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Annual Report

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Geschäftsbericht

Unsichtbares sichtbar machen

IFRS
2007
Veränderungen
zu 2006
IFRS
2006
IFRS
2005
Umsatz TEUR 54.444 + 8 % 50.378 41.792
Umsatzrendite vor Steuern 9 % - 4 % 9 % 5 %
Jahresüberschuss/-fehlbetrag TEUR 1.948 - 12 % 2.221 1.590
Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) TEUR 4.921 + 4 % 4.748 2.215
Zinsen TEUR -767 - 4 % -796 -667
EBIT TEUR 5.688 + 3 % 5.544 2.882
Abschreibungen TEUR -3.731 - 18 % -4.537 -3.912
EBITDA TEUR 9.419 - 7 % 10.081 6.794
Ergebnis pro Aktie EUR 0,62 - 13 % 0,71 0,51
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit TEUR 6.631 + 45 % 4.561 3.531
Steuerquote 56 % + 66 % 34 % 31 %
Eigenkapital TEUR 36.491 + 0 % 36.329 34.955
Eigenkapitalquote 54 % - 5 % 57 % 52 %
Bilanzsumme TEUR 67.587 + 5 % 64.174 66.997
Buchwert pro Aktie EUR 11,61 + 0 % 11,59 11,28
Mitarbeiter Personen 327 + 12 % 291 247
Anzahl der Aktien zum 31.12.
(ohne eigene Aktien) Stück 3.142.290 0 % 3.130.526 3.120.511
Dividende EUR 0,25* 0 % 0,25 0,15

Die angegebenen Kennzahlen beziehen sich mit Ausnahme von Jahresüberschuss/-fehlbetrag und Ergebnis pro Aktie auf das Ergebnis aus fortlaufender Geschäftstätigkeit.

* Dividendenvorschlag der Gesellschaft an die Hauptversammlung am 11.06.2008

Konzernlagebericht 13
Die Aktie 10
Brief an die Aktionäre 6
Meilensteine 2007 4

Mitarbeiter 32 Marketing und Öffentlichkeitsarbeit 34 Umwelt und Sicherheit 35 Qualitätsmanagement 36

Konzernabschluss
der Eckert & Ziegler Gruppe
39
Erläuterungen
zu den Konzernabschlüssen
(Konzernanhang)
44
Corporate Governance Bericht 84
Bericht des Aufsichtsrates 86
Einzelabschluss
der Eckert & Ziegler
Aktiengesellschaft
87
Glossar 90
Beteiligungen 92
Finanzkalender 94
Impressum 94
Ansprechpartner 94

Meilensteine 2007

Januar

n Das von der Eckert & Ziegler AG ins Leben gerufene frühkindliche Bildungsprogramm "Forschergarten" (www.forschergarten.de) wird als "Ausgewählter Ort im Land der Ideen 2007" ausgezeichnet.

n Aus Venezuela erhält Eckert & Ziegler BEBIG einen Anschlussgroßauftrag zur Lieferung von innovativen Tumorbestrahlungsgeräten des Typs MultiSource®. Das Gesamtvolumen beträgt 1,6 Mio. USD.

März

n Auf der Bilanzpressekonferenz am 29. März meldet Eckert & Ziegler für 2006 einen Umsatzrekord, wobei erstmals die Jahresumsatzschwelle von

n Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) ist künftig als vertragsärztliche Methode verordnungsfähig bei der Bestimmung des Tumorstadiums und dem Nachweis des Wiederauftretens des nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms 50 Mio. EUR überschritten wird. Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Dividende pro Aktie um 67 %.

2004 2005 2006 35.533 41.792 50.378

April

der LBBW und dem Industrieverband Spectaris in Frankfurt statt.

n Der 7. MedTech Day findet in Zusammenarbeit mit der Deutschen Börse, der DVFA,

Mai

n Das renommierte französische Institut für Strahlentherapie, das Institut Curie in Paris, verlängert erneut den bestehenden Kooperationsvertrag

sowie bei der Charakterisierung von Lungenrundherden zur Vermeidung operativer Eingriffe. Durch die Signalwirkung für die Etablierung dieser einzigartigen Untersuchungsmethode wird ein deutlicher Anstieg der Untersuchungszahlen erwartet.

mit der Eckert & Ziegler AG zur Lieferung von Prostata-Implantaten. Der Vertrag hat einen Wert von etwa 2 Mio. EUR.

Juni

n Zum ersten Mal wird in Indien ein Tumorbestrahlungsgerät (Afterloader) vom Typ MultiSource® installiert. Das Mahatma Ghandi Memorial

Hospital in Bhimavaram arbeitet zukünfig mit diesem Gerät, das mit einer langlebigen Kobaltquelle ausgestattet ist.

Juli

n Die Eckert & Ziegler AG blickt auf 10 Jahre erfolgreicher Arbeit zurück und feiert ihr Firmenjubiläum in Berlin mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur.

n Eckert & Ziegler erwirbt den Bonner Radiopharmazieproduzenten MC Pharma und baut seine Marktposition als Hersteller von Radiopharmaka für neue bildgebende Verfahren in der Nuklearmedizin weiter aus. Mit

dem erworbenen Zyklotron werden Kontrastmittel, auch PET-Tracer genannt, hergestellt, die in der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) zur Diagnose von Krebs Anwendung finden.

n Um größere Kundennähe, mehr Wirtschaftlichkeit und die Optimierung der Informationsflüsse zu erreichen, wird das Segment Radiopharmazie neu

strukturiert. Dabei wird der Bereich Zyklotron neu gegründet und die Zuständigkeiten für Kontrastmittel europaweit zentralisiert.

n Das kalifornische Tochterunternehmen Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL) stellt auf dem 20. Kongress der Europäischen Gesellschaft für Nuklearmedizin den neuen Gallium-68 Generator IGG100 vor.

n Die European Association for Nuclear Medicine (EANM) und Eckert & Ziegler einigen sich auf die Auslobung eines gemeinsamen Preises zur Förderung von Forschungsarbeiten junger, talentierter Nuklearmediziner.

Der EANM Eckert & Ziegler Abstract Award wird in den kommenden fünf Jahren den Bekanntheitsgrad der Marke Eckert & Ziegler in den internationalen Fachkreisen der Nuklearmedizin erheblich steigern.

n Die Eckert & Ziegler Eurotope GmbH, Spezialist für Anlagen und Automatisierungstechnik zur Herstellung von Radiopharmazeutika, stellt verbesserte Synthesemodule für die Markierung von Peptiden mit Gallium-68 vor. Die Geräte nutzen ein Herstellverfahren mit verbesserten Prozessparametern und erlauben es, eine ganze Palette von Galliumpeptiden zu produzieren. Das Anwendungsgebiet von Modular Lab erweitert sich damit auf eine Stoffklasse, die von vielen nuklearmedizinischen Anwendern momentan intensiv beforscht wird.

Oktober

November

Dezember

Sehr geehrte Damen und Herren,

erneut ging es mit Eckert & Ziegler gut voran. Organisch und bereinigt um Wechselkurseffekte wuchs 2007 das Geschäftsvolumen um etwa 10 Prozent auf einen neuen Spitzenwert und erreichte ca. 55 Mio. EUR. Innerhalb der letzten fünf Jahre hat der Konzern seinen Umsatz damit stetig steigern und eine durchschnittliche Wachstumsrate von jährlich knapp 14 % vorlegen können, bei im Wesentlichen stabiler Eigenkapitalquote. Durch den Kauf weiterer Firmen sind im Geschäftsjahr zudem die Fundamente für die Umsatzsteigerungen der nächsten Jahre gelegt worden. Mit umfangreichen Investitionen in die Infrastruktur und die Entwicklung neuer Produkte hat sich der Vorstand bemüht, diese Zukunftschancen zusätzlich abzusichern und das Wachstumspotenzial zu stärken.

Neben den Umsätzen haben sich 2007 auch die Erträge gut entwickelt. Zwar ist der Jahresüberschuss nominal 13 % niedriger als im Vorjahr, doch wenn man den nichtzahlungswirksamen Sonderaufwand außen vor lässt, den der Konzern durch einen exogen verursachten Wechsel der Rahmenbedingungen – in diesem Fall durch die Unternehmensteuerreform – zu erleiden hatte, zeigt sich im Berichtsjahr ein Zuwachs von 25 % von 0,71 auf 0,89 EUR pro Aktie. Im betrieblichen Kapitalfluss wirkt er sich – sprichwörtlich – in barer Münze aus: Die Selbstfinanzierungskraft stieg um 2 Mio. EUR auf 6,5 Mio. EUR an und lag um 44 % über dem Niveau des Vorjahres. Erstmals in fünf Jahren konnte der Konzern damit seine Liquiditätsreserven weitgehend schonen und auf den Verkauf von Wertpapieren fast völlig verzichten.

Trotz des organischen Umsatzwachstums, trotz der erneuten Dividende und trotz der Übernahme eines Konkurrenzbetriebes blieben die Bilanzkennzahlen des Konzerns im Berichtsjahr solide. Die Eigenkapitalquote hielt sich im Rahmen der normalen Schwankungen stabil auf einem hohen Niveau von 54 %, der Verschuldungsgrad nahm leicht ab. Die Innovationskraft, gemessen am Umsatzanteil neuer Produkte, blieb mit einem Drittel unverändert hoch, die Produktivität stieg einen Hauch an. Von den betriebswirtschaftlichen Kennzahlen war das Geschäftsjahr ohne Zweifel ein Erfolg.

Inhaltlich, sozusagen unter der Haube, ging es 2007 ebenfalls vorwärts. Besonders ausgeprägt waren die

Fortschritte im neuen Radiopharmaziesegment, wo erhebliche Umsatzsprünge und eine verbesserte Profitabilität registriert werden konnten. Der Vorstand ist überzeugt, dass nuklearmedizinische bildgebende Verfahren, und hierbei insbesondere die sogenannte Positronen-Emissions-Tomographie (PET), in der Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen und dass der Konzern gut beraten ist, sich hier zu engagieren.

Wachstumstreiber in der Nuklearmedizin ist unter anderem, dass immer mehr Hybridgeräte entwickelt und auf den Markt gebracht werden, in denen verschiedene bildgebende Verfahren – und eben auch PET – in einem Gerät miteinander kombiniert werden. Die Vorzüge dieser Alleskönner liegen darin, dass sie in hoher Auflösung graphisch hervorragende und intuitiv zu interpretierende Bilder liefern, die sich in allen möglichen Perspektiven und Schnitten am Computer darstellen und analysieren lassen. Der Arzt erhält damit ein völlig neues Instrument zur Diagnose und Verlaufskontrolle und muss im besten Fall nicht mehr mit engen Fragestellungen Spezialisten heranziehen.

Noch sind die neuen Hybridgeräte teuer und auf Universitätskliniken und andere Frühadaptoren beschränkt, aber ihre Vorteile werden schnell dafür sorgen, dass sich Kliniken in der Fläche solche Geräte beschaffen. Um ihr volles Potenzial zu erschließen, wird man dann Lieferanten für die entsprechenden radioaktiven Kontrastmittel brauchen. Eckert & Ziegler ist hierfür gut positio-

niert. Mit dem Erwerb der Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/Bonn haben wir im Berichtsjahr ein eingeführtes Produktionszentrum im Rheinland zu unserem Netzwerk hinzugewinnen können, das die Krankenhäuser und Praxen im bevölkerungsstarken Ruhrgebiet und den angrenzenden Gegenden beliefert.

Ergänzt wird unser Engagement bei den Kontrastmitteln durch den Aufbau einer Spezialgerätesparte. Mit ihr positionieren wir uns strategisch an der Schnittstelle zwischen der entwickelnden Pharmaindustrie und den Anwendern, indem wir all die Dinge zusammenbringen, die für die großflächige Verteilung auch kompliziert zu kochender Radiodiagnostika notwendig sind. Anders als herkömmliche Medikamente nämlich können Kontrastmittel für die Positronen-Emissions-Tomographie nicht zentral gelagert und verteilt werden, sie müssen vielmehr vor Ort im Zyklotron jeden Tag nach Bedarf neu angesetzt werden. Leicht zu bedienende, automatisierte Lösungen, für den Eigenbedarf und für Dritte, ergänzen ideal unser Engagement im Kontrastmittelmarkt.

"Unsichtbares sichtbar machen", das Motto des Radiopharmaziesegments und dieses Geschäftsberichts, könnte auch als Überschrift für unsere jüngste Transaktion dienen, bei der wir die Implantatsparte von Eckert & Ziegler im Tausch gegen Aktien in unseren belgischen Konkurrenten International Brachytherapy (IBt) eingebracht haben. Der Vorstand verspricht sich davon nicht nur die profitable Zusammenführung der beiden wichtigsten europäischen Hersteller von Prostatakrebsimplantaten, sondern auch eine bessere Sichtbarkeit der Leistungen des Therapiesegments. Durch die Einbringung in ein börsennotiertes Medizintechnikunternehmen besteht die Chance, dass sich die Therapieaktivitäten von den Bewertungsabschlägen befreien, die in der Vergangenheit die Eckert & Ziegler AG getroffen haben. Das Implantatgeschäft der BEBIG war zum Zeitpunkt der Drucklegung dieses Geschäftsberichts immerhin 24 Mio. EUR wert, und damit nicht viel weniger als die Marktkapitalisierung des Gesamtkonzerns.

Wir sind optimistisch, dass diese Aussichten zusammen mit den Ergebnissen des Geschäftsjahres auch den Aktionären der Eckert & Ziegler AG zugute kommen werden und würden uns wie immer freuen, wenn Sie uns deshalb weiterhin freundschaftlich verbunden blieben.

Ihr

Dr. Andreas Eckert, Vorsitzender des Vorstandes

Dr. Andreas Eckert, Dr. Edgar Löffler und Dr. André Heß (v.l.n.r.)

Das Zusammenwirken von modernster Technik und Radioaktivität lässt Dinge sichtbar werden. Dinge, die sonst im Verborgenen blieben: Kleinste Tumore oder die Parkinsonsche Krankheit. Naturressourcen in der Erde. Gegenstände, die nicht in ein Flugzeug gehören.

Unsichtbaressichtbar machen

Sichtbar machen heißt für uns auch, die Talente unserer Mitarbeiter systematisch zu fördern und die Wünsche unserer Kunden konsequent wahrzunehmen.

Die Positronen-Emissions-Tomografie, kurz PET, gehört zu den funktionellen bildgebenden Verfahren. In hoher räumlicher Auflösung macht sie – anders als klassische Verfahren (z.B. MRT, CT) – komplizierte Stoffwechselprozesse im menschlichen Körper sichtbar und

ermöglicht so die Lokalisation von Krebszellen oder beantwortet hochkomplexe neurologische Fragestellungen.

Eine chemische Verbindung (z.B. Glukose, Neurotransmitter, Antikörper) fungiert als Botenstoff , wird mit einem schwach strahlenden Radionuklid (z.B.[18F] Fluor, [11C] Kohlenstoff) verbunden (markiert) und in den Körper injiziert. Das Molekül dockt an einer Zelle an, in der ein spezieller Stoffwechselprozess – beispielsweise in einer Krebszelle – stattfindet. Der PET-Scanner erkennt nun das

"leuchtende" Radionuklid, wodurch Bildgebung und Quantifizierung des gewünschten Stoffwechselprozesses ermöglicht werden. Der behandelnde Arzt kann nun sehr genau erkennen, wo sich ein Tumor befindet.

PET/CT-Aufnahme einer Hirn-Metastase Die Aktie

Kenndaten der Eckert & Ziegler-Aktie

InternationalSecurities Identification Number (ISIN) DE0005659700

Wertpapier-Kenn-Nummer (WKN) 565 970

Börsenkürzel und -symbole EUZ (Deutsche Börse)

EUZ (Bloomberg) EUZG (Reuters)

Börsensegment Prime Standard, Frankfurt

AllShare-Indizes

Prime All Share Technology All Share German Entrepreneurial Index (GEX)

Branchenindex

Prime-Sektor: Pharma & Healthcare Industriegruppe: Medical Technology

Grundkapital (31.12.2007) 3.250.000 EUR

Inhaber-Stückaktien (31.12.2007) 3.250.000 Stück

Aktienkurs (31.12.2007) 9,86 EUR

Marktkapitalisierung (31.12.2007) 32,05 Mio. EUR

Höchst-/Tiefstkurs im Jahr 2007 13,01 EUR / 9,80 EUR

IR-Kontakt derEckert & Ziegler AG

Thomas Scheuch Robert-Rössle-Straße 10 13125 Berlin Tel. +49 30 941084-139 Fax +49 30 941084-112 [email protected] www.ezag.de

Aktien der Eckert & Ziegler AG wurden am 25. Mai 1999 erstmals in den Wertpapierhandel aufgenommen. Sie werden seitdem an der Frankfurter Wertpapierbörse sowie an allen deutschen Regionalbörsen notiert und sind im vollelektronischen Handelssystem XETRA® zugelassen. Gehandelt werden sie unter der international eindeutigen 12-stelligen Wertpapierkennziffer DE0005659700, wobei zur Identifizierung der Aktie weiterhin die frühere Wertpapier-Kenn-Nummer (WKN) 565970 genutzt wird.

In einer Kapitalerhöhung wurde das Grundkapital der Gesellschaft am 2. Juni 2000 auf 3.250.000 EUR erhöht. Es ist in 3.250.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt, die jeweils eine Stimme auf der Hauptversammlung gewähren.

Seit dem 20.02.2003 notieren die Aktien der Eckert & Ziegler AG im Prime Standard. Für die in diesem Segment gelisteten Unternehmen gelten besonders hohe internationale Transparenzanforderungen, die über die vorgeschriebenen gesetzlichen Publizitätspflichten hinausgehen.

Im März 2003 erwarb die Eckert & Ziegler AG im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms 320.000 eigene Aktien. Sie wurden bislang vorwiegend zur Finanzierung von Akquisitionen und zur Bedienung von Mitarbeiteroptionen verwendet. Die bei den Transaktionen realisierten Veräußerungsgewinne wurden der Kapitalrücklage für eigene Aktien zugeführt. Zum 31.12.2007 wies die Gesellschaft einen Bestand an 106.835 eigenen Aktien aus.

Seit dem 3. Januar 2005 fließen Aktien der Eckert & Ziegler AG in die Berechnung des "German Entrepreneurial Index" (GEX) ein. Im Index werden Unternehmen des Prime Standards geführt, bei denen sich wesentliche Aktienanteile in der Hand der Gründer oder des Managements befinden.

Entwicklung der Aktie, Ergebnis pro Aktie und Dividendenvorschlag

Im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichnete die Aktie gegenüber dem Vorjahr einen Wertverlust von ca. 19 %. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens sank gegenüber dem Vorjahresstichtag um 7 Mio. EUR auf 32 Mio. EUR.

Das Ergebnis pro Aktie wird berechnet, indem der Konzernjahresüberschuss durch die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres im

Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird. Im Berichtsjahr erzielte die Eckert & Ziegler Gruppe ein Konzernergebnis pro Aktie von 0,62 EUR.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 11.06.2008 die Ausschüttung einer Dividende von 0,25 EUR je Aktie für das Geschäftsjahr 2007 vor. Gemessen am Jahresschlusskurs von 9,86 EUR, errechnet sich hieraus eine Dividendenrendite von 2,5 %.

Aktionärsbetreuung (Investor Relations)

Auch 2007 war Eckert & Ziegler bestrebt, Aktionäre, Investoren und Finanzanalysten zeitnah und umfassend über die wesentlichen Entwicklungen im Konzern zu informieren. Als Hauptinstrument dafür dienten die Börsenpflicht- und Pressemeldungen sowie Quartalsberichte. Sie wurden in Deutsch und Englisch publiziert und, wo sinnvoll, durch öffentlich zugängliche Telefonkonferenzen ergänzt. Auf der Bilanzpressekonferenz im März, dem Branchentreff "Medtech Day" im Frühjahr, der Hauptversammlung im Mai und dem Eigenkapitalforum im Herbst präsentierte der Vorstand zudem neue Entwicklungen persönlich und stand zusammen mit Mitarbeitern der Abteilung Unternehmenskommunikation darüber hinaus das ganze Jahr über für Anfragen oder Besuche interessierter Kreise zur Verfügung.

Die Aktie

Aktionärsstruktur zum31.12.2007 (in%)

n Eckert Consult GmbH 37,9
n Jürgen Ziegler 4,8
n Eckert & Ziegler AG 3,3
n Streubesitz 54,0

Dividendenzahlung derEckert & Ziegler AG * Vorschlag an die Hauptversammlung

0,00 EUR 2003 0,25 EUR 2004 0,15 EUR 2005 0,25 EUR 2006 0,25 EUR* 2007

Unsere Kunden müssen sich täglich auf die termingerechte Lieferung unserer Produkte verlassen können. Weltweit. Egal ob für I-125 Seed-Implantationen oder PET/CT Diagnosen. Bei radioaktiven Produkten mit geringen Halbwerts-

zeiten ist das zwar kompliziert, aber machbar. Ein großes Netzwerk ist notwendig, das von aufwändiger Logistik bis zu komplizierten Genehmigungsverfahren reicht. Was der Kunde nicht sieht, kennen und beherrschen wir und sorgen für ein reibungsloses Funktionieren.

Das Unternehmen 14
Rechtliche Rahmenbedingungen 14
Hauptproduktgruppen und Märkte 16
Geschäftsentwicklung 2007 17
Ertragslage 18
Arbeitsproduktivität 18
Entwicklung der Segmente 19
Finanz- und Vermögenslage 21
Kapitalfluss 22
Forschung & Entwicklung 23
Chancen- und Risikoberichterstattung 25
Nachtragsbericht 28
Ausblick 28
Vergütungsbericht 29

Konzernlagebericht

Oben: Radiopharmakon F-18 Fluor-Desoxyglukose in Versandeinheiten

Mitte: Augenapplikatoren für ophthalmologische Anwendungen

Unten: Transportkartuschen für Jod-125 Implantate

Das Unternehmen

Eckert & Ziegler ist ein international tätiger Spezialist für radioaktive Anwendungen in der Medizin, der Wissenschaft und der Industrie. Zur Kernkompetenz des Unternehmens gehören der Umgang und die Verarbeitung von radioaktiven Materialien geringer Aktivität in speziell dafür ausgerüsteten und genehmigten Fertigungsstätten in Europa und den Vereinigten Staaten. Darüber hinaus konzentriert sich Eckert & Ziegler auf die Entwicklung und Produktion von Synthesegeräten zur Herstellung von Radiopharmaka und Medizinprodukten für die Therapie von Krebs.

In den internationalen Märkten, in denen Eckert & Ziegler operativ tätig ist, gibt es vergleichsweise wenig Anbieter. In der Breite seiner Produktpalette hat Eckert & Ziegler keinen direkten Wettbewerber, weil die Konkurrenten jeweils nur spezielle Marktnischen bedienen. Es ist wahrscheinlich, dass sich diese Situation in der Zukunft nicht ändern wird, weil dem Markteintritt eines Wettbewerbers immer dessen Erfüllung hoher genehmigungsrechtlicher Auflagen vorausgehen müsste.

Sein operatives Geschäft betreibt der Konzern über Tochterunternehmen, welche drei Segmenten zugeordnet sind. Diese Segmente sind auf verschiedene Kundengruppen ausgerichtet. Ein weiteres Segment, das die Kosten und Erträge der Berliner Holding abbildet, ist nicht operativ tätig.

Das Segment Therapie richtet sich mit seinen Erzeugnissen an Strahlentherapeuten, eine Ärztegruppe, die auf die Behandlung von Krebs durch Bestrahlung spezialisiert ist. Die Fertigungsstätten und die Segmentleitungen befinden sich in Berlin. Wichtigstes Produkt sind radioaktive Kleinimplantate zur Behandlung von Prostatakrebs auf der Basis von Jod-125 (sogenannte "Seeds") sowie Tumorbestrahlungsgeräte auf der Basis von Cobalt-60 (sogenannte "Afterloader").

Das Segment Nuklearmedizin und Industrie bietet Physikern, Ingenieuren und Medizinphysikern radioaktive Komponenten für bildgebende Verfahren, wissenschaftliche Anwendungen, Qualitätssicherung und Messzwecke an. Die Segmentleitung und die Hauptproduktionsstätte sind in Los Angeles, Kalifornien, beheimatet.

Die Radiopharmazie mit Standorten in Berlin, Bonn und Mailand ist das jüngste und am schnellsten wachsende Segment der Gruppe. Die Produkte des Segments umfassen radioaktive Kontrastmittel für die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und Synthesemodule zur Herstellung von Radiopharmazeutika. Die Geräte kommen sowohl in der Praxis der nuklearmedizinischen Diagnostik als auch in der Forschung zur Anwendung.

Die Märkte der drei operativen Segmente sind nur lose miteinander verbunden und weisen jeweils eigene Zyklen und Besonderheiten auf. Hinzu kommen nationale Unterschiede hinsichtlich der Rahmenbedingungen. Dies ist insbesondere bei medizinischen Produkten der Fall, wo die Intensität und Dynamik der Nachfrage durch den Leistungsstand der nationalen Gesundheitssysteme und die Anwesenheit lokaler Konkurrenten beeinflusst wird.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Die Eckert & Ziegler Stahlen- und Medizintechnik AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Deutschland. Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 3.250.000,00 EUR ist in 3.250.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn.

Herr Dr. Andreas Eckert hält unmittelbar oder mittelbar über die Beteiligungsgesellschaft Eckert Consult Strategieberatung und Kapitalbeteiligungsgesellschaft mbH insgesamt 1.232.456 Aktien und damit 37,92 % der Stimmrechte.

Die Aktionäre der Gesellschaft nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr. Jede Aktie der Gesellschaft gewährt eine Stimme. Aktien mit Mehrfachstimmrechten oder Vorzugsstimmrechten sowie Höchststimmrechte existieren nicht.

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Geschäftsführung. Er besteht aus sechs Mitgliedern, die von der Hauptversammlung gewählt werden. Den Unternehmensgründern, den Herren Dr. Andreas Eckert und Jürgen Ziegler, steht satzungsgemäß das Recht zu, von den zu bestellenden sechs Mitgliedern jeweils ein Mitglied in den Aufsichtsrat zu entsenden.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Mai 2006 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 30. Juni 2009 mit Zustimmung des Aufsichtsrates um bis zu insgesamt 1.625.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.625.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 1999 wurde der Vorstand weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates eine in der Satzung vorgesehene bedingte Kapitalerhöhung um bis zu weitere 300.000,00 EUR eingeteilt, in bis zu 300.000 Stückaktien (bedingtes Kapital), durchzuführen. Das bedingte Kapital kann zur Bedienung von Inhabern von Aktienoptionen, die von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen, ausgenutzt werden.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Juni 2007 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 11. Dezember 2008 eigene Aktien zu anderen Zwecken als dem Wertpapierhandel bis zu einem Anteil von 10 % am Grundkapital zu erwerben.

Das Unternehmen wird vom Vorstand geleitet und gegenüber Dritten vertreten. Der Vorstand besteht aus einer oder mehreren Personen, die gemäß § 84 Aktiengesetz vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren bestellt werden. Eine wiederholte Bestellung oder eine Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Sie bedarf eines erneuten Aufsichtsratsbeschlusses, der frühestens ein Jahr vor Ablauf der bisherigen Amtszeit gefasst werden kann. Der Aufsichtsrat kann Mitglieder des Vorstandes zum Vorsitzenden oder stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes ernennen.

Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstand und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstandes widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Dieser kann beispielsweise in einer groben Pflichtverletzung, der Unfähigkeit zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung oder dem Vertrauensentzug durch die Hauptversammlung liegen.

Die Satzung enthält grundlegende Bestimmungen zur Verfassung der Gesellschaft. Eine Änderung der Satzung kann gemäß § 179 Aktiengesetz grundsätzlich nur durch Beschluss der Hauptversammlung erfolgen, die einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst.

Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen. Weiterhin bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebotes.

Qualitätskontrolle des Ausgangsmaterials für I-125 Implantate

Hauptproduktgruppen und Märkte

Fertigungslinie für I-125 Implantate Innerhalb seiner drei operativen Segmente unterscheidet der Konzern in der Summe 11 Hauptproduktgruppen. Jede dieser Produktgruppen hat ihre eigenen Besonderheiten hinsichtlich der Struktur der Abnehmer, der Wettbewerbssituation und des geographischen Brennpunkts. Die Hauptproduktgruppen sind:

Segment Therapie

    1. Implantate zur Behandlung von Prostatakrebs
    1. Tumorbestrahlungsgeräte
    1. Therapiezubehör
    1. Ophthalmologische Produkte
    1. Sonstige Therapieprodukte

Segment Nuklearmedizin und Industrie

    1. Radioaktive Komponenten für die industrielle Messtechnik
    1. Strahlenquellen für die nuklearmedizinische Bildgebung
    1. Kalibrier- und Messquellen
    1. Rohisotope und sonstige Produkte

Segment Radiopharmazie

  1. Radiodiagnostika und sonstige Produkte 11. Synthesemodule

Vom Umsatz her waren 2007 die größten Hauptproduktgruppen: 1. die radioaktiven Komponenten für die industrielle Messtechnik, 2. die Implantate zur Behandlung von Prostatakrebs, 3. die Strahlenquellen für die nuklearmedizinische Bildgebung, 4. die Radiodiagnostika sowie 5. die Tumorbestrahlungsgeräte.

Wie in den Vorjahren machten die fünf größten Hauptproduktgruppen etwa drei Viertel des Umsatzes aus, insgesamt ca. 40 Mio. EUR. Die übrigen 6 Hauptproduktgruppen vereinigten die restlichen 25 % des Konzernumsatzes auf sich.

Da die Märkte der Hauptproduktgruppen nur gering miteinander zusammenhängen, und verschiedene Anwender und Regionen adressieren, hält sich der Konzern trotz seiner Spezialisierung auf Radioisotope für relativ breit diversifiziert.

Wettbewerbssituation

Für die wichtigsten fünf Produktgruppen gilt in etwa die folgende Wettbewerbssituation:

n In den drei wichtigsten Produktgruppen des Segments Nuklearmedizin und Industrie (oben stehende Gruppen Nr. 6, 7 und 8) besitzt Eckert & Ziegler seit Längerem eine gute Marktposition von jeweils mindestens einem Drittel des Weltmarktes, die auch im Berichtszeitraum gehalten bzw. ausgebaut werden konnte. Obwohl einzelne Nischen in diesem Bereich imposante Wachstumsraten vorweisen können, entwickelt sich der Gesamtmarkt, der heute ein Volumen von etwa 50 bis 75 Mio. EUR umfasst, nur etwa im Gleichschritt mit dem globalen BIP-Wachstum.

Geschäftsentwicklung 2007

n Bei den Implantaten zur Behandlung von Prostatakrebs (oben stehende Gruppe Nr. 1) sind die Weltmarktanteile von Eckert & Ziegler niedriger, weil der Konzern seine Produkte nur in Europa anbietet. Insbesondere in Nordamerika existieren Konkurrenten mit höheren Produktionsvolumina und somit vermutlich niedrigeren Produktionsstückkosten. Dieser Vorteil wird allerdings dadurch ausgeglichen, dass genehmigungstechnische Hürden, hohe Transportkosten und eine komplizierte Logistik es ihnen schwer machen, ihre Größenvorteile außerhalb Nordamerikas auszuspielen. Eckert & Ziegler sieht sich deshalb in Europa, wo sein Marktanteil wiederum mindestens ein Drittel des Gesamtmarktes ausmacht, in einer guten Wettbewerbsposition. An dieser Situation hat sich auch im Berichtsjahr erneut nichts geändert.

Der europäische Markt für Implantate zur Behandlung von Prostatakrebs besitzt ein Volumen von 25 bis 40 Mio. EUR und wies in den letzten drei Jahren Zuwachsraten im zweistelligen Prozentbereich auf.

n Bei den Radiodiagnostika und sonstigen Produkten (oben stehende Kategorie Nr. 10) handelt es sich vor allem um den mit Fluor-18 radioaktiv markierten Zucker Fluordesoxyglukose (FDG). Er wird europaweit in ca. 200 Krankenhäusern im Rahmen der sogenannten Positronen-Emissions-Tomografie (PET) zur Diagnose von Krebserkrankungen genutzt. Nach Aussagen des Marktforschungsunternehmens Medical Options war Eckert & Ziegler schon 2006 der zweitgrößte europäische Lieferant dieses Kontrastmittels, mit regionalen Schwerpunkten in Deutschland, Italien, Polen und Luxemburg. Der Vorstand geht davon aus, dass sich die Rangreihenfolge im Berichtsjahr nicht verändert hat und dass Eckert & Ziegler in Deutschland Marktführer ist.

Durch den Zukauf eines weiteren Zyklotrons der ehemaligen MC Pharma (jetzt: Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/Bonn GmbH) haben sich die Produktionskapazität und das Marktvolumen von Eckert & Ziegler 2007 signifikant erhöht.

n Bei den vor drei Jahren in das Portfolio aufgenommenen Tumorbestrahlungsgeräten (oben stehend Gruppe Nr. 2) hat Eckert & Ziegler vorerst nur geringe Weltmarktanteile, wächst aber deutlich schneller als der Gesamtmarkt. Hauptabsatzmärkte lagen in Russland, Südamerika, Asien und im Nahen Osten. Mit Tumorbestrahlungsgeräten auf Isotopenbasis und damit verbundenen Dienstleistungen werden heute global schätzungsweise 80 bis 120 Mio. EUR pro Jahr umgesetzt.

Das Geschäftsvolumen des Eckert & Ziegler Konzerns hat im Jahr 2007 erneut zugenommen und stieg nominell um etwa 8 % von 50,4 auf 54,4 Mio. EUR. Der Konzern hat damit in den letzten vier Jahren seit 2004 seine Umsätze um ca. 53 % gesteigert. Im Durchschnitt wuchs der Konzern seit 2003 pro Jahr um etwa 14 %.

In den um Kurseffekte bereinigten Zahlen war der Anstieg 2007 sogar noch höher als 8 %, denn die Kursrückgänge des amerikanischen Dollars führten im Segment Nuklearmedizin und Industrie zu umgerechnet erheblich niedrigeren Umsatzvolumina. Unterstellt man den Dollarkurs des Jahres 2006 auch für 2007, lägen die Verkaufserlöse des Jahres 2007 um 2,0 Mio. EUR und die Gesamtkonzernumsätze somit bei 56,4 Mio. EUR und damit um 12 % höher als im Vorjahr.

Will man das organische Wachstum des Konzerns beurteilen, müssen aus diesen Umsätzen die Verkäufe herausgerechnet werden, welche über die Akquisition der Bonner MC Pharma in den Jahresabschluss einfließen. Sie machten etwa 0,9 Mio. EUR aus. Real und organisch, also unter Herausrechnung der Wechselkursveränderungen zum amerikanischen Dollar und der Effekte von Unternehmenskäufen, entsprach die Zuwachsrate beim Konzernumsatz 2007 etwa 10 %, und damit jener, die Eckert & Ziegler organisch bereits von 2005 auf 2006 erreichen konnte.

Hauptwachstumsträger war im Berichtsjahr erwartungsgemäß das Radiopharmaziesegment, das um etwa 3 Mio. EUR auf 9 Mio. EUR zulegte. Das Therapiesegment wuchs um 1 Mio. EUR von 20 auf 21 Mio. EUR, im Segment Nuklearmedizin und Industrie verharrten die Umsätze dagegen wegen der ungünstigen Dollarkursentwicklung auf dem Vorjahresniveau von 25 Mio. EUR. Wechselkursbereinigt stiegen die Umsätze des Segments um etwa 7 %.

Auf Europa inklusive Russland entfielen 2007 insgesamt 31 Mio. EUR der Verkäufe, was einer Steigerung um 5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr entsprach. Der Euro-Raum und die angrenzenden Gebiete haben damit für Eckert & Ziegler weiter an Bedeutung gewonnen und decken nun ca. 56 % der Konzernumsätze ab (Vorjahr: 52 %). Wichtigste europäische Abnehmerstaaten waren Deutschland mit 10 Mio. EUR und Frankreich mit 8 Mio. EUR. Der größte Absatzmarkt für die Produkte von Eckert & Ziegler waren 2007 allerdings wieder die Vereinigten Staaten, in denen Waren im Wert von 18 Mio. EUR (vorwie-

Umsatzentwicklung 2003 bis 2007

Katalytischer Reaktionsofen

gend in USD) fakturiert wurden. Ihr Wert entsprach etwa einem Drittel des Gesamtkonzernumsatzes und lag um etwa eine halbe Million Euro über dem Vorjahresniveau. Die Wechselkursabhängigkeit des Konzerns hat sich damit 2007 etwas verringert, blieb aber unverändert hoch.

Hauptkundenrisiko: Auf die fünf größten Kunden des Konzerns entfielen im Berichtsjahr zusammen Umsätze in Höhe von 5 Mio. EUR, also etwa 9 % der Gesamtleistung. Die Kundenbasis von Eckert & Ziegler blieb auch 2007 breit gestreut.

Ertragslage

Das Konzernergebnis lag mit 2,2 Mio. EUR um 12 % unter dem Ergebnis von 2006 (2,5 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie (unverwässert) ist im Zweijahresvergleich um 13 % bzw. im Vergleich zur von der Konzernleitung zu Jahresanfang veröffentlichten Prognose um 0,28 EUR je Aktie zurückgegangen. Ursache für die Differenz war im Wesentlichen ein zum Planungszeitraum nicht absehbarer Sondereffekt aus der vom Deutschen Bundestag im Frühjahr 2007 verabschiedeten Unternehmensteuerreform. Sie führte zu einer Neubewertung der latenten Steuern des Konzerns und damit zu nichtauszahlungswirksamen Wertberichtigungen in Höhe von 0,27 EUR pro Aktie. Die Wertberichtigungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns in der Zeile "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" enthalten.

Ohne den Sondereffekt aus der Unternehmensteuerreform hätte das Ergebnis wie prognostiziert rund 2,8 Mio. EUR und damit 0,89 EUR pro Aktie betragen. Es hätte sich somit gegenüber dem Vorjahr (0,71 EUR) um 25 % erhöht. Ein wesentlicher Anteil an dieser Verbesserung kam dem Umstand zu, dass im Berichtsjahr keine Sonderabschreibungen für aufgegebene Entwicklungsprojekte vorzunehmen waren. Sie hatten im Vorjahr das Ergebnis mit 0,6 Mio. EUR belastet.

Die im Berichtsjahr um 4,0 Mio. EUR höheren Umsätze konnten sich dagegen noch nicht ergebnissteigernd auswirken. Ein zum Umsatz überproportional gestiegener Kostenblock glich die erhöhte Rohmarge wieder aus, sodass das Betriebsergebnis mit 6,0 Mio. EUR in etwa das (hohe) Niveau des Vorjahres (5,9 Mio. EUR) erreichte. Der hohe Kostenblock beruhte zum geringen Teil auf überproportional gestiegenen Vertriebskosten, ansonsten auf ausgebliebenen Sondererträgen. Letztere trugen im Vorjahr noch mit 1,3 Mio. EUR zum Betriebsergebnis bei und fielen im Berichtsjahr völlig weg.

Für den Konzern ergab sich für 2007 somit ein Ergebnis vor Ertragsteuern und Minderheiten von 4,9 Mio. EUR, ein Zuwachs von 4 % auf das Vorjahresergebnis (4,7 Mio. EUR). Bei im Vergleich zu 2006 etwa gleicher Zinslast (0,8 Mio. EUR) errechnet sich 2007 so ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 5,7 Mio. EUR. Es entspricht im Verhältnis zum Umsatz einer EBIT-Marge von ca. 10 %.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ist im Vergleich zum Vorjahr um 7 % auf 9,4 Mio. EUR zurückgegangen. Ursache hierfür sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Mio. auf 3,7 Mio. EUR gesunkene Abschreibungen. Sie resultieren daraus, dass 2007 im Therapiesegment eine Reihe von kapitalintensiven Fertigungslinien vollständig selbstfinanzierend geworden ist. Zudem war 2006 ein Jahr mit einem besonders hohen Abschreibungsvolumen, das aus der Zeitreihe der Vorjahre heraussticht. Die Werte für 2005 und 2004, nämlich 3,9 und 3,7 Mio. EUR, entsprechen dagegen in etwa dem oben benannten Wert von 2007.

Arbeitsproduktivität

Die Arbeitsproduktivität, ermittelt als Umsatz pro Beschäftigtem, fiel im Berichtsjahr bei einer durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 312 Personen und einem Umsatz von 54,4 Mio. EUR um 5 % auf TEUR 174 pro Mitarbeiter und damit auf den Wert von 2005 zurück. Ursache war vor allem der wechselkursbedingte Rückgang der Arbeitsproduktivität im Segment Nuklearmedizin und Industrie. Setzt man statt der nominalen Umsätze (54,4 Mio. EUR) jene ein, die bei konstanten Wechselkursen erzielt worden wären (56,4 Mio. EUR, siehe oben), so errechnet sich eine Konzernproduktivität von TEUR 181 pro Mitarbeiter und damit relativ genau der Wert des Vorjahres.

Eine Stagnation, obwohl besser als ein Rückgang, ist natürlich nicht befriedigend. Mildernd lässt sich allerdings ausführen, dass ein Grund für das stagnierende Produktivitätswachstum des Konzerns auf den forcierten Strukturwandel im Radiopharmaziesegment zurückgeht. Das ehemals fast reine Handelsgeschäft mit FDG erhielt 2007 durch Apparatebau und eigene Zyklotrone mehr und mehr die Prägung eines produzierenden Gewerbes, bei dem die Arbeitsproduktivitätskennziffern niedriger als im Handel ausfallen. Als wachstumsstarkes Segment ist es zudem dadurch gekennzeichnet, dass der Fixkostenblock "überpersonalisiert" und bereits auf das erwartete größere Umsatzvolumen ausgelegt ist.

Im Segment Nuklearmedizin und Industrie, dem wichtigsten Segment des Konzerns, waren auf der Basis konstanter Wechselkurse leichte Produktivitätsgewinne um etwa ein Prozent auf TEUR 204 pro Mitarbeiter zu verzeichnen. Das Therapiesegment blieb mit TEUR 179 Umsatz pro Mitarbeiter leicht unter dem Vorjahresniveau.

Entwicklung der Segmente

1. Nuklearmedizin und Industrie

Das größte Segment des Konzerns, das Segment Nuklearmedizin und Industrie, produziert und vertreibt radioaktive Komponenten für die industrielle Messtechnik, Strahlenquellen für die nuklearmedizinische Bildgebung, Kalibrier- und Messquellen sowie Rohisotope und sonstige Produkte.

Das Geschäft mit diesen Artikeln entwickelte sich 2007 nominal etwas schlechter als im Vorjahr und erzielte bei einem in etwa konstanten Umsatz mit externen Kunden (25 Mio. EUR gegenüber 25,2 Mio. EUR im Vorjahr) ein um 13 % geringeres Segmentergebnis vor Minderheiten von 2,8 Mio. EUR (Vorjahr: 3,2 Mio. EUR). Auf den ersten Blick scheint die Entwicklung im Berichtsjahr damit unbefriedigend verlaufen zu sein. Der Eindruck täuscht. Das Segment setzte wie in den Vorjahren erneut mehr als 70 % seiner Produkte in den Vereinigten Staaten ab und war deshalb besonders für ungünstige Wechselkurseffekte anfällig. Der Verfall des Dollars im Verhältnis zum Euro schlug in fast vollem Umfang auf die Umsatzund Ergebnisentwicklung des Segments durch und war die eigentliche Ursache für die oben erwähnten Rückgänge. Real und zum Wechselkurs des Vorjahres gerechnet, ergab sich für das Segment ein Umsatzplus von ca. 7 % und eine rechnerische Steigerung der Verkäufe auf 26,9 Mio. EUR.

Nach dem Umsatzschub, der 2006 und 2005 durch den Kauf und die Vollkonsolidierung der Analytics Inc. zu beobachten war, hat das Segment damit 2007 an die Wachstumsraten der Vorjahre angeknüpft, die sich erwartungsgemäß – viele Produkte sind relativ ausgereift – im einstelligen Prozentbereich bewegen. Das Realumsatzwachstum von 7 % stellt in diesem Rahmen sogar einen sehr zufriedenstellenden Wert dar, der aus der Zeitreihe der Vorvorjahre heraussticht. Er ist vor allem der anhaltend hohen Nachfrage nach Komponenten für industrielle messtechnische Anwendungen zu verdanken. Auf diesem Teilmarkt hält die kalifornische Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. eine starke Position, die sie im Berichtsjahr durch den Gewinn mehrerer amerikanischer und chinesischer Schlüsselkunden erheblich ausbauen konnte.

Um auch künftig die Nachfrage aus diesem Sektor befriedigen zu können, hat die Segmentleitung im Berichtsjahr mehrere Investitionsprojekte zu Ende bringen können, mit denen die Position von Eckert & Ziegler auf diesem Sektor gehalten oder ausgebaut wird. Zu ihnen zählen die Inbetriebnahme und behördliche Abnahme einer neuen Fertigungslinie bei der tschechischen Eckert & Ziegler Cesio s.r.o. sowie der Aufbau eines Rohmateriallagers für langlebige Radioisotope. Letzteres wird unter anderem in der Segmentbilanz sichtbar, in der die Vorräte um 0,9 Mio. EUR anstiegen.

Weniger dynamisch entwickelten sich im Berichtsjahr die Verkäufe von Strahlenquellen für die nuklearmedizinische Bildgebung, von Kalibrierquellen und von Rohisotopen. Auf der Basis konstanter Wechselkurse hielten sie in etwa ihre Vorjahresumsatzwerte, nominal dagegen nahmen sie leicht ab.

Positiv ausgewirkt hat sich in 2007 die Markteinführung des neuen IGG 100 Galliumgenerators, der in Zusammenarbeit mit dem Schwesterunternehmen Eckert & Ziegler EUROTOPE GmbH entwickelt wurde. Er zielt auf nuklearmedizinische Forscher und Entwickler, die für die Peptidmarkierung eine PET-taugliche Alternative zu Zyklotronisotopen suchen. Von seinen technischen Daten, insbesondere der Eluationsbeständigkeit und Verunreinigung mit Metalldurchbrüchen, schneidet der IGG 100 wesentlich besser als andere marktgängige Generatoren ab.

2. Therapie

Im Segment Therapie werden Implantate zur Behandlung von Prostatakrebs, ophthalmologische Applikatoren für die Behandlung von Augenkrebs, Tumorbestrahlungsgeräte, Zubehör für die Strahlentherapie sowie sonstige Therapieprodukte vorwiegend für Radioonkologen hergestellt und vertrieben. Hauptabsatzmarkt sind die Europäische Union und angrenzende Gebiete (u. a. Russland), auf die fast 90 % der Umsätze mit externen Kunden oder 18,3 Mio. der Gesamtverkäufe von 20,8 Mio. EUR entfielen. Die verbleibenden 2,5 Mio. EUR an Umsätzen teilten sich im Wesentlichen auf Restlieferungen aus dem 2006er Großauftrag aus Venezuela und Exporte nach Asien auf.

Gegenüber dem Vorjahr, als 19,8 Mio. EUR an Umsätzen realisiert wurden, konnte das Segment seine Verkäufe um 5 % steigern, was angesichts des 2006er lateinamerikanischen Großauftrages als gute Leistung zu betrachten ist. Wachstumsstärkste Produktgruppe war "Zubehör für die Strahlentherapie". Die Handelsware, die Eckert & Ziegler nicht selbst herstellt, sondern vorwiegend in Frankreich für einen

Umsatzentwicklung nach Segmenten (externe Umsätze)

n Nuklearmedizin und Industrie n Therapie n Radiopharmazie (in Mio. EUR)

Umsatzverteilung nach Segmenten 2007

n Nuklearmedizin
und Industrie 46 %
n Therapie 38 %

Umsatzentwicklung nach Regionen

Markenhersteller vertreibt, profitierte von einer Neuausrichtung des Sortiments und legte um mehr als ein Viertel zu. Auch die Implantate zur Behandlung von Prostatakrebs legten 2007 um einen zweistelligen Prozentbetrag zu und erreichten ein Umsatzvolumen von 9,6 Mio. EUR (plus 22 %). Bei den Tumorbestrahlungsgeräten war aufgrund des hohen Niveaus des Vorjahres erwartungsgemäß ein Umsatzrückgang zu beobachten, die Augenapplikatoren dagegen hielten sich auf dem Niveau von 2006.

Vom Ergebnis her verfehlte das Therapiesegment mit einem Segmentergebnis vor Minderheiten von 0,7 Mio. EUR knapp das Segmentergebnis des Vorjahres (0,8 Mio. EUR), was vor allem auf die Neubewertung der Verlustvorträge im Rahmen der Unternehmensteuerreform und somit auf erhöhte nichtauszahlungswirksame Steuerbelastungen zurückzuführen war. Das Ergebnis vor Ertragsteuern und Minderheiten verbesserte sich dagegen um 0,2 Mio. EUR auf 1,5 Mio. EUR. Wesentliche Ursache hierfür war ein verbessertes Zinsergebnis. Es ging auf die nunmehr erfolgreiche Integration der in den Vorjahren akquirierten Sparten und die damit einhergehende bessere Kontrolle des Umlaufvermögens zurück. Das Betriebsergebnis selbst überstieg aufgrund überproportional gestiegener Vertriebskosten mit 2,5 Mio. EUR nur leicht den Wert des Vorjahres (2,4 Mio. EUR).

Beim Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) wurde vom Segment ein Wert von 4,3 Mio. EUR erzielt. Er lag um 0,4 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 4,7 Mio. EUR, insbesondere deshalb, weil Ende 2006 eine Reihe von technisch weiterhin gut nutzbaren Fertigungslinien bereits komplett abgeschrieben war und das Volumen der Abschreibungen im Berichtsjahr um 0,5 Mio. auf 1,8 Mio. EUR sank.

3. Radiopharmazie

Das Segment Radiopharmazie wurde 2006 neu geschaffen. Es beheimatet einerseits die Produktgruppe Synthesemodule zur Herstellung von Radiopharmaka (Modular Lab) und andererseits Radiodiagnostika für die Krebsdiagnose. Die auch als radioaktive Kontrastmittel bezeichneten kurzlebigen Präparate werden in speziellen Zyklotronen fast ausschließlich auf Bestellung hergestellt und täglich "frisch" ausgeliefert. Wichtigste Produkte unter den Kontrastmitteln sind der schwach radioaktive Zucker F-18 Fluordesoxyglukose (FDG) sowie radioaktiv markierte Choline.

Im Berichtsjahr war die Entwicklung im Radiopharmaziesegment durch ein erhebliches Umsatzwachstum, den planmäßigen weiteren Rückgang der Verluste sowie auf der Bilanzseite den Kauf der Bonner MC Pharma GmbH gekennzeichnet. Zu diesen Vorgängen ist Folgendes anzumerken:

Die Umsatzsteigerung mit externen Kunden um 3,2 Mio. EUR auf 8,6 Mio. EUR ging zu 1,6 Mio. EUR, also ca. zur Hälfte, auf die neue Synthesegerätefamilie Modular Lab zurück, zum Viertel auf die erfolgreiche Ausweitung des Kontrastmittelgeschäfts von Berlin nach Polen, insbesondere nach Schlesien (Gleiwitz und Breslau). Der Rest des Umsatzwachstums resultiert vorwiegend aus den Umsätzen des neuen Tochterunternehmens Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/Bonn GmbH (vormals: MC Pharma). Hauptprodukt war wie in den Vorjahren die F-18 Fluordesoxyglukose (FDG), von der im Berichtsjahr etwa 20.000 Patientendosen vor allem in Deutschland, Italien und Polen ausgeliefert wurden.

Der um 0,7 Mio. EUR verminderte Verlust des Segments hängt vor allem mit zwei Faktoren zusammen. Zum einen waren 2007 keine Sonderabschreibungen für aufgegebene Entwicklungsprojekte notwendig, zum anderen führten die um 3,2 Mio. EUR höheren Umsätze zu einer um 1,7 Mio. EUR höheren Rohmarge und in der Folge zu einem gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Mio. EUR besseren Betriebsergebnis. Es ist zwar vom Wert her mit minus 0,4 Mio. EUR noch immer negativ, doch wesentlich günstiger als der Vorjahresverlust von 1 Mio. EUR, vor allem wenn man bedenkt, dass nach der erfolgreichen Markteinführung von Modular Lab im Jahr 2007 erstmals Abschreibungen auf die Entwicklungskosten dieser Produktfamilie in das Betriebsergebnis eingeflossen sind.

Der positive Effekt des verbesserten Betriebsergebnisses wurde durch um 0,3 Mio. EUR gestiegene Zinsen und um 0,3 Mio. EUR gesunkene Erträge aus latenten Steuern neutralisiert. Der Zinsanstieg geht auf den Erwerb der MC Pharma zurück, die überproportional gesunkenen Steuererträge auf einen Sondereffekt im Vorjahr.

Das Ergebnis der fortlaufenden Geschäftstätigkeit blieb auf dem Niveau von 2006 (minus 0,9 Mio. EUR).

Der Kauf der MC Pharma, jetzt firmierend als Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/Bonn GmbH, der im Wesentlichen durch ein Verkäuferdarlehen finanziert wurde, macht sich in einer Bilanzverlängerung von etwa 3 Mio. EUR bemerkbar. Da die Transaktion den Konzern als Ganzes betrifft, wird sie eingehender im nachfolgenden Abschnitt zur Finanz- und Vermögenslage kommentiert.

Konzernlagebericht

Finanz- und Vermögenslage

Die Veränderungen in der Bilanz sind 2007 etwas ausgeprägter als in der Vorperiode, aber im Vergleich zu Geschäftsjahren mit größerer Akquisitionstätigkeit, also etwa zum Vorvorjahr, relativ gering. Bei der Bilanzsumme ging es um 3,4 Mio. EUR oder 5 % auf 67,6 Mio. EUR leicht nach oben, bei der Eigenkapitalquote um 3 Prozentpunkte auf 54 % leicht nach unten. Die Schwankungen bewegten sich undramatisch im Rahmen der letzten Jahre, auch bei der Eigenkapital- und Gesamtkapitalrendite, die jeweils einen Prozentpunkt niedriger als im Vorjahr ausfielen und 6 % bzw. 8 % erreichten.

Im Kern lassen sich die Bilanzveränderungen auf wenige Faktoren zurückführen. Neben dem allgegenwärtigen Einfluss der Währungseffekte, die auf den gesunkenen Kurs des US-Dollars im Vergleich zum Euro zurückgehen, prägt die Bilanz zum Ende des Jahres 2007 vor allem der Erwerb der MC Pharma, die Umschichtung eines fälligen langfristigen Darlehens in die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie der Aufbau von Vorräten. Zu diesen Punkten lässt sich im Einzelnen Folgendes ausführen:

  1. Die Wechselkursabhängigkeit der Konzernbilanz ist Kennern der Gruppe aus früheren Jahresberichten gut vertraut. Sie resultiert daraus, dass wesentliche Konzerntöchter, insbesondere das kalifornische Tochterunternehmen Eckert & Ziegler Isotope Products Inc., ihre Bilanzen in der amerikanischen Währung führen. Zudem fakturiert der Konzern etwa ein Drittel seiner Umsätze auf Dollarbasis. Jede Währungsaufwertung oder -abwertung hinterlässt somit erhebliche Spuren in den Vermögensgegenständen, den Gewinnvorträgen und den Schulden.

  2. Der Erwerb der MC Pharma, jetzt firmierend als Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/Bonn GmbH, macht sich in einer Bilanzverlängerung von etwa 3 Mio. EUR bemerkbar. Auf der Aktivseite sind von ihr die Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte betroffen, die zusammen um 3,6 auf 19,5 Mio. EUR anstiegen, auf der Passivseite die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und die kurzfristigen Darlehen, die zusammen um 3,4 auf 9,2 Mio. EUR wuchsen. Hintergrund für die buchhalterische Klassifizierung als "kurzfristig" ist die Verpflichtung, das Verkäuferdarlehen über 2,8 Mio. EUR bis zum Jahresende 2008 abzulösen.

Bilanzstruktur

Bilanzsumme 2007: TEUR 67.587

Bilanzsumme 2006: TEUR 64.173

Modular Lab zur Markierung von Antikörpern mit radioaktiven Isotopen

Kapitalfluss

langfristigen in kurzfristige Verbindlichkeiten aufgrund herangerückter Fälligkeitstermine handelt es sich bei der Zunahme der kurzfristigen Darlehensverpflichtungen um 1,6 auf 4,1 Mio. EUR. Ihr steht spiegelbildlich die Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um ebenfalls 1,6 Mio. EUR auf 3,2 Mio. EUR gegenüber. Hintergrund bilden auch hier bis spätestens zum Herbst fällige Umschuldungsvereinbarungen, für die dem Vorstand bereits Angebote vorliegen.

  1. Um eine ähnliche Umklassifizierung von vormals

  2. Der im Vergleich zum Umsatzwachstum überproportionale Aufbau der Vorräte um 1,8 auf 7,7 Mio. EUR geht etwa zur Hälfte, also um 0,9 Mio. EUR, auf die strategische Beschaffung von langlebigen Radioisotopen im Segment Nuklearmedizin und Industrie zurück. Diese werden als Rohmaterialien für industrielle Strahlenquellen eingesetzt und sind technologiebedingt nicht immer kurzfristig in ausreichender Menge beziehbar. Für den Lagerbestand liegen bereits Aufträge von Kunden vor. Nach der Inbetriebnahme der neuen Fertigungsstätte in Prag werden sie in den kommenden Jahren kontinuierlich abgearbeitet.

Etwa 0,5 Mio. EUR der Vorratsvergrößerungen sind dem Aufbau eines Lagers von Synthesegeräten und Bauteilen der Produktfamilie Modular Lab geschuldet, durch die kurzfristige Lieferzeiten ermöglicht werden sollen.

An sonstigen größeren Bilanzveränderungen von mehr als einer Million EUR ist nur vom Zuwachs der Rückstellungen um 1,1 auf 5,1 Mio. EUR zu berichten. Er ist unter anderem erhöhten Bonusrückstellungen und Provisionsvorsorgen im Therapiebereich geschuldet.

Im Gegensatz zu den vergleichsweise durchwachsenen Ertragszahlen, die durch erhebliche auszahlungslose Sondereffekte geprägt wurden, entwickelten sich die Liquiditätskennzahlen des Konzerns hervorragend. Insbesondere der Kapitalfluss aus betrieblicher Tätigkeit sprudelte lebhaft und erreichte eine Rekordmarke von 6,6 Mio. EUR, den höchsten Wert der letzten vier Jahre. Er lag um 2,0 Mio. EUR oder 43 % über dem Vergleichswert des Vorjahres.

Während der Liquiditätszufluss aus betrieblicher Tätigkeit 2007 im Vergleich zum Vorjahr erheblich zunahm, entsprachen die Kapitalflüsse für Investitionen und Finanzierungen, zumindest wenn man sie um die Verkäufe von Wertpapieren bereinigt, im Wesentlichen den Werten früherer Perioden. Für Investitionen ins Anlagevermögen einschließlich dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen wurden im Berichtsjahr 4,6 Mio. EUR ausgezahlt, was zwar um 0,5 Mio. EUR oder 13 % über dem Niveau von 2006 lag, aber keine Veränderung der Investitions- und Akquisitionsstrategie signalisiert. Wie im Vorjahr wurden 2007 zudem Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 1,2 Mio. EUR getilgt (2006: 2,6 Mio. EUR) und eine Dividende in Höhe von 0,8 Mio. EUR geschultert (Vorjahr 0,5 Mio. EUR).

Trotz dieser Auszahlungen und der gestiegenen Betriebsleistung nahm der Bestand an liquiden Mitteln inklusive der Wertpapiere im Vergleich zum Silvestertag des Vorjahres nur um 0,4 Mio. EUR auf 5,4 Mio. EUR ab. Da der Verschuldungsgrad im Berichtsjahr weitgehend konstant blieb, sieht sich der Vorstand momentan für die Finanzierung weiteren Wachstums gut gerüstet.

Forschung & Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben der Eckert & Ziegler Gruppe sind nur zum geringen Teil als Aufwand direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Da der Konzern nach IFRS die Möglichkeit nutzt, Entwicklungsausgaben zu aktivieren, schlagen sich die meisten Entwicklungsaktivitäten in Bilanzposten nieder. Zur Unterschätzung des F&E-Aufwandes führt außerdem, dass der Konzern Entwicklungstätigkeiten nur dann gesondert erfasst, wenn darauf Fördermittel oder Investitionszulagen erhalten werden können.

Der Wert der Forschungs- und Entwicklungsausgaben in der Gewinn- und Verlustrechnung liefert so nur einen sehr groben Anhaltspunkt für die Innovationskraft des Konzerns. Legt man ihn trotzdem für 2007 als Maß an, so müssen zu den 0,3 Mio. EUR der Gewinn- und Verlustrechnung noch 1,9 Mio. EUR an aktivierten Eigenleistungen hinzugezogen werden, die der Entwicklung von Modular Lab zugeordnet werden können. Die Gesamtkosten beliefen sich somit auf etwa 2,2 Mio. EUR, etwa 0,4 Mio. EUR mehr als im Vorjahr.

Ein weiterer Hinweis auf die Innovationskraft der Eckert & Ziegler Gruppe ist der hohe Anteil des Umsatzes im Berichtsjahr mit neuen Produkten. Kriterium für "neu" ist dabei, ob der Artikel zu Beginn des Berichtsjahres erst maximal zwei Jahre, also erst ab 2005, vom Konzern angeboten wurde oder nicht. Nach diesem Maßstab zeigt sich, dass alle Produkte des Radiopharmaziesegments (Kontrastmittel und Synthesemodule), ferner jener Teil der Kalibrier- und Messquellen, die von Eckert & Ziegler Analytics und der tschechischen SORAD produziert werden, sowie

alle Prostatakrebsimplantate, die auf das im August 2005 neu eingeführte Design zurückgehen, noch zu neuen Produkten zählen.

Auf sie entfiel im Berichtsjahr ein Umsatz von 19 Mio. EUR. Im Vergleich zum Gesamtumsatz von 55 Mio. EUR entspricht dieses einer Quote von 34 %. Sie liegt niedriger als im Vorjahr (42 %), was allerdings nicht einer nachlassenden Innovationskraft zuzuschreiben ist, sondern der Tatsache, dass in den Jahren vor 2005 die Sanierungs- und Umstrukturierungsbemühungen besonders intensiv ausfielen, um Ersatz für den zusammengebrochenen Markt für kardiovaskuläre Strahlenquellen zu schaffen.

Zu den Aktivitäten im Einzelnen:

Im Radiopharmaziesegment wurden knapp 1,9 Mio. EUR in die Komplettierung und Verbesserung der Synthesemodulfamilie Modular Lab investiert. Dabei gelang es in Zusammenarbeit mit akademischen Partnern unter anderem, Automaten für die Markierung von Peptiden mit Gallium-68 zu entwickeln. Sie nutzen neue Herstellverfahren mit verbesserten Prozessparametern und erlauben es, eine ganze Palette von Gallium-DOTA-Peptiden zu produzieren. Die Synthesemodule eignen sich damit für eine Stoffklasse, die von vielen nuklearmedizinischen Anwendern momentan intensiv beforscht wird.

Um die Zielgruppe der Galliumforscher und -anwender mit Rohisotopen bedienen zu können, hat unser kalifornisches Tochterunternehmen Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. in enger Abstimmung mit dem Radiopharmaziesegment im Berichtsjahr einen zu den Synthesemodulen passenden Galliumgenerator auf den Markt gebracht. Der IGG 100 zeichnet sich durch eine bisher unerreichte Reinheit und eine besonders stabile Ergiebigkeit aus. Eckert & Ziegler hat mit ihm aus dem Stand heraus auf dem Weltmarkt für Galliumprodukte eine starke Position gewonnen.

Zu den Entwicklungsleistungen des Radiopharmaziesegments zählte im Berichtsjahr weiterhin die Etablierung und Zulassung eines neuen Herstellprozesses für 18F-Fluorethylcholin (FEC), einem Radiodiagnostika, mit dem sich der Verdacht auf Prostatakrebs schneller und sicherer als mit alternativen Methoden bestätigen oder verwerfen lässt. Eckert & Ziegler hat im Rahmen einer Gnadenklausel des Arzneimittelgesetzes ("Compassionate Use") vom Kölner Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte auch die Berechtigung zur Vermarktung des Produkts erhalten und liefert FEC seit Kurzem an eine Reihe deutscher Kliniken.

Dem Team des Radiopharmaziesegments gelang es 2007 schließlich, einen stabilen Prozess für die Synthese eines Kontrastmittels zu etablieren, das außerhalb der klassischen onkologischen Indikationen zur Anwendung kommt. Es handelt sich um F-DOPA, ein Radiodiagnostika auf Basis von Fluor-18, mit dem die Parkinsonsche Krankheit nachgewiesen werden kann. Im Berichtsjahr wurde darüber hinaus an den Arbeiten zu einem Herstellungsverfahren für Fluorethyltyrosin (FET) begonnen, mit dem sich Gehirntumore diagnostizieren lassen.

Bei den Therapieentwicklern richteten sich die Anstrengungen auf die Erweiterung des Zubehörsortiments für die bestehenden Gerätefamilien. Unter anderem wurden Applikatoren für die Behandlung von Gebärmutterhalskrebs und Vaginalkarzinomen entwickelt, die bei der Brachytherapie mit Tumorbestrahlungsgeräten vom Typ Multisource® zum Einsatz kommen. Daneben arbeiteten die Ingenieure und Techniker an neuen Augenapplikatoren auf der Basis von Jod-125, die sich für die Behandlung bösartiger Netz- und Aderhauttumore eignen.

Im Segment Nuklearmedizin und Industrie konzentrierten sich die Entwicklungsarbeiten auf den oben beschriebenen Gallium-68-Generator IGG100. Zudem wurde die flexible Flächenquelle Perflexion® patentiert und ein leicht bedienbarer Transport- und Aufbewahrungskoffer für dieses Kalibrierinstrument auf dem Kongress der Amerikanischen Gesellschaft für Nuklearmedizin vorgestellt. Die neue Verpackungseinheit wurde gut angenommen.

Wesentliche Impulse für die Verbesserung von radioaktiven Komponenten erhielt Eckert & Ziegler erneut über die traditionell enge Zusammenarbeit mit den Herstellern von bildgebenden Geräten (Gammakameras, PET-Scanner). In Partnerschaft mit diesen Erstausrüstern wurden im Berichtsjahr neun neue Quellen-Designs speziell für PET- und SPECT-Scanner entwickelt und auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich um Linien- und Flächenquellen sowie um 3-D-Phantome. Eckert & Ziegler verfügt über erhebliche Ressourcen für die Entwicklung von nuklearmedizinischen Bildgebungsquellen und ist in der Lage, den Kunden spezifische Lösungen und zweckbestimmte Designs anzubieten.

Die Abteilung Referenz- und Kalibrierquellen verstärkte ihre Entwicklungsaktivitäten für den Plastikoszillatorenmarkt und brachte mit dem Modell PSC-0025 ihr viertes Produkt auf den Markt, mit dem sich Messgeräte für Körperflüssigkeiten und Bakterien eichen lassen.

Chancen- und Risikoberichterstattung

Aktionäre der Eckert & Ziegler AG müssen sich bewusst sein, dass die Gesellschaft einer Vielzahl von Chancen und Risiken ausgesetzt ist, welche die Geschäftstätigkeit und den Aktienkurs beeinflussen können. Dieser Bericht schildert im Folgenden, welche Risiken und Chancen die einzelnen Segmente aufweisen und welche Auswirkungen sich dadurch auf den Gesamtkonzern ergeben. Des Weiteren werden das Konzernrisikomanagement und getroffene Absicherungsmaßnahmen beschrieben.

Risikomanagement

Die Eckert & Ziegler AG versucht, ihre Geschäftsrisiken mit verschiedenen Instrumenten zu handhaben. Im Rahmen des Risikomanagementsystems wird jährlich eine Befragung der Fach- und Führungskräfte durchgeführt, die neben der Benennung neuer und bestehender Risiken, deren Einordnung bezüglich Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Auswirkungen auf das Unternehmen beinhaltet. Zu diesen unternehmensgefährdenden Risiken werden, soweit möglich, vorbeugende Maßnahmen getroffen, Notfallpläne erstellt und regelmäßige Evaluierungen organisiert. Dazu gehören u. a. Markt- und Konkurrenzbeobachtungen, die Auswertung von wissenschaftlicher Literatur, die Analyse von Kundenbeschwerden, Kosten- und Umsatzstatistiken und Ähnliches.

Insgesamt wird ein risikominimierender Ansatz gewählt. Bestehende Risiken werden konsequent überwacht und durch kontinuierliche Prozessverbesserungen minimiert beziehungsweise abgesichert. Neue Produktentwicklungen und Akquisitionen werden von Anbeginn auf mögliche Risiken geprüft und in das Risikomanagement einbezogen. Die Marktentwicklungen werden ebenso wie die Aktivitäten der Wettbewerber überwacht, um frühzeitig eigene Strategien anzupassen und zeitnah umsetzen zu können.

Für die regelmäßige Beobachtung und Bewertung der vorhandenen Risiken ist bei der Eckert & Ziegler AG das Konzernrechnungswesen verantwortlich, das dem Vorstand Bericht erstattet. Auf Grundlage dieses Berichtswesens tritt der Vorstand regelmäßig zu Sitzungen zusammen, auf denen wesentliche Bestands- und Ertragsrisiken für den Konzern und seine Tochterunternehmen präsentiert und diskutiert werden.

Der Aufsichtsrat, dem alle wesentlichen Entscheidungen präsentiert, erklärt und zur Genehmigung vorgelegt werden und der regelmäßig über die wirtschaftliche Entwicklung unterrichtet wird, dient als weiteres Element im Schutz gegen Risiken.

Finanzielle Risiken

Der Konzern sieht sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet, um seinen Bestand und seine Weiterentwicklung sichern zu können. Er sieht sich auch in der Lage, sämtliche Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, selbst wenn in den kommenden Geschäftsjahren ein leichter Anstieg des Verschuldungsgrades notwendig wäre, um das Wachstum durch weitere Akquisitionen absichern und Neuproduktentwicklungen finanzieren zu können.

Neben den wirtschaftlichen und technischen Entwicklungsrisiken ist Eckert & Ziegler dem Wechselspiel der Märkte ausgesetzt. Daraus erwachsen naturgemäß nicht nur Ertrags-, sondern auch Liquiditätsrisiken, da der Konzern einige seiner Zukäufe fremdfinanziert und Bürgschaften für Darlehen von Tochterunternehmen erteilt. Selbst bei einer schnellen Reaktion des Managements und einer Reduzierung der Kosten bzw. einem Ausstieg aus einem bedrohten Geschäftsfeld bliebe der Konzern hier bei Problemen exponiert. Der Vorstand bemüht sich allerdings, die Risiken durch Darlehensoder Garantievergabe auf eine im Verhältnis zum Konzerngesamtvermögen vertretbare Größe zu begrenzen.

Die Überwachung und Steuerung zur Vermeidung finanzieller Risiken erfolgt durch den Einsatz von Instrumenten wie der jährlichen Finanzplanung mit unterjährigen Anpassungen und der engmaschigen Analyse von Planabweichungen. Hierdurch lassen sich schon früh mögliche Risiken erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten. Aufgrund des hohen US-Anteils am Umsatz ist eine gewisse Abhängigkeit des USD-Ergebnisses vorhanden. Da bei dem Tochterunternehmen in den USA, die für die meisten dieser Umsätze verantwortlich ist, den USD-Umsätzen aber auch USD-Kosten gegenüberstehen, sind die Auswirkungen von Wechselkursänderungen allerdings geringer als bei herkömmlichen Exportgeschäften. Bei Bedarf werden für die deutschen Exporte die Fremdwährungsumsätze mit Termingeschäften und einfachen Put-Optionen abgesichert.

Zum Berichtszeitpunkt werden die Gesellschaften Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Eckert & Ziegler BEBIG GmbH und Eckert & Ziegler

Eurotope GmbH einer Betriebsprüfung unterzogen. Die Auswirkungen aus dieser Betriebsprüfung sind ungewiss, zumal verschiedene, sich gegenseitig teilweise kompensierende Effekte gegenüberstehen und die einzelnen Sachverhalte noch nicht abschließend geklärt sind. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass bei einer einseitigen Auslegung durch die Finanzbeamten eine Steuernachzahlung erfolgt oder ein Rechtsstreit droht.

Rechtliche Risiken

Aus den Akquisitionen der letzten Jahre haben sich für den Konzern zum Teil Vertragsrisiken ergeben. Auch wenn der Vorstand bestrebt war, durch unmissverständliche Regelungen und den Einsatz qualifizierter Juristen bereits im Vorfeld die Gefährdungen einzudämmen, kann es zu Streitigkeiten über Vertragsauslegungen kommen. Momentan ist der Konzern einer Kaufpreisnachforderung ausgesetzt, bei der vor Gericht geltend gemacht wird, dass aus dem Erwerb der MCP Medical International GmbH (jetzt: Eckert & Ziegler MMI GmbH) im März 2004 mehr als 1 Mio. EUR nachzuzahlen wären. Der Vorstand hält die Klage für unbegründet, kann aber nicht ausschließen, dass solche oder ähnliche Vorwürfe Gehör finden. Trotzdem wäre es zur Risikoabwendung nicht sinnvoll, auf Akquisitionen zu verzichten. Der Konzern hat sich in der Vergangenheit eine Reihe von profitablen Geschäftsfeldern nur über Zukäufe erschließen können und muss im Interesse der weiteren Entwicklung solche Gefährdungen auch zukünftig in Kauf nehmen.

Personelle Risiken

Eckert & Ziegler hängt in vielen Geschäftsbereichen von den spezialisierten Kenntnissen ihrer Mitarbeiter ab. Insbesondere beim Aufbau neuer Geschäftsfelder, aber auch in der Entwicklung und im Vertrieb, ist sie auf das Wissen und die Kompetenzen weniger, besonders qualifizierter Schlüsselpersonen angewiesen. Um das Risiko der personellen Fluktuation von talentierten Mitarbeitern zu minimieren, bemüht sich das Unternehmen um eine angenehme und kollegiale Arbeitsatmosphäre, ein modernes und sicheres Arbeitsumfeld, eine adäquate Entlohnung, Angebote zur berufsbegleitenden Ausund Fortbildung sowie flexible Arbeitszeiten. Trotz dieser Maßnahmen und nachweisbar hoher Mitarbeiterzufriedenheit kann Eckert & Ziegler nicht garantieren, dass diese Mitarbeiter beim Unternehmen bleiben oder sich in der notwendigen Form engagieren.

Allgemeine Risiken aus der Produktion und dem Umgang mit Radioaktivität im Besonderen sowie daraus erwachsende Chancen

Zum Produktionsrisiko zählt, dass nicht alle Roh- und Hilfsmaterialien zeitgerecht und in den benötigten Mengen bezogen werden können. Dies kann durch Lagerhaltungen und den Aufbau alternativer Bezugsquellen gemindert, nie aber restlos ausgeschlossen werden. Beim weltweiten Versand der oft als Gefahrgut transportierten Produkte ist Eckert & Ziegler auf spezialisierte Dienstleister angewiesen. Es kann nicht garantiert werden, dass diese Angebote in der bestehenden Form aufrechterhalten werden. Für die Herstellung und den Versand vieler Produkte sind behördliche Spezialgenehmigungen nötig, auf deren Erteilung oder Verlängerung Eckert & Ziegler nur mittelbar Einfluss nehmen kann.

Sowohl die Radioaktivität selbst als auch deren Verwendung in einem Medizinprodukt oder Arzneimittel beinhalten Produkthaftungsrisiken. Eckert & Ziegler begegnet diesen Risiken, indem sie sich strengen Qualitätskriterien unterwirft. Ihre Betriebsstätten sind ISO-zertifiziert und die Funktion der Qualitätsmanagementsysteme wird regelmäßig durch interne und externe Audits überprüft. Um betriebliche Unfälle zu vermeiden, die Mitarbeiter beinträchtigen, Umweltschäden verursachen oder zur Stilllegung von Produktionseinrichtungen durch Genehmigungsbehörden führen könnten, haben die Mitarbeiter regelmäßig Schulungen zum Thema Arbeitssicherheit und Strahlenschutz zu absolvieren. Trotz aller Maßnahmen kann nicht ausgeschlossen werden, dass Haftungstatbestände dennoch eintreten und zu einer Gefährdung des Unternehmens führen. Für Haftungsrisiken wurden, soweit sinnvoll und möglich, entsprechende Versicherungen abgeschlossen.

Zweifellos hat Eckert & Ziegler durch langjährigen Umgang mit Radioaktivität sehr viel Know-how erworben. Diese Erfahrungen bieten gleichzeitig Schutz vor dem Markteintritt von neuen Wettbewerbern als auch vielfältige Möglichkeiten, das organische und akquisitionsgetriebene Wachstum in diesen Geschäftsfeldern zu beschleunigen.

Allgemeine strategische Risiken

Als Spezialist für ein breites Portfolio aus radioaktiven Komponenten, Bestrahlungsgeräten und Radiopharmazeutika ist Eckert & Ziegler besser als ein Einproduktunternehmen gegen Markteinbrüche geschützt. Die verschiedenen Geschäftsfelder stehen sich zwar technologisch nahe, unterscheiden sich jedoch erheblich

im Produktlebenszyklus und in den Kunden- und Marktstrukturen. In der Regel reduziert diese Streuung das Risiko, dass Wettbewerber mit neuen, besseren Produkten die Geschäftsgrundlage des Unternehmens untergraben. Trotzdem kann nie ausgeschlossen werden, dass verbesserte Verfahren und Anstrengungen der Konkurrenz wichtige Märkte wegbrechen lassen und damit das Unternehmen gefährden.

Zum Schutz gegen diese Bedrohung bemüht sich Eckert & Ziegler aktiv um die Entwicklung neuer Produkte und die Identifikation und den Aufbau neuer Geschäftsfelder. Es besteht allerdings das Risiko, dass solche Anstrengungen erfolglos bleiben und neue Geschäftsfelder zu spät, nur ungenügend oder gar nicht entwickelt werden können. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass Konkurrenten mit anderen Produkten oder Markteinführungsstrategien erfolgreicher agieren.

Risiken im Segment Nuklearmedizin und Industrie

In vielen nuklearmedizinischen und industriellen Subsegmenten bestehen oligopolistische Marktstrukturen, bei denen der Ausfall von Großkunden spürbare Auswirkungen auf die Ertrags- und Umsatzlage haben kann. Die Eckert & Ziegler AG bemüht sich, die Absatzrisiken durch mittel- und langfristige Lieferverträge abzusichern, aber es kann nicht garantiert werden, dass ihr das in Zukunft weiter gelingt.

Das Segment ist auf Entsorgungsmöglichkeiten von radioaktiven Abfällen, welche bei der Quellenrücknahme von Kunden und bei der Produktion entstehen, angewiesen. Es deutet sich die Schließung einer dieser Entsorgungseinrichtung in den USA an, wodurch Eckert & Ziegler höhere Kosten bei den verbliebenen Anlagen antizipiert. Es werden Anstrengungen unternommen, den Kostensteigerungen durch internes Recycling, welches den externen Abfall reduziert, zu entgehen.

Strategische Risiken und Marktrisiken des Therapiesegments

Bedeutende Umsatz- und Ertragsrisiken liegen nach wie vor in der Entwicklung des europäischen Marktes für Permanentimplantate zur Behandlung von Prostatakrebs. In den europäischen Ländern steht diese innovative Behandlungsmethode weiterhin vor dem Problem, dass die für den wirtschaftlichen Erfolg dieses Bereichs unabdingbare Kostenerstattung durch die gesetzliche Krankenversicherung in einigen Kernländern nicht oder nur teilweise gesichert ist. Zudem hat die Konkurrenzsituation hier zu einem Margenverfall geführt. Eckert &

Ziegler versucht, durch ein attraktives Servicekonzept und langfristige Lieferverträge die Kundenbindung zu stärken und damit das bestehende Umsatz- und Ertragsrisiko abzusichern.

Bei den Bestrahlungsgeräten liegt ein Absatzrisiko weiterhin darin, dass die Marktdurchdringung in den primären Zielmärkten aufgrund hoher Investitions- und Folgekosten nicht wie erwartet oder nur zeitlich verzögert greift. Das Berichtsjahr hat jedoch gezeigt, dass die permanent weiterentwickelten Geräte von den geschaffenen Vertriebsstrukturen gut im Markt platziert werden konnten.

Risiken im Radiopharmaziesegment

Im jungen Segment Radiopharmazie besteht ein Absatzrisiko darin, dass für den Vertrieb erforderliche Zulassungen nicht gewährt oder wieder entzogen werden könnten. Zudem besteht die Möglichkeit, dass sich die Anzahl neuer Kunden sowie der Absatz aufgrund einer teilweise fehlenden Regelung zur Kostenerstattung durch die gesetzlichen Krankenkassen nicht wie erwartet entwickeln.

Bereits im Rahmen der Prüfung der Akquisition der Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/Bonn GmbH (vormals: MC Pharma GmbH) war ersichtlich, dass das dort installierte Zyklotron älterer Bauart war und Siemens als Hersteller demnächst die Produktion von Ersatzteilen und den Kundendienst für die Anlage einstellen würde. In einer Modellrechnung wurde deshalb der ungünstigste Fall durchgespielt, der den Austausch des Zyklotrons erforderte. Selbst dieses Szenario aber erwies sich als profitabel. Mittlerweile gilt der Austausch sogar als wenig wahrscheinlich, da inzwischen Ersatzteile beschafft und eigene Mitarbeiter in Wartung und Service geschult werden konnten.

Risikoentwicklung

Die Eckert & Ziegler Gruppe weist trotz gewachsener Produktbandbreite keine erhöhte Risikostruktur auf, die das Unternehmen in seiner Substanz gefährden könnte. Eine Vielzahl der bestehenden Risiken ist bereits in der detaillierten Konzernplanung für das kommende Jahr berücksichtigt. Der Vorstand erwartet aus den oben genannten Risiken keinen signifikanten Einfluss auf das Geschäftsjahr 2008.

Nachtragsbericht

Im Februar 2008 hat die Eckert und Ziegler AG ihre Beteiligung an der Eckert & Ziegler BEBIG GmbH als Sacheinlage in die International Brachytherapie S.A. (IBt), Seneffe (Belgien) eingebracht und dafür aus einer Kapitalerhöhung 38,5 % der Stammaktien (bzw. 29,9 % der stimmberechtigten Aktien) der IBt erhalten. In diesem Zusammenhang hat die Eckert & Ziegler AG ihre Forderungen gegen die Eckert & Ziegler BEBIG GmbH als Kapitalrücklage in die Eckert & Ziegler BEBIG GmbH eingebracht.

Ausblick

Im Geschäftsjahr 2008 erwartet der Konzern ein beträchtliches Umsatzwachstum, insbesondere deshalb, weil in diesem Zeitraum die im Oktober 2006 gekaufte Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/Bonn GmbH (vormals MC Pharma) erstmals mit ihren ganzjährigen Verkaufserlösen erfasst werden wird. Hinzu kommt, dass der Konzern im Februar 2008 im Rahmen einer Zusammenführung der Prostatakrebsimplantatsparten nicht nur zum größten Aktionär der International Brachytherapy (IBt) aufgestiegen ist. Eckert & Ziegler erwarb im Rahmen der Transaktion

auch eine Kaufoption auf ein weiteres Aktienpaket und könnte, wenn es die Option ausübte, mehr als 50 % aller Aktien an seinem ehemaligen Konkurrenten besitzen. Nach den Regelungen der Internationalen Rechnungslegung führt aber allein die theoretisch denkbare Möglichkeit, die Mehrheit der Stimmen in einer Hauptversammlung erwerben und damit kontrollieren zu können, zu einer Konsolidierungspflicht, weshalb in der Folge für das Geschäftsjahr 2008 mit Zusatzumsätzen von etwa 10 Mio. EUR aus der Aufnahme von IBt in den Konsolidierungskreis zu rechnen ist. Zusammen mit dem organischen Wachstum des Konzerns und dem Umsatzschub aus der Erstkonsolidierung der Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/Bonn GmbH wird so wahrscheinlich – ein stabiler Wechselkurs des Dollars zum Euro vorausgesetzt – die Umsatzmarke von 70 Mio. EUR überschritten.

Auf der Ertragsseite führt der Kauf des Aktienpakets und die Konsolidierung von IBt zu einer momentan schwer zu überschauenden Kaskade von auf der einen Seite gewinnsteigernden und auf der anderen gewinnmindernden Effekten.

Mittelfristig gewinnmindernd kommt dagegen zum Tragen, dass Eckert & Ziegler im Rahmen der Transaktion die profitable Implantatsparte an IBt verkauft hat.

Dem Konzern steht somit nicht mehr der Gesamtgewinn der Sparte zu, sondern nur noch 40 % der Erträge des Gemeinschaftsunternehmens. Zumindest in der Anfangsphase wird dieser Anteil niedriger sein als ein zu erwartender Gewinn der veräußerten Implantatsparte. Aus strategischen Überlegungen hat Eckert & Ziegler die Verwässerung seiner Gewinnbezugsrechte zugunsten der Altaktionäre von IBt jedoch akzeptiert. Der Vorstand ist überzeugt, dass die Kombination beider Unternehmen längerfristig ein stärkeres Wachstum und damit höhere Erträge generiert als ein Alleingang.

Entscheidend für die Nachhaltigkeit der Gewinnentwicklung wird daher sein, mit welcher Geschwindigkeit die Erträge der zusammengelegten Implantatgeschäfte wachsen und ob der Zuwachs für Eckert & Ziegler im Geschäftsjahr 2008 bereits ausreicht, um den Wert der verkauften Gewinne des Jahres 2008 zu kompensieren.

Vergütungsbericht

Vergütung des Vorstandes

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstandes wird vom Aufsichtsrat festgesetzt und im Abstand von etwa zwei bis drei Jahren einer Neubewertung unterzogen.

Die Vorstandsvergütung besteht gegenwärtig aus fixen und variablen Vergütungskomponenten. Bei der Höhe der Gesamtvergütung sowie der Aufteilung auf einzelne Vergütungskomponenten orientiert sich der Aufsichtsrat am Maßstab der Angemessenheit. Dabei spielen u. a. der dem jeweiligen Vorstandsmitglied übertragene Verantwortungsbereich sowie dessen persönliche Leistung und Erfahrung, aber auch die Zukunftsaussichten und die Wettbewerbslage des Unternehmens eine Rolle.

Die fixen Vergütungskomponenten stellen etwa die Hälfte der jeweils erreichbaren Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder dar. Diese werden in Form eines Fixgehalts und als Sachbezug gewährt. Das Fixgehalt umfasst neben der Grundvergütung auch Zuschüsse zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung. Der Sachbezug umfasst im Wesentlichen die Gestellung von Dienstfahrzeugen.

Darüber hinaus sind variable Vergütungskomponenten vorgesehen. Bei diesen handelt es sich um einmalige oder jährlich wiederkehrende, an den kurzfristigen geschäftlichen Erfolg gebundene Bestandteile. Als einmalige Zahlung können Boni zur Anerkennung besonderer Leistungen gewährt werden. Als jährlich wiederkehrende Zahlung ist eine Gewinntantieme vereinbart, die sich an der konsolidierten Gewinnund Verlustrechnung nach IFRS orientiert und in der Höhe begrenzt ist.

Variable Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter sind nach Auslaufen des früheren Aktienoptionsprogramms der Gesellschaft derzeit nicht vorgesehen. Mitglieder des Vorstandes halten jedoch aus diesem Programm bisher nicht ausgeübte Aktienoptionen, die ihnen in zurückliegenden Geschäftsjahren gewährt wurden. Das Aktienoptionsprogramm berechtigt Inhaber der Aktienoptionen bei deren Ausübung zum Bezug einer bestimmten Anzahl von Aktien. Die Optionen können frühestens nach einer Wartezeit von zwei Jahren, gerechnet ab Ausgabetag und nur innerhalb bestimmter Ausübungszeiträume, ausgeübt werden. Außerdem ist die Ausübung nur dann möglich, wenn die Wertentwicklung der Aktie im Zeitraum zwischen Ausgabetag und erstem Ausübungszeitraum die

Wertentwicklung des Technology All Share Index im gleichen Zeitraum übertrifft.

Für den Fall der Beendigung der Tätigkeit eines Vorstandsmitglieds bestehen keine Zusagen hinsichtlich der Zahlung einer Abfindung. Aktienoptionen können nur solange ausgeübt werden, wie ein ungekündigtes Vertragsverhältnis mit der Gesellschaft oder mit einem verbundenen Unternehmen besteht. Vereinbarungen über eine Altersvorsorge mit Vorstandsmitgliedern bestehen nicht.

Von den Gesamtbezügen für das Geschäftsjahr 2007 in Höhe von TEUR 966 entfallen TEUR 586 auf fixe und TEUR 380 auf kurzfristig erfolgsbezogene Vergütungsbestandteile. (Siehe unten stehende Tabelle 1)

Vergütungen an ehemalige Vorstandsmitglieder oder ihre Hinterbliebenen waren im Geschäftsjahr 2007 nicht zu zahlen. Es bestehen Pensionsrückstellungen für ein ehemaliges Vorstandsmitglied in Höhe von TEUR 98.

Vergütung des Aufsichtsrates

Die Vergütung des Aufsichtsrates besteht satzungsgemäß aus einer jährlichen festen Vergütung in Höhe von TEUR 6, wobei der Vorsitzende das Doppelte und ein stellvertretender Vorsitzender das Eineinhalbfache dieses Betrages erhält. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten daneben keine erfolgsorientierte Vergütung.

Über die feste jährliche Vergütung hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates für jede pünktliche und vollständige Teilnahme an einer Aufsichtsratssitzung ein Sitzungsentgelt in Höhe von 750,00 EUR.

Die Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet, soweit die Mitglieder des Aufsichtsrates berechtigt sind, die Umsatzsteuer der Gesellschaft gesondert in Rechnung zu stellen, und dieses Recht ausüben. Für persönlich erbrachte Leistungen außerhalb der Aufsichtsratstätigkeit, insbesondere für Beratungsund Vermittlungsleistungen, wurden im Berichtsjahr keine Vergütungen gewährt.

Für das Geschäftsjahr 2007 erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates feste Vergütungen in Höhe von TEUR 45 und Sitzungsgelder in Höhe von TEUR 21. Das entspricht einem Gesamtaufwand von TEUR 66. (Siehe unten stehende Tabelle 2)

Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte (Director's Dealings)

Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte gemäß § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) wurden der Gesellschaft in 2007 nicht mitgeteilt.

Mitglieder des Vorstandes besitzen direkt oder indirekt mehr als 1% der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien, und zwar 38,24 %. Mitglieder des Aufsichtsrates besitzen weniger als 1% der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.

Tabelle 1
Dr. Andreas Eckert
Dr. Edgar Löffler
Dr. Andreas Hey
Tabelle 2
Prof. Dr. Wolfgang Maennig
Ralf Hennig
Prof. Dr. Ronald Frohne
Prof. Dr. Nikolaus Fuchs
Fixe Vergütungskompontenten Kurzfristig erfolgsbezogene
Vergütungskomponenten
Summe
Fixgehalt Sachbezüge Gewinntantieme/Bonus
TEUR TEUR TEUR TEUR
256 7 200 463
180 10 150*) 340
133 0 30 163
Vergütete Funktion Feste Vergütung
TEUR
Sitzungsgelder
TEUR
Summe
TEUR
Vorsitzender des Aufsichtsrates 12 3 15
Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates 9 4 13
Mitglied des Aufsichtsrates 6 2 8
Mitglied des Aufsichtsrates 6 4 10
Frank Perschmann Mitglied des Aufsichtsrates 6 4 10
Hans-Jörg Hinke Mitglied des Aufsichtsrates 6 4 10

*) Einzahlung eines Teilbetrages von TEUR 100 in eine Unterstützungskasse, die der kongruenten Rückdeckung einer Versorgungszusage dient.

Weltweit sorgen unsere Mitarbeiter durch ihr persönliches Engagement dafür, dass sich Kunden, Investoren und andere Geschäftspartner für Eckert & Ziegler entscheiden. Ihre Fähigkeiten individuell weiterzuentwickeln ist daher eine unverzichtbare Investition in die Zukunft. Zugleich ist die gezielte Förderung und Weiterbildung auch von grundlegender strategischer Bedeutung für das Unternehmen, denn Know-how, Motivation, Einsatz und Kreativität der Mitarbeiter stellen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil dar und prägen unsere Zukunftskompetenz.

Mitarbeiter

Mitarbeiter nach Bereichen (in%)

n F&E 14
n Produktion 40
n Qualitätsmanagement 9
n Vertrieb & Marketing 26
n Verwaltung 11

Die Zahl der im Konzern durchschnittlich pro Monat beschäftigten Mitarbeiter stieg im Berichtsjahr um 36 auf 327. Hauptursache für den Anstieg war der Zukauf der Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/Bonn GmbH.

Die Personalaufwendungen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 14,5 Mio. EUR. (2006: 13,5 Mio. EUR). Etwa die Hälfte aller Mitarbeiter verfügt über einen Fachhochschulabschluss oder eine höherwertige Ausbildung. Der Konzern investierte TEUR 124 (2006: TEUR 116) in Fortbildungen für Mitarbeiter.

Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern, bietet Eckert & Ziegler unter anderem flexible Tages- und Wochenarbeitszeiten, Teilzeitarbeit, Gesundheitsvorsorge, Anbindung an das Unternehmen durch regelmäßigen Informationsaustausch während der Elternzeit sowie Wiedereinstiegsprogramme an. Der Konzern fördert zudem die individuelle Fortbildung und Weiterbildung der Mitarbeiter durch interne Englischkurse und Aufbaustudien in den Bereichen Betriebswirtschaft und Medizinische Physik.

Im Geschäftsjahr 2007 nutzten erneut zahlreiche Praktikanten, Studenten sowie Diplomanden die Gelegenheit, Eckert & Ziegler im Rahmen ihrer Tätigkeit als interessanten Arbeitgeber kennenzulernen. Einer Reihe von ihnen konnte nach Abschluss ihres Projektes eine Festanstellung angeboten werden.

Eckert & Ziegler ist ausbildender Betrieb und sieht in der Beschäftigung von derzeit sieben Auszubildenden sowohl einen Beitrag zur eigenen Nachwuchssicherung als auch eine Maßnahme, die Schulabgängern berufliche Perspektiven in einer zukunftsträchtigen Industrie eröffnet. Der Konzern konnte im Jahr 2007 allen Auszubildenden, die ihren Abschluss machten, eine Anschlusstätigkeit ermöglichen.

Mit dem Ziel, sowohl die Interessen der Mitarbeiter als auch die Firmeninteressen besser zu vereinen, hat Eckert & Ziegler für viele Bereiche des Unternehmens ein monatliches Prämiensystem geschaffen. Im Jahr 2007 waren 88 Mitarbeiter, das entspricht etwa 27 % der Belegschaft, daran beteiligt. Weiterhin wurde der Anteil variabler Gehaltsbestandteile für Mitarbeiter, die nicht zum Kreis der Führungskräfte gezählt werden, kontinuierlich erhöht.

Die durchschnittliche Ausfallzeit durch Krankenstand im Konzern betrug im Berichtsjahr 1,91% und war erheblich niedriger als im Länder- bzw. Bundesdurchschnitt (Berlin-Brandenburg 3,7 %, Bund 3,29 %).

Der Vorstand dankt an dieser Stelle allen Mitarbeitern für ihr Engagement und ihre Leistung. Der Dank gilt auch dem Betriebsrat, der durch seine Vermittlung zwischen Unternehmensleitung und Belegschaft dazu beigetragen hat, dass sich viele Entscheidungen umsetzen ließen.

  1. Jahrestagung der EANM in Kopenhagen

Hauptversammlung in Berlin

Zehnjähriges Firmenjubiläum der Eckert & Ziegler AG

Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

Die Marketingaktivitäten richteten sich im Geschäftsjahr 2007 erneut auf die Steigerung des Bekanntheitsgrades von Eckert & Ziegler und die Verkaufsförderung. Hauptinstrumente blieben das Internet, Druckerzeugnisse sowie Stände auf Kongressen und Messen. Dabei beteiligten sich die operativen Tochterunternehmen der Eckert & Ziegler AG an 47 Veranstaltungen im In- und Ausland.

Die vor zwei Jahren eingeführte Dokumentendatenbank (SalesNET) wurde in ihrer Struktur kontinuierlich ausgebaut und aktualisiert. Über das Internet gestattet sie einen weltweiten Zugriff auf relevante Produktinformationen. Einen besonderen Service bietet ein neu eingeführter Hinweisdienst, der es gestattet, die Nutzer besonders leicht über Produktänderungen und Neuerungen zu informieren. Wichtige Marketingdokumente stehen fortan auch in Französisch, Polnisch und Spanisch zur Verfügung.

Ein Höhepunkt der Öffentlichkeitsarbeit war das zehnjährige Firmenjubiläum, dass die Eckert & Ziegler AG im Sommer 2007 zusammen mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur in einem Berliner Klub feierte.

Nach wie vor ist der Konzern gesellschaftspolitisch engagiert. Der von Eckert & Ziegler und dem Gläsernen Labor in Berlin-Buch initiierte "Forschergarten", der sich der Verbesserung der frühkindlichen naturwissenschaftlichen Bildung verschrieben hat, wurde als "Ausgewählter Ort im Land der Ideen 2007" ausgezeichnet.

Im November wurde gemeinsam mit dem Dachverband der europäischen nuklearmedizinischen Vereinigungen, der EANM (Europäische Assoziation für Nuklearmedizin) ein Preis für junge, talentierte Nuklearmediziner ausgelobt. Der "EANM Eckert & Ziegler Abstract Award" soll zur Nachwuchsförderung beitragen und ist mit einem Reisestipendium dotiert.

34 Eckert & Ziegler . Geschäftsbericht 2007

Umwelt und Sicherheit

Die produktionsbedingte Emission von Schadstoffen in die Umwelt war auch 2007 sehr gering. Radioaktive Materialien werden nur innerhalb geschlossener Kreisläufe verarbeitet, und die Massen sind gering. Zudem wird bei Unterdruck gefertigt und die Abluft zentral gefiltert.

Zur Verbesserung der Arbeitssicherheit richten sich die Anstrengungen daher primär auf die Vermeidung und Verringerung der Strahlenbelastung. Durch Prozess- und Anlagenoptimierungen konnte dabei im Berichtsjahr trotz steigender Produktionszahlen in allen Segmenten die Strahlenbelastung der Mitarbeiter auf dem sehr niedrigen Niveau der Vorjahre gehalten werden. Im Therapiesegment liegt der Jahresmittelwert des Berichtsjahres 2007 sogar unter 1% des gesetzlich zugelassenen Wertes.

Hohe Priorität hatte 2007 die Umsetzung des Gesetzes über die Inverkehrbringung, Rücknahme und umweltverträgliche Entsorgung von Elektround Elektronikgeräten. Dazu gehört der Nachweis, keine im Gesetz verbotenen Stoffe bei der Herstellung der Geräte zu verwenden, die Rücknahme der Geräte zu gewährleisten und die Verwertung der Altgeräte entsprechend den Auflagen sicherzustellen.

Zum Arbeitsschutz gehört ein umfangreiches Unterweisungs- und Schulungsangebot: Alle Mitarbeiter werden mindestens ein Mal jährlich über alle Gefahren in ihrem Arbeitsbereich unterwiesen und mit den notwendigen Verhaltensregeln vertraut gemacht. Alle Arbeitsbereiche mit erhöhtem Gefährdungspotential werden von Mitarbeitern betreut, die für dieses Gefährdungspotenzial entsprechende Fachkunde haben. So haben zum Beispiel am Standort Berlin insgesamt 29 Mitarbeiter die Fachkunde im Strahlenschutz und sind als Strahlenschutzbeauftragte bei der Aufsichtsbehörde bestellt.

Am Standort Berlin fanden im Berichtsjahr insgesamt 23 Weiterbildungslehrgänge (gegenüber 37 im Vorjahr) statt, davon 12 im Bereich Arbeitssicherheit (gegenüber 12 im Vorjahr) und 11 im Bereich Strahlenschutz. Die sinkende Anzahl von Strahlenschutzlehrgängen ist darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr mehr Personen von der turnusmäßigen Aktualisierung betroffen waren als im Berichtsjahr.

Das Niveau der Arbeitssicherheit wird belegt durch die Tatsache, dass seit sieben Jahren keine Arbeitsunfälle auf fehlende Schutzvorrichtungen bzw. technische Mängel zurückzuführen waren. Von Wegeund Bagatellunfällen abgesehen musste im Berichtszeitraum kein Arbeitsunfall dokumentiert und an die zuständige Stelle weitergeleitet werden. Auch im Bereich Strahlenschutz gab es keine meldepflichtigen Ereignisse.

Die Produktionsanlagen, Versorgungseinrichtungen und sonstigen Betriebsmittel werden in regelmäßigem Abstand auf sicherheitsrelevante Mängel überprüft und neu geschaffene Produktionsanlagen von unabhängigen Sachverständigen abgenommen. So wird gewährleistet, dass bereits kleinste Mängel oder Verschleißerscheinungen rechtzeitig erkannt werden können und die Anlagensicherheit auf höchstem Niveau gehalten werden kann. Bevor ein neugeschaffener Arbeitsplatz freigegeben wird, wird immer zunächst die von ihm ausgehende Gefährdung beurteilt, die danach auch bei bestehenden Arbeitsplätzen mindestens in dreijährigem Turnus neu bewertet wird.

Qualitätsmanagement

Als Hersteller von Medizinprodukten und Radiopharmaka ist Eckert & Ziegler gesetzlich zur Aufrechterhaltung umfangreicher formalisierter Qualitätssicherungssysteme verpflichtet. Träger dieser Verantwortung sind vor allem die produzierenden Tochterunternehmen, die regelmäßig von externen Stellen, etwa dem TÜV oder dem Deutschen Kalibrierdienst, auf die Einhaltung der Richtlinien überprüft werden. Aus Eigeninteresse bemüht sich der Konzern zudem, die geforderten Standards zu verbessern und zu übertreffen. Er hat zur Förderung dieses Anliegens mit zahlreichen Führungskräften und Mitarbeitern Prämienvereinbarungen abgeschlossen, die sich explizit auf Qualitätsziele beziehen.

Das wichtigste Überwachungsaudit des Berichtsjahrs erfolgte im Juni 2007 durch die TÜV Nord CERT GmbH für den Leitbetrieb des Therapiesegments, die Eckert & Ziegler BEBIG GmbH. Die Überprüfung bestätigte die Konformität der Qualitätssicherungssysteme nach den europäischen und kanadischen Richtlinien und Normen. Im Einzelnen wurden dabei folgende Zertifikate bestätigt:

  1. EG-Zertifikat gemäß 93/42 EWG Anhang II. Geltungsbereich: Brachytherapie Strahlenquellen, Brachytherapie Afterloading Systeme

  2. EG-Zertifikat gemäß Richtlinie 90/385 EWG, Anhang 2. Geltungsbereich: Implantierbare Seeds und Zubehör für die Brachytherapie

  3. Zertifikat für das Managementsystem nach DIN EN ISO 9001:2000. Geltungsbereich: Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von radioaktiven Komponenten für medizinische Anwendungen

  4. Zertifikat gemäß EN ISO 13485:2003. Geltungsbereich: "Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Brachytherapie Strahlenquellen, Brachytherapie Afterloading Systemen und Blut-Bestrahlungsgeräten

  5. Certificate gemäß CAN/CSA ISO 13485:2003 (can. Medical Devices Regulation). Geltungsbereich: Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von radioaktiven Quellen und Geräten und Zubehör für die Brachytherapie

Die Bestätigungen gelten auch für die Produkte der STS Steuerungstechnik + Strahlenschutz GmbH, die in das Qualitätsmanagementsystem der BEBIG integriert ist, und für die Eckert & Ziegler Isotope Products GmbH (IPE), insofern Prozesse der BEBIG auch auf sie zutreffen.

Im Berichtsjahr wurde durch einen unabhängigen Gutachter zudem bestätigt, dass die Synthesegerätefamilie Modular Lab den Anforderungen entspricht, die national und international an Geräte zur Herstellung von Arzneimitteln gerichtet sind. Modular Lab erfüllt hiernach unter anderem die Anforderungen der Guten Automatischen Produktion (GAMP4, 21 CFR Teil 11).

Seit der Erstimplementierung eines Qualitätsmanagementsystems im Jahre 1998 erhielt die Eckert & Ziegler Gruppe – ohne erwähnenswerte Beanstandungen – jeweils alle aktuell geltenden Zertifizierungen.

Qualitätskontrolle von Kontrastmitteln mittels HPLC-Analytik

38 Eckert & Ziegler . Geschäftsbericht 2007

Konsolidierte Gewinn- und Verlustrechnungen 40
Konsolidierte Kapitalflussrechnungen 41
Konsolidierte Bilanzen 42
Eigenkapitalveränderungsrechnungen 43
Anhang zu den Konzernabschlüssen 44
Andere nach dem HGB geforderte Erläuterungen 78

Konzernabschluss der Eckert & Ziegler Gruppe

Konsoldierte Gewinn- und Verlustrechnungen

für die am 31. Dezember endenden Geschäftsjahre

2007 2006
Anhang TEUR TEUR
Umsatzerlöse 6. 54.444 50.378
Umsatzkosten 7. -27.579 -26.464
BruttoergebnisvomUmsatz 26.865 23.914
Vertriebskosten 8. -10.231 -8.652
Allgemeine und Verwaltungskosten 9. -10.453 -10.307
Forschungs- und nicht aktivierte Entwicklungskosten 10. -289 -333
Sonstiges betriebliche Erträge 13. 564 1.451
Sonstige betriebliche Aufwendungen 14. -485 -196
Betriebsergebnis 5.971 5.877
Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen 15. 9 -9
Übriges Finanzergebnis 16. -292 -324
ErgebnisvorZinsergebnis
und
Ertragsteuern
(EBIT)
5.688 5.544
Zinserträge 63 74
Zinsaufwendungen -830 -870
ErgebnisvorErtragsteuern 4.921 4.748
Ertragsteuern 18. -2.771 -1.611
Konzernergebnisaus
fortgeführten
Aktivitäten
2.150 3.137
Ergebnis aus aufgegebenen Aktivitäten nach Steuern
(einschließlich Ertrag aus der Aufgabe/Entkonsolidierung
der Altmann GmbH & Co. KG von TEUR 0; Vorjahr TEUR 398) 21. 0 -592
Konzernergebnis 2.150 2.545
Auf Minderheitsanteile entfallender Gewinn 19. 202 324
Ergebnisanteil der Aktionäre der Eckert & Ziegler AG 1.948 2.221
Ergebnis
je
Aktie
20.
Unverwässert 0,62 0,71
Verwässert 0,61 0,70
Ergebnis
je
Aktieaus
fortgeführten
Aktivitäten
Unverwässert 0,62 0,90
Verwässert 0,61 0,89
Ergebnis
je
Aktieausaufgegebener
Geschäftstätigkeit
Unverwässert 0,00 -0,19
Verwässert 0,00 -0,19
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert - in Tausend Stück) 3.142 3.131
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert - in Tausend Stück) 3.171 3.167
2007 2006
Anhang TEUR TEUR
Cashflow
aus
betrieblicherTätigkeit:
39.
Jahresergebnis 2.150 2.545
Anpassungen für:
Abschreibungen (davon im Vorjahr ausgewiesen im Ergebnis
aus aufgegebener Geschäftstätigkeit TEUR 64) 3.731 4.601
Zinsaufwand 767 796
Zinszahlungen - 573 - 749
Ertragsteueraufwand 2.771 1.611
Ertragsteuerzahlungen - 1.854 - 2.405
Einzahlungen aus Zuschüssen
abzügl. Erträge aus der Auflösung der abgegrenzten Zuschüsse 37 - 551
Latente Steuern - 10 113
Aufwendungen Aktienoptionsprogramm 104 117
Unrealisierte Währungsgewinne(-)/Verluste 265 341
Einfluss der Wechselkursänd. auf den Mittelfluss aus Geschäftstätigkeit 15 16
Langfristige Rückstellungen, sonstige langfristige Verbindlichkeiten 517 128
Buchgewinne Entkonsolidierung Altmann - - 398
Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen 18 71
Gewinn (-)/ Verlust aus dem Verkauf von Wertpapieren 1 - 55
Sonstige - 128 - 7
Veränderungen der kurzfristigen Aktiva und Passiva:
Forderungen 87 - 1.871
Vorräte - 2.051 - 125
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten, sonstiges Umlaufvermögen - 8 - 60
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und gegenüber nahe stehenden Personen 146 318
Ertragsteuerverbindlichkeiten 31 - 457
Sonstige Rückstellungen 1.183 1.068
Passive Rechnungsabgrenzungsposten
Sonstige Verbindlichkeiten
- 11
- 557
2
- 488
Mittelzuflussaus
betrieblicherTätigkeit
6.631 4.561
Cashflow
aus
der
Investitionstätigkeit:
40.
Erwerb von Anlagevermögen - 4.685 - 4.162
Verkauf von Anlagevermögen 212 127
Erwerb von konsolidierten Unternehmen* - 188 - 25
Verkauf von Beteiligungen 15 -
Verkauf von Wertpapieren 70 1.387
Mittelabflussaus
der
Investitionstätigkeit
- 4.576 - 2.673
Cashflow
aus
derFinanzierungstätigkeit:
41.
Gezahlte Dividenden - 786 - 469
Ausschüttung Anteile Dritter - 272 - 251
Erwerb/ Verkauf eigener Anteile 21 22
Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Darlehen 294 -
Auszahlungen aus der Tilgung von langfristigen Darlehen - 1.203 - 2.575
Veränderung kurzfristiger Darlehen - 250 1.325
Mittelabfluss
(i.Vj.
Mittelzufluss)aus
derFinanzierungstätigkeit
- 2.196 - 1.948
Wechselkursbedingte Veränderungen der liquiden Mittel - 167 - 207
Verringerung
der
liquiden
Mittel
- 308 - 267
Liquide
Mittelzu
Beginn
der
Periode
4.683 4.950
Liquide
MittelamEnde
der
Periode
4.375 4.683

* Ein weiterer Teil des Kaufpreises für die MC Pharma GmbH bestand in der Übernahme einer zusätzlichen Darlehensverbindlichkeit in Höhe von TEUR 181 gegenüber dem Verkäufer. (siehe auch Erläuterungen unter Punkt 42)

Konsolidierte Bilanzen

zum 31. Dezember 2007 und 2006

2007 2006
Anhang TEUR TEUR
AKTIVA
Langfristige
Vermögenswerte,
gesamt
Immaterielle Vermögenswerte 22. 18.234 17.985
Sachanlagen 23. 17.745 15.920
Beteiligungen 68 68
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzinvestitionen 42. 0 6
Sonstige Ausleihungen 24. 44 48
Aktive Latente Steuern 18. 3.081 4.118
Übrige Vermögenswerte 25. 1.630 2.036
Langfristige
Vermögenswerte,
gesamt
40.802 40.181
Kurzfristige
Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 26. 4.375 4.683
Wertpapiere 27. 1.033 1.081
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 28. 11.459 11.110
Forderungen gegen nahe stehende Personen und Unternehmen 5 27
Vorräte 29. 7.713 5.888
Übrige Vermögenswerte 30. 2.200 1.204
Kurzfristige
Vermögenswerte,
gesamt
26.785 23.993
Summe
Aktiva
67.587 64.174
PASSIVA
Eigenkapital 31.
Gezeichnetes Kapital 3.250 3.250
Kapitalrücklagen 29.750 29.632
Gewinnrücklagen 7.230 6.068
Übrige Rücklagen -3.734 -2.679
Eigene Anteile -359 -366
Den Aktionären der Eckert & Ziegler AG zustehendes Eigenkapital 36.137 35.905
Minderheitsanteile 354 424
SummeEigenkapital 36.491 36.329
Langfristige
Verbindlichkeiten
Langfristige Darlehen und Finanzleasingverbindlichkeiten 32. 3.921 7.319
Abgrenzung von Zuschüssen und sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 33. 1.369 1.270
Passive Latente Steuern 18. 1.339 1.706
Rückstellungen für Pensionen 34. 98 129
Übrige Verbindlichkeiten 35. 3.653 3.449
Langfristige
Verbindlichkeiten,
gesamt
10.380 13.873
Kurzfristige
Verbindlichkeiten
Kurzfristige Darlehen und Finanzleasingverbindlichkeiten 32. 8.256 3.365
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.885 3.855
Erhaltene Anzahlungen 290 331
Rückstellungen 36. 5.139 3.971
Abgrenzungen von Zuschüssen und sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 33. 935 960
Ertragssteuerverbindlichkeiten 18. 578 300
Übrige Verbindlichkeiten 37. 1.633 1.190
Kurzfristige
Verbindlichkeiten,
gesamt
20.716 13.972
Summe
Passiva
67.587 64.174

Eigenkapitalveränderungsrechnungen

zum 31. Dezember 2007 und 2006

Kumuliertes übriges Gesamtergebnis Auf
Stammaktien Gewinn- Unrealisiertes Fremdwährungs- Aktionäre Minder- Konzern
Nominal- Kapital- rück- Ergebnis umrechnungs- Eigene entfallendes heiten- Eigen
Anzahl wert rücklage lagen Wertpapiere differenzen Anteile Eigenkapital anteile kapital
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 1. Januar 2006 3.250.000 3.250 29.346 4.316 41 -1.664 -434 34.855 100 34.955
Dividendenzahlung -469 -469 -469
Aufwand Aktienoptionsplan 116 116 116
Einsatz eigener Anteile für Akqui
sitionen bzw. Bedienung Aktien
optionen 170 68 238 238
Jahresüberschuss 2.221 2.221 324 2.545
Unrealisierte Wertpapiergewinne/
-verluste am Bilanzstichtag
(nach Steuern von TEUR 14) 22 22 22
Umkehrung unrealisierter Wert
papiergewinne/-verluste am
vorherigen Bilanzstichtag -41 -41 -41
Gesamtergebnis der Periode 0 0 286 2.221 -19 0 68 2.556 324 2.880
Fremdwährungsumrechnungs
differenzen -1.037 -1.037 -1.037
Stand 31. Dezember 2006 3.250.000 3.250 29.632 6.068 22 -2.701 -366 35.905 424 36.329
Kumuliertes übriges Gesamtergebnis Auf
Stammaktien Gewinn- Unrealisiertes Fremdwährungs- Aktionäre Minder- Konzern
Nominal- Kapital- rück- Ergebnis umrechnungs- Eigene entfallendes heiten- Eigen
Anzahl wert rücklage lagen Wertpapiere differenzen Anteile Eigenkapital anteile kapital
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 1. Januar 2007 3.250.000 3.250 29.632 6.068 22 -2.701 -366 35.905 424 36.329
Dividendenzahlung -786 -786 -272 -1.058
Aufwand Aktienoptionsplan 104 104 104
Einsatz eigener Anteile für Akqui
sitionen bzw. Bedienung Aktien
optionen 12 9 21 21
Erwerb eigener Anteile 2 -2 0 0
Jahresüberschuss 1.948 1.948 202 2.150
Unrealisierte Wertpapiergewinne/
-verluste am Bilanzstichtag
(nach Steuern von TEUR 18) 42 42 42
Umkehrung unrealisierter Wert
papiergewinne/-verluste am
vorherigen Bilanzstichtag -22 -22 -22
Gesamtergebnis der Periode 0 0 118 1.948 20 0 7 2.093 202 2.295
Fremdwährungsumrechnungs
differenzen -1.075 -1.075 -1.075
Stand 31. Dezember 2007 3.250.000 3.250 29.750 7.230 42 -3.776 -359 36.137 354 36.491

Grundlagen, Grundsätze und Methoden

1. Organisation und Beschreibung der Geschäftstätigkeit

Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin (im Folgenden "Eckert & Ziegler AG" oder "das Unternehmen" genannt) ist eine Holdinggesellschaft, deren spezialisierte Tochterunternehmen sich weltweit mit der Verarbeitung von Radioisotopen und der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von isotopentechnischen Komponenten, Bestrahlungsgeräten und Radiopharmazeutika oder verwandten Produkten beschäftigen. Hauptanwendungsgebiete für die Erzeugnisse der Gruppe sind die Medizintechnik, insbesondere die Krebstherapie, sowie die nuklearmedizinische Bildgebung und die industrielle Messtechnik. In diesen Bereichen wenden sich die Eckert & Ziegler AG und ihre Tochterunternehmen unter anderem an Strahlentherapeuten und Radioonkologen sowie an Nuklearmediziner.

Das Unternehmen agiert in einem Markt, der durch schnellen technologischen Fortschritt, erheblichen Forschungsaufwand und ständig neue wissenschaftliche Entdeckungen gekennzeichnet ist. Dieser Markt unterliegt der Kontrollaufsicht durch Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden. Zu den zuständigen Kontrollbehörden gehören das Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin (LAGeSo), der TÜV Nord CERT GmbH, Essen, das Bundesamt für Arzneimittel (BfArM) sowie die entsprechenden ausländischen Institutionen, z. B. die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) und die Nuclear Regulatory Commission (NRC). Deshalb haben Änderungen in der Technologie und in den Produkten, die zur Krebsbehandlung und zur nuklearmedizinischen Bildgebung eingesetzt werden, die staatlichen Bestimmungen in der Branche, in der die Eckert & Ziegler AG sich betätigt, sowie die allgemeinen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen direkte Auswirkungen auf das Unternehmen.

2. Grundlagen der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der Eckert & Ziegler AG zum 31. Dezember 2007 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Es wurden alle am Abschlussstichtag in der EU anzuwendenden Standards des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie die gültigen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) bzw. des Standing Interpretations Committee (SIC) berücksichtigt. Zudem wurden die ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften beachtet. Der Konzernabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Die Berichtswährung lautet auf Euro. Die im Konzernabschluss dargestellten Beträge wurden auf tausend Euro gerundet.

Die Abschlüsse der Tochterunternehmen wurden zum Stichtag des Konzernabschlusses, der dem Abschlussstichtag der Eckert & Ziegler AG entspricht, aufgestellt. Der Jahresabschluss umfasst den Berichtszeitraum vom 01. Januar bis 31. Dezember 2007. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt worden.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister in Berlin-Charlottenburg unter der Nr. HRB 64 997 B registriert. Der zum 31. Dezember 2007 aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – Die Bilanzierung der Vermögenswerte und Schulden der im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen inländischen und ausländischen Tochterunternehmen erfolgt nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch für die Vergleichsinformationen des Vorjahres verwendet wurden.

Ausweis – Gemäß IAS 1.51 (Darstellung des Abschlusses) wird beim Ausweis in der Bilanz zwischen lang- und kurzfristigem Vermögen sowie kurzund langfristigem Fremdkapital unterschieden.

Beurteilungen und Schätzungen – Für die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS ist es erforderlich, dass Einschätzungen und Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, Erträge und Aufwendungen haben. Wesentliche Annahmen und Schätzungen werden für die Nutzungsdauern, die erzielbaren Erträge des Anlagevermögens, die Realisierbarkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie die Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge getroffen. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf den jeweils aktuell verfügbaren Kenntnissen basieren. Durch von den Annahmen abweichende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzungen abweichen.

Geschäfts- oder Firmenwerte – Der Geschäfts- oder Firmenwert repräsentiert den Unterschiedsbetrag, um den der Gesamtkaufpreis für ein Unternehmen oder einen Teilbetrieb den beizulegenden Zeitwert (Fair Value) des erworbenen Nettovermögens übersteigt.

Sonstige Immaterielle Vermögenswerte – Unter den sonstigen Immateriellen Vermögenswerten werden Kundenbeziehungen, aktivierte Entwicklungskosten, Patente, Warenzeichen, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte ausgewiesen. Entwicklungskosten wurden als Immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn die Voraussetzungen für eine Aktivierung von selbst erstellten Immateriellen Vermögenswerten gemäß IAS 38 kumulativ erfüllt waren. Die aktivierten Entwicklungskosten umfassen alle direkt oder indirekt zurechenbaren Kosten, die ab dem Zeitpunkt anfallen, an dem sämtliche Kriterien zur Aktivierung erfüllt sind. Nach erfolgreichem Abschluss des Entwicklungsprojektes werden aktivierte Entwicklungskosten über die geplante Produktlebensdauer abgeschrieben. Forschungskosten sowie nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden bei ihrer Entstehung als Aufwand erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und, sofern es sich nicht um immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer handelt, planmäßig über ihre jeweilige Nutzungsdauer (2 bis 20 Jahre) linear abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbegrenzten Nutzungsdauer aufrechterhalten werden kann.

Wertminderung nicht-finanzieller Vermögenswerte –

Gemäß den IFRS ist bei Geschäfts- oder Firmenwerten und sonstigen Immateriellen Vermögenswerten mit unbegrenzter Nutzungsdauer mindestens einmal jährlich, bei den übrigen Immateriellen Vermögenswerten sowie bei Sachanlagevermögen nur bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte ein Werthaltigkeitstest durchzuführen. Eine Wertminderung ist ergebniswirksam zu erfassen, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert grundsätzlich einzeln ermittelt. Sofern eine einzelne Ermittlung nicht möglich ist, ist die Ermittlung auf Basis der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu bestimmen, zu der der Vermögenswert gehört. Der erzielbare Betrag ist der höhere aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert. Der Nettoveräußerungswert ist der Wert, der bei Verkauf zu marktüblichen Bedingungen abzüglich der Veräußerungskosten erzielt werden kann. Der Nutzungswert

wird auf Basis der diskontierten künftigen Netto-Cashflows aus der Nutzung ermittelt. Die den Werthaltigkeitstests zugrunde liegenden Cashflows basieren auf Schätzungen und entsprechen den langfristigen Unternehmensplanungen.

Aus diesen Werthaltigkeitstests ergab sich für die Jahre 2007 und 2006 keine Notwendigkeit für eine außerplanmäßige Abschreibung.

Sachanlagevermögen – Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um kumulierte Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Ausrüstungen und Anlagen umfassen sämtliche direkte Kosten und die zurechenbaren Fertigungsgemeinkosten. Soweit vorhanden, beinhalten die Anschaffungs- oder Herstellungskosten die geschätzten Kosten für Abbruch und Beseitigung des Vermögenswertes und die Wiederherstellung des Standortes. Selbst erstellte Anlagen betreffen im Wesentlichen Produktionslinien. Sachanlagen, die im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen im Sinne des IAS 17 erworben wurden, werden aktiviert und über die geschätzte Nutzungsdauer der Vermögenswerte abgeschrieben. Sonstige aufgrund von Finanzierungsleasingverträgen erworbene Sachanlagen und Mietereinbauten werden entweder über die Laufzeit des Miet- bzw. Leasingvertrages oder die kürzere geschätzte Nutzungsdauer der betroffenen Anlagegegenstände abgeschrieben.

Der Abschreibungsaufwand wird auf der Grundlage der linearen Methode ermittelt. Der Abschreibungszeitraum wird gemäß der voraussichtlichen Nutzungsdauer festgelegt. Angenommen werden folgende Nutzungsdauern:

Gebäude 25 bis 45 Jahre
Mietereinbauten 10 bis 15 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 4 bis 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 12 Jahre

Bei Verschrottung oder Verkauf werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Anlagegegenstände ebenso wie die zugehörigen kumulierten Abschreibungen ausgebucht und die aus dem Abgang resultierenden Gewinne oder Verluste erfolgswirksam erfasst.

Ein signifikanter Anteil des abnutzbaren Anlagevermögens der Gesellschaft wird für die Herstellung ihrer Produkte genutzt. Der Vorstand beurteilt regelmäßig die zukünftige Nutzbarkeit dieses Anlagevermögens unter Berücksichtigung des aktuellen

Geschäftsumfelds. Auf der Basis dieser Einschätzung waren im Jahre 2007 keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen notwendig. Der Vorstand geht davon aus, dass zum 31. Dezember 2007 keine Beeinträchtigungen der Nutzbarkeit vorliegen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass sich die Beurteilungen des Vorstands in Bezug auf die Nutzungs- und Verwertungsmöglichkeiten des abnutzbaren Anlagevermögens der Gesellschaft aufgrund von Änderungen im technologischen und behördlichen Umfeld auch kurzfristig ändern könnten.

Vorräte – Unter den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse und fertige Erzeugnisse ausgewiesen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem zum Bilanzstichtag niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen, produktionsbezogene Verwaltungs- und Sozialbereichskosten. Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Als Bewertungsvereinfachung wird – sofern erforderlich – die Durchschnittsmethode angewandt.

Abschreibungen für veraltete oder Überhang-Vorräte werden auf der Grundlage der vom Vorstand durchgeführten Vorratsanalyse und der künftigen Absatzprognosen vorgenommen.

Forderungen – Forderungen sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind, wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderungen bewertet. Gewinne oder Verluste werden im Konzernergebnis erfasst, wenn die Forderungen ausgebucht oder wertgemindert werden. Die Zinseffekte aus der Anwendung der Effektivzinsmethode werden ebenfalls erfolgswirksam erfasst.

Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens –

Anlagen in börsengängige Wertpapiere werden nicht zum Zwecke des Handelns oder des Haltens bis zur Endfälligkeit gehalten. Sie werden daher als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available-for-sale financial assets) eingestuft und zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value), der auf den Börsenkursen am Bilanzstichtag basiert, bewertet. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Folgebewertung der Available-for-sale-Wertpapiere werden abzüglich der darauf entfallenden Steuern direkt im Eigenkapital erfasst, bis das Wertpapier veräußert wird bzw. eine objektive Wertminderung eintritt. Zu diesen Zeitpunkten ist der kumulierte Gewinn oder Verlust im Periodenergebnis zu erfassen.

Derivative Finanzinstrumente – Derivative Finanzinstrumente wie z. B. Devisen-Termingeschäfte oder Swaps werden grundsätzlich nur für Sicherungszwecke eingesetzt. Sie werden in der Konzernbilanz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Wertänderungen erfolgswirksam erfasst werden. Neben einem Zins-Währungs-Swap wird ein Zins-Swap gehalten (vgl. die Erläuterungen im Teil "Übrige Vermögenswerte"). Weitere derivative Finanzinstrumente liegen nicht vor.

Eingeschränkt verfügbare Vermögenswerte – Eingeschränkt verfügbare Vermögenswerte betreffen von der US-Tochtergesellschaft Eckert & Ziegler Analytics Inc., Atlanta/USA in einen Fonds eingezahlte Beträge, die der Sicherstellung der Erfüllung ihrer künftigen Sanierungsverpflichtungen für kontaminierte Anlagen dienen.

Des Weiteren unterliegen Finanzmittel, die der nach dem Altersteilzeitgesetz vorgeschriebenen Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben dienen, Verfügungsbeschränkungen.

Rückdeckungsansprüche aus einer Lebensversicherung dienen als Planvermögen für eine Pensionszusage an ein ehemaliges Vorstandsmitglied.

Die US-Tochtergesellschaft Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. hat Teile ihres Sachanlagevermögens als Sicherheit für ein Bankdarlehen sicherungsübereignet.

Ein Grundstück der EURO-PET Berlin Zyklotron GmbH ist mit einer Grundschuld zur Besicherung eines Bankdarlehens belastet.

Wir verweisen auf die Erläuterungen in den Teilen "Sonstige Ausleihungen", "Übrige Vermögenswerte" und "Darlehen".

Finanzmittelbestand – Die Gesellschaft betrachtet sämtliche hochliquiden Mittel mit einer Fälligkeit von bis zu drei Monaten als geldnahe Anlagen, die im Finanzmittelbestand ausgewiesen werden. Der Nennwert dieser Mittel wird aufgrund ihrer Kurzfristigkeit als ihr beizulegenden Zeitwert (Fair Value) angesehen.

Finanzielle Verbindlichkeiten – Finanzielle Verbindlichkeiten enthalten insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige Verbindlichkeiten. Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Pensionsrückstellungen – Die Bewertung der Pensionsverbindlichkeit erfolgt auf der Grundlage des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected unit credit method) in Übereinstimmung mit IAS 19, Leistungen an Arbeitnehmer. Beim Anwartschaftsbarwertverfahren werden künftige Gehalts- und Rentenentwicklungen bei der Bemessung der Verpflichtung berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden nur erfasst, soweit sie 10 % des Barwerts der Verpflichtung (bzw. des Planvermögens, wenn dieses höher ist) übersteigen. Der übersteigende Betrag wird auf die durchschnittlich erwartete restliche Arbeitszeit der betreffenden Mitarbeiter verteilt. Ein Teil der Pensionsverpflichtungen ist durch Planvermögen rückgedeckt. Der Fair Value des Rückdeckungswerts wurde entsprechend IAS 19 mit den Pensionsverbindlichkeiten saldiert.

Rückstellungen – Die Rückstellungen sind insoweit gebildet, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt. Der Ansatz erfolgt, wenn die Höhe der Inanspruchnahme eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist und die Inanspruchnahme zuverlässig geschätzt werden kann. Die als Rückstellungen angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Ausgaben dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist.

Rückstellungen für Entsorgung – Kosten für den Abbruch und das Abräumen eines Gegenstandes sowie die Wiederherstellung des Standortes sind nach IAS 16 Bestandteil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, soweit für die Kosten nach IAS 37 Rückstellungen zu bilden sind.

Die Entsorgungsrückstellungen basieren auf den öffentlich rechtlichen und privatrechtlichen Verpflichtungen, radioaktiv kontaminierte Anlagegegenstände und Gebäude zu dekontaminieren, freizumessen und sie nach dem Gebrauch wieder gefahrlos zugänglich und nutzbar zu machen. Die Kostenschätzung beinhaltet demzufolge die Arbeitskosten für den Abbau der Anlagen, für die Aufbereitung der Abfälle, sodass sie entsorgt werden können, für das Reinigen der Räume und für die Abnahme durch Sachverständige sowie die Abfallkosten für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle. Dabei wird nur der radioaktive Abfall aus der Entsorgung von Anlagegegenständen berücksichtigt. Abfall, der in der laufenden Produktion anfällt, wird regelmäßig entsorgt, und die damit verbundenen Kosten werden in einer gesonderten Position unter den Herstellungskosten ausgewiesen. Nach IAS 37 wird die Entsorgung auf Basis ihres Verkehrswertes ermittelt, d. h. unter der Annahme, dass die o. g. Entsorgungsleistungen von fremden Dritten erbracht werden. Der Ansatz der Rückstellungen erfolgt mit dem Barwert der am Abschlussstichtag erwarteten Ausgaben. Der Ermittlung der Entsorgungsverpflichtungen liegen verschiedene Annahmen zugrunde, die auf Schätzungen beruhen. Dazu zählen Einschätzungen über benötigte Arbeitstage, Tagessätze und erwartete Sachkosten. Erwartete Kostensteigerungen bis zum Eintritt des Entsorgungsfalls sind in der Bewertung der Rückstellung berücksichtigt. Der Wert der Verpflichtung wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Bei Wertänderungen werden entsprechende Anpassungen des Anlagevermögens und der Rückstellungen vorgenommen.

Leasing – Wenn die Vorraussetzungen eines "Finance lease" erfüllt sind, werden die genutzten Leasinggegenstände gemäß IAS 17 als Sachanlagen aktiviert und über die Laufzeit des Leasingverhältnisses vollständig abgeschrieben. Der Ansatz der Leasingverbindlichkeiten erfolgt in Höhe des Barwerts der Leasingraten.

Ertragsrealisierung – Erträge aus Produktumsätzen werden gemäß IAS 18 im Zeitpunkt der Leistungserbringung (im Allgemeinen bei Versand) realisiert, sofern eine vertragliche Vereinbarung zu einem fixen und bestimmbaren Preis vorliegt und mit einer Zahlung durch den Kunden gerechnet werden kann. Dem Kunden werden keine über die gesetzlichen Rechte hinausgehenden Garantie- oder Rückgaberechte eingeräumt. Lizenzgebühren werden in der Periode ertragswirksam vereinnahmt, für die sie gewährt werden. Für Umsatzgeschäfte mit mehreren Teilleistungen erfolgt eine Aufteilung der Umsatzerlöse auf die verschiedenen Leistungen auf der Grundlage ihrer beizulegenden Zeitwerte. Erlöse aus Operating Leases werden linear über die Laufzeit des Vertrages realisiert.

Werbung – Ausgaben für Werbung und andere vertriebsbezogene Kosten werden bei ihrem Anfall aufwandswirksam erfasst.

Forschung und Entwicklung – Forschungsaufwendungen werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Entwicklungskosten sind gemäß IAS

38 (Immaterielle Vermögenswerte) beim kumulativen Vorliegen bestimmter Voraussetzungen zu aktivieren. Nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden bei ihrer Entstehung als Aufwand erfasst. Die Herstellungskosten beinhalten neben Material- und Personaleinzelkosten auch die den Entwicklungsprojekten direkt zurechenbaren Material- und Personalgemeinkosten.

Ertragsteuern – Latente Steuern werden unter Anwendung der Verbindlichkeits-Methode (Liability-Method) gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) ermittelt. Entsprechend der Verbindlichkeits-Methode werden aktive latente Steuern und latente Steuerverbindlichkeiten ausgewiesen, um die zukünftigen steuerlichen Auswirkungen widerzuspiegeln, die sich aus den Differenzen zwischen den Buchwerten der im Konzernabschluss ausgewiesenen Aktiva und Passiva und den jeweiligen Werten in den Steuerbilanzen sowie aus den steuerlichen Verlustvorträgen ergeben. Aktive latente Steuern und latente Steuerverbindlichkeiten werden auf der Grundlage der gesetzlichen Steuersätze bemessen, die auf das steuerpflichtige Einkommen in den Jahren anwendbar sind, in denen sich diese zeitweiligen Differenzen voraussichtlich wieder ausgleichen werden. Die Auswirkungen einer Änderung der Steuersätze auf die aktiven latenten Steuern und die latenten Steuerverbindlichkeiten werden in dem Geschäftsjahr in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem die Gesetzesänderungen verabschiedet wurden. Aktive latente Steuern werden nur angesetzt, soweit eine Realisierung dieser Vermögenswerte wahrscheinlich ist. Aktive und passive latente Steuern werden bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen des IAS 12 saldiert ausgewiesen.

Die laufenden Ertragssteuern werden basierend auf den jeweiligen nationalen steuerlichen Ergebnissen des Jahres sowie den nationalen Steuervorschriften berechnet.

Aktienoptionsplan/Mitarbeiterbeteiligungsprogramm –

Die Bilanzierung des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms erfolgt in Übereinstimmung mit IFRS 2 (aktienbasierte Vergütung). Danach ist der beizulegende Zeitwert (Fair Value) sämtlicher ausgereichter Aktienoptionen zum Zeitpunkt ihrer Ausgabe zu ermitteln und als Personalaufwand über die Erdienungszeit (vesting period) zu verteilen. Der beizulegende Zeitwert jeder ausgegebenen Option am Ausgabetag wird mittels eines Optionspreismodells berechnet. Mit den Personalaufwendungen ist eine Erhöhung der Kapitalrücklage verbunden.

Investitionszuschüsse und andere Zuwendungen – Eine Erfassung von Zuwendungen erfolgt gemäß IAS 20.7 nur dann, wenn das Unternehmen die mit der Zuschussgewährung verbundenen Bedingungen erfüllt. Mittel, die die Gesellschaft von öffentlichen oder privaten Zuschussgebern für Investitionen beziehungsweise Entwicklungsprojekte erhält, werden im Jahr des Zuflusses als Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Aufwandszuschüsse werden im Geschäftsjahr des Anfalls mit den geförderten Aufwendungen verrechnet. Die im Konzernabschluss abgegrenzten Zuschüsse wurden für den Erwerb von Sachanlagen sowie Entwicklungskosten gewährt. Sie werden über die Nutzungsdauer der jeweiligen Sachanlagen beziehungsweise Immateriellen Vermögenswerte ertragswirksam aufgelöst.

Ergebnis je Aktie – Der Gewinn bzw. Verlust je Aktie wird berechnet, indem das den Aktionären der Eckert & Ziegler AG zuzurechnende Jahresergebnis durch die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird. Verwässerte Aktienerträge reflektieren die potentielle Verwässerung, die entstünde, wenn sämtliche Optionen auf den Bezug von Stammaktien, deren Ausübungspreis unter dem durchschnittlichen Aktienkurs der Periode liegt, ausgeübt würden. Sie werden berechnet, indem das Jahresergebnis durch die Summe aus der durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stammaktien und den bei Ausübung sämtlicher ausstehender Optionen entstehenden verwässernden Aktien (berechnet unter Anwendung der Treasury-Stock-Methode) dividiert wird.

Neue Rechnungslegungsvorschriften

Im Konzernabschluss wurden alle am Abschlussstichtag in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards des IASB sowie die gültigen IFRIC bzw. SIC berücksichtigt. Aus den vom IASB im Rahmen verschiedener Projekte zur Fortentwicklung der IFRS und zur Erzielung einer Konvergenz mit den US-GAAP verabschiedeten Änderungen bei bestehenden Standards sowie neuen Standards, die erst nach dem 31. Dezember 2007 anzuwenden sind, erwartet der Vorstand keine wesentlichen Auswirkungen auf künftige Konzernabschlüsse. Folgende Standards und Interpretationen werden im vorliegenden Abschluss noch nicht angewandt:

Norm Bezeichnung Verpflichtend für
Geschäftsjahre
beginnend ab
Anwendung
geplant ab
Mögliche
Auswirkungen
auf künftige
Abschlüsse
IFRIC 11 IFRS 2 - Group and Treasury
Shares Transactions 01.03.2007 01.01.2008 unwesentlich
IFRS 8 Operating Segments 01.01.2009 01.01.2009 unwesentlich

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der Eckert & Ziegler AG sind alle Unternehmen einbezogen, bei denen die Eckert & Ziegler AG mittelbar oder unmittelbar die Möglichkeit hat, die Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen (Control-Konzept). Die zum 31. Dezember 2007 in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind:

Beteiligungs-
quote
Eckert & Ziegler BEBIG GmbH, Berlin 100 %
Eckert & Ziegler BEBIG Iberia S.L., Madrid, Spanien * 100 %
Eckert & Ziegler BEBIG Italia s.r.l., Cinisello Balsamo, Italien *100 %
Eckert & Ziegler MMI GmbH, Berlin 100 %
STS Steuerungstechnik + Strahlenschutz GmbH, Berlin * 100 %
Eckert & Ziegler Isotope Products Inc., Burbank, USA ** 100 %
Eckert & Ziegler CNL Scientific Resources Inc.,
San Francisco, USA * 100 %
Eckert & Ziegler Analytics Inc., Atlanta, USA * 100 %
Eckert & Ziegler Isotope Products GmbH, Berlin * 100 %
Eckert & Ziegler Cesio s.r.o., Prag, CZ 80 %
Eckert & Ziegler EURO-PET Berlin GmbH, Berlin * 70 %
Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH, Berlin 100 %
Eckert & Ziegler Eurotope GmbH, Berlin * 100 %
Eckert & Ziegler f-con Europe GmbH, Holzhausen * 61 %
Eckert & Ziegler f-con Deutschland GmbH, Holzhausen * 61 %
Eckert & Ziegler f-con Pharma Italia s.r.l.,
Cinisello Balsamo, Italien * 87 %
Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/Bonn GmbH, Bonn
(bisher: MC Pharma GmbH) * 61 %

Änderungen des Konsolidierungskreises

Im Geschäftsjahr 2007 wurden folgende Unternehmensanteile erworben bzw. Änderungen des Konsolidierungskreises vorgenommen:

– Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/Bonn GmbH, Bonn: Im September 2007 hat die Eckert & Ziegler f-con Deutschland GmbH 100 % der Anteile der MC Pharma GmbH erworben. Die Gesellschaft wurde anschließend in Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/ Bonn GmbH umfirmiert.

– Im September 2007 hat die Eckert & Ziegler AG ihre Anteile an der Eckert & Ziegler f-con Europe GmbH von 51% auf 61% erhöht.

– Ebenfalls im September 2007 wurden die Eckert & Ziegler Cesio s.r.o. und die SORAD spol s.r.o. zur Eckert & Ziegler Cesio s.r.o. verschmolzen.

– Im Dezember 2007 hat die Eckert & Ziegler BEBIG GmbH in Spanien eine selbstständige Vertriebstochter, die Eckert & Ziegler Iberia S.L., gegründet.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 (Business Combinations) nach der Erwerbsmethode. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden werden dabei zum Erwerbszeitpunkt mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Anschließend werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem anteiligen, neu bewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Ein hieraus resultierender positiver Unterschiedsbetrag wird unter den Immateriellen Vermögenswerten als Geschäfts-

* indirekte Beteiligung

** Die Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. hat sich gegenüber ihrer Bank zur Einhaltung bestimmter finanzieller Covenants verpflichtet. Die Zahlung einer Dividende von der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. an die Eckert & Ziegler AG ist nur möglich, wenn dadurch diese Covenants nicht verletzt werden.

oder Firmenwert ausgewiesen, ein negativer Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam in der Gewinnund Verlustrechnung erfasst. Die Erstkonsolidierung erfolgt zum Erwerbszeitpunkt.

Alle wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Transaktionen zwischen verbundenen Unternehmen sind im Rahmen der Konsolidierung eliminiert worden.

4. Währungsumrechnung

Die in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen werden gemäß IAS 21 in Euro umgerechnet. Da die Tochterunternehmen ihre Geschäftsaktivitäten in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig führen, entspricht die funktionale Währung der einbezogenen Unternehmen der jeweiligen Landeswährung. Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt aus Vereinfachungsgründen zum gewichteten Jahresdurchschnittskurs. Die aus der Umrechnung des Abschlusses resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden bis zum Abgang des Tochterunternehmens ergebnisneutral als gesonderter Posten im Eigenkapital erfasst.

Bei ihrem Zugang werden Fremdwährungspositionen in den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit dem Anschaffungskurs bewertet. Monetäre Posten werden zum Stichtag mit dem Mittelkurs bewertet. Die sich hieraus ergebenden Kursgewinne und –verluste zum Bilanzstichtag werden ergebniswirksam erfasst.

Durch- Durch-
31.12. 31.12. schnitts- schnitts
Land Währung 2006 2007 kurs 2006 kurs 2007
USA USD 1,471887 1,3203 1,365159 1,255010
CZ CZK 26,6677 27,5344 27,826474 28,236623

5. Eingeschränkte Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses mit dem Vorjahr

Die Änderungen des Konsolidierungskreises in den Geschäftsjahren 2007 und 2006 haben Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns, wodurch die Vergleichbarkeit der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Vorjahr teilweise beeinträchtigt ist. Im September 2007 hat die Eckert & Ziegler f-con Deutschland GmbH 100 % der Anteile an der MC

Pharma GmbH, Bonn erworben (siehe hierzu die Erläuterungen unter Punkt 42).

Zum 31.12.2006 erfolgte die Entkonsolidierung der Altmann Therapie GmbH & Co. KG (kurz: Altmann), sodass sämtliche Bilanzpositionen von Altmann zum 31.12.2006 aus der Konzernbilanz eliminiert wurden. Des Weiteren wurden die Erträge und Aufwendungen aus der Entkonsolidierung der Altmann als Ergebnis aus aufgegebener Geschäftstätigkeit des Geschäftsjahres 2006 ausgewiesen (siehe hierzu die Erläuterungen unter Punkt 21).

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechung

6. Umsatzerlöse

Die Gesellschaft erzielt ihre Erträge überwiegend aus dem Verkauf von Gütern sowie zu einem geringen Teil aus der Erbringung von Dienstleistungen und Nutzungsentgelten für die Überlassung von Produktionsanlagen. Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2007 von TEUR 50.378 auf TEUR 54.444 erneut angestiegen. Knapp 80 % des Umsatzwachstums beruhen auf organischem Wachstum, ca. 20 % des Wachstums stammen aus im Geschäftsjahr 2007 neu akquirierten Geschäftseinheiten.

Die Gliederung der Umsatzerlöse nach geografischen Segmenten und Geschäftsfeldern ist in der Segmentberichterstattung ersichtlich.

7. Herstellungskosten

Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt den Umsätzen zurechenbaren Material- und Personalaufwendungen sowie Abschreibungen auch anteilige Material- und Personalgemeinkosten sowie Erträge aus der Auflösung von Abgrenzungsposten .

8. Vertriebskosten

Ausgaben für Werbung und andere vertriebsbezogene Kosten werden bei ihrem Anfall aufwandswirksam erfasst.

Die Vertriebskosten gliedern sich wie folgt:

TEUR
TEUR
Personalkosten
3.935
3.665
Kosten der Warenabgabe
1.953
1.930
Provisionen
1.419
787
Werbung
1.023
942
Abschreibungen
629
593
Sonstige
1.272
735
Summe
10.231
8.652

9. Allgemeine Verwaltungskosten

Die Allgemeinen Verwaltungskosten beinhalten:

2007 2006
TEUR TEUR
Personal- und Personalnebenkosten 5.453 5.260
Mietkosten 632 568
Abschreibungen 1.319 1.259
Erträge aus der Auflösung
von Abgrenzungsposten -470 -267
Beratungskosten 722 885
Kommunikationskosten 239 203
IR-Kosten 193 192
Versicherungen, Beiträge 371 394
Sonstige 1.994 1.813
Summe 10.453 10.307

10. Forschungs- und nicht aktivierte Entwicklungskosten1

Die Kosten für Forschung und nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten wurden bei ihrem Anfall aufwandswirksam erfasst und betrugen TEUR 289 für 2007 und TEUR 333 für 2006. Die Kosten setzen sich zusammen aus:

  • direkt zurechenbaren Personal- und Materialkosten der Forschungs- und Entwicklungsbereiche
  • Abschreibungen der Forschungs- und Entwicklungsbereiche
  • sonstigem, direkt zurechenbarem Aufwand der Forschungs- und Entwicklungsbereiche
  • anteiligen Gemeinkosten der Forschungs- und Entwicklungsbereiche

Die Kosten für Forschung und Entwicklung von TEUR 289 (2006: TEUR 333) enthielten Abschreibungen in Höhe von TEUR 155 (2006: TEUR 118) und Materialaufwand in Höhe von TEUR 54 (2006: TEUR 108) sowie Erträge aus der Auflösung von Abgrenzungsposten in Höhe von TEUR 4 (2006: TEUR 3).

11. Leistungen an Arbeitnehmer und Anzahl Beschäftigte

Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 16.812 (2006: TEUR 15.534).

Die Personalkosten für die Geschäftsjahre 2007 und 2006 setzen sich folgendermaßen zusammen:

2007 2006
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 14.650 13.660
Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung 2.162 1.991
- davon für Altersversorgung 23 62

Während des Jahres 2007 waren durchschnittlich 312 Mitarbeiter bei den Konzerngesellschaften beschäftigt. Diese arbeiteten in den folgenden Abteilungen:

2007 2006
Fertigung 125 101
FuE/Anlagenbau 43 40
Verwaltung 33 26
Vertrieb 82 79
Qualitätsmanagement 29 29
Gesamt 312 275

Informationen über die Gesamtbezüge von aktiven und früheren Mitgliedern des Vorstands sowie aktiven Mitgliedern des Aufsichtsrates sind im Vergütungsbericht innerhalb des Konzernlageberichts enthalten.

12. Abschreibungen

Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten Abschreibungen in Höhe von TEUR 3.731 (2006: TEUR 4.537).

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in den folgenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:

2007 2006
TEUR TEUR
Herstellungskosten 54 52
Vertriebskosten 192 227
Allgemeine Verwaltungskosten 668 961
Forschungs- und nicht aktivierte
Entwicklungskosten 107 69
Summe 1.021 1.309

1) Darüber hinaus verweisen wir auf Punkt 22 in diesem Dokument.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen sind in den folgenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:

2007 2006
TEUR TEUR
Herstellungskosten 1.574 2.515
Vertriebskosten 437 366
Allgemeine Verwaltungskosten 651 298
Forschungs- und nicht aktivierte
Entwicklungskosten 48 49
Summe 2.710 3.228

13. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus der Auflösung von Wertminderungen sowie im Berichtsjahr 2007 den Ertrag aus der erfolgswirksamen Erfassung des negativen Unterschiedsbetrages im Rahmen der Erstkonsolidierung der Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/Bonn GmbH in Höhe von TEUR 120. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betrugen im Berichtsjahr TEUR 120 (2006: TEUR 127). Im Berichtsjahr 2006 waren Erträge aus der Ablösung von Darlehen fremder Gesellschafter in Höhe von TEUR 516 enthalten.

14. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Wertminderungen von Forderungen und Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen.

15. Ergebnis aus At-Equity bewerteten Anteilen

Zum 31.12.2006 war die Pharmtrace klinische Entwicklung GmbH Berlin nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Im September hat die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH ihren 30 %-igen Anteil an der Pharmtrace GmbH verkauft. Die Equity-Ergebnisse betrugen TEUR 9 (2006: TEUR -9) und sind in der Gewinn- und Verlustrechnung im Ergebnis aus At-Equity bewerteten Anteilen enthalten.

16. Übriges Finanzergebnis

Das übrige Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

2007 2006
TEUR TEUR
Währungsgewinne 595 353
Währungsverluste -968 -796
Erträge aus Beteiligungen 4 4
Sonstiges übriges Finanzergebnis 77 115
Summe -292 -324

Aus der Marktbewertung eines derivativen Sicherungsinstrumentes zur Zinssicherung resultierte im Jahr 2007 ein Gewinn von TEUR 77 (2006: TEUR 115), der im sonstigen übrigen Finanzergebnis enthalten ist. Aus der Marktbewertung eines derivativen Sicherungsinstrumentes zur Zins- und Währungssicherung resultierte im Jahr 2007 ein Verlust von TEUR 13 (2006: Gewinn in Höhe von TEUR 91), der in den Währungsverlusten (2006: Währungsgewinnen) enthalten ist.

17. Zinsergebnis

Zinsen und ähnliche Erträge beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 63 (2006: TEUR 74), während die Zinsaufwendungen TEUR 830 (2006: TEUR 870) betrugen.

18. Ertragsteuern

Nach dem deutschen Steuerrecht setzen sich die Ertragsteuern aus Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie dem Solidaritätszuschlag zusammen.

Bei den Verlustvorträgen handelt es sich im Wesentlichen um Verlustvorträge deutscher Gesellschaften des Eckert & Ziegler Konzerns. Die Verluste in Deutschland können auf unbefristete Zeit vorgetragen werden.

Der bei der Berechnung des Steueraufwands in Deutschland anzuwendende Steuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer belief sich für das Geschäftsjahr auf 38,9 % bzw. 36,8 %. Die Steuersätze in Deutschland setzen sich wie folgt zusammen:

2007 2006
Gewerbe
steuermesszahl 5 % 5 %
Gewerbe
steuerhebesatz 330 % bzw. 410 % 330 % bzw. 410 %
Körperschaftsteuer 25 % 25 %
Solidaritätszuschlag
zur Körperschaftsteuer 5,5 % 5,5 %

Der Aufwand/Ertrag(-) für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzt sich für die jeweils am 31. Dezember endenden Geschäftsjahre 2007 und 2006 wie folgt zusammen:

2007 2006
TEUR TEUR
Ergebnis vor Steuern:
Deutschland 782 204
Ausländische Tochtergesellschaften 4.139 4.544
4.921 4.748
2007 2006
TEUR TEUR
Laufende Steuern:
Deutschland 291 92
Ausländische Tochtergesellschaften 1.514 1.827
1.805 1.919
Latente Steuern:
Deutschland 998 -320
Ausländische Tochtergesellschaften -32 -365
966 -685
Steuern gesamt: 2.771 1.234
Umgliederung in die Discontiued operations 377
Ausweis Steueraufwand laut GuV 2.771 1.611

Die Überleitung des Steueraufwandes des Konzerns, ermittelt auf der Grundlage der in Deutschland geltenden Steuersätze, auf den tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand des Konzerns stellt sich folgendermaßen dar:

2007 2006
TEUR TEUR
Erwarteter Steueraufwand
auf Basis des deutschen Steuersatzes 1.914 1.847
Steuerdifferenzen auf
die Einkommen der ausländischen
Tochtergesellschaften -279 -444
Tatsächliche Steuern für Vorjahre 21 -28
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 243 317
Steuerfreies Einkommen -12 -99
Sonstige 8 18
Anpassungen aus der Steuerreform 876 0
Effektivsteueraufwand 2.771 1.611

Im Jahr 2007 wurde in Deutschland das Unternehmenssteuerreformgesetz 2008 verkündet. Eine der hierin enthaltenen Änderungen führt dazu, dass ab dem 01. Januar 2008 der Körperschaftsteuersatz von 25 % auf 15 % reduziert wird. Bei der Gewerbesteuer wird die Abzugsfähigkeit der Gewerbesteuer als Betriebsausgabe abgeschafft und die Messzahl der Gewerbesteuer von 5 % auf 3,5 % reduziert. Die Auswirkungen dieser Steuergesetzänderung auf die latenten Steuern waren im Jahr 2007 zu berücksichtigen. Bei den inländischen Gesellschaften wurde somit zur Berechnung der latenten Steuern zum 31.12.2007 ein Körperschaftsteuersatz von 15 % (2006: 25 %), ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer und eine Gewerbesteuersatz von 14 % (2006: 17 %) verwendet. Aus der Änderung des zukünftigen Steuersatzes hat sich ein Wertminderungsaufwand in Höhe von TEUR 876 ergeben.

Bei den ausländischen Gesellschaften wurden für die Berechnung der latenten Steuern jeweils die länderspezifischen Steuersätze verwendet.

Latente Steuern werden auf der Grundlage der Differenzen hinsichtlich der Wertansätze, mit denen Vermögensgegenstände und Schulden im Konzernabschluss und in den Steuerbilanzen der Konzernunternehmen ausgewiesen werden, sowie für die verfügbaren steuerlichen Verlustvorträge berechnet. Aktive und passive latente Steuern wurden in der Bilanz soweit nach IAS 12 zulässig saldiert.

Auf steuerliche Verlustvorträge entfallen im Berichtsjahr latente Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 1.094 (2006: latente Steuererträge in Höhe von TEUR 764), während auf temporäre Differenzen latente Steuererträge in Höhe von TEUR 128 (2006: latente Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 79) entfallen. Mit diesen latenten Steuererträgen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 74 verrechnet.

Im Berichtsjahr wurden TEUR 4 latente Steueraufwendungen (2006: TEUR 140 latente Steuererträge) direkt ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung der EPK wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 244 und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 22 angesetzt.

Insgesamt sind TEUR 3.169 (2006: TEUR 4.263) latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge aktiviert. Davon sind TEUR 3.136 (2006: TEUR 4.212) unbegrenzt vortragsfähig, der Rest ist begrenzt vortragsfähig über einen Zeitraum von 5 Jahren. Aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.878 entfallen auf Gesellschaften im Radiopharmaziesegment, die in 2007 noch einen steuerrechtlichen Verlust erlitten haben. Auf Basis des sich in den Planungsrechnungen widerspiegelnden

Zieles, die Geschäftstätigkeiten in diesem Segment weiterhin zu expandieren und über Fixkostendegression Skaleneffekte zu realisieren, geht der Vorstand davon aus, dass die aktiven latenten Steuern in voller Höhe realisiert werden können.

Die aktiven und passiven latenten Steuern auf Ebene der einzelnen Bilanzposten werden in der folgenden Übersicht dargestellt:

Aktive
Passive
latente Steuern latente Steuern
2007 2006 2007 2006
TEUR TEUR TEUR TEUR
Steuerliche
Verlustvorträge 3.169 4.263 0 0
Anlagevermögen 522 335 3.293 3.463
Aktienoptionen 108 183 0 0
Wertpapiere 0 0 18 14
Forderungen 48 101 133 138
Rückstellungen 1.021 1.327 0 0
Sonstige 340 138 22 320
Zwischensumme 5.208 6.347 3.466 3.935
Saldierung -2.127 -2.229 -2.127 -2.229
Bestand laut
Konzernbilanz 3.081 4.118 1.339 1.706

Die deutschen Steuerbehörden haben im Jahr 2004 eine Betriebsprüfung bei der Eckert & Ziegler AG für die Veranlagungszeiträume von 2000 bis 2002 begonnen, welche voraussichtlich im Jahr 2008 abgeschlossen werden wird. Die Auswirkungen aus dieser Betriebsprüfung können zurzeit noch nicht zuverlässig eingeschätzt werden, da verschiedene, sich gegenseitig teilweise kompensierende Effekte gegenüberstehen und die einzelnen Sachverhalte auch noch nicht abschließend geklärt werden konnten.

19. Auf Minderheitsanteile entfallender Gewinn

Im Konzernergebnis nach Steuern sind auf Minderheitsanteile entfallende Gewinnanteile in Höhe von TEUR 202 (2006: TEUR 324) enthalten.

20. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Stückaktie wurde wie folgt berechnet:

Zum Jahresende
2007
2006
TEUR TEUR
Zähler für Berechnung des Gewinns
und des verwässerten Gewinns je Aktie -
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 1.948 2.221
Nenner für Berechnung des Gewinns
je Aktie - gewichteter Durchschnitt
der Anzahl der Aktien (in tausend Stück) 3.142 3.131
Wirkung verwässernder Aktienoptionen 29 36
Nenner für Berechnung des verwässerten
Gewinns je Aktie - gewichteter Durchschnitt
der Anzahl der Aktien (in tausend Stück) 3.171 3.167
Unverwässerter Gewinn je Aktie (in EUR) 0,62 0,71
Verwässerter Gewinn je Aktie (in EUR) 0,61 0,70

Zur Ermittlung des Verwässerungseffektes der Aktienoptionen wurde der durchschnittliche Börsenkurs der Stammaktien während der Berichtsperiode verwendet.

21. Ergebnis aus aufgegebener Geschäftstätigkeit

Das Ergebnis aus aufgegebener Geschäftstätigkeit beinhaltete im Vorjahr die Erträge und Aufwendungen, welche im Zusammenhang mit dem Engagement bei der Altmann Therapie GmbH & Co. KG angefallen sind. Diese gliederten sich wie folgt:

2007 2006
TEUR TEUR
Umsatzerlöse 0 3
Herstellungskosten 0 -122
BruttoergebnisvomUmsatz 0 -119
Vertriebskosten 0 -1
Allgemeine und Verwaltungskosten 0 -499
Forschungs- und Entwicklungskosten 0 -1.087
Sonstige Erträge 0 157
Sonstige Aufwendungen 0 -31
Betriebsergebnis 0 -1.580
Verlustübernahme durch
Kommanditisten der Altmann 0 213
ErgebnisvorErtragsteuern 0 -1.367
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0 377
JahresergebnisvorEntkonsolidierung 0 -990
Ertrag aus Entkonsolidierung 0 398
Verlustaufgegebener
Geschäftsbereiche nach Steuern 0 -592

Erläuterungen zur Konzernbilanz

22. Immaterielle Vermögenswerte

Unter Immateriellen Vermögenswerten werden Geschäfts- und Firmenwerte, Kundenbeziehungen, Wettbewerbsverbote, Patente und Technologien, Lizenzen und Software, aktivierte Entwicklungskosten sowie sonstige Immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen.

Immaterielle Vermögenswerte, die keiner planmäßigen Abschreibung unterliegen, betreffen überwiegend die Geschäfts- und Firmenwerte. Daneben unterliegen übrige immaterielle Vermögenswerte mit einem Buchwert von TEUR 1.017 (2006: TEUR 753) aufgrund ihrer unbegrenzten Nutzungsdauer ebenfalls keiner planmäßigen Abschreibung. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Markenzeichen, deren zeitliche Nutzung unbegrenzt ist und die dem Segment "Nuklearmedizin und Industrie" zugeordnet sind, sowie um Zulassungen, die zum Segment "Radiopharmazie" gehören. Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer, die nicht planmäßig abzuschreiben sind, setzen sich zum 31. Dezember der Geschäftsjahre 2007 und 2006 wie folgt zusammen:

2007 2006
TEUR TEUR
Geschäfts- und Firmenwerte 9.948 10.773
Übrige 1.017 753
Stand zum 31.12. 10.965 11.526

Der Rückgang der immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer gegenüber dem Vorjahr beruht im Wesentlichen auf der Entwicklung des USD/EUR-Wechselkurses. Ein großer Teil dieser immateriellen Vermögenswerte steht in den Bilanzen der amerikanischen Tochtergesellschaften der Eckert & Ziegler AG, welche jeweils mit den Stichtagskursen zum 31.12. der Jahre 2007 und 2006 in die Währung des Konzernabschlusses (EUR) umgerechnet werden.

Die Position Geschäfts- und Firmenwerte entwickelte sich in den Geschäftsjahren 2007 bzw. 2006 wie folgt:

2007 2006
TEUR TEUR
Stand zum 01.01. 10.773 11.681
Zugänge 4 35
Währungsumrechnungsdifferenzen -829 -943
Stand zum 31.12. 9.948 10.773

Im Einzelnen verteilen sich die Geschäfts- und Firmenwerte sowie die immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer auf die Geschäftsfelder wie folgt:

2007 2006
TEUR TEUR
Nuklearmedizin und Industrie 9.950 10.859
Radiopharmazie 1.015 667
Stand zum 31.12. 10.965 11.526

Die aktivierten Firmenwerte und immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer wurden im Jahr 2007 gemäß IFRS 3 und IAS 36 einer Werthaltigkeitsprüfung (Impairment-Test) unterzogen. Dabei wurden die Geschäfts- und Firmenwerte den betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units = CGU) zugeordnet. Die den CGUs zum Stichtag beizulegenden Werte entsprechen deren Nutzungswerten, die sich aus den diskontierten künftigen Cash-Flows ergeben. Die Ermittlung basiert auf aktuellen Planungsrechnungen über einen Fünfjahreszeitraum. Für den anschließenden Zeitraum wurden die Cash-Flows mit einer Wachstumsrate von 1% bis 3 % angesetzt. Die Cash-Flows wurden mit einem konzerneinheitlichen gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz von 10,1% diskontiert. Bei der Bestimmung des Diskontierungsfaktors hat sich der Vorstand auf externe Informationen über die Eckert & Ziegler Gruppe gestützt. Ein Wertminderungsbedarf bezüglich der Geschäfts- und Firmenwerte sowie der Immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer wurde zum 31. Dezember 2007 nicht festgestellt.

Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte, welche planmäßig abgeschrieben werden, setzen sich zum 31.Dezember der Geschäftsjahre 2007 und 2006 wie folgt zusammen:

a) Erworbene immaterielle Vermögenswerte

verbleibende
2007 bungsdauer 2006
TEUR TEUR
1.668 6-8 Jahre 2.070
941 1-7 Jahre 1.207
418 6-17 Jahre 616
152 1-8 Jahre 128
504
3.523 4.525
344 Abschrei-
5-6 Jahre

b) Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte

verbleibende
Abschrei
2007 bungsdauer 2006
TEUR TEUR
Aktivierte Entwick
lungskosten 3.746 5-11 Jahre 1.934
Stand zum 31.12. 3.746 1.934

Im Geschäftsjahr 2007 wurden Entwicklungskosten von insgesamt TEUR 1.854 (2006: TEUR 1.483) aktiviert. Die Position Entwicklungskosten setzt sich zum 31. Dezember 2007 bzw. 2006 wie folgt zusammen:

2007 2006
TEUR TEUR
Gerätesystem zur radiopharma
zeutischen Synthese 2.362 1.493
Pulsed Dose Rate Strahlentherapie 1.120 379
Pharmgrade Generator 220 0
Sonstige 44 62
Stand zum 31.12. 3.746 1.934

Die Fertigstellung des "Pulsed Dose Rate Strahlentherapie"-Gerätes hat sich gegenüber den ursprünglichen Planungen verzögert bis voraussichtlich Mitte 2008, sodass erst ab 2009 mit nennenswerten Umsatzerlösen aus dieser Neuentwicklung gerechnet wird. Aus diesem Grund wurde zum 31.12.2007 ein Wertminderungstest durchgeführt. Der Gesamtbarwert der zukünftig erwarteten Cash-Flows aus der künftigen Nutzung des Vermögenswertes (Nutzungswert) wurde auf der Basis eines Abzinsungsfaktors von 10 % ermittelt. Dabei wurde festgestellt, dass dieser Nutzungswert über dem Buchwert der aktivierten Entwicklunskosten liegt und demzufolge keine Notwendigkeit für eine Wertminderung besteht. Sollte sich die Entwicklung weiter verzögern und Umsätze nicht wie geplant erzielt werden, könnte dies zu einem Wertminderungsbedarf in 2008 führen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt geht die Gesellschaft davon aus, dass die Entwicklung planmäßig abgeschlossen werden kann und kein Wertminderungsbedarf entsteht.

Das Gerätesystem zur radiopharmazeutischen Synthese wurde im Dezember 2007 fertiggestellt und wird planmäßig über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Die weiteren aktivierten Entwicklungskosten werden noch nicht abgeschrieben, da die Entwicklung der Systeme noch nicht abgeschlossen ist und die Vermögenswerte somit vom Unternehmen noch nicht verwendet werden.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend dem Funktionsbereich der jeweiligen immateriellen Vermögenswerte den Herstellungskosten, Vertriebskosten, Forschungs- und nicht aktivierten Entwicklungskosten bzw. den Allgemeinen Verwaltungskosten zugeordnet (siehe auch Erläuterungen unter Punkt 12).

Die Entwicklung der Immateriellen Vermögenswerte vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2007 ist im Anlagenspiegel dargestellt.

23. Sachanlagen

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2007 ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Vermögenswerte, die im Wege von Finanzierungsleasingverträgen angeschafft wurden, sind in den bilanzierten Sachanlagen enthalten. Die Nettobuchwerte der als Finanzierungsleasing bilanzierten Vermögenswerte betragen zum 31. Dezember 2007 TEUR 237 (2006: TEUR 316).

Die Zugänge im Geschäftsjahr 2007 betreffen neben laufenden Ersatzinvestitionen im Wesentlichen Erweiterungen bestehender Produktionsanlagen.

Entsprechend des bisherigen IAS 23 wird für die Bilanzierung von Fremdkapitalkosten die "Alternativ zulässige Methode" angewandt. Danach werden Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung qualifizierter Vermögenswerte zugeordnet werden können, als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieser Vermögenswerte aktiviert. Der aktivierte Zinsaufwand lag in den Jahren 2007 und 2006 bei TEUR 0 bzw. TEUR 12. Für die Bestimmung der aktivierbaren Fremdkapitalkosten wurde ein Finanzierungskostensatz von 11,56 % zugrunde gelegt.

Im Berichtsjahr wurden keine Eigenleistungen aktiviert (2006: TEUR 130). Die Nettobuchwerte der selbst erstellten Anlagen im Sachanlagevermögen betragen zum 31. Dezember 2007 TEUR 1.507 (2006: TEUR 2.245).

24. Sonstige Ausleihungen

Die sonstigen Ausleihungen betreffen geleistete Kautionen in Höhe von TEUR 29 (2006: TEUR 31) sowie in einen Dekontaminierungsfonds eingezahlte Finanzmittel in Höhe von TEUR 15 (2006: TEUR 17). Die Einzahlungen in den Fonds stehen im Zusammenhang mit künftigen Sanierungs- und Wiederherstellungsverpflichtungen von Anlagen und Einrichtungen der Eckert & Ziegler Analytics Inc., Atlanta, USA. Sie sind gesetzlich vorgeschrieben, stehen unter staatlicher Kontrolle und sind somit eingeschränkt verfügbar.

25. Übrige langfristige Vermögenswerte

Unter den Übrigen langfristigen Vermögenswerten werden u. a. ein Zins-Währungs-Swap in Höhe von TEUR 954 (2006: TEUR 967) sowie ein Zinsswap in Höhe von TEUR 181 (TEUR 104 – ausgewiesen unter den Übrigen kurzfristigen Vermögenswerten) ausgewiesen. Dabei handelt es sich um Derivate, welche gemäß IAS 39.9 als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte bilanziert werden. Weitere Informationen zu diesen derivativen Finanzinstrumenten sind in den Erläuterungen unter Punkt 38 enthalten.

Vertragliche Erstattungsansprüche im Zusammenhang mit den Entsorgungsrückstellungen wurden in Höhe von TEUR 352 (2006: TEUR 327) als Übrige Vermögenswerte ausgewiesen.

Weiterhin sind Finanzmittel von TEUR 85 (2006: TEUR 141), die der nach dem Altersteilzeitgesetz vorgeschriebenen Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben dienen, unter den Übrigen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Finanzmittel unterliegen Verfügungsbeschränkungen.

26. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von TEUR 4.375 (2006: TEUR 4.683) handelt es sich um Schecks, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Fälligkeit innerhalb von drei Monaten.

27. Wertpapiere

Die Wertpapiere sind sämtlich als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available-forsale financial assets) klassifiziert. Die Zusammensetzung der Wertpapiere zum 31. Dezember 2007 und 2006 stellt sich wie folgt dar:

31.12.2007
Beizu
Nicht Nicht legender
Anschaffungs- realisierte realisierte Zeitwert
kosten Gewinne Verluste (fair value)
TEUR TEUR TEUR TEUR
Schuldverschreibungen 176 4 -2 178
Investmentfonds 797 68 -10 855
Summe Wertpapiere
des Umlaufvermögens 973 72 -12 1.033
31.12.2006
Beizu
Nicht Nicht legender
Anschaffungs- realisierte realisierte Zeitwert
kosten Gewinne Verluste (fair value)
TEUR TEUR TEUR TEUR
Schuldverschreibungen 248 6 -3 251
Investmentfonds
797
42 -9 830
Summe Wertpapiere
des Umlaufvermögens 1.045 48 -12 1.081

Der beizulegende Zeitwert der Wertpapiere wird durch notierte Kurse bestimmt.

Die Schuldverschreibungen zum 31. Dezember 2007 haben eine Restlaufzeit zwischen 2 und 16 Monaten.

28. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich zum 31. Dezember der Jahre 2007 und 2006 wie folgt zusammen:

2007 2006
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.968 11.553
abzüglich Wertberichtigungen -509 -443
Stand zum 31.12. 11.459 11.110

29. Vorräte

Das Vorratsvermögen setzt sich zum 31. Dezember der Jahre 2007 und 2006 wie folgt zusammen:

2007 2006
TEUR TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.073 4.826
Fertige Erzeugnisse 1.505 954
Unfertige Erzeugnisse 322 274
7.900 6.054
abzgl. Wertberichtigung -187 -166
Stand zum 31.12. 7.713 5.888

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betreffen hauptsächlich Nuklide sowie zur Herstellung der Endprodukte benötigte Komponenten.

Die auf Basis einer Gegenüberstellung des Nettoveräußerungswertes und des Buchwertes vorgenommen Wertberichtigungen haben sich um TEUR 21 erhöht.

30. Übrige kurzfristige Vermögenswerte

Die Position Übrige kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von TEUR 2.200 (2006: TEUR 1.204) betreffen im Wesentlichen Aufwandsabgrenzungen, geleistete Vorauszahlungen, Forderungen gegenüber Finanzbehörden sowie Darlehensforderungen.

Den Geschäftsführern der Eckert & Ziegler Cesio s.r.o., welche gleichzeitig Minderheitsgesellschafter sind, wurde durch die Eckert & Ziegler AG jeweils ein Darlehen gewährt. Zum 31. Dezember 2007 belaufen sich diese Forderungen inklusive Zinsen auf insgesamt TEUR 499 (2006: TEUR 489). Die Darlehen sind zum 30. September 2008 zur Rückzahlung fällig und wurden daher von langfristigen in die kurzfristigen Vermögenswerte umgegliedert.

31. Eigenkapital und Minderheitsanteile

Die Entwicklung des Eigenkapitals und der Minderheitsanteile ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt.

Nach Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Juni 2007 wurde der Bilanzgewinn der Eckert & Ziegler AG des Vorjahres in Höhe von TEUR 1.170 in Höhe von TEUR 786 zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,25 je dividendenberechtigte Stückaktie verwendet und in Höhe von TEUR 385 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2007 EUR 3.250.000,00 und ist in 3.250.000 Stückaktien ohne Nennwert eingeteilt und voll eingezahlt.

Nach dem Aktiengesetz bemessen sich die an die Aktionäre ausschüttbaren Dividenden nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Eckert & Ziegler AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2007 der Eckert & Ziegler AG eine Dividende von TEUR 786 (0,25 EUR je Aktie) an die Aktionäre auszuschütten.

Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Mai 2006 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu insgesamt EUR 1.625.000 durch Ausgabe von bis zu 1.625.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen, gegebenenfalls unter Ausschluss der Bezugsrechte der Aktionäre, zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Der Ausschluss der Bezugsrechte ist bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage, insbesondere zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensbeteiligungen, Teilen von Unternehmen oder gewerblichen Schutzrechten, zulässig. Bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage ist ein Bezugsrechtsausschluss nur insoweit zulässig, als es zum Ausgleich von Spitzenbeträgen erforderlich ist oder die Kapitalerhöhung insgesamt einen Betrag von 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis der Aktien zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabepreises durch den Vorstand nicht wesentlich unterschreitet. Die Ermächtigung gilt bis zum 30. Juni 2009.

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital ist bedingt erhöht um bis zu weitere EUR 300.000,00, eingeteilt in bis zu 300.000 Stückaktien (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur soweit durchgeführt, wie die Inhaber von Aktienoptionen, zu deren Ausgabe der Vorstand von der Hauptversammlung vom 30. April 1999 ermächtigt wurde, von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft die Optionsrechte nicht durch Übertragung eigener Aktien oder im Wege einer Barzahlung erfüllt.

Rücklagen

Bestandteil der Rücklagen sind in der Vergangenheit erzielte und nicht ausgeschüttete Ergebnisse von in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Außerdem beinhalten die Rücklage die im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS erfassten Anpassungen. Ebenfalls werden in den Rücklagen die aus der Umrechnung der Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaft resultierenden Umrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR 3.776 (2006: TEUR 2.701) ausgewiesen.

Des Weiteren werden in den Rücklagen erfolgsneutral zu berücksichtigende Wertänderungen der zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere (nach Steuern) in Höhe von TEUR 42 (2006: TEUR 22) ausgewiesen. Weiterhin wurden im Berichtsjahr Aufwendungen aus der Ausgabe Aktienoptionen in Höhe von TEUR 104 (2006: TEUR 116) in den Rücklagen erfasst.

Eigene Anteile

Im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms hat die Gesellschaft im März 2003 insgesamt 320.000 eigene Aktien (ca. 9,8 % des Grundkapitals) zu einem durchschnittlichen Kurs von 3,35 Euro je Aktie erworben.

Im Oktober 2003 wurden 5.503 dieser Aktien wieder veräußert. Die im Geschäftsjahr 2004 erfolgten Akquisitionen der Eckert & Ziegler MMI GmbH sowie der Eckert & Ziegler Isotope Products GmbH wurden teilweise mit eigenen Aktien finanziert. Dabei wurden insgesamt 139.648 eigene Aktien eingesetzt. Zur Bedienung der im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms ausgegebenen Optionen wurden bisher 51.000 (2007: 2.700 Aktien, 2006: 2.900 Aktien, 2005: 32.000 Aktien, 2004: 13.400 Aktien) eigene Aktien verwendet. Im Geschäftsjahr 2007 wurden 200 eigene Aktien, die zur Bedienung von Mitarbeiteroptionen eingesetzt wurden, über die Börse wieder zurückgekauft.

Durch die Transaktionen mit eigenen Aktien wurde im Jahr 2007 insgesamt ein Gewinn in Höhe von TEUR 12 (2006: TEUR 170) realisiert, welcher ergebnisneutral der Kapitalrücklage für eigene Aktien zugeführt wurde. Der Bestand an eigenen Aktien betrug zum 31. Dezember 2007 106.835 Stück. Dies entspricht rechnerisch einem Anteil von 3,3 % am Grundkapital der Gesellschaft.

Die Entwicklung der Anzahl der ausstehenden Aktienoptionen ist im Teil "Sonstige Angaben" dargestellt.

Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien hat sich in den Geschäftsjahren 2007 und 2006 wie folgt entwickelt:

2007 2006
Stück Stück
Stand zum 01.01. 3.140.665 3.120.551
Einsatz eigener Aktien zur
Bedienung von Mitarbeiteroptionen
oder für Akquisitionen 2.700 20.114
Einziehung eigener Aktien
(Aktienrückkaufprogramm) -200 0
Stand zum 31.12. 3.143.165 3.140.665

32. Darlehen und Finanzleasingverbindlichkeiten

Die Darlehensverbindlichkeiten setzen sich zum 31. Dezember der Geschäftsjahre 2007 und 2006 wie folgt zusammen:

2007 2006
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten 5.803 7.283
sonstige Darlehensverbindlichkeiten 6.374 3.401
Darlehensverbindlichkeiten
zum 31.12., gesamt 12.177 10.684
- davon kurzfristig 8.256 3.365
- davon langfristig 3.921 7.319

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Darlehensverbindlichkeiten zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres:

2007 2006
Zinssatz p.a. TEUR TEUR
Darlehen von Altgesell
schaftern aus der Über
nahme von Anteilen 4 % bis 6,5 % 5.203 2.394
Darlehen der Deutschen
Industrie Bank AG (IKB) 8,6 % plus 3 % bei
Gewinnerzielung 1.795 1.776
Darlehen der
Landesbank Berlin 4,85 % bis 5,72 % 1.008 1.480
Darlehen von
Minderheitsgesell
schaftern 5,00 % 852 811
Darlehen der
Comerica Bank (USA) 6,50 % 504 784
Darlehen der
Deutschen Bank AG 3-Monats
EURIBOR + 1 % 1.750 2.000
sonstige Kontokorrent
kredite variabel 50 131
KfW-Darlehen
der Commerzbank AG 7,38 % 306 454
sonstige Darlehen 4,0 % bis 9,8 % 709 854
Darlehensverbindlich
keiten zum 31.12., gesamt 12.177 10.684

Die Darlehensverbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr 2007 gegenüber dem Vorjahr wieder angestiegen. Diese Zunahme ist im Wesentlichen auf den Erwerb der Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/Bonn GmbH zurückzuführen, wobei im Rahmen des Kaufes unter anderem auch eine Darlehensverbindlichkeit der Gesellschaft gegenüber ihren Altgesellschaftern in Höhe von TEUR 3.084 übernommen wurde. Dieses Darlehen ist bis zum 31.12.2008 zurückzuzahlen.

Das Darlehen gegenüber der Deutschen Industriebank AG (IKB) in der ursprünglichen Höhe von TEUR 2.812 läuft über 10 Jahre und ist zum 30. Juni 2008 rückzahlbar. Eine vorzeitige Tilgung ist bei Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung möglich. Für den Fall der Insolvenz der Eckert & Ziegler AG hat die IKB den Rangrücktritt ihrer Forderungen erklärt.

Die von der Landesbank Berlin an die EURO-PET Berlin Zyklotron GmbH gewährten Darlehen sind durch eine Grundschuld auf das Betriebsgrundstück der EURO-PET Berlin Zyklotron GmbH in Berlin in Höhe von TEUR 1.534 und eine Bürgschaft der Eckert & Ziegler AG gesichert.

Das Darlehen der Comerica Bank an Eckert & Ziegler Isotope Products, Inc. (IPL) ist durch eine Sicherungsübereignung von Anlagevermögen der IPL besichert.

IPL verfügt über die Zusage einer Bank für eine Kreditlinie von bis zu k\$ 4.500 (TEUR 3.057). Des Weiteren besteht eine zusätzliche Kreditlinie in Form einer Bürgschaft von bis zu k\$ 1.875 (TEUR 1.274), die als Sicherheit für den Dekontaminierungsplan genutzt werden.

Die Eckert & Ziegler AG und ihre deutschen Tochtergesellschaften verfügen gemeinsam über Kreditlinienzusagen in Höhe von TEUR 4.075, von denen TEUR 1.800 in Anspruch genommen wurden.

Als Zinssatz für das von der Deutschen Bank in Höhe von TEUR 1.750 gewährte Darlehen wurde der bei Inanspruchnahme der Kreditlinie gültige 3-Monats-EURIBOR + 1 % vereinbart. Das Risiko der Zinssatzänderung wurde mittels eines Zinsswaps abgesichert, so dass im Ergebnis ein Zinssatz von 4,5 % p.a. gilt.

Die Restlaufzeiten der Darlehensverbindlichkeiten setzen sich zum 31. Dezember 2007 und 2006 wie folgt zusammen:

2007 2006
TEUR TEUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr 8.256 3.365
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre 3.921 7.319
Restlaufzeit über 5 Jahre 0 0
Darlehensverbindlichkeiten
zum 31.12., gesamt 12.177 10.684

33. Abgrenzung von Zuschüssen und sonstiger Rechnungsabgrenzungsposten

Die Position Abgrenzung von Zuschüssen und sonstiger Rechnungsabgrenzungsposten setzt sich zum 31. Dezember jeweils wie folgt zusammen:

2007 2006
TEUR TEUR
abgegrenzte Zuschüsse kurzfristig 859 873
Sonstiger Rechnungsabgrenzungsposten 76 87
Abgrenzungen von Zuschüssen
und sonstigen Rechnungs
abgrenzungsposten, kurzfristig 935 960
abgegrenzte Zuschüsse langfristig 1.369 1.270
Stand zum 31.12. 2.304 2.230

34. Rückstellungen für Pensionen

Im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung wurde eine Pensionszusage an ein ehemaliges Vorstandsmitglied gewährt, der ein leistungsorientierter Versorgungsplan zugrunde liegt. Die Pensionsverpflichtung wurde gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet und mit dem Barwert der am Bewertungsstichtag erdienten Pensionsansprüche inklusive wahrscheinlicher künftiger Erhöhungen von Renten berücksichtigt. Die Barwertermittlung erfolgt auf Basis eines Abzinsungssatzes von 5,25 % (2006: 4,5 %). Da der betreffende Mitarbeiter bereits aus dem Unternehmen ausgeschieden ist, verändert sich der Verpflichtungsumfang jährlich lediglich um die Aufzinsung und um versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste. Zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres ergeben sich die folgenden, versicherungsmathematisch ermittelten Werte:

2007 2006
TEUR TEUR
Barwerte der leistungsorientierten
Versorgungsansprüche 384 398
Fondsvermögen zu beizulegenden
Zeitwerten -302 -253
Versicherungsmathematische
Gewinne (+) und Verluste (-) 16 -16
Pensionsrückstellungen zum 31.12. 98 129

Der bilanziell ausgewiesene Betrag für die Pensionsrückstellungen entwickelte sich wie folgt:

2007 2006
TEUR TEUR
Pensionsrückstellungen zum 01.01. 129 128
Aufwendungen für
Pensionsverpflichtungen 18 16
Verteilung versicherungs
mathematischer
Verluste (+) bzw. Gewinne (-) 0 18
Einzahlungen in das
Fonds- bzw. Planvermögen -27 -27
Zinsertrag Planvermögen -22 -6
Pensionsrückstellungen zum 31.12. 98 129

In der Gewinn- und Verlustrechnung des jeweiligen Geschäftsjahres wurden die folgenden Beträge erfasst:

2007 2006
TEUR TEUR
Zinsaufwand 18 16
Verteilung versicherungs
mathematischer
Verluste (+) bzw. Gewinne (-) 0 18
Erträge des
Fonds- bzw. Planvermögens -22 -6
Summe der erfassten Beträge -4 28

Weiterhin existiert ein Versorgungsplan für ein aktuelles Vorstandsmitglied, der als arbeitnehmerfinanzierte beitragsorientierte Leistungszusage (Entgeltumwandlung) konzipiert worden ist. Die Höhe der Entgeltumwandlung für den Versorgungsplan belief sich im Geschäftsjahr 2007 auf TEUR 100 (2006: TEUR 0). Die Versorgungszusage wird über eine kongruent rückgedeckte Unterstützungskasse finanziert.

35. Übrige langfristige Verbindlichkeiten

Unter den Übrigen langfristigen Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen die Rückstellungen im Sinne von IAS 37 ausgewiesen.

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Entwicklung der Übrigen langfristigen Verbindlichkeiten in den Geschäftsjahren 2007 und 2006:

2007 2006
TEUR TEUR
Entsorgungsrückstellungen 3.478 3.062
Sonstige 175 387
Übrige langfristige Verbindlichkeiten zum 31.12. 3.653 3.449

Die Entsorgungsrückstellungen haben sich im Geschäftsjahr 2007 wie folgt entwickelt:

2007 2006
TEUR TEUR
Entsorgungsrückstellungen zum 01.01. 3.062 3.466
Zugänge/Abgänge 405 -386
Aufzinsung 146 151
Währungsumrechnung -135 -169
Entsorgungsrückstellungen zum 31.12. 3.478 3.062

Für die Bewertung der Entsorgungsrückstellungen erfolgte im Geschäftsjahr 2007 in Übereinstimmung mit IFRIC 1 eine Anpassung der Abzinsungssätze an die Entwicklung der Kapitalmärkte. Die angepassten Zinssätze liegen zwischen 4,0 % und 4,7 %. Bei Beibehaltung der Vorjahreszinssätze von 4,5 % bis 4,7 % hätte sich eine um TEUR 8 niedrigere Entsorgungsrückstellung ergeben.

Für einige Betriebsstätten werden Gelder in einen Fonds eingezahlt, deren Verwendung auf die zukünftige Entsorgung beschränkt ist. Die Einzahlungen werden unter der Position Sonstige Ausleihungen ausgewiesen und betragen TEUR 15 (2006: TEUR 17). Vertragliche Erstattungsansprüche im Zusammenhang mit den Entsorgungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 352 (2006: TEUR 327) werden unter der Position Übrige langfristige Vermögenswerte ausgewiesen.

36. Rückstellungen

Die kurzfristigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr 2007 wie folgt entwickelt (s. Tabelle unten):

37. Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die Position Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten setzt sich zum 31. Dezember jeweils wie folgt zusammen:

2007 2006
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber
nahe stehenden Personen
und Unternehmen 0 6
andere kurzfristige Verbindlichkeiten 1.633 1.184
Stand zum 31.12. 1.633 1.190

Die anderen kurzfristigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Zinsen, Verbindlichkeiten aus Löhnen und Gehältern, Verbindlichkeiten für die soziale Sicherheit und Verbindlichkeiten aus Lohnsteuern.

38. Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente

Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten für die Eckert & Ziegler AG und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzpositionen, die Finanzinstrumente enthalten.

Übersicht über finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte aller Kategorien von Finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten:

2007 2006
TEUR TEUR
Finanzielle Vermögenswerte
Zahlunsgmittel und
Zahlungsmitteläquivalente 4.375 4.683
zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte 1.033 1.081
Darlehen und Forderungen 13.364 12.786
Derivative Finanzinstrumente 1.135 1.071
19.907 19.621
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten
zu fortgeführten Anschaffungskosten 18.160 16.445
18.160 16.445
2006 Inanspruchnahme Zuführung Auflösung 2007
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Rückstellungen für Tantiemen und Boni 1.127 1.091 1.477 36 1.477
sonstige personalbezogene Rückstellungen 713 712 830 1 830
Rückstellungen für Miete Grund und Boden 226 0 9 0 235
Rückstellungen für Jahresabschlussprüfung 75 71 109 4 109
Rückstellung für Aufsichtsratsvergütungen 62 62 64 0 64
sonstige Rückstellungen 1.768 1.689 2.424 79 2.424
Rückstellungen zum 31.12. 3.971 3.625 4.913 120 5.139

Die Darlehen und Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:

2007 2006
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Kurzfristig 11.459 11.110
Forderungen gegen nahe stehenden Personen
und Unternehmen Langfristig (zum 31.12.2007 kurzfristig) 503 516
Forderungen gegen das Finanzamt Kurzfristig 471 76
Forderungen aus Rückgriffsansprüchen Langfristig 352 327
Sonstige Forderungen Langfristig / Kurzfristig 579 757
13.364 12.786

Die finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten setzen sich wie folgt zusammen:

2007 2006
TEUR TEUR
Darlehensverbindlichkeiten kurzfristig 8.172 3.146
Darlehensverbindlichkeiten langfristig 3.786 7.240
Finanzleasingverbindlichkeiten kurzfristig 84 79
Finanzleasingverbindlichkeiten langfristig 135 219
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen kurzfristig 3.885 3.860
Verbindlichkeiten gegen Personal kurzfristig 375 100
Sonstige Verbindlichkeiten kurzfristig 1.547 1.415
Sonstige Verbindlichkeiten langfristig 176 386
18.160 16.445

Die Zusammensetzung der Darlehensverbindlichkeiten und Finanzleasingverbindlichkeiten ist in Punkt 32 erläutert.

Beizulegende Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten

Die folgende Tabelle stellt die beizulegenden Zeitwerte sowie die Buchwerte der Finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind. (siehe Folgeseite)

2007 2006
beizu- beizu
legender legender
Zeitwert Buchwert Zeitwert Buchwert
TEUR TEUR TEUR TEUR

Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten

Zahlungsmittel und
Zahlungsmittel
äquivalente 4.375 4.375 4.683 4.683
Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen
und sonstige
Forderungen 11.459 11.459 11.110 11.110
Sonstige nicht
derivative finanzielle
Vermögenswerte 1.905 1.905 1.676 1.676
17.739 17.739 17.469 17.469

Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten

Verbindlichkeiten
aus Lieferungen
und Leistungen 3.885 3.885 3.860 3.860
Verbindlichkeiten
gegenüber
Kreditinstituten und
sonstige Finanz
schulden 12.063 11.958 10.605 10.386
Verbindlichkeiten aus
Finanzierungs-Leasing 219 219 298 298
Sonstige nicht
derivative finanzielle
Verbindlichkeiten 2.098 2.098 1.901 1.901
18.265 18.160 16.664 16.445

Der beizulegende Zeitwert von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, von kurzfristigen Forderungen, von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie von sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht in etwa dem Buchwert. Der Grund dafür ist vor allem die kurze Laufzeit solcher Instrumente.

Den beizulegenden Zeitwert von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing sowie sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bestimmt die Gesellschaft durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für

ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit geltenden Zinsen.

Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zeigt die folgende Tabelle:

2007 2006
TEUR TEUR
Finanzielle Vermögenswerte,
bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte 1.033 1.081
Derivative Finanzinstrumente 1.135 1.071
2.168 2.152

Risikoanalyse

Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist der Konzern im Finanzbereich Kredit-, Liquiditäts- sowie Marktrisiken ausgesetzt. Die Marktrisiken betreffen insbesondere Zinsänderungs- und Währungskursrisiken.

Kreditrisiko

Das Kredit- oder Ausfallrisiko ist das Risiko, dass ein Kunde oder Kontrahent der Eckert & Ziegler Gruppe seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Hieraus resultiert zum einen die Gefahr von bonitätsbedingten Wertminderungen bei Finanzinstrumenten und zum anderen die Gefahr des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen.

Für den Konzern entsteht ein mögliches Kreditrisiko im Wesentlichen aus seinen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Exposition wird primär durch die Größe der Kunden und die landesspezifischen Regeln und Usancen zur Abwicklung von Erstattungen medizinischer Leistungen durch öffentliche Träger beeinflusst.

Für Neukunden wird grundsätzlich ein Rating eingeholt und erste Lieferungen erfolgen prinzipiell gegen Vorkasse. Lieferungen an Kunden, die wegen ihrer Größe oder ihres Standorts als dauerhaft unsicher gelten, werden mittels Vorkassen oder Akkreditiven abgesichert.

Die Überwachung des Kreditrisikos erfolgt im Rahmen des konzernübergreifenden Risikomanagements mittels regelmäßig durchgeführter Überfälligkeitsanalysen aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Exposition

Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Buchwert der finanziellen Vermögenswerte zum Stichtag in Höhe von TEUR 15.532 (2006: TEUR 14.938).

Mit Ausnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthält die Bilanz keine überfälligen oder wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte. Die Gesellschaft schätzt das Ausfallrisiko dieser übrigen finanziellen Vermögenswerte als sehr niedrig ein.

Die maximale Kreditexposition zum Abschlussstichtag hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen war, nach geografischen Regionen, wie folgt:

2007 2006
TEUR TEUR
Europa 7.449 7.236
Nordamerika 3.031 2.372
Sonstige 983 1.529
11.463 11.137

Die Altersstruktur der fälligen, jedoch nicht wertgeminderten Forderungen stellt sich zum 31.12.2007 wie folgt dar:

2007
TEUR
nicht fällig 6.331
1 bis 90 Tage 3.157
über 90 Tage 1.975
11.463

Die überfälligen, jedoch nicht wertgeminderten Forderungen betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen Arztpraxen und ausländische Kliniken. Auf Grund der Erfahrung aus der Vergangenheit wird der Zahlungseingang in obiger Höhe erwartet.

Bei der Ermittlung von Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden die kundenspezifischen Besonderheiten zu Grunde gelegt. Die Entwicklung der Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

2007 2006
TEUR TEUR
Stand zum 01. Januar 443 512
Netto-Zuführungen 90 34
Inanspruchnahme -15 -96
Wechselkurseffekte -9 -7
Stand zum 31. Dezember 509 443

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der Konzern nicht in der Lage ist, seinen finanziellen Verpflichtungen termingerecht begleichen zu können. Ziel und Aufgabe des Liquiditätsmanagements ist die stets ausreichende Bereitstellung von Fremd- und Eigenmitteln.

Im Rahmen der Finanzplanung wird eine Liquiditätsvorschau erstellt, aus welcher sich unter anderem zusätzlicher Fremdfinanzierungsbedarf im Voraus erkennen lässt.

Der Konzern generiert seine finanziellen Mittel grundsätzlich durch das operative Geschäft. Der Eckert & Ziegler AG und ihren Tochtergesellschaften stehen darüber hierzu im Bedarfsfall Kreditlinien in Höhe von TEUR 7.132 (2006: TEUR 6.027) zur Verfügung. Für außerordentliche Investitionen und Akquisitionen sowie für die Ablösung endfälliger Darlehen werden teilweise neue Fremdfinanzierungen entsprechend der oben beschriebenen Rahmenbedingungen aufgenommen.

Zum Abschlussstichtag weist die Konzernbilanz diverse kurz- und langfristige Verbindlichkeiten auch gegen Kreditinstitute aus. Für die zukünftige Liquidität des Unternehmens ist es notwendig, dass diese Fremdfinanzierungen weiter bestehen bzw. kurzfristig umfinanziert werden können.

Grundsätzlich ist anzumerken, dass der Konzern eine Eigenkapitalquote von 54% aufweist und der Grad der Fremdfinanzierung daher prinzipiell steigerungsfähig ist. Der Vorstand erkennt für den Konzern auch keine Auswirkungen aus der Subprime-Krise. Dem Unternehmen liegen diverse Angebote zu Neu- und Umfinanzierungen vor, aus denen ersichtlich ist, dass zukünftige Finanzierungen sichergestellt sind.

Aus den Möglichkeiten zur Fremdfinanzierung und der Vorhersage von Liquiditätsbedarf lässt sich ableiten, dass das Unternehmen zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet ist, um seinen Bestand und seine Weiterentwicklung sichern zu können. Es sieht sich auch in der Lage, sämtliche Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, selbst wenn in den kommenden Geschäftsjahren ein leichter Anstieg des Verschuldungsgrades notwendig wäre, um das Wachstum durch weitere Akquisitionen absichern und Neuproduktentwicklungen finanzieren zu können.

Exposition:

Die vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermine für finanzielle Verbindlichkeiten inklusive Zinszahlungen stellen sich wie folgt dar :

Buchwert
Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
festverzinslich 10.151 11.315 6.662 4.507 146
variabel verzinslich 1.807 1.893 1.893 0 0
festverzinslich 219 280 113 113 54
unverzinslich 3.885 3.885 3.885 0 0
unverzinslich 375 375 375 0 0
unverzinslich 1.723 1.723 1.547 160 16
216
Zahlungsmittelabfluss
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
18.160
19.471
14.475
4.780

2007

2006

Analyse der vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermine Buchwert Zahlungsmittelabfluss
Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Darlehensverbindlichkeiten festverzinslich 8.255 9.543 2.110 7.333 100
Darlehensverbindlichkeiten variabel verzinslich 2.131 2.227 1.499 728 0
Finanzleasingverbindlichkeiten festverzinslich 298 331 92 239 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unverzinslich 3.860 3.860 3.860 0 0
Verbindlichkeiten gegen Personal unverzinslich 100 100 100 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten unverzinslich 1.801 1.801 1.415 374 12
16.445 17.862 9.076 8.674 112

Den Zahlungsabflüssen für die variabel verzinslichen Verbindlichkeiten liegt ein Zinssatz in 2007 von 4,76 Prozent (2006: 4,49 Prozent) zu Grunde.

Währungsrisiken

Aus ihrer internationalen Geschäftstätigkeit ist der Konzern Währungsrisiken ausgesetzt, die aus dem Einfluss von Wechselkursschwankungen auf die Geschäftsvorfälle und die in Fremdwährung nominierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten resultieren (Transaktionsrisiken).

Die wesentlichen Fremdwährungstransaktionen in der Eckert & Ziegler Gruppe betreffen den US-Dollar durch Darlehenstilgungen der amerikanischen Tochterunternehmen und Export-Geschäfte der deutschen Tochterunternehmen. Nur teilweise kompensiert wird der Effekt durch die operative Tätigkeit einer Tochtergesellschaft, die Waren hauptsächlich in US-Dollar einkauft und diese größtenteils in Euro verkauft. Neben dem US-Dollar gibt es weitere Überschüsse von Fremdwährungen durch Exporte in den Währungen Japanische Yen, Polnische Złoty und Schwedische Kronen. In diesen Währungen gibt es praktisch keine Kostenpositionen, so dass der komplette Umsatz in Fremdwährung dem Währungsrisiko ausgesetzt ist.

Den oben beschriebenen Transaktionsrisiken werden diverse Maßnahmen entgegen gesetzt. Die Darlehen an die amerikanischen Tochterunternehmen sind teilweise durch einen Zins-Währungs-Swap zu folgenden Konditionen gesichert:

08.02.2001
12.02.2001
31.01.2011

Zum Bilanzstichtag hat die Gesellschaft aus diesem Geschäft noch eine Zahlungsverpflichtung in Höhe von kUSD 2.315 (2006: kUSD 2.604) zu einem festen Zinssatz von 10,0 % p.a. Im Gegenzug dafür erhält sie TEUR 2.497 (2006: TEUR 2.809) zu einem festen Zinssatz von 8,77 % p.a. Der beizulegende Zeitwert dieses Swap-Geschäftes zum 31.12.2007 beträgt TEUR 954 (2006: TEUR 967). Der Aufwand aus der Veränderung der Marktbewertung wurde unter den Währungsverlusten ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert wurde der Gesellschaft von dem Kreditinstitut, mit dem das Swap-Geschäft abgeschlossen wurde, mitgeteilt. Laut Aussage des Kreditinstituts wurden für die Ermittlung des aktuellen Barwerts des Cross-Currency-Swaps (EURUSD; Fix gegen Fix) alle EURbzw. USD-Cash Flows mit den jeweiligen Zerozinssätzen (errechnet aus den aktuellen EUR- bzw. USD-Zinskurven) abgezinst, addiert und saldiert. Hierzu wurden die USD-Cash Flows mit dem aktuellen EUR-USD-Devisenkurs in EUR umgerechnet. Die sich hieraus ergebenden Salden weisen dann für die Kontrahenten einen positiven und einen negativen Barwert aus dem bestehenden Vertragsverhältnis aus.

Exportgeschäfte in Japanischen Yen und Polnischen Złoty werden im Bedarfsfall mittels Fremdwährungs-Optionen und Termingeschäften gesichert. Zum Bilanzstichtag bestanden keine offenen Positionen aus Devisentermin- und -optionsgeschäften.

Exposition:

Die Exposition des Konzerns hinsichtlich des Transaktionsrisikos war zum Abschlussstichtag wie folgt:

Fremdwährungsexposition
umgerechnet in TEUR
2007 2006
USD CHF SEK USD CHF YEN
Zahlungsmittel 212 118 242 60
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 977 44 18 452 40 181
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -47 -61
Bilanzexposition 1.142 162 18 633 100 181
Vertragliche Zahlungsverpflichtung -1.573 -1.972
aus Zins-Währungs-Swap
Netto-Exposition -431 162 18 -1.339 100 181

Sensitivitätsanalyse

Ein Anstieg des Euro von 10% gegenüber den folgenden Währungen hätte zum Abschlussstichtag – unter Voraussetzung sonst gleich bleibender Annahmen – zu den folgenden angeführten Zunahmen (Abnahmen) des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses geführt:

Effekt in TEUR 2007 2006
USD CHF SEK USD CHF YEN
Eigenkapital 0 0 0 0 0 0
Jahresergebnis 39 -15 -2 122 -9 -16

Eine Senkung des Euro von 10% gegenüber den oben aufgeführten Währungen hätte zum Abschlussstichtag zu einem gleichen, aber entgegen gesetztem Effekt auf die angeführten Währungen geführt.

Als Basis der Sensitivitätsanalyse wurden die unter Punkt 4. angegebenen Währungsumrechnungskurse verwendet.

Zinsrisiken

Zinsänderungsrisiken ist der Konzern im Wesentlichen im Bereich der mittel- und langfristig verzinslichen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf Grund von Schwankungen der Marktzinssätze ausgesetzt.

Für Posten, die bei Zinsänderungen keine Zahlungswirkung erzeugen, werden keine Absicherungsmaßnahmen getroffen.

Zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos bei der kurzfristigen Kreditmittelbeschaffung hat die Gesellschaft im Oktober 2005 einen Zinsswap mit einer Laufzeit von 12 Jahren abgeschlossen. Abgesichert wurde ein Bezugsbetrag von TEUR 2.000 zu einem Festzinssatz von 3,53%. Die Eckert & Ziegler AG zahlt dabei jeweils quartalsweise einen Festbetrag von EUR 17.650 bis Oktober 2017. Im Gegenzug dazu zahlt die Bank quartalsweise variable Beträge (jeweils den 3- Monats-EURIBOR) bis Ablauf des Vertrages. Der beizulegende Zeitwert diese Swap-Geschäftes zum 31.12.2007 beträgt TEUR 181 (2006: TEUR 104) und wird in der Bilanz unter den Übrigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Der Ertrag aus der Veränderung der Marktbewertung wurde in der Gewinnund Verlustrechnung unter dem sonstigen übrigen Finanzergebnis ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert wurde der Gesellschaft von dem Kreditinstitut, mit dem das Swap-Geschäft abgeschlossen wurde, mitgeteilt. Laut Aussage des Kreditinstituts wurden für die Ermittlung des aktuellen Barwerts des Zins-Swaps alle vom Kunden beziehungsweise von der Bank zu leistenden Zahlungen vom Bewertungstag bis zum Vertragsende berechnet, auf Basis der aktuellen Zinsstrukturkurve abgezinst, addiert und saldiert. Die Abzinsung der variablen Zinszahlungen (EURIBOR) erfolgte dabei auf Basis der aus der aktuellen Zinsstrukturkurve errechneten Terminzinssätze für den entsprechenden Zeitraum. Die sich hieraus ergebenden Salden weisen dann für die Kontrahenten einen positiven und einen negativen Barwert aus dem bestehenden Vertragsverhältnis aus.

Exposition:

Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft folgende mittel- und langfristige verzinsliche Vermögenswerte und Schulden aus:

Mittel- und langfristig verzinsliche
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten 2007 2006
TEUR TEUR
Verzinsliche finanzielle Vermögenswerte 3.020 2.968
davon variabel verzinslich 1.208 1.158
davon festverzinslich 1.812 1.810
Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 12.177 10.684
davon variabel verzinslich 1.807 2.131
davon festverzinslich 10.370 8.553

Sensitivität der beizulegenden Zeitwerte für festverzinsliche Finanzinstrumente:

Unter den festverzinslichen Vermögenswerten werden zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte in Höhe von TEUR 178 (2006: TEUR 248) ausgewiesen. Ein Rückgang des Marktzinses in einer Bandbreite von 100 Basispunkten hätte zu einer Erhöhung des beizulegenden Zeitwertes um TEUR 2 (2006: TEUR 3) geführt, die im Eigenkapital zu erfassen gewesen wäre. Eine Erhöhung des Marktzinssatzes in einer Bandbreite von 100 Basispunkten hätte zu einer Verminderung des beizulegenden Zeitwertes bzw. Eigenkapitals um TEUR 2 (2006: TEUR 3) geführt.

Weiterhin werden unter den festverzinslichen finanziellen Vermögenswerten der Zins- und Währungs-Swap sowie der Zins-Swap ausgewiesen. Ein Rückgang des Marktzinssatzes um 100 Basispunkte hätte unter sonst gleich bleibenden Annahmen - zu einer Verminderung der beizulegenden Zeitwerte und damit des Jahresergebnisses um TEUR 131 (2006: TEUR 141) geführt. Eine Erhöhung des Marktzinssatzes um 100 Basispunkte hätte zu einem Anstieg der beizulegenden Zeitwerte bzw. des Jahresergebnisses um TEUR 129 (2006: TEUR 117) geführt.

Alle weiteren festverzinslichen Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Daher hätte eine Veränderung des Marktzinssatzes die Bewertung dieser Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag nicht beeinflusst.

Sensitivität der Zahlungsströme für variabel verzinsliche Finanzinstrumente:

Unter Berücksichtigung des abgeschlossenen Zins-Swaps hätte ein Anstieg des Marktzinses von 100

Basispunkten zum Abschlussstichtag – unter Voraussetzung sonst gleich bleibender Annahmen – zu den folgenden angeführten Zunahmen (Abnahmen) des Jahresergebnisses geführt:

2007 2006
+100 -100 +100 -100
Basis- Basis- Basis- Basis-
punkte punkte punkte punkte
13
20 -20 20 -20
15 -15 7 -7
-5 5 -13

Kapitalmanagement

Die Grundlage für das Kapitalmanagement bildet das Capital at Risk. Dazu werden alle Forderungen, Beteiligungswerte und Garantien, welche die Eckert & Ziegler AG an bzw. für Tochtergesellschaften gegeben hat, herangezogen. Dem Capital at Risk gegenübergestellt wird das EBIT des Segments. Der Quotient aus beiden Werten ergibt den Return on Capital at Risk. Die Entwicklung dieses Wertes für die Segmente wird vom Vorstand über den Zeitablauf beobachtet und für rückwärtsgewandte Bewertungen und vorwärtsorientierte Zielsetzungen verwendet.

Die Eckert & Ziegler AG (Mutterunternehmen) unterliegt nach aktien- und handelsrechtlichen Vorschriften in Deutschland der Mindestkapitalisierung nach § 92 AktG. Danach muß eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werden, wenn die Summe des handelsrechtlichen Eigenkapitals der Muttergesellschaft 50% des Grundkapitals unterschreitet. Dieses ist im Geschäftsjahr 2007 nicht eingetreten.

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Der in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelbestand umfasst die Bilanzposition Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die sich aus Kassenbeständen, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten und sämtliche hochliquiden Mittel mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten zusammensetzt.

Die Konzern-Kapitalflussrechnung stellt dar, wie sich die Zahlungsmittel des Eckert & Ziegler Konzerns im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und abflüsse verändert haben. Hierzu werden die Zahlungsströme in der Konzern-Kapitalflussrechnung in Übereinstimmung mit IAS 7 (Kapitalflussrechnung) nach Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterteilt.

39. Operative Geschäftstätigkeit

Ausgehend vom Jahresergebnis nach Steuern werden die Mittelzu- und -abflüsse indirekt abgeleitet. Das Ergebnis nach Steuern wird dazu um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen korrigiert und um die Veränderungen der Aktiva und Passiva ergänzt.

40. Investitionstätigkeit

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wird anhand der tatsächlichen Zahlungsvorgänge ermittelt. Er umfasst Zahlungsströme im Zusammenhang mit dem Erwerb und der Veräußerung von Anlagevermögen und Wertpapieren des Umlaufvermögens, die nicht Bestandteil der liquiden Mittel sind. Des Weiteren werden Zu- und Abgänge von liquiden Mitteln aus Unternehmenserwerben und -veräußerungen ausgewiesen.

41. Finanzierungstätigkeit

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird anhand der tatsächlichen Zahlungsvorgänge ermittelt und umfasst neben der Aufnahme und Tilgung von Krediten und sonstigen Finanzverbindlichkeiten Zahlungsströme zwischen dem Konzern und seinen Anteilseignern, wie z. B. Dividendenzahlungen.

Die Veränderungen der Bilanzpositionen, die für die Entwicklung der Konzern-Kapitalflussrechnung betrachtet werden, werden um die nicht zahlungswirksamen Effekte aus der Währungsumrechnung und Konsolidierungskreisänderungen bereinigt.

Zudem werden Investitions- und Finanzierungsvorgänge, welche nicht zu einer Veränderung von liquiden Mitteln geführt haben, nicht in die Kapitalflussrechnung einbezogen. Aufgrund der zuvor genannten Bereinigungen sind die in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Veränderungen der betreffenden Bilanzpositionen nicht unmittelbar mit den entsprechenden Werten aus der veröffentlichten Konzernbilanz abstimmbar.

Sonstige Angaben

42. Unternehmenserwerbe und -veräusserungen

a) Verkauf der Beteiligung an der Pharmtrace GmbH

Im September 2007 hat die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH ihren 30 %-igen Anteil an der Pharmtrace klinische Entwicklung GmbH, Berlin, (kurz: Pharmtrace) an die anderen Gründungsgesellschafter verkauft. Die Pharmtrace wurde bisher im Konzern At-Equity bewertet. Der Verkaufspreis betrug TEUR 15, der At-Equity-Buchwert zum Verkaufszeitpunkt betrug TEUR 6, sodass aus dem Verkauf ein Ertrag in Höhe von TEUR 9 resultierte.

b) Erwerb der MC Pharma GmbH

Am 17. September 2007 hat die Eckert & Ziegler f-con Europa GmbH 100 % der Anteile an der MC Pharma GmbH, Bonn gekauft. Der Stimmrechtsanteil der Eckert & Ziegler AG an der Eckert & Ziegler f-con Europe GmbH beträgt 61 %. Der Kaufpreis betrug insgesamt TEUR 843, wovon TEUR 600 in bar entrichtet wurden. Ein Teil des Kaufpreises in Höhe von TEUR 181 wurde vom Verkäufer als zusätzliches Darlehen gewährt, welches Ende 2008 zurückzuzahlen ist. TEUR 62 entfallen auf Erwerbsnebenkosten im Zusammenhang mit dem Kauf der Anteile.

Der Kauf wurde nach der Erwerbsmethode im Konzernabschluss abgebildet, sodass die Ergebnisse der Gesellschaft seit dem Zeitpunkt der Übernahme im vorliegenden Konzernabschluss enthalten sind. Der Kaufpreis, der die Anschaffungsnebenkosten enthält, wurde auf der Grundlage der geschätzten beizulegenden Zeitwerten (Fair Values) zum Zeitpunkt der Akquisition auf die erworbenen Vermögenswerte aufgeteilt. Aus dieser Kaufpreisaufteilung ergab sich ein Badwill in Höhe von TEUR 120, welcher ertragswirksam aufgelöst wurde und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position Sonstige Erträge ausgewiesen wird. Die Aufteilung des Kaufpreises auf Basis der geschätzten beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte wurde wie folgt vorgenommen:

Buchwert
zum
Zeitwert
zum
Erwerbs- Umbe- Erwerbs-
zeitpunkt wertung zeitpunkt
TEUR TEUR TEUR
Immaterielle Vermögens
werte 132 0 132
Sachanlagen 2.663 69 2.732
Vorräte 25 0 25
Forderungen 979 0 979
Sonstige Vermögenswerte
und Rechnungsabgrenzungen 97 0 97
Bankguthaben
und Kassenbestände 474 0 474
Latente Steuerforderungen 0 244 244
Darlehensverbindlichkeiten -3.237 0 -3.237
Rückstellungen -226 0 -226
Verbindlichkeiten -49 0 -49
Sonstige kurzfristige
Verbindlichkeiten -186 0 -186
Latente Steuerverbindlichkeiten 0 -22 -22
Netto identifizierbare
Vermögenswerte 672 291 963
Badwill -120
Kaufpreis des
Unternehmenserwerbs 843
abzüglich erworbene
Bankguthaben und
Kassenbestände -474
Netto Kapitalfluss
aus Erwerb
von Tochterunternehmen 369

Mit dem Erwerb der MC Pharma GmbH wurden liquide Mittel in Höhe von TEUR 474 übernommen. Der Buchwert des erworbenen Nettovermögens betrug vor dem Zusammenschluss TEUR 672. Der im vorliegenden Konzernabschluss enthaltene Gewinn der Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/Bonn GmbH beträgt TEUR 69. Wäre die Gesellschaft bereits seit dem 1. Januar 2007 in den Konzernabschluss einbezogen worden, wäre der Konzernumsatz um TEUR 2.245 und das Konzernergebnis um TEUR 219 höher ausgefallen.

c) Erwerbe und Veräußerungen nach dem Bilanzstichtag

Im Februar 2008 hat die Eckert & Ziegler AG ihre Beteiligung an der Eckert & Ziegler BEBIG GmbH als Sacheinlage in die International Brachytherapy S.A. (IBt), Seneffe (Belgien), eingebracht und dafür aus einer Kapitalerhöhung 38,5 % der Stammaktien (bzw. 29,9 % der stimmberechtigten Aktien) der IBt erhalten. Des Weiteren hat sie eine Option zum Erwerb weiterer Stimmrechtsaktien erworben. Der Nominalwert der im Wege der Kapitalerhöhung neu ausgegebenen 6,75 Mio. Aktien wurde mit EUR 3,47 pro Aktie auf insgesamt 23,4 Mio. EUR festgelegt.

Die Details der Kaufpreisverteilung und der Abbildung der Transaktionen im Konzernabschluss werden zurzeit erarbeitet. Aufgrund der Komplexität der Transaktion und der Nähe des Erwerbszeitpunkts zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses war es praktisch undurchführbar, detaillierte Informationen im vorliegenden Konzernabschluss bereitzustellen.

43. Mitarbeiterbeteiligungsprogramm

Am 30. April 1999 ermächtigte die Hauptversammlung den Vorstand, einen Aktienoptionsplan für die Angestellten und das Management der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften aufzulegen. Auf der Hauptversammlung vom 20. Mai 2003 wurde der Aktienoptionsplan in einigen Details geringfügig neu gefasst. Das vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates beschlossene Mitarbeiterbeteiligungsprogramm sieht die Ausgabe von Optionen zum Kauf von maximal 300.000 Aktien aus dem bedingten Kapital vor, sofern die Gesellschaft die Optionsrechte nicht durch Übertragung eigener Aktien oder im Wege einer Barzahlung erfüllt. Eine Option berechtigt den Inhaber zum Bezug einer Stückaktie. Der Ausübungspreis für die erste Tranche an Optionen entspricht dem bei der Börseneinführung festgelegten Platzierungspreis, während der Ausübungspreis für nachfolgende Tranchen aus

dem Durchschnittskurs der Eckert & Ziegler-Aktie an den letzten fünf Handelstagen vor der Beschlussfassung des Vorstands über die Begebung der Optionen ermittelt wird.

Ausgegebene Optionen dürfen frühestens nach einer Erdienungszeit von zwei Jahren ab dem Ausgabetag und nur innerhalb bestimmter Ausübungszeiträume ausgeübt werden. Außerdem ist die Ausübung an das Erreichen bestimmter Performancekriterien gebunden. Die Wertentwicklung der Aktie der Gesellschaft in dem Zeitraum zwischen dem Ausgabetag und dem ersten Ausübungszeitpunkt muss die Wertentwicklung des Neuer Markt-Index (bzw. nach Einstellung des Neuer Markt-Index die Wertentwicklung des Technoloy All Share-Index) während desselben Zeitraumes übersteigen. Die Optionen müssen innerhalb von fünf Jahren nach Ablauf der Erdienungszeit ausgeübt werden. Im Falle der Beendigung des Arbeitsverhältnisses verfallen noch nicht ausgeübte Optionen. Sofern die Performancekriterien erfüllt werden, dürfen die 2006 bewilligten Optionen (8.Tranche/Tranche 2006) frühestens im 2. Quartal 2008 ausgeübt werden.

Im Jahr 2007 lief die Wartezeit für die 2005 ausgegebenen Optionen (7. Tranche/Tranche 2005) aus. Für die 2005 ausgegebenen Optionen wurde im Geschäftsjahr festgestellt, dass die Performancekriterien nicht erfüllt wurden. Sämtliche Optionen dieser Tranchen sind damit verfallen.

Im Jahr 2006 lief die Wartezeit für die 2004 ausgegebenen Optionen (6. Tranche/Tranche 2004) aus. Für die 2004 ausgegebenen Optionen wurde im Geschäftsjahr 2006 festgestellt, dass die Performancekriterien erfüllt wurden. Die Ausübung der Optionen ist damit grundsätzlich möglich. Der erste Ausübungszeitraum begann am 26. August 2006, die letzte Ausübungsmöglichkeit besteht am 26. August 2011.

Im Jahr 2005 lief die Wartezeit für die 2003 ausgegebenen Optionen (5. Tranche/Tranche 2003) aus. Für die 2003 ausgegebenen Optionen wurde im Geschäftsjahr 2005 festgestellt, dass die Performancekriterien erfüllt wurden. Die Ausübung der Optionen ist damit grundsätzlich möglich. Der erste Ausübungszeitraum begann am 09. August 2005, die letzte Ausübungsmöglichkeit besteht am 25. Juli 2010.

Im Geschäftsjahr 2004 wurde festgestellt, dass die Performancekriterien für die 2002 ausgegebenen Optionen (4. Tranche/Tranche 2002) erfüllt wurden. Die Ausübung der Optionen dieser Tranche ist damit grundsätzlich möglich. Der erste Ausübungszeitraum

begann am 28. August 2004, die letzte Ausübungsmöglichkeit besteht am 25. August 2009.

Für die im Jahr 2000 (2. Tranche/Tranche 2000) und 2001 (3. Tranche/Tranche 2001) ausgegebenen Tranchen wurden die Performancekriterien nicht erfüllt, sämtliche Optionen dieser beiden Tranchen sind damit verfallen.

Für die im Jahr 1999 ausgegebenen Optionen (1. Tranche/Tranche 1999) wurde im Geschäftsjahr 2002 festgestellt, dass die Performancekriterien erfüllt wurden. Die Ausübung der Optionen ist damit grundsätzlich möglich. Der erste Ausübungszeitraum begann am 28. März 2002, die letzte Ausübungsmöglichkeit bestand am 25. Februar 2007. Zu diesem Zeitpunkt sind die restlichen Optionen dieser Tranche verfallen.

Die Entwicklung der Anzahl der ausstehenden Aktienoptionen in den letzten beiden Geschäftsjahren lässt sich wie folgt zusammenfassen:

2007 2006
Gewichteter Gewichteter
durch- durch
schnittlicher schnittlicher
Ausübungs- Ausübungs
Optionen preis Optionen preis
Anzahl EUR Anzahl EUR
Ausstehend
zu Beginn
des Jahres 140.350 10,18 119.150 9,69
Ausgegeben 0 0,00 24.500 12,19
Ausgeübt 2.700 7,63 2.900 7,45
Verfallen 51.500 13,85 400 5,17
Ausstehend
zum Ende
des Jahres 86.150 8,07 140.350 10,18
Ausübbar
zum Ende
des Jahres 67.650 6,94 83.350 9,47

Der gewichtete durchschnittliche Aktienkurs an den Tagen, an denen in der Berichtsperiode Aktienoptionen ausgeübt wurden, betrug EUR 11,69.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die am 31. Dezember 2007 ausstehenden Aktienoptionen.

Am 31.12.2007
Ausübungs- ausstehende Restliche
Tranche preis Optionen Ausübungszeit
EUR Anzahl Jahre
4. Tranche/
Tranche 2002 5,04 11.600 1,65
5. Tranche/
Tranche 2003 5,30 11.050 2,57
6. Tranche/
Tranche 2004 7,84 45.000 3,65
8. Tranche/
Tranche 2006 12,19 18.500 5,37
86.150

Die Gesellschaft wendet bei der Bilanzierung des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms den dafür einschlägigen Standard IFRS 2 (aktienbasierte Vergütung) an. Nach IFRS 2 sind die aktienbasierten Vergütungstransaktionen, die durch Eigenkapitalinstrumente beglichen werden, mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) anzusetzen. Der Fair Value jeder ausgeübten Option am Ausgabetag wird mittels eines Optionspreismodells berechnet und über die Erdienungszeit (vesting period) als Personalaufwand berücksichtigt. Mit diesen Personalaufwendungen ist eine Erhöhung der Kapitalrücklage verbunden. In den Geschäftsjahren 2007 und 2006 wurden unter Anwendung von IFRS 2 Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 104 bzw. TEUR 117 verbucht.

Der Optionspreis für die im jeweiligen Geschäftsjahr gewährten Optionen wurde mittels eines Binomialmodells ermittelt. Die Nichthandelbarkeit wurde im Binomialmodell durch einen das Ausübungsverhalten der Optionsprogrammteilnehmer repräsentierenden Ausübungsfaktor berücksichtigt. Des Weiteren wurden die Ausübungsbedingungen durch einen Abschlag auf den Optionspreis berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2007 wurden keine neuen Optionen ausgegeben. Der Berechnung der Optionspreise für die in 2006 ausgegebenen Aktienoptionen lagen die folgenden Annahmen zugrunde:

2006
Erwarteter Dividendenertrag je Aktie EUR 0,15
Risikofreier Zinssatz 3,83%
Erwartete Volatilität 38,44%
Erwartete Lebensdauer 2,18 Jahre
Beizulegender Zeitwert (fair value) EUR 4,17

44. Leasingverhältnisse

a) Finanzielle Verpflichtungen als Leasingnehmer

Die Gesellschaft hat aktivierungspflichtige (Finance Lease) und nicht aktivierungspflichtige (Operating Lease) Leasingverträge bezüglich Ausrüstungen, Fahrzeugen sowie Grundstücken und Gebäuden abgeschlossen. Der Miet- und Leasingaufwand belief sich in den jeweils zum 31. Dezember endenden Geschäftsjahren 2007 und 2006 auf TEUR 1.038 bzw. TEUR 838.

In Verbindung mit dem auf einem fremden Grundstück selbst errichteten Verwaltungs- und Produktionsgebäude in Berlin hat die Gesellschaft einen langfristigen Nutzungsvertrag abgeschlossen (Finance Lease). Aus diesem Vertrag resultieren jährliche Zahlungen von TEUR 167, von denen jedoch TEUR 89 mit den Herstellungskosten des Gebäudes verrechnet werden. Der Vertrag läuft vorerst bis zum 31.12.2014, nach Ablauf dieser Zeit hat die Gesellschaft das Recht – auch mehrfach und für Teilflächen – solange für eine Verlängerung der Nutzungszeit zu optieren, bis das Verrechnungskonto für das neu errichtete Gebäude ausgeglichen ist. Bis zum 31.12.2014 darf das Nutzungsentgelt für alle Flächen nicht erhöht werden, für die neu geschaffenen Flächen wird das Nutzungsentgelt dann zu diesem Zeitpunkt neu verhandelt.

Die künftigen Mindestmietzahlungen aus unkündbaren nicht aktivierungspflichtigen Leasingverträgen (Operating Lease; mit anfänglichen oder verbleibenden Laufzeiten von über einem Jahr) sowie künftige Mindestzahlungen aus aktivierungspflichtigen Leasingverträgen belaufen sich zum 31. Dezember 2007 auf folgende Summen:

Sonstige Miet- davon Barwerte des
und Leasing- Finanzierungs- Finanzierungs
verträge leasing leasings
TEUR TEUR TEUR
Jeweils zum
Jahresende
(31. Dezember)
2008 1.182 113 85
2009 1.094 113 90
2010 770 54 44
2011 550 0 0
2012 521 0 0
danach 1.011 0 0
Mindestmiet- bzw.
-leasingzahlungen
gesamt 5.128 280 219

Beim Finanzierungsleasing handelt es sich ausschließlich um Sachanlagevermögen. Der Buchwert der Anlagen betrug am 31.12.2007 TEUR 237. In der Berichtsperiode wurden TEUR 113 als Aufwand für Finanzierungsleasing erfasst. Bedingte Mietzahlungen liegen weder in der Berichtsperiode noch in der Zukunft vor. Die Leasingvereinbarungen enthalten darüber hinaus keinerlei Beschränkungen oder Verpflichtungen.

b) Künftige Erträge als Leasinggeber

Die Gesellschaft als Leasinggeber verzeichnet Erträge aus Operating Lease von Sachanlagevermögen. Die erwarteten Erträge betragen jeweils TEUR 40 für die Jahre 2008 bis 2011 und TEUR 23 für 2012.

45. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten

Die Eckert & Ziegler f-con Deutschland GmbH hatte bereits vor der Konzernzugehörigkeit eine Bürgschaft zur Absicherung eines Leasingvertrages der f-con Regensburg Betriebs GmbH zugunsten der Deutschen Leasing AG abgegeben. An der Bürgschaft sind gesamtschuldnerisch des Weiteren die f-con Pharma AG Wien sowie die CTI (Siemens) beteiligt. Die Bürgschaft beträgt 4,8 Mio. EUR. Es wird nicht von einer Inanspruchnahme der Bürgschaft zulasten der Eckert & Ziegler f-con Deutschland GmbH ausgegangen.

Mit einer am 17. Januar 2006 an die Eckert & Ziegler AG zugestellten Klage fordert die HEK GmbH, Lübeck, die Zahlung eines Betrages von 0,7 Mio. EUR sowie die Übertragung von 35.450 Aktien. Gestützt wird dieser Anspruch im Wesentlichen auf einen im Kaufvertrag über die Eckert & Ziegler MMI GmbH (früher MCP Medical International GmbH) vom 15. März 2004 vereinbarten Earn-Out. Die Eckert & Ziegler AG hält diesen Anspruch für unbegründet, da die Voraussetzungen für die Zahlung des Earn-Outs nicht eingetreten sind.

Zum Berichtszeitpunkt werden die Gesellschaften Eckert & Ziegler AG, Eckert & Ziegler BEBIG GmbH und Eckert & Ziegler Eurotope GmbH einer Betriebsprüfung unterzogen. Die Auswirkungen aus dieser Betriebsprüfung sind ungewiss, zumal verschiedene, sich gegenseitig teilweise kompensierende Effekte gegenüberstehen und die einzelnen Sachverhalte noch nicht abschließend geklärt sind. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass bei einer einseitigen Auslegung durch die Finanzbeamten eine Steuernachzahlung erfolgt oder ein Rechtsstreit droht.

46. Segmentberichterstattung

Die Eckert & Ziegler Gruppe hat ihre Geschäftstätigkeit in drei operativen Berichtseinheiten organisiert. Die einzelnen Segmente bieten unterschiedliche Produkte an und sind auch organisatorisch durch die Standorte getrennt.

Die angewandten Rechnungslegungsgrundsätze der einzelnen Segmente stimmen mit den in der Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Erläuterung 3) geschilderten überein. Die Segmentangaben sind nicht konsolidiert. Dies entspricht den vom Vorstand im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung verwendeten Informationen. Transaktionen zwischen den Segmenten werden zu Marktpreisen abgewickelt.

Das Segment Nuklearmedizin und Industrie fertigt und vertreibt Standards sowie Strahlenquellen für medizinische und industrielle Zwecke. Standards sind Radioisotope für Kalibrierzwecke. Sie werden im Allgemeinen an wissenschaftliche Einrichtungen verkauft. Industrielle Strahlenquellen finden in verschiedenen Messeinrichtungen für Industrieanlagen und anderen messtechnischen Geräten, wie z. B. Sicherheitseinrichtungen an Flughäfen, Anwendung. Sie werden an die Hersteller oder die Betreiber der Anlagen verkauft. Die medizinischen Strahlenquellen umfassen radioaktive Quellen für die Kalibrierung von so genannten Gammakameras.

Das Segment Therapie konzentriert sich auf die Produktentwicklung, die Herstellung und Markteinführung sowie den Vertrieb von radioaktiven Produkten für die Krebstherapie. Zu den besonderen Schwerpunkten gehört die Prostatakrebsbehandlung mittels radioaktiver Jodseeds. Einen weiteren wesentlichen Bestandteil im Segment bilden die Low- und High-Dose-Rate-Strahlentherapie-Geräte. Komplettiert wird die Produktpalette, die sich hauptsächlich an Strahlentherapeuten richtet, durch Iridium-Strahlenquellen sowie diverse Therapy Accessories.

Die Radiopharmazie mit Betriebsstätten in Berlin, Bonn und Mailand ist das jüngste und am schnellsten wachsende Segment der Gruppe. Die Produkte des Segments umfassen radioaktive Kontrastmittel für die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und Synthesemodule zur Herstellung von Radiopharmazeutika. Die Geräte kommen sowohl in der Praxis der nuklearmedizinischen Diagnostik als auch in der Forschung zur Anwendung.

Ein weiteres Segment, das die Kosten und Erträge der Berliner Holding abbildet, ist nicht operativ tätig.

Nuklearmedizin
01-12/2007 und Industrie Therapie Radiopharmazie Sonstige Gesamt
Umsätze mit externen Kunden 24.966 20.822 8.629 27 54.444
Umsätze mit anderen Segmenten 76 520 20 974 1.590
Segmentumsätze insgesamt 25.042 21.342 8.649 1.001 56.034
Abschreibungen -1.159 -1.513 -937 -122 -3.731
Nicht zahlungswirksame
Erträge/Aufwendungen -98 43 -277 -766 -1.098
Segmentergebnis
vor Minderheitenanteilen 2.822 742 -925 -528 2.111
Vermögen der Segmente 27.820 18.740 17.384 37.982 101.926
Verbindlichkeiten der Segmente -12.591 -15.410 -20.034 -5.215 -53.250
Investitionen 825 2.109 4.542 3 7.479
Nuklearmedizin
01-12/2006 und Industrie Therapie Radiopharmazie Sonstige Gesamt
Umsätze mit externen Kunden 25.172 19.836 5.362 8 50.378
Umsätze mit anderen Segmenten 478 234 9 936 1.657
Segmentumsätze insgesamt 25.650 20.070 5.371 944 52.035
Abschreibungen -1.319 -2.324 -492 -411 -4.546
Nicht zahlungswirksame
Erträge/Aufwendungen* 289 -30 881 -322 818
Segmentergebnis der fortlaufenden
Geschäftstätigkeit vor
Minderheitenanteilen 3.194 833 -978 361 3.410
Segmentergebnis aus
aufgegebener Geschäftstätigkeit 0 0 -670 78 -592
Vermögen der Segmente 28.392 21.806 7.034 38.126 95.358
Verbindlichkeiten der Segmente -12.784 -17.761 -9.415 -6.979 -46.939
Investitionen 696 3.261 219 9 4.185

* Nicht zahlungswirksame Erträge/Aufwendungen mussten für 2006 korrigiert werden.

Die Zuordnungzu den Segmenten war nicht korrekt.

2007 2006
TEUR TEUR
2.111 3.410
39 -273
2.150 3.137
101.926 95.358
-37.420 -35.302
3.081 4.118
67.587 64.174
53.250 46.939
-23.493 -20.801
1.339 1.706
31.096 27.844

Die Segmentsummen der Umsätze mit externen Kunden stimmen jeweils mit den konsolidierten Werten überein.

Verkauf nach

Regionen 2007 2006
Mio EUR % Mio EUR %
Nordamerika 19,0 35 18,4 36
Europa 30,8 56 26,1 52
Asien/Pazifik 2,6 5 2,8 6
Sonstige 2,0 4 3,1 6
Summe 54,4 100 50,4 100

Die Abgrenzung der geografischen Regionen erfolgte nach dem Sitz des Leistungsempfängers. Die Umsätze in Nordamerika betreffen fast ausschließlich die USA.

Die folgende Tabelle zeigt die konsolidierten Vermögen, Verbindlichkeiten (jeweils unter Abzug der latenten Steuern) und Investitionen nach geografischen Regionen:

Vermögen, Verbindlichkeiten und Investitionen nach geografischen Regionen

Jahr 2007
TEUR TEUR TEUR
Verbindlich-
Vermögen keiten Investitionen
Nordamerika 20.958 6.372 623
Europa 43.491 23.352 3.839
Summe 64.449 29.724 4.462

Vermögen, Verbindlichkeiten und Investitionen nach geografischen Regionen

Jahr 2006
TEUR TEUR TEUR
Verbindlich-
Vermögen keiten Investitionen
Nordamerika 22.722 7.117 683
Europa 37.333 19.021 3.495

Hauptkunden

Im Segment Therapie entfielen im Jahre 2007 ca. 1,3 Mio. EUR Umsätze auf einen Hauptkunden (entspricht ca. 2 % der konsolidierten Umsätze des Konzerns).

47. Nahe stehende Personen und Unternehmen

Nach IAS 24 sind Transaktionen mit Personen oder Unternehmen, die die Eckert & Ziegler AG beherrschen oder von ihr beherrscht werden, anzugeben. Transaktionen der Eckert & Ziegler AG mit nahe stehenden Personen und Unternehmen werden zu Bedingungen wie unter fremden Dritten abgewickelt.

a) Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen

Vorstand

Dr. Andreas Eckert (Vorstandsvorsitzender, verantwortlich für die Bereiche Unternehmensleitung, Investor Relations, Finanzen, Business Development sowie für das Segment Nuklearmedizin und Industrie), Berlin, Kaufmann

In anderen Gremien: Chairman of the Board of Directors Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL), Burbank, USA

Dr. Edgar Löffler (Vorstand, verantwortlich für das Segment Therapie), Berlin, Medizin-Physiker

In anderen Gremien: Member of the Board of Directors Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL), Burbank, USA

bis 31.12.2007:

Dr. Andreas Hey (Vorstand, verantwortlich für das Segment Radiopharmazie), Berlin, Arzt In anderen Gremien: Member of the Board of Direc-

tors Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL), Burbank, USA

ab 01.03.2008:

Dr. André Heß (Vorstand, verantwortlich für das Segment Radiopharmazie), Berlin, Diplom-Chemiker und Wirtschaftsingenieur In anderen Gremien: keine

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2007 an:

Prof. Dr. Wolfgang Maennig (Vorsitzender), Berlin, Universitätsprofessor

In anderen Kontrollgremien: Ecodasa AG, Berlin; Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) AöR, Berlin; Hamburgisches Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) gGmbH, Hamburg

Ralf Hennig, (stellvertretender Vorsitzender), Berlin, Unternehmensberater In anderen Kontrollgremien: keine

Prof. Dr. Ronald Frohne, Berlin, Rechtsanwalt und Wirtschaftsprüfer, Honorarprofessor In anderen Kontrollgremien: Würzburger Versicherungs-Aktiengesellschaft, Würzburg; TAG Tegernsee Immobilien- und Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Hamburg; Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH, Potsdam; TELLUX-Beteiligungsgesellschaft mbH, München; Scholz & Friends AG, Berlin; AGICOA – Association de Gestion Internationale Collective des Œuvres Audiovisuelles, Genf; CAB (The Feature Film Producers' Association for the Distribution of Fees in Pursuance of Section 35 of the Danish Copyright Act), Kopenhagen

Prof. Dr. Nikolaus Fuchs, Berlin, Unternehmensberater und Honorarprofessor In anderen Kontrollgremien: keine

Hans-Jörg Hinke, Berlin, Kaufmann In anderen Kontrollgremien: keine

Frank Perschmann, Berlin, Kaufmann In anderen Kontrollgremien: keine

Bezüglich der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat verweisen wir auf den Vergütungsbericht innerhalb des Lageberichtes.

Zum 31. Dezember 2007 existierten keinerlei Vorschusszahlungen oder Darlehen an die Vorstandsmitglieder oder die Aufsichtsräte der Eckert & Ziegler AG.

b) Sonstige nahe stehende Unternehmen und Personen

– Eckert Strategieberatung und Kapitalbeteiligungsgesellschaft mbH ("Eckert Consult"), die 37,9% der Aktien der Eckert & Ziegler AG hält, und deren Alleingesellschafter, Dr. Andreas Eckert, Vorstandsvorsitzender der Eckert & Ziegler AG, ist

– Nemod Verwaltungs GmbH, früher: jojumarie Intelligente Instrumente GmbH ("jojumarie GmbH"), an der Eckert Consult indirekt (über die Nemod Immuntherapie GmbH) beteiligt ist. Dr. Eckert ist einer der Geschäftsführer der NEMOD Verwaltungs GmbH

– Glycotope GmbH, die sich zu 37,41% im Besitz der Eckert Consult befindet

– Herr I. Simmer und Herr J. Sadlo, Geschäftsführer und zugleich Minderheitsgesellschafter der Tochtergesellschaft Eckert & Ziegler Cesio s.r.o.

– Herr A. Schmidt, Geschäftsführer und zugleich Minderheitsgesellschafter der Tochtergesellschaft Eckert & Ziegler f-con Europe GmbH

– Herr Dr. Stabell, Geschäftsführer und zugleich Minderheitsgesellschafter der Eckert & Ziegler EURO-PET Berlin GmbH

In den Jahren 2007 und 2006 wurden folgende Transaktionen mit diesen nahe stehenden Personen und Unternehmen vorgenommen:

Die Eckert & Ziegler AG erbrachte im Berichtsjahr verschiedene administrative Dienstleistungen für die Nemod Immuntherapie GmbH und Nemod Verwaltungs GmbH. Hierfür wurden Aufwendungen nach Rechnungslegung in Höhe von TEUR 4 geltend gemacht.

Seit dem 01.01.2004 gibt es einen Vertrag zwischen der Glycotope und der Eckert & Ziegler BEBIG GmbH, in dessen Rahmen die Eckert & Ziegler BEBIG GmbH Dienstleistungen im Bereich IT und Lohnbuchhaltung erbringt. Die monatliche Vergütung erfolgt nach tatsächlich entstandenem Aufwand. Im

Berichtsjahr erhielt die Eckert & Ziegler BEBIG GmbH für erbrachte Dienstleistungen TEUR 13.

Die Eckert & Ziegler AG hat den Geschäftsführern und Minderheitsgesellschaftern der Eckert & Ziegler Cesio s.r.o., Herrn I. Simmer und Herrn J. Sadlo, im Jahr 2004 jeweils ein Darlehen in Höhe von TEUR 234 gewährt. Die Darlehen werden mit 2 % p. a. verzinst und sind inklusive Zinsen zum 30. September 2008 zur Rückzahlung fällig.

Herr Schmidt hat der Tochtergesellschaft Eckert & Ziegler f-con Europe GmbH zwei Darlehen gewährt. Zum 31.12.2007 beträgt der Darlehensstand inklusive Zinsen TEUR 455.

Herr Dr. Stabell erhält Warenlieferungen zu Marktpreisen von der Tochtergesellschaft Eckert & Ziegler EURO-PET Berlin GmbH. Im Geschäftsjahr beliefen sich die Rechnungen auf TEUR 30. Zum 31.12.2007 betrugen die Forderungen TEUR 4.

Die Salden der der Eckert & Ziegler Gruppe nahe stehenden Personen und Unternehmen bezüglich Forderungen, Darlehensforderungen, Verbindlichkeiten und Darlehensverbindlichkeiten stellen sich zum 31. Dezember der Geschäftsjahre 2007 und 2006 wie folgt dar:

TEUR
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen gegen nahe stehende
Personen und Unternehmen
12
27
Darlehensforderungen gegen
nahe stehende Personen und
Unternehmen
499
489
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen gegenüber nahe
stehenden Personen und Unternehmen
10
6
Darlehensverbindlichkeiten gegen
nahe stehende Personen
455
177

48. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Februar 2008 hat die Eckert & Ziegler AG ihre Beteiligung am in der Eckert & Ziegler BEBIG GmbH angesiedelten Implantate-Geschäft als Sacheinlage in die International Brachytherapy S.A. (IBt), Seneffe (Belgien), eingebracht und dafür aus einer Kapitalerhöhung 38,5 % der Stammaktien (was 29,9 % der stimmberechtigten Aktien entspricht) der IBt erhalten.

Andere nach dem HGB geforderte Erläuterungen

49. Sonstige Erträge/Aufwendungen

Die sonstigen Erträge/Aufwendungen enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 194 (2006: TEUR 268) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 39 (2006: TEUR 173). Die periodenfremden Erträge beziehen sich auf die Auflösung von Rückstellungen sowie auf Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen. Die periodenfremden Aufwendungen resultieren aus Verlusten aus dem Abgang von Anlagevermögen.

50. Materialaufwand

Im Geschäftsjahr 2007 wurde ein Materialaufwand in Höhe von TEUR 16.928 (2006: TEUR 16.349) erfasst.

51. Honorare für Wirtschaftsprüfer

Im Geschäftsjahr 2007 wurden für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses Honorare für Abschlussprüfungen in Höhe von TEUR 185 (2006: TEUR 165) sowie ein Honorar für Beratungsleistungen im Zusammenhang mit der Vorbereitung einer geplanten Due-Diligence in Höhe von TEUR 5 als Aufwand erfasst. Weitere Leistungen wurden durch die Abschlussprüfer nicht erbracht.

52. Sonstige Angaben

Durch die Einbeziehung in den Konzernabschluss der Eckert & Ziegler AG ist die Eckert & Ziegler BEBIG GmbH gemäß § 264 Abs. 3 HGB u. a. von den Prüfungs- und Offenlegungspflichten des Jahresabschlusses befreit.

53. Erklärung nach § 161 Aktg zur Beachtung des Deutschen Corporate Governance Kodex (Entsprechenserklärung)

Die nach § 161 AktG für die Eckert & Ziegler AG als börsennotiertes Unternehmen vorgeschriebene Erklärung zur Einhaltung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und den Aktionären über die Webseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

Vorstand und Aufsichtsrat 31.12.2007

Aktien Aktienoptionen
Dr. Andreas Eckert
(Eckert Consult GmbH)
Vorstand 2.010
(1.230.446)
10.000
(0)
Dr. Andreas Hey Vorstand 0 0
Dr. Edgar Löffler Vorstand 10.250 16.000
Prof. Dr. Wolfgang Maennig Aufsichtsrat 0 0
Ralf Hennig Aufsichtsrat 141 0
Prof. Dr. Ronald Frohne Aufsichtsrat 0 0
Prof. Dr. Nikolaus Fuchs Aufsichtsrat 0 0
Hans-Jörg Hinke Aufsichtsrat 0 0
Frank Perschmann Aufsichtsrat 1.000 0
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand Zugänge durch Übrige Um- Währungs- Stand
01.01.2007 Unternehmenserwerbe Zugänge Abgänge buchungen umrechnung 31.12.2007
Anlagevermögen
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- und Firmenwerte 11.414 0 4 0 0 -929 10.489
2. Sonstige Immaterielle
Vermögenswerte
12.513 132 2.228 8 0 -541 14.324
23.927 132 2.232 8 0 -1.470 24.813
II.Sachanlagen
1. Bauten auf fremden
Grundstücken
8.044 0 367 95 268 -317 8.267
2. Technische Anlagen
und Maschinen
22.845 2.648 1.451 446 141 -372 26.267
3. Andere Anlagen, Betriebs-
Geschäftsausstattung
2.609 14 471 42 0 -89 2.963
4. Anlagen im Bau 934 0 164 0 -409 -91 598
34.432 2.662 2.453 583 0 -869 38.095
58.359 2.794 4.685 591 0 -2.339 62.908
Abschreibungen Restbuchwerte
Stand Um- Währungs- Stand Stand Stand
01.01.2007 Zugänge Abgänge buchungen umrechnung 31.12.2007 01.01.2007 31.12.2007
641 0 0 0 -100 541 10.773 9.948
5.301 1.021 0 0 -284 6.038 7.212 8.286
5.942 1.021 0 0 -384 6.579 17.985 18.234
2.072 367 7 0 -100 2.332 5.972 5.935
14.430 1.970 383 0 -268 15.749 8.415 10.518
2.010 373 40 0 -74 2.269 599 694
0 0 0 0 0 0 934 598
18.512 2.710 430 0 -442 20.350 15.920 17.745
24.454 3.731 430 0 -826 26.929 33.905 35.979

Erklärung des Vorstandes

Für die Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses ist der Vorstand der Eckert & Ziegler AG verantwortlich. Um die Einhaltung der Rechnungslegungsgrundsätze und die Ordnungsmäßigkeit der Berichterstattung zu gewährleisten, nutzen wir wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme. Diese beinhalten die Anwendung konzernweit einheitlicher Richtlinien, den Einsatz zuverlässiger Software sowie die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals. Im Hinblick auf die Vorschriften des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) haben wir die im Konzern bestehenden Frühwarnsysteme zu einem Risikomanagementsystem zusammengefasst. Damit wird der Vorstand in die Lage versetzt, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Die KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft hat den nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht geprüft und den nachfolgenden Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für die Eckert & Ziegler Gruppe sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers geprüft. Der Aufsichtsrat erörterte alle diese Berichte und Abschlüsse mit dem Vorstand und den Wirtschaftsprüfern. Er hat die Ergebnisse der Prüfung zustimmend zur Kenntnis genommen und den ihm vorgelegten Jahres- und Konzernabschluss gebilligt.

Berlin, den 26. März 2008

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG

Der Vorstand

Dr. Andreas Eckert Dr. Edgar Löffler

Dr. André Heß

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Berlin, den 14. März 2008

Der Vorstand

Dr. Andreas Eckert Dr. Edgar Löffler Dr. André Heß

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Eckert & Ziegler Strahlenund Medizintechnik AG, Berlin, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Berlin, den 14. März 2008

KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Kronner Wirtschaftprüfer

Brandt Wirtschaftsprüfer

Zur Stärkung des Vertrauens der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Aktiengesellschaften legt die von der Bundesregierung eingesetzte Regierungskommission im regelmäßig aktualisierten "Deutschen Corporate Governance Kodex" Empfehlungen zur verantwortungsvollen Unternehmensführung vor.

Der Deutschen Corporate Governance Kodex enthält neben der Darstellung gesetzlicher Vorschriften darüber hinausgehende international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung.

Die Eckert & Ziegler AG begrüßt Inhalt und Zielsetzung des Deutschen Corporate Governance Kodex. Seit ihrer Gründung bestimmt der Grundsatz einer verantwortungsvollen und nachvollziehbaren Unternehmensführung das Handeln von Vorstand und Aufsichtsrat.

Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde auch im Berichtsjahr im Wesentlichen entsprochen. Nur in wenigen, begründeten Ausnahmefällen wurde von den Empfehlungen abgewichen.

Als börsennotiertes Unternehmen ist Eckert & Ziegler gemäß § 161 Aktiengesetz zur Abgabe einer jährlichen Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex verpflichtet. In dieser Erklärung ist darzulegen, dass dem Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden:

Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 Aktiengesetz

Vorstand und Aufsichtsrat der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG geben hiermit gemäß § 161 Aktiengesetz folgende Erklärung ab:

Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG wird den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex – in der Fassung vom 14. Juni 2007 – mit folgenden Abweichungen entsprechen:

Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung:

Die von der Gesellschaft für den Vorstand und den Aufsichtsrat abgeschlossene D&O-Versicherung sieht keinen Selbstbehalt vor.

Bildung von Ausschüssen:

Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse, insbesondere keinen Prüfungsausschuss oder Nominierungsausschuss eingerichtet.

Vorstandsvergütung:

Derzeit besteht keine Regelung über eine Vergütung des Vorstandes durch Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter.

Altersgrenze für Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates:

Weder für die Mitglieder des Vorstandes noch für die Mitglieder des Aufsichtsrates sind Altersgrenzen festgelegt worden.

Aufsichtsratsvergütung:

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten keine erfolgsorientierte Vergütung.

Seit der Entsprechenserklärung vom 03. Dezember 2006 hat die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex – in der Fassung vom 12. Juni 2006 – mit Ausnahme der in der Erklärung mitgeteilten Abweichungen vollumfänglich entsprochen.

Berlin, den 03. Dezember 2007

Für den Vorstand:

Dr. Andreas Eckert

Für den Aufsichtsrat:

Prof. Dr. Wolfgang Maennig

Erläuterung der Abweichungen von den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex

Der Vorstand nimmt – zugleich für den Aufsichtsrat – wie folgt zu den in der Entsprechenserklärung vom 03.12.2007 genannten Abweichungen von im Deutschen Corporate Governance Kodex genannten Empfehlungen Stellung:

Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung

Von der Vereinbarung eines Selbstbehalts bei der D&O-Versicherung (Haftpflichtversicherung für Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates) wurde abgesehen, da nicht erkennbar ist, dass sich dadurch Motivation und Verantwortungsbewusstsein der Organmitglieder grundsätzlich verbessern lassen.

Zugleich liegen gegenwärtig keine allgemein anerkannten Grundsätze für die Angemessenheit eines solchen Selbstbehalts vor.

Bildung von Ausschüssen

Die Notwendigkeit der Bildung von Ausschüssen, insbesondere aber eines Prüfungsausschusses oder eines Nominierungsausschusses, wird vom Aufsichtsrat aufgrund der geringen Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder sowie der spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens als nicht vordringlich angesehen. Sämtliche Aufgaben dieser Ausschüsse werden deshalb vom Aufsichtsrat als Gesamtgremium wahrgenommen.

Vorstandsvergütung

Aufgrund der mit dem früheren Aktienoptionsprogramm gesammelten Erfahrungen, insbesondere im Hinblick auf die Resonanz bei den Mitarbeitern, wurde bisher kein vergleichbares Nachfolgeprogramm für Führungskräfte beschlossen.

Altersgrenze für Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Vorstand und Aufsichtsrat sind der Ansicht, dass eine allgemeine Altersgrenze für Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates kein sachgerechtes Kriterium für die Suche bzw. den Ausschluss von Mitgliedern dieser Organe darstellt. Vielmehr kommt es bei der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat im Wesentlichen darauf an, ob die Mitglieder über die notwendigen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen.

Aufsichtsratsvergütung

Vorstand und Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass eine an den Unternehmenserfolg gekoppelte Vergütung der gesetzlich vorgesehenen Funktion des Aufsichtsrates als unabhängiges Überwachungsorgan und der damit notwendig einhergehenden Interessensneutralität nicht gerecht wird.

Überwachung der Tätigkeit und Beratung des Vorstandes

Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2007 über den Geschäftsverlauf und die Geschäftspolitik, die Planung sowie das Risikomanagement der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG und deren Beteiligungen regelmäßig und umfassend vom Vorstand informiert worden. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.

Insgesamt fanden im Berichtszeitraum fünf Sitzungen des Aufsichtsrates statt. Außerhalb der Sitzungszeiten hat der Vorstand den Aufsichtsrat zeitnah zu aktuellen Themen informiert und konsultiert. In regelmäßigen Einzelgesprächen setzte der Vorstandsvorsitzende den Vorsitzenden des Aufsichtsrates über wichtige Entwicklungen und anstehende Entscheidungen in Kenntnis. Ausschüsse des Aufsichtsrates bestanden im Berichtszeitraum nicht.

Genehmigungen von Beschlussvorlagen des Vorstandes erfolgten nach Prüfung umfangreicher Unterlagen sowie intensiver Erörterung mit dem Vorstand.

Im Vordergrund der Beratungen des Aufsichtsrates standen folgende Schwerpunktthemen:

  • Strategische Ausrichtung, insbesondere im Bereich Radiopharmazie
  • Umstrukturierungen im Konzern
  • Akquisitionen
  • Risikomanagement

Prüfung des Jahresabschlusses 2007

Der vorliegende Jahresabschluss der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, der Konzernabschluss der Eckert & Ziegler Gruppe, der Lagebericht für die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG und der Konzernlagebericht für die Eckert & Ziegler Gruppe sowie der Vorschlag des Vorstandes an die Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns sind dem Aufsichtsrat zusammen mit den Prüfungsberichten des Abschlussprüfers, namentlich der KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, vorgelegt und ausgehändigt worden.

Vertreter des Abschlussprüfers haben an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 26. März 2008 teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung Bericht erstattet. Der Abschlussprüfer hat in seinen Prüfberichten festgestellt, dass alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten worden sind und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Aufsichtsrat hat dieses Ergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.

Nach seinem abschließenden Prüfungsergebnis hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die geprüften Abschlüsse und sonstigen vorgelegten Unterlagen zu erheben. Er billigt hiernach den ihm vorgelegten Jahres- und Konzernabschluss.

Sonstiges

Das Aufsichtsratsmitglied Prof. Dr. Ronald Frohne konnte im Geschäftsjahr 2007 wegen beruflicher Verpflichtungen im Ausland nur an zwei Sitzungen teilnehmen.

Danksagung

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und der Geschäftsführungen sowie den Mitarbeitern der zur Eckert & Ziegler Gruppe gehörenden Unternehmen für ihr tatkräftiges Engagement und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2007.

Berlin, im März 2008

Der Aufsichtsrat

Prof. Dr. Wolfgang Maennig Vorsitzender

Gewinn- und Verlustrechnungen (Einzelabschlüsse)

der Eckert & Ziegler Aktiengesellschaft für die am 31. Dezember endenden Geschäftsjahre

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2007 2006
TEUR TEUR
1.
Umsatzerlöse
1.001 2.040
2.
Sonstige betriebliche Erträge
344 817
1.345 2.857
3.
Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.355 -1.380
b) Soziale Abgaben -108 -136
- davon für Altersversorgung TEUR -21 (i.Vj.: TEUR -25) -1.463 -1.516
4.
Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen -209 -498
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die
in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0 -778
-209 -1.276
5.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
-741 -882
6.
Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen
890 352
7.
Erträge aus Beteiligungen
0 1.512
8.
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens 316 384
9.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
1.471 1.419
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf
Wertpapiere des Umlaufvermögens -355 -361
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0 -1.077
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -282 -313
13.Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 972 1.099
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -30 5
15. Jahresüberschuss 942 1.104
16. Auflösung der Rücklage für eigene Anteile 7 67
17. Bilanzgewinn 949 1.171

Bilanzen – Aktiva (Einzelabschlüsse)

der Eckert & Ziegler Aktiengesellschaft zum 31. Dezember

2007 2006
TEUR TEUR
AKTIVA
A. Anlagevermögen
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzreche und ähnliche Rechte sowie Lizenzen
an solchen Rechten, Software 649 854
II.
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16 18
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 11.472 11.546
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.769 4.606
15.241 16.152
Anlagevermögen, gesamt 15.906 17.024
B. Umlaufvermögen
II.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4 2
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 19.686 18.918
3. Sonstige Vermögensgegenstände 809 997
20.499 19.917
II.
Wertpapiere
1. Eigene Anteile 360 366
2. Sonstige Wertpapiere 965 1.038
1.325 1.404
III. Guthaben bei Kreditinstituten 493 999
Umlaufvermögen, gesamt 22.317 22.320
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13 26
D. LatenteSteuern 77 87
Aktiva, gesamt 38.313 39.457
2007 2006
TEUR TEUR
PASSIVA
A. Eigenkapital
I.
Gezeichnetes Kapital
3.250 3.250
Nennbetrag des bedingten Kapitals EUR 300.000,00
II.
Kapitalrücklage
27.166 27.166
III. Andere Gewinnrücklagen
2. Rücklage für eigene Anteile 360 366
4. Andere Gewinnrücklagen 1.069 684
1.429 1.050
IV. Bilanzgewinn 949 1.171
Eigenkapital, gesamt 32.794 32.637
B. Sonderposten gemäß §§ 2 bis 4 FördergebietsG 157 206
C. Rückstellungen
1.
Pensionsrückstellungen
356 335
2.
Steuerrückstellungen
10 0
3.
Sonstige Rückstellungen
634
1.000
550
885
D. Verbindlichkeiten
1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
1.750 2.000
2.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
14 27
3.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
364 1.521
4.
Sonstige Verbindlichkeiten
2.234 2.181
(davon aus Steuern TEUR 95; Vorjahr TEUR 57)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 0;
Vorjahr TEUR 0)
Verbindlichkeiten, gesamt 4.362 5.729
Passiva, gesamt 38.313 39.457

Afterloading-Therapie Kurzzeitige Bestrahlung zur Krebsbehandlung, bei der eine meist drahtgebundene radioaktive Quelle mit Hilfe eines elektrischen Antriebes über einen schlauchartigen Katheter bzw. Hohlnadeln in das Tumor-Zielvolumen für kurze Zeit eingebracht wird. In der Regel sind mehrere Sitzungen erforderlich.

Augenapplikator Anatomisch geformte Strahlenquelle zur Strahlentherapie von Augentumoren.

Blutbestrahlungsgerät Die Blutbestrahlungsanlage BIO-BEAM wirkt mittels Gammastrahlen gezielt auf Blut, Blutkomponenten und biologische Materialien. Sie eignet sich insbesondere für den Einsatz in der Immunhämatologie, der Transfusionsmedizin sowie in der radiobiologischen Forschung.

Brachytherapie Kontakttherapie, meist als radioaktive Bestrahlung mit minimaler Distanz zwischen Strahlenquelle und zu bestrahlendem Gewebe.

D&O-Versicherung Abgeleitet aus: "directors' and officers' liability insurance". Haftpflichtversicherung für die Unternehmensleitung, hier: die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder einer Aktiengesellschaft. Sie springt bei Schadensersatzforderungen für den Fall ein, dass die Unternehmensleitung die Sorgfaltspflicht eines ordentlichen und gewissenhaften Kaufmannes verletzt.

DOTA-Peptide Peptide, die sich an ganz spezifische Zellrezeptoren binden (z. B. in bestimmten Tumoren) und dort regulierende Effekte herbeiführen.

Flächenquelle Emissionsquelle mit ausgedehnter Emissionsfläche (z. B. Perflexion™).

Fluorethylcholin Neuentwickeltes, hochspezifisches Radiopharmakon zur präzisen Diagnose von Prostatakrebs, das in der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) eingesetzt wird.

Fluordesoxyglukose (FDG) Zuckerstoffwechselmarker. Radioaktiv markierte Glukose (Zucker).

Gammakamera Apparat zur bildgebenden Diagnostik in der Nuklearmedizin. Einsatz bei Szintigraphien.

HPLC-Analytik

High Performance Liquid Chromatography (Hochleistungsflüssigkeitschromatografie). Analytische Methode in der Chemie u.a. zur genauen Bestimmung der Konzentration.

IFRS Abkürzung für International Financial Reporting Standards. Internationale Rechnungslegungsvorschriften, nach denen der vorliegende Konzernabschluss aufgestellt wurde.

Implantate Natürliche oder künstliche Teile zur Einbringung in den Körper (hier synonym mit Seeds verwendet).

Implantation Einbringen oder Einpflanzen von körperfremden Materialien in den Organismus.

Inkontinenz Unvermögen, Urin und/ oder Stuhlgang bewusst und kontrolliert zurückzuhalten.

Interstitiell Im Zwischengewebe (Interstitium) liegend.

Iridiumquelle Iridium-192 ist ein radioaktives Isotop für medizinische Quellen, die sich vor allem dadurch auszeichnen, dass sich eine hohe Dosisleistung auf kleinem Volumen konzentrieren lässt. Derartige Quellen werden daher vor allem als Kurzzeitimplantat im Afterloadingverfahren (Nachladeverfahren) verwendet.

Isotop Atomart eines chemischen Elements mit gleicher Ordnungszahl, aber abweichender Massenzahl. Isotope können stabil sein oder unter Aussendung ionisierender Strahlung zerfallen (radioaktive Isotope).

Jod-125 Radioisotop von Jod; therapeutisch wird die niederenergetische Photonenstrahlung genutzt.

Kalibrier-Referenzstrahler Strahler, die zum Abgleich von Messinstrumenten dienen.

Kalibrierung Abgleich von Messinstrumenten mit vorgegebenen Standards.

Kobaltquellen (CO-60) Strahler mit dem Radionuklid Kobalt-60, das sich sehr gut zur Oberflächenbestrahlung von Tumoren eignet. Das Krebsbestrahlungsgerät Multi-Source® verwendet Kobalt-60-Quellen.

Kontrastmittel Arzneimittel, das in bildgebenden Verfahren die Darstellung von Strukturen und Funktionen des Körpers verbessert.

Nuclear Imaging Nuklearmedizinische Bildverarbeitung.

Nuklearmedizin Medizinisches Fachgebiet, das sich mit der diagnostischen und therapeutischen Anwendung offener, meist kurzlebiger, Radionuklide befasst.

Onkologie Medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Entstehung und Behandlung von bösartigen Tumoren befasst.

Peptid Aus einer Verknüpfung mehrerer Aminosäuren hervorgegangene organische chemische Verbindung.

Permanentimplantate Implantate, die zum dauernden Verbleib im Organismus/Körper bestimmt sind.

PET-Scanner Gerät zur Positronen-Emissions-Tomographie (PET), einem speziellen Aufnahmeverfahren in der Nuklearmedizin.

PET-Tracer Radioaktiv markierte Substanzen zum Einbringen in lebende Organismen zur Krebsdiagnose im Rahmen von PET-Untersuchungen.

Photon Winziges Energiepaket, auch "Lichtteilchen" genannt.

Positron Elementarteilchen mit der Masse eines Elektrons, aber mit positiver Ladung.

Positronen-Emissions-Tomographie (PET) Nuklearmedizinische Untersuchung zur Erstellung von Schnittbildern unter Nutzung der beim Positronenzerfall entstehenden Photonen.

Prostata Vorsteherdrüse. Kastaniengroßes Organ, das den Anfangsteil der männlichen Harnröhre umgibt.

Radioaktivität Eigenschaft instabiler Nuklide, spontan oder unter Umwandlung des Atomkerns Teilchen (Alpha- und Betastrahler) oder elektromagnetische Wellen (Gammastrahler) zu emittieren.

Radiochemie Teilgebiet der Kernchemie, das sich mit der Herstellung von Radionukliden beschäftigt.

Radiodiagnostika Diagnostische Radiopharmaka. Siehe auch Radiopharmaka.

Radiographie Konventionelles Röntgen.

Radioisotop Siehe Radionuklid.

Radionuklid Radioaktives Isotop.

Radioonkologie Auch: Strahlentherapie. Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Behandlung von bösartigen Tumoren mittels ionisierender Strahlen befasst.

Radiopharmaka Substanzen bzw. Arzneimittel, die auf Basis radioaktiver Nuklide ihre Wirkung entfalten und als Diagnostika in der Nuklearmedizin ihre Anwendung finden.

Radiopharmazie Entwicklung und Herstellung von Radiopharmaka.

Rohisotop Radioaktiver Augangsstoff für die Herstellung von Strahlenquellen.

Seed Von englisch Samenkorn. Kleine, radioisotopenhaltige Metallstiftchen zur interstitiellen Strahlentherapie.

SPECT Abkürzung für: Single-Photon-Emissions-Computertomographie. Bildgebendes Verfahren in der Nuklearmedizin, wie auch PET.

Strahler Hier: Vorrichtung, die radioaktive Strahlung aussendet. Manchmal auch "Quelle" genannt.

Synthesemodule Hier: Bestandteile des modularen Gerätesystems Modular Lab zur automatisierten Synthese von Radiopharmaka und -chemikalien.

Szintigraphie Bildgebendes nuklearmedizinisches Verfahren, welches meist unter Verwendung von Gammastrahlern zur Funktionsdiagnostik eingesetzt wird.

Szintillator Fluoreszierendes Material zum Nachweis geladener Teilchen und Gammastrahlen.

Therapy Accessories Microprozessorgesteuerte Geräte, die bei Therapien zum Einsatz kommen, die unter Verwendung von radioaktivem Material durchgeführt werden, z. B. Block- und Kompensatorschneidegeräte sowie Schmelztiegel.

Zyklotron Kreisrunder Teilchenbeschleuniger zur Erzeugung radioaktiver Substanzen.

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG

Segment Nuklearmedizin und Industrie Segment Therapie

92 Eckert & Ziegler . Geschäftsbericht 2007

Segment Radiopharmazie

Finanzkalender

28.03.2008 Geschäftsbericht 2007

28.03.2008 Bilanzpressekonferenz in Berlin

15.04.2008 Medtech Day in Frankfurt

06.05.2008 Quartalsbericht I/2008

11.06.2008 Hauptversammlung in Berlin

05.08.2008 Quartalsbericht II/2008

04.11.2008 Quartalsbericht III/2008

November 2008 Deutsches Eigenkapitalforum in Frankfurt

Kontakt

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG

Thomas Scheuch Investor Relations

Robert-Rössle-Str. 10 13125 Berlin www.ezag.de

Telephone +49 (0) 30 94 10 84 - 0 Telefax +49 (0) 30 94 10 84 - 112 E-mail [email protected]

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Herausgeber Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin

Fotos Thomas Lotzow, Berlin Archiv Achim Gaasterland, Köln Tobias Schneider, Berlin Archiv BBB Management GmbH, Berlin

Layout RWS Group GmbH, Berlin

Druck Stock Printservice, Berlin

Eckert & Ziegler . Geschäftsbericht 2007

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