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VERBIO Vereinigte BioEnergie AG

Annual Report Mar 29, 2007

464_10-k_2007-03-29_cbce2685-3b54-482b-b7ca-6759945772e4.pdf

Annual Report

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GES
CH
ÄF
TS
BE
RICH
T
2006
V
E
RBIO Vereinigte BioEnergie AG

Unternehmenskennzahlen

ERTRAGSLAGE

IN MIO. EUR 01.01. – 31.12.20061 01.01. – 31.12.20052 VERÄNDERUNG ABSOLUT VERÄNDERUNG IN %
Umsatz 446,2 284,6 + 161,6 + 56,8
Materialaufwand 364,0 238,7
Materialaufwandsquote 81,4 % 83,9 %
EBITDA (vor Sondereinflüssen) 72,1 37,7 + 34,4 + 91,2
EBITDA-Marge (vor Sondereinflüssen) 16,2 % 13,2 %
Sondereinflüsse 5,0 0,0
EBITDA 67,1 37,7 + 29,4 + 78,0
EBITDA-Marge 15,0 % 13,2 %
EBIT (vor Sondereinflüssen) 55,5 25,0 + 30,5 + 122,0
EBIT-Marge (vor Sondereinflüssen) 12,4 % 8,8 %
Sondereinflüsse 11,4 1,1
EBIT 44,1 23,9 + 20,2 + 84,5
EBIT-Marge 9,9 % 8,4 %
Finanzergebnis - 5,3 - 6,1
Ergebnis vor Steuern 38,8 17,8 + 21,0 + 118,0
Konzernergebnis 26,6 11,6 + 15,0 + 129,3

FINANZLAGE

Operativer Cash Flow 18,4 18,4
Nettofinanzverschuldung 82,6 k. A.
Investitionen in Sachanlagen 34,3 23,5

VERMÖGENSLAGE ( zum Stichtag 31.12.20061

und 30.06.2006 )

Bilanzsumme 771,4 559,4
Eigenkapital 563,6 370,8
Eigenkapitalquote 73,1 % 66,3 %

KENNZAHLEN JE AKTIE

Ergebnis je Aktie (unverwässert) 0,42 0,23
Ergebnis je Aktie (verwässert) 0,42 0,23
Operativer Cash Flow je Aktie 0,29 0,37
Anzahl Aktien in Mio. Stück 63,0 50,0

1 IFRS - Konzernjahresabschluss Rumpfgeschäftsjahr 2006 kumuliert mit IFRS- Konzern - Pro forma - Finanzinformationen 01.01. – 30.06.2006

2 IFRS - Konzern - Pro forma - Finanzinformationen für den Zeitraum 01.01. - 31.12.2005

SEGMENTUMSÄTZE

IN MIO. EUR 01.01. – 31.12.20061 01.01. – 31.12.20052 VERÄNDERUNG ABSOLUT VERÄNDERUNG IN %
Biodiesel 302,0 205,8 + 96,2 + 46,8
Bioethanol 123,2 55,7 + 67,5 + 121,2
Energie 18,0 18,9 - 0,9 - 4,8
Übriges 3,0 4,2 - 1,2 - 28,6
Konzern 446,2 284,6 + 161,6 + 56,8

SEGMENT-EBIT

BIODIESEL
EBIT (vor Sondereinflüssen) 45,7 36,2 + 9,5 + 26,3
EBIT-Marge (vor Sondereinflüssen) 15,1 % 17,6 %
Sondereinflüsse 4,7 1,1
EBIT 41,0 35,1 + 5,9 + 16,9
EBIT-Marge 13,6 % 17,1 %
BIOETHANOL
EBIT (vor Sondereinflüssen) 8,7 - 12,1 + 20,8 + 171,9
EBIT-Marge (vor Sondereinflüssen) 7,1 % k. A.
Sondereinflüsse 6,7 0,0
EBIT 2,0 - 12,1 + 14,1 + 116,5
EBIT-Marge 1,6 % k. A.
ENERGIE
EBIT 2,8 2,2
EBIT-Marge 15,6 % 11,6 %
ÜBRIGES
EBIT - 1,7 - 1,3
EBIT-Marge k. A. k. A.
MITARBEITER
ARBEITNEHMER ZUM STICHTAG 31.12.20061
Gewerbliche Mitarbeiter 207
Angestellte Mitarbeiter 96
Insgesamt 303

1 IFRS - Konzernjahresabschluss Rumpfgeschäftsjahr 2006 kumuliert mit IFRS- Konzern - Pro forma - Finanzinformationen 01.01. – 30.06.2006

2 IFRS - Konzern - Pro forma - Finanzinformationen für den Zeitraum 01.01. - 31.12.2005

SEGMENTUMSÄTZE

IN MIO. EUR 01.01. – 31.12.20061 01.01. – 31.12.20052 VERÄNDERUNG ABSOLUT VERÄNDERUNG IN %
Biodiesel 302,0 205,8 + 96,2 + 46,8
Bioethanol 123,2 55,7 + 67,5 + 121,2
Energie 18,0 18,9 - 0,9 - 4,8
Übriges 3,0 4,2 - 1,2 - 28,6
Konzern 446,2 284,6 + 161,6 + 56,8

SEGMENT-EBIT

BIODIESEL
EBIT (vor Sondereinflüssen) 45,7 36,2 + 9,5 + 26,3
EBIT-Marge (vor Sondereinflüssen) 15,1 % 17,6 %
Sondereinflüsse 4,7 1,1
EBIT 41,0 35,1 + 5,9 + 16,9
EBIT-Marge 13,6 % 17,1 %
BIOETHANOL
EBIT (vor Sondereinflüssen) 8,7 - 12,1 + 20,8 + 171,9
EBIT-Marge (vor Sondereinflüssen) 7,1 % k. A.
Sondereinflüsse 6,7 0,0
EBIT 2,0 - 12,1 + 14,1 + 116,5
EBIT-Marge 1,6 % k. A.
ENERGIE
EBIT 2,8 2,2
EBIT-Marge 15,6 % 11,6 %
ÜBRIGES
EBIT - 1,7 - 1,3
EBIT-Marge k. A. k. A.
MITARBEITER
ARBEITNEHMER ZUM STICHTAG 31.12.20061
Gewerbliche Mitarbeiter 207
Angestellte Mitarbeiter 96
Insgesamt 303

1 IFRS - Konzernjahresabschluss Rumpfgeschäftsjahr 2006 kumuliert mit IFRS- Konzern - Pro forma - Finanzinformationen 01.01. – 30.06.2006

2 IFRS - Konzern - Pro forma - Finanzinformationen für den Zeitraum 01.01. - 31.12.2005

"Wir haben unsere operativen Ziele in 2006 voll erreicht. Als Technologie- und Kostenführer werden wir uns auch 2007 in einem schwierigeren Marktumfeld behaupten. Im europäischen Biokraftstoffmarkt sind wir gut positioniert und werden überdurchschnittlich am langfristigen Wachstumstrend partizipieren."

002 DIE VERBIO AG

  • Vorwort des Vorstands
  • Bericht des Aufsichtsrats
  • VERBIO Die Biokraftstoffaktie
  • Der Vorstand im Dialog
  • Der Biokraftstoffmarkt
  • Biodiesel bei VERBIO
  • Bioethanol bei VERBIO

029 KONZERNLAGEBERICHT

050 KONZERNABSCHLUSS

  • Konzern Gewinn- und Verlustrechnung
  • Konzern bilanz
  • Konzern Kapitalflussrechnung
  • Konzern Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • Konzernanhang
  • Bestätigungsvermerk
  • Corporate Governance Bericht
  • Organe
  • Glossar

Unternehmenskennzahlen (Quartale) Finanzkalender, Kontakt, Impressum

Sehr geehrte Aktionäre, liebe Mitarbeiter und Freunde der VERBIO,

mit der Gründung der verbio ag und mit unserem Börsengang im Oktober haben wir im vergangenen Jahr die Strukturen für nachhaltiges und langfristiges Wachstum geschaffen. Der Zugang zum Kapitalmarkt sichert uns jetzt und in Zukunft die finanzielle Flexibilität und die nötige Finanzkraft für unsere Expansionsstrategie und den geplanten Ausbau unserer Produktion. Wir wollen in den nächsten drei Jahren 300 bis 400 Mio eur investieren um unsere Position als führender Anbieter von Biokraftstoffen in Europa weiter auszubauen. Gleichzeitig arbeiten wir intensiv an der weiteren Verbesserung unserer Technologien und der Entwicklung neuer Verfahren: Wir sind Technologieführer in Europa und wir unternehmen große Anstrengungen, damit das auch so bleibt. Unser Ziel ist es, die Kraftstoffgesellschaft des 21. Jahrhunderts zu werden.

Derzeit planen wir den Bau einer neuen Bioethanolanlage mit einer Jahreskapazität von 200.000 Tonnen an einem Standort an der Ostsee. Der logistische Vorteil eines solchen Standorts liegt auf der Hand : Ein großer Teil des benötigten Getreides kann aus dem Hinterland bezogen werden, und via Schiff bestehen zusätzlich beste Exportmöglichkeiten nach Skandinavien. Weitere Standorte für unsere Expansion im Bereich Bioethanol sehen wir in Osteuropa, da hier die Sicherung der Rohstoffversorgung ohne großen Transportaufwand gegeben ist. Für Biodiesel sehen wir aufgrund der guten Absatzmöglichkeiten Potential vor allem im südwestlichen Europa.

In 2006 haben wir unsere operativen Ziele voll erreicht. Umsatz und Ergebnis haben sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Auch unsere Rentabilität hat sich im Gesamtjahr 2006 weiter verbessert : Unsere EBIT - Marge vor Sondereinflüssen betrug 12,4 % ( 2005 : 8,8 % ), nach Sondereinflüssen 9,9 Prozent ( 2005 : 8,4 % ).

Allerdings konnten wir im zweiten Kalenderhalbjahr im Bereich Biodiesel nicht mehr an die sehr hohen Margen des ersten Halbjahres anknüpfen. Der Mineralölpreis fiel ab August 2006 von 78 usd pro Barrel auf rund 50 usd pro Barrel, die Pflanzenölpreise blieben auf ihrem hohen Niveau und gleichzeitig wurde für Biodiesel die Steuerbegünstigung aufgehoben. Belastende Faktoren, die unsere EBIT - Marge vor Sondereinflüssen von 18,8 % im ersten Halbjahr auf 11,3 % im zweiten Halbjahr sinken ließ.

Das Bioethanolgeschäft entwickelte sich in 2006 sehr erfreulich, im Mai 2006 haben wir die zweite Produktionslinie den nbe in Schwedt in Betrieb genommen. Zum Jahresende liefen die Anlagen auf Volllast. Der Bioethanolumsatz war im 2. Kalenderhalbjahr doppelt so hoch wie im ersten Halbjahr, die EBIT - Marge vor Sondereinflüsse stieg trotz hoher Getreidewpreise von 5,1 % auf 8,0 %.

Für 2007 rechnen wir mit einem zunächst anhaltend schwierigen Marktumfeld. Das Biodieselgeschäft ist wegen des hohen Rapsölpreises und der Besteuerung unter Druck. Sollte der deutsche Gesetzgeber an seiner Besteuerung von reinem Biodiesel festhalten, wird das B 100 - Geschäft ab 2008 kaum mehr rentabel betrieben werden können. Das Ethanolgeschäft leidet derzeit unter der sehr zögerlichen Erfüllung der Beimischungspflicht, eventuell mit verursacht durch die volle Besteuerung des Ethanolanteils im Benzin, was die Beimischung für die Mineralölgesellschaften unattraktiv macht. Sollten die Getreidepreise so hoch bleiben, wie sie derzeit noch sind, wird sich dies negativ auf unser Ethanolergebnis auswirken.

d r .- i n g. g e o r g p o l l e r t Vorstand Produktion und Technik

d r . r e r . p o l . h e r b e r t b ä s c h Vorstand Finanzen

2007 wird also ein schwieriges Jahr, wobei es Anzeichen gibt, dass sich voraussichtlich ab dem zweiten Halbjahr aufgrund sinkender Rohstoffpreise die Situation etwas entspannen könnte. Eine echte Trendwende erwarten wir jedoch erst für 2008.

Dennoch sind wir sicher, dass der langfristige Wachstumstrend im Biokraftstoffmarkt in Europa völlig intakt ist. Wir bewegen uns in einem Markt mit enormem Potential. Durch die Selbstverpflichtung der EU, bis 2020 mindestens zehn Prozent des Kraftstoffverbrauchs durch CO2 - neutrale Biokraftstoffe abzudecken, gewinnt der Markt deutlich an Fahrt. Deutschland will die Vorgaben der EU - Biokraftstoffrichtlinie sogar noch übertreffen und bereits in 2015 einen Biokraftstoffanteil von 8 % erreichen. Auf dieser Grundlage rechnen wir damit, dass der europäische Markt für Biodiesel bis 2010 jährlich um mindestens 25 %, der Markt für Bioethanol um mindestens 20 % wachsen wird. Als europäischer Technologieund Kostenführer werden wir am Wachstum in beiden Segmenten überdurchschnittlich partizipieren. Gerade auch angesichts der dramatischen Veränderungen des Weltklimas ist der eingeschlagene, ökologisch und ökonomisch sinnvolle Weg unumkehrbar.

Zörbig, im März 2007

claus sauter Vorstandsvorsitzender

Bericht des Aufsichtsrats

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,

die verbio Vereinigte BioEnergie AG wurde am 19. Mai 2006 gegründet. Das Geschäftsjahr der verbio ag lief bei Gründung der Gesellschaft vom 1. Juli eines Kalenderjahres bis zum 30. Juni des folgenden Kalenderjahres. Die Hauptversammlung vom 23. August 2006 beschloss die Änderung des Geschäftsjahres. Mit Eintragung dieser Satzungsänderung am 29. August 2006 entspricht das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr. Damit ist das Berichtsjahr, in dem wir als Aufsichtsrat die uns nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen haben, das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2006 bis zum 31. Dezember 2006.

Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Dies betraf insbesondere alle Entscheidungen im Zusammenhang mit der Vorbereitung und der Durchführung des im Oktober 2006 erfolgten Börsengangs des Unternehmens.

Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über den Gang der Geschäfte, die Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage und über das Risikomanagement. Ebenso informierte er uns über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns und stimmte diese mit uns ab. Abweichungen in der Geschäftsentwicklung von den Plänen und Zielen wurden uns detailliert erläutert. Über alle bedeutenden Geschäfts-

vorgänge wurden wir vom Vorstand informiert. Von unseren Prüfungsrechten nach § 111 Abs. 2 AktG haben wir keinen Gebrauch gemacht, da aufgrund der Berichterstattung durch den Vorstand hierzu keine Veranlassung bestand.

Auf Grundlage der Berichte und Beschlussvorschläge des Vorstands hat der Aufsichtsrat, soweit dies nach Gesetz und Satzung erforderlich war, nach gründlicher Prüfung entsprechende Beschlüsse gefasst. Im Umlaufverfahren wurden keine Beschlüsse gefasst. Ich selbst stand außerhalb der Aufsichtsratssitzungen mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt, so dass Ereignisse von besonderer Bedeutung ohne Zeitverzug erörtert werden konnten.

Im Rumpfgeschäftsjahr 1. Juli 2006 bis 31. Dezember 2006 haben 3 Aufsichtsratssitzungen stattgefunden.

Dem Aufsichtsrat der verbio ag gehören drei Personen an. Zu Beginn seiner Tätigkeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben, in der seine Aufgaben und Befugnisse geregelt sind. Eine Bildung von Ausschüssen hat der Aufsichtsrat aufgrund der Zahl der Aufsichtsratsmitglieder nicht vorgesehen und sieht dies auch nicht für notwendig an. Die Mitglieder des Aufsichtsrats besitzen die für die Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen. Es wurde ein Ersatzmitglied bestimmt.

VERÄNDERUNGEN IM AUFSICHTSRAT UND VORSTAND

Im Rumpfgeschäftsjahr 1. Juli 2006 bis 31. Dezember 2006 gab es eine personelle Veränderung im Aufsichtsrat. Alois Sauter ist am 23. August 2006 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Alexander von Witzleben ist seit 23. August 2006

Mitglied des Aufsichtsrats und stellvertretender Vorsitzender. Als Ersatzmitglied bestimmt ist Dr. Claus Meyer Wulf.

Im Vorstand haben sich im Berichtszeitraum keine personellen Änderungen ergeben.

CORPORATE GOVERNANCE

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der verbio ag unterstützen die Initiative der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex, in einem Kodex die wesentlichen gesetzlichen Vorschriften zur Leitung und Überwachung von börsennotierten Gesellschaften sowie die international und national anerkannten Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung zusammenzufassen, ebenso wie die einmal jährlich vor dem Hintergrund nationaler und internationaler Entwicklungen stattfindende Überprüfung und entsprechende Anpassung bei Bedarf. Damit wird das deutsche Corporate Governance System transparent und nachvollziehbar.

Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz für das Rumpfgeschäftsjahr 2006 haben der Vorstand und der Aufsichtsrat in ihrer Sitzung am 2. März 2007 abgegeben. Die verbio ag entspricht bis auf eine Ausnahme – keine Ausschüsse zu bilden – vollständig den Empfehlungen der ab 24. Juli 2006 gültigen Fassung des Kodex vom 12. Juni 2006. Die Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite der verbio ag veröffentlicht.

ANGABEN NACH § 315 ABS. 4 HGB BZW. § 289 ABS. 4 HGB

Das gezeichnete Kapital der verbio Vereinigte BioEnergie AG besteht aus 63.000.000 Stück nennwertlosen Inhaberaktien. Direkt beteiligt an der verbio mit einem Anteil größer 10 % am Grundkapital sind die Gründungsaktionäre der verbio ag. Sie halten insgesamt 71,11 %. Es gibt eine Stimmrechtsbindung zwischen den Gründungsaktionären. Es bestand 2006 eine Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien. Die Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder entspricht den gesetzlichen Regeln. Entschädigungsvereinbarungen im Falle eines Kontrollwechsels infolge einer Übernahme bestehen weder gegenüber dem Vorstand noch gegenüber Arbeitnehmern.

JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSPRÜFUNG

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht der verbio ag für das Rumpfgeschäftsjahr 01. Juli 2006 bis 31. Dezember 2006 und der Konzernabschluss und Konzernlagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr 01. Juli 2006 bis 31. Dezember 2006 sind unter Einbeziehung der Buchführung von der KPMG Deutsche Treuhand - Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Leipzig, geprüft worden. Die Abschlussprüfer haben den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk sowohl für den Jahresabschluss der verbio ag als auch für den auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellten Konzernabschluss erteilt.

Die Berichte, weitere Prüfungsberichte und die Abschlussunterlagen wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt und in der Sitzung des Aufsichtsrats am 22. März 2007 ausführlich diskutiert. Diese Sitzung fand unter Beisein der Abschlussprüfer statt, die über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen berichteten. Dabei standen sie dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung.

Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der verbio ag und des Konzernabschlusses, des Konzernlageberichts und des Abhängigkeitsberichts haben wir dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt. Damit sind der vom Vorstand aufgestellte AGund Konzernabschluss sowie der Lage- und Konzernlagebericht gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt und zur Veröffentlichung freigegeben. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns haben wir zugestimmt. Es wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn des Rumpfgeschäftsjahres 1. Juli 2006 bis 31. Dezember 2006 in Höhe von 7.819.650,85 eur auf neue Rechnung vorzutragen.

Wir danken den Vorständen für die gute Zusammenarbeit und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die geleistete Arbeit und ihren engagierten Einsatz.

Hamburg, den 22. März 2007 Für den Aufsichtsrat

prof. dr. fritz vahrenholt Vorsitzender des Aufsichtsrats

VERBIO – Die Biokraftstoffaktie

2006 WAR EIN SPANNENDES BÖRSENJAHR – EXPERTEN PROGNOSTIZIEREN DIES AUCH FÜR 2007

Seit 2003 steigen die Kurse an den Börsen wieder. Die Akteure auf dem deutschen Aktienmarkt blicken auf ein erfreuliches Börsenjahr 2006 zurück. So waren die deutschen Aktienindizes in 2006 insbesondere dank eines wirtschaftlich starken zweiten Halbjahres deutlich im Plus. Der deutsche Leitindex DAX 30 schloss am letzten Handelstag des Jahres 2006 ( 29. Dezember 2006 ) mit 6.597 Punkten und erreichte damit den höchsten Jahresendstand seit 1999. Für 2006 entspricht dies einem Wertzuwachs von 22 %. Anfang 2006 unterstützten

vor allem optimistische Konjunkturerwartungen die Kursentwicklung. Zwischen Mai und Juni kam es zu Gewinnmitnahmen seitens der Anleger, verursacht einerseits durch die Zinsanhebungen der US - Notenbank und andererseits aus Angst vor einer Überhitzung des Marktes. Somit hatte Ende Juni der DAX seine ganzen Gewinne wieder abgegeben. Zum zweiten Aufschwung holte der DAX aus, als sich im August abzeichnete, dass der Libanon - Konflikt sich abschwächte und damit die massiv gestiegenen Rohölpreise wieder sanken. Gute Konjunkturdaten und steigende Unternehmensgewinne förderten den Anstieg, der sich bis Ende Februar 2007 fort-

KURSENTWICKLUNG ( vom 16. 10. 2006 bis 15. 03. 2007 )

VERBIO indexiert

KENNZAHLEN DER AKTIE

0,13
0,07
15,44
12,60
13,70
863,1
28,9 %
63,0

ABB. 2

Quelle : Deutsche Börse AG; Stand : 15.03.2007 1 Xetra Schlusskurse 2 Basis Kurs Jahresende

setzte – der DAX knackte am 26. Februar 2007 die 7.000 - Punkte-Marke. Innerhalb der darauf folgenden vier Tage verlor der deutsche Leitindex aufgrund von Kurseinbrüchen an den asiatischen Börsen mehr als 400 Punkte. Diese Volatilität bestätigt die Prognosen der Experten, die für 2007 zwar steigende Kurse, aber auch einen deutlich volatileren Markt voraussagen.

ERFOLGREICHER BÖRSENGANG UNTER NICHT GANZ EINFACHEN VORZEICHEN

Die verbio ist im Oktober 2006 an die Börse gegangen und – wie sich herausstellte – zu einer Zeit, zu der auch andere Unternehmen aus der Branche einen Börsengang geplant hatten. Die potentiellen Investoren und auch die Öffentlichkeit sahen sich also einem breiten Angebot von Biokraftstoffherstellern gegenüber. Hinzu kam, dass nicht nur Biodieselproduzenten ihr Börsendebüt gaben, sondern auch Anbieter von Bioethanol, einem erst im Entstehen befindlichen Kraftstoffmarkt in Deutschland und in den meisten Ländern Europas.

verbio stieß bei den Investoren insbesondere als Anbieter beider Kraftstoffkomponenten auf großes Interesse. Die Aktie war, nachdem verbio die Preisspanne gesenkt hatte, mehrfach überzeichnet, auch der Greenshoe wurde bereits am vierten Handelstag gezogen. Der Platzierungspreis betrug 14,50 eur, die Erstnotierung ( oder Erstnotiz ) lag bei 15,00 eur.

Die Besteuerung von Biodiesel seit August 2006 und Bioethanol ab Januar 2007, der gleichzeitig stark gesunkene Mineralölpreis und die Diskussion über Überkapazitäten und Preisdruck im Biodieselgeschäft in Deutschland belasteten die Kurse der Biokraftstoffhersteller seit Ende des Jahres 2006.

AKTIVE INVESTOR RELATIONS-ARBEIT

Wir haben seit dem Börsengang eine Vielzahl von Einzelgesprächen mit Investoren und Analysten geführt. Wichtiges Thema in den Gesprächen ist die Darstellung der Chancen und Risiken im Biokraftstoffmarkt. Dabei sind die Abhängigkeiten im Biodiesel- und Bioethanolgeschäft unterschiedlich einzuschätzen und zu bewerten. Dies gilt sowohl für die Einkaufs- wie auch für die Verkaufsseite, aber auch die aktuellen energiepolitischen und regulatorischen Themen spielen eine Rolle.

Alle vier Konsortialbanken haben die Coverage der verbio aufgenommen, hinzugekommen sind bis Ende Februar 2007 zwei weitere Institute : Bankhaus B. Metzler seel. Sohn & Co. KGaA, Frankfurt, und Morgan Stanley & Co. International Ltd., London. Mit weiteren Investmenthäusern, die eine Aufnahme der Coverage erwägen, sind wir im Gespräch.

AKTIONÄRSSTRUKTUR

DATEN DES BÖRSENGANGS

WKN / ISIN A0JL9W / DE000A0JL9W6
Börsenkürzel VBK
Handelsaufnahme 16. Oktober 2006
Angebotene Aktien 18,2 Millionen Stückaktien, davon :
13,0 Millionen Aktien aus Kapitalerhöhung
3,2 Millionen Aktien aus dem Bestand der Altaktionäre
2,0 Millionen Aktien aus dem Bestand der Altaktionäre (Greenshoe)
Angebotsfrist (verlängert) 5. Oktober bis 13. Oktober 2006
Preisspanne 14,00 EUR bis 15,00 EUR
Platzierungspreis 14,50 EUR
Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) ausgeübt am 19. Oktober 2006
Konsortialbanken Credit Suisse Securities (Europe) Limited, London
Dresdner Bank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main
Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart
Sal. Oppenheim jr. & Cie KGaA, Köln

Der Vorstand im Dialog

Wie beurteilen Sie die langfristige Marktentwicklung für Biokraftstoffe in Deutschland und in Europa ? sauter: Sehr positiv! Durch die Selbstverpflichtung der EU, bis 2020 mindestens 10 % ihres Kraftstoffverbrauchs durch CO2 - neutrale Biokraftstoffe abzudecken, gewinnt der Markt deutlich an Fahrt. Deutschland will die Vorgaben der EU - Biokraftstoffrichtlinie sogar noch übertreffen und bereits in 2015 einen Biokraftstoffanteil von 8 % erreichen. Auf dieser Grundlage rechnen wir damit, dass der europäische Markt für Biodiesel bis 2010 jährlich um mindestens 25 %, der Markt für Bioethanol um mindestens 20 % wachsen wird.

Nach einem zwischenzeitlich deutlichen Anstieg des Ölpreises bis August 2006 ist dieser in den letzten Monaten stark gefallen. Hat diese Entwicklung unmittelbaren Einfluss auf Ihr Geschäft ?

bäsch: Ja, denn ein hoher Mineralölpreis bedeutet ein überproportional gutes Ergebnis für uns. Der Preis pro Barrel Rohöl lag im ersten Halbjahr 2006 bei deutlich über 70 usd, unsere EBIT - Marge im Segment Biodiesel bei knapp 19 %. Im dritten und vierten Quartal erreichten wir eine Marge von rund 10 %, der Preis pro Barrel Rohöl lag bei 50 usd. Bei Ethanol gibt es diese Abhängigkeit in Europa noch nicht. Hier sind für die Profitabilität neben den Ethanolpreisen vor allem die Getreidepreise ausschlaggebend. Daher sichern wir uns den Zugriff auf die Getreideernten der Landwirte, indem wir mit ihnen die von der EU bezuschussten Energiepflanzenverträge abschließen.

Der Landwirt hat einen sicheren Abnehmer und wir eine sichere Rohstoffbasis.

Die EU hat mit Initiativen wie der Biokraftstoffrichtlinie oder dem Crop Energy Program attraktive Rahmenbedingungen für den Biokraftstoffmarkt geschaffen. Genügen diese Maßnahmen, um die Nachfrage dauerhaft anzukurbeln ? sauter: Der Ansatz der EU ist richtig. Jetzt müssen wir gemeinsam mit der Politik dafür sorgen, dass die Vorgaben auch umgesetzt werden. Wir sind auf dem richtigen Weg – eine Umkehr ist auch angesichts der dramatischen Veränderung des Weltklimas nicht mehr vorstellbar.

Sie bezeichnen VERBIO als "die Kraftstoffgesellschaft des 21. Jahrhunderts". Haben Sie keine Befürchtungen, dass die bestehenden großen Mineralölgesellschaften eines Tages selbst Biokraftstoffe produzieren ? sauter: Das kann ich mir nicht vorstellen. Die Schwerpunkte der großen Mineralölgesellschaften sind die Exploration und der Vertrieb. Und wir reden hier von völlig anderen Rohstoffen. Im Übrigen sind fast alle großen Mineralölkonzerne unsere Kunden.

Anders als ihre Wettbewerber stellt VERBIO sowohl Biodiesel als auch Bioethanol her – warum ? pollert: Die Entscheidung, beide Kraftstofftypen herzustellen, macht aus unserer Sicht strategisch absolut Sinn. Zum einen benötigen die Mineralölkonzerne – unsere wichtigsten Kunden – zugleich Biodiesel und Bio"Wir sind auf dem richtigen Weg – eine Umkehr ist auch angesichts der dramatischen Veränderung des Weltklimas nicht mehr vorstellbar."

claus sauter

ethanol. Als einziger großindustrieller Anbieter von beiden Biokraftstoffen in Europa erschließen wir somit wichtige Synergiepotentiale für unsere Kunden auf der Vertriebsseite. Zum anderen befinden sich beide Produkttypen in unterschiedlichen Entwicklungsphasen, die sich sehr gut ergänzen : Der Markt für Biodiesel ist schon relativ etabliert, Bioethanol steht noch ganz am Anfang einer positiven Marktentwicklung.

Der Markt für Bioethanol steckt in Deutschland noch ganz am Anfang und schon diskutieren Wissenschaftler über eine neue Generation von Biokraftstoffen, die so genannten BtL ( Biomass to Liquid ). Werden Sie sich auch in diesem Bereich engagieren ?

pollert: Natürlich beobachten wir hier sehr genau die weitere Entwicklung und ob es neue Verfahren geben könnte, die Biokraftstoffe günstiger als in den bestehenden Produktionsprozessen herstellen können. Bisher sehen wir jedoch in den Ergebnissen der getätigten Versuche keine echten Optionen.

Angesichts der steigenden Nachfrage nach Biokraftstoffen in Europa warnen manche Experten schon vor einer drohenden Rohstoffknappheit – wie sichern Sie sich eine ausreichende Versorgung ?

pollert: Indem wir unsere Produktionsprozesse so ausrichten, dass wir verschiedene Rohstoffe einsetzen können. Wir bezeichnen das als unsere Multi - Feedstock - Strategie. Damit sind wir bis zu einem gewissen Grad unabhängig von der Entwicklung auf einzelnen Rohstoffmärkten. In der Biodieselproduktion verwenden wir neben Raps- auch Sojaöl. Wir haben außerdem ein eigenes Verfahren entwickelt, um auch Fettsäuren, die in der Produktion von Biodiesel als Nebenprodukt anfallen, zu normgerechten Biodiesel zu verarbeiten. In unserer Bioethanolproduktion verarbeiten wir Weizen, Roggen, Triticale und Gerste. Anfang Januar 2007 haben wir erfolgreich die Verwendung von Mais getestet.

Stichwort Palmöl : Es gibt vermehrt Diskussionen über die negativen ökologischen Auswirkungen der Palmölproduktion, insbesondere durch die Abholzung von Regenwäldern zur Anlage von Palmölplantagen in Asien – wie stehen Sie dazu ? pollert: Wir sehen diese Problematik durchaus. Es kann und darf nicht sein, dass wir auf unserer Seite der Welt den CO2 - Ausstoß durch den Einsatz von Biokraftstoffen reduzieren und ihn auf der anderen Seite des Globus durch die Abholzung von Tropenwäldern wieder erhöhen. Der Gesetzgeber erwägt für den Import pflanzlicher Öle einen Nachhaltigkeitsnachweis vorzusehen, der sowohl ökologische als auch sozioökonomische Kriterien, wie zum Beispiel die Arbeitsbedingungen auf den Plantagen, berücksichtigt. Damit sind wir auf dem richtigen Weg.

Sie planen den Bau einer neuen Bioethanolanlage an der Ostsee – was macht den Standort für die Produktion von Biokraftstoffen attraktiv ?

sauter: Ein Standort an der Ostsee ist für uns aus zweierlei Gründen attraktiv : Für die geplante Jahreskapazität von

"Zuallererst muss festgestellt werden, dass wir unsere Anlagen selbst bauen. Ziel ist es dabei u. a., den Verbrauch von Energie zu minimieren."

dr. - ing. georg pollert

200.000 Tonnen Ethanol brauchen wir circa 680.000 Tonnen Getreide. Einen großen Teil können wir direkt aus dem Hinterland beziehen, der Rest kommt per Bahn oder per Schiff. Ein eigener Seehafen bietet uns die Möglichkeit, unser Ethanol per Schiff nach Skandinavien zu exportieren.

Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr : Was sind für Sie die größten Herausforderungen in 2007 und wo sehen Sie die größten Chancen für die VERBIO-Gruppe ?

sauter: Mit der Gründung der verbio und dem Börsengang haben wir im vergangenen Jahr die Struktur für nachhaltiges Wachstum geschaffen. Wie beim Börsengang versprochen, gehen wir jetzt daran, unsere Kapazitäten weiter auszubauen, um die enorme Nachfrage nach Biokraftstoffen in Europa befriedigen zu können. Wir wollen bis Ende 2009 rund 300 bis 400 Mio eur in den Bau neuer Anlagen investieren und unsere jährliche Kapazität auf bis zu 1,4 Millionen Tonnen verdoppeln. Gleichzeitig arbeiten wir intensiv an der weiteren Verbesserung unserer Technologien und der Entwicklung neuer Verfahren : Wir sind Technologieführer in Europa, und wir unternehmen große Anstrengungen, damit das auch so bleibt.

Seit Oktober 2006 notiert VERBIO im Prime Standard der Frankfurter Börse. Hat sich Ihr tägliches Geschäft dadurch verändert ?

bäsch: Zunächst einmal sind natürlich die Anforderungen an die Rechnungslegung gestiegen. Darüber hinaus legen wir besonders großen Wert auf eine möglichst transparente

und nachvollziehbare Berichterstattung und eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit unseren Aktionären. Deshalb investieren wir viel Zeit in den Dialog mit Investoren und Analysten, aber auch die Anfragen der Privataktionäre werden schnell und umfassend beantwortet.

Wie beurteilen Sie den Erfolg Ihrer Börseneinführung ? sauter: Der Börsengang war ein sehr wichtiger Schritt zur Sicherung unserer führenden Position in einem Markt mit enormem Wachstumspotential. Der Zugang zum Kapitalmarkt sichert uns die nötige finanzielle Flexibilität und gewährt uns die notwendige Finanzkraft für unsere Expansionsstrategie und den geplanten Ausbau unserer Produktion. Angesichts des eher schwierigen Umfeldes für Neu - Emissionen sind wir mit dem Erfolg unseres IPO durchaus zufrieden. Uns interessiert weniger das kurzfristige Ergebnis als die langfristige und nachhaltige Entwicklung unserer Aktie, in der sich unser geschäftlicher Erfolg in einem überaus viel versprechenden Umfeld widerspiegeln sollte.

Welchen Einfluss hat der stufenweise Abbau der Steuervergünstigung für Biodiesel auf Ihre Rentabilität ? bäsch: Dies hat eindeutig einen negativen Einfluss auf die Rentabilität sowohl im B100- als auch im Beimischungsgeschäft. Und dieser negative Effekt wird leider auch nicht durch die seit Januar 2007 bestehende Beimischungspflicht kompensiert. Es ist zudem zu befürchten, dass ab 2008 das B100- Geschäft nicht mehr rentabel betrieben werden kann, wenn

"Wir legen großen Wert auf eine möglichst transparente und nachvollziehbare Berichterstattung und eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit unseren Aktionären."

dr. rer. pol. herbert bäsch

der deutsche Gesetzgeber an seinen Steuerplänen festhält. Letztendlich ist Ihre Marge doch vom Mineralölpreis und den Rohstoffpreisen abhängig ? Also von Preisentwicklungen, die Sie nicht beeinflussen können. Wie sichern Sie sich bei steigenden Rohstoffpreisen trotzdem ein gutes Ergebnis ? bäsch: Wir optimieren unsere Produktionsprozesse und nutzen unsere Flexibilität beim Einsatz der Rohstoffe maximal aus. Hinzu kommt, dass wir uns auf der Einkaufs- und Verkaufsseite durch einen Operational - Hedge absichern, d. h. wir kaufen die benötigten Rohstoffe nur, wenn wir die dazu passenden Verkaufsverträge haben.

Sie sagen, dass VERBIO in der Biokraftstoffbranche der Technologie- und Kostenführer ist. Was können Sie besser als andere ?

pollert: Zuallererst muss festgestellt werden, dass wir unsere Anlagen selbst bauen. Das heißt nicht, dass wir nicht fertige Standardkomponenten kaufen, aber wie wir sie zum Einsatz bringen und kombinieren ist unser Know - how. Ziel ist es dabei u. a., den Verbrauch von Energie zu minimieren. Um Ethanol herzustellen, nutzen wir zum Beispiel das mit deutlich geringerem Energieverbrauch verbundene Kaltmaischverfahren.

Wie sehen Sie die Ergebnisentwicklung der VERBIO in den nächsten Jahren ? Gehen Sie davon aus, dass der Unternehmenswert nachhaltig gesteigert werden kann ? bäsch: Ich habe einmal gesagt, Biodiesel ist unsere "Cash-Cow" und Bioethanol unser "Rising Star". Dazu stehe ich auch

heute noch. Ich gehe jedoch davon aus, dass sich in 2007 der Biodieselmarkt in Deutschland konsolidieren wird und der Bioethanolmarkt seine Regeln erst noch finden muss. In Deutschland haben wir die Beimischungspflicht, und es sieht so aus, als ob die EU bzw. andere Länder nachziehen werden. Dies wird der Nachfrage nach Biokraftstoffen eine europäische Dimension geben. Da wir zudem in beiden Bereichen die Technologie und Kostenführerschaft innehaben und die finanziellen Mittel besitzen, um zu expandieren, werden wir den Unternehmenswert nachhaltig steigern können.

Unsere Ölfelder.

Unsere Fördertürme.

Unsere Pipelines.

claus sauter

Der Biokraftstoffmarkt

Der Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen zur Energiegewinnung eröffnet der von Überproduktion geprägten europäischen Landwirtschaft neue Perspektiven.

BIOKRAFTSTOFFE : EIN MARKT MIT ENORMEM POTENTIAL

Als einer der führenden Anbieter von Biokraftstoffen in Europa bewegt sich verbio in einem Markt, der am Anfang eines dauerhaften Aufschwungs steht. Nach Schätzungen des Bundesverbandes Erneuerbare Energien und nach Prognosen führender Automobilhersteller könnten Biokraftstoffe aus nachwachsenden Ressourcen mittelfristig einen Anteil von mindestens 40 % sowohl am europäischen als auch am weltweiten Kraftstoffverbrauch erreichen.

Der weltweit steigende Energiebedarf, die Endlichkeit fossiler Energieträger, die unsichere politische Lage in vielen Erdöl exportierenden Regionen und der drohende Klimawandel lassen die Nachfrage nach erneuerbaren Energien immer stärker steigen.

ÖKOLOGISCH UND ÖKONOMISCH NOTWENDIG

Biokraftstoffe haben eine positive Energiebilanz, das heißt, bei ihrer Verbrennung wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie die Pflanzen vorher beim Wachstum aufgenommen haben. Durch verstärkten Einsatz von Biokraftstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen lässt sich der Ausstoß von Treibhausgasen ( CO2 - Emission ) daher deutlich reduzieren. Im Jahr 1997 haben sich weltweit 126 Staaten auf dem Klimagipfel in Kyoto dazu verpflichtet, ihren CO2 - Ausstoß bis 2012 um mindestens 5 % gegenüber dem Stand von 1990 zu reduzieren.

Derzeit implementieren immer mehr Staaten Programme, um die Produktion und den Verbrauch von Biokraftstoffen gezielt zu fördern. Damit soll ein maßgeblicher Beitrag zur Reduktion des CO2 - Ausstoßes geleistet und die Abhängigkeit

von knappen fossilen Energieträgern wie Erdöl und Erdgas reduziert werden. Die EU - Direktive ( 2003 / 30 / EC ) schreibt vor, den Anteil von Biokraftstoffen bis 2010 sukzessive auf 5,75 % europaweit zu erhöhen – bis 2020 sogar auf 10 %. Einzelne Industrienationen gehen bereits heute noch weiter. So hat beispielsweise Schweden angekündigt, seine Energieversorgung bis 2020 komplett auf erneuerbare Energien umzustellen.

Im Bereich Biokraftstoffe spielt Deutschland innerhalb der EU eine führende Rolle – sowohl in der Produktion als auch beim Verbrauch. In 2005 erreichten Biokraftstoffe in Deutschland bereits einen Anteil von 3,75 % am gesamten Kraftstoffverbrauch. Bis 2010 soll der Biokraftstoffanteil in Deutschland auf 6,75 %, bis 2015 dann auf 8 % gesteigert werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, verpflichtet seit dem 1. Januar 2007 das deutsche Biokraftstoffquotengesetz ( BioKraftQG ) die Mineralölgesellschaften dazu, jedem Liter Diesel 4,4 % Biodiesel (energetisch) beizumischen, Benzin muss 1,2 % Bioethanol (energetisch) enthalten. Während die bisher geltende Steuerbefreiung für Biodiesel schrittweise aufgehoben wird, ist derzeit nur Bioethanol in Form von Beimischungen zwischen 70 % bis 90 % steuerfrei.

Auch in den USA werden Biokraftstoffe derzeit massiv gefördert, um die Abhängigkeit von Erdölimporten aus politisch instabilen Regionen zu reduzieren. In den nächsten Jahren soll die US - Produktion von Bioethanol von 12 auf 22,5 Millionen Tonnen erhöht werden. Bis 2017 will die USA 15 % ihres Kraftstoffverbrauchs durch Biokraftstoffe ersetzen. Bereits heute trägt Bioethanol rund 2 % zum US - amerikanischen Benzinverbrauch bei.

NEUE PERSPEKTIVEN FÜR DIE LANDWIRTSCHAFT

Der Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen zur Energiegewinnung eröffnet der von Überproduktion geprägten europäischen Landwirtschaft neue Perspektiven. Deshalb gewährt die EU seit Oktober 2004 Beihilfen für den Anbau von Energiepflanzen für die Biokraftstoff - Herstellung. Das so genannte Energy Crop Program der EU unterstützt den Abbau von Agrarüberschüssen, stabilisiert die Einkommen der Landwirte und sichert den europäischen Biodiesel- und Bioethanol - Herstellern eine Rohstoffversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen.

In Deutschland sichert allein die Biodiesel-Produktion1 heute schon gut 22.000 Arbeitsplätze vorwiegend in strukturschwachen ländlichen Gegenden.

DEUTSCHLAND : WELTMARKTFÜHRER BEI BIODIESEL

Deutschland ist mit einer Produktion von 2,2 Millionen Tonnen 2 der mit Abstand weltgrößte Hersteller von Biodiesel. Biodiesel wird in Deutschland überwiegend aus Rapsöl gewonnen. Mit einer Aussaatfläche von 1,5 Millionen Hektar erreichte der deutsche Rapsanbau 2006 ein neues Rekordniveau. verbio setzt bereits heute erfolgreich Sojaöl und Fettsäure als alternative Rohstoffe zu Rapsöl ein.

Das Rückgrat der Branche in Deutschland ist bis heute Biodiesel in Reinform, das so genannte B 100. Rund 60 % des Biodiesels werden als reines B 100 vermarktet. Derzeit haben 2,5 bis drei Millionen deutsche PKW und Nutzfahrzeuge eine Herstellerfreigabe und können problemlos Biodiesel tanken. Mit der schrittweisen Aufhebung der Steuerbefreiung für reinen Biodiesel wird sich der B 100 - Anteil allerdings künftig zu Gunsten von Beimischungen verringern.

In Deutschland dürfen seit dem 1. Januar 2004 herkömmlichem Diesel bis zu 5 % Biodiesel ohne besondere Kennzeichnung beigemischt werden. 2 Mit dem Inkrafttreten des Biokraftstoffquotengesetzes ( BioKraftQG ) am 1. Januar 2007 wurde die Beimischung zur Pflicht : Jedem Liter Diesel müssen jetzt 4,4 % Biodiesel (energetisch) beigemischt werden.

Der Verbrauch von Biodiesel erfolgt derzeit zu 45 % über

Flottenbetreiber des Transportgewerbes, die Biodiesel vor allem in Bussen und LKW einsetzen. Etwa 40 % des Absatzes gehen an die Mineralölkonzerne für die Beimischung zum fossilen Diesel. Die restlichen 15 % werden an Landwirte und an Tankstellen als Reinkraftstoff für private PKW abgegeben. 2005 gab es 1.900 Biodieseltankstellen in Deutschland, zehn Jahre vorher erst 400. 2

Auch in Europa hat die Biodieselproduktion in den letzten Jahren einen erheblichen Aufschwung genommen. Nach Angaben des European Biodiesel Board hat sich die europäische Produktionskapazität zwischen 2003 und 2006 von zwei auf sechs Millionen Tonnen verdreifacht. Die Initiativen der EU - Kommission zur Förderung von Biokraftstoffen werden diesen Trend weiter unterstützen. Nach Prognosen der Marktforschungsgesellschaft Frost & Sullivan wird der EU - weite

1 Nach Berechnung des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie, VDB

2 VDB, Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e. V.

Biodiesel - Verbrauch in 2010 bei über neun Millionen Tonnen liegen.

BIOETHANOL : AM ANFANG EINER DYNAMISCHEN ENTWICKLUNG

Seit Beginn der 80er Jahre hat sich die Weltproduktion von Bioethanol mehr als versechsfacht. Der weltweit größte Produzent von Bioethanol ist Brasilien, gefolgt von den USA. In Europa klafft die Entwicklung weit auseinander. So wird in Spanien schon seit 1995 Bioethanol Benzin beigemischt. Beimischungen gibt es seit längerer Zeit auch in Frankreich und in Schweden.

Insgesamt jedoch steht der Markt für Bioethanol in Europa noch ganz am Anfang einer dynamischen Entwicklung : Lag der Verbrauch von Bioethanol in den 15 EU - Mitgliedstaaten 2003 bei rund 1,4 Millionen Tonnen, waren es 2005 bereits 2,1 Millionen Tonnen – bis 2010 soll der Verbrauch nach EU - Direktive auf 7,8 Millionen Tonnen steigen.

Bioethanol lässt sich grundsätzlich aus jedem zuckeroder stärkehaltigen Rohstoff herstellen. Der weltgrößte Produzent Brasilien verarbeitet fast ausschließlich Zuckerrohr, in den USA ist Mais der wichtigste Rohstoff, in Deutschland wird vor allem Weizen zu Bioethanol verarbeitet.

Der deutsche Markt für Bioethanol ist noch jung : Die verbio - Gruppe errichtete in 2005 die beiden ersten großen Bioethanol - Anlagen. Dennoch ist Deutschland mit einer Produktionskapazität von 600.000 Tonnen ( davon rund die Hälfte bei verbio ) schon jetzt der größte Bioethanolhersteller in Europa.

Biodiesel bei VERBIO

Mit einer jährlichen Nominalkapazität von derzeit 400.000 Tonnen ist verbio einer der führenden Hersteller von Biodiesel sowohl in Deutschland als auch in Europa. Die Produktionskapazität liegt bei 380.000 Tonnen pro Jahr. Sie wird in 2008 auf 450.000 Tonnen p. a. erhöht.

verbio betreibt derzeit zwei Produktionsstätten für Biodiesel. Die MUW Mitteldeutsche UmesterungsWerke wurde bereits im Oktober 2001 im Chemiepark Bitterfeld - Wolfen in Sachsen - Anhalt in Betrieb genommen und war mit ihrer ursprünglichen Nominalkapazität von 150.000 Tonnen die damals größte Biodiesel - Anlage Europas. Heute stellt die MUW mit 50 Mitarbeitern pro Jahr rund 190.000 Tonnen Biodiesel her. Als Nebenprodukt werden bis zu 20.000 Tonnen Pharmaglycerin produziert.

Die zweite Produktionsstätte für Biodiesel und gleichzeitig jüngste verbio - Tochter ist die NUW Nordbrandenburger UmesterungsWerke. Die im Dezember 2005 in Betrieb genommene Anlage befindet sich auf dem Gelände der PCK - Raffinerie in Schwedt. Über eine Pipeline wird ein großer Teil des produzierten Biodiesels direkt zur Beimischung in die Mineralölraffinerie geleitet. Mit 42 Mitarbeitern kann die NUW pro Jahr ebenfalls rund 190.000 Tonnen Biodiesel und 20.000 Tonnen Pharmaglycerin herstellen. Im 1. Quartal 2008 wird ihre Kapazität auf 260.000 Tonnen p. a. erhöht. Durch optimierte Prozesse mit interner Kreislaufführung und aufwendiger Wärmerückgewinnung arbeitet die Anlage besonders umweltschonend.

Der Bedarf an Biodiesel wird europaweit steigen. Interessant als weitere Biodieselstandorte sind die Länder in Süd- und Südwesteuropa. In diesen Regionen sieht verbio Expansionspotential, da dort die Nachfrage nach Dieselkraftstoff sehr hoch ist.

Bei der Herstellung von Biodiesel, der so genannten Umesterung, wird raffiniertes Pflanzenöl mit Methanol zu Fettsäuremethylester ( Biodiesel ) und Glycerin umgewandelt. Das bei verbio angewandte Verfahren wurde

von verbio - Vorstand Dr. Georg Pollert selbst entwickelt. Es zeichnet sich durch besonders hohe Energieeffizienz bei minimalem Verbrauch von Betriebsstoffen aus. Dank dieser Technologie produziert verbio nicht nur effizient, sondern auch mit stets gleich bleibender hoher Qualität. verbio hat quasi von Anfang an all die Qualitätsnormen erfüllt, die seit dem 1. Januar 2007 mit dem Energiesteuergesetz verbindlich geworden sind.

Das Glycerin, das als Nebenprodukt bei der Biodieselproduktion anfällt, wird zu hochwertigem Pharmaglycerin aufbereitet, das in der kosmetischen und pharmazeutischen Industrie Verwendung findet.

Die verbio - Gruppe setzt in ihren Anlagen derzeit zu 70 % Rapsöl ein. Dank eines neu entwickelten Verfahrens kann verbio aber auch Fettsäuren, die in der Produktion von Biodiesel als Nebenprodukt anfallen, zu hochwertigem Biodiesel weiterverarbeiten. verbio arbeitet intensiv an neuen Verfahrenstechniken zur flexiblen Verwendung verschiedener Rohstoffe. Bereits heute setzt verbio erfolgreich Sojaöl als weiteren alternativen Rohstoff neben dem Rapsöl ein. Geplant ist auch der Einsatz von Palmöl in der Biodieselproduktion.

Durch die Ausweitung ihrer "Multi - Feedstock - Strategie", den flexiblen Einsatz verschiedener Rohstoffe, ist die verbio - Gruppe künftig noch besser gegen Rohstoffengpässe gewappnet. Gleichzeitig bewahrt sie ihre Unabhängigkeit gegenüber Lieferanten und kann Preisschwankungen an den Rohstoffmärkten besser ausgleichen.

Hauptabnehmer für Biodiesel sind die Mineralölkonzerne, die ihrem Diesel - Kraftstoff seit 2004 bis zu 5 % Biodiesel beimischen. In diesem Verhältnis können laut Herstelleraussagen alle Motoren Biodiesel problemlos vertragen. Biodiesel wird

aber auch als Reinkraftstoff vermarktet, vor allem an Speditionen und mittelständische Tankstellenbetreiber, aber auch an PKW mit Biodieselfreigabe der Fahrzeughersteller.

Damit die Fahrzeughersteller ihre Modelle bzw. Motoren für den Biodieselbetrieb freigeben, muss Biodiesel wie jeder handelsübliche Kraftstoff auch Qualitätsanforderungen erfüllen und zwar heute die im Rahmen eines europäischen Normierungsprozesses entwickelte Norm DIN EN 14214.

Die 1999 gegründete Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel e. V. ( AGQM ), deren Vorsitzender unser Technikvorstand Dr. Georg Pollert ist, hat die Aufgabe

übernommen, in Deutschland eine standardisierte Qualität des alternativen Kraftstoffes zu gewährleisten. Laut Biokraftstoffquotengesetz erfüllen die Mineralölgesellschaften ihre Beimischungspflicht nur, wenn sie Biodiesel beimischen, der diese EU - Norm erfüllt.

Die Arbeitsgemeinschaft unterstützt auch die Forschung und Entwicklung von Kraftstoffen und Motoren, die in der Lage sind, beim Einsatz von Biodiesel die zukünftig geforderten Emissionsgrenzwerte noch weiter zu unterschreiten.

Die MUW und die NUW sind Mitglieder dieser Arbeitsgemeinschaft.

Bioethanol bei VERBIO

verbio besitzt eine Nominalkapazität von 300.000 Tonnen Bioethanol pro Jahr, das sind 237.000 m3 . Bis Anfang 2009 soll die Kapazität durch den Bau einer weiteren Bioethanolanlage in Deutschland auf 500.000 Tonnen jährlich aufgestockt werden.

verbio betreibt derzeit zwei Produktionsstätten für Bioethanol : Die MBE Mitteldeutsche BioEnergie hat Anfang 2005 als erstes deutsches Unternehmen mit der Produktion von Bioethanol begonnen. Die besonders energieeffiziente Anlage im mitteldeutschen Zörbig wurde mit firmeneigenem Knowhow entwickelt und produziert hochqualitatives Ethanol mit einem Alkoholgehalt von über 99,8 %. Mit 116 Mitarbeitern kann die MBE jährlich nominal 90.000 Tonnen Bioethanol produzieren, das heißt, es werden in Zörbig jährlich rund 300.000 Tonnen Getreide zu Alkohol fermentiert. Verarbeitet werden Weizen, Roggen und Triticale. Im Januar 2007 wurde erfolgreich der Einsatz von Mais getestet.

Als zweiter Bioethanol - Standort der verbio ging im August 2005 die NBE Nordbrandenburger BioEnergie, auf dem Gelände der PCK - Raffinerie in Schwedt, in Betrieb. Die NBE kann mit ihren zwei Produktionslinien und 85 Mitarbeitern rund 180.000 Tonnen Bioethanol pro Jahr herstellen. Hier wird größtenteils Roggen aus der Umgebung verarbeitet. Damit ist die NBE die europaweit erste Bioethanol - Anlage, die auf dem Gelände einer Mineralölraffinerie ansässig ist und über extrem kurze Lieferwege und eine günstige Energieversorgung verfügt.

verbio geht davon aus, dass die Nachfrage nach Bioethanol in Europa stark steigen wird. Daher plant verbio den Bau einer weiteren Bioethanolanlage mit einer Nominalkapazität von 200.000 Tonnen pro Jahr. Investiert werden sollen 120 Mio eur an einem Standort, der im Norden Deutschlands liegt und über einen Seehafen verfügt. Die neue Anlage soll Anfang 2009 in Betrieb gehen. Ein Standort an der Ostsee ist ideal, sowohl was den Transport des Ethanols innerhalb Deutschlands als auch den Export nach Nordeuropa anbelangt. Gleichzeitig kann die erforderliche Getreidemenge von jährlich circa 680.000 Tonnen sowohl aus dem unmittelbaren Umfeld als auch per Schiff oder Bahn angeliefert werden.

Auch die osteuropäischen Länder sind für die Ethanolproduktion aufgrund ihrer Agrarstrukturen bestens geeignet.

verbio ist derzeit der einzige Hersteller in Europa, der in großem Maßstab Bioethanol aus Roggen für die Kraftstoffindustrie produziert. Aber auch andere gängige Getreidearten können verarbeitet werden. Wichtig für eine gute Ausbeute ist der Stärkegehalt im Getreide. Da die Nahrungsmittelindustrie hohe Qualitätsanforderungen an das Getreide stellt, wie z. B. einen hohen Eiweißgehalt, hat die Agrarindustrie für Getreide, das nach Einbringung der Ernte diesen Anforderungen nicht entspricht, einen Abnehmer gefunden.

Die EU unterstützt europaweit die Zusammenarbeit zwischen der Landwirtschaft und den Biokraftstoffherstellern, indem sie den Anbau von Energiepflanzen fördert.

Der Reststoff aus der Bioethanol - Produktion ist die "Getreideschlempe" ( = alkoholfreie Maische ), diese wird derzeit noch als Düngemittel oder Viehfutter in der Landwirtschaft

eingesetzt. In Zukunft wird verbio die Schlempe jedoch energetisch weiterverwenden, um eine noch bessere Energiebilanz in der Ethanolproduktion nachweisen zu können.

Wichtigster Abnehmer für Bioethanol wie auch für Biodiesel ist die Mineralölindustrie. Die Norm EN DIN 228 erlaubt, dass dem Benzin bis zu 5 % Ethanol beigemischt werden kann. Ethanol ist aber auch der Rohstoff, aus dem Ethyltertiärbutylether ( ETBE ) hergestellt wird. ETBE kann bis zu 15 % normalem Benzin beigemischt werden und erhöht die Klopffestigkeit des Treibstoffs.

Eine weitere Vermarktungsmöglichkeit ist ein Kraftstoff, namens E85, der zu 85 % aus Ethanol und 15 % Benzin besteht.

Die verbio - Gruppe ist gegenwärtig der einzige europäische industrielle Biokrafthersteller, der sowohl Biodiesel als auch Bioethanol in großen Mengen aus einer Hand liefern kann.

28 KONZERN KONZERNLAGEBERICHT KONZERNABSCHLUSS

Konzernlagebericht

für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis 31. Dezember 2006

  • Struktur und Strategie
  • Wesentliches Ereignis im Berichtszeitraum
  • Rahmenbedingungen
  • Anmerkungen zur Berichtsweise
  • Umsatz- und Ergebnisentwicklung
  • Entwicklung der Rohstoffpreise
  • Vermögens- und Finanzlage
  • Segmentberichterstattung
  • Vergütungsbericht
  • Risikomanagement
  • Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB bzw. § 289 Abs. 4 HGB
  • Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2006 eingetreten sind
  • Ausblick 2007
  • Abschlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht

STRUKTUR UND STRATEGIE

Die verbio Vereinigte BioEnergie AG ( nachfolgend auch verbio ag ), Hamburg, ist die Konzernobergesellschaft des verbio - Konzerns ( nachfolgend auch verbio oder das Unternehmen ). Der verbio haben im Berichtszeitraum folgende operative Gesellschaften angehört :

  • muw Mitteldeutsche UmesterungsWerke GmbH & Co. KG, Greppin
  • nuw Nordbrandenburger UmesterungsWerke GmbH & Co. KG, Schwedt / Oder
  • mbe Mitteldeutsche BioEnergie GmbH & Co. KG, Zörbig
  • nbe Nordbrandenburger BioEnergie GmbH & Co. KG, Schwedt / Oder
  • sbe Swiss BioEnergy AG, Thal, Schweiz.

Die am 8. Dezember 2006 erworbene hbe Hansa Bioenergie GmbH, Hamburg, hat in 2006 noch keine Geschäftstätigkeit entfaltet ( Vorratsgesellschaft ).

Durch den Zusammenschluss der Einzelgesellschaften unter dem Dach der verbio ag wurde verbio in Europa zu einem der großen Hersteller und führenden Anbietern von Biokraftstoffen. Derzeit ist verbio der einzige Anbieter, der großindustriell sowohl Biodiesel als auch Bioethanol herstellt.

Damit verbio auch weiterhin ihre führende Position behält, muss sich das Unternehmen den sich verändernden Rahmenbedingungen in Deutschland und der Europäischen Union stellen und konzentriert seine strategischen Ziele verfolgen. Wichtig ist, dass die gute Marktstellung gesichert und die Wachstumschancen in Europa genutzt werden. Dies bedeutet aber auch, dass verbio weiterhin in ihre Technologie- und Kostenführerschaft investiert, um eine größtmögliche Unabhängigkeit von externen Rahmenbedingungen zu erreichen. verbio verfolgt daher in beiden Geschäftsbereichen eine Multi - Feedstock - Strategie. Ein weiteres strategisches Ziel ist es, möglichst die gesamte Wertschöpfungskette erfolgreich abzudecken. Dies geschieht auf der Einkaufseite durch entsprechende langfristige Energiepflanzenverträge, die den Bauern an verbio binden; auf der Vertriebseite, indem Partnerschaften mit mittelständischen Tankstellenbetrieben geschlossen werden, die die Produkte der verbio direkt an die Endkunden vertreiben. Da verbio in Europa auch in Zukunft zu den führenden Biokraftstoffherstellern gehören will, hat verbio eine klare Wachstums- und Expansionsstrategie. Die aus dem Börsengang erzielten Emissionserlöse werden dazu verwendet, Bioethanolkapazität in Deutschland und Osteuropa zu schaffen. Kapazitätserweiterungen im Bereich Biodiesel sind im südwesteuropäischen Ausland geplant. Diese konsequente Wachstumsstrategie soll dazu führen, den Unternehmenswert der verbio nachhaltig zu steigern.

WESENTLICHES EREIGNIS IM BERICHTSZEITRAUM

Der Börsengang der verbio ag im Oktober 2006 war das herausragende Ereignis im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis 31. Dezember 2006. Insgesamt wurden 18.200.000 Aktien oder 28,89 % des Grundkapitals erfolgreich bei nationalen und internationalen Investoren platziert. Nachfolgend die wesentlichen Meilensteine :

Der Aufsichtsrat hat am 8. Oktober 2006 dem Vorstandsbeschluss zur Durchführung einer Barkapitalerhöhung um 13.000 teur auf 63.000 teur durch Ausgabe von 13.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu einem Ausgabepreis von 1,00 eur je Stück, zugestimmt. Die Eintragung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister ist am 9. Oktober 2006 erfolgt.

Mit Datum vom 4. Oktober 2006 haben verbio, die Dresdner Bank AG, Frankfurt am Main, sowie die Credit Suisse Securities ( Europe ) Limited, London / Vereinigtes Königreich, den Zulassungsantrag von bis zu 63.000.000 Aktien zum amtlichen Markt beantragt.

Mit Datum vom 28. September / 5. Oktober / 11. Oktober 2006 erfolgte durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht die Billigung des von der Gesellschaft erstellten Wertpapierprospekts einschließlich der Nachträge Nr. 1 und 2 vom 28. September / 5. Oktober / 11. Oktober 2006.

Die Frankfurter Wertpapierbörse hat mit Zulassungsbeschluss vom 9. Oktober 2006 die 63.000.000 Aktien der verbio zum amtlichen Markt mit gleichzeitiger Zulassung zum Teilbereich des amtlichen Marktes mit weiteren Zulassungsfolgepflichten ( Prime Standard ) zugelassen. Die Veröffentlichung des Zulassungsbeschlusses im Bundesanzeiger ist am 9. Oktober 2006 erfolgt.

Der Vorstand der verbio hat am 10. Oktober 2006 mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Preisspanne für die Aktien der Gesellschaft auf 14,00 eur bis 15,00 eur je Aktie festgesetzt. Der Aufsichtsrat der verbio hat am 13. Oktober 2006 dem Vorschlag des Vorstandes bezüglich der Preisfestsetzung auf 14,50 eur je Aktie zugestimmt.

Am 16. Oktober 2006 erfolgte die Erstnotierung der Aktien an der Frankfurter Wertpapierbörse mit einem Erstnotierungskurs von 15,00 eur je Aktie.

verbio hat am 19. Oktober 2006 mitgeteilt, dass die Dresdner Bank AG am selbigen Tag die ihr im Rahmen des Börsengangs eingeräumte Option, bis zu 2.000.000 Aktien der Gesellschaft aus dem Besitz der Altaktionäre zum Platzierungspreis in Höhe von 14,50 eur pro Aktie zu erwerben ( Greenshoe - Option ), in vollem Umfang ausgeübt hat. Der Streubesitz der Gesellschaft erhöht sich hierdurch um 2.000.000 Aktien auf 18.200.000 Aktien bzw. 28,9 %. Das Gesamtemissionsvolumen des Börsengangs betrug damit 263,9 Mio eur.

RAHMENBEDINGUNGEN

KONJUNKTURELLE ENTWICKLUNG

In 2006 setzte sich der seit 2003 anhaltende weltweite Konjunkturaufschwung weiter fort. In der Eurozone ist das Bruttoinlandsprodukt ( bip ) im Jahr 2006 um 2,7 % gewachsen, und damit deutlich stärker als im Vorjahr.

Positive Impulse aus dem Außenhandel und der Industrieproduktion haben in Deutschland dazu geführt, dass das bip real ebenfalls um 2,7 % gestiegen ist und damit so stark wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Eine höhere Konsumbereitschaft und erste schwache Anzeichen, dass

sich die Arbeitsmarktlage bessern könnte, haben für eine etwas positivere Stimmung gesorgt. Die Jahresinflationsrate 2006 lag bei 1,4 % ( i. Vj. 2,0 % ), wobei die Preise bei Energie, Verkehr und Bildung überproportional gestiegen sind.

Nach endgültigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wird Deutschland erstmals seit 2001 wieder den Referenzwert des Maastrichtvertrags von 3 % unterschreiten : das Finanzierungsdefizit beträgt 1,7 % ( bezogen auf das bip in jeweiligen Preisen ).

PREIS- UND NACHFRAGEENTWICKLUNG

Veröffentlicht hat das Statistische Bundesamt Mitte Januar 2007, dass für die gestiegene Preisentwicklung 2006 vor allem die Energiepreise verantwortlich sind. Haushaltsenergie und Kraftstoffe verteuerten sich in 2006 um 8,5 %. Unter den Energiepreisen stiegen die Preise für Gas am stärksten ( + 17,7 % ), Mineralölprodukte verteuerten sich um 6,5 % ( davon Kraftstoffe : + 5,6 % und leichtes Heizöl : + 10,7 % ).

In den ersten acht Monaten 2006 stiegen die Rohölpreise stark an, ein Barrel Brent erreichte im August mit 79 usd einen Höchststand. Im Jahresdurchschnitt kostete das Barrel Brent 65 usd, das sind 20 % mehr als im Jahresmittel 2005. Der Durchschnitt der letzten zehn Jahre liegt bei etwas mehr als 30 usd. Gründe für den Preisanstieg waren zum einen die stark gestiegene Rohstoffnachfrage der Schwellenländer, zum anderen belasteten politische Unruhen, insbesondere der Konflikt im Libanon die Märkte. Als im August die Kriegshandlungen im Libanon durch einen Waffenstillstand beendet wurden und Vorratsbestände an Rohöl wieder stiegen, sank der Rohölpreis rapide. Ende 2006 kostete ein Barrel Rohöl etwas über 60 usd, und damit nur wenig mehr als am Jahresanfang.

POLITISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

Der Europäische Rat hat im Juni 2001 in Göteborg eine gemeinschaftliche Strategie für die Nachhaltigkeit bestimmter Entwicklungen beschlossen, unter anderem auch die Förderung von Biokraftstoffen. Im Mai 2003 wurde die entsprechende EU - Richtlinie ( EU 2003 / 30 / EG ) erlassen, die die Förderung der Verwendung von Biokraftstoffen oder anderen erneuerbaren Kraftstoffen als Ersatz für Otto- und Dieselkraftstoffe im Verkehrssektor in den einzelnen Mitgliedstaaten vorsieht. Dies ist als Beitrag gedacht, dass bestimmte Ziele, wie die Erfüllung der Verpflichtungen in Bezug auf die Klimaänderungen, die umweltgerechte Versorgungssicherheit und die Förderung erneuerbarer Energiequellen, erreicht werden.

Die Biokraftstoffrichtlinie ( 2003 / 30 / EC ) besagt , dass die Mitgliedsstaaten sicherstellen sollen – damit ist dies nicht verpflichtend – , dass der Anteil von Biokraftstoffen am Fahrzeugkraftstoffverbrauch in der EU – gemessen am Energiegehalt – im Jahr 2010 5,75 % erreicht. Die Energiesteuerrichtlinie ( 2003 / 96 / EC ) ermöglicht es den Mitgliedsstaaten, Biokraftstoffe bis zu 100 % von der Mineralöl- bzw. Energiesteuer zu befreien.

In Deutschland wurde im Dezember 2006 das Biokraftstoffquotengesetz im Bundestag verabschiedet. Danach besteht ab dem 1. Januar 2007 eine Beimischungsverpflichtung für Diesel in Höhe von mindestens 4,4 % Biodiesel und für Ottokraftstoff von mindestens 1,2 % Bioethanol bezogen auf den Energiegehalt. In den darauf folgenden Jahren soll die Beimischung

von Bioethanol um jährlich 0,8 % erhöht werden und ab 2010 mindestens 3,6 % betragen. Insgesamt muss in 2010 der Anteil an beigemischten Biokraftstoffen 6,75 % und ab 2015 mindestens 8 % ausmachen.

Was die Steuerbefreiung von Biokraftstoffen angeht, so ist zu konstatieren, dass die Bundesregierung im Juni die Steuerbefreiung aufgehoben und eine schrittweise Besteuerung für reinen Biodiesel beschlossen hat. Reiner Biodiesel wird ab August 2006 mit neun Cent pro Liter besteuert. In Stufen von sechs Cent wird die Steuer ab 2008 jedes Jahr bis 2011 erhöht. Ab 2012 gilt dann ein Steuersatz von 45 Cent.

Auch für Bioethanol, das zur Erfüllung der Beimischungsverpflichtung verwendet wird, entfällt die Steuerbefreiung. Steuerbegünstigt bleiben Kraftstoffe, deren Anteil an Bioethanol zwischen 70 % bis 90 % liegt. Somit ist der inzwischen auch in Deutschland erhältliche Kraftstoff Ethanol85 bis 2015 nach heutiger Rechtslage steuerbegünstigt.

ANMERKUNGEN ZUR BERICHTSWEISE

Da die verbio Vereinigte BioEnergie AG erst im Mai 2006 gegründet wurde, verfügt der Konzern über keine historischen Konzern - Finanzzahlen. Für die Zeiträume 1. Januar bis 30. Juni 2006 und 1. Januar bis 31. Dezember 2005 wurden Pro forma Konzern - Gewinn- und Verlustrechnungen ( einschließlich Segmentberichterstattung ) und Pro forma Konzern - Cash-Flow - Rechnungen aufgestellt.

Um einen wirtschaftlich aussagefähigen Vergleich sicherzustellen, wird im Nachfolgenden nicht nur das berichtspflichtige Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2006 bis 31. Dezember 2006 (aktuelles Berichtsjahr) mit dem Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2006 bis 30. Juni 2006 (Pro forma) verglichen, sondern es wird zusätzlich das Kalenderjahr 2006 dem Kalenderjahr 2005 (Pro forma) gegenübergestellt. Dabei setzt sich das Kalenderjahr 2006 aus den Pro forma-Zahlen für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2006 und den Ist - Zahlen der Berichtsperiode zusammen. Die Pro forma - Angaben stellen die entsprechenden Berichtszeiträume so dar, als wenn die Konzernstruktur der verbio - Gruppe in diesen Berichtszeiträumen bereits der derzeitigen Struktur entsprochen hätte, das heißt, die Erlöse und Aufwendungen dieser Zeiträume umfassen die vollständigen Gewinn- und Verlustrechnungen der Konzerngesellschaften auf konsolidierter Basis. Anpassungen sind im Bereich der Abschreibungen auf im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierte immaterielle Vermögenswerte erfolgt.

UMSATZ UND ERGEBNISENTWICKLUNG

Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis 31. Dezember 2006 erzielte die verbio einen Konzernumsatz in Höhe von 240,8 Mio eur. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 12,0 Mio eur beinhalten überwiegend Erträge aus einem Kooperationsvertrag, Erträge aus der Auflösungpassivierter Investitionszuwendungen, Erträge aus der Auflösung der Rückstellung für Rückzahlungsverpflichtungen für Investitionszuwendungen und Erträge aus weiterverrechneten Kosten des Börsengangs.

Die Materialkosten betrugen 201,6 Mio eur, was einer Materialkostenquote von 83,7 % entspricht. Die Personalkosten beliefen sich auf 6,9 Mio eur ( Personalkostenquote 2,9 % ), die Abschreibungen auf 12,8 Mio eur. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 15,2 Mio eur enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für die Berichtigung von Ansprüchen auf Investitionszuwendungen, Rechts- und Beratungskosten und laufende Instandhaltungskosten.

Das Betriebsergebnis nach Sondereinflüssen beträgt 16,3 Mio eur, was einer ebit - Marge von 6,8 % entspricht. Belastet ist das Rumpfgeschäftsjahr durch Sonderaufwendungen in Höhe von insgesamt 9,0 Mio eur. Davon entfallen 4,6 Mio eur auf die Berichtigung von Ansprüchen auf Investitionszuwendungen, 3,9 Mio eur auf planmäßige Abschreibungen des Auftragsbestandes aus der Erstkonsolidierung und 0,5 Mio eur aus Strukturkosten zum Aufbau der AG.

Das Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen liegt bei 25,3 Mio eur, was eine ebit - Marge von 10,5 % ergibt.

Das verbesserte Finanzergebnis in Höhe von - 2,0 Mio eur ist geprägt durch die Anlage des Emissionserlöses und die Rückführung von Darlehen.

Als Ergebnis vor Steuern werden 14,4 Mio eur ausgewiesen, nach Steuern 7,3 Mio eur. Die Steuerquote beträgt 48,8 %.

Betrachtet man das 2. Quartal des Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Juli bis 31. Dezember 2006 ( 1. Oktober bis 31. Dezember 2006 ), so lag der Quartalsumsatz in Höhe von 120,5 Mio eur marginal über dem Umsatz des 1. Quartals des betreffenden Rumpfgeschäftsjahres. ( 1. Quartal : 120,3 Mio eur ).

Das Quartals - Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen war mit 10,7 Mio eur um 3,9 Mio eur niedriger als im Vorquartal ( 14,6 Mio eur ). Die ebit - Marge vor Sondereinflüssen reduzierte sich von 12,1 % auf 8,9 %. Der Grund für diesen Rückgang lag in gesunkenen Biodieselpreisen und den deutlich höheren Material- und Energiekosten im zweiten Quartal.

Zusätzlich belastet wurde das Betriebsergebnis im 2. Quartal durch die Berichtigung von Ansprüchen auf Investitionszuwendungen in Höhe von 4,6 Mio eur. Somit beträgt das Quartals - Betriebsergebnis nach Sondereinflüssen 5,1 Mio eur, dies entspricht einer ebit - Marge von 4,2 % ( 1. Quartal : 11,2 Mio eur; ebit - Marge : 9,3 % ).

Betrachtet man das Kalenderjahr 2006 so wurden Umsatzerlöse in Höhe von 446,2 Mio eur erzielt. Damit lag der Umsatz um 56,8 % über dem Wert des Gesamtjahres 2005 (284,6 Mio eur).

In 2006 wurden 348.475 Tonnen Biodiesel produziert und 270.537 Tonnen (entspricht 213.724 m3 ) Bioethanol. Damit errechnet sich eine Auslastung der Biodieselanlagen von 87,1 % auf Basis der Nominalkapazität (400.000 Jahrestonnen), bezogen auf die Produktionskapazität (380.000 Jahrestonnen) eine Auslastung von 91,7 %. Die Auslastung der Bioethanolanlagen erreichte in 2006 auf Basis der Nominalkapazität (300.000 Jahrestonnen) 56,3 % und 62,5 % auf Basis der Produktionskapazität (270.000 Jahrestonnen). Bei der nbe wurde im Mai 2006 die zweite Produktionslinie in Betrieb genommen.

Das kumulierte Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen in 2006 beträgt 55,5 Mio eur ( 2005 : 25,0 Mio eur ), nach Sondereinflüssen 44,1 Mio eur ( 2005 : 23,9 Mio eur ). Die Sonderaufwendungen in Höhe von 11,4 Mio eur betreffen in 2006 mit 4,6 Mio eur die Berichtigung von Ansprüchen auf Investitionszuwendungen, mit 6,3 Mio eur Abschreibungen des Auftragsbestandes aus der Erstkonsolidierung und mit 0,5 Mio eur auf Strukturkosten zum Aufbau der AG.

Die ebit - Marge für 2006 vor Sondereinflüssen beträgt 12,4 % ( 2005 : 8,8 % ).

Das kumulierte Betriebsergebnis nach Sondereinflüssen in 2006 liegt bei 44,1 Mio eur, somit wurde eine ebit - Marge von 9,9 % erzielt ( 2005 : 23,9 Mio eur; ebit - Marge : 8,4 % ).

Das Konzernergebnis vor Steuern in 2006 beträgt 38,8 Mio eur ( 2005 : 17,8 Mio eur ); das Konzernergebnis nach Steuern 26,6 Mio eur ( 2005 : 11,6 Mio eur ). Somit errechnet sich ein Ergebnis je Aktie in Höhe von 0,13 eur für die Berichtsperiode und 0,36 eur für den Vergleichszeitraum.

ENTWICKLUNG DER ROHSTOFFPREISE

Die Rohstoffpreise in 2006 zeigten sowohl bei den Pflanzenölen als auch beim Getreide eine deutliche Tendenz nach oben. Dabei ist der Preis für Rapsöl im Vergleich zum Vorjahr bis zum Jahresende nur moderat gestiegen. Die Preise für Sojaöl sind sogar leicht rückläufig. Deutlich gestiegen ist hingegen der Preis für Palmöl, da auch in Asien der Einsatz von Biodiesel als Kraftstoff in den Fokus gerückt ist. Stärker gestiegen als die Pflanzenölpreise sind die Getreidepreise. Hier wirkten sich in 2006 vor allem die Ernteausfälle in Europa und Australien aus.

Bei verbio wird die Rohstoffversorgung durch eine detaillierte simultane Planung der Produktion ( Rohstoffbedarfe ) und der Beschaffung gesteuert. Darüber hinaus werden Rohstoffbezüge durch Warentermingeschäfte abgesichert. Die übergeordnete risikopolitische Zielsetzung besteht in einem "Operational Hedge" der Rohstoffpreise mit den Preisen der abzusetzenden Produkte. Alle Kontrakte werden in Euro abgeschlossen, so dass keine unmittelbaren Währungsrisiken bestehen.

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

BILANZSTRUKTUR

AKTIVA

IN MIO. EUR 31.12.2006 IN % DER BILANZSUMME 30.06.2006 IN % DER BILANZSUMME
Langfristige Vermögenswerte 497,7 64,5 479,8 85,8
Kurzfristige Vermögenswerte 273,7 35,5 79,6 14,2
Summe 771,4 100,0 559,4 100,0

PASSIVA

Eigenkapital 563,5 73,1 370,8 66,3
Langfristige Schulden 101,1 13,1 105,9 18,9
Kurzfristige Schulden 106,8 13,8 82,7 14,8
Summe 771,4 100,0 559,4 100,0

LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

In den langfristigen Vermögenswerten ist ein Goodwill in Höhe von 269,3 Mio eur enthalten. Gemäß ifrs 3.B7 wurden die Vermögenswerte und Schulden der als wirtschaftliche Erwerberin identifizierten muw mit ihren Buchwerten fortgeführt. Dagegen wurden die übrigen Gesellschaften mit ihren jeweiligen Fair Values bewertet und zum 19. Mai 2006 (vereinfachend zum 1. Juni 2006) in die laufende Rechnung der muw eingebracht. Die ermittelten Anschaffungskosten (Fair Values) waren auf die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden entsprechend ihrer beizulegenden Zeitwerte zu verteilen. Ein verbleibender Restwert war als Goodwill zu aktivieren. Dieser ist regelmäßig einem Impairment - Test gemäß ias 36 zu unterziehen. Die Unternehmensbewertungen und die daraus abgeleiteten Anschaffungskosten führten zu einem Goodwill von 269,3 Mio eur netto in der Konzernbilanz zum 30. Juni 2006. Im Rahmen der Erstkonsolidierung zum 31. Mai 2006 wurden der Auftragsbestand und der Kundenbestand als immaterielle Vermögenswerte ermittelt und mit ihren Fair Values bewertet. Der bewertete Auftragsbestand wird in Abhängigkeit von der Auftragserfüllung über 15 Monate bis Ende August 2007 abgeschrieben werden. Der Kundenstamm wird über 15 Jahre abgeschrieben.

Die Sachanlagen erhöhten sich um 21,5 Mio eur von 172,1 Mio eur auf 193,6 Mio eur insbesondere durch die Erweiterungsinvestitionen an den Standorten Schwedt und Zörbig.

KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Die Kurzfristigen Vermögenswerte stiegen von 79,6 Mio eur auf 272,4 Mio eur auf Grund des Mittelzuflusses aus dem Börsengang. Daraus resultierende Termingeldanlagen in Höhe von 79,8 Mio eur ( 30.06.2006 : 0 Mio eur ) und Liquide Mittel in Höhe von 90,6 Mio eur ( 30.06.2006 : 5,1 Mio eur ). Das Vorratsvermögen stieg von 14,7 Mio eur auf 36,8 Mio eur, vor allem wegen höherer Lagerbestände beim Getreide. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich ebenfalls von 25,3 Mio eur auf 37,5 Mio eur auf Grund der Ausdehnung des Geschäfts mit großen Mineralölgesellschaften.

Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte in Höhe von 1,3 Mio eur betreffen ein zu veräußerndes Blockheizkraftwerk der muw.

Durch den Börsengang und den erwirtschafteten Gewinn beträgt das Eigenkapital 563,5 Mio eur ( 30. Juni 2006 : 370,8 Mio eur ). Die Eigenkapitalquote per 31. Dezember 2006 beträgt 73,1 % ( 30. Juni 2006 : 66,3 % ).

LANGFRISTIGE SCHULDEN

Die Langfristigen Schulden reduzierten sich um 4,8 Mio eur von 105,9 Mio eur auf 101,1 Mio eur. Dies war vor allem bedingt durch einen Rückgang bei den Finanzverbindlichkeiten, die sich im Vergleich zum 30. Juni 2006 von 62,1 Mio eur auf 55,2 Mio eur infolge planmäßiger Tilgungen verringert haben.

KURZFRISTIGE SCHULDEN

Die Kurzfristigen Schulden stiegen um 24,1 Mio eur von 82,7 Mio eur auf 106,8 Mio eur, vor allem wegen der Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Diese erhöhten sich von 24,3 Mio eur auf 35,0 Mio eur, im Wesentlichen auf Grund von Anlagekäufen. Die Rückstellungen blieben mit 26,0 Mio eur nahezu konstant ( 30. Juni 2006 : 23,7 Mio eur ). Sie beinhalten im Wesentlichen die Körperschaftsteuerrückstellung für das laufende Jahr, ausstehende Rechnungen sowie Rechts- und Beratungskosten. Die anderen kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen um 11,7 Mio eur auf 28,9 Mio eur ( 30. Juni 2006 : 17,2 Mio eur ) insbesondere wegen vorgenommener Getreidehandelsgeschäfte.

CASH FLOW

Der operative Cash Flow betrug 3,7 Mio eur für den Zeitraum Juli bis Dezember 2006. Er lag damit unter dem Pro forma - Wert für das erste Halbjahr 2006 ( 14,7 Mio eur ) und unter dem operativen Pro forma - Cash Flow des Gesamtjahres 2005 ( 18,4 Mio eur ). Für den starken Rückgang des operativen Cash Flows sind insbesondere der Anstieg der Rohstoffpreise sowie die höhere Kapitalbindung auf Grund der Bevorratung mit Getreidebeständen ursächlich.

FINANZINSTRUMENTE

ZIELSETZUNG UND METHODEN DES RISIKOMANAGEMENTS

Zur Sicherung der Materialeinsatzmenge und der Einkaufspreise am Beschaffungsmarkt setzt die verbio Gruppe Terminkontrakte ( forwards ) ein. Es handelt sich um Standard-Terminkontrakte zur Beschaffung von Rohstoffen. Die Konzerngesellschaften erwerben feste Terminkontrakte in Form von Forwards mit dem Underlying der Rohstoffe in eigenem Namen. Die

physische Abwicklung standardisierter Terminkontrakte unterscheidet sich nicht von anderen Rohstoffkontrakten. Die Terminkontrakte eignen sich zudem für den Aufbau und Handel als auch für das Risikomanagement von Rohstoffpositionen. Die standardisierten Rohstoffkontrakte enthalten Elemente derivativer Kontrakte und werden, aggregiert über alle Gegenparteien betrachtet, primär nicht physisch abgewickelt, da am Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit der standardisierte Terminkontrakt gegen einen anderen Terminkontrakt getauscht wird. Die Bewertung dieser Derivate erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Instrumente mit positiven beizulegenden Zeitwerten und Instrumente mit negativen beizulegenden Zeitwerten werden nicht saldiert, sondern brutto in der Konzernbilanz ausgewiesen. Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Auflösung dieser so gebildeten Rücklage für Cash Flow - Hedge erfolgt, wenn die abgesicherten Rohstoffbezüge erfolgswirksam werden.

Um eine Margensicherung zu erreichen und damit eine planbare und sichere Aussage zur Ertragsfähigkeit treffen zu können, werden im Rahmen der Risikomanagementpolitik verschiedene Sicherungsinstrumente und Sicherungsstrategien eingesetzt. Der Einsatz der Sicherungsinstrumente zielt auf die Absicherung von Preis- und Beschaffungsrisiken und hat keine spekulativen Aspekte. Die Rohstoffversorgung bei der Biodieselproduktion wird auf zwei Wegen sichergestellt : Einerseits werden Terminlieferverträge gegen physische Warenlieferung mit Lieferanten vereinbart ( echte Warentermingeschäfte ), andererseits werden Derivate in Form des Erwerb von Terminkontrakten über den Bezug von Pflanzenöl zur Absicherung eines margenwirksamen und definierten Preislevels und zur Absicherung des Zugriffs auf den Rohstoff als Beschaffungsinstrument verwendet. Es wird angestrebt, die Absicherung der notwendigen Mengen bis maximal vier Monate vor Produktion zu mindestens 80 % herzustellen. Es wird maximal die bereits in Verkaufskontrakten fixierte Menge bzw. höchstens die Produktionskapazität der produzierenden Konzerngesellschaften abgesichert.

Im Ethanolbereich kann die Rohstoffsicherung bei Getreide sowohl über den Abschluss von physischen Lieferverträgen auf Termin ( echte Warentermingeschäfte ) als auch über den Einsatz von Derivaten erfolgen. Anders als bei Pflanzenöl kann die Mengenverfügbarkeit nur über die physischen Lieferverträge realisiert werden. Preisabsicherungen über Derivate erfolgen zurzeit im Konzern noch nicht.

Aktuell wird das Hedge accounting nur für den Derivateeinsatz beim Pflanzenölbezug praktiziert. Abzusicherndes Grundgeschäft ist der Bezug von Pflanzenöl, Sicherungsinstrument der Erwerb von Terminkontrakten und das abzusichernde Risiko die Gefahr von Preissteigerungen ein Jahr vor Bedarf und es wird angestrebt, die Absicherung der notwendigen Mengen bis maximal vier Monaten vor Lieferung zu mindestens 80 % abzusichern. Im Monat des Bezugs werden die im Eigenkapital erfassten Ergebnisse aus den Terminkontrakten erfolgswirksam im Materialaufwand verrechnet.

MITARBEITER

Per 31. Dezember 2006 beschäftigte die verbio 303 Mitarbeiter. Hinzu kommen 21 Auszubildende.

INVESTITIONEN

Insgesamt wurden im Rumpfgeschäftsjahr 1. Juli bis 31. Dezember 2006 in Sachanlagen 31,0 Mio eur investiert. Der wesentlichste Teil der Investitionen in 2006 betrifft die Errichtung von Vorratsbehältern für die Schlempe. Diese sind notwendig, um die Schlempe bis zur Weiterverarbeitung bzw. energetischen Verwertung zwischen zu lagern. Die zum 31. Dezember 2006 bestehenden ausstehenden Investitionsverpflichtungen betragen 2.455 teur.

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

BIODIESEL

Der Umsatz des Rumpfgeschäftsjahres 01. Juli bis 31. Dezember 2006 im Segment Biodiesel lag bei 147,5 Mio eur, wobei im 2. Quartal der Umsatz mit 68,0 Mio eur um 11,5 Mio eur unter den Erlösen des 1. Quartals lag. Damit zeigte sich, dass die ab 1. August 2006 wirksame Reduzierung der Steuerbefreiung sich weiterhin belastend auf die Nachfrage auswirkte. Im Gesamtjahr 2006 konnte ein Umsatz in Höhe von 302,0 Mio eur erzielt werden, nach 205,8 Mio eur in 2005.

Das Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen im Segment Biodiesel betrug im Rumpfgeschäftsjahr 16,7 Mio eur, was einer Segment ebit - Marge von 11,3 % entspricht. Das Ergebnis des 2. Quartals lag umsatzbedingt bei 4,9 Mio eur und damit um 6,9 Mio eur unter dem Ergebnis des 1. Quartals. Zusätzlich wirkte sich der ab Mitte August 2006 stark gefallene Mineralölpreis Ergebnis belastend aus. Nach Sondereinflüssen beträgt das Segmentergebnis für das Rumpfgesamtjahr 14,1 Mio eur ( ebit - Marge : 9,6 % ).

Im Gesamtjahr 2006 konnte ein Ergebnis vor Sondereinflüssen in Höhe von 45,7 Mio eur erzielt werden, nach 36,2 Mio eur in 2005. Das Ergebnis entspricht einer ebit - Marge von 15,1 % ( 2005 : 17,6 % ). Das Segmentergebnis nach Sondereinflüssen für das Gesamtjahr beträgt 41,0 Mio eur und weist damit eine ebit - Marge von 13,6% aus ( 2005 : 35,1 Mio eur; 17,1 % ).

In Sachanlagen wurden im Segment Biodiesel 4,5 Mio eur in der Berichtsperiode investiert, vorwiegend in die Produktionsanlage am Standort Schwedt / Oder.

Zum 31. Dezember 2006 sind in diesem Segment 89 Mitarbeiter beschäftigt.

BIOETHANOL

Im Segment Bioethanol lag der Umsatz im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis 31. Dezember 2006 bei 82,2 Mio eur. Dabei lag der Umsatz im 2. Quartal mit 45,0 Mio eur um 7,8 Mio eur über dem Wert des 1. Quartals. Der Bioethanolumsatz in 2006 in Höhe von 123,2 Mio eur war damit mehr also doppelt so hoch wie der Umsatz in 2005 ( 2005 : 55,7 Mio eur ).

Das Segment - Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen für den Zeitraum Juli bis Dezember

2006 lag bei 6,6 Mio eur, für das Gesamtjahr 2006 wird ein Ergebnis in Höhe von 8,7 Mio eur ausgewiesen ( ebit - Marge : 7,1 % ). In 2005 war das Ergebnis mit - 12,1 Mio eur noch deutlich negativ.

Nach Sondereinflüssen ist das Ethanolergebnis im Rumpfgeschäftsjahr mit 0,2 Mio eur leicht positiv. Insgesamt wurde das Ethanolergebnis im 2. Quartal mit Sonderaufwendungen in Höhe von 5,4 Mio eur belastet. Davon betreffen 4,6 Mio eur die Berichtigung von Ansprüchen auf Investitionszuwendungen und 0,8 Mio eur die Abschreibungen des Auftragsbestandes aus der Erstkonsolidierung.

Unter Berücksichtigung der Sondereinflüsse für das Gesamtjahr 2006 stellt sich das Segmentergebnis mit 2,0 Mio eur positiv dar. In 2005 betrug das Segmentergebnis - 12,1 Mio eur.

Insgesamt wurden in diesem Segment in der Berichtsperiode 25,6 Mio eur investiert. Der überwiegende Teil betrifft den Bau der Schlempe - Lagerbehälter in Schwedt / Oder und Zörbig. Die Investitionen dienen der Vorbereitung einer energetischen Weiterverarbeitung der Schlempe. Ziel ist es, die Effizienz und die Energiebilanz der Produktion von Bioethanol deutlich zu verbessern.

Zum 31. Dezember 2006 sind in diesem Segment 201 Mitarbeiter beschäftigt.

ENERGIE

Die verbio betreibt 67 Windkraftanlagen. Im Rumpfgeschäftsjahr 1. Juli bis 31. Dezember 2006 erwirtschaftete dieses Segment einen Umsatz in Höhe von 10,6 Mio eur und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 2,6 Mio eur ( ebit - Marge : 24,5 % ). Das Gesamtjahr 2006 entsprach nahezu dem Jahr 2005. Der Umsatz lag bei 18,0 Mio eur ( 2005 : 18,9 Mio eur ) und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag bei 2,8 Mio eur, was eine ebit - Marge von 15,6 % ergibt ( 2005 : 2,2 Mio eur; ebit - Marge : 11,6 % ). Zu berücksichtigen ist, dass für die gepachteten Windkrafträder der nbe vertraglich vereinbarte Ausgleichszahlungen der Verpächter für schlechte Windjahre am Jahresende erfolgen. Die im Eigentum der muw befindlichen Windkrafträder weisen gegenüber ihrem Verkäufer eine vertraglich vereinbarte Ertragsgarantie auf, die ebenfalls erst am Jahresende wirksam wird. In 2006 hat die muw aus dieser Ertragsgarantie einen Betrag in Höhe von 0,7 Mio eur ( 2005 : 0,7 Mio eur ) erhalten.

VERGÜTUNGSBERICHT

Der Vergütungsbericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und beinhaltet Angaben, die nach den Erfordernissen des deutschen Handelsrechts, erweitert durch das am 11. August 2005 in Kraft getretene Gesetz über die Offenlegung der Vorstandsvergütungen ( VorstOG ), die Bestandteil des Anhangs nach § 314 hgb bzw. des Lageberichts nach § 315 hgb sind. Die neuen Regelungen sind erstmals auf Jahres- und Konzernabschlüsse für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2006 anzuwenden. Die verbio hat von der "Opting Out Klausel" keinen Gebrauch gemacht.

VERGÜTUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER IM RUMPFGESCHÄFTSJAHR

VERGÜTUNG VORSTAND

IN EUR CLAUS SAUTER DR.-ING. GEORG POLLERT DR. HERBERT BÄSCH VORSTAND GESAMT
Fixe Vergütung 200.000 190.000 96.000 486.000
Variable Vergütung 100.000 100.000 156.000 1 356.000
Gesamt 300.000 290.000 252.000 842.000

1 Darin ist eine Sondertantieme in Höhe von TEUR 96 enthalten.

VERGÜTUNGSREGELN

Die jährliche Vergütung der Mitglieder des Vorstandes setzt sich zusammen aus einem jährlichen Fixgehalt sowie einem variablen Anteil ( Zieltantieme ), der sich daran orientiert, inwieweit das geplante konsolidierte Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ( vor Ertragsteuern, nach sonstigen Steuern, ohne Berücksichtigung der Tantiemezahlungen ) erreicht wird. Das Fixgehalt beträgt für Herrn Claus Sauter 400.000,00 eur brutto, Herrn Dr. - Ing. Georg Pollert 380.000,00 eur brutto und für Herrn Dr. Herbert Bäsch 185.000,00 eur brutto.

Die Zieltantieme beträgt für Herrn Claus Sauter und für Herrn Dr. - Ing. Georg Pollert jeweils 100.000,00 eur p.a. und für Herrn Dr. Herbert Bäsch 60.000,00 eur p.a. Die Zieltantieme wird bei Erreichen von 125 % ( Claus Sauter und Dr.-Ing. Georg Pollert ) bzw. 100 % ( Dr. Herbert Bäsch ) des Planergebnisses vollständig gezahlt. Beträgt das tatsächliche Ergebnis zwischen 75 % und 125 % des Planergebnisses, so wird die Zieltantieme anteilig gezahlt.

Bei weniger als 75 %iger Planererreichung wird keine Zieltantieme geschuldet. Bei Vorliegen außergewöhnlicher Ereignisse kann der Aufsichtsrat zur Beibehaltung der Ausgewogenheit der Vorstands - Anstellungsverträge nach billigem Ermessen eine abweichende Bemessungsgrundlage für die Zieltantieme festlegen. Besteht das Anstellungsverhältnis mit den Vorstandsmitgliedern nicht während eines gesamten Kalenderjahres, wird die Zieltantieme zeitanteilig nur für die Dauer des Bestehens des Anstellungsverhältnisses gezahlt.

Die Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder sehen vor, den Vorstandsmitgliedern die Möglichkeit zu gewähren, an einem Aktienoptionsprogramm der Gesellschaft, über das die Hauptversammlung der Gesellschaft vom 18. September 2006 Beschluss gefasst hat, teilzunehmen. Die Einzelheiten, insbesondere die Teilnahmebedingungen und die rechtliche und inhaltliche Ausgestaltung der Gewährung und Ausübung der Optionen, ergeben sich aus dem Aktienoptionsprogramm. Die Anzahl der den Vorstandsmitgliedern gegebenenfalls zu gewährenden Optionen sowie der Zeitpunkt ihrer Gewährung werden auf Basis der Bestimmungen des Aktienoptionsprogramms durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2007 entschieden, jedoch erst nach der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Vorstandes für das am 31. Dezember 2006 endende Rumpfgeschäftsjahr beschließt ( siehe auch "Angaben über das Kapital der verbio ag und anwendbare Vorschriften – Wandel- und Optionsrechte, Aktienoptionsprogramm" ). Den Vorstandsmitgliedern wird auf Grund ihrer

Anstellungsverträge ein Dienstwagen zur dienstlichen und privaten Nutzung zur Verfügung gestellt; sämtliche mit dem Unterhalt und dem Gebrauch des Fahrzeugs verbundenen Kosten trägt die Gesellschaft.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird in voller Höhe von der Gesellschaft getragen. Es bestehen keine Direktzusagen über Pensionsleistungen der Gesellschaft an die Vorstandsmitglieder. Daher werden bei der Gesellschaft auch keine diesbezüglichen Rückstellungen gebildet.

Die Vorstands - Anstellungsverträge sehen vor, dass im Falle des Todes des betreffenden Vorstandsmitgliedes dessen Witwe und Kinder, soweit letztere noch nicht das 25. Lebensjahr vollendet haben, noch für den Sterbemonat sowie die drei darauf folgenden Monate Anspruch auf das unverminderte monatliche Festgehalt haben, längstens jedoch bis zum Ende der Laufzeit des jeweiligen Anstellungsvertrages. Kündigt der Aufsichtsrat den Anstellungsvertrag von Herrn Dr. Bäsch, ohne das ein wichtiger Grund vorliegt, so erhält dieser eine Abfindung in Höhe der Hälfte des vertraglichen Festgehalts für den Zeitraum zwischen dem Wirksamwerden der Kündigung und dem Ende der vertraglichen Festlaufzeit. Sonstige die Vergütung betreffende Regelungen für den Fall der Beendigung des Anstellungsverhältnisses sehen die Vorstands - Anstellungsverträge nicht vor.

IN EUR PROF. DR. FRITZ
VAHRENHOLT
ALEXANDER VON
WITZLEBEN
BERND SAUTER ALOIS SAUTER AUSICHTSRAT
Fixe Vergütung 37.400 22.500 20.550 3.700 84.150
Variable Vergütung 24.000 15.000 13.000 2.000 54.000
Sonst. Vergütungs
bestandteile 12.100 7.500 6.575 1.050 27.225
Gesamt 73.500 45.000 40.125 6.750 165.375

VERGÜTUNG DER AUFSICHTSRATSMITGLIEDER

VERGÜTUNG DER AUFSICHTSRATSMITGLIEDER

DAVON IM 2. RUMPFGESCHÄFTSJAHR AUSBEZAHLT

Fixe Vergütung 7.400 - 5.550 3.700 16.650
Variable Vergütung 4.000 - 3.000 2.000 9.000
Sonst. Vergütungs
bestandteile 2.100 - 1.575 1.050 4.725
Gesamt 13.500 - 10.125 6.750 30.375

Die Hauptversammlung hat am 23. August 2006 beschlossen, dass die Mitglieder des ersten Aufsichtsrats für ihre Tätigkeit in der Zeit vom 19. Mai 2006 bis zum 23. August 2006 außer dem Ersatz ihrer baren Auslagen eine feste Vergütung von 3.700,00 eur, eine pauschalierte

Erfolgsvergütung von 2.000,00 eur und ein Sitzungsgeld von 500,00 eur pro Sitzung erhalten. Der Vorsitzende, Herr Prof. Dr. Vahrenholt, erhält das Doppelte, sein Stellvertreter, Herr Bernd Sauter, das Eineinhalbfache dieses Betrages.

VERGÜTUNGSREGELN

Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält satzungsgemäß nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung von 15.000,00 eur pro Jahr. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieses Betrages. Nach der Satzung erhalten die Aufsichtsratsmitglieder ferner eine variable Vergütung, deren Höhe sich nach der Profitabilität der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr bemisst. Die Einzelheiten der variablen Vergütung sowie die Gewährung eines Sitzungsgeldes wurden am 23. August 2006 durch Beschluss der Hauptversammlung festgelegt. Danach hängt die in § 14 Abs. 2 S. 3 der Satzung geregelte variable Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats vom ebit der Gesellschaft und ihren Tochterunternehmen ab. Für jeden Prozentpunkt ebit - Marge im Konzernabschluss der verbio ag erhält jedes Aufsichtsratsmitglied einen Betrag von jeweils 1.000,00 eur. Die ebit - Marge ergibt sich aus dem Konzernabschluss des jeweils abgelaufenen Geschäftsjahres bzw. Rumpfgeschäftsjahres. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der Stellvertreter das Anderthalbfache des vorgenannten Betrages. Die variable Vergütung ist begrenzt auf 10.000,00 eur für ein einfaches Aufsichtsratsmitglied, auf 15.000,00 eur für den Stellvertreter und auf 20.000,00 eur für den Vorsitzenden und fällig nach Ablauf der Hauptversammlung, die über die Verwendung des Bilanzgewinns für das betreffende Geschäftsjahr Beschluss gefasst hat. Zudem erhält jedes Aufsichtsratsmitglied zusätzlich für jede Sitzung des Aufsichtsrats, an der er teilgenommen hat, ein Sitzungsgeld von 500,00 eur. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der Stellvertreter das Anderthalbfache dieses Betrages.

Im Rumpfgeschäftsjahr 1. Juli bis 31. Dezember 2006 bestanden keine Kredite gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrats. Weder wurden Vorschüsse gewährt, noch wurden an die Mitglieder des Aufsichtsrats für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungsund Vermittlungsleistungen Vergütungen gezahlt oder Vorteile gewährt.

RISIKOMANAGEMENT

Der Geschäftsverlauf der verbio wird vor allem beeinflusst durch den reibungslosen, kontinuierlichen Betrieb der Produktionsanlagen und eine optimale Logistik in Bezug auf die Rohstoffbeschaffung und den Vertrieb der ausgebrachten Produktionsmengen. Ein weiterer entscheidender Einflussfaktor ist die Entwicklung der Rohstoff- und Produktionspreise. Regulatorische und steuerliche Rahmenbedingungen haben ebenfalls einen wichtigen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung. Die verbio hat daher im Rahmen eines risikoorientierten und zukunftsgerichteten Managementansatzes ein Risikomanagementsystem für die Gruppe aufgebaut und implementiert. Die Implementierung eines funktionalen Risikomanagementsystems wird dabei als Teil der allgemeinen Führungsverantwortung des Managements

verstanden. Im Voraus definierte Einzelrisiken werden durch Frühwarnindikatoren ständig überwacht und im Rahmen eines monatlichen Reportings an die Geschäftsführung der Tochtergesellschaften und den Konzernvorstand berichtet. Werden gewisse Schwellenwerte überschritten, erfolgt eine sofortige Berichterstattung an die verantwortlichen Stellen. Im Juni und Juli 2006 wurde eine Risikoinventur durchgeführt und ein umfangreiches und detailliertes Risikohandbuch erstellt.

verbio ist der Auffassung, dass das eingerichtete Risikomanagementsystem geeignet ist, die vorhandenen Risiken zu erkennen, zu analysieren. zu quantifizieren und sie adäquat zu steuern.

CHANCEN UND RISIKEN DER VERBIO

UNTERNEHMENSRISIKEN

Risiken, die den Fortbestand der verbio Vereinigte BioEnergie AG oder den des verbio-Konzerns gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Als wesentlich wurden folgende Risikobereiche definiert :

RISIKEN DER ROHSTOFFBESCHAFFUNG

Die Ergebnisse der verbio hängen in erheblichem Maße von der Verfügbarkeit und den Preisen der eingesetzten Rohstoffe ab. Bei Biodiesel sind dies überwiegend Rapsöl und Sojaöl und bei Bioethanol vorwiegend Roggen, Weizen und Triticale. Um die Preisrisiken zu minimieren verfolgt verbio eine "Multi - Feedstock - Strategie", die es ermöglicht, den bei der Herstellung von Biodiesel und Bioethanol – in Abhängigkeit vom Angebot auf dem Agrarmarkt – günstigsten Rohstoff einzusetzen. Um das Risiko der Verfügbarkeit zu minimieren hat verbio mit Landwirten sogenannte Energiepflanzenverträge ( Energy Crop Contracts ) abgeschlossen. Im Rahmen der Einkommensstützungsregelungen der EU - weiten Agrarpolitik gewährt die EU gemäß der Verordnung ( EG ) Nr. 1782 / 2003 vom 29. September 2003 in Verbindung mit der Verordnung ( EG ) Nr. 1973 / 2004 vom 29. Oktober 2004 Landwirten unter den darin geregelten Voraussetzungen Beihilfen für den Anbau von Energiepflanzen, die als Rohstoff zur Herstellung von Biokraftstoffen im Sinne der Biokraftstoffrichtlinie oder zur Erzeugung elektrischer und thermischer Energie aus Biomasse verwendet werden. Die Beihilfen können deshalb beispielsweise auch für den Anbau von Raps zur Herstellung von Biodiesel sowie Getreide zur Herstellung von Bioethanol gewährt werden.

Zur weiteren Risikominimierung sichert verbio sich auf der Einkaufs- und Verkaufsseite durch einen Operational - Hedge ab, d.h. verbio kauft die benötigten Rohstoffe nur, wenn die dazu passenden Verkaufsverträge vorliegen.

Trotz dieser eingeschlagenen Strategie haben die deutlichen Getreidepreissteigerungen die Ertragslage wesentlich beeinflusst. Sofern die Getreidepreise im 2. Halbjahr nicht nachhaltig fallen, die Kapazitätsauslastung sinkt und der Ethanolpreis bei seinem aktuellen Niveau verharrt, muss mit einer Abschreibung auf den Goodwill und auf andere Vermögenswerte ggf. gerechnet werden.

RISIKEN AUF DER VERTRIEBSSEITE

Gegen einen fallenden Mineralölpreis sichert sich die verbio in den Biodieselkontrakten durch so genannte. "Floor - Preis" - Vereinbarungen ab. Die Bioethanolverträge werden kurzfristig zu Fixpreisen kontrahiert.

Die schrittweise Einführung der Mineralölsteuer für Biodiesel kann vermutlich nicht auf die Verbraucher überwälzt werden und wird ab 2008 eine kostendeckende Produktion, insbesondere von B 100, kaum ermöglichen. Sofern keine Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für Biodiesel erfolgt, muss mit einer weiteren Verschlechterung der Rentabilität im Biodieselsegment gerechnet werden. Eine Abschreibung auf den Goodwill und auf andere Vermögenswerte kann daher nicht ausgeschlossen werden.

PRODUKTIONS- UND TECHNOLOGISCHE RISIKEN

Die Kosten- und Technologieführerschaft von verbio ist ausschlaggebend für eine weitere erfolgreiche Unternehmensentwicklung. Zu den wesentlichen technologischen Risiken zählt daher unzureichendes Prozess - Know - how und mangelnde Innovationsfähigkeit in Bezug auf den Einsatz der Rohstoffe und die Prozesstechnologie.

Die Produktionsanlagen sind neu und unterliegen einer ständigen Wartung und Zertifizierung durch den tüv. Für Stillstandszeiten als Folge von zum Beispiel Unwetter- oder Hochwasserschäden bestehen Betriebsunterbrechungsversicherungen. Umweltrisiken bestehen keine.

FINANZ- UND LIQUIDITÄTSRISIKEN

Finanz- und Liquiditätsrisiken bestehen keine, ebenso kein Fremdwährungsrisiko. Die Kunden der verbio sind große Mineralölgesellschaften, also Kunden mit hoher Bonität. Auch bei mittelständischen Kunden erfolgt Lieferung und Zahlung relativ unmittelbar. Mit Hilfe eines konsequenten Forderungsmanagements und der Überwachung des Zahlungsverhaltens der Kunden werden Bonitätsrisiken und damit Forderungsausfälle verringert. Darüber hinaus besteht eine konzernweite Warenkreditversicherung. Zur Liquiditätssteuerung besteht mit den Tochtergesellschaften seit März 2007 ein Cash - Management - Verfahren, mit dem die ausreichende Versorgung der Gesellschaften mit Liquidität sichergestellt wird. Insgesamt verfügt die verbio über ausreichende liquide Mittel, um das operative Geschäft zu finanzieren und aus eigener Kraft weiter zu wachsen.

PERSONELLE RISIKEN

Die verbio besitzt eine erfahrene und hochqualifizierte Führungsmannschaft. Insbesondere das Wissen dieser Personen über die Produktionsanlagen und die Produktionsprozesse sowie über die relevanten Märkte stellt einen großen Wettbewerbsvorteil dar.

IMPAIRMENT RISIKO

Der Goodwill, der im Rahmen der mit der Sacheinlage der Tochtergesellschaften verbundenen Kaufpreisallokation ermittelt wurde, wird gemäß ifrs 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern regelmäßig auf Wertminderungen hin geprüft. Dazu wird jeweils ein so genannter

Impairment - Test vorgenommen. Die im laufenden Geschäftsjahr durchgeführten Impairment-Tests haben keine Wertminderungen erfordert. Sofern sich die diesen Impaiment - Tests zu Grunde liegenden Annahmen als nicht zutreffend erweisen, kann indes nicht ausgeschlossen werden, dass ergebniswirksame Wertminderungen des Goodwills und andere Vermögenswerte bis hin zur Vollabschreibung zukünftig vorzunehmen sein werden.

ANGABEN NACH § 315 ABS. 4 HGB BZW. § 289 ABS. 4 HGB

Das gezeichnete Kapital der verbio Vereinigte BioEnergie AG besteht aus 63.000.000 Stück nennwertlose Inhaberaktien. Direkt beteiligt an der verbio mit einem Anteil größer 10 % sind die Vorstandsmitglieder Claus Sauter und Dr. - Ing. Georg Pollert. Sie halten unmittelbar oder über von ihnen kontrollierte Beteiligungsgesellschaften etwa 42,7 % der ausgegebenen Aktien. Das Aufsichtsratsmitglied Bernd Sauter hält 14,2 %. Insgesamt halten alle Altaktionäre der verbio ag Anteile am Grundkapital in Höhe von 71,1 %. Durch den Abschluss eines Poolvertrages ist eine Stimmbindung vereinbart worden. Weitere Beschränkungen bezüglich Stimmrechte oder Übertragung von Aktien bestehen nicht. Sonderrechte oder Kontrollbefugnisse sind nicht mit dem Anteilsbesitz verbunden.

Die Hauptversammlung vom 18. September 2006 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 17. März 2008 ganz oder in Teilen, ein- oder mehrmalig eigene Aktien im Umfang von insgesamt bis zu 5 % des derzeitigen Grundkapitals der Gesellschaft des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ermächtigung der verbio ag ( 50.000 teur ) zu anderen Zwecken als zum Handel in eigenen Aktien zu erwerben.

Die Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder sowie über die Änderung der Satzung entsprechen den gesetzlichen Regeln. Entschädigungsvereinbarungen im Falle eines Kontrollwechsels infolge einer Übernahme bestehen weder gegenüber dem Vorstand noch gegenüber Arbeitnehmern.

VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG, DIE NACH DEM BILANZSTICHTAG 31. DEZEMBER 2006 EINGETRETEN SIND

Mit Datum vom 17. / 22. Januar 2007 hat sbe bei einem Kreditinstitut einen Kreditrahmenvertrag über 20.000 teur abgeschlossen. verbio hat gegenüber diesem Kreditinstitut eine unwiderrufliche, unbefristete und unter Verzicht auf jegliche Einwendungen und Einreden stehende Patronatserklärung in entsprechender Höhe abgegeben.

Darüber hinaus gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag.

AUSBLICK 2007

Die verbio nimmt als konzernleitende Management - Holding einen Großteil der konzernweiten Querschnittsfunktionen wahr. Hierzu gehören insbesondere die Budgeterstellung und mittelfristige Planung, das Treasury einschließlich Cash - Management und Konzernfinanzplanung, Risikomanagement, Recht, Personal, Organisation, Rechnungswesen und Steuern sowie das Controlling. Des Weiteren steht sie den Tochtergesellschaften mit rechtlicher, betriebswirtschaftlicher und steuerlicher Beratung sowie mit diversen Dienstleistungen unterstützend zur Seite. verbio wird ferner die Entwicklung neuer Konzern - Projekte und deren Durchführung maßgeblich mit begleiten. Somit wird sich auch die künftige Entwicklung der verbio in engem Zusammenhang mit den operativen Tochtergesellschaften vollziehen.

KONJUNKTUR UND ROHSTOFFPREISENTWICKLUNG

Die Konjunkturprognosen für das Jahr 2007 werden insgesamt von den Wirtschaftsexperten trotz möglicher Zinssteigerungen als günstig bewertet. Führende Forschungsinstitute erwarten, dass die Weltwirtschaft um etwas weniger als 5 % wachsen wird. In den Ländern der Europäischen Union wird das reale Bruttoinlandsprodukt ( bip ) im Jahr 2007 um 2,2 % steigen, für die EU - Staaten Zentralosteuropas fällt die Prognose der Konjunkturforscher noch günstiger aus : Das reale bip dieser Volkswirtschaften könnte um durchschnittlich 5 % steigen. In Deutschland soll sich das reale bip um 2,7 % erhöhen und damit stärker als der EU - Durchschnitt. Die negativen Einflüsse der Mehrwertsteuererhöhung scheinen sich nur marginal auf den Konsum auszuwirken. Die Industrie, hier insbesondere wieder der Export, zeigt sich zuversichtlich. Auch die Lage am Arbeitsmarkt scheint sich tendenziell etwas zu entspannen.

Die Situation der Rohstoff- und Weltenergiemärkte wird auch in 2007 von einer starken Nachfrage aus Indien und China geprägt sein. Eine Einschätzung über die Entwicklung dieser Märkte ist schwierig, da sie sehr volatil sind. Sie reagieren auf Einflüsse wie z. B. Umweltkatastrophen oder politische Entwicklungen. Dies zeigte sich z. B. deutlich in der Reaktion auf den Libanonkonflikt in 2006, der zu massiv steigenden Ölpreisen geführt hat. Seit August hat sich die Lage an den internationalen Ölmärkten entspannt. Anfang März lag das Barrel der Sorte Brent bei 61 usd. Der Vorstand der verbio geht für 2007 davon aus, dass – sofern keine erneuten Krisen auftreten – das Preisniveau in etwa um 60 usd per Barrel schwanken wird. verbio erwartet in 2007 keine starken Preissteigerungen für Pflanzenöle, sondern eher einen Rückgang im zweiten Halbjahr 2007 auf Grund von ausreichendem Angebot bei rückläufiger Nachfrage. Des Weiteren erwartet verbio, dass sich bei den Getreidepreisen mit der neuen Ernte im Sommer 2007 die angespannte Lage auf Grund der schlechten Vorjahresernte erholen wird. Dies dürfte sich ebenfalls dämpfend auf die Preise auswirken.

BIODIESEL- UND BIOETHANOLMARKT IN DEUTSCHLAND UND EUROPA

Der Absatz von Biodiesel und Bioethanol wird seit 1. Januar 2007 in Deutschland durch die Beimischungspflicht unterstützt. Trotzdem geht verbio nicht davon aus, dass dies zu einem deutlichen Nachfrageschub in 2007 führen wird. Da die Mineralölgesellschaften auch bisher

schon bis zu 5 % Biodiesel beigemischt haben, hat sich hier kein zusätzliches großes Nachfragevolumen ergeben.

Weiterhin wird das Biodieselgeschäft, hier insbesondere das B100 - Geschäft, durch die Reduzierung der Steuerbegünstigung ab August 2006 belastet. Auch die in Deutschland vorhandenen Überkapazitäten drücken auf die Preise. Sinkende Preise können daher nicht ausgeschlossen werden.

Im Bioethanolgeschäft entwickelte sich die Nachfrage in 2007 bislang trotz Beimischungspflicht enttäuschend. Die Mineralölgesellschaften tun sich sehr schwer, die Beimischungspflicht zu akzeptieren.

Im übrigen Europa hingegen besteht bei beiden Kraftstoffen eine klare Unterkapazität. Daher geht verbio davon aus, dass die Nachfrage sowohl nach Biodiesel als auch Bioethanol in den nächsten Jahren über den vorhandenen Produktionskapazitäten liegen wird.

Auf Grund der zurzeit geführten Klimadebatte, insbesondere im Hinblick auf den CO2 - Ausstoß wird sowohl bei der EU als auch in einzelnen europäischen Ländern über die Einführung einer Verwendungspflicht von Biokraftstoff nachgedacht.

INVESTITIONEN

Bis Ende 2009 beabsichtigt verbio in etwa die Verdoppelung ihrer Kapazitäten auf bis zu 1,4 Mio Tonnen Biokraftstoffe p.a. Um dies zu erreichen, werden neue Anlagen gebaut und gleichzeitig die vorhandenen Produktionsanlagen zum Teil erweitert. Dafür vorgesehen ist ein Investitionsvolumen in Höhe von rund 300 Mio eur bis 400 Mio eur. Der Schwerpunkt wird auf dem Ausbau der Ethanolkapazitäten liegen.

OPERATIVE ZIELE UND AUSBLICK IN 2007

verbio ist heute einer der großen Biokraftstoffanbieter in Europa. verbio ist zudem Technologie- und Kostenführer in der Branche. Um diese Position auch in Zukunft einnehmen zu können, wird verbio sich weiterhin intensiv mit der Optimierung der Produktionsprozesse beschäftigen. Dabei soll zum Beispiel in der Biodieselproduktion der Anteil an Fettsäuren auf ca. 15 % angehoben werden. In der Bioethanolproduktion bildet die energetische Schlempeverwertung das wichtigste Projekt, um die Profitabilität des Geschäfts deutlich zu verbessern. Mit dem geplanten Baubeginn einer Bioethanolanlage in Deutschland an der Ostsee mit einer Kapazität von 200.000 Tonnen pro Jahr wird voraussichtlich schon in 2007 zudem der Anfang gemacht, die Wachstumsziele des Unternehmens konkret umzusetzen.

Das Ethanolgeschäft ist derzeit insbesondere durch die sehr zögerliche Erfüllung der Beimischungspflicht und die hohen Getreidepreise belastet. Zudem wurden große Mengen Ethanol aus Brasilien nach Europa importiert. Dies hat dazu geführt, dass die bis dato positive Preisentwicklung beim Ethanol gestoppt wurde. Mittelfristig gehen wir jedoch von einem leichten Anstieg der Ethanolpreise aus.

Das Biodieselgeschäft steht nach wie vor unter Druck auf Grund des schwachen Mineralölund des hohen Rapsölpreises. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen ist verbio mit der aktuellen Kapazitätsauslastung seiner Fabriken durchaus zufrieden. Zwar führt die Überkapazität in Deutschland zu weiterem Margendruck, aber sie bietet für verbio als Kostenund Technologieführer auch die Chance, Marktanteile zu gewinnen und eine aktive Rolle bei der Marktkonsolidierung zu spielen. Zudem verfügt verbio über ein erfolgreiches Exportgeschäft sowohl im Biodiesel- als auch im Bioethanolgeschäft. Sollte der deutsche Gesetzgeber jedoch an seiner Besteuerung von reinem Biodiesel festhalten, wird das B100 - Geschäft ab 2008 kaum mehr rentabel betrieben werden können.

Auf Grund dieser aktuell gegebenen negativen branchenwirtschaftlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen erwartet der Vorstand der verbio für 2007 ein schwieriges Geschäftsjahr, in dem die Vorjahresergebnisse sehr wahrscheinlich nicht erreicht werden können. Zu befürchten ist vielmehr eine deutliche Verfehlung des kumulierten Konzern - ebit des Gesamtjahres 2006.

verbio geht allerdings davon aus, dass sich die wirtschaftliche Lage der Biokraftstoffbranche im zweiten Halbjahr 2007 auf Grund sinkender Rapsöl- und Getreidepreise verbessern wird. Eine nachhaltige und deutliche Verbesserung erwartet der Vorstand aber erst in 2008. Ungeachtet dessen ist der Vorstand der verbio der festen Überzeugung, dass der langfristige Wachstumstrend im Biokraftstoffmarkt in Europa völlig intakt ist.

ABSCHLUSSERKLÄRUNG ZUM ABHÄNGIGKEITSBERICHT

ERKLÄRUNG DES VORSTANDES NACH § 313 ABS. 3 AKTG

Die verbio Vereinigte BioEnergie AG hat als Konzernunternehmen der Aktienpool verbio, Gesellschaft bürgerlichen Rechts, einen Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG erstellt. Nach den Umständen, die dem Vorstand zum Zeitpunkt der Vornahme der Rechtsgeschäfte bekannt waren, erhielten die Unternehmen der verbio Vereinigte BioEnergie AG bei jedem in diesem Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte eine angemessene Gegenleistung und wurden durch die in diesem Bericht angegebenen getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nicht benachteiligt.

Hamburg, den 19. März 2007

Vorstandsvorsitzender stellv. Vorstandsorsitzender Vorstand

claus sauter dr. - ing. georg pollert dr. rer. pol. herbert bäsch

Dieser Geschäftsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, welche auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung der verbio Vereinigte BioEnergie AG beruhen. Auch wenn die Unternehmensleitung der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen auf Grund vielfältiger Faktoren erheblich abweichen. Zu diesen Faktoren können beispielsweise die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Lage, der gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen in Deutschland und der EU sowie Veränderungen in der Branche gehören. Die verbio übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.

Konzernabschluss

für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis 31. Dezember 2006

  • Konzern Gewinn und Verlustrechnung
  • Konzern bilanz
  • Konzern Kapitalflussrechnung
  • Konzern Eigenkapitalsveränderungsrechnung
  • Konzernanhang
  • Bestätigungsvermerk
  • Corporate Governance Bericht
  • Organe
  • Glossar

Konzern - Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS

für die Zeit vom 1. Juli bis 31. Dezember 2006 ( Vergleichszahlen vom 1. Januar bis 30. Juni 20061 )

IN TEUR ANHANG 01.07. – 31.12.2006 01.01. – 30.06.2006
1. Umsatzerlöse einschließlich enthaltener Mineralölsteuer 243.351 72.026
Umsatzerlöse abzüglich Mineralölsteuer - 2.539 0
Umsatzerlöse 3.15 / 5.1 240.812 72.026
2. Bestandsveränderungen 18 197
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.15 / 5.2 12.036 2.499
4. Materialaufwand 5.3
a) Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe - 177.877 - 49.560
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen - 23.729 - 4.938
5. Personalaufwand 5.4 - 6.911 - 1.624
6. Abschreibungen 5.5 - 12.795 - 3.819
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.6 - 15.190 - 2.938
8. Sonstige Steuern - 33 - 7
9. Ergebnis aus Warentermingeschäften 5.7 0 -1.533
10. Betriebsergebnis 16.331 10.303
11. Zinsertrag 1.255 671
12. Zinsaufwendungen - 3.223 - 1.640
13. Fremdwährungsverluste 0 -7
14. Finanzergebnis 3.16 / 5.8 - 1.968 - 976
15. Ergebnis vor Steuern 14.363 9.327
16. Ertragsteuern 3.17 / 5.9 - 7.016 - 1.980
17. Jahresüberschuss 7.347 7.347
Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert und verwässert) 4.15 0,13 0,36

1 Die Konzern - Gewinn- und Verlustrechnung der VERBIO AG für den Vergleichszeitraum enthält die Aufwendungen und Erträge der MUW für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Mai 2006 sowie die Aufwendungen und Erträge für die Zeit vom 1. Juni bis 30. Juni 2006 auf konsolidierter Basis.

Konzernbilanz nach IFRS

zum 31. Dezember 2006

AKTIVA

A. LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

IN TEUR ANHANG 31.12.2006 30.06.2006
I. Goodwill 3.2 / 3.4 / 4.1 269.319 269.319
II. Auftragsbestand 3.2 / 3.4 / 4.1 5.290 9.262
III. Kundenbeziehungen 3.2 / 3.4 / 4.1 28.085 29.057
IV. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 3.2 / 3.4 / 4.1 113 84
V. Sachanlagen 3.3 / 4.2 193.621 172.082
VI. Finanzanlagen 3.5 / 4.3 1.238 30
Summe langfristige Vermögenswerte 497.666 479.834

B. KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

3.7/ 4.4 36.805 14.663
3.8 / 4.5 37.483 25.330
3.8 / 4.6 26.072 31.802
3.9 / 4.7 1.646 2.732
3.10 / 4.8 79.795 0
3.11 / 4.9 90.616 5.073
3.4 / 4.10 1.309 0
273.726 79.600
Bilanzsumme 771.392 559.434

PASSIVA

A. EIGENKAPITAL

IN TEUR ANHANG 31.12.2006 30.06.2006
I. Gezeichnetes Kapital 4.11 63.000 100
II. Kapitalrücklage 4.12 484.380 363.393
III. Andere Rücklagen 3.9 / 4.13 1.479 0
IV. Gewinnrücklagen 14.694 7.347
Summe Eigenkapital 563.553 370.840

B. LANGFRISTIGE SCHULDEN

I. Rückstellungen 3.13 / 4.16 429 442
II. Finanzverbindlichkeiten 3.14 / 4.17 55.170 62.129
III. Investitionszuwendungen 3.12 / 4.18 13.688 11.185
IV. Andere langfristige Verbindlichkeiten 3.14 / 4.19 17.620 17.613
V. Latente Steuerschulden 3.6 / 4.21 / 5.9 14.160 14.500
Summe langfristige Schulden 101.067 105.869

C. KURZFRISTIGE SCHULDEN

I. Rückstellungen für Ertragsteuern 3.13 / 4.21 10.950 7.450
II. Andere Rückstellungen 3.13 / 4.22 15.090 16.285
III. Finanzverbindlichkeiten 3.14 / 4.23 15.034 15.673
IV. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.14 / 4.24 34.978 24.287
V. Investitionszuwendungen 3.12 / 4.18 1.652 1.254
VI. Andere kurzfristige Verbindlichkeiten 3.14 / 4.25 28.891 17.191
VII. Derivate 3.9 / 4.7 177 585
Summe kurzfristige Schulden 106.772 82.725
Bilanzsumme 771.392 559.434

Konzern - Kapitalflussrechnung nach IFRS

für die Zeit vom 1. Juli bis 31. Dezember 2006 ( Vergleichszahlen vom 1. Januar bis 30. Juni 20061 )

IN TEUR ANHANG 01.07. – 31.12.2006 01.01. – 30.06.2006
Jahresüberschuss 7.347 7.347
Ertragsteuern 5.9 7.016 1.980
Finanzergebnis 1.968 976
Abschreibungen 5.5 12.795 3.819
Verlust aus dem Abgang von Vermögenswerten
des Anlagevermögens
110 4
Auflösung abgegrenzte Investitionszuwendungen 4.18 - 2.774 - 627
Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge 6. - 1.208 0
Zunahme der Vorräte - 22.142 -2.481
Zunahme ( i. Vj. Abnahme )
der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
- 12.153 3.173
Abnahme der sonstigen Vermögenswerte 8.131 10.698
Zunahme der Rückstellungen 2.897 638
Zunahme ( i. Vj. Abnahme ) der Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen
8.807 - 7.841
Abnahme anderer Verbindlichkeiten - 850 - 3.491
Gezahlte Zinsen - 2.241 - 1.253
Erhaltene Zinsen 602 275
Gezahlte Ertragsteuer - 4.581 - 29
Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 3.724 13.188

1 Die Konzern - Gewinn- und Verlustrechnung der VERBIO AG für den Vergleichszeitraum enthält die Aufwendungen und Erträge der MUW für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Mai 2006 sowie die Aufwendungen und Erträge für die Zeit vom 1. Juni bis 30. Juni 2006 auf konsolidierter Basis.

IN TEUR ANHANG 01.07. – 31.12.2006 01.01. – 30.06.2006
Im Rahmen des Erwerbs von Tochterunternehmen
erhaltene Zahlungsmittel
0 3.213
Auszahlungen für Termingeldanlagen - 79.721 0
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen 181 0
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen - 28.090 - 930
Auszahlungen für Investitionen in
immaterielle Anlagevermögenswerte
-56 - 4
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit - 107.686 2.279
Gewinnentnahmen MUW 0 -12.149
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 188.500 0
Kosten der Börseneinführung - 5.859 0
Einzahlungen aus besicherten Kreditgeschäften 15.064 0
Einzahlungen aus der Aufnahme
von Finanzverbindlichkeiten
3.756 0
Auszahlungen aus der Tilgung
von Finanzverbindlichkeiten
- 11.956 - 2.416
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 189.505 - 14.565
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 85.543 902
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 5.073 4.171
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 6. 90.616 5.073

Konzern - Eigenkapitalveränderungsrechnung nach IFRS

für die Zeit vom 1. Juli bis 31. Dezember 2006 ( Vergleichszahlen vom 1. Januar bis 30. Juni 2006 )

IN TEUR GEZEICHNETES KAPITAL
1. Januar 2006 28
Sachgründung 72
Jahresergebnis 0
30. Juni 2006 100
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 49.900
Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 13.000
Aufwendungen aus Eigenkapitalbeschaffung (nach Steuern) 0
Bewertung Derivate 0
Jahresergebnis 0
31. Dezember 2006 63.000
KAPITALRÜCKLAGE ANDERE RÜCKLAGEN GEWINNRÜCKLAGEN SUMME EIGENKAPITAL
- 28 0 0 0
363.421 0 0 363.493
0 0 7.347 7.347
363.393 0 7.347 370.840
- 49.900 0 0 0
175.500 0 0 188.500
- 4.613 0 0 - 4.613
0 1.479 0 1.479
0 0 7.347 7.347
484.380 1.479 14.694 563.553

Konzernanhang

für den Zeitraum vom 1. Juli 2006 bis zum 31. Dezember 2006

1. Allgemeine Angaben

1.1 GRUNDLAGEN

Die verbio - Gruppe mit dem Mutterunternehmen, die verbio Vereinigte BioEnergie ag, Hamburg ( "verbio ag" oder "Gesellschaft" ), und den im Konzern zusammengefassten Tochterunternehmen ( vgl. Abschnitt 2.1 ) ist im Bereich der Herstellung und des Vertriebs von Kraftstoffen und Veredelungsprodukten auf der Basis organischer Grundstoffe, insbesondere Rapsöl und ähnlichen Produkten tätig. Darüber hinaus betätigt sich die verbio-Gruppe mit dem Betrieb von 67 Windkraftanlagen und dem Betrieb eines Blockheizkraftwerks im Bereich der Energieerzeugung.

Die Gesellschaft wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 19. Mai 2006 gegründet und am 26. Juni 2006 in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg unter der Nummer hr b 97663 eingetragen.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in den Alsterarkaden 27 in 20354 Hamburg.

Der Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards ( ifrs / ias ) des International Accounting Standards Board sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee / Standing Interpretations Committee ( ifric / sic ), wie sie in der Europäischen Union ( EU ) zum Bilanzstichtag verpflichtend anzuwenden sind, erstellt.

Der Konzernabschluss ist in Euro ( eur ) dargestellt. Soweit nicht anders angegeben, sind alle Beträge in Tausend Euro ( teur ) angegeben. Es wird kaufmännisch gerundet. Hierdurch kann es zu Rundungsdifferenzen kommen.

Die am 19. Mai 2006 vereinbarte Einbringung mehrerer Gesellschaften in die verbio ag ( vgl. Abschnitt 1.2 ) wurde in Übereinstimmung mit den Regelungen von ifrs 3 als umgekehrter Unternehmenserwerb bilanziert. Hierbei ist die muw als wirtschaftlicher Erwerber identifiziert worden. Dies hat zur Folge, dass der unter dem Namen des rechtlichen Mutterunternehmens verbio ag aufgestellte Konzernabschluss wirtschaftlich dem Konzernabschluss der muw entspricht. Somit stellt der vorliegende Konzernabschluss die Fortführung der historischen Abschlüsse der muw dar. Der vorliegende Konzernabschluss umfasst die Geschäftstätigkeit aller Konzernunternehmen vom 1. Juli bis 31. Dezember 2006. Der Vorjahresvergleichsstichtag für die Bilanz ist der 30. Juni 2006. Vergleichzeitraum für die Gewinn- und

Verlustrechnung ist der Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2006. Hierin enthalten sind die Ergebnisse der muw vom 1. Januar bis 31. Mai 2006 sowie das Ergebnis der verbio - Gruppe vom 1. bis 30. Juni 2006.

1.2 ERRICHTUNG UND BÖRSENNOTIERUNG DER VERBIO AG

Die Gründung der verbio ag erfolgte auf der Grundlage des notariell beurkundeten Einbringungsvertrages vom 19. Mai 2006 im Wege einer Sachgründung durch Einbringung folgender Gesellschaftsanteile und Rechtspositionen :

  • muw Mitteldeutsche UmesterungsWerke GmbH & Co. KG ( "muw" ) mit einem Einbringungswert in Höhe von 150 Mio eur,
  • muw Mitteldeutsche UmesterungsWerke Verwaltungs GmbH ( "muw GmbH" ) zum Buchwert,
  • nuw Nordbrandenburger UmesterungsWerke GmbH & Co. KG ( "nuw" ) und nuw Nordbrandenburger UmesterungsWerke Verwaltung GmbH ( "nuw GmbH" ) jeweils zum Buchwert,
  • mbe Mitteldeutsche BioEnergie GmbH & Co. KG ( "mbe" ) und
  • mbe Mitteldeutsche BioEnergie Verwaltung GmbH ( "mbe GmbH" ) jeweils zum Buchwert,
  • nbe Nordbrandenburger BioEnergie GmbH & Co. KG ( "nbe" ) und
  • nbe Nordbrandenburger BioEnergie Verwaltung GmbH ( "nbe GmbH" ) jeweils zum Buchwert,
  • 99 Namensaktien der sbe Swiss BioEnergy AG ( "sbe" ) zum Nennbetrag sowie
  • Position des Treugebers auf eine Namensaktie an der sbe Swiss BioEnergy AG zum Nennbetrag.

Die Einbringung erfolgte mit dinglicher Wirkung zum 6. Juni 2006 und schuld- bzw. steuerrechtlich rückwirkend zum 1. Januar 2006 bzw. 31. Dezember 2005.

Der Anteilsbesitz der verbio ag am 31. Dezember 2006 gliedert sich somit wie folgt :

NAME UND SITZ DER GESELLSCHAFT KAPITALANTEIL IN %
MUW, Greppin 100
MUW GmbH, Greppin 100
NUW, Schwedt 100
NUW GmbH, Schwedt 100
MBE, Zörbig 100
MBE GmbH, Zörbig 100
NBE, Schwedt 100
NBE GmbH, Schwedt 100
SBE, Thal / Schweiz 100
HBE GmbH, Hamburg 100

Die Anteile werden rechtlich von der verbio ag gehalten.

Mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 8. Dezember 2006 ist die hbe Hansa BioEnergie GmbH, Hamburg ( "hbe GmbH" ) von der verbio ag erworben worden. Es handelt sich um eine Vorratsgesellschaft ohne nennenswertes Vermögen.

Die Hauptversammlung vom 23. August 2006 hat die Erhöhung des Grundkapitals der verbio ag um 49.900 teur auf 50.000 teur aus Gesellschaftsmitteln beschlossen. Ferner wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 1. August 2011 das Grundkapital durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu 25.000 teur zu erhöhen ( Genehmigtes Kapital ). Die Eintragung in das Handelregister ist am 29. August 2006 erfolgt.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18. September 2006 wurde eine bedingte Kapitalerhöhung von bis zu 2.000 teur durchgeführt. Diese Kapitalerhöhung dient dem ausschließlichen Zweck der Einlösung von Bezugsrechten aus dem Aktienoptionsprogramm der verbio ag. Das Aktienoptionsprogramm ist noch nicht von der Hauptversammlung beschlossen worden.

Der Vorstand hat am 8. Oktober 2006 mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen aus dem genehmigten Kapital um 13.000 teur durch Ausgabe von 13.000.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag ( Stückaktien ) unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre beschlossen. Die Durchführung der Kapitalerhöhung ist am 14. Oktober 2006 in das Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg eingetragen. Das in 63.000.000 Stückaktien eingeteilte Grundkapital beträgt nunmehr 63.000 teur. Das genehmigte Kapital beträgt noch 12.000 teur.

Am 4. Oktober 2006 haben die Gesellschaft und die Dresdner Bank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, ( "dba" ), Credit Suisse Securities ( Europe ) Limited, London / Vereinigtes Königreich, ( "cssl" ), den Zulassungsantrag von bis zu 63.000.000 Aktien zum amtlichen Markt gestellt.

Am 9. Oktober 2006 wurden 63.000.000 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien in Form von nennwertlosen Stückaktien – mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 eur – mit voller Gewinnanteilberechtigung ab 1. Juli 2006 zum amtlichen Markt mit gleichzeitiger Zulassung zum Teilbereich des amtlichen Marktes mit weiteren Zulassungsfolgepflichten ( Prime Standard ) zugelassen.

Am 13. Oktober 2006 haben die verbio ag und die Altaktionäre gemeinsam mit dba und cssl den Emissionspreis auf 14,50 eur je Aktie festgelegt. Es wurden insgesamt 18.200.000 Aktien der verbio ag platziert. Hiervon stammen 13.000.000 Aktien aus der oben erläuterten Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital sowie 5.200.000 Aktien aus dem Eigentum der Altaktionäre ( einschließlich 2.000.000 Aktien aus einer den Konsortialbanken eingeräumten Mehrzuteilungsoption; "Greenshoe Option" ). Das Platzierungsvolumen beträgt damit 263,9 Mio eur. Der Emissionserlös aus der Kapitalerhöhung beträgt 188,5 Mio eur.

Am 16. Oktober 2006 erfolgte die Handelsaufnahme im amtlichen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse ( Prime Standard ). Der Erstnotierungskurs hat 15,00 eur betragen.

1.3 ANPASSUNG DER VERGLEICHSINFORMATIONEN

Im Konzernabschluss zum 30. Juni 2006 sind Forderungen gegen die Altaktionäre als "Forderungen gegen Gesellschafter" und Verbindlichkeiten gegenüber den Altaktionären als "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" ausgewiesen worden. Auf Grund der am 16. Oktober 2006 erfolgten Handelsaufnahme im Prime Standard ist diese bilanzielle Abbildung nicht mehr praktikabel. Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber den Altaktionären werden aus diesem Grund in der Berichtsperiode unter den "Finanzverbindlichkeiten" ausgewiesen. Des Weiteren sind zum Zweck der besseren Vergleichbarkeit die im Vorjahr ausgewiesenen Forderungen gegen die Altaktionäre (1.327 teur) in den Posten "Sonstige Vermögenswerte" und die Verbindlichkeiten gegenüber den Altaktionären (14.634 teur langfristig und 495 teur kurzfristig) in die Posten "Finanzverbindlichkeiten" umgegliedert worden.

2. Konzernabschluss

2.1 KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernabschluss der verbio ag werden neben dem wirtschaftlichen Mutterunternehmen muw die folgenden Unternehmen einbezogen :

  • verbio ag, Hamburg,
  • muw Mitteldeutsche UmesterungsWerke Verwaltungs GmbH, Greppin,
  • nuw Nordbrandenburger UmesterungsWerke GmbH & Co KG, Schwedt / Oder,
  • nuw Nordbrandenburger UmesterungsWerke Verwaltung GmbH, Schwedt / Oder,
  • mbe Mitteldeutsche BioEnergie GmbH & Co, Zörbig,
  • mbe Mitteldeutsche BioEnergie Verwaltung GmbH, Zörbig,
  • nbe Nordbrandenburger BioEnergie GmbH & Co, Schwedt / Oder,
  • nbe Nordbrandenburger BioEnergie Verwaltung GmbH, Schwedt / Oder sowie
  • sbe Swiss BioEnergy AG, Thal, Schweiz und
  • hbe Hansa BioEnergie GmbH, Hamburg.

Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden im Folgenden als "Konzern" oder "verbio - Gruppe" bezeichnet.

In den Konzernabschluss sind alle in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die muw direkt oder indirekt die Möglichkeit zur Beherrschung der Finanz- und Geschäftspolitik dieser Gesellschaften hat.

Nach der am 23. August 2006 beschlossenen und am 29. August 2006 in das Handelsregister eingetragenen Satzungsänderung bezüglich des Geschäftsjahres der verbio ag haben alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen das Kalenderjahr als Geschäftsjahr. Alle Tochterunternehmen hatten bereits das kalenderjahridentische Geschäftsjahr und haben für Zwecke des ersten Konzernabschlusses zum 30. Juni 2006 Zwischenabschlüsse aufgestellt. Auf Grund der Satzungsänderung der verbio ag endet das am 1. Juli 2006 begonnene Geschäftsjahr am 31. Dezember 2006 und ist damit ein Rumpfgeschäftsjahr.

2.2 KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode, bei der zum Zeitpunkt des Erwerbs die Anschaffungskosten der Beteiligung dem beizulegenden Zeitwert der ( anteilig ) erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden gegenübergestellt werden.

Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Schulden zwischen konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Zwischenergebnisse werden herausgerechnet.

Latente Ertragsteuern werden nach dem bilanzorientierten Ansatz in Einklang mit den Bestimmungen des ias 12 ermittelt.

2.3 WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Transaktionen in Fremdwährung werden in den Abschlüssen der einbezogenen Unternehmen zum Kurs am Transaktionstag in die funktionale Währung des Unternehmens umgerechnet. Zum Bilanzstichtag werden monetäre Posten zum Stichtagskurs bewertet. Hieraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam erfasst.

Die funktionale Währung aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der Euro und entspricht somit der Darstellungswährung des Konzernabschlusses.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

3.1 GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG

Auf den vorliegenden Konzernabschluss wurden die ab 1. Januar 2006 in der EU verpflichtend anzuwendenden ifrs zu Grunde gelegt.

Vom iasb bzw. ifric wurden neue Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards veröffentlicht, die im Berichtszeitraum der verbio ag verpflichtend anzuwenden sind :

IFRIC 7 "ANWENDUNG DES ANPASSUNGSANSATZES UNTER IAS 29 RECHNUNGSLEGUNG IN HOCHINFLATIONSLÄNDERN"

Das iasb hat im November 2005 die Interpretation ifric 7 veröffentlicht. Diese Interpretation klärt Fragen im Zusammenhang mit der Anwendung von ias 29 für den Fall, dass das Land dessen Währung die funktionale Währung des bilanzierenden Unternehmens ist, zu einem Hochinflationsland wird. Die Interpretation ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. März 2006 beginnen. Die Interpretation war für den Konzernabschluss der verbio ag nicht relevant.

IFRIC 8 "ANWENDUNGSBEREICH VON IFRS 2"

Der iasb hat im Januar 2006 die Interpretation ifric 8 veröffentlicht, die zum Anwendungsbereich von ifrs 2 "Aktienbasierte Vergütung" Stellung nimmt. ifrs 2 ist anzuwenden auf Geschäftsvorfälle, in deren Rahmen eine Gesellschaft Güter oder Dienstleistungen als Gegenleistung für eine aktienbasierte Vergütung erhält. Nach ifric 8 ist ifrs 2 auch dann anzuwenden, wenn die Gesellschaft die erhaltenen Güter oder Dienstleistungen nicht klar identifizieren kann. ifric 8 ist auf Geschäftsvorfälle anzuwenden, die am oder nach dem 1. Mai 2006 beginnen. Die Interpretation war für den vorliegenden Konzernabschluss der verbio ag nicht relevant.

IFRIC 9 "NEUBEURTEILUNG EINGEBETTETER DERIVATE"

Das iasb hat im März 2006 die Interpretation ifric 9 veröffentlicht, welche die Bilanzierung von Finanzinstrumenten mit eingebetteten Derivaten nach der erstmaligen Erfassung konkretisiert. Die Interpretation ist erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juni 2006 beginnen. Die Interpretation war damit ab dem Beginn der Berichtsperiode anzuwenden. Die Interpretation hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der verbio ag.

Darüber hinaus wurden vom iasb bzw. ifric unter anderem die nachfolgend genannten neuen Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards veröffentlicht,

die auf Grund der Geschäftstätigkeit der verbio - Gruppe grundsätzlich zur Anwendung kommen könnten, deren Anwendung für den vorliegenden Konzernabschluss jedoch noch nicht verpflichtend ist und die von der verbio - Gruppe auch nicht vorzeitig angewendet werden.

IFRS 7 "FINANZINSTRUMENTE: ANGABEN"

Das iasb hat im August 2005 ifrs 7 veröffentlicht. In diesem Standard wurden die Angaben zu Finanzinstrumenten zusammengefasst, die bislang in ias 30 "Angaben im Abschluss von Banken und ähnlichen Finanzinstitutionen" und ias 32 "Finanzinstrumente : Angaben und Darstellung" geregelt waren. Dabei wurden einzelne Angabepflichten geändert bzw. ergänzt. ifrs 7 ist verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2007 beginnen. Der Standard, der von allen Unternehmen anzuwenden ist, wird in dem Konzernabschluss der verbio ag zu erweiterten Angaben zu Finanzinstrumenten führen.

ÄNDERUNG DES IAS 1 "DARSTELLUNG DES ABSCHLUSSES" – ANGABEN ZUM KAPITAL

Das iasb hat im August 2005 im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von ifrs 7 "Finanzinstrumente : Angaben" eine Änderung des ias 1 veröffentlicht. Danach sind im Abschluss Informationen zu veröffentlichen, die den Abschlussadressaten eine Bewertung der Ziele, Methoden und Prozesse beim Kapitalmanagement ermöglichen. Die Änderung des ias 1 ist anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2007 beginnen. Die erstmalige Anwendung dieser Änderung des ias 1 wird im Konzernabschluss der verbio ag zu erweiterten Anhangangaben führen.

IFRS 8 "OPERATIVE SEGMENTE"

Das iasb hat am 30. November 2006 ifrs 8 veröffentlicht. ifrs 8 wird den bisherigen Standard ias 14 "Segmentberichterstattung" ersetzen und die bestehenden Regelungen denen der us - gaap angleichen. ifrs 8 sieht insbesondere eine Berichterstattung über die wirtschaftliche Entwicklung der Segmente basierend auf der internen Steuerung ( management approach ) vor. Als operative Segmente werden Teile einer Unternehmung betrachtet, deren operatives Ergebnis von einem zentralen Entscheidungsträger ( chief operating decision maker ) regelmäßig überwacht wird und als Entscheidungsgrundlage für die Ressourcenallokation und für die Erfolgskontrolle dient und für die gesonderte Finanzinformationen zur Verfügung stehen. Daneben sind die erforderlichen Anhangangaben erweitert worden. ifrs 8 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Anwendung von ifrs 8 kann bei der verbio ag zu Veränderungen in der Segmentzusammensetzung führen, die aus heutiger Sicht jedoch nicht wesentlich sein werden. Daneben sind weitere Anhangangaben notwendig.

IFRIC 10 "ZWISCHENBERICHTERSTATTUNG UND WERTMINDERUNG"

Das ifric hat im Juli 2006 die Interpretation ifric 10 veröffentlicht. Die Interpretation befasst sich mit dem Verhältnis der Vorschriften von ias 34 zur Zwischenberichterstattung und den Regelungen von ias 36 und ias 39 zur Wertaufholung bestimmter Vermögenswerte. ifric 10 sieht vor, dass ein Verbot der Wertaufholung auch dann gilt, wenn eine Wertminderung in einem dem Jahresabschluss vorangegangenen Zwischenbericht vorgenommen wurde. Folge dieser Regelung ist, dass die Häufigkeit der Zwischenberichterstattung die Höhe des Ergebnisses im Jahresabschluss beeinflussen kann. Die folgenden drei Arten von Vermögenswerten fallen in den Anwendungsbereich von ifric 10 :

  • Geschäfts- oder Firmenwerte ( Goodwills ),
  • Gehaltene Eigenkapitalinstrumente, die als zur Veräußerung verfügbar eingestuft werden, Finanzielle Vermögenswerte, die zu Anschaffungskosten bilanziert werden.

Eine analoge Anwendung von ifric 10 auf andere Sachverhalte ist ausdrücklich ausgeschlossen. ifric 8 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. November 2006 beginnen. Die verbio ag erwartet aus der verpflichtenden Anwendung ab dem Geschäftsjahr 2007 keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanzierungsmethoden im Konzern.

IFRIC 11 "IFRS 2 – GESCHÄFTE MIT EIGENEN AKTIEN UND AKTIEN VON KONZERNUNTERNEHMEN"

Das iasb hat im November 2006 die Interpretation ifric 11 veröffentlicht. Die Interpretation beantwortet die Frage, wie die Vorschriften des ifrs 2 auf aktienbasierte Vergütungsvereinbarungen anzuwenden sind, die unternehmenseigene Eigenkapitalinstrumente oder Eigenkapitalinstrumente eines anderen Unternehmens des selben Konzerns beinhalten. ifric 11 tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. März 2007 beginnen. Die verbio ag erwartet aus der verpflichtenden Anwendung ab dem Geschäftsjahr 2008 keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanzierungsmethoden im Konzern.

IFRIC 12 "VEREINBARUNGEN VON DIENSTLEISTUNGSLIZENZEN"

Das iasb veröffentlichte im November 2006 die Interpretation ifric 12. Als Dienstleistungslizenzen nach ifric 12 gelten Vereinbarungen, bei denen die öffentliche Hand mit privaten Unternehmen Verträge abschließt, die auf die Erfüllung öffentlicher Aufgaben gerichtet sind, z. B. der Bau von Straßen, Flughäfen, Gefängnissen etc. Die Verfügungsmacht über die Vermögenswerte verbleibt bei der öffentlichen Hand. Das private Unternehmen ist dagegen für den Bau, den Betrieb und die Erhaltungsmaßnahmen verantwortlich. ifric 12 klärt insoweit die Frage, wie die privaten Unternehmen die sich aus diesen Vereinbarungen ergebenden Rechte und Pflichten zu bilanzieren haben. ifric 12 ist für Geschäftsjahre, die nach dem 1. Januar 2008 beginnen, anzuwenden. Die Interpretation hat derzeit keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der verbio ag.

ALLGEMEINE ANGABEN

Der Konzernabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Entsprechend ias 1 erfolgte die Bilanzgliederung nach Fristigkeiten. Die Erstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

teilweise zusammengefasst und im Anhang erläutert.

Der Konzernabschluss ist auf der Grundlage fortgeführter Anschaffungs- und Herstellungskosten aufgestellt, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind.

Die Erstellung des Konzernabschlusses nach ifrs macht es erforderlich, Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten und sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Aufwendungen und Erträgen beeinflussen. Im Wesentlichen beziehen sich die vorgenommen Schätzungen und Annahmen im Rahmen der Überprüfung des Wertminderungsbedarfs der Goodwills (Impairment - Test), auf die Festlegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Einschätzungen der erwarteten Inanspruchnahme rückstellungsrelevanter Sachverhalte. Darüber hinaus beziehen sich die getroffenen Annahmen und Schätzungen auf die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen.

Bezüglich der latenten Steuern auf Verlustvorträge sind die Schätzungen in hohem Maße von der Umsetzung geplanter Umstrukturierungsmaßnahmen sowie der Ertragsentwicklung abhängig. Die Schätzungen können demnach von den sich in späteren Perioden tatsächlich einstellenden Beträgen abweichen. Änderungen der zu treffenden Annahmen oder Schätzungen werden zum Zeitpunkt des Bekanntwerdens erfolgswirksam berücksichtigt. Die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Umstände werden ebenso wie die zukünftige Entwicklung des branchenbezogenen Umfelds bezüglich der erwarteten zukünftigen Geschäftsentwicklung der verbio - Gruppe zu Grunde gelegt.

3.2 GOODWILLS SOWIE ÜBRIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Die Goodwills ergeben sich aus den Unterschieden zwischen den Anschaffungskosten im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses und dem beizulegenden Nettozeitwert der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Goodwills werden zu Anschaffungskosten abzüglich eventueller kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Goodwills werden Zahlungsmittel generierenden Einheiten zugeordnet und mindestens einmal bzw. bei Eintritt wesentlicher Ereignisse jährlich auf Wertminderungsbedarf überprüft.

Die übrigen von der verbio - Gruppe erworbenen immateriellen Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und eventueller kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die erwartete Nutzungsdauer in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die erwarteten Nutzungsdauern sind wie folgt festgelegt worden :

Auftragsbestand 15 Monate
Kundenbeziehungen 15 Jahre
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 3 bis 5 Jahre

3.3 SACHANLAGEN

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen sowie eventuelle kumulierte Wertminderungsaufwendungen, bewertet. Selbst erstellte Sachanlagen enthalten alle direkt dem Herstellungsprozess zuzurechnenden Kosten, angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten sowie die geschätzten zukünftigen Kosten aus Rückbauverpflichtungen. Als produktionsbezogene Gemeinkosten wurden fertigungsbedingte Abschreibungen sowie anteilig zurechenbare Verwaltungskosten in die Bewertung mit einbezogen.

Von dem Wahlrecht der Einbeziehung von Fremdkapitalkosten in die Ermittlung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten gemäß ias 23 wurde kein Gebrauch gemacht.

Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die erwartete Nutzungsdauer in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die erwarteten Nutzungsdauern sind wie folgt festgelegt worden :

Gebäude und Erbbaurecht 33 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 8 bis 18 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 12 Jahre

3.4 WERTMINDERUNGEN LANGFRISTIGER VERMÖGENSWERTE

Die Goodwills werden einmal jährlich auf Wertminderungsbedarf überprüft ( Impairment-Test ). Die übrigen immateriellen Vermögenswerte sowie das Sachanlagevermögen werden auf Wertminderungsbedarf untersucht, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung der betreffenden Vermögenswerte vorliegen.

Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn der Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Zahlungsmittel generierenden Einheit den erzielbaren Betrag am Bilanzstichtag übersteigt. Der erzielbare Betrag entspricht hierbei dem höheren der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und dem Nutzungswert, wobei der Nutzungswert dem Barwert der künftigen Cash Flows entspricht, der voraussichtlich aus dem Vermögenswert beziehungsweise aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit abgeleitet werden kann.

Zum Bilanzstichtag haben sich für die Goodwills keine Wertminderungen ergeben.

Der Goodwill ist für Zwecke des Impairment - Tests den Zahlungsmittel generierenden Einheiten zugeteilt worden. Dabei bestehen die Zahlungsmittel generierenden Einheiten unverändert wie bei der Goodwill - Ermittlung bei der Erstkonsolidierung aus den im Rahmen der Erstkonsolidierung erworbenen Unternehmen mbe, nuw, nbe und sbe mit folgenden anteiligen Buchwerten :

48.966
29.012
47.387
143.954
269.319

Der Impairment - Test wird auf der Grundlage der Ermittlung der erzielbaren Beträge der Zahlungsmittel generierenden Einheiten durchgeführt. Dabei wurden die erzielbaren Beträge auf Basis der Nutzungswerte ermittelt.

Die Cash Flow - Projektionen beruhen auf den vom Vorstand genehmigten Planungen für die Jahre 2007 bis 2009, die auf Grund von Erfahrungswerten und aktuellen Marktentwicklungen als repräsentativ für alle Folgejahre angenommen wurden. Erweiterungsinvestitionen bleiben unberücksichtigt.

Die Cash Flows wurden nach Steuern und Zinsen geschätzt und mit einem risikoadäquaten Kapitalkostensatz nach Steuern abgezinst. Der Impairment - Test führte zu dem Ergebnis, dass keine Wertminderungen vorzunehmen sind. So entspricht der erzielbare Betrag bei der nuw dem entsprechenden Buchwert. Bei der mbe liegt er um ca. 5.000 teur darüber; gleiches ist mit ca. 34.000 teur bei der nbe und mit ca. 33.000 teur bei der sbe der Fall.

Die Ausgangsbasis zur Wertbestimmung ( Grundannahmen ) stellt sich für die Einheiten wie folgt dar :

GRUNDANNAHMEN UNTERNEHMEN AUSGANGSBASIS FÜR DIE WERTBESTIMMUNG
Budgetierte Umsatzzahlen SBE Detaillierte Umsatzerlösplanung auf der Basis langfristiger
Kontrakte, zusätzlich abgeschlossener Spotmarktgeschäfte und
Marktpreiseinschätzungen bezogen auf die für die Planungs
periode aktuell noch nicht verkaufte Produktionskapazität.
NBE, NUW, MBE Umsatzerlöse basieren auf einer der Produktionskapazität
entsprechenden Absatzplanung und sind bezogen auf ein
aus einem Verarbeitungsvertrag mit der SBE abzuleitendes
Preisgerüst.
Budgetierte Material
aufwendungen bzw.
Einkaufspreise sowie
Verkaufspreise
SBE Für das Biodieselsegment wurden die beigestellten Rohstoff
einsatzmengen mit Marktpreiseinschätzungen gewichtet.
Diese Einsatzmengen sind aus der Absatzplanung bzw. der
entsprechend geplanten Produktionskapazität abgeleitet
worden. Zudem wurden die Materialaufwendungen auf der
Basis von Weiterbelastungen bzw. der Umsatzplanungen der
jeweiligen Produktionsgesellschaften geplant. Für Bioethanol
wurden Verkaufspreise zwischen 62,00 und 64,00 EUR pro
Hektoliter und für Biodiesel zwischen 62,50 und 65,00 EUR
pro Hektoliter unterstellt.
NBE, NUW, MBE Die geplanten Rohstoffeinsatzmengen wurden auf der Basis
der Absatz- bzw. Produktionskapazitätsplanung abgeleitet.
Hierbei wurden physikalische bzw. chemische Ausbringungs
und Auslastungsrelationen berücksichtigt. Die der Planung
zugrunde liegenden durchschnnittlichen Getreidepreise liegen
zwischen 115,00 und 120,00 EUR pro Tonne und für Rapsöl bei
600,00 EUR pro Tonne.
Budgetierte Erträge
und Aufwendungen
Andere Erträge und Aufwendungen wurden auf der Basis eines
Vorjahresvergleichs geplant und um einmalige Effekte und
wesentliche Änderungen gegenüber dem Vorjahr bereinigt oder
auf der Basis von Vorjahresdaten hochgerechnet.

Auf die prognostizierten Cash Flows wurden risikoadäquate Abzinsungssätze gemäß ias 36.55 angewendet und zwar für die nbe und mbe 9,08 %, für die nuw 8,65 % und für die sbe 8,82 %. Die Bestimmung der Grundannahmen erfolgte vor allem auf Basis von langjährigen Erfahrungswerten.

Auf das Ergebnis der Cash - Flow - Projektionen bzw. auf die erzielbaren Beträge haben vor allem Abweichungen bei den Grundannahmen für Einkaufs- und Verkaufspreise gegenüber den budgetierten Preisen wesentliche Auswirkungen. So wird eine Abwertung des Goodwills ceteris paribus notwendig, wenn die Verkaufspreise für Bioethanol nachhaltig um ca. 15 eur /cm3 bzw. wenn die Verkaufspreise für Biodiesel nachhaltig um ca. 12 eur / cm3 sinken. Bei einer Verringerung des Verkaufspreises für Biodiesel um nachhaltig 15 eur / cm3 könnte ceteris paribus eine Abwertung des Goodwills um ca. 8 Mio eur und bei einer Verringerung des Bioethanolpreises um nachhaltig 20 eur / cm3 könnte ceteris paribus eine Abwertung um ca. 9 Mio eur notwendig werden.

Die Notwendigkeit zu einer Abwertung des Goodwills ergibt sich ceteris paribus ebenfalls bei einem nachhaltigen Anstieg der Preise für Rapsöl um ca. 12,50 eur pro Tonne und einem nachhaltigen Anstieg der Getreidepreise um ca. 5,50 eur pro Tonne. Bei einem nachhaltigen Anstieg der Getreidepreise um ca. 10 Euro pro Tonne könnte eine Abwertung des Goodwills um ca. 24 Mio eur und bei einem Anstieg der Rapsölpreise um nachhaltig ca. 15 eur pro Tonne könnte eine Abwertung des Goodwills um ca. 5 Mio eur notwendig werden.

Ein bei der muw bilanziertes Blockheizkraftwerk (bhkw) ist mit Wirkung zum 1. März 2007 verkauft worden. Der daraus resultierende Verlust wurde bereits zum 31. Dezember berücksichtigt. Die Abschreibungen in Höhe von 938 teur wurden auf den vereinbarten Verkaufspreis abzüglich Veräußerungskosten vorgenommen. Das bhkw ist im Segment Energie bilanziert. Anzeichen für Wertminderungen der übrigen immateriellen Vermögenswerte oder des Sachanlagevermögens lagen nicht vor. Gemäß ifrs 5 ist das bhkw in den Posten "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" umgegliedert worden.

3.5 FINANZANLAGEN

Unter den Finanzanlagen werden langfristige Forderungen und die Anteile an der Biodiesel Production S.A., Madrid / Spanien, ausgewiesen. Das Grundkapital der Biodiesel Production S.A., Madrid / Spanien beträgt 61 teur, an dem die muw mit 95 % beteiligt ist. Die Bewertung dieser Anteile erfolgt zu Anschaffungskosten in Höhe von 30 teur. Da die Beteiligungsgesellschaft noch nicht operativ tätig ist, entspricht der beizulegende Zeitwert insoweit den Anschaffungskosten.

Daneben wird eine von der sbe zinslos bis zum 31. Dezember 2009 gestundete Forderung ( Nominalwert 1.400 teur ) zum Barwert von 1.208 teur ausgewiesen.

Die Forderung resultiert aus einem Kooperationsvertrag im Wert von 3.280 teur, welcher in Höhe von 1.880 teur mit Rückzahlungsansprüchen des Geschäftspartners und in Höhe von 20 teur mit Aufwandsersatz verrechnet wurde. Nach dem Kooperationsvertrag ist die Zusammenarbeit mit diesem Geschäftspartner auf dem Geschäftsfeld der Entwicklung von Projekten im Bereich der Produktion biogener Kraftstoffe vereinbart worden. Der Geschäftspartner ist berechtigt, auf das technologische Know - how der sbe im Bereich der Projektentwicklung, dem Engineering sowie dem Bau und Betrieb chemischer Anlagen zur Herstellung biogener Kraftstoffe hinzuweisen und dieses im Rahmen der Akquisition zu verwenden. Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit.

3.6 LATENTE STEUERN

Latente Steuern werden auf Basis der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode ermittelt. Hierbei ergeben sich latente Steuern aus temporären Differenzen zwischen den ifrs - Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden sowie deren Steuerwerten. Darüber hinaus werden

aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Auf die aus dem Unternehmenszusammenschluss resultierenden Goodwills werden in Übereinstimmung mit ias 12 keine latenten Steuern angesetzt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit demjenigen Steuersatz, der im Zeitpunkt der voraussichtlichen Umkehr der temporären Differenzen anwendbar ist. Hierbei werden die Steuersätze verwendet, die zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt worden sind.

Aktive latente Steuern werden nur insoweit angesetzt, wie es wahrscheinlich ist, dass ein zukünftiges zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, das zur Realisierung des latenten Steueranspruches verwendet werden kann.

3.7 VORRATSVERMÖGEN

Das Vorratsvermögen ist mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem geschätzten, im normalen Geschäftsbetrieb erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Im Falle von Wertminderungen der Bestände wird eine Abschreibung auf den Nettoveräußerungswert vorgenommen und der niedrigere Nettoveräußerungswert angesetzt.

Die Anschaffungskosten entsprechen dem Anschaffungspreis abzüglich Anschaffungspreisminderungen zuzüglich der Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Herstellungskosten umfassen Materialeinzelkosten und Fertigungseinzelkosten sowie diejenigen Gemeinkosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nach der Methode des gewichteten Durchschnitts berechnet.

3.8 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem Nennwert und sonstige Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten, abzüglich eventueller Wertminderungen, bewertet.

3.9 DERIVATE

Derivative Finanzinstrumente werden nach Erwerb im Rahmen von Warentermingeschäften zur Sicherung von Einkaufspreisen am Beschaffungsmarkt eingesetzt. Darüber hinaus hat die Gesellschaft in der Berichtsperiode eine Anlage getätigt, deren Verzinsung in Abhängigkeit von der Entwicklung des Devisenkassakurs eur / usd zwischen 1 % und 5 % beträgt.

Derivative Finanzinstrumente werden nach Erwerb im Rahmen des erstmaligen Ansatzes ( Erfüllungstag ) mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Das Unternehmen wendet seit dem 1. Juli 2006 erstmalig Hedge Accounting an. Die zum 31. Dezember 2006 bestehenden Sicherungsbeziehungen erfüllen die Voraussetzungen eines Cash Flow hedges. Die jeweiligen Bewertungsanpassungen werden deshalb ergebnisneutral im Eigenkapital ( Andere Rücklagen ) erfasst. Die Auflösung dieser Rücklage erfolgt, sobald die abgesicherten Rohstoffbezüge erfolgswirksam werden.

3.10 TERMINGELDANLAGEN

Die Termingeldanlagen sind nicht täglich verfügbar und werden bis zu ihrer jeweiligen Endfälligkeit gehalten. Es handelt sich dabei um Anlagen mit einer ursprünglichen, d. h., zum Zeitpunkt des Abschlusses des Anlagegeschäfts, Laufzeit von mehr als drei Monaten. Die Termingeldanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Auf Grund der Fristigkeit entsprechen die Buchwerte den Zeitwerten.

3.11 ZAHLUNGSMITTEL

Die Zahlungsmittel beinhalten Bargeldbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten und sind zum Nominalbetrag bewertet. Unter den Zahlungsmitteln werden Bargeldbestände und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer ursprünglichen Laufzeit von unter drei Monaten zusammengefasst. Bargeldbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert des Abschluss - Stichtages bewertet.

3.12 INVESTITIONSZUWENDUNGEN

Investitionszuwendungen werden in Ausübung des Wahlrechts von ias 20 passivisch abgegrenzt und über die durchschnittliche Nutzungsdauer der geförderten Vermögenswerte ergebniswirksam aufgelöst. Die Zuwendungen werden bilanziell erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass das jeweilige Konzernunternehmen die mit der Gewährung der Zuwendungen verbundenen Bedingungen erfüllen wird und dass die Zuwendungen gewährt werden.

Im Konzernabschluss zum 30. Juni 2006 wurden Forderungen auf Investitionszuwendungen in Höhe von 12.876 teur ausgewiesen. Davon betrafen erwartete Zuwendungen von 6.307 teur die Errichtung von Biogasanlagen bei mbe und nbe. Zum Ende der Berichtsperiode hat der Vorstand der verbio ag entschieden, die Investition auf Grund der Kenntniserlangung über das Bestehen weiterer technologischer Optionen zunächst nicht weiter voranzutreiben. Stattdessen werden derzeit die Optionen bezüglich der bestmöglichen technischen Anwendung geprüft. Auf Grund dieser Entscheidung war die Wahrscheinlichkeit des Erhalts der beanspruchten Zuwendungen insoweit neu einzuschätzen. Das Ergebnis der Berichtsperiode ist durch diesen Sachverhalt in Höhe von 4.685 teur belastet. Diese Ergebnisbelastung ist in der Berichtsperiode nicht liquiditätswirksam und nur auf Konzernebene zu verbuchen. Im Übrigen bleibt es dem Unternehmen überlassen, neue Anträge auf Investitionszuwendungen in 2007 zu stellen.

3.13 RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen werden gebildet, wenn gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Die Bewertung erfolgt mit dem Betrag, der nach bestmöglicher Schätzung zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlich ist. Rückstellungen für Verpflichtungen, die nicht bereits im Folgejahr zu einem Abfluss von Ressourcen führen, werden zum Bilanzstichtag mit dem abgezinsten Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung erwarteter Kostensteigerungen angesetzt. Der Abzinsung auf den Erfüllungsbetrag werden risikoäquivalente Marktzinssätze zu Grunde gelegt.

3.14 SCHULDEN

Die Bewertung der kurzfristigen Schulden erfolgt mit dem jeweiligen Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag. Die langfristigen Schulden werden zu fortgeführten Anschaffungskosten in der Bilanz ausgewiesen. Differenzen zwischen den historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden entsprechend der Effektivzinsmethode berücksichtigt.

3.15 UMSATZERLÖSE UND SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die Erfassung von Umsatzerlösen aus dem Verkauf von Erzeugnissen der verbio - Gruppe sowie sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt im Zeitpunkt der Erbringung der jeweiligen Leistung, sofern die Höhe der Erträge zuverlässig ermittelbar ist und der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich zufließen wird. Die Umsatzerlöse werden um Erlösschmälerungen gemindert.

Bei der Veräußerung von Erzeugnissen und Handelswaren des Konzerns an Kunden liegt die Leistungserbringung grundsätzlich zu dem Zeitpunkt vor, zu dem die Gefahr des zufälligen Untergangs auf den Kunden übergegangen ist.

3.16 FINANZERGEBNIS

Zinserträge und Finanzierungsaufwendungen werden unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode periodengerecht erfasst.

Neben den Zinserträgen und den Finanzierungsaufwendungen werden im Finanzergebnis auch ergebniswirksam zu erfassende Umrechnungsdifferenzen ausgewiesen.

3.17 ERTRAGSTEUERN

Die Ertragsteuern auf das Periodenergebnis beinhalten sowohl laufende als auch latente Ertragsteuern. Laufende Steuern werden entsprechend der jeweiligen gesetzlichen Vorschriften ermittelt. Latente Steuern werden entsprechend den Erläuterungen in 3.6 ermittelt.

4. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz

4.1 GOODWILL UND ANDERE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Zeitraum 1. Juli bis 31. Dezember 2006 wie folgt :

IN TEUR GOODWILL AUFTRAGSBESTAND KUNDENBEZIEHUNGEN SONSTIGE IMMATERIELLE
VERMÖGENSWERTE
Anschaffungskosten zum 1. Juli 2006 269.319 9.924 29.219 111
Zugänge 0 0 0 56
Anschaffungskosten zum 31. Dez. 2006 269.319 9.924 29.219 167
Abschreibungen zum 1. Juli 2006 0 662 162 27
Zugänge 0 3.972 972 27
Abschreibungen zum 31. Dez. 2006 0 4.634 1.134 54
Buchwert zum 1. Juli 2006 269.319 9.262 29.057 84
Buchwert zum 31. Dez. 2006 269.319 5.290 28.085 113

Der Auftragsbestand und die Kundenbeziehungen werden planmäßig auf 15 Monate bzw. 15 Jahre abgeschrieben.

Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2006 wie folgt :

IN TEUR GOODWILL AUFTRAGSBESTAND KUNDENBEZIEHUNGEN SONSTIGE IMMATERIELLE
VERMÖGENSWERTE
Anschaffungskosten zum 1. Januar 2006 0 0 0 40
Zugänge umgekehrter Unternehmenserwerb 269.319 9.924 29.219 111
Zugänge 0 0 0 4
Anschaffungskosten zum 30. Juni 2006 269.319 9.924 29.219 167
Abschreibungen zum 1. Januar 2006 0 0 0 18
Zugänge 0 662 162 9
Abschreibungen zum 30. Juni 2006 0 662 162 27
Buchwert zum 1. Januar 2006 0 0 0 22
Buchwert zum 30. Juni 2006 269.319 9.262 29.057 84

Die Abschreibungen auf die immateriellen Vermögenswerte ( ohne Goodwill ) sind vollumfänglich in der Position "Abschreibungen" der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Im Zusammenhang mit dem umgekehrten Unternehmenserwerb ( vgl. Abschnitt 1.1 ) wurden die Unternehmenswerte der eingebrachten Unternehmen zum 31. Mai 2006 ermittelt. Im Zeitraum zwischen der Einbringung und dem Aufstellungsstichtag haben sich keine Ereignisse ergeben, die darauf hindeuten, dass die vorhandenen Bewertungen nicht auch zum 31. Dezember 2006 Gültigkeit haben. Wir verweisen auf Abschnitt 3.4. "Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte".

4.2 SACHANLAGEN

Die Sachanlagen beinhalten Gebäude, Erbbaurechte, Technische Anlagen und Maschinen sowie Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Im Zeitraum 1. Juli bis 31. Dezember 2006 haben sich die Sachanlagen wie folgt entwickelt :

IN TEUR GRUNDSTÜCKE,
GRUNDSTÜCKSGLEICHE
RECHTE UND BAUTEN
TECHNISCHE ANLAGEN
UND MASCHINEN
ANDERE ANLAGEN,
BETRIEBS- UND
GESCHÄFTSAUSSTATTUNG
ANLAGEN IM BAU SUMME
Anschaffungskosten
zum 1. Juli 2006 18.809 166.484 4.803 0 190.096
Zugänge 3.066 11.901 2.484 13.511 30.962
Umbuchungen 800 1.960 0 - 2.760 0
Umgliederungen 1 0 - 3.212 0 0 - 3.212
Abgänge 0 0 478 21 499
Anschaffungskosten
zum 31. Dez. 2006
22.675 177.133 6.809 10.730 217.347
Abschreibungen
zum 1. Juli 2006
631 16.689 694 0 18.014
Zugänge 345 5.996 544 0 6.885
Wertminderungen
gemäß IAS 36
0 938 0 0 938
Umgliederungen 1 0 -1.903 0 0 - 1.903
Abgänge 0 0 208 0 208
Abschreibungen
zum 31. Dez. 2006
976 21.720 1.030 0 23.726
Buchwert
zum 1. Juli 2006
18.178 149.795 4.109 0 172.082
Buchwert
zum 31. Dez. 2006
21.699 155.413 5.779 10.730 193.621

1 Die Umgliederungen betreffen das Blockheizkraftwerk, welches gemäß IFRS 5 als "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" ausgewiesen wird.

Sachanlagen mit einem Buchwert von 181.353 teur dienen der Besicherung von Finanzverbindlichkeiten.

IN TEUR GRUNDSTÜCKE,
GRUNDSTÜCKSGLEICHE
RECHTE UND BAUTEN
TECHNISCHE ANLAGEN
UND MASCHINEN
ANDERE ANLAGEN,
BETRIEBS- UND
GESCHÄFTSAUSSTATTUNG
SUMME
Anschaffungskosten zum 1. Januar 2006 3.080 60.439 1.002 64.521
Zugänge umgekehrter Unternehmenserwerb 15.114 105.915 3.571 124.600
Zugänge 615 156 159 930
Abgänge 0 26 1 27
Anschaffungskosten zum 30. Juni 2006 18.809 166.484 4.731 190.024
Abschreibungen zum 1. Januar 2006 520 14.028 429 14.977
Zugänge 111 2.682 195 2.988
Abgänge 0 21 2 23
Abschreibungen zum 30. Juni 2006 631 16.689 622 17.942
Buchwert zum 1. Januar 2006 2.560 46.411 573 49.544
Buchwert zum 30. Juni 2006 18.178 149.795 4.109 172.082

Die Sachanlagen entwickelten sich im Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2006 wie folgt :

Sachanlagen mit einem Buchwert von 155.079 teur dienen der Besicherung von Finanzverbindlichkeiten.

4.3 FINANZANLAGEN

Der Konzern ist zu 95 % an der spanischen Biodiesel Production S.A., Madrid / Spanien, beteiligt. Die Biodiesel Production S.A. hat ein gezeichnetes Kapital in Höhe von 61 teur. Noch nicht geltend gemachte Einzahlungsverpflichtungen bestehen in Höhe von 28 teur. Die Anschaffungskosten von 30 teur wurden unverändert fortgeführt.

sbe bilanziert eine Forderung in Höhe von 1.208 teur mit einem Rückzahlungszeitpunkt am 31. Dezember 2009. Die Forderung wurde abgezinst. Es wird auf die Erläuterungen in Abschnitt 3.5 verwiesen.

4.4 VORRATSVERMÖGEN

IN TEUR 31.12.2006 30.06.2006
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Bioethanolproduktion 27.907 4.256
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Biodieselproduktion 3.827 4.613
Biodiesel, Pharmaglycerin 2.821 2.724
Bioethanol 1.765 2.787
Unfertige Erzeugnisse Bioethanol 404 283
Unfertige Erzeugnisse Biodiesel 81 0
Vorratsvermögen 36.805 14.663

Sämtliche Vorratsbestände sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet.

Die Überprüfung der Vorratsbestände hinsichtlich der Werthaltigkeit ergab keine Wertminderungen.

Der Aufbau der Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe der Bioethanolproduktion betrifft in Höhe von 23.651 teur insbesondere den üblichen saisonalen Aufkauf der Getreidebestände aus der Ernte 2006 unter Berücksichtigung gestiegener Einkaufspreise.

Es sind Vorräte mit einem Buchwert in Höhe von 3.955 teur ( 30. Juni 2006 : 4.064 teur) sicherungsübereignet. Darüber hinaus bestehen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 10.401 teur Verfügungsbeschränkungen, die Bioethanolproduktion betreffend auf Grund eines besicherten Kreditgeschäftes.

4.5 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Bilanzstichtag 37.483 teur ( 30. Juni 2006 : 25.330 teur ) und sind netto nach Berücksichtigung von Wertminderungen von 316 teur ( 30. Juni 2006 : 482 teur ) dargestellt.

Der erfasste Wertminderungsaufwand ist in der Gewinn- und Verlustrechung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 5.083 teur ( 30. Juni 2006 : 11.237 teur ) sind zur Sicherung von Krediten abgetreten.

4.6 SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen :

IN TEUR 31.12.2006 30.06.2006
Bauabzugsteuer SBE 9.250 10.672
Investitionszulage NBE 5.740 7.990
Investitionszulage NUW 2.073 1.956
Investitionszulage MBE 1.425 2.850
Weiterberechnung von Kosten der Börseneinführung 2.076 0
Abzugrenzende Aufwendungen 1.014 727
Ertragsgarantie BHKW und WKA 970 0
Erstattung Strom- und Mineralölsteuer 827 344
Kreditabsicherung 796 789
Debitorische Kreditoren 247 478
Investitionszulage MUW 226 80
Umsatzsteuerforderungen 116 1.004
Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen 0 1.501
Forderungen ehemalige Gesellschafter 0 1.327
Verrechnungskonto Dr.-Ing. Georg Pollert (MUW) 0 787
Pachtausgleich Windpark (MUW) 0 211
Übriges 1.312 1.086
Sonstige Vermögenswerte 26.072 31.802

Bei den Forderungen aus weiterberechneten Kosten der Börseneinführung handelt es sich um ipo - Kosten, die den Altaktionären im Rahmen des Börsengangs anteilig belastet wurden.

4.7 DERIVATE

Die Derivate betreffen im Wesentlichen Instrumente zur Sicherung zukünftiger Zahlungsströme aus Beschaffungsgeschäften.

Bezüglich der Erläuterungen zu den Sicherungsinstrumenten verweisen wir auf Abschnitt 7.2.

4.8 TERMINGELDER

verbio hat in der Berichtsperiode eine Geldanlage in Höhe von 20.000 teur getätigt. Die währungsidentische Rückzahlung erfolgt in Höhe des Nominalwertes am Ende der Laufzeit ( Mai 2007 ). Zusätzlich zur Rückzahlung findet zum Zeitpunkt der Rückzahlung eine Zinszahlung in Abhängigkeit der während der Laufzeit ( 13. November 2006 bis 14. Mai 2007 ) zu

verzeichnenden Entwicklung des eur / usd - Devisenkassakurses statt. Abhängig von dieser Entwicklung kann eine Maximalverzinsung von 5 % p. a. realisiert werden. Als Mindestverzinsung ist 1 % p. a. garantiert. Das in diesem Geldgeschäft eingebettete Derivat ( Long Option ) war bilanziell von der Geldanlage zu trennen.

verbio hat zum Zeitpunkt der Geldanlage die Option zum Wert von 279 teur als sonstiger Vermögenswert angesetzt. Zum 31. Dezember 2006 wurde eine erfolgswirksame Anpassung des Wertes der Option auf den Zeitwert ( 262 teur ) vorgenommen. Dieser Wert wurde unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren und auf Basis der zum Berechnungszeitpunkt vorliegenden Marktdaten ermittelt.

Des Weiteren wurde die bestehende Unterverzinslichkeit der Geldanlage zeitanteilig erfolgswirksam aufgelöst, woraus Erträge in Höhe von 74 teur resultieren. Sodann ist die Mindestverzinsung von 1 % p. a. zeitanteilig erfolgswirksam vereinnahmt worden ( 27 teur ).

Ferner hat verbio den Betrag von 60.000 teur als festverzinsliches Termingeld ( Verzinsung 3,65 % p. a. ) angelegt. Die Laufzeit der Geldanlage beträgt sechs Monate ab dem 9. November 2006. Zinsen werden gemeinsam mit der Rückzahlung der Geldanlage fällig. Im vorliegenden Konzernabschluss ist eine Zinsabgrenzung in Höhe von 310 teur enthalten.

4.9 ZAHLUNGSMITTEL

Die Zahlungsmittel betragen zum 31. Dezember 2006 90.616 teur ( 30. Juni 2006 : 5.073 teur ) und enthalten im Wesentlichen Bankguthaben aus dem Börsengang. Die Zahlungsmittel entsprechen dem in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Finanzmittelfonds. Davon sind zum 31. Dezember 2006 378 teur ( 30. Juni 2006 : 241 teur ) als Sicherheit verpfändet.

4.10 ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Ein bei der muw bilanziertes Blockheizkraftwerk (bhkw ) ist mit Wirkung zum 1. März 2007 verkauft worden. Der daraus resultierende Verlust wurde bereits zum 31. Dezember berücksichtigt. Die Wertminderungen gemäß ias 36 in Höhe von 938 teur wurden auf den vereinbarten Verkaufspreis abzüglich Veräußerungskosten vorgenommen. Der Buchwert zum Bilanzstichtag beträgt nach Abschreibungen und Wertminderungen 1.309 teur.

Das bhkw ist im Segment Energie bilanziert.

4.11 GEZEICHNETES KAPITAL

Die Entwicklung des Eigenkapitals wird in der Konzern - Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Das gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2006 63.000 teur ( 30. Juni 2006 : 100 teur ) und ist eingeteilt in 63.000.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien ( 30. Juni 2006 : 100.000 Stück ). Mit der Inhaberschaft an den Aktien verbunden sind das Stimmrecht in der Hauptversammlung sowie das Gewinnbezugsrecht bei beschlossenen Ausschüttungen.

Die Hauptversammlung vom 23. August 2006 hat die Erhöhung des Grundkapitals der verbio ag um 49.900 teur auf 50.000 teur aus Gesellschaftsmitteln beschlossen. Die Eintragung in das Handelregister ist am 29. August 2006 erfolgt. Der Vorstand wurde ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 1. August 2011 mit Zustimmung des Aufsichtrats durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und / oder Sacheinlage einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 25.000 teur ( Genehmigtes Kapital ) zu erhöhen.

Der Vorstand hat am 8. Oktober 2006 mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen aus dem genehmigten Kapital um 13.000 teur durch Ausgabe von 13.000.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag ( Stückaktien ) unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre beschlossen. Die Durchführung der Kapitalerhöhung ist am 14. Oktober 2006 in das Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg eingetragen worden. Das in 63.000.000 Stückaktien eingeteilte Grundkapital beträgt nunmehr 63.000 teur. Das genehmigte Kapital beträgt noch 12.000 teur.

Die im Umlauf befindlichen auf den Inhaber lautenden Stückaktien haben sich in der Berichtsperiode wie folgt entwickelt :

ANZAHL DER STÜCKAKTIEN
30. Juni 2006 100
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 49.900
Kapitalerhöhung gegen Bareinlage 13.000
31. Dezember 2006 63.000

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18. September 2006 wurde eine bedingte Kapitalerhöhung von bis zu 2.000 teur durchgeführt. Diese Kapitalerhöhung dient dem ausschließlichen Zweck der Einlösung von Bezugsrechten aus dem Aktienoptionsprogramm der verbio ag. Das Aktienoptionsprogramm ist noch nicht von der Hauptversammlung beschlossen worden.

4.12 KAPITALRÜCKLAGE

Die Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2006 484.380 teur. Sie resultiert im Wesentlichen aus den Anschaffungskosten der muw für den Erwerb der nbe, mbe, nuw und sbe im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses, soweit sie nicht im gezeichneten Kapital

abgebildet wurden. Sie ist in voller Höhe nach deutschen gesellschaftsrechtlichen Regelungen hinsichtlich ihrer Verwendungsfähigkeit beschränkt und steht nicht für Ausschüttungen an die Gesellschafter zur Verfügung. Sie wurde durch die Erhöhung des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln um 49.900 teur gemindert. Die den Betrag der Barkapitalerhöhung übersteigenden Emissionserlöse aus dem Börsengang wurden der Kapitalrücklage zugeführt ( 175.500 teur ).

Die als Kosten der Eigenkapitalbeschaffung behandelten Kosten der Börseneinführung betrugen 7.372 teur. Der daraus resultierende Ertragsteuervorteil im Jahresabschluss der verbio ag beträgt 2.759 teur. Die Kapitalrücklage wurde entsprechend um 4.613 teur gemindert.

4.13 ANDERE RÜCKLAGEN

Die anderen Rücklagen umfassen den effektiven Teil der kumulierten Änderungen in der Bewertung von als Cash Flow hedge qualifizierten Warentermingeschäften, die bis zum 31. Dezember 2006 noch nicht realisiert wurden.

4.14 GEWINNVERWENDUNG

Ausschüttungen an die Anteilseigner der verbio ag werden auf der Grundlage des nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen erstellten Jahresabschlusses der verbio ag beschlossen. Gemäß Gewinnverwendungsvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat soll der handelsrechtliche Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2006 vollständig thesauriert werden.

4.15 ERGEBNIS JE AKTIE

Die verbio ag hat 63.000.000 nennwertlose Stückaktien zum rechnerischen Nennwert von je 1,00 eur. Das Konzernergebnis für die Zeit vom 1. Juli bis 31. Dezember 2006 beträgt 7.347 teur ( 1. Januar bis 30. Juni 2006 : 7.347 teur ). Unter Berücksichtigung der gewichteten durchschnittlichen Anzahl an im Umlauf befindlichen Aktien von 55.272.222 Stück ( 30. Juni 2006 : 20.150.000 Stück ) errechnet sich ein unverwässertes Ergebnis je Aktie in Höhe von 0,13 eur für die Berichtsperiode ( im Vergleichszeitraum : 0,36 eur ). In der Berichtsperiode und im Vergleichszeitraum ergaben sich keine Verwässerungseffekte auf das Ergebnis je Aktie. Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht jeweils dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

ERGEBNIS JE AKTIE

IN STÜCK 31.12.2006
anteilige Aktien für 107 Tage 50.000.000
anteilige Aktien für 73 Tage 63.000.000
gewichtete durchschnittliche Zahl für 6 Monate 55.272.222
Ergebnis je Aktie in EUR ( 7.347 TEUR / 55.272.222 Stück ) 0,13

VORJAHR

IN STÜCK 30.06.2006
anteilige Aktien für 150 Tage 14.180.000
anteilige Aktien für 30 Tage 50.000.000
gewichtete durchschnittliche Zahl für sechs Monate 20.150.000
Ergebnis je Aktie in EUR ( 7.347 TEUR / 20.150.000 Stück ) 0,36

Langfristige Schulden

4.16 RÜCKSTELLUNGEN

Die langfristigen Rückstellungen in Höhe von 429 teur ( 30. Juni 2006 : 442 teur ) bestehen aus Rückbauverpflichtungen für Windkraftanlagen.

4.17 FINANZVERBINDLICHKEIT

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen :

LANGFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN

IN TEUR 31.12.2006 30.06.2006
Bankdarlehen 41.560 47.495
Darlehen ehemaliger Gesellschafter 13.610 14.634
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 55.170 62.129
IN T EUR S TAND
31.12 .2006
BIS 1 JAHR L ANGF RIS TIG L AUF Z EI T ZINS EN P. A .
IN %
TILGUNGS -
MODALI TÄT
LBBW Darlehen 8.326 2.651 5.675 30.12.2009 5,10 Monatlich 1
Darlehen Allianz 9.400 0 9.400 01.10.2014 5,50 Endfällig 1
Deutsche Kreditbank 8.033 617 7.416 30.04.2017 4,99 Monatlich 3
LBBW Darlehen 7.068 2.225 4.843 30.12.2009 5,60 Monatlich 1
Stadtsparkasse Schwedt 6.291 1.956 4.335 31.12.2009 7,32 Monatlich 1
Deutsche Kreditbank 4.362 1.980 2.382 28.02.2009 5,19 Monatlich 3
DaimlerChrysler Bank 2.255 813 1.442 1 – 4 Jahre 3,90 – 5,75 Monatlich 1
Bremer LB Kreditanstalt 1.739 217 1.522 30.09.2014 4,75 Halbjährlich 1
Bremer LB Kreditanstalt 1.579 264 1.315 30.06.2012 4,50 Halbjährlich 1
Bremer LB Kreditanstalt 1.275 150 1.125 30.06.2015 5,00 Monatlich 1
Bremer LB Kreditanstalt 1.000 1.000 0 05.04.2007 3,60 jederzeit 1
Bremer LB Kreditanstalt 874 102 772 30.09.2013 5,60 Monatlich 1
Bremer LB Kreditanstalt 1.275 150 1.125 30.06.2015 5,00 Monatlich 1
Sparkasse Illertissen
Kontokorrent
478 478 0 unbefristet variabel keine 2
Finanzierung
diverser Baugeräte
290 187 103 bis 09.2008 1,99 – 2,60 Monatlich 1
Darlehen Caterpillar 127 95 32 01.04.2008 1,99 Monatlich 1
John Deere Bank 116 60 56 15.11.2008 1,99 Monatlich 1
John Deere Bank 58 41 17 15.05.2008 4,15 Monatlich 1
LBBW Kontokorrent 116 116 0 unbefristet variabel keine 2
Gesamt 54.662 13.102 41.560

Die Bankdarlehen gliedern sich wie folgt ( kurz- und langfristige Komponenten ) :

1 fester Zinssatz 2 variabler Zinssatz 3 variabler Zinssatz, Zinsobergrenze von 6,00 % p. a. bis 31.12.2008 vertraglich vereinbart

IN T EUR S TAND
30 .06 .2006
BIS 1 JAHR L ANGF RIS TIG L AUF Z EI T ZINS EN P. A .
IN %
TILGUNGS -
MODALI TÄT
LBBW Darlehen 9.560 2.523 7.037 30.12.2009 5,10 Monatlich 1
Darlehen Allianz 9.400 0 9.400 01.10.2014 5,50 Endfällig 1
Deutsche Kreditbank 8.398 633 7.765 30.04.2017 4,00 Monatlich 1
LBBW Darlehen 8.134 2.131 6.003 30.12.2009 5,60 Monatlich 1
Stadtsparkasse Schwedt 7.208 1.831 5.377 31.12.2009 7,32 Monatlich 1
Deutsche Kreditbank 5.346 1.975 3.371 28.02.2009 3,78 Monatlich 3
DaimlerChrysler Bank 3.639 1.557 2.082 3 – 5 Jahre 3,90 – 4,40 Monatlich 1
LBBW Kontokorrent 2.000 2.000 0 unbefristet 3,86 keine 1
Bremer LB Kreditanstalt 1.846 218 1.628 30.09.2014 4,75 Halbjährlich 1
Bremer LB Kreditanstalt 1.711 263 1.448 30.09.2012 4,50 Halbjährlich 1
Bremer LB Kreditanstalt 1.350 150 1.200 30.06.2015 5,00 Monatlich 1
Bremer LB Kreditanstalt 1.350 150 1.200 30.06.2015 5,00 Monatlich 1
Bremer LB Kreditanstalt 1.000 1.000 0 05.10.2006 5,05 Halbjährlich 1
Bremer LB Kreditanstalt 926 103 823 30.06.2015 5,60 Monatlich 1
Sparkasse Illertissen
Kontokorrent
357 357 0 unbefristet variabel keine 2
Darlehen Caterpillar 174 94 80 01.04.2008 1,99 Monatlich 1
John Deere Bank 164 83 81 15.05.2008 2,98 Monatlich 1
LBBW Kontokorrent 67 67 0 unbefristet variabel keine 2
Gesamt 62.630 15.135 47.495

1 fester Zinssatz 2 variabler Zinssatz 3 variabler Zinssatz, Zinsobergrenze von 6,00 % p. a. bis 31.12.2008 vertraglich vereinbart

Hinsichtlich der Buchwerte der bestellten Sicherheiten verweisen wir auf die Erläuterungen zu den Abschnitten 4.2, 4.4, 4.5 sowie 4.9.

Zum Bilanzstichtag besteht ein Zinsänderungsrisiko nur bezüglich der Kontokorrentkredite, für die variable Zinsvereinbarungen bestehen. Auf Grund dieses geringen Risikos werden keine Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen.

Bezüglich der Erläuterung der Darlehen ehemaliger Gesellschafter verweisen wir auf die Angaben in Abschnitt 7.5.

Zum Ausweis der im Vergleichszeitraum dargestellten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern verweisen wir auf Abschnitt 1.3.

4.18 INVESTITIONSZUWENDUNGEN

Die passivierten Investitionszuwendungen entwickelten sich im Zeitraum 1. Juli bis 31. Dezember 2006 wie folgt :

INVESTITIONS-
ZULAGE
INVESTITIONS-
ZUSCHUSS
SUMME
10.910 1.529 12.439
1.890 0 1.890
0 3.785 3.785
0 - 1.690 - 1.690
- 686 -398 - 1.084
12.114 3.226 15.340
1.153 499 1.652
10.961 2.727 13.688

Korrespondierend mit der erfolgsneutralen Auflösung der Rückstellung für Rückzahlungsverpflichtungen erhaltene Investitionszuschüsse in Höhe von 3.785 teur ( muw ) betreffend wurde der Sonderposten für Investitionszuschüsse um den gleichen Betrag erfolgsneutral erhöht. Die bisher vorgenommenen Auflösungsbeträge wurden in der Folge entsprechend erfolgswirksam korrigiert. Zu weiteren Ausführungen verweisen wir auf Abschnitt 4.22 "Andere Rückstellungen".

Die passivierten Investitionszuwendungen entwickelten sich im Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2006 wie folgt :

IN TEUR INVESTITIONS-
ZULAGE
INVESTITIONS-
ZUSCHUSS
SUMME
Stand zum 1. Januar 2006 11.436 1.630 13.066
Zugang 0 0 0
Auflösung - 526 - 101 - 627
Stand zum 30. Juni 2006 10.910 1.529 12.439
davon kurzfristig 1.070 184 1.254
davon langfristig 9.840 1.345 11.185

Für weitere Erläuterungen über die Art der erhaltenen Zuwendungen und der jeweiligen Bedingungen wird auf Abschnitt 7.4 Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen verwiesen.

4.19 ANDERE LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

IN TEUR 31.12.2006 30.06.2006
Darlehen PREPS bei MUW 12.620 12.613
Darlehen PREPS bei SBE 5.000 5.000
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 17.620 17.613

Bei den preps - Darlehen ( "Preferred Pooled Shares" ) handelt es sich um innovative Finanzierungsinstrumente im Sinne von Mezzanine - Kapital.

Die Gesellschaften der verbio - Gruppe haben verschiedene Vereinbarungen über die Gewährung von Nachrangdarlehen in Höhe von insgesamt 17.620 teur abgeschlossen.

Diese stellen sich wie folgt dar :

DARLEHEN PREPS BEI MUW

Am 17. Juni 2005 hat die preps 2005 - 1 Limited Partnership, Jersey / Channel Islands ( LP ), der muw ein Nachrangdarlehen in Höhe von 5.000 teur gewährt. Die entsprechende Auszahlung ist am 4. August 2005 unter Abzug des mit der ceg vereinbarten Honorars ( 175 teur ) in Höhe von 4.825 teur erfolgt.

Ansprüche aus dem Nachrangdarlehen treten gegenüber den Ansprüchen aller gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger des Unternehmens in der Weise im Rang zurück, dass sie im Fall der Liquidation oder der Insolvenz des Unternehmens im Rang nach den Forderungen gemäß § 39 Abs.1 Nr. 4 InsO und damit erst nach vollständiger Befriedigung dieser und der diesen im Rang vorstehenden Forderungen jedoch vor den Forderungen nach § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO zu befriedigen sind.

Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 4. August 2012 ( Enddatum ) und ist am dritten Geschäftstag vor dem Enddatum zur Rückzahlung fällig. Sowohl der muw als auch der LP wurde ein außerordentliches Kündigungsrecht aus wichtigem Grund unter im Vertrag näher bezeichneten Voraussetzungen gewährt. Im Rahmen des Vertrages wurden der LP darüber hinaus umfangreiche Informations- und Kontrollrechte eingeräumt.

Die LP erhält als Gegenleistung für die Gewährung des Darlehens für jedes Geschäftsjahr der muw während der Laufzeit des Darlehens eine jährlich zu zahlende Verzinsung in Höhe von 0,25 % p. a. auf den Nominalbetrag. Unabhängig von der jährlichen Verzinsung erhält die LP darüber hinaus eine vierteljährliche Verzinsung in Höhe von 6,8 % p. a. Die für die Berichtsperiode danach zu leistenden Zinszahlungen in Höhe von insgesamt 176 teur sind unter den Zinsaufwendungen erfasst.

Am 8. November 2005 hat die preps 2005 - 2 plc, Dublin / Irland ( plc ), der muw ein Nachrangdarlehen in Höhe von 8.000 teur gewährt. Die entsprechende Auszahlung ist am 8. Dezember 2005 in Höhe von 7.775 teur erfolgt. Die Auszahlung erfolgte unter Abzug des mit der ceg vereinbarten Honorars ( 240 teur ) nach Anrechnung der vereinbarten hälftigen Kostenpauschale ( 15 teur ).

Die Nachrangigkeit des Darlehens wurde analog der Vereinbarung mit der LP aus dem preps 2005 - 1 vertraglich fixiert.

Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 8. Dezember 2012 ( Enddatum ) und ist am dritten Geschäftstag vor dem Enddatum zur Rückzahlung fällig. Sowohl der muw als auch der plc wurde ein außerordentliches Kündigungsrecht aus wichtigem Grund unter im Vertrag näher bezeichneten Voraussetzungen gewährt. Im Rahmen des Vertrages wurden der plc darüber hinaus umfangreiche Informations- und Kontrollrechte eingeräumt.

Die plc erhält als Gegenleistung für die Gewährung des Darlehens für jedes Geschäftsjahr der muw während der Laufzeit des Darlehens eine jährlich zu zahlende Verzinsung in Höhe von 0,25 % p. a. auf den Nominalbetrag. Unabhängig von der jährlichen Verzinsung erhält die plc darüber hinaus eine vierteljährliche Verzinsung in Höhe von 6,9 % p. a. Die für die Berichtsperiode danach zu leistenden Zinszahlungen in Höhe von insgesamt 286 teur sind unter den Zinsaufwendungen erfasst.

Ansprüche aus den Nachrangdarlehen treten gegenüber Ansprüchen aller gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger der muw in der Weise im Rang zurück, dass sie im Fall der Liquidation oder der Insolvenz der muw im Rang nach den Forderungen gemäß § 39 Abs. 1 Nr. 4 InsO und damit erst nach vollständiger Befriedigung dieser und der diesen im Rang vorstehenden Forderungen jedoch vor den Forderungen nach § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO zu befridigen sind.

DARLEHEN PREPS BEI SBE

Am 4. November 2005 hat die preps 2005 - 2 plc, Dublin / Irland ( plc ), der sbe ein Nachrangdarlehen in Höhe von 5.000 teur gewährt. Die entsprechende Auszahlung ist am 08.11.2005 unter Abzug des mit der ceg vereinbarten Honorars ( 145 teur ) in Höhe von 4.855 teur erfolgt.

Ansprüche aus dem Nachrangdarlehen treten gegenüber den Ansprüchen aller gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger des Unternehmens in der Weise im Rang zurück, dass sie im Fall der Liquidation oder der Insolvenz des Unternehmens im Rang nach den Forderungen gemäß § 39 Abs. 1 Nr. 4 InsO und damit erst nach vollständiger Befriedigung dieser und der diesen im Rang vorstehenden Forderungen jedoch vor den Forderungen nach § 39 Abs.1 Nr. 5 InsO zu befriedigen sind.

Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 8. Dezember 2012 ( Enddatum ) und ist am dritten Geschäftstag vor dem Enddatum zur Rückzahlung fällig. Sowohl der sbe als auch der plc wurde ein außerordentliches Kündigungsrecht aus wichtigem Grund unter im Vertrag näher bezeichneten Voraussetzungen gewährt. Im Rahmen des Vertrages wurden der plc darüber hinaus umfangreiche Informations- und Kontrollrechte eingeräumt.

Die plc erhält als Gegenleistung für die Gewährung des Darlehens für jedes Geschäftsjahr der sbe während der Laufzeit des Darlehens eine jährlich zu zahlende Verzinsung in Höhe von 0,25 % p. a. auf den Nominalbetrag. Unabhängig von der jährlichen Verzinsung erhält die LP darüber hinaus eine vierteljährliche Verzinsung in Höhe von 6,9 % p. a. Die für die Berichtsperiode danach zu leistenden Zinszahlungen in Höhe von insgesamt 180 teur sind unter den Zinsaufwendungen erfasst.

4.20 LATENTE STEUERN

Zu den latenten Steuern verweisen wir auf die Ausführungen in Abschnitt 5.9. "Ertragsteuern".

Kurzfristige Schulden

4.21 RÜCKSTELLUNGEN FÜR ERTRAGSTEUERN

IN T EUR 01.07.2006 UMGLIE DE RUNG V E RBR AUCH AUF LÖSUNG ZUF ÜHRUNG 31.12 .2006
Gewerbesteuer 2006 1.906 0 21 0 1.784 3.669
Gewerbesteuer 2005 2.154 0 0 0 26 2.180
Gewerbesteuer 2004 1.202 0 1.202 0 0 0
Körperschaftsteuer 2006
(VERBIO AG)
2.188 0 0 0 1.981 4.169
Staats- und Gemeinde
sowie Bundessteuer 2006
(SBE)
0 1.428 0 599 0 829
Staats- und Gemeinde
sowie Bundessteuer 2005
(SBE)
0 1.796 1.796 0 0 0
Körperschaftsteuer 2006
(Verwaltungs-GmbH)
0 0 0 0 3 3
Betriebsstättensteuer (SBE) 0 100 0 0 0 100
Rückstellungen 7.450 3.324 3.019 599 3.794 10.950
IN T EUR 01.01.2006 ZUGANG UMGE-
KEHRTER UNTER
NEHMENSERWERB
V E RBR AUCH ZUF ÜHRUNG 30 .06 .2006
Gewerbesteuer 2006 0 545 0 1.361 1.906
Gewerbesteuer 2005 2.154 0 0 0 2.154
Gewerbesteuer 2004 1.202 0 0 0 1.202
Körperschaftsteuer 2006
(VERBIO AG)
0 1.710 0 478 2.188
Rückstellungen 3.356 2.255 0 1.839 7.450

Die bislang als Verbindlichkeiten ausgewiesenen Schweizer Bundes-, Gemeinde- und Kapitalsteuern wurden in der Berichtsperiode in die Rückstellungen für Ertragsteuern umgegliedert.

4.22 ANDERE RÜCKSTELLUNGEN

IN T EUR 01.07.2006 UMGLIE DE RUNG V E RBR AUCH AUF LÖSUNG ZUF ÜHRUNG 31.12 .2006
Investitionszuschuss 1 12.888 - 3.785 62 1.148 182 8.075
Ausstehende Rechnungen 524 0 480 0 2.277 2.321
Tantiemen und Sonderzahlungen 0 0 0 0 940 940
Grunderwerbsteuer 754 0 0 0 0 754
Ausstehende Gutschriften 0 0 0 0 702 702
Veröffentlichungskosten 0 0 0 0 570 570
Jahresabschlusskosten 146 0 132 0 409 423
Personal 371 0 125 0 145 391
Entsorgung 92 0 17 10 226 291
Rechts- und Beratungskosten 799 0 799 0 111 111
Investitionszulagen 1 515 0 512 3 0 0
Übrige 196 0 62 4 382 512
Gesamt 16.285 -3.785 2.189 1.165 5.944 15.090

1Im Vergleichszeitraum gemeinsam unter "Investitionszuschuss" ausgewiesen.

IN T EUR 01.01.2006 ZUGANG UM-
GEKEHRTER UNTER
NEHMENSERWERB
VERBRAUCH ZUFÜHRUNG 30.06.2006
Investitionszuschuss 4.157 9.137 0 109 13.403
Rechts- und
Beratungskosten 0 0 0 799 799
Grunderwerbsteuer 0 658 0 96 754
Ausstehende
Rechnungen 68 0 68 524 524
Personal 89 317 167 132 371
Jahresabschluss
kosten 29 59 0 58 146
Tantiemen 724 0 724 0 0
Übrige 23 166 60 159 288
Gesamt 5.090 10.337 1.019 1.877 16.285

Die Gesellschaften muw, mbe und nbe haben zweckgebundene Zuschüsse aus Mitteln der Länder Brandenburg bzw. Sachsen - Anhalt erhalten. Teilbeträge wurden unter der Voraussetzung gewährt, dass die Unternehmen die Definition eines kleinen und mittleren Unternehmens ( kmu ) im Sinne der Empfehlung der EU erfüllen. Die EU hat für die zuletzt gegründete Gesellschaft der verbio - Gruppe, die nuw, die kmu - Eigenschaft in 2005 nicht anerkannt. Für aus dem Verlust der kmu - Eigenschaft resultierende Risiken hinsichtlich der Erfüllung der Zuwendungsbestimmungen wurden im Geschäftsjahr 2005 in voller Höhe einschließlich Zinsen Rückstellungen gebildet. Die Investitionsbank Sachsen-Anhalt hat der muw mitgeteilt, dass die Änderungen an der Gesellschafterstruktur keine Auswirkungen auf den ausgereichten Zuschuss haben. Die Rückstellungen der muw und mbe sind daraufhin einschließlich der im Vorjahr für das Vorjahr berechneten Verzinsung ( insgesamt 4.236 teur bzw. 697 teur ) aufgelöst worden. Die Auflösung der Rückstellung ist dabei ergebniswirksam in Höhe der seinerzeitigen ergebniswirksamen Rückstellungsdotierung einschließlich Zinsen erfolgt. Der Differenzbetrag (3.785 teur ) ist ergebnisneutral den passivierten Investitionszuwendungen zugeführt worden.

Die von nbe in 2005 gebildete Rückstellung ist auf Grund des weiter bestehenden Risikos der anteiligen Rückzahlung fortgeführt worden.

Durch die Einbringung der Gesellschaften muw, mbe, nbe und nuw in die verbio ag zum 19. Mai 2006 ist ein vollständiger Gesellschafterwechsel eingetreten, welcher für die im Anlagevermögen befindlichen Gründstücke, grundstücksgleichen Rechte und Bauten Grunderwerbsteuer auslöst. Es wurden die entsprechenden Beträge in vollem Umfang als Rückstellung passiviert.

4.23 FINANZVERBINDLICHKEITEN

IN TEUR 31.12.2006 30.06.2006
Bankdarlehen 13.102 15.135
Zinsverbindlichkeiten aus Darlehen ehemaliger
Gesellschafter
1.896 495
Darlehen Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH 0 43
Darlehen PREPS (SBE ) ( Zinsabgrenzung ) 36 0
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 15.034 15.673

Die Bankdarlehen stellen den kurzfristig fälligen Teil der unter Abschnitt 4.17 erläuterten Kredite dar.

4.24 VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 34.978 teur ( 30. Juni 2006 : 24.287 teur ). Sie haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4.25 ANDERE KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

IN TEUR 31.12.2006 30.06.2006
Verbindlichkeiten aus Getreidegeschäften 15.064 0
Bauabzugsteuer SBE 9.250 10.672
Umsatzsteuern 3.231 4.224
Löhne und Gehälter 506 422
Sozialversicherung 139 41
Lohnsteuer 122 434
Erhaltene Kautionen 117 0
Sonstige 462 1.398
Andere kurzfristige Verbindlichkeiten 28.891 17.191

Die Verbindlichkeiten aus Getreidegeschäften resultieren aus den in der Berichtsperiode getätigten Pensionsgeschäften.

5. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

5.1 UMSATZERLÖSE

Für eine Erläuterung der Umsatzerlöse ( einschließlich des Abzugs der Mineralölsteuer ) verweisen wir auf die Segmentberichterstattung ( vgl. Abschnitt 7.1 ).

5.2 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt :

IN TEUR 01.07. – 31.12.2006 01.01 – 30.06.2006
Auflösung der Rückstellung für Rückzahlungsver
pflichtung betreffend Investitionszuwendungen MBE
651
Auflösung Investitionszuwendungen periodenfremd 1.986
Auflösung Investitionszuwendungen periodengerecht 788 2.774 627
Forderung aus Kooperationsverträgen 3.108 0
Erstattung von Kosten der Börseneinführung durch
ehemalige Gesellschafter
1.789 0
Pachtminderung Windkraftanlagen 1.363 1.568
Auflösung sonstiger Rückstellungen 513 0
Erstattung Strom- und Mineralölsteuer 690 0
Weiterbelastung erworbener Dieselkraftstoffe 567 0
Pachtminderung Blockheizkraftwerk 307 0
Schadensersatzleistungen 114 0
Übrige 160 304
Sonstige betriebliche Erträge 12.036 2.499

Zur Auflösung der Rückstellung für Rückzahlungsverpflichtungen betreffend Zuwendungen und den sich daraus ergebenen Folgewirkungen auf die passivierten Investitionszuwendungen verweisen wir auf die Erläuterungen zu den Abschnitten "Rückstellungen" ( Abschnitt 4.22 ) und "Investitionszuwendungen" ( Abschnitt 4.18 ).

Aus einer langfristigen Kooperationsvereinbarung zwischen der sbe und der Voltwerk AG, Hamburg, wurden Erträge in Höhe von 3.108 teur erzielt. Es wird auf die Erläuterungen in Abschnitt 3.5 verwiesen.

Die im Rahmen des Börsengangs entstandenen Kosten wurden anteilig den Altaktionären weiterbelastet.

Die Pachtminderung Windkraftanlagen betrifft die Rückerstattung von gezahlten Pachtzinsen auf der Grundlage eines Vergleichs mit dem Verpächter.

5.3 MATERIALAUFWAND

Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen :

IN TEUR 01.07. – 31.12.2006 01.01 – 30.06.2006
Rohöl, Rafinat, Biodiesel 108.844 33.885
Getreide 44.965 6.848
Zusatzstoffe 15.100 4.270
Bioethanol 5.827 3.297
Glycerin 1.510 404
Übrige 1.631 856
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und bezogene Waren
177.877 49.560
Energiekosten 12.255 2.660
Aufwand Windkraft 7.342 1.315
Übrige 4.132 963
Aufwendungen für bezogene Leistungen 23.729 4.938

5.4 PERSONALAUFWAND

IN TEUR 01.07. – 31.12.2006 01.01 – 30.06.2006
LÖHNE UND GEHÄLTER
Löhne und Gehälter 4.858 1.318
Sondervergütungen 1.169 0
Summe 6.027 1.318
SOZIALABGABEN
Gesetzliche soziale Aufwendungen 722 242
Berufsgenossenschaft 82 27
Altersversorgung 80 37
Summe 884 306
Personalaufwand 6.911 1.624

Aufwendungen im Rahmen eines beitragsorientierten Versorgungsplanes betreffen Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 361 teur ( 30. Juni 2006 : 99 teur ). Weiterhin haben die Gesellschaften im Rahmen eines beitragsorientierten Versorgungsplanes 80 teur ( 30. Juni 2006 : 37 teur ) u. a. in die victoria Pensionskasse AG einbezahlt.

Der Konzern beschäftigte zum 31. Dezember 2006 303 ( Vergleichszeitraum : 304) Mitarbeiter, davon 96 ( Vergleichszeitraum : 118 ) Angestellte, 207 ( Vergleichszeitraum : 186 ) gewerbliche Arbeitnehmer und 21 ( Vergleichszeitraum : 15 ) Auszubildende.

5.5 ABSCHREIBUNGEN

Für eine Darstellung der Abschreibungen verweisen wir auf die Abschnitte 4.1 und 4.2.

5.6 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

IN TEUR 01.07. – 31.12.2006 01.01 – 30.06.2006
Berichtigung der Ansprüche aus der Gewährung
von Investitionszuwendungen
4.685 0
Rechts- und Beratungskosten 2.173 1.224
Werbekosten 1.195 0
Reparaturen 1.707 242
Abschlusskosten 913 146
Versicherungen und Beiträge 838 389
Einkäufe Dieselbestände zur Weiterveräußerung 479 0
Mieten und Pachten 362 170
Kraftfahrzeugkosten 275 67
Nebenkosten Geldverkehr 233 40
Fremdwährungsverluste 219 0
Zuführung Wertberichtigungen 202 0
Aufsichtsratsvergütung 162 0
Übrige 1.747 660
Sonstige betriebliche Aufwendungen 15.190 2.938

Die Berichtigungen der Ansprüche aus der Gewährung von Investitionszuwendungen resultieren aus der Nichtrealisierung geplanter Investitionen auf Grund neuer technischer Optionen. Es wird auf die Erläuterungen in Abschnitt 3.12 verwiesen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind wesentlich durch die Kosten im Zusammenhang mit dem Börsengang ( Rechts- und übrige Beratung, Werbung sowie Kosten für die Erstellung und Prüfung diverser Abschlüsse ) geprägt.

5.7 ERGEBNIS AUS WARENTERMINGESCHÄFTEN

Das Ergebnis aus der Bewertung der Warentermingeschäfte in Höhe von 1.643 teur ( 30. Juni 2006 : Verlust 1.533 teur ) wurde zum Bilanzstichtag erstmals unter Berücksichtigung latenter Steuern ( 164 teur ) in Folge der Qualifizierung als Cash Flow hedge erfolgsneutral den anderen Rücklagen zugeführt.

5.8 FINANZERGEBNIS

IN TEUR 01.07. – 31.12.2006 01.01 – 30.06.2006
Zinserträge 1.255 671
Zinsaufwendungen - 3.223 - 1.640
Fremdwährungsverluste 0 - 7
Finanzergebnis - 1.968 - 976

5.9 ERTRAGSTEUERN

Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen :

IN TEUR 01.07. – 31.12.2006 01.01 – 30.06.2006
Laufender Steueraufwand - 6.705 - 2.046
Latenter Steueraufwand ( i. Vj. -ertrag ) - 311 66
Ertragsteueraufwand - 7.016 - 1.980

Für die Berechnung der inländischen latenten Steuern wurde ein Körperschaftsteuersatz von 25,0 % ( 30. Juni 2006 : 25,0 % ) sowie ein Gewerbesteuersatz von 15 % ( 30. Juni 2006 : 15 % ) verwendet zuzüglich des Solidaritätszuschlages von 5,5 % auf die anfallende Körperschaftsteuer. Unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlages sowie der effektiven Gewerbeertragsteuer ergibt sich somit ein anzuwendender Steuersatz von 37,42 % ( 30. Juni 2006 : 37,42 % ). Für die Berechnung der ausländischen latenten Steuern ( ausschließlich Schweiz ) wurde der landesspezifische Steuersatz von 10 % verwendet.

Nachfolgend werden die wesentlichen Unterschiede zwischen dem erwarteten und dem tatsächlichen Ertragsteueraufwand im Berichtszeitraum und im Vergleichszeitraum erläutert :

01.07. – 31.12.2006 01.01 – 30.06.2006
14.363 9.327
37,42 % 37,42 %
5.375 3.490
- 155 239
1.499 - 188
- 1 - 59
- 1.550
48
7.016 1.980
0
298

Der Steuereffekt aus permanenten Abweichungen der steuerlichen Bemessungsgrundlage und damit die erhöhte Steuerquote zum 31. Dezember 2006 resultiert aus dem unter Abschnitt 3.12 beschriebenen Investitionszulagenaufwand.

Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen aktiven und passiven latenten Steuern sind auf temporäre Differenzen zwischen dem Buchwert im ifrs - Konzernabschluss und den steuerlichen Buchwerten in den folgenden Vermögenswerten und Schulden sowie auf steuerliche Verlustvorträge zurückzuführen :

IN TEUR
AKTIVE LATENTE STEUERN
PASSIVE LATENTE STEUERN SUMME
31.12.2006 30.06.2006 31.12.2006 30.06.2006 31.12.2006 30.06.2006
Immaterielle Vermögenswerte 0 0 3.338 3.832 - 3.338 - 3.832
Sachanlagen 379 0 5.487 5.020 - 5.108 - 5.020
Finanzanlagen 19 0 0 0 19 0
Warenvorräte 68 0 653 0 - 585 0
Forderungen Lieferungen
und Leistungen
0 0 312 0 - 312 0
Derivate 0 58 120 273 - 120 - 215
Investitionszuwendungen
(Investitionszuschuss)
99 0 5.569 5.689 - 5.470 - 5.689
Sonstige Rückstellungen 90 106 363 412 - 273 - 306
Andere langfristige Verbind
lichkeiten
0 0 143 0 - 143 0
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
0 414 0 0 0 414
Verlustvortrag 1.170 148 0 0 1.170 148
Gesamt 1.825 726 15.985 15.226 - 14.160 - 14.500

Die passiven latenten Steuern auf Investitionszuwendungen (Investitionszuschuss) resultieren aus den im Rahmen des Unternehmenserwerbs zugegangenen Zuwendungen.

Auf die thesaurierten Gewinne der sbe in Höhe von 30.143 teur sind in Übereinstimmung mit ias 12 keine latenten Steuerschulden angesetzt worden, da nicht beabsichtigt ist, diese Gewinne in absehbarer Zukunft auszuschütten. Für den Fall der Änderung der Ausschüttungspolitik würden passive latente Steuern in Höhe von 564 teur entstehen.

Die Veränderung der in der Konzernbilanz ausgewiesenen aktiven und passiven latenten Steuern stellt sich wie folgt dar :

IN TEUR 01.07.2006 ERGEBNISWIRKSAME
VERÄNDERUNG
ERGEBNISNEUTRALE
VERÄNDERUNG
31.12.2006
ERGEBNISWIRKSAM
Immaterielle Vermögenswerte - 3.832 494 0 -3.338
Sachanlagen - 5.020 -88 0 -5.108
Finanzanlagen 0 19 0 19
Warenvorräte 0 -585 0 -585
Forderungen Lieferungen und Leistungen 0 -312 0 -312
Derivate - 215 259 -164 -120
Investitionszuwendungen
( Investitionszuschuss )
- 5.689 219 0 - 5.470
Sonstige Rückstellungen - 306 33 0 - 273
Andere langfristige Verbindlichkeiten 0 - 143 0 - 143
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
414 - 414 0 0
Verlustvorträge 148 207 815 1.170
Summe - 14.500 - 311 651 - 14.160

Die erfolgsneutrale Veränderung der Verlustvorträge (815 teur) resultiert aus der ergebnis-

neutralen Bilanzierung der Kosten des Börsengangs.

6. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds enthält ausschließlich die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel. Die nicht liquiditätswirksamen Erträge betragen in der Berichtsperiode 1.208 teur und resultieren aus dem Kooperationsvertrag mit der Voltwerk AG.

In den Abschreibungen sind Abschreibungen auf den Auftragsbestand in Höhe von 3.972 teur und auf die Kundenbeziehungen von 972 teur enthalten. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Wesentlichen durch folgende Faktoren bestimmt :

Die Vorräte erhöhten sich signifikant durch den üblichen saisonalen Aufkauf der Getreidebestände der Ernte 2006. Umsatzbedingt erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 12.153 teur. Positiv wirkte sich die Erhöhung der Verbindlichkeiten für Lieferungen und Leistungen in Höhe von 8.807 teur und die Zunahme der Rückstellungen in Höhe von 2.897 teur aus. Negativ wirkten sich die gezahlten Zinsen von 2.241 teur aus. Gegenläufig verhielten sich erhaltene Zinsen, die insbesondere aus der Anlage des Emissionserlöses resultierten. Die gezahlten Ertragsteuern verschlechterten den Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit. Diese resultieren im Wesentlichen aus Gewerbesteuervorauszahlungen der operativen Gesellschaften.

Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit ist zum einen durch die Auszahlung für Termingelder in der verbio ag in Höhe von 79.721 teur bestimmt. Bedeutend ist zum anderen die Auszahlung für Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 28.090 teur. Wir verweisen dazu auf die Erläuterungen in Abschnitt 4.1 und 4.2.

Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit ist beeinflusst durch den Zufluss des Emissionserlöses in Höhe von 188.500 teur und der Einzahlung aus besicherten Kreditgeschäften.

Zur weiteren Erläuterung verweisen wir auf die Ausführungen zur Finanzlage im Lagebericht.

7. Sonstige Angaben

7.1 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Risiken und Erträge des Konzerns werden maßgeblich durch die Geschäftssegmente bestimmt. Diese bilden daher das primäre Segmentberichtsformat. Die verbio Gruppe ist entsprechend der internen Organisations- und Führungsstruktur in die Geschäftsbereiche Biodiesel, Bioethanol, Energie und Übriges unterteilt.

Die Segmentberichterstattung im Vergleichszeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2006 enthält neben den Werten der muw ( sechs Monate ) die Angaben der einbezogenen Konzerngesellschaften ( ein Monat ).

Der Berichtsperiode vom 1. Juli bis 31. Dezember 2006 enthält alle Konzerngesellschaften. Hinsichtlich der wesentlichen zahlungsunwirksamen Geschäftsvorfälle verweisen wir auf Abschnitt 6.

Die Umsatzerlöse sind im Folgenden nach Abzug der seit August 2006 erhobenen Mineralölsteuer auf Biodiesel in Höhe von insgesamt 2.539 teur ausgewiesen.

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG 1. JULI BIS 31. DEZEMBER 2006

IN T EUR BIODIES EL BIOE T H ANOL ENE R GIE ÜBRIGES GES AM T
Umsatzerlöse 147.466 82.247 10.574 525 240.812
Bestandsveränderung - 64 82 0 0 18
Sonstige betriebliche Erträge 3.612 5.889 2.535 - 1 12.036
Materialaufwand - 124.425 - 68.447 - 8.298 - 436 - 201.606
Personalaufwand - 2.861 - 3.759 - 73 - 218 - 6.911
Abschreibungen - 5.303 - 5.348 - 2.000 - 144 - 12.795
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 4.359 - 10.388 - 170 - 273 - 14.971
Sonstige Steuern - 4 - 19 0 - 10 - 33
Segmentergebnis 14.062 257 2.568 - 556 16.331
Zinserträge 672 484 62 37 1.255
Zinsaufwendungen - 1.301 - 1.430 - 416 - 76 - 3.223
Ergebnis vor Steuern 13.433 - 689 2.214 - 595 14.363

SEGMENTVERMÖGEN

IN T EUR BIODIES EL BIOE T H ANOL ENE R GIE ÜBRIGES GES AM T
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 68 36 1 8 113
Goodwill 155.655 113.664 0 0 269.319
Auftragsbestand 3.195 2.095 0 0 5.290
Kundenbeziehungen 20.827 7.258 0 0 28.085
Sachanlage 45.189 116.781 29.232 2.419 193.621
Finanzanlagen 634 604 0 0 1.238
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 0 0 1.309 0 1.309
Vorratsvermögen 6.729 30.076 0 0 36.805
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.230 14.900 4.517 836 37.483
Sonstige Vermögenswerte 10.633 14.010 1.077 352 26.072
Zahlungsmittel 45.688 36.005 3.935 4.988 90.616
Summe Segmentvermögen 305.848 335.429 40.071 8.603 689.951

SEGMENTSCHULDEN

IN T EUR BIODIES EL BIOE T H ANOL ENE R GIE ÜBRIGES GES AM T
Sonderposten Investitionszuwendungen 7.134 1.574 6.632 0 15.340
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
14.245 15.703 4.773 257 34.978
Langfristige Rückstellungen 0 0 429 0 429
Übrige kurzfristige Rückstellungen 2.221 10.748 79 2.042 15.090
Andere kurzfristige Verbindlichkeiten 7.757 20.841 170 123 28.891
Summe Segmentschulden 31.357 48.866 12.083 2.422 94.728

ÜBERLEITUNG

IN T EUR BIODIES EL BIOE T H ANOL ENE R GIE ÜBRIGES GES AM T
AKTIVA
Summe Segmentvermögen 305.848 335.429 40.071 8.603 689.951
Derivate 1.384 0 0 262 1.646
Termingeldanlage 41.187 35.531 2.409 668 79.795
Summe Aktiva 348.419 370.960 42.480 9.533 771.392
PASSIVA
Summe Segmentschulden 31.357 48.866 12.083 2.422 94.728
Finanzverbindlichkeiten 23.170 29.460 15.826 1.748 70.204
Latente Steuerschulden 5.784 5.273 1.684 1.419 14.160
Übrige kurzfristige Rückstellungen 5.819 2.718 1.446 967 10.950
Andere langfristige Verbindlichkeiten 15.520 2.100 0 0 17.620
Derivate 177 0 0 0 177
Summe Schulden 81.827 88.417 31.039 6.556 207.839
Investitionen im Geschäftsjahr 4.517 25.611 5 884 31.017

Das Segment Bioethanol enthält in den "Sonstigen betrieblichen Erträgen" einmalige Erträge aus einem Kooperationsvertrag mit der Voltwerk AG, Hamburg, in Höhe von 3.108 teur.

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2006

IN T EUR BIODIES EL BIOE T H ANOL ENE R GIE ÜBRIGES GES AM T
Umsatzerlöse 61.519 8.762 2.426 - 681 72.026
Bestandsveränderung 195 2 0 0 197
Sonstige betriebliche Erträge 356 392 1.741 10 2.499
Materialaufwand - 43.756 - 5.577 - 1.850 - 3.315 - 54.498
Personalaufwand - 1.073 - 524 - 13 - 14 - 1.624
Abschreibungen - 1.600 - 971 - 1.247 - 1 - 3.819
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 2.071 - 718 - 126 - 23 - 2.938
Sonstige Steuern 0 - 6 0 - 1 - 7
Ergebnis aus Warentermingeschäften - 1.533 0 0 0 - 1.533
Segmentergebnis 12.037 1.360 931 - 4.025 10.303
Zinserträge 580 90 1 0 671
Zinsaufwendungen - 920 - 385 - 336 1 1.640
Fremdwährungsverluste - 6 0 0 - 1 - 7
Ergebnis vor Steuern 11.691 1.065 596 - 4.025 9.327

SEGMENTVERMÖGEN

IN T EUR BIODIES EL BIOE T H ANOL ENE R GIE ÜBRIGES GES AM T
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 50 34 0 0 84
Goodwill 155.655 113.664 0 0 269.319
Auftragsbestand 5.593 3.669 0 0 9.262
Kundenbeziehungen 21.535 7.522 0 0 29.057
Sachanlage 43.965 96.619 31.498 0 172.082
Finanzanlagen 30 0 0 0 30
Vorratsvermögen 7.337 7.326 0 0 14.663
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.622 4.384 475 4.849 25.330
Sonstige Vermögenswerte 5.270 19.502 387 5.316 30.475
Zahlungsmittel 3.667 916 331 159 5.073
Summe Segmentvermögen 260.051 253.636 32.691 10.324 556.702

SEGMENTSCHULDEN

IN T EUR BIODIES EL BIOE T H ANOL ENE R GIE ÜBRIGES GES AM T
Sonderposten Investitionszuwendungen 6.054 0 6.385 0 12.439
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
8.821 7.972 3.674 3.820 24.287
Langfristige Rückstellungen 0 0 442 0 442
Andere kurzfristige Verbindlichkeiten 1.574 630 67 19 2.290
Summe Segmentschulden 16.449 8.602 10.568 3.839 39.458

ÜBERLEITUNG

IN T EUR BIODIES EL BIOE T H ANOL ENE R GIE ÜBRIGES GES AM T
AKTIVA
Summe Segmentvermögen 260.051 253.636 32.691 10.324 556.702
Derivate 2.732 0 0 0 2.732
Summe Aktiva 262.783 253.636 32.691 10.324 559.434
PASSIVA
Summe Segmentschulden 16.449 8.602 10.568 3.839 39.458
Finanzverbindlichkeiten 31.653 25.377 16.581 4.191 77.802
Latente Steuerschulden 3.349 8.323 2.828 0 14.500
Übrige kurzfristige Rückstellungen 12.701 10.342 675 17 23.735
Andere langfristige Verbindlichkeiten 12.613 5.000 0 0 17.613
Übrige andere kurzfristige Verbindlichkeiten
(soweit nicht in den Segmentschulden enthalten)
9.497 5.263 141 0 14.901
Derivate 585 0 0 0 585
Summe Schulden 86.847 62.907 30.793 8.047 188.594
Investitionen im Geschäftsjahr 168 766 0 0 934

In dem Segment Bioethanol werden in der Berichtsperiode nicht liquiditäts- und nur auf Konzernebene ergebniswirksame Aufwendungen in Höhe von 4.685 teur ausgewiesen. Es wird auf Abschnitt 3.12 verwiesen.

Intersegmentäre Umsätze bestehen nicht.

Das operative Vermögen ist überwiegend im Inland belegen. Sämtliche Investitionen in Produktionsstätten wurden ausschließlich im Inland getätigt. Im Zuge des im Vergleichszeitraum stattgefundenen umgekehrten Unternehmenserwerbs wurden Sachanlagen in Höhe von 110 teur und immaterielle Vermögenswerte ( einschließlich Goodwill, Auftragsbestand und Kundenbeziehungen) in Höhe von 143.954 teur der in der Schweiz ansässigen Tochtergesellschaft sbe einbezogen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2006 weist die sbe Vermögenswerte mit einem Buchwert von 130.971 teur aus. Weitere ausländische Vermögenswerte bestehen nicht.

Die verbio hat in der Berichtsperiode in Höhe von 35.190 teur Umsätze mit im Ausland (Europa) ansässigen Kunden (Vergleichszeitraum : 4.162 teur) erzielt. Bei den Umsätzen im Vergleichszeitraum handelt es sich ausschließlich um Umsätze Januar bis Mai 2006 von der muw mit der sbe.

Die Umsatzerlöse mit einem externen Kunden (34.577 teur) übersteigen 10 % der gesamten Umsatzerlöse und sind den Segmenten Biodiesel und Bioethanol zugeordnet.

7.2 FINANZINSTRUMENTE

Die Finanzinstrumente des Konzerns lassen sich in originäre und derivative Finanzinstrumente differenzieren.

ORIGINÄRE FINANZINSTRUMENTE

Die originären Finanzinstrumente beinhalten auf der Aktivseite im Wesentlichen die Finanzanlagen, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Termingeldanlagen sowie die Zahlungsmittel. Die Bewertung dieser Instrumente erfolgt grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten. Eingetretenen Wertminderungen wird durch ergebniswirksame Erfassung von Wertminderungen Rechnung getragen. Die Buchwerte entsprechen auf Grund der kurzen Laufzeit dieser Vermögenswerte in etwa den beizulegenden Zeitwerten. Auf der Passivseite bestehen die originären Finanzinstrumente im Wesentlichen aus den ausgewiesen Finanzverbindlichkeiten, aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus anderen kurzfristigen Verbindlichkeiten. Diese Posten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die beizulegenden Zeitwerte entsprechen den bilanzierten Buchwerten.

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE ZIELSETZUNG UND METHODEN DES RISIKOMANAGEMENTS

Um eine Margensicherung zu erreichen und damit eine planbare und sichere Aussage zur Ertragsfähigkeit treffen zu können, werden im Rahmen der Risikomanagementpolitik verschiedene Sicherungsinstrumente und Sicherungsstrategien eingesetzt. Der Einsatz der Sicherungsinstrumente zielt auf die Absicherung von Preis- und Beschaffungsrisiken und hat keine spekulativen Aspekte. Die Rohstoffversorgung bei der Biodieselproduktion wird auf zwei Wegen sichergestellt : Einerseits werden Terminlieferverträge gegen physische Warenlieferung mit Lieferanten vereinbart ( echte Warentermingeschäfte ), andererseits werden Derivate in Form des Erwerbs von Terminkontrakten über den Bezug von Pflanzenöl zur Absicherung eines margenwirksamen und definierten Preislevels und zur Absicherung des Zugriffs auf den Rohstoff als Beschaffungsinstrument verwendet. Es wird angestrebt, die Absicherung der notwendigen Mengen bis maximal vier Monate vor Produktlieferung zu mindestens 80 % abzusichern. Es wird maximal die bereits in Verkaufskontrakten fixierte Menge bzw. höchstens die Produktionskapazität der produzierenden Konzerngesellschaften abgesichert.

Zur Sicherung der Materialeinsatzmenge und der Einkaufspreise am Beschaffungsmarkt

setzt die verbio - Gruppe Terminkontrakte ( forwards ) ein. Es handelt sich um Standard-Terminkontrakte zur Beschaffung von Rohstoffen. Die sbe erwirbt feste Terminkontrakte in Form von Forwards mit dem Underlying der Rohstoffe in eigenem Namen. Die physische Abwicklung standardisierter Terminkontrakte unterscheidet sich nicht von anderen Rohstoffkontrakten. Die Terminkontrakte eignen sich zudem für den Aufbau und Handel als auch für das Risikomanagement von Rohstoffpositionen. Die standardisierten Rohstoffkontrakte enthalten Elemente derivativer Kontrakte und werden, aggregiert über alle Gegenparteien betrachtet, primär finanziell abgewickelt, da am Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit der standardisierte Terminkontrakt gegen einen anderen Terminkontrakt getauscht wird. Die Bewertung dieser Derivate erfolgt zum beizulegenden Zeitwert anhand der Forward - Preise der Kontrakte zum Bewertungsstichtag. Instrumente mit positiven beizulegenden Zeitwerten und Instrumente mit negativen beizulegenden Zeitwerten werden nicht saldiert, sondern brutto in der Konzernbilanz ausgewiesen. Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Auflösung dieser so gebildeten Rücklage für Cash Flow hedge erfolgt, wenn die abgesicherten Rohstoffbezüge realisiert, das heißt, verbraucht werden.

Die abgesicherten Cash Flows aus den Rohstoffbezügen werden im Wesentlichen im Geschäftsjahr 2007 realisiert werden.

Im Ethanolbereich kann die Rohstoffsicherung bei Getreide sowohl über den Abschluss von physischen Lieferverträgen auf Termin ( echte Warentermingeschäfte ) als auch über den Einsatz von Derivaten erfolgen. Anders als bei Pflanzenöl kann die Mengenverfügbarkeit nur über die physischen Lieferverträge realisiert werden. Preisabsicherungen über Derivate erfolgen zurzeit im Konzern noch nicht.

SICHERUNGSBEZIEHUNG

Zurzeit wird das Hedge accounting nur für den Derivateeinsatz beim Pflanzenölbezug praktiziert. Abzusicherndes Grundgeschäft ist der Bezug von Pflanzenöl, Sicherungsinstrument der Erwerb von Terminkontrakten und das abzusichernde Risiko die Gefahr von Preissteigerungen, die nachteilige Effekte auf die Gewinnmarge hervorrufen können. Die Absicherung beginnt ca. 1 Jahr vor Bedarf und es wird angestrebt, die Absicherung der notwendigen Mengen bis maximal 4 Monate vor Produktion zu mindestens 80 % abzusichern. Im Zeitpunkt, in dem der erworbene Vermögenswert (Pflanzenöl) das Periodenergebnis beeinflusst, werden die im Eigenkapital erfassten Ergebnisse aus den Terminkontrakten erfolgswirksam im Materialaufwand verrechnet.

TEUR
Standard-Terminkontrakte
POSITIVE
31.12.2006
1.384
NEGATIVE
31.12.2006
177
TEUR POSITIVE
30.06.2006
NEGATIVE
30.06.2006
Standard-Terminkontrakte 2.732 585

Die beizulegenden Zeitwerte dieser derivativen Finanzinstrumente betragen :

In der Berichtsperiode wurden 1.643 teur nicht realisierte Gewinne aus Termingeschäften in das Eigenkapital eingestellt. Die auf die nicht realisierten Gewinne entfallenden und erfolgsneutral gebildeten latenten Steuern betragen 164 teur. Aus dem Eigenkapital wurden keine Beträge in das Periodenergebnis oder in die Bewertung von Anschaffungskosten einbezogen.

Des Weiteren hat die Gesellschaft in der Berichtsperiode eine Anlage in Tetris Deposit eur / usd bei der Dresdner Bank in Höhe von 20.000 teur mit einer Laufzeit vom 13. November 2006 bis zum 14. Mai 2007 getätigt. Der Zinssatz für diese Geldanlage beträgt in Abhängigkeit von der Entwicklung des Devisenkassakurs eur / usd zwischen 1 % und 5 %. Dabei ist der Zinssatz von 1 % die Mindestverzinsung.

Der beizulegende Zeitwert dieses Finanzinstrumentes betrug zum 31. Dezember 2006 262 teur. Dieser Wert wurde gemäß Bestätigung unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren und auf Basis der zum Berechnungszeitpunkt vorliegenden Marktdaten ermittelt.

7.3 FINANZIELLE RISIKEN UND RISIKOMANAGEMENT

Die verbio - Gruppe unterliegt im Rahmen ihres Geschäftsbetriebes, neben den operativen Geschäftsrisiken, einer Vielzahl von finanziellen Risiken.

7.3.1 AUSFALLRISIKEN

Ausfallrisiken können grundsätzlich auch bei Finanzinstrumenten bestehen, wobei die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte das maximale Ausfallrisiko bestimmen. Soweit bei einzelnen Finanzinstrumenten Einzelrisiken ersichtlich wären, würde diesen Risiken durch erfasste Wertminderungen Rechnung getragen.

Sämtliche Geldanlagen der verbio - Gruppe sind jedoch durch den Einlagensicherungsfonds der Banken abgesichert.

7.3.2 WÄHRUNGSRISIKEN

Die verbio - Gruppe bezieht ihre Materiallieferungen fast ausschließlich im Euroraum. Die Ausgangsrechnungen an Abnehmer erfolgen ausschließlich in Euro. Im Übrigen bestehen für den Konzern keine nennenswerten Währungsrisiken.

7.3.3 ZINSÄNDERUNGSRISIKEN

Auf Grund der Kurzfristigkeit der Geldanlagen bestehen keine wesentlichen Zinsänderungsrisiken. Des Weiteren liegt durch den Abschluss von Festzinsvereinbarungen mit Kreditinstituten hinsichtlich Darlehensverbindlichkeiten sowie durch nach oben begrenzte Zinssätze ein nur geringfügiges Zinsänderungsrisiko vor.

Zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verweisen wir auf Abschnitt 4.17.

7.3.4 LIQUIDITÄTSRISIKEN

Auf Grund der Zahlungsmittelüberschüsse, die aus der operativen Tätigkeit generiert werden, und insbesondere der in der Berichtsperiode erfolgten Einzahlungen aus der Kapitalerhöhung im Zuge des Börsengangs sind auch vor dem Hintergrund der aktuellen Planungen derzeit keine Liquiditätsrisiken erkennbar.

7.3.5 RISIKEN IM ZUSAMMENHANG MIT DER INANSPRUCHNAHME ÖFFENTLICHER FÖRDERMITTEL

Für eine ausführliche Darstellung der Risiken im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme öffentlicher Fördermittel verweisen wir auf Abschnitt 7.4.

7.3.6 SONSTIGE RISIKEN

Die verbio-Gruppe ist gegen die üblicherweise auftretenden Gefahren abgesichert.

7.3.7 RISIKOMANAGEMENT

Die verbio hat im Rahmen eines risikoorientierten und zukunftsgerichteten Managementansatzes ein Risikomanagementsystem für die Gruppe aufgebaut und implementiert. Die Implementierung eines funktionalen Risikomanagementsystems wird dabei als Teil der allgemeinen Führungsverantwortung des Managements verstanden. Im Voraus definierte Einzelrisiken werden durch Frühwarnindikatoren ständig überwacht und im Rahmen eines monatlichen Reportings an die Geschäftsführung der Tochtergesellschaften und den Konzernvorstand berichtet. Werden gewisse Schwellenwerte überschritten, erfolgt eine sofortige Berichterstattung an die verantwortlichen Stellen. Im Juni und Juli 2006 wurde eine Risikoinventur durchgeführt und ein umfangreiches und detailliertes Risikohandbuch erstellt.

7.4 EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

ÖFFENTLICHE FÖRDERMITTEL

Der muw wurden Investitionszulagen von 15.393 teur unter den Voraussetzungen des Investitionszulagengesetzes 1999 bzw. 2005 gewährt. Diese sind bei Nichteinhaltung der Voraussetzungen zurückzuzahlen. Die für Windkraftanlagen gewährte Investitionszulage von 9.200 teur ist seitens der Finanzverwaltung noch nicht abschließend geprüft worden.

Der nuw wurden Investitionszulagen von 5.231 teur unter den Voraussetzungen des Investitionszulagengesetzes 2005 gewährt. Diese sind bei Nichteinhaltung der Voraussetzungen zurückzuzahlen.

Der mbe wurden Investitionszulagen von 12.503 teur unter den Voraussetzungen der Investitionszulagengesetze 1999 bzw. 2005 gewährt. Diese sind bei Nichteinhaltung der Voraussetzungen zurückzuzahlen. Dies betrifft insbesondere die gewährte Zulage für Energieerzeugungsanlagen ( 690 teur ).

Der nbe wurden Investitionszulagen von 18.672 teur unter den Voraussetzungen der Investitionszulagengesetze 1999 bzw. 2005 gewährt. Diese sind bei Nichteinhaltung der Voraussetzungen zurückzuzahlen.

Die Investitionszulagen wurden unter der Bedingung gewährt, dass die geförderten Wirtschaftsgüter mindestens fünf Jahre nach ihrer Anschaffung oder Herstellung zum Anlagevermögen eines Betriebes im Fördergebiet gehören, in einem förderfähigen Betrieb verbleiben und nicht zu mehr als 10 % privat genutzt werden. Je nach Anschaffungs- oder Herstellungszeitpunkt ist diese Frist noch nicht für alle Vermögenswerte abgelaufen.

Die Gesellschaften muw, mbe nbe und nuw haben zweckgebunden Zuschüsse aus Mitteln der Länder Sachsen - Anhalt bzw. Brandenburg erhalten. Teilbeträge wurden unter der Voraussetzung gewährt, dass die Unternehmen die Definition eines kleinen und mittleren Unternehmens ( kmu ) im Sinne der Empfehlung der EU erfüllen. Auf Grund des Verlustes der kmu-Eigenschaft innerhalb des Zweckbindungszeitraumes hat die nbe voraussichtlich einen Teilbetrag der Zuschüsse zurückzubezahlen. In den Einzelabschlüssen zum 31. Dezember 2005 wurden in voller Höhe einschließlich Zinsen Rückstellungen gebildet, die teilweise in der Berichtsperiode aufgelöst worden sind.

In der Berichtsperiode wurden der Gesellschaft keine weiteren Investitionszuschüsse gewährt.

Die erhaltenen Investitionszuwendungen wurden als zweckgebundene für die beantragten Vorhaben zu verwendende Mittel gewährt. Die Zweckbindung endet gemäß den Förderrichtlinien sowohl des Landes Sachsen - Anhalt als auch des Landes Brandenburg fünf Jahre nach Ende des Investitionsvorhabens. Folgende Auflagen sind in diesem Zeitraum zu erfüllen :

  • mbe 77 Dauerarbeitsplätze, darunter sieben Ausbildungsplätze,
  • muw 46 Dauerarbeitsplätze, darunter vier Ausbildungsplätze,
  • nbe 95 Dauerarbeitsplätze ( davon zehn für Frauen ), darunter fünf Ausbildungsplätze,
  • nuw 80 Dauerarbeitsplätze ( davon fünf für Frauen ), darunter fünf Ausbildungsplätze.

Die Gesellschaften gehen davon aus, dass sie die Voraussetzungen erfüllen werden.

RECHTSSTREITIGKEITEN

Zum Bilanzstichtag ist weiterhin eine Schadenersatzklage in Höhe von ca. 3.000 teur gegen die muw in Dänemark anhängig. Der angeblich entstandene Schaden ist bislang von der Gegenseite nicht nachgewiesen. Auf der Grundlage des anwaltlichen Schreibens ist das Risiko des Unterliegens in dem Rechtsstreit unwahrscheinlich. Eine Rückstellung wurde daher nicht gebildet.

Mögliche weitere Ansprüche aus Rechtsstreitigkeiten wurden in Abwägung der Möglichkeit des Unterliegens angemessen berücksichtigt.

PACHTVERTRÄGE

Der Grundstückseigentümer pck Raffinerie GmbH, Schwedt, hat der nbe das Recht eingeräumt, eine Anlage zur Herstellung von Bioethanol zu errichten und zu betreiben. Das Erbbaurecht endet am 31. Dezember 2053. Der Erbbauzins beträgt anfänglich monatlich 2.959 teur und erhöht sich wiederkehrend nach Ablauf von drei Jahren um 3 % p. a.

Der Grundstückseigentümer pck Raffinerie GmbH, Schwedt, hat der nuw das Recht eingeräumt, eine Anlage zur Herstellung von Biodiesel zu errichten und zu betreiben. Das Erbbaurecht endet am 31. Dezember 2054. Der Erbbauzins beträgt anfänglich monatlich 2.100 eur und erhöht sich wiederkehrend nach Ablauf von drei Jahren um 3 % p. a.

Die nbe hat von verschiedenen Eigentümern 45 Windkraftanlagen zur Betreibung gepachtet. Die Nutzungsentgelte betragen zwischen 10 teur bis 30 teur pro Monat. Die Verträge haben eine Laufzeit zunächst bis zum 31. Dezember 2009. Eine Vertragsverlängerung ist möglich.

Die mbe hat von verschiedenen Eigentümern sieben Windkraftanlagen zur Betreibung gepachtet. Die Nutzungsentgelte betragen zwischen 22 teur bis 29 teur pro Monat. Die Verträge haben eine Laufzeit zunächst bis zum 31. Januar 2009 / 31. Dezember 2009 und 31. Dezember 2010.

Eine Vertragsverlängerung ist möglich.

Die muw betreibt insgesamt 14 Windenergieanlagen auf gepachtetem Grund und Boden. Die entsprechenden Pachtverträge wurden in den Jahren 2001 bzw. 2003 abgeschlossen und haben eine Restlaufzeit von 14 bis bzw. 17 Jahren, wobei dem Anlagenbetreiber muw ein Kündigungsrecht bei Einstellung des Betriebes der Windenergieanlagen eingeräumt worden ist. Gleichzeitig wurden der muw eine unbestimmte Verlängerungsoption bzw. eine Verlängerungsoption von zehn Jahren eingeräumt, deren Ausübung dem Grundstückseigentümer bis spätestens zum 30. Juni des vorletzten Jahres vor Ablauf des Vertrages schriftlich mitzuteilen ist. Das vereinbarte Nutzungsentgelt beträgt 7 teur pro errichteter Windkraftanlage und Jahr. Aus diesen Verträgen resultiert eine Rückbauverpflichtung nach Beendigung der Pachtzeit, die als Rückstellung berücksichtigt wird.

Für die Grundstückspacht- bzw. Erbpachtverträge bestehen je nach Einigung mit dem Grundstückseigentümer gegebenenfalls Rückbauverpflichtungen für die aufgebauten Anlagen und Gebäude. Derzeit ist hierfür die Bildung von Rückstellungen nicht erforderlich.

Die genannten Pachtverträge und Erbbaurechte werden bilanziell als Operating Leasing-Verträge behandelt. Die künftigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe der mindestens zu leistenden Zahlungen aus diesen Verträgen stellen sich wie folgt dar :

IN TEUR BIS 1 JAHR 1 – 5 JAHRE ÜBER 5 JAHRE
Pachtverträge Windkraftanlagen MBE 2.292 4.872 0
Pachtverträge Windkraftanlagen NBE 12.450 24.900 0
Grundstückspachtverträge MUW 98 392 1.764
Erbbauzins NBE 36 144 1.512
Erbbauzins NUW 25 103 1.555
Gesamt 14.901 30.411 4.831

Die Aufwendungen aus den Pacht- und Erbpachtverträgen betrugen in der Berichtsperiode 7.451 teur ( Vergleichszeitraum : 1.187 teur ). Bezogen auf die Pachtverträge für Windkraftanlagen ist es in der Berichtsperiode zu Erstattungen von 1.363 teur gekommen.

ABNAHMEOBLIGO

Aus von der nbe und mbe mit landwirtschaftlichen Betrieben abgeschlossenen Getreidelieferungsverträgen für das Erntejahr 2007 bestehen finanzielle Verpflichtungen von 23.248 teur.

BESTELLOBLIGO

Zum 31. Dezember 2006 verzeichnet die verbio - Gruppe ein Bestellobligo für Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 2.455 teur.

7.5 ANGABEN ZU NAHE STEHENDEN PERSONEN

Folgende Personen, Personengruppen und Unternehmen gelten für die Berichtsperiode als nahe stehend : 1

  • a ) Aktionäre der verbio ag :
  • Pollert Familien GmbH & Co. KG ( 2,13 % ),
  • Pollert Holding GmbH & Co. KG ( 19,20 % ),
  • Herr Bernd Sauter ( 10,48 % ),
  • Bernd Sauter GbR ( 3,75 % )
  • Herr Claus Sauter ( 15,71 % ),
  • Claus Sauter GbR ( 5,62 % ),
  • Frau Daniela Sauter ( 5,24 % ),
  • Daniela Sauter GbR ( 1,87 % ),
  • Frau Marion Sauter ( 7,11 % ).

1 in Klammern jeweils die Anteilsverhältnisse.

b ) Mitglieder der Familie Sauter :

  • Alois Sauter,
  • Albertina Sauter,
  • Daniela Sauter,
  • Bernd Sauter,
  • Claus Sauter und
  • Marion Sauter.
  • c ) Unternehmen, die durch natürliche Personen der Familie Sauter bzw. vom Management in Schlüsselpositionen beherrscht werden können :
  • Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH, Zörbig ( Claus Sauter 25 %, Bernd Sauter 25 %, Alois Sauter 25 %, Albertina Sauter 25 % ),
  • Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG, Obenhausen, ( Claus Sauter 50 %, Bernd Sauter 50 % ),
  • Autokontor Bayern GmbH, Obenhausen, ( Claus Sauter 33,33 %, Bernd Sauter 33,33 %, Roland Kuch 33,33 % ),
  • Compos Entsorgung GmbH, Obenhausen, ( Claus Sauter 100 % ),
  • Märka Märkische Kraftfutter Gesellschaft m.b.H, Eberswalde, ( Lüneburger Lager und Agrarhandelsgesellschaft mbH, Lüneburg 45,63 %, Sauter Verpachtungsgesell schaft mbH, Zörbig 27,5 %, Daniela Sauter 6 % ),
  • Trans märka GmbH, Eberswalde ( 100 % Märka Märkische Kraftfutter Gesellschaft m.b.H, Eberswalde ),
  • Trans märka Polska, sp.z.o.o., ( 99 % Trans märka GmbH, 1 % Herr Weber ),
  • Getreide- und Agrarhandel Halle GmbH, Halle ( 100 % Märka Märkische Kraftfutter Gesellschaft m.b.H, Eberswalde ),
  • Hallesche Logistik GmbH, Halle ( 100 % Getreide- und Agrarhandel Halle GmbH, Halle )
  • märka Landhandel Sachsen GmbH, Göda ( 100 % Märka Märkische Kraftfutter Gesell schaft m.b.H, Eberswalde ),
  • märka Landhandel Süd GmbH, Bamberg ( 100 % Märka Märkische Kraftfutter Gesell schaft m.b.H, Eberswalde ),
  • Wriezener Kraftfutter GmbH, Wriezen ( 75,1 % Märka GmbH, Eberswalde ),
  • Lüneburger Lager- und Agrarhandelsgesellschaft m.b.H., Lüneburg ( 50 % Märka Märkische Kraftfutter Gesellschaft m.b.H, Eberswalde; 50 % Sauter Verpachtungsgesell schaft mbH, Zörbig ) und
  • Dr. Pollert Handel & Beratung Oleochemie, Berlin ( 100 % Herr Dr. Ing. Pollert ).
  • d ) Verbundene Unternehmen, die nicht zum Konsolidierungskreis der verbio ag gehören : Biodiesel Production S.A., Madrid / Spanien
  • e ) Management in Schlüsselfunktionen :
  • Herr Dr. rer. pol. Herbert Bäsch ( Vorstand der verbio ag ),

Herr Dr. - Ing. Georg Pollert ( Vorstand der verbio ag ),

  • Herr Claus Sauter ( Vorstand der verbio ag ),
  • Herr Bernd Sauter ( Aufsichtsrat der verbio ag ),
  • Herr Alois Sauter ( Aufsichtsrat der verbio ag, bis 23. August 2006 ),
  • Herr Prof. Dr. Fritz Vahrenholt ( Aufsichtsrat der verbio ag ),
  • Herr Alexander von Witzleben ( Aufsichtsrat der verbio ag, ab 23. August 2006 ).

A ) AUS SICHT DER VERBIO GRUPPE FÜR DIE BERICHTSPERIODE 1. JULI 2006 BIS 31. DEZEMBER 2006

DARSTELLUNG DER BEZIEHUNGEN ZWISCHEN DEN GESELLSCHAFTERN UND DER VERBIO AG

KOSTENAUFTEILUNG DER ANGEFALLENEN AUFWENDUNGEN IM RAHMEN DES BÖRSENGANGS

Im Rahmen des Börsengangs sind Aufwendungen bei der verbio ag und ihren Tochtergesellschaften entstanden, die den gesamten Börsengang betrafen. Da es sich bei der Emission von 18,2 Mio Stück Aktien bei 5,2 Mio Stück Aktien um das Eigentum der Altaktionäre handelt, wurden die Kosten des Börsengangs entsprechend dem Anteil der abgebenden Aktionäre weiterberechnet. Diese betrugen insgesamt 1.789.382,98 eur. Die Kosten wurden anhand folgenden Schlüssels an die Mitglieder des Pools und abgebenden Aktionären verteilt.

1.1. Claus Sauter 600.000 Aktien 3,2967 %
1.2. Claus Sauter GbR 960.000 Aktien 5,2747 %
1.3. Pollert Familien GmbH & Co. KG 156.000 Aktien 0,8571 %
1.4. Pollert Holding GmbH & Co. KG 1.404.000 Aktien 7,7143 %
1.5. Bernd Sauter 400.000 Aktien 2,1978 %
1.6. Bernd Sauter GbR 640.000 Aktien 3,5165 %
1.7. Daniela Sauter 200.000 Aktien 1,0989 %
1.8. Daniela Sauter GbR 320.000 Aktien 1,7582 %
1.9. Marion Sauter 520.000 Aktien 2,8571 %

Das Angebot umfasste bis zu 18.200.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag ( Stückaktien ), und zwar bis zu 13.000.000 Aktien aus der am 8. Oktober 2006 beschlossenen Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen aus genehmigtem Kapital ( nachfolgend auch "Neue Aktien" ), bis zu 3.200.000 Aktien aus dem Eigentum der Altaktionäre ( nachfolgend gemeinsam auch "Altaktionäre", die Aktien nachfolgend auch "Alte Aktien" ), sowie bis zu 2.000.000 Aktien aus dem Eigentum der Altaktionäre ( nachfolgend auch "Greenshoe - Aktien" und zusammen mit den Neuen Aktien und den Alten Aktien auch "Angebotene Aktien" oder "Platzierungsvolumen" ), die den Konsortialbanken zur Verfügung gestellt werden und die im Rahmen der Platzierung zur Zuteilung einer größeren Anzahl Aktien verwendet

werden können ( nachfolgend auch "Mehrzuteilung" ), wenn für mehr als die insgesamt bis zu 16.200.000 Alten und Neuen Aktien Kaufangebote vorliegen.

AUFSICHTSRATS- UND VORSTANDSVERGÜTUNGEN

Diesbezüglich verweisen wir auf Abschnitt 7.7.

DARSTELLUNG DER BEZIEHUNGEN ZWISCHEN DEN GESELLSCHAFTERN UND DEN TOCHTERUNTERNEHMEN DER VERBIO AG

DARLEHEN AUS SICHT DER NUW

Herr Dr.-Ing. Georg Pollert und Frau Daniela Sauter haben der nuw im Juni 2005 zwei ungesicherte Darlehen über 3.500 teur ( Herr Dr. - Ing. Georg Pollert ) und 6.050 teur ( Frau Daniela Sauter ) zu einem Zinssatz von 5,1 % p. a. gewährt. Herr Dr. - Ing. Georg Pollert hat das Darlehen auf die Pollert Holding GmbH & Co. KG übertragen. Beide Darlehen sind zum 31. Dezember 2009 zur Rückzahlung fällig. Beide Darlehensgeber haben zusätzlich einen Rangrücktritt ( Frau Daniela Sauter 7,22 Mio eur und Dr. - Ing. Georg Pollert 2,28 Mio eur ) in dem Sinne erklärt, dass sie mit ihren Forderungen aus dem Darlehen hinter Forderungen einer Bank aus einem Darlehen gegen die nuw zurücktreten und erst nach vollständiger Bedienung dieser Bankverbindlichkeiten Zahlungen auf die Darlehen erhalten. Zum 31. Dezember 2006 valutieren die Darlehen einschließlich erfasster noch nicht zahlungswirksamer Zinsaufwendungen auf 3.750 teur ( Pollert Holding GmbH & Co. KG, inklusive Zinsen, Zinsaufwand der Berichtsperiode 89 teur ) und 6.765 teur ( Daniela Sauter, inklusive Zinsen, Zinsaufwand der Berichtsperiode 154 teur ).

DARLEHEN AUS SICHT DER NBE

Im Dezember 2003 haben Frau Daniela Sauter sowie Frau Marion Sauter der nbe ungesicherte Darlehen in Höhe von 2.020 teur ( Daniela Sauter ) und 2.040 teur ( Marion Sauter ) zu einem Zinssatz von 6 % p. a. gewährt. Die Darlehen sind nicht vor dem 1. Januar 2010 zurückzuzahlen. Zur Zwischenfinanzierung wurden in 2005 zudem Mittel in Höhe von 210 teur durch Frau Marion Sauter und 150 teur durch Frau Daniela Sauter bereitgestellt, die mit der Ausnahme der Möglichkeit der jederzeitigen Rückzahlung den Konditionen der Darlehensvereinbarung unterliegen. Zum 31. Dezember 2006 valutieren die Darlehen einschließlich erfasster noch nicht zahlungswirksamer Zinsaufwendungen auf 2.545 teur ( Marion Sauter; Zinsen Berichtsperiode 75 teur ) und 2.447 teur ( Daniela Sauter; Zinsen Berichtsperiode 72 teur ).

BÜRGSCHAFTEN UND ANDERE SICHERUNGSRECHTE

Herr Dr. - Ing. Georg Pollert, Herr Claus Sauter und Herr Bernd Sauter haben sich gegenüber der Landesbank Baden - Württemberg in Höhe von jeweils 2.000 teur für die Rückzahlung eines Darlehens der muw verbürgt.

Für eine Darlehensverpflichtung der muw gegenüber der dkb Deutsche Kreditbank AG

haben Herr Dr. - Ing. Georg Pollert, Herr Claus Sauter und Herr Bernd Sauter des Weiteren jeweils eine selbstschuldnerische Bürgschaft in Höhe von 670 teur übernommen.

Frau Daniela Sauter und Herr Dr. - Ing. Georg Pollert haben durch eine Erklärung vom 2. Mai 2005 eine Bürgschaft in Höhe von 4.000 teur sowie eine Erklärung vom 11. Juni 2005 eine Bürgschaft in Höhe von bis zu 10.920 teur gegenüber der Landesbank Baden - Württemberg für Darlehen der nuw übernommen.

Darüber hinaus haben Frau Daniela Sauter und Herr Dr. - Ing. Georg Pollert im Jahr 2005 gegenüber der Landesbank Baden - Württemberg Rangrücktrittserklärungen und eine Belassungsabsichtserklärung für der nuw gewährte Gesellschafterdarlehen über 7.220 teur ( Daniela Sauter ) bzw. 2.280 teur ( Dr. - Ing. Georg Pollert ) abgegeben.

Frau Marion Sauter, Frau Daniela Sauter, Herr Claus Sauter und Herr Bernd Sauter haben jeweils Bürgschaften in Höhe von bis zu 12.500 teur gegenüber der Landesbank Baden-Württemberg wegen eines Darlehens der mbe übernommen. Herr Claus Sauter hat am 31. Januar 2006 bezüglich seiner bei einer möglichen Inanspruchnahme aus der Bürgschaft entstehenden Forderung gegen die mbe einen Rangrücktritt über einen Teilbetrag von 5.000 teur hinter alle Ansprüche gegenwärtiger und zukünftiger Gläubiger der mbe erklärt. Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH hat zudem für das vorbenannte Darlehen der mbe eine selbstschuldnerische Mithaftung über den ursprünglichen Darlehensbetrag von 12.500 teur übernommen.

Herr Claus Sauter und Herr Bernd Sauter haben eine gesamtschuldnerische Bürgschaft in Höhe von 3.000 teur gegenüber der Bremer Landesbank für Darlehen der mbe und der muw übernommen.

Frau Daniela Sauter und Frau Marion Sauter haben gegenüber der Stadtsparkasse Schwedt Bürgschaften über jeweils bis zu 1.000 teur für ein Darlehen der nbe übernommen.

Für verschiedene Darlehen über insgesamt 9.400 teur, welche die Allianz AG der nbe gewährt hat, haben Frau Daniela Sauter und Frau Marion Sauter die gesamtschuldnerische Haftung als weitere Darlehensnehmer für die Rückzahlung übernommen. Als Sicherheit haben sie Ansprüche aus mehreren Lebensversicherungsverträgen an die Allianz AG übertragen und Grundschulden an rangbereiter Stelle auf Privatgrundstücke eingeräumt.

Hierbei handelt es sich um das Flurstück 281 / 2 in Illertissen, die Schillerstraße 2 in Altenstadt, die Ernst - Mey - Straße 3 sowie die Petzscher Straße 18 in Leipzig, die Jeßnitzer Straße 1f und die Bitterfelder Straße 4 in Zörbig.

Herr Bernd Sauter und Herr Claus Sauter haben jeweils selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaften in Höhe von 451 teur gegenüber der gefa Gesellschaft für Absatzfinanzierung, Wuppertal abgegeben. Die Bürgschaften dienen der Sicherung von Darlehen der mbe, die diese zur Finanzierung von Fahrzeugen aufgenommen hat.

MIETVERTRÄGE WINDKRAFT

Herr Bernd Sauter hat der nbe seit Dezember 2004 drei Windkraftanlagen für eine monatliche Miete von 29.250 eur zzgl. USt. vermietet. Der Mietvertrag hat eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2009 und verlängert sich jeweils um weitere zwölf Monate, sofern er nicht mit einer Frist von zwei Monaten zum Ablauf gekündigt wird. Im 2. Halbjahr 2006 betrugen die

Aufwendungen aus diesem Mietvertrag 176 teur. Zum 31. Dezember 2006 hat die nbe eine Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Herrn Bernd Sauter von 236 teur.

Durch die Weiterberechnung von Nebenkosten des Windparks an Herrn Sauter, erzielte die nbe in der Berichtsperiode 10 teur.

DARSTELLUNG DER BEZIEHUNGEN ZWISCHEN DER VERBIO AG UND DEN GESELLSCHAFTEN, AN DENEN POOLMITGLIEDER WESENTLICH BETEILIGT SIND

Die Poolmitglieder sind die unter 7.5 a) aufgeführten Personen und Gesellschaften.

MIETVERTRAG BÜROGEBÄUDE

Ab 01. September 2006 mietete sich die verbio ag in das Bürogebäude in der Thura Mark in Zörbig ein. Entsprechend des Mietvertrages mit der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH endet das Mietverhältnis zum 30. Juni 2007 und verlängert sich jeweils um einen weiteren Monat, falls es nicht mit einer Frist von vier Wochen vor seinem jeweiligen Ablauf gekündigt wird. Mietgegenstand ist neben dem Bürogebäude, die Büroeinrichtung. Bei Verlängerung des Mietvertrages ist die Nutzung der Büroeinrichtung kostenfrei. Der monatliche Mietzins für die Nutzfläche beträgt 630,80 eur ( netto ), in ihm sind sämtliche Nebenkosten enthalten. Für die Büroeinrichtung sind 646,55 eur ( netto ) zu entrichten.

In der Berichtsperiode entrichtete die verbio ag an die Sauter Verpachtungsgesellschaft für Mieten und Telefonkosten ( Handy ) 10 teur. Verbindlichkeiten bestanden zum Stichtag in Höhe von 1 teur.

MIETVERTRÄGE ÜBER KRAFTFAHRZEUGE

Die Autokontor Bayern GmbH vermietet Fahrzeuge an verschiedene Gesellschaften der verbio Gruppe und hat in der Vergangenheit diverse Fahrzeuge an Konzernunternehmen verkauft. Es handelt sich dabei u. a. um die Dienstwagen der Vorstandsmitglieder der Gesellschaft und der Geschäftsführer der Tochtergesellschaften. Die Aufwendungen der verbio ag hieraus betrugen in der Berichtsperiode 15 teur. Verbindlichkeiten aus gemieteten Kraftfahrzeugen bestanden zum Stichtag in Höhe von 5 teur.

SONSTIGE VERBINDUNGEN

Aus bezogenen Dienstleistungen wurden an die Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG in der Berichtsperiode 5 teur geleistet. Verbindlichkeiten bestanden zum Stichtag in Höhe von 4 teur.

DARSTELLUNG DER BEZIEHUNGEN ZWISCHEN DEN TOCHTERUNTERNEH-MEN DER VERBIO AG UND DEN GESELLSCHAFTEN, AN DENEN POOLMIT-GLIEDER WESENTLICH BETEILIGT SIND

DARLEHENSVERTRÄGE

Im Dezember 2003 hat die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH der nbe ein ungesichertes Darlehen in Höhe von 9.720 teur zu 10 % Zinsen p. a. gewährt. Zum 31. Dezember 2006 haben die Zahlungen der nbe an die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH die offenen Darlehensverbindlichkeiten überstiegen, so dass der nbe aus dem Darlehensvertrag Forderungen in Höhe von 170 teur zustanden ( Zinsaufwand in der Berichtsperiode 1 teur ).

BÜRGSCHAFTEN UND ANDERE SICHERUNGSRECHTE

Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH hat eine Bürgschaft gegenüber der Daimler-Chrysler Bank AG für eine Verbindlichkeit der mbe in Höhe von 2.255 teur übernommen.

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZUR MÄRKA MÄRKISCHE KRAFTFUTTER GMBH

BEZIEHUNGEN MIR DER MBE

Die mbe erwarb in der Berichtsperiode Getreide von der Märkische Kraftfutter GmbH in Höhe von 586 teur.

Aus der Weiterbelastung verauslagter Kosten, erzielte die mbe 64 teur. Auf Grund erbrachter Lagerleistungen für die mbe und nbe erzielte die Märka 267 teur. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestanden zum Stichtag in Höhe von 2 teur, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ( aus Getreidekäufen ) bestanden in Höhe von 69 teur.

BEZIEHUNGEN MIT DER SBE

Die sbe erwarb in der Berichtsperiode Getreide von der Märkische Kraftfutter GmbH in Höhe von 23.100 teur. Zum Bilanzstichtag betrugen die Verbindlichkeiten gegenüber der Märkische Kraftfutter GmbH 91 teur.

BEZIEHUNGEN MIT DER NBE

Die nbe erwarb in der Berichtsperiode Getreide von der Märkische Kraftfutter GmbH in Höhe von 2.172 teur. Außerdem erzielte die nbe aus dem Verkauf von Getreide an die Märkische Kraftfutter GmbH Erträge in Höhe von 38 teur. Forderungen gegenüber der Märkische Kraftfutter GmbH aus dem genannten Getreideverkauf bestanden zum 31. Dezember 2006 in Höhe von 2 teur.

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZUR MÄRKA LANDHANDEL SÜD GMBH

Die mbe erwarb in der Berichtsperiode Getreide von der Märka Landhandel Süd GmbH in Höhe von 1.911 teur. Zum Stichtag bestanden Verbindlichkeiten gegenüber dem Märka Landhandel Süd GmbH in Höhe von 237 teur.

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZUR TRANS MÄRKA POLSKA

Die nbe erwarb in der Berichtsperiode Getreide von der Trans Märka Polska in Höhe von 834 teur.

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZUR GETREIDE- UND AGRARHANDEL HALLE GMBH

Die sbe erwarb in der Berichtsperiode Getreide von der Getreide- und Agrarhandel Halle GmbH in Höhe von 1.365 teur, die mbe erwarb Getreide im Wert von 1.160 teur.

Zum Stichtag bestanden Verbindlichkeiten bei der mbe gegenüber dieser Gesellschaft in Höhe von 63 teur.

Aufgrund übernommener Transportleistungen konnte die mbe Erlöse in Höhe von 4 teur mit der Getreide- und Agrarhandel Halle GmbH erzielen. Dieser Betrag war zum Stichtag als Forderung bilanziert.

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZUR TRANS MÄRKA GMBH

BEZIEHUNGEN MIT DER NBE

Mit Vertrag vom 01. August 2006 übernimmt die Trans Märka GmbH für die nbe die kompletten Transport- und Logistikleistungen im Bereich der Rohstoffzufuhr und –abfuhr von Cattle Best - Futtermitteln. Der Vertrag hat eine Laufzeit von zwei Jahren mit Verlängerungsoption. Damit verbunden ist die Vermietung von fünf lkw "Axor" der Marke Daimler Chrysler an die Trans Märka GmbH. Aus der Vermietung besagter lkw erzielte die nbe in der Berichtsperiode Erträge in Höhe von 63 teur.

Aus erbrachten sonstigen Lieferungen und Leistungen erzielte die Trans Märka GmbH mit der nbe Erträge in Höhe von 728 teur ( davon 621 teur für erbrachte Transporte ). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Stichtag 109 teur.

BEZIEHUNGEN MIT DER MUW

Des Weiteren erwarb die Trans Märka GmbH Biodiesel von der muw zum Eigenverbrauch. In der Berichtsperiode erwarb sie Biodiesel für 574 teur. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum 31. Dezember 2006 gegen die Trans Märka GmbH in Höhe von 68 teur.

BEZIEHUNGEN MIT DER MBE

In der Vergangenheit erbrachte die Trans Märka GmbH für die mbe Transportleistungen, der Aufwand hieraus betrug in der Berichtsperiode 59 teur. Andererseits konnte die mbe auf Grund erbrachter Transportleistungen für die Trans Märka GmbH, 42 teur erzielen.

Forderungen aus erbrachten Transportleistungen bestanden bei der mbe zum Stichtag in Höhe von 35 teur und Verbindlichkeiten aus empfangenen Transportleistungen in Höhe von 20 teur.

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZUR ALOIS SAUTER LANDESPRODUKTENGROSSHANDLUNG GMBH & CO. KG

BEZIEHUNGEN MIT DER MUW

Die Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG hat in der Berichtsperiode Biodiesel für 136 teur von der muw erworben. Außerdem wirbt die Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG für Biodiesel der muw auf ihren Fahrzeugen und erhält dafür keine Vergütung.

Aus sonstigen Lieferungen und Leistungen hat die Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG mit der muw Erträge in Höhe von 5 teur erzielt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum 31. Dezember 2006 gegen die Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG in Höhe von 4 teur.

BEZIEHUNGEN MIT DER NBE

Die nbe übernahm Transportdienstleistungen für die Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG, die Erlöse hieraus betrugen 1 teur. Aus sonstigen Lieferungen und Leistungen erzielte die Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung mit der nbe Erlöse in Höhe von 5 teur.

BEZIEHUNGEN MIT DER MBE

Aus Verkäufen von Schlempe konnte die mbe mit der Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co KG Umsatzerlöse aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 5 teur und auf Grund von erbrachten Transporten Erlöse in Höhe von 3 teur erzielen.

Die Betriebsfahrzeuge der mbe tanken in der betriebseigenen Tankstelle der Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG und werden dort mit sonstigen, für die Fahrzeuge erforderlichen Gegenständen ausgerüstet ( Scheibenwischer, Scheinwerferlampen und vergleichbares Zubehör ).

Des Weiteren wartet und pflegt die Alois Sauter Landesprodukten - Großhandlung GmbH & Co. KG die Betriebsfahrzeuge der mbe in ihren Werkstätten. Dafür erhielt sie zunächst eine monatliche Pauschalvergütung von 3 teur pro lkw, 1,7 teur pro Schlepper, 700 eur pro Transporter und 500 eur für jeden pkw. Diese Preise wurden durch eine Änderungsvereinbarung vom 18. Februar 2006 um jeweils 50 % reduziert und ein Preis von 750 eur pro Monat und Radlader für die Wartung und Pflege vereinbart. Seit Juli 2006 erfolgt die Abrechnung nach dem jeweiligen, im Einzelfall anfallenden Aufwand und nicht weiter pauschal.

Die Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung stellte innerhalb des Berichtsperiode für Tanken und andere laufende Kfz - Betriebskosten 3 teur in Rechnung.

Aus sonstigen Lieferungen und Leistungen realisierte die Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG mit der mbe 11 teur. Darüber hinaus stellte die Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG der mbe Kfz - Versicherungen in Höhe von 134 teur in Rechung. Verbindlichkeiten bestanden zum Stichtag gegenüber der Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG in Höhe von 55 teur.

BEZIEHUNGEN MIT DER SBE

Aus sonstigen Lieferungen und Leistungen erzielte die Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG mit der sbe in der Berichtsperiode Erlöse in Höhe von 37 teur. Verbindlichkeiten aus sonstigen Lieferungen und Leistungen bestanden bei der sbe zum Bilanzstichtag in Höhe von 20 teur.

BEZIEHUNGEN MIT DER NUW

Die sonstigen Aufwendungen der nuw mit der Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG betrugen in der Berichtsperiode 1 teur. Zum Bilanzstichtag bestand eine Verbindlichkeit gegenüber der Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung in Höhe von 2 teur.

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZUR AUTOKONTOR BAYERN GMBH

Die Autokontor Bayern GmbH vermietet Fahrzeuge an verschiedene Gesellschaften der verbio Gruppe und hat in der Vergangenheit diverse Fahrzeuge an Konzernunternehmen verkauft. Es handelt sich dabei u. a. um die Dienstwagen der Vorstandsmitglieder der Gesellschaft und der Geschäftsführer der Tochtergesellschaften. Das Autokontor Bayern vermietet Fahrzeuge an die sbe und mbe. Die Aufwendungen der sbe hieraus betrugen in der Berichtsperiode 21 teur, der mbe 13 teur.

Erlöse aus sonstigen Lieferungen und Leistungen konnte die sbe ihrerseits mit der Autokontor Bayern in Höhe von 38 teur, aus dem Verkauf von zwei pkw, erzielen. Zum Bilanzstichtag bestanden hieraus noch Forderungen in Höhe von 24 teur.

Die Autokontor Bayern GmbH erwirbt Biodiesel von der muw zum Eigenverbrauch und zum Weiterverkauf an ihrer Betriebstankstelle, in der Berichtsperiode erwarb sie Biodiesel für 530 teur.

Aus dem Verkauf eines PKW an die Auto Kontor Bayern GmbH konnte die muw Erlöse in Höhe von 37 teur erzielen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Autokontor Bayern betrugen bei der nbe 2 teur und bei der mbe 102 teur. Die mbe erzielte in der Berichtsperiode sonstige Erträge in Höhe von 56 teur.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestanden bei der mbe zum Stichtag

gegenüber der Autokontor Bayern GmbH in Höhe von 534 teur, Verbindlichkeiten bestanden in Höhe von 12 teur. Bei der muw bestanden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Autokontor Bayern GmbH in Höhe von 115 teur.

Die Autokontor Bayern GmbH hat eine Freifläche zum Abstellen und Aufbereiten von Fahrzeugen von der mbe gemietet. Die monatliche Miete beträgt 10 teur. Der Vertrag ist zunächst fest bis zum 31. Dezember 2006 abgeschlossen und verlängert sich automatisch um jeweils ein weiteres Jahr, wenn er nicht mit einer Frist von sechs Monaten zum Ablauf gekündigt wird. Die mbe erzielte aus dem zuvor genannten Vertrag in der Berichtsperiode 60 teur.

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZUR SAUTER VERPACHTUNGSGESELLSCHAFT MBH

Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH hat in der Vergangenheit eine Vielzahl von Geschäften mit Gesellschaften der verbio - Gruppe abgeschlossen. Insbesondere hat sie als Generalunternehmer Anlagen für verbio Tochtergesellschaften errichtet. Im Zusammenhang mit manchen der errichteten Anlagen führt sie Dienstleistungen, wie etwa die Wartung der entsprechenden Anlagen durch. Außerdem bestehen diverse Darlehensverbindlichkeiten zwischen der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH und den Gesellschaften der verbio-Gruppe, wobei die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH sowohl als Darlehensgeber als auch als Darlehensnehmer fungiert. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer Verbindungen zwischen der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH und der verbio - Gruppe.

BEZIEHUNGEN MIT DER MUW

So erwirbt die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH Biodiesel von der muw zum Eigenverbrauch und zum Weiterverkauf an ihrer Betriebstankstelle. In der Berichtsperiode betrugen die Umsätze der muw hieraus 1.298 teur. Aus sonstigen Lieferungen und Leistungen hat die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH mit der muw Erlöse in Höhe von 6 teur erzielt; die muw erzielte ihrerseits 6 teur aus sonstigen Lieferungen und Leistungen.

Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH wirbt auf ihren Betriebsfahrzeugen für Biodiesel, ohne dass die muw hierfür eine Gegenleistung zahlt.

Außerdem erbrachte die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH für die muw in der Berichtsperiode Transportleistungen für insgesamt 65 teur.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2006 gegen die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH bestehen bei der muw in Höhe von 1.513 teur. Verbindlichkeiten gegenüber der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH bestanden in Höhe von 149 teur.

BEZIEHUNGEN ZUR NUW

Aus sonstigen Lieferungen und Leistungen hat die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH Erlöse mit der nuw in Höhe von 13 teur erzielt. Verbindlichkeiten aus sonstigen Lieferungen und Leistungen bestanden zum Bilanzstichtag gegenüber der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH in Höhe von 1 teur.

BEZIEHUNGEN MIT DER NBE

Die Betriebsfahrzeuge der nbe tanken in der betriebseigenen Tankstelle der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH. Die lkw nutzen zusätzlich Tankkarten, die über die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH abgerechnet werden. Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH stellte für Tanken und andere laufende Kfz - Betriebskosten der nbe 55 teur in Rechnung.

Aus sonstigen Lieferungen und Leistungen hat die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH mit der nbe Erlöse in Höhe von 445 teur erzielt.

Aus übernommenen Transportleistungen erzielte die nbe mit der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH ihrerseits 1 teur.

Verbindlichkeiten gegenüber der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH bestanden zum Stichtag in Höhe von 76 teur.

BEZIEHUNGEN MIT DER MBE

Die Betriebsfahrzeuge der mbe tanken in der betriebseigenen Tankstelle der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH. Die lkw nutzen zusätzlich Tankkarten, die über die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH abgerechnet werden. Auch die anfallenden Mautgebühren werden zunächst der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH in Rechnung gestellt. Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH stellte in der Berichtsperiode für Tanken, Mautgebühren und andere laufende Kfz - Betriebskosten der mbe 400 teur in Rechnung.

Aus dem Verkauf von Ethanol ließen sich in der Berichtsperiode Erträge i. H. v. 6 teur mit der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH realisieren

Aus sonstigen Lieferungen und Leistungen mit der mbe, erzielte die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH 217 teur und die mbe erzielte ihrerseits mit der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH 13 teur.

Auf Grund von erbrachten Transportleistungen für die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH konnte die mbe in der Berichtsperiode weitere sonstige Erträge in Höhe von 43 teur erzielen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestanden zum Stichtag gegenüber der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH in Höhe von 12 teur. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestanden zum Stichtag in Höhe von 746 teur.

BEZIEHUNGEN MIT DER SBE

Aus sonstigen Lieferungen und Leistungen erzielte die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH 131 teur.

Verbindlichkeiten aus sonstigen Lieferungen und Leistungen gegenüber der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von 11 teur.

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZUR DR. POLLERT HANDEL & BERATUNG OELCHEMIE

Die Dr. Pollert Handel & Beratung Oelchemie, Berlin, hat Beratungsleistungen für die mbe im Zusammenhang mit der Einstellung eines neuen Geschäftsführers erbracht. Im August 2006 sind hierfür durch die mbe Zahlungen in Höhe von 20 teur geleistet worden.

WINDKRAFTANLAGEN UND BLOCKHEIZKRAFTWERK DER MUW

In 2001 schlossen die muw und die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH einen Generalunternehmerwerkvertrag über den Bau von 14 Windkraftanlagen ab. Durch eine Ergänzungsvereinbarung zu dem Generalunternehmerwerkvertrag garantiert die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH der muw für die Zeit vom 1. Januar 2002 bis zum 31. Dezember 2007 einen jährlichen Ertrag von 1.700.000 kWh / a für jede Windkraftanlage des Typs vestas V52, 4.200.000 kWh / a für jede Windkraftanlage des Typs vestas V80 und 3.600.000 kWh / a für jede Windkraftanlage des Typs enercon E70 / 1800. Diese Ertragsgarantie bezieht sich auf sämtliche von der muw betriebenen Windkraftanlagen. Aus der Ertragsgarantie erlöste die muw im Kalenderjahr 2006 663 teur ( 2005 : 731 teur ); zum 31. Dezember 2006 werden entsprechende Forderungen bilanziert.

Die insgesamt 14 von der muw betriebenen Windkraftanlagen wurden auf Grundstücken errichtet, die teilweise im Eigentum der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH stehen oder von dieser gepachtet wurden. Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH stellt der muw vertraglich Grundstücke zum Betrieb eines Windenergieparks nebst dazugehörigen Betriebsanlagen, unterirdischer Verkabelung und Zuwegen für 6.646,79 eur ( 13.000 dm ) bzw. 6.650 eur p. a. für jede Windkraftanlage zur Verfügung. Die muw darf die Grundstücke auf Grundlage der Verträge bis zum 31. Dezember 2022 bzw. 15. November 2031 nutzen.

Im August 2002 hat sich die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH vertraglich verpflichtet, für die muw auch die Überwachung der von dieser betriebenen Windkraftanlagen und die Abrechnung der monatlichen Energieproduktion für ein pauschales Entgelt von 250 eur pro Windkraftanlage und Monat zu übernehmen. Durch diesen Vertrag hat sich die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH weiter verpflichtet, nach Ablauf der Gewährleistungsfrist für die permanente Überwachung, Instandsetzung und Instandhaltung sowie die Wartung der von muw betriebenen Windkraftanlagen gegen ein Entgelt von 70 eur pro Stunde zu sorgen.

Der Aufwand, der sich aus der Betreuung der Windkraftanlagen ( Reparaturen und sonstigen Leistungen ) sowie für die Miete des Grundstückes zusammensetzt, betrug in der Berichtsperiode 185 teur.

Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH hat auf der Grundlage eines Vertrages vom 24. September 2002 der muw ein Blockheizkraftwerk geliefert und für die muw am Einsatzort ( auf dem Betriebsgelände der BfG Bitterfelder Fernwärmegesellschaft mbH ) errichtet. Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH hat der muw gegenüber für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2006 garantiert, dass das Blockheizkraftwerk 6.400 Volllaststunden p. a. zur Verfügung stehen wird. Im Kalenderjahr 2006 betrugen die Ertragsgarantien 307 teur (2005 : 305 teur ), zum 31. Dezember 2006 werden entsprechende Forderungen bilanziert

IN DER BERICHTSPERIODE GESCHLOSSENE WERKVERTRÄGE

Mit Datum vom 14. Juli 2006 wurde zwischen der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH und der mbe ein Vertrag zum Bau der Fermentationsanlage geschlossen. Der Auftragswert belief sich auf 326 teur ( netto ). Bei der Fermentation werden die Zuckermoleküle mit Hilfe von Hefe zu Alkohol verarbeitet. Dieser Vorgang dauert ca. 40 Stunden.

In der Berichtsperiode zahlte die mbe aus diesem Vertrag netto 294 teur ( 90 % ).

Am 08. August 2006 schlossen die Sauter Verpachtungsgesellschaft als Auftragnehmerin und die mbe Mitteldeutsche BioEnergie GmbH & Co. KG als Auftraggeberin einen Vertrag über den Bau einer Tankstelle ( E85 ). Der Vertrag umfasst die Erstellung eines Gutachtens, den Tiefbau, Rohbauarbeiten sowie die Erstellung von Bauleitungen. Der Gesamtumfang des Auftrages beläuft sich auf 132 teur ( netto ). In der Berichtsperiode wurde eine Anzahlung in Höhe von 40 teur ( netto) geleistet.

Ein weiterer Vertrag zwischen der mbe als Auftraggeberin und der Sauter Verpachtunggesellschaft mbH als Auftragnehmerin betraf das Projekt : Gleisanbindung Abschnitt 2. Mit Datum vom 17. Oktober 2006 wurde dieser Vertrag über 258 teur ( netto ) zwischen den Vertragsparteien geschlossen. Die Fertigstellung war bis 31. Dezember 2006 geplant.

In der Berichtsperiode erfolgte eine erste Abschlagszahlung in Höhe von 232 teur ( netto ). Mit Schreiben vom 20. Dezember 2006 wurde die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH

von der sbe mit den Tiefbauarbeiten Pufferbehälter der mbe in Zörbig beauftragt. Der Auftragswert betrug 912.671 eur ( netto ). Als Zahlungsziel wurden 30 Tage netto nach Rechnungseingang vereinbart.

Am 23. Oktober 2006 vereinbarten die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH als Auftragnehmer und die sbe als Auftraggeber, den Aufbau von Schlempebehältern auf dem Betriebsgelände der nbe in Schwedt.

Laut Leistungsverzeichnis vom 23. Oktober 2006 waren damit Erdarbeiten, Leitungen, Asphaltarbeiten, Regiearbeiten – Arbeiten und Regiearbeiten – Geräte verbunden. Der Gesamt-Auftragswert belief sich auf 429.919 eur ( netto ). Es wurde ein Skonto von 3 % bei Zahlung innerhalb von zehn Tagen vereinbart.

Mit Datum vom 23. Oktober 2006 unterzeichneten die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH als Auftragnehmer und die sbe als Auftraggeber einen Bauleistungsvertrag bezüglich des Projektes Eindampfanlage in Schwedt. Der Nettoauftragswert belief sich auf 2.186.823 eur und es wurde ein Skonto von 3 % bei Zahlung innerhalb von zehn Tagen vereinbart.

Aus diesem Vertrag leistete die sbe in der Berichtsperiode 2006 1.200 teur.

Mit Schreiben vom 18. Juli 2006 wurde die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH von der muw mit der Ausführung von Tiefbauarbeiten für das neue Tanklager und die neue Verladestation beauftragt. Als Fertigstellungstermin der Baugrube für das neue Tanklager war die 29. Kalenderwoche 2006 geplant. Weitere Arbeiten sollten in Abstimmung mit dem Auftraggeber erfolgen.

In der Berichtsperiode erlöste die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH aus diesem Vertrag 47 teur.

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZUR COMPOS ENTSORGUNG GMBH

Weiter hat die mbe ein Tauchbecken zur Zwischenlagerung von Schlempe bei der Compos Entsorgung GmbH angemietet. Das Mietverhältnis begann am 01. Juni 2005 und wurde auf unbestimmte Zeit eingegangen. Die monatlichen Aufwendungen hieraus beliefen sich bis August 2006 auf 2,5 teur pro Monat ab September betrugen sie 3,5 teur pro Monat. In

der Berichtsperiode ergaben sich Aufwendungen hieraus in Höhe von 19 teur. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2006 gegenüber der Compos Entsorgung GmbH bestanden bei der mbe in Höhe von 4 teur.

DARSTELLUNG DER BEZIEHUNGEN ZU NICHT KONSOLIDIERTEN VERBUN-DENEN UNTERNEHMEN

Die muw hält 95 % der Anteile an der Biodiesel Production S.A., Madrid / Spanien. Die Tochtergesellschaft hat ihre Geschäftstätigkeit bislang nicht aufgenommen; das Grundkapital beträgt 61 teur.

Die muw hat ihrer Tochtergesellschaft ein Kontokorrentdarlehen gewährt, das zum 31. Dezember 2006 in Höhe von 135 eur ( 31. Dezember 2005 : 91 teur ) valutiert. Das Darlehen wurde in voller Höhe wertberichtigt.

B) AUS DER SICHT DER MUW FÜR DEN BETRACHTUNGSZEITRAUM ZEITRAUM 1. JANUAR 2006 BIS 31. MAI 2006

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN MIT DER SBE

Am 15. August 2004 haben die muw und die sbe einen Vertrag über die Lohnverarbeitung von Pflanzenöl zu Biodiesel abgeschlossen. Gemäß diesem Vertrag liefert die sbe Rapsölraffinat bzw. Rapsöl, das von der muw zu Biodiesel verarbeitet und an die sbe bzw. an deren Kunden geliefert wird.

Der Vertrag trat am 1. September 2004 in Kraft und hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2009. Er verlängert sich um weitere zwölf Monate, sofern er nicht drei Monate vor Ablauf von einer Vertragspartei gekündigt wird. Eine ordentliche Kündigung des Vertrages vor Ablaufder Vertragslaufzeit wurde ausgeschlossen. Eine Kündigung ist nur aus wichtigem Grund möglich.

Die vertraglich vereinbarte Verarbeitungsmenge beträgt 8.500 t Pflanzenöl pro Monat + / - 20 % mit dem Recht, Mehr- oder Mindermengen auf Grund von Produktions- oder Lieferverzögerungen im Folgemonat auszugleichen.

Das Verarbeitungsentgelt pro Tonne beträgt 95,00 eur für Raffinat bzw. 120,00 eur für Rohöl.

Im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Mai 2006 wurden mit der sbe Umsatzerlöse in Höhe von 4.155 teur erzielt. Das Einkaufsvolumen betrug 6.572 teur. Aus Zinsen für verspätete Zahlungen erlöste die muw 198 teur.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum 31. Mai 2006 6.807 teur. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen 1.386 teur.

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN MIT DER MBE

Die mbe nutzt mit der muw gemeinsam ein Umspannwerk. Die Stromkosten werden dann von der mbe an die muw belastet. Hieraus ergaben sich im Zeitraum 1. Januar bis 31. Mai 2006 Aufwendungen aus Stromlieferungen in Höhe von 314 teur. Die mbe erbrachte an die muw Transportleistungen in Höhe von 1 teur.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der mbe betragen zum 31. Mai 2006 92 teur.

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN MIT DER NUW

Von der nuw wurden die Produkte Biodiesel und Glycerin erworben. Hieraus ergab sich im Zeitraum 1. Januar bis 31. Mai 2006 ein Einkaufsvolumen von 1.911 teur. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Mai 2006 betragen 748 teur.

BÜRGSCHAFTEN UND ANDERE SICHERUNGSRECHTE

Herr Dr. - Ing. Georg Pollert, Herr Claus Sauter und Herr Bernd Sauter haben sich gegenüber der Landesbank Baden - Württemberg in Höhe von jeweils 2.000 teur für die Rückzahlung eines Darlehens der muw verbürgt.

Herr Claus Sauter und Herr Bernd Sauter haben eine Bürgschaft in Höhe von 3.000 teur gegenüber der Bremer Landesbank für Darlehen der muw übernommen.

Für eine Darlehensverpflichtung gegenüber der dkb Deutsche Kreditbank AG haben Herr Dr. - Ing. Georg Pollert, Herr Claus Sauter und Herr Bernd Sauter des Weiteren jeweils eine selbstschuldnerische Bürgschaft in Höhe von 670 teur übernommen.

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZUR SAUTER VERPACHTUNGSGESELLSCHAFT MBH

WINDKRAFTANLAGEN UND BLOCKHEIZKRAFTWERK DER MUW

In 2001 schlossen die muw und die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH einen Generalunternehmerwerkvertrag über den Bau von 14 Windkraftanlagen ab. Durch eine Ergänzungsvereinbarung zu dem Generalunternehmerwerkvertrag garantiert die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH der muw für die Zeit vom 1. Januar 2002 bis zum 31. Dezember 2007 einen jährlichen Ertrag von 1.700.000 kWh / a für jede Windkraftanlage des Typs vestas V52, 4.200.000 kWh / a für jede Windkraftanlage des Typs vestas V80 und 3.600.000 kWh / a für jede Windkraftanlage des Typs enercon E70 / 1800. Als Verrechnungspreis werden 9 Cent / kwh zu Grunde gelegt. Diese Ertragsgarantie bezieht sich auf sämtliche von der muw betriebenen Windkraftanlagen. Da sich die Ertragsgarantie stets auf das Gesamtjahr bezieht, wurde die entsprechende Berechnung für das Kalenderjahr 2006 zum 31. Dezember 2006 durchgeführt. Auf die Ausführungen unter a ) "Darstellung der Beziehungen zwischen den Tochterunternehmen der verbio ag und den Gesellschaften, an denen Pollmitglieder wesentlich beteiligt sind", wird verwiesen. Aus der Ertragsgarantie erlöste die muw in 2005 731 teur. Der Betrag war zum 31. Mai 2006 als Forderung bilanziert.

Die insgesamt 14 von muw betriebenen Windkraftanlagen wurden auf Grundstücken errichtet, die teilweise im Eigentum der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH stehen oder von dieser gepachtet wurden. Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH stellt der muw vertraglich Grundstücke zum Betrieb eines Windenergieparks nebst dazugehörigen Betriebsanlagen, unterirdischer Verkabelung und Zuwegen für 6.646,79 eur ( 13.000 dm ) bzw. 6.650 eur p. a.

für jede Windkraftanlage zur Verfügung. Die muw darf die Grundstücke auf Grundlage der Verträge bis zum 31. Dezember 2022 bzw. 15. November 2031 nutzen.

Im August 2002 hat sich die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH vertraglich verpflichtet, für die muw auch die Überwachung der von dieser betriebenen Windkraftanlagen und die Abrechnung der monatlichen Energieproduktion für ein pauschales Entgelt von 250 eur pro Windkraftanlage und Monat zu übernehmen. Durch diesen Vertrag hat sich die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH weiter verpflichtet, nach Ablauf der Gewährleistungsfrist für die permanente Überwachung, Instandsetzung und Instandhaltung sowie die Wartung der von muw betriebenen Windkraftanlagen gegen ein Entgelt von 70 eur pro Stunde zu sorgen.

Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH hat auf der Grundlage eines Vertrages vom 24. September 2002 der muw ein Blockheizkraftwerk geliefert und für die muw am Einsatzort ( auf dem Betriebsgelände der BfG Bitterfelder Fernwärmegesellschaft mbH ) errichtet. Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH hat der muw gegenüber für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2006 garantiert, dass das Blockheizkraftwerk 6.400 Volllaststunden p. a. zur Verfügung stehen wird. Da sich die Ertragsgarantie stets auf das Gesamtjahr bezieht, wurde die entsprechende Berechnung für das Kalenderjahr 2006 zum 31. Dezember 2006 durchgeführt. Auf die Ausführungen unter "Darstellung der Beziehungen zwischen den Tochterunternehmen der verbio ag und den Gesellschaften, an denen Poolmitglieder wesentlich beteiligt sind", wird verwiesen. Im Kalenderjahr 2005 betrugen die Ertragsgarantien 305 teur.

Die Aufwendungen aus den oben genannten Verträgen betrugen im Zeitraum 1. Januar bis 31. Mai 2006 83 teur.

DARLEHENSVERTRÄGE ZWISCHEN MUW UND SAUTER VERPACHTUNGSGESELLSCHAFT MBH

Die muw hat der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH im Oktober 2004 ein Darlehen in Höhe von bis zu 20 Mio eur zu einem Zinssatz von zunächst 10 %, ab dem 9. November 2004 geändert auf 3 % über dem Basiszins der Europäischen Zentralbank p. a. gewährt. Zur Sicherheit des Rückzahlungsanspruchs der muw haben die Herren Claus Sauter und Bernd Sauter selbstschuldnerische Bürgschaften in Höhe von jeweils 10 Mio eur übernommen. Das Darlehen valutierte zum 31. Mai 2006 mit 5.219 teur. Die muw realisierte im Zeitraum 1. Januar bis 31. Mai 2006 daraus Zinserträge in Höhe von 321 teur.

WEITERE VERBINDUNGEN

Darüber hinaus bestehen die nachfolgend aufgelisteten geschäftlichen Verbindungen zwischen der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH und der muw :

  • Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH erwirbt Biodiesel von der muw zum Eigen verbrauch und zum Weiterverkauf an ihrer Betriebstankstelle. Im Betrachtungszeitraum betrugen die Umsätze der muw hieraus 362 teur.
  • Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH wirbt auf ihren Betriebsfahrzeugen für Biodiesel, ohne dass die muw hierfür eine Gegenleistung zahlt.
  • Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH hat aus sonstigen Lieferungen und Leistungen Umsatzerlöse gegenüber der muw von 2 teur erzielt.

Die Sauter Verpachtungsgesellschaft erbrachte an die muw im Geschäftsjahr Transport leistungen für insgesamt 40 teur.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Mai 2006 gegen die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH bestehen bei der muw in Höhe von 579 teur.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag gegenüber der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH betragen 42 teur.

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZUR ALOIS SAUTER LANDESPRODUKTENGROSSHANDLUNG GMBH & CO. KG

Die Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG hat im Zeitraum 1. Januar bis 31. Mai 2006 Biodiesel für 61 teur von der muw erworben.

Die Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG wirbt für den Biodiesel der muw auf ihren Fahrzeugen und erhält dafür keine Vergütung.

Aus sonstigen Leistungen hat die Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG mit der muw Erlöse in Höhe von 1 teur erzielt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum 31. Mai 2006 gegen die Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG in Höhe von 1 teur.

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZUR AUTOKONTOR BAYERN GMBH

Die Autokontor Bayern GmbH erwirbt Biodiesel von der muw zum Eigenverbrauch und zum Weiterverkauf an ihrer Betriebstankstelle. Im Zeitraum 1. Januar bis 31. Mai 2006 erwarb sie Biodiesel für 175 teur.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Mai 2006 gegen die Autokontor Bayern GmbH bestehen bei der muw mit 44 teur.

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZUR BIODIESEL PRODUCTION S.A., MADRID / SPANIEN

Die muw hält 95 % der Anteile an der Biodiesel Production S.A., Madrid / Spanien. Die Tochtergesellschaft hat ihre Geschäftstätigkeit bislang nicht aufgenommen; das Grundkapital beträgt 61 teur.

Die muw hat ihrer Tochtergesellschaft ein Kontokorrentdarlehen gewährt, das zum 31. Mai 2006 in Höhe von 135 eur ( 31. Dezember 2005 : 91 teur ) valutiert. Das Darlehen wurde in voller Höhe wertberichtigt.

C) AUS SICHT DER VERBIO GRUPPE FÜR DEN BETRACHTUNGSZEITRAUM 1. JUNI 2006 BIS 30. JUNI 2006

DARLEHEN

Herr Dr.-Ing. Georg Pollert und Frau Daniela Sauter haben der nuw im Juni 2005 zwei ungesicherte Darlehen über 3.500 teur ( Herr Dr. - Ing. Georg Pollert ) und 6.050 teur ( Frau Daniela Sauter ) zu einem Zinssatz von 5,1 % p. a. gewährt. Herr Dr. - Ing. Georg Pollert hat das Darlehen

auf die Pollert Holding GmbH & Co. KG übertragen. Beide Darlehen sind zum 31. Dezember 2009 zur Rückzahlung fällig. Beide Darlehensgeber haben zusätzlich einen Rangrücktritt in dem Sinne erklärt, dass sie mit ihren Forderungen aus dem Darlehen hinter Forderungen einer Bank aus einem Darlehen gegen die nuw zurücktreten und erst nach vollständiger Bedienung dieser Bankverbindlichkeiten Zahlungen auf die Darlehen erhalten. Zum 30. Juni 2006 valutierten die Darlehen einschließlich erfasster noch nicht zahlungswirksamer Zinsaufwendungen auf 3.660 teur ( Pollert Holding GmbH & Co. KG, inklusive Zinsen von Juni 2006 15 teur; Vergleichszeitraum 89 teur ) und 6.611 teur ( Daniela Sauter, inklusive Zinsen von Juni 2006 26 teur; 1. Januar bis 30. Juni 2006 154 teur ).

Im Dezember 2003 haben Frau Daniela Sauter sowie Frau Marion Sauter der nbe ungesicherte Darlehen in Höhe von 2,02 Mio eur ( Daniela Sauter ) und 2,04 Mio eur ( Marion Sauter ) zu einem Zinssatz von 6 % p. a. gewährt. Die Darlehen sind nicht vor dem 1. Januar 2010 zurückzuzahlen. Zur Zwischenfinanzierung wurden in 2005 zudem Mittel in Höhe von 210 teur durch Frau Marion Sauter und 150 teur durch Frau Daniela Sauter bereitgestellt, die mit der Ausnahme der Möglichkeit der jederzeitigen Rückzahlung den Konditionen der Darlehensvereinbarung unterliegen. Zum 30. Juni 2006 valutierten die Darlehen einschließlich erfasster noch nicht zahlungswirksamer Zinsaufwendungen auf 2.470 teur (Marion Sauter, inklusive Zinsen Juni 2006 12 teur; 1. Januar bis 30. Juni 2006 72 teur) und 2.375 teur ( Daniela Sauter, inklusive Zinsen Juni 2006 11 teur; Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2006 69 teur ).

BÜRGSCHAFTEN UND ANDERE SICHERUNGSRECHTE

Herr Dr. - Ing. Georg Pollert, Herr Claus Sauter und Herr Bernd Sauter haben sich gegenüber der Landesbank Baden - Württemberg in Höhe von jeweils 2.000 teur für die Rückzahlung eines Darlehens der muw verbürgt.

Für eine Darlehensverpflichtung der muw gegenüber der dkb Deutsche Kreditbank AG haben Herr Dr. - Ing. Georg Pollert, Herr Claus Sauter und Herr Bernd Sauter des Weiteren jeweils eine selbstschuldnerische Bürgschaft in Höhe von 670 teur übernommen.

Frau Daniela Sauter und Herr Dr. - Ing. Georg Pollert haben durch eine Erklärung vom 2. Mai 2005 eine Bürgschaft in Höhe von 4.000 teur sowie eine Erklärung vom 11. Juni 2005 eine Bürgschaft in Höhe von bis zu 10.920 teur gegenüber der Landesbank Baden - Württemberg für zum Darlehen der nuw übernommen.

Frau Marion Sauter, Frau Daniela Sauter, Herr Claus Sauter und Herr Bernd Sauter haben jeweils Bürgschaften in Höhe von bis zu 12.500 teur gegenüber der Landesbank Baden-Württemberg wegen eines Darlehens der mbe übernommen. Herr Claus Sauter hat am 31. Januar 2006 bezüglich seiner bei einer möglichen Inanspruchnahme aus der Bürgschaft entstehenden Forderung gegen die mbe einen Rangrücktritt über einen Teilbetrag von 5.000 teur hinter alle Ansprüche gegenwärtiger und zukünftiger Gläubiger der mbe erklärt. Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH hat zudem für das vorbenannte Darlehen der mbe eine selbstschuldnerische Mithaftung über den ursprünglichen Darlehensbetrag von 12.500 teur übernommen.

Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH hat des Weiteren eine Bürgschaft gegenüber der

Daimler - Chrysler Bank AG für eine Verbindlichkeit der mbe in Höhe von 66 teur übernommen.

Herr Claus Sauter und Herr Bernd Sauter haben eine gesamtschuldnerische Bürgschaft in Höhe von 3.000 teur gegenüber der Bremer Landesbank für Darlehen der mbe und der muw übernommen.

Frau Daniela Sauter und Frau Marion Sauter haben gegenüber der Stadtsparkasse Schwedt Bürgschaften über jeweils bis zu 1.000 teur für ein Darlehen der nbe übernommen.

Herr Claus Sauter hat für eine Verpflichtung der sbe gegenüber der Voltwerk AG eine Bürgschaft in Höhe von bis zu 1.900 teur übernommen.

Für verschiedene Darlehen über insgesamt 9.400 teur, welche die Allianz AG der nbe gewährt hat, haben Frau Daniela Sauter und Frau Marion Sauter die gesamtschuldnerische Haftung als weitere Darlehensnehmer für die Rückzahlung übernommen. Als Sicherheit haben sie Ansprüche aus mehreren Lebensversicherungsverträgen an die Allianz AG übertragen und Grundschulden an rangbereiter Stelle auf Privatgrundstücken eingeräumt.

SONSTIGE

Herr Bernd Sauter hat der nbe seit Dezember 2004 drei Windkraftanlagen für eine monatliche Miete von 29.250 eur zzgl. USt. vermietet. Der Mietvertrag hat eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2009 und verlängert sich jeweils um weitere zwölf Monate, sofern er nicht mit einer Frist von zwei Monaten zum Ablauf gekündigt wird. Zum 30. Juni 2006 hat die nbe eine Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Herrn Bernd Sauter von 142 teur.

Herr Rechtsanwalt Peter Muri ( Verwaltungsrat der sbe ) berät die sbe rechtlich in diversen Angelegenheiten. Erbrachte Rechtsberatung wird zu den gesetzlich festgelegten Gebührensätzen oder zu den von der Kanzlei üblicherweise angewandten Honorarsätzen in Rechnung gestellt.

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZUR SAUTER VERPACHTUNGSGESELLSCHAFT MBH

Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH hat in der Vergangenheit eine Vielzahl von Geschäften mit Gesellschaften der verbio - Gruppe abgeschlossen. Insbesondere hat sie als Generalunternehmer Anlagen für verbio - Tochtergesellschaften errichtet. Im Zusammenhang mit manchen der errichteten Anlagen führt sie Dienstleistungen, wie etwa die Wartung der entsprechenden Anlagen durch. Außerdem bestehen diverse Darlehensverbindlichkeiten zwischen der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH und den Gesellschaften der verbio-Gruppe, wobei die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH sowohl als Darlehensgeber als auch als Darlehensnehmer fungiert. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl weiterer Verbindungen zwischen der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH und der verbio - Gruppe.

WINDKRAFTANLAGEN UND BLOCKHEIZKRAFTWERK DER MUW

Wir verweisen hierzu auf die Ausführungen unter "a ) aus Sicht der muw für den Betrachtungszeitraum 1. Januar bis 31. Mai 2006." Änderungen an den Verträgen haben sicht nicht ergeben.

WINDKRAFTANLAGEN DER MBE

In 2003 schloss die mbe mit der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH einen Generalunternehmerwerkvertrag über den Bau von mehreren Windkraftanlagen, wovon jedoch nur der Bau einer Anlage realisiert wurde.

Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH hat vertraglich gegenüber der mbe die Überwachung der von der mbe betriebenen Windkraftanlagen und die Abrechnung der monatlichen Energieproduktion für ein pauschales Entgelt von 250 eur pro Windkraftanlage und Monat übernommen. Durch diesen Vertrag hat sich die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH weiter verpflichtet, nach Ablauf der Gewährleistungsfrist für die permanente Überwachung, Instandsetzung und Instandhaltung sowie die Wartung der von mbe betriebenen Windkraftanlagen gegen ein Entgelt von 70 eur pro Stunde zu sorgen.

Zwei der von mbe betriebenen Windkraftanlagen wurden auf einem Grundstück errichtet, für das die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH gegenüber dem Grundstückseigentümer das Nutzungsrecht innehat. Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH gestattet der mbe durch Vertrag vom 12. April 2003 die Nutzung des Grundstücks zur Errichtung, Unterhaltung und dem Betrieb der Windkraftanlagen nebst dazugehöriger Betriebsanlagen, unterirdischer Verkabelung und Zuwegen für ein Nutzungsentgelt von 10 teur p. a. pro Windkraftanlage. Die Nutzungsdauer ist befristet bis zum 31. Dezember 2022, wobei der mbe eine Option zur Verlängerung des Vertrages um zehn Jahre eingeräumt wurde. Der mbe steht ein Kündigungsrecht zu, sobald der Betrieb der Windkraftanlage eingestellt wird.

Die Betriebsfahrzeuge der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH tanken des Weiteren regelmäßig an der Betriebstankstelle der nbe. Im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2006 hat die nbe hierdurch 34 teur erlöst.

DARLEHENSVERTRÄGE ZWISCHEN MUW UND SAUTER VERPACHTUNGSGESELLSCHAFT MBH

Die muw hat der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH im Oktober 2004 ein Darlehen in Höhe von bis zu 20.000 teur zu einem Zinssatz von zunächst 10 %, ab dem 9. November 2004 geändert auf 3 % über dem Basiszins der Europäischen Zentralbank p. a. gewährt. Zur Sicherheit des Rückzahlungsanspruchs der muw haben die Herren Claus Sauter und Bernd Sauter selbstschuldnerische Bürgschaften in Höhe von jeweils 10.000 teur übernommen. Dieses Darlehen wurde im Mai 2006 durch Forderungsabtretung ( siehe sogleich ) und Zahlung bis 30. Juni 2006 vollständig getilgt. Hierfür fielen Zinsen im Juni in Höhe von 17 teur ( Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2006 321 teur ) an.

DARLEHENSVERTRÄGE ZWISCHEN MBE UND SAUTER VERPACHTUNGSGESELLSCHAFT MBH

Im Dezember 2002 hat die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH der mbe ein Kontokorrentdarlehen in Höhe von bis zu 15.000 teur zu einem Zinssatz von zunächst 10 %, ab dem 10. Januar 2005 geändert auf 6,6 % p. a. gewährt. Dieses Darlehen wurde durch Nachtragsvereinbarung vom 28. März 2003 um 10.000 teur auf 25.000 teur zu den gleichen Bedingungen erhöht. Die Forderung auf Rückzahlung des Darlehens wurde durch eine Vereinbarung vom 16. Mai 2006 in Höhe von 13.810 teur von der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH an die

muw zur Bedienung der vorgenannten Darlehensschuld der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH gegenüber der muw abgetreten. Der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH steht per 30. Juni 2006 gegenüber der mbe noch eine Forderung aus dem Darlehen in Höhe von 43 teur zu. Die Zinsen darauf belaufen sich im Juni auf 0 teur ( Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2006 319 teur ).

DARLEHENSVERTRÄGE ZWISCHEN NBE UND SAUTER VERPACHTUNGSGESELLSCHAFT MBH

Im Dezember 2003 hat die Sauter Verpachtung der nbe ein ungesichertes Darlehen in Höhe von 9.720 teur zu 10 % Zinsen p. a. gewährt. Der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH stehen per 30. Juni 2006 noch Forderungen in Höhe von 236 teur gegen die nbe zu ( Zinsen im Juni 2006 3 teur, Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2006 56 teur ).

SONSTIGE VERTRÄGE UND GESCHÄFTLICHE VERBINDUNGEN

Darüber hinaus bestehen die nachfolgend aufgelisteten geschäftlichen Verbindungen zwischen der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH und der verbio - Gruppe :

  • Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH erwirbt Biodiesel von der muw zum Eigen verbrauch und zum Weiterverkauf an ihrer Betriebstankstelle. Im Juni 2006 betrugen die Umsätze der muw hieraus 217 teur ( Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2006 579 teur ).
  • Die Betriebsfahrzeuge der mbe und der nbe tanken in der betriebseigenen Tankstelle der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH. Die lkw nutzen zusätzlich Tankkarten, die über die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH abgerechnet werden. Auch die anfallenden Maut gebühren werden zunächst der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH in Rechnung gestellt. Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH stellte für Tanken, Mautgebühren und andere laufende Kfz - Betriebskosten der mbe im Juni 2006 66 teur ( Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2006 715 teur ) und der nbe 65 teur ( Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2006 342 teur ) in Rechnung.
  • Die mbe hat in der Vergangenheit Transportdienstleistungen für die Sauter Verpachtungs gesellschaft mbH übernommen. Die Erlöse im Juni 2006 betrugen 6 teur ( Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2006 102 teur ).
  • Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH wirbt auf ihren Betriebsfahrzeugen für Biodiesel, ohne dass die verbio oder ihre Tochtergesellschaften hierfür eine Gegenleistung zahlen.
  • Im Juni 2006 hat die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH aus sonstigen Lieferungen und Leistungen Umsatzerlöse mit der mbe in Höhe von 13 teur ( Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2006 67 teur ), mit der muw in Höhe von 12 teur ( Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2006 138 teur ) und mit der nbe in Höhe von 3 teur ( Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2006 16 teur ) erzielt. Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH hat im Juni 2006 für sonstige Lieferungen und Leistungen der mbe in Höhe von 6 teur ( Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2006 7 teur ) und der nbe in Höhe von 10 teur ( Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2006 34 teur ) erhalten.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 30. Juni 2006 gegen die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH bestehen bei der muw in Höhe von 94 teur, der mbe in Höhe von 1.034 teur ( zumeist aus lkw - Verkäufen ) und der nbe in Höhe von 7 teur.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum 30. Juni 2006 gegenüber der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH bestehen bei der muw in Höhe von 32 teur, mbe in Höhe von 96 teur und der nbe in Höhe von 236 teur.

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZUR ALOIS SAUTER LANDESPRODUKTENGROSSHANDLUNG GMBH & CO. KG

Die Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG hat im Juni 2006 Biodiesel für 40 teur ( Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2006 101 teur ) von der muw erworben.

Die Betriebsfahrzeuge der muw, nbe und mbe tanken in der betriebseigenen Tankstelle der Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG und werden dort mit sonstigen, für die Fahrzeuge erforderlichen Gegenständen ausgerüstet ( Scheibenwischer, Scheinwerferlampen und vergleichbares Zubehör ). Im Juni 2006 betrug das Umsatzvolumen mit der mbe 5 teur ( Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2006 27 teur ), die anderen Gesellschaften hatten in diesem Zeitraum keine Aufwendungen. Des Weiteren wartet und pflegt die Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG die Betriebsfahrzeuge der mbe in ihren Werkstätten. Dafür erhielt sie zunächst eine monatliche Pauschalvergütung von 3 teur pro lkw, 1,7 teur pro Schlepper, 700 eur pro Transporter und 500 eur für jeden pkw. Diese Preise wurden durch eine Änderungsvereinbarung vom 18. Februar 2006 um jeweils 50 % reduziert und ein Preis von 750 eur pro Monat und Radlader für die Wartung und Pflege vereinbart. Im Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2006 betrug das Umsatzvolumen dieser Geschäfte 404 teur ( 2005 : 1.573 teur ). Seit Juli 2006 erfolgt die Abrechnung nach dem jeweiligen, im Einzelfall anfallenden Aufwand und nicht weiter pauschal.

Die Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG hat ein Fahrzeug von der mbe für 5 teur erworben. Die mbe hat im Juni 2006 aus dem Verkauf von Getreideschlempe, Futtermitteln und Getreide an die Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG Umsätze von 1 teur ( Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2006 10 teur ) erzielt.

Die Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG wirbt für den Biodiesel der muw und der nuw auf ihren Fahrzeugen und erhält dafür keine Vergütung.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 30. Juni 2006 gegen die Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG bestehen bei der muw in Höhe von 27 teur, der mbe in Höhe von 7 teur und der nbe in Höhe von 1 teur.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum 30. Juni 2006 gegenüber der Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG bestehen bei der nbe in Höhe von 1 teur.

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZUR AUTOKONTOR BAYERN GMBH

Die Autokontor Bayern GmbH vermietet Fahrzeuge an verschiedene Gesellschaften der verbio - Gruppe und hat in der Vergangenheit diverse Fahrzeuge an Konzernunternehmen verkauft. Es handelt sich dabei u. a. um die Dienstwagen der Vorstandsmitglieder der Gesellschaft und der Geschäftsführer der Tochtergesellschaften. Die Autokontor Bayern GmbH vermietet Fahrzeuge an die muw und mbe. Die Aufwendungen der muw hieraus betrugen

im Juni 0 teur ( Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2006 0 teur ) und der mbe im Juni 3 teur ( Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2006 5 teur). Die Autokontor Bayern GmbH erwirbt Biodiesel von der muw zum Eigenverbrauch und zum Weiterverkauf an ihrer Betriebstankstelle, im Juni 2006 für 58 teur ( Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2006 232 teur ).

Die sbe hat in der Vergangenheit Fahrzeuge aus dem Fuhrpark der Deutsche Post AG ersteigert und überwiegend an die Autokontor Bayern GmbH unter Aufschlag einer geringen Handlinggebühr weiterverkauft.

Die Autokontor Bayern GmbH hat eine Freifläche zum Abstellen und Aufbereiten von Fahrzeugen von der mbe gemietet. Die monatliche Miete beträgt 10 teur. Der Vertrag ist zunächst fest bis zum 31. Dezember 2006 abgeschlossen und verlängert sich automatisch um jeweils ein weiteres Jahr, wenn er nicht mit einer Frist von sechs Monaten zum Ablauf gekündigt wird. Die mbe erzielte aus dem zuvor genannten Vertrag im Juni 2006 einen Ertrag von 10 teur ( Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2006 60 teur ).

Im Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2006 hat die Autokontor Bayern GmbH für 2.901 teur Fahrzeuge, insbesondere lkw von der mbe gekauft. Der Umfang der Verkäufe beruht auf der Entscheidung der verbio in der Zukunft nicht weiter in größerem Umfange Transportdienstleistungen durchzuführen. Die vorhandenen lkw der mbe, die nicht für den eigentlichen Geschäftsbetrieb der mbe benötigt werden, wurden daher veräußert. Es ist beabsichtigt, die bestehenden Finanzierungen zwischen der mbe und der DaimlerChryslerbank auf die Autokontor Bayern GmbH zu übertragen. Bis dies erfolgt, werden die Zins- und Tilgungsbelastungen von der mbe an die Autokontor Bayern GmbH weiterbelastet. Im Juni 2006 hat die mbe Zinserträge von 6 teur ( Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2006 12 teur ) erzielt.

Die mbe hatte im Juni 2006 sonstige Erträge gegenüber der Autokontor Bayern GmbH von 24 teur ( 1. Januar bis 30. Juni 2006 75 teur ) erzielt. Aufwendungen aus laufenden Fahrzeugbetriebskosten von 3 teur ( Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2006 67 teur ) wurden der mbe im Juni 2006 von der Autokontor Bayern GmbH in Rechnung gestellt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 30. Juni 2006 gegen die Autokontor Bayern GmbH bestehen bei der muw in Höhe von 52 teur und der mbe in Höhe von 3.341 teur ( zumeist aus den lkw - Verkäufen ).

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum 30. Juni 2006 gegenüber der Autokontor Bayern GmbH bestehen bei der nbe in Höhe von 4 teur.

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZUR COMPOS ENTSORGUNG GMBH

Die mbe erbringt gelegentlich Transportleistungen für die Compos Entsorgung GmbH und hat dafür im Juni 2006 1 teur ( Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2006 83 teur) erzielt.

Weiter hat die mbe ein Tauchbecken zur Zwischenlagerung von Schlempe angemietet. Die monatlichen Aufwendungen hieraus belaufen sich auf 2,5 teur ( Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2006 15 teur ).

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 30. Juni 2006 gegen die Compos Entsorgung GmbH bestehen bei der mbe in Höhe von 11 teur. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum 30. Juni 2006 bei der mbe in Höhe von 15 teur.

7.6 ABSCHLUSSPRÜFERHONORAR

Das für den Abschlussprüfer als Aufwand erfasste Honorar in der Berichtsperiode beträgt für Prüfungsleistungen 494 teur (Vergleichszeitraum 130 teur) und für sonstige Beratungsleistungen 1.101 teur (Vergleichszeitraum 0 teur).

7.7 MITGLIEDER DER GESCHÄFTSORGANE SOWIE ORGANBEZÜGE

Mitglieder des Vorstands der verbio ag waren ab deren Gründung am 19. Mai 2006 :

  • Herr Claus Sauter, Dipl. Kaufmann, Buch Obenhausen ( Vorsitzender )
  • Herr Dr. Ing. Georg Pollert, Dipl. Chemiker, Berlin ( stv. Vorsitzender )
  • Herr Dr. rer. pol. Herbert Bäsch, Dipl. Kaufmann, Leipzig.

Die Vorstände erhielten seitens der verbio in der Berichtsperiode Bezüge in Höhe von 842 teur. Des Weiteren erhielten Herr Dr. Herbert Bäsch, Herr Dr. - Ing. Georg Pollert und Herr Claus Sauter Reisekostenerstattungen in Höhe von insgesamt 12 teur. Betreffend der Bezüge des Vorstands verweisen wir auf den Vergütungsbericht, als Teil des Lageberichtes.

Mitglieder des Aufsichtsrats der verbio ag waren vom 1. Juli bis 31. Dezember 2006 :

  • Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, Vorstandsvorsitzender der REpower Systems AG, Hamburg,
  • Bernd Sauter, Kaufmann, Buch Obenhausen,
  • Alois Sauter, Kaufmann, Buch Obenhausen, bis 23. August 2006,
  • Alexander von Witzleben, Vorstandsvorsitzender der Jenoptik AG, Jena,
  • ab 23. August 2006 und

Dr. Claus Meyer Wulf, Chemiker, Dortmund, als Ersatzmitglied.

Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten für Ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat laufende Bezüge in Höhe von insgesamt 165 teur ( Vergleichszeitraum : 0 teur ). Von den Aufsichtsratsvergütungen sind 30 teur ausgezahlt und 135 teur kurzfristig fällig.

7.8 ENTSPRECHENSERKLÄRUNG GEMÄSS § 161 AKTG

Die gemäß § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und ist den Aktionären zugänglich gemacht worden ( www . verbio . de ).

7.9 EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.

7.10 FREIGABE ZUR VERÖFFENTLICHUNG

Der Vorstand der verbio ag hat den vorliegenden ifrs - Konzernabschluss am 19. März 2007 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

Hamburg, den 19. März 2007

Vorstand Vorstand Vorstand Vorsitzender stellv. Vorsitzender

claus sauter dr. - ing. georg pollert dr. rer. pol. herbert bäsch

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der verbio Vereinigte BioEnergie AG, Hamburg, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den ifrs, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 hgb anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 hgb unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (idw) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Leipzig, den 19. März 2007

KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Flascha Pülmanns

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Corporate Governance Bericht

Eine verantwortungsvolle, transparente und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung hat für verbio einen hohen Stellenwert. Deshalb entsprechen wir bis auf eine Ausnahme dem Corporate Governance Kodex in seiner aktuellen Fassung.

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der verbio haben auf Ihrer Sitzungen am 2. März 2007 die nachstehende Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG verabschiedet :

Der Aufsichtsrat und der Vorstand der verbio Vereinigte BioEnergie AG erklären, den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der ab dem 24. Juli 2006 gültigen Fassung vom 12. Juni 2006 mit folgender Ausnahme zu entsprechen :

Mit Ziffer 5.3 dcgk wird empfohlen, im Aufsichtsrat Ausschüsse zu bilden, insbesondere empfiehlt Ziffer 5.3.2 dcgk, einen Prüfungsausschuss ( audit committee ) einzurichten. Der Aufsichtsrat der verbio Vereinigte BioEnergie AG besteht aus drei Personen, er hat daher keine Ausschüsse gebildet.

Die aktuelle Entsprechenserklärung ist auf unserer Internetseite veröffentlicht.

FÜHRUNGS- UND KONTROLLORGANE DER VERBIO

Der Aufsichtsrat der verbio besteht aus drei Mitgliedern und einem Ersatzmitglied. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, in der die Aufgaben und Befugnisse geregelt sind. Eine Bildung von Ausschüssen ist aufgrund der Zahl der Aufsichtsratsmitglieder nicht vorgesehen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats besitzen die für die Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachliche Erfahrungen.

Im Rumpfgeschäftsjahr 01. 07. bis 31. 12. 2006 gab es folgende Veränderungen im Aufsichtsrat :

Auf der Aufsichtsratssitzung am 23. August 2006 legte Alois Sauter, Kaufmann, Buch-Obenhausen sein Mandat nieder. In der gleichen Sitzung wurde Alexander von Witzleben, Vorstandsvorsitzender der Jenoptik AG, Jena zum Aufsichtsratsmitglied ernannt und zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Gemäß der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats gilt für die Aufsichtsratsmitglieder der Grundsatz der Unabhängigkeit.

Das Aufsichtratsmitglied Bernd Sauter war im Berichtszeitraum in Geschäftsführungspositionen bei anderen Unternehmen tätig, zu denen verbio Geschäftsbeziehungen unterhält. Die Geschäfte erfolgen dabei zu Bedingungen, wie unter fremden Dritten. Daher tangieren diese Aktivitäten unserer Ansicht nach nicht die Unabhängigkeit unseres Aufsichtsratsmitgliedes. Auch wurden keine Verträge zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern des Aufsichtsrats geschlossen. Interessenkonflikte bei Mitgliedern von Aufsichtsrat und Vorstand traten nicht auf.

Der Vorstand der verbio besteht aus drei Personen. Veränderungen im Vorstand hat es im Berichtszeitraum nicht gegeben.

Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Er hat sich eine Geschäftsordnung gegeben. Mitglieder des Vorstands oder ihnen nahe stehenden Personen haben im Rumpfgeschäftsjahr 01. 07. bis 31. 12. 2006 keine wesentlichen Geschäfte mit der verbio oder ihren Tochtergesellschaften getätigt.

AKTIENGESCHÄFTE VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz ( WpHG ) gesetzlich verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Wertpapieren der verbio Vereinigte BioEnergie AG offen zu legen, soweit der Wert der von dem Mitglied und ihm nahe stehenden Personen innerhalb eines Kalenderjahrs getätigten Geschäfte die Summe von 5.000 eur erreicht oder übersteigt.

Im Rumpfgeschäftsjahr 01. 07. 2006 bis 31. 12. 2006 wurden folgende Transaktionen getätigt, auf unserer Internetseite veröffentlicht und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gemeldet :

DAT UM
GES CH ÄF TS -
A BS CHLUSS
N AME GRUND DE R
MI T T EILUNGS -
PFLICHT/POSITION
FIN ANZ-
INS T RUMEN T
ISIN GES CH ÄF TS A R T
(K AUF/ VERK AUF )
P R EIS /S T ÜC K
IN EUR
S T ÜC K Z AHL
16.10.2006 Dr. Herbert Bäsch Vorstand Inhaberaktien DE000A0JL9W6 Kauf 14,50 7.179
16.10.2006 Dr. Herbert Bäsch Vorstand Inhaberaktien DE000A0JL9W6 Kauf 15,00 2.180

Da der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder 1 % der von verbio ausgegebenen Aktien übersteigt, wird der Gesamtbesitz getrennt nach Vorstand und Aufsichtsrat nachstehend aufgeführt :

IN STÜCK IN % VOM GRUNDKAPITAL
VORSTAND
Claus Sauter 13.440.000 21,33
Dr. Georg Pollert 13.440.000 21,33
Dr. Herbert Bäsch 9.359 0,01
AUFSICHTSRAT
Bernd Sauter 8.960.000 14,22

AKTIENOPTIONSPROGRAMM

Die Hauptversammlung der Gesellschaft vom 18. September 2006 hat den Beschluss gefasst, Vorstandsmitgliedern und Führungskräften die Möglichkeit zu gewähren, an einem Aktienoptionsprogramm der verbio teilzunehmen. Die Einzelheiten des Programms werden auf Basis der Bestimmungen des Aktienoptionsprogramms durch den Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2007 entschieden, jedoch erst nach der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Vorstands für das am 31. 12. 2006 endende Rumpfgeschäftsjahres beschließt.

VERGÜTUNGSBERICHT

Die Darstellung der Grundzüge der Vorstandsvergütung und die Veröffentlichung der individuellen Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung erfolgen im Lagebericht, da entsprechende Angaben auch im Anhang des Jahresabschlusses und im Lagebericht erforderlich sind und wir Textwiederholungen vermeiden wollen.

KOMMUNIKATION MIT DEN AKTIONÄREN

Die verbio berichtet in ihren Quartalsberichten und in ihrem Geschäftsbericht ausführlich über die Entwicklung des Geschäftsverlaufs sowie über die Finanz- und Ertragslage. Der Jahresabschluss wird in einer Bilanzpresse- und Analystenkonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt. Alle aktuellen Informationen sind auch auf der Internetseite des Unternehmens zu finden. Die jährlichen ordentlichen Hauptversammlungen werden voraussichtlich im Monat Juni des jeweiligen Jahres stattfinden.

Organe

VORSTAND

CLAUS SAUTER

Vorstandsvorsitzender

Zuständig für Unternehmensentwicklung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Einkauf, Vertrieb und Handel, Produktplanung, Steuerung von Tochtergesellschaften, Mergers and Acquisitions.

DR. - ING. GEORG POLLERT Vorstand Produktion und Technik, stellv. Vorstandsvorsitzender

Zuständig für Forschung und Entwicklung, Produktion, Qualitätsmanagement, technische Investitionsplanung, Arbeitssicherheit.

DR. HERBERT BÄSCH Vorstand Finanzen

Zuständig für Finanz- und Rechnungswesen, Steuern, Controlling, Investor Relations, Recht.

AUFSICHTSRAT

PROF. DR. FRITZ VAHRENHOLT Aufsichtsratsvorsitzender

  • Vorstandsvorsitzender der REpower Systems AG
  • Weitere Aufsichtsratsmandate bei Thyssen Krupp Industries AG, Norddeutsche Affinerie AG, ErSol Solar Energy AG

ALEXANDER VON WITZLEBEN

Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender Vorstandsvorsitzender der JENOPTIK AG

technik GmbH, PVA Tepla AG

  • Weitere Aufsichtsratsmandate bei Analytik Jena AG, Carl Zeiss Meditec AG, DEWB AG, M + W Zander Gebäude-
  • Mandate in vergleichbaren Kontrollgremien: Feintool International Holding AG, Kaefer Isoliertechnik GmbH & Co. KG

BERND SAUTER Mitglied des Aufsichtsrats

Geschäftsführender Gesellschafter der Autokontor Bayern GmbH, der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH, der AllEn GmbH und der Alois Sauter Landesprodukten Großhandlung GmbH & Co. KG

Glossar

B5 Mineralischer Diesel mit einem Anteil von fünf Prozent Biodiesel. Diese Menge entspricht der üblichen Beimischungsquote: Nach der Dieselnorm DIN EN 590 darf herkömmlicher Diesel ohne besondere Kennzeichnung bis zu fünf Prozent Biodiesel enthalten.

B100 Bezeichnung für reinen Biodiesel. Als Reinkraftstoff unterliegt Biodiesel der Norm DIN EN 14214 und wird an rund 1.900 Tankstellen in Deutschland vermarktet.

E5 Ottokraftstoff mit einem Anteil von fünf Prozent Bioethanol. Nach DIN EN 228 ist eine Beimischung von bis zu fünf Prozent Bioethanol zum Benzin ohne besondere Kennzeichnung erlaubt.

E85 Kraftstoffmischung aus 85 Prozent Bioethanol und 15 Prozent Benzin. Dieser Kraftstoff kann nur von so genannten Flexible Fuel Vehicles getankt werden, die mit einem besonderen Motor ausgestattet sind.

ETBE Ethyl Tertiär Butyl Ether, hergestellt aus Ethanol und Isobuten. Einsatz als Kraftstoffadditiv zur Verbesserung der Klopffestigkeit von Ottokraftstoff. Die Beimischung von Bioethanol zu Benzin erfolgt überwiegend als ETBE.

FLEXIBLE FUEL VEHICLE (FFV) Fahrzeuge, deren Motoren sowohl mit Benzin als auch mit E85 oder beliebigen Zwischenstufen fahren können. FFVs werden in Deutschland seit 2005 von Ford und Saab angeboten.

PCK Ursprünglich Petrochemisches Kombinat, heute Petrochemie und Kraftstoffe. Wichtige deutsche Mineralölraffinerie, in der sowohl Diesel als auch Ottokraftstoff produziert werden. Inhaber sind BP, Shell, Agip und TotalFinaElf.

SCHLEMPE Rückstand der Destillation. Sie entsteht aus den Überresten von Getreide, Wasser und Hefe. In getrockneter Form kann sie als eiweißhaltiges Futtermittel verwendet werden.

TAEE Tertiär-Amyl-Ethyl-Ether. Kraftstoffadditiv für Ottokraftstoffe.

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Finanzkalender

    1. 2007 Bilanzpresse- & Analystenkonferenz 15. 05. 2007 Veröffentlichung 1. Quartal 2007 12. 06. 2007 Hauptversammlung 14. 08. 2007 Veröffentlichung Zwischenbericht 1. Halbjahr 2007 14. 11. 2007 Veröffentlichung Zwischenbericht 1. – 3. Quartal 2007

Kontakt

INVESTOR RELATIONS

Alexandra Mühr VERBIO Vereinigte BioEnergie AG Thura Mark 18, 06780 Zörbig t + 49. 3 49 56.303 - 985 f + 49. 3 49 56. 303 - 99 ir @ verbio . de www . verbio . de

Impressum

HERAUSGEBER VERBIO Vereinigte BioEnergie AG, Hamburg Dieser Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor. Weitere VERBIO- Berichte finden Sie auf der Webseite des Unternehmens. This annual report is also available in English. Additional VERBIO- reports are available on the homepage of the company. KONZEPT, TEXT UND PRODUKTION fischerAppelt, ziegler GmbH, Hamburg GESTALTUNG Ligalux GmbH, Hamburg FOTOS Bilderberg, Corbis, Habbe Fotografie, VERBIO DRUCK Dürmeyer GmbH, Hamburg © 2007

Unternehmenskennzahlen

Quartale

ERTRAGSLAGE

IN MIO. EUR 01.01. –
30.06.20061
01.07. –
30.09.20062
01.10. –
31.12.20063
01.01. –
31.12.20064
01.01. –
31.12.20055
Umsatz 205,4 120,3 120,5 446,2 284,6
Materialaufwand 162,4 102,4 99,2 364,0 238,7
Materialaufwandsquote 78,8 % 81,9 % 85,7 % 81,4 % 83,9 %
EBITDA (vor Sondereinflüssen) 38,0 18,5 15,6 72,1 37,7
EBITDA-Marge (vor Sondereinflüssen) 18,5 % 15,3 % 13,0 % 16,2 % 13,2 %
Sondereinflüsse 0,0 1,4 3,6 5,0 0,0
EBITDA 38,0 17,1 12,0 67,1 37,7
EBITDA-Marge 18,5 % 14,2 % 10,0 % 15,0 % 13,2 %
EBIT (vor Sondereinflüssen) 30,2 14,6 10,7 55,5 25,0
EBIT-Marge (vor Sondereinflüssen) 14,7 % 12,1 % 8,9 % 12,4 % 8,8 %
Sondereinflüsse 2,4 3,4 5,6 11,4 1,1
EBIT 27,8 11,2 5,1 44,1 23,9
EBIT-Marge 13,5 % 9,3 % 4,2 % 9,9 % 8,4 %
Finanzergebnis - 3,3 - 1,7 - 0,3 - 5,3 - 6,1
Ergebnis vor Steuern 24,5 9,5 4,8 38,8 17,8
Konzernergebnis 19,3 6,4 0,9 26,6 11,6

1 IFRS - Konzern - Pro forma - Finanzinformationen für den Zeitraum 01.01. – 31.12.2005

2 IFRS - Konzernjahresabschluss 2. Rumpfgeschäftsjahr 2006 ; 1. Quartal

3 IFRS - Konzernjahresabschluss 2. Rumpfgeschäftsjahr 2006 ; 2. Quartal

4 IFRS - Konzernjahresabschluss Rumpfgeschäftsjahr 2006 kumuliert mit IFRS - Konzern - Pro forma - Finanzinformationen 01.01. – 30.06.2006

5 IFRS - Konzern - Pro forma - Finanzinformationen für den Zeitraum 01.01. – 31.12.2005

SEGMENTUMSÄTZE

IN MIO. EUR 01.01. –
30.06.20061
01.07. –
30.09.20062
01.10. –
31.12.20063
01.01. –
31.12.20064
01.01. –
31.12.20055
Biodiesel 154,5 79,5 68,0 302,0 205,8
Bioethanol 41,0 37,2 45,0 123,2 55,7
Energie 7,4 3,3 7,3 18,0 18,9
Übriges 2,5 0,3 0,2 3,0 4,2
Konzern 205,4 120,3 120,5 446,2 284,6

SEGMENT-EBIT

BIODIESEL
EBIT (vor Sondereinflüssen) 29,0 11,8 4,9 45,7 36,2
EBIT-Marge (vor Sondereinflüssen) 18,8 % 14,8 % 7,2 % 15,1 % 17,6 %
Sondereinflüsse 2,1 2,0 0,6 4,7 1,1
EBIT 26,9 9,8 4,3 41,0 35,1
EBIT-Marge 17,4 % 12,3 % 6,3 % 13,6 % 17,1 %
BIOETHANOL
EBIT (vor Sondereinflüssen) 2,1 3,7 2,9 8,7 - 12,1
EBIT-Marge (vor Sondereinflüssen) 5,1 % 9,9 % 6,4 % 7,1 % k. A.
Sondereinflüsse 0,3 1,4 5,0 6,7 0,0
EBIT 1,8 2,3 - 2,1 2,0 - 12,1
EBIT-Marge 4,4 % 6,2 % - 4,7 % 1,6 % k. A.
ENERGIE
EBIT 0,2 - 0,9 3,5 2,8 2,2
EBIT-Marge 2,7 % - 27,3 % 47,9 % 15,6 % 11,6 %
ÜBRIGES
EBIT - 1,1 - 0,0 - 0,6 - 1,7 - 1,3
EBIT-Marge k. A. k. A. k. A. k. A. k. A.

1 IFRS - Konzern - Pro forma - Finanzinformationen für den Zeitraum 01.01. – 31.12.2005

2 IFRS - Konzernjahresabschluss 2. Rumpfgeschäftsjahr 2006 ; 1. Quartal

3 IFRS - Konzernjahresabschluss 2. Rumpfgeschäftsjahr 2006 ; 2. Quartal

4 IFRS - Konzernjahresabschluss Rumpfgeschäftsjahr 2006 kumuliert mit IFRS - Konzern - Pro forma - Finanzinformationen 01.01. – 30.06.2006

5 IFRS - Konzern - Pro forma - Finanzinformationen für den Zeitraum 01.01. – 31.12.2005

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1989 - Johann Barn, amerikansk politiker († 1908)
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1989 - Jan Barnett, amerikansk politiker (d. 1989)
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1989 - Johann Sterlin, amerikansk politiker († 1908)
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