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11 88 0 Solutions AG — Management Reports 2018
May 24, 2019
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Management Reports
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Publication

11880 Solutions AG
Essen (vormals: Planegg, Ortsteil Martinsried)
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018
1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
1.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld
Im Geschäftsjahr 2018 wurde ein Wachstum der Weltwirtschaft in Höhe von 2,9 % erreicht und bewegte sich somit unter dem Vorjahresniveau. Nach einer sehr starken Entwicklung im Vorjahr sanken die Zuwachsraten, vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2018, auf ein durchschnittliches Niveau. Zeitgleich trübte sich die Stimmung von Unternehmen und Verbrauchern erheblich ein, so dass der Welthandel an Schwung verlor. Ursächlich hierfür waren unter anderem die seit Anfang des Jahres schrittweisen Zollanhebungen durch die USA sowie ein deutlicher Rückschlag der Handelsaktivitäten in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften vor allem im Euroraum. Insbesondere eine sich abschwächende Konjunktur einiger Mitgliedsstaaten des Euroraums sowie die Unsicherheiten in Bezug auf den Brexit dürften die Gründe für diese Entwicklung gewesen sein.
Das reale Bruttoinlandsprodukt im Euroraum stieg in diesem Jahr um 1,8 %. Somit hat die Konjunktur im Vergleich zum Vorjahr an Fahrt verloren. Dies galt vor allem für die drei größten Mitgliedsstaaten Deutschland, Frankreich und Italien. Die sich abschwächende Industriekonjunktur wird maßgeblich beeinflusst durch eine schwächere Exportnachfrage. Für die kommenden beiden Jahre wird erwartet, dass sich die Wachstumsraten auf 1,2 % bzw. 1,4 % weiter verringern.
Im Jahresdurchschnitt 2018 hat sich der Anstieg des Bruttoinlandprodukts, nach 2,2 % im Vorjahr, auf 1,4 % abgeschwächt. Von gesamtwirtschaftlicher Bedeutung für diese Entwicklung waren vor allem Produktionsprobleme in der Automobilwirtschaft und negative Effekte des Niedrigwassers im Rhein. Grundsätzlich ist jedoch auch eine Verlangsamung der wirtschaftlichen Grunddynamik zu erwarten. Insgesamt wird erwartet, dass der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts, v.a. bedingt durch einen schwächeren Ausblick für die Weltwirtschaft, im kommenden Jahr auf 0,8 % abschwächt. Im Geschäftsjahr 2020 dürfte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt, vor allem aber aufgrund ungewöhnlich vieler Arbeitstage, im Jahresdurchschnitt wieder auf 1,7 % zulegen.
Vorgenannte Daten wurden der Konjunkturprognose 2019 und 2020 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (Statistisches Bundesamt) vom 19. März 2019 entnommen.
1.2 Marktentwicklung
Der Geschäftsbereich "Auskunft" ist von der konjunkturellen Entwicklung weitgehend unabhängig und seit Jahren stark rückläufig.
Im vorliegenden Lagebericht wird auch auf den Bereich "Digital" eingegangen, in dem die 11880 Solutions AG im Berichtsjahr noch geringfügige Umsatzerlöse erzielt hat. Darüber hinaus bestimmt die Entwicklung dieses Geschäftsbereiches den Erfolg der Tochtergesellschaft 11880 Internet Services AG, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich beeinflusst.
Der Markt für digitale Werbung (Online und Mobil) in Deutschland ist im Geschäftsjahr 2018 laut Online-Vermarkterkreis (OVK) um circa 7 % gewachsen. Dies entspricht den im Vorjahr abgegebenen Prognosen. Damit würde das Nettowerbevolumen für digitale Werbung in 2018 insgesamt 2,063 Milliarden EUR betragen gegenüber 1,928 Milliarden EUR in 2017 sowie 1,785 Milliarden EUR im Geschäftsjahr 2016.
2 Geschäftsjahr 2018 im Überblick und Geschäftsverlauf
2.1 Grundlagen der Berichterstattung
Die 11880 Solutions AG nutzt innerhalb ihrer Geschäftsbereiche "Auskunft" und "Digital" ein System zur Steuerung von entscheidungsrelevanten Kennzahlen. Um auf aktuelle Entwicklungen und Veränderungen im operativen Geschäft zeitnah reagieren zu können, greift die Gesellschaft sowohl bei der Auskunft als auch im Digitalgeschäft auf tagesaktuelle Reporting-Instrumente zu. Im finanzbezogenen Bereich sind das v.a. die zentralen Kenngrößen Umsatzerlöse, Jahresüberschuss/-fehlbetrag und Cash-Bestand. Der Cash-Bestand wird auf Konzernebene ermittelt und gesteuert.
Im nicht finanzbezogenen Bereich wird auf unterschiedliche Kennzahlen zurückgegriffen: Der Bereich "Auskunft" wird hauptsächlich über die nicht finanzbezogenen Kennzahlen "Anrufvolumen" und Umsatz pro Call" gesteuert. Im Geschäftsbereich Digital" wird auf Konzernebene auf die nicht finanzbezogenen Kennzahlen "Neu-" und Bestandskundenentwicklung" sowie "Kündigungsquote" zurückgegriffen. Diese Kennzahlen ermöglichen einen Rückschluss auf den Grad der Kundenbindung und Kundenzufriedenheit. Darüber hinaus messen die Gesellschaften auf Ebene des gesamten Konzerns die Mitarbeiterzufriedenheit als nicht finanzbezogene Kennzahl.
Innerhalb des Bereiches "Auskunft", bietet die 11880 Solutions AG hauptsächlich Dienstleistungen rund um die Telefonauskunft 11880. Mit einem Anruf bei der Servicenummer erhält der Verbraucher telefonisch, per E-Mail oder SMS Telefonnummern, Adressen in Deutschland und der Welt sowie weitere Informationen zu Fahr- oder Flugplänen, Aktienkursen, Kinoprogrammen, Hotelbuchungen und vielem mehr. Auf Wunsch wird der Anrufer auch direkt an den gewünschten Teilnehmer weitervermittelt. In diesem Geschäftsbereich wickeln die Mitarbeiter der 11880 Solutions AG zusätzlich Kundendienstleistungen für dritte Großunternehmen ab.
Im Bereich "Digital" generiert die 11880 Solutions AG nur geringfügig Umsatzerlöse, da dieses Geschäftsfeld vornehmlich von Ihrer Tochtergesellschaft, der 11880 Internet Services AG, bedient wird. Einige wenige Verträge werden noch von der 11880 Solutions AG bedient. Hier werden Online-Pakete für kleine und mittlere Unternehmen" (KMU), hauptsächlich über die Tochtergesellschaft 11880 Internet Services AG, für eine breite und effiziente Internetpräsenz angeboten. Zu einem solchen Paket zählen neben dem Eintrag im Branchenverzeichnis 11880.com und dem Eintrag in einem passenden 11880-Fachportal auch das Angebot des Eintragsservices in weiteren Auskunftsportalen, Google AdWords sowie BING, die Produktion von Webseiten oder ein telefonischer Sekretariatsservice. Ab dem Geschäftsjahr 2017 kamen Pakete zum aktiven Bewertungsmanagement über die Suchmaschine für Online-Bewertungen werkenntdenBESTEN.de dazu.
Finanzbezogene Kennzahlen
Umsatzerlöse:
Die Umsatzerlöse sind sowohl im Bereich "Auskunft" als auch im Bereich "Digital" eine der zentralen Steuerungsgrößen.
Im Bereich "Auskunft" errechnet sich der Umsatz sowohl im klassischen Geschäftsfeld als auch im neuen Call Center Drittgeschäft im Wesentlichen als Produkt aus Anrufvolumen, Anrufdauer und Preis je Minute. Das Anrufvolumen setzt sich zusammen aus Anrufen aus dem Festnetzbereich sowie den Netzen der Mobilfunkdienstleister, wobei sich die Tarife je nach Netzbetreiber und Call Center Drittgeschäftskunden unterscheiden können.
Innerhalb des Bereiches "Digital" werden Umsätze für das Mediageschäft im Neukunden- sowie im Bestandskundengeschäft erwirtschaftet. Die Basis für eine nachhaltige Umsatzentwicklung ist dabei eine effiziente Vertriebsmannschaft im Neukundengeschäft sowie ein auf Kundenbindung ausgerichtetes Bestandskundenmanagement mit Fokus auf speziell ebenfalls für den Kunden optimierte Produkte.
Jahresüberschuss / -fehlbetrag:
Die für die 11880 Solutions AG zentrale Kennzahl zur Steuerung der Profitabilität ist der Jahresüberschuss / -fehlbetrag.
Cash-Bestand
Die Betrachtung dieser Kennzahl ermöglicht unter anderem die Beurteilung der finanziellen Gesundheit des Unternehmens. Mit Hilfe dieser Information ist die 11880 Solutions-Gruppe in der Lage, ihre Finanz- und Vermögenslage zu bewerten, zu steuern und zu optimieren.
Der Cash-Bestand berechnet sich als Summe aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie kurzfristig veräußerbaren finanziellen Vermögenswerten auf Gruppenebene.
Nicht-finanzbezogene Kennzahlen
Bei den nicht-finanzbezogenen Kennzahlen erfolgt eine Steuerung auf Konzernebene und nicht auf Ebene der Einzelgesellschaften der 11880 Solutions AG oder 11880 Internet Services AG. Aufgrund der jedoch sehr engen strategischen und operativen Verbindung sind die hier gemachten Aussagen sowohl für die 11880 Solutions AG als auch die 11880 Internet Services AG gültig. Die im Folgenden gemachten Angaben beziehen sich immer auf die Werte des Konzerns.
Anrufvolumen im Bereich "Auskunft":
Ursächlich für den seit Jahren beobachtbaren, kontinuierlichen Rückgang im Markt der Telefonauskunft ist das veränderte Nutzungsverhalten der Konsumenten in Richtung digitaler Informationsbeschaffung. Umso wichtiger ist es für die 11880 Solutions-Gruppe, eine möglichst exakte Vorhersage für die Entwicklung des Anrufvolumens zu treffen. Die 11880 Solutions-Gruppe verfügt über ein effizientes Reportingsystem, bewährte Forecast-Modelle sowie jahrelange Erfahrungswerte. Auf dieser Basis ist es möglich eine effiziente Planung der notwendigen Personalkapazitäten für die Call Center vorzunehmen.
Neukunden- und Bestandskundenentwicklung sowie Kündigungsquote als Kennzahlen zur Messung von Kundenbindung und -Zufriedenheit im Bereich "Digital":
Ein hohes Maß an Kundenbindung und -zufriedenheit ist besonders für die Weiterentwicklung des Geschäftssegments "Digital" von großer Bedeutung. Im Kern geht es darum, Kunden durch ein Kundenbetreuungskonzept langfristig und nachhaltig an das Unternehmen zu binden. Dies sichert zukünftige Umsätze, erwirtschaftet hohe Deckungsbeiträge und steigert die Profitabilität des Segments "Digital".
Quantifizierbare Kenngrößen im Rahmen von Kundenbindung und Kundenzufriedenheit sind u.a. die Kündigungsquote (Abwanderungsrate) sowie die Entwicklung der Anzahl von Neu- und Bestandskunden.
Die Kündigungsquote definiert prozentual die Anzahl der Kunden der Periode, die nicht in eine Vertragsverlängerung gehen, im Verhältnis zur bestehenden Anzahl von Kunden der Vorjahresperiode.
Mitarbeiterzufriedenheit:
Nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg eines Unternehmens ist aus Sicht der 11880 Solutions-Gruppe untrennbar mit einem hohen Maß an Mitarbeiterzufriedenheit verbunden. Dabei ist die Rekrutierung hochqualifizierter neuer Mitarbeiter ebenso wichtig wie die Weiterentwicklung und Förderung der bestehenden Belegschaft.
Der im Geschäftsjahr 2017 begonnene Sounding Board-Prozess wurde aufgrund der regen und konstruktiven Mitarbeit von Mitarbeitern aus nahezu allen Abteilungen und aus allen Standorten in 2018 fortgesetzt und zum Ende des ersten Halbjahres 2018 abgeschlossen. Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass das Management "das Ohr an die Organisation legen kann" und unverfälschte Informationen erhält, da durch das offene Format fast automatisch nur Themen hervortreten, die die Mitarbeiterschaft bewegen. Während der Umsetzungsphase der erarbeiteten Maßnahmenpakete im zweiten Halbjahr 2018 war eine weitere Mitarbeiterbefragung aus Sicht der Organisations- und Personalentwicklung nicht zielführend.
Deshalb hat das Unternehmen entschieden, die nächste konzernweite Mitarbeiterbefragung nunmehr voraussichtlich im Geschäftsjahr 2019 durchzuführen. Das Ergebnis daraus ist der sogenannte HEI (Happy Employee Index), der die Gesamtzufriedenheit der Belegschaft in der 1188 0 Solutions-Gruppe abbildet.
2.2 Geschäftsverlauf und Vergleich mit der Planung 2018
Nachfolgende Erläuterungen beziehen sich zunächst auf den Konzern, da hiervon alle Konzernbereiche betroffen sind:
Im Geschäftsjahr 2018 wurde mit dem Bezug des neuen Bürostandorts in Essen die letzte wesentliche Maßnahme im Zuge des 2015 begonnenen Unternehmensumbaus umgesetzt. Im operativen Geschäft standen die Entwicklung des Jobportals wirfindenDeinenJob.de und der Start des neuen Fachportals "Redlight Guide" im November 2018 im Fokus des Digitalgeschäfts. Im Geschäftsbereich Telefonauskunft wurde das Call Center-Drittgeschäft mit einem weiteren Großkunden erfolgreich ausgebaut.
Im Laufe des Jahres 2018 wurden die beiden langjährigen Bürostandorte in Essen aufgelöst und an einem gemeinsamen Standort in der Essener Hohenzollernstraße zusammengeführt. Die neuen Büros ermöglichen den insgesamt ca. 300 Mitarbeitern ein deutlich kommunikativeres und kundenorientierteres Arbeiten. Gleichzeitig wurden durch diese Maßnahme Kosteneinsparungen realisiert. Im ersten Quartal 2018 wurde der Bürostandort in München endgültig geschlossen und an den Vermieter übergeben.
Der Geschäftsbereich "Auskunft" ist von der konjunkturellen Entwicklung weitgehend unabhängig und seit Jahren stark rückläufig, da Verbraucher zunehmend online nach Informationen suchen. Die Telefonauskunft der 11880 Solutions-Gruppe ist nach der Auskunft der Deutschen Telekom weiterhin die Nummer zwei im deutschen Auskunftsmarkt. Um die personellen und technischen Kapazitäten auszulasten und das rückläufige Anrufvolumen bei der Auskunft zu kompensieren, fokussiert sich die 11880 Solutions-Gruppe zunehmend erfolgreicher auf die Akquise von Unternehmenskunden für das Call Center Services Geschäft. Für diese Unternehmenskunden nehmen die erfahrenen und kompetenten 11880-Mitarbeiter Anrufe entgegen und bearbeiten sie weiter.
Die Anrufe bei der Telefonauskunft 11880 waren auch 2018 wie oben beschrieben rückläufig, da der Bedarf an telefonischen Auskünften marktbedingt weiter sinkt. Mit einem optimierten Servicelevel versucht das Unternehmen, möglichst viele Telefonauskunftsnutzer an die 11880 zu binden.
Parallel dazu wurde in diesem Geschäftssegment das Call Center-Drittgeschäft weiter ausgebaut. Zum Ende des Geschäftsjahres 2018 erfüllt die 11880 Solutions AG Kundenservice-Leistungen für drei große Unternehmen und ist in Verhandlungen mit mehreren kleinen und größeren potenziellen Kunden. 2018 wurden die Abläufe in diesem für das Unternehmen noch jungen Geschäftsfeld strukturiert und Akquise-Prozesse neu definiert, um sich in den kommenden Jahren erfolgreich am Markt etablieren zu können. Kunden und Interessenten schätzen vor allem die hohe Qualität am Telefon, für die die 11880-Mitarbeiter seit mehr als zwei Jahrzehnten in Deutschland bekannt sind.
Im Geschäftsjahr 2018 konnte im Bereich Auskunft dem weiteren Rückgang der 11880-Auskunftsanrufe mit dem Ausbau des Call Center-Drittgeschäfts nach Jahren des Stillstands erstmals leicht entgegengewirkt werden.
Im operativen Geschäft hat sich die 11880 Solutions-Gruppe auf die Weiterentwicklung des Digitalangebots fokussiert. Mit einer Kooperation mit Microsoft wurde das Suchmaschinenwerbeangebot um die Suchmaschine Bing erweitert. Dieses neue Angebot kommt bei 11880.com-Unternehmenskunden sehr gut an, da es eine erweiterte Suchmaschinen-Präsenz schafft. Mit dem Marktführer Google wurde der Vertrag als Premium-Partner auch 2018 erneut um ein weiteres Jahr verlängert.
Die 11880 Solutions-Gruppe hat ihr Portfolio im Digitalgeschäft optimiert und den Mehrwert für Unternehmenskunden weiter erhöht. Immer mehr kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland schätzen die Rund-um-Betreuung bei der Online-Vermarktung ihres Angebots und entscheiden sich für das 11880.com-Präsenzpaket. Dadurch konnte die 11880 Solutions-Gruppe auch im Geschäftsjahr 2018 rund 5.600 Neukunden gewinnen und die Gesamtkundenzahl auf ein Rekordhoch von rund 31.300 Kunden erhöhen.
Bei werkenntdenBESTEN.de, der Suchmaschine für Online-Bewertungen, konnte die 11880 Solutions-Gruppe mit intelligenten SEO-Prozessen die monatliche Nutzung auf bis zu 1,5 Millionen Besucher steigern. Das Portal aggregiert Ende 2018 bereits rund 80 Millionen Bewertungen, die Verbraucher auf mehr als 50 Portalen veröffentlicht haben.
Diese Entwicklung ist besonders beachtenswert, weil die 11880 Solutions AG bisher nicht in die Bekanntmachung des Portalsinvestiert hat. Da es in Deutschland kein vergleichbares Angebot gibt und Online-Bewertungen für Kleinunternehmen zu einem wichtigen Werbemedium im Netz geworden sind, wurde werkenntdenBESTEN.de bereits von einigen großen Medien zur Nutzung empfohlen und findet immer mehr Anhänger.11880.com-Kunden profitieren von einem intelligenten Angebot, das ihnen das Management der zu ihrem Unternehmen abgegebenen Rezensionen und den direkten Kontakt mit den bewertenden Verbrauchern ermöglicht.
Nachfolgende Erläuterungen beziehen sich auf die 11880 Solutions AG:
Wie in Abschnitt C des Anhangs dargestellt, hat die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) für das Geschäftsjahr 2016 eine fehlerhafte Rechnungslegung festgestellt, die im Jahresabschluss 2018 der Gesellschaft korrigiert wurde. Die Korrektur führte zu einer weiteren Abschreibung in Höhe von 8,2 Mio. EUR auf die bilanzierten Anteile an der 11880 Internet Services AG. Darüber hinaus wurden die Verbindlichkeiten gegenüber dieser Tochtergesellschaft mit den Forderungen gegen dieselbe verrechnet und die verbleibende Forderung in Höhe von 17,2 Mio. EUR als Ausleihung dem Anlagevermögen zugewiesen. Die Korrektur der fehlerhaften Rechnungslegung im Geschäftsjahr 2016 in laufender Rechnung hat somit die Vermögens- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2018 wesentlich beeinflusst.
Die Umsatzerlöse sind 2018 von 13,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 11,5 Mio. EUR zurückgegangen. Nach Abzug der zuzurechnenden Erlösen aus Untervermietung ergibt sich ein Wert von 11,4 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung des letztgenannten Wertes sanken die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahreszeitraum um insgesamt 16 %; in der Planung für 2018 ist von etwa 11,5 Mio. EUR (ohne Erlöse aus Untervermietung) ausgegangen worden. Im Bereich "Auskunft" hat sich der rückläufige Trend beim Anrufvolumen erwartungsgemäß fortgesetzt. Ein weiter verbesserter Kundenservice, Kapazitätsanpassungen, eine Steigerung des Umsatzes pro Call, ein weniger stark gesunkenes Anrufvolumen als geplant sowie die Ausweitung von Call-Center-Dienstleistungen konnten den Rückgang der Umsatzerlöse nur zum Teil kompensieren. Die Umsatzerlöse in diesem Bereich sind um 13 % von 12,8 Mio. EUR auf 11,1 Mio. EUR zurückgegangen, was geringfügig unter den Erwartungen der 11880 Solutions AG zu Beginn des Geschäftsjahres lag. Im Bereich "Digital" bewegen sich die Umsatzerlöse auf dem Vorjahresniveau von 0,3 Mio. EUR und somit im Rahmen der Prognose keine wesentlichen Umsätze im Digitalbereich zu generieren.
Für 2018 wurde ein Jahresfehlbetrag in der Größenordnung von -0,6 Mio. EUR prognostiziert. Erwirtschaftet wurde ein Jahresfehlbetrag in Höhe von -10,6 Mio. EUR. Somit wurde der für 2018 erwartete Wert nicht erreicht. Ursächlich dafür war insbesondere die vorstehend dargestellte Korrektur einer fehlerhaften Rechnungslegung im Geschäftsjahr 2016, die im Geschäftsjahr 2018 zu einer nachträglichen Abschreibung des Beteiligungsbuchwertes an der 11880 Internet Services AG, in Höhe von 8,2 Mio. EUR in laufender Rechnung führte. Darüber hinaus wirken sich zum einen die Kompensation der rückläufigen Umsatzerlöse des klassischen Auskunftsgeschäftes durch Umsatzerlöse der mit höheren Kosten belasteten Call Center Dienstleistungen sowie höhere Belastungen durch Intercompany - Verrechnungen aufgrund des umgesetzten neuen Standortkonzeptes negativ aus.
Die Gesellschaft verfügt nach wie vor über eine ausreichende Ausstattung mit Liquidität. Zum Stichtag 31. Dezember 2018 umfasst der Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sowie der Bestand an Wertpapieren 2,0 Mio. EUR (Vorjahr: 5,7 Mio. EUR). Dividendenausschüttungen haben den Cash-Bestand nicht berührt. Darüber hinaus sind die 11880 Solutions AG und die 11880 Internet Services AG über einen Rahmenvertrag verbunden, auf Basis dessen auch ein Liquiditätsausgleich zwischen diesen Gesellschaften vorgenommen wird (Cash-Pooling), um die jederzeit ausreichende Liquidität aus den operativen Cash-Flows beider Gesellschaften sicherzustellen.
Die Planung des Cash-Bestandes erfolgt ausschließlich auf Konzernebene. Die für das Berichtsjahr abgegebene Prognose in einer Bandbreite zwischen 1,2 bis 3,2 Mio. EUR Cash wurde mit 2,6 Mio. EUR Cash auf Gruppenebene erreicht.
Wie eingangs erwähnt erfolgt die Steuerung der nichtfinanzbezogenen Kennzahlen über Konzernkennzahlen.
Im Bereich "Auskunft" hat sich der rückläufige Trend beim Anrufvolumen erwartungsgemäß fortgesetzt. Prognostiziert wurde ein geringerer Rückgang des Anrufvolumens im Vergleich zum Vorjahr. Die Rückgangsrate für das Geschäftsjahr 2017 lag bei 19 %. Tatsächlich ist das Anrufvolumen 2018 um 22 % zurückgegangen. Somit wurde die Prognose verfehlt. Der Umsatz pro Call konnte auch in 2018 um knapp 2 % gesteigert werden. Damit wurde die prognostizierte geringfügige Steigerung erreicht.
Die Ziele bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren im Bereich "Digital" wurden erreicht. Im Segment "Digital" lag die Kündigungsquote 2018 bei durchschnittlich 25 %. Geplant war eine Stabilisierung der Quote des Geschäftsjahres 2017, die bei durchschnittlich 25 % lag. Für 2018 wurde eine weitere deutliche Steigerung des Nettokundenbestandes prognostiziert, tatsächlich konnten rund 5.600 Neukunden gewonnen werden, was die Erwartungen sogar noch übertroffen hat.
3 Finanzwirtschaftliche Situation
3.1 Entwicklung der Ertragslage 2018
Die Umsatzerlöse belaufen sich 2018 insgesamt auf 11,5 Mio. EUR und liegen damit 15 % unter dem Vorjahreswert von 13,5 Mio. EUR. Im Bereich der klassischen Auskunft sind die Umsatzerlöse um 13 % von 12,8 Mio. EUR auf 11,1 Mio. EUR zurückgegangen. Die Umsatzerlöse im Digitalgeschäft liegen mit 0,3 Mio. EUR auf Vorjahresniveau.
Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 0,7 Mio. EUR gegenüber 0,5 Mio. EUR aus dem Vorjahr, was einer Zunahme von 40 % entspricht. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf erhöhte Verrechnungen von Aufwendungen an die 11880 Internet Services zurückzuführen.
Der Materialaufwand hat sich von 4,3 Mio. EUR auf 3,8 Mio. EUR um 12 % verringert. Dies ist vor allem auf reduzierte Kosten hinsichtlich Mietaufwand für Untervermietung im Rahmen des Projektes Standortoptimierung zurückzuführen. Der Personalaufwand hat sich als Ergebnis aus den in den Vorjahren durchgeführten und im Geschäftsjahr 2017 finalisierten Personalmaßnahmen von 7.2Mio. EUR auf 5,5 Mio. EUR reduziert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 3,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 4,5 Mio. EUR im aktuellen Geschäftsjahr erhöht. Dies ist vor allem zurückzuführen auf in Anspruch genommene erhöhte Aufwendungen aus der Verrechnung von Management - Dienstleistungen der Tochtergesellschaft 11880 Internet Services AG von 1,3 Mio. EUR auf 1,8 Mio. EUR.
Das Finanzergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr von -0,1 auf -8,1 Mio. EUR reduziert. Die nach Abschluss des DPR-Verfahrens in laufender Rechnung für 2016 nachgeholte Abschreibung auf eine Beteiligung beläuft sich auf 8,2 Mio. EUR. Im Vorjahr sind keine Abschreibungen auf Finanzanlagen angefallen.
In 2018 sind wie im Vorjahr insgesamt keine Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag angefallen.
Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf -10,6 Mio. EUR (Vorjahr: -2,8 Mio. EUR).
Der Jahresfehlbetrag liegt im abgelaufenen Geschäftsjahr bei -10,6 Mio. EUR (Vorjahr: -2,8 Mio. EUR).
3.2 Vermögens- und Finanzlage
3.3 Investitionen
Die Gesamtinvestitionen der 11880 Solutions AG belaufen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 0,0 Mio. EUR und haben im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Mio. EUR abgenommen (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR).
3.4 Bilanz
Die Bilanzsumme der 11880 Solutions AG hat sich zum 31. Dezember 2018 von 66,9 Mio. EUR auf 43,6 Mio. EUR vermindert.
Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 8,0 Mio. EUR von 29,7 Mio. EUR auf 37,7 Mio. EUR erhöht. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen kam es zu einer Verringerung von 1,0 Mio. EUR auf 0,3 Mio. EUR, die Sachanlagen haben sich von 0,5 Mio. EUR auf 0,2 Mio. EUR reduziert. Die Abnahme des Anlagenbestands ist im Wesentlichen auf die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen zurückzuführen. Die Finanzanlagen haben sich gegenüber dem Vorjahr (28,2 Mio. EUR) um 9,0 Mio. EUR auf 37,2 Mio. EUR erhöht. Hier kommen zwei gegenläufige Effekte zum Tragen. Zum einen wurde im Zusammenhang mit dem für 2016 festgestellten Fehler durch die DPR der Beteiligungsbuchwert der 11880 Solutions AG an der 11880 Internet Services AG um 8,2 Mio. EUR wertberichtigt. Gleichzeitig wurden im Rahmen der Fehlerkorrektur Forderungen in Höhe von 17,2 Mio. EUR gegen die Tochtergesellschaft aus dem Umlaufvermögen in das Anlagevermögen umgegliedert. Zuvor waren die im Vorjahr noch unsaldiert ausgewiesenen Forderungen gegen die 11880 Internet Services AG in Höhe von 31,1 Mio. EUR sowie Verbindlichkeiten gegenüber derselben in Höhe von 14,9 Mio. EUR verrechnet worden.
Beim Umlaufvermögen kam es zu einer Verringerung gegenüber dem Vorjahr um 31,3 Mio. EUR von 36,8 Mio. EUR auf 5,5 Mio. EUR. Im Wesentlichen ist die deutliche Reduzierung zurückzuführen auf die Umgliederung von Forderungen gegen die Tochtergesellschaft 11880 Internet Services AG in das langfristige Anlagevermögen (17,2 Mio. EUR) nach Verrechnung.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 2,4 Mio. EUR (Vorjahr: 2,6 Mio. EUR) und haben um 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR) abgenommen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen zum Stichtag 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 28,2 Mio. EUR) und haben sich entsprechend der oben dargestellten Sachverhalte um 27,3 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr verringert.
Zum Stichtag 31. Dezember 2018 hat die 11880 Solutions AG in liquide Geldmarkt- bzw. Rentenfonds in Höhe von 1,6 Mio. EUR investiert, die unter der Bilanzposition "sonstige Wertpapiere" ausgewiesen sind (Vorjahr: 5,1 Mio. EUR). Die Wertpapiere werden zum Bilanzstichtag ausschließlich bei deutschen Geldinstituten gehalten.
Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten weisen 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR) auf.
Das Eigenkapital hat um 10,6 Mio. EUR auf 39,6 Mio. EUR abgenommen (Vorjahr: 50,2 Mio. EUR), was dem Ausweis eines Jahresfehlbetrags in Höhe von -10,6 Mio. EUR geschuldet ist. Zum Stichtag 31. Dezember 2018 weist die 11880 Solutions AG einen Bilanzverlust von -16,3 Mio. EUR aus (Vorjahr: -5,6 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote liegt zum 31. Dezember 2018 bei 90,9 % (31. Dezember 2017: 75,1 %).
Die sonstigen Rückstellungen liegen bei 1,7 Mio. EUR (Vorjahr: 2,3 Mio. EUR). Wesentliche Größen bilden hierbei die Rückstellungen für den Personalbereich sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Ursächlich für den Rückgang war vor allem die Schließung des Standortes München und den diesbezüglich unter anderem für Personalmaßnahmen in Anspruch genommenen und aufgelösten Rückstellungen.
Die Verbindlichkeiten haben insgesamt um 12,2 Mio. EUR abgenommen (2,2 Mio. EUR, Vorjahr: 14,4 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich zum Stichtag 31. Dezember 2018 unverändert zum Vorjahr auf 0,1 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 13,6 Mio. EUR) reduzierten sich deutlich um 12,6 Mio. EUR vor allem aufgrund der vorgenannten Verrechnung mit Forderungen gegen die 11880 Internet Services AG in Höhe von 14,9 Mio. EUR per 31. Dezember 2018. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um 0,5 Mio. EUR erhöht auf 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR). Die 11880 Solutions AG hat keine Verbindlichkeiten in Fremdwährungen sowie keine Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
3.5 Cashflow & Finanzierung
Das Finanzmanagement der 11880 Solutions AG stellt sicher, dass die Gesellschaft jederzeit in der Lage ist, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen sowie gleichzeitig eine angemessene Rendite aus der Anlage der überschüssigen Liquidität zu erzielen.
Die 11880 Solutions AG konnte im Verlauf des Jahres den entstandenen Finanzmittelbedarf durch Eigenmittel decken.
Bei der Anlage ihrer Liquidität verfolgt die 11880 Solutions AG grundsätzlich eine möglichst konservative Geldanlage, um das Risiko von Verlusten zu minimieren. Die bestehenden Mittel sind in kurzfristig verfügbaren Geldmarkt- bzw. Rentenfonds angelegt.
Die Liquidität war im Geschäftsjahr weiter rückläufig. Aufgrund der sehr guten Kostendisziplin sowie der Umsetzung von strukturellen Maßnahmen wurde der negative Cashflow deutlich reduziert.
Die 11880 Solutions AG weist zum Stichtag 31. Dezember 2018 eine Liquidität (Bestand an Wertpapieren, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) von 2,0 Mio. EUR aus (Vorjahr: 5,7 Mio. EUR). Die Gesellschaft verfügt über eine Avalkreditlinie in Höhe von 0,3 Mio. EUR.
Als Haftungsverhältnisse weist die Gesellschaft zum Stichtag Bürgschaften in Höhe von 4.200 TEUR (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 4.200 TEUR) aus.
3.6 Kapitalstruktur / Dividende
Die 11880 Solutions AG weist in ihrem handelsrechtlichen Einzelabschluss für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Bilanzverlust von -16,3 Mio. EUR aus (Vorjahr: -5,6 Mio. EUR).
Die Dividendenpolitik der 11880 Solutions AG fügt sich in die Finanzstrategie ein. Dabei berücksichtigt die Hohe der Dividende die finanzwirtschaftlichen Ziele der 11880 Solutions AG, insbesondere die Absicherung einer soliden finanziellen Basis im Rahmen der Umsetzung der Unternehmensstrategie. Aufgrund der aktuellen Ergebnissituation sind keine Ausschüttungen möglich.
4 Forschung und Entwicklung
Grundlagenforschung im ursprünglichen Sinn wird von der 11880 Solutions AG als Dienstleistungsunternehmen nicht betrieben, so dass hierfür keine Forschungskosten ausgewiesen wurden. Allerdings sind im Rahmen von internen Projekten Entwicklungskosten für interne Softwareerstellung angefallen, die der Umsatzgenerierung der Geschäftsbereiche "Auskunft" und "Digital" gedient haben. Eine Aktivierung dieser Kosten wird im Jahresabschluss gemäß HGB nicht vorgenommen.
5 Mitarbeiter
Eine qualifizierte Belegschaft ist ein zentrales Element für die 11880 Solutions AG, um den Erfolg der Gesellschaft auch in Zukunft sicherzustellen. Die Rekrutierung hochqualifizierter neuer Mitarbeiter ist dafür eine wichtige Säule. Ebenso wichtig ist der 11880 Solutions AG, die bestehende Belegschaft weiterzuentwickeln und zu fördern, um sie langfristig an das Unternehmen zu binden.
Vor dem Hintergrund der zwangsläufigen Belastung der Belegschaft durch die organisatorischen Umbaumaßnahmen im Zusammenhang mit der Standortkonzentration in den Jahren seit 2016 ist das Sounding Board als geeignetes Instrument herangezogen worden, um das Stimmungsbild noch unmittelbarer aufzugreifen. Die daraus abgeleiteten Maßnahmen und Handlungsfelder haben einen nicht unwesentlichen Beitrag dazu geleistet, die 11880 Solutions-Gruppe durch diesen Veränderungsprozess zu führen. Die Ergebnisse der Befragung belegen zudem, dass die Mitarbeiter der 11880 Solutions-Gruppe ein anhaltendes Bewusstsein für das Unternehmen und ihre Möglichkeiten zur Mitgestaltung haben.
Im Geschäftsjahr 2018 beschäftigte die 11880 Solutions AG 233 Mitarbeiter (Kopfzahl; Definition der Arbeitnehmer gem. § 267 HGB). Das waren 26 weniger als noch ein Jahr zuvor (Vorjahr: 259). Der Stand zum Jahresende ist somit vor allem durch die natürliche Fluktuation bei der 11880 Solutions AG erreicht worden sowie durch Standortoptimierungen; Personalabgänge wurden entweder nicht oder aber bei der 11880 Internet Services AG besetzt.
6 Chancen- und Risikomanagement
6.1 Allgemeine Erläuterungen
Die Etablierung eines effektiven Risiko- und Chancenmanagementsystems hat für die 11880 Solutions-Gruppe einen bedeutenden Stellenwert. Risiko bedeutet dabei für die 11880 Solutions-Gruppe sowohl die Gefahr möglicher Verluste als auch die Gefahr entgangener Gewinne. Beides kann sowohl durch interne als auch externe Faktoren ausgelöst werden. Das Risikomanagementsystem bei der 11880 Solutions-Gruppe beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken im Rahmen der unternehmerischen Betätigung.
Die ständige Herausforderung für die 11880 Solutions-Gruppe besteht darin, die etablierten Teilsysteme der Risikobetrachtung zusammenzuführen und zu einem integrierten, unternehmensweiten Risikomanagementsystem mit dynamischen Strukturen weiterzuentwickeln. Damit das Risikomanagementsystem funktioniert, orientiert sich die 11880 Solutions-Gruppe nicht nur an den Zielen des Unternehmens, sondern auch an dessen Vision, Strategie und Unternehmenskultur. Aufgrund der wachsenden Komplexität im Umfeld des Risikomanagements (wie z.B. Treasury, Compliance etc.) werden bei der 11880 Solutions-Gruppe auch die Abhängigkeiten der Teilsysteme beleuchtet, um die Effizienz des Risikomanagementsystems sicherzustellen.
Das Risikomanagement der 11880 Solutions-Gruppe dient der Früherkennung, Beurteilung und Steuerung interner und externer Risiken und Chancen. Ziel ist es, materielle Risiken für die 11880 Solutions-Gruppe rechtzeitig zu identifizieren, um entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Risiken sind einerseits potenzielle unternehmensinterne und -externe Entwicklungen, die sich negativ auf die Erreichung der strategischen und operativen Ziele der 11880 Solutions-Gruppe auswirken können und andererseits bestehende Potenziale des Marktes oder Potenziale erhöhter Wirtschaftlichkeit in der Wertschöpfung, die nicht gehoben werden können.
Das Chancen- und Risikomanagement der 11880 Solutions-Gruppe ist in der Strategieentwicklung verankert und fließt in alle weiteren Planungsprozesse mit ein. Beispielsweise werden in jährlichen Planungsrunden alle Geschäftsaktivitäten auf Chancen und Risiken hin untersucht und bewertet. Daraus werden wiederum Ziele (insbesondere Umsatz- und Ergebnisziele) abgeleitet, deren Erfüllung zum Budgetprozess sowie den rollierenden Forecasts durch die Planungsverantwortlichen aus dem Bereich Konzerncontrolling kontrolliert werden.
Das Chancen- und Risikomanagementsystem der 11880 Solutions-Gruppe wird regelmäßig auf Effizienz und Zweckmäßigkeit überprüft. Der Vorstand wird regelmäßig über die Risikolage in der 11880 Solutions-Gruppe informiert. Darüber hinaus überwacht der Aufsichtsrat, insbesondere der Prüfungsausschuss, das Risikomanagementsystem.
Zusätzlich zur Betrachtung auf Gesellschaftsebene werden die Segmente "Digital" und "Auskunft" beobachtet.
Um ein verantwortungsvolles Handeln sicherzustellen und die Einhaltung aller unabdingbaren gesetzlichen Vorschriften und internen Regelungen zu gewährleisten, verfügt die Gesellschaft seit 2010 über ein Compliance Committee, welches den Vorstand hinsichtlich aller Fragen der Compliance berät und das Compliance System kontinuierlich überprüft sowie weiterentwickelt. Hierzu zählen Vorschläge zur Prävention, zu Prozessverbesserungen und zu möglichen Sanktionen. Operative und organisatorische Maßnahmen innerhalb der Vertriebsprozesse bilden einen Schwerpunkt der Compliance-Arbeit der Gesellschaft. In einem im Jahre 2014 durchgeführten, weiterhin gültigen, unabhängigen Audit wurde vor allem im Hinblick auf die Vertriebsprozesse und die Compliance-Kultur im Unternehmen eine sehr hohe Qualität festgestellt. Im Rahmen des Inkrafttretens der Datenschutzgrundverordnung im Mai 2018 und der EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD II im Januar 2018, wurden innerhalb des Unternehmens einhergehenden gesetzliche Anforderungen umgesetzt.
6.2 Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem, interne Revision und anlassbezogene externe Audits
Da die 11880 Solutions AG eine kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB ist, sind gem. § 289 Abs. 4 HGB die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems (IKS) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess und den Konzernrechnungslegungsprozess ist gesetzlich nicht definiert. Die 11880 Solutions AG versteht das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnt sich an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem (IDW PS 261 n. F., Tz. 19 f.) und zum Risikomanagementsystem (IDW PS 340, Tz. 4).
Unter einem internen Kontrollsystem werden demnach die vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind:
| ― | Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen), |
| ― | Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie |
| ― | Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. |
Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung.
Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind in der 11880 Solutions-Gruppe folgende Strukturen und Prozesse implementiert:
Die Gesamtverantwortung für das IKS in der 11880 Solutions-Gruppe liegt beim Vorstand der 11880 Solutions AG. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle strategischen Geschäftsfelder des Konzerns eingebunden. Hierzu finden im 2-Wochen Turnus Meetings mit den Ressort- und Geschäftsfeldverantwortlichen statt, bei welchen alle relevanten Steuerungskennzahlen des operativen Geschäfts diskutiert werden.
Die im Rechnungslegungsprozess mitwirkenden Abteilungen und Bereiche werden in quantitativer und qualitativer Hinsicht geeignet ausgestattet. Erhaltene oder weitergegebene Buchhaltungsdaten werden regelmäßig auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. Durch hierfür eingesetzte Software finden programmierte Plausibilitätsprüfungen statt. Rechnungslegungsrelevante Informationen werden kontinuierlich zwischen der kaufmännischen Leiterin und dem Leiter Rechnungswesen ausgetauscht sowie in regelmäßig stattfindenden Besprechungen an den Vorstand kommuniziert.
Außerdem wird zur Kontrolle wichtiger Vorgänge das Vier-Augen-Prinzip angewendet, beispielsweise im Rahmen von Bestellungen sowie Rechnungen bzw. Zahlungsläufen. Die Bestätigung der Prüfung und Zahlungsanweisungen haben mit Unterschrift und Datum zu erfolgen.
Auch werden eingegangene Rechnungen den entsprechenden Abteilungen im Vier-Augen-Prinzip zur sachlichen und rechnerischen Prüfung mittels eines Dokumenten-Management-Systems vorgelegt. Dieses Prinzip besagt, dass keine einzelne Person alleine verantwortlich für einen Prozess sein darf. Vielmehr müssen fachlich dazu ausreichend geeignete Personen den Vorgang bearbeiten, um mögliche Abweichungen und Kontrollschwächen zu erkennen und auszuschalten. Konkret bedeutet dieses, dass der Besteller durch seine Unterschrift bestätigen muss, dass die Ware eingegangen ist bzw. die Dienstleistung erbracht wurde und der Bestellung entspricht.
Die Prüfung soll unverzüglich erfolgen und mit einer Kostenstellenkontierung an den Vorgesetzten bzw. Kostenstellenverantwortlichen weitergeleitet werden, damit dieser die Zahlung freigeben kann. Als letzte Instanz für die Ordnungsmäßigkeit lösen zwei Unterschriftsberechtigte mit Bankvollmacht die Zahlung aus.
Neben dem IKS bei der 11880 Solutions AG und in den einzelnen Tochtergesellschaften gibt es diese Kontrollebenen auch auf Konzernebene. Konzernweite Kontrollen werden von zentralen Einheiten wie der Finanz-, Personal- oder der Rechtsabteilung gesteuert und sind auch zentral dokumentiert. Ein typisches Beispiel hierfür ist die zentrale Steuerung und Kontrolle von Zahlungsausgängen.
Des Weiteren wird das IKS durch IT-Systeme gestützt, die regelmäßig auf ihre Effizienz hin kontrolliert werden. Bei den im Rechnungswesen eingesetzten Finanzsystemen handelt es sich, soweit möglich, um Standardsoftware. Durch entsprechende Sicherheits- bzw. Berechtigungskonzepte sind diese Systeme gegen unbefugte Zugriffe geschützt.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, dessen wesentliche Merkmale zuvor beschrieben sind, soll sicherstellen, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt sowie in die Rechnungslegung übernommen werden. Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung adäquater Software sowie klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben stellen die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar. Auch die klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche sowie verschiedene Kontroll- und Überprüfungsmechanismen, wie sie zuvor genauer beschrieben sind, ermöglichen es, eine korrekte und verantwortungsbewusste Rechnungslegung sicherzustellen. Im Einzelnen wird so erreicht, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften sowie internen Richtlinien erfasst, verarbeitet und dokumentiert und zeitnah und buchhalterisch korrekt erfasst werden können. Gleichzeitig soll damit sichergestellt werden, dass Vermögensgegenstände und Schulden im Jahres- und Konzernabschluss zutreffend angesetzt, ausgewiesen und bewertet sowie verlässliche und relevante Informationen vollständig und zeitnah bereitgestellt werden.
6.3 Unternehmensweite Chancen
Da die 11880 Solutions AG auch die Chancen der Tochtergesellschaften verantwortet, werden im Folgenden bei der Quantifizierung der Chancen die kumulierten Werte der 11880 Solutions AG und der 11880 Internet Services AG betrachtet; unter "11880 Solutions-Gruppe" werden insoweit beide Gesellschaften zusammen angesprochen.
Um das Chancen-Potential der 11880 Solutions-Gruppe zu ermitteln, werden die Chancen mit einer prozentualen Eintrittswahrscheinlichkeit gewichtet und in ihrer Auswirkung bezogen auf die Geschäftsziele bzw. auf das Unternehmensergebnis betraglich bewertet. Abschließend erfolgt ein aufsteigendes Ranking nach Netto-Auswirkung bzw. gewichteter Auswirkung auf das Unternehmensergebnis.
Marktentwicklung im Geschäftsbereich "Auskunft" Aufgrund des Wandels der Mediennutzung von klassischen hin zu digitalen Medien, ist der Markt für die Telefonauskunft seit vielen Jahren rückläufig. Diese negative Entwicklung des Anrufvolumens ist in der Geschäftsplanung für das Jahr 2019 abgebildet. Es besteht jedoch die, wenn auch geringe, Chance, dass der Markt weniger stark abnimmt als geplant. Das hätte positive Auswirkungen auf die Entwicklung des Anrufvolumens und der Umsätze.
Aufgrund des stetig sinkenden Anrufvolumens hat sich die Auswirkung dieser Chance gegenüber dem Vorjahr entsprechend verringert und das korrespondierende Risiko entsprechend erhöht.
Darüber hinaus haben wir im Geschäftsjahr 2018 unser Call-Center Drittgeschäft ausgebaut, woraus sich in diesem Bereich weitere Chancen ergeben. Wesentliche Risiken sehen wir in diesem Bereich nicht.
Marktentwicklung im Geschäftsbereich "Digital"
Es ist davon auszugehen, dass in den nächsten Jahren ein fortlaufendes Marktwachstum in dem für die 11880 Solutions-Gruppe relevanten Segment zu verzeichnen sein wird und sich anhaltende Trends weiter fortsetzen werden.
Mit zahlreichen gewerblichen Suchanfragen auch im Geschäftsjahr 2018 hat sich die 11880 Solutions-Gruppe mit dem Online-Branchenbuch "11880.com" eine sehr gute Position in diesem Markt geschaffen.
Die große Anzahl von Suchanfragen im gewerblichen Kontext ist für die 11880 Solutions-Gruppe ein zentrales Asset beim Verkauf von Online-Werbeprodukten an KMU. Mit Produkten rund um die Erstellung von Internetpräsenzen, dem Verkauf von prominent platzierten Werbeeinträgen sowie Maßnahmen zur Suchmaschinen-Optimierung hat sich die 11880 Solutions-Gruppe zu einem der größten Anbieter von Komplett-Lösungen regionaler Online-Werbung für KMU in Deutschland entwickelt.
Es ergeben sich weitere operative Chancen aus einer Steigerung der Produktivität des Vertriebs im Digitalgeschäft. Im Umkehrschluss birgt dieser Sachverhalt bei einer niedrigeren Vertriebsproduktivität als erwartet ein Risiko. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich keine wesentliche Änderung in der Ausprägung dieser Chance ergeben.
Darüber hinaus haben wir im Bereich der Suchmaschinen-Optimierung durch Ergänzung unserer Produktpalette sowie die inzwischen signifikante Größe am Markt unser Einkaufspotential deutlich gesteigert. Dies könnte sich durch geringere Einkaufspreise auswirken.
Entwicklung der Kündigungsquote im Geschäftsbereich "Digital"
Durch strukturelle Prozess- und Organisationsänderungen hat sich das Bestandskundenmanagement im Segment "Digital" in den letzten Jahren stetig verbessert. Durch eine gestiegene Kundenzufriedenheit und damit erhöhte Kundenbindung konnte die Kündigungsquote sukzessive gesenkt werden.
Sollte die 11880 Solutions-Gruppe bei der Kundenzufriedenheit und damit auch bei der Kundenbindung größere Fortschritte machen als geplant, so hätte dies positive Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung. Im Umkehrschluss birgt dieser Sachverhalt bei einer höheren Kündigungsquote als erwartet ein ebenso großes Risiko.
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich keine wesentliche Änderung in der Ausprägung dieser Chance ergeben.
Zusammenfassende Darstellung der Chancen
Insgesamt haben sich die der 11880 Solutions-Gruppe bietenden Chancen gegenüber dem Vorjahr aus operativer Sicht nicht wesentlich verändert. Tendenziell ist davon auszugehen, dass das Chancenpotential im Segment Digital aufgrund der nunmehr seit Jahren stabilen und sich weiter positiv entwickelnden Kennzahlen steigt. Im Segment Auskunft bieten sich weitere Chancen im sich entwickelnden Call-Center Drittgeschäft.
6.4 Unternehmensweite Risiken
Da die 11880 Solutions AG auch die Risiken der Tochtergesellschaften verantwortet, werden im Folgenden bei der Quantifizierung der Risiken die kumulierten Werte der 11880 Solutions AG und der 11880 Internet Services AG betrachtet; unter "11880 Solutions-Gruppe" werden insoweit beide Gesellschaften zusammen angesprochen.
Wie zuvor angeführt, stellen die dargestellten Chancen bei einer negativen Entwicklung Risiken in entsprechender Höhe dar.
Um zu ermitteln, welche Risiken am ehesten einen bestandsgefährdenden Charakter für die 11880 Solutions-Gruppe aufweisen, werden die Risiken mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit gewichtet und in ihrer Auswirkung, bezogen auf die Geschäftsziele bzw. auf das Unternehmensergebnis, betraglich bewertet. Zur Fokussierung und Priorisierung erfolgt abschließend ein absteigendes Ranking der wesentlichen Risiken nach Netto-Auswirkung bzw. gewichteter Auswirkung auf das Unternehmensergebnis.
Nachfolgend werden die Risiken zusammenfassend je Kategorie dargestellt:
| Unternehmensrisiken (nach Einschätzung des Vorstands) | Mögliche finanzielle Auswirkungen (Erwartungswert der Netto-Risiken) | Risikolage für 2019 im Vergleich zum Vorjahr |
|---|---|---|
| Finanz- und Liquiditätsrisiken | Bedeutsam * | erhöht |
| Marktrisiken | Bedeutsam | Leicht erhöht |
| Prozessrisiken | Niedrig | Leicht erhöht |
| Regulatorische Risiken | Sehr niedrig | niedriger |
| Rechtliche Risiken | Sehr niedrig | gleich |
| Personalrisiken | Niedrig | erhöht |
| Technologierisiken | Sehr niedrig | Leicht erhöht |
Ausprägung der möglichen finanziellen Auswirkung auf das Konzernergebnis und den Konzern-EBITDA bzw. die Liquidität: Bedeutsam (> 1 Mio. EUR), Mittel (von 0,5 bis 1 Mio. EUR), Niedrig (von 0,1 bis 0,5 Mio. EUR), Sehr niedrig (< 0,1 Mio. EUR).
* Im Falle der Finanz- und Liquiditätsrisiken resultiert die Einstufung des Risikos sowie deren Veränderung aus dem geringen Finanzmittelbestand sowie der wesentlichen Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit.
Einzelrisiken innerhalb der dargestellten Gruppen von Unternehmensrisiken, die bedeutsame, mittlere und niedrige finanzielle Auswirkungen haben und die durch Gegenmaßnahmen beeinflussbar sind, werden nachfolgend dargestellt, insofern sie im Einzelnen als wesentlich anzusehen sind.
Finanz- und Liquiditätsrisiken
Die 11880 Solutions-Gruppe optimiert ständig die Konzernfinanzierung und begrenzt die finanzwirtschaftlichen Risiken mit dem Ziel, die Sicherung der finanziellen Unabhängigkeit des Konzerns zu wahren. Die finanzwirtschaftlichen Risiken sind Bestandteil des Risikomanagementsystems und werden zusätzlich im Rahmen des Liquiditätsmanagements mittels einer rollierenden monatlichen Finanzplanung und Finanzanalyse überwacht.
Der 11880 Solutions-Gruppe standen zum 31. Dezember 2018 zur Finanzierung ihrer weiteren Geschäftstätigkeit ein Finanzmittelbestand in Höhe von 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR) sowie kurzlaufende Geldmarkt- bzw. Rentenfonds in Höhe von 1,7 Mio. EUR (Vorjahr: 5,3 Mio. EUR) bewertet zu Zeitwerten zur Verfügung. Darüber hinaus verfügt die 11880 Solutions-Gruppe über eine Überziehungskreditlinie von Kreditinstituten in Höhe von 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 2,0 Mio. EUR). Des Weiteren wurde der Vorstand auf der Hauptversammlung am 12. Juni 2018 ermächtigt, das Grundkapital in zwei Schritten um insgesamt 50 % bzw. 9,6 Mio. EUR zu erhöhen.
Aufgrund des geringen Finanzmittelbestands sowie des auch für das Geschäftsjahr 2019 erwarteten Netto-Finanzmittelabflusses in einer Bandbreite von -1,0 bis 0,0 Mio. EUR besteht eine wesentlich Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, die kurz- und mittelfristig von der Realisierung der in der Unternehmensplanung hinterlegten Annahmen hinsichtlich des Umsatzwachstums im Digitalbereich und der weiteren Entwicklung der Aufwendungen abhängig ist. Diese Annahmen umfassen im Segment "Digital" insbesondere die zentralen nicht-finanzbezogenen Kennzahlen der Neu- und Bestandskundenentwicklung sowie der Kündigungsquote und im Segment "Auskunft" die Entwicklung des Anrufvolumens sowie des Umsatzes je Call 1 .
Im Vergleich zum Vorjahr ist das Risiko einer Bestandsgefährdung aufgrund des weiter abgesunkenen Finanzmittelbestands leicht erhöht.
1 Vgl. in diesem Zusammenhang verweisen wir auf Abschnitt "B. Unternehmensfortführung" des Anhangs.
Unter Ausschluss von Risiken, die derzeit nicht erkennbar sind, schätzt das Management das Risiko einer tatsächlichen Insolvenz aufgrund von Illiquidität und somit einer Bestandsgefährdung als gering ein.
Die 11880 Solutions-Gruppe hat in 2018 bereits geeignete Gegenmaßnahmen in Form struktureller Maßnahmen und nachhaltiger Kostendisziplin in die Wege geleitet und ein System zur laufenden Überwachung insbesondere der Zahlungsausgänge implementiert.
Dieses Risiko käme zudem nur zum Tragen, wenn die in der Unternehmensplanung hinterlegten Ziele nicht realisiert werden könnten, obschon die 11880 auf eine nunmehr nachhaltig über einen längeren Zeitraum hinweg verlässliche Entwicklung der wichtigen nicht-finanzbezogenen Kennzahlen des Segmentes "Digital" sowie des Segmentes "Auskunft" zurückblickt. Ebenso unterstützt der noch junge Bereich des Call Center Drittgeschäftes im Segment Auskunft bereits die finanzielle Stabilität.
Ferner käme dieses Risiko nur zum Tragen, wenn kein Kreditinstitut einen Kreditrahmen für die ordentliche Unternehmensfortführung gewähren würde und die - bisher nicht geplanten aber von der Hauptversammlung genehmigten - Kapitalmaßnahmen keine Wirkung entfalten würden, da potentielle Investoren die neu ausgegebenen Aktien nicht zeichnen.
Es besteht das Risiko, dass es trotz der getroffenen Kontrollen und Maßnahmen der 11880 Solutions-Gruppe zu unrechtmäßigen Veröffentlichungen kommt. So besteht die Möglichkeit, dass Informationen versehentlich oder verfrüht an die Öffentlichkeit gelangen, wie beispielsweise Informationen zur Strategie, zu Fusionen und Übernahmen oder zu unveröffentlichten Finanzergebnissen. Damit einher geht das geringe Risiko eines Reputationsverlustes. Es könnte in der Folge zu einem Verlust von potentiellen Investoren kommen.
Das Risiko wird durch die 11880 Solutions-Gruppe durch aktive externe Kommunikation sowie durch die Einhaltung aller Veröffentlichungspflichten minimiert, so dass nur von einem mittleren finanziellen Risiko auszugehen ist. Die Risikolage ist diesbezüglich unverändert zum Vorjahr.
Marktrisiken
Im Geschäftssegment "Digital" werden die Produkte im Outbound vertrieben. Dieser Vertriebsweg ist konform mit der derzeitigen Gesetzgebung. Es besteht ein gegenüber dem Vorjahr unverändert geringes Risiko, dass der Gesetzgeber den telefonischen Kontakt zu Unternehmenskunden zukünftig weiter einschränkt. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, begleitet die Rechtsabteilung der 11880 Solutions-Gruppe intensiv diese Thematik.
Die 11880 Solutions-Gruppe führt ihre Vertriebstätigkeit bzw. Kundenansprache im Segment "Digital" hauptsächlich im Outbound durch. Es besteht das Risiko einer negativen Berichterstattung bezüglich der Verkaufsgesprächsführung, unter anderem auch in sozialen Netzwerken, was zu Imageschäden des Unternehmens führen könnte.
Die 11880 Solutions-Gruppe hat eine Reihe von Vorkehrungen zur Prävention getroffen, die unter anderem in der Prozess- und Organisationsstruktur verankert sind. Hierzu zählen vorgeschriebene Schulungen für alle Mitarbeiter, Standards für eine korrekte interne und externe Kommunikation insbesondere auch im Vertrieb sowie technische Sicherheitsmaßnahmen in Bezug auf die unternehmensweiten Kommunikationskanäle.
Es besteht im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Implementierung weiterer geeigneter Gegenmaßnahmen ein weiter gesunkenes Risiko.
Der Verlust eines wichtigen und wesentlichen Kunden im Call Center Drittgeschäft des Segments Auskunft könnte zu einem Umsatzrisiko führen.
Zur Minimierung des Risikos finden geeignete Kundenbindungsmaßnahmen statt. Darüber hinaus werden die Vertriebsaktivitäten zur Neukundengewinnung laufend erweitert.
Die Gesellschaft sieht das Risiko derzeit nicht als bedeutsam an. Da sich das Call Center Drittgeschäft im aktuellen Jahr noch im Aufbau befindet liegen noch keine belastbaren Vorjahreswerte vor.
Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, dass es zu erhöhten Kündigungen von Kundenseite bezogen auf die Mediaprodukte im Segment "Digital" kommen kann, da die Erwartungshaltung der Kunden in Bezug auf die angebotenen Produkte nicht erfüllt werden kann. Die dann erhöhte Kündigungsquote würde zu zusätzlichem Kundenverlust führen, der dann auch Auswirkungen auf die Ergebniswirkung aus Vertragsverlängerungen hätte.
Die 11880 Solutions-Gruppe implementiert als Gegenmaßnahmen umfassende und professionelle Kundenkommunikation zur Erhöhung der Transparenz des Leistungsvermögens der Produkte. Darüber hinaus arbeitet die 11880 Solutions-Gruppe auch nachhaltig und intensiv daran, die Produktqualität laufend zu erhöhen und setzt umfassende Qualitätskontrollen ein. Intensive Produktschulungen der Verkaufsmitarbeiter sowie Analysen der Verkaufsgespräche sorgen zusätzlich für eine Minimierung der Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos.
Im Vergleich zum Vorjahr blieb die Eintrittswahrscheinlichkeit unverändert. Das damit einhergehende Risiko konnte jedoch reduziert werden.
Die Risikolage im Bereich der sonstigen, unwesentlichen Marktrisiken ist im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht.
Prozessrisiken
Aufgrund gegebenenfalls negativer Presse zum Thema "Verkaufsmethoden und falschen Produktversprechen" kommt es zu einer erhöhten Zurückhaltung der Vertriebs-Mitarbeiter im Verkaufsgespräch, was zu sinkenden Abschlussquoten im Neukundengeschäft führen könnte.
Die Vertriebs-Mitarbeiter werden hinsichtlich dem Umgang mit der tatsächlich risikobehafteten Verkaufssituation laufend geschult und nehmen regelmäßig an Aufklärungsvorträgen zur Thematik teil. Im Ergebnis sinken Kündiger- und Stornoquote. Die 11880 Solutions-Gruppe überwacht laufend die genannten Quoten um frühzeitig auf gegebenenfalls negative Entwicklungen reagieren zu können.
Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Prozessrisiken leicht erhöht.
Regulatorische Risiken
Die Geschäftstätigkeit der 11880 Solutions-Gruppe ist unter anderem von Entscheidungen der Gesetzgeber und Regulierungsbehörden abhängig. Hierzu zählen auch die Regelungen über die Zuteilung von Rufnummern. Die Regulierungsvorschriften bestimmen zum Beispiel, welche Auskunftsdienste von der 11880 Solutions-Gruppe erbracht werden können und wie die Zuteilung der Auskunftsnummern erfolgt. So könnte beispielsweise die Verletzung von Zuteilungsregeln für Auskunftsnummern zu einer Abmahnung durch die Regulierungsbehörde bzw. in letzter Konsequenz zum Entzug einer Rufnummer führen.
Es besteht ein gegenüber dem Vorjahr unverändertes sehr geringes Risiko, dass der 11880 Solutions-Gruppe erteilte Rufnummern wieder entzogen werden.
Rechtliche Risiken
Die identifizierten rechtlichen Risiken weisen in Ihrer Gesamtheit sowie auch im Einzelnen sehr geringe finanzielle Auswirkungen auf, so dass auf eine detaillierte Darstellung von Einzelrisiken verzichtet wird. Die Risikolage zum Vorjahr stellt sich unverändert dar.
Personalrisiken
Es besteht das Risiko, dass nicht ausreichend qualifizierte Mitarbeiter für die vertrieblichen Einheiten akquiriert werden können, so dass es zu Engpassrisiken im Hinblick auf die geplanten Zielvorgaben kommen kann.
Die 11880 Solutions-Gruppe begegnet diesem Risiko vor allem durch intensive Zusammenarbeit mit Recruitingdienstleistern sowie dem Zukauf von externen Call Center Kapazitäten und der geografischen Streuung der Personalsuche.
Es ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr ein erhöhtes Risiko.
6.5 Zusammenfassende Darstellung der Risikolage
Zusammenfassend ist festzustellen, dass das Volumen des gewichteten Nettorisikos (Summe über die mit der Eintrittswahrscheinlichkeit bewerteten Schadenshöhen aller Einzelrisiken) mit 2,2 Mio. EUR für die 11880 Solutions-Gruppe in etwa dem Vorjahresniveau (2,1 Mio. EUR) entspricht.
Interne und externe Optimierungsmaßnahmen sollen weiterhin dafür Sorge tragen, die Eintrittswahrscheinlichkeiten und die Ergebniseffekte im Eintrittsfall weiter zu verringern.
Gegenwärtig wurden über die im Kapitel "Finanz- und Liquiditätsrisiken" dargestellten kurz- bis mittelfristigen bestandsgefährdenden Risiken keine weiteren Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Gesellschaft, oder eines der Unternehmen der 11880 Solutions-Gruppe kurzfristig gefährden könnten. Die kurz- bis mittelfristigen bestands gefährdenden Risiken werden entsprechend den Ausführungen im Abschnitt "Finanz- und Liquiditätsrisiken" eingeschätzt.
7 Ausblick
7.1 Strategie der 11880 Solutions-Gruppe
Im Geschäftsjahr 2019 wird die 11880 Solutions-Gruppe die Vielzahl der Produkte, die in den Vorjahren eingeführt wurden, weiter etablieren und optimieren. Neu hinzukommen wird im ersten Quartal das neu entwickelte Jobportal. Unternehmenskunden können aktuelle Jobangebote als Teil ihrer Informationen auf allen relevanten Online-Portalen veröffentlichen. Zusätzlich führt die 11880 Solutions-Gruppe dem Unternehmenskunden aktuelle passende Jobgesuche zu. So können kleine und mittlere Unternehmen von den Möglichkeiten des Online-Recruitings ohne eigenen Aufwand sehr gezielt profitieren.
Bereich "Auskunft"
Im Bereich "Auskunft" erwartet die 11880 Solutions-Gruppe, dass der rückläufige Trend beim Anrufvolumen in Deutschland auch 2019 anhält. Hinsichtlich des Anrufvolumens bei der Telefonauskunft geht die 11880 Solutions-Gruppe für 2019 davon aus, dass sich der Rückgang wie im Vorjahr darstellt. Die Rückgangsrate für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018 lag bei 22 %.
Um diesem Rückgang umsatzseitig teilweise entgegenzuwirken, hat die 11880 Solutions-Gruppe weiter an der Steigerung des Umsatzes je Anruf gearbeitet. 2018 konnte hierbei eine Steigerung von knapp 2 % je Anruf erreicht werden. Die 11880 Solutions-Gruppe geht davon aus, dass im Folgejahr 2019 eine weitere geringfügige Steigerung möglich ist. Neben dem weiteren Ausbau des Call Center Drittgeschäfts werden neue Geschäftsmodelle laufend geprüft und getestet, um den Rückgang im Geschäftsvolumen aufzufangen und den langfristigen Erfolg sicherzustellen.
Bereich "Digital"
Nachdem in 2018 das Produktportfolio optimiert und der Mehrwert für Unternehmenskunden weiter erhöht wurde, ist die Basis für ein nachhaltiges Umsatz- und Kundenwachstum geschaffen. Für 2019 liegt der strategische Fokus auf der weiteren kundenorientierten Optimierung der bestehenden Produktpalette sowie der Einführung weiterer Services und neuer Produkte.
Im Bereich des Neukundengeschäfts wird auch im Geschäftsjahr 2019 an einer moderaten Steigerung des Umsatzes gearbeitet.
Im Bestandskundengeschäft will die 11880 Solutions-Gruppe an den Erfolgen aus den Vorjahren anknüpfen und auch 2019 ein weiteres deutliches Kundenwachstum erreichen. In 2018 lag die Kündigungsquote bei durchschnittlich 25 % und hielt sich somit wie geplant auf Vorjahresniveau. Für 2019 ist eine Stabilisierung dieser erfreulichen Quote geplant.
Durch bereits umgesetzte Optimierungen wurde die Online-Präsenz der Bestandskunden deutlich verbessert. Die Steigerung des Kundenbestandes soll auch als Basis für Upselling- und Verlängerungsumsätze dienen. Das Kundenwachstum soll u.a. durch den Verkauf von niedrig bepreisten Einstiegsprodukten sowie nachhaltigen Produktangeboten sichergestellt werden.
7.2 Strategie der 11880 Solutions AG
Umsatz Auskunft
2019 rechnet die 11880 Solutions AG im Bereich "Auskunft" mit Umsatzerlösen von etwa 10,8 Mio. EUR. 2018 lagen die Umsatzerlöse bei 11,1 Mio. EUR.
Umsatz Digital
Insgesamt plant die 11880 Solutions AG 2019 im Geschäftsbereich "Digital" nicht mehr mit wesentlichen Umsätzen. 2018 lagen diese noch bei 0,3 Mio. EUR.
Die Planung der gesamten Umsatzerlöse der 11880 Solutions AG liegt für 2019 bei etwa 11,0 Mio. EUR (bzw. bei 11,1 Mio. EUR inkl. Mieterlöse aus Untervermietung). 2018 hatte die Gesellschaft Umsatzerlöse ohne Mieterlöse aus Untervermietung in Höhe von 11,4 Mio. EUR (bzw. 11,5 Mio. EUR inkl. Mieterlöse aus Untervermietung) erwirtschaftet.
Die Gesellschaft geht davon aus, dass auch 2019 ein Jahresfehlbetrag erzielt werden wird, der in der Größenordnung von -2,7 Mio. EUR bis -3,7 Mio. EUR liegen wird. Dies ist größtenteils dem geplanten Umsatzrückgang im Bereich Auskunft zuzurechnen, der nur partiell durch Kosteneinsparungen sowie zusätzlichem Call Center Service Geschäft ausgeglichen werden kann. 2018 wurde ein Jahresfehlbetrag von -10,6 Mio. EUR ausgewiesen.
Die Planung des Cash-Bestandes erfolgt ausschließlich auf Gruppenebene; Prognosen auf Einzelgesellschaftsebene wurden nicht abgegeben. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wies die 11880 Solutions-Gruppe einen Cash-Bestand sowie einen Bestand an zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 2,6 Mio. EUR aus. Basierend auf dem geplanten Cashflow in einer Bandbreite von - 1,0 bis 0,0 Mio. EUR erwartet die 11880 Solutions-Gruppe für Ende 2019 einen Cash-Bestand von 1,6 bis 2,6 Mio. EUR.
Die unterschiedlichen Trends der beiden Geschäftsbereiche "Auskunft" und "Digital" führen dazu, dass sich die 11880 Solutions-Gruppe weiter hin zu einem digitalen Unternehmen entwickelt. Auch 2019 wird dieser Bereich vorangetrieben. Jedoch arbeitet die 11880 Solutions AG auch an langfristigen Strategien vor allem am Ausbau des Call Center Drittgeschäfts im Bereich der klassischen Auskunft.
7.3 Finanzstrategie
Die Finanzstrategie der 11880 Solutions-Gruppe verfolgt die langfristige Sicherung der Liquidität und die finanzielle Unterstützung der Entwicklung des digitalen Geschäfts. Aufgrund der zurückgehenden Volumina im Segment "Auskunft" verstärkt sich der Druck auf eine beschleunigte Verbesserung der Rentabilität.
Nach Wegfall der Einmalbelastungen des Geschäftsjahres 2018 vor allem im Bereich der Personalkosten sowie im Bereich der Mietaufwendungen lässt sich die Finanzierung der Gesellschaft im Wesentlichen aus dem operativen Cash Flow gestalten, wobei dieser in voller Höhe zur Finanzierung der 11880 Internet Services AG zur Verfügung gestellt wird.
Durch geeignete strategische Maßnahmen wird die Kostenstruktur und somit der Cashflow soweit verbessert, dass eine ausreichende Liquidität sichergestellt wird. Parallel dazu wird laufend die Möglichkeit von Kooperationen geprüft sowie das Call Center Services Geschäft erweitert, um das bestandsgefährdende Risiko weiter zu verringern.
8 Angaben nach § 289a HGB und erläuternder Bericht gem. § 176 Abs. 1 S. 1 AktG
8.1 Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Das gezeichnete Kapital der 11880 Solutions AG ist zum 31. Dezember 2018 in 19.111.091 (Vorjahr: 19.111.091) auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (nennwertlose Stückaktien) eingeteilt. Zum 31. Dezember 2018 sind hiervon 19.111.091 Stück (Vorjahr: 19.111.091) im Umlauf befindlich.
8.2 Beschränkungen, welche die Stimmrechte und die Übertragung von Aktien betreffen
Beschränkungen bezüglich der Stimmrechte von Aktien sind dem Vorstand der 11880 Solutions AG nicht bekannt.
8.3 Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft von mehr als 10 Prozent der Stimmrechte
Zum Stichtag bestehen folgende Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft mit mehr als 10 % der Stimmrechte:
| ― | Herr Rolf Hauschild: 15,22 % (*) |
| ― | GoldenTree Asset Management Lux S.à.r.l.: 13,18 % (*) |
(*) Die Prozentsätze ergeben sich aus den aktuellsten der 11880 Solutions AG vorliegenden WpHG-Mitteilungen. Da diese Mitteilungen nur bei Über- und Unterschreitungen von bestimmten Schwellenwerten von den Anteilsinhabern anzugeben sind, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Anteilswerte mittlerweile innerhalb der Schwellenwertintervalle verändert haben.
8.4 Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.
8.5 Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben
Mitarbeiter, die im Rahmen eines Aktienoptionsprogramms Wertpapiere erhalten, können Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Bestimmungen der Satzung ausüben.
8.6 Ernennung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands
Der Vorstand der 11880 Solutions AG besteht aus mindestens einem Mitglied. Die Bestellung von stellvertretenden Mitgliedern des Vorstandes ist gem. Ziffer 3.1 Absatz 1 der Satzung zulässig. Die Bestimmung der Anzahl, die Bestellung und die Abberufung der ordentlichen sowie der stellvertretenden Vorstandsmitglieder erfolgt durch den Aufsichtsrat, der auch einen Vorstandsvorsitzenden bestimmen kann.
8.7 Änderung der Satzung
Gemäß §179 AktG werden Satzungsänderungen durch Beschlüsse der Hauptversammlung vorgenommen. Der Aufsichtsrat ist gem. Ziffer 4.5 der Satzung ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung betreffen.
8.8 Befugnisse des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen
Der Vorstand wurde mit Hauptversammlungsbeschluss vom 12. Juni 2018 ermächtigt bis zum 31. Dezember 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu nominal 1.911.109,00 EUR durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I).
Der Vorstand wurde mit Hauptversammlungsbeschluss vom 12. Juni 2018 ermächtigt bis zum 31. Dezember 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu nominal 7.644.436,00 EUR durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II).
8.9 Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen
Es bestehen zum 31. Dezember 2018 keine wesentlichen Vereinbarungen.
8.10 Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots
Entschädigungsvereinbarungen der 11880 Solutions AG mit Mitgliedern des Vorstands und Mitarbeitern im Falle eines Übernahmeangebots (Change of Control) bestehen nicht.
9 Erklärung zur Unternehmensführung und Bericht zur Corporate Governance
Die Erklärung zur Unternehmensführung (§§ 289f, 315d HGB) beinhaltet die Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG, Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, die Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat und Angaben zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern (Diversity).
Im deutschen Corporate Governance Kodex sind die Regeln für eine effiziente und verantwortungsvolle Leitung und Überwachung börsennotierter Aktiengesellschaften zusammengefasst. Alle oben genannten Informationen sind auf der Internetseite der 11880 Solutions AG unter https://ir.11880.com/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung zu finden.
10 Vergütungssystem
Der Vergütungsbericht fasst die Grundzüge und Vergütungssystematiken zusammen, die auf die Festsetzung der Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands der 11880 Solutions AG Anwendung finden und erläutert die Struktur sowie die Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder. Ferner werden die Grundzüge und die Höhe der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats beschrieben.
10.1 Grundzüge der Vorstandsvergütung
Der Aufsichtsrat berät und überprüft regelmäßig die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand und setzt auf Vorschlag des Aufsichtsratsvorsitzenden die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest. Des Weiteren überprüft das Gremium regelmäßig das Vergütungssystem für den Vorstand. Hierzu werden vertikale und horizontale Vergütungsvergleiche vorgenommen.
Das Vergütungsmodell für den Vorstand soll im Wettbewerb um hochqualifizierte Führungspersönlichkeiten attraktiv und angemessen sein. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die Leistung des Vorstands sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfeldes.
10.2 Vergütungssystem
Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) sieht vor, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats die Hauptversammlung einmalig über die Grundzüge des Vergütungssystems und sodann über die Veränderungen informiert. Davon abweichend informiert der Vorsitzende des Aufsichtsrats der 11880 Solutions AG die Hauptversammlung jährlich im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung über die Grundzüge des Vergütungssystems unter Berücksichtigung des Informationsinteresses neuer Aktionäre, die erstmalig bei der Hauptversammlung anwesend sind.
Bestandteile der Vorstandsvergütung allgemein
Die Gesamtvergütung für die Vorstandsmitglieder der 11880 Solutions AG setzt sich grundsätzlich aus monetären Vergütungsteilen zusammen, die in erfolgsunabhängige und erfolgsbezogene Komponenten unterteilt sind. Die erfolgsunabhängigen Komponenten bestehen aus fixen Vergütungsbestandteilen und Nebenleistungen sowie Versorgungszusagen. Erfolgsbezogene Komponenten umfassen variable Vergütungsbestandteile.
Fixe Vergütungsbestandteile
Das Fixum als von der jährlichen Leistung unabhängige Grundvergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt und orientiert sich an einem Einkommensplan, der vom Aufsichtsrat festgelegt wird. Er berücksichtigt die Lage und mittelfristigen Zielsetzungen der Gesellschaft und die nach § 87 Absatz 1 AktG bzw. der nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex relevanten Kriterien.
Variable Vergütungsbestandteile
Variable Vergütungsbestandteile sind mit betragsmäßigen Höchstgrenzen versehen und setzen sich aus performance-bezogenen und qualitativen Komponenten zusammen. Dabei sind die performance-bezogenen Komponenten mehrjährig ausgerichtet, um die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens zu berücksichtigen.
Sonstige Vergütungsbestandteile, Nebenleistungen, Zusagen und Leistungen von Dritten
Weitere Bestandteile der Gesamtvergütung sind, soweit vertraglich vereinbart, Versorgungszusagen, sonstige Zusagen, insbesondere für den Fall der Beendigung der Tätigkeit, Nebenleistungen jeder Art und Leistungen von Dritten, die im Hinblick auf die Vorstandstätigkeit zugesagt oder im Geschäftsjahr gewährt wurden.
10.3 Vergütung 2018
Fixe und variable Vergütung
Im Geschäftsjahr 2018 ist die 11880 Solutions AG den in Ziffer 4.2.3 DCGK Abs. 2 genannten Empfehlungen zur Vergütungsstruktur uneingeschränkt gefolgt. Unverändert ist die Vergütungsstruktur auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die monetären Vergütungsbestandteile umfassen fixe und variable Bestandteile, wobei die variablen Bestandteile grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben und im Wesentlichen zukunftsbezogen sein sollen. Neben dem mit dem Vorstand Herrn Maar vereinbarten LTI über 3,5 Jahre, werden die variablen Vergütungsbestandteile entsprechend der Zielerreichung zum Teil in mehrjährige Deferrals (virtuelle Aktien) angelegt.
Der Deferral wird als langfristig angelegte variable Vergütung in virtuelle Aktien der Gesellschaft umgewandelt ("Deferral"). Der maßgebliche Aktienkurs der virtuellen Aktien im Zeitpunkt der Umwandlung ist der arithmetische Mittelwert der Schlusskurse im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse an den Börsenhandelstagen in den letzten drei Monaten vor Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr, für das die Ziele vereinbart wurden.
Nach Ablauf einer Haltefrist von zwei Jahren nach der Umwandlung in den jeweiligen Deferral, erfolgt die Ermittlung des Werts der virtuellen Aktien und die Auszahlung des Deferrals. Der für den Wert maßgebliche Aktienkurs ist der arithmetische Mittelwert der Schlusskurse im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse an den Börsenhandelstagen in den letzten drei Monaten vor Feststellung des Jahresabschlusses für das jeweils übernächste Geschäftsjahr. Dem so ermittelten Wert des Deferrals werden etwaige, während der Haltefrist an die Aktionäre ausgeschüttete Dividenden hinzugerechnet. Hieraus ergibt sich der Gesamtwert des nach Ablauf der Haltefrist auszuzahlenden Deferrals. Unabhängig von der Kursentwicklung bzw. etwaigen Dividendenzahlungen beträgt der Gesamtwert des Deferrals jedoch höchstens 120 % des nach dem arithmetischen Mittelwert berechneten Ausgangswerts der virtuellen Aktien bei Umwandlung in den Deferral. Liegt der Gesamtwert des Deferrals nach Ablauf der Haltefrist unter 50 %, wird der Deferral nicht ausgezahlt, der einbehaltene Performance-Bonus damit auf 0 gekürzt.
Sonstige Vergütungsbestandteile, Nebenleistungen, Zusagen und Leistungen von Dritten
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt in Ziff. 4.2.3 Abs. 4, dass die Berechnung des Abfindungs-Caps auf die Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres und gegebenenfalls auch auf die voraussichtliche Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr abgestellt sein sollte. Hiervon weicht die 11880 Solutions AG ab.
Im Vorstandsvertrag von Herrn Maar wird zur Berechnung des Abfindungs-Caps neben einem aus der durchschnittlichen fixen Vergütung gebildeten Referenzwert (d. h. Durchschnitt der bis zum Beendigungszeitpunkt gezahlten fixen monatlichen Vergütung) als weiterer Referenzwert die variable Vergütung nur des abgelaufenen und nicht auch des laufenden Geschäftsjahres in Bezug genommen.
Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die in Ziffer 4.2.3 im DCGK enthaltene Empfehlung, bei Bemessung des Abfindungs-Caps auch auf das laufende Geschäftsjahr abzustellen, für die sich auf die variable Vergütung beziehende Referenzgröße wenig praktikabel ist, da sich eine unterjährige bzw. anteilige Zielerreichung häufig nur schwer bemessen lässt. Bei der Fixvergütung wird demgegenüber auf den Durchschnitt nicht nur des letzten Geschäftsjahres, sondern der gesamten bisherigen Vertragslaufzeit abgestellt, um tendenziell niedrigere Fixvergütungen in Vorjahren zu berücksichtigen.
Die Nichteinbeziehung des laufenden Geschäftsjahres kann im Einzelfall theoretisch dazu führen, dass der Abfindungsbetrag höher ausfällt als die bis zum Ende der Vertragslaufzeit zu erzielende Vergütung, da ein etwaiges Absinken der variablen Vergütung im laufenden Jahr nicht abgebildet wird. In Anbetracht der Schwierigkeit einer unterjährigen Bestimmung der Höhe der variablen Vergütung für das laufende Geschäftsjahr und in Anbetracht des abgesenkten Betrags der Fixvergütung, der in die Abfindung einfließt, hält die Gesellschaft diese theoretisch mögliche Abweichung von Ziffer 4.2.3 Absatz 4 Satz 1 DCGK für gerechtfertigt.
Für die geltenden Vorstandsverträge berechnet sich das Abfindungs-Cap jeweils nach dem 18-fachen der durchschnittlichen fixen Monatsvergütung unter Bezugnahme der gesamten Vertragslaufzeit (Referenzwert I) und dem 18-fachen eines Zwölftels der im abgelaufenen Geschäftsjahr entstandenen variablen Vergütung (Referenzwert II).
Die Abfindung ist der Höhe nach begrenzt auf das maximal 18fache der jeweils geltenden Referenzwerte (Abfindungs-Cap).
Beträgt die Restlaufzeit des Vertrages weniger als 18 Monate, ist der jeweilige Abfindungs-Cap auf die Anzahl der Monate der Restlaufzeit begrenzt.
Mitglieder des Vorstands haben 2018 beitragsorientierte Altersvorsorgen in Höhe von insgesamt 0 TEUR (Vorjahr: 25 TEUR) erhalten. Leistungsorientierte Pensionszusagen gemäß HGB wurden 2018 in Höhe von 18 TEUR aufgelöst (Vorjahr: Auflösung 1 TEUR). Einzelheiten enthält der Anhang unter der Rubrik , Pensionsverpflichtungen".
Dem Vorstand wurden auch im Geschäftsjahr 2018 virtuelle Aktien (Deferrals) gewährt.
Kredite oder Vorschüsse wurden Vorstandsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.
Kein Vorstandsmitglied hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten. Konzerninterne Vorstands- bzw. Aufsichtsratsmandate wurden und werden nicht vergütet.
10.4 Vergütung des Vorstands
An die Vorstände sind im Geschäftsjahr 2018 gem. Definition des DCGK (Deutscher Corporate Governance Kodex) folgende Zuwendungen gewährt worden bzw. zugeflossen:
| Gewährte Zuwendungen | Gesamtvorstand | |
|---|---|---|
| in TEUR | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- |
| Festvergütung, Fixum | 413 | 555 |
| Nebenleistungen | 34 | 55 |
| Summe | 447 | 610 |
| Einjährige variable Vergütung (ohne Deferral), Tantieme | 91 | 144 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Deferral - 2 Jahre) | ||
| 2018 | 29 | 46 |
| Summe | 567 | 800 |
| Versorgungsaufwand (beitragsorientierte Unterstützungskasse) | 0 | 25 |
| Gesamtvergütung | 567 | 825 |
Gem. § 285 Nr. 9a HGB wurden den Vorständen im Geschäftsjahr 2018 folgende Gesamtbezüge gewährt:
| Gewährte Bezüge | Gesamtvorstand | |
|---|---|---|
| in TEUR | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- |
| Festvergütung, Fixum | 413 | 555 |
| Nebenleistungen | 35 | 55 |
| Versorgungsaufwand (beitragsorientierte Unterstützungskasse) | 0 | 25 |
| Summe - erfolgsunabhängig | 448 | 635 |
| Einjährige variable Vergütung (ohne Deferral), Tantieme | 91 | 160 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Deferral - 2 Jahre) | ||
| 2018 | 29 | 51 |
| LTI (jährlicher Anteil, mindesten 3-jährig) | 0 | 0 |
| Summe - erfolgsabhängig | 120 | 211 |
| Gesamtvergütung | 568 | 846 |
In den Vorjahresangaben sind neben den Leistungen an Christian Maar zudem die Leistungen an Michael Geiger enthalten.
Die gesetzlich geregelte Offenlegung der Vorstandsgehälter ist seit dem Geschäftsjahr 2006 vorgesehen. Die 11880 Solutions AG weist die Vorstandsgehälter in Summe aus, da die Hauptversammlung am 12. Juni 2018 von der so genannten Opting-Out-Klausel (Dispens von der Pflicht zur individualisierten Offenlegung der Vorstandsbezüge für die Geschäftsjahre 2017 bis einschließlich 2021) Gebrauch machte.
Birgit Hausmann, Bereichsleiterin Recht und Personal, wurde im April 2018 für zwei Monate in den Vorstand der 11880 Solutions AG berufen. Die gewährten Zuwendungen und Bezüge wurden in den dargestellten Tabellen berücksichtigt.
Ehemaligen Vorständen wurden im Geschäftsjahr 2018 gem. Definition des DCGK keine Zuwendungen gewährt.
Sollte die Gesellschaft die Bestellung eines Vorstands vorzeitig widerrufen, was sowohl der Gesellschaft wie auch dem Vorstand das Recht zur Kündigung des Anstellungsvertrags einräumt, oder tritt der Fall einer Kündigung nach Amtsniederlegung aus wichtigem Grund ein, gilt eine zweistufige Abfindungsregelung: In der ersten Stufe erhält der Vorstand eine auf seiner bisherigen durchschnittlichen monatlichen Festvergütung gemäß Anstellungsvertrag basierende Abfindung. Als Referenzwert I wird dabei der Durchschnitt der bis zum Beendigungszeitpunkt gemäß Kündigung gezahlten/zu zahlenden monatlichen fixen Vergütung angesetzt. Dieser Referenzwert wird mit der Anzahl der noch verbleibenden Monate der Restlaufzeit (bei nicht vollen Monaten entsprechend anteilig) des Anstellungsvertrags multipliziert (Abfindung I). Zudem erhält der Vorstand bei vorzeitiger Beendigung des Dienstverhältnisses eine Abfindung II, wenn für das letzte Geschäftsjahr, das vor Beendigung des Anstellungsvertrags abgeschlossen wurde, ein Anspruch auf eine variable Vergütung gemäß dem vorliegenden Anstellungsvertrag bestand/besteht. Der Referenzwert II für die Abfindung II entspricht einem Zwölftel der variablen Vergütung des vorausgehenden Geschäftsjahres. Der Referenzwert wird mit der Anzahl der noch verbleibenden Monate der Restlaufzeit des Anstellungsvertrags (bei nicht vollen Monaten entsprechend anteilig) multipliziert. Ein LTI-Bonus wird bei Berechnung des Referenzwertes II nicht berücksichtigt. Die Abfindung ist der Höhe nach begrenzt auf das maximal 18-fache der jeweils geltenden Referenzwerte (Abfindungs-Cap). Vorstehende Regelungen finden keine Anwendung, wenn der Widerruf der Bestellung gemäß § 84 Absatz 3 AktG aus vom Vorstand zu vertretendem wichtigen Grund erfolgt. In diesem Fall ist die Gesellschaft berechtigt, auch den Anstellungsvertrag aus wichtigem Grund zu kündigen. Eine Abfindung gemäß vorstehender Ausführungen steht dem Vorstand in diesem Fall nicht zu. Legt der Vorstand sein Amt ohne wichtigen Grund nieder, kann die Gesellschaft den Anstellungsvertrag außerordentlich kündigen. Eine Abfindung steht dem Vorstand in diesem Fall ebenfalls nicht zu.
10.5 Vertragslaufzeiten
Zum Stichtag 31. Dezember 2018 endete der ursprünglich bestehende Vorstandsvertrag von Herrn Maar. Mit Beschluss des Aufsichtsrates der Gesellschaft vom 29. Juni 2018 wurde Herr Maar mit Wirkung zum 01. Januar 2019 bis zum 31. März 2022 erneut zum Mitglied des Vorstandes bestellt. Der Anstellungsvertrag wurde entsprechend angepasst. Nach entsprechendem Beschluss des Aufsichtsrates in seiner Sitzung am 27. Juni 2017 wurde der Anstellungsvertrag mit Herrn Geiger nicht über den 31. Dezember 2017 hinaus verlängert.
10.6 Aufsichtsratsvergütung
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 4.6 der Satzung geregelt. Sie orientiert sich an den Aufgaben und an der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder. Die Vergütungsregelung wurde mit Wirksamwerden der am 24. Juni 2015 in der Hauptversammlung beschlossenen Satzungsänderung angepasst.
Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhielt außer dem Ersatz seiner Auslagen eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 15 TEUR (Vorjahr: 15 TEUR). Die Vergütung ist jeweils zahlbar nach der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das abgelaufene Geschäftsjahr beschließt. Für den Vorsitzenden erhöhte sich die Vergütung auf das Dreifache, für den stellvertretenden Vorsitzenden auf das 1,5-fache. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört hatten, erhielten eine im Verhältnis der Zeit geringere Vergütung. Hatte ein Mitglied nicht an mindestens 75 % der Sitzungen des Aufsichtsrats in einem Geschäftsjahr teilgenommen, minderte sich die Vergütung um 50 °%.
Zusätzlich zur Grundvergütung wurde die Mitgliedschaft in einem Ausschuss des Aufsichtsrats mit einem jährlichen Pauschalbetrag von 1 TEUR vergütet. Für einen Ausschussvorsitzenden erhöhte sich die Vergütung auf das Doppelte. Voraussetzung war, dass der Ausschuss während des Geschäftsjahres getagt hat und das Mitglied tatsächlich an mindestens einer Sitzung des Ausschusses teilgenommen hat.
Ziffer 5.4.6. Absatz 3 DCGK empfiehlt eine individualisierte, aufgeschlüsselte Angabe der Aufsichtsratsvergütung. Die 11880 Solutions AG weist im Vergütungsbericht die Vergütung für den Gesamtaufsichtsrat und die Ausschusstätigkeit in Summe aus. Eine individualisierte Aufschlüsselung erfolgt nicht, da die 11880 Solutions AG der Meinung ist, dass dies keine Kapitalmarktrelevanz hat. Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich für das Geschäftsjahr 2018 auf insgesamt 119 TEUR (Vorjahr: 127 TEUR).
Kein Aufsichtsratsmitglied hat darüber hinaus im Berichtsjahr weitere Vergütungen bzw. Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, erhalten.
Kredite und Vorschüsse wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt.
Essen, 5. April 2019
Der Vorstand
Christian Maar, Vorstandsvorsitzender
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
"Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Einzelabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens so dargestellt wurden, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens beschrieben sind."
Essen, 05. April 2019
Der Vorstand
Christian Maar, Vorstandsvorsitzender
Jahresabschluss
Bilanz zum 31. Dezember 2018 - HGB
AKTIVA
| in TEUR | 31. Dezember 2018 | 31. Dezember 2017 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 302 | 979 | ||||
| 2. Geleistete Anzahlungen | 39 | 341 | 979 | |||
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 132 | 376 | ||||
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 56 | 188 | 130 | 506 | ||
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 20.000 | 28.175 | ||||
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 17.202 | 37.202 | 37.731 | 0 | 28.175 | 29.660 |
| B. Umlaufvermögen | ||||||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: TEUR 0; i. V. TEUR 0) | 2.377 | 2.569 | ||||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: TEUR 0; i. V. TEUR 0) | 885 | 28.247 | ||||
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: TEUR 0; i. V. TEUR 0) | 213 | 3.475 | 264 | 31.080 | ||
| II. Wertpapiere | ||||||
| Sonstige Wertpapiere | 1.609 | 5.084 | ||||
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 404 | 5.488 | 586 | 36.750 | ||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 296 | 479 | ||||
| E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 54 | |||||
| Summe der Aktiven | 43.569 | 66.889 | ||||
| PASSIVA | ||||||
| in TEUR | 31. Dezember 2018 | 31. Dezember 2017 | ||||
| A. Eigenkapital | ||||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 19.111 | 19.111 | ||||
| II. Kapitalrücklagen | 36.536 | 36.536 | ||||
| III. Gewinnrücklagen | ||||||
| Andere Gewinnrücklagen | 239 | 239 | ||||
| IV. Bilanzverlust | -16.286 | 39.600 | -5.650 | 50.236 | ||
| (davon Verlustvortrag: TEUR -5.650; i.V. TEUR -2.842) | ||||||
| B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen | 0 | 1 | ||||
| C. Rückstellungen | ||||||
| Sonstige Rückstellungen | 1.738 | 2.258 | ||||
| D. Verbindlichkeiten | ||||||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 115 | 96 | ||||
| (davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: TEUR 115 i.V. TEUR 96) | ||||||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 955 | 13.619 | ||||
| (davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: TEUR 955; i.V. TEUR 13.619) | ||||||
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 1.161 | 2.231 | 679 | 14.394 | ||
| (davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: TEUR 753; i.V. TEUR 679) | ||||||
| (davon aus Steuern: TEUR 556; i.V. TEUR 515) | ||||||
| (davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: TEUR 89; i.V. TEUR 78) | ||||||
| Summe der Passiven | 43.569 | 66.889 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2018 (HGB)
| in TEUR | 1.1. - 31.12.2018 | 1.1. - 31.12.2017 | ||
|---|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 11.477 | 13.450 | ||
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 686 | 12.163 | 487 | 13.937 |
| 3. Materialaufwand | ||||
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | -3.799 | -4.303 | ||
| 4. Personalaufwand | ||||
| a) Löhne und Gehälter | -4.650 | -6.180 | ||
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | ||||
| (davon für Altersversorgung: TEUR 8; i.V.: TEUR 36) | -829 | -5.479 | -994 | -7.174 |
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -954 | -1.262 | ||
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -4.476 | -3.920 | ||
| (davon Aufwand aus Kursdifferenzen: TEUR 0; i.V. TEUR 1) | ||||
| -2.545 | -2.722 | |||
| 7. Erträge aus Beteiligungen | 29 | 0 | ||
| (davon aus verbundenen Unternehmen: TEUR 29; i.V. TEUR 0) | ||||
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 241 | 229 | ||
| (davon aus verbundenen Unternehmen: TEUR 212; i.V. TEUR 55) | ||||
| 9. Aufwendungen aus Verlustübernahme | -161 | -2 | ||
| 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | -8.174 | |||
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ||||
| (davon an verbundene Unternehmen: TEUR 20; i.V. TEUR 300) | -27 | -8.092 | -310 | -83 |
| 12. Ergebnis vor Steuern | -10.637 | -2.805 | ||
| 13. Sonstige Steuern | 1 | -3 | ||
| 14. Ergebnis nach Steuern | -10.636 | -2.805 | ||
| 15. Jahresfehlbetrag | -10.636 | -2.808 | ||
| 16. Verlustvortrag | -5.650 | -2.842 | ||
| 17. Bilanzverlust | -16.286 | -5.650 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2018
A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss 2018
Die 11880 Solutions AG (nachfolgend auch die "Gesellschaft") ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. In der ordentlichen Hauptversammlung am 12. Juni 2018 wurde die Verlegung des Satzungssitzes der 11880 Solutions AG von Planegg-Martinsried nach Essen beschlossen. Die Eintragung der Satzungsänderung beim Handelsregister des Amtsgerichts Essen wurde am 21. November 2018 vorgenommen. Die Gesellschaft hat ihren Firmensitz in der Hohenzollernstraße 24, 45128 Essen, Deutschland, und ist seit dem 1. August 2018 im Handelsregister des Amtsgerichts Essen, Deutschland, unter der Registernummer HRB 29301 eingetragen (zuvor Amtsgericht München, Deutschland, unter der Registernummer HRB 114518 eingetragen). Der Jahresabschluss der 11880 Solutions AG wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Aktiengesetzes (AktG) erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Der Jahresabschluss wird unter den Prämissen der Unternehmensfortführung aufgestellt.
B. Unternehmensfortführung
In den nachfolgenden Erläuterungen wird Bezug auf Konzernzahlen genommen, die Beurteilung des Fortbestandes der Gesellschaft nur auf Gruppenebene sinnvoll zu betrachten ist. Ursächlich hierfür ist insbesondere, dass die beiden wesentlichen Konzerngesellschaften, die 11880 Solutions AG und die 11880 Internet Services AG, über einen Rahmenvertrag verbunden sind, auf Basis dessen auch ein Liquiditätsausgleich zwischen diesen Gesellschaften vorgenommen wird (Cash-Pooling), um die jederzeit ausreichende Liquidität aus den operativen Cash-Flows beider Gesellschaften sicherzustellen.
Der Jahresabschluss wird unter den Prämissen der Unternehmensfortführung aufgestellt. Dabei ist die Gesellschaft von den folgenden Annahmen ausgegangen:
Der 11880 Solutions-Gruppe standen zum 31. Dezember 2018 zur Finanzierung ihrer weiteren Geschäftstätigkeit ein Finanzmittelbestand in Höhe von 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR) sowie kurzlaufende Geldmarkt- bzw. Rentenfonds in Höhe von 1,7 Mio. EUR (Vorjahr: 5,3 Mio. EUR) bewertet zu Zeitwerten zur Verfügung. Darüber hinaus verfügt die 11880 Solutions-Gruppe über eine Überziehungskreditlinie von Kreditinstituten in Höhe von 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 2,0 Mio. EUR). Des Weiteren wurde der Vorstand auf der Hauptversammlung am 12. Juni 2018 ermächtigt, das Grundkapital in zwei Schritten um insgesamt 50 % bzw. 9,6 Mio. EUR zu erhöhen.
Aufgrund des geringen Finanzmittelbestands sowie des auch für das Geschäftsjahr 2019 erwarteten Netto-Finanzmittelabflusses in einer Bandbreite von -1,0 bis 0,0 Mio. EUR besteht eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, die kurz- und mittelfristig von der Realisierung der in der Unternehmensplanung hinterlegten Annahmen hinsichtlich des Umsatzwachstums im Digitalbereich und der weiteren Entwicklung der Aufwendungen abhängig ist. Diese Annahmen umfassen im Segment "Digital" insbesondere die zentralen nicht-finanzbezogenen Kennzahlen der Neu- und Bestandskundenentwicklung sowie der Kündigungsquote und im Segment "Auskunft" die Entwicklung des Anrufvolumens sowie des Umsatzes je Call.
Unter Ausschluss von Risiken, die derzeit nicht erkennbar sind, schätzt das Management das Risiko einer tatsächlichen Insolvenz aufgrund von Illiquidität und somit einer Bestandsgefährdung als gering ein, auch wenn es sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des weiter abgesunkenen Finanzmittelbestands leicht erhöht hat.
Basis für diese Einschätzung sind folgende wesentliche Annahmen und erwartete Entwicklungen:
1. Gesteigerte Prognosegüte
Der Konzern hat 2018 und den Vorjahren bereits geeignete Gegenmaßnahmen in Form struktureller Maßnahmen und nachhaltiger Kostendisziplin in die Wege geleitet und ein System zur laufenden Überwachung insbesondere der Zahlungsausgänge implementiert. Aufgrund dieser Maßnahmen wurden im Berichtsjahr die Prognosen des Vorjahres (vor Fehlerbereinigungen und Schätzungsänderungen) im Wesentlichen erreicht oder übertroffen. Dies betrifft insbesondere die Prognose des für die Bestandsgefährdung zentralen Leistungsindikators Cash-Bestand.
2. Entwicklung der Segmente
a. Segment Digital: Neu- und Bestandskundenentwicklung sowie Kündigungsquote
2018 betrug das Netto-Kundenwachstum rd. 5.500 Kunden (2017: rd. 4.200), so dass sich die Gesamtkundenzahl auf rd. 31.300 Kunden erhöht hat.
Basis für diese Entwicklung war die weitere Stabilisierung der Kündigungsquote bei unverändert 25 % durch eine Optimierung des Produkt-Portfolios und damit des Mehrwerts für unsere Bestands- und Neukunden sowie die Strategie der Gewinnung von Neukunden mit günstigeren Einstiegsprodukten.
Trotz eines geringeren durchschnittlichen Umsatzes je Kunde von 979 EUR p.a. (2017: 1.049 EUR p.a.) konnte so der Umsatz im Segment Digital wie geplant von 26,8 Mio. EUR auf 30,3 Mio. EUR gesteigert werden. Aufgrund der auf durchschnittlich 3 Jahre gestiegenen Kundenbindungsdauer und einem überdurchschnittlichen Vertriebskostenanteil bei Neukundengewinnung erwartet das Management kurz- und mittelfristig einen Finanzmittelzufluss bei einem weiter steigenden EBITDA. Nur bei einer rückläufigen Gesamtkundenentwicklung wäre kurz- und mittelfristig mit einem Finanzmittelabfluss zu rechnen; diese ist nach Ansicht des Managements nicht wahrscheinlich.
b. Entwicklung von Anrufvolumen und Umsatz pro Cali
Wie geplant war das Anrufvolumen 2018 gegenüber dem Vorjahr weiter rückläufig, wobei die Prognose von 19 % bei einem Rückgang um 22 % verfehlt wurde. Gleichzeitig konnte der Umsatz je Call um knapp 2 % erhöht werden und ein zusätzlicher Umsatz im Bereich der Call Center Services erzielt werden. Damit wurde ins gesamt ein Umsatz im Segment Auskunft von 12,6 Mio. EUR und damit innerhalb der prognostizierten Bandbreite erreicht (2017: 14,4 Mio. EUR). Bei einem geplanten weiter rückläufigen Anrufvolumen mit nur noch geringer Steigerung des Umsatzes pro Call erwartet das Management aufgrund des weiter geplanten Aufbaus des Bereiches der Call Center Services kurz- und mittelfristig eine neutrale Finanzmittelentwicklung dieses Segments bei einem EBITDA von -0,5 bis 0,5 Mio. EUR. Nur wenn der Aufbau des Bereichs der Call Center Services nicht wie geplant erfolgreich sein sollte, wäre kurz- und mittelfristig mit einem Finanzmittelabfluss zu rechnen. Dass dieser den erwarteten positiven Finanzmittelzufluss des Segments "Digital" übersteigt, ist nach Ansicht des Managements nicht wahrscheinlich.
3. Finanzierung des Konzerns
Das Risiko einer Illiquidität und somit einer Bestandsgefährdung käme ferner nur zum Tragen, wenn kein Kreditinstitut einen Kreditrahmen für die ordentliche Unternehmensfortführung gewähren würde und die - bisher nicht geplanten aber von der Hauptversammlung genehmigten - Kapitalmaßnahmen keine Wirkung entfalten würden, da potentielle Investoren die neu ausgegebenen Aktien nicht zeichnen.
Folgende wesentliche Buchwerte in den Einzelabschlüssen der wesentlichen operativen Tochtergesellschaften des Konzerns wären von den vorgenannten wesentlichen Annahmen und erwarteten Entwicklungen betroffen:
| ― | Langfristige immaterielle und Vermögenswerte (3,3 Mio. EUR), Sachanlagen (1,0 Mio. EUR) sowie Anteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen (37,2 Mio. EUR): Die ersten beiden Positionen sind im Wesentlichen der 11880 Internet Service AG (Segment Digital) zuzurechnen; die Ausleihungen betreffen Forderungen der 11880 Solutions AG gegen diese Tochtergesellschaft (17,2 Mio. EUR), an der sie auch alle Anteile hält (20,0 Mio. EUR). Das Management ist der Meinung, dass auf der Basis der vorbeschriebenen Segment-Entwicklung eine realistische Änderung der wesentlichen Annahmen zu keiner Wertminderung führen würde. |
| ― | Bei allen weiteren wesentlichen zum 31. Dezember 2018 bilanzierten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten entsprechen die Buchwerte im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten. |
Das Management erwartet, dass die wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit bis zum Geschäftsjahr 2022 beseitigt sein wird. Maßgeblich hierfür ist, dass das Management davon ausgeht, 2020 bereits Cash-Flow positiv zu sein.
Hinsichtlich der der Gesellschaft kurzfristig zur Verfügung stehenden liquiden Mittel siehe auch die Erläuterungen im Abschnitt E.2 dieses Anhangs.
C. Nichtigkeit der Jahresabschlüsse 2016 und 2017
Bezüglich des Jahresabschlusses der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2016 hat die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) eine fehlerhafte Rechnungslegung festgestellt. Gemäß dieser Feststellung die Werthaltigkeit der im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 als Anlagevermögen bilanzierten Anteile an der Tochtergesellschaft 11880 Internet Services AG mit einem Buchwert in Höhe von 28,2 Mio. EUR sowie der als Umlaufvermögen bilanzierten Forderungen gegen diese Tochtergesellschaft mit einem Nominalwert in Höhe von 22,8 Mio. EUR nicht nachgewiesen werden. Auf Basis der vorgelegten Unterlagen wurden die Risiken (Bestandsgefährdung, Überschuldung) weder bei der Bewertung der Beteiligung noch bei der Bewertung der Forderungen angemessen berücksichtigt.
Die Korrektur der Fehler erfolgte in laufender Rechnung im Jahresabschluss 2018 der 11880 Solutions AG und führte bei den bilanzierten Anteilen an der 11880 Internet Services AG zu einer weiteren Abschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von 8,2 Mio. EUR auf nunmehr 20,0 Mio. EUR. Darüber hinaus wurden die Verbindlichkeiten gegenüber diese Tochtergesellschaft gemäß den vertraglichen Regelungen mit den Forderungen gegen diese Tochtergesellschaft verrechnet und die verbleibende Forderung in Höhe von 17,2 Mio. EUR gemäß ihrer Zweckbestimmung und betrieblichen Funktion als Ausleihung dem Anlagevermögen zugewiesen.
Aufgrund der festgestellten Fehler waren die Jahresabschlüsse der 11880 Solutions AG für die Geschäftsjahre 2016 und 2017 nichtig. Die Gesellschaft hat von einem Ersatz der nichtigen Jahresabschlüsse durch wirksame abgesehen und eine Korrektur der Fehler in laufender Rechnung vorgenommen, da sich aus den Fehlern keine sonstigen materiellen Folgewirkungen ergaben und die Richtigstellung zeitnah durch die Offenlegung des aktuellen Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2018 erfolgen wird.
D. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Als Umsatzerlöse werden Erlöse aus Telefonauskunfts- und Vermittlungsdienstleistungen, dem Online-Marketing, der Untervermietung und konzerninternen Kostenumlagen mit Dienstleistungscharakter ausgewiesen. Die Erfassung erfolgt entsprechend dem Realisationsprinzip bei Erbringung der Leistung. Erlösschmälerungen werden von den Umsatzerlösen abgezogen.
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen sowie etwaige außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauer für Software wurde mit 3 bis 7 Jahren, für Lizenzen mit 3 bis 15 Jahren festgelegt. Gegenüber dem Vorjahr ergaben sich keine Anpassungen bei den Nutzungsdauern.
Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen sowie etwaige außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauern für technische Anlagen und Maschinen bewegen sich zwischen 3 und 19 Jahren, für anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 15 Jahren. Gegenüber dem Vorjahr ergaben sich keine Anpassungen bei den Nutzungsdauern.
Aufgrund der Änderung des § 6 Absatz 2 und Absatz 2a EStG werden geringwertige Wirtschaftsgüter ab dem 1. Januar 2018, da von untergeordneter Bedeutung, analog zu § 6 Absatz 2, Absatz 2a EStG bis zu einem Betrag von 250 EUR (i.V. 150 EUR) im Zugangsjahr sofort in voller Höhe als Aufwand erfasst. Sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für geringwertige Wirtschaftsgüter 250 EUR (i.V. 150 EUR)jedoch nicht 1.000 EUR übersteigen, werden sie in einem jahresbezogenen Sammelposten erfasst und über fünf Jahre linear abgeschrieben (Poolbewertung). Dabei wird unabhängig vom Erwerbszeitpunkt im Jahr der Anschaffung ein Fünftel abgeschrieben. In Vorjahren gebildete Sammelposten für Vermögensgegenstände zwischen 150 EUR und 1.000 EUR werden weiterhin planmäßig aufgelöst.
Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten, vermindert/ erhöht um etwaige außerplanmäßige Abschreibungen/Zuschreibungen, taxiert. Zuschreibungen werden höchstens bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen. Das Wahlrecht gem. § 253 Absatz 3 Satz 6 HGB wurde nicht in Anspruch genommen.
Forderungen werden regelmäßig zum Nominalwert bilanziert. Langfristige, unverzinste Forderungen sind mit dem Barwert zu erfassen. Ein Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird im Rahmen eines echten Factorings weiterveräußert. Risikobehaftete Posten werden durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die Erträge werden zum Zeitpunkt der Erfassung der Forderungen ausgewiesen. Sofern der Zahlungseingang vor Leistungserbringung erfolgt, ist die Abbildung über einen passiven Rechnungsabgrenzungsposten vorzunehmen.
Sonstige Vermögensgegenstände, sonstige Wertpapiere und flüssige Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) sind zum Nennbetrag angesetzt. Etwaige risikobehaftete Positionen ^ werden auf den Börsen- oder Marktpreis oder - sofern diese Werte nicht feststellbar sind - auf den beizulegenden Wert berichtigt.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag auszuweisen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung resultiert aus dem positiven Saldo des Zeitwerts der Rückdeckungsversicherung und dem Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen. Der Zeitwert der Rückdeckungsversicherung leitet sich aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten Deckungskapital, mindestens jedoch aus dem garantierten Rückkaufswert, sofern ein solcher vereinbart ist, bzw. aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital ab.
Die Eigenkapitalposten sind zum Nennbetrag bewertet.
Der sich aus einem versicherungsmathematischen Gutachten gem. § 253 HGB ergebende, zu beachtende Mindestbetrag des Erfüllungsbetrags der Pensionsverpflichtungen aus leistungsorientierten Altersversorgungsplänen wird nach dem für leistungsorientierte Altersversorgungspläne vorgeschriebenen versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Den Berechnungen hierzu liegen die neu gefassten Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck zugrunde. Der Effekt aus der Erstanwendung der neuen Richttafeln ist im Jahr der Umstellung in den Aufwendungen für Altersversorgung enthalten. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Annahme einer insgesamt höheren Lebenserwartung, insbesondere im Hinblick auf die Lebenserwartung von Männern. Zur Diskontierung wurde, unter Ansatz einer monatlich vorschüssigen Zahlungsweise, ein Zinssatz von 3,21 % p.a. (i.V. 3,68 % p.a.) und eine Duration von 15 Jahren (i.V. 15 Jahre) herangezogen. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB aus dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (2,33 %) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (3,21 %) beträgt 228 TEUR. Es wurde ein Rententrend von 1,00 % p.a. (i.V. 1,00 % p.a.) berücksichtigt. Die Berechnung der Anwartschaften auf Ehegattenrente erfolgte nach der Kollektivmethode (i.V. Kollektivmethode). Die Berechnungen wurden auf Basis eines Finanzierungsendalters von 65 Jahren (i.V. 65 Jahre) durchgeführt.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind gem. § 253 Absatz 2 HGB abzuzinsen.
Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.
Innerhalb des passiven Rechnungsabgrenzungspostens sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit diese Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden regelmäßig zum Devisenkassamittelkurs zum Zugangszeitpunkt und am Abschlussstichtag gem. § 256a HGB umgerechnet.
E. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz
1. Anlagevermögen
Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist.
Bezüglich der Bewertung der Anteile an dem verbundenen Unternehmen 11880 Internet Services AG, der Abschreibungen auf dieselben im aktuellen Geschäftsjahr sowie der zum 31. Dezember 2018 ausgewiesenen Ausleihungen an die Tochtergesellschaft verweisen wir auf den Abschnitt D. dieses Anhangs.
2. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, sonstige Wertpapiere und liquide Mittel
Zum Bilanzstichtag sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.377 TEUR (i.V. 2.569 TEUR) ausgewiesen. Die hierauf bereits berücksichtigten Wertberichtigungen belaufen sich auf 131 TEUR (i.V. 290 TEUR).
Im Geschäftsjahr 2018 erfolgte die Berichtigung eines Fehlers des Geschäftsjahres 2016, wonach Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Umsatzsteuerverrechnungen gegen die 11880 Internet Services AG in Höhe von 17.202 TEUR in die Ausleihungen an verbundene Unternehmen umgegliedert wurden (Vgl. Abschnitt C. dieses Anhangs). Gegen verbundene Unternehmen bestehen nunmehr Forderungen von insgesamt 885 TEUR (i.V. 28.247 TEUR). Die Forderungen gegen die Tochtergesellschaften enthalten durch einen umsatzsteuerlichen Organkreis bedingte Umsatzsteuerverrechnungen in Höhe von 0 TEUR (i.V. 11.869 TEUR), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 859 TEUR (i.V. 7.676 TEUR) sowie Cashpool-Forderungen in Höhe von 26 TEUR (i.V. 8.703 TEUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 213 TEUR (i.V. 264 TEUR) betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen das Factoring-Unternehmen in Höhe von 109 TEUR (i.V. 142 TEUR), Forderungen aus Kapitalertragsteuer - einschließlich Solidaritätszuschlag in Höhe von 71 TEUR (i.V. 97 TEUR) sowie debitorische Kreditoren in Höhe von 13 TEUR (i.V. 16 TEUR).
Die Gesellschaft hält Investmentfondsanteile, die in kurzlaufende Geldmarkt- bzw. Rentenwertpapiere mit geringer Risikoneigung investieren. Die Geldanlagen der Gesellschaft in Investmentfondsanteile betrugen zum 31. Dezember 2018 1.609 TEUR (i.V. 5.084 TEUR). Die auf Euro lautenden Geldanlagen waren weder überfällig noch wertgemindert. Aus den im Geschäftsjahr 2018 erfolgten Abgängen von Wertpapieren in Höhe von 3.475 TEUR resultieren Erträge in Höhe von 152 TEUR.
Die liquiden Mittel setzen sich aus Bankguthaben in Höhe von 402 TEUR (i.V. 583 TEUR), Termingeldern in Höhe von 1 TEUR (i.V. 1 TEUR) und Kasse in Höhe von 1 TEUR (i.V. 2 TEUR) zusammen. Es bestehen Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung in Höhe von 94 TEUR (i.V. 185 TEUR), die der Absicherung von Mietavalen dienen.
3. Latente Steuern
Aufgrund eines insgesamt bestehenden Aktivüberhangs wird von dem Aktivierungswahlrecht gem. § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und in der Folge auf die Bilanzierung latenter Steuern verzichtet.
Steuerrelevante Differenzen zwischen der Handels- und der Steuerbilanz, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, ergeben sich im Wesentlichen durch abweichende Ansätze bei den Pensionsrückstellungen, den Verbindlichkeiten aufgrund mietfreier Zeit sowie aus dem Ansatz des Beteiligungsbuchwertes an dem Tochterunternehmen 11880 Internet Service AG in der Steuerbilanz. Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden gem. § 274 Absatz 1 Satz 4 HGB nicht berücksichtigt.
Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer ergab sich im Geschäftsjahr 2018 ein Steuersatz von 31,60 % (i.V. 30,84 %).
4. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
Gem. § 246 Absatz 2 Satz 3 erfolgt der Ausweis eines aktiven Unterschiedsbetrags aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 54 TEUR (i.V. 0 TEUR). Dieser ergibt sich aus der gem. § 246 Absatz 2 Satz 2 erfolgten Saldierung des Zeitwerts zum 31. Dezember 2018 der verpfändeten Rückdeckungsversicherung in Höhe von 1.189 TEUR i.V. (1.154 TEUR) mit dem Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2018 in Höhe von 1.135 TEUR (i.V. 1.154 TEUR). Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens belaufen sich auf 727 TEUR (i. V. 721 TEUR) und liegen unter dem beizulegenden Zeitwert. Der Differenzbetrag in Höhe von 462 TEUR (i. V. 433 TEUR), um den der beizulegende Zeitwert die historischen Anschaffungskosten des Vermögens übersteigt, ist ausschüttungsgesperrt.
Die im Zusammenhang mit dem Zeitwert der Rückdeckungsversicherung und dem Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen berücksichtigten Aufwendungen und Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Zinserträge aus der Rückdeckungsversicherung | 35 | 34 |
| Aufwendungen/Erträge aus der Veränderung der Pensionsverpflichtung | 157 | 1 |
| Zinsaufwendungen aus der Pensionsverpflichtung | -138 | -35 |
| Endsaldo | 54 | 0 |
5. Entwicklung des Eigenkapitals 2018
Die Entwicklung des Eigenkapitals lässt sich wie folgt darstellen:
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Andere Gewinnrücklagen | Bilanzverlust | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01. Januar 2018 | 19.111 | 36.536 | 239 | -5.650 | 50.236 |
| Jahresfehlbetrag | -10.636 | -10.636 | |||
| Stand 31. Dezember 2018 | 19.111 | 36.536 | 239 | -16.286 | -39.600 |
| Stand 01. Januar 2017 | 19.111 | 36.536 | 239 | -2.842 | 53.044 |
| Jahresfehlbetrag | -2.808 | -2.808 | |||
| Stand 31. Dezember 2017 | 19.111 | 36.536 | 239 | -5.650 | 50.236 |
Das Eigenkapital ist eingeteilt in 19.111.091 (i. V. 19.111.091) auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Der rechnerische Wert je Stückaktie beträgt 1 EUR. Es wurden ausschließlich Stammaktien ausgegeben.
Aufgrund des bestehenden Bilanzverlustes ist kein Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses zu erstellen.
6. Rückstellungen für Pensionen
Der im Rahmen eines versicherungsmathematischen Gutachtens ermittelte, mindestens anzusetzende Erfüllungsbetrag für Pensionsverpflichtungen gem. § 253 Absatz 2 HGB beläuft sich im Geschäftsjahr 2018 auf 1.135 TEUR (i.V. 1.154 TEUR). Ein Ausweis auf der Passivseite der Bilanz erfolgt nicht, da in Übereinstimmung mit § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB eine Saldierung mit dem, den Erfüllungsbetrag übersteigenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherung vorgenommen wird. Gemäß § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB ist der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in jedem Geschäftsjahr zu ermitteln. Durch Zugrundelegung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes von sieben bzw. zehn Geschäftsjahren ergibt sich für die Pensionsrückstellungen ein Unterschiedsbetrag von:
| in TEUR | |
|---|---|
| Pensionsrückstellungen bei einem | |
| durchschnittlichen Marktzinssatz von 7 Geschäftsjahren (2,33 %) | 1.363 |
| durchschnittlichen Marktzinssatz von 10 Geschäftsjahren (3,21 %) | 1.135 |
| Unterschiedsbetrag gem. § 253 Absatz 6 HGB | 228 |
Der Erfüllungsbetrag für Pensionsverpflichtungen für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder beträgt 1.135 TEUR (i. V. 1.154 TEUR).
7. Steuerrückstellungen
Für die Körperschaftsteuer, den Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer und die Gewerbesteuer waren für das Geschäftsjahr 2018 keine Steuerrückstellungen zu bilden (i.V. 0 EUR).
8. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 1.738 TEUR (i.V. 2.258 TEUR) betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 978 TEUR (i.V. 966 TEUR) und Rückstellungen für den Personalbereich in Höhe von 622 TEUR (i.V. 714 TEUR). Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus der Schließung des Standorts München, wofür im Vorjahr eine Rückstellung bestand.
9. Verbindlichkeiten
Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten lassen sich wie folgt darstellen:
| Laufzeit in TEUR |
< 1 Jahr | >1 Jahr | davon >5 Jahre | 2018 | 2017 (*) |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 115 | 0 | 0 | 115 | 96 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+) | 955 | 0 | 0 | 955 | 13.619 |
| (davon gegenüber Gesellschaftern) | (0) | (0) | (0) | (0) | (0) |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 753 | 233 | 175 | 1.161 | 679 |
| 1.823 | 233 | 175 | 2.231 | 14.394 |
(+) Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0 TEUR (i.V. 10.001 TEUR), Cash-pool-Verbindlichkeiten in Höhe von 0 TEUR (i.V. 2.767 TEUR), Verbindlichkeiten aus Verlustübernahmen/Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von 954 TEUR (i.V. 793 TEUR) sowie durch einen umsatzsteuerlichen Organkreis bedingte Umsatzsteuerverrechnungen in Höhe von 1 TEUR (i.V. 58 EUR). Die deutliche Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gegenüber Vorjahr um 12,7 Mio. EUR ist im Wesentlichen auf die Verrechnung der Verbindlichkeiten gegenüber der Tochtergesellschaft 11880 Internet Services AG mit den entsprechenden Forderungen in Höhe von 14,9 Mio. EUR zurückzuführen (vgl. Abschnitt C. dieses Anhangs).
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen eine Umsatzsteuerzahllast in Höhe von 540 TEUR (i.V. 389 TEUR), Verbindlichkeiten für mietfreie Zeit in Höhe von 466 TEUR (i.V. 0 TEUR), Verbindlichkeiten aus dem Lohn- und Gehaltsbereich in Höhe von 105 TEUR (i.V. 206 TEUR) sowie kreditorische Debitoren in Höhe von 49 TEUR (i.V. 77 TEUR) enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von über fünf Jahren in Höhe von 175 TEUR (i.V. 0 TEUR) enthalten.
(*) Im Vorjahr wiesen sämtliche Verbindlichkeiten eine Laufzeit von unter einem Jahr auf.
F. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
1. Umsatzerlöse
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen für die Jahre 2018 und 2017 ist dem Anhang als Anlage beigefügt.
2. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 686 TEUR (i.V. 487 TEUR) betreffen im Wesentlichen Erträge mit verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 253 (i.V. 0 TEUR), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 214 TEUR (i.V. 322 TEUR), Erträge aus dem Verkauf von Finanzanlagen und Wertpapieren in Höhe von 152 TEUR (i.V. 49 TEUR) sowie verrechnete Kfz-Gestellung in Höhe von 32 TEUR (i.V. 49 TEUR).
3. Materialaufwand
Der Materialaufwand in Höhe von 3.799 TEUR (i.V. 4.303 TEUR) beinhaltet im Wesentlichen Miet- und Raumkosten in Höhe von 1.015 TEUR (i.V. 1.370) Wartungskosten in Höhe von 1.012 TEUR (i.V. 1.124 TEUR), Aufwendungen für Fremdleistungen in Höhe von 788 TEUR (i.V. 577 TEUR) sowie fixe Leitungskosten in Höhe von 394 TEUR (i.V. 368 TEUR).
4. Personalaufwand
| in TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 4.650 | 6.180 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 829 | 994 |
| (davon: für Altersversorgung) | (8) | (36) |
| 5.479 | 7.174 |
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
Immaterielle Vermögensgegenstände wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von 676 TEUR (i.V. 728 TEUR) abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Sachanlagen betragen 275 TEUR (i.V. 529 TEUR). Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden in Höhe von 3 TEUR (i.V. 5 TEUR) abgeschrieben.
Außerplanmäßige Abschreibungen gem. § 253 Absatz 3 Satz 5 HGB lagen wie im Vorjahr nicht vor.
6. Abschreibung auf Finanzanlagen
Im Geschäftsjahr 2018 erfolgte die Berichtigung einer fehlerhaften Rechnungslegung im Geschäftsjahr 2016. Die Korrektur der Fehler erfolgte in laufender Rechnung im Jahresabschluss 2018 der 11880 Solutions AG und führte bei den bilanzierten Anteilen an der 11880 Internet Services AG zu einer weiteren Abschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von 8,2 Mio. EUR auf nunmehr 20,0 Mio. EUR (vgl. Abschnitt C. dieses Anhangs).
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 4.476 TEUR (i.V. 3.920 TEUR) sind im Wesentlichen Aufwendungen aus der Weiterverrechnung von Management-Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.796 TEUR (i.V. 1.296 TEUR), Honorare und Beratungskosten in Höhe von 718 TEUR (i.V. 576 TEUR), Mietaufwendungen in Höhe von 428 TEUR (i.V. 179 TEUR), Kosten für Büro- und Geschäftsausstattung und Wartung in Höhe von 381 TEUR (i.V. 514 TEUR), Aufwendungen für Werbung in Höhe von 202 TEUR (i.V. 246 TEUR), sonstige Personalkosten in Höhe von 196 TEUR (i.V. 180 TEUR), Aufwendungen für Versicherungen in Höhe von 139 TEUR (i.V. 127 TEUR) sowie Reisekosten in Höhe von 109 TEUR (i.V. 137 TEUR) enthalten.
8. Finanzergebnis
| in TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Erträge aus Beteiligungen | 29 | 19 |
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (29) | (0) |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 241 | 229 |
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (212) | (55) |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens | -8.174 | 0 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahme | -161 | -2 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -27 | -310 |
| (davon an verbundene Unternehmen) | (-20) | (-300) |
| (davon aus Abzinsung) | (-1) | (-1) |
| -8.092 | -83 |
Im Berichtsjahr 2018 bestand mit der WerWieWas GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag.
Im Geschäftsjahr 2018 erfolgte die Berichtigung einer fehlerhaften Rechnungslegung im Geschäftsjahr 2016. Die Korrektur der Fehler erfolgte in laufender Rechnung im Jahresabschluss 2018 der 11880 Solutions AG und führte bei den bilanzierten Anteilen an der 11880 Internet Services AG zu einer weiteren Abschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von 8,2 Mio. EUR auf nunmehr 20,0 Mio. EUR (vgl. Abschnitt C. dieses Anhangs).
9. Sonstige Steuern
In den sonstigen Steuern ist die Kfz-Steuer enthalten 1 TEUR (i.V. 3 TEUR).
10. Aufwendungen und Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung
Aufgrund von Personalabbaumaßnahmen im administrativen Bereich wurde das Ergebnis im Vorjahr um 670 TEUR belastet. Die Rückstellung zum 31. Dezember 2017 belief sich auf 342 TEUR. Diese wurde im aktuellen Geschäftsjahr vollständig verbraucht. Für die Berichtigung eines Fehlers des Geschäftsjahres 2016 wurden in laufender Rechnung Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 8.174 TEUR berücksichtigt (vgl. Abschnitt C. dieses Anhangs).
11. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge
Das Ergebnis der 11880 Solutions AG wurde im Geschäftsjahr 2018 wesentlich durch folgende periodenfremde Aufwendungen und Erträge beeinflusst:
| ― | Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 8.174 TEUR |
| ― | Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 214 TEUR (i.V. 322 TEUR) |
12. Ausschüttungsgesperrte Beträge
Zum 31. Dezember 2018 liegen ausschüttungsgesperrte Beträge gem. § 268 Absatz 8, Satz 3 HGB in Höhe von 462 TEUR (i. V. 433 TEUR) vor.
Aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt sich zum 31. Dezember 2018 ein ausschüttungsgesperrter Betrag gem. § 253 Absatz 6 Satz 2 in Höhe von 228 TEUR.
G. Ergänzende Angaben
1. Genehmigtes Kapital
Der Vorstand wird ermächtigt, bis zum 31.Dezember 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu nominal 1.911.109,00 EUR durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I).
Der Vorstand wird ermächtigt, bis zum 31. Dezember 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu nominal 7.644.436,00 EUR durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II).
2. Anzahl der Mitarbeiter
Nachfolgend ist die Mitarbeiterzahl der 11880 Solutions AG dargestellt. Der Vorstand wurde in der Berechnung nicht berücksichtigt.
| Geschäftsjahr 2018 | Stichtag 31. Dezember 2018 | Jahresdurchschnitt | ||
|---|---|---|---|---|
| absolut | in Vollzeitäquivalenten | absolut | in Vollzeitäquivalenten | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Insgesamt | 241 | 186 | 233 | 174 |
| davon Operator und Vertrieb | 220 | 165 | 212 | 153 |
| Geschäftsjahr 2017 | Stichtag 31. Dezember 2017 | Jahresdurchschnitt | ||
|---|---|---|---|---|
| absolut | in Vollzeitäquivalenten | absolut | in Vollzeitäquivalenten | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Insgesamt | 265 | 195 | 259 | 191 |
| davon Operator und Vertrieb | 233 | 166 | 225 | 160 |
3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | Verpflichtungen in 2019 | Verpflichtungen gesamt |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen | 1.241 | 6.430 |
| Verpflichtungen aus Wartungsverträgen | 844 | 844 |
| Verpflichtungen aus Beratungs- und sonstigen Dienstleistungsverträgen | 1.133 | 1.133 |
| (davon gegenüber verbundenen Unternehmen) | (995) | (995) |
| Verpflichtungen aus Werbeverträgen | 186 | 186 |
| 3.404 | 8.593 |
Bei den Miet- und Leasingverträgen handelt es sich um sogenannte Operating-Lease Verträge, die zu keiner Aktivierung der Anlagen bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken können sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten.
4. Haftungsverhältnisse
Als Haftungsverhältnisse weist die Gesellschaft zum Stichtag Bürgschaften in Höhe von 4.200 TEUR (i.V. 4.200 TEUR) (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 4.200 TEUR (i.V. 4.200 TEUR)) sowie Garantievereinbarungen in Höhe von 1.675 TEUR (i.V. 1.675 TEUR) (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 175 TEUR (i.V. 175 TEUR)) aus. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften sowie Garantievereinbarungen wird aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der zukünftig zu erwartenden Entwicklung der betreffenden Gesellschaften als gering eingeschätzt.
5. Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente
Im Geschäftsjahr 2018 wurden von der 11880 Solutions AG, wie im Vorjahr, weder Termingeschäfte noch sonstige derivative Finanzinstrumente in Anspruch genommen.
6. Honorar des Abschlussprüfers
Auf die Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da eine umfassende Darlegung im Konzernabschluss der 11880 Solutions AG erfolgt.
H. Nachtragsbericht
Zum 18. Januar 2019 erfolgte eine Umfirmierung der 100%igen Tochtergesellschaft telegate LLC, Armenien in Technoimp LLC, Armenien. Zum 2. Februar 2019 wurden sämtliche Anteile an der Technoimp LLC, Armenien zu einem Verkaufspreis von 100 EUR veräußert. Hierdurch kam es zu einem Abgang von Vermögenswerten (2 TEUR) und Schulden (0 TEUR). Im Ergebnis wurde ein Veräußerungsverlust in Höhe von 2 TEUR erzielt.
Zum 3. April 2019 erfolgte die Liquidation der 100%igen Tochtergesellschaft telegate GmbH, Österreich. Aus der Liquidation ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der 11880 Solutions AG. Ferner ergibt sich aus der Garantievereinbarung der 11880 Solutions AG für die österreichische Gesellschaft keine Verpflichtung für die 11880 Solutions AG.
I. Anteilsbesitz
Die 11880 Solutions AG hält zum 31. Dezember 2018 an folgenden Gesellschaften unmittelbar bzw. mittelbar Anteile:
| Name | Sitz | Höhe der Beteiligung | Art der Beteiligung | Letzter vorliegender Abschluss(+) | Eigenkapital TEUR |
Ergebnis TEUR |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 11880 Internet Services AG | Essen | 100 % | direkt | 2017 | -11.328 | -5.486 |
| WerWieWas GmbH (*) | Essen (vormals Martinsried, Gemeinde Planegg) | 100 % | indirekt | 2017 | -5.501 | 0 |
| 11880 telegate GmbH | Wien, Österreich | 100 % | direkt | 2017 | 33 | -1 |
| telegate LLC (**) | Eriwan, Armenien | 100 % | direkt | 2017 | 15 | 13 |
(+) Für sämtliche in obiger Liste aufgeführten Tochtergesellschaften liegen der 11880 Solutions AG aktuelle Zahlen in Form von Report Packages vor.
(*) Mit dieser Gesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.
(**) Jahresabschluss der telegate LLC wird in Armenischen Dram aufgestellt. Die Umrechnung in Euro erfolgt für Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs 2018. Das Eigenkapital wird zum historischen Kurs umgerechnet.
Der Konzernabschluss der 11880 Solutions AG zum 31. Dezember 2018 wird gem. Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards unter Beachtung des § 315a Absatz 1 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt.
Der 11880 Solutions AG sind direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital der 11880 Solutions AG gem. §§ 33 Absatz 1, Absatz 2 WpHG im Geschäftsjahr 2018 gemeldet worden. Die nachfolgende Tabelle listet alle zum Bilanzstichtag meldepflichtigen Beteiligungen an der 11880 Solutions AG auf, die dem Unternehmen jeweils schriftlich mitgeteilt wurden. Die Angaben wurden jeweils der zeitlich letzten Mitteilung eines Meldepflichtigen entnommen. Alle Veröffentlichungen stehen unter www.ir.11880.com/aktie zur Verfügung. Das Unternehmen weist daraufhin, dass die Angaben zur Beteiligung in Prozent und Stimmrechten zum jetzigen Zeitpunkt überholt sein können.
| Meldepflichtiger | Datum des Erreichens, Über- oder Unterschreitens | Meldeschwelle | Zurechnungen gemäß WpHG | Beteiligungen in % |
Beteiligung in Stimmrechten | Vgl. Veröffentlichung vom |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Steven A. Tananbaum | 12.02.2018 | 15 % Unterschreitung | § 34 | 13,18 % | 2.519.750 | 07.11.2018 |
| San Bernadino County Employees' Retirement Association | 12.02.2018 | 3 % Unterschreitung | § 34 | 0,52 % | 100.087 | 07.11.2018 |
| Herr Rolf Hauschildt | 22.06.2018 | 15 % Überschreitung | § 34 | 15,22 % | 2.759.518 | 26.06.2018 |
| Fratzscher Vermögensbeteiligungs GmbH | 20.02.2018 | 5 % Überschreitung | § 34 | 5,40 % | 1.031.777 | 23.02.2018 |
| Herr Joachim Schmitt | 12.02.2018 | 5 % Überschreitung | § 34 | 9,22 % | 1.762.018 | 19.02.2018 |
| Herr Rolf Hauschildt | 12.02.2018 | 10 % Überschreitung | § 34 | 10,20 % | 1.800.000 | 19.02.2018 |
| Herr Marc Lasry | 12.02.2018 | 3 % Unterschreitung | § 34 | 0,0003 % | 55 | 19.02.2018 |
| Frau Yousriya Nassif Loza | 12.02.2018 | 3 % Unterschreitung | § 34 | 0,0003 % | 55 | 19.02.2018 |
| Herr Kevin Struve | 29.12.2017 | 3 % Unterschreitung | § 34 | 0,00 % | 0 | 09.01.2018 |
| Herr Iskander Shalaby | 29.12.2017 | 3 % Unterschreitung | § 34 | 0,00 % | 0 | 09.01.2018 |
| Intertrust N.V. | 29.12.2017 | 3 % Unterschreitung | § 34 | 0,00 % | 0 | 09.01.2018 |
| Frau Yousriya Nassif Loza | 29.12.2017 | 15 % Überschreitung | § 34 | 16,24 % | 3.102.856 | 09.01.2018 |
J. Angaben zu den Gesellschaftsorganen
1. Aufsichtsrat der 11880 Solutions AG
| AR-Mitglied seit/Beruf | Weitere Mandate im Geschäftsjahr* | |
|---|---|---|
| Herr Dr. | Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 25. Juni 2014, | keine |
| Michael Wiesbrock | Rechtsanwalt/Partner, | |
| Flick Gocke Schaumburg, Frankfurt/Main | ||
| Herr | stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 25. Juni 2014, | Mitglied des Aufsichtsrates der NFON AG, München (seit April 2018) |
| Ralf Grüßhaber | bis 30. September 2018 | |
| •Geschäftsführer bei B2X Care Solutions GmbH, München bis 15. September 2017 | ||
| •Geschäftsführer bei think project GmbH, München seit 16. September 2017 | ||
| Herr | Mitglied des Aufsichtsrats seit 12. Juni 2018, Geschäftsführer bei der Cyberport GmbH, Dresden | Aufsichtsrat TGOA AG (The Group of Analysts), Meersburg |
| Helmar Hipp | ||
| Herr | Mitglied des Aufsichtsrats seit 12. Juni 2018, | •Katholisches Klinikum Oberhausen GmbH, Oberhausen - Aufsichtsratsvorsitzender |
| Ralf Ruhrmann | Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Partner bei der RLT Ruhrmann Tieben & Partner mbB, Essen | •AHRB AG, Zürich, Schweiz - Verwaltungsrat |
| •ARH Resort Holding AG, Zürich, Schweiz - Verwaltungsrat | ||
| •Gebr. Schmidt GmbH & Co.KG, Essen - Beirat | ||
| •Travel Charme Hotels & Resorts Holding AG, Zürich, Schweiz - Verwaltungsrat | ||
| Herr | Mitglied des Aufsichtsrats seit 11. Februar 2016, bis 22. Februar 2018 | •ProntoSeat s.r.l., Turin, Italien, Director/President (seit 14. Januar 2016) |
| Antonio Converti | CEO, Italiaonline S.p.A., Assago, Italien von 8. Oktober 2015 bis 6. Dezember 2018 | Umfirmierung am 5. April 2018 von ProntoSeat S.r.l. in BIZPAL S.r.l. |
| •ITnet s.r.l., Assago, Italien, Director von 07. Juli 2011 bis 9. März 2018 | ||
| •Joyent Inc., Sausalito, USA, Director (bis 23. Juni 2016) | ||
| •MOQU ADV S.r.l., Florenz, Italien, Director, President und CEO | ||
| Frau | Mitglied des Aufsichtsrats | keine |
| Gabrielle Fabotti | seit 29. Juni 2017 bis 22. Februar 2018 | |
| CFO, Italiaonline S.p.A., Assago, Italien | ||
| Herr | Mitglied des Aufsichtsrats seit 25. Juni 2014, | 11880 Internet Services AG, Essen, Aufsichtsrat seit April 2016 bis 19.Dezember 2017 |
| Jens Sturm | Head of Technical Operations Department, 11880 Internet Services AG, Neubrandenburg | |
| Frau | Mitglied des Aufsichtsrats seit 30. Januar 2001, | keine |
| Ilona Rosenberg | seit 1. Januar 2018 Assistenz, Standort Rostock 11880 Internet Services AG, Rostock |
* International ist eine strenge Trennung zwischen Aufsichts- und Geschäftsführungsorganen wie nach deutschem Recht nicht immer gegeben. Es werden daher auch Mandate angegeben, die sowohl Aufsichts- als auch Geschäftsführungscharakter haben.
Der Aufsichtsrat der 11880 Solutions AG ist nach den Vorschriften der §§ 96 Absatz 1, 101 Absatz 1 AktG in Verbindung mit §§ 1 Absatz 1, 2 Absatz 1, 3, 4 ff. Drittelbeteiligungsgesetz gebildet und besteht gemäß Ziffer 4.1 (1) der Satzung der 11880 Solutions AG aus vier von der Hauptversammlung und zwei von den Arbeitnehmern gewählten Mitgliedern.
2. Vorstand
| (Aufsichtsrats)Mandate im Geschäftsjahr | ||
|---|---|---|
| Herr Christian Maar | Vorstandsvorsitzender seit 24. Juni 2015, | keine |
| Betriebswirt, Essen, | ||
| verantwortlich für die Bereiche Sales Digital, Personal, Corporate Finance, Marketing/ Produkt, Customer Development Digital, Produktion und Unternehmenskommunikation, Technik, Recht/ Regulierung und den Geschäftsbereich Auskunft | ||
| Frau Birgit Hausmann | Vorstandsmitglied, vom 11. April 2018 bis 12. Juni 2018 11880 Solutions AG, Essen | keine |
3. Bezüge des Vorstands und Aufsichtsrats
Den Vorständen sind im Geschäftsjahr 2018 gem. Definition des DCGK (Deutscher Corporate Governance Kodex) folgende Zuwendungen gewährt worden bzw. zugeflossen:
| Gewährte Zuwendungen | Gesamtvorstand | |
|---|---|---|
| in TEUR | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- |
| Festvergütung, Fixum | 413 | 555 |
| Nebenleistungen | 34 | 55 |
| Summe | 447 | 610 |
| Einjährige variable Vergütung (ohne Deferral), Tantieme | 91 | 144 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Deferral - 2 Jahre) | ||
| 2018 | 29 | 46 |
| LTI (jährlicher Anteil, mindesten 3-jährig) | 0 | 0 |
| Summe | 567 | 800 |
| Versorgungsaufwand (beitragsorientierte Unterstützungskasse) | 0 | 25 |
| Gesamtvergütung | 567 | 825 |
| Zufluss | Gesamtvorstand | |
|---|---|---|
| in TEUR | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- |
| Festvergütung, Fixum | 413 | 555 |
| Nebenleistungen | 34 | 55 |
| Summe | 447 | 610 |
| Einjährige variable Vergütung (ohne Deferral), Tantieme | 166 | 83 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Deferral - 2 Jahre) | ||
| 2017 | 0 | 0 |
| 2018 | 10 | 0 |
| LTI (jährlicher Anteil, mindesten 3-jährig) | 0 | 0 |
| Summe | 623 | 693 |
| Versorgungsaufwand (beitragsorientierte Unterstützungskasse) | 0 | 25 |
| Gesamtvergütung | 623 | 718 |
Gem. § 285 Nr. 9a HGB wurden den Vorständen im Geschäftsjahr 2018 folgende Gesamtbezüge gewährt:
| Gewährte Bezüge | Gesamtvorstand | |
|---|---|---|
| in TEUR | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- |
| Festvergütung, Fixum | 413 | 555 |
| Nebenleistungen | 35 | 55 |
| Versorgungsaufwand (beitragsorientierte Unterstützungskasse) | 0 | 25 |
| Summe | 448 | 635 |
| Einjährige variable Vergütung (ohne Deferral), Tantieme | 91 | 160 |
| Mehrjährige variable Vergütung (Deferral - 2 Jahre) | ||
| 2017 | 29 | 51 |
| LTI (jährlicher Anteil, mindesten 3-jährig) | 0 | 0 |
| Summe | 120 | 211 |
| Gesamtvergütung | 568 | 846 |
Die gesetzlich geregelte Offenlegung der Vorstandsgehälter ist seit dem Geschäftsjahr 2006 vorgesehen. Die 11880 Solutions AG weist die Vorstandsgehälter in Summe aus, da die Hauptversammlung am 27. Juni 2017 von der so genannten Opting-Out-Klausel (Dispens von der Pflicht zur individualisierten Offenlegung der Vorstandsbezüge für die Geschäftsjahre 2017 bis einschließlich 2021) Gebrauch machte.
Ehemaligen Vorständen wurden im Geschäftsjahr 2018 gem. Definition des DCGK keine Zuwendungen gewährt. Entsprechend waren auch keine Zuflüsse zu verzeichnen.
Für die aktive Zeit mittlerweile ausgeschiedener Vorstandsmitglieder wurden für Pensionszusagen Rückstellungen gebildet. Die Auflösung beläuft sich im Berichtsjahr auf 18 TEUR (i.V. 1 TEUR). Diese Angaben sind in der obigen Tabelle nicht enthalten. Bei Vorstandsverträgen ab 2014 werden ausschließlich beitragsorientierte Versorgungszusagen gewährt, während zuvor leistungsorientierte Beiträge zugesagt wurden.
Sollte die Gesellschaft die Bestellung eines Vorstands vorzeitig widerrufen, was sowohl der Gesellschaft wie auch dem Vorstand durch das Recht zur Kündigung des Anstellungsvertrags eingeräumt wird, oder tritt der Fall einer Kündigung nach Amtsniederlegung aus wichtigem Grund ein, gilt eine zweistufige Abfindungsregelung: In der ersten Stufe erhält der Vorstand eine auf seiner bisherigen durchschnittlichen monatlichen Festvergütung gemäß Anstellungsvertrag basierende Abfindung. Als Referenzwert I wird dabei der Durchschnitt der bis zum Beendigungszeitpunkt gemäß Kündigung gezahlten bzw. noch zu zahlenden monatlichen fixen Vergütung angesetzt. Dieser Referenzwert wird mit der Anzahl der noch verbleibenden Monate der Restlaufzeit (bei nicht vollen Monaten entsprechend anteilig) des Anstellungsvertrags multipliziert (Abfindung I). Zudem erhält der Vorstand bei vorzeitiger Beendigung des Dienstverhältnisses eine Abfindung II, wenn für das letzte Geschäftsjahr, das vor Beendigung des Anstellungsvertrags abgeschlossen wurde, ein Anspruch auf eine variable Vergütung gemäß dem vorliegenden Anstellungsvertrag bestand/besteht. Der Referenzwert II für die Abfindung II entspricht einem Zwölftel der variablen Vergütung des vorausgehenden Geschäftsjahres. Der Referenzwert wird mit der Anzahl der noch verbleibenden Monate der Restlaufzeit des Anstellungsvertrags (bei nicht vollen Monaten entsprechend anteilig) multipliziert. Ein LTI-Bonus wird bei Berechnung des Referenzwertes II nicht berücksichtigt. Die Abfindung ist der Höhe nach begrenzt auf das maximal 18-fache der jeweils geltenden Referenzwerte (Abfindungs-Cap). Vorstehende Regelungen finden keine Anwendung, wenn der Widerruf der Bestellung gemäß § 84 Absatz 3 AktG aus vom Vorstand zu vertretendem wichtigen Grund erfolgt. In diesem Fall ist die Gesellschaft berechtigt, auch den Anstellungsvertrag aus wichtigem Grunde zu kündigen. Eine Abfindung gemäß vorstehender Ausführungen steht dem Vorstand in diesem Fall nicht zu. Legt der Vorstand sein Amt ohne wichtigen Grund nieder, kann die Gesellschaft den Anstellungsvertrag außerordentlich kündigen. Eine Abfindung steht dem Vorstand in diesem Fall ebenfalls nicht zu.
Die Bezüge des Aufsichtsrats belaufen sich im Geschäftsjahr 2018 auf 119 TEUR (i. V. 127 TEUR).
K. Deutscher Corporate Governance Kodex
Am 26. Februar 2002 wurde der Deutsche Corporate Governance Kodex von der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" verabschiedet und zwischenzeitlich mehrmals überarbeitet. Die aktuelle Fassung datiert vom 7. Februar 2017. Er stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften (Unternehmensführung) dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung.
Die gemeinsame Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der 11880 Solutions AG gem. § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde im Dezember 2018 abgegeben und im April 2019 aktualisiert. Der genaue Wortlaut der Erklärung kann unter https://ir.11880.com/corporate-governance/entsprechenserklaerung eingesehen werden.
Essen, 5. April 2019
Der Vorstand
Christian Maar, Vorstandsvorsitzender
Anlagenspiegel der 11880 Solutions AG (HGB) für den Zeitraum 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 01.01.2018 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | 31.12.2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 19.789 | 0 | -1.846 | 0 | 17.943 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0 | 39 | 0 | 0 | 39 |
| 19.789 | 39 | -1.846 | 0 | 17.982 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 8.284 | 0 | -700 | 0 | 7.584 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.815 | 1 | -1.704 | 0 | 2.112 |
| 12.099 | 1 | -2.404 | 0 | 9.696 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 30.960 | 0 | 0 | 0 | 30.960 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 17.202 | 17.202 |
| 30.960 | 0 | 0 | 17.202 | 48.162 | |
| 62.848 | 40 | -4.250 | 17.202 | 75.840 |
| Wertberichtigungen | Buchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 01.01.2018 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2018 | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 18.810 | 676 | -1.845 | 17.641 | 302 | 979 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 39 | 0 |
| 18.810 | 676 | -1.845 | 17.641 | 341 | 979 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 7.908 | 237 | -693 | 7.452 | 132 | 376 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.685 | 41 | -1.670 | 2.056 | 56 | 130 |
| 11.593 | 278 | -2.363 | 9.508 | 188 | 506 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 2.785 | 8.174 | 0 | 10.959 | 20.000 | 28.175 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 17.202 | 0 |
| 2.785 | 8.174 | 0 | 10.959 | 37.202 | 28.175 | |
| 33.188 | 9.128 | -4.208 | 38.108 | 37.731 | 29.660 |
Umsatzerlöse der 11880 Solutions AG (HGB)
| in TEUR | 1.1. - 31.12.2018 | 1.1. - 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Umsätze | Umsätze | |
| --- | --- | --- |
| Inlandsauskunft | 6.643 | 8.432 |
| Auslandsauskunft | 112 | 142 |
| Value added services | 146 | 188 |
| Call Completion | 1.882 | 2.409 |
| Sonstiges | 49 | 56 |
| Branded Directory Assistance | 8.832 | 11.227 |
| Outsourcing Inbound | 215 | 318 |
| Call Center Services | 2.078 | 1.229 |
| Information and Call Center Services | 11.125 | 12.774 |
| Digitale Medien | 274 | 309 |
| Digitale Medien | 274 | 309 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 78 | 367 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 78 | 367 |
| Gesamt | 11.477 | 13.450 |
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die 11880 Solutions AG, Essen
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der 11880 Solutions AG, Essen, -bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der 11880 Solutions AG, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung (gem. §§ 289f und 315d HGB) sowie den Corporate Governance Bericht, auf die jeweils im Abschnitt 9 "Erklärung zur Unternehmensführung und Bericht zur Corporate Governance" des Lageberichts verwiesen wird, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf die oben genannten nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt B. "Unternehmensfortführung" des Anhangs sowie auf die Angaben in Abschnitt 6.4 unter "Finanz- und Liquiditätsrisiken" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter darlegen, dass der Fortbestand der Gesellschaft aufgrund des zurzeit immer noch vorhandenen jährlichen Netto-Finanzmittelabflusses und der damit verbundenen angespannten Liquiditätssituation kurz- bis mittelfristig von der Realisierung der in der Unternehmensplanung hinterlegten Annahmen hinsichtlich des Umsatzwachstums bei der im Digitalbereich tätigen Tochtergesellschaft 11880 Internet Services AG sowie der weiteren Entwicklung der Aufwendungen abhängig ist. Wie in den Angaben in Abschnitt B. "Unternehmensfortführung" des Anhangs und in den Angaben in Abschnitt 6.4 unter "Finanz- und Liquiditätsrisiken" des Lageberichts dargelegt, weist dies auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Zusätzlich zu dem im Abschnitt "Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit" beschriebenen Sachverhalt haben wir die unten beschriebenen Sachverhalte als besonders wichtige Prüfungssachverhalte bestimmt, die in unserem Bestätigungsvermerk mitzuteilen sind.
Bewertung von Anteilen an einem verbundenen Unternehmen und Forderungen gegen dieses verbundene Unternehmen (Gesamtengagement)
a) Das Risiko für den Abschluss
Im Jahresabschluss der Gesellschaft der Geschäftsjahre 2016 und 2017 wurden unter dem Bilanzposten "Finanzanlagen" unter anderem Anteile an dem verbundenen Unternehmen 11880 Internet Services AG in Höhe von EUR 28,2 Mio. ausgewiesen. Darüber hinaus wurden Forderungen gegen dieses verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 22,8 Mio. zum 31. Dezember 2016 bzw. EUR 27,5 Mio. zum 31. Dezember 2017 sowie Verbindlichkeiten gegenüber demselben in Höhe von EUR 11,3 Mio. zum 31. Dezember 2016 bzw. EUR 12,8 Mio. zum 31. Dezember 2017 ausgewiesen. Per Saldo betrug der Buchwert des Gesamtengagements zum 31. Dezember 2016 EUR 39,7 Mio. bzw. EUR 42,9 Mio. zum 31. Dezember 2017.
Die handelsrechtliche Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen richtet sich nach den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zum Nominalwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert zu bewerten. Die Ermittlung der beizulegenden Werte erfolgt auf der Grundlage des nach einem Discounted-Cashflow-Modell ermittelten Barwerts der erwarteten künftigen Zahlungsströme, die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern erstellten Planungsrechnungen ergeben. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der individuell ermittelten Kapitalkosten des verbundenen Unternehmens.
Wie im Abschnitt C. "Nichtigkeit der Jahresabschlüsse 2016 und 2017" des Anhangs dargestellt, wurde im Geschäftsjahr 2018 nachträglich ein Fehler bei der Überprüfung der Bewertung der Anteile an der sowie der Forderungen durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung gegen die 11880 Internet Services AG im Geschäftsjahr 2016 festgestellt. Die Korrektur des Fehlers erfolgte in laufender Rechnung im Jahresabschluss 2018 der 11880 Solutions AG und führte zu einer weiteren Abschreibung der Anteile auf EUR 20,0 Mio. in Höhe von EUR 8,2 Mio. Darüber hinaus wurden die Verbindlichkeiten gegenüber dieser Tochtergesellschaft gemäß den vertraglichen Regelungen mit den Forderungen gegen diese Tochtergesellschaft verrechnet und die verbleibende Forderung in Höhe von EUR 17,2 Mio. gemäß ihrer Zweckbestimmung und betrieblichen Funktion dem Anlagevermögen zugewiesen.
Die Überprüfung der Bewertung der Anteile an der 11880 Internet Services AG in Höhe von EUR 20,0 Mio. sowie der Forderungen gegen diese Gesellschaft in Höhe von EUR 17,2 Mio. im Geschäftsjahr 2018 führte zu keinem weiteren Abschreibungsbedarf.
Die Angaben der Gesellschaft zu den Finanzanlagen sind in dem Abschnitt E.1 des Anhangs enthalten.
Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsströme aus dem Tochterunternehmen einschätzen, sowie von dem verwendeten Diskontierungszinssatz und der verwendeten Wachstumsrate. Die Bewertung unterliegt somit maßgeblich dem Einfluss geschätzter Werte und ist daher mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der hohen Komplexität der Bewertung und der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
b) Prüferisches Vorgehen und Schlussfolgerungen
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir insbesondere die Planungen, die der Ermittlung der beizulegenden Werte zugrunde liegen, durch eine Analyse der uns vorgelegten Planungsprämissen und -unterlagen sowie durch intensive Erörterung mit den verantwortlichen Mitarbeitern plausibilisiert und diese auch auf eine mögliche einseitige Ermessensausübung hin untersucht. Dabei haben wir uns unter anderem auch auf umfangreiche Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentlichen Werttreibern gestützt, die den erwarteten Zahlungsströmen zugrunde liegen. Darüber hinaus haben wir die Planungstreue durch Vergleich mit der Planung des Vorjahres zu den realisierten Ist-Werten beurteilt.
Des Weiteren haben wir das methodische Vorgehen zur Bewertung nachvollzogen. Wir haben insbesondere beurteilt, ob die beizulegenden Werte sachgerecht mittels eines Discounted-Cashflow-Modells unter Beachtung der relevanten Bewertungsstandards ermittelt wurden. Mit der Kenntnis, dass Veränderungen der zugrunde liegenden Planungsprämissen sowie bereits relativ geringe Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe der ermittelten Werte haben können, haben wir uns intensiv mit der Unternehmensplanung sowie den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Die Berechnungsergebnisse der Gesellschaft haben wir anhand ergänzender Analysen, zu denen auch Sensitivitätsanalysen gehören, validiert.
Im Rahmen unserer Prüfung der Korrektur des Fehlers bei der Überprüfung der Bewertung der Anteile an der sowie der Forderungen gegen die 11880 Internet Services AG im Geschäftsjahr 2016 haben wir insbesondere die Berechnung der beizulegenden Werte überprüft, die Berechnungsergebnisse der 11880 Solutions AG nachvollzogen und die angemessene Darstellung der Korrektur des Fehlers in laufender Rechnung im Jahresabschluss 2018 beurteilt.
Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und zugrunde gelegten Bewertungsannahmen stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein und liegen auch innerhalb der aus unserer Sicht vertretbaren Bandbreiten.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
| ― | die im Abschnitt "Prüfungsurteile" genannten, nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts, |
| ― | die Versicherung nach § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB zum Jahresabschluss und die Versicherung nach § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB zum Lagebericht. |
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, den inhaltlich geprüften Bestandteilen des Lageberichts oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 12 Juni 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 2. November 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2018 als Abschlussprüfer der 11880 Solutions AG, Essen, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht des geprüften Unternehmens angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für das geprüfte Unternehmen bzw. für die von diesem beherrschten Unternehmen erbracht:
Andere Bestätigungsleistungen in Höhe von TEUR 5
Sonstige Leistungen in Höhe von TEUR 8
Die anderen Bestätigungsleistungen umfassen die Untersuchung der Quote befristeter Zeitarbeitsverträge im Bereich Call Center im Jahr 2017. Die sonstigen Leistungen umfassen Beratungsleistungen im Bereich von Zwischenabschlüssen.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Nikolaus Krenzel.
Köln, 8. April 2019
**Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Marcus Lauten, Wirtschaftsprüfer
Nikolaus Krenzel, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 1. Januar 2018- 31. Dezember 2018
Im Geschäftsjahr 2018 wurden neben der Konsolidierung des Produktangebots im Digitalgeschäft und der Entwicklung von zwei neuen Portalen weitere strukturelle Maßnahmen umgesetzt und abgeschlossen. So wurde der ehemalige Hauptstandort in Martinsried bei München final geschlossen, während am neuen Unternehmenssitz in Essen die zwei Standorte zu einem neuen zusammengezogen. In Erfüllung seiner gesetzlich verankerten Beratungs- und Aufsichtsfunktion begleitete der Aufsichtsrat des Unternehmens das gesamte Jahr 2018 die Führung der Geschäfte des Vorstands.
Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2018
Der Aufsichtsrat der 11880 Solutions AG hat im Geschäftsjahr 2018 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben pflichtgetreu wahrgenommen. Im Berichtsjahr fanden vier turnusmäßige Sitzungen statt. Das Gremium hat den Vorstand und die Geschäftsführung das Jahr über bei der Leitung der Gesellschaft überwacht. Der Aufsichtsrat erhielt regelmäßig die wichtigsten Finanzkennzahlen und wurde fortlaufend detailliert über die allgemeine Geschäftsentwicklung und eventuelle Risiken informiert. Er stand dem Vorstand jederzeit beratend zur Seite. Wichtige Ereignisse und wirtschaftliche Entwicklungen wurden regelmäßig ausführlich präsentiert, erläutert und gemeinsam zwischen Aufsichtsrat und Vorstand diskutiert und abgestimmt.
Im Geschäftsjahr 2018 standen neben dem Bezug des neuen Bürostandorts in Essen die Konsolidierung im Digitalgeschäft, der Ausbau des Call Center Services-Geschäft und die Entwicklung zweier neuer Portale im Fokus.
Am 18. Dezember 2018 verabschiedete der Aufsichtsrat in seiner letzten Sitzung des Geschäftsjahres das Budget für das nächste Geschäftsjahr 2019.
Der Aufsichtsrat der 11880 Solutions AG hat sich im gesamten Geschäftsjahr 2018 intensiv mit dem Rechnungslegungsprozess und der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems befasst. Weiterhin wurden die Wirksamkeit der Compliance-Prozesse innerhalb des Unternehmens, anhängige Rechtsstreitigkeiten und potenzielle Rechtsrisiken kontinuierlich überwacht. Der Aufsichtsrat erteilte nach sorgfältiger Prüfung seiner Unabhängigkeit und Qualifikation, seiner bisher erbrachten Leistungen und seines Honorars den Prüfungsauftrag an einen neuen Abschlussprüfer: die Ebner Stolz GmbH & Co.KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Stuttgart und Zweigniederlassung in Köln.
Organisation der Aufsichtsratsarbeit
Um seine Aufgaben stets effizient wahrzunehmen, lässt sich der Aufsichtsrat durch den Prüfungsausschuss und Nominierungsausschuss regelmäßig Bericht erstatten und sichert somit einen zuverlässigen Informationsfluss. Der Prüfungsausschuss bereitet Aufsichtsratsbeschlüsse und im Plenum zu diskutierende Themen vor und überwacht die Rechnungslegung, das interne Kontrollsystem sowie die Abschlussprüfung der Gesellschaft. Bereits 2016 hat der Aufsichtsrat der 11880 Solutions AG zur Überwachung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers einen Genehmigungsprozess umsetzen lassen, der die Freigabe von zulässigen Nichtprüfungsleistungen durch den Abschlussprüfer gemäß der am 17. Juni 2016 in Kraft getretenen EU-Verordnung 537/2014 gewährleistet.
Zusammensetzung und Personalia Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der 11880 Solutions AG wurde nach den Vorschriften der §§ 96 Absatz 1,101 Absatz 1 AktG in Verbindung mit §§ 1 Absatz 1,4 Drittelbeteiligungsgesetz gebildet und besteht gemäß Ziffer 4.1 (1) der Satzung der 11880 Solutions AG aus vier von der Hauptversammlung und zwei von den Arbeitnehmern gewählten Mitgliedern. Das selbsterklärte Ziel des Aufsichtsrates ist die zielorientierte Unterstützung des Unternehmens bei seiner 2015 begonnenen Neuausrichtung. Dabei wurden fundierte Kenntnisse der Digitalbranche, eine breite Erfahrung in Wirtschaftsunternehmen sowie die Vielfalt fachlicher Kompetenzen der Mitglieder berücksichtigt.
Dem Aufsichtsrat der 11880 Solutions AG gehörten im Geschäftsjahr 2018 folgende Mitglieder an: Dr. Michael Wiesbrock (Vorsitzender), Ralf Grüßhaber (bis 30. September 2018), Helmar Hipp (seit 12. Juni 2018), Ralf Ruhrmann (seit 12. Juni 2018), Ilona Rosenberg und Jens Sturm. Auf der Hauptversammlung am 12. Juni 2018 wurden Helmar Hipp und Ralf Ruhrmann als Vertreter der Anteilseigner für die im Februar 2018 ausgeschiedenen Mitglieder Gabriella Fabotti und Antonio Converti gewählt.
Dem Prüfungsausschuss unter dem Vorsitz von Dr. Michael Wiesbrock gehörten zusätzlich Jens Sturm, Ralf Grüßhaber (bis 30. September 2018) sowie Ralf Ruhrmann (seit 18. Dezember 2018) an. Zum Nominierungsausschuss zählten Dr. Michael Wiesbrock, Ralf Grüßhaber (bis 30. September 2018) und Helmar Hipp (seit 18. Dezember 2018).
Sitzungen und Teilnahme
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2018 vier ordentliche Sitzungen abgehalten, die quartalsweise stattfanden. Dr. Michael Wiesbrock, Ralf Grüßhaber, Ilona Rosenberg und Jens Sturm nahmen an allen Sitzungen teil. Helmar Hipp nahm an drei und Ralf Ruhrmann an zwei Sitzungen teil. Der Prüfungsausschuss trat im Geschäftsjahr 2018 vier Mal zusammen, der Nominierungsausschuss tagte mit Blick auf die Aufsichtsratsnachbesetzung einmal, stimmte sich aber begleitend vielfach telefonisch ab.
Veränderungen im Vorstand
Birgit Hausmann, Bereichsleiterin Recht und Personal, wurde im April 2018 für zwei Monate in den Vorstand der 11880 Solutions AG berufen. Grund für ihre Berufung war ein Büroversehen des auf der Jahreshauptversammlung 2017 anwesenden Notars, der in der Niederschrift gemäß §130 AktG fehlerhaft angegeben hatte, dass der Beschluss zur Leitung der Gesellschaft von nur einem Vorstand mit einer Zustimmungsquote von 99,92 Prozent der Stimmen nicht angenommen wurde. Tatsächlich wurde der Beschluss jedoch mit 99,92 Prozent der anwesenden Stimmen angenommen. Nach einer umfassenden rechtlichen Beurteilung wurde Birgit Hausmann als zweites Mitglied in den Vorstand der Gesellschaft berufen, um dem minimalen Risiko einer möglichen Unwirksamkeit der Satzungsänderung vorzubeugen. Um weiterhin rechtliche und finanzielle Schäden auszuschließen, wurde der Beschluss auf der ordentlichen Hauptversammlung am 12. Juni 2018 erneut zur Abstimmung gestellt und mit 99,73 Prozent der Stimmen angenommen. Birgit Hausmann hat an diesem Tag ihr Vorstandsmandat niedergelegt.
Corporate Governance und Vorstandsvergütung
Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2018 erneut intensiv mit den Anregungen und Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und ihrer Umsetzung innerhalb der 11880 Solutions AG befasst. Die Umsetzung des Deutschen Corporate Governance Kodex war auch ein Agendapunkt der Aufsichtsratssitzung am 18. Dezember 2018, in der Vorstand und Aufsichtsrat eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben haben. Eventuelle Abweichungen zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden nach sorgfältiger Beratung und mit besonderem Blick auf die Gegebenheiten und Erfordernisse der Gesellschaft beschlossen. Die gemeinsame Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat kann auf der Internetseite des Unternehmens unter www.11880.com jederzeit eingesehen werden. Weitere Angaben zur Umsetzung der Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie ein detaillierter Bericht zum Vergütungssystems des Vorstands sind im Konzernlagebericht (s.S. 39ff.) nachzulesen.
Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2018
Auf Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 12. Juni 2018 erteilte der Aufsichtsrat der Ebner Stolz GmbH & Co.KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Sitz Stuttgart mit Zweigniederlassung Köln, den Prüfungsauftrag. Der handelsrechtliche Jahresabschluss, Lagebericht, IFRS-Konzernabschluss und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 der 11880 Solutions AG wurden von der Ebner Stolz GmbH & Co.KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Sitz Stuttgart mit Zweigniederlassung Köln, geprüft. Der Konzernabschluss vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 und der Konzernlagebericht wurden gemäß § 315e HGB auf der Grundlage der in der Europäischen Union anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.
Dem Jahresabschluss, Lagebericht, Konzernabschluss und Konzern Lagebericht wurde zum 31. Dezember 2018 ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt. Der handelsrechtliche Jahresabschluss und Lagebericht, der lFRS-Konzernabschluss und Lagebericht sowie die Berichte des Abschlussprüfers wurden mit dem Abschlussprüfer im Prüfungsausschuss ausführlich besprochen und allen Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig zugesandt. Der Abschlussprüfer war bei der finalen Diskussion der Abschlüsse in der Aufsichtsratssitzung am 26. März 2019 anwesend, erläuterte die Durchführung seiner Prüfung und gab im Rahmen der Erörterungen ergänzende Auskünfte.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der 11880 Solutions AG im Detail geprüft. Von dem Ergebnis des Abschlussprüfers hat er zustimmend Kenntnis genommen. Das Gremium billigt den vom Vorstand vorgelegten Lagebericht und den Jahresabschluss 2018 der 11880 Solutions AG, der somit festgestellt ist.
Der Aufsichtsrat hat weiterhin den IFRS-Konzernabschluss der 11880 Solutions AG und den Lagebericht im Detail geprüft. Von dem Ergebnis des Abschlussprüfers hat er zustimmend Kenntnis genommen. Das Gremium billigt den vom Vorstand vorgelegten Lagebericht und den Konzernabschluss 2018 der 11880 Solutions AG, der somit ebenfalls festgestellt ist.
Risikofrüherkennungssystem
Der Vorstand der 11880 Solutions AG hat gemäß § 91 Abs. 2 Aktiengesetz ein Überwachungssystem eingerichtet, um mögliche Risiken für die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften frühzeitig zu erkennen. Die Prüfung des Abschlussprüfers hat ergeben, dass der Vorstand seine Pflichten gemäß § 91 Abs. 2 Aktiengesetz erfüllt hat. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu.
Corporate Social Responsibilty
Der Aufsichtsrat hat sich eingehend mit dem Nachhaltigkeitsbericht (s.S. 16-18) der 11880 Solutions AG befasst, ihn im Detail geprüft und einstimmig freigegeben.
Schlusserklärung
Wir haben das Ergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen und erheben nach unseren eigenen Prüfungen des Jahresabschlusses, des Lageberichts, des Konzernabschlusses und Konzern Lageberichts der 11880 Solutions AG keinen Einwand. Wir nehmen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss an, der somit festgestellt ist. Weiterhin akzeptieren wir den vom Vorstand aufgestellten IFRS-Konzernabschluss.
Im Namen des gesamten Aufsichtsrats danke ich dem Vorstandsvorsitzenden Christian Maar für seine geleistete Arbeit. Weiterhin danken wir Birgit Hausmann für ihren temporären Einsatz als zweites Vorstandsmitglied. Unser gemeinsamer Dank gilt ebenso allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr großes Engagement im Geschäftsjahr 2018.
Essen, im April 2019
Dr. Michael Wiesbrock, Vorsitzender des Aufsichtsrates
Gemeinsame Entsprechenserklärung
von Vorstand und Aufsichtsrat der 11880 Solutions AG
gemäß § 161 Aktiengesetz zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat der 11880 Solutions AG erklären, dass sämtlichen vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex, zuletzt in der Fassung vom 7. Februar 2017, mit Ausnahme der nachstehenden Empfehlungen entsprochen wurde bzw. wird:
Ziffer 4.2.1 Zusammensetzung und Vergütung des Vorstands
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt in Ziff. 4.2.1, dass der Vorstand aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben soll. Hiervon wird insofern abgewichen, dass der Vorstand seit dem 01.01.2018 aus Herrn Christian Maar allein besteht, nachdem das Vorstandsamt von Vorstand Michael Geiger am 31.12.2017 geendet hat. Aufsichtsrat und Vorstand sind der Auffassung, dass die derzeitige Unternehmensgröße und das Geschäftsvolumen der Gesellschaft eine effiziente Unternehmensführung durch nur ein Vorstandsmitglied erlauben. Eine Bestellung weiterer Vorstandsmitglieder ist aus Sicht des Aufsichtsrats und des Vorstands derzeit nicht erforderlich.
Eine entsprechende Satzungsänderung wurde zudem von der diesjährigen Hauptversammlung beschlossen.
Ziff. 4.2.3 variable Vorstandsvergütung und Berechnungszeitraum Abfindungs-Cap
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt in Ziff. 4.2.3 Abs. 4, dass die Berechnung des Abfindungs-Caps auf die Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres und gegebenenfalls auch auf die voraussichtliche Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr abgestellt sein sollte. Hiervon weicht die 11880 Solutions AG ab.
Im Vorstandsvertrag des amtierenden Vorstandes Herrn Maar wird zur Berechnung des Abfindungs-Caps neben einem aus der durchschnittlichen fixen Vergütung gebildeten Referenzwert (d. h. Durchschnitt der bis zum Beendigungszeitpunkt gezahlten fixen monatlichen Vergütung) als weiterer Referenzwert die variable Vergütung nur des abgelaufenen und nicht auch des laufenden Geschäftsjahres in Bezug genommen.
Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die in Ziff. 4.2.3 im DCGK enthaltene Empfehlung, bei Bemessung des Abfindungs-Caps auch auf das laufende Geschäftsjahr abzustellen, für die sich auf die variable Vergütung beziehende Referenzgröße wenig praktikabel ist, da sich eine unterjährige bzw. anteilige Zielerreichung häufig nur schwer bemessen lässt. Bei der Fixvergütung wird demgegenüber auf den Durchschnitt nicht nur des letzten Geschäftsjahres, sondern der gesamten bisherigen Vertragslaufzeit abgestellt, um tendenziell niedrigere Fixvergütungen in Vorjahren zu berücksichtigen.
Die Nichteinbeziehung des laufenden Geschäftsjahres kann im Einzelfall theoretisch dazu führen, dass der Abfindungsbetrag höher ausfällt als die bis zum Ende der Vertragslaufzeit zu erzielende Vergütung, da ein etwaiges Absinken der variablen Vergütung im laufenden Jahr nicht abgebildet wird. In Anbetracht der Schwierigkeit einer unterjährigen Bestimmung der Höhe der variablen Vergütung für das laufende Geschäftsjahr und in Anbetracht des abgesenkten Betrags der Fixvergütung, der in die Abfindung einfließt, hält die Gesellschaft diese theoretisch mögliche Abweichung von Ziff. 4.2.3 Abs. 4 S. 1 DCGK für gerechtfertigt.
Abweichend von Ziff. 4.2.3, Abs. 6 DCGK informiert der Vorsitzende des Aufsichtsrats die Hauptversammlung jährlich im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung über die Grundzüge des Vergütungssystems. Dabei berücksichtigt die Gesellschaft das Informationsinteresse neuer Aktionäre, die erstmalig bei der Hauptversammlung anwesend sind.
Ziff. 5.1.2./5.4.1. Altersgrenze für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder und Diversity
Eine Altersgrenze für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wurde nicht festgelegt.
Die 11880 Solutions AG vertritt die Auffassung, dass die Leistung eines Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedes vom Lebensalter unabhängig ist. Außerdem sehen wir in einer Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder eine unangebrachte Einschränkung des Rechts der Aktionäre, die Mitglieder des Aufsichtsrats zu wählen.
Auch wurde abweichend von Ziff. 5.4.1 keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer von Aufsichtsratsmitgliedern festgelegt. Auch insoweit vertritt die 11880 Solutions AG die Auffassung, dass es allein auf die Leistungsfähigkeit des Aufsichtsratsmitglieds ankommt. Eine langjährige Tätigkeit im Aufsichtsrat steigert zudem den Erfahrungsschatz, der in die Aufsichtsratsarbeit eingebracht werden kann. Zudem steht eine Regelgrenze einer Kontinuität im Aufsichtsrat entgegen.
Ziff. 5.2 Absatz 2 Vorsitz im Prüfungsausschuss
Ziff. 5.2 Absatz 2 DCGK sieht vor, dass der Aufsichtsratsvorsitzende nicht den Vorsitz im Prüfungsausschuss innehaben soll. Die 11880 Solutions AG weicht hiervon ab. Nach dem Ausscheiden des damaligen Vorsitzenden im Prüfungsausschuss empfahl sich der Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Dr. Michael Wiesbrock, aufgrund beruflicher und fachlicher Expertise im besonderen Maße für dieses Amt, so dass eine Abweichung von der Kodex-Empfehlung gerechtfertigt ist.
Ziff. 5.3.2 Aufgaben des Prüfungsausschusses
Die Fragen der Compliance werden vom gesamten Aufsichtsrat behandelt, nicht im Prüfungsausschuss. Die Gesellschaft verfolgt damit das Ziel, alle Aufsichtsratsmitglieder gleichermaßen über Compliance-Themen zu informieren und eine umfassende Diskussion unter allen Mitgliedern des Aufsichtsrats hierzu zu befördern.
Ziff. 5.4.6 Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder
Ziff. 5.4.6., Absatz 3 DCGK empfiehlt eine individualisierte, aufgeschlüsselte Angabe der Aufsichtsratsvergütung. Die 11880 Solutions AG weist im Vergütungsbericht die Vergütung für den Gesamtaufsichtsrat und die Ausschusstätigkeit in Summe aus. Eine individualisierte Aufschlüsselung erfolgt nicht (Abs.3), da wir der Meinung sind, dass dies keine Kapitalmarktrelevanz hat.
Ziff. 7.1.2, Satz 3, 1. Halbsatz Veröffentlichungspflicht Konzernabschluss und Konzernlagebericht
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht sollen gemäß Ziff. 7.1.2, Satz 3, 1. Halbsatz DCGK binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende öffentlich zugänglich sein.
Die 11880 Solutions AG konnte den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 nicht innerhalb des im DCGK geforderten Zeitraums von 90 Tagen veröffentlichen. Grund dafür ist der erhöhte Zeitaufwand, der aufgrund einer Stichprobenprüfung der Deutschen Prüfstelle für Rechnungsprüfung (DPR) für Konzernabschluss und Konzernlagebericht sowie Jahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2016 entstand. Darüber hinaus ergab sich vollumfänglicher Verlegung des Satzungssitzes 2018 von München nach Essen und dem damit zeitgleich vorgenommenen Wechsel der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zusätzlich ein umfangreicher Abstimmungsbedarf mit den Wirtschaftsprüfern. Für das Geschäftsjahr 2019 wird der Ziff. 7.1.2, Satz 3, 1. Halbsatz DCGK wieder entsprochen.
Die 11880 Solutions AG hat den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 07.02.2017 seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung am 18.12.2018, jeweils mit den genannten Einschränkungen zu Ziffer 4.2.1, Ziff. 4.2.3, Ziff. 5.1.2/5.4.1, 5.2, 5.3.2, 5.4.6 und Ziff. 7.1.2 entsprochen.
Essen, den 01. April 2019
11880 Solutions AG
Für den Aufsichtsrat
Dr. Michael Wiesbrock, Aufsichtsratsvorsitzender
Für den Vorstand
Christian Maar, Vorstandsvorsitzender