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VERBIO Vereinigte BioEnergie AG

Quarterly Report Nov 8, 2012

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Quarterly Report

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Quartalsbericht 1 2012/2013

Konzern-Kennzahlen

[in Mio. EUR]

Ertragslage Q 1
2012/2013
Q 1
2011/2012
Q 2
2011/2012
Q 3
2011/2012
Q 4
2011/2012
2011/2012
Umsatz 217,5 224,4 214,6 200,7 213,0 852,7
EBITDA 1,6 10,3 9,9 10,6 9,7 40,5
EBIT – 4,9 3,8 3,6 4,3 2,7 14,4
EBIT-Marge (%) – 2,3 1,7 1,7 2,1 1,3 1,7
EBT – 6,7 1,9 1,6 2,2 1,2 6,9
Periodenergebnis – 6,5 2,1 2,4 2,1 – 0,2 6,4
Ergebnis je Aktie (EUR) – 0,10 0,03 0,04 0,03 0,00 0,10
Betriebsdaten
Produktion (t) 116.542 159.304 151.620 131.752 111.479 554.155
Produktion (MWh) 98.130 65.278 62.756 53.041 80.654 261.729
Auslastung Biodiesel/Bioethanol (%)1) 66,8 91,4 87,0 75,6 63,9 79,4
Auslastung Biomethan (%)1) 98,1 81,6 78,4 66,3 80,7 81,8
Investitionen in Sachanlagen 10,5 5,4 8,2 3,4 8,2 25,2
Anzahl Mitarbeiter 2) 875 795 772 770 806 806
Vermögenslage 30.09.2012 30.09.2011 31.12.2011 31.03.2012 30.06.2012 30.06.2012
Nettofinanzvermögen – 100,0 – 84,4 – 88,3 – 88,5 – 61,9 – 61,9
Eigenkapital 327,6 329,6 331,5 333,5 335,5 335,5
Eigenkapitalquote (%) 45,2 48,5 50,3 51,8 58,4 58,4
Bilanzsumme 725,2 679,0 658,9 643,9 574,8 574,8
Finanzlage
Operativer Cashflow – 134,1 – 27,2 – 16,1 16,6 89,8 89,8
Operativer Cashflow je Aktie (EUR) – 2,13 – 0,43 – 0,26 0,26 1,43 1,43
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
40,3 49,4 37,0 28,8 40,7 40,7

1) bezogen auf die Produktionskapazität

2) zum Stichtag

Mit der Umstellung des Geschäftsjahres ergeben sich nachfolgende Berichts- und Vergleichsperioden: Q1 2012/2013 (01.07.-30.09.2012), Q1 2011/2012 (01.07.- 30.09.2011), Q2 2011/2012 (01.10.-31.12.2011), Q3 2011/2012 (01.01.-31.03.2012), Q4 2011/2012 (01.04.-30.06.2012), 2011/2012 (01.07.2011-30.06.2012).

Segment-Kennzahlen

[in Mio. EUR]

Biodiesel Q 1
2012/2013
Q 1
2011/2012
Q 2
2011/2012
Q 3
2011/2012
Q 4
2011/2012
2011/2012
Umsatz 132,8 128,9 137,7 117,6 104,3 488,5
Umsatz Dritte 131,0 127,2 136,4 116,3 102,6 482,5
EBIT – 4,0 5,3 3,9 0,5 7,0 16,7
Produktion (t) 80.258 98.518 100.625 85.159 68.781 353.083
Auslastung (%) 1) 75,1 92,2 94,2 79,7 64,4 82,6
Anzahl der Mitarbeiter 2) 102 101 103 100 103 103
Bioethanol (inkl. Biomethan) Q 1
2012/2013
Q 1
2011/2012
Q 2
2011/2012
Q 3
2011/2012
Q 4
2011/2012
2011/2012
Umsatz 52,3 75,2 65,4 61,8 51,0 253,4
Umsatz Dritte 51,7 75,1 65,3 61,6 50,6 252,6
EBIT 1,2 – 1,2 – 0,8 1,9 – 3,4 – 3,5
Produktion (t) 36.284 60.786 50.995 46.593 42.698 201.072
Produktion (MWh) 98.130 65.278 62.756 53.041 80.654 261.729
Auslastung Bioethanol (%) 1) 53,8 90,1 75,5 69,0 63,3 74,5
Auslastung Biomethan (%) 1) 98,1 81,6 78,4 66,3 80,7 81,8
Anzahl der Mitarbeiter 2) 189 179 181 182 181 181
Märka Handel Q 1
2012/2013
Q 1
2011/2012
Q 2
2011/2012
Q 3
2011/2012
Q 4
2011/2012
2011/2012
Umsatz 107,1 67,0 62,1 57,8 104,4 291,3
Umsatz Dritte 32,7 19,4 11,0 20,8 57,8 109,0
EBIT – 2,4 – 1,1 0,2 1,3 – 0,9 – 0,5
Übrige Q 1
2012/2013
Q 1
2011/2012
Q 2
2011/2012
Q 3
2011/2012
Q 4
2011/2012
2011/2012
Umsatz 7,8 8,6 4,9 5,5 5,7 24,7
Umsatz Dritte 2,1 2,7 1,9 2,0 1,9 8,5
EBIT 0,5 1,1 0,0 0,5 0,0 1,6

1) bezogen auf die Produktionskapazität

2) zum Stichtag

Mit der Umstellung des Geschäftsjahres ergeben sich nachfolgende Berichts- und Vergleichsperioden: Q1 2012/2013 (01.07.-30.09.2012), Q1 2011/2012 (01.07.- 30.09.2011), Q2 2011/2012 (01.10.-31.12.2011), Q3 2011/2012 (01.01.-31.03.2012), Q4 2011/2012 (01.04.-30.06.2012), 2011/2012 (01.07.2011-30.06.2012).

VERBIO bleibt Vorreiter Entwurf zur Änderung der EU-Biokraftstoff-Richtlinien

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Vorteil VERBIO

Mehr Infos zum EU-Entwurf:

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Inhaltsverzeichnis

Konzernzwischenlagebericht 6
Allgemeine Angaben 6
Rahmenbedingungen 6
Umsatz- und Ergebnisentwicklung 7
Vermögens- und Finanzlage 8
Mitarbeiter 9
Investitionen 9
Segmentberichterstattung 9
Chancen- und Risikobericht 11
Prognosebericht und Ausblick 11

Konzernzwischenabschluss (nach IFRS) 14

  • Konzerngesamtergebnisrechnung 15
  • Konzernbilanz 16 Konzernkapitalfl ussrechnung 18 Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung 20 Ausgewählte erläuternde Anhangangaben 22

Weitere Informationen

Organe der Gesellschaft 34
Finanzkalender 2012/2013 35
Kontakt und Impressum 35

5

Konzernzwischenlagebericht

für die Zeit vom 1. Juli bis 30. September 2012

Allgemeine Angaben

Zum 1. Juli 2012 ist die Umstellung des Geschäftsjahres auf den Zeitraum vom 1. Juli bis 30. Juni des darauffolgenden Jahres wirksam geworden. Damit hat die VERBIO Vereinigte BioEnergie AG ihr Geschäftsjahr an den Erntezyklus ihrer Hauptrohstofflieferanten angepasst und erreicht zum Geschäftsjahresende ein aussagekräftigeres Bilanzbild. Für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2012 war ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet worden.

Soweit im Folgenden ein Vergleich und eine Analyse mit dem Vorjahr erfolgt, wird dabei der Zeitraum vom 1. Juli bis 30. September 2012 (Q1 2012/2013) mit dem Zeitraum vom 1. Juli bis 30. September 2011 (Q1 2011/2012) verglichen.

Rahmenbedingungen

Gesetzliche Rahmenbedingungen

In 2012 hat sich weder auf EU-Ebene noch auf nationaler Ebene etwas an den rechtlichen Vorgaben bzw. gesetzlichen Bestimmungen geändert. Die von der Mineralölindustrie zu erfüllende Gesamt-Biokraftstoffquote liegt bei 6,25 Prozent (energetisch) und wird ab 1. Januar 2015 durch den Nachweis zu erreichender Dekarbonisierungswerte abgelöst.

Steuerliche Rahmenbedingungen

Besteuert wird in 2012 reiner Biodiesel (B100) mit 18,6 Cent/Liter. Steuerbegünstigt bleiben Kraftstoffe, deren Bioethanolanteil über 70 Prozent liegt.

Somit ist der Kraftstoff E85 (enthält 85 Prozent Ethanol) nach heutiger Rechtslage bis 2015 steuerbegünstigt, das heißt, der Bioethanolanteil ist gänzlich von der Steuer befreit.

Erdgas oder Autogas als weitere Kraftstoffe sind ebenfalls steuerbegünstigt; bis 2018 gilt ein reduzierter Steuersatz von 1,39 ct/kWh oder 18,03 ct/kg.

Marktsituation

Im 1. Quartal unseres Geschäftsjahres 2012/2013 war der Markt für Biodiesel massiv durch den Import von subventioniertem Biodiesel aus Indonesien und Argentinien gestört. Die Biodieselproduktion in Deutschland ist im Berichtszeitraum um mehr als 25 Prozent eingebrochen. Der größte Teil des Biodiesels aus Argentinien und Indonesien wurde nicht nach den Vorgaben der RED bzw. der Deutschen

Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung produziert und konnte nur mit getauschten Nachhaltigkeitsnachweisen nach Deutschland gelangen. Der Verband der Deutschen Biokraftstoffproduzenten (VDB) hat mit Rechtsgutachten nachgewiesen, dass hier Verstöße gegen die in Deutschland geltende Rechtssituation vorliegen, die im Ergebnis dazu führen, dass dieser Biodiesel nicht auf die Erfüllung der Biokraftstoffquote angerechnet werden darf. Bislang konnten sich die deutschen Ministerien nicht auf ein Vorgehen gegen diese rechtsmissbräuchlichen Praktiken einigen.

Darüber hinaus wurde im Berichtszeitraum mehr als dreimal so viel Biodiesel aus gebrauchtem Pflanzenöl (Used Cooking Oil – UCO) nach Deutschland importiert als im gleichen Zeitraum 2011. Der aus gebrauchten Pflanzenölen produzierte Biodiesel (Used Cooking Oil Methyl Ester – UCOME) wird auf die Erfüllung der Biokraftstoffquote doppelt angerechnet und senkt damit den Bedarf der Mineralölwirtschaft an Biokraftstoff zur Erfüllung der gesetzlichen Biokraftstoffquote. Allerdings gibt es eine Reihe von Hinweisen, dass es sich bei den eingesetzten Rohstoffen eben nicht um gebrauchte Pflanzenöle handelt und hier ebenfalls Missbrauch betrieben wird.

Nach Erhebungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) lag der Absatz von Diesel- und Ottokraftstoffen in den ersten acht Monaten 2012 in Höhe von 34,5 Millionen Tonnen nahezu auf dem Vorjahresniveau. Die Verbrauchsdaten zeigen dabei höhere Absatzmengen beim Dieselkraftstoff (+2,2 Prozent) und rückläufige Absatzzahlen beim Ottokraftstoff (–4,3 Prozent). Die verbrauchten Mengen an Biodiesel und Bioethanol stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,4 Prozent bzw. 5,4 Prozent. Die leichte Erhöhung beim Biodiesel basiert im Wesentlichen auf einer gegenüber 2011 gestiegenen Nachfrage nach Reinkraftstoff (B100). Der höhere Verbrauch bei Bioethanol ist überwiegend auf die Kraftstoffsorte E10 (Ottokraftstoff mit einem Anteil von 10 Prozent Ethanol) zurückzuführen. Der Marktanteil von E10 am Ottokraftstoffmarkt liegt derzeit bei 13,8 Prozent. Die Kraftstoffsorte E85 (Ottokraftstoff mit einem Anteil von 85 Prozent Ethanol) ist im Vorjahresvergleich zwar leicht gestiegen, hat aber nach wie vor nur eine geringe Bedeutung.

Die Bedeutung von Biomethan als Biokraftstoff hat in Deutschland in den letzten 18 Monaten zugenommen, was sich in einem immer größer werdenden

Q1 2011/2012 Q2 2011/2012 Q3 2011/2012 Q4 2011/2012 2011/2012 Q1 2012/2013
Rohöl (Brent; USD/Barrel) 114 110 120 109 113 110
Mineralischer Diesel (EUR/Tonne) 685 722 771 735 729 782
Rapsöl (EUR/Tonne) 956 937 973 965 958 989
Weizen (MATIF; EUR/Tonne) 199 186 210 212 202 259
Zucker (EUR/Tonne) 448 404 412 364 407 370

Durchschnittspreise ausgewählter Rohstoffe

Angebot an Erdgastankstellen zeigt. Der Grund dürfte hierfür auch das deutlich gestiegene Angebot an Biomethan sein, das aus Reststoffen hergestellte agrarische Pendant zu Erdgas. Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland mittlerweile insgesamt 20 Prozent des Erdgases durch Biomethan ersetzt wird. VERBIO als großer Anbieter von Biomethan beliefert – Stand Oktober 2012 – mehr als 100 der über 900 Erdgastankstellen mit Biomethan (verbiogas).

Rohstoffpreisentwicklung

Die Preise für Getreide, Ölsaaten und Futtermittel sind zu Beginn des neuen Erntejahres stark gestiegen und verharren nach leichter Kurskorrektur auf hohem Niveau. Der Durchschnittspreis des landwirtschaftlichen Jahres 2011/2012 (01.07.2011– 30.06.2012) betrug für Weizen 202 EUR/Tonne; im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012/2013 lag der Preis bei 259 EUR/Tonne. Die oben stehende Tabelle zeigt die durchschnittliche Preisentwicklung ausgewählter Rohstoffe an internationalen Märkten.

Der starke Anstieg des Weizenpreises ist auf eine schlechte Ernte für Mais in den Hauptanbaugebieten der USA sowie für Weizen in der Schwarzmeerregion und Kasachstan zurückzuführen. Eine extreme Trockenheit in den vorgenannten Gebieten führte zu einem geringeren weltweiten Angebot an Getreide.

Die Preise für Ölsaaten notierten im ersten Quartal 2012/2013 über den historischen Höchstständen, konsolidierten sich jedoch bis Ende September 2012 auf hohem Niveau. Der Grund für den starken Anstieg der Preise war die anhaltende Trockenheit in den amerikanischen Hauptanbaugebieten für Soja. Sofern sich die prognostizierten hohen Ernten für Soja im Frühjahr 2013 in Südamerika realisieren lassen, ist eine entsprechende Entspannung der Versorgungslage im Ölsaatenkomplex zu erwarten.

Der Preis für Zucker folgte dem Gesamtkomplex der Soft Commodities nur bedingt und lag im Durchschnitt des ersten Quartals 2012/2013 aufgrund der guten Versorgungslage auf Vorquartalsniveau.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Die im ersten Quartal 2012/2013 von VERBIO produzierte Menge an Biodiesel und Bioethanol betrug 116.542 Tonnen nach 159.304 Tonnen im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Insbesondere das produzierte Volumen an Bioethanol lag unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Darüber hinaus wurden 98.130 MWh Biomethan produziert. Das ist gegenüber Q1 2011/2012 eine Steigerung von 50 Prozent (Q1 2011/2012: 65.278 MWh).

Dem aufgrund des niedrigeren Produktionsund Absatzvolumens an Bioethanol entsprechend geringeren Umsatz aus diesem Segment (EUR 51,7 Mio.; Q1 2011/2012: EUR 75,1 Mio.) stand ein deutlich über dem Vorjahresquartal liegender Umsatz des Segments Märka Handel (EUR 32,7 Mio.; Q1 2011/2012: EUR 19,4 Mio.) gegenüber, sodass der Konzernumsatz in Höhe von EUR 217,5 Mio. (Q1 2011/2012: EUR 224,4 Mio.) nur um 3 Prozent unter dem Vorjahreswert lag. Beim Segment Biodiesel wurden die geringeren Produktions- und Absatzmengen durch die Preisentwicklung ausgeglichen. Im Übrigen wird auf die Analyse der einzelnen Segmente verwiesen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf EUR 4,4 Mio. (Q1 2011/2012: EUR 2,3 Mio.). Der Anstieg steht insbesondere im Zusammen

hang mit Erträgen aus Versicherungsentschädigungen und aus der Veräußerung von Emissionsrechten.

Der Materialaufwand lag mit EUR 202,4 Mio. (Q1 2011/2012: EUR 206,0 Mio.) um EUR 3,6 Mio. volumenbedingt unter dem Vorjahreswert.

Der Personalaufwand stieg im Berichtszeitraum von EUR 7,5 Mio. im ersten Quartal 2011/2012 auf EUR 8,4 Mio. an. Ursächlich hierfür ist die gestiegene Mitarbeiterzahl.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Berichtszeitraum EUR 10,4 Mio. (Q1 2011/2012: EUR 9,5 Mio.). Sie beinhalten vor allem Aufwendungen für Ausgangsfrachten, Aufwendungen für notwendige Reparaturen, Kraftfahrzeugkosten sowie Aufwendungen für Versicherungen und Beiträge.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag aufgrund des um EUR 6,9 Mio. geringeren Umsatzes, der höheren Personalkosten und Aufwendungen bei EUR 1,6 Mio. und damit um EUR 8,7 Mio. unter dem Wert des Vergleichszeitraumes (Q1 2011/2012: EUR 10,3 Mio.).

Das Konzernbetriebsergebnis (EBIT) lag mit EUR –4,9 Mio. unter dem des Vergleichszeitraumes (Q1 2011/2012: EUR 3,8 Mio.). Belastet wurden das EBITA und das EBIT durch einen hohen Margendruck und geringe Auslastung der Biodieselanlagen sowie durch Verluste aus Warentermingeschäften in Höhe von insgesamt EUR 6,8 Mio. (Q1 2011/12: Ertrag EUR 6,7 Mio.), welche insbesondere auf die stark gestiegenen Rohstoffpreise zurückzuführen sind. Die Ergebnisse aus solchen Warentermingeschäften zur Absicherung von Einkäufen, bei denen die Voraussetzungen für die Anwendung des Hedge Accounting nicht vorlagen, wirkten sich entsprechend aus.

Das Finanzergebnis wird mit EUR – 1,8 Mio. (Q1 2011/2012: EUR – 2,0 Mio.) ausgewiesen und setzt sich aus Zinserträgen in Höhe von EUR 0,2 Mio. (Q1 2011/2012: EUR 0,9 Mio.) und Zinsaufwendungen in Höhe von EUR – 2,0 Mio. (Q1 2011/2012: EUR – 2,9 Mio.) zusammen.

Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) betrug EUR –6,7 Mio. (Q1 2011/2012: EUR 1,9 Mio.); das Periodenergebnis wird mit EUR –6,5 Mio. (Q1 2011/2012: EUR 2,1 Mio.) ausgewiesen. Daraus resultiert ein Ergebnis je Aktie (un-/verwässert) von EUR –0,10 (Q1 2011/2012: EUR 0,03).

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem 30. Juni 2012 um EUR 150,4 Mio. auf EUR 725,2 Mio. (30.06.2012: EUR 574,8 Mio.).

Die Entwicklung der Aktivseite der Bilanz war insbesondere vom saisonal bedingten Aufbau der Vorratsbestände geprägt. Aus der operativen Cashflow-Entwicklung und der erfolgten Mittelverwendung ergab sich zum 30. September 2012 ein Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von EUR 40,3 Mio. Nach dem Abzug der Finanzverbindlichkeiten von insgesamt EUR 140,3 Mio. verblieben Nettofinanzschulden in Höhe von EUR 100,0 Mio., die sich damit im Vergleich zum 30. Juni 2012 um EUR 38,1 Mio. erhöhten (30.06.2012: EUR 61,9 Mio.).

Auf der Passivseite der Bilanz dominiert das Eigenkapital mit EUR 327,6 Mio., das rund 45,2 Prozent der Bilanzsumme ausmacht und damit um 13 Prozentpunkte unter dem Wert von 58,4 Prozent zum 30. Juni 2012 liegt. Verglichen mit dem 30. Juni 2012, haben sich die langfristigen Schulden von EUR 48,7 Mio. auf EUR 48,8 Mio. und die kurzfristigen Schulden von EUR 190,6 Mio. auf EUR 348,9 Mio. erhöht. Die Entwicklung bei den kurzfristigen Schulden ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Finanzverbindlichkeiten und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.

Cashflow

Der operative Cashflow für die Berichtsperiode betrug EUR – 134,1 Mio. (Q1 2011/2012: EUR –82,7 Mio.). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme der Vorratsbestände (Q1 2012/2013: EUR 139,8 Mio.; Q1 2011/2012: EUR 118,4 Mio.). Zahlungsmittelerhöhend wirkte sich dagegen insbesondere die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Q1 2012/2013: EUR 11,9 Mio.; Q1 2011/2012: EUR 34,3 Mio.) sowie die Zunahme der übrigen kurzfristigen finanziellen und nicht-finanziellen Verbindlichkeiten (EUR 7,8 Mio.; Q1 2011/2012: EUR 24,8 Mio.) aus.

Bedingt durch die Investitionstätigkeit sind im ersten Quartal 2012/2013 insgesamt Mittelabflüsse in Höhe von EUR 10,1 Mio. (Q1 2011/2012: Mittelabflüsse in Höhe von EUR 4,8 Mio.) zu verzeichnen. Hierbei handelt es sich insbesondere um Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen in

Höhe von EUR 11,0 Mio. (Q1 2011/2012: EUR 4,3 Mio.). Gegenläufig wirkten sich im ersten Quartal 2012/2013 Einzahlungen aus Termingeldanlagen in Höhe von EUR 0,5 Mio. (Q1 2011/2012: EUR 0,8 Mio.) sowie aus der Veräußerung von Sachanlagen in Höhe von EUR 0,3 Mio. (Q1 2011/2012: EUR 0,1 Mio.) aus.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt EUR 144,3 Mio. (Q1 2011/2012: EUR 100,9 Mio.). Beeinflusst ist dieser durch Einzahlungsüberschüsse aus besicherten Kreditgeschäften (Q1 2012/2013: EUR 101,3 Mio.; Q1 2011/2012: EUR 66,6 Mio.) sowie aus der Einzahlung aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten (Q1 2012/2013: EUR 44,4 Mio.; Q1 2011/2012: EUR 50,9 Mio.) und der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten (Q1 2012/2013: EUR 1,5 Mio.; Q1 2011/2012: EUR 16,6 Mio.).

Vor diesem Hintergrund hat sich der Finanzmittelfonds im Zeitraum 1. Juli bis 30. September 2012 um EUR 0,1 Mio. leicht erhöht. Die liquiden Mittel betragen zum 30. September 2012 EUR 38,7 Mio. Bei der Beurteilung der Finanzlage ist zu berücksichtigen, dass Zahlungsmittel in Höhe von insgesamt EUR 4,2 Mio. hinsichtlich ihrer Verfügbarkeit beschränkt sind.

Mitarbeiter

Zum 30. September 2012 beschäftigte die VERBIO 875 Mitarbeiter (30.06.2012: 806 Mitarbeiter), davon 351 Angestellte (30.06.2012: 337 Angestellte), 486 gewerbliche Angestellte (30.06.2012: 432 gewerbliche Angestellte) und 38 Auszubildende (30.06.2012: 37 Auszubildende). Die gewerblichen Angestellten enthalten dabei zum 30. September 2012 auch saisonal beschäftigte Mitarbeiter.

Investitionen

Im ersten Quartal 2012/2013 wurden Investitionen in Höhe von EUR 10,5 Mio. (Q1 2011/2012: EUR 5,4 Mio.) in das Sachanlagevermögen getätigt. Mit EUR 7,8 Mio. wurde im Wesentlichen in die Erweiterung der bestehenden Biomethananlagen in Schwedt/ Oder und Zörbig investiert. Darüber hinaus wurden EUR 1,3 Mio. für Investitionen in Schlepper, Strohpressen sowie Lastkraftwagen verwendet.

Segmentberichterstattung

Biodiesel

Der Absatz von Biodiesel in den in- und ausländischen Beimischungsmarkt lag unter dem Wert im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dies ist im Wesentlichen auf die Importe von subventioniertem soja- und palmstämmigen Biodiesel aus Argentinien und Indonesien in den deutschen Markt, die eingangs erwähnte Situation der signifikant erhöhten Mengen UCOME sowie den daraus resultierenden Margendruck zurückzuführen.

Die Exportquote für Biodiesel erhöhte sich im Berichtszeitraum auf 18,3 Prozent, während sie im Vorjahresvergleichszeitraum rund 10,7 Prozent betrug. Im ersten Quartal 2012/2013 wurden im Segment Biodiesel Umsatzerlöse in Höhe von EUR 132,8 Mio. (davon EUR 131,0 Mio. Umsatz mit Dritten; Q1 2011/ 2012: EUR 128,9 Mio., davon EUR 127,2 Mio. Umsatz mit Dritten) erzielt. Die Umsatzerhöhung bei gleichzeitig geringerer Produktion begründet sich im Wesentlichen durch ein gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegenes Preisniveau.

Der Materialaufwand belief sich auf EUR 127,7 Mio. und lag damit preisbedingt deutlich über dem Materialaufwand des Vorjahresquartals (Q1 2011/2012: EUR 118,7 Mio.). Die Personalkosten stiegen im ersten Quartal 2012/2013 leicht an und betrugen EUR 1,7 Mio. (Q1 2011/2012: EUR 1,5 Mio.). Sonstige betriebliche Aufwendungen fielen in Höhe von EUR 3,0 Mio. (Q1 2011/2012: EUR 3,5 Mio.) an.

Das Segmentbetriebsergebnis beträgt EUR –4,0 Mio. (Q1 2011/2012: EUR 5,3 Mio.). Im ersten Quartal 2012/2013 sind EUR 0,2 Mio. (Q1 2011/2012: EUR 0,6 Mio.) in Sachanlagen investiert worden.

p.a. Q 1 2012/2013 Q 1 2011/2012
Nominalkapazität (t) 450.000 112.500 112.500
Produktionskapazität (t) 427.500 106.875 106.875
Produktion (t) 80.258 98.518
Auslastung Nominalkapazität 71,3% 87,6%
Auslastung Produktionskapazität 75,1% 92,2%
Mitarbeiter zum Stichtag 102 101

Bioethanol

Mit einer Produktion von 36.284 Tonnen Bioethanol im ersten Quartal 2012/2013 lag die produzierte Menge deutlich unter der des entsprechenden Vorjahreszeitraums (Q1 2011/2012: 60.786 Tonnen). Die Ursache liegt darin, dass aufgrund der hohen Getreide- und Futtermittelpreise die Auslastung der Ethanolanlage durch die Kapazität der Biomethananlage limitiert war. Durch diese Fahrweise wurde der Getreideverbrauch bei optimaler Biomethanproduktion minimiert. Dies resultierte im ersten Quartal 2012/2013 in Umsatzerlösen in Höhe von EUR 52,3 Mio. (davon Umsatz mit Dritten: EUR 51,7 Mio.; Q1 2011/2012: EUR 75,2 Mio., davon Umsatz mit Dritten EUR 75,1 Mio.). Die Produktion von Biomethan wurde weiter gesteigert, die Produktionsanlagen weiter optimiert und die spezifischen Produktionskosten konnten weiter gesenkt werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in diesem Segment betrugen in der Berichtsperiode EUR 2,7 Mio. (Q1 2011/2012: EUR 1,1 Mio.). Der Materialaufwand betrug EUR 51,6 Mio. (Q1 2011/2012: EUR 67,3 Mio.). Der Personalaufwand wird mit EUR 2,5 Mio. (Q1 2011/2012: EUR 2,3 Mio.) ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im ersten Quartal 2012/2013 EUR 3,5 Mio. (Q1 2011/2012: EUR 4,1 Mio.).

Das Segmentbetriebsergebnis des ersten Quartals 2012/2013 beträgt EUR 1,2 Mio. nach EUR –1,2 Mio. im Vorjahr.

Insgesamt wurden in diesem Segment im ersten Quartal 2012/2013 EUR 9,5 Mio. (Q1 2011/2012: EUR 4,2 Mio.) investiert. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Investitionen in die Optimierung und Erweiterung der Biomethananlagen an den Standorten Zörbig und Schwedt/Oder in Höhe von EUR 7,8 Mio. (Q1 2011/2012: EUR 4,1 Mio.).

p.a. Q 1 2012/2013 Q 1 2011/2012
Nominalkapazität (t) 300.000 75.000 75.000
Produktionskapazität (t) 270.000 67.500 67.500
Produktion (t) 36.284 60.786
Auslastung Nominalkapazität 48,4% 81,0%
Auslastung Produktionskapazität 53,8% 90,1%
Biomethan
Nominalkapazität (MWh) 480.000 120.000 120.000
Produktionskapazität (MWh) 400.000 100.000 80.000
Produktion (MWh) 98.130 65.278
Auslastung Nominalkapazität 81,8% 54,4%
Auslastung Produktionskapazität 98,1% 81,6%
Mitarbeiter zum Stichtag 189 179

Märka Handel

Im ersten Quartal 2012/2013 betrug der Umsatzbeitrag des Segments EUR 107,1 Mio., wobei EUR 74,4 Mio. auf intersegmentäre Umsätze entfallen (Q1 2011/2012: EUR 67,0 Mio., davon EUR 47,6 Mio. intersegmentäre Umsätze). Aus dem Handel mit Getreide, Ölsaaten und Düngemitteln mit Dritten wurden EUR 32,7 Mio. erzielt (Q1 2011/2012: EUR 19,4 Mio.). Durch den sehr guten Ernteverlauf konnten wesentlich mehr Getreide und Ölsaaten als im Vergleichszeitraum 2011 erfasst werden.

Das Segment weist für den Berichtszeitraum ein Segmentbetriebsergebnis in Höhe von EUR –2,4 Mio. (Q1 2011/2012: EUR –1,1 Mio.) aus. Im Ergebnis sind negative Effekte aus Absicherungsgeschäften enthalten, für die kein Hedge-Accounting angewandt werden konnte. Zum Stichtag 30. September 2012 wurden 262 Mitarbeiter beschäftigt (30.06.2012: 223 Mitarbeiter). Der Personalanstieg ist saisonal bedingt.

Übrige

In den Monaten Juli bis September 2012 wurden im Segment Übrige insbesondere aus Transport- und Logistikleistungen Umsatzerlöse in Höhe von EUR 7,8 Mio. (davon Umsatz mit Dritten: EUR 2,1 Mio.) erzielt. Das Segmentbetriebsergebnis wird mit EUR 0,5 Mio. ausgewiesen (Q1 2011/2012: EUR 1,1 Mio.).

Chancen- und Risikobericht

Im Berichtszeitraum haben sich im Vergleich zu den im Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr 2012 ausführlich dargestellten Chancen und Risiken keine Änderungen im Chancen- und Risikoprofil des VERBIO-Konzerns ergeben. Die aktuelle Situation auf dem Biokraftstoffmarkt sowie die Diskussion um eine Änderung der bestehenden Regularien verstärken jedoch die Relevanz der im Lagebericht zum Rumpfgeschäftsjahr 2012 beschriebenen Risiken auf der Vertriebsseite und aus der Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung.

Prognosebericht und Ausblick

Entwurf zur Änderung der EU-Richtlinien für Erneuerbare Energien

Der zur Diskussion gestellte Vorschlag, Biokraftstoffe künftig verstärkt nachhaltig und ohne Auswirkungen auf die Lebensmittelproduktion herzustellen, ist richtungsweisend und zielführend für einen Klimaschutz ohne Nebenwirkungen. Die Gesamtquote von zehn Prozent bleibt unangetastet, sie wird lediglich gesplittet: fünf Prozent für Biokraftstoffe der ersten und fünf Prozent für Biokraftstoffe der zweiten und dritten Generation. Damit ist klargestellt, dass es mit "normalem" Biodiesel und Bioethanol auch über das Jahr 2020 weitergehen wird und E10 im Markt bleibt, denn selbst für die Erreichung des Fünf-Prozent-Ziels ist ein Anteil von zehn Prozent Bioethanol im Benzin notwendig. Die EU-Kommission setzt damit auch ein eindeutiges Signal, dass der bisherige Biokraftstoffanteil richtig und gut ist. Biomethan aus Agrarreststoffen ist Biokraftstoff der zweiten Generation und besitzt eines der größten Potenziale, der Biokraftstoff der Zukunft zu werden.

Der Vorschlag der EU-Kommission ist somit keine Kehrtwende der europäischen Biokraftstoffpolitik – vielmehr handelt es sich um eine auf Erfahrungen der letzten Jahre basierende Weiterentwicklung und ein klares Bekenntnis zu lokalen Wertschöpfungsketten. Biokraftstoff generiert die größten Effekte für Klima- und Umweltschutz, wenn er lokal produziert und lokal genutzt und nicht über den halben Globus nach Europa transportiert wird. Rohstoffe für Biokraftstoffe der zweiten und dritten Generation stehen in Europa regional in ausreichendem Maße zur Verfügung und die Technologien dafür sind vorhanden und einsatzbereit. Die neuen Vorgaben aus Brüssel werden zu Innovationen, Investitionen und Arbeitsplätzen führen.

In den nächsten Monaten wird der Vorschlag der EU-Kommission in den entsprechenden Gremien und den EU-Staaten diskutiert und zur Abstimmung gebracht werden. Wir erwarten, dass der Bestand an Biokraftstoffanlagen der ersten Generation durch die zu erwartenden Neuregelungen nicht gefährdet wird und dass für die Biokraftstoffe der zweiten Generation eindeutige und verlässliche Rahmenbedingungen geschaffen werden und damit eine nachhaltige nahrungs- und futtermittelunabhängige Produktion von Biokraftstoffen bei maximalem CO2-Minderungspotenzial weiter im Fokus der Energiewende im Mobilitätssektor steht.

Es ist geplant, dass die von der EU-Kommission vorgesehenen Änderungen der RED im Frühjahr 2013 verabschiedet werden und damit für den weiteren Ausbau des Biokraftstoffanteils unmittelbar Geltung erlangen.

Markt- und Branchenentwicklung

Wir sehen den Biokraftstoffmarkt weiterhin als Wachstumsmarkt. Dies betrifft insbesondere die Biokraftstoffe der zweiten Generation. Ohne den Einsatz von Biokraftstoffen aus erneuerbaren Energien sind die Energiewende auf der Straße und die in der EU bis zum Jahr 2020 verbindlich festgelegten Klimaziele nicht zu erreichen. Allerdings erschweren die ständigen Marktverwerfungen durch Umgehungstatbestände mit Biokraftstoffimporten sowie die Diskussionen um anstehende Veränderungen des regulatorischen Umfelds eine stabile Geschäftsentwicklung und eine nachhaltige Unternehmensentwicklung.

Was die Entwicklung der einzelnen Märkte anbelangt, so gehen wir davon aus, dass der Hauptabsatzmarkt für Biodiesel weiterhin der Beimischungsmarkt sein wird. Aufgrund des hohen Preisgefüges hat der reine Biodieselmarkt (B100) in den vergangenen Jahren an Bedeutung verloren, wird aber zumindest noch im ersten Halbjahr unseres Geschäftsjahres 2012/2013 eine Rolle spielen. Im zweiten Halbjahr wird er – nach dem Wegfall der anteiligen steuerlichen Entlastung ab 1. Januar 2013 — nur für gewisse Marktteilnehmer interessant bleiben. Bioethanol ist ebenfalls überwiegend ein Produkt für den Beimischungsmarkt, wobei die Akzeptanz der Verbraucher in Deutschland, den Kraftstoff E10 zu tanken, nur langsam steigt.

Deutlich an Bedeutung gewonnen hat die zunehmende Nutzung von Biomethan anstelle von Erdgas, vor allem im öffentlichen Nahverkehr. VERBIO bringt sich aktiv in die Wirtschaftsinitiative Erdgas-/Biogasmobilität der dena (Deutsche Energie Agentur) ein und sieht hier einen Markt für bzw. eine Nachfrage nach Biomethan heranwachsen, die die Vorteile eines deutlich höheren CO2-Einsparpotenzials gegenüber allen fossilen Kraftstoffen und auch gegenüber den Biokraftstoffen der ersten Generation bieten. Die Initiative koordiniert die beschleunigte Markteinführung von Erdgas und Biomethan als Kraftstoff in Deutschland. Das von VERBIO erzeugte Biomethan reduziert den CO2-Ausstoß um 90 Prozent je gefahrenen Kilometer und ist heute bereits an mehr als 100 Erdgastankstellen in Deutschland erhältlich.

VERBIO ist aktuell der einzige Biokraftstoffproduzent in Europa, der bereits mit einem Biokraftstoff der zweiten Generation in großen Mengen den Markt versorgt.

Künftige Entwicklung der Unternehmensgruppe

Um dem Anspruch als Innovationsführer in unserer Branche auch in Zukunft gerecht zu werden, ist vorgesehen, im Geschäftsjahr 2012/2013 weitere Mittel in die systematische und kontinuierliche Identifizierung neuer Verfahrenstechniken und deren Bewertung und Überführung in neue Entwicklungsprojekte zu investieren.

Weiterführen werden wir im Geschäftsjahr 2012/2013 unsere Marketingoffensive "Biomethan für den Verkehrssektor". Hier sprechen wir gezielt Stadtwerke und Energieversorger an, die bisher Erdgas eingesetzt haben und/oder nach Alternativen zu den flüssigen Kraftstoffen suchen. Darüber hinaus haben wir im Rumpfgeschäftsjahr 2012 begonnen, unseren eigenen Lkw-Fuhrpark auf Dual Fuel, das heißt einen kombinierten Betrieb mit Diesel und Biomethan als Kraftstoff, umzustellen. Die Gewinnung von Kunden für dieses System der kombinierten Kraftstoffnutzung soll künftig den direkten Zugang zum Endkraftstoffkunden schaffen und so den Vertrieb von Biomethan im Kraftstoffsektor weiter forcieren.

Wir werden im Geschäftsjahr 2012/2013 rund EUR 35 Mio. in den Ausbau der bestehenden Biomethananlagen investieren. Zum Ende des Geschäftsjahres 2012/2013 sollen die Anlagen dann sukzessive mit den erhöhten Produktionskapazitäten in Betrieb genommen werden.

Zur Erhöhung der Wertschöpfung aus dem Rohstoff Rapsöl investiert VERBIO in die Erweiterung der Biodieselanlage in Bitterfeld um eine Anlage zur Produktion von Phytosterinen. Phytosterine sind Fettbegleitstoffe, die unter anderem als Nahrungsergänzungsmittel Verwendung finden. Sie bewirken eine Senkung des Cholesterinspiegels beim Menschen. Das Projekt bedeutet für VERBIO den Einstieg in die Produktion von Fettbegleitstoffen, die in der Pharma- und Lebensmittelindustrie eingesetzt werden. Es ist geplant, die Anlage, die über eine Produktionskapazität von jährlich 450 Tonnen verfügen wird, im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2013/2014 in Betrieb zu nehmen. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf circa EUR 12 Mio. Der Großteil der Produktion ist durch Verkaufsverträge langfristig gesichert.

Zur langfristigen Sicherung der für die Produktion benötigten Rohstoffe werden die Aktivitäten des Segments Märka Handel auf die Standorte der neu zu errichtenden Biomethananlagen ausgedehnt, um

so eine gesicherte und effiziente Rohstofferfassung zu gewährleisten. Mit Blick auf die ab 2015 gelten den Dekarbonisierungsquoten wird die Märka in den kommenden Jahren zunehmend auch als Dienstleis ter gegenüber den Landwirten fungieren, um durch die gezielte Zusammenarbeit und Aufklärung der Landwirte den Einsatz von Düngemitteln so zu steu ern, dass die landwirtschaftlich erzeugten Rohstoffe zur optimalen Treibhausgas -Reduzierung beitragen. Des Weiteren wird diese enge Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft den Absatz der in unseren Bio methananlagen erzeugten Düngemittel sichern.

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung

Derzeit gibt es keine Aussage seitens der Politik, wie sichergestellt werden soll, dass keine subventionier ten Biokraftstoffe wettbewerbsverzerrend in den deutschen Markt drängen und die deutschen Biokraft stoffziele nur durch nachhaltig erzeugte Biokraftstof fe erfüllt werden. Eine Umgehung der Biokraftstoff -Nachhaltigkeitsverordnung muss unmöglich werden. Aufgrund dieser unsicheren Rahmenbedingungen wird der Vorstand seine im letzten Geschäftsjahr ge äußerten Ziele für das Geschäftsjahr 2012/2013 zu rückziehen. Sobald mehr Transparenz bezüglich der weiteren Entwicklung vorliegt, wird der Vorstand auf dieser Basis einen neuen verlässlichen Ausblick be kannt geben.

Konzernzwischenabschluss (nach IFRS)

Konzerngesamtergebnisrechnung 15
Konzernbilanz 16
Konzernkapitalflussrechnung 18
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung 20
Ausgewählte erläuternde Anhangangaben 22

Konzerngesamtergebnisrechnung

für die Zeit vom 1. Juli bis 30. September 2012

TEUR 01.07.–30.09.2012 01.07.–30.09.2011
1. Umsatzerlöse einschließlich enthaltener Energiesteuer 248.981 250.550
Abzüglich Energiesteuer – 31.475 – 26.142
Umsatzerlöse 217.506 224.408
2. Bestandsveränderungen 7.456 – 424
3. Aktivierte Eigenleistungen 327 354
4. Sonstige betriebliche Erträge 4.351 2.274
5. Materialaufwand
a) Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren –189.985 –193.463
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen –12.454 –12.558
6. Personalaufwand – 8.393 – 7.464
7. Abschreibungen – 6.551 – 6.464
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen –10.390 – 9.516
9. Ergebnis aus Warentermingeschäften – 6.782 6.727
10. Betriebsergebnis –4.915 3.874
11. Zinsertrag 233 920
12. Zinsaufwendungen –1.989 – 2.902
13. Finanzergebnis – 1.756 – 1.982
14. Ergebnis vor Steuern –6.671 1.892
15. Ertragsteuern 169 226
16. Periodenergebnis –6.502 2.118
Auf Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Periodenergebnis – 6.465 2.276
Ergebnisanteil der nicht beherrschenden Anteilseigner – 37 –158
Direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge:
Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe 31 –164
Fair-Value-Änderungen von Cashflow-Hedges – 2.040 – 2.395
Im Eigenkapital erfasste latente Steuern 633 738
17. Direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge – 1.376 – 1.821
18. Gesamtergebnis – 7.878 297
Auf Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Gesamtergebnis – 7.846 455
Ergebnisanteil der nicht beherrschenden Anteilseigner – 32 –158
Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert und verwässert) – 0,10 0,03

Kennzahlen

Konzernbilanz

zum 30. September 2012

TEUR 30.09.2012 30.06.2012
Aktiva
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Goodwill 70.682 70.682
II. Kundenbeziehungen 12.514 12.877
III. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 261 216
IV. Sachanlagen 253.545 248.996
V. Finanzielle Vermögenswerte 753 888
VI. Latente Steuern 129 125
Summe langfristige Vermögenswerte 337.884 333.784
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorratsvermögen 231.017 74.283
II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 75.221 77.152
III. Derivate 1.522 5.724
IV. Andere kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 14.872 19.914
V. Steuererstattungsansprüche 6.613 6.763
VI. Sonstige Vermögenswerte 17.808 16.439
VII. Termingeldanlagen 1.562 2.055
VIII. Zahlungsmittel 38.744 38.691
Summe kurzfristige Vermögenswerte 387.359 241.021
Bilanzsumme 725.243 574.805
TEUR 30.09.2012 30.06.2012
Passiva
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 63.000 63.000
II. Kapitalrücklage 487.680 487.680
III. Andere Rücklagen –1.421 –14
IV. Gewinnrücklagen – 225.248 – 218.783
V. Rücklage aus Währungsumrechnung – 27 – 53
Summe Eigenkapital ohne nicht beherrschende Anteile 323.984 331.830
VI. Nicht beherrschende Anteile 3.628 3.660
Summe Eigenkapital 327.612 335.490
B. Langfristige Schulden
I. Bankdarlehen und sonstige Darlehen 35.393 35.274
II. Rückstellungen 150 149
III. Investitionszuwendungen 10.480 10.861
IV. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 2.083 921
V. Latente Steuerschulden 645 1.534
Summe langfristige Schulden 48.751 48.739
C. Kurzfristige Schulden
I. Bankdarlehen und sonstige Darlehen 227.390 83.126
II. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 60.765 48.845
III. Derivate 13.892 18.066
IV. Andere kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 4.874 3.361
V. Steuerschulden 8.157 8.210
VI. Rückstellungen 2.089 2.207
VII. Investitionszuwendungen 1.852 1.971
VIII. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 29.861 24.790
Summe kurzfristige Schulden 348.880 190.576

Konzernkapitalflussrechnung

für die Zeit vom 1. Juli bis 30. September 2012

TEUR 01.07.–30.09.2012 01.07.–30.09.2011
Periodenergebnis – 6.502 2.118
Ertragsteuern –169 – 226
Zinsergebnis 1.756 1.982
Abschreibungen 6.551 6.464
Nicht zahlungswirksame Aufwendungen aus Wertminderungen 259 – 615
Nicht zahlungswirksame Erträge –16 –120
Gewinn aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens sowie dem Abgang
von Investitionszuwendungen
30 89
Auflösung abgegrenzter Investitionszuwendungen – 610 – 490
Nicht zahlungswirksame Veränderung der Derivate –18.927 2.841
Zunahme des Vorratsvermögens –139.819 –118.404
Abnahme (Vorjahr: Zunahme) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.923 – 33.190
Abnahme (Vorjahr: Zunahme) der sonstigen Vermögenswerte, Steuererstattungsansprüche
sowie anderer kurzfristiger finanzieller Vermögenswerte
4.000 – 472
Abnahme (Vorjahr: Zunahme) der Rückstellungen –130 52
Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.891 34.291
Zunahme der übrigen kurzfristigen finanziellen und nicht-finanziellen Verbindlichkeiten 7.822 24.848
Gezahlte Zinsen –1.937 – 2.533
Erhaltene Zinsen 237 1.006
Gezahlte Ertragsteuern – 469 – 352
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit – 134.110 –82.711
Einzahlungen aus Termingeldanlagen 493 803
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte – 84 – 38
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen –10.980 – 4.329
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen 288 79
Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen 0 –1.500
Einzahlungen aus dem Abgang von langfristigen finanziellen Vermögenswerten 135 143
Cashflow aus der Investitionstätigkeit – 10.148 –4.842
TEUR 01.07.–30.09.2012 01.07.–30.09.2011
Auszahlungen für besicherte Kreditgeschäfte –10.344 – 9.939
Einzahlungen aus besicherten Kreditgeschäften 111.644 76.581
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten –1.459 –16.633
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 44.438 50.935
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 144.279 100.944
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 21 13.391
Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 32 – 38
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 38.691 36.047
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 38.744 49.400
Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode setzt sich wie folgt zusammen:
Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung 4.200 4.719
Zahlungsmittel 34.544 44.681
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 38.744 49.400
Ergänzende Information:
Termingeldanlagen 1.562 0

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung

für die Zeit vom 1. Juli bis 30. September 2012

TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Andere Rücklagen
01.07.2011 63.000 487.680 255
Währungsänderungen 0 0 0
Fair-Value-Änderungen von Cashflow-Hedges
(nach Steuern)
0 0 –1.657
Unmittelbar im Eigenkapital erfasste Erträge und
Aufwendungen
0 0 – 1.657
Periodenüberschuss 0 0 0
Gesamtergebnis für die Periode 0 0 – 1.657
30.09.2011 63.000 487.680 – 1.402
01.07.2012 63.000 487.680 – 14
Währungsänderungen 0 0 0
Fair-Value-Änderungen von Cashflow-Hedges
(nach Steuern)
0 0 –1.407
Unmittelbar im Eigenkapital erfasste Erträge und
Aufwendungen
0 0 – 1.407
Periodenüberschuss 0 0 0
Gesamtergebnis für die Periode 0 0 – 1.407
30.09.2012 63.000 487.680 – 1.421
Gewinnrücklagen Rücklage aus
Währungsumrechnung
Summe Eigenkapital
ohne nicht beherr
schende Anteile
Nicht
beherrschende Anteile
Summe Eigenkapital
–225.293 –4 325.638 3.698 329.336
0 –164 –164 0 –164
0 0 –1.657 0 –1.657
0 – 164 – 1.821 0 – 1.821
2.276 0 2.276 –158 2.118
2.276 – 164 455 – 158 297
–223.017 – 168 326.093 3.540 329.633
–218.783 – 53 331.830 3.660 335.490
0 26 26 5 31
0 0 –1.407 0 –1.407
0 26 – 1.381 5 – 1.376
– 6.465 0 – 6.465 – 37 – 6.502
–6.465 26 – 7.846 –32 – 7.878
–225.248 –27 323.984 3.628 327.612

Ausgewählte erläuternde Anhangangaben

Verkürzter Konzernzwischenabschluss

Zum 1. Juli 2012 ist die Umstellung des Geschäftsjahres auf den Zeitraum vom 1. Juli bis 30. Juni des darauffolgenden Jahres wirksam geworden. Soweit im Folgenden ein Vergleich mit einem Vorjahreszeitraum erfolgt, wird dabei der Zeitraum vom 1. Juli bis 30. September 2012 (Q1 2012/2013) mit dem Zeitraum vom 1. Juli bis 30. September 2011 (Q1 2011/2012) verglichen.

Grundlagen der Aufstellung des Abschlusses

Die Zwischenberichterstattung der VERBIO Vereinigte BioEnergie AG entspricht, wie auch der Konzernabschluss zum 30. Juni 2012, den Anforderungen der vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten und von der EU übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS). Die Regelungen des IAS 34 "Zwischenberichterstattung" wurden dementsprechend angewendet. Alle Zwischenabschlüsse der in den Konzernabschluss der VERBIO AG einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält nicht alle für einen Konzernabschluss zum Geschäftsjahresende erforderlichen Informationen und Anlagen und ist daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 30. Juni 2012 zu lesen.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss ist in Euro (EUR) dargestellt. Soweit nicht anders angegeben, sind alle Beträge in tausend Euro (TEUR) ausgewiesen. Es wird kaufmännisch gerundet, hierdurch kann es zu Rundungsdifferenzen kommen.

Konsolidierungskreis, Konsolidierungsgrundsätze und Fremdwährungsumrechnung

Im Konsolidierungskreis haben sich keine Änderungen zum 30. Juni 2012 ergeben. Die zum Konsolidierungskreis gehörende HBE Hansa BioEnergie GmbH wurde im Berichtszeitraum in VERBIO Gas Seitschen GmbH umfirmiert.

Im Übrigen gelten auch die im Konzernabschluss zum 30. Juni 2012 dargestellten Konsolidierungsgrundsätze sowie die Grundsätze für die Fremdwährungsumrechnung unverändert fort.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Da die Zwischenberichterstattung auf dem Konzernabschluss aufbaut, wird auf die im Anhang des Konzernabschlusses zum 30. Juni 2012 ausführlich dargestellten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden verwiesen. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.

Mit Wirkung zum 1. Juli 2012 waren für den Konzern mit Ausnahme des geänderten IAS 1 keine neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen erstmalig anzuwenden. IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" wurde hinsichtlich der Darstellung von Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses geändert. Dies blieb für die VERBIO ohne Auswirkungen, da die Darstellung der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses der VERBIO den geänderten Anforderungen bereits entsprochen hatte.

Erläuterungen zu einzelnen Posten der Konzerngesamtergebnisrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

TEUR Q1 2012/2013 Q1 2011/2012
Ertrag aus der Veräußerung von Emissionsrechten 950 0
Versicherungsentschädigungen 630 87
Erstattung von Strom- und Energiesteuer 545 664
Auflösung von Investitionszuwendungen 525 490
Kursgewinne (realisiert) 485 38
Erträge aus Mieten und Pachten 152 196
Erträge aus abgeschriebenen Forderungen 117 112
Weiterbelastung verauslagter Kosten 50 239
Schadenersatzleistungen 30 40
Auflösung von Wertberichtigungen zu Forderungen 0 14
Übrige sonstige betriebliche Erträge 867 394
Sonstige betriebliche Erträge 4.351 2.274

Materialaufwand

Der Materialaufwand entfällt überwiegend auf die Beschaffung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen für die laufende Produktion und bezogene Waren. Bezüglich der Aufteilung nach Segmenten wird auf die Ausführungen unter "Segmentberichterstattung" in diesem Anhang verwiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

TEUR Q1 2012/2013 Q1 2011/2012
Reparaturen 2.510 2.088
Ausgangsfrachten 1.380 1.719
Kraftfahrzeugkosten 1.375 1.045
Verschiedene Personalaufwendungen 953 798
Versicherungen und Beiträge 910 730
Werbekosten 329 204
Mieten und Pachten 302 240
Rechts- und Beratungskosten 275 222
Vertriebskosten 255 166
Sonstige periodenfremde Aufwendungen 243 17
Nebenkosten des Geldverkehrs 216 118
Reisekosten 206 223
Sonstige Verwaltungskosten 198 176
Sonstige Steuern 108 423
Zuführung zu Wertberichtigungen und Forderungsverluste 68 0
Abschlusskosten 65 165
Reinigungskosten 64 64
EDV-Kosten 56 56
Aufsichtsratsvergütung 30 56
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 847 1.006
Sonstige betriebliche Aufwendungen 10.390 9.516

Ergebnis aus Warentermingeschäften

Das Ergebnis aus der Bewertung und Glattstellung der Termingeschäfte, für die kein Hedge-Accounting angewendet werden konnte, das Ergebnis aus Warentermingeschäften unter Anwendung des Fair-Value-Hedge-Accounting sowie die ineffektiven Teile der Termingeschäfte, für die Hedge-Accounting (Cashflow-Hedge) angewendet wird, beträgt TEUR –6.782 (Q1 2011/2012: TEUR 6.727). Im Vorjahreszeitraum ist darin enthalten das Bewertungsergebnis betreffend eingebettete Derivate in Höhe von TEUR 50.

Das Ergebnis aus Warentermingeschäften wird durch positive Beträge (TEUR 15.208; Q1 2011/2012: TEUR –2.335) aus Warentermingeschäften im Zusammenhang mit der Anwendung des Fair-Value-Hedge-Accounting beeinflusst. Zusätzlich verminderten sich zum Bilanzstichtag erfolgsneutral die anderen Rücklagen aus der Bewertung der Warentermingeschäfte um TEUR 1.235 (Q1 2011/2012: TEUR 1.089) infolge der Qualifizierung als Cashflow-Hedge.

Ertragsteuern

Der Steuerertrag für den Zeitraum vom 1. Juli bis 30. September 2012 in Höhe von TEUR 169 (Q1 2011/2012: TEUR 226) setzt sich wie folgt zusammen:

TEUR Q1 2012/2013 Q1 2011/2012
Tatsächlicher Steueraufwand – 87 – 320
Latenter Steuerertrag 256 546
Ertragsteuern 169 226

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wurde gemäß IAS 33 ermittelt. Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird das Periodenergebnis ins Verhältnis zum gewichteten Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien gestellt. Ein Verwässerungseffekt liegt nicht vor.

Q1 2012/2013 Q1 2011/2012
Im Umlauf befindliche Aktien am 1. Juli 63.000.000 63.000.000
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Anzahl Aktien zum 30. September 63.000.000 63.000.000
Periodenergebnis in TEUR – 6.465 2.276
Ergebnis je Aktie in EUR –0,10 0,03

Erläuterungen zu einzelnen Posten der Konzernbilanz

Langfristige Vermögenswerte

Goodwill sowie übrige immaterielle Vermögenswerte

In den immateriellen Vermögenswerten sind Goodwill, Kundenbeziehungen sowie Softwarelizenzen enthalten. Der Kundenstamm wird auf 15 Jahre abgeschrieben. Der Goodwill wird nach IAS 36 einem jährlichen Impairment-Test unterzogen.

Sachanlagen

Unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen (TEUR 6.149), Abgängen von Sachanlagen (TEUR 312), Investitionen in Sachanlagen (TEUR 10.499), Effekten aus Währungsumrechnungen (TEUR 11) sowie Zuschreibungen (TEUR 500) erhöhte sich der Wert der Sachanlagen.

Finanzielle Vermögenswerte

Der zum Bilanzstichtag unter diesem Posten ausgewiesene Betrag betrifft überwiegend den langfristigen Teil einer Darlehensforderung, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wird.

Kurzfristige Vermögenswerte

Vorratsvermögen

TEUR 30.09.2012 30.06.2012
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19.849 20.592
Unfertige Erzeugnisse und Fertigerzeugnisse 35.194 27.738
Handelswaren 175.974 25.953
Vorratsvermögen 231.017 74.283

Unter den fertigen Erzeugnissen sind Bestände an durch die VERBIO bereits generierten und noch nicht veräußerten Biokraftstoffquoten in Höhe von TEUR 15.880 (30.06.2012: TEUR 10.356) enthalten.

Die Überprüfung der Vorratsbestände hinsichtlich ihrer Werthaltigkeit ergab zum 30. September 2012 einen Wertminderungsbedarf von insgesamt TEUR 181 (30.06.2012: TEUR 352) zur Anpassung an die niedrigeren Markt- bzw. Nettoveräußerungspreise. Die Wertminderungen werden in der Gesamtergebnisrechnung für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren unter dem Posten "Materialaufwand" (TEUR 147; 30.06.2012: TEUR 322) und für Fertigerzeugnisse unter dem Posten "Bestandsveränderungen" (TEUR 34; 30.06.2012: TEUR 30) ausgewiesen. Es bestehen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren in Höhe von TEUR 125.196 (30.06.2012: TEUR 66.317) Verfügungsbeschränkungen aufgrund besicherter Kreditgeschäfte.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 75.221 (30.06.2012: TEUR 77.152) und sind netto nach Berücksichtigung von Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 2.096 (30.06.2012: TEUR 1.674) dargestellt. Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind TEUR 17.154 (30.06.2012: TEUR 16.611) im Rahmen eines ABS-Programms an eine Zweckgesellschaft veräußert.

Steuererstattungsansprüche

Die Steuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 6.613 (30.06.2012: TEUR 6.763) betreffen Bauabzugsteuer, Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer.

Andere kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

Die anderen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 30.09.2012 30.06.2012
Abgrenzung unrealisierter Ergebnisse aus Termingeschäften 8.168 12.982
Sicherheitsleistungen aus Kautionssicherungsverträgen und Haftungserklärungen 3.293 3.277
Versicherungserstattungen 1.769 664
Darlehensforderungen 613 647
Sonstige Forderungen VERBIO STS AG 200 800
Abgrenzung realisierter Gewinne aus Termingeschäften 58 116
Schadenersatzansprüche 0 500
Ansprüche aus dem Verkauf von Windkraftanlagen 0 264
Übrige sonstige Vermögenswerte 771 664
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 14.872 19.914

Sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 30.09.2012 30.06.2012
Investitionszulagen 11.328 11.296
Erstattung Strom- und Energiesteuer 1.255 1.876
Umsatzsteuerforderungen 3.085 1.599
Abzugrenzende Aufwendungen 1.366 1.121
Übrige sonstige Vermögenswerte 774 547
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 17.808 16.439

Derivate

Zur Sicherung der Rohstoffversorgung bei der Biodieselproduktion, von Rohstoff- und Warenbeständen an Raps und Getreide sowie von festen Verpflichtungen aus Raps- und Getreidekäufen gegen Wertschwankungen wurden Warentermingeschäfte (Futures bzw. Optionen) getätigt. Des Weiteren werden zur Sicherung der Erlöse und Preisniveaus bei den an die mineralischen Diesel-/Benzinpreise gebundenen Verkaufskontrakten Sicherungen in Form von festen Diesel-/Benzinverkäufen (fix) gegen variable Diesel-/Benzinpreise (Diesel-/Benzin-Swap-Geschäfte) sowie weitere Derivate (Futures bzw. Optionen) eingesetzt.

Die positiven Marktwerte dieser Derivate betragen zum 30. September 2012 TEUR 1.522 (30.06.2012: TEUR 5.724) und die negativen Marktwerte TEUR 11.052 (30.06.2012: TEUR 15.403). Bezüglich der Auswirkungen auf die Konzerngesamtergebnisrechnung wird auf die Erläuterungen zum Ergebnis aus Warentermingeschäften verwiesen.

Zur Absicherung von variablen Zinszahlungsverpflichtungen wurden Zinsswaps abgeschlossen. Die Marktwerte der Zinssicherungsgeschäfte werden unter den Derivaten dargestellt. Soweit Sicherungsbeziehungen nicht designiert worden sind, sind Wertänderungen im Finanzergebnis ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag betragen die negativen Marktwerte dieser Zinssicherungsgeschäfte TEUR 954 (30.06.2012: TEUR 1.027). Der negative Marktwert des sich in Sicherungsbeziehung befindlichen Zinsswaps beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.886 (30.06.2012: TEUR 1.636) und wurde direkt im Eigenkapital erfasst.

Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Derivate sind den folgenden Fair-Value-Hierarchiestufen zugeordnet:

  • Stufe 1 (notierte Marktpreise): TEUR 207 (aktiv), TEUR 10.246 (passiv)
  • Stufe 2 (Bewertungsverfahren, am Markt beobachtbare Inputdaten): TEUR 1.315 (aktiv), TEUR 3.646 (passiv)

Im Zeitraum vom 1. Juli 2012 bis 30. September 2012 sind ebenso wie in der Vergleichsperiode keine Umgliederungen zwischen den einzelnen Hierarchiestufen der beizulegenden Zeitwerte erfolgt.

Zahlungsmittel

Der Posten enthält frei verfügbare Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 34.544 (30.06.2012: TEUR 34.491) und Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkungen in Höhe von TEUR 4.200 (30.06.2012: TEUR 4.200).

Eigenkapital

Andere Rücklagen

Die anderen Rücklagen umfassen den effektiven Teil der kumulierten Änderungen in der Bewertung von als Cashflow-Hedge qualifizierten Warentermingeschäften sowie Zinsswaps. Während der Berichtsperiode wurden im Rahmen des Cashflow-Hedge-Accounting aus dem Eigenkapital TEUR 867 in die Umsatzerlöse (Verringerung der Umsatzerlöse, Q1 2011/2012: TEUR 419), TEUR 514 in den Materialaufwand (Verringerung des Materialaufwands; Q1 2011/2012: TEUR 467 Erhöhung des Materialaufwands) und TEUR 139 in den Zinsaufwand (Erhöhung des Zinsaufwandes; Q1 2011/2012: TEUR 0) umgegliedert. Die Veränderung des Fair-Values der Cashflow-Hedges beläuft sich danach auf TEUR –2.532. Latente Steuern sind zum 30. September 2012 in Höhe von TEUR 639 gebildet (30.06.2012: TEUR 6).

Langfristige Schulden

Investitionszuwendungen

TEUR Investitionszulage Investitionszuschuss Summe
30.06.2012 11.178 1.654 12.832
Zugang 110 0 110
Auflösung laufende Periode – 365 –160 – 525
Abgang – 85 0 – 85
30.09.2012 10.838 1.494 12.332
Davon kurzfristig 1.368 484 1.852
Davon langfristig 9.470 1.010 10.480

Bestellte Sicherheiten

Hierzu wird auf die detaillierten Erläuterungen im Konzernanhang für das Rumpfgeschäftsjahr 2012 verwiesen.

Kurzfristige Schulden

Steuerschulden

Unter den Steuerschulden werden Gewerbesteuerverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.291 (30.06.2012: TEUR 1.358), Staats-, Gemeinde- und Bundessteuern der Schweiz in Höhe von TEUR 157 (30.06.2012: TEUR 157), Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 791 (30.06.2012: TEUR 777) und, unverändert zum 30. Juni 2012, Bauabzugsteuern in Höhe von TEUR 5.918 ausgewiesen.

Rückstellungen

TEUR 30.09.2012 30.06.2012
Prozessrisiken 1.594 1.580
Drohende Verluste aus schwebenden Verkaufskontrakten 196 328
Übrige Rückstellungen 299 299
Rückstellungen 2.089 2.207

Prozessrisiken

Mit Urteil vom 21. Juli 2008 ist die VERBIO Diesel Bitterfeld GmbH & Co. KG (VDB) zu einer Schadensersatzzahlung in Höhe von TEUR 3.416 zuzüglich Zinsen verurteilt worden. VDB hat fristgemäß gegen das Urteil Revision eingelegt. Dabei vertritt die VDB die Auffassung der rechtmäßigen Kündigung. Gleichwohl hat die Gesellschaft im Konzernabschluss zum 30. Juni 2012 eine Rückstellung zur Abdeckung des Prozessrisikos in Höhe von TEUR 1.329 gebildet. Zum 30. September 2012 ergab sich ein Zinsanpassungsbedarf in Höhe von TEUR 14 auf TEUR 1.343.

Andere kurzfristige Verbindlichkeiten

TEUR 30.09.2012 30.06.2012
Energiesteuer 23.333 23.155
Umsatzsteuer 5.446 671
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 513 317
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 569 647
Andere kurzfristige Verbindlichkeiten 29.861 24.790

Sonstige Angaben

Segmentberichterstattung

Die Risiken und Erträge des Konzerns werden maßgeblich durch die Geschäftssegmente bestimmt. Die VERBIO-Gruppe ist entsprechend der internen Organisations- und Führungsstruktur in die Geschäftsbereiche Biodiesel, Bioethanol, Handel Märka und Übrige unterteilt. Das Segment Übrige enthält als Sammelsegment neben dem Geschäftsfeld Transport und Logistik den Bereich Energie.

Eine Segmentierung nach geografischen Gesichtspunkten wird nicht vorgenommen, da eine solche für die interne Steuerung der VERBIO-Gruppe nicht herangezogen wird.

Segmente entsprechend der internen Unternehmenssteuerung

Die Umsatzerlöse wurden mit der Energiesteuer in Höhe von TEUR 31.475 (Q1 2011/2012: TEUR 26.142) saldiert. Die Segmente Biodiesel, Bioethanol und Handel Märka erzielen Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern. Im Segment Übrige werden die Umsatzerlöse durch das Erbringen von Dienstleistungen erzielt. Für die Segmentberichterstattung sowie für die Geschäftsvorfälle zwischen den berichtspflichtigen Segmenten werden die gleichen Rechnungslegungsgrundlagen wie für den Konzernabschluss verwendet.

TEUR Biodiesel Bioethanol Handel Märka Übrige
Q1
2012/2013
Q1
2011/2012
Q1
2012/2013
Q1
2011/2012
Q1
2012/2013
Q1
2011/2012
Q1
2012/2013
Q1
2011/2012
Umsatzerlöse 132.789 128.860 52.326 75.160 107.086 67.005 7.770 8.619
davon Umsatzerlöse mit Dritten 131.034 127.148 51.717 75.060 32.668 19.441 2.087 2.759
Bestandsveränderungen 2.545 82 4.911 – 506 0 0 0 0
Aktivierte Eigenleistungen 49 38 278 316 0 0 0 0
Sonstige betriebliche Erträge 1.404 668 2.692 1.078 579 527 213 254
Materialaufwand –127.738 –118.674 – 51.637 – 67.308 –100.008 – 68.143 – 4.665 – 5.080
Personalaufwand –1.659 –1.492 – 2.524 – 2.346 – 2.706 – 2.158 –1.504 –1.468
Abschreibungen –1.637 –1.559 – 3.708 – 3.520 – 748 – 947 – 458 – 438
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 2.996 – 3.456 – 3.509 – 4.054 – 4.203 – 3.316 – 843 – 798
Ergebnis aus Termingeschäften – 6.708 833 2.370 8 – 2.444 5.886 0 0
Segmentergebnis –3.951 5.300 1.199 – 1.172 –2.444 – 1.146 513 1.089
Finanzergebnis – 310 – 302 – 605 – 256 – 794 –1.367 – 47 – 57
Ergebnis vor Steuern –4.261 4.998 594 – 1.428 –3.238 –2.513 466 1.032

Segmentberichterstattung für die Zeit vom 1. Juli bis 30. September 2012 und 1. Juli bis 30. September 2011

Überleitung

TEUR Summe
Segmente
Intersegmentäre
Umsätze und
Aufwendungen
Sonstige
Korrekturen Konzern
Konzern
Q1
2012/2013
Q1
2011/2012
Q1
2012/2013
Q1
2011/2012
Q1
2012/2013
Q1
2011/2012
Q1
2012/2013
Q1
2011/2012
Umsatzerlöse 299.971 279.644 – 82.465 – 55.236 0 0 217.506 224.408
Bestandsveränderungen 7.456 – 424 0 0 0 0 7.456 – 424
Aktivierte Eigenleistungen 327 354 0 0 0 0 327 354
Sonstige betriebliche Erträge 4.888 2.527 – 537 – 253 0 0 4.351 2.274
Materialaufwand – 284.048 – 259.205 81.841 53.381 – 232 –197 – 202.439 – 206.021
Personalaufwand – 8.393 – 7.464 0 0 0 0 – 8.393 – 7.464
Abschreibungen – 6.551 – 6.464 0 0 0 0 – 6.551 – 6.464
Sonstige betriebliche Aufwendungen –11.551 –11.624 1.161 2.108 0 0 –10.390 – 9.516
Ergebnis aus Termingeschäften – 6.782 6.727 0 0 0 0 – 6.782 6.727
Segmentergebnis –4.683 4.071 0 0 –232 – 197 –4.915 3.874
Finanzergebnis –1.756 –1.982 0 0 0 0 –1.756 –1.982
Ergebnis vor Steuern –6.439 2.089 0 0 –232 – 197 –6.671 1.892

Die sonstigen Korrekturen beinhalten im Wesentlichen die Eliminierung von Zwischengewinnen im Zusammenhang mit der Veräußerung von Rohstoffen durch das Segment Handel Märka an das Segment Bioethanol.

Segmentvermögen

TEUR 30.09.2012 30.06.2012
Biodiesel 189.980 197.309
Bioethanol 250.937 243.284
Handel Märka 266.797 111.392
Übrige 8.003 8.153
Konzern 715.417 560.138

Der Anstieg des Segmentvermögens im Segment Handel ist insbesondere auf den Aufbau der Warenbestände durch die Ernte 2012 zurückzuführen.

Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Mit Datum vom 31. Juli 2007 inkl. Nachträgen wurde zwischen der VERBIO und der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG, Hamburg, eine Kautionsversicherung abgeschlossen. Demzufolge wurde der VERBIO eine Avalkreditlinie von TEUR 15.000, die sich auf Avale für Zoll bezieht, eingeräumt. Die Avale können von den Tochtergesellschaften VEZ, VES, VDS und VDB beansprucht werden. Zur Sicherung aller Ansprüche der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG, Hamburg, hat die VERBIO eine Kaution von TEUR 3.000 hinterlegt. Die Avalkreditlinie ist zum 30. September 2012 mit TEUR 14.833 in Anspruch genommen.

Mit Datum vom 27. März 2008 haben VERBIO, VDB, VDS, VEZ, VES mit der Atradius Kreditversicherung, Köln, eine Vereinbarung über die Geltung von Eigentumsvorbehaltsrechten und deren Erweiterungsformen abgeschlossen. Darin vereinbarten die Parteien, dass die Gesellschaften gegenwärtige und zukünftige Forderungen – nach Verarbeitung bzw. Verbindung/Vermischung – in Höhe des vom jeweiligen Versicherungsnehmer der Atradius (Lieferanten) erteilten Rechnungswertes aus dem Weiterverkauf auf diesen Versicherungsnehmer übertragen.

Rechtsstreitigkeiten

Bezüglich anhängiger Rechtsstreitigkeiten wird auf die Ausführungen im Konzernanhang für das Rumpfgeschäftsjahr 2012 verwiesen.

Pachtverträge

Aus verschiedenen längerfristigen Pachtverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 14.791. Auf das Folgejahr entfallen dabei TEUR 4.200, auf den Zeitraum ein bis fünf Jahre TEUR 3.803 und auf den Zeitraum über fünf Jahre TEUR 6.788.

Bezüglich weiterer Information wird auf die Ausführungen im Konzernanhang für das Rumpfgeschäftsjahr 2012 verwiesen.

Bestellobligo

Zum 30. September 2012 besteht ein Bestellobligo für Investitionen in Höhe von TEUR 15.343 (30.06.2012: TEUR 10.973).

Angaben zu nahe stehenden Personen

Hierzu wird auf die Darstellung der Beziehungen zu nahe stehenden Personen im Konzernanhang für das Rumpfgeschäftsjahr 2012 verwiesen.

Wesentliche Ereignisse nach dem Ende der Berichtsperiode

Wesentliche Ereignisse mit Einfluss auf die Vermögens- und Finanzlage sind nach dem 30. September 2012 nicht eingetreten.

Prüfung des Zwischenabschlusses und des Zwischenlageberichts

Der vorliegende Zwischenabschluss und der Zwischenlagebericht wurden weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Notizen

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.

33

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Alexander von Witzleben Aufsichtsratsvorsitzender

Verwaltungsratspräsident, Feintool International Holding AG, Lyss, Schweiz

Weitere Aufsichtsratsmandate:

  • PVA TePla AG, Wettenberg
  • Siegwerk Druckfarben AG & Co. KGaA, Siegburg

Mandat in vergleichbarem Kontrollgremium:

• Kaefer Isoliertechnik GmbH & Co. KG, Bremen

Ulrike Krämer Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende

Geschäftsführende Gesellschafterin,

  • M&K Treuhand GmbH, Ludwigsburg
  • Mörk & Krämer Treuhand GmbH, Ludwigsburg

Dr.-Ing. Georg Pollert Mitglied des Aufsichtsrats

Chemiker und Verfahrensingenieur, Berlin

Vorstand

Claus Sauter Vorstandsvorsitzender

Zuständig für Strategische Unternehmensentwicklung, Business Development, Vertrieb und Handel, Einkauf flüssiger Grundstoffe, IT, Finanzund Rechnungswesen, Steuern, Controlling und Risikomanagement, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Investor Relations und Recht

Dr. Oliver Lüdtke

Vorstand Bioethanol/Biomethan Stellvertretender Vorstandsvorsitzender

Zuständig für das Segment Bioethanol/Biomethan (Produktion, Technische Investitionsplanung, Forschung und Entwicklung, Einkauf Medien und Hilfsstoffe) und Datenschutz

Theodor Niesmann Vorstand Biodiesel, Anlagenbau

Zuständig für das Segment Biodiesel (Produktion, Technische Investitionsplanung, Forschung und Entwicklung, Einkauf Medien und Hilfsstoffe), Anlagenbau, Qualitätsmanagement und Arbeitssicherheit

Bernd Sauter Vorstand Personal, Einkauf und Logistik

Zuständig für Personal, Einkauf fester Rohstoffe, Transport/Logistik, Lagerei, Kontraktabwicklung, Fuhrpark- und Gebäudemanagement und Versicherungen

Finanzkalender 2012/2013

25. September 2012 Veröffentlichung Konzernabschluss 2012
Analystenkonferenz/Bilanzpressekonferenz in Frankfurt am Main
8. November 2012 Veröffentlichung Quartalsfinanzbericht zum 30. September 2012
Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren
25. Januar 2013 Hauptversammlung im Radisson Blu Hotel Leipzig
7. Februar 2013 Veröffentlichung Quartalsfinanzbericht zum 31. Dezember 2012
Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren
8. Mai 2013 Veröffentlichung Quartalsfinanzbericht zum 31. März 2013
Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren
25. September 2013 Veröffentlichung Konzernabschluss 2012/2013
Analystenkonferenz/Bilanzpressekonferenz in Frankfurt am Main

Impressum

Herausgeber

VERBIO Vereinigte BioEnergie AG Augustusplatz 9 04109 Leipzig Telefon: +49 341 308530-0 Telefax: +49 341 308530-999 www.verbio.de

Ansprechpartner für Investor Relations

Alexandra Mühr Anna-Maria Schneider, CIRO Telefon: +49 341 308530-288 Telefax: +49 341 308530-998 E-Mail: [email protected]

Ansprechpartner für Public Relations

Isabel Roßberger Majang Hartwig-Kramer Telefon: +49 341 308530-263 Telefax: +49 341 308530-999 E-Mail: [email protected]

Abweichungen aus technischen Gründen

Aus technischen Gründen (z.B. Umwandlung von elektronischen Formaten) kann es zu Abweichungen zwischen den in diesem Quartalsbericht enthaltenen und den zum elektronischen Bundesanzeiger eingereichten Rechnungslegungsunterlagen kommen. In diesem Fall gilt die zum elektronischen Bundesanzeiger eingereichte Fassung als die verbindliche Fassung.

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Quartalsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung der VERBIO Vereinigte Bio-Energie AG beruhen. Auch wenn die Unternehmensleitung der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich abweichen. Zu diesen Faktoren können beispielsweise die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Lage, der gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen in Deutschland und der EU sowie Veränderungen in der Branche gehören. Die VERBIO Vereinigte BioEnergie AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Quartalsbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden. Es ist von der VERBIO Vereinigte BioEnergie AG weder beabsichtigt noch übernimmt die VERBIO Vereinigte BioEnergie AG eine gesonderte Verpflichtung dafür, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.

Der Quartalsbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen geht die deutsche Fassung des Quartalsberichts der englischen Übersetzung vor. Er steht in beiden Sprachen im Internet unter http://www.verbio.de zum Download bereit.

Weitere Exemplare sowie zusätzliches Informationsmaterial über die VERBIO Vereinigte BioEnergie AG senden wir Ihnen auf Anfrage gern kostenlos zu. Telefon: +49 341 308530-0 Telefax: +49 341 308530-999

E-Mail: [email protected]

Redaktion

VERBIO Vereinigte BioEnergie AG, Leipzig

Fotografie

VERBIO Vereinigte BioEnergie AG, Leipzig

Druck

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Der vorliegende Quartalsbericht wurde klimaneutral hergestellt und auf PEFC-zertifiziertem Papier gedruckt.

VERBIO Vereinigte BioEnergie AG • Augustusplatz 9 • 04109 Leipzig www.verbio.de

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