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Flughafen Wien AG

Quarterly Report Nov 17, 2021

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Quarterly Report

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3/2021 Flughafen Wien AG Quartalsbericht

www.viennaairport.com

Kennzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe���������������������������������������3
Aktionärsbrief�������������������������������������������������������������� 4
Finanzinformation Q1-3/2021
Passagierentwicklung in der Flughafen-Wien-Gruppe ���������������������������7
Ertragslage der ersten drei Quartale 2021 ������������������������������������� 9
Ertragslage im dritten Quartal�����������������������������������������������12
Informationen zu den Geschäftssegmenten�����������������������������������14
Finanzlage,Vermögens- und Kapitalstruktur ����������������������������������19
Investitionen���������������������������������������������������������������21
Guidance 2021��������������������������������������������������������������22
Verkürzter Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2021 24
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
��������������������������������������25
Konzern-Bilanz
����������������������������������������������������������� 26
Konzern-Geldflussrechnung �������������������������������������������������27
Impressum ��������������������������������������������������������������� 28

Kennzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe

Betriebswirtschaftliche Kennzahlen (in € Mio., ausgenommen Mitarbeiter)

Q1-3/2021 Q1-3/2020 Veränd.in %
Gesamtumsatz 274,5 277,0 -0,9
davon Airport 113,5 115,5 -1,7
davon Handling & Sicherheitsdienstleistungen 63,8 68,6 -7,1
davon Retail & Properties 55,5 58,2* -4,7
davon Malta 32,3 25,0 29,2
davon Sonstige Segmente 9,4 9,7* -2,8
EBITDA 106,6 62,3 71,1
EBITDA-Marge (in %)1) 38,8 22,5 n.a.
EBIT 6,9 -43,6 n.a.
EBIT-Marge (in %)2) 2,5 -15,7 n.a.
Konzernergebnis -0,1 -41,3 99,7
Konzernergebnis Muttergesellschaft -1,5 -40,1 96,2
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 43,1 -6,7 n.a.
Investitionen3) 30,3 62,6 -51,6
Ertragsteuern -0,0 -13,2 99,7
Mitarbeiter im Durchschnitt4) 4.924 5.549 -11,3
30.9.2021 31.12.2020 Veränd.in %
Eigenkapital 1.306,6 1.305,5 0,1
Eigenkapitalquote (in %) 64,1 60,1 n.a.
Nettoverschuldung 201,5 201,9 0,2
Bilanzsumme 2.037,6 2.173,3 -6,2
Gearing (in %) 15,4 15,5 n.a.
Mitarbeiter zum Stichtag 4.875 5.296 -7,9
* angepasst

Branchenspezifische Verkehrskennzahlen

Q1-3/2021 Q1-3/2020 Veränd.in %
Passagierentwicklung Gruppe
Flughafen Wien (in Mio.) 6,8 7,0 -3,3
Malta Airport (in Mio.) 1,5 1,6 -0,6
Košice Airport (in Mio.) 0,1 0,1 36,9
Flughafen Wien und Beteiligungen (VIE, MLA, KSC) 8,5 8,7 -2,4
Verkehrsentwicklung Wien
Gesamtpassagiere (in Mio.) 6,8 7,0 -3,3
davon Transferpassagiere (in Mio.) 1,7 1,3 32,5
Flugbewegungen 72.977 80.580 -9,4
MTOW (in Mio. Tonnen)5) 3,1 3,4 -7,3
Fracht (Luftfracht und Trucking; in Tonnen) 188.177 157.878 19,2
Sitzladefaktor (in %)6) 64,0 59,5 n.a.

Börsetechnische Kennzahlen

Marktkapitalisierung (per 30.9.2021; in € Mio.) 2.516 Börsenkurs: Höchstwert in € (am 15.6.2021) 32,25 Börsenkurs: Tiefstwert in € (am 20.8.2021) 26,50 Börsenkurs: Wert per 30.9.2021 (in €) 29,95 Börsenkurs: Wert per 31.12.2020 (in €) 30,45 Marktgewichtung ATX (per 30.9.2021; in %) 0,80 Reuters VIEV.VI Bloomberg FLU:AV Nasdaq FLU-AT ISIN AT00000VIE62 Kassamarkt FLU ADR VIAAY

Abkürzungen

1) EBITDA-Marge (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen / Umsatzerlöse 2) EBIT-Marge (Earnings before Interest and Taxes) = Ergebnis vor Zinsen und Steuern / Umsatzerlöse 3) Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien , inklusive Rechnungskorrekturen Vorjahre, exkl. Finanzanlagen 4) Personalstand im Jahresdurchschnitt gewichtet nach Beschäftigungsgrad inklusive Lehrlinge, exklusive Mitarbeiter ohne Bezug (Karenz, Bundesheer, etc.),Vorstände und Geschäftsführer 5) MTOW: Maximum Take off Weight (Höchstabfluggewicht) der Luftfahrzeuge 6) Sitzladefaktor: Gesamtpassagiere/angebotene Sitzplatzkapazität

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Nach über eineinhalb Jahren Pandemie, die die Luftfahrt so hart getroffen hat wie kaum eine andere Branche, zeigt sich im dritten Quartal 2021 erstmals ein Silberstreif am Horizont. Höhere Impfquoten in Europa sowie der Wegfall zahlreicher Reisebeschränkungen haben die Nachfrage nach Flugreisen stark ansteigen lassen. Die Monate Juli bis September waren dann auch die passagierstärksten seit Beginn der COVID-19-Pandemie. Dennoch ergibt sich im Vergleich zur Vorjahresperiode, die die von Corona noch nicht beeinträchtigten Monate Jänner und Februar umfasst, ein Rückgang im Passagieraufkommen, der auch praktisch alle Regionen und Destinationen betrifft.

Die Flughafen-Wien-Gruppe – sie umfasst den Flughafen Wien sowie die Airports in Malta und Košice – verzeichnete von Jänner bis September 8.451.899 Fluggäste, was einem Rückgang gegenüber 2020 von 2,4% entspricht. Im Vergleich zum von der Pandemie nicht beeinträchtigten Jahr 2019 steht freilich ein Minus von 71,9% zu Buche. Auch die Flugbewegungen reduzierten sich gegenüber 2020 um 8,1% auf 89.620 Starts und Landungen, gegenüber 2019 ist das ein Einbruch um 63,7%.

Am FlughafenWien lagen die Rückgänge mit 3,3% bei den Passagieren und 9,4% bei den Flugbewegungen in einer ähnlichen Größenordnung. Einzig das Cargo-Geschäft entwickelte sich unverändert positiv: Gegenüber 2020 gab es am Vienna Airport beim Frachtvolumen ein Plus von 19,2% auf rund 190.000 Tonnen, was nicht zuletzt die verbesserte Lage derWeltwirtschaft widerspiegelt. Im Vergleich zu 2019 entspricht dies jedoch noch immer einem Minus von 9,5%.

Die anhaltende COVID-Krise schlägt sich in den Finanzkennzahlen der Flughafen-Wien-Gruppe weiterhin nieder, wobei sich Ergebnisse gegenüber der sehr schwachen Vergleichsperiode 2020 durch das positivere dritte Quartal verbessert haben: Der Umsatz blieb im Vergleich zu 1-9/2020 mit € 274,5 Mio. gegenüber € 277,0 Mio. fast auf gleichem Niveau, während das EBITDA von € 62,3 Mio. auf € 106,6 Mio. deutlich zulegen konnte. Das EBIT drehte von minus € 43,6 Mio. auf € 6,9 Mio. ins Plus, jedoch blieb das stark verbesserte Nettoergebnis mit minus € 0,1 Mio. nach minus € 41,3 Mio. weiter knapp negativ.

Was die Bilanzkennzahlen betrifft, so blieb die Nettoverschuldung zum 30.9.2021 mit € 201,5 Mio. gegenüber € 201,9 Mio. zum Ultimo 2020 praktisch unverändert, wogegen sich die Eigenkapitalquote wegen einer Verringerung der Bilanzsumme spürbar von 60,1% auf 64,1% verbesserte. Die Finanzierung unseres Unternehmens sowie seine sehr gute Bonität bleiben daher langfristig unangetastet.

Wir haben auf diese Krise mit einem noch stärkeren Fokus auf Sparsamkeit und Effizienz reagiert und ein umfassendes Kostensenkungsprogramm beschlossen. Die negativen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie konnten durch eine Reduktion derAufwendungen in nahezu allen Bereichen deutlich reduziert werden.Alleine der Personalaufwand sank im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 17,6% respektive rund € 30 Mio. auf € 131,8 Mio. Maßgeblich dafür, dass auf einen substanziellen Personalabbau und Kündigungswelle verzichtet werden konnte, sind natürlich auch die staatlichen Unterstützungen wie etwa die Verlängerung der Kurzarbeit, die unternehmensweit in Anspruch genommen wird, oder auch der Fixkostenzuschuss und Ausfallsboni.

Auch wenn die Investitionen stark zurückgefahren wurden, bremst das nicht unsereAmbitionen bei zukunftsweisenden Projekten. So wird die mit 24 Hektar Fläche größte Photovoltaik-Anlage Österreichs im ersten Halbjahr 2022 fertiggestellt, und auch das Wachstum der AirportCity bleibt gesichert. Umbau und Modernisierung des Terminal 2, des ältesten Bauteils

4

des Flughafens schreiten ebenfalls plangemäß voran. Zentrale Sicherheitskontrolle, neue Lounge und klares, stilvolles Design werden nach der Wiedereröffnung im nächsten Frühjahr Komfort und Reiseerlebnis für unsere Passagiere spürbar erhöhen.

Was die Aussichten für das letzte Quartal 2021 betrifft, so sind wir vorsichtig optimistisch, doch ist die Prognosesicherheit angesichts der schwer vorhersehbaren Entwicklung von Impfquote und Infektionsgeschehen geringer als üblich und mit Unsicherheit behaftet.

Wir erwarten für die FWAG-Gruppe 12-13 Millionen Passagiere, wobei über zehn Millionen auf den FlughafenWien entfallen. Der Umsatz 2021 wird bei rund € 380 Mio., das EBITDA bei rund € 150 Mio. liegen und es wird ein positives Nettoergebnis von € 4 Mio. erwartet. Die Nettoverschuldung soll bis Jahresende auf rund € 100 Mio. zurückgehen und die Investitionen werden sich heuer auf etwa € 60 Mio. belaufen.

Ihnen als unseren Aktionärinnen und Aktionären wollen wir abschließend ganz herzlich dafür danken, dass Sie unserem Unternehmen und seinen derzeit besonders geforderten Mitarbeitern weiterhin Ihr Vertrauen entgegenbringen!

Wir wünschen Ihnen allen, dass Sie diese schwierige Zeit erfolgreich und vor allem gesund meistern mögen!

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Vorstandsmitglied, CFO

Mag. Julian Jäger Vorstandsmitglied, COO

Passagierentwicklung in der Flughafen-Wien-Gruppe

Passagierzahlen 1-9/2021 in der Flughafen-Wien-Gruppe um 2,4% unter Vorjahreswert

In den ersten neun Monaten 2021 lag das Passagieraufkommen der Flughafen-Wien-Gruppe (Flughafen Wien, Malta Airport und Flughafen Košice) mit 8.451.899 um 2,4% unter dem Vorjahresniveau, zugleich aber auch um 71,9% unter dem Vorkrisenniveau 2019. Neben dem Rückgang der Lokalpassagiere um 8,9% auf 6.684.119 Reisende (Vgl. Q1-3/2019: minus 72,6%), verzeichneten die Transferpassagiere ein deutliches Plus von 31,7% auf 1.738.118 Passagiere (Vgl. Q1-3/2019: minus 68,5%).Von Jänner bis September sank dieAnzahl der Flugbewegungen in der Gruppe um 8,1% auf 89.620 Starts und Landungen (Vgl. Q1-3/2019: minus 63,7%), das Frachtaufkommen stieg um 17,3% auf 199.259 Tonnen (Vgl. Q1-3/2019: minus 9,2%).

Passagierzahlen 1-9/2021 am Flughafen Wien um 3,3% unter Vorjahreswert

In den Monaten Jänner bisApril waren die globalenAuswirkungen der COVID-19 Pandemie, mit weitreichendem Ausfall der Ostersaison, für die Luftfahrt besonders stark spürbar. Aufgrund steigender Impfraten, sinkender Infektionszahlen und der Einführung des Grünen Passes konnte im Mai und Juni ein Anstieg des Verkehrsaufkommens beobachtet werden. Das aufgestockteAngebot an Urlaubsdestinationen und die gelockerten Reiserestriktionen in Europa bewirkten im dritten Quartal einen deutlicheren Aufwärtstrend, wobei zuletzt mehr als 50% der Vorkrisenniveaus erreicht wurden.

1-9/2021 gingen die Passagierzahlen im Vorjahresvergleich um 3,3% auf 6.794.688 Reisende (Vgl. Q1-3/2019: minus 71,6%) zurück.

Die Zahlen im Detail: Im Segment der Lokalpassagiere registrierte der Flughafen Wien insgesamt 5.029.486 Fluggäste und verzeichnete somit gegenüber 2020 einen Rückgang von 11,9% (Vgl. Q1-3/2019: minus 72,6%), die Zahl der Transferpassagiere stieg um 32,5% auf 1.735.624 Reisende (Vgl. Q1-3/2019: minus 68,3%).

Durch die Sommersaison verzeichnete das dritte Quartal 2021 die passagierstärksten Monate seit Pandemiebeginn, die Zahlen liegen jedoch deutlich unter dem Vorkrisenniveau. Der bisher stärkste Tag 2021 war Sonntag, der 1.8.2021 mit 68.901 Reisenden (Vgl. 14.7.2019: 113.069 Passagiere). Von der aktuellen Entwicklung am Standort konnten die Regionen unterschiedlich profitieren.

Das Passagieraufkommen (abfliegende Passagiere) nach Westeuropa ging im Vorjahresvergleich um 6,0% auf 2.367.889 zurück (Vgl. Q1-3/2019: minus 71,0%). In Richtung Osteuropa wurde hingegen im Vorjahresvergleich ein Wachstum von 23,0% auf 693.829 Reisende verzeichnet (Vgl. Q1-3/2019: minus 66,8%). Der Ferne Osten hat aufgrund der weiter anhaltenden Reiserestriktionen ein Minus von 83,6% auf 17.723 verbucht (Vgl. Q1-3/2019: minus 96,5%). Im Vorjahresvergleich ist das Passagieraufkommen in den Nahen und Mittleren Osten um 4,5% auf 147.631 abfliegende Reisende zurückgegangen (Vgl. Q1-3/2019: minus 74,6%). Die Region Nordamerika erreichte eine Steigerung des Passagieraufkommens um 46,0% auf 92.015 (Vgl. Q1- 3/2019: minus 73,5%). Der Verkehr nach Afrika sank im Vergleich zu 2020 um 41,4% auf 49.973 Reisende (Vgl. Q1-3/2019: minus 79,1%).

Die allgemeinen Kennzahlen des Flughafen Wien entwickelten sich von 1-9/2021 wie folgt: Die durchschnittliche Auslastung (Sitzladefaktor) der Passagierflüge erhöhte sich im Vorjahresvergleich von 59,5% auf 64,0% (Vgl. Q1-3/2019: 77,5%). DieAnzahl der Flugbewegungen ging um 9,4% auf 72.977 Starts und Landungen zurück (Vgl. Q1-3/2019: minus 63,9%). Das Höchstabfluggewicht (MTOW) reduzierte sich um 7,3% auf 3.109.692 Tonnen (Vgl. Q1-3/2019: minus 62,2%). Das Frachtaufkommen hingegen erreichte einen Anstieg von 19,2% auf 188.177 Tonnen (Vgl. Q1-3/2019: minus 9,5%).

Austrian Airlines, der größte Kunde am Flughafen Wien, verzeichnete in den ersten neun Monaten im Vorjahresvergleich einen Zuwachs desVerkehrsaufkommens. Insgesamt wurden 3.432.574 Passagiere abgefertigt, das entspricht einem Plus von 29,2% gegenüber 2020 (Vgl. Q1- 3/2019: minus 67,1%). Der Marktanteil erhöhte sich am Standort um 12,7 Prozentpunkte auf 50,5% (Vgl. Q1-3/2019: 43,5%).

Ryanair/Lauda, zweitgrößter Carrier am Standort, baute seinen Marktanteil im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,4 Prozentpunkte auf 17,2% aus (Vgl. Q1-3/2019: 7,8%). Die Airline zählte in diesem Zeitraum insgesamt 1.168.850 Reisende, das entspricht einem Plus von 12,4% (Vgl. Q1-3/2019: minus 37,3%).

Wizz Air, drittstärkste Airline in Wien, verzeichnete einen Passagierrückgang zur Vorjahresperiode um 28,7% auf 580.281 Passagiere (Vgl. Q1-3/2019: minus 62,4%). Der Marktanteil am Gesamtpassagieraufkommen verringerte sich analog dazu von 11,6% auf 8,5% (Vgl. Q1-3/2019: 6,5%).

Entwicklung in Malta und Košice

Auch die Auslandsbeteiligungen der Flughafen Wien AG spüren nach wie vor die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie: Am Flughafen Malta ging das Passagieraufkommen 1-9/2021 im Vorjahresvergleich um 0,6% auf 1.541.412 Reisende zurück (Vgl. Q1-3/2019: minus 72,7%). Der Flughafen Košice hingegen verzeichnete ein Passagierwachstum um 36,9% auf 115.799 Reisende, im Vorjahr gab es pandemiebedingt eine Flughafensperre vom 13.3. bis 14.6.2020 (Vgl. Q1-3/2019: minus 75,4%).

Ertragslage der ersten drei Quartale 2021

Umsatz mit € 274,5 Mio. auf Vorjahresniveau - Er tragslage durch erfolgreich umgesetztes Sparprogramm deutlich verbessert

In Q1-3/2021 erzielte die Flughafen-Wien-Gruppe (FWAG) einen Umsatz von € 274,5 Mio. (Q1- 3/2020: € 277,0 Mio.), was einem minimalen Rückgang um 0,9% entspricht. Die wesentlichsten Veränderungen ergaben sich in den folgenden Bereichen:

Die Umsatzerlöse im Segment Airport reduzierten sich um 1,7% auf € 113,5 Mio. (Q1-3/2020: € 115,5 Mio.). Dies ist vor allem auf niedrigere Erlöse aus passagierbezogenen Entgelten (minus € 4,2 Mio.) aufgrund des pandemiebedingt rückläufigen Verkehrs zurückzuführen. Die Infrastrukturerlöse und sonstigen Dienstleistungen reduzierten sich um € 1,9 Mio. Die aircraftbezogenen Entgelte stiegen hingegen aufgrund geringerer Erlösschmälerungen für Incentives um € 4,0 Mio.

Die Umsatzerlöse aus dem Ground-Handling sanken in den ersten drei Quartalen 2021 aufgrund des Rückganges der Flugbewegungen von € 37,0 Mio. im Q1-3/2020 auf nunmehr € 33,0 Mio. Die Erlöse aus der Frachtabfertigung in Höhe von € 20,4 Mio. stiegen jedoch leicht über das Niveau des Vorjahres (€ 20,2 Mio.).

Die Umsätze aus Centermanagement und Hospitality sanken im Q1-3/2021 um 10,6% auf € 19,8 Mio. (Q1-3/2020: € 22,1 Mio.).Auch die Parkerlöse gingen im Vorjahresvergleich um 3,3% auf € 14,6 Mio. (Q1-3/2020: € 15,0 Mio.) zurück.

Das Segment Malta verzeichnete in den ersten neun Monaten 2021 aufgrund geringerer Incentive-Aufwendungen einen Umsatzanstieg in Höhe von € 7,3 Mio. auf € 32,3 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Vorjahresvergleich um € 9,0 Mio. auf € 13,6 Mio. (Q1-3/2020: € 4,6 Mio.). Diese Erhöhung ist im Wesentlichen auf einen Buchgewinn aus einem Grundstücksverkauf in Höhe von € 2,7 Mio. im Q2/2021 sowie auf Erträge aus staatlichen Unterstützungsmaßnahmen in Höhe von € 8,1 Mio. zurückzuführen. Die aktivierten Eigenleistungen reduzierten sich aufgrund der geringen Bautätigkeit um € 0,9 Mio. auf € 2,1 Mio. im Q1-3/2021.

Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen sanken im Q1-3/2021 um 8,9% auf € 19,1 Mio. (Q1-3/2020: € 20,9 Mio.), was unter anderem auch auf erfasste Fixkostenzuschüsse, welche im Wesentlichen Kosten des Vorjahres 2020 abdecken, zurückzuführen ist. Der Energieaufwand erhöhte sich leicht um € 0,3 Mio. auf € 9,0 Mio. (Q1-3/2020: € 8,6 Mio.), die Aufwendungen für sonstiges Material reduzierten sich um € 1,6 Mio. auf € 6,4 Mio. Die bezogenen Leistungen fielen um € 0,6 Mio. auf € 3,7 Mio.

Der Personalaufwand konnte im Vergleich zum Vorjahr um 17,6% von € 160,0 Mio. auf € 131,8 Mio. gesenkt werden. Die Reduktion ist einerseits auf einen geringeren durchschnittlichen Personalstand (FTE,Vollzeitäquivalente) der Flughafen-Wien-Gruppe, sowie andererseits auf die im März des Vorjahres eingeführte Kurzarbeit zurückzuführen. Der durchschnittliche Personalstand (FTE, Vollzeitäquivalente) der Flughafen-Wien-Gruppe beläuft sich auf 4.924 Mitarbeiter nach 5.549 in der Vorperiode (minus 11,3%). In den ersten drei Quartalen wurden am Standort Wien € 59,1 Mio. (Q1-3/2020: € 57,9 Mio.) an ergebniswirksamen Erstattungsansprüchen, im Wesentlichen aus Kurzarbeitsgeld, erfasst. Die Löhne sanken im Vorjahresvergleich um 26,1% auf € 41,6 Mio. (Q1-3/2020: € 56,3 Mio.), die Gehälter um 15,2% auf € 41,9 Mio. (Q1-3/2020: € 49,3 Mio.). Die Aufwendungen für Abfertigungen befinden sich mit € 2,5 Mio. um € 3,6 Mio. unter dem Niveau Q1-3/2020. Die Pensionsaufwendungen blieben mit € 2,0 Mio. zum Vorjahr stabil. Die gesetzlichen Sozialabgaben sanken um 4,6% auf € 43,2 Mio. (Q1-3/2020: € 45,3 Mio.).

Der sonstige betrieblicheAufwand (inkl.Wertminderung/Wertaufholung auf Forderungen) konnte aufgrund der bereits im Vorjahr mit Beginn der COVID-19-Pandemie eingeleiteten und 2021 fortwirkenden Kostensenkungen sowie durch erfasste Fixkostenzuschüsse, welche in diesem Fall im Wesentlichen Aufwendungen des Vorjahres 2020 abdecken, um 18,6% auf € 30,3 Mio. (Q1-3/2020: € 37,2 Mio.) gesenkt werden. Die wesentlichen Reduktionen ergaben sich im Bereich der Fremdleistungen (minus € 2,4 Mio.), der Aufwendungen für Marketing und Marktkommunikation (minus € 3,0 Mio.), der sonstigen Betriebsaufwendungen (minus € 1,2 Mio.) und geringen Miet- und Pachtaufwendungen (minus € 1,2 Mio.).

Die operativen Ergebnisse der at-Equity-Beteiligungen verbesserten sich um € 0,8 Mio. auf minus € 0,4 Mio. (Q1-3/2020: minus € 1,2 Mio.). Der Betrieb des City Airport Train (CAT) ist weiterhin eingestellt, doch durch für diese Beteiligung erfasste COVID-19 Unterstützungsmaßnahmen (Ausfallsboni), verbesserte sich das Ergebnis im Vergleich zur Vorperiode.

EBITDA-Anstieg auf € 106,6 Mio. (Q1-3/2020: € 62,3 Mio.)

Aufgrund der geringeren Aufwendungen durch weitere Kostensenkungen, weiters durch erfasste und im Wesentlichen das Vorjahr betreffende Fixkostenzuschüsse, Ausfallsboni und Kurzarbeitsgelder, erhöhte sich das EBITDA im Vorjahresvergleich um 71,1% von € 62,3 Mio. auf € 106,6 Mio. Die EBITDA-Marge stieg von 22,5% auf 38,8%. Ausschlaggebend für das trotz leicht geringerer Umsätze positive EBITDA waren die wirksamen Kostensenkungen sowie die erhaltenen staatlichen Unterstützungsleistungen, im Wesentlichen aus Kurzarbeitsgeldern.

EBIT-Anstieg um € 50,5 Mio. auf € 6,9 Mio. (Q1-3/2020: minus € 43,6 Mio.)

In 1-9/2021 wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von € 99,7 Mio. (Q1-3/2020: € 99,0 Mio.) erfasst. Die Wertminderungen betrugen im Vorjahr 2020 € 7,0 Mio.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg aufgrund des besseren operativen Ergebnisses (EBITDA) um € 50,5 Mio. auf plus € 6,9 Mio. (Q1-3/2020: minus € 43,6 Mio.). Die EBIT-Marge verbesserte sich von minus 15,7% auf plus 2,5%.

Finanzergebnis auf minus € 7,1 Mio. verbesser t (Q1-3/2020: minus € 11,0 Mio.)

Das Finanzergebnis verbesserte sich im Q1-3/2021 von minus € 11,0 Mio. auf minus € 7,1 Mio. Das Zinsergebnis beläuft sich auf minus € 7,7 Mio. (Q1-3/2020: minus € 9,7 Mio.). Der Rückgang ist auf geringere Zinsaufwendungen aufgrund des erfassten Fixkostenzuschusses für das Vorjahr zurückzuführen. Das sonstige Finanzergebnis in Höhe von plus € 0,1 Mio. (Q1-3/2020: minus € 1,8 Mio.) enthält die Bewertung von Finanzinstrumenten.

Periodenergebnis bleibt mit minus € 0,1 Mio. negativ

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) erreichte in den ersten neun Monaten mit minus € 0,2 Mio. eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr von € 54,4 Mio. (Q1-3/2020: minus € 54,6 Mio.). Nach Berücksichtigung der Ertragsteuern in Höhe von plus € 0,1 Mio. (Q1-3/2020: plus € 13,2 Mio.) betrug das Periodenergebnis minus € 0,1 Mio. (Q1-3/2020: minus € 41,3 Mio.).

Der den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zustehende Periodenverlust beläuft sich auf minus € 1,5 Mio. (Q1-3/2020: minus € 40,1 Mio.) Auf die nicht beherrschenden Anteile entfällt ein Ergebnis für die ersten neun Monate von € 1,4 Mio. (Q1-3/2020: minus € 1,3 Mio.).

Ertragslage im dritten Quartal

Umsatzplus von 79,6% im Q3/2021 verglichen mit Q3/2020

Die Umsatzerlöse der Flughafen-Wien-Gruppe erhöhten sich im Q3/2021 um € 64,7 Mio. auf € 145,9 Mio. (Q3/2020: € 81,2 Mio.). Die Erhöhung ist auf die sinkenden Infektionszahlen, Abnahme von Reisebeschränkungen und eine vermehrte Reisetätigkeit zurückzuführen.

Die Umsätze aus dem Segment Airport erhöhten sich um € 39,3 Mio. Auch der Flughafen Malta erzielte im Quartalsvergleich um € 9,6 Mio. höhere Umsatzerlöse. Die Umsatzerlöse im Segment Retail & Properties erhöhten sich um € 7,4 Mio., das Segment Handling & Sicherheitsdienstleistungen steuerte € 7,9 Mio. zur Umsatzsteigerung bei.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit € 4,2 Mio. über dem Vorjahresquartal (Q3/2020: € 1,3 Mio.). Diese Erhöhung ist im Wesentlichen auf die Erfassung staatlicher Unterstützungsmaßnahmen zurückzuführen.

Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen reduzierten sich gegenüber Q3/2020 um € 1,2 Mio. auf € 5,7 Mio.

Der Personalaufwand erhöhte sich im Q3/2021 um € 1,1 Mio. auf € 51,6 Mio. Dies ist auf eine gestiegene Auslastung aufgrund des höheren Verkehrsaufkommens und dadurch geringeren Kurzarbeitsgeldern zurückzuführen.

Aufgrund der fortdauernden, wirksamen Kostensenkungsmaßnahmen konnten auch im Q3/2021 weitere Einsparungen erzielt werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten um € 0,4 Mio. auf € 10,4 Mio. gesenkt werden, was im Wesentlichen auf geringere Aufwendungen für Marketing und Marktkommunikation sowie gesunkene Miet- und Pachtaufwendungen zurückzuführen ist.

Die anteiligen Periodenergebnisse der at-Equity-Beteiligungen reduzierten sich im Quartalsvergleich von minus € 0,5 Mio. auf minus € 0,6 Mio.

Q3/2021: Positives EBITDA von € 81,4 Mio., EBIT bei € 47,2 Mio, Periodenergebnis bei € 32,4 Mio.

Die Umsatzerhöhung sowie Kostenreduktionen führten zu einem positiven EBITDA für das Q3/2021 von € 81,4 Mio. (Q3/2020: € 13,5 Mio.).

Die planmäßigen Abschreibungen stiegen geringfügig um € 0,2 Mio. auf € 34,2 Mio. (Q3/2020: € 33,9 Mio.). Im Q3/2020 wurden Wertminderungen in Höhe von € 7,0 Mio. erfasst. Durch das positive EBITDA ergibt sich im Vergleich zum Q3/2020 ein um € 74,7 Mio. besseres EBIT von € 47,2 Mio. (Q3/2020: minus € 27,4 Mio.).

Das Finanzergebnis belief sich im dritten Quartal 2021 auf minus € 1,2 Mio. nach minus € 3,2 Mio. im Q3/2020. Dies ist im Wesentlichen auf geringere Zinsaufwendungen aufgrund erfasster Fixkostenzuschüsse, die das Vorjahr 2020 abdecken, zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern war mit € 46,0 Mio. deutlich besser als derVorjahreswert von minus € 30,6 Mio. Nach Berücksichtigung der Ertragsteuern in Höhe von € 13,6 Mio. (Q3/2020: plus € 7,4 Mio.) ergibt sich ein um € 55,6 Mio. besseres Periodenergebnis von plus € 32,4 Mio. (Q3/2020: minus € 23,2 Mio.).

Das Periodenergebnis der Muttergesellschaft belief sich auf € 29,2 Mio. und verbesserte sich damit um € 52,6 Mio. (Q3/2020: minus € 23,4 Mio.).Auf nicht beherrschendeAnteile entfällt ein Periodenergebnis für das dritte Quartal von € 3,2 Mio. (Q3/2020: € 0,2 Mio.).

Informationen zu den Geschäftssegmenten

Segmenterlöse und Segmentergebnisse Q1-3/2021 und Q1-3/2020

Q1-3/2021 in T€ Airport Handling & Sicherheits
dienstleistungen
Retail &
Properties
Malta Sonstige Segmente Überleitung Konzern
Externe Segmentumsätze 113.509,0 63.781,5 55.470,4 32.287,4 9.433,3 274.481,6
Interne Segmentumsätze 22.298,0 24.686,4 13.552,3 0,0 53.932,6 -114.469,3 0,0
Segmentumsätze 135.807,0 88.468,0 69.022,6 32.287,4 63.365,9 -114.469,3 274.481,6
Segment EBITDA 45.329,3 192,3 34.803,4 15.950,7 10.340,4 0,0 106.616,1
Segment EBITDA-Marge (in %) 33,4 0,2 50,4 49,4 16,3
Segment EBIT -14.335,0 -6.839,1 20.084,5 6.043,3 1.993,8 0,0 6.947,6
Segment EBIT-Marge (in %) -10,6 -7,7 29,1 18,7 3,1
Q1-3/2020* in T€ Airport Handling & Sicherheits
dienstleistungen
Retail &
Properties
Malta Sonstige Segmente Überleitung Konzern
Externe Segmentumsätze 115.492,2 68.629,0 58.185,8 24.989,0 9.703,2 276.999,2
Interne Segmentumsätze 24.136,8 30.652,1 12.549,5 0,0 62.771,6 -130.110,0 0,0
Segmentumsätze 139.629,0 99.281,1 70.735,3 24.989,0 72.474,8 -130.110,0 276.999,2
Segment EBITDA 27.161,2 -12.959,5 27.431,6 6.827,2 13.855,1 0,0 62.315,5
Segment EBITDA-Marge (in %) 19,5 -13,1 38,8 27,3 19,1
Segment EBIT -40.295,5 -19.886,3 13.474,6 -1.770,5 4.883,2 0,0 -43.594,4
Segment EBIT-Marge (in %) -28,9 -20,0 19,0 -7,1 6,7

*angepasst

Segment Airport

Umsatz in Höhe von € 113,5 Mio.

In 1-9/2021 fiel der externe Umsatz im Segment Airport leicht um 1,7% auf € 113,5 Mio. (Q1- 3/2020: € 115,5 Mio.). Die Erlöse aus aircraftbezogenen Entgelten legten im Vorjahresvergleich um 20,9% auf € 23,4 Mio. zu (Q1-3/2020: € 19,4 Mio.), im Wesentlichen aufgrund geringer Incentive-Aufwendungen. Die passagierbezogenen Entgelte reduzierten sich entsprechend der Passagierentwicklung um 5,8% auf € 67,2 Mio. (Q1-3/2020: € 71,4 Mio.). Die Erlöse aus der Bereitstellung und Vermietung von Infrastruktur und aus sonstigen Dienstleistungen im Segment Airport sanken um 7,6% auf € 22,9 Mio. (Q1-3/2020: € 24,8 Mio.). Die internen Umsatzerlöse reduzierten sich im Periodenvergleich ebenfalls um 7,6% auf € 22,3 Mio. da die internen Vermietungserlöse und Konzernverrechnungen angepasst wurden. Die anderen Erträge stiegen im Vorjahresvergleich aufgrund der Erfassung von Unterstützungsmaßnahmen im Zusammenhang mit COVID-19 auf € 2,7 Mio. (Q1-3/2020: € 1,7 Mio.).

Der Materialaufwand verringerte sich ebenfalls aufgrund erfasster Fixkostenzuschüsse, welche imWesentlichenAufwendungen des Vorjahres abdecken, um 18,6% auf € 3,5 Mio. (Q1- 3/2020: € 4,3 Mio.). Die Reduktion des Personalaufwandes um € 5,6 Mio. auf € 21,1 Mio., ist auf die im März des Vorjahres eingeführte Kurzarbeit sowie auf einen geringeren durchschnittlichen Personalstand (556 im Vergleich zu 563) zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten um 20,2% auf € 6,9 Mio. (Q1-3/2020: € 8,7 Mio.) gesenkt werden. Dies ist u.a. auf gesunkene Aufwendungen für Fremdpersonal, sonstigen Betriebsaufwand (Umweltfonds) sowie reduzierteAufwendungen für Marketing und Marktkommunikation zurückzuführen.Weiters wurden Fixkostenzuschüsse aufwandsmindernd erfasst. Den Einsparungen wirken höhere Aufwendungen für Instandhaltungen entgegen. Der interne Betriebsaufwand beläuft sich einsparungsbedingt auf € 61,6 Mio. nach € 74,4 Mio. in der Vorperiode.

EBITDA stieg um € 18,2 Mio. auf € 45,3 Mio.

Im Segment Airport legte das EBITDA trotz pandemiebedingter leicht rückläufiger Umsätze durch Kosteneinsparungen und das Vorjahr betreffende Fixkostenzuschüsse in den ersten neun Monaten 2021 um € 18,2 Mio. auf € 45,3 Mio. zu (Q1-3/2020: € 27,2 Mio.). Unter Berücksichtigung der Abschreibungen im Ausmaß von € 59,7 Mio. (Q1-3/2020: € 67,5 Mio. inkl. Wertminderungen) wurde ein Segment-EBIT in Höhe von minus € 14,3 Mio. nach minus € 40,3 Mio. in der Vergleichsperiode erzielt. Die EBITDA-Marge verbesserte sich von 19,5% auf 33,4%, die EBIT-Marge von minus 28,9% auf minus 10,6%.

Segment Handling & Sicherheitsdienstleistungen

Umsätze um 7,1% auf € 63,8 Mio. gesunken

In den ersten neun Monaten 2021 wurden im Segment Handling & Sicherheitsdienstleistungen externe Umsätze in Höhe von € 63,8 Mio. (Q1-3/2020: € 68,6 Mio.) erzielt. Die Umsatzerlöse aus dem Ground-Handling (Vorfeld- und Verkehrsabfertigung) reduzierten sich aufgrund des pandemiebedingten Bewegungsrückgangs um 10,9% auf € 33,0 Mio. Die Erlöse aus der Frachtabfertigung konnten dagegen im Vergleich zum Vorjahr auf € 20,4 Mio. zulegen (Q1-3/2020: € 20,2 Mio.). Die externen Erlöse aus dem Passagierhandling fielen um 32,3% auf € 2,5 Mio. (Q1-3/2020: € 3,7 Mio.). Die externen Umsätze für Sicherheitsdienstleistungen sanken auf

€ 1,8 Mio. (Q1-3/2020: € 2,4 Mio.). Der Bereich General Aviation erwirtschaftete 1-9/2021 einen Umsatz von € 6,1 Mio. (plus 13,4%) nach € 5,4 Mio. in derVorperiode. Die internen Umsatzerlöse reduzierten sich um 19,5% auf € 24,7 Mio. (Q1-3/2020: € 30,7 Mio.) aufgrund von geringeren Weiterverrechnungen interner Leistungen (Kosteneinsparungen und geringere Inanspruchnahme von Konzernleistungen). Die anderen Erträge erhöhten sich um € 3,2 Mio. auf € 3,4 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (Q1-3/2020: € 0,2 Mio.), was vor allem auf die Erfassung von Unterstützungsmaßnahmen betreffend COVID-19 zurückzuführen ist.

Der Materialaufwand sank im Vorjahresvergleich um 34,9% auf € 2,4 Mio. u.a. aufgrund geringerer Aufwendungen für Enteisungsmaterial. Der Personalaufwand reduzierte sich u.a. aufgrund des durchschnittlichen geringeren Personalstands (minus 494 Personen auf 2.848 Mitarbeiter) um minus 19,1% auf € 69,6 Mio. (Q1-3/2020: € 86,1 Mio.). Die sonstigen betrieblichenAufwendungen liegen mit € 1,4 Mio. um € 1,4 Mio. unter dem Niveau der Vorjahresperiode und betreffen Einsparungen im Bereich der Fremdleistungen, Miet- und Pachtaufwendungen sowie geringere Zuweisungen für Forderungswertberichtigungen.Weiters wurden Fixkostenzuschüsse, welche Aufwendungen des Vorjahres abdecken, aufwandsmindernd erfasst. Der interne Betriebsaufwand reduzierte sich aufgrund von Kosteneinsparungen und geringeren bezogenen Konzernleistungen um € 1,6 Mio. auf € 18,2 Mio. (Q1-3/2020: € 19,8 Mio.).

EBITDA bei € 0,2 Mio.

Das EBITDA des Segments Handling & Sicherheitsdienstleistungen verbesserte sich in den ersten neun Monaten 2021 auf plus € 0,2 Mio. (Q1-3/2020: minus € 13,0 Mio.). Nach Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von € 7,0 Mio. (Q1-3/2020: € 6,9 Mio.) wurde ein EBIT von minus € 6,8 Mio. (Q1-3/2020: minus € 19,9 Mio.) erzielt. Die EBITDA-Marge lag mit 0,2% über dem Vorjahresniveau von minus 13,1%, und die EBIT-Marge betrug im Q1-3/2021 minus 7,7% (Q1-3/2020: minus 20,0%).

Segment Retail & Properties

Umsatz bei € 55,5 Mio. um 4,7% unter Vorjahresniveau

Die externen Umsatzerlöse im Segment Retail & Properties liegen mit € 55,5 Mio. um 4,7% unter dem Vorjahresniveau in Höhe von € 58,2 Mio. Zurückzuführen ist diese Entwicklung einerseits durch geringere Erlöse aus dem Centermanagement & Hospitality, welche um 10,6% auf € 19,8 Mio. sanken (Q1-3/2020: € 22,1 Mio.). Weiters reduzierten sich auch die Parkerlöse um 3,3% von € 15,0 Mio. auf € 14,6 Mio. Die Erlöse aus dem Vermietungsbereich stiegen hingegen leicht um 0,6% auf € 21,1 Mio. (Q1-3/2020: € 21,0 Mio.). Die internen Umsatzerlöse erhöhten sich um € 1,0 Mio. auf € 13,6 Mio., die anderen Erträge erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund eines Grundstückverkaufes und erfasste Unterstützungsmaßnahmen betreffend COVID-19 um € 2,4 Mio. auf € 3,7 Mio. (Q1-3/2020: € 1,3 Mio.).

Der Materialaufwand verringerte sich auf € 0,9 Mio. (Q1-3/2020: € 1,1 Mio.). Der Personalaufwand reduzierte sich bei einem Mitarbeiterstand von 162 Personen (Q1-3/2020: 151 Personen) um 22,8% auf € 6,0 Mio. (Q1-3/2020: € 7,7 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten um € 3,3 Mio. auf € 2,6 Mio. im Vergleich zur Vorjahresperiode reduziert werden und betreffen Einsparungen im Bereich der Beratungs-, Rechts- und Prüfkosten sowie geringere Aufwendungen für Marktkommunikation, Instandhaltungen und sonstigen Betriebsaufwand (Loungen). Fixkostenzuschüsse (das Vorjahr betreffend) wurden auch in diesem Segment aufwandsmindernd erfasst. Die internen Betriebsaufwendungen sanken ebenfalls um € 1,4 Mio. auf € 28,5 Mio. aufgrund einsparungsbedingt geringerer intern bezogener Leistungen.

EBITDA bei € 34,8 Mio. (Q1-3/2020: € 27,4 Mio.)

Das EBITDA des Segments Retail & Properties stieg in den ersten neun Monaten 2021 von € 27,4 Mio. um 26,9% auf € 34,8 Mio. Die Abschreibungen liegen mit € 14,7 Mio. um € 0,8 Mio. über dem Vorjahresniveau (Q1-3/2020: € 14,0 Mio.), was auf die Inbetriebnahme des Office Park 4 zurückzuführen ist. Das EBIT verbesserte sich ebenfalls um 49,1% auf € 20,1 Mio. (Q1- 3/2020: € 13,5 Mio.). Die EBITDA-Marge betrug 50,4% (Q1-3/2020: 38,8%), die EBIT-Marge 29,1% (Q1-3/2020: 19,0%).

Segment Malta

Umsatz um 29,2% auf € 32,3 Mio. gestiegen

Die externen Umsätze des Segments Malta nahmen in den ersten neun Monaten um 29,2% auf € 32,3 Mio. zu (Q1-3/2020: € 25,0 Mio.), was u.a. auf geringereAufwendungen für Incentives zurückzuführen ist.

Der Materialaufwand lag mit € 1,6 Mio. leicht über dem Vorjahresniveau. Die Personalaufwendungen konnten aufgrund eines geringeren durchschnittlichen Personalstands (minus 17,6%), Kosteneinsparungen (Gehaltsverzicht) sowie COVID-Lohnzuschüssen um 21,2% auf € 4,6 Mio. (Q1-3/2020: € 5,8 Mio.).reduziert werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten um 7,5% auf € 10,1 Mio. gesenkt werden und setzten sich u.a. aus Aufwendungen für Sicherheitspersonal, Reinigung, PRM-Leistungen, sonstigen Fremdpersonalleistungen, EDV, Airline-Marketing und Instandhaltungen zusammen.

EBITDA in Höhe von € 16,0 Mio.

Für die ersten drei Quartale verzeichnete das Segment Malta ein EBITDA von € 16,0 Mio. (Q1- 3/2020: € 6,8 Mio.) und eine EBITDA-Marge von 49,4% nach 27,3% im Vorjahr. Nach Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von € 9,9 Mio. (Q1-3/2020: € 8,6 Mio.) belief sich das EBIT auf € 6,0 Mio. (Q1-3/2020: minus € 1,8 Mio.), was einer EBIT-Marge von 18,7% entspricht (Q1-3/2020: minus 7,1%).

Segment Sonstige Segmente

Umsatzerlöse in Höhe von € 9,4 Mio.

Die externen Umsätze des Segments Sonstige Segmente lagen in den ersten neun Monaten 2021 bei € 9,4 Mio. (Q1-3/2020: € 9,7 Mio.). Dieser Rückgang resultiert aus geringeren Erlösen im Bereich der Materialwirtschaft, Telekommunikation und der Reinigungsleistungen (GET2). Die internen Erlöse belaufen sich auf € 53,9 Mio. (Q1-3/2020: € 62,8 Mio.). Die Reduktion ist auf geringere intern bezogene Leistungen aufgrund von Kostensenkungen zurückzuführen. Die anderen Erträge (inkl. aktivierter Eigenleistungen) betrugen € 3,8 Mio. (Q1-3/2020: € 1,3 Mio.). Diese Erhöhung ist auf die Erfassung von Unterstützungsmaßnahmen zurückzuführen.

Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen stieg im Periodenvergleich um 2,8% auf € 10,6 Mio. (Q1-3/2020: € 10,3 Mio.), aufgrund höherer Aufwendungen für den Energiebezug. Der Personalaufwand reduzierte sich einerseits aufgrund des geringeren durchschnittlichen Personalstands (minus 68 Personen auf 1.042 Mitarbeiter) sowie andererseits aufgrund von Förderungen aus der COVID-19-Kurzarbeit um 9,1% auf € 30,5 Mio. (Q1-3/2020: € 33,6 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr von € 8,9 Mio. auf € 9,2 Mio., aufgrund höherer Aufwendungen für Instandsetzungen. Der interne Aufwand beläuft sich auf € 6,1 Mio. (Q1-3/2020: € 5,9 Mio.).

Das at-Equity-Ergebnis spiegelt das operative Ergebnis der Beteiligungen wider. In den ersten neun Monaten 2021 wurden negative (operative) Ergebnisse in Höhe von minus € 0,4 Mio. verzeichnet (Q1-3/2020: minus € 1,2 Mio.).

EBITDA in Höhe von € 10,3 Mio.

In Summe verzeichnete das Segment Sonstige Segmente ein EBITDA in Höhe von € 10,3 Mio. (Q1-3/2020: € 13,9 Mio.). Nach Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von € 8,3 Mio. (Q1-3/2020: € 9,0 Mio.) konnte ein Segment-EBIT von € 2,0 Mio. (Q1-3/2020: € 4,9 Mio.) erzielt werden. Die EBITDA-Marge betrug 16,3% (Q1-3/2020: 19,1%), die EBIT-Marge belief sich auf 3,1% (Q1-3/2020: 6,7%).

Finanzlage, Vermögens- und Kapitalstruktur

Eigenkapitalquote um 4,1 Prozentpunkte auf 64,1% verbesser t, Nettoverschuldung bei € 201,5 Mio. (31.12.2020: € 201,9 Mio.)

Die Nettoverschuldung belief sich zum 30. September 2021 auf € 201,5 Mio., was einer Reduktion um € 0,5 Mio. im Vergleich zum Jahresbeginn entspricht. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich aufgrund einer geringeren Bilanzsumme, die im Wesentlichen aus Kredittilgungen (exkl. Barvorlagen zum Liquiditätsausgleich) in Höhe von € 100,0 Mio. resultiert, um 4,1 Prozentpunkte auf 64,1%. Das Gearing beläuft sich auf 15,4% nach 15,5% zum 31. Dezember 2020.

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit bei plus € 43,1 Mio. (Q1-3/2020: minus € 6,7 Mio.)

Der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich in 1-9/2021 auf plus € 43,1 Mio. nach minus € 6,7 Mio. im Q1-3/2020. Das operative Ergebnis (EBT zuzüglich Abschreibungen und Wertminderungen, abzüglich Bewertung von Finanzinstrumenten) verbesserte sich um € 46,2 Mio. auf € 99,4 Mio. (Q1-3/2020: € 53,1 Mio.). Im Q1-3/2021 verzeichnete die Gruppe eine Erhöhung der Forderungen – imWesentlichen aufgrund von nicht ausbezahlten Kurzarbeitsbeihilfen und erfassten Fixkostenzuschüssen – in Höhe von € 58,8 Mio. (Q1-3/2020: Abbau in Höhe von € 27,2 Mio.).Andererseits reduzierten sich die Passiva um € 4,5 Mio. (Q1-3/2020: Abbau in Höhe von € 97,0 Mio.). Die Einzahlungen für Ertragsteuern beliefen sich in den ersten neun Monaten auf plus € 8,4 Mio. (Q1-3/2020: plus € 5,4 Mio.) und betreffen Steuerrückzahlungen aufgrund der Inanspruchnahme des steuerlichen Verlustrücktrages.

Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit belief sich auf minus € 21,7 Mio. nach minus € 58,6 Mio. im Vorjahr. Die Einzahlungen aus dem Anlagenabgang beliefen sich auf € 6,6 Mio. (Q1-3/2020: € 5,9 Mio.). Während in Q1-3/2021 € 49,0 Mio. für Investitionsprojekte (inkl. Finanzanlagen) ausbezahlt wurden, erfolgten im Vorjahr Auszahlungen von € 74,9 Mio. In 1-9/2021 wurden Einzahlungen aus abgelaufenen Termineinlagen in Höhe von € 20,7 Mio. erfasst. In der Vorperiode ergab der Saldo von Ein- und Auszahlungen aus Termingeldern minus € 5,0 Mio.Weiters wurden im dritten Quartal 2020 durch den Verkauf von Finanzanlagen und Wertpapieren € 15,3 Mio. lukriert.

Der Free-Cashflow (Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit plus Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit) beläuft sich daher auf plus € 21,4 Mio. (Q1-3/2020: minus € 65,3 Mio.).

Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von minus € 117,3 Mio. (Q1- 3/2020: plus € 71,9 Mio.) ist im Wesentlichen auf die Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten von € 25,0 Mio. (Q1-3/2020: € 100,0 Mio.) zurückzuführen, dem jedoch Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten von € 142,0 Mio. (Q1-3/2020: € 25,1 Mio.) gegenüberstehen.Weiters wurden im Q1-3/2021 € 0,3 Mio. (Q1-3/2020: € 0,3 Mio.) für Leasingverpflichtungen ausbezahlt. Für den Erwerb von eigenen Aktien wurden bis Anfang März 2020 € 2,7 Mio. ausbezahlt.

Der Finanzmittelbestand betrug zum 30.9.2021 € 77,2 Mio. nach € 173,1 Mio. zum 31.12.2020.

Bilanzaktiva

Das langfristige Vermögen reduzierte sich seit Jahresbeginn per Saldo um € 88,8 Mio. auf € 1.793,8 Mio. Laufende Zugänge bei immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in Höhe von € 30,3 Mio. stehen Abschreibungen von € 99,7 Mio. sowie Umgliederungen in als zum Verkauf stehende Vermögenswerte von € 14,2 Mio. (Grundstücke) gegenüber. Die Buchwerte der at-Equity-Beteiligungen reduzierten sich leicht aufgrund der erfassten Ergebnisse von € 41,0 Mio. auf € 40,6 Mio. Der Rückgang der sonstigen Vermögenswerte um € 4,3 Mio. auf € 27,0 Mio. ist auf geringere langfristige Forderungen (Termingelder) zurückzuführen.

Das kurzfristige Vermögen reduzierte sich im Vergleich zum Jahresende um € 46,9 Mio. auf € 243,8 Mio. (31.12.2020: € 290,7 Mio.) vor allem aufgrund eines geringeren Bestandes an Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalenten aufgrund der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten. Dem steht jedoch ein höherer Bestand an sonstigen Forderungen aufgrund noch nicht ausbezahlter Förderungen (Kurzarbeitshilfen sowie COVID-19 Unterstützungsmaßnahmen) sowie der aus höheren Umsätzen des dritten Quartals resultierenden gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, im Vergleich zum 31.12.2020 gegenüber.

Die Netto-Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Periodenvergleich stichtagsbezogen um € 34,4 Mio. auf € 51,6 Mio. (31.12.2020: € 17,2 Mio.). Die sonstigen Forderungen erhöhten sich stark um € 26,0 Mio. auf € 55,7 Mio. (31.12.2020: € 29,7 Mio.) was im Wesentlichen auf nicht ausbezahlte Kurzarbeitsbeihilfen und sonstigen Unterstützungsmaßnahmen zurückzuführen ist. Die kurzfristigen Termineinlagen reduzierten sich um € 15,7 Mio. auf € 5,0 Mio. aufgrund des Fälligkeitsprofils. Die Wertpapiere nahmen um € 0,1 Mio. auf € 27,0 Mio. zu. Zum 30.9.2021 wurden weiters Grundstücke in Höhe von insgesamt € 14,2 Mio. (31.12.2020: € 3,8 Mio.) in der Position "Zum Verkauf stehende Vermögenswerte" ausgewiesen. Die Grundstücke stehen im Zusammenhang mit vorgesehenenVeräußerungen für ein Gewerbegebiet im Umland. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente reduzierten sich um € 95,9 Mio. auf € 77,2 Mio. zum 30.9.2021 (31.12.2020: € 173,1 Mio.).

Bilanzpassiva

Das Eigenkapital stieg seit dem Jahresultimo in Summe um 0,1% auf € 1.306,6 Mio. (31.12.2020: € 1.305,5 Mio.). Einerseits wurde das laufende Periodenergebnis (inkl. nicht beherrschendeAnteile) in Höhe von minus € 0,1 Mio., anderseits auch versicherungsmathematische Gewinne des Sozialkapitals und Bewertungen von Finanzinstrumenten (FVOCI) per Saldo € 1,2 Mio. erfasst. Die Eigenkapitalquote lag per 30.9.2021 bei sehr soliden 64,1% (31.12.2020: 60,1%).

Die langfristigen Schulden reduzierten sich von € 535,2 Mio. auf € 500,6 Mio., primär aufgrund von Umgliederungen von Finanzverbindlichkeiten.

Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich ebenfalls um € 102,1 Mio. auf € 230,4 Mio. Die kurzfristigen Finanz- und Leasingverbindlichkeiten konnten per Saldo (Aufnahme und Tilgungen von Finanz- und Leasingverbindlichkeiten) um € 92,1 Mio. auf € 50,3 Mio. gesenkt werden. Die Lieferantenverbindlichkeiten verringerten sich stichtagsbezogen um € 7,8 Mio. auf € 18,8 Mio. Die kurzfristigen Rückstellungen sanken um € 6,7 Mio. auf € 61,0 Mio. (31.12.2020 angepasst: € 67,7 Mio.). Die übrigen Verbindlichkeiten reduzierten sich ebenfalls um € 0,8 Mio. auf € 94,7 Mio. (31.12.2020 angepasst: € 95,5 Mio.).

Investitionen

In den ersten neun Monaten 2021 wurden in Summe € 30,3 Mio. (Q1-3/2020: € 62,6 Mio.) in immaterielles Vermögen, Sachanlagen sowie in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien investiert bzw. als Anzahlung geleistet. Die größten Investitionsprojekte am Standort Wien betreffen den Bau einer Lounge im Terminal 2 mit € 1,9 Mio., die Anschaffung von Cateringhubwagen mit € 2,0 Mio., die Errichtung einer dritten Gepäckabzugslinie mit € 2,4 Mio., Investitionen in Photovoltaikanlagen mit € 5,6 Mio. und Investitionen in ein Zutrittskontrollsystem und in ein Türsteuerungssystem mit € 1,8 Mio.Am Flughafen Malta wurden in den ersten neun Monaten insgesamt € 6,1 Mio. investiert.

Guidance 2021

Aufgrund der positiven Passagierentwicklung der letzten Monate wird für 2021 ein Passagieraufkommen von rund 12-13 Mio. Passagiere in der Flughafen-Wien-Gruppe und mehr als 10 Mio. Passagiere am Standort Wien erwartet.

Finanzausblick 2021:

Die Flughafen-Wien-Gruppe verfügt über eine solide wirtschaftliche Basis und geht davon aus, dass das Geschäftsjahr 2021 mit einem positiven Ergebnis von € 4 Mio. abschließt, also einer deutlichen schwarzen Null. Das liegt einerseits an wesentlichen Kosteneinsparungen wie etwa geringeren Aufwendungen für Incentivierungen, niedrigeren Instandhaltungsaufwendungen sowie reduzierten Personalkosten, am zuletzt über der Prognose liegenden Passagieraufkommen anderseits auch an höheren öffentlichen Förderzuschüssen durch die Verlängerung der Kurzarbeit bis zum Jahresende sowie staatlichen COVID-Beihilfen (teilweise auch für das Verlustjahr 2020) und Zusatzerlösen aus Immobilienverkäufen. Der Umsatz 2021 wird mit rund € 380 Mio., das EBITDA mit rund plus € 150 Mio. erwartet. Die Nettoverschuldung wird nach dem Anstieg im Vorjahr wieder auf rund € 100 Mio. zurückgehen. Die Investitionen werden bei rund € 60 Mio. liegen. Aufgrund der schwer voraussehbaren weiteren Entwicklung der Pandemie ist die Guidance 2021 mit Unsicherheit behaftet.

Flughafen-Wien-Gruppe: Oktober 2021

Im Oktober verzeichnete der Flughafen Wien inklusive seinerAuslandsbeteiligungen Flughafen Malta und Košice insgesamt 2.020.853 Passagiere (10/2020: 494.044 Passagiere). Kumuliert von Jänner bis Oktober erhöhte sich das Passagieraufkommen um 14,4% auf 10.473.031 Reisende.

Flughafen Wien im Oktober 2021

Am Standort Flughafen Wien erhöhte sich das Passagieraufkommen im Oktober 2021 auf 1.573.155 Reisende (10/2020: 378.107). DieAnzahl der Lokalpassagiere beliefen sich auf 1.229.852, die Transferpassagiere auf 340.176. Die Flugbewegungen erhöhten sich im Oktober 2021 auf 14.533 eine Steigerung von 7.547 Bewegungen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Schwechat, 10. November 2021

Der Vorstand

Dr. Günther Ofner Vorstandsmitglied, CFO

Mag. Julian Jäger Vorstandsmitglied, COO

Hinweise:

Die Quartalszahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nach dem International Reporting Standard (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, ermittelt. Die Finanzinformation enthält keinen vollständigen Zwischenabschluss nach IAS 34. Nähere Informationen zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Konzernabschluss 2020 ersichtlich, welcher auf der Website der Flughafen Wien AG www.viennaairport.com veröffentlicht ist. Die Finanzinformation wurde keiner prüferischen Durchsicht unterzogen.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

vom 1.1. bis 30.9.2021

in T€ Q1-3/2021 Q1-3/2020 Q3/2021 Q3/2020
Umsatzerlöse 274.481,6 276.999,2 145.875,6 81.214,4
Sonstige betriebliche Erträge 13.641,5 4.630,1 4.226,2 1.307,9
davon aus COVID-19
Unterstützungsmaßnahmen
8.100,2 0,0 3.019,8 0,0
Betriebsleistung 288.123,1 281.629,2 150.101,8 82.522,3
Aufwendungen für Material und
bezogene Leistungen
-19.068,3 -20.937,0 -5.674,7 -6.914,5
Personalaufwand -131.792,6 -159.956,3 -51.565,4 -50.510,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen -29.948,7 -36.403,7 -10.419,2 -10.808,5
Wertminderungen/Wertaufholung auf
Forderungen
-342,0 -814,1 -440,1 -360,1
Anteilige Periodenergebnisse
at-Equity-Unternehmen
-355,4 -1.202,6 -604,8 -465,7
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA)
106.616,1 62.315,5 81.397,6 13.463,2
Planmäßige Abschreibungen -99.668,6 -98.952,0 -34.162,6 -33.932,0
Wertminderungen 0,0 -6.957,9 0,0 -6.957,9
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 6.947,6 -43.594,4 47.235,0 -27.426,8
Beteiligungsergebnis ohne
at-Equity-Unternehmen
490,7 538,5 0,0 0,0
Zinsertrag 1.753,5 2.079,0 1.550,0 1.724,5
Zinsaufwand -9.487,7 -11.803,8 -1.471,6 -3.743,5
Sonstiges Finanzergebnis 125,7 -1.792,3 -1.304,3 -1.146,8
Finanzergebnis -7.117,8 -10.978,6 -1.226,0 -3.165,9
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) -170,3 -54.573,0 46.009,1 -30.592,6
Ertragsteuern 46,0 13.243,0 -13.595,3 7.428,6
Periodenergebnis -124,2 -41.330,0 32.413,8 -23.164,0
Davon entfallend auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft -1.523,6 -40.069,5 29.244,8 -23.384,7
Nicht beherrschende Anteile 1.399,4 -1.260,5 3.169,0 220,7
Im Umlauf befindliche Aktien
(gewichteter Durchschnitt in Stück)
83.874.681 83.886.824 83.874.681 83.874.681
Ergebnis je Aktie (in €, verwässert =
unverwässert)
-0,02 -0,48 0,35 -0,28

Konzern-Bilanz

zum 30.9.2021

in T€ 30.9.2021 31.12.2020 *
AKTIVA
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 164.867,1 166.552,1
Sachanlagen 1.406.282,7 1.469.019,6
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 155.024,8 174.763,9
Beteiligungen an at-Equity-bilanzierten
Unternehmen
40.636,8 40.992,1
Sonstige Vermögenswerte 26.977,8 31.304,8
1.793.789,2 1.882.632,5
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 5.659,4 5.947,4
Wertpapiere 27.026,3 26.900,6
Zum Verkauf stehende Vermögenswerte 14.168,5 3.772,2
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 119.764,4 80.964,5
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
77.189,1 173.099,9
243.807,7 290.684,6
Summe Aktiva 2.037.596,8 2.173.317,1

PASSIVA

152.670,0
117.885,1
-10.693,7
944.031,0
1.203.892,4
101.605,0
1.305.497,4
170.293,5
305.447,1
29.809,8
29.690,5
535.240,9
384,9
67.670,4
142.398,0
26.620,1
95.505,4
332.578,9
2.173.317,1

* angepasst

Konzern-Geldflussrechnung

vom 1.1. bis 30.9.2021

in T€ Q1-3/2021 Q1-3/2020*
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) -170,3 -54.573,0
+/- Abschreibungen / Zuschreibungen 99.668,6 98.952,0
+ Wertminderungen 0,0 6.957,9
+/- Bewertung beizulegender Zeitwert Finanzinstrumente -125,7 1.792,3
+/- Anteilige Periodenergebnisse at-Equity-Unternehmen 355,4 1.202,6
+ Dividendenausschüttungen at-Equity-Unternehmen 0,0 1.511,5
+ Verluste / - Gewinne aus dem Abgang von Vermögenswerten -2.835,5 -824,4
+ Verluste / - Gewinne aus dem Abgang von Wertpapieren 0,0 259,5
- Auflösung von Investitionszuschüssen aus öffentlichen
Mitteln
-143,9 -173,2
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge -0,0 2,4
+ Zins- und Dividendenergebnis 7.243,6 9.186,3
+ Erhaltene Dividenden 490,7 538,5
+ Erhaltene Zinsen 1.920,8 1.700,8
- Bezahlte Zinsen -8.729,6 -8.788,8
- Erhöhung / + Senkung Vorräte 288,1 -55,6
- Erhöhung / + Senkung Forderungen -58.753,8 27.249,3
+ Erhöhung / - Senkung Rückstellungen -10.359,6 -12.676,4
+ Erhöhung / - Senkung Verbindlichkeiten 5.869,4 -84.314,6
Netto-Geldfluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 34.718,2 -12.052,9
- Zahlungen für Ertragsteuern 8.360,8 5.397,7
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 43.079,0 -6.655,3
+ Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) 6.638,7 5.925,4
+ Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang und Wertpapieren 3,3 15.262,8
- Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen) -48.987,9 -74.875,6
- Auszahlungen für Finanzanlagenzugang -45,0 0,0
+ Einzahlungen aus nicht rückzahlbaren Zuschüssen 0,0 90,0
+ Einzahlungen aus Abgang von kurz- und langfristigen
Veranlagungen
20.692,4 80.552,8
- Auszahlungen für kurz- und langfristige Veranlagungen und
Wertpapiere
0,0 -85.570,5
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit -21.698,5 -58.615,1
- Dividendenausschüttung an nicht beherrschende
Anteilseigner
0,0 -33,2
- Erwerb von eigenen Anteilen 0,0 -2.727,4
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 25.000,0 100.000,4
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten -142.000,0 -25.055,0
- Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -291,3 -291,1
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit -117.291,3 71.893,7
Veränderung des Finanzmittelbestandes -95.910,8 6.623,3
+ Finanzmittelbestand am Beginn der Periode 173.099,9 84.782,9
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 77.189,1 91.406,3

* angepasst

Impressum

Medieninhaber Flughafen Wien Aktiengesellschaft Postfach 1 1300 Wien-Flughafen Austria

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Alles zur 3. Piste: www.viennaairport.com/unternehmen/ flughafen\_wien\_ag/3\_piste

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Disclaimer: Alle in diesem Quartalsbericht getroffenen Aussagen, die an die Zukunft gerichtet sind und auf künftige Entwicklungen der Flughafen Wien AG/Flughafen Wien Gruppe Bezug nehmen, beruhen auf derzeitigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensführung. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Einschätzungen nicht eintreffen oder die im Risikobericht des Unternehmens beschriebenen Risiken eintreten, können die tatsächlichen Ereignisse oder Ergebnisse von den zurzeit erwarteten abweichen. Trotz größter Sorgfalt erfolgen daher alle zukunftsbezogenen Aussagen ohne Gewähr und die Flughafen Wien AG/Flughafen Wien Gruppe übernimmt keine Verpflichtung, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder sie an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen. Die PDF-Ausgabe des Quartalsberichts 3/2021 der Flughafen Wien Aktiengesellschaft finden Sie auf unserer Homepage www.viennaairport.com/unternehmen/investor\_relations unter dem Menüpunkt "Publikationen und Berichte". Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Quartalsbericht überwiegend die männliche Schreibweise verwendet. Selbstverständlich sind damit weibliche, männliche und diverse Personen gleichermaßen gemeint und angesprochen. Dieser Quartalsbericht wurde von der FlughafenWienAG erstellt.

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