Annual Report • May 7, 2008
Annual Report
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Bauindustrie
| Konzern | 2004 | 2005 | 2006 * |
2007 | +/– % | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | Mio. EUR | 660,5 | 731,9 | 846,0 | 929,8 | + 9,9 |
| – Inland | Mio. EUR | 429,3 | 469,1 | 524,4 | 566,1 | + 8,0 |
| – Ausland | Mio. EUR | 231,2 | 262,8 | 321,6 | 363,7 | + 13,1 |
| EBITDA | Mio. EUR | 118,6 | 125,0 | 146,7 | 142,6 | – 2,8 |
| EBIT | Mio. EUR | 80,0 | 82,3 | 85,6 | 101,9 | + 19,0 |
| EBT | Mio. EUR | 54,3 | 45,3 | 61,8 | 76,9 | + 24,4 |
| Jahresüberschuss | Mio. EUR | 27,7 | 21,6 | 29,1 | 49,9 | + 71,5 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | Mio. EUR | 73,9 | 53,2 | 61,3 | 82,1 | + 33,9 |
| Bilanzsumme | Mio. EUR | 829,0 | 921,4 | 900,4 | 931,3 | + 3,4 |
| Eigenkapital | Mio. EUR | 192,8 | 197,0 | 204,6 | 234,1 | + 14,4 |
| Eigenkapitalquote | % | 23,3 | 21,4 | 22,7 | 25,1 | + 10,6 |
| Mitarbeiter | 4.641 | 4.996 | 5.174 | 5.777 | + 11,7 | |
| – Holding | 14 | 17 | 18 | 18 | 0,0 | |
| – Beteiligungen | 4.627 | 4.979 | 5.156 | 5.759 | + 11,7 | |
| * Vorjahreszahlen gemäß IFRS angepasst |
| AG | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | +/– % | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahresüberschuss | Mio. EUR | 50,5 | 52,7 | –29,3 | 52,7 | |
| Bilanzsumme | Mio. EUR | 906,8 | 986,5 | 900,3 | 934,7 | + 3,8 |
| Anlagevermögen | Mio. EUR | 674,6 | 756,4 | 724,4 | 762,2 | + 5,2 |
| Grundkapital | Mio. EUR | 46,8 | 46,8 | 46,8 | 46,8 | 0,0 |
| Eigenkapital | Mio. EUR | 476,7 | 508,2 | 457,2 | 488,4 | + 6,8 |
| Eigenkapitalquote | % | 52,6 | 51,5 | 50,8 | 52,2 | + 2,8 |
| Aktie | 2004 | 2005 | 2006 * |
2007 | +/– % | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis je Aktie (Konzern) | EUR | 1,62 | 1,24 | 1,73 | 2,72 | + 57,2 |
| Cashflow je Aktie (Konzern) | EUR | 4,10 | 2,96 | 3,41 | 4,52 | + 32,6 |
| Dividende je Aktie | EUR | 1,18 | 1,20 | 1,20 | 1,20 | 0,0 |
| Dividendensumme | Mio. EUR | 21,24 | 21,60 | 21,60 | 21,60 | 0,0 |
| Jahreshöchstkurs | EUR | 27,25 | 29,50 | 33,98 | 31,85 | – 6,3 |
| Jahrestiefstkurs | EUR | 19,80 | 22,40 | 24,71 | 22,00 | – 11,0 |
| Jahresschlusskurs | EUR | 21,97 | 29,45 | 29,60 | 24,25 | – 18,1 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz | Stück | 36.067 | 49.509 | 42.353 | 52.413 | + 23,8 |
| Marktkapitalisierung am 31.12. | Mio. EUR | 395,46 | 530,10 | 532,80 | 436,50 | – 18,1 |
| * Vorjahreszahlen gemäß IFRS angepasst |
| ISIN | DE0006200108 / DE000A0SMM20 |
|---|---|
| Börsenkürzel | INH |
| Aktiengattung | Nennwertlose Inhaber-Stückaktien |
| Grundkapital | 46,8 Mio. EUR / 0,96 Mio. EUR |
| Anzahl der Aktien | 18.000.000 / 370.033 |
| Marktsegment | Prime Standard |
| Indizes | SDAX, CDAX |
| Bilanzpressekonferenz | 5. Mai 2008 |
|---|---|
| Analystenkonferenz | 6. Mai 2008 |
| 3-Monats-Bericht | 30. Mai 2008 |
| Hauptversammlung | 1. Juli 2008 |
| Dividendenausschüttung | 2. Juli 2008 |
| 6-Monats-Bericht | 29. August 2008 |
| 9-Monats-Bericht | 28. November 2008 |
| Brief an die Aktionäre | 6 |
|---|---|
| Bericht des Aufsichtsrates | 8 |
| Organe der Gesellschaft | 12 |
| Lagebericht und Konzernlagebericht | 13 |
| Geschäfts- und Rahmenbedingungen | 13 |
| Konzernrechnungslegung | 17 |
| Ertragslage | 17 |
| Finanzlage | 18 |
| Vermögenslage | 19 |
| Segmentbericht | 19 |
| – Bauindustrie | 20 |
| – Maschinenbau | 24 |
| – Automobilindustrie | 28 |
| – Konsumgüter | 32 |
| – Übrige Beteiligungen | 36 |
| Mitarbeiter | 40 |
| Forschung und Entwicklung | 40 |
| Umweltschutz | 41 |
| Lage der INDUS Holding AG | 42 |
| Nachtragsbericht | 44 |
| Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB | 44 |
| Risikobericht | 46 |
| Prognosebericht | 50 |
| Investor Relations | 52 |
| Corporate-Governance-Bericht | 54 |
| Konzern- und Einzelabschluss | 59 |
| Konzern Gewinn- und Verlustrechnung | 60 |
| Konzernbilanz | 61 |
| Konzern Eigenkapitalspiegel | 62 |
| Konzern Kapitalflussrechnung | 63 |
| Konzernanhang | 65 |
| Versicherung der gesetzlichen Vertreter | 111 |
| Bestätigungsvermerk | 112 |
| AG-Bilanz | 114 |
| AG-Gewinn- und Verlustrechnung | 116 |
| Gewinnverwendungsvorschlag | 117 |
| Beteiligungsgesellschaften | 118 |
| Impressum | 119 |
Helmut Ruwisch Vorsitzender
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir haben im vergangenen Jahr trotz aller Turbulenzen an den Kapitalmärkten unbeirrt unsere langfristig erfolgreiche Unternehmensstrategie beibehalten. Dies ist mit guten Resultaten honoriert worden. Es ist uns gelungen, die Umsätze vornehmlich durch internes Wachstum deutlich auf rund 930 Mio. EUR zu steigern. Gleichzeitig haben wir im Konzern mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 102 Mio. EUR erstmals die 100-Mio.-EUR-Grenze überschritten. Diese Entwicklung zeigt das Potenzial, das in unseren Beteiligungsunternehmen steckt.
Mit individuellen Effizienzsteigerungsprogrammen gelang es uns, den stetig steigenden Rohstoffkosten entgegenzuwirken. Gleichwohl hinterlassen die Verteuerungen für Energie und Metalle ihre Spuren. Wir haben daher unsere internen Prozesse optimiert und die Stärken unserer Beteiligungsgesellschaften weiter ausgebaut.
Unser Beteiligungsansatz verfolgt unverändert das Ziel, mit einer breiten Diversifikation ein angemessenes Chancen-Risiko-Profil zu erreichen. Wir haben bisher vor allem in die Segmente Bauindustrie, Maschinenbau, Automobilindustrie und Konsumgüter investiert, sehen künftig aber auch attraktive Chancen in anderen Branchen, wie zum Beispiel Mess-, Regel- und Medizintechnik. Dabei muss es sich jedoch immer um spezialisierte Unternehmen, die in überschaubaren Marktnischen eine exzellente Marktposition innehaben, handeln.
Neben unserem starken organischen Wachstum war und ist die Akquisition von mittelständischen Unternehmen der wesentliche Wachstumstreiber für die INDUS Holding AG. Kontinuierlich prüfen wir verschiedene Akquisitionsmöglichkeiten. In den letzten Jahren haben wir es vorgezogen, uns in einer preislich erkennbar überzogenen Situation zurückzuhalten. Denn der Markt für Beteiligungskäufe war bekanntlich getrieben von einer hohen und kostengünstigen Liquidität der Private-Equity-Gesellschaften. Dies führte zu einer sichtbaren Blase in der Unternehmensbewertung mit nicht vertretbaren Preisen.
Ausgehend von der Subprimekrise sind weltweit Turbulenzen an den Kapitalmärkten zu verzeichnen, die auch bei deutschen Banken tief greifende Probleme verursachten. Als Folge hat sich der Markt für Beteiligungskäufe deutlich beruhigt. Die Bewertungen und damit die Kaufpreise sind bereits gesunken, und wir erwarten, dass sie im Jahresverlauf weiter auf ein normales Niveau fallen werden. Wir sind liquiditätsmäßig sehr gut aufgestellt, um künftig wieder verstärkt akquirieren zu können. Attraktive Chancen werden wir konsequent wahrnehmen. Wir erwarten, dass die Börse unser praktiziertes antizyklisches Verhalten entsprechend honorieren wird.
Für das Geschäftsjahr 2008 gehen wir von einer positiven Entwicklung unserer bestehenden Beteiligungen aus. Unser Ziel ist ein weiteres Wachstum von Umsatz und Ertrag.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei meinem Mitvorstand Michael Eberhart, der das Unternehmen zum 31. März 2008 aus privaten Gründen verlassen hat, für sein langjähriges Engagement für die INDUS Holding AG bedanken. Bedanken möchte ich mich auch bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den einzelnen Beteiligungsgesellschaften und der Holding sowie den Geschäftsführern. Ihre Loyalität und herausragenden Leistungen bilden die Basis für unseren Unternehmenserfolg. Ihnen, unseren Aktionärinnen und Aktionären, danke ich für Ihr Vertrauen in die INDUS Holding AG.
Ihr
Helmut Ruwisch Vorstandsvorsitzender
Sehr geehrte Damen und Herren,
Dr. Winfried Kill Vorsitzender
der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im abgelaufenen Geschäftsjahr regelmäßig überwacht und ihn beratend in allen wesentlichen Fragen begleitet. Sämtliche uns nach Gesetz, Satzung, Corporate Governance Kodex und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben und Pflichten haben wir wahrgenommen.
Wir beschäftigten uns intensiv mit der aktuellen Unternehmenslage und den Risiken und Chancen im operativen Geschäft. Grundlage hierfür waren die umfangreichen schriftlichen und mündlichen Berichte des Vorstands über den allgemeinen Geschäftsverlauf. Außerdem diskutierten wir ausführlich grundsätzliche Fragen der Unternehmenspolitik. In meiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender stand ich wie bisher in einem regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstandsvorsitzenden. Dieser Kontakt gewährleistete, dass aktuelle Informationen über die Geschäftspolitik, die Einhaltung der Unternehmensplanung einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, die Rentabilität der Gesellschaft und den Verlauf der Geschäfte stets gegeben waren.
Der Aufsichtsrat trat im Geschäftsjahr 2007 zu insgesamt sechs Sitzungen zusammen. Dabei waren die Mitglieder des Aufsichtsrates in vier Sitzungen vollständig versammelt, in zwei Sitzungen fehlte jeweils ein Aufsichtsratsmitglied. Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeiten waren vor allem die Neubewertung der Beteiligungswerte zum Jahresbeginn 2007 sowie die Festlegung der weiteren Akquisitionsstrategie. In den einzelnen Sitzungen berichtete der Vorstand detailliert über die Quartalsabschlüsse der Gesellschaften und die aktuellen Erwartungen für das Geschäftsjahr 2007. Darüber hinaus standen die Optimierung der Portfoliosteuerung, die weitere Entwicklung der einzelnen Beteiligungsgesellschaften sowie die Aufstockung unserer Beteiligung bei der SELZER Fertigungstechnik GmbH & Co. KG im Fokus der Beratungen. Bei allen zustimmungspflichtigen Geschäften stimmte der Aufsichtsrat der Beschlussvorlage des Vorstands zu. Im Einzelfall konnten Fragen durch Hinzuziehen von Experten aus der Rechts- oder Steuerberatung gesondert beraten und geprüft werden.
Der Personalausschuss trat zu vier Sitzungen zusammen. Zu seinen Tätigkeiten zählten unter anderem die Überprüfung des Vergütungssystems für den Vorstand sowie weitere Fragen der Vorstandsvergütung. Darüber hinaus war die Suche eines geeigneten Nachfolgers für das Vorstandsmitglied Michael Eberhart Bestandteil der Beratungen im Personalausschuss.
Mitteilungen über etwaige Interessenkonflikte sind dem Aufsichtsrat im vergangenen Geschäftsjahr weder von einem Vorstandsmitglied noch von einem Aufsichtsratsmitglied angezeigt worden.
Der Aufsichtsrat befasst sich regelmäßig mit der Einhaltung und Weiterentwicklung der Corporate Governance im Unternehmen. Gemeinsam mit dem Vorstand überprüfte der Aufsichtsrat im vergangenen Jahr, ob zusätzliche Empfehlungen des Corporate Governance Kodex eingehalten und die neuen Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 14. Juni 2007 berücksichtigt werden könnten. Gemeinsam mit dem Vorstand gaben wir im Dezember 2007 eine neue Entsprechenserklärung ab. Diese wurde im April 2008 noch stärker am Corporate Governance Kodex ausgerichtet und ist sowohl im Internet unter www.indus.de veröffentlicht als auch im Corporate-Governance-Bericht auf Seite 57 dieses Geschäftsberichts abgedruckt.
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS), der Einzelabschluss und der Lagebericht der INDUS Holding AG nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Der Aufsichtsrat beauftragte in Übereinstimmung mit dem Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Juli 2007 die Treuhand- und Revisions-Aktiengesellschaft Niederrhein, Krefeld, als Abschlussprüfer für die AG und für den Konzern. Der Aufsichtsrat hat vom Wirtschaftsprüfer eine Erklärung eingeholt, inwieweit weitere geschäftliche oder finanzielle Beziehungen mit dem INDUS-Konzern vorliegen. Diese Erklärung gab keinen Anlass zu Beanstandungen. Der Abschlussprüfer hat den Jahres- und Konzernabschluss sowie die Lageberichte der INDUS Holding AG geprüft. In seinem Prüfungsbericht erläutert der Abschlussprüfer die Prüfungsgrundsätze. Das Ergebnis der Prüfung lautet, dass die Regeln der IFRS bzw. des HGB mit folgender Ausnahme eingehalten wurden: "Wie in den Vorjahren hat die Gesellschaft im Anhang zum Konzernabschluss (Aufstellung des Anteilsbesitzes) für die Unternehmen, von denen sie mindestens den fünften Teil der Anteile besitzt, das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres nicht angegeben. Diese Angabe nach § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB ist wegen der Nichtanwendbarkeit der Schutzklausel nach § 313 Abs. 3 HGB verpflichtend. Außerdem sind die Angaben gemäß IFRS 3.67 d, f, h, i und 3.70 b für Unternehmenszusammenschlüsse (insbesondere Angaben zu Kaufpreisen und Ergebnissen von erworbenen Unternehmen) im Anhang zum Konzernabschluss nicht enthalten." Gemeinsam mit dem Vorstand haben wir entschieden, diese Einschränkung des Testats zu akzeptieren, um unsere Beteiligungsunternehmen und damit die Interessen unserer Aktionäre vor gravierenden Nachteilen zu schützen.
Eine Veröffentlichung der Ergebnisse hätte einschneidende Auswirkungen auf die operative Entwicklung, insbesondere auf die Gewinnmargen. Zudem ist ein entscheidender Punkt in den Verhandlungen über den Erwerb mittelständischer Unternehmen die vereinbarte Diskretion über den Kaufpreis, die wir selbstverständlich einhalten. Ohne Einhaltung dieser Diskretion ist der weitere Kauf von Unternehmen gefährdet. Aus diesem Grund veröffentlichen wir auch keine Kaufpreise zu unseren Beteiligungen. Die beiden vorgenannten Punkte berühren fundamental unsere Unternehmensstrategie.
Jahresabschluss und Lagebericht, Konzernabschluss und Konzernlagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig vorgelegen. Nach intensiver Prüfung durch den Aufsichtsrat wurden die Abschlussunterlagen in der Aufsichtsratssitzung am 24. April 2008 in Gegenwart von Vorstand und Abschlussprüfer, der seinen Prüfungsbericht erläuterte und für zusätzliche Fragen zur Verfügung stand, eingehend diskutiert. Der Aufsichtsrat hat aufgrund des Ergebnisses seiner Prüfung keine Einwände erhoben und dem Ergebnis der Abschlussprüfung zugestimmt. Er billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag, der eine unveränderte Dividende von 1,20 EUR je Aktie vorsieht, schließen wir uns an.
Im Rahmen der letzten Hauptversammlung entschieden die Aktionäre turnusgemäß über die Besetzung des Aufsichtsrates. Die Vorschläge der Verwaltung fanden große Zustimmung, sodass die bisherigen Aufsichtsräte Dr. Winfried Kill, Günter Kill, Dr. Uwe Jens Petersen und Dr. Egon Schlütter für weitere fünf Jahre gewählt wurden. Neu in den Aufsichtsrat rückten ebenfalls für fünf Jahre Dr. Jürgen Allerkamp, Vorstand der Norddeutschen Landesbank, und Dr. Ralf Bartsch, Sprecher der Geschäftsführung der Brüder Schlau Hammer Gruppe. Die langjährigen Aufsichtsratsmitglieder Prof. Dr. Axel Kollar und Bernhard Scholten schieden mit Ablauf ihres Mandates aus dem Gremium aus. Ihnen gebührt unser Dank für ihre langjährige und engagierte Mitarbeit im Aufsichtsrat. In der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrates am 3. September 2007 wurden Günter Kill als stellvertretender Vorsitzender und ich als Vorsitzender des Aufsichtsrates gewählt.
Darüber hinaus gab es zwei Veränderungen im Vorstand. Dr. Lars Bühring schied altersbedingt zum 31. März 2007 nach fast zwanzigjähriger erfolgreicher Tätigkeit aus dem Unternehmen aus. Wir danken ihm für seinen außerordentlichen Einsatz für das Unternehmen und wünschen ihm weiterhin viele erfüllte Lebensjahre. Seine Aufgaben übernahm das Vorstandsmitglied Wolfgang E. Höper. Nach Ende des Berichtszeitraums zum 31. März 2008 verließ Michael Eberhart auf eigenen Wunsch aus persönlichen Gründen das Unternehmen. Seinen Aufgabenbereich Berichtswesen/Controlling übernimmt ab dem 1. April 2008 Jürgen Abromeit, der neu in den Vorstand der INDUS Holding AG rückte. Wir danken Michael Eberhart für seinen unermüdlichen Einsatz und seine uneingeschränkte Loyalität und wünschen ihm für seinen weiteren Lebensweg alles Gute.
Der Aufsichtsrat dankt den Vorständen und allen Geschäftsführern der Beteiligungsgesellschaften sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren wiederum erfolgreichen Einsatz im Geschäftsjahr 2007. Ohne sie wäre die positive Entwicklung der INDUS Holding AG nicht möglich gewesen.
Bergisch Gladbach, im April 2008
Für den Aufsichtsrat
Dr. Winfried Kill Vorsitzender
Der Vorstand der INDUS Holding AG v. l. n. r.: Jürgen Abromeit, Dr. Johannes Schmidt, Helmut Ruwisch, Wolfgang E. Höper
Dipl.-Kfm. Helmut Ruwisch – Vorsitzender –
Jürgen Abromeit – seit 1. April 2008 –
Dipl.-Volkswirt Dr. Lars Bühring – bis 31. März 2007 –
Dipl.-Wirtsch.-Ing. Michael Eberhart – bis 31. März 2008 –
Dipl.-Kfm. Wolfgang E. Höper
Dr.-Ing. Johannes Schmidt
Dipl.-Kfm. Dr. Winfried Kill, Bergisch Gladbach – Vorsitzender –
Dipl.-Kfm. Günter Kill, Köln – stellv. Vorsitzender –
Dr. Jürgen Allerkamp, Hannover – seit 3. Juli 2007 –
Dr. Ralf Bartsch, Porta Westfalica – seit 3. Juli 2007 –
Prof. Dr. Axel Kollar, Düsseldorf – bis 3. Juli 2007 –
Dr. Uwe Jens Petersen, Rechtsanwalt, Hamburg
Dr. Egon Schlütter, Rechtsanwalt, Köln
Dipl.-Kfm. Bernhard Scholten, Maisons-Laffitte, Frankreich – bis 3. Juli 2007 –
Im Geschäftsjahr 2007 haben wir im Konzern neue Rekordwerte beim Umsatz und beim operativen Ergebnis (EBIT) erzielt. Dies gelang durch die positive Entwicklung unseres bestehenden Beteiligungsportfolios. Mit einer Eigenkapitalquote in der AG von deutlich über 50 % und liquiden Mitteln sowie festen Finanzierungszusagen unserer Banken verfügen wir über eine komfortable Basis, bei einem attraktiven Bewertungsniveau für mittelständische Unternehmen antizyklisch zu handeln und wieder verstärkt in den Ausbau unseres Beteiligungsportfolios zu investieren. Mit einer Ausschüttungsquote von ca. 40 % und einer Dividende von 1,20 EUR je Aktie wollen wir vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung unsere Aktionäre an dem erfolgreichen Geschäftsverlauf 2007 sowie den guten Zukunftsaussichten der INDUS Holding AG teilhaben lassen.
Der INDUS-Konzern besteht aus einer Holding, der INDUS Holding AG, und den einzelnen Beteiligungsgesellschaften als selbstständigen operativen Einheiten, die maßgeblich die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns bestimmen. Zum 31. Dezember 2007 zählten insgesamt 42 operative Einheiten (Vorjahr: 41) zum Beteiligungsportfolio der INDUS Holding AG. Darüber hinaus wurden alle wesentlichen Enkelgesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen.
Die Beteiligungsgesellschaften sind jeweils einem der fünf Segmente Bauindustrie, Maschinenbau, Automobilindustrie, Konsumgüter und Übrige Beteiligungen zugeordnet. Die Zuordnung zu einem dieser Segmente hängt ausschließlich von der Branche ab, in die das jeweilige Beteiligungsunternehmen hauptsächlich seine Produkte liefert. Das Segment Übrige Beteiligungen enthält die Unternehmen, die sich aufgrund ihrer Absatzstrukturen keinem der vier anderen Segmente zuordnen lassen. Es ist durchaus denkbar, dass sich durch weitere Zukäufe in einer speziellen Branche, wie zum Beispiel der Medizintechnik, mittel- bis langfristig weitere Segmente entwickeln.
Basis für die erfolgreiche Entwicklung ist die klare Aufgabenteilung zwischen der Holding und den einzelnen Beteiligungsgesellschaften. Die Holding verantwortet die Bereiche Finanzierung, Controlling, Bilanzierung, Steuern und Recht. Die langjährig guten Bonitätseinstufungen der Holding auf Investmentgrade-Niveau seitens der Banken ermöglichen den mittelständischen Beteiligungsgesellschaften Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten und -konditionen, die ihnen als selbstständige Unternehmen verwehrt bleiben würden. Die Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaften tragen die volle Verantwortung für die operative Entwicklung. Sie besitzen sämtliche Freiheiten in Bezug auf Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, Produktionsprozesse sowie Marketing und Vertrieb. Diese dezentrale Struktur schafft für die mittelständischen Unternehmen die notwendige Flexibilität, auch nach der Integration in den INDUS-Konzern schnell und zielgerichtet innerhalb des eigenen Nischenmarktes agieren zu können.
Die Steuerung der INDUS Holding AG erfolgt über regelmäßige strategische Diskussionen auf Vorstands- und Geschäftsführerebene sowie innerhalb der unterjährigen Budget- und Planungsgespräche zwischen dem Vorstand und den Geschäftsführern der einzelnen Beteiligungsgesellschaften. In diesen Gesprächen werden auf Basis fortgeschriebener Einzelstrategien detaillierte kurz- und mittelfristige Planungsszenarien inklusive individueller Rentabilitätsziele gesetzt. Die Einhaltung dieser Szenarien und Ziele wird durch ein effizientes Controllingsystem kontinuierlich überprüft, sodass jederzeit die Möglichkeit besteht, bei Planabweichungen mit entsprechenden Maßnahmen zu reagieren. Das Controlling der einzelnen Beteiligungsgesellschaften basiert vorrangig auf den Kennzahlen Ergebnis vor Steuern, Cashflow nach Investitionen, Kapitalrendite und Working Capital.
INDUS verfolgt eine klare, langjährig bewährte Unternehmensstrategie, die auf dem mehrheitlichen Erwerb von mittelständischen Unternehmen und deren kontinuierlicher Weiterentwicklung innerhalb des Beteiligungsportfolios basiert. Mögliche Investitionsziele sind dabei ausschließlich Unternehmen, die eine starke Marktposition innerhalb einer attraktiven Marktnische innehaben und als etabliertes Produktionsunternehmen über ein stabiles Geschäftsmodell und ein erfolgreiches Produktprogramm verfügen. Start-up-Unternehmen oder Restrukturierungsfälle zählen damit nicht zu dem für INDUS interessanten Unternehmenskreis.
Mögliche Akquisitionskandidaten unterzieht INDUS einer tief greifenden Analyse und Prüfung. Dabei stützt sich INDUS auf einen umfassenden Kriterienkatalog, der sowohl finanzielle als auch qualitative Indikatoren enthält. So sollten mögliche Akquisitionsziele eine gewisse Größe nicht überschreiten, um Klumpenrisiken zu vermeiden, aber auch nicht unterschreiten, um eine effiziente Weiterentwicklungsperspektive zu besitzen. Die optimale Größe haben Unternehmen, deren Umsatz zwischen 15 und 100 Mio. EUR liegt und die dabei ein nachhaltig überdurchschnittliches Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erwirtschaften. Dies ist die Grundvoraussetzung, um das ausgewogene Chancen-Risiko-Profil des Gesamtportfolios nicht zu beeinträchtigen. Ein weiteres finanzielles Kriterium, das ein Unternehmen beim Kauf erfüllen sollte, ist eine Eigenkapitalquote von
über 30 %. Diese Anforderungen sind als Richtwerte zu verstehen. Im Ausnahmefall ist es durchaus denkbar, dass aufgrund der außergewöhnlichen Marktposition eines Unternehmens oder der attraktiven Bewertung von diesen Anforderungen abgewichen wird.
Die qualitativen Indikatoren basieren auf einer eingehenden Bewertung des jeweiligen Geschäftsmodells. Entscheidend ist die langfristige Stabilität der Unternehmensentwicklung, verbunden mit ausreichenden nachhaltigen Wachstumsperspektiven im Branchenumfeld. Potenzielle Akquisitionsziele sollten über eine breite Abnehmerstruktur und somit über eine deutlich begrenzte Abhängigkeit von einzelnen Kunden verfügen. Dies trägt dazu bei, die Stabilität des Gesamtportfolios zu bewahren und eine ausgewogene Diversifikation von Chancen und Risiken zu erreichen.
Die Wachstumsstrategie von INDUS basiert sowohl auf dem Grundgedanken, die bestehenden Beteiligungsgesellschaften kontinuierlich weiterzuentwickeln als auch das Portfolio durch Akquisitionen mittelständischer Unternehmen zu stärken. Ziel ist, langfristig 100 % der Anteile zu übernehmen. Der Beteiligungsansatz unterscheidet sich fundamental von dem Vorgehen anderer Beteiligungsgesellschaften und der Private-Equity-Gesellschaften. INDUS geht ausschließlich dauerhafte Beteiligungen ein und verfolgt damit eine Buy-and-Hold-Strategie. Ein Exit wäre nur eine Option, wenn z. B. tief greifende Marktveränderungen innerhalb eines Nischenmarktes einträten, die eine Reaktion erforderlich machen oder eine Gefährdung der Stabilität des Gesamtportfolios bedeuten würden.
Die Weltwirtschaft hat 2007 ihren Expansionskurs der Vorjahre fortgesetzt und eine Wachstumsrate von 5,2 % erzielt. Allerdings hat sich im Jahresverlauf das konjunkturelle Umfeld zunehmend eingetrübt, sodass sich im vierten Quartal sowohl in den USA als auch in der Eurozone das Wachstum spürbar verlangsamte. Belastend war der zum Teil starke Anstieg der Preise in den Industrieländern, was überwiegend an den deutlich gestiegenen Öl- und Lebensmittelpreisen lag. Der Ölpreis der Sorte Brent stieg im Dezember auf ein Niveau von rund 95 US-Dollar je Barrel, nachdem er zu Jahresbeginn seinen Tiefststand bei rund 52 US-Dollar je Barrel markierte. Diese negativen Entwicklungen wurden zusätzlich verstärkt durch die Subprimekrise des US-amerikanischen Hypothekenmarktes. Durch die zunehmende Verbriefung der Hypothekenkredite und dem damit verbundenen internationalen Handel mit Kreditrisiken blieben die Auswirkungen nicht ausschließlich auf die USA beschränkt. Die notwendigen Abschreibungen trafen auch europäische Banken, sodass insgesamt ein Vertrauensverlust des internationalen Finanzmarktes zu konstatieren war.
In der Eurozone stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vergangenen Jahr um 2,6 % und erreichte damit nahezu das Vorjahresniveau von 2,7 %. Der größte Wachstumsimpuls kam wiederum von den Bruttoanlageinvestitionen, die um 4,8 % zulegten. Aber auch die Konsumausgaben stiegen vor dem Hintergrund der günstigen Entwicklungen am Arbeitsmarkt insgesamt um 1,5 %. Das Exportgeschäft wuchs bedingt durch die kräftige Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar weniger dynamisch als in den Vorjahren, so dass sich der Saldo im Außenhandel leicht verschlechterte. Bei einer regionalen Betrachtung zeigt sich, dass vor allem die Volkswirtschaften Spaniens, der Niederlande, Österreichs, Griechenlands, Finnlands, Irlands, Sloweniens und Luxemburgs deutlich zulegen konnten. Unterproportional entwickelte sich wie im Vorjahr das BIP von Frankreich, Italien und Portugal.
Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft hat sich auch 2007 weiter fortgesetzt. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stieg das reale Bruttoinlandsprodukt um 2,5 % gegenüber dem Vorjahr. Bereinigt um Kalendereffekte betrug das Wachstum 2,6 %. Damit wuchs die deutsche Wirtschaft erneut kräftig, konnte aber nicht ganz an die Dynamik des Vorjahres anknüpfen, in dem das BIP um 2,9 % wuchs. Die nachlassende Dynamik zeigte sich auch im Jahresverlauf, vor allem das vierte Quartal entwickelte sich vergleichsweise schwach. Wachstumstreiber waren unverändert das starke Exportgeschäft und die Investitionen. Die Exporte legten um 7,8 % zu. Vor dem Hintergrund der deutlichen Aufwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar, die zwar die Effekte aus dem gestiegenen Ölpreis dämpfte, aber die Wettbewerbssituation der Unternehmen in den USA verschlechterte, ist dies eine bemerkenswerte Entwicklung. Positive Impulse kamen auch von den Bruttoinvestitionen, die um 5,0 % wuchsen. Die Konsumausgaben stiegen, bedingt durch höhere Konsumausgaben des Staates, um 0,2 %. Die Bereitschaft der Verbraucher, größere Anschaffungen zu tätigen, ist aber nach der Mehrwertsteuererhöhung deutlich zurückgegangen. Hinzu kam in der zweiten Jahreshälfte die gestiegene Inflation, die für einen zusätzlichen Dämpfer sorgte, sodass die privaten Haushalte insgesamt 0,5 % weniger als im Vorjahr konsumierten. Gleichzeitig stieg die Sparquote der privaten Haushalte gemessen am verfügbaren Einkommen von 10,5 % auf 10,8 %.
Im Geschäftsjahr 2007 stieg der Konzernumsatz um 9,9 % auf 929,8 Mio. EUR (Vorjahr: 846,0 Mio. EUR). Damit wurde der kontinuierliche Wachstumsweg der INDUS Holding AG konsequent fortgesetzt, und zwar ganz überwiegend aus organischem Wachstum. Die Inlandsumsätze stiegen um 8,0 % auf 566,1 Mio. EUR und die Auslandsumsätze um 13,1 % auf 363,7 Mio. EUR. Der Auslandsanteil am Gesamtumsatz erhöhte sich entsprechend auf 39,1 % (Vorjahr: 38,0 %).
Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um 15,2 % auf 15,1 Mio. EUR (Vorjahr: 17,8 Mio. EUR).
Die Auswirkungen der gestiegenen Rohstoffpreise, insbesondere für Rohöl und Metall, sowie die Energieverteuerung führten zu einem Anstieg des Materialaufwands auf 437,1 Mio. EUR (Vorjahr: 393,3 Mio. EUR). Gleichwohl konnte die Materialaufwandsquote nahezu konstant bei 47,0 % auf Vorjahresniveau gehalten werden. Der Personalaufwand stieg im Wesentlichen durch die Erweiterung des Konsolidierungskreises in der Summe um 8,9 % auf 245,2 Mio. EUR (Vorjahr: 225,2 Mio. EUR). Die Personalaufwandsquote sank nochmals und lag bei 26,4 % (Vorjahr: 26,6 %). Der sonstige betriebliche Aufwand erhöhte sich um 9,6 % auf 126,5 Mio. EUR (Vorjahr: 115,4 Mio. EUR). Kostentreiber waren vornehmlich Logistik- und Verpackungskosten.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging leicht auf 142,6 Mio. EUR (Vorjahr: 146,7 Mio. EUR) zurück. Die Abschreibungen verringerten sich auf 40,7 Mio. EUR (Vorjahr: 61,2 Mio. EUR); der Vorjahreswert war von der bekannten Anpassung der Beteiligungswerte beeinflusst. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte kräftig um 19,0 % auf den Rekordwert von 101,9 Mio. EUR (Vorjahr: 85,6 Mio. EUR) zu. Das entspricht einer EBIT-Marge von 11 %. Das Zinsergebnis erreichte –25,0 Mio. EUR, nach –23,8 Mio. EUR im Vorjahr. Durch das deutlich gestiegene EBIT bei nur geringfügig verändertem Zinsergebnis stieg das Ergebnis vor Steuern (EBT) im Berichtsjahr um rund 24 % auf 76,9 Mio. EUR (Vorjahr: 61,8 Mio. EUR).
| Kennzahlen zur Ertragslage in % | 2005 | 2006 | 2007 | |
|---|---|---|---|---|
| EBIT-Marge | EBIT/Umsatz | 11,2 | 10,1 | 11,0 |
| Umsatzrendite | EBT/Umsatz | 6,2 | 7,3 | 8,3 |
| Eigenkapitalrendite | EBT/Eigenkapital | 23,0 | 30,2 | 32,8 |
| Gesamtkapitalrendite | EBT/Gesamtkapital | 4,9 | 6,9 | 8,3 |
Der gleichbleibende laufende Steueraufwand führte in Verbindung mit niedrigeren latenten Steuern, maßgeblich begründet durch die Unternehmensteuer-
reform, zu einer reduzierten Steuerquote von 34,5 % (Vorjahr: 48,5 %). Demzufolge stieg das Ergebnis nach Steuern um 70,8 % auf 50,9 Mio. EUR (Vorjahr: 29,8 Mio. EUR). Die Minderheitsanteile am Ergebnis nach Steuern fielen mit 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR) geringfügig höher aus. Der Jahresüberschuss erreichte insgesamt 49,9 Mio. EUR (Vorjahr: 29,1 Mio. EUR). Damit erhöhte sich das Ergebnis je Aktie von 1,73 EUR um 57,2 % auf 2,72 EUR.
Unsere Beteiligungsgesellschaften erwirtschaften seit Jahren einen hohen Cashflow, sodass der INDUS-Konzern über eine starke finanzielle Basis verfügt. Mit einer komfortablen Liquiditätsausstattung und festen Finanzierungszusagen der Banken besitzt INDUS einen flexiblen Handlungsspielraum, um Akquisitionschancen jederzeit wahrnehmen zu können.
Der operative Cashflow stieg um 21,5 Mio. EUR auf 108,0 Mio. EUR (Vorjahr: 86,5 Mio. EUR). Hierzu trugen vor allem das verbesserte Ergebnis nach Steuern (+21,1 Mio. EUR) sowie die geringere Zunahme der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei. Gegenläufig wirkte sich die Abnahme der Abschreibungen aus. Der Netto-Cashflow (= Cashflow aus Geschäftstätigkeit) erhöhte sich um 20,8 Mio. EUR auf 82,1 Mio. EUR (Vorjahr: 61,3 Mio. EUR).
Die gestiegenen Investitionen im vergangenen Geschäftsjahr führten zu einem Cashflow aus Investitionstätigkeit von –73,4 Mio. EUR (Vorjahr: –53,3 Mio. EUR). Die Ausgaben für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betrugen 56,3 Mio. EUR (Vorjahr: 50,8 Mio. EUR), für Investitionen in Finanzanlagen 2,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,9 Mio. EUR) und für Anteile voll konsolidierter Gesellschaften 17,9 Mio. EUR (Vorjahr: 8,1 Mio. EUR). Schwerpunkte der Investitionstätigkeit waren vor allem Erweiterungsinvestitionen zur Kapazitätserhöhung sowie Rationalisierungsprojekte zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Beteiligungsunternehmen.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit verringerte sich deutlich auf –23,6 Mio. EUR (Vorjahr: –48,4 Mio. EUR). Der Dividendenzahlung in Höhe von 21,6 Mio. EUR (Vorjahr: 21,6 Mio. EUR) und den Kredittilgungen in Höhe von 67,6 Mio. EUR (Vorjahr: 157,1 Mio. EUR) standen Mittelzuflüsse aus der Aufnahme von Krediten in Höhe von 66,1 Mio. EUR (Vorjahr: 131,9 Mio. EUR) gegenüber.
Zum 31. Dezember 2007 verfügte der INDUS-Konzern über einen komfortablen Finanzmittelbestand von 77,6 Mio. EUR (Vorjahr: 92,7 Mio. EUR). Die Nettoverschuldung lag bei 440,4 Mio. EUR (Vorjahr: 426,9 Mio. EUR). Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betrugen 113,4 Mio. EUR (Vorjahr: 140,1 Mio. EUR) und beinhalteten im Wesentlichen Miet- und Pachtleasingverträge sowie Operating-Leasingverträge für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Die Bilanzsumme des INDUS-Konzerns erhöhte sich zum 31. Dezember 2007 um 30,9 Mio. EUR auf 931,3 Mio. EUR (Vorjahr: 900,4 Mio. EUR). Höhere Geschäftswerte und Sachanlagen waren maßgeblich für diese Entwicklung.
Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 37,7 Mio. EUR auf 561,9 Mio. EUR (Vorjahr: 524,2 Mio. EUR). Hierzu trugen höhere Geschäftswerte mit 22,4 Mio. EUR und Sachanlagen mit 12,6 Mio. EUR bei. Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich auf 369,4 Mio. EUR (Vorjahr: 376,2 Mio. EUR). Dieser Rückgang ist auf geringer vorgehaltene Liquidität im Konzern zurückzuführen, während die Vorräte (+3,0 Mio. EUR) und die Forderungen (+7,4 Mio. EUR) unterproportional stiegen. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte lagen mit 10,4 Mio. EUR auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 10,4 Mio. EUR).
Das Konzerneigenkapital erhöhte sich um 29,6 Mio. EUR auf 234,1 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich im Konzern um weitere 2,4 Prozentpunkte auf 25,1 % (Vorjahr: 22,7 %). Die langfristigen Schulden verringerten sich um 30,9 Mio. EUR auf 431,3 Mio. EUR (Vorjahr: 462,2 Mio. EUR). Dies ist vor allem auf die Rückführung der langfristigen Finanzschulden (–33,3 Mio. EUR) zurückzuführen. Die kurzfristigen Schulden lagen mit 265,9 Mio. EUR um 32,2 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (Vorjahr: 233,7 Mio. EUR). Dieser Anstieg ist im Wesentlichen bedingt durch höhere kurzfristige Finanzschulden (+31,8 Mio. EUR).
Das Segment Bauindustrie erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr 24,4 % des Umsatzes der INDUS-Gruppe. Stellvertretend für dieses Segment wird hier das Unternehmen OBUK vorgestellt.
Die im Münsterland ansässige OBUK Haustürfüllungen GmbH & Co. KG gehört seit dem 1. Januar 2007 zur INDUS-Gruppe, welche 75 % der Anteile an OBUK erworben hat. Das Unternehmen ist auf Füllungen aus Kunststoff und Aluminium für Haustüren spezialisiert und erfüllt die individuellen Anforderungen und Wünsche jedes Kunden passgenau. Optimale Lösungen unter Verwendung hochwertigster Materialien in Verbindung mit einzigartigem Design sind das Erfolgsrezept. Die spezifisch gestalteten Haustürfüllungen integrieren sich dabei nahtlos in Architektur und Innenarchitektur. OBUK versorgt den Markt seit nunmehr über 20 Jahren mit einer Vielzahl von Modellvarianten von klassisch bis modern und ist stolz auf das vielfältige Angebot.
Geschäftsführer Günther Keutmeier (2. von rechts) mit seiner Führungsmannschaft
"Den Menschen hinter der Haustür als das Maß aller Dinge" zu betrachten, ist das Motto von OBUK. Startete das Unternehmen 1980 mit nur drei Mitarbeitern, so ist deren Zahl bis heute auf rund 150 angewachsen. Unter der Leitung des Gründers und jetzigen Geschäftsführers Günther Keutmeier verlassen jährlich etwa 30.000 Haustürfüllungen die modernen OBUK-Werkstätten.
Vertriebsleiter Michael Witte
Die positive Entwicklung in der deutschen Bauindustrie hat sich auch im vergangenen Jahr weiter fortgesetzt. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie berichtete von einem Anstieg der Bauinvestitionen um nominal 8,3 % bzw. real 2,0 %. Der Wirtschaftsbau war mit einem Investitionszuwachs von 9,1 % wiederum der wesentliche Wachstumsmotor für die deutsche Bauindustrie. Zusätzlich steuerte der öffentliche Bau dank der besseren Finanzlage der Gebietskörperschaften positive Impulse bei. In diesem wichtigen Sektor wuchsen die Bauinvestitionen um 14,3 %. Der Wohnungsbau entwickelte sich hingegen mit einem Plus von 6,7 % schwächer. Hier spiegelten sich der Wegfall der Eigenheimzulage und die Erhöhung der Mehrwertsteuer entsprechend negativ wider. Der Einfamilienhausbau ging nochmals dramatisch zurück.
Das Segment Bauindustrie umfasste zum Bilanzstichtag zehn operative Einheiten. Im Vergleich zum Vorjahr neu hinzugekommen ist die OBUK Haustürfüllungen GmbH & Co. KG, Oelde. Die erstmalige Konsolidierung des Spezialisten für Füllungen aus Kunststoff und Aluminium für Haustüren im Premiumbereich erfolgte mit Wirkung ab dem 1. Januar 2007.
Der Umsatz des Segments Bauindustrie stieg im Geschäftsjahr 2007 kräftig um 26,6 % auf 227,3 Mio. EUR. Davon ist ein Teil auf die erstmalige Einbeziehung von OBUK in den Konsolidierungskreis zurückzuführen. Auch die bestehenden Beteiligungen entwickelten sich positiv.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 17,7 % auf 31,3 Mio. EUR (Vorjahr: 26,6 Mio. EUR). Trotz einer damit leicht auf 13,8 % (Vorjahr: 14,8 %) gesunkenen EBIT-Marge erzielten die Segmentunternehmen eine weiterhin deutlich über dem Branchenschnitt liegende Rentabilität.
Das Investitionsvolumen lag bei 23,0 Mio. EUR und damit deutlich über dem Vorjahresniveau. Schwerpunkte der Investitionstätigkeit bei Sachanlagen waren Automatisierungsinvestitionen bei den Serienfertigern und die Schaffung eines Logistikcenters bei einem Beteiligungsunternehmen mit stark wachsendem Umsatz. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter stieg unter anderem aufgrund der erstmaligen Konsolidierung von OBUK um 247 Mitarbeiter auf 984 Mitarbeiter.
| Segment Bauindustrie | 2005 | 2006 | 2007 | +/– % | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. EUR | 147,4 | 179,6 | 227,3 | + 26,6 |
| EBIT | in Mio. EUR | 25,4 | 26,6 | 31,3 | + 17,7 |
| Abschreibungen | in Mio. EUR | 4,1 | 6,6 | 5,2 | – 21,2 |
| Investitionen | in Mio. EUR | 22,1 | 14,1 | 23,0 | + 63,1 |
| Mitarbeiter | Ø | 673 | 737 | 984 | + 33,5 |
Beispielhaft für das Segment Maschinenbau, welches 2007 einen Umsatzanteil von 16,5 % beisteuerte, wird an dieser Stelle das schweizerische Unternehmen BACHER präsentiert.
Die BACHER AG mit Sitz in Reinach und ihre Tochtergesellschaft HERRLI Industrie AG, Brügg, gehören seit 2000 zur INDUS-Gruppe. BACHER wurde bereits 1919 gegründet und hat sich zum heute führenden schweizerischen Unternehmen in der Feinblechverarbeitung entwickelt. BACHER entwirft maßgeschneiderte gesamtheitliche Systemlösungen, die individuell auf das jeweilige Projekt und die speziellen Kundenwünsche zugeschnitten sind.
Auf 8.000 m2 Produktionsfläche fertigen rund 150 Mitarbeiter komplette Baugruppen aus Stahl, Edelstahl und Aluminium auf einem modernen Maschinenpark. Kompetente Beratungsteams unter der Leitung des Geschäftsführers Bruno Grob erarbeiten mit den Kunden maßgeschneiderte Lösungen. BACHER hat sich dabei in jüngerer Zeit zu einem Spezialisten für die Konstruktion und Fertigung kompletter Deckensysteme von Fahrgastzellen für die europäische Schienenfahrzeugindustrie entwickelt. Daneben beliefert BACHER Kunden auf den Gebieten Verkehrs- und Medizinaltechnik, Labortechnik und Maschinenbau. Mit seiner einzigartigen Kompetenz hat BACHER in der Schweiz neue Maßstäbe in der Feinblechverarbeitung gesetzt.
574,8 km/h – BACHER war beim Weltrekord des TGV dabei.
186 Bauteile hat BACHER für die Baugruppen Klimatisierung, Chassis, Kabelversorgung und Verkleidungselemente geliefert.
Michel Scherrer (links), Mitglied der Geschäftsleitung (Verkauf/Technik), und Bruno Grob (rechts), Geschäftsführer und Verwaltungsrat-Delegierter
Der deutsche Maschinenbau knüpfte 2007 nahtlos an die positive Entwicklung der Vorjahre an und erzielte erstmals seit 1969 eine zweistellige Zuwachsrate. Am Ende des vierten Rekordjahres in Folge standen ein Produktionsplus von 11 % auf 181 Mrd. EUR und ein Umsatzplus von 13 % auf 193 Mrd. EUR, zu dem laut des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sämtliche Fachsektoren beitrugen. Das Inlandsgeschäft wuchs wie im Vorjahr mit einem Plus von 17,5 % deutlich stärker als das Exportgeschäft. Allerdings ist der Exportanstieg um 12,7 % vor dem Hintergrund des starken Euros und der schwächeren Wirtschaftsentwicklung in den USA als deutliches Zeichen der Stärke für den deutschen Maschinenbau zu werten. Die Kapazitätsauslastung erreichte mit 92 % ebenfalls ein neues Rekordniveau.
Das Segment Maschinenbau bestand zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr unverändert aus neun Unternehmen.
Getragen von einem starken Exportgeschäft stiegen die Umsatzerlöse des Segments Maschinenbau um 9,0 % auf 152,9 Mio. EUR. Dieses im Vergleich zur Gesamtmarktentwicklung geringe Wachstum wurde mit dem Ziel einer Margenverbesserung bewusst in Kauf genommen.
25,5 %
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg kräftig um 34,7 % auf 16,3 Mio. EUR (Vorjahr: 12,1 Mio. EUR). Die EBIT-Marge betrug damit 10,7 % (Vorjahr: 8,6 %).
Insgesamt investierten die Segmentunternehmen 3,2 Mio. EUR.
Schwerpunkte der Investitionstätigkeit waren diverse Erweiterungs- und Automatisierungsinvestitionen. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter stieg um 39 Mitarbeiter auf 683 Mitarbeiter.
| Segment Maschinenbau | 2005 | 2006 | 2007 | +/– % | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. EUR | 122,6 | 140,3 | 152,9 | + 9,0 |
| EBIT | in Mio. EUR | 16,4 | 12,1 | 16,3 | + 34,7 |
| Abschreibungen | in Mio. EUR | 4,2 | 7,6 | 2,9 | – 61,8 |
| Investitionen | in Mio. EUR | 2,8 | 2,9 | 3,2 | + 10,3 |
| Mitarbeiter | Ø | 606 | 644 | 683 | + 6,1 |
Aus dem Segment Automobilindustrie, das einen Umsatzanteil von 29,2 % hat, wird hier beispielhaft die S.M.A. Metalltechnik GmbH und Co. KG vorgestellt.
Das Unternehmen ist seit 2001 eine Tochter der INDUS Holding AG. Die S.M.A. zeichnet sich als zuverlässiger Entwicklungspartner und Systemlieferant aus und hat sich als Autozulieferer auf die Entwicklung, Konstruktion und Produktion von Klima-, Heiz-, Kühl-, Servokühlungs- und Schmierölrücklauf-Leitungen in Automobilen spezialisiert. Das Unternehmen wurde 1990 in Backnang gegründet und ist seither stetig gewachsen. So startete dann auch 2000 die Tochtergesellschaft S.M.A. Engineering South Africa (Pty.) Ltd. in East London, Südafrika. Heute begegnen rund 450 Mitarbeiter an beiden Standorten den täglichen Herausforderungen mit Flexibilität und dem unbedingten Willen zum Erfolg. Das Unternehmen unter der Leitung der Geschäftsführer Klaus-Dieter Liehr und Dirk Schwenne steht für zahlreiche Innovationen in der Produkt- und Produktionstechnik.
Entgegen dem aktuellen Trend, Produktionsabläufe auszugliedern, erfolgt bei S.M.A. der gesamte Herstellungsprozess vor Ort durch kompetente Fachkräfte. Die innovativen Leitungssysteme werden aus Stahl-, Edelstahl- oder Aluminiumrohren sowie permeationsarmen Elastomerschläuchen gefertigt. Das Unternehmen arbeitet in Entwicklung und Konstruktion bereits Jahre vor dem Serienanlauf eines Automobils eng mit dem jeweiligen Kunden zusammen. Der Markt wird von S.M.A. aktiv mitgestaltet. Dies begründet den technologischen Vorsprung des schwäbischen Unternehmens. Als Zulieferer für Premiumfahrzeuge steht S.M.A. im Rahmen mehrjähriger Entwicklungsprojekte täglich im Dialog mit seinen Kunden, zu denen alle namhaften deutschen Automobilhersteller zählen.
Werk Backnang, Deutschland (oben), und Werk East London, Südafrika (links)
Die beiden Geschäftsführer Dirk Schwenne (links) und Klaus-Dieter Liehr (CEO)
Die deutsche Automobilindustrie profitierte im vergangenen Jahr von einem starken Exportgeschäft und erzielte einen neuen Produktionsrekord im Pkw-Geschäft. Die Exporte stiegen um 11 % auf 4,3 Mio. Einheiten und erreichten damit den fünften Rekordwert in Folge, sodass die deutschen Hersteller auch insgesamt in der Pkw-Produktion mit einem Anstieg um 6 % auf 5,7 Mio. Einheiten einen neuen Rekordwert erzielten. Deutlich schwächer verlief vor dem Hintergrund der Mehrwertsteuererhöhung das Inlandsgeschäft. Hier lag der Absatz mit 3,2 Mio. Pkw um 9 % unter dem Vorjahresniveau. Das beste Zulassungsergebnis seit der Wiedervereinigung wurde mit 229.000 (+12 %) neu zugelassenen Transportern und 100.000 schweren Nutzfahrzeugen (+6 %) im Nutzfahrzeugbereich erzielt.
Das Segment Automobilindustrie beinhaltete zum Bilanzstichtag unverändert zwölf operative Einheiten. Mit Wirkung zum 1. August 2007 erhöhte INDUS seine Beteiligung an der SELZER Fertigungstechnik GmbH & Co. KG, Driedorf-Roth, von 70 % auf 85 %. INDUS erwarb die Anteile von dem aus Altersgründen ausgeschiedenen geschäftsführenden Gesellschafter Hans Joachim Selzer. Die Familie Selzer ist durch Tobias Selzer weiterhin in der Geschäftsführung des Spezialisten für komplette, einbaufertige Baugruppen aus Metall, insbesondere für Schaltgetriebe, Bremsen und Motoren, vertreten.
Der Umsatz des Segments Automobilindustrie erhöhte sich im Geschäftsjahr 2007 um 10,6 % auf 271,7 Mio. EUR.
26,0 Mio. EUR 25,5 %
Die stark gestiegenen Preise für Rohöl und Metall sowie die hohen Tariflohnabschlüsse konnten durch umfassende Effizienz- und Rationalisierungsmaßnahmen teilweise kompensiert werden. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 23,8 % auf 26,0 Mio. EUR (Vorjahr: 21,0 Mio. EUR). Die EBIT-Marge erhöhte sich auf 9,6 % (Vorjahr: 8,6 %).
Das Investitionsvolumen stieg, im Wesentlichen bedingt durch die Beteiligungserhöhung bei SELZER, um 17,8 % auf 31,8 Mio. EUR. Schwerpunkte der Investitionstätigkeit in Sachanlagen waren WIESAUPLAST mit dem Aufbau einer Produktionsstätte in Mexiko, SELZER mit mehreren Neuprojektanläufen sowie zahlreiche Rationalisierungsinvestitionen bei den anderen Unternehmen in diesem Segment. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich um 289 Mitarbeiter auf 2.046 Mitarbeiter.
| Segment Automobilindustrie | 2005 | 2006 | 2007 | +/– % | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. EUR | 196,3 | 245,6 | 271,7 | + 10,6 |
| EBIT | in Mio. EUR | 14,6 | 21,0 | 26,0 | + 23,8 |
| Abschreibungen | in Mio. EUR | 18,9 | 24,9 | 18,7 | – 24,9 |
| Investitionen | in Mio. EUR | 62,3 | 27,0 | 31,8 | + 17,8 |
| Mitarbeiter | Ø | 1.646 | 1.757 | 2.046 | + 16,4 |
Das Segment Konsumgüter, mit dem INDUS 2007 10,3 % ihres Umsatzes erzielte, soll an dieser Stelle beispielhaft durch die IMECO Einwegprodukte GmbH & Co. KG vertreten werden.
Das 1984 gegründete und seit 1999 zur INDUS-Gruppe gehörende Unternehmen ist führender Anbieter von Vliesstoff- und Papiererzeugnissen und wartet mit einer breiten Produktpalette auf. Die innovativen Produkte finden unter anderem in den Bereichen Medizin, Haushalt und Industrie Verwendung. Das wettbewerbsfähige Preis-Leistungs-Verhältnis, die Position von IMECO als hoch qualifizierter Produzent sowie der umfassende und verlässliche Service bilden die Grundlagen des Unter- nehmenserfolgs. Verschiedene Zertifizierungen der von IMECO entwickelten und vertriebenen Produkte sichern den hohen Qualitätsstandard und garantieren die gute Produktqualität.
Auf dieser Basis hat IMECO es in verschiedenen Marktsegmenten zur Marktführerschaft gebracht. Die langfristige Zusammenarbeit mit den Kunden dokumentiert deren hohe Zufriedenheit. An den vier Standorten des Unternehmens (Hösbach, Kulmbach, Königswalde und Imakon in Polen) arbeiten unter der Leitung von Geschäftsführer Dieter Joa rund 300 Mitarbeiter engagiert für den Unternehmenserfolg.
Rüdiger Lauterbach (links), Betriebsleiter im Werk Kulmbach, und Geschäftsführer Dieter Joa (rechts)
Die zum Jahresbeginn durchgeführte Mehrwertsteuererhöhung versetzte der Kauflust der deutschen Konsumenten ebenso wie die vor allem für Energie und Nahrungsmittel steigenden Preise einen deutlichen Dämpfer. Insgesamt fielen die privaten Konsumausgaben im Inland um 0,5 % geringer aus als im Vorjahr. Die positiven Effekte aus dem Wachstum der verfügbaren Einkommen und der erfreulichen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt mit einem Rückgang der Arbeitslosenzahlen von 4,3 Mio. auf 3,6 Mio. reichten nicht aus, um den Konsumenten zu stimulieren. Die Diskussion über die Verlagerung von Arbeitsplätzen führte zu einer spürbaren Verunsicherung, deren sichtbares Zeichen auch ein Anstieg der Sparquote von 10,5 % auf 10,8 % ist.
Das Segment Konsumgüter umfasste zum Bilanzstichtag unverändert vier operative Einheiten.
Die Umsatzerlöse des Segments Konsumgüter sanken um 5,8 % auf 96,1 Mio. EUR. Trotz der sinkenden Umsatzerlöse gelang es den Segmentunternehmen, dank der umgesetzten Optimierungsprogramme die Ergebniskennziffern zu verbessern. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich um 11,5 % auf 11,6 Mio. EUR (Vorjahr: 10,4 Mio. EUR). Damit stieg die EBIT-Marge auf 12,1 % an (Vorjahr: 10,2 %).
Das Investitionsvolumen lag bei 8,1 Mio. EUR und damit unter dem Vorjahresniveau. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter verringerte sich aufgrund der durchgeführten Rationalisierungsmaßnahmen um 62 Mitarbeiter auf 784 Mitarbeiter.
| Segment Konsumgüter | 2005 | 2006 | 2007 | +/– % | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. EUR | 103,0 | 102,0 | 96,1 | – 5,8 |
| EBIT | in Mio. EUR | 11,2 | 10,4 | 11,6 | + 11,5 |
| Abschreibungen | in Mio. EUR | 6,6 | 6,7 | 6,0 | – 10,4 |
| Investitionen | in Mio. EUR | 10,6 | 12,8 | 8,1 | – 36,7 |
| Mitarbeiter | Ø | 855 | 846 | 784 | – 7,3 |
Zum Segment Übrige Beteiligungen, das im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatzanteil von 19,6 % beisteuerte, gehört die M. BRAUN Inertgas-Systeme GmbH.
Das in Garching ansässige Unternehmen wurde 1974 unter dem Namen M. BRAUN Labortechnische Geräte GmbH gegründet und gehört seit 2002 unter dem heutigen Namen zur INDUS-Gruppe. M. BRAUN gilt als bedeutender Systemausrüster für Forschung und Industrie. Das Unternehmen hat sich auf Glovebox-Systeme und Gasreinigungsanlagen spezialisiert und ist in diesen Bereichen Weltmarktführer. Die Produkte von M. BRAUN werden beispielsweise in der Entwicklung und der Produktion von Flachbildschirmen, Xenon- und Gasentladungslampen und diversen pharmazeutischen Erzeugnissen eingesetzt. Die Produktpalette reicht dabei von Standardprodukten bis hin zu maßgeschneiderten Großanlagen für individuelle Kundenbedürfnisse.
Geschäftsführer Dr. Martin Reinelt
Unter der Geschäftsführung von Dr. Martin Reinelt arbeiten 181 Mitarbeiter erfolgreich für das Unternehmen. Das Qualitätsmanagement von M. BRAUN ist seit 2003 nach der Norm ISO 9001:2000 zertifiziert. Das kontinuierlich wachsende Unternehmen betreibt neben dem deutschen Stammsitz in Garching bei München seit 1994 eine Tochtergesellschaft in den USA, seit 2002 in China und seit 2006 in der Schweiz.
Jürgen Czupski, kaufmännischer Leiter (links) und der Vertriebsleiter Gerd Friedemann (rechts)
In dem Segment Übrige Beteiligungen subsumiert INDUS die Beteiligungen, die ihre Produkte an Kunden unterschiedlicher Branchen liefern und sich daher keinem der vier vorangegangenen Segmente eindeutig zuordnen lassen. Als grober Maßstab kann die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, charakterisiert durch das Bruttoinlandsprodukt, herangezogen werden. Das BIP stieg im vergangenen Jahr preis- und kalenderbereinigt um 2,6 % gegenüber dem Vorjahr. Damit setzte sich die positive Entwicklung der deutschen Wirtschaft weiter fort, jedoch ließ die Dynamik vor allem in der zweiten Jahreshälfte deutlich nach. Weitere Erläuterungen zur allgemeinwirtschaftlichen Entwicklung sind im Abschnitt Geschäfts- und Rahmenbedingungen dieses Lageberichts abgedruckt.
Das Segment Übrige Beteiligungen setzte sich zum Bilanzstichtag unverändert aus sieben operativen Einheiten zusammen.
Der Umsatz des Segments Übrige Beteiligungen stieg im vergangenen Geschäftsjahr leicht um 1,9 % auf 181,8 Mio. EUR.
26,0 Mio. EUR 25,5 %
Die im vergangenen Jahr eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen zeigten bereits positive Effekte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 7,7 % auf 16,7 Mio. EUR (Vorjahr: 15,5 Mio. EUR). Die EBIT-Marge betrug 9,2 % (Vorjahr: 8,7 %).
Insgesamt investierten die Segmentunternehmen 11,8 Mio. EUR.
Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter stieg um 90 Mitarbeiter auf 1.280 Mitarbeiter.
| Segment Übrige Beteiligungen | 2005 | 2006 | 2007 | +/– % | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. EUR | 162,5 | 178,4 | 181,8 | + 1,9 |
| EBIT | in Mio. EUR | 14,7 | 15,5 | 16,7 | + 7,7 |
| Abschreibungen | in Mio. EUR | 8,9 | 15,4 | 7,8 | – 49,4 |
| Investitionen | in Mio. EUR | 17,1 | 9,5 | 11,8 | + 24,2 |
| Mitarbeiter | Ø | 1.216 | 1.190 | 1.280 | + 7,6 |
Im Geschäftsjahr 2007 beschäftigte INDUS im Konzern durchschnittlich 5.777 Mitarbeiter (Vorjahr: 5.174 Mitarbeiter). Der Anstieg ist sowohl auf die erstmalige Konsolidierung von OBUK als auch auf einen vermehrten Personalbedarf in den Segmenten Bau und Automobilindustrie aufgrund des größeren Geschäftsvolumens zurückzuführen. Von unseren Mitarbeitern arbeiteten 4.972 im Inland (Vorjahr: 4.531) und 805 im Ausland (Vorjahr: 643).
Einen traditionell hohen Stellenwert genießt bei den mittelständischen Beteiligungsgesellschaften des INDUS-Konzerns die Ausbildung junger Menschen in zukunftsträchtigen Berufen. So stieg die Zahl der Auszubildenden im vergangenen Jahr um 16 auf 264 (Vorjahr: 248 Auszubildende) weiter an. Die Ausbildung erfolgt in unterschiedlichen gewerblichen und kaufmännischen Berufen. Die Ausbildungsquote lag bei 4,6 % (Vorjahr: 4,8 %). Ziel des umfangreichen Ausbildungsprogramms ist es, durch eine qualitativ hochwertige Ausbildung weiterhin viele der Fach- und Führungskräfte aus den eigenen Reihen rekrutieren zu können.
Die Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital der INDUS Holding AG. Ihre fachliche und soziale Kompetenz bilden die Basis für die erfolgreiche Entwicklung der einzelnen Beteiligungsgesellschaften und des Konzerns. Die Förderung des individuellen Potenzials durch kontinuierliche Weiterbildungsmaßnahmen steht dabei im Zentrum der Personalpolitik. Diese wird dezentral von den einzelnen Beteiligungsgesellschaften entsprechend den jeweiligen Qualitätsanforderungen und Zielen konzipiert und umgesetzt. Nicht zuletzt wegen der gegebenen Entwicklungschancen für jeden einzelnen Mitarbeiter verfügt INDUS über hoch motivierte und loyale Mitarbeiterteams in den einzelnen Beteiligungsgesellschaften. Ein Zeichen dafür ist die seit Jahren unverändert geringe Fluktuationsrate.
Die einzelnen Beteiligungsgesellschaften steuern ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten eigenverantwortlich. Im Fokus stehen dabei die Weiterentwicklung der vorhandenen Produkte, die Neuentwicklung technologisch führender Produkte sowie die Optimierung der Produktionsprozesse. Sämtliche Verfahren werden kontinuierlich weiterentwickelt und neue Technologien und Materialien auf Verbesserungspotenziale für die Prozesskette geprüft. Dabei hat zunehmend die ökologische Verträglichkeit der Produkte, aber auch der Produktion, an Gewicht gewonnen. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung inklusive der aktivierten Eigenleistungen betrugen im Berichtsjahr 12,0 Mio. EUR (Vorjahr: 11,3 Mio. EUR).
Umweltschutz und insbesondere der verantwortungsvolle Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist ein zentraler Bestandteil der unternehmerischen und gesellschaftlichen Verantwortung der INDUS Holding AG und der einzelnen Beteiligungsgesellschaften. Alle Mitarbeiter im Konzern sind dazu angehalten, bei der Beschaffung, der Produktion und der Entsorgung darauf zu achten, die Regelungen des Umweltschutzes einzuhalten. Diese werden mit dem Fokus auf dem schonenden Umgang mit Energie, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie der Abfallvermeidung und umweltgerechten Abfallentsorgung kontinuierlich weiterentwickelt. Die einzelnen Regelungen und Maßnahmen werden eigenverantwortlich von den Geschäftsführern der einzelnen Beteiligungsgesellschaften mit Blick auf das spezifische Umfeld im Einklang mit der Unternehmensphilosophie entwickelt und überprüft.
Die Umsatzerlöse in der AG reduzierten sich im vergangenen Jahr auf 3,6 Mio. EUR (Vorjahr: 7,2 Mio. EUR). Dieser Rückgang ist auf die niedrigeren Beratungsleistungen zurückzuführen, die von der Holding für die einzelnen Beteiligungsgesellschaften erbracht wurden, nachdem im Vorjahr die in Rechnung gestellten Beratungsleistungen aufgrund individueller Optimierungsprogramme deutlich zugelegt hatten. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 2,8 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 3,2 Mio. EUR).
Die Personalaufwendungen erhöhten sich auf 3,6 Mio. EUR (Vorjahr: 3,2 Mio. EUR). Während die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen mit 0,4 Mio. EUR konstant blieben, stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf 7,4 Mio. EUR (Vorjahr: 4,9 Mio. EUR).
Die Erträge aus Beteiligungen erreichten mit 79,0 Mio. EUR nahezu das Vorjahresergebnis (Vorjahr: 80,4 Mio. EUR). Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens stiegen auf 5,3 Mio. EUR (Vorjahr: 3,6 Mio. EUR), die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge auf 7,1 Mio. EUR (Vorjahr: 6,0 Mio. EUR). Nach der Neubewertung des Anlagevermögens im Vorjahr sanken die Abschreibungen auf Finanzanlagen auf nur 2,1 Mio. EUR (Vorjahr: 86,6 Mio. EUR). Die Zinsaufwendungen blieben mit 23,6 Mio. EUR nahezu unverändert (Vorjahr: 24,3 Mio. EUR). Insgesamt verbesserte sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von –20,2 Mio. EUR auf 60,0 Mio. EUR. Nach Abzug der zu zahlenden Steuern in Höhe von 7,3 Mio. EUR (Vorjahr: 9,2 Mio. EUR) ergibt sich somit eine deutliche Verbesserung des Jahresergebnisses auf 52,7 Mio. EUR (Vorjahr: –29,3 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie beträgt 2,90 EUR nach –1,63 EUR im Vorjahr. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages in Höhe von 0,7 Mio. EUR liegt der Bilanzgewinn bei 53,4 Mio. EUR (Vorjahr: 22,3 Mio. EUR).
Der gemeinsame Gewinnverwendungsvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat sieht vor, aus dem Bilanzgewinn von 53,4 Mio. EUR eine unveränderte Dividende von 1,20 EUR je Aktie an die Aktionäre auszuschütten. Mit einer Gesamtausschüttungssumme von 21,8 Mio. EUR wird die kontinuierliche Dividendenpolitik der INDUS Holding AG fortgesetzt. Die Ausschüttungsquote liegt bei 40,8 %.
Die Bilanzsumme der INDUS Holding AG stieg um 34,4 Mio. EUR auf 934,7 Mio. EUR (Vorjahr: 900,3 Mio. EUR). Das Anlagevermögen wuchs, im Wesentlichen bedingt durch höhere Anteile an verbundenen Unternehmen und höhere Ausleihungen an verbundene Unternehmen, um 37,8 Mio. EUR auf 762,2 Mio. EUR
(Vorjahr: 724,4 Mio. EUR). Innerhalb des Umlaufvermögens lagen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit 152,9 Mio. EUR leicht um 4,1 Mio. EUR über dem Vorjahreswert in Höhe von 148,8 Mio. EUR. Die liquiden Mittel sanken um 7,3 Mio. EUR auf 19,4 Mio. EUR (Vorjahr: 26,7 Mio. EUR), sodass insgesamt das Umlaufvermögen um 3,2 Mio. EUR auf 172,3 Mio. EUR rückläufig war (Vorjahr: 175,6 Mio. EUR).
Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital aufgrund der positiven Entwicklung im vergangenen Geschäftsjahr deutlich um 31,2 Mio. EUR auf 488,4 Mio. EUR an. In Relation zur Bilanzsumme errechnet sich eine Eigenkapitalquote von 52,2 %. Dies ist verglichen zum Vorjahr eine Verbesserung um 1,4 Prozentpunkte. Damit verfügt INDUS über eine überaus gesunde Bilanzstruktur, die genügend Spielraum für das weitere interne und externe Wachstum lässt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten blieben mit 390,2 Mio. EUR nahezu konstant (Vorjahr: 389,9 Mio. EUR).
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2007 beschäftigte die INDUS Holding AG unverändert 18 Mitarbeiter.
Die zum 31. Juli 2007 gezogene Verkaufsoption eines Mitgesellschafters bei unserem Beteiligungsunternehmen SELZER führte zur teilweisen Ausnutzung des von der Hauptversammlung genehmigten Kapitals II und einer damit verbundenen Erhöhung des Grundkapitals um 370.033 neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien. Diese neuen Aktien haben eine Gewinnberechtigung ab dem 1. August 2007. Die Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister beim Amtsgericht Köln erfolgte erst im März 2008.
Das Grundkapital der INDUS Holding AG beträgt zum 31. Dezember 2007 gemäß den Punkten 4.1 und 4.2 der Satzung 46.800.000,00 EUR und ist eingeteilt in 18.000.000 nennwertlose Inhaber-Stammaktien. Nach der Eintragung der Kapitalerhöhung im März 2008 (siehe Nachtragsbericht) beträgt das Grundkapital 47.762.086,00 EUR und ist eingeteilt in 18.370.033 nennwertlose Inhaber-Stammaktien. Eine Aktie gewährt einen rechnerischen Anteil von 2,60 EUR am Grundkapital. In der Hauptversammlung gewährt gemäß Punkt 7.9 der Satzung jede Aktie eine Stimme. Die mit den Stammaktien verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich aus den entsprechenden Regelungen des Aktiengesetzes. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie sich aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben könnten, sind dem Vorstand nicht bekannt.
Direkte oder indirekte Beteiligungen an der INDUS Holding AG, die 10,0 % der Stimmrechte überschreiten, wurden der Gesellschaft gegenüber nicht angezeigt.
Eine gesetzlich definierte Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital der INDUS Holding AG beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, ist dem Vorstand nicht bekannt. Es existieren auch keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG. Gemäß Punkt 5.1 der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Darüber hinaus bestimmt die Satzung in den Punkten 5.1 und 5.2, dass der Aufsichtsrat die Anzahl der Vorstandsmitglieder festlegt und die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder vornimmt sowie die Bestellung eines Vorstandsmitglieds zum Vorsitzenden oder Sprecher und eines weiteren Vorstandsmitglieds zum stellvertretenden Vorsitzenden vornehmen kann.
Die Regelungen für Satzungsänderungen richten sich nach den §§ 179 ff. AktG. Für Satzungsänderungen ist demnach in der Regel eine Zustimmung von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals notwendig. Der Aufsichtsrat kann gemäß Punkt 7.12 der Satzung Änderungen der Satzung beschließen, die nur die Fassung betreffen, sowie gemäß Punkt 4.5 den Wortlaut der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals ändern.
Gemäß Punkt 4.3 der Satzung ist der Vorstand laut Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Juli 2006 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. Juni 2009 mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 18.720.000,00 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Den Aktionären ist bei der Kapitalerhöhung ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.
Gemäß Punkt 4.4 der Satzung ist der Vorstand darüber hinaus ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. Juni 2009 mit Zustimmung des Aufsichtsrates zusätzlich um bis zu 3.717.914,00 EUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Der angegebene Betrag des Genehmigten Kapitals II berücksichtigt bereits die im März 2008 eingetragene Kapitalerhöhung. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden und die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung festzulegen. Die Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass auf die durch § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG angeordnete Begrenzung auf 10 % des Grundkapitals diejenigen Aktien anzurechnen sind, die in der Zeit vom 5. Juli 2004 bis zur Ausübung dieser Ermächtigung aufgrund einer Ermächtigung zur Veräußerung eigener Aktien seitens der Gesellschaft unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre veräußert worden sind.
Gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Juli 2007 ist die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 2. Januar 2009 eigene Aktien bis zu einer Anzahl von 1.800.000 Stück, was einem Anteil von 10 % der derzeitigen Stückaktien und damit einem Anteil von 10 % des derzeitigen Grundkapitals entspricht, zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen sowie einoder mehrmals ausgeübt werden. Insgesamt dürfen jedoch nicht mehr als 10 % des Grundkapitals erworben werden, wobei andere Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und besitzt, anzurechnen sind. Der Erwerb erfolgt über die Börse. Der Kaufpreis je Aktie darf den Durchschnitt der Schlusskurse der INDUS-Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse an den dem Erwerbsgeschäft vorangehenden drei Börsenhandelstagen um nicht mehr als 5 % (ohne Erwerbsnebenkosten) übersteigen oder unterschreiten. Der Vorstand wird ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien über die Börse oder mit Zustimmung des Aufsichtsrates unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre auch in anderer Weise zu veräußern. Bei einer Veräußerung im Börsenhandel darf der Veräußerungspreis pro Aktie die durchschnittlichen Börsenschlusskurse an der Frankfurter Wertpapierbörse an den dem Veräußerungsgeschäft vorangehenden drei Börsenhandelstagen
um nicht mehr als 5 % (ohne Veräußerungsnebenkosten) unterschreiten. Bei einer Veräußerung außerhalb des Börsenhandels darf der Veräußerungspreis die durchschnittlichen Börsenschlusskurse an der Frankfurter Wertpapierbörse an den drei vorangegangenen Börsenhandelstagen vor der Abgabe des Veräußerungsangebotes um nicht mehr als 5 % (ohne Erwerbsnebenkosten) unterschreiten. Der Veräußerungspreis darf den rechnerischen Nennbetrag der Aktien nicht unterschreiten. Die Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass auf die durch § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG angeordnete Begrenzung auf 10 % des Grundkapitals diejenigen Aktien anzurechnen sind, die nach Schaffung des Genehmigten Kapitals II unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre veräußert worden sind.
Für den Fall des Kontrollwechsels bzw. Kontrollerwerbs hat die INDUS Holding AG mit den Vorständen im Rahmen der Anstellungsverträge eine sogenannte Change-of-Control-Klausel vereinbart. Bei entsprechender Wirksamkeit besitzen die Vorstände ein außerordentliches Kündigungsrecht, verbunden mit dem Anspruch auf eine Abfindung in Höhe der Gesamtbezüge bis zur planmäßigen Beendigung des Anstellungsvertrages. Darüber hinaus sind keine weiteren Vereinbarungen im Fall des Kontrollwechsels bzw. Kontrollerwerbs vereinbart.
Die Vorstandsvergütung setzt sich aus einer fixen Vergütung und einer variablen Vergütung, abhängig von den Aufgaben und Leistungen sowie dem geschäftlichen Erfolg des Unternehmens, zusammen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine fixe Vergütung und eine variable Vergütung in Abhängigkeit von der Höhe der Dividende. Die Details der Organvergütung werden im Vergütungsbericht im Rahmen des Corporate-Governance-Berichts sowie im Anhang erläutert.
Jedes unternehmerische Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Aus diesem Grund ist ein wirksames Risikomanagementsystem als integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse in der Holding und bei den einzelnen Beteiligungsgesellschaften unverzichtbar für das Erkennen, Bewerten und Begrenzen von Risiken. Damit trägt das Risikomanagementsystem auch zur nachhaltigen Sicherung und Bewahrung des Unternehmenswerts bei. Als Grundlage der organisatorischen Einbindung des Risikomanagements in die betrieblichen Abläufe sind vor allem die Managementstruktur, das Planungssystem sowie detaillierte Berichts- und Informationssysteme anzusehen. Vorstand und Aufsichtsrat der INDUS Holding AG erhalten detaillierte Berichte über die Risikolage der Holding, der einzelnen Beteiligungsgesellschaften sowie der relevanten Branchen. Mit diesen Instrumenten kann regelmäßig und zeitnah geprüft werden, ob sich die Einschätzungen und Rahmenbedingungen verändert haben und welche Maßnahmen eventuell ergriffen werden müssen.
In regelmäßigen Abständen werden Struktur und Funktionsweise des Risikomanagementsystems intern überprüft. Diese Erkenntnisse fließen in einem permanenten Prozess ebenso in die Weiterentwicklung ein wie die Ergebnisse der Beurteilung des Risikomanagementsystems durch den Abschlussprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung. Auf diesem Weg ist eine kontinuierliche Verbesserung sichergestellt.
Das Beteiligungsportfolio der INDUS Holding AG umfasst 42 mittelständische Produktionsunternehmen, die ihren Hauptsitz im deutschsprachigen Raum haben. Der Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland wirkt INDUS durch die zielgerichtete Internationalisierung des operativen Geschäfts entgegen. Der Auslandsanteil betrug im Geschäftsjahr 2007 39,1 % (Vorjahr: 38,0 %). Gleichzeitig positionierten sich die Beteiligungsunternehmen mit zusätzlichen Produktionsstätten im Ausland, um von dem niedrigeren Lohnniveau zu profitieren und im globalen Markt weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben.
INDUS investiert in spezialisierte Produktionsunternehmen aus den vier Kernbranchen Bauindustrie, Maschinenbau, Automobilindustrie und Konsumgüter sowie weiteren attraktiven Branchen wie zum Beispiel der Medizintechnik. Dieser bewusst gewählte, breit angelegte Branchenmix verringert die Abhängigkeit von der Entwicklung einzelner Branchen. Darüber hinaus sind die Beteiligungsunternehmen aufgrund der hohen Spezialisierung und ihrer starken Marktstellung in Nischenmärkten in konjunkturellen Abschwungphasen relativ robust in ihrer Geschäftsentwicklung.
Der langfristige Erfolg der INDUS Holding AG hängt im Wesentlichen von der sorgfältigen Analyse potenzieller Akquisitionsziele und der Steuerung des Beteiligungsportfolios durch die Holding ab. Unternehmensstrategische Risiken können entstehen, sollten die Erwartungen in Akquisitionen oder Investitionen nicht erfüllt werden. Um diese Risiken zu minimieren, setzt die Holding auf umfangreiche Tools zur Marktanalyse der jeweiligen Branche sowie eigene quantitative Tools zur Analyse von Akquisitionszielen.
Um bei den einzelnen Beteiligungen frühzeitig Risiken zu erkennen, berichten sämtliche Unternehmen auf monatlicher Basis über ihre aktuelle Geschäftsentwicklung und die individuelle Risikolage. Die kurz- und mittelfristigen Planungen für jedes Beteiligungsunternehmen und für die Holding gewährleisten dem Vorstand und Aufsichtsrat einen kontinuierlichen und zeitnahen Überblick über die Risikolage sowohl auf Basis des einzelnen Unternehmens als auch des INDUS-Konzerns.
Zu den leistungswirtschaftlichen Risiken zählen im Wesentlichen die Beschaffungsmarkt-, Produktions- und Absatzrisiken. Diesen Risiken sind die Beteiligungsunternehmen als produzierende Unternehmen in einem unterschiedlichen Maß ausgesetzt. So können die Einkaufspreise für Rohstoffe und Energien je nach Marktsituation stark schwanken, sodass es den Unternehmen nur in eingeschränktem Maß möglich sein kann, die gestiegenen Rohstoffkosten an die Kunden weiterzugeben. Lieferengpässe sind aufgrund der breiten Diversifizierung von untergeordneter Bedeutung. Den leistungswirtschaftlichen Risiken begegnet INDUS mit einem umfangreichen Maßnahmenbündel, um Preis- und Mengenrisiken auf den Beschaffungsmärkten frühzeitig zu erkennen, den Produktionsprozess kontinuierlich zu optimieren und die Qualität der Produkte zu erhöhen. Auf Konzernebene sind die Auswirkungen der leistungswirtschaftlichen Risiken aufgrund der breiten Diversifizierung des Gesamtportfolios deutlich begrenzt.
Maßgebliche Faktoren für die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens sind insbesondere die Kompetenz und das Engagement der Mitarbeiter. Zur Sicherung und Stärkung dieser Faktoren führen die Holding und die einzelnen Beteiligungsunternehmen zielgerichtete Personalbindungs- und -entwicklungsmaßnahmen sowohl materieller als auch immaterieller Natur durch. Auf diesem Weg gelingt es INDUS, mögliche Personalrisiken wie Fluktuation, Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte, unzureichende Qualifikation und Know-how-Verlust weitestgehend zu minimieren.
Die zunehmende Vernetzung der verschiedenen Informationssysteme und die permanente Verfügbarkeit stellen hohe Anforderungen an die eingesetzten Informationstechnologien. Informationstechnische Risiken aus dem Ausfall von Rechnersystemen und Netzwerken, unberechtigten Datenzugriffen oder Datenmissbrauch begegnet INDUS mit dem Einsatz moderner Hard- und Software nach aktuellen Sicherheitsstandards. Der Schutz und die Optimierung der IT-Systeme werden durch den Einsatz qualifizierter interner und externer Experten gewährleistet. Aktuell existieren keine besonderen, gravierenden Risiken im Zusammenhang mit der Informationssicherheit oder der verwendeten Informationstechnologie.
Finanzwirtschaftliche Risiken können Liquiditäts-, Fremdwährungs- und Zinsrisiken sein, die insbesondere durch Transaktionen im operativen Geschäft und deren Absicherung sowie durch die Finanzierung im Konzern entstehen. Die Optimierung der Konzernfinanzierung und die Begrenzung der finanzwirtschaftlichen Risiken
werden zentral durch die Holding gesteuert. Diese übernimmt für die einzelnen Beteiligungsunternehmen auf Basis der jeweiligen Planungsrechnung die Finanzierung des operativen Geschäfts. Grundsätzlich erfolgt die Finanzierung langfristig und unabhängig von der Realisierung einzelner Akquisitionsprojekte, um durch eine hohe Liquiditätsreserve jederzeit in der Lage zu sein, flexibel Chancen am Markt wahrzunehmen. Zum 31. Dezember 2007 betrugen die liquiden Mittel im Konzern 77,6 Mio. EUR (Vorjahr: 92,7 Mio. EUR). Darüber hinaus bestanden feste Finanzierungszusagen von verschiedenen Banken, mit denen INDUS seit langen Jahren vertrauensvoll zusammenarbeitet, in einem beträchtlichen Volumen.
Eine angemessene Eigenkapitalquote stärkt die Finanzlage der INDUS Holding AG und begrenzt die Finanzierungsrisiken zusätzlich zur hohen Nettoliquidität im Konzern. Die Eigenkapitalquote lag zum 31. Dezember 2007 im Konzern bei 25,1 % (Vorjahr: 22,7 %) und in der AG bei 52,2 % (Vorjahr: 50,8 %). Als zusätzliche Sicherungsmaßnahme ist die breit diversifizierte Fremdfinanzierung anzusehen, sodass keine Abhängigkeit von einzelnen Kreditgebern besteht. Eine Streuung der Fristen sowie eine langfristige Zinssicherung durch derivative Finanzinstrumente und Festzinssätze dienen ebenfalls der Minimierung der finanzwirtschaftlichen Risiken. Zum Bilanzstichtag existierten Zinsabsicherungen mit einem Nominalvolumen von 260,0 Mio. EUR (Vorjahr: 248,0 Mio. EUR).
Die 42 Beteiligungsunternehmen sind überwiegend im Euroraum aktiv. Die Verlagerung von Produktionsstätten in das außereuropäische Ausland wurde in den vergangenen Jahren zwar ebenso forciert wie das Auslandsgeschäft mit einem um 1,1 Prozentpunkte auf 39,1 % gestiegenen Umsatzanteil, gleichwohl spielen Währungsrisiken keine bedeutende Rolle. Im Einzelfall werden Devisenterminund geeignete Optionsgeschäfte zur Währungsabsicherung genutzt. Das Nominalvolumen der abgesicherten Währungsrisiken betrug zum Abschlussstichtag 3,4 Mio. EUR (Vorjahr: 2,7 Mio. EUR).
Die INDUS Holding AG und ihre Beteiligungsunternehmen sind einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu können insbesondere Risiken aus den Bereichen Wettbewerbs- und Kartellrecht, Steuerrecht sowie Produkthaftung gehören. Die INDUS Holding AG und die einzelnen Beteiligungsunternehmen sind in keine Gerichts- oder Schiedsverfahren verwickelt, die nach heutiger Einschätzung einen erheblichen nachteiligen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten.
Das steigende öffentliche Bewusstsein für einen schonenden Einsatz der natürlichen Ressourcen lässt erwarten, dass die Umweltschutzrichtlinien in Zukunft weiter verschärft werden. INDUS sensibilisiert seine Mitarbeiter für den verantwortungsbewussten Umgang mit den natürlichen Ressourcen während des gesamten Produktionsprozesses. Aktuell sind Umweltrisiken in der Holding und in den Beteiligungsunternehmen nicht erkennbar. Eventuelle Schäden aus potenziell eintretenden Umweltrisiken sind durch eine entsprechende Versicherung in ausreichender Höhe abgedeckt.
Die Risikolage des INDUS-Konzerns hat sich im Berichtszeitraum nicht wesentlich gegenüber dem Vorjahr verändert. Diese Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der zusammengefassten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Aus heutiger Sicht sind keine Risiken erkennbar, die alleine oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten.
Die wirtschaftliche Dynamik wird sich 2008 in den Industrieländern voraussichtlich spürbar abschwächen. Die Belastungen der Finanzmärkte durch die Subprimekrise, die unverändert hohen Rohstoffpreise sowie die gestiegene Inflation werden bremsend auf die konjunkturelle Entwicklung wirken. Die Schwäche der USamerikanischen Volkswirtschaft droht auch auf die anderen Industrieländer überzugreifen, sodass für die Weltwirtschaft ein Rückgang der Wachstumsraten auf rund 4 % zu erwarten ist. Dies ist zwar eine deutliche Abschwächung, liegt aber immer noch über dem langjährigen Durchschnitt. Für die Eurozone wird, bedingt durch die geringere Dynamik der Weltwirtschaft und die Aufwertung des Euros, eine Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts von rund 1,6 % erwartet. Dies ist eine merkliche Verlangsamung gegenüber dem kräftigen Wachstum 2007. Aufgrund der Exportorientierung der deutschen Volkswirtschaft werden die aktuellen Entwicklungen auch die inländische Konjunktur negativ beeinflussen. Für das Gesamtjahr erwarten führende Wirtschaftsforschungsinstitute eine Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts von nur noch 1,6 %.
In den für INDUS relevanten Branchen sind die Erwartungen für 2008 durchaus positiv. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie sieht trotz der zunehmenden gesamtwirtschaftlichen Risiken gute Chancen, die positive Entwicklung 2008 mit einem Umsatzwachstum von nominal 3 % fortzusetzen. Basierend auf hohen Auftragsbeständen erwartet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ein Wachstum von rund 5 %, weist aber gleichzeitig auf das eingetrübte gesamtwirtschaftliche Umfeld hin. Verhalten optimistisch ist der Verband der Automobilindustrie (VDA), der ein weiter starkes Exportgeschäft sowie auf Basis der zunehmenden Auftragseingänge auch eine leichte Verbesserung des Inlandsmarktes erwartet. Die privaten Konsumausgaben sollten sich 2008 zunehmend wieder als Stütze der inländischen Konjunkturentwicklung etablieren. Getragen von einer wachsenden Beschäftigung und dem damit einhergehenden Zuwachs an Kaufkraft bei den privaten Haushalten sollte hier nach Meinung der
Wirtschaftsforschungsinstitute ein Konsumwachstum von rund 1 % erreichbar sein. So positiv die bereits abgeschlossenen Tarifverträge mit hohen Lohnsteigerungen für die Arbeitnehmer sind, führen sie auf der anderen Seite zu einer Verteuerung der Produktion und weiteren Preissteigerungen, die im Zuge einer absehbaren Lohn-Preis-Spirale wiederum dämpfend auf die Konjunktur wirken könnten. Hier kann nur an die Gewerkschaften appelliert werden, weiter mit Augenmaß zu agieren.
Wir werden 2008 unsere bewährte und langfristig erfolgreiche Unternehmensstrategie konsequent fortsetzen. Mit einer kontinuierlichen Prozessoptimierung und zusätzlichen individuellen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung stärken wir die Marktposition unserer bestehenden Beteiligungen und damit auch nachhaltig ihre Rentabilität. Für die INDUS-Beteiligungen sind die Aussichten für 2008 weiterhin positiv.
Wir erwarten, dass infolge der Subprimekrise die Liquiditätsausstattung gerade bei den Private-Equity-Gesellschaften, die in den vergangenen Jahren scheinbar beliebig über kostengünstige Liquidität verfügen konnten, deutlich zurückgehen wird. Bereits im vierten Quartal 2007 führte dies zu einer spürbaren Beruhigung des Marktes für Beteiligungskäufe. Dieser Trend wird 2008 weiter anhalten, sodass wir im weiteren Jahresverlauf ein Bewertungsniveau erreicht haben sollten, das auch für die INDUS wieder attraktiv ist. Nach einer Phase der geschäftspolitisch bewusst zurückhaltenden Akquisitionspolitik rückt jetzt wieder der externe Bereich in den Fokus. In 2008/09 werden wir zielgerichtet attraktive Unternehmen akquirieren.
Insgesamt gehen wir, getragen von einer positiven operativen Entwicklung unserer bestehenden Beteiligungen, für das Geschäftsjahr 2008 von einem weiteren Unternehmenswachstum aus. Unser Ziel ist es, Konzernumsatz und EBIT weiter zu steigern. Von der erfolgreichen Entwicklung sollen auch in Zukunft unsere Aktionäre durch eine kontinuierliche Dividendenpolitik mit einer Ausschüttungsquote von rund 40 Prozent profitieren.
Bergisch Gladbach, den 11. April 2008
Der Vorstand
Helmut Ruwisch Jürgen Abromeit Wolfgang E. Höper Dr. Johannes Schmidt
Ein Blick auf die Entwicklung des deutschen Aktienmarktes 2007 zeigt, dass sich vor dem Hintergrund des raueren Klimas an den internationalen Kapitalmärkten gerade in der zweiten Jahreshälfte ein Wandel in der Risikobereitschaft der Investoren vollzogen hat. Während in den Vorjahren vor allem wachstumsstarke Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe vermehrt im Fokus standen, wurde aus diesen Werten massiv Geld abgezogen und in ausgewählte Blue Chips investiert, die von einem Konjunkturabschwung vermeintlich geringer betroffen zu sein scheinen.
Der Deutsche Aktienindex (DAX) stieg im vergangenen Jahr um 22,3 % auf 8.067,32 Punkte. Damit trotzte der DAX den Turbulenzen der Subprimekrise, den damit verbundenen hohen Abschreibungen der Finanzinstitute sowie der konjunkturellen Abschwächung und schloss das Jahr nur unweit unter seinem im Juli markierten Jahreshoch von 8.105,69 Punkten ab. Das Jahrestief wurde im März bei 6.447,70 Punkten markiert. Mit Verlusten endete hingegen das Jahr für die sogenannten Small- und Mid-Caps. Nachdem sich diese Werte in den vorangegangenen Jahren deutlich besser entwickelten als der DAX, mussten sie 2007 zum Teil drastische Verluste hinnehmen. Nach einer positiven Entwicklung in der ersten Jahreshälfte gaben SDAX und MDAX im weiteren Jahresverlauf spürbar nach und schlossen nur knapp über ihren Tiefstständen. Der SDAX beendete das Jahr mit einem Minus von 6,7 % bei 5.191,56 Punkten. Stärker fiel der Rückgang des MDAX mit einem Minus von 13,3 % auf 9.864,62 Punkte aus.
Die Entwicklung der INDUS-Aktie blieb im vergangenen Jahr deutlich hinter unseren Erwartungen auf Basis der operativen Unternehmensentwicklung zurück. Die Subprimekrise und die zunehmende Verteuerung der Finanzierungskosten aufgrund höherer Risikoprämien führten gerade bei angelsächsischen Investoren zu einem undifferenzierteren Blick auf INDUS. Denn im Gegensatz zu Private-Equity-Gesellschaften, die spürbar unter der Liquiditätsverteuerung und -verknappung leiden, verfügt INDUS aufgrund der Kaufzurückhaltung in den Vorjahren über ein komfortables Liquiditätspolster und über zusätzliche feste Finanzierungszusagen der Banken, sodass die Auswirkungen der Kreditkrise INDUS nicht treffen.
Nach einem positiven Jahresstart 2007 erreichte die INDUS-Aktie, getragen von guten operativen Zahlen für das Geschäftsjahr 2006, am 26. April ihr Jahreshoch von 31,85 EUR, welches im Juli noch einmal nahezu erreicht wurde. Die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte war spürbar von den allgemeinen Marktturbulenzen geprägt, sodass die INDUS-Aktie am 27. November ihr Jahrestief von 22,00 EUR erreichte. Aufgrund der robusten Entwicklung in den ersten neun Monaten und einer Bekräftigung der Prognose für das Gesamtjahr legte die INDUS-Aktie wieder zu und schloss das Jahr bei 24,25 EUR. Dies entspricht einem Rückgang von 18,1 %.
Die kontinuierliche Dividendenpolitik soll auch in diesem Jahr fortgesetzt werden. Vorstand und Aufsichtsrat der INDUS Holding AG werden der Hauptversammlung vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2007 eine unveränderte Dividende in Höhe von 1,20 EUR je Aktie auszuschütten. Für die 18,3 Mio. dividendenberechtigten Aktien beläuft sich die Gesamtsumme für die Ausschüttung auf 21,8 Mio. EUR. Damit beträgt die Ausschüttungsquote gemessen am Bilanzgewinn 40,8 %. Bezogen auf den Jahresschlusskurs errechnet sich eine Dividendenrendite von rund 5 %.
Die INDUS-Aktie wird unverändert im Regulierten Markt in Frankfurt (Prime Standard) und Düsseldorf sowie im Freiverkehr in Berlin-Bremen, Hamburg, München und Stuttgart gehandelt. Das durchschnittliche Handelsvolumen an allen inländischen Börsenplätzen stieg 2007 um 23,8 % auf 52.413 Stück. Insgesamt wurden damit im vergangenen Jahr 13.155.693 Aktien gehandelt. Mit einem Gewicht von 1,84 % (Vorjahr: 2,09 %) war die INDUS-Aktie weiterhin ein wesentlicher Bestandteil des Small-Cap-Index SDAX. Darüber hinaus gehört sie noch folgenden Indizes an: Prime Financial Services Index, Prime Allshare Index, Classic Allshare Index und CDAX. Die Aktionärsstruktur hat sich im vergangenen Jahr nicht wesentlich geändert.
Das Ziel der Investor-Relations-Aktivitäten ist eine zeitnahe und kontinuierliche Information der institutionellen Investoren, Analysten, Privataktionäre und Wirtschaftsjournalisten. INDUS hat seine Investor-Relations-Aktivitäten im vergangenen Jahr weiter intensiviert. Im Fokus stand dabei vor allem die zielgerichtete Ansprache der institutionellen Investoren und Analysten. Dies wurde durch die jährliche Analystenkonferenz in Frankfurt, mehrere Roadshows im In- und Ausland sowie in zahlreichen Einzelgesprächen erreicht. Unverändert positiv war die Resonanz der verschiedenen Institute, die die INDUS Holding AG analysieren und regelmäßige Researchberichte über das Unternehmen veröffentlichen. Dazu zählten im vergangenen Jahr vor allem namhafte Häuser wie die WestLB, die Commerzbank und das Bankhaus Lampe. Das Urteil der Analysten lautete dabei durchgängig Kaufen oder Akkumulieren.
Die wichtigste Gelegenheit für den direkten Dialog mit den privaten Aktionären war auch im vergangenen Jahr die Hauptversammlung, zu der INDUS mehr als 1.300 Aktionäre begrüßen konnte. Als zentrale Informationsquelle dient der Investor-Relations-Bereich, der den Aktionären unter www.indus.de zur Verfügung steht. Sämtliche Publikationen wie Geschäfts- und Quartalsberichte sowie zusätzliche Informationen über die aktuelle Unternehmensentwicklung stehen dort für die Aktionäre bereit.
Eine verantwortungsvolle Unternehmensführung und -kontrolle, ausgerichtet auf eine nachhaltige Wertschöpfung, ist die Maxime guter Corporate Governance. Vorstand und Aufsichtsrat der INDUS Holding AG befolgen die Grundsätze seit Langem bei allen Entscheidungs- und Kontrollprozessen in der Holding und den einzelnen Beteiligungsgesellschaften. Die Weiterentwicklung der Corporate Governance im Unternehmen hat auch im vergangenen Jahr einen hohen Stellenwert eingenommen. Die Erfüllung der Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex, insbesondere der neuen Empfehlungen der Kodexfassung vom 14. Juni 2007, wird unter einer angemessenen und vertretbaren Abwägung mit den besonderen unternehmensspezifischen Gegebenheiten kontinuierlich überprüft. Nur in begründeten Ausnahmefällen wird von den Empfehlungen abgewichen. Die im April 2008 gemeinsam von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 Aktiengesetz abgegebene Entsprechenserklärung steht den Aktionären unter www.indus.de dauerhaft zur Verfügung. Zusätzlich ist sie auf Seite 57 dieses Berichts abgedruckt.
Die INDUS Holding AG erfüllt die neuen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 14. Juni 2007. Zukünftig wird der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. Gegenüber dem Vorjahr gibt es zwei Änderungen: Die Wahlen zum Aufsichtsrat finden als sogenannte Einzelwahlen statt. Auf die Möglichkeit, den Aufsichtsrat en bloc zu wählen, wurde verzichtet, ebenso auf die Einschränkung gemäß Kodex Ziffer 4.2.3.
Die Aktionäre der INDUS Holding AG üben ihre Rechte, insbesondere ihr Stimmund Fragerecht, im Rahmen der Hauptversammlung aus, die regelmäßig einmal im Jahr stattfindet. An der letzten Hauptversammlung am 3. Juli 2007 in Köln nahmen mehr als 1.300 Aktionäre und zahlreiche Gäste teil. INDUS unterstützt die Aktionäre bei der Wahrnehmung ihres Stimmrechts durch die Möglichkeit, einem von der Gesellschaft ernannten Stimmrechtsvertreter Weisungen zu den einzelnen Tagesordnungspunkten zu erteilen. Hierzu veröffentlicht das Unternehmen ein entsprechendes Vollmachts- und Weisungsformular auf den eigenen Internetseiten.
Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung und die Geschäftsentwicklung sowie die Risikolage. Vorstand und Aufsichtsrat standen im vergangenen Jahr neben den sechs
Aufsichtsratssitzungen in einem kontinuierlichen Informationsaustausch. Die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung des Konzerns wurden dabei intensiv mit dem Aufsichtsrat diskutiert sowie die aktuellen Planungen erläutert. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zulegen sind, traten im Berichtsjahr nicht auf.
Der Vorstand besteht aus vier Mitgliedern. Er leitet das Unternehmen in gemeinschaftlicher Verantwortung aller seiner Mitglieder. Aufgabe des Vorstands ist, die strategische Ausrichtung des Unternehmens zu definieren und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Der Vorstand bestimmt die unternehmerischen Ziele, das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem und das Controlling der einzelnen Beteiligungen. Im vergangenen Jahr verließ der langjährige Vorstand Dr. Lars Bühring altersbedingt zum 31. März 2007 das Unternehmen. Seine Aufgaben wurden von Wolfgang E. Höper übernommen. Nach Ende dieses Berichtsjahres verließ auf eigenen Wunsch aus privaten Gründen Michael Eberhart das Unternehmen. An seine Stelle rückte mit Wirkung ab dem 1. April 2008 Jürgen Abromeit, der neu in das Unternehmen kam.
Der Aufsichtsrat besteht unverändert aus sechs Mitgliedern. Im Rahmen der letzten Hauptversammlung wurden von den Aktionären durch Einzelwahl die bisherigen Aufsichtsräte Dr. Winfried Kill, Günter Kill, Dr. Uwe Jens Petersen und Dr. Egon Schlütter für weitere fünf Jahre gewählt. Neu in den Aufsichtsrat rückten ebenfalls für fünf Jahre Dr. Jürgen Allerkamp, Vorstand der Norddeutschen Landesbank, und Dr. Ralf Bartsch, Sprecher der Geschäftsführung der Brüder Schlau Hammer Gruppe. Die langjährigen Aufsichtsratsmitglieder Prof. Dr. Axel Kollar und Bernhard Scholten schieden mit Ablauf ihres Mandates aus dem Gremium aus. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Vorstand zu überwachen und ihn zu beraten. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen ist der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Aufsichtsrat stimmt mit dem Vorstand die strategische Ausrichtung der Gesellschaft ab und diskutiert mit ihm regelmäßig die Umsetzung der Unternehmensstrategie.
Der Vergütungsbericht erläutert das Vergütungssystem für den Vorstand und für den Aufsichtsrat und legt die Vergütungen aufgegliedert nach den einzelnen Bestandteilen für das abgelaufene Geschäftsjahr offen. Die Vergütungen für Vorstand und Aufsichtsrat werden gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung nach §§ 286 Abs. 5 und 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB jeweils zusammengefasst für das entsprechende Organ offengelegt.
Die Vergütung des Aufsichtsrates ist in Punkt 6.16 der Satzung geregelt. Danach erhalten die Aufsichtsratsmitglieder neben dem Ersatz ihrer Auslagen für ihre Tätigkeit eine fixe Grundvergütung in Höhe von 10.000,00 EUR sowie als variable Komponente für jedes Prozent, um das die an die Aktionäre verteilte Dividende 4 % des Grundkapitals übersteigt, eine Vergütung in Höhe von 500,00 EUR. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte der beiden vorgenannten Beträge, der Stellvertreter das Eineinhalbfache. Es bestehen keine Aktienoptionsprogramme und ähnlichen wertpapierorientierten Anreizsysteme der INDUS Holding AG. Somit bestehen auch keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbaren Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung für Aufsichtsratsmitglieder.
Für das Geschäftsjahr 2007 betrug die feste Vergütung des Aufsichtsrates insgesamt 75 TEUR (2006: 75 TEUR) und die variable Vergütung 158 TEUR (2006: 158 TEUR). Die Gesamtvergütung inklusive der Auslagen für die Aufsichtsratstätigkeit lag bei 233 TEUR (2006: 233 TEUR). Darüber hinaus wurden für persönlich erbrachte Leistungen in Form von Beratungsleistungen Zahlungen in Höhe von 8 TEUR (2006: 5 TEUR) sowie für eine Erbbaurechtsverpflichtung am Stammsitz des Unternehmens in Höhe von 105 TEUR (2006: 105 TEUR) geleistet.
Die Vergütung und die Ausgestaltung des Vergütungssystems für den Vorstand wird vom Aufsichtsrat festgelegt und kontinuierlich überprüft. Die einzelnen Mitglieder des Vorstands erhalten eine an den Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seiner persönlichen Leistung, der Leistung des Gesamtvorstands sowie der wirtschaftlichen Lage des Unternehmen orientierte Vergütung. Die erfolgsunabhängige Vergütung besteht aus einer monatlichen Gehaltszahlung. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Sachleistungen, die aus der Nutzung von Firmenwagen bestehen. Darüber hinaus werden keine Sach- oder Nebenleistungen gewährt. Die erfolgsabhängige Vergütung bemisst sich nur nach dem operativen Erfolg des Unternehmens. Es bestehen keine Aktienoptionsprogramme und ähnlichen wertpapierorientierten Anreizsysteme der INDUS Holding AG. Somit bestehen auch keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbaren Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung für Vorstandsmitglieder. Mit Ausnahme von durch Gehaltsverzicht finanzierten Pensionszusagen gibt es keine bilanzierungspflichtigen Pensionszusagen des Unternehmens für Vorstandsmitglieder. Abfindungsvereinbarungen bestehen nur für den Fall der vorzeitigen Auflösung eines Vorstandsvertrages infolge eines Übernahmefalls (Change-of-Control-Klausel). In diesem Fall hat jedes Vorstandsmitglied ein Sonderkündigungsrecht, verbunden mit dem Anspruch auf eine Abfindung in Höhe der Gesamtbezüge bis zur planmäßigen Beendigung seines Anstellungsvertrages.
Für das Geschäftsjahr 2007 betrug die feste Vergütung des Vorstands insgesamt 1.191 TEUR (2006: 1.225 TEUR), die variable Vergütung 768 TEUR (2006: 618 TEUR). Damit lag die Gesamtvergütung für den Vorstand bei 1.959 TEUR (2006: 1.843 TEUR).
Außerdem wurden im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von 154 TEUR im Rahmen einer Gehaltsumwandlung zur Gewährung von Pensionsansprüchen verwendet.
Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Mit einer zeitnahen und kontinuierlichen Kommunikation informiert INDUS seine Aktionäre, die Analysten und Medien sowie die interessierte Öffentlichkeit über die aktuelle Geschäftsentwicklung des Unternehmens. Oberstes Gebot ist dabei die gleichzeitige Information der verschiedenen Personengruppen durch die Veröffentlichung aller wesentlichen Informationen wie Geschäfts- und Quartalsberichte sowie Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen im Internet. Der Geschäftsbericht wird vier Monate nach Ende des Geschäftsjahres veröffentlicht und die Quartalsberichte zwei Monate nach Ende des jeweiligen Berichtszeitraumes. 2007 wurden insgesamt zwei Ad-hoc-Mitteilungen nach § 15 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) und sieben Pressemitteilungen veröffentlicht. Stimmrechtsmitteilungen nach § 26 WpHG lagen ebenso wenig vor wie sogenannte Directors'-Dealings-Meldungen nach § 15a WpHG.
Seit Beginn des Jahres 2005 werden für den Konzernabschluss der INDUS Holding AG die Grundsätze der International Financial Reporting Standards (IFRS) angewendet. Der Einzelabschluss erfolgt unverändert nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB). Die Abschlussprüfung wurde von der Treuhand- und Revisions-Aktiengesellschaft Niederrhein, Krefeld, durchgeführt. Die entsprechende Unabhängigkeitserklärung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nach Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex lag dem Aufsichtsrat vor. Die Erteilung des Prüfungsauftrags für den Einzel- und Konzernabschluss der INDUS Holding AG erfolgte im Anschluss an den Beschluss der Hauptversammlung durch den Aufsichtsrat.
Vorstand und Aufsichtsrat erklären, dass das Unternehmen den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 14. Juni 2007 in wesentlichen Punkten entspricht und in der Vergangenheit entsprochen hat. Auch in Zukunft beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat, die Empfehlungen zu beachten. Dabei gelten folgende Ausnahmen:
Für die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat wurde und wird beim Abschluss einer D&O-Versicherung kein Selbstbehalt vereinbart.
Für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder bestand und besteht keine Altersbegrenzung.
Ein Prüfungsausschuss im Aufsichtsrat bestand und besteht nicht.
Dem Aufsichtsrat konnten und können auch mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstandes angehören.
Die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder wurden und werden in der Gesamtsumme, aufgeteilt in Fixum und erfolgsbezogene Komponente, im Anhang des Konzernabschlusses genannt. Eine individualisierte Angabe im Corporate Governance Bericht erfolgte und erfolgt nicht.
Im Anhang des Konzernabschlusses wurden und werden keine Angaben über Kauf und Verkauf von Aktien der Gesellschaft durch Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder gemacht. Darüber hinaus wurden und werden keine Angaben im Konzernabschluss über Aktienbesitz einzelner Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder über 1 % gemacht. Auch wenn der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien übersteigt, wurde und wird er nicht getrennt nach Vorstand und Aufsichtsrat angegeben.
Eine Veröffentlichung des Konzernabschlusses binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende und des Zwischenberichts 45 Tage nach Ende des Berichtszeitraums war und ist mit der notwendigen Sorgfalt nicht durchführbar.
Bergisch Gladbach, im April 2008
Helmut Ruwisch Dr. Winfried Kill Wolfgang E. Höper
Für den Vorstand Für den Aufsichtsrat
| Konzern Gewinn- und Verlustrechnung | 60 |
|---|---|
| Konzernbilanz | 61 |
| Konzern Eigenkapitalspiegel | 62 |
| Konzern Kapitalflussrechnung | 63 |
| Konzernanhang | 65 |
| Versicherung der gesetztlichen Vertreter | 111 |
| Bestätigungsvermerk | 112 |
| Einzelabschluss | |
| AG-Bilanz | 114 |
| AG-Gewinn- und Verlustrechnung | 116 |
| Gewinnverwendungsvorschlag | 117 |
| TEUR | Anhang | 2007 | 2006 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (1) | 929.775 | 846.015 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (2) | 15.145 | 17.750 |
| Aktivierte Eigenleistungen | (3) | 5.081 | 5.394 |
| Bestandsveränderung | (3) | – 137 | 10.439 |
| Materialaufwand | (4) | – 437.104 | – 393.279 |
| Personalaufwand | (5) | – 245.236 | – 225.213 |
| Abschreibungen | (6) | – 40.685 | – 61.168 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | (7) | – 126.460 | – 115.355 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen | 1.196 | 763 | |
| Übriges Finanzergebnis | (8) | 368 | 231 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 101.943 | 85.577 | |
| Zinserträge | 3.706 | 1.945 | |
| Zinsaufwendungen | – 28.709 | – 25.712 | |
| Zinsergebnis | (9) | – 25.003 | – 23.767 |
| Ergebnis vor Steuern | 76.940 | 61.810 | |
| Steuern | (10) | – 26.579 | – 29.958 |
| Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche | (11) | 582 | – 2.024 |
| Ergebnis nach Steuern | 50.943 | 29.828 | |
| davon Minderheitsanteile | – 999 | – 719 | |
| davon Anteile der INDUS-Aktionäre | 49.944 | 29.109 | |
| Ergebnis je Aktie verwässert in EUR Ergebnis je Aktie unverwässert in EUR |
(12) | 2,72 2,72 |
1,73 1,73 |
| Ergebnis der INDUS-Aktionäre, bereinigt um die Volatilität aus Zinssicherungen |
48.351 | 25.041 |
* Vorjahreszahlen angepasst
| 2007 | 2006 | |
|---|---|---|
| Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung | 45 | 46 |
| Veränderung der Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten | 744 | 1.228 |
| Abgrenzung latenter Steuern | – 118 | – 324 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 671 | 950 |
| Ergebnis nach Steuern | 50.943 | 29.828 |
| Insgesamt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 51.614 | 30.778 |
| – davon Anteile anderer Gesellschafter | 999 | 719 |
| – davon Anteile der INDUS-Aktionäre | 50.615 | 30.059 |
| TEUR | Anhang | 31.12. 2007 | 31.12. 2006 |
|---|---|---|---|
| Geschäftswert/Goodwill | (13) | 285.606 | 263.195 |
| Immaterielle Vermögenswerte | (13) | 18.147 | 19.046 |
| Sachanlagen | (13) | 239.381 | 226.791 |
| Finanzanlagen | (14) | 7.853 | 6.304 |
| At equity bewertete Anteile | (14) | 4.657 | 4.314 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | (15) | 2.109 | 1.449 |
| Latente Steuern | (16) | 4.144 | 3.128 |
| Langfristige Vermögenswerte | 561.897 | 524.227 | |
| Liquide Mittel | 77.617 | 92.664 | |
| Forderungen | (17) | 115.543 | 108.129 |
| Vorräte | (18) | 161.351 | 158.437 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | (15) | 10.442 | 10.374 |
| Laufende Ertragsteuern | (16) | 4.463 | 6.592 |
| Zum Verkauf stehende Aktiva | – | – | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 369.416 | 376.196 | |
| Bilanzsumme | 931.313 | 900.423 |
| TEUR | Anhang | 31.12. 2007 | 31.12. 2006 |
|---|---|---|---|
| Eingezahltes Kapital | 162.955 | 162.955 | |
| Erwirtschaftetes Kapital | 69.117 | 40.102 | |
| Eigenkapital der INDUS-Aktionäre | 232.072 | 203.057 | |
| Minderheitsanteile am Kapital | 2.058 | 1.503 | |
| Eigenkapital des Konzerns | (19) | 234.130 | 204.560 |
| Langfristige Finanzschulden | (20) | 386.568 | 419.924 |
| Pensionsrückstellungen | (21) | 15.124 | 14.793 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | (22) | 2.452 | 3.043 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | (23) | 8.435 | 5.223 |
| Latente Steuern | (16) | 18.705 | 19.203 |
| Langfristige Schulden | 431.284 | 462.186 | |
| Kurzfristige Finanzschulden | (20) | 131.410 | 99.625 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 33.286 | 33.908 | |
| Kurzfristige Rückstellungen | (22) | 28.834 | 29.532 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | (23) | 61.986 | 63.298 |
| Laufende Ertragsteuern | (16) | 10.383 | 7.314 |
| Zum Verkauf stehende Passiva | – | – | |
| Kurzfristige Schulden | 265.899 | 233.677 | |
| Bilanzsumme | 931.313 | 900.423 |
| 2007 | Anfangs- | Erfasste | ||
|---|---|---|---|---|
| bestand | Dividenden- | Aufwendungen | Endbestand | |
| TEUR | 1.1. 2007 | ausschüttung | und Erträge | 31.12. 2007 |
| Gezeichnetes Kapital | 46.800 | – | – | 46.800 |
| Kapitalrücklage | 116.155 | – | – | 116.155 |
| Eingezahltes Kapital | 162.955 | – | – | 162.955 |
| Angesammelte Gewinne | 40.055 | – 21.600 | 49.944 | 68.399 |
| Rücklage für Währungsumrechnung | 533 | – | 45 | 578 |
| Rücklage für die Marktbewertung | ||||
| von Finanzinstrumenten | – 486 | – | 626 | 140 |
| Erwirtschaftetes Kapital | 40.102 | – 21.600 | 50.615 | 69.117 |
| Eigenkapital der INDUS | ||||
| Aktionäre | 203.057 | – 21.600 | 50.615 | 232.072 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 1.503 | – 444 | 999 | 2.058 |
| Eigenkapital des Konzerns | 204.560 | – 22.044 | 51.614 | 234.130 |
| 2006 | Anfangs- | Erfasste | ||
|---|---|---|---|---|
| bestand | Dividenden- | Aufwendungen | Endbestand | |
| TEUR | 1.1. 2006 | ausschüttung | und Erträge | 31.12. 2006 |
| Gezeichnetes Kapital | 46.800 | – | – | 46.800 |
| Kapitalrücklage | 116.155 | – | – | 116.155 |
| Eingezahltes Kapital | 162.955 | – | – | 162.955 |
| Angesammelte Gewinne | 32.546 | – 21.600 | 29.109 | 40.055 |
| Rücklage für Währungsumrechnung | 487 | – | 46 | 533 |
| Rücklage für die Marktbewertung | ||||
| von Finanzinstrumenten | – 1.390 | – | 904 | – 486 |
| Erwirtschaftetes Kapital | 31.643 | – 21.600 | 30.059 | 40.102 |
| Eigenkapital der INDUS | ||||
| Aktionäre | 194.598 | – 21.600 | 30.059 | 203.057 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 2.413 | – 1.629 | 719 | 1.503 |
| Eigenkapital des Konzerns | 197.011 | – 23.229 | 30.778 | 204.560 |
Die Rücklagen für die Währungsumrechnung und die Marktbewertung von Finanzinstrumenten enthalten noch nicht realisierte Gewinne und Verluste. Die Veränderung der Rücklage für die Marktbewertung von Finanzinstrumenten beruht ausschließlich aus laufender Veränderung der Marktbewertung. Auswirkungen aus Umklassifizierungen existieren nicht. Die Dividendenausschüttung basiert auf einer Dividende von 1,20 EUR je Aktie an die INDUS-Aktionäre.
Die Minderheitsanteile am Kapital betreffen die Fremdgesellschafter von Kapitalgesellschaften. Die Minderheitsanteile an Personengesellschaften werden nach IAS 32 aufgrund der prinzipiellen Kündbarkeit und damit Rückzahlbarkeit der Anteile als Fremdkapital klassifiziert und unter den sonstigen Verbindlichkeiten mit 4.887 TEUR (Vorjahr: 9.052 TEUR) ausgewiesen.
| TEUR | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | 50.943 | 29.828 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen | ||
| – auf langfristige Vermögensgegenstände (ohne latente Steuern) – aufgrund von Gewinnen (–) bzw. Verlusten (+) aus dem Abgang von Anlagevermögen |
40.733 30 |
61.285 – 993 |
| Steuern | 26.579 | 29.958 |
| Zinsergebnis | 25.003 | 23.767 |
| Cash Earnings aufgegebener Geschäftsbereiche | – 100 | – 64 |
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen | – 1.196 | – 763 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge | 929 | 354 |
| Veränderungen der Rückstellungen | – 1.961 | 3.046 |
| Zunahme (–)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
– 7.214 | – 20.624 |
| Zunahme (+)/Abnahme (–) der Verbindlichkeiten und anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
– 2.385 | – 15.634 |
| Erhaltene/gezahlte Ertragsteuern | – 24.145 | – 24.251 |
| Erhaltene Dividenden | 831 | 640 |
| Operativer Cashflow | 108.047 | 86.549 |
| Gezahlte Zinsen | – 29.617 | – 27.597 |
| Erhaltene Zinsen | 3.706 | 2.362 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | 82.136 | 61.314 |
| Auszahlungen für Investitionen in – immaterielle Vermögenswerte – Sachanlagen – Finanzanlagen – Anteile voll konsolidierter Gesellschaften |
– 8.729 – 47.538 – 2.022 – 17.935 |
– 6.369 – 44.473 – 866 – 8.121 |
| Einzahlungen aus Abgängen von – Anteilen voll konsolidierter Gesellschaften – sonstigen Anlagen |
715 2.105 |
1.714 4.846 |
| Investitionstätigkeit aufgegebener Geschäftsbereiche | – 6 | – 28 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | – 73.410 | – 53.297 |
| Auszahlungen Dividende | – 21.600 | – 21.600 |
| Auszahlungen Minderheitsgesellschafter | – 444 | – 1.628 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 66.058 | 131.862 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten | – 67.629 | – 157.053 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | – 23.615 | – 48.419 |
| Zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel | – 14.889 | – 40.402 |
| Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel | – 158 | – 498 |
| Liquide Mittel am Anfang der Periode | 92.664 | 133.564 |
| Liquide Mittel am Ende der Periode | 77.617 | 92.664 |
Fortsetzung auf Seite 64
| TEUR | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Zahlungswirksame Vorgänge aus Veräußerung von Beteiligungen | 720 | 1.905 |
| zzgl. veräußerter Finanzschulden | – | – |
| abzgl. veräußerter Finanzmittel | – 5 | – 191 |
| Nettoveräußerungserlös | 715 | 1.714 |
| Zahlungswirksame Vorgänge aus Neuerwerben von Beteiligungen | – 19.452 | – 7.625 |
| zzgl. übernommener Finanzschulden | – | – 984 |
| abzgl. erworbener Finanzmittel | 1.517 | 488 |
| Nettokaufpreis | – 17.935 | – 8.121 |
* Vorjahreszahlen angepasst
Die liquiden Mittel enthalten ein Konto mit eingeschränkter Verfügungsmacht in Höhe von 282 TEUR (Vorjahr: 242 TEUR). Investitions- und Finanzierungsvorgänge in Höhe von 1.520 TEUR (Vorjahr: 7.842 TEUR), welche nicht zu einer Veränderung der liquiden Mittel führten, sind nicht Bestandteil der Kapitalflussrechnung. Die nicht zahlungswirksame, wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel wird erstmals gesondert ausgewiesen. In den Vorjahren war der Effekt in der Position sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge enthalten. In der Bilanz gesondert ausgewiesene Mittel der aufgegebenen Geschäftsbereiche betragen 0 TEUR (Vorjahr: 111 TEUR).
Die INDUS Holding AG mit Sitz in Bergisch Gladbach, eingetragen im Handelsregister Köln unter HRB 46360, hat ihren Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2007 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Der Konzernabschluss ist auf der Basis historischer Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erstellt, mit Ausnahme der Bilanzierung der Finanzinstrumente, bei denen eine Bewertung zum Marktwert verpflichtend ist. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den Bilanzstichtag der INDUS Holding AG erstellt und basieren auf einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Gemäß § 315a HGB ist die INDUS Holding AG verpflichtet, den Konzernabschluss nach IFRS zu erstellen. Nach HGB erforderliche Anhangangaben, die über die nach IFRS erforderlichen Angaben hinausgehen, werden daher ebenfalls im Konzernanhang dargestellt. Bedingt durch die Umgliederung aufgegebener Geschäftsbereiche sind die Vorjahreszahlen in allen relevanten Aufstellungen angepasst worden. Der Abschluss wurde am 24. April 2008 zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben.
Alle zum 31. Dezember 2007 verpflichtend anzuwendenden Standards wurden berücksichtigt. Von der Möglichkeit, zukünftig verpflichtende Standards vorzeitig anzuwenden, wurde kein Gebrauch gemacht.
Im Geschäftsjahr 2007 wurde erstmals der IFRS 7 (Finanzinstrumente: Angaben) und die Änderungen des IAS 1 (Darstellung des Abschlusses) angewendet. Aus diesen Standards ergeben sich erweiterte Angaben zu Finanzinstrumenten und zum Kapitalmanagement. Die Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten wird durch die neuen Standards nicht beeinflusst.
Weiterhin waren die folgenden Interpretationen erstmals verpflichtend anzuwenden: IFRIC 7 (Anwendung des Restatement-Ansatzes nach IAS 29 "Rechnungslegung in Hochinflationsländern"), IFRIC 8 (Anwendungsbereich von IFRS 2), IFRIC 9 (Neubeurteilung eingebetteter Derivate) und IFRIC 10 (Zwischenberichterstattung und Wertminderung). Aus der Anwendung dieser Interpretationen ergaben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Durch die EU übernommene Standards, die im vorliegenden Abschluss noch nicht verpflichtend anzuwenden sind, sind IFRS 8 (Segmentberichterstattung; ersetzt IAS 14) und IFRIC 11 (Konzerninterne Grundgeschäfte und Geschäfte mit eigenen Anteilen nach IFRS 2). Die Anwendung des IFRIC 11 wird voraussichtlich keine Auswirkungen haben, die Auswirkungen des IFRS 8 auf den Konzernabschluss werden zurzeit geprüft.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Bei Unternehmenszusammenschlüssen sind Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden mit ihrem Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten. Der Goodwill wird ermittelt als Differenz zwischen den Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses und dem Anteil des Erwerbers an den Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Ein positiver Goodwill wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens jährlich auf Wertminderungen geprüft. Eine negative Differenz ist sofort ergebniswirksam zu erfassen.
Bei der erstmaligen Einbeziehung von erworbenen Gesellschaften in den Konsolidierungskreis werden deren Beteiligungsbuchwerte bei der Muttergesellschaft gegen die Vermögenswerte und Schulden verrechnet. In den Folgeperioden wird der Beteiligungsbuchwert der Muttergesellschaft gegen das fortgeführte Eigenkapital der Tochtergesellschaften aufgerechnet.
Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Vorräte und Anlagevermögen werden um Zwischenergebnisse bereinigt. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern abgegrenzt.
In den Einzelabschlüssen werden Fremdwährungsgeschäfte mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Am Bilanzstichtag erfolgt für monetäre Posten eine ergebniswirksame Bewertung zum Zeitwert mit dem entsprechenden Stichtagskurs.
Nach dem Konzept der funktionalen Währung erstellen die Gesellschaften außerhalb des Euroraums ihre Abschlüsse in der jeweiligen Landeswährung. Die Umrechnung dieser Abschlüsse in Euro erfolgt für Vermögenspositionen und Schulden mit dem Stichtagskurs. Das Eigenkapital wird mit Ausnahme der direkt im Eigenkapital erfassten Positionen zu historischen Kursen geführt. Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit Durchschnittskursen umgerechnet und die sich hieraus ergebenden Währungsdifferenzen werden ergebnisneutral weiterentwickelt. Die verwendeten Kurse ergeben sich aus folgender Tabelle:
| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 EUR = | 2007 | 2006 | 2007 | 2006 | |
| Brasilien | BRL | 2,613 | 2,823 | 2,669 | 2,738 |
| China | RMB | 10,772 | 10,025 | 10,435 | 10,321 |
| Kanada | CAD | 1,445 | 1,528 | 1,468 | 1,424 |
| Mexiko | MXN | 16,089 | 14,318 | 14,989 | 13,722 |
| Polen | PLN | 3,594 | 3,831 | 3,784 | 3,896 |
| Schweiz | CHF | 1,655 | 1,607 | 1,643 | 1,573 |
| Südafrika | ZAR | 10,030 | 9,212 | 9,660 | 8,531 |
| Türkei | TRY | 1,717 | 1,864 | 1,786 | 1,809 |
| USA | USD | 1,472 | 1,317 | 1,370 | 1,256 |
| Serbien | RSD | 81,390 | – | 81,070 | – |
| Slowakei | SKK | 33,583 | – | 33,775 | – |
In der Darstellung der Entwicklung der Sachanlagen, der Rückstellungen und des Eigenkapitals werden die Anfangs- und Endbestände mit Stichtagskursen umgerechnet, die innerjährlichen Bewegungen mit dem Durchschnittskurs. Währungsdifferenzen werden gesondert ausgewiesen und erfolgsneutral behandelt.
Goodwill wird aufgrund seiner unbestimmten Nutzungsdauer nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf Werthaltigkeit geprüft. Dabei wird grundsätzlich der Nutzungswert herangezogen, basierend auf der vom Management erstellten aktuellen Planung. In die Planungsprämissen fließen sowohl aktuelle Erkenntnisse als auch historische Entwicklungen ein. Nach dem Planungszeitraum von 3 Jahren werden die zukünftigen Cashflows mit einer Wachstumsrate von maximal 1% hochgerechnet. Die so ermittelten Zahlungsreihen werden mit einem Kapitalkostensatz von 10 % abgezinst. Die Überprüfung der Werthaltigkeit des Goodwills erfolgt auf der Ebene, auf der unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten eine Zuordnung sinnvoll möglich ist. In den meisten Fällen wird der Goodwill der Beteiligungsgesellschaft einschließlich ihrer Tochtergesellschaften zugeordnet. Das entspricht den operativen Gesellschaften, wie sie im Anhang aufgelistet sind. In den wenigen Fällen, in denen eine enge Liefer- und Leistungsverknüpfung zwischen diesen Gesellschaften besteht, werden diese zu operativen Einheiten zusammengefasst und die Werthaltigkeit des Goodwills auf dieser Basis überprüft.
Einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet und – sofern bestimmbar – linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer von 3–8 Jahren abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, die die Ansatzkriterien des IAS 38 erfüllen, werden zu Herstellungskosten aktiviert, sonst werden die Aufwendungen im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam erfasst. Die Abschreibung erfolgt mit dem Beginn der Nutzung linear über 3–8 Jahre.
Sachanlagen werden bewertet zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und gegebenenfalls auch außerplanmäßige Abschreibungen. In Abhängigkeit vom tatsächlichen Nutzungsverlauf kommen sowohl die lineare als auch die degressive Methode zur Anwendung. Bei Entfall der Gründe für eine in der Vergangenheit durchgeführte außerplanmäßige Abschreibung werden Wertaufholungen vorgenommen. Investitionszuschüsse werden passiviert und über die wirtschaftliche Nutzungsdauer aufgelöst. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen Einzelkosten und anteilige Gemeinkosten, Zinsen werden nicht einbezogen. Aufwendungen für Instandhaltungen und Reparaturen werden ergebniswirksam erfasst, soweit sie nicht aktivierungspflichtig sind. Den planmäßigen Abschreibungen liegen hauptsächlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:
| Jahre |
|---|
| 20 bis 50 |
| 8 bis 20 |
| 5 bis 15 |
| 3 bis 15 |
Abhängig von der Verteilung der wesentlichen Chancen und Risiken werden Leasingverträge als Operating Leasing oder Finanzierungsleasing klassifiziert, mit der Folge, dass Finanzierungsleasing als Vermögenswert zu bilanzieren ist. Bei Sale-and-Leaseback-Transaktionen ist das Ergebnis aus der Transaktion differenziert zu behandeln. Das Ergebnis wird über die Laufzeit verteilt, wenn das Grundgeschäft ein Finanzierungsleasing darstellt oder wenn bei einem Operating Leasing der Verkaufswert über dem Marktwert liegt.
Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder niedrigerem Nettoveräußerungswert bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und anteilige Gemeinkosten, Zinsen werden nicht einbezogen. Die zugerechneten Gemeinkosten werden überwiegend auf der Basis der Ist-Beschäftigung ermittelt, wenn diese im Wesentlichen der Normalauslastung entspricht.
Rohstoffe und Handelswaren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Bei erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit werden Vorräte auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert abgewertet.
Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach ihrem Leistungsfortschritt nach der Methode "Percentage of Completion" (POC) bilanziert. Die Umsatzerlöse werden nach dem Leistungsfortschritt erfasst. Das Auftragsergebnis wird nicht erst bei Risikoübergang realisiert, sondern mit dem Grad der Fertigstellung. Grundlage sind die mit dem Kunden vereinbarten Auftragserlöse und die erwarteten Auftragskosten. Der Grad der Fertigstellung errechnet sich aus dem Anteil der angefallenen Kosten an den gesamten Auftragskosten.
Erwartete Verluste aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden bei Feststellung sofort als Aufwand erfasst. Sofern das Ergebnis eines kundenspezifischen Fertigungsauftrags noch nicht hinreichend sicher ist, wird der Erlös nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst.
Finanzinstrumente sind Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder zu einem Eigenkapitalinstrument führen. Bei einem üblichen Kauf erfolgt die Bilanzierung von Finanzinstrumenten zum Erfüllungstag. Die erstmalige Bewertung erfolgt zum Zeitwert. Die Folgebewertung von Vermögenswerten ist in den vier Kategorien "erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet","gehalten bis zur Endfälligkeit","ausgereichte Kredite und Forderungen" und "zur Veräußerung verfügbar" vorzunehmen. Finanzielle Schulden sind in den zwei Kategorien "erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet" oder "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" zu bilanzieren.
Die Marktwerte von Finanzinstrumenten werden anhand der am Bilanzstichtag vorhandenen Marktinformationen oder durch anerkannte Bewertungsverfahren, z. B. Discounted-Cashflow-Methoden, ermittelt. Die Zinssätze sind der Laufzeit und dem Risiko des zugrunde liegenden Finanzinstruments angepasst.
Originäre Finanzinstrumente: Ausgereichte Kredite und Forderungen und Verbindlichkeiten sowie bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden zum Zeitwert angesetzt. Die Änderung des Zeitwerts wird in der Folge unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebnisneutral im Eigenkapital abgebildet. Änderungen des Zeitwerts von Finanzinstrumenten, die als "erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet" designiert sind, beeinflussen direkt das Periodenergebnis.
Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet, da für sie kein notierter Marktpreis auf einem aktiven Markt existiert und ein beizulegender Zeitwert mit vertretbarem Aufwand nicht verlässlich bestimmt werden kann. Assoziierte Unternehmen, auf die die INDUS-Gruppe einen maßgeblichen Einfluss (in der Regel bei einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 %) ausübt, werden nach der Equity-Methode bilanziert. Die erstmalige Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten. In der Folgebewertung wird der Buchwert um die anteiligen Veränderungen des Eigenkapitals des assoziierten Unternehmens fortgeschrieben.
Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zum Nennwert bilanziert. Einzelrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Allgemeine Kreditrisiken werden durch Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand berücksichtigt, die auf Erfahrungswerten der Vergangenheit oder aktuelleren Erkenntnissen beruhen.
Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag bzw. dem Rückzahlungsbetrag.
Derivative Finanzinstrumente werden bei INDUS überwiegend zur Absicherung von auf zukünftigen Zahlungsströmen basierenden Grundgeschäften eingesetzt. Bei den als Sicherungsinstrumente eingesetzten Derivaten handelt es sich überwiegend um Swaps, aber auch um Termingeschäfte und geeignete Optionsgeschäfte. Voraussetzung für eine Bilanzierung als Sicherungsbeziehung ist, dass die Sicherung zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument effektiv ist und dies dokumentiert und laufend überwacht wird.
Die Bilanzierung dokumentierter Sicherungsbeziehungen ist abhängig von der Art der Beziehung. Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft werden bei Absicherungen des Zeitwertes von Bilanzpositionen (Fair-Value Hedge) mit gegenläufigen Effekten ergebniswirksam erfasst. Im Falle der Absicherung von Zahlungsströmen (Cash Flow Hedge) wird die Änderung des Zeitwertes unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebnisneutral im Eigenkapital fortgeführt. Eine ergebniswirksame Auflösung dieser Position erfolgt entweder mit Realisierung des Grundgeschäfts oder mit Feststellung einer Ineffektivität der Sicherung.
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden als solche klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch Veräußerung und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden soll. Dies ist dann der Fall, wenn die Veräußerung hoch wahrscheinlich ist und durch objektive Merkmale bereits konkretisiert ist. Die Bilanzierung erfolgt zum niedrigeren Ansatz aus Buchwert und Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Planmäßige Abschreibungen werden nicht weiter vorgenommen.
Pensionen: Es existieren mehrere Versorgungspläne in unterschiedlicher Ausgestaltung, teilweise für ehemalige Gesellschafter. Alle bilanzierten Versorgungspläne sind geschlossen, einige befinden sich bereits in der Auszahlungsphase.
Aufwand aus beitragsorientierten Plänen ("Defined Contribution Plan") betrifft Zahlungen von INDUS an externe Einrichtungen, ohne mit der Zahlung eine darüber hinausgehende Verpflichtung gegenüber dem Begünstigten einzugehen.
Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen ("Defined Benefit Obligation") werden Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet (Projected Unit Credit Method). Die künftigen Verpflichtungen werden auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet und zeigen somit den Teil der Versorgungsverpflichtungen, der bis zum Bilanzstichtag erfolgswirksam erfasst wurde. Die Bewertung berücksichtigt Annahmen über die zukünftige Entwicklung verschiedener Parameter, insbesondere Steigerungen der Gehälter und Renten.
Für jeden Pensionsplan wird der Anwartschaftsbarwert um den Zeitwert eines qualifizierten Planvermögens vermindert. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden nicht erfasst, wenn sich die kumulierten Werte innerhalb eines sogenannten "Korridors" bewegen. Dieser Korridor wird pro Pensionsplan ermittelt als 10 % des höheren Betrages aus leistungsorientierter Verpflichtung oder Zeitwert des qualifizierten Planvermögens. Die versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste, die außerhalb des Korridors liegen, werden prospektiv über die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der vom Plan erfassten Arbeitnehmer erfolgswirksam verteilt. Dabei kommen Zeiträume von 1 bis 15 Jahren zur Anwendung.
Sonstige Rückstellungen werden berechnet für gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtungen, resultierend aus einem Ereignis der Vergangenheit, die wahrscheinlich zu einem Ressourcenabfluss führen und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Der Erfüllungsbetrag wird auf Basis einer bestmöglichen Schätzung berechnet. Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Effekt hieraus wesentlich ist. Für bekannte Schäden werden Einzelrückstellungen gebildet. Gewährleistungsrückstellungen werden für den gewährleistungsbehafteten Umsatz und den relevanten Gewährleistungszeitraum auf der Basis von gesicherten Erfahrungswerten berechnet. Rückstellungen für ausstehende Kosten, drohende Verluste aus Aufträgen und übrige Verpflichtungen aus dem Absatzgeschäft sind auf der Basis der zu erbringenden Leistungen berechnet.
Erfolgsunsicherheiten (Eventualschulden und -forderungen) sind im Wesentlichen mögliche Verpflichtungen oder Vermögenswerte, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren und deren Existenz durch unsichere künftige Ereignisse begründet wird, die nicht vollständig von INDUS beeinflusst werden können. Sofern ein Abfluss von wirtschaftlichem Nutzen nicht völlig unwahrscheinlich ist, werden im Anhang Angaben zu Eventualschulden gemacht.
Latente Steuern werden auf alle temporären Unterschiede zwischen dem Wertansatz in der IFRS-Bilanz und dem entsprechenden steuerlichen Wert nach dem bilanzorientierten Konzept ermittelt. Temporäre Differenzen entstehen, wenn die Realisierung des Vermögenswertes oder die Erfüllung der Schuld zu steuerlich abweichenden Erträgen oder Aufwendungen führt. Latente Steuern auf einen Goodwill werden nur in dem Maße, in dem dieser steuerlich abzugsfähig ist, gebildet. Das ist bei deutschen Personengesellschaften grundsätzlich der Fall. Latente Steuern müssen auch dann berechnet werden, wenn die Realisierung dieses Goodwills, z. B. über die Veräußerung der zugehörigen Personengesellschaft, nicht geplant ist. Dies führt zu einem dauerhaften Aufbau an passiven latenten Steuern bei INDUS.
Für steuerliche Verlustvorträge, bei denen es wahrscheinlich ist, dass in einem Planungshorizont von 5 Jahren ausreichend zu versteuerndes Ergebnis verfügbar ist, werden aktive latente Steuern bilanziert.
Aktive latente Steuern werden angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verrechnet werden kann.
Latente Steuern sind mit dem Steuersatz zu bewerten, der in der Periode, in der sich die Differenzen voraussichtlich umkehren werden, gültig sein wird. Unabhängig von der Fristigkeit sind latente Steuern nicht abzuzinsen. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze gebildet, die nach der derzeitigen Rechtslage in den verschiedenen Ländern gültig bzw. verabschiedet sind. Aufgrund des überwiegend langfristigen Charakters der latenten Steuern bei INDUS werden kurzfristige, vorübergehende Änderungen von Steuersätzen nicht berücksichtigt. Mit der Unternehmensteuerreform 2008 gilt in Deutschland ein Körperschaftsteuersatz von 15 %. Unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Gewerbesteuer-Hebesatzes von 370 % sowie des Solidaritätszuschlags von 5,5 % errechnet sich für inländische Unternehmen ein Ertragsteuersatz von 28,8 % für alle Berichtsperioden. Die ausländischen Steuersätze liegen zwischen 10 % und 40 %.
Aufwands- und Ertragsrealisierung: Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt – mit Ausnahme der Erlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen (s. o.) –, wenn die Leistungen erbracht bzw. die Waren oder Erzeugnisse geliefert worden sind und somit der Gefahrenübergang an den Kunden stattgefunden hat. Umsatzerlöse sind gekürzt um Erlösschmälerungen. Allgemeine Voraussetzung ist, dass die Höhe der Erträge verlässlich bestimmbar ist und hinreichende Wahrscheinlichkeit besteht, dass INDUS ein wirtschaftlicher Nutzen hieraus zufließen wird. Die Erfassung aller Ertrags- und Aufwandspositionen erfolgt in Übereinstimmung mit dem Prinzip der Periodenabgrenzung im IAS-Rahmenkonzept.
Die Kapitalflussrechnung ist in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des IAS 7 in die Bereiche Cashflow aus Geschäftstätigkeit, aus Investitionstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit aufgeteilt. Veränderungen des Konsolidierungskreises sind in den entsprechenden Positionen eliminiert, Zinsen und erhaltene Dividenden sind dem Cashflow aus Geschäftstätigkeit zugeordnet. Der Finanzmittelbestand entspricht der Bilanzposition liquide Mittel. Die Ermittlung des Cashflows aus Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Im Cashflow aus Geschäftstätigkeit sind die nicht zahlungswirksamen operativen Aufwendungen und Erträge eliminiert. Deshalb sind die Angaben der Kapitalflussrechnung nicht unmittelbar aus der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zu entnehmen.
Schätzungen und Annahmen: Die Erstellung des Konzernabschlusses ist beeinflusst von Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie Annahmen und Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden sowie Aufwendungen und Erträge auswirken. Wenn Zukunftserwartungen abzubilden sind, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der entsprechenden Positionen erfolgswirksam angepasst.
Die Realisierung von Bilanzpositionen kann durch zukünftige Ereignisse, die nicht kontrolliert werden können, beeinflusst werden. Dies kann Forderungsausfälle, Nutzungsdauern von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen oder ähnliche Sachverhalte betreffen, Risiken die grundsätzlich eng mit unternehmerischer Tätigkeit verbunden sind. Die Bilanzierung solcher Positionen beruht auf langjähriger Erfahrung und der Beurteilung des aktuellen Umfelds.
Systembedingte Unsicherheiten resultieren aus Bilanzpositionen, bei denen erwartete zukünftige Zahlungsreihen diskontiert werden. Der Verlauf der Zahlungsreihen ist von zukünftigen Ereignissen abhängig, über deren Entwicklung Annahmen getroffen werden müssen. Das ist insbesondere der Fall bei der Prüfung auf Wertminderungen von Vermögenswerten mittels Nutzungswert sowie der Berechnung der Pensionsrückstellungen nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren.
Relevante Unsicherheiten resultieren auch aus Positionen, die aus einer Bandbreite möglicher zukünftiger Ausprägungen zu ermitteln sind, und betreffen insbesondere die sonstigen Rückstellungen.
Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses unterlagen die zugrunde liegenden Annahmen und Schätzungen nach Bewertung von INDUS keinen bedeutenden Risiken, sodass aus aktueller Sicht nicht von einer wesentlichen Anpassung von Bilanzpositionen auszugehen ist.
Die Bilanzierung aufgegebener Geschäftsbereiche nach IFRS 5.34 erfordert zwingend eine Anpassung der Vorjahreszahlen. Außerdem wurden Umgliederungen vorgenommen, entsprechend den Erfordernissen des aktuellen IAS 1.
| Anpassung der Gewinn- und Verlust- rechnung des Vorjahres TEUR |
2006 veröffentlicht |
Gliederung | Anpassung IFRS 5 |
2006 vergleichbar |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 849.270 | – | – 3.255 | 846.015 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 17.778 | – | – 28 | 17.750 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 5.394 | – | – | 5.394 |
| Bestandsveränderung | 10.474 | – | – 35 | 10.439 |
| Materialaufwand | – 394.287 | – | 1.008 | – 393.279 |
| Personalaufwand | – 226.434 | – | 1.221 | – 225.213 |
| Abschreibungen | – 61.168 | – | – | – 61.168 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | – 116.703 | – | 1.348 | – 115.355 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen | – | 763 | – | 763 |
| Übriges Finanzergebnis | 994 | – 763 | – | 231 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 85.318 | – | 259 | 85.577 |
| Zinserträge | 1.948 | – | – 3 | 1.945 |
| Zinsaufwendungen | – 25.771 | – | 59 | – 25.712 |
| Zinsergebnis | – 23.823 | – | 56 | – 23.767 |
| Ergebnis vor Steuern | 61.495 | – | 315 | 61.810 |
| Steuern | – 29.869 | – | – 89 | – 29.958 |
| Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche | – 1.798 | – | – 226 | – 2.024 |
| Ergebnis nach Steuern | 29.828 | – | – | 29.828 |
| – davon Minderheitsanteile | – 719 | – | – | – 719 |
| – davon Anteile der INDUS-Aktionäre | 29.109 | – | – | 29.109 |
| Ergebnis je Aktie verwässert in EUR Ergebnis je Aktie unverwässert in EUR |
1,72 1,72 |
0,00 0,00 |
0,01 0,01 |
1,73 1,73 |
| Ergebnis der INDUS Aktionäre, bereinigt um die Volatilität aus Zinssicherungen |
25.041 | 25.041 |
Aus den sonstigen langfristigen Vermögenswerten wurden 714 TEUR, aus den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten 5.878 TEUR in die aktiven laufenden Steuern umgegliedert, zusammen 6.592 TEUR. Die passiven laufenden Ertragsteuern in Höhe von 7.314 TEUR setzen sich zusammen aus Umgliederungen der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 1.115 TEUR und kurzfristigen Rückstellungen in Höhe von 6.199 TEUR.
Im Konzernabschluss werden alle Tochterunternehmen voll konsolidiert, bei denen die INDUS-Gruppe mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik zum Nutzen der INDUS-Gruppe zu bestimmen. Assoziierte Unternehmen, auf deren Finanz- und Geschäftspolitik ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, werden nach der Equity-Methode einbezogen. Gesellschaften, die im Laufe des Geschäftsjahres erworben wurden, sind ab dem Zeitpunkt des Übergangs der Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik einbezogen. Gesellschaften, die abgehen, sind ab dem Zeitpunkt des wirtschaftlichen Übergangs nicht mehr einbezogen. Ab dem Zeitpunkt des Beschlusses zur Veräußerung werden die Gesellschaften als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert.
| Anzahl der einbezogenen Unternehmen | Inland | Ausland | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Voll konsolidierte Tochterunternehmen | |||
| 1. Januar 2006 | 103 | 12 | 115 |
| Zugänge | 1 | 6 | 7 |
| Abgänge | 6 | 0 | 6 |
| 1. Januar 2007 | 98 | 18 | 116 |
| Zugänge | 3 | 2 | 5 |
| Abgänge | 3 | 1 | 4 |
| 31. Dezember 2007 | 98 | 19 | 117 |
| At equity bewertete Unternehmen | |||
| 1. Januar 2006 | 4 | 2 | 6 |
| Zugänge | 0 | 1 | 1 |
| Abgänge | 3 | 0 | 3 |
| 1. Januar 2007 | 1 | 3 | 4 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 1 | 1 |
| 31. Dezember 2007 | 1 | 2 | 3 |
Vier andere assoziierte Unternehmen, die wegen ihrer geringen Größe oder wegen geringfügiger wirtschaftlicher Aktivität für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sind, wurden gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) mit dem Buchwert angesetzt.
In den Abgängen der voll konsolidierten Tochterunternehmen ist ein Abgang durch Verschmelzung auf eine andere Gesellschaft begründet. Diese Angaben enthalten am 31. Dezember 2007 36 Komplementär-GmbHs, die mit der zugehörigen KG eine Einheitsgesellschaft bilden (31. Dezember 2006: 38 Komplementär-GmbHs). Die wesentlichen operativen Gesellschaften sind im Anhang dargestellt. Die vollständige Anteilsbesitzliste wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht.
Mit Kaufvertrag vom 28. September 2006 hat die INDUS Holding AG zum 1. Januar 2007 75 % der Anteile der OBUK Haustürfüllungen GmbH & Co. KG übernommen. Die verbleibenden Anteile hält der Unternehmensgründer, der auch weiterhin als Geschäftsführer für das operative Geschäft verantwortlich ist. Mit Kaufvertrag vom 2. Mai 2007 wurden außerdem 100 % der Anteile an der TOMCAST GmbH Antennenanlagen übernommen. Die Gesellschaft wurde per Mai 2007 erstmals in den Konzernabschluss einbezogen.
Weiterhin wurden in 2007 Anteile an bestehenden Mehrheitsbeteiligungen aufgestockt, im Wesentlichen durch die Einbringung von 15 % der Anteile an der SELZER Fertigungstechnik GmbH & Co. KG in die INDUS Holding AG sowie durch den Kauf von 10 % der Anteile der M. BRAUN INC, USA über die INDUS-Tochter M. BRAUN Inertgas-Systeme GmbH. An der SELZER Fertigungstechnik GmbH & Co. KG hält die INDUS nun 85 % der Anteile, an der M. BRAUN INC 100 % der Anteile.
Die Anschaffungskosten aller Zugänge inklusive der erworbenen Minderheitsbeteiligungen betrugen 30,8 Mio. EUR (Vorjahr: 15 Mio. EUR). Die Kaufpreisfindung basiert auf einem standardisierten Unternehmensbewertungsmodell.
Das Umsatzvolumen aller erstmals konsolidierten Gesellschaften für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember würde 21,9 Mio. EUR betragen (Vorjahr: 15 Mio. EUR). Zum Konzernabschluss 2007 tragen diese Gesellschaften ein Umsatzvolumen von 21,7 Mio. EUR bei. Davon entfallen auf OBUK 19,0 Mio. EUR und auf TOMCAST 2,7 Mio. EUR. Im Vorjahr betrug der Anteil am Konzern-Jahresumsatz 11,2 Mio. EUR, davon entfielen 7,5 Mio. EUR auf die ANCOTECH, der Rest auf 5 kleinere Gesellschaften.
Die Kaufpreisallokation der Neuerwerbe führte zu einem Goodwill von 16,0 Mio. EUR (Vorjahr: 4,7 Mio. EUR). Davon entfielen in 2007 auf das Segment Bauindustrie 15,7 Mio. EUR und auf das Segment Übrige Beteiligungen 0,3 Mio. EUR.
Weitere Pflichtangaben zur Erstkonsolidierung enthalten die folgenden Tabellen:
| Neuerwerbe 2007 | |||
|---|---|---|---|
| TEUR | Buchwerte im Zugangszeitpunkt |
Mehrwerte aus Erstkonsolidierung |
Zugang Konzernbilanz |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.330 | 18.071 | 19.401 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 5.680 | 420 | 6.100 |
| Summe Vermögenswerte | 7.010 | 18.491 | 25.501 |
| Langfristige Schulden | 347 | 59 | 406 |
| Kurzfristige Schulden | 4.449 | 1.194 | 5.643 |
| Summe Schulden | 4.796 | 1.253 | 6.049 |
| Neuerwerbe 2006 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Buchwerte im Zugangszeitpunkt |
Mehrwerte aus Erstkonsolidierung |
Zugang Konzernbilanz |
|||
| Langfristige Vermögenswerte | 2.039 | 5.676 | 7.715 | |||
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.978 | 574 | 3.552 | |||
| Summe Vermögenswerte | 5.017 | 6.250 | 11.267 | |||
| Langfristige Schulden | 374 | – | 374 | |||
| Kurzfristige Schulden | 3.111 | 148 | 3.259 | |||
| Summe Schulden | 3.485 | 148 | 3.633 |
Im Geschäftsjahr 2006 wurden die NEUTRASOFT IT GmbH & Co. KG zum 1. Januar 2006 sowie die Oskar OVERMANN GmbH & Co. Kommanditgesellschaft zum 31. Oktober 2006 veräußert. Im Geschäftsjahr 2007 hat die INDUS entschieden, die Beteiligung an der MAPOTRIX Dehnfugen GmbH & Co. KG zum 1. Januar 2007 zu veräußern. Die Gesellschaft wurde im Rahmen eines Management-Buy-outs (MBO) an den langjährigen Geschäftsführer veräußert. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres wurde angepasst. Die Details können der vorgenannten Überleitungsrechnung entnommen werden.
Die Erlöse und Aufwendungen der aufgegebenen Geschäftsbereiche betrugen in den Geschäftsjahren 2007 und 2006:
| TEUR | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 427 | 5.984 |
| Aufwendungen und sonstige Erlöse | – 520 | – 7.720 |
| Operatives Ergebnis | – 93 | – 1.736 |
| Zinsergebnis | – 20 | – 57 |
| Steuern | 30 | 479 |
| Ergebnis nach Steuern, laufender Betrieb | – 83 | – 1.314 |
| Ergebnis der Entkonsolidierung | 665 | – 710 |
| Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche | 582 | – 2.024 |
| Steueraufwand/-ertrag aus der Veräußerung | – 79 | 254 |
Bezüglich der Minderheitsanteile an voll konsolidierten Gesellschaften existieren Call- und Put-Optionen. In allen wesentlichen Fällen existieren Kaufpreismodelle, die unter Berücksichtigung der gesellschaftsspezifischen Risikostruktur eine objektivierte Bewertung der Anteile zulassen, die einen Austausch der Minderheitsanteile zum Fair Value gewährleistet. Die Ausübung der Rechte ist in der Regel durch beide Vertragsparteien möglich. In einigen Fällen existieren Regelungen zum erstmaligen Ausübungszeitpunkt der Call- oder Put-Option.
In den Umsatzerlösen enthalten sind Erlöse für Dienstleistungen von 17.710 TEUR (Vorjahr: 16.452 TEUR) sowie Nutzungsentgelte von 261 TEUR (Vorjahr: 1.202 TEUR). Weiterhin sind in den Umsatzerlösen 42.644 TEUR Umsätze aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen enthalten (Vorjahr: 46.218 TEUR). Die Steigerung der Umsatzerlöse um 83.760 TEUR resultiert zu 21.684 TEUR aus der erstmaligen Konsolidierung von Gesellschaften im Jahr 2007. Im Jahr 2006 wurden 3.255 TEUR an Umsatzerlösen umgegliedert in das Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche.
Eine erweiterte Darstellung der Umsatzerlöse findet sich im Bereich der Segmentberichterstattung.
| TEUR | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 2.099 | 2.151 |
| Erträge aus der Währungsumrechnung | 1.319 | 676 |
| Auflösung von Wertberichtigungen | 1.009 | 1.454 |
| Ertragszuschüsse/Auflösung passivischer Abgrenzung |
702 | 1.276 |
| Erträge aus Anlagenabgängen | 534 | 881 |
| Versicherungsentschädigungen für Abgänge im Sachanlagevermögen |
653 | 3.512 |
| Übrige sonstige betriebliche Erträge | 8.829 | 7.800 |
| Summe | 15.145 | 17.750 |
Den Erträgen aus Währungsumrechnung stehen Aufwendungen in Höhe von –2.728 TEUR gegenüber (Vorjahr: –2.144 TEUR). Der Betrag der Währungsumrechnungsdifferenzen, die im Ergebnis erfasst sind, beträgt somit –1.409 TEUR (Vorjahr: –1.468 TEUR).
| Summe | 5.081 | 5.394 |
|---|---|---|
| Aktivierte Eigenleistungen nach IAS 38 | 2.225 | 2.612 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 2.856 | 2.782 |
| TEUR | 2007 | 2006 |
Weiterhin wurden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 9.774 TEUR im Periodenaufwand erfasst (Vorjahr: 8.679 TEUR).
| TEUR | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Unfertige Erzeugnisse | 5.234 | 4.400 |
| Fertige Erzeugnisse | – 5.371 | 6.039 |
| Summe | – 137 | 10.439 |
| TEUR | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren | – 389.560 | – 344.908 |
| Bezogene Leistungen | – 47.544 | – 48.371 |
| Summe | – 437.104 | – 393.279 |
| TEUR | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | – 205.330 | – 187.362 |
| Soziale Abgaben | – 37.773 | – 35.435 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | – 2.133 | – 2.416 |
| Summe | – 245.236 | – 225.213 |
Der Personalaufwand enthält nicht den Zinsanteil der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen. Dieser ist mit 768 TEUR im Zinsergebnis verarbeitet (Vorjahr: 763 TEUR).
| TEUR | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte |
– 32.453 | – 33.040 |
| Planmäßige Abschreibungen auf Mehrwerte im Konzern |
– 8.232 | – 9.855 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen aus Erstkonsolidierung |
– | – 18.273 |
| Summe | – 40.685 | – 61.168 |
Der Aufriss der außerplanmäßigen Abschreibung aus Erstkonsolidierung nach Segmenten erfolgt im Segmentbericht. Weiterhin wurden an außerplanmäßigen Abschreibungen im Sachanlagevermögen 309 TEUR verbucht (Vorjahr: 948 TEUR), bei immateriellen Vermögenswerten 3 TEUR (Vorjahr: 509 TEUR).
| TEUR | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Betriebsaufwendungen | – 43.729 | – 38.929 |
| Vertriebsaufwendungen | – 51.190 | – 46.522 |
| Verwaltungsaufwendungen | – 23.908 | – 21.582 |
| Übrige Aufwendungen | – 7.633 | – 8.322 |
| Summe | – 126.460 | – 115.355 |
| TEUR | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | – 48 | – 117 |
| Erträge Finanzanlagen | 416 | 348 |
| Summe | 368 | 231 |
| TEUR | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Erträge | 3.706 | 1.945 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | – 29.564 | – 29.251 |
| = Zinsen operatives Geschäft | – 25.858 | – 27.306 |
| Zinsen IFRS: Marktwerte Zinsswaps | 2.049 | 5.524 |
| Zinsen IFRS: Minderheitsanteile | – 1.194 | – 1.985 |
| = Zinsen IFRS | 855 | 3.539 |
| Summe | – 25.003 | – 23.767 |
Obwohl bei einigen Zinsderivaten wirtschaftlich betrachtet eine hochgradig wirksame Sicherungsbeziehung existiert, ist diese aus rein formalen Gründen nicht als Hedge-Beziehung bilanzierbar. In der Folge wird die Veränderung der Marktwerte dieser Zinsderivate ergebniswirksam in der Position "Zinsen IFRS: Marktwerte Zinsswaps" angepasst.
Die Position "Zinsen IFRS: Minderheitsanteile" beinhaltet die Nachsteuerergebnisse, die konzernfremden Gesellschaftern von Personengesellschaften zustehen. Aufgrund der prinzipiellen Kündbarkeit von Gesellschaftsanteilen an Personengesellschaften durch die Minderheitsgesellschafter wird deren Kapitalanteil unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und die damit zusammenhängenden Veränderungen als Verzinsung dieser Position dargestellt.
| TEUR | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Aperiodische Steuern | 61 | – 73 |
| Laufende Steuern | – 28.316 | – 28.706 |
| Latente Steuern | 1.676 | – 1.179 |
| Summe | – 26.579 | – 29.958 |
Der Ertrag aus latenten Steuern im Jahr 2007 ist im Wesentlichen durch die mit der Steuerreform 2008 verbundene Änderung der zukünftigen Steuersätze begründet.
Das Geschäftsmodell der INDUS Holding AG beruht auf der Bündelung mittelständischer Nischenanbieter, die eine führende Position in ihrem jeweiligen Markt besitzen. Synergien spielen beim Erwerb eine untergeordnete Rolle. Jede Gesellschaft steht eigenständig für ihren Erfolg ein, bedarfsweise unterstützt durch Ressourcen der Holding.
Erworben werden insbesondere deutsche Personengesellschaften. Der Erwerb einer Personengesellschaft führt zu folgenden steuerlichen Konsequenzen:
Die Mehrwerte aus der steuerlichen Kaufpreisallokation sind in Form von Abschreibungen aus Ergänzungsbilanzen, verteilt auf die jeweilige Nutzungsdauer, abzugsfähig. Dies führt zu einer um die Abschreibungen geminderten steuerlichen Bemessungsgrundlage und kann auch bei ertragsstarken Gesellschaften dazu führen, dass ein steuerlicher Verlust mit entsprechenden Steuerersparnissen – Gewerbesteuer bei der Personengesellschaft und Körperschaftsteuer bei der INDUS Holding – entsteht. Positive Ergebniseffekte entstehen durch die Bilanzierung von latenten Steuern nach dem bilanzorientierten Temporary-Konzept nach IFRS nicht mehr. Eine Aktivierung von latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge erfolgt im Konzern nur, wenn eine Realisierung in einem 5-Jahres-Planungszeitraum wahrscheinlich möglich ist.
Gewerbesteuer fällt auf Ebene der Personengesellschaft an. Eine Ergebnisverrechnung steuerlicher Gewinne und Verluste für die Gewerbesteuer ist zwischen Personengesellschaften nicht möglich. Die steuerlichen Ergebnisse nach Gewerbesteuer werden der INDUS Holding AG zugerechnet und in Summe der Körperschaftsteuer unterworfen. Steuerliche Organschaftsverträge mit Kapitalgesellschaften sind nicht abgeschlossen. Dies drückt sich in der Position "keine Ergebnisverrechnung aufgrund eigenständiger Tochtergesellschaften" aus.
Die Holding übernimmt gemäß der Unternehmensphilosophie die Finanzierungsfunktion für alle Gesellschaften. Der Finanzierungsaufwand des Konzerns fällt zum ganz überwiegenden Teil in der AG an. Die Finanzierungsaufwendungen für Kapitalgesellschaften sind bei der AG steuerlich abzugsfähig, während Ausschüttungen steuerfrei sind. In der Folge entstehen in der Regel bei der AG gewerbesteuerliche Verluste, die die Steuerquote im Konzern erhöhen.
| TEUR | 2007 | 2006 | |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 76.940 | 61.810 | |
| Erwarteter Steueraufwand | 37,8 % | 29.083 | 23.364 |
| Überleitung | |||
| Abschreibung von Goodwill | – | 6.907 | |
| Aktivierung oder Wertberichtigung von Verlustvorträgen latenter Steuern |
– 969 | – 949 | |
| Aperiodische Steuern | – 61 | 73 | |
| Equity-Bewertung von assoziierten Unternehmen |
– 452 | – 288 | |
| Struktureffekte aus: – abweichenden lokalen Steuersätzen – abweichenden nationalen Steuersätzen |
– 198 129 |
– 606 – 395 |
|
| Gewerbesteuerliche Verluste INDUS Holding AG | 823 | – | |
| Keine Ergebnisverrechnung aufgrund eigenständiger Tochtergesellschaften |
1.046 | 1.028 | |
| Ausländische Quellensteuer auf steuerfreie Dividenden |
– | 231 | |
| Sonstige nicht abzugsfähige Aufwendungen oder steuerfreie Erträge |
2.995 | 1.382 | |
| Nutzung tatsächlicher steuerlicher Verlustvorträge |
– 1.064 | – 789 | |
| Änderung inländischer Steuersätze | – 4.753 | – | |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 26.579 | 29.958 | |
| in % vom Ergebnis | 34,5 % | 48,5 % |
Der erwartete Steueraufwand für das abgelaufene Geschäftsjahr 2007 liegt wie im Vorjahr bei 37,8 %, basierend auf den für diese Jahre geltenden steuerlichen Vorschriften im Inland. Bei einem Körperschaftsteuersatz von 25 % errechnet sich für inländische Unternehmen unter Berücksichtigung eines durchschnittlichen Gewerbesteuer-Hebesatzes von 370 % sowie des Solidaritätszuschlags von 5,5 % ein Ertragsteuersatz von 37,8 %. Durch die Unternehmensteuerreform 2008 verändert sich der zukünftig zu erwartende Steuersatz auf 28,8 %. Da dieser Steuersatz für die Berechung der latenten Steuern maßgeblich ist, verringert sich die Nettoschuld aus latenten Steuern durch diesen Sondereffekt um –4,7 Mio. EUR.
Das Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche 2007 beinhaltet das Nachsteuerergebnis der MAPOTRIX Dehnfugen GmbH & Co. KG. Im Vorjahr sind zusätzlich die Nachsteuerergebnisse der NEUTRASOFT IT GmbH & Co. KG sowie der Oskar OVERMANN GmbH & Co. KG enthalten.
Das Ergebnis je Aktie beträgt 2,72 EUR je Aktie (Vorjahr: 1,73 EUR je Aktie). Die gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien betrug in 2007 18.154.180 Stück (Vorjahr 18.000.000 Stück). Zu weiteren Details verweisen wir auf Textziffer [19].
Das zugrunde gelegte Ergebnis ermittelt sich aus dem Ergebnis der INDUS-Aktionäre, bereinigt um das Ergebnis der aufgegebenen Geschäftsbereiche. Die Einbeziehung des Ergebnisses der aufgegebenen Geschäftsbereiche in die Berechnungsgrundlage beeinflusst das Ergebnis je Aktie um +0,03 EUR je Aktie (Vorjahr: –0,11 EUR je Aktie).
| Anschaffungs-/ | Verände | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Herstellungskosten 2007 | Anfangs- bestand |
rung Kon- solidie- |
Um- | Währungs- | End bestand |
||
| TEUR | 1.1. 2007 | rungskreis | Zugang | Abgang | buchung | differenz | 31.12. 2007 |
| Geschäftswert/Goodwill | 302.768 | 15.950 | 6.478 | 17 | – | – | 325.179 |
| Aktivierte Entwicklungskosten | 6.251 | – | 2.225 | 255 | – | – | 8.221 |
| Schutzrechte, Konzessionen, sonstige | |||||||
| immaterielle Vermögenswerte | 90.885 | 282 | 2.637 | 1.332 | – 7 | – | 92.465 |
| Summe immaterielle Vermögenswerte | 97.136 | 282 | 4.862 | 1.587 | – 7 | – | 100.686 |
| Grundstücke und Gebäude | 143.266 | 9 | 7.810 | 1.262 | 2.863 | – | 152.686 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 235.950 | 2.153 | 21.022 | 3.016 | 2.719 | – | 258.828 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und | |||||||
| Geschäftsausstattung | 83.893 | 616 | 9.978 | 3.562 | 596 | – | 91.521 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen | |||||||
| im Bau | 4.886 | – | 8.373 | 100 | – 6.171 | – | 6.988 |
| Summe Sachanlagen | 467.995 | 2.778 | 47.183 | 7.940 | 7 | – | 510.023 |
| Anschaffungs-/ Herstellungskosten 2006 |
Anfangs- | Verände rung Kon- |
End | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | bestand 1.1. 2006 |
solidie- rungskreis |
Zugang | Abgang | Um- buchung |
Währungs- differenz |
bestand 31.12. 2006 |
| Geschäftswert/Goodwill | 302.828 | – 7.136 | 7.286 | 210 | – | – | 302.768 |
| Aktivierte Entwicklungskosten | 3.639 | – | 2.612 | – | – | – | 6.251 |
| Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte |
88.658 | 378 | 1.998 | 306 | 157 | – | 90.885 |
| Summe immaterielle Vermögenswerte | 92.297 | 378 | 4.610 | 306 | 157 | – | 97.136 |
| Grundstücke und Gebäude | 132.008 | 3.731 | 6.708 | 1.537 | 2.356 | – | 143.266 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 216.250 | 165 | 23.431 | 6.991 | 3.095 | – | 235.950 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
82.515 | – 1.326 | 8.759 | 6.395 | 340 | – | 83.893 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
6.274 | – | 5.543 | 977 | – 5.948 | – 6 | 4.886 |
| Summe Sachanlagen | 437.047 | 2.570 | 44.441 | 15.900 | – 157 | – 6 | 467.995 |
| Abschreibungen 2007 | Verände | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anfangs- | rung Kon- | Abgang | End | ||||
| bestand | solidie- | Wert- | und Um- | Währungs- | bestand | ||
| TEUR | 1.1. 2007 | rungskreis | Zugang | aufholung | buchung | differenz | 31.12. 2007 |
| Geschäftswert/Goodwill | 39.573 | – | – | – | – | – | 39.573 |
| Aktivierte Entwicklungskosten | 452 | – | 513 | – | – | – | 965 |
| Schutzrechte, Konzessionen, sonstige | |||||||
| immaterielle Vermögenswerte | 77.638 | – | 5.275 | – | 1.343 | 4 | 81.574 |
| Summe immaterielle Vermögenswerte | 78.090 | – | 5.788 | – | 1.343 | 4 | 82.539 |
| Grundstücke und Gebäude | 28.850 | – | 4.833 | – | 212 | 6 | 33.477 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 155.067 | – 56 | 20.603 | – | 2.609 | 332 | 173.337 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und | |||||||
| Geschäftsausstattung | 57.287 | – 34 | 9.461 | – | 2.871 | – 15 | 63.828 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen | |||||||
| im Bau | – | – | – | – | – | – | – |
| Summe Sachanlagen | 241.204 | – 90 | 34.897 | – | 5.692 | 323 | 270.642 |
| Abschreibungen 2006 | Verände | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anfangs- | rung Kon- | Abgang | End | ||||
| bestand | solidie- | Wert- | und Um- | Währungs- | bestand | ||
| TEUR | 1.1. 2006 | rungskreis | Zugang | aufholung | buchung | differenz | 31.12. 2006 |
| Geschäftswert/Goodwill | 33.472 | – 11.962 | 18.273 | – | 210 | – | 39.573 |
| Aktivierte Entwicklungskosten | 138 | – | 314 | – | – | – | 452 |
| Schutzrechte, Konzessionen, sonstige | |||||||
| immaterielle Vermögenswerte | 70.589 | – 121 | 7.411 | – | 238 | – 3 | 77.638 |
| Summe immaterielle Vermögenswerte | 70.727 | – 121 | 7.725 | – | 238 | – 3 | 78.090 |
| Grundstücke und Gebäude | 25.216 | – | 4.760 | – | 1.126 | – | 28.850 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 141.908 | – 234 | 20.305 | – | 6.860 | – 52 | 155.067 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und | |||||||
| Geschäftsausstattung | 54.147 | – 1.458 | 10.105 | – | 5.475 | – 32 | 57.287 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen | |||||||
| im Bau | – | – | – | – | – | – | – |
| Summe Sachanlagen | 221.271 | – 1.692 | 35.170 | – | 13.461 | – 84 | 241.204 |
Die Restbuchwerte des Anlagevermögens entwickelten sich wie folgt:
| TEUR | 31.12. 2007 | 1.1. 2007 | 1.1. 2006 |
|---|---|---|---|
| Geschäftswert/Goodwill | 285.606 | 263.195 | 269.356 |
| Aktivierte Entwicklungskosten | 7.256 | 5.799 | 3.501 |
| Schutzrechte, Konzessionen, sonstige immaterielle Vermögenswerte |
10.891 | 13.247 | 18.069 |
| Summe immaterielle Vermögenswerte |
18.147 | 19.046 | 21.570 |
| Grundstücke und Gebäude | 119.209 | 114.416 | 106.792 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 85.491 | 80.883 | 74.342 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
27.693 | 26.606 | 28.368 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
6.988 | 4.886 | 6.274 |
| Summe Sachanlagen | 239.381 | 226.791 | 215.776 |
| TEUR | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Andere Beteiligungen | 173 | 96 |
| Sonstige Ausleihungen | 7.680 | 6.208 |
| At equity bewertete Anteile | 4.657 | 4.314 |
| Summe | 12.510 | 10.618 |
Die Ausleihungen betreffen selbst ausgereichte Darlehen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Die Ausleihungen werden teilweise unverzinslich, überwiegend mit fristadäquaten Zinssätzen, mit langfristiger Zinsbindung abgerechnet Leistungsstörungen traten in beiden Geschäftsjahren nicht auf.
Weitere Angaben zu assoziierten Unternehmen enthält die folgende Übersicht:
| TEUR | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten der assoziierten Unternehmen | 2.857 | 2.971 |
| Vereinnahmtes Ergebnis | 1.196 | 763 |
| Eckdaten der assoziierten Unternehmen | ||
| Vermögen | 9.657 | 7.618 |
| Schulden | 5.084 | 4.442 |
| Kapital | 4.573 | 3.176 |
| Erlöse | 31.224 | 22.383 |
| Ergebnis | 2.352 | 1.584 |
| Beziehungen zu assoziierten Unternehmen | ||
| Forderungen | 1.039 | 826 |
| Umsatz | 2.067 | 1.879 |
| Warenbezug | 1.955 | 1.420 |
In den Forderungen gegen assoziierte Unternehmen sind Wertberichtigungen in Höhe von 0 TEUR verarbeitet (Vorjahr: 100 TEUR).
| TEUR | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Übrige Steuererstattungsansprüche | 2.243 | 2.645 |
| Abgrenzung periodenfremder Zahlungen | 2.378 | 2.257 |
| Deckungskapital Rückdeckungsversicherung | 1.747 | 1.147 |
| Darlehen und andere Forderungen | 860 | 444 |
| SWAP-positiver Marktwert | 1.964 | – |
| Übrige Vermögenswerte | 3.359 | 5.330 |
| Summe | 12.551 | 11.823 |
| – davon kurzfristig – davon langfristig |
10.442 2.109 |
10.374 1.449 |
Die aktiven laufenden Ertragsteuern sind zu 725 TEUR langfristig (Vorjahr: 714 TEUR), im Wesentlichen resultierend aus aktivierten Körperschaftsteuerguthaben. Von den passiven laufenden Ertragsteuern entfallen 372 TEUR auf Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern (Vorjahr: 1.115 TEUR) und 10.011 TEUR auf Rückstellungen für Ertragsteuern (Vorjahr: 6.199 TEUR).
Die Herkunft der aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen wird im Folgenden erläutert:
| Saldo | ||
|---|---|---|
| 1.559 | – 20.969 | – 19.410 |
| 2.329 | – 1.669 | 660 |
| 3.614 | – 1.987 | 1.627 |
| 240 | – 2 | 238 |
| 5.611 | – 2.273 | 3.338 |
| 152 | – | 152 |
| 802 | – 81 | 721 |
| 910 | – 5.690 | – 4.780 |
| 2.893 | – | 2.893 |
| – 12.230 | 12.230 | – |
| – 1.736 | 1.736 | – |
| 4.144 | – 18.705 | – 14.561 |
| Aktiv | Passiv |
| 2006 | |||
|---|---|---|---|
| TEUR | Aktiv | Passiv | Saldo |
| Goodwill Personengesellschaften | 2.559 | – 26.298 | – 23.739 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 4.122 | – 2.233 | 1.889 |
| Sachanlagen | 5.663 | – 3.350 | 2.313 |
| Sonstige langfristige Aktiva | 292 | – | 292 |
| Forderungen und Vorräte | 7.511 | – 3.633 | 3.878 |
| Sonstige kurzfristige Aktiva | 613 | – | 613 |
| Langfristige Rückstellung | 1.181 | – | 1.181 |
| Kurzfristige Passiva | 1.530 | – 5.956 | – 4.426 |
| Aktivierung von Verlustvorträgen | 1.924 | – | 1.924 |
| Saldierung in der Gesellschaft | – 17.242 | 17.242 | – |
| Saldierung im Konzern | – 5.025 | 5.025 | – |
| Latente Steuern | 3.128 | – 19.203 | – 16.075 |
Die Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern auf Gesellschaftsebene (gleiches Steuersubjekt) betrifft überwiegend die Forderungen, Vorräte und kurzfristigen Passiva, resultierend aus der Bilanzierung nach IAS 11 (Auftragsfertigung). Die Saldierung im Konzern (unterschiedliche Steuersubjekte) erfolgt bei Ertragsteuern, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.
Die passiven latenten Steuern resultieren überwiegend aus der Berechnung latenter Steuern auf den steuerlich abzugsfähigen Goodwill von Personengesellschaften. Zu steuerlichen Zwecken erfolgt bei Personengesellschaften eine IFRSähnliche Kaufpreisallokation, die entstehenden Mehrwerte – auch der steuerliche Goodwill – sind steuerlich abzugsfähig. Da der Goodwill nach IFRS nicht planmäßig abgeschrieben wird, sind nach den Voraussetzungen des IAS 12.21B in der Folge mit der Abschreibung des steuerlichen Goodwills latente Steuern zu bilden. Die latenten Steuern müssen bis zur Veräußerung der Gesellschaft bilanziert werden. Da INDUS Tochterunternehmen grundsätzlich dauerhaft hält, wird diese Position zukünftig permanent aufgebaut.
Die Veränderung des Saldos der latenten Steuern erfolgte mit +1.676 TEUR (Vorjahr –1.179 TEUR) ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechung und resultiert im Übrigen aus erfolgsneutralen Anpassungen der Bestände im Rahmen der Kapitalkonsolidierung und der Rücklage der Marktbewertung der Finanzinstrumente.
Aufgrund geringer Realisierungsmöglichkeit wurden aktive latente Steuern in Höhe von 550 TEUR nicht angesetzt (Vorjahr: 884 TEUR). Verlustvorträge in Höhe von 22.200 TEUR (Vorjahr: 11.700 TEUR) werden in einem Planungshorizont von 5 Jahren als realisierbar angesehen. Verlustvorträge in Höhe von zusammen 89.475 TEUR (Vorjahr: 93.876 TEUR), bei denen die Realisierungsmöglichkeit unwahrscheinlich ist, wurden nicht aktiviert. Es handelt sich zum ganz überwiegenden Teil um gewerbesteuerliche Verlustvorträge, resultierend aus den steuerlichen Besonderheiten der INDUS Holding AG, wie sie unter [10] erläutert wurden. Zukünftige potenzielle Realisierungsmöglichkeiten sind dementsprechend durch den dann geltenden Gewerbesteuersatz bestimmt. Größte Einzelposition ist der gewerbesteuerliche Verlustvortrag der Holding. Die Verwertung dieser Verlustvorträge unterliegt keinen zeitlichen Beschränkungen.
Unter Berücksichtigung der spezifischen Steuersätze ergeben sich bilanziell somit aktivierte Verlustvorträge in Höhe von 2.893 TEUR (Vorjahr.: 1.924 TEUR). Die Ergebnisauswirkung hieraus beträgt 969 TEUR (Vorjahr: 949 TEUR).
Auf die im Eigenkapital ergebnisneutral gebildeten Positionen wurden im Geschäftsjahr 2007 latente Steuern in Höhe von 26 TEUR verbucht (Vorjahr: 174 TEUR).
| TEUR | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 109.140 | 98.828 |
| Zukünftige Forderungen aus kunden spezifischen Fertigungsaufträgen |
5.364 | 8.475 |
| Forderungen an assoziierte Unternehmen | 1.039 | 826 |
| Summe | 115.543 | 108.129 |
Forderungen an Kunden sind innerhalb eines Jahres fällig.
Die zukünftigen Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen sind in Höhe von 893 TEUR langfristig fällig (Vorjahr: 8 TEUR). Weitere Angaben zur Auftragsfertigung enthält die folgende Tabelle:
| TEUR | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Angefallene Kosten zuzüglich anteiliger Ergebnisse | 21.724 | 21.669 |
| Erhaltene Anzahlungen | 19.520 | 15.490 |
| Fertigungsaufträge mit aktivem Saldo | 5.364 | 8.475 |
| Fertigungsaufträge mit passivem Saldo | 3.160 | 2.296 |
| Eventualschulden | 11.905 | 5.971 |
Die Fertigungsaufträge mit passivem Saldo werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Wesentliche Sicherheitseinbehalte existieren nicht.
Die Forderungen enthalten Wertberichtigungen in Höhe von 4.337 TEUR (Vorjahr: 4.840 TEUR). Die Entwicklung wird im Folgenden dargestellt:
| TEUR | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Stand Wertberichtigungen am 1. Januar | 4.840 | 5.453 |
| Währungsdifferenz | – 3 | – 24 |
| Veränderung Konsolodierungskreis | – 17 | 187 |
| Zuführungen | 1.908 | 1.742 |
| Verbrauch | – 1.388 | – 796 |
| Auflösungen | – 1.003 | – 1.722 |
| Stand Wertberichtigungen am 31. Dezember | 4.337 | 4.840 |
| TEUR | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 58.720 | 56.840 |
| Unfertige Erzeugnisse | 40.552 | 39.387 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 60.680 | 61.172 |
| Für Vorräte geleistete Anzahlungen | 1.399 | 1.038 |
| Summe | 161.351 | 158.437 |
Die Buchwerte der Vorräte enthalten Abwertungen in Höhe von 6.557 TEUR (Vorjahr: 7.178 TEUR), davon 1.387 TEUR auf den beizulegenden Zeitwert (Vorjahr: 1.652 TEUR). Es wurden keine Vorräte als Sicherheiten für Verbindlichkeiten verpfändet.
Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag 46.800.000,00 EUR. Das Grundkapital ist eingeteilt in 18.000.000 auf den Inhaber lautende (nennwertlose) Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber und gewähren in der Hauptversammlung jeweils eine Stimme. Die Aktien sind in Düsseldorf und Frankfurt zum Geregelten Markt und in Berlin, Hamburg und Stuttgart zum Freiverkehr zugelassen. Die Gesellschaft ist im SDAX und CDAX gelistet.
Der Vorstand ist nach Ziffer 4.3 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. Juni 2009 mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 18.720.000,00 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Den Aktionären ist bei der Kapitalerhöhung ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.
Der Vorstand ist nach Ziffer 4.4 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. Juni 2009 mit Zustimmung des Aufsichtsrates zusätzlich um bis zu 3.717.914,00 EUR durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden und weitere Einzelheiten der Kapitalerhöhung festzulegen. Der angegebene Betrag des Genehmigten Kapitals II berücksichtigt bereits die am 14. November 2007 unter teilweiser Inanspruchnahme des Genehmigten Kapitals II beschlossene Kapitalerhöhung (siehe Seite 93: Ereignisse nach Bilanzstichtag).
Die Gesellschaft ist gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 2. Januar 2009 eigene Anteile bis zu einer Anzahl von 1.800.000 Stück, was einem Anteil von 10 % der derzeitigen Stückaktien und damit einem Anteil von 10 % des derzeitigen Grundkapitals entspricht, zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen sowie ein- oder mehrmals ausgeübt werden. Insgesamt dürfen jedoch nicht mehr als 10 % des Grundkapitals erworben werden, wobei andere Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und besitzt, anzurechnen sind. Die Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass auf die durch § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG angeordnete Begrenzung auf 10 % des Grundkapitals diejenigen Aktien anzurechnen sind, die nach Schaffung des Genehmigten Kapitals II unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre veräußert worden sind.
Die Entwicklung der Rücklagen ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt und beinhaltet die Kapitalrücklage der INDUS Holding Aktiengesellschaft. Für den Bilanzstichtag ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 25,1% (Vorjahr: 22,7 %).
Die Anteile anderer Gesellschafter umfassen im Wesentlichen die Minderheitsanteile an den Kapitalgesellschaften WEIGAND Bau GmbH sowie ASS Maschinenbau GmbH. Die Anteile fremder Gesellschafter von Personengesellschaften wurden in die sonstigen Verbindlichkeiten umgegliedert [23]. Dies betrifft im Wesentlichen die SELZER Fertigungstechnik GmbH & Co. KG, die OBUK Haustürfüllungen GmbH & Co. KG und die Helmut RÜBSAMEN GmbH & Co. KG.
Der Vorstand wird der Hauptversammlung folgende Dividendenzahlungen vorschlagen:
Der vollständige Gewinnverwendungsvorschlag ist separat veröffentlicht.
Mit Schreiben vom 23. Juli 2007 hat der Mitgesellschafter der SELZER Fertigungstechnik GmbH & Co. KG sein Andienungsrecht hinsichtlich der Übertragung von Kommanditanteilen in Höhe von 15 % gegenüber der INDUS Holding Aktiengesellschaft wahrgenommen. Die Anteilsübertragung auf die INDUS Holding
Aktiengesellschaft erfolgte im Wege der Sacheinlage mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. August 2007. Die zur Durchführung der Einbringung erforderliche Kapitalerhöhung wurde vom Vorstand am 14. November 2007 beschlossen, am 5. Dezember 2007 vom Aufsichtsrat genehmigt und am 26. März 2008 ins Handelsregister eingetragen.
In diesem Zusammenhang wurden 370.033 neue Aktien ausgegeben, die das gezeichnete Kapital um 962.086 Euro erhöhen. Der Differenzbetrag zum Gesamtausgabewert ist als Agio zur Einstellung in die Kapitalrücklage vorgesehen. Da die betreffende Kapitalerhöhung am Bilanzstichtag noch nicht ins Handelsregister eingetragen war, handelte es sich zum 31. Dezember 2007 um eine Schuld, die unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen wurde. Mit der Eintragung ins Handelsregister ist die Zahl der Aktien und das Eigenkapital bei gleicher Bilanzsumme gestiegen. Für das Geschäftsjahr 2007 sind die neuen Aktien zu 5/12 gewinnberechtigt.
Die INDUS Holding AG steuert ihr Kapital mit dem Ziel, die Kapitalrendite zu erhöhen. In diesem Zusammenhang steht auch die fortlaufende Optimierung des Verhältnisses von Eigenkapital und verzinslichem Fremdkapital. Das verzinsliche Kapital umfasst die Pensionsrückstellungen und die Finanzschulden, vermindert um die liquiden Mittel, und beträgt 455.485 TEUR (Vorjahr: 441.678 TEUR). Bezogen auf das eingesetzte verzinsliche Gesamtkapital steigt der Anteil des Eigenkapitals von 31,7 % in 2006 auf 34,0 % in 2007. Wäre die Einbringung der SELZER-Anteile noch in 2007 beim Handelsregister eingetragen, würde die entsprechende Quote 2007 35,4 % betragen.
Die INDUS Holding AG unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen.
[20] Angaben zu Finanzschulden und zugeordneten Derivaten enthalten die folgenden Tabellen:
| Angaben zu vertraglichen Tilgungsvereinbarungen/ |
31.12. 2007 Buchwert |
Rückzahlungsverpflichtung | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Restlaufzeiten TEUR |
Berichts- periode |
1 Jahr | über ein bis 5 Jahre |
über 5 Jahre |
|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
|||||
| – in Konzernwährung Euro | 407.797 | 78.721 | 231.127 | 97.949 | |
| – in Schweizer Franken | 25.183 | 3.261 | 19.901 | 2.021 | |
| – in übrigen Währungen | 3.316 | 246 | 1.189 | 1.881 | |
| ABS-Finanzierung | 46.682 | 46.682 | – | – | |
| Schuldscheindarlehen | 35.000 | 2.500 | 30.000 | 2.500 | |
| Summe Finanzschulden | 517.978 | 131.410 | 282.217 | 104.351 | |
| Derivate/Zinsswaps (Nennwerte) | 260.393 | 33.282 | 177.529 | 49.582 |
| Angaben zu vertraglichen Tilgungsvereinbarungen/ |
31.12. 2006 Buchwert |
Rückzahlungsverpflichtung | ||
|---|---|---|---|---|
| Restlaufzeiten TEUR |
Berichts- periode |
1 Jahr | über ein bis 5 Jahre |
über 5 Jahre |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
||||
| – in Konzernwährung Euro | 408.355 | 48.139 | 248.276 | 111.940 |
| – in Schweizer Franken | 26.768 | 2.060 | 19.304 | 5.404 |
| – in übrigen Währungen | – | – | – | – |
| ABS-Finanzierung | 46.926 | 46.926 | – | – |
| Schuldscheindarlehen | 37.500 | 2.500 | 30.000 | 5.000 |
| Summe Finanzschulden | 519.549 | 99.625 | 297.580 | 122.344 |
| Derivate/Zinsswaps (Nennwerte) | 248.224 | 7.872 | 124.791 | 115.561 |
| TEUR | Auf Basis | Finanzschulden | Derivate: Zinsswaps | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Restzins- bindungsfrist |
Risikoloser Marktzins |
des Buch- werts ge- wichteter Zinssatz |
Nominal volumen/ historische AHK |
Buchwert zum 31.12. 2007 |
Buchwert zum 31.12. 2006 |
Nennwert zum 31.12. 2007 |
Nennwert zum 31.12. 2006 |
| < 1 Jahr | 4,07 % | 5,20% | 295.187 | 224.861 | 204.578 | 32.500 | – |
| 1 bis < 2 Jahre | 4,08 % | 5,21 % | 65.680 | 47.676 | 40.023 | 113.579 | 35.000 |
| 2 bis < 3 Jahre | 4,11 % | 5,84 % | 70.705 | 47.250 | 50.968 | 11.385 | 103.835 |
| 3 bis < 4 Jahre | 4,15 % | 4,62 % | 44.861 | 34.104 | 53.593 | 9.775 | 12.228 |
| 4 bis < 5 Jahre | 4,20 % | 4,86 % | 58.653 | 41.904 | 37.000 | 6.546 | 11.499 |
| > 5 Jahre | 4,46 % | 5,02 % | 143.713 | 122.183 | 133.387 | 86.608 | 85.662 |
| Summe | 678.799 | 517.978 | 519.549 | 260.393 | 248.224 |
| Marktwerte der originären und | ||||
|---|---|---|---|---|
| derivaten Finanzinstrumente | 517.810 | 517.465 | 327 | – 3.085 |
Im Rahmen der ABS-Finanzierung wurden zum Stichtag Forderungen in Höhe von 52.917 TEUR transferiert (Vorjahr: 53.034 TEUR), die wegen eines verbleibenden Ausfallrisikos nicht für eine Ausbuchung infrage kommen. In diesem Zusammenhang wurden Finanzierungen von 46.682 TEUR (Vorjahr: 46.926 TEUR) bilanziert, die im Konzernabschluss als besicherter Kredit eingestuft wurden.
Der Finanzmittelzufluss aus dem Forderungsverkauf wird im aktuellen Jahr und im Vorjahr in den Finanzschulden mit kurzfristiger Fälligkeit und Zinsanpassung ausgewiesen.
| TEUR | 2007 | 2006 | Abweichung Veränderung Konsolidie- rungskreis |
Übrige Abwei chung |
|---|---|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | ||||
| Laufender Dienstzeitaufwand | 243 | 283 | – | – 40 |
| Zinsaufwand | 768 | 763 | – | 5 |
| Erträge aus Planvermögen | – 58 | – 89 | – | 31 |
| Erfasster versicherungsmathe matischer Gewinn oder Verlust |
– 16 | 18 | – | – 34 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 40 | 139 | 40 | – 139 |
| Aufwand für DBO-Versorgungs zusagen |
977 | 1.114 | 40 | – 177 |
| + Aufwand aus beitragsorientierten Plänen |
1.485 | 1.318 | 41 | 126 |
| = GuV-Periodenaufwand für Pensionszusagen |
2.462 | 2.432 | 81 | – 51 |
| Bilanzansatz | ||||
| Barwert der rückstellungsfinanzier ten Versorgungsansprüche |
14.910 | 15.190 | 210 | – 490 |
| Barwert der fondsfinanzierten Versorgungsansprüche |
1.587 | 1.375 | 195 | 17 |
| DBO: Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen |
16.497 | 16.565 | 405 | – 473 |
| – Fondsvermögen zu Marktwerten | – 1.587 | – 1.375 | – 195 | – 17 |
| Nettoverpflichtungen | 14.910 | 15.190 | 210 | – 490 |
| – Nicht erfasstes versicherungs mathematisches Ergebnis |
214 | – 397 | – | 611 |
| Endbestand: Bilanzwert zum 31. Dezember |
15.124 | 14.793 | 210 | 121 |
| Aufwendungen aus Pensions verpflichtungen |
977 | 1.114 | 40 | – 177 |
| Rentenzahlungen | – 816 | – 748 | – | – 68 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 170 | – 292 | – | – |
| Anfangsbestand: Bilanzwert zum 1. Januar |
14.793 | 14.719 | – | – |
| Zugrunde liegende Annahmen Abzinsungsfaktor Gehaltstrend Rententrend Erwartete Erträge aus Planvermögen |
5,25 % 2,00 % 1,50 % 4,25 % |
4,75 % 1,50 % 1,25 % 3,75 % |
Der Zinsaufwand ist unter der Position Zinsergebnis erfasst. Die erwarteten Erträge aus Planvermögen entsprechen im Wesentlichen den tatsächlichen Erträgen. Die Veränderung des Konsolidierungskreises beruht in 2007 auf der erstmaligen Einbeziehung der OBUK Haustürfüllungen GmbH & Co. KG.
Das Fondsvermögen besteht ausschließlich aus Rückdeckungsversicherungen. Die Entwicklung des Fondsvermögens stellt sich folgendermaßen dar:
| TEUR | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte zum 1. Januar | 1.375 | 755 |
| Erwartete Erträge des Planvermögens | 58 | 55 |
| Laufende Beiträge durch den Arbeitgeber | 64 | 114 |
| Pensionszahlungen | – 74 | – 61 |
| Umklassifizierung Altersversorgung | – | 545 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 195 | – |
| Sonstiges | – 31 | – 33 |
| Vermögenswerte zum 31. Dezember | 1.587 | 1.375 |
Die sonstigen Anpassungen enthalten im Wesentlichen die Auswirkungen der Obergrenze nach IAS 19.58(b)
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Entwicklung der Beträge für das laufende Jahr und die vier Vorjahre für Pensionsverpflichtungen, den beizulegenden Zeitwert des Planvermögens und die das Vermögen übersteigende Leistungsverpflichtung. Wesentliche erfahrungsbedingte Anpassungen von Pensionsverpflichtungen und Vermögenswerten, die nicht aus Änderung der versicherungsmathematischen Prämissen resultieren, existieren nicht.
| TEUR | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 |
|---|---|---|---|---|---|
| Pensionsverpflichtungen (DBO) | 16.497 | 16.565 | 16.811 | 10.266 | 9.408 |
| Fondsvermögen zu Marktwerten | – 1.587 | – 1.375 | – 755 | – 757 | – 704 |
| Leistungsverpflichtung | 14.910 | 15.190 | 16.056 | 9.509 | 8.704 |
| Nicht erfasstes versicherungs mathematisches Ergebnis |
214 | – 397 | –1.337 | – 601 | – |
| Endbestand: Bilanzwert zum 31. Dezember |
15.124 | 14.793 | 14.719 | 8.908 | 8.704 |
| 2007 | Anfangs- bestand |
Verände rung Konsolidie- |
Zuführung/ Neu- |
Währungs- | End bestand |
||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 1.1. 2007 | rungskreis | Verbrauch | Auflösung | bildung | differenz | 31.12. 2007 |
| Verpflichtungen aus dem Absatzgeschäft |
10.074 | 348 | 7.650 | 970 | 9.799 | – 9 | 11.592 |
| Kosten der Belegschaft | 11.529 | 162 | 8.262 | 609 | 8.333 | – 15 | 11.138 |
| Übrige Rückstellungen | 10.972 | 22 | 4.622 | 876 | 3.089 | – 29 | 8.556 |
| Summe | 32.575 | 532 | 20.534 | 2.455 | 21.221 | – 53 | 31.286 |
| 2006 | Verände | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anfangs- | rung | Zuführung/ | End | ||||
| bestand | Konsolidie- | Neu- | Währungs- | bestand | |||
| TEUR | 1.1. 2006 | rungskreis | Verbrauch | Auflösung | bildung | differenz | 31.12. 2006 |
| Verpflichtungen aus dem | |||||||
| Absatzgeschäft | 9.429 | 3 | 7.675 | 966 | 9.282 | 1 | 10.074 |
| Kosten der Belegschaft | 11.676 | 39 | 9.517 | 486 | 9.831 | – 14 | 11.529 |
| Übrige Rückstellungen | 8.003 | 86 | 5.178 | 666 | 8.738 | – 11 | 10.972 |
| Summe | 29.108 | 128 | 22.370 | 2.118 | 27.851 | – 24 | 32.575 |
Die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen [21] enthält Aufzinsungen von 768 TEUR (Vorjahr: 763 TEUR). Weitere wesentliche Aufzinsungen existieren nicht. Die Verpflichtungen aus dem Absatzgeschäft enthalten Rückstellungen für Gewährleistungen aufgrund rechtlicher oder faktischer Verpflichtungen, Verpflichtungen für Kundenboni und Erlösschmälerungen sowie geschätzte Werte für erwartete Rechnungen. Die Kosten der Belegschaft werden gebildet für Zeitguthaben der Belegschaft, Jubiläen, Altersteilzeit, Abfindungen und ähnliche Verpflichtungen. Die übrigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl von möglichen Einzelrisiken, die hinsichtlich ihres wahrscheinlichen Eintritts bewertet wurden. Nennenswerte zu erwartende Erstattungen im Zusammenhang mit nach IAS 37 bilanzierten Verpflichtungen liegen nicht vor.
| TEUR | 2007 | Kurz- fristig |
Lang- fristig |
2006 | Kurz- fristig |
Lang fristig |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegen Fremdgesellschafter | 18.674 | 18.674 | – | 19.379 | 19.379 | – |
| Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich | 9.202 | 9.202 | – | 8.557 | 8.557 | – |
| Sonstige Steuerverbindlichkeiten | 8.214 | 8.214 | – | 7.369 | 7.369 | – |
| Abgrenzung periodenfremder Zahlungen | 7.347 | 2.646 | 4.701 | 7.432 | 7.432 | – |
| Erhaltene Anzahlungen | 5.765 | 5.765 | – | 4.215 | 4.215 | – |
| Fertigungsaufträge mit passivem Saldo | 3.160 | 3.160 | – | 2.296 | 2.296 | – |
| Investitionszuschüsse | 3.488 | 382 | 3.106 | 3.572 | 873 | 2.699 |
| Derivative Finanzinstrumente | 1.536 | 1.536 | – | 2.421 | 2.421 | – |
| Übrige sonstige Verbindlichkeiten | 13.035 | 12.407 | 628 | 13.280 | 10.756 | 2.524 |
| Summe | 70.421 | 61.986 | 8.435 | 68.521 | 63.298 | 5.223 |
Bei Personengesellschaften, an denen Fremdgesellschafter beteiligt sind, wird deren Minderheitsanteil am Kapital (4.887 TEUR; Vorjahr: 9.052 TEUR) unter den Verbindlichkeiten gegen Fremdgesellschafter ausgewiesen.
| TEUR | 2007 | Bewertet nach anderen Standards* |
Finanz- instru- mente IFRS 7 |
2006 | Bewertet nach anderen Standards* |
Finanz instru mente IFRS 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzanlagen | 7.853 | – | 7.853 | 6.304 | – | 6.304 |
| Liquide Mittel | 77.617 | – | 77.617 | 92.664 | – | 92.664 |
| Forderungen | 115.543 | 5.364 | 110.179 | 108.129 | 8.475 | 99.654 |
| Laufende Ertragsteuern | 4.463 | 4.463 | – | 6.592 | 6.592 | – |
| Sonstige Vermögenswerte | 12.551 | 2.243 | 10.308 | 11.823 | 2.645 | 9.178 |
| Summe | 205.957 | 207.800 | ||||
* IAS 11, IAS 12
| TEUR | 2007 | Bewertet nach anderen Standards* |
Finanz- instru- mente IFRS 7 |
2006 | Bewertet nach anderen Standards* |
Finanz instru mente IFRS 7 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzschulden | 517.978 | – | 517.978 | 519.549 | – | 519.549 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 33.286 | – | 33.286 | 33.908 | – | 33.908 |
| Laufende Ertragsteuern | 10.383 | 10.383 | – | 7.314 | 7.314 | – |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 70.421 | 14.862 | 55.559 | 68.521 | 13.237 | 55.284 |
| Summe | 606.823 | 608.741 | ||||
* IAS 11, IAS 12 und IAS 20
| 2007 | Netto | ||
|---|---|---|---|
| Buch- | Markt- | gewinne/ | |
| TEUR | wert | wert | -verluste |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | |||
| bewertet | |||
| Zu Handelszwecken | 1.964 | 1.964 | * _ |
| Designiertes Instrument | – | – | – |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen | – | – | – |
| Kredite und Forderungen | 203.820 | 203.618 | – 2.078 |
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente | 173 | 173 | – |
| Finanzinstrumente: Aktiva | 205.957 | 205.755 | – 2.078 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | |||
| bewertet | |||
| Zu Handelszwecken | 1.536 | 1.536 | * 2.049 |
| Designiertes Instrument | – | – | – |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zum Restbuchwert | 605.287 | 604.351 | – 1.227 |
| Finanzinstrumente: Passiva | 606.823 | 605.887 | 822 |
* Nettogewinne und -verluste aus Zinsderivaten werden passivisch ausgewiesen.
| 2006 | Netto | ||
|---|---|---|---|
| Buch- | Markt- | gewinne/ | |
| TEUR | wert | wert | -verluste |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet |
|||
| Zu Handelszwecken | – | – | * _ |
| Designiertes Instrument | – | – | – |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen | – | – | – |
| Kredite und Forderungen | 207.704 | 206.920 | – 688 |
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente | 96 | 96 | – |
| Finanzinstrumente: Aktiva | 207.800 | 207.016 | – 688 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | |||
| bewertet | |||
| Zu Handelszwecken | 2.421 | 2.421 | * 5.524 |
| Designiertes Instrument | – | – | – |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zum Restbuchwert | 606.320 | 604.021 | – 1.143 |
| Finanzinstrumente: Passiva | 608.741 | 606.442 | 4.381 |
* Nettogewinne und -verluste aus Zinsderivaten werden passivisch ausgewiesen.
Die zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente betreffen Finanzbeteiligungen, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann. Diese werden nach IAS 39.46c mit Anschaffungskosten bewertet.
Nettogewinne und -verluste von Krediten und Forderungen sowie finanziellen Verbindlichkeiten zum Restbuchwert resultieren im Wesentlichen aus Wertberichtigungen (2.673 TEUR; Vorjahr: 1.757 TEUR), Erträgen aus Zahlungseingängen und Währungsumrechnungen. Nettogewinne und -verluste von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten entsprechen dem Ergebnis dieser Finanzbeteiligungen.
Nettogewinne und -verluste von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten enthalten die Veränderung der Marktwerte von Zinsswaps, für die die formalen Voraussetzungen des Hedge Accounting nicht erfüllt sind. Da diese im unmittelbaren Zusammenhang mit den Finanzschulden stehen, wird das saldierte Ergebnis passivisch ausgewiesen.
Die Gesamtzinserträge und Gesamtzinsaufwendungen für Finanzinstrumente, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, betrugen –20.090 TEUR (Vorjahr: –26.543 TEUR).
Entsprechend der Philosophie der INDUS Holding AG wird die Finanzierung der Gesellschaften zentral gesteuert, während die Einschätzung und das Management der operativen Risiken in der Verantwortung der einzelnen Gesellschaften und ihrer Geschäftsführer liegen. Grundsätzlich werden die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Cashflow des Konzerns haben. Die Sicherung erfolgt durch originäre und derivative Finanzinstrumente, letztere werden ausschließlich zu Sicherungszwecken abgeschlossen.
Die INDUS-Gruppe unterhält ein leistungsfähiges Risikomanagementsystem zur Früherkennung wirtschaftlicher Risiken, dessen Schwerpunkt auf den substanziellen Problemstellungen eines diversifizierten Beteiligungsportfolios beruht. Darin eingebettet sind die spezifischen Fragestellungen des finanziellen Risikomanagements gemäß der Definition nach IFRS 7. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Vorstand überwacht.
Die einzelnen Beteiligungen finanzieren sich grundsätzlich selbst aus ihren operativen Ergebnissen. Je nach Liquiditätssituation erfolgen Transfers zur INDUS Holding AG. Die AG verfügt über ausreichende liquide Mittel als strategische Reserve, die die Handlungsfähigkeit zu jedem Zeitpunkt sicherstellt. Die breit diversifizierte Fremdfinanzierung verhindert eine Abhängigkeit von einzelnen Kreditgebern. Durch vorhandene Liquidität und feste Finanzierungszusagen können sich bietende Akquisitionschancen jederzeit wahrgenommen werden. Durch die langfristig angelegte Planung der Finanzierung und das bereits in der Vergangenheit erkannte und aufgelöste Klumpenrisiko bei der revolvierenden Neufinanzierung des bestehenden Finanzbedarfs ist das Finanzierungsrisiko begrenzt.
Unter Berücksichtigung der am Abschlussstichtag fixierten Konditionen für Finanzinstrumente wurden folgende Zahlungsmittelabflüsse ermittelt, die in die langfristig angelegte Finanzplanung der INDUS-Gruppe eingehen:
| 60.450 | 8.435 | – |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 33.286 |
– | – |
| 665 | 561 | – |
| 154.964 | 339.134 | 121.708 |
| 1 Jahr | Über ein bis 5 Jahre |
Über 5 Jahre |
Die Zahlungsströme bestehen aus Tilgungszahlungen und den entsprechenden Zinsen. Sie enthalten auch Zinszahlungen von Derivaten mit positivem Marktwert, die in einer wirtschaftlichen Sicherungsbeziehung zu den Finanzschulden stehen.
Im Finanzierungsbereich werden nur Kontrakte mit Kontrahenten erster Bonität abgeschlossen. Im operativen Bereich erfolgt eine dezentrale laufende Überwachung durch die Beteiligungen. Ausfallrisiken wird durch adäquate Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Bilanzansatz der selbst ausgereichten Kredite und Forderungen, bei Derivaten der Summe ihrer positiven Marktwerte.
Durch die Eigenständigkeit der Unternehmen der INDUS-Gruppe, die ihre Aktivitäten auf verschiedenen Märkten und mit unterschiedlichen Produkten entfalten, wird eine breite Streuung des unternehmerischen Risikos erreicht.
Eine Konzentration von Ausfallrisiken aus Geschäftsbeziehungen zu einzelnen Schuldnern ist nur im Segment Automobilindustrie, resultierend aus dessen oligopolistischer Abnehmerstruktur festzustellen. Bezogen auf den Gesamtbestand der Forderungen gegen Kunden existieren an beiden Stichtagen weniger als 10 Kunden mit einem Anteil von jeweils mehr als 1 %. In Summe vereinigen diese Kunden ca. 20 % des Forderungsbestandes auf sich. Das entspricht im Wesentlichen auch dem Umsatzanteil in den Geschäftsjahren 2006 und 2007.
Am Bilanzstichtag bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen an Kunden und assoziierte Unternehmen, die ohne neue Verhandlungen überfällig gewesen wären. Weiterhin bestehen Forderungen an Kunden und assoziierte Unternehmen, die überfällig sind, aber nicht einzeln wertberichtigt wurden. Im Laufzeitband bis drei Monate treten in der Regel keine wesentlichen Zahlungsausfälle ein, da die Überfälligkeiten überwiegend auf zeitlichen Buchungsunterschieden beruhen.
| TEUR | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Buchwert Bilanz* | 110.179 | 99.654 |
| + Darin enthaltene Wertberichtigungen | 4.337 | 4.840 |
| = Bruttowert der Forderungen vor Wertberichtigung |
114.516 | 104.494 |
| Davon zum Abschlussstichtag – weder wertgemindert noch überfällig |
80.006 | 73.628 |
| – nicht wertgemindert und in folgenden Zeitbändern überfällig |
||
| – weniger als 3 Monate | 26.529 | 21.864 |
| – zwischen 3 und 6 Monaten | 2.292 | 1.624 |
| – zwischen 6 und 9 Monaten | 528 | 864 |
| – zwischen 9 und 12 Monaten | 237 | 838 |
| – mehr als 12 Monate | 646 | 1.052 |
* ohne Forderungen aus Fertigungsaufträgen nach IAS 11
Die INDUS Holding AG sichert und koordiniert die Finanzierung und Liquidität aller Gesellschaften. Im Vordergrund steht die Finanzierung des langfristig ausgerichteten Beteiligungsportfolios. Dementsprechend wird mit dem Erwerb von Beteiligungen eine fristenadäquate Finanzierung abgeschlossen. Zum Einsatz gelangen festverzinsliche Finanzierungen oder variabel verzinsliche Finanzierungen, die per Zinsswaps in festverzinsliche Finanzierungen transferiert werden.
Änderungen der Zinssätze beeinflussen Marktwert und Cashflow von Finanzinstrumenten. Die Berechnung dieser Auswirkungen erfolgt durch eine Sensitivitätsanalyse, bei der die relevanten Zinsstrukturkurven jeweils um 100 Basispunkte parallel verschoben werden. Die Auswirkungen werden ermittelt für die fixierten Konditionen des am Abschlussstichtag vorliegenden Bestands an Finanzinstrumenten.
Die Veränderung von Marktwerten hat Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, abhängig von den Bewertungskategorien der zugrunde liegenden Finanzinstrumente. Mit Veränderung des Zinsniveaus um ± 100 Basispunkte verändern sich die Marktwerte aller Finanzinstrumente um ca. ± 15 Mio. EUR. (Vorjahr : ± 12 Mio. EUR). Die Marktwerte der Zinsderivate verändern sich um ca. ± 5 Mio. EUR (Vorjahr: ± 3,0 Mio. EUR), davon würden aufgrund geschlossener Sicherungsbeziehungen ± 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: ± 0,8 Mio. EUR) erfolgsneutral im Eigenkapital verarbeitet, die Auswirkung auf das Zinsergebnis würde ± 3,5 Mio. EUR (Vorjahr: ± 2,2 Mio. EUR) betragen. Die Auswirkungen auf Ergebnis und Eigenkapital kehren sich in Folgeperioden bis zur Endfälligkeit der Derivate um.
Da wirtschaftlich betrachtet die Zinsänderungsrisiken fast vollständig abgesichert sind, würden Veränderungen des Zinsniveaus bei variabel verzinslichen Finanzschulden und derivativen Finanzinstrumenten sich kompensieren. Wesentliche Auswirkungen auf den zukünftigen Cashflow existieren somit nicht.
Die Währungsrisiken resultieren im Wesentlichen aus der operativen Tätigkeit der Konzernunternehmen sowie aus Finanztransaktionen zwischen den ausländischen Beteiligungsunternehmen und der jeweiligen Muttergesellschaft. Die Risikoanalyse erfolgt auf Nettobasis, die Absicherung entsprechend der unternehmerischen Eigenverantwortung fallweise durch die Beteiligungen. Als Instrumente werden Devisentermingeschäfte und geeignete Optionsgeschäfte eingesetzt.
Auswirkungen von Währungsrisiken auf die Darstellung der Vermögens-, Finanzund Ertragslage entstehen, wenn Finanzinstrumente in einer anderen Währung als der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft notieren.
Unter der Annahme, dass am Abschlussstichtag die Umrechnungskurse aller Fremdwährungen gegenüber dem Euro um 10 % schwächer notieren, würde das Nettoergebnis aus der Währungsumrechnung um 3,1 Mio. EUR steigen (Vorjahr: 2,8 Mio. EUR). Hauptursache sind in Schweizer Franken aufgenommene Darlehen bei der INDUS Holdung AG mit 2,9 Mio. EUR (Vorjahr: 3,1 Mio. EUR).
Zu den Abschlussstichtagen ist die Besicherung von Währungsrisiken, überwiegend auf USD, nachrangig. Das Nominalvolumen beträgt 3,4 Mio. EUR (Vorjahr: 2,7 Mio. EUR). Die Marktwerte entsprechen im Wesentlichen diesen Werten. Zinssicherungen existieren mit einem Nominalvolumen von 260 Mio. EUR (Vorjahr: 248 Mio. EUR). Die Summe der positiven Marktwerte beträgt +327 TEUR (Vorjahr: –3.085 TEUR). Weitere Details zu Fälligkeiten und Laufzeiten finden sich bei der Berichterstattung zu Finanzschulden.
| 2007 | Bau- | Maschinen- | Automobil- | Konsum- | Übrige Be | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | industrie | bau | industrie | güter | teiligungen | Summe |
| Umsatzerlöse | 229.890 | 154.226 | 287.613 | 104.488 | 192.479 | 968.696 |
| Innenumsätze | – 2.635 | – 1.321 | – 15.903 | – 8.356 | – 10.706 | – 38.921 |
| Segmentumsatz mit Dritten | 227.255 | 152.905 | 271.710 | 96.132 | 181.773 | 929.775 |
| EBIT | 31.328 | 16.275 | 26.003 | 11.590 | 16.747 | 101.943 |
| Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche (EBIT) | 572 | 572 | ||||
| Investitionen | 22.952 | 3.182 | 31.812 | 8.094 | 11.764 | 77.804 |
| – davon aus Änderungen des Konsolidierungskreises | 18.933 | – | – | – | 347 | 19.280 |
| – davon übrige Investitionen | 4.019 | 3.182 | 31.812 | 8.094 | 11.417 | 58.524 |
| Abschreibungen | 5.179 | 2.930 | 18.730 | 5.999 | 7.847 | 40.685 |
| – davon aus Erstkonsolidierung | 1.773 | 338 | 3.754 | 131 | 2.236 | 8.232 |
| – davon Impairment | – | – | – | – | – | – |
| Mitarbeiter | 984 | 683 | 2.046 | 784 | 1.280 | 5.777 |
| Segmentvermögen | 202.154 | 122.328 | 303.982 | 128.087 | 170.299 | 926.850 |
| Segmentschulden | 151.216 | 85.634 | 229.206 | 91.545 | 129.199 | 686.800 |
| Nicht zahlungswirksame Aufwendungen | 827 | 345 | 1.051 | 371 | 925 | 3.519 |
| At equity bewertete Gesellschaften | ||||||
| – Ergebnis | 673 | – | – | 523 | – | 1.196 |
| – Vermögen | 1.144 | – | – | 3.513 | – | 4.657 |
| 2006* | Bau- | Maschinen- | Automobil- | Konsum- | Übrige Be | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | industrie | bau | industrie | güter | teiligungen | Summe |
| Umsatzerlöse | 180.065 | 140.984 | 256.333 | 110.402 | 188.904 | 876.688 |
| Innenumsätze | – 430 | – 645 | – 10.704 | – 8.386 | – 10.508 | – 30.673 |
| Segmentumsatz mit Dritten | 179.635 | 140.339 | 245.629 | 102.016 | 178.396 | 846.015 |
| EBIT | 26.608 | 12.089 | 20.962 | 10.378 | 15.540 | 85.577 |
| Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche (EBIT) | 259 | – 2.441 | – 2.182 | |||
| Investitionen | 14.096 | 2.879 | 26.960 | 12.752 | 9.512 | 66.199 |
| – davon aus Änderungen des Konsolidierungskreises | 7.449 | 33 | 2.076 | – | 304 | 9.862 |
| – davon übrige Investitionen | 6.647 | 2.846 | 24.884 | 12.752 | 9.208 | 56.337 |
| Abschreibungen | 6.572 | 7.566 | 24.944 | 6.725 | 15.361 | 61.168 |
| – davon aus Erstkonsolidierung | 1.391 | 591 | 3.912 | 102 | 3.859 | 9.855 |
| – davon Impairment | 1.438 | 3.635 | 7.000 | 1.000 | 5.200 | 18.273 |
| Mitarbeiter | 737 | 644 | 1.757 | 846 | 1.190 | 5.174 |
| Segmentvermögen | 170.421 | 132.520 | 277.318 | 135.301 | 178.271 | 893.831 |
| Segmentschulden | 143.396 | 96.792 | 215.795 | 98.577 | 133.989 | 688.549 |
| Nicht zahlungswirksame Aufwendungen | 667 | 1.296 | 672 | 136 | 1.622 | 4.393 |
| At equity bewertete Gesellschaften | ||||||
| – Ergebnis | 313 | – 51 | – | 501 | – | 763 |
| – Vermögen | 851 | 22 | – | 3.441 | – | 4.314 |
* Zahlen angepasst
Die Zuordnung der Gesellschaften auf die Segmente wird durch ihre Absatzmärkte bestimmt.
| 2007 | ||||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | Deutschland | Europa | Rest der Welt | Summe |
| Umsatzerlöse | 604.041 | 210.264 | 154.391 | 968.696 |
| Innenumsätze | – 37.984 | – 450 | – 487 | – 38.921 |
| Segmentumsatz mit Dritten | 566.057 | 209.814 | 153.904 | 929.775 |
| Segmentvermögen | 843.525 | 53.481 | 29.844 | 926.850 |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||||
| immaterielle Vermögenswerte | 69.520 | 2.411 | 5.873 | 77.804 |
| 2006 | ||||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | Deutschland | Europa | Rest der Welt | Summe |
| Umsatzerlöse | 554.110 | 187.870 | 134.708 | 876.688 |
| Innenumsätze | – 29.707 | – 811 | – 155 | – 30.673 |
| Segmentumsatz mit Dritten | 524.403 | 187.059 | 134.553 | 846.015 |
| Segmentvermögen | 817.945 | 40.411 | 35.475 | 893.831 |
| Investitionen in Sachanlagen und | ||||
| immaterielle Vermögenswerte | 50.934 | 1.458 | 13.807 | 66.199 |
Die Regionalisierung des Umsatzes bezieht sich auf die Absatzmärkte. Die übrigen Angaben beziehen sich auf den Sitz der Gesellschaften. Eine weitere Differenzierung ist nicht sinnvoll, da der Sitz der Gesellschaften überwiegend in Deutschland angesiedelt ist.
Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten beruhen auf Marktpreisen, soweit diese verlässlich bestimmbar sind, und werden im Übrigen nach der Kostenzuschlagsmethode ermittelt.
Haftungsverhältnisse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen sind gesondert im Bereich Forderungen und Vorräte aufgeführt. Gestellte Sicherheiten für Finanzschulden sind in der folgenden Tabelle dargestellt.
| TEUR | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus der Begebung | ||
| und Übertragung von Wechseln | 50 | 77 |
| TEUR | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Grundschulden | 22.922 | 17.541 |
| Sonstige Sicherungen | 55.656 | 54.922 |
| Summe Sicherungen | 78.578 | 72.463 |
Die sonstigen Sicherungen beinhalten neben sicherungsübereigneten Sachanlagen verpfändete Forderungen als Basis der kurzfristigen, rollierenden ABS-Finanzierung in Höhe von 52.917 TEUR (Vorjahr: 53.034 TEUR).
Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Operating-Leasing-Verträgen werden mit der Summe der Beträge ausgewiesen, die bis zum frühesten Kündigungstermin anfallen:
| Summe | 113.393 | 140.097 |
|---|---|---|
| Über 5 Jahre | 65.258 | 72.333 |
| Zwischen 1 und 5 Jahren | 36.687 | 27.410 |
| Bis 1 Jahr | 11.448 | 40.354 |
| TEUR | 2007 | 2006 |
In den sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind mögliche Kaufpreiszahlungen in Höhe von 29.759 TEUR berücksichtigt, die sich bei der Ausübung von Optionsrechten durch Minderheitsgesellschafter zum wahrscheinlichen Ausübungszeitpunkt ergeben würden (Vorjahr: 49.152 TEUR).
Die Verpflichtungen aus dem Bestellobligo für das Anlagevermögen belaufen sich auf 6.605 TEUR (Vorjahr: 9.055 TEUR), davon für Sachanlagen 6.538 TEUR (Vorjahr: 9.286 TEUR) und für immaterielle Vermögenswerte 67 TEUR (Vorjahr: 231 TEUR).
Immobilienleasingverträge werden mit Mietanpassungsklauseln, die auf der Entwicklung von Preisindices beruhen, abgeschlossen. Die Verträge beinhalten regelmäßig Kaufoptionen. Der Ausübungspreis der Option am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses liegt erwartungsgemäß nicht deutlich niedriger als der Marktwert.
Die Leasingzahlungen des aktuellen Jahres betrugen 12.518 TEUR (Vorjahr: 11.333 TEUR).
| Im Durchschnitt des Geschäftsjahres | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Gewerbliche | 3.869 | 3.361 |
| Angestellte | 1.908 | 1.813 |
| Gesamt | 5.777 | 5.174 |
Entsprechend der Struktur der INDUS-Gruppe zählen zu den Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen der Aufsichtsrat (8 Mitglieder in 2007 und 6 Mitglieder in 2006), der Vorstand der INDUS Holding AG (2007: 4 Personen, Vorjahr: 4 Personen) sowie die Geschäftsführer/Vorstände der operativen Einheiten (2007: 56 Personen, Vorjahr: 58 Personen). In 2007 besitzen 5 Geschäftsführer Minderheitsanteile an der entsprechenden Gesellschaft (Vorjahr: 6). Diese Ergebnisbestandteile sind im Anteil von Minderheitsgesellschaftern am Ergebnis enthalten.
Anteilsbasierte Vergütungen im Sinne des IFRS 2, insbesondere in Form von Aktienoptionsplänen, existieren nicht. Bilanzierungspflichtige Pensionszusagen der INDUS Holding AG für Mitglieder des Vorstands existieren nicht. Im Rahmen eines beitragsorientierten Versorgungsplans für Mitglieder des Vorstands wurden im Geschäftsjahr Beiträge von 154 TEUR geleistet (Vorjahr: 114 TEUR).
| Summe | 13.899 | – | 13.840 | 59 |
|---|---|---|---|---|
| – Familienmitglieder | 594 | – | 592 | 2 |
| Tochterunternehmen – Geschäftsführer |
10.959 | – | 10.902 | 57 |
| – Vorstand | 2.113 | – | 2.113 | – |
| INDUS Holding AG – Aufsichtsrat |
233 | – | 233 | – |
| 2007 TEUR |
Aufwand der Periode |
Davon Abfindung |
Davon Gehälter |
Davon Pensionen |
| Summe | 14.118 | – | 14.044 | 74 |
|---|---|---|---|---|
| – Familienmitglieder | 478 | – | 478 | – |
| Tochterunternehmen – Geschäftsführer |
11.450 | – | 11.376 | 74 |
| – Vorstand | 1.957 | – | 1.957 | – |
| INDUS Holding AG – Aufsichtsrat |
233 | – | 233 | – |
| 2006 TEUR |
Aufwand der Periode |
Davon Abfindung |
Davon Gehälter |
Davon Pensionen |
In 2007 waren 11 Familienmitglieder von Gesellschaftern oder Geschäftsführern in den operativen Beteiligungsgesellschaften beschäftigt (Vorjahr: 10 Personen).
Der Aufsichtsrat tagte in 2007 sechs Mal und in 2006 vier Mal. Für diese Tätigkeit erhält jedes Aufsichtsratsmitglied den Ersatz der Auslagen sowie eine Grundvergütung in Höhe von 10 TEUR und eine variable Vergütung in Abhängigkeit von der Höhe der Dividende. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der Stellvertreter das 1,5-Fache der fixen und variablen Vergütung. Die variable Vergütung betrug in beiden Geschäftsjahren 158 TEUR.
Der variable Anteil der Gesamtbezüge des Vorstands ist erfolgsbezogen und bemisst sich nach dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der INDUS Holding AG. Der erfolgsabhängige Anteil des Gehalts betrug 768 TEUR (Vorjahr: 618 TEUR).
An ehemalige Vorstände wurden 101 TEUR für Beratungsleistungen gezahlt (Vorjahr: 150 TEUR). An Mitglieder des Aufsichtsrates wurden im Geschäftsjahr 2007 für persönlich erbrachte Beratungsleistungen an Konzerngesellschaften Zahlungen in Höhe von 8 TEUR (Vorjahr: 5 TEUR) und für eine Erbbaurechtsverpflichtung Zahlungen von 105 TEUR (Vorjahr: 105 TEUR) geleistet.
Darüber hinaus bestanden Geschäftsbeziehungen zu Minderheitsgesellschaftern hinsichtlich Beratung (245 TEUR; Vorjahr: 232 TEUR), Miete von Grundstücken und Gebäuden (663 TEUR, Vorjahr: 337 TEUR) sowie sonstigen Sachleistungen (1.464 TEUR, Vorjahr: 626 TEUR). Zum Bilanzstichtag bestanden offene Forderungen gegen nahestehende Unternehmen in Höhe von 228 TEUR. (Vorjahr: 646 TEUR). Weiterhin existieren Ausleihungen in Höhe von 484 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR), die marktüblich verzinst werden.
Die Angaben zu Geschäftsvorgängen mit assoziierten Unternehmen erfolgen aus Gründen der Übersichtlichkeit im Bereich der entsprechenden Eckdaten [14, 17].
Das Honorar der Treuhand- und Revisions-AG Niederrhein für die Abschlussprüfungen betrug 176 TEUR (Vorjahr: 153 TEUR), für sonstige Bestätigungen oder Bewertungsleistungen 3 TEUR (Vorjahr: 4 TEUR), für Steuerberatungsleistungen 37 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) und für sonstige Leistungen 17 TEUR (Vorjahr: 56 TEUR).
Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben im Dezember 2007 gemäß § 161 AktG eine Erklärung zum Corporate Governance Kodex abgegeben und diese den Aktionären auf der Webseite der INDUS Holding Aktiengesellschaft (http://www.indus.de) zugänglich gemacht.
In der beim elektronischen Handelsregister hinterlegten Aufstellung des Anteilsbesitzes sind die Tochtergesellschaften bezeichnet, die die Befreiung von der Offenlegungspflicht nach § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB in Anspruch nehmen.
Bergisch Gladbach, den 11. April 2008
Der Vorstand
Helmut Ruwisch Jürgen Abromeit Wolfgang E. Höper Dr. Johannes Schmidt
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie wesentliche Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Bergisch Gladbach, den 11. April 2008
Der Vorstand
Helmut Ruwisch Jürgen Abromeit Wolfgang E. Höper Dr. Johannes Schmidt
Wir haben den von der INDUS Holding AG, Bergisch Gladbach, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht zum Jahresabschluss zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkungen zu keinen Einwendungen geführt:
Wie in den Vorjahren hat die Gesellschaft im Anhang zum Konzernabschluss (Aufstellung des Anteilsbesitzes) für die Unternehmen, von denen sie mindestens den fünften Teil der Anteile besitzt, das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres nicht angegeben. Diese Angabe nach § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB ist wegen der Nichtanwendbarkeit der Schutzklausel nach § 313 Abs. 3 HGB verpflichtend.
Außerdem sind die Angaben gemäß IFRS 3.67d, f, h und i sowie 3.70b für Unternehmenszusammenschlüsse (insbesondere Angaben zu Kaufpreisen und Ergebnissen von erworbenen Unternehmen) im Anhang zum Konzernabschluss nicht enthalten.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss mit den genannten Einschränkungen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.
Krefeld, den 23. April 2008
Treuhand- und Revisions-Aktiengesellschaft Niederrhein Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
(Dr. Schlotter) (ppa. Oymanns)
| 31. 12. 2007 | 31. 12. 2006 | |
|---|---|---|
| 12.477,00 | 4.027,00 | |
| 3.074.394,00 | 3.330.324,00 | |
| 413.299,00 | 336.241,00 | |
| 3.487.623,00 | 3.666.565,00 | |
| 612.725.071,68 | 584.607.675,74 | |
| 144.900.267,00 | 135.250.000,00 | |
| 1.080.966,77 | 907.337,11 | |
| 758.706.305,45 | 720.765.012,85 | |
| 146.133.429,27 | 137.091.373,30 | |
| 6.757.485,30 | 11.731.400,25 | |
| 152.890.914,57 | 148.822.773,55 | |
| 19.385.178,67 | 26.746.850,81 | |
| 59.730,00 | 78.180,00 | |
| 152.500,00 | 240.500,00 | |
| 212.230,00 | 318.680,00 | |
| EUR | 31. 12. 2007 | 31. 12. 2006 | |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 46.800.000,00 | 46.800.000,00 | |
| Kapitalrücklage | 116.155.194,86 | 116.155.194,86 | |
| Gewinnrücklagen | |||
| Gesetzliche Rücklage | 1.022.583,76 | 1.022.583,76 | |
| Andere Gewinnrücklagen | 271.000.000,00 | 271.000.000,00 | |
| Bilanzgewinn | |||
| Gewinnvortrag | 669.986,22 | 2.573.436,65 | |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 52.716.380,50 | – 29.303.450,43 | |
| Entnahmen aus Gewinnrücklagen | –,–– | 49.000.000,00 | |
| 488.364.145,34 | 457.247.764,84 | ||
| Rückstellungen | |||
| Rückstellungen für Pensionen | 457.500,00 | 340.700,00 | |
| Steuerrückstellungen | 1.030.000,00 | 724.000,00 | |
| Sonstige Rückstellungen | 3.588.000,00 | 3.295.000,00 | |
| 5.075.500,00 | 4.359.700,00 | ||
| Verbindlichkeiten | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 390.172.665,42 | 389.933.063,85 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 414.063,03 | 411.969,46 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | –,–– | 678.183,13 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 50.668.354,90 | 47.693.227,93 | |
| – davon aus Steuern: 209.980,43 im Vorjahr: 181.106,98 |
|||
| – davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: –,–– im Vorjahr: –,–– |
|||
| 441.255.083,35 | 438.716.444,37 | ||
| 934.694.728,69 | 900.323.909,21 |
| EUR | 2007 | 2006 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 3.597.947,40 | 7.154.265,52 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.775.392,86 | 3.203.629,14 |
| 6.373.340,26 | 10.357.894,66 | |
| Personalaufwand | ||
| Löhne und Gehälter | 3.350.195,46 | 2.928.448,58 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung |
299.321,42 | 291.307,76 |
| – davon für Altersversorgung: 145.346,11 – im Vorjahr: 146.005,15 |
||
| 3.649.516,88 | 3.219.756,34 | |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
412.903,34 | 441.994,49 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 7.374.654,71 | 4.919.869,27 |
| Erträge aus Beteiligungen | 78.955.608,71 | 80.442.355,09 |
| – davon aus verbundenen Unternehmen: 78.955.608,71 – im Vorjahr: 80.442.355,09 |
||
| Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens |
5.299.892,12 | 3.595.613,31 |
| – davon aus verbundenen Unternehmen: 5.254.876,84 – im Vorjahr: 3.551.471,74 |
||
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 7.141.896,24 | 6.039.978,35 |
| – davon aus verbundenen Unternehmen: 6.039.347,53 – im Vorjahr: 5.238.056,69 |
||
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | 2.076.370,34 | 86.638.721,32 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahme | 603.559,90 | 1.021.832,64 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 23.639.739,18 | 24.344.141,68 |
| – davon an verbundene Unternehmen: 195.469,37 – im Vorjahr: 326.962,67 |
||
| 65.077.727,65 | –21.926.748,89 | |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit |
60.013.992,98 | –20.150.474,33 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 7.297.612,48 | 9.152.976,10 |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 52.716.380,50 | –29.303.450,43 |
| Gewinnvortrag | 669.986,22 | 2.573.436,65 |
| Entnahmen aus Gewinnrücklagen | –,–– | 49.000.000,00 |
| Bilanzgewinn | 53.386.366,72 | 22.269.986,22 |
Unter teilweiser Ausnutzung des Genehmigten Kapitals II hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom 5. Dezember 2007 beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft gegen Sacheinlage durch Ausgabe von 370.033 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien von 46.800.000,00 EUR um 962.086,00 EUR auf 47.762.086,00 EUR unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu erhöhen. Diese neuen Aktien mit der WKN A0SMM2/ISIN DE 000A0SMM20 haben eine Gewinnberechtigung ab dem 1. August 2007. Die Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister des Amtsgerichts Köln erfolgte am 26. März 2008.
Dies vorausgeschickt schlägt der Vorstand der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2007 in Höhe von 53.386.366,72 EUR wie folgt zu verwenden:
| Zahlung einer Dividende von 1,20 EUR je Stückaktie (18.000.000) mit der WKN 620010/ISIN DE0006200108 |
21.600.000,00 EUR |
|---|---|
| Zahlung einer anteiligen Dividende von 0,50 EUR je Stückaktie (370.033) aus der vorstehenden Kapitalerhöhung mit der WKN A0SMM2/ISIN DE 000A0SMM20 |
185.016,50 EUR |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen | 31.000.000,00 EUR |
| Gewinnvortrag | 601.350,22 EUR |
| Bilanzgewinn | 53.386.366,72 EUR |
Bergisch Gladbach, den 11. April 2008
Der Vorstand
Helmut Ruwisch Jürgen Abromeit Wolfgang E. Höper Dr. Johannes Schmidt
| Nach Segmenten | Kapital Mio. EUR | Beteiligungsquote |
|---|---|---|
| Bauindustrie | ||
| BETOMAX Kunststoff- und Metallwarenfabrik GmbH & Co. KG*, Neuss | 3,19 | 100 % |
| FS Kunststofftechnologie GmbH & Co. KG*, Reichshof/Hahn | 0,72 | 100 % |
| HAUFF-TECHNIK GmbH & Co. KG, Herbrechtingen | 1,56 | 100 % |
| MIGUA Fugensysteme GmbH & Co. KG*, Wülfrath | 1,85 | 100 % |
| OBUK Haustürfüllungen GmbH & Co. KG*, Oelde | 0,29 | 75 % |
| REMKO GmbH & Co. KG Klima- und Wärmetechnik*, Lage | 1,56 | 100 % |
| Max SCHUSTER Wärme • Kälte • Klima GmbH & Co. KG, Neusäß | 1,05 | 100 % |
| SEMET Maschinenbau GmbH & Co. KG, Meimsheim | 0,80 | 100 % |
| WEIGAND Bau GmbH, Bad Königshofen | 1,00 | 80 % |
| WEINISCH GmbH & Co. KG, Oberviechtach | 0,53 | 100 % |
| Maschinenbau | ||
| ALUCOLOR Dr.-Ing. Richard Heim GmbH & Co. KG, Hürth | 1,05 | 100 % |
| ASS Maschinenbau GmbH*, Overath | 0,54 | 90 % |
| BACHER AG*, Reinach/Schweiz | 3,70** | 100 % |
| Maschinenfabrik BERNER GmbH & Co. KG, Bischofsheim | 1,31 | 100 % |
| BETEK Bergbau- und Hartmetalltechnik Karl-Heinz Simon GmbH & Co. KG, Aichhalden | 1,56 | 100 % |
| GSR Ventiltechnik GmbH & Co. KG*, Vlotho | 0,57 | 100 % |
| MEWESTA Hydraulik GmbH & Co. KG, Münsingen | 0,54 | 100 % |
| NISTERHAMMER Maschinenbau GmbH & Co. KG, Nister | 0,80 | 100 % |
| PLANETROLL GmbH & Co. KG, Munderkingen | 0,54 | 100 % |
| Automobilindustrie | ||
| AURORA Konrad G. Schulz GmbH & Co. KG*, Mudau | 3,07 | 100 % |
| BILSTEIN & SIEKERMANN GmbH + Co. KG, Hillesheim | 1,03 | 100 % |
| Emil FICHTHORN GmbH & Co. KG, Hattingen | 0,65 | 100 % |
| IPETRONIK GmbH & Co. KG*, Baden-Baden | 0,55 | 100 % |
| KIEBACK GmbH & Co. KG, Osnabrück | 0,54 | 100 % |
| REBOPLASTIC GmbH & Co. KG, Kalletal | 0,80 | 100 % |
| Konrad SCHÄFER GmbH*, Osnabrück | 1,50 | 100 % |
| SELZER Fertigungstechnik GmbH & Co. KG*, Driedorf-Roth | 7,54 | 85 % |
| SITEK-Spikes GmbH & Co. KG, Aichhalden | 1,05 | 100 % |
| S.M.A. Metalltechnik GmbH & Co. KG*, Backnang | 1,08 | 100 % |
| WFV Werkzeug-, Formen- und Vorrichtungsbau GmbH & Co. KG, Lampertheim-Hüttenfeld | 0,54 | 100 % |
| WIESAUPLAST Kunststoff und Formenbau GmbH & Co. KG*, Wiesau | 1,76 | 100 % |
| Konsumgüter | ||
| IMECO Einwegprodukte GmbH & Co. KG Vliesstoffvertrieb*, Hösbach | 0,88 | 100 % |
| OFA Bamberg GmbH, Bamberg | 1,50 | 100 % |
| SIKU GmbH, Rickenbach/Schweiz | 0,80** | 100 % |
| Karl SIMON GmbH & Co. KG, Aichhalden | 2,19 | 100 % |
| Übrige Beteiligungen | ||
| M. BRAUN Inertgas-Systeme GmbH*, Garching | 1,32 | 100 % |
| HORN GmbH & Co. KG*, Flensburg | 1,33 | 100 % |
| MIKROP AG*, Kronbühl/Schweiz | 0,05** | 100 % |
| NEUTRASOFT GmbH & Co. KG*, Greven | 0,62 | 100 % |
| Helmut RÜBSAMEN GmbH & Co. KG, Bad Marienberg | 0,53 | 88,89 % |
| TSN Turmbau Steffens & Nölle GmbH, Berlin | 0,50 | 100 % |
| VULKAN INOX GmbH*, Hattingen | 1,11 | 100 % |
* einschließlich Tochtergesellschaften ** Mio. CHF
INDUS Holding AG Kölner Straße 32 51429 Bergisch Gladbach Postfach 10 03 53 51403 Bergisch Gladbach Telefon: 0 22 04/40 00-0 Telefax: 0 22 04/40 00-20 Internet: www.indus.de E-Mail: indus @ indus.de
Haubrok Investor Relations GmbH Michael Werneke Kaistraße 16 40221 Düsseldorf Telefon: 02 11/3 01 26-109 Telefax: 02 11/3 01 26-172 E-Mail: [email protected] Internet: www.haubrok.de
Herausgeber: INDUS Holding AG, Bergisch Gladbach
Redaktion: Haubrok Investor Relations GmbH, Düsseldorf
Konzept/Gestaltung: Baisch Creative Consulting, Düsseldorf
Fotos: Andreas Wiese, Düsseldorf
Foto Seite 8: Artur Olligschläger, Köln
Satz und Litho: ADDON Technical Solutions, Düsseldorf
Druck: Druckpartner, Essen
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