Annual Report • Apr 29, 2010
Annual Report
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| 2009 | Veränderungen zu 2008 |
2008 | 2007 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | TEUR | 101.399 | +42 % | 71.612 | 54.444 |
| Umsatzrendite vor Steuern | |||||
| ohne Einmaleffekte | % | 13 % | +63 % | 8 % | 9 % |
| Jahresüberschuss | TEUR | 13.250 | +194 % | 4.502 | 1.948 |
| Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) | TEUR | 15.155 | n.v. | 8.301 | 4.921 |
| Einmaleffekte vor Steuern | TEUR | 1.829 | n.v. | 2.530 | - |
| EBT ohne Einmaleffekte | TEUR | 13.326 | +131 % | 5.771 | 4.921 |
| Zinsen | TEUR | -1.263 | +8 % | -1.168 | -767 |
| EBIT | TEUR | 16.418 | n.v. | 9.469 | 5.688 |
| EBIT ohne Einmaleffekte | TEUR | 14.589 | +110 % | 6.939 | 5.688 |
| Abschreibungen | TEUR | -11.525 | +26 % | -9.150 | -3.731 |
| EBITDA | TEUR | 27.943 | n.v. | 18.619 | 9.419 |
| EBITDA ohne Einmaleffekte | TEUR | 21.710 | +70 % | 12.801 | 9.419 |
| Ergebnis pro Aktie | EUR | 3,50 | n.v. | 1,43 | 0,62 |
| Ergebnis pro Aktie ohne Einmaleffekte | EUR | 1,97 | +79 % | 1,10 | 0,89 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | TEUR | 22.112 | +157 % | 8.592 | 6.631 |
| Steuerquote | % | -44 % | n.v. | 63 % | 56 % |
| Eigenkapital | TEUR | 86.659 | +102 % | 42.820 | 36.491 |
| Eigenkapitalquote | % | 54 % | +23 % | 43 % | 54 % |
| Bilanzsumme | TEUR | 161.904 | +64 % | 98.798 | 67.587 |
| Buchwert pro Aktie | EUR | 20,38 | +55 % | 13,11 | 11,61 |
| Mitarbeiter | Personen | 500 | +27 % | 395 | 312 |
| Durchschnittlich im Umlauf | |||||
| befindliche Aktien | Stück | 3.782.850 | +20% | 3.143.165 | 3.142.290 |
| Dividende | EUR | 0,45* | +50% | 0,30 | 0,25 |
Die angegebenen Kennzahlen beziehen sich mit Ausnahme vom Jahresüberschuss und Ergebnis pro Aktie auf das Ergebnis auf fortlaufender Geschäftstätigkeit. * Dividendenvorschlag der Gesellschaft an die Hauptversammlung am 20.05.2010
38 Soziales Engagement
39 Konzernabschluss der Eckert & Ziegler Gruppe
■ Erwerb des Braunschweiger Isotopenspezialisten nuclitec GmbH (früher QSA Global GmbH).
■ Erfolgreicher Abschluss einer Kapitalerhöhung. Dabei werden 628.633 Aktien zu einem Bezugspreis von je 5,00 EUR platziert.
■ Zur Förderung nuklearmedizinischer Nachwuchsforscher und zur Steigerung ihres Bekanntheitsgrades schreibt Eckert & Ziegler erneut den Eckert & Ziegler Reisepreis aus.
■ Ein Aktionär der belgischen International Brachytherapy S.A. (IBt), einem Beteiligungsunternehmen der Eckert & Ziegler AG, reicht vor einem Brüsseler Gericht eine Klage gegen Eckert & Ziegler zur Erzwingung eines Pflichtangebotes ein.
■ Eckert & Ziegler trennt sich von ihrem Mailänder Kontrastmittelgeschäft Eckert & Ziegler f-con Pharma Italia s.r.l. (FCI).
■ IBt und der russische Staatsfond RUSNANO gründen ein Gemeinschaftsunternehmen zur Herstellung von Prostatakrebsimplantaten in Russland.
■ Hauptversammlung der Eckert & Ziegler AG.
■ Das Christie Hospital in Manchester, eines der führenden Krebszentren in Europa, behandelt den 1.000 Patienten mit Prostatakrebsimplantaten von IBt.
■ Die neuen Aktien aus der Kapitalerhöhung vom Februar werden zum Prime Standard zugelassen und in den Handel aufgenommen.
■ IBt liefert das 100. Multi-Source® Krebsbestrahlungsgerät aus. Im Vajira Hospital in Bangkok, Thailand, werden damit Tumore in Gebärmutter, Brust und Speiseröhre behandelt.
■ Auf der Jahrestagung der European Association of Nuclear Medicine (EANM) wird der Eckert & Ziegler Reisepreis an fünf herausragende Nuklearmediziner verliehen.
■ Eckert & Ziegler wird Auftragsproduzent für ein neuartiges Krebsmedikament des amerikanischen Arzneimittelentwicklers Molecular Insight Pharmaceuticals (NASDAQ: MIPI), Cambridge, MA zur Behandlung von neuroendokrinen Tumoren.
■ Im Rahmen des Wettbewerbs "Deutschland – Land der Ideen" wird Eckert & Ziegler für seine innovative Isotopentechnik als "Ausgewählter Ort im Land der Ideen 2010" ausgezeichnet.
■ IBt schließt eine umfangreiche strategische Allianz mit dem kalifornischen Implantathersteller Core Oncology, Inc. und bereitet damit ihren Wiedereintritt in den amerikanischen Markt vor.
■ Erfolgreicher Abschluss einer weiteren Kapitalerhöhung. Dabei werden 1.350.000 Aktien zu einem Bezugspreis von je 15,95 EUR platziert.
■ Eckert & Ziegler unterbreitet freiwilliges Übernahmeangebot für IBt.
2009 war erneut ein Jahr der Rekorde. Während woanders Hochhäuser wankten und Banken in Trümmern versanken, setzte Eckert & Ziegler unbeirrt den Wachstumskurs der vergangenen Jahre fort. Der Umsatz stieg um satte 42 %, das Ergebnis aus fortlaufender Geschäftstätigkeit um 117 %, der operative Kapitalfluss um sensationelle 157 %. Es war daher kein Wunder, dass 2009 endlich eine massive Erholung des Börsenkurses erfolgte. Die schon lange fällige Anerkennung des Kapitalmarktes fiel trotz eines dunklen konjunkturellen Umfeldes glänzend aus: Der Kurs von Eckert & Ziegler vervierfachte sich, trotz zweimaliger Kapitalerhöhung im Januar und Dezember. Das Unternehmen, erst seit 10 Jahren börsennotiert, stieg zur wertvollsten Publikumsgesellschaft im produzierenden Gewerbe der Region Berlin und Brandenburg auf – gemessen jedenfalls an der Marktkapitalisierung, und natürlich vor dem Hintergrund einer im Bundesdurchschnitt vergleichsweise schwach entwickelten Industrie.
Treiber des Erfolgs war sicherlich die Wende im Strahlentherapiegeschäft. Hatten wir 2008 im EBIT (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Minderheiten) noch einen Verlust von 3,3 Mio. EUR erwirtschaftet, so stand am Ende des Jahres 2009 ein positives EBIT von 4,3 Mio. EUR in den Büchern, sofern man die Sondereffekte des Jahres 2009 unberücksichtigt lässt. Die Verbesserung von rund 8 Mio. EUR bei einem Geschäftsvolumen von 30 Mio. EUR ist phänomenal. Sie lässt sich nur vor dem Hintergrund der schwierigen Ausgangslage 2008 verstehen. Jene wiederum war dem Umstand geschuldet, dass IBt vor der Umstrukturierung extrem ineffizient arbeitete. Die Produktion etwa war so fehleranfällig, dass die Herstellungskosten aufgrund des hohen Ausschusses oft den Verkaufspreis überstiegen. Erst als wir im Spätsommer 2008 die Produktion in Brüssel stilllegen und in Berlin konzentrieren konnten, änderte sich die Situation. Skaleneffekte machten sich bemerkbar, der Gewinn stieg an. Für das Jahr 2008 aber war es damals zu spät. Obwohl wir schon im Februar 2008 die Eckert & Ziegler BEBIG GmbH in die IBt eingebracht und Aufsichtsrats- und Managementmandate übernommen hatten, mussten wir die ineffektiven Strukturen für zwei endlos lange Quartale ertragen, bis alle IBt-Kunden ihre Lizenzen auf Artikel der BEBIG umgeschrieben hatten. Die zusätzlich dann noch fälligen Abfindungen färbten 2008 die Therapiesparte tiefrot.
2009 fielen diese Belastungen weg. Zu der günstigen Ausgangslage kam hinzu, dass sich das Geschäft mit den Tumorbestrahlungsgeräten außerordentlich gut entwickelte. In den Schwellenländern kommen die niedrigen Betriebskosten unserer Kobaltgeräte gut an, das Zubehörportfolio hat sich weiter verbessert, die Händlernetzwerke sind gewachsen. Das Management der Therapiesparte konnte im Sommer 2009 darüber hinaus eine Vereinbarung über die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens in Russland unterzeichnen. Aus dem Vertrag resultierte weiteres Neugeschäft, sowie erhebliche Anzahlungen für die Lieferung von Ausrüstungen, welche den Kapitalfluss auf ein Rekordniveau anhoben. Innerhalb nur eines Jahres hat sich die Lage im Therapiesegment damit um 180 Grad gedreht – Chapeau! Da die Skaleneffekte aus der Konzentration der Produktion nachhaltig sind, sind wir zuversichtlich, Ihnen hiermit keine Eintagsfliege zu präsentieren.
Nimmt man die Sondereffekte hinzu, war die Wende im Therapiesegment noch eindrucksvoller. Zum 2008er Verlust von 3,3 Mio. EUR müssen ertragsmindernde Rückstellungen von 7,1 Mio. EUR hinzuaddiert und als Jojoeffekt 2009 ertragswirksam wieder herausgerechnet werden. Der Gewinnsprung im Strahlenquellengeschäft erreichte innerhalb eines Jahres dann etwa 22 Mio. EUR – also fast den Umfang der Segmentumsätze. Schwäbische Verhältnisse. Was vor wenigen Jahren noch als Ausnahmetatbestand gedeutet worden wäre, ist seit der Einführung und flächendeckenden Erzwingung des Zeitwertprinzips leider alltäglich. Die Einbeziehung und Bewertung von unrealisierten Buchgewinnen und Buchverlusten bringt Schwungmassen in die Bilanz, die das Ergebnis aus fortlaufender Geschäftstätigkeit oft völlig verdecken und es in den Hintergrund drängen. Wir haben an dieser Stelle schon darauf hingewiesen, dass uns die Entwicklung nicht begeistert. Als börsennotiertes Unternehmen kann sich Eckert & Ziegler dem Zeitgeist und den Bilanzierungsvorgaben von IFRS allerdings nicht entziehen. Ob dem Aktionär die vermeintliche Informationsverbesserung tatsächlich nutzt oder ob sie nur verwirrt, sei dahingestellt. Auf riesige Verluste folgen riesige Gewinne, ohne dass sich an der fundamentalen Situation des Unternehmens irgendetwas in annähernd gleichem Maßstab geändert hätte. Bemerkenswert für die Unternehmensleitung ist auf jeden Fall die Asymmetrie des Beifalls: die Glückwünsche für die Ausbuchung einer Rückstellung fallen bei Weitem nicht so intensiv aus wie die Klagen zum Zeitpunkt ihrer Einstellung.
Der Vorstand der Eckert & Ziegler AG: Dr. Andreas Eckert, Dr. Edgar Löffler und Dr. André Heß (v.l.n.r.)
Ansonsten gab es 2009 neben den Entwicklungen im Therapiesegment einen zweiten wichtigen Erfolgstreiber, nämlich die Erstkonsolidierung der zum Jahresanfang 2009 erworbenen Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH (EZN). Sie führte im Konzern zu dem spektakulären Umsatzanstieg auf über 100 Mio. EUR und wurde erfreulicherweise sogar von einem Ergebnisbeitrag begleitet. Er fiel zwar noch nicht so hoch aus wie man es vom Geschäftsvolumen her hätte erhoffen können, doch das Potenzial zu Zusatzerträgen ist vorhanden. Wir wollen es in den nächsten Jahren heben. Schon jetzt machte sich bemerkbar, dass der Erwerb der EZN die strategische Wettbewerbsposition des Industriesegments stärkte. Das Paradepferd der Eckert & Ziegler AG, die messtechnischen und wissenschaftlichen Komponenten, konnten dadurch im vergangenen Geschäftsjahr wieder Rekorderträge erwirtschaften. Wenn sich der Dollarkurs gegenüber dem Euro weiter stabilisiert, werden die Erfolge aus der langjährigen systematischen Aufbauarbeit in diesem Konzernsegment noch sichtbarer.
Auch für das Radiopharmaziesegment, das in diesem Jahr erwartungsgemäß die Gewinnschwelle erreichte, erwies sich die Braunschweiger Produktion von pharmazeutischem Yttrium als Aktivposten. Es gelang dadurch die Vereinbarung einer langjährigen, strategischen Partnerschaft mit einem Pharmaunternehmen, welches künftig auf die Dienstleistungen des Radiopharmaziesegments für die letzten Produktionsstufen seines neuen Krebsmedikaments zurückgreift. Weitere Partnerschaften ähnlicher Art werden sicher folgen.
Trotz der allgemeinen Krisenstimmung erwies sich 2009 somit als ein sehr erfolgreiches Jahr. Alle wesentlichen Ertragskennzahlen und Bilanzrelationen liegen, wie Sie unschwer aus den nachfolgenden Seiten erkennen können, im grünen Bereich. Auf den letzten Metern, zum Jahresausklang 2009, gelang Eckert & Ziegler mit einem ursprünglich freiwilligen Übernahmeangebot sogar noch die Weichenstellung für das Ende der IBt-Querelen. Mittlerweile ist die Offerte erfolgreich abgeschlossen und das Management bei IBt Bebig verschlankt. Alle Köpfe sind somit frei für die neuen Perspektiven, die sich mit dem Wachstum der letzten Jahre verbinden. Wir schauen hoffnungsfroh auf den Weg nach vorn und würden uns wie immer freuen, wenn Sie uns dabei weiter begleiteten.
Ihr
Dr. Andreas Eckert Vorsitzender des Vorstandes
Eckert & Ziegler hat im vergangenen Jahr seinen Gewinn verdreifacht, den Kapitalfluss mehr als verdoppelt, den Aktienkurs nahezu verdoppelt und war damit einer der Stars des Börsenjahrgangs 2009. Der Rechtsstreit um die Übernahme der belgischen Beteiligung IBt ist beendet. Und das neue Segment Umweltdienste hat enorme Wachstumspotenziale bei der Entsorgung von schwachbis mittelradioaktivem Abfall.
Kursentwicklung der Eckert & Ziegler-Aktie im Jahr 2009
International Securities Identification Number (ISIN) DE0005659700
Wertpapier-Kenn-Nummer (WKN) 565 970
EUZ (Deutsche Börse) EUZ (Bloomberg) EUZG (Reuters)
Prime Standard, Frankfurt
DAXsector All Pharma & Healthcare DAXsector Pharma & Healthcare DAXsubsector All Medical Technology DAXsubsector Medical Technology Technology All Share
Grundkapital 5.260.283 EUR
■ Eckert & Ziegler ■ TecDAX ■ Prime All Share
Inhaber-Stückaktien 5.260.283 Stück
Höchst-/Tiefstkurs im Jahr 2009 20,75 EUR / 5,19 EUR
IR-Kontakt Karolin Riehle Robert-Rössle-Straße 10 13125 Berlin Tel. +49 30 941084-138 Fax +49 30 941084-112 [email protected] www.ezag.de
* Vorschlag an die Hauptversammlung am 20.05.2010
Die Aktien der Eckert & Ziegler AG wurden am 25. Mai 1999 erstmals in den Wertpapierhandel aufgenommen. Sie werden seitdem an der Frankfurter Wertpapierbörse sowie an allen deutschen Regionalbörsen notiert und sind im vollelektronischen Handelssystem XETRA® zugelassen. Gehandelt werden sie unter der international eindeutigen 12-stelligen Wertpapierkennziffer DE0005659700, wobei zur Identifizierung der Aktie weiterhin die frühere Wertpapier-Kenn-Nummer (WKN) 565970 genutzt wird.
Seit dem 20.02.2003 notieren die Aktien der Eckert & Ziegler AG im Prime Standard. Für die in diesem Segment gelisteten Unternehmen gelten besonders hohe internationale Transparenzanforderungen, die über die vorgeschriebenen gesetzlichen Publizitätspflichten hinausgehen.
Im März 2003 erwarb die Eckert & Ziegler AG im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms 320.000 eigene Aktien. Sie wurden bislang vorwiegend zur Finanzierung von Akquisitionen und zur Bedienung von Mitarbeiteroptionen verwendet. Die bei den Transaktionen realisierten Veräußerungsgewinne wurden der Kapitalrücklage für eigene Aktien zugeführt. Zum 31.12.2009 wies die Gesellschaft einen Bestand an 125.235 eigenen Aktien aus.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichnete die Aktie gegenüber dem Vorjahr einen Wertzuwachs von rund 97 %. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens stieg gegenüber dem Vorjahresstichtag um mehr als das Dreifache auf 92,05 Mio. EUR.
Das Ergebnis pro Aktie wird berechnet, indem der Konzernjahresüberschuss durch die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird. Im Berichtsjahr erzielte die Eckert & Ziegler Gruppe ein Konzernergebnis pro Aktie von 1,97 EUR.
Hauptversammlung im Mai 2009
Aktionärsstruktur zum 28.02.2009 (nach der Kapitalerhöhung im Februar) ■ Eckert Wagniskapital
| und Frühphasen | |
|---|---|
| finanzierung GmbH* | 39,8 % |
| ■ Jürgen Ziegler | 3,9 % |
| ■ Eckert & Ziegler AG | 2,8 % |
| ■ Streubesitz | 53,5 % |
*früher Eckert Consult GmbH
Aktionärsstruktur zum 31.12.2009 (nach der Kapitalerhöhung im Dezember) ■ Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH* 32,7 % ■ Jürgen Ziegler 2,7 % ■ Eckert & Ziegler AG 2,5 % ■ Streubesitz 62,1 %
*früher Eckert Consult GmbH
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 20.05.2010 die Ausschüttung einer Dividende von 0,45 EUR je Aktie für das Geschäftsjahr 2009 vor. Gemessen am Jahresschlusskurs von 17,50 EUR errechnet sich hieraus eine Dividendenrendite von 2,6 %.
Zur Finanzierung des Kaufs des Braunschweiger Isotopenspezialisten nuclitec GmbH schloss Eckert & Ziegler im Februar 2009 erfolgreich eine Kapitalerhöhung ab. Dabei wurden 628.633 Aktien zu einem Bezugspreis von je 5,00 EUR platziert und das Grundkapital um 19,3 % erhöht.
Für weitere Unternehmenszukäufe und insbesondere zum Ausbau des Segments Umweltdienste nahm Eckert & Ziegler im Dezember eine weitere Kapitalerhöhung vor. Dabei wurden 1.350.000 Aktien zu einem Bezugspreis von je 15,95 EUR bei Altaktionären und neuen Aktionären im Rahmen einer Privatplatzierung platziert. Das Grundkapital beträgt nach Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister 5.260.283,00 EUR, eingeteilt in 5.260.283 Aktien. Die neuen Aktien wurden am 22.12.2009 zum Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard) zugelassen. Mit beiden Kapitalerhöhungen flossen dem Unternehmen insgesamt rund 24,6 Mio. EUR zu.
Ziel unserer Investor Relations Arbeit ist es, Privataktionäre, institutionelle Investoren, Finanzanalysten und die Presse umfassend, offen und zeitnah über das Unternehmen zu informieren. Wesentliche Bestandteile der Kommunikation mit dem Kapitalmarkt sind Börsenpflicht- und Pressemeldungen, Quartalsberichte, Einzelgespräche und Telefonkonferenzen. Auf der Bilanzpressekonferenz im März, der Entry & General Standard Konferenz im Mai, der Hauptversammlung im Mai, dem Eigenkapitalforum im November und mehreren Roadshows präsentierte der Vorstand zudem neue Entwicklungen persönlich und stand zusammen mit Mitarbeitern der Abteilung Unternehmenskommunikation darüber hinaus das ganze Jahr über für Anfragen oder Besuche interessierter Kreise zur Verfügung.
Studien von Aktienanalysten sowie weitere Informationen zum Unternehmen veröffentlichen wir auf unserer Internetseite www.ezag.de > Investor Relations.
Um Börsenpflicht- und Pressemeldungen regelmäßig per E-Mail zu erhalten, können sich Interessenten auf den IR-Verteiler setzen lassen. Ein kurzer Anruf oder E-Mail dazu genügt.
Der Konzern Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG (Eckert & Ziegler) ist ein international tätiger Spezialist für radioaktive Anwendungen in der Medizin, der Wissenschaft und der Industrie. Zur Kernkompetenz des Unternehmens gehören der Umgang und die Verarbeitung von radioaktiven Materialien geringer Aktivität in speziell dafür ausgerüsteten und genehmigten Fertigungsstätten in Europa und den Vereinigten Staaten. Darüber hinaus konzentriert sich Eckert & Ziegler auf die Entwicklung und Produktion von Synthesegeräten zur Herstellung von Radiopharmaka und Medizinprodukten für die Therapie von Krebs und auf Anlagenbau, indem konzerneigenes Entwicklungs-Know-how für die Konstruktion von Anlagen für Unternehmen, mit denen Eckert & Ziegler nicht im Wettbewerb steht, eingesetzt wurde.
In den internationalen Märkten, in denen Eckert & Ziegler operativ tätig ist, gibt es vergleichsweise wenig Anbieter. In der Breite seiner Produktpalette hat Eckert & Ziegler keinen direkten Wettbewerber, weil die Konkurrenten jeweils nur spezielle Marktnischen bedienen. Es ist wahrscheinlich, dass sich diese Situation in der Zukunft nicht ändern wird, weil dem Markteintritt eines Wettbewerbers immer die Erfüllung hoher genehmigungsrechtlicher Auflagen vorausgehen müsste.
Sein operatives Geschäft betreibt der Konzern über Tochterunternehmen, welche drei Segmenten zugeordnet sind. Diese Segmente sind auf verschiedene Kundengruppen ausgerichtet. Ein weiteres Segment, das die Kosten und Erträge der Berliner Holding abbildet, ist nicht operativ tätig.
Das Segment Therapie richtet sich mit seinen Erzeugnissen an Strahlentherapeuten, eine Ärztegruppe, die auf die Behandlung von Krebs durch Bestrahlung spezialisiert ist. Wichtigstes Produkt sind radioaktive Kleinimplantate zur Behandlung von Prostatakrebs auf der Basis von Jod-125 (sogenannte "Seeds") sowie Tumorbestrahlungsgeräte auf der Basis von Cobalt-60 oder Iridium-192 (sogenannte "Afterloader"). Das Therapiesegment wird seit dem Jahr 2008 unter dem Dach der an der belgischen Börse notierten International Brachytherapy S.A. (IBt S.A.) betrieben, an der Eckert & Ziegler zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 zu 37,6 % am wirtschaftlichen Ergebnis und mit knapp 30 % an den Hauptversammlungsstimmrechten beteiligt war.
Im Segment Industrie werden radioaktive Komponenten für bildgebende Verfahren, wissenschaftliche Anwendungen, Qualitätssicherung und Messzwecke hergestellt. Die Segmentleitung und die Hauptproduktionsstätte befindet sich in Los Angeles, Kalifornien. Durch die Akquisition des bislang größten Wettbewerbers Nuclitec mit den Standorten Braunschweig und Les Ulius (Frankreich) wurde das Segment im Jahr 2009 nochmals deutlich vergrößert.
Die Produkte des Segments Radiopharmazie mit Standorten in Berlin, Mainz, Bonn und Braunschweig umfassen radioaktive Diagnostika für die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und Synthesemodule zur Herstellung von Radiopharmazeutika. Die Geräte kommen sowohl in der Praxis der nuklearmedizinischen Diagnostik und Therapie als auch in der Forschung zur Anwendung. Durch die Akquisition der Nuclitec Anfang 2009 kam die Herstellung von Yttrium-90 in pharmazeutischer Qualität hinzu. Diese Substanz wird unter anderem für die Herstellung von Radioembolisatoren zur Behandlung von Lebertumoren eingesetzt.
Die Märkte der drei operativen Segmente sind nur lose miteinander verbunden und weisen jeweils eigene Zyklen und Besonderheiten auf. Hinzu kommen nationale Unterschiede hinsichtlich der Rahmenbedingungen. Dies ist insbesondere bei medizinischen Produkten der Fall, wo die Intensität und Dynamik der Nachfrage durch den Leistungsstand der nationalen Gesundheitssysteme und die Anwesenheit lokaler Konkurrenten beeinflusst wird.
Das Geschäftsvolumen des Eckert & Ziegler Konzerns hat im Jahr 2009 erneut deutlich zugenommen und stieg um 42 % von 72 Mio. EUR auf 101 Mio. EUR. Der Konzern hat damit in den letzten fünf Jahren seine Umsätze mehr als verdoppelt. Im Durchschnitt wuchs der Konzernumsatz seit 2005 pro Jahr um 25 %. In jedem Quartal des Jahres 2009 lag der Umsatz relativ konstant bei ca. 25 Mio. EUR. Im ersten Quartal war der Umsatz leicht geringer, da die Nuclitec nicht von Jahresbeginn an konsolidiert wurde. Zum 2. Quartal wurden erste Umsätze aus dem Russlandprojekt des Segments Therapie gemeldet.
Den größten Umsatzsprung erzielte mit 74 % oder 22 Mio. EUR Wachstum das Segment Industrie, wo sich am stärksten die Einbeziehung des früheren Wettbewerbers Nuclitec auswirkte. Das Segment Radiopharmazie wuchs im Wesentlichen durch die Einbeziehung der Yttrium-90-Umsätze der Nuclitec um 32 % auf 19 Mio. EUR. Die Russlandprojekt-Umsätze des Segments Therapie waren im Jahr 2009 nur in reduziertem Umfang enthalten. Trotzdem legten die Umsätze um 12 % auf 30 Mio. EUR zu.
Auf Europa inklusive Russland entfielen 2009 insgesamt 61 Mio. EUR der Verkäufe, was einer Steigerung von 18 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr entsprach. Der Anteil der im Euro-Raum und in angrenzenden Gebieten erzielten Umsätze ist dabei gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben und liegt bei unverändert 61 %. Wichtigste europäische Abnehmerstaaten waren Deutschland mit 20 Mio. EUR und Frankreich mit 8 Mio. EUR. Der größte Absatzmarkt für die Produkte von Eckert & Ziegler waren 2009 allerdings wieder die Vereinigten Staaten, in denen Waren im Wert von 26 Mio. EUR (vorwiegend in USD) fakturiert wurden. Die gesamten USD-Umsätze betrugen 36 % (im Vorjahr 26 %) des Gesamtkonzernumsatzes. Somit ist die Wechselkursabhängigkeit des Konzerns nach einer Reduzierung in den Vorjahren wieder gestiegen.
Hauptkundenrisiko: Auf die fünf größten Kunden des Konzerns entfielen im Berichtsjahr zusammen Umsätze in Höhe von rund 18 Mio. EUR, also etwa 18 % der Gesamtleistung. Die Kundenbasis von Eckert & Ziegler blieb, wie auch im Vorjahr, wo mit den fünf größten Kunden insgesamt 10 Mio. EUR (Anteil: 14 %) erzielt wurden, breit gestreut.
Das für das Geschäftsjahr 2009 ausgewiesene Ergebnis nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter von 13,3 Mio. EUR enthält positive Sondereffekte von 5,8 Mio. EUR. Der Betrag beinhaltet zum einen die Auflösung des Verpflichtungsüberschusses von 7,1 Mio. EUR, der nicht länger notwendig ist, weil der Börsenkurs der IBt S.A. Aktie in der Zwischenzeit über den in einem Rechtstreit geforderten Preis zur Übernahme der restlichen IBt S.A. Aktien gestiegen ist. Zum anderen sind im Geschäftsjahr 2009 einmalige Aufwendungen für den IBt-Rechtstreit und die Vorbereitung des Übernahmeangebots von rund 0,9 Mio. EUR angefallen. Im Segment Therapie wurden zusätzlich aktive latente Steuern auf Verlustvorträge und temporäre Differenzen in Höhe von 11,3 Mio. EUR gebildet. Gegenläufig wirken sich die teilweise Korrektur des IBt S.A. Goodwills und die auf die gesamten Effekte gebildeten Minderheitsanteile aus.
Im Vorjahresergebnis von 4,5 Mio. EUR waren ebenfalls im Saldo positive Sondereffekte von 1,1 Mio. EUR enthalten. Diese gingen auf einmalige Sachverhalte aus der IBt S.A. Transaktion, Sonderabschreibungen und Steuerkorrekturen zurück.
Die Sondereffekte teilen sich wie folgt auf:
| Sondereffekt | Segment | 2008 | 2009 |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||
| Sondererträge aus IBt S.A. Transaktion | Therapie | ||
| & Holding | +15.331 | - | |
| Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge | |||
| und temporärer Differenzen in der IBt S.A. | Therapie | - | +11.289 |
| Wertminderung auf den Geschäfts- oder Firmenwert | |||
| infolge Aktivierung latenter Steuern IBt S.A. | Therapie | - | -4.404 |
| Wertminderung aus IBt S.A. Transaktion | Therapie | -5.481 | - |
| Bewertungskorrekturen Steuern | Holding | -1.025 | - |
| Bewertungskorrekturen | |||
| Entwicklungsprojekte und Steuern | RadPharm | -2.272 | - |
| Sonderrückstellung für Klage | Holding | -7.140 | +7.140 |
| Aufwand aus Rechtsstreit und Übernahmeangebot | Holding | - | -908 |
| IBt S.A. Minderheiten auf Sondereffekte | Therapie | +1.646 | -7.322 |
| Gesamt | +1.059 | +5.795 | |
Das um Sondereffekte bereinigte Periodenergebnis hat sich somit von 3,4 Mio. EUR auf 7,5 Mio EUR mehr als verdoppelt. Die Steigerung beträgt rund 4 Mio. EUR oder 116 %. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis pro Aktie stieg von 1,10 EUR im Jahr 2008 auf 1,97 EUR im Jahr 2009; und das obwohl die durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktienanzahl durch zwei im Jahr 2009 erfolgreich durchgeführte Kapitalerhöhungen von 3,1 Mio. Aktien auf 3,8 Mio. Aktien anstieg.
Zu Informationszwecken soll die Entwicklung der IBt S.A. Transaktion von Beginn an erläutert werden: Im Februar 2008 wurde die Implantatsparte von Eckert & Ziegler mit der ebenfalls Prostatakrebs-Implantate produzierenden belgischen börsennotierten IBt S.A. zusammengelegt. Die Anteile an dem Eckert & Ziegler Tochterunternehmen, der Eckert & Ziegler BEBIG GmbH, wurden gegen neue IBt S.A. Aktien getauscht, so dass IBt S.A. nunmehr zu 100 % die Eckert & Ziegler BEBIG GmbH besitzt. Eckert & Ziegler wiederum stieg zum größten Aktionär seines ehemaligen Konkurrenten auf. Zu Beginn des Jahres 2009 hat ein Aktionär der IBt S.A. vor einem Brüsseler Gericht eine Klage gegen Eckert & Ziegler zur Erzwingung eines Pflichtangebots eingereicht. Als Risikovorsorge wurde noch im Geschäftsjahr 2008 eine Rückstellung von 7,1 Mio. EUR gebildet, die im 4. Quartal des Jahres 2009 wieder aufgelöst wurde. Am 28. Dezember 2009 hat Eckert & Ziegler zur Beendigung des Rechtstreits das geforderte Übernahmeangebot für die restlichen IBt S.A. Aktien unterbreitet. Am 17. März 2010 endete die Annahmefrist des Übernahmeangebots an die Minderheitsaktionäre der IBt S.A. Die Annahmequote lag bei 55,3 %, so dass Eckert & Zieger zuzüglich Gebühren rund EUR 22 Mio. in zusätzliche IBt S.A. Aktien und Optionen investierte und jetzt ohne Hinzurechnung der SMI Stimmaktien 56,0 % der Stimmrechte und 71,9 % der Gewinnbeteiligung an dem Unternehmen hält. Zur teilweisen Refinanzierung des Übernahmeangebots soll im April 2010 ein langfristiger Darlehensvertrag abgeschlossen werden. Angebote diesbezüglich liegen bereits vor. Im Ergebnis dieser Vorgänge hat Eckert & Ziegler seinen Einfluss auf die IBt S.A. gestärkt und den lähmenden Rechtstreit beendet. In der Folge kann sich das Management wieder verstärkt auf das operative Geschäft, die Entwicklungsprojekte und Akquisitionsmöglichkeiten konzentrieren.
Zur Verdeutlichung der Ertragslage werden an dieser Stelle Auszüge aus der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung für 2009 und 2008 jeweils mit und ohne Sondereffekte dargestellt. Alle Werte mit Ausnahme des Ergebnisses pro Aktie sind in TEUR.
| Konzern Gesamt | ohne Sondereffekte mit Sondereffekten |
|||
|---|---|---|---|---|
| 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | |
| Umsatzerlöse | 101.399 | 71.612 | 101.399 | 71.612 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 14.589 | 6.939 | 16.418 | 9.469 |
| Zinsaufwendungen und -erträge | -1.263 | -1.168 | -1.263 | -1.168 |
| Ertragsteuern | -4.552 | -2.147 | 6.737 | -5.264 |
| Minderheitsanteile | -1.320 | -181 | -8.642 | 1.465 |
| Ergebnisanteil der Aktionäre | 7.454 | 3.443 | 13.250 | 4.502 |
| EPS in EUR | 1,97 | 1,10 | 3,50 | 1,43 |
Bei einem Vergleich der um Sondereffekte bereinigten Gewinnund Verlustrechnungen für 2008 und 2009 zeigt sich, dass die gestiegenen Umsätze (plus 42 %) von etwas stärker gestiegenen Herstellungskosten (plus 50 %) begleitet wurden. Während sich in den Segmenten Therapie und Radiopharmazie die Rohmarge verbesserte, ging sie im Segment Industrie zurück, da der neu hinzu gekommene Braunschweiger Standort überdurchschnittlich hohe Herstellungskosten im Vergleich zu den etablierten Produktionsstandorten des Segments aufwies. Die Vertriebskosten sowie die Allgemeinen und Verwaltungskosten stiegen dagegen nur etwa halb so stark wie der Umsatz, so dass sich hier die Größenvorteile auszahlten. Die Forschungs- und Entwicklungskosten blieben mit rund 2 Mio. EUR nahezu unverändert.
Im Jahr 2009 lagen die saldierten Zinsaufwendungen auf Grund der höheren absoluten Fremdfinanzierung leicht über dem Jahr 2008. Das Ergebnis vor Ertragssteuern erhöhte sich von 5,8 Mio. EUR um 131 % auf 13,3 Mio. EUR. Die Konzern-Steuerquote ohne Sondereffekte ist von 37 % auf 34 % zurückgegangen. Das Ergebnis nach Steuern stieg auf mehr als das doppelte von 3,6 Mio. EUR auf 8,8 Mio. EUR. Aufgrund des sehr guten Therapie-Ergebnisses stiegen allerdings auch die Minderheitsanteile stark an. Unterm Strich verbleibt ein Ergebnisanteil der Aktionäre für 2009 von 7,5 Mio. EUR, der um 116 % oder rund 4 Mio. EUR den um Sondereffekte bereinigten Vergleichswert aus 2008 von 3,4 Mio. EUR übertraf.
Flächenquelle für die Kalibrierung von diagnostischen Kameras in der Nuklearmedizin n Radiopharmazie
Zur Verdeutlichung der Ertragslage werden an dieser Stelle Auszüge aus der Segment Gewinn- und Verlustrechnung für 2009 und 2008 dargestellt. Im Segment gab es keine Sondereffekte. Alle Werte mit Ausnahme des Ergebnisses pro Aktie sind in TEUR.
| Segment Industrie | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Umsätze mit externen Kunden | 51.744 | 29.812 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 8.989 | 6.967 |
| Zinsaufwendungen und -erträge | -430 | -470 |
| Ertragsteuern | -2.765 | -1.899 |
| Minderheitsanteile | -333 | -364 |
| Ergebnisanteil der Aktionäre | 5.461 | 4.234 |
| EPS in EUR | 1,44 | 1,35 |
Das Segment Industrie ist das größte, ertragsreichste Segment des Konzerns.
In den drei wichtigsten Produktgruppen (oben stehende Gruppen Nr. 1, 2 und 3) besitzt Eckert & Ziegler seit Längerem eine gute Marktposition von jeweils mindestens einem Drittel des Weltmarktes, die auch im Berichtszeitraum gehalten bzw. ausgebaut werden konnte und durch die Akquisition der Nuclitec Gruppe in Teilbereichen auf 100 % gesteigert wurde. Obwohl einzelne Nischen in diesem Bereich imposante Wachstumsraten vorweisen können, entwickelt sich der Gesamtmarkt, der heute ein Volumen von etwa 60 bis 80 Mio. EUR umfasst, nur etwa im Gleichschritt mit dem globalen BIP-Wachstum. Im Produktbe-
Umsatzentwicklung nach Segmenten (externe Umsätze, in Mio. EUR)
reich der industriellen Messtechnik gelang im Jahr 2008 der Einstieg in den Markt von robusten Bohrlochquellen. Der Marktanteil konnte im Jahr 2009 weiter ausgebaut werden.
Das Geschäft mit diesen Artikeln entwickelte sich 2009 sehr positiv, insbesondere weil zum Jahresbeginn der ehemalige Wettbewerber Nuclitec akquiriert wurde. Die Umsätze wuchsen nominal um 74 % von 29,8 Mio. EUR auf 51,7 Mio. EUR. Von 21,9 Mio. EUR Wachstum entfallen 17,8 Mio. EUR auf die Nuclitec. Es verbleibt ein organisches Wachstum von immerhin 14 %, welches zum größten Teil auf die im Vorjahr neu in den Markt eingeführten robusten Bohrlochquellen zurückzuführen ist. Im Vergleich zu den etablierten Produktionsstandorten in Kalifornien, Georgia und Tschechien weist der neue Braunschweiger Standort der Nuclitec überdurchschnittlich hohe Herstellungskosten aus, so dass die Rohmarge des Segments nicht mit dem Umsatzwachstum von 74 % mithalten konnte und "nur" um 47 % anstieg. Auch die Vertriebskosten stiegen stärker als der Umsatz und die Zunahme der Allgemeinen und Verwaltungskosten fällt mit 51 % aufgrund des neuen Standorts ebenfalls relativ hoch aus. In den Kostenpositionen sind allerdings außerordentliche Restrukturierungsaufwendungen von 0,9 Mio. EUR enthalten, die sich in den Folgejahren nicht wiederholen und darüber hinaus zukünftige Einsparungen versprechen. Der Zinsaufwand und die Minderheitsanteile des Segments blieben unverändert bei 0,8 Mio. EUR. Die Steuerquote stieg von 29 % auf 32 %. Das Ergebnis nach Zinsen, Steuern und Minderheiten stieg um 29 % auf 5,5 Mio. EUR oder 1,44 EUR pro Aktie und trug somit zu 73 % zum gesamten Ergebnisanteil der Aktionäre (ohne Sondereffekte) bei. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 123 %, was zeigt, dass die anderen Segmente an Ertragskraft aufgeholt haben.
Radionuklidbatterien werden beispielsweise bei Weltraumsatelliten eingesetzt. Diese Batterien wandeln thermische Energie des spontanen Kernzerfalls eines Radionuklids in elektrische Energie um. Vorteil dieser Batterien ist, dass sie autonom, wartungsfrei und sehr lange elektrische Energie liefern können. Sie weisen eine Laufzeit von bis zu mehreren hundert Jahren auf. Eckert & Ziegler Isotope Products arbeitet bei der Entwick-
Im Segment Industrie werden radioaktive Komponenten für bildgebende Verfahren, für Messzwecke sowie für wissenschaftliche Anwendungen und zur Qualitätssicherung hergestellt. Bei diesen Produkten zählt Eckert & Ziegler weltweit zu den Größten der Branche.
MultiSource® Tumorbestrahlungsgerät zur Behandlung von Krebserkrankungen
Zur Verdeutlichung der Ertragslage werden an dieser Stelle Auszüge aus der Segment Gewinn- und Verlustrechnung für 2009 und 2008 jeweils mit und ohne Sondereffekte dargestellt. Alle Werte mit Ausnahme des Ergebnisses pro Aktie sind in TEUR.
| Segment Therapie | ohne Sondereffekte | mit Sondereffekten | ||
|---|---|---|---|---|
| 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | |
| Umsätze mit externen Kunden | 30.278 | 27.067 | 30.278 | 27.067 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 4.274 | 290 | -129 | -3.252 |
| Zinsaufwendungen und -erträge | -630 | -632 | -630 | -632 |
| Ertragsteuern | -1.509 | -508 | 9.780 | -230 |
| Minderheitsanteile | -987 | 183 | -8.309 | 1.829 |
| Ergebnisanteil der Aktionäre | 1.148 | -667 | 712 | -2.285 |
| EPS in EUR | 0,30 | -0,21 | 0,19 | -0,73 |
Eckert & Ziegler bietet Implantate zu Behandlung von Prostatakrebs (oben stehende Gruppe Nr. 1) nur in Europa und in den angrenzenden Regionen an, und zählt hier zu den größten Anbietern. Der relevante Markt für Implantate besitzt dabei ein Volumen in Europa von rund 50 Mio. EUR und wies in den letzten drei Jahren Zuwachsraten im zweistelligen Prozentbereich auf. Seit dem Jahr 2008 war er allerdings durch erheblichen Margendruck gekennzeichnet, der auf große amerikanische Konkurrenten zurückging, die den für sie günstigen Dollarkurs nutzen, um trotz hoher Transportkosten im verstärkten Maße in Europa zu expandieren. Durch den strategischen Zusammenschluss mit dem belgischen Konkurrenten IBt S.A. und der sich daran anschließenden Zusammenlegung der Implantatproduktion in Berlin, gelang es, die Herstellungskosten pro Implantat weiter zu senken. Durch die erzielten Skaleneffekte gelang es weiter wettbewerbsfähig zu bleiben.
Umsatzverteilung nach Segmenten 2009
Bei den Tumorbestrahlungsgeräten (oben stehend Gruppe Nr. 2) hat Eckert & Ziegler vorerst nur geringe Weltmarktanteile, wächst aber deutlich schneller als der Gesamtmarkt. Hauptabsatzmärkte lagen in Russland, Südamerika, Asien und im Nahen Osten. Mit Tumorbestrahlungsgeräten auf Isotopenbasis und damit verbundenen Dienstleistungen werden heute global schätzungsweise 80 bis 120 Mio. EUR pro Jahr umgesetzt.
Der Gesamtumsatz des Segments stieg von 27,1 Mio. EUR um 12 % auf 30,3 Mio. EUR, was zum einen auf das noch nie erreichte Wachstum von 61 % bei Afterloadern zurückzuführen ist. Im Jahr 2009 wurde das 100. Gerät nach Thailand ausgeliefert und installiert. Zum Jahresende stieg die installierte Gerätebasis auf 111 an. Daneben stammen 0,5 Mio. EUR aus Umsätzen des Russlandprojekts. Hierbei wurde zwischen der IBt S.A., dem russischen Staatsfond Rusnanotech Corp. und der Vertriebsgesellschaft Santis Ltd. ein Vertrag über den Bau einer Produktionsstätte in der Russischen Föderation geschlossen. Das Joint Venture "NanoBrachyTech", an der IBt S.A. einen 15 %igen Minderheitsanteil hält, soll ab 2011 für Abnehmer in Russland, der Ukraine, Weißrussland und Kasachstan vor allem Medizinprodukte zur Prostatakrebsbehandlung herstellen. Die dazu benötigten modernen Produktionsanlagen und das Fertigungs-Know-how wird IBt S.A. im Rahmen eines Liefer- und Lizenzvertrages zur Verfügung stellen. Das Volumen der verkauften Seeds stieg weiter an, die Umsätze blieben aber mit rund 16 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr konstant, was auf Preisreduktionen im Markt zurückzuführen ist.
Hauptabsatzmarkt des Segments Therapie sind die Europäische Union und angrenzende Gebiete (u. a. Russland), auf die über 80 % der Umsätze mit externen Kunden oder 25,4 Mio. der Gesamtverkäufe von 30,3 Mio. EUR entfielen. Die verbleibenden 4,9 Mio. EUR an Umsätzen teilten sich im Wesentlichen auf Exporte nach Asien und neuerdings auch nach Afrika auf.
Im Vorjahr erwirtschaftete das Segment einen Verlust vor Steuern und Sondereffekten von 0,3 Mio. EUR. Im Jahr 2009 sorgten Wertminderung auf den Geschäfts- oder Firmenwert, die Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge und darauf entfallende Minderheiten für starke Verwerfungen in der Segment-GuV. In der um Sondereffekte bereinigten GuV wird ein deutli-
Implantation von schwach radioaktiven Implantaten bei Prostatakrebs.
Ein Prostata-Implantat in Originalgröße:
Radioaktive Implantate zur Behandlung von Prostatakrebs, Augenkalotten zur Heilung von Augentumoren sowie Krebsbestrahlungsgeräte insbesondere für gynäkologische Tumore gehören zum Angebotsspektrum des Therapiesegments. Die Aktivitäten sind organisatorisch in der börsennotierten belgischen International Brachytherapy S.A. (IBt Bebig) konzentriert, an der Eckert & Ziegler 72 % der wirtschaftlichen Anteile und 55 % der Hauptversammlungsstimmrechte hält.
Synthesegerät Modular-Lab zur Herstellung von radioaktiven Diagnostika
cher Gewinnsprung im Ergebnis vor Steuern auf 3,6 Mio. EUR ausgewiesen werden, was zeigt, dass die Restrukturierung im Vorjahr erfolgreich abgeschlossen wurde und das Segment zu alter Ertragsstärke zurückgekehrt ist. Das Segmentergebnis trägt mit 0,30 EUR pro Aktie zum Konzernergebnis bei, was einem Anteil von 15 % entspricht. Ohne Minderheitsanteile läge das Ergebnis bei 0,56 EUR pro Aktie.
Zur Verdeutlichung der Ertragslage werden an dieser Stelle Auszüge aus der Segment Gewinn- und Verlustrechnung für 2009 und 2008 jeweils mit und ohne Sondereffekte dargestellt. Alle Werte mit Ausnahme des Ergebnisses pro Aktie sind in TEUR.
| ohne Sondereffekte | mit Sondereffekten | |||
|---|---|---|---|---|
| 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | |
| 19.377 | 14.733 | 19.377 | 14.733 | |
| 1.090 | 133 | 1.090 | -87 | |
| -1.055 | -987 | -1.055 | -987 | |
| -107 | 533 | -107 | -1.519 | |
| -72 | -321 | -72 | -2.593 | |
| -0,02 | -0,10 | -0,02 | -0,83 | |
Das Segment Radiopharmazie wurde 2006 neu geschaffen. Es umfasst einerseits die Produktgruppe Synthesemodule zur Herstellung von Radiopharmaka (Modular-Lab) und andererseits radioaktive Fertigarzneimittel für die Bildgebung mittels Positronen-Emissions-Tomographie. Die radioaktiven Diagnostika sind kurzlebige Präparate und werden in speziellen Bestrahlungsgroßgeräten ("Zyklotronen") fast ausschließlich auf Bestellung hergestellt und täglich "frisch" ausgeliefert. Das wichtigste Produkt unter den Radiodiagnostika ist der schwach radioaktive Zucker [18F]Fludeoxyglukose (FDG). Durch den Kauf der Nuclitec kam die Herstellung von Yttrium-90 in pharmazeutischer Qualität hinzu.
Bei den Radiodiagnostika und sonstigen Produkten (oben stehende Kategorie Nr. 1) handelt es sich vor allem um den mit Fluor-18 radioaktiv markierten Zucker [18F]Fludeoxyglukose (FDG). Er wird europaweit in ca. 200 Krankenhäusern im Rahmen der sogenannten Positronen-Emissions-Tomographie (PET) zur Diagnose von Krebserkrankungen genutzt. Nach Aussagen des Marktforschungsunternehmens Medical Options war Eckert & Ziegler schon 2006 der zweitgrößte europäische Lieferant dieses Arzneimittels. Der Vorstand geht davon aus, dass sich die Rangreihenfolge im Berichtsjahr nicht verändert hat, und dass Eckert & Ziegler AG in Deutschland Marktführer ist. Die anderen regionalen Schwerpunkte liegen in Polen und Luxemburg. Die Regionen Norditalien und Skandinavien werden bis auf weiteres nicht länger beliefert.
Gegenüber den Vorjahren verlangsamte sich das Umsatzwachstum des Segments auf 32 %. In den letzten Jahren betrug das Wachstum mindestens 60 %. Es war jedoch abzusehen, dass auf Grund des steigenden Geschäftsniveaus das prozentuale Wachstum abflachen würde. Der Umsatz nahm insgesamt um 4,6 Mio. EUR auf 19,4 Mio. EUR zu. Vom Wachstum entfallen 3,3 Mio. EUR auf die mit Nuclitec hinzugekommenen Yttrium-90-Umsätze. Modular-Lab wuchs um 0,6 Mio. EUR oder 14 % und die zyklotronbasierten Produkte legten trotz des mit einem Umsatzvolumen von 1,2 Mio. EUR weggefallenen Italiengeschäfts um 0,7 Mio. EUR oder um 7 % zu.
Während im Vorjahr nur ein schwach positives EBIT (0,1 Mio. EUR) und ein Verlust vor Steuern von 0,9 Mio. EUR vermeldet werden konnte, ist im Jahr 2009 das EBIT mit 1,1 Mio. EUR Gewinn deutlich im Plus. Vor Steuern verbleibt ein kleiner Gewinn von TEUR 34, der jedoch vom Steueraufwand mehr als aufgezehrt wird, sodass das Segment einen Jahresverlust von 0,1 Mio. EUR verzeichnet. Der Erfolg beruht in der unterproportionalen Zunahme von Herstellungs- und Vertriebskosten (+30 %) im Verhältnis zum Umsatz (+32 %) und den nahezu konstant gebliebenen Kosten für Verwaltung, Entwicklung und Zinsen sowie sonstigen Aufwendungen und Erträgen, die in der Summe nur um 0,3 Mio. EUR oder 6 % zunahmen.
In der nuklearmedizinischen Diagnostik werden mit Kontrastmitteln zum Beispiel kleinste Tumorherde oder Störungen der Stoffwechselfunktionen bildlich dargestellt. Eckert & Ziegler produziert dafür die radioaktiven Substanzen und Synthesegeräte, auf denen diese hergestellt werden können. Für radioaktive Diagnostika, die bei der Positronen-Emissions-Tomographie eingesetzt werden, ist Eckert & Ziegler der führende Anbieter in Deutschland.
Für die Entwicklung von Arzneimitteln wird die Wirkungsweise und Verträglichkeit zunächst in präklinischen Studien getestet. Durch die Injektion radioaktiv markierter Substanzen kann die Verteilung des zu testenden Medikaments im Gewebe sichtbar gemacht werden.
Bilanzstruktur Bilanzsumme 2009: TEUR 161.904 Bilanzsumme 2008: TEUR 98.798
Gegenüber 2008 erhöhte sich die Bilanzsumme im Jahr 2009 um mehr als die Hälfte von 99 auf 162 Mio. EUR und hat sich damit gegenüber 2007 mehr als verdoppelt. Die Steigerung ist im Wesentlichen die Folge von zwei großen Akquisitionen: IBt S.A. und Nuclitec Gesellschaften. Diese enorme Zunahme der Bilanzsumme verdeutlicht sehr gut das signifikante Wachstum der Gruppe.
Die Eigenkapitalquote ist von 43 % auf 54 % deutlich gestiegen. Gründe dafür liegen einerseits in den Kapitalerhöhungen und andererseits in dem sehr hohen Gewinn im Jahr 2009. Die Steigerung der Eigenkapitalquote wäre ohne die zur Hälfte fremdfinanzierte Akquisition der Nuclitec noch höher ausgefallen. Nuclitec hat zwar keine Schulden aber dafür umso mehr Rückstellungen mitgebracht.
Noch stärker als die absoluten Bilanzkennzahlen sind die Gewinne gegenüber 2008 gestiegen, so dass die Gesamtkapitalrendite ohne Sondereffekte von 3 % auf 5 % stieg, während die Eigenkapitalrendite ohne Sondereffekte immerhin von 8 % auf 9 % stieg, obwohl bei dieser Kennzahl anders als beim Ergebnis pro Aktie die Kapitalerhöhung nicht nur anteilig eingeht.
Im Kern lassen sich die Bilanzveränderungen auf sieben Faktoren zurückführen. Die Akquisition der Nuclitec veränderte die Bilanz gegenüber dem 31. Dezember 2008 in nahezu jeder Position. Zu Bilanzverlängerungen führten die Kapitalerhöhungen und das Russland-Projekt. Hierdurch sind auf der Aktivseite die Zahlungsmittel angestiegen und auf der Passivseite sind durch die Kapitalerhöhungen das Eigenkapital und durch die Abgrenzung der Russland-Erträge die Position "Erhaltene Anzahlungen" angestiegen. Einen ebenfalls wesentlichen Einfluss auf die Bilanz hatten die Auflösung der Rückstellung aus dem Verpflichtungsüberschuss zum IBt-Übernahmeangebot sowie die IBt-Sondereffekte im Hinblick auf aktivierte latente Steuern und Änderungen beim Geschäfts- oder Firmenwert und den Minderheitsanteilen. Erwähnenswert ist die deutliche Verschiebung innerhalb des Nettoumlaufvermögens, welches in Summe nahezu konstant blieb. Die Veränderung des US-Dollars im Verhältnis zum Euro gegenüber dem Vorjahr fiel gering aus. Der Kurs veränderte sich vom einen auf den anderen Bilanzstichtag nur gering von 1,41 auf 1,43 USD pro EUR.
Zu diesen Punkten lässt sich im Einzelnen Folgendes ausführen:
Die Einbeziehung der Nuclitec-Gesellschaften führt zu Steigerungen in praktisch jedem Bilanzposten. Im Detail werden die hinzu gekommenen Bilanzposten in den Anhangsangaben erläutert. Am auffälligsten ist die Zunahme der immateriellen Wirtschaftsgüter, insbesondere durch den aktivierten Geschäftsoder Firmenwert von 6 Mio. EUR und die Steigerung bei Pensions- und Entsorgungsrückstellungen von insgesamt 13 Mio. EUR.
Die beiden Kapitalerhöhungen erhöhten das gezeichnete Kapital um 2 Mio. EUR und die Kapitalrücklagen um 22 Mio. EUR. Die Mittel aus der ersten Kapitalerhöhung wurden zur Finanzierung der Nuclitec-Akquisition eingesetzt, während der Liquiditätszufluss aus der zweiten Kapitalerhöhung sich zum 31. Dezember 2009 in den Bargeldbeständen wieder findet, da die Mittel noch nicht investiert wurden.
Aus dem Russland-Projekt wurden im Jahr 2009 erst 0,5 Mio. EUR als Umsatz ausgewiesen. Es wurden aber bereits 8,5 Mio. EUR an die IBt S.A. bezahlt. Die erhaltenen Mittel finden sich in den Bargeldbeständen wieder, während die Differenz aus erhaltenen Zahlungen und Umsätzen maßgeblich für die Steigerung der Position "Erhaltene Anzahlungen" verantwortlich ist.
In der GuV des Jahres 2009 ist ein wesentlicher Sondereffekt die Auflösung des Verpflichtungsüberschusses von 7,1 Mio. EUR. In der Bilanz spiegelt sich der Vorgang im Rückgang der übrigen Rückstellungen wider. Dieser Posten stieg jedoch aufgrund der in (1) geschilderten Zunahme der Rückstellungen für die Verpflichtung zur Verarbeitung von radioaktiven Reststoffen in Summe an. Die Rückstellungsauflösung wirkte sich ergebniserhöhend aus, so dass das Eigenkapital aus diesem Effekt anstieg. Somit stellt diese Transaktion aus Bilanzsicht einen Passivtausch dar.
Die Sondereffekte des Segments Therapie haben enorme Bilanzverschiebungen zur Folge. Durch die Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge und temporäre Differenzen in der IBt S.A. ist die Position "Aktive Latente Steuern" stark angewachsen. Im Gegenzug wurde ein Teil des IBt S.A. Geschäfts- oder Firmenwert abgeschrieben, wobei dieser Effekt durch die Einbuchung des Nuclitec-Geschäfts- oder Firmenwert aus (1) mehr Eckert & Ziegler bietet seit Jahren seinen Kunden die Rücknahme alter Strahlenquellen an. Aus diesem Geschäftsfeld entsteht nun durch die Übernahme des Braunschweiger Isotopenspezialisten nuclitec GmbH das neue Segment Umweltdienste, in dem schwach radioaktive
Abfälle endlagergerecht konditioniert und verpackt werden. Zu den bearbeiteten Abfällen gehören zum Beispiel Schutzkleidung, Handschuhe, Putzlappen, Labor- und medizinische Komponenten, Mess- und Kalibrierquellen, Luftfilter und Bauschutt.
Schwach radioaktiver Abfall
Endlagergerechte Konrad-Container
Die Bearbeitung schwach radioaktiver Abfälle umfasst unter anderem die umfangreiche Vermessung und Charakterisierung von Rohabfällen, das Hochdruckverpressen von Abfallfässern zur Volumenreduktion sowie die endlagergerechte Verpackung von Abfallpresslingen in speziellen Konrad-Containern.
als kompensiert wird. Eine weitere Gegenposition bilden die im Eigenkapital ausgewiesenen IBt-Minderheitsanteile, die von 2 auf 10 Mio. EUR anwachsen.
Das Nettoumlaufvermögen ist von 6 Mio. EUR auf 5 Mio. EUR zurück gegangen. Auf der Aktivseite sind durch die Steigerung des Geschäftsvolumens und die Einbeziehung der Nuclitec die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Vorräte um insgesamt 6 Mio. EUR angestiegen. Auf der Passivseite wirken die in (3) beschriebenen Anzahlungen sowie die aus (1) stammende Zunahme der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen um insgesamt 10 Mio. EUR entgegen. Konzernweit wird die Entwicklung des Nettoumlaufvermögens überwacht und konsequent über Forderungs- und Vorratsmanagement gesteuert. Im Jahr 2009 konnte die Forderungslaufzeit von 71 auf 58 Tage gesenkt werden, die Lagerdauer stieg dagegen von 154 auf 177 Tage an. Insbesondere durch die Verkürzung der Zahlungsziele auf Forderungen ist der Konzern in geringerem Umfang dem Risiko möglicher Zahlungsausfälle von Kunden durch die Finanz- und Wirtschaftskrise ausgesetzt.
Die seit vielen Jahren bekannte Wechselkursabhängigkeit der Konzernbilanz resultiert daraus, dass wesentliche Konzerntöchter, insbesondere das kalifornische Tochterunternehmen Eckert & Ziegler Isotope Products Inc., ihre Bilanzen in der amerikanischen Währung führen. Zudem fakturiert der Konzern etwa ein Drittel seiner Umsätze auf Dollarbasis. Währungsaufwertungen oder -abwertungen hinterlassen somit Spuren in den Vermögenswerten, den Gewinnvorträgen und den Schulden, die allerdings aufgrund der relativ kleinen Veränderung der Kurse von 2008 zu 2009 gering ausfallen.
Die Kapitalflussrechnung beginnt mit dem GuV-Ergebnis vor Minderheiten von 21,9 Mio. EUR. Darin sind die Sondererträge aus der Rückstellungsauflösung für den Verpflichtungsüberschuss des inzwischen abgeschlossenen IBt-Übernahmeangebots sowie aus der Aktivierung latenter Steuern enthalten. Diese nicht zahlungswirksamen Erträge wurden in der Kapitalflussrechnung korrigiert. Die Abschreibungen werden hinzugerechnet und verschiedene sonstige nicht zahlungswirksame Erträge abgezogen. Das Resultat der Berechnung ergibt einen von nicht zahlungswirksamen Aufwands- und Ertragspositionen bereinigten Gewinn von 15,6 Mio. EUR, der sich gegenüber dem Vorjahreswert von 7,0 Mio. EUR mehr als verdoppelt hat.
Im Vorjahr trug die Optimierung der kurzfristigen Aktiv- und Passivposten der Bilanz bereits 1,6 Mio. EUR zum Kapitalfluss bei. Im Jahr 2009 wurden an dieser Stelle aus zusätzlich erhaltenen Anzahlungen, Reduzierung der Forderungen und Lagerbestände sowie Ausweitung der Verbindlichkeiten nochmals 6,5 Mio. EUR erlöst. Den größten Anteil an diesem Effekt haben die aus dem Russlandprojekt erhaltenen Anzahlungen, die den realisierten Umsatz bzw. sonstigen Ertrag um 7,0 Mio. EUR überstiegen. Als Ergebnis verbleibt ein operativer Kapitalfluss von 22,1 Mio. EUR, der sich gegenüber 8,6 Mio. EUR aus dem Vorjahr mehr als verdoppelte.
Der Mittelabfluss aus Investitionen ist gegenüber dem Jahr 2008 von 5,5 Mio. EUR auf 9,7 Mio. EUR in 2009 stark angestiegen, wobei die (mit Verkäufen von Anlagevermögen saldierten) Investitionen in Anlagevermögen von rund 5,7 Mio. EUR auf 5,2 Mio. EUR leicht rückläufig waren. Neu hinzu kamen 2009 jedoch noch 3,9 Mio. EUR für den um Bargeldbestände reduzierten Kaufpreis der Nuclitec. Im Vorjahr wurden für Akquisitionen insgesamt nur 0,4 Mio. EUR in den Kauf der Isotron GmbH und die Nuclitec-Anzahlung investiert. Die IBt-Transaktion wirkte sich im Jahr 2008 nur mit einem geringen Baranteil von zusätzlich 0,1 Mio. EUR aus.
Insgesamt sind dem Konzern aus Finanzierungstätigkeit Mittel von 24,0 Mio. EUR zugeflossen. Die Dividende pro Aktie stieg um 20 % von 0,25 EUR auf 0,30 EUR. Da die Dividende statt für 3,1 Mio. Aktien im Jahr 2009 für 3,8 Mio. Aktien gezahlt wurde
stieg die Dividendenauszahlung um 44 % von 0,8 Mio. EUR auf 1,1 Mio. EUR. Von den Aktionären flossen abzüglich der Kosten 23,9 Mio. EUR im Rahmen von zwei Kapitalerhöhungen zurück ins Unternehmen.
Im Saldo führten die teilweise Fremdfinanzierung der Nuclitec-Akquisition und der Darlehensabruf für Entwicklungsprojekte im Segment Radiopharmazie dazu, dass mehr Darlehen aufgenommen als getilgt wurden. Die Darlehensverbindlichkeiten haben im Jahr 2009 um 1,5 Mio. EUR zugenommen, während im Vorjahr die Nettoneuverschuldung noch bei 0,6 Mio. EUR lag. Mit Ausnahme kleinerer IBt-Kredite sind sämtliche derzeit laufende Fremdfinanzierungen Darlehen mit mindestens quartalsweiser Tilgung. In Summe nahmen die liquiden Mittel im Jahr 2009 um 36,4 Mio. EUR zu und stiegen von 7,3 Mio. EUR am Jahresanfang auf 43,7 Mio. EUR zum Jahresende an. Von den Barbeständen stehen zurzeit 20 Mio. EUR nicht zur freien Verfügung, da dieser Betrag für das IBt S.A. Übernahmeangebot hinterlegt wurde.
Der Vorstand steuert den Konzern und die einzelnen Segmente über finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren. Als wichtigste finanzielle Indikatoren werden die Umsätze (und dabei gesondert die Innovationsquote berechnet aus den Umsätzen von in den letzten 3 Jahren eingeführten Produkten) und die Periodenergebnisse pro Segment überwacht. Daneben werden die Segmente angehalten ihre eigene Zahlungsfähigkeit sicher zu stellen. Die Personalabteilung der Holding erfasst zentral diverse Human Resources Kennzahlen. Für Auswertungen werden insbesondere die Fluktuationsrate und Arbeitsunfallquote verwendet.
Reinräume am Standort Berlin kurz vor der Inbetriebnahme Ru-106 Augenapplikatoren zur Behandlung von Augenkrebs
Die Gesamtausgaben für Forschung & Entwicklung zuzüglich aktivierter Entwicklungskosten und ohne Abschreibungen betrugen im Geschäftsjahr 2009 4,1 Mio. EUR (2008: 2,8 Mio. EUR) und stiegen somit gegenüber dem Vorjahr um 45 %. Aus der Gewinn- und Verlustrechnung lassen sich diese Werte nicht direkt ablesen. Die in der GuV ausgewiesenen Entwicklungsaufwendungen sind von 3,1 Mio. EUR im Jahr 2008 auf 2,5 Mio. EUR im Jahr 2009 zurückgegangen. Aktiviert wurden im Geschäftsjahr 2009 Eigen- und Entwicklungsleistungen in Höhe von 1,6 Mio. EUR (+37 % zum Vorjahr).
Wie sehr eine generelle Innovationsorientierung Eckert & Ziegler prägt, verdeutlicht die Tatsache, dass im Berichtsjahr die Innovationsquote einen noch nie erreichten Rekordwert von 45 % erzielte. Die Kennzahl besagt, dass rund 46 Mio. EUR Umsatz mit Artikeln erzielt wurden, die frühestens zwei Jahre zuvor (ab 2007) in das Produktportfolio des Konzerns aufgenommen wurden. Im Vergleich zum Vorjahr, wo der Umsatz mit so definierten neuen Produkten etwa 23 % oder 17 von 72 Mio. EUR ausmachte, ist die Neuproduktumsatzquote somit deutlich gestiegen, da zum einen die Nuclitec insgesamt ein großes Umsatzplus beiträgt und zum anderen die im Jahr 2008 gestarteten Aktivitäten wie IBt und Oil Well Logging weiter deutlich zulegen konnten.
Die Entwicklungsarbeiten im Segment Radiopharmazie konzentrierten sich auf die Komplettierung und Weiterentwicklung der Synthesemodulfamilie Modular-Lab. Mit diesen vollautomatischen Kleinproduktionsanlagen in der Größe etwa eines Schuhkartons lassen sich dezentral, also vor Ort in Krankenhäusern oder Forschungseinrichtungen, Medikamente mit kurzlebigen radioaktiven Stoffen herstellen, die zur Erkennung von Krankheiten wie z. B. Krebs oder Alzheimer erprobt werden. In der neuesten Version, in der Produktreihe "PharmTracer", können für den Produktionsablauf dabei erstmals Einwegkassetten genutzt werden. Ein solches Wegwerfsystem bietet den Nuklearmedizinern zahlreiche Vorteile: zwischen einzelnen Chargen oder bei Produktwechsel ist keine Reinigung oder
PharmTracer-Modul zur Herstellung radioaktiver Diagnostika Fletcher-Applikator zur Behandlung von Gebärmutterhalskrebs
Desinfektion mehr nötig, da die Kassette nach jeder Synthese entsorgt wird. Die Rüstzeiten sinken dadurch erheblich. Auch können so mehrere verschiedene Medikamente auf demselben System hergestellt werden, ohne dass das Risiko einer Kreuzkontamination entsteht.
Ein erstes Kassettensystem der Reihe PharmTracer wurde für ein PET-Diagnostikum basierend auf dem Nuklid 68Gallium mit dem Modular-Lab PharmTracer Kassettensystem entwickelt. Die Reinheit und die Ausbeute des Produktes sind sehr gut und wurden durch einen externen Kooperationspartner bestätigt. Weiterhin wurden erfolgreich 18F- (Fluorisotop) und 11C- (Kohlenstoffisotop) Tracer auf demselben System synthetisiert. Somit wird für die Herstellung von Tracern auf Basis unterschiedlicher Nuklide erstmalig nur ein einziges Synthesesystem benötigt.
Neben den oben erwähnten PET-Diagnostika ist es auch möglich nach Wechseln der Kassette Radiopharmaka herzustellen, die eher für einen therapeutischen Einsatz in Frage kommen, z. B. mit den Nukliden 90Y und 177Lu.
Die Ertüchtigung der kassettenbasierten Produktionssysteme für die Synthese einer Vielzahl von unterschiedlichen Wirkstoffen auf Basis verschiedener Nuklide ist zurzeit in Arbeit. Den Kunden soll damit später ermöglicht werden, nahezu alle gängigen Radiopharmaka mit der Modular-Lab PharmTracer Produktlinie herzustellen.
Im Segment Therapie wurde für die Tumorbestrahlungsgeräte MultiSource® eine verbesserte Softwareversion in den Markt gebracht, die neue Funktionalitäten für die klinischen Anwender beinhaltet und die Bedienfreundlichkeit der Geräte optimiert.
Das Zubehörportfolio für die Multisource® Geräte wurde um Applikatoren für gynäkologische Anwendungen, sogenannte Portio- und Fletcher-Applikatoren und Vaginalapplikatoren mit variabler Länge erweitert. Darüber hinaus wurden Applikatoren für die Brustkrebsbehandlung, Dilatationsbougies, Kunststoffnadeln und flexible Katheter mit verbesserten Eigenschaften entwickelt.
Für die Herstellung der Ruthenium-Augenapplikatoren wurde nach den Maßnahmen zur Verringerung der Produktionszeiten und der Ausschussraten in der ersten Jahreshälfte im zweiten Halbjahr die Produktionskapazität durch konstruktive Verbesserungen nochmals um 50 % gesteigert. Bei der Entwicklung einer kompletten Anlage zur Herstellung von Prostatakrebsimplantaten in Russland sind die Arbeiten in vollem Gange. Eine Verpackungsanlage wurde als erste Teillieferung im November 2009 fristgerecht ausgeliefert.
Im Segment Industrie wurden neue Americium-Beryllium Bohrlochquellen zur Marktreife entwickelt, die im Öl- und Gassektor eingesetzt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei Strahler, die das Aufzeichnen und Übermitteln von Daten während des Bohrens ermöglichen. In der Erdölgewinnungsindustrie sind diese Quellen bekannt als sogenannte "chemische Quellen". Die Kapseln müssen dabei so konzipiert sein, dass sie den extremen Anforderungen an Druck und Temperatur bei diesem speziellem Bohrverfahren genügen. Die physischen Anforderungen dieser Messtechnik erfordern erhebliche und komplexe strukturelle Analysen und Prüfung der eingesetzten Kapseln. Die dazu notwendigen Prüfeinrichtungen zur Durchführung von Drucktests wurden im Berichtsjahr auf bis zu 50.000 psi erweitert. 50.000 psi entsprechen ca. 3.447 bar. Zum Vergleich: Der normale Luftdruck beträgt ca. 1 bar.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Entwicklung von Radionuklidbatterien. Diese Batterien wandeln thermische Energie des spontanen Kernzerfalls eines Radionuklids in elektrische Energie um. Vorteil dieser Batterien ist, dass sie autonom, wartungsfrei und sehr lange elektrische Energie liefern können. Sie weisen eine Laufzeit von bis zu mehreren hundert Jahren auf. Die Anwendungsgebiete reichen von der Unterhaltungselektronik, Telekommunikation bis hin zur Medizin. Schon jetzt werden die nuklearen Energiequellen zum sicheren Betrieb von verschiedensten Geräten eingesetzt, zum Beispiel bei Weltraumsatelliten, Unterwassersystemen oder Herzschrittmachern. Batterien, die einen Beta-Strahler wie z.B Krypton-85 und Nickel-63 einsetzen, wandeln die durch den Beta-Zerfall entstehenden Elektronen in elektrische Energie um. Eckert & Ziegler Isotope Products arbeitet bei der Entwicklung dieser Batterien mit mehreren Herstellern zusammen.
Im Bereich der nuklearmedizinischen Bildgebung lag der Fokus insbesondere auf der Weiterentwicklung der Flächenquellen. Mit der Akquisition der Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH in Braunschweig avancierte Eckert & Ziegler Isotope Products zum alleinigen Hersteller für alle hochinnovativen und patentierten Flächenquellentechnologien einschließlich FeatherLite™, C-Thru™, und Perflexion™. Ergänzend dazu wurde ein neues, leichtes Kapseldesign entwickelt, das in vielen dieser Flächenquellen eingesetzt werden kann. Die Verbindung dieses optimierten Designs mit der FeatherLite™ Drucktechnologie ermöglicht die Herstellung der dünnsten und leichtesten Flächenquelle, die auf dem Markt verfügbar ist.
Im OEM Geschäft, bei dem Eckert & Ziegler Strahlenquellen für alle großen Medizingerätehersteller entwickelt, wurde die Zusammenarbeit mit den Entwicklungsabteilungen der Gerätehersteller fortgesetzt. Dabei lag der Schwerpunkt auf Produktoptimierungen und kundenspezifischen Entwicklungsprojekten. Mit der Wahl von Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. als Entwickler von Strahlenquellen bestätigten die großen Medizingerätehersteller erneut das Vertrauen in die innovativen Ingenieursleistungen des Unternehmens.
Innovative Anwendungen für die Augenheilkunde Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Nuklearmedizin (EANM) 2009 in Barcelona
Aktionäre der Eckert & Ziegler müssen sich bewusst sein, dass die Gesellschaft einer Vielzahl von Chancen und Risiken ausgesetzt ist, welche die Geschäftstätigkeit und den Aktienkurs beeinflussen können. Dieser Bericht schildert im Folgenden, welche Risiken und Chancen die einzelnen Segmente aufweisen und welche Auswirkungen sich dadurch auf den Gesamtkonzern ergeben. Des Weiteren werden das Konzernrisikomanagementsystem und getroffene Absicherungsmaßnahmen beschrieben.
Eckert & Ziegler versucht, seinen Geschäftsrisiken mit verschiedenen Instrumenten zu begegnen. Im Rahmen des Risikomanagementsystems wird jährlich eine Befragung der Fach- und Führungskräfte durchgeführt, die neben der Benennung neuer und bestehender Risiken, deren Einordnung bezüglich Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Auswirkungen auf das Unternehmen beinhaltet. Zu diesen unternehmensgefährdenden Risiken werden, soweit möglich, vorbeugende Maßnahmen getroffen, Notfallpläne erstellt und regelmäßige Evaluierungen organisiert. Dazu gehören u. a. Markt- und Konkurrenzbeobachtungen, die Auswertung von wissenschaftlicher Literatur, die Analyse von Kundenbeschwerden, Kosten- und Umsatzstatistiken und Ähnliches. Darüber hinaus erfolgt im Bedarfsfall ad hoc durch das Management eine Überwachung des operativen Geschäfts und deren Risiken. Ein schneller Informationsfluss ist durch kurze, direkte Wege gewährleistet.
Insgesamt wird ein risikominimierender Ansatz gewählt. Bestehende Risiken werden konsequent überwacht und durch kontinuierliche Prozessverbesserungen minimiert beziehungsweise abgesichert. Neue Produktentwicklungen und Akquisitionen werden von Anbeginn auf mögliche Risiken geprüft und in das Risikomanagement einbezogen. Die Marktentwicklungen werden ebenso wie die Aktivitäten der Wettbewerber überwacht, um frühzeitig eigene Strategien anzupassen und zeitnah umsetzen zu können.
Für die regelmäßige Beobachtung und Bewertung der vorhandenen Risiken ist bei Eckert & Ziegler das Konzernrechnungswesen verantwortlich, das dem Vorstand Bericht erstattet. Auf Grundlage dieses Berichtswesens tritt der Vorstand regelmäßig zu Sitzungen zusammen, bei denen wesentliche Bestands- und Ertragsrisiken für den Konzern und seine Tochterunternehmen präsentiert und diskutiert werden.
Der Aufsichtsrat, dem alle wesentlichen Entscheidungen präsentiert, erklärt und zur Genehmigung vorgelegt werden, und der regelmäßig über die wirtschaftliche Entwicklung unterrichtet wird, dient als weiteres Element im Schutz gegen Risiken.
Der Konzern sieht sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet, um seinen Bestand und seine Weiterentwicklung sichern zu können. Er sieht sich auch in der Lage, sämtliche Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, selbst wenn in den kommenden Geschäftsjahren ein leichter Anstieg des Verschuldungsgrades notwendig wäre, um das Wachstum durch weitere Akquisitionen absichern und Neuproduktentwicklungen finanzieren zu können.
Das Geschäftsjahr 2009 ist durch fünf wesentliche Kapitalzuflüsse bzw. Garantien gekennzeichnet. Zur Finanzierung der Nuclitec-Akquisition wurde (a) im Januar ein langfristiges Darlehen über 3,0 Mio. EUR aufgenommen und (b) im Januar/Februar eine Bar-Kapitalerhöhung über rund 3,1 Mio. EUR durchgeführt. Zum Ausbau des ab 2010 neu ausgewiesenen Segments Umweltdienste und zur Finanzierung von Akquisitionsmöglichkeiten wurde (c) im November / Dezember eine zweite Bar-Kapitalerhöhung über rund 21,5 Mio. EUR durchgeführt. Dem Segment Radiopharmazie sind (d) im Laufe des Jahres insgesamt 3,1 Mio. EUR aus Darlehensabrufen für eine langfristige Finanzierung der Entwicklungsprojekte zugeflossen. Zur Unterlegung des IBt S.A. Übernahmeangebots erhielt die Gesellschaft (e) im Dezember eine Garantie über 20,0 Mio. EUR. Die Finanzierungen und Garantieanfragen verliefen problemlos. Bei den abgeschlossen Darlehen gab es jeweils mehrere Interessenten. Die Kapitalerhöhungen waren überzeichnet. Bis heute hat die Finanz- und Wirtschaftskrise keine wesentliche Auswirkung auf
die Steigerung der Eigen- und Fremdfinanzierung der Eckert & Ziegler Gruppe. Der Vorstand sieht den Grund dafür in der soliden Finanzierung des Konzerns mit noch immer relativ hoher Eigenkapitalquote sowie der guten Perspektive der profitablen operativen Einheiten. Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass kein Kredit und keine Kreditlinie von der Gegenseite gekündigt wurde.
Neben den wirtschaftlichen und technischen Entwicklungsrisiken ist Eckert & Ziegler dem Wechselspiel der Märkte ausgesetzt. Daraus erwachsen naturgemäß nicht nur Ertrags-, sondern auch Liquiditätsrisiken, da der Konzern einige seiner Zukäufe fremdfinanziert und Bürgschaften für Darlehen von Tochterunternehmen erteilt. Selbst bei einer schnellen Reaktion des Managements und einer Reduzierung der Kosten bzw. einem Ausstieg aus einem bedrohten Geschäftsfeld bliebe der Konzern hier bei Problemen exponiert. Der Vorstand bemüht sich allerdings, die Risiken durch Darlehens- oder Garantievergabe auf eine im Verhältnis zum Konzerngesamtvermögen vertretbare Größe zu begrenzen.
Die Überwachung und Steuerung zur Vermeidung finanzieller Risiken erfolgt durch den Einsatz von Instrumenten wie der jährlichen Finanzplanung mit unterjährigen Anpassungen und der engmaschigen Analyse von Planabweichungen. Hierdurch lassen sich schon früh mögliche Risiken erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten. Auf Grund des hohen US-Anteils am Umsatz ist eine gewisse Abhängigkeit vom Wechselkurs der amerikanischen Währung vorhanden. Da bei dem Tochterunternehmen in den USA, die für die meisten dieser Umsätze verantwortlich ist, den USD-Umsätzen aber auch USD-Kosten gegenüberstehen, sind die Auswirkungen von Wechselkursänderungen geringer als bei herkömmlichen Exportgeschäften. Bei Bedarf werden für die deutschen Exporte die Fremdwährungsumsätze mit Termingeschäften und einfachen Put-Optionen abgesichert.
Aus den Akquisitionen der letzten Jahre haben sich für den Konzern zum Teil Vertragsrisiken ergeben. Auch wenn der Vorstand bestrebt war, durch unmissverständliche Regelungen und den Einsatz qualifizierter Juristen bereits im Vorfeld die Gefährdungen einzudämmen, kann es zu Streitigkeiten über Vertragsauslegungen kommen. Im Jahr 2009 war der Konzern einer Klage eines Minderheitsaktionärs der IBt S.A. ausgesetzt, bei der gerichtlich versucht wurde die Eckert & Ziegler AG zur Abgabe eines Übernahmeangebots für die restlichen Aktien der IBt S.A. zu verpflichten. Noch vor der Urteilsverkündung im Januar 2010 hat die Eckert & Ziegler AG ein den Klägerforderungen entsprechendes freiwilliges Übernahmeangebot unterbreitet, so dass das Gerichtsurteil keine Auswirkungen hatte. Trotz möglicher negativer Auswirkungen von Akquisitionen wäre es zur Risikoabwendung nicht sinnvoll, auf diese zu verzichten. Der Konzern hat sich in der Vergangenheit eine Reihe von profitablen Geschäftsfeldern nur über Zukäufe erschließen können und muss im Interesse der weiteren Entwicklung solche Gefährdungen auch zukünftig in Kauf nehmen.
In den Konzernabschluss werden neben dem Einzelabschluss der Eckert & Ziegler AG 27 Einzelabschlüsse von in- und ausländischen Tochtergesellschaften einbezogen. Aufgrund dieser Anzahl an Gesellschaften und der unterschiedlichen regionalen Verteilung der Tochterunternehmen bestehen Risiken in Bezug auf das Ziel einer verlässlichen Rechnungslegung, die sich in einer zeitlich verspäteten Veröffentlichung, Falschaussagen im Konzernabschluss oder betrügerischen Manipulationen niederschlagen können.
Um diese Risiken soweit wie möglich einzugrenzen und zu steuern, wurden von der Gesellschaft verschiedene Maßnahmen ergriffen. Die Rechnungslegungssoftware wurde um Module zur Eingabefehlervermeidung und zur Plausibilitätsprüfung ergänzt, manuelle Kontrollschritte wurden eingeführt. Des Weiteren werden die Tochterunternehmen von Gesellschaftsbetreuern in der Konzernzentrale unterstützt, die eine Qualitätskontrolle für die übernommenen Daten bilden und bei komplexen Fragestellungen den Tochterunternehmen zur Seite stehen.
Als börsennotiertes Unternehmen unterliegt Eckert & Ziegler der Vorschrift, nach den Rechnungslegungsstandards von IFRS zu bilanzieren. Hieraus resultiert die Vorschrift, für immaterielle Wirtschaftsgüter zum Bilanzstichtag Zeitwerte zu ermitteln. Da für viele immaterielle Wirtschaftsgüter jedoch keine Märkte mit sicheren Preisinformationen existieren, beruhen die Zeitwerte in der Regel auf Schätzungen oder Prognosen mit erheblichen Unsicherheiten. Es besteht daher prinzipiell ein Risiko hinsichtlich der Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte. Um dieses zu reduzieren, wird jährlich und bei Anzeichen einer Wertminderung ein Wertminderungstest durchgeführt. Wesentliche Annahmen werden dabei durch den Zugriff auf anerkannte Ratingagenturen, Peer Groups oder durch den Einsatz von externen Sachverständigen objektiviert um eine Zuverlässigkeit der Schätzungen und Bewertungen sicher zu stellen. Trotz aller Maßnahmen kann nicht ausgeschlossen werden, dass immaterielle Wirtschaftsgüter sich als nicht als werthaltig herausstellen bzw. dass ihr Wert schnell und im erheblichen Umfang schwankt.
Aufgrund der produzierenden Geschäftstätigkeit in der Eckert & Ziegler Gruppe müssen die Vorräte in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen, wobei die betreffenden Vorratsbestände zur Kosten- und Risikoreduzierung möglichst gering gehalten werden. Aus diesem Grund ergeben sich Werthaltigkeits- und Inventurrisiken von Vorräten, welche durch regelmäßige Inventuren sowie durch eine objektive Bewertung, wo künftige Markt- und Absatzmöglichkeiten analysiert werden, eingegrenzt werden.
Aus den Zusagen von Pensionsleistungen bestehen versicherungsmathematische Bewertungsrisiken in dem Konzernabschluss von Eckert & Ziegler. Für eine Einschränkung dieser Risiken werden externe Sachverständige mit der Erstellung von versicherungsmathematischen Gutachten beauftragt.
Generell gilt konzernweit das Vier-Augen-Prinzip bei Arbeitsabläufen in der Rechnungslegung, sodass ein adäquater Qualitätssicherungs- und Genehmigungsprozess sichergestellt werden kann.
Eckert & Ziegler hängt in vielen Geschäftsbereichen von den spezialisierten Kenntnissen ihrer Mitarbeiter ab. Insbesondere beim Aufbau neuer Geschäftsfelder, aber auch in der Entwicklung und im Vertrieb, ist sie auf das Wissen und die Kompetenzen besonders qualifizierter Schlüsselpersonen angewiesen. Um das Risiko der personellen Fluktuation von talentierten Mitarbeitern zu minimieren, bemüht sich das Unternehmen um eine angenehme und kollegiale Arbeitsatmosphäre, ein modernes und sicheres Arbeitsumfeld, eine adäquate Entlohnung, Angebote zur berufsbegleitenden Aus- und Fortbildung sowie flexible Arbeitszeiten. Trotz dieser Maßnahmen und nachweisbar hoher Mitarbeiterzufriedenheit kann Eckert & Ziegler nicht garantieren, dass diese Mitarbeiter beim Unternehmen bleiben oder sich in der notwendigen Form engagieren.
Zum Produktionsrisiko zählt, dass nicht alle Roh- und Hilfsmaterialien zeitgerecht und in den benötigten Mengen bezogen werden können. Dies kann durch Lagerhaltungen und den Aufbau alternativer Bezugsquellen gemindert, nie aber restlos ausgeschlossen werden. Beim weltweiten Versand der oft als Gefahrgut transportierten Produkte ist Eckert & Ziegler auf spezialisierte Dienstleister angewiesen. Es kann nicht garantiert werden, dass diese Angebote in der bestehenden Form aufrechterhalten werden. Für die Herstellung und den Versand vieler Produkte sind behördliche Spezialgenehmigungen nötig, auf deren Erteilung oder Verlängerung Eckert & Ziegler nur mittelbar Einfluss nehmen kann.
Sowohl die Radioaktivität selbst als auch deren Verwendung in einem Medizinprodukt oder Arzneimittel beinhalten Produkthaftungsrisiken. Eckert & Ziegler begegnet diesen Risiken, indem sie sich strengen Qualitätskriterien unterwirft. Ihre Betriebsstätten sind ISO-zertifiziert und die Funktion der Qualitätsmanagementsysteme wird regelmäßig durch interne und externe Audits überprüft. Um betriebliche Unfälle zu vermeiden, die Mitarbeiter beeinträchtigen, Umweltschäden verursachen oder zur Stilllegung von Produktionseinrichtungen durch
Genehmigungsbehörden führen könnten, haben die Mitarbeiter regelmäßig Schulungen zum Thema Arbeitssicherheit und Strahlenschutz zu absolvieren. Trotz aller Maßnahmen kann nicht ausgeschlossen werden, dass Haftungstatbestände dennoch eintreten und zu einer Gefährdung des Unternehmens führen. Für Haftungsrisiken wurden, soweit sinnvoll und möglich, entsprechende Versicherungen abgeschlossen.
Zweifellos hat Eckert & Ziegler durch langjährigen Umgang mit Radioaktivität sehr viel Know-how erworben. Diese Erfahrungen bieten gleichzeitig Schutz vor dem Markteintritt von neuen Wettbewerbern als auch vielfältige Chancen, das organische und akquisitionsgetriebene Wachstum in diesen Geschäftsfeldern zu beschleunigen.
Als Spezialist für ein breites Portfolio aus radioaktiven Komponenten, Bestrahlungsgeräten und Radiopharmazeutika ist Eckert & Ziegler besser als ein Einproduktunternehmen gegen Markteinbrüche geschützt. Die verschiedenen Geschäftsfelder stehen sich zwar technologisch nahe, unterscheiden sich jedoch erheblich im Produktlebenszyklus und in den Kundenund Marktstrukturen. In der Regel reduziert diese Streuung das Risiko, dass Wettbewerber mit neuen, besseren Produkten die Geschäftsgrundlage des Unternehmens untergraben. Trotzdem kann nie ausgeschlossen werden, dass verbesserte Verfahren und Anstrengungen der Konkurrenz wichtige Märkte wegbrechen lassen und damit das Unternehmen gefährden.
Zum Schutz gegen diese Bedrohung bemüht sich Eckert & Ziegler aktiv um die Entwicklung neuer Produkte und die Identifikation und den Aufbau neuer Geschäftsfelder. Es besteht allerdings das Risiko, dass solche Anstrengungen erfolglos bleiben und neue Geschäftsfelder zu spät, nur ungenügend oder gar nicht entwickelt werden können. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass Konkurrenten mit anderen Produkten oder Markteinführungsstrategien erfolgreicher agieren.
In vielen industriellen Subsegmenten bestehen oligopolistische Marktstrukturen, bei denen der Ausfall von Großkunden spürbare Auswirkungen auf die Ertrags- und Umsatzlage haben kann. Eckert & Ziegler bemüht sich, die Absatzrisiken durch mittel- und langfristige Lieferverträge abzusichern, aber es kann nicht garantiert werden, dass ihr das in Zukunft weiter gelingt.
Neben Risiken auf der Absatzseite durch Großkunden gibt es auf der Beschaffungsseite vergleichbare Risiken durch Monopolsituationen für Lieferanten bestimmter Rohstoffe insbesondere Isotope. Ein wichtiger Lieferant sind russische (teils Staats-) Unternehmen, die anfällig für politische Entwicklungen und Strategien sind.
Im Segment Industrie stehen zwischen Einkauf und Verkauf neben der Produktion auch die Transportprozesse, welche, da es sich um radioaktive Waren handelt, einer verschärften Regulierung unterliegen. Hierdurch können Transporte länger dauern und teurer werden.
Das Segment ist zudem auf Entsorgungsmöglichkeiten für die radioaktiven Abfälle angewiesen, die bei der Quellenrücknahme oder der Produktion entstehen. Eine Schließung von Entsorgungseinrichtungen kann zu erheblichen Kostensteigerungerungen führen. Es werden Anstrengungen unternommen, dieses Risiko in seinen Auswirkungen durch internes Recycling so weit wie möglich zu reduzieren, gänzlich beherrschen lässt sich diese Unsicherheit allerdings nicht.
Im Segment Industrie ist im Geschäftsjahr 2009 der Geschäftsbereich Umweltdienste, also das Recycling und die Entsorgung von radioaktiven Abfällen, durch die Akquisition der Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH hinzugekommen. Bislang sind in diesem Geschäftsbereich relativ konstante Umsätze von ca. 5 Mio. EUR pro Jahr erwirtschaftet worden, die im Wesentlichen aus der Quellen- und Komponentenrücknahme oder der Entsorgung von schwach radioaktiven deutschen Krankenhausabfällen stammen. Für einen erheblichen Teil dieses Abfalls gibt es momentan keine Deponie bzw. kein Endlager. Ein solches wird mit dem Schacht Konrad erst 2014 eröffnet. Der Konzern besitzt bis dahin zwar eigene, genehmigte Zwischenlager, bis zur endgültigen Übergabe des Abfalls an den Schacht Konrad, muss er aber diesen Abfall als Entsorgungsrückstellung in seinen Bilanzen führen.
Im Segment Industrie wird insbesondere eine Chance im Bereich Umweltdienste gesehen.
Bedeutende Umsatz- und Ertragsrisiken liegen nach wie vor in der Entwicklung des europäischen Marktes für Permanentimplantate zur Behandlung von Prostatakrebs. In den europäischen Ländern steht diese innovative Behandlungsmethode weiterhin vor dem Problem, dass die für den wirtschaftlichen Erfolg unabdingbare Kostenerstattung durch die gesetzliche Krankenversicherung in einigen Kernländern nicht oder nur teilweise gesichert ist. Zudem hat die Konkurrenzsituation zu einem Margenverfall geführt. Der Zusammenschluss mit dem früheren Wettbewerber IBt S.A. hat die Situation teilweise entschärft, aber nicht gänzlich behoben. Eckert & Ziegler versucht durch ein attraktives Servicekonzept und langfristige Lieferverträge die Kundenbindung zu stärken und damit das bestehende Umsatz- und Ertragsrisiko abzusichern.
Bei den Bestrahlungsgeräten liegt ein Absatzrisiko darin, dass Investitionsentscheidungen für Investitionsgüter bei einem möglichen Anhalten der Wirtschaftskrise ausgesetzt werden oder sich zeitlich verzögern können. Dies könnte insbesondere auch Projekte in den GUS betreffen, wo im Berichtsjahr erneut Rekordumsätze erzielt wurden.
Im Segment Therapie wird insbesondere eine Chance im Wiedereintritt in den amerikanischen Markt und im Joint Venture aus dem Russland-Projekt gesehen.
Im Segment Radiopharmazie besteht ein Absatzrisiko darin, dass für den Vertrieb erforderliche Zulassungen nicht gewährt oder wieder entzogen werden könnten. Zudem besteht die Möglichkeit, dass sich die Anzahl neuer Kunden sowie der
Vermessung und Verpackung eines schwach radioaktiven Abfallpresslings
Absatz auf Grund einer teilweise fehlenden Regelung zur Kostenerstattung durch die gesetzlichen Krankenkassen nicht wie erwartet entwickeln.
Ein nicht unerheblicher Teil des FDG-Umsatzes wird in Polen realisiert. Mit dem Auslaufen der dortigen Lieferverträge bzw. mit Fertigstellung lokaler Herstellstandorte besteht das Risiko eines Wegfalls dieses Umsatzes. Eckert & Ziegler bemüht sich jedoch stets um neue Absatzmärkte und strebt ferner Vertriebsverträge mit neu entstehenden Herstellern an.
Auswirkungen der globalen Finanzkrise können sich dergestalt auf das Radiopharmaziesegment auswirken, dass Investitionsbudgets der Hospitäler und Forschungseinrichtungen gekürzt oder gestrichen werden und damit unser Absatzpotenzial für Gerätetechnologie beeinträchtigt wird.
Die im Jahr 2007 akquirierte Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/ Bonn GmbH arbeitet mit einem Zyklotron älterer Bauart. Der Hersteller Siemens hat die Produktion von Ersatzteilen und den Kundendienst für die Anlage eingestellt. In einer Modellrechnung wurde der ungünstigste Fall durchgespielt, der den Austausch des Zyklotrons erforderte. Selbst dieses Szenario ist profitabel. Mittlerweile gilt der Austausch sogar als wenig wahrscheinlich, da inzwischen Ersatzteile beschafft und eigene Mitarbeiter in Wartung und Service geschult werden konnten.
Im Segment Radiopharmazie wird insbesondere eine Chance im neu entwickelten pharmazeutischen Gallium-Generator und der Ausweitung von Lohnfertigungsprojekten gesehen.
Die Eckert & Ziegler Gruppe weist trotz gewachsener Produktbandbreite keine erhöhte Risikostruktur auf, die das Unternehmen in seiner Substanz gefährden könnte. Eine Vielzahl der bestehenden Risiken ist bereits in der detaillierten Konzernplanung für das kommende Jahr berücksichtigt.
Der Vorstand erwartet aus den oben genannten Risiken keinen signifikanten Einfluss auf das Geschäftsjahr 2010.
Am 28. Dezember 2009 hat Eckert & Ziegler ein Übernahmeangebot für die restlichen IBt S.A. Aktien unterbreitet. Am 17. März 2010 endete die Annahmefrist des Übernahmeangebots an die Minderheitsaktionäre der IBt S.A.. Die Annahmequote lag bei 55,3 %, so dass Eckert & Zieger zuzüglich Gebühren rund 22 Mio. EUR in zusätzliche IBt S.A. Aktien und Optionen investierte und jetzt ohne Hinzurechnung der SMI Stimmaktien 56,0 % der Stimmrechte und 71,9 % der Gewinnbeteiligung an dem Unternehmen hält. Zur teilweisen Refinanzierung des Übernahmeangebots soll im April 2010 ein langfristiger Darlehensvertrag abgeschlossen werden. Angebote diesbezüglich liegen bereits vor. Im Ergebnis dieser Vorgänge hat Eckert & Ziegler seinen Einfluss auf die IBt S.A. gestärkt und den lähmenden Rechtstreit beendet. In der Folge kann sich das Management wieder verstärkt auf das operative Geschäft, die Entwicklungsprojekte und Akquisitionsmöglichkeiten konzentrieren.
Seit 2010 wird der Bereich Umweltdienste separat an den Entscheidungsträger berichtet und daher als eigenständiges Segment dargestellt. Der Bereich soll deutlich ausgebaut werden.
Im vergangenen Geschäftsjahr waren die konjunkturellen Rahmenbedingungen gegenüber dem Vorjahr unverändert schlecht. Eckert & Ziegler ist von diesen Entwicklungen bisher nicht nachhaltig betroffen, die Nachfrage nach Medizinprodukten scheint von konjunkturellen Dellen weniger als die Nachfrage in anderen Branchen berührt. Sollte sich der zuletzt beobachtete schwache Aufwärtstrend der Konjunktur jedoch wieder umkehren, so steht zu vermuten, dass das operative Geschäft von Eckert & Ziegler stärker in Mitleidenschaft gerät.
Von den übrigen Rahmenbedingungen ist ansonsten der Wechselkurs des amerikanischen Dollars zum Euro von erheblicher Bedeutung. Da das in Kalifornien beheimatete und dort maßgeblich produzierende Industriesegment einen wesentlichen Ergebnis- und Liquiditätsbeitrag für den Konzern erbringt,
Herstellung von schwach radioaktiven Prostataimplantaten
schlagen schon kleine Änderungen im Wechselkurs direkt auf Umsätze und Erträge von Eckert & Ziegler durch. Im Moment, zur Drucklegung dieses Geschäftsberichts, ist der Kurs gegenüber dem Vorjahr, wo er im Durchschnitt bei 1,38 USD pro EUR lag, nahezu unverändert. Im Laufe des Jahres wird sich zeigen, ob der Wechselkurs stärker durch die Krise der PIGS-Staaten (Portugal, Italien, Griechenland und Spanien) sowie Irland zu Lasten des Euro oder aufgrund des Haushalts- und Handelsbilanzdefizit der USA zu Lasten des USD getrieben wird. Daneben spielen die Zinsentscheidungen der Fed und der EZB sicherlich eine Rolle. Sollte also der USD wieder stärker aufgrund entspannterer Haushaltslagen in Südeuropa und stärkerer Zinserhöhungen der EZB gegenüber der Fed abwerten, so ist ab einem Kurs von über 1,45 USD pro EUR mit schlechteren Ergebnissen im Jahr 2010 gegenüber 2009 zu rechnen, weil dann die Währungsveränderung das Wachstum überkompensiert.
Auch für die Wettbewerbssituation ist der Wechselkurs von Bedeutung, insbesondere im Therapiesegment (IBt S.A.). Je niedriger der Dollar, desto besser die Kosten- und damit die Wettbewerbssituation amerikanischer Implantathersteller, und desto höher der Druck auf Verkaufspreise und Margen von IBt S.A.
Darüber hinaus werden im Jahr 2010 die Integrationsthemen bei IBt S.A. und der Nuclitec Gruppe fortgeführt. Nach dem stürmischen Wachstum der letzten Jahre sieht der Vorstand den Schwerpunkt darin, die neuen Einheiten intelligent in den Konzern einzubinden und nachhaltig die Selbstfinanzierungskraft und die Erträge der Gruppe zu stärken. Neue Handlungsfelder ergeben sich für Eckert & Ziegler durch die in Berlin und Braunschweig aufgebauten Reinraumproduktionen, die für die Produktion von Yttrium-90, pharmazeutisch zugelassenen Galliumgeneratoren sowie für Projekte aus der Auftragsfertigung genutzt werden. Das Segment Therapie wird in den Jahren 2010/11 die nächste Generation von Implantatprodukten in den Markt bringen sowie den Anlagenaufbau mit dem Russland-Projekt voranbringen.
Mit Ausnahme der geplanten Rückkehr des Segments Therapie in den US-Markt durch eine Zusammenarbeit mit Core Oncology, sind momentan keine größeren Akquisitionen am Horizont. Die Eckert & Ziegler AG wird allerdings gerüstet bleiben, um bei Gelegenheiten weiterhin zuzugreifen.
Für das Geschäftsjahr 2010 rechnet die Eckert & Ziegler Gruppe mit Umsätzen zwischen 105 und 110 Mio. EUR und einem Ergebnis nach Steuern und Minderheiten zwischen 6 und 10 Mio. EUR. Im Fünf-Jahres-Horizont sollen die Umsätze bis zum Jahr 2014 auf 200 Mio. EUR profitabel verdoppelt werden. Im Jahr 2011 erwartet der Vorstand, dass mindestens die Umsätze und Erträge des Jahres 2010 erreicht werden.
Die Vergütung der Mitglieder des Vorstandes wird vom Aufsichtsrat festgesetzt und in regelmäßigen Abständen diskutiert und überprüft.
Die Höhe der Gesamtvergütung sowie die Aufteilung auf einzelne Vergütungskomponenten orientiert sich am Maßstab der Angemessenheit. Kriterien der Bewertung bilden insbesondere der dem jeweiligen Vorstandsmitglied übertragene Verantwortungsbereich, dessen persönliche Leistung, aber auch die Wettbewerbslage des Unternehmens sowie die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfeldes.
Die Vorstandsvergütung besteht gegenwärtig aus fixen und variablen Vergütungskomponenten.
Die fixen Vergütungskomponenten stellen etwa die Hälfte der jeweils erreichbaren Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder dar. Diese werden in Form eines Fixgehalts sowie als Sachbezug gewährt. Das Fixgehalt umfasst neben der Grundvergütung auch Zuschüsse zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung. Der Sachbezug umfasst im Wesentlichen die Gestellung von Dienstfahrzeugen.
Darüber hinaus sind variable Vergütungskomponenten vorgesehen. Bei diesen handelt es sich um einmalige oder jährlich wiederkehrende, an den kurzfristigen geschäftlichen Erfolg gebundene Bestandteile. Als einmalige Zahlung können Boni zur Anerkennung besonderer Leistungen gewährt werden. Als jährlich wiederkehrende Zahlung ist eine Gewinntantieme vereinbart, die sich an der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS orientiert und in der Höhe begrenzt ist.
Variable Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter sind nach Auslaufen des früheren Aktienoptionsprogramms der Gesellschaft derzeit nicht vorgesehen.
Das Vergütungssystem in der gegenwärtigen Form wird gegenwärtig allerdings einer grundsätzlichen Neubewertung unterzogen, um dieses gemäß den Bestimmungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) zukünftig stärker auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten. Es ist beabsichtigt, diese Neustrukturierung des Vergütungssystems bei der turnusmäßig anstehenden Neuverhandlung der Vorstandsverträge zu implementieren.
Für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit eines Vorstandsmitglieds bestehen keine Zusagen hinsichtlich der Zahlung einer Abfindung.
Von den Gesamtbezügen für das Geschäftsjahr 2009 in Höhe von TEUR 1.142 entfallen TEUR 632 auf fixe und TEUR 510 auf kurzfristig erfolgsbezogene Vergütungsbestandteile.
| Name | Fixe Vergütungskomponenten | Kurzfristig | Summe | |
|---|---|---|---|---|
| komponenten | ||||
| Fixgehalt | Sachbezüge, | Gewinn | ||
| Zuschuss | tantieme/ | |||
| Versicherungen | Bonus | |||
| Dr. Andreas Eckert | 240.000 EUR | 24.085 EUR | 200.000 EUR | 464.085 EUR |
| Dr. André Heß | 132.000 EUR | 20.353 EUR | 160.000 EUR | 312.353 EUR |
| Dr. Edgar Löffler | 168.000 EUR | 47.246 EUR | 150.000 EUR | 365.246 EUR |
Vergütungen an ehemalige Vorstandsmitglieder oder ihre Hinterbliebenen sind im Geschäftsjahr 2009 nicht gezahlt worden. Für ein ehemaliges Vorstandsmitglied bestehen allerdings aufgrund einer Pensionszusage Rückstellungen in Höhe von TEUR 417.
Weiterhin gewährt der Konzern zwei aktiven Mitgliedern des Vorstandes eine betriebliche Altersversorgung im Wege einer sog. rückgedeckten Unterstützungskasse, die durch Entgeltumwandlung finanziert wird.
Die Vergütung des Aufsichtsrates besteht satzungsgemäß aus einer jährlichen festen Vergütung in Höhe von TEUR 6, wobei der Vorsitzende das Doppelte und ein stellvertretender Vorsitzender das Eineinhalbfache dieses Betrages erhält. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten daneben keine erfolgsorientierte Vergütung.
Über die feste jährliche Vergütung hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates für jede pünktliche und vollständige Teilnahme an einer Aufsichtsratssitzung ein Sitzungsentgelt in Höhe von EUR 750,00.
Die Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet, soweit die Mitglieder des Aufsichtsrates berechtigt sind, die Umsatzsteuer der Gesellschaft gesondert in Rechnung zu stellen und dieses Recht ausüben.
Für persönlich erbrachte Leistungen außerhalb der Aufsichtsratstätigkeit, insbesondere für Beratungs- und Vermittlungsleistungen, wurden im Berichtsjahr keine Vergütungen gewährt.
Für das Geschäftsjahr 2009 erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates feste Vergütungen in Höhe von TEUR 45 und Sitzungsgelder in Höhe von TEUR 19,5. Das entspricht einem Gesamtaufwand von TEUR 64,5.
| Name | Vergütete Funktion |
Feste Vergütung |
Sitzungs- gelder |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Prof. Dr. Wolfgang Maennig |
Vorsitzender des Aufsichtsrates |
12.000 EUR | 3.000 EUR | 15.000 EUR |
| Prof. Dr. Nikolaus Fuchs |
Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates |
9.000 EUR | 3.750 EUR | 12.750 EUR |
| Prof. Dr. Ronald | Mitglied | |||
| Frohne | des Aufsichtsrates | |||
| (bis 20. Mai.2009) | 2.301 EUR | 750 EUR | 3.051 EUR | |
| Hans-Jörg Hinke |
Mitglied des Aufsichtsrates |
6.000 EUR | 3.750 EUR | 9.750 EUR |
| Dr. Gudrun Erzgräber |
Mitglied des Aufsichtsrates |
6.000 EUR | 3.750 EUR | 9.750 EUR |
| Holger Bürk |
Mitglied des Aufsichtsrates |
6.000 EUR | 3.750 EUR | 9.750 EUR |
| Prof. Dr. Detlev Ganten |
Mitglied des Aufsichtsrates |
|||
| (ab 20. Mai2009) | 3.699 EUR | 750 EUR | 4.449 EUR | |
Zum 31. Dezember 2009 existierten keinerlei Vorschusszahlungen oder Darlehen an die Vorstandsmitglieder oder die Aufsichtsräte der Eckert & Ziegler AG.
Die Eckert & Ziegler Stahlen- und Medizintechnik AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Deutschland.
Das Grundkapital der Gesellschaft betrug am 31. Dezember 2009 EUR 5.260.283,00 (im Vorjahr EUR 3.250.000,00) und ist in 5.260.283 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Aktien mit Mehrfachstimmrechten oder Vorzugsstimmrechten sowie Höchststimmrechte existieren nicht.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand der Gesellschaft nicht bekannt.
Nach dem Wertpapierhandelsgesetz hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitzuteilen. Der niedrigste Schwellenwert für diese Mitteilungspflicht beträgt 3 %. Folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft wie folgt mitgeteilt worden:
Dr. Andreas Eckert hielt zum 31. Dezember 2009 mittelbar durch die Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH, Zepernick, eine Beteiligung in Höhe von 1.699.986 Aktien und unmittelbar eine Beteiligung in Höhe von 12.001 Aktien, insgesamt also 32,55 % der Stimmrechte.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestanden und bestehen nicht.
Soweit die Gesellschaft im Rahmen ihres Aktienoptionsprogramms Aktien an Mitarbeiter überträgt, werden die Aktien nach Maßgabe der Optionsbedingungen bei Ausübung unmittelbar an die Mitarbeiter übertragen. Die begünstigten Mitarbeiter können die ihnen aus den Aktien zustehenden Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Bestimmungen der Satzung ausüben.
Das Unternehmen wird vom Vorstand geleitet und gegenüber Dritten vertreten. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes ist in § 84 Aktiengesetz geregelt. Danach werden die Mitglieder des Vorstandes vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder eine Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Sie bedarf eines erneuten Aufsichtsratsbeschlusses, der frühestens ein Jahr vor Ablauf der bisherigen Amtszeit gefasst werden kann. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied des Vorstandes zum Vorsitzenden ernennen. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstand und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstandes widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Dieser kann beispielsweise in einer groben Pflichtverletzung, der Unfähigkeit zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung oder dem Vertrauensentzug durch die Hauptversammlung liegen.
Der Vorstand besteht gemäß § 6 der Satzung aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Mitglieder des Vorstandes wird vom Aufsichtsrat bestimmt.
Die Satzung enthält grundlegende Bestimmungen zur Verfassung der Gesellschaft. Eine Änderung der Satzung kann gemäß § 179 Aktiengesetz grundsätzlich nur durch Beschluss der Hauptversammlung erfolgen, die eine Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst.
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2009 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 19. Mai 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrates um bis zu insgesamt 1.939.316,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.939.316 auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2009). Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats berechtigt, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. Das genehmigte Kapital beträgt nach teilweiser Ausschöpfung im Geschäftsjahr 2009 noch 589.316 EUR.
Am 30. April 1999 hat die Hauptversammlung beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 300.000,00 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital 1999). Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durchgeführt werden, wie die Inhaber von Aktienoptionen von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft die Optionsrechte nicht durch Übertragung eigener Aktien oder im Wege einer Barzahlung erfüllt. Das bedingte Kapital beträgt nach Ausgabe von Bezugsaktien im Geschäftsjahr 2009 im Zusammenhang mit der Bedienung von Aktienoptionen noch 268.350 EUR.
Außerdem hat die Hauptversammlung vom 20. Mai 2009 eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.639.316 EUR beschlossen (Bedingtes Kapital 2009). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von
Wandelschuldverschreibungen von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit von der Gesellschaft nicht eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Insgesamt ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 19. Mai 2014 Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 40.000.00,00 EUR auszugeben. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Wandelschuldverschreibungen einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2009 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 19. November 2010 eigene Aktien zu anderen Zwecken als dem Wertpapierhandel bis zu einem Anteil von 10 % am Grundkapital zu erwerben.
Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen. Weiterhin bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebotes.
5 x 5-km-Team-Staffel in Berlin
Die Zahl der im Konzern durchschnittlich beschäftigten Mitar-
beiter stieg im Berichtsjahr um 105 auf 500. Hauptursache für den Anstieg ist die Einbeziehung der Nuclitec-Mitarbeiter.
Die Personalaufwendungen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 30 Mio. EUR (2008: 23 Mio. EUR). Etwa die Hälfte aller Mitarbeiter verfügt über einen Fachhochschulabschluss oder eine noch höherwertigere Ausbildung. Der Konzern investierte TEUR 176 (2008: TEUR 160) in Fortbildungen für Mitarbeiter.
Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern, bietet Eckert & Ziegler an einigen Standorten unter anderem flexible Tages- und Wochenarbeitszeiten, Teilzeitarbeit, Gesundheitsvorsorge, Anbindung an das Unternehmen durch regelmäßigen Informationsaustausch während der Elternzeit sowie Wiedereinstiegsprogramme an. Der Konzern fördert zudem die individuelle Fortbildung und Weiterbildung der Mitarbeiter durch interne Englischkurse und Aufbaustudien in den Bereichen Betriebswirtschaft und Medizinische Physik.
Im Geschäftsjahr 2009 nutzten erneut zahlreiche Praktikanten, Studenten sowie Diplomanden die Gelegenheit, Eckert & Ziegler im Rahmen ihrer Tätigkeit als interessanten Arbeitgeber kennen zu lernen. Einer Reihe von ihnen konnte nach Abschluss ihres Projektes eine Festanstellung angeboten werden.
Eckert & Ziegler ist ein ausbildender Betrieb und sieht in der Beschäftigung von derzeit acht Auszubildenden sowohl einen Beitrag zur eigenen Nachwuchssicherung als auch eine Maßnahme, die Schulabgängern berufliche Perspektiven in einer
zukunftsträchtigen Industrie eröffnet. Der Konzern konnte im Jahr 2009 allen Auszubildenden, die ihren Abschluss machten, eine Anschlusstätigkeit ermöglichen.
Mit dem Ziel, sowohl die Interessen der Mitarbeiter als auch die Geschäftsinteressen besser zu vereinen, hat Eckert & Ziegler für viele Bereiche des Unternehmens ein monatliches Prämiensystem geschaffen. Im Jahr 2009 war etwa ein Viertel der Belegschaft mit umsatz- bzw. produktionsabhängigen Prämien daran beteiligt. Weiterhin wurde der Anteil variabler Gehaltsbestandteile für Mitarbeiter, die nicht zum Kreis der Führungskräfte gezählt werden, kontinuierlich erhöht.
Der Vorstand dankt an dieser Stelle allen Mitarbeitern für ihr Engagement und ihre Leistung. Der Dank gilt auch dem Betriebsrat, der durch seine Vermittlung zwischen Unternehmensleitung und Belegschaft dazu beigetragen hat, dass sich viele Entscheidungen umsetzen ließen.
Berlin, den 30. März 2010
Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG
Der Vorstand
Dr. Andreas Eckert
Dr. Edgar Löffler
Dr. André Heß
Zur Stärkung des Innovations- und Forschungsstandorts Deutschland engagiert sich Eckert & Ziegler in der frühkindlichen naturwissenschaftlichen Bildung. Der von Eckert & Ziegler gemeinsam mit dem Gläsernen Labor in Berlin-Buch und der Friedrich-Fröbel-Schule für Sozialpädagogik getragene "Forschergarten" (www.forschergarten.de) macht Naturwissenschaften und Technik für Kinder in Kindertagesstätten und Grundschulen erlebbar, baut Schwellenängste ab und erhöht die Qualität der frühkindlichen Bildung. Die Initiative stößt auf große Resonanz und umfasst in der Berliner Region mittlerweile über knapp 100 teilnehmende Kindertagesstätten und Grundschulen. Im Jahr 2009 hat sich die Anzahl der Kinder, die an den naturwissenschaftlichen Experimentierkursen teilgenommen haben verdreifacht und stieg auf rund 11.500.
Zur Förderung von nuklearmedizinischen Nachwuchswissenschaftlern wurde 2009 gemeinsam mit der Europäischen Gesellschaft für Nuklearmedizin (EANM) zum zweitenmal ein Preis für junge Nuklearmediziner ausgelobt. Der "Eckert & Ziegler Reisepreis" soll junge Wissenschaftler anspornen, ihre Ideen auch vor einem größeren Publikum zu präsentieren und ihren Gedankenaustausch mit anderen Nuklearmedizinern zu intensivieren. Die fünf mit jeweils 1.000 EUR dotierten Reisepreise wurden im Oktober 2009 auf der Jahrestagung der EANM in Barcelona verliehen und gingen an fünf talentierte Nuklearmediziner aus Deutschland, Italien, Polen und der Schweiz. Die Preisträger wurden von einer Jury der European Association of Nuclear Medicine (EANM) unter insgesamt 520 Einsendungen ausgewählt. Ausgezeichnet wurden Arbeiten auf den Gebieten der Krebsdiagnostik und -therapie.
Foto links: Die Initiative Forschergarten macht Naturwissenschaften für Kinder in Grundschulen erlebbar
Foto rechts: Verleihung des Eckert & Ziegler Reisepreises für herausragende nuklearmedizinische Arbeiten anlässlich der EANM 2009 in Barcelona
für die am 31. Dezember endenden Geschäftsjahre
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Anhang | TEUR | TEUR |
| Umsatzerlöse 7. |
101.399 | 71.61 |
| Umsatzkosten 8. |
-50.275 | -37.453 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 51.124 | 34.159 |
| Vertriebskosten 9. |
-18.425 | -15.115 |
| Allgemeine Verwaltungskosten 10. |
-19.083 | -14.609 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten 11. |
-2.496 | -3.108 |
| Sonstige betriebliche Erträge 14. |
9.339 | 17.241 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen 15. |
-4.996 | -8.979 |
| Betriebsergebnis | 15.463 | 9.589 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Anteilen 16. |
873 | 0 |
| Übriges Finanzergebnis 17. |
82 | -120 |
| Ergebnis vor Zinsergebnis und Ertragsteuern (EBIT) | 16.418 | 9.469 |
| Zinserträge 18. |
68 | 73 |
| Zinsaufwendungen 18. |
-1.331 | -1.241 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 15.155 | 8.301 |
| Ertragsteuern 19. |
6.737 | -5.264 |
| Konzernergebnis | 21.892 | 3.037 |
| Auf Minderheitsanteile entfallender Verlust (i.Vj. Gewinn) 20. |
8.642 | -1.465 |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der Eckert & Ziegler AG | 13.250 | 4.502 |
| Ergebnis je Aktie 20. |
||
| Unverwässert | 3,50 | 1,43 |
| Verwässert | 3,48 | 1,43 |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert – in Tausend Stück) | 3.783 | 3.143 |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert – in Tausend Stück) | 3.806 | 3.158 |
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Anhang | TEUR | TEUR |
| Periodenergebnis | 21.892 | 3.037 |
| davon auf andere Gesellschafter entfallender Gewinn (i.Vj. Verlust) | 8.642 | -1.465 |
| davon auf die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG entfallend | 13.250 | 4.502 |
| Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung | ||
| verfügbaren finanziellen Vermögenswerten | -4 | 15 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag | 0 | -45 |
| Ertragsteuern | 1 | -5 |
| Veränderung des im Eigenkapital erfassten Betrages | ||
| (Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte) 28. |
-3 | -35 |
| Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne (+)/ Verluste (-) | ||
| aus leistungsorientierten Pensionszusagen | -218 | 0 |
| Ertragsteuern | 69 | 0 |
| Veränderung des im Eigenkapital erfassten Betrages | ||
| (Versicherungsmathematische Gewinne (+)/ Verluste (-)) 36. |
-149 | 0 |
| Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung | ||
| ausländischer Tochtergesellschaften | 56 | 472 |
| Veränderung des im Eigenkapital erfassten Betrages (Währungsumrechnung) | 56 | 472 |
| Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen | -96 | 437 |
| davon auf andere Gesellschafter entfallend | -8 | 0 |
| davon auf die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG entfallend | -88 | 437 |
| Summe aus Jahresüberschuss und der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen | 21.796 | 3.474 |
| davon auf andere Gesellschafter entfallend | 8.634 | -1.465 |
| davon auf die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG entfallend | 13.162 | 4.939 |
| Konzern-Kapitalflussrechnung | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Anhang | TEUR | TEUR |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit: 41. |
||
| Jahresergebnis | 21.892 | 3.037 |
| Anpassungen für: | ||
| Abschreibungen | 11.525 | 9.150 |
| Zinsaufwand | 1.331 | 1.241 |
| Zinszahlungen | - 1.480 | - 986 |
| Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (-) | - 6.737 | 5.264 |
| Ertragsteuerzahlungen | 2.627 | - 3.292 |
| Einzahlungen aus Zuschüssen abzügl. Erträge aus der Auflösung der abgegrenzten Zuschüsse | - 21 | - 507 |
| Latente Steuern | - 5.691 | - 297 |
| Unrealisierte Währungsgewinne(-)/Verluste | 104 | - 52 |
| Einfluss der Wechselkursänd. auf den Mittelfluss aus Geschäftstätigkeit | - 34 | 57 |
| Veränderung der langfristigen Rückstellungen, sonstige langfristige Verbindlichkeiten | - 6.821 | 8.054 |
| Gewinn (-)/ Verlust aus dem Verkauf von Anteilen an konsolidierten Unternehmen | - 221 | - 14.380 |
| Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen | 11 | 26 |
| Gewinn (-)/ Verlust aus dem Verkauf von Wertpapieren | – | - 77 |
| Sonstige | - 907 | - 230 |
| Veränderungen der kurzfristigen Aktiva und Passiva: | ||
| Forderungen | 1.696 | - 1.166 |
| Vorräte | 26 | 543 |
| Aktive Rechnungsabgrenzungsposten, sonstiges Umlaufvermögen | - 3 | 86 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und gegenüber nahe stehenden Personen | 6.533 | - 422 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | - 528 | 260 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | - 1.190 | 2.283 |
| Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit | 22.112 | 8.592 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit: 42. |
||
| Erwerb von Anlagevermögen | - 5.693 | - 5.984 |
| Verkauf von Anlagevermögen | 506 | 248 |
| Erwerb von konsolidierten Unternehmen | - 3.874 | - 244 |
| Verkauf von Anteilen an konsolidierten Unternehmen | 643 | – |
| Anzahlungen auf Beteiligungen | – | - 250 |
| Verkauf von Beteiligungen | 28 | 40 |
| Verkauf von Wertpapieren | 101 | 1.381 |
| Kauf von Wertpapieren | – | - 652 |
| Auszahlungen für an Dritte gewährte Darlehen | - 1.409 | – |
| Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit | - 9.698 | - 5.461 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit: 43. |
||
| Einzahlung aus Kapitalerhöhung (abzüglich Kosten) | 23.929 | – |
| Gezahlte Dividenden | - 1.132 | - 786 |
| Ausschüttung Anteile Dritter | - 409 | - 103 |
| Erwerb eigener Anteile | - 436 | – |
| Verkauf eigener Anteile und Mittelzufluss aus der Ausübung von Aktienoptionen | 517 | – |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen | 9.111 | 9.021 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen | - 7.590 | - 8.386 |
| Mittelzufluss (im Vorjahr Mittelabfluss) aus der Finanzierungstätigkeit | 23.990 | - 254 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestandes | - 41 | 59 |
| Zunahme des Finanzmittelbestandes | 36.363 | 2.936 |
| Finanzmittelbestand zu Beginn der Periode | 7.311 | 4.375 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 43.674 | 7.311 |
| Konzernbilanz | 2009 | 2008 | |
|---|---|---|---|
| Anhang | TEUR | TEUR | |
| AKTIVA | |||
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 22. | 42.123 | 38.726 |
| Sachanlagen | 23. | 27.253 | 23.807 |
| Beteiligungen | 24. | 0 | 278 |
| Nach der at-equity Methode bewertete Finanzanlagen | 24. | 850 | 0 |
| Sonstige Ausleihungen | 25. | 0 | 56 |
| Aktive Latente Steuern | 19. | 11.795 | 1.210 |
| Übrige Vermögenswerte | 26. | 910 | 1.062 |
| Langfristige Vermögenswerte, gesamt | 82.931 | 65.139 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 27. | 43.674 | 7.311 |
| davon nur eingeschränkt verfügbare Zahlungsmittel | 27. | 20.061 | 0 |
| Wertpapiere | 28. | 226 | 332 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 29. | 16.204 | 13.985 |
| Vorräte | 30. | 12.631 | 8.555 |
| Übrige Vermögenswerte | 31. | 6.238 | 2.464 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 32. | 0 | 1.012 |
| Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt | 78.973 | 33.659 | |
| Bilanzsumme | 161.904 | 98.798 | |
| PASSIVA | |||
| Kapital und Rücklagen | 33. | ||
| Gezeichnetes Kapital | 5.260 | 3.250 | |
| Kapitalrücklagen | 52.719 | 30.316 | |
| Gewinnrücklagen | 22.514 | 10.946 | |
| Übrige Rücklagen | -3.385 | -3.297 | |
| Eigene Anteile | -703 | -359 | |
| Den Aktionären der Eckert & Ziegler AG zustehendes Eigenkapital | 76.405 | 40.856 | |
| Minderheitsanteile | 10.254 | 1.964 | |
| Summe Kapital und Rücklagen | 86.659 | 42.820 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Darlehen und Finanzleasingverbindlichkeiten | 34. | 14.262 | 10.761 |
| Abgrenzung von Zuschüssen und sonstige Rechnungsabgrenzungsposten | 35. | 1.384 | 1.416 |
| Passive Latente Steuern | 19. | 1.627 | 1.147 |
| Rückstellungen für Pensionen | 34. | 5.707 | 420 |
| Übrige Rückstellungen | 37. | 17.589 | 15.969 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 38. | 678 | 529 |
| Langfristige Schulden, gesamt | 41.247 | 30.242 | |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Darlehen und Finanzleasingverbindlichkeiten | 34. | 5.813 | 7.751 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.426 | 4.286 | |
| Erhaltene Anzahlungen | 8.005 | 1.002 | |
| Abgrenzungen von Zuschüssen und sonstige Rechnungsabgrenzungsposten | 35. | 395 | 371 |
| Ertragssteuerverbindlichkeiten | 943 | 916 | |
| Übrige Verbindlichkeiten | 39. | 14.416 | 10.285 |
| Schulden im direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 32. | 0 | 1.125 |
| Kurzfristige Schulden, gesamt | 33.998 | 25.736 | |
| Bilanzsumme | 161.904 | 98.798 | |
| zum 31. Dezember 2009 und 2008 |
|---|
| -------------------------------- |
| Kumuliertes übriges Gesamtergebnis Stammaktien Unrealisiertes Unrealisiertes Fremdwährungs- Auf Aktionäre Minder- Nominal- Kapital- Gewinn- Ergebnis Ergebnis umrechnungs- Eigene entfallendes heiten- Anzahl wert rücklage rücklagen Wertpapiere Pensionszusagen differenzen Anteile Eigenkapital anteile TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR Stand 1. Januar 2008 3.250.000 3.250 29.750 7.230 42 0 -3.776 -359 36.137 354 Fremdwährungs umrechnungsdifferenzen 472 472 Unrealisierte Wertpapiergewinne/ -verluste am Bilanzstichtag (nach Steuern von TEUR 3) 7 7 Umkehrung unrealisierter Wertpapiergewinne/-verluste am vorherigen Bilanzstichtag -42 0 -42 Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge 0 0 0 0 -35 0 472 0 437 0 Jahresüberschuss 4.502 4.502 -1.465 Gesamtergebnis der Periode 0 0 0 4.502 -35 0 472 0 4.939 -1.465 Dividendenzahlung -786 -786 -104 Erwerb von Minderheitsanteilen 3.179 Verpflichtungsgeschäft mit Ausgleich durch eigene Anteile 566 566 |
||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzern Eigen kapital |
||||||||||||
| TEUR | ||||||||||||
| 36.491 | ||||||||||||
| 472 | ||||||||||||
| 7 | ||||||||||||
| -42 | ||||||||||||
| 437 | ||||||||||||
| 3.037 | ||||||||||||
| 3.474 | ||||||||||||
| -890 | ||||||||||||
| 3.179 | ||||||||||||
| 566 | ||||||||||||
| Stand 31. Dezember 2008 | 3.250.000 | 3.250 | 30.316 | 10.946 | 7 | 0 | -3.304 | -359 | 40.856 | 1.964 | 42.820 |
| Kumuliertes übriges Gesamtergebnis | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stammaktien | Unrealisiertes | Unrealisiertes | Fremdwährungs- | Auf Aktionäre | Minder- | Konzern | |||||
| Anzahl | Nominal- wert |
Kapital- rücklage |
Gewinn- rücklagen |
Ergebnis Wertpapiere |
Ergebnis Pensionszusagen |
umrechnungs- differenzen |
Eigene Anteile |
entfallendes Eigenkapital |
heiten- anteile |
Eigen kapital |
|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Stand 1. Januar 2009 | 3.250.000 | 3.250 | 30.316 | 10.946 | 7 | 0 | -3.304 | -359 | 40.856 | 1.964 | 42.820 |
| Fremdwährungs | |||||||||||
| umrechnungsdifferenzen | 64 | 64 | -8 | 56 | |||||||
| Unrealisierte Gewinne/Verluste bei | |||||||||||
| leistungsorientierten Pensionszusagen | |||||||||||
| am Bilanzstichtag | |||||||||||
| (nach Steuern von TEUR -69) | -149 | -149 | -149 | ||||||||
| Unrealisierte Wertpapiergewinne/ | |||||||||||
| -verluste am Bilanzstichtag | |||||||||||
| (nach Steuern von TEUR 2) | 4 | 4 | 4 | ||||||||
| Umkehrung unrealisierter | |||||||||||
| Wertpapiergewinne/-verluste | |||||||||||
| am vorherigen Bilanzstichtag | -7 | -7 | -7 | ||||||||
| Summe der direkt im Eigenkapital | |||||||||||
| erfassten Aufwendungen und Erträge | 0 | 0 | 0 | 0 | -3 | -149 | 64 | 0 | -88 | -8 | -96 |
| Jahresüberschuss | 13.250 | 13.250 | 8.642 | 21.892 | |||||||
| Gesamtergebnis der Periode | 0 | 0 | 0 | 13.250 | -3 | -149 | 64 | 0 | 13.162 | 8.634 | 21.796 |
| Kapitalerhöhungen | 2.010.283 | 2.010 | 22.360 | 24.370 | 24.370 | ||||||
| Dividendenzahlung | -1.132 | -1.132 | -409 | -1.541 | |||||||
| Erwerb/Verkauf von Minderheitsanteilen | -507 | -507 | 65 | -442 | |||||||
| Erwerb eigener Anteile | 436 | -436 | -436 | -436 | -436 | ||||||
| Verkauf eigener Anteile | 118 | -118 | 86 | 86 | 86 | ||||||
| Einsatz eigener Anteile zur Bedienung | |||||||||||
| von Aktienoptionen | -4 | 4 | 6 | 6 | 6 | ||||||
| Stand 31. Dezember 2009 | 5.260.283 | 5.260 | 52.719 | 22.514 | 4 | -149 | -3.240 | -703 | 76.405 | 10.254 | 86.659 |
Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 30. März 2010 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.
Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin (im folgenden "Eckert & Ziegler AG" genannt) ist eine Holdinggesellschaft, deren spezialisierte Tochterunternehmen sich weltweit mit der Verarbeitung von Radioisotopen und der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von isotopentechnischen Komponenten, Bestrahlungsgeräten und Radiopharmazeutika oder verwandten Produkten beschäftigen. Hauptanwendungsgebiete für die Erzeugnisse der Gruppe sind die Medizintechnik, insbesondere die Krebstherapie, sowie die nuklearmedizinische Bildgebung und die industrielle Messtechnik. In diesen Bereichen wenden sich die Eckert & Ziegler AG und ihre Tochterunternehmen unter anderem an Strahlentherapeuten und Radioonkologen, sowie an Nuklearmediziner.
Der Konzern agiert in einem Markt, der durch schnellen technologischen Fortschritt, erheblichen Forschungsaufwand und ständig neue wissenschaftliche Entdeckungen gekennzeichnet ist. Dieser Markt unterliegt der Kontrollaufsicht durch Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden. Zu den zuständigen Kontrollbehörden gehören das Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin (LAGeSo), der TÜV Nord CERT GmbH, Essen, das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie die entsprechenden ausländischen Institutionen z. B. die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) oder die Nuclear Regulatory Commission (NRC). Deshalb haben Änderungen in der Technologie und in den Produkten, die zur Krebsbehandlung und zur nuklearmedizinischen Bildgebung eingesetzt werden, die staatlichen Bestimmungen in der Branche, in der die Eckert & Ziegler AG sich betätigt sowie die allgemeinen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen direkte Auswirkungen auf den Konzern.
Der Konzernabschluss der Eckert & Ziegler AG zum 31. Dezember 2009 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Es wurden alle am Abschlussstichtag in der EU anzuwendenden Standards des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie die gültigen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) bzw. des Standing Interpretations Committee (SIC) berücksichtigt. Zudem wurden die ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften beachtet. Der Konzernabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Die Berichtswährung ist Euro. Die im Konzernabschluss dargestellten Beträge wurden auf tausend Euro gerundet.
Die Abschlüsse der Tochterunternehmen wurden zum Stichtag des Konzernabschlusses, der dem Abschlussstichtag der Eckert & Ziegler AG entspricht, aufgestellt. Der Konzernabschluss umfasst den Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt worden. Das sonstige Ergebnis wird in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt.
Die Gesellschaft ist im Handelsregister in Berlin-Charlottenburg unter der Nr. HRB 64 997 B registriert. Der zum 31. Dezember 2009 aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – Die Bilanzierung der Vermögenswerte und Schulden der im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen inländischen und ausländischen Tochterunternehmen erfolgt nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch für die Vergleichsinformationen des Vorjahres verwendet wurden.
Ausweis – Gemäß IAS 1.56 (Darstellung des Abschlusses) wird beim Ausweis in der Bilanz zwischen kurz- und langfristigen Vermögenswerten sowie kurz- und langfristigen Schulden unterschieden.
Beurteilungen und Schätzungen – Für die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS ist es erforderlich, dass Einschätzungen und Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, Erträge und Aufwendungen haben. Wesentliche Annahmen und Schätzungen werden für die Nutzungsdauern, die erzielbaren Erträge der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen, die Realisierbarkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, den Bestand sowie die Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge getroffen. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf den jeweils aktuell verfügbaren Kenntnissen basieren. Durch von den Annahmen abweichende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzungen abweichen. Die Sensitivität der Buchwerte hinsichtlich der Annahmen und der Schätzungen, die der Berechnung der Buchwerte zugrunde liegen, wurde anhand von Sensitivitätsanalysen untersucht. Im Falle einer signifikanten Auswirkung von Schätzungsänderungen, werden Angaben im Sinne von IAS 1.125 gemacht (Tz. 23).
Geschäfts- oder Firmenwerte – Der Geschäfts- oder Firmenwert repräsentiert den Unterschiedsbetrag, um den der Gesamtkaufpreis für ein Unternehmen oder einen Geschäftsbetrieb den beizulegenden Zeitwert (Fair Value) des erworbenen Nettovermögens übersteigt.
Sonstige immaterielle Vermögenswerte – Unter den sonstigen immateriellen Vermögenswerten werden Kundenbeziehungen, aktivierte Entwicklungskosten, Patente, Technologien, Wettbewerbsverbote, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte ausgewiesen. Entwicklungskosten werden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn die Voraussetzungen für eine Aktivierung von selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten gemäß IAS 38 kumulativ erfüllt sind. Die aktivierten Entwicklungskosten umfassen alle direkt oder indirekt zurechenbaren Kosten inklusive der Finanzierungskosten, die ab dem Zeitpunkt anfallen, an dem sämtliche Kriterien zur Aktivierung erfüllt sind. Nach erfolgreichem Abschluss des Entwicklungsprojektes werden aktivierte Entwicklungskosten über die geplante Produktlebensdauer abgeschrieben. Forschungskosten sowie nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden bei ihrer Entstehung als Aufwand erfasst.
Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und, sofern es sich nicht um immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer handelt, über ihre jeweilige Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Für die abgeschriebenen immateriellen Vermögenswerte werden folgende Nutzungsdauern angenommen:
| selbst erstellt | erworben | |
|---|---|---|
| Geschäfts- und Firmenwerte | – | unbestimmt |
| Kundenbeziehungen | – | 8 bis 10 Jahre |
| Aktivierte Entwicklungskosten | 3 bis 5 Jahre | – |
| Patente, Warenzeichen etc. | 6 bis 19 Jahre | 10 Jahre |
| Sonstige | 3 bis 5 Jahre | 3 bis 5 Jahre |
Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbegrenzten Nutzungsdauer aufrechterhalten werden kann.
Wertminderung nicht-finanzieller Vermögenswerte – Gemäß den IFRS ist bei Geschäfts- oder Firmenwerten und sonstigen immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer mindestens einmal jährlich sowie – wie bei übrigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen – nur bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte ein Werthaltigkeitstest durchzuführen. Eine Wertminderung ist ergebniswirksam zu erfassen, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert grundsätzlich einzeln ermittelt. Sofern eine einzelne Ermittlung nicht möglich ist, ist die Ermittlung auf Basis der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu bestimmen, zu der der Vermögenswert gehört. Der erzielbare Betrag ist der höhere aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert. Der Nettoveräußerungswert ist der Wert, der bei Verkauf zu marktüblichen Bedingungen abzüglich der Veräußerungskosten erzielt werden kann. Der Nutzungswert wird auf Basis der diskontierten künftigen Netto-Cashflows aus der Nutzung ermittelt. Die den Werthaltigkeitstests zu Grunde liegenden Cashflows basieren auf Schätzungen und entsprechen den langfristigen Unternehmensplanungen.
Aus dem Werthaltigkeitstest für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Therapie ergab sich zum 31. Dezember 2008 die Notwendigkeit, einen Teil des Geschäfts- oder Firmenwertes im Wert zu mindern. Außerdem waren in den Segmenten Therapie und Radiopharmazie im Vorjahr Wertminderungen bei sonstigen immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer vorzunehmen (siehe Erläuterungen unter Tz. 22). Im Geschäftsjahr 2009 waren keine Wertminderungen notwendig.
Sachanlagen – Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungsoder Herstellungskosten, vermindert um kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Ausrüstungen und Anlagen umfassen sämtliche direkte Kosten, die zurechenbaren Fertigungsgemeinkosten und Finanzierungskosten. Soweit vorhanden, beinhalten die Anschaffungsoder Herstellungskosten die geschätzten Kosten für Abbruch und Beseitigung des Vermögenswertes und die Wiederherstellung des Standortes. Selbst erstellte Anlagen betreffen im Wesentlichen Produktionslinien. Sachanlagen, bei denen im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen alle wesentlichen mit dem Leasingobjekt verbundenen Chancen und Risiken übertragen werden, werden aktiviert und über die geschätzte Nutzungsdauer der Vermögenswerte abgeschrieben. Sonstige auf Grund von Finanzierungsleasingverträgen erworbene Sachanlagen und Mietereinbauten werden entweder über die Laufzeit des Miet- bzw. Leasingvertrages oder die kürzere geschätzte Nutzungsdauer der betroffenen Vermögenswerte abgeschrieben.
Der Abschreibungsaufwand wird auf der Grundlage der linearen Methode ermittelt. Der Abschreibungszeitraum wird gemäß der voraussichtlichen Nutzungsdauer festgelegt. Angenommen werden folgende Nutzungsdauern:
| Gebäude | 25 bis 45 Jahre |
|---|---|
| Mietereinbauten | 10 bis 15 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 4 bis 10 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 12 Jahre |
Bei Verschrottung oder Verkauf werden die Anschaffungsoder Herstellungskosten der Anlagegegenstände ebenso wie die zugehörigen kumulierten Abschreibungen ausgebucht und die aus dem Abgang resultierenden Gewinne oder Verluste erfolgswirksam erfasst.
Ein signifikanter Anteil der abnutzbaren Vermögenswerte des Konzerns wird für die Herstellung ihrer Produkte genutzt. Der Vorstand beurteilt regelmäßig die zukünftige Nutzbarkeit dieser Vermögenswerte unter Berücksichtigung des aktuellen Geschäftsumfelds. Auf dieser Basis wurde im Jahr 2008 die Nutzungsdauer verschiedener Vermögenswerte der Sachanlagen neu eingeschätzt, woraus im Vorjahr Wertminderungen resultierten. Der Vorstand geht davon aus, dass zum 31. Dezember 2009 keine weiteren Beeinträchtigungen der Nutzbarkeit vorliegen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass sich die Beurteilungen des Vorstands in Bezug auf die Nutzungs- und Verwertungsmöglichkeiten der abnutzbaren Vermögenswerte des Konzerns auf Grund von Änderungen im technologischen und behördlichen Umfeld auch kurzfristig ändern könnten.
Vorräte – Unter den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse und fertige Erzeugnisse ausgewiesen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem zum Bilanzstichtag niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Materialund Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen, produktionsbezogene Verwaltungs- und Sozialbereichskosten. Finanzierungskosten werden auf Grund des kurzfristigen Herstellungsvorganges nicht als Teil der Herstellungskosten angesetzt. Als Bewertungsvereinfachung wird – sofern erforderlich – die Durchschnittsmethode angewandt.
Wertminderungen für veraltete oder Überhang-Vorräte werden auf der Grundlage der vom Vorstand durchgeführten Vorratsanalyse und der künftigen Absatzprognosen vorgenommen.
Forderungen – Forderungen sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind, wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderungen bewertet. Gewinne oder Verluste werden im Konzernergebnis erfasst, wenn die Forderungen ausgebucht oder wertgemindert werden. Die Zinseffekte aus der Anwendung der Effektivzinsmethode werden ebenfalls erfolgswirksam erfasst.
Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens – Anlagen in börsengängige Wertpapiere werden nicht zum Zwecke des Handelns oder des Haltens bis zur Endfälligkeit gehalten. Sie werden daher als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available-for-sale financial assets) eingestuft und zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value), der auf den Börsenkursen am Bilanzstichtag basiert, bewertet. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Folgebewertung der Availablefor-Sale-Wertpapiere werden abzüglich der darauf entfallenden Steuern direkt im Eigenkapital erfasst, bis das Wertpapier veräußert wird bzw. eine objektive Wertminderung eintritt. Zu diesen Zeitpunkten ist der kumulierte Gewinn bzw. Verlust im Periodenergebnis zu erfassen.
Derivative Finanzinstrumente – Derivative Finanzinstrumente wie z. B. Devisentermingeschäfte oder Swaps werden grundsätzlich nur für Sicherungszwecke eingesetzt. Sie werden in der Konzernbilanz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Wertänderungen erfolgswirksam erfasst werden. Neben einem Zins-Währungs-Swap wird ein Zins-Swap gehalten. Darüber hinaus wurden Ende des Geschäftsjahres 2009 im Zusammenhang mit einer Investition in das US-amerikanische Implantat-Geschäft zwei Optionsverträge geschlossen, die zum beizulegenden Zeitwert angesetzt werden (vgl. die Erläuterungen im Teil "Übrige Vermögenswerte" und "Übrige langfristige Verbindlichkeiten"). Weitere derivative Finanzinstrumente liegen nicht vor.
Eingeschränkt verfügbare Vermögenswerte – Eingeschränkt verfügbare Vermögenswerte betreffen die von der Eckert & Ziegler AG bei der KBC Bank in Belgien hinterlegten Zahlungsmittel. Diese Mittel dienen der Sicherstellung der Finanzierung des im Dezember 2009 abgegebenen Übernahmeangebotes für die International Brachytherapy S.A. (IBt. S.A.), Seneffe, Belgien.
Weitere eingeschränkt verfügbare Vermögenswerte betreffen von der US-Tochtergesellschaft Eckert & Ziegler Analytics Inc., Atlanta, USA in einen Fonds eingezahlte Beträge, die der Sicherstellung der Erfüllung ihrer künftigen Sanierungsverpflichtungen für kontaminierte Anlagen dienen.
Des Weiteren unterliegen Vermögenswerte, die der nach dem Altersteilzeitgesetz vorgeschriebenen Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben dienen, Verfügungsbeschränkungen.
Die US-Tochtergesellschaft Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. hat Teile ihrer Sachanlagen als Sicherheit für ein Bankdarlehen sicherungsübereignet.
Ein Grundstück der Eckert & Ziegler EURO-PET Berlin GmbH ist mit einer Grundschuld zur Besicherung eines Bankdarlehens belastet.
Wir verweisen auf die Erläuterungen in den Teilen "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente", "Übrige langfristige Vermögenswerte" und "Darlehen und Finanzleasingverbindlichkeiten".
Finanzmittelbestand – Der Konzern betrachtet sämtliche hochliquiden Mittel mit einer Fälligkeit von bis zu drei Monaten als geldnahe Anlagen, die im Finanzmittelbestand ausgewiesen werden. Der Nennwert dieser Mittel wird auf Grund ihrer Kurzfristigkeit als ihr beizulegender Zeitwert (Fair Value) angesehen.
Finanzielle Verbindlichkeiten – Finanzielle Verbindlichkeiten enthalten insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige Verbindlichkeiten. Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Pensionsrückstellungen – Die Bewertung der Pensionsverbindlichkeiten erfolgt auf der Grundlage des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected unit credit method) in Übereinstimmung mit IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer). Beim Anwartschaftsbarwertverfahren werden künftige Gehalts- und Rentenentwicklungen bei der Bemessung der Verpflichtung berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden seit dem 1. Januar 2009 zur Vereinheitlichung der konzernweiten Vorgehensweise unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral über die Eigenkapitalveränderungsrechnung bzw. Gesamtergebnisrechnung erfasst sowie vollständig in der Pensionsrückstellung ausgewiesen.
Rückstellungen – Die Rückstellungen sind insoweit gebildet, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt. Der Ansatz erfolgt, wenn die Höhe der Inanspruchnahme eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist und die Inanspruchnahme zuverlässig geschätzt werden kann. Die als Rückstellungen angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Ausgaben dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist.
Rückstellungen für Entsorgung – Kosten für den Abbruch und das Abräumen eines Gegenstandes sowie die Wiederherstellung des Standortes sind nach IAS 16 Bestandteil der Anschaffungsbzw. Herstellungskosten, soweit für die Kosten nach IAS 37 Rückstellungen zu bilden sind.
Die Entsorgungsrückstellungen basieren auf den öffentlich rechtlichen und privatrechtlichen Verpflichtungen, radioaktiv kontaminierte Anlagegegenstände und Gebäude zu dekontaminieren, freizumessen und sie nach dem Gebrauch wieder gefahrlos zugänglich und nutzbar zu machen. Die Kostenschätzung beinhaltet demzufolge die Arbeitskosten für den Abbau der Anlagen, Kosten für die Aufbereitung der Abfälle, so dass sie entsorgt werden können, Reinigungskosten der Räume, Kosten für die Abnahme durch Sachverständige sowie die Abfallkosten für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle. Dabei wird nur der radioaktive Abfall aus der Entsorgung von Anlagegegenständen berücksichtigt. Abfall, der in der laufenden Produktion anfällt, wird regelmäßig entsorgt und die damit verbundenen Kosten werden in einer gesonderten Position unter den Herstellungskosten ausgewiesen. Nach IAS 37 wird die Entsorgung auf Basis ihres Verkehrswertes ermittelt, d. h. unter der Annahme, dass die o. g. Entsorgungsleistungen von fremden Dritten erbracht werden. Der Ansatz der Rückstellungen erfolgt mit dem Barwert der am Abschlussstichtag erwarteten Ausgaben. Der Ermittlung der Entsorgungsverpflichtungen liegen verschiedene Annahmen zu Grunde, die auf Schätzungen beruhen. Dazu zählen Einschätzungen über benötigte Arbeitstage, Tagessätze und erwartete Sachkosten. Erwartete Kostensteigerungen bis zum Eintritt des Entsorgungsfalls sind in der Bewertung der Rückstellung berücksichtigt. Der Wert der Verpflichtung wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Bei Wertänderungen werden entsprechende Anpassungen der Sachanlagen und der Rückstellungen vorgenommen.
Leasing – Wenn die Vorraussetzungen eines "Finance lease" erfüllt sind, werden die genutzten Leasinggegenstände gemäß IAS 17 als Sachanlagen aktiviert und über die Laufzeit des Leasingverhältnisses vollständig abgeschrieben. Der Ansatz der Leasingverbindlichkeiten erfolgt in Höhe des Barwerts der Leasingraten.
Ertragsrealisierung – Erträge aus Produktumsätzen werden gemäß IAS 18 im Zeitpunkt der Leistungserbringung realisiert, sofern eine vertragliche Vereinbarung zu einem fixen und bestimmbaren Preis vorliegt und mit einer Zahlung durch den Kunden gerechnet werden kann. Dem Kunden werden keine über die gesetzlichen Rechte hinausgehenden Garantie- oder Rückgaberechte eingeräumt. Lizenzgebühren werden in der Periode ertragswirksam vereinnahmt, für die sie gewährt werden. Für Umsatzgeschäfte mit mehreren Teilleistungen erfolgt eine Aufteilung der Umsatzerlöse auf die verschiedenen Leistungen auf der Grundlage ihrer beizulegenden Zeitwerte.
Erträge aus Fertigungsaufträgen werden gemäß IAS 11 wie folgt realisiert: Ist das Ergebnis eines Fertigungsauftrages verlässlich zu schätzen, so sind die Auftragserlöse und Auftragskosten in Verbindung mit diesem Fertigungsauftrag entsprechend dem Leistungsfortschritt jeweils nach Vollendung einer vertraglich vereinbarten Teilleistung, es sei denn, dies würde den Leistungsfortschritt nicht korrekt widerspiegeln. Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrages nicht verlässlich bestimmt werden kann, sind die Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten zu erfassen, die wahrscheinlich einbringlich sind. Auftragskosten werden in der Periode, in der sie entstehen, als Aufwand erfasst. Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Auftragskosten die gesamten Auftragserlöse übersteigen werden, wird der erwartete Verlust in voller Höhe sofort als Aufwand erfasst.
Werbung – Ausgaben für Werbung und andere vertriebsbezogene Kosten werden bei ihrem Anfall aufwandswirksam erfasst.
Forschung und Entwicklung – Forschungsaufwendungen werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Entwicklungskosten sind gemäß IAS 38 (immaterielle Vermögenswerte) beim kumulativen Vorliegen bestimmter Voraussetzungen zu aktivieren. Nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden bei ihrer Entstehung als Aufwand erfasst. Die Herstellungskosten beinhalten neben Material- und Personaleinzelkosten auch die den Entwicklungsprojekten direkt zurechenbaren Materialund Personalgemeinkosten sowie direkt zurechenbare Finanzierungskosten.
Ertragsteuern – Latente Steuern werden unter Anwendung der Liability-Methode (Verbindlichkeiten-Methode) gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) ermittelt. Entsprechend der Liability-Methode werden aktive und passive latente Steuern ausgewiesen, um die zukünftigen steuerlichen Auswirkungen widerzuspiegeln, die sich aus den Differenzen zwischen den Buchwerten der im Konzernabschluss ausgewiesenen Aktiva und Passiva und den jeweiligen Werten in den Steuerbilanzen sowie aus den steuerlichen Verlustvorträgen ergeben. Aktive und passive latente Steuern werden auf der Grundlage der gesetzlichen Steuersätze bemessen, die auf das steuerpflichtige Einkommen in den Jahren anwendbar sind, in denen sich diese zeitweiligen Differenzen voraussichtlich wieder ausgleichen werden. Die Auswirkungen einer Änderung der Steuersätze auf die aktiven und passiven latenten Steuern werden in dem Geschäftsjahr in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem die Gesetzesänderungen verabschiedet wurden. Aktive latente Steuern werden nur angesetzt, soweit eine Realisierung dieser Vermögenswerte wahrscheinlich ist. Aktive und passive latente Steuern werden bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen des IAS 12 saldiert ausgewiesen.
Die laufenden Ertragssteuern werden basierend auf den jeweiligen nationalen steuerlichen Ergebnissen des Jahres sowie den nationalen Steuervorschriften berechnet.
Aktienoptionsplan/Mitarbeiterbeteiligungsprogramm – Die Bilanzierung des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms erfolgt in Übereinstimmung mit IFRS 2 (aktienbasierte Vergütung). Danach ist der beizulegende Zeitwert (Fair Value) sämtlicher ausgereichter Aktienoptionen im Zeitpunkt ihrer Ausgabe zu ermitteln und als Personalaufwand über die Erdienungszeit (vesting period) zu verteilen. Der beizulegende Zeitwert jeder ausgegebenen Option am Ausgabetag wird mittels eines Optionspreismodells berechnet. Mit den Personalaufwendungen ist eine Erhöhung der Kapitalrücklage verbunden, da der Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente des Unternehmens erfolgt.
Investitionszuschüsse und andere Zuwendungen – Eine Erfassung von Zuwendungen erfolgt gemäß IAS 20.7 nur dann, wenn das Unternehmen die mit der Zuschussgewährung verbundenen Bedingungen erfüllt. Mittel, die der Konzern von öffentlichen oder privaten Zuschussgebern für Investitionen beziehungsweise Entwicklungsprojekte erhält, werden im Jahr des Zuflusses als Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Aufwandszuschüsse werden im Geschäftsjahr des Anfalls mit den geförderten Aufwendungen verrechnet. Die im Konzernabschluss abgegrenzten Zuschüsse wurden für den Erwerb von Sachanlagen sowie Entwicklungskosten gewährt. Sie werden über die Nutzungsdauer der jeweiligen Sachanlagen beziehungsweise immateriellen Vermögenswerte ertragswirksam aufgelöst.
Ergebnis je Aktie – Der Gewinn bzw. Verlust je Aktie wird berechnet, indem das den Aktionären der Eckert & Ziegler AG zuzurechnende Periodenergebnis durch die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird. Verwässerte Aktienerträge reflektieren die potenzielle Verwässerung, die entstünde, wenn sämtliche Optionen auf den Bezug von Stammaktien, deren Ausübungspreis unter dem durchschnittlichen Aktienkurs der Periode liegt, ausgeübt würden. Sie werden berechnet, indem der den Eckert & Ziegler Aktionären zuzurechnende Anteil am Periodenergebnis durch die Summe aus der durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stammaktien und den bei Ausübung sämtlicher ausstehender Optionen entstehenden verwässernden Aktien (berechnet unter Anwendung der Treasury-Stock-Methode) dividiert wird.
Im Konzernabschluss wurden alle am Abschlussstichtag in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards des IASB sowie die gültigen IFRIC bzw. SIC berücksichtigt. Aus den vom IASB im Rahmen verschiedener Projekte zur Fortentwicklung der IFRS und zur Erzielung einer Konvergenz mit den US-GAAP verabschiedeten Änderungen bei bestehenden Standards sowie neuen Standards, die erst nach dem 31. Dezember 2009 anzuwenden sind, erwartet der Vorstand keine wesentlichen Auswirkungen auf künftige Konzernabschlüsse.
Im Geschäftsjahr 2009 fanden die folgenden Rechnungslegungsstandards und Interpretationen erstmals Anwendung.
Im November 2006 veröffentlichte das IASB IFRS 8 (Geschäftssegmente), der den bisherigen Standard zur Segmentberichterstattung, IAS 14 (Segmentberichterstattung), ersetzt. Nach IFRS 8 sind die zu veröffentlichenden Segmentinformationen aus den Informationen, die das Management intern zur Beurteilung der Segmentleistung und Segmentabgrenzung nutzt, abzuleiten. Damit folgt IFRS 8 dem sogenannten "Management Approach".
Im März 2007 veröffentlichte das IASB den geänderten Standard IAS 23 (Fremdkapitalkosten), der die Aktivierung von Fremdkapitalzinsen im Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts vorschreibt. Das bisherige Wahlrecht zur Aktivierung der direkt zurechenbaren Fremdkapitalzinsen für qualifizierte Vermögenswerte wurde bisher schon genutzt.
Im September 2007 veröffentlichte das IASB Änderungen zu IAS 1 (Darstellung des Abschlusses). Diese beinhalten Vorschläge zur Umbenennung der einzelnen Abschlussbestandteile, die Pflicht, unter bestimmten Bedingungen eine Eröffnungsbilanz für das Vorjahr und eine getrennte Darstellung von Eigenkapitaltransaktionen mit Gesellschaftern bzw. Nicht-Gesellschaftern offenzulegen sowie die Ertragssteuerauswirkungen pro ergebnisneutral erfasster Komponente in der Gesamtergebnisrechnung oder im Anhang separat auszuweisen.
Im Mai 2008 veröffentlichte das IASB im Rahmen des jährlichen "Improvement"-Projektes Änderungen diverser IFRSs, die im Wesentlichen terminologische und redaktionelle Aspekte betreffen.
Die im März 2009 veröffentlichten Änderungen zu IFRS 7 (Finanzinstrumente: Anhangsangaben) sehen erweiterte Angaben zu den Finanzinstrumenten vor, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Ferner sind zusätzliche Angaben zu Liquiditätsrisiken zu erbringen. Wesentliche Änderungen des IFRS 7 sind insbesondere, dass auf Basis einer dreistufigen Hierarchie anzugeben ist, auf welcher Basis die beizulegenden Zeitwerte ermittelt wurden. Oberste Hierarchieebene sind beizulegende Zeitwerte auf Basis von quotierten Marktpreisen. Beizulegende Zeitwerte auf Basis nicht extern beobachtbarer Bewertungsfaktoren entsprechen der untersten Hierarchieebene. Für Finanzinstrumente, die auf dieser Basis bewertet werden, sind zusätzliche Angaben, die insbesondere das Periodenergebnis aus der Bewertung dieser Instrumente betreffen, zu machen. Finanzgarantien und Kreditzusagen sind in die Fälligkeitsanalyse eines Unternehmens einzubeziehen.
| Verpflichtend | Mögliche | |||
|---|---|---|---|---|
| für Geschäftsjahre | Anwendung | Auswirkungen auf | ||
| Norm | Bezeichnung | beginnend ab | geplant ab | künftige Abschlüsse |
| IFRS 3 (revised 2008) | Unternehmenszusammenschlüsse | 01.07.2009 | 01.01.2010 | unbestimmt |
| IAS 27 (revised 2008) | Konzern- und Einzelabschlüsse | 01.07.2009 | 01.01.2010 | unwesentlich |
| IAS 39 | Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung | 01.07.2009 | 01.01.2010 | unwesentlich |
| IFRS 2 | Änderungen zu IFRS 2 – anteilsbasierte Vergütung | 01.01.2010 | 01.01.2010 | unwesentlich |
| IAS 32 | Finanzinstrumente: Darstellung | 01.02.2010 | 01.01.2010 | unwesentlich |
| IAS 24 | Angaben über Beziehungen | |||
| zu nahe stehenden Unternehmen und Personen | 01.01.2011 | 01.01.2011 | unwesentlich | |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 01.01.2013 | 01.01.2013 | unwesentlich |
| IFRIC 17 | Sachdividenden an Eigentümer | 01.11.2009 | 01.01.2010 | keine |
| IFRIC 19 | Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch die Ausgabe | |||
| von Eigenkapitalinstrumenten | 01.07.2010 | 01.01.2011 | unwesentlich | |
| IFRS 5 | Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | |||
| und aufgegeben Geschäftsbereiche | 01.07.2010 | 01.01.2010 | unwesentlich | |
| IFRIC 12 | Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen | 29.03.2009 | 01.01.2010 | keine |
| IFRIC 15 | Verträge über die Errichtung von Immobilien | 01.01.2010 | 01.01.2010 | keine |
| IFRIC 16 | Absicherug einer Nettoinvestition | |||
| in einen ausländischen Geschäftsbetrieb | 30.06.2009 | 01.01.2010 | keine | |
| IFRIC 18 | Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden | 01.11.2009 | 01.01.2010 | keine |
| IFRS 1 (revised) | Erstmalige Anwendung | |||
| der International Financial Reporting Standards | 01.01.2010 | 01.01.2010 | keine | |
Keine der neuen Rechnungslegungsvorschriften hatte einen materiellen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder das Ergebnis je Aktie. Die sich für Ausweis- und Angabepflichten ergebenden Änderungen wurden im Konzernabschluss, insbesondere in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung sowie im Konzernanhang, berücksichtigt.
Folgende Standards und Interpretationen, deren Anwendung bislang nicht verpflichtend ist, werden im vorliegenden Abschluss noch nicht angewandt. (oben stehende Tabelle)
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß IAS 27 und IFRS 3 nach der Erwerbsmethode. Die Erstkonsolidierung erfolgt zum Erwerbszeitpunkt. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden werden dabei zum Erwerbszeitpunkt mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Anschließend werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem anteiligen, neu bewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Ein hieraus resultierender positiver Unterschiedsbetrag wird unter den immateriellen Vermögenswerten als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen, ein negativer Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Alle wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Transaktionen zwischen verbundenen Unternehmen sind im Rahmen der Konsolidierung eliminiert worden.
Werden Anteile von vollkonsolidierten Tochterunternehmen an Minderheiten veräußert, ohne dass die Beherrschung dieses Tochterunternehmens verloren geht, wird die bestehende Regelungslücke des derzeit angewandten IAS 27 (2003) dahingehend ausgelegt, als dass ein sich ergebender Unterschiedsbetrag zwischen der buchwertigen Erhöhung des Minderheitsanteils und der erhaltenen Gegenleistung erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wird. Bei Anwendung des überarbeiteten IAS 27 (2008) wäre ein solcher Unterschiedsbetrag erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen.
In den Konzernabschluss der Eckert & Ziegler AG sind alle Unternehmen einbezogen, bei denen die Eckert & Ziegler AG mittelbar oder unmittelbar die Möglichkeit hat, die Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen (Control-Konzept). Die zum 31. Dezember 2009 in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind:
| Stimmrechtsquote | |
|---|---|
| International Brachytherapy S.A., Seneffe, Belgien *** | 29,2 % |
| Eckert & Ziegler BEBIG GmbH, Berlin * | 29,2 % |
| Isotron Isotopentechnik GmbH, Berlin * | 29,2 % |
| Eckert & Ziegler BEBIG Iberia S.L.U., Madrid, Spanien * | 29,2 % |
| Eckert & Ziegler Italia s.r.l., Mailand, Italien * | 29,2 % |
| Eckert & Ziegler BEBIG SARL, Paris, Frankreich * | 29,2 % |
| Eckert & Ziegler MMI GmbH, Berlin * | 29,2 % |
| Eckert & Ziegler BEBIG Radiotherapy SARL, Paris, Frankreich * | 29,2 % |
| IBt S.A. BEBIG GmbH, Berlin * | 29,2 % |
| IBt S.A. Ltd., London, Großbritannien * | 29,2 % |
| IBt S.A. Inc., Norcross, USA * | 29,2 % |
| Eckert & Ziegler Isotope Products Inc., Valencia, USA ** | 100 % |
| Eckert & Ziegler Analytics Inc., Atlanta, USA * | 100 % |
| Eckert & Ziegler Isotope Products GmbH, Berlin * | 100 % |
| Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH, Braunschweig | 100 % |
| Nuclitec Inc., Burlington, USA * | 100 % |
| Eckert & Ziegler Isotope Products SARL, Les Ulis, Frankreich * | 100 % |
| Eckert & Ziegler Cesio s.r.o., Prag, Tschechische Republik | 80 % |
| Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH, Berlin | 100 % |
| Eckert & Ziegler EUROTOPE GmbH, Berlin * | 100 % |
| Eckert & Ziegler EURO-PET Linköping AB, Linköping, Schweden * | 100 % |
| Eckert & Ziegler EURO-PET Berlin GmbH, Berlin * | 70 % |
| Eckert & Ziegler f-con Europe GmbH, Holzhausen * | 74,2 % |
| Eckert & Ziegler f-con Deutschland GmbH, Holzhausen * | 74,2 % |
| Eckert & ZieglerEURO-PET Köln-Bonn GmbH,Bonn * | 74,2 % |
| Eckert & Ziegler Nuclitec Inc., Hopkinton, USA | 100 % |
| Kompetenzzentrum für sichere Entsorgung GmbH (bisher: Eckert & Ziegler BEBIG Therapy GmbH, Berlin) |
100 % |
* indirekte Beteiligung
** Die Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. hat sich gegenüber Ihrer Bank zur Einhaltung bestimmter finanzieller Covenants verpflichtet. Die Zahlung einer Dividende von der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. an die Eckert & Ziegler AG ist nur möglich, wenn dadurch diese Covenants nicht verletzt werden.
*** Die Eckert & Ziegler AG hielt zum 31. Dezember 2009 37,6 % der Stammaktien der IBt. S.A., was 29,2 % der stimmberechtigten Aktien entspricht. Weiterhin hält die Eckert & Ziegler AG eine Option auf den Erwerb von 5 Mio. Stimmaktien ("Beneficiary Shares") der IBt. S.A. Unter Berücksichtigung dieser potenziellen Stimmrechte verfügt die Eckert & Ziegler AG über mehr als die Hälfte der Stimmrechte an der IBt. S.A., so dass diese gemäß IAS 27.14 im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen wird.
Im Geschäftsjahr 2009 wurden folgende Unternehmensanteile erworben bzw. Änderungen des Konsolidierungskreises vorgenommen:
– Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH (vormals: Nuclitec GmbH): Im Januar 2009 hat die Eckert & Ziegler AG sämtliche Anteile an der Braunschweiger Nuclitec GmbH (inklusive ihrer amerikanischen Tochtergesellschaft Nuclitec Inc.) erworben. Das Geschäftsjahr der Nuclitec-Gruppe wurde zur Vereinheitlichung im Konzern auf den 1. Januar bis 31. Dezember umgestellt. Demzufolge wurde für die Nuclitec-Gesellschaften ein Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April bis 31. Dezember 2009 eingerichtet. Die Darstellung des Unternehmenserwerbs erfolgt in Tz. 44.
Ein Joint Venture basiert auf einer vertraglichen Vereinbarung, aufgrund der der Konzern und andere Vertragsparteien eine wirtschaftliche Tätigkeit durchführen, die der gemeinschaftlichen Führung unterliegt; dies ist der Fall, wenn die mit der Geschäftstätigkeit des Joint Ventures verbundene strategische Finanz- und Geschäftspolitik die Zustimmung aller gemeinschaftlich führender Parteien erfordert. Anteile an Joint Ventures werden entsprechend der Equity-Methode bilanziert. Die konsolidierte Gesamtergebnisrechnung enthält den Anteil des Konzerns an den Erträgen und Aufwendungen sowie an Eigenkapitalveränderungen der "at-equity" bilanzierten Beteiligungen. Wenn der Konzernanteil am Verlust des Joint Ventures den "at-equity" bilanzierten Anteil übersteigt, wird dieser Anteil bis auf Null abgeschrieben. Weitere Verluste werden nicht erfasst, es sei denn, der Konzern hat eine vertragliche Verpflichtung oder hat Zahlungen zugunsten des Joint Ventures geleistet. Unrealisierte Gewinne oder Verluste aus Transaktionen von Konzernunternehmen mit dem Joint Venture werden gegen den Beteiligungswert des Joint Ventures eliminiert (Verluste maximal bis zur Höhe des Beteiligungswertes).
Joint Venture "NanoBrachyTech": Im Geschäftsjahr 2009 hat die IBt. S.A. gemeinsam mit der Santis LLC und dem russischen Staatsfond "RUSNANO" das Joint Venture "NanoBrachyTech" gegründet. Die IBt. S.A. hat immaterielle Vermögenswerte in das Joint Venture eingebracht und im Gegenzug dafür einen Anteil von 15 % am Joint Venture "NanoBrachyTech" erhalten.
Die in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen werden gemäß IAS 21 in Euro umgerechnet. Da die Tochterunternehmen ihre Geschäftsaktivitäten in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig führen, entspricht die funktionale Währung der einbezogenen Unternehmen der jeweiligen Landeswährung. Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Kapitalflussrechnung erfolgt aus Vereinfachungsgründen zum gewichteten Jahresdurchschnittskurs. Die aus der Umrechnung des Abschlusses resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden bis zum Abgang des Tochterunternehmens ergebnisneutral als gesonderter Posten im Eigenkapital erfasst.
Bei ihrem Zugang werden Fremdwährungspositionen in den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit dem Anschaffungskurs bewertet. Monetäre Posten werden zum Stichtag mit dem Mittelkurs bewertet. Die sich hieraus ergebenden Kursgewinne und –verluste zum Bilanzstichtag werden ergebniswirksam erfasst. Für die Währungsumrechnung wurden folgende Wechselkurse verwendet:
| Land | Währung | 31.12.2009 | 31.12.2008 | Durchschnitts- | Durchschnitts- |
|---|---|---|---|---|---|
| kurs 2009 | kurs 2008 | ||||
| USA | USD | 1,4330 | 1,4097 | 1,3806 | 1,4776 |
| CZ | CZK | 26,4215 | 26,6426 | 26,6431 | 24,9122 |
| GB | GBP | 0,9000 | 0,9740 | 0,89975 | 0,7985 |
| SE | SEK | 10,2603 | 10,9861 | 10,2603 | 10,9861 |
Die Änderungen des Konsolidierungskreises in den Geschäftsjahren 2009 und 2008 haben Auswirkungen auf die Vermögensund Ertragslage des Konzerns, wodurch die Vergleichbarkeit der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Vorjahr teilweise beeinträchtigt ist.
In den Geschäftsjahren 2009 und 2008 hat der Konzern in folgenden Bereichen Schätzungsänderungen vorgenommen:
a) Änderung der Nutzungsdauer von bestimmten immateriellen Vermögenswerten (2009)
Im Vorjahr wurden diverse Zulassungen im Segment Radiopharmazie als immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer eingestuft, während andere Zulassungen über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben wurden. Aufgrund der Erfahrungen im Geschäftsjahr 2009 wurde diese Einschätzung revidiert und diese immateriellen Vermögenswerte werden nun einheitlich über eine Restnutzungsdauer von bis zu 10 Jahren abgeschrieben.
Die Änderung der Nutzungsdauer wirkt sich im Berichtsjahr und in den Folgeperioden auf die Abschreibungen, die in den Herstellungskosten erfasst werden, wie folgt aus:
| 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | danach |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR |
| -14 | -12 | -12 | -12 | 182 |
b) Bewertung von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge (2009)
Die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge wurde gemäß IAS 12 im Geschäftsjahr 2009 erneut anhand von verabschiedeten, aktualisierten Planungsrechnungen überprüft. Neben Annahmen über die Entwicklung in den Branchen, in denen die Eckert & Ziegler AG tätig ist, wurden dabei auch die im Vorjahr geänderte Organisationsstruktur und die durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen innerhalb des Eckert & Ziegler Konzerns berücksichtigt.
Im Segment Therapie führten die im vergangenen Geschäftsjahr bei der IBt. S.A. durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen zu einer deutlich verbesserten Ertragslage. Die auf dieser Basis erstellten Planungsrechnungen zeigten, dass die bisher nicht aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge nunmehr mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Zukunft genutzt werden können. Demzufolge wurde gemäß IAS 12.68 ein Steuerertrag von TEUR 11.726 erfolgswirksam erfasst, von denen TEUR 7.322 den Minderheiten zuzurechnen waren. Im Gegenzug dazu wurde der im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses bisher angesetzte Geschäfts- oder Firmenwert aufwandswirksam um TEUR 4.404 reduziert.
Im Segment Radiopharmazie wurden ebenfalls Planungsrechnungen für die Beurteilung der wahrscheinlichen Realisierbarkeit der latenten Steuern auf Verlustvorträge erstellt. Aufgrund der Tatsache, dass das Geschäftsfeld noch relativ jung ist und in den vergangenen Jahren noch keine stabilen Gewinne erzielt werden konnten, wurde hier ein Zeitraum von 5 Jahren für die Nutzung der Verlustvorträge zugrunde gelegt. Aufgrund gegenüber dem Vorjahr verschlechterten Ertragsaussichten bei einer Gesellschaft des Segments resultierten im Berichtsjahr Wertminderungen auf im Vorjahr aktivierte latente Steuern in Höhe von TEUR 201.
c) Änderung der Nutzungsdauer von Klinikausstattungen (2008)
Im Segment Therapie stellt der Konzern den Kunden Equipment zur Verfügung um diese in die Lage zu versetzen, Operationen mit unseren Produkten durchführen zu können. Aufgrund geänderter Marktbedingungen muss die Bereitstellung neuer Ausrüstungen in kürzeren, als den ursprünglich geplanten, Zeitabständen erfolgen. Die Restnutzungsdauer der entsprechenden Vermögenswerte wurde deshalb von 8 auf 5 Jahre entsprechend gekürzt.
Die Verkürzung der Restnutzungsdauer wirkt sich auf die Abschreibungen, die in den Vertriebskosten erfasst werden, wie folgt aus.
| 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | danach | |
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Erhöhung | |||||
| (Verminderung) der Abschreibungen |
205 | 132 | -19 | -89 | -526 |
d) Änderung der Nutzungsdauer von bestimmten Produktionsanlagen (2008)
Im Rahmen der jährlichen Budgetplanung wurden auch die Auslastung und der Zustand unserer Zyklotrone in Berlin und Köln/ Bonn überprüft. Bedingt durch ein erhöhtes Produktionsvolumen wurde die Nutzungsdauer des Berliner Zyklotrons von 20 auf 13 Jahre herabgesetzt.
Die Änderung der Nutzungsdauer wirkt sich im Berichtsjahr und in den Folgeperioden auf die Abschreibungen, die in den Herstellungskosten erfasst werden, wie folgt aus:
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR |
|---|---|---|---|---|
| -415 | ||||
| 83 | 83 | 83 | 83 |
e) Bewertung von Rückstellungen im Zusammenhang mit einer steuerlichen Betriebsprüfung (2008)
Seit dem Jahr 2004 führen die deutschen Steuerbehörden eine Betriebsprüfung bei der Eckert & Ziegler AG für die Veranlagungszeiträume von 2000 bis 2002 durch. Auf Grund der vorliegenden Zwischenberichte ist inzwischen davon auszugehen, dass die Finanzverwaltung beabsichtigt, beträchtliche Nachzahlungen festzulegen. Der Konzern ist weiterhin der Überzeugung, dass diese Nachforderungen in wesentlichen Teilen strittig sind und auf der einseitigen Auslegung von Sachverhalten durch die Finanzbeamten beruhen. Da sich die fraglichen Punkte aber wahrscheinlich nur durch einen langwierigen Rechtsstreit klären lassen, hat der Konzern im Abschluss des Vorjahres Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.822 erfasst. Die Aufwendungen sind im Vorjahr in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von TEUR 875 unter den Steueraufwendungen, in Höhe von TEUR 735 unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und in Höhe von TEUR 212 unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen.
f) Einstellung von Entwicklungsprojekten und damit verbundene Wertminderung von selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten (2008)
Seit 2006 hat der Konzern an der Entwicklung eines "Pulsed Dose Rate Strahlentherapie"-Gerätes gearbeitet. Auf Grund von Problemen bei der Software- und Hardware-Weiterentwicklung, die aus der stark gestiegenen Komplexität, der erhöhten Funktionalität sowie sicherheitsrelevanten Erweiterungen resultierten, wäre eine komplett neue Software für das Gerät notwendig gewesen, die zu Mehrkosten in Höhe von TEUR 1.000 geführt hätte. Da gleichzeitig die Verkaufserwartungen des Vertriebes rückläufig waren, hatte sich die Geschäftsleitung im Geschäftsjahr 2008 entschlossen, das Projekt einzustellen.
Daraus resultierten im Vorjahr Wertminderungen in Höhe von TEUR 1.259 sowie eine korrespondierende Auflösung von Abgrenzungsposten in Höhe von TEUR 295, welche unter den Forschungs- und Entwicklungskosten ausgewiesen wurden.
Der Konzern erzielt seine Umsatzerlöse überwiegend aus dem Verkauf von Gütern sowie zu einem geringen Teil aus Fertigungsaufträgen oder aus der Erbringung von Dienstleistungen. Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2009 von TEUR 71.612 auf TEUR 101.399 erneut stark angestiegen. Etwa 29 % des Umsatzwachstums beruht auf organischem Wachstum, ca. 71 % des Wachstums stammt aus im Geschäftsjahr 2009 neu akquirierten Geschäftseinheiten.
Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern | 94.811 | 71.410 |
| Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen | 4.629 | 202 |
| Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen | 1.829 | 0 |
| Umsatzerlöse aus Lizenzgebühren | 130 | 0 |
| Summe | 101.399 | 71.612 |
Im Geschäftsjahr 2009 hat der Konzern Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen für den Bau von Produktionsanlagen für Dritte erzielt. Der Umsatzerlös für die jeweilig erbrachten Leistungen wird nach Fertigstellung der vertraglichen festgelegten Teilleistung realisiert.
| 2009 | |
|---|---|
| TEUR | |
| Umsatzerlöse | 1.829 |
| Auftragskosten | -1.103 |
| Gewinn | 726 |
| passivischer Saldo | -5.338 |
Die Gliederung der Umsatzerlöse nach geografischen Segmenten und Geschäftsfeldern ist in der Segmentberichterstattung ersichtlich.
Die Umsatzkosten enthalten neben den direkt den Umsätzen zurechenbaren Material- und Personalaufwendungen sowie Abschreibungen auch anteilige Material- und Personalgemeinkosten sowie Erträge aus der Auflösung von Abgrenzungsposten. Der Materialaufwand inklusive den Bestandsveränderungen betrug TEUR 26.071 für 2009 und TEUR 20.002 für 2008.
Ausgaben für Werbung und andere vertriebsbezogene Kosten werden bei ihrem Anfall aufwandswirksam erfasst.
Die Vertriebskosten gliedern sich wie folgt:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Personal- und Personalnebenkosten | 7.502 | 5.476 |
| Kosten der Warenabgabe | 3.775 | 3.124 |
| Provisionen | 1.663 | 2.230 |
| Abschreibungen | 1.765 | 1.697 |
| Werbung | 1.130 | 1.012 |
| Sonstige | 2.590 | 1.576 |
| Summe | 18.425 | 15.115 |
Die Allgemeinen Verwaltungskosten beinhalten:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Personal- und Personalnebenkosten | 8.428 | 8.194 |
| Abschreibungen | 2.137 | 1.517 |
| Beratungskosten | 2.113 | 770 |
| Versicherungen, Beiträge, Gebühren | 1.683 | 388 |
| Mietkosten | 1.311 | 957 |
| Kommunikationskosten | 371 | 324 |
| IR-Kosten | 247 | 157 |
| Erträge aus der Auflösung von Abgrenzungsposten | -216 | -229 |
| Sonstige | 3.009 | 2.531 |
| Summe | 19.083 | 14.609 |
Die Kosten für Forschung und Entwicklung betrugen TEUR 2.496 für 2009 und TEUR 3.108 für 2008. Die Kosten setzen sich zusammen aus:
Die Kosten für Forschung und Entwicklung von TEUR 2.496 (2008: TEUR 3.108) enthalten Abschreibungen in Höhe von TEUR 89 (2008: TEUR 369), Personalaufwand in Höhe von TEUR 1.292 (2008: TEUR 1.341), Materialaufwand in Höhe von TEUR 128 (2008: TEUR 100) und Sonstige Aufwendungen in Höhe von TEUR 989 (2008: TEUR 144) sowie Erträge aus der Auflösung von Abgrenzungsposten in Höhe von TEUR 2 (2008: TEUR 325). Im Vorjahr enthielt diese Position Wertminderungsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.479, die im Berichtsjahr nicht anfielen.
Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 29.876 (2008: TEUR 23.146).
Die Personalkosten für die Geschäftsjahre 2009 und 2008 setzen sich folgendermaßen zusammen:
| 2009 | 2008 |
|---|---|
| TEUR | TEUR |
| 26.942 | 20.656 |
| 2.934 | 2.490 |
| 1.543 | 1.136 |
Während des Jahres 2009 waren durchschnittlich 500 (2008: 395) Mitarbeiter bei den Konzerngesellschaften beschäftigt. Diese arbeiteten in den folgenden Abteilungen:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| Fertigung | 214 | 158 |
| FuE/Anlagenbau | 58 | 55 |
| Verwaltung | 45 | 40 |
| Vertrieb | 138 | 103 |
| Qualitätsmanagement | 45 | 39 |
| Gesamt | 500 | 395 |
Im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen wurden im Geschäftsjahr 2009 TEUR 1.021 (2008: TEUR 752) als Aufwand für Leistungen an Arbeitnehmer im Zusammenhang mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses erfasst.
Die Arbeitnehmer der deutschen und anderen europäischen Konzernunternehmen gehören den staatlichen Versorgungsplänen an, die durch die staatlichen Behörden verwaltet werden. Die Unternehmen müssen zur Dotierung der Leistungen einen bestimmten Prozentsatz ihres Personalaufwands in die Versorgungspläne einzahlen. Die einzige Verpflichtung des Konzerns hinsichtlich dieser Altersversorgungspläne besteht in der Zahlung dieser festgelegten Beiträge.
Die amerikanischen Tochtergesellschaften unterhalten beitragsorientierte Altersversorgungspläne für alle anspruchsberechtigten Arbeitnehmer dieser Unternehmen. Die Vermögenswerte dieser Pläne werden separat von denen des Konzerns unter treuhänderischer Kontrolle gehalten.
Die in der Gesamtergebnisrechnung erfassten Aufwendungen von insgesamt TEUR 1.543 (2008: TEUR 1.136) stellen die fälligen Beiträge des Konzerns zu den angegebenen Altersversorgungsplänen dar. Zum 31. Dezember 2009 bzw. 2008 waren jeweils alle fälligen Beiträge in die Versorgungspläne eingezahlt.
Informationen über die Gesamtbezüge von aktiven und früheren Mitgliedern des Vorstands sowie aktiven Mitgliedern des Aufsichtsrates sind im Vergütungsbericht in Tz. 49 angegeben.
Die Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in den folgenden Posten der Gewinnund Verlustrechnung enthalten:
| 2009 | 2008 | |||
|---|---|---|---|---|
| Abschrei- | Wertmin- | Abschrei- | Wertmin- | |
| bungen | derungen | bungen | derungen | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Umsatzkosten | 889 | 0 | 629 | 0 |
| Vertriebskosten | 689 | 0 | 485 | 0 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 840 | 0 | 691 | 0 |
| Forschungs- und nicht aktivierte | ||||
| Entwicklungskosten | 69 | 0 | 339 | 1.479 |
| Sonstige betriebliche | ||||
| Aufwendungen | 0 | 4.404 | 0 | 450 |
| Summe | 2.487 | 4.404 | 2.144 | 1.929 |
Die Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen sind in den folgenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:
| 2009 | 2008 | |||
|---|---|---|---|---|
| Abschrei- bungen |
Wertmin- derungen |
Abschrei- bungen |
Wertmin- derungen |
|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Umsatzkosten | 2.241 | 0 | 1.650 | 1.359 |
| Vertriebskosten | 1.076 | 0 | 1.212 | 0 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 1.297 | 0 | 826 | 0 |
| Forschungs- und nicht aktivierte | ||||
| Entwicklungskosten | 20 | 0 | 30 | 0 |
| Summe | 4.634 | 0 | 3.718 | 1.359 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Geschäftsjahr 2009 den Ertrag aus der Auflösung der im vergangenen Jahr für einen gegebenenfalls entstehenden Verpflichtungsüberschuss gebildeten Rückstellung in Höhe von TEUR 7.140. Diese im Vorjahr gebildete Rückstellung wurde im Berichtsjahr vollständig aufgelöst. Da der Kurswert der IBt. S.A.-Aktie zum Bilanzstichtag über dem im Rahmen der Klage geforderten Kurs für das Übernahmeangebot lag, war die Grundlage für die Rückstellungsbildung entfallen.
Weiterhin enthält die Position Erträge aus der Entkonsolidierung der Eckert & Ziegler f-con Pharma Italia s.r.l. in Höhe von TEUR 97, Erträge aus dem Verkauf von Aktien der IBt. S.A. in Höhe von TEUR 221 und Erträge aus dem Verkauf von Vertriebsrechten an das Joint Venture "NanoBrachyTech" in Höhe von TEUR 130.
Im Vorjahr enthielten die sonstigen betrieblichen Erträge im Wesentlichen den Veräußerungsgewinn aus der Einbringung der Eckert & Ziegler BEBIG GmbH in die IBt. S.A. in Höhe von TEUR 14.380 sowie Erträge aus dem Wegfall einer Verpflichtung gegenüber der wallonischen Regierung der IBt. S.A. in Höhe von TEUR 1.734.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus der Anpassung des Geschäfts- oder Firmenwertes der IBt. S.A. in Höhe von TEUR 4.404. Diese Anpassung erfolgte gemäß IFRS 3.65 im Zusammenhang mit der nachträglichen Realisierung der im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses mit der IBt. S.A. stehenden aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge.
Weiterhin enthalten sind Aufwendungen aus Wertminderungen von Forderungen beziehungsweise Forderungsverlusten in Höhe von TEUR 175 (2008: TEUR 312) sowie Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 35 (2008: TEUR 26).
Im Vorjahr enthielten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 7.140 zur Bildung einer Rückstellung im Zusammenhang mit der Klage eines IBt S.A. Minderheitsaktionärs gegenüber der Eckert & Ziegler AG auf Abgabe eines Pflichtübernahmeangebotes (siehe Tz. 14), Aufwendungen in Höhe von TEUR 725 für die Bildung einer Rückstellung aus Rückzahlungsforderungen von erhaltenen Investitionszulagen, sowie TEUR 450 im Zusammenhang mit einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Therapie.
Die IBt. S.A. hat sich im Geschäftsjahr 2009 an einem Joint Venture in Russland beteiligt. Im Zusammenhang mit der Einbringung von immateriellen Vermögenswerten als Sacheinlage in dieses Joint Venture hat der Konzern einen Ertrag in Höhe von TEUR 873 realisiert. Zur Zeit der Aufstellung des Konzernabschlusses liegt noch kein Abschluss des Joint Venture Unternehmens zum 31. Dezember 2009 vor, so dass der Anteil des Konzerns an den Erträgen und Aufwendungen der at-equity bilanzierten Beteiligung nicht in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 eingeflossen ist.
Das übrige Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Währungsgewinne | 1.129 | 1.815 |
| Währungsverluste | -982 | -1.764 |
| Erträge aus Beteiligungen | 7 | 3 |
| Sonstiges übriges Finanzergebnis | -72 | -174 |
| Summe | 82 | -120 |
Aus der Marktbewertung eines derivativen Sicherungsinstrumentes zur Zinssicherung resultierte im Geschäftsjahr 2009 ein Verlust von TEUR 72 (2008: TEUR 174), der im sonstigen übrigen Finanzergebnis enthalten ist. Aus der Marktbewertung eines derivativen Sicherungsinstrumentes zur Zins- und Währungssicherung resultierte im Geschäftsjahr 2009 ein Verlust von TEUR 58 (2008: TEUR 190), der in den Währungsverlusten enthalten ist.
Zinsen und ähnliche Erträge auf finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 68 (2008: TEUR 73), während die Zinsaufwendungen auf finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten TEUR 1.331 (2008: TEUR 1.241) betrugen.
Nach dem deutschen Steuerrecht setzen sich die Ertragsteuern aus Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie dem Solidaritätszuschlag zusammen.
Bei den Verlustvorträgen handelt es sich im Wesentlichen um Verlustvorträge der IBt. S.A. und um Verlustvorträge der deutschen Gesellschaften des Eckert & Ziegler-Konzerns. Die Verluste in Belgien und in Deutschland können auf unbefristete Zeit vorgetragen werden.
Der bei der Berechnung des Steueraufwands in Deutschland angewendete Konzernsteuersatz Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer belief sich für die Geschäftsjahre 2009 und 2008 auf 30,175 %. Die Steuersätze in Deutschland setzen sich wie folgt zusammen:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| Gewerbesteuermesszahl | 3,5 % | 3,5 % |
| Gewerbesteuerhebesatz | 410 % | 410 % |
| Körperschaftsteuer | 15 % | 15 % |
| Solidaritätszuschlag zur Körperschaftsteuer | 5,5 % | 5,5 % |
Der Aufwand(+)/Ertrag(-) für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzt sich für die jeweils am 31. Dezember endenden Geschäftsjahre 2009 und 2008 wie folgt zusammen:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Ergebnis vor Steuern: | ||
| Deutschland | 10.614 | 5.092 |
| Ausländische Tochtergesellschaften | 4.541 | 3.209 |
| 15.155 | 8.301 | |
| 2009 | 2008 | |
| TEUR | TEUR | |
| Laufende Steuern: | ||
| Deutschland | 954 | 1.396 |
| Ausländische Tochtergesellschaften | 2.172 | 2.325 |
| 3.126 | 3.721 |
Von den laufenden Steuern im Jahr 2009 entfallen TEUR 61 auf Vorjahre (2008: TEUR 875).
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Latente Steuern: | ||
| Deutschland | -6 | 1.723 |
| Ausländische Tochtergesellschaften | -9.857 | -180 |
| -9.863 | 1.543 | |
| Steuern gesamt: | -6.737 | 5.264 |
Die Überleitung des Steueraufwandes des Konzerns, ermittelt auf der Grundlage der in Deutschland geltenden Steuersätze, auf den tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand des Konzerns stellt sich folgendermaßen dar:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Erwarteter Steueraufwand auf Basis des deutschen Steuersatzes | 4.573 | 2.507 |
| Steuerdifferenzen auf die Einkommen | ||
| der ausländischen Tochtergesellschaften | -210 | -237 |
| Steuern für Vorjahre | 61 | 875 |
| Nicht abzugsfähige Aufwendungen | 1.648 | 2.670 |
| Steuerfreies Einkommen | -2.303 | -4.054 |
| Sonstige | 118 | 3 |
| Wertminderung von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge | 201 | 1.417 |
| Wertaufholung von in Vorjahren abgeschriebenen aktiven | ||
| latenten Steuern auf Verlustvorträge | -282 | 0 |
| nachträgliche Aktivierung von latenten Steuern nach Erwerbs | ||
| zeitpunkt abzüglich Verbrauch bis zum 31.12.2008 | -11.046 | 0 |
| Nutzung von bisher nicht aktivierten | ||
| latenten Steuern auf Verlustvorträge | -65 | 0 |
| Nicht aktivierte latente Steuern auf Verluste des Geschäftsjahres | 705 | 1.831 |
| Wertminderung von aktiven latenten Steuern | ||
| auf temporäre Differenzen | 0 | 252 |
| Wertaufholung von aktiven latenten Steuern | ||
| auf temporäre Differenzen | -137 | 0 |
| Effektivsteueraufwand | -6.737 | 5.264 |
Zur Berechnung der latenten Steuern wurden bei den inländischen Gesellschaften zum 31. Dezember 2009 folgende, gegenüber dem 31. Dezember 2008 unveränderte, Steuersätze verwendet: Körperschaftsteuer 15 %, Solidaritätszuschlag 5,5 % auf die Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer 14 %. Bei den ausländischen Gesellschaften wurden für die Berechnung der latenten Steuern jeweils die länderspezifischen Steuersätze verwendet.
Latente Steuern werden auf der Grundlage der Differenzen hinsichtlich der Wertansätze, mit denen Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und in den jeweiligen Steuerbilanzen der Konzernunternehmen ausgewiesen werden, sowie für die verfügbaren steuerlichen Verlustvorträge berechnet. Aktive und passive latente Steuern wurden in der Bilanz, soweit nach IAS 12 zulässig, saldiert.
Auf die Veränderung von steuerlichen Verlustvorträgen entfallen im Berichtsjahr latente Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 3.419 (2008: TEUR 1.938) sowie latente Steuererträge von TEUR 12.142 (2008: TEUR 0), während auf temporäre Differenzen latente Steuererträge in Höhe von TEUR 1.140 (2008: TEUR 395) entfallen. Aus der Währungsumrechnung resultieren Erhöhungen der latenten Steuern auf temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 6 (2008: Verminderung um TEUR 49).
Im Berichtsjahr wurden TEUR 67 latente Steuererträge (2008: TEUR 15) direkt ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet.
Im Rahmen der Erstkonsolidierung der Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH und der Eckert & Ziegler Isotope Products SARL wurden im Geschäftsjahr 2009 aktive latente Steuern von TEUR 1.734 und passive latente Steuern von TEUR 1.565 angesetzt. Im Vorjahr wurden im Rahmen der Erstkonsolidierung der IBt. S.A. aktive latente Steuern von TEUR 1.104 und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.183 angesetzt. Aus der Erstkonsolidierung der Isotron GmbH resultierten im Vorjahr passive latente Steuern in Höhe von TEUR 2. Im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf der Eckert & Ziegler f-con Pharma Italia s.r.l. wurden im Vorjahr TEUR 8 aus den passiven latenten Steuern in die zum Verkauf gehaltenen Verbindlichkeiten umgegliedert.
Insgesamt sind TEUR 9.954 (2008: TEUR 1.231) latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge aktiviert. Davon sind TEUR 9.898 (2008: TEUR 1.175) unbegrenzt vortragsfähig. Der Rest ist begrenzt vortragsfähig über einen Zeitraum von 5 Jahren. Aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 966 (2008: TEUR 856) entfallen auf zwei Gesellschaften im Radiopharmaziesegment sowie die Eckert & Ziegler AG, die in 2009 noch einen steuerrechtlichen Verlust erlitten haben. Im Ergebnis von Wertminderungstests wurden im Geschäftsjahr 2009 aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 201 (2008: TEUR 1.831) wertgemindert (siehe Tz. 6).
Im Geschäftsjahr 2009 wurden Verlustvorträge in Höhe von TEUR 65 genutzt (2008: TEUR 0), für die zum 31. Dezember des Vorjahres jeweils keine aktiven latenten Steuern für Verlustvorträge angesetzt waren. In 2009 wurden in Höhe von TEUR 11.328 (2008: TEUR 0) Wertaufholungen für im Vorjahr abgewertete bzw. bisher nicht aktivierte aktive latente Steuern auf Verlustvorträge erfasst. Davon entfallen TEUR 11.046 auf die IBt. S.A. im Zusammenhang mit der nachträglichen Realisierung nach Erwerbszeitpunkt gemäß IFRS 3.65. Der Betrag der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge, die in der Bilanz zum 31. Dezember 2009 nicht angesetzt wurden, beträgt TEUR 1.388 (2008: TEUR 14.771).
Die aktiven und passiven latenten Steuern auf Ebene der einzelnen Bilanzposten werden in der folgenden Übersicht dargestellt:
| Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | |||
|---|---|---|---|---|
| 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Steuerliche Verlustvorträge | 9.954 | 1.231 | 0 | 0 |
| Anlagevermögen | 77 | 259 | 4.219 | 3.113 |
| Aktienoptionen | 0 | 108 | 0 | 0 |
| Wertpapiere | 0 | 0 | 2 | 3 |
| Forderungen | 291 | 75 | 468 | 93 |
| Verbindlichkeiten | 1.783 | 0 | 0 | 0 |
| Rückstellungen | 2.692 | 1.479 | 0 | 0 |
| Sonstige | 74 | 122 | 14 | 2 |
| Zwischensumme | 14.871 | 3.274 | 4.703 | 3.211 |
| Saldierung | -3.076 | -2.064 | -3.076 | -2.064 |
| Bestand laut Konzernbilanz | 11.795 | 1.210 | 1.627 | 1.147 |
Die deutschen Steuerbehörden haben im Jahr 2004 eine Betriebsprüfung bei der Eckert & Ziegler AG, für die Veranlagungszeiträume von 2000 bis 2002 begonnen, welche voraussichtlich im Jahr 2010 abgeschlossen werden wird. Auf Grund der vorliegenden Zwischenberichte des Vorjahres ist davon auszugehen, dass die Finanzverwaltung beabsichtigt, steuerrelevante Nachzahlungen in Höhe von TEUR 875 festzulegen. Der Konzern hat hierfür im Vorjahr Rückstellungen erfasst.
Im Konzernergebnis nach Steuern sind auf Minderheitsanteile entfallende Gewinnanteile in Höhe von TEUR 8.642 (2008: Verlustanteile in Höhe von TEUR 1.465) enthalten. Ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 7.322 entfällt dabei auf die gemäß IAS 12.68 im Zusammenhang mit der nachträglichen Realisierung der im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses mit der IBt. S.A. stehenden aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge und temporäre Differenzen.
Das Ergebnis je Stückaktie wurde wie folgt berechnet:
| Zum Jahresende | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| TEUR | TEUR | |
| Zähler für Berechnung des Gewinns und | ||
| des verwässerten Gewinns je Aktie – | ||
| Ergebnisanteil der Aktionäre der Eckert & Ziegler AG | 13.250 | 4.502 |
| Nenner für Berechnung des Gewinns je Aktie – | ||
| gewichteter Durchschnitt der Anzahl der Aktien (in Tausend Stück) | 3.783 | 3.143 |
| Wirkung verwässernder Aktienoptionen | 23 | 15 |
| Nenner für Berechnung des verwässerten Gewinns je Aktie – | ||
| gewichteter Durchschnitt der Anzahl der Aktien (in Tausend Stück) | 3.806 | 3.158 |
| Unverwässerter Gewinn je Aktie (in EUR) | 3,50 | 1,43 |
| Verwässerter Gewinn je Aktie (in EUR) | 3,48 | 1,43 |
Zur Ermittlung des Verwässerungseffektes der Aktienoptionen wurde der durchschnittliche Börsenkurs der Stammaktien während der Berichtsperiode verwendet.
Das am 29. Dezember 2008 abgeschlossene Call- und Put-Optionsgeschäft verpflichtet die Eckert & Ziegler AG bei Ausübung der Put-Option durch den Inhaber die Stimmrechtsaktien der IBt S.A. zum Teil gegen Aktien der Eckert & Ziegler AG zu erwerben. Die Ausgabe dieser Aktien wurde, wie im Vorjahr, nicht in der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie berücksichtigt, da der Einfluss auf dieses in den Geschäftsjahren 2009 und 2008 von untergeordneter Bedeutung ist.
Unter den immateriellen Vermögenswerten werden Geschäftsoder Firmenwerte, Kundenbeziehungen, Wettbewerbsverbote, Patente und Technologien, Lizenzen und Software, aktivierte Entwicklungskosten sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen.
Immaterielle Vermögenswerte, die keiner Abschreibung unterliegen, betreffen überwiegend die Geschäfts- oder Firmenwerte. Daneben unterliegen übrige immaterielle Vermögenswerte mit einem Buchwert von TEUR 689 (2008: TEUR 829) auf Grund ihrer unbestimmten Nutzungsdauer ebenfalls keiner Abschreibung. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Markenzeichen, deren zeitliche Nutzung unbegrenzt ist und die dem Segment Industrie zugeordnet sind. Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer, die nicht abzuschreiben sind, setzen sich zum 31. Dezember der Geschäftsjahre 2009 und 2008 wie folgt zusammen:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 27.564 | 26.907 |
| Übrige | 689 | 829 |
| Stand zum 31.12. | 28.253 | 27.736 |
Der Anstieg der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer gegenüber dem Vorjahr beruht im Wesentlichen auf den Zugängen von Geschäfts- oder Firmenwerten im Zusammenhang mit dem Erwerb der Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH und der Eckert & Ziegler Isotope Products SARL. Gegenläufig dazu ist ein Rückgang der Geschäfts- oder Firmenwerte im Segment Therapie, der im Wesentlichen auf der gemäß IFRS 3.65 erfolgten erfolgswirksamen Erfassung von im Erstkonsolidierungszeitpunkt nicht angesetzten aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge und temporäre Differenzen beruht.
Die Position Geschäfts- oder Firmenwerte entwickelte sich in den Geschäftsjahren 2009 bzw. 2008 wie folgt:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Stand zum 01.01. | 26.907 | 9.948 |
| SORAD | 0,00 | 0,00 |
| Anlytics USD 2.739.034 | 0,00 | 0,00 |
| f-con | 0,00 | 0,00 |
| Zugänge | 5.571 | 17.549 |
| Abgänge | -357 | 0 |
| Anpassungen aus bedingten Kaufpreiszahlungen | 0 | -388 |
| Umklassifizierung als zur Veräußerung gehalten | 0 | -86 |
| Wertminderung | 0 | -450 |
| Anpassung aufgrund nachträglich erfasster | ||
| latenter Steueransprüche | -4.404 | 0 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | -153 | 334 |
| Stand zum 31.12. | 27.564 | 26.907 |
Im Vorjahr wurde die im Zusammenhang mit der in 2005 erworbenen F-CON-Gruppe bilanzierten bedingten Kaufpreiszahlung auf Basis einer neuen Schätzung angepasst und der bei dem Unternehmenszusammenschluss entstandene Geschäfts- oder Firmenwert entsprechend um TEUR 388 reduziert.
Im Einzelnen verteilen sich die Geschäfts- oder Firmenwerte sowie die immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer auf die Geschäftsfelder wie folgt:
| 2009 | 2008 | |||
|---|---|---|---|---|
| Geschäfts- | Geschäfts- | |||
| oder | oder | |||
| Firmenwert | Andere | Firmenwert | Andere | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Therapie | 10.742 | 0 | 15.503 | 0 |
| Industrie | 15.645 | 689 | 11.208 | 697 |
| Radiopharmazie | 1.177 | 0 | 196 | 132 |
| Stand zum 31.12. | 27.564 | 689 | 26.907 | 829 |
Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte und immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer wurden im Geschäftsjahr 2009 gemäß IAS 36 einer Werthaltigkeitsprüfung (Impairment-Test) unterzogen. Dabei wurden die Geschäftsoder Firmenwerte den betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units = CGU) zugeordnet. Die zum Bewertungsstichtag erzielbaren Beträge der CGU's entsprechen dem höheren der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und dem jeweiligen Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit.
Die beizulegenden Zeitwerte der CGU's Radiopharmazie und Industrie ergeben sich aus den diskontierten künftigen Cash-Flows, die auf Basis der aktuellen Planungsrechnungen über einen Fünfjahreszeitraum ermittelt wurden. Neben den Annahmen über die Entwicklung in den Branchen, in denen die Eckert & Ziegler AG tätig ist, wurden dabei auch die im Vorjahr geänderte Organisationsstruktur und die durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen innerhalb des Eckert & Ziegler Konzerns berücksichtigt. Für den anschließenden Zeitraum wurden die Cash-Flows mit einer Wachstumsrate von 0,75 % angesetzt. Die Cash-Flows wurden für die CGU Radiopharmazie mit einem gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz vor Steuern von 9,9 % und für die CGU Industrie mit einem gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz vor Steuern von 8,4 % diskontiert. Bei der Bestimmung des Diskontierungsfaktors hat der Vorstand die Kapitalkosten einer Gruppe von vergleichbaren Unternehmen herangezogen.
Der beizulegende Zeitwert der CGU Therapie wurde aus dem Börsenkurs der IBt. S.A. am 31. Dezember 2009 abgeleitet.
Im Ergebnis der Werthaltigkeitstests wurde zum 31. Dezember 2009 unter Zugrundelegung der jeweilig ermittelten beizulegenden Zeitwerte kein Wertminderungsbedarf bezüglich der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer festgestellt.
Für das Segment Therapie wurde im Vorjahr entsprechend den oben erläuterten Annahmen zum einen der Nutzungswert, zum anderen der beizulegende Zeitwert, welcher dem Börsenkurs der IBt S.A. Aktie am 31. Dezember 2008 (EUR 2,45) entspricht, abzüglich der Veräußerungskosten ermittelt. Zur Bestimmung des Wertminderungsaufwands wurde auf den größeren der beiden Werte, hier dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten, abgestellt. Daraus resultierte zum 31. Dezember 2008 ein Wertminderungsaufwand auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 450, welcher in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wurde.
Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte, welche abgeschrieben werden, setzen sich zum 31. Dezember der Geschäftsjahre 2009 und 2008 wie folgt zusammen:
a) Erworbene immaterielle Vermögenswerte
| verbleibende | |||
|---|---|---|---|
| 2009 | Abschreibungsdauer | 2008 | |
| TEUR | TEUR | ||
| Kundenbeziehungen | 7.129 | 5 bis 10 Jahre | 6.034 |
| Lizenzen/Software | 489 | 1 bis 7 Jahre | 946 |
| Patente/Technologien | 2.536 | 5 bis 16 Jahre | 798 |
| Übrige | 655 | 1 bis 8 Jahre | 430 |
| Wettbewerbsverbote | 117 | 1 bis 2 Jahre | 237 |
| Stand zum 31.12. | 10.926 | 8.445 |
b) Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte
| verbleibende | |||
|---|---|---|---|
| 2009 | Abschreibungsdauer | 2008 | |
| TEUR | TEUR | ||
| Aktivierte Entwicklungskosten | |||
| (noch nicht abgeschlossene Projekte) | 123 | 51 | |
| Gerätesystem | |||
| zur radiopharmazeutischen Synthese | 1.407 | 3 Jahre | 1.884 |
| C 11 Markierungsysteme | 1.321 | 5 Jahre | 610 |
| Sonstige | 93 | 3 Jahre | 0 |
| Stand zum 31.12. | 2.944 | 2.545 |
Geschäftsjahr 2009 wurden Entwicklungskosten von insgesamt TEUR 792 (2008: TEUR 756) aktiviert.
Das Projekt C 11 Markierungssysteme wurde zum 31. Dezember 2009 fertiggestellt und wird ab dem 1. Januar 2010 über 5 Jahre abgeschrieben.
Die Entwicklung des "Pulsed-Dose-Rate Strahlentherapie" Gerätes wurde im Geschäftsjahr 2008 eingestellt. Daraus resultierten im Vorjahr Wertminderungen in Höhe von TEUR 1.259.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend dem Funktionsbereich der jeweiligen immateriellen Vermögenswerte den Umsatzkosten, Vertriebskosten, Forschungs- und nicht aktivierungsfähigen Entwicklungskosten bzw. den Allgemeinen Verwaltungskosten zugeordnet (siehe auch Erläuterungen unter Tz. 13 ).
Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009 ist im Anlagenspiegel dargestellt.
Die Entwicklung der Sachanlagen vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009 ist im Anlagenspiegel dargestellt.
Vermögenswerte, im Zusammenhang mit Finanzierungsleasingverträgen sind in den bilanzierten Sachanlagen enthalten. Die Nettobuchwerte der als Finanzierungsleasing bilanzierten Vermögenswerte betragen zum 31. Dezember 2009 TEUR 1.748 (2008: TEUR 3.448).
Die Zugänge im Geschäftsjahr 2009 betreffen neben laufenden Ersatzinvestitionen im Wesentlichen die Errichtung neuer und die Erweiterung bestehender Produktionsanlagen.
Zur Besicherung von Bankkrediten wurden Vermögenswerte der Sachanlagen in Höhe von TEUR 2.662 (2008: TEUR 3.781) sicherungsübereignet.
Im Geschäftsjahr 2009 hat das interne Berichtswesen substanzielle Hinweise dafür geliefert, dass die wirtschaftliche Ertragskraft des Zyklotrons (Buchwert TEUR 2.136) Köln/Bonn schlechter ist und sein wird als ursprünglich erwartet. Auf Grund dieses Anhaltspunktes für eine mögliche Wertminderung des Vermögenswertes wurde der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt. Ein Rückgang der geplanten freien Cash Flows von über 11 % hätte – unter sonst gleichen Bedingungen – zu einer Wertminderung geführt.
Im Geschäftsjahr 2008 wurde unter dieser Position die stille Beteiligung an einem ambulanten OP-Zentrum in Höhe von TEUR 28 und die auf den beabsichtigten Kauf der Nuclitec Gesellschaften geleistete Anzahlung in Höhe von TEUR 250 ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2009 wurde die stille Beteiligung zum Buchwert von TEUR 28 verkauft, die Option auf den Kauf der Nuclitec wurde ausgeübt und die geleistete Anzahlung von TEUR 250 als Bestandteil des Kaufpreises in die Verteilung des Kaufpreises auf die erworbenen Vermögenswerte mit einbezogen.
Im Geschäftsjahr 2009 hat die IBt. S.A. gemeinsam mit der Santis LLC und dem russischen Staatsfond "RUSSNANO" das Joint Venture "NanoBrachyTech" gegründet. Die IBt. S.A. brachte immaterielle Vermögenswerte in das Joint Venture ein und erhielt im Gegenzug dafür einen Anteil von 15 % am Joint Venture "NanoBrachyTech". Der at-equity bewertete Anteil der IBt. S.A. am Joint Venture betrug zum 31. Dezember 2009 TEUR 850.
Mangels Verfügbarkeit eines Abschlusses des Joint-Venture-Unternehmens zum 31. Dezember 2009 können die Angaben nach IAS 31.56 nicht gemacht werden.
Die im Geschäftsjahr 2008 als Sonstige Ausleihungen ausgewiesenen Kautionen wurden in diesem Jahr den Übrigen langfristigen Vermögenswerten zugeordnet. Die Darstellung des Vorjahres wurde entsprechend angepasst.
Unter den Übrigen langfristigen Vermögenswerten wird u. a. ein Zins-Währungs-Swap in Höhe von TEUR 706 (2008: TEUR 764) ausgewiesen. Dabei handelt es sich um ein Derivat, welches gemäß IAS 39.9 als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteter finanzieller Vermögenswert bilanziert wird. Weitere Informationen zu derivativen Finanzinstrumenten sind in den Erläuterungen unter Tz. 40 enthalten.
Vertragliche Erstattungsansprüche im Zusammenhang mit den Entsorgungsrückstellungen wurden in Höhe von TEUR 100 (2008: TEUR 200) als Übrige Vermögenswerte ausgewiesen. Weiterhin sind Vermögenswerte von TEUR 17 (2008: TEUR 17), die der nach dem Altersteilzeitgesetz vorgeschriebenen Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben dienen, unter den Übrigen Vermögenswerten ausgewiesen und unterliegen Verfügungsbeschränkungen.
Weiterhin beinhaltet diese Position geleistete Kautionen in Höhe von TEUR 64 (2008: TEUR 40) sowie in einen Dekontaminierungsfonds eingezahlte Vermögenswerte in Höhe von TEUR 16 (2008: TEUR 16), welche im Vorjahr unter den Sonstigen Ausleihungen ausgewiesen wurden. Die Einzahlungen in den Fonds stehen im Zusammenhang mit künftigen Sanierungsund Wiederherstellungsverpflichtungen von Anlagen und Einrichtungen der Eckert & Ziegler Analytics Inc., Atlanta, USA. Sie sind gesetzlich vorgeschrieben, stehen unter staatlicher Kontrolle und sind somit eingeschränkt verfügbar.
Bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von TEUR 43.674 (2008: TEUR 7.311) handelt es sich um Schecks, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Fälligkeit innerhalb von drei Monaten. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stimmen mit dem Zahlungsmittelfonds in der Konzernkapitalflussrechnung überein.
Die Position enthält unter anderem auch ein bei der KBC-Bank in Belgien hinterlegtes Bankguthaben in Höhe von TEUR 20.061. Diese Zahlungsmittel dienen zusammen mit einer Bürgschaft der Deutschen Bank AG über TEUR 20.000 als Sicherheit für das im Dezember 2009 vorbereitete Übernahmeangebot für die restlichen Aktien der IBt. S.A. Der Konzern konnte somit zum 31. Dezember 2009 nicht frei über diese Mittel verfügen.
Die Wertpapiere sind sämtlich als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available-for-sale financial assets) klassifiziert. Die Zusammensetzung der Wertpapiere zum 31. Dezember 2009 und 2008 stellt sich wie folgt dar:
| 31.12.2009 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Nicht | Nicht | Beizulegender | ||
| Anschaffungs- | realisierte | realisierte | Zeitwert | |
| kosten | Gewinne | Verluste | (Fair Value) | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Schuldverschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Investmentfonds | 220 | 6 | 0 | 226 |
| Summe Wertpapiere | ||||
| des Umlaufvermögens | 220 | 6 | 0 | 226 |
| 31.12.2008 | ||||
| Nicht | Nicht | Beizulegender | ||
| Anschaffungs- | realisierte | realisierte | Zeitwert | |
| kosten | Gewinne | Verluste | (Fair Value) | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Schuldverschreibungen | 101 | 3 | -1 | 103 |
| Investmentfonds | 220 | 9 | 0 | 229 |
| Summe Wertpapiere |
Der beizulegende Zeitwert der Wertpapiere wird durch notierte Kurse bestimmt. Im Geschäftsjahr 2009 wurden TEUR 0 (2008: TEUR -45) aus dem sonstigen Ergebnis im Zusammenhang mit der Veräußerung von Wertpapieren in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.
des Umlaufvermögens 321 12 -1 332
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich zum 31. Dezember 2009 bzw. 2008 wie folgt zusammen:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 16.946 | 14.568 |
| abzüglich Wertberichtigungen | -742 | -583 |
| Stand zum 31.12. | 16.204 | 13.985 |
Das Vorratsvermögen setzt sich zum 31. Dezember 2009 bzw. 2008 wie folgt zusammen:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 9.207 | 5.689 |
| Fertige Erzeugnisse | 2.460 | 2.101 |
| Unfertige Erzeugnisse | 1.339 | 989 |
| 13.006 | 8.779 | |
| abzgl. Wertberichtigung | -375 | -224 |
| Stand zum 31.12. | 12.631 | 8.555 |
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betreffen hauptsächlich Nuklide sowie zur Herstellung der Endprodukte benötigte Komponenten.
Die auf Basis einer Gegenüberstellung des Nettoveräußerungswertes und des Buchwertes vorgenommenen Wertberichtigungen haben sich um TEUR 151 (2008: TEUR 37) erhöht. Die Zunahme der Wertberichtigungen zum 31. Dezember 2009 gegenüber dem Vorjahr beruht im Wesentlichen auf der Erhöhung des Basisbetrages vor allem im Zusammenhang mit dem Erwerb der Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH.
Die Position Übrige kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von TEUR 6.238 (2008: TEUR 2.464) betreffen im Wesentlichen ein an die amerikanische Firma Core Oncology ausgereichtes kurzfristiges Darlehen (TEUR 1.382) sowie damit im Zusammenhang erworbene Optionen (TEUR 13), Aufwandsabgrenzungen, geleistete Vorauszahlungen sowie Forderungen gegen Finanzbehörden.
Im Dezember 2008 hatte der Vorstand beschlossen, aktiv die Suche nach einem Käufer für die Tochtergesellschaft Eckert & Ziegler f-con Pharma Italia s.r.l., Mailand, Italien (FCI) aufzunehmen. Hintergrund dieser Entscheidung war eine veränderte
Marktsituation für radioaktive Kontrastmittel in Norditalien. Hier sind die Margen für Produkte zur Positronen-Emissions-Tomographie, einem innovativen Verfahren zur Feindiagnose verschiedener Krebskrankheiten, in den letzten Jahren durch zahlreiche neue Anbieter erheblich unter Druck geraten. FCI hatte zudem mit einem längeren Produktionsstop des Zyklotrons zu kämpfen, das im Rahmen eines Joint Ventures gemeinsam mit dem Poliklinikum der Universität Mailand betrieben wurde.
Daraufhin wurden die Vermögenswerte und Schulden der Tochtergesellschaft, die dem Segment Radiopharmazie zuzuordnen und Teil des geographischen Segments "Europa" ist, als zur Veräußerung verfügbar umklassifiziert. Die Bewertung der Veräußerungsgruppe zum beizulegenden Zeitwert ergab keinen zusätzlichen Wertminderungsbedarf auf die Vermögenswerte der Tochtergesellschaft. Die Vermögenswerte und Schulden der als zur Veräußerung gehalten klassifizierten Veräußerungsgruppe stellen sich zum 31. Dezember 2008 wie folgt dar:
| 2008 | |
|---|---|
| TEUR | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 290 |
| Sachanlagen | 170 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 71 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 471 |
| Übrige Vermögenswerte | 10 |
| Vermögenswerte der als zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppe | 1.012 |
| Leasingverbindlichkeiten | 87 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 963 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 75 |
| Schulden der als zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppe | 1.125 |
Im März 2009 wurde der Verkauf der Tochtergesellschaft an einen konzernfremden Dritten erfolgreich abgeschlossen. Der Verkaufspreis betrug EUR 1. Aus der Entkonsolidierung der FCI resultierte ein Ertrag in Höhe von TEUR 97, der unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird.
Die Entwicklung des Eigenkapitals und der Minderheitsanteile ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt.
Nach Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2009 wurde der handelsrechtliche Bilanzgewinn der Eckert & Ziegler AG zum 31. Dezember 2008 in Höhe von TEUR 1.878 in Höhe von TEUR 1.132 zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,30 je dividendenberechtigte Stückaktie verwendet und in Höhe von TEUR 746 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.
Mit Wirkung zum 6. Februar 2009 wurde das Grundkapital der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung vom 30. Mai 2006 um EUR 628.633,00 auf EUR 3.878.633,00 erhöht. Die im Februar 2009 neu ausgegebenen Aktien sind ab dem 1. Januar 2008 dividendenberechtigt. Die Durchführung der Kapitalerhöhung wurde am 6. Februar 2009 in das Handelsregister eingetragen.
Im September 2009 wurde entsprechend der Genehmigung vom 30. April 1999 eine Kapitalerhöhung aus dem bedingten Kapital um EUR 31.650,00 auf EUR 3.910.283,00 durchgeführt. Die neuen Aktien wurden zur Bedienung von ausgeübten Aktienoptionen eingesetzt. Die Durchführung der Kapitalerhöhung wurde am 14. Januar 2010 in das Handelsregister eingetragen.
Mit Wirkung zum 10. Dezember 2009 wurde das Grundkapital der Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung vom 20. Mai 2009 um EUR 1.350.00,00 auf EUR 5.260.283,00 erhöht. Die im Dezember 2009 neu ausgegebenen Aktien sind ab dem 1. Januar 2009 dividendenberechtigt. Die Durchführung der Kapitalerhöhung wurde am 10. Dezember 2009 in das Handelsregister eingetragen.
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2009 EUR 5.260.283,00 und ist in 5.260.283 Stückaktien ohne Nennwert eingeteilt und voll eingezahlt. Nach Durchführung der Kapitalerhöhungen hat sich damit die Anzahl der ausstehenden Aktien (somit ohne Berücksichtigung der eigenen Aktien) von 3.143.165 Stück auf 5.135.048 Stück erhöht.
Nach dem Aktiengesetz bemessen sich die an die Aktionäre ausschüttbaren Dividenden nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Eckert & Ziegler AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2009 der Eckert & Ziegler AG eine Dividende von TEUR 2.311 (0,45 EUR je Aktie) an die Aktionäre auszuschütten.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Mai 2006 war der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu insgesamt EUR 1.625.000 durch Ausgabe von bis zu 1.625.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen, gegebenenfalls unter Ausschluss der Bezugsrechte der Aktionäre, zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2006). Die Ermächtigung galt bis zum 30. Juni 2009. Mit Wirkung zum 6. Februar 2009 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats von der Ermächtigung Gebrauch gemacht und durch Ausgabe von 628.633 auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien das Kapital um insgesamt EUR 628.633,00 auf EUR 3.878.633,00 erhöht.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2009 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 19. Mai 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrates einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt EUR 1.939.316,00 durch Ausgabe von bis zu 1.939.316 auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2009). Der Ausschluss der Bezugsrechte ist bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zum Zwecke von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensbeteiligungen oder anderen Vermögensgegenständen zulässig. Weiterhin kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausschließen, um Inhabern von Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft ausgegeben werden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Wandlungsrechte bzw. nach Erfüllung von Wandlungspflichten zustünde. Bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage ist ein Bezugsrechtsausschluss nur insoweit zulässig, als es zum Ausgleich von Spitzenbeträgen erforderlich ist oder die Kapitalerhöhung insgesamt einen Betrag von 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis der Aktien zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabepreises durch den Vorstand nicht wesentlich unterschreitet.
Mit Wirkung zum 10. Dezember 2009 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates von der Ermächtigung durch Kapitalerhöhung von nominal EUR 1.350.000,00 durch Ausgabe von 1.350.000 auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien Gebrauch gemacht. Das genehmigte Kapital beträgt danach zum 31. Dezember 2009 noch EUR 589.316,00.
Am 30. April 1999 hat die Hauptversammlung beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 300.000,00 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital 1999). Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durchgeführt werden, wie die Inhaber von Aktienoptionen von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft die Optionsrechte nicht durch Übertragung eigener Aktien oder im Wege einer Barzahlung erfüllt. Im September 2009 hat der Vorstand von dieser Genehmigung Gebrauch gemacht und aus dem bedingten Kapital eine Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 31.650,00 durch Ausgabe von 31.650 auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien durchgeführt.
Außerdem hat die Hauptversammlung vom 20. Mai 2009 eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu EUR 1.639.316,00 beschlossen (Bedingtes Kapital 2009). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit von der Gesellschaft nicht eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden.
Die Eckert & Ziegler AG hat im Februar 2009 durch Veröffentlichung im Unternehmensregister bekannt gemacht, dass "Die Gesamtzahl der Stimmrechte der ECKERT & ZIEGLER Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland, ISIN: DE0005659700, WKN: 565970 (…) mit Wirkung zum 6. Februar 2009 insgesamt 3.878.633 Stimmrechte betragen" hat.
Die Eckert & Ziegler AG hat im März 2009 durch Veröffentlichung im Unternehmensregister bekannt gemacht, dass die Baden-Württembergische Investmentgesellschaft mbH Stuttgart mitgeteilt hat, dass "Die Baden-Württembergische Investmentgesellschaft mbH Stuttgart, Deutschland (…) uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 25. März 2009 mitgeteilt [hat], dass ihr Stimmrechtsanteil an der ECKERT & ZIEGLER Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland, ISIN: DE0005659700, WKN: 565970 am 24. März 2009 durch Aktien die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr an diesem Tag 2,99 % (das entspricht 116.000 Stimmrechten) betragen hat."
Die Eckert & Ziegler AG hat im Juni 2009 durch Veröffentlichung im Unternehmensregister bekannt gemacht, dass die Eckert & Ziegler AG gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG am 16. Juni 2009 mitgeteilt hat, "dass ihr Anteil an eigenen Aktien der ECKERT & ZIEGLER Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland, ISIN: DE0005659700, WKN: 565970 am 12. Juni 2009 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,02 % (das entspricht 117.060 Stimmrechten) [betragen hat]."
Die Eckert & Ziegler AG hat im September 2009 durch Veröffentlichung im Unternehmensregister bekannt gemacht, dass "Die Gesamtzahl der Stimmrechte der ECKERT & ZIEGLER Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland, ISIN: DE0005659700, WKN: 565970 mit Wirkung zum 11. September 2009 (hat) insgesamt 3.910.283 Stimmrechte betragen" hat.
Die Eckert & Ziegler AG hat im September 2009 durch Veröffentlichung im Unternehmensregister bekannt gemacht, dass die FPM Funds SICAV mitgeteilt hat, dass "Die FPM Funds SICAV, 2, Boulevard Konrad Adenauer, L-1115 Luxembourg, (…) uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 22. September 2009 mitgeteilt [hat], dass ihr Stimmrechtsanteil an der ECKERT & ZIEGLER Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland, ISIN: DE0005659700, WKN: 565970 am 18. September 2009 durch Aktien die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,56 % (das entspricht 138.241 Stimmrechten) betragen hat."
Die Eckert & Ziegler AG hat im Dezember 2009 durch Veröffentlichung im Unternehmensregister bekannt gemacht, dass die Eckert & Ziegler AG gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG am 17. Dezember 2009 mitgeteilt hat, "dass ihr Anteil an eigenen Aktien der ECKERT & ZIEGLER Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland, ISIN: DE0005659700, WKN: 565970 am 10. Dezember 2009 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,5 % (das entspricht 129.933 Stimmrechten) [betragen hat]."
Die Eckert & Ziegler AG hat im Dezember 2009 durch Veröffentlichung im Unternehmensregister bekannt gemacht, dass die Eckert & Ziegler AG gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG am 17. Dezember 2009 mitgeteilt hat, "dass ihr Anteil an eigenen Aktien der ECKERT & ZIEGLER Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland, ISIN: DE0005659700, WKN: 565970 am 10. Dezember 2009 die Schwelle von 2,5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,47 % (das entspricht 129.933 Stimmrechten) betragen hat."
Die Eckert & Ziegler AG hat im Dezember 2009 durch Veröffentlichung im Unternehmensregister bekannt gemacht hat, dass "Herr Jürgen Ziegler (…) uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 17. Dezember 2009 mitgeteilt [hat], dass ihr Stimmrechtsanteil an der ECKERT & ZIEGLER Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland, ISIN: DE0005659700, WKN: 565970 am 10. Dezember 2009 durch Aktien die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,71 % (das entspricht 142.717 Stimmrechten) betragen hat."
Die Eckert & Ziegler AG hat im Dezember 2009 durch Veröffentlichung im Unternehmensregister bekannt gemacht, dass "Die Gesamtzahl der Stimmrechte der ECKERT & ZIEGLER Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland, ISIN: DE0005659700, WKN: 565970 mit Wirkung zum 10. Dezember 2009 insgesamt 5.260.283 Stimmrechte betragen hat."
In der Kapitalrücklage ist der Betrag ausgewiesen, der bei der Ausgabe von Anteilen einschließlich von Aktien über den Nennbetrag hinaus (Agio) abzüglich der Emissionskosten (nach Steuern) erzielt wurde. Im Berichtsjahr wurden durch die Kapitalerhöhungen TEUR 22.360 in die Kapitalrücklage eingestellt. Der Betrag ergibt sich aus dem erzielten Agio in Höhe von TEUR 22.882 abzüglich den Emissionskosten (nach Steuern) in Höhe von TEUR 522.
Weiterhin werden in der Kapitalrücklage diejenigen Beträge ausgewiesen, die im Zusammenhang mit anteilsbasierten Vergütungen (IFRS 2) erfasst werden. Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr wurden keine Aufwendungen aus der Ausgabe von Aktienoptionen in der Kapitalrücklage erfasst.
Bestandteil der Gewinnrücklagen sind in der Vergangenheit erzielte und nicht ausgeschüttete Ergebnisse von in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Außerdem beinhalten die Gewinnrücklagen die im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS erfassten Anpassungen. Ebenfalls werden in den Gewinnrücklagen die aus der Umrechnung der Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften resultierenden Umrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR -3.240 (2008: TEUR -3.776) ausgewiesen. Die Bewegungen in 2009 bzw. 2008 betrafen im Wesentlichen die amerikanischen Tochtergesellschaften. Des Weiteren werden in den Rücklagen erfolgsneutral zu berücksichtigende Wertänderungen der zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere (nach Steuern) in Höhe von TEUR 4 (2008: TEUR 7) sowie die im Eigenkapital zu erfassenden versicherungsmathematischen Gewinne/ Verluste
(nach Steuern) aus leistungsorientierten Pensionszusagen in Höhe von TEUR -149 (2008: TEUR 0) ausgewiesen.
In den Hauptversammlungen am 11. Juni 2008 bzw. 20. Mai 2009 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, eigene Aktien der Gesellschaft, die aufgrund früherer Ermächtigungen bereits erworben wurden, wie folgt, auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre, zu verwenden:
Im März 2003 hat der Vorstand von der in Vorjahren erteilten Ermächtigung Gebrauch gemacht und insgesamt 320.000 eigene Aktien (ca. 9,8 % des Grundkapitals) zu einem durchschnittlichen Kurs von 3,35 Euro je Aktie erworben.
Im Oktober 2003 wurden 5.503 dieser Aktien wieder veräußert. Die im Geschäftsjahr 2004 erfolgten Akquisitionen der Eckert & Ziegler MMI GmbH sowie der Eckert & Ziegler Isotope Products GmbH wurden teilweise mit eigenen Aktien finanziert. Dabei wurden insgesamt 139.648 eigene Aktien eingesetzt. Darüber hinaus wurden im März bzw. August 2006 fällige Darlehen mit der Hingabe von 17.214 Aktien beglichen. Zur Bedienung der im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms ausgegebenen Optionen wurden bisher 51.000 (2007: 2.700 Aktien, 2006: 2.900 Aktien, 2005: 32.000 Aktien, 2004: 13.400 Aktien) eigene Aktien verwendet. Im Geschäftsjahr 2007 wurden 200 eigene Aktien, die zur Bedienung von Mitarbeiteroptionen eingesetzt wurden, über die Börse wieder zurückgekauft.
Im Zusammenhang mit der Option auf den Erwerb weiterer Stimmrechtsaktien an der IBt S.A. hat die Eckert & Ziegler AG die Verpflichtung übernommen, bei Ausübung der Option durch den Vertragspartner einen Teil des Ausübungspreises mit 66.667 eigenen Aktien zu begleichen. Diese Verbindlichkeit wurde im Vorjahr bilanziert, indem ein Betrag in Höhe von TEUR 566 ergebnisneutral der Kapitalrücklage für eigene Aktien zugeführt wurde.
Im Geschäftsjahr 2009 wurden im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms 35.331 eigene Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von EUR 12,33 je Aktie über die Börse zurückgekauft. Zur Bedienung von ausgeübten Aktienoptionen wurden aus dem Bestand an eigenen Aktien 1.600 Stück eingesetzt, 15.331 eigene Aktien wurden über die Börse verkauft. Durch die Transaktionen mit eigenen Aktien wurde im Geschäftsjahr 2009 insgesamt ein Gewinn in Höhe von TEUR 208 realisiert, welcher ergebnisneutral der Kapitalrücklage für eigene Aktien zugeführt wurde. Der Bestand an eigenen Aktien betrug zum 31. Dezember 2009 125.235 Stück. Dies entspricht rechnerisch einem Anteil von 2,4 % am Grundkapital der Gesellschaft.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2009 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 19. November 2010 eigene Aktien zu anderen Zwecken als dem Wertpapierhandel bis zu einem Anteil von 10 % am Grundkapital zu erwerben.
Die Entwicklung der Anzahl der ausstehenden Aktienoptionen ist im Teil "Sonstige Angaben" dargestellt.
Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien hat sich in den Geschäftsjahren 2009 und 2008 wie folgt entwickelt.
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| Stück | Stück | |
| Stand zum 01.01. | 3.143.165 | 3.143.165 |
| Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital | 1.978.633 | 0 |
| Kapitalerhöhung aus dem bedingten Kapital | 31.650 | 0 |
| Einsatz eigener Aktien zur Bedienung | ||
| von Mitarbeiteroptionen oder für Akquisitionen | 1.600 | 0 |
| Einziehung eigener Aktien (Aktienrückkaufprogramm) | -35.331 | 0 |
| Verkauf eigener Aktien | 15.331 | 0 |
| Stand zum 31.12. | 5.135.048 | 3.143.165 |
Die Darlehens- und Finanzleasingverbindlichkeiten setzen sich zum 31. Dezember der Geschäftsjahre 2009 und 2008 wie folgt zusammen:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 16.219 | 12.640 |
| Leasingverbindlichkeiten | 1.334 | 1.487 |
| sonstige Darlehensverbindlichkeiten | 2.522 | 4.385 |
| Darlehens- und Leasingverbindlichleiten zum 31.12., gesamt | 20.075 | 18.512 |
| – davon kurzfristig | 5.813 | 7.751 |
| – davon langfristig | 14.262 | 10.761 |
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Darlehensund Finanzleasingverbindlichkeiten zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| Zinssatz p.a. | TEUR | TEUR |
| Darlehen der Deutschen Industrie Bank AG (IKB) | ||
| (ERP-Innovationsprogramm) 4,75% bis 4,8% |
4.896 | 1.881 |
| Darlehen der Deutschen Bank AG 4,45% |
2.526 | 0 |
| Darlehen der Commerzbank AG (KfW-Globaldarlehen) 4,27% |
1.760 | 2.200 |
| Darlehen der Commerzbank AG (KfW-Globaldarlehen) 6,10% |
1.641 | 1.930 |
| Darlehen der Commerzbank AG 4,90% |
1.395 | 0 |
| Leasingverbindlichkeiten | 1.334 | 1.487 |
| Darlehen von Minderheitsgesellschaftern 5,0% |
939 | 895 |
| Darlehen der Credit Agricole 4,99% |
909 | 0 |
| Darlehen von Altgesellschaftern | ||
| aus der Übernahme von Anteilen 0% bis 7,5% |
776 | 2.690 |
| Darlehen von Verbundenen Personen 6,50 % |
705 | 700 |
| Darlehen der Comerica Bank (USA) Libor + 2,50% |
523 | 0 |
| Darlehen der Comerica Bank (USA) Libor + 2,75% |
427 | 626 |
| Darlehen der Landesbank Berlin 4,85% bis 5,72% |
177 | 596 |
| Darlehen der Commerzbank AG | ||
| (KfW-Auslandsprogramm) 7,38% |
105 | 213 |
| sonstige Kontokorrentkredite variabel |
15 | 860 |
| Darlehen der Deutschen Bank AG 3-Monats EURIBOR + 1% |
0 | 750 |
| kurzfristige Geldmarktkredite 4,4% bis 5% |
0 | 1.140 |
| sonstige Darlehen 0% bis 6% |
1.947 | 2.544 |
| Darlehensverbindlichkeiten zum 31.12., gesamt | 20.075 | 18.512 |
Die Darlehens- und Finanzleasingverbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr 2009 gegenüber dem Vorjahr geringfügig angestiegen. Die Zunahme ist zum einen auf die teilweise Fremdfinanzierung der Akquisition der Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH und zum anderen auf die langfristige Finanzierung neuer Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie die Umfinanzierung eines kurzfristigen Darlehens von Altgesellschaftern zurückzuführen. Demgegenüber steht die planmäßige Tilgung der bestehenden Darlehen.
Das Darlehen der Deutschen Industriebank AG (IKB) aus dem ERP- Innovationsprogramm dient der Finanzierung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten bei der Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH. Nachdem im Vorjahr TEUR 1.850 in Anspruch genommen waren, wurde im Geschäftsjahr 2009 der verbleibende Darlehensbetrag von TEUR 3.150 ausgezahlt. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2015 und wird beginnend ab 30. Dezember 2009 in vierteljährlichen Raten von zunächst TEUR 104 bzw. ab 20. Dezember 2012 in vierteljährlichen Raten von TEUR 312 zuzüglich Zinsen zurückgezahlt.
Zur anteiligen Finanzierung des Erwerbs der Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH hat die Eckert & Ziegler AG im Januar 2009 ein Darlehen der Deutschen Bank AG in Höhe von TEUR 3.000 aufgenommen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2013 und wird in vierteljährlichen Raten von TEUR 158 zurückgezahlt.
Ebenfalls im Januar 2009 hat die Eckert & Ziegler AG ein Darlehen der Commerzbank AG in Höhe von TUSD 2.000 aufgenommen. Das Darlehen wurde von der Eckert & Ziegler AG an ihre amerikanische Tochtergesellschaft Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL) weitergereicht und diente der Ablösung des kurzfristigen Darlehens welches der Verkäufer der NASM-Industriequellensparte der IPL im vergangenen Jahr gewährt hatte. Das Darlehen ist ab dem 31. März 2010 in vierteljährlichen Raten von TUSD 125 bis zum 31. Dezember 2013 zu tilgen.
Im Vorjahr wurde das Darlehen gegenüber der Deutschen Industriebank AG (IKB) (Partiarisches Darlehen) in der ursprünglichen Höhe von TEUR 2.812 zum 30. Juni 2008 vollständig getilgt. Die Umfinanzierung erfolgte über ein Darlehen der Commerzbank AG (KfW-Globaldarlehen) mit einer Laufzeit bis zum 30. September 2014. Das Darlehen wird in gleich bleibenden vierteljährlichen Raten (inklusive Zinsen) in Höhe von TEUR 100 zurückgezahlt.
Zur Ablösung des im Geschäftsjahr 2007 im Rahmen des Unternehmenserwerbes von den Altgesellschaftern gewährten Darlehens hat die Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/Bonn GmbH im Jahr 2008 ein Darlehen der Commerzbank AG (KfW-Globaldarlehen) in Höhe von TEUR 2.200 aufgenommen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. Dezember 2013 und wird beginnend ab 30. März 2009 in vierteljährlichen Raten von TEUR 110 zuzüglich Zinsen zurückgezahlt. Als Sicherheit für das Darlehen wurde das Zyklotron der Gesellschaft an die Bank sicherungsübereignet.
Die von der Landesbank Berlin an die EURO-PET Berlin Zyklotron GmbH gewährten Darlehen sind durch eine Grundschuld auf das Betriebsgrundstück der EURO-PET Berlin Zyklotron GmbH in Berlin in Höhe von TEUR 451 und eine Bürgschaft der Eckert & Ziegler AG gesichert.
Die Darlehen der Comerica Bank in Höhe von TEUR 951 an die Eckert & Ziegler Isotope Products, Inc. (IPL) sind durch eine Sicherungsübereignung von Sachanlagen der IPL besichert.
IPL verfügt über die Zusage einer Bank für eine Kreditlinie von bis zu TUSD 4.000 (TEUR 2.791). Ein Teil der Kreditlinie besteht in Form einer Bürgschaft von TUSD 2.560 (TEUR 1.786), die als Sicherheit für den Dekontaminierungsplan genutzt wird. Zusätzlich verfügt IPL noch eine ungenutzte Kreditlinie zur Finanzierung des Erwerbs von Sachanlagen in Höhe von TUSD 590 (TEUR 412)
Die Eckert & Ziegler AG und ihre deutschen Tochtergesellschaften verfügen gemeinsam über Kreditlinienzusagen in Höhe von TEUR 4.075, von denen TEUR 14 in Anspruch genommen wurden. Ein Teilbetrag der Kreditlinie von TEUR 3.000 wurde im Rahmen der gegebenen Bürgschaften in Höhe von EUR 20 Mio. im Zusammenhang mit dem Übernahmeangebot für die IBt S.A.-Aktien zum Jahresende 2009 zwischenzeitlich zurückgenommen und steht dem Konzern erst wieder nach dem Abschluss und der vollständigen Finanzierung des Übernahmeangebotes zur Verfügung.
Die Restlaufzeiten der Darlehensverbindlichkeiten setzen sich zum 31. Dezember 2009 und 2008 wie folgt zusammen:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 5.209 | 7.331 |
| Restlaufzeit >1 bis 5 Jahre | 11.845 | 9.494 |
| Restlaufzeit über 5 Jahre | 1.687 | 200 |
| Darlehensverbindlichkeiten zum 31.12. , gesamt | 18.741 | 17.025 |
Die Position Abgrenzung von Zuschüssen und sonstiger Rechnungsabgrenzungsposten setzt sich zum 31. Dezember jeweils wie folgt zusammen:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| abgegrenzte Zuschüsse kurzfristig | 316 | 305 |
| Sonstiger Rechnungsabgrenzungsposten | 79 | 66 |
| Abgrenzungen von Zuschüssen und | ||
| sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten, kurzfristig | 395 | 371 |
| abgegrenzte Zuschüsse langfristig | 1.384 | 1.416 |
| Stand zum 31.12. | 1.779 | 1.787 |
Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH werden erstmals Pensionszusagen für eine größere Anzahl von Arbeitnehmern im Konzern ausgewiesen. Während es bisher im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung nur eine Pensionszusage an ein ehemaliges Vorstandsmitglied gab, der ein leistungsorientierter Versorgungsplan zugrunde liegt, verfügen fast alle Arbeitnehmer der Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH über Versorgungszusagen im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge.
Die Pensionsverpflichtungen wurden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet und mit dem Barwert der am Bewertungsstichtag erdienten Pensionsansprüche inklusive wahrscheinlicher künftiger Erhöhungen von Renten berücksichtigt. Die versicherungsmathematischen Bewertungen des Planvermögens und des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung wurden zum 31. Dezember 2009 von der Mercer Deutschland GmbH bzw. von der Allianz Lebensversicherung-AG durchgeführt.
Die wichtigsten Annahmen, welche der versicherungsmathematischen Bewertung zugrunde gelegt wurden, sind:
| Bewertung am | ||
|---|---|---|
| 31.12.2009 | 31.12.2008 | |
| % | % | |
| Abzinsungssatz(-sätze) | 4,9 bzw. 5,15 | 5,80 |
| Erwarteter Ertrag aus Planvermögen | 3,00 | n/a |
| Erwartete prozentuale Gehaltssteigerungen | 3,00 | n/a |
| Erwartete prozentuale Pensionssteigerungen | 1,75 | n/a |
Zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres ergeben sich die folgenden, versicherungsmathematisch ermittelten Werte:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Barwerte der leistungsorientierten Versorgungsansprüche | 6.029 | 420 |
| Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert | -322 | 0 |
| Pensionsrückstellungen zum 31.12. | 5.707 | 420 |
Der bilanziell ausgewiesene Betrag für die Pensionsrückstellungen entwickelte sich wie folgt:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Pensionsrückstellungen zum 01.01. | 420 | 98 |
| Zugang durch Unternehmenserwerb | 4.793 | 0 |
| Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen | 432 | 38 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) bzw. Verluste (+) | 218 | 0 |
| Auszahlungen aus dem Planvermögen | 17 | 312 |
| Erwarteter Ertrag aus Planvermögen | -9 | -10 |
| Pensionszahlungen | -164 | -18 |
| Pensionsrückstellungen zum 31.12. | 5.707 | 420 |
In der Gewinn- und Verlustrechnung des jeweiligen Geschäftsjahres wurden die folgenden Beträge erfasst:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Dienstzeitaufwand | 133 | 0 |
| Zinsaufwand | 299 | 38 |
| Erwarteter Ertrag aus Planvermögen | -9 | -10 |
| Summe der erfassten Beträge | 423 | 28 |
In der Gesamtergebnisrechnung des jeweiligen Geschäftsjahres wurden die folgenden Beträge erfasst:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| kumulierte versicherungsmathematische | ||
| Gewinne (-)/Verluste (+) am 1.1. | 0 | 0 |
| Zugang/Abgang | 218 | 0 |
| kumulierte versicherungsmathematische | ||
| Gewinne (-)/Verluste (+) am 31.12. | 218 | 0 |
Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte des Planvermögens im laufenden Geschäftsjahr stellen sich wie folgt dar:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Anfangsbestand des zum beizulegenden Zeitwert | ||
| bewerteten Planvermögens | 0 | 0 |
| Zugang durch Unternehmenserwerb | 318 | 0 |
| Erwarteter Ertrag aus Planvermögen | 9 | 0 |
| Versicherungsmathematischer Gewinn | 12 | |
| Auszahlungen aus dem Planvermögen | -17 | 0 |
| Endbestand des zum beizulegenden Zeitwert | ||
| bewerteten Planvermögens | 322 | 0 |
Das Planvermögen besteht aus einer Rückdeckungsversicherung.
Für das Geschäftsjahr 2010 werden Pensionszahlungen in Höhe von TEUR 187 erwartet.
Der Barwert der leistungsorientierten Versorgungsansprüche und der beizulegende Zeitwert des Planvermögens haben sich wie folgt entwickelt:
| 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | |
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Defined benefit | |||||
| obligation | 6.029 | 420 | 384 | 398 | 406 |
| Planvermögen | 322 | 0 | 302 | 252 | 219 |
| Funded Status | -5.707 | -420 | -82 | -146 | -187 |
Weiterhin existieren Versorgungspläne für zwei aktuelle Vorstandsmitglieder, die als arbeitnehmerfinanzierte beitragsorientierte Leistungszusage (Entgeltumwandlung) konzipiert worden sind. Die Höhe der Entgeltumwandlung für die Versorgungspläne belief sich im Geschäftsjahr 2009 auf TEUR 111 (2008: TEUR 104). Die Versorgungszusagen werden über eine kongruent rückgedeckte Unterstützungskasse finanziert.
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Entwicklung der Übrigen Rückstellungen in den Geschäftsjahren 2009 und 2008.
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Entsorgungsrückstellungen | 10.378 | 8.829 |
| Sonstige Rückstellungen | 7.211 | 7.140 |
| Übrige Rückstellungen zum 31.12. | 17.589 | 15.969 |
Die Entsorgungsrückstellungen beinhalten erwartete Aufwendungen für die Entsorgung der Produktionsanlagen und haben sich in den Geschäftsjahren 2009 und 2008 wie folgt entwickelt:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Entsorgungsrückstellungen zum 01.01. | 8.829 | 3.478 |
| Zugänge/ Abgänge | 1.403 | 4.903 |
| Aufzinsung | 204 | 374 |
| Währungsumrechnung | -58 | 74 |
| Entsorgungsrückstellungen zum 31.12. | 10.378 | 8.829 |
Für die Bewertung der Entsorgungsrückstellungen erfolgte im Geschäftsjahr 2009 in Übereinstimmung mit IFRIC 1 eine Anpassung der laufzeitadäquaten Abzinsungssätze an die Entwicklung der Kapitalmärkte. Die angepassten Zinssätze liegen zwischen 2,15% bis 3,88%. Bei Beibehaltung der Vorjahreszinssätze von 2,42% bis 3,92% hätte sich eine um TEUR 22 niedrigere Entsorgungsrückstellung ergeben. Auszahlungen für die Entsorgung der Produktionsanlagen werden in den Geschäftsjahren 2012 bis 2024 erwartet.
Für einige Betriebsstätten werden Gelder in einen Fonds eingezahlt, deren Verwendung auf die zukünftige Entsorgung beschränkt ist. Die Einzahlungen werden unter der Position "Übrige langfristige Vermögenswerte" ausgewiesen und betragen TEUR 16 (2008: TEUR 16).
Vertragliche Erstattungsansprüche im Zusammenhang mit den Entsorgungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 100 (2008: TEUR 200) werden unter der Position Übrige langfristige Vermögenswerte ausgewiesen.
Die im Vorjahr gebildete Rückstellung für einen möglichen Verpflichtungsüberschuss im Zusammenhang mit der Klage eines IBt S.A.-Aktionärs gegen die Eckert & Ziegler AG auf Abgabe eines Pflichtübernahmeangebotes wurde im Berichtsjahr vollständig aufgelöst. Da der Kurswert der IBt S.A.-Aktie zum 31. Dezember 2009 über dem im Rahmen der Klage geforderten Kurs für das Übernahmeangebot lag, war die Grundlage für die Rückstellungsbildung entfallen.
Die sonstigen Rückstellungen zum 31. Dezember 2009 betreffen im Wesentlichen langfristige Rückstellungen für die Verpflichtung zur Verarbeitung von eigenen und von Dritten angenommenen radioaktiven Reststoffen (TEUR 6.135; 2008: TEUR 0).
Die Position Übrige langfristige Verbindlichkeiten beinhaltet im Wesentlichen die Verbindlichkeit aus der Stillhalterposition eines Put-Optionsgeschäfts in Bezug auf den Erwerb weiterer Stimmrechtsaktien der IBt S.A. in Höhe von TEUR 585 (2008: TEUR 500). Weiterhin wird unter den Übrigen langfristigen Verbindlichkeiten ein Zinsswap in Höhe von TEUR 65 (2008: Übrige langfristige Vermögenswerte in Höhe von TEUR 7) ausgewiesen. Dabei handelt es sich um ein Derivat, welches gemäß IAS 39.9 als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeit bilanziert wird. Weitere Informationen zu derivativen Finanzinstrumenten sind in den Erläuterungen unter Tz. 40 enthalten
Die Position Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten setzt sich zum 31. Dezember jeweils wie folgt zusammen:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt | 3.326 | 2.961 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 223 | 132 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Finanzbehörden | 1.073 | 399 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Aufwandsabgrenzungen | 6.321 | 5.640 |
| Verbindlichkeiten aus der Entsorgung radiaoaktiver Reststoffe | 2.025 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.448 | 1.153 |
| Stand zum 31.12. | 14.416 | 10.285 |
Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten für die Eckert & Ziegler AG und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzpositionen, die Finanzinstrumente enthalten.
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte aller Kategorien von Finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 43.674 | 7.311 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 226 | 332 |
| Forderungen | 22.633 | 16.797 |
| Derivative Finanzinstrumente | 719 | 771 |
| Stand zum 31.12. | 67.252 | 25.211 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten | ||
| Anschaffungskosten | 31.249 | 27.973 |
| Derivative Finanzinstrumente | 65 | 0 |
| Stand zum 31.12. | 31.314 | 27.973 |
Die Darlehen und Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:
| Darlehen und Forderungen | 2009 | 2008 | |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||
| Forderungen aus Lieferungen | |||
| und Leistungen | kurzfristig | 16.204 | 13.985 |
| Forderungen gegen nahe stehende | |||
| Personen und Unternehmen | kurzfristig | 1 | 511 |
| Forderungen gegen das Finanzamt | kurzfristig | 3.120 | 1.227 |
| Geleistete Anzahlungen | kurzfristig | 418 | 155 |
| Darlehensforderungen | kurzfristig | 1.395 | 0 |
| Forderungen aus Rückgriffsansprüchen | langfristig | 100 | 200 |
| Sonstige Forderungen | langfristig/ | ||
| kurzfristig | 1.395 | 719 | |
| Stand zum 31.12. | 22.633 | 16.797 | |
Die finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten setzen sich wie folgt zusammen:
| Verbindlichkeiten zu fortgeführten | |||
|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | 2009 | 2008 | |
| TEUR | TEUR | ||
| Darlehensverbindlichkeiten | kurzfristig | 5.209 | 7.091 |
| Darlehensverbindlichkeiten | langfristig | 13.532 | 9.885 |
| Finanzleasingverbindlichkeiten | kurzfristig | 604 | 660 |
| Finanzleasingverbindlichkeiten | langfristig | 730 | 877 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen | |||
| und Leistungen | kurzfristig | 4.426 | 4.286 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Personal | kurzfristig | 3.326 | 2.961 |
| Verbindlichkeiten gegenüber | |||
| Finanzbehörden | kurzfristig | 1.073 | 399 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | kurzfristig | 1.671 | 1.285 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | langfristig | 678 | 529 |
| Stand zum 31.12. | 31.249 | 27.973 |
Die Zusammensetzung der Darlehensverbindlichkeiten und Finanzleasingverbindlichkeiten ist in Tz. 34 erläutert.
Die folgende Tabelle stellt die beizulegenden Zeitwerte sowie die Buchwerte der Finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind.
| 2009 | 2008 | |||
|---|---|---|---|---|
| Beizu- | Beizu- | |||
| legender | legender | |||
| Zeitwert | Buchwert | Zeitwert | Buchwert | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Finanzielle Vermögenswerte, | ||||
| bewertet zu Anschaffungs | ||||
| kosten oder fortgeführten | ||||
| Anschaffungskosten | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungs | ||||
| mitteläquivalente | 43.674 | 43.674 | 7.311 | 7.311 |
| Forderungen aus Lieferungen | ||||
| und Leistungen und | ||||
| sonstige Forderungen | 16.204 | 16.204 | 13.985 | 13.985 |
| Sonstige nicht-derivative | ||||
| finanzielle Vermögenswerte | 6.429 | 6.429 | 2.812 | 2.812 |
| Stand zum 31.12. | 66.307 | 66.307 | 24.108 | 24.108 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, | ||||
| bewertet zu Anschaffungs | ||||
| kosten oder fortgeführten | ||||
| Anschaffungskosten | ||||
| Verbindlichkeiten aus | ||||
| Lieferungen und Leistungen | 4.426 | 4.426 | 4.286 | 4.286 |
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||||
| Kreditinstituten und | ||||
| sonstige Finanzschulden | 18.741 | 18.741 | 16.976 | 16.976 |
| Verbindlichkeiten aus | ||||
| Finanzierungs-Leasing | 1.334 | 1.334 | 1.537 | 1.537 |
| Sonstige nicht-derivative | ||||
| finanzielle Verbindlichkeiten | 6.748 | 6.748 | 5.174 | 5.174 |
| Stand zum 31.12. | 31.249 | 31.249 | 27.973 | 27.973 |
Der beizulegende Zeitwert von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, von kurzfristigen Forderungen, von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie von sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht in etwa dem Buchwert. Der Grund dafür ist vor allem die kurze Laufzeit solcher Instrumente.
Den beizulegenden Zeitwert von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing sowie sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bestimmt der Konzern durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit geltenden Zinsen.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werden, lassen sich in die folgende Bewertungshierarchie einstufen:
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe | |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert |
||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
226 | 0 | 0 | 226 |
| Derivative Finanzinstrumente | 0 | 706 | 13 | 719 |
| Stand zum 31.12.2009 | 226 | 706 | 13 | 945 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert |
||||
| Derivative Finanzinstrumente | 0 | -65 | 0 | -65 |
| Stand zum 31.12.2009 | 226 | 641 | 13 | 880 |
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert |
||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
332 | 0 | 0 | 332 |
| Derivative Finanzinstrumente | 0 | 771 | 0 | 771 |
| Stand zum 31.12.2008 | 332 | 771 | 0 | 1.103 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert |
||||
| Derivative Finanzinstrumente | 0 | 0 | 0 | 0 |
Stufe 1: Die Marktwertermittlung erfolgte auf Basis notierter, unangepasster Preise auf aktiven Märkten für diese Vermögenswerte und Schulden.
Stand zum 31.12.2008 332 771 0 1.103
Stufe 2: Die Marktwertermittlung erfolgte für diese Vermögenswerte und Schulden auf Basis von Parametern, für die entweder direkt oder indirekt abgeleitete notierte Preise auf einem aktiven Markt zur Verfügung stehen.
Stufe 3: Die Marktwertermittlung erfolgte für diese Vermögenswerte und Schulden auf Basis von Parametern, für die keine beobachtbaren Marktdaten zur Verfügung stehen.
Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist der Konzern im Finanzbereich Kredit-, Liquiditäts- sowie Marktrisiken ausgesetzt. Die Marktrisiken betreffen insbesondere Zinsänderungs- und Währungskursrisiken.
Das Kredit- oder Ausfallrisiko ist das Risiko, dass ein Kunde oder Kontrahent der Eckert & Ziegler-Gruppe seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Hieraus resultiert zum einen die Gefahr von bonitätsbedingten Wertminderungen bei Finanzinstrumenten und zum anderen die Gefahr des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen.
Für den Konzern entsteht ein mögliches Kreditrisiko im Wesentlichen aus seinen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Risikoexposition wird primär durch die Größe der Kunden und die landesspezifischen Regeln und Usancen zur Abwicklung von Erstattungen medizinischer Leistungen durch öffentliche Träger beeinflusst.
Für Neukunden wird grundsätzlich ein Rating eingeholt und erste Lieferungen erfolgen prinzipiell gegen Vorkasse. Lieferungen an Kunden, die wegen ihrer Größe oder ihres Standorts als dauerhaft unsicher gelten, werden mittels Vorkassen oder Akkreditiven abgesichert.
Die Überwachung des Kreditrisikos erfolgt im Rahmen des konzernübergreifenden Risikomanagements mittels regelmäßig durchgeführter Überfälligkeitsanalysen aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Buchwert der finanziellen Vermögenswerte zum Stichtag in Höhe von TEUR 23.578 (2008: TEUR 17.900).
Mit Ausnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthält die Bilanz keine überfälligen oder wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte. Der Konzern schätzt das Ausfallrisiko dieser übrigen finanziellen Vermögenswerte als sehr niedrig ein.
Die maximale Kreditexposition zum Abschlussstichtag hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen war, nach geografischen Regionen, wie folgt:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Europa | 10.760 | 9.126 |
| Nordamerika | 2.653 | 3.498 |
| Sonstige | 2.791 | 1.361 |
| Stand zum 31.12. | 16.204 | 13.985 |
Die Altersstruktur der fälligen, jedoch nicht wertgeminderten Forderungen stellt sich zum 31.12. wie folgt dar:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| nicht fällig | 0 | 0 |
| 1 bis 90 Tage | 7.714 | 5.670 |
| über 90 Tage | 2.074 | 1.871 |
| 9.788 | 7.541 |
Die überfälligen, jedoch nicht wertgeminderten Forderungen betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen Arztpraxen und ausländische Kliniken. Auf Grund der Erfahrung aus der Vergangenheit wird der Zahlungseingang in obiger Höhe erwartet.
Bei der Ermittlung von Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden die kundenspezifischen Besonderheiten zugrunde gelegt. Die Entwicklung der Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Stand zum 01. Januar | 582 | 509 |
| Netto-Zuführungen | 65 | 94 |
| Zugang aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen | 117 | 0 |
| Inanspruchnahme | -19 | -25 |
| Wechselkurseffekte | -3 | 4 |
| Stand zum 31. Dezember | 742 | 582 |
Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der Konzern nicht in der Lage ist, seine finanziellen Verpflichtungen termingerecht begleichen zu können. Ziel und Aufgabe des Liquiditätsmanagements ist die stets ausreichende Bereitstellung von Fremd- und Eigenmitteln.
Im Rahmen der Finanzplanung wird eine Liquiditätsvorschau erstellt, aus welcher sich unter anderem zusätzlicher Fremdfinanzierungsbedarf im Voraus erkennen lässt.
Der Konzern generiert seine finanziellen Mittel grundsätzlich durch das operative Geschäft. Zum 31. Dezember 2009 standen der Eckert & Ziegler AG und ihren Tochtergesellschaften darüber hinaus im Bedarfsfall Kreditlinien in Höhe von TEUR 3.866 (2008: TEUR 10.367) zur Verfügung. Für außerordentliche Investitionen und Akquisitionen sowie für die Ablösung endfälliger Darlehen werden teilweise neue Fremdfinanzierungen entsprechend der oben beschriebenen Rahmenbedingungen aufgenommen.
Zum Abschlussstichtag weist die Konzernbilanz diverse kurzund langfristige Verbindlichkeiten auch gegen Kreditinstitute aus. Für die zukünftige Liquidität des Konzerns ist es notwendig, dass diese Fremdfinanzierungen weiter bestehen bzw. kurzfristig umfinanziert werden können.
Das Geschäftsjahr 2009 ist durch fünf wesentliche Kapitalmaßnahmen gekennzeichnet. Zur Finanzierung der Nuclitec-Akquisition wurde (a) im Januar ein langfristiges Darlehen über 3,0 Mio. EUR aufgenommen und (b) im Januar / Februar eine Bar-Kapitalerhöhung über rund 3,1 Mio. EUR durchgeführt. Zum Ausbau des ab 2010 neu ausgewiesenen Segments Umweltdienste und zur Finanzierung von Akquisitionsmöglichkeiten wurde (c) im November / Dezember 2009 eine zweite Bar-Kapitalerhöhung über rund EUR 21,5 Mio. durchgeführt. Dem Segment Radiopharmazie sind (d) im Laufe des Jahres 2009 insgesamt 3,2 Mio. EUR aus Darlehensabrufen für eine langfristige Finanzierung der Entwicklungsprojekte zugeflossen. Zur Unterlegung des IBt-Übernahmeangebots erhielt der Konzern (e) im Dezember 2009 eine Bürgschaft seitens der Deutschen Bank AG über EUR 20,0 Mio. Für die entsprechenden Darlehen gab es jeweils Angebote mehrerer Kreditinstitute. Die Kapitalerhöhungen waren überzeichnet. Bis heute hat die Finanz- und Wirtschaftskrise keine wesentliche Auswirkung auf die Steigerung der Eigen- und Fremdfinanzierung der Eckert & Ziegler Gruppe gezeigt. Der Vorstand sieht den Grund dafür in der soliden Finanzierung des Konzerns mit noch immer relativ hoher Eigenkapitalquote und großem Gründeranteil sowie der guten Perspektive der profitablen operativen Einheiten. Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass kein Kredit und keine Kreditlinie im Geschäftsjahr 2009 von der Gegenseite gekündigt wurde.
Aus den Möglichkeiten zur Fremdfinanzierung und der Vorhersage von Liquiditätsbedarf lässt sich ableiten, dass der Konzern zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet ist, um seinen Bestand und seine Weiterentwicklung sichern zu können. Er sieht sich auch in der Lage, sämtliche Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, selbst wenn in den kommenden Geschäftsjahren ein leichter Anstieg des Verschuldungsgrades notwendig wäre, um das Wachstum durch weitere Akquisitionen abzusichern und Neuproduktentwicklungen finanzieren zu können.
Die vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermine für finanzielle Verbindlichkeiten inklusive Zinszahlungen stellen sich wie folgt dar:
| Analyse der vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermine | 31.12.2009 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Zahlungsmittelabfluss | |||||
| Gesamt | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | |||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | ||
| Darlehensverbindlichkeiten | festverzinslich | 17.774 | 20.166 | 5.496 | 12.769 | 1.900 |
| Darlehensverbindlichkeiten | variabel verzinslich | 966 | 1.054 | 463 | 591 | |
| Finanzleasingverbindlichkeiten | festverzinslich | 1.334 | 1.458 | 625 | 833 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | unverzinslich | 4.426 | 4.426 | 4.426 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Personal | unverzinslich | 3.326 | 3.326 | 3.326 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | unverzinslich | 3.422 | 3.422 | 3.422 | ||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 65 | 72 | 12 | 39 | 21 | |
| Stand zum 31.12. | 31.313 | 33.924 | 17.770 | 14.232 | 1.921 |
| Analyse der vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermine | 31.12.2008 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Zahlungsmittelabfluss | |||||
| Gesamt | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | |||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | ||
| Darlehensverbindlichkeiten | festverzinslich | 12.040 | 13.387 | 4.070 | 9.317 | |
| Darlehensverbindlichkeiten | variabel verzinslich | 2.595 | 2.771 | 1.859 | 782 | 130 |
| Darlehensverbindlichkeiten | unverzinslich | 2.340 | 2.340 | 1.442 | 798 | 100 |
| Finanzleasingverbindlichkeiten | festverzinslich | 1.537 | 1.576 | 646 | 930 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | unverzinslich | 4.286 | 4.286 | 4.286 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Personal | unverzinslich | 314 | 314 | 314 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | unverzinslich | 10.164 | 10.164 | 2.524 | 7.640 | |
| Stand zum 31.12. | 33.276 | 34.838 | 15.141 | 19.467 | 230 | |
Den Zahlungsabflüssen für die variabel verzinslichen Verbindlichkeiten liegt ein Zinssatz in 2009 von 4,75 Prozent (2008: 4,42 Prozent) zu Grunde.
Aus ihrer internationalen Geschäftstätigkeit ist der Konzern Währungsrisiken ausgesetzt, die aus dem Einfluss von Wechselkursschwankungen auf die Geschäftsvorfälle und die in Fremdwährung nominierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten resultieren (Transaktionsrisiken).
Die wesentlichen Fremdwährungstransaktionen in der Eckert & Ziegler-Gruppe betreffen den US-Dollar durch Darlehenstilgungen und Dividendenzahlungen der amerikanischen Tochterunternehmen und Export-Geschäfte der deutschen Tochterunternehmen. Nur teilweise kompensiert wird der Effekt durch die operative Tätigkeit einiger Tochtergesellschaften, die Vorprodukte und Waren teilweise in US-Dollar einkaufen und die Endprodukte größtenteils in Euro absetzt. Neben dem US-Dollar gibt es weitere Überschüsse von Polnischen Złoty durch Exportlieferungen. In diesen Währungen gibt es praktisch keine Kostenpositionen, so dass der komplette Umsatz in Fremdwährung dem Währungsrisiko ausgesetzt ist.
Den oben beschriebenen Transaktionsrisiken werden diverse Maßnahmen entgegen gesetzt. Die Darlehen an die amerikanischen Tochterunternehmen sind teilweise durch einen Zins-Währungs-Swap zu folgenden Konditionen gesichert:
| Abschlussdatum: | 08.02.2001 |
|---|---|
| Anfangsdatum: | 12.02.2001 |
| Enddatum: | 31.01.2011 |
Zum Bilanzstichtag hat der Konzern aus diesem Geschäft noch eine Zahlungsverpflichtung in Höhe von TUSD 1.736 (2008: TUSD 2.026) zu einem festen Zinssatz von 10,0 % p.a. Im Gegenzug dafür erhält sie TEUR 1.873 (2008: TEUR 2.185) zu einem festen Zinssatz von 8,77 % p.a. Der beizulegende Zeitwert dieses Swap-Geschäftes zum 31. Dezember 2009 beträgt TEUR 706 (2008: TEUR 764). Der Aufwand aus der Veränderung der Marktbewertung wurde unter den Währungsverlusten ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert wurde dem Konzern von dem Kreditinstitut, mit dem das Swap-Geschäft abgeschlossen wurde, mitgeteilt. Laut Aussage des Kreditinstituts wurden für die Ermittlung des aktuellen Barwerts des Cross-Currency-Swaps (EUR-USD; Fix gegen Fix) alle EUR- bzw. USD-Cash Flows mit den jeweiligen Zerozinssätzen (errechnet aus den aktuellen EUR- bzw. USD-Zinskurven) abgezinst, addiert und saldiert. Hierzu wurden die USD-Cash Flows mit dem aktuellen EUR-USD-Devisenkurs in EUR umgerechnet. Die sich hieraus ergebenden Salden weisen dann für die Kontrahenten einen positiven und einen negativen Barwert aus dem bestehenden Vertragsverhältnis aus.
Exportgeschäfte in Polnischen Złoty werden im Bedarfsfall mittels Fremdwährungs-Optionen und Termingeschäften gesichert. Zum Bilanzstichtag bestanden keine offenen Positionen aus Devisentermin- und -optionsgeschäften.
Die Risikoexposition des Konzerns hinsichtlich des Transaktionsrisikos war zum Abschlussstichtag wie folgt:
| Fremdwährungsexposition | 31.12.2009 | 31.12.2008 | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| umgerechnet in TEUR | USD | CAD | GBP | CHF | PLN | SEK | USD | CAD | GBP | CHF | PLN | SEK |
| Zahlungsmittel | 878 | 13 | 105 | 62 | 108 | 77 | 325 | – | 50 | – | – | 12 |
| Forderungen aus Lieferungen | ||||||||||||
| und Leistungen | 1.221 | 1 | – | 78 | 155 | 22 | 851 | 23 | 175 | 258 | 118 | 33 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen | ||||||||||||
| und Leistungen | -44 | – | 63 | -3 | – | – | -54 | – | -51 | -44 | -19 | – |
| Bilanzexposition | 2.055 | 14 | 168 | 137 | 263 | 99 | 1.122 | 23 | 174 | 214 | 99 | 45 |
| Vertragliche Zahlungsverpflichtung | ||||||||||||
| aus Zins-Währungs-Swap | -1.229 | -1.307 | ||||||||||
| Netto-Exposition | 826 | 14 | 168 | 137 | 263 | 99 | -185 | 23 | 174 | 214 | 99 | 45 |
Ein Anstieg des Euro von 10 % gegenüber den folgenden Währungen hätte zum Abschlussstichtag – unter Voraussetzung sonst gleich bleibender Annahmen – zu den folgenden angeführten Zunahmen (Abnahmen) des Eigenkapitals und des Periodenergebnisses geführt:
| Effekt in TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | CAD | GBP | CHF | PLN | SEK | USD | CAD | GBP | CHF | PLN | SEK | |
| Eigenkapital | ||||||||||||
| Jahresergebnis | -74 | -1 | -15 | -12 | -24 | -9 | 17 | -2 | -16 | -19 | -9 | -4 |
Eine Senkung des Euro von 10 % gegenüber den oben aufgeführten Währungen hätte zum Abschlussstichtag zu einem gleichen, aber entgegengesetztem Effekt auf die angeführten Währungen geführt.
Als Basis der Sensitivitätsanalyse wurden die unter Tz. 4 angegebenen Währungsumrechnungskurse verwendet.
Zinsänderungsrisiken ist der Konzern im Wesentlichen im Bereich der mittel- und langfristig verzinslichen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf Grund von Schwankungen der Marktzinssätze ausgesetzt.
Für Posten, die bei Zinsänderungen keine Zahlungswirkung erzeugen, werden keine Absicherungsmaßnahmen getroffen.
Zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos bei der kurzfristigen Kreditmittelbeschaffung hat der Konzern im Oktober 2005 einen Zinsswap mit einer Laufzeit von 12 Jahren abgeschlossen. Abgesichert wurde ein Bezugsbetrag von TEUR 2.000 zu einem Festzinssatz von 3,53 %. Die Eckert & Ziegler AG zahlt dabei jeweils quartalsweise einen Festbetrag von EUR 17.650 bis
Oktober 2017. Im Gegenzug dazu zahlt die Bank quartalsweise variable Beträge (jeweils den 3-Monats-EURIBOR) bis Ablauf des Vertrages. Der beizulegende Zeitwert dieses Swap-Geschäftes zum 31. Dezember 2009 beträgt TEUR -65 (2008: TEUR 7) und wird in der Bilanz unter den Übrigen langfristigen Verbindlichkeiten (2008: Übrigen langfristigen Vermögenswerten) ausgewiesen. Der Verlust aus der Veränderung der Marktbewertung wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem übrigen Finanzergebnis ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert wurde dem Konzern von dem Kreditinstitut, mit dem das Swap-Geschäft abgeschlossen wurde, mitgeteilt. Laut Aussage des Kreditinstituts wurden für die Ermittlung des aktuellen Barwerts des Zins-Swaps alle vom Kunden beziehungsweise von der Bank zu leistenden Zahlungen vom Bewertungstag bis zum Vertragsende berechnet, auf Basis der aktuellen Zinsstrukturkurve abgezinst, addiert und saldiert. Die Abzinsung der variablen Zinszahlungen (EURIBOR) erfolgte dabei auf Basis der aus der aktuellen Zinsstrukturkurve errechneten Terminzinssätze für den entsprechenden Zeitraum. Die sich hieraus ergebenden Salden weisen dann für die Kontrahenten einen positiven und einen negativen Barwert aus dem bestehenden Vertragsverhältnis aus.
Zum Bilanzstichtag weist der Konzern folgende mittel- und langfristige verzinsliche Vermögenswerte und Schulden aus:
| Mittel- und langfristig verzinsliche | ||
|---|---|---|
| Vermögenswerte und Verbindlichkeiten | 2009 | 2008 |
| TEUR | TEUR | |
| Verzinsliche finanzielle Vermögenswerte | 2.327 | 1.072 |
| davon variabel verzinslich | 226 | 229 |
| davon festverzinslich | 2.101 | 843 |
| Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten | 20.010 | 8.986 |
| davon variabel verzinslich | 950 | 809 |
| davon festverzinslich | 19.060 | 8.177 |
Unter den festverzinslichen finanziellen Vermögenswerten wird der Zins- und Währungs-Swap (TEUR 706; 2008: TEUR 764) ausgewiesen. Ein Rückgang des Marktzinssatzes um 100 Basispunkte hätte – unter sonst gleich bleibenden Annahmen – zu einer Verminderung der beizulegenden Zeitwerte und damit des Periodenergebnisses um TEUR 47 (2008: TEUR 50) geführt. Eine Erhöhung des Marktzinssatzes um 100 Basispunkte hätte zu einem Anstieg der beizulegenden Zeitwerte bzw. des Periodenergebnisses um TEUR 16 (2008: TEUR 17) geführt
Unter den festverzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten wird der Zins-Swap (TEUR -65; 2008: TEUR 7) ausgewiesen. Ein Rückgang des Marktzinssatzes um 100 Basispunkte hätte – unter sonst gleich bleibenden Annahmen – zu einer Verminderung der beizulegenden Zeitwerte und damit des Periodenergebnisses um TEUR 153 (2008: TEUR 151) geführt. Eine Erhöhung des Marktzinssatzes um 100 Basispunkte hätte zu einem Anstieg der beizulegenden Zeitwerte bzw. des Periodenergebnisses um TEUR 117 (2008: TEUR 120) geführt.
Alle weiteren festverzinslichen Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Daher hätte eine Veränderung des Marktzinssatzes die Bewertung dieser Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag nicht beeinflusst.
Unter Berücksichtigung des abgeschlossenen Zins-Swaps hätte ein Anstieg des Marktzinses von 100 Basispunkten zum Abschlussstichtag – unter Voraussetzung sonst gleich bleibender Annahmen – zu den folgenden angeführten Zunahmen (Abnahmen) des Periodenergebnisses geführt:
| Effekt in TEUR | 2009 | 2008 | ||
|---|---|---|---|---|
| + 100 | - 100 | + 100 | - 100 | |
| Basispunkte | Basispunkte | Basispunkte | Basispunkte | |
| Zinsergebnis für variabel | ||||
| verzinsliche Finanzinstrumente | -7 | 7 | -6 | 6 |
| Abgesichert durch Zinsswap | 20 | -20 | 20 | -20 |
| Netto-Effekt auf Jahresergebnis | 13 | -13 | 14 | -14 |
Die Grundlage für das Kapitalmanagement bildet das Capital at Risk. Dazu werden alle Forderungen, Beteiligungswerte und Garantien, welche die Eckert & Ziegler AG an bzw. für Tochtergesellschaften gegeben hat, herangezogen. Dem Capital at Risk gegenübergestellt wird das EBIT des Segments. Der Quotient aus beiden Werten ergibt den Return on Capital at Risk. Die Entwicklung dieses Wertes für die Segmente wird vom Vorstand über den Zeitablauf beobachtet und für rückwärtsgewandte Bewertungen und vorwärtsorientierte Zielsetzungen verwendet.
Für die vergangenen vier Jahre stellt sich die Entwicklung der Kennzahl "Return on Capital at Risk" wie folgt dar:
| 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | |
|---|---|---|---|---|
| Gesamtkonzern | 18 % | 17 % | 11 % | 20 % |
| Industrie | 29 % | 30 % | 45 % | 45 % |
| Therapie | 18 % | 22 % | 1 % | 12 % |
| Radiopharmazie | -15 % | -2 % | 1 % | 7 % |
Die Eckert & Ziegler AG (Mutterunternehmen) unterliegt nach aktien- und handelsrechtlichen Vorschriften in Deutschland der Mindestkapitalisierung nach § 92 AktG. Danach muss eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werden, wenn die Summe des handelsrechtlichen Eigenkapitals der Muttergesellschaft 50 % des Grundkapitals unterschreitet. Dieses ist im Geschäftsjahr 2009 nicht eingetreten.
Der in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelbestand umfasst die Bilanzposition Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die sich aus Kassenbeständen, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten und sämtliche hochliquiden Mittel mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten zusammensetzt.
Die Konzern-Kapitalflussrechnung stellt dar, wie sich die Zahlungsmittel des Eckert & Ziegler Konzerns im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Hierzu werden die Zahlungsströme in der Konzern-Kapitalflussrechnung in Übereinstimmung mit IAS 7 (Kapitalflussrechnung) nach Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterteilt.
Eingeschränkt verfügbare Finanzmittel im Finanzmittelfond: Zum 31. Dezember 2009 beinhaltet der Zahlungsmittelfond verfügungsbeschränkte Finanzmittel in Höhe von TEUR 20.061. Diese Finanzmittel liegen auf einem Konto der Eckert & Ziegler AG bei der belgischen KBC-Bank und dienen zusammen mit einer Bürgschaft der Deutschen Bank AG über TEUR 20.000 der finanziellen Sicherstellung des im Dezember 2009 angekündigten freiwilligen Übernahmeangebots für die ausstehenden Aktien und Optionen der IBt. S.A.
Ausgehend vom Periodenergebnis nach Steuern werden die Mittelzu- und abflüsse indirekt abgeleitet. Das Ergebnis nach Steuern wird dazu um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen korrigiert und um die Veränderungen der Aktiva und Passiva ergänzt.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wird anhand der tatsächlichen Zahlungsvorgänge ermittelt. Er umfasst Zahlungsströme im Zusammenhang mit dem Erwerb und der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens, die nicht Bestandteil der liquiden Mittel sind. Des Weiteren werden Zu- und Abgänge von liquiden Mitteln aus Unternehmenserwerben und -veräußerungen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2009 hat die IBt. S.A. Anteile am Joint Venture "NanoBrachyTech" erworben. Diese Investition war nicht zahlungswirksam, da die Anteile im Gegenzug für die Einlage immaterieller Vermögenswerte in das Joint Venture erworben wurden.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird anhand der tatsächlichen Zahlungsvorgänge ermittelt und umfasst neben der Aufnahme und Tilgung von Krediten und sonstigen Finanzverbindlichkeiten Zahlungsströme zwischen dem Konzern und seinen Anteilseignern, wie z. B. Dividendenzahlungen.
Die Veränderungen der Bilanzpositionen, die für die Entwicklung der Konzern-Kapitalflussrechnung betrachtet werden, werden um die nicht zahlungswirksamen Effekte aus der Währungsumrechnung und Konsolidierungskreisänderungen bereinigt. Zudem werden Investitions- und Finanzierungsvorgänge, welche nicht zu einer Veränderung von liquiden Mitteln geführt haben, nicht in die Kapitalflussrechnung einbezogen. Auf Grund der zuvor genannten Bereinigungen sind die in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Veränderungen der betreffenden Bilanzpositionen nicht unmittelbar mit den entsprechenden Werten aus der veröffentlichten Konzernbilanz abstimmbar.
a) Erwerb der Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH (vormals: Nuclitec GmbH)
Die Eckert & Ziegler AG hat am 23. Januar 2009 sämtliche Anteile an der Braunschweiger Nuclitec GmbH, deren amerikanischer Tochterfirma, Nuclitec Inc., sowie der französischen Schwesterfirma, Nuclitec SARL, erworben. Der Kaufpreis für die Anteile der Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH betrug TEUR 6.145. Die Anschaffungsnebenkosten belaufen sich auf TEUR 12.
Der Kauf wurde nach der Erwerbsmethode im Konzernabschluss abgebildet, so dass die Ergebnisse der Gesellschaft seit dem Zeitpunkt der Übernahme im vorliegenden Konzernabschluss enthalten sind. Der Kaufpreis wurde auf der Grundlage der geschätzten beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) zum Zeitpunkt der Akquisition auf die erworbenen Vermögenswerte aufgeteilt. Aus dieser Kaufpreisaufteilung ergab sich ein Goodwill in Höhe von TEUR 5.288. Mit dem Erwerb der Nuclitec besteht die Chance, durch die Nutzung von Synergien mit anderen Konzerngesellschaften im Segment Industrie ein bedeutendes zusätzliches Ertragspotenzial zu realisieren. Weiterhin sieht der Vorstand die Chance mit dem Erwerb der Nuclitec den neuen Bereich "Umweltdienste" zukünftig weiter auszubauen. Die Aufteilung des Kaufpreises auf Basis der geschätzten beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte wurde wie folgt vorgenommen:
| Buchwert zum | Zeitwert zum | ||
|---|---|---|---|
| Erwerbs- | Umbe- | Erwerbs | |
| zeitpunkt | wertung | zeitpunkt | |
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 236 | 4.073 | 4.309 |
| Sachanlagen | 3.916 | 3.916 | |
| Vorräte | 4.643 | 4.643 | |
| Forderungen | 3.804 | 0 | 3.804 |
| Sonstige Vermögenswerte | 606 | 0 | 606 |
| Bankguthaben und Kassenbestände | 2.321 | 2.321 | |
| Latente Steuerforderungen | 1.734 | 0 | 1.734 |
| Verbindlichkeiten | |||
| Rückstellungen und langfristige | |||
| Verbindlichkeiten | -13.600 | 0 | -13.600 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen | |||
| und Leistungen | -1.049 | 0 | -1.049 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | -4.288 | 0 | -4.288 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | -3 | -3 | |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | -33 | -1.491 | -1.524 |
| Buchwerte der übernommenen | |||
| Vermögenswerte und Schulden | -1.713 | -1.713 | |
| Neubewertung der Vermögenswerte | |||
| und Schulden | 2.582 | 2.582 | |
| Goodwill | 5.288 | ||
| Kaufpreis des Unternehmenserwerbs | 6.157 | ||
| abzüglich geleisteter Anzahlungen in 2008 |
-250 | ||
| abzüglich erworbene Bankguthaben und Kassenbestände |
-2.321 | ||
| Netto Kapitalfluss aus Erwerb von Tochterunternehmen |
3.586 |
Mit dem Erwerb der Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH wurden liquide Mittel in Höhe von TEUR 2.321 übernommen. Der Buchwert des erworbenen Nettovermögens betrug vor dem Zusammenschluss TEUR -1.243. Der im vorliegenden Konzernabschluss enthaltene Gewinn der Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH beträgt TEUR 762, wovon TEUR 0 auf die amerikanische Tochtergesellschaft Eckert & Ziegler Nuclitec Inc. entfallen. Wäre die Gesellschaft bereits seit dem 1. Januar 2009 in den Konzernabschluss einbezogen worden, wäre der Konzernumsatz um TEUR 1.261 höher und das Konzernergebnis um TEUR 206 niedriger ausgefallen.
b) Erwerb der Eckert & Ziegler Isotope Products SARL (vormals: Nuclitec SARL)
Die Eckert & Ziegler AG hat am 23. Januar 2009 sämtliche Anteile an der Braunschweiger Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH, deren amerikanischer Tochterfirma, Nuclitec Inc., sowie der französischen Schwesterfirma, Nuclitec SARL, erworben. Der Kaufpreis für die Anteile der Eckert & Ziegler Isotope Products SARL betrug TEUR 714. Die Anschaffungsnebenkosten belaufen sich auf TEUR 24.
Der Kauf wurde nach der Erwerbsmethode im Konzernabschluss abgebildet, so dass die Ergebnisse der Gesellschaft seit dem Zeitpunkt der Übernahme im vorliegenden Konzernabschluss enthalten sind. Der Kaufpreis wurde auf der Grundlage der geschätzten beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) zum Zeitpunkt der Akquisition auf die erworbenen Vermögenswerte aufgeteilt. Aus dieser Kaufpreisaufteilung ergab sich ein Goodwill in Höhe von TEUR 283. Die Aufteilung des Kaufpreises auf Basis der geschätzten beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte wurde wie folgt vorgenommen:
| Buchwert zum Erwerbs- zeitpunkt |
Umbe- wertung |
Zeitwert zum Erwerbs zeitpunkt |
|
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| Vermögenswerte | |||
| Immateriele Vermögenswerte | 0 | 123 | 123 |
| Sachanlagen | 2 | 2 | |
| Forderungen | 605 | 605 | |
| Bankguthaben und Kassenbestände | 450 | 450 | |
| Verbindlichkeiten | |||
| Rückstellungen | -398 | -398 | |
| Verbindlichkeiten | |||
| aus Lieferungen und Leistungen | -54 | -54 | |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | -225 | -225 | |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | -7 | -7 | |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 0 | -41 | -41 |
| Buchwerte der übernommenen | |||
| Vermögenswerte und Schulden | 373 | 373 | |
| Neubewertung der Vermögenswerte | |||
| und Schulden | 82 | 82 | |
| Goodwill | 283 | ||
| Kaufpreis des Unternehmenserwerbs | 738 | ||
| abzüglich erworbene | |||
| Bankguthaben und Kassenbestände | -450 | ||
| Netto Kapitalfluss aus Erwerb | |||
| von Tochterunternehmen | 288 |
Mit dem Erwerb der Eckert & Ziegler Isotope Products SARL wurden liquide Mittel in Höhe von TEUR 450 übernommen. Der Buchwert des erworbenen Nettovermögens betrug vor dem Zusammenschluss TEUR 373. Der im vorliegenden Konzernabschluss enthaltene Gewinn der Eckert & Ziegler Isotope Products SARL beträgt TEUR 95. Wäre die Gesellschaft bereits seit dem 1. Januar 2009 in den Konzernabschluss einbezogen worden, wäre der Konzernumsatz um TEUR 47 höher und das Konzernergebnis um TEUR 2 niedriger ausgefallen.
Am 5. September 2008 hat die Eckert & Ziegler Isotope Products. Inc. die Industriequellensparte der North American Scientific Inc. (NASM) erworben. Der Kaufpreis beträgt, in Abhängigkeit von den zukünftigen Umsätzen, bis zu TUSD 5.990, wovon TUSD 43 auf Erwerbsnebenkosten entfallen. TUSD 3.043 wurden in bar beglichen, TUSD 2.000 entfallen auf ein kurzfristiges Verkäuferdarlehen. Weitere TUSD 947 entfallen auf eine bedingte Kaufpreisverbindlichkeit, welche von dem innerhalb der nächsten 12 Monate mit einem bestimmten NASM Kunden realisierten Umsatzvolumen abhängig ist.
Der Kaufpreis, der die Anschaffungsnebenkosten enthält, wurde zum 31. Dezember 2008 nur vorläufig auf der Grundlage der geschätzten beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) der zum Zeitpunkt der Akquisition im Bestand befindlichen Vermögenswerte aufgeteilt. Im Geschäftsjahr 2009 wurde die Kaufpreisallokation wie folgt finalisiert:
| Buchwert zum | Zeitwert zum | ||
|---|---|---|---|
| Erwerbs- | Umbe- | Erwerbs | |
| zeitpunkt | wertung | zeitpunkt | |
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.313 | 2.313 | |
| Sachanlagen | 22 | 22 | |
| Vorräte | 318 | 318 | |
| Netto identifizierbare | |||
| Vermögenswerte | 2.653 | 0 | 2.653 |
| Goodwill | 1.596 | ||
| Kaufpreis für den Geschäftsbereich | 4.249 | ||
| abzüglich nicht in bar beglichene | |||
| Kaufpreisbestandteile | -2.091 | ||
| Netto Kapitalfluss aus dem Erwerb | 2.158 | ||
Am 30. April 1999 ermächtigte die Hauptversammlung den Vorstand, einen Aktienoptionsplan für die Angestellten und das Management der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften aufzulegen. Auf der Hauptversammlung vom 20. Mai 2003 wurde der Aktienoptionsplan in einigen Details geringfügig neu gefasst. Das vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates beschlossene Mitarbeiterbeteiligungsprogramm sieht die Ausgabe von Optionen zum Kauf von maximal 300.000 Aktien aus dem bedingten Kapital vor, sofern die Gesellschaft die Optionsrechte nicht durch Übertragung eigener Aktien oder im Wege einer Barzahlung erfüllt. Eine Option berechtigt den Inhaber zum Bezug einer Stückaktie. Der Ausübungspreis für die erste Tranche an Optionen entspricht dem bei der Börseneinführung festgelegten Platzierungspreis, während der Ausübungspreis für nachfolgende Tranchen aus dem Durchschnittskurs der Eckert & Ziegler-Aktie an den letzten fünf Handelstagen vor der Beschlussfassung des Vorstands über die Begebung der Optionen ermittelt wird.
Ausgegebene Optionen dürfen frühestens nach einer Erdienungszeit von zwei Jahren ab dem Ausgabetag und nur innerhalb bestimmter Ausübungszeiträume ausgeübt werden. Außerdem ist die Ausübung an das Erreichen bestimmter Performancekriterien gebunden. Die Wertentwicklung
der Aktie der Gesellschaft in dem Zeitraum zwischen dem Ausgabetag und dem ersten Ausübungszeitpunkt muss die Wertentwicklung des Neuer Markt-Index (bzw. nach Einstellung des Neuer Markt-Index, die Wertentwicklung des Technoloy All Share-Index) während desselben Zeitraumes übersteigen. Die Optionen müssen innerhalb von fünf Jahren nach Ablauf der Erdienungszeit ausgeübt werden. Im Falle der Beendigung des Arbeitsverhältnisses verfallen noch nicht ausgeübte Optionen.
Im Jahr 2006 lief die Wartezeit für die 2004 ausgegebenen Optionen (6. Tranche/Tranche 2004) aus. Für die 2004 ausgegebenen Optionen wurde im Geschäftsjahr 2006 festgestellt, dass die Performancekriterien erfüllt wurden. Die Ausübung der Optionen ist damit grundsätzlich möglich. Der erste Ausübungszeitraum begann am 26. August 2006, die letzte Ausübungsmöglichkeit besteht am 26. August 2011.
Im Jahr 2005 lief die Wartezeit für die 2003 ausgegebenen Optionen (5. Tranche/Tranche 2003) aus. Für die 2003 ausgegebenen Optionen wurde im Geschäftsjahr 2005 festgestellt, dass die Performancekriterien erfüllt wurden. Die Ausübung der Optionen ist damit grundsätzlich möglich. Der erste Ausübungszeitraum begann am 09. August 2005, die letzte Ausübungsmöglichkeit besteht am 25. Juli 2010.
Im Geschäftsjahr 2004 wurde festgestellt, dass die Performancekriterien für die 2002 ausgegebenen Optionen (4. Tranche/ Tranche 2002) erfüllt wurden. Die Ausübung der Optionen dieser Tranche ist damit grundsätzlich möglich. Der erste Ausübungszeitraum begann am 28. August 2004, die letzte Ausübungsmöglichkeit bestand am 25. August 2009. Zu diesem Zeitpunkt sind die restlichen Optionen dieser Tranche verfallen.
Die Entwicklung der Anzahl der ausstehenden Aktienoptionen in den letzten beiden Geschäftsjahren lässt sich wie folgt zusammenfassen.
| 2009 | 2008 | |||
|---|---|---|---|---|
| Optionen | Gewichteter | Optionen | Gewichteter | |
| durchschnittlicher | durchschnittlicher | |||
| Ausübungspreis | Ausübungspreis | |||
| Anzahl | EUR | Anzahl | EUR | |
| Ausstehend | ||||
| zu Beginn des Jahres | 67.650 | 6,94 | 86.150 | 8,07 |
| Ausgegeben | 0 | 0,00 | 0 | 0,00 |
| Ausgeübt | 33.250 | 6,75 | 0 | 0,00 |
| Verfallen | 800 | 5,12 | 18.500 | 12,19 |
| Ausstehend zum Ende | ||||
| des Jahres | 32.700 | 7,24 | 67.650 | 6,94 |
| Ausübbar zum Ende | ||||
| des Jahres | 32.700 | 7,24 | 67.650 | 6,94 |
Im Berichtsjahr wurden 33.250 Aktienoptionen ausgeübt. Der gewichtete durchschnittliche Aktienkurs an den Tagen, an denen Aktienoptionen ausgeübt wurden, betrug EUR 15,79.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die am 31. Dezember 2009 ausstehenden Aktienoptionen.
| Tranche | Ausübungspreis | Am 31. Dezember 2009 Ausstehende Optionen |
Restliche Ausübungszeit |
|---|---|---|---|
| EUR | Anzahl | Jahre | |
| 5. Tranche/Tranche 2003 | 5,30 | 7.700 | 0,56 |
| 6. Tranche/Tranche 2004 | 7,84 | 25.000 | 1,65 |
| 32.700 |
Der Konzern wendet bei der Bilanzierung des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms den dafür einschlägigen Standard IFRS 2 (aktienbasierte Vergütung) an. Nach IFRS 2 sind die aktienbasierten Vergütungstransaktionen, die durch Eigenkapitalinstrumente beglichen werden, mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) anzusetzen. Der Fair Value jeder ausgeübten Option am Ausgabetag wird mittels eines Optionspreismodells berechnet und über die Erdienungszeit (vesting period) als Personalaufwand berücksichtigt. Mit diesen Personalaufwendungen ist eine Erhöhung der Kapitalrücklage verbunden. In den Geschäftsjahren 2009 und 2008 waren unter Anwendung von IFRS 2 keine weiteren Personalaufwendungen zu erfassen.
Der Optionspreis für die im jeweiligen Geschäftsjahr gewährten Optionen wurde mittels eines Binomialmodells ermittelt. Die Nichthandelbarkeit wurde im Binomialmodell durch einen das Ausübungsverhalten der Optionsprogrammteilnehmer repräsentierenden Ausübungsfaktor berücksichtigt. Des Weiteren wurden die Ausübungsbedingungen durch einen Abschlag auf den Optionspreis berücksichtigt. In den Geschäftsjahren 2009 und 2008 wurden keine neuen Optionen ausgegeben.
Finanzielle Verpflichtungen als Leasingnehmer
Der Konzern hat aktivierungspflichtige (Finance Lease) und nicht aktivierungspflichtige (Operating Lease) Leasingverträge bezüglich Ausrüstungen, Fahrzeugen sowie Grundstücken und Gebäuden abgeschlossen. Der Miet- und Leasingaufwand für operative Leasingverhältnisse belief sich in den jeweils zum 31. Dezember endenden Geschäftsjahren 2009 und 2008 auf TEUR 1.922 bzw. TEUR 1.169.
In Verbindung mit dem auf einem fremden Grundstück selbst errichteten Verwaltungs- und Produktionsgebäude in Berlin hat der Konzern einen langfristigen Nutzungsvertrag abgeschlossen (Finance Lease). Aus diesem Vertrag resultieren jährliche Zahlungen von TEUR 167, von denen jedoch TEUR 89 mit den Herstellungskosten des Gebäudes verrechnet werden. Der Vertrag läuft vorerst bis zum 31. Dezember 2014, nach Ablauf dieser Zeit hat der Konzern das Recht – auch mehrfach und für Teilflächen – solange für eine Verlängerung der Nutzungszeit zu optieren, bis die vom Konzern getragenen Herstellungskosten für das neu errichtete Gebäude durch kalkulatorische Mieten verbraucht wurden. Bis zum 31. Dezember 2014 darf das Nutzungsentgelt für alle Flächen nicht erhöht werden, für die neu geschaffenen Flächen wird das Nutzungsentgelt dann zu diesem Zeitpunkt neu verhandelt.
Die künftigen Mindestmietzahlungen aus unkündbaren, nicht aktivierungspflichtigen Leasingverträgen (Operating Lease; mit anfänglichen oder verbleibenden Laufzeiten von über einem Jahr) sowie künftige Mindestzahlungen aus aktivierungspflichtigen Leasingverträgen belaufen sich zum 31. Dezember 2009 auf folgende Summen:
| Sonstige | davon | Barwerte des | |
|---|---|---|---|
| Miet- und | Finanzierungs- | Finanzierungs | |
| Leasingverträge | leasing | leasings | |
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| Jeweils zum Jahresende | |||
| (31. Dezember) | |||
| 2010 | 1.299 | 625 | 603 |
| 2011 | 946 | 530 | 478 |
| 2012 | 600 | 210 | 178 |
| 2013 | 461 | 93 | 75 |
| 2014 | 307 | 0 | 0 |
| danach | 652 | 0 | 0 |
| Mindestmiet- bzw. | |||
| -leasingzahlungen gesamt | 4.265 | 1.458 | 1.334 |
Beim Finanzierungsleasing handelt es sich ausschließlich um Sachanlagen. Der Buchwert der Anlagen betrug am 31. Dezember 2009 TEUR 1.453 (2008 TEUR 1.835). In der Berichtsperiode wurden TEUR 560 (2008: TEUR 656) als Aufwand für Finanzierungsleasing erfasst. Bedingte Mietzahlungen liegen weder in der Berichtsperiode noch in der Zukunft vor. Die Leasingvereinbarungen enthalten darüber hinaus keinerlei Beschränkungen oder Verpflichtungen.
Zum 31. Dezember 2009 sahen sich Gesellschaften des Radiopharmazie-Segmentes noch einigen Rechtsstreitigkeiten mit ehemaligen Lieferanten bzw. Handelsvertretern gegenüber. Der Konzern sieht sich dabei in einer guten Rechtsposition und hat deshalb für diese strittigen Fragen keine Rückstellungen gebildet. Der Maximalbetrag der daraus eventuell resultierenden finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 136.
Zum 31. Dezember 2009 bestanden keine Eventualforderungen.
Der Konzern hat "IFRS 8 Geschäftssegmente" mit Wirkung zum 1. Januar 2009 angewandt. Gemäß IFRS 8 sind Geschäftssegmente auf Basis der internen Berichtserstattung von Konzernbereichen abzugrenzen, die regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger des Konzerns im Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu diesem Segment und der Bewertung seiner Ertragskraft überprüft wird. Die erstmalige Anwendung des IFRS 8 hat gegenüber den Vorjahren zu keiner Veränderung bei der Identifizierung der berichtspflichtigen Segmente des Konzerns geführt.
Die Eckert & Ziegler-Gruppe hat ihre Geschäftstätigkeit in drei operativen Berichtseinheiten organisiert. Die einzelnen Segmente bieten unterschiedliche Produkte an und sind auch organisatorisch durch die Standorte getrennt.
Die angewandten Rechnungslegungsgrundsätze der einzelnen Segmente stimmen mit den in der Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Erläuterung 3) geschilderten überein. Die Segmentangaben sind nicht konsolidiert. Dies entspricht den vom Vorstand im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung verwendeten Informationen. Transaktionen zwischen den Segmenten werden zu Marktpreisen abgewickelt.
Das Segment Industrie fertigt und vertreibt Standards sowie Strahlenquellen für medizinische und industrielle Zwecke. Standards sind Radioisotope für Kalibrierzwecke. Sie werden im Allgemeinen an wissenschaftliche Einrichtungen verkauft. Industrielle Strahlenquellen finden in verschiedenen Messeinrichtungen für Industrieanlagen und anderen messtechnischen Geräten, wie z. B. Sicherheitseinrichtungen an Flughäfen, Anwendung. Sie werden an die Hersteller oder die Betreiber der Anlagen verkauft. Die medizinischen Strahlenquellen umfassen radioaktive Quellen für die Kalibrierung von so genannten Gammakameras. Seit 2008 liefert Eckert & Ziegler auch Strahlenquellen, die bei der Erdölexploration eingesetzt werden. Die Produktionsstandorte des Segments befinden sich in Nordamerika und Europa. Der weltweite Vertrieb erfolgt ebenfalls von diesen Standorten. Nach der Übernahme des größten Wettbewerbers Nuclitec zu Beginn des Jahres 2009 ist Eckert & Ziegler bei sehr vielen Produkten und Anwendungen
Weltmarktführer bzw. teilweise der einzige Anbieter. Im Segment Industrie ist darüber hinaus der Geschäftsbereich Umweltdienste angesiedelt, der durch die Nuclitec Akquisition in die Gruppe kam und Erträge im Wesentlichen aus der Annahme und Behandlung von schwach-radioaktiven deutschen Krankenhausabfällen generiert. Das im Zuge der Nuclitec-Akquisition erworbene Geschäftsfeld Umweltdienste wird in 2009 nicht als eigenständiges Segment geführt, da es im internen Reporting an den Hauptentscheidungsträger nicht separat berichtet wird, sondern in die Berichterstattung des Segments Industrie integriert ist. Ab dem Geschäftsjahr 2010 werden die Kennzahlen dieses Geschäftsfeldes separat an den Hauptentscheidungsträger berichtet und damit als ein eigenständiges Segment geführt.
Das Segment Therapie konzentriert sich auf die Produktentwicklung, die Herstellung und Markteinführung sowie den Vertrieb von radioaktiven Produkten für die Krebstherapie. Zu den besonderen Schwerpunkten gehört die Prostatakrebsbehandlung mittels radioaktiver Jodseeds. Der Zusammenschluss mit einem früheren Wettbewerber, der belgischen IBt S.A., mit der BEBIG resultierte in der europäischen Marktführerschaft für Prostataprodukte unter Konsolidierung im Eckert & Ziegler Konzern. Einen weiteren wesentlichen Bestandteil im Segment bilden die Low- und High-Dose-Rate Strahlentherapie-Geräte. Komplettiert wird die Produktpalette, die sich hauptsächlich an Strahlentherapeuten richtet, durch Iridium-Strahlenquellen sowie diverse Therapy Accessories. Die Produktion erfolgt ausschließlich in Europa, während die Produkte weltweit vertrieben werden, mit Ausnahme der Jodseeds, welche nicht in Nordamerika verkauft werden.
Die Produkte des Segments Radiopharmazie mit Standorten in Berlin, Mainz, Bonn und Braunschweig umfassen radioaktive Diagnostika für die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und Synthesemodule zur Herstellung von Radiopharmazeutika. Die Geräte kommen sowohl in der Praxis der nuklearmedizinischen Diagnostik und Therapie als auch in der Forschung zur Anwendung. Durch die Akquisition der Nuclitec Anfang 2009 kam der Auriga-Bereich hinzu. Als wichtigste Produkte sind hier Yttrium-90 zu nennen sowie die Projekte aus der Auftragsfertigung. Während der Vertrieb der PET-Diagnostika auf Mittel- und Osteuropa beschränkt ist, werden die Synthesemodule und das Yttrium-90 weltweit vertrieben. Die Auftragsfertigung findet zentral in Braunschweig statt und nimmt Aufträge aus aller Welt entgegen.
Ein weiteres Segment, das die Kosten und Erträge der Berliner Holding abbildet, ist nicht operativ tätig.
| Industrie | Therapie | Radiopharmazie | Sonstige | Eliminierung | Gesamt | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Umsätze mit externen Kunden | 51.744 | 29.812 | 30.278 | 27.067 | 19.377 | 14.733 | 0 | 0 | 0 | 0 | 101.399 | 71.612 |
| Umsätze mit anderen Segmenten | 542 | 394 | 399 | 369 | 483 | 295 | 1.798 | 1.781 | -3.222 | -2.839 | 0 | 0 |
| Segmentumsätze insgesamt | 52.286 | 30.206 | 30.677 | 27.436 | 19.860 | 15.028 | 1.798 | 1.781 | -3.222 | -2.839 | 101.399 | 71.612 |
| Ergebnis aus at-equity bewerteten Anteilen |
873 | 873 | 0 | |||||||||
| Segmentergebnis vor Zinsen | ||||||||||||
| und Ertragsteuern (EBIT) | 8.989 | 6.967 | -129 | -3.253 | 1.090 | -87 | 6.475 | 5.842 | -7 | 0 | 16.418 | 9.469 |
| Zinsaufwendungen und -erträge* | -430 | -470 | -630 | -633 | -1.055 | -987 | 845 | 921 | 7 | 9 | -1.263 | -1.160 |
| Ertragsteuern | -2.765 | -1.899 | 9.780 | -229 | -107 | -1.519 | -171 | -1.616 | 6.737 | -5.263 | ||
| Ergebnis vor Minderheitsanteilen | 5.794 | 4.598 | 9.021 | -4.115 | -72 | -2.593 | 7.149 | 5.147 | 21.892 | 3.037 | ||
| Sondereffekte vor Minderheitsanteilen | 0 | 0 | 6.885 | -3.264 | 0 | -2.272 | 6.233 | 4.949 | 13.118 | -587 | ||
| Ergebnis vor Minderheitsanteilen ohne Sondereffekte |
5.794 | 4.598 | 2.136 | -851 | -72 | -321 | 916 | 198 | 8.774 | 3.624 |
* Im Reporting an die Segment- und Konzernleitung werden Zinsaufwand und Zinsertrag saldiert ausgewiesen
| Industrie | Therapie | Radiopharmazie | Sonstige | Gesamt | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Vermögen der Segmente | 61.381* | 34.593 | 59.925 | 44.735 | 18.158* | 17.112 | 99.891 | 67.427 | 239.355 | 163.867 |
| davon Beteiligungswert von an at-equity | ||||||||||
| bewerteten Anteilen | 850 | 850 | 0 | |||||||
| Eliminierung von Anteilen, Beteiligungen | ||||||||||
| und Forderungen zwischen den Segmenten | -77.451 | -65.069 | ||||||||
| Konsolidiertes Gesamtvermögen | 161.904 | 98.798 | ||||||||
| Verbindlichkeiten der Segmente | -34.851* | -17.157 | -31.027 | -23.165 | -21.074* | -20.076 | -18.084 | -18.221 | -105.036 | -78.619 |
| Eliminierung von Verbindlichkeiten | ||||||||||
| zwischen den Segmenten | 29.791 | 22.641 | ||||||||
| Konsolidierte Verbindlichkeiten | -75.245 | -55.978 | ||||||||
| Investitionen (ohne Unternehmenserwerbe) | 1.607 | 593 | 1.947 | 2.665 | 2.046 | 2.726 | 93 | 0 | 5.693 | 5.984 |
| Abschreibungen | -2.677 | -1.230 | -2.627 | -2.461 | -1.619 | -1.769 | -198 | -192 | -7.121 | -5.652 |
| Nicht zahlungswirksame Erträge/Aufwendungen | 0 | -170 | 11.097 | 2.575 | -338 | -1.319 | 7.080 | 6.660 | 17.839 | 7.746 |
* Im Reporting an die Segment- und Konzernleitung werden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten des Radiopharmaziestandorts
der Braunschweiger Nuclitec GmbH im Segment Industrie ausgewiesen. Das Gleiche gilt für oben stehende Segmentdarstellung.
Die Segmentsummen der Umsätze mit externen Kunden stimmen jeweils mit den konsolidierten Werten überein.
| Verkauf nach | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| geografischen Regionen | 2009 | 2008 | |||||
| Mio EUR | % | Mio EUR | % | ||||
| Europa | 61,4 | 61 | 43,9 | 61 | |||
| Nordamerika | 27,2 | 27 | 20,3 | 28 | |||
| Asien/Pazifik | 10,6 | 10 | 6,2 | 9 | |||
| Sonstige | 2,2 | 2 | 1,2 | 2 | |||
| Summe | 101,4 | 100 | 71,6 | 100 | |||
Die Abgrenzung der geografischen Regionen erfolgte nach dem Sitz des Leistungsempfängers. Die Umsätze in Nordamerika betreffen fast ausschließlich die USA.
Im Segment Therapie entfielen im Geschäftsjahr 2009 ca. EUR 5,1 Mio. (2008: EUR 1,3 Mio.) Umsätze auf einen Hauptkunden (entspricht ca. 5 % der konsolidierten Umsätze des Konzerns).
Nach IAS 24 sind Transaktionen mit Personen oder Unternehmen, die die Eckert & Ziegler AG beherrschen oder von ihr beherrscht werden, anzugeben. Transaktionen der Eckert & Ziegler AG mit nahe stehenden Personen und Unternehmen werden zu Bedingungen wie unter fremden Dritten abgewickelt.
a) Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen
Dr. Andreas Eckert (Vorstandsvorsitzender, verantwortlich für die Bereiche Unternehmensleitung, Finanzen, Investor Relations, Business Development sowie für das Segment Industrie), Berlin, Kaufmann
In anderen Gremien: Chairman of the Board of Directors Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL), Burbank, USA; Mitglied des Board of Directors der International Brachytherapy S.A., Seneffe, Belgien
Dr. Edgar Löffler (Vorstand, verantwortlich für das Segment Therapie), Berlin, Medizin-Physiker
In anderen Gremien: Member of the Board of Directors Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL), Valencia, USA; Executive Director und Mitglied des Board of Directors der International Brachytherapy S.A., Seneffe, Belgien
Dr. André Heß (Vorstand, verantwortlich für das Segment Radiopharmazie), Berlin, Diplom-Chemiker und Wirtschaftsingenieur In anderen Gremien: Member of the Board of Directors Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL), Valencia, USA; Repräsentant der Eckert & Ziegler AG im Board of Directors der International Brachytherapy S.A., Seneffe, Belgien
Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2009 an:
Prof. Dr. Wolfgang Maennig (Vorsitzender), Berlin, Universitätsprofessor In anderen Kontrollgremien: GRETA AG, Hasloh
Prof. Dr. Nikolaus Fuchs, Berlin (stellv. Vorsitzender), geschäftsführender Gesellschafter der Lexington Consulting GmbH und selbständiger Honorarprofessor In anderen Kontrollgremien: keine
Hans-Jörg Hinke, Berlin, Geschäftsführer der CARISMA Wohnbauten GmbH, Berlin In anderen Kontrollgremien: keine
Dr. Gudrun Erzgräber, Schwanebeck, Pensionärin In anderen Kontrollgremien: keine
Holger Bürk, Niedereschach, Diplom-Informatiker In anderen Kontrollgremien: Verwaltungsrat der ConcentriXX AG, Kerns, Schweiz
Prof. Dr. Ronald Frohne, Berlin, Rechtsanwalt und Wirtschaftsprüfer, Honorarprofessor
In anderen Kontrollgremien: Würzburger Versicherungs-Aktiengesellschaft, Würzburg; TAG Tegernsee Immobilien- und Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Hamburg; Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH, Potsdam; TELLUX-Beteiligungsgesellschaft mbH, München; Scholz & Friends AG, Berlin; AGICOA – Association de Gestion Internationale Collective des Œuvres Audiovisuelles, Genf; CAB (The Feature Film Producers' Association for the Distribution of Fees in Pursuance of Section 35 of the Danish Copyright Act), Kopenhagen
Prof. Dr. Detlev Ganten, Berlin, Vorsitzender des Stiftungsrats der Charité Berlin In anderen Kontrollgremien: keine
Zur teilweisen Finanzierung des Kaufpreises der Industriequellensparte der North American Scientific (NASM) hat Dr. Andreas Eckert der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. ein Darlehen über TEUR 700 EUR für 5 Jahre zu 6,5% gewährt. Zum 31. Dezember 2009 beträgt der Darlehensstand inklusive Zinsen TEUR 705.
Die Vergütung der Mitglieder des Vorstandes wird vom Aufsichtsrat festgesetzt und in regelmäßigen Abständen diskutiert und überprüft.
Die Höhe der Gesamtvergütung sowie die Aufteilung auf einzelne Vergütungskomponenten orientiert sich am Maßstab der Angemessenheit. Kriterien der Bewertung bilden insbesondere der dem jeweiligen Vorstandsmitglied übertragene Verantwortungsbereich, dessen persönliche Leistung, aber auch die Wettbewerbslage des Konzerns sowie die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfeldes.
Die Vorstandsvergütung besteht gegenwärtig aus fixen und variablen Vergütungskomponenten.
Die fixen Vergütungskomponenten stellen etwa die Hälfte der jeweils erreichbaren Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder dar. Diese werden in Form eines Fixgehalts sowie als Sachbezug gewährt. Das Fixgehalt umfasst neben der Grundvergütung auch Zuschüsse zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung. Der Sachbezug umfasst im Wesentlichen die Gestellung von Dienstfahrzeugen.
Darüber hinaus sind variable Vergütungskomponenten vorgesehen. Bei diesen handelt es sich um einmalige oder jährlich wiederkehrende, an den kurzfristigen geschäftlichen Erfolg gebundene Bestandteile. Als einmalige Zahlung können Boni zur Anerkennung besonderer Leistungen gewährt werden. Als jährlich wiederkehrende Zahlung ist eine Gewinntantieme vereinbart, die sich an der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS orientiert und in der Höhe begrenzt ist.
Variable Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter sind nach Auslaufen des früheren Aktienoptionsprogramms der Gesellschaft derzeit nicht vorgesehen.
Das Vergütungssystem in der gegenwärtigen Form wird gegenwärtig allerdings einer grundsätzlichen Neubewertung unterzogen, um dieses gemäß den Bestimmungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) zukünftig stärker auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten. Es ist beabsichtigt, diese Neustrukturierung des Vergütungssystems bei der turnusmäßig anstehenden Neuverhandlung der Vorstandsverträge zu implementieren.
Für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit eines Vorstandsmitglieds bestehen keine Zusagen hinsichtlich der Zahlung einer Abfindung.
Von den Gesamtbezügen für das Geschäftsjahr 2009 in Höhe von TEUR 1.142 entfallen TEUR 632 auf fixe und TEUR 510 auf kurzfristig erfolgsbezogene Vergütungsbestandteile.
| Kurzfristig | ||||
|---|---|---|---|---|
| erfolgsbezogene | ||||
| Vergütungs | ||||
| Name | Fixe Vergütungskomponeten | komponenten | Summe | |
| Sachbezüge, | Gewinn- | |||
| Zuschuss | tantieme/ | |||
| Fixgehalt | Versicherungen | Bonus | ||
| Dr. Andreas Eckert | 240.000 EUR | 24.085 EUR | 200.000 EUR | 464.085 EUR |
| Dr. André Heß | 132.000 EUR | 20.353 EUR | 160.000 EUR | 312.353 EUR |
| Dr. Edgar Löffler | 168.000 EUR | 47.246 EUR | 150.000 EUR | 365.246 EUR |
Vergütungen an ehemalige Vorstandsmitglieder oder ihre Hinterbliebenen sind im Geschäftsjahr 2009 nicht gezahlt worden. Für ein ehemaliges Vorstandsmitglied bestehen allerdings aufgrund einer Pensionszusage Rückstellungen in Höhe von TEUR 417.
Weiterhin gewährt der Konzern zwei aktiven Mitgliedern des Vorstandes eine betriebliche Altersversorgung im Wege einer sog. rückgedeckten Unterstützungskasse, die durch Entgeltumwandlung finanziert wird.
Die Vergütung des Aufsichtsrates besteht satzungsgemäß aus einer jährlichen festen Vergütung in Höhe von TEUR 6, wobei der Vorsitzende das Doppelte und ein stellvertretender Vorsitzender das Eineinhalbfache dieses Betrages erhält. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten daneben keine erfolgsorientierte Vergütung.
Über die feste jährliche Vergütung hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates für jede pünktliche und vollständige Teilnahme an einer Aufsichtsratssitzung ein Sitzungsentgelt in Höhe von EUR 750,00.
Die Umsatzsteuer wird vom Konzern erstattet, soweit die Mitglieder des Aufsichtsrates berechtigt sind, die Umsatzsteuer dem Konzern gesondert in Rechnung zu stellen und dieses Recht ausüben.
Für persönlich erbrachte Leistungen außerhalb der Aufsichtsratstätigkeit, insbesondere für Beratungs- und Vermittlungsleistungen, wurden im Berichtsjahr keine Vergütungen gewährt.
Für das Geschäftsjahr 2009 erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates feste Vergütungen in Höhe von TEUR 45 und Sitzungsgelder in Höhe von TEUR 19,5. Das entspricht einem Gesamtaufwand von TEUR 64,5 (siehe Tabelle auf der Seite 82).
| Vergütete Funktion | Feste Vergütung | Sitzungsgelder | Summe |
|---|---|---|---|
| Vorsitzender des Aufsichtsrates | 12.000 EUR | 3.000 EUR | 15.000 EUR |
| Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates | 9.000 EUR | 3.750 EUR | 12.750 EUR |
| Mitglied des Aufsichtsrates (bis 20. Mai 2009) | 2.301 EUR | 750 EUR | 3.051 EUR |
| Mitglied des Aufsichtsrates | 6.000 EUR | 3.750 EUR | 9.750 EUR |
| Mitglied des Aufsichtsrates | 6.000 EUR | 3.750 EUR | 9.750 EUR |
| Mitglied des Aufsichtsrates | 6.000 EUR | 3.750 EUR | 9.750 EUR |
| Mitglied des Aufsichtsrates (ab 20. Mai 2009) | 3.699 EUR | 750 EUR | 4.449 EUR |
Zum 31. Dezember 2009 existierten keinerlei Vorschusszahlungen oder Darlehen an die Vorstandsmitglieder oder die Aufsichtsräte der Eckert & Ziegler AG.
b) Sonstige nahe stehende Unternehmen und Personen
In den Jahren 2009 und 2008 wurden folgende Transaktionen mit diesen nahe stehenden Personen und Unternehmen vorgenommen:
Im Berichtsjahr erhielt die Eckert & Ziegler BEBIG GmbH für Lieferungen von Indium-111 TEUR 3. Zum 31. Dezember 2009 betrugen die Forderungen TEUR 1.
Herr Schmidt hat der Tochtergesellschaft Eckert & Ziegler f-con Europe GmbH zwei Darlehen gewährt. Die Darlehen werden mit 6,5% bzw. 7,5% verzinst. Zum 31. Dezember 2009 beträgt der Darlehensstand inklusive Zinsen TEUR 393.
Herr Dr. Stabell erhält Warenlieferungen zu Marktpreisen von der Tochtergesellschaft Eckert & Ziegler EURO-PET Berlin GmbH. Im Geschäftsjahr beliefen sich die Rechnungen auf TEUR 3. Zum 31. Dezember 2009 betrugen die Forderungen TEUR 1.
c) Joint Ventures, bei denen der Konzern ein Partnerunternehmen ist
Im Juni 2009 hat die IBt. S.A. immaterielle Vermögenswerte in das Joint Venture "NanoBrachyTech" eingebracht und dafür 15 % der Anteile an dem Joint Venture Unternehmen erhalten. Die IBt. S.A. liefert schwach radioaktive Implantate an die OOO Bebig, welche ein 100%iges Tochterunternehmen des Joint Ventures ist. Die Umsatzerlöse mit der OOO Bebig beliefen sich im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2009 (d. h. seit dem Zeitpunkt der Beteiligung am Joint Venture) auf TEUR 1.487. Zum 31. Dezember 2009 beliefen sich die Verbindlichkeiten gegenüber der OOO Bebig auf TEUR 71. Weiterhin hat die IBt. S.A. im Geschäftsjahr 2009 mehrere Verträge mit dem Joint Venture über den Verkauf von Produkt Know-How (TEUR 2.749), die Nutzungsüberlassung von exklusiven Vertriebsrechten (TEUR 2.500) und unter Einbindung einer externen Leasinggesellschaft den Auftrag zur Herstellung einer mehrteiligen Produktionsanlage abgeschlossen. Aus der Nutzungsüberlassung resultierten im Geschäftsjahr 2009 sonstige Erträge in Höhe von TEUR 152. Vom Joint Venture wurden Zahlungen in Höhe von TEUR 5.249 geleistet, so dass der Konzern zum 31. Dezember 2009 erhaltenen Anzahlungen gegenüber dem Joint Venture in Höhe von TEUR 5.097 ausweist.
Die Salden der der Eckert & Ziegler Gruppe nahe stehenden Personen und Unternehmen bezüglich Forderungen, Darlehensforderungen, Verbindlichkeiten und Darlehensverbindlichkeiten stellen sich zum 31. Dezember der Geschäftsjahre 2009 und 2008 wie folgt dar:
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||
| gegen nahe stehende Personen und Unternehmen | 1 | 3 |
| Darlehensforderungen gegen | ||
| nahe stehende Personen und Unternehmen | 0 | 509 |
| Darlehensverbindlichkeiten gegen nahe stehende Personen | 1.098 | 1.125 |
| Verbindlichkeiten gegen Joint Venture Unternehmen | 5.168 | 0 |
Im Februar 2009 hatte ein Aktionär der IBt S.A. vor einem Brüsseler Gericht eine Klage gegen Eckert & Ziegler zur Erzwingung eines Pflichtangebots eingereicht. Eckert & Ziegler hielt damals 29,89 % der Aktien von IBt S.A. und sollte dazu verurteilt werden, den anderen Aktionären von IBt S.A. für ihre insgesamt ca. 10 Mio. Aktien ein Pflichtangebot zu einem Aktienpreis von EUR 3,47 pro Aktie zu unterbreiten. Die Eckert & Ziegler AG ist der Ansicht, dass eine solche Pflicht nicht besteht oder bestanden hat. Um jedoch den Rechtsstreit zu beenden und eine schnelle Beseitigung aller Blockaden in Hinblick auf die Geschäftsführung der IBt. S.A. zu erreichen, hat sich die Eckert & Ziegler AG entschlossen am 28. Dezember 2009 gemeinsam mit der Steglitz Medinvest (SMI) ein Übernahmeangebot für die restlichen IBt-Aktien zu einem Preis von EUR 3,64 je Aktie zu unterbreiten. Zum 31. Dezember 2009 hatte die Eckert & Ziegler AG dafür EUR 20,1 Mio. auf einem Konto bei der belgischen KBC-Bank hinterlegt. Dieser Betrag sowie eine zusätzliche Bürgschaft der Deutschen Bank AG gegenüber der KBC-Bank in Höhe von EUR 20,0 Mio. dienten der Sicherstellung der vollständigen Finanzierung des Übernahmeangebotes für den Fall einer 100%igen Annahmequote. Am 17. März 2010 endete die Annahmefrist des Übernahmeangebots. Die Annahmequote lag bei 55,3 %, so dass Eckert & Zieger zuzüglich Gebühren rund EUR 22,2 Mio. in zusätzliche IBt. S.A.-Aktien und Optionen investierte und jetzt ohne Hinzurechnung der SMI Stimmaktien 56,0 % der Stimmrechte und 71,9 % der Gewinnbeteiligung an dem Unternehmen hält. Zur teilweisen Refinanzierung des Übernahmeangebots soll im April 2010 ein langfristiger Darlehensvertrag abgeschlossen werden. Mit dem Abschluss des Übernahmeangebotes und der Auszahlung von EUR 22,2 Mio. an die früheren IBt. S.A.-Aktionäre wird gleichzeitig die Bürgschaft der Deutschen Bank über EUR 20,0 Mio. hinfällig werden. Im Ergebnis dieser Vorgänge hat die Eckert & Ziegler AG ihren Einfluss auf die IBt. S.A. gestärkt und den lähmenden Rechtsstreit beendet. In der Folge kann sich das Management wieder verstärkt auf das operative Geschäft, die Forschungsprojekte und Akquisitionsmöglichkeiten konzentrieren.
Die sonstigen Erträge/Aufwendungen enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 8.185 (2008: TEUR 14.735) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 65 (2008: TEUR 1.902). Die periodenfremden Erträge beziehen sich auf die Auflösung von Rückstellungen (TEUR 7.296) sowie auf Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen (TEUR 36), die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden. Weitere periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 873 entfallen auf den Buchgewinn aus der Einlage in das Joint Venture "NanoBrachyTech", diese werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Ergebnis aus atequity bewerteten Anteilen ausgewiesen. Die periodenfremden Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Verlusten aus dem Abgang von Anlagevermögen.
Die Prüfungskosten enthalten das Honorar für die Abschlussprüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2009 in Höhe von TEUR 252 sowie auf das Geschäftsjahr 2008 entfallende, periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 65. Neben dem Honorar für die Abschlussprüfung haben die Abschlussprüfer Vergütungen für andere Bestätigungsleistungen in Höhe von TEUR 50 erhalten. Weitere Leistungen wurden durch die Abschlussprüfer nicht erbracht.
Die nach § 161 AktG für die Eckert & Ziegler AG als börsennotiertes Unternehmen vorgeschriebene Erklärung zur Einhaltung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und den Aktionären über die Webseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.
Berlin, den 30. März 2010
Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG
Der Vorstand
Dr. Andreas Eckert Dr. Edgar Löffler Dr. André Heß
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Berlin, den 30. März 2010
Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG
Der Vorstand
Dr. Andreas Eckert Dr. Edgar Löffler Dr. André Heß
Wir haben den von der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss
und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, den 30. März 2010
KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dr. Kronner Wirtschaftprüfer
Brandt Wirtschaftsprüfer
| Stand 31.12.2009 | Aktien | Aktienoptionen | |
|---|---|---|---|
| Dr. Andreas Eckert | Vorstand | 12.001 | 0 |
| (Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH*) | (1.699.986) | (0) | |
| Dr. André Heß | Vorstand | 3.000 | 0 |
| Dr. Edgar Löffler | Vorstand | 20.000 | 0 |
| Prof. Dr. Wolfgang Maennig | Aufsichtsrat | 16.259 | 0 |
| Holger Bürk | Aufsichtsrat | 45.050 | 0 |
| Dr. Gudrun Erzgräber | Aufsichtsrat | 0 | 0 |
| Prof. Dr. Detlev Ganten | Aufsichtsrat | 0 | 0 |
| Prof. Dr. Nikolaus Fuchs | Aufsichtsrat | 0 | 0 |
| Hans-Jörg Hinke | Aufsichtsrat | 0 | 0 |
*früher Eckert Consult GmbH
zum 31.12.2008
| Stand 01.01.2008 |
Zugänge durch Unter- nehmenserwerb |
übrige Zugänge |
Abgänge | Um- buchungen |
Umklassifizierung in die Ver- äußerungsgruppe |
Währungs- umrechnung |
Stand 31.12.2008 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 10.489 | 17.549 | 0 | 388 | 0 | -86 | 363 | 27.927 | |
| 4.111 | 0 | 756 | 1.458 | 0 | 0 | 0 | 3.409 | |
| 24.813 | 23.365 | 1.325 | 1.980 | 20 | -459 | 573 | 47.657 | |
| 8.267 | 2.355 | 217 | 89 | 184 | 0 | 136 | 11.070 | |
| 26.267 | 361 | 3.032 | 223 | 373 | -332 | 167 | 29.645 | |
| 598 | 0 | 2.013 | 142 | -639 | 0 | 17 | 1.847 | |
| 38.095 | 5.081 | 6.497 | 557 | -20 | -376 | 354 | 49.074 | |
| 10.213 2.963 62.908 |
5.816 2.365 28.446 |
569 1.235 7.822 |
134 103 2.537 |
20 62 0 |
Anschaffungskosten -373 -44 -835 |
210 34 927 |
16.321 6.512 96.731 |
| Abschreibungen | Restbuchwerte | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umklassifizierung | |||||||||
| Stand | Wert- | Um- | in die Ver- | Währungs- | Stand | Stand | Stand | ||
| 01.01.2008 | Zugänge | minderungen | Abgänge | buchungen | äußerungsgruppe | umrechnung | 31.12.2008 | 01.01.2008 | 31.12.2008 |
| 541 | 0 | 450 | 0 | 0 | 0 | 29 | 1.020 | 9.948 | 26.907 |
| 5.673 | 1.688 | 0 | 70 | -224 | -169 | 149 | 7.047 | 4.540 | 9.274 |
| 365 | 456 | 1.479 | 1.436 | 0 | 0 | 0 | 864 | 3.746 | 2.545 |
| 6.579 | 2.144 | 1.929 | 1.506 | -224 | -169 | 178 | 8.931 | 18.234 | 38.726 |
| 2.332 | 550 | 0 | 0 | 0 | 0 | 49 | 2.931 | 5.935 | 8.139 |
| 15.749 | 1.343 | 1.359 | 220 | 224 | -169 | 134 | 18.420 | 10.518 | 11.225 |
| 2.269 | 1.745 | 0 | 95 | 0 | -37 | 34 | 3.916 | 694 | 2.596 |
| 0 | 80 | 0 | 80 | 0 | 0 | 0 | 0 | 598 | 1.847 |
| 20.350 | 3.718 | 1.359 | 395 | 224 | -206 | 217 | 25.267 | 17.745 | 23.807 |
| 26.929 | 5.862 | 3.288 | 1.901 | 0 | -375 | 395 | 34.198 | 35.979 | 62.533 |
zum 31.12.2009
| Anschaffungskosten | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand | Zugänge durch | übrige | Um- | Währungs- | Stand | |||
| 01.01.2009 | Unternehmenserwerb | Zugänge | Abgänge | buchungen | umrechnung | 31.12.2009 | ||
| Anlagevermögen | ||||||||
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||||||||
| 1. Geschäfts- oder Firmenwerte | 27.927 | 5.571 | 0 | 357 | -153 | 32.988 | ||
| 2. erworbene immaterielle | ||||||||
| Vermögenswerte | 16.321 | 4.323 | 164 | 129 | 0 | -131 | 20.548 | |
| 3. selbst erstellte immaterielle | ||||||||
| Vermögenswerte | 3.409 | 109 | 792 | 0 | 0 | 0 | 4.310 | |
| 47.657 | 10.003 | 956 | 486 | 0 | -284 | 57.846 | ||
| II. Sachanlagen | ||||||||
| 1. Bauten auf fremden | ||||||||
| Grundstücken | 11.070 | 5 | 187 | 223 | -57 | 11.428 | ||
| 2. Technische Anlagen | ||||||||
| und Maschinen | 29.645 | 1.891 | 442 | 824 | 610 | -75 | 31.689 | |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- | ||||||||
| Geschäftsausstattung | 6.512 | 1.766 | 1.038 | 295 | -5 | -16 | 9.000 | |
| 4. Anlagen im Bau | 1.847 | 256 | 3.070 | 6 | -828 | -7 | 4.332 | |
| 49.074 | 3.918 | 4.737 | 1.125 | 0 | -155 | 56.449 | ||
| 96.731 | 13.921 | 5.693 | 1.611 | 0 | -439 | 114.295 | ||
| Abschreibungen | Restbuchwerte | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand | Wert- | Um- | Währungs- | Stand | Stand | Stand | ||
| 01.01.2009 | Zugänge | minderungen | Abgänge | buchungen | umrechnung | 31.12.2009 | 01.01.2009 | 31.12.2009 |
| 1.020 | 0 | 4.404 | 0 | 0 | 0 | 5.424 | 26.907 | 27.564 |
| 7.047 | 1.985 | 0 | 9 | 0 | -90 | 8.933 | 9.274 | 11.615 |
| 864 | 502 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.366 | 2.545 | 2.944 |
| 8.931 | 2.487 | 4.404 | 9 | 0 | -90 | 15.723 | 38.726 | 42.123 |
| 2.931 | 584 | 0 | 0 | 0 | -27 | 3.488 | 8.139 | 7.940 |
| 18.420 | 2.644 | 0 | 320 | -30 | -58 | 20.656 | 11.225 | 11.033 |
| 3.916 | 1.406 | 0 | 274 | 20 | -16 | 5.052 | 2.596 | 3.948 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.847 | 4.332 |
| 25.267 | 4.634 | 0 | 594 | -10 | -101 | 29.196 | 23.807 | 27.253 |
| 34.198 | 7.121 | 4.404 | 603 | -10 | -191 | 44.919 | 62.533 | 69.376 |
Zur Stärkung des Vertrauens der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Aktiengesellschaften legt die von der Bundesregierung eingesetzte Regierungskommission im regelmäßig aktualisierten "Deutschen Corporate Governance Kodex" Empfehlungen zur verantwortungsvollen Unternehmensführung vor.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex enthält neben der Darstellung gesetzlicher Vorschriften darüber hinausgehende international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung.
Die Eckert & Ziegler AG begrüßt Inhalt und Zielsetzung des Deutschen Corporate Governance Kodex. Seit ihrer Gründung bestimmt der Grundsatz einer verantwortungsvollen und nachvollziehbaren Unternehmensführung das Handeln von Vorstand und Aufsichtsrat.
Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde auch im Berichtsjahr im Wesentlichen entsprochen. Nur in wenigen, begründeten Ausnahmefällen wurde von den Empfehlungen abgewichen.
Als börsennotiertes Unternehmen ist Eckert & Ziegler gemäß § 161 Aktiengesetz zur Abgabe einer jährlichen Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex verpflichtet. In dieser Erklärung ist darzulegen, dass dem Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden:
Vorstand und Aufsichtsrat der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG geben hiermit gemäß § 161 AktG folgende Erklärung ab:
Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG wird den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex – in der Fassung vom 18. Juni 2009 – mit folgenden Abweichungen entsprechen:
Die von der Gesellschaft für den Aufsichtsrat abgeschlossene D&O-Versicherung sieht keinen Selbstbehalt vor.
Von der Vereinbarung eines Selbstbehalts in der D&O-Versicherung (Haftpflichtversicherung für Mitglieder der Organe) für den Aufsichtsrat wird deshalb abgesehen, da nicht erkennbar ist, dass sich dadurch Motivation und Verantwortungsbewusstsein der Mitglieder des Aufsichtsrates grundsätzlich verbessern lassen. Außerdem halten Vorstand und Aufsichtsrat einen Selbstbehalt angesichts der vergleichsweise geringen Höhe der Vergütung des Aufsichtsrates nicht für sachgerecht.
Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse, insbesondere keinen Prüfungsausschuss oder Nominierungsausschuss eingerichtet.
Die Notwendigkeit der Bildung von Ausschüssen, insbesondere aber eines Prüfungsausschusses oder eines Nominierungsausschusses, wird vom Aufsichtsrat aufgrund der geringen Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder sowie der spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens als nicht vordringlich angesehen. Sämtliche Aufgaben dieser Ausschüsse werden deshalb vom Aufsichtsrat als Gesamtgremium wahrgenommen.
Weder für die Mitglieder des Vorstandes noch für die Mitglieder des Aufsichtsrates sind Altersgrenzen festgelegt worden.
Vorstand und Aufsichtsrat sind der Ansicht, dass eine allgemeine Altersgrenze für Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates kein sachgerechtes Kriterium für die Benennung von Mitgliedern dieser Organe darstellt. Vielmehr kommt es bei der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat im Wesentlichen darauf an, ob die Mitglieder über die notwendigen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten keine erfolgsorientierte Vergütung.
Vorstand und Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass eine an den Unternehmenserfolg gekoppelte Vergütung der gesetzlich vorgesehenen Funktion des Aufsichtsrates als unabhängiges Überwachungsorgan und der damit notwendig einhergehenden Interessensneutralität nicht gerecht wird.
Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG hat zudem den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex – in der Fassung vom 6. Juni 2008 – seit ihrer Entsprechenserklärung vom 03. Dezember 2008 mit Ausnahme der in dieser Erklärung mitgeteilten Abweichungen vollumfänglich entsprochen. Hinsichtlich der Gründe für diese Abweichungen wird auf die oben angeführten Erläuterungen verwiesen.
Berlin, den 03. Dezember 2009
Dr. Andreas Eckert
Dr. Edgar Löffler
Dr. André Heß
Für den Aufsichtsrat:
Prof. Dr. W. Maennig
Der Vorstand nimmt – zugleich für den Aufsichtsrat – wie folgt zu den in der Entsprechenserklärung vom 03.12.2008 genannten Abweichungen von im Deutschen Corporate Governance Kodex genannten Empfehlungen Stellung:
Von der Vereinbarung eines Selbstbehalts bei der D&O-Versicherung (Haftpflichtversicherung für Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates) wurde abgesehen, da nicht erkennbar ist, dass sich dadurch Motivation und Verantwortungsbewusstsein der Organmitglieder grundsätzlich verbessern lassen. Zugleich liegen gegenwärtig keine allgemein anerkannten Grundsätze für die Angemessenheit eines solchen Selbstbehalts vor.
Die Notwendigkeit der Bildung von Ausschüssen, insbesondere aber eines Prüfungsausschusses oder eines Nominierungsausschusses, wird vom Aufsichtsrat aufgrund der geringen Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder sowie der spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens als nicht vordringlich angesehen. Sämtliche Aufgaben dieser Ausschüsse werden deshalb vom Aufsichtsrat als Gesamtgremium wahrgenommen.
Aufgrund der mit dem früheren Aktienoptionsprogramm gesammelten Erfahrungen, insbesondere im Hinblick auf die Resonanz bei den Mitarbeitern, wurde bisher kein vergleichbares Nachfolgeprogramm für Führungskräfte beschlossen.
Vorstand und Aufsichtsrat sind der Ansicht, dass eine allgemeine Altersgrenze für Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates kein sachgerechtes Kriterium für die Suche bzw. den Ausschluss von Mitgliedern dieser Organe darstellt. Vielmehr kommt es bei der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat im Wesentlichen darauf an, ob die Mitglieder über die notwendigen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen.
Vorstand und Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass eine an den Unternehmenserfolg gekoppelte Vergütung der gesetzlich vorgesehenen Funktion des Aufsichtsrates als unabhängiges Überwachungsorgan und der damit notwendig einhergehenden Interessensneutralität nicht gerecht wird.
Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben im Berichtsjahr ordnungsgemäß wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens fortlaufend beraten und dessen Tätigkeit überwacht.
Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Konzerns unterrichtet. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.
Insgesamt fanden im Berichtszeitraum sechs Sitzungen des Aufsichtsrates statt. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst. Genehmigungen von Beschlussvorlagen des Vorstandes erfolgten nach Prüfung umfangreicher Unterlagen sowie intensiver Erörterung mit dem Vorstand. Ausschüsse des Aufsichtsrates bestanden im Berichtszeitraum nicht.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde außerhalb von Aufsichtsratssitzungen regelmäßig vom Vorstandsvorsitzenden über aktuelle Entwicklungen der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert.
Im Vordergrund der Beratungen des Aufsichtsrates standen im Berichtsjahr folgende Schwerpunktthemen:
Der vorliegende Jahresabschluss der Eckert & Ziegler Strahlenund Medizintechnik AG, der Konzernabschluss der Eckert & Ziegler Gruppe, die Lageberichte für die Eckert & Ziegler Strahlenund Medizintechnik AG und die Eckert & Ziegler-Gruppe sowie der Vorschlag des Vorstandes an die Hauptversammlung über
die Verwendung des Bilanzgewinns sind dem Aufsichtsrat zusammen mit den Prüfungsberichten des Abschlussprüfers, namentlich der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, vorgelegt und ausgehändigt worden.
Ein Vertreter des Abschlussprüfers hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 24. März 2010 teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung Bericht erstattet. Der Abschlussprüfer hat in seinen Prüfberichten festgestellt, dass alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten worden sind und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Aufsichtsrat hat dieses Ergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.
Nach seinem abschließenden Prüfungsergebnis hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die geprüften Abschlüsse und sonstigen vorgelegten Unterlagen zu erheben. Er billigt hiernach den ihm vorgelegten Jahres- und Konzernabschluss.
Im Berichtsjahr ist Herr Prof. Dr. Ronald Frohne als Mitglied aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei ihm für die langjährige konstruktive Zusammenarbeit.
Durch die Hauptversammlung vom 20. Mai 2009 wurde Prof. Dr. Detlev Ganten neu in den Aufsichtsrat gewählt.
Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und der Geschäftsführungen sowie den Mitarbeitern der zur Eckert & Ziegler Gruppe gehörenden Unternehmen für ihr tatkräftiges Engagement und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2009.
Berlin, im März 2010
Der Aufsichtsrat
Prof. Dr. Wolfgang Maennig, Vorsitzender
| 2009 | 2008 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| 1. | Umsatzerlöse | 1.798.032,73 | 2.252.510,25 |
| 2. | Sonstige betriebliche Erträge | 21.949.842,61 | 22.448.321,04 |
| 23.747.875,34 | 24.700.831,29 | ||
| 3. | Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter |
-1.193.923,25 | -1.464.164,54 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung |
-107.354,38 | -107.436,92 | |
| – davon für Altersversorgung EUR -25.139,00 (i.Vj.: EUR -40.600,00) | |||
| -1.301.277,63 | -1.571.601,46 | ||
| 4. | Abschreibungen | -294.215,83 | -288.033,45 |
| 5. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | -3.642.997,43 | -9.317.156,65 |
| 6. | Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 0,00 | 8.124,28 |
| 7. | Erträge aus Beteiligungen | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.181.152,22 (i. Vj.: EUR 2.858.955,66) | 2.181.152,22 | 2.858.955,66 | |
| 8. | Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen EUR 758.669,50 (i. Vj.: EUR 398.869,48) | 758.669,50 | 398.869,48 | |
| 9. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 848.532,74 | 1.064.261,21 |
| 10. | Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | -169.818,28 | -14.114.167,52 |
| 11. | Aufwendungen aus Verlustübernahme | -147.189,55 | -560.626,73 |
| 12. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -897.955,28 | -301.036,52 |
| 13. | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 21.082.775,80 | 2.878.419,59 |
| 14. | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -5.521,07 | -1.000.911,16 |
| 15. | Jahresüberschuss | 21.077.254,73 | 1.877.508,43 |
| 16. | Entnahmen aus Gewinnrücklagen | ||
| a) aus der Rücklage für eigene Anteile | 92.219,90 | 0,00 | |
| b) aus anderen Gewinnrücklagen | 435.778,07 | 0,00 | |
| 17. | Einstellungen in Gewinnrücklagen | ||
| Einstellungen in die Rücklage für eigene Anteile | -435.778,07 | 0,00 | |
| 18. | Bilanzgewinn | 21.169.474,63 | 1.877.508,43 |
zum 31. Dezember
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| AKTIVA | ||
| A. Anlagevermögen |
||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
||
| Gewerbliche Schutzreche und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen | ||
| an solchen Rechten und Werten | 1.587.370,52 | 1.877.907,38 |
| II. Sachanlagen |
||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 13.470,06 | 12.741,86 |
| III.Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen |
44.327.147,54 | 25.931.723,45 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
13.727.670,19 | 12.124.486,52 |
| 3. Geleistete Anzahlungen auf Finanzanlagen |
0,00 | 250.000,00 |
| 58.054.817,73 | 38.306.209,97 | |
| 59.655.658,31 | 40.196.859,21 | |
| B. Umlaufvermögen |
||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände |
||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
0,00 | 444,73 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
12.933.022,63 | 10.782.621,76 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände |
306.278,51 | 762.149,42 |
| 13.239.301,14 | 11.545.215,91 | |
| II. Wertpapiere |
||
| 1. Eigene Anteile |
703.063,42 | 359.505,25 |
| 2. Sonstige Wertpapiere |
220.140,01 | 322.955,90 |
| 923.203,43 | 682.461,15 | |
| III.Eingeschränkt verfügbare Bankguthaben zur Absicherung schwebender Geschäfte | 20.060.799,59 | 0,00 |
| IV.Guthaben bei Kreditinstituten | 3.351.278,47 | 439.302,50 |
| 37.574.582,63 | 12.666.979,56 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten |
6.301,18 | 1.109,00 |
| 97.236.542,12 | 52.864.947,77 | |
| 2008 EUR |
|---|
| 3.250.000,00 |
| 27.166.471,23 |
| 359.505,25 |
| 1.231.942,49 |
| 1.591.447,74 |
| 1.877.508,43 |
| 33.885.427,40 |
| 405.421,57 |
| 379.195,00 |
| 934.866,00 |
| 8.527.291,71 |
| 9.841.352,71 |
| 4.567.892,96 |
| 19.031,96 |
| 2.658.399,61 |
| 1.487.421,56 |
| 8.732.746,09 |
| 52.864.947,77 |
OOO Ritverc
Isotron Isotopentechnik GmbH
Berlin (D)
St. Petersburg (RUS)
Segment Therapie
Segment Radiopharmazie Afterloading-Therapie Kurzzeitige Bestrahlung zur Krebsbehandlung, bei der eine meist drahtgebundene radioaktive Quelle mit Hilfe eines elektrischen Antriebes über einen schlauchartigen Katheter bzw. Hohlnadeln in das Tumor-Zielvolumen für kurze Zeit eingebracht wird. In der Regel sind mehrere Sitzungen erforderlich.
Augenapplikator Anatomisch geformte Strahlenquelle zur Strahlentherapie von Augentumoren
Brachytherapie Kontakttherapie, meist als radioaktive Bestrahlung mit minimaler Distanz zwischen Strahlenquelle und zu bestrahlendem Gewebe
Dilatationsbougie Spezieller Applikator, der im Zusammenhang mit einem Krebsbehandlungsgerät zur Behandlung von Speiseröhrenkrebs verwendet wird
Fluorethylcholin Neuentwickeltes, hochspezifisches Radiopharmakon zur präzisen Diagnose von Prostatakrebs, das in der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) eingesetzt wird
Gallium-Generator Gerät zur Erzeugung von Gallium-68, das aus Germanium-68 gewonnen wird. Gallium-68 wird zur Diagnose spezifischer Krebserkrankungen eingesetzt.
IFRS Abkürzung für International Financial Reporting Standards. Internationale Rechnungslegungsvorschriften, nach denen der vorliegende Konzernabschluss aufgestellt wurde
Implantate Natürliche oder künstliche Teile zur Einbringung in den Körper (hier synonym mit Seeds verwendet)
Implantation Einbringen oder Einpflanzen von körperfremden Materialien in den Organismus
Isotop Atomart eines chemischen Elements mit gleicher Ordnungszahl, aber abweichender Massenzahl. Isotope können stabil sein oder unter Aussendung ionisierender Strahlung zerfallen (radioaktive Isotope).
Jod-125 Radioisotop von Jod. Therapeutisch wird die nieder-energetische Photonenstrahlung genutzt.
Kalibrier-Referenzstrahler Strahler, die zum Abgleich von Messinstrumenten dienen
Kalibrierung Abgleich von Messinstrumenten mit vorgegebenen Standards
Kalotte Siehe Augenapplikator
Kobaltquellen (CO-60) Strahler mit dem Radionuklid Kobalt-60, das sich sehr gut zur Oberflächenbestrahlung von Tumoren eignet. Das Krebs-bestrahlungsgerät Multi-Source® verwendet Kobalt-60-Quellen.
Konditionierung Hier: Bearbeitung schwach bis mittelradioaktiver Abfälle; umfasst unter anderem die umfangreiche Vermessung und Charakterisierung von Rohabfällen, das Hochdruckverpressen von Abfallfässern zur Volumenreduktion sowie die endlagergerechte Verpackung von Abfallpresslingen in speziellen Containern
Kontrastmittel Arzneimittel, das in bildgebenden Verfahren die Darstellung von Strukturen und Funktionen des Körpers verbessert
Modular-Lab Synthesegerät zur Herstellung radioaktiver Diagnostika
Nuclear Imaging Nuklearmedizinische Bildverarbeitung
Nuklearmedizin Medizinisches Fachgebiet, das sich mit der diagnostischen und therapeutischen Anwendung offener, meist kurzlebiger, Radionuklide befasst
Onkologie Medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Entstehung und Behandlung von bösartigen Tumoren befasst
Ophthalmologie Wissenschaft vom Auge und den Augenerkrankungen (Augenheilkunde)
Permanentimplantate Implantate, die zum dauernden Verbleib im Organismus/Körper bestimmt sind
PET-Scanner Gerät zur Positronen-Emissions-Tomographie (PET), einem speziellen Aufnahmeverfahren in der Nuklearmedizin
PET-Tracer Radioaktiv markierte Substanzen zum Einbringen in lebende Organismen zur Krebsdiagnose im Rahmen von PET-Untersuchungen
Positron Elementarteilchen mit der Masse eines Elektrons, aber mit positiver Ladung Positronen-Emissions-Tomographie (PET)
Nuklearmedizinische Untersuchung zur Erstellung von Schnittbildern unter Nutzung der beim Positronenzerfall entstehenden Photonen
Prostata Vorsteherdrüse. Kastaniengroßes Organ, das den Anfangsteil der männlichen Harnröhre umgibt
Radioaktivität Eigenschaft instabiler Nuklide, spontan oder unter Umwandlung des Atomkerns Teilchen (Alpha- und Betastrahler) oder elektromagnetische Wellen (Gammastrahler) zu emittieren
Radiodiagnostika Diagnostische Radiopharmaka. Siehe auch Radiopharmaka
Radioembolisatoren Radioaktive Substanzen, die zu Therapiezwecken bei künstlich vorgenommenem Verschluss von Blutgefäßen in Krebszellen verabreicht werden
Radioisotop Siehe Radionuklid
Radionuklid Radioaktives Isotop
Radiopharmaka Substanzen bzw. Arzneimittel, die auf Basis radioaktiver Nuklide ihre Wirkung entfalten und als Diagnostika in der Nuklearmedizin ihre Anwendung finden
Radiopharmazie Entwicklung und Herstellung von Radiopharmaka
Rohisotop Radioaktiver Augangsstoff für die Herstellung von Strahlenquellen
Seed Von englisch Samenkorn. Kleine, radioisotopenhaltige Metallstiftchen zur interstitiellen Strahlentherapie
SPECT Abkürzung für: Single-Photon-Emissions-Computertomographie. Bildgebendes Verfahren in der Nuklearmedizin, wie auch PET
Strahler Hier: Vorrichtung, die radioaktive Strahlung aussendet. Manchmal auch "Quelle" genannt
Synthesemodule Hier: Bestandteile des modularen Gerätesystems Modular-Lab zur automatisierten Synthese von Radiopharmaka und -chemikalien
Yttrium-90 Medizinisches Isotop, das in der Krebsbehandlung an therapeutische Wirkstoffe gekoppelt wird
Zyklotron Kreisrunder Teilchenbeschleuniger zur Erzeugung radioaktiver Substanzen
04.05.2010 Quartalsbericht I/2010
05.05.2010 Entry and General Standard Konferenz in Frankfurt
20.05.2010 Hauptversammlung in Berlin
03.08.2010 Quartalsbericht II/2010
02.11.2010 Quartalsbericht III/2010
November 2010 Deutsches Eigenkapitalforum in Frankfurt
Herausgeber Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG
Archiv Austrian Research Centers, Seibersdorf ESA, Paris Getty Images, München Sebastian Heise, Berlin Conny Klein, Berlin Klaus Maria Menkhaus, Tecklenburg Mike Wolff, Berlin
Layout RWS Group GmbH, Berlin
Druck Stock Printservice, Berlin
Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG
Karolin Riehle Investor Relations
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