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1&1 AG Interim / Quarterly Report 2022

Nov 10, 2022

1_rns_2022-11-10_b0c63385-10ea-4ef4-8450-1c7ec8bddc49.html

Interim / Quarterly Report

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Finanzbericht: 31373540

1&1 AG

Montabaur

Quartalsfinanzberichte

Quartalsmitteilung Q3 2022

Daten & Fakten

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Ausgewählte Kennziffern 9M 2022 9M 2021 Veränderung Q3 2022 Q3 2021
Ergebnis (in Mio. €)
--- --- --- --- --- ---
Umsatz 2.950,3 2.902,1 1,7% 998,3 971,3
Service-Umsatz 2.386,7 2.335,8 2,2% 804,8 794,1
Hardware- und Sonstiger Umsatz 563,6 566,3 -0,5% 193,5 177,2
EBITDA 549,0 552,0 -0,5% 180,8 176,5
EBITDA operativ 549,0 512,6 7,1% 180,8 176,5
EBIT 428,8 430,5 -0,4% 141,1 134,2
EBIT operativ 428,8 391,1 9,6% 141,1 134,2
EBIT ohne PPA-Abschreibungen 491,3 493,9 -0,5% 161,3 155,4
EBIT operativ ohne PPA-Abschreibungen 491,3 454,5 8,1% 161,3 155,4
EBT 424,2 430,0 -1,3% 139,7 133,9
EBT operativ 424,2 390,6 8,6% 139,7 133,9
EBT operativ ohne PPA-Abschreibungen 486,7 454,0 7,2% 159,9 154,9
Ergebnis je Aktie in EUR 1,68 1,72 -2,3% 0,55 0,55
Ergebnis je Aktie in EUR operativ 1,68 1,57 7,0% 0,55 0,55
Ergebnis je Aktie in EUR ohne PPA-Abschreibungen 1,93 1,97 -2,0% 0,63 0,63
Ergebnis je Aktie in EUR ohne PPA-Abschreibungen operativ 1,93 1,82 6,0% 0,63 0,63
Cashflow (in Mio. €)
Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit 176,7 239,4 -26,2% -61,3 53,5
Nettoauszahlungen im Investitionsbereich -156,8 -217,8 28,0% 63,6 -49,4
Free Cashflow 93,3 218,8 -57,4% -93,5 41,2

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Veränderung Q2 2022 Q1 2022 Q4 2021
--- --- --- ---
2,8% 976,1 975,9 1.007,6
1,3% 792,8 789,1 787,6
9,2% 183,3 186,8 220,0
2,4% 181,1 187,1 159,3
2,4% 181,1 187,1 159,3
5,1% 140,9 146,8 116,2
5,1% 140,9 146,8 116,2
3,8% 162,1 167,9 140,4
3,8% 162,1 167,9 140,4
4,3% 139,3 145,2 105,1
4,3% 139,3 145,2 105,1
3,2% 160,5 166,3 129,3
0,0% 0,55 0,58 0,38
0,0% 0,55 0,58 0,38
0,0% 0,64 0,66 0,48
0,0% 0,64 0,66 0,47
-214,6% 154,1 83,9 192,6
228,7% -143,0 -77,4 -132,8
-326,9% 124,2 62,6 175,9

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30.9.2022 31.12.2021 Veränderung 30.9.2022 31.12.2021
Mitarbeiter (inkl. Vorstand)
--- --- --- --- --- ---
Gesamt per Ende September 3.189 3.167 0,7% 3.189 3.167
Kundenverträge (in Mio.)
Access, Verträge 15,65 15,43 1,4% 15,65 15,43
davon Mobile Internet 11,52 11,19 2,9% 11,52 11,19
davon Breitband (ADSL, VDSL, FTTH) 4,13 4,24 -2,6% 4,13 4,24
Bilanz (in Mio. €)
Kurzfristige Vermögenswerte 2.054,8 1.898,8 8,2% 2.054,8 1.898,8
Langfristige Vermögenswerte 5.252,0 5.164,9 1,7% 5.252,0 5.164,9
Eigenkapital 5.509,0 5.219,2 5,6% 5.509,0 5.219,2
Bilanzsumme 7.306,9 7.063,7 3,4% 7.306,9 7.063,7
Eigenkapitalquote 75,4% 73,9% 75,4% 73,9%

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Veränderung 30.6.2022 31.03.2022 31.12.2021
Mitarbeiter (inkl. Vorstand)
--- --- --- --- ---
Gesamt per Ende September 0,7% 3.145 3.155 3.167
Kundenverträge (in Mio.)
Access, Verträge 1,4% 15,55 15,49 15,43
davon Mobile Internet 2,9% 11,38 11,28 11,19
davon Breitband (ADSL, VDSL, FTTH) -2,6% 4,17 4,21 4,24
Bilanz (in Mio. €)
Kurzfristige Vermögenswerte 8,2% 2.149,5 1.946,9 1.898,8
Langfristige Vermögenswerte 1,7% 5.258,7 5.143,5 5.164,9
Eigenkapital 5,6% 5.410,6 5.321,4 5.219,2
Bilanzsumme 3,4% 7.408,2 7.090,4 7.063,7
Eigenkapitalquote 73,0% 75,1% 73,9%

Inhalt

Daten & Fakten

Brief des Vorstands

Quartalsmitteilung zum 30. September 2022

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsverlauf

Lage des Konzerns

Risiko- und Chancenbericht

Prognosebericht

Konzern-Zwischenabschluss zum 30. September 2022

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Konzernbilanz

Konzern-Kapitalflussrechnung

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Segmentberichterstattung

Sonstiges

Veröffentlichungen, Informations- und Bestellservice

Finanzkalender

Ansprechpartner

Impressum

An die Aktionäre

Brief des Vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren,

auch in den ersten neun Monaten 2022 hat 1&1 seinen Wachstumskurs fortgesetzt und den Kunden bestand, das operative EBITDA und den Service-Umsatz weiter gesteigert.

Neben dem operativen Geschäft standen die ersten neun Monate insbesondere im Zeichen des Baus unseres Mobilfunknetzes auf Basis der neuartigen OpenRAN-Technologie. Dabei wurden bereits wichtige Wegmarken erreicht. So lieferte das 1&1 Mobilfunknetz in einem im Juli gestarteten Friendly User Test die vorausgesagten Performance-Werte mit Geschwindigkeiten von 1 Gbit/​s, Latenzzeiten von 3 ms bei Anwendungen in der EDGE-Cloud sowie stabile Datentransfers mit über 8 Terrabyte pro Kunde innerhalb von 24 Stunden. Getestet wurde ein über Mobilfunk realisiertes Festnetz-Ersatzprodukt. Zum Jahresende werden wir unser Endkundenangebot planmäßig mit diesem Produkt für zu Hause starten.

Im Sommer 2023 erfolgt dann planmgemäß die Zuschaltung der mobilen Dienste sowie des parallel von Telefónica zu entwickelnden Nationalen Roamings. Damit bieten wir unseren Kunden bereits während der Phase des Netzausbaus deutschlandweit flächendeckenden Empfang.

Mit der erfolgreichen Teilnahme an der 5G-Frequenzauktion haben wir verbindliche Ausbauauflagen der Bundesnetzagentur übernommen. Das erste Zwischenziel sieht 1.000 Antennenstandorte bis Ende des Jahres 2022 vor. Nachdem sich die Verhandlungen mit den etablierten Netzbetreibern zu National Roaming über zwei Jahre erstreckten, war dieses Ziel erreichbar, für einen Neueinsteiger aber recht anspruchsvoll. Nach Abschluss der National-Roaming-Vereinbarung mit Telefónica haben wir umgehend führende Partner für die Funkturminfrastruktur beauftragt.

Während zwei unserer insgesamt drei Ausbaupartner vertragsgemäß liefern, setzte der umfangmäßig wichtigste Partner für die Erreichung des ersten Zwischenziels uns im September überraschend abschließend in Kenntnis, seine vertraglichen Verpflichtungen nicht fristgerecht erfüllen zu können. Voraussichtlich werden wir nun die ersten 1.000 Antennenstandorte erst im Sommer 2023 erreichen. Gemeinsam mit unseren weiteren Partnern setzen wir alles daran, die Verzögerung so gering wie möglich zu halten. Der Lieferverzug hat keine Auswirkungen auf den eingangs beschriebenen Start unseres Mobilfunknetzes. Auch sind wir weiter zuversichtlich, eine Abdeckung von 50 Prozent der deutschen Haushalte noch vor Ende 2030 zu erreichen und gehen hier nun vom Zeitraum 2026 /​ 2027 aus.

Im Bereich Breitband haben wir in diesem Jahr zentrale Weichen gestellt und unser Glasfaserangebot deutlich ausgeweitet. So stehen uns mittlerweile die Glasfaserhausanschlüsse der Deutschen Telekom zur aktiven Vermarktung zur Verfügung. Dabei erhalten wir sämtliche Breitband-Vorleistungen aus einer Hand von unserer Schwestergesellschaft 1&1 Versatel, deren bundesweites Transportnetz bereits weitgehend mit den regionalen Breitband-Netzen der Deutschen Telekom verbunden ist.

Unsere Position als führender Anbieter, der seine Kunden nicht nur mit leistungsfähigen Produkten, sondern vor allem auch mit Qualität und Service überzeugt, konnten wir in den vergangenen Monaten erneut durch zahlreiche Auszeichnungen untermauern. Im ersten Quartal erzielte 1&1 im "Breitband-Check" der renommierten Fachzeitschrift connect in den Nutzerprofilen "Normalnutzer" und "Businessnutzer" die Auszeichnung "Testsieger". Zusätzlich holte 1&1 den Gesamtsieg im "Kundenbarometer Mobilfunk B2B" vor Vodafone, Telefónica und Deutsche Telekom. Und beim renommierten Festnetz-Test der Zeitschrift connect (Ausgabe 8/​2022) schnitt 1&1 wieder mit "sehr gut" ab.

Beim diesjährigen Empfehlungsranking des Magazins Focus Money erzielte 1&1 in der Kategorie Telekommunikation die höchste Weiterempfehlungsquote. Das bedeutet: Kein anderes Telekommunikationsunternehmen in Deutschland wird so häufig an Familienmitglieder, Freunde und Bekannte weiterempfohlen wie 1&1. Gleichzeitig erreichte 1&1 auch insgesamt die zweithöchste Bewertung unter allen 1.355 untersuchten Unternehmen aus 81 Branchen.

Zudem konnten wir uns zuletzt über zwei weitere Auszeichnungen basierend auf umfangreichen Kundenbefragungen freuen: Zum einen über den Titel "Fairster Internetanbieter", vergeben durch das Deutsche Institut für Service-Qualität und den Nachrichtensender ntv, in dem über 65.000 Kundenstimmen eingeholt wurden sowie über den eindeutigen Gesamtsieg im Ranking "Bester Internet-Provider in der DACH-Region" des PC-Magazins in Zusammenarbeit mit dem Fachinstitut für Technikthemen (FifT). Diese Ergebnisse freuen uns sehr und sind für uns Ansporn, unseren Anspruch an Produktleistungsfähigkeiten, Qualität und Service noch weiter zu erhöhen.

Und nun zum operativen Geschäft

1&1 hat seinen Wachstumskurs fortgesetzt und den Kundenbestand, den Service-Umsatz und das vergleichbare operative EBITDA erneut gesteigert.

Die Zahl der Kundenverträge wuchs um 220.000 auf 15,65 Millionen Verträge (31.12.2021: 15,43 Millionen). Das Wachstum basierte auf 330.000 neuen Mobile Internet-Verträgen (+480.000 operatives Wachstum abzgl. -150.000 Verträge durch TKG-Effekt), deren Bestand sich zum Ende der ersten neun Monaten 2022 auf 11,52 Millionen erhöhte. Gleichzeitig nahm die Zahl der Breitband-Anschlüsse um 110.000 Verträge (-30.000 operativ sowie rund -80.000 Verträge durch TKG-Effekt) auf 4,13 Millionen ab.

Der margenstarke Service-Umsatz legte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2022 um 2,2 Prozent bzw. 50,9 Millionen Euro auf 2,387 Milliarden Euro (9M 2021: 2,336 Milliarden Euro) zu. Der Gesamtumsatz stieg um 1,7 Prozent bzw. 48,2 Millionen Euro auf 2,950 Milliarden Euro (9M 2021: 2,902 Milliarden Euro).

Die darin enthaltenen sonstigen Umsatzerlöse, die im Wesentlichen aus der vorgezogenen Realisierung von Hardware-Umsätzen (insbesondere aus Investitionen in Smartphones, die von den Kunden über die vertragliche Mindestlaufzeit in Form von höheren Paketpreisen zurückgezahlt werden) resultieren, liegen mit 563,6 Millionen Euro auf dem Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraums (9M 2021: 566,3 Millionen Euro). Das Hardware-Geschäft schwankt saisonal und hängt von der Attraktivität neuer Geräte und den Modellzyklen der Hersteller ab.

Das Konzern-EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) reduzierte sich in den ersten neun Monaten leicht um 0,5 Prozent oder 3,0 Millionen Euro auf 549,0 Millionen Euro (9M 2021: 552,0 Millionen Euro). Im EBITDA des Vorjahres waren 39,4 Millionen Euro periodenfremde Erträge enthalten, die im Zusammenhang mit den seit dem 1. Juli 2020 auch in unserem MBA MVNO-Vertrag rückwirkend anwendbaren Konditionen der neuen National Roaming Vereinbarung stehen und eine rückwirkende Korrektur der Vorleistungspreise für das Geschäftsjahr 2020 darstellten. Das vergleichbare operative EBITDA der ersten neun Monate 2021, ohne diese periodenfremden Erträge, lag bei 512,6 Millionen Euro, wodurch sich ein vergleichbarer Anstieg von 7,1 Prozent oder 36,4 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum ergibt. Der im gesamten EBITDA enthaltene Anteil des Segments "1&1 Mobilfunknetz" betrug in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2022 -26,8 Millionen Euro (9M 2021: -24,5 Millionen Euro) aufgrund plangemäß höherer Kosten für den Bau unseres Mobilfunknetzes.

Das Ergebnis je Aktie betrug in den ersten neun Monaten 2022 1,68 Euro (Vorjahr: 1,57 Euro ohne periodenfremde Erträge). Ohne die Auswirkungen aus PPA-Abschreibungen betrug das Ergebnis je Aktie 1,93 Euro (Vorjahr: 1,82 Euro ohne periodenfremde Erträge).

Der Free Cashflow lag in den ersten neun Monaten 2022 bei 93,3 Millionen Euro (9M 2021: 218,8 Millionen Euro), insbesondere infolge von mit dem Bau unseres Mobilfunknetzes verbundenen Investitionen. Im Free Cashflow sind vergleichbar zum Vorjahr Vorauszahlungen im Zusammenhang mit unserem FTTH-/​VDSL-Kontingent- vertrag enthalten.

Für das Geschäftsjahr 2022 bestätigen wir unsere zuletzt am 30. September 2022 aktualisierte Prognose und erwarten unverändert einen Anstieg des margenstarken Service-Umsatzes auf ca. 3,2 Milliarden Euro (2021: 3,1 Milliarden Euro) sowie des EBITDA auf ca. 690 Millionen Euro (2021: 671,9 Millionen Euro). In dieser EBITDA-Prognose enthalten sind auf ca. 60 Millionen Euro erhöhte Aufwendungen für den Bau unseres Mobilfunknetzes (2021: ca. 38 Millionen Euro).

Bei der Anzahl der Kundenverträge wird ein Wachstum von +350.000 erwartet. Darin enthalten sind Auswirkungen aus der im Dezember 2021 in Kraft getretenen TKG-Novelle. Das operative Vertragswachstum ohne diese Effekte soll bei ca. 600.000 Verträgen liegen, was dem Vorjahresniveau entspricht. Das Investitionsvolumen (Capex) wird sich voraussichtlich auf ca. 250 Millionen Euro belaufen (ursprünglich erwartet ca. 400 Millionen Euro). Rund 150 Millionen Euro, die ursprünglich für 2022 geplant waren, werden erst 2023 investiert werden können. Die Verlagerung von Investitionen in das Geschäftsjahr 2023 ist vor allem die Folge der obengenannten Verzögerung bei der Bereitstellung von Antennenstandorten, infolge von Lieferengpässen bei einem Ausbaupartner. Unsere langfristigen Planungen werden davon nicht beeinträchtigt.

1&1 ist für die nächsten Schritte der Unternehmensentwicklung gut aufgestellt. Wir blicken optimistisch in die Zukunft. Unser besonderer Dank gilt allen Mitarbeitenden für den engagierten Einsatz sowie unseren Aktionären und Geschäftspartnern für das der 1&1 entgegengebrachte Vertrauen.

Beste Grüße aus Montabaur

Montabaur, im November 2022

Der Vorstand

Ralph Dommermuth

Markus Huhn

Alessandro Nava

Quartalsmitteilung zum 30. September 2022

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsverlauf

Lage des Konzerns

Risiko- und Chancenbericht

Prognosebericht

Grundlagen des Konzerns

1&1 - einziger MBA MVNO im deutschen Mobilfunkmarkt und Aufbau des eigenen 1&1 Mobilfunknetzes

Die 1&1 Gruppe mit der 1&1 Aktiengesellschaft, Montabaur (ehem. Maintal), als börsennotiertem Mutterunternehmen (im Folgenden "1&1 AG" oder zusammen mit ihren Tochterunternehmen "1&1" bzw. "Konzern") ist ein ausschließlich in Deutschland tätiger Telekommunikationsanbieter.

Mit mehr als 15,6 Millionen Verträgen ist 1&1 ein führender Internet-Spezialist und kann über die zum Konzernverbund der United Internet AG zugehörige Schwestergesellschaft 1&1 Versatel GmbH, Düsseldorf, (im Folgenden "1&1 Versatel GmbH") eines der größten Glasfasernetze Deutschlands nutzen. Als virtueller Mobilfunk-Netzbetreiber hat 1&1 garantierten Zugriff auf bis zu 30 Prozent der Kapazität des Mobilfunknetzes von Telefónica in Deutschland (sogenannter Mobile Bitstream Access Mobile Virtual Network Operator = MBA MVNO). Außerdem nutzt 1&1 Kapazitäten im Mobilfunknetz von Vodafone. Der Konzern bietet im Geschäftsfeld Access festnetz- und mobilfunkbasierte Internetzugangsprodukte an. Hierzu zählen unter anderem kostenpflichtige Festnetz- und Mobile-Access-Produkte inklusive der damit verbundenen Anwendungen wie zum Beispiel Heimvernetzung, Online-Storage, Telefonie, Video-on-Demand oder IPTV. Daneben baut 1&1 derzeit über die im Jahr 2019 ersteigerten 5G Mobilfunkfrequenzen das europaweit erste vollständig virtualisierte Mobilfunknetz auf Basis der neuartigen OpenRAN-Technologie.

Auf Basis des im Juni 2014 mit Telefónica geschlossenen MBA MVNO-Vertrages erhält 1&1 als einziger Wettbewerber am deutschen Mobilfunkmarkt den Zugang zu bis zu 30 Prozent der genutzten Netzkapazität von Telefónica, die nach dem Zusammenschluss im kontrollierten Mobilfunknetz der Telefónica und E-Plus zur Verfügung steht. Dieses Recht erstreckt sich auf alle verfügbaren Technologien, inklusive 5G. Gleichzeitig erhält 1&1 das Zugangsrecht zu dem durch den Zusammenschluss entstehenden sog. "Golden Grid Network" der Telefónica. Dies bedeutet, Zugang zu dem erweiterten Footprint des Mobilfunknetzes der Telefónica einschließlich aller erforderlichen technischen Spezifikationen und der Befähigung zur technischen Geschwindigkeitsdrosselung und Transportbeschränkung bei übermäßig anfallender Datennutzung durch den Endkunden. Nachdem die erste Option zur Verlängerung des MBA MVNO Vertrages gezogen wurde, hat der Vertrag nun eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2025. Anschließend hat 1&1 die einseitige Option zu einer weiteren fünfjährigen Verlängerung.

Im Jahr 2019 hat die 1&1 AG erfolgreich an der Frequenzauktion der Bundesnetzagentur teilgenommen und 5G-Frequenzen in den Bereichen 2 GHz und 3,6 GHz erworben. In der Folge wurden durch den Abschluss wesentlicher Verträge mit den relevanten Vorleistern und Ausrüstern die Weichen für den Aufbau eines eigenen Mobilfunknetzes gelegt und mit dem Bau des Mobilfunknetzes wurde begonnen. Mit dem eigenen Netz ist 1&1 zukünftig unabhängiger vom Zugang zu Fremdnetzen, steigert die eigene Wertschöpfung und ist in der Lage neue Geschäftsfelder zu erschließen.

Geschäftsverlauf

Entwicklung im Segment "Access"

Im Segment "Access" sind die kostenpflichtigen Mobile-Access und Breitband-Access-Produkte des Konzerns inklusive der damit verbundenen Anwendungen (wie Heimvernetzung, Online-Storage, Telefonie, Video-on-Demand oder IPTV) zusammengefasst.

1&1 ist ausschließlich in Deutschland tätig und zählt dort mit 15,65 Millionen Verträgen zu den führenden Anbietern im Telekommunikationssektor. Die Gesellschaft nutzt das Festnetz der zum Konzernverbund der United Internet AG gehörigen Schwestergesellschaft 1&1 Versatel GmbH sowie ihr Zugangsrecht zum Telefónica-Netz und kauft zusätzlich von verschiedenen Vorleistungsanbietern standardisierte Netzleistungen ein. Über die im Geschäftsjahr 2021 getroffene Vereinbarung mit der 1&1 Versatel hat 1&1 Zugang zu den Breitband-Haushaltsanschlüssen der Deutschen Telekom. Damit partizipiert 1&1 an den Wachstumsplänen der Deutschen Telekom und hat damit ein erhebliches Potential für künftiges Vertragswachstum. Die Netzzugänge werden mit Endgeräten, selbstentwickelten Applikationen und Services erweitert, um sich so vom Wettbewerb zu differenzieren.

Vermarktet werden die Access-Produkte zum Beispiel über die bekannten Marken 1&1, smartmobil.de oder yourfone, mit denen der Markt zielgruppenspezifisch adressiert wird.

Im Breitband wurden in den ersten drei Quartalen 2022 zentrale Weichen gestellt und dabei wurde das Glasfaserangebot noch einmal deutlich ausgeweitet. Im Februar 2022 hat 1&1 über ihre Schwestergesellschaft 1&1 Versatel einen FTTH-Produktvertrag mit der Deutschen Telekom abgeschlossen. Damit stehen 1&1 nun sämtliche Glasfaserhausanschlüsse der Deutschen Telekom zur aktiven Vermarktung bereit. Die Breitband-Vorleistungen erhält 1&1 dabei aus einer Hand von 1&1 Versatel, deren bundesweites Transportnetz bereits weitgehend mit den regionalen Breitband-Netzen der Deutschen Telekom verbunden ist.

Auch in den ersten drei Quartalen 2022 hat 1&1 weiter in die Gewinnung neuer Kunden sowie in den Erhalt bestehender Kundenbeziehungen investiert. Der Fokus lag dabei auf der Vermarktung von Mobile-Internet-Verträgen.

Die Zahl der kostenpflichtigen Verträge im Segment "Access" stieg in den ersten drei Quartalen des Jahres 2022 um 220.000 Verträge auf 15,65 Millionen. Der Zuwachs ergibt sich aus einem operativen Wachstum von 450.000 Verträgen sowie Verschiebungseffekten aufgrund der durch die jüngste TKG-Novelle verkürzten Mindestvertragslaufzeiten im Verlängerungszeitraum in Höhe von rund -230.000 Verträgen.

Im Mobile-Internet-Geschäft konnten 330.000 Kundenverträge hinzugewonnen und damit die Vertragszahl auf 11,52 Millionen gesteigert werden. Das um die TKG-Verschiebungseffekte (-150.000 Verträge) bereinigte operative Wachstum beträgt 480.000 Verträge. Die Breitband-Anschlüsse reduzierten sich um 110.000 Verträge auf 4,13 Millionen, wobei sich die operative Veränderung ohne Berücksichtigung der Verschiebungseffekte auf -30.000 Verträge beläuft.

Entwicklung der Verträge in den ersten neun Monaten 2022 (in Millionen)

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30.9.2022 30.6.2022 31.3.2022 31.12.2021 Veränderung 9M
Verträge gesamt 15,65 15,55 15,49 15,43 +0,22
davon Mobile Internet 11,52 11,38 11,28 11,19 +0,33
davon Breitband-Anschlüsse 4,13 4,17 4,21 4,24 -0,11

Die operative Geschäftstätigkeit des Konzerns erfolgt im Wesentlichen im Berichtssegment "Access". Die Segmentberichterstattung orientiert sich dabei an der internen Organisations- und Berichtsstruktur.

Der Umsatz im Segment "Access" erhöhte sich um 48,2 Millionen Euro bzw. 1,7 Prozent auf 2.950,3 Millionen Euro (9M 2021: 2.902,1 Millionen Euro), der darin enthaltene margenstarke Service-Umsatz stieg um 2,2 Prozent auf 2.386,7 Millionen Euro (9M 2021: 2.335,8 Millionen Euro).

Das Segment-EBITDA liegt bei 575,8 Millionen Euro (9M 2021: 576,5 Millionen Euro). Im Segment-EBITDA des Vorjahres sind 39,4 Millionen Euro periodenfremde Erträge enthalten, die im Zusammenhang mit den rückwirkend ab 1. Juli 2020 auch im MBA MVNO-Vorleistungsvertrag anwendbaren Konditionen der neuen National Roaming Vereinbarung stehen (vergleichbares operatives EBITDA 9M 2021: 537,1 Millionen Euro).

Das vergleichbare operative EBITDA liegt somit in den ersten neun Monaten 2022 mit 575,8 Millionen Euro um 7,2 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Wesentliche Umsatz- und Ergebniskennzahlen im Segment "Access"

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9M 2022 9M 2021 Veränderung
Umsatz (in Mio. Euro) 2.950,3 2.902,1 +48,2
Service-Umsatz (in Mio. Euro) 2.386,7 2.335,8 +50,9
EBITDA (in Mio. Euro) 575,8 576,5 -0,7
EBITDA operativ (in Mio. Euro) 575,8 537,1 +38,7

Quartalsentwicklung: Veränderung zum Vorjahresquartal

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Q3 2022 Q3 2021 Veränderung
Umsatz (in Mio. Euro) 998,3 971,3 +27,0
Service-Umsatz (in Mio. Euro) 804,8 794,1 +10,7
EBITDA (in Mio. Euro) 191,5 186,0 +5,5
EBITDA operativ (in Mio. Euro) 191,5 186,0 +5,5

Segment "1&1 Mobilfunknetz"

Im Segment " 1&1 Mobilfunknetz" werden die im Zusammenhang mit dem Ausbau sowie dem zukünftigen Betrieb des eigenen 1&1 Mobilfunknetzes resultierenden Aufwendungen und Erträge ausgewiesen.

Mit den im Jahr 2019 erworbenen 5G Frequenzen in den Spektren 2 GHz und 3,6 GHz hat 1&1 die Weichen zum Bau des eigenen 1&1 OpenRAN Mobilfunknetzes gestellt. Während die Frequenzblöcke im Bereich 3,6 GHz bereits zur Verfügung stehen, besteht die Verfügbarkeit der Frequenzblöcke im Bereich 2 GHz ab dem 1. Januar 2026. Zur Überbrückung dieses Zeitraums hat 1&1 bis zur Verfügbarkeit dieser Frequenzen weitere Frequenzen im Bereich 2,6 GHz von Telefónica angemietet.

1&1 hat bereits im vorangegangenen Geschäftsjahr 2021 Kooperationsverträge mit wichtigen Partnern, die für den Ausbau und Betrieb des leistungsstarken 1&1 Mobilfunknetzes erforderlich sind, abschließen können. Diese Arbeit wurde im Jahr 2022 konsequent fortgesetzt. Im Mai 2021 hat 1&1 eine langfristige National Roaming Vereinbarung mit Telefónica Deutschland abgeschlossen, die bereits während der Aufbauphase eine flächendeckende Versorgung der 1&1 Kunden mit Mobilfunkleistungen sicherstellt. Darüber hinaus ist 1&1 eine weitreichende Partnerschaft mit dem japanischen Technologie-Konzern und ausgewiesenen OpenRAN Experten Rakuten eingegangen. Als Generalunternehmer wird Rakuten für 1&1 das erste vollständig virtualisierte Mobilfunknetz auf Basis der OpenRAN-Technologie bauen. Die OpenRAN-Technologie gewährleistet eine vollständig cloudbasierte herstellerunabhängige Netzarchitektur. Ebenfalls im Jahr 2021 konnte 1&1 einen langfristigen Vertrag mit der Vantage Towers AG, einem der führenden europäischen Unternehmen für Funkturminfrastruktur, zur Bereitstellung von deutschlandweit bis zu 5.000 Antennenstandorten abschließen.

Parallel dazu wurde ein Vertrag zwischen der 1&1 Mobilfunk GmbH, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der 1&1 AG, und der 1&1 Versatel GmbH, über die Zusammenarbeit beim Aufbau und Betrieb des Mobilfunknetzes abgeschlossen. Der Intercompany-Vertrag sieht unter anderem vor, dass 1&1 Versatel das Zugangsnetz (insbesondere Glasfaserleitungen) sowie Rechenzentren für den Betrieb des 1&1 Mobilfunknetzes mietweise zur Verfügung stellt.

Neben Vantage Towers konnte 1&1 im laufenden Geschäftsjahr zwei weitere Partner für die passive Netzinfrastruktur gewinnen. Mit der ATC Germany Holdings GmbH, einer Tochtergesellschaft der American Tower Corporation, wurde ein Rahmenvertrag zur Anmietung von Antennenstandorten abgeschlossen. Im Rahmen dieser Vereinbarung wird ATC seine Antennenmasten für die Anbringung der 1&1 Hochleistungsantennen zur Verfügung stellen. ATC gehört zu den weltweit führenden Funkturmunternehmen und unterhält rund 15.000 Antennenstandorte in Deutschland.

Durch die Kooperation mit etablierten Funkturmgesellschaften erwartet 1&1 einen effizienten und ressourcenschonenden Aufbau des europaweit ersten vollständig virtualisierten OpenRAN-Mobilfunknetzes. Die Laufzeit der Standortmietverträge wird jeweils mindestens 20 Jahre betragen und kann seitens 1&1 mehrfach verlängert werden.

Zudem wird unser bekannter Partner GfTD GmbH als Generalunternehmer deutschlandweit Hunderte neue Antennenstandorte im Auftrag von 1&1 errichten. Der Auftrag beläuft sich auf 500 neue Standorte. Bereits seit Anfang 2020 arbeiten 1&1 und GfTD erfolgreich im Rahmen des "Weiße-Flecken-Programms" der Bundesregierung zusammen, wo 1&1 durch den Aufbau von Antennenstandorten im ländlichen Raum - welche auch von den etablierten Netzbetreibern mitgenutzt werden können - bereits heute einen Beitrag zur Schließung von Versorgungslücken leistet.

Gemeinsam mit ihren Partnern hat 1&1 die ersten Antennen und Rechenzentren 2022 in Betrieb genommen, der Ausbau in den urbanen Gebieten schreitet sukzessive voran. Das Mobilfunknetz wird zu Anfang nur rund um die Standorte zur Verfügung stehen, daher startet 1&1 mit 5G Mobilfunkleistungen als Alternative zum Festnetzanschluss. Auf dieser Basis wurde zwischenzeitlich, bei einem im Juli gestarteten Friendly User Test, ein über Mobilfunk realisiertes Festnetz-Ersatzprodukt unter realen Bedingungen getestet. Dabei lieferte das 1 &1 OpenRAN die vorausgesagten Performance-Werte mit Geschwindigkeiten von 1Gbit/​s, Latenzzeiten von 3 ms bei Gaming Anwendungen in der EDGE Cloud sowie stabile Datentransfers mit über 8 Terrabyte pro Kunde innerhalb von 24 Stunden.

In den kommenden Monaten werden weitere Funktionen in Betrieb genommen. Dies betrifft insbesondere die Telefonie, wofür das 1&1 OpenRAN mit den Netzen im In- und Ausland verbunden wird. Im Anschluss daran, voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2023, wird das mit der Telefónica Deutschland vereinbarte National Roaming hinzugeschaltet. Hierdurch kann 1&1 seinen Kunden und Kundinnen bereits in der Ausbauphase einen flächendeckenden Empfang bieten.

Im September 2022 hat 1&1 über unerwartete Verzögerungen beim ersten Zwischenziel durch Lieferengpässe informiert. Während zwei Ausbaupartner vertragsgemäß liefern, hat überraschenderweise der umfangmäßig wichtigste Partner, der die Bereitstellung von ca. zwei Drittel der 1.000 Antennenstandorte bis Ende 2022 vertraglich zugesichert hat, Probleme gemeldet, seine Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen und wird die zum Jahresende vereinbarten Antennenstandorte erst mit deutlicher Verzögerung bereitstellen können.

1&1 setzt alles daran, diese Lücke mit seinen übrigen Partnern zu schließen und die Verzögerung zu minimieren. Das Zwischenziel von 1.000 5G-Standorten wird jedoch voraussichtlich erst im Sommer nächsten Jahres erreicht werden.

Die verzögerte Errichtung der ersten Standorte wird sich nicht auf den ursprünglich geplanten Netzstart auswirken. Auch die Erfüllung der von 1&1 übernommenen Versorgungsverpflichtungen wird von der Verzögerung nicht tangiert - 1&1 ist weiterhin auf gutem Weg, den vorgesehenen Versorgungsgrad von 50 % aller Haushalte bereits deutlich vor Ende 2030 zu erreichen und wird zusammen mit seinen Ausbaupartnern alles daransetzen, die jetzt entstandene Verzögerung im Hochlauf des Netzausbaus vollständig aufzuholen.

Das EBITDA im Segment "1&1 Mobilfunknetz" in Höhe von -26,8 Millionen Euro (9M 2021: -24,5 Millionen Euro) beinhaltet ausschließlich Kosten im Zusammenhang mit den Vorbereitungen und der Durchführung des Aufbaus und dem Betrieb eines eigenen 1&1 Mobilfunknetzes. Die ersten Umsatzerlöse im Segment "1&1 Mobilfunk" werden für die zweite Jahreshälfte 2023 erwartet.

Lage des Konzerns

Ertragslage

Weiterhin ist das Vertragskundengeschäft der Wachstumstreiber für 1&1. Die Zahl der kostenpflichtigen Kundenverträge ist gegenüber dem 31. Dezember 2021 um 220.000 auf 15,65 Millionen gestiegen.

Die Umsatzerlöse stiegen in den ersten neun Monaten des Jahres 2022 von 2.902,1 Millionen Euro um 1,7 Prozent auf 2.950,3 Millionen Euro. Die nachhaltigen und margenstarken Service-Umsätze stiegen um 2,2 Prozent auf 2.386,7 Millionen Euro an.

Ein Grund für den auf den ersten Blick nur moderaten Anstieg des Gesamtumsatzes sind unterjährig schwankende sonstige Umsatzerlöse, die sich von 566,3 Millionen Euro in den ersten neun Monaten des Jahres 2021 um 0,5 Prozent auf 563,6 Millionen Euro in den ersten neun Monaten 2022 reduzierten. Sie betreffen im Wesentlichen Umsätze aus der vorgezogenen Realisierung von Hardware-Umsätzen (insbesondere aus Investitionen in Smartphones, die von den Kunden über die vertragliche Mindestlaufzeit in Form von höheren Paketpreisen zurückgezahlt werden) und sind margenschwach. Der Hardware-Umsatz schwankt saisonal und hängt stark von der Attraktivität neuer Geräte und den Modellzyklen der Hersteller ab. Von daher kann sich dieser Effekt in den kommenden Quartalen wieder umkehren. Sollte dies nicht der Fall sein, hätte dies jedoch keine Auswirkungen auf die EBITDA-Entwicklung des Konzerns.

Die Umsatzkosten erhöhten sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2022 um 7,9 Millionen Euro bzw. 0,4 Prozent auf 1.997,4 Millionen Euro (9M 2021: 1.989,5 Millionen Euro). In den Umsatzkosten des Vorjahres sind periodenfremde Erträge in Höhe von 39,4 Millionen Euro enthalten, die im Zusammenhang mit den seit dem 1. Juli 2020 rückwirkend anwendbaren Konditionen der neuen National Roaming Vereinbarung stehen und eine rückwirkende Korrektur der Vorleistungspreise für das Geschäftsjahr 2020 darstellen. Um diesen Effekt bereinigt ergab sich somit in den ersten neun Monaten 2022 ein Rückgang der Umsatzkosten um 1,6 Prozent bzw. 31,5 Millionen Euro von 2.028,9 Millionen Euro in den ersten neun Monaten 2021 auf 1.997,4 Millionen Euro. 1&1 ist seit dem Abschluss der National Roaming Vereinbarung berechtigt, die bestellten Vorleistungskapazitäten innerhalb vertraglich festgelegter Bandbreiten zu reduzieren oder zu erhöhen, wodurch sich positive Effekte auf die Umsatzkosten ergeben.

Die Bruttomarge betrug 32,3 Prozent (9M 2021: 31,4 Prozent). Das Bruttoergebnis erhöhte sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2022 von 912,6 Millionen Euro um 4,4 Prozent bzw. 40,3 Millionen Euro auf 952,9 Millionen Euro. Das vergleichbare operative Bruttoergebnis betrug in den ersten neun Monaten 2022 952,9 Millionen Euro (9M 2021: 873,2 Millionen Euro ohne periodenfremde Erträge in Höhe von 39,4 Millionen Euro) und die vergleichbare operative Bruttomarge 32,3 Prozent (9M 2021: 30,1 Prozent).

Die Vertriebskosten sind in den ersten neun Monaten des Jahres 2022 infolge erneut gesteigerter Werbeaktivitäten um 7,3 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres angestiegen und betragen 374,2 Millionen Euro (9M 2021: 348,9 Millionen Euro). Bezogen auf den Umsatz betrugen die Vertriebskosten in den ersten drei Quartalen des Jahres 2022 12,7 Prozent (9M 2021: 12,0 Prozent).

Die Verwaltungskosten verringerten sich leicht von 95,5 Millionen Euro in den ersten neun Monaten 2021 (3,3 Prozent vom Umsatz) auf 92,1 Millionen Euro in den ersten neun Monaten des Jahres 2022 (3,1 Prozent vom Umsatz).

Das sonstige Ergebnis erhöhte sich auf 18,9 Millionen Euro (9M 2021: 14,6 Millionen Euro). Die Wertminderungen auf Forderungen und Vertragsvermögenswerte betrugen 76,8 Millionen Euro (9M 2021: 52,4 Millionen Euro). Die wesentlichen Treiber für den Anstieg der Wertberichtigungen sind höhere Zahlungsausfallquoten sowie die nach dem erneuerten Telekommunikationsgesetz angehobenen Sperrgrenzen für säumige Kunden. Im Laufe des Geschäftsjahres 2022 haben sich die Belastungen für die Menschen spürbar erhöht, seit März 2022 liegen die Inflationsraten in Deutschland deutlich über 7 Prozent - so hoch wie seit vielen Jahrzehnten nicht mehr. Dies führt zu einer Steigerung der Zahlungsausfälle. Im Geschäftsjahr 2021 hingegen hatten die infolge der Coronavirus-Pandemie durch die Bundesregierung verhängten Einschränkungen noch positive Effekte auf die Zahlungsausfallquoten. Die Erhöhung der Sperrgrenzen führt zu einem Anstieg der einer Wertberichtigung unterzogenen Beträge bei Zahlungsausfällen.

Das EBITDA betrug in den ersten neun Monaten des Jahres 2022 549,0 Millionen Euro (9M 2021:552,0 Millionen Euro) und lag damit um 0,5 Prozent unter dem Wert für den vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Ohne Berücksichtigung der periodenfremden Erträge im Zusammenhang mit der National Roaming Vereinbarung im Vorjahr, wäre ein vergleichbares operatives EBITDA um 7,1 Prozent auf 549,0 Millionen Euro (9M 2021: 512,6 Millionen Euro) gestiegen.

Die EBITDA-Marge betrug 18,6 Prozent (9M 2021: vergleichbare EBITDA-Marge ohne 39,4 Millionen Euro periodenfremde Erträge 17,7 Prozent).

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug in den ersten drei Quartalen des Jahres 2022 428,8 Millionen Euro (9M 2021: vergleichbares EBIT 391,1 Millionen Euro). Die EBIT-Marge betrug 14,5 Prozent (9M 2021: vergleichbare EBIT-Marge 13,5 Prozent). Ohne die Auswirkungen aus PPA-Abschreibungen betrug das EBIT 491,3 Millionen Euro und die EBIT-Marge 16,7 Prozent (9M 2021: vergleichbares EBIT 454,5 Millionen Euro bzw. vergleichbare EBIT-Marge 15,7 Prozent).

Das Finanzergebnis betrug -4,6 Millionen Euro (9M 2021: -0,5 Millionen Euro). Die Finanzierungsaufwendungen beinhalten größtenteils zinsähnliche Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Erwerb der 5G Frequenzen und der Stundung der Kaufpreiszahlung. Die Finanzerträge resultieren wie im Vorjahr überwiegend aus der Verzinsung der Geldanlage bei der United Internet AG.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug in den ersten neun Monaten des Jahres 2022 424,2 Millionen Euro (9M 2021: vergleichbares EBT 390,6 Millionen Euro).

Nach Steueraufwendungen in Höhe von 127,5 Millionen Euro (9M 2021: 126,6 Millionen Euro) belief sich das Konzernergebnis auf 296,7 Millionen Euro (9M 2021: 303,4 Millionen Euro).

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug in den ersten drei Quartalen des Jahres 2022 1,68 Euro (9M 2021: vergleichbares Ergebnis je Aktie 1,57 Euro). Ohne die Auswirkungen aus PPA-Abschreibungen betrug das unverwässerte Ergebnis je Aktie in den ersten drei Quartalen des Jahres 2022 1,93 Euro (9M 2021: vergleichbares Ergebnis je Aktie 1,82 Euro).

Wesentliche Umsatz- und Ergebniskennzahlen (in Millionen Euro)

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9M 2022 9M 2021 Veränderung
Umsatz 2.950,3 2.902,1 48,2
Service-Umsatz 2.386,7 2.335,8 50,9
EBITDA 549,0 552,0 -3,0
EBITDA operativ 549,0 512,6 36,4
EBIT 428,8 430,5 -1,7
EBIT operativ 428,8 391,1 37,7

Finanzlage

Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit beläuft sich auf 410,8 Millionen Euro und ist gegenüber dem dritten Quartal des Vorjahres um 7,8 Millionen Euro gesunken (9M 2021: 418,6 Millionen Euro). Die Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit lagen mit 176,7 Millionen Euro unter dem Wert für den vergleichbaren Vorjahreszeitraum von 239,4 Millionen Euro. Der Cashflow war insbesondere durch die Vorauszahlungen in Höhe von 186,2 Millionen Euro im Rahmen des seit April 2021 laufenden FTTH-/​VDSL-Kontingentvertrags belastet (9M 2021: 213,4 Millionen Euro).

Im Cashflow aus Investitionstätigkeit sind in den ersten drei Quartalen des Jahres 2022 erstmalig nennenswerte Beträge für Investitionen in das 1&1 Mobilfunknetz enthalten, wodurch die Investitionen in die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen auf 84,5 Millionen Euro (9M 2021: 20,7 Millionen Euro) gestiegen sind. Die im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesenen Auszahlungen aus kurzfristiger Geldanlage in Höhe von 73,0 Millionen Euro (9M 2021: 197,0 Millionen Euro) betreffen die kurzfristige Anlage freier liquider Mittel bei der United Internet AG im Rahmen der bestehenden Cash-Management Vereinbarung.

Der Free Cashflow, definiert als Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit verringert um Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen zuzüglich Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, lag in den ersten neun Monaten des Jahres 2022 mit 93,3 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert (9M 2021: 218,8 Millionen Euro).

Der Cashflow aus dem Finanzierungsbereich betraf unverändert zum Vorjahr ausschließlich die Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten (9M 2022: 10,2 Millionen Euro; 9M 2021: 9,0 Millionen Euro) sowie die Dividendenzahlung (unverändert zum Vorjahr 8,8 Millionen Euro).

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beliefen sich zum 30. September 2022 auf 5,4 Millionen Euro (31. Dezember 2021: 4,6 Millionen Euro).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich von 7.063,7 Millionen Euro per 31. Dezember 2021 auf 7.306,8 Millionen Euro zum 30. September 2022.

Der Anstieg entfiel auf der Aktivseite mit 156,0 Millionen Euro auf die kurzfristigen Vermögenswerte und mit 87,1 Millionen Euro auf die langfristigen Vermögenswerte.

Zum 30. September 2022 betragen die liquiden Mittel 5,4 Millionen Euro (31. Dezember 2021:4,6 Millionen Euro) und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 268,0 Millionen Euro (31. Dezember 2021:248,1 Millionen Euro).

Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist abrechnungsbedingt und schwankt monatlich. Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen erhöhten sich von 718,1 Millionen Euro zum 31. Dezember 2021 auf 790,0 Millionen Euro zum 30. September 2022 und betreffen mit 786,0 Millionen Euro (31. Dezember 2021: 713,0 Millionen Euro) überwiegend Forderungen aus der kurzfristigen Anlage freier liquider Mittel bei der United Internet AG.

Die Vorräte liegen mit 113,5 Millionen Euro (31. Dezember 2021: 96,5 Millionen Euro) über dem Niveau des Vorjahres. Ursächlich hierfür sind höhere stichtagsnahe Lieferungen von Smartphones für den zeitnahen Weiterverkauf. Die kurzfristigen Vertragsvermögenswerte beinhalten insbesondere Forderungen aus dem Hardware-Verkauf und sind gegenüber dem Jahresende um 8,7 Millionen Euro gestiegen. Die kurzfristigen abgegrenzten Aufwendungen erhöhten sich von 183,4 Millionen Euro auf 212,1 Millionen Euro und betreffen Vertragskosten sowie vorausbezahlte Nutzungsentgelte, die erst in den Folgeperioden aufwandswirksam erfasst werden. Außerdem beinhalten die abgegrenzten Aufwendungen geleistete Vorauszahlungen für FTTH- und VDSL-Vorleistungsbezug für den seit April 2021 wirksamen Kontingentvertrag.

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte betragen 34,9 Millionen Euro (31. Dezember 2021: 24,9 Millionen Euro). Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte sanken von 13,2 Millionen Euro auf 12,1 Millionen Euro und betreffen im Wesentlichen kurzfristige Ertrag- und Umsatzsteuerforderungen.

Langfristige Vermögenswerte liegen zum 30. September 2022 mit 5.252,0 Millionen Euro leicht über dem Wert zum 31. Dezember 2021 (5.164,9 Millionen Euro).

Das Sachanlagevermögen hat sich gegenüber dem Jahresende um 34,3 Millionen Euro erhöht. Die Zugänge betreffen insbesondere Investitionen in das 1&1 Mobilfunknetz. Die immateriellen Vermögenswerte sind infolge planmäßiger Abschreibungen um 47,9 Millionen Euro gesunken. Die Veränderung entfällt insbesondere auf die im Rahmen der Kaufpreisallokation anlässlich des Zusammenschlusses von 1&1 und Drillisch ermittelten Vermögenswerte. Der Firmenwert beträgt unverändert 2.932,9 Millionen Euro.

Die langfristigen Vertragsvermögenswerte erhöhten sich um 2,1 Millionen Euro auf 207,8 Millionen Euro zum 30. September 2022. Langfristig abgegrenzte Aufwendungen erhöhten sich von 272,7 Millionen Euro zum 31. Dezember 2021 auf 370,9 Millionen Euro zum 30. September 2022 und betreffen im Wesentlichen geleistete Vorauszahlungen im Rahmen langfristiger Einkaufsverträge sowie die langfristigen aktivierten Vertragserfüllungs- und Vertragsanbahnungskosten.

Auf der Passivseite entfiel der Anstieg mit 289,8 Millionen Euro auf das Eigenkapital. Die Schulden gingen um 46,7 Millionen Euro zurück.

Die kurzfristigen Schulden haben sich von 656,0 Millionen Euro zum 31. Dezember 2021 auf 607,5 Millionen Euro zum 30. September 2022 reduziert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 258,0 Millionen Euro (31. Dezember 2021: 262,6 Millionen Euro). Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen haben sich auf 66,0 Millionen Euro (31. Dezember 2021: 85,2 Millionen Euro) reduziert.

Die kurzfristigen Vertragsverbindlichkeiten beinhalten unverändert kurzfristige Verbindlichkeiten aus Rückerstattungsverpflichtungen von Einmalgebühren für widerrufene Verträge sowie abzugrenzende Erträge aus Einmalgebühren. Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich von 120,8 Millionen Euro um 13,9 Millionen Euro auf 134,7 Millionen Euro. Die kurzfristigen sonstigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 59,4 Millionen Euro und sind gegenüber dem 31. Dezember 2021 um 30,6 Millionen Euro gesunken (31. Dezember 2021: 89,9 Millionen Euro). Die Ertragsteuerschulden betragen 33,5 Millionen Euro (31. Dezember 2021: 42,0 Millionen Euro).

Die langfristigen Schulden betragen 1.190,3 Millionen Euro zum 30. September 2022 nach 1.188,5 Millionen Euro zum 31. Dezember 2021. Mit 825,1 Millionen Euro entfallen die langfristigen Schulden unverändert auf die unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausgewiesenen Kaufpreisverbindlichkeiten aus der Ersteigerung der 5G Mobilfunkfrequenzen. Latente Steuerschulden betragen 211,3 Millionen Euro zum 30. September 2022 (31. Dezember 2021:219,4 Millionen Euro). Die langfristigen Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von 7,1 Millionen Euro (31. Dezember 2021: 7,4 Millionen Euro) beinhalten abzugrenzende langfristige Erträge aus Einmalgebühren.

Das Eigenkapital des Konzerns stieg von 5.219,2 Millionen Euro per 31. Dezember 2021 auf 5.509,0 Millionen Euro zum 30. September 2022. Das Grundkapital beträgt unverändert 193,9 Millionen Euro. Das Grundkapital ist eingeteilt in 176.764.649 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,10 Euro und entspricht dem Grundkapital der 1&1 AG. Die 1&1 AG hält unverändert zum 31. Dezember 2021 465.000 eigene Aktien, sodass sich die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien auf 176.299.649 beläuft.

Die Veränderung des Eigenkapitals ergibt sich im Wesentlichen aus dem Konzernergebnis von 296,7 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote liegt bei 75,4 Prozent (31. Dezember 2021: 73,9 Prozent).

Risiko- und Chancenbericht

Die Risiko- und Chancenpolitik des 1&1 Konzerns orientiert sich an dem Ziel, die Werte des Unternehmens zu erhalten und nachhaltig zu steigern, indem Chancen wahrgenommen und Risiken frühzeitig erkannt und gesteuert werden. Das "gelebte" Risiko- und Chancen-Management stellt sicher, dass 1&1 ihre Geschäftstätigkeiten in einem kontrollierten Unternehmensumfeld ausüben kann.

Das Risiko- und Chancen-Management regelt den verantwortungsvollen Umgang mit Unsicherheiten, die mit unternehmerischem Handeln immer verbunden sind.

Gesamtaussage des Vorstands zur Risiko- und Chancensituation des Konzerns

Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken unter Berücksichtigung von Interdependenzen.

Im Verlauf des Jahres 2022 haben sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen deutlich verschlechtert. Insbesondere die Preise für Energie und Lebensmittel belasten die Menschen, Experten erwarten eine außergewöhnlich hohe Inflation. Dies führt auch zu einer veränderten Risikolage für 1&1. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2022 haben sich vermehrt Zahlungsausfälle und dadurch eine Ergebnisbelastung ergeben. Eine dauerhafte hohe Inflationsrate führt darüber hinaus zu einem steigenden Kostendruck und zu einem Ergebnisrisiko, sollten sich Kostensteigerungen nicht durch entsprechende Preiserhöhungen kompensieren lassen.

Die Gesamtrisiko- und Chancensituation blieb in den ersten neun Monaten 2022 im Vergleich zur Risiko- und Chancenberichterstattung im Rahmen des Konzernabschlusses 2021 weitgehend stabil. Bestandsgefährdende Risiken für 1&1 waren im Berichtszeitraum sowie zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Quartalsmitteilung weder aus Einzelrisikopositionen noch aus der Gesamtrisikosituation erkennbar.

Durch den kontinuierlichen Ausbau des Risikomanagements begegnet 1&1 diesen Risiken und begrenzt sie, soweit sinnvoll, mit der Umsetzung konkreter Maßnahmen auf ein Minimum.

Prognosebericht

Im Geschäftsjahr 2022 steht für 1&1 neben der nachhaltigen Entwicklung des operativen Geschäfts mit weiterem Kundenwachstum vor allem die Errichtung eines neuen Mobilfunknetzes auf Basis der innovativen OpenRAN-Technologie im Fokus. Dabei wurden bereits wichtige Wegmarken erreicht. Im nächsten Schritt wird 1&1 ab Dezember erste Breitbanddienste für zu Hause anbieten. Diese sind bis zu 1 Gbit/​s schnell und werden mit leistungsfähiger 5G-Technik erbracht. Mobile Dienste werden plangemäß ab dem nächsten Sommer angeboten. Der bis zum Jahresende 2022 geplante Aufbau von 1.000 Antennenstandorten verzögert sich aufgrund von Lieferengpässen bei einem unserer wichtigsten Partner beim Aufbau unseres Mobilfunknetzes voraussichtlich bis zum Sommer 2023. Die verzögerte Errichtung der ersten Standorte wird sich nicht auf den ursprünglich geplanten und eingangs erwähnten Netzstart auswirken. Auch die Erfüllung der von 1&1 übernommenen Versorgungsverpflichtungen wird von der Verzögerung nicht tangiert - 1&1 ist weiterhin auf gutem Weg, den vorgesehenen Versorgungsgrad von 50 % aller Haushalte bereits deutlich vor Ende 2030 zu erreichen und wird zusammen mit seinen Ausbaupartnern alles daransetzen, die jetzt entstandene Verzögerung im Hochlauf des Netzausbaus vollständig aufzuholen.

Das für das Geschäftsjahr 2022 geplante Investitionsvolumen (Capex), vor allem für das 1&1 Mobilfunknetz (Antennen, Rechner und Software), wird sich infolge der unerwarteten Verzögerungen bei der Bereitstellung von Antennenstandorten auf ca. 250 Millionen Euro belaufen (bisher erwartet ca. 400 Millionen Euro). Rund 150 Millionen Euro, die ursprünglich für 2022 geplant waren, werden erst 2023 investiert werden können. Die langfristigen Planungen des Unternehmens werden davon nicht beeinträchtigt.

Die im Rahmen des Konzernabschlusses 2021 prognostizierten Wachstumsziele hat 1&1 im Laufe des Jahres leicht angepasst. Unverändert erwartet 1&1 für das Jahr 2022 eine Steigerung des margenstarken Service-Umsatzes auf ca. 3,2 Milliarden Euro (2021: 3,1 Milliarden Euro). Die Prognose für das EBITDA wurde von bisher 671,9 Millionen Euro auf ca. 690 Millionen Euro erhöht. In dieser EBITDA-Prognose enthalten ist ein Anstieg der Aufwendungen für den 5G Netzaufbau auf ca. 60 Millionen Euro (bisher 70 Millionen Euro). Das erwartete Wachstum der Kundenverträge wurde auf 350 Tausend korrigiert (bisher ca. 450 Tausend). Darin enthalten sind stärker als erwartet Auswirkungen aus der im Dezember 2021 in Kraft getretenen TKG- Novelle. Das operative Vertragswachstum ohne diese Effekte soll bei ca. 600 Tausend Verträgen liegen, was dem Vorjahresniveau entspricht.

Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Diese Quartalsmitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Annahmen und Prognosen des Vorstands der 1&1 AG sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen basieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind verschiedenen Risiken und Unwägbarkeiten unterworfen und beruhen auf Erwartungen, Annahmen und Prognosen, die sich künftig möglicherweise als nicht zutreffend erweisen könnten. Die 1&1 AG garantiert nicht, dass sich die zukunftsgerichteten Aussagen als richtig erweisen, übernimmt keine Verpflichtung und hat auch nicht die Absicht, die in dieser Quartalsmitteilung gemachten zukunftsgerichteten Aussagen anzupassen bzw. zu aktualisieren.

Erläuterungen zur Quartalsmitteilung

Informationen zum Unternehmen

Die 1&1 Gruppe mit der 1&1 Aktiengesellschaft, Montabaur (ehem. Maintal), als börsennotiertem Mutterunternehmen (im Folgenden "1&1 AG" oder zusammen mit ihren Tochterunternehmen "1&1" bzw. "1&1 Konzern") ist ein ausschließlich in Deutschland tätiger Telekommunikationsanbieter. Mit mehr als 15,6 Millionen Verträgen ist 1&1 ein führender Internet-Spezialist und kann über die zum Konzernverbund der United Internet AG zugehörige Schwestergesellschaft 1&1 Versatel GmbH, Düsseldorf, (im Folgenden "1&1 Versatel GmbH") eines der größten Glasfasernetze Deutschlands nutzen. Als virtueller Mobilfunk-Netzbetreiber hat 1&1 garantierten Zugriff auf bis zu 30 Prozent der Kapazität des Mobilfunknetzes von Telefónica in Deutschland (sogenannter Mobile Bitstream Access Mobile Virtual Network Operator = MBA MVNO). Außerdem nutzt 1&1 Kapazitäten im Mobilfunknetz von Vodafone. Der Konzern bietet im Geschäftsfeld Access festnetz- und mobilfunkbasierte Internetzugangsprodukte an. Hierzu zählen unter anderem kostenpflichtige Festnetz- und Mobile-Access-Produkte inklusive der damit verbundenen Anwendungen wie zum Beispiel Heimvernetzung, Online-Storage, Telefonie, Video-on-Demand oder IPTV. Daneben bereitet 1&1 derzeit den Aufbau eines eigenen Mobilfunknetztes über die im Jahr 2019 ersteigerten 5G Mobilfunkfrequenzen vor.

Anschrift und Sitz der 1&1 AG als Konzernobergesellschaft ist die Elgendorfer Straße 57 in 56410 Montabaur (ehemals Maintal), Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Montabaur unter HRB 28530 eingetragen.

Wesentliche Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze

Die Quartalsmitteilung der 1&1 AG zum 30. September 2022 wurde, wie schon der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021, in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, aufgestellt.

Die Quartalsmitteilung stellt keinen Zwischenbericht im Sinne des IAS 34 dar. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der Quartalsmitteilung entsprechen grundsätzlich den zum 31. Dezember 2021 angewandten Methoden mit Ausnahme der pflichtmäßig neu anzuwendenden Standards und sind im Kontext mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 zu lesen.

Verwendung von Annahmen und Schätzungen

Bei der Erstellung der Quartalsmitteilung werden vom Management Ermessensentscheidungen getroffen sowie Schätzungen und Annahmen gemacht, die sich auf die Höhe der zum Stichtag ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden sowie den Ausweis von Eventualschulden auswirken. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit könnten Ergebnisse entstehen, die in der Zukunft zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen.

Verwendung von betriebswirtschaftlich relevanten finanziellen Kennzahlen

Für eine klare und transparente Darstellung der Geschäftsentwicklung von 1&1 werden in den Jahres- und Zwischenabschlüssen der Gesellschaft - neben den nach International Financial Reporting Standards (IFRS) geforderten Angaben - weitere finanzielle Kennzahlen wie z. B. EBITDA, EBITDA-Marge, operatives EBIT(DA), EBIT, EBIT-Marge oder Free Cashflow angegeben. Informationen zur Verwendung, Definition und Berechnung dieser Kennzahlen stehen im Geschäftsbericht 2021 der 1&1 AG ab Seite 45 zur Verfügung.

Die von 1&1 verwendeten Kennzahlen werden, soweit es für eine klare und transparente Darstellung notwendig ist, um Sondereffekte bereinigt. Die Sondereffekte betreffen in der Regel nur solche Effekte, die aufgrund ihrer Art, ihrer Häufigkeit und /​ oder ihres Umfangs geeignet sind, die Aussagekraft der finanziellen Kennzahlen für die Finanz- und Ertragsentwicklung der Gesellschaft zu beeinträchtigen. Alle Sondereffekte werden zum Zwecke der Überleitung zu den unbereinigten finanziellen Kennzahlen im jeweiligen Abschnitt des Abschlusses aufgezeigt und erläutert.

Sonstiges

In den Konzernzwischenabschluss sind alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen. Der Konsolidierungskreis hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 wie folgt geändert:

Es wurde im Berichtszeitraum die 1&1 Towers GmbH, Düsseldorf, mit Wirkung zum 1. Juni 2022 erworben. Der Erwerb hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Im Berichtszeitraum wurden, wie im Vorjahr, keine Gesellschaften veräußert.

Die Quartalsmitteilung ist keiner Prüfung entsprechend § 317 HGB oder einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen worden.

Konzern-Zwischenabschluss zum 30. September 2022

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Konzernbilanz

Konzern-Kapitalflussrechnung

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Segmentberichterstattung

Konzern-Gesamtergebnisrechnung vom 1. Januar bis zum 30. September 2022

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2022

Januar -

September
2021

Januar -

September
T€ T€
--- --- ---
Umsatzerlöse 2.950.278 2.902.067
Umsatzkosten -1.997.370 -1.989.470
Bruttoergebnis vom Umsatz 952.908 912.597
Vertriebskosten -374.168 -348.871
Verwaltungskosten -92.083 -95.452
Sonstige betriebliche Erträge /​ Aufwendungen 18.912 14.593
Wertminderungsaufwendungen auf Forderungen und Vertragsvermögenswerte -76.798 -52.354
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 428.771 430.513
Finanzierungsaufwendungen -5.847 -1.359
Finanzerträge 1.237 843
Ergebnis vor Steuern 424.161 429.997
Steueraufwendungen -127.448 -126.562
Konzernergebnis 296.713 303.435
Ergebnis je Aktie (in €)
- unverwässert 1,68 1,72
- verwässert 1,68 1,72
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Mio. Stück)
- unverwässert 176,30 176,26
- verwässert 176,31 176,43
Überleitung zum gesamten Konzernergebnis
Konzernergebnis 296.713 303.435
Sonstiges Ergebnis 0 0
Gesamtes Konzernergebnis 296.713 303.435

Konzernbilanz zum 30. September 2022

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30.9.2022 31.12.2021
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Vermögenswerte
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5.426 4.555
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 268.024 248.106
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 790.032 718.091
Vorräte 113.533 96.469
Vertragsvermögenswerte 618.765 610.046
Abgegrenzte Aufwendungen 212.121 183.410
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 34.851 24.926
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 12.080 13.192
2.054.832 1.898.795
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.314 1.935
Sachanlagen 177.277 142.978
Immaterielle Vermögenswerte 1.560.853 1.608.742
Firmenwerte 2.932.943 2.932.943
Vertragsvermögenswerte 207.782 205.665
Abgegrenzte Aufwendungen 370.857 272.672
5.252.026 5.164.935
Summe Vermögenswerte 7.306.858 7.063.730

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30.9.2022 31.12.2021
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Schulden und Eigenkapital
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 258.001 262.592
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 65.971 85.162
Vertragsverbindlichkeiten 49.218 48.701
Sonstige Rückstellungen 6.752 6.777
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 134.665 120.812
Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 59.382 89.940
Ertragsteuerschulden 33.536 42.017
607.525 656.001
Langfristige Schulden
Vertragsverbindlichkeiten 7.109 7.447
Sonstige Rückstellungen 40.259 43.576
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 931.656 918.122
Latente Steuerschulden 211.269 219.383
1.190.293 1.188.528
Summe Schulden 1.797.818 1.844.529
Eigenkapital
Grundkapital 193.930 193.930
Kapitalrücklage 2.438.047 2.436.106
Kumuliertes Konzernergebnis 2.877.942 2.590.044
Sonstiges Eigenkapital -879 -879
Summe Eigenkapital 5.509.040 5.219.201
Summe Schulden und Eigenkapital 7.306.858 7.063.730

Konzern-Kapitalflussrechnung vom 1. Januar bis zum 30. September 2022

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2022

Januar -

September
2021

Januar -

September
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Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit
Konzernergebnis 296.713 303.435
Berichtigungen zur Überleitung des Konzernergebnisses zu den Ein- und Auszahlungen
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 49.046 50.522
Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierte Vermögenswerte 71.223 70.935
Personalaufwand aus Mitarbeiterbeteiligungen 1.941 2.333
Veränderungen der Ausgleichsposten für latente Steueransprüche -8.114 -8.615
Korrektur Gewinne/​Verluste aus der Veräußerung von Sachanlagen 18 0
Sonstige nicht zahlungswirksame Positionen 0 -1
Cashflow der betrieblichen Tätigkeit 410.827 418.609
Veränderungen der Vermögenswerte und Schulden
Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte -28.731 23.962
Veränderung der Vertragsvermögenswerte -10.836 -35.106
Veränderung der Vorräte -17.064 8.389
Veränderung der abgegrenzten Aufwendungen -126.896 -154.687
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -4.591 -116.928
Veränderung der sonstigen Rückstellungen -3.341 -3.740
Veränderung der Ertragsteuerschulden -8.481 8.878
Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten -16.253 76.038
Veränderung der Forderungen/​Verbindlichkeiten nahestehende Unternehmen -18.133 10.713
Veränderung der Vertragsverbindlichkeiten 178 3.267
Veränderungen der Vermögenswerte und Schulden, gesamt -234.148 -179.214
Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit 176.679 239.395

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2022

Januar -

September
2021

Januar -

September
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Cashflow aus dem Investitionsbereich
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -84.510 -20.689
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 1.101 128
Investitionen in sonstige finanzielle Vermögenswerte -379 -251
Auszahlungen aus kurzfristiger Geldanlage -73.000 -197.000
Nettoauszahlungen im Investitionsbereich -156.788 -217.812
Cashflow aus dem Finanzierungsbereich
Dividendenzahlung -8.815 -8.813
Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -10.205 -9.033
Nettoauszahlungen im Finanzierungsbereich -19.020 -17.846
Nettoanstieg/​-rückgang der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 871 3.737
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Geschäftsjahres 4.555 4.360
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Ende der Berichtsperiode 5.426 8.097

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung im Geschäftsjahr 2022 und 2021

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Grundkapital Kapitalrücklage Kumuliertes Konzernergebnis
Stückelung T€ T€ T€
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Stand am 1. Januar 2021 176.264.649 193.891 2.432.054 2.228.835
Konzernergebnis 303.435
Gesamtergebnis 303.435
Dividendenzahlungen -8.813
Mitarbeiterbeteiligungsprogramm 2.333
Stand am 30. September 2021 176.264.649 193.891 2.434.387 2.523.456
Stand am 1. Januar 2022 176.299.649 193.930 2.436.106 2.590.044
Konzernergebnis 296.713
Gesamtergebnis 296.713
Dividendenzahlungen -8.815
Mitarbeiterbeteiligungsprogramm 1.941
Stand am 30. September 2022 176.299.649 193.930 2.438.047 2.877.942

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Sonstiges Eigenkapital Summe Eigenkapital
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Stand am 1. Januar 2021 -1.020 4.853.760
Konzernergebnis 303.435
Gesamtergebnis 303.435
Dividendenzahlungen -8.813
Mitarbeiterbeteiligungsprogramm 2.333
Stand am 30. September 2021 -1.020 5.150.714
Stand am 1. Januar 2022 -879 5.219.201
Konzernergebnis 296.713
Gesamtergebnis 296.713
Dividendenzahlungen -8.815
Mitarbeiterbeteiligungsprogramm 1.941
Stand am 30. September 2022 -879 5.509.040

Segmentberichterstattung

vom 1. Januar bis zum 30. September 2022

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Access 1&1 Mobilfunknetz Gesamt
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Service-Umsatz 2.386.688 0 2.386.688
Hardware- und Sonstiger Umsatz 563.590 0 563.590
Segmentumsätze 2.950.278 0 2.950.278
Segmentmaterialaufwand -1.977.343 0 -1.977.343
Segmentrohertrag 972.935 0 972.935
Segment EBITDA 575.798 -26.758 549.040
Segment EBITDA operativ 575.798 -26.758 549.040
Kundenverträge (in Mio.) 15,65 - 15,65

vom 1. Januar bis zum 30. September 2021

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Access 1&1 Mobilfunknetz Gesamt
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Service-Umsatz 2.335.836 0 2.335.836
Hardware- und Sonstiger Umsatz 566.231 0 566.231
Segmentumsätze 2.902.067 0 2.902.067
Segmentmaterialaufwand -1.971.821 0 -1.971.821
Segmentrohertrag 930.246 0 930.246
Segment EBITDA 576.466 -24.496 551.970
Segment EBITDA operativ 537.066 -24.496 512.570
Kundenverträge (in Mio.) 15,27 - 15,27

Sonstiges

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Der vorliegende Bericht ist auch in einer englischen Fassung erhältlich.

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10. November 2022 Quartalsmitteilung Q3 2022

* Die Termine sind vorläufig und können sich ändern.

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Die 1&1 AG ist ein Mitglied der United Internet Gruppe.

Sitz der Gesellschaft

Elgendorfer Straße 57

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Verantwortlich

1&1 AG

Handelsregistereintrag:

HRB 28530 Montabaur

Umsatzsteuer-IdNr.: DE 812458592

Steuernummer: 03522506037

Finanzamt Offenbach-Stadt

Vorstand

Ralph Dommermuth (Vorstandsvorsitzender)

Markus Huhn

Alessandro Nava

Aufsichtsrat

Kurt Dobitsch (Aufsichtsratsvorsitzender)

Kai-Uwe Ricke (Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender)

Matthias Baldermann

Dr. Claudia Borgas-Herold

Vlasios Choulidis

Norbert Lang

Hinweis

Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in diesem Bericht auf die zusätzliche Formulierung der weiblichen Form verzichtet. 1&1 weist darauf hin, dass die Verwendung der männlichen Form explizit als geschlechtsunabhängig zu verstehen ist. Dieser Bericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Beide Fassungen stehen auch im Internet unter www.1und1.ag - Investor Relations - Berichte zum Download bereit. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich.

Haftungsausschluss

Dieser Quartalsbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des Vorstands von 1&1 hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Diese zukunftsbezogenen Aussagen basieren auf unseren derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Zukunftsbezogene Aussagen entsprechen nur dem Sachstand zu dem Zeitpunkt, in dem sie getroffen werden. Diese Aussagen sind abhängig von Risiken und Unsicherheiten sowie sonstigen Faktoren, auf die 1&1 vielfach keinen Einfluss hat und die zu erheblichen Abweichungen der tatsächlichen Ergebnisse von diesen Aussagen führen können. Diese Risiken und Unsicherheiten sowie sonstigen Faktoren werden im Rahmen unserer Risikoberichterstattung in den Geschäftsberichten der 1&1 AG ausführlich beschrieben. Die 1&1 AG hat nicht die Absicht, solche vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren.