Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

11 88 0 Solutions AG Audit Report / Information 2014

Mar 14, 2016

2_rns_2016-03-14_25ab7a7f-45d6-47dc-9550-498c9b1b8b08.html

Audit Report / Information

Open in viewer

Opens in your device viewer

Publication

klicktel AG (vormals: telegate Media AG)

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014

1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

1.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft ist im Verlauf des Jahres 2014 erneut ins Stocken geraten. Im Geschäftsjahr 2014 wuchs die Weltwirtschaft um 3,3 %. Ursachen hierfür sind unter anderem die ungewöhnlich geringe Zunahme des Welthandels sowie die schwächelnde Dynamik der Schwellenländer. Der internationale Währungsfond sieht ein gesteigertes Risiko für eine globale Rezession. Die Weltwirtschaft bleibt anfällig für Störungen durch Krisen, Turbulenzen auf Finanzmärkten und anderen Einflussgrößen. Im Jahr 2015 wird mit einem Anstieg der Weltproduktion um 3,5 % gerechnet.

Im Euro-Raum ist ein moderates Wachstum zu beobachten. Das Bruttoinlandsprodukt für das Jahr 2014 ist nur geringfügig angestiegen. Die EU-Kommission erwartet erst für 2016 wieder einen spürbaren Anstieg.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt stieg 2014 um 1,6 %. Vor allem sorgten ein hohes Beschäftigungsniveau und steigende Löhne für Impulse. Die Exporte der deutschen Wirtschaft legten um 3,7 % zu. Trotz globaler Risiken stieg das Investitionsvolumen der Firmen im Jahr 2014.

Im Folgenden wird die Entwicklung der Rahmenbedingungen in den für die telegate Media AG relevanten Märkten erläutert.

1.2 Marktentwicklung

Der Markt für lokale Online-Werbung in Deutschland entwickelt sich positiv. Gemäß einer vom OVK (Online-Vermarkterkreis) im Jahr 2014 veröffentlichten Studie zur Nutzung von Online-Vermarktung ist die Zahl der lokalen Online-Werbung erheblich angestiegen. Der Trend geht von der lokalen Suche hin zu exklusiven Vermarktungsstrategien und Produkten auf mobilen Endgeräten. Aufgrund der steigenden Akzeptanz des mobilen Internets und mobiler Endgeräte in der Bevölkerung werden diese Medien als Werbekanäle für die telegate Media AG in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Das Nutzerverhalten im Internet ist in stetiger Entwicklung hin zur Individualität. Für die telegate Media AG ergeben sich dadurch weitere Wachstumschancen. Um in der digitalen Welt gefunden zu werden, bietet die telegate Media AG ein breites Sortiment von Internet-Dienstleistungen und Vermarktungsangeboten für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) an. Um den aktuellen Nutzertrend für den Kunden zugänglich zu machen, stellt die telegate Media AG dem Kunden ein individualisiertes Produktangebot aus einem Verbund von reichweitenstarken Suchmedien der Marken klickTel und 11880.com, Websites und Suchmaschinen-Marketing zur Verfügung, mit dem er seine Internetpräsenz optimieren kann. Insgesamt gingen im vergangenen Jahr über alle telegate-Kanäle hinweg rund 350 Millionen Suchanfragen nach Kontaktdaten von lokalen Firmen, Dienstleistern und Privatpersonen ein.

Die Telefonauskunft kann als ein weitestgehend von der konjunkturellen Entwicklung unabhängiges Geschäft angesehen werden. Der seit Jahren beobachtbare kontinuierliche Marktrückgang hat seine Ursache in der Änderung des Nutzungsverhaltens der Konsumenten in Richtung digitaler Medien. Die telegate Media AG erwartet, dass sich dieser Trend so auch in den kommenden Jahren fortsetzen wird.

2 Geschäftsjahr 2014 im Überblick und Geschäftsverlauf

2.1 Grundlagen der Berichterstattung

Die telegate Media AG nutzt innerhalb seiner Geschäftsbereiche „Digital" und „Auskunft" ein effizientes Steuerungssystem mit einer Reihe von entscheidungsrelevanten Kennzahlen. Um auf aktuelle Entwicklungen und Veränderungen im operativen Geschäft reagieren zu können, greift die telegate Media AG auf tagesaktuelle Reporting-Instrumente sowohl im Digitalgeschäft als auch bei der Auskunft zu. Im finanzbezogenen Bereich sind das v.a. die zentralen Kenngrößen Umsatzerlöse, Jahresüberschuss/-fehlbetrag und Cashflow. Im nicht finanzbezogenen Bereich handelt es sich um die Digital-Kennzahlen „Kündigungsquote" und „Anteil verkaufter 24-Monatsverträge". Diese Kennzahlen ermöglichen einen Rückschluss auf den Grad der Kundenbindung und Kundenzufriedenheit. Der Bereich Auskunft wird hauptsächlich über die nichtfinanzbezogene Kennzahl Anrufvolumen gesteuert. Diese Kennzahl berechnet sich aus der Anzahl der in den Call Centern abgearbeiteten Anrufe in einem bestimmten Zeitraum.

Innerhalb des Bereichs Digital unterscheidet man im Wesentlichen zwischen den Produkten Media-Eintrag (Top-Listing auf den telegate-Plattformen), Google (Suchmaschinen-Marketing / Google AdWords) und Websites.

Innerhalb des Bereichs Auskunft erbringt die telegate Media AG Dienstleistungen hauptsächlich im Zusammenhang mit der Telefonauskunft der ehemaligen telegate Auskunftsdienste GmbH. Der Kunde erhält hier deutschlandweit Rufnummern, Vorwahlen und Adressen und kann darüber hinaus verschiedene Zusatzleistungen in Anspruch nehmen. Hierzu gehören zum Beispiel die Zusendung der gewünschten Informationen gratis per E-Mail, Fax oder SMS und die direkte Weitervermittlung an die gesuchte Rufnummer.

Finanzbezogene Kennzahlen

Umsatzerlöse:

Die Umsatzerlöse sind sowohl im Bereich Digital als auch im Bereich Auskunft eine der zentralen Steuerungsgrößen des operativen Geschäfts.

Im Bereich Digital werden Umsatzerlöse im Neukunden- sowie im Bestandskundengeschäft erwirtschaftet. Die Basis für die nachhaltige Entwicklung der Umsatzerlöse ist dabei eine effiziente Vertriebsmannschaft im Neukundengeschäft sowie ein auf Kundenbindung ausgerichtetes Bestandskundenmanagement mit Fokus auf speziell für den Kunden optimierte Produkte. Innerhalb des Bereichs Digital unterscheidet man im Wesentlichen zwischen den Produkten Media-Eintrag (Top-Listing auf den telegate-Plattformen), Google (Suchmaschinen-Marketing / Google AdWords) und dem Erstellen und Betreiben von individuellen Kunden-Websites.

Im Bereich Auskunft errechnen sich die Umsatzerlöse im Wesentlichen als Produkt aus Anrufvolumen und Preis je Anruf. Das Anrufvolumen setzt sich zusammen aus Anrufen aus dem Festnetzbereich sowie den Netzen der Mobilfunkdienstleister, wobei sich die Tarife je nach Netzbetreiber unterscheiden können. Insgesamt verzeichnet die telegate Media AG im Bereich Auskunft seit Jahren rückläufige Umsatzerlöse. Dies ist auf das kontinuierlich sinkende Volumen des Marktes für Telefonauskunft zurückzuführen. Der Rückgang der Umsatzerlöse konnte dabei zum Teil durch einen gesteigerten Erlös je Anruf kompensiert werden.

Jahresüberschuss / -fehlbetrag:

Die für die telegate Media AG zentrale Kennzahl zur Steuerung der Profitabilität ist der Jahresüberschuss / -fehlbetrag.

Cashflow:

Der Cashflow stellt den aus der Geschäftstätigkeit erzielten Zufluss an liquiden Mitteln während einer Periode dar. Die Betrachtung dieser Messgröße ermöglicht die Beurteilung der finanziellen Gesundheit des Unternehmens. Sie stellt dar inwiefern ein Unternehmen in der Lage ist, im Rahmen des Umsatzprozesses die erforderlichen Mittel zu erwirtschaften, die für die Substanzerhaltung des in der Bilanz abgebildeten Vermögens und zudem für Erweiterungsinvestitionen nötig sind. Mit Hilfe dieser Informationen ist die telegate Media AG in der Lage, ihre Finanz- und Vermögenslage zu optimieren.

Der Cashflow berechnet sich als Differenz aus der Liquidität des abgelaufenen gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr. Liquidität ist definiert als die Summe „Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" und gegebenenfalls dem Bestand „Sonstiger Wertpapiere". Regelmäßig wird die Kennzahl noch in einer Version dargestellt, die um Dividendenzahlungen bereinigt ist, was bei der telegate Media AG derzeit aber nicht relevant ist. Dies verbessert die Aussagefähigkeit der Kennzahl in Richtung operativer Entwicklung des Geschäfts.

Nicht-finanzbezogene Kennzahlen

Bei den nicht-finanzbezogenen Kennzahlen erfolgt eine Steuerung auf Konzernebene und nicht auf Ebene der Einzelgesellschaften der telegate AG oder telegate Media AG. Aufgrund der jedoch sehr engen strategischen und operativen Verbindung sind die hier gemachten Aussagen sowohl für die telegate AG als auch die telegate Media AG gültig. Die im Folgenden gemachten Angaben beziehen sich immer auf die Werte des Konzerns.

Kündigungsquote und Anteil der 24-Monatsabschlüsse als Kennzahlen zur Messung von Kundenbindung und -zufriedenheit im Bereich Digital:

Ein hohes Maß an Kundenbindung und -zufriedenheit ist besonders für die Weiterentwicklung des Geschäftsbereichs Digital von großer Bedeutung. Im Kern geht es darum, Kunden durch ein Kundenbetreuungskonzept langfristig und nachhaltig an das Unternehmen zu binden. Dies sichert zukünftige Umsätze, erwirtschaftet hohe Deckungsbeiträge und steigert die Profitabilität des Bereichs Digital.

Quantifizierbare Kenngrößen im Rahmen von Kundenbindung und Kundenzufriedenheit sind u.a. die Kündigungsquote und die Anzahl der Abschlüsse mit 24-monatiger statt 12-monatiger Vertragslaufzeit im Neugeschäft. Unter der Kündigungsquote versteht man die Anzahl von Vertragskündigungen einer Periode im Verhältnis zu den bestehenden Verträgen der Vorjahresperiode.

Anrufvolumen im Auskunftsgeschäft:

Ursächlich für den seit Jahren beobachteten, kontinuierlichen und deutlichen Rückgang im Markt der Telefonauskunft ist das veränderte Nutzungsverhalten der Konsumenten in Richtung digitaler Informationsbeschaffung. Umso wichtiger ist es für telegate, eine möglichst exakte Vorhersage für die Entwicklung des Anrufvolumens zu treffen. telegate verfügt über ein effizientes Reportingsystem, bewährte Forecast-Modelle sowie jahrelange Erfahrungswerte. Neben einer verlässlichen Abschätzung der zu erwartenden Umsätze sind Informationen über das Anrufvolumen auch besonders wichtig für die Planung der notwendigen Personalkapazitäten in den Call Centern.

Mitarbeiterzufriedenheit:

Nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg eines Unternehmens ist aus Sicht von telegate untrennbar mit einem hohen Maß an Mitarbeiterzufriedenheit verbunden. Dabei ist die Rekrutierung hochqualifizierter neuer Mitarbeiter für telegate ebenso wichtig wie die Weiterentwicklung und Förderung der bestehenden Belegschaft.

Vor diesem Hintergrund führt telegate regelmäßig unternehmensweite Mitarbeiterbefragungen durch. Das Ergebnis daraus ist der sogenannte HEI (Happy Employee Index), der die Gesamtzufriedenheit der Belegschaft im telegate Konzern abbildet. Die daraus abgeleiteten Maßnahmen und Handlungsfelder leisten einen nicht unwesentlichen Beitrag, um telegate erfolgreich in die Zukunft zu führen. Wie im Vorjahr verzeichnet die telegate in diesem Bereich gute Werte.

2.2 Geschäftsverlauf und Vergleich mit der Planung 2014

Die Entwicklung des operativen Geschäfts im Geschäftsjahr 2014 verlief weitgehend planmäßig. Die Transformationsstrategie hin zu einem fokussierten Online-Unternehmen wurde durch die Schwerpunktlegung auf eine Steigerung der Rentabilität des Digital-Geschäfts sowie der Optimierung struktureller Kosten im gesamten telegate-Konzern erfolgreich vorangetrieben. Umfassende Maßnahmen zur Steigerung der Qualitätsverbesserung im Vertrieb und der Produktion sowie technische und prozessuale Qualitätssicherungsmaßnahmen konnten implementiert werden.

Die Umsatzerlöse haben in 2014 von 30,4 Mio. € auf 29,8 Mio. € leicht abgenommen. In der Prognose des Vorjahres war von Umsatzerlösen zwischen 28,5 Mio. € und 31,0 Mio. € ausgegangen worden. Die Umsatzerlöse im Digitalgeschäft sind dabei leicht um 2 % von 24,5 Mio. € auf 24,9 Mio. € gestiegen. Die Planung ging für 2014 von geringfügig wachsenden Umsatzerlösen im Bereich Digital aus. Dieses Ziel konnte somit erreicht werden. Im Bereich der Auskunft sind die Umsatzerlöse um 26 % von 2,5 Mio. € auf 1,8 Mio. € zurückgegangen, die Software-Umsatzerlöse haben sich ebenfalls um 11 % von 3,4 Mio. € auf 3,0 Mio. € verringert. Die Vorjahresprognose sinkender Umsätze bei der Auskunft und dem Software-Geschäft war somit zutreffend.

Das Ziel in 2014, einen Jahresüberschuss / -fehlbetrag in der Bandbreite von -1,0 Mio. € bis 1,0 Mio. € zu erwirtschaften, konnte nicht erreicht werden. Letztlich steht in 2014 ein Jahresfehlbetrag von -2,1 Mio. € zu Buche.

Der Cashflow 2014 beträgt 0,01 Mio. € (Vorjahr: -10,1 Mio. €). Die Planung des Cashflow erfolgt ausschließlich auf Konzernebene; Prognosen auf Einzelgesellschaftsebene liegen nicht vor.

Die Gesellschaft verfügt über eine solide Ausstattung mit Liquidität. Zum Stichtag 31. Dezember 2014 umfasst der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €). Hierbei definitionsgemäß nicht berücksichtigt sind allerdings die über das Cashpooling der telegate AG zur Verfügung gestellten Mittel (28,5 Mio. €, Vorjahr: 30,3 Mio. €).

Wie eingangs erwähnt erfolgt die Steuerung der nichtfinanzbezogenen Kennzahlen über Konzernkennzahlen. Die Ziele bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wurden erreicht. Wichtige Kennzahlen zur Ermittlung der Kundenzufriedenheit zeigen weiterhin eine positive Entwicklung. Wie schon im Vorjahr wurde die Quote gekündigter Verträge erneut verbessert. Der Anteil der Neukundenverträge mit einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten entwickelt sich erfreulich. Im laufenden Geschäftsjahr haben 72 % der Neukunden einen 24-Monatsvertrag unterzeichnet.

Der Schwerpunkt in 2014 lag auf einer Verbesserung der Profitabilität des digitalen Geschäfts. Zudem wurde der Fokus auf umfassende Maßnahmen zur Steigerung der Qualitätsverbesserung in allen Bereichen gelegt. Dabei ist es gelungen, die Vertriebseffizienz zu steigern, aber auch die Kündigungsquote durch eine stärkere Kundenbindung zu senken. Die Nutzung von Medienangeboten der telegate Media AG erfreut sich hoher Beliebtheit.

Im Bereich Auskunft konnte das marktbedingt rückläufige Geschäft durch verbesserten Kundenservice sowie weitere Kapazitätsanpassungen zumindest teilweise kompensiert werden.

3 Finanzwirtschaftliche Situation

3.1 Entwicklung der Ertragslage 2014

Die Umsatzerlöse beliefen sich in 2014 insgesamt auf 29,8 Mio. € und lagen damit 2 % unter dem Vorjahreswert von 30,4 Mio. €. Die Umsatzerlöse im Digitalgeschäft sind dabei um 2 % von 24,5 Mio. € auf 24,9 Mio. € gestiegen. Im Bereich der klassischen Auskunft sind die Umsatzerlöse um 26 % von 2,5 Mio. € auf 1,8 Mio. € zurückgegangen. Die Software-Umsatzerlöse entwickelten sich ebenfalls zurück von 3,4 Mio. € auf 3,0 Mio. €, ein Rückgang von 11 %. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 3,5 Mio. € gegenüber 5,5 Mio. € aus dem Vorjahr, was einem Rückgang von 36 % entspricht. Dies ist zum einen bedingt durch deutlich geringere Erträge aus Intercompany-Leistungsbeziehungen und zum anderen durch wesentlich geringere Auflösungen von Rückstellungen.

Der Materialaufwand hat sich von 8,8 Mio. € auf 10,2 Mio. € um 16 % erhöht. Beim Personalaufwand konnte eine Reduzierung um 4 % von 19,5 Mio. € auf 18,8 Mio. € erreicht werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von im Vorjahr 8,0 Mio. € auf 6,6 Mio. € zurückgegangen, was einem Rückgang von 18 % entspricht. Die zuvor erwähnten Veränderungen in der Kostenstruktur sind vor allem Ausdruck der Schwerpunktlegung auf eine Steigerung der Rentabilität des Digital-Geschäfts, der Optimierung struktureller Kosten, umfassender Maßnahmen zur Steigerung der Qualitätsverbesserung im Vertrieb und der Produktion sowie der Implementierung technischer und prozessualer Qualitätssicherungsmaßnahmen.

Die Position sonstige Zinsen und ähnliche Erträge haben von 1,2 Mio. € auf 0,9 Mio. € abgenommen, was im Wesentlichen dem Rückgang der Intercompany-Zinserträge geschuldet ist.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist hauptsächlich aufgrund der Entwicklung der sonstigen betrieblichen Erträge von 0,01 Mio. € auf -2,1 Mio. € zurückgegangen. Die weiteren Effekte - Entwicklung der Umsatzerlöse und der Aufwendungen - gleichen sich in etwa aus.

Der Jahresfehlbetrag liegt im abgelaufenen Jahr bei -2,1 Mio. € gegenüber einem Jahresüberschuss von 0,03 Mio. € aus dem Vorjahr.

3.2 Vermögens- und Finanzlage

3.2.1 Investitionen

Die Gesamtinvestitionen der telegate Media AG belaufen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 0,1 Mio. € und haben im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Mio. € abgenommen (Vorjahr: 0,5 Mio. €).

3.2.2 Bilanz

Die Bilanzsumme der telegate Media AG hat sich zum 31. Dezember 2014 von 43,1 Mio. € auf 39,0 Mio. € verringert.

Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Mio. € von 1,6 Mio. € auf 1,1 Mio. € verringert. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen kam es zu einer Verringerung von 0,6 Mio. € auf 0,5 Mio. €, die Sachanlagen haben sich von 1,0 Mio. € auf 0,6 Mio. € verringert.

Beim Umlaufvermögen kam es zu einer Abnahme gegenüber dem Vorjahr um 3,7 Mio. € von 41,3 Mio. € auf 37,6 Mio. €.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben dabei um 0,6 Mio. € abgenommen, was im Wesentlichen dem Rückgang des Forderungsbestandes geschuldet ist. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um 2,9 Mio. € gefallen (31,0 Mio. €, Vorjahr: 33,9 Mio. €); dies ist vor allem der Verrechnung mit Intercompany-Verbindlichkeiten und dem Rückgang der Cashpool-Forderungen zuzuschreiben. Die sonstigen Vermögensgegenstände nahmen um 0,4 Mio. € ab, was in der Hauptsache von der Abnahme der sonstigen Forderungen im Zusammenhang mit Datenkostenklagen herrührt.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten haben sich um 0,01 Mio. € von 0,28 Mio. € auf 0,29 Mio. € leicht verbessert.

Das Eigenkapital hat um 22,2 Mio. € abgenommen (10,7 Mio. €, Vorjahr: 32,9 Mio. €). Der Grund hierfür liegt in der im abgelaufenen Geschäftsjahr beschlossenen und im Handelsregister eingetragenen Kapitalherabsetzung zwecks Rückzahlung an den Gesellschafter (telegate AG) - Dimension: 20,0 Mio. € - sowie im Ausweis eines Jahresfehlbetrages von -2,1 Mio. €. Zum Stichtag 31. Dezember 2014 weist die telegate Media AG einen Bilanzgewinn von 1,6 Mio. € aus (Vorjahr: 3,7 Mio. €). Die Eigenkapitalquote liegt zum 31. Dezember 2014 bei 27,5 % (31. Dezember 2013: 76,2 %).

Die sonstigen Rückstellungen haben von 4,6 Mio. € auf 2,9 Mio. € deutlich abgenommen, was insbesondere der Entwicklung der Rückstellungen für Honorare und Beratungskosten, für Vertragsrisiken, für Mediakosten, Rückstellungen im Zusammenhang mit Datenkosten und den für sonstige variable Aufwendungen für bezogene Leistungen gebildeten Rückstellungen geschuldet ist.

Die Verbindlichkeiten haben insgesamt um 19,8 Mio. € zugenommen (24,3 Mio. €, Vorjahr 4,5 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich zum Stichtag 31. Dezember 2014 auf 0,7 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um 20,7 Mio. € gestiegen (23,2 Mio. €, Vorjahr: 2,5 Mio. €). Hauptgrund hierfür ist die im abgelaufenen Geschäftsjahr beschlossene und im Handelsregister eingetragene Kapitalherabsetzung zwecks Rückzahlung an den Gesellschafter (telegate AG) -Dimension: 20,0 Mio. €. Der Betrag wird im 1. Quartal 2015 fällig und ist als Gesellschafterverbindlichkeit ausgewiesen. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich von 1,7 Mio. € auf 0,4 Mio. € verringert, was im Wesentlichen durch die Begleichung einer Steuerverbindlichkeit in Höhe von 1,2 Mio. € zu begründen ist. Die telegate Media AG hat keine langfristigen Verbindlichkeiten, keine Verbindlichkeiten in Fremdwährungen sowie keine Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Fremdkapitalquote beträgt 72,5 % (Vorjahr: 23,8 %).

3.2.3 Cashflow & Finanzierung

Das Finanzmanagement der telegate Media AG stellt sicher, dass die Gesellschaft jederzeit in der Lage ist, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen sowie gleichzeitig eine angemessene Rendite aus der Anlage der überschüssigen Liquidität zu erzielen.

Die telegate Media AG konnte im Verlauf des Jahres den entstanden Finanzmittelbedarf durch Eigenmittel decken.

Die telegate Media AG weist zum Stichtag 31. Dezember 2014 eine Liquidität (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) von 0,3 Mio. € aus (Vorjahr: 0,3 Mio. €).

Der Cashflow (Veränderung der Liquidität zum Vorjahr) beläuft sich in 2014 auf 0,01 Mio. € (Vorjahr: -10,1 Mio. €). Der negative Cashflow des Vorjahres hatte keine operative Ursache. Vielmehr wurde Liquidität an die telegate AG transferiert, um die Anlage von überschüssigem Kapital in der telegate-Gruppe zu optimieren.

4 Nachtragsbericht

Die Stimmrechtsanteile der SEAT Pagine Gialle S.p.A., Turin, Italien, an der telegate AG sind nach dem Abschlussstichtag 31. Dezember 2014 aufgrund weiterer Anteilsveräußerungen unter die Schwelle von 20 % gefallen. SEAT Pagine Gialle S.p.A. ist nun direkt mit 16,24 % und indirekt über die Telegate Holding GmbH mit 2,30 % an der telegate AG beteiligt.

Weitere zu berichtende Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Abschluss des Geschäftsjahres bis zum Aufstellungszeitpunkt dieses Lageberichtes aufgetreten sind, sind nicht vorhanden.

5 Forschung und Entwicklung

Grundlagenforschung im ursprünglichen Sinn wird von der telegate Media AG als Dienstleistungsunternehmen nicht betrieben, so dass hierfür keine Forschungskosten ausgewiesen werden. Allerdings fallen im Rahmen von internen Projekten Entwicklungskosten für interne Softwareerstellung an, die der Modernisierung der Bereiche Digital und Auskunft dienen. Eine Aktivierung dieser Kosten wird für HGB-Zwecke nicht vorgenommen.

6 Mitarbeiter

Für die telegate Media AG ist ihre qualifizierte Belegschaft ein zentrales Element, um den Erfolg des Unternehmens auch in Zukunft sicherzustellen. Die Rekrutierung hochqualifizierter neuer Mitarbeiter ist dafür eine wichtige Säule. Ebenso wichtig ist es der telegate Media AG, die bestehende Belegschaft weiterzuentwickeln und zu fördern, um sie langfristig an das Unternehmen zu binden.

Vor dem Hintergrund des immer wichtiger werdenden Faktors „Mitarbeiterzufriedenheit" hat die telegate AG auch 2014 wieder eine konzernweite Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Die Ergebnisse sind erneut vielversprechend. Der HEI (Happy Employee Index), eine unternehmensinterne Kennzahl zur Messung der Gesamtzufriedenheit der Mitarbeiter, ist mit 2,0 (Vorjahr: 1,8) weiter positiv zu bewerten. Die Ergebnisse der Befragung belegen, dass die telegate-Mitarbeiter weiterhin zufrieden mit dem Unternehmen sind und ein anhaltendes Bewusstsein für das Unternehmen und ihre Möglichkeiten zur Mitgestaltung haben.

Zum 31. Dezember 2014 beschäftigte die telegate Media AG 333 Mitarbeiter (Kopfzahl; Definition der Arbeitnehmer gem. § 267 HGB). Das sind 2 weniger als noch ein Jahr zuvor (Vorjahr: 335).

7 Chancen- und Risikomanagement

7.1 Allgemeine Erläuterungen

Um Risiken frühzeitig zu erkennen und Chancen ausreichend nutzen zu können, ist die telegate Media AG als 100 %-ige Tochtergesellschaft der telegate AG vollständig in deren Risikomanagementsystem integriert. Ziel dieses Systems ist es, den Wert des Unternehmens zu schützen, den Fortbestand der Gesellschaft im Interesse der Anteilseigner zu sichern und langfristig eine Wertsteigerung des Unternehmens zu erreichen. Das vom Gesetzgeber vorgeschriebene und zu dokumentierende Überwachungssystem setzt sich aus einem angemessenen Risikomanagement und einem Früherkennungssystem zusammen. Hierdurch sichert sich die telegate Media AG als Tochtergesellschaft der telegate AG ausreichend gegen potenzielle unternehmerische Risiken ab. Nachfolgend werden unter „telegate" beide Gesellschaften zusammen angesprochen.

Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzkrise ist die Etablierung eines effektiven Risiko- und Chancenmanagementsystems in der telegate unerlässlich. Risiko bedeutet dabei für die telegate sowohl die Gefahr möglicher Verluste als auch die entgangener Gewinne. Beides kann sowohl durch interne als auch externe Faktoren ausgelöst werden. Das Risikomanagementsystem bei der telegate beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken im Rahmen der unternehmerischen Betätigung.

Die ständige Herausforderung für die telegate besteht darin, die etablierten Teilsysteme der Risikobetrachtung zusammenzuführen und zu einem integrierten, unternehmensweiten Risikomanagementsystem mit dynamischen Strukturen weiterzuentwickeln. Damit das Risikomanagementsystem funktioniert, orientiert sich die telegate nicht nur an den Zielen des Unternehmens sondern auch an dessen Vision, Strategie und Unternehmenskultur. Aufgrund der wachsenden Komplexität im Umfeld des Risikomanagements (wie z.B. Treasury, Compliance, etc.) werden bei der telegate auch die Abhängigkeiten der Teilsysteme beleuchtet, was die Effizienz des Risikomanagementsystems verbessert hat.

Das Risikomanagement der telegate dient der Früherkennung, Beurteilung und Steuerung interner und externer Risiken und Chancen. Ziel ist, materielle Risiken für die Gesellschaft rechtzeitig zu identifizieren, um entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Risiken sind zum einen potenzielle unternehmensinterne und -externe Entwicklungen, die sich negativ auf die Erreichung der strategischen und operativen Ziele der Gesellschaft auswirken können. Als Risiken werden zum anderen auch bestehende Potenziale des Marktes oder Potenziale erhöhter Wirtschaftlichkeit in der Wertschöpfung angesehen, die nicht gehoben werden können.

Das Chancen- und Risikomanagement der telegate ist in der Strategieentwicklung verankert und fließt in alle weiteren Planungsprozesse mit ein. Beispielsweise werden in jährlichen Planungsrunden alle Geschäftsaktivitäten auf Chancen und Risiken hin untersucht und bewertet. Daraus werden wiederum Ziele (insbesondere Umsatz- und Ergebnisziele) abgeleitet, deren Erfüllung zum Budgetprozess sowie den rollierenden Forecasts durch den Planungsverantwortlichen aus dem Bereich Controlling kontrolliert wird.

Das Chancen- und Risikomanagementsystem der telegate wird regelmäßig auf Effizienz und Zweckmäßigkeit überprüft. Der Vorstand der telegate AG und der telegate Media AG wird regelmäßig über die Risikolage der Gesellschaft informiert. Darüber hinaus überwacht der Aufsichtsrat, insbesondere der Prüfungsausschuss, das Risikomanagementsystem.

Um ein verantwortungsvolles Handeln sicherzustellen, verfügt die Gesellschaft über ein Compliance Committee. Dieses berät die Vorstände hinsichtlich aller Fragen der Compliance. Hierzu zählen Vorschläge zur Prävention, zu Prozessverbesserungen und zu möglichen Sanktionen. Weiter diskutiert das Gremium mögliche Verbesserungen auch im Hinblick auf neue gesetzliche Anforderungen. 2014 wurde das Compliance-System insbesondere auf Vertriebsprozesse weiterentwickelt. Hierzu gehören operative und organisatorische Maßnahmen. So wurde z.B. sehr erfolgreich ein zusätzlicher Qualitätsprozess zur Verbesserung der Verkaufsberatung eingeführt. Das gesamte Compliance-System wurde durch eine externe Anwaltskanzlei einem unabhängigen Audit unterzogen. Im Resultat wurde vor allem in Hinblick auf die Vertriebsprozesse und Compliance-Kultur im Unternehmen eine sehr hohe Qualität festgestellt.

7.2 Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem, interne Revision und anlassbezogene externe Audits

Die telegate Media AG ist keine kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB. Dennoch werden nachfolgend gemäß § 289 Abs. 5 HGB die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess beschrieben.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist gesetzlich nicht definiert. Die telegate Media AG versteht das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnt sich an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem (IDW PS 261 Tz. 19 f.) und zum Risikomanagementsystem (IDW PS 340, Tz. 4) an. Unter einem internen Kontrollsystem werden demnach die vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind.

Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen),
Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie
Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und dem Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung.

Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind im Unternehmen folgende Strukturen und Prozesse implementiert:

Die Gesamtverantwortung für das IKS bei der telegate Media AG liegt beim Vorstand. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle strategischen Geschäftsfelder eingebunden. Hierzu finden monatliche Meetings mit den Ressort- und Geschäftsfeldverantwortlichen statt, bei welchen alle relevanten Steuerungskennzahlen des operativen Geschäfts diskutiert werden.

Die im Rechnungslegungsprozess mitwirkenden Abteilungen und Bereiche werden in quantitativer und qualitativer Hinsicht geeignet ausgestattet. Für die Rechnungslegung gelten einheitliche Richtlinien zur Bilanzierung. Erhaltene oder weitergegebene Buchhaltungsdaten werden regelmäßig auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. Durch hierfür eingesetzte Software finden programmierte Plausibilitätsprüfungen statt. Rechnungslegungsrelevante Informationen werden kontinuierlich mit dem Leiter Controlling und Leiter Rechnungswesen ausgetauscht sowie in regelmäßig stattfindenden Besprechungen an den Vorstand kommuniziert.

Außerdem wird zur Kontrolle wichtiger Vorgänge das Vier-Augen-Prinzip angewendet, beispielsweise im Rahmen von Bestellungen sowie Rechnungen / Zahlungsläufen. Die Bestätigung der Prüfung und Zahlungsanweisungen haben mit Unterschrift und Datum zu erfolgen.

Auch werden eingegangene Rechnungen den entsprechenden Abteilungen im Vier-Augen-Prinzip zur sachlichen und rechnerischen Prüfung vorgelegt. Dieses Prinzip besagt, dass keine einzelne Person alleine verantwortlich für einen Prozess sein darf. Vielmehr müssen fachlich dazu ausreichend geeignete Personen den Vorgang bearbeiten, um mögliche Abweichungen und Kontrollschwächen zu erkennen und auszuschalten. Konkret bedeutet dies, dass der Besteller durch seine Unterschrift bestätigen muss, dass die Ware eingegangen ist bzw. die Dienstleistung erbracht wurde und der Bestellung entspricht.

Die Prüfung soll unverzüglich erfolgen und mit einer Kostenstellenkontierung an den Vorgesetzten bzw. Kostenstellenverantwortlichen weitergeleitet werden, damit dieser die Zahlung freigeben kann. Als letzte Instanz für die Ordnungsmäßigkeit lösen zwei Unterschriftsberechtigte mit Bankvollmacht die Zahlung aus.

Des Weiteren wird das IKS durch IT-Systeme gestützt, die regelmäßig auf ihre Effizienz hin kontrolliert werden. Bei den im Rechnungswesen eingesetzten Finanzsystemen handelt es sich, soweit möglich, um Standardsoftware. Durch entsprechende Sicherheits- bzw. Berechtigungskonzepte sind diese Systeme gegen unbefugte Zugriffe geschützt.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, dessen wesentliche Merkmale zuvor beschrieben sind, soll sicherstellen, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt sowie in die Rechnungslegung übernommen werden. Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung adäquater Software sowie klare gesetzliche sowie unternehmensinterne Vorgaben stellen die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar. Auch die klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche sowie verschiedene Kontroll- und Überprüfungsmechanismen, wie sie zuvor genauer beschrieben sind, ermöglichen es, eine korrekte und verantwortungsbewusste Rechnungslegung sicherzustellen. Im Einzelnen wird so erreicht, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften sowie internen Richtlinien erfasst, verarbeitet und dokumentiert sowie zeitnah und buchhalterisch korrekt erfasst werden können. Gleichzeitig soll damit sichergestellt werden, dass Vermögensgegenstände und Schulden im Jahresabschluss zutreffend angesetzt, ausgewiesen und bewertet sowie verlässliche und relevante Informationen vollständig und zeitnah bereitgestellt werden.

7.3 Unternehmensweite Chancen

Da die Chancen der telegate Media AG unter dem Dach der telegate AG verantwortet und gesteuert werden, werden im Folgenden bei der Quantifizierung der Chancen die kumulierten Werte der telegate AG und der telegate Media AG betrachtet; unter „telegate" werden insoweit beide Gesellschaften zusammen angesprochen.

Um das Chancen-Potential der telegate zu ermitteln, werden die Chancen mit einer prozentualen Eintrittswahrscheinlichkeit gewichtet und in ihrer Auswirkung, bezogen auf die Geschäftsziele bzw. auf das Unternehmensergebnis, betraglich bewertet. Abschließend erfolgt ein Ranking nach Netto-Auswirkung bzw. gewichteter Auswirkung auf das Unternehmensergebnis.

Marktentwicklung im Geschäftsbereich Digital

Es ist davon auszugehen, dass in den nächsten Jahren ein fortlaufendes Marktwachstum zu verzeichnen ist und sich anhaltende Trends weiter fortsetzen werden. Basierend auf zahlreichen Publikationen wird dabei von einem zweistelligen Wachstum ausgegangen.

Eine im Auftrag der telegate AG durchgeführte Studie aus dem Jahr 2012 zeigt, dass die deutschen Verbraucher zunehmend im Internet nach regionalen Firmen und Dienstleistern suchen, wobei gerade die mobile Internetsuche einen immer höheren Stellenwert einnimmt. Mit rund 350 Millionen gewerblichen Suchanfragen im Jahr 2014 hat sich telegate mit den Online-Branchenbüchern „klicktel.de" und „11880.com" eine sehr gute Position in diesem Markt geschaffen.

Die große Anzahl von Suchanfragen im gewerblichen Kontext ist für telegate ein zentrales Asset beim Verkauf von Online-Werbeprodukten an KMUs. Mit Produkten rund um die Erstellung von Internetpräsenzen, dem Verkauf von prominent platzierten Werbeeinträgen sowie Maßnahmen zur Suchmaschinen-Optimierung hat sich telegate zu einem der größten Anbieter von Komplett-Lösungen von regionaler Online-Werbung für KMU in Deutschland entwickelt.

Sollte sich die Effizienz bzw. Produktivität des Vertriebs im Digitalgeschäft um 13 % besser entwickeln als erwartet, entspräche das im ersten Jahr einem Umsatzplus von ca. 1,5 Mio. €. Im Umkehrschluss birgt dieser Sachverhalt bei einer niedrigeren Vertriebsproduktivität als erwartet ein ebenso großes Risiko. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich keine wesentliche Änderung in der Ausprägung dieser Chance ergeben. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird mit 13 % bewertet.

Entwicklung der Kündigungsquote im Geschäftsbereich Digital

Durch strukturelle Prozess- und Organisationsänderungen hat sich das Bestandskundenmanagement im Digitalbereich in den letzten Jahren stetig verbessert. Durch eine gestiegene Kundenzufriedenheit und damit erhöhte Kundenbindung konnte die Kündigungsquote sukzessive gesenkt werden.

Sollte telegate bei der Kundenzufriedenheit und damit auch bei der Kundenbindung größere Fortschritte machen als geplant, so hätte dies positive Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung. Würde sich demnach die Kündigungsquote um 2 %-Punkte niedriger entwickeln als geplant, so würde sich das in einem um 0,8 Mio. € höheren Umsatzerlös niederschlagen. Im Umkehrschluss birgt dieser Sachverhalt bei einer höheren Kündigungsquote als erwartet ein ebenso großes Risiko. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich keine wesentliche Änderung in der Ausprägung dieser Chance ergeben. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird mit 25 % bewertet.

Marktentwicklung im Bereich der Auskunft

Aufgrund des Wandels der Mediennutzung von klassischen hin zu digitalen Medien, ist der Markt für die Telefonauskunft seit vielen Jahren rückläufig. Diese negative Entwicklung des Anrufvolumens ist in der Geschäftsplanung für das Jahr 2014 abgebildet. Es besteht jedoch die, wenn auch geringe, Chance, dass der Markt weniger stark abnimmt als geplant. Dies hätte positive Auswirkungen auf die Entwicklung des Anrufvolumens und der Umsätze.

Sollte das Anrufvolumen der Telefonauskunft von telegate um 2 %-Punkte weniger stark zurückgehen als erwartet, so würde dies die Umsatzerlöse um 0,4 Mio. € positiv beeinflussen. Im Umkehrschluss birgt dieser Sachverhalt bei einem höheren Rückgang des Anrufvolumens als erwartet ein ebenso hohes Risiko. Aufgrund des stetig sinkenden Anrufvolumens hat sich die Ausprägung dieser Chance gegenüber Vorjahr entsprechend verringert.

Zusammenfassende Darstellung der Chancen

Insgesamt haben sich die der telegate bietenden Chancen gegenüber dem Vorjahr aus operativer Sicht nicht wesentlich geändert.

Chancen ergeben sich aus der Marktentwicklung.

7.4 Unternehmensweite Risiken

Da die Risiken der telegate Media AG unter dem Dach der telegate AG verantwortet und gesteuert werden, werden im Folgenden bei der Quantifizierung der Risiken die kumulierten Werte der telegate AG und der telegate Media AG betrachtet; unter „telegate" werden insoweit beide Gesellschaften zusammen angesprochen.

Wie zuvor angeführt, stellen die dargestellten Chancen bei einer negativen Entwicklung Risiken in entsprechender Höhe dar. Wesentliche, durch Gegenmaßnahmen beeinflussbare Risiken werden nachfolgend dargestellt.

Um zu ermitteln, welche Risiken am ehesten bestandsgefährdenden Charakter für die telegate aufweisen, werden die Risiken mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit gewichtet und in ihrer Auswirkung, bezogen auf die Ziele bzw. auf das Unternehmensergebnis, betraglich bewertet. Zur Fokussierung und Priorisierung erfolgt abschließend ein Ranking der wesentlichen Risiken nach Netto-Auswirkung bzw. gewichteter Auswirkung auf das Unternehmensergebnis.

Finanz- und Liquiditätsrisiken

Bei Ausfall des Inkassodienstleisters kann es zu einem zeitlich begrenzten Datenverlust kommen, der zu einem Verlust des anhängigen Umsatzes führt.

Die telegate wäre gezwungen, einen neuen Dienstleister auszuwählen und in die Inkasso-Prozesse einzubinden, was einen entsprechenden zeitlichen Vorlauf erfordert.

Das Risiko wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 5 % bemessen und führt zu einem negativen Ergebniseffekt von 2,9 Mio. €.

Marktrisiken

Die telegate führt seine Vertriebstätigkeit bzw. Kundenansprache im Bereich Digital hauptsächlich im Outbound durch. Es besteht das Risiko einer negativen Berichterstattung bezüglich der Verkaufsgesprächsführung, u.a. auch in sozialen Netzwerken, was zu Imageschäden des Unternehmens führen könnte.

Die Gesellschaft hat eine Reihe von Vorkehrungen zur Prävention getroffen, die u.a. in der Prozess- und Organisationsstruktur verankert sind. Hierzu zählen vorgeschriebene Schulungen für alle Mitarbeiter, Standards für eine korrekte interne und externe Kommunikation (auch für die externe Kommunikation des Vertriebs im Digitalgeschäft) sowie technische Sicherheitsmaßnahmen in Bezug auf die unternehmensweiten Kommunikationskanäle.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit liegt bei 15 % und führt im Schadensfall zu einem negativen Ergebniseffekt von 3,8 Mio. €.

Im Geschäftsbereich Digital werden die Produkte auch im Outbound vertrieben. Dieser Vertriebsweg entspricht der derzeitigen Gesetzgebung. Es besteht aus Sicht der telegate ein geringes Risiko, dass der Gesetzgeber den telefonischen Kontakt zu B2B-Kunden zukünftig weiter einschränkt. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, begleitet die Rechtsabteilung der telegate AG intensiv diese Thematik.

Im Schadensfall würde ein Ergebniseffekt von 2,8 Mio. € entstehen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit beträgt 10 %.

Regulatorische Risiken

Die Geschäftstätigkeit der telegate ist unter anderem von Entscheidungen der Gesetzgeber und Regulierungsbehörden abhängig. Hierunter zählen auch die Regelungen über die Zuteilung von Rufnummern. Die Regulierungsvorschriften bestimmen zum Beispiel, welche Auskunftsdienste von der telegate erbracht werden können und wie die Zuteilung der Auskunftsnummern erfolgt. So könnte beispielsweise die Verletzung von Zuteilungsregeln für Auskunftsnummern zu einer Abmahnung durch die Regulierungsbehörde bzw. in letzter Konsequenz zum Entzug einer Rufnummer führen.

Es besteht ein, wenn auch sehr geringes Risiko mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 0,5 %, dass der telegate erteilte Rufnummern wieder entzogen werden. Sollte dieser Schadensfall eintreten, so würde der ergebnisrelevante Effekt 14,4 Mio. € betragen.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Die derzeit größten Herausforderungen für die telegate liegen in den genannten regulatorischen und rechtlichen Risiken.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich das Volumen des Nettorisikos (Summe über die mit der Eintrittswahrscheinlichkeit bewerteten Schadenshöhen aller Einzelrisiken) im Vergleich zum Vorjahr erheblich verringert hat. So ging das Nettorisikovolumen in 2014 um 61 % (bzw. -4,0 Mio. €) auf 2,6 Mio. € zurück. Ursache für diesen Rückgang ist sowohl die Neubewertung von Risiken als auch der Wegfall von Altrisiken.

Interne und externe Optimierungsmaßnahmen sollen dafür Sorge tragen, die Eintrittswahrscheinlichkeiten und die Ergebniseffekte im Eintrittsfall weiter zu verringern.

Gegenwärtig wurden keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. telegate ist überzeugt, dass die Herausforderungen, die sich aus den oben genannten Risiken ergeben, weiterhin erfolgreich gemeistert werden.

8 Ausblick

Die hier getroffenen Aussagen basieren auf der im Dezember 2014 von Vorstand und Aufsichtsrat verabschiedeten operativen Planung für das Geschäftsjahr 2015.

8.1 Unternehmensstrategie

Die telegate Media AG hält auch 2015 an ihrer Strategie fest, das Unternehmen zu dem beliebtesten Anbieter für Online-Präsenz für kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland zu entwickeln.

Im Zuge dieser Strategie setzt die telegate Media AG bereits seit einigen Jahren konsequent auf den Ausbau ihrer digitalen Auskunftsplattformen. Die telegate Media AG passt sich damit sowohl den neuen Marktbedingungen als auch dem veränderten Verbraucherverhalten an und sichert sich eine hervorragende Wettbewerbsposition als Experte im Wachstumsmarkt lokale Suche.

Bereich Digital

2015 liegt der strategische Fokus auf Investitionen in Produkte und in die Marke, um nachhaltiges Umsatz- und Kundenwachstum nachhaltig zu forcieren.

Im Bereich des Neukundengeschäfts soll auch 2015 die Vertriebseffizienz weiter steigen. Diese Steigerung soll durch die Umsetzung diverser Maßnahmen erreicht werden. Dazu gehören zum Beispiel die Einführung neuer Produkte, sowie weiter optimierte Verkaufsprozesse und fortlaufende Maßnahmenimplementierungen zur Steigerung bzw. Sicherstellung der Qualität in allen Bereichen des Unternehmens.

Im Bestandskundengeschäft will die telegate Media AG an die Erfolge des abgelaufenen Jahres 2014 anknüpfen. Dabei ist die Entwicklung vor allem bei zwei Kennzahlen von Bedeutung: der Kündigungsquote und dem Anteil der 24-Monatsverträge bei Neuverträgen. 2014 lag die Kündigungsquote bei durchschnittlich 29 %, was einer Verringerung gegenüber Vorjahr von rund 3 %-Punkten entspricht. Für 2015 ist im zweiten Halbjahr 2015 eine weitere leichte Reduzierung geplant. Erreicht werden soll dies durch eine Reihe von Maßnahmen. Dazu gehören die bereits eingeleiteten Optimierungen der Kundenprozesse. Die geplanten Produkteinführungen werden auch den Bestandskunden helfen, ihre Online-Präsenz zu optimieren. Ein weiteres Ziel ist, den Anteil der 24-Monatsabschlüsse weiter zu steigern. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug der Anteil an den Neuabschlüssen bereits 72 %. Die telegate Media AG plant für 2015 mit einer weiteren leichten Steigerung der Quote auf knapp 75 %.

Insgesamt plant die telegate Media AG im Geschäftsbereich Digital in 2015 mit Umsatzerlösen von etwa 28,0 Mio. € (hierin enthalten sich Software-Umsatzerlöse von 3,0 Mio. €). 2014 lagen diese bei 27,9 Mio. € (enthaltener Anteil an Software-Umsatzerlösen: 3,0 Mio. €).

Bereich Auskunft

Im Bereich der Auskunft erwartet die telegate Media AG, dass der negative Trend beim Anrufvolumen in Deutschland auch 2015 anhält. Hinsichtlich des Anrufvolumens ihrer Telefonauskunft geht die telegate Media AG für 2015 von einem Rückgang in der Größenordnung des Jahres 2014 aus. Die Rückgangsrate für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014 lag bei 30 %.

Um diesem Rückgang umsatzseitig teilweise entgegenzuwirken, hat telegate auch in weiter an der Steigerung des Umsatzerlöses je Anruf gearbeitet. In 2014 konnte hierbei eine Steigerung um 0,17 € je Anruf erreicht werden. Für das Jahr 2015 wird davon ausgegangen, eine leichte Steigerung des Umsatzerlöses je Anruf zu erreichen.

Die telegate Media AG rechnet damit, im Bereich Auskunft in 2015 Umsatzerlöse von etwa 1,3 Mio. € zu erwirtschaften. In 2014 lagen die Umsatzerlöse bei 1,8 Mio. €.

Die Planung der gesamten Umsatzerlöse der telegate Media AG liegt für 2015 bei etwa 29,3 Mio. €. In 2014 hatte die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von 29,8 Mio. € erwirtschaftet.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass sich in 2015 ein Jahresfehlbetrag in der Größenordnung von -3,2 Mio. € nicht vermeiden lassen wird. In 2014 lag der Fehlbetrag bei -2,1 Mio. €.

Eine Prognose für den Cashflow wird nicht abgegeben, da dieser auf Konzernebene geplant wird. Dennoch wird dieses KPI auf Basis des Monatsabschlusses im Ist beobachtet.

8.2 Finanzstrategie

Die Finanzstrategie der telegate Media AG verfolgt die langfristige Sicherung der Liquidität und die finanzielle Unterstützung der Geschäftsentwicklung des digitalen Geschäfts.

9 Verbundene Unternehmen

Über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen hat der Vorstand gemäß § 312 AktG einen gesonderten Bericht verfasst. Der Bericht enthält die abschließende Feststellung: "Wir erklären, dass unsere Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften im Geschäftsjahr 2014 nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, jeweils eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und nicht benachteiligt worden ist. Rechtsgeschäfte mit Dritten sowie andere Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse von verbundenen Unternehmen wurden weder getroffen noch unterlassen."

Essen, 6. März 2015

Der Vorstand

Franz-Peter Weber, Mitglied des Vorstands

Michael Geiger, Mitglied des Vorstands

Bilanz zum 31. Dezember 2014 - HGB

(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)

AKTIVA

31.12.2014 31.12.2013
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 436 527
2. Geleistete Anzahlungen 94 530 129 656
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 306 551
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 301 607 407 958
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 1.137 0 1.614
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6 12
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: TEUR 0; i.V.: TEUR 0) 6.155 6.711
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: TEUR 0; i.V.: TEUR 0) 31.043 33.904
3. Sonstige Vermögensgegenstände
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: TEUR 0; i.V.: TEUR 0) 73 37.271 442 41.057
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 290 37.567 277 41.346
C. Rechnungsabgrenzungsposten 287 154
Summe der Aktiven 38.991 43.114
PASSIVA
31.12.2014 31.12.2013
TEUR TEUR TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.050 4.050
II. Kapitalrücklage 5.119 25.119
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 0 14
IV. Bilanzgewinn 1.560 10.729 3.681 32.864
(davon Gewinnvortrag TEUR 3.681; i.V.: TEUR 3.654)
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 19 4
2. Sonstige Rückstellungen 2.895 2.914 4.623 4.627
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
(davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: TEUR 690; i.V.: TEUR 257) 690 257
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
(davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: TEUR 23.171; i.V.: TEUR 2.536) 23.171 2.536
3. Sonstige Verbindlichkeiten
(davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: TEUR 429; i.V.: TEUR 1.665)
(davon aus Steuern: TEUR 209; i.V.: TEUR 1.396)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: TEUR 114; i.V.: TEUR 135) 429 24.290 1.665 4.458
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.058 1.165
Summe der Passiven 38.991 43.114

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2014

HGB

(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)

01.01.-31.12.2014 01.01.-31.12.2013
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 29.782 30.370
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.521 33.303 5.526 35.896
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen - 10.240 - 10.240 - 8.803 - 8.803
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 15.737 - 16.465
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
davon für Altersversorgung: TEUR 21; i.V.: TEUR 9 - 3.057 - 18.794 - 3.029 - 19.494
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 592 - 656
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 6.648 - 7.961
- 2.971 - 1.018
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 929; i.V.: TEUR 1.165 929 1.174
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon an verbundene Unternehmen TEUR 65; i.V.: TEUR 132 - 88 841 - 145 1.029
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - 2.130 11
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 14 40
11. Sonstige Steuern - 19 - 15 - 24 16
12. Jahresüberschuss - 2.135 27
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.681 3.654
14. Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen 14 0
15. Ertrag aus der Kapitalherabsetzung 20.000 0
16. Aufwand aus der Kapitalherabsetzung - 20.000 0
17. Bilanzgewinn 1.560 3.681

Anhang für das Geschäftsjahr 2014

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss 2014

Der Jahresabschluss der telegate Media AG, Essen, wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Aktiengesetzes (AktG) erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Als Umsatzerlöse werden Erlöse aus dem Werbevertriebsgeschäft, aus Telefonauskunfts- und Vermittlungsdienstleistungen und aus dem Vertrieb von Auskunfts-Software ausgewiesen, sofern sie der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der telegate Media AG zuzurechnen sind. Die Erfassung erfolgt entsprechend dem Realisationsprinzip bei Gefahrübergang beziehungsweise bei Erbringung der Leistung. Erlösschmälerungen werden von den Umsatzerlösen abgezogen.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen sowie etwaige außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauer für Software wurde mit 3 bis 7 Jahren, für Lizenzen mit 3 bis 15 Jahren festgelegt; gegenüber dem Vorjahr gab es keine Anpassung der Nutzungsdauern.

Die Sachanlagen sind mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen sowie etwaige außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauern für technische Anlagen und Maschinen bewegen sich zwischen 3 bis 14 Jahren, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 bis 15 Jahren; gegenüber dem Vorjahr gab es keine Anpassung der Nutzungsdauern.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden, da von untergeordneter Bedeutung, analog zu § 6 Absatz 2, Absatz 2a EStG bis zu einem Betrag von 150 EUR im Zugangsjahr sofort in voller Höhe als Aufwand erfasst. Sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für geringwertige Wirtschaftsgüter 150 EUR jedoch nicht 1.000 EUR übersteigen, sind sie zwingend in einem jahresbezogenen Sammelposten zu erfassen und über fünf Jahre linear abzuschreiben (Poolbewertung), wobei unabhängig vom Erwerbszeitpunkt im Jahr der Anschaffung ein Fünftel abgeschrieben wird.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um etwaige außerplanmäßige Abschreibungen, taxiert. Das Wahlrecht gem. § 253 Absatz 3 Satz 4 wurde nicht in Anspruch genommen.

Die Waren werden zu Anschaffungskosten gem. § 255 Absatz 1 HGB angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet.

Forderungen werden regelmäßig zum Nominalwert bilanziert. Langfristige, unverzinste Forderungen sind mit dem Barwert zu erfassen. Ein Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird im Rahmen eines echten Factorings weiterveräußert. Risikobehaftete Posten werden durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für Media-Produkte beinhalten zeitraumbezogene Leistungen und werden daher in Abhängigkeit vom Zeitablauf erfasst; die Erträge werden zum Zeitpunkt der Erfassung der Forderungen ausgewiesen. Sofern der Zahlungseingang vor Leistungserbringung erfolgt oder die Forderung vor Leistungserbringung fällig wird, ist die Abbildung über einen passiven Rechnungsabgrenzungsposten vorzunehmen.

Sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt. Etwaige risikobehaftete Positionen werden auf den Börsen- oder Marktpreis oder - sofern diese Werte nicht feststellbar sind - auf den beizulegenden Wert berichtigt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag auszuweisen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Eigenkapitalposten sind zum Nennbetrag bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind gem. § 253 Absatz 2 HGB abzuzinsen.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigt die Abgrenzung der Umsatzerlöse des Werbevertriebsgeschäfts (Produkte: Mediaeintrag, Google-Adwords, Firmen-Webseiten) insofern bereits ein Zahlungseingang vor Leistungserbringung erfolgte oder die korrespondierende Forderung vor Leistungserbringung fällig gestellt wird. Weitere Ausführungen hierzu siehe unter „Forderungen".

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden regelmäßig zum Devisenkassamittelkurs zum Zugangszeitpunkt und am Abschlussstichtag gem. § 256a HGB umgerechnet.

C. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist.

2. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel

Zum Bilanzstichtag sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 6.155 TEUR (i.V. 6.711 TEUR) ausgewiesen. Die hierauf bereits berücksichtigten Wertberichtigungen belaufen sich auf 2.242 TEUR (i.V. 2.252 TEUR). Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen Intercompany-Forderungen und Cashpool-Konten von 31.043 TEUR (i.V. 33.904 TEUR), davon gegenüber dem Gesellschafter (telegate AG) insgesamt 31.043 TEUR (i.V. 33.904 TEUR). Die Cashpool-Forderungen betragen 28.482 TEUR (i.V. 30.328 TEUR). Der Anteil der Intercompany-Forderungen beläuft sich insgesamt auf 2.561 TEUR (i.V. 3.576 TEUR); sie enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (2.561 TEUR, i.V. 3.576 TEUR). Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der telegate AG wurden hierbei im Vorjahr Zinsforderungen mit Umsatzsteuerverbindlichkeiten gegeneinander aufgerechnet (0 EUR, i.V. 831 TEUR); siehe hierzu auch C.7.

Die sonstigen Vermögensgegenstände (73 TEUR, i.V. 442 TEUR) betreffen in der Hauptsache debitorische Kreditoren (32 TEUR, i.V. 35 TEUR), Kautionen (13 TEUR, i.V. 13 TEUR) sowie im Vorjahr sonstige Forderungen im Zusammenhang mit Erträgen aus überhöht in Rechnung gestellter Datenkosten (0 EUR, i.V. 274 TEUR) und Gewerbesteuerforderungen (0 EUR, i.V. 57 TEUR).

Die liquiden Mittel setzen sich aus Bankguthaben (288 TEUR, i.V. 276 TEUR) und Kasse (2 TEUR, i.V. 1 TEUR) zusammen.

3. Latente Steuern

Aufgrund eines bestehenden Aktivüberhangs wird von dem Aktivierungswahlrecht gem. § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und in der Folge auf die Bilanzierung latenter Steuern verzichtet.

Differenzen zwischen der Handels- und der Steuerbilanz resultieren im Wesentlichen aus abweichenden Ansätzen bei den Drohverlustrückstellungen. Darüber hinaus ergeben sich aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge.

Ein Teil der steuerlichen Verlustvorträge wurde aufgrund eines anhängigen Verfahrens (§ 8c KStG, Sanierungsklausel) vor dem Europäischen Gerichtshof weder im Rahmen der laufenden Steuerberechnung genutzt noch für Zwecke der latenten Steuern angesetzt. Gegen die von den Finanzbehörden insoweit geänderten Steuerbescheide wurde Einspruch eingelegt.

Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer ergab sich im Geschäftsjahr 2014 ein Steuersatz von 32,19 % (i.V. 31,99 %).

4. Entwicklung des Eigenkapitals 2014

Die Entwicklung des Eigenkapitals lässt sich wie folgt darstellen:

Gezeichnetes Kapital

TEUR
Kapitalrücklagen

TEUR
Andere Gewinnrücklagen

TEUR
Bilanzgewinn

TEUR
Gesamt

TEUR
Stand 01. Januar 2014 4.050 25.119 14 3.681 32.864
Kapitalerhöhung 20.000 - 20.000 0
Kapitalherabsetzung - 20.000 - 20.000
Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen - 14 14 0
Jahresfehlbetrag - 2.135 - 2.135
Stand 31. Dezember 2014 4.050 5.119 0 1.560 10.729

Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 4.050.000 (i.V. 4.050.000) auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennwert).

Kapitalerhöhung/Kapitalherabsetzung

Die Hauptversammlung vom 24. Juli 2014 hat die Erhöhung des Grundkapitals von 4.050.000 EUR um 20.000.000 EUR auf 24.050.000 EUR aus Gesellschaftsmitteln (§§ 207 ff. AktG) beschlossen. Hierzu wurde ein Teilbetrag in Höhe von 20.000.000 EUR der in der Bilanz zum 31. Dezember 2013 ausgewiesenen Kapitalrücklagen (hiervon die Kapitalrücklagen gem. § 272 Absatz 2 Nr. 1 HGB) umgewandelt. Die Kapitalerhöhung erfolgte ohne Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien, mithin erhöhte sich lediglich der rechnerische Anteil der Stückaktien am Grundkapital. Die Eintragung im Handelsregister erfolge am 12. August 2014.

Ebenfalls am 24. Juli 2014 hat die Hauptversammlung per Beschluss das Grundkapital von 24.050.000 EUR, eingeteilt in 4.050.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien, nach den Vorschriften über die ordentliche Kapitalherabsetzung (§§ 222 ff. AktG) um 20.000.000 EUR auf 4.050.000 EUR zum Zwecke der Rückzahlung des freiwerdenden Grundkapitals an die Allein-Aktionärin (telegate AG) herabgesetzt. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 14. August 2014. Die Kapitalherabsetzung ist damit durchgeführt. Zum 31. Dezember 2014 besteht gegenüber der Allein-Aktionärin insoweit eine Verbindlichkeit in Höhe von 20.000.000 EUR, die nach Ablauf der Gläubigerschutzfrist (§ 225 AktG) fällig wird.

Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen

Am 24. Juli 2014 hat die Hauptversammlung die Entnahme aus den anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 14.157,56 EUR beschlossen. Der Bilanzgewinn hat sich hierdurch entsprechend erhöht.

5. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen für das Berichtsjahr enthalten noch Gewerbesteuer für 2013 (19 TEUR, i.V. 4 TEUR). Der Vorjahresbetrag berücksichtigt Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag für 2013, welcher im Berichtsjahr aufzulösen war.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen (2.895 TEUR, i.V. 4.623 TEUR) betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Raumkosten, für Datenkosten und Mediakosten sowie Personalkosten (1.624 TEUR, i.V. 3.042 TEUR) und Rückstellungen für den Personalbereich (1.271 TEUR, i.V. 1.581 TEUR).

7. Verbindlichkeiten

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten lassen sich wie folgt darstellen:

Laufzeit: Bis 1 Jahr

TEUR
1-5 Jahre

TEUR
Über 5 Jahre

TEUR
2014

TEUR
2013(*)

TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 690 0 0 690 257
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen(+) 23.171 0 0 23.171 2.536
(davon gegenüber dem Gesellschafter) (23.171) (0) (0) (23.171) (2.536)
Sonstige Verbindlichkeiten 429 0 0 429 1.665
24.290 0 0 24.290 4.458

(*) Sämtliche Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2013 waren kurzfristiger Natur (Laufzeit bis 1 Jahr).

(+) Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten die aus der beschlossenen und im Handelsregister eingetragenen Kapitalherabsetzung resultierende Kapitalrückzahlung an die telegate AG (20.000 TEUR, i.V. 0 EUR) - weiteres hierzu unter CA, durch einen umsatzsteuerlichen Organkreis bedingte Umsatzsteuerverrechnungen (2.676 TEUR, i.V. 2.018 TEUR) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (495 TEUR, i.V. 518 TEUR). Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden im Vorjahr Zinsforderungen mit Umsatzsteuerverbindlichkeiten gegenüber der telegate AG gegeneinander aufgerechnet (0 EUR, i.V. 831 TEUR); siehe hierzu auch C.2.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem Lohn- und Gehaltsbereich und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (322 TEUR, i.V. 358 TEUR), kreditorische Debitoren (106 TEUR, i.V. 132 TEUR) sowie im Vorjahr Steuerverbindlichkeiten (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer sowie Gewerbesteuer für das Geschäftsjahr 2012: 0 EUR, i.V. 1.173 TEUR).

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen für die Jahre 2014 und 2013 ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 3.521 TEUR (i.V. 5.526 TEUR) betreffen im Wesentlichen Erträge aus Intercompany-Verrechnungen (2.515 TEUR, i.V. 3.681 TEUR), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (630 TEUR, i.V. 1.187 TEUR) und Erträge aus verrechneter Kfz-Gestellung (338 TEUR, i.V. 420 TEUR).

3. Personalaufwand

2014

TEUR
2013

TEUR
Löhne und Gehälter 15.737 16.465
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 3.057 3.029
(davon: für Altersversorgung) (21) (9)
18.794 19.494

4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von 148 TEUR (i.V. 168 TEUR) abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Sachanlagen betragen 393 TEUR (i.V. 426 TEUR). Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden in Höhe von 51 TEUR (i.V. 62 TEUR) abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen gem. § 253 Absatz 3 Satz 3 HGB wurden insoweit nicht vorgenommen.

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (6.648 TEUR, i.V. 7.961 TEUR) sind in der Hauptsache Forderungsverluste (1.875 TEUR, i.V. 1.206 TEUR) - davon Aufwand für Factoringgebühren 10 TEUR (i.V. 16 TEUR), Kfz-Kosten (1.184 TEUR, i.V. 1.544 TEUR), sonstige Personalkosten (843 TEUR, i.V. 1.016 TEUR), Raum- und Mietaufwendungen (623 TEUR, i.V. 773 TEUR), Kosten für Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Wartung (616 TEUR, i.V. 663 TEUR), Rechts- und Beratungskosten (455 TEUR, i.V. 1.281 TEUR) sowie Reisekosten (354 TEUR, i.V. 459 TEUR) enthalten.

6. Finanzergebnis

2014

TEUR
2013

TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 929 1.174
(davon aus verbundenen Unternehmen) (929) (1.165)
(davon aus Abzinsung) (0) (4)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 88 - 145
(davon an verbundene Unternehmen) (- 65) (- 132)
(davon aus Abzinsung) (- 2) (- 1)
841 1.029

7. Steuern

2014

TEUR
2013

TEUR
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 14 40
Sonstige Steuern - 19 - 24
- 5 16

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag berücksichtigen die Körperschaftsteuer, den Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer sowie die Gewerbesteuer. Ein wesentliches positives außerordentliches Ergebnis liegt nicht vor; die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag be-, entlasten demnach ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

In den sonstigen Steuern ist die Kfz-Steuer berücksichtigt.

8. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Das Ergebnis der telegate Media AG wurde im Geschäftsjahr 2014 wesentlich durch periodenfremde Erträge beeinflusst:

Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 630 TEUR

9. Ausschüttungsgesperrte Beträge

Zum 31. Dezember 2014 liegen keine ausschüttungsgesperrten Beträge gem. § 268 Absatz 8 HGB vor.

E. Ergänzende Angaben

1. Anzahl der Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter ohne Berücksichtigung des Vorstands beträgt im Geschäftsjahr 2014:

Stichtag 31. Dezember 2014 Jahresdurchschnitt 2014
absolut in Vollzeit-köpfen absolut in Vollzeit-köpfen
--- --- --- --- ---
Insgesamt 333 329 335 329
davon Operator und Vertrieb 210 199 219 209

Zum 31. Dezember 2013 waren bei der telegate Media AG 345 (umgerechnet auf Vollzeit: 339) Mitarbeiter beschäftigt. Für 2013 waren es im Jahresdurchschnitt 354 (umgerechnet auf Vollzeit: 349) Mitarbeiter.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

Verpflichtungen in 2015

TEUR
Verpflichtungen gesamt

TEUR
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 1.346 1.618
Verpflichtungen aus Wartungsverträgen 339 427
Verpflichtungen aus sonstigen Dienstleistungsverträgen 655 655
Verpflichtungen aus Werbeverträgen 10 10
Bestellobligo 3 3
2.353 2.713

Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen (i.V. 0 EUR).

Haftungsverhältnisse liegen zum Bilanzstichtag nicht vor (i.V. 0 EUR).

Im Geschäftsjahr 2014 wurden von der telegate Media AG weder Termingeschäfte noch sonstige derivative Finanzinstrumente in Anspruch genommen.

3. Honorar des Abschlussprüfers

Auf die Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da die telegate Media AG in den Konzernabschluss der telegate AG einbezogen wird und dort eine umfassende Darlegung erfolgt.

F. Anteilsbesitz

Die telegate Media AG hält zum 31. Dezember 2014 an folgenden Gesellschaften unmittelbar bzw. mittelbar Anteile:

Name Sitz Höhe der Beteiligung Art der Beteiligung Letzter vorliegender Abschluss Eigenkapital

TEUR
Ergebnis

TEUR
WerWieWas GmbH Martinsried, Gemeinde Planegg 100 % direkt 2013 - 5.501 (*)0

(*) Zwischen der telegate AG und der WerWieWas GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag

G. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Anteile an der telegate Media AG werden zu 100 % von der telegate AG, Planegg, Ortsteil Martinsried, gehalten.

Die telegate AG bezieht die telegate Media AG im Rahmen der Vollkonsolidierung in ihren nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellten Konzernabschluss ein. Der Konzernabschluss der telegate AG kann unter www.telegate.com eingesehen werden. Der Konzernabschluss wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und im Bundesanzeiger elektronisch veröffentlicht.

Die telegate Media AG ist gem. § 291 HGB von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts befreit. Der Konzernabschluss der telegate AG zum 31. Dezember 2014 wird gem. Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards unter Beachtung des § 315a Absatz 1 HGB nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt.

Die Telegate Holding GmbH, Planegg, ist zum 31. Dezember 2014 mit 14,86 % an der telegate AG beteiligt (zum 31. Dezember 2013 mehrheitlich mit 61,13 %.). Die SEAT Pagine Gialle S.p.A., Turin, Italien, hält wiederum 100 % (zum 31. Dezember 2013: 100 %) an der Telegate Holding GmbH.

Zum Vorjahresstichtag war die SEAT Pagine Gialle S.p.A. mit 100 % an der SEAT Pagine Gialle Italia S.p.A., Turin, Italien, beteiligt. Zum 01. November 2014 ist die SEAT Pagine Gialle Italia S.p.A. auf die SEAT Pagine Gialle S.p.A. verschmolzen worden. SEAT Pagine Gialle S.p.A. ist zum 31. Dezember 2014 direkt mit 16,24 % (zum 31. Dezember 2013 indirekt über die SEAT Pagine Gialle Italia S.p.A. mit 16,24 %) und über die Telegate Holding GmbH mit 14,86 % (zum 31. Dezember 2013: 61,13 %) an der telegate AG beteiligt.

Aufgrund von Veränderungen in der Gesellschafterstruktur ist die telegate AG zum 31. Dezember 2014 nicht mehr im mehrheitlichen Besitz eines Gesellschafters. Sie wird daher auch nicht mehr im Rahmen der Vollkonsolidierung in einen Konzernabschluss einbezogen. Zum 31. Dezember 2013 bezog die SEAT Pagine Gialle S.p.A. die telegate AG als Mutterunternehmen des größten Konsolidierungskreises im Rahmen der Vollkonsolidierung in ihren Konzernabschluss ein.

Am 6. Februar 2013 hat SEAT Pagine Gialle Italia S.p.A. (nunmehr SEAT Pagine Gialle S.p.A.) einen Antrag auf ein Vergleichsprozedere mit Gläubigern gem. Artikel 161 Paragraph 6 Royal Decree 267/1942 beim Gericht in Turin, Italien, gestellt. Dieses Ereignis hat keinen wesentlichen Einfluss für die telegate Gruppe, da keine wesentlichen operativen Geschäftsbeziehungen zu SEAT Pagine Gialle S.p.A. bestehen.

H. Angaben zu den Gesellschaftsorganen

1. Aufsichtsrat

Herr Jürgen Krieger, telegate AG, Head of Accounting and Taxation Department innerhalb der telegate-Gruppe, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Herr Knut Andresen, telegate AG, Head of Controlling Department innerhalb der telegate-Gruppe
Herr Rudolf Schneider, telegate AG, General Manager Marketing innerhalb der telegate-Gruppe

Im Geschäftsjahr 2014 ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglieder

Herr Ralf Grüßhaber, B2X Care Solutions GmbH, Geschäftsführer - zuvor Vorstand der telegate AG
Herr Elio Schiavo, Director, Apple Inc., USA - zuvor Vorstandsvorsitzender der telegate AG, Vorsitzender des Aufsichtsrats vom 26. Juni bis 08. Oktober 2014

2. Vorstand

Herr Michael Geiger, Vorstand der telegate AG
Herr Franz-Peter Weber, Vorstandssprecher der telegate AG

Im Geschäftsjahr 2014 ausgeschiedene Vorstandsmitglieder

Herr Elio Schiavo, Director, Apple Inc., USA - zuvor Vorstandsvorsitzender der telegate AG

3. Bezüge des Vorstands und Aufsichtsrats

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben die Vorstände und Aufsichtsräte mehrere Funktionen bzw. Bestellungen innerhalb der telegate-Gruppe inne gehabt. Konzerninterne Aufsichtsratsmandate werden nicht und konzerninterne Vorstandsmandate regelmäßig nur über eine Gesellschaft innerhalb der telegate-Gruppe vergütet.

Die Bezüge des Vorstands wie auch des Aufsichtsrats der telegate Media AG beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 auf 0 EUR (i.V. 0 EUR).

Essen, 6. März 2015

Michael Geiger

Franz-Peter Weber

Anlagenspiegel der telegate Media AG

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2014

TEUR
Zugänge

TEUR
Abgänge

TEUR
Umbuchungen

TEUR
31.12.2014

TEUR
--- --- --- --- --- ---
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.083 21 0 35 17.139
2. Geleistete Anzahlungen 129 0 0 - 35 94
17.212 21 0 0 17.233
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.628 53 - 9 0
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.826 64 - 49 0 1.841
6.454 117 - 58 0 6.513
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25 0 0 0 25
25 0 0 0 25
23.691 138 - 58 0 23.771
Wertberichtigung
01.01.2014

TEUR
Zugänge

TEUR
Abgänge

TEUR
31.12.2014

TEUR
--- --- --- --- ---
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.556 147 0 16.703
2. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
16.556 147 0 16.703
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.077 297 - 8 4.366
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.419 147 - 26 1.540
5.496 444 - 34 5.906
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25 0 0 25
25 0 0 25
22.077 591 - 34 22.634
Buchwerte
31.12.2014

TEUR
31.12.2013

TEUR
--- --- ---
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 436 527
2. Geleistete Anzahlungen 94 129
530 656
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 306 551
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 301 407
607 958
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0
0 0
1.137 1.614

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der telegate Media AG, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, 6. März 2015

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Stefano Mulas, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christoph Tübbing, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 01. Januar 2014 - 31. Dezember 2014

Das Geschäftsjahr 2014 war weiterhin geprägt von der Unternehmenstransformation vom nutzerfinanziertem Auskunftsgeschäft und Softwaregeschäft hin zum werbefinanzierten Mediageschäft. Der Aufsichtsrat hat die Führung der Geschäfte des Vorstands in Erfüllung seiner gesetzlichen Beratungs- und Aufsichtsfunktion intensiv begleitet.

Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2014.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2014 seine im Gesetz und in der Satzung festgelegten Aufgaben wahrgenommen. Er beriet den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens kontinuierlich und überwachte die Geschäftsführung. Der Vorstand erstattete regelmäßig Bericht, so dass der Aufsichtsrat stets über den Geschäftsverlauf, die wichtigsten Finanzdaten, die wesentlichen Fragen der Unternehmensführung und die Risikolage unterrichtet war. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der verabschiedeten Planung wurden ebenso wie wichtige Geschäftsvorfälle dargestellt, erläutert und mit dem Aufsichtsrat beraten. Die strategischen Vorhaben wurden mit dem Vorstand diskutiert und abgestimmt.

Schwerpunktthema war die operative Geschäftsentwicklung des Mediageschäftes. Insbesondere die Qualitätsverbesserungen bei Vertriebs-, Produktionsprozessen im Sinne der Kundenzufriedenheit wurden eng begleitet. Kostenoptimierungen, insbesondere in den Verwaltungsbereichen wurden intensiv besprochen.

Das Gremium hat sich mit dem Rechnungslegungsprozess sowie mit der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems intensiv auseinandergesetzt. Ferner befasste sich der Aufsichtsrat mit der Wirksamkeit der Compliance Organisation wie auch mit den Berichten über potenzielle und anhängige Rechtsstreitigkeiten. Gegenstand der Beratungen war außerdem die Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer. Dies schließt die Überwachung seiner Unabhängigkeit und Qualifikation sowie der von ihm erbrachten Leistungen sowie die Beurteilung seines Honorars ein.

Zusammensetzung und Personalia Aufsichtsrat.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht gemäß §95 Abs. l Satz l AktG aus drei Mitgliedern. Die Satzung der telegate Media AG sieht keine Abweichung von dieser Bestimmung vor.

Im Jahr 2014 schieden Herr Ralf Grüßhaber mit Ablauf der außerordentlichen Hauptversammlung am 26. Juni 2014 sowie Herr Elio Schiavo, welcher vom 26. Juni bis 8. Oktober 2014 Vorsitzender des Aufsichtsrates war, aus. Ihm folgte Jürgen Krieger, welcher seit dem 13. Oktober Vorsitzender des Aufsichtsrates ist. Knut Andresen wurde mit Ablauf der außerordentlichen Hauptversammlung am 20. November 2014 zum Mitglied des Aufsichtsrates gewählt.

Sitzungen und Teilnahme.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2014 fünf Sitzungen abgehalten. Jürgen Krieger, welcher seit 13. Oktober 2014 Vorsitzender des Aufsichtsrates ist, nahm ebenso wie Rudolf Schneider an fünf Sitzungen teil. Elio Schiavo nahm an zwei Sitzungen teil. Die Aufsichtsratsmitglieder Ralf Grüßhaber und Knut Andresen nahmen nur an einer Sitzung teil.

Vorstand.

Der Vorstand besteht aus den Herren Weber, der bereits im Vorjahr diese Funktion ausübte sowie Geiger, der in 2014 auf Herr Elio Schiavo folgte. Herr Schiavo schied mit Ablauf der außerordentlichen Hauptversammlung am 26 Juni 2014 aus dem Amt aus.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2014.

Der handelsrechtliche Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 der telegate Media AG sind durch die PricewaterhouseCoopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, unter Einbeziehung der Buchführung geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.

Der Abschlussprüfer hat keine Einwendungen erhoben und dem Jahresabschluss einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Der handelsrechtliche Jahresabschluss einschließlich Lagebericht und die Berichte des Abschlussprüfers wurden mit dem Abschlussprüfer ausführlich behandelt und allen Mitgliedern des Aufsächtsrates rechtzeitig zugesandt.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der telegate Media AG geprüft.

Des Weiteren hat der Aufsichtrat von dem Ergebnis des Abschlussprüfers zustimmend Kenntnis genommen. Er billigt den vom Vorstand vorgelegten Lagebericht und den Jahresabschluss 2014 der telegate Media AG, der damit festgestellt ist.

Abhängigkeitsbericht.

Die PricewaterhouseCoopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, hat ebenfalls den vom Vorstand nach § 312 Aktiengesetz erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen („Abhängigkeitsbericht") geprüft. Der Abhängigkeitsbericht wurde mit dem folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:

„Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Abhängigkeitsbericht wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrates zur Prüfung zur Verfügung gestellt. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen die im Bericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstands.

Risikofrüherkennungssystem.

Der Vorstand hat gemäß § 91 Abs. 2 Aktiengesetz ein Überwachungssystem eingerichtet, um wesentliche Risiken für die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften frühzeitig zu erkennen. Die Prüfung des Abschlussprüfers hat ergeben, dass der Vorstand seinen Pflichten nach § 91 Abs. 2 Aktiengesetz nachgekommen ist. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu.

Schlusserklärung.

Das Ergebnis des Abschlussprüfers haben wir zustimmend zur Kenntnis genommen und erheben nach unseren eigenen Prüfungen von Jahresabschluss und Lagebericht der telegate Media AG keine Einwendungen. Wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, der damit festgestellt ist. Darüber hinaus schließen wir uns dem Vorschlag des Vorstandes an, den Bilanzgewinn von TEUR 1.560 auf neue Rechnung vorzutragen.

Unternehmensleitung und Mitarbeiter der telegate Media haben im Jahr 2014 verantwortungsbewusst und sehr zielstrebig zusammengearbeitet. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Dank für ihre Arbeit aus.

Essen, im März 2015

Jürgen Krieger, Vorsitzender des Aufsichtsrates

2. Verwendung des Bilanzgewinns

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 in Höhe von 1.560.385,21 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Vorsitzende stellt diesen Beschluss fest.