AI Terminal

MODULE: AI_ANALYST
Interactive Q&A, Risk Assessment, Summarization
MODULE: DATA_EXTRACT
Excel Export, XBRL Parsing, Table Digitization
MODULE: PEER_COMP
Sector Benchmarking, Sentiment Analysis
SYSTEM ACCESS LOCKED
Authenticate / Register Log In

VERBIO Vereinigte BioEnergie AG

Quarterly Report Nov 14, 2008

464_10-q_2008-11-14_afd5af71-bb2e-4236-be3e-feff75b51c54.pdf

Quarterly Report

Open in Viewer

Opens in native device viewer

ZWISCHENBERICHT ZUM 30. SEPTEMBER 2008 V E RBIO Vereinigte BioEnergie AG

Unternehmenskennzahlen

ERTRAGSLAGE

IN MIO. EUR 9 M 2008 9 M 2007 Δ 2008-2007
Umsatz 490,6 307,1 +183,5
Gross Margin 56,2 45,4 +10,8
EBITDA 23,4 19,6 +3,8
EBIT vor Warentermingeschäften 12,9 1,5 +11,4
EBIT nach Warentermingeschäften 15,1 1,5 +13,6
EBT 12,8 0,4 +12,4
LIQUIDITÄT UND RISIKO
IN MIO. EUR 30.09.2008 31.12.2007 Δ 2008-2007
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 67,3 57,1 +10,2
Nettofi nanzvermögen 1 16,9 -0,6 +17,5
Operativer Cash-Flow 51,3 -94,0 +145,3
Eigenkapital-Quote 63,0% 58,7% +4,3%-Punkte
RENTABILITÄT
9 M 2008 9 M 2007 Δ 2008-2007
ROCE 3,2% 0,2% +3,0%-Punkte
EBIT vor Warentermingeschäften/Gross Margin 23,0% 3,3% +19,7%-Punkte
BETRIEBSDATEN
9 M 2008 9 M 2007 Δ 2008-2007
Produktion (t) 389.053 371.705 +17.348
Anzahl Mitarbeiter 369 381 -12
Investitionen in Sachanlagen in Mio. EUR 4,8 17,1 -12,3
SEGMENTE
IN MIO. EUR 9 M 2008 9 M 2007 Δ 2008-2007
BIODIESEL
Umsatz 336,6 209,3 +127,3
EBIT vor Warentermingeschäften 12,2 9,1 +3,1
BIOETHANOL
Umsatz 134,3 79,6 +54,7
EBIT vor Warentermingeschäften 0,5 -10,7 +11,2
ENERGIE
Umsatz 14,2 16,2 -2,0
EBIT 0,5 3,0 -2,5
ÜBRIGE
Umsatz 5,5 2,0 +3,5
EBIT -0,3 0,1 -0,4

1 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzgl. kurz- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten sowie anderer langfristiger Verbindlichkeiten

Konzern-Zwischenlagebericht

für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2008

ALLGEMEINE ANGABEN

Die Berichterstattung der VERBIO Vereinigte BioEnergie AG (im Folgenden auch VERBIO AG oder VERBIO) basiert auf den International Financial Reporting Standards (IFRS). Generell wird der Zwischenbericht als eine Aktualisierung des Geschäftsberichts erstellt und sollte deshalb im Zusammenhang mit dem für das Geschäftsjahr 2007 veröff entlichten Geschäftsbericht betrachtet werden. Die ausgewiesenen Vorjahreswerte sind nach denselben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen ermittelt.

RAHMENBEDINGUNGEN

WACHSENDER BEIMISCHUNGSMARK T BEI SINKENDEM ABSATZ VON REINKRAF TSTOFFEN

Der Marktanteil des von VERBIO überwiegend belieferten Beimischungsmarkts für Biodiesel und Bioethanol am Gesamtverbrauch an Kraftstoff en stieg in den ersten sieben Monaten 2008 gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode deutlich an. Die Beimischungsmenge von Biodiesel erhöhte sich um rund 26 Prozent und der Verbrauch von Bioethanol stieg um circa 124 Prozent.

Der Absatz von Biodiesel als Reinkraftstoff (B100) ist dagegen aufgrund der Steuererhöhung ab 1. Januar 2008 rückläufi g. Daraus resultierte bis Ende Juli 2008 ein Rückgang des B100-Marktes von 43 Prozent.

MARKTKONSOLIDIERUNG IM BIODIESELMARKT HÄLT WEITER AN

Die Reduzierung der Nachfrage nach B100 ist weiterhin die wesentliche Ursache für die bestehende Konsolidierung auf dem Biodieselmarkt. Insgesamt stehen Kapazitäten in Höhe von 4,2 Mio. Tonnen zur Verfügung, denen eine geschätzte Auslastung für 2008 in Höhe von 2,6 Mio. Tonnen gegenübersteht.

ROHSTOFFPREISE HABEN SICH NACH DER ERNTE AUF HOHEM NIVEAU STABILISIERT

Die EU-Kommission schätzt, dass die Getreideernte 2008/2009 deutlich über der Vorjahresmenge liegen wird. Die Aussicht auf höhere Volumina und eine Entspannung auf den Weltmärkten hat dazu geführt, dass die Preise für Ölsaaten und Getreide seit Jahresmitte sinken, aber im Durchschnitt noch deutlich über den Preisen des vergleichbaren Vorjahreszeitraums liegen.

Bis Mitte Juli 2008 stieg der Rohölpreis bis auf 145 USD/Barrel kontinuierlich an. Im 3. Quartal 2008 notierte Rohöl im Durchschnitt noch über der 100 USD/Barrel-Marke. Im Oktober rutschte der Preis vor allem wegen der Angst vor einer weltweiten Konjunkturkrise bis auf 61 USD/Barrel. Derzeit steigt der Ölpreis wieder, wofür die Zinssenkung und der schwache Anstieg der Ölreserven in den USA sowie Anzeichen für eine weitere Kürzung der Ölfördermenge durch die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ursächlich sind.

PREISENTWICKLUNG AUSGEWÄHLTER ROHSTOFFE

Q1 2008 Q2 2008 Q3 2008 9 M 2008 9 M 2007 VERÄNDERUNG
Rohöl (Brent) in USD/Barrel 98 126 115 111 641 +49%
Mineralischer Diesel in EUR/Tonne 600 775 723 698 462 +51%
Rapsöl in EUR/Tonne 900 975 917 952 67 +66%
Weizen (MATIF) in EUR/Tonne 264 186 185 218 180 +21%
Zucker in EUR/Tonne 196 186 192 178 162 +10%

UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNG

VERBESSERTE WE T TBEWERBSPOSITION UND GESTIEGENE NACHFRAGE FÜHREN ZU HÖHERER KAPAZITÄTSAUSLASTUNG

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2008 wurden insgesamt 389.053 Tonnen (9 M 2007: 371.705 Tonnen) Biokraftstoff e produziert. Der Umsatz in Höhe von 490,6 Mio. EUR lag um rund 60 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahresumsatz (9 M 2007: 307,1 Mio. EUR).

Die Materialaufwendungen lagen bei 431,1 Mio. EUR (9 M 2007: 267,1 Mio. EUR), was einer Materialaufwandsquote (Materialaufwand bezogen auf Umsatz, Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen) von 88,5 Prozent (9 M 2007: 85,5 Prozent) entspricht.

Der Rohertrag erhöhte sich um 23,9 Prozent auf 56,2 Mio. EUR (9 M 2007: 45,4 Mio. EUR), dies entspricht einer Gross Margin von 11,5 Prozent (9 M 2007: 14,8 Prozent).

Das Betriebsergebnis betrug 15,1 Mio. EUR (9 M 2007: 1,5 Mio. EUR) und beinhaltet ein Ergebnis aus Warentermingeschäften in Höhe von 2,2 Mio. EUR (9 M 2007: 0,0 Mio. EUR).

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Die Bilanzsumme verringerte sich um 27,9 Mio. EUR auf 515,4 Mio. EUR (31.12.2007: 543,3 Mio. EUR), insbesondere durch die Reduzierung des Vorratsvermögens.

IN MIO. EUR 30.09.2008 IN % DER
BILANZSUMME
31.12.2007 IN % DER
BILANZSUMME
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte 274,4 53% 277,2 51%
Kurzfristige Vermögenswerte 241,0 47% 266,1 49%
Summe 515,4 100% 543,3 100%
PASSIVA
Eigenkapital 324,8 63% 318,8 59%
Langfristige Schulden 51,3 10% 55,9 10%
Kurzfristige Schulden 139,3 27% 168,6 31%
Summe 515,4 100% 543,3 100%

BILANZSTRUKTUR DES VERBIO-KONZERNS

Zum 30. September 2008 verfügte VERBIO über liquide Mittel in Höhe von 67,3 Mio. EUR, die sich damit um 10,2 Mio. EUR gegenüber dem Jahresende 2007 erhöht haben.

Das Nettofi nanzvermögen zum 30. September 2008 beträgt 16,9 Mio. EUR (31.12.2007: -0,6 Mio. EUR). Zum Berichtsstichtag errechnet sich eine Eigenkapitalquote von 63,0 Prozent (31.12.2007: 58,7 Prozent).

POSITIVER OPERATIVER CASH-FLOW

Der Finanzmittelfonds in Höhe von 56,2 Mio. EUR enthält ausschließlich die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel. Der operative Cash-Flow beträgt 51,3 Mio. EUR (9 M 2007: -68,2 Mio. EUR) und ist wesentlich beeinfl usst durch die Abnahme der Vorräte in Höhe von 38,5 Mio. EUR (9 M 2007: Zunahme der Vorräte in Höhe von 69,4 Mio. EUR), hier insbesondere durch den Abbau von Getreide beständen, sowie durch die Verminderung der in den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesenen geleisteten An zahlungen auf Vorräte um 5,7 Mio. EUR.

Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit in Höhe von -16,6 Mio. EUR (9 M 2007: -8,4 Mio. EUR) enthält Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagevermögen in Höhe von 5,3 Mio. EUR (9 M 2007: -23,2 Mio. EUR) sowie Termingeldeinlagen in Höhe von 11,1 Mio. EUR.

Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -35,7 Mio. EUR (9 M 2007: 16,8 Mio. EUR) ist wesentlich bestimmt durch Auszahlungen aus besicherten Kreditgeschäften im Zusammenhang mit dem Vorratsabbau an Getreidebeständen in Höhe von 62,8 Mio. EUR, denen Neuaufnahmen in Höhe von 36,4 Mio. EUR gegenüber stehen.

Der Finanzmittelfonds beläuft sich zum Ende der Berichtsperiode auf 56,2 Mio. EUR (9 M 2007: 30,9 Mio. EUR).

MITARBEITER

Am 30. September 2008 beschäftigte VERBIO 369 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, hinzu kommen 26 Auszubildende (30.09.2007: 381 Mitarbeiter, 24 Auszubildende).

INVESTIONEN

In den ersten neun Monaten 2008 investierte VERBIO 4,8 Mio. EUR (9 M 2007: 17,1 Mio. EUR) in Sachanlagen. Bei den Investitionen handelt es sich im Wesentlichen um die im 1. Halbjahr 2008 abgeschlossenen Erweiterungsinvestitionen in die Umesterungs-/Veresterungsanlage und in ein Tanklager in Schwedt/Oder sowie in die Biogasanlagen in Schwedt/Oder und Zörbig.

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

BIODIESEL – KNAPP 94 PROZENT DER PRODUKTIONSKAPAZITÄT SIND AUSGELASTET

In den ersten neun Monaten 2008 wurden 300.663 Tonnen Biodiesel (9 M 2007: 261.403 Tonnen) produziert. Circa 40 Prozent der Biodieselproduktion wurden vornehmlich ins osteuropäische Ausland exportiert. Es konnten Umsatzerlöse in Höhe von 336,6 Mio. EUR (9 M 2007: 209,3 Mio. EUR) erzielt werden. Das Segmentbetriebsergebnis vor Warentermingeschäften beträgt 12,2 Mio. EUR (9 M 2007: 9,1 Mio. EUR). Nach Warentermingeschäften wird ein Segmentbetriebsergebnis von 16,4 Mio. EUR ausgewiesen.

BIOETHANOL – ALLE ANLAGEN WIEDER IN BETRIEB

Von Januar bis April 2008 wurde Bioethanol ausschließlich in Zörbig produziert. Im Mai 2008 wurde die Kurzarbeit des Werkes in Schwedt/Oder beendet und die Produktion wieder aufgenommen. Der Betrieb in Zörbig ruhte kurzzeitig im September 2008. Seit Oktober 2008 sind wieder alle Produktionsanlagen in Betrieb.

In den ersten neun Monaten 2008 wurden 88.390 Tonnen (9 M 2007: 110.302 Tonnen) Bioethanol produziert, davon gingen circa 10 Prozent in den Export. Der Umsatz lag bei 134,3 Mio. EUR (9 M 2007: 79,6 Mio. EUR). Davon wurden rund 34,1 Mio. EUR durch den Verkauf von Handelsgetreide generiert. Das Segmentbetriebsergebnis vor Warentermingeschäften betrug 0,5 Mio. EUR (9 M 2007: -10,7 Mio. EUR), nach Warentermingeschäften -1,5 Mio. EUR (9 M 2007: -10,7 Mio. EUR).

ENERGIE

Das Segment Energie trug in den ersten neun Monaten 2008 mit Umsatzerlösen in Höhe von 14,2 Mio. EUR (9 M 2007: 16,2 Mio. EUR) zum Gesamtumsatz bei. Diese lagen aufgrund schwächerer Windmonate unter den Erlösen des vergleichbaren Vorjahreswertes. Das Segmentergebnis vor Steuern reduzierte sich umsatz- und reparaturbedingt auf 0,1 Mio. EUR (9 M 2007: 2,6 Mio. EUR).

Wie im Zwischenbericht zum 31. März 2008 angekündigt, wird der Verkauf der eigenen Windkraftanlagen beabsichtigt. Aktuell befi nden wir uns in der Prüfungsphase.

ÜBRIGE

Das Segment Übrige erzielte in den ersten neun Monaten 2008 Umsatzerlöse (im Wesentlichen Erlöse aus den Dienstleistungen des Fuhrparks) in Höhe von 5,5 Mio. EUR (9 M 2007: 2,0 Mio. EUR). Das Segmentbetriebsergebnis betrug -0,3 Mio. EUR. Umsätze und Erlöse aus den Dienstleistungen des Fuhrparks entstanden erstmals mit der Inbetriebnahme im 4. Quartal 2007.

Bezüglich weiterer Erläuterungen und Kennzahlen zur Segmentberichterstattung wird auf den Anhang des Konzern-Zwischenabschlusses verwiesen.

AKTIENRÜCKKAUFPROGRAMM

Am 30. September 2008 hält die VERBIO 1.470.000 Stück eigene Aktien, entsprechend 2,4 Prozent des Grundkapitals, die zu einem Durchschnittskurs von 2,06 EUR je Aktie erworben wurden. Davon wurden im Berichtszeitraum 1.112.519 Aktien zurückgekauft. Das Programm endete am 31. Mai 2008.

Am 12. Juni 2008 hat die Hauptversammlung erneut eine Ermächtigung erteilt, bis zum 11. Dezember 2009 Aktien im Umfang von bis zu 10 Prozent des Grundkapitals zu erwerben.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Im Berichtszeitraum haben sich im Vergleich zu den im VERBIO-Geschäftsbericht 2007 (Seiten 27 bis 30) ausführlich dargestellten Chancen und Risiken keine wesentlichen Änderungen im Chancen- und Risikoprofi l der VERBIO ergeben. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht und sind gegenwärtig auch für die Zukunft nicht erkennbar.

PROGNOSEBERICHT UND AUSBLICK

ALLE WERKE ZUM JAHRESENDE AUSGELASTET

Im Segment Biodiesel werden wir im Jahr 2008 die hohe Kapazitätsauslastung des Vorjahres übertreff en. Die Auslastung der Bioethanolanlagen im 1. Quartal 2008 lag bei 20,1 Prozent, im 2. Quartal 2008 waren 43,1 Prozent der Bioethanol Produktionskapazität ausgelastet, eine erneute Steigerung der Auslastung gelang im 3. Quartal 2008 mit 67,7 Prozent. Für das 4. Quartal 2008 erwarten wir, dass die Produktionskapazitäten der Bioethanolanlagen bis zum Jahresende ausgelastet werden können. Geplant ist neben dem Einsatz von Getreide nach wie vor auch der Einsatz von zuckerhaltigen Rohstoff en. Begünstigt wird die inländische Bioethanolproduktion und deren Absatz durch die aktuelle Preisentwicklung für brasilianisches Ethanol, hier ist ein Rückgang der Importe zu verzeichnen. Gleichzeitig sind die Rohstoff preise gefallen.

STRATEGISCHE AUSRICHTUNG DER VERBIO BESTÄTIGT SICH DURCH DEN KABINE T TSBESCHLUSS ZUR NACHHALTIGKEIT DER PRODUK TION VON BIOKRAF TSTOFFEN UND BIOME THAN

Das Bundeskabinett hat am 22. Oktober 2008 eine neue gesetzliche Grundlage für die Förderung von Biokraftstoff en beschlossen. Dabei soll der gesetzlich festgelegte Beimischungsanteil von Biokraftstoff en für das Jahr 2009 zunächst von 6,25 (energetisch) auf 5,25 Prozent (energetisch) gesenkt werden. Ab 2010 bis 2014 soll der Anteil 6,25 Prozent betragen. Die Umstellung von der energetischen Quote auf ihren Netto-Beitrag zur Treibhausgasverminderung soll ab 2015 erfolgen.

Eine Beimischungsquote von 5,25 Prozent im Jahr 2009 wird dazu führen, dass sich, laut Expertenmeinung, im kommenden Jahr der Absatz von Biodiesel um circa 40 Prozent, der Absatz von Bioethanol um 90 Prozent erhöhen wird. Um die Erfüllung der Gesamtquote zu gewährleisten, wird die Mineralölwirtschaft künftig sieben Prozent Biodiesel und fünf Prozent Bioethanol, dies entspricht der gesetzlich im 10. BImSchV verankerten Spezifi kation, beimischen. Dabei sollen Biokraftstoff e, die zuvor eine anderweitige direkte staatliche Förderung im In- oder Ausland erhalten haben sowie Biodiesel, welcher auf Basis von Palm- und Sojaöl produziert wurde, künftig nicht mehr auf die Beimischungsquote anrechenbar bzw. steuerbegünstigt sein. Ab dem Jahr 2010 beträgt die Beimischungsquote 6,25 Prozent, eine Quotenerfüllung ist aufgrund der gegebenen Kraftstoff spezifi kation, eigenen Berechnungen zufolge, über die reine Beimischung dann nicht mehr möglich. Mit Inkrafttreten des Gesetzes soll deshalb erstmals aus Biogas aufbereitetes Biomethan auf die Ottokraftstoff - und die Gesamtquote angerechnet werden können. Dies ermöglicht es der Mineralölwirtschaft, kostengünstig Quote zu erwerben, ohne dabei Flüssigkraftstoff zu verdrängen.

Die steuerliche Belastung von reinem Biodiesel (B100) soll um drei Cent pro Liter abgesenkt werden, so dass Biodiesel, das als B100 außerhalb der Quote verkauft wird, im Jahr 2009 mit 18 Cent statt 21 Cent pro Liter besteuert wird. Inwieweit dies den B100-Markt stützen wird ist derzeit nicht absehbar.

Der Gesetzesentwurf, zu dem sowohl Bundesrat als auch Bundestag noch ihre Zustimmung erteilen müssen, hat das Ziel, die Konkurrenzsituation der Anbaufl ächen "Biosprit oder Nahrungsmittel" zu entschärfen und die Produktion von Biokraftstoff en stärker als bisher auf die eff ektive Minderung der Treibhausgasemissionen auszurichten. Mit einem Inkrafttreten des Gesetzes wird zeitnah gerechnet.

VERBIO BEFÜRWORTET TEILE DES KABINETTSBESCHLUSSES UND INVESTIERT IN DIE ZUKUNFT

VERBIO produziert Biodiesel und Bioethanol aus nachhaltig angebauten, nachwachsenden Rohstoff en und wird ab Ende 2009 aus den Reststoff en der Bioethanolproduktion (Schlempe) Bio methan als weiteren Kraftstoff anbieten. Als erster Meilenstein des Projektes Biomethan ist die erfolgte Einreichung der für das Bauvorhaben benötigten Unterlagen zu sehen. Der Genehmigungsprozess bei den entsprechenden Behörden läuft.

Damit wird VERBIO zum einzigen Anbieter, der die gesamte Palette der derzeit nachgefragten Biokraftstoff e, dazu gehören Biodiesel, Bioethanol und Biomethan (Erdgas), produzieren und vertreiben wird.

AUSBLICK – POSITIVES KONZERNBETRIEBSERGEBNIS FÜR 2008 ERWARTET

Die stabile Auslastung der Werke bis zum Jahresende, unterstützt durch einen gegenüber dem Vorquartal niedrigeren Ölpreis und zurückgegangene Rohstoff preise, lassen den Vorstand davon ausgehen, dass das 4. Quartal 2008 operativ, das heißt vor Warentermingeschäften, positiv abschließen wird.

Eine Verbesserung der allgemeinen und VERBIO-spezifi schen Situation erwartet der Vorstand mittelfristig mit der für Dezember 2008 geplanten Verabschiedung der Nachhaltigkeitsverordnung der EU, der Umsetzung der neuen Biokraftstoff strategie der Bundesregierung sowie durch die auf Effi zienzsteigerung und Nachhaltigkeit ausgerichteten bestehenden Projekte innerhalb der VERBIO.

VERBIO Vereinigte BioEnergie AG Leipzig, 14. November 2008 Der Vorstand

Konzern-Zwischenabschluss

zum 30. September 2008

  • 09 KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
  • 10 KONZERN-BILANZ
  • 12 KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
  • 13 KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
  • 14 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS

IN TEUR 01.07.-30.09.2008 01.07.-30.09.2007 01.01.-30.09.2008 01.01.-30.09.2007
Umsatzerlöse einschließlich enthaltener Energiesteuer 194.467 104.875 498.609 311.509
Abzüglich Energiesteuer -2.719 -1.548 -8.057 -4.415
1. Umsatzerlöse 191.748 103.327 490.552 307.094
2. Bestandsveränderungen -1.682 1.729 -4.278 5.381
3. Aktivierte Eigenleistungen 319 0 1.063 0
4. Materialaufwand
a) Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -161.740 -80.283 -394.675 -237.934
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -10.092 -8.988 -36.463 -29.183
5. Rohertrag (Gross Margin) 18.553 15.785 56.199 45.358
6. Sonstige betriebliche Erträge 1.859 1.221 7.994 4.493
7. Personalaufwand -3.826 -3.706 -12.136 -10.992
8. Abschreibungen -2.710 -5.791 -8.240 -18.149
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.164 -7.125 -30.898 -19.224
10. Betriebsergebnis (EBIT) vor Warentermingeschäften 2.712 384 12.919 1.486
11. Ergebnis aus Warentermingeschäften 8.570 0 2.204 0
12. Betriebsergebnis (EBIT) 11.282 384 15.123 1.486
13. Zinsertrag 806 887 2.016 3.575
14. Zinsaufwendungen -1.457 -1.540 -4.338 -4.626
15. Finanzergebnis -651 -653 -2.322 -1.051
16. Ergebnis vor Steuern (EBT) 10.631 -269 12.801 435
17. Ertragsteuern -1.423 2.971 -3.245 -1.080
18. Periodenergebnis 9.208 2.702 9.556 -645

|--|

Konzern-Bilanz nach IFRS

AKTIVA

IN TEUR 30.09.2008 31.12.2007
A. LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
I. Goodwill 155.655 155.655
II. Kundenbeziehungen 18.322 19.411
III. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 388 266
IV. Sachanlagen 97.528 99.921
V. Finanzanlagen 1.316 1.268
VI. Latente Steuerforderungen 1.241 667
Summe langfristige Vermögenswerte 274.450 277.188
B. KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
I. Vorratsvermögen 58.925 97.394
II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 59.819 52.164
III. Ertragsteuererstattungsansprüche 9.073 11.737
IV. Sonstige Vermögenswerte 28.820 30.331
V. Derivate 17.077 17.273
VI. Termingeldanlagen 11.100 0
VII. Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung 16.679 7.133
VIII. Zahlungsmittel 39.492 50.028
Summe kurzfristige Vermögenswerte 240.985 266.060

|--|

PASSIVA
IN TEUR 30.09.2008 31.12.2007
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 63.000 63.000
II. Kapitalrücklage 483.659 483.659
III. Andere Rücklagen 3.302 4.908
IV. Abzugsposten für eigene Anteile -3.030 -1.131
V. Gewinnrücklagen -222.103 -231.659
Summe Eigenkapital 324.828 318.777
B. LANGFRISTIGE SCHULDEN
I. Rückstellungen 816 578
II. Finanzverbindlichkeiten 17.673 24.286
III. Investitionszuwendungen 10.909 11.138
IV. Andere langfristige Verbindlichkeiten 17.650 17.584
V. Latente Steuerschulden 4.241 2.276
Summe langfristige Schulden 51.289 55.862
C. KURZFRISTIGE SCHULDEN
I. Steuerschulden 8.898 8.880
II. Andere Rückstellungen 16.520 18.276
III. Finanzverbindlichkeiten 15.067 15.845
IV. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 40.358 36.927
V. Investitionszuwendungen 1.755 1.745
VI. Andere kurzfristige Verbindlichkeiten 47.577 74.955
VII. Derivate 9.143 11.981
Summe kurzfristige Schulden 139.318 168.609
Bilanzsumme 515.435 543.248

Konzern-Kapitalfl ussrechnung nach IFRS

IN TEUR 01.01.-30.09.2008 01.01.-30.09.2007
Periodenergebnis 9.556 -645
Ertragsteuern 3.245 1.080
Finanzergebnis 2.322 1.051
Abschreibungen 8.240 18.149
Verlust aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens 91 23
Aufl ösung abgegrenzte Investitionszuwendungen -1.630 -2.140
Erfolgswirksame Veränderung der Derivate -5.260 -41
Abnahme (Vergleichsperiode Zunahme) der Vorräte 38.469 -69.357
Zunahme (Vergleichsperiode Abnahme) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -7.656 4.732
Abnahme (Vergleichsperiode Zunahme) der sonstigen Vermögenswerte 7.058 -9.719
Abnahme der Rückstellungen -1.858 -7.523
Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.929 2.769
Abnahme anderer Verbindlichkeiten -101 -518
Gezahlte Zinsen -4.822 -3.820
Erhaltene Zinsen 1.670 3.429
Gezahlte Ertragsteuern -1.998 -5.642
Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 51.255 -68.172
Auszahlungen für Termingeldeinlagen -11.100 -64.881
Einzahlungen aus der Rückzahlung von Termingeldeinlagen 0 79.794
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen 102 98
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -5.338 -23.153
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Anlagewerte -232 -239
Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -16.568 -8.381
Kosten der Börseneinführung 0 94
Erwerb eigener Aktien -1.899 0
Auszahlungen aus besicherten Kreditgeschäften -62.834 0
Einzahlungen aus besicherten Kreditgeschäften 36.446 45.593
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 0 4.829
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten -7.390 -33.692
Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit -35.677 16.824
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -990 -59.729
Finanzmittelfonds am Anfang der Berichtsperiode 57.161 90.616
Finanzmittelfonds am Ende der Berichtsperiode 56.171 30.887

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung nach IFRS

IN TEUR GEZEICH
NETES
KAPITAL
KAPITAL
RÜCKLAGE
ANDERE
RÜCKLAGEN
ABZUGS
POSTEN
FÜR EIGENE
ANTEILE
GEWINN
RÜCKLAGEN
SUMME
EIGEN
KAPITAL
1. Januar 2007 63.000 484.380 1.479 0 14.694 563.553
Bewertung Derivate (nach Steuern) 0 0 -205 0 0 -205
Ertrag aus Eigenkapitalbeschaffung
(nach Steuern)1
0 94 0 0 0 94
Unmittelbar im Eigenkapital erfasste
Erträge und Aufwendungen
0 94 -205 0 0 -111
Periodenfehlbetrag 0 0 0 0 -645 -645
Gesamtertrag und -aufwand für die Periode 0 94 -205 0 -645 -756
30. September 2007 63.000 484.474 1.274 0 14.049 562.797
Bewertung Derivate (nach Steuern) 0 0 3.634 0 0 3.634
Ertrag aus Eigenkapitalbeschaffung
(nach Steuern)1
0 -815 0 0 0 -815
Unmittelbar im Eigenkapital erfasste
Erträge und Aufwendungen
0 -815 3.634 0 0 2.819
Periodenfehlbetrag 0 0 0 0 -245.708 -245.708
Gesamtertrag und -aufwand für die Periode 0 -815 3.634 0 -245.708 -242.889
Erwerb eigener Aktien 0 0 0 -1.131 0 -1.131
1. Januar 2008 63.000 483.659 4.908 -1.131 -231.659 318.777
Bewertung Derivate (nach Steuern) 0 0 -1.606 0 0 -1.606
Unmittelbar im Eigenkapital erfasste
Erträge und Aufwendungen
0 0 -1.606 0 0 -1.606
Periodenüberschuss 0 0 0 0 9.556 9.556
Gesamtertrag und -aufwand für die Periode 0 0 -1.606 0 9.556 7.950
Erwerb eigener Aktien 0 0 0 -1.899 0 -1.899
30. September 2008 63.000 483.659 3.302 -3.030 -222.103 324.828

1 Abwertung latente Steuern im Zusammenhang mit Börseneinführungsaufwendungen und Ausbuchungen von Verbindlichkeiten für Börseneinführungsaufwendungen

Erläuterungen zum Konzern-Zwischenabschluss nach IFRS

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der Konzern-Zwischenbericht zum 30. September 2008 mit ausgewählten Erläuterungen ist grundsätzlich entsprechend den Anforderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, die denen entsprechen, die auf den IFRS-Konzern-Abschluss der VERBIO Vereinigte BioEnergie AG zum 31. Dezember 2007 angewandt wurden. Dieser Konzern-Zwischenabschluss enthält nicht alle Angaben, die für den Konzern-Abschluss zum Ende eines Geschäftsjahres erforderlich sind und ist deshalb zusammen mit dem Konzern-Abschluss zum 31. Dezember 2007 zu lesen.

Der Konzern-Zwischenabschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt. Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Es wird kaufmännisch gerundet. Hierdurch kann es zu Rundungsdiff erenzen kommen.

Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss unterlag keiner Prüfung und keiner prüferischen Durchsicht.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Im Konsolidierungskreis haben sich im Berichtszeitraum keine Änderungen ergeben.

ERLÄUTERUNGEN ZU DEN EINZELNEN POSTEN DER KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Zum 30. Juni 2008 wurde die Darstellung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung angepasst. Der Ausweis des Rohertrags (Gross Margin) als Handelsmarge und des Betriebsergebnisses (EBIT) vor Warentermingeschäften dient der adäquateren Darstellung des Geschäfts des VERBIO-Konzerns und als Informationsvorteil der Adressaten.

UMSATZERLÖSE

Die in den ersten neun Monaten 2008 erzielten Umsatzerlöse haben sich von 307,1 Mio. EUR auf 490,6 Mio. EUR gegenüber der Vergleichsperiode um 59,7 Prozent erhöht. Über die Aufteilung nach Segmenten informiert die Segmentberichterstattung in diesem Anhang.

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich aus nachfolgend aufgeführten Posten zusammen:

IN TEUR 01.01.- 30.09.2008 01.01. – 30.09.2007
Aufl ösung von Rückstellungen 3.008 332
Aufl ösung von Investitionszuwendungen 1.630 2.142
Weiterbelastung Lagergeld 1.161 0
Übrige 2.195 2.019
Sonstige betriebliche Erträge 7.994 4.493

Die Aufl ösung von Rückstellungen betriff t mit 3.000 TEUR eine im Zusammenhang mit dem Investitionsvorhaben in Wismar gebildete Rückstellung zum Jahresabschluss 2007.

MATERIALAUFWAND

Der Materialaufwand entfällt überwiegend auf die Beschaff ung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand bezogen auf Umsatz, Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen) beträgt 88,5 Prozent für die ersten neun Monate 2008 (9 M 2007: 85,5 Prozent). Bezüglich der Aufteilung nach Segmenten verweisen wir auf die Ausführungen in der Segmentberichterstattung in diesem Anhang.

Die bis zum 31. Dezember 2007 unter dem Materialaufwand ausgewiesenen Ausgangsfrachten (9 M 2008: 10.661 TEUR; 9 M 2007: 6.155 TEUR) werden in 2008 erstmals unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

PERSONALAUFWAND

VERBIO beschäftigte zum 30. September 2008 369 Mitarbeiter (30.09.2007: 381), davon 132 Angestellte (30.09.2007: 141) und 237 gewerbliche Arbeitnehmer (30.09.2007: 240). Hinzu kommen 26 Auszubildende (30.09.2007: 24 Auszubildende).

ABSCHREIBUNGEN

Die Abschreibungen haben sich gegenüber dem Vergleichszeitraum 1. Januar 2007 bis 30. September 2007 um 9.909 TEUR auf 8.240 TEUR reduziert. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Wegfall der Abschreibungen auf den Auftragsbestand und der Folgewirkung aus den zum 31. Dezember 2007 vorgenommen Wertminderungen im Segment Bioethanol.

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Der Ausweis der Lagerhaltungskosten im sonstigen betrieblichen Aufwand resultiert aus im Vergleich zu 2007 geänderten Bezugskonditionen.

Wie im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007 erläutert, ist gegen die VERBIO Diesel Bitterfeld eine Schadenersatzklage über 3,4 Mio. EUR anhängig. Nach Einschätzung des Vorstands ist mit der Dotierung einer Rückstellung im 2. Quartal 2008 in Höhe von 700 TEUR den daraus resultierenden Prozessrisiken Rechnung getragen. An dieser Einschätzung hat sich zum 30. September 2008 keine Änderung ergeben.

IN TEUR 01.01.-30.09.2008 01.01.-30.09.2007
Ausgangsfrachten 10.661 6.155
Lagerhaltungskosten 4.760 0
Reparaturen 3.804 2.860
Versicherungen und Beiträge 1.520 1.353
Prozessrisiken 700 0
Verschiedene Personalaufwendungen 1.085 856
Rechts- und Beratungskosten 1.289 916
Zuführung zur Drohverlustrückstellung für
schwebende Verkaufsgeschäfte
1.100 0
Zuführung zu Wertberichtigungen und
Forderungsverluste
637 89
Übrige 5.342 6.995
Sonstige betriebliche Aufwendungen 30.898 19.224

Der Posten Zuführung zu Wertberichtigungen und Forderungsverluste enthält eine Einzelwertberichtigung auf geleistete Anzahlungen auf Vorräte in Höhe von 480 TEUR, die unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen werden.

Unter dem Posten Übrige wurden unter anderem Kfz-Kosten, Mieten und Pachten sowie Werbekosten zusammengefasst.

ERGEBNIS AUS WARENTERMINGESCHÄFTEN

Zur Absicherung unseres Mengen- und Preisrisikos sind Terminkäufe von Rohstoff en erfolgt. Zur Absicherung des Preisrisikos dieser Käufe wurden Warentermingeschäfte (siehe Seite 19 Derivate) getätigt, die sich ergebniswirksam auswirken, Preisänderungen der Terminkäufe bleiben bilanziell jedoch unberücksichtigt.

Das Ergebnis aus der Bewertung der Termingeschäfte, für die kein Hedge-Accounting angewendet werden konnte sowie die ineff ektiven Teile der Termingeschäfte, für die Hedge-Accounting angewendet wird, beträgt 2.204 TEUR. Zusätzlich verminderten sich zum Bilanzstichtag erfolgsneutral die anderen Rücklagen aus der Bewertung der Termingeschäfte um 1.606 TEUR nach Abzug latenter Steuern von 1.013 TEUR infolge der Qualifi zierung als Cash-Flow-Hedge.

ERTRAGSTEUERN

Der Steueraufwand für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2008 in Höhe von 3.245 TEUR (9 M 2007: 1.080 TEUR) setzt sich wie folgt zusammen:

IN TEUR 01.01.-30.09.2008 01.01.-30.09.2007
Laufender Steueraufwand 841 4.962
Latenter Steueraufwand
(Vorjahreszeitraum: -ertrag) 2.404 -3.882
Ertragsteueraufwand 3.245 1.080

ERGEBNIS JE AKTIE

Das Ergebnis je Aktie wurde gemäß IAS 33 ermittelt. Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird das Periodenergebnis ins Verhältnis zum gewichteten Durchschnitt an im Umlauf befi ndlichen Aktien gestellt.

01.01.-30.09.2008 01.01.-30.09.2007
Periodenergebnis (in TEUR) 9.556 -645
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl im Umlauf befi ndlicher Aktien 61.892.579 63.000.000
Ergebnis je Aktie in EUR 0,15 -0,01

Die gewichtete durchschnittliche Anzahl an im Umlauf befi ndlichen Aktien ermittelt sich wie folgt:

2008 2007
Im Umlauf befi ndliche Aktien am 1. Januar
Effekt aus eigenen Aktien
62.627.702
-735.123
63.000.000
0
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl im Umlauf befi ndlicher Aktien
zum 30. September
61.892.579 63.000.000

Ein Verwässerungseff ekt liegt nicht vor.

ERLÄUTERUNGEN ZU DEN EINZELNEN POSTEN DER KONZERN-BILANZ

Langfristige Vermögenswerte

GOODWILL UND ANDERE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

In den immateriellen Vermögenswerten sind Goodwill, Kundenbeziehungen sowie Software-Lizenzen enthalten. Der Kundenstamm wird auf 15 Jahre abgeschrieben. Der Goodwill wird nach IAS 36 einem jährlichen Impairment-Test unterzogen.

SACHANLAGEN

Die Sachanlagen erhöhten sich unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen im Wesentlichen bedingt durch Investitionen an den Standorten Schwedt/Oder und Zörbig.

FINANZANLAGEN

Es wird eine von der VERBIO Tochtergesellschaft VERBIO STS zinslos bis zum 31. Dezember 2009 gestundete Forderung (Nominalwert) unter Berücksichtigung der Aufzinsung ausgewiesen.

Kurzfristige Vermögenswerte

VORRATSVERMÖGEN

IN TEUR 30.09.2008 31.12.2007
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 51.497 50.102
Fertige und unfertige Erzeugnisse 7.428 11.674
Handelswaren 0 35.618
Vorratsvermögen 58.925 97.394

Die Abnahme der Vorräte gegenüber dem 31. Dezember 2007 resultiert überwiegend aus dem Rückgang der Getreidebestände.

Wertminderungen (30.09.2008: 3.044 TEUR; 31.12.2007: 13.570 TEUR) wurden zum Stichtag ausschließlich auf die Rohstoff bestände zur Biodieselproduktion vorgenommen. Die Reduzierung der Wertminderungen um 13.570 TEUR, welche überwiegend die Rohstoff bestände zur Bioethanolproduktion betrafen, wird in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten "Materialaufwand" ausgewiesen.

FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag 59.819 TEUR (31.12.2007: 52.164 TEUR) und sind netto nach Berücksichtigung von Wertberichtigungen in Höhe von 155 TEUR (31.12.2007: 222 TEUR) dargestellt. Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

ERTRAGSTEUERERSTATTUNGSANSPRÜCHE

Die Ertragsteuererstattungsansprüche in Höhe von 9.073 TEUR (31.12.2007: 11.737 TEUR) betreff en Bauabzugssteuer, Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer.

SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

IN TEUR 30.09.2008 31.12.2007
Investitionszulagen 12.336 11.012
Sicherheitsleistungen aus Kautionssicherungsverträgen
und Haftungserklärungen
8.169 3.124
Ansprüche aus zu erstattenden Sicherungsleistungen
(Zollamt)
2.265 0
Umsatzsteuerforderungen 1.593 4.300
Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 1.463 7.145
Sicherheitsleistungen für nicht realisierte Verluste
aus Termingeschäften
0 1.060
Abgrenzung nicht realisierter und realisierter Gewinne
aus Termingeschäften
301 1.302
Übriges 2.693 2.388
Sonstige Vermögenswerte 28.820 30.331

DERIVATE

Zur Sicherung der Rohstoff versorgung bei der Biodieselproduktion werden Derivate in Form des Erwerbs von Terminkontrakten (forwards) über den Bezug von Pfl anzenöl zur Absicherung eines margenwirksamen Preislevels und zur Absicherung des Zugriff s auf den Rohstoff als Beschaff ungsinstrument verwendet. Zum Stichtag betragen die positiven Marktwerte dieser forwards 8.938 TEUR (31.12.2007: 16.819 TEUR) und die negativen Marktwerte 7.385 TEUR (31.12.2007: 3.025 TEUR). Diese Marktwerte werden direkt im Eigenkapital erfasst.

Zur Sicherung von festen Verpfl ichtungen aus Rapseinkäufen gegen sinkende Preise wurden Terminverkäufe getätigt. Die positiven Marktwerte betrugen zum Stichtag 5.753 TEUR (31.12.2007: negative Marktwerte in Höhe von 614 TEUR) und wurden im Ergebnis aus Warentermingeschäften erfolgswirksam erfasst.

Zur Sicherung der Erlöse bei den an die mineralischen Dieselpreise gebundenen Verkaufskontrakten werden Sicherungen in Form von festen Dieselverkäufen (fi x) gegen variable Dieselpreise eingesetzt. Die zum Stichtag bestehenden positiven und negativen Marktwerte dieser swaps in Höhe von 2.386 TEUR bzw. 1.758 TEUR wurden nach Abzug der Ineff ektivitäten direkt im Eigenkapital erfasst.

Eigenkapital

Für nähere Informationen zur Entwicklung des Eigenkapitals zum 30. September 2008 wird auf die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.

ANDERE RÜCKLAGEN

Die anderen Rücklagen umfassen den eff ektiven Teil der kumulierten Änderungen in der Bewertung von als Cash-Flow-Hedge qualifi zierten Warentermingeschäften, die bis zum 30. September 2008 noch nicht realisiert wurden.

ABZUGSPOSTEN FÜR EIGENE AKTIEN

Bis zum 31. Mai 2008 erwarb die VERBIO 1.470.000 Stück eigene Aktien zu einem Durchschnittskurs von 2,06 EUR je Aktie, davon im Berichtzeitraum 1.112.519 Aktien.

Langfristige Schulden

RÜCKSTELLUNGEN

Die langfristigen Rückstellungen zum 30. September 2008 in Höhe von 816 TEUR (31.12.2007: 578 TEUR) bestehen im Wesentlichen in Höhe von 438 TEUR (31.12.2007: 420 TEUR) für Rückbauverpfl ichtungen von Windkraftanlagen.

FINANZVERBINDLICHKEITEN

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten betreff en ausschließlich Bankdarlehen und haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2007 im Wesentlichen infolge planmäßiger Tilgungen verringert.

BESTELLTE SICHERHEITEN

Die unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesenen Bankkredite sind im Wesentlichen besichert durch Bestellung von Grundschulden, Sicherungsübereignung von Vorräten, technischen Anlagen und Maschinen, Fahrzeugen und Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Verpfändung von Bankguthaben. Für weitere Ausführungen wird auf die detaillierten Erläuterungen im Geschäftsbericht 2007 verwiesen.

INVESTITIONSZUWENDUNGEN

Die Investitionszuwendungen belaufen sich zum Stichtag auf 12,7 Mio. EUR (31.12.2007: 12,9 Mio. EUR), davon sind kurzfristig 1,8 Mio. EUR, langfristig 10,9 Mio. EUR. In den ersten neun Monaten be liefen sich die Zugänge auf 1,4 Mio. EUR, aufgelöst wurden 1,6 Mio. EUR.

ANDERE LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

Bei den anderen langfristigen Verbindlichkeiten handelt es sich um innovative Finanzierungsinstrumente im Sinne von Mezzanine-Kapital.

Kurzfristige Schulden

STEUERSCHULDEN

Unter den Steuerschulden werden gegenüber dem 31. Dezember 2007 unverändert im Wesentlichen Gewerbesteuerverpfl ichtungen und Bauabzugsteuern ausgewiesen.

ANDERE RÜCKSTELLUNGEN

IN TEUR 30.09.2008 31.12.2007
Investitionszuschuss 7.921 8.510
Drohende Verpfl ichtungen aus Prämienhaftung im Rahmen
des Energiepfl anzenprogramms 5.293 5.293
Andere drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 2.070 4.400
Prozessrisiken 700 0
Übrige 536 73
Andere Rückstellungen 16.520 18.276

Bezüglich des Postens Prozessrisiken wird auf die Ausführungen zu den sonstigen betrieblichen Aufwendungen verwiesen.

Die anderen drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften reduzierten sich im 2. Quartal 2008 um 3.000 TEUR aufgrund der Abkehr vom Investitionsvorhaben Wismar.

FINANZVERBINDLICHKEITEN

Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (Bankdarlehen) verringerten sich im Wesentlichen aufgrund planmäßiger Tilgung auf 15.067 TEUR (31.12.2007: 15.845 TEUR).

IN TEUR 30.09.2008 31.12.2007
Verbindlichkeiten aus Getreide- und Rapsgeschäften 36.635 62.956
Erhaltene Zahlungen für nicht realisierte Gewinne
aus Termingeschäften
5.753 0
Energiesteuern 1.719 1.725
Tantiemen/Sonderzahlungen 912 571
Löhne und Gehälter 644 745
Grunderwerbsteuer 387 558
Abgrenzung realisierter Verluste aus Termingeschäften 214 669
Sonstige 1.313 7.731
Andere kurzfristige Verbindlichkeiten 47.577 74.955

ANDERE KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

ERLÄUTERUNG ZUR KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

Der Finanzmittelfonds enthält ausschließlich die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel. Der operative Cash-Flow beträgt 51,3 Mio. EUR (9 M 2007: -68,2 Mio. EUR) und ist wesentlich beeinfl usst durch die Abnahme der Vorräte in Höhe von 38,5 Mio. EUR (9 M 2007: Zunahme der Vorräte in Höhe von 69,4 Mio. EUR), hier insbesondere den Abbau von Handelsbeständen an Getreide, sowie durch die Verminderung der in den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen auf Vorräte um 5,7 Mio. EUR.

Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit in Höhe von -16,6 Mio. EUR (9 M 2007: -8,4 Mio. EUR) enthält Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagevermögen in Höhe von 5,3 Mio. EUR (9 M 2007: -23,2 Mio. EUR) sowie Termingeldeinlagen in Höhe von 11,1 Mio. EUR.

Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -35,7 Mio. EUR (9 M 2007: 16,8 Mio. EUR) ist wesentlich bestimmt durch Auszahlungen aus besicherten Kreditgeschäften im Zusammenhang mit dem Vorratsabbau an Getreidebeständen in Höhe von 62,8 Mio. EUR, denen Neuaufnahmen in Höhe von 36,4 Mio. EUR gegenüber stehen.

Der Finanzmittelfonds beläuft sich somit zum Ende der Berichtsperiode auf 56,2 Mio. EUR (9 M 2007: 30,9 Mio. EUR).

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Risiken und Erträge des Konzerns werden maßgeblich durch die Geschäftssegmente bestimmt. Diese bilden daher das primäre Segmentberichtsformat. Die VERBIO ist entsprechend der internen Organisations- und Führungsstruktur in die Geschäftsbereiche Biodiesel, Bioethanol, Energie und Übrige unterteilt.

Nachfolgende Tabelle zeigt die Segmentumsätze und Segmentergebnisse für den Zeitraum 1. Januar bis 30. September 2008 sowie der entsprechenden Vergleichsperiode 2007:

BIODIESEL BIOETHANOL ENERGIE ÜBRIGE GESAMT
IN TEUR 9 M
2008
9 M
2007
9 M
2008
9 M
2007
9 M
2008
9 M
2007
9 M
2008
9 M
2007
9 M
2008
9 M
2007
Umsatzerlöse 336.583 209.266 134.284 79.636 14.196 16.151 5.489 2.041 490.552 307.094
Bestandsveränderungen 3.532 2.223 -7.810 3.158 0 0 0 0 -4.278 5.381
Aktivierte Eigenleistungen 211 0 852 0 0 0 0 0 1.063 0
Materialaufwand -303.470 -180.434 -114.513 -75.333 -10.638 -10.702 -2.517 -648 -431.138 -267.117
Rohertrag (Gross Margin) 36.856 31.055 12.813 7.461 3.558 5.449 2.972 1.393 56.199 45.358
Sonstige betriebliche Erträge 1.946 1.467 5.290 1.739 636 1.252 122 35 7.994 4.493
Personalaufwand -5.607 -5.321 -4.934 -5.147 -132 -115 -1.463 -409 -12.136 -10.992
Abschreibungen -4.428 -7.155 -1.007 -8.773 -1.880 -1.831 -925 -390 -8.240 -18.149
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
-16.606 -10.944 -11.646 -5.992 -1.640 -1.743 -1.006 -545 -30.898 -19.224
Betriebsergebnis (EBIT)
vor Warentermingeschäften
12.161 9.102 516 -10.712 542 3.012 -300 84 12.919 1.486
Ergebnis aus
Warentermingeschäften
4.224 0 -2.020 0 0 0 0 0 2.204 0
Betriebsergebnis (EBIT) 16.385 9.102 -1.504 -10.712 542 3.012 -300 84 15.123 1.486
Zinserträge 1.317 2.596 592 702 85 245 22 32 2.016 3.575
Zinsaufwendungen -1.745 -1.976 -1.835 -1.961 -543 -633 -215 -56 -4.338 -4.626
Ergebnis vor Steuern (EBT) 15.957 9.722 -2.747 -11.971 84 2.624 -493 60 12.801 435

Wir verweisen bezüglich der positiven Gesamtposition des Postens Ergebnis aus Warentermingeschäften auf die Erläuterungen auf Seite 19.

EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Mit Datum vom 11. Mai 2007 hat die Rabobank International, Frankfurt/Main, gegenüber der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Bonn, eine Bürgschaft für die Märka GmbH ausgereicht, die zum 30. September 2008 mit 10.395 TEUR valutiert. Die VERBIO AG hat sich gegenüber der Rabobank International verpfl ichtet, diese für alle Ansprüche einschließlich Nebenforderungen schadlos zu halten. Zur Sicherung aller Ansprüche der Rabobank International, Frankfurt/Main, hat die VERBIO AG eine Kaution von 4.930 TEUR hinterlegt.

Mit Datum vom 4. September 2007 wurde der VERBIO AG durch die Dresdner Bank AG ein Avalrahmen von 20.000 TEUR eingeräumt, welcher bis zum 31. Dezember 2007 Gültigkeit besaß. Zum 31. Dezember 2007 wurde der Avalrahmen in Höhe von 11.900 TEUR in Anspruch genommen. Dieser zum 31. Dezember 2007 ausgeschöpfte Avalrahmen wurde bis zum 31. Dezember 2008 verlängert. Als Sicherheit dient das Festgeldguthaben der VERBIO bei der Dresdner Bank, welches in Höhe des in Anspruch genommenen Kreditbetrages (4.700 TEUR) somit verpfändet ist.

Mit Datum vom 31. Juli 2007 wurde zwischen der VERBIO und der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG, Hamburg, eine Kautionsversicherung abgeschlossen. Demzufolge wurden der VERBIO, der VERBIO Ethanol Zörbig (vormals MBE) sowie der VERBIO Ethanol Schwedt (vormals NBE) eine Avalkreditlinie von 10.000 TEUR, die sich auf Avale für Zoll sowie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung bezieht, eingeräumt. Zur Sicherung aller Ansprüche der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG, Hamburg, hat die VERBIO eine Kaution von 3.000 TEUR hinterlegt. Die Avalkreditlinie ist zum 30. September 2008 mit 9.673 TEUR in Anspruch genommen.

Bezüglich der Haftungsverhältnisse wird darüber hinaus auf die Ausführungen im Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2007 verwiesen.

PACHTVERTRÄGE

Aus verschiedenen längerfristigen Pachtverträgen bestehen sonstige fi nanzielle Verpfl ichtungen in Höhe von 24.338 TEUR; davon 14.093 TEUR für das Folgejahr, für den Zeitraum ein bis fünf Jahre 3.819 TEUR und für den Zeitraum über fünf Jahre 6.426 TEUR.

BESTELLOBLIGO

Zum 30. September 2008 besteht ein Bestellobligo für Investitionen in Höhe von 3.805 TEUR.

BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN

Mit Datum vom 14. Juli 2008 wurde zwischen der VERBIO und der Märka GmbH ein Kaufvertrag über 100.000 Tonnen Getreide geschlossen. Daraus erwachsen der VERBIO Abnahmeverpfl ichtungen nach der Ernte 2009. Die vereinbarten Konditionen sind marktüblich.

Darüber hinaus wurde mit der Märka GmbH ein Vertrag über die Verwertung der in den Ethanolwerken anfallenden Schlempe geschlossen. Für die erbrachten Dienstleistungen erhält die Märka GmbH eine monatliche feste Vergütung. Der Vertrag ist gültig seit 1. August 2008 und hat eine Laufzeit von einem Jahr. Wird der Vertrag nicht gekündigt, so verlängert er sich um jeweils ein Jahr. Die vereinbarten Konditionen sind marktüblich.

Seit dem 1. August 2008 vermietet die VERBIO Tochtergesellschaft VERBIO Ethanol Zörbig Büro fl ächen an die Märka GmbH, die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH sowie die Autokontor Bayern GmbH. Die vereinbarten Konditionen sind marktüblich.

Im Berichtszeitraum wurde der zwischen der Trans Märka GmbH und den VERBIO Tochtergesellschaften VERBIO Ethanol Zörbig, VERBIO Ethanol Schwedt und VERBIO Diesel Schwedt bestehende Frachtführerrahmenvertrag hinsichtlich der bestehenden Konditionen dahingehend angepasst, dass eine Mindestauslastung von Seiten des Spediteurs gewährleistet werden muss.

Die VERBIO Tochtergesellschaft VERBIO STS hat im Berichtszeitraum Verträge über Rohstoff bezüge auf der Basis marktüblicher Bedingungen mit Märka GmbH abgeschlossen.

WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM ENDE DER BERICHTSPERIODE

Wesentliche Ereignisse nach dem Ende der Berichtsperiode lagen nicht vor.

WICHTIGER HINWEIS

Dieser Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, welche auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung der VERBIO Vereinigte BioEnergie AG beruhen. Auch wenn die Unternehmensleitung der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreff end sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich abweichen. Zu diesen Faktoren können beispielsweise die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Lage, der gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen in Deutschland und der EU sowie Veränderungen in der Branche gehören. Die VERBIO übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.

Organe

Vorstand

CLAUS SAUTER Vorstandsvorsitzender

DR. - ING. GEORG POLLERT Vorstand Produktion und Technik, Stellv. Vorstandsvorsitzender

MARTIN MEURER Vorstand Finanzen

Aufsichtsrat

ALEXANDER VON WITZLEBEN Aufsichtsratsvorsitzender

PROF. DR. FRITZ VAHRENHOLT Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender

BERND SAUTER Mitglied des Aufsichtsrats

Finanzkalender

25. MÄRZ 2009 Bilanzpresse- und Analystenkonferenz
14. MAI 2009 Veröffentlichung Zwischenbericht 1. Quartal 2009
12. JUNI 2009 Hauptversammlung
13. AUGUST 2009 Veröffentlichung Zwischenbericht 1. Halbjahr 2009
12. NOVEMBER 2009 Veröffentlichung Zwischenbericht 1.-3. Quartal 2009

Impressum

HERAUSGEBER VERBIO Vereinigte BioEnergie AG, Zörbig Weitere VERBIO-Berichte fi nden Sie auf der Website des Unternehmens. KONZEPT UND DESIGN fischerAppelt, ziegler GmbH, Hamburg FOTOS VERBIO DRUCK Dürmeyer GmbH, Hamburg © 2008

Kontakt

INVESTOR RELATIONS Anna-Maria Schneider

VERBIO Vereinigte BioEnergie AG Augustusplatz 9, 04109 Leipzig T + 49 341 30 85 30-90 F + 49 341 30 85 30-99 ir @ verbio . de www . verbio . de

Talk to a Data Expert

Have a question? We'll get back to you promptly.