichtsjahr über den gesamten Zwölfmonatszeitraum.

Die Personalaufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2006 auf 13,5 Mio EUR (2005: 12,3 Mio EUR). Etwa 50 % aller Mitarbeiter verfügen über einen Fachhochschulabschluss oder eine höherwertige Ausbildung.

Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern, unterstützt Eckert & Ziegler familienfreundliche Arbeitsbedingungen, darunter flexible Tages- und Wochenarbeitszeiten, Teilzeitarbeit, Gesundheitsvorsorge, Anbindung an das Unternehmen durch regelmäßigen Informationsaustausch während der Elternzeitsowie Wiedereinstiegsprogramme. Für die steigende Zahl von neu geschaffenen Arbeitsplätzen wurde Eckert & Ziegler zudem erneut in die Gruppe der 500 am schnellsten wachsenden europäischen Unternehmen "Europe's 500" aufgenommen.

Internationale Personaltransfers eröffnen Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten und unterstützen zugleich den konzernweiten Austausch von Know-how. Im vergangenen Geschäftsjahr betraf dies insbesondere den Austausch zwischen Arbeitnehmern am Unternehmenssitz in Berlin und den Tochterunternehmen in Los Angeles und Paris.

Im Geschäftsjahr 2006 nutzten zahlreiche Praktikanten, Studenten sowie Diplomanden die Gelegenheit, im Rahmen ihrer Tätigkeit die Eckert & Ziegler AG als interessanten Arbeitgeber kennen zu lernen. Einer Reihe von ihnen konnte nach Abschluss ihres Projektes eine Festanstellung angeboten werden.

Mitarbeiter nach Bereichen

n
F&E
14 %
n
Produktion
35 %
n
Qualitätsmanagement
10 %
n
Vertrieb
27 %
n
Verwaltung
14 %

Schlagkräftig. Die amerikanische Softballmannschaft von Eckert & Ziegler Isotope Products holt wöchentlich zum "home run" aus.

Eckert & Ziegler ist ausbildender Betrieb und sieht in der Beschäftigung von Auszubildenden sowohl einen Beitrag zur eigenen Nachwuchssicherung als auch eine Maßnahme, die Schulabgängern berufliche Perspektiven in einer zukunftsträchtigen Industrie eröffnet.

Um die Mitarbeiter am Unternehmenserfolg zu beteiligen, wurde der Anteil variabler Gehaltsbestandteile über den Kreis der Führungskräfte hinaus weiter ausgedehnt. Zudem wurde über ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm versucht, die Interessen von Mitarbeitern und Anteilseignern stärker miteinander zu verbinden. Zu diesem Zweck wurden im Berichtsjahr aus einem 3 Jahre laufenden Aktienoptionsprogramm (AOP3) in einer zweiten Tranche 24.500 Optionen ausgegeben, davon 12.000 an Mitglieder des Vorstandes.

Der Vorstand dankt an dieser Stelle allen Mitarbeitern für ihr Engagement und ihre Leistung. Der Dank gilt auch dem Betriebsrat, der durch seine Vermittlung zwischen Unternehmensleitung und Belegschaft dazu beigetragen hat, dass sich viele Entscheidungen umsetzen ließen.

Oben: Europäischer Radioonkologen-Kongress in Leipzig

Mitte: Internationales Anwendertreffen für Seedimplantation in Frankreich

Unten: Hauptversammlung in Berlin

Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

Die Marketingaktivitäten konzentrierten sich im Berichtsjahr im Wesentlichen auf die Erstellung von Broschüren und anderen Kommunikationsmitteln, auf die Vorbereitung und Durchführung von Messen und Kongressen sowie die Weiterentwicklung des Internetauftritts. Die operativen Tochterunternehmen der Eckert & Ziegler AG wurden dabei auf 42 (Vorjahr: 30) Veranstaltungen im In- und Ausland begleitet. Hinzu kamen die Vorbereitung zweier internationaler Händlerkonferenzen, bei denen über Produkteigenschaften und Neuheiten im Bereich der Brachytherapie informiert wurde, die Organisation eines internationalen Anwendertreffens für Ärzte und einige Sonderveranstaltungen. Alle Veranstaltungen wurden gut angenommen.

Das im Vorjahr eingeführte elektronische Archiv (SalesNET), das dem weltweiten Vertriebsnetz relevante Produktinformationen zur Verfügung stellt, wurde ausgebaut und in seinen Funktionen verbessert. Darüber hinaus wurde mit dem Zentralkatalog erstmalig eine elektronisch zugängliche Produktübersicht angeboten, in der alle im Konzern hergestellten Erzeugnisse enthalten sind.

Um den Markenauftritt zu vereinheitlichen, wurde die Dachmarke Eckert & Ziegler im Berichtsjahr weiter ausgebaut. Die Umfirmierung der einzelnen Tochtergesellschaften war bis Ende 2006 nahezu abgeschlossen. Den jeweiligen Firmennamen wurde dabei der Vorsatz "Eckert & Ziegler" vorangestellt. Mit dem unternehmensweit eingeführten Slogan "The Power of Activity" soll der Bekanntheitsgrad der Marke weiter gestärkt werden.

Das Augenmerk der Öffentlichkeitsarbeit lag im Berichtsjahr wiederum auf der Organisation der Hauptversammlung, der Bearbeitung von Journalisten- und Investorenanfragen sowie auf dem Verfassen von Presse- und Börsenpflichtmitteilungen. Daneben wurde über allgemeine Aktivitäten der Firmengruppe berichtet. Zu ihnen zählte der "Forschergarten", eine Initiative zur Verbesserung der frühkindlichen, naturwissenschaftlichen Bildung, die Eckert & Ziegler gemeinsam mit dem Gläsernen Labor in Berlin-Buch ins Leben rief (www.forschergarten. de). Aufgrund seiner gesellschaftspolitischen Relevanz war dieses Thema häufig Gegenstand von Interviews und Anfragen.

Ein anderer Schwerpunkt der Öffentlichkeitsarbeit lag, wie schon in den Jahren zuvor, auf der Information der Patienten. Sie wurden unter anderem beim Patiententag des Deutschen Krebskongresses und anderen Gesundheitsmessen auf die Vorteile angesprochen, die sich mit einer Implantatbehandlung von Prostatakrebs verbinden, und zudem im Internet oder auf Wunsch per Post über lokale Anbieter dieser minimalinvasiven Behandlungsmethode informiert.

Umwelt und Sicherheit

Produktionsbedingte Umweltbelastungen waren auch 2006 im Konzern gering, zum einen, weil nur geringe Massen verarbeitet wurden, zum anderen, weil radioaktive Materialien nur innerhalb geschlossener Kreisläufe gehandhabt werden dürfen. Einzige Ausnahme bildet die Abluft, in der sich geringe Konzentrationen radioaktiver Stoffe finden dürfen. Um hier die Belastungen zu minimieren, wird prinzipiell bei leichtem Unterdruck gefertigt, und verbrauchte Luft zentral über Filteranlagen geleitet. Die eventuell nach der Reinigung verbleibende Restaktivität wird automatisch mit Messgeräten registriert, wobei 2006 wiederum die gesetzlich zulässigen Grenzwerte stets weit unterschritten wurden.

Beim Arbeitsschutz richten sich die Anstrengungen ebenfalls auf eine konsequente Vermeidung oder Verringerung der Strahlenbelastung. Im Berichtsjahr konnten dabei im Therapiesegment erfreulicherweise trotz einer höheren Zahl von Feldinstallationen und trotz zugenommener Produktionsvolumina, etwa bei den Implantaten, erneut die registrierten Dosiswerte verringert werden. Ursache für die Unterschreitungen waren technologische Fortschritte und kontinuierliche Verbesserungen. Im Segment Nuklearmedizin und Industrie wurden im Rahmen eines Optimierungsprojekts Strahlendosen im Einzelfall sogar bis auf die Hälfte der historischen Werte reduziert. Dagegen stieg im Radiopharmaziesegment die registrierte Strahlenbelastung geringfügig, was im Wesentlichen auf höhere Produktionsvolumina zurückging. In keinem Fall wurden gesetzliche Grenzwerte überschritten.

Neben der Strahlenbelastung gilt das Augenmerk des Arbeitsschutzes auch der konventionellen Anlagensicherheit. Um diese auf einem hohen Niveau zu halten, werden neue Produktionsanlagen in der Regel vor ihrer Inbetriebnahme von unabhängigen Sachverständigen abgenommen. Neugeschaffene Arbeitsplätze werden erst nach erfolgter Gefährdungsbeurteilung freigegeben, bestehende Arbeitsplätze im Dreijahresrhythmus neu bewertet. Gemäß den Ergebnissen der Gefährdungsbeurteilungen bestehen keine nennenswerten sicherheitsrelevanten Mängel für unsere Mitarbeiter.

Das Niveau der Arbeitssicherheit wird unter anderem daran deutlich, dass in den letzten 6 Jahren etwa am Standort Berlin keine Arbeitsunfälle auftraten, deren Ursachen auf fehlende Schutzvorrichtungen bzw. technische Mängel zurückzuführen gewesen wären. Von Wegeunfällen abgesehen, musste im Berichtsjahr dort lediglich ein einziger Arbeitsunfall dokumentiert und an die zuständige Stelle weitergeleitet werden. Im Bereich des Strahlenschutzes gab es auch 2006 keine meldepflichtigen Ereignisse.

Ansonsten achten innerhalb der Unternehmensgruppe die Strahlenschutzbeauftragten und die Beauftragten für Arbeitssicherheit darauf, dass alle betreffenden Mitarbeiter regelmäßig mit den Gefahren ihrer Tätigkeit vertraut gemacht werden. Im Zuge der Erweiterung der Unternehmensbereiche um das Geschäftsfeld Radiopharmazie sowie der teilweise erheblich gestiegenen Produktions- und Absatzzahlen baute der Konzern die Weiterbildungsaktivitäten massiv aus. Alleine am Standort Berlin fanden im Berichtsjahr insgesamt 37 Weiterbildungslehrgänge (gegenüber 12 im Vorjahr) statt, davon 15 auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit und 22 Lehrgänge im Bereich Strahlenschutz, wovon wiederum 9 der Erlangung der Fachkunde im Strahlenschutz dienten und 13 zur Aktualisierung der Fachkunde im Rahmen gesetzlich vorgeschriebener Kurse absolviert wurden.

Qualitätsmanagement

Neben Ertrags- und Wachstumszielen gehört die Sicherung eines hohen Qualitätsniveaus zu den zentralen Vorgaben für Mitarbeiter und Unternehmensleitung. Um dies zu sichern, investieren wir erhebliche Ressourcen in die Pflege und Weiterentwicklung der Qualitätsmanagementsysteme. Darüber hinaus lassen wir – zusätzlich zu den internen Audits – die Tochtergesellschaften unserer Unternehmensgruppe auf der Grundlage internationaler Standards und Qualitätsmerkmale von akkreditierten Stellen extern beurteilen und zertifizieren.

Bereits im Jahre 1998 haben wir für den Kern unserer Unternehmensgruppe, die Eckert & Ziegler BEBIG GmbH (BEBIG), ein umfassendes und integriertes Qualitätsmanagementsystem implementiert. Seit ihrer Erstzertifizierung hat die BEBIG – bei nicht nennenswerten Beanstandungen – alle Zertifizierungen nach den jeweils aktuell geltenden Standards erhalten.

Im Juni 2006 wurde das gesamte Qualitätsmanagementsystem der BEBIG erfolgreich rezertifiziert, d. h. ihre sämtlichen Produkte und Prozesse wurden durch die Benannte Stelle TÜV Nord CERT GmbH erneut einer vollständigen Überprüfung unterzogen und anschließend nach den unten aufgeführten Standards zertifiziert. Alle zu diesem Zeitpunkt neu entwickelten und marktfähigen Produkte wurden mit begutachtet und ebenfalls zertifiziert. Darüber hinaus wurde für die gesamte Produktreihe BIOBEAM Blutbestrahlungsanlagen ein Produkt-Audit erfolgreich durchgeführt.

Nach der erfolgreichen Re-Zertifizierung wurden der BEBIG im Einzelnen folgende Zertifikate ausgestellt:

  1. Zertifikat für das Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001:2000 Geltungsbereich: Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von radioaktiven Komponenten für medizinische Anwendungen

  2. Zertifikat gemäß der Medizinproduktenorm DIN EN ISO 13485:2003 Geltungsbereich: Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Brachytherapie-Strahlenquellen, Brachytherapie-Afterloadingsystemen und Blut-Bestrahlungsgeräten

  3. EG-Zertifikat gemäß 93/42 EWG Anhang II Geltungsbereich: Brachytherapie-Strahlenquellen, Brachytherapie-Afterloadingsysteme, Blutbestrahlungsgeräte und Applikatoren für die Brachytherapie

  4. EG-Zertifikat gemäß Richtlinie 90/385 EWG, Anhang 2 Geltungsbereich: Implantierbare Seeds und Zubehör

  5. Zertifikat gemäß der kanadischen Norm CAN/CSA ISO 13485:2003 Geltungsbereich: Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von radioaktiven Materialien für die Brachytherapie

Im Rahmen der Integration der in den Vorjahren akquirierten Unternehmen bzw. Geschäftseinheiten haben wir weitere Erfolge erzielt:

Im Berichtszeitraum wurde die Eckert & Ziegler Isotope Products GmbH (IPE) in das Re-Zertifizierungsaudit der BEBIG vollständig einbezogen. Bereits im Vorjahr war sie in das Qualitätsmanagementsystem der BEBIG insoweit integriert, als die Prozesse der BEBIG insgesamt auch für IPE zutrafen. Auf Grund ihrer spezifischen Produktpalette wurde für IPE nun ein eigenes Zertifikat nach DIN EN ISO 9001:2000 ausgestellt, und zwar für den Geltungsbereich "Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von radioaktiven Komponenten für medizinische und industrielle Anwendungen".

Sämtliche Produkte und Prozesse der STS Steuerungstechnik + Strahlenschutz GmbH (STS) sind bereits in das Qualitätsmanagementsystem der BEBIG integriert und wurden bei der Rezertifizierung im Berichtsjahr ausnahmslos mit beurteilt und anerkannt. Die STS hält nun keine eigenen Zertifikate mehr, sie sind vollständig der BEBIG zuzurechnen.

Die EURO-PET Berlin Zyklotron GmbH entwickelte ein alternatives Syntheseverfahren für die Herstellung des Radiopharmakons F-18 Fluorethylcholin (FEC), ein neues Medikament zur präzisen Diagnose von Prostatakrebs. Hierfür wurde von der zuständigen Genehmigungsbehörde, dem Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin (LAGeSo), im Februar 2006 die Herstellungserlaubnis erteilt. Eine weitere Vorraussetzung für die Genehmigungserteilung war neben der pharmazeutischen Dokumentation der Herstellung auch der Nachweis der zuverlässigen und präzisen Arbeitsausführung nach den EU-Richtlinien für GMP, der so genannten "Good Manufacturing Practice".

Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL), die größte ausländische Tochtergesellschaft, konnte im Berichtsjahr die CE-Zertifizierung für sämtliche Strahlenquellen in der medizinischen Bildgebung als Medizingeräte der Klasse I erfolgreich abschließen.

Seit August 2003 ist IPL vom Deutschen Kalibrierdienst als isotopentechnisches Kalibrierlabor akkreditiert, eine selten vergebene Auszeichnung für höchste Präzision und Qualitätsarbeit im Bereich Kalibrierung. Darüber hinaus umfasst das Qualitätsmanagementsystem von IPL die Zertifikate nach den internationalen Normen DIN EN ISO 9001:2000 und DIN EN 13485:2003 sowie das Zertifikat der kanadischen Aufsichtsbehörde CAN/CSA ISO 13485:2003.

Unternehmensintern setzen sich Eckert & Ziegler und die jeweiligen Tochterfirmen hohe Qualitätsziele, um die diversen Qualitätssicherungssysteme zu auditieren. Diese Ziele betreffen zum Beispiel die Zahl der Reklamationen pro Umsatzmillion, die Verzögerungen bei Auslieferungen und die Ausschussraten in der Produktion. Diese Qualitätskennzahlen werden regelmäßig erhoben und ausgewertet und, soweit sinnvoll, auch zum Gegenstand von Prämienvereinbarungen gemacht.

Die kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Qualitätsmanagementsystems wird auch in Zukunft ein entscheidender Baustein sein, die hohe Zufriedenheit unserer Kunden, Anwender, Lieferanten und Mitarbeiter mit unseren Produkten und Prozessen zu bewahren und zu steigern sowie unsere Position auf den internationalen Märkten zu festigen.

Auf der ganzen Welt verlassen sich Tausende von Anwendern auf die Produktqualität unserer Strahlenquellen für die medizinische Bildgebung und die industrielle Messtechnik. Wir verstehen, was unsere Kunden für ihre eigene Arbeit brauchen. Nämlich nicht nur ein zuverlässiges Produkt, sondern auch einen optimalen Service. Von der Logistik bis zu behördlichen Genehmigungen. So übernehmen wir selbstverständlich für unsere Kunden den produktspezifischen Teil der Umgangsgenehmigung für radioaktive Materialien. Für uns ein geringer Aufwand, für den Kunden ein großer Nutzen. Das macht unsere Kunden so erfolgreich.

Individueller Service für erfolgreiche Kunden

Konzernabschluss der Eckert & Ziegler Gruppe

Konsolidierte Gewinn- und Verlustrechnungen 44
Konsolidierte Kapitalflussrechnungen 45
Konsolidierte Bilanzen 46
Eigenkapitalveränderungsrechnungen 47
Anhang zu den Konzernabschlüssen 48
Andere nach HGB geforderte Erläuterungen 70

Konsolidierte Gewinn- und Verlustrechnungen

für die am 31. Dezember endenden Geschäftsjahre

Anhang 2006 2005
(Beträge in tausend EUR, ausgenommen bei Angaben je Aktie) TEUR TEUR
Umsatzerlöse 7. 50.378 41.792
Herstellungskosten 8. -26.464 -23.300
Bruttoergebnis vom Umsatz 23.914 18.492
Vertriebskosten 9. -8.652 -7.509
Allgemeine und Verwaltungskosten 10. -10.307 -8.728
Forschungs- und Entwicklungskosten 11. -333 -512
Sonstige Erträge 12. 1.451 953
Sonstige Aufwendungen 13. -196 -160
Betriebsergebnis 5.877 2.536
Zinserträge/ -aufwendungen, saldiert 14. -796 -667
Währungsgewinne/ -verluste, saldiert 14. -328 343
Sonstiges Finanzergebnis 14. -5 3
Ergebnis vor Ertragsteuern 4.748 2.215
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 15. -1.611 -724
Ergebnis der fortlaufenden Geschäftstätigkeit 3.137 1.491
Ergebnis aus aufgegebener Geschäftstätigkeit, netto
(einschließlich Ertrag aus der Aufgabe/Entkonsolidierung
der Altmann GmbH & Co. KG von TEUR 398; Vorjahr TEUR 0) 18. -592 0
Jahresüberschuss 2.545 1.491
Davon auf Minderheitenanteile entfallender Ergebnisanteil 16. 324 -99
Davon auf Aktionäre der Eckert & Ziegler AG entfallender Ergebnisanteil 2.221 1.590
Ergebnis je Aktie 17.
Unverwässert 0,71 0,51
Verwässert 0,70 0,51
Ergebnis je Aktie aus fortlaufender Geschäftstätigkeit (vor Minderheiten)
Unverwässert 1,00 0,48
Verwässert 0,99 0,48
Ergebnis je Aktie aus aufgegebener Geschäftstätigkeit
Unverwässert -0,19 0,00
Verwässert -0,19 0,00
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 3.131 3.102
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) 3.167 3.134

Konsolidierte Kapitalflussrechnungen

für die am 31. Dezember endenden Geschäftsjahre

Anhang 2006 2005
TEUR TEUR
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit: 37.
Jahresergebnis 2.545 1.491
Anpassungen für:
Abschreibungen (davon ausgewiesen im Ergebnis
aus aufgegebener Geschäftstätigkeit TEUR 64)
Einzahlungen aus Zuschüssen
4.601 3.912
abzügl. Erträge aus der Auflösung der abgegrenzten Zuschüsse -551 -774
Latente Steuern -681 -318
Erträge (-)/Aufwendungen Aktienoptionsprogramm 117 99
Unrealisierte Währungsgewinne (-)/Verluste 341 -22
Einfluss der Wechselkursänd. auf den Mittelfluss aus Geschäftstätigkeit 16 69
Langfristige Rückstellungen, sonstige langfristige Verbindlichkeiten 128 -448
Buchgewinne Entkonsolidierung Altmann -398 -
Gewinn (-)/Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen 71 -2
Gewinn (-)/Verlust aus dem Verkauf von Wertpapieren -55 -
Zuführungen (-)/Auflösungen von Zinsabgrenzungen 19 19
Sonstige, netto 21 -249
Veränderungen der kurzfristigen Aktiva und Passiva:
Forderungen -1.871 -1.532
Vorräte -125 109
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten, sonstiges Umlaufvermögen -60 -50
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und gegenüber verbundenen Dritten 318 495
Steuerrückstellungen -457 311
Sonstige Rückstellungen 1.068 181
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 2 -41
Sonstige Verbindlichkeiten -488 281
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit 4.561 3.531
Cashflow aus der Investitionstätigkeit: 38.
Erwerb von Anlagevermögen -4.162 -3.677
Verkauf von Anlagevermögen 127 664
Erwerb von konsolidierten Unternehmen - 25 -505
Kauf von Wertpapieren - -801
Verkauf von Wertpapieren 1.387 -
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -2.673 -4.319
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit: 39.
Gezahlte Dividenden -469 -775
Ausschüttung Anteile Dritter -251 -
Erwerb/Verkauf eigener Anteile 22 165
Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Darlehen - 700
Auszahlungen aus der Tilgung von langfristigen Darlehen -2.575 -322
Veränderung kurzfristiger Darlehen 1.325 257
Mittelabfluss (i. Vj. Mittelzufluss) aus der Finanzierungstätigkeit -1.948 25
Wechselkursbedingte Veränderungen der liquiden Mittel -207 209
Verringerung der liquiden Mittel -267 -554
Liquide Mittel zu Beginn der Periode 4.950 5.504
Liquide Mittel am Ende der Periode 4.683 4.950

Konsolidierte Bilanzen

zum 31. Dezember 2006 und 2005

Anhang 2006 2005
TEUR TEUR
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagevermögen, netto 19. 15.920 18.501
Immaterielle Vermögenswerte, netto 20. 7.212 6.994
Geschäfts- und Firmenwerte, netto 21. 10.773 11.681
Beteiligungen 22. 74 68
Sonstige Ausleihungen 23. 48 53
Latente Steuern 15. 4.118 3.985
Sonstige langfristige Vermögenswerte 24. 2.036 1.807
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 40.181 43.089
Kurzfristige Vermögenswerte
Liquide Mittel 25. 4.683 4.950
Wertpapiere des Umlaufvermögens 26. 1.081 2.444
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27. 11.110 9.499
Forderungen gegen Unternehmen im Verbundbereich 44. 27 13
Vorräte 28. 5.888 6.029
Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte 29. 1.204 973
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 23.993 23.908
Aktiva gesamt 64.174 66.997
PASSIVA
Eigenkapital 30.
Gezeichnetes Kapital 3.250 3.250
Kapitalrücklage 29.632 29.346
Gewinnrücklagen 6.068 4.316
Kumuliertes übriges Eigenkapital -2.679 -1.623
Eigene Anteile -366 -434
Minderheitenanteile 424 100
Summe Eigenkapital 36.329 34.955
Langfristige Verbindlichkeiten
Langfristige Darlehen, abzüglich kurzfristiger Anteil 31. 7.319 9.316
Abgrenzung von Zuschüssen und sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 32. 1.270 1.841
Latente Steuern 15. 1.706 2.563
Pensionsrückstellungen 33. 129 128
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 34. 3.449 3.755
Langfristige Verbindlichkeiten, gesamt 13.873 17.603
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Kurzfristige Darlehen, Darlehensanteile und Finanzleasingverbindlichkeiten 31. 3.365 3.437
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.855 4.162
Erhaltene Anzahlungen 331 55
Rückstellungen 35. 3.971 3.236
Abgrenzungen von Zuschüssen und sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 32. 960 939
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 15. 300 592
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 36. 1.190 2.018
Kurzfristige Verbindlichkeiten, gesamt 13.971 14.439
Passiva, gesamt 64.174 66.997

Eigenkapitalveränderungsrechnungen

zum 31. Dezember 2006 und 2005

Kumuliertes übriges Gesamtergebnis Auf
Stammaktien Gewinn- Unrealisiertes Fremdwährungs- Aktionäre Minder- Konzern
Nominal- Kapital- rück- Ergebnis umrechnungs- Eigene entfallendes heiten- Eigen
Anzahl wert rücklage lagen Wertpapiere differenzen Anteile Eigenkapital anteile kapital
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 1. Januar 2005 3.250.000 3.250 29.188 3.729 19 -2.947 -541 32.698 165 32.863
Dividendenzahlung -775 -775 -251 -1.026
Aufwand Aktienoptionsplan 99 99 99
Einsatz eigener Anteile für
Akquisitionen bzw. Bedienung
Aktienoptionen 59 107 166 166
Jahresüberschuss 1.590 1.590 -99 1.491
Unrealisierte Wertpapiergewinne/
-verluste am Bilanzstichtag
(nach Steuern von TEUR 26) 41 41 41
Umkehrung unrealisierter Wert
papiergewinne/-verluste am
vorherigen Bilanzstichtag -19 -19 -19
Fremdwährungs
umrechnungsdifferenzen 1.283 1.283 1.283
Zu-/Abgang Minderheitenanteile 0 285 285
Erworbene negative
Minderheitenanteile -228 -228 -228
Stand 31. Dezember 2005 3.250.000 3.250 29.346 4.316 41 -1.664 -434 34.855 100 34.955
Stand 31. Dezember 2006 3.250.000 3.250 29.632 6.068 22 -2.701 -366 35.905 424 36.329
umrechnungsdifferenzen -1.037 -1.037 -1.037
Fremdwährungs
vorherigen Bilanzstichtag -41 -41 -41
papiergewinne/-verluste am
Umkehrung unrealisierter Wert
(nach Steuern von TEUR 14) 22 22 22
-verluste am Bilanzstichtag
Unrealisierte Wertpapiergewinne/
Jahresüberschuss 2.221 2.221 324 2.545
Bedienung Aktienoptionen 170 68 238 238
für Akquisitionen bzw.
Einsatz eigener Anteile
Aufwand Aktienoptionsplan 116 116 116
Dividendenzahlung -469 -469 -469
Stand 1. Januar 2006 3.250.000 3.250 29.346 4.316 41 -1.664 -434 34.855 100 34.955
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Anzahl wert rücklage lagen Wertpapiere differenzen Anteile Eigenkapital anteile kapital
Stammaktien Nominal- Kapital- rück- Gewinn- Unrealisiertes
Ergebnis
Fremdwährungs-
umrechnungs-
Eigene Aktionäre
entfallendes heiten- Eigen
Minder- Konzern
Kumuliertes übriges Gesamtergebnis Auf

Erläuterungen zu den Konzernabschlüssen (Konzernanhang)

zum 31. Dezember 2006 und 2005

Grundlagen, Grundsätze und Methoden

1. Organisation und Beschreibung der Geschäftstätigkeit

Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, (im Folgenden "Eckert & Ziegler AG" oder "das Unternehmen" genannt) ist eine Holdinggesellschaft, deren spezialisierte Tochterunternehmen sich weltweit mit der Verarbeitung von Radioisotopen und der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von isotopentechnischen Komponenten, Bestrahlungsgeräten und Radiopharmazeutika oder verwandten Produkten beschäftigen. Hauptanwendungsgebiete für die Erzeugnisse der Gruppe sind die Medizintechnik, insbesondere die Krebstherapie, sowie die nuklearmedizinische Bildgebung und die industrielle Messtechnik. In diesen Bereichen wenden sich die Eckert & Ziegler AG und ihre Tochterunternehmen unter anderen an Strahlentherapeuten und Radioonkologen sowie an Nuklearmediziner.

Das Unternehmen agiert in einem Markt, der durch schnellen technologischen Fortschritt, erheblichen Forschungsaufwand und ständig neue wissenschaftliche Entdeckungen gekennzeichnet ist. Dieser Markt unterliegt der Kontrollaufsicht durch Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden. Zu den zuständigen Kontrollbehörden gehören das Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin (LAGeSo), der RWTÜV Essen, das Bundesamt für Arzneimittel (BfArM) sowie die entsprechenden ausländischen Institutionen, z. B. die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) oder die Nuclear Regulatory Commission (NRC). Deshalb haben Änderungen in der Technologie und in den Produkten, die zur Krebsbehandlung und zur nuklearmedizinischen Bildgebung eingesetzt werden, die staatlichen Bestimmungen in der Branche, in der die Eckert & Ziegler AG sich betätigt sowie die allgemeinen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen direkte Auswirkungen auf das Unternehmen.

2. Grundlagen der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der Eckert & Ziegler AG zum 31. Dezember 2006 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Es wurden alle am Abschlussstichtag in der EU anzuwendenden Standards des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie die gültigen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) bzw. des Standing Interpretations Committee (SIC) berücksichtigt. Zudem wurden die ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften beachtet. Der Konzernabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Die Berichtswährung lautet auf Euro. Die im Konzernabschluss dargestellten Beträge wurden auf tausend Euro gerundet.

Die Abschlüsse der Tochterunternehmen wurden zum Stichtag des Konzernabschlusses, der dem Abschlussstichtag der Eckert & Ziegler AG entspricht, aufgestellt. Der Jahresabschluss umfasst den Berichtszeitraum vom 01. Januar bis 31. Dezember 2006. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt worden.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister in Berlin-Charlottenburg unter der Nr. HRB 64 997 B registriert. Der zum 31. Dezember 2006 aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Abweichende Bilanzierungsund Bewertungsmethoden nach HGB

Wesentliche Unterschiede zwischen den auf den Konzernabschluss angewandten IFRS und den deutschen, handelsrechtlichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden bestehen in folgenden Bereichen:

  • Entwicklungskosten werden als Immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn die Voraussetzungen für eine Aktivierung von selbst erstellten Immateriellen Vermögenswerten gemäß IAS 38 erfüllt sind.
  • Ein Geschäfts- oder Firmenwert wird aktiviert und mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Eine planmäßige Abschreibung erfolgt nicht.
  • Gemäß IAS 23.11 erfolgt unter bestimmten Voraussetzungen eine Aktivierung der Finanzierungskosten (Zinsen), die auf den Zeitraum der Herstellung von selbst erstellten Vermögenswerten entfallen.
  • Leasinggegenstände sind gemäß IFRS wie auch nach HGB beim wirtschaftlichen Eigentümer zu bilanzieren. Unterschiede zwischen IFRS und HGB bestehen hinsichtlich der Kriterien zur Festlegung des wirtschaftlichen Eigentums. Nach IAS 17.8 erfolgt die Bilanzierung bei demjenigen, der die mit dem Leasinggegenstand verbundenen wesentlichen Chancen und Risiken trägt.
  • Nach IAS 12 sind auf sämtliche temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen nach IFRS und dem Steuerwert latente Steuern zu bilden. Latente Steuern auf temporäre Differenzen, die erfolgsneutral entstanden sind, werden ebenfalls erfolgsneutral berücksichtigt. Auf steuerliche Verlustvorträge sind latente Steuern zu bilden, soweit hinreichend wahrscheinlich ist, dass die Verlustvorträge genutzt werden können.

  • Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen sind nach IFRS im Gegensatz zum Handelsrecht abzuzinsen. Aufwandsrückstellungen sind nach IFRS nicht zulässig.

  • Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen findet das Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung künftiger Gehalts- und Rentenentwicklungen Anwendung.
  • Die Umrechnung von Fremdwährungspositionen erfolgt zum Mittelkurs am Bilanzstichtag. Die Erfassung der daraus resultierenden Wertänderungen erfolgt ergebniswirksam.
  • Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available-for-sale financial assets) sind mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) anzusetzen.
  • Aktienbasierte Vergütungen werden nach IFRS basierend auf einer Bewertung zum Marktwert als Personalaufwand erfasst. Gleichzeitig erfolgt eine Erhöhung der Kapitalrücklagen.

3. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der Eckert & Ziegler AG sind alle Unternehmen einbezogen, bei denen die Eckert & Ziegler AG mittelbar oder unmittelbar die Möglichkeit hat, die Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen (Control-Konzept). Die zum 31. Dezember 2006 in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind:

Beteiligungsquote
Eckert & Ziegler BEBIG GmbH, Berlin 100 %
Eckert & Ziegler BEBIG Italia s.r.l.,
Cinisello Balsamo, Italien* 100 %
Eckert & Ziegler MMI GmbH, Berlin 100 %
STS Steuerungstechnik + Strahlenschutz GmbH,
Berlin* 100 %
Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL),
Burbank, USA (bisher: Iso-Science Laboratories, Inc.) 100 %
Eckert & Ziegler CNL Scientific Resources Inc.,
San Francisco, USA
(bisher: CNL Scientific Ressources International, Inc.)* 100 %
Eckert & Ziegler Analytics Inc., Atlanta, USA
(bisher: Analytics, Inc.)* 100 %
Eckert & Ziegler Isotope Products GmbH (IPE), Berlin*
(bisher: Eckert & Ziegler Isotope
Products Europe GmbH) 100 %
Eckert & Ziegler Eurotope GmbH, Berlin 100 %
Eckert & Ziegler Cesio s.r.o., Prag, CZ
(bisher : Isotope Products Cesio s.r.o.) 80 %
SORAD spol s.r.o., Prag, CZ* 80 %
Euro-PET Berlin Zyklotron GmbH, Berlin* 70 %
Eckert & Ziegler f-con Europe GmbH,
Holzhausen 51 %
Beteiligungsquote
Eckert & Ziegler f-con Deutschland GmbH,
Holzhausen* 51 %
Eckert & Ziegler f-con Pharma Italia s.r.l.,
Cinisello Balsamo, Italien* 83 %
Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH, Berlin
(bisher: Eckert & Ziegler Medizintechnik GmbH) 100 %

* indirekte Beteiligung

Änderungen des Konsolidierungskreises

Im Geschäftsjahr 2006 gab es folgende Änderung des Konsolidierungskreises:

Altmann Therapie GmbH & Co. KG (kurz: Altmann KG): Durch den Abschluss verschiedener Verträge zwischen der Eckert & Ziegler AG und der Altmann KG sowie deren Gesellschafter im Oktober 2005 wurde aus wirtschaftlicher Sicht ohne den Erwerb einer Beteiligung die Beherrschung über die Altmann KG erlangt. Gemäß SIC 12 war die Altmann KG als Zweckgesellschaft ab dem 03. Oktober 2005 in den Konsolidierungskreis einzubeziehen. Aufgrund des Rücktritts der Eckert & Ziegler AG vom Kauf- und Abtretungsvertrag und durch Kündigung des Vertriebsvertrages im Namen und im Auftrag der Eckert & Ziegler Isotope Products GmbH (IPE) im Dezember 2006 wird die Altmann KG nicht mehr beherrscht und ist somit zum 31. Dezember 2006 aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden.

Zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auf die Teile "Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung" und "Sonstige Angaben".

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 (Business Combinations) nach der Erwerbsmethode. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden werden dabei zum Erwerbszeitpunkt mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Anschließend werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem anteiligen, neu bewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Ein hieraus resultierender positiver Unterschiedsbetrag wird unter den Immateriellen Vermögenswerten als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Die Erstkonsolidierung erfolgt zum Erwerbszeitpunkt.

Alle wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Transaktionen zwischen verbundenen Unternehmen sind im Rahmen der Konsolidierung eliminiert worden.

4. Währungsumrechnung

Die in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen werden gemäß IAS 21 in Euro umgerechnet. Da die Tochterunternehmen ihre Geschäftsaktivitäten in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig führen, entspricht die funktionale Währung der einbezogenen Unternehmen der jeweiligen Landeswährung. Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag, das Eigenkapital mit historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zum Jahresdurchschnittskurs. Die aus der UmrechnungdesAbschlussesresultierendenUmrechnungsdifferenzen werden bis zum Abgang des Tochterunternehmens ergebnisneutral als gesonderter Posten im Eigenkapital erfasst.

Bei ihrem Zugang werden Fremdwährungspositionen in den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit dem Anschaffungskurs bewertet. Monetäre Posten werden zum Stichtag mit dem Mittelkurs bewertet. Die sich hieraus ergebenden Kursgewinne und -verluste zum Bilanzstichtag werden ergebniswirksam erfasst.

Für die Währungsumrechnung wurden folgende Wechselkurse verwendet:

Durch- Durch-
31.12. 31.12. schnitts- schnitts
Land Währung 2006 2005 kurs 2006 kurs 2005
USA US\$ 1,3203 1,1844 1,255010 1,232928
CZ CZK 27,5344 28,9961 28,236623 29,696502

5. Eingeschränkte Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses mit dem Vorjahr

Die Änderungen des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2005 haben Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns, wodurch die Vergleichbarkeit der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und -verlustrechnung mit dem Vorjahr teilweise beeinträchtigt ist.

Zum 31.12.2006 erfolgte die Entkonsolidierung der Altmann Therapie GmbH & Co. KG (kurz: Altmann), so dass sämtliche Bilanzpositionen von Altmann zum 31.12.2006 aus der Konzernbilanz eliminiert wurden. Des Weiteren wurden die Erträge und Aufwendungen aus der Entkonsolidierung der Altmann als Ergebnis aus aufgegebener Geschäftstätigkeit des Geschäftsjahres 2006 ausgewiesen (vgl. Punkt 18).

6. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – Die Bilanzierung der Vermögenswerte und Schulden der im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen inländischen und ausländischen Tochterunternehmen erfolgt nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch für die Vergleichsinformationen des Vorjahres verwendet wurden.

Ausweis – Gemäß IAS 1.51 (Darstellung des Abschlusses) wird beim Ausweis in der Bilanz zwischen lang- und kurzfristigem Vermögen sowie kurz- und langfristigem Fremdkapital unterschieden.

Beurteilungen und Schätzungen – Für die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS ist es erforderlich, dass Einschätzungen und Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, Erträge und Aufwendungen haben. Wesentliche Annahmen und Schätzungen werden für die Nutzungsdauern, die erzielbaren Erträge der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie des Anlagevermögens, die Realisierbarkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie die Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge getroffen. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf den jeweils aktuell verfügbaren Kenntnissen basieren. Durch von den Annahmen abweichende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzungen abweichen.

Sachanlagevermögen – Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Ausrüstungen und Anlagen umfassen sämtliche direkten Kosten und die zurechenbaren Fertigungsgemeinkosten. Selbst erstellte Anlagen betreffen im Wesentlichen Produktionslinien. Sachanlagen, die im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen im Sinne des IAS 17 erworben wurden, werden aktiviert und über die geschätzte Nutzungsdauer der Vermögenswerte abgeschrieben. Sonstige auf Grund von Finanzierungsleasingverträgen erworbene Sachanlagen und Mietereinbauten werden entweder über die Laufzeit des Miet- bzw. Leasingvertrages oder die kürzere geschätzte Nutzungsdauer der betroffenen Anlagegegenstände abgeschrieben.

Der Abschreibungsaufwand wird auf der Grundlage der linearen Methode ermittelt. Der Abschreibungszeitraum wird gemäß der voraussichtlichen Nutzungsdauer festgelegt. Angenommen werden folgende Nutzungsdauern:

Gebäude 25 bis 45 Jahre
Mietereinbauten 10 bis 15 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 4 bis 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 12 Jahre

Sachanlagen mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 410 werden aus Vereinfachungsgründen im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 410 werden aktiviert und über den Zeitraum der erwarteten Nutzung abgeschrieben. Bei Verschrottung oder Verkauf werden die Anschaffungsoder Herstellungskosten der Anlagegegenstände ebenso wie die zugehörigen kumulierten Abschreibungen ausgebucht und die aus dem Abgang resultierenden Gewinne oder Verluste erfolgswirksam erfasst.

Ein signifikanter Anteil des abnutzbaren Anlagevermögens der Gesellschaft wird für die Herstellung ihrer Produkte genutzt. Der Vorstand beurteilt regelmäßig die zukünftige Nutzbarkeit dieses Anlagevermögens unter Berücksichtigung des aktuellen Geschäftsumfelds. Auf der Basis dieser Einschätzung waren im Jahre 2006 keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen notwendig. Der Vorstand geht davon aus, dass zum 31. Dezember 2006 keine Beeinträchtigungen der Nutzbarkeit vorliegen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass sich die Beurteilungen des Vorstands in Bezug auf die Nutzungs- und Verwertungsmöglichkeiten des abnutzbaren Anlagevermögens der Gesellschaft auf Grund von Änderungen im technologischen und behördlichen Umfeld auch kurzfristig ändern könnten.

Immaterielle Vermögenswerte – Unter den Immateriellen Vermögenswerten werden aktivierte Entwicklungskosten, Patente, Warenzeichen, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte ausgewiesen. Entwicklungskosten wurden als Immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn die Voraussetzungen für eine Aktivierung von selbst erstellten Immateriellen Vermögenswerten gemäß IAS 38 kumulativ erfüllt waren. Die aktivierten Entwicklungskosten umfassen alle direkt oder indirekt zurechenbaren Kosten, die ab dem Zeitpunkt anfallen, an dem sämtliche Kriterien zur Aktivierung erfüllt sind. Forschungskosten sowie nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden bei ihrer Entstehung als Aufwand erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und planmäßig über ihre jeweilige Nutzungsdauer (2 bis 20 Jahre) linear abgeschrieben.

Geschäfts- oder Firmenwerte – Der Geschäfts- oder Firmenwert repräsentiert den Unterschiedsbetrag, um den der Gesamtkaufpreis für ein Unternehmen oder einen Teilbetrieb den Marktwert (Fair Value) des erworbenen Nettovermögens übersteigt.

Gemäß den IFRS ist bei Geschäfts- oder Firmenwerten und sonstigen Immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmbarer Nutzungsdauer mindestens einmal jährlich, bei den übrigen Immateriellen Vermögenswerten sowie bei Sachanlagevermögen nur bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte ein Werthaltigkeitstest durchzuführen. Eine Wertminderung ist ergebniswirksam zu erfassen, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert grundsätzlich einzeln ermittelt. Sofern eine einzelne Ermittlung nicht möglich ist, ist die Ermittlung auf Basis der Zahlungsmittel generierenden Einheit zu bestimmen, zu der der Vermögenswert gehört. Der erzielbare Betrag ist der höhere aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert. Der Nettoveräußerungswert ist der Wert, der bei Verkauf zu marktüblichen Bedingungen abzüglich der Veräußerungskosten erzielt werden kann. Der Nutzungswert wird auf Basis der diskontierten künftigen Netto-Cashflows aus der Nutzung ermittelt. Die den Werthaltigkeitstests zu Grunde liegenden Cashflows basieren auf Schätzungen und entsprechen den langfristigen Unternehmensplanungen.

Aus diesen Werthaltigkeitstests ergab sich für die Jahre 2006 und 2005 keine Notwendigkeit für eine außerplanmäßige Abschreibung.

Beteiligungen – Investitionen in Beteiligungsunternehmen, an denen der Konzern mit 20 % bis 50 % beteiligt ist, werden auf der Grundlage der at equity-Methode bilanziert.

Vorräte – Unter den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse und fertige Erzeugnisse ausgewiesen. Die Vorräte werden zu Anschaffungsoder Herstellungskosten oder dem zum Bilanzstichtag niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen, produktionsbezogene Verwaltungs- und Sozialbereichskosten. Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Als Bewertungsvereinfachung wird, sofern erforderlich, die Durchschnittsmethode angewandt.

Abschreibungen für veraltete oder Überhang-Vorräte werden auf der Grundlage der vom Vorstand durchgeführten Vorratsanalyse und der künftigen Absatzprognosen vorgenommen.

Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlauf-

vermögens – Anlagen in börsengängige Wertpapiere werden nicht zum Zwecke des Handelns oder des Haltens bis zur Endfälligkeit gehalten. Sie werden daher als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (availablefor-sale financial assets) eingestuft und zum Marktwert (Fair Value), der auf den Börsenkursen am Bilanzstichtag basiert, bewertet. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Folgebewertung der Available-for-Sale-Wertpapiere werden abzüglich der darauf entfallenden Steuern direkt im Eigenkapital erfasst, bis das Wertpapier veräußert wird bzw. eine objektive Wertminderung eintritt. Zu diesen Zeitpunkten ist der kumulierte Gewinn oder Verlust im Periodenergebnis zu erfassen.

Derivative Finanzinstrumente – Derivative Finanzinstrumente wie z.B. Devisentermingeschäfte oder Swaps werden grundsätzlich nur für Sicherungszwecke eingesetzt. Sie werden in der Konzernbilanz mit dem Fair Value angesetzt, wobei Wertänderungen erfolgswirksam erfasst werden. Neben einem Zins-Währungs-Swap wird ein Zins-Swap gehalten (vgl. die Erläuterungen im Teil "Sonstige langfristige Vermögenswerte"). Weitere derivative Finanzinstrumente liegen nicht vor.

Eingeschränkt verfügbare Vermögenswerte – Eingeschränkt verfügbare Vermögenswerte betreffen von der US-Tochtergesellschaft Eckert & Ziegler Analytics Inc., Atlanta, USA, in einen Fonds eingezahlte Beträge, die der Sicherstellung der Erfüllung ihrer künftigen Sanierungsverpflichtungen für kontaminierte Anlagen dienen.

Des Weiteren unterliegen Finanzmittel, die der nach dem Altersteilzeitgesetz vorgeschriebenen Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben dienen, Verfügungsbeschränkungen.

Wir verweisen auf die Erläuterungen in den Teilen "Sonstige Ausleihungen" und "Sonstige Vermögenswerte".

Finanzmittelbestand – Die Gesellschaft betrachtet sämtliche hochliquiden Mittel mit einer Fälligkeit von bis zu drei Monaten als geldnahe Anlagen, die im Finanzmittelbestand ausgewiesen werden. Der Nennwert dieser Mittel wird auf Grund ihrer Kurzfristigkeit als ihr Marktwert (Fair Value) angesehen.

Verbindlichkeiten – Verbindlichkeiten sind grundsätzlich zum Rückzahlungsbetrag bilanziert.

Pensionsrückstellungen – Die Bewertung der Pensionsverbindlichkeiten erfolgt auf der Grundlage des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected unit credit method) in Übereinstimmung mit IAS 19, Leistungen an Arbeitnehmer. Beim Anwartschaftsbarwertverfahren werden künftige Gehalts- und Rentenentwicklungen bei der Bemessung der Verpflichtung berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden nur erfasst, soweit sie 10 % des Barwerts der Verpflichtung (bzw. des Planvermögens, wenn dieses höher ist) übersteigen. Der übersteigende Betrag wird auf die durchschnittliche erwartete restliche Arbeitszeit der betreffenden Mitarbeiter verteilt. Ein

Teil der Pensionsverpflichtungen ist durch Planvermögen rückgedeckt. Der Fair Value des Rückdeckungswerts wurde entsprechend IAS 19 mit den Pensionsverbindlichkeiten saldiert.

Rückstellungen – Die Rückstellungen sind insoweit gebildet, als sich aus einem vergangenem Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt. Der Ansatz erfolgt, wenn die Höhe der Inanspruchnahme eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist und die Inanspruchnahme zuverlässig geschätzt werden kann. Die als Rückstellungen angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Ausgaben dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist.

Rückstellungen für Entsorgung – Kosten für den Abbruch und das Abräumen eines Gegenstandes sowie die Wiederherstellung des Standortes sind nach IAS 16 Bestandteil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, soweit für die Kosten nach IAS 37 Rückstellungen zu bilden sind.

Die Entsorgungsrückstellungen basieren auf den öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Verpflichtungen, radioaktiv kontaminierte Anlagegegenstände und Gebäude zu dekontaminieren, freizumessen und sie nach dem Gebrauch wieder gefahrlos zugänglich und nutzbar zu machen. Die Kostenschätzung beinhaltet demzufolge die Arbeitskosten für den Abbau der Anlagen, für die Aufbereitung der Abfälle, so dass sie entsorgt werden können, für das Reinigen der Räume und für die Abnahme durch Sachverständige sowie die Abfallkosten für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle. Dabei wird nur der radioaktive Abfall aus der Entsorgung von Anlagegegenständen berücksichtigt. Abfall, der in der laufenden Produktion anfällt, wird regelmäßig entsorgt und die damit verbundenen Kosten werden in einer gesonderten Position unter den Herstellungskosten ausgewiesen. Nach IAS 37 wird die Entsorgung auf Basis ihres Verkehrswertes ermittelt, d.h. unter der Annahme, dass die o.g. Entsorgungsleistungen von fremden Dritten erbracht werden. Der Ansatz der Rückstellungen erfolgt mit dem Barwert der am Abschlussstichtag erwarteten Ausgaben. Der Ermittlung der Entsorgungsverpflichtungen liegen verschiedene Annahmen zu Grunde, die auf Schätzungen beruhen. Dazu zählen Einschätzungen über benötigte Arbeitstage, Tagessätze und erwartete Sachkosten. Erwartete Kostensteigerungen bis zum Eintritt des Entsorgungsfalls sind in der Bewertung der Rückstellung berücksichtigt. Der Wert der Verpflichtung wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Bei Wertänderungen werden entsprechende Anpassungen des Anlagevermögens und der Rückstellungen vorgenommen.

Leasing – Wenn die Vorraussetzungen eines "Finance lease" erfüllt sind, werden die genutzten Leasinggegenstände gemäß IAS 17 als Sachanlagen aktiviert und über die Laufzeit des Leasingverhältnisses vollständig abgeschrieben. Der Ansatz der Leasingverbindlichkeiten erfolgt in Höhe des Barwerts der Leasingraten.

Ertragsrealisierung – Erträge aus Produktumsätzen werden gemäß IAS 18 im Zeitpunkt der Leistungserbringung (im Allgemeinen bei Versand) realisiert, sofern eine vertragliche Vereinbarung zu einem fixen und bestimmbaren Preis vorliegt und mit einer Zahlung durch den Kunden gerechnet werden kann. Dem Kunden werden keine über die gesetzlichen Rechte hinausgehenden Garantie- oder Rückgaberechte eingeräumt. Lizenzgebühren werden in der Periode ertragswirksam vereinnahmt, für die sie gewährt werden.

Werbung – Ausgaben für Werbung und andere vertriebsbezogene Kosten werden bei ihrem Anfall aufwandswirksam erfasst.

Forschung und Entwicklung – Forschungsaufwendungen werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Entwicklungskosten sind gemäß IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte) beim kumulativen Vorliegen bestimmter Voraussetzungen zu aktivieren. Nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden bei ihrer Entstehung als Aufwand erfasst. Die Herstellungskosten beinhalten neben Material- und Personaleinzelkosten auch die den Entwicklungsprojekten direkt zurechenbaren Material- und Personalgemeinkosten.

Ertragsteuern – Latente Steuern werden unter Anwendung der Liability-Methode (Verbindlichkeiten-Methode) gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) ermittelt. Entsprechend der Liability-Methode werden aktive latente Steuern und latente Steuerverbindlichkeiten ausgewiesen, um die zukünftigen steuerlichen Auswirkungen widerzuspiegeln, die sich aus den Differenzen zwischen den Buchwerten der im Konzernabschluss ausgewiesenen Aktiva und Passiva und den jeweiligen Werten in den Steuerbilanzen sowie aus den steuerlichen Verlustvorträgen ergeben. Aktive latente Steuern und latente Steuerverbindlichkeiten werden auf der Grundlage der gesetzlichen Steuersätze bemessen, die auf das steuerpflichtige Einkommen in den Jahren anwendbar sind, in denen sich diese zeitweiligen Differenzen voraussichtlich wieder ausgleichen werden. Die Auswirkungen einer Änderung der Steuersätze auf die aktiven latenten Steuern und die latenten Steuerverbindlichkeiten werden in dem Geschäftsjahr in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem die Gesetzesänderungen verabschiedet wurden. Aktive latente Steuern werden nur angesetzt, soweit eine Realisierung dieser Vermögenswerte wahrscheinlich ist. Aktive und Passive Latente Steuern werden bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen des IAS 12 saldiert ausgewiesen.

Aktienoptionsplan/Mitarbeiterbeteiligungspro-

gramm – Die Bilanzierung des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms erfolgt in Übereinstimmung mit IFRS 2 (aktienbasierte Vergütung). Danach ist der Marktwert (Fair Value) sämtlicher ausgereichten Aktienoptionen im Zeitpunkt ihrer Ausgabe zu ermitteln und als Personalaufwand über die Erdienungszeit (vesting period) zu verteilen. Der Fair Value jeder ausgegebenen Option am Ausgabetag wird mittels eines Optionspreismodells berechnet. Mit den Personalaufwendungen ist eine Erhöhung der Kapitalrücklage verbunden.

Investitionszuschüsse und andere Zuwendungen–

Mittel, die die Gesellschaft von öffentlichen oder privaten Zuschussgebern für Investitionen erhält, werden im Jahr des Zuflusses als Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Aufwandszuschüsse werden im Geschäftsjahr des Anfalls mit den geförderten Aufwendungen verrechnet. Die im Konzernabschluss abgegrenzten Zuschüsse wurden für den Erwerb von Sachanlagen sowie Entwicklungskosten gewährt. Sie werden über die Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagen ertragswirksam aufgelöst.

Ergebnis je Aktie – Der Gewinn bzw. Verlust je Aktie wird berechnet, indem das den Aktionären der Eckert & Ziegler AG zuzurechnende Jahresergebnis durch die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird. Verwässerte Aktienerträge reflektieren die potenzielle Verwässerung, die entstünde, wenn sämtliche Optionen auf den Bezug von Stammaktien, deren Ausübungspreis unter dem durchschnittlichen Aktienkurs der Periode liegt, ausgeübt würden. Sie werden berechnet, indem das Jahresergebnis durch die Summe aus der durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stammaktien und den bei Ausübung sämtlicher ausstehender Optionen entstehenden verwässernden Aktien (berechnet unter Anwendung der Treasury-Stock-Methode) dividiert wird.

Neue Rechnungslegungsvorschriften

Im Konzernabschluss wurden alle am Abschlussstichtag in der EU anzuwendenden Standards des IASB sowie die gültigen IFRIC bzw. SIC berücksichtigt. Aus den vom IASB im Rahmen verschiedener Projekte zur Fortentwicklung der IFRS und zur Erzielung einer Konvergenz mit den US-GAAP verabschiedeten Änderungen bei bestehenden Standards sowie neuen Standards, die erst nach dem 31. Dezember 2006 anzuwenden sind, erwartet der Vorstand keine wesentlichen Auswirkungen auf künftige Konzernabschlüsse.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinnund Verlustrechnung

7. Umsatzerlöse

Die Gesellschaft erzielt ihre Erträge ausschließlich aus dem Verkauf von Gütern. Diese Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2006 von TEUR 41.792 auf TEUR 50.378 erneut stark angestiegen. Im Gegensatz zum Vorjahr gab es in 2006 keine Akquisitionen neuer Geschäftseinheiten, die das Umsatzwachstum beeinflussten. Ca. 57 % des Wachstums beruhen allerdings auf Basiseffekten der in 2005 neu erworbenen Einheiten, der Rest resultiert aus organischem Wachstum.

Die Gliederung der Umsatzerlöse nach geografischen Segmenten und Geschäftsfeldern ist in der Segmentberichterstattung ersichtlich.

8. Herstellungskosten

Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt den Umsätzen zurechenbaren Material- und Personalaufwendungen sowie Abschreibungen auch anteilige Material- und Personalgemeinkosten.

9. Vertriebskosten

Ausgaben für Werbung und andere vertriebsbezogene Kosten werden bei ihrem Anfall aufwandswirksam erfasst.

Die Vertriebskosten gliedern sich wie folgt:

2006 2005
TEUR TEUR
Personalkosten 3.665 3.472
Kosten der Warenabgabe 1.930 1.892
Provisionen 787 340
Werbung 942 759
Abschreibungen 593 490
Sonstige 735 556
Summe 8.652 7.509

10. Allgemeine und Verwaltungskosten

Die Allgemeinen und Verwaltungskosten beinhalten:

2006 2005
TEUR TEUR
Personalkosten 5.260 4.525
Mietkosten 568 443
Abschreibungen 1.259 1.074
Beratungskosten 885 649
Kommunikationskosten 203 226
IR-Kosten 192 178
Versicherungen, Beiträge 394 352
Sonstige 1.546 1.281
Summe 10.307 8.728

11. Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Kosten für Forschung und nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten wurden bei ihrem Anfall aufwandswirksam erfasst und betrugen TEUR 333 in 2006 und TEUR 512 in 2005. Die Kosten setzen sich zusammen aus:

  • direkt zurechenbaren Personal- und Materialkosten der Forschungs- und Entwicklungsbereiche
  • Abschreibungen der Forschungs- und Entwicklungsbereiche
  • sonstigem, direkt zurechenbarem Aufwand der Forschungs- und Entwicklungsbereiche
  • anteiligen Gemeinkosten der Forschungs- und Entwicklungsbereiche

Die Kosten für Forschung und Entwicklung enthielten Abschreibungen in Höhe von TEUR 118 (2005: TEUR 61) und Materialaufwand in Höhe von TEUR 108 (2005: TEUR 44).

12. Sonstige Erträge

Die sonstigen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Ablösung von Darlehen fremder Gesellschafter in Höhe von TEUR 516 (2005: TEUR 0), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 127 (2005: TEUR 364), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 92 (2005: TEUR 85) und Erträge aus einer Umsatzsteuererstattung in Höhe von TEUR 52 (2005: TEUR 0).

13. Sonstige Aufwendungen

Die sonstigen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Wertberichtigungen und Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen.

14. Finanzergebnis

Zinsen und ähnliche Erträge beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 74 (2005: TEUR 49), während die Zinsaufwendungen TEUR 870 (2005: TEUR 716) betrugen.

Die Währungsgewinne/ -verluste enthalten Kursgewinne in Höhe von TEUR 468 (2005: TEUR 685) und Kursverluste in Höhe von TEUR 796 (2005: TEUR 342).

Das sonstige Finanzergebnis beinhaltet Erträge aus Beteiligungen sowie Verlustzuweisungen im Rahmen der at equity-Bewertung der Pharmtrace klinische Entwicklung GmbH.

15. Ertragsteuern

Nach dem deutschen Steuerrecht setzen sich die Ertragsteuern aus Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie dem Solidaritätszuschlag zusammen.

Bei den aktuellen Verlustvorträgen handelt es sich im Wesentlichen um Verlustvorträge deutscher Gesellschaften des Eckert & Ziegler Konzerns. Die Verluste in Deutschland können auf unbefristete Zeit vorgetragen werden.

Der bei der Berechnung des Steueraufwands in Deutschland anzuwendende Steuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer belief sich für das Geschäftsjahr auf 38,9 % bzw. 36,8 %. Die Steuersätze in Deutschland setzen sich wie folgt zusammen:

2006 2005
Gewerbesteuer
messzahl 5 % 5 %
Gewerbesteuer
hebesatz 330 % bzw. 410 % 330 % bzw. 410 %
Körperschaftsteuer 25 % 25 %
Solidaritätszuschlag
zur Körperschaftsteuer 5,5 % 5,5 %

Der Aufwand/Ertrag(-) für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzt sich für die jeweils am 31. Dezember endenden Geschäftsjahre 2006 und 2005 wie folgt zusammen:

2006 2005
TEUR TEUR
Ergebnis vor Steuern:
Deutschland 204 -882
Ausländische Tochtergesellschaften 4.544 3.097
4.748 2.215
Laufende Steuern:
Deutschland 92 47
Ausländische Tochtergesellschaften 1.827 1.191
1.919 1.238
Latente Steuern:
Deutschland -320 -358
Ausländische Tochtergesellschaften -365 -156
-685 -514
Steuern gesamt: 1.234 724
Umgliederung in die
discontinued operations 377 0
Ausweis Steueraufwand laut GuV 1.611 724

Die Überleitung des Steueraufwandes des Konzerns, ermittelt auf der Grundlage der in Deutschland geltenden Steuersätze, auf den tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand des Konzerns stellt sich folgendermaßen dar:

2006 2005
TEUR TEUR
Erwarteter Steueraufwand auf Basis
des deutschen Steuersatzes 1.847 862
Steuerdifferenzen auf die Einkommen
der ausländischen Tochtergesellschaften -444 -187
Tatsächliche Steuern für Vorjahre -28 53
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 317 104
Steuerfreies Einkommen -99 -198
Steuerlich nicht berücksichtigte
Verlustvorträge 0 81
Sonstige 18 10
Effektivsteueraufwand 1.611 724

Latente Steuern werden auf der Grundlage der Differenzen hinsichtlich der Wertansätze, mit denen Vermögensgegenstände und Schulden im Konzernabschluss und in den Steuerbilanzen der Konzernunternehmen ausgewiesen werden sowie für die verfügbaren steuerlichen Verlustvorträge berechnet. Aktive und passive latente Steuern wurden in der Bilanz soweit nach IAS 12 zulässig saldiert.

Auf steuerliche Verlustvorträge entfallen im Berichtsjahr latente Steuererträge in Höhe von TEUR 764 (2005: TEUR 738), während auf temporäre Differenzen latente Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 79 (2005: TEUR 224) entfallen. Mit diesen latenten Steueraufwendungen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 165 verrechnet.

Im Berichtsjahr wurden TEUR 140 latente Steuererträge (2005: latente Steueraufwendungen TEUR 14) direkt ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet.

Insgesamtsind TEUR 4.263 (2005: TEUR 3.499) latente Steuern aufsteuerliche Verlustvorträge aktiviert. Davon sind TEUR 4.212 (2005: TEUR 3.328) unbegrenzt vortragsfähig, der Rest ist begrenzt vortragsfähig über einen Zeitraum von 5 Jahren. Auf Grund der erwarteten zukünftigen steuerlichen Gewinne und geplanter Transaktionen mitsteuerlicher Auswirkung geht der Vorstand davon aus, dass die aktiven latenten Steuern in voller Höhe realisiert werden können.

Die aktiven und passiven latenten Steuern auf Ebene der einzelnen Bilanzposten werden in der folgenden Übersicht dargestellt:

Aktive Passive
latente Steuern latente Steuern
2006 2005 2006 2005
TEUR TEUR TEUR TEUR
Steuerliche
Verlustvorträge 4.263 3.499 0 0
Anlagevermögen 335 22 3.463 2.867
Aktienoptionen 183 155 0 0
Wertpapiere 0 0 14 26
Forderungen 101 240 138 236
Rückstellungen 1.327 1.331 0 0
Sonstige 138 238 320 934
Zwischensumme 6.347 5.485 3.935 4.063
Saldierung -2.229 -1.500 -2.229 -1.500
Bestand laut
Konzernbilanz 4.118 3.985 1.706 2.563

Die deutschen Steuerbehörden haben im Jahr 2004 für die Veranlagungszeiträume von 2000 bis 2002 eine Betriebsprüfung bei der Eckert & Ziegler AG begonnen, welche voraussichtlich im Jahr 2007 abgeschlossen werden wird. Bisher gab es keine steuerlichen Feststellungen aus der Betriebsprüfung.

16. Ergebnisanteil anderer Gesellschafter

Im Konzernergebnis nach Steuern sind auf andere Gesellschafter entfallende Gewinnanteile in Höhe von TEUR 324 (2005: Verlustanteile in Höhe von TEUR 99) enthalten.

17. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Stückaktie wurde wie folgt berechnet: (in Tausend, ausgenommen bei den Angaben je Aktie)

Zum Jahresende
2006 2005
TEUR TEUR
Zähler für Berechnung des Gewinns
und des verwässerten Gewinns je Aktie –
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 2.221 1.590
Nenner für Berechnung des Gewinns
je Aktie – gewichteter Durchschnitt
der Anzahl der Aktien 3.131 3.102
Wirkung verwässernder Aktienoptionen 36 32
Nenner für Berechnung des verwässerten
Gewinns je Aktie – gewichteter
Durchschnitt der Anzahl der Aktien 3.167 3.134
Unverwässerter Gewinn je Aktie (in EUR) 0,71 0,51
Verwässerter Gewinn je Aktie (in EUR) 0,70 0,51

18. Ergebnis aus aufgegebener Geschäftstätigkeit

Das Ergebnis aus aufgegebener Geschäftstätigkeit beinhaltet die Erträge und Aufwendungen, welche im Zusammenhang mit dem Engagement bei der Altmann Therapie GmbH & Co. KG angefallen sind. Diese gliedern sich wie folgt:

2006
TEUR
Umsatzerlöse 3
Herstellungskosten -122
Bruttoergebnis vom Umsatz -119
Vertriebskosten -1
Allgemeine und Verwaltungskosten -499
Forschungs- und Entwicklungskosten -1.087
Sonstige Erträge 157
Sonstige Aufwendungen -31
Betriebsergebnis -1.580
Verlustübernahme
durch Kommanditisten der Altmann 213
Ergebnis vor Ertragsteuern -1.367
Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag 377
Jahresergebnis vor Entkonsolidierung -990
Ertrag aus Entkonsolidierung 398
Verlust aufgegebener Geschäftsbereiche
nach Steuern -592

In den Forschungs- und Entwicklungskosten sind die außerplanmäßige Abschreibung des im Vorjahr erworbenen Know-how in Höhe von TEUR 291 sowie die Wertberichtigung auf das von der Eckert & Ziegler AG an Altmann ausgegebene Darlehen in Höhe von TEUR 660 enthalten.

Die Übernahme der bei Altmann entstandenen Verluste in Höhe von TEUR 611 durch die Kommanditisten war im Geschäftsjahr 2006 auf TEUR 213 beschränkt, da das als Fremdkapital klassifizierte Gesellschaftskapital der außenstehenden Kommanditisten danach aufgebraucht war. Der verbleibende, dem Konzern zuzurechnende Verlust von TEUR 398 wird durch den Ertrag aus der Entkonsolidierung vollständig neutralisiert.

Auf Grund des kurzen Einbeziehungszeitraums von drei Monaten hatte die Gewinn- und Verlustrechnung 2005 der Altmann keinen signifikanten Einfluss auf die konsolidierten Konzerngewinn- und -verlustrechnungen der Eckert & Ziegler AG. Insbesondere war das Jahresergebnis des Konzerns durch die Einbeziehung von Altmann nicht belastet, da der entstandene Verlust vollständig durch die Kommanditisten übernommen wurde. Aus diesen Gründen wurde auf eine Anpassung der Vorjahreswerte der Konzerngewinn- und -verlustrechnung verzichtet.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

19. Sachanlagevermögen

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2006 ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Vermögenswerte, die im Wege von Finanzierungsleasingverträgen angeschafft wurden, sind in den bilanzierten Sachanlagen enthalten. Die Nettobuchwerte der als Finanzierungsleasing bilanzierten Vermögenswerte betragen zum 31. Dezember 2006 TEUR 316 (2005: TEUR 539).

Die Zugänge im Geschäftsjahr 2006 betreffen neben laufenden Ersatzinvestitionen im Wesentlichen Erweiterungen bestehender Produktionsanlagen vor allem im Bereich der Qualitätssicherung sowie im Rahmen von Kundenaufträgen erworbene Analysegeräte.

Entsprechend IAS 23 wird für die Bilanzierung von Fremdkapitalkosten die "Alternativ zulässige Methode" angewandt. Danach werden Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung qualifizierter Vermögenswerte zugeordnet werden können, als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieser Vermögenswerte aktiviert. Der aktivierte Zinsaufwand lag in den Jahren 2006 und 2005 bei TEUR 12 bzw. TEUR 73. Für die Bestimmung der aktivierbaren Fremdkapitalkosten wurde ein Finanzierungskostensatz von 11,56 % (2005: 11,56 %) zugrunde gelegt.

Der Gesamtbetrag der aktivierten Eigenleistungen lag im Berichtsjahr bei TEUR 130 (2005: TEUR 865).

20. Immaterielle Vermögenswerte

Unter Immateriellen Vermögenswerten werden Kundenbeziehungen, Wettbewerbsverbote, Patente und Technologien, Lizenzen und Software, aktivierte Entwicklungskosten sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen.

Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer, die nicht planmäßig abzuschreiben sind, setzen sich zum 31. Dezember der Geschäftsjahre 2006 und 2005 wie folgt zusammen:

2006 2005
TEUR TEUR
Geschäfts- und Firmenwerte 10.773 11.681
Sonstige 753 422
Stand zum 31.12. 11.526 12.103

Die Zunahme der immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer gegenüber dem Vorjahr beruht auf einer Umgliederung aus den immateriellen Vermögenswerten, welche planmäßig abgeschrieben werden.

Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte, welche planmäßig abgeschrieben werden, setzen sich zum 31. Dezember der Geschäftsjahre 2006 und 2005 wie folgt zusammen:

Verbleibende
Abschrei-
2006 bungsdauer 2005
TEUR TEUR
Kundenbeziehungen 2.070 7-9 Jahre 2.682
Aktivierte
Entwicklungskosten 1.934 9-11 Jahre 477
Lizenzen/Software 1.207 2-7 Jahre 1.503
Patente/Technologien 616 7-18 Jahre 791
Sonstige 128 1-8 Jahre 465
Wettbewerbsverbote 504 6-7 Jahre 654
Stand zum 31.12. 6.459 6.572

Die aktivierten Entwicklungskosten enthalten unter anderem Entwicklungskosten, die als selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte aktiviert wurden. Im Geschäftsjahr 2006 wurden Entwicklungskosten von insgesamt TEUR 1.483 (2005: TEUR 389) aktiviert. Die aktivierten Entwicklungskosten betreffen ein Gerätesystem zur radiopharmazeutischen Synthese in Höhe von TEUR 1.104 (2005: TEUR 389) sowie eine medizinische Geräteentwicklung für die "Pulsed Dose Rate-Strahlentherapie". Eine Abschreibung dieser aktivierten Entwicklungskosten wurde noch nicht vorgenommen, da die Entwicklung der Gerätesysteme noch nicht abgeschlossen ist und die Vermögenswerte somit vom Unternehmen noch nicht verwendet werden können.

Die Position Entwicklungskosten setzt sich zum 31. Dezember 2006 bzw. 2005 damit wie folgt zusammen:

2006 2005
TEUR TEUR
Gerätesystem zur
radiopharmazeutischen Synthese 1.493 389
Pulsed Dose Rate-Strahlentherapie 379 0
Sonstige 62 88
Stand zum 31.12. 1.934 477

Im Geschäftsjahr 2005 wurden Aufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 300 für die Erlangung eines Know-hows zur Herstellung eines Medikaments getätigt. Die Abschreibung erfolgte linear über eine geschätzte Nutzungsdauer von 8 Jahren. Da das Know-how aufgrund der Beendigung der Zusammenarbeit mit der Altmann KG nicht weiter nutzbar ist, wurde das Know-how im Geschäftsjahr 2006 außerplanmäßig voll abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend dem Funktionsbereich der jeweiligen immateriellen Vermögenswerte den Herstellungskosten, Vertriebskosten, Forschungsund Entwicklungskosten bzw. den Allgemeinen und Verwaltungskosten zugeordnet. Der überwiegende Teil der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte ist in der Position Allgemeine und Verwaltungskosten enthalten.

Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2006 ist im Anlagenspiegel dargestellt.

21. Geschäfts- und Firmenwerte

Die Position Geschäfts- und Firmenwerte entwickelte sich in den Geschäftsjahren 2006 bzw. 2005 wie folgt:

2006 2005
TEUR TEUR
Stand zum 01.01. 11.681 6.922
Zugänge 35 3.154
Abgänge 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen -943 1.605
Stand zum 31.12. 10.773 11.681

Die Zugänge in Höhe von TEUR 35 resultieren aus der Anpassung von latenten Steuerverbindlichkeiten im Zusammenhang mit einem Unternehmenserwerb im Geschäftsjahr 2005.

Im Einzelnen verteilen sich die Geschäfts- und Firmenwerte auf die Geschäftsfelder wie folgt:

2006 2005
TEUR TEUR
Nuklearmedizin und Industrie 10.106 11.015
Radiopharmazie 667 666
Stand zum 31.12. 10.773 11.681

Die aktivierten Firmenwerte wurden im Jahr 2006 gemäß IFRS 3 und IAS 36 einer Werthaltigkeitsprüfung (Impairment-Test) unterzogen. Dabei wurden die Geschäfts- und Firmenwerte den betreffenden Zahlungsmittel generierenden Einheiten (Cash Generating Units = CGU) zugeordnet. Die den CGU's zum Stichtag beizulegenden Werte entsprechen deren Nutzungswerten, die sich aus den diskontierten künftigen Cash Flows ergeben. Die Ermittlung basiert auf aktuellen Planungsrechnungen über einen Fünfjahreszeitraum. Für den anschließenden Zeitraum wurden die Cash Flows mit einer Wachstumsrate von 1 % angesetzt. Die Cash Flows wurden mit dem jeweils entsprechenden Zinssatz diskontiert.

Ein Wertminderungsbedarf der Geschäfts- und Firmenwerte zum 31. Dezember 2006 wurde nicht festgestellt.

22. Beteiligungen

Unter den Beteiligungen werden die Anteile an einer stillen Gesellschaft in Höhe von TEUR 68 (2005: 68) sowie die nach der at equity-Methode bewerteten Anteile an der Pharmtrace klinische Entwicklung GmbH (TEUR 6) ausgewiesen.

An der im Juni 2006 neu gegründeten Gesellschaft Pharmtrace klinische Entwicklung GmbH, Berlin, (kurz: Pharmtrace) ist die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH zu 30 % (Kaufpreis TEUR 15) beteiligt. Der anteilige Verlust der

Pharmtrace des Geschäftsjahres 2006 beträgt TEUR 9 und wurde im Rahmen der at equity-Bewertung vom Beteiligungsbuchwert in Abzug gebracht.

23. Sonstige Ausleihungen

Die sonstigen Ausleihungen betreffen geleistete Kautionen in Höhe von TEUR 31 (2005: TEUR 35) sowie in einen Dekontaminierungsfonds eingezahlte Finanzmittel in Höhe von TEUR 17 (2005: TEUR 18). Die Einzahlungen in den Fonds stehen im Zusammenhang mit künftigen Sanierungs- und Wiederherstellungsverpflichtungen von Anlagen und Einrichtungen der Eckert & Ziegler Analytics Inc., Atlanta, USA. Sie sind gesetzlich vorgeschrieben, stehen unter staatlicher Kontrolle und sind somit eingeschränkt verfügbar.

24. Sonstige langfristige Vermögenswerte

Den Geschäftsführern der Eckert & Ziegler Cesio s.r.o. wurde durch die Eckert & Ziegler AG jeweils ein Darlehen gewährt, die unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen sind. Zum 31. Dezember 2006 belaufen sich die Forderungen inklusive Zinsen auf insgesamt TEUR 489 (2005: TEUR 480). Die Darlehen sind zum 30. September 2008 zur Rückzahlung fällig.

Zur Absicherung eines Teils der Zahlungsströme aus der Tilgung einer Ausleihung an die US-Tochtergesellschaft Eckert & Ziegler Isotope Products, Inc. (IPL) gegen Wechselkursschwankungen hat die Gesellschaft im Jahr 2001 eine Zins- und Währungs-Swap-Vereinbarung mit einer Laufzeit von 10 Jahren abgeschlossen. Die Gesellschaft hat aus diesem Geschäft noch eine Zahlungsverpflichtung in Höhe von kUS\$ 2.604 zu einem festen Zinssatz von 10,0 % p.a. Im Gegenzug dafür erhält sie TEUR 2.809 zu einem festen Zinssatz von 8,77 % p.a. Der Marktwert dieses Swap-Geschäftes zum 31.12.2006 beträgt TEUR 967 (2005: TEUR 876) und wird in der Bilanz unter den Sonstigen langfristigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Der Ertrag aus der Veränderung der Marktbewertung in Höhe von TEUR 91 wurde unter den Währungsgewinnen ausgewiesen.

Vertragliche Erstattungsansprüche im Zusammenhang mit den Entsorgungsrückstellungen wurden in Höhe von TEUR 327 (2005: TEUR 327) als Sonstige Vermögenswerte ausgewiesen.

Weiterhin sind Finanzmittel von TEUR 141 (2005: TEUR 124), die der nach dem Altersteilzeitgesetz vorgeschriebenen Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben dienen, unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Finanzmittel unterliegen Verfügungsbeschränkungen.

25. Flüssige Mittel

Bei den Flüssigen Mitteln in Höhe von TEUR 4.683 (Vorjahr TEUR 4.950) handelt es sich um Schecks, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Fälligkeit innerhalb von drei Monaten.

26. Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind sämtlich als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available-for-sale financial assets) klassifiziert. Die Zusammensetzung der Wertpapiere des Umlaufvermögens zum 31. Dezember 2006 und 2005 stellt sich wie folgt dar:

31.12.2006
Nicht Nicht
Anschaffungs- realisierte realisierte Marktwert
kosten Gewinne Verluste (fair value)
TEUR TEUR TEUR TEUR
Schuld
verschreibungen 248 6 -3 251
Investmentfonds 797 42 -9 830
Summe
Wertpapiere des
Umlaufvermögens 1.045 48 -12 1.081
31.12.2005
Nicht Nicht
Anschaffungs- realisierte realisierte Marktwert
kosten Gewinne Verluste (fair value)
TEUR TEUR TEUR TEUR
Schuld
verschreibungen 298 9 -1 306
Investmentfonds 2.078 61 -1 2.138
Summe
Wertpapiere des
Umlaufvermögens 2.376 70 -2 2.444

Der Marktwert der Wertpapiere wird durch notierte Kurse bestimmt.

Die Schuldverschreibungen zum 31. Dezember 2006 haben eine Restlaufzeit zwischen 3 und 28 Monaten.

27. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich zum 31. Dezember der Jahre 2006 und 2005 wie folgt zusammen:

2006 2005
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen 11.553 10.011
abzüglich Wertberichtigungen -443 -512
Stand zum 31.12. 11.110 9.499

28. Vorräte

Das Vorratsvermögen setzt sich zum 31. Dezember der Jahre 2006 und 2005 wie folgt zusammen:

2006 2005
TEUR TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.826 4.435
Fertige Erzeugnisse 954 278
Unfertige Erzeugnisse 274 1.499
6.054 6.212
abzgl. Wertberichtigung -166 -183
Stand zum 31.12. 5.888 6.029

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betreffen hauptsächlich Nuklide sowie zur Herstellung der Endprodukte benötigte Komponenten.

29. Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Die Positionen Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von TEUR 1.204 (Vorjahr TEUR 973) betrifft im Wesentlichen Aufwandsabgrenzungen, den Fair-Value eines Zinsswaps sowie Forderungen gegenüber Finanzbehörden.

30. Eigenkapital und Anteile anderer Gesellschafter

Die Entwicklung des Eigenkapitals und der Anteile anderer Gesellschafter ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt.

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2006 EUR 3.250.000,00 und ist in 3.250.000 Stückaktien ohne Nennwert eingeteilt und voll eingezahlt.

Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Mai 2006 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu insgesamt EUR 1.625.000 durch Ausgabe von bis zu 1.625.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen, gegebenenfalls unter Ausschluss der Bezugsrechte der Aktionäre zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Der Ausschluss der Bezugsrechte ist bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage, insbesondere zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensbeteiligungen, Teilen von Unternehmen oder gewerblichen Schutzrechten, zulässig. Bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage ist ein Bezugsrechtsausschluss nur insoweit zulässig, als es zum Ausgleich von Spitzenbeträgen erforderlich ist oder die Kapitalerhöhung insgesamt einen Betrag von 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis der Aktien zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabepreises durch den Vorstand nicht wesentlich unterschreitet. Die Ermächtigung gilt bis zum 30. Juni 2009.

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital ist bedingt erhöht um bis zu weitere EUR 300.000,00, eingeteilt in bis zu 300.000 Stückaktien (Bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur soweit durchgeführt, wie die Inhaber von Aktienoptionen, zu deren Ausgabe der Vorstand von der Hauptversammlung vom 30. April 1999 ermächtigt wurde, von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft die Optionsrechte nicht durch Übertragung eigener Aktien oder im Wege einer Barzahlung erfüllt.

Eigene Anteile

Im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms hat die Gesellschaft im März 2003 insgesamt 320.000 eigene Aktien (ca. 9,8 % des Grundkapitals) zu einem durchschnittlichen Kurs von 3,35 Euro je Aktie erworben.

Im Oktober 2003 wurden 5.503 dieser Aktien wieder veräußert. Die im Geschäftsjahr 2004 erfolgten Akquisitionen der Eckert & Ziegler MMI GmbH sowie der Eckert & Ziegler Isotope Products GmbH (IPE) wurden teilweise mit eigenen Aktien finanziert. Dabei wurden insgesamt 139.648 eigene Aktien eingesetzt. Zur Bedienung der im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms ausgegebenen Optionen wurden bisher 48.300 (2006: 2.900 Aktien, 2005: 32.000 Aktien, 2004: 13.400 Aktien) eigene Aktien verwendet. Im Geschäftsjahr 2006 wurden 17.214 Aktien für den Erwerb verschiedener Darlehen eingesetzt.

Durch die Transaktionen mit eigenen Aktien wurde im Jahr 2006 insgesamt ein Gewinn in Höhe von TEUR 170 (2005:

TEUR 59) realisiert, welcher ergebnisneutral der Kapitalrücklage für eigene Aktien zugeführt wurde. Der Bestand an eigenen Aktien betrug zum 31. Dezember 2006 109.335 Stück. Dies entspricht rechnerisch einem Anteil von 3,4 % am Grundkapital der Gesellschaft.

Die Entwicklung der Anzahl der ausstehenden Aktienoptionen ist im Teil "Sonstige Angaben" dargestellt.

Verwendung des Vorjahresbilanzgewinns

Nach Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Mai 2006 wurde der Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von EUR 510.246,95 in Höhe von EUR 469.164,75 zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,15 je dividendenberechtigter Stückaktie verwendet.

31. Darlehensverbindlichkeiten

Die Darlehensverbindlichkeiten setzen sich zum 31. Dezember der Geschäftsjahre 2006 und 2005 wie folgt zusammen:

2006 2005
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten 7.283 7.887
Sonstige Darlehensverbindlichkeiten 3.401 4.866
Darlehensverbindlichkeiten
zum 31.12., gesamt 10.684 12.753
– davon kurzfristig 3.365 3.437
– davon langfristig 7.319 9.316

Die Darlehensverbindlichkeiten haben im Geschäftsjahr 2006 deutlich abgenommen. Diese Abnahme ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Eckert & Ziegler AG ihren Tochtergesellschaften im Radiopharmaziesegment konzerninterne Darlehen zur Verfügung gestellt hat, die diese zur Tilgung externer Darlehensverbindlichkeiten verwendet haben. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Darlehensverbindlichkeiten zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres:

2006 2005
Zinssatz p.a. TEUR TEUR
Darlehen von Altgesellschaftern
aus der Übernahme von Anteilen 6,00 % 2.394 2.964
Darlehen der Deutschen
Industrie Bank AG (IKB) 8,6 % plus 3 % bei
Gewinnerzielung 1.776 1.757
Darlehen der
Landesbank Berlin 4,35 % bis 4,85 % 1.480 1.705
Darlehen von
Minderheitsgesellschaftern 5,00 % 811 1.705
Darlehen GE Mietfinance 9,50 % 0 1.370
Darlehen der
Comerica Bank (USA) 7,50 % 784 1.083
Darlehen der
Deutschen Bank AG 4,50 % 2.000 700
Sonstige Kontokorrentkredite variabel 131 639
KfW-Darlehen der
Commerzbank AG 7,38 % 454 633
Sonstige Darlehen 4,0 % bis 9,3 % 854 197
Darlehensverbindlichkeiten
zum 31.12., gesamt 10.684 12.753

Das Darlehen gegenüber der Deutschen Industriebank AG (IKB) in der ursprünglichen Höhe von TEUR 2.812 läuft über 10 Jahre und ist zum 30. Juni 2008 rückzahlbar. Eine vorzeitige Tilgung ist bei Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung möglich. Für den Fall der Insolvenz der Eckert & Ziegler AG hat die IKB den Rangrücktritt ihrer Forderungen erklärt.

Die auf Basis aktueller Zinssätze ermittelten Marktwerte (Fair Values) des IKB-Darlehens bzw. des KfW-Darlehens zum 31. Dezember 2006 betragen TEUR 2.004 bzw. TEUR 474.

Die von der Landesbank Berlin an die EURO-PET Berlin Zyklotron GmbH gewährten Darlehen sind durch eine Grundschuld auf das Betriebsgrundstück der EURO-PET Berlin Zyklotron GmbH in Berlin in Höhe von TEUR 1.534 und eine Bürgschaft der Eckert & Ziegler AG gesichert.

Das Darlehen der Comerica Bank an Eckert & Ziegler Isotope Products, Inc. (IPL) ist durch eine Sicherungsübereignung von Anlagevermögen der IPL im Wert von TEUR 4.534 gesichert.

IPL verfügt über die Zusage einer Bank für eine Kreditlinie von bis zu kUS\$ 1.000 (TEUR 757). Des Weiteren besteht eine zusätzliche Kreditlinie in Form einer Bürgschaft von bis zu kUS\$ 1.875 (TEUR 1.420), die als Sicherheit für den Dekontaminierungsplan genutzt werden.

Zum 31. Dezember 2006 hatte IPL diese Kreditlinien nicht in Anspruch genommen. Für die an IPL gewährten Darlehen hat die Eckert & Ziegler AG Sicherheiten gestellt.

Die Eckert & Ziegler AG und ihre Tochtergesellschaft Eckert & Ziegler BEBIG GmbH verfügen gemeinsam über Kreditlinienzusagen in Höhe von TEUR 5.270, von denen TEUR 2.000 in Anspruch genommen wurden.

Als Zinssatz für das von der Deutschen Bank in Höhe von TEUR 2.000 gewährte Darlehen wurde der bei Inanspruchnahme der Kreditlinie gültige 3 Monats-EURIBOR + 1 % vereinbart. Das Risiko der Zinssatzänderung wurde mittels eines Zinsswaps abgesichert, so dass im Ergebnis ein Zinssatz von 4,5 % p.a. gilt.

Die Restlaufzeiten der Darlehensverbindlichkeiten setzen sich zum 31. Dezember 2006 und 2005 wie folgt zusammen:

2006 2005
TEUR TEUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr 3.365 3.437
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre 7.319 9.042
Restlaufzeit über 5 Jahre 0 274
Darlehensverbindlichkeiten
zum 31.12., gesamt 10.684 12.753

32. Abgrenzung von Zuschüssen und sonstige Rechnungsabgrenzungsposten

Die Position Abgrenzung von Zuschüssen und sonstige Rechnungsabgrenzungsposten setzt sich zum 31. Dezember jeweils wie folgt zusammen:

2006 2005
TEUR EUR
Abgegrenzte Zuschüsse, kurzfristig 873 853
Sonstige Rechnungs
abgrenzungsposten 87 86
Abgegrenzte Zuschüsse
und sonstige Rechnungs
abgrenzungsposten, kurzfrisitig 960 939
Abgegrenzte Zuschüsse, langfristig 1.270 1.841
Stand zum 31.12. 2.230 2.780

33. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung wurde eine Pensionszusage gewährt, der ein leistungsorientierter Versorgungsplan zu Grunde liegt. Die Pensionsverpflichtung wurde gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet und mit dem Barwert der am Bewertungsstichtag erdienten Pensionsansprüche inklusive wahrscheinlicher künftiger Erhöhungen von Renten und Gehältern berücksichtigt. Die Barwertermittlung erfolgt auf Basis eines Abzinsungssatzes von 4,5 % (Vorjahr 5,0 %). Da der betreffende Mitarbeiter bereits aus dem Unternehmen ausgeschieden ist, verändert sich der Verpflichtungsumfang jährlich lediglich um die Aufzinsung und um versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste. Zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres ergeben sich die folgenden, versicherungsmathematisch ermittelten Werte:

2006 2005
TEUR TEUR
Barwerte der leistungsorientierten
Versorgungsansprüche 398 406
Fondsvermögen zu Marktwerten -253 -219
Versicherungsmathematische
Gewinne (+) und Verluste (-) -16 -59
Pensionsrückstellungen zum 31.12. 129 128

Der bilanziell ausgewiesene Betrag für die Pensionsrückstellungen entwickelte sich wie folgt:

2006 2005
TEUR TEUR
Pensionsrückstellungen zum 01.01. 128 142
Aufwendungen
für Pensionsverpflichtungen 10 14
Verteilung versicherungs
mathematischer Verluste (+)
bzw. Gewinne (-) 18 0
Verteilung früherer Dienstzeitkosten 0 0
Einzahlungen
in das Fonds- bzw. Planvermögen -27 -28
Pensionsrückstellungen zum 31.12. 129 128

In der Gewinn- und Verlustrechnung des jeweiligen Geschäftsjahres wurden die folgenden Beträge erfasst:

2006 2005
TEUR TEUR
Dienstzeitaufwand 0 0
Zinsaufwand 16 17
Verteilung versicherungs
mathematischer Verluste (+)
bzw. Gewinne (-) 18 0
Verteilung früherer Dienstzeitkosten 0 0
Erträge des Fonds- bzw. Planvermögens -6 -3
Summe der erfassten Beträge 28 14

34. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

Unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen die Rückstellungen für Entsorgung ausgewiesen.

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Entwicklung der sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten in den Geschäftsjahren 2006 und 2005.

2006 2005
TEUR TEUR
Entsorgungsrückstellungen 3.062 3.466
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 387 289
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten
zum 31.12. 3.449 3.755

Die Entsorgungsrückstellungen haben sich im Geschäftsjahr 2006 wie folgt entwickelt:

2006
TEUR
Entsorgungsrückstellungen
zum 01.01. 3.466
Abgänge -386
Aufzinsung 151
Währungsumrechnung -169
Entsorgungsrückstellungen
zum 31.12. 3.062

Für die Bewertung der Entsorgungsrückstellungen erfolgte im Geschäftsjahr 2006 in Übereinstimmung mit IFRIC 1 eine Anpassung der Abzinsungssätze an die Entwicklung der Kapitalmärkte. Die angepassten Zinssätze liegen zwischen 4,5 % und 4,7 %. Bei Beibehaltung des Vorjahreszinssatzes von 3,68 % hätte sich eine um TEUR 103 höhere Entsorgungsrückstellung ergeben.

Für einige Betriebsstätten werden Gelder in einen Fonds eingezahlt, deren Verwendung auf die zukünftige Entsorgung beschränkt ist. Die Einzahlungen werden unter der Position Sonstige Ausleihungen ausgewiesen.

Vertragliche Erstattungsansprüche im Zusammenhang mit den Entsorgungsverpflichtungen werden unter der Position Sonstige langfristige Vermögensgegenstände ausgewiesen.

35. Rückstellungen (kurzfristig)

Die kurzfristigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr 2006 wie folgt entwickelt (siehe Tabelle unten):

Inanspruch-
2005 nahme Zuführung Auflösung 2006
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Rückstellungen für Tantiemen und Boni 1.006 986 1.127 20 1.127
Personalbezogene Rückstellungen 777 751 713 26 713
Rückstellungen für Miete, Grund und Boden 216 216 226 0 226
Rückstellungen für Jahresabschlussprüfung 96 96 75 0 75
Rückstellungen für Aufsichtsratsvergütungen 33 33 62 0 62
Sonstige Rückstellungen 1.108 1.027 1.768 81 1.768
Rückstellungen zum 31.12. 3.236 3.109 3.971 127 3.971

36. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die Position Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten setzt sich zum 31. Dezember jeweils wie folgt zusammen:

2006 2005
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Dritten 6 465
Andere kurzfristige Verbindlichkeiten 1.184 1.553
Stand zum 31.12. 1.190 2.018

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Dritten im Vorjahr betrafen das Kapital der Kommanditisten der Altmann, die im Geschäftsjahr 2005 erstkonsolidiert wurde. Entsprechend den Regelungen des IAS 32 wurde das Eigenkapital der Personengesellschaft nicht unter den Minderheitsanteilen im Konzerneigenkapital ausgewiesen, sondern als Fremdkapital klassifiziert.

Die anderen kurzfristigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Löhnen und Gehältern, Verbindlichkeiten für die soziale Sicherheit und Verbindlichkeiten aus Lohnsteuern.

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Der in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelbestand umfasst die Bilanzposition Flüssige Mittel, die sich aus Kassenbeständen, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten und sämtlichen hochliquiden Mitteln mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten zusammensetzt.

Die Konzern-Kapitalflussrechnung stellt dar, wie sich die Zahlungsmittel des Eckert & Ziegler Konzerns im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Hierzu werden die Zahlungsströme in der Konzern-Kapitalflussrechnung in Übereinstimmung mit IAS 7 (Kapitalflussrechnung) nach Mittelzufluss aus operativer, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterteilt.

37. Operative Geschäftstätigkeit

Ausgehend vom Jahresergebnis nach Steuern werden die Mittelzu- und -abflüsse indirekt abgeleitet. Das Ergebnis nach Steuern wird dazu um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen korrigiert und um die Veränderungen der Aktiva und Passiva ergänzt.

38. Investitionstätigkeit

Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit wird anhand der tatsächlichen Zahlungsvorgänge ermittelt. Er umfasst Zahlungsströme im Zusammenhang mit dem Erwerb und der Veräußerung von Anlagevermögen und Wertpapieren des Umlaufvermögens, die nicht Bestandteil der liquiden Mittel sind. Des Weiteren werden Zu- und Abgänge von liquiden Mitteln aus Unternehmenserwerben und -veräußerungen ausgewiesen.

39. Finanzierungstätigkeit

Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit wird anhand der tatsächlichen Zahlungsvorgänge ermittelt und umfasst neben der Aufnahme und Tilgung von Krediten und sonstigen Finanzverbindlichkeiten Zahlungsströme zwischen dem Konzern und seinen Anteilseignern, wie z.B. Dividendenzahlungen.

Die Veränderungen der Bilanzpositionen, die für die Entwicklung der Konzern-Kapitalflussrechnung betrachtet werden, werden um die nicht zahlungswirksamen Effekte aus der Währungsumrechnung und den Konsolidierungskreisänderungen bereinigt. Zudem werden Investitions- und Finanzierungsvorgänge, welche nicht zu einer Veränderung von liquiden Mitteln geführt haben, nicht in die Kapitalflussrechnung einbezogen. Auf Grund der zuvor genannten Bereinigungen sind die in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Veränderungen der betreffenden Bilanzpositionen nicht unmittelbar mit den entsprechenden Werten aus der veröffentlichten Konzernbilanz abstimmbar.

Im Mittelzufluss/ -abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit sind enthalten:

2006 2005
TEUR TEUR
Gezahlte Zinsen,
abzüglich aktivierter Beträge -822 -750
Erhaltene Zinsen 73 54
Ertragsteuerzahlungen -2.405 -876

Sonstige Angaben

40. Unternehmenserwerbe und -veräußerungen

a) At equity-Bewertung Pharmtrace

An der im Juni 2006 neu gegründeten Gesellschaft Pharmtrace klinische Entwicklung GmbH, Berlin, (kurz: Pharmtrace) ist die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH zu 30 % (Kaufpreis TEUR 15) beteiligt. Die Konsolidierung der Pharmtrace erfolgt at equity. Dasin Berlin-Buch beheimatete Unternehmen spezialisiertsich auf klinische Prüfungen, bei denen bildgebende Verfahren angewendet werden (u.a. Magnet-Resonanz-Tomographie, Computertomographie, Positronen-Emissions-Tomographie). Ein Schwerpunkt des Unternehmensist dabei der Einsatz von Radiopharmazeutika für die Arzneimittelentwicklung neuer therapeutischer Substanzen.

b) Entkonsolidierung

der Special Purpose Entity Altmann GmbH & Co. KG

Die Beteiligung an der Altmann Therapie GmbH & Co. KG (kurz: Altmann KG) endete im Dezember 2006, indem die Eckert & Ziegler AG von den im Oktober 2005 geschlossenen Verträgen zurücktrat. Im Geschäftsjahr 2005 war die Altmann KG aufgrund der sich aus den Verträgen ergebenden Beherrschung gemäß SIC 12 als Zweckgesellschaft in den Konzernabschluss einbezogen worden.

Ausschlaggebend für die Entscheidung waren vorangegangene Gespräche mit dem Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), in denen die Behörde darauf bestand, eine klinische Prüfung von SpondylAT® nur unter hohen Auflagen und für geringe Indikationen zu genehmigen. Bei abschließenden Gesprächen mit der Behörde stellte sich nun heraus, dass neue klinische Studien für SpondylAT® nicht von einem Altzulassungsbonus profitieren und im Gegenteil sogar mit prohibitiven Auflagen versehen werden würden. Aus diesem Grund entschloss sich der Vorstand, das Projekt einzustellen und allen Entwicklungsaufwand, einschließlich eines an die Firma Altmann ausgereichten Darlehens, noch in diesem Jahr ertragsmindernd abzuschreiben.

41. Mitarbeiterbeteiligungsprogramm

Am 30. April 1999 ermächtigte die Hauptversammlung den Vorstand, einen Aktienoptionsplan für die Angestellten und das Management der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften aufzulegen. Auf der Hauptversammlung vom 20. Mai 2003 wurde der Aktienoptionsplan in einigen Details geringfügig neu gefasst. Das vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates beschlossene Mitarbeiterbeteiligungsprogramm sieht die Ausgabe von Optionen zum Kauf von maximal 300.000 Aktien aus dem bedingten Kapital vor, sofern die Gesellschaft die Optionsrechte nicht durch Übertragung eigener Aktien oder im Wege einer Barzahlung erfüllt. Eine Option berechtigt den Inhaber zum Bezug einer Stückaktie. Der Ausübungspreis für die erste Tranche an Optionen entspricht dem bei der Börseneinführung festgelegten Platzierungspreis, während der Ausübungspreis für nachfolgende Tranchen aus dem Durchschnittskurs der Eckert & Ziegler-Aktie an den letzten fünf Handelstagen vor der Beschlussfassung des Vorstands über die Begebung der Optionen ermittelt wird.

Ausgegebene Optionen dürfen frühestens nach einer Erdienungszeit von zwei Jahren ab dem Ausgabetag und nur innerhalb bestimmter Ausübungszeiträume ausgeübt werden. Außerdem ist die Ausübung an das Erreichen bestimmter Performancekriterien gebunden. Die Wertentwicklung der Aktie der Gesellschaft in dem Zeitraum zwischen dem Ausgabetag und dem ersten Ausübungszeitpunkt muss die Wertentwicklung des Neuer Markt-Index (bzw. nach Einstellung des Neuer Markt-Index, die Wertentwicklung des Technoloy All Share-Index) während desselben Zeitraumes übersteigen. Die Optionen müssen innerhalb von fünf Jahren nach Ablauf der Erdienungszeit ausgeübt werden. Im Falle der Beendigung des Arbeitsverhältnisses verfallen noch nicht ausgeübte Optionen. Sofern die Performancekriterien erfüllt werden, dürfen die 2005 bewilligten Optionen (7. Tranche/Tranche 2005) frühestens im 3. Quartal 2007 ausgeübt werden, während die im Geschäftsjahr 2006 bewilligten Optionen (8. Tranche/Tranche 2006) frühestens im 3. Quartal 2008 ausgeübt werden können.

Im Jahr 2006 lief die Wartezeit für die 2004 ausgegebenen Optionen (6. Tranche/Tranche 2004) aus. Für die 2004 ausgegebenen Optionen wurde im Geschäftsjahr festgestellt, dass die Performancekriterien erfüllt wurden. Die Ausübung der Optionen ist damit grundsätzlich möglich. Der erste Ausübungszeitraum begann am 26. August 2006, die letzte Ausübungsmöglichkeit besteht am 26. August 2011.

Im Jahr 2005 lief die Wartezeit für die 2003 ausgegebenen Optionen (5. Tranche/Tranche 2003) aus. Für die 2003 ausgegebenen Optionen wurde im Geschäftsjahr festgestellt, dass die Performancekriterien erfüllt wurden. Die Ausübung der Optionen ist damit grundsätzlich möglich. Der erste Ausübungszeitraum begann am 09. August 2005, die letzte Ausübungsmöglichkeit besteht am 25. Juli 2010.

Im Geschäftsjahr 2004 wurde festgestellt, dass die Performancekriterien für die 2002 ausgegebenen Optionen (4. Tranche/Tranche 2002) erfüllt wurden. Die Ausübung der Optionen dieser Tranche ist damit grundsätzlich möglich. Der erste Ausübungszeitraum begann am 28. August 2004, die letzte Ausübungsmöglichkeit besteht am 25. August 2009.

Für die im Jahr 2000 (2. Tranche/Tranche 2000) und 2001 (3. Tranche/Tranche 2001) ausgegebenen Tranchen wurden die Performancekriterien nicht erfüllt, sämtliche Optionen dieser beiden Tranchen sind damit verfallen.

Für die im Jahr 1999 ausgegebenen Optionen (1. Tranche/ Tranche 1999) wurde im Geschäftsjahr 2002 festgestellt, dass die Performancekriterien erfüllt wurden. Die Ausübung der Optionen war damit grundsätzlich möglich. Der erste Ausübungszeitraum begann am 28. März 2002, die letzte Ausübungsmöglichkeit bestand am 25. Februar 2007.

Die Entwicklung der Anzahl der ausstehenden Aktienoptionen in den letzten beiden Geschäftsjahren lässt sich wie folgt zusammenfassen:

2006 2005
Gewichteter Gewichteter
durch- durch-
schnittlicher durchschnitt-
Ausübungs- Ausübungs-
Optionen preis Optionen preis
Anzahl EUR Anzahl EUR
Ausstehend
zu Beginn
desJahres 119.150 9,69 119.150 8,23
Ausgegeben 24.500 12,19 32.500 10,49
Ausgeübt 2.900 7,45 32.000 5,17
Verfallen 400 5,17 500 5,17
Ausstehend
zum Ende
desJahres 140.350 10,18 119.150 9,69

Der gewichtete Durchschnittsaktienkurs von in der Berichtsperiode ausgeübten Optionen am Tag der Ausübung beträgt 11,64 EUR.

Die zugehörige Tabelle gibt einen Überblick über die am 31. Dezember 2006 ausstehenden Aktienoptionen:

Am 31.12.2006
Ausübungs- ausstehende Restliche
Tranche preis Optionen Ausübungszeit
EUR Anzahl Jahre
1. Tranche/
Tranche 1999 23,00 13.000 0,15
4. Tranche/
Tranche 2002 5,04 11.800 2,65
5. Tranche/
Tranche 2003 5,30 11.050 3,57
6. Tranche/
Tranche 2004 7,84 47.500 4,65
7. Tranche/
Tranche 2005 10,49 32.500 5,42
8. Tranche/
Tranche 2006 12,19 24.500 6,37
140.350

Zum 31. Dezember 2006 gab es 83.350 ausübbare Optionen, mit einem gewichteten durchschnittlichen Ausübungspreis von 9,47 EUR.

Die Gesellschaft wendet bei der Bilanzierung des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms den dafür einschlägigen Standard IFRS 2 (aktienbasierte Vergütung) an. Nach IFRS 2 sind die aktienbasierten Vergütungstransaktionen, die durch Eigenkapitalinstrumente beglichen werden, mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) anzusetzen. Der Fair Value jeder ausgeübten Option am Ausgabetag wird mittels eines Optionspreismodells berechnet und über die Erdienungszeit (vesting period) als Personalaufwand berücksichtigt. Mit diesen Personalaufwendungen ist eine Erhöhung der Kapitalrücklage verbunden. In den Geschäftsjahren 2006 und 2005 wurden unter Anwendung von IFRS 2 Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 117 bzw. TEUR 99 erfasst.

Der Optionspreis für die im jeweiligen Geschäftsjahr gewährten Optionen wurde mittels eines Binomialmodells ermittelt. Die Nichthandelbarkeit wurde im Binomialmodell durch einen das Ausübungsverhalten der Optionsprogrammteilnehmer repräsentierenden Ausübungsfaktor berücksichtigt. Des Weiteren wurden die Ausübungsbedingungen durch einen Abschlag auf den Optionspreis berücksichtigt. Die Berechnung der Volatilität erfolgte auf Basis des logarithmierten Mittelwerts der kontinuierlichen Tagesrenditen der vergangenen 2,5 Jahre. Der Berechnung der Optionspreise lagen die folgenden Annahmen zugrunde:

2006 2005
Erwarteter Dividendenertrag
je Aktie EUR 0,15 EUR 0,25
Risikofreier Zinssatz 3,83 % 3,02 %
Erwartete Volatilität 38,44 % 38,15 %
Erwartete Lebensdauer 2,18 Jahre 2,21 Jahre
Marktwert (fair value) EUR 4,17 EUR 3,26

42. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventual-Verbindlichkeiten

a) Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen

Die Gesellschaft hat aktivierungspflichtige (Finance Lease) und nicht aktivierungspflichtige (Operating Lease) Leasingverträge bezüglich Ausrüstungen, Fahrzeugen sowie Grundstücken und Gebäuden abgeschlossen. Der Miet- und Leasingaufwand aus nicht aktivierungspflichtigen Leasingverträgen belief sich in den jeweils zum 31. Dezember endenden Geschäftsjahren 2006 und 2005 auf TEUR 739 bzw. TEUR 682.

In Verbindung mit dem auf einem fremden Grundstück selbst errichteten Verwaltungs- und Produktionsgebäude in Berlin hat die Gesellschaft einen langfristigen Nutzungsvertrag abgeschlossen. Aus diesem Vertrag resultieren jährliche Zahlungen von TEUR 167, von denen jedoch TEUR 89 mit den Herstellungskosten des Gebäudes verrechnet werden. Der Vertrag läuft vorerst bis zum 31.12.2014, nach Ablauf dieser Zeit hat die Gesellschaft das Recht – auch mehrfach und für Teilflächen – solange für eine Verlängerung der Nutzungszeit zu optieren, bis das Verrechnungskonto für das neu errichtete Gebäude ausgeglichen ist. Bis zum 31.12.2014 darf das Nutzungsentgelt für alle Flächen nicht erhöht werden, für die neu geschaffenen Flächen wird das Nutzungsentgelt dann zu diesem Zeitpunkt neu verhandelt.

Die künftigen Mindestmietzahlungen aus unkündbaren nicht aktivierungspflichtigen Leasingverträgen (Operating Lease; mit anfänglichen oder verbleibenden Laufzeiten von über einem Jahr) sowie künftige Mindestzahlungen aus aktivierungspflichtigen Leasingverträgen belaufen sich zum 31. Dezember 2006 auf folgende Summen:

Miet- davon
und Leasing- Finanzierungs-
verträge leasing
TEUR TEUR
Jeweils zum
Jahresende
(31. Dezember)
2007 817 92
2008 721 95
2009 675 97
2010 460 46
2011 288 0
danach 864 0
Mindestmiet- bzw.
-leasingzahlungen
gesamt 3.825 330

Beim Finanzierungsleasing handelt es sich ausschließlich um Sachanlagevermögen. Der Buchwert der Anlagen betrug am 31.12.2006 TEUR 316. In der Berichtsperiode wurden TEUR 99 als Aufwand für Finanzierungsleasing erfasst. Bedingte Mietzahlungen liegen weder in der Berichtsperiode noch in der Zukunft vor. Die Leasingvereinbarungen enthalten darüber hinaus keinerlei Beschränkungen oder Verpflichtungen.

b) Eventualverbindlichkeiten

Die Eckert & Ziegler f-con Deutschland GmbH hatte bereits vor der Konzernzugehörigkeit eine Bürgschaft zur Absicherung eines Leasingvertrages der f-con Regensburg Betriebs GmbH

zu Gunsten der Deutschen Leasing AG abgegeben. An der Bürgschaftsind gesamtschuldnerisch des Weiteren die f-con Pharma AG Wien sowie die CTI (Siemens) beteiligt. Die Bürgschaft beträgt 4,8 Mio. EUR. Da die betroffene Anlage von dem Mitbürgen CTI (Siemens) im Geschäftsjahr 2006 erworben wurde, wird nicht von einer Inanspruchnahme der Bürgschaft zu Lasten der Eckert & Ziegler f-con Deutschland GmbH ausgegangen.

Mit einer am 17. Januar 2006 an die Eckert & Ziegler AG zugestellten Klage fordert die Fa. HEK GmbH, Lübeck, die Zahlung eines Betrages von 0,7 Mio. EUR sowie die Übertragung von 35.450 Aktien. Gestützt wird dieser Anspruch im Wesentlichen auf einen im Kaufvertrag über die Fa. Eckert & Ziegler MMI GmbH (früher MCP Medical International GmbH) vom 15. März 2004 vereinbarten Earn-Out. Die Eckert & Ziegler AG hält diesen Anspruch für unbegründet, da die Voraussetzungen für die Zahlung des Earn-Outs nicht eingetreten sind.

43. Segmentberichterstattung

Die Eckert & Ziegler Gruppe hat ihre Geschäftstätigkeit in drei Berichtseinheiten organisiert. Die einzelnen Segmente bieten unterschiedliche Produkte an und sind auch organisatorisch durch die Standorte getrennt.

Die angewandten Rechnungslegungsgrundsätze der einzelnen Segmente stimmen mit den in der Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Erläuterung 6) geschilderten überein. Die Segmentangaben sind nicht konsolidiert. Dies entspricht den vom Vorstand im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung verwendeten Informationen. Transaktionen zwischen den Segmenten werden zu Marktpreisen abgewickelt.

Das Segment Nuklearmedizin und Industrie fertigt und vertreibt Standards sowie Strahlenquellen für medizinische und industrielle Zwecke. Standards sind Radioisotope für Kalibrierzwecke. Sie werden im Allgemeinen an wissenschaftliche Einrichtungen verkauft. Industrielle Strahlenquellen finden in verschiedenen Messeinrichtungen für Industrieanlagen und anderen messtechnischen Geräten, wie z. B. Sicherheitseinrichtungen an Flughäfen, Anwendung. Sie werden an die Hersteller oder die Betreiber der Anlagen verkauft. Die medizinischen Strahlenquellen umfassen radioaktive Quellen für die Kalibrierung von so genannten Gammakameras.

Das Segment Therapie konzentrierte sich bisher vor allem auf die Produktentwicklung und Markteinführung von radioaktiven Quellen in den Bereichen Kardiologie und Onkologie. Zu den besonderen Schwerpunkten in der Onkologie gehört nach wie vor die Prostatakrebsbehandlung mittels radioaktiver Jodseeds. Zu den neuen Produkten zählen u.a. Low- und High-Dose-Rate Afterloader, Blutbestrahlungsge-

Segmentberichterstattung

räte, Iridium-Strahlenquellen sowie diverse "Therapy Accessories". Abnehmer für die Produkte des Segments Therapie sind Medizinproduktehersteller und Kliniken.

Für das Geschäftsjahr 2006 wird erstmalig das Segment Radiopharmazie ausgewiesen. Die Radiopharmazieprodukte dienen im Besonderen der Diagnose mittels PET-Scans. Abnehmer sind Krankenhäuser und die Hersteller der entsprechenden Geräte.

Jahr 2006
Nuklearmedizin
und Industrie Therapie Radiopharmazie Sonstige Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse mit externen Kunden 25.172 19.836 5.362 8 50.378
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 478 234 9 936 1.657
Segmentumsatzerlöse insgesamt 25.650 20.070 5.371 944 52.035
Abschreibungen -1.319 -2.324 -492 -411 -4.546
Nicht zahlungswirksame Erträge/
Aufwendungen 2.939 -704 -2.935 1.518 818
Ergebnis der fortlaufenden
Geschäftstätigkeit 3.194 833 -978 361 3.410
Vermögen der Segmente 28.392 21.806 7.034 38.126 95.358
Verbindlichkeiten der Segmente -12.784 -17.761 -9.415 -6.979 -46.939
Investitionen 696 3.261 219 9 4.185
Jahr 2005
Nuklearmedizin
und Industrie Therapie Sonstige Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse mit externen Kunden 24.940 16.850 2 41.792
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 430 157 645 1.232
Segmentumsatzerlöse insgesamt 25.370 17.007 647 43.024
Abschreibungen -1.548 -2.236 -128 -3.912
Nicht zahlungswirksame Erträge/
Aufwendungen -637 -2.076 -77 -2.790
Ergebnis der fortlaufenden
Geschäftstätigkeit 994 630 -133 1.491
Vermögen der Segmente 38.687 18.928 35.876 93.491
Verbindlichkeiten der Segmente -23.920 -19.298 -4.088 -47.306
Investitionen 1.019 2.344 311 3.674
Überleitung zu den
Konzernabschlüssen 2006 2005
TEUR TEUR
Ergebnis der fortlaufenden
Geschäftstätigkeit
Segmente insgesamt 3.410 1.491
Eliminierung von Gewinnen (-) /
Verlusten zwischen den Segmenten -273 0
Konsolidiertes Ergebnis der
fortlaufenden Geschäftstätigkeit 3.137 1.491
Vermögenswerte der Segmente
Segmente insgesamt 95.358 93.491
Eliminierung von Anteilen,
Beteiligungen und Forderungen
zwischen den Segmenten -35.303 -30.479
Aktive Latente Steuern 4.118 3.985
Konsolidiertes Gesamtvermögen 64.173 66.997
Verbindlichkeiten der Segmente
Segmente insgesamt 46.939 47.306
Eliminierung von Verbindlichkeiten
zwischen den Segmenten -20.801 -17.827
Passive Latente Steuern 1.706 2.563
Konsolidierte Verbindlichkeiten 27.844 32.042

Die Segmentsummen der Umsatzerlöse mit externen Kunden stimmen jeweils mit den konsolidierten Werten überein.

Verkauf nach
geographischen
Regionen 2006 2005
Mio EUR % Mio EUR %
Nordamerika 18,4 36 18,6 45
Europa 26,1 52 20,4 49
Asien/Pazifik 2,8 6 2,2 5
Sonstige 3,1 6 0,6 1
Summe 50,4 100 41,8 100

Die Abgrenzung der geographischen Regionen erfolgte nach dem Sitz des Leistungsempfängers. Die Umsatzerlöse in Nordamerika betreffen fast ausschließlich die USA.

Die folgende Tabelle zeigt die konsolidierten Vermögen, Verbindlichkeiten (jeweils unter Abzug der latenten Steuern) sowie die Investitionen nach geographischen Regionen.

Vermögen, Verbindlichkeiten und Investitionen nach geographischen Regionen

Jahr 2006
TEUR TEUR TEUR
Vermögen Verbindlichkeiten Investitionen
Nordamerika 22.722 7.117 683
Europa 37.333 19.021 3.495
Summe 60.055 26.138 4.178

Vermögen, Verbindlichkeiten und Investitionen nach geographischen Regionen

Jahr 2005
TEUR TEUR TEUR
Vermögen Verbindlichkeiten Investitionen
Nordamerika 26.147 8.907 478
Europa 36.865 20.572 3.196
Summe 63.012 29.479 3.674

Hauptkunden

Im Segment "Nuklearmedizin und Industrie" entfielen im Jahre 2006 ca. 1,3 Mio EUR Umsätze auf einen Hauptkunden (entspricht ca. 3 % der konsolidierten Umsätze des Konzerns).

44. Transaktionen mit verbundenen Dritten

Nach IAS 24 sind Transaktionen mit Personen oder Unternehmen, die die Eckert & Ziegler AG beherrschen oder von ihr beherrscht werden, anzugeben. In den Jahren 2006 und 2005 wurden Transaktionen mit folgenden verbundenen Dritten vorgenommen:

  • Eckert Strategieberatung und Kapitalbeteiligungsgesellschaft mbH ("Eckert Consult"), die 37,9 % der Aktien der Eckert & Ziegler AG hält, und deren Alleingesellschafter Dr. Andreas Eckert, Vorstandsvorsitzender der Eckert & Ziegler AG, ist.
  • NEMOD Verwaltungs GmbH, früher: jojumarie Intelligente Instrumente GmbH ("jojumarie GmbH"), die von September 2001 bis August 2003 eine 100 %ige Tochterfirma der Eckert Consult war, ist seit August 2003 eine 100 %ige Tochterfirma der Nemod Immuntherapie GmbH. Dr. Eckert ist einer der Geschäftsführer der NEMOD Verwaltungs GmbH.
  • Glycotope GmbH, die sich zu 83 % im Besitz der Eckert Consult befindet. Dr. Steffen Goletz ist Geschäftsführer der Glycotope GmbH.

Im Geschäftsjahr 2006 hat die Eckert Consult Aufwendungen in Höhe von TEUR 3 an die Eckert & Ziegler AG weiterverrechnet.

Aus einer Nutzungsvereinbarung zur Nutzung von Anlagegegenständen, die seit 01. Juni 2003 zwischen der BEBIG GmbH und der NEMOD Verwaltungs GmbH (ehemals jojumarie GmbH) besteht, wurden im Geschäftsjahr TEUR 1 fällig.

Die Eckert & Ziegler AG erbrachte im Berichtsjahr verschiedene administrative Dienstleistungen für die Glycotope GmbH. Hierfür wurden Aufwendungen nach Rechnungslegung in Höhe von TEUR 1 geltend gemacht.

Seit dem 01.01.2004 gibt es einen Vertrag zwischen der Glycotope und der Eckert & Ziegler BEBIG GmbH, in dessen Rahmen die Eckert & Ziegler BEBIG GmbH Dienstleistungen im Bereich IT und Lohnbuchhaltung erbringt. Die monatliche Vergütung erfolgt nach tatsächlich entstandenem Aufwand. Im Berichtsjahr erhielt die Eckert & Ziegler BEBIG GmbH für erbrachte Dienstleistungen TEUR 25.

Die Eckert & Ziegler AG hat den Geschäftsführern der Eckert & Ziegler Cesio s.r.o., Herrn I. Simmer und Herrn J. Sadlo, im Jahr 2004 jeweils ein Darlehen in Höhe von TEUR 234 gewährt. Die Darlehen werden mit 2 % p. a. verzinst und sind inklusive Zinsen zum 30. September 2008 zur Rückzahlung fällig.

Die Salden der mit der Eckert & Ziegler Gruppe verbundenen Dritten bezüglich Forderungen, Darlehensforderungen, Verbindlichkeiten und Darlehensverbindlichkeiten stellen sich zum 31. Dezember der Geschäftsjahre 2006 und 2005 wie folgt dar:

2006 2005
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen gegen verbundene Dritte 27 13
Darlehensforderungen
gegen verbundene Dritte 489 480
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen gegenüber
verbundenen Dritten 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Dritten 0 465

45. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Nachgang zu einem bestehenden Großauftrag hat das Gesundheitsministerium von Venezuela bei der Eckert & Ziegler BEBIG GmbH zum Jahreswechsel jetzt für sechs weitere Kliniken innovative Strahlentechnik zur Krebsbehandlung bestellt. Bei den Geräten handelt es sich um Tumorbestrahlungsgeräte des Typs MultiSource®. Der neue Auftrag, der 2007 ausgeliefert werden soll, hat einen Wert von etwa 1,6 Mio. US\$ (1,2 Mio. EUR).

Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG hat ihr Geschäft mit Blutbestrahlungsanlagen zum 1. Januar 2007 an die Leipziger Gamma Service Recycling GmbH verkauft. Als Kaufpreis wurde der Buchwert des Anlage- und Umlaufvermögens sowie eine durch Mindestzahlungen abgesicherte Umsatzprovision auf die Verkaufserlöse der nächsten Jahre vereinbart. Durch die erfolgsabhängige Kaufpreiskomponente bleiben die Ertragsauswirkungen für den Konzern in den nächsten Jahren dabei in etwa so, als ob er das Geschäft selber weiter betriebe.

46. Risikomanagement und Methoden

Zu den Riskomanagementzielen und Methoden des Unternehmens verweisen wir auf die Ausführungen im Konzernlagebericht.

Andere nach dem HGB geforderte Erläuterungen

47. Sonstige Erträge/Aufwendungen

Die sonstigen Erträge/Aufwendungen enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 268 (2005: TEUR 372) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 173 (2005: TEUR 12). Die periodenfremden Aufwendungen resultieren aus Verlusten aus dem Abgang von Anlagevermögen und Forderungsabschreibungen, die periodenfremden Erträge beziehen sich auf die Auflösung von Rückstellungen sowie auf Erträge aus abgeschriebenen Forderungen.

48. Organe der Gesellschaft

Vorstand

Dr. Andreas Eckert (Vorstandsvorsitzender, verantwortlich für die Bereiche Unternehmensleitung, Investor Relations, Recht, Finanzen, Business Development sowie für das Segment Nuklearmedizin und Industrie), Berlin, Kaufmann In anderen Gremien: Chairman of the Board of Directors Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL), Burbank, USA

Dr. Edgar Löffler (Vorstand, verantwortlich für das Segment Therapie), Berlin, Medizin-Physiker In anderen Gremien: Member of the Board of Directors Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL), Burbank, USA Dr. Andreas Hey (Vorstand, verantwortlich für das Segment Radiopharmazie), Berlin, Arzt In anderen Gremien: Member of the Board of Directors Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL), Burbank, USA

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2006 an:

Prof. Dr. Wolfgang Maennig (Vorsitzender), Berlin, Universitätsprofessor

In anderen Kontrollgremien: Ecodasa AG, Berlin; Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) AöR, Berlin; Hamburgisches Welt-WirtschaftsInstitut (HWWI) gGmbH, Hamburg

Ralf Hennig, Berlin (stellvertretender Vorsitzender), Unternehmensberater In anderen Kontrollgremien: keine

Prof. Dr. Ronald Frohne, Berlin, Rechtsanwalt und Wirtschaftsprüfer, Honorarprofessor

In anderen Kontrollgremien: Würzburger Versicherungs-Aktiengesellschaft, Würzburg; TAG Tegernsee Immobilienund Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Hamburg; Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH, Potsdam; TELLUX-Beteiligungsgesellschaft mbH, München; Scholz & Friends AG, Berlin; AGICOA – Association de Gestion Internationale Collective des Oeuvres Audiovisuelles, Genf; CAB (The Feature Film Producers' Association for the Distribution of Fees in Pursuance of Section 35 of the Danish Copyright Act), Kopenhagen

Prof. Dr. Nikolaus Fuchs, Berlin, Unternehmensberater und Honorarprofessor In anderen Kontrollgremien: keine

Hans-Jörg Hinke, Berlin, Kaufmann In anderen Kontrollgremien: keine

Frank Perschmann, Berlin, Kaufmann In anderen Kontrollgremien: keine

Bezüglich der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat verweisen wir auf den Vergütungsbericht innerhalb des Lageberichtes.

49. Erklärung nach § 161 AKTG zur Beachtung des Deutschen Corporate Governance Kodex (Entsprechenserklärung)

Die nach § 161 AktG für die Eckert & Ziegler AG als börsennotiertes Unternehmen vorgeschriebene Erklärung zur Einhaltung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und den Aktionären über die Webseite der Gesellschaft zugänglich gemacht.

50. Arbeitnehmer

Während des Jahres 2006 waren durchschnittlich 275 Mitarbeiter bei den Konzerngesellschaften beschäftigt. Diese arbeiteten in den folgenden Abteilungen:

2006 2005
Fertigung 101 103
F&E/Anlagenbau 40 30
Verwaltung 26 39
Vertrieb 79 54
Qualitätsmanagement 29 21
Gesamt 275 247

Die Personalkosten für die Geschäftsjahre 2006 und 2005 setzen sich folgendermaßen zusammen:

2006 2005
TEUR TEUR
13.543 12.262
1.991 1.748
62 36

51. Materialaufwand

Im Geschäftsjahr 2006 belief sich der Materialaufwand auf TEUR 16.349 (2005: 14.292).

52. Honorare für Wirtschaftsprüfer

Im Geschäftsjahr 2006 wurden für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses Honorare für Abschlussprüfungen in Höhe von TEUR 165 (2005: TEUR 144) als Aufwand erfasst. Andere Leistungen wurden durch den Abschlussprüfer nicht erbracht.

53. Derivative Finanzinstrumente

Die Eckert & Ziegler AG hat zur Absicherung des Währungsrisikos einen Währungsswap US\$/EUR abgeschlossen. Der Swap hat einen Zeitwert zum 31.12.2006 von TEUR 967.

Zur Absicherung des Zinssatzes für ein Darlehen über 2 Mio EUR hat die Eckert & Ziegler AG einen Zinsswap abgeschlossen. Zum 31.12.2006 hat der Zinsswap einen Wert von TEUR 104.

54. Sonstige Angaben

Durch die Einbeziehung in den Konzernabschluss der Eckert & Ziegler AG ist die Eckert & Ziegler BEBIG GmbH gemäß § 264 Abs. 3 HGB u.a. von den Prüfungs- und Offenlegungspflichten des Jahresabschlusses befreit.

55. Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2006

Bezüglich der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagenspiegel als Anlage zu diesem Anhang. (Siehe Anlagenspiegel auf den Seiten 82/83)

Erklärung des Vorstandes

Für die Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses ist der Vorstand der Eckert & Ziegler AG verantwortlich. Um die Einhaltung der Rechnungslegungsgrundsätze und die Ordnungsmäßigkeit der Berichterstattung zu gewährleisten, nutzen wir wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme. Diese beinhalten die Anwendung konzernweit einheitlicher Richtlinien, den Einsatz zuverlässiger Software sowie die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals. Im Hinblick auf die Vorschriften des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) haben wir die im Konzern bestehenden Frühwarnsysteme zu einem Risikomanagementsystem zusammengefasst. Damit wird der Vorstand in die Lage versetzt, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Die KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft hat den nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht geprüft und den nachfolgenden Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für die Eckert & Ziegler Gruppe sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers geprüft. Der Aufsichtsrat erörterte alle diese Berichte und Abschlüsse mit dem Vorstand und den Wirtschaftsprüfern. Er hat die Ergebnisse der Prüfung zustimmend zur Kenntnis genommen und den ihm vorgelegten Jahres- und Konzernabschluss gebilligt.

Berlin, den 26. März 2007

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG

Der Vorstand

Dr. Andreas Eckert

Dr. Edgar Löffler

Dr. Andreas Hey

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter

sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Berlin, den 16. März 2007

KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Kronner Wirtschaftprüfer

Brandt Wirtschaftsprüfer

Zur Stärkung des Vertrauens der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Aktiengesellschaften legt die von der Bundesregierung eingesetzte Regierungskommission im regelmäßig aktualisierten "Deutschen Corporate Governance Kodex" Empfehlungen zur verantwortungsvollen Unternehmensführung vor.

Der Deutschen Corporate Governance Kodex enthält neben der Darstellung gesetzlicher Vorschriften darüber hinausgehende international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Sofern börsennotierte Unternehmen von den im Deutschen Corporate Governance Kodex enthaltenen Empfehlungen abweichen, sind sie zur Offenlegung dieser Abweichungen in der jährlich nach § 161 Aktiengesetz abzugebenen Erklärung verpflichtet.

Die Eckert & Ziegler AG begrüßt Inhalt und Zielsetzung des Deutschen Corporate Governance Kodex. Seit ihrer Gründung bestimmt der Grundsatz einer verantwortungsvollen und nachvollziehbaren Unternehmensführung das Handeln von Vorstand und Aufsichtsrat.

Auch im Berichtsjahr war die Unternehmensführung an den im Deutschen Corporate Governance Kodex festgelegten Standards orientiert. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wird im Wesentlichen entsprochen. Von den Empfehlungen wurde und wird nur in begründeten Ausnahmefällen abgewichen.

Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 Aktiengesetz

Vorstand und Aufsichtsrat der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG geben hiermit gemäß § 161 Aktiengesetz folgende Erklärung ab:

Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG entspricht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex – in der Fassung vom 12. Juni 2006 – mit folgenden Abweichungen:

zu Ziff. 3.8:

Die von der Gesellschaft für den Vorstand und den Aufsichtsrat abgeschlossene D&O-Versicherung sieht keinen Selbstbehalt vor.

zu Ziff. 5.3.1. und 5.3.2:

Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse, insbesondere keinen Prüfungsausschuss eingerichtet.

zu Ziff. 5.4.7:

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten keine erfolgsorientierte Vergütung.

Seit der Entsprechenserklärung vom 05. Dezember 2005 hat die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex – in der Fassung vom 02. Juni 2005 – mit Ausnahme der in der Erklärung mitgeteilten Abweichungen vollumfänglich entsprochen.

Berlin, den 03. Dezember 2006

Der Vorstand:

Dr. Andreas Eckert

Dr. Edgar Löffler

Dr. Andreas Hey

Für den Aufsichtsrat:

Prof. Dr. Wolfgang Maennig

Corporate Governance Bericht

Erläuterung der Abweichungen von den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex

Der Vorstand nimmt – zugleich auch für den Aufsichtsrat – zu den in der Entsprechenserklärung vom 03.12.2006 genannten Abweichungen von den Empfehlungen wie folgt Stellung:

Zu Ziffer 3.8: Kein Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung

Von der Vereinbarung eines Selbstbehalts wurde abgesehen, da gegenwärtig keine allgemein anerkannten Grundsätze für die Angemessenheit eines solchen Selbstbehalts vorliegen. Zudem hätte ein Selbstbehalt keine Prämienreduzierung zur Folge.

Zu Ziffer 5.3.1 und Ziffer 5.3.2: Keine Einrichtung von Ausschüssen, insbesondere keine Einrichtung eines Prüfungsausschusses durch den Aufsichtsrat

Die Notwendigkeit der Bildung von Ausschüssen, insbesondere aber eines Prüfungsausschusses, wird vom Aufsichtsrat als nicht vordringlich angesehen. Aufgrund der spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der geringen Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder können die solchen Ausschüssen übertragbaren Aufgaben vom Aufsichtsrat selbst effizienter wahrgenommen werden. Die zukünftige Einrichtung von Ausschüssen des Aufsichtsrates wird jedoch unter Effizienzgesichtspunkten regelmäßig einer erneuten Betrachtung unterzogen.

Zu Ziffer 5.4.7: Keine erfolgsorientierte Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrates

Vorstand und Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass eine an den Unternehmenserfolg gekoppelte Vergütung der gesetzlich vorgesehenen Funktion des Aufsichtsrates als unabhängiges Überwachungsorgan und der damit notwendig einhergehenden Interessensneutralität nicht gerecht wird.

Vergütungsbericht

(Siehe Konzernlagebericht auf den Seiten 32 bis 34)

Bericht des Aufsichtsrates

Überwachung der Tätigkeit und Beratung des Vorstandes

Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2006 über den Geschäftsverlauf und die Geschäftspolitik, die Planung sowie das Risikomanagement der Eckert & Ziegler Strahlenund Medizintechnik AG und deren Beteiligungen regelmäßig und umfassend vom Vorstand informiert worden. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.

Insgesamt fanden im Berichtszeitraum fünf Sitzungen des Aufsichtsrates statt. Außerhalb der Sitzungszeiten hat der Vorstand den Aufsichtsrat zeitnah zu aktuellen Themen informiert und konsultiert. In regelmäßigen Einzelgesprächen setzte der Vorstandsvorsitzende den Vorsitzenden des Aufsichtsrates über wichtige Entwicklungen und anstehende Entscheidungen in Kenntnis. Ausschüsse des Aufsichtsrates bestanden im Berichtszeitraum nicht.

Genehmigungen von Beschlussvorlagen des Vorstandes erfolgten nach Prüfung umfangreicher Unterlagen sowie intensiver Erörterung mit dem Vorstand.

Im Vordergrund der Beratungen des Aufsichtsrates standen folgende Schwerpunktthemen:

  • Neustrukturierung der Unternehmensgruppe
  • Wachstumsstrategien im Bereich Radiopharmazie
  • Übernahme des Zyklotron-Betriebs der Charité Universitätsmedizin Berlin
  • Beendigung des Engagements bei der Altmann Therapie GmbH & Co. KG
  • Verkauf des Geschäftsbereichs Blutbestrahlungsanlagen

Prüfung des Jahresabschlusses 2006

Der vorliegende Jahresabschluss der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, der Konzernabschluss der Eckert & Ziegler Gruppe, der Lagebericht für die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG und der Konzernlagebericht für die Eckert & Ziegler Gruppe sowie der Vorschlag des Vorstandes an die Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns sind dem Aufsichtsrat zusammen mit den Prüfungsberichten des Abschlussprüfers, namentlich der KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, vorgelegt und ausgehändigt worden.

Vertreter des Abschlussprüfers haben an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 26. März 2007 teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung Bericht erstattet. Der Abschlussprüfer hat in seinen Prüfberichten festgestellt, dass alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten worden sind und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Aufsichtsrat hat dieses Ergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.

Nach seinem abschließenden Prüfungsergebnis hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die geprüften Abschlüsse und sonstigen vorgelegten Unterlagen zu erheben. Er billigt hiernach den ihm vorgelegten Jahres- und Konzernabschluss.

Erläuterungen zum Lagebericht

Der Lagebericht enthält Informationen in Bezug auf die Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals, bedeutende Beteiligungen, Stimm- und Kontrollrechte, die Vorschriften über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes, über Satzungsänderungen, die Befugnisse des Vorstandes, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, sowie wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft für den Fall eines Übernahmeangebotes.

Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 3.250.000,00 EUR ist in 3.250.000 Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Den Unternehmensgründern, den Herren Dr. Andreas Eckert und Jürgen Ziegler, steht satzungsgemäß das Recht zu, jeweils ein Mitglied in den Aufsichtsrat zu entsenden.

Herr Dr. Andreas Eckert hält unmittelbar oder mittelbar über die Beteiligungsgesellschaft Eckert Consult Strategieberatung und Kapitalbeteiligungsgesellschaft mbH eine Beteiligung von 37,92 % der Stimmrechte (insgesamt 1.232.456 Aktien).

Bericht des Aufsichtsrates

(Fortsetzung)

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Mai 2006 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 30. Juni 2009 mit Zustimmung des Aufsichtsrates um bis zu insgesamt 1.625.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.625.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).

Der Vorstand wurde weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates eine in der Satzung vorgesehene bedingte Kapitalerhöhung um bis zu weitere 300.000,00 EUR, eingeteilt in bis zu 300.000 Stückaktien (Bedingtes Kapital), durchzuführen. Das bedingte Kapital kann zur Bedienung von Inhabern von Aktienoptionen, die von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen, ausgenutzt werden.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Mai 2006 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 29. November 2007 eigene Aktien zu anderen Zwecken als dem Wertpapierhandel bis zu einem Anteil von 10 % am Grundkapital zu erwerben.

Das Unternehmen wird vom Vorstand geleitet und gegenüber Dritten vertreten. Der Vorstand besteht aus einer oder mehreren Personen, die gemäß § 84 Aktiengesetz vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren bestellt werden. Eine wiederholte Bestellung oder eine Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Sie bedarf eines erneuten Aufsichtsratsbeschlusses, der frühestens ein Jahr vor Ablauf der bisherigen Amtszeit gefasst werden kann. Der Aufsichtsrat kann Mitglieder des Vorstandes zum Vorsitzenden oder stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes ernennen.

Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstand und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstandes widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Dieser kann beispielsweise in einer groben Pflichtverletzung, der Unfähigkeit zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung oder dem Vertrauensentzug durch die Hauptversammlung liegen.

Die Satzung enthält grundlegende Bestimmungen zur Verfassung der Gesellschaft. Eine Änderung der Satzung kann gemäß § 179 Aktiengesetz grundsätzlich nur durch Beschluss der Hauptversammlung erfolgen, die einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst.

Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen. Weiterhin bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebotes.

Sonstiges

Das Aufsichtsratsmitglied Prof. Dr. Ronald Frohne konnte im Geschäftsjahr 2006 wegen beruflicher Verpflichtungen im Ausland nur an einer Sitzung teilnehmen.

Der Aufsichtsrat hatte sich außerdem mit einem möglichen Interessenkonflikt eines Aufsichtsratsmitglieds zu befassen. Herr Frank Perschmann teilte dem Aufsichtsrat mit, dass die von ihm als Geschäftsführer vertretene Fa. BBO Datentechnik GmbH, Berlin, mit der Gesellschaft die Eingehung eines Dienstleistungsvertrages über die Anpassung des Buchhaltungssystems beabsichtigt. Der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass die diesem Vertrag zugrundeliegenden Stundensätze marktüblichen Konditionen entsprechen und die Entscheidung für den Zuschlag an die Fa. BBO Datentechnik GmbH nicht durch die Aufsichtsratstätigkeit von Herrn Perschmann motiviert war.

Danksagung

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und der Geschäftsführungen sowie den Mitarbeitern der zur Eckert & Ziegler Gruppe gehörenden Unternehmen für ihr tatkräftiges Engagement und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2006.

Berlin, im März 2007

Der Aufsichtsrat

Prof. Dr. Wolfgang Maennig Vorsitzender

Gewinn- und Verlustrechnungen (Einzelabschlüsse)

der Eckert & Ziegler Aktiengesellschaft für die am 31. Dezember endenden Geschäftsjahre

2006 2005
TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 2.040 648
2. Sonstige betriebliche Erträge 817 550
2.857 1.198
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.380 -1.253
b) Soziale Abgaben -136 -101
– davon für Altersversorgung
TEUR -25 (i.Vj.: TEUR -18)
-1.516 -1.354
4. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen -498 -216
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens,
soweit diese die in der Kapitalgesellschaft
üblichen Abschreibungen überschreiten -778 0
-1.276 -216
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -882 -838
6. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 352 77
7. Erträge aus Beteiligungen 1.512 1.004
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens 384 421
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.419 1.180
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und
auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -361 0
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme -1.077 -724
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -313 -246
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.099 502
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5 -99
15. Jahresüberschuss 1.104 403
16. Auflösung der Rücklage für eigene Anteile 67 107
17. Bilanzgewinn 1.171 510

Bilanzen – Aktiva (Einzelabschlüsse)

der Eckert & Ziegler Aktiengesellschaft zum 31. Dezember

2006 2005
TEUR TEUR
AKTIVA
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzreche und ähnliche Rechte sowie Lizenzen
an solchen Rechten, Software 854 1.348
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18 13
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 11.546 11.886
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.606 5.488
16.152 17.374
Anlagevermögen, gesamt 17.024 18.735
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2 2
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 18.918 12.884
3. Sonstige Vermögensgegenstände 997 1.248
19.917 14.134
II. Wertpapiere
1. Eigene Anteile 366 434
2. Sonstige Wertpapiere 1.038 2.372
1.404 2.806
III. Guthaben bei Kreditinstituten 999 199
Umlaufvermögen, gesamt 22.320 17.139
C. Rechnungsabgrenzungsposten 26 9
D. Latente Steuern 87 82
Aktiva, gesamt 39.457 35.965

Bilanzen – Passiva (Einzelabschlüsse)

der Eckert & Ziegler Aktiengesellschaft zum 31. Dezember

2006 2005
TEUR TEUR
PASSIVA
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.250 3.250
Nennbetrag des bedingten Kapitals TEUR 300
II. Kapitalrücklage 27.166 27.166
III. Andere Gewinnrücklagen
1. Rücklage für eigene Anteile 366 434
2. Andere Gewinnrücklagen 684 643
1.050 1.077
IV. Bilanzgewinn 1.171 510
Eigenkapital, gesamt 32.637 32.003
B. Sonderposten gemäß §§ 2 bis 4 FördergebietsG 206 254
C. Rückstellungen
1. Pensionsrückstellungen 335 311
2. Sonstige Rückstellungen 550 496
885 807
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.000 700
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27 76
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.521 33
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.181 2.092
(davon aus Steuern TEUR 57; Vorjahr TEUR 72)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 0; Vorjahr TEUR 13)
Verbindlichkeiten, gesamt 5.729 2.901
Passiva, gesamt 39.457 35.965

82 Eckert & Ziegler . Geschäftsbericht 2006

Entwicklung des Konzernanlagevermögens

vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2006 (zu Punkt 55 auf Seite 72)

Anlagenspiegel zum 31.12.2006
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abgang aus
Stand Um- Währungs- Entkon- Stand
01.01.2006 Zugänge Abgänge buchungen umrechnung solidierung 31.12.2006
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Anlagevermögen
I.
Immaterielle
Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- und Firmenwerte 12.512 35 0 0 -1.133 0 11.414
2. Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und Lizenzen 11.177 1.828 203 292 -571 11 12.512
3. Geleistete Anzahlungen
auf Immaterielle
Vermögensgegenstände 151 0 0 -150 0 0 1
23.840 1.863 203 142 -1.704 11 23.927
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden
Grundstücken 9.426 124 285 -1 -336 884 8.044
2. Technische Anlagen
und Maschinen 21.409 1.196 1.487 453 -338 0 21.233
3. Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung 3.883 305 708 -140 -99 632 2.609
4. Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau 771 673 12 -453 -45 0 934
5. Asset Retirement Obligation 1.925 9 262 0 -60 0 1.612
37.414 2.307 2.754 -141 -878 1.516 34.432
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 68 15 0 0 0 0 83
2. Sonstige Finanzanlagen 53 0 0 0 -5 0 48
121 15 0 0 -5 0 131
61.375 4.185 2.957 1 -2.587 1.527 58.490
Restbuchwerte Abschreibungen
Anpassung
Restbuchwert
Abgang aus Asset
Stand Stand Entkon- Retirement Währungs- Um- Stand
01.01.2006 31.12.2006
TEUR
31.12.2006
TEUR
solidierung
TEUR
TEUR buchungen umrechnung Obligation
TEUR
TEUR Abgänge
TEUR
Zugänge
TEUR
01.01.2006
TEUR
11.681 641 0 0 -190 0 0 0 831
6.844 5.301 11 0 -269 141 202 1.309 4.333
151 0 0 0 0 0 0 0 0
18.676 5.942 11 0 -459 141 202 1.309 5.164
7.182 2.072 284 0 -89 0 181 382 2.244
8.760 13.447 0 0 -233 0 1.432 2.463 12.649
814 2.010 537 0 -82 -141 634 335 3.069
771 0 0 0 0 0 0 0 0
974 983 0 36 -3 0 49 48 951
18.501 18.512 821 36 -407 -141 2.296 3.228 18.913
68 9 0 0 0 0 0 9 0
53 0 0 0 0 0 0 0 0
121 9 0 0 0 0 0 9 0
37.298 24.463 832 36 -866 0 2.498 4.546 24.077

Glossar

Afterloading-Therapie

Kurzzeitige Bestrahlung zur Krebsbehandlung, bei der eine meist drahtgebundene radioaktive Quelle mit Hilfe eines elektrischen Antriebes über einen schlauchartigen Katheter bzw. Hohlnadeln in das Tumor-Zielvolumen für kurze Zeit eingebracht wird. In der Regel sind mehrere Sitzungen erforderlich.

Augenapplikator

Anatomisch geformte Strahlenquelle zur Strahlentherapie von Augentumoren

Beta-Strahlung

Ionisierende Strahlung, die auf Grund ihrer hohen Energieübertragung zur Bestrahlung von Tumoren eingesetzt wird. Betateilchen haben im Weichteilgewebe ein Durchdringungsvermögen von wenigen Millimetern.

Blutbestrahlungsgerät

Die Blutbestrahlungsanlage BIOBEAM wirkt mittels Gammastrahlen gezielt auf Blut, Blutkomponenten und biologische Materialien. Sie eignet sich insbesondere für den Einsatz in der Immunhämatologie, der Transfusionsmedizin sowie in der radiobiologischen Forschung.

Brachytherapie

Kontakttherapie, meist als radioaktive Bestrahlung mit minimaler Distanz zwischen Strahlenquelle und zu bestrahlendem Gewebe

D&O-Versicherung

(Abgeleitet aus: "directors' and officers' liability insurance"): Haftpflichtversicherung für die Unternehmensleitung, hier: die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder einer Aktiengesellschaft. Sie springt bei Schadensersatzforderungen für den Fall ein, dass die Unternehmensleitung die Sorgfaltspflicht eines ordentlichen und gewissenhaften Kaufmannes verletzt.

Flächenquelle

Strahlenquelle mit ausgedehnter Emissionsfläche (z.B. Perflexion™)

Fluorethylcholin

Neuentwickeltes, hochspezifisches Radiopharmakon zur Diagnose von Prostatakrebs, das in der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) eingesetzt wird.

Gadoliniumquellen

Strahlenquellen mit dem Radionuklid Gd-153 des Elementes Gadolinium. Diese Strahler werden in der Nuklearmedizin (vorwiegend Kardiologie) zur Abschwächungskorrektur bei der Bildgebung eingesetzt.

Gammakamera

Apparat zur bildgebenden Diagnostik in der Nuklearmedizin. Einsatz bei Szintigraphie und SPECT.

Gammastrahlung

Energiereiche elektromagnetische Strahlung, die auf Grund ihrer hohen Durchdringungsfähigkeit vor allem in nuklearmedizinischen Bildgebungsverfahren und in der Strahlentherapie eingesetzt wird.

Implantate

Natürliche oder künstliche Teile zur Einbringung in den Körper (hier synonym mit Seeds verwendet)

Implantation

Einbringen oder Einpflanzen von körperfremden Materialien in den Organismus

Inkontinenz

Unvermögen, Urin und / oder Stuhlgang bewusst und kontrolliert zurückzuhalten

Interstitiell

Im Zwischengewebe (Interstitium) liegend

Ion

Elektrisch geladenes (positiv oder negativ) atomares oder molekulares Teilchen

Iridiumquelle

Iridium-192 ist ein radioaktives Isotop für medizinische Quellen, die sich vor allem dadurch auszeichnen, dass sich eine hohe Dosisleistung auf kleinem Volumen konzentrieren lässt. Derartige Quellen werden daher vor allem als Kurzzeitimplantat im Afterloadingverfahren (Nachladeverfahren) verwendet.

Glossar

Isotop

Atomart eines chemischen Elements mit gleicher Ordnungszahl, aber abweichender Massenzahl. Isotope können stabil sein oder unter Aussendung ionisierender Strahlung zerfallen (radioaktive Isotope).

Jod-125

Radioisotop von Jod; therapeutisch wird die niederenergetische Photonenstrahlung genutzt.

Kalibrierung

Abgleich von Messinstrumenten mit vorgegebenen Standards

Kalibrier-Referenzstrahler

Strahler, die zum Abgleich von Messinstrumenten dienen

Kardiologie

Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit den Ursachen, Auswirkungen und Behandlungsmöglichkeiten von Herzerkrankungen beschäftigt

Katheter

Schlauchförmiges Instrument zum Einführen in Gefäße oder Körperhöhlen

Kobaltquellen (Co-60)

Strahler mit dem Radionuklid Kobalt-60, das sich sehr gut zur Oberflächenbestrahlung von Tumoren eignet. Das Krebsbestrahlungsgerät MultiSource® verwendet Kobalt-60 Quellen.

Minimal invasiv Möglichst schonend, wenig belastend

Nuclear Imaging

Nuklearmedizinische Bildverarbeitung

Nuklearmedizin

Medizinisches Fachgebiet, das sich mit der diagnostischen und therapeutischen Anwendung offener, meist kurzlebiger, Radionuklide befasst

Onkologie

Medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Entstehung und Behandlung von bösartigen Tumoren befasst

PDR (Pulsed dose rate)

"Gepulste Dosisleistung". Hier: Bezeichnung für ein Verfahren im Rahmen der Brachytherapie, bei dem die zu applizierende Strahlendosis innerhalb einer Behandlung in kurzen Intervallen emittiert wird.

Permanentimplantate

Implantate, die zum dauernden Verbleib im Organismus/ Körper bestimmt sind

PET-Scanner

Gerät zur Positronen-Emissions-Tomographie (PET), einem speziellen Aufnahmeverfahren in der Nuklearmedizin

PET-Tracer

Radioaktiv markierte Substanzen zum Einbringen in lebende Organismen zur Krebsdiagnose im Rahmen von PET-Untersuchungen

Photon

Winziges Energiepaket, auch "Lichtteilchen" genannt.

Positron

Elementarteilchen mit der Masse eines Elektrons, aber mit positiver Ladung.

Positronen-Emissions-Tomographie (PET)

Nuklearmedizinische Untersuchung zur Erstellung von Schnittbildern unter Nutzung der beim Positronenzerfall entstehenden Photonen

Prostata

Vorsteherdrüse. Kastaniengroßes Organ, das den Anfangsteil der männlichen Harnröhre umgibt

Radioaktivität

Eigenschaft instabiler Nuklide, spontan oder unter Umwandlung des Atomkerns Teilchen (Alpha- und Betastrahler) oder elektromagnetische Wellen (Gammastrahler) zu emittieren

Radiobiologie

Untersucht biologische Wirkungen ionisierender und nicht ionisierender Strahlung auf Organismen und Zellsysteme

Glossar

Radiochemie Teilgebiet der Kernchemie, das sich mit der Herstellung von Radionukliden beschäftigt

Radiodiagnostika Diagnostische Radiopharmaka. Siehe auch Radiopharmaka

Radiographie "Konventionelles Röntgen"

Radioisotop siehe Radionuklid

Radionuklid Radioaktives Isotop

Radioonkologie

auch: Strahlentherapie. Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Behandlung von bösartigen Tumoren mittels ionisierender Strahlen befasst

Radiopharmaka

Substanzen bzw. Arzneimittel, die auf Basis radioaktiver Nuklide ihre Wirkung entfalten und als Diagnostika oder Therapeutika in der Nuklearmedizin ihre Anwendung finden

Radiopharmazie

Herstellung und Entwicklung von Radiopharmaka

Seed

Von englisch Samenkorn. Kleine, radioisotopenhaltige Metallstiftchen zur interstitiellen Strahlentherapie

SPECT

Abkürzung für: Single-Photon-Emissions-Computer Tomography. Bildgebendens Verfahren in der Nuklearmedizin, wie auch PET.

Strahler

Hier: Vorrichtung, die radioaktive Strahlung aussendet. Manchmal auch "Quelle" genannt.

Synthesemodule

Hier: Bestandteile des modularen Gerätesystems Modular-Lab zur automatisierten Synthese von Radiopharmaka und -chemikalien

Szintigraphie

Bildgebendes nuklearmedizinisches Verfahren, welches meist unter Verwendung von Gammastrahlern zur Funktionsdiagnostik eingesetzt wird

Szintillator

Fluoreszierendes Material zum Nachweis geladener Teilchen und Gammastrahlen

Therapy Accessories

Microprozessorgesteuerte Geräte, die bei Therapien zum Einsatz kommen, die unter Verwendung von radioaktivem Material durchgeführt werden, z. B. Block- und Kompensatorschneidegeräte sowie Schmelztiegel

Zyklotron

Kreisrunder Teilchenbeschleuniger zur Erzeugung radioaktiver Substanzen

Aktien und Aktienoptionen

Vorstand und Aufsichtsrat 31.12.2006

Aktien Aktienoptionen Transaktionen gem. § 15a WpHG
Dr. Andreas Eckert Vorstand 2.010 18.500 siehe Vergütungsbericht
(Eckert Consult GmbH) (1.230.446) (0) siehe Vergütungsbericht
Dr. Andreas Hey Vorstand 0 6.000
Dr. Edgar Löffler Vorstand 10.250 22.000
Prof. Dr. Wolfgang Maennig Aufsichtsrat 0 0
Ralf Hennig Aufsichtsrat 141 0
Prof. Dr. Ronald Frohne Aufsichtsrat 0 0 siehe Vergütungsbericht
Prof. Dr. Nikolaus Fuchs Aufsichtsrat 0 0
Hans-Jörg Hinke Aufsichtsrat 0 0
Frank Perschmann Aufsichtsrat 1.000 0

88 Eckert & Ziegler . Geschäftsbericht 2006

Beteiligungen

Stand 31. Dezember 2006

n Segment Therapie

n Segment Nuklearmedizin und Industrie

n Segment Radiopharmazie

Finanzkalender

29.03.2007 Geschäftsbericht 2006

29.03.2007 Bilanzpressekonferenz in Berlin

17.04.2007 Medtech Day in Frankfurt

08.05.2007 Quartalsbericht I/2007

12.06.2007 Hauptversammlung in Berlin

07.08.2007 Quartalsbericht II/2007

06.11.2007 Quartalsbericht III/2007

November 2007 Eigenkapitalforum in Frankfurt

Impressum

Herausgeber Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin

Freie Mitarbeit Michael A. Walter

Fotos Ralf Grömminger, Kornwestheim Tomas Lisy, Prag Tobias Schneider, Berlin Mechthild Wilhelmi, Berlin Archiv

Layout RWS Group GmbH, Berlin

Druck Stock Printservice, Berlin

Kontakt

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG

Karolin Riehle Investor Relations

Robert-Rössle-Str. 10 13125 Berlin www.ezag.de

Telephone +49 (0) 30 94 10 84 - 0 Telefax +49 (0) 30 94 10 84 - 112 E-mail [email protected]

ISIN DE0005659700 WKN 565 970

Eckert & Ziegler . Geschäftsbericht 2006

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