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VERBIO Vereinigte BioEnergie AG

Annual Report Apr 22, 2008

464_10-k_2008-04-22_baedb2f2-5efd-4363-bef7-65d024e0c24c.pdf

Annual Report

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GESCHÄFTSBERICHT

Finanzkalender

12. 06. 2008 Hauptversammlung

14. 08. 2008 Veröffentlichung Zwischenbericht 1.Halbjahr 2008

14. 11. 2008 Veröffentlichung Zwischenbericht 1. – 3.Quartal 2008

Unternehmenskennzahlen

Betriebsdaten

Q1 2007 Q2 2007 Q3 2007 2007 20061 ∆ 2007–2006
Produktion (t) 123.419 127.128 121.158 471.613 516.700 -45.087
Auslastung (%) 70,5% 72,6% 69,2% 67,4% 73,8% -6,4%
Anzahl Mitarbeiter 310 328 381 385 324 61
Investitionen in ­Sachanlagen (in Mio. €) 4,3 10,4 8,5 34,5 34,3 0,2

ertragslage

IN MIO. EUR Q1 2007 Q2 2007 Q3 2007 2007 20061 ∆ 2007–2006
Umsatz 103,1 100,7 103,3 408,0 446,2 -38,2
Gross Margin 14,6 6,8 12,4 29,4 82,2 -52,8
EBITDA (vor Sondereinfluss) 11,4 6,0 7,5 3,1 72,1 -69,0
EBIT (vor Sondereinfluss) 5,3 –0,2 1,7 -252,2 55,5 -307,7
EBT 3,1 –2,4 –0,3 -259,7 38,8 -298,5
Konzern-Ergebnis 0,3 –3,6 2,7 -246,4 26,6 -273,0

Ohne einmaligen Sondereinfluss (Mio. € 5,3) aus Auftragsbestand.

Liquidität und Risiko

IN MIO. EUR 31.03.2007 30.06.2007 30.09.2007 31.12.2007 31.12.2006 ∆ 2007–2006
Net debt2 71,8 57,1 8,9 -0,6 82,6 -83,2
Operativer Cash-Flow -2,3 - 1,0 -64,9 -94,0 18,4 - 112,4
Eigenkapital-Quote 74,2% 77,3% 72,4% 58,7% 73,1% –14,4%

Vermögenslage

IN MIO. EUR 31.03.2007 30.06.2007 30.09.2007 31.12.2007 31.12.2006 ∆ 2007–2006
Capital Employed 723,6 697,6 740,2 506,4 730,2 -223,8
Working Capital 40,2 41,1 102,0 112,7 33,1 -69,4
Cash & Cash equivalents 146,5 115,4 85,8 57,1 170,4 - 113,3

Produktivität

31.12.2007 31.12.2006 ∆ 2007–2006
EBIT/t -534,8 107,4 -642,2
Produktion in t /FTE 1.225 1.595 -739

Rentabilität

31.03.2007 30.06.2007 30.09.2007 31.12.2007 31.12.2006 ∆ 2007–2006
ROCE 0,46% -0,32% 0,05% -4,92% 6,04%
Kennzahlen je Aktie
31.03.2007 30.06.2007 30.09.2007 31.12.2007 31.12.20061 ∆ 2007–2006
Ergebnis je Aktie in EUR 0,01 -0,05 -0,01 -3,91 0,42 -4,33
Anzahl Aktien in Mio. Stück 63 63 63 63 63 0
Marktkapitalisierung in Mio. EUR 470 406 221 219 863 -644
segme
ntE
In MIO. EUR Q1 2007 Q2 2007 Q3 2007 2007 20061 ∆ 2007–2006
Biodiesel Umsatz 66,0 67,1 76,2 284,7 302,0 - 17,3
EBIT (vor Sondereinfluss) 2,4 3,8 6,1 10,5 45,7 -35,2
Bioethanol Umsatz 28,1 29,4 22,1 97,3 123,2 -25,9
EBIT (vor Sondereinfluss) -0,7 -3,6 -4,3 -265,2 8,7 -273,9
Energie Umsatz 8,5 3,8 3,9 21,9 18,0 3,9
EBIT 3,6 -0,6 0 2,8 2,8 0
Übrige Umsatz 0,5 0,4 1,1 4,1 3,0 1,1

1 IFRS-Konzern-Jahresabschluss 2. Rumpfgeschäftsjahr 2006, kumuliert mit IFRS-Konzern-Pro-forma-Finanzinformationen (01.01.–30.06.2006)

2 Zahlungsmittel/Termingeldanlagen/Schuldscheindarlehen (in sonstigen Vermögenswerten enthalten) abzüglich lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten/andere langfristige Verbindlichkeiten Das 4. Quartal wurde aufgrund von Sondereffekten nicht separat ausgewiesen.

die verbio ag

  • VOrwort des VORSTANDS
  • Bericht des Aufsichtsrats
  • die VERBIO-aktie
  • KONZERN-LAGEBERICHT
  • KONZERN-ABSCHLUSS
  • Konzern - Gewinn- und Verlustrechnung
  • Konzern -bilanz
  • Konzern - Kapitalflussrechnung
  • Konzern - Eigenkapitalveränderungsrechnung

  • Konzern-anhang

  • Corporate Governance Bericht
  • 121 Organe
  • 122 Glossar

Kontakt, Impressum

Sehr geehrte Aktionäre, liebe Mitarbeiter und Freunde der VERBIO,

2007 war für die Biokraftstoff branche ein bewegtes Jahr. Im Vergleich zu den Vorjahren war es durch ungünstige politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen geprägt. Belastungen ergaben sich sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Absatzseite. Einerseits stiegen die Preise für Rapsöl und Getreide seit Mitte des Jahres rasant an, andererseits erlebten wir einen Preisdruck auf der Absatzseite durch Importe von subventioniertem Biodiesel aus den USA und billigem, aus Zuckerrohr hergestelltem Ethanol aus Brasilien. Darüber hinaus verhinderten die seit 1. Januar 2007 gültige volle Besteuerung der beigemischten Biokraftstoffe und die Besteuerung des reinen Biodiesels in Höhe von 9 Cent/Liter einen Anstieg der inländischen Nachfrage nach Biokraftstoffen.

Positives Biodieselergebnis – Bioethanolergebnis durch hohe Rohstoffpreise und Preisdruck belastet

Diese Rahmenbedingungen hinterließen Spuren in unserem Geschäft: Der Konzern-Umsatz lag mit 408,0 Millionen Euro um knapp neun Prozent unter dem Vorjahreswert von 446,2 Millionen Euro. Dabei lief unser Geschäft mit Biodiesel zufriedenstellend. Die Auslastung unserer Anlagen lag mit 92 Prozent, bezogen auf die Produktionskapazität von 380.000 Tonnen pro Jahr, auf Vorjahresniveau. Während der Jahresdurchschnittspreis 2006 für Rapsöl, unseren Haupteinsatzstoff, bei rund 400 Euro pro Tonne lag, stieg er 2007 auf rund 700 Euro pro Tonne an. Trotz des hohen Preisanstiegs und des Nachfragerückgangs aufgrund der Besteuerung erzielten wir ein operatives Segmentergebnis in Höhe von 7,3 Millionen Euro. Unser Marktanteil im Biodieselgeschäft bewegt sich in der Größenordnung von elf Prozent, im Beimischungsgeschäft ist er deutlich höher.

Nicht voll auslasten konnten wir hingegen unsere Kapazitäten im Segment Ethanol. Hier ließen die hohen Getreidepreise, insbesondere im zweiten Halbjahr 2007, eine Produktion zu wettbewerbsfähigen Preisen nicht zu. In diesem Segment erwirtschafteten wir einen operativen Segmentverlust in Höhe von 29,6 Millionen Euro; die Auslastung betrug 45,8 Prozent, bezogen auf unsere Produktionskapazität von 270.000 Tonnen pro Jahr. Da sich die Marktgegebenheiten für das Ethanolgeschäft deutlich geändert haben, wurden zum Jahresende nicht liquiditätswirksame Wertminderungen vorgenommen, so dass das Segmentergebnis nach Sondereinflüssen minus 267,3 Millionen Euro beträgt. Unter Berücksichtigung dieser Wertberichtigungen, einschließlich der Ergebnisbeiträge der Segmente Energie und Übrige, weisen wir somit ein Konzern-Betriebsergebnis in Höhe von minus 257,5 Millionen Euro aus.

Umdenken in der Klimapolitik führt zu neuen Bedingungen im Geschäft mit Biokraftstoffen

Bisher orientierte sich die Entwicklung in der Biokraftstoffbranche rein auf eine volumenorientierte und preisorientierte Nachfrage. Das Volumen wurde unterstützt durch mögliche Beimischungen analog der EU-Kraftstoffnorm, die bis zu fünf Prozent Biodiesel und bis zu fünf Prozent Bioethanol zulässt, und ab 2007 durch gesetzlich vorgeschriebene Beimischungsquoten.

Die Rohstoffpreissteigerung und die ab 2007 gültige Steuer konnten im Beimischungsgeschäft für Biodiesel durch steigende Dieselpreise teilweise kompensiert werden, jedoch nicht im Geschäft mit reinem Biodiesel. Die Benchmark für die Preise im Ethanolgeschäft sind die Preise für brasilianisches Ethanol, das in großen Mengen importiert wird. Bedingt durch die stark gestiegenen Getreidepreise war eine Produktion aus heimischen Rohstoffen zu wettbewerbsfähigen Preisen in 2007 kaum möglich.

In Zukunft wird die weitere Entwicklung der Biokraftstoffe unter anderem von der Ausgestaltung der Biomasse-Nachhaltigkeitsverordnung und deren Inkrafttreten abhängig sein. Maßgeblich werden dann die nachhaltige Herstellung von Biokraftstoffen entlang der gesamten Wertschöpfungskette und das Treibhausgasminderungspotenzial sein.

Biokraftstoffe – für Viele und Vieles der Sündenbock

Während 2006 der Beitrag der auf nachwachsenden Rohstoffen beruhenden Kraftstoffe zum Klimaschutz nicht in Frage gestellt wurde und die Welt für unsere Branche noch in Ordnung war, hat sich die Stimmung 2007 komplett gedreht.

Plötzlich war das europäische Biokraftstoffprogramm für steigende Lebensmittelpreise und die zunehmende Abholzung von Regen- und Tropenwäldern in Südamerika und Südostasien verantwortlich und der positive Beitrag der Biokraftstoffe zum Klimaschutz wurde in Frage gestellt.

Viel Kritik, wenig differenziert.

Vergessen wurde dabei, dass bevölkerungsreiche Länder wie China und Indien aufgrund eines wachsenden Wohlstands deutlich mehr Milch- und Getreideerzeugnisse nachfragen. Vergessen wird auch, dass die europäische Landwirtschaft einer Planwirtschaft gleicht und der europäische Bauer seit Jahrzehnten aufgrund massiver Überproduktion und des vorherrschenden Nachfrageoligopols keine fairen Preise für seine Produkte erzielen konnte und deshalb auf Ausgleichszahlungen der EU angewiesen war. Fast 50 Prozent des EU-Haushalts gehen nach wie vor in Form von Strukturhilfen in die Landwirtschaft. Vergessen wurde weiterhin, dass europäischer Biokraftstoff bereits heute nachhaltig nach höchsten technischen Standards produziert wird.

Vergessen wird ebenfalls, welche Umweltbelastung durch die Förderung und den Transport von mineralischen Kraftstoffen entsteht und entstanden ist, ohne dass man dabei an die Katastrophen für die Umwelt denkt, die schon durch Unglücke oder kriegerische Eingriffe eingetreten sind.

Es wird höchste Zeit, dass diese Diskussion versachlicht wird und man sich auf die Fakten konzentriert. Diese Fakten sind:

  • Die Weltbevölkerung wächst immer schneller
  • Die Erdöl- und Erdgasvorkommen sind endlich
  • Die Erdöl- bzw. Erdgasvorkommen liegen überwiegend in politisch instabilen Regionen
  • Die Klimaänderung wird durch Industrialisierung und Umweltsünden verursacht

Die Weltbevölkerung wächst, dies führt zu einer rasant steigenden Nachfrage nach Nahrungsmitteln, aber auch nach Energie. Viele Nahrungsmittel können ohne den Einsatz von Energie nicht produziert werden. Steigender Wohlstand fördert den Wunsch nach Mobilität. Das Haben oder Nicht-Haben von fossilen Brennstoffen kann noch stärker als bisher zu einem Machtfaktor werden. Daher gibt es nur eine Lösung: den steigenden Energiebedarf auf möglichst viele Ressourcen verteilen, vorrangig auf solche, deren Umweltbilanz positiv ist.

Ein Umdenken ist also erforderlich. Die Anfänge sind gemacht. Der politische Wille, etwas zum Klimaschutz beizutragen, manifestiert sich mehr und mehr. Deutschland will hier eine Vorreiterrolle einnehmen.

Biokraftstoffe leisten einen positiven Beitrag zum Klimaschutz

Die Biokraftstoffindustrie steht vor neuen Herausforderungen. Ziel wird es sein, sicherzustellen, dass jeder einzelne Biokraftstoff auf seine Ökobilanz hin geprüft wird. Der gesamte Produktionsprozess von der Erzeugung der Biomasse bis zur Herstellung des Endproduktes wird in die Betrachtung einfließen.

All dies wurde in der am 5. Dezember 2007 vom Kabinett beschlossenen Biomasse-Nachhaltigkeitsverordnung definiert und der EU-Kommission zur Notifizierung zugeleitet, damit diese die Auswirkungen auf den Binnenmarkt prüfen kann. Die EU-Kommission teilte im März 2008 mit, dass das Verfahren zunächst bis Dezember 2008 gestoppt werde, da sie selbst an einer entsprechenden Richtlinie arbeite und eine europaweit einheitliche Anforderung an die Nachhaltigkeit für Biokraftstoffe anstrebe.

Unser Ansatz war von Anfang an, mit einheimischen Rohstoffen nachhaltig Biokraftstoffe energieeffizient zu erzeugen. Daher sind wir sicher, dass wir die Anforderungen der Nachhaltigkeitsverordnung bzw. der EU-einheitlichen Nachhaltigkeitsrichtlinie für Biokraftstoffe erfüllen werden.

Das Jahr 2008 wird bei VERBIO gekennzeichnet sein durch Kosteneinsparungen und EffizienzsteigerungsmaSSnahmen

Der Vorstand hat ein Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Profitabilität beschlossen. Unser Ziel ist es, im Konzern die Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern, zum Beispiel durch eine Zentralisierung der kaufmännischen Bereiche. Im Segment Bioethanol wollen wir Marktanteile zurückgewinnen und unsere Marktpräsenz steigern. Daher streben wir eine Vollauslastung der Bioethanolanlage in Schwedt an, die Anlage in Zörbig wird dann bis auf weiteres nicht produzieren. Weitere operative Maßnahmen sind derzeit in der Ausarbeitung. Eine nachhaltige und deutliche Verbesserung der allgemeinen und verbio-spezifischen Situation erwarten wir jedoch erst mit Verabschiedung der Nachhaltigkeitsverordnung.

Der Erfolg von verbio beruht vor allem auf der Qualifikation und dem Leistungswillen unserer Mitarbeiter. Insbesondere in harten Zeiten wird hier viel gefordert und es wurde viel geleistet. Dafür möchte ich mich auch im Namen meiner Vorstandskollegen bei allen Mitarbeitern bedanken.

Unseren Aktionären danken wir für ihr Vertrauen in die langfristige Perspektive unseres Unternehmens und Geschäftsmodells sowie unseren Kunden für ihre Treue.

claus sauter Vorstandsvorsitzender

claus sauter, Vorstandsvorsitzender

dr.-ing. georg pollert, stv. Vorstandsvorsitzender

martin meurer, Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im Berichtszeitraum hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Gemeinsam haben wir den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführungsmaßnahmen überwacht. Dabei war der Aufsichtsrat in alle Entscheidungen involviert, die für die verbio Vereinigte BioEnergie AG und den Konzern von grundlegender Bedeutung waren. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die aktuelle Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements, den Gang der Geschäfte sowie die Unternehmensplanung.

Auf Basis der Berichte und Beschlussvorschläge des Vorstands wurden diese innerhalb des Gremiums gründlich geprüft und ausführlich erörtert und, soweit dies nach Gesetz und Satzung erforderlich war, entsprechende Beschlüsse gefasst. Auch außerhalb der Sitzungen standen meine Kollegen ebenso wie ich selbst mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt, um uns über die aktuelle Geschäftsentwicklung, neue gesetzliche Rahmenbedingungen und wesentliche Geschäftsvorfälle zu informieren.

Ebenso informierte uns der Vorstand über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns und stimmte diese mit uns ab. Abweichungen in der Geschäftsentwicklung von den Plänen und Zielen wurden uns detailliert erläutert. Über alle bedeutenden Geschäftsvorgänge wurden wir vom Vorstand unterrichtet. Von unseren Prüfungsrechten nach § 111 Abs. 2 Aktiengesetz haben wir keinen Gebrauch gemacht, da aufgrund der Berichterstattung durch den Vorstand hierzu keine Veranlassung bestand.

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat zustimmungspflichtige Geschäfte korrekt vorgelegt, die nach eingehender Diskussion zwischen Aufsichtsrat und Vorstand unsere Zustimmung erhielten. Im Umlaufverfahren wurden im Geschäftsjahr 2007 zwei Beschlüsse gefasst. Hierbei handelte es sich um in der Geschäftsordnung definierte zustimmungspflichtige Geschäfte. Im Geschäftsjahr 2007 wurden vom Aufsichtsrat keine zusätzlichen zustimmungspflichtigen Geschäfte definiert und festgelegt.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Berichtszeitraum haben acht Aufsichtsratssitzungen (davon zwei außerordentliche) stattgefunden, dreimal in Form einer Telefonkonferenz. Regelmäßiger Bestandteil der Beratungen waren der aktuelle Bericht des Vorstandsvorsitzenden über die Geschäftsentwicklung, die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Konzerns und seiner Segmente, die Finanzlage sowie alle wesentlichen Investitions- und Expansionsprojekte, das Risikoüberwachungssystem der Gesellschaft nebst Informationen über etwaige Risiken und dessen Ergebnisse. Darüber hinaus wurden stets die aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen und ihr Einfluss auf das Unternehmen erörtert.

Denkbare Interessenkonflikte wurden dadurch vermieden, dass die betroffenen Mitglieder des Aufsichtsrats mögliche Interessenkonflikte gegenüber dem Gesamtgremium offenlegten, sich an der Behandlung relevanter Themen nicht beteiligten und sich bei der Beschlussfassung der Stimme enthielten. In diesen Fällen handelte es sich um Geschäftsvorgänge des verbio-Konzerns mit Unternehmen, an denen ein Aufsichtsratsmitglied mittelbar oder unmittelbar beteiligt ist.

Die erste Sitzung des Geschäftsjahres 2007 fand am 2. März statt und hatte vor allem die Erörterung der Geschäftsentwicklung im Rumpfgeschäftsjahr 1. Juli 2006 bis 31. Dezember 2006, der Eckdaten des AG- und Konzern-Abschlusses 2006, der strategischen Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren im Biokraftstoffgeschäft und Formulierung erster Planungsprämissen zum Gegenstand. Ferner wurde über den Entwurf der Tagesordnung für die Hauptversammlung beraten und die Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz für das Rumpfgeschäftsjahr 2006 abgegeben.

Im Rahmen der außerordentlichen Sitzung vom 18. März 2007, die aufgrund der Kurzfristigkeit telefonisch abgehalten wurde, befasste sich der Aufsichtsrat mit den ersten Ergebnissen der Planung für das Jahr 2007 auf Basis der am 2. März 2007 formulierten Planungsprämissen. Aufgrund der Erkenntnis eines deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgangs im Jahr 2007 wurde im Anschluss an die Sitzung unverzüglich eine Ad-hoc Mitteilung veröffentlicht.

Wesentliche Themen der Bilanzsitzung am 22. März 2007 waren der von der kpmg bestätigte Jahresabschluss des Rumpfgeschäftsjahres 1. Juli 2006 bis 31. Dezember 2006, der Lageund Abhängigkeitsbericht für das Rumpfgeschäftsjahr 1. Juli 2006 bis 31. Dezember 2006 sowie der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands. Die wesentlichen Aspekte wurden mit dem Vorstand und den Abschlussprüfern ausführlich erörtert. Des Weiteren wurde über die der Hauptversammlung 2007 zu unterbreitenden Beschlussvorschläge beraten, die anschließend einstimmig verabschiedet wurden. Darüber hinaus wurde der Finanzrahmen für 2007 von allen Aufsichtsräten genehmigt.

Anfang Juni 2007 unterrichtete der Vorstand den Aufsichtsrat in einer Telefonkonferenz über den Status des Expansionsprojektes Wismar und bekräftigte die vorläufige Hochrechnung und deren Planungsprämissen für das Jahr 2007.

In der im Anschluss an die Hauptversammlung am 12. Juni 2007 stattgefundenen Aufsichtsratssitzung entschied der Aufsichtsrat einstimmig über den Abschluss eines Erbbaurechtsvertrages in Wismar. Die Auswirkungen und Folgen des Vertragsabschlusses wurden intensiv erörtert ebenso wie die vom Vorstand präsentierte Ergebnishochrechnung und das Ergebnisszenario für das zweite Halbjahr 2007.

Am 13. August 2007 stand im Vordergrund der außerordentlich einberufenen, telefonischen Aufsichtsratssitzung die Berichterstattung des Vorstands über den aktuellen Stand der Investitionen, insbesondere der Biogasinvestitionen. Ausführlich wurde die weitere Verfahrensweise diskutiert.

Ein Schwerpunkt der am 11. Oktober 2007 stattgefundenen Aufsichtsratssitzung war neben der geschäftlichen Entwicklung in den ersten neun Monaten insbesondere die Diskussion der Wirtschaftlichkeitsrechnung der Biogasinvestitionen. Darüber hinaus wurde die Bestellung von Herrn Dr. Herbert Bäsch als Mitglied des Vorstands und Finanzvorstand der verbio ag von uns einvernehmlich mit Wirkung zum Ablauf des 31. Oktober 2007 beendet. Seine Nachfolge übernimmt Herr Martin Meurer, der in dieser Sitzung zum Vorstandsmitglied der verbio ag bestellt wurde.

In der letzten Sitzung des Jahres am 5. Dezember 2007 wurden eingehend der von der Bundesregierung verabschiedete Entwurf der Nachhaltigkeitsverordnung und die daraus möglicherweise resultierenden Chancen und Risiken für die Biokraftstoffbranche und insbesondere für die verbio erörtert. Ferner wurde ein erster Entwurf der Planungsprämissen für die Unternehmensplanung 2008 vorgelegt.

Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben während ihrer Amtszeit im Jahr 2007 an allen Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen.

Bildung von Ausschüssen

Dem Aufsichtsrat der verbio ag gehören drei Personen an. Eine Bildung von Ausschüssen hat der Aufsichtsrat aufgrund der Zahl der Aufsichtsratsmitglieder nicht vorgesehen und sieht dies auch nicht für notwendig an. Die bisherige Praxis, dass sich alle Mitglieder des Aufsichtsrats mit allen Themen befassen, soll auch zukünftig beibehalten werden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats besitzen die für die Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen.

Veränderungen im Aufsichtsrat und Vorstand

Der Aufsichtsrat der verbio Vereinigte BioEnergie AG setzte sich im Geschäftsjahr 2007 wie folgt zusammen:

  • Prof. Dr. Fritz Vahrenholt (Vorsitzender)
  • Alexander von Witzleben (stv. Vorsitzender)
  • Bernd Sauter

Es gab keine Veränderungen im Aufsichtsrat im Berichtszeitraum.

Auf seiner am 11. Oktober 2007 stattgefundenen Sitzung bestellte der Aufsichtsrat Martin Meurer mit Wirkung zum 1. November 2007 zum ordentlichen Vorstandsmitglied und Finanzvorstand der verbio Vereinigte BioEnergie AG. Dr. Herbert Bäsch legte sein Amt als Finanzvorstand zum 31. Oktober 2007 nieder, um sich neuen Aufgaben zu widmen. Wir danken Herrn Dr. Bäsch ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit und sein Engagement bei der Vorbereitung und Durchführung des Börsengangs und das erfolgreiche Vorantreiben des Strukturauf baus des Konzerns und der Konzern-Holding.

Corporate Governance

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der verbioag unterstützen die Initiative der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex, in einem Kodex die wesentlichen gesetzlichen Vorschriften zur Leitung und Überwachung von börsennotierten Gesellschaften sowie die international und national anerkannten Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung zusammenzufassen, ebenso wie die einmal jährlich vor dem Hintergrund nationaler und internationaler Entwicklungen stattfindende Überprüfung und entsprechende Anpassung bei Bedarf. Damit wird das deutsche Corporate Governance System transparent und nachvollziehbar.

Der Corporate Governance Kodex sieht eine Überprüfung der Effizienz des Aufsichtsrats vor. Die Selbstevaluierung anhand eines detaillierten Fragenkatalogs wurde von jedem Aufsichtsratsmitglied vorgenommen. Insgesamt war das Ergebnis positiv, wir werden auch in Zukunft unsere Effizienz prüfen und gegebenenfalls unsere Arbeitsweise optimieren.

Jahres- und Konzern-abschlussprüfung

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht der verbio ag für das Geschäftsjahr 2007 und der Konzern-Abschluss und Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2007 sind unter Einbeziehung der Buchführung von der kpmg Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Leipzig, geprüft worden. Die Abschlussprüfer haben den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk sowohl für den Jahresabschluss der verbio ag als auch für den auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellten Konzern-Abschluss erteilt.

Die Abschlussunterlagen und der Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt, vom Aufsichtsrat eingehend geprüft und in der Sitzung am 1. April 2008 ausführlich diskutiert. Diese Sitzung fand unter Beisein der Abschlussprüfer statt, die

über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen berichteten. Dabei standen sie dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung.

Die eigene Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der verbio ag, des Konzern-Abschlusses, des Konzern-Lageberichts und des Abhängigkeitsberichts sowie der mündliche Bericht der Abschlussprüfer haben keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben. Der vom Vorstand aufgestellte AG-Abschluss sowie der Lagebericht wurden in der Sitzung vom 1. April 2008 festgestellt. Die Billigung des vom Vorstand aufgestellten Konzern-Abschlusses sowie des Konzern-Lageberichts erfolgte in der Sitzung vom 7. April 2008. Wir schließen uns den Wertungen der Vorstände an. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt und zur Veröffentlichung freigegeben. Es bestehen keine Einwände gegen den Bericht und die Erklärung des Abhängigkeitsberichts, die im Lagebericht wiedergegeben sind.

Der Aufsichtsrat billigt den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzergebnisses des am 31. Dezember 2007 abgeschlossenen Geschäftsjahres. Der für das am 31. Dezember 2007 abgeschlossene Geschäftsjahr ausgewiesene Bilanzverlust in Höhe von 231.659.000 Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der verbio für die im Geschäftsjahr 2007 geleistete Arbeit und das große Engagement.

Duisburg, 7. April 2008 Für den Aufsichtsrat

Prof. Dr. Fritz Vahrenholt Vorsitzender des Aufsichtsrats

Die VERBIO-Aktie

2007 – Ein spannendes Börsenjahr

Mit einem Wertzuwachs von rund 22 Prozent im vergangenen Börsenjahr schnitt der dax zwar weitaus besser ab als der Weltleitindex Dow Jones (+6,5 Prozent) oder der europäische Auswahlindex Euro Stoxx 50 (+6,6 Prozent), doch im Jahresverlauf galt es hohe Kursschwankungen zu verkraften. Gestartet auf einem Niveau von 6.614 Punkten, gewann der Index in den ersten Wochen zunächst rund sieben Prozent. Im Februar rutschte der deutsche Leitindex ins Minus und verlor innerhalb von zwei Wochen rund acht Prozent. Trotzdem blieb die Stimmung an der Börse in den ersten Monaten durchaus optimistisch. Gute Konjunkturperspektiven unterstützten eine rasche Erholung des dax und so erreichte der Index am 13. Juli 2007 seinen Höchststand von 8.151 Punkten. Die Aufwärtsentwicklung endete, als sich erste Anzeichen der Subprime-Krise in Deutschland zeigten. Das Aktienbarometer fiel auf 7.400 Punkte. Der dax erholte sich wieder und schloss am letzten Börsentag des Jahres 2007 über der Marke von 8.000 Punkten. Die mittleren und kleineren Werte haben 2007 deutlich schlechter abgeschnitten. Der mdax erzielte ein Plus von 4,4 Prozent und der sdax schloss mit – 7,0 Prozent gegenüber dem jeweiligen Wert zum Jahresbeginn.

Im Januar 2008 begannen die Kurse am deutschen Aktienmarkt aufgrund der anhaltenden Krise am internationalen Finanzmarkt rasant zu fallen. Der bisher tiefste Wert des dax lag mit 6.384 Punkten um rund 21 Prozent unter seinem Eröffnungskurs 2008. Positiv für den deutschen Aktienmarkt beurteilen die Experten die moderaten Bewertungen trotz anhaltendem Gewinnwachstum. Bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis der Konsensprognosen für das Jahr 2008 von 12,5 hätte der dax durchaus noch Potenzial bis 8.800 Punkte. Risiken für den deutschen Aktienmarkt ergeben sich aufgrund des starken Euro und hoher Rohstoffpreise. Beide Faktoren können sich negativ auf das Wachstum der Unternehmensgewinne auswirken.

Biokraftstoffaktien – nicht mehr im Fokus der Anleger

Ist der Kapitalmarkt 2006 noch von einem Wachstumsmarkt für Biokraftstoffe ausgegangen, so musste die Biokraftstoffindustrie 2007 ihre Umsatz- und Ergebniserwartungen zum Teil deutlich reduzieren. Die Rücknahme der Steuerbefreiung führte zu einem Rückgang der Nachfrage und die hohen Rohstoffpreise, gepaart mit Billig-Importen, ließen eine profitable Produktion nur bedingt zu. An dieser Situation hat sich auch Anfang 2008 nichts geändert. Die bestehende Unsicherheit über die zukünftigen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Bereich der Biokraftstoffe lassen die Aktien trotz einer deutlichen Unterbewertung für Investoren derzeit wenig attraktiv erscheinen.

Der Kurs der verbio-Aktie halbierte sich nahezu nach der Veröffentlichung der deutlich reduzierten Umsatz- und Ergebnisprognose für 2007 auf 7,76 Euro im März 2007 (Xetra-Schlusskurs 30. März 2007). Seitdem hält die Abwärtsbewe-

PERFORMANCE (vom 02.01.2007 bis 29.02.2008)

VERBIO indexiert 38-Tage-Durchschnitt

gung an. Die positiven Quartalsergebnisse des Biodieselsegments reichten aus Kapitalmarktsicht nicht aus, die geringe Visibilität in Bezug auf die weitere Entwicklung im Segment Ethanol zu kompensieren. Die Aktie schloss zum Jahresende mit einem Kurs von 3,48 Euro.

Aktienrückkaufprogramm

Der Vorstand hat am 25. Oktober 2007 von der Ermächtigung der Hauptversammlung, eigene Aktien zu erwerben, Gebrauch gemacht und beschlossen, bis zu zwei Millionen Stück eigene Aktien in der Zeit vom 26. Oktober 2007 bis spätestens 31. Mai 2008 zu erwerben. Die zurückgekauften Aktien sind für den Zweck der Bedienung eines Options- und Belegschaftsaktienprogramms und für den Zweck, die Aktien als Akquisitionswährung einzusetzen, bestimmt.

Bis zum 28. Dezember 2007 (letzter Handelstag) wurden insgesamt 357.481 eigene Aktien zu einem Durchschnittskurs von 3,16 Euro (Valuta) erworben. Das entspricht 0,57 Prozent des Grundkapitals. Der aktuelle Stand des Aktienrückkaufprogramms kann auf der verbio-Homepage im Bereich Investor-Relations eingesehen werden.

Aktive Investor-Relations-Arbeit

Auch im Geschäftsjahr 2007 haben wir Analysten und Anleger kontinuierlich und umfassend über das Unternehmen, die aktuelle Entwicklung und die damit verbundenen Chancen und Risiken in den Geschäftsbereichen Biodiesel und Bioethanol sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen auf dem Biokraftstoffmarkt informiert. Zur aktiven Investor-Relations-Arbeit zählt neben zahlreichen Einzelgesprächen mit Fondsmanagern und Vermögensverwaltern auch die Teilnahme an verschiedenen Kapitalmarktkonferenzen in Europa und den USA, auf denen der Vorstand die Geschäftsentwicklung und Unternehmensstrategie präsentiert.

Zahlreiche Aktionäre bzw. die Vertreter der Aktionärsvereinigungen nutzten im Rahmen der ersten Hauptversammlung der verbio ag am 12. Juni 2007 die Gelegenheit zu einem persönlichen Austausch mit dem verbio-Vorstand und Mitarbeitern unseres Unternehmens. Einen Themenschwerpunkt bildeten hierbei die gegenwärtigen politischen Rahmenbedingungen auf dem deutschen und europäischen Biokraftstoffmarkt.

Stand: 31.12.2007

Darüber hinaus erhalten Interessenten unter www.verbio.de Gelegenheit, sich umfassend über das Unternehmen und den Markt zu informieren, sowie die Möglichkeit des Downloads von Finanzberichten und -meldungen.

Derzeit erfolgt eine aktive Coverage der verbio-Aktie durch nachfolgend aufgeführte Banken/Investmenthäuser: Bankhaus Metzler (Frankfurt), Credit Suisse (London), Dresdner Kleinwort (Frankfurt), Goldman Sachs (London), LBBW (Stuttgart), Merrill Lynch (London), Morgan Stanley (London), Nomura International (London) und Sal. Oppenheim (Frankfurt).

KENNZAHLEN Verbio-AKTIE

IN EUR

Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) –3,91
Operativer Cash-Flow je Aktie -1,49
Buchwert je Aktie 5,06
Kurs am Jahresende (28.12.2007)1 3,48
Marktkapitalisierung
in Mio. EUR
(Basis Kurs 28.12.2007)1
219,20
Free Float in % 28,30
Anzahl Aktien in Mio. Stück 63,00
52-Wochen-Hoch (26.04.2007) 8,35
52-Wochen-Tief (31.03.2008) 1,25

Quelle: www.onvista.de/1 Xetra Schlusskurse

Aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen – für eine saubere Zukunft.

Biokraftstoffe

Die Kraft der Natur in Ihrem Motor – Leistung die für sich spricht.

Konzern-Lagebericht

vom 1. Januar 2007 bis 31. Dezember 2007

  • 15 Anmerkungen zur Berichtsweise
  • 15 Struktur und Strategie
  • 16 Überblick Geschäftsentwicklung im Konzern
  • 19 Umsatz- und Ergebnisentwicklung
  • 20 Vermögens- und Finanzlage
  • 23 Segmentberichterstattung
  • 24 Vergütungsbericht
  • 27 Risiko- und Chancenbericht
  • 30 Prognosebericht und Ausblick
  • 32 Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB bzw. § 289 Abs. 4 HGB
  • 32 Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2007 eingetreten sind
  • 33 Abschlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht

Anmerkungen zur Berichtsweise

Die verbio Vereinigte BioEnergie AG (nachfolgend auch "verbio ag"), Zörbig, ist die Konzern-Obergesellschaft des verbio-Konzerns (nachfolgend auch "verbio" oder das "Unternehmen"). Die verbio ag wurde im Mai 2006 gegründet und entstand durch den Zusammenschluss von fünf operativ tätigen Einzelgesellschaften. Das erste Geschäftsjahr war ein Rumpfgeschäftsjahr bis zum 30. Juni 2006. Im August 2006 wurde die Umstellung des Geschäftsjahres auf das Kalenderjahr beschlossen, so dass ein weiteres Rumpfgeschäftsjahr, nunmehr den Zeitraum vom 1. Juli bis 31. Dezember 2006 umfassend, entstanden ist. Dieses Rumpfgeschäftsjahr bildet die Vergleichsperiode im vorliegenden Konzern-Abschluss. Somit ist das Geschäftsjahr 2007 das erste den Zeitraum von zwölf Monaten umfassende Geschäftsjahr der verbio.

Um einen wirtschaftlich aussagefähigen Vergleich zu ermöglichen, wird im Nachfolgenden auch das Kalenderjahr 2006 herangezogen. Dabei setzen sich die Angaben das Jahr 2006 betreffend aus der Summe der Pro-forma-Zahlen für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2006 und den Ist-Zahlen für den Zeitraum vom 1. Juli bis 31. Dezember 2006 zusammen. Die Pro-forma-Angaben stellen dabei den entsprechenden Berichtszeitraum so dar, als ob die Konzernstruktur der verbio-Gruppe in diesem Berichtszeitraum bereits der derzeitigen Struktur entsprochen hätte, das heißt, die Erlöse und Aufwendungen dieser Zeiträume umfassen die vollständigen Gewinn- und Verlustrechnungen der Konzerngesellschaften auf konsolidierter Basis.

Struktur und Strategie

Die verbio ag ist die Konzern-Obergesellschaft, ihr haben im Berichtszeitraum folgende Gesellschaften angehört:

  • muw Mitteldeutsche UmesterungsWerke GmbH & Co. KG, Greppin (seit 9. Januar 2008: verbio Diesel Bitterfeld GmbH & Co. KG, Greppin; aus Gründen der Lesbarkeit im Folgenden "muw")
  • mbe Mitteldeutsche BioEnergie GmbH & Co. KG, Zörbig (seit 9. Januar 2008: verbio Ethanol Zörbig GmbH & Co. KG, Zörbig; aus Gründen der Lesbarkeit im Folgenden "mbe")
  • nbe Nordbrandenburger BioEnergie GmbH & Co. KG, Schwedt (seit 9. Januar 2008: verbio Ethanol Schwedt GmbH & Co. KG, Schwedt; aus Gründen der Lesbarkeit im Folgenden "nbe")
  • nuw Nordbrandenburger UmesterungsWerke GmbH & Co. KG, Schwedt (seit 9. Januar 2008: verbio Diesel Schwedt GmbH & Co. KG, Schwedt; aus Gründen der Lesbarkeit im Folgenden "nuw")
  • verbio sts ag, Thal/Schweiz (vormals: sbe Swiss BioEnergy AG; aus Gründen der Lesbarkeit im Folgenden "sts")
  • hbe Hansa BioEnergie GmbH, Hamburg
  • bbe Bulgarian BioEnergy eood, Silistra/Bulgarien.

Die bbe Bulgarian BioEnergy eood hat kein operatives Geschäft, sie ist eine Vorratsgesellschaft.

Die verbio verfolgt im Rahmen ihrer Unternehmensstrategie nachstehende qualitative Ziele:

  • Technologieführerschaft in Bezug auf energieeffiziente Verfahrens- und Produktionstechniken bei der Herstellung von Biokraftstoffen
  • Höchste Qualität in Bezug auf die Produkte
  • Multi-Feedstock-Fähigkeit, um möglichst flexibel beim Einsatz der Rohstoffe zu sein
  • Nachhaltigkeit bei der Herstellung der Biokraftstoffe, und zwar bezogen auf die gesamte Wertschöpfungskette vom Einkauf der Rohstoffe, über die Produktion bis zum Vertrieb der Biokraftstoffe
  • Nutzung einheimischer, nachhaltig produzierter Rohstoffe

Bisher produziert verbio ausschließlich in Deutschland. Sofern die politischen und marktbestimmenden Gegebenheiten in Deutschland und Europa für Kapazitätserweiterungen sprechen, wird verbio eine Wachstumsstrategie verfolgen, um den Unternehmenswert durch internes und externes Wachstum nachhaltig zu steigern.

Überblick Geschäftsentwicklung im Konzern

Gesamtwirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen

Konjunktur

2007 hat sich das globale Wirtschaftswachstum unbeeindruckt von deutlich gestiegenen Preisen auf den internationalen Energie- und Rohstoffmärkten fortgesetzt. Auf der Basis derzeitig verfügbarer Daten beträgt dieses 5,2 %. Zum Ende des Jahres 2007 zeigten sich erste Verwerfungen im Finanzsektor, zunächst vor allem in den USA, im Verlauf aber auch in Europa. Diese wurden durch die Immobilienkrise in den USA ausgelöst.

Die Konjunktur im Euroraum zeigte sich mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (bip) von 2,6 % stabil. In Deutschland ist nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes das bip im Jahresdurchschnitt preisbereinigt um 2,5 % (2006: +2,9 %) gestiegen. Damit hatte sich trotz eines guten Konjunkturklimas der Aufschwung gegenüber 2006 etwas abgeschwächt. Die privaten Konsumausgaben sanken aufgrund der Umsatzsteuersatzanhebung und eines seit September 2007 beschleunigten Preisanstiegs real um 0,3 % gegenüber 2006. Der Arbeitsmarkt entwickelte sich so gut wie seit Jahren nicht mehr. Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, betrug 2007 im Jahresdurchschnitt 9,0 % und lag damit um 1,8 %-Punkte unter dem Wert des Vorjahres.

Marktentwicklung Rohöl und Kraftstoffe

Die Entwicklung am Rohölmarkt zeigt, dass die weltweite Nachfrage weiterhin steigt. Gemäß Monatsberichterstattung der opec ist die Nachfrage von 84,6 Mio. Barrel pro Tag 2006 auf 85,8 Mio. Barrel pro Tag 2007 gestiegen.

Nach vorläufigen Schätzungen der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) und eigenen Berechnungen wurden in Deutschland 2007 ca. 52 Mio. Tonnen mineralischer Kraftstoff verbraucht, der sich aufteilt in ca. 30 Mio. Tonnen Diesel und ca. 22 Mio. Tonnen Ottokraftstoff. Der Absatz von Biodiesel betrug ca. 3,2 Mio. Tonnen, dies entspricht einer Quote von 10,5 %. Davon wurden ca. 1,4 Mio. Tonnen zur Beimischung verwendet. Der überwiegende Teil (1,8 Mio. Tonnen) des abgesetzten Biodiesels betraf reinen Biodiesel (B100). An Ethanol wurden insgesamt 0,5 Mio. Tonnen nachgefragt, wovon 0,4 Mio. Tonnen zur etbe-Herstellung verwendet wurden. Lediglich 0,1 Mio. Tonnen wurden zur Beimischung für Benzin verwendet. 2006 wurden gemäß Angaben des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (bmu) 50 Mio. Tonnen mineralische Kraftstoffe verbraucht. Davon entfallen 28,2 Mio. Tonnen auf Diesel und 21,8 Mio. Tonnen auf Benzin. Der Verbrauch von Biodiesel betrug 2,5 Mio. Tonnen, der von Bioethanol 0,5 Mio. Tonnen.

Rohstoffpreisentwicklung

Die Rohölpreise erreichten nach einem im Jahr 2007 kontinuierlichen Anstieg im November mit usd 96 pro Barrel ihr Jahreshoch. Für 2007 wurde ein mittlerer Weltmarktpreis von usd 74 pro Barrel Rohöl errechnet. Gegenüber dem Mittel des Jahres 2006 (usd 66 pro Barrel) ist dies eine Verteuerung um usd 8 pro Barrel. Der Grund für den Preisanstieg war überwiegend die stark gestiegene Rohstoffnachfrage der Schwellenländer.

Die Rohstoffpreise für Rapsöl und Getreide zogen ab Mitte des Jahres 2007 deutlich an und verharrten auf hohem Niveau. Die Preise für Rapsöle lagen im Durchschnitt des Jahres 2007 bei über eur/Tonne 700 und die Getreidepreise (Weizen) bei über eur/Tonne 200.

Die folgenden grafischen Darstellungen zeigen diese Entwicklung sehr deutlich:

Entwicklung Rapsölpreise 2007

Preis in US-Dollar pro Tonne

Quelle: Reuters; Dutch FOB EX Mill

Entwicklung Weizenpreise 2007

Weizenpreise in EUR pro Tonne

Quelle: MATIF

Politische Rahmenbedingungen in Deutschland

Nach wie vor gilt in Deutschland das im Dezember 2006 im Bundestag verabschiedete Biokraftstoffquotengesetz (BioKraftQuG). Danach besteht ab dem 1. Januar 2007 eine Beimischungsverpflichtung für Diesel in Höhe von mindestens 4,4 % Biodiesel und für Ottokraftstoff von mindestens 1,2 % Bioethanol, bezogen auf den Energiegehalt. In den darauffolgenden Jahren soll die Beimischung von Bioethanol um jährlich 0,8 % erhöht werden und ab 2010 mindestens 3,6 % betragen. Insgesamt muss 2010 der Anteil an beigemischten Biokraftstoffen 6,75 % und ab 2015 mindestens 8,0 % ausmachen, so das Gesetz in der bisherigen Fassung.

Um jedoch die Klimaschutzziele zu erreichen, die sich die Bundesregierung gegeben hat, soll der Anteil der Biokraftstoffe ausgebaut und ab dem Jahr 2015 stärker als bisher an der Minderung von Treibhausgasemissionen bemessen werden. Hierzu soll eine Novelle des Biokraftstoffquotengesetzes beschlossen werden, die dazu führt, dass der Anteil der Biokraftstoffe bis 2020 auf etwa 20 Volumenprozent (entspricht 17 % energetisch) steigen wird.

Durch die im Bundeskabinett im Rahmen des Maßnahmenpakets zum Klimaschutz am 5. Dezember 2007 verabschiedete Biomasse-Nachhaltigkeitsverordnung (BioNachV) soll sichergestellt werden, dass bei der Erzeugung der Biomasse Mindestanforderungen an eine nachhaltige Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen und zum Schutz natürlicher Lebensräume erfüllt werden. Darüber hinaus haben Biokraftstoffe ein bestimmtes Treibhausgasverminderungspotenzial aufzuweisen.

Zum 1. Januar 2007 entfiel die Steuerbefreiung für zur Erfüllung der Beimischungsquote verwendeten Biodiesel und Bioethanol. Reiner Biodiesel (B100) wurde 2007 mit 9 Cent/Liter besteuert. In Stufen von 6 Cent/Liter wird der Steuersatz jedes Jahr bis 2011 erhöht. Ab 2012 gilt dann ein Steuersatz von 45 Cent/Liter. Steuerbegünstigt bleiben Kraftstoffe, deren Anteil an Bioethanol zwischen 70,0 % und 90,0 % liegt. Somit ist der inzwischen auch in Deutschland erhältliche Kraftstoff E85 (enthält 85 % Ethanol) bis 2015 nach heutiger Rechtslage steuerbegünstigt.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Im Geschäftsjahr 2007 erzielte verbio einen Konzern-Umsatz in Höhe von eur 408,0 Mio. Die Umsatzerlöse lagen somit um 8,6 % oder eur 38,2 Mio. unter dem Pro-forma-Wert im Kalenderjahr 2006 (eur 446,2 Mio.). Die seit 1. Januar 2007 geltende volle Besteuerung der Beimischungsmengen und die Besteuerung des reinen Biodiesels mit 9 Cent/Liter haben dazu geführt, dass das Geschäft mit Biokraftstoffen für viele Marktteilnehmer weniger attraktiv wurde. Der daraus resultierende Nachfragerückgang wurde durch das aufgrund neuer Importbeschränkungen osteuropäischer Länder erschwerte Exportgeschäft zusätzlich verstärkt.

Im Segment Bioethanol konnte 2007 aufgrund der hohen Getreidepreise und der damit nachgefragten Billigimporte aus Brasilien nicht zu wettbewerbsfähigen Preisen produziert werden. Aus diesem Grund hat der verbioag-Vorstand im August 2007 entschieden, ab September 2007 bis auf weiteres nur noch ein Drittel der Bioethanolkapazität auszulasten. Die Auslastung im Segment Biodiesel war das ganze Jahr über mit ca. 90 % sehr zufriedenstellend. Auch die hohen Rapsölpreise und die Besteuerung konnten durch die ebenfalls gestiegenen Preise beim mineralischen Diesel teilweise kompensiert werden.

Diese unterschiedlichen Rahmenbedingungen spiegeln sich im operativen Konzern-Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen wider. Dieses setzt sich zusammen aus den positiven Ergebnisbeiträgen in Höhe von eur 13,3 Mio. aus den Segmenten Biodiesel und Energie und den Verlusten in Höhe von eur –32,9 Mio. aus den Segmenten Bioethanol und Übrige.

Belastet wird das Betriebsergebnis des Konzerns im Wesentlichen durch einmalige, nicht liquiditätswirksame Wertminderungen im Segment Bioethanol in Höhe von insgesamt eur –257,0 Mio. Diese Wertminderungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Abschreibungen auf den Goodwill in Höhe von eur 113,7 Mio., auf Sachanlagen von eur 112,2 Mio. und auf Kundenbeziehungen von eur 6,7 Mio. Die von der Wertminderung betroffenen Aktiva des Segments Bioethanol sind damit bis auf einen Restbuchwert abgeschrieben. Darüber hinaus haben Abschreibungen auf Vorräte und Forderungen sowie Rückstellungsdotierungen das Segment Bioethanol in Höhe von eur 24,4 Mio. belastet.

Das Konzern-Betriebsergebnis (ebit) nach Sondereinflüssen (Abschreibungen auf Auftragsbestand in Höhe von eur 5,3 Mio.) beträgt eur –257,5 Mio. (2006: eur 44,1 Mio.), das Ergebnis vor Steuern (ebt) eur –259,7 Mio. (2006: eur 38,8 Mio.) und das Ergebnis nach Steuern eur –246,4 Mio. (2006: eur 26,6 Mio.). Es ergibt sich ein Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) von eur –3,91 (2006: eur 0,42).

Auslastung der Produktionsanlagen

2007 wurden 349.557 Tonnen Biodiesel (2006: 348.475 Tonnen) und 123.751 Tonnen Bioethanol (2006: 168.628 Tonnen) produziert. Damit errechnet sich eine Auslastung der Biodieselanlagen von 87,4 % (2006: 87,1 %) auf Basis der Nominalkapazität (400.000 Jahrestonnen), bezogen auf die Produktionskapazität (380.000 Jahrestonnen) ergibt sich eine Auslastung von 92,0 % (2006: 91,7 %). Die Auslastung der Bioethanolanlagen erreichte 2007 auf Basis der Nominalkapazität (300.000 Jahrestonnen) 41,3 % (2006: 56,2 %) und 45,8 % (2006: 62,5%) auf Basis der Produktionskapazität (270.000 Jahrestonnen).

Entwicklung einzelner Aufwandsposten

Der Materialaufwand beträgt eur 378,6 Mio. und liegt damit aufgrund gestiegener Rohstoffpreise trotz rückläufigem Umsatz um 4,0 % über dem Materialaufwand des Jahres 2006 (eur 364,0 Mio.). Der signifikante Anstieg der Materialaufwandsquote auf 91,0 % (2006: 81,4 %) verdeutlicht diesen Effekt. 2007 werden innerhalb des Materialaufwandes Wertberichtigungen auf Vorräte in Höhe von eur 13,6 Mio. ausgewiesen. Der Anteil der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogenen Waren am Materialaufwand beträgt 86,3 %, der Anteil der bezogenen Leistungen 13,7 %, davon entfallen 4,0 % auf Energiekosten.

Die Personalkosten belaufen sich auf eur 15,5 Mio. (Personalaufwandsquote 3,7 %).

Die Abschreibungen des Jahres 2007 (eur 22,8 Mio.) enthalten auch Abschreibungen auf den Auftragsbestand (eur 5,3 Mio.) und die Kundenbeziehungen (eur 1,9 Mio.). Darüber hinaus sind Aufwendungen aus Wertminderungen gemäß ias 36 in Höhe von eur 232,6 Mio. entstanden, die ausschließlich dem Segment Bioethanol zugeordnet sind. Die Aufwendungen aus Wertminderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als separater Posten ausgewiesen. Zu den vorgenommenen Wertminderungen verweisen wir auf unsere Erläuterungen im Konzern-Anhang unter Abschnitt 3.4.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen eur 31,5 Mio. Die größten Posten betreffen Aufwendungen aus der Zuführung zu den Rückstellungen für die drohende Verpflichtung aus Prämienhaftung im Rahmen des Energiepflanzenprogramms (eur 5,3 Mio.), Wertberichtigungen und Verluste Forderungen (eur 4,1 Mio.), Reparaturen (eur 3,4 Mio.) sowie Lagergeldkosten (eur 2,2 Mio.).

Das Finanzergebnis beträgt eur –2,1 Mio. und setzt sich zusammen aus Zinserträgen in Höhe von eur 4,4 Mio. und Zinsaufwendungen in Höhe von eur 6,5 Mio.

IN MIO. EUR 31.12.2007 in % der
bilanzsumme
31.12.2006 in % der
bilanzsumme
aktiva
Langfristige Vermögenswerte 277,2 51,0 497,7 64,5
Kurzfristige Vermögenswerte 266,1 49,0 273,7 35,5
Summe 543,3 100,0 771,4 100,0
passiva
Eigenkapital 318,8 58,7 563,5 73,1
Langfristige Schulden 55,9 10,3 101,1 13,1
Kurzfristige Schulden 168,6 31,0 106,8 13,8
Summe 543,3 100,0 771,4 100,0

Vermögens- und Finanzlage

Langfristige Vermögenswerte

Die langfristigen Vermögenswerte haben sich um eur 220,5 Mio. von eur 497,7 Mio. auf eur 277,2 Mio. reduziert. Zum 31. Dezember 2007 ist für den Goodwill ein Impairment-Test auf der Grundlage der Ermittlung der erzielbaren Cash-Flows der Segmente durchgeführt worden. Die Cash-Flow-Projektionen beruhen dabei auf den vom Vorstand und vom Aufsichtsrat genehmigten Planungen für das Jahr 2008 sowie auf den vom Vorstand autorisierten Mittelfrist-Plänen für die Jahre 2009 bis 2013. Die Planungen sind aufgrund von Erfahrungswerten unter Berücksichtigung der aktuellen Marktentwicklungen aufgestellt worden.

Der dem Segment Bioethanol zugeordnete Goodwill wurde in Höhe von eur 113,7 Mio. zunächst vollständig wertgemindert. Der darüber hinausgehende Bedarf an Wertminderungen ist auf die Ethanolproduktion-spezifischen Sachanlagen in Höhe von eur 112,2 Mio. erteilt worden. Ebenfalls wertgemindert sind die dem Segment Ethanol zugerechneten Kundenbeziehungen in Höhe von eur 6,7 Mio.

In den anderen Segmenten waren keine Wertminderungen vorzunehmen.

Kurzfristige Vermögenswerte

Die kurzfristigen Vermögenswerte stellen sich um eur 7,6 Mio. vermindert dar (eur 266,1 Mio.; 31. Dezember 2006: eur 273,7 Mio.).

Insbesondere bei den Vorräten ist gegenüber dem Vorjahr ein wesentlicher Bestandsauf bau zu verzeichnen (eur 97,4 Mio.; 31. Dezember 2006: eur 36,8 Mio.). Hierfür ursächlich ist auch die geringe Kapazitätsauslastung im Segment Bioethanol. Die Überprüfung der Vorratsbestände hinsichtlich ihrer Werthaltigkeit hat vorzunehmende Wertminderungen von insgesamt eur 13,6 Mio. ergeben.

Daneben hat sich stichtagsbedingt der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um eur 14,7 Mio. auf eur 52,2 Mio. (31. Dezember 2006: eur 37,5 Mio.) erhöht. Der Anstieg resultiert aus überfälligen, inzwischen beglichenen Forderungen gegen zwei wesentliche Kunden.

Die sonstigen Vermögenswerte haben sich um eur 13,5 Mio. von eur 16,8 Mio. auf eur 30,3 Mio. erhöht, was im Wesentlichen auf geleistete Anzahlungen auf Vorräte sowie Umsatzsteuerforderungen zurückzuführen ist.

Eigenkapital

Das Eigenkapital stellt sich insbesondere aufgrund des Periodenfehlbetrages von eur 563,5 Mio. auf eur 318,8 Mio. vermindert dar. Die Eigenkapitalquote beträgt 58,7 % (31. Dezember 2006: 73,1 %).

Langfristige Schulden

Die langfristigen Schulden haben sich um eur 45,2 Mio. von eur 101,1 Mio. auf eur 55,9 Mio. reduziert. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang (insbesondere Tilgung) von Finanzverbindlichkeiten (eur 30,9 Mio.) sowie aus verminderten latenten Steuerschulden (eur 2,3 Mio.; 31. Dezember 2006: eur 14,2 Mio.).

Kurzfristige Schulden

Bei den kurzfristigen Schulden ist insbesondere aufgrund der im Wesentlichen darlehensfinanzierten Vorräte ein Anstieg um eur 61,8 Mio. von eur 106,8 Mio. auf eur 168,6 Mio. zu verzeichnen.

Cash-Flow

Der operative Cash-Flow für die Berichtsperiode betrug eur –94,0 Mio. Der signifikante Rückgang resultiert insbesondere aus der höheren Kapitalbindung der um eur 60,6 Mio. gestiegenen Vorratsbestände. Daneben hat sich der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Vermögenswerte entsprechend ausgewirkt.

Aus der Investitionstätigkeit ist ein Mittelzufluss von eur 45,1 Mio. realisiert worden, welcher überwiegend aus der Rückzahlung von Termingeldeinlagen in Höhe von eur 79,7 Mio. resultiert, denen Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen von eur 34,5 Mio. gegenüberstehen.

Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit beträgt eur 15,5 Mio. Beeinflusst ist dieser durch Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten (eur 35,4 Mio.) sowie aus dem Einzahlungsüberschuss aus besicherten Kreditgeschäften in Höhe von eur 46,7 Mio. zur Finanzierung der Vorratsbestände.

Vor diesem Hintergrund hat sich der Finanzmittelfonds im Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2007 um eur 33,5 Mio. vermindert.

Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2007 beschäftigte der Konzern 385 Mitarbeiter und 24 Auszubildende. Der Personalauf bau 2007 erfolgte im gewerblichen Bereich im Segment Übrige durch den Auf bau eines Fuhrparks zur Optimierung der Logistik. Die Erhöhung der Mitarbeiterzahl im Angestelltenbereich erfolgte durch Personalauf bau in der STS und in der Konzern-Zentrale.

Anzahl der Arbeiter nach 31.12.2007 31.12.2006
Gewerblichen Mitarbeitern 236 207
Angestellten Mitarbeitern 149 96
Insgesamt 385 303

Investitionen

Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von eur 34,3 Mio. getätigt. Im Wesentlichen betreffen diese Investitionen das Sachanlagevermögen. Die Zugänge in das Sachanlagevermögen betragen eur 34,0 Mio., wobei davon Zugänge zu Anlagen im Bau in Höhe von eur 13,7 Mio. zu verzeichnen waren. Die im Bau befindlichen Anlagen betreffen insbesondere seit 2006 die Eindampfungsanlagen für die Bioethanol-Produktion in Schwedt/Oder. Der Abschluss der Investition ist für 2008 vorgesehen.

Darüber hinaus wurden von der mbe wesentliche Investitionen in Grundstücke und Gebäude zum Kaufpreis von eur 7,6 Mio. getätigt. Es handelt sich dabei um Grundstücke und Gebäude in Riesa und Zörbig.

Weiterhin wurden eur 5,2 Mio. in den Auf bau eines LKW-Fuhrparks in Schwedt/Oder investiert.

Bezüglich wesentlicher Investitionsverpflichtungen verweisen wir auf die Angaben zu Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen im Konzern-Anhang.

Segmentberichterstattung

biodiesel

Q1 2007 Q2 2007 Q3 2007 Q4 2007 2007 2006
Nominalkapazität in Tonnen 100.000 100.000 100.000 100.000 400.000 400.000
Produktionskapazität in Tonnen 95.000 95.000 95.000 95.000 380.000 380.000
Produktion in Tonnen 86.859 87.380 87.164 88.154 349.557 348.475
Auslastung
Nominalkapazität in %
86,9 87,4 87,2 88,2 87,4 87,1
Auslastung
Produktionskapazität in %
91,4 92,0 91,8 92,8 92,0 91,7

Die Kapazitäten unserer Produktionsanlagen haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die Auslastung lag trotz eines schwierigen Marktumfeldes auf dem Niveau von 2006.

Im Jahr 2007 konnten Umsatzerlöse in Höhe von eur 284,7 Mio. (2006: eur 302,0 Mio.) erzielt werden. Der Grund für den Rückgang liegt insbesondere in einem aufgrund höherer Rohstoffpreise und der Reduzierung der Steuerbefreiung schwächerem B100-Geschäft. Die Umsätze im III. und IV. Quartal lagen wegen gestiegener Mineralölpreise mit eur 76,2 Mio. bzw. eur 75,4 Mio. deutlich über den Umsätzen der ersten beiden Quartale (I. Quartal: eur 66,0 Mio.; II. Quartal: eur 67,1 Mio.).

Das Segmentbetriebsergebnis vor Sondereinflüssen aus im Rahmen der Erstkonsolidierung zugegangenen immateriellen Vermögenswerten (Auftragsbestand) in Höhe von eur 3,2 Mio. beträgt eur 10,5 Mio. Nach Sondereinflüssen ergibt sich ein Segmentbetriebsergebnis von eur 7,3 Mio. (2006: eur 41,0 Mio.), woraus sich eine Segment ebit-Marge von 2,6 % herleiten lässt.

2007 sind eur 7,3 Mio. in Sachanlagen investiert worden, vorwiegend in die Produktionsanlage am Standort Schwedt.

Zum 31. Dezember 2007 sind in diesem Segment 93 Mitarbeiter beschäftigt.

Bioethanol
Q1 2007 Q2 2007 Q3 2007 Q4 2007 2007 2006
Nominalkapazität in Tonnen 75.000 75.000 75.000 75.000 300.000 300.000
Produktionskapazität in Tonnen 67.500 67.500 67.500 67.500 270.000 270.000
Produktion in Tonnen 36.560 39.748 33.994 13.449 123.751 168.628
Auslastung
Nominalkapazität in %
48,7 53,0 45,3 17,9 41,3 56,2
Auslastung
Produktionskapazität in %
54,2 58,9 50,4 19,9 45,8 62,5

Die unbefriedigende Nachfrage führte dazu, dass ab September 2007 die Kapazität um zwei Drittel zurückgefahren wurde.

Das Segmentergebnis nach Sondereinflüssen beträgt eur –267,3 Mio. Darin enthalten sind einmalige, nicht liquiditätswirksame Wertminderungen in Höhe von eur –257,0 Mio. Diese Wertminderungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Abschreibungen auf den Goodwill in Höhe von eur 113,7 Mio., auf Sachanlagen in Höhe von eur 112,2 Mio. sowie auf Kundenbeziehungen (eur 6,7 Mio.).

Des Weiteren belasten die Abwertung auf Getreidebestände (eur 13,2 Mio.) und die Bildung von Rückstellungen (eur 8,3 Mio.) sowie Wertberichtigungen auf Forderungen (eur 2,9 Mio.) das Segmentergebnis.

Insbesondere aufgrund signifikant gestiegener Rohstoff beschaffungspreise und Billigimporte aus Brasilien ist es derzeit nicht möglich, die ursprünglich angenommenen Deckungsbeiträge zu erzielen. 2007 hat verbio begonnen, andere Rohstoffe wie Mais, Zuckerdicksaft und Melasse für den Rohstoffeinsatz zu testen. Die Tests verliefen erfolgreich.

Insgesamt wurden im Jahr 2007 in diesem Segment eur 20,4 Mio. investiert, im Wesentlichen in die Produktions- und Eindampfungsanlage in Schwedt und in eine Lagerhalle.

Zum 31. Dezember 2007 sind in diesem Segment 185 Mitarbeiter beschäftigt.

Energie

Die verbio betreibt 67 Windkraftanlagen. Im Geschäftsjahr 2007 hat dieses Segment einen Umsatz in Höhe von eur 21,9 Mio. (2006: eur 18,0 Mio.) und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von eur 2,8 Mio. (2006: eur 2,8 Mio.) erwirtschaftet. Zu berücksichtigen ist, dass für die gepachteten Windkrafträder der nbe vertraglich vereinbarte Ausgleichszahlungen der Verpächter für schlechte Windjahre erfolgen. Im Geschäftsjahr 2007 ist das Ergebnis aufgrund einer im Vorjahr mit einem Besserungsschein versehenen Pachtrückerstattung mit eur 0,6 Mio. belastet worden.

Die im Eigentum der muw befindlichen Windkrafträder weisen gegenüber ihrem Verkäufer eine vertraglich vereinbarte Ertragsgarantie auf. 2007 hat die muw aus dieser Ertragsgarantie einen Betrag in Höhe von eur 0,1 Mio. (2006: eur 0,7 Mio.) erhalten.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und beinhaltet Angaben, die nach den Erfordernissen des deutschen Handelsrechts, erweitert durch das am 11. August 2005 in Kraft getretene Gesetz über die Offenlegung der Vorstandsvergütungen (VorstOG), Bestandteil des Anhangs nach § 314 HGB bzw. des Lageberichts nach § 315 HGB sind.

Um Textwiederholungen zu vermeiden, werden die individuellen Vorstands- und Aufsichtsratsvergütungen, sowie die Grundzüge bzw. Vergütungsregeln der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütungen im Vergütungsbericht, der in diesem Fall Teil des Lageberichtes ist, dargestellt.

Grundzüge und Vergütungsregeln für den Vorstand

Die jährliche Vergütung der Mitglieder des Vorstands setzt sich zusammen aus einem Fixgehalt sowie einem variablen Anteil (Zieltantieme), der sich daran orientiert, inwieweit das geplante konsolidierte Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der verbio-Gruppe (vor Ertragsteuern, nach sonstigen Steuern, ohne Berücksichtigung der Tantiemezahlungen) erreicht wird. Das Fixgehalt beträgt für Claus Sauter eur 400.000,00 und für Dr.-Ing. Georg Pollert eur 380.000,00. Für Dr. Herbert Bäsch betrug das Fixgehalt eur 185.000,00, für Martin Meurer beträgt es im ersten Jahr eur 250.000,00.

Die Zieltantieme beträgt für Claus Sauter und für Dr.-Ing. Georg Pollert jeweils eur 100.000,00 p. a., für Martin Meurer beträgt sie im ersten Jahr fix eur 50.000,00 (Garantietantieme). Für Dr. Herbert Bäsch betrug sie eur 60.000,00 p. a. Die Zieltantieme wird bei Erreichen von 125,0 % (Claus Sauter und Dr.-Ing. Georg Pollert) bzw. 100,0 % (Martin Meurer/Dr. Herbert Bäsch) des Planergebnisses vollständig gezahlt. Beträgt das tatsächliche Ergebnis zwischen 75,0 % und 125,0 % des Planergebnisses, so wird die Zieltantieme anteilig gezahlt.

Bei weniger als 75%iger Planerreichung wird keine Zieltantieme geschuldet. Bei Vorliegen außergewöhnlicher Ereignisse kann der Aufsichtsrat zur Beibehaltung der Ausgewogenheit der Vorstandsanstellungsverträge nach billigem Ermessen eine abweichende Bemessungsgrundlage für die Zieltantieme festlegen. Besteht das Anstellungsverhältnis mit den Vorstandsmitgliedern nicht während eines gesamten Kalenderjahres, wird die Zieltantieme zeitanteilig nur für die Dauer des Bestehens des Anstellungsverhältnisses gezahlt.

Die Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder sehen vor, den Vorstandsmitgliedern die Möglichkeit zu gewähren, an einem Aktienoptionsprogramm der Gesellschaft, über das die Hauptversammlung der Gesellschaft vom 18. September 2006 Beschluss gefasst hat, teilzunehmen. Der Aufsichtsrat hat kein Aktienoptionsprogramm für den Vorstand verabschiedet.

Den Vorstandsmitgliedern wird aufgrund ihrer Anstellungsverträge ein Dienstwagen zur dienstlichen und privaten Nutzung zur Verfügung gestellt; sämtliche mit dem Unterhalt und dem Gebrauch des Fahrzeugs verbundenen Kosten trägt die Gesellschaft.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird in voller Höhe von der Gesellschaft getragen. Es bestehen keine Direktzusagen über Pensionsleistungen der Gesellschaft an die Vorstandsmitglieder. Daher werden bei der Gesellschaft auch keine diesbezüglichen Rückstellungen gebildet.

Die Vorstandsanstellungsverträge sehen vor, dass im Falle des Todes des betreffenden Vorstandsmitgliedes dessen Witwe und Kinder, soweit Letztere noch nicht das 25. Lebensjahr vollendet haben, noch für den Sterbemonat sowie die drei darauffolgenden Monate Anspruch auf das unverminderte monatliche Festgehalt haben, längstens jedoch bis zum Ende der Laufzeit des jeweiligen Anstellungsvertrages. Kündigt der Aufsichtsrat den Anstellungsvertrag von Martin Meurer, ohne dass ein wichtiger Grund vorliegt, so erhält dieser eine Abfindung in Höhe der Hälfte des vertraglichen Festgehalts für den Zeitraum zwischen dem Wirksamwerden der Kündigung und dem Ende der vertraglichen Festlaufzeit. Das Kündigungsrecht von Martin Meurer sieht keine Vergütungsregelung vor. Sonstige die Vergütung betreffende Regelungen für den Fall der Beendigung des Anstellungsverhältnisses sehen die Vorstandsanstellungsverträge nicht vor.

2007 setzt sich die Vergütung des Vorstands wie folgt zusammen:

Vergütung im Geschäftsjahr 2007

in eur claus
sauter
Dr.-ing.
georg
pollert
Dr.
Herbert
Bäsch
martin
meurer
Vorstand
Gesamt
Fixe Vergütung 400.000 391.000 169.000 50.000 1.010.000
Variable Vergütung 0 0 0 50.0001 50.000
Sonderzahlung 0 0 265.000 0 265.000
Gesamt 400.000 391.000 434.000 100.000 1.325.000

1 Im ersten Jahr fix

Vergütung im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis 31. Dezember 2006

in eur claus sauter Dr.-ing.
georg pollert
Dr.
Herbert Bäsch
Vorstand
Gesamt
Fixe Vergütung 200.000 190.000 96.000 486.000
Variable Vergütung 100.000 100.000 60.000 260.000
Sonderzahlung 0 0 96.000 96.000
Gesamt 300.000 290.000 252.000 842.000

Grundzüge und Vergütungsregeln für den Aufsichtsrat

Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält satzungsgemäß nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung von eur 15.000,00 pro Jahr. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieses Betrages. Nach der Satzung erhalten die Aufsichtsratsmitglieder ferner eine variable Vergütung, deren Höhe sich nach der Profitabilität der verbio-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr bemisst. Die Einzelheiten der variablen Vergütung sowie die Gewährung eines Sitzungsgeldes wurden am 23. August 2006 durch Beschluss der Hauptversammlung festgelegt. Danach hängt die in § 14 Abs. 2 Satz 3 der Satzung geregelte variable Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats vom ebit der Gesellschaft und ihren Tochterunternehmen ab. Für jeden Prozentpunkt ebit-Marge im Konzern-Abschluss der verbio ag erhält jedes Aufsichtsratsmitglied einen Betrag von jeweils eur 1.000,00. Die ebit-Marge ergibt sich aus dem Konzern-Abschluss des jeweils abgelaufenen Geschäftsjahres bzw. Rumpfgeschäftsjahres. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der Stellvertreter das Eineinhalbfache des vorgenannten Betrages.

Die variable Vergütung ist begrenzt auf eur 10.000,00 für ein einfaches Aufsichtsratsmitglied, auf eur 15.000,00 für den Stellvertreter und auf eur 20.000,00 für den Vorsitzenden und fällig nach Ablauf der Hauptversammlung, die über die Verwendung des Bilanzgewinns für das betreffende Geschäftsjahr Beschluss gefasst hat. Zudem erhält jedes Aufsichtsratsmitglied zusätzlich für jede Sitzung des Aufsichtsrats, an der es teilgenommen hat, ein Sitzungsgeld von eur 500,00. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der Stellvertreter das Eineinhalbfache dieses Betrages.

2007 setzt sich die Vergütung des Aufsichtsrats wie folgt zusammen (netto):

in eur Prof. Dr.
Fritz
Vahrenholt
Alexander
von Witzleben
Bernd Sauter Aufsichtsrat
gesamt
Fixe Vergütung 30.000 22.500 15.000 67.500
Variable Vergütung 0 0 0 0
Sitzungsgelder 8.000 6.000 4.000 18.000
Summe 38.000 28.500 19.000 85.500

Vergütung im Geschäftsjahr 2007

Vergütung im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis 31. Dezember 2006

in eur Prof. Dr.
Fritz
Vahrenholt
Alexander
von
Witzleben
Bernd
Sauter
Alois
Sauter
Aufsichts
rat
gesamt
Fixe Vergütung 37.400 22.500 20.550 3.700 84.150
Variable Vergütung 24.000 15.000 13.000 2.000 54.000
Sitzungsgelder 12.100 7.500 6.575 1.050 27.225
Summe 73.500 45.000 40.125 6.750 165.375

Die Hauptversammlung hat am 23. August 2006 beschlossen, dass die Mitglieder des ersten Aufsichtsrats für ihre Tätigkeit in der Zeit vom 19. Mai 2006 bis zum 23. August 2006 außer dem Ersatz ihrer baren Auslagen eine feste Vergütung von eur 3.700,00, eine pauschalierte Erfolgsvergütung von eur 2.000,00 und ein Sitzungsgeld von eur 500,00 pro Sitzung erhalten. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieses Betrages.

Im Geschäftsjahr 2007 bestanden keine Kredite gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrats. Weder wurden Vorschüsse gewährt, noch wurden an die Mitglieder des Aufsichtsrats für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, Vergütungen gezahlt oder Vorteile gewährt.

Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagement

Der Geschäftsverlauf der verbio wird beeinflusst durch den reibungslosen, kontinuierlichen Betrieb der Produktionsanlagen und eine optimale Logistik in Bezug auf die Rohstoff beschaffung und den Vertrieb der ausgebrachten Produktionsmengen. Ein weiterer entscheidender Einflussfaktor ist die Entwicklung der Rohstoff- und Absatzpreise. Regulatorische und steuerliche Rahmenbedingungen haben ebenfalls einen wichtigen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung. Die verbio ag hat daher ein Risikomanagementsystem für die Gruppe aufgebaut und implementiert. Im Voraus definierte Einzelrisiken werden durch Frühwarnindikatoren ständig überwacht und im Rahmen eines monatlichen Reportings durch die Geschäftsführung der Tochtergesellschaften an den Konzern-Vorstand berichtet oder bereits in der wöchentlich stattfindenden Lagebesprechung adressiert. Das Risikomanagementsystem wird kontinuierlich an die sich ändernden externen Rahmenbedingungen und die sich daraus ableitenden internen Organisationsstrukturen angepasst.

Dies betrifft auch die kontinuierliche Überwachung der definierten Einzelrisiken sowohl in Bezug auf ihre Vollständigkeit als auch in Bezug auf ihren Inhalt.

Unternehmensintern eingesetztes Steuerungssystem

Das Steuerungssystem innerhalb der verbio-Gruppe beruht auf monatlichen Produktions-, Ergebnis- und Liquiditätsberichten, die an die verbio ag geliefert werden. Maßgeblich zur Konzern-Steuerung sind die Rohstoffpreise und Rohertragsmargen. Eine Verfeinerung des Steuerungssystems im Hinblick auf Vertriebskennzahlen ist derzeit in Planung. Der Vorstand ist aufgrund der monatlichen Berichterstattung und der wöchentlichen Besprechungen stets über die Lage der betreffenden Einheiten der Gruppe informiert.

Risiken

Risiken der Rohstoffbeschaffung

Die Ergebnisse der verbio hängen in erheblichem Maße von den Preisen und der Verfügbarkeit der eingesetzten Rohstoffe ab. Bei Biodiesel sind dies überwiegend Rapsöl und Sojaöl und bei Bioethanol vorwiegend Getreide, aber auch Zuckerpflanzen. Die Risiken auf der Rohstoffseite bestehen insbesondere in einer möglichen Verknappung der Rohstoffe aufgrund von schlechten Ernten beziehungsweise einer weiterhin steigenden Nachfrage aus bevölkerungsstarken Ländern wie China und Indien. Die Rohstoffmärkte reagieren derzeit sehr volatil aufgrund der geringen Visibilität. Um die Preisrisiken zu minimieren, verfolgt die verbio-Gruppe eine Multi-Feedstock-Strategie, die es ermöglicht, den bei der Herstellung von Biodiesel und Bioethanol – in Abhängigkeit vom Angebot auf dem Agrarmarkt – günstigsten Rohstoff einzusetzen.

Im Falle von auffälligen Marktentwicklungen oder Marktkonstellationen werden die Führungskräfte des Konzerns unverzüglich auch zwischen den regelmäßig wöchentlich stattfindenden Lagekonferenzen informiert.

Mit dem Ziel der weiteren Risikominimierung sichert die verbio-Gruppe sich auf der Einkaufsund Verkaufsseite durch entsprechende Derivate ab.

Risiken auf der Vertriebsseite

Die schrittweise Einführung der Energiesteuer für reinen Biodiesel (B100) kann vermutlich nicht auf die Verbraucher überwälzt werden und wird sich daher vor allem ab 2008 negativ auf ein erzielbares Ergebnis auswirken. Sofern keine Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für Biodiesel erfolgt, muss mit einer weiteren Verschlechterung der Rentabilität im Biodieselsegment gerechnet werden; insbesondere der B100-Markt könnte nahezu vollständig zum Erliegen kommen. Eine Abschreibung auf den Goodwill und auf andere Vermögenswerte kann daher für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden.

Sofern der erwartete Effekt einer Stärkung der Nachfrage nach Biokraftstoffen, die der Nachhaltigkeitsverordnung entsprechen, nicht eintritt, kann dies auch im Segment Bioethanol weitere Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragssituation der verbio haben.

Produktions- und technologische Risiken

Die Technologieführerschaft der verbio-Gruppe ist ausschlaggebend für eine weitere erfolgreiche Unternehmensentwicklung. Die verbio-Gruppe ist auf Basis des heute möglichen technologischen Standards für eine großindustrielle Produktion von Biokraftstoffen führend und besitzt auch das Verfahrens-Know-how, die bestehenden Produktionsprozesse weiterzuentwickeln bzw. weiter zu optimieren. Risiken bestehen daher nur, sofern sich plötzlich völlig andere und effizientere Produktions- und Verfahrenstechniken ergeben würden.

Die Produktionsanlagen sind neu und unterliegen einer ständigen Wartung und Zertifizierung durch den TÜV. Für Stillstandszeiten als Folge von zum Beispiel Unwetter- oder Hochwasserschäden bestehen Betriebsunterbrechungsversicherungen. Umweltrisiken bestehen keine.

Finanz- und Liquiditätsrisiken

Die Kunden der verbio-Gruppe sind überwiegend große Mineralölgesellschaften, also Kunden mit hoher Bonität. Mit Hilfe der Überwachung des Zahlungsverhaltens der Kunden werden Bonitätsrisiken und damit Forderungsausfälle verringert. Darüber hinaus besteht eine konzernweite Warenkreditversicherung. Insgesamt verfügt die verbio-Gruppe zurzeit über ausreichende liquide Mittel, um das operative Geschäft zu finanzieren.

Risiken aus Derivaten

Die Risiken aus den Derivaten sind abhängig von der dem jeweiligen Derivat eigenen Risikostruktur. Die von der verbio-Gruppe eingesetzten Derivate gehören unterschiedlichen Risikoklassen an und werden sowohl zur Absicherung der Rohstoffeinkäufe als auch zur Absicherung der Verkaufskontrakte genutzt. Es besteht das Risiko der unzureichenden Effektivität zum entsprechenden Grundgeschäft. Um das Risiko zu minimieren, werden die Auswirkungen der Rohstoff- und Absatzmarktrisiken laufend über das Controlling im Rahmen von Sensitivitätsanalysen überwacht.

Impairment Risiko

Der Goodwill, der im Rahmen der mit der Sacheinlage der Tochtergesellschaften verbundenen Kaufpreisallokation ermittelt wurde, wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern regelmäßig auf Wertminderungen hin geprüft. Dazu wird jeweils ein so genannter Impairment-Test nach ias 36 vorgenommen. Bezüglich der wesentlichen in die Planung eingeflossenen Annahmen der künftigen Preisentwicklung bei Rohstoffen und Endprodukten wird auf Abschnitt 3.4 des Konzern-Anhangs verwiesen. Sofern sich die den Impairment-Tests zu Grunde liegenden Annahmen, insbesondere aus der erwarteten Nachhaltigkeitsverordnung, als nicht zutreffend erweisen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass zukünftig ergebniswirksame Wertminderungen des Goodwills und anderer Vermögenswerte bis hin zu deren Vollabschreibung vorzunehmen sein werden.

Risiken aus Nichterlass der Biomasse-Nachhaltigkeitsverordnung

Der Vorstand der verbio ag geht bei der Unternehmensplanung vom Erlass der Biomasse-Nachhaltigkeitsverordnung aus und legt die daraus erwarteten Effekte als zentrale Prämisse seiner Planung zu Grunde. Sollte entgegen diesen Erwartungen diese Verordnung nicht erlassen werden, wären wesentliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der verbio-Gruppe nicht auszuschließen.

Chancen

Chancen der Rohstoffbeschaffung

verbio verfolgt eine Multi-Feedstock-Strategie, die es ermöglicht, den bei der Herstellung von Biodiesel und Bioethanol – in Abhängigkeit vom Angebot auf dem Agrarmarkt – günstigsten Rohstoff einzusetzen. Hierdurch können sich Preis- und damit Wettbewerbsvorteile ergeben. Durch die mit den Landwirten abgeschlossenen Energiepflanzenverträge (Energy Crop Contracts) sichert sich die verbio-Gruppe einen Teil ihres Rohstoffbedarfs logistisch günstig aus der unmittelbaren Umgebung der Anlagen.

Produktions- und Technologische Chancen

Die Produktionsanlagen sind neu und überwiegend mit eigenem Verfahrens-Know-how gebaut worden. Die Anlagen zu optimieren oder an andere Rohstoffe anzupassen ist daher durch eigene Ressourcen möglich. Die Anlagen sind in Bezug auf ihre Energiebilanz sehr gut aufgestellt, was sich als Vorteil bei der derzeit in der EU diskutierten Nachhaltigkeitsverordnung zur CO2-Reduzierung bei Biokraftstoffen herausstellen kann.

Chancen aus der Biomasse-Nachhaltigkeitsverordnung

Biokraftstoffe sollen ab 2011 nach ihrer CO2- und Treibhausgasreduktion bewertet werden. Zertifiziert werden sollen dabei auch die Nachhaltigkeit des Rohstoffanbaus und die CO2-Effizienz der Herstellungsverfahren für Biokraftstoffe. verbio hat bereits heute in Bezug auf die Ökobilanz der Produktionsanlagen und in Bezug auf das unternehmerische Konzept der Rohstoff beschaffung gute Ergebnisse vorzuweisen. Daher kann verbio, sofern bereits vor 2011 eine entsprechende Nachfrage nach CO2-reduzierten Kraftstoffen entsteht, von dieser Entwicklung profitieren. verbio geht davon aus, sämtliche Vorgaben der Nachhaltigkeitsverordnung erfüllen zu können.

Prognosebericht und ausblick

Tatsächliche künftige Ergebnisse können wesentlich von den beschriebenen Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen.

Konjunktur und Rohstoffpreisentwicklung

Das Weltwirtschaftsklima hat sich laut Umfragen des ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V. an der Universität München im ersten Quartal 2008 verschlechtert. Nach Meinung der Experten wird die derzeitige Krise im Finanzsektor im ersten Halbjahr 2008 anhalten und sich dann abschwächen. Betroffen ist neben den USA und anderen europäischen Ländern auch Deutschland. Im Dezember 2007 hat das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (RWI Essen) für 2008 ein reales Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 1,7 % prognostiziert. Noch im September 2007 ist das Institut von einem Wachstum in Höhe von 2,3 % ausgegangen. Die RWI-Wissenschaftler sehen darin aber kein Ende des Konjunkturaufschwungs, sondern eher eine vorübergehende Abschwächung.

Die Situation der Rohstoff- und Weltenergiemärkte wird auch 2008 von einer starken Nachfrage aus den asiatischen Wachstumsregionen geprägt sein. Daher gehen die Wirtschaftsexperten davon aus, dass die Preise für energetische und metallische Rohstoffe auf dem hohen Niveau bleiben. Selbst bei einem größeren Angebot wird erwartet, dass die Preise immer noch deutlich über den Preisen der Vorjahre liegen werden. Zwar wird zugegeben, dass der aktuelle Ölpreis von knapp usd 100 pro Barrel spekulationsgetrieben ist, die Abschwächung des Wirtschaftswachstums jedoch nur bedingt dazu führt, dass der Ölpreis nachhaltig sinkt.

Auch bei den zur Herstellung von Biokraftstoffen eingesetzten Rohstoffen wird derzeit davon ausgegangen, dass sie auf einem hohen Niveau bleiben. Es gibt keine Signale, die eine zuverlässige Prognose über die zukünftige Preisentwicklung zulassen. Einerseits weisen die Future-Notierungen an den Rohstoffmärkten ab August 2008 sinkende Rohstoffpreise aus, andererseits widerspricht dies den Trendberechnungen und Analysen; diese gehen von weiter steigenden Preisen aus.

Wirtschaf tliche und politische Rahmenbedingungen

Die Beimischungsquoten für 2008 betragen für Biodiesel weiterhin 4,4 % und für Bioethanol 2,0 % (2007: 1,2 %) jeweils bezogen auf den Energiegehalt. Der Steuersatz im Jahr 2008 für reinen Biodiesel (B100) beträgt 15 Cent/Liter. Derzeit erwarten die Verbände der Biokraftstoff branche, dass die Erhöhung der Steuer dazu führt, dass viele unabhängige mittelständische Tankstellenbetreiber den Kraftstoff nicht mehr anbieten werden.

Der Einsatz von Biokraftstoffen soll unter anderem in einer sich derzeit in der Ausarbeitung befindlichen Biomasse-Nachhaltigkeitsverordnung (BioNachV) geregelt werden. Durch die Verordnung soll sichergestellt werden, dass bei der Erzeugung der Biomasse Mindestanforderungen an eine nachhaltige Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen und zum Schutz natürlicher Lebensräume erfüllt werden. Darüber hinaus müssen Biokraftstoffe ein bestimmtes Treibhausgasverminderungspotenzial aufweisen. Da die EU-Kommission beabsichtigt, europaweit einheitliche Anforderungen an die Nachhaltigkeit für Biokraftstoffe bis Ende 2008 zu definieren, hat sie die Notifizierung einer deutschen Verordnung angehalten. Der Zeitplan der Bundesregierung sieht jedoch weiterhin vor, dass die Regeln für die Nachhaltigkeitskriterien ab dem 1. Januar 2011 gelten sollen.

Markt- und Branchenentwicklung 2008

Der Vorstand der verbio geht derzeit für 2008 davon aus, dass sich der Biokraftstoffmarkt in Deutschland, hier insbesondere der reine Biodieselmarkt, weiter konsolidieren wird. In Bezug auf die Rohstoffpreis- und Nachfragesituation wird sich keine signifikante Veränderung gegenüber 2007 ergeben.

Im Segment Biodiesel erwarten wir für 2008 eine hohe Kapazitätsauslastung, so dass wir die Kapazitäten in Schwedt um 50.000 Tonnen pro Jahr auf 450.000 Tonnen pro Jahr ausbauen werden (Nominalkapazität). Das Bioethanolgeschäft leidet nach wie vor unter den hohen Rohstoffpreisen und den Billig-Importen aus Brasilien. Wir haben daher alternative Rohstoffe wie Zuckerrübendicksaft, Kristallzucker und Melasse in der Ethanolproduktion getestet. Sofern die Preise bei diesen Rohstoffen auf dem derzeitigen Niveau bleiben, besteht die Chance, auch durch die Maßnahmen zur Kostenreduzierung wettbewerbsfähig Ethanol anbieten zu können.

Operative Ziele 2008

verbio ist Technologieführer in der Branche. Um diese Position auch in Zukunft einnehmen zu können, wird verbio sich weiterhin intensiv mit der Optimierung der Verfahrens- und Produktionsprozesse beschäftigen. Dabei soll zum Beispiel in der Biodieselproduktion der Anteil an Fettsäuren auf ca. 15 % angehoben werden. In der Bioethanolproduktion bildet die energetische Verwertung der Schlempe das wichtigste Projekt, um die CO2-Effizienz und die Profitabilität des Geschäfts in Vorbereitung auf die Nachhaltigkeitsverordnung deutlich zu verbessern.

2008 sind außer der Erweiterung der Biodieselanlage und vorbereitenden Investitionen in die Biogasanlage in Schwedt sowie Instandhaltungsinvestitionen keine weiteren Investitionen geplant. Die weitere Investitionsplanung wird sich nach den zukünftigen Regeln der Energiepolitik ausrichten.

Ausblick

Aufgrund dieser aktuell gegebenen negativen branchenwirtschaftlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen erwartet der Vorstand der verbio auch für 2008 ein schwieriges Geschäftsjahr. Die oben genannten Maßnahmen sind der erste Schritt zur Stützung der Wettbewerbsfähigkeit. Weitere Maßnahmen bezüglich der operativen Performance und der mittelfristigen strategischen Ausrichtung werden derzeit erarbeitet. Eine nachhaltige und deutliche Verbesserung der allgemeinen und verbio-spezifischen Situation erwartet der Vorstand jedoch erst mit Verabschiedung der Nachhaltigkeitsverordnung. Die verbio-Gruppe ist bezüglich der Erfüllung der voraussichtlich geforderten Treibhausgasminderungsvorgaben bereits heute sehr gut vorbereitet.

Angaben nach §315 Abs. 4 HGB bzw. §289 Abs. 4 HGB

Das gezeichnete Kapital der verbio Vereinigte BioEnergie AG besteht unverändert aus 63.000.000 Stück nennwertlosen Inhaberaktien. Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG). Außerdem steht der Gesellschaft kein Stimmrecht aus eigenen Aktien zu (§ 71b AktG). Die Alt-/Gründungsaktionäre haben durch den Abschluss eines Poolvertrages eine Stimmbindung vereinbart. Weitere Beschränkungen bezüglich Stimmrechten oder der Übertragung von Aktien bestehen nicht. Sonderrechte oder Kontrollbefugnisse sind nicht mit dem Anteilsbesitz verbunden.

Direkt beteiligt an der verbio mit einem Anteil größer 10 % sind die Vorstandsmitglieder Claus Sauter und Dr.-Ing. Georg Pollert. Sie halten unmittelbar oder über von ihnen kontrollierte Beteiligungsgesellschaften 42,68 % der ausgegebenen Aktien. Das Aufsichtsratsmitglied Bernd Sauter hält 14,22 %. Insgesamt halten alle Altaktionäre der verbio ag Anteile am Grundkapital in Höhe von 71,13 %, für die eine Stimmbindung im Rahmen des Poolvertrages besteht.

Die Hauptversammlung vom 12. Juni 2007 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 11. Dezember 2008 ganz oder in Teilen ein- oder mehrmalig eigene Aktien bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden. Die Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, sind umfassend in der von der Hauptversammlung beschlossenen Ermächtigung dargestellt und geregelt.

Die Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder sowie über die Änderung der Satzung entsprechen den gesetzlichen Regeln. Entschädigungsvereinbarungen im Falle eines Kontrollwechsels infolge einer Übernahme bestehen weder gegenüber dem Vorstand noch gegenüber Arbeitnehmern.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2007 eingetreten sind

Im Segment Bioethanol können im Jahr 2008 negative Entwicklungen bei den Warentermingeschäften (Derivate) zu Verlusten in einstelliger Millionenhöhe führen.

Der Vorstand hat ein Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Profitabilität beschlossen. Ziele sind, im Segment Bioethanol über ein Target Costing die Marktpräsenz und Kundenbindung zu erhöhen, die produktivere Produktionsanlage in Schwedt auszulasten sowie die Anlage in Zörbig bis auf weiteres zu schließen. Hiermit kann die Performance des Segments gegenüber Schließungskosten nach bisherigen Planungen verbessert und Schlüsselpersonen eine Perspektive geboten werden.

Es gab keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag.

Abschlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht

Erklärung des Vorstandes nach § 312 Absatz 3 AktG

Die verbio Vereinigte BioEnergie AG hat als Konzern-Unternehmen der Aktienpool verbio, Gesellschaft bürgerlichen Rechts, einen Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG erstellt. Nach den Umständen, die dem Vorstand zum Zeitpunkt der Vornahme der Rechtsgeschäfte bekannt waren, erhielten die Unternehmen der verbio Vereinigte BioEnergie AG bei jedem in diesem Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung und wurden durch die in diesem Bericht angegebenen getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nicht benachteiligt.

Zörbig, den 28. März 2008

Vorstandsvorsitzender stv. Vorstandsvorsitzender Vorstand

claus sauter dr.-ing. georg pollert martin meurer

33

Konzern-Abschluss

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007

  • Konzern - Gewinn- und Verlustrechnung
  • Konzern- bilanz
  • Konzern - Kapitalflussrechnung
  • Konzern - Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • Konzern-anhang

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007

(Vergleichszahlen vom 1. Juli bis 31. Dezember 2006)

IN TEUR ANHANG 01.01.–31.12.2007 01.07.–31.12.2006
1. Umsatzerlöse einschließlich enthaltener Energiesteuer 415.115 243.351
Abzüglich Energiesteuer -7.104 -2.539
Umsatzerlöse 3.15/5.1 408.011 240.812
2. Bestandsveränderungen 6.603 18
3. Aktivierte Eigenleistungen 5.4 1.471 0
4. Sonstige betriebliche Erträge 3.15/5.2 7.151 12.036
5. Materialaufwand 5.3
a) Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -326.741 -177.877
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -51.865 -23.729
6. Personalaufwand 5.5 -15.485 -6.911
7. Abschreibungen 4.1/4.2/5.6 -22.755 -12.795
8. Aufwendungen aus Wertminderungen 3.4 -232.595 0
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.8 -31.499 -15.223
10. Ergebnis aus Warentermingeschäften 5.9 188 0
11. Betriebsergebnis -257.516 16.331
12. Zinsertrag 4.449 1.255
13. Zinsaufwendungen -6.592 -3.223
14. Finanzergebnis 3.16/5.10 -2.143 -1.968
15. Ergebnis vor Steuern -259.659 14.363
16. Ertragsteuern 3.17/5.11 13.306 -7.016
17. Periodenfehlbetrag (i. Vj. Periodenüberschuss) -246.353 7.347
Ergebnis je Aktie in EUR
(unverwässert und verwässert)
4.18 -3,91 0,13

Konzern-Bilanz nach IFRS

zum 31. Dezember 2007

AKTIVA
IN TEUR ANHANG 31.12.2007 31.12.2006
A. LangFRISTIGE
VERMÖGENS
WERTE
I. Goodwill 3.2/3.4/4.1 155.655 269.319
II. Auftragsbestand 3.2/3.4/4.1 0 5.290
III. Kundenbeziehungen 3.2/3.4/4.1 19.411 28.085
IV. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 3.2/3.4/4.1 266 113
V. Sachanlagen 3.3/3.4/4.2 99.921 193.621
VI. Finanzanlagen 3.5/4.3 1.268 1.238
VII. Latente Steuern 3.6/5.11 667 0
Summe langfristige Vermögenswerte 277.188 497.666
B. KURZFRISTIGE
VERMÖGENS
WERTE
I. Vorratsvermögen 3.7/4.4 97.394 36.805
II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.8/4.5 52.164 37.483
III. Steuererstattungsansprüche 4.6 11.737 9.250
IV. Sonstige Vermögenswerte 3.8/4.7 30.331 16.822
V. Derivate 3.9/4.8/7.2 17.273 1.646
VI. Termingeldanlagen 3.10/4.9 0 79.795
VII. Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung 3.11/4.10 7.133 0
VIII. Zahlungsmittel 3.11/4.11 50.028 90.616
IX. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 4.12 0 1.309
Summe kurzfristige Vermögenswerte 266.060 273.726

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PASSIVA
IN TEUR ANHANG 31.12.2007 31.12.2006
A. EIGEN
KAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 4.13 63.000 63.000
II. Kapitalrücklage 4.14 483.659 484.380
III. Andere Rücklagen 4.15 4.908 1.479
IV. Abzugsposten für eigene Anteile 4.16 -1.131 0
V. Gewinnrücklagen -231.659 14.694
Summe Eigenkapital 318.777 563.553
B. LANG
FRISTIGE
SCHULDEN
I. Rückstellungen 3.13/4.19 578 429
II. Finanzverbindlichkeiten 3.14/4.20 24.286 55.170
III. Investitionszuwendungen 3.12/4.21 11.138 13.688
IV. Andere langfristige Verbindlichkeiten 3.14/4.22 17.584 17.620
V. Latente Steuerschulden 3.6/5.11 2.276 14.160
Summe langfristige Schulden 55.862 101.067
C. KURZFRISTIGE
SCHULDEN
I. Steuerschulden 3.14/4.24 8.880 20.200
II. Rückstellungen 3.13/4.25 18.276 8.878
III. Finanzverbindlichkeiten 3.14/4.26 15.845 15.034
IV. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.14/4.27 36.927 41.190
V. Investitionszuwendungen 3.12/4.21 1.745 1.652
VI. Andere kurzfristige Verbindlichkeiten 3.14/4.28 74.955 19.641
VII. Derivate 3.9/4.29 11.981 177
Summe kurzfristige Schulden 168.609 106.772
Bilanzsumme 543.248 771.392

Konzern-Kapitalflussrechnung nach IFRS

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007

(Vergleichszahlen vom 1. Juli bis 31. Dezember 2006)

IN TEUR ANHANG 01.01.–31.12.2007 01.07.–31.12.2006
Periodenfehlbetrag (i. Vj. Periodenüberschuss) -246.353 7.347
Ertragsteuern 5.11 -13.306 7.016
Finanzergebnis 5.10 2.143 1.968
Abschreibungen 5.6 22.755 12.795
Aufwendungen aus Wertminderungen Goodwill 3.4 113.664 0
Aufwendungen aus Wertminderungen auf Sachanlagen 3.4 112.201 0
Aufwendungen aus Wertminderungen auf Kundenbeziehungen 3.4 6.730 0
Verlust aus dem Abgang von Vermögenswerten
des Anlagevermögens
40 110
Auflösung abgegrenzte Investitionszuwendungen 4.21 -4.006 -2.774
Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen (i. Vj. Erträge) 865 -1.208
Zunahme des Vorratsvermögens -60.589 -22.142
Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -14.685 -12.153
Zunahme (i. Vj. Abnahme) der sonstigen Vermögenswerte -12.087 8.131
Zunahme der Rückstellungen 9.174 2.897
Abnahme (i. Vj. Zunahme) der Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
–3.849 8.807
Zunahme (i. Vj. Abnahme) der anderen Verbindlichkeiten 5.275 -850
Gezahlte Zinsen -4.734 -2.241
Erhaltene Zinsen 4.605 602
Gezahlte Ertragsteuern -11.841 -4.581
Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -93.998 3.724
IN TEUR ANHANG 01.01.–31.12.2007 01.07.–31.12.2006
Auszahlungen aus Termingeldanlagen 0 -79.721
Einzahlungen für Termingeldanlagen 79.721 0
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen 70 181
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -34.459 -28.090
Auszahlungen für Investitionen in
immaterielle Anlagevermögenswerte
-241 -56
Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit 45.091 -107.686
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 0 188.500
Kosten der Börseneinführung 0 -5.859
Auszahlungen für den Erwerb eigener Aktien -1.131 0
Einzahlungen aus besicherten Kreditgeschäften 61.720 15.064
Auszahlungen aus besicherten Kreditgeschäften -15.064 0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 5.352 3.756
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten -35.425 -11.956
Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit 15.452 189.505
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -33.455 85.543
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 90.616 5.073
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 6.0 57.161 90.616

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung nach IFRS

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 (Vergleichszahlen vom 1. Juli bis 31. Dezember 2006)

IN TEUR GEZEICH

NETES
KAPITAL
KAPITAL
RÜCKLAGE
ANDERE
RÜCKLAGEN
Abzugs
posten für
eigene
Anteile
GEWINN
RÜCKLAGEN
SUMME
EIGEN
KAPITAL
1. Juli 2006 100 363.393 0 0 7.347 370.840
Bewertung Derivate (nach Steuern) 0 0 1.479 0 0 1.479
Aufwendungen aus ­Eigenkapitalbeschaffung
(nach Steuern)
0 -4.613 0 0 0 -4.613
Unmittelbar im Eigenkapital erfasste
Erträge und Aufwendungen
0 -4.613 1.479 0 0 -3.134
Periodenüberschuss 0 0 0 0 7.347 7.347
Gesamtertrag und -aufwand für die Periode 0 -4.613 1.479 0 7.347 4.213
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 49.900 -49.900 0 0 0 0
Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen 13.000 175.500 0 0 0 188.500
31. Dezember 2006 63.000 484.380 1.479 0 14.694 563.553
Bewertung Derivate (nach Steuern) 0 0 3.429 0 0 3.429
Aufwendungen aus ­Eigenkapitalbeschaffung
(nach Steuern)1
0 -721 0 0 0 -721
Unmittelbar im Eigenkapital erfasste
Erträge und Aufwendungen
0 -721 3.429 0 0 2.708
Periodenfehlbetrag 0 0 0 0 -246.353 -246.353
Gesamtertrag und -aufwand für die Periode 0 -721 3.429 0 -246.353 -243.645
Erwerb eigener Aktien 0 0 0 -1.131 0 -1.131
31. Dezember 2007 63.000 483.659 4.908 -1.131 -231.659 318.777

1 Abwertung latente Steuern im Zusammenhang mit Börseneinführungsaufwendungen und Ausbuchung von Verbindlichkeiten für Börseneinführungsaufwendungen

Konzern-Anhang

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007

1. Allgemeine Angaben

Grundlagen

Die verbio-Gruppe mit dem Mutterunternehmen verbio Vereinigte BioEnergie AG, Zörbig (nachstehend auch "verbio ag" oder "Gesellschaft"), und den im Konzern zusammengefassten Tochterunternehmen (vgl. Abschnitt 2.1) ist im Bereich der Herstellung und des Vertriebs von Kraftstoffen und Veredelungsprodukten auf der Basis organischer Grundstoffe tätig. Darüber hinaus betätigt sich die verbio-Gruppe mit dem Betrieb von 67 Windkraftanlagen im Bereich der Energieerzeugung.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in der Thura Mark 18, 06780 Zörbig (vormals Alsterarkaden 27, 20354 Hamburg).

Der Konzern-Abschluss wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (ifrs/ias) des International Accounting Standards Board sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee/Standing Interpretations Committee (ifric/sic), wie sie in der Europäischen Union (eu) zum Bilanzstichtag verpflichtend anzuwenden sind, erstellt. Der Konzern-Abschluss ist in Euro (eur) dargestellt. Soweit nicht anders angegeben, sind alle Beträge in tausend Euro (teur) angegeben. Es wird kaufmännisch gerundet. Hierdurch kann es zu Rundungsdifferenzen kommen.

Die am 19. Mai 2006 vereinbarte Einbringung mehrerer Gesellschaften in die verbio ag (vgl. Abschnitt 2.1) wurde in Übereinstimmung mit den Regelungen von ifrs 3 als umgekehrter Unternehmenserwerb bilanziert. Hierbei ist die muw als wirtschaftlicher Erwerber identifiziert worden. Dies hatte zur Folge, dass der unter dem Namen des rechtlichen Mutterunternehmens verbio ag aufgestellte Konzern-Abschluss zum 30. Juni 2006 wirtschaftlich dem Konzern-Abschluss der muw entspricht. Alle in den Konzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen haben das Kalenderjahr als Geschäftsjahr.

Der vorliegende Konzern-Abschluss umfasst die Geschäftstätigkeit aller Konzern-Unternehmen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007. Der Vorjahresvergleichsstichtag für die Bilanz ist der 31. Dezember 2006, der Vergleichszeitraum für die Gewinn- und Verlustrechnung, die Kapitalflussrechnung und die Eigenkapitalveränderungsrechnung ist der Zeitraum vom 1. Juli bis 31. Dezember 2006.

2. Konzernabschluss

2.1 Konsolidierungskreis

Neben der Konzern-Muttergesellschaft verbio ag werden die folgenden Unternehmen, die den Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2007 darstellen, in den Konzern-Abschluss mit einbezogen:

Name und Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil
in %
Konsolidie
rungskreis
MUW Mitteldeutsche UmesterungsWerke GmbH & Co. KG, Greppin
(seit 9. Januar 2008: VERBIO
Diesel Bitterfeld GmbH & Co. KG, Greppin;
aus Gründen der Lesbarkeit im Folgenden "MUW")
100 vollkonsolidiert
MUW Mitteldeutsche UmesterungsWerke Verwaltungs GmbH, Greppin 100 vollkonsolidiert
MBE Mitteldeutsche BioEnergie GmbH & Co. KG, Zörbig
(seit 9. Januar 2008: VERBIO
Ethanol Zörbig GmbH & Co. KG, Zörbig;
aus Gründen der Lesbarkeit im Folgenden "MBE")
100 vollkonsolidiert
MBE Mitteldeutsche BioEnergie Verwaltung GmbH, Zörbig
(seit 13. März 2008: VERBIO
Ethanol Zörbig Verwaltung GmbH, Zörbig)
100 vollkonsolidiert
NBE
Nordbrandenburger BioEnergie GmbH & Co. KG, Schwedt
(seit 9. Januar 2008: VERBIO
Ethanol Schwedt GmbH & Co. KG,
Schwedt; aus Gründen der Lesbarkeit im Folgenden "NBE")
100 vollkonsolidiert
NBE
Nordbrandenburger BioEnergie Verwaltung GmbH, Schwedt/Oder
100 vollkonsolidiert
NUW Nordbrandenburger UmesterungsWerke GmbH & Co. KG, Schwedt
(seit 9. Januar 2008: VERBIO
Diesel Schwedt GmbH & Co. KG,
Schwedt/Oder; aus Gründen der Lesbarkeit im Folgenden "NUW")
100 vollkonsolidiert
NUW Nordbrandenburger UmesterungsWerke Verwaltung GmbH,
Schwedt/Oder
100 vollkonsolidiert
VERBIO
STS AG, Thal/Schweiz (vormals SBE
Swiss BioEnergy AG,
Thal/Schweiz; aus Gründen der Lesbarkeit im Folgenden "STS")
100 vollkonsolidiert
HBE
Hansa BioEnergie GmbH, Hamburg
100 vollkonsolidiert
BBE
Bulgarian BioEnergy EOOD
, Silistra/Bulgarien
100 vollkonsolidiert

Die hbe Hansa BioEnergie GmbH, Hamburg, wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 24. Januar 2008 umfirmiert in verbio Ethanol Wismar GmbH; der Sitz wurde nach Wismar verlegt. Eine entsprechende Eintragung in das Handelsregister steht dazu noch aus.

Die bbe Bulgarian BioEnergy eood, Silistra, hat kein operatives Geschäft; es handelt sich hierbei um eine Vorratsgesellschaft.

Alle in den Konzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen werden im Folgenden als "Konzern" oder "verbio-Gruppe" bezeichnet.

2.2 Konsolidierungsgrundsätze

Die in den Konzern-Abschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode, bei der zum Zeitpunkt des Erwerbs die Anschaffungskosten der Beteiligung dem beizulegenden Zeitwert der (anteilig) erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden gegenübergestellt werden.

Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Schulden zwischen konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Zwischenergebnisse werden herausgerechnet.

Latente Ertragsteuern werden nach dem bilanzorientierten Ansatz in Einklang mit den Bestimmungen des ias 12 ermittelt.

2.3 Währungsumrechnung

Transaktionen in Fremdwährung werden in den Abschlüssen der einbezogenen Unternehmen zum Kurs am Transaktionstag in die funktionale Währung des Unternehmens umgerechnet. Zum Bilanzstichtag werden monetäre Posten zum Stichtagskurs bewertet. Hieraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam erfasst.

Die funktionale Währung aller in den Konzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen ist der Euro und entspricht somit der Darstellungswährung des Konzern-Abschlusses.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

3.1 Grundlagen der Rechnungslegung

Auf den vorliegenden Konzern-Abschluss wurden die ab 1. Januar 2007 in der EU verpflichtend anzuwendenden ifrs zu Grunde gelegt. Vom iasb bzw. ifric wurden neue Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards veröffentlicht, die im Berichtszeitraum der verbio ag verpflichtend anzuwenden sind und – soweit relevant – auch angewendet werden:

IFRIC 7 "Anwendung des Anpassungsansatzes unter IAS 29 Rechnungslegung in Hochinflationsländern"

Diese Interpretation klärt Fragen im Zusammenhang mit der Anwendung von ias 29 für den Fall, dass das Land, dessen Währung die funktionale Währung des bilanzierenden Unternehmens ist, zu einem Hochinflationsland wird. Die Interpretation war für den Konzern-Abschluss der verbioag nicht relevant.

IFRIC 8 "Anwendungsbereich von IFRS 2"

ifrs 2 ist anzuwenden auf Geschäftsvorfälle, in deren Rahmen eine Gesellschaft Güter oder Dienstleistungen als Gegenleistung für eine aktienbasierte Vergütung erhält. Nach ifric 8 ist ifrs 2 auch dann anzuwenden, wenn die Gesellschaft die erhaltenen Güter oder Dienstleistungen nicht klar identifizieren kann. Die Anwendung von ifric 8 hat keine Auswirkungen auf den verbio-Konzern-Abschluss.

IFRIC 9 "Neubeurteilung eingebetteter Derivate"

ifric 9 beinhaltet die Vorschrift, dass ein Vertrag lediglich zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses und bei wesentlichen Vertragsänderungen daraufhin überprüft werden muss, ob ein eingebettetes Derivat nach ias 39 vorliegt. ifric 9 hat keine Auswirkungen auf den verbio-Konzern-Abschluss.

IFRIC 10 "Zwischenberichterstattung und Wertminderung"

Die Interpretation ifric 10 befasst sich mit dem Verhältnis der Vorschriften von ias 34 zur Zwischenberichterstattung und den Regelungen von ias 36 und ias 39 zur Wertaufholung bestimmter Vermögenswerte. ifric 10 sieht vor, dass ein Verbot der Wertaufholung auch dann gilt, wenn eine Wertminderung in einem dem Jahresabschluss vorangegangenen Zwischenbericht vorgenommen wurde. Das heißt, ifric 10 stellt klar, dass in Zwischenberichten vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht wieder rückgängig gemacht werden können. Für die verbioag ergaben sich aus der verpflichtenden Anwendung für das Geschäftsjahr 2007 keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanzierungsmethoden im Konzern.

IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben"

In diesem Standard wurden die Angaben zu Finanzinstrumenten zusammengefasst, die bisher in ias 32 geregelt waren, sowie die bislang nur von Banken und ähnlichen Finanzinstitutionen zu beachtenden Angabepflichten aus ias 30. Sie sind nunmehr branchenunabhängig anzuwenden. Mit der Veröffentlichung von ifrs 7 ist ias 1 um Angabepflichten zum Kapitalmanagement erweitert worden. Die erstmalige Anwendung von ifrs 7 hat zu einer Erweiterung der Angaben im Anhang des verbio-Konzern-Abschlusses geführt.

Änderungen zu IAS 1 "Kapitel Anhangangaben"

Im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von ifrs 7 wurde eine Änderung des ias 1 bekannt gemacht. Danach sind im Abschluss Informationen zu veröffentlichen, die den Abschlussadressaten eine Bewertung der Ziele, Methoden und Prozesse beim Kapitalmanagement ermöglichen. Die erstmalige Anwendung dieser Änderung führte im Geschäftsjahr zu erweiterten Anhangangaben.

Vom iasb bzw. ifric wurden nachfolgende neue Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards veröffentlicht, deren Anwendung für verbio noch nicht verpflichtend ist. Von einer vorzeitigen Anwendung dieser Regelungen wurde kein Gebrauch gemacht.

IFRS 8 "Operative Segmente"

ifrs 8 ersetzt den bisherigen Standard ias 14 "Segmentberichterstattung" und gleicht die bestehenden Regelungen denen der US-GAAP an. ifrs 8 sieht insbesondere eine Berichterstattung über die wirtschaftliche Entwicklung der Segmente, basierend auf der internen Steuerung (management approach) vor. Als operative Segmente werden Teile einer Unternehmung betrachtet, deren operatives Ergebnis von einem zentralen Entscheidungsträger (chief operating decision maker) regelmäßig überwacht wird und als Entscheidungsgrundlage für die Ressourcenallokation sowie für die Erfolgskontrolle dient und für die gesonderte Finanzinformationen zur Verfügung stehen.

Daneben sind die erforderlichen Anhangangaben erweitert worden. ifrs 8 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Anwendung von ifrs 8 kann bei der verbio ag zu Veränderungen in der Segmentzusammensetzung führen, die aus heutiger Sicht jedoch nicht wesentlich sein werden. Daneben sind weitere Anhangangaben notwendig.

IFRIC 11 "IFRS 2 - Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzern-unternehmen"

Die Interpretation ifric 11 beantwortet die Frage, wie die Vorschriften des ifrs 2 auf aktienbasierte Vergütungsvereinbarungen anzuwenden sind, die unternehmenseigene Eigenkapitalinstrumente oder Eigenkapitalinstrumente eines anderen Unternehmens des selben Konzerns beinhalten. ifric 11 tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. März 2007 beginnen. Die verbio ag erwartet aus der verpflichtenden Anwendung ab dem Geschäftsjahr 2008 keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanzierungsmethoden im Konzern.

Noch nicht durch die EU übernommene IFRS/IFRIC:

IFRS 2 Änderung "Vesting Conditions and Cancellations"

Die ifrs 2-Änderung stellt die Definition von "Ausübungsbedingungen" (Vesting Conditions) bei aktienbasierten Vergütungen klar und legt fest, dass alle Annullierungen von aktienbasierten Vergütungsplänen – unabhängig von der kündigenden Partei – identisch zu bilanzieren sind. Die am 17. Januar 2008 veröffentlichten Änderungen von ifrs 2 sind erstmals verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Auswirkungen auf den Konzern-Abschluss der verbio ergeben sich nicht.

IFRS 3 "Business Combinations"

ifrs 3 enthält geänderte Vorschriften zur Bilanzierung von Unternehmenserwerben. Insbesondere werden der Anwendungsbereich und die Bilanzierung von sukzessiven Anteilserwerben geändert sowie ein Wahlrecht eingeführt: Die Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter können mit ihrem beizulegenden Zeitwert oder mit dem anteiligen Nettovermögen bewertet werden. Je nachdem, für welche der beiden Möglichkeiten sich ein Unternehmen entscheidet, wird im Rahmen des Unternehmenserwerbs ein eventuell vorhandener Geschäfts- oder Firmenwert vollständig oder nur mit dem Anteil des Mehrheitseigentümers ausgewiesen. Der am 10. Januar 2008 veröffentlichte ifrs 3 ist erstmals verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Dieser Standard ist von der EU noch nicht übernommen worden. Die Änderung von ifrs 3 wird voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern-Abschluss haben.

IAS 27 "Consolidated and Separate Financial Statements"

Mit der überarbeiteten Fassung von ias 27 hat der iasb die Vorschriften zur Bilanzierung von Transaktionen zwischen nicht beherrschenden und beherrschenden Anteilseignern eines Konzerns sowie die Bilanzierung im Falle des Verlusts der Beherrschung über ein Tochterunternehmen geändert. Transaktionen, durch die ein Mutterunternehmen seine Beteiligungsquote an einem Tochterunternehmen ändert, ohne die Beherrschung über das Tochterunternehmen zu verlieren, sind künftig als erfolgsneutrale Eigenkapitaltransaktionen zu bilanzieren. Ferner regelt der Standard, wie ein Entkonsolidierungserfolg berechnet und eine verbleibende Restbeteiligung am ehemaligen Tochterunternehmen bewertet werden muss. Die am 10. Januar 2008 veröffentlichten geänderten Vorschriften von ias 27 sind spätestens für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Dieser Standard ist von der EU noch nicht übernommen worden. Die Änderung von ias 27 wird voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern-Abschluss haben.

IAS 1 "Presentation of Financial Statements"

ias 1, als überarbeitete Version, erleichtert die Analyse und den Vergleich von Abschlüssen. Änderungen beziehen sich u. a. auf die Angaben von nicht anteilseignerbezogenen Eigenkapitalveränderungen in einem einzelnen Statement oder in zwei getrennten Berichtskomponenten mit einer zuvor aus dem "Statement of comprehensive income" separierten Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Angabe von korrespondierenden Ertragssteuereffekten für einzelne Komponenten des "Other comprehensive income" – erstmals verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung der Änderungen auf den Konzern-Abschluss werden derzeit geprüft.

IFRIC 12 "Vereinbarungen von Dienstleistungslizenzen"

Als Dienstleistungslizenzen nach ifric 12 gelten Vereinbarungen, bei denen die öffentliche Hand mit privaten Unternehmen Verträge abschließt, die auf die Erfüllung öffentlicher Aufgaben gerichtet sind, z. B. der Bau von Straßen, Flughäfen, Gefängnissen etc. Die Verfügungsmacht über die Vermögenswerte verbleibt bei der öffentlichen Hand. Das private Unternehmen ist dagegen für den Bau, den Betrieb und die Erhaltungsmaßnahmen verantwortlich. ifric 12 klärt insoweit die Frage, wie die privaten Unternehmen die sich aus diesen Vereinbarungen ergebenden Rechte und Pflichten zu bilanzieren haben. ifric 12 ist für Geschäftsjahre, die nach dem 1. Januar 2008 beginnen, anzuwenden. Die Interpretation hat keine Auswirkungen auf den Konzern-Abschluss der verbio ag.

IFRIC 13 "Customer Loyalty Programmes"

ifric 13 regelt den Ausweis von Umsatzerlösen im Zusammenhang mit Kundenbonusprogrammen, die von den Herstellern bzw. Dienstleistungsanbietern selbst oder durch Dritte betrieben werden. Die Interpretation ist erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2008 beginnen. Die Anwendung von ifric 13 hat keine Auswirkung auf den Konzern-Abschluss der verbio ag.

IFRIC 14 "IAS 19 – The Limit on a Defined Benefit Asset, Minimum Funding Requirements and their Interaction"

ifric 14 befasst sich mit Detailfragen der Bilanzierung von Pensionsplänen. Die Interpretation ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2008 beginnen. Die Anwendung von ifric 14 hat keine Auswirkungen auf den verbio-Konzern-Abschluss.

IAS 23 Änderung "Fremdkapitalkosten"

Die Änderung von ias 23 betrifft die Aktivierung von Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können. Das bisherige Aktivierungswahlrecht entfällt, um Unterschiede zwischen den ifrs und den us-gaap im Rahmen des Shortterm Convergence Project zwischen dem iasb und dem US Financial Accounting Standards Board (fasb) zu reduzieren. Die erstmalige Anwendung betrifft Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Die Änderung von ias 23 wird voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern-Abschluss haben.

Allgemeine Angaben

Der Konzern-Abschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Entsprechend ias 1 erfolgte die Bilanzgliederung nach Fristigkeiten. Die Erstellung der Gewinnund Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung teilweise zusammengefasst und im Anhang erläutert.

Der Konzern-Abschluss ist auf der Grundlage fortgeführter Anschaffungs- und Herstellungskosten aufgestellt, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind.

Die Erstellung des Konzern-Abschlusses nach ifrs macht es erforderlich, Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten und sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Aufwendungen und Erträgen beeinflussen. Im Wesentlichen beziehen sich die vorgenommenen Schätzungen und Annahmen im Rahmen der Überprüfung des Wertminderungsbedarfs der Goodwills und immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen (Impairment-Test), auf die Festlegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Einschätzungen der erwarteten Inanspruchnahme rückstellungsrelevanter Sachverhalte. Darüber hinaus beziehen sich die getroffenen Annahmen und Schätzungen auf die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen.

Bezüglich der latenten Steuern auf Verlustvorträge sind die Schätzungen in hohem Maße von der Umsetzung geplanter Umstrukturierungsmaßnahmen sowie der Ertragsentwicklung abhängig. Die Schätzungen können demnach von den sich in späteren Perioden tatsächlich einstellenden Beträgen abweichen. Änderungen der zu treffenden Annahmen oder Schätzungen werden zum Zeitpunkt des Bekanntwerdens erfolgswirksam berücksichtigt. Die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzern-Abschlusses vorliegenden Umstände werden ebenso wie die zukünftige Entwicklung des branchenbezogenen Umfeldes bezüglich der erwarteten zukünftigen Geschäftsentwicklung der verbio-Gruppe zu Grunde gelegt.

3.2 Goodwills sowie übrige immaterielle Vermögenswerte

Die Goodwills ergeben sich aus den Unterschieden zwischen den Anschaffungskosten im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses und dem beizulegenden Nettozeitwert der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Goodwills werden zu Anschaffungskosten abzüglich eventueller kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Goodwills werden Zahlungsmittel generierenden Einheiten zugeordnet und mindestens einmal jährlich bzw. bei Eintritt wesentlicher Ereignisse auf Wertminderungsbedarf überprüft.

Die übrigen von der verbio-Gruppe erworbenen immateriellen Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und eventueller kumulierter Wertminderungsaufwendungen, bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die erwartete Nutzungsdauer in der Gewinnund Verlustrechnung in dem Posten "Abschreibungen" erfasst. Die erwarteten Nutzungsdauern sind wie folgt festgelegt worden:

Auftragsbestand (bis einschließlich August 2007) 15 Monate
Kundenbeziehungen 15 Jahre
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 3 bis 5 Jahre

3.3 Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen sowie eventuelle kumulierte Wertminderungsaufwendungen, bewertet. Selbsterstellte Sachanlagen enthalten alle direkt dem Herstellungsprozess zuzurechnenden Kosten, angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten sowie die geschätzten zukünftigen Kosten aus Rückbauverpflichtungen. Als produktionsbezogene Gemeinkosten wurden fertigungsbedingte Abschreibungen sowie anteilig zurechenbare Verwaltungskosten in die Bewertung mit einbezogen.

Von dem Wahlrecht der Einbeziehung von Fremdkapitalkosten in die Ermittlung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten gemäß ias 23 wurde kein Gebrauch gemacht. Die Kosten wurden entsprechend im Zinsaufwand berücksichtigt.

Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die erwartete Nutzungsdauer in der Gewinnund Verlustrechnung erfasst. Die erwarteten Nutzungsdauern sind wie folgt festgelegt worden:

Gebäude und Erbbaurecht 33 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 8 bis 18 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 12 Jahre

3.4 Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte

Der Goodwill wird einmal jährlich auf Wertminderungsbedarf überprüft (Impairment-Test nach ias 36). Die übrigen immateriellen Vermögenswerte sowie die Sachanlagen werden auf Wertminderungsbedarf untersucht, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung der betreffenden Vermögenswerte vorliegen.

Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn der Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Zahlungsmittel generierenden Einheit den erzielbaren Betrag am Bilanzstichtag übersteigt. Der erzielbare Betrag entspricht hierbei dem höheren der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und dem Nutzungswert, wobei der Nutzungswert dem Barwert der künftigen Cash-Flows entspricht, der voraussichtlich aus dem Vermögenswert beziehungsweise aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit abgeleitet werden kann.

Der Goodwill ist für Zwecke des Impairment-Tests im Vorjahr den Zahlungsmittel generierenden Einheiten zugeteilt worden. Dabei wurde die entsprechende rechtliche Struktur zu Grunde gelegt. Eine produzierende Gesellschaft entsprach einer Zahlungsmittel generierenden Einheit:

IN TEUR 31.12.2006
NUW 48.966
MBE 29.012
NBE 47.387
STS 143.954
269.319

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2007 wurden die Zahlungsmittel generierenden Einheiten neu strukturiert. Um den aktuellen Führungs- und Organisationsstrukturen und der bilanziellen Darstellung zu entsprechen, wurden als Zahlungsmittel generierende Einheiten nach ias 14 definierte Primärsegmente bestimmt. Der Goodwill verteilt sich wie folgt auf diese Segmente:

IN TEUR 31.12.2007 Wertminderung 31.12.2006
Biodiesel 155.655 0 155.655
Bioethanol 0 113.664 113.664
Energie 0 0 0
Übrige 0 0 0
155.655 113.664 269.319

Der Impairment-Test wird auf der Grundlage der Ermittlung der erzielbaren Beträge der Zahlungsmittel generierenden Einheiten durchgeführt. Dabei wurden die erzielbaren Beträge auf Basis des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Verkaufskosten (fair value less costs to sell) ermittelt. Als Verkaufskosten wurden pauschal 2 % des ermittelten Barwertes angenommen. Wir haben von der Ermittlung des Nutzungswertes abgesehen, weil keine Anzeichen ersichtlich sind, nach denen der Nutzungswert höher als der beizulegende Zeitwert abzüglich Verkaufskosten ist.

Die Cash-Flow-Projektionen beruhen auf den vom Vorstand und vom Aufsichtsrat genehmigten Planungen für das Jahr 2008 sowie auf den vom Vorstand autorisierten Mittelfrist-Plänen für die Jahre 2009 bis 2013. Die Planungen wurden aufgrund von Erfahrungswerten unter Berücksichtigung der aktuellen Marktentwicklungen aufgestellt. Geplante Erweiterungsinvestitionen sind in Form der Errichtung von Biogasanlagen innerhalb des Segments Bioethanol enthalten.

Der Planung sind als die wesentliche Prämisse die erwarteten positiven Effekte aus der noch zu verabschiedenden so genannten Nachhaltigkeitsverordnung zu Grunde gelegt worden. Insbesondere sind erwartete Umsatzsteigerungen und daraus resultierende Cash-Flow-Zuflüsse in die Planung eingeflossen.

Die Cash-Flows wurden nach Steuern und Zinsen geschätzt und mit einem risikoadäquaten Kapitalkostensatz nach Steuern abgezinst.

Der Impairment-Test für das Segment Biodiesel führte zu dem Ergebnis, dass keine Wertminderungen vorzunehmen sind.

Im Segment Bioethanol liegt der erzielbare Betrag um teur 227.265 unter dem Buchwert, so dass der Goodwill zunächst vollständig (teur 113.664) abgeschrieben werden musste. Der verbleibende Betrag ist unter Beachtung von ias 36.106 in Höhe von teur 112.201 auf Ethanolproduktionspezifische Sachanlagen verteilt sowie in Höhe von teur 1.400 als Rückstellung für belastende Beschaffungsverträge dotiert worden. Der Aufwand aus Wertminderungen wird in Höhe von teur 225.865 in der Gewinn- und Verlustrechnung separat ausgewiesen. Die Zuführung zur Rückstellung wird im Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.

Zur Planung im Einzelnen:

Umsatzplanung Detaillierte Umsatzerlösplanung auf der Basis langfristiger Kontrakte, zusätzlich abgeschlosse
ner Spotmarktgeschäfte und Marktpreiseinschätzungen, bezogen auf die für die Planungsperiode
aktuell noch nicht verkaufte Produktionskapazität.
Umsatzsteigerungen aufgrund der erwarteten positiven Effekte aus der noch zu verabschiedenden
Nachhaltigkeitsverordnung.
Biodiesel Verkaufspreise zwischen EUR 75 und EUR 89 pro Hektoliter
Bioethanol Verkaufspreise zwischen EUR 55 und EUR 67 pro Hektoliter
Materialaufwandsplanung Der Materialaufwand wurde anhand der geplanten Absatzmengen unter Zugrundelegung des
jeweiligen Rohstoffeinsatzmix geplant.
Biodiesel Als Hauptrohstoffen wurde mit Rapsöl, Rapsraffinat, Sojaraffinat, Sojamethylester und Fettsäure
geplant. Die Fettsäure entsteht beim Umesterungsprozess von Pflanzenölen und kann durch
Veresterung in Biodiesel veredelt werden. Die geplanten Einkaufspreise für die Pflanzenöle
liegen zwischen EUR/t 700 und EUR/t 920.
Bioethanol Haupteinsatzstoffe in der Planung sind Roggen, Körnermais, Zuckerdicksaft und Kristallzucker. Es
wird mit Marktpreisen für Getreide um EUR/t 180 und für Zucker mit ca. EUR/t 260 gerechnet.
Weitere Erträge und
Aufwendungen
Weitere Erträge und Aufwendungen wurden auf der Basis eines Vorjahresvergleiches geplant
und um einmalige Effekte und wesentliche Änderungen gegenüber dem Vorjahr bereinigt oder
auf der Basis von Vorjahresdaten hochgerechnet.

Auf die prognostizierten Cash-Flows wurden risikoadäquate Abzinsungssätze vor Steuern gemäß ias 36.55 angewendet. Die Abzinsungssätze betragen sowohl für Bioethanol als auch für Biodiesel 9,7 %. Die Bestimmung der Grundannahmen erfolgte vor allem auf Basis von langjährigen Erfahrungswerten.

Die Anpassung des Goodwills wurde im Bereich des Segmentes Bioethanol vor allem dadurch notwendig, da sich im Vergleich zur Erstkonsolidierung und zum im Vorjahresabschluss durchgeführten letzten Impairment-Test folgende wesentliche Änderungen ergeben haben: Absatzseitig ist es nicht möglich, die ursprünglich angenommenen Preise zu erzielen. Durch den signifikanten Preisanstieg der vormals geplanten Einsatzstoffe (Getreide) ist es nicht mehr möglich, die notwendigen Deckungsbeiträge zu erzielen. Durch die Ausnutzung der Multi-Feedstock-Fähigkeit unserer Anlagen kann es gelingen, mit dem Einsatz neuer Rohstoffe und durch geänderte Rezepturen die geplanten Cash-Flows zu erwirtschaften. Nach unserer derzeitigen Einschätzung werden diese Cash-Flows allerdings deutlich unter den ursprünglichen Erwartungen zurückbleiben, so dass durch den daraus geminderten Unternehmenswert eine Anpassung des Goodwills notwendig war.

Auf das Ergebnis der Cash-Flow-Projektionen bzw. auf die erzielbaren Beträge haben vor allem Abweichungen bei den Grundannahmen für Einkaufs- und Verkaufspreise gegenüber den budgetierten Preisen wesentliche Auswirkungen. So wird eine Abwertung des Goodwills ceteris paribus notwendig, wenn die Verkaufspreise für Biodiesel nachhaltig um mehr als eur 4,415 je Hektoliter sinken bzw. wenn die Einkaufspreise für die Rohstoffe ceteris paribus um nachhaltig mehr als eur/ Tonne 17,20 steigen. Bei einem Anstieg der Rohstoffpreise für die Biodiesel-Rohstoffe um nachhaltig eur/Tonne 25 wäre ceteris paribus eine Abwertung des Goodwills um eur 22,6 Mio. notwendig, bei einer Senkung der Verkaufspreise um nachhaltig eur 2 pro Hektoliter wäre ceteris paribus eine Goodwill-Abschreibung um eur 11,9 Mio. notwendig.

Gemäß ias 36.9 hat ein Unternehmen an jedem Bilanzstichtag einzuschätzen, ob irgendein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Aufgrund der Entwicklung des Absatzes im Segment Bioethanol musste auch der Wert des immateriellen Vermögenswertes Kundenbeziehungen für dieses Segment überprüft werden. Bei dieser Überprüfung stellte sich heraus, dass die bei der Bildung dieses Vermögenswertes vorhandenen Kundenbeziehungen zum Bilanzstichtag bis auf eine Ausnahme nicht mehr aktiv waren. Aus diesem Grunde wurde der Anteil des Vermögenswertes, der auf das Segment Bioethanol entfällt, in voller Höhe abgeschrieben. Die Berechnung für das Segment Biodiesel ergab die Werthaltigkeit des Vermögenswertes Kundenbeziehungen.

IN TEUR Biodiesel Bioethanol Summe
Wert zum 1. Januar 2007 20.827 7.258 28.085
Planmäßige Abschreibung 2007 -1.416 -528 -1.944
Buchwert zum 31. Dezember 2007 19.411 6.730 26.141
Abschreibung aufgrund Impairment-Test 0 -6.730 -6.730
Wert zum 31. Dezember 2007 19.411 0 19.411

Kundenbeziehungen

3.5 Finanzanlagen

Der Konzern ist zu 95,0 % an der Biodiesel Production S.A., Madrid/Spanien, beteiligt. Das Grundkapital der Biodiesel Production S.A., Madrid/Spanien, beträgt teur 61. Die Beteiligung, die zum 31. Dezember 2006 zu Anschaffungskosten in Höhe von teur 30 bewertet wurde, ist zum 31. Dezember 2007 wegen Wertlosigkeit in voller Höhe abgeschrieben worden.

Daneben wird eine von der sts zinslos bis zum 31. Dezember 2009 gestundete Forderung (Nominalwert teur 1.400) zum Barwert von teur 1.268 ausgewiesen. Dabei wurde die Forderung gegenüber dem 31. Dezember 2006 in Höhe von teur 60 aufgezinst.

Die Forderung resultiert aus einem Kooperationsvertrag im Wert von teur 3.280, welcher in Höhe von teur 1.880 mit Rückzahlungsansprüchen des Geschäftspartners und in Höhe von teur 20 mit Aufwandsersatz verrechnet wurde. Nach dem Kooperationsvertrag ist die Zusammenarbeit mit diesem Geschäftspartner auf dem Geschäftsfeld der Entwicklung von Projekten im Bereich der Produktion biogener Kraftstoffe vereinbart worden. Der Geschäftspartner ist berechtigt, auf das technologische Know-how der sts im Bereich der Projektentwicklung, des Engineerings sowie des Baus und Betriebs chemischer Anlagen zur Herstellung biogener Kraftstoffe hinzuweisen und dieses im Rahmen der Akquisition zu verwenden. Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit.

3.6 Latente Steuern

Latente Steuern werden auf Basis der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode ermittelt. Hierbei ergeben sich latente Steuern aus temporären Differenzen zwischen den ifrs-Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden sowie deren Steuerwerten. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Auf die aus dem Unternehmenszusammenschluss resultierenden Goodwills werden in Übereinstimmung mit ias 12 keine latenten Steuern angesetzt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit demjenigen Steuersatz, der im Zeitpunkt der voraussichtlichen Umkehr der temporären Differenzen anwendbar ist. Hierbei werden die Steuersätze verwendet, die zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt worden sind.

Aktive latente Steuern werden nur insoweit angesetzt, wie es wahrscheinlich ist, dass ein zukünftiges zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, das zur Realisierung des latenten Steueranspruches verwendet werden kann.

3.7 Vorratsvermögen

Das Vorratsvermögen ist mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem geschätzten, im normalen Geschäftsbetrieb erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Im Falle von Wertminderungen der Bestände wird eine Abschreibung auf den Nettoveräußerungswert vorgenommen und der niedrigere Nettoveräußerungswert angesetzt.

Die Anschaffungskosten entsprechen dem Anschaffungspreis abzüglich Anschaffungspreisminderungen zuzüglich der Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Herstellungskosten umfassen Materialeinzelkosten und Fertigungseinzelkosten sowie diejenigen Gemeinkosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Die Anschaffungskosten werden nach der Methode des gewichteten Durchschnitts berechnet.

3.8 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem Nennwert und sonstige Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten, abzüglich eventueller Wertminderungen, bewertet. Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen vorgenommen wurden, tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung. Konkrete Informationen über Ausfälle führen zu einer Ausbuchung der betreffenden Forderungen und Vermögenswerte.

3.9 Derivate

Zu ausführlichen Erläuterungen der Derivate, insbesondere auch zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Abschnitt 7.2 "Angaben zu Finanzinstrumenten".

3.10 Termingeldanlagen

Die Termingeldanlagen sind nicht täglich verfügbar und werden bis zu ihrer jeweiligen Endfälligkeit gehalten. Es handelt sich dabei um Anlagen mit einer ursprünglichen, d. h. zum Zeitpunkt des Abschlusses des Anlagegeschäfts, Laufzeit von mehr als drei Monaten. Die Termingeldanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Aufgrund der Fristigkeit entsprechen die Buchwerte den Zeitwerten.

3.11 Zahlungsmittel und Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung

Die Zahlungsmittel beinhalten Bargeldbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten und sind zum Nominalbetrag bewertet. Unter den Zahlungsmitteln werden Bargeldbestände und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer ursprünglichen Laufzeit von unter drei Monaten zusammengefasst. Bargeldbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert des Stichtages bewertet. Zahlungsmittel, die als Sicherheitsleistungen für abgeschlossene Finanzderivate verfügungsbeschränkt sind, werden gesondert ausgewiesen.

3.12 Investitionszuwendungen

Investitionszuwendungen werden in Ausübung des Wahlrechts von ias 20 passivisch abgegrenzt und über die durchschnittliche Nutzungsdauer der geförderten Vermögenswerte ergebniswirksam aufgelöst. Im Berichtsjahr wurde der Sonderposten infolge der Ergebnisse des durchgeführten Impairment-Tests (vgl. Abschnitt 3.4) teilweise aufgelöst. Die Zuwendungen werden bilanziell erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass das jeweilige Konzern-Unternehmen die mit der Gewährung der Zuwendungen verbundenen Bedingungen erfüllen wird und dass die Zuwendungen gewährt werden.

3.13 Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Die Bewertung erfolgt mit dem Betrag, der nach bestmöglicher Schätzung zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlich ist. Rückstellungen für Verpflichtungen, die nicht bereits im Folgejahr zu einem Abfluss von Ressourcen führen, werden zum Bilanzstichtag mit dem abgezinsten Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung erwarteter Kostensteigerungen angesetzt. Der Abzinsung auf den Erfüllungsbetrag werden risikoäquivalente Marktzinssätze zu Grunde gelegt. Im Geschäftsjahr 2007 wurde bei der Ermittlung der Abzinsung ein Zinssatz von 5,62 % (i. Vj. 4,79 %) zu Grunde gelegt.

3.14 Schulden

Die Bewertung der kurzfristigen Schulden erfolgt mit dem jeweiligen Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag. Die langfristigen Schulden werden zu fortgeführten Anschaffungskosten in der Bilanz ausgewiesen. Differenzen zwischen den historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden entsprechend der Effektivzinsmethode berücksichtigt.

3.15 Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge

Die Erfassung von Umsatzerlösen aus dem Verkauf von Erzeugnissen der verbio-Gruppe sowie sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt im Zeitpunkt der Erbringung der jeweiligen Leistung, sofern die Höhe der Erträge zuverlässig ermittelbar ist und der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich zufließen wird. Die Umsatzerlöse werden um Erlösschmälerungen gemindert.

Bei der Veräußerung von Erzeugnissen und Handelswaren des Konzerns an Kunden liegt die Leistungserbringung grundsätzlich zu dem Zeitpunkt vor, zu dem die Gefahr des zufälligen Untergangs und die Chancen auf den Kunden übergegangen sind.

3.16 Finanzergebnis

Zinserträge und Finanzierungsaufwendungen werden unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode periodengerecht erfasst. Neben den Zinserträgen und den Finanzierungsaufwendungen werden im Finanzergebnis auch Abschreibungen auf Finanzanlagen ausgewiesen.

3.17 Ertragsteuern

Die Ertragsteuern auf das Periodenergebnis beinhalten sowohl laufende als auch latente Ertragsteuern. Laufende Steuern werden entsprechend der jeweiligen gesetzlichen Vorschriften ermittelt. Latente Steuern werden entsprechend den Erläuterungen in 3.6 ermittelt.

4. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz

Langfristige Vermögenswerte

4.1 Goodwill und andere immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2007 wie folgt:

IN TEUR GOOD
WILL
AUFTRAGS
BESTAND
KUNDEN

BEZIEHUNGEN
SONSTIGE
­IMMATERIELLE
VERMÖGENS

WERTE
Summe
Anschaffungskosten zum 1. Jan. 2007 269.319 9.924 29.219 167 308.629
Zugänge 0 0 0 240 240
Anschaffungskosten zum 31. Dez. 2007 269.319 9.924 29.219 407 308.869
Abschreibungen zum 1. Jan. 2007 0 4.634 1.134 54 5.822
Zugänge 0 5.290 1.944 87 7.321
Wertminderungen gemäß IAS 36 113.664 0 6.730 0 120.394
Abschreibungen zum 31. Dez. 2007 113.664 9.924 9.808 141 133.537
Buchwert zum 1. Jan. 2007 269.319 5.290 28.085 113 302.807
Buchwert zum 31. Dez. 2007 155.655 0 19.411 266 175.332

Der Auftragsbestand und die Kundenbeziehungen werden planmäßig auf 15 Monate bzw. 15 Jahre abgeschrieben. Darüber hinaus wurden Wertminderungen gemäß ias 36 in Höhe von teur 120.394 vorgenommen, die sich ausschließlich auf Abschreibungen im Segment Bioethanol beziehen. Die Abschreibungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter einer gesonderten Position ausgewiesen. Zu den vorgenommenen Wertminderungen verweisen wir auf unsere Erläuterungen unter Abschnitt 3.4.

Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Zeitraum 1. Juli bis 31. Dezember 2006 wie folgt:

IN TEUR GOOD
WILL
AUFTRAGS
BESTAND
KUNDEN

BEZIEHUNGEN
SONSTIGE
­IMMATERIELLE
VERMÖGENS

WERTE
Summe
Anschaffungskosten zum 1. Juli 2006 269.319 9.924 29.219 111 308.573
Zugänge 0 0 0 56 56
Anschaffungskosten zum 31. Dez. 2006 269.319 9.924 29.219 167 308.629
Abschreibungen zum 1. Juli 2006 0 662 162 27 851
Zugänge 0 3.972 972 27 4.971
Abschreibungen zum 31. Dez. 2006 0 4.634 1.134 54 5.822
Buchwert zum 1. Juli 2006 269.319 9.262 29.057 84 307.722
Buchwert zum 31. Dez. 2006 269.319 5.290 28.085 113 302.807

4.2 Sachanlagen

Die Sachanlagen beinhalten Grundstücke, Gebäude, Erbbaurechte, technische Anlagen und Maschinen, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Anlagen im Bau.

Im Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2007 haben sich die Sachanlagen wie folgt entwickelt:

IN TEUR Grundstücke,
grundstücks
gleiche Rechte
und Bauten
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Anlagen
im Bau
SUMME
Anschaffungskosten zum 1. Jan. 2007 22.675 177.134 6.808 10.730 217.347
Zugänge 5.392 8.723 6.273 13.657 34.045
Umbuchungen 0 4.000 0 -4.000 0
Abgänge 0 3 275 0 278
Anschaffungskosten zum 31. Dez. 2007 28.067 189.854 12.806 20.387 251.114
Abschreibungen zum 1. Jan. 2007 976 21.720 1.030 0 23.726
Zugänge 788 13.108 1.538 0 15.434
Wertminderungen gemäß IAS 36 6.507 90.610 0 15.084 112.201
Abgänge 0 0 168 0 168
Abschreibungen zum 31. Dez. 2007 8.271 125.438 2.400 15.084 151.193
Buchwert zum 1. Jan. 2007 21.699 155.414 5.778 10.730 193.621
Buchwert zum 31. Dez. 2007 19.796 64.416 10.406 5.303 99.921
IN TEUR Grundstücke,
grundstücks
gleiche Rechte
und Bauten
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Anlagen
im Bau
SUMME
Anschaffungskosten zum 1. Juli 2006 18.809 166.484 4.803 0 190.096
Zugänge 3.066 11.901 2.484 13.511 30.962
Umbuchungen 800 1.960 0 -2.760 0
Umgliederungen1 0 -3.212 0 0 -3.212
Abgänge 0 0 478 21 499
Anschaffungskosten zum 31. Dez. 2006 22.675 177.133 6.809 10.730 217.347
Abschreibungen zum 1. Juli 2006 631 16.689 694 0 18.014
Zugänge 345 5.996 544 0 6.885
Wertminderungen gemäß IAS 36 0 938 0 0 938
Umgliederungen1 0 -1.903 0 0 -1.903
Abgänge 0 0 208 0 208
Abschreibungen zum 31. Dez. 2006 976 21.720 1.030 0 23.726
Buchwert zum 1. Juli 2006 18.178 149.795 4.109 0 172.082
Buchwert zum 31. Dez. 2006 21.699 155.413 5.779 10.730 193.621

Im Zeitraum 1. Juli bis 31. Dezember 2006 haben sich die Sachanlagen wie folgt entwickelt:

1 Die Umgliederungen betreffen das Blockheizkraftwerk, welches gemäß IFRS 5 als "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" ausgewiesen wird

Sachanlagen mit einem Buchwert von teur 90.907 (Vorjahreszeitraum: teur 181.353) dienen der Besicherung von Finanzverbindlichkeiten.

4.3 Finanzanlagen

Der Konzern ist zu 95,0 % an der spanischen Biodiesel Production S.A., Madrid/Spanien, beteiligt. Die Biodiesel Production S.A. hat ein gezeichnetes Kapital in Höhe von teur 61. Noch nicht geltend gemachte Einzahlungsverpflichtungen bestehen in Höhe von teur 28. Die Anschaffungskosten von teur 30 wurden zum 31. Dezember 2007 vollständig abgeschrieben.

sts bilanziert eine Forderung in Höhe von teur 1.268 mit einem Rückzahlungszeitpunkt am 31. Dezember 2009. Die Forderung wurde abgezinst. Es wird auf die Erläuterungen in Abschnitt 3.5 verwiesen.

Kurzfristige Vermögenswerte

4.4 Vorratsvermögen

IN TEUR 31.12.2007 31.12.2006
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Bioethanolproduktion 23.924 27.907
Abzüglich Wertberichtigung -9.069 14.855 0 27.907
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Biodieselproduktion 35.247 3.827
Unfertige Erzeugnisse Bioethanol 0 404
Unfertige Erzeugnisse Biodiesel 351 81
Fertigerzeugnisse
Biodiesel, Pharmaglycerin 3.558 2.821
Bioethanol 8.149 1.765
Abzüglich Wertberichtigung -384 7.765 0 1.765
Handelswaren (Getreide) 39.703 0
Abzüglich Wertberichtigung -4.117 35.586 0 0
Handelswaren (Glycerin) 32 0
97.394 36.805

Die Vorratsbestände sind in Höhe von teur 54.837 zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet. Daneben sind Vorratsbestände in Höhe von teur 42.557 zum Nettoveräußerungswert bewertet.

Die Überprüfung der Vorratsbestände hinsichtlich der Werthaltigkeit ergab Wertminderungen von insgesamt teur 13.570 zur Anpassung an die niedrigeren Marktpreise. Die Wertminderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten "Materialaufwand" ausgewiesen.

Die Zunahme der Vorräte gegenüber dem 31. Dezember 2006 resultiert im Wesentlichen aus dem Bestandsauf bau der Rohstoffe für die Biodieselproduktion in Höhe von teur 31.420 und aus den im Vorratsvermögen erstmals befindlichen Handelsbeständen an Getreide in Höhe von teur 35.586.

Es sind Vorräte mit einem Buchwert in Höhe von teur 538 (31. Dezember 2006: teur 3.955) sicherungsübereignet. Darüber hinaus bestehen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren in Höhe von teur 65.830 (31. Dezember 2006: teur 10.401) Verfügungsbeschränkungen aufgrund eines besicherten Kreditgeschäftes.

4.5 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Bilanzstichtag teur 52.164 (31. Dezember 2006: teur 37.483) und sind netto nach Berücksichtigung von Wertminderungen in Höhe von teur 222 (31. Dezember 2006: teur 316) dargestellt.

Von den im Vorjahr gebildeten Wertberichtigungen wurden im Berichtsjahr teur 75 ertragswirksam aufgelöst; der Auflösungsbetrag wurde unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden Wertberichtigungen in Höhe von teur 57 gebildet und unter dem Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Abtretungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zur Absicherung von Krediten lagen zum 31. Dezember 2007 in Höhe von teur 864 vor (31. Dezember 2006: teur 5.083).

Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4.6 Steuererstattungsansprüche

Die Steuererstattungsansprüche setzen sich wie folgt zusammen:

IN TEUR 31.12.2007 31.12.2006
Bauabzugsteuer STS 9.250 9.250
Erstattungsansprüche gegen Finanzämter
Körperschaftsteuer 2007 (VERBIO
AG)
1.367
Körperschaftsteuer 2006 (VERBIO
AG)
184
Gewerbesteuer 2007 (MUW) 681
Gewerbesteuer 2006 (NUW) 255 2.487 0
11.737 9.250

4.7 Sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

IN TEUR 31.12.2007 31.12.2006
Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 7.145 0
Investitionszulage NBE 6.495 5.740
Investitionszulage NUW 2.451 2.073
Investitionszulage MBE 1.603 1.425
Investitionszulage MUW 463 11.012 226
Umsatzsteuerforderungen 4.300 116
Sicherheitsleistungen aus Kautionssicherungsverträgen
und Haftungserklärungen
3.124 0
Abgrenzung nicht realisierter Gewinne aus
Termingeschäften
1.302 0
Sicherheitsleistung für nicht realisierte Verluste
aus Termingeschäften
1.060 0
Erstattung Strom- und Energiesteuer 992 827
Abzugrenzende Aufwendungen 343 1.014
Debitorische Kreditoren 223 247
Sicherheitsleistungen wegen Aussetzung der Energiesteuer 200 0
Weiterberechnung von Kosten der Börseneinführung 0 2.076
Ertragsgarantie BHKW und WKA 0 970
Kreditabsicherung 0 796
Übriges 630 1.312
30.331 16.822

Die im Vorjahr unter diesem Posten ausgewiesenen Forderungen betreffend Bauabzugsteuer sts (teur 9.250) werden zum 31. Dezember 2007 in einem separaten Bilanzposten erfasst. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

Die sonstigen Vermögenswerte erhöhten sich um teur 13.509, vor allem aufgrund geleisteter Anzahlungen auf Vorräte, Umsatzsteuerforderungen, Sicherheitsleistungen aus Kautionssicherungsverträgen und Haftungserklärungen (insbesondere an die Euler Hermes Kreditversicherungs-AG für Avale im Zusammenhang mit Zollbürgschaften und Interventionsgetreide in Höhe von teur 3.000).

Ein im Geschäftsjahr 2007 an einen Dritten gewährtes Darlehen (teur 2.800) wurde wegen mangelnder Werthaltigkeit einschließlich bis zum Bilanzstichtag aufgelaufener Zinsen (teur 115) in voller Höhe (teur 2.915) wertberichtigt.

Ebenfalls wurde die Kaufpreisforderung aus der Veräußerung des Blockheizkraftwerkes (teur 910; vgl. Abschnitt 4.12.) wegen mangelnder Werthaltigkeit in voller Höhe wertberichtigt.

4.8 Derivate

Die zum 31. Dezember 2007 bestehenden aktiven Derivate in Höhe von teur 17.273 werden unter Abschnitt 7.2 "Angaben zu Finanzinstrumenten" dargestellt.

4.9 Termingelder

Die zum 31. Dezember 2006 ausgewiesenen Termingeldeinlagen in Höhe von teur 79.795 wurden im Berichtsjahr vollständig zurückgeführt. Zum Bilanzstichtag bestehende Termingeldanlagen in Höhe von teur 12.000 haben eine Laufzeit von unter drei Monaten und werden unter den Zahlungsmitteln ausgewiesen.

4.10 Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung

Zum 31. Dezember 2007 bestehen Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkungen in Höhe von teur 6.596, die als Sicherheit für Geschäfte mit Finanzderivaten dienen. Darüber hinaus sind teur 537 als Sicherheit für Bankdarlehen verpfändet. Die Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung entsprechen zusammen mit den frei verfügbaren Zahlungsmitteln dem in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Finanzmittelfonds.

4.11 Zahlungsmittel

Die frei verfügbaren Zahlungsmittel betragen zum 31. Dezember 2007 teur 50.028 (31. Dezember 2006: teur 90.616) und enthalten im Wesentlichen Bankguthaben einschließlich einer Termingeldanlage in Höhe von teur 12.000 mit einer Laufzeit vom 21. Dezember 2007 bis 21. Januar 2008 (Verzinsung 4,15 % p. a.).

4.12 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Ein bei der muw bilanziertes Blockheizkraftwerk (bhkw) ist mit Wirkung zum 1. März 2007 verkauft worden. Der daraus resultierende Verlust wurde bereits zum 31. Dezember 2006 berücksichtigt. Die Wertminderungen gemäß ias 36 in Höhe von teur 938 wurden auf den vereinbarten Verkaufspreis abzüglich Veräußerungskosten vorgenommen. Die unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesene Kaufpreisforderung in Höhe von netto teur 910 wurde wegen mangelnder Werthaltigkeit in voller Höhe einzelwertberichtigt.

Eigenkapital

4.13 Gezeichnetes Kapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals wird in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2007 beträgt das gezeichnete Kapital teur 63.000 (31. Dezember 2006: teur 63.000) und ist eingeteilt in gegenüber dem 31. Dezember 2006 unverändert 63.000.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien. Mit der Inhaberschaft an den Aktien verbunden sind das Stimmrecht in der Hauptversammlung sowie das Gewinnbezugsrecht bei beschlossenen Ausschüttungen.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18. September 2006 wurde eine bedingte Kapitalerhöhung von bis zu teur 2.000 durchgeführt. Diese Kapitalerhöhung dient dem ausschließlichen Zweck der Einlösung von Bezugsrechten aus dem Aktienoptionsprogramm der verbio ag. Aufsichtsrat und Vorstand haben noch kein Aktienoptions- und Belegschaftsaktienprogramm verabschiedet.

Mit Beschluss vom 12. Juni 2007 hat die Hauptversammlung der Gesellschaft das bestehende genehmigte Kapital aufgehoben und ein neues genehmigtes Kapital in Höhe von eur 31.500.000,00 – dies entspricht 50 % des bei der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals – geschaffen, das am 19. Juli 2007 in das Handelsregister der Gesellschaft eingetragen wurde. Das genehmigte Kapital ermächtigt den Vorstand dazu, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Juni 2012 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Barund/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt eur 31.500.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).

4.14 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage resultiert im Wesentlichen aus den Anschaffungskosten der muw für den Erwerb der nbe, mbe, nuw und sts im Rahmen des 2006 erfolgten Unternehmenszusammenschlusses, soweit sie nicht im gezeichneten Kapital abgebildet wurden. Sie ist in voller Höhe nach deutschen gesellschaftsrechtlichen Regelungen hinsichtlich ihrer Verwendungsfähigkeit beschränkt und steht nicht für Ausschüttungen an die Gesellschafter zur Verfügung. Sie wurde 2006 durch die Erhöhung des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln um teur 49.900 gemindert. Die den Betrag der 2006 durchgeführten Barkapitalerhöhung übersteigenden Emissionserlöse aus dem Börsengang wurden der Kapitalrücklage zugeführt (teur 175.500). Die Kosten des Börsengangs haben im Vorjahr gemäß ias 32.37 die Kapitalrücklage entsprechend vermindert. Dabei wurden auch in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthaltene Sachverhalte sowie Steuerauswirkungen berücksichtigt. Aufgrund der Konkretisierung dieser Werte im Geschäftsjahr 2007 wurde die Kapitalrücklage entsprechend angepasst. Die Kapitalrücklage verminderte sich dadurch zum 31. Dezember 2007 gegenüber dem Vorjahr um teur 721 auf teur 483.659.

4.15 Andere Rücklagen

Die anderen Rücklagen umfassen den effektiven Teil der kumulierten Änderungen in der Bewertung von als Cash-Flow-Hedge qualifizierten Warentermingeschäften, die bis zum 31. Dezember 2007 noch nicht realisiert wurden.

4.16 Abzugsposten für eigene Aktien

Durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Juni 2007 wurde der Vorstand ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals von teur 63.000 bis zum 11. Dezember 2008 zu erwerben. Der Vorstand hat am 25. Oktober 2007 beschlossen, bis zu zwei Millionen Stück eigene Aktien, dies entspricht bis zu 3,17 % des Grundkapitals, in der Zeit vom 26. Oktober 2007 bis spätestens 31. Mai 2008 zu erwerben. Die zurückgekauften Aktien sind für den Zweck der Bedienung eines Options- und Belegschaftsaktienprogramms und für den Zweck, die Aktien als Akquisitionswährung einzusetzen, bestimmt. Die Aktien werden ausschließlich über die Börse zurückgekauft. Der von der verbio gezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf bei dem Rückkaufprogramm nicht mehr als fünf Prozent vom durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten fünf Börsentage vor der Eingehung der Verpflichtung zum Erwerb nach unten oder oben abweichen.

Die verbio hat das Finanzinstitut, das den Aktienrückkauf durchführt, angewiesen, die Handelsbedingungen des Artikels 5 der Verordnung (EG) Nr. 2273/2003 der Kommission vom 22. Dezember 2003 einzuhalten und somit insbesondere nicht mehr als 25 % des durchschnittlichen Handelsvolumens eines Tages zurückzukaufen. Die Gesellschaft wird die Aktien nicht zu einem Kurs erwerben, der über dem des letzten unabhängig getätigten Abschlusses oder (sollte dieser höher sein) über dem des derzeit höchsten unabhängigen Angebots auf den Handelsplätzen, auf denen der Kauf stattfindet, liegt. Über die Transaktionen und über die Fortschritte des Aktienrückkaufprogramms wird unter www.verbio.de regelmäßig informiert.

Im Geschäftsjahr 2007 erwarb verbio 357.481 Stück eigene Aktien zu einem Durchschnittskurs von eur 3,1633 je Aktie. Zum 31. Dezember 2007 befanden sich somit 62.642.519 Aktien im Umlauf.

4.17 Gewinnverwendung

Ausschüttungen an die Anteilseigner der verbioag werden auf der Grundlage des nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen erstellten Jahresabschlusses der verbioag beschlossen. Der Vorstand beabsichtigt, den dort ausgewiesenen Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.

4.18 Ergebnis je Aktie

Die verbio ag hat 63.000.000 nennwertlose Stückaktien zum rechnerischen Nennwert von je eur 1,00. Das Konzernergebnis für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 beträgt teur – 246.353 (1. Juli bis 31. Dezember 2006: teur 7.347). Die Anzahl der Aktien im Geschäftsjahr 2007 betrug 63.000.000 Stück, im Berichtszeitraum ermittelt sich unter Berücksichtigung der gewichteten durchschnittlichen Anzahl an im Umlauf befindlichen Aktien während der Periode eine Stückzahl in Höhe von 62.962.137 Stück. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt eur – 3,91 (1. Juli bis 31. Dezember 2006: eur 0,13). Im Geschäftsjahr 2007 und im Vergleichszeitraum ergaben sich keine Verwässerungseffekte auf das Ergebnis je Aktie. Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht jeweils dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

Stück
Ausgegebene Aktien am 1. Januar 2007 63.000.000
Effekt aus eigenen Aktien -37.863
62.962.137
Ergebnis je Aktie in EUR (TEUR
-246.353 / 62.962.137 Stück)
-3,91
Stück
Ausgegebene Aktien am 1. Januar 2006 50.000.000
Effekt aus Kapitalerhöhung 5.272.222
55.272.222
Ergebnis je Aktie in EUR (TEUR
7.347 / 55.272.222 Stück)
0,13

Langfristige Schulden

4.19 Rückstellungen

Die langfristigen Rückstellungen in Höhe von teur 578 (31. Dezember 2006: teur 429) bestehen in Höhe von teur 420 für Rückbauverpflichtungen von Windkraftanlagen. Die Verpflichtung ist gemäß ias 16.16c Bestandteil der Anschaffungs- und Herstellungskosten der Anlagen. Die Bewertung erfolgte zum Barwert, wobei der zu Grunde liegende Zinssatz 5,62 % p. a. (31. Dezember 2006: 4,79 % p. a.) beträgt.

4.20 Finanzverbindlichkeiten

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

IN TEUR 31.12.2007 31.12.2006
Bankdarlehen 24.286 41.560
Darlehen ehemaliger Gesellschafter 0 13.610
24.286 55.170

Die Bankdarlehen gliedern sich wie folgt (kurz- und langfristige Komponenten):

IN TEUR Stand
31.12.2007
bis 1 Jahr langfristig Laufzeit Zinsen
p.a. in %
Tilgungs
Modalität
Darlehen Allianz 9.400 0 9.400 01.10.2014 5,50 endfällig2
Deutsche Kreditbank 7.355 7.355 0 28.01.2008 5,64 monatlich2
LBBW-Darlehen 5.927 2.947 2.980 30.12.2009 5,10 monatlich1
LBBW-Darlehen 5.058 2.568 2.490 30.12.2009 5,60 monatlich1
HVB
Investitionsbank
4.466 961 3.505 10.08.2010 5,45 monatlich1
Daimler Chrysler Bank 1.677 742 935 1–3 Jahre 3,90–5,75 monatlich1
Bremer LB Kreditanstalt 1.522 218 1.304 30.09.2014 4,75 halbjährlich1
Bremer LB Kreditanstalt 1.316 263 1.053 30.09.2012 4,50 halbjährlich1
Bremer LB Kreditanstalt 1.125 150 975 30.06.2015 5,00 monatlich1
Bremer LB Kreditanstalt 772 103 669 05.04.2015 5,60 monatlich1
Bremer LB Kreditanstalt 1.125 150 975 30.06.2015 5,00 monatlich1
Finanzierung diverser Baugeräte 106 106 0 bis 09/2008 1,99–2,60 monatlich1
Darlehen Caterpillar 32 32 0 01.04.2008 1,99 monatlich1
John Deere Bank 56 56 0 15.11.2008 1,99 monatlich1
John Deere Bank 17 17 0 15.05.2008 4,15 monatlich1
Credit Suisse Währungskonto 177 177 0 unbefristet variabel keine2
Gesamt 40.131 15.845 24.286

1 fester Zinssatz 2 variabler Zinssatz

IN TEUR Stand
31.12.2006
bis 1 Jahr langfristig Laufzeit Zinsen
p.a. in %
Tilgungs
Modalität
LBBW-Darlehen 8.326 2.651 5.675 30.12.2009 5,10 monatlich1
Darlehen Allianz 9.400 0 9.400 01.10.2014 5,50 endfällig1
Deutsche Kreditbank 8.033 617 7.416 30.04.2017 4,99 monatlich3
LBBW-Darlehen 7.068 2.225 4.843 30.12.2009 5,60 monatlich1
Stadtsparkasse Schwedt 6.291 1.956 4.335 31.12.2009 7,32 monatlich1
Deutsche Kreditbank 4.362 1.980 2.382 28.02.2009 5,19 monatlich3
Daimler Chrysler Bank 2.255 813 1.442 1–4 Jahre 3,90–5,75 monatlich1
Bremer LB Kreditanstalt 1.739 217 1.522 30.09.2014 4,75 halbjährlich1
Bremer LB Kreditanstalt 1.579 264 1.315 30.06.2012 4,50 halbjährlich1
Bremer LB Kreditanstalt 1.275 150 1.125 30.06.2015 5,00 monatlich1
Bremer LB Kreditanstalt 1.000 1.000 0 05.04.2007 3,60 jederzeit1
Bremer LB Kreditanstalt 874 102 772 30.09.2013 5,60 monatlich1
Bremer LB Kreditanstalt 1.275 150 1.125 30.06.2015 5,00 monatlich1
Sparkasse Illertissen
Kontokorrent
478 478 0 unbefristet variabel keine2
Finanzierung diverser Baugeräte 290 187 103 bis 09/2008 1,99–2,60 monatlich1
Darlehen Caterpillar 127 95 32 01.04.2008 1,99 monatlich1
John Deere Bank 116 60 56 15.11.2008 1,99 monatlich1
John Deere Bank 58 41 17 15.05.2008 4,15 monatlich1
LBBW-Kontokorrent 116 116 0 unbefristet variabel keine2
Gesamt 54.662 13.102 41.560

1 fester Zinssatz 2 variabler Zinssatz 3 variabler Zinssatz, Zinsobergrenze von 6,00% p.a. bis 31.12.2008 vertraglich vereinbart

Das Darlehen der Deutschen Kreditbank in Höhe von teur 7.355 wurde im Geschäftsjahr in einen Terminkredit umgewandelt.

Die zum 31. Dezember 2006 bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber der Stadtsparkasse Schwedt, Sparkasse Illertissen und LBBW (Kontokorrent) wurden im Geschäftsjahr vollständig getilgt.

Hinsichtlich der Buchwerte der bestellten Sicherheiten verweisen wir auf die Erläuterungen zu den Abschnitten 4.2, 4.4, 4.5 sowie 4.9.

Zum Bilanzstichtag besteht ein Zinsänderungsrisiko nur bezüglich der Kontokorrentkredite, für die variable Zinsvereinbarungen bestehen. Aufgrund dieses geringen Risikos werden keine Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Zu den Zinsänderungsrisiken verweisen wir auch auf unsere Erläuterungen unter Abschnitt 7.3.2.3 "Marktrisiken".

Bezüglich der Erläuterung der Darlehen ehemaliger Gesellschafter verweisen wir auf die Angaben in Abschnitt 7.6.

4.21 Investitionszuwendungen

Die passivierten Investitionszuwendungen entwickelten sich im Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2007 wie folgt:

IN TEUR Investitions
zulage
Investitions
zuschuss
Summe
Stand zum 1. Januar 2007 12.114 3.226 15.340
Zugang 1.549 0 1.549
Auflösung wegen Impairmentabschreibung -1.379 0 -1.379
Auflösung laufende Periode -2.128 -499 -2.627
Stand zum 31. Dezember 2007 10.156 2.727 12.883
davon kurzfristig 1.246 499 1.745
davon langfristig 8.910 2.228 11.138

Die passivierten Investitionszuwendungen entwickelten sich im Zeitraum 1. Juli bis 31. Dezember 2006 wie folgt:

IN TEUR Investitions
zulage
Investitions
zuschuss
Summe
Stand zum 1. Juli 2006 10.910 1.529 12.439
Zugang 1.890 0 1.890
Zugang (Auflösung Rückstellung Rückzahlungsverpflichtung Investitionszuschuss) 0 3.785 3.785
Korrektur zur Auflösung 2005 0 -1.690 -1.690
Auflösung laufende Periode -686 -398 -1.084
Stand zum 31. Dezember 2006 12.114 3.226 15.340
davon kurzfristig 1.153 499 1.652
davon langfristig 10.961 2.727 13.688

Für weitere Erläuterungen über die Art der erhaltenen Zuwendungen und der jeweiligen Bedingungen wird auf Abschnitt 7.5 "Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen" verwiesen. Die Auflösung der passivierten Investitionszuwendungen erfolgt ergebniswirksam. Wir verweisen auf Abschnitt 5.2 "Sonstige betriebliche Erträge".

4.22 Andere langfristige Verbindlichkeiten

IN TEUR 31.12.2007 31.12.2006
Darlehen PREPS bei MUW 12.685 12.620
Darlehen PREPS bei STS 4.899 5.000
Andere langfristige Verbindlichkeiten 17.584 17.620

Bei den preps-Darlehen ("Preferred Pooled Shares") handelt es sich um innovative Finanzierungsinstrumente im Sinne von Mezzanine-Kapital.

Die Gesellschaften der verbio-Gruppe haben verschiedene Vereinbarungen über die Gewährung von Nachrangdarlehen abgeschlossen.

Diese stellen sich wie folgt dar:

Darlehen PREPS bei MUW

Am 17. Juni 2005 hat die preps 2005-1 Limited Partnership, Jersey/Channel Islands (lp), der muw ein Nachrangdarlehen in Höhe von teur 5.000 gewährt. Die entsprechende Auszahlung ist am 4. August 2005 unter Abzug des mit der Capital Efficiency Group AG, Zug/Schweiz (im Folgenden auch "ceg") vereinbarten Honorars (teur 175) in Höhe von teur 4.825 erfolgt.

Ansprüche aus dem Nachrangdarlehen treten gegenüber den Ansprüchen aller gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger des Unternehmens in der Weise im Rang zurück, dass sie im Fall der Liquidation oder der Insolvenz des Unternehmens im Rang nach den Forderungen gemäß § 39 Abs.1 Nr. 4 InsO und damit erst nach vollständiger Befriedigung dieser und der diesen im Rang vorstehenden Forderungen, jedoch vor den Forderungen nach § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO zu befriedigen sind.

Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 4. August 2012 (Enddatum) und ist am dritten Geschäftstag vor dem Enddatum zur Rückzahlung fällig. Sowohl der muw als auch der lp wurde ein außerordentliches Kündigungsrecht aus wichtigem Grund unter im Vertrag näher bezeichneten Voraussetzungen gewährt. Im Rahmen des Vertrages wurden der lp darüber hinaus umfangreiche Informations- und Kontrollrechte eingeräumt.

Die lp erhält als Gegenleistung für die Gewährung des Darlehens für jedes Geschäftsjahr der muw während der Laufzeit des Darlehens eine jährlich zu zahlende Verzinsung in Höhe von 0,25 % p. a. auf den Nominalbetrag. Unabhängig von der jährlichen Verzinsung erhält die lp darüber hinaus eine vierteljährliche Verzinsung in Höhe von 6,8 % p. a. Die für die Berichtsperiode danach zu leistenden Zinszahlungen in Höhe von insgesamt 353 teur werden unter den Zinsaufwendungen erfasst.

Am 8. November 2005 hat die preps 2005-2 plc, Dublin/Irland (plc), der muw ein Nachrangdarlehen in Höhe von teur 8.000 gewährt. Die entsprechende Auszahlung ist am 8. Dezember 2005 in Höhe von teur 7.775 erfolgt. Die Auszahlung erfolgte unter Abzug des mit der ceg vereinbarten Honorars (teur 240) nach Anrechnung der vereinbarten hälftigen Kostenpauschale (teur 15).

Die Nachrangigkeit des Darlehens wurde analog der Vereinbarung mit der lp aus dem preps 2005-1 vertraglich fixiert. Ansprüche aus den Nachrangdarlehen treten gegenüber Ansprüchen aller gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger der muw in der Weise im Rang zurück, dass sie im Fall der Liquidation oder der Insolvenz der muw im Rang nach den Forderungen gemäß § 39 Abs. 1 Nr. 4 InsO und damit erst nach vollständiger Befriedigung dieser und der diesen im Rang vorstehenden Forderungen, jedoch vor den Forderungen nach § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO zu befriedigen sind.

Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 8. Dezember 2012 (Enddatum) und ist am dritten Geschäftstag vor dem Enddatum zur Rückzahlung fällig. Sowohl der muw als auch der plc wurde ein außerordentliches Kündigungsrecht aus wichtigem Grund unter im Vertrag näher bezeichneten Voraussetzungen gewährt. Im Rahmen des Vertrages wurden der plc darüber hinaus umfangreiche Informations- und Kontrollrechte eingeräumt.

Die plc erhält als Gegenleistung für die Gewährung des Darlehens für jedes Geschäftsjahr der muw während der Laufzeit des Darlehens eine jährlich zu zahlende Verzinsung in Höhe von 0,25 % p. a. auf den Nominalbetrag. Unabhängig von der jährlichen Verzinsung erhält die plc darüber hinaus eine vierteljährliche Verzinsung in Höhe von 6,9 % p. a. Die für die Berichtsperiode danach zu leistenden Zinszahlungen in Höhe von insgesamt teur 572 sind unter den Zinsaufwendungen erfasst.

Darlehen PREPS bei STS

Am 4. November 2005 hat die preps 2005-2 plc, Dublin/Irland (plc), der sts ein Nachrangdarlehen in Höhe von teur 5.000 gewährt. Die entsprechende Auszahlung ist am 8. November 2005 unter Abzug des mit der ceg vereinbarten Honorars (teur 145) in Höhe von teur 4.855 erfolgt.

Ansprüche aus dem Nachrangdarlehen treten gegenüber den Ansprüchen aller gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger des Unternehmens in der Weise im Rang zurück, dass sie im Fall der Liquidation oder der Insolvenz des Unternehmens im Rang nach den Forderungen gemäß § 39 Abs. 1 Nr. 4 InsO und damit erst nach vollständiger Befriedigung dieser und der diesen im Rang vorstehenden Forderungen, jedoch vor den Forderungen nach § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO zu befriedigen sind.

Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 8. Dezember 2012 (Enddatum) und ist am dritten Geschäftstag vor dem Enddatum zur Rückzahlung fällig. Sowohl der sts als auch der plc wurde ein außerordentliches Kündigungsrecht aus wichtigem Grund unter im Vertrag näher bezeichneten Voraussetzungen gewährt. Im Rahmen des Vertrages wurden der plc darüber hinaus umfangreiche Informations- und Kontrollrechte eingeräumt.

Die plc erhält als Gegenleistung für die Gewährung des Darlehens für jedes Geschäftsjahr der sts während der Laufzeit des Darlehens eine jährlich zu zahlende Verzinsung in Höhe von 0,25% p. a. auf den Nominalbetrag. Unabhängig von der jährlichen Verzinsung erhält die lp darüber hinaus eine vierteljährliche Verzinsung in Höhe von 6,9% p. a. Die für die Berichtsperiode danach zu leistenden Zinszahlungen in Höhe von insgesamt teur 358 sind unter den Zinsaufwendungen erfasst. Das Darlehen wurde abweichend zum Vorjahr unter Abzug des zum 31. Dezember 2007 verbleibenden Abgrenzungspostens für das vereinbarte Honorar in Höhe von 101 teur bilanziert.

4.23 Latente Steuern

Zu den latenten Steuern verweisen wir auf die Ausführungen in Abschnitt 5.11 "Ertragsteuern".

Kurzfristige Schulden

4.24 Steuerschulden

IN TEUR 01.01.2007 Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.2007
Bauabzugsteuer (STS) 9.250 3.332 0 0 5.918
Gewerbesteuer 2007 0 0 0 775 775
Gewerbesteuer 2006 3.669 1.484 0 0 2.185
Gewerbesteuer 2005 2.180 2.179 1 0 0
Körperschaftsteuer 2006 (VERBIO
AG)
4.169 4.169 0 0 0
Staats- und Gemeinde- sowie
Bundessteuer 2006 (STS)
829 802 27 0 0
Körperschaftsteuer 2006 (Verwaltungs-GmbH) 3 1 0 0 2
Betriebsstättensteuer (STS) 100 70 30 0 0
Gesamt 20.200 12.037 58 775 8.880

Die Bauabzugsteuer (sts) wurde im Vorjahresabschluss unter dem Posten "Andere kurzfristige Verbindlichkeiten" ausgewiesen. Die Vorjahresbeträge wurden entsprechend angepasst.

IN TEUR 01.07.2006 Umgliederung Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.2006
Gewerbesteuer 2006 1.906 0 21 0 1.784 3.669
Gewerbesteuer 2005 2.154 0 0 0 26 2.180
Gewerbesteuer 2004 1.202 0 1.202 0 0 0
Körperschaftsteuer 2006
(VERBIO
AG)
2.188 0 0 0 1.981 4.169
Staats- und Gemeinde- sowie
Bundessteuer 2006 (STS)
0 1.428 0 599 0 829
Staats- und Gemeinde- sowie
Bundessteuer 2005 (STS)
0 1.796 1.796 0 0 0
Körperschaftsteuer 2006
(Verwaltungs-GmbH)
0 0 0 0 3 3
Betriebsstättensteuer (STS) 0 100 0 0 0 100
Gesamt 7.450 3.324 3.019 599 3.794 10.950

4.25 Rückstellungen

IN TEUR 01.01.2007 Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.2007
Investitionszuschuss 8.075 0 0 435 8.510
Drohende Verpflichtung aus Prämienhaftung im
Rahmen des Energiepflanzenprogramms 0 0 0 5.293 5.293
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 0 0 0 3.000 3.000
Rückstellungen für belastete Beschaffungsverträge 0 0 0 1.400 1.400
Entsorgung 291 264 22 0 5
Übriges 512 426 74 56 68
Gesamt 8.878 690 96 10.184 18.276

Die im Vorjahr unter diesem Posten ausgewiesenen Rückstellungen mit Verbindlichkeitencharakter werden zum 31. Dezember 2007 unter dem Posten "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" ausgewiesen. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

IN TEUR 01.07.2006 Umgliederung Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.2006
Investitionszuschuss 12.888 -3.785 62 1.148 182 8.075
Entsorgung 92 0 17 10 226 291
Investitionszulagen 515 0 512 3 0 0
Übriges 196 0 62 4 382 512
Gesamt 13.691 -3.785 653 1.165 790 8.878

Investitionszuschuss

Die Gesellschaft nbe hat zweckgebundene Zuschüsse aus Mitteln des Landes Brandenburg erhalten. Teilbeträge wurden unter der Voraussetzung gewährt, dass nbe die Definition eines kleinen und mittleren Unternehmens (kmu) im Sinne der Empfehlung der EU erfüllt. Die EU hat die kmu-Eigenschaft 2005 nicht anerkannt. Für aus dem möglichen Verlust der kmu-Eigenschaft resultierende Risiken hinsichtlich der Erfüllung der Zuwendungsbestimmungen wurde im Geschäftsjahr 2005 von der nbe eine Rückstellung in voller Höhe einschließlich Zinsen gebildet. Die gebildete Rückstellung ist aufgrund des weiter bestehenden Risikos fortgeführt worden und erhöhte sich im Berichtsjahr um Zinsen in Höhe von teur 435.

Drohende Verpflichtung aus Prämienhaftung im Rahmen des Energiepflanzenprogramms

Im Rahmen des von der Bundesregierung aufgelegten Energiepflanzenprogramms hat die sts von der Märka GmbH Getreide bezogen, welches entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen bis zum 31. Juli 2009 zu Bioethanol verarbeitet werden muss. Die sts haftet aufgrund bestehender vertraglicher Vereinbarungen für die ordnungsgemäße und im zeitlichen Rahmen zu erbringende Verarbeitung gegenüber der Märka GmbH. Die Märka GmbH haftet ihrerseits gegenüber den Erzeugern für die vorschriftsmäßige Verarbeitung eines Getreidevolumens bezogen auf eine Anbaufläche von 110.000 ha. Hierfür hat die Märka GmbH bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (ble) eine Kaution in Höhe von eur/ha 60 als Sicherheit hinterlegt.

Die sts geht davon aus, dass aufgrund der bestehenden schlechten Absatzsituation für Bioethanol von der an die sts gelieferten Menge (456.102 Tonnen) nur 90.000 Tonnen bis zum 31. Juli 2009 verarbeitet werden können. Für das verbleibende Volumen (366.102 Tonnen = 88.217 ha) ergibt sich das Risiko der nicht vorschriftsmäßigen Verarbeitung. Da sich hierdurch eine vertragliche Rückgriffsforderung der Märka GmbH für den drohenden Kautionsverfall in Bezug auf das gelieferte Getreidevolumen ergibt, wurde zu Lasten der sonstigen betrieblichen Aufwendungen eine Rückstellung in Höhe von teur 5.293 (88.217 ha x eur 60) gebildet.

Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften

Die Rückstellung betrifft die getroffene Risikovorsorge für Verpflichtungen aus einem für wahrscheinlich gehaltenen Abbruch eines Investitionsvorhabens im Hinblick auf entsprechende vertragliche Bindungen.

Rückstellung für belastende Beschaffungsverträge

Im Sachanlagevermögen wird eine noch nicht fertig gestellte Eindampfungsanlage unter Anlagen in Bau bilanziert, die dem Segment Bioethanol zuzuschreiben ist und infolge der Ergebnisse des Impairment-Tests um teur 13.500 auf teur 0 abgeschrieben wurde. Für noch ausstehende belastende Beschaffungsverträge zur Fertigstellung der Anlage wurden neben den Aufwendungen aus Wertminderungen weitere teur 1.400 aufwandswirksam (vgl. sonstige betriebliche Aufwendungen) zurückgestellt.

Grunderwerbsteuer

Durch die Einbringung der Gesellschaften muw, mbe, nbe und nuw in die verbioag zum 19. Mai 2006 ist ein vollständiger Gesellschafterwechsel eingetreten, welcher für die im Anlagevermögen befindlichen Gründstücke, grundstücksgleichen Rechte und Bauten Grunderwerbsteuer auslöste. Insoweit waren zum 31. Dezember 2006 Rückstellungen auszuweisen. In Höhe der im Jahr 2007 eingegangenen Steuerbescheide sind die Rückstellungen in Anspruch genommen worden. Für die noch ausstehenden Bescheide erfolgt der Ausweis der voraussichtlich zu leistenden Grunderwerbsteuer unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten.

4.26 Finanzverbindlichkeiten

IN TEUR 31.12.2007 31.12.2006
Bankdarlehen 15.845 13.102
Zinsverbindlichkeiten aus Darlehen ehem. Gesellschafter 0 1.896
Darlehen PREPS (STS) – Zinsabgrenzung – 0 36
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 15.845 15.034

Die Bankdarlehen stellen den kurzfristig fälligen Teil der unter Abschnitt 4.20 erläuterten Kredite dar.

4.27 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von teur 36.927 (31. Dezember 2006: teur 41.190). Sie haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

IN TEUR 31.12.2007 31.12.2006
Verbindlichkeiten aus Getreidegeschäften 62.956 15.064
Umsatzsteuer 5.607 3.231
Energiesteuer 1.725 0
Löhne und Gehälter 745 506
Abgrenzung realisierter Verluste aus Termingeschäften 669 0
Tantiemen/Sonderzahlungen 571 0
Pachtnachzahlung WKA 590 0
Grunderwerbsteuer 558 0
Lohnsteuer 273 122
Sozialversicherung 97 139
Erhaltene Kautionen 85 117
Sonstige 1.079 462
74.955 19.641

4.28 Andere kurzfristige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Getreidegeschäften resultieren aus den in der Berichtsperiode getätigten Pensionsgeschäften einschließlich Zins- und Lagerkosten.

4.29 Derivate

Die zum 31. Dezember 2007 bestehenden passiven Derivate in Höhe von teur 11.981 werden unter Abschnitt 7.2 "Angaben zu Finanzinstrumenten" dargestellt.

5. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

5.1 Umsatzerlöse

Für eine Erläuterung der Umsatzerlöse (einschließlich des Abzugs der Energiesteuer) verweisen wir auf die Segmentberichterstattung (vgl. Abschnitt 7.1).

5.2 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt:

IN TEUR 01.01.–31.12.2007 01.07.–31.12.2006
Auflösung Investitionszuwendungen (periodengerecht) 2.627 788
Auflösung Investitionszuwendungen (Impairment) 1.379 0
Erstattung Strom- und Energiesteuer 895 690
Auflösung sonstiger Rückstellungen und Ausbuchung von
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
667 513
Weiterbelastung erworbener Dieselkraftstoffe 272 567
Weiterbelastung sonstiger Kosten 208 0
Schadenersatzleistungen 156 114
Gutschrift Windkraftanlagen 135 0
Auflösung Investitionszuwendungen (periodenfremd) 0 1.986
Forderung aus Kooperationsverträgen 0 3.108
Erstattung von Kosten der Börseneinführung durch
ehemalige Gesellschafter
0 1.789
Pachtminderung Windkraftanlagen 0 1.363
Auflösung der Rückstellung für Rückzahlungsver
pflichtung betreffend Investitionszuwendungen MBE
0 651
Ertragsgarantie Blockheizkraftwerk 0 307
Übriges 812 160
Gesamt 7.151 12.036

Wir verweisen zur Auflösung von Investitionsaufwendungen auf unsere Erläuterungen in Abschnitt 4.21 "Investitionszuwendungen".

5.3 Materialaufwand

Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

IN TEUR 01.01.–31.12.2007 01.07.–31.12.2006
Rohöl, Raffinat, Biodiesel 252.793 108.844
Getreide 43.692 44.965
Zusatzstoffe 8.939 15.100
Bioethanol 1.089 5.827
Glycerin 4.424 1.510
Wertberichtigung Vorräte 13.186 0
Übriges 2.618 1.631
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 326.741 177.877
Energiekosten 15.318 12.255
Aufwand Windkraft 16.270 7.342
Übriges 20.277 4.132
Aufwendungen für bezogene Leistungen 51.865 23.729
Gesamt 378.606 201.606

Die Aufwendungen für die Abwertung entfallen auf das Vorratsvermögen wie folgt:

IN TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Bioethanolproduktion 9.069
Handelswaren (Getreide) 4.117
Summe 13.186

In den übrigen Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Wesentlichen Frachtkosten (teur 10.690), Entsorgungskosten (teur 2.719) und Fuhrparkkosten (teur 1.026) enthalten.

5.4 Aktivierte Eigenleistungen

Die aktivierten Eigenleistungen in Höhe von teur 1.471 betreffen eigene im Geschäftsjahr 2007 angefallene Herstellungskosten für die selbsterstellten, zurzeit noch in Bau befindlichen technischen Anlagen (Eindampfungs- und Veresterungsanlage) und die im Geschäftsjahr fertig gestellte Biogasversuchsanlage. Zum Umfang der einbezogenen Kosten verweisen wir auf die Erläuterungen in Abschnitt 3.3 "Sachanlagen".

5.5 Personalaufwand

IN TEUR 01.01.–31.12.2007 01.07.–31.12.2006
Löhne und Gehälter
Löhne und Gehälter 12.342 4.858
Sondervergütungen 759 1.169
Summe 13.101 6.027
Sozialabgaben
Gesetzliche soziale Aufwendungen 1.812 722
Berufsgenossenschaft 157 82
Altersversorgung 415 80
Summe 2.384 884
Personalaufwand 15.485 6.911

Aufwendungen im Rahmen eines beitragsorientierten Versorgungsplanes betreffen Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von teur 1.111 (31. Dezember 2006: teur 361). Weiterhin haben die Gesellschaften im Rahmen eines beitragsorientierten Versorgungsplanes teur 303 (31. Dezember 2006: teur 80) u. a. in die VICTORIA Pensionskasse AG einbezahlt.

Zum 31. Dezember 2007 beschäftigte der Konzern 385 Mitarbeiter (31. Dezember 2006: 303 Mitarbeiter), davon 149 Angestellte (31. Dezember 2006: 96 Angestellte), 236 gewerbliche Arbeitnehmer (31. Dezember 2006: 207 gewerbliche Arbeitnehmer) und 24 Auszubildende (31. Dezember 2006: 21 Auszubildende).

Im Jahr 2007 beschäftigte der Konzern durchschnittlich 348 Mitarbeiter (Vergleichszeitraum: 303 Mitarbeiter), davon 136 Angestellte (Vergleichszeitraum: 103 Angestellte), 212 gewerbliche Arbeitnehmer (Vergleichszeitraum: 200 gewerbliche Arbeitnehmer) und 22 Auszubildende (Vergleichszeitraum: 18 Auszubildende).

5.6 Abschreibungen

Für eine Darstellung der Abschreibungen verweisen wir auf die Abschnitte 4.1 und 4.2.

5.7 Aufwendungen aus Wertminderungen

Für eine Darstellung der Wertminderungen verweisen wir auf Abschnitt 3.4 "Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte".

5.8 Sonstige betriebliche Aufwendungen

IN TEUR 01.01.–31.12.2007 01.07.–31.12.2006
Rückstellung für drohende Verpflichtungen aus Prämien
haftung im Rahmen des Energiepflanzenprogramms 5.293 0
Zuführung Wertberichtigungen und Forderungsverluste 4.056 306
Reparaturen 3.443 1.707
Rückstellungen für drohende Verluste
aus schwebenden Geschäften 3.000 0
Lagergeldkosten 2.236 0
Versicherungen und Beiträge 1.744 838
Rechts- und Beratungskosten 1.629 2.173
Rückstellung für belastende Beschaffungsverträge
(in Bau befindliche Eindampfungsanlage)
1.400 0
Verschiedene Personalaufwendungen 1.377 224
Mieten und Pachten 1.240 362
Werbekosten 941 1.195
Reisekosten 484 236
Abschlusskosten 463 913
Kraftfahrzeugkosten 368 275
Verkaufsprovision 366 0
Einkäufe Dieselbestände zur Weiterveräußerung 272 479
Nebenkosten Geldverkehr 251 233
Realisierte und nicht realisierte Verluste aus Derivaten 246 0
Vorfälligkeitsentschädigung aus Kreditrückzahlung 166 0
Fremdwährungsverluste 145 219
Aufsichtsratsvergütung 108 162
Berichtigung der Ansprüche aus der Gewährung von
Investitionszuwendungen
0 4.685
Übriges 2.271 1.216
Summe 31.499 15.223

Zu den Aufwendungen aus der Zuführung zu den Rückstellungen für die drohende Verpflichtung aus Prämienhaftung im Rahmen des Energiepflanzenprogramms, für belastende Beschaffungsverträge und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften verweisen wir auf unsere Erläuterungen unter Abschnitt 4.25 "Rückstellungen".

Unter Zuführung Wertberichtigungen und Forderungsverluste werden im Wesentlichen die Wertberichtigungen auf die Kaufpreisforderung der Veräußerung des Blockheizkraftwerkes (teur 910) und eine Darlehensforderung (teur 2.915) ausgewiesen. Wir verweisen auf unsere Erläuterungen unter Abschnitt 4.7 "Sonstige Vermögenswerte".

Die verschiedenen Personalaufwendungen entfallen im Wesentlichen auf Entgelte für Personalüberlassungsvereinbarungen und freie Mitarbeiter.

Die übrigen Aufwendungen betreffen unterschiedlichste Aufwendungen aus dem Verwaltungsund Vertriebsbereich (teur 540) sowie andere betriebliche und neutrale Aufwendungen.

5.9 Ergebnis aus Warentermingeschäften

Das Ergebnis aus der Bewertung der Termingeschäfte, für die kein Hedge-Accounting angewendet werden konnte, beträgt teur 188. Zusätzlich wurden zum Bilanzstichtag aus der Bewertung der Termingeschäfte teur 3.429 unter Berücksichtigung latenter Steuern (teur 1.215) infolge der Qualifizierung als Cash-Flow-Hedge erfolgsneutral den anderen Rücklagen zugeführt.

5.10 Finanzergebnis

IN TEUR 01.01.–31.12.2007 01.07.–31.12.2006
Zinserträge 4.449 1.255
Zinsaufwendungen -6.592 -3.223
Finanzergebnis -2.143 -1.968

5.11 Ertragsteuern

Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:

IN TEUR 01.01.–31.12.2007 01.07.–31.12.2006
Laufender Steueraufwand -1.319 -6.705
Latenter Steuerertrag (Vorjahreszeitraum: -aufwand) 14.625 -311
Ertragsteuerertrag (Vorjahreszeitraum: -aufwand) 13.306 -7.016

Für die Berechnung der inländischen latenten Steuern wurde ein Körperschaftsteuersatz von 15,0 % (31. Dezember 2006: 25,0 %) zuzüglich eines Solidaritätszuschlages von 5,5% sowie ein Gewerbesteuersatz von 11,77 % (31. Dezember 2006: 15,0 %) verwendet. Unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlages sowie der effektiven Gewerbeertragsteuer ergibt sich somit ein anzuwendender Steuersatz von 27,6 % (31. Dezember 2006: 37,42 %). Für die Berechnung der ausländischen latenten Steuern (ausschließlich Schweiz) wurde der landesspezifische Steuersatz von 10,0 % verwendet.

Nachfolgend werden die wesentlichen Unterschiede zwischen dem erwarteten und dem tatsächlichen Ertragsteueraufwand im Berichtszeitraum und im Vergleichszeitraum erläutert:

IN TEUR 01.01.–31.12.2007 01.07.–31.12.2006
Ergebnis vor Ertragsteuern -259.659 14.363
Ertragsteuersatz 37,42 % 37,42 %
Erwarteter Ertragsteuerertrag (Vorjahreszeitraum: -aufwand) 97.164 -5.375
Folgende Effekte führten zu einer Abweichung des
ausgewiesenen vom erwarteten Ertragsteuerertrag:
Wertminderung Goodwill -42.533 0
Nicht angesetzte latente Steuern -24.050 0
Abweichung ausländischer Steuersätze -9.647 155
Permanente Abweichung der steuerlichen
Bemessungsgrundlage
-624 -1.499
Steuersatzänderung -6.927 0
Steuerfreie Einnahmen und nicht abzugsfähige Ausgaben 1.504 -911
Sonstige Differenzen -1.581 614
Ausgewiesener Ertragsteuerertrag (Vorjahreszeitraum: -aufwand) 13.306 -7.016

Die in der Konzern-Bilanz ausgewiesenen aktiven und passiven latenten Steuern sind auf temporäre Differenzen zwischen dem Buchwert im ifrs-Konzern-Abschluss und den steuerlichen Buchwerten in den folgenden Vermögenswerten und Schulden sowie auf steuerliche Verlustvorträge zurückzuführen:

IN TEUR aktive latente steuern Passive latente steuern summe
31.12.2007 31.12.2006 31.12.2007 31.12.2006 31.12.2007 31.12.2006
Immaterielle Vermögenswerte 0 0 1.941 3.338 -1.941 -3.338
Sachanlagen 9.107 379 5.524 5.487 3.583 -5.108
Finanzanlagen 13 19 0 0 13 19
Warenvorräte 0 68 0 653 0 -585
Forderungen Lieferungen und Leistungen 0 0 0 312 0 -312
Derivate 0 0 1.386 120 -1.386 -120
Investitionszuwendungen (Investitionszuschuss) 118 99 3.806 5.569 -3.688 -5.470
Pensionsverpflichtungen 11 0 0 11
Sonstige Rückstellungen 42 90 0 363 42 -273
Andere langfristige Verbindlichkeiten 0 0 97 143 -97 -143
Andere kurzfristige Verbindlichkeiten 0 0 54 0 -54 0
Verlustvortrag 1.908 1.170 0 0 1.908 1.170
11.199 1.825 12.808 15.985 -1.609 -14.160
Saldiert -10.532 -1.825 -10.532 -1.825 0 0
Summe 667 0 2.276 14.160 -1.609 -14.160

Die passiven latenten Steuern auf Investitionszuwendungen (Investitionszuschuss) resultieren aus den im Rahmen des Unternehmenserwerbs zugegangenen Zuwendungen.

Für vortragsfähige Gewerbeverluste in Höhe von teur 17.211, körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von teur 944 sowie temporäre Differenzen in Höhe von teur 82.192 wurden keine aktiven latenten Steuern gebildet, da deren Verwertbarkeit derzeit nicht hinreichend sicher ist.

Auf die thesaurierten Gewinne der sts in Höhe von teur 11.075 sind in Übereinstimmung mit ias 12 keine latenten Steuerschulden angesetzt worden, da nicht beabsichtigt ist, diese Gewinne in absehbarer Zukunft auszuschütten. Für den Fall der Änderung der Ausschüttungspolitik würden passive latente Steuern in Höhe von teur 153 entstehen.

Die Veränderung der in der Konzern-Bilanz ausgewiesenen aktiven und passiven latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:

IN TEUR 01.01.2007 ergebnis
wirksame
Veränderung
ergebnis
neutrale
Veränderung
31.12.2007
Ergebniswirksam
Immaterielle Vermögenswerte -3.338 1.397 0 -1.941
Sachanlagen -5.108 8.691 0 3.583
Finanzanlagen 19 -6 0 13
Warenvorräte -585 585 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -312 312 0 0
Derivate -120 -7 -1.259 -1.386
Investitionszuwendungen (Investitionszuschuss) -5.470 1.782 0 -3.688
Pensionsverpflichtungen 0 11 0 11
Sonstige Rückstellungen -273 315 0 42
Andere langfristige Verbindlichkeiten -143 46 0 -97
Andere kurzfristige Verbindlichkeiten 0 -54 0 -54
Verlustvorträge 1.170 1.553 -815 1.908
Summe -14.160 14.625 -2.074 -1.609
IN TEUR 01.07.2006 ergebnis
wirksame
Veränderung
ergebnis
neutrale
Veränderung
31.12.2006
Ergebniswirksam
Immaterielle Vermögenswerte -3.832 494 0 -3.338
Sachanlagen -5.020 –88 0 –5.108
Finanzanlagen 0 19 0 19
Warenvorräte 0 –585 0 –585
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 –312 0 –312
Derivate -215 259 -164 -120
Investitionszuwendungen (Investitionszuschuss) -5.689 219 0 -5.470
Sonstige Rückstellungen -306 33 0 –273
Andere langfristige Verbindlichkeiten 0 –143 0 -143
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 414 -414 0 0
Verlustvorträge 148 207 815 1.170
Summe -14.500 –311 651 -14.160

6. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds enthält die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel einschließlich Zahlungsmitteln mit Verfügungsbeschränkung.

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Wesentlichen durch folgende Faktoren bestimmt:

Das Vorratsvermögen erhöhte sich signifikant um teur 60.589, insbesondere bedingt durch den Erwerb von Handelsbeständen an Getreide. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um teur 14.685 und die sonstigen Vermögenswerte um teur 12.087, insbesondere durch erhöhte Umsatzsteuerforderungen, geleistete Anzahlungen auf Vorräte sowie geleistete Sicherungszahlungen.

Gezahlte und erhaltene Zinsen stehen sich mit teur 4.734 und teur 4.605 in etwa gleicher Höhe gegenüber. Die gezahlten Ertragsteuern in Höhe von teur 11.841 haben den Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit negativ beeinflusst. Diese resultieren im Wesentlichen aus Gewerbesteuerzahlungen der operativen Biodiesel-Gesellschaften sowie der Körperschaftsteuer der verbio ag.

Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit ist zum einen durch Rückzahlung von Termingeldeinlagen der verbio ag in Höhe von teur 79.721 bestimmt. Bedeutend ist zum anderen die Auszahlung für Investitionen in Sachanlagen in Höhe von teur 34.459. Wir verweisen dazu auf die Erläuterungen in Abschnitt 4.2.

Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit ist beeinflusst durch die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von teur 35.425 und Netto-Einzahlungen aus besicherten Kreditgeschäften in Höhe von teur 46.656.

Zur weiteren Erläuterung verweisen wir auf die Ausführungen zur Finanzlage im Lagebericht.

7. Sonstige Angaben

7.1 Segmentberichterstattung

Die Risiken und Erträge des Konzerns werden maßgeblich durch die Geschäftssegmente bestimmt. Diese bilden daher das primäre Segmentberichtsformat. Die verbio-Gruppe ist entsprechend der internen Organisations- und Führungsstruktur in die Geschäftsbereiche Biodiesel, Bioethanol, Energie und Übrige unterteilt. Das Segment Übrige enthält insbesondere das Geschäftsfeld Transport und Logistik.

Sekundäre Segmente werden nach im Inland bzw. Ausland belegenem operativem Vermögen unterteilt.

Primäre Segmente

Die Umsatzerlöse sind im Folgenden mit der Energiesteuer teur 7.104 (im Vorjahr teur 2.539) saldiert.

Segmentberichterstattung 1. Januar 2007 bis 31. Dezember 2007

Segmentumsätze und Segmentergebnisse

IN TEUR Biodiesel Bioethanol Energie Übrige Gesamt
Umsatzerlöse 284.707 97.273 21.943 4.088 408.011
Bestandsveränderung 1.007 5.596 0 0 6.603
Aktivierte Eigenleistungen 510 961 0 0 1.471
Sonstige betriebliche Erträge 1.012 4.375 1.654 110 7.151
Materialaufwand -253.275 -106.977 -16.534 -1.820 -378.606
Personalaufwand -7.691 -6.645 -169 -980 -15.485
Abschreibungen -8.568 -10.855 -2.505 -827 -22.755
Aufwendungen aus Wertminderungen 0 -232.595 0 0 -232.595
Sonstige betriebliche Aufwendungen -9.867 -19.141 -1.613 -878 -31.499
Ergebnis aus Termingeschäften -547 735 0 0 188
Segmentergebnis 7.288 -267.273 2.776 -307 -257.516
Zinserträge 2.877 1.319 222 31 4.449
Zinsaufwendungen -2.827 -2.831 -774 -160 -6.592
Ergebnis vor Steuern 7.338 -268.785 2.224 -436 -259.659

segmentvermögen

IN TEUR Biodiesel Bioethanol Energie Übrige Gesamt
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 140 118 6 2 266
Goodwill 155.655 0 0 0 155.655
Auftragsbestand 0 0 0 0 0
Kundenbeziehungen 19.411 0 0 0 19.411
Sachanlagen 49.045 16.763 26.742 7.371 99.921
Finanzanlagen 634 634 0 0 1.268
Vorratsvermögen 39.188 58.206 0 0 97.394
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 35.758 13.200 2.348 858 52.164
Sonstige Vermögenswerte 7.862 20.244 1.196 1.029 30.331
Zahlungsmittel 23.310 17.682 3.904 265 45.161
Summe Segmentvermögen 331.003 126.847 34.196 9.525 501.571

segmentschulden

IN TEUR Biodiesel Bioethanol Energie Übrige Gesamt
Sonderposten Investitionszuwendungen 5.567 709 6.071 536 12.883
Langfristige Rückstellungen 91 21 421 45 578
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und übrige kurzfristige Rückstellungen 23.314 29.111 2.139 639 55.203
Andere kurzfristige Verbindlichkeiten 36.020 38.138 648 149 74.955
Summe Segmentschulden 64.992 67.979 9.279 1.369 143.619

überleitung IN TEUR Gesamt aktiva Summe Segmentvermögen 501.571 Latente Steuern 667 Derivate 17.273 Ertragsteueransprüche 11.737 Termingeldanlagen 12.000 Summe Aktiva 543.248

passiva
Summe Segmentschulden 143.619
Finanzverbindlichkeiten 40.131
Latente Steuerschulden 2.276
Sonstige Steuerschulden 5.918
Übrige kurzfristige Rückstellungen 2.962
Andere langfristige Verbindlichkeiten 17.584
Derivate 11.981
Summe Schulden 224.471

Investitionen

IN TEUR Biodiesel Bioethanol Energie Übrige Gesamt
Investitionen im Geschäftsjahr 7.261 20.387 0 6.638 34.286

Segmentberichterstattung 1. Juli 2006 bis 31. Dezember 2006

Segmentumsätze und Segmentergebnisse

IN TEUR Biodiesel Bioethanol Energie Übrige Gesamt
Umsatzerlöse 147.466 82.247 10.574 525 240.812
Bestandsveränderung -64 82 0 0 18
Sonstige betriebliche Erträge 3.612 5.889 2.535 0 12.036
Materialaufwand -124.425 -68.447 -8.298 -436 -201.606
Personalaufwand -2.861 -3.759 -73 -218 -6.911
Abschreibungen -5.303 -5.348 -2.000 -144 -12.795
Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.359 -10.388 -170 -273 -15.190
Ergebnis aus Termingeschäften 0 0 0 0 0
Sonstige Steuern -4 -19 0 -10 -33
Segmentergebnis 14.062 257 2.568 -556 16.331
Zinserträge 672 484 62 37 1.255
Zinsaufwendungen -1.301 -1.430 -416 -76 -3.223
Ergebnis vor Steuern 13.433 -689 2.214 -595 14.363

segmentvermögen

IN TEUR Biodiesel Bioethanol Energie Übrige Gesamt
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 68 36 1 8 113
Goodwill 155.655 113.664 0 0 269.319
Auftragsbestand 3.195 2.095 0 0 5.290
Kundenbeziehungen 20.827 7.258 0 0 28.085
Sachanlagen 45.189 116.781 29.232 2.419 193.621
Finanzanlagen 634 604 0 0 1.238
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 0 0 1.309 0 1.309
Vorratsvermögen 6.729 30.076 0 0 36.805
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.230 14.900 4.517 836 37.483
Sonstige Vermögenswerte 4.626 10.767 1.077 352 16.822
Zahlungsmittel 45.688 36.005 3.935 4.988 90.616
Summe Segmentvermögen 299.841 332.186 40.071 8.603 680.701

segmentschulden

IN TEUR Biodiesel Bioethanol Energie Übrige Gesamt
Sonderposten Investitionszuwendungen 7.134 1.574 6.632 0 15.340
Langfristige Rückstellungen 0 0 429 0 429
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und übrige kurzfristige Rückstellungen
16.466 26.451 4.852 2.299 50.068
Andere kurzfristige Verbindlichkeiten 1.750 17.598 170 123 19.641
Summe Segmentschulden 25.350 45.623 12.083 2.422 85.478

überleitung

IN TEUR Gesamt
aktiva
Summe Segmentvermögen 680.701
Steuererstattungsansprüche 9.250
Derivate 1.646
Termingeldanlage 79.795
Summe Aktiva 771.392
passiva
Summe Segmentschulden 85.478
Finanzverbindlichkeiten 70.204
Latente Steuerschulden 14.160
Übrige kurzfristige Rückstellungen 10.950
Andere langfristige Verbindlichkeiten 17.620
Steuerschulden 9.250
Derivate 177
Summe Schulden 207.839
Investitionen
IN TEUR Biodiesel Bioethanol Energie Übrige Gesamt
Investitionen im Geschäftsjahr 4.517 25.611 5 884 31.017

Intersegmentäre Umsätze bestehen nicht.

Sekundäre Segmente

Das operative Vermögen ist überwiegend im Inland belegen. Sämtliche Investitionen in Produktionsstätten wurden ausschließlich im Inland getätigt.

Die Anschaffungskosten des Berichtsjahrs für den Erwerb von Segmentvermögen, von dem erwartet wird, dass es über mehr als eine Berichtsperiode genutzt wird, betragen teur 34.286 (31. Dezember 2006: teur 31.017).

Die verbio-Gruppe hat in der Berichtsperiode Umsätze mit im Ausland (überwiegend Europa) ansässigen Kunden in Höhe von teur 117.732 (1. Juli bis 31. Dezember 2006: teur 35.190) erzielt.

Für den Berichtszeitraum lagen Umsatzerlöse mit einem externen Kunden, die 10 % der genannten Umsatzerlöse von teur 408.011 übersteigen, in Höhe von teur 88.759 vor (1. Juli bis 31. Dezember 2006: ein externer Kunde mit teur 34.577; den Segmenten Biodiesel und Bioethanol zugeordnet).

7.2 Angaben zu Finanzinstrumenten

7.2.1 Allgemeine Angaben

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Die Finanzinstrumente des Konzerns lassen sich in originäre und derivative Finanzinstrumente differenzieren.

Die originären Finanzinstrumente beinhalten auf der Aktivseite im Wesentlichen die langfristigen Darlehen (Finanzanlagen), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sonstigen Vermögenswerte, Termingeldanlagen sowie die Zahlungsmittel.

Auf der Passivseite bestehen die originären Finanzinstrumente im Wesentlichen aus den ausgewiesenen Finanzverbindlichkeiten, aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus anderen kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der einzelnen originären Finanzinstrumente verweisen wir auf die Erläuterungen unter Abschnitt 3.9.

In den derivativen Finanzinstrumenten enthalten sind Instrumente zur Absicherung von Preisrisiken aus Beschaffungs- und Absatzgeschäften sowie aus Getreidebeständen. Derivative Finanzinstrumente werden nach Erwerb im Rahmen des erstmaligen Ansatzes mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Finanzinstrumente im Rahmen von Warentermingeschäften zur Sicherung von Einkaufspreisen am Beschaffungsmarkt (vgl. Abschnitt 7.2.2.2.a)) sowie im Rahmen von Swap-Geschäften (vgl. Abschnitt 7.2.2.2.c)) zur Absicherung des an den mineralischen Dieselpreis gebundenen Verkaufspreises von Biodiesel erfüllen die Voraussetzungen eines Cash-Flow-Hedges und sind somit als Derivate in einer Sicherungsbeziehung eingestuft.

Die jeweiligen Bewertungsanpassungen der Derivate in einer Sicherungsbeziehung werden deshalb erfolgsneutral im Eigenkapital (andere Rücklagen) erfasst. Die Auflösung dieser Rücklage erfolgt, sobald die abgesicherten Rohstoff bezüge bzw. die abgesicherten Umsatzerlöse erfolgswirksam werden bzw. die Zahlungsströme des Grundgeschäftes nicht mehr hochwahrscheinlich sind. Derivate, die nicht in einer Sicherungsbeziehung stehen (vgl. Abschnitt 7.2.2.2.b) und d)), sind freistehende Derivate und werden somit zwingend in die Kategorie "Zu Handelszwecken gehalten" eingestuft. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Bewertungskategorien "Fair Value-Option", "zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinstrumente" und "zur Veräußerung bestimmte Finanzinstrumente" sind bezogen auf die vorhandenen finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten nicht relevant.

7.2.2 Kategorien von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten

Die folgende Darstellung zeigt die Fair Values und Buchwerte der gem. ifrs 7 gebildeten Klassen für Finanzinstrumente:

Bewertung zu fortgeführten
Anschaffungskosten
zum Fair Value summe
Bewertungskategorie Kredite und
Forderungen
zu Handels
in Sicherungs
zwecken gehaltene
beziehungen
Finanzinstrumente
befindliche Derivate
IN TEUR Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
31.12.2007
Finanzanlagen 1.268 1.268 0 0 0 0 1.268 1.268
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
52.164 52.164 0 0 0 0 52.164 52.164
Sonstige Vermögenswerte 6.415 6.415 0 0 0 0 6.415 6.415
Derivate 0 0 454 454 16.819 16.819 17.273 17.273
Termingeldanlagen 0 0 0 0 0 0 0 0
Zahlungsmittel mit
Verfügungsbeschränkung
7.133 7.133 0 0 0 0 7.133 7.133
Zahlungsmittel 50.028 50.028 0 0 0 0 50.028 50.028
Summe 117.008 117.008 454 454 16.819 16.819 134.281 134.281
31.12.2006
Finanzanlagen 1.238 1.238 0 0 0 0 1.238 1.238
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
37.483 37.483 0 0 0 0 37.483 37.483
Sonstige Vermögenswerte 5.401 5.401 0 0 0 0 5.401 5.401
Derivate 0 0 262 262 1.384 1.384 1.646 1.646
Termingeldanlagen 79.795 79.795 0 0 0 0 79.795 79.795
Zahlungsmittel mit
Verfügungsbeschränkung
0 0 0 0 0 0 0 0
Zahlungsmittel 90.616 90.616 0 0 0 0 90.616 90.616
Summe 214.533 214.533 262 262 1.384 1.384 216.179 216.179

Aktiva

Passiva

Bewertung zu fortgeführten
Anschaffungskosten
zum Fair Value summe
Bewertungskategorie Andere
Verbindlichkeiten
zu Handels
zwecken gehaltene
Finanzinstrumente
in Sicherungs
beziehungen
befindliche Derivate
IN TEUR Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
31.12.2007
Lang- und kurzfristige
Finanzverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
40.131 40.131 0 0 0 0 40.131 40.131
Andere langfristige
Verbindlichkeiten
17.584 17.584 0 0 0 0 17.584 17.584
Verbindlichkeiten aus
­Lieferungen und Leistungen
36.927 36.927 0 0 0 0 36.927 36.927
Andere kurzfristige
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus
Getreidegeschäften
62.834 62.834 0 0 0 0 62.834 62.834
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
3.825 3.825 0 0 0 0 3.825 3.825
Derivate 0 0 1.060 1.060 10.921 10.921 11.981 11.981
Summe 161.301 161.301 1.060 1.060 10.921 10.921 173.282 173.282
31.12.2006
Lang- und kurzfristige
Finanzverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
54.698 54.698 0 0 0 0 54.698 54.698
Verbindlichkeiten gegenüber
ehemaligen Gesellschaftern
15.506 15.506 0 0 0 0 15.506 15.506
Andere langfristige
Verbindlichkeiten
17.620 17.620 0 0 0 0 17.620 17.620
Verbindlichkeiten aus
­Lieferungen und Leistungen
34.978 34.978 0 0 0 0 34.978 34.978
Andere kurzfristige
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus
Getreidegeschäften
15.064 15.064 0 0 0 0 15.064 15.064
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
1.085 1.085 0 0 0 0 1.085 1.085
Derivate 0 0 0 0 177 177 177 177
Summe 138.951 138.951 0 0 177 177 139.128 139.128

Zu den in der o. g. Tabelle aufgeführten Finanzinstrumenten geben wir nachstehend folgende ergänzende Erläuterungen:

7.2.2.1 Sonstige Vermögenswerte und andere kurzfristige Verbindlichkeiten

Bei der Darstellung der sonstigen Vermögenswerte und der anderen kurzfristigen Verbindlichkeiten werden nur die Ansprüche berücksichtigt, die ein vertraglich eingeräumtes Recht darstellen, flüssige Mittel zu einem künftigen Zeitpunkt zu erhalten bzw. abzugeben. Damit bleiben insbesondere sämtliche Ansprüche aus Steuern und Abgaben, Investitionszulagen und geleisteten Anzahlungen für noch ausstehende Lieferungen und Leistungen unberücksichtigt.

Die finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten ergeben sich – ausgehend von den ausgewiesenen Bilanzwerten – wie folgt:

IN TEUR 31.12.2007 31.12.2006
finanzielle
Vermögenswerte
finanzielle
Verbindlichkeiten
finanzielle
Vermögenswerte
finanzielle
Verbindlichkeiten
Bilanzausweis 30.331 74.955 16.822 19.641
Abzüglich
Steuerforderungen 5.394 0 943 0
Steuerverbindlichkeiten 0 8.163 0 3.353
Sonstige Abgaben 0 133 0 139
Investitionszulagen 11.012 0 9.464 0
Geleistete Anzahlungen 7.167 0 0 0
Übriges 343 0 1.014 0
6.415 66.659 5.401 16.149

7.2.2.2 Derivate

Die ausgewiesenen aktiven Derivate setzen sich wie folgt zusammen:

IN TEUR 31.12.2007 31.12.2006
Forwards zur Absicherung von Rapsöl-Bezügen
(Cash-Flow-Hedge) 16.819 1.384
Derivate aus physischen Einkaufskontrakten 454 0
Abgespaltenes Derivat Termingeld (Option) 0 262
Gesamt 17.273 1.646

Die ausgewiesenen passiven Derivate setzen sich wie folgt zusammen:

IN TEUR 31.12.2007 31.12.2006
Forwards zur Absicherung von Rapsöl-Bezügen
(Cash-Flow-Hedge)
3.025 177
Swaps zur Absicherung von an mineralischen Dieselpreis
gebundene Umsatzerlöse (Cash-Flow-Hedge)
7.896 0
Freistehendes Derivat Weizen Forwards 447 0
Freistehendes Derivat Raps Forwards 613 0
Gesamt 11.981 177

Beschreibung der zum Stichtag bestehenden Derivate

a) Forwards zur Absicherung von Rapsöl-Bezügen

(aktiv TEUR 16.819, passiv TEUR 3.025)

Zur Sicherung der Rohstoffversorgung bei der Biodieselproduktion werden neben Terminlieferverträgen gegen physische Warenlieferung Derivate in Form des Erwerbs von Terminkontrakten über den Bezug von Pflanzenöl zur Absicherung eines margenwirksamen und definierten Preislevels und zur Absicherung des Zugriffs auf den Rohstoff als Beschaffungsinstrument verwendet. Zur Sicherung der Materialeinsatzmenge und der Einkaufspreise am Beschaffungsmarkt setzt die verbio-Gruppe Terminkontrakte (Forwards) ein. Es handelt sich um Standard-Terminkontrakte zur Beschaffung von Rohstoffen. Die sts erwirbt feste Terminkontrakte in Form von Forwards mit dem Underlying der Rohstoffe in eigenem Namen. Die Effektivität beträgt 100 %, so dass keine Ineffektivitäten erfolgswirksam erfasst werden müssen.

b) Derivate aus physischen Einkaufskontrakten

Die verbio-Gruppe hat zu Handelszwecken Termineinkäufe von Raps von Landwirten getätigt. Diese Verträge erfüllen die Derivatekriterien in ias 39.9, da die Rapseinkäufe nach Erhalt weiterverkauft werden sollen, keine wesentlichen Anzahlungen geleistet wurden und Erfüllungs- und Verpflichtungsgeschäft zeitlich auseinanderfallen. Da die Preise seit Vertragsabschluss gestiegen sind, wurde ein ermittelter Gewinn aus Einkaufskontrakten von teur 454 aktiviert.

c) Swaps zur Absicherung von an den mineralischen Dieselpreis gebundene Umsatzerlöse

Zur Sicherung der Erlöse bei den an die mineralischen Dieselpreise gebundenen Verkaufskontrakten werden Sicherungen in Form von festen Dieselverkäufen (fix) gegen variable Dieselpreise eingesetzt. Die negativen Marktwerte dieser Swaps betragen zum Bilanzstichtag teur 7.896. Nach Berücksichtigung von Ineffektivitäten in Höhe von teur 389, die erfolgswirksam erfasst wurden, wurden die negativen Marktwerte dieser Swaps in Höhe von teur 7.507 direkt im Eigenkapital erfasst. Die prospektive Effektivitätsmessung lag im zulässigen Bereich. Die retrospektive Effektivität wurde nach der Dollar-offset-Methode vorgenommen.

d) Freistehende Derivate aus Raps- und Weizen-Forwards

Zur Sicherung von Weizenbeständen sowie festen Verpflichtungen aus Rapskäufen gegen sinkende Preise wurden Terminverkäufe getätigt. Die negativen Marktwerte betrugen zum Bilanzstichtag teur 1.060.

IN TEUR Nominalvolumen positive
Marktwerte
negative
Marktwerte
31.12.2007
Freistehende Derivate
Einkaufskontrakte Raps 9.898 454 0
Warentermingeschäfte Raps 63.651 0 447
Warentermingeschäfte Weizen 10.598 0 613
Derivate in Sicherungsbeziehungen
Cash-Flow-Hedge
Warentermingeschäfte 93.758 16.819 3.025
Diesel Swap-Geschäfte 64.866 0 7.896
31.12.2006
Freistehende Derivate
Abgespaltenes Derivat Termingeld (Option) 20.000 262 0
Derivate in Sicherungsbeziehungen
Cash-Flow-Hedge
Warentermingeschäfte 39.342 1.384 177

Nachstehend werden die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente dargestellt:

Freistehende Derivate

Bei den freistehenden Derivaten handelt es sich um Warentermingeschäfte für Handelszwecke, die die Eigenschaften eines Derivates nach ias 39.9 erfüllen.

Derivate in Sicherungsbeziehungen

Mittels Einsatz von Derivaten werden unter Verantwortung des Risikomanagements die Preise des Rohstoffbezugs von Rapsöl durch den Einsatz von Derivaten gesichert. Abzusicherndes Grundgeschäft ist der mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eintretende Bezug von Pflanzenöl, Sicherungsinstrument der Erwerb von Terminkontrakten und das abzusichernde Risiko die Gefahr von Preissteigerungen, die nachteilige Effekte auf die Gewinnmarge hervorrufen können. Die Absicherung beginnt ca. ein Jahr vor Bedarf und es wird angestrebt, die Absicherung der notwendigen Mengen bis maximal vier Monate vor Lieferung zu mindestens 80 % abzusichern.

Die Effektivität der Cash-Flows-Hedges auf Warentermingeschäfte wird prospektiv mittels einer Regressionsanalyse und des Critical Terms Matches und retrospektiv durch eine Dollar-offset-Methode (hypothetische Derivate-Methode) ermittelt. Solange die Sicherung in einer Bandbreite von 80 bis 125 % effektiv ist, wird das Hedge-Accounting fortgeführt, andernfalls wird die gesamte Sicherungsbeziehung erfolgswirksam erfasst. Im Monat des Bezugs, also der planmäßigen oder unplanmäßigen Realisierung des Grundgeschäfts, werden die im Eigenkapital erfassten Ergebnisse aus den Sicherungsgeschäften erfolgswirksam im Materialaufwand verrechnet. Der Betrag, der während der Berichtsperiode aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung im Rahmen von Cash-Flow-Hedge-Accounting überführt wurde, beträgt eur 1,6 Mio. und schlägt sich in dem GuV-Posten "Materialaufwand" nieder. Zum Bilanzstichtag waren keine ineffektiven Teile zu erfassen.

Ferner werden über einen Dieselswap die an den fossilen Dieselpreis gebundenen Verkäufe von Biodiesel durch Tausch von fixen Dieselpreisen gegen variable Dieselpreise gesichert, um das Preisrisiko bei Biodiesel-Verkäufen abzusichern. Im Rahmen des Cash-Flow-Hedge-Accountings werden diese Geschäfte erfolgsneutral angesetzt. Zum Bilanzstichtag wurden ineffektive Teile in Höhe von teur 389 aufwandswirksam erfasst. Im Berichtsjahr wurden keine Beträge aus dem Eigenkapital erfolgswirksam entnommen.

Eigenkapitalveränderung

Die Auswirkung der im Vorjahr und im Geschäftsjahr vorgenommenen Sicherungsgeschäfte auf das Eigenkapital stellt sich wie folgt dar:

IN TEUR rapsölbezug dieselswaps gesamt
1. Januar 2007 1.479 0 1.479
Erfassung in der Gewinn- und
­Verlustrechnung (Materialaufwand) -528 0 -528
Erhöhung aus Fair Value Bewertung 12.841 -7.506 5.335
Endbestand 31. Dezember 2007 13.792 -7.506 6.286
Abzüglich latenter Steuern -1.379
4.907

Realisierung der Grundgeschäfte

Die folgenden beiden Tabellen zeigen, wann die Zahlungsströme aus bestehenden Cash-Flow-Hedges eintreten und wann sie die Gewinn- und Verlustrechnung beeinflussen.

IN TEUR Buchwerte erwartete
Zahlungs
ströme
bis 6
Monate
6 bis 12
Monate
1 bis 2
Jahre
mehr als
2 Jahre
Realisierung der Grundgeschäfte
Warentermingeschäfte
Vermögenswert 16.819 68.868 22.388 42.030 4.450 0
Verbindlichkeit 3.025 24.890 20.895 3.995 0 0
Swap-Geschäfte
Vermögenswert 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeit 7.896 64.866 32.552 28.999 3.315 0
GuV Wirkung
Warentermingeschäfte
Vermögenswert 16.819 16.819 6.260 9.690 869 0
Verbindlichkeit 3.025 3.025 2.543 482 0 0
Swap-Geschäfte
Vermögenswert 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeit 7.896 7.896 6.026 1.870 0 0

7.2.2.3 Sonstige Angaben gemäSS IFRS 7

Angaben zu Ertrags- und Aufwandsposten

Folgende Darstellung zeigt die Nettoergebnisse finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien:

IN TEUR Zinsergebnis Folgebewertung
Zinsertrag Zins
aufwand
Wertauf
holung
(Sonstige
betriebliche
Erträge)
Wertbe
richtigung
(Sonstige
betriebliche
Aufwen
dungen)
Einsatz von
Derivaten
(Ergebnis
aus Termin
geschäften)
Abschreibung
(Abschreibung
Finanzanlagen
bzw. sonstige
betriebliche
Aufwendungen)
Gesamt
2007
Finanzanlagen 60 0 0 0 0 30 30
Kredite und Forderungen 115 0 75 3.882 0 174 -3.866
Zahlungsmittel und
Termingeldeinlagen
4.274 0 0 0 0 0 4.274
Zu Handelszwecken gehaltene
Finanzinstrumente
0 0 0 0 188 0 188
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 0 6.562 0 0 0 0 -6.562
Gesamt 4.449 6.562 75 3.882 188 204 -5.936
IN TEUR Zinsergebnis Folgebewertung
Zinsertrag Zins
aufwand
Wertauf
holung
(Sonstige
betriebliche
Erträge)
Wertbe
richtigung
(Sonstige
betriebliche
Aufwen
dungen)
Einsatz von
Derivaten
(Ergebnis
aus Termin
geschäften)
Abschreibung
(Abschreibung
Finanzanlagen
bzw. sonstige
betriebliche
Aufwendungen)
Gesamt
1. Juli bis 31. Dezember 2006
Kredite und Forderungen 1.255 0 101 249 0 57 848
Andere Verbindlichkeiten 0 3.223 0 0 0 0 -3.223
Gesamt 1.255 3.223 101 249 0 57 -2.375

Die Zinserträge enthalten eine Aufzinsung wertgeminderter Finanzanlagen in Höhe von teur 60 (1. Juli bis 31. Dezember 2006: teur 0).

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen (teur 30) betreffen die Beteiligung an der spanischen Tochtergesellschaft Biodiesel Production S.A.,Madrid. Die Aufwendungen werden im Posten "Zinsaufwendungen" ausgewiesen.

Die Wertberichtigungen auf Kredite und Forderungen in Höhe von teur 3.882 betreffen im Wesentlichen die Abwertung der bisher unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesenen Restkaufpreisforderung für das Blockheizkraftwerk in Höhe von teur 910 (teur 1.083 abzüglich 19 % USt) sowie die Abwertung einer ebenfalls unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesenen nicht werthaltigen Darlehensforderung, einschließlich Zinsen in Höhe von teur 2.915. Zu näheren Erläuterungen verweisen wir auf Abschnitt 4.12 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" und 4.7 "Sonstige Vermögenswerte".

Angaben zu Sicherheiten

Finanzielle Vermögenswerte, die als Sicherheiten gestellt wurden, umfassen die folgenden Positionen und Buchwertangaben:

IN TEUR 31.12.2007 31.12.2006
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 5.083
Sonstige Vermögenswerte 3.324 0
Zahlungsmittel 7.133 378
Insgesamt 10.457 5.461

Die Sicherheiten betreffend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Zahlungsmittel werden bzw. wurden für lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (Bankdarlehen) in Höhe von teur 7.355 (31. Dezember 2006: teur 20.745) gestellt. Darüber hinaus dienen teur 6.596 als Sicherheit für Geschäfte mit Finanzderivaten.

In den sonstigen Vermögenswerten sind Sicherheitsleistungen ausgewiesen, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit Avalen der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG für Zollbürgschaften und Interventionsgetreide (teur 3.000; 31. Dezember 2006: teur 0) stehen.

Erhaltene finanzielle Vermögenswerte als Sicherheit, bei denen die verbio-Gruppe berechtigt ist, sie ohne Eintritt eines Schadenfalls weiterzuveräußern oder zu verpfänden, lagen nicht vor.

Angaben zu Wertberichtigungen für Kreditausfälle finanzieller Vermögenswerte

Die Risikovorsorge betrifft Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte und stellt sich in der Entwicklung im Geschäftsjahr 2007 wie folgt dar:

IN TEUR Anfangs
bestand
Zuführung Auflösung Inanspruch
nahmen
Endbestand
Einzelwertberichtigungen
31.12.2007
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 229 57 51 75 160
Sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände 240 3.825 0 240 3.825
469 3.882 51 315 3.985
31.12.2006
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19 219 9 0 229
Sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände 240 0 0 0 240
259 219 9 0 469
Pauschalwertberichtigungen
31.12.2007
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 86 0 24 0 62
86 0 24 0 62
31.12.2006
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 148 30 92 0 86
148 30 92 0 86

7.3 Finanzielle Risiken und Risikomanagement

7.3.1 Organisation

Die verbio-Gruppe sieht sich im Rahmen ihres Geschäftsbetriebes neben den operativen Geschäftsrisiken den folgenden Risiken durch den Einsatz von Finanzinstrumenten ausgesetzt: Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken und Marktrisiken. Das Unternehmen hat eine klare funktionale Organisation des Risikosteuerungsprozesses vorgenommen.

Die verbio ag hat daher im Rahmen eines risikoorientierten und zukunftsgerichteten Managementansatzes ein Risikomanagementsystem für die Gruppe aufgebaut und implementiert. Die Implementierung eines funktionalen Risikomanagementsystems wird dabei als Teil der allgemeinen Führungsverantwortung des Managements verstanden. Im Voraus definierte Einzelrisiken werden durch Frühwarnindikatoren ständig überwacht und im Rahmen eines monatlichen Reportings durch die Geschäftsführung der Tochtergesellschaften an den Konzern-Vorstand berichtet. Die 2006 durchgeführte Risikoinventur wird laufend auf neue oder veränderte Risiken überprüft. Ein detailliertes Risikohandbuch liegt vor.

Den einzelnen am Risikosteuerungsprozess beteiligten Organisationseinheiten sind eindeutige Aufgaben zugeordnet:

Vorstand

Der Risikosteuerungsprozess beginnt im Vorstand, indem dieser im Zuge der Gesamtsteuerung auf Basis der Risikotragfähigkeit eine klare Definition der Strategie, der Geschäftsarten sowie der akzeptierbaren und nicht akzeptierbaren Risiken sowie das vertretbare Gesamtrisiko vorgibt.

Risiko-Management

Das Risiko-Management ist für die aktive Steuerung und Überwachung der Risiken verantwortlich. Das Risiko wird durch getroffene Risikominimierungs-Maßnahmen reduziert und durch die Einhaltung von Limiten überwacht.

Risiko-Controlling

Durch das Risiko-Controlling erfolgt die konzernweite, einheitliche Identifizierung, Messung und Bewertung aller Risiken. Das Risiko-Controlling überwacht durch die Messung der Risiken und Limitausnutzung die Einhaltung interner Limite.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat übt eine Kontrollfunktion in Bezug auf sämtliche Maßnahmen zur Risikoabgrenzung und Risikosteuerung im Unternehmen aus.

7.3.2 Risikogruppen

Die verbio-Gruppe unterliegt im Rahmen ihres Geschäftsbetriebes neben den operativen Geschäftsrisiken einer Vielzahl von finanziellen Risiken wie Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken und Marktrisiken, die nachstehend erläutert werden:

7.3.2.1 Kreditrisiken

Das Kreditrisiko liegt in der Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse von Kunden oder sonstigen Kontrahenten des Unternehmens begründet. Daraus resultieren zum einen die Gefahr des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen oder Leistungen und zum anderen bonitätsbedingte Wertminderungen bei Finanzinstrumenten.

Ausfallrisiken bestehen bezüglich sämtlicher aktivierter Finanzinstrumente, wobei die Höhe der finanziellen Vermögenswerte das maximale Ausfallrisiko bestimmt. Soweit bei einzelnen Finanzinstrumenten Einzelrisiken ersichtlich werden, wird diesen Risiken durch erfasste Wertminderungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1 % der nicht einzelwertberichtigten Forderungen (ohne Umsatzsteuer) abgedeckt.

Maximales Ausfallrisiko

Das maximale Ausfallrisiko für finanzielle Vermögenswerte stellt sich ohne Berücksichtigung etwaiger gehaltener Sicherheiten oder sonstiger Kreditverbesserungen (z. B. Aufrechnungsvereinbarungen) wie folgt dar:

IN TEUR 31.12.2007 31.12.2006
Finanzanlagen 1.268 1.238
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 52.164 37.483
Sonstige Vermögenswerte 6.415 5.401
Derivate 17.273 1.646
Termineinlagen 0 79.795
Zahlungsmittel 57.161 90.616
Summe 134.281 216.179

Buchwert als Äquivalent für das maximale Ausfallrisiko

Zur Minimierung der Ausfallrisiken werden z. T. Warenkreditversicherungen abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag lagen Warenkreditversicherungen mit einem Gesamtsicherungsvolumen (Obergrenze) in Höhe von etwa teur 56.000 vor.

Darüber hinaus bestehen auf der Grundlage der Allgemeinen Geschäftsbedingungen Eigentumsvorbehaltsklauseln bezüglich sämtlicher verkaufter Erzeugnisse.

Kreditrisikokonzentrationen

Die Kreditrisiken verteilen sich hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wesentlichen auf folgende Kundengruppen und Regionen (jeweils unter Angabe der Buchwerte als Äquivalent für das bestehende jeweilige Kreditrisiko):

Konzentration nach Kundengruppen

IN TEUR 31.12.2007 31.12.2006
Weiterverarbeitungsindustrie (insb. Ölmühlen,
Pharmaunternehmen) sowie Handelsgesellschaften 27.899 4.059
Mineralölgesellschaften 18.937 26.569
Energieversorger 2.421 4.915
Transportunternehmen 1.023 218
Übriges 1.884 1.722
Gesamt 52.164 37.483

Konzentration nach Regionen

IN TEUR 31.12.2007 31.12.2006
Inland 37.816 27.673
Europa 13.556 9.810
Übriges Ausland 792 0
Gesamt 52.164 37.483

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen den Bardeckungsbetrag aus dem Kautionsversicherungsvertrag mit der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG (31. Dezember 2007: teur 3.000; 31. Dezember 2006: teur 0). Wir verweisen hierzu auch auf Abschnitt 4.7 "Sonstige Vermögenswerte".

Die Finanzanlagen enthalten eine von der sts bis zum 31. Dezember 2009 gestundete Forderung an ein Drittunternehmen, die zum Barwert in Höhe von teur 1.268 ausgewiesen wird.

Das Unternehmen überwacht seine Risikokonzentrationen nach Unternehmensbereichen sowie nach Regionen.

Laufzeitanalyse

Die nachstehende Tabelle gibt einen Überblick über die zu den Bilanzstichtagen 31. Dezember 2007 und 31. Dezember 2006 nicht wertgeminderten Krediten und Forderungen, strukturiert nach Fälligkeiten:

IN TEUR Buchwert davon zum Abschluss-Stichtag
weder
wertgemindert
noch
überfällig
nicht wertgemindert und in den folgenden
Zeitabständen überfällig (in Tagen)
bis 30 zwischen
30 und 60
zwischen
61 und 90
zwischen
91 und 180
zwischen
181 und 360
mehr
als 360
31.12.2007
Finanzanlagen 1.268 1.268 0 0 0 0 0 0
Forderungen aus Liefe
rungen und Leistungen
52.164 32.360 14.771 3.073 1.427 526 7 0
Sonstige finanzielle
Vermögenswerte
6.415 6.355 0 0 41 0 19 0
Summe 59.847 39.983 14.771 3.073 1.468 526 26 0
31.12.2006
Finanzanlagen 1.238 1.238 0 0 0 0 0 0
Forderungen aus Liefe
rungen und Leistungen
37.483 29.172 6.193 1.637 267 213 1 0
Sonstige finanzielle
Vermögenswerte
5.401 5.401 0 0 0 0 0 0
Summe 44.122 35.811 6.193 1.637 267 213 1 0

7.3.2.2 Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiko im engeren Sinne wird das Risiko verstanden, dass das Unternehmen nicht genügend Finanzierungsmittel besitzt, um seinen laufenden Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Zahlungsverpflichtungen resultieren dabei im Wesentlichen aus dem Investitionsbereich, Liefer- und Leistungsverkehr, Zins- und Tilgungsleistungen, Margin-Calls im Rahmen von Futures-Kontrakten sowie aus Steuerschulden.

Das Unternehmen steuert seine Liquidität in der Weise, dass zu jeder Zeit genügend Mittel zur Verfügung stehen, um seinen Verbindlichkeiten fristgerecht nachzukommen.

Für das Liquiditäts-Management ist eine spezielle Abteilung (zwei Mitarbeiter) zuständig.

Aufgabe des Liquiditäts-Managements ist es, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der verbio-Gruppe sicherzustellen und den Zinsertrag zu optimieren.

Das zentrale Treasury erhält über das wöchentliche Reporting von den Konzern-Tochtergesellschaften erforderliche Informationen, um ein Liquiditätsprofil erstellen zu können. Einbezogen werden sämtliche finanziellen Vermögenswerte, finanziellen Verbindlichkeiten sowie erwartete Zahlungsströme aus geplanten Transaktionen.

Das Unternehmen nutzt zur Steuerung seines Liquiditätsrisikos die jährliche und wöchentliche Liquiditätsplanung respektive Sensitivitätsanalysen.

Ein Großteil der Liquidität des Unternehmens wird durch fristenoptimierte Geldanlagen und Working Capital-Management sichergestellt.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Planungen sind derzeit keine Liquiditätsrisiken erkennbar.

Die vorhandenen Instrumente stellen die Liquidität des Unternehmens jederzeit sicher und sind geeignet, um zusätzliche Anforderungen an den zukünftigen Liquiditätsbedarf unter Berücksichtigung der Unternehmensplanung zu erfüllen.

Nachstehende Tabelle zeigt eine Analyse der Restlaufzeiten für alle vertraglich vereinbarten finanziellen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2007 und 31. Dezember 2006:

31.12.2007
IN TEUR Buchwert bis zu
30 Tage
1 bis 3
Monate
3 Monate
bis 1 Jahr
1 bis 5
Jahre
mehr als
5 Jahre
Nicht derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
40.131 8.692 1.505 5.648 13.445 10.841
Andere langfristige Verbindlichkeiten
(PREPS-Darlehen)
17.584 0 0 0 17.584 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
36.927 36.927 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus
Getreidegeschäften
62.834 62.834 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber ehemaligen
Gesellschaftern (Darlehen)
0 0 0 0 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.825 3.825 0 0 0 0
Summe 161.301 112.278 1.505 5.648 31.029 10.841
Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
Derivate der Kategorie
"zu Handelszwecken gehalten" 1.060 0 308 753 0 0
Derivate in Sicherungsbeziehungen 10.921 1.135 4.492 5.293 0 0
Summe 11.981 1.135 4.800 6.046 0 0
Finanzielle Verbindlichkeiten 173.282 113.413 6.305 11.694 31.029 10.841

31.12.2006

IN TEUR Buchwert bis zu
30 Tage
1 bis 3
Monate
3 Monate
bis 1 Jahr
1 bis 5
Jahre
mehr als
5 Jahre
Nicht derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
54.698 945 2.282 9.911 25.458 16.102
Andere langfristige Verbindlichkeiten
(PREPS-Darlehen)
17.620 0 0 0 17.620 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
41.190 41.190 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus
Getreidegeschäften
15.064 15.064 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber ehemaligen
Gesellschaftern (Darlehen)
15.506 1.896 0 0 13.610 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.085 1.085 0 0 0 0
Summe 145.163 60.180 2.282 9.911 56.688 16.102
Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
Derivate der Kategorie
"zu Handelszwecken gehalten"
0 0 0 0 0 0
Derivate in Sicherungsbeziehungen 177 177 0 0 0 0
Summe 177 177 0 0 0 0
Finanzielle Verbindlichkeiten 145.340 60.357 2.282 9.911 56.688 16.102

Angaben zu Zahlungsverzug und Vertragsbruch eigener finanzieller Verbindlichkeiten

Für die zum 31. Dezember 2007 ausgewiesen finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 173.282 sind keine Sachverhalte erkennbar, aus denen sich ein Zahlungsverzug oder Vertragsbruch ableiten ließe.

7.3.2.3 Marktrisiken

Marktrisiken entstehen aus einer möglichen Veränderung von Risikofaktoren, die zu einer Verringerung des Marktwertes der diesen Risikofaktoren unterliegenden Transaktionen führt. Für das Unternehmen sind die folgenden Gruppen von allgemeinen Risikofaktoren von Relevanz: Währungsrisiken, Zinsänderungsrisiken und sonstige Preisrisiken.

Währungsrisiken

Die verbio-Gruppe bezieht ihre Materiallieferungen ausschließlich im Euroraum. Die Ausgangsrechnungen an Abnehmer erfolgen überwiegend in Euro.

Im Geschäftsjahr wurden Ausgangsrechnungen in Fremdwährung (ausschließlich in usd) in Höhe von umgerechnet teur 3.672 fakturiert. Die Zahlungseingänge erfolgen auf einem usd-Bankkonto. Zum 31. Dezember 2007 bestanden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in usd in Höhe von umgerechnet teur 791. Fremdwährungsgeschäfte wurden bisher wegen Geringfügigkeit nicht abgesichert. Eine Sensitivitätsanalyse wurde ebenfalls wegen der geringfügigen finanziellen Auswirkungen nicht durchgeführt.

Zinsänderungsrisiken

Durch den Abschluss von Festzinsvereinbarungen mit Kreditinstituten oder durch nach oben begrenzte Zinssätze hinsichtlich der längerfristigen Finanzierung von Investitionen liegt ein nur geringfügiges Zinsänderungsrisiko vor.

Größere Zinsänderungsrisiken können sich aufgrund der variablen Verzinsung der Rohstofffinanzierung von Raps und Getreide mit teur 61.720 (31. Dezember 2006: teur 15.064) und der Finanzierung der Windkraftanlagen mit teur 7.387 (31. Dezember 2006: teur 12.446) ergeben. Das Ausmaß der Veränderung des Zinsaufwandes bei einer Veränderung des variablen Zinssatzes in einer Bandbreite von – 100 bis +100 Basispunkten zeigt folgende Sensitivitätsanalyse:

IN TEUR 31.12.2007 31.12.2006
Szenario +1,0% +0,5% -0,5% -1,0% +1,0% +0,5% -0,5% -1,0%
Ergebniseffekt +691 +346 -346 -691 +275 +138 -138 -275
Eigenkapitaleffekt 0 0 0 0 0 0 0 0

Sicherungsmaßnahmen zur Reduzierung der Zinsänderungsrisiken wurden wegen Kurzfristigkeit der Finanzierungen im Geschäftsjahr 2007 nicht durchgeführt. Damit ergeben sich keine Eigenkapitaleffekte.

Sonstige Preisrisiken

Die sonstigen Preisrisiken resultieren im Wesentlichen aus Marktpreisschwankungen auf dem Rohstoff- und Absatzmarkt.

Die Auswirkungen der Rohstoff- und Absatzmarktrisiken werden laufend über das Controlling im Rahmen von Sensitivitätsanalysen überwacht. Im Falle von auffälligen Marktentwicklungen oder Marktkonstellationen werden die Führungskräfte des Konzerns unverzüglich auch zwischen den regelmäßig wöchentlich stattfindenden Lagekonferenzen informiert.

Die verbio-Gruppe ist aufgrund des Einsatzes oben beschriebener verschiedener Derivate Preisrisiken ausgesetzt. Wenn sich die den abgeschlossenen Termingeschäften zu Grunde liegenden Rohstoffpreise verändert hätten, hätte sich die Darstellung in der Gewinn- und Verlustrechnung bei nachstehenden Derivaten wie folgt verändert:

Unter 7.2.2.2. b) werden Termineinkäufe zu Handelszwecken dargestellt. Bei einem am Bilanzstichtag um eur/Tonne 10 erhöhten Rapspreis hätte sich der Wert des Derivats um teur 268 erfolgswirksam erhöht.

In Ziffer 7.2.2.2 d) werden freistehende Derivate beschrieben. Bei einer Erhöhung des Getreide- und Rapspreises um jeweils eur/Tonne 10 hätten sich die negativen Werte der Derivate um teur 2.860 erhöht.

7.3.2.4 Risiken im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme öffentlicher Fördermittel Für eine ausführliche Darstellung der Risiken im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme öffentlicher Fördermittel verweisen wir auf Abschnitt 7.5.

7.3.2.5 Sonstige Risiken

Die verbio-Gruppe ist gegen die üblicherweise auftretenden Gefahren abgesichert.

7.4 Kapitalmanagement

Die Vorgaben für ein effektives Kapitalmanagement entwickelt die verbio ag aus den strategischen Zielen des Unternehmens. Im Mittelpunkt steht dabei eine langfristige Steigerung des Unternehmenswertes im Interesse von Investoren, Kunden und Mitarbeitern.

Ziel ist es, die Ertragskraft der verbio-Gruppe durch Effizienzsteigerung in der Produktion, im Einkauf sowie auf der Vertriebsseite zu stärken. Um dies zu erreichen, stehen sowohl die Geschäftsund Finanzrisiken als auch die finanzielle Flexibilität im Fokus des Managements. Dies gilt auch für die Cash-Flow-Generierung.

Ein weiteres Ziel der verbio-Gruppe ist es, sich eine starke Kapitalbasis zu erhalten, um künftiges Wachstum zu finanzieren, sobald die politischen Rahmenbedingungen bezüglich Biokraftstoffen wettbewerbsgerechtes Wachstum zulassen. Das Eigenkapital der verbio beträgt im Berichtsjahr teur 318.777 (Vergleichszeitraum: teur 563.553), was einer Eigenkapitalquote von 58,7 % (Vergleichszeitraum: 73,1 %) entspricht. Das Fremdkapital beträgt teur 224.471 (Vergleichszeitraum: teur 207.839).

Seit 26. Oktober 2007 nutzt die verbio ag die Ermächtigung der Hauptversammlung vom Juni 2007, bis zu zwei Millionen Stück eigene Aktien zurückzukaufen, dies entspricht bis zu 3,17 % des Grundkapitals. Die zurückgekauften Aktien sind für den Zweck der Bedienung eines Options- und Belegschaftsaktienprogramms und für den Zweck, die Aktien als Akquisitionswährung einzusetzen, bestimmt. Die Aktien werden ausschließlich über die Börse zurückgekauft.

Die verbio hat derzeit kein Mitarbeiteraktienprogramm und kein Management-Optionsprogramm aufgelegt.

Die verbio ag unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen.

7.5 Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Öffentliche Fördermittel

Folgende Investitionszulagen wurden den Konzern-Gesellschaften unter den Voraussetzungen des jeweils gültigen Investitionszulagengesetzes gewährt bzw. werden noch beantragt:

IN TEUR
MUW 15.630
NUW 5.608
MBE 12.216
NBE 19.427
Gesamt 52.881

Die Zulagen sind bei Nichteinhaltung der entsprechenden Voraussetzungen zurückzuzahlen.

Die Investitionszulagen wurden unter der Bedingung gewährt, dass die geförderten Wirtschaftsgüter mindestens fünf Jahre nach ihrer Anschaffung oder Herstellung zum Anlagevermögen eines Betriebes im Fördergebiet gehören, in einem förderfähigen Betrieb verbleiben und nicht zu mehr als 10 % privat genutzt werden. Je nach Anschaffungs- oder Herstellungszeitpunkt ist diese Frist noch nicht für alle Vermögenswerte abgelaufen.

Die Gesellschaften muw, mbe, nbe und nuw haben darüber hinaus zweckgebundene Zuschüsse aus Mitteln der Länder Sachsen-Anhalt bzw. Brandenburg erhalten. Teilbeträge wurden unter der Voraussetzung gewährt, dass die Unternehmen die Definition eines kleinen und mittleren Unternehmens (kmu) im Sinne der Empfehlung der EU erfüllen. Aufgrund des Verlustes der kmu-Eigenschaft innerhalb des Zweckbindungszeitraumes hat die nbe voraussichtlich einen Teilbetrag der Zuschüsse zurückzubezahlen. Zum 31. Dezember 2007 wurde in Höhe der möglichen Rückzahlungsverpflichtung eine Rückstellung (einschließlich Zinsen) gebildet. Wir verweisen ausdrücklich auch auf Abschnitt 4.25 "Rückstellungen".

In der Berichtsperiode wurden der Gesellschaft keine weiteren Investitionszuschüsse gewährt.

Die erhaltenen Investitionszuwendungen wurden als zweckgebundene, für die beantragten Vorhaben zu verwendende Mittel gewährt. Die Zweckbindung endet gemäß den Förderrichtlinien sowohl des Landes Sachsen-Anhalt als auch des Landes Brandenburg fünf Jahre nach Ende des Investitionsvorhabens. Folgende Auflagen sind in diesem Zeitraum zu erfüllen:

  • mbe: 77 Dauerarbeitsplätze, darunter sieben Ausbildungsplätze
  • muw: 46 Dauerarbeitsplätze, darunter vier Ausbildungsplätze
  • nbe: 95 Dauerarbeitsplätze (davon zehn für Frauen), darunter fünf Ausbildungsplätze
  • nuw: 80 Dauerarbeitsplätze (davon fünf für Frauen), darunter fünf Ausbildungsplätze

Die Gesellschaften gehen davon aus, dass sie die Voraussetzungen erfüllen werden.

Haftungsverhältnisse

Mit Datum vom 4. September 2007 wurde der sts durch die Dresdner Bank AG ein Avalrahmen von teur 20.000 eingeräumt, welcher bis zum 31. Dezember 2007 Gültigkeit besaß. Zum 31. Dezember 2007 wurde der Avalrahmen in Höhe von teur 11.900 in Anspruch genommen. Dieser zum 31. Dezember 2007 ausgeschöpfte Avalrahmen wurde bis zum 30. Juni 2008 verlängert. Als Sicherheit dient das Festgeldguthaben der verbio ag bei der Dresdner Bank AG, welches in Höhe des in Anspruch genommenen Kreditbetrages somit verpfändet ist.

Für das Darlehen der mbe aus dem Darlehensvertrag vom 21. Januar/26. Januar 2004 über teur 12.500, welches zum 31. Dezember 2007 in Höhe von teur 4.870 valutiert, hat die verbioag mit Datum vom 31.Juli 2007 eine Höchstbetragsbürgschaft von teur 6.005 ausgereicht. Darüber hinaus hat die verbio ag mit Datum vom 27. Juni 2007 eine Rangrücktritts- und Belassungserklärung für ihren Darlehensrückzahlungsanspruch gemäß Cash Pooling-Vertrag vom 5. März 2007 über teur 13.810 erklärt.

Für das Darlehen der nuw aus dem Darlehensvertrag mit der LBBW vom 8./15. Juni 2005 über teur 10.920, welches zum 31. Dezember 2007 in Höhe von teur 5.943 valutiert, hat die verbio ag mit Datum vom 31. Juli 2007 eine Höchstbetragsbürgschaft von teur 7.038 ausgereicht.

Mit Datum vom 31. Juli 2007 wurde zwischen der verbio ag und der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG, Hamburg, eine Kautionsversicherung abgeschlossen. Demzufolge wurden der verbio ag, der mbe sowie der nbe eine Avalkreditlinie von teur 10.000, die sich auf Avale für Zoll sowie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung bezieht, eingeräumt. Zur Sicherung aller Ansprüche der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG, Hamburg, hat die verbio ag eine Kaution von teur 3.000 hinterlegt. Die Avalkreditlinie wird zum 31. Dezember 2007 mit teur 9.617 in Anspruch genommen.

Mit Datum vom 11. Mai 2007 hat die Rabobank International Frankfurt/Main, gegenüber der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Bonn, eine Bürgschaft für die Märka GmbH über teur 14.000 ausgereicht. Die verbio ag hat sich gegenüber der Rabobank International verpflichtet, diese für alle Ansprüche einschließlich Nebenforderungen schadlos zu halten.

Die verbio ag hat sich mit Vertrag vom 27. April 2007 gegenüber einer bulgarischen AG verpflichtet, zu Gunsten dieser bulgarischen AG gegenüber einem bulgarischen Kreditinstitut eine Bürgschaft über teur 2.100 zu bestellen. Diese Verpflichtung hat die verbio ag dahingehend erfüllt, indem sie die Dresdner Bank AG, Niederlassung Leipzig, veranlasst hat, eine entsprechende Bürgschaft gegenüber dem bulgarischen Kreditinstitut zu stellen. Die verbio ag haftet entsprechend gegenüber der Dresdner Bank AG in Höhe von teur 2.100.

Rechtsstreitigkeiten

Zum Bilanzstichtag ist weiterhin eine Schadenersatzklage in Höhe von ca. teur 3.000 gegen die muw in Dänemark anhängig. Der angeblich entstandene Schaden ist bislang von der Gegenseite nicht nachgewiesen worden. Auf der Grundlage des anwaltlichen Schreibens ist das Risiko des Unterliegens in dem Rechtsstreit unwahrscheinlich. Eine Rückstellung wurde daher nicht gebildet.

Mögliche weitere Ansprüche aus Rechtsstreitigkeiten wurden in Abwägung der Möglichkeit des Unterliegens angemessen berücksichtigt.

Pachtverträge

Der Grundstückseigentümer pck Raffinerie GmbH, Schwedt, hat der nbe das Recht eingeräumt, eine Anlage zur Herstellung von Bioethanol zu errichten und zu betreiben. Das Erbbaurecht endet am 31. Dezember 2053. Der Erbbauzins beträgt anfänglich monatlich eur 2.959 und erhöht sich wiederkehrend nach Ablauf von drei Jahren um 3 % p. a. Im Jahr 2007 ist ein weiterer Erbpachtvertrag geschlossen worden, aus welchem monatliche Zahlungen in Höhe von eur 1.864 resultieren. Die Laufzeit entspricht der des bestehenden Vertrages.

Der Grundstückseigentümer pck Raffinerie GmbH, Schwedt, hat der nuw das Recht eingeräumt, eine Anlage zur Herstellung von Biodiesel zu errichten und zu betreiben. Das Erbbaurecht endet am 31. Dezember 2054. Der Erbbauzins beträgt anfänglich monatlich eur 2.100 und erhöht sich wiederkehrend nach Ablauf von drei Jahren um 3 % p. a.

Die nbe hat von verschiedenen Eigentümern 45 Windkraftanlagen zur Betreibung gepachtet. Die Nutzungsentgelte betragen zwischen teur 10 und teur 30 pro Monat. Die Verträge haben eine Laufzeit zunächst bis zum 31. Dezember 2009. Eine Vertragsverlängerung ist möglich.

Die mbe hat von verschiedenen Eigentümern sieben Windkraftanlagen zur Betreibung gepachtet. Die Nutzungsentgelte betragen zwischen teur 22 und teur 29 pro Monat. Die Verträge haben eine Laufzeit zunächst bis zum 31. Januar 2009/31. Dezember 2009 und 31. Dezember 2010. Eine Vertragsverlängerung ist möglich.

Die muw betreibt insgesamt 14 Windenergieanlagen auf gepachtetem Grund und Boden. Die entsprechenden Pachtverträge wurden in den Jahren 2001 bzw. 2003 abgeschlossen und haben eine Restlaufzeit von 14 bzw. 17 Jahren, wobei dem Anlagenbetreiber muw ein Kündigungsrecht bei Einstellung des Betriebes der Windenergieanlagen eingeräumt worden ist. Gleichzeitig wurde der muw eine unbestimmte Verlängerungsoption bzw. eine Verlängerungsoption von zehn Jahren eingeräumt, deren Ausübung dem Grundstückseigentümer bis spätestens zum 30. Juni des vorletzten Jahres vor Ablauf des Vertrages schriftlich mitzuteilen ist. Das vereinbarte Nutzungsentgelt beträgt teur 7 pro errichteter Windkraftanlage und Jahr. Aus diesen Verträgen resultiert eine Rückbauverpflichtung nach Beendigung der Pachtzeit, die als Rückstellung berücksichtigt wird.

Für die Grundstückspacht- bzw. Erbpachtverträge bestehen je nach Einigung mit dem Grundstückseigentümer gegebenenfalls Rückbauverpflichtungen für die aufgebauten Anlagen und Gebäude. Derzeit ist hierfür die Bildung von Rückstellungen nicht erforderlich.

Die hbe hat mit der Seehafen Wismar GmbH am 17. Juli 2007 einen Erbbaurechtsvertrag abgeschlossen. Der Vertrag räumt der hbe das Recht ein, unbebaute Grundstücksflächen in der Gemarkung Wismar bis zum 31. Dezember 2037 (Festlaufzeit) zur Errichtung und zum Betrieb einer Produktionsstätte für Bioenergie zu nutzen. Nach Ablauf der Festlaufzeit verlängert sich das Erbbaurecht automatisch zweimal um jeweils zehn Jahre, es sei denn, der Erbbauberechtigte widerspricht dieser Verlängerung fristgerecht. Nach Ablauf der zweiten Optionszeit verlängert sich das Erbbaurecht automatisch um jeweils fünf Jahre.

hbe ist vertragsgemäß verpflichtet, innerhalb von zwölf Monaten nach Beurkundung den für die Errichtung der Anlage erforderlichen Genehmigungsantrag einzureichen. Innerhalb von zwei Jahren nach antragsgemäßer Erteilung und Bestandskraft ist mit der Errichtung der Anlage zu beginnen. Sollten die für Errichtung des Bauwerkes und den Betrieb des Erbbauberechtigten erforderlichen Genehmigungen nicht bis 24 Monate nach Beurkundung bestandskräftig erteilt oder nur mit unzumutbaren Nebenbedingungen erteilt werden, ist der Erbbauberechtigte zum Rücktritt vom Vertrag berechtigt.

Der Erbbauzins beträgt jährlich teur 151 und ist jeweils am 30. Juni eines Jahres für das laufende Kalenderjahr fällig.

Die genannten Pachtverträge und Erbbaurechte werden bilanziell als Operating Leasing-Verträge behandelt. Die künftigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe der mindestens zu leistenden Zahlungen aus diesen Verträgen stellen sich wie folgt dar:

IN TEUR bis 1 Jahr 1–5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
Pachtverträge Windkraftanlagen MBE 2.292 985 0 3.277
Pachtverträge Windkraftanlagen NBE 12.349 12.330 0 24.679
Grundstückspachtverträge MUW 98 392 1.960 2.450
Erbbauzins NBE 62 254 3.167 3.483
Erbbauzins NUW 26 105 1.438 1.569
Erbbauzins HBE 151 602 3.765 4.518
Gesamt 14.978 14.668 10.330 39.976

Die Aufwendungen aus den Pacht- und Erbpachtverträgen betrugen in der Berichtsperiode teur 14.901 (Vergleichszeitraum: teur 7.451).

Abnahmeobligo

Aus einem Dienstleistungsvertrag im Zusammenhang mit dem Erwerb von Raps bestehen am Bilanzstichtag Abnahmeverpflichtungen. Für Teilmengen aus der Verpflichtung sind noch Preise vereinbart. Die daher künftig zu vereinbarenden Preise sollen marktüblich sein und sich an der Preisnotierung der matif orientieren.

Unter Verwendung der am Bilanzstichtag bzw. am 27. März 2008 vorliegenden matif Terminpreise August 2008 für Raps bestehen Abnahmeverpflichtungen in Höhe von teur 124.155 bzw. teur 119.796.

Bestellobligo

Zum 31. Dezember 2007 verzeichnet die verbio-Gruppe ein Bestellobligo für Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von teur 3.346.

Sonstige Eventualverbindlichkeiten

Im Zusammenhang mit dem zwischen der hbe und der Seehafen Wismar GmbH bestehenden Erbbaurechtsvertrag wurde ein Güterumschlagsvertrag abgeschlossen. Daraus resultiert die Verpflichtung zu Pönalezahlungen bei Unterschreitung von Mindestumschlagsmengen, die über einen Zeitraum von 27 Jahren bis zu teur 679 jährlich betragen können. Bezüglich des Erbbaurechtsvertrages verweisen wir auf die Ausführungen unter "Pachtverträge" im Abschnitt 7.5.

7.6 Angaben zu nahestehenden Personen

Folgende Personen, Personengruppen und Unternehmen gelten für den Berichtszeitraum als nahestehend1:

a) Aktionäre der verbio ag, die aufgrund vertraglicher Vereinbarungen einen Pool bilden:

  • Pollert Familien GmbH & Co. KG (2,13 %)
  • Pollert Holding GmbH & Co. KG (19,20 %)
  • Dr.-Ing. Georg Pollert (0,02 %)
  • Bernd Sauter (10,48 %)
  • Bernd Sauter GbR (3,75 %)
  • Claus Sauter (15,71 %)
  • Claus Sauter GbR (5,62 %)
  • Daniela Sauter (5,24 %)
  • Daniela Sauter GbR (1,87 %)
  • Marion Sauter (7,11 %)

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 10.000 Aktien (0,02 %) durch Herrn Dr.-Ing. Georg Pollert erworben. Der weitere Anteilsbesitz stellt sich hinsichtlich nahestehender Personen im Vergleich zum Vorjahr unverändert dar.

b) Mitglieder der Familie Sauter:

  • Alois Sauter
  • Albertina Sauter
  • Daniela Sauter
  • Bernd Sauter
  • Claus Sauter
  • Marion Sauter

  • c) Unternehmen, die durch natürliche Personen der Familie Sauter bzw. vom Management in Schlüsselpositionen beherrscht werden können:

  • Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH, Zörbig (Claus Sauter 25 %, Bernd Sauter 25 %, Alois Sauter 25 %, Albertina Sauter 25 %)
  • Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG, Obenhausen, (Claus Sauter 50 %, Bernd Sauter 50 %)
  • Autokontor Bayern GmbH, Obenhausen, (Claus Sauter 33,33 %, Bernd Sauter 33,33 %, Roland Kuch 33,33 %)
  • Compos Entsorgung GmbH, Obenhausen, (Claus Sauter 100 %)
  • Märka GmbH., Eberswalde, (45,63 % Lüneburger Lager- und Agrarhandelsgesellschaft mbH, Lüneburg; 27,50 % Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH, Zörbig; 6 % Daniela Sauter)
  • Trans Märka GmbH, Eberswalde (100 % Märka GmbH, Eberswalde)
  • Trans Märka Polska, sp.z.o.o., ( 99 % Trans Märka GmbH, Eberswalde; 1 % Carsten Weber)
  • Getreide- und Agrarhandel Halle GmbH, Halle (100 % Märka GmbH, Eberswalde)
  • Hallesche Logistik GmbH, Halle (100 % Getreide- und Agrarhandel Halle GmbH, Halle)
  • MÄRKA Landhandel Sachsen GmbH, Göda (100 % Märka GmbH, Eberswalde)
  • MÄRKA Landhandel Süd GmbH, Bamberg (100 % Märka GmbH, Eberswalde)
  • Wriezener Kraftfutter GmbH, Wriezen ( 75,1 % Märka GmbH, Eberswalde; 24,9 % FGL Handelsgesellschaft mbH & Co. KG, Fürstenwalde)
  • Lüneburger Lager- und Agrarhandelsgesellschaft mbH, Lüneburg (50 % Märka GmbH, Eberswalde; 50 % Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH, Zörbig) und
  • Dr. Pollert Handel & Beratung Oleochemie, Berlin (100 % Dr.-Ing. Georg Pollert)
  • d) Verbundene Unternehmen, die nicht zum Konsolidierungskreis der verbio ag gehören:
  • Biodiesel Production S.A., Madrid / Spanien
  • e) Management in Schlüsselfunktionen:
  • Martin Meurer (Vorstand der verbio ag seit 1. November 2007)
  • Dr. rer. pol. Herbert Bäsch (Vorstand der verbio ag bis 31. Oktober 2007)
  • Dr.-Ing. Georg Pollert (Vorstand der verbio ag)
  • Claus Sauter (Vorstand der verbio ag)
  • Bernd Sauter (Aufsichtsrat der verbio ag)
  • Prof. Dr. Fritz Vahrenholt (Aufsichtsrat der verbio ag)
  • Alexander von Witzleben (Aufsichtsrat der verbio ag)

Darstellung der Beziehungen zwischen den Gesellschaftern und der VERBIO AG

Gutschriften für die angefallenen Aufwendungen im Rahmen des Börsengangs Die Kosten des Börsengangs im Oktober 2006 wurden den abgebenden Aktionären im Verhältnis der von diesen abgegebenen Aktien weiterberechnet. Die Emission betrug 18,2 Mio. Stück Aktien, davon befanden sich 5,2 Mio. Stück Aktien im Eigentum der Altaktionär. Die Kosten des Börsengangs betrugen insgesamt eur 1.789.382,98. Die Kosten wurden anhand folgender Schlüssel an die Mitglieder des Pools verteilt:

Claus Sauter 600.000 Aktien 3,2967 %
Claus Sauter GbR 960.000 Aktien 5,2747 %
Pollert Familien GmbH & Co. KG 156.000 Aktien 0,8571 %
Pollert Holding GmbH & Co. KG 1.404.000 Aktien 7,7143 %
Bernd Sauter 400.000 Aktien 2,1978 %
Bernd Sauter GbR 640.000 Aktien 3,5165 %
Daniela Sauter 200.000 Aktien 1,0989 %
Daniela Sauter GbR 320.000 Aktien 1,7582 %
Marion Sauter 520.000 Aktien 2,8571 %

Nach Endabrechnung der Kosten der Börseneinführung konnte den Altaktionären 2007 ein Betrag von teur 50 (brutto) gutgeschrieben werden. Es handelte sich hierbei um Druckkosten für den Wertpapierprospekt, für den im Vorjahr eine Rückstellung in Höhe von teur 500 gebildet wurde; effektiv fielen jedoch nur teur 350 an. Der Differenzbetrag wurde anteilig, entsprechend den Kosten der Börseneinführung, gutgeschrieben.

Aufsichtsrats- und Vorstandsvergütung Diesbezüglich verweisen wir auf Abschnitt 7.8.

Darstellung der Beziehungen zwischen den Poolmitgliedern und den Tochterunternehmen der VERBIO AG

Darlehensverträge

Darlehen aus Sicht der NUW

Herr Dr.-Ing. Georg Pollert und Frau Daniela Sauter haben der nuw im Juni 2005 zwei ungesicherte Darlehen über teur 3.500 (Herr Dr.-Ing. Georg Pollert) und teur 6.050 (Frau Daniela Sauter) zu einem Zinssatz von 5,1 % p. a. gewährt. Herr Dr.-Ing. Georg Pollert hat das Darlehen auf die Pollert Holding GmbH & Co. KG übertragen. Beide Darlehen waren zum 31. Dezember 2009 zur Rückzahlung fällig. Beide Darlehensgeber hatten zusätzlich einen Rangrücktritt (Frau Daniela Sauter teur 7.200 und Herr Dr.-Ing. Georg Pollert teur 2.280) in dem Sinne erklärt, dass sie mit ihren Forderungen aus dem Darlehen hinter Forderungen einer Bank aus einem Darlehen gegen die nuw zurückgetreten und erst nach vollständiger Bedienung dieser Bankverbindlichkeiten Zahlungen auf die Darlehen erhalten hätten. Die Darlehen wurden im Geschäftsjahr 2007 zurückgezahlt, die erforderliche Zustimmung der Bank hinsichtlich der Entlassung aus den Rangrücktrittserklärungen hat vorgelegen. Im Berichtsjahr ergaben sich folgende Zinsaufwendungen: Pollert Holding GmbH & Co. KG, Zinsaufwand 2007: teur 108 (Vergleichszeitraum teur 89), und Daniela Sauter, Zinsaufwand 2007: teur 186 (Vergleichszeitraum teur 154).

Darlehen aus Sicht der NBE

Im Dezember 2003 haben Frau Daniela Sauter sowie Frau Marion Sauter der nbe ungesicherte Darlehen in Höhe von teur 2.020 (Daniela Sauter) und teur 2.040 (Marion Sauter) zu einem Zinssatz von 6 % p. a. gewährt. Es wurde vereinbart, die Darlehen nicht vor dem 1. Januar 2010 zurückzuzahlen. Zur Zwischenfinanzierung wurden 2005 zudem Mittel in Höhe von teur 210 durch Frau Marion Sauter und teur 150 durch Frau Daniela Sauter bereitgestellt, die mit der Ausnahme der Möglichkeit der jederzeitigen Rückzahlung den Konditionen der Darlehensvereinbarung unterliegen. Die Darlehen wurden sämtlich im Geschäftsjahr 2007 zurückgezahlt (Zinsaufwendungen Marion Sauter 2007: teur 57 (Vergleichszeitraum teur 75); Zinsaufwendungen Daniela Sauter 2007: teur 47 (Vergleichszeitraum teur 72).

Bürgschaften und andere Sicherungsrechte

Herr Dr.-Ing. Georg Pollert, Herr Claus Sauter und Herr Bernd Sauter haben sich gegenüber der lbbw in Höhe von jeweils teur 2.000 für die Rückzahlung eines Darlehens der muw verbürgt. Mit Schreiben vom 27. Juli 2007 hat die lbbw die Bürgen aufgrund der Einbeziehung der muw in den Cash-Pool der verbio-Gruppe aus ihren Bürgschaftsverpflichtungen entlassen.

Für eine Darlehensverpflichtung der muw gegenüber der DKB Deutsche Kreditbank AG haben Herr Dr.-Ing. Georg Pollert, Herr Claus Sauter und Herr Bernd Sauter des Weiteren jeweils eine selbstschuldnerische Bürgschaft in Höhe von teur 670 übernommen.

Frau Daniela Sauter und Herr Dr.-Ing. Georg Pollert haben durch eine Erklärung vom 2. Mai 2005 eine Bürgschaft in Höhe von teur 4.000 sowie durch eine Erklärung vom 11. Juni 2005 eine Bürgschaft in Höhe von bis zu teur 10.920 gegenüber der lbbw für Darlehen der nuw übernommen. Zusätzlich wurden Rangrücktrittserklärungen sowie Belassungsabsichtserklärungen für der nuw gewährte Gesellschafterdarlehen in Höhe von teur 9.500 zu Gunsten der lbbw abgegeben. Mit Schreiben vom 27. Juli 2007 hat die lbbw die Bürgen aus ihren Bürgschaftsverpflichtungen entlassen und die Rangrücktrittserklärungen sowie Belassungsabsichtserklärungen aufgehoben. Die Entlassung erfolgte zum einen aufgrund der Einbeziehung der nuw in den Cash-Pool der verbio-Gruppe und zum anderen hat die verbio ag eine Bürgschaft für Verbindlichkeiten der nuw in Höhe von teur 7.038 übernommen.

Frau Marion Sauter, Frau Daniela Sauter, Herr Claus Sauter und Herr Bernd Sauter haben jeweils Bürgschaften in Höhe von bis zu teur 12.500 gegenüber der lbbw wegen eines Darlehens der mbe übernommen. Herr Claus Sauter hat am 31. Januar 2006 bezüglich seiner bei einer möglichen Inanspruchnahme aus der Bürgschaft entstehenden Forderung gegen die mbe einen Rangrücktritt über einen Teilbetrag von teur 5.000 hinter alle Ansprüche gegenwärtiger und zukünftiger Gläubiger der mbe erklärt. Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH hat zudem für das vorbenannte Darlehen der mbe eine selbstschuldnerische Mithaftung über den ursprünglichen Darlehensbetrag von teur 12.500 übernommen. Mit Schreiben vom 27. Juli 2007 hat die lbbw die Bürgen aus ihren Bürgschaftsverpflichtungen entlassen. Im Gegenzug hat die verbio ag eine Bürgschaft für Verbindlichkeiten der mbe in Höhe von teur 6.005 abgegeben. Darüber hinaus hat die verbio ag zur Besicherung der Darlehensverbindlichkeiten der mbe einen Rangrücktritt erklärt.

Herr Claus Sauter und Herr Bernd Sauter haben eine gesamtschuldnerische Bürgschaft in Höhe von teur 3.000 gegenüber der Bremer Landesbank für Darlehen der mbe und der muw übernommen.

Frau Daniela Sauter und Frau Marion Sauter haben gegenüber der Stadtsparkasse Schwedt Bürgschaften über jeweils bis zu teur 1.000 für ein Darlehen der nbe übernommen. Dieses Darlehen wurde im Geschäftsjahr zurückgezahlt.

Für verschiedene Darlehen über insgesamt teur 9.400, welche die Allianz SE der nbe gewährt hat, haben Frau Daniela Sauter und Frau Marion Sauter die gesamtschuldnerische Haftung als weitere Darlehensnehmer für die Rückzahlung übernommen. Als Sicherheit haben sie Ansprüche aus mehreren Lebensversicherungsverträgen an die Allianz SE übertragen und Grundschulden an rangbereiter Stelle auf Privatgrundstücken eingeräumt.

Hierbei handelt es sich um das Flurstück 281/2 in Illertissen, die Schillerstraße 2 in Altenstadt, die Ernst-Mey-Straße 3 sowie die Petzscher Straße 18 in Leipzig, die Jeßnitzer Straße 1f und die Bitterfelder Straße 4 in Zörbig.

Mietverträge Windkraf t

Herr Bernd Sauter hat der nbe seit Dezember 2004 drei Windkraftanlagen für eine monatliche Miete von eur 29.250 zzgl. USt vermietet. Der Mietvertrag hat eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2009 und verlängert sich jeweils um weitere zwölf Monate, sofern er nicht mit einer Frist von zwei Monaten zum Ablauf gekündigt wird. Im Geschäftsjahr 2007 betrugen die Aufwendungen aus diesem Mietvertrag teur 351 (Rumpfgeschäftsjahr 2006: teur 176). Zum 31. Dezember 2007 hatte die nbe eine Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Herrn Bernd Sauter von teur 69 (Rumpfgeschäftsjahr 2006: teur 236).

Durch die Weiterberechnung von Nebenkosten des Windparks an Herrn Sauter erzielte die nbe Umsätze von teur 17 (Rumpfgeschäftsjahr 2006: teur 10). Aus diesen Umsätzen bestand eine Forderung per 31. Dezember 2007 in Höhe von teur 1.

Sonstige Rechtsgeschäfte

Aus der Weiterbelastung verauslagter Kosten (einer Kaution für Personal der mbe) entrichtete die mbe an Herrn Alois Sauter teur 1.

Darstellung der Beziehungen zwischen der VERBIO AG und den Gesellschaften, an denen Poolmitglieder wesentlich beteiligt sind

Die Poolmitglieder sind die unter Abschnitt 7.6 a), aufgeführten Personen und Gesellschaften.

Mietvertrag Bürogebäude

Ab 1. September 2006 mietete sich die verbio ag in das Bürogebäude in der Thura Mark in Zörbig ein. Entsprechend dem Mietvertrag mit der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH endet das Mietverhältnis zum 30. Juni 2007 und verlängert sich jeweils um einen weiteren Monat, falls es nicht mit einer Frist von vier Wochen vor seinem jeweiligen Ablauf gekündigt wird. Mietgegenstand ist neben dem Bürogebäude die Büroeinrichtung. Die Kündigung des Vertrages ist am 21. März 2007 mit Wirkung zum 30. April 2007 erfolgt. Der monatliche Mietzins für die Nutzfläche beträgt einschließlich sämtlicher Nebenkosten eur 630,80 (netto), für die Büroeinrichtungen sind eur 646,55 (netto) zu entrichten.

Im Geschäftsjahr entrichtete die verbio ag an die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH für Mieten, Telefonkosten (Handy) und Betankung der Firmenfahrzeuge insgesamt teur 32 (netto) (Vergleichszeitraum: teur 10). Verbindlichkeiten bestanden zum Stichtag in Höhe von teur 4 (31. Dezember 2006: teur 1).

Mietverträge über Kraftfahrzeuge

Die verbio ag hat vom Autokontor Bayern GmbH diverse Fahrzeuge gemietet. Es handelt sich dabei u. a. um die Dienstwagen der Vorstandsmitglieder und Führungskräfte der Gesellschaft. Die Aufwendungen der verbio ag aus diesen Verträgen betrugen im Berichtsjahr teur 109 (Vergleichszeitraum: teur 15). Weitere Aufwendungen betrafen die Gestellung von Bussen anlässlich der Hauptversammlung in Frankfurt/Main mit teur 2 sowie teur 4 für die Weiterberechnung von Mietwagen. Verbindlichkeiten aus gemieteten Kraftfahrzeugen bestanden zum Stichtag in Höhe von teur 1 (31. Dezember 2006: teur 5).

Sonstige Verbindungen

An die Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG wurden im Geschäftsjahr teur 14 (netto) geleistet (Vergleichszeitraum: teur 5). Dabei handelte es sich um Aufwendungen für Hubschrauberflüge. Verbindlichkeiten bestanden zum Stichtag in Höhe von teur 0 (31. Dezember 2006: teur 4).

Aus der Übernahme einer Bürgschaft2 erzielte die verbioag mit der Märka GmbH Erträge in Höhe von teur 103 (Vergleichszeitraum: teur 0). Eine Forderung bestand zum Stichtag gegenüber der Märka GmbH in Höhe von teur 41 (31. Dezember 2006: teur 0).

Darstellung der Beziehungen zwischen den Tochterunternehmen der VERBIO AG und den Gesellschaften, an denen Poolmitglieder wesentlich beteiligt sind

Bürgschaften und andere Sicherungsrechte

Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH hat eine Bürgschaft gegenüber der Daimler Chrysler Bank AG für eine Verbindlichkeit der mbe in Höhe von teur 1.614 (31. Dezember 2006: teur 2.255) übernommen.

Mietverträge

Mit Vertrag vom 1. August 2006 übernahm die Trans Märka GmbH für die nbe die kompletten Transport- und Logistikleistungen im Bereich der Rohstoffzufuhr und -abfuhr von Cattle's Best-Futtermitteln. Der Vertrag hatte eine Laufzeit von zwei Jahren mit Verlängerungsoption. Damit verbunden war die Vermietung von fünf LKW "Axor" der Marke Daimler Chrysler an die Trans Märka GmbH. Das Mietverhältnis endete am 31. Juli 2007. Die nbe konnte aus diesem Vertrag im Geschäftsjahr 2007 Umsatzerlöse in Höhe von teur 87 erzielen (Vergleichszeitraum: teur 63).

Die Autokontor Bayern GmbH hat eine Freifläche zum Abstellen und Aufbereiten von Fahrzeugen von der mbe gemietet. Die monatliche Miete beträgt teur 10. Der Vertrag war zunächst fest bis zum 31. Dezember 2006 abgeschlossen und verlängert sich automatisch um jeweils ein weiteres Jahr, wenn er nicht mit einer Frist von sechs Monaten zum Ablauf gekündigt wird. Die mbe erzielte aus diesem Vertrag im Geschäftsjahr 2007 Umsatzerlöse in Höhe von teur 120 (Vergleichszeitraum: teur 60).

Weiter hat die mbe ein Tauchbecken zur Zwischenlagerung von Schlempe bei der Compos Entsorgung GmbH angemietet. Das Mietverhältnis begann am 1. Juni 2005 und wurde auf unbestimmte Zeit eingegangen. Der Vertrag wurde mit Wirkung zum 30. September 2007 durch die mbe gekündigt. Die bis zur Vertragskündigung angefallenen Aufwendungen beliefen sich auf teur 3,5 pro Monat. Im Geschäftsjahr 2007 ergaben sich Aufwendungen hieraus in Höhe von teur 32 (Vergleichszeitraum: teur 19).

Frachtführerverträge

  • zwischen mbe und Trans Märka GmbH
  • zwischen nbe und Trans Märka GmbH

Im Juli 2007 schloss die Trans Märka GmbH mit der mbe und der nbe jeweils einen Frachtführerrahmenvertrag. Die Trans Märka GmbH trat hierbei als Spediteur und die mbe bzw. nbe als Frachtführer auf. Die mbe und nbe verpflichteten sich in diesem Vertrag, für die Trans Märka GmbH Güter zu befördern. Es wurde vereinbart, dass der Frachtführer eine Vergütung in Höhe von 90 % der zwischen Spediteur und Auftraggeber vereinbarten Vergütung erhält. Des Weiteren wurden Planumsätze pro Fahrzeug und Monat vereinbart. Sollte der monatliche Umsatz im Durchschnitt über alle Fahrzeuge hinweg überschritten werden, so erhält der Frachtführer für den übersteigenden Teil 80 % der Vergütung, die zwischen Spediteur und Auftraggeber vereinbart war. Die Verträge begannen zum 1. August 2007 und wurden auf unbestimmte Zeit geschlossen.3

Werkverträge

Mit Datum vom 14. Juli 2006 wurde zwischen der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH und der mbe ein Vertrag zum Bau der Fermentationsanlage geschlossen. Der Auftragswert belief sich auf teur 326 (netto). Im Geschäftsjahr 2007 zahlte die mbe aus diesem Vertrag netto teur 33 (Vergleichszeitraum: teur 294). Zum 31. Dezember 2007 bestand eine Verbindlichkeit gegenüber der Sauter Verpachtungsgesellschaft aus diesem Vertrag in Höhe von teur 48.

Mit Datum vom 15. Februar 2007 schlossen die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH als Auftragnehmerin und die mbe als Auftraggeberin einen "Vertrag über Baumeisterarbeiten Schwefelsäure". Vertragsinhalt waren Tief bau-, Baumeister- und Beschichtungsarbeiten sowie die Bauleistung des Projektes durch die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH. Der Auftragswert belief sich auf teur 75 (netto). Im Geschäftsjahr 2007 erfolgte hieraus eine 1. Abschlagszahlung in Höhe von teur 68 (netto).

Folgende Verträge wurden am 14. Februar 2006 von der nbe als Auftraggeber und der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH als Auftragnehmer geschlossen:

  • Bau der Ethanolverladung (Kesselwagenverladung und LKW-Verladung). Die Auftragssumme betrug teur 910.
  • Bau eines Betriebsstofflagers zum Lagern von wassergefährdenden Stoffen. Der Auftragswert belief sich auf teur 1.440.
  • Bau einer Fermenterkühlung zum Kühlen der Maische während des Gärprozesses. Der Auftragswert belief sich auf teur 1.330.

Im Geschäftsjahr 2007 zahlte die nbe aus diesen Verträgen teur 2.245 (brutto) (Vergleichszeitraum: teur 2.134 (brutto)).

Ein weiteres Projekt betraf die Nasstreber Abtrennung mit einem Gesamtauftragswert von teur 2.520. Die nbe leistete im Berichtsjahr 2007 eine Zahlung an die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH in Höhe von teur 806 (brutto) (Vergleichszeitraum: teur 2.192 (brutto)).

Mit Schreiben vom 20. Dezember 2006 wurde die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH von der sts mit den Tief bauarbeiten für einen Pufferbehälter der mbe in Zörbig beauftragt. Der Auftragswert betrug teur 913. Als Zahlungsziel wurden 30 Tage netto nach Rechnungseingang vereinbart. Die sts leistete aus diesem Vertrag im Berichtsjahr teur 326 (brutto).

Am 23. Oktober 2006 vereinbarten die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH als Auftragnehmerin und die sts als Auftraggeber den Auf bau von Schlempebehältern auf dem Betriebsgelände der nbe in Schwedt. Laut Leistungsverzeichnis vom 23. Oktober 2006 waren damit Erdarbeiten, Leitungsarbeiten, Asphaltarbeiten, Regiearbeiten und Arbeiten mit Baugeräten verbunden. Der GesamtAuftragswert belief sich auf teur 430. Es wurde ein Skonto von 3 % bei Zahlung innerhalb von zehn Tagen vereinbart. Die sts leistete aus diesem Vertrag im Berichtsjahr teur 256 (brutto).

Ebenfalls am 23. Oktober 2006 unterzeichneten die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH als Auftragnehmerin und die sts als Auftraggeber einen Bauleistungsvertrag bezüglich des Projektes Eindampfungsanlage in Schwedt. Der Nettoauftragswert belief sich auf teur 2.187 und es wurde ein Skonto von 3 % bei Zahlung innerhalb von zehn Tagen vereinbart. Aus diesem Vertrag leistete die sts im Berichtsjahr teur 476 (brutto) (Vergleichszeitraum: teur 1.200 (brutto)).

Windkraf tanlagen der MUW

2001 schlossen die muw und die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH einen Generalunternehmerwerkvertrag über den Bau von 14 Windkraftanlagen ab. Durch eine Ergänzungsvereinbarung zu dem Generalunternehmerwerkvertrag garantiert die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH der muw für die Zeit vom 1. Januar 2002 bis zum 31. Dezember 2007 einen jährlichen Ertrag von 1.700.000 kWh/a für jede Windkraftanlage des Typs VESTAS V52, 4.200.000 kWh/a für jede Windkraftanlage des Typs VESTAS V80 und 3.600.000 kWh/a für jede Windkraftanlage des Typs ENERCON E70/1800. Diese Ertragsgarantie bezieht sich auf sämtliche von der muw betriebene Windkraftanlagen. Aus der Ertragsgarantie erlöste die muw im Kalenderjahr 2007 teur 85 (Vergleichszeitraum: teur 663). Zum 31. Dezember 2007 wurden Forderungen in Höhe von teur 85 bilanziert (31. Dezember 2006: teur 663).

Die insgesamt 14 von der muw betriebenen Windkraftanlagen wurden auf Grundstücken errichtet, die teilweise im Eigentum der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH stehen oder von dieser gepachtet wurden. Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH stellt der muw vertraglich Grundstücke zum Betrieb eines Windenergieparks nebst dazugehörigen Betriebsanlagen, unterirdischer Kabelverlegung und Zuwegen für eur 6.646,79 bzw. eur 6.650 p. a. für jede Windkraftanlage zur Verfügung. Die muw darf die Grundstücke auf Grundlage der Verträge bis zum 31. Dezember 2022 bzw. 15. November 2031 nutzen.

Im August 2002 hat sich die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH vertraglich verpflichtet, für die muw auch die Überwachung der von dieser betriebenen Windkraftanlagen und die Abrechnung der monatlichen Energieproduktion für ein pauschales Entgelt von eur 250 pro Windkraftanlage und Monat zu übernehmen. Durch diesen Vertrag hat sich die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH weiter verpflichtet, nach Ablauf der Gewährleistungsfrist für die permanente Überwachung, Instandsetzung und Instandhaltung sowie die Wartung der von muw betriebene Windkraftanlagen gegen ein Entgelt von eur 70 pro Stunde zu sorgen.

Der Aufwand, der sich aus Betreuung der Windkraftanlagen (Reparaturen und sonstigen Leistungen) sowie für die Miete des Grundstückes zusammensetzt, betrug im Geschäftsjahr teur 2204 (Vergleichszeitraum: teur 185).

Grundstückskaufverträge

Mit Kaufvertrag vom 5. November 2003 hat die mbe Grundstücke der Gemarkung Zörbig, Flur 6, von der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH erworben. Aufgrund noch ausstehender Teilung und Vermessung ist in Vorjahren auf den Kaufpreis zunächst eine Anzahlung in Höhe von teur 211 geleistet worden.

Am 21. Dezember 2007 wurden mit notariell beurkundetem Nachtrag zu diesem Grundstückskaufvertrag aus dem Jahr 2003 Restflächen der Gemarkung Zörbig, Flur 6, an die mbe veräußert. Es wurde

4 Davon TEUR 76 aus Nachberechnung Pacht für das Grundstück, Jahr 2003 bis 2006

ein Gesamtkaufpreis für sämtliche Grundstücke aus dem Kaufvertrag in Höhe von teur 4.161 vereinbart. Somit verblieb ein zu bezahlender Kaufpreisanteil von teur 3.950, der 2007 beglichen wurde.

Die Kaufpreisfindung wurde durch ein Sachverständigengutachten untersetzt.

Auf den Grundstücken lastet eine Gesamtgrundschuld in Höhe von teur 12.500 gegenüber der lbbw zur Sicherung eines Darlehens der mbe. Zum 31. Dezember 2007 weist die mbe eine Darlehensverbindlichkeit gegenüber der lbbw in Höhe von teur 5.085 aus.

Dienstleistungsverträge

Dienstleistungsvertrag Raps

Mit Datum vom 29. Juni 2007 schlossen die sts und die Märka GmbH einen Vertrag über den Einkauf von 150.000 Tonnen Raps der Ernte 2007 aus dem Energiepflanzenprogramm der EU. Als Einkaufspreis wurden eur 255 je Tonne Raps vereinbart. Märka erhält für die Erbringung der Dienstleistungen eine Vergütung in Höhe von eur 16,25 pro Tonne an die Ölmühlen geliefertem Raps. Für die Einlagerung wurde zusätzlich ein Lagergeld in Höhe von eur 1,45 pro Tonne eingelagertem Raps pro Monat ab dem 1. September 2007 vereinbart. Erforderliche Reinigungsarbeiten sollten in Absprache mit der sts je nach Erforderlichkeit mit eur 2,10 pro Tonne vergütet werden. Der Vertrag begann zum 1. Juli 2007 und endet ohne Ausspruch einer Kündigung zum 31. Juli 2008.

Dienstleistungsvertrag Getreide

Ein weiterer Dienstleistungsvertrag wurde am 29. Juni 2007 zwischen sts und Märka GmbH geschlossen. Er betraf den Einkauf von 500.000 Tonnen Getreide der Ernte 2007 aus dem Energiepflanzenprogramm der EU. Es wurde vereinbart, dass die Märka GmbH das Getreide zum Abrechnungspreis der landwirtschaftlichen Erzeuger zuzüglich einer Dienstleistungsvergütung an die sts weiterberechnet. Märka erhält für die Erbringung der Dienstleistungen eine Vergütung in Höhe von eur 15,00 pro Tonne geliefertem Getreide. Für die Einlagerung wurde zusätzlich ein Lagergeld in Höhe von eur 1,45 pro Tonne eingelagertem Getreide pro Monat ab dem 1. September 2007 vereinbart. Erforderliche Reinigungsarbeiten sollten in Absprache mit der sts je nach Erforderlichkeit mit eur 2,10 pro Tonne vergütet werden. Der Vertrag begann zum 1. Juli 2007 und endet ohne Ausspruch einer Kündigung zum 31. Juli 2008.5 Außerdem wurde vereinbart, dass die Märka GmbH bei Erzeugerpreisen unterhalb der jeweiligen Marktpreise 30 % dieser Differenz als Bonus zusätzlich zur Dienstleistungspauschale vergütet bekommt. Im Geschäftsjahr 2007 erzielte die Märka GmbH mit der sts aus dieser Vereinbarung teur 1.756.6

An die Beihilfen der EU für Energiepflanzen sind Voraussetzungen geknüpft. Landwirte erhalten diese Beihilfe nur dann, wenn sie einen Anbau- und Abnahmevertrag mit einem Erstverarbeiter oder Aufkäufer abschließen. Außerdem hat der Erstverarbeiter oder Aufkäufer bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (ble) Sicherheiten zur Absicherung der Verträge mit dem Landwirt zu leisten. In den Dienstleistungsverträgen ist geregelt, dass ein Dritter (nicht die Märka GmbH) die notwendigen Sicherheiten zu erbringen hat. Die verbio ag hat sich deshalb für die Märka GmbH bei der ble verbürgt.

Die hierfür angefallenen Avalprovisionen sind der Märka GmbH weiterberechnet worden.7

Weitere Geschäftsverbindungen aus dem laufenden Geschäft

Neben den oben dargestellten Sachverhalten ergeben sich weitere Rechtsgeschäfte, die nachfolgend aus Sicht der Tochterunternehmen der verbio ag dargestellt sind.

5 Zu den Umsätzen aus den beiden Verträgen vgl. Gliederungspunkt "Weitere Geschäftsverbindungen aus dem laufenden Geschäft" 6 Dieser Betrag ist im nachfolgenden Gliederungspunkt E) STS in den Anschaffungskosten des Getreides enthalten 7 Vergleiche Darstellung der Beziehungen zwischen der VERBIO AG und den Gesellschaften, an denen Poolmitglieder wesentlich beteiligt sind

a) MUW

Vertragspartner Geschäftsvorfall Umsatz/Ertrag Aufwand
IN TEUR 2007 2006 2007 2006
Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH Lieferung von Biodiesel 2.785 1.298 0 0
Transportleistungen 0 0 65 65
Sonstige Lieferungen und Leistungen 2 6 315 6
Alois Sauter Landesprodukten Lieferung von Biodiesel 267 136 0 0
großhandlung GmbH & Co. KG Sonstige Lieferungen und Leistungen 0 0 1 5
Autokontor Bayern GmbH Lieferung von Biodiesel 1.4578 530 0 0
Sonstige Lieferungen und Leistungen 4 37 48 0
Trans Märka GmbH Lieferung von Biodiesel 1.497 574 0 0
Transportleistungen 0 0 2 0

Die sonstigen Lieferungen und Leistungen mit der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH betreffen im Wesentlichen Einspeisevergütungen aus zwei Windkraftanlagen, die im Eigentum der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH stehen und für die die muw die Abrechnung übernimmt. Die muw schrieb daher der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH teur 283 gut. Weiterhin sind teur 5 für Bauleitungsarbeiten zum Bau eines Tanklagers in Greppin, teur 2 für die Erstellung von Fundamenten für eine Rohrbrücke, teur 7 für Tiefbauarbeiten (Trafostation) und teur 5 für laufende Reparaturen an Produktions-, Verwaltungsgebäude, Tanklager und Trafohaus enthalten. Die restlichen Aufwendungen betreffen Weiterbelastungen wie beispielsweise Telefonkosten.

Die sonstigen Lieferungen und Leistungen mit der Autokontor Bayern GmbH in Höhe von teur 48 setzen sich aus teur 44 für Mietfahrzeuge sowie teur 4 für den Kauf eines Opel Corsa zusammen. Die muw erzielte ihrerseits Erlöse mit der Autokontor Bayern GmbH aus dem Verkauf eines PKW in Höhe von teur 4.

B) MBE

Vertragspartner Geschäftsvorfall Umsatz/Ertrag Aufwand
IN TEUR 2007 2006 2007 2006
Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH Lieferung von Kraftstoffen 27 6 0 0
Transportleistungen 143 43 0 0
Sonstige Lieferungen und Leistungen 33 13 1.010 617
Alois Sauter Landesprodukten
großhandlung GmbH & Co. KG
Sonstige Lieferungen und Leistungen 0 3 133 148
Autokontor Bayern GmbH Sonstige Lieferungen und Leistungen 38 56 200 115
Trans Märka GmbH Transportleistungen 1.129 42 695 59
Sonstige Lieferungen und Leistungen 1 0 198 0
Märka GmbH Getreidekäufe 171 0 3.285 586
Transportleistungen 34 0 12 0
Sonstige Lieferungen und Leistungen 43 64 221 267
Märka Landhandel Süd GmbH Getreidekäufe 0 0 28 1.911
Sonstige Lieferungen und Leistungen 1 0 16 0
Getreide- und Agrarhandel Halle GmbH Getreidekäufe/-verkäufe 32 0 0 1.160
Transportleistungen 33 4 0 0

8 Davon wurden TEUR 497 an die Autokontor Bayern GmbH/ Kilianstädten verkauft

Die Betriebsfahrzeuge der mbe tanken in der betriebseigenen Tankstelle der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH. Die LKW nutzen zusätzlich Tankkarten, die über die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH abgerechnet werden. Auch die anfallenden Mautgebühren werden zunächst der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH in Rechnung gestellt. Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH stellte für Tanken, Mautgebühren, Telefonkosten sowie andere laufende Kfz-Betriebskosten der mbe teur 807 in Rechnung (Vergleichszeitraum: teur 400). Weitere Aufwendungen (teur 56) mit der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH betrafen die Entsorgung von Schlempe. Außerdem entrichtete die mbe Lagergelder für eine Getreidehalle in Zörbig in Höhe von teur 140. Aus der Weiterbelastung verauslagter Kosten erzielte die mbe ihrerseits mit der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH teur 33.

Die Betriebsfahrzeuge der mbe tanken überdies in der betriebseigenen Tankstelle der Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG und werden dort mit sonstigen für die Fahrzeuge erforderlichen Gegenständen ausgerüstet (Scheibenwischer, Scheinwerferlampen und vergleichbares Zubehör). Des Weiteren wartet und pflegt die Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG die Betriebsfahrzeuge der mbe in ihren Werkstätten. Die Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG stellte innerhalb der Berichtsperiode für Tanken und andere laufende Kfz-Betriebskosten teur 3 in Rechnung (Vergleichszeitraum: teur 3). Darüber hinaus stellte die Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG der mbe Kfz-Versicherungen in Höhe von teur 124 (Vergleichszeitraum: teur 134) sowie Aufwendungen für Telefon (E-Plus-Abrechnungen) in Höhe von teur 6 (Vergleichszeitraum: teur 11) in Rechnung.

In den sonstigen Erträgen mit der Autokontor Bayern GmbH sind teur 22 aus dem Verkauf von drei PKW enthalten. Die sonstigen Aufwendungen in Höhe von teur 200 enthalten neben teur 22 für gemietete Fahrzeuge (Vergleichszeitraum: teur 13) im Wesentlichen Aufwendungen für Kfz-Reparaturen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit der Trans Märka GmbH enthalten mit teur 90 Aufwendungen für den Einsatz von Fremdfahrern. Die restlichen Aufwendungen betreffen Betankung der Fahrzeuge sowie Fahrzeugreparaturen.

Die mbe erwarb bei der Märka GmbH im Berichtsjahr 19.974 Tonnen Getreide und 800 Tonnen Mais. Verkauft wurden an die Märka GmbH 1.178 Tonnen und an die Getreide- und Agrarhandel Halle GmbH 211 Tonnen Roggen.

Für eingelagertes Getreide bei der Märka GmbH wurden Lagergelder für die nbe in Höhe von teur 188 (Vergleichszeitraum: teur 267) verauslagt. Außerdem fielen teur 31 Verzugszinsen aufgrund verspäteter Bezahlung von Getreiderechnungen an. Die sonstigen betrieblichen Erträge ergeben sich aufgrund von Weiterbelastungen an die Märka GmbH.

Aufgrund verspäteter Bezahlung von Getreiderechnungen berechnete die Märka Landhandel Süd GmbH teur 16 Verzugszinsen. Es wurden 194 Tonnen Triticale zum in der Tabelle angegebenen Wert erworben.

C) NBE

Vertragspartner Geschäftsvorfall Umsatz/Ertrag Aufwand
IN TEUR 2007 2006 2007 2006
Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH Einkauf Dieselkraftstoff 0 0 280 55
Sonstige Lieferungen und Leistungen 5 1 101 445
Alois Sauter Landesprodukten
großhandlung GmbH & Co. KG
Sonstige Lieferungen und Leistungen 0 1 69 5
Autokontor Bayern GmbH Sonstige Lieferungen und Leistungen 11 0 46 2
Trans Märka GmbH Transportleistungen 1.377 0 1.487 621
Sonstige Lieferungen und Leistungen 0 0 616 107
Trans Märka Polska sp.z.o.o. Getreideeinkauf 0 0 0 834
Märka GmbH Getreideeinkäufe/-verkäufe 3 38 6.201 2.172
Sonstige Lieferungen und Leistungen 0 0 7 0

Die Betriebsfahrzeuge der nbe tanken in der betriebseigenen Tankstelle der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH. Die LKW nutzen zusätzlich Tankkarten, die über die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH abgerechnet werden. Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH stellte für Tanken teur 280 in Rechnung (Vergleichszeitraum: teur 55). Für Fleetboardkosten sowie Weiterberechnungen von Mautgebühren und Telefonkosten fielen teur 101 (Vergleichszeitraum: teur 445) an.

Die Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG stellte der nbe Kfz-Versicherungen in Höhe von teur 65 in Rechnung. Weitere sonstige Aufwendungen mit der Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung in Höhe von teur 4 betrafen Weiterberechnungen wie z. B. Telefonkosten (Vergleichszeitraum: teur 5).

Aus dem Verkauf zweier Fahrzeuge an die Autokontor Bayern GmbH erzielte die nbe teur 11. Dem standen teur 26 aus gemieteten Kraftfahrzeugen und teur 20 aus Reparaturen und sonstigen Kfz-Kosten gegenüber.

Die Trans Märka GmbH stellte für Tanken, Mautgebühren, Telefonkosten sowie andere laufende Kfz-Betriebskosten der nbe teur 516 in Rechnung (Vergleichszeitraum: teur 107). Die Trans Märka GmbH berechnete des Weiteren teur 100 für den Einsatz von Fahrern für den Fuhrpark der nbe.

Die nbe erwarb von der Märka GmbH im Geschäftsjahr 36.994 Tonnen Roggen und 164 Tonnen Triticale. Verkauft wurden 22 Tonnen Roggen an die Märka GmbH.

D) NUW

Vertragspartner Geschäftsvorfall Umsatz/Ertrag Aufwand
IN TEUR 2007 2006 2007 2006
Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH Sonstige Lieferungen und Leistungen 0 0 245 13
Alois Sauter Landesprodukten
großhandlung GmbH & Co. KG Sonstige Lieferungen und Leistungen 1 0 42 1
Autokontor Bayern GmbH Sonstige Lieferungen und Leistungen 6 0 34 0
Trans Märka GmbH Transportleistungen 923 0 0 0
Sonstige Lieferungen und Leistungen 0 0 526 0

Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH berechnete der nuw für die Lieferung von Zaun- und

Toranlagen für das Betriebsgelände in Schwedt teur 150, teur 10 für den Einbau einer Trockenbauwand in der Werkstatt, teur 25 für die Netzwerkverkabelung im Bürogebäude, teur 50 für Mautgebühren und teur 10 für Kraftstoffe.

Die Aufwendungen mit der Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG resultieren im Wesentlichen aus der Weiterbelastung von Kfz-Versicherungen für den Fuhrpark der nuw.

Aus dem Verkauf eines PKW erzielte die nuw Umsatzerlöse mit der Autokontor Bayern GmbH in Höhe von teur 6. Die Autokontor Bayern GmbH erzielte ihrerseits Umsatzerlöse mit der nuw in Höhe von teur 34. Diese Erträge setzen sich zusammen aus der Vermietung und Wartung von PKW in Höhe von teur 17, für die Reparatur eines LKW-Anhängers nach einem Unfall fielen teur 4 an sowie teur 13 für den Einbau von Zusatzheizungen in den Fuhrpark.

Von der Trans Märka Polska sp.z.o.o. wurden im Juli 2007 20 LKW zum Stückpreis von eur 35.500 erworben.

Die Trans Märka GmbH berechnete der nuw teur 168 für den Einsatz von Fahrern für den Fuhrpark der nuw, teur 301 für Kraftstoffe und teur 57 für Mautgebühren, Telefonkosten und Werkstattleistungen.

Vertragspartner Geschäftsvorfall Umsatz/Ertrag Aufwand
IN TEUR 2007 2006 2007 2006
Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH Transportleistungen 0 0 326 129
Lieferung von Kraftstoffen 0 0 0 2
Autokontor Bayern GmbH Sonstige Lieferungen und Leistungen 5 38 83 21
Trans Märka GmbH Transportleistungen 0 0 835 0
Alois Sauter Landesprodukten
großhandlung GmbH & Co. KG Sonstige Lieferungen und Leistungen 0 0 0 37
Märka GmbH Getreideeinkäufe/-verkäufe 151 0 73.621 23.100
Rapskäufe 0 0 39.467 0
Lieferung von Kraftstoffen 1.767 0 0 0
Sonstige Lieferungen und Leistungen 250 0 0 0
Getreide- und Agrarhandel Halle GmbH Getreide-/Rapskäufe 0 0 7.845 1.365

e) STS

Die Autokontor Bayern GmbH hat an die sts diverse Fahrzeuge vermietet. Der Aufwand der sts hieraus betrug teur 83 (Vergleichszeitraum: teur 21).

Die sts tätigte im Geschäftsjahr Getreideeinkäufe bei der Märka GmbH in Höhe von 207.579 Tonnen Raps und 348.705 Tonnen Getreide. Bei der Getreide- und Agrarhandel Halle GmbH wurden 24.000 Tonnen Raps und 288 Tonnen Getreide gekauft.

Außerdem wurde eine Anzahlung in Höhe von teur 6.588 (netto) für 42.500 Tonnen Mais geleistet. Die Lieferung hat laut Vertrag im Januar 2008 zu erfolgen.

f ) HBE

Die Autokontor Bayern GmbH berechnete der hbe für ein Mietfahrzeug im Berichtsjahr teur 8.

Folgende Forderungen/Verbindlichkeiten weisen die Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2007 aus den in diesem Gliederungspunkt genannten Geschäftsvorfällen mit nahestehenden Personen aus:

IN TEUR Sauter
­Verpachtungs
gesellschaft
mbH
Alois Sauter
Landesprod.
groSShandlung
GmbH & co. KG
Autokontor
Bayern GmbH
Märka GmbH Trans Märka
GmbH
2007 2006 2007 2006 2007 2006 2007 2006 2007 2006
MUW
Forderungen 360 1.513 29 4 134 115 0 0 217 68
Verbindlichkeiten 258 149 2 0 0 0 0 0 2 0
NUW
Forderungen 0 0 0 0 0 0 0 0 277 0
Verbindlichkeiten 14 1 46 2 5 0 0 0 117 0
NBE
Forderungen 0 0 0 0 0 0 3 2 393 0
Verbindlichkeiten 21 76 45 0 0 0 9 0 172 109
MBE
Forderungen 55 12 0 0 17 534 13 2 116 35
Verbindlichkeiten 139 746 50 55 25 12 0 69 110 20
STS
Forderungen 0 0 0 0 0 24 6.605 0 0 0
Verbindlichkeiten 43 11 20 0 0 0 1.579 91 196 0

Zum 31. Dezember 2006 bestanden darüber hinaus Verbindlichkeiten der

nbe gegenüber der Märka Landhandel Süd GmbH in Höhe von teur 237 aus Getreidekäufen

mbe gegenüber der Getreide- und Agrarhandel Halle GmbH in Höhe von teur 63

mbe gegenüber der Compos Entsorgung GmbH in Höhe von teur 4

Weiterhin bestanden zum 31. Dezember 2006 Forderungen der muw gegen die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH aus Ertragsgarantien für das 2007 veräußerte Blockheizkraftwerk in Höhe von teur 307.

7.7 Abschlussprüferhonorar

Das für den Abschlussprüfer als Aufwand erfasste Honorar in der Berichtsperiode beträgt für Prüfungsleistungen teur 226 (1. Juli bis 31. Dezember 2006: teur 494) und für sonstige Beratungsleistungen teur 521 (1. Juli bis 31. Dezember 2006: teur 1.101).

7.8 Mitglieder der Geschäftsorgane sowie Organbezüge

Die Angaben nach § 314 Abs.1 Nr. 6a Satz 5 bis 9 HGB sowie weitere Angaben zu den Organbezügen von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats, die Struktur der Vergütungssysteme sowie die individualisierten Bezüge werden im Vergütungsbericht, der Teil des Konzern-Lageberichts der verbio ist, dargestellt.

Mitglieder des Vorstands der verbio ag waren im Geschäftsjahr:

  • Claus Sauter, Dipl.-Kaufmann, Buch-Obenhausen (Vorsitzender)
  • Dr.-Ing. Georg Pollert, Dipl.-Chemiker, Berlin, (stv. Vorsitzender)
  • Dr. rer. pol. Herbert Bäsch, Dipl.-Kaufmann, Leipzig (bis 31. Oktober 2007)
  • Martin Meurer, Dipl.-Kaufmann, Frankfurt/Main (ab 1. November 2007)

Die Vorstände erhielten seitens der verbio im Geschäftsjahr 2007 Bezüge in Höhe von teur 1.325, davon fix teur 1.010; davon variabel teur 315 (1. Juli bis 31. Dezember 2006: teur 842, davon fix teur 486; davon variabel teur 356). Des Weiteren erhielten Dr. Herbert Bäsch, Martin Meurer, Dr.-Ing. Georg Pollert und Claus Sauter Reisekostenerstattungen in Höhe von insgesamt teur 62 (1. Juli bis 31. Dezember 2006: teur 12). Die Bezüge des Vorstands betreffend verweisen wir auf den Vergütungsbericht, als Teil des Konzern-Lageberichts.

Dem Aufsichtsrat der verbio ag gehörten im Jahr 2007 folgende Mitglieder an:

Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, Dipl.-Chemiker, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Vorsitzender der Geschäftsführung der RWE Innogy GmbH, Hamburg

Aufsichtsratsmandate: Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats REpower Systems AG, Hamburg

Mitglied des Aufsichtsrats Thyssen Krupp Technologies AG, Essen Norddeutsche Affinerie AG, Hamburg ersol Solar Energy AG, Erfurt

Alexander von Witzleben, Dipl.-Kaufmann, stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats

Mitglied des Vorstands der Franz Haniel & Cie. GmbH, Duisburg

Aufsichtsratsmandate: Vorsitzender des Aufsichtsrats Analytik Jena AG, Jena caverion GmbH, Stuttgart (vormals M+W Zander Gebäudetechnik GmbH) PVA TePla AG, Aßlar TAKKT AG, Stuttgart (seit 1. Januar 2008)

Mitglied des Aufsichtsrats Carl Zeiss Meditec AG, Jena TAKKT AG, Stuttgart (4. Mai bis 31. Dezember 2007)

Mitglied des Verwaltungsrats Feintool International Holding AG, Lyss (Schweiz)

Mitglied im Beirat Kaefer Isoliertechnik GmbH & Co. KG, Bremen Bernd Sauter, Kaufmann, Buch-Obenhausen, Mitglied des Aufsichtsrats

Geschäftsführender Gesellschafter Autokontor Bayern GmbH, Buch Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH, Zörbig AllEN GmbH, Buch-Obenhausen Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG, Buch-Obenhausen Geschäftsführer

Landwirtschaftsgesellschaft mbH "Neukammer", Radensleben Landgut Coschen GmbH, Neißemünde

Dr. Claus Meyer Wulf, Chemiker, Dortmund, Ersatzmitglied

Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat laufende Bezüge in Höhe von insgesamt teur 86 (1. Juli bis 31. Dezember 2006: teur 165).

7.9 Beteiligungen an der VERBIO Vereinigte BioEnergie AG, die ihr nach §21 Abs.1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) mitgeteilt worden sind

Oxburgh Partners LLP 135 Cannon Street, London, EC4N 5BP, United Kingdom, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 5. März 2007 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der verbio Vereinigte BioEnergie AG, Zörbig, Deutschland, ISIN: DE000A0JL9W6, WKN: A0JL9W, am 1. März 2007 durch Aktien die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 3,18439 % (das entspricht 2.006.168 Stimmrechten) beträgt. Am 9. Mai 2007 hat uns Oxburgh Partners LLP London, United Kingdom, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der verbio Vereinigte BioEnergie AG, Zörbig, Deutschland, ISIN: DE000A0JL9W6, WKN: A0JL9W, am 8. Mai 2007 durch Aktien die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr 2,92699 % (das entspricht 1.844.008 Stimmrechten) beträgt.

Mit Datum vom 13. Juni 2007 hat uns Schroders plc., London, UK, gemäß § 21 Abs 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der verbio Vereinigte BioEnergie AG, ISIN: DE000A0JL9W6, WKN: A0JL9W, am 12. Juni 2007 durch Aktien die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 3,24 % (das entspricht 2.043.569 Stimmrechten) beträgt. Die Stimmrechte werden vollständig der Schroders plc. zugerechnet gemäß § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 6, Satz 2 und Satz 3 WpHG.

Mit Datum vom 13. Juni 2007 hat uns Schroder Administration Limited, London, UK, gemäß § 21 Abs 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der verbio Vereinigte BioEnergie AG, ISIN: DE000A0JL9W6, WKN: A0JL9W, am 12. Juni 2007 durch Aktien die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 3,24 % (das entspricht 2.043.569 Stimmrechten) beträgt. Die Stimmrechte werden vollständig der Schroder Administration Limited zugerechnet gemäß § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 6, Satz 2 und Satz 3 WpHG.

Mit Datum vom 13. Juni 2007 hat uns Schroder Investment Management Ltd., London, UK, gemäß § 21 Abs 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der verbio Vereinigte BioEnergie AG, ISIN: DE000A0JL9W6, WKN: A0JL9W, am 12. Juni 2007 durch Aktien die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 3,24 % (das entspricht 2.043.569 Stimmrechten) beträgt. Die Stimmrechte werden vollständig der Schroder Investment Management Ltd. zugerechnet gemäß § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG.

Mit Datum vom 23. August 2007 hat uns Schroders plc, London, UK, gemäß § 21 Abs 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der verbio Vereinigte BioEnergie AG, ISIN: DE000A0JL9W6, WKN: A0JL9W, am 17. August 2007 durch Aktien die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr 2,93 % (das entspricht 1.845.569 Stimmrechten) beträgt. Die Stimmrechte werden vollständig der Schroders plc. zugerechnet gemäß § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 6, Satz 2 und Satz 3 WpHG.

Mit Datum vom 23. August 2007 hat uns Schroder Administration Limited, London, UK, gemäß § 21 Abs 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der verbio Vereinigte BioEnergie AG, ISIN: DE000A0JL9W6, WKN: A0JL9W, am 17. August 2007 durch Aktien die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr 2,93 % (das entspricht 1.845.569 Stimmrechten) beträgt. Die Stimmrechte werden vollständig der Schroder Administration Limited zugerechnet gemäß § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 6, Satz 2 und Satz 3 WpHG.

Mit Datum vom 23. August 2007 hat uns Schroder Investment Management Ltd., London, UK, gemäß § 21 Abs 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der verbio Vereinigte BioEnergie AG, ISIN: DE000A0JL9W6, WKN: A0JL9W, am 17. August 2007 durch Aktien die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr 2,93 % (das entspricht 1.845.569 Stimmrechten) beträgt. Die Stimmrechte werden vollständig der Schroder Investment Management Ltd. zugerechnet gemäß § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG.

7.10 Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Die gemäß § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und ist den Aktionären zugänglich gemacht worden (www.verbio.de).

7.11 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Rahmen der eingeleiteten Restrukturierungs- und Kosteneinsparmaßnahmen wurde eine vorübergehende Stilllegung der Bioethanol-Produktion in der Anlage Zörbig ab dem 1. Mai 2008 beschlossen. Die zum 1. Oktober 2007 erfolgte vorübergehende Stilllegung der Bioethanol-Anlage in Schwedt/Oder soll gleichzeitig am 1. Mai 2008 mit der Wiederaufnahme der Produktion enden.

Aus den zum 31. Dezember 2007 bestehenden Terminverkäufen von Weizen-Forwards wurde nach dem Bilanzstichtag ein negatives Ergebnis von teur 3.600 realisiert. Darüber hinaus erhöhten sich die nicht realisierten Verluste aus Weizen- und Raps-Forwards bis zum 26. März 2008 auf teur 5.295.

7.12 Befreiung gemäß § 264 b HGB

Die Möglichkeit zur Befreiung von der Verpflichtung, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den Vorschriften für Kapitalgesellschaften und Co. aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen, wurde gemäß § 264 b Nr. 3a HGB für die Tochtergesellschaften

  • mbe Mitteldeutsche BioEnergie GmbH & Co. KG, Zörbig (seit 9. Januar 2008 verbio Ethanol Zörbig GmbH & Co. KG, Zörbig: "vez")
  • muw Mitteldeutsche UmesterungsWerke GmbH & Co. KG, Greppin (seit 9. Januar 2008 verbio Diesel Bitterfeld GmbH & Co. KG, Greppin: "vdb")
  • nbe Nordbrandenburger BioEnergie GmbH & Co. KG, Schwedt (seit 9. Januar 2008 verbio Ethanol Schwedt GmbH & Co. KG, Schwedt: "ves")
  • Nordbrandenburger UmesterungsWerke GmbH & Co. KG, Schwedt (seit 9. Januar 2008 verbio Diesel Schwedt GmbH & Co. KG, Schwedt: "vds")

in Anspruch genommen.

7.13 Freigabe zur Veröffentlichung

Der Vorstand der verbio ag hat den vorliegenden ifrs-Konzern-Abschluss am 28. März 2008 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzern-Abschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzern-Abschluss billigt.

Zörbig, den 28. März 2008

claus sauter Vorstand Vorsitzender

dr.-ing. georg pollert Vorstand stv. Vorsitzender

martin meurer Vorstand Finanzen

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern-Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Zörbig, den 28. März 2008

claus sauter dr.-ing. georg pollert martin meurer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der verbio Vereinigte BioEnergie AG, Zörbig, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den ifrs, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (idw) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den ifrs, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Leipzig, den 28. März 2008

kpmg Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

dr. flascha pülmanns Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Corporate Governance Bericht

Eine verantwortungsvolle, transparente und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung hat für VERBIO einen hohen Stellenwert. Deshalb entsprechen wir bis auf eine Ausnahme dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in seiner aktuellen Fassung.

Entsprechenserklärung

Vorstand und Aufsichtsrat der verbio Vereinigte BioEnergie AG erklären, dass den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der ab dem 20. Juli 2007 gültigen Fassung vom 14. Juni 2007 mit folgender Ausnahme entsprochen wurde und wird:

Mit Ziffer 5.3 dcgk wird empfohlen, im Aufsichtsrat Ausschüsse zu bilden, insbesondere empfiehlt Ziffer 5.3.2 dcgk einen Prüfungsausschuss (audit committee) und Ziffer 5.3.3 dcgk einen Nominierungsausschuss einzurichten. Der Aufsichtsrat der verbio Vereinigte BioEnergie AG hat keine Ausschüsse gebildet. Da der Aufsichtsrat der verbio Vereinigte BioEnergie AG nur aus drei Personen besteht, ist eine effektive Aufsichtsratsarbeit im Plenum gewährleistet, so dass die Bildung von Ausschüssen nach Ansicht der verbio Vereinigte BioEnergie AG nicht erforderlich ist.

Die Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2007 erfolgt am 9. April 2008 innerhalb der gesetzlichen Regelungen bzw. der Regeln der Frankfurter Wertpapierbörse, jedoch außerhalb der von Ziffer 7.1.2 dcgk geforderten 90-Tage-Frist. Wir sehen dies jedoch als einmalige Nichtentsprechung an.

Die aktuelle Entsprechenserklärung ebenso wie die vorhergehenden sind auf unserer Internetseite veröffentlicht.

Führungs- und Kontrollorgane der VERBIO

Der Aufsichtsrat der verbio besteht aus drei Mitgliedern und einem Ersatzmitglied. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, in der die Aufgaben und Befugnisse geregelt sind. Eine Bildung von Ausschüssen ist aufgrund der Zahl der Aufsichtsratsmitglieder nicht vorgesehen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats besitzen die für die Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen.

Gemäß der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats gilt für die Aufsichtsratsmitglieder der Grundsatz der Unabhängigkeit.

Das Aufsichtratsmitglied Bernd Sauter war im Berichtszeitraum in Geschäftsführungspositionen bei anderen Unternehmen tätig, zu denen verbio Geschäftsbeziehungen unterhält. Die Geschäfte erfolgen dabei zu Bedingungen, wie unter fremden Dritten. Daher tangieren diese Aktivitäten unserer Ansicht nach nicht die Unabhängigkeit unseres Aufsichtsratsmitgliedes.

Auch wurden keine Verträge zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern des Aufsichtsrats geschlossen.

Denkbare Interessenkonflikte wurden dadurch vermieden, dass die betroffenen Mitglieder des Aufsichtsrats mögliche Interessenkonflikte gegenüber dem Gesamtgremium offenlegten, sich an der Behandlung relevanter Themen nicht beteiligten und sich bei der Beschlussfassung der Stimme enthielten. In diesen Fällen handelte es sich um Geschäftsvorgänge des verbio-Konzerns mit Unternehmen, an denen ein Aufsichtsrat mittelbar oder unmittelbar beteiligt ist.

Im Geschäftsjahr 2007 ergaben sich keine Änderungen im Aufsichtsrat. In der Aufsichtsratssitzung am 1. April 2008 hat Prof. Dr. Fritz Vahrenholt seinen Vorsitz im Gremium niedergelegt. Zum neuen Vorsitzenden im Aufsichtsrat wurde Alexander von Witzleben gewählt; zum stellvertretenden Vorsitzenden Prof. Dr. Fritz Vahrenholt.

Der Vorstand der verbio besteht aus drei Personen. Zum 31. Oktober 2007 ist Dr. Herbert Bäsch, Finanzvorstand der verbio Vereinigte BioEnergie AG, aus dem Unternehmen ausgeschieden, um sich neuen Aufgaben zu widmen. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 11. Oktober 2007 Martin Meurer mit Wirkung zum 1. November 2007 zum ordentlichen Vorstandsmitglied und Finanzvorstand der verbio Vereinigte BioEnergie AG bestellt.

Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat hat ihm eine Geschäftsordnung gegeben. Mitglieder des Vorstands oder ihnen nahestehenden Personen haben im Geschäftsjahr 2007 keine wesentlichen Geschäfte mit der verbio oder ihren Tochtergesellschaften getätigt. Ausgenommen hiervon sind Geschäfte mit dem Vorstand persönlich nahestehenden Unternehmen, die nach branchenüblichen Standards abgewickelt und vom Aufsichtsrat genehmigt wurden.

Aktiengeschäfte von Vorstand und Aufsichtsrat

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) gesetzlich verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Wertpapieren der verbio Vereinigte BioEnergie AG offenzulegen, soweit der Wert der von dem Mitglied und ihm nahestehenden Personen innerhalb eines Kalenderjahrs getätigten Geschäfte die Summe von eur 5.000 erreicht oder übersteigt.

Im Geschäftsjahr 2007 wurden folgende Transaktionen getätigt, auf unserer Internetseite veröffentlicht und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gemeldet:

Datum
Geschäfts
abschluss
Name Grund der
­mitteilungs
pflicht/Position
finanz
instrument
ISIN Geschäftsart
(Kauf/
Verkauf)
preis/
stück
in EUR
Stückzahl
17.10.2007 Dr. Herbert Bäsch Vorstand Inhaberaktien DE000A0JL9W6 Verkauf 3,47 9.989
21.11.2007 Dr.-Ing. Georg Pollert Vorstand Inhaberaktien DE000A0JL9W6 Kauf 2,50 10.000

Da der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder 1% der von verbio ausgegebenen Aktien übersteigt, wird der Gesamtbesitz getrennt nach Vorstand und Aufsichtsrat nachstehend aufgeführt:

in stück in % vom
grundkapital
vorstand
Claus Sauter 13.440.000 21,33
Dr.-Ing. Georg Pollert 13.450.000 21,35
Aufsichtsrat
Bernd Sauter 8.960.000 14,22

Aktienoptionsprogramm

Die Hauptversammlung der Gesellschaft vom 18. September 2006 hat den Beschluss gefasst, Vorstandsmitgliedern und Führungskräften die Möglichkeit zu gewähren, an einem Aktienoptionsprogramm der verbio teilzunehmen. Die Einzelheiten des Programms werden auf Basis der Bestimmungen des Aktienoptionsprogramms durch den Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2007 entschieden, jedoch erst nach der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Vorstands für das am 31.12.2006 endende Rumpfgeschäftsjahr beschließt. Es wurde bisher kein Aktienoptionsprogramm aufgelegt.

Kommunikation mit den Aktionären

Die verbio berichtet in ihren Quartalsberichten und in ihrem Geschäftsbericht ausführlich über die Entwicklung des Geschäftsverlaufs sowie über die Finanz- und Ertragslage. Der Jahresabschluss wird in einer Bilanzpresse- und Analystenkonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt. Alle aktuellen Informationen sind auch auf der Internetseite des Unternehmens zu finden. Die jährlichen ordentlichen Hauptversammlungen werden voraussichtlich im Monat Juni des jeweiligen Jahres stattfinden.

Organe

Vorstand

Claus Sauter

Vorstandsvorsitzender

Zuständig für Unternehmensentwicklung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Einkauf, Vertrieb und Handel, Produktplanung, Mergers and Acquisitions

Dr.- Ing. Georg Pollert

Vorstand Produktion und Technik, stv. Vorstandsvorsitzender

Zuständig für Forschung und Entwicklung, Produktion, Qualitätsmanagement, technische Investitionsplanung, Arbeitssicherheit und Personal

Martin Meurer

Vorstand Finanzen

Seit 01.11.2007 zuständig für Finanz- und Rechnungswesen, Steuern, Controlling, Treasury, Investor-Relations und Recht

Dr. rer. pol. Herbert Bäsch

Vorstand Finanzen

Ausgeschieden zum 31.10.2007

Aufsichtsrat

Alexander von Witzleben

Aufsichtsratsvorsitzender seit 01.04.2008 Stv. Vorsitzender bis 31.03.2008

  • Mitglied des Vorstands der Franz Haniel & Cie. GmbH
  • Weitere Aufsichtsratsmandate bei Analytik Jena AG, Carl Zeiss Meditec AG, TAKKT AG, PVA TePla AG, caverion GmbH
  • Mandate in vergleichbaren Kontrollgremien:
  • Feintool International Holding AG, Kaefer Isoliertechnik GmbH & Co. KG

Prof. Dr. Fritz Vahrenholt

Stv. Aufsichtsratsvorsitzender seit 01.04.2008

Vorsitzender bis 31.03.2008

  • Vorsitzender der Geschäftsführung der RWE Innogy GmbH
  • Weitere Aufsichtsratsmandate bei Thyssen Krupp Technologies AG, REpower Systems AG, ersol Solar Energy AG, Nordeutsche Affinerie AG

Bernd Sauter

Mitglied des Aufsichtsrats

  • Geschäftsführender Gesellschafter der Autokontor Bayern GmbH, der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH, der AllEn GmbH und der Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG
  • Geschäftsführer der Landwirtschaftsgesellschaft mbH "Neukammer"
  • Geschäftsführer der Landgut Coschen GmbH

Glossar

B5

Mineralischer Diesel mit einem Anteil von fünf Prozent Biodiesel. Diese Menge entspricht der üblichen Beimischungsquote: Nach der Dieselnorm din en 590 darf herkömmlicher Diesel ohne besondere Kennzeichnung bis zu fünf Prozent Biodiesel enthalten.

B100

Bezeichnung für reinen Biodiesel. Als Reinkraftstoff unterliegt Biodiesel der Norm din en 14214 und wird an rund 1.900 Tankstellen in Deutschland vermarktet.

E5

Ottokraftstoff mit einem Anteil von fünf Prozent Bioethanol. Nach din en 228 ist eine Beimischung von bis zu fünf Prozent Bioethanol zum Benzin ohne besondere Kennzeichnung erlaubt.

E85

Kraftstoffmischung aus 85 Prozent Bioethanol und 15 Prozent Benzin. Dieser Kraftstoff kann nur von so genannten Flexible Fuel Vehicles getankt werden, die mit einem besonderen Motor ausgestattet sind.

ETBE

Ethyl Tertiär Butyl Ether, hergestellt aus Ethanol und Isobuten. Einsatz als Kraftstoffadditiv zur Verbesserung der Klopffestigkeit von Ottokraftstoff. Die Beimischung von Bioethanol zu Benzin erfolgt überwiegend als etbe.

Flexible Fuel Vehicle (FFV)

Fahrzeuge, deren Motoren sowohl mit Benzin als auch mit E85 oder beliebigen Zwischenstufen fahren können. ffvs werden in Deutschland seit 2005 von Ford und Saab angeboten.

PCK

Ursprünglich Petrochemisches Kombinat, heute Petrochemie und Kraftstoffe. Wichtige deutsche Mineralölraffinerie, in der sowohl Diesel als auch Ottokraftstoff produziert werden. Inhaber sind BP, Shell, Agip und TotalFinaElf.

Schlempe

Rückstand der Destillation. Sie entsteht aus den Überresten von Getreide, Wasser und Hefe. In getrockneter Form kann sie als eiweißhaltiges Futtermittel verwendet werden.

TAEE

Tertiär-Amyl-Ethyl-Ether. Kraftstoffadditiv für Ottokraftstoffe.

Kontakt

investor-relations

Anna-Maria Schneider

VERBIO Vereinigte BioEnergie AG Augustusplatz 9, 04109 Leipzig T +49 341 3085 30-90 F +49 341 3085 30-99 [email protected] www.verbio.de

Impressum

herausgeber VERBIO Vereinigte BioEnergie AG, Hamburg Dieser Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor. Weitere VERBIO-Berichte finden Sie auf der Website des Unternehmens. This annual report is also available in English. Additional VERBIO reports are available on the homepage of the company.

konzept, text und produktion fischerAppelt, ziegler GmbH, Hamburg fotos VERBIO Vereinigte BioEnergie AG, Hamburg druck Dürmeyer GmbH, Hamburg ©2008

Dieser Geschäftsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, welche auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung der VERBIO Vereinigte BioEnergie AG beruhen. Auch wenn die Unternehmensleitung der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich abweichen. Zu diesen Faktoren können beispielsweise die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Lage, der gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen in Deutschland und der EU sowie Veränderungen in der Branche gehören. Die VERBIO übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Geschäftsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.

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