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Wienerberger AG

Annual Report Apr 4, 2007

769_10-k_2007-04-04_ef012b85-2eac-4b43-b4b1-de0284468a73.pdf

Annual Report

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Einerseits war es ein schlechtes Jahr

Geschäftsbericht 2006

Andererseits war es ein gutes Jahr

Geschäftsbericht 2006

Das Jahr 2006 im Überblick

Wienerberger hat in 2006 ihre Ziele hinsichtlich Wachstum und Ergebnis voll erreicht: der Konzernumsatz konnte um 14 % auf 2.225,0 Mio. €, das EBITDA um 10 % auf 471,9 Mio. € und das EBIT um 11 % auf 299,6 Mio. € gesteigert werden.

Das Jahr verlief allerdings sehr unterschiedlich. Einerseits hatten wir in der ersten Jahreshälfte mit widrigen Witterungsverhältnissen, Anlaufkosten durch zahlreiche neue Werke sowie hohen Energiepreisen zu kämpfen. Der Einbruch des amerikanischen Wohnbaus führte zu Absatz- und Umsatzrückgängen auf unserem größten Einzelmarkt, den USA, die auch durch die Akquisition von Robinson Brick nicht vollständig kompensiert wurden. Andererseits konnten wir die stärkere Nachfrage in Europa für deutliche Absatzsteigerungen und notwendige Preisanpassungen nutzen, und das außergewöhnlich milde Wetter zu Jahresende ermöglichte eine intensive Bautätigkeit im vierten Quartal. Ingesamt haben wir dank unseres starken geografischen Portfolios den Erfolg unserer Wachstumsstrategie erneut bestätigt.

Auch der Gewinn je Aktie ist zweistellig um 11 % auf 2,95 € gestiegen. Der Vorstand wird daher der Hauptversammlung die Zahlung einer Dividende von 1,30 € je Aktie vorschlagen, was einer Erhöhung um 10 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Mit insgesamt 430 Mio. € an Wachstumsinvestionen haben wir unseren Expansionskurs auch 2006 fortgesetzt und rund 50 Projekte (Akquisitionen,Werksneubauten, Kapazitätserweiterungen) gestartet oder realisiert. Um ausreichend finanziellen Spielraum für die Fortsetzung unseres Wachstumskurses sicherzustellen, wurde im Februar 2007 eine Hybrid-Anleihe mit einem Volumen von 500 Mio. € platziert.

Marktpositionen

Wienerberger ist der größte Ziegelproduzent weltweit und die Nr. 2 bei Tondachziegel in Europa. Zusätzlich halten wir Führungspositionen bei Flächenbefestigungen in Europa, mit derzeit insgesamt 259 Werken in 25 Ländern.

Hintermauerziegel: Nr. 1 weltweit
Vormauerziegel: Nr. 1 in Europa, Co-Leader in den USA
Tondachziegel: Nr. 2 in Europa

EBITDA und EBIT

Ergebnis je Aktie

ROCE und CFROI in %

Free Cash-flow und Wachstumsinvestitionen in Mio. €

Umsatz nach Bereichen

  • 1 Zentral-Osteuropa 28 %
  • 2 Zentral-Westeuropa 21 %
  • 3 Nord-Westeuropa 37 %
  • 4 USA 16 %

  • 5 Beteiligungen und Sonstiges -2 %

EBITDA nach Bereichen Umsatz nach Produkten

  • 3 Nord-Westeuropa 38 %
  • 4 USA 13 %
  • 5 Beteiligungen und Sonstiges -5 %
Ertragskennzahlen 2004 2005 2006 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 1.758,8 1.954,6 2.225,0 +14
EBITDA 1) in Mio. € 405,4 428,4 471,9 +10
EBIT1) in Mio. € 257,5 270,3 299,6 +11
Ergebnis vor Steuern in Mio. € 231,4 251,3 277,3 +10
Ergebnis nach Steuern in Mio. € 181,8 196,4 218,3 +11
Free Cash-flow 2) in Mio. € 295,8 223,8 272,1 +22
Normalinvestitionen in Mio. € 90,4 88,2 100,2 +14
Wachstumsinvestitionen in Mio. € 542,2 250,5 430,2 +72
ROCE 1) in % 9,7 8,9 8,8 7) -
CFROI 1) in % 12,9 12,2 12,0 7) -
Mitarbeiter 3) 12.154 13.327 13.639 +2
Bilanzkennzahlen 2004 2005 2006 Vdg. in %
Eigenkapital 4) in Mio. € 1.367,2 1.483,1 1.591,4 +7
Nettoverschuldung in Mio. € 762,4 934,4 1.159,8 +24
Capital Employed in Mio. € 2.031,5 2.289,4 2.598,2 +13
Bilanzsumme in Mio. € 2.865,9 3.269,6 3.674,3 +12
Gearing in % 55,8 63,0 72,9 -
Börsekennzahlen 2004 2005 2006 Vdg. in %
Ergebnis je Aktie in € 2,54 2,66 2,95 +11
Ergebnis je Aktie bereinigt 5) in € 2,54 2,67 3,02 +13
Dividende je Aktie in € 1,07 1,18 1,30 +10
Ultimokurs der Aktie in € 35,15 33,80 45,00 +33
Gewichtete Aktienanzahl 6) in Tsd. 69.598 73.196 73.309 0
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 2.607,0 2.506,9 3.337,6 +33
Geschäftsbereiche 2006 Zentral- Zentral- Nord- Beteiligungen
in Mio. € und % Osteuropa Westeuropa Westeuropa USA und Sonstiges 8)
Umsatz 616,0 (+21 %) 469,2 (+22 %) 827,5
(+11 %)
349,5
(+4 %)
-37,2
(-60 %)
EBITDA 1) 158,1 (+16 %) 96,1 (+23 %) 177,7
(+8 %)
63,4
(-5 %)
-23,4
(-30 %)
EBIT1) 103,3 (+19 %) 59,1 (+36 %) 116,1
(+6 %)
48,2
(-7 %)
-27,1
(-29 %)
CFROI in % 14,6 13,3 11,6 11,2 -54,0
Gesamtinvestitionen 133,7
(+9 %)
101,0 (+63 %) 151,7
(+34 %)
142,0 (>100 %) 2,0
(+54 %)
Capital Employed 624,3 (+10 %) 453,8 (+15 %) 1.058,9
(+11 %)
437,6
(+27 %)
23,6
(-9 %)
Mitarbeiter 4.612
(-3 %)
2.151
(+7 %)
4.213
(0 %)
2.483
(+13 %)
180
(+12 %)

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

2) Operativer Cash-flow minus Investitions-Cash-flow plus Wachstumsinvestitionen;

aufgrund des geänderten Ausweises der Zins- und Steuerzahlungen ergibt sich ein anderer Free Cash-flow als in den Vorjahren berichtet

3) durchschnittlicher Mitarbeiterstand während des Jahres

4) Eigenkapital inklusive Anteile in Fremdbesitz

5) vor Firmenwertabschreibung und bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

6) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien

7) bereinigt um die unterjährige Akquisition von Robinson Brick in den USA errechnet sich ein ROCE von 9,1 % und ein CFROI von 12,1 %

8) inklusive Konzerneliminierungen und Holdingkosten

Anmerkung: in der Tabelle Geschäftsbereiche sind die Veränderungsraten zur Vorjahresperiode in Klammer angeführt

Alle Abkürzungen und Fremdwörter sind im Glossar (Lesezeichen) auf Seite 135 erklärt.

Das Jahr hätte schlechter laufen können...

Unsere Vision

Building Value. For a sustainable future.

Mission Statement

Als weltweit führender Ziegelhersteller verstehen wir die Wirtschaft als integrierten Teil der Gesellschaft. Ihre Aufgabe ist es, dem Menschen zu dienen und Nutzen zu stiften. Unser Ziel ist, mit natürlichen Produkten dauerhafte Werte zu schaffen: Für unsere Kunden lebenslange Wohnqualität und Sicherheit, für Aktionäre ein solides Investment und für Mitarbeiter einen attraktiven Arbeitsplatz. Dabei nehmen wir unsere Rolle als verantwortungsbewusstes Mitglied der Gesellschaft ernst und orientieren unser Handeln an ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten – um auch in Zukunft erfolgreich zu sein.

Wir konzentrieren uns auf jene Bereiche, in denen wir international zu den Besten gehören – auf Produkte für Wand, Dach und Flächenbefestigung. Unsere lange Unternehmensgeschichte, unsere starke Bindung zu natürlichen Produkten, unsere Mitarbeiter, die wie Unternehmer agieren, und unsere Internationalität, die wir als individuelle Vielfalt verstehen, bilden eine solide Basis für die Schaffung dauerhafter Werte.

Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt. Ziegel von Wienerberger. Für uns Menschen gemacht.

…aber auch nicht viel besser .

Einerseits:

Energiepreise steigen um 47 Mio.€ .

Einen Anstieg in dieser Höhe hatten wir schon zu Jahresbeginn befürchtet.

Andererseits:

EBITDA-Wachstum um 43,5 Mio.€

auf 471,9 €. Dieses Ergebnis konnten wir zwar nicht vorhersagen. Aber wir haben es geahnt.

Einerseits

- 8% Absatz in den USA

Einen Einbruch des US-Wohnungsneubaus um 13 % im abgelaufenen Jahr hatten wir nicht erwartet.

Andererseits:

+22% Umsatz in Zentral-Westeuropa

Aber es war goldrichtig, unsere Präsenz in Deutschland rechtzeitig auszubauen.

Einerseits:

Return on Capital Employed sinkt auf 8,8%.

Auch wenn es nur die Stelle hinter dem Komma ist: Den Rückgang um 0,1%-Punkte müssen wir erst einmal mental verarbeiten.

Andererseits:

430 Mio.€ an Wachstumsinvestitionen

Aber lassen Sie uns optimistisch in die Zukunft blicken. Deshalb haben wir unsere Marktstellung weiter ausgebaut und Potenziale für Morgen geschaffen.

Einerseits sind wir nur die Nr. 2 bei Tondachziegel in Europa.

Das ist eigentlich überhaupt nicht tragisch. Außer für uns selbst.

Andererseits bleibt Wienerberger weltweit die Nr.1 bei Ziegel.

Alles andere wäre ja auch nur ein schwacher Trost.

Inhalt

14 Brief des

Vorstandsvorsitzenden 18 Corporate Governance 37 Das Unternehmen 56 Lagebericht
18 Die Wienerberger 37 Strategie und 56 Highlights des Jahres
Erfolgsgeschichte Geschäftsmodell 58 Wirtschaftliches Umfeld
20 Vorstand und 40 Einfluss- und 60 Ergebnis- und
Management Erfolgsfaktoren Bilanzanalyse
22 Organisation des Ziegelgeschäfts 70 Einkauf
23 Bericht des 42 Risikomanagement
Aufsichtsrats 44 Produkte 71 Ausblick und Ziele
26 Mitglieder und Ausschüsse 46 Forschung und
des Aufsichtsrats Entwicklung
27 Corporate Governance 48 Die Ziegelproduktion
Bericht 50 Corporate Responsibility
30 Vergütungsbericht 52 Corporate Responsibility
33 Die Wienerberger Aktie Projekte 2006
54 Mitarbeiter

Index

Abschlussprüfer 23, 25, 27-29, 43, 131 Aktie 15, 25, 29, 31-36, 63, 108, 113 Aktionärsstruktur 34-35 Anleihe 16, 35, 38, 66, 119, 123 Aufsichtsrat 23-32, 104 Ausblick 17, 71 Bilanz 63-66, 88, 90-91, 99-103, 110-118 Corporate Governance 25, 27-32, Dividende 15, 34, 39, 108, 132

Eigenkapital 64-66, 89, 112-113 Ergebnisentwicklung 14-17, 60-63, 68-69, 86, 92-93, 103-108 Forschung & Entwicklung 46-47 Free Cash-flow 37, 66-67, 87, 109-110 Geschäftsbereiche 22, 37-39, 72-84, 92-93

Investitionen & Akquisitionen 16, 62-68, 71, 90-91, 94-97, 109-110 Investor Relations 35-36, 136 Kostenentwicklung 15, 70, 103-107 Marktpositionen 22, 37-39, 72-73 Mitarbeiter 54, 104-105, 124-126 Nachhaltigkeit 50-53, 54-55 Produkte 37, 44-49 Rating 38, 66 Rentabilität 37-40, 60-63, 68-69 Risiko 29, 42-43, 71, 120-123

Stock Options 31, 54, 124-126 Strategie 16-17, 37-38, 68-69, 71 Struktur 22, 72-73, 127-130 Value Management 68-69 Verbindlichkeiten 63-66, 117-120 Vergütung 30-32 Vorstand 14-17, 20-21, 30-32 Währungen 42, 60-61, 64, 66, 98-99, 102, 119-122

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service

72
Geschäftsbereiche
-------------------------
  • 72 Werksstandorte und Marktpositionen
  • 74 Zentral-Osteuropa
  • 78 Zentral-Westeuropa
  • 80 Nord-Westeuropa
  • 82 USA
  • 84 Beteiligungen und Sonstiges
85 Konzernabschluss
85 Inhaltsverzeichnis
  • 86 Gewinn- und Verlustrechnung
  • 87 Cash-flow Statement
  • 88 Bilanz
  • 89 Entwicklung des Eigenkapitals
  • 90 Anlagenspiegel
  • 92 Segmentberichterstattung

  • 94 Konzernanhang 94 Allgemeine

  • Erläuterungen
  • 103 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
  • 109 Erläuterungen zum Cash-flow Statement
  • 110 Erläuterungen zur Bilanz
  • 118 Finanzinstrumente
  • 120 Risikobericht
  • 123 Sonstige Angaben
  • 127 Konzernunternehmen
  • 131 Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
  • 132 Jahresabschluss der Wienerberger AG

134 Service

  • 134 Adressen der Leitgesellschaften
  • 135 Glossar
  • 136 Finanzterminplan

Kennzahlenübersicht 10 Jahre

Bestellkarte

Internet-Links

Die in diesem Geschäftsbericht als Verweis gekennzeichneten Begriffe (siehe Beispiel rechts) eröffnen zusammen mit der URL geschaeftsbericht.wienerberger.com (ohne Abstände, Umlaute und Sonderzeichen) den Zugang zu weiterführenden Hintergrundinformationen.

geschaeftsbericht.wienerberger.com/aktie enerberger Aktie begann das ischen Höchststand von 44 8 öst durch den langenWinter

BRIEF DES VORSTANDS-VORSITZENDEN

Sehr geehrte Aktionäre,

Wienerberger hat in 2006 ihre Ziele hinsichtlich Wachstum und Ergebnis voll erreicht. Das Jahr verlief allerdings sehr unterschiedlich. Einerseits hatten wir in der ersten Jahreshälfte mit widrigen Witterungsverhältnissen, Anlaufkosten durch zahlreiche neue Werke sowie hohen Energiepreisen zu kämpfen. Andererseits konnten wir die stärkere Nachfrage in Europa für Absatzsteigerungen und die notwendigen Preisanpassungen nutzen, und das außergewöhnlich milde Wetter zu Jahresende ermöglichte eine intensive Bautätigkeit im vierten Quartal. Den Einbruch des US-Wohnungsneubaus haben wir durch die Akquisition von Robinson Brick im Juni zumindest teilweise kompensiert, was einen neuerlichen Beweis für den Erfolg unserer Wachstumsstrategie darstellt.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren in 2006 deutlich besser als im Jahr davor. Obwohl die Bautätigkeit zu Jahresbeginn unter dem langen Winter in weiten Teilen Europas gelitten hat, profitierte Wienerberger ab Mai von einer starken Nachfrage insbesondere in Polen, Rumänien, der Schweiz, Belgien und Frankreich. Herausstreichen möchte ich auch die Erholung im deutschen Wohnungsneubau nach rund zehn Jahren der Rückgänge und Stagnation, was ich in erster Linie auf die allgemein bessere Stimmung der Konsumenten aber auch Vorzieheffekte durch die Mehrwertsteuererhöhung 2007 und die endgültige Abschaffung der Eigenheimzulage zurückführe. Positiv überrascht hat uns das unverändert gute Wohnbauniveau in Ungarn, wo die Einführung einer Kapitalertragssteuer offensichtlich zu vermehrten Immobilieninvestitionen führte. In Großbritannien profitierte Wienerberger davon, dass wir unsere Produkte großteils in das stabilere Segment des Neubaus liefern, während sich der Renovierungsmarkt rückläufig zeigte. Deutlich schlechter als erwartet, präsentierte sich der Wohnungsneubau in den USA, wo die Baubeginne nach einem starken ersten Quartal im Jahresvergleich um 13 %, auf Monatsbasis teilweise jedoch um bis zu 30 %, eingebrochen sind.

Bestärkt durch die Wachstumsprojekte der Vergangenheit und die gute Nachfrage in Europa, hat der Wienerberger Vorstand auch nach dem schwierigen ersten Halbjahr an der ambitionierten Zielsetzung von +10 % im Ergebnis festgehalten, die letztlich voll erreicht wurde. Der Konzernumsatz konnte um 14 % auf 2.225,0 Mio. €, das operative EBITDA um 10 % auf 471,9 Mio. € und das operative EBIT um 11 % auf 299,6 Mio. € gesteigert werden. Während das erste Quartal unter der schlechten Witterung gelitten hat und sich die Ergebnisse im zweiten Quartal aufgrund der höheren Energiekosten nur langsam besserten, waren im dritten und vierten Quartal deutlich zweistellige Zuwachsraten zu verzeichnen. Das ist vor allem auf die umgesetzten Preissteigerungen und die starke Bautätigkeit im Großteil Europas zurückzuführen. Das Umsatzwachstum von 14 % resultierte in erster Linie aus Mengensteigerungen von insgesamt rund 10 %, aber auch aus Erhöhungen der Verkaufspreise von durchschnittlich 4 %.

Als klare Bestätigung der Wachstumsstrategie und der Stärke unseres geografischen Portfolios werte ich, dass die rückläufige Ertragsentwicklung unseres größten Einzelmarktes, den USA, sowie die Energiepreiserhöhungen von 47 Mio. € durch bessere Ergebnisse vor allem in Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Polen, Rumänien und Ungarn mehr als kompensiert wurden. Die höchsten Ergebnissteigerungen erzielten die Segmente Zentral-Osteuropa und Zentral-Westeuropa mit +16 % auf 158,1 Mio. € bzw. + 23 % auf 96,1 Mio. € im EBITDA. Das Segment

Einerseits schwieriges erstes Halbjahr, andererseits starkes Finish zum Jahresende

Deutlich bessere Rahmenbedingungen als in 2005 in Europa, jedoch Einbruch des US-Wohnbaus

Starkes Umsatzwachstum führt zu einer 10%igen EBITDA-Verbesserung

Starke Umsatz- und Ergebnissteigerungen in Europa, leichte Rückgänge in den USA

Nord-Westeuropa, der Wachstumsmotor der letzten Jahre, konnte in 2006 wiederum einen EBITDA-Zuwachs von 8 % auf 177,7 Mio. € ausweisen, während der Geschäftsbereich USA einen Rückgang um 5 % auf 63,4 Mio. € hinnehmen musste. Dabei haben sich die Erstkonsolidierung von Robinson Brick und die zur Jahresmitte getroffenen Kapazitätsanpassungen positiv ausgewirkt. Für Werksschließungen in den USA und Tschechien sind nicht-wiederkehrende Aufwendungen in Höhe von 7,1 Mio. € entstanden, die jedoch durch den Verkauf einer nicht-betriebsnotwendigen Liegenschaft im Süden Wiens um 5,1 Mio. € nahezu ausgeglichen werden konnten.

Auch der Gewinn je Aktie ist um 11 % auf 2,95 € gestiegen. Davon sollen Sie, geschätzte Aktionäre, unmittelbar profitieren. Wir wollen unsere bisherige Dividendenpolitik beibehalten, die eine Ausschüttungsquote von rund 45 % vorsieht. Der Vorstand wird daher der Hauptversammlung am 10. Mai eine Erhöhung der Dividende von 1,18 auf 1,30 € je Aktie vorschlagen, was einer Rendite von 3,4 % auf den Durchschnittskurs des Jahres 2006 entspricht. Auch in Zukunft planen wir, rund 45 % des Nettogewinnes als Dividenden auszuschütten und damit unseren Aktionären eine attraktive Mindestverzinsung ihres eingesetzten Kapitals zu bieten.

Zur Bedienung der Stock Option Pläne wurden auf Beschluss des Vorstands zwischen 10. und 21. Juli 2006 250.000 Stück eigene Aktien, das sind 0,34 % der ausgegebenen Aktien, zu einem Durchschnittspreis von 35,53 € über die Wiener Börse zurückgekauft. Insgesamt hat Wienerberger 8,9 Mio. € in das Programm investiert. Details zum Aktienoptionsplan finden sich im Konzernanhang auf Seite 124.

Der nachhaltige Erfolg von Wienerberger stützt sich auf eine innovative Produktentwicklung, gute Vertriebspartner, die industrielle Führerschaft bei Kosten, starke Positionen in allen lokalen Märkten und ein ausgewogenes geografisches Portfolio. Dadurch können wir Schwankungen in einzelnen Märkten ausgleichen und Risiken gering halten. Den größten Umsatzanteil haben die USA mit 16 %, gefolgt von Deutschland mit 14 % sowie Belgien mit 10 % und die Niederlande mit 9 %. Wienerberger ist der größte Produzent von Hintermauerziegel weltweit und jenes Unternehmen, das die Entwicklung dieses Produktes vorantreibt. Bei Vormauerziegel sind wir die Wolfgang Reithofer Vorsitzender des Vorstands der Wienerberger AG

Erhöhung der Dividende und Fortsetzung der Ausschüttungspolitik

Aktienrückkauf zur Bedienung der Stock Option Pläne

Starke Marktpositionen, geografische Diversifikation und Produktentwicklung als Basis des erfolgreichen Geschäftsmodells

Nummer 1 in Europa und im Laufe des Jahres auch zum "Co-Leader" in den USA geworden. Im Bereich Tondachziegel sehe ich uns als Nummer 2 in Europa. Derzeit setzen wir einen Schwerpunkt auf gruppenweit abgestimmte Marketingaktivitäten und konzentrieren uns dabei auf die Optimierung unseres Marketingmixes im Hinblick auf Produktentwicklung, Distribution und Branding.

Wir sind das größte und expansivste Unternehmen der Ziegelindustrie mit einzigartigem Zugang zu profitablen Wachstumsprojekten. Nach Hebung von Synergien und Optimierungspotenzialen, die wir von jedem Projekt erwarten, streben wir einen Cash-flow Return on Investment (CFROI) an, der deutlich über der aktuellen Konzern-Rendite liegt. Dass wir diese Zielsetzung realisieren können, hat die Vergangenheit gezeigt. Für das Gesamtunternehmen war die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (CFROI) aufgrund der hohen Investitionen der Jahre 2005 und 2006 leicht rückläufig und erreichte 12,0 % nach 12,2 % im Vorjahr. Auf den CFROI hat sich negativ ausgewirkt, dass Robinson Brick unterjährig akquiriert wurde, was zu einer vollen Erhöhung des Capital Employed um den Kaufpreis von 95,5 Mio. € führte, während wir nur einen sechsmonatigen Ergebnisbeitrag konsolidieren konnten. Außerdem verlagert sich der Schwerpunkt unserer Bolt-on Projekte zunehmend stärker Richtung Werksneubauten und Kapazitätserhöhungen, was zu längeren Anlauf- und Optimierungsphasen führt und die Ergebnisse in den ersten Jahren beeinträchtigt.

Wienerberger hat im Jahr 2006 insgesamt 530 Mio. € investiert. Davon wurden 430 Mio. € für Wachstumsprojekte ausgegeben und 100 Mio. € sind für Normalinvestitionen (Instandhaltung und Optimierung von Produktionsstätten) angefallen. Die Wachstumsinvestitionen verteilen sich zu 53% auf Akquisitionen und als Asset Deal konzipierte Übernahmen sowie zu 47% auf Werksneubauten und Kapazitätserweiterungen. In Summe belief sich die Zahl der im letzten Jahr bearbeiteten Bolt-on Projekte auf rund 50. Die Finanzierung erfolgte in erster Linie über den Free Cash-flow, darüber hinausgehender Bedarf wurde durch Fremdkapital gedeckt. Aufgrund der Wachstumsinvestitionen sind die Nettoschulden von 934,4 auf 1.159,8 Mio. € und das Gearing von 63,0 auf 72,9 % gestiegen. Aus dem Free Cash-flow können wir jährlich zwischen 250 und 300 Mio. € in Wachstum investieren. Für die Finanzierung zusätzlich angestrebter Wachstumsschritte wie die geplante und auf eine Entscheidung der Wettbewerbsbehörde wartende Übernahme von Baggeridge Brick PLC in Großbritannien bestand zum Jahresende keine ausreichende Flexibilität, da es unser Ziel ist, die aktuellen Ratings von BBB bzw. Baa2 zu halten.

Wienerberger hat daher im Februar 2007 erfolgreich ihre erste Hybrid-Anleihe platziert und damit die Kapitalbasis gestärkt sowie finanziellen Spielraum für die Expansion geschaffen. Nach IFRS ist die Hybrid-Anleihe zu 100 % Eigenkapital, die Rating-Agenturen geben ihr eine 50%ige Eigenkapitalanrechnung. Aufgrund der starken Nachfrage (nahezu elffache Überzeichnung) haben wir das Emissionsvolumen von ursprünglich geplanten 400 auf 500 Mio. € aufgestockt. Die Anleihe wurde zu 16 % bei österreichischen und zu 84 % bei internationalen Investoren – vor allem in Großbritannien, Deutschland, Benelux, der Schweiz und Frankreich – platziert. Der Kupon der Anleihe mit unbefristeter Laufzeit zahlt 6,5 % fix für die ersten zehn Jahre und wechselt danach in eine variable Verzinsung basierend auf 3-Monats-EURIBOR plus 3,25 %. Die Wienerberger Hybrid-Anleihe ersetzt bestehendes Fremdkapital in kosteneffizienter Weise, stärkt gleichzeitig die Kapitalstruktur und das Rating, ohne dabei unsere Aktionäre zu verwässern.

Expansivstes Unternehmen der Ziegelindustrie mit vielen profitablen Wachstumsprojekten

430 Mio. € in Wachstum investiert, Gearing auf 73 % gestiegen

Erfolgreiche Platzierung der 1. Hybrid-Anleihe stärkt die Kapitalstruktur ohne die Aktionäre zu verwässern

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service

Optimistischer Ausblick für Europa, weiterer Rückgang der US-Baubeginne erwartet

Ziel von überdurchschnittlichem Ergebniswachstum bestätigt

Dank an Mitarbeiter und Management, Aufsichtsrat und Aktionäre

Für das Jahr 2007 wird in Zentral-Osteuropa mit einer Fortsetzung des Wachstumstrends und einer starken Nachfrage nach Ziegel insbesondere in Polen, Rumänien und Bulgarien gerechnet. In Russland hat Wienerberger bereits mit der Errichtung eines zweiten Produktionsstandortes 800 km östlich von Moskau begonnen, während sich das erste Werk in der Nähe von Moskau seit Oktober letzten Jahres in der Anlaufphase befindet. Auch in Westeuropa gehen wir von einer positiven Entwicklung aus. In Belgien und Frankreich zeichnet sich eine Fortsetzung des starken Wohnbaus ab, und auch für die Niederlande und Großbritannien werden Zuwächse vom derzeit moderaten Niveau erwartet. Die zuletzt optimistische Stimmung in Deutschland lässt auf eine zumindest stabile Entwicklung schließen, ebenso wie in der Schweiz, wo die Bauaktivitäten auf hohem Niveau bleiben sollten. Einzig in Italien ist ein weiterer leichter Rückgang vorherzusehen. In den USA rechnen wir frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2007 mit einer Erholung des Wohnungsneubaus. Dafür muss jedoch der aktuell hohe Bestand an unverkauften Häusern wieder ein vernünftiges Niveau erreichen. Die weitere Optimierung der Werksanlagen und die ganzjährige Konsolidierung von Robinson Brick wollen wir auch in den USA für weiteres Ergebniswachstum im laufenden Jahr nutzen.

Wir haben in 2006 den Wachstumskurs forciert und damit Potenziale für die künftige Ertragsentwicklung geschaffen. In 2007 rechnen wir einerseits mit rund 30 Mio. € höheren Kosten aus den gestiegenen Energiepreisen und einem weiteren Marktrückgang in den USA, andererseits gehen wir von einem positiven wirtschaftlichen Umfeld in Europa aus. Ich bin daher optimistisch, dass wir wieder unser Ziel einer im Vergleich zum Baustoffsektor überdurchschnittlichen Ergebnissteigerung (von rund 10 %) erreichen werden. Unsere Expansionspläne sehen Bolt-on Wachstumsinvestitionen von zumindest 250 Mio. € vor. Der Großteil dieses Volumens wird aus heutiger Sicht auf Werksneubauten und Kapazitätserweiterungen entfallen. Rund 130 Mio. € sollten dazukommen, nachdem die britische Wettbewerbsbehörde uns die Freigabe zur Übernahme von Baggeridge Brick erteilt hat.

Der Erfolg von Wienerberger basiert auf einer starken Unternehmenskultur und der zielgerichteten, verantwortungsvollen Zusammenarbeit aller Beteiligten. Die operativen Gesellschaften unserer Gruppe verdanken ihren Erfolg engagierten Mitarbeitern und Managern, die in jeder Hinsicht nachhaltig agieren. Das wird auch von unseren Kunden und Partnern geschätzt. Ich danke dem Aufsichtsrat für die produktiven Diskussionen und die effiziente Bearbeitung der laufenden Themen und meinen Vorstandskollegen für die gute und intensive Zusammenarbeit im abgelaufenen Jahr. Hans Tschuden danke ich herzlich für seine wertvolle, achtzehnjährige Mitarbeit innerhalb der Wienerberger Gruppe und wünsche ihm alles Gute und viel Erfolg für seine neue Aufgabe. Speziell möchte ich mich jedoch bei unseren Mitarbeitern und Führungskräften bedanken, die durch ihren Einsatz erneut ein sehr gutes Ergebnis erwirtschaftet haben. Ihnen, geschätzte Aktionäre, danke ich für das Vertrauen, das Sie in uns setzen. Begleiten Sie uns auch weiterhin auf unserem Wachstumskurs in eine erfolgreiche Zukunft.

CORPORATE GOVERNANCE

Die Erfolgsgeschichte Wienerberger

Die Umsatzrückgänge 1994, 2001 und 2004 sind auf Verkäufe oder Konsolidierungsänderungen von Gesellschaften zurück zu führen.

nicht konsolidierter Umsatz der Wienerberger AG

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Erfolgsgeschichte Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche

Konzernabschluss

Service 2001

Neuer Vorstand unter Wolfgang Reithofer, Übernahme der Ziegeldivision von Optiroc in Nordeuropa, Durchführung eines gruppenweiten

in Kontinentaleuropa

Vorstand und Management

Wolfgang Reithofer

Neben dem abgeschlossenen Doktoratsstudium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien belegte er Kurse in technischer Mathematik und Betriebswirtschaft. Nach insgesamt neun Jahren als Vorstandsassistent und Prokurist bei der Union Baugesellschaft und der Österreichischen Realitäten AG kam er 1981, als Prokurist zuständig für Personal, Recht, Controlling und Rechnungswesen, zu Wienerberger. Nach nur vier Jahren wurde er 1985 in den Vorstand berufen, ab 1992 als Generaldirektor-Stellvertreter und seit Mai 2001 als Vorstandsvorsitzender. Zusätzliche Funktionen: Vorsitzender des Aufsichtsrats der ÖBB Holding AG und der ÖBB Immobilien Management GmbH, Vorsitzender-Stellvertreter des Aufsichtsrats der Immoeast AG, Aufsichtsrat der Wiener Börse AG

Heimo Scheuch

Nach der juristischen Ausbildung an den Universitäten Wien und Paris sowie einem Studium an der Wirtschaftsuniversität Wien, dem City of London Polytechnic und der Ecole Supérieure de Commerce de Paris begann seine Karriere bei der in Mailand und London ansässigen Rechtsanwaltskanzlei Shook, Hardy & Bacon im Bereich Corporate Finance. 1996 kam er als Assistent des Vorstands zur Wienerberger AG, wechselte 1997 in das Senior Management zu Terca Bricks in Belgien und wurde 1999 ihr CEO. Im Mai 2001 bestellte ihn der Aufsichtsrat in den Vorstand der Wienerberger AG. Zusätzliche Funktionen: Mitglied des Executive Committee des europäischen Ziegelverbandes, Mitglied des Vorstands des französischen und belgischen Ziegelverbandes

Hans Tschuden

Ausgebildet an der Wirtschaftsuniversität Wien (Betriebswirtschaft) und der INSEAD in Paris startete seine Laufbahn – nach Zwischenstationen bei Ögussa im Rechnungswesen und als Assistent des Geschäftsführers bei Heringrad – 1989 im Controlling der Wienerberger Gruppe. Danach war er Geschäftsführer der Keramo Wienerberger in Belgien, der Wienerberger Rohrsysteme in Wien und der Steinzeug Abwassersysteme in Köln. 1999 wurde er Mitglied der Wienerberger Gruppenleitung und von Mai 2001 bis Ende März 2007 Finanzvorstand der Wienerberger AG.

Willy Van Riet

Nach der Erlangung des Masters in Business Economics an der Universität in Gent begann er seine berufliche Laufbahn als Wirtschaftsprüfer und anschließend als Senior Manager bei Price Waterhouse Coopers in Belgien. Ab 1993 war er im Baustoffsektor zunächst als Finanzvorstand von Terca und später von Koramic Building Products (auch als Wienerberger Aufsichtsrat) tätig. 2004 wurde er Mitglied im Wienerberger Management Committee und übernahm die Leitung von Wienerberger Limited in Großbritannien. Mit 1.April 2007 löst er Hans Tschuden als CFO der Wienerberger AG ab.

Johann Windisch

Nach seinem Doktoratsstudium der Betriebswissenschaften an der Technischen Universität Wien und einer Tätigkeit als Unternehmensberater bei Agiplan in Wien kam er 1980 als Assistent des Vorstands zu Wienerberger, wo er 1983 die Leitung des Controlling und Rechnungswesens und 1987 den Geschäftsbereich Hochbau übernahm. Danach wechselte er in den Vorstand der Wienerberger Ziegelindustrie, deren Vorsitz er ab 1999 innehatte. Im Mai 2001 wurde er in den Vorstand der Wienerberger AG berufen. Zusätzliche Funktionen: Vorsitzender der Produktgruppe Hintermauerziegel und Mitglied des Executive Committee im europäischen Ziegelverband, Präsident des Verbandes Österreichischer Ziegelwerke

Vorsitzender des Vorstands

bestellt bis Mai 2011 geb. 1948, verheiratet, eine Tochter, zwei Söhne

Mitglied des Vorstands bestellt bis Mai 2009 geb. 1966, verheiratet

Mitglied des Vorstands bis März 2007

geb. 1958, verheiratet, zwei Söhne

Mitglied des Vorstands

bestellt bis April 2010 geb. 1957, verheiratet, eine Tochter, ein Sohn

Mitglied des Vorstands

bestellt bis Mai 2009 geb. 1952, verheiratet, eine Tochter, ein Sohn

Vlnr: Johann Windisch, Heimo Scheuch, Wolfgang Reithofer, Hans Tschuden, Willy Van Riet

Management Committee

Das Management Committee unterstützt den Vorstand bei der strategischen und organisatorischen Weiterentwicklung der Wienerberger Gruppe. Es besteht aus den Top Executives (Regional-Verantwortliche) sowie den Leitern der Development Centers und der Corporate Services.

Leiter Corporate Services

Sonja Eitler Human Resources
Stefan Huber Group Treasury
Gerhard Koch European Lobbying
Thomas Melzer Corporate Communications
Gernot Schöbitz International Procurement
Johann Schübl Corporate IT
Brigitta Schwarzer General Secretary
Hannes Taubinger Corporate Controlling
Leiter Development Centers
Stefan Claeys Produktgruppen Fassade und Dach
Walter Linke Corporate Engineering
Martin Kasa Produktgruppe Wand
Corporate Marketing
Anton Ulmer Corporate Development

Top Executives

Christof Domenig Frankreich, Iberien, Nordafrika
Dick Green USA
Helmut Haslauer Osteuropa (Süd), Italien
Robert Holzer Semmelrock Flächenbefestigung
Klaus Hoppe Deutschland, Skandinavien
Bert Jan Koekoek Niederlande, Großbritannien
Christian Schügerl Osteuropa (Nord), Schweiz, Österreich, Finnland
Karl Thaller Osteuropa (Ost), Russland
Johan Van Der Biest Belgien

Organisation ab 1. April 2007

Wolfgang Reithofer Johann Windisch Heimo Scheuch Willy Van Riet
CEO COO COO CFO
Corporate Services Corporate Communications International Procurement European Lobbying Corporate Controlling
- Investor Relations Corporate IT
General Secretary Group Treasury
- Legal Management Risk Management
Human Resources
Development Centers Corporate Development Corporate Engineering Corporate Marketing
- Strategie Produktgruppe Wand
Produktgruppe Fassade
Produktgruppe Dach
Geschäftsbereiche Beteiligungen
und Sonstiges
Zentral-Osteuropa Nord-Westeuropa Beteiligungen
und Sonstiges
Immobilien Österreich Belgien Pipelife
Polen Niederlande
Tschechien Frankreich
Ungarn Großbritannien
Slowakei Irland
Slowenien Dänemark
Kroatien Schweden
Bosnien Norwegen
Rumänien
Bulgarien
Russland
Ukraine
Finnland
Baltikum
Semmelrock
Bramac
Tondach Gleinstätten
Zentral-Westeuropa Zentral-Westeuropa
Italien Deutschland
Schweiz
USA

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Organisation Bericht des Aufsichtsrats Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service

Bericht des Aufsichtsrats

Aufsichtsrat und Vorstand haben im Berichtsjahr in sechs Sitzungen intensiv die wirtschaftliche Lage und strategische Weiterentwicklung des Unternehmens sowie wesentliche Ereignisse, Investitionen und Maßnahmen beraten. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand eines ausführlichen Berichtes über die Geschäftsund Finanzlage des Konzerns und seiner Beteiligungen, die Personalsituation sowie die Investitionsund Akquisitionsvorhaben unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde zusätzlich informiert. Darüber hinaus war der Vorsitzende des Aufsichtsrats regelmäßig mit dem Vorstandsvorsitzenden in Kontakt, um über die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement des Unternehmens zu diskutieren.

Ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt des Aufsichtsrats lag in der Evaluierung der langfristigen Wachstumspotenziale des Unternehmens und der Fortsetzung der profitablen Expansionsstrategie. Dabei wurden auch größere Akquisitionsprojekte diskutiert, aufgrund zu hoher Preisvorstellungen der Verkäufer aber nicht umgesetzt. Zur Finanzierung der rund 50 im vergangenen Jahr verfolgten Bolt-on Projekte und zur Stärkung der Kapitalbasis des Unternehmens genehmigte der Aufsichtsrat die Ausgabe einer Hybrid-Anleihe, die im Februar 2007 mit einem Volumen von 500 Mio. € erfolgreich platziert wurde. In der Sitzung am 5. September hat sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Vorstand über die Energiestrategie des Konzerns beraten und der vom Vorstand vorgeschlagenen Absicherungspolitik insbesondere für den Einkauf von Erdgas und Strom zugestimmt.

In den Ausschüssen wurden einzelne Sachgebiete vertiefend behandelt und darüber dem Aufsichtsrat berichtet. Der Projektausschuss sowie der Personal- und Nominierungsausschuss tagten jeweils viermal, der Prüfungsausschuss trat einmal zusammen. Das Präsidium des Aufsichtsrats hat sich vom Vorstand laufend über die aktuelle Geschäftslage informieren lassen und das Unternehmen in Vorstandsangelegenheiten vertreten. Insbesondere wurden vom Präsidium die Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder inklusive der Erfolgsbeteiligung festgelegt. Die Kriterien der Erfolgsbeteiligung, die Grundsätze der Altersversorgung und die Ansprüche bei Beendigung der Funktion sowie der Einzelausweis der Vorstands- und Aufsichtsratsbezüge sind im Vergütungsbericht auf Seite 30 ausführlich dargestellt. Zwei Aufsichtsratsmitglieder waren bei jeweils einer Sitzung nicht anwesend, zwei Ausschussmitglieder haben an jeweils einer Sitzung nicht teilgenommen.

Zur Behandlung des Jahresabschlusses 2005 hat der Prüfungsausschuss in der Sitzung vom 27. März 2006 den Wirtschaftsprüfer hinzugezogen, um den Jahresabschluss der Wienerberger AG, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Gewinnverteilungsvorschlag des Vorstands zu prüfen.Weiters wurde eine Erklärung über den vorgesehenen Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2006 und dessen Rechtsbeziehungen mit der Wienerberger Gruppe sowie deren Organmitgliedern ausgearbeitet, das Honorar für die Abschlussprüfung verhandelt und eine Empfehlung zur Wahl des Abschlussprüfers abgegeben. Als weiteren Tagesordnungspunkt hat der Prüfungsausschuss die Umsetzung des Risikomanagements im Unternehmen behandelt und dabei keinen Grund zur Kritik gefunden.

Intensive laufende Abstimmung zwischen Aufsichtsrat und Vorstand

Evaluierung der langfristigen Wachstumspotenziale und der Energiestrategie durch den Aufsichtsrat

Vertiefende Behandlung einzelner Sachgebiete in den Ausschüssen

Prüfungsausschuss behandelt Jahresabschluss und Risikomanagement

Friedrich Kadrnoska Vorsitzender des Aufsichtsrats der Wienerberger AG

Fink und Rasinger zur Wahl in den Aufsichtsrat nominiert

Aufsichtsrat bestellt Willy Van Riet zum neuen Wienerberger CFO ab April 2007

In der Sitzung des Personal- und Nominierungsausschusses vom 14. Februar 2006 ging es um die Erstellung von Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung, die unter Beiziehung von zwei externen Beratern ausgearbeitet wurden. Dies hat zur Nominierung von Karl Fink, Vorstandsmitglied der Vienna Insurance Group, und Wilhelm Rasinger, Geschäftsführender Gesellschafter der Intermanagement-Unternehmensberatung und Vorsitzender des IVA-Interessensverband für Anleger, geführt. Die Hauptversammlung am 27. April ist dieser Empfehlung gefolgt und hat Karl Fink und Wilhelm Rasinger neu in den Aufsichtsrat gewählt sowie die Mandate von Friedrich Kadrnoska und Harald Nograsek erneuert. Nach seiner Wahl in den Aufsichtsrat wurde Karl Fink vom Aufsichtsrat in den Personal- und Nominierungsausschuss und Wilhelm Rasinger in den Prüfungsausschuss entsandt. Ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt des Personal- und Nominierungsausschusses war die Ausgestaltung der Aktienoptionspläne 2006 und 2007 für Führungskräfte des Wienerberger Konzerns. Die Bedingungen des Optionsplans 2006 sind im Konzernanhang auf Seite 124 dargestellt, jene des Jahres 2007 finden sich auf der Wienerberger Website.

Einer Empfehlung des Personal- und Nominierungsausschusses folgend hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 6. Dezember Willy Van Riet per 1. April 2007 zum neuen Finanzvorstand der Wienerberger AG bestellt. Er folgt damit Hans Tschuden nach, der Wienerberger aufgrund seiner Bestellung zum CFO der Telekom Austria AG per 31. März 2007 verlässt. Willy Van Riet, bisher Geschäftsführer der Wienerberger Aktivitäten in Großbritannien, hat sich in einem mehrstufigen Auswahlverfahren unter Beiziehung eines externen Beraters aufgrund seiner unternehmensspezifischen Erfahrung und seiner langjährigen Finanz- und Kapitalmarktexpertise gegen eine Reihe von internen und externen Kandidaten durchgesetzt. Er erhält einen Dreijahresvertrag bis April 2010 und wird als Finanzvorstand die Bereiche Controlling, Treasury, IT und Risikomanagement sowie

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Bericht des Aufsichtsrats Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service

das Pipelife Joint-venture übernehmen. Human Resources und Corporate Development werden künftig wieder zu den Aufgaben des Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Reithofer zählen. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei Hans Tschuden herzlich für seine achtzehnjährige erfolgreiche Tätigkeit innerhalb der Wienerberger Gruppe und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.

Am 14. Februar 2006 hat der Aufsichtsrat die Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat an die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen und den überarbeiteten Österreichischen Corporate Governance Kodex angepasst. Der ehemalige Strategieausschuss heißt seither Projektausschuss, der Bilanzausschuss wurde in Prüfungsausschuss umbenannt. Im Corporate Governance Bericht auf Seite 27 wird ausführlich über die Verantwortungsbereiche der Aufsichtsratsausschüsse berichtet. Die Mitglieder der Ausschüsse sind auf Seite 26 angeführt, die vom Aufsichtsrat festgelegten Unabhängigkeitskriterien können auf der Website des Unternehmens eingesehen werden.Alle Aufsichtsräte haben ihre Unabhängigkeit gemäß diesen Kriterien bestätigt. In der Sitzung am 27. März 2006 hat der Aufsichtsrat die Geschäftsverteilung des Vorstands geändert und die Verantwortung für die USA an Johann Windisch und jene für Deutschland an Heimo Scheuch übertragen. Zusätzlich wurde ein neues Vergütungssystem für den Aufsichtsrat vorgestellt, das den Anforderungen einer guten Corporate Governance besser entspricht als das bisherige. Dieses System wurde von der ordentlichen Hauptversammlung am 27.April 2006 genehmigt und ist im Vergütungsbericht auf Seite 30 dargestellt.

Der Jahresabschluss und Lagebericht der Wienerberger AG sowie der Konzernabschluss 2006 nach IFRS wurden durch die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Sämtliche Abschlussunterlagen, der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden im Prüfungsausschuss eingehend mit dem Prüfer behandelt und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Wir haben die Unterlagen gemäß § 96 AktG geprüft und stimmen dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 125 Abs. 2 des AktG festgestellt ist. Wir schließen uns weiters dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinnes an.

Franz Lauer, der dem Aufsichtsrat seit 1983 angehörte, und Rupert Hatschek, Aufsichtsrat seit 1993, haben aus persönlichen Gründen ihre Mandate mit der 137. o. Hauptversammlung am 27. April 2006 zurückgelegt. Wir danken den beiden Herren für ihre langjährige Mitarbeit und die wertvollen Beiträge, die sie zur positiven Entwicklung der Wienerberger Gruppe geleistet haben.

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei der Unternehmensleitung sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und die guten Ergebnisse im abgelaufenen Jahr. Das Erreichen der Unternehmensziele und eine Steigerung von 11 % im Ergebnis je Aktie schätzt der Aufsichtsrat als sehr gute Leistung ein.

Wien, am 26. März 2007 Friedrich Kadrnoska, Vorsitzender

Maßnahmen zur weiteren Optimierung der Corporate Governance im Unternehmen umgesetzt

Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk und Feststellung des Jahresabschlusses

Lauer und Hatschek haben mit der 137. o. HV ihre Mandate zurückgelegt

Dank an Mitarbeiter und Management

Mitglieder und Ausschüsse des Aufsichtsrats

8 Kapitalvertreter

Friedrich Kadrnoska
Vorsitzender
unabhängig, bestellt bis zur 142. o. HV (2011), erstmalig gewählt: 08.05.2002
Aufsichtsratsvorsitzender der Österreichisches Verkehrsbüro AG, Ruefa Reisen AG und der Adria Bank AG, Aufsichtsrat der
Wiener Börse AG (Vorsitzender-Stv.), der Visa Service Kreditkarten AG, der Wiener Privatbank Immobilieninvest AG und
der Conwert Immobilien Invest AG, Vorstand der Privatstiftung zur Verwaltung von Anteilsrechten, Director des Visa Europe
Limited Board und der UniCredito Italiano
Christian Dumolin
Stellvertreter des Vorsitzenden
unabhängig, bestellt bis zur 141. o. HV (2010), erstmalig gewählt: 17.07.1996
Aufsichtsratsvorsitzender der Koramic Investment Group NV, Mitglied des Regentenrats der Belgischen Nationalbank
Karl Fink unabhängig, bestellt bis zur 142. o. HV (2011), erstmalig gewählt: 27.04.2006
Generaldirektor-Stv. und Vorstandsmitglied der Vienna Insurance Group, Aufsichtsrat der
Austria Technologie & Systemtechnik AG (AT&S)
Peter Johnson unabhängig, bestellt bis zur 141. o. HV (2010), erstmalig gewählt: 12.05.2005
Vorstandsvorsitzender von George Wimpey PLC, Vorstandsmitglied der Home Builders Federation (beide bis 30.06.2006) und
Aufsichtsrat der DS Smith PLC, Aufsichtsratsvorsitzender von DS Smith PLC (ab 01.01.2007)
Harald Nograsek unabhängig, bestellt bis zur 142. o. HV (2011), erstmalig gewählt: 08.05.2002
Finanzvorstand der Österreichisches Verkehrsbüro AG (bis 30.04.2007), Vorstandsvorsitzender der
Österreichisches Verkehrsbüro AG (ab 01.05.2007)
Claus Raidl unabhängig, bestellt bis zur 140. o. HV (2009), erstmalig gewählt: 11.05.2004
Vorstandsvorsitzender der Böhler-Uddeholm AG, Aufsichtsratsvorsitzender der EK Mittelstandsfinanzierungs AG, Aufsichtsrat der
Wiener Börse AG, der Donau Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft und der Voestalpine Bahnsysteme GmbH
Wilhelm Rasinger unabhängig, bestellt bis zur 142. o. HV (2011), erstmalig gewählt: 27.04.2006
Geschäftsführender Gesellschafter der Intermanagement-Unternehmensberatung, Vorsitzender des IVA-Interessenverband für
Anleger, Aufsichtsrat der Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG und der CEE Immobilien Development AG
Franz Rauch unabhängig, bestellt bis zur 140. o. HV (2009), erstmalig gewählt: 11.05.2004
Geschäftsführender Gesellschafter der Rauch Fruchtsäfte Gesellschaft mbH, Aufsichtsrat der ÖBB Holding AG, der Bank Austria
Creditanstalt AG, der Generali Holding AG, der OTAG Oberflächentechnologie AG, der Vorarlberger Kraftwerke AG und der
Vorarlberger Illwerke AG

4 Arbeitnehmervertreter

Rupert Bellina erstmalig delegiert: 25.01.2005
Arbeitsvorbereiter bei der Semmelrock Baustoffindustrie GmbH
Claudia Krenn erstmalig delegiert: 02.07.2002
Facility Management der Wienerberger AG
Karl Sauer erstmalig delegiert: 09.10.1996
Obmann des Zentralbetriebsrats, Sprecher des Europa-Betriebsrats
Gerhard Seban erstmalig delegiert: 03.02.2006
Vertriebsmitarbeiter im Werk Hennersdorf, Österreich

4 Ausschüsse

Präsidium und
Vergütungsausschuss
Friedrich Kadrnoska (Vorsitzender), Christian Dumolin
Projektausschuss Friedrich Kadrnoska (Vorsitzender), Christian Dumolin, Peter Johnson, Claus Raidl, Karl Sauer
Prüfungsausschuss Harald Nograsek (Vorsitzender), Wilhelm Rasinger, Karl Sauer
Personal- und
Nominierungsausschuss
Friedrich Kadrnoska (Vorsitzender), Christian Dumolin, Karl Fink, Franz Rauch, Karl Sauer

Ausgeschieden

Rupert Hatschek per 27.04.2006
Franz Lauer per 27.04.2006

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Mitglieder und Ausschüsse des Aufsichtsrats Corporate Governance Bericht Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service

Umsetzung strenger Grundsätze guter Unternehmensführung und Transparenz

Richtlinien zur Vermeidung von Insiderhandel

Weiterentwicklung des Österreichischen Corporate Governance Kodex

Bekenntnis zum Kodex und weitgehende Transparenz

Evaluierung und Bestätigung der Kodex-Umsetzung durch KPMG und Wolf Theiss

Corporate Governance Bericht

Wienerberger verfolgt seit Jahren eine Strategie zur nachhaltigen und langfristigen Steigerung des Unternehmenswertes. Strenge Grundsätze guter Unternehmensführung und Transparenz sowie die ständige Weiterentwicklung eines effizienten Systems der Unternehmenskontrolle bilden die Basis dieser Zielsetzung. Diese Unternehmenskultur schafft Vertrauen in das Unternehmen und ist somit ein wesentlicher Baustein für die langfristige Wertschöpfung.

Die Gleichbehandlung und umfassende Information aller Aktionäre hat für uns Priorität. Zur Vermeidung von Insiderhandel wurde ein Compliance Code im Unternehmen installiert, der die Bestimmungen der Emittenten-Compliance-Verordnung der österreichischen Finanzmarktaufsicht unter Einbezug aller Aufsichtsratsmitglieder umsetzt. Seine Einhaltung wird vom Compliance Officer kontinuierlich überwacht.

Im Jänner 2006 wurde der an die EU-Empfehlungen und das Österreichische Gesellschaftsrechtsänderungsgesetz 2005 angepasste Österreichische Corporate Governance Kodex veröffentlicht. Schwerpunkte dieser Kodex-Revision waren die weitere Erhöhung der Transparenz und die Stärkung der Unabhängigkeit des Aufsichtsrats. So sehen die neuen Richtlinien vor, dass dem Aufsichtsrat und seinen Ausschüssen eine ausreichende Zahl unabhängiger Mitglieder angehören soll. Im Geschäftsbericht ist darzustellen, welche Mitglieder des Aufsichtsrats als unabhängig anzusehen sind (siehe dazu Seite 26). Gleichzeitig wurden Kriterien zur Feststellung der Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder definiert und die Arbeit des Aufsichtsrats durch Einrichtung der üblichen Ausschüsse (Nominierungs- und Vergütungsausschuss) an internationale Usancen angepasst. Ebenso soll die Vergütung des Vorstands durch Offenlegung der Grundsätze des Vergütungssystems und der Einzelbezüge transparenter werden. Der über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehende Kodex erlangt durch freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen Geltung. Das Bekenntnis zum Kodex hat zur Folge, dass die Nichteinhaltung von C-Regeln ("comply or explain") zu begründen ist.

Wienerberger hat den Großteil der beschriebenen Änderungen schon vor drei Jahren in ihrem Corporate Governance System umgesetzt. Die Erneuerung unseres Bekenntnisses zum neuen Österreichischen Corporate Governance Kodex und zur Beachtung der Regelungen war daher nur Formsache. Wir wollen nicht nur die Mindestanforderungen des Kodex erfüllen, sondern bemühen uns um "Best Practice". Für ihre Vorreiterrolle zur Corporate Governance in Österreich wurde Wienerberger mehrfach ausgezeichnet.

Die Umsetzung und Richtigkeit unserer öffentlichen Erklärungen hat die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft unter Anwendung der Regelungen der "International Federation of Accountants" für die Durchführung von Aufträgen zur prüferischen Durchsicht evaluiert und darüber einen Bericht erstattet, der auf unserer Website eingesehen werden kann. Die Evaluierung durch den Wirtschaftsprüfer zur Einhaltung der Regelungen des Kodex und der Richtigkeit der öffentlichen Berichterstattung hat ergeben, dass die öffentlichen Erklärungen über die Beachtung des Kodex zutreffend sind. Den Themenbereich des Kodex zum Abschlussprüfer hat die Rechtsanwaltskanzlei Wolf Theiss untersucht und einen Bericht erstattet, der keine Beanstandungen ergeben hat und ebenfalls auf unserer Website veröffentlicht ist.

Geschäftsordnungen entsprechen den Bestimmungen des Kodex

Ausschüsse, Aufgaben und Verantwortungsbereiche des Aufsichtsrats

Alle Wienerberger Aufsichtsräte sind unabhängig; Mitbestimmung der Arbeitnehmer ist Teil des österreichischen Systems

Nachfolgeplanung für den Vorstand auf Basis eines objektiven Verfahrens

Im Sinne des Kodex stehen Vorstand und Aufsichtsrat, insbesondere deren Vorsitzende, in laufender, über die Aufsichtsratssitzungen hinausgehender Diskussion zur Entwicklung und strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat übt seine Beratungs- und Kontrolltätigkeit je nach Bedeutung und fachlicher Zuordnung auch durch Ausschüsse aus. Aufgrund der Kodex-Überarbeitung wurden in der Aufsichtsratssitzung vom 14. Februar 2006 die Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat an die neuen Richtlinien angepasst. Der Strategieausschuss heißt seither Projektausschuss, der Bilanzausschuss wurde in Prüfungsausschuss umbenannt, während die Verantwortungs- und Aufgabenbereiche nahezu unverändert blieben. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats ist auf unserer Website veröffentlicht.

Der Aufsichtsrat entscheidet in Fragen grundsätzlicher Bedeutung und über die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Das Präsidium vertritt die Unternehmensinteressen in allen Vorstandsangelegenheiten und fungiert als Vergütungsausschuss im Hinblick auf die Vorstandsbezüge. Der Projektausschuss ist berufen, die nicht dem Aufsichtsrat vorbehaltenen Geschäfte und Maßnahmen – insbesondere Investitionen, Akquisitionen und Liegenschaftsverkäufe – zu genehmigen sowie in dringenden Fällen zu entscheiden. Der Prüfungsausschuss befasst sich vorbereitend für den Aufsichtsrat mit allen Fragen des Jahresabschlusses, der Prüfung des Konzerns und der Rechnungslegung. Zusätzlich überprüft er das Risikomanagement des Unternehmens sowie die Unabhängigkeit und die durch "Peer Reviews" kontrollierte Qualität des Abschlussprüfers. Ein Finanzexperte ist Mitglied des Wienerberger Prüfungsausschusses.

Der Personal- und Nominierungsausschuss ist zuständig für die Planung der Aufsichtsratsbesetzung mit dem Ziel unabhängiger Mitglieder. Er unterbreitet dem Aufsichtsrat Wahlvorschläge, welche der Hauptversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Die Kriterien der Unabhängigkeit sind auf unserer Website veröffentlicht. Alle Kapitalvertreter im Aufsichtsrat haben in der Sitzung vom 14. Februar 2007 erneut ihre Unabhängigkeit gemäß diesen Kriterien erklärt. Zusätzlich hat der Personal- und Nominierungsausschuss vor der Bestellung von Vorstandsmitgliedern ein Anforderungsprofil zu verfassen sowie auf Basis eines definierten Besetzungsverfahrens und der Nachfolgeplanung die Entscheidung des Aufsichtsrats vorzubereiten. Weiters beschließt er die Bedingungen der Aktienoptionspläne für Führungskräfte des Konzerns. Die Bedingungen des Optionsplanes 2006 sind im Anhang auf Seite 124 dargestellt, jene der anderen Jahre finden sich auf unserer Website. Die Mitbestimmung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat und in dessen Ausschüssen ist durch Einrichtung eines Betriebsrats ein gesetzlich geregelter Teil des österreichischen Corporate Governance Systems. Die Arbeitnehmervertretung ist gemäß Aktiengesetz berechtigt, in den Aufsichtsrat und Ausschuss einer Aktiengesellschaft für je zwei von der Hauptversammlung gewählte Aufsichtsräte ein Mitglied aus ihren Reihen zu entsenden.

Im Jahr 2006 wurde nach 2000 zum zweiten Mal ein umfassendes Assessment des Wienerberger Managements durchgeführt. Es dient dem Personal- und Nominierungsausschuss als Grundlage für die Nachfolgeplanung zur Besetzung des Vorstands. Im konkreten Fall bildete es die Entscheidungsgrundlage für die Bestellung von Willy Van Riet zum neuen Finanzvorstand per 1. April 2007, nachdem Hans Tschuden seinen Entschluss bekannt gab, zur Telekom Austria AG zu wechseln.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Corporate Governance Bericht Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service

Berichte über Verträge mit nahe stehenden Unternehmen

Offenlegung der Honorare des Wirtschaftsprüfers

Umfassendes Risikomanagement bedarf keiner eigenen Stabstelle

"One share – one vote" kommt voll zum Tragen; Offenlegung der Change of Control Klauseln

Einzelbezüge und Directors' Dealing laufend aktualisiert auf der Website

Kodex wird voll umgesetzt

Im Wienerberger Aufsichtsrat sind weder ehemalige Vorstandsmitglieder noch leitende Angestellte vertreten; auch Kreuzverflechtungen existieren nicht. Es wurden weder Kredite an Aufsichtsräte oder Vorstände vergeben, noch Verträge mit ihnen abgeschlossen. Über Verträge mit nahe stehenden Unternehmen berichten wir im Anhang auf Seite 124.

Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft wurde von der 137. o. Hauptversammlung zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der Wienerberger AG bestellt. Neben dieser Tätigkeit ist KPMG mit ihren weltweiten Partnerbüros vereinzelt auch im Bereich der Steuer- und Finanzberatung für die Gruppe tätig. Im Jahr 2006 lagen die Beratungshonorare von KPMG für die Wienerberger AG ohne Abschlussprüfung unter 0,4 Mio. €. Für die Abschlussprüfung des Konzerns und damit in Zusammenhang stehende Leistungen wurden 1,4 Mio. € verrechnet. Vertragliche Vereinbarungen über die Erbringung von projektbezogenen Beratungsleistungen im Jahr 2007 bestehen derzeit nur in geringem Umfang.

Ein Management Letter des Abschlussprüfers sowie dessen Bericht über die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements des Konzerns wurden dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats vorgelegt, im Prüfungsausschuss behandelt und im Aufsichtsrat diskutiert. Die in Zusammenarbeit mit einem externen Berater erarbeitete Risikoanalyse hat ergeben, dass die Risikosituation unter Beachtung der spezifischen Gegebenheiten der Wienerberger Gruppe durch eine klassische Stabstelle "Interne Revision" nicht sinnvoll optimiert werden kann. Dieser Erkenntnis Rechnung tragend und zur Vermeidung von Mehrkosten werden interne Kontroll- und Prüfungsfunktionen daher im Bereich des Konzern-Controllings durchgeführt und auf der Grundlage eines Fragebogens mit einem jährlich wechselnden Schwerpunkt vom Abschlussprüfer kontrolliert. Über die Planung im Rahmen dieses Kontrollsystems und die wesentlichsten Ergebnisse der durchgeführten Kontrollmaßnahmen berichtet der Vorstand einmal jährlich dem Aufsichtsrat.

Die Wienerberger AG hat 74,2 Mio. Stammaktien ausgegeben. Es existieren keine Vorzugsaktien oder Einschränkungen für die Stammaktien. Das Prinzip "One share – one vote" kommt somit voll zum Tragen. Gemäß des aktuellen Übernahmegesetzes ist sichergestellt, dass im Falle eines Übernahmeangebots (Pflichtangebot) jeder Aktionär den gleichen Preis für seine Wienerberger Aktien erhält. Die Wienerberger AG hat keinen Kernaktionär. Die Aktionärsstruktur ist auf Seite 35 dargestellt. "Change of Control" Klauseln sind in den Vereinbarungen zur Unternehmensanleihe 2005, zur Hybrid-Anleihe 2007 und den syndizierten Krediten der Jahre 2005 und 2006 enthalten.

Auf den nächsten Seiten sind die Grundsätze der Vergütungspolitik, eine Aufstellung über die Einzelbezüge der Wienerberger Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie eine Übersicht zum Besitz eigener Aktien angeführt. Auf der Wienerberger Website wird unter "Directors' Dealing" laufend über Kauf und Verkauf eigener Aktien durch Organmitglieder berichtet.

Unter Berücksichtigung der berichteten Modifikation zur internen Revision werden sämtliche Regeln des Österreichischen Corporate Governance Kodex erfüllt, auch wenn es sich nur um Empfehlungen handelt.

Vergütungsbericht erläutert Höhe und Struktur der Vorstandsund Aufsichtsratsbezüge

Zielsetzung des Vergütungssystems: Berücksichtigung des Unternehmenserfolgs

Fixes Basisgehalt orientiert sich am Verantwortungsbereich, Jahresbonus basiert auf Ergebnis nach Steuern

Über 50 % der Gesamtbezüge sind variabel

Aktienoptionsplan zur Gleichschaltung der Interessen

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung des Vorstands der Wienerberger AG angewendet werden und erläutert Höhe und Struktur der Vorstandseinkommen. Darüber hinaus werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben sowie Angaben zum Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat gemacht. Die Festlegung der Vergütung des Wienerberger Vorstands hat der Aufsichtsrat dem Präsidium übertragen, das damit auch als Vergütungsausschuss fungiert.

Nach österreichischem Recht wird der Vorstand für eine bestimmte Dauer – maximal auf fünf Jahre – bestellt. Für diesen Zeitraum wurden die Dienstverträge der einzelnen Wienerberger Vorstandsmitglieder durch den Vergütungsausschuss unter Beiziehung eines externen Beraters erarbeitet sowie Höhe und Struktur der Bezüge definiert. Zielsetzung des Vergütungssystems ist es, die Vorstandsmitglieder im nationalen und internationalen Vergleich (Baustoffsektor) gemäß ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten. Ein wichtiges Element dabei ist eine hohe variable Komponente, welche den Unternehmenserfolg berücksichtigt. Dazu teilen sich die Gesamtbezüge in fixe, erfolgsabhängige und aktienorientierte Bestandteile, wobei die erfolgsabhängige Komponente auf das jeweilige Jahresergebnis und die aktienorientierte auf die mittel- bis langfristige Entwicklung des Unternehmens abstellt.

Das fixe Basisgehalt orientiert sich am Verantwortungsbereich des Vorstandsmitglieds und wird, wie in Österreich üblich, in vierzehn Monatsgehältern im Nachhinein ausbezahlt. Die Folge sind differenzierte Basisgehälter je Zuständigkeit unter Berücksichtigung der damit verbundenen strategischen und operativen Verantwortung. Der Jahresbonus ist eine variable Barvergütung, deren Höhe sich unter Bezugnahme auf das Basisgehalt am Konzernergebnis nach Steuern vor Minderheitenanteilen orientiert, und damit die Finanzierungskosten des Wachstumskurses berücksichtigt. Für den Vorstandsvorsitzenden wurde der erfolgsabhängige Gehaltsbestandteil mit einer Obergrenze von 200 % des Jahresfixbezuges und bei allen anderen Vorstandsmitgliedern mit 150 % festgelegt. Die variablen Barbezüge werden vom Wirtschaftsprüfer kontrolliert und im Folgejahr ausgezahlt.

Die gesamten Barbezüge der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2006 betrugen 3,9 Mio. €, (Vorjahr: 3,6 Mio. €), davon entfallen 1,7 Mio. € auf fixe sowie 2,2 Mio. € auf variable Gehaltsbestandteile, die 2007 zahlungswirksam werden.

Barbezüge Vorstand 2005 2006
in EUR Fix Variabel Gesamt Fix Variabel Gesamt
Wolfgang Reithofer 626.352 667.873 1.294.225 642.317 742.361 1.384.678
Hans Tschuden 307.929 441.083 749.012 315.778 473.667 789.445
Heimo Scheuch 307.929 441.083 749.012 315.778 473.667 789.445
Johann Windisch 384.912 441.083 825.995 394.722 495.854 890.576
Gesamt 1.627.122 1.991.122 3.618.244 1.668.595 2.185.549 3.854.144

Die aktienorientierte Vorstandsvergütung basiert auf einem Stock Option Plan für Führungskräfte des Konzerns, den die Hauptversammlung der Wienerberger AG am 8. Mai 2002 beschlossen hat. Der Aktienoptionsplan ist eine Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung. Die Anzahl der zugeteilten Optionen ist abhängig vom Erreichen jährlicher Performance-Ziele. Damit

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Vergütungsbericht Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss

Service

die Optionen des Jahres 2006 Gültigkeit erlangen, ist die Erreichung von zumindest 95% des budgetierten Konzernergebnisses nach Steuern vor Minderheitenanteilen notwendig. Zwischen 95 und 100 % Zielerreichung wird die Anzahl der Optionen aliquotiert. Für das Geschäftsjahr 2006 wurden dem Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Reithofer 18.000 Optionen und den Vorstandsmitgliedern Heimo Scheuch, Hans Tschuden und Johann Windisch jeweils 15.000 Optionen auf Wienerberger Aktien zu einem Ausübungspreis von 38,50 € rechtskräftig eingeräumt. Bei Zuteilung der aktienorientierten Vergütung ist eine nachträgliche Änderung der festgelegten Erfolgsziele ausgeschlossen. Die Bedingungen des Optionsplanes 2006 sind im Konzernanhang auf Seite 124 im Detail dargestellt.

Zur Aufnahme von Nebentätigkeiten benötigen die Vorstände die Zustimmung des Aufsichtsrats. So ist sichergestellt, dass weder der zeitliche Aufwand noch die dafür gewährte Vergütung zu einem Konflikt mit den Aufgaben für das Unternehmen führt. Soweit es sich bei den Nebentätigkeiten um Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Mandate bei börsenotierten Gesellschaften handelt, sind diese auf Seite 26 sowie auf der Wienerberger Website veröffentlicht. Für die Übernahme von Mandaten in Konzerngesellschaften erfolgt keine Vergütung.

Alle Vorstandsmitglieder verfügen über Pensionskassenregelungen, für die das Unternehmen jährlich festgelegte Beiträge einzahlt. Für den Vorstandsvorsitzenden existiert zusätzlich eine "alte" Pensionsregelung, die eine fixe wertgesicherte Pensionshöhe vorsieht. Darüber hinausgehende Verpflichtungen für das Unternehmen bestehen nicht. Für die Vorstandsmitglieder wurden im Geschäftsjahr 1.211.919 € (Vorjahr: 1.075.475 €) in Form von Beiträgen zu Pensionskassen (beitragsorientierte Zusagen) und Bildung von Pensionsrückstellungen (leistungsorientierte Zusagen) aufgewendet. Im Falle der Beendigung des Dienstverhältnisses der Vorstände bestehen Abfertigungsansprüche gemäß den gesetzlichen Bestimmungen in Österreich, abhängig von der Höhe der Gesamtbezüge sowie der Dienstzugehörigkeit. Die Höhe der gesetzlichen Abfertigung beträgt maximal einen Jahresgesamtbezug und verfällt bei Kündigung durch den Dienstnehmer. Die Abfertigung für den Vorstandsvorsitzenden kann im Höchstfall zwei Jahresgesamtbezüge erreichen. Die Aufwendungen zur Dotierung einer Rückstellung für Abfertigungsansprüche betrugen im Geschäftsjahr 2006 932.260 €. An frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen wurden Zahlungen von 595.480 € (Vorjahr: 588.789 €) geleistet.

Die Hauptversammlung am 27. April 2006 hat ein neues Vergütungssystem für den Aufsichtsrat beschlossen: Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz der Barauslagen eine feste Vergütung von 10.000 € p.a. Für die Mitwirkung in Ausschüssen erhält jedes Ausschussmitglied zusätzlich 5.000 € p.a. je Ausschuss. Diese Festvergütung ist nach dem von der Statistik Austria verlautbarten Verbraucherpreisindex 2005 oder einem allfälligen Nachfolgeindex wertgesichert. Weiters erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine erfolgsabhängige Vergütung in Höhe von 0,07 ‰ des für ein Geschäftsjahr ermittelten Ergebnisses nach Steuern (vor Minderheitenanteilen) gemäß dem vorgelegten und uneingeschränkt testierten Konzernabschluss. Für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats beträgt die ermittelte Vergütung das Zweifache, für den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden das Eineinhalbfache. Ist ein Mitglied des Aufsichtsrats nicht das volle Geschäftsjahr tätig, so sind die Vergütungen zu aliquotieren. Übernehmen Mitglieder des Aufsichtsrats in dieser Eigenschaft eine besondere Tätigkeit im Interesse der Gesellschaft, so kann ihnen hierfür durch Beschluss der Hauptversammlung eine Vergütung bewilligt werden. Abgaben für Nebentätigkeiten erfordern Zustimmung des Aufsichtsrats

Abfertigungsansprüche sind in Österreich gesetzlich geregelt

Hauptversammlung beschließt neues Vergütungssystem für den Aufsichtsrat

Vergütungen an Aufsichtsratsmitglieder trägt die Gesellschaft. Für 2006 (Auszahlung im Jahr 2007) und 2005 (Auszahlung im Jahr 2006) betrug die Aufsichtsratsvergütung insgesamt 305.197 € bzw. 294.650 € und verteilt sich wie folgt:

Aufsichtsratsvergütung in EUR 2005 2006
Friedrich Kadrnoska, Vorsitzender 74.456 70.567
Christian Dumolin, Stellvertreter des Vorsitzenden 52.119 52.926
Karl Fink 0 20.189
Rupert Hatschek 1) 29.782 10.095
Peter Johnson 19.165 30.284
Franz Lauer 1) 29.782 10.095
Harald Nograsek 29.782 30.284
Claus Raidl 29.782 30.284
Wilhelm Rasinger 0 20.189
Franz Rauch 29.782 30.284
Gesamt 294.650 305.197

1) aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden am 27. April 2006

Für Leistungen außerhalb der oben beschriebenen Aufsichtsratstätigkeit, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, wurden keine Vergütungen gewährt. Ausgenommen davon sind die Gehälter der Arbeitnehmervertreter aus ihren jeweiligen Dienstverträgen.

Vorstand und Aufsichtsrat haben sich freiwillig verpflichtet, ihren Bestand an Wienerberger Aktien offenzulegen. Transaktionen von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats werden gemäß § 48 Börsegesetz der Finanzmarktaufsicht gemeldet und auf der Wienerberger Website unter "Directors' Dealing" veröffentlicht. Ende 2006 waren insgesamt 243.059 Wienerberger Aktien im Besitz von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats.

Aktienbesitz in Stück 1.1.2006 Kauf Verkauf 31.12.2006
Vorstand
Wolfgang Reithofer 168.041 0 0 168.041
Heimo Scheuch 18.120 18.000 22.322 13.798
Hans Tschuden 8.997 15.000 7.500 16.497
Johann Windisch 25.000 15.000 30.000 10.000
Aufsichtsrat
Friedrich Kadrnoska 759 0 0 759
Christian Dumolin 23.690 0 0 23.690
Karl Fink 0 0 0 0
Peter Johnson 0 0 0 0
Harald Nograsek 0 0 0 0
Claus Raidl 0 0 0 0
Wilhelm Rasinger 0 10.274 1) 0 10.274
Franz Rauch 0 0 0 0
Gesamt 244.607 58.274 59.822 243.059

1) Den aktuellen Aktienbesitz hatte Wilhelm Rasinger schon vor seiner Aufsichtsratstätigkeit für Wienerberger.

Keine zusätzlichen Vergütungen für den Aufsichtsrat

Vorstand und Aufsichtsrat veröffentlichen freiwillig ihren Bestand an Wienerberger Aktien

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Vergütungsbericht Die Wienerberger Aktie Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service

Die Wienerberger Aktie

Unsicherheit über die Entwicklung des Ölpreises und die politische Situation im Nahen Osten galten lange als Dämpfer für die Aktienmärkte. In den letzten Monaten des Jahres 2006 stieg jedoch das Stimmungsbarometer an, und zahlreiche Indizes erreichten mehrjährige Höchststände. Trotz der Höhen und Tiefen der internationalen Börseplätze wiesen sowohl der englische FTSE 100 Index mit +11% als auch der deutsche DAX mit +22% eine gute Performance aus. Der ATX eilte am Jahresbeginn von Höchststand zu Höchststand, kam aber im zweiten Quartal massiv unter Druck und musste eine deutliche Korrektur auf ein Niveau um 3.300 Punkte hinnehmen. Zu Jahresende entwickelte er sich jedoch erneut besser als die meisten anderen europäischen Aktienindizes und schloss mit einer Performance von +22% auf 4.464.

Nachdem das Börsejahr 2005 für die amerikanischen Aktienmärkte eher enttäuschend verlief, unterstützten überwiegend erfreuliche Unternehmensergebnisse, der gesunkene Ölpreis und stabile Konjunkturdaten die wichtigsten US-Aktienindizes in 2006. Der Dow Jones Industrial schloss mit 12.463 Punkten, was einer Jahresperformance von +16 % entspricht. Der S&P 500 beendete das Jahr mit einem Plus von 14 %. Die internationale Baubranche profitierte in 2006 vom konjunkturellen Aufschwung in Europa sowie einer Erholung der Bautätigkeit in Deutschland. Der Dow Jones Euro Stoxx Construction & Materials schloss mit einer starken Performance von +38% und der Bloomberg 500 Building Index mit +32 %.

Die Wienerberger Aktie begann das Börsejahr 2006 bei 33,45 € und stieg bis April auf einen neuen historischen Höchststand von 44,81 €. Im Mai geriet der Kurs massiv unter Druck und korrigierte bis auf 32,11 €. Dem vorausgegangen waren unter den Erwartungen liegende Quartalsergebnisse, ausgelöst durch den langen Winter in Osteuropa, steigende Energiepreise, hohe Anlaufkosten für Werksneubauten und die deutliche Abschwächung des amerikanischen Wohnungsneubaus. Bis zum Jahresultimo konnte die Aktie jedoch aufgrund der stark verbesserten Ergebnisentwicklung, der kräftigen Baukonjunktur in Europa sowie sinkenden Energiepreisen kräftig aufholen und schloss das Börsejahr am neuen All-time High von 45,00 €.

ATX mit neuerlichem Rekordstand von 4.464 Punkten

Gute europäische Konjunktur begünstigt den Bausektor

Aktienkurs gerät zur Jahresmitte unter Druck, erreicht aber gegen Jahresende neue Höchststände

Aktienkursentwicklung

die hohe Liquidität des Vorjahres

Wienerberger Aktie hält

Dividendenpolitik sieht Pay-out Ratio von 45 % des Nettogewinns vor

Reine Publikumsgesellschaft mit 3,3 Mrd. € Kapitalisierung zum Jahresende 2006

Die Handelsumsätze der Wienerberger Aktie verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr erneut deutliche Zuwächse. Mit einem Jahresbörseumsatz von 4.376,5 Mio. € oder durchschnittlich 464.788 Aktien pro Tag (in Doppelzählung) ist die Liquidität der Wienerberger Aktie gegenüber dem Vorjahr in etwa gleich geblieben. Im Ranking der umsatzstärksten Werte der Wiener Börse fiel sie damit jedoch vom siebten auf den zehnten Platz zurück. Der außerbörsliche Umsatz betrug in 2006 1.340,8 Mio. € gegenüber 1.629,7 Mio. € im Jahr davor. An der Österreichischen Terminund Optionenbörse (ÖTOB) wurden 26.498 Optionskontrakte auf Wienerberger Aktien mit einem Wert von 101,3 Mio. € gehandelt. Wienerberger verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik, die eine Pay-out Ratio von rund 45 % des Gewinns nach Steuern und Minderheitenanteilen (bezogen auf die ausgegebenen Aktien von 74,2 Mio. Stück) vorsieht. Der Vorstand wird daher der Hauptversammlung am 10. Mai 2007 die Zahlung einer Dividende von 1,30 € je Aktie vorschlagen, was einer Erhöhung um 10 % und einer Ausschüttungssumme von 95,3 Mio. € entspricht. Daraus ergibt sich eine Rendite von 3,4 %

auf den Durchschnittskurs und von 2,9 % zum Ultimokurs des Jahres 2006. Diese Dividendenpolitik soll auch in Zukunft fortgeführt werden, um den Aktionären eine attraktive Mindestverzinsung

Kennzahlen je Aktie 2004 2005 2006 Vdg. in %
Ergebnis in € 2,54 2,66 2,95 +11
Ergebnis bereinigt 1) in € 2,54 2,67 3,02 +13
Dividende in € 1,07 1,18 1,30 +10
Free Cash-flow 2) in € 4,25 3,06 3,71 +21
Eigenkapital 3) in € 19,64 20,26 21,71 +7
Höchstkurs in € 36,35 39,10 45,00 +15
Tiefstkurs in € 21,10 28,12 32,11 +14
Ultimokurs in € 35,15 33,80 45,00 +33
Höchst KGV 4) 14,3 14,6 14,9 -
Tiefst KGV 4) 8,3 10,5 10,6 -
Ultimo KGV 4) 13,8 12,7 14,9 -
Gewichtete Aktienanzahl 5) in Tsd. 69.598 73.196 73.309 0
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 2.607,0 2.506,9 3.337,6 +33
Ø Börseumsatz/Tag in Mio. € 12,2 16,3 17,8 +9

1) vor Firmenwertabschreibung und ohne nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

2) Operativer Cash-flow minus Investitions-Cash-flow plus Wachstumsinvestitionen

3) Eigenkapital inklusive Anteile in Fremdbesitz

4) bezogen auf bereinigtes Ergebnis je Aktie

5) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien

ihres eingesetzten Kapitals zu bieten.

Aktionärsstruktur

Die Wienerberger AG notiert mit 74,2 Mio. nennwertlosen Stückaktien (Inhaberaktien, keine Vorzugs- oder Namensaktien) im "Prime Market" der Wiener Börse. In den USA wird sie über ein ADR Level 1 Programm der Bank of New York im OTC Markt gehandelt. Mit einer Börsekapitalisierung von 3,3 Mrd. € und einer Gewichtung im ATX von 5 % zum Jahresende 2006 zählt

Wienerberger zu den größten Publikumsgesellschaften Österreichs.

10

Liquidität

in Mio. €

Ø Börseumsatz der Wienerberger Aktie je Tag

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Die Wienerberger Aktie Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss

Service

Wienerberger ist eine reine Publikumsgesellschaft ohne Kernaktionär, deren Aktien zu 100 % im Streubesitz sind. Die kanadische Investmentgesellschaft AIM Trimark hält über mehrere Publikumsfonds über 5 % der ausstehenden Wienerberger Aktien. Weitere große Anteileigner mit Aktienpaketen über 5 % sind Capital Research and Management sowie Lansdowne Partners.

Wienerberger hat eine für international agierende, börsenotierte Unternehmen übliche breit gestreute Aktionärsstruktur. Auffallend ist, dass die Mehrheit der professionellen Anleger aus dem angelsächsischen Raum, den USA (34 %) sowie Großbritannien und Irland (22 %), kommt. Bei einem Anteil der Privataktionäre von lediglich 9 % dominieren mit 91 % institutionelle Investoren, von denen 40 % wachstumsorientiert (Wachstums- oder GARP-Investoren, siehe in der Grafik rechts) sind.

Wienerberger Hybrid-Anleihe

Zur Stärkung der Kapitalbasis hat Wienerberger im Februar 2007 erfolgreich ihre erste Hybrid-Anleihe platziert und damit eine weitere Diversifikation ihrer Finanzierungsquellen erreicht. Aufgrund der starken Nachfrage (nahezu elffache Überzeichnung) haben wir das Emissionsvolumen von ursprünglich 400 auf 500 Mio. € aufgestockt. Die Anleihe wurde zu 16 % bei österreichischen und zu 84 % bei internationalen Investoren – vor allem in Großbritannien, Deutschland, Benelux, der Schweiz und Frankreich – platziert. Der Kupon der Anleihe mit unbefristeter Laufzeit zahlt 6,5 % fix für die ersten zehn Jahre und wechselt danach in eine variable Verzinsung basierend auf 3-Monats-EURIBOR plus 3,25 %. Standard & Poor's bewertet die Wienerberger Hybrid-Anleihe mit "BB+", Moody's vergibt ein "Ba1". Die Hybrid-Anleihe notiert im Amtlichen Handel der Wiener Börse und im Amtlichen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse.

Investor Relations

Professionelle Investor Relations haben seit Jahren hohe Priorität für Wienerberger. Die Funktion ist direkt dem Vorstandsvorsitzenden bei starker Einbindung des Finanzvorstands unterstellt. Das Ziel unserer Investor Relations ist es, ein richtiges Bild des Unternehmens zu vermitteln, um so eine korrekte Bewertung der Wienerberger Aktie zu ermöglichen.

Wienerberger hat im Jahr 2006 wieder zahlreiche Roadshows durchgeführt und an Investoren-Konferenzen in Europa und den USA teilgenommen. Der Vorstand und das Investor Relations Team haben im abgelaufenen Jahr hunderte Investoren aus aller Welt persönlich getroffen oder bei Conference Calls und Video-Konferenzen über das Unternehmen, die Entwicklung und die Strategie informiert. Die Wienerberger Website bietet als wichtiges Kommunikationsmedium umfangreiche Informationen über das Unternehmen wie Download-Versionen von Geschäfts- und Zwischenberichten, Finanztermine, aktuelle Präsentationen, Live-Übertragungen von Hauptversammlung und Pressekonferenzen, Aufzeichnungen der Conference Calls, Ergebnisschätzungen und aktuelle Berichte der Analysten sowie einen für das Web optimierten Online-Geschäftsbericht (geschaeftsbericht.wienerberger.com).

Aktionärsstruktur nach Ländern

  • 2 UK & Irland 22 % 3 Österreich 17 % 4 Deutschland 7 % 5 Nordeuropa 6 % 6 Frankreich 3 % 7 Schweiz 3 %
  • 8 Sonstige 8 %

Aktionärsstruktur nach Investortyp

  • 1 Wachstum 31 %
  • 2 Wertorientiert 29 %
  • 3 GARP 9 %
  • 4 Privataktionäre 9 %
  • 5 Index 9 %
  • 6 Hedge Fonds 6 %
  • 7 Sonstige 7 %

Intensiver laufender Kontakt mit den Investoren

2 Grand Awards für Geschäftsbericht bei ARC in New York

Fünftbester Bericht weltweit laut Annual Report on Annual Reports

Coverage hat 2006 an Intensität weiter zugenommen

Unsere Anstrengungen, die Investor Relations laufend zu verbessern, wurden auch 2006 von der "Financial Community" anerkannt und mit einer Reihe von Preisen ausgezeichnet. Beim weltweit größten Award für Geschäftsberichte, der ARC (Annual Report Competition) in New York, verlieh eine internationale Jury von Fachleuten aus den Bereichen Investor Relations, Journalismus, Design und Fotografie dem Wienerberger Geschäftsbericht 2005 eine Reihe von Auszeichnungen. Für die hervorragende Qualität des Berichts gab es jeweils einen Gold Award in den Kategorien "Financial Data", "Written Text", "Interior Design" und "Photography" sowie einen Bronze Award in der Kategorie "Overall Annual Report". Die größte Auszeichnung waren jedoch zwei Grand Awards in den Kategorien "Financial Data" und "Written Text", womit Wienerberger unter den mehr als 1.900 eingereichten Berichten für die weltweit beste Aufbereitung der Ergebnisse und des geschriebenen Inhalts prämiert wurde.

Herausragend auch die Bewertung des Wienerberger Geschäftsberichts 2005 im "Annual Report on Annual Reports". Seit nunmehr zehn Jahren beurteilt das unabhängige belgische Beratungsunternehmen e.com nach 25 verschiedenen Kategorien Geschäftsberichte der weltweit wichtigsten Konzerne. Letztes Jahr erstmalig in die Bewertung aufgenommen und auf dem 18. Rang eingestuft, schaffte Wienerberger in 2006 den Sprung an die Spitze. Mit einer "World Class"-Bewertung wurden wir weltweit auf den fünften Platz gereiht. Weitere Anerkennung erhielt unser Geschäftsbericht 2005 bei den "Austrian Annual Report Awards" für börsenotierte Unternehmen, wo wir zum dritten Mal in Folge den Preis für den besten Geschäftsbericht Österreichs erhielten.

Die Beobachtung durch eine große Zahl renommierter heimischer und internationaler Investmentbanken sichert die "Visibility" der Wienerberger Aktie in der Financial Community. Während des vergangenen Jahres haben Citigroup (London) und Davy Securities (Dublin) die Coverage aufgenommen. Per März 2007 wird Wienerberger von 12 Analysten gecovert. Folgende Broker veröffentlichen regelmäßig Analysen über Wienerberger und ihre Aktie (in alphabetischer Reihenfolge): ABN Amro (London), CAIB (Wien), Citigroup (London), Credit Suisse First Boston (London), Davy Securities (Dublin), Deutsche Bank (London/Wien), Erste Bank (Wien), Goldman Sachs (London), MAN Securities (London), Merrill Lynch (London), RCB (Wien) und UBS (London).

Informationen zur Wienerberger Aktie

Thomas Melzer
+43 (1) 601 92-463
[email protected]
www.wienerberger.com
geschaeftsbericht.wienerberger.com
WIE
WBSV.VI
WIE AV
O: WNBA
WBRBY
AT0000831706

DAS UNTERNEHMEN

Strategie und Geschäftsmodell

Oberstes Ziel der Unternehmensführung von Wienerberger im Sinne der Maximierung des Total Shareholder Return (TSR) ist es, langfristiges und nachhaltig profitables Wachstum in unserem Kerngeschäft sicherzustellen und damit die führenden Markpositionen des Unternehmens weiter auszubauen. Daraus ergeben sich die drei Säulen unserer Unternehmensstrategie: Fokussierung auf das Kerngeschäft, profitables Wachstum sowie die Führungsrolle bei Produktinnovation und Kostenführerschaft in unserer Industrie.

Fokussierung auf das Kerngeschäft

Wienerberger konzentriert sich auf Produkte für Wand, Dach und Flächenbefestigung. In unserem Kerngeschäft sind wir der größte multinationale Anbieter mit starken Marktpositionen und rund 260 Werksstandorten in 25 Ländern sowie weiteren fünf Exportmärkten (vgl. dazu die Übersicht auf Seite 72 und 73). Unsere Strategie im Kerngeschäft zielt einerseits darauf ab, in allen Märkten, in denen wir präsent sind, Führungspositionen auf- bzw. auszubauen und andererseits schrittweise in neue, viel versprechende Märkte, vor allem Richtung Osten zu expandieren.

Mauerziegel sind weltweit das am häufigsten eingesetzte Material im Wohnungsneubau und finden auch im Nicht-Wohnbau Verwendung. Wienerberger hat sich in den letzten Jahren Führungspositionen in allen relevanten Märkten Europas (mit Ausnahme der Iberischen Halbinsel) und der USA aufgebaut. Wir verfügen mit innovativen Produkten, eigener Technologie und einer flächendeckenden Werksstruktur über entscheidende Wettbewerbsvorteile. Mit Hintermauerziegel erwirtschaften wir aktuell rund 37 % des Umsatzes und 48 % des EBITDA. Der Produktbereich Vormauerziegel trägt 36 % zum Umsatz und 29 % zum EBITDA der Gruppe bei.

Tondachziegel werden vorwiegend zur Eindeckung von Steildächern in Europa eingesetzt. Mehr als die Hälfte der Tondachziegelproduktion findet in der Renovierung von Häusern Verwendung, woraus sich eine geringere Abhängigkeit vom zyklischen Neubau als bei Mauerziegel ergibt. Wesentliche Merkmale der Tondachziegelindustrie sind steigende Marktanteile, stabile Cash-flows und hohe Profitabilität. Unsere Tondachziegelaktivitäten in Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Deutschland, Polen, Estland und der Schweiz sowie die 25 %-Beteiligung Tondach Gleinstätten in Zentral-Osteuropa produzieren Dachsysteme aus Ton, während Bramac, ein 50/50 Joint-venture mit Lafarge Roofing, Betondachsteine für Zentral-Osteuropa erzeugt. Mit Tondachziegel und Betondachsteinen erwirtschaften wir derzeit 21 % des Umsatzes und 24 % des EBITDA.

Der vierte Kernproduktbereich sind Flächenbefestigungen mit unserer 75 %-Beteiligung an Semmelrock sowie den voll in unserem Besitz stehenden Pflasterklinkeraktivitäten in Benelux und Deutschland. Durch die Übernahme der tschechischen Colorbeton im Oktober 2006 konnte Semmelrock seine führenden Marktpositionen bei Betonplatten und -pflaster in Zentral- und Osteuropa weiter ausbauen. Derzeit generiert dieser Produktbereich rund 6 % vom Umsatz und 4 % vom EBITDA.

Profitables Wachstum

Unter profitablem Wachstum verstehen wir im Vergleich mit dem Baustoffsektor überdurchschnittliche Steigerungsraten im Ergebnis von rund 10 % pro Jahr. Grundlage für dieses Wachstum bildet unser integriertes Geschäftsmodell. Das Ziegel- und Dachziegelgeschäft ist kapitalintensiv. Es erfordert hohe Erstinvestitionen und generiert stabile Cash-flows. Unsere Erhaltungsinvestitionen Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Die Wienerberger Aktie Das Unternehmen Strategie und Geschäftsmodell Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service

Wienerberger ist ein Wachstumsunternehmen mit hohem Free Cash-flow

Strategie zielt auf Ausbau von Marktpositionen im Kerngeschäft und Expansion in neue Märkte

Umsatz 2006 nach Produkten

1 Hintermauerziegel 37 % 2 Vormauerziegel 36 % 3 Dachsysteme 21 %

EBITDA 2006 nach Produkten

1 Hintermauerziegel 48 % 2 Vormauerziegel 29 % 3 Dachsysteme 24 % 4 Flächenbefestigung 4 % 5 Beteiligungen und

Hohe Free Cash-flows als Basis für weiteres Wachstum

4 Flächenbefestigung 6 %

Sonstiges: -5 %

im Kerngeschäft sind relativ gering und machen durchschnittlich nur rund 60 % der Abschreibungen aus. Daraus resultieren hohe freie Cash-flows, die für Wachstumsprojekte, Dividendenzahlungen, zur Reduktion der Verschuldung oder für Aktienrückkauf verwendet werden können.

Ziel unseres Geschäftsmodells ist es, nur in profitable Wachstumsprojekte zu investieren. Demgemäß haben wir uns als Leitlinie ambitionierte Ziele gesetzt, wobei wir zwei Arten von Wachstumsprojekten unterscheiden: Bolt-on Projekte und Externe Projekte.

Unter Bolt-on Projekten verstehen wir Werksneubauten oder Kapazitätserweiterungen sowie kleinere Übernahmen in bestehenden Märkten. Durch die Integration mit unseren Aktivitäten und Optimierung können wir Synergien und Ergebnissteigerungen realisieren. Zielvorgabe für diese Projekte ist die Erreichung eines Cash-flow Return on Investment (CFROI) von 22 % einschließlich Synergien im dritten Jahr, nachdem die Investition getätigt wurde. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass wir diese Zielsetzung mit CFROIs über 20 % – abhängig vom exakten Beobachtungszeitraum – erreichen.

Als Externe Projekte definieren wir Akquisitionen, die aufgrund von strategischen Gesichtspunkten, insbesondere attraktive Marktpositionen der Übernahmekandidaten oder den Eintritt in neue Märkte, ein höheres Investment rechtfertigen. Für diese Projekte zielen wir nach Synergien auf einen CFROI von 16 % im Jahr 3 nach der Investition ab. Auch durch Externe Projekte verbessern wir die Ertragsqualität der Gruppe, die derzeit einen CFROI von 12,0 % erwirtschaftet. In der Folge bilden diese Projekte die Basis für weitere Bolt-on Projekte.

Unsere Finanzierungsstrategie steht in engem Zusammenhang mit der Kapitalstruktur. Hauptaugenmerk wird auf eine ausreichende Eigenkapitalausstattung zur Sicherstellung der Unternehmensfortführung und der Dividendenzahlungen (Pay-out Ratio von 45 %) sowie eine Fremdkapitalausstattung gelegt, welche die Verfolgung der Wachstumsziele der Wienerberger sicherstellt. Um die Fremdkapitalkosten gering zu halten und die Attraktivität für die Finanzmärkte sicherzustellen, wird bei der Verschuldung darauf geachtet, das Rating von Standard & Poor's (BBB) sowie jenes von Moody's (Baa2) zu halten. Aus dem Free Cash-flow stehen uns im Jahr 2007 für Wachstumsprojekte voraussichtlich rund 250 bis 300 Mio. € zur Verfügung. Zusätzliche finanzielle Flexibilität zur Fortsetzung der Expansion haben wir uns im Februar 2007 durch die Begebung einer Hybrid-Anleihe geschaffen, welche 50 % Eigenkapitalanrechnung von den Rating-Agenturen erhält. Die Ausgabe von Aktien wird nur für wertschaffende größere Akquisitionen in Erwägung gezogen.

Für sämtliche Regionen, in denen Wienerberger tätig ist, sind weitere Wachstumsschritte geplant. In Abhängigkeit von unserer Marktposition im jeweiligen Land sowie der Struktur der Märkte und der Marktteilnehmer, werden wir im Jahr 2007 das Wachstum über die Errichtung neuer Werke, durch Kapazitätserweiterungen und Übernahmen weiter vorantreiben.

In Osteuropa hält Wienerberger starke Marktpositionen bei Wandbaustoffen. Diese Märkte sind durch überdurchschnittliches Wachstumspotenzial im Wohnungsneubau gekennzeichnet. Wir sehen daher in der gesamten Region, die für uns zum Heimmarkt geworden ist, substanzielle langfristige Wachstumschancen.Wienerberger wird ihre kosten- und produktseitigen Wettbewerbs-

Für Wachstumsprojekte gelten ambitionierte Rentabilitätskriterien

Für Bolt-on Projekte streben wir einen CFROI von 22 % im dritten Jahr nach Investition an

Für Externe Projekte gelten 16 % CFROI im Jahr 3 nach Investition als Zielgröße

Schaffung finanzieller Flexibilität durch Begebung einer Hybrid-Anleihe im Februar 2007

Weiteres Wachstum in allen Regionen für 2007 geplant

Neue Werke in Russland, Bulgarien und Rumänien in Vorbereitung bzw. Bau

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Strategie und Geschäftsmodell Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service

vorteile ausspielen und die Osteuropa-Aktivitäten durch Akquisitionen und neue Kapazitäten schrittweise ausbauen. Gleichzeitig prüfen wir Expansionsmöglichkeiten in neue Länder. Wir konzentrieren uns dabei auf wachsende Märkte, in denen Ziegel einen hohen Marktanteil haben. Wichtig für die Entscheidung in einen Markt zu gehen, ist die realistische Chance, innerhalb eines überschaubaren Zeitraumes eine Führungsposition erreichen zu können. Unser erstes Ziegelwerk in Russland ist im Oktober 2006 in Betrieb gegangen und wird derzeit optimiert. Die Errichtung eines weiteren Werkes in Kazan, 800 km östlich von Moskau, ist derzeit in Umsetzung. Zwei weitere Produktionsstätten in Bulgarien und Rumänien sind ebenfalls im Bau.

In den reifen Märkten Westeuropas ergeben sich Wachstumsmöglichkeiten durch Bolt-on Projekte in allen Produktbereichen. Mit Übernahmen und neuen Kapazitäten nutzen wir Synergien und können auch in stagnierenden Märkten die Ergebnisse verbessern. Zusätzlich sehen wir Möglichkeiten in Frankreich, den Niederlanden und Großbritannien, den Marktanteil des Ziegels für die tragende Wandkonstruktion zu erhöhen. Im Dachbereich werden wir nach den Akquisitionen der letzten Jahre in Deutschland ein homogenes Unternehmen formen und unsere Aktivitäten weiter optimieren. Mit dieser Strategie wollen wir in allen Ländern die Ergebnisse kontinuierlich steigern.

In den USA, dem größten Vormauerziegelmarkt der Welt, wächst die Bevölkerung jährlich um rund 1 %. Daher betrachten wir die Vereinigten Staaten, trotz des seit April 2006 rückläufigen Wohnungsneubaus, als langfristigen Wachstumsmarkt und wichtige Ertragssäule des Unternehmens. Mit der Übernahme des Ziegelproduzenten und Fachhandelsunternehmens Robinson Brick in Denver, Colorado, der mit vier Produktionsstätten und 17 Vertriebszentren in sieben Staaten westlich des Mississippi führend vertreten ist, haben wir im Juni 2006 einen strategisch wichtigen Expansionsschritt im Westen der USA gesetzt. In Kentucky und Louisiana konnten wir durch die Akquisition des Ziegelfachhändlers Modern Concrete im Jänner 2007 unseren Direktvertrieb weiter verstärken. Die Schaffung großer Werksstandorte und der Ausbau des Direktvertriebs sind ein Weg, den wir auch in Zukunft beschreiten werden, um unser Geschäft kontinuierlich auszubauen.

Die Aktivitäten der Wienerberger Gruppe außerhalb des Kerngeschäftes sind im Segment Beteiligungen und Sonstiges enthalten. Strategie für das Pipelife Joint-venture, den viertgrößten Produzenten von Kunststoffrohren in Europa, ist die laufende Verbesserung der Ertragslage und der Ausbau der Marktpositionen. Pipelife hat in Umsetzung dieser Strategie im abgelaufenen Jahr erneut große Fortschritte erzielt und die Ergebnisse weiter gesteigert.

Zielsetzung des Wienerberger Managements für die Eigentümer ist die Maximierung des Total Shareholder Return (TSR). Dabei erachten wir beide Faktoren – Kurssteigerungen und Dividendenzahlungen – als wesentlich. In Bezug auf Dividenden haben wir eine Pay-out Ratio von rund 45 % definiert. Damit wird den Aktionären eine solide Mindestrendite geboten. Zusätzlich wollen wir in allen Bereichen unseres Kerngeschäftes profitabel weiter wachsen, um so die Basis für nachhaltige Kurssteigerungen zu legen.

Stärkung der Marktanteile in Westeuropa durch Bolt-on Projekte

Ausbau der Marktstellung in USA durch Schaffung großer Werksstandorte und Direktvertrieb

Beteiligungen refinanzieren Expansion im Kerngeschäft

Maximierung des TSR durch Dividenden und Ergebniswachstum

Einfluss- und Erfolgsfaktoren des Ziegelgeschäfts

2 1 Wohnungsneubau und Renovierung

Der Wohnungsneubau in den lokalen Märkten übt einen wesentlichen Einfluss auf die Nachfrage nach Ziegel aus. Wichtige Treiber des Wohnungsneubaus sind die demografische Entwicklung und das Konsumentenvertrauen in den einzelnen Ländern. Weiteres Einsatzgebiet für Ziegel ist auch der Nicht-Wohnbau (Büro- und öffentliche Gebäude). Die Nachfrage nach Tondachziegel stützt sich dagegen zu rund 55 % auf die Renovierung und zu 45 % auf den Neubau.

Fokus auf das Kerngeschäft und profitables Wachstum

Das Wienerberger Kerngeschäft – Produkte für Wand, Dach und Flächenbefestigung – ist kapitalintensiv. Nach einem hohen Erstinvestment fließen nur rund 60 % der Abschreibungen in Erhaltungs-, Rationalisierungs- und Umweltschutzmaßnahmen. Daraus resultieren beträchtliche freie Cash-flows, die vor allem für profitables Wachstum genutzt werden. Als größter Ziegelproduzent weltweit investieren wir jährlich zumindest 250 Mio. € in den Ausbau bestehender Positionen und zur Erschließung neuer Märkte.

3 Lokale Präsenz und dezentrale Organisation

Soll ein regionaler Markt flächendeckend mit Ziegel bedient werden, benötigt man ein Netzwerk an Produktionsstätten sowie eine Organisation, die dezentrale Verantwortung und lokales Wissen groß schreibt. Der Verlieferungsradius für Hintermauerziegel liegt bei 250 km, jener von Vormauerziegel bei 500 km und jener von Tondachziegel bei 800 km. Regionale kulturelle Wünsche und Baustandards beeinflussen die Marktbearbeitung und die Produktentwicklung. Wienerberger stützt sich auf ein Netzwerk an Werksanlagen in 25 Ländern und kann damit Schwankungen einzelner Märkte gut ausgleichen.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Erfolgsfaktoren des Ziegelgeschäfts Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss

Service

4 Produkte und Produktentwicklung

Wienerberger hat sich mit jahrelanger erfolgreicher Entwicklungsarbeit als innovativstes Unternehmen der Ziegelindustrie etabliert. Dazu stehen wir in engem Kontakt mit Architekten und Baufirmen, um aktiv Anregungen und Verbesserungsmöglichkeiten für unsere Produkte einzuholen. Bei Hintermauerziegel arbeiten wir laufend an den technischen Eigenschaften wie Wärme- und Schalldämmung, statischer Tragfähigkeit und effizienter Verlegung. Bei Vormauer- und Tondachziegel sowie Flächenbefestigungen konzentrieren wir uns darauf, architektonische Trends frühzeitig zu erkennen. Dazu stimmen wir unsere Produktpaletten auf die lokalen Bedürfnisse und Geschmäcker ab und ergänzen laufend unser Sortiment.

5 Starke Marktpositionen und Kundenbeziehungen

Unser Ziel ist es, in jenen Märkten, in denen wir tätig sind, starke Marktpositionen und Kundenbeziehungen aufzubauen. Das erreichen wir durch überzeugende Produkt- und Servicequalität sowie nachhaltiges und verantwortungsvolles Handeln all unserer Mitarbeiter.

6 Kosten- und Kapazitätsmanagement

Laufende Kostenoptimierung in allen Bereichen des Unternehmens, wie Produktion (vor allem im Hinblick auf den Energieeinsatz), Verwaltung und Vertrieb, ist Teil der Wienerberger Kultur. Aufgrund unserer starken Marktpositionen, die auf ein Netzwerk an Werksanlagen in allen Märkten und Produktbereichen zurückzuführen sind, können wir unsere Kapazitäten aktiv managen und hohe Auslastungsraten sicherstellen – ein wesentlicher Kostenfaktor in unserer kapitalintensiven Industrie.

7 Know-how und Synergien

Die Wettbewerbsvorteile der Wienerberger Gruppe basieren auf dem lokalen Marktverständnis der operativen Mitarbeiter sowie der Nutzung gruppenweiter Synergien durch Know-how-Austausch im Hinblick auf Technologie, Marketing und Produktentwicklung sowie Beschaffung. Identifikation und Analyse der 15 größten Risiken im Rahmen des Risikomanagementprozesses

Minimierung der Marktrisiken durch geografische Diversifikation

Risiko der steigenden Energiekosten begegnen wir durch Hedging

Gruppenweiter Know-how-Transfer minimiert Umsetzungsund Integrationsrisiko

Absicherungen im Währungs- und Zinsbereich

Risikomanagement

Wienerberger ist im Rahmen ihrer globalen Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Prinzipiell wird Risiko bei Wienerberger als die Möglichkeit der Abweichung von Unternehmenszielen verstanden und ist somit eine Bandbreite möglicher Zukunftsszenarien. Der Risikobegriff beinhaltet dabei sowohl die Möglichkeit eines Verlustes (Risiko im eigentlichen Sinn) als auch der Nichtrealisierung eines zusätzlichen Gewinns. Ziel unseres Risikomanagements ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen durch geeignete Maßnahmen zu begegnen, um Zielabweichungen so gering wie möglich zu halten. Dazu ist die Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Überwachung der Risiken erforderlich, die regelmäßig im Rahmen unseres internen Risikomanagementprozesses erfolgt. Dabei wird die aus Vorperioden vorliegende Risikoerhebung einmal jährlich im Management Committee aktualisiert. Anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglicher Auswirkung werden die identifizierten Risiken nach deren Risikowert gereiht und die 15 größten Risiken einer detaillierten Analyse unterzogen. Dieser Prozess führte 2006 zu einer geänderten Gewichtung einzelner Positionen sowie der Aufnahme neuer Risiken in unseren Risikokatalog. Die wesentlichsten Risiken sind nachfolgend näher erläutert.

Marktrisiken

Diese Risiken entstehen aus der Entwicklung der Konjunktur und der Preissituation in den für Wienerberger wesentlichen Volkswirtschaften in Europa und den USA. Um den Einfluss einzelner Märkte auf die Ertragssituation von Wienerberger so gering wie möglich zu halten, verfolgen wir eine Strategie der geografischen Diversifizierung bei gleichzeitiger Konzentration auf das Kerngeschäft. Durch die dezentrale Werksstruktur, das breite Management-Team sowie die bedeutende Marktstellung von Wienerberger in ihren Märkten bedrohen spezifische Markt- und Produktionsrisiken nie die gesamte Unternehmensgruppe, sondern nur lokale Gesellschaften.

Beschaffungs-, Produktions-, Investitions- und Akquisitionsrisiken

Dem Risiko der steigenden Energiekosten begegnen wir durch laufende Beobachtung der Situation an den relevanten Märkten, den Abschluss von Termingeschäften, frühzeitige Fixierung der Bezugspreise sowie längerfristige Lieferverträge. Für 2007 wurde bereits der Großteil der benötigten Mengen an Erdgas und Strom abgesichert. Eine detaillierte Beschreibung des Energieeinkaufs findet sich auf Seite 70. Hauptmaßnahme bleibt jedoch die kontinuierliche Optimierung des Energieeinsatzes in Produktion und Vertrieb. Überkapazitäten können zu Preisdruck und ungedeckten Kosten führen. Um Auswirkungen auf die Ertragslage zu minimieren, analysieren wir laufend unsere Kapazitäten und passen sie gegebenenfalls durch temporäre Schließungen sowie Produktionsverlagerungen an die Markterfordernisse an.

Die effiziente Umsetzung der Wachstumsprojekte sowie deren Integration gewinnen durch die steigende Anzahl der Maßnahmen zunehmend an Bedeutung. Durch konzernweiten Knowhow-Transfer über die Entsendung von Experten, die das lokale Management unterstützen, sowie klare Vorgaben zu Rentabilitätszielen bei Wachstumsprojekten (siehe Strategie und Geschäftsmodell, Seite 37) versuchen wir dieses Risiko so gering wie möglich zu halten.

Finanzielle Risiken

Die wesentlichsten finanziellen Risiken sind Währungs- und Zinsrisiken. Ziel ist es, durch Währungsswaps eine gute Deckung zwischen Aktiv- und Passivseite der Bilanz herzustellen, um die Auswirkungen von Währungsschwankungen auf das Konzerneigenkapital gering zu halten.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Risikomanagement Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service

Wienerberger konnte aufgrund der in den letzten Jahren durchgeführten Absicherungen die Risiken im Währungs- und Zinsbereich deutlich reduzieren. Eine Darstellung der Finanzierungssituation unter Berücksichtigung der Sicherungsmaßnahmen findet sich in der Ergebnis- und Bilanzanalyse auf Seite 66, das Währungsrisiko ist im Anhang auf den Seiten 121 und 122 beschrieben.

Rechtliche Risiken

Abhängig von der Marktstellung in einzelnen Ländern sowie der Größe von Akquisitionen unterliegen diese Transaktionen wettbewerbsrechtlichen Genehmigungsverfahren. Diese können zu Verzögerungen oder Untersagungen von Akquisitionen führen. Um dieses Risiko zu minimieren, prüft Wienerberger kartellrechtliche Risiken unter Beiziehung von Rechtsexperten bereits intensiv im Vorfeld. Die Untersagung einer Übernahme ist bisher noch nicht vorgekommen. Aufgrund unserer Position in einzelnen Märkten wird die Preispolitik unserer Tochterunternehmen von den Wettbewerbsbehörden aufmerksam verfolgt. Preisabsprachen zählen nicht zur Geschäftspraxis von Wienerberger und sind im Rahmen unserer internen Richtlinien dezidiert untersagt und mit Sanktionen bedroht.

Aus heutiger Sicht lassen sich keine Risiken erkennen, die den Fortbestand der Wienerberger Gruppe gefährden könnten. Die geografische Diversifizierung ist der Grund dafür, dass das wertmäßig größte Einzelrisiko weniger als 20 % des aktuellen Konzern-EBITDA ausmacht. Sollten alle Top-15-Risiken gleichzeitig eintreten, würde dies weniger als ein Drittel des Eigenkapitals betreffen. Für spezifische Haftungsrisiken und Schadensfälle werden Versicherungen abgeschlossen, deren Umfang laufend überprüft und am wirtschaftlichen Verhältnis von maximalem Risiko zu Versicherungsprämien ausgerichtet wird. Um Risiken zu begegnen, die aus den vielfältigen steuerlichen, wettbewerbs-, patent-, kartell- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen resultieren, trifft das Management Entscheidungen auf Basis interner und externer Beratungen. Die konsequente Befolgung der Regeln und die Kontrolle der Mitarbeiter im Umgang mit Risiken gehören zu den grundlegenden Aufgaben aller Verantwortlichen im Konzern.

Zur Risikovermeidung und -bewältigung werden in den lokalen Gesellschaften Risiken bewusst nur im operativen Geschäft eingegangen und dabei immer im Verhältnis zum möglichen Gewinn analysiert. Insbesondere sind Spekulationen außerhalb der operativen Geschäftstätigkeit unzulässig. Risiken außerhalb der operativen Tätigkeit, wie finanzielle Risiken, werden von der Muttergesellschaft beobachtet und im notwendigen Maße abgesichert.

Die wichtigsten Instrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind der Planungs- und Controllingprozess, konzernweite Richtlinien sowie die laufende Berichterstattung. Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts kommt dem Berichtswesen eine besondere Bedeutung zu. Der Konzernabschlussprüfer beurteilt jährlich die Funktionsfähigkeit des Wienerberger Risikomanagements und berichtet darüber an Aufsichtsrat und Vorstand. Die Funktionalität unseres Risikomanagements wurde vom Konzernabschlussprüfer kontrolliert und bestätigt. Eine detaillierte Darstellung der Risiken des Wienerberger Konzerns findet sich im Anhang auf Seite 120.

Kartellrechtliche Risiken von Übernahmen werden im Vorfeld intensiv geprüft

Keine Risiken erkennbar, die das Gesamtunternehmen gefährden

Risiken werden nur im operativen Geschäft eingegangen

Funktionsfähigkeit des Risikomanagements geprüft und bestätigt

Produkte

Hintermauerziegel (1)

Hintermauerziegel werden für tragende Außen- und Innenwände sowie für nicht-tragende Zwischenwände oder Ausfachungen verwendet. Ein Mauerwerk aus Hintermauerziegel ist nach dem Einbau üblicherweise nicht mehr sichtbar, da es verputzt oder verkleidet wird.

In jedem Fall überzeugen die bautechnischen Vorzüge und Eigenschaften solcher Wände: hohe Festigkeit, sehr gute Wärmedämmung und -speicherung, guter Schallschutz, hohe Brandbeständigkeit (unbrennbar), Feuchtigkeit regulierend. Kurz gesagt: Wände aus Ziegel bieten ein unverwechselbar angenehmes Raumklima zum Wohlfühlen.

Wienerberger Hintermauerziegel werden unter der Produktmarke POROTHERM (POROTON in Deutschland) vermarktet und sind für ihre speziellen Anwendungen und deren Anforderungen optimiert. Beispiele dafür: extrem wärmedämmende, dicke Außenwandziegel, spezielle Schallschutzziegel sowie Erdbebenziegel für das sichere Bauen in Erdbebengebieten.

Das Wienerberger Hintermauerziegelsystem wird komplettiert durch Ziegelstürze und

Ziegeldecken, sodass ein komplettes Haus aus Ziegelmaterial errichtet werden kann, vom Keller bis zum Dach.

Flächenbefestigungen (2)

Flächenbefestigungen (Pflasterungsmaterial) von Wienerberger werden entweder als Pflasterklinker aus Ton oder als Betonpflastersteine und -platten hergestellt. Ihren Einsatz finden diese Materialien rund ums Haus (für Zufahrten, Wege, Terrassen, Gartengestaltung) oder im öffentlichen Bereich (Wege, Plätze und Fußgängerzonen).

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Den gestalterischen Möglichkeiten durch das vielfältige Angebot an Formen, Farben und Oberflächenstrukturen von TERCA Pflasterklinkern und SEMMELROCK Betonsteinen für eine ästhetisch anspruchsvolle und dauerhafte bauliche Ausführung von Flächenbefestigungen sind kaum Grenzen gesetzt. SEMMELROCK Betonsteine ermöglichen auch die räumliche Gliederung und Gestaltung von Gartenlandschaften, beispielsweise mit Produkten für Böschungen, Pflanzgefäße und Zaunsysteme.

Wienerberger Produktmarke für Hintermauerziegel: POROTHERM (POROTON in Deutschland)

Wienerberger Produktmarken für Flächenbefestigung: TERCA (Ton) und SEMMELROCK (Beton)

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Produkte Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service

Dachsysteme (3)

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Tondachziegel werden vorwiegend zur Eindeckung von Steildächern eingesetzt. Sie schützen einerseits das Haus langfristig vor Witterung und sind andererseits ein wichtiges gestalterisches Element für den Architekten. Tondachziegel kommen nicht nur im Neubau, sondern mehrheitlich in der Renovierung bestehender Gebäude zum Einsatz.

Wienerberger Tondachziegel werden unter der Produktmarke KORAMIC vermarktet. Es gibt sie in unterschiedlichen Formen (mit Wellen oder ebenflächig), Farben und Oberflächen (natur,

glasiert, besandet oder engobiert). Aus diesen Produktmerkmalen ergibt sich das unverwechselbar schöne Erscheinungsbild eines Daches aus Tondachziegel. Für jeden Ziegeltyp bietet Wienerberger ein komplettes Angebot an Sonderziegeln und Zubehör, wie Firstziegel, Wandanschlüsse und vieles mehr.

Die Wienerberger Gruppe produziert über ihre 50%-Beteiligung Bramac auch Betondachsteine für die Eindeckung von Steildächern in Österreich und Südost-Europa. Einsatzgebiet des Betondachsteines ist vor allem der Wohnungsneubau.

Vormauerziegel (4)

Vormauerziegel finden ihren Einsatz in der sichtbaren Ziegelarchitektur: Fassaden und Innenwände werden aus diesen Ziegeln gebaut oder verkleidet. Die Funktion der tragenden Wand übernehmen dabei Hintermauerziegel oder andere Baustoffe wie Beton oder Kalksandstein.

Eine Wand aus Vormauerziegel ist sowohl die ästhetische Visitenkarte als auch der optimale Schutz eines Hauses vor Witterungseinflüssen – eine Instandhaltung oder kostspielige Sanierung in späteren Jahren entfällt. Auch für viele andere dekorative Anwendungen können Vormauerziegel verwendet werden, zum Beispiel für Innenwände, Einfriedungen, Gewölbe oder Kaminköpfe. Wienerberger Vormauerziegel werden unter der Produktmarke TERCA vermarktet und bieten, wie kaum ein anderes Baumaterial, eine große Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten aus der Kombination verschiedenster Farben, Formen und Oberflächenstrukturen.

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Für einen raschen Baufortschritt können Vormauerziegel auch zu geschoßhohen Fertigteilen verarbeitet werden. Besonders im Bereich des Nichtwohnbaus wird damit Ziegelarchitektur in einer modernen, wirtschaftlichen Konstruktionsart einsetzbar.

Wie Bekleidung ist auch Architektur modischen Trends unterworfen. Daher kommt der Entwicklung neuer Farben, Oberflächenstrukturen und Formsteinen große Bedeutung zu. Ziel von Wienerberger ist es, den gestalterischen Anforderungen von Architekten und Bauherren Rechnung zu tragen und am Puls der Zeit zu bleiben.

Wienerberger Produktmarke für Tondachziegel: KORAMIC

Wienerberger Produktmarke für Vormauerziegel: TERCA

Forschung und Entwicklung

F&E zählt zu den Schwerpunkten unserer strategischen Planung

Enge Kooperation mit lokalen Teams

Eigene Energie-Task-Force zur Optimierung des konzernweiten Energieverbrauchs

Durch konzernweiten Know-how-Transfer Optimierung der Produktionsprozesse und der Rohstoffsuche

Optimierung der Produkteigenschaften von Ziegel und der Bauteileigenschaften steht im Vordergrund

Der Ziegel ist mit seiner 5.000 Jahre alten Geschichte nicht nur historisch der erfolgreichste Baustoff, sondern auch im 21. Jahrhundert eines der wichtigsten Baumaterialien weltweit. Er ist heute ein modernes, technologisch ausgereiftes und ästhetisch vielseitiges Produkt. Konsequenterweise gehört Forschung und Entwicklung (F&E) zu den Schwerpunkten unserer strategischen Planung. Die Aufgabenschwerpunkte für F&E ergeben sich aus unseren Zielen für Kosten- und Technologieführerschaft sowie Produktinnovation, zur Sicherung unserer Marktpositionen und dem Ausbau der Wettbewerbspositionen. Dies wird einerseits über die Entwicklung neuer sowie die laufende Optimierung bestehender Produktionsprozesse und andererseits über die stetige Weiterentwicklung unserer Produkte umgesetzt. In 2006 haben wir rund 5 Mio. € für F&E ausgegeben.

F&E wird zentral gesteuert, aber großteils dezentral umgesetzt. Unser rund sechzig Mitarbeiter umfassendes Engineering- und Produktmanagement-Team arbeitet gemeinsam mit den lokalen Technikabteilungen vor Ort laufend an der Optimierung der Produkte, Systeme und Produktionstechnologien.

Aufgrund der in den letzten zwei Jahren stark gestiegenen Energiepreise liegt ein Hauptaugenmerk unserer Engineering-Abteilung auf der effizienteren Nutzung der in den Werken eingesetzten Primärenergie (Gas, Kohle, Erdöl). Zu diesem Zweck haben wir eine eigene Energie-Task-Force mit einem Verantwortlichen in jedem Land ins Leben gerufen. Es wurden interne Energie-Benchmarks definiert, mit dem Ziel, einen länderweiten Know-how-Transfer über den Einsatz von Energie zu ermöglichen. Anhand der Erkenntnisse aus diesem Projekt wird nun sukzessive konzernweit der Energieverbrauch optimiert. 2006 konnte dadurch in Ungarn, Tschechien und Polen der Energieverbrauch um bis zu 10 % gesenkt werden.

Jedes Ziegelwerk ist nur so gut wie seine Anpassung an den vorhandenen Rohstoff. Daraus ergeben sich für unsere Engineering-Abteilung zwei Herausforderungen. Einerseits ist es entscheidend, lokal den "perfekten" Rohstoff aufzuspüren. Andererseits müssen in den Ziegelwerken die Spezifikationen des Produktionsprozesses auf den vorhandenen Rohstoff exakt abgestimmt werden. Dies beginnt bei der Art und Menge an Zusatzstoffen und endet mit der für diesen Rohstoff optimalen Brenn- und Trockendauer. Der Rohstoff hat somit nicht nur wesentlichen Einfluss auf die Produktqualität der Ziegel, sondern bestimmt auch die Anforderungen an den Produktionsprozess. Technologieführerschaft erreichen wir vor allem durch laufenden, konzernweiten Know-how-Austausch in diesen Bereichen. Mit dem aus rund 260 Werken erworbenen Wissen unterstützt unsere Engineering-Abteilung die lokalen Teams bei der Planung und Errichtung von Anlagen und der Produktionsausrüstung sowie der Suche nach Rohstoffen.

Im Fokus unserer Bestrebungen zur Produkt- und Systementwicklung steht Innovation. Dies geschieht einerseits über laufende Optimierung der Ziegel- und Bauteileigenschaften und andererseits über das Design der Ziegel. Die wesentlichsten Anforderungen an Gebäude legt die EU beispielsweise für Standsicherheit, Energiesparen,Wärme- und Schalldämmung, Brandschutz sowie Erdbebensicherheit fest. Konkretisiert werden diese Anforderungen in neuen Europäischen Normen, durch die sich das Niveau in den letzten Jahren in allen Bereichen kontinuierlich verschärft hat. Wienerberger ist daher bestrebt, die bauphysikalischen Eigenschaften ihrer Ziegel stetig zu verbessern und hat sich mit jahrelanger erfolgreicher Entwicklungsarbeit als innovativstes Unternehmen der Industrie etabliert. In den letzten Jahren wurden eine Reihe wichtiger Fortschritte erzielt.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Forschung und Entwicklung Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service

So konnten beispielsweise durch das Befüllen von Ziegelhohlräumen mit Perlite, einem rein mineralischen Dämmmaterial aus geblähtem Vulkangestein, die derzeit besten Wärmedämmwerte bei Ziegel von 0,08 erreicht werden. Im letzten Jahr haben wir diese Produktgeneration noch weiter in ihren Eigenschaften verbessert. Aufgrund der großen Nachfrage nach diesem Produkt in Deutschland erhöhen wir laufend die Kapazitäten.

Auch bei der Schalldämmung konnten im letzten Jahr Fortschritte erzielt und neue Ziegel mit deutlich verbesserter Schalldämmung in verschiedenen Ländern auf den Markt gebracht werden. In Tschechien wurde beispielsweise der Porotherm 25AKU aus besonderer Keramik und mit spezieller Lochgeometrie erfolgreich am Markt eingeführt.

Da Teile Südosteuropas erdbebengefährdete Gebiete sind, wurden in jüngster Vergangenheit die Sicherheitsanforderungen an Gebäudestrukturen durch neue Normen und Regelwerke deutlich erhöht. Wesentlich bei der Weiterentwicklung unserer Ziegel ist daher die Verbesserung der Tragfähigkeit und Standfestigkeit von Ziegelwänden. Dies wird über so genannte "Shaking Table Tests" oder zyklische Schubversuche ermittelt. Bei diesen Prüfmethoden wird ein Gebäude auf einen Erdbebensimulator gestellt und mit verschiedenen Erdbebenstärken beansprucht, d.h. die Mauer wird bis zum Bruch geschüttelt. In diesem Bereich leisten wir Pionierarbeit und entwickeln aus den Erkenntnissen dieser Versuche spezielle Erdbebenziegel und Systeme, die aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften deutlich höhere Stand- und Tragfähigkeiten erzielen als herkömmliche Ziegel. Darunter findet sich zum Beispiel der in den seismisch gefährdeten Gebieten erfolgreiche Wienerberger Porotherm Erdbebenziegel.

Im Designbereich ist der Ziegel laufend architektonischen Trends und Modeerscheinungen unterworfen. Daher arbeitet Wienerberger in Abstimmung mit Architekten und Bauträgern kontinuierlich an der Erweiterung der Produktvielfalt im Bereich Vormauer,Tondachziegel und Flächenbefestigungen. Das Angebot wird durch die kundennahe, dezentrale Organisation an bestehende Traditionen sowie die Wünsche der Kunden und Architekten angepasst. Bei Tondachziegeln geht der allgemeine Trend zu größeren Modellen und ebenflächigeren sowie geradlinigen und glatten Ziegeln, wobei es lokal große Unterschiede hinsichtlich der Präferenzen gibt. So wurde im letzten Jahr unser Sortiment um über 35 neue Tondachziegel-Modelle erweitert, unter anderem auch um besandete Typen, die eine "antike" Optik vermitteln. Die Produktgruppe der Fassadenziegel haben wir zuletzt um dunkle bzw. anthrazitfarbene, rustikal raue, aber auch elegant glatte Modelle, die in Kombination mit hellen Mörtelfugen den Außenfassaden einen sehr edlen Touch verleihen, ergänzt. Mittlerweile erstreckt sich die Produktpalette der Wienerberger Gruppe auf rund 1.500 verschiedene Vormauerziegel und 550 Tondachziegelvarianten.

Hervorragende Wärmedämmung durch vulkanisches Füllmaterial

Weiter verbesserte Schalldämmung bei Ziegel

Verbesserte Stand- und Tragfähigkeit von Ziegel zum Bauen in erdbebengefährdeten Gebieten

Designinnovationen bei Vormauer- und Tondachziegel sowie Flächenbefestigungen

Die natürlichste Sache der Welt: Die Ziegelproduktion

Rohstoffbewirtschaftung (1)

Im ersten Schritt bewerten erfahrene Geologen die Qualität des Rohmaterials. Dann wird der abgebaute Ton in Schichten auf Halden aufgebracht und für rund ein Jahr im Freien gelagert, um die optimale Konsistenz zu gewährleisten. Danach wird der Ton abgebaut und zur Weiterverarbeitung mit Förderbändern oder LKWs in das nahe gelegene Werk transportiert. Wienerberger arbeitet intensiv an der Rekultivierung genutzter Tonlagerstätten. Ehemalige Gruben werden der lokalen Flora und Fauna als Lebensraum zurückgegeben, eröffnen der Bevölkerung ein neues, natürliches Erholungsgebiet oder werden zur Nachnutzung für die Land- oder Forstwirtschaft rekultiviert.

Aufbereitung (2-6)

In der zweiten Stufe wird der Ton von den Lagerhalden entnommen und in Beschicker befördert. Anschließend wird der Ton durch Mühlen (Kollergang, 2) und Walzen (Walzwerk, 3) aufbereitet. Es werden Wasser, Sand und bei Hintermauerziegel Porosierungsmittel wie z.B. Sägemehl hinzugefügt (4) und zur richtigen Konsistenz vermengt. Mittels Förderbänder wird der Ton in ein Tonlager (Sumpfhaus, 5) transportiert und von dort weiter über Siebrundmischer (6) der Ziegelpresse (7) zugeführt.

Die technische Entwicklung ermöglicht uns heute die Verwendung von qualitativ weniger hochwertigem Ton, der früher als Abraum nicht nutzbar war. Der Einsatz biogener, sich erneuernder Materialien wie Sonnenblumenschalen oder Stroh und die Verwendung von Sekundärrohstoffen wie Papierfasern verbessert die Umweltverträglichkeit und spart Kosten.

Formgebung (7)

In diesem Schritt erfolgt die Formgebung des Ziegels. Der aufbereitete Ton wird von Extrudern durch Mundstücke gepresst und anschließend in einzelne Ziegel geschnitten oder alternativ über automatische Handform-Pressen mechanisch in Formen geschlagen. Die feuchten Formlinge werden auf Paletten gestapelt und zum Trockner transportiert. Tondachziegel werden entweder extrudiert oder in Formen zu Pressfalzziegeln gepresst.

Unser eigener Mundstücksbau ermöglicht uns selbst sehr spezielle Mundstücksformen zu entwickeln. Diese sind die Basis für innovative Produkte mit neuartigen Formen und Lochgeometrien sowie optimierten Eigenschaften.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Die Ziegelproduktion Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss

Service

Trocknen (8)

Der Trocknungsprozess durch Entzug der Feuchtigkeit des plastischen Tons dient zur Vorbereitung auf das Brennen der Ziegel. Je nach Produktart und Produktionstechnologie beträgt die Trockenzeit zwischen 4 und 45 Stunden. Der Feuchtanteil fällt dabei auf unter 2 %. Nach der Trocknung werden die Ziegel von einer Setzmaschine auf den Tunnelofenwagen gestapelt und automatisch in den Brennofen gefahren.

Neue, effizientere Trocknungs- und Lüftungstechnologien erlauben eine deutliche Verkürzung der Trocknungsdauer. Das reduziert den Energieverbrauch, erhöht die Produktqualität und ermöglicht die Entwicklung neuer Produkte.

Brennen (9)

Das Brennen der Ziegel bei einer Temperatur von 900 bis 1200°C in den Tunnelöfen ist der finale Herstellungsprozess und dauert zwischen 6 und 36 Stunden. Die Ziegel werden durch das Brennen nachhaltig gefestigt. Faserstoffe und Sägespäne (Porosierungsmittel), die dem Hintermauerziegel zugefügt wurden, verbrennen und erzeugen winzige Löcher zur Verbesserung der Wärmedämmung. Vormauerund Tondachziegel werden teilweise mit einer keramischen Oberflächenbeschichtung (Engobe oder Glasur) versehen, die eingebrannt wird und besonders schöne Oberflächen schafft. Einmal durchs Feuer gegangen, sind Ziegel für immer unbrennbar und brandsicher. Eigenentwickelte Ofen- und Brennertechnologien sowie Luftumwälzungssysteme haben zu einer Reduktion der notwendigen Brenndauer um bis zu zwei Drittel geführt. Daraus resultieren enorme Vorteile: eine Halbierung des Primärenergieeinsatzes innerhalb der letzten 10 Jahre, Emissionsreduktion von bis zu 90% durch Rauchgasreinigungsanlagen, optimierte Produktqualität sowie eine substanzielle Kapazitätssteigerung.

Verpackung (10)

Die fertig gebrannten Ziegel werden automatisch auf Paletten geladen, mit Bändern und Folie verpackt und so gebrandet bzw. transportsicher gemacht.

Der Einsatz dünnerer Folien aus recyceltem PE und eine Verbesserung des Palettenkreislaufes reduzieren Verpackungsmaterial.

Verlieferung (11)

Wienerberger hat ein Netzwerk dezentraler Standorte. Die Werke liegen nahe am Rohstoff und in möglichst geringer Distanz zum lokalen Absatzmarkt. Die daraus folgende Verkürzung der Transportwege führt zu einer raschen Lieferung sowie geringerer Umweltbelastung.

Corporate Responsibility

Mit natürlichen Produkten dauerhafte Werte schaffen

Die Nachhaltigkeit wurde im Wienerberger Leitbild verankert

Alle Ländergesellschaften arbeiten an der Verbesserung des Umweltschutzes

Mit konkreten Aktivitäten setzen wir Zeichen und kooperieren mit NGOs

Wienerberger versteht die Wirtschaft als integrierten Teil der Gesellschaft, deren Aufgabe es ist, dem Menschen zu dienen und Nutzen zu stiften. Wienerberger nimmt ihre Rolle als verantwortungsbewusstes Mitglied der Gesellschaft sehr ernst und orientiert ihr Handeln an ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten. Unsere Absicht ist es, mit natürlichen Produkten dauerhafte Werte zu schaffen.

Mit der Unterzeichnung einer Sozialcharta verpflichtete sich die Unternehmensführung bereits im Jahr 2001 zur Einhaltung der Empfehlungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in Genf und zu sozialem Fortschritt. Als logische Konsequenz folgte 2003 das Bekenntnis zum UN Global Compact – einer 1999 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufenen Initiative zur Förderung von ethischem Unternehmensverhalten (Good Corporate Citizenship). Mittlerweile umfasst der UN Global Compact zehn Leitprinzipien aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsstandards, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung. Unternehmen, die diesem Projekt beitreten, verpflichten sich freiwillig zur Beachtung der Grundsätze, die auf der Website des UN Global Compact unter www.unglobalcompact.org einzusehen sind.

Eine intensive Auseinandersetzung des Wienerberger Managements mit Unterstützung externer Berater zum Thema Nachhaltigkeit im Jahr 2004 zeigte, dass Nachhaltigkeit bei Wienerberger keine Modeerscheinung ist und wir unser Handeln schon seit Jahrzehnten sowohl an ökonomischen, als auch ökologischen und sozialen Kriterien orientieren. Ergebnis dieses Diskussionsprozesses war unser Leitbild, das heute in 18 Sprachen vorliegt und im Jahr 2005 allen Mitarbeitern vorgestellt wurde. In unserer Vision "Werte schaffen. Für eine nachhaltige Zukunft" haben wir Nachhaltigkeit als oberstes Ziel festgelegt. Die zwei wichtigsten Leitlinien dazu beschäftigen sich mit gelebtem Umweltschutz und der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung.

Gelebter Umweltschutz

"Building Value. Im Einklang mit Mensch und Natur." heißt eine unserer Leitlinien. Dass es sich dabei nicht nur um ein Lippenbekenntnis handelt, beweist die Vielzahl an Aktivitäten. Wienerberger "nutzt" als Ziegelproduzent die Natur in einer Art von Symbiose: Wir entnehmen umweltschonend Ton und produzieren möglichst umweltgerecht keramische Produkte – natürliche Erzeugnisse mit langer Lebensdauer, die problemlos recycelt werden können. Quer durch alle Ländergesellschaften der Gruppe wird kontinuierlich an einer Verbesserung der Umweltschutzmaßnahmen und einer Optimierung des Energieeinsatzes gearbeitet.

Die Tochtergesellschaft in Frankreich hat beispielsweise ein Grundsatzpapier entwickelt, welches im Grunde auf die gesamte Wienerberger Gruppe umgelegt werden könnte. Darin bekennt sich das Unternehmen zur Einhaltung von Umweltgesetzen, zum Klimaschutz, zu Energieeinsparungen, zur Rekultivierung von Tonabbaustätten, zur Abfallwiederverwertung, zum Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmen, zu humanitärer Hilfe, lokalem Engagement in Gemeinden, zur Bewahrung des kulturellen Erbes und zu Transparenz. Für unsere Produktionsstätten sind wir um bestes Einvernehmen mit Behörden, Interessensvertretern und Anrainern bemüht. Der Fokus liegt auf gegenseitigem Verstehen und voneinander Lernen. Besonders wertvoll ist für uns dabei der offene und kontinuierliche Dialog mit NGOs.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Corporate Responsibility Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service

Beispielhafte Kooperation mit dem WWF in konkreten Projekten

Projekte für ein soziales Arbeitsumfeld abgestimmt auf die lokalen Bedürfnisse der Mitarbeiter

Unterstützung von Hilfsorganisationen mit besonderem Fokus auf Kinderhilfswerke

Auswahl einiger Nachhaltigkeitsprojekte auf den nächsten Seiten

Eine besondere Kooperation verbindet uns seit vier Jahren mit dem World Wide Fund for Nature (WWF): Damals wurde eine grundsätzliche Vereinbarung über mögliche gemeinsame Projekte unterzeichnet. In diesem Rahmen unterstützt Wienerberger Aktivitäten des WWF von internationaler Bedeutung in Österreich, wie zum Beispiel das RAMSAR-Zentrum in Schrems, ein Dokumentations-, Erlebnis- und Forschungszentrum von Feuchtgebieten, und den WWF-Seewinkelhof in Apetlon. Im Gegenzug berät der WWF Wienerberger bei der Realisierung von Umweltschutzprojekten.

Gesellschaftliche Verantwortung

Unter dem Motto "Im Mittelpunkt der Mensch" sind soziale Aspekte im Arbeitsumfeld und soziales Engagement für bedürftige Menschen wesentliche Eckpfeiler unserer gesellschaftlichen Verantwortung. Durch Ausbildungsmaßnahmen, Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, freiwillige Sozialleistungen und Initiierung gemeinsamer Aktivitäten ist Wienerberger ständig bemüht, ihren Mitarbeitern ein attraktives und soziales Arbeitsumfeld zur Verfügung zu stellen. Um den Bedürfnissen gerecht zu werden, sucht Wienerberger aktiv den Dialog mit den Mitarbeitern über Fragebögen und Feedback-Schleifen. In der Folge werden länderspezifisch Maßnahmen gesetzt, die auf die lokalen Bedürfnisse der Mitarbeiter abgestimmt sind. In Österreich wurden beispielsweise die Arbeitszeiten im letzten Jahr stärker flexibilisiert, um den Mitarbeitern mehr Selbstverantwortung zu übertragen. In der Ukraine werden alle Mitarbeiter von Wienerberger freiwillig krankenversichert, um ihnen mehr Sicherheit zu geben.

"Wienerberger erzeugt Ziegel, aber die Häuser werden für Menschen gebaut". Mit diesem Bewusstsein ausgestattet, ist es unser Ziel, Menschen, die aufgrund von Lebensumständen und Schicksalsschlägen benachteiligt sind, mit unseren Produkten und finanzieller Zuwendung zu unterstützen. Unser größtes Anliegen ist es dabei, den Schwächsten der Gesellschaft, den Kindern, Hilfestellungen anzubieten. Dabei arbeiten wir mit anerkannten Organisationen zusammen, denen wir Ziegel zum Bau von Ausbildungsstätten und Gebäuden kostenlos zur Verfügung stellen und deren Aktivitäten wir auch finanziell unterstützen. Mit SOS-Kinderdorf verbindet uns eine jahrelange Partnerschaft, die wir in den letzten Jahren durch eine Reihe von Projekten auf verschiedenen Kontinenten laufend intensiviert haben. Mit der Etablierung der SOS-Nachhaltigkeits Foundation – ein für Asien zweckgewidmetes Sondervermögen, das professionell veranlagt wurde, um kontinuierlichen Vermögenszuwachs zu generieren – haben wir ein Instrument gefunden, welches nachhaltig Hilfsmittel für die Tsunami-Opfer sicherstellt.

In nahezu allen Ländern, in denen Wienerberger tätig ist, werden laufend soziale Projekte unterstützt. Auf den folgenden zwei Seiten haben wir einige Nachhaltigkeitsprojekte unserer Gesellschaften ausgewählt, die im letzten Jahr umgesetzt wurden.

Corporate Responsibility Projekte 2006

Umweltschutz

Installation von Luftfiltern in 8 Tunnelöfen

USA General Shale, die amerikanische Wienerberger Tochter, hat im vergangenen Jahr die Installation von Luftfiltern in acht großen Tunnelöfen erfolgreich abgeschlossen. Mit Investitionen von 7,5 Mio. € wurde ein wesentlicher Schritt zur Reduktion der Emissionen in den amerikanischen Ziegelwerken gesetzt und die führende Rolle von General Shale innerhalb der US-Ziegelindustrie in Umweltschutzbelangen bestätigt.

4 Mio. € für umweltfreundliche Produktionstechnologie

Deutschland Mit Investitionen von 4 Mio. € hat Wienerberger in den vergangenen zwei Jahren das Ziegelwerk in Ansbach umfassend modernisiert. Ziel war die Optimierung des Produktionsprozesses durch den Einbau energiesparender und umweltfreundlicher Produktionstechnologie. Durch Optimierungsmaßnahmen im Produktionsprozess erfolgte auch eine Verbesserung des Wärmeverbundsystems zwischen Ziegelofen und -trockner, welches zu nachhaltigen Energieeinsparungen führt. Der Einbau einer hochmodernen Rauchgasnachverbrennungsanlage hat dazu beigetragen, dass die bei der Ziegelherstellung anfallenden Emissionen weit unter den gesetzlich zulässigen Werten liegen.

1 Mio. € zur Reduktion von Emissionen

Tschechien Im Jahr 2006 hat Wienerberger Tschechien rund 1 Mio. € in umweltfreundlichere Produktionstechnologien investiert. In drei Werken wurden Rauchgasnachverbrennungsanlagen installiert, woduch der Ausstoß von Emissionen bei der Produktion auf bis zu 1/10 des ursprünglichen Wertes reduziert werden konnte.

100%ige Wiederverwertung von Abfällen aus der Produktion

Rumänien Im September 2006 wurde ein Projekt ins Leben gerufen, mit dem Ziel, sämtliche Abfälle, die im Rahmen der Produktion anfallen, gänzlich wieder zu verwerten. Betroffen sind davon insbesondere Abfälle aus Papier, Plastik, Eisen, Batterien, Ölrückstände sowie Reifen. Um den Erfolg dieses Projektes sicherzustellen, wurden alle zuständigen Entsorgungsund Wiederverwertungsunternehmen in dieses Projekt mit eingebunden. Derzeit befindet sich das Projekt in der ersten Umsetzungsphase, in der sämtliche Abfälle aus Plastik und Papier der Wiederverwertung zugeführt werden.

Schlafplätze für Fledermäuse aus Ziegel

Großbritannien Der Cheshire Wildlife Trust ist an Wienerberger herangetreten, um in ihrem Naturschutzpark Schlafstellen für Fledermäuse zu errichten. In Zusammenarbeit mit Experten wurden spezielle Boxen aus Ziegel, die optimal als Schlafstellen für Fledermäuse geeignet sind, entwickelt und hergestellt. Das Projekt, welches ursprünglich nur für den Cheshire Wildlife Trust geplant war, hat aufgrund des Erfolges mittlerweile auch die Aufmerksamkeit anderer englischer Naturschutzparks auf sich gezogen, die diese Fledermausboxen ebenfalls landesweit nutzen wollen.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Corporate Responsibility Projekte 2006 Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service

Jövövár (Burg der Zukunft) Initiative

Ungarn Im Jahr 2000 von Wienerberger ins Leben gerufen hat die Initiative Jövövár zunehmend Aufmerksamkeit auf sich gezogen und in den letzten Jahren breite Unterstützung von Seiten der Industrie und den ungarischen Medien erhalten. Allein im letzten Jahr schlossen sich weitere fünf Unternehmen dieser Initiative an. Seit dem Start konnte rund 1 Mio. € an Geldmittel für Projekte zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aufgebracht werden. Unter der Schirmherrschaft des ungarischen Unterrichtsministers wurden in 2006 Geld- und Sachspenden im Wert mehr als 200.000 € an Institutionen vergeben, die sich in den Bereichen Ausbildung, Erziehung, medizinische Versorgung oder Rehabilitation von Kindern engagieren. Mit unseren Ziegeln werden u.a. Schulzimmer erneuert, Turnhallen gebaut oder desolate Dächer repariert.

Errichtung eines Schulgeländes für die Happy Kids Foundation

Rumänien Die Happy Kids Foundation plant die Errichtung eines modernen Schulgeländes, welches der Gemeinschaft zur Verfügung stehen soll. In diesem Gelände sollen eine Kinderkrippe, ein Kindergarten, eine Volksschule und Gymnasien zusammen mit verschiedenen Freizeiteinrichtungen wie Sportplätzen und Cafeterias untergebracht werden. Ziel des Projektes ist es, die Ausbildung von Kindern mit besonderen Bedürfnissen sowie Kindern aus ländlichen Gebieten zu fördern. Wienerberger stellt für diese Einrichtung alle notwendigen Ziegel zur Verfügung. Das Projekt wurde im Oktober 2006 gestartet und soll 2012 fertig gestellt werden.

Gesellschaftliche Verantwortung

Erhaltung des

2007 abgeschlossen werden.

nationalen Erbes

Niederlande In Kooperation mit der Stadtverwaltung einer kleinen mittelalterlichen Stadt in den Niederlanden wurde ein Projekt zu Renovierung der Stadtmauer gestartet. Wienerberger hat für dieses Projekt spezielle Ziegel entwickelt und produziert. Einerseits wurde auf das entsprechende Design zur Erhaltung des mittelalterlichen Stadtbildes Wert gelegt. Andererseits haben wir den Ziegeln Eisen beigemengt, um ihre Tragfähigkeit zu erhöhen und der Stadtmauer damit die erforderliche Festigkeit zu geben. Das Projekt wurde 2006 gestartet und soll Mitte

Weihnachtsspende für Kinder

Österreich Wie schon in den Jahren zuvor hat Wienerberger die jährliche Weihnachtsspende für Projekte zur Unterstützung bedürftiger Kinder gewidmet. Das Projekt Concordia von Pater Sporschill erhielt 37.500 € für ein Kinderhaus in ihrer "Stadt der Kinder" in Pirita, Republik Moldau. Mit diesem Haus konnte 18 verlassenen Kindern eine neue Familie gegeben werden. Weitere 37.500 € gingen an SOS Kinderdorf für ein Projekt in Weißrussland. Im Rahmen des Familienstärkungsprogramms betreut das SOS-Sozialzentrum in Minsk krisengeschüttelte Familien psychologisch und medizinisch und unterstützt insbesondere auch allein erziehende Mütter finanziell.

Mitarbeiter

Mitarbeiter nach Bereichen

1 Zentral-Osteuropa: 34 %

2 Zentral-Westeuropa: 16 %

3 Nord-Westeuropa: 31 %

4 USA: 18 %

5 Beteiligungen und Sonstiges: 1 %

Wir schätzen andere Länder und Kulturen und lernen voneinander

Im abgelaufenen Jahr beschäftigte Wienerberger durchschnittlich 13.639 Mitarbeiter in Europa und den USA, nach 13.327 im Jahr davor. Dieser Anstieg von rund 2 % ist auf Akquisitionen und Werksneubauten in Nord- und Zentral-Westeuropa sowie USA zurückzuführen. Der Umsatz pro Mitarbeiter konnte um 11 % gesteigert werden, während das Produktivitätsniveau (EBITDA je Mitarbeiter) um 8 % zunahm.

Professionelle Personalentwicklung und Förderung des Humankapitals sind Schlüsselfaktoren des Unternehmenserfolges. Entsprechend unserer dezentralen Struktur sind "Human Resources" Aufgabe der lokalen Gesellschaften, die Personalpolitik für Führungskräfte wird jedoch zentral koordiniert. Dabei konzentrieren wir uns auf das Identifizieren und Unterstützen zukünftiger Verantwortungsträger, die Vorbereitung von Talenten auf Managementaufgaben und die Beschäftigung mit neuen Techniken der Unternehmensführung im Top-Management.

Unternehmergeist

Zur Motivation und Identifikation mit dem Unternehmenserfolg erhält das Management neben der fixen Vergütung auch variable Gehaltsbestandteile, die sich an Ertragskennzahlen und qualitativen Kriterien orientieren und durchschnittlich rund ein Viertel der Gesamtbezüge ausmachen. Wichtig für die Ausrichtung des Managements auf die Sichtweise der Aktionäre ist unser Stock Option Plan, der 72 Schlüssel-Führungskräfte umfasst. Die genauen Bedingungen sind im Anhang auf Seite 124 ersichtlich.

Verantwortung

Nach der erfolgreichen Einführung des Wienerberger Leitbildes im Vorjahr, stellten die operativen Gesellschaften im Rahmen der Managementkonferenz ihre länderspezifischen Umsetzungsschritte vor. Die einzelnen Maßnahmen glänzten durch Ideenreichtum im Sinne der Nachhaltigkeit. Besonders beeindruckten die Niederlande mit vorbildhaften Projekten zum Thema Arbeitsschutz, medizinischer Vorsorge, Sponsoring sowie einem eigenen Sozial-Jahresbericht.Als Anerkennung für den besonderen Einsatz wurden sie mit dem Wienerberger Nachhaltigkeitsaward ausgezeichnet.

Einen weiteren Meilenstein bildet die Einführung des Safety, Health & Education (SHE) Reportings, welches im vergangenen Jahr ins Leben gerufen wurde. Damit wird es in Zukunft möglich sein, Kennzahlen zur Zusammensetzung des Personalstandes, zur Arbeitsplatzsicherheit und Ausbildung zu analysieren und im Bedarfsfall konkrete Verbesserungen vorzunehmen.

Vielfalt

Der letztjährige Schwerpunkt der Human Resources lag in der Ausbildungsoffensive 2006. Sämtliche Holdingmitarbeiter nahmen an jeweils zwei Workshops teil, wobei neben der fachlichen Weiterbildung vor allem Vernetzung mit den Kollegen und Austausch des im Konzern vorhandenen Wissens im Vordergrund standen. Dieses Projekt galt nicht nur der Fortbildung unseres Humankapitals, sondern auch der Verteilung des multikulturellen, vielseitigen Know-hows, das im Unternehmen vorhanden ist.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Mitarbeiter Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service

Menschlichkeit

Das im Jahr 2004 eingeführte "Ambassador-Programm" dient der Weiterbildung unserer zukünftigen Wienerberger Führungskräfte, die im Rahmen dieser modular aufgebauten Fortbildung in den Bereichen Fach-, Sozial- und Methodenkompetenz geschult werden, um anschließend als Botschafter in den Tochtergesellschaften zu fungieren und das erlangte Know-how sowie den Wienerberger Spirit im Konzern zu verbreiten. Nach dem großen Erfolg in den vergangenen Jahren ist für 2007 ein neuer Zyklus geplant.

Leidenschaft

Wir stellen den Menschen in den Mittelpunkt unseres Handels und identifizieren uns mit unseren Produkten und unserem Unternehmen. Um auch neuen Mitarbeitern diesen Wienerberger Spirit zu vermitteln, werden sie im Rahmen eines Einführungstages mit Werksbesichtigungen, Produktvorstellungen und Präsentationen von Anfang an gezielt an das Unternehmen und die Produkte herangeführt.

Qualität

Mit der "Wienerberger Akademie Technik" wurde eine dauerhafte Einrichtung zur Weiterbildung in verschiedenen technischen Fachgebieten sowie in Sozial- und Führungskompetenz geschaffen, um durch interne Ausbildung für den nachhaltigen Erfolg des Unternehmens vorzusorgen. In einem zweijährigen Programm liegt der Fokus dieser Ausbildungsreihe neben sozialer Kompetenz vor allem auf keramischer Produkt- und Herstellungstechnologie. Länderübergreifend wird internes Know-how in den Bereichen Rohstoffe, Aufbereitung, Trocken- und Brenntechnik sowie Qualitätsanalyse von unseren Experten an technische Mitarbeiter weitergegeben. Ziel ist die langfristige Sicherung und der Ausbau unserer Wettbewerbsvorteile im Engineering. Wir planen, die "Wienerberger Akademie" im nächsten Jahr lokal auszuweiten und zusätzlich einen modular aufgebauten Lehrgang für Werksleiter einzuführen.

Dynamik

Zur konsequenten Bindung unserer Mitarbeiter an das Unternehmen legen wir derzeit einen Schwerpunkt auf den Bereich Flexibilisierung der Arbeitszeit, um den gesellschaftlichen Tendenzen Rechnung zu tragen und den Mitarbeitern mehr Eigenverantwortung einzuräumen. Als erster Schritt wurde eine neue Betriebsvereinbarung mit adaptierter Gleitzeitregelung für die Holdingmitarbeiter abgeschlossen.

Die Weiterentwicklung der "Wienerberger Kultur" und die damit verbundene Identifikation aller Mitarbeiter mit den gemeinsamen Werten ist zentrales Anliegen des Unternehmensleitbildes. Wienerberger ist den Prinzipien der Nachhaltigkeit, der multikulturellen Vielfalt, der dezentralen Verantwortung und dem unternehmerischen Denken verpflichtet. Der Mensch steht im Mittelpunkt unserer Bemühungen. An diesen Richtlinien orientiert sich auch unsere Personalpolitik.

Wir fördern und unterstützen unsere Mitarbeiter gezielt

Wir identifizieren uns mit unseren Produkten und unserem Unternehmen

Wir fördern grenzüberschreitenden Wissensaustausch

Wir reagieren flexibel auf sich ändernde Rahmenbedingungen

Besuchen Sie unsere Jobbörse unter: www.wienerberger.com/ Jobs&Karriere

LAGEBERICHT

Highlights des Jahres

12. Jänner

Wienerberger bekennt sich zum weiterentwickelten Corporate Governance Kodex

Die Wienerberger AG begrüßt den heute vorgestellten, weiterentwickelten Österreichischen Corporate Governance Kodex, der an die EU-Corporate Governance Empfehlungen angepasst wurde.

22. Februar

Wienerberger baut Kapazitäten in den USA weiter aus General Shale, die US-Tochter des weltweit größten Ziegelproduzenten Wienerberger, expandiert in Mooresville, Indiana, und baut am bestehenden Standort eine weitere Produktionslinie.

28. März

Wienerberger zieht positive Bilanz über das Jahr 2005

Wienerberger konnte 2005 die Ergebnisse trotz schwieriger Rahmenbedingungen weiter steigern. Der Konzernumsatz wurde um 11 % auf 1.954,6 Mio. € und das operative EBITDA um 6 % auf 428,4 Mio. € erhöht.

27. April

Wienerberger erwirbt Bayerische Dachziegelwerke Bogen GmbH Wienerberger übernimmt das Familienunternehmen Bayerische Dachziegelwerke Bogen GmbH mit Sitz und Produktion bei Straubing (ca. 130 km nordöstlich von München).

19. Mai

Wienerberger macht großen Expansionsschritt in den Westen der USA Wienerberger erwirbt Robinson Brick Company, Ziegelproduzent und Baustoffhandelsunternehmen mit Sitz in Denver, Colorado, und expandiert damit in den Westen der USA.

01. Juni

Wienerberger kauft Vormauerziegelwerke in Deutschland

Wienerberger wächst weiter und hat über ihre deutsche Tochtergesellschaft, die Wienerberger Ziegelindustrie GmbH, mit der Friedrich Knabe Kirchkimmen Ziegelei GmbH & Co. KG einen Vertrag über den Kauf der Vormauerziegelwerke in Hude bei Bremen geschlossen.

An Expansion Corporate zuversichtlich Veränd positive Bilanz investiert erwirbt

02. Februar

Wienerberger setzt Expansion in Polen fort Wienerberger übernimmt von Ploegsteert International N.V. und Vandersanden Steenfabrieken N.V. die Ziegelwerke Cermegad und Zeslawice.

09. Februar

Wienerberger setzt ersten Schritt in Bulgarien

Wienerberger startet das neue Jahr mit einem strategisch wichtigen Expansionsschritt und kauft in Bulgarien über 90 % der Anteile an der Uspeh AD mit einem Ziegelwerk in Lukovit, 120 km nordöstlich von Sofia.

06. April

Wienerberger Tochter Semmelrock investiert weiter in Osteuropa Semmelrock, eine 75 % Tochter der Wienerberger AG und Marktführer im Bereich hochwertiger Flächenbefestigungen in Zentral-Osteuropa, setzt 2006 mit der vollständigen Übernahme des nordpolnischen Werkes Kombet weiter auf Wachstum.

25. April

Wienerberger übernimmt Ziegelaktivitäten von Eichhorn in Österreich Die Wienerberger Ziegelindustrie GmbH, operative Österreich-Tochter des größten Ziegelproduzenten weltweit, übernimmt von der Eichhorn GmbH ein Hintermauerziegelwerk in Blindenmarkt, Niederösterreich, mit einer Gesamtkapazität von 60 Mio. Ziegeleinheiten.

03. Mai

Wienerberger nach Ergebnis des 1. Quartals zuversichtlich für 2006 Wienerberger stellt mit den vorgelegten Ergebnissen für das erste Quartal erneut den Erfolg ihrer profitablen Wachstumsstrategie unter Beweis und konnte trotz eines äußerst strengen Winters in weiten Teilen Europas den Konzernumsatz um 15 % auf 383,9 Mio. € und das EBITDA um 2 % auf 55,6 Mio. € steigern.

09. Mai

Wienerberger baut

US-Direktvertrieb weiter aus General Shale, die US-Tochter des weltweit größten Ziegelproduzenten Wienerberger, übernimmt den Ziegel-Fachhändler Curley Building Material Inc. in Carmel, Indiana.

28. Juli

Wienerberger setzt nächsten Schritt in Deutschland

Wienerberger wächst weiter und übernimmt das Anlagevermögen des süddeutschen Dachziegelproduzenten Jungmeier GmbH & Co. KG mit Sitz und Produktion in Straubing (ca. 130 km nordöstlich von München).

16. August

Veränderung der Wienerberger Aktionärsstruktur

Capital Research and Management hat mitgeteilt, per 11. August 2006 insgesamt 3.770.489 Aktien, das sind 5,08 % des ausgegebenen Aktienkapitals, der Wienerberger AG zu halten.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Highlights des Jahres Geschäftsbereiche

Konzernabschluss Service

17. August

Wienerberger kündigt Übernahmeangebot für Baggeridge an Wienerberger beabsichtigt die Übernahme von Baggeridge Brick PLC, dem viertgrößten Ziegelproduzenten in Großbritannien, zu einem Kaufpreis von 89,2 Mio. £ für 100 % des Aktienkapitals, vorbehaltlich der Genehmigung durch die britische Wettbewerbsbehörde.

26. September

Wienerberger Geschäftsbericht 2005 (inter)national mehrfach ausgezeichnet

Der Wienerberger Geschäftsbericht 2005 wurde beim ARC in New York mit zwei Grand Awards (dem Oscar der Geschäftsberichte) in "Financial Data" und "Written Text" sowie von e.com im "Annual Report on Annual Reports" als fünftbester Geschäftsbericht weltweit und vom Wirtschaftsmagazin trend als bester Geschäftsbericht Österreichs ausgezeichnet.

23. Oktober

Hans Tschuden zum neuen Finanzvorstand der Telekom Austria AG bestellt Hans Tschuden wurde per 1. April 2007 zum Finanzvorstand der Telekom Austria bestellt und wird daher sein Vorstandsmandat bei der Wienerberger AG per 31. März 2007 zurücklegen.

08. November

Wienerberger Ergebnisse ziehen im dritten Quartal deutlich an Die Wienerberger AG konnte im dritten Quartal ihre Programme zur Steigerung der Ergebnisse erfolgreich umsetzen. Umsatz und EBITDA stiegen zwischen Juli und September um jeweils 18%.

07. Dezember

Neuer Wienerberger Finanzvorstand: Willy Van Riet Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 6. Dezember Willy Van Riet, bisher Geschäftsführer der Wienerberger Aktivitäten in Großbritannien, zum neuen Finanzvorstand der Wienerberger AG bestellt.

11. Dezember

Ergebnisse

Wienerberger's Baggeridge Akquisition an britische Wettbewerbsbehörde übergeben Wienerberger und Baggeridge geben bekannt, dass das Office of Fair Trading (OFT) die Prüfung der beabsichtigten Übernahme von Baggeridge durch Wienerberger an die britische Wettbewerbsbehörde (Competition Commission) weiterleiten wird.

22. August

erung

n

Wienerberger forciert Wachstumskurs im ersten Halbjahr 2006

Wienerberger hat im ersten Halbjahr 2006 ihr profitables Wachstum fortgesetzt und einen Rekordumsatz erzielt. Der Konzernumsatz konnte um 10 % auf 1.011,9 Mio. € gesteigert werden. Diese positive Entwicklung wird sich allerdings erst zeitverzögert im Ergebnis niederschlagen.

19. September

Veränderung der Wienerberger Aktionärsstruktur

Lansdowne Partners Limited hat mitgeteilt, per 11. September 2006 insgesamt 3.753.321 Aktien, das sind 5,06 % des ausgegebenen Aktienkapitals, der Wienerberger AG zu halten.

06. Oktober

ausgezeichnet

gebot

Semmelrock übernimmt tschechi-

schen Pflastersteinhersteller Semmelrock, eine 75 % Tochter der Wienerberger AG, setzt ihre Expansionsoffensive in Zentral-Osteuropa fort und übernimmt Colorbeton a.s., die Nr. 3 unter den tschechischen Pflastersteinherstellern.

11. Oktober

20 Jahre Wienerberger in Deutschland

Wienerberger startete vor 20 Jahren ihre Internationalisierung mit der Expansion nach Deutschland durch die Übernahme der Oltmanns-Gruppe.

23. November

neue Werke

20 Jahrespende Akquisition

Zwei neue Wienerberger Werke in Frankreich Wienerberger setzt mit dem Kauf von über 50% der Anteile an Briqueterie

Bar Frères und der Inbetriebnahme eines Hintermauerziegelwerkes in Angervilliers ihre Wachstumsstrategie auch im französischen Markt weiter fort.

28. November

Wienerberger übernimmt deutschen Plasterklinkerhersteller Penter Wienerberger wird mit dem Erwerb des zweitgrößten deutschen Pflasterklinkerproduzenten, der Penter Klinker Klostermeyer KG in Niedersachsen, zum Marktführer im deutschen Pflasterklinkermarkt.

14. Dezember

Wienerberger spendet 75.000 Euro Wienerberger lud Kunden und Geschäftspartner sowie hochkarätige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Industrie zum traditionellen Weihnachtscocktail und spendete jeweils 37.500 Euro für das Projekt Concordia, das Heime für Straßenkinder errichtet, sowie für das SOS-Kinderdorf in Weißrussland.

EU-Wachstum und Weltkonjunktur auf solidem Niveau

Wirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft ist 2006 stark gewachsen. China setzte seinen rasanten Aufwärtstrend fort und verzeichnete einen realen BIP-Zuwachs von 9,7 %. Der wichtige Wachstumsimpuls in Japan kam aus dem Export und führte zu einem BIP-Anstieg von 2,7 %. In den USA (+3,4 %) ließ das Wachstumstempo etwas nach, was vor allem auf den kräftigen Anstieg des Ölpreises und den Rückgang des Wohnbaus zurückzuführen war. In Europa festigte sich der Wirtschaftsaufschwung. Die EU-15 konnten, getrieben von höheren Exporten und einer besseren Binnennachfrage, um 2,2 % zulegen. Unter dem EU-15-Durchschnitt von 2,6 % BIP-Wachstum lagen Deutschland (+1,7 %), Italien (+1,3 %) und Frankreich (+1,9 %). Deutlich besser entwickelten sich Schweden (+3,4 %), Finnland (+3,6 %), Belgien (+2,3 %), Großbritannien (+3,5 %), Niederlande (+2,6 %), Dänemark (+3,2 %) und Spanien (+3,1 %). Österreich verzeichnete mit +2,5 % die höchste Wachstumsrate seit dem Jahr 2000. Die aufgrund der Energiepreisanstiege überdurchschnittlichen Inflationsraten veranlassten die Europäische Zentralbank zu weiteren Leitzinsanhebungen.

Entwicklung in Osteuropa weiterhin deutlich stärker als in Westeuropa

Die CEE-Länder konnten auch 2006 an das kräftige Wirtschaftswachstum vergangener Jahre anknüpfen. Getragen wurde dies durch die zunehmend wichtigere Rolle im internationalen Handel und die hohen ausländischen Direktinvestitionen. Positiv wirkte sich auch der EU-Beitritt 2007 von Bulgarien und Rumänien aus. Ein signifikantes BIP-Wachstum erreichte das Baltikum mit Lettland (+11,0 %), Estland (+10,9 %) und Litauen (+7,8 %). Stark auch die BIP-Entwicklungen der Slowakei (+6,7 %), Tschechiens (+6,0 %), Polens (+5,2 %) und Ungarns (+4,0 %).

1) Baufertigstellungen, da Baubeginne in diesen Ländern nicht erfasst werden.

Die europäische Bauwirtschaft ist im Vergleich zum Vorjahr schneller gewachsen. In Westeuropa lagen die Baubeginne je tausend Einwohner bei durchschnittlich 6,24 nach 5,69 im Jahr davor. Dieser positive Trend ist vor allem auf Frankreich, Belgien, Großbritannien und Deutschland zurückzuführen. Auf verbessertem aber nach wie vor niedrigem Niveau fand sich Deutschland wieder, das mit 2,76 Baufertigstellungen immer noch weniger als die Hälfte des westeuropäischen Durchschnitts erreichte. Auch Großbritannien lag mit 3,72 stark unter dem Mittelwert. Dagegen wiesen Spanien mit 18,21 sowie Irland mit 21,25 Baubeginnen je tausend Einwohner erneut Extremwerte auf. In Osteuropa war über die letzten Jahre zu beobachten, dass die Bedeutung des Wohnungsneubaus im Steigen begriffen ist, das Niveau aber noch deutlich unter jenem Westeuropas liegt. Am weitesten entwickelt im Jahr 2006 waren Ungarn mit 3,97 Baubeginnen je 1.000 Einwohner und Tschechien mit 3,95. Großes Potenzial sieht Wienerberger in Polen (derzeit 3,28), Rumänien (1,5), Bulgarien (1,0) sowie aufgrund der Marktgröße in Russland.

Europäischer Wohnungsneubau 2006 stärker als in den Jahren davor

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Wirtschaftliches Umfeld Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service

Steigendes Vertrauen in die europäische Bauwirtschaft in 2006

Ausschlaggebend für die Erholung der europäischen Bauwirtschaft waren die Migration in die Ballungsgebiete sowie der Trend zu kleineren Wohneinheiten. Der Construction Confidence Index (CCI), ein Gradmesser für die Erwartungen zur Entwicklung der Bauindustrie, zeigt vor allem für Deutschland, den größten europäischen Baumarkt, seit 2005 stark nach oben. Der deutsche Wohnungsneubau profitierte in 2006 auch von der Abschaffung der Eigenheimzulage und Vorzieheffekten vor der Mehrwertsteuererhöhung 2007. Das Vertrauen in die Bauwirtschaft hält sich in Frankreich seit 2003 auf hohem Niveau, und im abgelaufenen Jahr war auch in Großbritannien eine leicht steigende Tendenz erkennbar. Zusätzlich positive Impulse kamen von den neuen EU-Mitgliedsländern in Osteuropa.

Die Konjunkturentwicklung in den USA lag 2006 unter jener des Vorjahres. Das BIP-Wachstum ging auf +3,4 % zurück, übertraf damit jedoch die EU-15 (2,2 %) erneut deutlich. Die hohen Energiepreise und weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank zeigten Wirkung. Der US-Dollar konnte sich zum Ende des Jahres aufgrund einer besseren Handelsbilanz weitgehend stabilisieren, nachdem er aufgrund der schwächeren Konjunktur und des Abflachens der Inflationsgefahr gegenüber dem Euro Verluste hinnehmen musste. Der Einbruch des US-Immobilienmarktes, der sich sowohl auf den privaten Konsum als auch auf die Bauinvestitionen negativ auswirkte, sorgte auch für einen deutlich geringeren Wohnungsneubau, der in den letzten Jahren eine wichtige Stütze der US-Wirtschaft gewesen war. In 2006 erreichten die Baubeginne 1,8 Mio. Einheiten (oder 5,99 je 1.000 Einwohner), was einem Rückgang um 13 % im Vergleich zum Rekordjahr 2005 entspricht. Mindestens bis zur Jahresmitte 2007 gehen Experten von anhaltend schwachem Wohnungsneubau aus.

Moderates Wirtschaftswachstum in den USA und Einbruch der Baubeginne

Ergebnis- und Bilanzanalyse

Umsatz nach Regionen

  • 1 Osteuropa 24 %
  • 2 Benelux 20 %
  • 3 Deutschland 14 %
  • 4 Frankreich 7 % 5 Österreich 4 %
  • 6 Sonstiges Europa 15 %
  • 7 USA 16 %

Umsatz nach Bereichen

  • 1 Zentral-Osteuropa 28 %
  • 2 Zentral-Westeuropa 21 %
  • 3 Nord-Westeuropa 37 %
  • 4 USA 16 % 5 Beteiligungen und
  • Sonstiges -2 %

Ertragslage

Die Wienerberger Gruppe konnte im Jahr 2006 die selbst gesteckten Wachstumsziele aufgrund eines hervorragenden zweiten Halbjahres und einer sehr positiven Nachfrageentwicklung in Europa erreichen.Trotz eines starken Marktrückganges in den USA sowie deutlich höherer Energiekosten wurde das Konzern-EBITDA um 10 % auf 471,9 Mio. € gesteigert.

Der Konzernumsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um 14 % auf 2.225,0 Mio. € gestiegen, wovon 75,9 Mio. € auf die Erstkonsolidierung der Robinson Brick Company in den USA, die Integration der Biegonice Gruppe in Polen und Colorbeton in Tschechien sowie den Erwerb eines Ziegelwerkes in Belgien und eines Dachziegelwerkes in Deutschland zurückzuführen waren. Das um Akquisitionen und Währungseffekte bereinigte organische Wachstum belief sich auf 10 % und war primär eine Folge höherer Absatzmengen in Europa, enthält jedoch auch die als "Asset Deal" gestalteten Übernahmen der Jungmeier Dachziegelwerke, Knabe Vormauer und Penter Pflasterklinker in Deutschland. Das 14%ige Umsatzwachstum resultiert zu 10 % aus Mengensteigerungen und zu 4 % aus Preiserhöhungen. Absatzzuwächse wurden in allen Produktgruppen und Regionen in Europa erzielt. Nur in den USA, wo der Wohnungsneubau im Jahresvergleich mit -13 % stark rückläufig war, mussten Absatzeinbußen gegenüber 2005 hingenommen werden. Positive Währungseffekte vor allem durch den polnischen Zloty und die tschechische Krone, haben die negativen Effekte aus einem schwächeren US-Dollar und dem ungarischen Forint kompensiert.

Im Segment Zentral-Osteuropa verzeichneten die Ziegelaktivitäten in allen Märkten, getrieben durch die starke Nachfrage, ein deutliches Umsatzwachstum. Insbesondere Polen, Rumänien, die Slowakei und Bulgarien wiesen zweistellige Zuwachsraten auf. Auch in Ungarn konnte die abgesetzte Menge im Vergleich zu 2005 deutlich gesteigert werden. Die Semmelrock Gruppe (Flächenbefestigungen) und Bramac (Betondachstein-Joint-venture) trugen dank einer starken Entwicklung in Osteuropa mit zweistelligen Absatzzuwächsen ebenfalls zur positiven Umsatzentwicklung in diesem Segment bei.

Die Umsatzsteigerung im Segment Zentral-Westeuropa wurde von der Erholung des Wohnbaus in Deutschland getrieben. Das spürbare Anziehen der deutschen Bauaktivitäten führte insbesondere ab dem zweiten Halbjahr in allen Produktsegmenten zu Mengen- und Umsatzwachstum. Zusätzlich positiv wirkte sich die Erstkonsolidierung der zu Mitte des Jahres erworbenen Dachziegelwerke Jungmeier und Bogen in Bayern sowie der Vormauer- bzw. Pflasterklinkeraktivitäten von Knabe und Penter aus. Während die Ziegelaktivitäten in der Schweiz im letzten Jahr erneut zulegen konnten, musste in Italien ein weiterer leichter Rückgang vom hohen Niveau der Vorjahre hingenommen werden.

Auch das Segment Nord-Westeuropa verzeichnete aufgrund einer anhaltend guten Nachfrage in Frankreich und Belgien, sowie Absatzsteigerungen in Großbritannien, Skandinavien und im Baltikum ein zufrieden stellendes Umsatzwachstum. Der höhere Umsatz in den Niederlanden resultierte vor allem aus Mengen- und Preissteigerungen im Dachziegelbereich. Der Rückgang im amerikanischen Wohnbau führte dagegen zu rückläufigen Absatzzahlen der Wienerberger Tochter General Shale, die durch die Akquisition von Robinson nur zum Teil kompensiert werden konnten. In Summe lag der US-Umsatz in Euro um 4 % über dem Vorjahr, obwohl inklusive Robinson um 8 % weniger Menge abgesetzt wurde.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Ergebnis- und Bilanzanalyse Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service

Höheres EBITDA dank substanziell höherer Absätze

Signifikante EBITDA-Verbesserung in allen Segmenten in Europa, Rückgang in den USA

Akquisition Robinson kompensiert teilweise den Marktrückgang in USA

Das EBITDA der Gruppe erhöhte sich vor allem mengenbedingt um 10 % auf 471,9 Mio. €. Die EBITDA-Marge ist von 21,9 % auf 21,2 % gesunken. Insgesamt sind die Energiekosten um 65,6 auf 316,0 Mio. € gestiegen und erreichten einen Anteil von 14,2 % am Umsatz nach 12,8 % im Jahr davor. Rund 47 Mio. € davon sind auf Energiepreisanstiege zurückzuführen, der Rest auf größere Produktionsmengen. Höhere Energiekosten bedingten zudem auch höhere Kosten bei anderen Materialien und Leistungen.

Im Bereich Zentral-Osteuropa führte das Umsatzwachstum auch zu einem kräftigen Anstieg des EBITDA um 16 % auf 158,1 Mio. €. Höhere Ergebnisse wurden in Polen, Ungarn, Rumänien, Österreich und Slowenien sowie bei Bramac und Semmelrock erwirtschaftet, während in Tschechien und der Slowakei eine Abschwächung vom Rekordniveau des Vorjahres hingenommen werden musste. Im Segment Zentral-Westeuropa wurde vor allem in Deutschland dank dem Turnaround im Dachziegelbereich, einigen Zukäufen und dem Marktwachstum ein um 23 % besseres EBITDA von 96,1 Mio. € erzielt. In Italien führten eine rückläufige Nachfrage und die Inbetriebnahme neuer Kapazitäten durch Mitbewerber zu Absatz- und Ergebnisrückgängen, während in der Schweiz das gute Ergebnis des Vorjahres nochmals verbessert werden konnte. Im Geschäftsbereich Nord-Westeuropa stieg das EBITDA im Vergleich zum Jahr 2005 um 8 % auf 177,7 Mio. €, insbesondere aufgrund von Ergebnissteigerungen in Belgien, den Niederlanden, Frankreich und Großbritannien.

In den USA bewirkte der starke Rückgang der Ziegelnachfrage rückläufige Ergebnisse. Durch die Optimierung der Herstellkosten mit der Schließung von zwei kleineren Werken sowie dank höherer Verkaufspreise und der Erstkonsolidierung von Robinson konnte der Effekt auf das Ergebnis jedoch gemildert werden. Der Rückgang im EBITDA betrug letztlich -5 % auf 63,4 Mio. €. Die Holdingkosten, die im Segment Beteiligungen und Sonstiges ausgewiesen werden, stiegen im Berichtsjahr aufgrund der Expansion der Gruppe weiter an, was auch durch den Veräußerungserlös des Ofenkachelgeschäfts nicht kompensiert werden konnte.

Ertragsentwicklung 2005 Verkäufe 1) Käufe 1) F/X 2) Organisch 2006
in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. €
Umsatz 1.954,6 0,0 78,5 1,8 190,1 2.225,0
EBITDA operativ 428,4 0,0 8,6 1,0 33,9 471,9
EBIT operativ 270,3 0,0 4,5 0,7 24,1 299,6
Nicht-wiederkehrend -0,7 0,0 0,0 -0,1 -1,3 -2,1
Finanzergebnis 3) -18,3 0,0 -3,8 0,0 1,9 -20,2
Ergebnis vor Steuern 251,3 0,0 0,4 2,4 23,2 277,3
Ergebnis nach Steuern 196,4 0,0 0,5 2,2 19,2 218,3

Hohes organisches Ergebnis in Europa trotz weiter steigender Energiekosten

1) Effekte aus Konsolidierungskreisänderungen

2) Währungseffekte

3) inklusive at-equity Beteiligungsergebnis

Nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge sind nahezu ergebnisneutral

Der EBITDA-Anstieg aus Konsolidierungskreisänderungen von 8,6 Mio. € wird durch das organische Wachstum von 33,9 Mio. € sowie durch positive Wechselkurseffekte von 1,0 Mio. € ergänzt. Wienerberger hat im Jahr 2006 zwei Werke in den USA sowie eines in Tschechien stillgelegt. Dafür sind nicht-wiederkehrende Aufwendungen von 7,1 Mio. € angefallen (0,4 Mio. € Cash-out und 6,7 Mio. € an Abschreibungen). Im Rahmen der Fortsetzung unserer Strategie zur Verwertung nicht-betriebsnotwendiger Liegenschaften konnte zu Jahresende ein Areal im Süden Wiens um 5,9 Mio. € veräußert werden, woraus ein Buchgewinn in Höhe von 5,1 Mio. € entstand. Die Restrukturierungskosten wurden damit zum Großteil ausgeglichen. Zur Erhöhung der Transparenz sind die nicht-wiederkehrenden Aufwendungen und Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem operativen EBIT ausgewiesen.

EBITDA operativ 1) 2005 2006 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Zentral-Osteuropa 136,7 158,1 +16
Zentral-Westeuropa 78,0 96,1 +23
Nord-Westeuropa 165,3 177,7 +8
USA 66,4 63,4 -5
Beteiligungen und Sonstiges 2) -18,0 -23,4 -30
Wienerberger Gruppe 428,4 471,9 +10

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

2) inklusive Holdingkosten

Die operative Abschreibungstangente blieb mit 7,7 % leicht unter dem Vorjahreswert von 8,1 %. Dieser im internationalen Vergleich immer noch hohe Wert resultiert aus der starken Investitionstätigkeit der vergangenen Jahre und ist ein Indikator für die Anlagenintensität und das technische Potenzial der Wienerberger Gruppe. Im Geschäftsjahr 2006 vorgenommene Firmenwertabschreibungen von 3,5 Mio. € betreffen den Firmenwert aus der 2001 erworbenen Optiroc Gruppe in Dänemark und Norwegen. Im Zuge der jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstests (Impairment Test) wurde aufgrund starker Kostensteigerungen sowie gesunkener Margenerwartungen ein Abwertungsbedarf festgestellt.

Trotz der hohen Investitionen der vergangenen Jahre und der daraus resultierenden Abschreibungen ist das Betriebsergebnis um 11 % auf 299,6 Mio. € gewachsen. Der durchschnittliche Mitarbeiterstand erhöhte sich durch Übernahmen und Werksneubauten um 2 % auf 13.639.

Rückgang der EBITDA Rentabilitätskennzahlen 2005 2006
Marge von 21,9 auf 21,2 % in % in %
Bruttoergebnis zu Umsatz 38,0 36,9
Verwaltungskosten zu Umsatz 5,6 5,8
Vertriebskosten zu Umsatz 18,9 18,4
Operative EBITDA-Marge 21,9 21,2
Operative EBIT-Marge 13,8 13,5

EBITDA +10 % auf 471,9 Mio. €

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Ergebnis- und Bilanzanalyse Geschäftsbereiche Konzernabschluss

Service

Gewinn- und Verlustrechnung 2005 2006 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Umsatzerlöse 1.954,6 2.225,0 +14
Herstellungskosten -1.211,0 -1.403,7 -16
Vertriebs- und Verwaltungskosten 1) -479,3 -539,2 -12
Sonstige betriebliche Aufwendungen -25,6 -33,3 -30
Sonstige betriebliche Erträge 31,6 54,3 +72
Firmenwertabschreibung 0,0 -3,5 >100
Operatives EBIT 270,3 299,6 +11
Nicht-wiederkehrendes Ergebnis -0,7 -2,1 >100
Betriebsergebnis (EBIT) 269,6 297,5 +10
Finanzergebnis 2) -18,3 -20,2 -10
Ergebnis vor Steuern 251,3 277,3 +10
Steuern -54,8 -59,0 -8
Ergebnis nach Steuern 196,4 218,3 +11

1) inklusive Transportaufwendungen

2) inklusive at-equity Ergebnis

Höhere Zinsaufwendungen und der niedrigere at-equity Ergebnisbeitrag von Tondach Gleinstätten, welcher im Vorjahr durch Einmaleffekte positiv beeinflusst war, führten zu einer Verschlechterung des Finanzergebnisse um 10 % auf -20,2 Mio. €. Der Interest Cover (Verhältnis EBIT zu Zinsergebnis) blieb mit 6,2 exakt auf Vorjahresniveau. Die Steuerquote sank gegenüber 2005 geringfügig auf 21,3 % (Vorjahr: 21,8 %) und wird auch in den nächsten Jahren voraussichtlich zwischen 21 und 22 % liegen.

Deutliche preis- und mengenbedingte Zuwächse im operativen Ertrag, das nahezu ausgeglichene nicht-wiederkehrende Ergebnis sowie ein trotz höherer Verschuldung nur unwesentlich schlechteres Finanzergebnis führten zu einem um 11 % höheren Ergebnis nach Steuern von 218,3 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie stieg auf Basis der gewichteten Aktienanzahl von 73,3 Mio. Stück (Vorjahr: 73,2 Mio.) auf 2,95 € (Vorjahr: 2,66 €).

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahr vor allem aufgrund der Wachstumsinvestitionen und des akquisitionsbedingt höheren Lager- und Forderungsbestandes um 12 % auf 3.674,3 Mio. €. Branchenbedingt ist die Bilanzstruktur durch hohe Anlagenintensität und langfristige Finanzierungskomponenten geprägt.

Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen erhöhte sich auf 69 % (Vorjahr: 68 %). Das Sachanlagevermögen lag um insgesamt 205,3 Mio. € über dem Vorjahreswert und entsprach 66 % des Capital Employed. Die Vorräte werden in der Bilanz mit 509,8 Mio. € (Vorjahr: 445,9 Mio. €) ausgewiesen. Der Vorratsaufbau war vor allem ein Resultat der Akquisitionen sowie der schwierigeren Marktbedingungen in den USA, während in den Märkten Osteuropas der Lagerstand zum Jahresende sehr niedrig war. Die Außenstandsdauer der Kundenforderungen erhöhte sich nicht zuletzt aufgrund der starken Umsatzentwicklung im letzten Quartal von 34 auf 36 Tage, die durchschnittliche Außenstandsdauer bei den Lieferverbindlichkeiten von 28 auf 33 Tage. Das

Ergebnis je Aktie

Höhere Bilanzsumme durch Akquisitionen und Anstieg der Vorräte

Vorratsaufbau rein akquisitionsbedingt

Working Capital (Vorräte + Kundenforderungen - Lieferverbindlichkeiten) konnte in Relation zum Geschäftsvolumen verringert werden und belief sich auf 20 % (Vorjahr: 21 %) des Capital Employed und hatte eine Umschlagshäufigkeit von 87 Tagen (Vorjahr: 90 Tagen). Die Liquidität, bestehend aus Kassa, Bankguthaben und Wertpapieren, sank aufgrund geringerer Bankbestände um 4 % auf 233,5 Mio. €.

Entwicklung der Bilanzstruktur in Mrd. €

Ergebnisbedingter Anstieg des Eigenkapitals trotz negativer Währungseffekte

Anstieg der Finanzverbindlichkeiten durch Investitionen und höheres Working Capital

Das Konzerneigenkapital inklusive Anteile in Fremdbesitz erhöhte sich um 7 % auf 1.591,4 Mio. € (Vorjahr: 1.483,1 Mio. €). Dazu beigetragen hat das verbesserte Konzernergebnis von 218,3 Mio. €. Demgegenüber stehen die Dividendenausschüttung der Wienerberger AG von 86,4 Mio. €, negative Währungsumrechnungsdifferenzen (nach Saldierung der Effekte von Hedging-Instrumenten) von 17,2 Mio. € sowie saldierte Auszahlungen für den Aktienrückkauf von 1,4 Mio. € und Änderungen bei den Minderheitenanteilen von 5,0 Mio. €. Die Investitionen wurden durch den laufenden Cash-flow und zusätzliches Fremdkapital finanziert. Die Eigenkapitalquote (inklusive Minderheiten) verringerte sich von 45 % auf 43 %. Das Eigenkapital deckt das Anlagevermögen zu 63 %.

Die langfristigen Rückstellungen erhöhten sich vorwiegend aufgrund des Aufbaus der latenten Steuerrückstellungen sowie der Garantierückstellungen um 3 % auf 241,7 Mio. €, während die kurzfristigen Rückstellungen vor allem akquisitionsbedingt um 18 % auf 46,4 Mio. € stiegen. Die gesamten Rückstellungen machen unverändert 8 % der Bilanzsumme aus. Die Rückstellungen für latente Steuern stiegen aufgrund höherer Dotierungen um 5 % auf 110,6 Mio. €, die Pensionsrückstellungen lagen währungs- und auflösungsbedingt mit 55,0 Mio. € unter dem Vorjahr und sind bei Wienerberger als langfristige Finanzierungskomponente von untergeordneter Bedeutung. Die verzinslichen Verbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten) erhöhten sich um 215,5 auf 1.404,7 Mio. € und enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Banken und Anleihezeichnern von 1.386,6 Mio. €, Leasingverbindlichkeiten von 16,2 Mio. € sowie Konzernverbindlichkeiten von 1,9 Mio. €. Diesen Verbindlichkeiten stehen Zahlungsmittel, Bankguthaben und Wertpapiere von 233,5 Mio. € gegenüber. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Banken und Anleihezeichnern in Höhe von 1.386,6 Mio. € haben 57 % (Vorjahr: 92 %) langfristigen und 43 % (Vorjahr: 8 %) kurzfristigen Charakter. Der langfristige Anteil der Finanzierung wurde im Februar 2007 durch die Platzierung einer Hybrid-Anleihe, die im Eigenkapital gezeigt wird, mit einem Volumen von 500 Mio. € wieder deutlich erhöht.

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Service

Berechnung der Nettoverschuldung 2005 2006 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.074,5 790,7 -26
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 89,0 595,9 >100
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 23,1 16,2 -30
- Konzernforderungen und -verbindlichkeiten aus Finanzierung -9,9 -9,5 -4
- Wertpapiere -22,4 -40,0 +79
- Kassa -219,9 -193,5 -12
Nettoverschuldung 934,4 1.159,8 +24

Per 31.12.2006 betrug die Nettoverschuldung 1.159,8 Mio. € und lag damit um 24 % über dem Vorjahreswert von 934,4 Mio. €. Die Nettoverschuldung erhöhte sich durch Investitionen und Dividendenzahlungen um 530,4 bzw. 86,4 Mio. € sowie Veränderungen im Working Capital, Währungsänderungen und Sonstiges um 8,6 Mio. €, während der operative Cash-flow und Devestitionen sie um 370,8 bzw. 29,2 Mio. € verminderten. Das Gearing stieg aufgrund dieser Effekte von 63,0 auf 72,9 %. Die langfristigen Finanzmittel wie Eigenkapital, Minderheitenanteile, langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten deckten das Anlagevermögen zu 106 % (Vorjahr: 128 %). Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA betrug 2,5 nach 2,2 im Vorjahr.

Wachstumsbedingter Anstieg der Nettoverschuldung und des Gearings

Entwicklung der Nettoverschuldung (Net Debt)

in Mio. €

31.12.2005

dem Ergebnis

investitionen

der AG

erhöhung

und Sonstiges

31.12.2006

Bilanzentwicklung 2005 Verkäufe 1) Käufe 1) F/X 2) Organisch 2006
in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. €
Sachanlagevermögen 1.507,1 0,4 48,0 -10,3 168,0 1.712,4
Immaterielles Anlagevermögen 563,9 0,1 85,5 -16,4 4,4 637,3
Sonst. langfristiges Vermögen 222,4 0,0 4,5 0,5 15,9 243,3
Vorräte 445,9 1,2 30,3 -3,0 37,8 509,8
Sonst. kurzfristiges Vermögen 530,3 0,5 -142,3 -7,0 191,0 571,5
Bilanzsumme 3.269,6 2,2 26,0 -36,2 417,1 3.674,3
Eigenkapital 3) 1.483,1 0,0 0,0 -29,8 138,1 1.591,4
Rückstellungen 273,7 0,5 7,0 -5,3 13,2 288,1
Verbindlichkeiten 1.512,8 1,7 19,0 -1,1 265,8 1.794,8

1) Effekte aus Konsolidierungskreisänderungen von in 2006 übernommenen bzw. verkauften Unternehmen bzw. Anteilen

2) Währungseffekte

3) inklusive Anteile in Fremdbesitz

Organischer und akquisitionsbedingter Anstieg der Bilanzsumme

Fristigkeit der Finanzverbindlichkeiten

1 <1 Jahr 43 %

2 1-5 Jahre 25 % 3 >5 Jahre 32 %

Fälligkeitsstruktur der Finanzverbindlichkeiten in Mio. €

Das akquisitionsbedingte Wachstum aus den Übernahmen von Robinson (USA), Biegonice (Polen), der Bayrischen Dachziegelwerke Bogen GmbH (Deutschland) und der Colorbeton a.s. (Tschechien) ließ die Bilanzsumme um 1 % wachsen. Die organische Bilanzsummenverlängerung von 13 % ergab sich vor allem aus den hohen Investitionen für Werksneubauten und Kapazitätserhöhungen sowie den als "Asset Deal" gestalteten Übernahmen.

Bilanzkennzahlen 2005 2006
Capital Employed in Mio. € 2.289,4 2.598,2
Nettoverschuldung in Mio. € 934,4 1.159,8
Eigenkapitalquote in % 45,4 43,3
Gearing in % 63,0 72,9
Anlagendeckung in % 66,4 62,9
Working Capital zu Umsatz in % 24,5 23,9

Treasury

Im Feburar 2007 wurde zur Refinanzierung kurzfristiger Verbindlichkeiten und zur Stärkung der Kapitalbasis eine gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangige, unbefristete Anleihe mit einem Volumen von 500 Mio. € und einem Fixzins-Kupon von 6,5 % begeben. Die Zinszahlung kann bei Entfall der Dividende auch ausgesetzt werden. Nach zehn Jahren Laufzeit hat die Wienerberger AG erstmals das Recht, die Anleihe einseitig zu kündigen oder zu einem variablen Zinssatz beizubehalten. Diese Anleihe wird gemäß IFRS als Eigenkapital betrachtet.

Unter Einrechnung der getätigten Zinsabsicherungen, die auf attraktivem Niveau abgeschlossen wurden, beträgt der Anteil der fix verzinsten Verbindlichkeiten per 31.12.2006 37 % vom Portfolio und jener der variablen 63 %. Nach Platzierung der Hybrid-Anleihe ergibt sich wieder ein deutlich höherer fixer Anteil. Der Großteil der Finanzierungen ist in Euro denominiert. Wienerberger betrachtet das bilanzielle Währungsrisiko anhand der Nettorisikoposition in den wichtigsten Währungen (USD, CHF, CZK, GBP, PLN) und sichert diese auf Basis von monatlichen Stresstests mittels Devisenswaps ab. Da die Risikoposition sowohl Eigen- als auch Fremdkapitalanteile enthält, ist eine Zuordnung zu den Finanzverbindlichkeiten nicht sinnvoll.

Treasury Kennzahlen 2005 2006
Net Debt / EBITDA 2,2 2,5
EBITDA / Zinsergebnis 9,9 9,8
EBIT / Zinsergebnis 6,2 6,2
FFO (1) / Net Debt 31 % 28 %
RCF (2) / Net Debt 16 % 21 %

1) Funds from Operations; Net Debt ohne Konzernsaldo aus Finanzierung, erhöht um Pensions- und Operational Leasing Verbindlichkeiten

2) Retained Cash-flow; Net Debt ohne Konzernsaldo aus Finanzierung, erhöht um Pensions- und Operational Leasing Verbindlichkeiten

Cash-flow

Durch das operative Ergebniswachstum konnte der Cash-flow aus dem Ergebnis gegenüber dem Vorjahr um 8 % auf 370,8 Mio. € gesteigert werden. Unter Berücksichtigung des Zahlungsmittelabflusses durch den vorwiegend wachstumsbedingten Aufbau an Working Capital wurde ein Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit von 351,6 Mio. € (Vorjahr: 250,2 Mio. €) erwirtschaftet. 66

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Starker Anstieg des Free Cash-flow durch bessere Ergebnisund Working-Capital-Entwicklung

Der Cash-flow aus Investitionstätigkeit erreichte -509,7 Mio. €. Der Free Cash-flow (Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Cash-flow abzüglich Cash-flow aus Investitionstätigkeit zuzüglich Wachstumsinvestitionen) von 272,1 Mio. € (Vorjahr: 223,8 Mio. €) ist die Basis für eine Fortsetzung des zu einem wesentlichen Teil eigenfinanzierten Wachstums der Wienerberger Gruppe. Er stieg gegenüber dem Vorjahr aufgrund der höheren Ergebnisse und einer besseren Working Capital Entwicklung stark an. Im Finanzierungs-Cash-flow wurden 86,4 Mio. € für die Dividende des Geschäftsjahres 2005 von 1,18 € je Aktie aufgewendet. Der Cash-flow aus der Veränderung der verzinsten Verbindlichkeiten in Höhe von 217,3 Mio. € resultierte aus Darlehens- und Krediterhöhungen zur Finanzierung der Investitionen und zum Aufbau des Working Capital.

Cash-flow Statement 2005 2006
in Mio. € in Mio. €
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 250,2 351,6
Normalinvestitionen (Erhaltung, Rationalisierung, Umwelt) -88,2 -100,2
Bolt-on Projekte (Werksneubauten, -erweiterungen, kleine Übernahmen) -250,5 -334,7
Externe Projekte (Großakquisitionen) 0,0 -95,5
Devestitionen und Sonstiges 61,8 20,7
Cash-flow aus Investitionstätigkeit -276,9 -509,7
Wachstumsinvestitionen 250,5 430,2
Free Cash-flow 223,8 272,1

Investitionen

Für Investitionen wurden 530,4 Mio. € (Vorjahr: 338,7 Mio. €) aufgewendet. Davon entfielen 100,2 Mio. € (Vorjahr: 88,2 Mio. €) oder 58 % (Vorjahr: 56 %) der laufenden Abschreibungen auf Normalinvestitionen, also auf jenen Teil der Investitionen, der erforderlich ist, um die bestehenden Produktionskapazitäten aufrecht zu erhalten bzw. an den Stand der Technik anzupassen. 334,7 Mio. € (Vorjahr: 250,5 Mio. €) wurden für kleinere Übernahmen, Werksneu- und -ausbauten (Bolt-on Projekte) in bestehenden Märkten ausgegeben. Die Bolt-on Wachstumsinvestitionen waren 2006 gleichmäßig auf die Regionen Zentral-Osteuropa mit 32 %, Zentral-Westeuropa mit 25 % und Nord-Westeuropa mit 35 % verteilt. Die restlichen 8 % sind in den USA angefallen. Für die Großakquisition von Robinson Brick wurden 95,5 Mio. € investiert.

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen verteilen sich wie folgt auf die Anlagengruppen: Grundstücke und Gebäude mit 82,9 Mio. €, technische Anlagen und Maschinen mit 161,6 Mio. €, Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 11,7 Mio. € sowie Anlagen in Bau mit 136,2 Mio. €.

Entwicklung Anlagevermögen Immaterielles Sachanlagen Finanzanlagen Gesamt
in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. €
31.12.2005 563,9 1.540,1 128,1 2.232,1
Investitionen 1) 13,6 347,1 3,9 364,6
Konsolidierungskreisänderungen 85,4 47,6 0,1 133,1
Abschreibungen -8,8 -170,3 0,0 -179,1
Veräußerungen 0,3 -14,5 -4,9 -19,1
Währungsumrechung und Sonstiges -17,0 -8,8 25,8 0,0
31.12.2006 637,3 1.741,2 153,0 2.531,6

Investitionen

Gesamtinvestitionen 1) 2005 2006 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Zentral-Osteuropa 122,4 133,7 +9
Zentral-Westeuropa 61,9 101,0 +63
Nord-Westeuropa 113,6 151,7 +34
USA 39,5 142,0 +259
Beteiligungen und Sonstiges 1,3 2,0 +54
Wienerberger Gruppe 338,7 530,4 +57

1) Zugänge zu Sachanlagevermögen und immateriellem Vermögen inklusive Working Capital und Konsolidierungskreisänderungen bzw. Normalinvestitionen plus Wachstumsinvestitionen

Wienerberger Value Management

Im Mittelpunkt unserer Strategie steht die Steigerung des Unternehmenswertes. Für die interne operative Unternehmenssteuerung wird dazu eine cash-orientierte Vorsteuerrentabilität auf allen Unternehmensebenen berechnet. Spitzenkennzahlen sind der Cash-flow Return on Investment (CFROI = EBITDA / historisches Capital Employed zu Anschaffungskosten) und der Cash Value Added (CVA). Das CFROI-Modell ermöglicht es, die Unternehmensbereiche, unabhängig von der Altersstruktur der Werke, zu vergleichen. Als nachhaltiges Mindestrentabilitätsziel wurde für alle Unternehmensbereiche ein CFROI, bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge, von zumindest 12 % (= Hurdle Rate) fixiert. Für die Berechnung des CVA wird der jeweilige Bereichs-CFROI der internen Hurdle Rate von 12 % (= 10 % WACC vor Steuern + 2 % ökonomische Abschreibung) gegenübergestellt und mit dem historischen Capital Employed (CE) multipliziert. Der CVA zeigt die absolute, operative, zahlungswirksame Wertschaffung der Unternehmensbereiche.

Berechnung des Konzern-CFROI 2005 2006
EBITDA operativ 1) in Mio. € 428,4 471,9
Capital Employed in Mio. € 2.289,4 2.598,2
Kumulierte Abschreibungen in Mio. € 1.231,2 1.349,8
Historisches Capital Employed in Mio. € 3.520,6 3.948,0
CFROI in % 12,2 12,02)
CFROI 2006 nach Bereichen EBITDA 1) Hist. CE CFROI CVA
in Mio. € in Mio. € in % in Mio. €
Zentral-Osteuropa 158,1 1.084,5 14,6 28,0
Zentral-Westeuropa 96,1 724,9 13,3 9,1
Nord-Westeuropa 177,7 1.527,0 11,6 -5,5
USA 63,4 568,3 11,2 -4,8
Beteiligungen und Sonstiges 3) -23,4 43,3 -54,0 -28,6
Wienerberger Gruppe 471,9 3.948,0 12,0 2) -1,9 2)

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

2) bereinigt um die unterjährige Akquisition von Robinson Brick in den USA errechnet sich ein CFROI von 12,1 % bzw. ein CVA von 4,5 Mio. €

3) inklusive Holdingkosten

Steigerung des Unternehmenswertes im Mittelpunkt der Strategie

Konzern-CFROI erreicht Hurdle Rate von 12 %

Zwei operative Segmente erfüllen Zielsetzung, USA aufgrund unterjähriger Robinson-Übernahme knapp darunter

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Ergebnis- und Bilanzanalyse Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service

Der Konzern-CFROI erreichte mit 12,0 % in 2006 exakt die Hurdle Rate. Aufgrund der Marktrückgänge und der unterjährigen Akquisition von Robinson Brick in den USA sowie gestiegener Energiekosten lag der CFROI leicht unter dem Wert des Vorjahres von 12,2 %. Bereinigt um die Robinson-Übernahme errechnet sich ein über der Benchmark liegender Konzern-CFROI von 12,1 % und in den USA von 12,3 %. Die Hurdle Rate von 12 % wurde im Bereich Nord-Westeuropa aufgrund von Kapazitätserweiterungen temporär und in den USA aufgrund der unterjährigen Akquisition knapp nicht erreicht. Zentral-Osteuropa und Zentral-Westeuropa lagen deutlich über der internen Benchmark.

Auf Konzernebene wird zusätzlich zum CFROI der Return on Capital Employed (ROCE) berechnet. Wir setzen dabei den Net Operating Profit After Tax (NOPAT) zum gesamten im Konzern eingesetzten verzinslichen Kapital (Capital Employed) in Beziehung. Daraus ist ersichtlich, in welchem Umfang Wienerberger den Verzinsungsanspruch ihrer Kapitalgeber erfüllt. Die durchschnittlichen Kapitalkosten des Konzerns nach Steuern werden aus den Mindestrenditen abgeleitet, die Anleger für das investierte Eigen- und Fremdkapital erwarten. Diese Kapitalkosten (WACC) ergeben sich aus den Fremdfinanzierungskosten und einer Risikoprämie für die Anlage in Aktien. Der WACC nach Steuern blieb mit 7,5 % auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr.

Der Net Operating Profit After Tax (NOPAT) stieg im Berichtsjahr um 13 % auf 229,0 Mio. €. Durch die Wachstumsinvestitionen wuchs das Capital Employed ebenfalls um 13 % auf 2.598,2 Mio. €. Der ROCE erreichte 8,8 % (Vorjahr: 8,9 %), woraus sich ein höherer EVA® von 34,1 Mio. € als im Vorjahr (31,8 Mio. €) errechnet. Bereinigt um die unterjährige Akquisition von Robinson errechnet sich ein ROCE von 9,1 % und ein EVA von 39,0 Mio. €.

Berechnung des Konzern-ROCE 2005 2006
EBIT operativ 1) in Mio. € 270,3 299,6
Steuern in Mio. € -54,8 -59,0
Bereinigte Steuern in Mio. € -12,0 -11,6
NOPAT in Mio. € 203,5 229,0
Eigenkapital und Minderheitenanteile in Mio. € 1.483,1 1.591,4
Finanzverbindlichkeiten und Finanzierungsleasing in Mio. € 1.186,5 1.402,8
Konzernforderungen und -verbindlichkeiten aus Finanzierung in Mio. € -9,9 -9,5
Liquide Mittel und Finanzanlagevermögen in Mio. € -370,3 -386,5
Capital Employed in Mio. € 2.289,4 2.598,2
ROCE in % 8,9 8,82)
Value Kennzahlen 2005 2006 2)
ROCE in % 8,9 8,8
EVA 3) in Mio. € 31,8 34,1
CFROI in % 12,2 12,0
CVA in Mio. € 5,9 -1,9

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

2) bereinigt um die unterjährige Akquisition von Robinson Brick in den USA errechnet sich ein ROCE von 9,1 % bzw. ein EVA von 39,0 Mio. €, ein CFROI von 12,1 % und ein CVA von 4,5 Mio. €

3) EVA ist eine eingetragene Marke von Stern Stewart & Co.

ROCE mit 8,8 % deutlich über WACC von 7,5 %

Negativer CVA von -1,9 Mio. € aufgrund der unterjährigen US-Akquisition von Robinson Brick

Einkauf

Strategische Einkaufsabteilung hilft Synergien in der Gruppe zu realisieren

Tonversorgung ist langfristig gesichert

Energiekosten

Neue Strompreis-Absicherungen getätigt

Verstärkte Transparenz durch Energiemanagement-Infosystem

Die rasante Expansion und dezentrale Struktur der Wienerberger Gruppe stellen hohe Anforderungen an unseren strategischen Einkauf. Ziel ist es, in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Einheiten Synergien zu identifizieren und durch koordiniertes Vorgehen auf den Beschaffungsmärkten zu realisieren. Die Effizienz und Bandbreite unserer Einkaufsleistungen werden dabei laufend verbessert bzw. erweitert.

Unser wichtigster Rohstoff ist Ton. Die Versorgung mit Ton ist für die absehbare Zukunft gesichert. Rund zwei Drittel der benötigten Tonreserven stehen im Eigentum der Gruppe, während der Rest durch langfristige Abbauverträge garantiert ist.

Die große Herausforderung für den Einkauf im Jahr 2006 waren die volatilen Energie- und Materialkosten. Nach 2005 sind auch 2006 die Energiepreise, insbesondere für Erdgas, weiter gestiegen. 2006 beliefen sich die Energiekosten der Gruppe auf 316,0 Mio. € oder 14,2 % vom Umsatz. Dies ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 65,6 Mio. € (+26 %), wovon 47 Mio. € aus Preiserhöhungen und 19 Mio. € aus zusätzlicher Produktionsmenge resultieren. Der preisbedingte Zuwachs ist vor allem auf die massiv gestiegenen Rohölpreise und die dadurch bedingten Preissteigerungen bei Erdgas und Strom zurückzuführen. Die Gesamtkosten verteilen sich zu 66 % auf Erdgas, 7 % Erdöl, 22 % Strom sowie 5 % Kohle und Sonstiges.

Durch regional variierende Absicherungsmechanismen bzw. Preisformeln sind die lokalen Energiemärkte unterschiedlichen Dynamiken ausgesetzt. Wir haben daher für die nicht regulierten Energiemärkte folgenden Leitfaden vorgegeben: eine Absicherung der Energiekosten von mindestens 75 % für die nächsten 6 Monate, 50 % für die nächsten 12 Monate und 25 % für die nächsten 24 Monate. Zur Optimierung des Energieeinkaufs analysieren bei Wienerberger Spezialisten die lokalen Preisentwicklungen und tätigen Abschlüsse für die benötigten Mengen. Die langfristige Strategie wird vom zentralen Einkauf in Abstimmung mit dem Risikomanagement des Konzerns unter Berücksichtigung von quartalsweisen "Cash-flow at Risk"-Berechnungen gesteuert. Im Rahmen einer roulierenden Planung werden abhängig von der Marktentwicklung Preise für Teilmengen bis zu zwei Jahre im Voraus fixiert. Bei Erdgas haben wir unseren Bedarf für die nächsten 12 Monate zu rund 65 % durch Fixpreisverträge abgesichert, 20 % beziehen wir in regulierten Märkten Zentral-Osteuropas, in denen Absicherungen nicht möglich sind (Preise werden vom Staat festgesetzt, orientieren sich aber an Weltmarktpreisen).

Bei Strom sind im Jahr 2006 langfristige Abnahmeverträge ausgelaufen, die Wienerberger in den letzten Jahren vergleichsweise günstigen Einkauf ermöglichten. Es wurden daher neue Verträge zu Marktkonditionen abgeschlossen, die unseren Strombedarf für die nächsten Jahre je nach Land bis zu 100 % absichern.

Auf Basis der bereits abgesicherten Mengen erwarten wir für 2007 preisbedingte Energiekostensteigerungen von insgesamt rund 30 Mio. € im Vergleich zu 2006. Energiekosten sind ein Schwerpunkt unseres Risikomanagements. Auch 2007 konzentrieren wir uns in diesem Bereich auf die Weiterentwicklung und Optimierung des Energiemanagement-Infosystems.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Einkauf Ausblick und Ziele Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service

Ausblick und Ziele

Der Ausblick für den Wohnungsneubau lässt für 2007 eine Fortsetzung der positiven Entwicklung des Vorjahres erwarten: Europa stark – USA schwach. Für Zentral-Osteuropa rechnen wir mit einem Anhalten des Wachstumstrends und einer starken Nachfrage nach Ziegel, insbesondere in Polen, Rumänien und Bulgarien. In Russland hat Wienerberger nach der Inbetriebnahme des ersten Werkes weitere Projekte in Angriff genommen, um eine relevante Position aufzubauen.Auch in Westeuropa gehen wir von einer positiven Entwicklung aus. In Belgien und Frankreich zeichnet sich erneut ein starker Wohnbau ab, und auch für die Niederlande und Großbritannien werden Zuwächse vom derzeit moderaten Niveau erwartet. Die zuletzt optimistische Stimmung in Deutschland lässt auf eine gute, zumindest aber stabile Nachfrage im laufenden Jahr schließen. Demgegenüber rechnen wir in den USA frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2007 mit einer Erholung des Wohnungsneubaus. Dafür müssen die aktuell hohen Bestände unverkaufter Häuser wieder ein vernünftiges Niveau von unter sechs Monaten erreichen. Die weitere Optimierung unserer Werksanlagen und die ganzjährige Konsolidierung von Robinson Brick wollen wir auch in den USA für weiteres Ergebniswachstum in 2007 nutzen.

Auf Basis unseres starken Wachstumsprogramms halten wir an der Zielsetzung eines im Vergleich zum Baustoffsektor überdurchschnittlichen Ergebniswachstums (das sind rund 10 %) fest.Wir gehen zwar von 30 Mio. € höheren Kosten aus den gestiegenen Energiepreisen und einem weiteren Marktrückgang in den USA aus, erwarten aber ein positives wirtschaftliches Umfeld in Europa. Unsere Expansionspläne sehen Bolt-on Wachstumsinvestitionen von zumindest 250 Mio. € vor.Weitere rund 130 Mio. € sind geplant, wenn die britische Wettbewerbsbehörde die Freigabe zur Übernahme von Baggeridge Brick erteilt. Rund 120 Mio. € erwarten wir an Normalinvestitionen für die Erhaltung bzw. Optimierung bestehender Anlagen, woraus sich ein Investitionsvolumen von insgesamt 500 Mio. € in 2007 ergeben könnte.

Umsatz Gesamtinvestitionen 2)
Umsatz- und Investitionsplanung 2006 Plan 2007 2006 Plan 2007
in Mio. € in Mio. € in Mio. € in Mio. €
Zentral-Osteuropa 616,0 695,5 133,7 160,0
Zentral-Westeuropa 469,2 512,1 101,0 40,0
Nord-Westeuropa 827,5 917,3 151,7 250,0
USA 349,5 407,9 142,0 45,0
Beteiligungen und Sonstiges 1) -37,2 -32,7 2,0 5,0
Wienerberger Gruppe 2.225,0 2.500,1 530,4 500,0

1) Konzerneliminierungen wurden diesem Segment zugeordnet

2) Gesamtinvestitionen beinhalten Wachstumsinvestitionen und Normalinvestitionen (Erhaltung, Optimierung, Umwelt)

Unser Ziel einer Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) von 10 % bis Ende 2007 werden wir voraussichtlich nicht erreichen, da wir unser Wachstumsprogramm weiter intensiviert haben. Wienerberger erwirtschaftet jedoch nachhaltig einen ROCE, der deutlich über den Kapitalkosten von 7,5 % liegt. Die Konzern-EBITDA-Marge sollte in den nächsten Jahren kontinuierlich von 21 auf 23 % steigen; die ursprünglich angestrebten 25 % haben wir aufgrund des forcierten Wachstums sowie der Investitionen in den US-Direktvertrieb (Handelsunternehmen mit geringeren Margen) angepasst.

Dieser Geschäftsbericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Wienerberger Gruppe und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken – wie die im Risikobericht angesprochenen – eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Mit diesem Geschäftsbericht ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien der Wienerberger AG verbunden.

Optimistischer Ausblick für Europa, weiterer Rückgang der US-Baubeginne erwartet

Ziel von überdurchschnittlichem Ergebniswachstum bestätigt und erneut ambitioniertes Wachstumsprogramm

ROCE liegt nachhaltig über den Kapitalkosten von 7,5 %

GESCHÄFTSBEREICHE

Werksstandorte und Marktpositionen

Wienerberger ist der einzige multinationale Anbieter von Ziegeln für Dach und Wand, mit derzeit insgesamt 259 Werken in 25 Ländern und 5 Exportmärkten. Wir konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen und verstärken laufend das geografische Portfolio. Dadurch gleichen sich Schwankungen in verschiedenen Märkten aus. Wir wollen nicht überall sein, sondern in jenen Märkten, in denen wir tätig sind, starke Marktpositionen aufbauen. Dabei gilt unser Augenmerk der weiteren Expansion nach Osten sowie der Optimierung im Westen.

Wienerberger Märkte in USA

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Werksstandorte und Marktpositionen Konzernabschluss

Service

Sehr gute Ergebnisentwicklung in Zentral-Osteuropa, vor allem im zweiten Halbjahr

Deutliches Umsatzund Ergebniswachstum in Polen

Zentral-Osteuropa

Im Segment Zentral-Osteuropa werden unsere Ziegel- und Dachaktivitäten in Österreich und Osteuropa sowie die Unternehmensbeteiligungen Semmelrock (Flächenbefestigungen, 75%-Beteiligung, voll konsolidiert), Bramac (Betondachsteine, 50%-Beteiligung, quotal konsolidiert) und Tondach Gleinstätten (Tondachziegel, 25%-Beteiligung, at-equity konsolidiert) erfasst. Der Umsatz des Segments konnte um 21 % auf 616,0 Mio. € gesteigert werden, das EBITDA um 16 % auf 158,1 Mio. €. Bis auf Tschechien, die Slowakei und Kroatien wurden aus allen Ländern Ergebnissteigerungen gemeldet. Nach Rückgängen im Vorjahr konnten wir 2006 auch in Polen und Ungarn sowie bei Bramac und Semmelrock beachtliche Verbesserungen erzielen. Diesem Segment sind 2006 rund 28 % des Umsatzes und 34 % des EBITDA der Gruppe zuzuschreiben.

Zentral-Osteuropa 2005 2006 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 507,3 616,0 +21
EBITDA 1) in Mio. € 136,7 158,1 +16
EBIT1) in Mio. € 87,0 103,3 +19
CFROI 1) in % 13,9 14,6 -
CVA 1,2) in Mio. € 18,5 28,0 +51
Gesamtinvestitionen in Mio. € 122,4 133,7 +9
Capital Employed in Mio. € 569,5 624,3 +10
Mitarbeiter 4.767 4.612 -3
Absatz Hintermauerziegel 3) in Mio. NF 3.387 3.931 +16
Absatz Flächenbefestigung in Mio. m2 6,63 7,97 +20
Absatz Betondachsteine 4) in Mio. m2 15,83 18,43 +16

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

2) Hurdle Rate = 12 %

3) die Mengen 2005 wurden zur besseren Vergleichbarkeit ohne Spezialprodukte dargestellt;

daraus ergeben sich Unterschiede zu den im Vorjahr ausgewiesenen Absatzmengen

4) Absatzmenge nicht anteilig, sondern zu 100 % dargestellt

Polen (5 % vom Konzernumsatz)

Nach einer deutlichen Eintrübung im Vorjahr verzeichnete Polen 2006 einen massiven Anstieg der Baubeginne um über 30 %, wobei sich der Trend zum Mehrfamilienhaus erneut verstärkte. Die Marktschwäche des Vorjahres konnten wir im Februar zur Übernahme von zwei Ziegelwerken im südpolnischen Krakau nutzen. Dank der verbesserten Präsenz werden unsere hochwertigen Hintermauerziegel nunmehr flächendeckend von lokalen Standorten ausgeliefert. 2006 haben wir auch dazu genutzt, notwendige Preiserhöhungen bei Hintermauerziegel umzusetzen. Trotz der witterungsbedingten Verzögerung des Saisonstarts und temporärer Werksstillstände konnten wir die Absatzmenge in allen Produktbereichen (Hintermauer, Vormauer, Tondach) erhöhen und eine deutliche Ergebnisverbesserung erzielen. Polen ist für uns ein wichtiger Wachstumsmarkt, da sich der Wohnungsneubau im Vergleich zu Westeuropa noch immer auf niedrigem Niveau bewegt. Um unsere Kapazitäten der starken Nachfrage anzupassen, haben wir den Betrieb der beiden im Jahr 2005 stillgelegten Werke Lajsi und Osiek wieder aufgenommen und werden die Kapazität anderer Standorte erhöhen. In Abhängigkeit von der allgemeinen Marktentwicklung gehen wir von weiteren Umsatz- und Ergebnissteigerungen im laufenden Jahr aus.

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Tschechien (4 % vom Konzernumsatz)

Nach einem geringen Wachstum in 2005 stiegen die Baubeginne 2006 in Tschechien um rund 8 %. Gleichzeitig nahmen die Importe aus den Nachbarländern Deutschland und Österreich zu und führten zu einer Verschärfung des Wettbewerbs und des Preisdrucks. Überaus positiv entwickelte sich die Absatzmenge der Planziegel-Produktlinie. Mit der Inbetriebnahme einer weiteren Planziegelschleifanlage am Standort Tunechody haben wir diesem Trend Rechnung getragen. Trotz der laufenden Anstrengungen zur Optimierung der Herstellkosten konnte das Rekordergebnis des Vorjahres nicht eingestellt werden. Für 2007 gehen wir von einem leichten Anstieg der Wohnbautätigkeit aus, gleichzeitig wird sich jedoch der Wettbewerb aufgrund durchgeführter Kapazitätssteigerungen bei Substitutionsprodukten intensivieren. Durch Fokussierung auf hochwertige Produktlinien mit ausgeprägten Wärme- und Schallschutzeigenschaften ist es das Ziel, unsere Marktposition und das hohe Ergebnisniveau zu halten.

Ungarn (3 % vom Konzernumsatz)

Die Wohnbautätigkeit war in Ungarn auch 2006 von der Streichung staatlicher Förderungen geprägt, verzeichnete aber nach Rückgängen zu Jahresbeginn in der zweiten Jahreshälfte einen temporären Nachfrageanstieg. Ausgelöst wurde dieses unerwartete Zwischenhoch durch die Einführung einer Kapitalertragssteuer, die vermehrte Investitionen in Immobilien zur Folge hatte. Der Nachfrageanstieg im Inland sowie der massive Ausbau der Exporte nach Rumänien und Bulgarien führten zu einer deutlichen Steigerung der Absatzmenge. Bei unverändert aggressivem Wettbewerb konnte mit der Forcierung höherwertiger Produkte das Preisniveau angehoben werden, womit in Summe eine markante Umsatz- und Ergebnisverbesserung erreicht wurde. Für 2007 erwarten wir keine Nachfrageimpulse im Inland, werden jedoch unsere Exporte nach Rumänien und Bulgarien weiter ausbauen und um die Ukraine ergänzen. Die Abgrenzung vom Mitbewerb erfolgt über die Forcierung der hochwertigen Produktlinien – eine Strategie, mit der wir trotz weiterer Energiepreissteigerungen und des erwarteten Marktrückgangs das Ertragsniveau halten wollen.

Rumänien (2 % vom Konzernumsatz)

Entsprechend der allgemeinen wirtschaftlichen Dynamik und begünstigt durch die positive Wirtschaftsstimmung im Vorfeld des EU-Beitritts verzeichnete der Wohnbausektor in Rumänien 2006 einen Anstieg um rund 20 %. Im Rahmen dieses positiven Umfeldes konnte Wienerberger starke Mengen- und moderate Preissteigerungen umsetzen und die Importe aus Ungarn nochmals stark aufstocken. Nach der totalen Werksrekonstruktion am Standort Sibiu haben wir bereits mit dem Bau einer weiteren Produktionsstätte in Triteni Cluj gestartet und werden im Werk Gura Ocnitei Maßnahmen zur Leistungsoptimierung vornehmen. In Summe konnten dank des Mengenwachstums und höherer Preise sowohl der Umsatz als auch das operative Ergebnis deutlich verbessert werden. Um auch in den Folgejahren vom hohen Potenzial dieses Marktes zu profitieren, prüfen wir laufend weitere Standorte. Die Inbetriebnahme des Werkneubaus in Triteni Cluj ist für das vierte Quartal 2007 geplant. Ziel ist es, in 2007 erneut starke Umsatz- und Ergebnissteigerungen zu realisieren.

Österreich (2 % vom Konzernumsatz)

Der österreichische Wohnungsneubau verzeichnete 2006 zwar einen leichten Anstieg der Baubeginne, war jedoch weiterhin von Überkapazitäten geprägt. Unterstützt durch die erfolgreiche Produktlinie Porotherm Planziegel und die Übernahme des Hintermauerziegelwerks im niederösterreichischen Blindenmarkt konnte die Absatzmenge im Inland erhöht werden, während der Importdruck verhindert weitere Ergebnisverbesserung in Tschechien

Umsatz- und Ergebnisverbesserung dank hoher Exportleistungen in Ungarn

Kapazitätsausbau und starke Ergebnisverbesserung in Rumänien

Umsatz- und Ergebnisverbesserung in Österreich durch Absatzsteigerung

Export rückläufig war. Trotz gestiegener Herstellkosten und einer Werksschließung wurde das operative Ergebnis insbesondere durch notwendige Preiserhöhungen gesteigert. Für 2007 rechnen wir mit geringfügig besseren Rahmenbedingungen. In Kombination mit der optimierten Werksstruktur und einer höheren Auslastung wollen wir die Absatzmenge steigern und eine weitere Ergebnisverbesserung erzielen.

Slowakei (1 % vom Konzernumsatz)

Bei einer weiteren Zunahme der Wohnbauaktivitäten um 17 % verstärkte sich 2006 der Wettbewerbsdruck in der Slowakei durch zunehmende Importe der Mitbewerber aus Polen und Ungarn. Trotzdem konnte Wienerberger die Absatzmenge der Planziegel-Produktlinie erhöhen und ihren Fokus auf höherwertige Produkte mit der Markteinführung des hochwärmedämmenden Porotherm S.i Ziegels fortsetzen.Temporäre Stilllegungen der Werke in Boleraz und Ruzomberok wurden zum Abbau der Lagerstände in Kauf genommen, führten in Kombination mit höheren Herstellkosten zu einem rückläufigen Ergebnis, das jedoch unverändert auf zufriedenstellendem Niveau liegt. Bei Fortsetzung des Wachstumstrends im Wohnbau und nach Abschluss der Optimierungsarbeiten im Werk Ruzomberok rechnen wir für 2007 mit einer Ergebnisverbesserung.

Kroatien/Bosnien und Slowenien (2 % vom Konzernumsatz)

Obwohl die von Kroatien ausgehenden Exportleistungen nach Bosnien 2006 zurückgingen, konnten wir dank der verbesserten Inlandsnachfrage die Absatzmenge erhöhen. Positiv auf die Produktqualität wirkten sich die Optimierungsmaßnahmen des Werkes in Karlovac aus, wogegen aufgrund einer Verschiebung im Produktmix hin zu klassischen Ziegeln ein Ergebnisrückgang hingenommen werden musste. Durch den Markteintritt eines neuen Mitbewerbers erwarten wir für 2007 eine Verschärfung des Wettbewerbs. Wir rechnen trotzdem mit Ergebniswachstum, das von der steigenden Bautätigkeit in Zagreb und der Küstenregion ausgehen sollte und werden uns im laufenden Jahr auf höherwertige Produkte konzentrieren.

Aufgrund der stabilen Nachfrage in Slowenien wurden 2006 die Exporte nach Italien und Kroatien forciert, womit in Summe eine markante Absatz- und Ergebnissteigerung erzielt werden konnte. Für 2007 gilt es produktseitig den höheren Anforderungen hinsichtlich Wärmeisolierung und Erdbebensicherheit zu entsprechen, um weiteres Wachstum generieren zu können.

Russland und Bulgarien (neue Märkte)

Die Wohnbautätigkeit in Russland konzentriert sich auf Ballungszentren sowie wirtschaftlich starke Regionen und verzeichnete 2006 einen zweistelligen Anstieg. Um von dieser Wachstumsdynamik zu profitieren, haben wir im November die erste Ausbaustufe unseres Werkes Kiprewo, 120 km nordöstlich von Moskau, in Betrieb genommen. Das Werk befindet sich derzeit in der Anlaufphase, notwendige Optimierungsmaßnahmen und der Sortimentsaufbau sind im Gange. Nach deren Abschluss rechnen wir mit ersten positiven Ergebnisbeiträgen im laufenden Jahr. Weiters konzentrieren wir uns in 2007 auf den Werksneubau im Großraum Kazan und prüfen die Realisierung der zweiten Ausbaustufe in Kiprewo.

Intensiver Wettbewerb verhindert Ergebnissteigerung in der Slowakei

Kroatien, aber Ergebnis unter dem Vorjahr

Höhere Absätze in

Ergebnissteigerung in Slowenien

Werkseröffnung und Standortsicherung in Russland

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Im Februar 2006 konnte Wienerberger mit dem Kauf eines Ziegelunternehmens in Lukovit, 120 km nordöstlich von Sofia, den bislang nur über Importe belieferten Markt Bulgarien auch operativ erschließen. Nach dem Aufbau der lokalen Organisation und der zügigen Realisierung des Werksneubaus ist die Inbetriebnahme der Presse für Mitte 2007 geplant. Mit über 70 % Marktanteil ist der Hintermauerziegel das mit Abstand wichtigste Baumaterial im bulgarischen Wohnungsneubau, womit wir optimale Wachstumspotenziale vorfinden. Mittelfristig ist es unser Ziel, eine flächendeckende Präsenz in Bulgarien aufzubauen.

Semmelrock Flächenbefestigungen (4 % vom Konzernumsatz)

Unser Spezialist für hochwertige Flächenbefestigungen aus Beton konnte 2006 seine Marktstellung in allen osteuropäischen Regionen ausbauen und eine massive EBITDA-Steigerung erzielen. Einzig in Österreich war ein Ergebnisrückgang zu verzeichnen. Mit der Einführung neuer Produkte und optimierten Vertriebsstrukturen rechnen wir jedoch in 2007 mit einer Trendumkehr. In Ungarn erwies sich die strategische Positionierung im hochwertigen Produktsegment als richtig und führte in Kombination mit der Optimierung des neuen Standortes Miskolc sowie dem Ausbau des Händlernetzes zu einer deutlichen Absatz- und Ergebnissteigerung. In der Slowakei konnte die Marktstellung ausgebaut und die Effizienz des Produktionsstandortes in Sered verbessert werden. In Polen waren die Kapazitäten der drei Standorte voll ausgelastet und wir haben den Marktanteil weiter ausgebaut sowie ein deutlich höheres Ergebnis erzielt. In Kroatien wurde dank des vergrößerten Vertriebsnetzes die Marktführung übernommen. Mit der Übernahme von Colorbeton schaffte Semmelrock in Tschechien den Markteintritt und konzentriert sich in 2007 auf Effizienzsteigerungen in Produktion und Vertrieb. Der Werksneubau im Großraum Bukarest (Rumänien) wurde 2006 abgeschlossen und gleichzeitig die Organisations- und Vertriebsstrukturen vorbereitet. Semmelrock konzentriert sich auch in 2007 auf die Fortsetzung der Osteuropa-Expansion, laufende Produkt- und Kostenoptimierungen sowie weitere Ergebnissteigerungen.

Bramac Betondachsteine (3 % vom Konzernumsatz)

Im Jahr 2006 konnte Bramac (50 % Beteiligung, quotal konsolidiert) ihre Marktstellung in allen angestammten Märkten Zentral-Osteuropas ausbauen und dank der erfolgreichen Weiterentwicklung des Produktportfolios erneut Umsatz- und Ergebnissteigerungen erzielen. Besonders erfreulich war die Entwicklung in Rumänien und Bulgarien. Darauf aufbauend wird Bramac in 2007 das Werk Silistra in Bulgarien ausbauen und die Vorbereitungen für einen weiteren Standort im Großraum Sofia treffen. In Rumänien ist der Neubau einer zweiten Produktionsstätte nahe Bukarest geplant, um von der anhaltenden Wachstumsdynamik künftig noch stärker zu profitieren. Auf Basis der positiven Entwicklung in Zentral-Osteuropa wird für 2007 eine neuerliche Ergebnissteigerung angestrebt.

Tondach Gleinstätten AG (at-equity konsolidiert)

Im Jahr 2006 konnte Tondach Gleinstätten, als 25 %-Beteiligung im Konzernabschluss der Wienerberger Gruppe at-equity konsolidiert, ihre Marktstellung vor allem in Tschechien, der Slowakei und Mazedonien ausbauen und Exportstrukturen nach Bulgarien errichten. Aufgrund der hohen Investitionen war das operative Ergebnis leicht rückläufig. Nach dem Ausbau der Produktionslinien in Serbien während des vergangenen Jahres soll in 2007 die Kapazitätssteigerung des kroatischen Werkes Dakovo abgeschlossen und das Werk Sibiu in Rumänien erweitert werden.

Werksneubau und Organisationsaufbau in Bulgarien

Ergebnisverbesserung und Stärkung der Marktposition von Semmelrock

Bramac profitiert von Wachstumsdynamik in Bulgarien und Rumänien

Modernisierung und Kapazitätsausbau bei Tondach Gleinstätten

Zentral-Westeuropa

Wachstumsstärkstes Segment durch Erholung des Baumarktes in Deutschland

Deutliche Erholung der Bautätigkeit in Deutschland in 2006

Ausbau der Marktstellung durch Akquisitionen

Der Geschäftsverlauf des Segments Zentral-Westeuropa, das unsere Ziegel- und Dachaktivitäten in Deutschland, Italien und der Schweiz erfasst, profitierte 2006 vom Aufwind in Deutschland und von der anhaltend positiven Entwicklung in der Schweiz. In Italien war hingegen ein Absatzrückgang zu verzeichnen. Der Segmentumsatz stieg unterstützt durch Erstkonsolidierungen in Deutschland um 22 % auf 469,2 Mio. € und das EBITDA um 23 % auf 96,1 Mio. €. Auf Zentral-Westeuropa entfallen 21 % des Umsatzes und 20 % vom EBITDA der Gruppe.

Zentral-Westeuropa 2005 2006 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 385,4 469,2 +22
EBITDA 1) in Mio. € 78,0 96,1 +23
EBIT1) in Mio. € 43,3 59,1 +36
CFROI 1) in % 12,1 13,3 -
CVA 1,2) in Mio. € 0,7 9,1 >100
Gesamtinvestitionen in Mio. € 61,9 101,0 +63
Capital Employed in Mio. € 396,3 453,8 +15
Mitarbeiter 2.002 2.151 +7
Absatz Hintermauerziegel 3) in Mio. NF 1.811 1.849 +2
Absatz Vormauerziegel 3) in Mio. WF 155 197 +27
Absatz Tondachziegel 3) in Mio. m2 5,38 9,25 +72

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

2) Hurdle Rate = 12 %

3) die Mengen 2005 wurden zur besseren Vergleichbarkeit ohne Spezialprodukte dargestellt;

daraus ergeben sich Unterschiede zu den im Vorjahr ausgewiesenen Absatzmengen

Deutschland (14 % vom Konzernumsatz)

Nach mehrjährigen Rückgängen verzeichnete der Wohnungsneubau in Deutschland 2006 mit +4 % einen Aufschwung, der durch Vorzieheffekte vor der Abschaffung der Eigenheimzulage und der Anhebung des Mehrwertsteuersatzes ab 2007 unterstützt wurde.Auch die Renovierung (+7 %) und der Wirtschaftsbau (+7 %) haben sich besser entwickelt als erwartet.

Wienerberger konnte durch vier Akquisitionen ihre Marktpositionen weiter verstärken. Im Segment Vormauerziegel haben wir das Unternehmen Knabe im Großraum Bremen erworben. Mit der Übernahme des Pflasterklinkerproduzenten Penter in Niedersachsen wurden wir zum deutschen Marktführer in diesem Produktbereich. Bei Tondachziegel erreichten wir mit der Übernahme der zwei Standorte Bogen und Straubing in Bayern nur wenige Jahre nach dem Markteintritt den Aufbau einer flächendeckenden Präsenz. Alle übernommenen Werke ergänzen unser Standortkonzept in optimaler Weise und führten zu einem Ausbau des jeweiligen Sortiments. Wir haben 2006 begonnen, aus den Dachaktivitäten ein homogenes Unternehmen zu formen und erwarten daraus weitere Ergebnisverbesserungen für die Zukunft.

Ergebnisverbesserungen in allen Produktbereichen

Im Geschäftsfeld Hintermauerziegel (rund 60 % des Umsatzes) konnten die Durchschnittspreise dank eines höherwertigen Produktmixes leicht verbessert werden. Die Absatzmenge stieg aufgrund der stärkeren Inlandsnachfrage aber auch dank des Exportwachstums weiter an. Ein verbessertes, aber nach wie vor unbefriedigendes Ergebnis wurde im Segment Vormauerziegel und

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Pflasterklinker (ca. 10 % des Umsatzes) erzielt. Im Produktbereich Tondachziegel (rund 30 % vom Umsatz) fruchteten die eingeleiteten Integrations- und Restrukturierungsmaßnahmen und ermöglichten einen signifikanten Turnaround im EBITDA. In Summe konnten wir 2006 in Deutschland einen markanten Ergebnisanstieg erzielen, der nicht nur aus Akquisitionen resultierte, sondern auch organisch bedingt war.

Unsere Markterwartungen für 2007 sind vorsichtig optimistisch. Bei einer positiven Entwicklung des mehrstöckigen Wohnbaus und des Wirtschaftsbaus könnte im Segment der Ein- und Zweifamilienhäuser ein leichter Rückgang eintreten, es ist aber auch ein positiverer Trend denkbar. Eine erlösorientierte Absatzpolitik sowie weitere Optimierungsmaßnahmen im Hinblick auf Produktallokation und Herstellkosten wollen wir nach den Akquisitionen des letzten Jahres im Vormauer- und Tondachziegelgeschäft für weitere Ergebnissteigerungen in 2007 nutzen.

Italien (3 % vom Konzernumsatz)

Der Wohnungsneubau in Italien entwickelte sich 2006 konform zur schwachen Konjunktur und die Baubeginne gingen um rund 3 % zurück. Der insgesamt geringeren Absatzmenge konnten wir durch Preiserhöhungen und Absatzsteigerungen von höherwertigen Produkten entgegenwirken. Mit der im Vorjahr begonnenen Produktion am Standort Feltre haben wir den Anteil der Planziegel gesteigert, ein Ergebnisrückgang vom hohen Vorjahresniveau war jedoch nicht zu verhindern. Neben Produktanpassungen hinsichtlich Erdbebensicherheit und Wärmeisolierung bildete die Installation der Schnelltrockneranlage im Werk Feltre den Investitionsschwerpunkt 2006. Der italienische Ziegelmarkt wird auch 2007 von Überkapazitäten geprägt sein. Zur Absicherung der Ertragssituation legen wir den Fokus auf höherwertige Produkte und die weitere Optimierung unserer Kostenstrukturen.

Schweiz (3 % vom Konzernumsatz)

Mit einem weiteren leichten Wachstum im Wohnbau zeigte der Markt in der Schweiz 2006 abermals eine solide Entwicklung. Wir konnten sowohl bei Hintermauerziegel wie auch Dämmstoffen (Handelsware) deutliche Mengenzuwächse erzielen. Im Geschäftsfeld Tondachziegel wurde hingegen ein Absatzrückgang zugunsten von Preiserhöhungen in Kauf genommen. Insgesamt haben wir erneut eine Ergebnisverbesserung erreicht. Für 2007 erwarten wir eine den Marktverhältnissen entsprechende stabile Ertragsentwicklung auf hohem Niveau.

Ziel 2007: weitere Ergebnisverbesserung in Deutschland

Preisdruck durch schwächere Nachfrage und Überkapazitäten in Italien

Wiederholt positive Ergebnisentwicklung in der Schweiz

Wachstumsmotor der vergangenen Jahre mit erneuter Ergebnissteigerung

Erfreuliche Ergebnisverbesserung in Belgien durch Mengen- und Preiserhöhung

Nord-Westeuropa

Im Geschäftsbereich Nord-Westeuropa sind unsere Ziegel- und Dachaktivitäten in Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Großbritannien, Skandinavien, Finnland und dem Baltikum zusammengefasst. Mit der weiteren Stärkung unserer Marktstellung durch Bolt-on Projekte in allen Produktbereichen, der guten Wohnbauentwicklung in Belgien und Frankreich sowie einer zufriedenstellenden Performance in Großbritannien konnten wir den Umsatz um 11 % auf 827,5 Mio. € und das EBITDA um 8 % auf 177,7 Mio. € steigern. Auf das Segment Nord-Westeuropa entfallen damit 37 % des Umsatzes und 38 % des EBITDA.

Nord-Westeuropa 2005 2006 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 747,9 827,5 +11
EBITDA 1) in Mio. € 165,3 177,7 +8
EBIT1) in Mio. € 109,2 116,1 +6
CFROI 1) in % 12,1 11,6 -
CVA 1,2) in Mio. € 0,9 -5,5 >100
Gesamtinvestitionen in Mio. € 113,6 151,7 +34
Capital Employed in Mio. € 952,9 1.058,9 +11
Mitarbeiter 4.203 4.213 0
Absatz Hintermauerziegel 3) in Mio. NF 1.026 1.196 +17
Absatz Vormauerziegel 3) in Mio. WF 1.634 1.691 +3
Absatz Tondachziegel 3) in Mio. m2 11,84 12,60 +6

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

2) Hurdle Rate = 12 %

3) die Mengen 2005 wurden zur besseren Vergleichbarkeit ohne Spezialprodukte dargestellt;

daraus ergeben sich Unterschiede zu den im Vorjahr ausgewiesenen Absatzmengen

Belgien (10 % vom Konzernumsatz)

Der Bausektor in Belgien setzte 2006 die starke Entwicklung des Vorjahres mit +9 % im Wohnungsneubau und +2 % im Renovierungssegment fort. Sowohl bei Hintermauerziegel wie auch bei Vormauer- und Dachziegel konnten wir deutliches Mengenwachstum verzeichnen und gestiegene Herstellkosten zum Teil durch Preiserhöhungen abfedern. Auf der Produktionsseite wurden mit der Übernahme des Hintermauerziegelwerkes Ampe im Großraum Gent, dem Ausbau des Dachziegelwerkes Pottelberg und der Installation von zwei neuen Öfen im Vormauer- und Dachziegelbereich die Kapazitäten weiter gesteigert. Zusätzlich hat unsere Tochtergesellschaft in Belgien ein Projekt zur Entwicklung von speziellen Rauchgasreinigungsanlagen für die keramische Industrie gestartet. Auf der Absatzseite haben wir die Vertriebsstrukuren durch zwei neue "Showrooms" gestärkt. Die Expansions- und Optimierungsmaßnahmen ermöglichten ein zufriedenstellendes Umsatz- und Ergebniswachstum trotz deutlich höherer Energiekosten. Auch für 2007 rechnen wir wieder mit einem positiven Marktumfeld und streben in Abhängigkeit von der Entwicklung der Energiepreise eine weitere Ergebnisverbesserung an.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Nord-Westeuropa Konzernabschluss Service

Niederlande (9 % vom Konzernumsatz)

Der Wohnungsneubau in den Niederlanden war 2006 von einem kontinuierlichen Anstieg der Baugenehmigungen geprägt. Auch die Fertigstellungen erreichten + 5 %, obwohl es zu Engpässen bei Dämmmaterialien und Facharbeitern kam. Im Gegensatz zu dieser positiven Entwicklung stagnierte das Ziegelmarktvolumen, was auf eine Verlagerung weg vom Einfamilienhausbau hin zu Apartmenthäusern und Sozialbauten, in denen weniger Ziegel Verwendung finden, zurückzuführen war. In Kombination mit der Schließung eines alten Werkes in 2005 hat dies nur zu geringfügig höheren Umsätzen bei Vormauerziegel geführt. Im Geschäftsfeld Dachziegel konnten hingegen eine deutliche Absatzsteigerung realisiert und die gestiegenen Energiepreise durch Preiserhöhungen nahezu ausgeglichen werden. Stärkerer Wettbewerb verhinderte bei Pflasterklinker eine vergleichbare Entwicklung. Bei einem marginalen Preisanstieg ging die Absatzmenge leicht zurück. In Summe konnte Wienerberger in 2006 ein leichtes Ergebnisplus ausweisen. Mit einer Verdoppelung der Kapazitäten am Standort Kijfwaard West haben wir 2006 die Marktführung bei Pflasterklinker weiter gestärkt. Ausgebaut wurden auch die Kapazitäten der Dachziegelwerke in Tegelen und des Hintermauerziegelwerkes Brunssum. Aufbauend auf diesen Maßnahmen und in Erwartung eines positiven Marktumfeldes streben wir für 2007 eine Ergebnissteigerung in den Niederlanden an.

Frankreich (7 % vom Konzernumsatz)

Der Wohnungsneubau in Frankreich profitierte 2006 vom positiven wirtschaftlichen Umfeld sowie niedrigen Zinsen und erreichte mit 2 % weiterem Wachstum das höchste Niveau seit mehr als 20 Jahren. Bei Hintermauer- und Dachziegel konnten wir dank dieses guten wirtschaftlichen Umfeldes sowie weiteren Marktanteilsgewinnen die Absatzmengen deutlich erhöhen. Bei Vormauerziegel wirkten sich die Stilllegung des Werkes in Wizernes und der Umbau des Standortes Angervilliers zum Hintermauerziegelwerk nachteilig auf das Absatzvolumen aus. Die Neuausrichtung von Angervilliers wurde so wie die Modernisierung des Standortes Seltz und der Ausbau des Tondachziegelwerkes Lantenne im Laufe des Jahres weitgehend abgeschlossen. Die gestiegenen Energiepreise haben wir durch Preiserhöhungen kompensiert, womit in Summe eine erfreuliche Ergebnisverbesserung möglich war. Mit der mehrheitlichen Übernahme des Unternehmens Bar konnten wir unsere Position im Vormauerziegelmarkt festigen. Unterstützt von den Investitionen der Vergangenheit wollen wir 2007 vom unverändert positiven Marktumfeld profitieren und zielen auf eine weitere Ergebnissteigerung ab.

Großbritannien (6 % vom Konzernumsatz)

Der Ziegelmarkt in Großbritannien verzeichnete 2006 bedingt durch eine weitere Verschiebung vom Einfamilienhaus hin zu Apartmenthäusern sowie die deutlich geringere Renovierungstätigkeit einen Rückgang um 6 %. Temporäre Werksschließungen zu Jahresbeginn waren die Folge. Zusätzlich sollte diese Maßnahme die extrem hohen Energiepreise während des Winters 2005/2006 vermeiden. Wienerberger konnte nach der Umrüstung des Werkes Ewhurst sowie dem Ausbau in Warnham Marktanteile zurückgewinnen. Zur Verbesserung der Lieferbedingungen wurde der Standort Smeed Dean um Lagerkapazitäten für das wachsende Volumen importierter Tondachziegel erweitert. Preiserhöhungen waren aufgrund der schwächeren Nachfrage nur schwer umzusetzen, bedingt durch höhere Absatzmengen vor allem im Niedrigpreissegment, flexiblen Gaseinkauf und Kostenoptimierung konnten wir dennoch eine Ergebnisverbesserung erreichen. Marktanteilsgewinne durch Kapazitätserhöhungen in den Niederlanden

Ausbau der Marktanteile und Ergebnissteigerung in Frankreich

Ergebnissteigerung trotz Nachfragerückgang in Großbritannien

Abschluss der Übernahme von Baggeridge angestrebt

Erhöhung der Kapazitäten und Ergebnisanstieg in Nordeuropa

Ergebnisrückgang in Finnland, Ausbau der Marktstellung im Baltikum

Überzeugt vom langfristigen Wachstumspotenzial Großbritanniens haben wir im August 2006 ein öffentliches Übernahmeangebot für die börsenotierte Baggeridge Brick PLC angekündigt. Die hierfür erforderliche Entscheidung der britischen Wettbewerbsbehörde wird für Mai 2007 erwartet. Mit vier Werken in den Midlands und einem im Süden Englands würde die Zusammenführung von Baggeridge mit Wienerberger eine nationale Präsenz am britischen Vormauerziegelmarkt ermöglichen.Auch ohne diese Akquisition streben wir in 2007 eine weitere Umsatz- und Ergebnisverbesserung an.

Skandinavien (2 % vom Konzernumsatz)

In Dänemark konnten wir 2006 in einem guten Marktumfeld sowohl die Absatzmenge als auch das Preisniveau deutlich verbessern. Aufgrund einer notwendigen Firmenwertabschreibung war das Ergebnis jedoch leicht rückläufig. Für 2007 wurden Investitionen in den Standorten Pedershvile und Petersminde vorbereitet. In Norwegen war die allgemeine Bautätigkeit 2006 unverändert hoch, die Ziegelnachfrage ging jedoch leicht zurück. In Schweden hat Wienerberger die Kapazitäten der Werke Haga und Sköldinge ausgebaut.Aufgrund der starken Nachfrageentwicklung und erfolgreicher Preiserhöhungen konnte eine Ergebnisverbesserung erzielt werden.

Finnland und Baltikum (1 % vom Konzernumsatz)

In Finnland konnten 2006 bei stabilen Marktverhältnissen die Dachziegelabsätze durch Importe ausgebaut werden, aufgrund höherer Marketing- und Vertriebskosten war jedoch ein Ergebnisrückgang zu verzeichnen. In den baltischen Staaten wurden die Absatzmengen aller Produktgruppen gesteigert und das Vormauerwerk in Aseri, Estland, erfolgreich in Betrieb genommen. Mit der Errichtung eines neuen Standortes für Hintermauerziegel wollen wir unsere Marktstellung im Baltikum weiter verstärken. Wir gehen von einer Fortsetzung der regen Wohnbautätigkeit aus und rechnen 2007 mit einer deutlichen Absatz- und Ergebnisverbesserung.

USA

Starker Rückgang der Baubeginne führt zu geringerem Absatz und Ergebnis

Ausgehend von einem absoluten Rekordwert im Vorjahr ist der Wohnungsneubau in den USA um 13 % auf rund 1,8 Mio. Einheiten in 2006 stärker zurückgegangen als erwartet. Nach einem guten Jahresbeginn war ab April ein sich verstärkender Nachfragerückgang in allen Regionen des Landes von zeitweise bis zu -30 % auf Monatsbasis erkennbar – besonders ausgeprägt in Midwest, einem für uns wichtigen Absatzmarkt. Unsere Tochtergesellschaft General Shale entwickelte sich besser als der Gesamtmarkt und wies zum Jahresende einen Rückgang der Absatzmenge um 10 % aus. Dank der erfolgreichen Übernahme von Robinson Brick im Juni konnten wir dennoch ein Umsatzplus von 4 % auf 349,5 Mio. € erzielen. Das operative EBITDA ging bedingt durch geringere Kapazitätsauslastungen sowie höhere Vertriebs- und Integrationskosten um 5 % auf 63,4 Mio. € zurück. In den USA erwirtschafteten wir 16 % des Umsatzes und 13 % vom Konzern-EBITDA.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Nord-Westeuropa USA

Konzernabschluss Service

EBITDA-Marge in %

Ausbau der Produktionskapazitäten und Stärkung des Direktvertriebs

Übernahme von Robinson Brick bedeutet Markteintritt im Westen der USA

Trotz Marktrückgang Umsatz- und Ergebnissteigerung für 2007 angestrebt

USA 2005 2006 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 337,2 349,5 +4
EBITDA 1) in Mio. € 66,4 63,4 -5
EBIT1) in Mio. € 51,8 48,2 -7
CFROI 1) in % 14,1 11,2 -
CVA 1,2) in Mio. € 9,7 -4,8 >100
Gesamtinvestitionen in Mio. € 39,5 142,0 >100
Capital Employed in Mio. € 345,0 437,6 +27
Mitarbeiter 2.194 2.483 +13
Absatz Vormauerziegel in Mio. WF 1.241 1.140 -8

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

2) Hurdle Rate = 12 %

Aufgrund von Lieferengpässen in der Vergangenheit und des langfristigen Potenzials aus dem US-Bevölkerungswachstum erhöhte General Shale in den vergangenen Jahren die Produktionskapazitäten mehrerer Standorte. In Louisville (Kentucky), Brickhaven (North Carolina), Roanoke und Marion (Virginia) sowie Rome (Georgia) wurden zusätzliche Kapazitäten von insgesamt 240 Mio. Ziegeleinheiten geschaffen. Dies dient dem Aufbau von Großstandorten zur Optimierung der Herstellkosten. In absatzschwächeren Zeiten ist die Schließung von kleineren Werken vorgesehen. In Umsetzung dieser Strategie haben wir in 2006 das Werk Lee County (North Carolina) vorübergehend stillgelegt und die Produktion zum effizienteren Standort Brickhaven verlagert. Geschlossen wurde auch das veraltete Ziegelwerk in Darlington, Pennsylvania. Am Standort Moncure ist ein neues Betonsteinwerk in Betrieb gegangen, das die wachsende Nachfrage nach diesen Produkten in North und South Carolina abdecken wird. Unserer Strategie zum Ausbau des Direktvertriebes folgend, konnte General Shale mit Curley Building Materials in Indianapolis (Indiana) und Modern Concrete in Louisville (Kentucky) zwei Fachhandelsunternehmen erwerben.

Mit der Übernahme von Robinson Brick hat Wienerberger im Berichtsjahr ihre US-Präsenz Richtung Westen ausgedehnt. Neben einem leistungsstarken Ziegelwerk in Denver betreibt das Unternehmen drei Betonsteinfabriken sowie 17 Vertriebszentren in sieben Staaten westlich des Mississippi. Synergien erschließt diese Akquisition vor allem hinsichtlich Herstellkostenoptimierung, Vertriebsstrukturen und Cross-Selling-Möglichkeiten durch unterschiedliche Produktsortimente.

Für 2007 gehen wir von einem weiteren Rückgang der Baubeginne aus. Eine Erholung könnte frühestens in der zweiten Jahreshälfte einsetzen, nachdem sich der hohe Bestand unverkaufter Häuser wieder normalisiert hat. Wienerberger ist auf dieses Szenario vorbereitet, hat ihre Produktionskapazitäten angepasst und strebt – unterstützt durch die ganzjährige Konsolidierung von Robinson Brick sowie Herstellkostenoptimierungen in den neuen Werken – Umsatz und Ergebnissteigerungen an.

Beteiligungen und Sonstiges

Zusammenfassung der Nicht-Kernaktivitäten und Holdingkosten in diesem Segment

Negative Ergebnisse durch Ausweis der Segment

Holdingkosten in diesem

Rekordergebnis von Pipelife nach erfolgreicher Optimierung in den Vorjahren

Verwertung von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Beteiligungen und Vermögenswerten

Der Bereich Beteiligungen und Sonstiges enthält die Aktivitäten der Wienerberger Gruppe außerhalb des Kerngeschäftes: Pipelife Kunststoffrohre (50/50 Joint-venture mit Solvay), Immobilien sowie die Konzernzentrale. Die Pipelife Gruppe hat sich in den vergangenen Jahren zu einem unabhängigen Unternehmen mit eigenständigem Management entwickelt. Sie wird daher als Finanzbeteiligung at-equity konsolidiert und ist in den operativen Ergebnissen dieses Geschäftsbereiches nicht enthalten.

Der Umsatz des Segments stieg um 7 % auf 21,7 Mio. € und das EBITDA ging um 30 % auf -23,4 Mio. € zurück. Das Umsatzwachstum ist auf die Erhöhung der weiterverrechneten Konzerndienstleistungen an die operativen Tochtergesellschaften sowie höhere Umsätze der Wienerberger Ofenkachel GmbH & Co. KG zurückzuführen. Die negativen Ergebnisse resultieren aus der Berücksichtigung der Holdingkosten in diesem Segment.

Beteiligungen und Sonstiges 2005 2006 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 20,2 21,7 +7
EBITDA 1) in Mio. € -18,0 -23,4 -30
EBIT1) in Mio. € -21,0 -27,1 -29
Capital Employed in Mio. € 25,8 23,6 -9
Mitarbeiter 161 180 +12

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

Die Pipelife Gruppe, der viertgrößte Erzeuger von Kunststoffrohrsystemen in Europa, hat sich in 2006 erneut sehr erfreulich entwickelt und die Rekordergebnisse des Vorjahres weiter verbessert. Ein gutes wirtschaftliches Umfeld in Europa, die in den Vorjahren durchgeführten Optimierungen sowie die Einführung einer Reihe innovativer Produkte führten erneut zu Umsatz- und Ergebnissteigerungen. Der Konzernumsatz erreichte 784 Mio. € und lag damit um 10 % über dem Vorjahr, das EBITDA stieg um 7 % auf 80,2 Mio. €. Starkes Wachstum konnte Pipelife in Nordeuropa, dem Baltikum sowie den neuen EU-Ländern, in Russland und dem Balkan erwirtschaften, während die Nachfrage in Westeuropa stabil blieb. Die Kunststoffrohraktivitäten in den USA folgten gegen Jahresende dem Einbruch des Wohnungsneubaus und mussten Ergebnisrückgänge hinnehmen. Im abgelaufenen Jahr hat Pipelife mit zwei Akquisitionen in Belgien und den Niederlanden sowie der Eröffnung einer Vertriebsniederlassung in Bulgarien wichtige Wachstumsschritte für die Zukunft gesetzt. Die Strategie des Unternehmens konzentriert sich auf den Ausbau der Marktpositionen und der geografischen Präsenz in Europa. Für 2007 wird eine Wiederholung der Rekordergebnisse 2006 als ambitionierte Zielsetzung eingeschätzt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir im Rahmen unserer Strategie zur Konzentration auf das Kerngeschäft die Wienerberger Ofenkachel GmbH & Co. KG an einen strategischen Partner verkauft. Zusätzlich wurde eine große Liegenschaft im Süden Wiens veräußert, woraus ein Buchgewinn von 5,1 Mio. € entstand, der als nicht-wiederkehrender Ertrag ausgewiesen ist und die nicht-wiederkehrenden Aufwendungen aus Werksschließungen von 7,1 Mio. € weitgehend ausgleicht. Unsere Politik zur Realisierung nicht-betriebsnotwendiger Vermögenswerte dient der Refinanzierung des Kerngeschäftes und wird konsequent weiter verfolgt. Aktuell bewerten wir die verbleibenden nicht-betriebsnotwendigen Liegenschaften mit 40 Mio. €.

KONZERNABSCHLUSS

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Beteiligungen und Sonstiges Konzernabschluss Inhaltsverzeichnis

Service

Inhalt

85 Konzernabschluss
86 Gewinn- und Verlustrechnung
87 Cash-flow Statement
88 Bilanz
89 Entwicklung des Eigenkapitals
90 Anlagenspiegel
92 Segmentberichterstattung
94 Konzernanhang
94 Allgemeine Erläuterungen
94 Grundlagen (1)
94 Konsolidierungskreis (2)
96 Erwerbe und Veräußerungen (3)
97 Konsolidierungsmethoden (4)
98 Währungsumrechnung (5)
99 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (6)
103 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
103 Umsatzerlöse (7)
103 Materialaufwand und Abschreibungen (8)
104 Personalaufwand (9)
105 Mitarbeiter (10)
105 Sonstige betriebliche Aufwendungen (11)
106 Sonstige betriebliche Erträge (12)
106 Überleitung Ergebnis nach Umsatzkosten- und Gesamtkostenverfahren (13)
106 Nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge (14)
107 Zinsergebnis (15)
107 Sonstiges Finanzergebnis (16)
107 Ertragsteuern (17)
108 Ergebnis je Aktie, Vorschlag für die Gewinnverteilung (18)
109 Erläuterungen zum Cash-flow Statement
109 Cash-flow aus Investitionstätigkeit (19)
110 Erläuterungen zur Bilanz
110 Anlagevermögen (20)
111 Vorräte (21)
112 Forderungen und sonstige Vermögenswerte (22)
112 Konzerneigenkapital (23)
113 Rückstellungen (24)
114 Rückstellungen für Pensionen (25)
116 Rückstellungen für latente Steuern (26)
117 Verbindlichkeiten (27)
118 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse (28)
118 Finanzinstrumente
118 Finanzinstrumente (29)
120 Derivative Finanzinstrumente (30)
120 Risikobericht
123 Sonstige Angaben
123 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (Nachtragsbericht) (31)
124 Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen (32)
124 Aktienoptionsplan (33)
127 Konzernunternehmen
131 Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

132 Jahresabschluss der Wienerberger AG

Gewinn- und Verlustrechnung

2006 2005
Anmerkung in TEUR in TEUR
(7) Umsatzerlöse 2.225.040 1.954.571
(8, 9, 13) Herstellungskosten -1.403.704 -1.210.986
Bruttoergebnis vom Umsatz 821.336 743.585
(8, 9, 13) Vertriebskosten -409.921 -369.778
(8, 9, 13) Verwaltungskosten -129.290 -109.524
(11) Sonstige betriebliche Aufwendungen -33.285 -25.554
(12) Sonstige betriebliche Erträge 54.271 31.556
(8) Firmenwertabschreibung -3.534 0
Operatives Betriebsergebnis vor nicht-wiederkehrenden Posten 299.577 270.285
(14) Nicht-wiederkehrende Abschreibungen und Vorsorgen aus Restrukturierungen -7.141 -11.365
(14) Nicht-wiederkehrende Erträge 5.056 10.637
Betriebsergebnis nach nicht-wiederkehrenden Posten 297.492 269.557
Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen 26.154 29.513
(15) Zinsergebnis -48.167 -43.426
(16) Sonstiges Finanzergebnis 1.860 -4.377
Finanzergebnis -20.153 -18.290
Ergebnis vor Ertragsteuern 277.339 251.267
(17) Ertragsteuern -58.998 -54.834
Ergebnis nach Ertragsteuern 218.341 196.433
davon Ergebnis der Minderheiten 2.395 2.080
davon Ergebnis der Muttergesellschaft 215.946 194.353
(18) Bereinigtes Ergebnis je Aktie vor nicht-wiederkehrenden Posten (in EUR) 3,02 2,67
(18) Ergebnis je Aktie (in EUR) 2,95 2,66
(18) Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 2,94 2,64
(18) Vorgesehene bzw. ausbezahlte Dividende je Aktie (in EUR) 1,30 1,18

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil dieser Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Gewinn- und Verlustrechnung Cash-flow Statement

Service

Cash-flow Statement

2006 2005
Anmerkung in TEUR in TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 277.339 251.267
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 172.323 158.124
Nicht-wiederkehrende Abschreibungen aus Restrukturierungen 6.741 1.591
Zuschreibungen auf das Anlagevermögen -1.541 -598
Veränderungen langfristiger Rückstellungen 2.929 12.994
Ergebnisübernahme aus assoziierten Unternehmen -26.154 -29.513
Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen -13.183 -17.691
Zinsergebnis 48.167 43.426
Gezahlte Zinsen -80.273 -55.878
Erhaltene Zinsen 30.305 23.751
Gezahlte Ertragsteuern -45.873 -44.352
Cash-flow aus dem Ergebnis 370.780 343.121
Veränderungen Vorräte -34.836 -45.672
Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -20.592 -9.580
Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 40.342 2.643
Veränderungen übriges Netto-Umlaufvermögen -3.769 -40.474
Währungsumrechnungsbedingte Veränderung von Nicht-Fondspositionen -326 206
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 351.599 250.244
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 29.206 61.398
Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen -360.659 -278.628
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -3.946 -233
Veränderung Wertpapiere -5.118 438
Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen -169.743 -60.035
Netto-Einzahlungen aus Unternehmensveräußerungen 574 157
(19) Cash-flow aus Investitionstätigkeit -509.686 -276.903
Veränderung langfristiger Finanzverbindlichkeiten -293.242 437.047
Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten 510.536 -190.195
Gezahlte Dividende Wienerberger AG -86.415 -78.040
Gezahlte Dividende und Kapitaländerungen bei Minderheitenanteilen 840 2.464
Dividendenausschüttungen aus assoziierten Unternehmen 3.676 2.004
Kapitalerhöhung Wienerberger AG 0 0
Einzahlung aus der Ausübung von Aktienoptionen 5.268 5.364
Erwerb eigener Aktien -8.892 -21.326
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit 131.771 157.318
Veränderung des Zahlungsmittelbestandes -26.316 130.659
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Zahlungsmittelbestand -29 2.725
Zahlungsmittelbestand am Anfang der Periode 219.876 86.492
Zahlungsmittelbestand am Ende der Periode 193.531 219.876

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil dieses Konzern-Cash-flow Statements.

Bilanz

Anmerkung 31.12.2006
in TEUR
31.12.2005
in TEUR
Aktiva
(20) Immaterielles Anlagevermögen 637.346 563.906
(20) Sachanlagen 1.712.395 1.507.125
(20) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 28.773 32.984
(2, 20) Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 129.389 106.503
(20) Übrige Finanzanlagen 23.652 21.566
(26) Latente Steuern 61.442 61.355
Langfristiges Vermögen 2.592.997 2.293.439
(21) Vorräte 509.843 445.879
(22) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 222.325 184.407
(22) Sonstige kurzfristige Forderungen 115.632 103.567
(29, 30) Wertpapiere 40.004 22.402
Zahlungsmittel 193.531 219.876
Kurzfristiges Vermögen 1.081.335 976.131
Summe Aktiva 3.674.332 3.269.570
Passiva
Gezeichnetes Kapital 74.168 74.168
Kapitalrücklagen 415.052 415.052
Gewinnrücklagen 1.174.075 1.031.209
Eigene Anteile -30.269 -28.133
Unterschiedsbetrag Währungsumrechnung -69.019 -38.909
Anteile im Fremdbesitz 27.436 29.717
(23) Eigenkapital 1.591.443 1.483.104
(24, 25) Personalrückstellungen 73.024 75.671
(24, 26) Latente Steuerrückstellungen 110.569 105.318
(24) Sonstige langfristige Rückstellungen 58.090 53.463
(27, 29) Langfristige Finanzverbindlichkeiten 798.128 1.091.366
(27) Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 48.278 51.102
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 1.088.089 1.376.920
(24) Sonstige kurzfristige Rückstellungen 46.425 39.234
(27, 29) Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 606.613 97.873
(27) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 200.328 150.712
(27) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 141.434 121.727
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 994.800 409.546
Summe Passiva 3.674.332 3.269.570

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil dieser Konzernbilanz.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Bilanz Entwicklung des Eigenkapitals

Service

Entwicklung des Eigenkapitals

Gezeichnetes Kapital- Gewinn- Eigene Unterschieds
betrag
Währungs-
Minder
in TEUR Kapital rücklagen rücklagen Anteile umrechnung heiten Gesamt
Stand 31.12.2004 74.168 415.052 962.644 -13.327 -105.502 34.178 1.367.214
Konzernergebnis bzw.
Minderheitenergebnis
194.353 2.080 196.433
Dividendenauszahlungen -78.040 -2.467 -80.507
Währungsumrechnung 63.790 1.147 64.937
Währungsumrechnung
von assoziierten Unternehmen
2.803 2.803
Hedging Reserven -47.635 15 -47.620
Kapitalerhöhungen bzw.
-herabsetzungen
2.356 2.356
Zugang/Abgang Minderheitenanteil -7.562 -7.562
Veränderung eigener Anteile -1.156 -14.806 -15.962
Aufwand Aktienoptionspläne 1.250 1.250
Übrige Veränderungen -208 -30 -238
Stand 31.12.2005 74.168 415.052 1.031.209 -28.133 -38.909 29.717 1.483.104
Konzernergebnis bzw.
Minderheitenergebnis
215.946 2.395 218.341
Dividendenauszahlungen -86.415 -910 -87.325
Währungsumrechnung -29.816 322 -29.494
Währungsumrechnung
von assoziierten Unternehmen
-294 -294
Hedging Reserven 12.520 44 12.564
Kapitalerhöhungen bzw.
-herabsetzungen
1.750 1.750
Zugang/Abgang Minderheitenanteil -5.840 -5.840
Veränderung eigener Anteile -1.488 -2.136 -3.624
Aufwand Aktienoptionspläne 2.181 2.181
Übrige Veränderungen 122 -42 80
Stand 31.12.2006 74.168 415.052 1.174.075 -30.269 -69.019 27.436 1.591.443

Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil dieser Konzern-Eigenkapitalentwicklung.

Anlagenspiegel

Stand
1.1.2006
Veränderung
Konsolidie-
rungskreis
Währungs-
änderungen
Zugänge Abgänge Umbu-
chungen
Stand
31.12.2006
532.040 84.632 -16.437 7.598 0 0 607.833
50.552 598 100 5.962 841 -291 56.080
582.592 85.230 -16.337 13.560 841 -291 663.913
861.609 27.488 -93 55.381 20.907 29.942 953.420
1.647.641 15.671 -11.116 145.930 21.692 64.260 1.840.694
91.044 1.009 -349 10.723 3.481 -4.960 93.986
96.607 1.908 -2.452 134.263 231 -96.010 134.085
2.696.901 46.076 -14.010 346.297 46.311 -6.768 3.022.185
55.709 0 -416 802 20.983 7.059 42.171
65.631 688 -204 0 0 0 66.115
5.557 -607 -2 3.756 4.281 0 4.423
20.050 -12 -14 190 123 0 20.091
25.607 -619 -16 3.946 4.404 0 24.514
3.426.440 131.375 -30.983 364.605 72.539 0 3.818.898
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen Anschaffungs- oder Herstellungskosten
in TEUR Stand
1.1.2005
Veränderung
Konsolidie-
rungskreis
Währungs-
änderungen
Zugänge Abgänge Umbu-
chungen
Stand
31.12.2005
Firmenwert 490.568 9.726 23.334 8.428 16 0 532.040
Sonstiges immaterielles Anlagevermögen 43.980 -375 226 2.578 998 5.141 50.552
Immaterielles Anlagevermögen 534.548 9.351 23.560 11.006 1.014 5.141 582.592
Grundstücke und Bauten 783.907 13.767 15.759 24.109 13.975 38.042 861.609
Technische Anlagen und Maschinen 1.455.455 25.341 43.280 54.669 48.511 117.407 1.647.641
Betriebs- und Geschäftsausstattung 87.480 317 1.605 8.286 8.680 2.036 91.044
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 82.797 808 3.370 180.558 320 -170.606 96.607
Sachanlagen 2.409.639 40.233 64.014 267.622 71.486 -13.121 2.696.901
Als Finanzinvestitionen geh. Immobilien 79.637 0 259 0 32.167 7.980 55.709
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 62.938 -77 2.745 25 0 0 65.631
Beteiligungen an verbundenen Unternehmen 6.195 -610 0 201 229 0 5.557
Sonstige Beteiligungen 19.561 817 261 7 596 0 20.050
Übrige Finanzanlagen 25.756 207 261 208 825 0 25.607
3.112.517 49.714 90.839 278.861 105.492 0 3.426.440

Anmerkung:Durch maschinelle Rechenhilfen können Rundungsdifferenzen entstehen. Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil dieses Konzernanlagespiegels.

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Anlagenspiegel

Service

Abschreibungen

Veränderung
Stand
1.1.2006
Konsolidie-
rungskreis
Währungs-
änderungen
laufendes
Jahr
Zuschrei-
bungen
Abgänge Umbu-
chungen
Stand
31.12.2006
Bilanzwert
31.12.2006
Bilanzwert
31.12.2005
0 0 -34 3.534 0 0 0 3.500 604.333 532.040
18.686 -176 113 5.234 230 579 19 23.067 33.013 31.866
18.686 -176 79 8.768 230 579 19 26.567 637.346 563.906
257.066 -810 197 36.041 1 14.210 -1.771 276.512 676.908 604.543
873.413 -464 -3.804 124.349 1.309 20.359 2.491 974.317 866.377 774.228
59.092 -277 -146 9.812 1 3.444 -6.075 58.961 35.025 31.952
205 0 0 0 0 205 0 0 134.085 96.402
1.189.776 -1.551 -3.753 170.202 1.311 38.218 -5.355 1.309.790 1.712.395 1.507.125
22.725 0 -213 94 0 14.544 5.336 13.398 28.773 32.984
-40.872 -14 90 21 26.175 -3.676 0 -63.274 129.389 106.503
3.188 0 1 0 0 3.175 0 14 4.409 2.369
853 0 -2 0 3 0 0 848 19.243 19.197
4.041 0 -1 0 3 3.175 0 862 23.652 21.566
1.194.356 -1.741 -3.798 179.085 27.719 52.840 0 1.287.343 2.531.555 2.232.084

Abschreibungen

Veränderung
Stand
1.1.2005
Konsolidie-
rungskreis
Währungs-
änderungen
laufendes
Jahr
Zuschrei-
bungen
Abgänge Umbu-
chungen
Stand
31.12.2005
Bilanzwert
31.12.2005
Bilanzwert
31.12.2004
0 0 0 0 0 0 0 0 532.040 490.568
12.484 -218 122 3.571 1 244 2.972 18.686 31.866 31.496
12.484 -218 122 3.571 1 244 2.972 18.686 563.906 522.064
225.825 9 3.854 32.450 598 10.575 6.101 257.066 604.543 558.082
791.383 -205 20.246 113.293 0 41.165 -10.139 873.413 774.228 664.072
54.658 -210 834 10.113 0 7.372 1.069 59.092 31.952 32.822
205 0 0 5 0 2 -3 205 96.402 82.592
1.072.071 -406 24.934 155.861 598 59.114 -2.972 1.189.776 1.507.125 1.337.568
24.766 0 18 272 0 2.331 0 22.725 32.984 54.872
-13.390 85 -58 0 29.513 -2.004 0 -40.872 106.503 76.329
3.921 -744 -1 12 0 0 0 3.188 2.369 2.274
0 853 0 0 0 0 0 853 19.197 19.561
3.921 109 -1 12 0 0 0 4.041 21.566 21.835
1.099.851 -430 25.015 159.716 30.112 59.685 0 1.194.356 2.232.084 2.012.668

Segmentberichterstattung

Strategische Geschäftsfelder Zentral-Osteuropa Zentral-Westeuropa Nord-Westeuropa
in TEUR 2006 2005 2006 2005 2006 2005
Außenumsatz 606.726 502.958 453.716 378.211 805.867 727.555
Innenumsatz 9.281 4.320 15.496 7.198 21.680 20.377
Umsatz gesamt 616.007 507.278 469.212 385.409 827.547 747.932
EBITDA operativ 158.094 136.666 96.088 78.033 177.739 165.345
Abschreibungen 54.760 49.632 36.997 34.778 61.676 56.114
EBIT operativ 103.333 87.033 59.091 43.255 116.063 109.231
Ergebnisübernahme von assoziierten Unternehmen 3.498 5.028 0 364 -21 0
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 23.507 20.077 1.823 1.823 69 90
Fremdkapital 549.281 525.967 365.586 327.378 1.071.777 1.021.731
Capital Employed 624.259 569.505 453.823 396.293 1.058.900 952.855
Vermögen 1.052.288 872.918 650.291 552.466 1.620.210 1.517.959
Normalinvestitionen 28.028 22.799 18.991 15.047 34.230 36.161
Wachstumsinvestitionen 105.627 99.570 81.998 46.883 117.492 77.392
Mitarbeiter 4.612 4.767 2.151 2.002 4.213 4.203
Produkte Umsatz EBITDA operativ Vermögen
in TEUR 2006 2005 2006 2005 2006 2005
Hintermauerziegel 819.277 692.440 225.203 199.882 1.153.789 1.011.079
Vormauerziegel 810.743 778.636 135.769 138.407 1.194.563 992.005
Dachsysteme 461.880 371.207 113.589 89.791 753.888 714.964
Flächenbefestigungen 124.789 104.913 20.714 18.387 170.175 136.301
Sonstiges 8.351 7.375 -23.374 -18.070 401.917 415.221
Wienerberger Gruppe 2.225.040 1.954.571 471.901 428.397 3.674.332 3.269.570
Umsatz Zentral-Osteuropa Zentral-Westeuropa Nord-Westeuropa
in TEUR 2006 2005 2006 2005 2006 2005
Österreich 80.694 80.458
Tschechien 114.406 103.109
Ungarn 102.106 91.587
Polen 151.700 109.688
Sonstiges Osteuropa 157.833 118.133 15.840 9.082
Deutschland 311.450 234.963
Schweiz 72.141 70.878
Italien 70.523 72.827
Belgien 230.741 198.819
Niederlande 207.410 202.615
Frankreich 161.809 148.204
Großbritannien 127.243 114.571
Skandinavien und Finnland 63.258 55.083
USA
Wienerberger Gruppe 606.739 502.975 454.114 378.668 806.301 728.374

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Segmentberichterstattung Service

USA Beteiligungen und Sonstiges Konzern-Eliminierungen Wienerberger Gruppe
2006 2005 2006 2005 2006 2005 2006 2005
349.535 337.179 8.280 7.306 0 0 2.224.124 1.953.209
0 0 13.385 12.909 -58.926 -43.442 916 1.362
349.535 337.179 21.665 20.215 -58.926 -43.442 2.225.040 1.954.571
63.354 66.423 -23.374 -18.070 0 0 471.901 428.397
15.188 14.591 3.702 2.997 0 0 172.323 158.112
48.166 51.833 -27.076 -21.067 0 0 299.577 270.285
704 715 21.973 23.406 0 0 26.154 29.513
4.348 4.112 99.642 80.401 0 0 129.389 106.503
388.786 307.201 1.515.748 1.457.693 -1.808.289 -1.853.504 2.082.889 1.786.466
437.586 345.006 23.584 25.782 0 0 2.598.152 2.289.441
517.054 436.419 3.138.091 3.010.223 -3.303.602 -3.120.415 3.674.332 3.269.570
16.994 12.872 1.999 1.333 0 0 100.242 88.212
125.043 26.606 0 0 0 0 430.160 250.451
2.483 2.194 180 161 0 0 13.639 13.327
Capital Employed Gesamtinvestitionen
2006 2005 2006 2005
832.140 778.060 170.986 132.965
990.411 841.865 222.941 99.153
602.080 538.539 93.670 88.182
149.937 105.195 40.806 17.030
23.584 25.782 1.999 1.333
2.598.152 2.289.441 530.402 338.663
USA Beteiligungen und Sonstiges Wienerberger Gruppe
2006 2005 2006 2005 2006 2005
8.351 7.375 89.045 87.833
114.406 103.109
102.106 91.587
151.700 109.688
173.673 127.215
311.450 234.963
72.141 70.878
70.523 72.827
230.741 198.819
207.410 202.615
161.809 148.204
127.243 114.571
63.258 55.083
349.535 337.179 349.535 337.179
349.535 337.179 8.351 7.375 2.225.040 1.954.571

Konzernanhang

Berichterstattung nach International Financial Reporting Standards (IFRS)

Der Konzernabschluss ist in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Allgemeine Erläuterungen

1. Grundlagen

Wienerberger ist ein international tätiger Baustoffkonzern mit dem Sitz der Muttergesellschaft in Wien, Österreich. Die Geschäftsaktivitäten sind in fünf Bereiche eingeteilt: Zentral-Osteuropa, Zentral-Westeuropa, Nord-Westeuropa, USA sowie Beteiligungen und Sonstiges. Der Konzernabschluss der Wienerberger AG und ihrer Tochterunternehmen entspricht den für das Geschäftsjahr 2006 gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS). Die neuen IFRS 7 Financial Instruments: Disclosures (gültig ab 2007) sowie IFRS 8 Operating Segments (gültig ab 2009) werden nicht frühzeitig angewandt.

Die einbezogenen Abschlüsse aller nach nationalen Vorschriften prüfungspflichtigen oder freiwillig geprüften in- und ausländischen Unternehmen wurden von unabhängigen Wirtschaftsprüfern auf ihre Übereinstimmung mit IFRS geprüft. Die Jahresabschlüsse der im Rahmen der Voll- und Quotenkonsolidierung einbezogenen Unternehmen wurden auf der Grundlage historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung wurden einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Die detaillierte Darstellung erfolgt im Anhang.

2. Konsolidierungskreis

Eine Übersicht über die voll- und quotenkonsolidierten sowie at equity-bewerteten Unternehmen findet sich in der Beteiligungsliste am Ende des Anhangs.

In den Konzernabschluss 2006 sind inklusive der Wienerberger AG 13 (Vorjahr: 14) inländische und 108 (Vorjahr: 105) ausländische Tochterunternehmen einbezogen, die entweder von der Wienerberger AG kontrolliert werden oder an denen der Wienerberger AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Nicht konsolidiert werden 24 (Vorjahr: 33) verbundene Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Die Umsätze, Ergebnisse, Schulden und das Vermögen der nicht einbezogenen Tochterunternehmen entsprechen weniger als 2 % der jeweiligen Konzernwerte.

12 (Vorjahr: 12) Joint-venture Gesellschaften der Schlagmann und Bramac Gruppe, bei denen eine gemeinschaftliche Leitung vorliegt, werden anteilsmäßig konsolidiert.

Beteiligungen werden nach der Equity-Methode bilanziert, wenn die Wienerberger Gruppe zwischen 20 und 50 % der Anteile hält (assoziierte Unternehmen), sofern sie für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von wesentlicher Bedeutung sind. Vom gesamten Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten sieben Gesellschaften von 129.389 TEUR entfallen 96.993 TEUR auf die Pipelife Gruppe.

Der Konsolidierungskreis hat sich im Berichtsjahr 2006 folgendermaßen entwickelt:

Konsolidierungskreis Voll-
konsolidierung konsolidierung
Quoten- Equity
Bewertung
Stand 31.12.2005 119 12 7
Wechsel Einbeziehungsart 1 0 0
im Berichtsjahr erstmals einbezogen 14 0 1
im Berichtsjahr fusioniert/liquidiert -12 0 -1
im Berichtsjahr ausgeschieden -1 0 0
Stand 31.12.2006 121 12 7
davon ausländische Unternehmen 108 10 5

Die nachstehenden Angaben stellen die anteiligen Werte dar, mit denen sämtliche quotal konsolidierten Gemeinschaftsunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen werden:

in TEUR 2006 2005
Umsatzerlöse 104.904 89.144
EBITDA 24.768 20.826
Betriebsergebnis 19.426 15.817
Aktiva
in TEUR
31.12.2006 31.12.2005 Passiva
in TEUR
31.12.2006 31.12.2005
Langfristiges Vermögen 59.574 61.813 Eigenkapital 43.834 47.582
Kurzfristiges Vermögen 28.637 28.707 Langfristige Rückstellungen und
Verbindlichkeiten 16.600 16.041
Kurzfristige Rückstellungen und
Verbindlichkeiten 27.777 26.897
88.211 90.520 88.211 90.520

Folgende Angaben stellen die anteiligen Werte dar, die sich aus der Aggregation der nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen (vor allem Pipelife Gruppe und Tondach Gleinstätten Gruppe) ergeben:

in TEUR 2006 2005
Umsatzerlöse 440.487 404.457
EBITDA 51.130 49.548
Betriebsergebnis 33.460 31.374
Aktiva Passiva
in TEUR 31.12.2006 31.12.2005 in TEUR 31.12.2006 31.12.2005
Langfristiges Vermögen 131.594 130.863 Eigenkapital 121.737 102.306
Kurzfristiges Vermögen 180.045 162.527 Langfristige Rückstellungen und
Verbindlichkeiten
62.770 67.148
Kurzfristige Rückstellungen und
Verbindlichkeiten
127.132 123.936
311.639 293.390 311.639 293.390

3. Erwerbe und Veräußerungen

Folgende Akquisitionen des Jahres 2006 sind erstmals konsolidiert:

Name der Gesellschaft Anteil in % Name der Gesellschaft Anteil in %
Wienerberger Cermegad Sp. z. o.o. 100,00 Wienerberger Zeslawice Sp. z o.o. 59,34
Wienerberger Cegielnie Kraków S.A. 100,00 Uspeh AD 97,59
Bayrische Dachziegelwerke Bogen GmbH 100,00 Ampe Steenbakkerijen NV 100,00
Robinson Brick Company 100,00 Robinson Brick Company-Billings LLC 100,00
Robinson Brick Company-Block LLC 100,00 Robinson Brick Company-Aucutt's LLC 100,00
Robinson Brick Company-Northern LLC 100,00 Colorbeton a.s. 75,00
Curley Building Material, Inc. 100,00

Der Konsolidierungskreis änderte sich gegenüber dem 31.12.2005 durch folgende Erst- und Endkonsolidierungen:

Anfang Februar wurde die polnische Biegonice Gruppe mit zwei Hintermauerziegelwerken in Südpolen erworben. Mit 1.5.2006 wurden 100 % an der Bayrische Dachziegelwerke Bogen GmbH mit einem Dachziegelwerk in Deutschland sowie 100 % an der Ampe Steenbakkerijen NV mit einem Hintermauerziegelwerk in Belgien übernommen. Am 13.6.2006 ging die Kontrolle der Robinson Gruppe mit Sitz in Denver, Colorado, auf die Wienerberger Gruppe über. Der Kaufpreis betrug inklusive übernommener Schulden 95.547 TEUR. Robinson betreibt ein Vormauerziegelwerk, drei Betonsteinfabriken sowie mehrere Vertriebsniederlassungen im Westen der USA. Mit 1. Oktober wurden durch die zum Konzern gehörige Semmelrock Gruppe 100 % an der tschechischen Colorbeton a.s. , welche drei Produktionsstätten in Tschechien betreibt, gekauft.

Im Jahr 2006 hat es außer Akquisitionen (share deals) mehrere Käufe von Ziegelwerken (asset deals) gegeben. Mit 1.5.2006 wurde ein Hintermauerziegelwerk in Blindenmarkt, Österreich, mit 1.8.2006 zwei Dachziegelwerke von Jungmeier in Straubing, Deutschland, sowie mit Wirkung vom 1.12.2006 ein Pflasterklinkerwerk der Penter Klinker Klostermeyer KG in Bramsche, Deutschland, erworben. Die Effekte aus Anlagenkäufen werden nicht als Konsolidierungskreisänderungen, sondern als Anlagenzugänge gezeigt.

Erstmals vollkonsolidiert wurden im Jahr 2006 die bisher nicht konsolidierten ukrainischen Ziegelaktivitäten.

Mit Wirkung vom 17.8.2006 hat Wienerberger ein Übernahmeangebot für die Aktien der an der London Stock Exchange gelisteten Baggeridge Brick PLC angekündigt, das Angebot wird allerdings erst nach einer kartellrechtlichen Genehmigung der Transaktion wirksam. Baggeridge ist mit fünf Vormauerziegelwerken und 575 Mitarbeitern die Nummer 4 am britischen Markt und erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr (Bilanzstichtag 30.06.2006) 54.954 TGBP Umsatz sowie ein EBITDA von 7.663 TGBP. Auswirkungen auf den vorliegenden Abschluss ergeben sich daraus nicht.

Die Erstkonsolidierungen erhöhten für den Zeitraum 1.1.2006 bis 31.12.2006 anteilig mit 75.907 TEUR den Umsatz und mit 9.465 TEUR das EBITDA der Gruppe.

Die Umsatz- und Ergebnisauswirkung der erstmals ganzjährigen Vollkonsolidierung der von Müller Dachprodukte GmbH & Co. KG (mit 1. April 2005 erstkonsolidiert) sowie des Erwerbs von 100 % der Anteile an Petersminde Dänemark (im 3. Quartal 2005 erstkonsolidiert) wurden ebenfalls als Konsolidierungskreisänderung 2006 ausgewiesen.

Mit Wirkung zum 31.12.2006 wurden die Anteile an der Wienerberger Ofenkachel GmbH & Co KG verkauft und endkonsolidiert. Im vorliegenden Konzernabschluss ist das Unternehmen in der Gewinn- und Verlustrechung noch enthalten, nicht mehr jedoch mit seiner Bilanz zum 31.12.2006.

Die gesamten Konsolidierungskreisänderungen ergeben einen Netto-Effekt von 78.521 TEUR auf den Umsatz und von 8.639 TEUR auf das EBITDA.

Die Erstkonsolidierung für die erstmals einbezogenen Unternehmen erfolgte zum Erwerbszeitpunkt oder zum zeitnahen Bilanzstichtag, sofern sich daraus keine wesentlichen Auswirkungen gegenüber einem Einbezug ab dem Erwerbszeitpunkt ergaben.

Die Auswirkung der Konsolidierungskreisänderung auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Konzernbilanz stellt sich für 2006 (bzw. ab/im Erst- und Endkonsolidierungszeitpunkt) wie folgt dar:

in TEUR 2006
Umsatzerlöse 78.521
EBITDA 8.639
Betriebsergebnis 4.521
Aktiva Passiva
in TEUR 31.12.2006 in TEUR 31.12.2006
Langfristiges Vermögen 137.620 Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 4.737
Kurzfristiges Vermögen -113.774 Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 19.109
23.846 23.846

4. Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung bei voll- bzw. quotenkonsolidierten verbundenen Unternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Dabei wird dem jeweiligen Anschaffungswert das neu bewertete Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung gegenübergestellt (purchase accounting). Eine Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem neu bewerteten Eigenkapital wird, soweit identifizierbar, den Vermögensgegenständen zugerechnet; nach der Zurechnung verbleibende Firmenwerte, die dem Verkäufer nicht näher identifizierbare Marktchancen und Entwicklungspotenziale abgelten, werden in Landeswährung im zugehörigen Segment aktiviert (im Berichtsjahr 84.632 TEUR). Gemäß dem Standard IFRS 3 Business Combinations werden Firmenwerte aus Akquisitionen nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich einem Impairment-Test unterzogen und nur im Falle einer außerplanmäßigen Wertminderung abgeschrieben. Im Jahr 2006 wurden außerplanmäßige Wertminderungen in der Höhe von 3.534 TEUR im Segment Nord-Westeuropa erfasst.

Aus Konsolidierungskreisänderungen resultierten im Jahr 2006 passive Unterschiedsbeträge von 1.853 TEUR, welche ergebniswirksam ausgebucht wurden.

Für die nach der Equity-Methode einbezogenen assoziierten Unternehmen gelten die gleichen Eigenkapitalkonsolidierungsgrundsätze wie im Rahmen der Voll- und Quotenkonsolidierung. Bei den nach der Equity-Methode angesetzten Unternehmen werden die lokalen Bewertungsmethoden bei unwesentlichen Abweichungen beibehalten.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, andere Erträge und Aufwendungen aus der Verrechnung zwischen Unternehmen des Voll- und Quotenkonsolidierungskreises werden eliminiert. Abzinsungen und sonstige einseitig ergebniswirksame Buchungen werden ergebniswirksam ausgebucht. Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.

Aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr resultierende Zwischenergebnisse im Anlage- und Umlaufvermögen sind eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

5. Währungsumrechnung

Die Jahresabschlüsse ausländischer Gesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Bei sämtlichen Gesellschaften ist dies die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben. Abgesehen von den Eigenkapitalpositionen werden alle Bilanzpositionen mit dem Devisenmittelkurs zum 31.12.2006 umgerechnet. Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung werden als Vermögenswert in der lokalen Währung bilanziert und ebenfalls mit dem Devisenmittelkurs zum Konzernabschlussstichtag umgerechnet. Aufwands- und Ertragsposten werden mit Jahresdurchschnittskursen konvertiert.

Nicht realisierte Währungsumrechnungsdifferenzen aus langfristigen konzerninternen Gesellschafterdarlehen werden erfolgsneutral in den Unterschiedsbetrag Währungsumrechnung eingestellt.

Das währungsbedingte Translationsrisiko aus den amerikanischen, englischen und osteuropäischen Ziegelaktivitäten wird durch den Abschluss von Währungsswaps eingeschränkt. Dabei wird in Höhe der auf Fremdwährung lautenden Vermögenswerte ein Fremdwährungs-Euro Währungsswap abgeschlossen. Die Translationsrisiken aus den polnischen und englischen Ziegelaktivitäten sind durch den Abschluss von Währungsswaps und -termingeschäften zu 56 % bzw. 85 % abgedeckt, das Translationsrisiko aus US-Dollar basiertem Vermögen zu über 100 %.

Im Berichtsjahr wurden aktive Stichtagsumrechnungsdifferenzen von 30.110 TEUR (Vorjahr: -66.593 TEUR) ergebnisneutral in das Eigenkapital eingestellt. Die erfolgsneutrale Erfassung von Währungstransaktionen (Hedging-Transaktionen) erhöhte die Gewinnrücklagen um 12.520 TEUR. Währungsumrechnungsdifferenzen zwischen dem Stichtagskurs innerhalb der Bilanz und dem Durchschnittskurs innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung werden im Eigenkapital verrechnet.

Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt:

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Konzernanhang Service

Stichtagskurs Jahresdurchschnittskurs
in EUR 31.12.2006 31.12.2005 2006 2005
100 Britische Pfund 148,36795 145,92149 146,66586 146,22527
100 Dänische Kronen 13,41031 13,40393 13,40642 13,41948
100 Kroatische Kuna 13,60267 13,56677 13,65309 13,51375
100 Norwegische Kronen 12,14772 12,52348 12,42563 12,48323
100 Polnische Zloty 26,09263 25,90674 25,67042 24,85658
100 Rumänische Lei 29,57705 27,17244 28,38295 27,61400
100 Schwedische Kronen 11,06219 10,65133 10,81146 10,77407
100 Schweizer Franken 62,16586 64,30455 63,56688 64,58462
100 Slowakische Kronen 2,90318 2,63992 2,68810 2,59075
100 Slowenische Tolar 0,41729 0,41753 0,41737 0,41742
100 Tschechische Kronen 3,63769 3,44828 3,52978 3,35783
100 Ungarische Forint 0,39777 0,39546 0,37855 0,40313
100 US-Dollar 75,76906 84,76731 79,30057 80,36759

6. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31.12.2005 werden unverändert angewandt.

Wienerberger bilanziert gratis zugeteilte Emissionsrechte für CO2-Emissionen gemäß der EU-Emissionshandelsrichtlinie RL 2003/87/EG wie im Vorjahr auf Basis von IAS 20 und IAS 38 mit den Anschaffungskosten von Null. Systemkonform sind auch in der Gewinn- und Verlustrechnung nur Aufwendungen für notwendige Beschaffungen wegen zu geringer Zuteilung bzw. Erträge aus der Veräußerung überzähliger Emissionsrechte enthalten.

Das Cash-flow Statement wurde weiter aufgegliedert, um den Anforderungen des IAS 7 besser gerecht zu werden. Nunmehr wird vom Ergebnis vor Steuern ausgegangen. Zins- und Steuerzahlungen werden direkt im Cash-flow aus dem Ergebnis gezeigt. Die entsprechenden Anpassungen finden sich im Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit sowie im Finanzierungs-Cash-flow wieder. Die Vorjahreszahlen wurden in den entsprechenden Positionen angepasst.

Der Konzernabschluss wurde unter Beibehaltung folgender Grundsätze aufgestellt:

Ertrags- und Aufwandsrealisierung: Erträge aus Lieferungen werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.

Auftragslage: Angaben zur Auftragslage sind für die Beurteilung der Geschäftstätigkeit der Wienerberger AG irrelevant. Auf eine Darstellung wird daher verzichtet.

Immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagen: Erworbene immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare oder nutzungsbedingte (Tongruben) Abschreibungen, angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung und des Vertriebs werden nicht aktiviert. Bei wesentlichen Werksneubauten sind Fremdkapitalkosten für den Zeitraum der Errichtung aktiviert. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagengegenstände (Komponenten-Ansatz).

Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Produktionsgebäude (inkl. Lagerhallen) 25 Jahre Öfen und Trockner (Vormauerziegel) 10 – 20 Jahre
Verwaltungsgebäude 40 – 50 Jahre Sonstige Maschinen 5 – 15 Jahre
Wohngebäude 40 – 50 Jahre Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 – 10 Jahre
Öfen und Trockner (Hintermauerziegel und Dach) 8 – 15 Jahre Sonstiges immaterielles Anlagevermögen 3 – 10 Jahre

Über das Ausmaß der planmäßigen Abschreibung hinausgehende wesentliche und andauernde Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Reparaturkosten, die die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlängern, werden als laufender Aufwand gebucht. Bei Qualifikation einer Anlage als zur Veräußerung vorgesehen gemäß IFRS 5 wird die laufende Abschreibung ausgesetzt.

Werden Sachanlagen stillgelegt, verkauft oder aufgegeben, wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst, solange es sich in der Höhe um jährlich wiederkehrende vergleichbare Vorgänge handelt.

Gemietete Sachanlagen, die aus wirtschaftlicher Betrachtungsweise als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen sind (Finanzierungsleasing) werden in Übereinstimmung mit IAS 17 (Accounting for Leases) zu den Anschaffungskosten angesetzt, die im Falle des Kaufs angefallen wären. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer, oder wenn kürzer, über die Laufzeit des Leasingvertrags. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind passiviert.

Subventionen und Investitionszuschüsse (insbesondere deutsche Investitionszulage) werden passiviert und entsprechend der Nutzungsdauer des zugeordneten Vermögenswerts verbraucht.

Gemäß IAS 36 (Impairment of Assets) werden Vermögenswerte, bei denen Hinweise auf Wertminderungen vorliegen und deren Barwerte (Abzinsung mit WACC 7,5 %) der zukünftigen Einzahlungsüberschüsse unter den Buchwerten liegen, auf den Nutzwert oder einen möglichen Einzelveräußerungs- bzw. Liquidationswert abgeschrieben. In der Wienerberger Gruppe werden dabei in der Regel zusammengefasste Werkseinheiten als zahlungsmittelgenerierende Einheiten definiert. Die zukünftigen Einzahlungsüberschüsse basieren auf internen Planungen, welche detailliert für 2007 und mit geringen Vereinfachungen für die nachfolgenden drei Jahre 2008, 2009 und 2010 erstellt werden. Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft. Diese Erkenntnisse werden bei der Erstellung des nächsten Jahresplans berücksichtigt. Für die Jahre 2011 bis 2021 wird der Zahlungsüberschuss des Planjahres 2010 zugrunde gelegt. Die Berechnung des Barwertes der Zahlungsüberschüsse umfasst somit lediglich 15 Berichtsjahre.

Wesentlicher Faktor für den Nutzwert sind Annahmen über zukünftige lokale Markt- und Mengenentwicklungen. Der Nutzwertermittlung liegen deshalb Annahmen von Euroconstruct und Erfahrungswerte der Vergangenheit zugrunde, die mit Wirtschaftsforschern in den regionalen Märkten abgestimmt werden. Die Marktwachstumsraten können dabei im kurzfristigen, detailliert geplanten Zeitraum von vier Jahren in einzelnen Jahren zwischen –5 und +5 % liegen; nach den vier Jahren wird meist von durchschnittlichem Marktwachstum von 0 bis +2 % ausgegangen. Bei der Einschätzung der Kostenstrukturen wird dabei in der Regel von den Erfahrungswerten der Vergangenheit in der Wienerberger Gruppe ausgegangen und diese extrapoliert.

Bei Entfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen oder bei möglicher Wiederverwertbarkeit von außerplanmäßig abgeschriebenen Sachanlagen werden im Sachanlagevermögen entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Firmenwerte, die aufgrund einer Wertminderung einmal abgeschrieben wurden, werden gem. IFRS 3 nicht mehr zugeschrieben.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Finanzanlagen: Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden, sofern es sich nicht um Anteile von untergeordneter Bedeutung handelt grundsätzlich nach der Equity-Methode bewertet. Die übrigen Beteiligungen sind mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Bei Anzeichen von nachhaltigen Wertminderungen wird eine Abschreibung durchgeführt. Abschreibungen und Zuschreibungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Vorräte: Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten. Bei der Bewertung der Vorräte kommt das gleitende Durchschnittspreisverfahren zur Anwendung. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden die direkt zurechenbaren Kosten und die anteiligen Gemeinkosten einschließlich Abschreibungen unter Annahme einer Normalauslastung (zwischen 85 und 100 % der Kapazität) einbezogen. Fremdkapitalzinsen sowie Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten im Umlaufvermögen. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer bzw. aus verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden angemessene Abschläge berücksichtigt.

Forderungen: Forderungen und sonstige Vermögenswerte sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Zinsenlose oder unverzinste Forderungen mit einer Laufzeit über einem Jahr werden mit dem abgezinsten Barwert angesetzt. Fremdwährungsforderungen aus den Einzelabschlüssen werden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Wertpapiere werden im Zugangszeitpunkt mit ihren Anschaffungskosten erfasst und in den Folgeperioden mit aktuellen beizulegenden Werten basierend auf Börsenotierungen bewertet. Schwankungen im Marktwert werden erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst. Der Ansatz von Finanzaktiva erfolgt am Handelstag, dies ist der Zeitpunkt an dem sich das Unternehmen zum Kauf oder Verkauf verpflichtet.

Rückstellungen: Die Rückstellungen für Abfertigungen – vorwiegend für österreichische Dienstnehmer – werden vereinfacht auf Basis einer finanzmathematischen Berechnung unter Zugrundelegung eines Pensionseintrittsalters von 65 (Männer) bzw. 60 (Frauen) Jahren und eines Rechnungszinssatzes von 4 % nach dem Teilwertverfahren berechnet.

In der Wienerberger Gruppe gibt es beitragsorientierte und leistungsorientierte Pensionszusagen. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen (Defined Contribution) bestehen nach der Zahlung der Prämien keine weiteren Verpflichtungen für den Arbeitgeber. Bei leistungsorientierten Pensionzusagen (Defined Benefit) wird dem Mitarbeiter ein bestimmter Pensionsbetrag zugesagt. Das Risiko bezüglich der tatsächlichen Pensionsauszahlungshöhe wird bis zum Auszahlungszeitpunkt vom Unternehmen getragen. Die Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen werden nach dem "Anwartschaftsbarwertverfahren" (Projected-Unit-Credit-Method) errechnet. Bei der Bewertung von Altersversorgungsleistungen finden zukünftige Gehaltssteigerungen und Steigerungen leistungsorientierter Zusagen Berücksichtigung. Den Berechnungen liegt ein Rechnungszinsfuß zwischen 4,5 % (Europa) und 5,75 %, eine erwartete Einkommensentwicklung von 2,5 – 5,0 %, erwartete Rententrends von 1,0 – 5,75 %, durchschnittliche Fluktuationen von 2,0 – 5,0 % und erwartete Erträge von 4,55 – 7,8 % auf das Planvermögen zugrunde. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen wird von Versicherungsmathematikern durchgeführt.

Wegen ihres Versorgungscharakters werden jene US-amerikanischen Verpflichtungen, welche die Abgeltung von Krankheitskosten ehemaliger Mitarbeiter in Ruhestand betreffen, in der Position Pensionsrückstellungen ausgewiesen.

Die Pensionsrückstellungen wurden mit dem Planvermögen saldiert, das für die Abdeckung der Verpflichtungen gehalten wird. Die die Pensionsverpflichtungen übersteigenden Marktwerte des Planvermögens sind innerhalb der sonstigen kurzfristigen Forderungen ausgewiesen.

Wesentliche versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nicht im Jahr des Entstehens ergebniswirksam erfasst, sondern über die verbleibende Restdienstzeit der aktiven Belegschaft (Korridor-Regelung) amortisiert.

In Übereinstimmung mit IAS 12 (revised) werden alle temporären Bewertungs- und Bilanzierungsdifferenzen zwischen Steuerbilanz und IFRS-Bilanz in die latente Steuerabgrenzung einbezogen. Für die Abgrenzung werden – unter Beachtung des lokalen Steuersatzes des betroffenen Konzernunternehmens – die bei der Auflösung der Unterschiedsbeträge erwarteten künftigen Steuersätze angewandt. Zukünftige Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, wenn sie zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung bereits gesetzlich beschlossen wurden.

Rekultivierungsverpflichtungen für Tongruben werden beim Erwerb der Tongruben gemäß IAS 16 (anzuwenden ab 1.1.2005) passiviert. Die der Rekultivierungsverpflichtung zu Grunde gelegten Annahmen richten sich im Wesentlichen nach landesspezifischen Gegebenheiten. Die Rekultivierungsverpflichtungen für vor dem Jahr 2005 erworbene Tongruben werden gemäß der Übergangsregelung des IAS 16 auf Basis der abgebauten Menge passiviert. Sonstige Verbindlichkeiten, die bezüglich ihrer Fälligkeit oder ihrer Höhe ungewiss sind, werden gemäß IAS 37 passiviert.

Verbindlichkeiten: Verbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages abzüglich Transaktionskosten erfasst. Ein Agio, Disagio oder sonstiger Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit nach der Effektivzinsmethode verteilt und im Finanzergebnis erfasst. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Derivative Finanzinstrumente: Zins- und Währungsswaps sowie Fremdwährungstermingeschäfte werden bei Vertragsabschluss zu Anschaffungskosten angesetzt und in den Folgeperioden mit dem Marktwert bewertet. Zur Ermittlung der Marktwerte werden für börsegehandelte Wertpapiere die aktuellen Börsekurse herangezogen. Für nicht börsegehandelte Zinsinstrumente werden die Marktwerte durch Abzinsung der künftigen Zahlungen unter Verwendung eines aktuellen Marktzinssatzes ermittelt. Die Marktbewertungen von derivativen Instrumenten, die gemäß IAS 39 als Cash-flow Hedging Instrumente zu klassifizieren sind (vor allem Währungsswaps), werden ergebnisneutral (Hedging Reserve) eingebucht. Ineffektivitäten im Bereich der Cashflow Hedges sind unwesentlich. Bei Fair Value Hedges (vor allem Zinsswap) wird die Bewertung des Grundgeschäftes um den Betrag der der Marktbewertung des abgesicherten Risikos entspricht, ergebniswirksam angepasst.

Ergebnis je Aktie: Das Ergebnis je Aktie wird ermittelt, indem das Konzernergebnis nach Minderheitenanteilen durch die gewichtete Anzahl der ausgegebenen Aktien (abzüglich der eigenen Aktien) dividiert wird. Aufgrund des Aktienoptionsplans bestehen Optionsrechte für Wienerberger Manager.

Schätzungen: Im Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die die bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen.

Segmentberichterstattung: Nach dem "Management Approach" müssen die Geschäftsbereiche bei der primären Segmentberichterstattung entsprechend der internen Berichtsstruktur definiert werden. Die Geschäftsbereiche sind daher bei Wienerberger nach Regionen strukturiert. Die Aufteilung von EBITDA, EBIT, Vermögen, Capital Employed sowie Gesamtinvestitionen erfolgt nach dem Sitz der Gesellschaften. Bei der sekundären Segmentberichterstattung wird nach den Produktgruppen Hintermauerziegel, Vormauerziegel, Dachsysteme, Flächenbefestigungen und Sonstiges segmentiert.

Verrechnungspreise: Zwischen den einzelnen strategischen Geschäftsfeldern bestehen nur teilweise regionale Liefer- und Leistungsbeziehungen. Bei Warenlieferungen erfolgt die Bestimmung des konzerninternen Verrechnungspreises zu marktüblichen Bedingungen nach der Wiederverkaufspreismethode. Bei konzerninternen Leistungsbeziehungen basiert die Verrechnung zu marktüblichen Bedingungen nach der Kostenaufschlagsmethode.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

7. Umsatzerlöse

Der konsolidierte Umsatz erhöhte sich um 14 % auf 2.225.040 TEUR. Bereinigt um die Effekte aus Konsolidierungskreisänderungen und Wechselkurseffekten betrug die organische Umsatzveränderung 10 % (Vorjahr: 4 %). Im Segment Zentral-Osteuropa ergaben sich in allen Ländern signifikante Umsatzsteigerungen. Der Umsatz in Deutschland stieg sowohl organisch als auch akquisitionsbedingt durch die Zukäufe mehrerer Mauer- und Dachziegelwerke. Die Umsätze in der Schweiz lagen leicht über, jene in Italien leicht unter dem Vorjahr. Das Segment Nord-Westeuropa konnte den Umsatz durch organisches Wachstum sowie den Zukauf des Mauerziegelwerkes Ampe in Belgien deutlich erhöhen. Die Umsatzsteigerung bei den amerikanischen Ziegelaktivitäten ist zur Gänze akquisitionsbedingt, der Rückgang des Marktes bedingte einen organischen Umsatzrückgang. Der Konzernumsatz wurde durch Währungseffekte mit 1.772 TEUR erhöht, wobei positiven Effekten aus osteuropäischen Währungen ein schwächerer US-Dollar gegenüberstand. Die Umsatzerlöse sind nach Geschäftsbereichen und Regionen detailliert in der Segmentberichterstattung auf den Seiten 92 und 93 dargestellt.

8. Materialaufwand und Abschreibungen

In den Herstellungs-,Vertriebs- und Verwaltungskosten sind Material-, Instandhaltungsaufwendungen, Handelswareneinsätze und Aufwendungen für Energie enthalten:

in TEUR 2006 2005
Materialaufwand 310.691 267.199
Instandhaltungsaufwand 136.524 120.653
Handelswareneinsatz 127.107 105.650
Energieaufwand 315.987 250.364
Gesamt 890.309 743.866

Die ausgewiesenen Aufwendungen werden um Erträge in der Höhe von 5.171 TEUR (Vorjahr: 8.301 TEUR) für die Erhöhung des Bestandes an Halb- und Fertigfabrikaten sowie Aktivierungen beim Bau von qualifizierten Vermögensgegenständen des Anlagevermögens reduziert.

Um eine bessere betriebswirtschaftliche Analyse zu ermöglichen, werden Instandhaltungsaufwendungen separat ausgewiesen. Der im Jahr 2005 im Materialaufwand enthaltene Teil von 83.591 TEUR wurde in den Vergleichszahlen angepasst. Desweiteren wurden die bezogenen Leistungen in Instandhaltungsaufwände von 37.062 TEUR, Aufwendungen für Umweltschutzmaßnahmen von 8.096 TEUR, Aufwendungen für Dienstleistungen von 16.174 TEUR, Aufwendungen für interne Transporte von 9.516 TEUR und übrige sonstige Aufwendungen von 2.932 TEUR aufgeteilt.

Die Materialaufwendungen setzten sich aus Aufwendungen für Ton, Sand, Sägespäne und weitere Zuschlagsstoffe, Palettenverbrauch und Verpackungsmaterialien zusammen. Instandhaltungsaufwendungen betreffen den Einsatz von geringwertigen Ersatzteilen sowie Dienstleistungen von Dritten. In den Herstellungs-, Vertriebs-, Verwaltungskosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende Abschreibungen enthalten:

in TEUR 2006 2005
planmäßige Abschreibungen 166.009 154.082
außerplanmäßige Abschreibungen 2.780 4.030
168.789 158.112
Firmenwertabschreibungen 3.534 0
Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 172.323 158.112

Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 Business Combinations nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich einem Impairment Test unterzogen (siehe 6. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden). Bei den verbuchten Firmenwertabschreibungen handelt es sich um Wertberichtigungen des Firmenwertes aus dem Erwerb der Optiroc Gruppe im Segment Nord-Westeuropa. Betroffen sind die Vormauerziegelaktivitäten in Dänemark und Norwegen, wo im Zuge der Impairment Tests ein Abwertungsbedarf festgestellt wurde, da der erzielbare Ertrag der Aktivitäten die Buchwerte unterschritt. Auslöser für die Abwertungen sind langfristig gesunkene Margen-Erwartungen, die vor allem auf gestiegene Herstellkosten zurückzuführen sind.

9. Personalaufwand

In den Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

in TEUR 2006 2005
Löhne 213.850 201.051
Gehälter 179.315 166.315
Aufwendungen aus Aktienoptionsplänen 2.181 1.250
Aufwendungen für Abfertigungen 6.735 5.415
Aufwendungen für Altersversorgung 10.850 11.584
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie
vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge 95.408 82.323
sonstige Sozialaufwendungen 11.517 18.545
Personalaufwand 519.856 486.483

Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2006 betrugen 3.854 TEUR (Vorjahr: 3.618 TEUR), davon entfallen 2.186 TEUR auf variable und 1.668 TEUR auf fixe Gehaltsbestandteile. Für aktuell tätige Vorstandsmitglieder wurden im Geschäftsjahr 1.212 TEUR (Vorjahr: 1.075 TEUR) an Pensionsaufwendungen in Form von Beiträgen zu Pensionskassen (beitragsorientierte Zusagen) und Bildung von Pensionsrückstellungen (leistungsorientierte Zusagen) verbucht. An frühere Mitglieder des Vorstandes und ihre Hinterbliebenen wurden Zahlungen von 595 TEUR (Vorjahr: 589 TEUR) getätigt.

An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2006 Bezüge von insgesamt 295 TEUR (Vorjahr: 273 TEUR) ausbezahlt. Die Gesamtvergütung an den Aufsichtsrat errechnet sich für die Bezüge 2005 (Auszahlung in 2006) als Prozentsatz vom Ergebnis nach Steuern vor Minderheitenanteilen. Die Vergütungen der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder (Kapitalvertreter) werden entsprechend dem Umfang ihrer Tätigkeit aufgeteilt und sind im Vergütungsbericht auf Seite 32 dargestellt.

Haftungen für Kredite sowie Firmenkredite von Gesellschaften der Wienerberger Gruppe an Vorstände und Aufsichtsräte bestehen nicht.

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Die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat ist auf den Seiten 20 und 26 dargestellt. Auf Seite 32 ist der Aktienbesitz der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder angeführt. Über die Entlohnung der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates wird im Vergütungsbericht auf den Seiten 30 bis 32 im Detail informiert. Der Aufwand aus dem Aktienoptionsplan ist auf Seite 125 dargestellt.

10. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug:

2006 2005
Gesamt davon in
Gemeinschafts-
unternehmen
Gesamt davon in
Gemeinschafts
unternehmen
Mitarbeiter in Werken 9.526 456 10.051 440
Mitarbeiter in Verwaltung 1.151 76 1.111 73
Mitarbeiter im Vertrieb 2.962 177 2.165 166
Gesamte Mitarbeiter im Konzern 13.639 709 13.327 679
davon Lehrlinge 63 2 39 3

Durch Änderungen im Konsolidierungskreis veränderte sich der Mitarbeiterstand per Saldo um 722 Personen. Arbeitnehmer von anteilsmäßig einbezogenen Unternehmen sind entsprechend der Höhe der Beteiligung eingerechnet.

11. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind folgende sonstige betrieblichen Aufwendungen enthalten:

in TEUR 2006 2005
Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom Einkommen und Ertrag fallen 23.680 21.419
Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen exklusive Finanzanlagen 4.949 3.102
Transportaufwände für Zustellungen an Kunden 110.490 109.794
Aufwand für interne Transporte 79.583 55.350
Aufwendungen für Umweltschutzmaßnahmen 8.900 8.096
Aufwendungen aus uneinbringlichen Forderungen 1.175 942
Aufwendungen für Dienstleistungen 117.001 105.961
Übrige 71.702 57.531
Sonstige betriebliche Aufwendungen 417.480 362.195

Im Vergleich zum Vorjahr wurden die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nach den Aufwandsarten gegliedert. Die Vorjahreszahlen, die nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert waren, wurden entsprechend angepasst. Eine Überleitung der Aufwendungen nach dem Gesamtkostenverfahren zu den Aufwendungen nach dem Umsatzkostenverfahren ist auf Seite 106 dargestellt.

Die Dienstleistungsaufwendungen enthalten vor allem Aufwendungen für Reisen und Fahrten, Recht und Beratung,Werbung, Leihpersonal, Telekommunikation. Die übrigen sonstigen Aufwände setzen sich in erster Linie aus Mietaufwendungen, Aufwendungen für Provisionen, Patent- und Markenrechte, Bewirtungsaufwendungen sowie Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen zusammen. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen beschränken sich bei Wienerberger auf Kosten für Produktentwicklung, Verfahrenstechnik, Verbesserung von Umweltstandards sowie Labortätigkeiten. Die Entwicklungskosten nach erfolgreicher Forschung werden in der Regel bei den jeweiligen Anlagen aktiviert. In 2006 betrug der Forschungsaufwand 5.231 TEUR (Vorjahr: 3.595 TEUR).

12. Sonstige betriebliche Erträge

Im Vergleich zum Vorjahr wurden die sonstigen betrieblichen Erträge nach den Ertragsarten gegliedert. Die Vorjahreszahlen, welche nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert waren, wurden entsprechend angepasst. Eine Überleitung der Aufwendungen und Erträge nach dem Gesamtkostenverfahren zu den Aufwendungen bzw. Erträgen nach dem Umsatzkostenverfahren ist unter Punkt 13 dargestellt.

in TEUR 2006 2005
Erträge aus dem Abgang von und Zuschreibung auf das Anlagevermögen exklusive Finanzanlagen 14.617 12.261
Erträge aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 3.984 3.104
Erträge aus Zuschüssen 4.009 3.272
Erträge aus Versicherungsansprüchen 1.623 3.906
Übrige 45.101 35.522
Sonstige betriebliche Erträge 69.334 58.065

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge sind umsatznahe Erlöse, die nicht Teil der unmittelbaren Umsatztätigkeit der Wienerberger Gruppe sind.

13. Überleitung Ergebnis nach Umsatzkosten- und Gesamtkostenverfahren

In der Gewinn- und Verlustrechnung nach Umsatzkostenverfahren werden die Aufwendungen nach einzelnen Funktionsbereichen gegliedert. Beim Gesamtkostenverfahren werden jedoch die einzelnen Aufwandsarten dargestellt und um Lagerbewegungen bei Halb- und Fertigfabrikaten im Rahmen von Bestandsveränderungen korrigiert, sodass der entsprechende Aufwand der verkauften Menge ausgewiesen wird. Der Zusammenhang der beiden Verfahren stellt sich wie folgt dar, wobei die Bestandsveränderungen und Kostenaktivierungen, welche beim Bau von qualifizierten Vermögensgegenständen des Anlagevermögens anfallen, bei den Materialaufwendungen gezeigt werden:

Fracht- Material- Handels- Abschrei- Energie- Personal- Sonstige Sonstige
in TEUR aufwand aufwand wareneinsatz bungen aufwand aufwand Erträge Aufwände Gesamt
Herstellkosten 0 422.683 127.107 145.167 309.173 303.360 -8.079 104.293 1.403.704
Vertriebskosten 122.451 19.361 0 7.063 5.003 133.601 -3.007 125.449 409.921
Verwaltungskosten 0 0 0 9.276 760 82.622 -3.977 40.609 129.290
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
0 0 0 7.283 1.051 273 0 24.678 33.285
Sonstige
betriebliche Erträge
0 0 0 0 0 0 -54.271 0 -54.271
Firmenwertabschreibung 0 0 0 3.534 0 0 0 0 3.534
122.451 442.044 127.107 172.323 315.987 519.856 -69.334 295.029 1.925.463

14. Nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

Als Reaktion auf geänderte Marktbedingungen sind im Geschäftsjahr 2006 Restrukturierungsaufwendungen für die permanente Schließung von einem Werk in Tschechien und zwei in den USA von 7.141 TEUR (davon 6.741 TEUR außerplanmäßige Abschreibungen) angefallen. Diese Einmalaufwendungen wurden, um eine bessere Vergleichbarkeit zu gewährleisten, gesondert in der Zeile nicht-wiederkehrende Abschreibungen und Vorsorgen aus Restrukturierungen dargestellt und sind somit nicht in den laufenden Aufwendungen inkludiert.

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Im 4. Quartal 2006 wurde eine Liegenschaft im Süden Wiens mit einem Buchgewinn von 5.056 TEUR (Veräußerungserlös 5.851 TEUR) veräußert. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres entstand bei einem Veräußerungserlös von 15.670 TEUR ein Buchgewinn von 10.637 TEUR. Die Höhe des Buchgewinnes sowie das Ausmaß der Liegenschaft entsprechen nicht üblichen Buchgewinnen, die im laufenden Geschäft erzielt werden. Zur besseren Vergleichbarkeit wurde der Ertrag daher separat in der Zeile nicht-wiederkehrende Erträge ausgewiesen.

15. Zinsergebnis

Das Zinsergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2006 2005
Zinserträge und ähnliche Erträge 34.661 25.435
Zinsaufwendungen und ähnliche Aufwendungen -82.828 -68.861
Zinsergebnis -48.167 -43.426

16. Sonstiges Finanzergebnis

Das sonstige Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2006 2005
Beteiligungsergebnis von verbundenen Unternehmen -1.271 -633
Beteiligungsergebnis von sonstigen Unternehmen 540 534
Beteiligungsergebnis -731 -99
Marktwertbewertung Wertpapiere -703 2.713
Kursdifferenzen 6.978 378
Bankspesen und Bereitstellungsgebühren -3.684 -7.369
Wertpapiere und Sonstiges 2.591 -4.278
Sonstiges Finanzergebnis 1.860 -4.377

Die Zeile Bankspesen und Bereitstellungsgebühren enthält außer laufenden Aufwendungen auch Aufwendungen aus der Verteilung von Transaktionsspesen bei der Aufnahme von Krediten oder Anleihen (vor allem Bankgebühren) über die Laufzeit der Finanzierung. Die Auflösung von Agio und Disagio wird im Zinsergebnis ausgewiesen.

17. Ertragsteuern

Als Ertragsteuern sind sowohl die in den einzelnen Gesellschaften gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag als auch die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.

in TEUR 2006 2005
laufender Steueraufwand 44.706 35.572
latenter Steueraufwand 14.292 19.262
Ertragssteuern 58.998 54.834

Der effektive Steuersatz betrug im Berichtsjahr 21,3 % (Vorjahr: 21,8 %). Der Effektivsteuersatz ist ein gewichteter Durchschnitt der effektiven lokalen Ertragsteuersätze aller einbezogenen Tochtergesellschaften.

Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem in 2006 gültigen österreichischen Körperschaftsteuersatz von 25 % (Vorjahr: 25 %) und der ausgewiesenen Konzernsteuerquote stellen sich folgendermaßen dar:

in TEUR 2006 2005
Ergebnis vor Ertragsteuern 277.339 251.267
Ertragsteueraufwand zum Steuersatz von 25 % -69.335 -62.817
Abweichende ausländische Steuersätze -8.391 -9.398
Nicht temporäre Differenzen sowie Steueraufwendungen und Steuererträge aus Vorperioden 14.999 17.320
Veränderung der Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern sowie Verluste,
auf die keine latenten Steuern aktiviert wurden
1.550 -807
Steuersatzänderungen 2.179 868
Effektivsteuerbelastung -58.998 -54.834
Effektivsteuersatz in % 21,3 21,8

18. Ergebnis je Aktie, Vorschlag für die Gewinnverteilung

Die Anzahl der ausgegebenen Aktien beträgt aktuell 74.167.796. Wienerberger hat im Zeitraum vom 10.7. bis 21.7.2006 ein Aktienrückkaufprogramm vor allem zur Bedienung der Aktienoptionspläne durchgeführt, bei dem in Summe 250.000 eigene Aktien erworben wurden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden vom Wienerberger Management 305.000 Optionen auf Wienerberger Aktien zum Preis von 15,50 EUR je Aktie aus 2003 und 30.000 Optionen zum Preis von 18,00 EUR je Aktie aus 2002 ausgeübt. Diese Aktien stammen aus dem Bestand der eigenen Aktien. Zum Stichtag 31.12.2006 wurden 850.005 (Vorjahr: 935.005) eigene Aktien gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht werden. Daraus resultiert eine gewichtete Aktienanzahl von 73.308.816 für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie 2006.

in Stück 2006 2005
ausgegebene Aktien 74.167.796 74.167.796
eigene Aktien 850.005 935.005
gewichtete Aktien 73.308.816 73.195.978

Das Ergebnis je Aktie beträgt auf Basis des Konzernergebnisses von 215.946 TEUR (Vorjahr: 194.353 TEUR) 2,95 EUR (Vorjahr: 2,66 EUR). Bereinigt um die saldierten nicht-wiederkehrenden Aufwendungen und Erträge von -2.085 TEUR (Vorjahr: -728 TEUR) und Firmenwertabschreibungen von 3.534 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von 3,02 EUR (Vorjahr: 2,67 EUR). Optionen aus 2003, 2004, 2005 und 2006 führen zu einer Verwässerung der ausgegebenen Aktien nach IAS 33, da der Optionspreis unter dem Börsekurs zum Abschlussstichtag liegt. Der verwässernde Effekt betrug 234.172 Aktien und führte zu einer minimalen Verringerung des Ergebnisses je Aktie auf 2,94 EUR (Vorjahr: 2,64 EUR).

Gemäß den Bestimmungen des Aktiengesetzes bildet der nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellte Einzelabschluss der Wienerberger AG zum 31.12.2006 die Grundlage für die Dividendenausschüttung. Dieser Jahresabschluss weist einen Bilanzgewinn von 95.808.576,01 EUR aus. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn von 95.808.576,01 EUR auf das Grundkapital von 74.167.796 EUR eine Dividende von 1,30 EUR je Aktie, das sind 96.418.134,80 EUR abzüglich eines anteiligen Betrages für die eigenen Anteile von 1.105.006,50 EUR somit 95.313.128,30 EUR auszuschütten und den Restgewinn von 495.447,71 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

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Erläuterungen zum Cash-flow Statement

Das Cash-flow Statement der Wienerberger Gruppe zeigt, wie sich die Zahlungsmittel im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Die Zahlungsmittel (Fonds der liquiden Mittel) enthalten Kassa und Bankguthaben. Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie kurzfristige Bankverbindlichkeiten zählen nicht zu den Zahlungsmitteln. Die Auswirkungen von Akquisitionen von Gesellschaften sind dabei eliminiert und werden in der Position "Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen" dargestellt. Die von ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesenen Beträge werden grundsätzlich zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Hiervon abweichend wird die Liquidität wie in der Bilanz zum Stichtagskurs angesetzt.

Um den Anforderungen des IAS 7 besser gerecht zu werden, wurde der Cash-flow weiter aufgegliedert. Nunmehr wird vom Ergebnis vor Steuern ausgegangen. Zins- und Steuerzahlungen werden direkt im Cash-flow aus dem Ergebnis gezeigt. Die entsprechenden Anpassungen finden sich im Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit sowie im Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit wieder. Die Vorjahreszahlen wurden in den entsprechenden Positionen angepasst.

19. Cash-flow aus Investitionstätigkeit

Aus dem Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen resultieren Ausgaben in der Höhe von 360.659 TEUR (Vorjahr: 278.628 TEUR). Davon entfallen 100.242 TEUR auf Instandhaltungs-, Ersatz-, Rationalisierungs- und Umweltinvestitionen (Normalinvestitionen) sowie 260.417 TEUR auf Werksneubauten, -erweiterungen und Akquisitionen (Wachstumsinvestitionen). Im Finanzanlagevermögen wurden Investitionen von 3.946 TEUR (Vorjahr: 233 TEUR) getätigt.

Die Einzahlungen aus Anlagenabgängen betrugen 29.206 TEUR (Vorjahr: 61.398 TEUR). Aus diesen Anlagenabgängen resultieren Gewinne in Höhe von 13.183 TEUR (Vorjahr: 17.691 TEUR).

Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen:

in TEUR 2006 2005
Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen 161.388 44.652
Zahlungsmittelzufluss aus Erstkonsolidierungen 742 -496
Erwerb Minderheitenanteile 7.613 15.879
Abgang liquider Mittel aus Endkonsolidierungen 0 0
Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen 169.743 60.035

In der Position Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen von 169.743 TEUR (Vorjahr: 60.035 TEUR) wird der Kaufpreis für das anteilige Eigenkapital inklusive übernommener Schulden (debt-free company) dargestellt.

Die Überleitung von Gesamtinvestitionen in Normal- und Wachstumsinvestitionen der Wienerberger Gruppe lässt sich wie folgt darstellen:

in TEUR 2006 2005
Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen 360.659 278.628
Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen 169.743 60.035
Gesamtinvestitionen 530.402 338.663
Instandhaltungs-, Ersatz-, Rationalisierungs- und Umweltinvestitionen 100.242 88.212
Normalinvestitionen 100.242 88.212
Auszahlungen für Werksneubauten und Revitalisierungen 260.417 190.416
Netto-Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen 169.743 60.035
Wachstumsinvestitionen 430.160 250.451

Erläuterungen zur Bilanz

20. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf den Seiten 90 und 91 dargestellt. Der Einfluss aus der Veränderung des Konsolidierungskreises ist in einer gesonderten Spalte ausgewiesen. Als Währungsänderungen sind jene Beträge angegeben, die sich bei den Auslandsgesellschaften aus der unterschiedlichen Umrechnung der Vermögensgegenstände mit den Wechselkursen zu Jahresbeginn und Jahresende ergeben.

Die Firmenwerte verteilen sich wie folgt auf die strategischen Geschäftsfelder:

in TEUR 2006 2005
Zentral-Osteuropa 44.740 30.792
Zentral-Westeuropa 65.629 59.434
Nord-Westeuropa 298.198 289.252
USA 195.625 152.421
Beteiligungen und Sonstiges 141 141
Firmenwerte 604.333 532.040

Die Firmenwerte in Nord-Westeuropa resultieren vor allem aus der Akquisition der Aktivitäten in Großbritannien (73.182 TEUR) sowie des Dachziegelgeschäftes in Belgien, den Niederlanden und Frankreich (insgesamt 187.776 TEUR). In den USA verteilen sich die Firmenwerte auf den Erwerb von General Shale (138.157) und der Robinson Gruppe (57.468). Im Anlagevermögen sind Grundwerte von 296.103 TEUR (Vorjahr: 267.571 TEUR) enthalten. Für Werksneubauten im Geschäftsjahr 2006 wurden Bauzeitzinsen und Kursdifferenzen bis zur Fertigstellung von 3.040 TEUR (Vorjahr: 1.005 TEUR) berücksichtigt. Vom gesamten Anlagevermögen erfüllen 1.021 TEUR die Kriterien des IFRS 5 zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche wobei ein Verkauf innerhalb eines Jahres sehr wahrscheinlich ist.

Die Wienerberger Gruppe nimmt neben dem operativen Leasing vereinzelt auch Finanzierungsleasing in Anspruch. Das Sachanlagevermögen enthält aus Finanzierungsleasingverträgen folgende Vermögensgegenstände:

in TEUR 2006 2005
Anschaffungskosten 32.514 29.350
Abschreibungen (kumuliert) 9.466 10.715
Buchwert 23.048 18.635

Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen bestehen aufgrund von Leasing-, Lizenz-, Miet- und Pachtverträgen Verpflichtungen in folgendem Umfang:

in TEUR 2006 2005
im folgenden Jahr 18.249 14.550
in den folgenden zwei bis fünf Jahren 66.251 46.660
über fünf Jahre 19.618 19.399

Zahlungen aus operativen Leasing-, Lizenz-, Miet- und Pachtverträgen betrugen 34.120 TEUR (Vorjahr: 29.089 TEUR).

In der Bilanzposition als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sind Liegenschaften und Gebäude mit einem Buchwert von 28.773 TEUR (Vorjahr: 32.984 TEUR) enthalten, die nicht im laufenden Geschäftsbetrieb eingesetzt werden. Sie sind mittel- bis langfristig zur Veräußerung vorgesehen und somit als "Finanzinvestition gehaltene Immobilien" zu qualifizieren (investment property). Die aus vergleichbaren Veräußerungsvorgängen abgeleiteten Zeitwerte dieser Vermögensgegenstände werden mit 39.917 TEUR (Vorjahr: 43.456 TEUR) angenommen. Im Geschäftsjahr 2006 erwirtschafteten diese Liegenschaften Miet- und sonstige Erträge von 12 TEUR (Vorjahr: 261 TEUR). In 2006 wurden als "Finanzinvestition gehaltene Immobilien" mit einem Buchwert von 6.439 TEUR veräußert.

21. Vorräte

in TEUR 2006 2005
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 77.677 65.214
Unfertige Erzeugnisse 84.259 66.435
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 346.337 313.068
Geleistete Anzahlungen 1.570 1.162
Vorräte 509.843 445.879

Im Vergleich zum Vorjahr werden Paletten nicht mehr in der Position Fertige Erzeugnisse und Handelswaren sondern in der Position Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ausgewiesen. Die Vorjahresvergleichszahlen wurden um 15.791 TEUR angepasst. Zugekaufter Ton wird ab 2006 nicht mehr in den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ausgewiesen, sondern gemeinsam mit selbst abgebautem Ton unter den unfertigen Erzeugnissen. Der Vorjahreswert wurde um 19.584 TEUR angepasst. Wertberichtigungen auf Vorräte in Höhe von 6.796 TEUR (Vorjahr: 5.252 TEUR) wurden bei jenen Produkten verbucht, bei denen der Nettoveräußerungswert (Verkaufspreis abzüglich zuzurechnender Vertriebs- und Verwaltungskosten) geringer als die Anschaffungs- bzw. Herstellkosten sind.

22. Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Von den Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden die erforderlichen Einzelwertberichtigungen direkt abgesetzt. Im Jahr 2006 wurden Wertberichtigungen von 1.175 TEUR (Vorjahr: 942 TEUR) berücksichtigt. Die Einzelwertberichtigungen zu Forderungen des Geschäftsjahres betragen weniger als 1 % des Forderungsbestandes und werden daher nicht einzeln aufgeführt.

Forderungenspiegel 2006 2005
in TEUR Gesamt Restlaufzeit
< 1 Jahr
Restlaufzeit
> 1 Jahr
Gesamt Restlaufzeit
< 1 Jahr
Restlaufzeit
> 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber Dritten
221.710 221.110 600 183.179 183.007 172
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber Konzernunternehmen
615 615 0 1.228 1.228 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 222.325 221.725 600 184.407 184.235 172
Forderungen aus Finanzierungstätigkeit gegenüber
Konzernunternehmen
11.456 11.456 0 12.556 8.042 4.514
Forderungen aus Darlehen 12.408 2.663 9.745 12.469 3.044 9.425
Pensionsverpflichtung übersteigender Marktwert
des Fondsvermögens
9.461 9.461 0 9.054 9.054 0
Sonstige Rechnungsabgrenzungen 7.338 7.338 0 6.286 6.286 0
Übrige 74.969 58.803 16.166 63.202 47.280 15.922
Sonstige Kurzfristige Forderungen 115.632 89.721 25.911 103.567 73.706 29.861
Forderungen 337.957 311.446 26.511 287.974 257.941 30.033

Die Forderungen gegenüber Konzernunternehmen resultieren überwiegend aus Darlehensbeziehungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit einem Betrag von 12.737 TEUR (Vorjahr: 9.936 TEUR) wechselmäßig verbrieft.

23. Konzerneigenkapital

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals der Jahre 2006 und 2005 ist auf Seite 89 dargestellt.

Effizientes Kapitalstrukturmanagement ist ein wesentliches Ziel von Wienerberger. Die Kapitalstruktur ist dabei im Zusammenhang mit der Anlagenintensität des Mauer- und Dachziegelgeschäfts zu sehen. Hauptaugenmerk wird auf eine ausreichende Eigenkapitalausstattung zur Sicherstellung der Unternehmensfortführung, der Finanzierung der Expansion und der Dividenden unter Beibehaltung der aktuellen Ratings von Standard & Poor's (BBB) und Moody's (Baa2) gelegt. In diesem Zusammenhang wesentliche Kennzahlen für Wienerberger sind die Entschuldungsdauer (Nettoverschuldung / EBITDA) und der Zinsdeckungsgrad (EBITDA / Zinsergebnis). Ziel von Wienerberger ist es, die Entschuldungsdauer unter 3,25 Jahren zu halten: am 31.12.2006 lag diese bei 2,5 (Vorjahr: 2,2). Die Zinsdeckung betrug Ende 2006 9,8 (Vorjahr: 9,9) und lag damit deutlich über dem Wert von 5,8, welcher gemäß unserer finanzpolitischen Vorgaben nicht unterschritten werden soll.

Wienerberger weist per 31.12.2006 ein Eigenkapital von 1.591.443 TEUR gegenüber 1.483.104 TEUR im Vorjahr auf. Der Anstieg des Eigenkapitals ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Gewinnrücklagen aus dem Einstellen des Periodengewinns zurückzuführen. Die Gewinnrücklagen von insgesamt 1.174.075 TEUR (Vorjahr: 1.031.209 TEUR) enthalten die Gewinnrücklagen der Wienerberger AG und sämtliche nicht im Rahmen der Kapitalkonsolidierung eliminierten Gewinnrücklagen von Tochterunternehmen. Das Konzernergebnis 2006 ohne Anteile anderer Gesellschafter ist innerhalb der Konzerngewinnrücklagen ausgewiesen.

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Das Grundkapital der Wienerberger AG beträgt 74.167.796 EUR und ist in 74.167.796 nennwertlose Stückaktien zerlegt. Der Vorstand wurde in der Hauptversammlung vom 27. April 2006 ermächtigt, bis zu 10 % des Nennkapitals innerhalb von 18 Monaten zurückzukaufen. Darüber hinaus wurde dem Vorstand der Wienerberger AG durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2004 auf fünf Jahre die Möglichkeit einer Kapitalerhöhung durch Ausgabe von bis zu 31.639.486 Stückaktien eingeräumt. Jede Kapitalerhöhung im Rahmen dieser Ermächtigung ist vom Aufsichtsrat zu genehmigen. Im Jahr 2004 wurden im Rahmen dieser Ermächtigung 8.888.823 neue Aktien zur Finanzierung der Koramic Roofing Akquisition und anderer Wachstumsprojekte ausgegeben. Zusätzlich wurde durch Beschluss der Hauptversammlung am 11. Mai 2004 der Vorstand ermächtigt, in den nächsten fünf Jahren bis zu 1.000.000 Stückaktien zur Bedienung der Aktienoptionspläne auszugeben.Von dieser Möglichkeit wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

Wienerberger führt die Dividendenpolitik auch 2006 unverändert fort und plant rund 44 % (Vorjahr: 44 %) des Gewinns je Aktie auszuschütten. Gemäß dem österreichischen Aktiengesetz bzw. der Satzung der Wienerberger AG können – die qualifiziert mehrheitliche Zustimmung der Hauptversammlung vorausgesetzt – die Dividendenpolitik geändert, Kapitalerhöhungen bzw. Kapitalherabsetzungen durchgeführt, Aktienrückkaufprogramme gestartet, sowie das Investitionsprogramm adaptiert oder Vermögenswerte verkauft werden, um eine effiziente Kapitalstruktur zu wahren.

Der Streubesitz verteilt sich auf österreichische Anleger und internationale Investoren (siehe dazu Seite 35), wobei drei internationale Fonds jeweils mehr als 5 % am Grundkapital der Wienerberger besitzen. Capital Research and Management mit Sitz in Los Angeles und die englische Gesellschaft Lansdowne Partners Limited mit Sitz in London, haben im August bzw. September 2006 gemeldet, mehr als 5 % der Aktien an Wienerberger zu halten. AIM Trimark Investments, eine Tochtergesellschaft der kanadischen Investmentgesellschaft AMVESCAP PLC, hält bereits seit November 2005 mehr als 5 % vom Grundkapital der Wienerberger AG. Die Wienerberger Aktie notiert im "Prime Market" der Wiener Börse. In den USA wird sie über ein "ADR Level 1 Programm" der Bank of New York im OTC Markt gehandelt.

Währungs- Vdg.
Konsolidie
in TEUR 1.1.2006 änderungen rungskreis Auflösung Verbrauch Zuführung 31.12.2006
Rückstellungen für Abfertigungen 13.442 8 -255 323 1.327 1.676 13.221
Rückstellungen für Pensionen 57.836 -1.220 1.021 636 7.814 5.824 55.011
Jubiläumsgeldrückstellung 4.393 15 299 410 375 870 4.792
Personalrückstellungen 75.671 -1.197 1.065 1.369 9.516 8.370 73.024
Latente Steuerrückstellungen 105.318 -4.177 0 1.995 1.343 12.766 110.569
Garantierückstellung 22.347 96 906 1.010 4.219 7.453 25.573
Rekultivierungsrückstellung 28.460 -83 751 1.142 2.220 3.192 28.958
Umweltrückstellungen 2.656 2 653 130 839 1.217 3.559
Sonstige langfristige
Rückstellungen 53.463 15 2.310 2.282 7.278 11.862 58.090
Langfristige Rückstellungen 234.452 -5.359 3.375 5.646 18.137 32.998 241.683
Laufende Steuerrückstellungen 703 0 0 0 52 4.788 5.439
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 38.531 97 3.138 6.585 30.155 35.960 40.986
Kurzfristige Rückstellungen 39.234 97 3.138 6.585 30.207 40.748 46.425
Rückstellungen 273.686 -5.262 6.513 12.231 48.344 73.746 288.108

24. Rückstellungen

25. Rückstellungen für Pensionen

Bei Wienerberger haben alle Arbeiter und Angestellten in den Niederlanden, Großbritannien, den USA und der Schweiz sowie einige Personen des Managements Pensionszusagen. Zielsetzung für künftige Pensionsregelungen sind beitragsorientierte Modelle. Bereits im Jahr 2004 wurden mehrere leistungsorientierte Pensionsvereinbarungen mit aktiven Managern in beitragsorientierte Pensionskassenmodelle umgewandelt und bisher erworbene Ansprüche an eine Pensionskasse übertragen. Daneben bestehen vereinzelt nicht fondsgebundene leistungsorientierte Pensionszusagen vorwiegend an ehemalige Manager. Für die Pensionspläne bilden die geleisteten Dienstjahre die Grundlage. Die Altersversorgung der Mitarbeiter von General Shale (USA) beruht auf einem fondsgebundenen leistungsorientierten Pensionsplan sowie einer nicht fondsgebundenen (Alters-) Krankenversicherung. Der die gegenwärtige Pensionsverpflichtung übersteigende Marktwert des Planvermögens ist unter den sonstigen Forderungen ausgewiesen. ZZ Wancor (Schweiz) hat ein fondsgebundenes beitragsorientiertes Pensionsmodell mit einer ausgelagerten Pensionskassa. Die von niederländischen Mitarbeitern erworbenen Ansprüche werden überwiegend durch Beiträge in einen industrieweiten niederländischen Pensionsfonds befriedigt. In Großbritannien existiert ein beitragsorientiertes Pensionsmodell für alle Mitarbeiter. Bei den im Jahr 2004 neu erworbenen Gesellschaften von thebrickbusiness gab es bis Ende 2003 ein leistungsorientiertes Modell. Die daraus resultierenden Verpflichtungen wurden rückgestellt. Im Jahr 2006 konnte aufgrund der Nichtfortführung eines Teiles der leistungsorientierten alten Pläne die Pensionsrückstellungen außerplanmäßig um 3.080 TEUR erfolgswirksam reduziert werden.

Die wesentlichen versicherungsmathematischen Parameter und die relevanten Bilanzierungsgrundsätze sind auf den Seiten 101 und 102 erläutert.

Der gesamte Pensionsaufwand des Jahres 2006 verteilt sich auf beitragsorientierte (defined contribution) und leistungsorientierte (defined benefit) Pensionspläne und setzt sich aus den folgenden Komponenten zusammen:

in TEUR 2006 2005
Beitragsorientierte Pläne
Aufwand für beitragsorientierte Pensionspläne 7.324 6.048
Leistungsorientierte Pläne
Aufwand für die im Wirtschaftsjahr hinzu erworbenen Versorgungsansprüche (service cost) 6.024 3.962
Kalkulatorischer Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche (interest cost) 9.308 9.787
Erwarteter Ertrag auf das Planvermögen -8.087 -7.830
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (actuarial gain/loss) -3.674 1.410
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -45 46
Auswirkung von Plankürzungen und Abgeltungen 0 -1.839
Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne 3.526 5.536
Gesamte Aufwendungen für Altersversorgung 10.850 11.584

Die Brutto-Pensionsverpflichtungen sind die von Versicherungsmathematikern berechneten Barwerte der Pensionsverpflichtungen. Von den gesamten Brutto-Pensionsverpflichtungen in Höhe von 191.396 TEUR (Vorjahr: 196.765 TEUR) sind 174.402 TEUR (Vorjahr: 175.861 TEUR) ganz oder teilweise durch Veranlagungen in Fonds abgedeckt. Die Überleitung von Brutto-Pensionsverpflichtungen auf bilanzierte Netto-Pensionsverpflichtungen erfolgt durch Abzug des nicht erfassten nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwandes und der nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste unter Abzug des Marktwertes des Planvermögens. Von den Netto-Pensionsverpflichtungen stammen 12.947 TEUR aus der US-amerikanischen (Alters-) Krankenversicherung. Die Zusammensetzung der Pensionsverpflichtungen und Ihre Abdeckung durch Vermögen stellen sich wie folgt dar:

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Brutto-Pensionsverpflichtung Marktwert Planvermögen
in TEUR 2006 2005 2006 2005
Wert per 1.1. 196.765 182.240 134.906 112.769
Veränderungen Konsolidierungskreis 923 1.710 0 0
Währungsänderungen -3.039 11.787 -4.991 7.428
Aufwand für die im Wirtschaftsjahr hinzuerworbenen Versorgungs
ansprüche (service cost) für leistungsorientierte Pensionspläne
6.024 3.962 0 0
Kalkulatorischer Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche
(interest cost)
9.308 9.787 0 0
Erwarteter Ertrag auf das Plananlagevermögen 0 0 8.087 7.830
Auswirkung von Plankürzungen und Abgeltungen 3 -2.682 3 -188
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -11.938 -3.708 1.143 6.760
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 137 95 0 0
Auszahlungen an Rentner -7.980 -7.411 -7.980 -7.411
Einzahlungen von Mitarbeitern 1.193 985 1.193 985
Einzahlungen vom Arbeitgeber 0 0 8.017 6.733
Wert per 31.12. 191.396 196.765 140.378 134.906
Marktwert Planvermögen (funded) -140.378 -134.906
Brutto-Pensionsverpflichtungen abzüglich
Planvermögen per 31.12. (unfunded) 51.018 61.859
Noch nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 0
Noch nicht erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
(off-balance sheet risk)
-5.468 -13.077
Netto-Pensionsverpflichtung bilanziert 45.550 48.782
Davon: Pensionsrückstellungen (S. 113) 55.011 57.836
Davon: die Pensionsverpflichtung übersteigender Marktwert des
Fondsvermögens (S. 112)
9.461 9.054

Das Planvermögen resultiert aus den fondsgebundenen leistungsorientierten Pensionsmodellen in den USA und den Niederlanden sowie aus dem ehemaligen leistungsorientierten Pensionsmodell in Großbritannien. Der im Jahr 2006 erwartete Ertrag aus dem Planvermögen betrug 8.087 TEUR, der realisierte Ertrag war 9.230 TEUR. Das Planvermögen wird in Form von Aktien (78 %), Anleihen (14 %) und sonstigen Vermögensgegenständen (8 %) gehalten.

Abhängig von der Dienstzugehörigkeit haben österreichische Dienstnehmer aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen Anspruch auf eine Einmalzahlung bei Pensionsantritt bzw. bei Kündigung durch den Arbeitgeber. Für diese zukünftige Verpflichtung werden Rückstellungen für Abfertigungen gebildet. Ähnliche Verpflichtungen gibt es in Frankreich und Italien.

26. Rückstellungen für latente Steuern

Aktive und passive latente Steuerabgrenzungen per 31.12.2006 und 31.12.2005 resultieren aus folgenden zeitlich begrenzten Bewertungs- und Bilanzierungsunterschieden zwischen den Buchwerten des IFRS-Konzernabschlusses und den entsprechenden steuerlichen Bemessungsgrundlagen:

2006 2005
in TEUR Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Immaterielles Anlagevermögen 887 -19.906 547 -16.211
Sachanlagen 20.586 -103.100 7.379 -104.522
Finanzanlagen 0 -236 0 -412
Vorräte 2.554 -7.940 2.518 -7.990
Forderungen 3.307 -2.059 6.300 -4.430
Wertpapiere 109 -365 150 -206
Kassa, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten 0 -2 1 0
Rechnungsabgrenzungen 1.394 -3.571 1.643 -4.321
28.837 -137.179 18.538 -138.093
Unversteuerte Rücklagen 0 -11.342 0 -10.165
Rückstellungen 22.019 -2.298 26.900 -873
Verbindlichkeiten 7.851 -3.304 5.536 -3.613
Rechnungsabgrenzungen 25.968 -2.040 26.894 -2.092
55.838 -18.984 59.329 -16.744
Steuerliche Verlustvorträge 80.895 83.643
Aktive/Passive Steuerabgrenzung 165.570 -156.163 161.510 -154.836
Bewertungsabschlag für aktive latente Steuern -58.534 -50.637
Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen
gegenüber der selben Steuerbehörde
-45.594 45.594 -49.518 49.518
Saldierte aktive und passive Steuerabgrenzung 61.442 -110.569 61.355 -105.318

Im Konzern wurden für aktive Buchwertdifferenzen und steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 58.534 TEUR (Vorjahr: 50.637 TEUR) keine aktiven latenten Steuern angesetzt, da ihre Wirksamkeit als endgültige Steuerentlastung noch nicht ausreichend gesichert ist.

Für temporäre Unterschiede in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen wurden gemäß IAS 12.39 keine latenten Steuerabgrenzungen gebildet. Die kumulierten Anteile von Tochtergesellschaften unterschreiten mit 104.813 TEUR (Vorjahr: 33.225 TEUR) die entsprechenden anteiligen Eigenkapitalien dieser Tochtergesellschaften.

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27. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

2006 Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit davon ding
in TEUR Gesamt <1 Jahr 1-5 Jahren >5 Jahre lich besichert
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.386.576 595.857 341.225 449.494 18.470
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 16.175 8.766 5.575 1.834 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit
gegenüber Konzernunternehmen
1.990 1.990 0 0 0
Finanzverbindlichkeiten 1.404.741 606.613 346.800 451.328 18.470
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber Dritten
200.152 200.058 94 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber Konzernunternehmen
176 176 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 200.328 200.234 94 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.102 1.102 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt und
Sozialversicherungsträger 45.232 44.983 42 207 0
Passive Rechnungsabgrenzungen 35.298 12.000 12.474 10.824 0
Sonstige Verbindlichkeiten 108.080 83.349 12.700 12.031 0
Sonstige Verbindlichkeiten 189.712 141.434 25.216 23.062 0
Verbindlichkeiten laut Bilanz 1.794.781 948.281 372.110 474.390 18.470
2005 Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit davon ding
in TEUR Gesamt <1 Jahr 1-5 Jahren >5 Jahre lich besichert
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.163.439 88.963 617.010 457.466 5.102
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 23.181 6.291 16.334 556 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit
gegenüber Konzernunternehmen
2.619 2.619 0 0 0
Finanzverbindlichkeiten 1.189.239 97.873 633.344 458.022 5.102
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber Dritten
149.506 149.476 30 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber Konzernunternehmen
1.206 1.206 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 150.712 150.682 30 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.330 1.330 0 0 10
Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt
und Sozialversicherungsträger
36.825 36.624 8 193 9
Passive Rechnungsabgrenzungen 37.896 11.653 12.879 13.364 7
Sonstige Verbindlichkeiten 96.778 72.120 10.664 13.994 1
Sonstige Verbindlichkeiten 172.829 121.727 23.551 27.551 27
Verbindlichkeiten laut Bilanz 1.512.780 370.282 656.925 485.573 5.129

Bei den dinglichen Sicherheiten handelt es sich im Wesentlichen um Grundpfandrechte und Sicherungsübereignungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen mit 47.309 TEUR (Vorjahr: 39.634 TEUR) gegenüber Personal und mit 27.833 TEUR (Vorjahr: 19.051 TEUR) aus Abgrenzungen von Boni und sonstigen Erlösschmälerungen gegenüber Kunden. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten 31.694 TEUR (Vorjahr: 34.308 TEUR) Subventionen und Investitionszuschüsse von Dritten, die entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Sachanlagen langfristig ertragswirksam aufgelöst werden.

28. Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse resultieren aus Verpflichtungen, die gegenüber Dritten übernommen wurden, und entfallen auf:

in TEUR 31.12.2006 31.12.2005
Bürgschaften 186 16
Garantien 1.472 2.025
Wechselobligo 0 10
Sonstige vertragliche Haftungsverpflichtungen 48 410
Haftungsverhältnisse 1.706 2.461

Bei allen Sachverhalten geht es um potenzielle zukünftige Verpflichtungen, bei denen das Eintreten des entsprechenden zukünftigen Ereignisses zu einer Verpflichtung führen würde, die zum Bilanzstichtag noch völlig ungewiss ist. Vereinzelt besitzen Minderheitengesellschafter an Konzerngesellschaften Put-Optionen, mittels derer sie ihre Minderheitenanteile innerhalb bestimmter Fristen an den Konzern zu vordefinierten Preisen verkaufen können. Diese Put-Optionen werden nicht als Finanzinstrumente bilanziert, da kein Marktwert existiert oder eine andere verlässliche Bewertung möglich ist. Über diese angeführten Haftungsverhältnisse hinausgehende sonstige finanzielle Verpflichtungen (off balance sheet risks) bestehen nur noch in Form von nicht erfassten versicherungsmathematischen Verlusten aus Pensionsverpflichtungen (siehe Seite 115).

Finanzinstrumente

29. Finanzinstrumente

Wertpapiere 2006 2005
Buchwert
in TEUR
Marktwert
in TEUR
Ø Effektiv-
verzinsung
in %
Buchwert
in TEUR
Marktwert
in TEUR
Ø Effektiv
verzinsung
in %
Anteile Fonds 5.168 5.168 1,44 15.942 15.942 4,21
Schuldtitel von Kapitalgesellschaften 10.542 10.542 5,49 30 30
Aktien 7.576 7.576 13 13
Derivate 16.524 16.524 4.390 4.390
Sonstige 194 194 2.027 2.027
40.004 40.004 22.402 22.402

Das Nominale der Schuldtitel von Kapitalgesellschaften beträgt 10.406 TEUR.

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Die Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Währung Nominale
in Tsd.
Marktwert Buchwert Zinssatz
effektiv
Landeswährung in TEUR in TEUR in %
Darlehen EUR 378.741 347.848 361.953 3,04
USD 9.508 7.204 7.204 6,23
355.052 369.157
Kontokorrent USD 8.400 6.365 6.365 8,25
6.365 6.365
Vorlagen EUR 413.885 413.576 413.456 3,81
CZK 45.000 82 82 7,10
SKK 95.000 346 346 5,00
USD 2.500 2.018 2.018 5,35
416.022 415.902
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit fixer Verzinsung 777.439 791.423
Währung Nominale
in Tsd.
Marktwert Buchwert Zinssatz
effektiv
Landeswährung in TEUR in TEUR in %
Darlehen EUR 45.918 32.579 32.517 4,23
SIT 1.626.240 4.550 4.550 4,59
37.129 37.067
Kontokorrent EUR 2.463 2.463 2.463 3,95
DKK 0 238 238 1,25
HUF 165.079 656 656 7,83
3.357 3.357
Vorlagen EUR 160.544 149.389 148.876 4,72
CZK 28.030 428 428 3,78
Sonstige 110 110
149.927 149.414
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit variabler Verzinsung 190.413 189.838
Währung Nominale
in Tsd.
Marktwert Buchwert Zinssatz
effektiv
Landeswährung in TEUR in TEUR in %
Anleihe - fix verzinst EUR 400.000 403.622 402.625 4,05
Kontokorrent - fix verzinst EUR 3.045 2.463 2.463 5,00
Vorlagen - fix verzinst EUR 223 227 227 3,20
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nichtbanken 406.312 405.315

Im April 2005 wurde eine siebenjährige, fix verzinste endfällige Anleihe mit einem Volumen von 400.000 TEUR begeben, welche unter den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen ist. Die mit der Anleihe direkt in Zusammenhang stehenden Aufwendungen von 10.139 TEUR (Bankspesen und Zinsabsicherungsgeschäfte) wurden ergebnisneutral mit der Anleihe verrechnet. Der Unterschiedsbetrag wird über die Laufzeit der Anleihe ergebniswirksam nach der Effektivzinsmethode als Zinsaufwand bzw. als Bankspesen ausgewiesen. Im Buchwert der Anleihe sind Stückzinsen in der Höhe von 10.535 TEUR enthalten.

Durch den Abschluss von Zinsswaps kann die Verzinsung (variabel, fix) getauscht werden. Auf Seite 66 ist die Struktur der Finanzverbindlichkeiten (variable und fixe Verzinsung) inklusive der Effekte aus den Zinsswaps dargestellt.

30. Derivative Finanzinstrumente

Der Marktwert von Devisentermingeschäften ergibt sich aus deren Börsepreis am Bilanzstichtag. Bei individuellen OTC-Geschäften werden Preise für vergleichbare Geschäfte herangezogen. Der Marktwert für Zinsswaps entspricht jenem Wert, den die jeweilige Gesellschaft bei Auflösung des Geschäftes am Bilanzstichtag erhalten würde oder zahlen müsste. Dabei werden aktuelle Marktverhältnisse, vor allem das aktuelle Zinsniveau und die Bonität der Swap-Partner berücksichtigt.

Die für die Bestimmung von Marktwerten erforderliche Interpretation von Marktinformationen verlangt mitunter subjektive Beurteilungen. Entsprechend können die hier aufgeführten Werte auch von den später am Markt realisierten Werten abweichen.

2006 2005
Währung Nominalbetrag
31.12.2006
in Tsd.
Landeswährung
Marktwert
31.12.2006
in TEUR
Währung Nominalbetrag
31.12.2005
in Tsd.
Landeswährung
Marktwert
31.12.2005
in TEUR
Devisentermingeschäfte EUR 86.103 -570 EUR 12.961 87
CZK 155.000 -5 DKK 54.300 8
DKK 65.800 3 GBP 24.961 152
GBP 16.492 -370 NOK 5.662 1
HUF 850.000 -43 SEK 5.300 -3
USD 118.809 -288
Zinsswaps EUR 328.390 -8.652 EUR 383.805 -2.542
Cross Currency Swaps USD/EUR 530.870 48.398 USD/EUR 380.870 20.863
GBP/EUR 85.000 -2.030 GBP/EUR 85.000 493
PLN/EUR 417.270 -14.130 PLN/EUR 417.270 -13.612
CZK/EUR 800.000 -2.949 CZK/EUR 800.000 -907
CHF/EUR 25.000 43 CHF/EUR 25.000 -150
HUF/EUR 15.000.000 -2.883
16.524 4.390

Risikobericht

Die Geschäftsbereiche der Wienerberger Gruppe sind im Rahmen ihrer globalen Aktivitäten einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Die Risiken und ihre potenziellen Auswirkungen werden im Rahmen des Wienerberger Risikomanagements erhoben, analysiert und auf Basis der definierten Risikopolitik bewältigt. Aus heutiger Sicht lassen sich keine Risiken erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Marktrisiken

Risiken entstehen aus der konjunkturellen Entwicklung in den für Wienerberger wesentlichen Volkswirtschaften in Europa und den USA. Die wichtigsten Marktsegmente für die Wienerberger Gruppe sind der Hochbau im Allgemeinen, der Wohnungsneubau und die Renovierung im Besonderen. Ein wichtiger Parameter für die Wohnbauentwicklung ist das Zinsniveau für

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Hypothekardarlehen. Neben der Abhängigkeit von der Hochbautätigkeit steht der Ziegel in ständiger Konkurrenz zu anderen Wand- und Dachbaustoffen. Diese Konkurrenzsituation im Baustoffmarkt erfordert eine gezielte Weiterentwicklung (Forschung und Entwicklung) unserer Hauptprodukte Ziegel für Dach und Wand. Die Baustoffindustrie ist außerdem saisonalen Schwankungen unterworfen. Die Ertragssituation der Wienerberger Gruppe hängt, so wie die gesamte Baustoffindustrie, zum Teil von den Wetterbedingungen ab. Zur bestmöglichen Vermeidung von Ergebnisschwankungen verfolgt Wienerberger eine Strategie der geografischen Diversifizierung bei gleichzeitiger Konzentration auf das Kerngeschäft. Unsere Aktivitäten unterliegen den üblichen lokalen Marktrisiken. Die erreichten Positionen müssen kontinuierlich gegenüber Mitbewerbern und Substitutionsprodukten behauptet werden. Von Seiten unserer wichtigsten Kunden, dem Baustoffhandel, erwarten wir weitere Zusammenschlüsse und damit erhöhten Preisdruck. Spezifische Marktsituationen können ebenfalls negative Effekte auf das Preisniveau haben, die Wienerberger zu einer laufenden Kontrolle und gegebenenfalls Anpassung der Preisstrategie zwingen.

Beschaffungs-, Produktions-, Investitions- und Akquisitionsrisiken

Ein Großteil der Wienerberger Werke wurde in den letzten Jahren neu gebaut oder modernisiert, sodass das Risiko von Betriebsstörungen oder längeren Produktionsausfällen gering ist. Die Versorgung unserer Fabriken für die Ziegel- und Tondachziegelerzeugung mit dem Rohstoff Ton ist durch ausreichende Vorkommen und langfristige Lieferverträge dauerhaft gesichert.

Die Energiepreise sind von der Entwicklung an den internationalen und lokalen Märkten abhängig. In 2006 betrugen die gesamten Energiekosten der Wienerberger Gruppe 315.987 TEUR (Vorjahr: 250.364 TEUR), oder 14,2 % (Vorjahr: 12,8 %) vom Umsatz. Diese Kosten verteilen sich zu 66 % auf Erdgas, zu 22 % auf Strom, zu 7 % auf Erdöl und zu 5 % auf Kohle und Sonstiges. Aufgrund der starken Preissteigerungen von Erdgas sind im abgelaufenen Geschäftsjahr die Energiekosten in Relation zum Umsatz deutlich angewachsen. Wienerberger versucht, das Risiko aus Energiepreissteigerungen in den liberalisierten Märkten Großbritannien und USA (insgesamt 16 % der Energiekosten) durch den Abschluss von Termingeschäften zu minimieren. In zahlreichen osteuropäischen Ländern (insgesamt 20 % der Energiekosten) sind die Preise für Erdgas staatlich reguliert und es werden jährliche Lieferverträge mit lokalen Versorgern ausgehandelt. In den meisten Mitgliedsstaaten der EU (insgesamt 64 % der Energiekosten) schließt Wienerberger Verträge mit nationalen und internationalen Versorgern ab, bei denen die Preisfestsetzung über an Substitutionsprodukte (wie Heizöl leicht und Dieselöl) gebundene Formeln erfolgt. Die Preise sind zum Teil langfristig festgelegt. Durch die Preisbindung an Substitutionsprodukte, können Termingeschäfte zur Risikoabsicherung abgeschlossen werden.

Produktionsüberkapazitäten in spezifischen Märkten können zu erhöhtem Preisdruck sowie ungedeckten Kosten und Kapitalbestandteilen führen. Die Produktionskapazitäten werden daher ständig analysiert und durch mittelfristige Maßnahmen wie temporäre oder endgültige Werksschließungen sowie Produktionsverlagerungen zu effizienteren Anlagen angepasst. Zur Steigerung des Wienerberger Unternehmenswertes sind neben der laufenden Optimierung interne und externe Wachstumsprojekte notwendig. Die zukünftige Rentabilität dieser Projekte ist in hohem Maße von der Investitionshöhe bzw. den Akquisitionspreisen abhängig. Alle Investitionsmaßnahmen müssen daher den Rentabilitätszielen unserer Bolt-on und Externen Projekte gerecht werden (siehe dazu das Kapitel Strategie und Geschäftsmodell auf Seite 37).

Finanzielle Risiken

Aus dem operativen Geschäft ergeben sich für Wienerberger Zins- und Währungsrisiken. Zur Begrenzung und Steuerung dieser Risiken werden einzelne derivative Finanzinstrumente, vor allem Devisentermingeschäfte und Zinsswaps, eingesetzt. Es werden keine Derivate zu Handels- oder Spekulationszwecken verwendet.

Zahlungswirksame Währungsrisiken bestehen nur in eingeschränktem Ausmaß, da durch den lokalen Charakter des Baustoffgeschäftes kaum länderübergreifende Lieferungen und Leistungen (Exporte und Importe) erfolgen. Zahlungsflüsse in bzw. aus dem Euro-Raum ergeben sich praktisch nur aus konzerninternen Dividenden- und Darlehensflüssen. Diese konzerninternen Zahlungsströme werden wechselkursabhängig von der Holding gesteuert. Zusätzlich ergeben sich Risiken aus der Umrechnung ausländischer Einzelabschlüsse in die Konzernwährung Euro. Umsätze, Ergebnisse und Bilanzwerte der nicht im Euro-Raum domizilierten Gesellschaften sind daher vom jeweiligen Euro-Wechselkurs abhängig. Aufgrund der dezentralisierten Gesellschaftsstruktur der Wienerberger Gruppe erfolgen Kreditfinanzierungen für kurzfristige Vermögensgegenstände in der jeweiligen Landeswährung der lokalen Gesellschaft. Währungsrisiken ergeben sich dadurch nur in sehr eingeschränktem Ausmaß, da die anfallenden Ausgangsrechnungen bei Auslandsgesellschaften zum Großteil in der jeweiligen lokalen Währung fakturiert werden.

Im Folgenden sind die Konzernumsätze sowie das Capital Employed nach Währungen dargestellt, wobei das Capital Employed unter Berücksichtigung von Devisentermingeschäften und Währungsswaps berechnet ist:

2006 2005
Umsatz in Mio. € Anteil in % in Mio. € Anteil in %
Euro 1.085,2 49 958,8 49
Osteuropäische Währungen 541,9 24 431,6 22
US-Dollar 349,5 16 337,2 17
Sonstige 248,4 11 227,0 12
Umsatz 2.225,0 100 1.954,6 100
2006 2005
Capital Employed in Mio. € Anteil in % in Mio. € Anteil in %
Euro 2.138,4 82 1.762,0 77
Osteuropäische Währungen 407,4 16 409,7 18
US-Dollar -54,5 -2 22,2 1
Sonstige 106,9 4 95,5 4
Capital Employed nach Hedging-Effekt 2.598,2 100 2.289,4 100

Das Zinsrisiko besteht aus zwei Komponenten: dem Optimum der durchschnittlichen Laufzeit sämtlicher Finanzierungen und der Trennung in fixe und variable Verzinsung, wobei das Risiko bei fixer Verszinsung in sinkenden Zinssätzen und bei variabler Verzinsung in steigenden Zinssätzen liegt. Für die Analyse des Verzinsungsrisikos (fixe und variable Verzinsung) werden die Finanzverbindlichkeiten (Seite 119) um die Effekte aus derivativen Instrumenten (Hedging) korrigiert und die kurzfristig fix verzinsten Finanzverbindlichkeiten als variabel verzinst gezeigt.

2006 2005
Variabel Variabel
in TEUR Fix verzinst verzinst Fix verzinst verzinst
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.196.738 189.838 953.009 210.430
Umgliederung kurzfristige fix verzinste Finanzverbindlichkeiten -415.902 415.902 -29.254 29.254
Effekt aus derivativen Instrumenten (Hedging) -271.739 271.739 -68.800 68.800
Finanzverbindlichkeiten nach Hedging-Effekt 509.097 877.479 854.955 308.484

Das Bonitätsrisiko bei Finanzgeschäften ist aufgrund der strengen Anforderungen interner Finanz- und Treasury-Richtlinien von untergeordneter Bedeutung. Das im Rahmen der Anlage flüssiger Mittel und Wertpapiere entstehende Kreditrisiko ist dadurch begrenzt, dass Wertpapiere nahezu ausschließlich von österreichischen Gesellschaften gehalten werden und die Wienerberger Gruppe nur mit Finanzpartnern einwandfreier Bonität zusammenarbeitet.

Das Planvermögen von leistungsorientierten Pensionsplänen (140.378 TEUR) wird in Aktien (78 %), Anleihen (14 %) und sonstigen Vermögensgegenständen (8 %) veranlagt und unterliegt einem regulären Marktrisiko.

Das Kreditrisiko bei Forderungen gegenüber Kunden kann als gering eingeschätzt werden, da die Bonität neuer und bestehender Kunden laufend geprüft wird. Es bestehen auch keine Forderungen gegenüber einzelnen Kunden, die mehr als 5 % des gesamten Forderungsvolumens ausmachen. Der Liquiditätsbestand der operativen Einheiten wird durch das Treasury der Holding gesteuert.

Da die Bereiche Ziegel und Dachsysteme hohe Cash-flows erwirtschaften, ist das Liquiditätsrisiko relativ gering. Der Verschuldungsgrad der Gruppe (Gearing) und die Eigenkapitalbasis bilden eine Begrenzung für das mögliche expansive Wachstum der Wienerberger Gruppe.

Rechtliche Risiken

Abhängig von der Marktstellung in einzelnen Ländern sowie der Größe von beabsichtigten Akquisitionen unterliegen Transaktionen wettbewerbsrechtlichen Genehmigungsverfahren. Dadurch könnten sich bei Akquisitionen bzw. Zusammenschlüssen Verzögerungen bzw. in einzelnen Fällen auch Untersagungen von Übernahmen ergeben. Wienerberger prüft kartellrechtliche Risiken bereits intensiv im Vorfeld mit nationalen und internationalen juristischen und betriebswirtschaftlichen Experten, um dieses Risiko zu minimieren. Eine Untersagung einer Akquisition ist bisher noch nicht vorgekommen.

Aufgrund der Marktstellung der Wienerberger Gruppe in einzelnen Märkten wird die Preispolitik unserer Tochterunternehmen von den Wettbewerbsbehörden aufmerksam verfolgt. Preisabsprachen zählen nicht zur Geschäftspraxis von Wienerberger und sind im Rahmen unserer internen Richtlinien dezidiert untersagt und mit Sanktionen bedroht.

Andere Risiken

Unsere Werke leisten im Hinblick auf die Vermeidung von Umweltbelastungen mehr als die derzeit gesetzlichen Auflagen vorschreiben. Verschärfte Umweltstandards stellen unsere Engineering Abteilung jedoch laufend vor neue Herausforderungen. Das Deponiegeschäft wurde im Jahr 2001 an eine Stiftung übertragen, wodurch sich das Risiko aus diesen Aktivitäten für die Wienerberger AG stark verringert hat. Durch die Kenntnis der aktuellen gesetzlichen und vertraglichen Vorschriften sowie durch die Zusammenarbeit mit Experten und externen Beratern werden rechtliche Verpflichtungen berücksichtigt und eingehalten.

Risiken eines Ausfalls unserer zentral geführten konzernweiten Datenverarbeitung aufgrund von Elementarereignissen werden durch parallele Installation der Systeme in räumlich getrennten Rechenzentren minimiert. Aufgrund von Krankheitsfällen, die durch Asbest verursacht werden, sind gegen einige Baustoffunternehmen mit Präsenz in den USA in den letzten Jahren Sammelklagen eingereicht worden. Nach Überprüfung unserer amerikanischen Aktivitäten halten wir dieses Risiko für minimal, da keine unserer Tochtergesellschaften jemals Asbestprodukte hergestellt oder gehandelt hat.

Sonstige Angaben

31. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (Nachtragsbericht)

Die Wienerberger AG hat mit Wirkung zum 9.2.2007 eine gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangige, unbefristete Anleihe im Umfang von 500.000 TEUR mit einem Kupon von 6,50 % begeben, welcher bei Entfall der Dividende auch ausgesetzt werden kann. Nach zehn Jahren Laufzeit hat die Wienerberger AG, nicht aber die Gläubiger, erstmalig die Möglichkeit zur Tilgung der Anleihe oder der Fortsetzung zu einem höheren, aber variablen Zinssatz. Gemäß IFRS ist diese Anleihe als Eigenkapital auszuweisen, bzw. werden die zu zahlenden Kupons nicht im Finanzergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern als Teil der Ergebnisverwendung in der Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt.

Am 1. März 2007 beschloss der Vorstand der Wienerberger AG von der Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien, die ihm in der 137. o. Hauptversammlung am 27. April 2006 gewährt wurde, Gebrauch zu machen und im Zeitraum vom 7. März 2007 bis 6. Juni 2007 bis zu 300.000 Stück eigene Stammaktien zum jeweiligen Börsekurs über die Wiener Börse, maximal jedoch zu 88,70 EUR zu erwerben. Zweck des Aktienrückkaufs ist es, die eigene Aktien zur Bedienung des Beteiligungsmodells für Führungskräfte zu verwenden.

32. Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen

Bestehende Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen, in denen Aufsichtsratsmitglieder der Wienerberger AG tätig sind, laufen zu fremdüblichen Konditionen ab und sind von untergeordneter Bedeutung.

33. Aktienoptionsplan

Die Hauptversammlung der Wienerberger AG hat am 8. Mai 2002 die Ermächtigung erteilt, eigene Aktien der Wienerberger AG zur Bedienung eines Aktienoptionsplanes zu verwenden. Auf Basis dieser Ermächtigung wurde ein Optionsprogramm für Führungskräfte, die unmittelbaren Einfluss auf die Weiterentwicklung des Unternehmens haben, implementiert. Nach 2002, 2003, 2004 und 2005 wurden im Geschäftsjahr 2006 zum fünften Mal Optionen ausgegeben. Die Anzahl der Optionen ist abhängig vom Erreichen jährlicher Performance-Ziele, wobei für das Jahr 2006 erneut auf den budgetierten Konzernjahresüberschuss abgestellt wird. Damit die Optionen des Jahres 2006 Gültigkeit erlangen, ist die Erreichung von zumindest 95 % des budgetierten Konzernjahresüberschusses notwendig. Zwischen 95 und 100 % Zielerreichung wird die Anzahl der Optionen aliquotiert.

Abgesehen von den Vorstandsmitgliedern (siehe Einzelaufstellung) wurden aufgrund dieser Bestimmungen im Geschäftsjahr 13 Führungskräften je 5.000 sowie 55 Führungskräften je 3.000 Optionen eingeräumt. Im Vergleich zum Vorjahr wurden die neuen Optionsbedingungen vor allem hinsichtlich Warte- und Behaltefristen geringfügig angepasst. Die Optionslaufzeiten betragen fünf Jahre bei einem frühesten Ausübungszeitpunkt (Wartefrist) nach Ablauf von zwei Jahren ab Einräumung (bis Optionsplan 2006: drei Jahre). Nach Ablauf dieser zwei Jahre können innerhalb der Ausübungsfenster von jeweils vier Wochen ab Veröffentlichung der Quartalsberichte die Optionen ausgeübt werden. Wenn der Berechtigte innerhalb dieser zwei Dienstjahre aus dem Unternehmen ausscheidet, verfallen die Optionen. Der Ausübungspreis der Optionen errechnet sich aus dem Durchschnitt der Tagesschlusskurse über den Zeitraum von vier Wochen ab Veröffentlichung des vorläufigen Konzernergebnisses des abgelaufenen Geschäftsjahres und beträgt für 2006 38,50 EUR. Ein Drittel der Aktien, die durch Optionsausübung erworben werden, unterliegen einer Behaltefrist von 24 Monaten ab Ausübung, die übrigen zwei Drittel unterliegen keiner Behaltefrist. Die Optionen sind weder übertragbar noch handelbar. Jede Option berechtigt zum Erwerb einer Aktie.

Zur Bedienung der Optionen 2004, 2005 und 2006 sowie etwaiger Zuteilungen in den Folgejahren hat die Hauptversammlung am 12. Mai 2005 die Möglichkeit eines bedingten genehmigten Kapitals sowie eines Aktienrückkaufs geschaffen.Wienerberger hat im Zeitraum vom 10.07. bis 21.07.2006 ein Aktienrückkaufprogramm durchgeführt, bei dem in Summe 250.000 eigene Aktien erworben wurden. Im Zuge des Aktienoptionsplans wurden aus dem Plan 2002 30.000 Optionen zu einem Ausübungspreis von 18,00 EUR und aus dem Plan 2003 305.000 Optionen zum Preis von 15,50 EUR je Wienerberger Aktie ausgeübt. Diese Aktien stammten aus dem Bestand der eigenen Aktien.

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Die Entwicklung der ausgegebenen Aktienoptionen stellt sich wie folgt dar:

2006 2005
Entwicklung der Aktienoptionen Anzahl der
Optionen
Durch-
schnittlicher
Ausübungs-
preis je Stück
Anzahl der
Optionen
Durch
schnittlicher
Ausübungs
preis je Stück
Bestand am Jahresanfang 898.373 23,85 934.000 19,49
Gewährte Optionen 293.000 38,50 187.373 37,50
Ausgeübte Optionen -335.000 15,72 -298.000 18,00
Verfallene Optionen 0 0 0 0
Nachträglich von Mitarbeitern akzeptierte Optionen 10.000 15,50 75.000 20,77
Bestand am Jahresende 866.373 31,85 898.373 23,85
Ausübbar am Jahresende 38.000 15,50 30.000 18,00
Ausgegebene Optionen in Stück aus 2006 aus 2005 aus 2004 aus 2003 aus 2002
Mitglieder des Vorstands
Wolfgang Reithofer 18.000 12.354 18.000 18.000 18.000
Heimo Scheuch 15.000 10.295 15.000 15.000 15.000
Hans Tschuden 15.000 10.295 15.000 15.000 15.000
Johann Windisch 15.000 10.295 15.000 15.000 15.000
Vorstandsmitglieder Gesamt 63.000 43.239 63.000 63.000 63.000
Andere Führungskräfte 230.000 144.134 300.000 335.000 335.000
Insgesamt eingeräumte Optionen 293.000 187.373 363.000 398.000 398.000
Abzüglich verfallene Optionen durch Mitarbeiterabgang 0 0 -15.000 -55.000 -70.000
Ausgeübte Optionen 0 0 0 -305.000 -328.000
Bestehende Optionen 293.000 187.373 348.000 38.000 0
Ausübbar am Jahresende 0 0 0 38.000 0
Bewertung der Optionen aus 2006 aus 2005 aus 2004 aus 2003 aus 2002
Berechnungsparameter
Marktpreis bei Gewährung in EUR 42,20 33,86 27,53 17,32 18,97
Ausübungspreis der Option in EUR 38,50 37,50 25,00 15,50 18,00
Laufzeit in Jahren 5 5 5 5 5
Risikofreier Anlagezinssatz in % 3,32 3,15 3,90 3,17 3,74
Erwartete Volatilität in % 28 28 30 17 15
Zeitwert je Option in EUR 10,77 5,91 7,44 2,23 2,65
Marktwert Aktienoptionen
zum Zeitpunkt der Einräumung in TEUR 2.965 962 2.029 710 802
im Personalaufwand 2006 enthalten in TEUR 988 341 773 79 0

Die Bewertung der Optionen erfolgt mit dem Optionspreismodell von Black-Scholes. Die für die Bestimmung von Marktwerten erforderliche Interpretation von Marktinformationen verlangt mitunter subjektive Beurteilungen. Die erwartete Volatilität wurde anhand der historischen Kursentwicklung der Wienerberger Aktie extrapoliert. Entsprechend können die hier aufgeführten Werte auch von den später am Markt realisierten Werten abweichen.

Drei Mitglieder des Vorstands haben im Geschäftsjahr 2006 die ihnen aus dem Jahr 2003 zugeteilten Optionen ausgeübt. Der sich daraus ergebende Aktienbesitz der Vorstandsmitglieder ist im Vergütungsbericht auf Seite 32 dargestellt.

Der Vorstand der Wienerberger AG hat den Konzernabschluss am 02.03.2007 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

Wien, am 2. März 2007

Der Vorstand der Wienerberger AG

Vorsitzender

Wolfgang Reithofer, Heimo Scheuch Hans Tschuden Johann Windisch

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Konzernanhang Konzernunternehmen Service

Konzernunternehmen

Wienerberger International NV
Zaltbommel
50.000
EUR
100,00%
VK
Wienerberger Ziegelindustrie GmbH
Hennersdorf
300.000.000
ATS
100,00%
VK
Wienerberger Teglaipari Rt.
Budapest
2.140.000.000
HUF
100,00%
VK
Wienerberger Management Service Szolgáltató és Tanácsadó Kft.
Budapest
3.000.000
HUF
100,00%
OK
1)
Wienerberger cihlarsky prumysl, a.s.
Ceske Budejovice
961.543.960
CZK
100,00%
VK
Cihelna Kinsky, spol. s r.o.
Kostelec nad Orlici
2.000.000
CZK
73,20%
VK
Wienerberger cihelna Jezernice, spol. s r.o.
Ceske Budejovice
200.000
CZK
100,00%
VK
Wienerberger cihelna Brozany, spol. s r.o.
Ceske Budejovice
75.000.000
CZK
100,00%
VKE
Wienerberger eurostroj, spol. s r.o.
Ceske Budejovice
100.000
CZK
100,00%
VK
Wienerberger euroform, spol. s r.o.
Ceske Budejovice
44.550.000
CZK
100,00%
VK
Wienerberger service, spol. s r.o.
Ceske Budejovice
200.000
CZK
100,00%
OK
1)
SILIKE s.r.o.
Ceske Budejovice
100.000
CZK
50,00%
EQE
Wienerberger Slovenske tehelne spol. s r.o.
Zlate Moravce
100.000.000
SKK
100,00%
VK
Wienerberger Cegielnie Lebork Sp. z o.o.
Warszawa
116.334.660
PLN
100,00%
VK
Handel Ceramika Budowlana Sp. z o.o.
Warszawa
50.000
PLN
40,00%
OK
1)
Zeklad Ceramiki Budowlanej Stanislawów SP. z o.o
Czestochowa
50.000
PLN
100,00%
OKE
1)
Wienerberger Honoratka Ceramika Budowlana S.A.
Konin
20.187.000
PLN
77,79%
VK
Wienerberger Karbud S.A.
Warszawa
17.081.200
PLN
100,00%
VK
Wienerberger Ceramika Budowlana Sp. z o.o.
Warszawa
1.000.000
PLN
93,22%
VK
Wienerberger Osiek Sp. z o.o.
Warszawa
10.008.000
PLN
100,00%
VK
Wienerberger Cermegad Sp. z. o.o.
Warszawa
5.011.000
PLN
100,00%
VKE
Wienerberger Zeslawice Sp. z o.o.
Warszawa
29.490.000
PLN
59,34%
VKE
Wienerberger Cegielnie Kraków S.A.
Warszawa
7.637.686
PLN
100,00%
VKE
Glina Sp. z o.o.
Warszawa
50.000
PLN
100,00%
VK
Glina Nowa Sp. z o.o.
Warszawa
50.000
PLN
100,00%
VK
Koramic Pokrycia Dachowe Sp. z o.o.
Warszawa
233.458.290
PLN
100,00%
VK
Wienerberger Ilovac d.d.
Karlovac
8.988.040
HRK
99,92%
VK
Wienerberger Cetera IGM d.d.
Karlovac
359.240
HRK
99,70%
VK
Wienerberger Industrija opeke d.j.l.
Sarajevo
2.000
KM
100,00%
VK
Wienerberger Opekarna Ormoz d.d.
Ormoz
228.130.000
SIT
87,27%
VK
Opekarna Pragersko d.d.
Pragersko
245.262.000
SIT
83,71%
VK
Wienerberger EOOD
Sofia
4.000.000
BGL
100,00%
VK
Uspeh AD
Lukovit
300.000
BGL
97,59%
VKE
Agro Property Bulgaria EOOD
Sofia
5.000
BGL
100,00%
OK
1)
Wienerberger d.o.o.
Beograd
500
EUR
100,00%
OKE
1)
Wienerberger Sisteme de Caramizi S.R.L.
Bucuresti
39.147.100
RON
100,00%
VK
OOO "Wienerberger Kirpitsch"
Kirschatsch
469.423.261
RUR
100,00%
VK
Wienerberger Finanz-S.A.
Luxembourg
12.208.670
USD
100,00%
VK
Wienerberger TOV
Kyiv
162.484
EUR
100,00%
VKE
Gesellschaft Sitz Stammkapital Währung Beteiligung Konsolidierungsart Anmerkung
Gesellschaft Sitz Stammkapital Währung Beteiligung Konsolidierungsart Anmerkung
Semmelrock International GmbH Klagenfurt 3.000.000 EUR 75,00% VK
Semmelrock Baustoffindustrie GmbH Klagenfurt 1.000.000 EUR 75,00% VK
Semmelrock Industriebeteiligungsverwaltung GmbH Wien 35.000 EUR 75,00% VK
Semmelrock Stein & Design Kft. Ocsa 983.000.000 HUF 75,00% VK
Semmelrock Stein + Design Dlazby s.r.o. Sered 91.200.000 SKK 75,00% VK
Semmelrock Stein & Design d.o.o. Ogulin 15.520.000 HRK 75,00% VK
Semmelrock Stein & Design Sp. z o.o. Gliwice 11.800.000 PLN 75,00% VK
Semmelrock Stein + Design S.R.L. Gura Ocnitei 9.423.320 RON 75,00% VK
Semmelrock Tlakovci d.o.o. Ormoz 2.100.000 SIT 75,00% OK 1)
Semmelrock Colorbeton a.s. Praha 2.000.000 CZK 75,00% VKE
Semmelrock Stein + Design EOOD Sofia 5.000 BGL 75,00% OKE 1)
Bramac Dachsysteme International GmbH Pöchlarn 40.000.000 ATS 50,00% QU
Bramac stresni systemy spol. s r. o. Praha 160.000.000 CZK 50,00% QU
Bramac Dachsteinproduktion und Baustoffindustrie Kft. Veszprem 1.831.880.000 HUF 50,00% QU
Bramac stresni sistemi d.o.o. Skocjan 910.000.000 SIT 50,00% QU
Bramac Krovni Sistemi d.o.o. Beograd 750.000 EUR 50,00% QU
Bramac Stresne Systemy spol. s r.o. Ivanka pri Nitre 173.835.000 SKK 50,00% QU
Bramac Pokrovni Sistemi d.o.o. Novi Zagreb 7.778.000 HRK 50,00% QU
Bramac Sisteme de Invelitori S.R.L. Sibiu 8.658.000 RON 50,00% QU
Bramac pokrivni sistemi EOOD Silistra 846.200 BGL 50,00% QU
Bramac Krovni Sistemi d.o.o. Sarajevo 2.000 DEM 50,00% QU
Wienerberger Ziegelindustrie GmbH Hannover 9.500.000 EUR 100,00% VK
Argeton GmbH Bogen 1.600.000 EUR 100,00% VKE
Schlagmann Beteiligungs GmbH Zeilarn 26.000 EUR 50,00% OK 1)
Schlagmann Baustoffwerke GmbH & Co KG Zeilarn 10.300.000 EUR 50,00% QU
Pro Massivhaus Service und Training GmbH Lanhofen 25.000 EUR 50,00% OK 1)
Wienerberger Vermögensgesellschaft mbH Hannover 25.000 EUR 100,00% VK
Wienerberger Systemschornstein GmbH & Co. KG Hannover 130.000 DEM 100,00% OK 1)
Krauss Kaminwerke Verwaltungs-GmbH Hannover 26.000 EUR 100,00% OK 1)
Ziegelwerk B GmbH Hannover 26.000 EUR 100,00% OK 1)
Tongruben Verwaltungs GmbH Hannover 26.000 EUR 100,00% OK 1)
TZ Tonabbau + Ziegelproduktion GmbH Hannover 26.000 EUR 94,23% VK
von Müller Dachprodukte Verwaltungs-GmbH Hannover 25.000 EUR 100,00% OK 1)
von Müller Dachprodukte GmbH & Co. KG Hannover 2.000.000 EUR 100,00% VK
F.v. Müller Dachziegelwerke Görlitz GmbH Görlitz 500.000 DEM 100,00% OK 1)
Megalith Bohemia s r. o. Slany, okr. Kladno 2.000.000 CZK 100,00% OK 1)
Koramic Verwaltungs-GmbH Hannover 26.000 EUR 100,00% OK 1)
Koramic Dachprodukte GmbH & Co. KG Hannover 5.000.000 EUR 100,00% VK
ZZ Wancor Regensdorf 1.000.000 CHF 100,00% VK
ZZW Swissbrick AG Regensdorf 200.000 CHF 100,00% VK
Wienerberger Brunori SRL Bubano 4.056.000 EUR 100,00% VK
Alaudae SRL Bubano 51.130 EUR 100,00% VK
Wienerberger Tacconi SRL Roma 1.187.952 EUR 59,99% VK
Fornaci Giuliane S.p.A. Cormons 1.900.000 EUR 30,00% EQ

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Konzernunternehmen

Service

Gesellschaft Sitz Stammkapital Währung Konsolidierungsart Anmerkung
Wienerberger NV Kortrijk 102.736.187 EUR 100,00% VK
Ampe Steenbakkerijen NV Pittem-Egem 2.500.000 EUR 100,00% VKE
Syndikaat Machiensteen II NV Rumst 1.484.400 EUR 100,00% VK
Terca Zonnebeke NV Zonnebeke 8.040.500 EUR 100,00% VK
Terca Quirijnen NV Malle West 4.624.000 EUR 100,00% VK
Deva-Kort NV Kortemark 247.894 EUR 100,00% VK
Steenfabrieken Desimpel NV Kortrijk 12.102.410 EUR 100,00% VK
Briqueterie de Peruwelz NV Kortemark 22.483.943 EUR 100,00% VK
Desimpel Kortemark Industries NV Kortemark 350.000 EUR 100,00% VK
Wienerberger Coordination Center NV Kortrijk 75.831.000 EUR 100,00% VK
Wienerberger B.V. Zaltbommel 25.457.070 EUR 100,00% VK
Van Hesteren & Janssens B.V. Zaltbommel 363.024 EUR 100,00% VK
Desimpel AK1 B.V. Amsterdam 70.000 EUR 100,00% VK
BrickTrading Holland B.V. Zaltbommel 18.000 EUR 100,00% VK
German Brick Trading B.V. Wijchen 249.700 EUR 100,00% VK
Steenhandel Oost Nederland B.V. Rijssen 3.630 EUR 100,00% VK
Aberson Bouwmaterialen B.V. Zwolle 59.899 EUR 100,00% VK
Koramic Dachziegel Handels GmbH Brüggen-Niederrhein 25.565 EUR 100,00% EQ
Steencentrale Neerbosch B.V. Wijchen 45.400 EUR 100,00% VK
Leeuwis B.V. Wijchen 91.210 EUR 100,00% VK
Handelsmaatschappij Rellingen B.V. Wijchen 136.134 EUR 100,00% VK
Steinzentrale Nord GmbH Rellingen 52.500 EUR 100,00% VK
Desimpel Klinker (Deutschland) GmbH Emmerich 25.000 EUR 100,00% VK
Desimpel Klinker (Deutschland) GmbH & Co. KG Emmerich 50.000 EUR 100,00% VK
Galileo Brick Limited Cheadle 2.000.000 GBP 100,00% VK
Wienerberger (UK) Limited Manchester 780.646 GBP 100,00% VK
The Brick and Stone Company Limited Cheadle 5.000 GBP 100,00% VK
Terca Reclaimed Buildings Materials Limited Cheadle 15.000 GBP 100,00% VK
Wienerberger Limited Cheadle 1 GBP 100,00% VK
Galileo Block Limited Cheadle 104.002 GBP 100,00% VK
Galileo Block 2 Limited Cheadle 2 GBP 100,00% VK
Chelwood Group Unlimited Cheadle 5.975.506 GBP 100,00% VK
The Brick Business Limited Cheadle 900.002 GBP 100,00% VK
The Ockley Brick Company Limited Cheadle 700 GBP 100,00% VK
Chelwood Brick Limited Cheadle 890.850 GBP 100,00% VK
Ambion Brick Company Limited Cheadle 6.698.797 GBP 100,00% VK
Ockley Building Products Limited Cheadle 500.000 GBP 100,00% VK
Irlam Brick Limited Cheadle 15.100 GBP 100,00% VK
Galileo Trustee Limited Cheadle 1 GBP 100,00% VK
DMWSL 320 Limited Cheadle 1 GBP 100,00% VK
Wienerberger Brick Industry Private Limited Bangalore 100.000 INR 99,99% OKE 1)
Gesellschaft Sitz Stammkapital Währung Beteiligung Konsolidierungsart Anmerkung
Wienerberger Participations SAS Achenheim 36.000.000 EUR 100,00% VK
Wienerberger SAS Achenheim 30.000.000 EUR 100,00% VK
Pacema SAS Achenheim 3.800.000 EUR 100,00% VK
Société du Terril d'Hulluch (STF) SNC Lens 300.000 EUR 50,00% OK 1)
Desimpel Briques SAS Cauchy à la Tour 3.821.410 EUR 100,00% VK
Koramic Tuiles SAS Recologne 10.000.000 EUR 100,00% VK
Briqueterie et Carrieres Bar SA Flines Les Raches 513.000 EUR 52,10% OKE 1)
Wienerberger A/S Brøndy 107.954.000 DKK 100,00% VK
Petersminde Teglvaerk A/S Stenstrup 1.700.000 DKK 100,00% VK
Wienerberger AS Lunde i Telemark 43.546.575 NOK 100,00% VK
Wienerberger AB Bjärred 17.550.000 SEK 100,00% VK
Wienerberger OY AB Helsinki 1.000.000 EUR 100,00% VK
Wienerberger AS Aseri 24.074.000 EEK 100,00% VK
Terca OÜ Aseri Ida-Virumaa 40.000 EEK 100,00% OKE 1)
General Shale Brick, Inc. Johnson City 1.000 USD 100,00% VK
General Shale Finance S.à.r.l. Luxembourg 12.500 EUR 100,00% OKE 1)
General Shale Building Materials, Inc. Johnson City 1.000 USD 100,00% VK
Robinson Brick Company Denver 118.509.708 USD 100,00% VKE
Robinson Brick Company-Billings LLC Denver 0 USD 100,00% VKE
Robinson Brick Company-Block LLC Denver 0 USD 100,00% VKE
Robinson Brick Company-Aucutt's LLC Denver 0 USD 100,00% VKE
Robinson Brick Company-Northern LLC Denver 0 USD 100,00% VKE
Modern Concrete, LLC Louisville 1.000 USD 35,00% EQ
Curley Building Material, Inc. Carmel 10.000 USD 100,00% VKE
Pipelife International GmbH Wr. Neudorf 29.000.000 EUR 50,00% EQ 2)
Wienerberger Dach Beteiligungs GmbH Wien 500.000 ATS 100,00% VK
WIBRA Tondachziegel Beteiligungs-GmbH Wien 500.000 ATS 50,00% QU
Tondach Gleinstätten AG Gleinstätten 500.000 EUR 25,00% EQ 3)
Wienerberger Beteiligungs GmbH Wien 1.000.000 ATS 100,00% VK
Wienerberger Anteilsverwaltung GmbH Wien 35.000 EUR 100,00% VK
Wienerberger Industriebeteiligungsverwaltung GmbH Wien 35.000 EUR 100,00% VK
Wienerberger Finance Service B.V. Zaltbommel 18.000 EUR 100,00% VK
Wienerberger Finanz Service GmbH Wien 25.435.492 EUR 100,00% VK
Wienerberger France Holding GmbH Wien 35.000 EUR 100,00% VK
Wienerberger ZZ Holding GmbH Wien 35.000 EUR 100,00% VK
VVT Vermögensverwaltung GmbH Wien 36.000 EUR 100,00% VK
WK Services NV Kortrijk 32.226.158 EUR 100,00% VK
Keramo Wienerberger Steinzeugwerk Zwickau GmbH Zwickau 4.000.000 DEM 100,00% EQ
Wienerberger Beteiligungs GmbH Hannover 26.000 EUR 100,00% OK 1)

VK ...... Vollkonsolidierung EQ..... Equitybewertung 1) untergeordnete Bedeutung

QUE ... Erstmalige Quotenkonsolidierung OKE .. keine Konsolidierung (erstmalig)

VKE .... Erstmalige Vollkonsolidierung EQE... Erstmalige Equitybewertung 2) Holdinggesellschaft der Pipelife-Gruppe

QU ..... Quotenkonsolidierung OK .... keine Konsolidierung 3) Holdinggesellschaft der Gleinstätten-Gruppe

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Konzernunternehmen Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk Service

Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Wienerberger AG,Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2006 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2006, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2006 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangsangaben.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler, ist; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers, unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem soweit es für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen, wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2006 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2006 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Bericht zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Wien, am 7. März 2007

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Jahresabschluss der Wienerberger AG

Gewinn- und Verlustrechnung der Wienerberger AG 2006
in TEUR
2005
in TEUR
Beteiligungsergebnis 128.674 120.543
Zinsergebnis -26.968 -22.062
Übriges Finanzergebnis -3.746 -12.728
Finanzergebnis 97.960 85.753
Umsatzerlöse 42.568 37.870
Sonstige betriebliche Erträge 18.740 23.718
Personalaufwand -19.739 -16.808
Abschreibungen -3.602 -2.757
Sonstige betriebliche Aufwendungen -34.519 -30.396
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 101.408 97.380
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.855 2.065
Jahresüberschuss 108.263 99.445
Auflösung unversteuerter Rücklagen 278 3.490
Zuweisung zu Gewinnrücklagen -13.000 -17.000
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 268 748
Bilanzgewinn 95.809 86.683

Der nach dem Format der österreichischen Bilanzierungsvorschriften aufgestellte Jahresabschluss der Wienerberger AG, der von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden ist, wird samt den dazugehörigen Unterlagen beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Wien unter der Firmenbuchnummer 77676 f eingereicht. Dieser Abschluss kann bei der Wienerberger AG, 1100 Wien, unentgeltlich angefordert werden und liegt bei der Hauptversammlung auf.

Vorschlag für die Gewinnverteilung

Wir schlagen der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn von 95.808.576,01 EUR auf das Grundkapital von 74.167.796,00 EUR eine Dividende von 1,30 EUR je Aktie, das sind 96.418.134,80 EUR abzüglich eines anteiligen Betrages für die eigenen Anteile von 1.105.006,50 EUR somit 95.313.128,30 EUR auszuschütten und den Restgewinn von 495.447,71 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Wien, im März 2007

Der Vorstand der Wienerberger AG

Wolfgang Reithofer, Heimo Scheuch Hans Tschuden Johann Windisch Vorsitzender

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Jahresabschluss der Wienerberger AG

Service

Bilanz der Wienerberger AG 31.12.2006
in TEUR
31.12.2005
in TEUR
Aktiva
Immaterielle Vermögensgegenstände 17.384 19.805
Sachanlagen 27.663 30.526
Finanzanlagen 2.058.936 1.937.692
Anlagevermögen 2.103.982 1.988.023
Fertige Erzeugnisse und Waren 141 141
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.355 14.571
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 416.415 471.418
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 7.432 4.991
Wertpapiere und Anteile 40.929 38.762
Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten 100.085 129.791
Umlaufvermögen 575.357 659.674
Rechnungsabgrenzungen 2.405 2.844
Summe Aktiva 2.681.744 2.650.541
Passiva
Grundkapital 74.168 74.168
Kapitalrücklagen 940.140 940.140
Gewinnrücklagen 387.574 374.574
Bilanzgewinn 95.809 86.683
Eigenkapital 1.497.691 1.475.565
Unversteuerte Rücklagen 10.505 10.783
Rückstellungen 60.105 37.520
Anleihen 400.000 400.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 668.825 681.172
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.413 2.781
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.021 8.844
Sonstige Verbindlichkeiten 34.185 33.876
Verbindlichkeiten 1.113.444 1.126.673
Summe Passiva 2.681.744 2.650.541

SERVICE

Adressen der Leitgesellschaften

Headquarter:

Wienerberger AG

A-1100 Wien, Wienerberg City, Wienerbergstraße 11 T +43 (1) 60 192-0, [email protected], www.wienerberger.com

Operative Gesellschaften:

Wienerberger Ziegelindustrie GmbH A-2332 Hennersdorf Hauptstraße 2 T +43 (1) 605 03-0 [email protected] www.wienerberger.at

Wienerberger Teglaipari Rt.

H-1119 Budapest Bártfai u. 34. T +36 (1) 464 70 30 [email protected] www.wienerberger.hu

Wienerberger cihlarsky prumysl a.s.

CZ-370 46 Ceske Budejovice Plachého 388/28 T +420 (38) 77 66 111 [email protected] www.wienerberger.cz

Wienerberger Ceramika

Budowlana Sp. z o.o. PL-04-175 Warszawa ul. Ostrobramska 79 T +48 (22) 514 21 00 [email protected] www.wienerberger.pl

Wienerberger Slovenske

tehelne spol. s.r.o. SK-95301 Zlate Moravce Tehelná 5 T +421 (37) 640 90 11 [email protected] www.wienerberger.sk

Wienerberger Ilovac d.d.

HR-47000 Karlovac Donje Pokupje 2 T +385 (47) 69 41 00 [email protected] www.wienerberger.hr

Wienerberger Opekarna Ormoz d.d.

SLO-2270 Ormoz Opekarniska 5 T +386 (2) 7410 520 [email protected] www.wienerberger.si

Wienerberger Sisteme de Caramizi S.R.L. RO-050557 Bucuresti Dr. Staicovici Nr. 75, sector 5 T +40 (21) 411 29 33 [email protected] www.wienerberger.ro

Wienerberger EOOD

BG-1172 Sofia 4, Pimen Zografski Str. Business Building 2, Office 1 T + 359 (2) 961 5460 [email protected] www.wienerberger.bg

OOO Wienerberger Kirpitsch

RUS-601010 Kirschatsch Gebiet Wladimir T +7 (49) 23 72 04 84 [email protected]

Wienerberger TOV

UA-02660 M. Kyiv Kraynya Str. 1B T +380 (44) 5945046 [email protected] www.wienerberger.ua

Wienerberger Ziegelindustrie GmbH

D-30659 Hannover Oldenburger Allee 26 T +49 (511) 610 70-0 [email protected] www.wienerberger.de

ZZ Wancor

CH-8105 Regensdorf Althardstraße 5 T +41 (0) 44 871 32 32 [email protected] www.zzwancor.ch

Wienerberger Brunori SRL I-40020 Mordano (BO) fraz. Bubano Via Ringhiera 1 T +39 (0542) 56811 [email protected] www.wienerberger.it

Wienerberger NV

B-8500 Kortrijk Ter Bede Business Center T +32 (56) 24 96 35 [email protected] www.wienerberger.be

Wienerberger B.V. NL-5301LK Zaltbommel Hogeweg 95

T +31 (418) 59 71 11 [email protected] www.wienerberger.nl

Wienerberger SAS

F-67204 Achenheim 8, Rue du Canal T +33 (3) 90 64 64-64 [email protected] www.wienerberger.fr

Wienerberger Ltd

GB, Cheshire, SK8 3 SA Wienerberger House, Brooks Drive, Cheadle Royal Business Park, Cheadle T +44 (161) 491 8200 [email protected] www.wienerberger.co.uk

Wienerberger A/S

DK-2605 Brøndby Kirkebjerg Allé 88 T +45 (70) 13 13 22 [email protected] www.wienerberger.dk

Wienerberger AB

S-237 91 Bjärred Flädie T +46 (771) 42 43 50 [email protected] www.wienerberger.se

Wienerberger AS

N-3825 Lunde Strengenveien 31 T +47 (35) 94 67 00 [email protected] www.wienerberger.no

Wienerberger OY AB

FIN-00380 Helsinki Strömberginkuja 2 T +358 (9) 5655 870 [email protected] www.wienerberger.fi

Wienerberger AS

EST-43401 Aseri Kordoni 1 T +37 (233) 42 130 [email protected] www.wienerberger.ee

General Shale Brick, Inc.

USA-TN 37601, Johnson City 3211 North Roan Street T +1 (423) 282-4661 [email protected] www.generalshale.com

Semmelrock

Baustoffindustrie GmbH A-9020 Klagenfurt Stadlweg 30/Südring T +43 (463) 38 38-0 [email protected] www.semmelrock.com

Bramac Dachsysteme

International GmbH A-3380 Pöchlarn Bramacstraße 9 T +43 (2757) 4010-0 [email protected] www.bramac.com

Tondach Gleinstätten AG

A-8443 Gleinstätten Graschach 38 T +43 (3457) 2218-0 [email protected] www.tondach.at

Pipelife International GmbH

A-2351 Wr. Neudorf Triester Straße 14 T +43 (2236) 439 39-0 [email protected] www.pipelife.com

Brief des Vorstandsvorsitzenden Corporate Governance Das Unternehmen Lagebericht Geschäftsbereiche Konzernabschluss Service Adressen Glossar

Glossar

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Finanzterminplan

27. März 2007 Jahresabschluss 2006: Presse- und Analystenkonferenz in Wien
28. März 2007 Jahresabschluss 2006: Analystenkonferenz in London
08. Mai 2007 Ergebnisse zum 1. Quartal 2007
10. Mai 2007 138. o. Hauptversammlung im Austria Center Vienna
14. Mai 2007 Ex-Tag für Dividende 2006
16. Mai 2007 1. Auszahlungstag für Dividende 2006
21. August 2007 Halbjahresabschluss 2007: Presse- und Analystenkonferenz in Wien
22. August 2007 Halbjahresabschluss 2007: Analystenkonferenz in London
14. November 2007 Ergebnisse zum 3. Quartal 2007
15./16. November 2007 Capital Markets Day

Informationen zum Unternehmen und zur Wienerberger Aktie

Investor Relations Officer Thomas Melzer
Aktionärstelefon +43 (1) 601 92-463
E-Mail [email protected]
Internet www.wienerberger.com
Wiener Börse WIE
Reuters WBSV.VI
Bloomberg WIE AV
Datastream O: WNBA
ADR Level 1 WBRBY
ISIN AT0000831706

Wienerberger Online-Geschäftsbericht 2006 http://geschaeftsbericht.wienerberger.com

Kennzahlenübersicht 10 Jahre

Unternehmenskennzahlen 1997 1998 1999
Umsatz in Mio. € 1.113,7 1.143,3 1.337,5
EBITDA 1) in Mio. € 240,7 258,2 308,9
EBITDA operativ 2) in Mio. € 226,3 231,4 274,5
EBITDA-Marge 2) in % 20,3 20,2 20,5
EBIT1) in Mio. € 131,1 162,6 187,8
EBIT operativ 2) in Mio. € 116,7 135,8 153,4
Ergebnis vor Steuern in Mio. € 117,5 163,1 178,6
Ergebnis nach Steuern in Mio. € 101,4 116,5 124,7
Free Cash-flow in Mio. € 203,2 124,5 98,0
Gesamtinvestitionen in Mio. € 117,5 301,8 500,7
Nettoverschuldung in Mio. € 143,7 249,1 573,1
Capital Employed in Mio. € 797,6 936,1 1.297,7
Gearing in % 19,0 29,7 62,2
Interest Cover 3) 13,8 282,2 10,7
Eigenkapitalrendite 4) in % 13,7 14,3 14,0
ROCE 2) in % 12,0 9,5 7,4
EVA 2) in Mio. € 24,2 5,1 -7,4
CFROI 2) in % 14,1 12,9 11,6
CVA 2) in Mio. € 33,2 15,8 -10,9
Mitarbeiter 5) 7.574 7.988 10.374
Börsekennzahlen 1997 1998 1999
Ergebnis je Aktie in € 1,43 1,64 1,74
Ergebnis je Aktie bereinigt 6) in € 1,37 1,29 1,40
Dividende je Aktie in € 0,42 0,45 0,50
Dividende in Mio. € 29,0 31,5 34,7
Eigenkapital je Aktie in € 10,6 11,7 12,9
Ultimokurs der Aktie in € 22,03 21,18 21,59
Gewichtete Aktienanzahl 7) in Tsd. 69.455 69.455 69.223
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 1.530,0 1.471,3 1.499,5
Kurzbilanz 1997 1998 1999
Anlagevermögen in Mio. € 892,6 1.121,4 1.446,8
Vorräte in Mio. € 214,8 223,4 265,4
Sonstiges Umlaufvermögen in Mio. € 507,9 687,8 631,6
Bilanzsumme in Mio. € 1.615,3 2.032,6 2.343,8
Eigenkapital 8) in Mio. € 756,9 838,1 921,2
Rückstellungen in Mio. € 239,5 263,1 311,9
Verbindlichkeiten in Mio. € 619,0 931,4 1.110,7

Erläuterungen:

1) inkl. nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

2) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

3) EBIT : Zinsergebnis

4) Ergebnis nach Steuern : Eigenkapital

5) durchschnittlicher Mitarbeiterstand während des Jahres

6) vor Firmenwertabschreibung und bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

1999
2000
2001 2002 2003 2004 2005 2006 CAGR 97-06
1.337,5
1.670,3
1.544,9 1.653,7 1.826,9 1.758,8 1.954,6 2.225,0 8 %
308,9
403,4
202,2 323,1 349,9 405,4 429,3 476,6 8 %
274,5
307,8
221,2 302,6 349,9 405,4 428,4 471,9 9 %
20,5
18,4
14,3 18,3 19,2 23,1 21,9 21,2
187,8
254,3
-25,8 151,9 190,2 257,5 269,6 297,5 10 %
153,4
158,7
66,2 151,6 190,2 257,5 270,3 299,6 11 %
178,6
228,3
-62,7 119,5 154,3 231,4 251,3 277,3 10 %
124,7
201,4
-17,8 85,9 113,1 181,8 196,4 218,3 9 %
98,0
244,0
241,3 237,3 274,6 300,7 212,5 272,1 3 %
500,7
287,1
228,0 181,3 392,6 632,6 338,7 530,4 18 %
573,1
604,8
674,1 618,5 739,0 762,4 934,4 1.159,8 26 %
1.297,7
1.568,5
1.613,9 1.508,7 1.635,4 2.031,5 2.289,4 2.598,2 14 %
62,2
54,5
66,9 63,6 75,2 55,8 63,0 72,9
10,7
5,2
-0,7 4,4 5,3 7,7 6,2 6,2
14,0
18,6
-1,8 9,0 11,5 13,3 13,2 13,7
7,4
7,8
4,0 7,1 8,4 9,7 8,9 8,8 9)
-7,4
-2,6
-48,1 1,4 22,4 43,8 31,8 34,1 9)
11,6
11,4
7,3 10,0 12,1 12,9 12,2 12,0 9)
-10,9
-17,7
-141,0 -59,5 3,0 28,6 5,9 -1,9 9)
10.374
11.069
11.331 11.478 12.237 12.154 13.327 13.639 7 %
2000 1999 2001 2002 2003 2004 2005 2006 CAGR 97-06
2,86 1,74 -0,29 1,31 1,71 2,54 2,66 2,95 8 %
1,69 1,40 0,83 1,57 2,01 2,54 2,67 3,02 9 %
0,80 0,50 0,60 0,66 0,77 1,07 1,18 1,30 13 %
55,1 34,7 38,8 42,7 49,8 78,7 86,4 95,3 14 %
15,7 12,9 14,8 15,1 15,2 19,6 20,3 21,7 8 %
19,13 21,59 15,75 16,95 21,18 35,15 33,80 45,00 8 %
68.823 69.223 67.975 64.640 64.645 69.598 73.196 73.309 1 %
1.328,7 1.499,5 1.093,9 1.106,5 1.382,6 2.607,0 2.506,9 3.337,6 9 %
CAGR 97-06 2006 2005 2004 2003 2002 2001 2000
12 % 2.531,6 2.232,1 2.012,7 1.601,9 1.460,9 1.556,3 1.611,3
10 % 509,8 445,9 391,4 348,4 370,2 331,8 300,7
2 % 632,9 591,6 461,8 598,2 491,1 543,8 624,3
10 % 3.674,3 3.269,6 2.865,9 2.548,5 2.322,2 2.431,9 2.536,3
9 % 1.591,4 1.483,1 1.367,2 983,0 973,1 1.008,0 1.109,2
2 % 288,1 273,7 271,0 307,0 310,1 283,1 325,6
13 % 1.794,8 1.512,8 1.227,7 1.258,5 1.039,0 1.140,8 1.101,5

7) bereinigt um zeitanteilig gehaltene eigene Aktien, bereinigt um Aktiensplit im Verhältnis 1:8 (1999)

8) Eigenkapital inklusive Anteile in Fremdbesitz

9) bereinigt um die unterjährige Akquisition von Robinson Brick in den USA errechnet sich ein ROCE von 9,1% bzw. ein EVA von 39,0 Mio. €, ein CFROI von 12,1% bzw. ein CVA von 4,5 Mio. €

Anmerkung: die Zahlen sind wie im jeweiligen Jahr berichtet dargestellt und wurden rückwirkend nicht um dekonsolidierte Geschäftsbereiche bereinigt

Wenn Sie mehr über Wienerberger wissen wollen und hier keine Bestellkarte mehr finden:

Geschäftsberichte, Quartalsberichte und die Möglichkeit, sich auf den Presseverteiler setzen zu lassen, gibt es auch unter T +43 (1) 601 92-463 oder: [email protected]

Geschäftsbericht und Jahresabschluss 2006 vorgelegt bei der Bilanzpressekonferenz am 27. März 2007 und in der 138. o. Hauptversammlung am 10. Mai 2007 in Wien. Erhältlich in deutscher und englischer Sprache.

Medieninhaber (Verleger): Wienerberger AG, A-1100 Wien, Wienerberg City, Wienerbergstraße 11 T +43 (1) 601 92-0, F +43 (1) 601 92-466 [email protected], www.wienerberger.com

Für Rückfragen: Vorstand: Wolfgang Reithofer, CEO, Willy Van Riet, CFO Investor Relations: Thomas Melzer

Konzept und Realisierung: Mensalia Unternehmensberatung und Büro X Design Wien Satz und Litho: Büro X Design Wien; Michael Konrad GmbH, Frankfurt Fotos: Hertha Hurnaus, Marcel Köhler, Robert Marksteiner Druck: Grasl Druck & Neue Medien, Österreich

Ende gut, alles gut!

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