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VERBIO Vereinigte BioEnergie AG

Annual Report Oct 16, 2013

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Annual Report

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GESCHÄFTSBERICHT 2012 / 2013

Verantwortlich . Erneuerbar . Raffiniert . Biologisch . Innovativ . Optimiert

An unsere Aktionäre

Brief an die Aktionäre Bericht des Aufsichtsrats Die VERBIO-Aktie

Konzernlagebericht

  • Allgemeine Angaben
  • Die VERBIO im Jahr 2012 / 2013 Struktur und Strategie
  • Wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen
  • Umsatz- und Ergebnisentwicklung
  • Vermögens- und Finanzlage
  • Mitarbeiter
  • Investitionen
  • Segmentberichterstattung
  • Vergütungsbericht
  • Risiko- und Chancenbericht
  • Nachtrags- und Prognosebericht
  • Rechtliche Angaben

Konzernabschluss (nach IFRS)

  • Konzerngesamtergebnisrechnung
  • Konzernbilanz
  • Konzernkapitalflussrechnung
  • Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
  • Konzernanhang
  • Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Weitere Informationen

  • Organe der Gesellschaft
  • Fachglossar Biokraftstoffe Finanzkalender 2012 / 2013 Kontakt und Impressum

Konzernkennzahlen

Ertragslage Q1 Q2 Q3 Q4
Mio. EUR 2012/2013 2012/2013 2012/2013 2012/2013 2012/2013 2011/2012
Umsatz 188,3 175,6 170,1 171,2 705,2 772,1
EBITDA1) 3,0 3,9 –7,7 4,4 3,6 36,8
EBIT 1) –2,7 –1,7 –13,4 –2,2 –20,0 13,8
EBIT–Marge (%) –1,4 –1,0 –7,9 –1,3 –2,8 1,8
EBT 1) –3,6 –2,7 –14,5 –3,4 –24,2 9,8
Periodenergebnis 1) –6,5 –2,3 –32,2 –12,2 –53,2 6,5
Ergebnis je Aktie (EUR) –0,10 –0,04 –2,10 –0,18 –2,42 0,10
Betriebsdaten
Mio. EUR
Produktion (t) 116.542 140.943 119.434 115.869 492.788 554.153
Produktion (MWh) 98.130 84.058 66.817 81.208 330.213 261.729
Auslastung Biodiesel/
Bioethanol (%) 2)
66,8 80,8 68,5 66,4 70,7 79,4
Auslastung Biomethan (%) 2) 98,1 84,1 66,8 81,2 82,6 76,5
Investitionen in Sachanlagen 10,5 10,1 10,5 5,1 36,2 25,3
Anzahl Mitarbeiter 3) 875 842 780 762 762 806
Vermögenslage
Mio. EUR 30.09.2012 31.12.2012 31.03.2013 30.06.2013 30.06.2012
Nettofinanzvermögen –100,0 –102,0 –107,6 –94,3 –61,9
Eigenkapital 327,6 325,4 189,8 178,3 335,5
Eigenkapitalquote (%) 45,2 48,9 35,8 43,4 58,4
Bilanzsumme 725,2 666,1 530,4 410,4 574,8
Finanzlage Q1 Q2 Q3 Q4
Mio. EUR 2012/2013 2012/2013 2012/2013 2012/2013 2012/2013 2011/2012
Operativer Cashflow –134,1 14,4 38,2 62,0 –19,5 18,2
Operativer Cashflow
je Aktie (EUR)
–2,13 0,23 0,61 0,98 –0,31 0,29
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente 3)
40,3 28,9 18,5 17,7 17,7 40,7

1) ohne Impairmentabschreibung und Aufwendungen aus Abgang Kundenbeziehungen

2) bezogen auf die Produktionskapazität

3) zum Stichtag

Segmentkennzahlen

Biodiesel Q1 Q2 Q3 Q4
Mio. EUR 2012/2013 2012/2013 2012/2013 2012/2013 2012/2013 2011/2012
Umsatz Dritte 132,8 102,6 94,5 91,8 421,7 482,5
EBITDA1) –2,4 5,1 –1,0 –0,1 1,6 23,1
EBIT 1) –4,0 3,4 –2,6 –1,3 –4,5 16,7
Produktion (t) 80.258 93.129 79.640 73.840 326.867 353.083
Auslastung (%) 2) 75,1 87,1 74,5 69,1 76,5 82,6
Anzahl der Mitarbeiter 3) 102 98 98 98 98 103
Bioethanol (inkl. Biogas) Q1 Q2 Q3 Q4
Mio. EUR 2012/2013 2012/2013 2012/2013 2012/2013 2012/2013 2011/2012
Umsatz Dritte 52,3 68,8 72,6 64,6 258,3 253,4
EBITDA1) 4,9 0,6 –6,5 2,5 1,5 11,4
EBIT 1) 1,2 –3,1 –10,4 –1,8 –14,1 –3,5
Produktion (t) 36.284 47.814 39.794 42.029 165.921 201.072
Produktion (MWh) 98.130 84.058 66.817 81.208 330.213 261.729
Auslastung Bioethanol (%) 2) 53,8 70,8 59,0 62,3 61,5 74,5
Auslastung Biomethan (%) 2) 98,1 84,1 66,8 81,2 82,6 77,0
Anzahl Mitarbeiter 3) 186 190 184 178 178 181
Übrige Q1 Q2 Q3 Q4
Mio. EUR 2012/2013 2012/2013 2012/2013 2012/2013 2012/2013 2011/2012
Umsatz Dritte 3,2 4,2 2,9 14,9 25,2 37,0
EBIT 0,1 –2,0 –0,4 0,9 –1,4 0,6

1) ohne Impairmentabschreibung und Aufwendungen aus Abgang Kundenbeziehungen

2) bezogen auf die Produktionskapazität

3) zum Stichtag

Verantwortlich.

Biokraftstoffe leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Sie helfen dabei, langfristig von fossilen Treibstoffen unabhängig zu werden und die CO2 -Emissionen im Verkehrssektor zu reduzieren. Wir gehen mit gutem Beispiel voran, betreiben z.B. unsere eigene LKW-Flotte mit Biodiesel und haben die bisher größte Test-Flotte für den Einsatz von Biomethan im LKW-Verkehr in Deutschland etabliert.

Brief an die Aktionäre

Sehr geehrte Aktionäre, liebe Mitarbeiter und Freunde der VERBIO,

das zurückliegende Geschäftsjahr 2012 / 2013 war für die VERBIO in vielerlei Hinsicht herausfordernd und insgesamt das schwerste seit ihrem Bestehen. Es war insbesondere geprägt von massiven Wettbewerbsverzerrungen, erheblichen Marktverwerfungen auf dem deutschen Biokraftstoffmarkt und von Diskussionen um eine Neuausrichtung der EU-weit geltenden "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" – kurzum: Das unternehmerische Umfeld, in dem wir agierten, war lange Zeit unbefriedigend und unübersichtlich. Wir waren gezwungen, unsere Wachstumsstrategie auszusetzen. Wir haben massive Ausgabenkürzungen und einen erheblichen Personalabbau beschlossen und wir haben unsere Geschäftstätigkeit entsprechend dem geänderten Marktumfeld neu ausgerichtet.

Dumpingpreise für importierte Biokraftstoffe benachteiligen lokale Produzenten

Biodieselimporte aus Argentinien und Indonesien, die aufgrund gewährter Subventionen in den Heimatmärkten in der EU erheblich billiger angeboten werden konnten als die europäische Produktion, führten zu wettbewerbsverzerrendem Preisdruck und erheblichem Produktionsrückgang.

Des Weiteren erhöhte sich in 2012 die Verfügbarkeit von Altspeisefettmethylester, sogenanntem Frittenfettbiodiesel, der doppelt auf die in Deutschland zu erfüllende Biokraftstoffquote angerechnet wurde, um ein Vielfaches. Heute wissen wir, dass große Mengen Frittenfettbiodiesel gar kein Frittenfettbiodiesel waren, sondern nur als solcher deklariert wurde. Aber aufgrund fehlender Kontrollmechanismen kann dies im Nachhinein kaum mehr nachgewiesen werden.

Diese Fehlentwicklungen wurden gegen Ende 2012 schließlich erkannt. Sowohl die EU als auch die deutsche Bundesregierung haben mit entsprechenden Maßnahmen bzw. Gesetzesverschärfungen reagiert. Das im Oktober 2012 von der EU-Kommission eingeleitete Antidumpingverfahren gegen Argentinien und Indonesien hatte Ende Mai 2013 zur Folge, dass Strafzölle auf Biodiesel aus diesen Ländern erhoben werden, da nachweisbar illegales Preisdumping betrieben wurde. Das Antisubventionsverfahren dauert weiterhin an.

Deutschland hat mit der Änderung der 36. BImSchV (Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes) zum 1. Januar 2013 die Kontrollmechanismen für altspeisefettstämmigen Biodiesel massiv verschärft.

Dies sind wichtige Schritte, die wir ausdrücklich begrüßen, wenngleich die lange Verzögerung bis zu deren Umsetzung unserem Geschäft sehr geschadet hat.

Einsatz tropischer Öle hat stark zugenommen

Entgegen anderslautender politischer Zielsetzung wurde im Jahr 2012 wie auch im Jahresverlauf 2013 wesentlich mehr Palmöl zu Biodiesel verarbeitet als jemals zuvor. Palmöl ist derzeit der günstigste am Markt verfügbare Rohstoff für die Produktion von Biodiesel. Hinzu kommt, dass die EU große Mengen des aus Südostasien importierten Palmöls als nachhaltig produziert anerkannt hat. Auf diese Entwicklung mussten auch wir reagieren. Das heißt, dass auch VERBIO gezwungen ist, signifikante Mengen tropischer Öle zur Biokraftstoffproduktion einzusetzen. Dies hat zur Folge, dass wir unsere bisher ausschließlich auf lokale Wertschöpfung und den Einsatz heimischer, nachhaltig produzierter Rohstoffe ausgerichtete Strategie zur Biokraftstoffproduktion an die aktuellen Marktgegebenheiten und politischen Rahmenbedingungen angepasst haben.

Strategische Neuausrichtung und Anpassung der Konzernstruktur eingeleitet

Um künftig flexibler und schneller auf Marktverwerfungen und Marktveränderungen sowohl auf der Rohstoffbeschaffungsseite als auch auf der Vertriebsseite reagieren zu können, haben wir die Neuausrichtung des Konzerns und insbesondere die Neuausrichtung der Rohstoffbeschaffung beschlossen.

Die Aufgabe unserer bisherigen Strategie hatte die Einstellung der Handelstätigkeit der Märka GmbH, über die bisher die regionale Rohstofferfassung erfolgte, zur Folge. Die Einstellung dieses Geschäftsbereichs erfolgt über die Veräußerung einzelner Lagerstandorte im Rahmen von Asset-Deals. Insgesamt haben wir bisher 21 der 42 Märka-eigenen Standorte erfolgreich verkauft. Besonders erfreulich ist, dass im Zuge des Verkaufs auch sämtliche Arbeitsverhältnisse von den an den veräußerten Standorten beschäftigten ca. 100 Mitarbeitern übernommen wurden. Die Veräußerung weiterer Standorte wollen wir bis Mitte 2014 abgeschlossen haben. Nicht veräußert wird der Geschäftsbetrieb der Märka Polska. Diese haben wir direkt in die VERBIO AG eingegliedert, um weiterhin eine effiziente Rohstoffversorgung unserer Bioethanolwerke mit Rohstoffen aus Polen /Osteuropa sicherzustellen. Darüber hinaus wird ein Teil der Mitarbeiter der Märka GmbH den Einkauf der VERBIO AG verstärken. Durch die Rohstoffdeckung, die jetzt überwiegend auftragsbezogen erfolgt, reduzieren wir die Lagerhaltungskosten, das Preisänderungs- und Absicherungsrisiko sowie den Finanzierungsbedarf für die VERBIO deutlich.

Auch das im Dezember 2012 angekündigte Kostensenkungsprogramm haben wir konsequent umgesetzt. Durch die Straffung der Organisationsstrukturen, durch umfangreiche Ausgabenkürzungen, aber auch durch den Gehaltsverzicht von Vorständen und Führungskräften der oberen Führungsebene haben wir in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2012 / 2013 Einsparungen in Höhe von ca. EUR 5,0 Mio. erzielt. Die beschlossenen Maßnahmen sind die Basis für eine schnellstmögliche Rückkehr der VERBIO in die Gewinnzone.

Rechtsunsicherheit sorgt für Einstellung der Investitionstätigkeit der VERBIO

In den vergangenen Jahren haben wir große Anstrengungen darauf verwandt, die Nachhaltigkeit unserer Biokraftstoffe zu optimieren. Unsere Biokraftstoffe werden hoch effizient produziert. Unsere Biodieselanlagen und die Bioraffinerien zur Bioethanol- und Biomethanerzeugung sind technologisch und im Hinblick auf die Energie- und CO2 -Effizienz führend. Mit unseren Biokraftstoffen werden CO2 -Einsparungen von bis zu 90 Prozent gegenüber Benzin oder Diesel aus fossilen Kraftstoffen erreicht. Die vom deutschen Gesetzgeber geforderten 35 Prozent CO2 -Einsparung gegenüber fossilen Kraftstoffen übertreffen wir deutlich.

Was VERBIO auszeichnet, sind unsere selbstentwickelten und hocheffizienten Herstellungsprozesse. Unsere zum Patent angemeldete Bioraffinerie setzt weltweit Maßstäbe hinsichtlich Ausbeute und CO2 -Einsparpotenzial der darin produzierten Biokraftstoffe. Unsere strohbasierte Biomethan-Technologie wird im Rahmen des Förderprogramms NER 300 von der EU-Kommission gefördert.

Wir haben seit Gründung der VERBIO immer wieder in den Ausbau unserer Anlagen investiert und waren auf dem Weg, die Kapazitäten zur Produktion unseres Biokraftstoffs der 2. Generation, Biomethan auf Basis von Rest- und Abfallstoffen, erheblich auszubauen. Biomethananlagen in Osteuropa sollten entstehen sowie die bestehenden Anlagen weiter ausgebaut werden. Die anhaltende Rechtsunsicherheit und widersprüchliche Interessenslagen bei der Umsetzung der Energiewende im Transportbereich haben unsere Geschäftsentwicklung belastet und uns gezwungen, unsere Investitionspläne so lange zurückzustellen, bis wieder gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen sind, die eine langfristige Planung ermöglichen. Bis dahin werden wir uns auf das bestehende Geschäft und die Optimierung unserer Strukturen konzentrieren, um so unsere Ertragskraft zu sichern.

Novellierung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" – Fluch oder Segen?

Entscheidend für die zukünftige Entwicklung der VERBIO bzw. der gesamten Biokraftstoffbranche ist, wie letztendlich die Ausgestaltung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" sein wird. Die Novelle muss verlässliche Rahmenbedingungen schaffen, unter denen wir unseren bereits eingeschlagenen und nun gestoppten Expansionsweg in Richtung Biokraftstoffe der 2. Generation wieder fortsetzen können.

Das Europaparlament hat am 11. September 2013 in erster Lesung den Gesetzentwurf des Umweltausschusses angenommen. Demnach soll der Einsatz von Biokraftstoffen der 1. Generation auf 6,0 Prozent begrenzt und für sogenannte "advanced biofuels", d. h. Biokraftstoffe, die aus Nicht-Nahrungsmitteln hergestellt werden (z.B. Abfälle, Algen, Stroh und Klärschlamm etc.), eine Unterquote von 2,5 Prozent eingeräumt werden. Außerdem soll eine Anrechnung von iLUC-Faktoren ab dem Jahr 2020 verpflichtend erfolgen. Auf diesem Weg soll künftig die Klimabilanz bei der Herstellung von Biokraftstoffen verbessert, der Einsatz von Biokraftstoffen der 1. Generation eingegrenzt und größere Anreize für den Verbrauch von Biokraftstoffen der 2. Generation geschaffen werden. Sowohl der Europäische Rat als auch das Europäische Parlament müssen der Richtlinienänderung noch zustimmen. Sollte es keinen einheitlichen Beschluss, d. h. keine Zustimmung zum Ratsvorschlag geben, muss das Thema im Vermittlungsausschuss geklärt werden, was zur Folge hätte, dass mit einer Beschlussfassung im Parlament frühestens im Mai 2014, nach der Wahl des Europaparlaments, gerechnet werden kann. Die Umsetzung und Kontrolle der Richtlinie erfolgt durch nationale Richtlinien und Gesetze. Es ist von größter Bedeutung, dass diese schnell und vor allem einheitlich in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union erfolgt.

Auch wenn Biomethan für uns mehr und mehr an Bedeutung gewinnt, so kann dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieser Geschäftszweig so wie der Markt für Biomethan in Deutschland noch im Aufbau begriffen ist. Die wichtigsten Säulen unseres Geschäfts sind heute Biodiesel und Bioethanol. Daher ist für uns wichtig, dass die Verwendung bzw. Förderung von Biokraftstoffen der 1. Generation auch über das Jahr 2020 Bestand hat, denn ohne den Einsatz von Biokraftstoffen der 1. Generation sind die gesteckten Klimaziele nicht zu erreichen.

Biokraftstoffe der 2. Generation stehen auf absehbare Zeit nicht in ausreichender Menge zur Verfügung, um einen erheblichen Beitrag zur Einsparung von Treibhausgasemissionen zu bewirken. Daher gehen wir heute davon aus und werden uns dafür engagieren, dass Biokraftstoffe der 1. Generation einen bedeutenden Marktanteil behalten.

Wir werden mit unseren Biokraftstoffen auch weiterhin einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele im Mobilitätssektor leisten

Fakt ist, dass nur mit Biokraftstoffen die Energiewende auf der Straße zu schaffen ist und nur mit möglichst effizienten Biokraftstoffen die EU-Klimaziele bis zum Jahr 2020 erreicht werden können. Gleichwohl sind wir uns bewusst, dass die in den kommenden Monaten anstehenden politischen Weichenstellungen die Zukunft der Biokraftstoffbranche und die Zukunft der VERBIO entscheidend beeinflussen werden.

Im Rahmen einer vernünftigen Gesetzgebung und unter fairen Wettbewerbsbedingungen unter Ausschluss von Dumpingpreisen und bei konsequenter Kontrolle der an die Nachhaltigkeit von Biokraftstoffen gestellten Anforderungen sind wir in der Lage, erneuerbare Energien nicht nur ökologisch korrekt, sondern auch ökonomisch sinnvoll im Wettbewerb mit den fossilen Energieträgern zu produzieren und anzubieten.

Die Entwicklungen im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahrs zeigen, dass die ergriffenen regulatorischen Maßnahmen greifen und sich die Situation auf dem Biokraftstoffmarkt massiv entspannt. Die heimischen Produktionsanlagen sind sehr gut ausgelastet und die zu erzielenden Margen sind wieder gestiegen. Aktuell verzeichnen wir eine hohe Auslastung unserer Biodiesel- und Bioethanolanlagen bis Jahresende.

Auch die auf Unternehmensseite getroffenen Maßnahmen zeigen Erfolge. Angesichts noch anhaltender Belastungen aus der Umsetzung des verabschiedeten Maßnahmenpaketes wird das laufende Geschäftsjahr von Sondereffekten beeinflusst und insofern ein Übergangsjahr für die VERBIO sein.

Für das Geschäftsjahr 2013 / 2014 rechnen wir damit, Umsatzerlöse in der Bandbreite zwischen EUR 600 Mio. bis EUR 700 Mio. zu erzielen und ein EBITDA in Höhe von ca. EUR 17 Mio. zu erwirtschaften. Das Betriebsergebnis (EBIT) wird sich auf ca. EUR – 5,0 Mio. belaufen, wobei aus der operativen Tätigkeit ein deutlich positiver Cashflow generiert wird. Ein positives Betriebsergebnis wird für das Geschäftsjahr 2014 / 2015 erwartet.

Wir werden auch weiterhin aktiv an der Gestaltung und Umsetzung der Biokraftstoffziele mitwirken und hoffen auf Ihre Unterstützung

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Für den Erfolg der VERBIO sind Sie entscheidend! Sie stellen sich täglich neuen Herausforderungen und haben in den vergangenen schwierigen Monaten Außerordentliches geleistet. Für Ihr Engagement und Ihren unermüdlichen Einsatz möchte ich Ihnen im Namen des gesamten Vorstands Dank und Anerkennung aussprechen.

Ihnen, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, danke ich für das uns entgegengebrachte Vertrauen. Ich versichere Ihnen, dass wir uns weiter mit aller Kraft dafür einsetzen, dass VERBIO auch in Zukunft an der Gestaltung und Umsetzung der Biokraftstoffziele mitwirken wird. Ich freue mich, wenn Sie auch künftig diesen Weg gemeinsam mit uns gehen.

Ihr Claus Sauter Vorstandsvorsitzender

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat der VERBIO Vereinigte BioEnergie AG hat im Geschäftsjahr 2012 / 2013 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben umfassend wahrgenommen.

Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten, seine Geschäftsführung kontinuierlich begleitet und überwacht und uns intensiv mit der Entwicklung und den Perspektiven des Biokraftstoffmarktes im Allgemeinen und der VERBIO im Speziellen befasst. In alle für die VERBIO bedeutsamen Entscheidungen waren wir frühzeitig und umfassend eingebunden.

Die Zusammenarbeit des Aufsichtsrats mit dem Vorstand war jederzeit durch einen intensiven und offenen Austausch gekennzeichnet. Wir wurden regelmäßig, sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen wichtigen Aspekte, insbesondere über die Geschäftspolitik und -strategie, über grundsätzliche Fragen der Unternehmensführung und -planung, über den Gang der Geschäfte, über die Lage und Aussichten der Gesellschaft und des Konzerns sowie über die Risikolage einschließlich des Risikomanagements und relevante Compliance-Themen, unterrichtet. Dabei hatten wir stets ausreichend Gelegenheit, uns mit den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen sowie Anregungen einzubringen. Soweit es zu Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen kam, wurden uns diese vom Vorstand unter Angabe von Gründen detailliert erläutert. Den Berichtspflichten des § 90 Absatz 1 und 2 AktG und des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) wurde vollumfänglich entsprochen.

Über die festgelegten Sitzungsterminen hinaus stand der Aufsichtsrat mit dem Vorstand in ständigem Kontakt und wurde über wichtige Themenstellungen und die Inhalte anstehender Entscheidungen fortlaufend unterrichtet. Darüber hinaus habe ich als Aufsichtsratsvorsitzender auch im Berichtszeitraum in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstandsvorsitzenden die finanzielle Lage erörtert und aktuelle Themen besprochen.

Aufgrund der ausführlichen Berichterstattung durch den Vorstand sind wir von der Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Führung des Unternehmens und des Konzerns überzeugt und sahen uns nicht veranlasst, von unseren Prüfungsrechten nach § 111 Absatz 2 AktG Gebrauch zu machen.

Bildung von Ausschüssen

Der Aufsichtsrat der VERBIO besteht aus nur drei Personen, daher wurde davon abgesehen, Ausschüsse zu bilden. Alle Fragen wurden im Gesamtplenum behandelt.

Sitzungen und Beschlussfassungen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2012 / 2013 fanden insgesamt neun Aufsichtsratssitzungen statt, davon zwei Sitzungen in Form einer Telefonkonferenz. Die Mitglieder des Aufsichtsrats waren zu allen Sitzungen vollzählig anwesend.

Gegenstand aller turnusmäßig stattgefundenen Aufsichtsratssitzungen war die Berichterstattung des Vorstands über die aktuelle Geschäftslage und -entwicklung der Gesellschaft, die politischen Rahmenbedingungen und die Marktsituation sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und seiner Segmente. Bestandteil der Berichte an den Aufsichtsrat ist immer auch ein Risikobericht sowie die Vorlage zustimmungspflichtiger Geschäfte des Vorstands. Darüber hinaus hat der Vorstand dem Aufsichtsrat die Strategien zur Absicherung von Preisänderungen bei Roh- und Kraftstoffen sowie die Auswirkungen auf das damit verbundene Reporting- und Risikomanagementsystem aufgezeigt, die eingehend diskutiert wurden.

Die Schwerpunkte der Aufsichtsratsberatungen im Berichtszeitraum werden nachfolgend zusammengefasst.

Am 6. August 2012 fand eine Telefonkonferenz statt, in der wir über die Anpassung der Vorstandsanstellungsverträge Beschluss gefasst haben. Diese wurde durch die Umstellung des Geschäftsjahres bedingt und betrifft die Berechnungen wie auch die Auszahlungsmodalitäten sowohl des variablen als auch des langfristigen Bonus.

In der Bilanzsitzung am 24. September 2012 prüften wir den Jahresabschluss der VERBIO Vereinigte BioEnergie AG und den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht und befassten uns mit der Corporate Governance. Entsprechend § 90 Absatz 1 Nr. 2 AktG behandelten wir auch die Rentabilität der VERBIO AG und die der VERBIO-Gruppe. Zu den vorgenannten Punkten waren zwei Vertreter des Jahresabschluss- und Wirtschaftsprüfers anwesend und erstatteten dem Aufsichtsrat Bericht über ihre Prüfung. Den Jahresabschluss der VERBIO AG und den Konzernabschluss haben wir gebilligt und den Jahresabschluss damit festgestellt. Außerdem setzten wir uns erneut mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 auseinander und verabschiedeten abschließend gemeinsam mit dem Vorstand die gemäß § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung. Darüber hinaus erteilte der Aufsichtsrat seine Zustimmung zu Geschäften mit drei verbundenen Unternehmen.

Die Sitzung am 5. November 2012 diente vornehmlich der Präsentation der Planungsprämissen für das Geschäftsjahr 2012 / 2013, der Erörterung des Quartalsfinanzberichts zum 30. September 2012 sowie der Vorbereitung auf die am 25. Januar 2013 stattgefundene Hauptversammlung. Wir stimmten die Tagesordnung ab und verabschiedeten die entsprechenden Beschlussvorschläge. Außerdem sprach sich der Aufsichtsrat für die Einleitung eines Zwangsvollstreckungsverfahrens aus und erteilte, unter Stimmenthaltung von Ulrike Krämer, seine Zustimmung zur Fortgeltung des Beratervertrags mit der M &K Treuhand GmbH, Ludwigsburg. Im Anschluss an die Sitzung haben wir unsere Aufsichtsratstätigkeit einer Effizienzprüfung unterzogen und diese anschließend gemeinsam ausgewertet.

Am 7. Januar 2013 haben sich Aufsichtsrat und Vorstand zu einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung zusammengefunden.

In dieser Sitzung lag der Schwerpunkt unserer Beratungen auf der Revision der Planung für das Geschäftsjahr 2012/2013 und den durch den Vorstand eingeleiteten Sparmaßnahmen, verbunden mit dem Stopp der Investitionen in neu zu errichtende Produktionsanlagen, und der Reduzierung der Investitionen zum Ausbau der bestehenden Produktionsanlagen. Außerdem erteilten wir unsere Zustimmung zur Mandatierung eines M&A-Beraters mit dem Verkauf der VERBIO-Tochtergesellschaft Märka GmbH.

Nach der Hauptversammlung am 25. Januar 2013 fand die nächste turnusmäßige Sitzung statt. In dieser erstattete uns der Vorstand Bericht über die regulären Tagesordnungspunkte. Einstimmig verabschiedeten wir den Finanzkalender für das Geschäftsjahr 2013 / 2014 und erteilten unsere Zustimmung zur Grundschuldbestellung zur Absicherung gewährter Darlehen.

Am 4. Februar 2013 haben wir uns mit der Erörterung des Halbjahresfinanzberichts zum 31. Dezember 2012 befasst und ließen uns über den aktuellen Projektstatus bezüglich des Verkaufs der Märka GmbH und der Gewährung einer Bundesbürgschaft Bericht erstatten.

Über den regelmäßigen Bericht über die Lage des Unternehmens hinaus waren Schwerpunkte der Sitzung am 25. März 2013 im Wesentlichen der aktuelle Projektstand den Verkauf der Märka GmbH betreffend sowie die Diskussion über und Zustimmung zur vorzeitigen Durchführung eines Impairment-Tests zum 31. März 2013.

Die zweite Telefonkonferenz im Geschäftsjahr 2012 / 2013 fand am 30. April 2013 statt. In dieser Sitzung wurden die vorläufigen Quartalszahlen zum 31. März 2013 vorgestellt und Bericht über den Projektstand bezüglich des Verkaufs der Märka GmbH erstattet.

Die Sitzung am 6. Mai 2013 diente vornehmlich der Erörterung des Quartalsfinanzberichts zum 31. März 2013 und der Verabschiedung der Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2013 / 2014. Ferner wurden wir über den aktuellen Projektfortschritt hinsichtlich des Verkaufs der Märka GmbH informiert.

In einem Fall haben wir, wegen besonderer Eilbedürftigkeit, einen Beschluss im Umlaufverfahren gefasst.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Der Aufsichtsrat hat sich auch im Geschäftsjahr 2012 / 2013 mit aktuellen Fragen, den Forderungen und Zielen der Corporate Governance befasst und berichtet hierzu gemeinsam mit dem Vorstand im Corporate-Governance-Bericht. Dieser Bericht, ebenso wie die nach § 161 AktG abzugebende Entsprechenserklärung, ist Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung, die auf der Internetseite der VERBIO veröffentlicht ist. Ferner berichten wir in diesem Bericht detailliert über die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat. Den Vergütungsbericht finden Sie darüber hinaus im Geschäftsbericht 2012 / 2013 als Teil des Lageberichts.

Effizienzprüfung

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2012 / 2013 die Effizienz seiner Arbeit auf Basis eines an die Strukturen der VERBIO angepassten standardisierten Fragebogens überprüft. Beurteilt haben wir neben der Funktions- und Aufgabenerfüllung auch die Einhaltung des dem Aufsichtsrat eigenen Regelwerks. Am 5. November 2012 habe ich die Ergebnisse, die insgesamt in einer positiven Beurteilung resultierten, vorgetragen, diese wurden anschließend im Aufsichtsrat diskutiert.

Veränderungen im Aufsichtsrat und Vorstand

Im Berichtszeitraum haben sich weder im Vorstand noch im Aufsichtsrat der VERBIO Änderungen ergeben.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Als Abschlussprüfer für den Jahres- und Konzernabschluss der VERBIO Vereinigte BioEnergie AG für das Geschäftsjahr 2012 / 2013 hat die Hauptversammlung vom 25. Januar 2013 die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Leipzig, bestellt. Ihre Unabhängigkeit gegenüber der VERBIO und ihren Organmitgliedern hat die Prüfungsgesellschaft dem Aufsichtsrat vor der Unterbreitung des Wahlvorschlags an die Hauptversammlung mit Schreiben vom 24. September 2012 bestätigt. Der Prüfungsauftrag durch den Aufsichtsrat wurde mit Datum vom 6. Mai 2013 erteilt.

Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Leipzig, hat den vom Vorstand nach den Regeln des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2012 bis 30. Juni 2013 sowie den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2012 bis 30. Juni 2013 der VERBIO Vereinigte BioEnergie AG geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Konzernabschluss der VERBIO Vereinigte BioEnergie AG für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2012 bis 30. Juni 2013 und der Konzernlagebericht wurden gemäß § 315 a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Auch den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht hat der Abschlussprüfer mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat festgestellt, dass der Vorstand ein angemessenes Informations- und Überwachungssystem installiert hat, das dazu geeignet ist, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Die Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sind dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur Einsicht zugegangen. In unserer Bilanzsitzung am 23. September 2013 haben wir die uns vorgelegten Abschlüsse, Berichte und den Gewinnverwendungsvorschlag ausführlich erörtert und geprüft. Der Abschlussprüfer berichtete dem Aufsichtsrat über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand uns für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung.

Nach eigener Prüfung und Diskussion sämtlicher Unterlagen im Aufsichtsrat haben wir keine Einwendungen gegen das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer erhoben und die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse der VERBIO Vereinigte BioEnergie AG und des Konzerns zum 30. Juni 2013 gebilligt. Der Jahresabschluss der VERBIO Vereinigte BioEnergie AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung, einer vollständigen Thesaurierung, haben wir zugestimmt.

Abhängigkeitsbericht

Auch im Geschäftsjahr 2012/2013 hat der Vorstand einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für die VERBIO Vereinigte BioEnergie AG als Konzernunternehmen gemäß § 312 AktG erstellt. Darin erklärt der Vorstand, dass die VERBIO Vereinigte BioEnergie AG bei den aufgeführten Rechtsgeschäften mit verbundenen Unternehmen – nach den Umständen, die ihm zum Zeitpunkt der Vornahme des Rechtsgeschäfts bekannt waren – angemessene Gegenleistungen erhalten hat und berichtspflichtige Maßnahmen im Geschäftsjahr weder getroffen noch unterlassen wurden.

Der Abschlussprüfer hat den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft und den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

  • • die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
  • • bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Sowohl der Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen als auch der entsprechende Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Diesen haben wir ebenfalls geprüft. Es bestehen keine Einwendungen gegen den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen einschließlich der hierin enthaltenen Schlusserklärung des Vorstands. Insofern stimmen wir dem Urteil des Abschlussprüfers zu.

Schlussbemerkungen

Im Namen des gesamten Aufsichtsrats danke ich den Vorständen für die gute Zusammenarbeit und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die geleistete Arbeit und ihren engagierten Einsatz im schwierigen Geschäftsjahr 2012/2013.

Leipzig, 23. September 2013 Für den Aufsichtsrat

Alexander von Witzleben Vorsitzender des Aufsichtsrats

Die VERBIO-Aktie

Aktienmärkte legen in 2012 zu – gemischte Bilanz für das erste Halbjahr 2013

Die Aktienmärkte waren im Börsenjahr 2012 insbesondere durch die Finanz- und Schuldenkrise in Europa und den USA geprägt. Zu Jahresbeginn konnten diese negativen Effekte durch die gute Konjunktur in Deutschland ausgeglichen werden.

Der DAX, Leitindex der Deutschen Börse, startete das Börsenjahr 2012 mit 6.075,52 Punkten und durchbrach am 14. März 2012 die 7.000-Punkte-Marke. Diese Entwicklung hielt jedoch nur kurz an – weiterhin trübe Konjunkturaussichten in Europa ließen den DAX zur Jahresmitte seinen Tiefstand bei 5.969,40 Punkten markieren und anschließend auf einem Niveau von 6.000 Punkten einpendeln. Ab Juli 2012 stand die Entwicklung des DAX in der zweiten Jahreshälfte 2012 unter der positiven Wirkung der Entscheidung der Europäischen Zentralbank, die sich verbindlich für den Erhalt der Euro-Währungszone ausgesprochen hat, und dem im September 2012 vom Bundesverfassungsgericht gebilligten Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM). Der DAX bewegte sich im dritten Quartal 2012 auf die 7.500-Punkte-Marke zu. Aufgrund der weiterhin bestehenden Unsicherheiten an den Kapitalmärkten bezüglich der US-Haushaltspolitik und der weiteren Entwicklung in den Euro-Krisenländern fiel der DAX bis Mitte November 2012 wieder unter die 7.000-Punkte-Marke. Die Aussicht auf eine rechtzeitige Lösung des Haushaltsstreits in den USA und positive Nachrichten der US-Notenbank beeinflusste die Entwicklung des deutschen Leitindex positiv. Sein Jahreshoch erreichte der DAX am 20. Dezember 2012 und schloss das Börsenjahr mit 7.612,39 Punkten.

Der Start in das Börsenjahr 2013 verlief für die Kapitalmarktakteure bislang eher gemischt. Anfang des Jahres sorgten die fiskalpolitischen Entwicklungen in den USA, die Geldversorgung durch die Notenbanken weltweit sowie die auch daraus resultierende Hoffnung auf eine globale konjunkturelle Erholung für Entspannung an den Kapitalmärkten. Die etablierten Aktienmärkte markierten immer neue Allzeithochs, die Volatilitäten waren historisch niedrig und die Schuldenkrisen in Europa und den USA schienen überwunden. Bis Mai 2013 notierte der DAX zwischen 7.600 und 8.500 Punkten.

Was folgte war ein schwacher Juni – in Folge der Konkretisierung bezüglich einer möglichen Verringerung von Staatsanleihekäufen seitens der US-Notenbank Fed. Das erste Halbjahr 2013 schloss der DAX-Index insgesamt mit einem Plus von 4,56 Prozent.

Weiterhin steigende Kurse im Jahresverlauf 2013 erwartet

Wichtige Einflussfaktoren auf die Entwicklung der Aktienmärkte im zweiten Halbjahr 2013 werden nach Aussage von Bankenexperten im Wesentlichen die weiteren Entscheidungen der amerikanischen Notenbank Fed, die Bundestagswahlen und die Schuldenkrise in der Eurozone sowie die Finanzsituation in China haben. Nach Ansicht von Bankenstrategen wird die angesichts der lockeren Geldpolitik der Zentralbanken im Markt befindliche immense Menge an verfügbarer Liquidität jedoch vor allem die Aktienmärkte weiter antreiben.

Schwieriges Marktumfeld spiegelt sich in der Kursentwicklung der VERBIO-Aktie wider

Die VERBIO-Aktie startete positiv in das neue Geschäftsjahr 2012 / 2013 und erreichte am 19. Juli 2012 mit 2,71 EUR ihren Höchststand (XETRA).

Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres verlief der Aktienkurs äußerst volatil. Dies ist im Wesentlichen auf die Unsicherheiten in Bezug auf die Umsetzung und weitere Ausgestaltung der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie sowie auf Marktverwerfungen durch den Import subventionierter und nicht nachhaltig erzeugter Biokraftstoffe zurückzuführen.

Am 30. April 2013 gab die VERBIO bekannt, dass die geänderten regulatorischen Rahmenbedingungen für Biokraftstoffe sowie Marktverwerfungen zu Sonderabschreibungen führen und gleichzeitig eine strategische Neuausrichtung des Konzerns geplant sei. Dies zog am 2. Mai 2013 die Unterschreitung der 1-Euro-Marke nach sich. Ihren Tiefststand erreichte die VERBIO-Aktie auf XETRA am 15. Mai 2013 mit 0,81 EUR. Seitdem bewegt sich die Aktie seitwärts bei Kursen zwischen 0,81 EUR und 0,89 EUR. Das Geschäftsjahr 2012/2013 schloss die VERBIO-Aktie am 28. Juni 2013 im XETRA-Handel bei einem Kurs von 0,89 EUR. Insgesamt wurden im Berichtszeitraum 2012/2013 auf XETRA im Durchschnitt 58.433 Aktien gehandelt.

Kursverlauf der VERBIO-Aktie vom 01.07.2012 bis 30.06.2013 in EUR

Handelsvolumen vom 01.07.2012 bis 30.06.2013

Volumen in Stück

VERBIO am Kapitalmarkt

Wir pflegen die Beziehungen zu unseren Aktionären und halten sie über alle wichtigen Ereignisse, Entwicklungen und Termine, die den VERBIO-Konzern betreffen, informiert.

Im Rahmen unserer Investor-Relations-Arbeit nutzen wir insbesondere die Investor-Relations-Seiten unserer Unternehmens-homepage, um unseren Anteilseignern sämtliche Finanzpublikationen und sonstige kapitalmarktrelevante Informationen und Dokumente zur Verfügung zu stellen.

Der Geschäftsbericht 2012 wurde der Presse, Analysten und Investoren auf einer Konferenz am 25. September 2012 in Frankfurt/ Main vorgestellt. Die Geschäftszahlen zu den einzelnen Quartalen 2012 / 2013 präsentierte der Vorstandsvorsitzende Analysten und Investoren im Rahmen von Telefonkonferenzen.

Am 25. Januar 2013 fand unsere Hauptversammlung statt. Vorstand und Aufsichtsrat stellten sich den Fragen der ca. 100 anwesenden Aktionäre bzw. Vertretern der Aktionärsvereinigungen und informierten über die Geschäftsentwicklung, die Unternehmensstrategie, die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Marktgegebenheiten. Erstmals ermöglichten wir es unseren Aktionären, im Anschluss an die Hauptversammlung die Bioraffinerie am Standort Zörbig zu besichtigen. Von diesem Angebot machten unsere Aktionäre rege Gebrauch.

Analysten-Coverage unverändert

Die SES Research GmbH und die Montega AG, beide Hamburg, sowie die Close Brothers Seydler Research AG, Frankfurt/ Main, verfolgen die Entwicklung der VERBIO. Die entsprechenden Anlageempfehlungen veröffentlichen wir im Investor-Relations-Bereich unserer Webseite www.verbio.de. Nach wie vor beobachtet und bewertet auch die Credit Suisse, London, unsere Aktie.

Die Aktie auf einen Blick

Kürzel VBK
Kürzel Bloomberg (XETRA) VBK:GR
Kürzel Reuters (XETRA) VBKG.DE
ISIN DE000A0JL9W6
Marktsegment Prime Standard
Designated Sponsor Close Brothers Seydler Bank AG
Anzahl Aktien 63.000.000
Gattung Stückaktien
Nennwert je Stück EUR 1,00
2012/2013 2012
EUR 0,89 EUR 2,37
EUR 2,20
EUR 0,77
EUR 56,1 Mio. EUR 149,3 Mio.
28,40% 28,40%
EUR –2,42 EUR 0,03
EUR –0,31 EUR 1,43
EUR 2,83 EUR 5,33

Konzernlagebericht

  • Allgemeine Angaben
  • Die VERBIO im Jahr 2012 / 2013 Struktur und Strategie
  • Wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen
  • Umsatz- und Ergebnisentwicklung
  • Vermögens- und Finanzlage
  • Mitarbeiter
  • Investitionen
  • Segmentberichterstattung
  • Vergütungsbericht
  • Risiko- und Chancenbericht
  • Nachtrags- und Prognosebericht
  • Rechtliche Angaben

Erneuerbar.

Unsere Biokraftstoffe werden aus nachhaltigen, nachwachsenden Rohstoffen produziert. Zukünftig werden Rohstoffe, die nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion stehen, weiter an Bedeutung gewinnen. Schon heute setzen wir für unsere Biomethanproduktion ausschließlich Rest- und Abfallstoffe ein und haben eine Technologie zur Biomethanproduktion aus Stroh entwickelt.

Konzernlagebericht

für die Zeit vom 1. Juli 2012 bis 30. Juni 2013

Allgemeine Angaben

Zum 1. Juli 2012 ist die Umstellung des Geschäftsjahres auf den Zeitraum vom 1. Juli bis 30. Juni des darauffolgenden Jahres wirksam geworden. Damit hat die VERBIO Vereinigte BioEnergie AG ihr Geschäftsjahr an den Erntezyklus ihrer Hauptrohstofflieferanten angepasst und erreicht zum Geschäftsjahresende ein aussagekräftigeres Bilanzbild. Für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2012 war ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet worden.

Da ein Vergleich des Rumpfgeschäftsjahres 2012 mit dem Geschäftsjahr 2012 / 2013 wesentliche Einschränkungen in Bezug auf die Aussagekraft mit sich bringt, wird im Folgenden, soweit ein Vergleich und eine Analyse auf Basis des Vorjahres erfolgt, der Zeitraum vom 1. Juli 2012 bis 30. Juni 2013 (2012 / 2013) mit dem Zeitraum vom 1. Juli 2011 bis 30. Juni 2012 (2011 / 2012) verglichen.

Die VERBIO im Geschäftsjahr 2012 / 2013 – Struktur und Strategie

Die VERBIO Vereinigte BioEnergie AG (nachfolgend auch "VERBIO AG" oder "Gesellschaft"), Zörbig, ist die Konzernobergesellschaft des VERBIO-Konzerns (nachfolgend auch "VERBIO" oder "VERBIO-Gruppe").

Der VERBIO haben im Berichtszeitraum, neben der VERBIO AG selbst, folgende wesentliche Gesellschaften angehört:

  • • VERBIO Diesel Bitterfeld GmbH & Co. KG, Bitterfeld-Wolfen OT Greppin; aus Gründen der Lesbarkeit im Folgenden "VDB"
  • • VERBIO Ethanol Zörbig GmbH & Co. KG, Zörbig; aus Gründen der Lesbarkeit im Folgenden "VEZ"
  • • VERBIO Ethanol Schwedt GmbH & Co. KG, Schwedt/ Oder; aus Gründen der Lesbarkeit im Folgenden "VES"
  • • VERBIO Diesel Schwedt GmbH & Co. KG, Schwedt/ Oder; aus Gründen der Lesbarkeit im Folgenden "VDS"
  • • Märka GmbH, Zörbig; aus Gründen der Lesbarkeit im Folgenden "Märka"
  • • Trans Märka GmbH, Zörbig; aus Gründen der Lesbarkeit im Folgenden "Trans Märka"
  • • Märka Polska Sp. z o. o., Stettin (Polen); aus Gründen der Lesbarkeit im Folgenden "Märka Polska".

Darüber hinaus hält die VERBIO AG 100 Prozent der Anteile an den Komplementär-GmbHs der vorgenannten Personengesellschaften VDB, VDS, VEZ und VES.

Die weiteren Gesellschaften VERBIO STS AG, St. Gallen (Schweiz), VERBIO Gas Seitschen GmbH (vormals: HBE Hansa BioEnergie GmbH), Zörbig, BBE Bulgarian BioEnergy EOOD, Sofia (Bulgarien), VERBIO Gaz Polska Sp. z o.o., Stettin (Polen), VERBIO Gas Pápa Kft., Pápa (Ungarn), VERBIO Gáz Magyarország Kft., Budapest (Ungarn), VERBIO Gáz Tisza-tó Kft., Budapest (Ungarn) und Maerka Serbia d.o.o., Belgrad (Serbien) betreiben kein operatives Geschäft; es handelt sich hierbei um Vorratsgesellschaften. Die Maerka Serbia d.o.o. und die VERBIO Gas Pápa Kft. befinden sich in Liquidation.

Eine detaillierte Aufstellung der in den Konzern einbezogenen Tochtergesellschaften findet sich im Konzernanhang unter Abschnitt 2.2 "Konsolidierungskreis".

Die VERBIO stellt großindustriell Biokraftstoffe her. Der Vertrieb von Biokraftstoffen und der Einkauf der dafür erforderlichen Rohstoffe erfolgen durch die VERBIO AG. Produziert werden die Biokraftstoffe in den Gesellschaften VDB, VDS, VEZ und VES. Diese Gesellschaften arbeiten auf der Grundlage von Lohnverarbeitungsverträgen für die VERBIO AG, die ihrerseits die Rohstoffe für den Produktionsprozess beistellt.

Die Märka ist als Erfassungshändler für Getreide, Ölsaaten und Stroh tätig und versorgt unter anderem die VERBIO mit den für die Produktion benötigten Rohstoffen. Darüber hinaus vertreibt die Märka Getreide, Ölsaaten sowie Saatgut und Düngemittel an Dritte. Aufgrund der aktuellen Marktsituation und der sich abzeichnenden Veränderung der regulatorischen Rahmenbedingungen hat der Vorstand im dritten Quartal 2012 / 2013 die strategische Neuausrichtung der Rohstoffbeschaffung beschlossen. In diesem Zusammenhang hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats zum 31. März 2013 die Entscheidung getroffen, die Märka GmbH zu veräußern. Ziel ist es, zukünftig flexibler und schneller auf veränderte Marktbedingungen reagieren zu können. Die Veräußerung sollte innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden. Entgegen der zum 31. März 2013 bestehenden Absicht einer Gesamtveräußerung der Märka GmbH war zum 30. Juni 2013 von einer Veräußerung einzelner Lagerstandorte der Märka GmbH auszugehen. Dies hat zur Folge, dass die Berichterstattung zum 30. Juni 2013 die langfristigen Vermögenswerte der Märka GmbH an diesen Standorten als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und zu einer Veräußerungsgruppe zusammenfasst.

Bisher produziert die VERBIO Biokraftstoffe ausschließlich in Deutschland. Vertrieben werden Biodiesel, Bioethanol und Biomethan sowohl in Deutschland als auch in anderen europäischen Ländern.

Die VERBIO AG unterhält darüber hinaus den Geschäftsbereich Anlagenbau, dessen Tätigkeitsfeld gegenwärtig ausschließlich Aktivitäten innerhalb der VERBIO-Gruppe umfasst.

Das strategische Unternehmensziel ist unverändert: Die VERBIO ist einer der großen Anbieter für nachhaltig produzierte Biokraftstoffe in Europa. Dabei setzt das Management auf energieeffiziente Verfahrens- und Produktionstechniken und höchste Produktqualität. Die Erfüllung von Nachhaltigkeitskriterien bei der Herstellung der Biokraftstoffe, und zwar bezogen auf die gesamte Wertschöpfungskette – vom Einkauf der Rohstoffe über die Produktion bis hin zum Vertrieb der Biokraftstoffe, – ist die Grundlage für alle unternehmerischen Aktivitäten und Investitionen.

Wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen

Konjunkturelle Entwicklung

Die deutsche Wirtschaft ist 2012 deutlich schwächer gewachsen als in den beiden Vorjahren. Das Bruttoinlandsprodukt stieg nach Angaben des Bundesamtes für Statistik nur noch um 0,7 Prozent, 2011 lag es noch bei plus 3,0 Prozent. Dabei erwies sich die deutsche Wirtschaft in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld als widerstandsfähig und trotzte der europäischen Rezession. In den ersten drei Quartalen 2012 war die deutsche Wirtschaft jeweils gewachsen, die Dynamik ließ jedoch stetig nach: Nach plus 0,5 Prozent zum Jahresauftakt 2012 ging das BIP-Wachstum im zweiten Quartal zunächst auf 0,3 Prozent und im dritten Quartal auf 0,2 Prozent zurück. Im Schlussquartal 2012 schrumpfte das BIP im Vergleich zum Vorquartal um 0,5 Prozent. Damit konnte sich die bis dahin stabile deutsche Konjunktur nicht länger von der Rezession im Euro-Raum und dem weltweiten Abschwung abkoppeln.

Wichtigster Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft im Jahr 2012 war wiederum der Export, aber auch vom inländischen Konsum gingen positive Impulse aus.

Der Start der deutschen Wirtschaft in das Jahr 2013 ist eher schwach ausgefallen. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes nahm die Wirtschaftsleistung lediglich um 0,1 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2012 zu. Dies lässt sich im Wesentlichen auf die extrem winterliche Witterung zurückführen. Zur Stabilisierung im ersten Quartal 2013 hat fast ausschließlich der private Konsum beigetragen, während der Außenbeitrag kaum Impulse geliefert hat. Laut Statistischem Amt der Europäischen Union (Eurostat) ist dagegen das BIP der Euro-Zone im ersten Quartal weiter geschrumpft. Es fiel um 0,2 Prozent im Vergleich zum Jahresbeginn.

Nach einem schwachen Jahresbeginn hat die deutsche Wirtschaft an Dynamik gewonnen. Die Wirtschaftsleistung lag um 0,7 Prozent über dem Vorquartal. Positive Impulse gingen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Vorquartalsvergleich sowohl von den privaten (+ 0,5 Prozent) als auch von den staatlichen Konsumausgaben (+ 0,6 Prozent) aus. Außerdem zogen die Investitionen, insbesondere die Bauinvestitionen (+ 2,6 Prozent), deutlich an. Darüber hinaus wurden im zweiten Quartal 2013 mehr Waren und Dienstleistungen exportiert (+ 2,2 Prozent) als in den ersten drei Monaten des Jahres. Im selben Zeitraum stiegen die Importe mit + 2,0 Prozent etwas weniger stark. Dadurch stützte der Außenbeitrag also die Differenz aus Exporten und Importen – das Bruttoinlandsprodukt mit einem rechnerischen Wachstumsbeitrag von 0,2 Prozentpunkten.

Gemäß Angaben des Marktforschungsunternehmens GfK ist der für August 2013 ermittelte GfK-Konsumklimaindex um 7,0 Prozent gestiegen – der höchste Wert seit September 2007. Das Institut begründet diese positive Entwicklung vor allem mit der vergleichsweise geringen Arbeitslosigkeit, aber auch mit der positiven Lohnentwicklung und den moderaten Teuerungsraten.

Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen im Jahresdurchschnitt 2012 gegenüber 2011 um 2,0 Prozent. Im ersten Halbjahr 2013 hat sich der Preisauftrieb leicht abgeschwächt und liegt – verglichen mit dem Vorjahreszeitraum – bei 1,8 Prozent.

Auch die Entwicklung des BIP in der Euro-Zone zeigt positive Tendenzen. Im Vergleich zum ersten Quartal 2013 (–0,3 Prozent) stieg das BIP in der Euro-Zone nach Angaben von Eurostat im zweiten Quartal 2013 leicht um 0,3 Prozent.

Marktentwicklung Rohöl und Kraftstoffe

Im Jahr 2012 bewegten sich die Kraftstoffpreise an den Zapfsäulen erneut über dem Niveau von 2011. Auf Basis der vom ADAC erhobenen Kraftstoffpreise kostete Superbenzin E10 im Durchschnitt EUR 1,598 je Liter (Durchschnitt 2011: EUR 1,522 je Liter) und Diesel durchschnittlich EUR 1,478 je Liter (Durchschnitt 2011: EUR 1,411 je Liter).

Durch die Stabilisierung des Rohölpreises im Jahr 2013, trotz der weiter höchst unsicheren politischen Verhältnisse in Nahost, lagen die durchschnittlichen Kraftstoffpreise im ersten Halbjahr 2013 mit EUR 1,558 je Liter Superbenzin E10 und EUR 1,40 je Liter Diesel jedoch leicht unter denen von 2012. Hintergrund dürften unter anderem die weltweit als ausreichend angesehene Versorgung, gut gefüllte Läger und unsichere Aussichten bezüglich der weiteren internationalen Konjunkturentwicklung und damit verbunden des zu erwartenden Verbrauchs sein.

Im Jahr 2012 wurden in Deutschland 52,2 Mio. Tonnen Otto- und Dieselkraftstoff inklusive biogener Komponenten verbraucht (2011: 52,6 Mio. Tonnen), davon 33,7 Mio. Tonnen Diesel (2011: 33 Mio. Tonnen) und 18,5 Mio. Tonnen Ottokraftstoff (2011: 19,6 Mio. Tonnen). Damit hält der schon seit Jahren zu beobachtende Trend des sinkenden Benzinabsatzes bei gleichzeitig steigendem Dieselabsatz unvermindert an.

Bezogen auf den Zeitraum des VERBIO Geschäftsjahres ergibt sich für den Zeitraum von Juli 2012 bis Juni 2013 ein Verbrauch von 51,9 Mio. Tonnen Kraftstoff in Deutschland, davon 33,7 Mio. Tonnen Diesel und 18,2 Mio. Tonnen Ottokraftstoff.

Der Absatz von Biodiesel betrug 2012 rund 2,5 Mio. Tonnen (2011: 2,4 Mio. Tonnen). Von diesen Mengen wurden ca. 2,348 Mio. Tonnen (2011: 2,316 Mio. Tonnen) zur Beimischung verwendet, 0,131 Mio. Tonnen (2011: 0,097 Mio. Tonnen) wurden in Form von reinem Biodiesel (B100) abgesetzt. Gegenüber dem Vorjahr zeigt sich somit eine leichte Steigerung, allerdings auf einem sehr niedrigen Niveau.

Dagegen ist für die ersten sechs Monate 2013 ein deutlicher Rückgang beim Absatz von Biodiesel zu verzeichnen; in diesen wurden lediglich 1.038 Tsd. Tonnen abgesetzt (Januar bis Juni 2012: 1.232 Tsd. Tonnen). Davon gingen 1.014 Tsd. Tonnen (Januar bis Juni 2012: 1.170 Tsd. Tonnen) in die Beimischung und nur rund 24 Tsd. Tonnen (Januar bis Juni 2012: 54 Tsd. Tonnen) in den Reinkraftstoffmarkt B100. Durch die Angleichung des Energiesteuersatzes für B100 auf das nahezu identische Niveau von Diesel ist dieser Markt fast vollständig zum Erliegen gekommen.

Der Ethanolabsatz im Zeitraum 2012 betrug 1,25 Mio. Tonnen (2011: 1,23 Mio. Tonnen), wovon 0,14 Mio. Tonnen (2011: 0,16 Mio. Tonnen) zur ETBE-Herstellung verwendet wurden. Der Absatz von E85 stieg zwar in 2012 leicht auf 21,3 Tsd. Tonnen (2011: 19,7 Tsd. Tonnen), bewegt sich aber weiterhin auf einem im Vergleich zu den anderen Kraftstoffsorten verschwindend geringen Niveau. Wie beim Biodiesel zeigt sich bei Betrachtung des Zeitraums Januar bis Juni 2013 im Bioethanol ein deutlicher Rückgang; hier belief sich der Absatz auf 583 Tsd. Tonnen (Januar bis Juni 2012: 626 Tsd. Tonnen). Davon gingen 71 Tsd. Tonnen in die Herstellung von ETBE (Januar bis Juni 2012: 75 Tsd. Tonnen), 506 Tsd. Tonnen (Januar bis Juni 2012: 542 Tsd. Tonnen) wurden als Beimischungskomponente verwendet und 7 Tsd. Tonnen (Januar bis Juni 2012: 11 Tsd. Tonnen) wurden für die Herstellung von E85 genutzt.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass beim Vergleich des Zeitraums Januar bis Juni zwischen den Jahren 2012 und 2013 der Rückgang des Einsatzes von Biokraftstoffen deutlich stärker ausfiel als der der fossilen Produkte Diesel (– 0,1 Prozent) und Benzin (– 3,1 Prozent). Der Einsatz von Biodiesel ging um 15,7 Prozent, der von Bioethanol um 6,9 Prozent zurück.

Rohstoffpreisentwicklung

Die Preise für Getreide und Ölsaaten sind, nach den Höchstständen im ersten und zweiten Quartal 2012 / 2013, bis Ende Juni 2013 überwiegend gesunken.

Das Fallen des Weizenpreises ist auf gute klimatische Bedingungen für die Produktion von Weizen in den USA, Europa sowie der Schwarzmeerregion und Kasachstan zurückzuführen. Erste Schätzungen des United States Department of Agriculture (USDA) vom 11. Juli 2013 gehen davon aus, dass die Produktion ca. 698 Mio. Tonnen im Erntejahr 2013/2014 betragen wird, nach ca. 655 Mio. Tonnen in 2012/2013. Analog zu der Produktion steigt auch die Nachfrage nach Weizen an. Dies wiederum führt zu einem knapp ausgeglichenen Verhältnis von Angebot und Nachfrage.

Die Preise für Ölsaaten an den internationalen Märkten sanken leicht im vierten Quartal 2012 / 2013. Gemäß USDA wird die weltweite Produktion von Ölsaaten mit ca. 493 Mio. Tonnen im Erntejahr 2013 / 2014 einen neuen Rekordwert erreichen, nach 470 Mio. Tonnen im Vorjahr. Wesentlicher Treiber für die Produktionssteigerung ist die Ausweitung der Anbauflächen für Soja in Verbindung mit einer guten südamerikanischen Ernte im Frühjahr des Jahres. Die Ernteschätzungen für Raps bewegen sich weitestgehend auf Vorjahresniveau.

Die globale Produktion von Zucker stieg in den vergangenen drei Jahren überproportional zur Nachfrage an. Rekordernten in Brasilien und Thailand kompensierten geringere Produktionsmengen in Indien. Dies führt zu einem weiteren Fallen des Zuckerpreises, welcher sich seit dem Peak im Februar 2011 mehr als halbiert hat.

Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittliche Preisentwicklung ausgewählter Rohstoffe an internationalen Märkten:

Q1 2012 /
2013
Q2 2012/
2013
Q3 2012/
2013
Q4 2012/
2013
2012/
2013
110 111 114 103 110
782 761 737 682 741
989 923 906 868 922
792 623 639 650 676
259 264 245 221 247
370 334 308 289 325

Relative Entwicklung der Rohstoffpreise vom 01.01.2011 bis 28.06.2013

in %, indexiert; 01.01.2010=100%

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Für die Jahre 2012 und 2013 beträgt die in Deutschland von der Mineralölindustrie zu erfüllende Gesamtbiokraftstoffquote 6,25 Prozent (energetisch) und wird laut bestehender gesetzlicher Regelung ab 1. Januar 2015 durch den Nachweis zu erreichender Dekarbonisierungswerte abgelöst.

Biokraftstoffe können seit dem 1. Januar 2011 nur auf die Biokraftstoffquote angerechnet werden bzw. können als Reinkraftstoff eine Energiesteuervergünstigung beanspruchen, wenn diese nach den Regeln der Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung (Biokraft-NachV) produziert und in den Verkehr gebracht worden sind.

Die verbindlichen Ziele in Bezug auf die Beimischungsquote von 10 Prozent (energetisch) erneuerbarer Energien bis 2020 im Transportsektor bzw. das vorgegebene Treibhausgasminderungsziel für Kraftstoffe in Höhe von mindestens 6 Prozent im Jahr 2020 gegenüber 2010 gelten weiterhin.

Auch die mit Wirkung zum 1. Januar 2011 vom Bundeskabinett beschlossene Änderung der BiokraftstoffNachhaltigkeitsverordnung, wonach Biokraftstoffe, die aus bestimmten Roh- oder Abfallstoffen hergestellt werden, doppelt auf die Biokraftstoffquote angerechnet werden können, hat unverändert Bestand.

Die von der EU geschaffenen rechtlichen Vorgaben in Form der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" (RED-Renewable Energy Directive) und die Änderung der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" (Fuel Quality Directive) hatten klare Rahmenbedingungen für die Biokraftstoffbranche in Deutschland geschaffen.

Die Umsetzung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" des Europäischen Parlaments in nationales Recht ist inzwischen in allen EU-Mitgliedsländern formal erfolgt, was jedoch nicht gleichbedeutend damit ist, dass auch sämtliche Anforderungen tatsächlich umgesetzt werden.

Derzeit gibt es 14 von der EU-Kommission zugelassene Zertifizierungssysteme mit EU-weiter Gültigkeit, durch die eine nachhaltige Herstellung von Biokraftstoffen nachgewiesen werden kann.

Im Berichtszeitraum bekannt gewordene Novellierungsvorschläge und Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen

Am 17. Oktober 2012 veröffentlichte die EU-Kommission einen Entwurf zur Novellierung der "Erneuerbare-Energien Richtlinie" und der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie". Kern der Novellierung zum Erreichen des 10-Prozent-Beimischungsziels ist die Begrenzung des Einsatzes von Biokraftstoffen der 1. Generation (Biodiesel und Bioethanol) auf 5,0 Prozent bis zum Jahr 2020. Derzeit sind die europäischen Verbände aufgerufen, ihre Standpunkte zur europäischen Klima- und Energiepolitik einzureichen. Aufgrund zahlreicher Kontroversen wird eine Verabschiedung der Novellen der zuvor genannten Richtlinien im Europäischen Parlament frühestens im vierten Quartal 2013 erwartetet.

Das zweite Halbjahr 2012 und das erste Quartal 2013 waren gekennzeichnet durch anhaltende massive Wettbewerbsverzerrungen auf dem deutschen Biokraftstoffmarkt, die ein politisches Handeln sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene nach sich zogen. Hauptursächlich für diese Wettbewerbsverzerrungen waren der Import von subventioniertem Palmölbiodiesel aus Indonesien und Sojabiodiesel aus Argentinien sowie unverhältnismäßig große Mengen an altspeisefettstämmigem Biodiesel aus zweifelhaften Quellen aus der ganzen Welt, welche doppelt auf die Erfüllung der Biokraftstoffquote angerechnet wurden. Sowohl die EU-Kommission als auch die Bundesregierung haben auf diese Wettbewerbsverzerrungen reagiert. Die EU-Kommission hat im August bzw. November 2012 ein Antidumping- und ein Antisubventionsverfahren gegen Argentinien und Indonesien eingeleitet. Am 29. Mai 2013 verhängte die EU-Kommission Strafzölle auf Biodiesel aus Argentinien und Indonesien. Die Untersuchungen der Kommission hatten illegales Dumping unterhalb des Marktpreises festgestellt. Hierbei handelt es sich um vorläufige Zölle, die bis zu 105 EUR pro Tonne oder 10,6 Prozent für Einfuhren von Biodiesel aus Argentinien und bis zu 9,6 Prozent für bestimmte Einfuhren aus Indonesien betragen. Nach spätestens sechs Monaten muss die EU-Kommission darüber entscheiden, die Antidumpingzölle für fünf Jahre zu verlängern oder wieder abzuschaffen. Neben dem Antidumpingverfahren eröffnete die EU-Kommission im Frühjahr 2013 darüber hinaus ein Antisubventionsverfahren gegen Argentinien und Indonesien wegen vermeintlich unfairer Subventionen für argentinische und indonesische Biodieselproduzenten. Dieses Verfahren wurde noch nicht abgeschlossen.

Vor dem Hintergrund des gravierenden Anstiegs der altspeisefettstämmigen Biodieselmengen hat die Bundesregierung mit Wirkung zum 1. Januar 2013 durch eine Änderung der 36. BImSchV (Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes) die Kontrollmechanismen für doppelt anrechenbare Biokraftstoffe, insbesondere altspeisefettstämmigen Biodiesel, massiv verschärft, um betrügerischen Praktiken Einhalt zu gebieten.

Steuerliche Rahmenbedingungen

Reiner Biodiesel (B100) wurde im Jahr 2012 mit 18,6 ct/l besteuert. Seit dem 1. Januar 2013 beträgt die Energiesteuer für B100 45 Cent/ Liter. Sie entspricht damit nahezu der Besteuerung von fossilem Diesel.

Steuerbefreit bleiben Kraftstoffe, deren Bioethanolanteil über 70 Prozent liegt, und Biomethan. Die Kraftstoffe E85 (Benzin mit einem Ethanolanteil von 85 Prozent) und Biomethan sind nach heutiger Rechtslage bis zum Jahr 2015 von der Energiesteuer befreit.

Erdgas und Autogas als weitere Kraftstoffe sind steuerbegünstigt. Bis 2018 gilt für diese Kraftstoffe ein reduzierter Steuersatz von 1,39 ct/ kWh oder 18,03 ct/ kg.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Durch die Umstellung des Geschäftsjahres auf den Zeitraum 1. Juli bis 30. Juni des darauffolgenden Jahres und des sich für 2012 hieraus ergebenden Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Januar bis 30. Juni 2012 (2012) ist ein Vergleich der Umsatz- und Ergebnisentwicklung mit dem zwölf Monate umfassenden laufenden Geschäftsjahr 2012 / 2013 (1. Juli 2012 bis 30. Juni 2013) nur eingeschränkt möglich. Für Analysezwecke der Ertragslage erfolgt daher der Vergleich mit dem Zeitraum vom 1. Juli 2011 bis 30. Juni 2012 (2011 / 2012).

Aufgrund der Entscheidung zur Einstellung der Handelstätigkeit der Märka GmbH erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung die Darstellung der Märka GmbH als aufgegebener Geschäftsbereich. Erträge und Aufwendungen wurden gesondert dargestellt, sämtliche Vergleichsperioden sind entsprechend angepasst. Die Erläuterungen zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung beziehen sich zunächst auf die fortgeführten Geschäftsbereiche.

Der Konzernumsatz sank gegenüber dem Vergleichszeitraum 2011/2012 um 8,7 Prozent auf EUR 705,2 Mio. (2011/2012: EUR 772,1 Mio.; 2012: EUR 357,0 Mio.). In den Segmenten Biodiesel und Bioethanol ist die Umsatzentwicklung insbesondere auf einen Rückgang der Produktions- und Absatzmengen zurückzuführen.

Andererseits sind in den Umsatzerlösen Handelsgeschäfte mit fossilen und biogenen Kraftstoffen enthalten; während diese im Geschäftsjahr 2011 / 2012 in Höhe von EUR 113,5 Mio. (2012: EUR 36,5 Mio.) zum Umsatz beigetragen haben, erhöhte sich deren Umfang im Geschäftsjahr 2012/2013 leicht auf EUR 127,0 Mio. Im Übrigen wird auf die Analyse der einzelnen Segmente verwiesen.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, Wertminderungen sowie dem Aufwand aus dem Abgang von Kundenbeziehungen (EBITDA) lag bei den herrschenden schwierigen Rahmenbedingungen bei EUR 3,6 Mio. und damit um EUR 33,2 Mio. unter dem des Vergleichszeitraumes (2011/2012: EUR 36,8 Mio.; 2012: EUR 16,8 Mio.). Der Rückgang begründet sich mit einer niedrigeren Rohmarge sowie einem negativen Ergebnis aus Warentermingeschäften in Höhe von insgesamt EUR 1,6 Mio. Im Geschäftsjahr 2012/2013 haben sich darüber hinaus realisierte Verluste auf zum Teil bereits im vorangegangenen Geschäftsjahr aktivierte Quotenbestände ergebnismindernd auf das EBITDA ausgewirkt.

Unter den Aufwendungen aus Wertminderungen wurden im Ergebnis des auf den 28. Februar 2013 durchgeführten und zum 30. Juni 2013 aktualisierten Impairment-Test Abschreibungen auf Goodwill im Segment Biodiesel (EUR 70,7 Mio.) sowie auf Sachanlagen im Segment Bioethanol in Höhe von EUR 19,8 Mio. erfasst. Darüber hinaus erfolgte die Ausbuchung von Kundenbeziehungen mit einer Auswirkung in Höhe von EUR 11,8 Mio.

Das Konzernbetriebsergebnis (EBIT) liegt damit mit EUR – 122,3 Mio. deutlich unter dem des Vergleichszeitraums (2011 / 2012: EUR 13,8 Mio.; 2012: EUR 4,9 Mio.).

Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) für die fortzuführenden Geschäftsbereiche beträgt EUR – 126,5 Mio. (2011 / 2012: EUR 9,8; 2012: EUR 2,8 Mio.), das Periodenergebnis wird mit EUR – 125,9 Mio. (2011 / 2012: 8,4 Mio.; 2012: 2,1 Mio.) ausgewiesen. Daraus resultiert ein Ergebnis je Aktie (un-/ verwässert) von EUR – 2,00 (2011 / 2012: EUR 0,13; 2012: EUR 0,03).

Für den aufgegebenen Geschäftsbereich wird insgesamt nach Steuern ein Ergebnis in Höhe von EUR – 29,5 Mio. (2011 / 2012: EUR – 2,0 Mio.; 2012: EUR – 0,2 Mio.) ausgewiesen. Wesentliche Ursache für die Verluste im Geschäftsjahr 2012 / 2013 waren realisierte negative Rohmargen aus Getreide- und Ölsaatenverkäufen infolge gegenüber dem Einkauf erheblich gesunkener Marktpreise sowie bereits bestehende über den aktuellen Marktpreisen abgeschlossene schwebende Einkaufsgeschäfte, denen jeweils kein adäquates Absicherungsgeschäft gegenübersteht. Die negativen Rohmargen resultieren zudem aus im Geschäftsjahr realisierten Verlusten aus Absicherungsgeschäften, bei denen die ursprünglich bestehende Sicherungsbeziehung vorzeitig aufgelöst wurde.

Die Berichterstattung der Geschäfts- und Ertragsentwicklung der einzelnen Segmente erfolgt im Abschnitt "Segmentberichterstattung".

Entwicklung einzelner Aufwandsposten

Der Materialaufwand beträgt EUR 643,7 Mio. und liegt, korrespondierend mit der Verringerung der Umsatzerlöse, deutlich unter dem für das Vergleichsjahr 2011 / 2012 ausgewiesenen Materialaufwand (2011 / 2012: EUR 716,8 Mio.; 2012: EUR 336,7 Mio.).

Der Personalaufwand für das Geschäftsjahr 2012 / 2013 beläuft sich auf EUR 23,4 Mio. (2011 / 2012: EUR 24,2 Mio.; 2012: EUR 12,6 Mio.), wobei sich im Rückgang bereits eine Verringerung der Anzahl der Mitarbeiter im Ergebnis der Neuausrichtung sowie einem Kostensenkungsprogramm ausdrückt. Die Personalaufwandsquote (bezogen auf Umsatz, Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen) beträgt 3,4 Prozent (2011 / 2012: 2,8 Prozent; 2012: 3,4 Prozent) und ist gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum zwar gestiegen, jedoch gegenüber dem Rumpfgeschäftsjahr unverändert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im Berichtszeitraum EUR 32,9 Mio. (2011 / 2012: EUR 27,8 Mio.; 2012: EUR 15,6 Mio.). Sie beinhalten vor allem Aufwendungen für Ausgangsfrachten, Aufwendungen für notwendige Reparaturen, Kraftfahrzeugkosten sowie Aufwendungen für Versicherungen und Beiträge. Der Anstieg ist insbesondere auf erhöhten zu leistenden Schadenersatz (EUR 3,9 Mio.) zurückzuführen.

Das Finanzergebnis wird mit EUR – 4,2 Mio. (2011 / 2012: EUR – 3,9 Mio.; 2012: EUR – 2,1 Mio.) ausgewiesen und setzt sich aus Zinserträgen in Höhe von EUR 0,2 Mio. und Zinsaufwendungen in Höhe von EUR 4,4 Mio. zusammen.

Die Ertragslage stellt sich vor dem Hintergrund der Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2012 / 2013 insgesamt als nicht zufriedenstellend dar.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2013 wird mit EUR 410,4 Mio. (30.06.2012: EUR 574,8 Mio.) ausgewiesen. Die Verringerung der Bilanzsumme ist insbesondere den Wertminderungen auf Goodwill und einen Teil der Anlagen sowie dem Aufwand aus dem Abgang der Kundenbeziehungen geschuldet. Auf der Passivseite zeigt sich die Verringerung entsprechend in einem niedrigeren Eigenkapital.

Aufgrund der vorstehend beschriebenen Marktverwerfungen und damit einhergehenden Ergebnisauswirkungen wurde der bis zum 30. Juni 2013 bestehende Konsortialkreditvertrag in Höhe von EUR 55,0 Mio. bis zum 31. Dezember 2013 verlängert.

Die Vermögens- und Finanzlage der VERBIO ist unter der Voraussetzung der Prolongation des Konsortialkreditvertrages im geplanten Umfang spätestens am 31. Dezember 2013 und dem Erreichen der in der Unternehmensplanung vorgesehenen Ziele und unter Berücksichtigung der strategischen Neuausrichtung sowie der nach dem Bilanzstichtag verbesserten Ertragssituation geeignet, die zukünftige Geschäftstätigkeit zu finanzieren.

Langfristige Vermögenswerte

Die langfristigen Vermögenswerte verringerten sich erheblich um EUR 136,7 Mio. und betragen zum Stichtag EUR 197,1 Mio. (30.06.2012: EUR 333,8 Mio.). Dies ist im Wesentlichen auf die Erfassung von Wertminderungen bei Goodwill und einen Teil der Produktionsanlagen sowie der Ausbuchung der Kundenbeziehungen zurückzuführen. Die erfassten Wertminderungen sind dabei das Ergebnis des zum 28. Februar 2013 durchgeführten Impairment-Tests. Die Überprüfung zum 30. Juni 2013 auf der Grundlage aktueller Planungen aus Juli/August sowie September 2013 hat das Ergebnis des Impairment-Tests zum 28. Februar 2013 bestätigt.

Darüber hinaus wurde ein Teil der Sachanlagen (EUR 38,6 Mio.) als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und wird daher nicht mehr in den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Hierauf wurden zum Stichtag 30. Juni 2013 Wertminderungen in Höhe von EUR 4,1 Mio. erfasst.

Kurzfristige Vermögenswerte

Zum 30. Juni 2013 belaufen sich die kurzfristigen Vermögenswerte auf EUR 213,3 Mio. (30.06.2012: EUR 241,0 Mio.). Diese haben sich gegenüber dem Vorjahr lediglich um EUR 27,7 Mio. ermäßigt.

Dabei ist bei den Vorräten gegenüber dem Vorjahr ein Bestandsabbau zu verzeichnen (30.06.2013: EUR 64,1 Mio.; 30.06.2012: EUR 74,3 Mio.). Die Abnahme der Vorräte gegenüber dem 30. Juni 2012 resultiert im Wesentlichen aus einem geringeren Bestand an Rohstoffen sowie der niedrigeren Bewertung von Biokraftstoffquoten.

Neben den Vorräten haben sich außerdem die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 11,0 Mio. auf EUR 66,2 Mio. (30.06.2012: EUR 77,2 Mio.) vermindert. Der Rückgang bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist dabei auf das geringere Volumen von Getreide- und Kraftstoffhandelsgeschäften zurückzuführen. Darüber hinaus haben sich auch die Bestände an anderen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten um EUR 14,9 Mio., die Derivate um EUR 4,5 Mio. sowie der Bestand an Zahlungsmitteln um EUR 21,0 Mio. vermindert. Bezüglich der Entwicklung des Zahlungsmittelbestandes wird auf die Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung verwiesen.

Zusätzlich werden in den kurzfristigen Vermögenswerten als zur Veräußerung gehalten klassifizierte Vermögenswerte in Höhe von EUR 38,6 Mio. ausgewiesen. Diese beinhalten die Sachanlagen der zum Verkauf bestimmten Lagerstandorte des Handelssegments.

Eigenkapital

Das Eigenkapital beträgt EUR 178,3 Mio. (30.06.2012: EUR 335,5 Mio.), wobei der Rückgang nahezu ausschließlich auf die Verminderung der Gewinnrücklagen zurückzuführen ist. Damit errechnet sich bei einer Minderung der Bilanzsumme in der gleichen Größenordnung eine Eigenkapitalquote von 43,4 Prozent, die um 15,0 Prozentpunkte unter der des Vorjahresstichtags liegt (30.06.2012: 58,4 Prozent).

Langfristige Schulden

Die langfristigen Schulden haben sich um EUR 4,8 Mio. von EUR 48,7 Mio. auf EUR 43,9 Mio. verringert. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Fälligkeit von bisher als langfristig ausgewiesenen Verbindlichkeiten, welche in die kurzfristigen Schulden umgegliedert wurden. Neue langfristige Schulden wurden im Geschäftsjahr 2012 / 2013 nicht aufgenommen.

Kurzfristige Schulden

Die kurzfristigen Schulden sind im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahresende nahezu unverändert. Jedoch stehen dem Anstieg kurzfristig fälliger Bankdarlehen und sonstiger Darlehen (um EUR 30,1 Mio.) deutliche Rückgänge bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (um EUR 9,3 Mio.), bei den Derivaten (um EUR 15,3 Mio.) sowie sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten (um EUR 18,1 Mio.) gegenüber. Der Anstieg bei den kurzfristigen Rückstellungen ist insbesondere drohenden Verlusten aus schwebenden Einkaufskontrakten (EUR 7,5 Mio.) sowie der Zuführung zur Rückstellung für drohende Schadenersatzzahlungen (EUR 3,7 Mio.) geschuldet.

Cashflow

Für den Cashflow erfolgt zur besseren Analyse der Entwicklung im Geschäftsjahr 2012 / 2013 ebenfalls der Vergleich mit dem Geschäftsjahr 2011 / 2012.

Der operative Cashflow für die Berichtsperiode betrug EUR – 19,5 Mio. (2011 / 2012: EUR 18,2 Mio.; 2012: EUR 89,9 Mio.). Der Rückgang resultiert neben dem deutlich um EUR 157,4 Mio. gesunkenen Periodenergebnis im Wesentlichen aus der zahlungswirksamen Verminderung von kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten (2012 / 2013: um EUR 27,8 Mio.; 2011 / 2012: nicht zahlungswirksame Erhöhung um EUR 34,2 Mio.; 2012: um EUR 13,8 Mio.).

Bedingt durch die Investitionstätigkeit sind im Berichtszeitraum 2012 / 2013 insgesamt Mittelabflüsse in Höhe von EUR 26,9 Mio. (2011 / 2012: EUR – 22,6 Mio.; 2012: EUR – 8,6 Mio.) zu verzeichnen. Hierbei handelt es sich insbesondere um Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen (2012 / 2013: EUR 36,2 Mio.; 2011 / 2012: EUR 24,6 Mio.; 2012: EUR 11,1 Mio.). Diese betreffen Erweiterungen der Biomethananlagen, die bis zum 30. Juni 2013 fertig gestellt worden sind. Des Weiteren wurden zwei Anlagen nach erfolgtem Investitionsstopp weitergebaut, da entsprechende Bestellungen bereits ausgelöst waren. Den Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen stehen im Berichtszeitraum im Wesentlichen Einzahlungen aus Investitionszuwendungen (2012/2013: EUR 6,7 Mio.; 2011/2012: EUR 2,9 Mio.; 2012: EUR 1,8 Mio.) gegenüber.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt EUR 25,5 Mio. (2011 / 2012: EUR 7,1 Mio.; 2012: EUR –78,2 Mio.). Beeinflusst ist dieser durch Einzahlungsüberschüsse aus vorratsbesicherten Kreditgeschäften (EUR 18,4 Mio.) sowie aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten (EUR 7,0 Mio.).

Vor diesem Hintergrund hat sich der Finanzmittelfonds im Zeitraum 1. Juli 2012 bis 30. Juni 2013 um EUR 21,0 Mio. vermindert. Die liquiden Mittel betragen zum 30. Juni 2013 EUR 17,7 Mio.

Bei der Beurteilung der Finanzlage ist zu berücksichtigen, dass Zahlungsmittel in Höhe von insgesamt EUR 4,0 Mio. hinsichtlich ihrer Verfügbarkeit beschränkt sind. Auf der Grundlage der vorhandenen flüssigen Mittel ohne Verfügungsbeschränkungen und darüber hinaus bestehender kurzfristiger Kreditlinien bis zum 31. Dezember 2013, von deren Verlängerung der Vorstand ausgeht, stehen der VERBIO die für die Geschäftstätigkeit erforderlichen Finanzmittel zur Verfügung. In diesem Zusammenhang wird auf die Ausführungen im Prognosebericht und Ausblick verwiesen.

Mitarbeiter

Zum 30. Juni 2013 beschäftigte die VERBIO insgesamt 762 Mitarbeiter (30.06.2012: 806 Mitarbeiter), davon 305 Angestellte (30.06.2012: 337 Angestellte), 430 gewerbliche Arbeitnehmer (30.06.2012: 432 gewerbliche Arbeitnehmer) und 27 Auszubildende (30.06.2012: 37 Auszubildende).

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2012 / 2013 wurden unter Berücksichtigung des Investitionsstopps im Dezember 2012 und zu diesem Zeitpunkt bereits ausgelöster Bestellungen Investitionen in Höhe von EUR 36,2 Mio. (2011 / 2012: EUR 25,3 Mio.; 2012: EUR 11,6 Mio.) getätigt. Im Wesentlichen betreffen diese Investitionen mit EUR 36,0 Mio. das Sachanlagevermögen (2011 / 2012: EUR 25,1 Mio.; 2012: EUR 11,5 Mio.). Mit EUR 28,6 Mio. (2011 / 2012: EUR 9,9 Mio.; 2012: EUR 5,8 Mio.) bezogen sich die Investitionen auf die bestehenden Biomethananlagen in Schwedt/ Oder und Zörbig. Darüber hinaus wurden EUR 1,5 Mio. in Schlepper, Strohpressen sowie Lastkraftwagen investiert (2011 / 2012: EUR 2,5 Mio.; 2012: EUR 2,5 Mio.). Das Investitionsvolumen zur Optimierung der Biodieselanlagen belief sich auf EUR 2,6 Mio. (2011 / 2012: EUR 2,5 Mio.; 2012: EUR 1,1 Mio.).

Bezüglich wesentlicher Investitionsverpflichtungen verweisen wir auf die Angaben unter Punkt 11.1 "Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen" im Konzernanhang.

Segmentberichterstattung

Biodiesel

Der Absatz von Biodiesel, den VERBIO im Geschäftsjahr 2012 / 2013 in den in- und ausländischen Beimischungsmarkt lieferte (274.115 Tonnen), reduzierte sich um rund 10,6 Prozent, verglichen mit dem Vergleichszeitraum (Juli 2011 bis Juni 2012: 306.574 Tonnen). Die Reduzierung der Mengen im Beimischungsgeschäft erklärt sich unter anderem durch den Zustrom von subventioniertem sojaund palmstämmigem Biodiesel aus Argentinien und Indonesien auf den deutschen Markt sowie durch die gesunkene Nachfrage aufgrund der hohen Verfügbarkeit von doppelt anrechenbarem abfallstämmigem Biodiesel aus zweifelhaften Quellen. Die auf dem deutschen Markt entstandenen Einbußen konnten zum Teil durch erhöhte Exporte ausgeglichen werden.

Die Exportquote für Biodiesel betrug im Geschäftsjahr 2012 / 2013 27,3 Prozent, während sie im Vorjahresvergleichszeitraum 2011 / 2012 rund 14,6 Prozent betragen hatte. Der Mehrexport wurde im Wesentlichen in Osteuropa erzielt.

Im Geschäftsjahr 2012 / 2013 wurden im Segment Biodiesel Umsatzerlöse in Höhe von EUR 421,7 Mio. (2011 / 2012: EUR 482,5 Mio.; 2012: EUR 221,9 Mio.) erzielt.

Der Materialaufwand belief sich auf EUR 394,2 Mio. (2011 / 2012: EUR 455,4 Mio.; 2012: EUR 209,4 Mio.). Die Personalkosten sanken im Geschäftsjahr 2012 / 2013 und betrugen EUR 6,2 Mio. (2011 / 2012: EUR 6,7 Mio.; 2012: EUR 3,6 Mio.). Sonstige betriebliche Aufwendungen fielen in Höhe von EUR 16,4 Mio. ( 2011 / 2012: EUR 13,8 Mio.; 2012: EUR 6,9 Mio.) an. Die erhöhten sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten dabei erhöhte Aufwendungen für erwartete Schadenersatzzahlungen (EUR 3,9 Mio.)

Das darüber hinaus durch Aufwendungen aus Wertminderungen aus der Abschreibung des Goodwill (EUR 70,7 Mio.), aus dem Abgang der Kundenbeziehungen (EUR 11,8 Mio.) sowie Verlusten aus Termingeschäften in Höhe von EUR 6,0 Mio. (2011 / 2012: Erträge EUR 3,8 Mio.; 2012: Erträge EUR 3,6 Mio.) beeinflusste Segmentergebnis beträgt EUR – 87,0 Mio. (2011 / 2012: EUR 16,7 Mio.; 2012: EUR 7,5 Mio.).

Im Geschäftsjahr 2012 / 2013 sind EUR 3,0 Mio. (2011 / 2012: EUR 3,2 Mio.; 2012: EUR 1,1 Mio.) in Sachanlagen investiert worden.

Aufgrund der oben genannten operativen und außerordentlichen Effekte entwickelten sich Umsatz und Ergebnis des Segments im Geschäftsjahr 2012/2013 nicht planmäßig.

Biodiesel
p.a. Q1 2012/
2013
Q2 2012/
2013
Q3 2012/
2013
Q4 2012/
2013
2012/
2013
2011/
2012
Nominalkapazität (t) 450.000 112.500 112.500 112.500 112.500 450.000 450.000
Produktionskapazität (t) 427.500 106.875 106.875 106.875 106.875 427.500 427.500
Produktion (t) 80.258 93.129 79.640 73.840 326.867 353.083
Auslastung Nominalkapazität (%) 71,3 82,8 70,8 65,6 72,6 78,5
Auslastung Produktionskapazität (%) 75,1 87,1 74,5 69,1 76,5 82,6
Mitarbeiter zum Stichtag 102 98 98 98 98 103

Bioethanol

Im Geschäftsjahr vom 1. Juli 2012 bis 30. Juni 2013 wurden 165.921 Tonnen Bioethanol und 330.212 MWh Biomethan erzeugt. Die Produktion von Bioethanol lag um 17 Prozent unter dem Wert des gleichen Vorjahreszeitraums. Dagegen hat sich die Menge an erzeugtem Biomethan um 27 Prozent im Vergleich zum Vergleichszeitraum 2011 / 2012 erhöht.

Damit wurden im Berichtszeitraum 2012 / 2013 im Segment Bioethanol Umsatzerlöse in Höhe von EUR 258,3 Mio. (2011 / 2012: EUR 253,4 Mio.; 2012: EUR 112,8 Mio.) inklusive der Erlöse aus dem Betrieb von zwei Biomethananlagen erzielt. Der insgesamt nahezu unveränderte Umsatz erklärt sich bei verringerten Mengen Bioethanol sowohl mit der Preisentwicklung beim Bioethanol als auch mit dem erhöhten Absatz an Biomethan.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in diesem Segment betrugen in der Berichtsperiode EUR 6,0 Mio. (2011 / 2012: EUR 7,6 Mio.; 2012: EUR 3,2 Mio.), wobei keine wesentlichen Sondereffekte zu verzeichnen waren.

Der Materialaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der stark gestiegenen Rohstoffpreise auf EUR 234,5 Mio. erhöht (2011 / 2012: EUR 237,5 Mio.; 2012: EUR 107,7 Mio.). Der Personalaufwand wird mit EUR 9,6 Mio. (2011 / 2012: EUR 9,9 Mio.; 2012: EUR 5,3 Mio.) ausgewiesen und verringerte sich geringfügig. Ebenso verringert stellen sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen dar (2012 / 2013: EUR 13,8 Mio.; 2011 / 2012: EUR 16,5 Mio.; 2012: EUR 8,8 Mio.). Diese enthalten vornehmlich Ausgangsfrachten und Instandhaltungsaufwand. Das Segment Bioethanol weist Erträge aus Termingeschäften in Höhe von EUR 4,5 Mio. (2011 / 2012: EUR 1,4 Mio.; 2012: EUR 0,7 Mio.) aus.

Das Segmentergebnis vor Zinsen und Steuern des Geschäftsjahres 2012/2013 beträgt EUR –33,9 Mio. nach EUR –3,5 Mio. im Geschäftsjahr 2011/2012 und –1,5 Mio. im Rumpfgeschäftsjahr 2012. Neben den bereits erläuterten Entwicklungen wird das Segmentergebnis im Geschäftsjahr 2012/2013 durch Aufwendungen aus Wertminderungen in Höhe von EUR 19,8 Mio. belastet, welche auf die Sachanlagen des Segments im Ergebnis des auf den 28. Februar 2013 durchgeführten und zum 30. Juni 2013 aktualisierten Impairment-Tests vorgenommen worden sind.

Insgesamt wurden in diesem Segment EUR 31,5 Mio. (2011 / 2012: EUR 19,7 Mio.; 2012: EUR 9,3 Mio.) investiert. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Investitionen in die Optimierung und Ergänzung der Biomethananlagen an den Standorten Schwedt/ Oder und Zörbig in Höhe von EUR 28,6 Mio. (2011 / 2012: EUR 15,1 Mio.; 2012: EUR 5,8 Mio.).

Bioethanol
p.a. Q1 2012/
2013
Q2 2012/
2013
Q3 2012/
2013
Q4 2012/
2013
2012/
2013
2011/
2012
Nominalkapazität (t) 300.000 75.000 75.000 75.000 75.000 300.000 300.000
Produktionskapazität (t) 270.000 67.500 67.500 67.500 67.500 270.000 270.000
Produktion (t) 36.284 47.814 39.794 42.029 165.921 201.072
Auslastung Nominalkapazität (%) 48,4 63,8 53,1 56,0 55,3 67,0
Auslastung Produktionskapazität (%) 53,8 70,8 59,0 62,3 61,5 74,5
Biomethan
Nominalkapazität (MWh) 480.000 120.000 120.000 120.000 120.000 480.000 480.000
Produktionskapazität (MWh) 400.000 100.000 100.000 100.000 100.000 400.000 340.000
Produktion (MWh) 98.130 84.058 66.817 81.208 330.213 261.729
Auslastung Nominalkapazität (%) 81,8 70,0 55,7 67,7 68,8 54,5
Auslastung Produktionskapazität (%) 98,1 84,1 66,8 81,2 82,6 77,0
Mitarbeiter zum Stichtag 186 190 184 178 178 181

Aufgegebener Geschäftsbereich

Im Geschäftsjahr 2012 / 2013 betrugen die Erträge des aufgegebenen Geschäftsbereichs EUR 108,7 Mio. (2011 / 2012: EUR 100,6 Mio.; 2012: EUR 63,6 Mio.), wobei die darin enthaltenen Umsatzerlöse im Wesentlichen aus dem Handel mit Getreide, Ölsaaten und Düngemitteln mit Dritten außerhalb des Konzerns resultieren. Unter Berücksichtigung von Erlösen, die aus der Handelstätigkeit mit fortzuführenden Geschäftsbereichen erzielt wurden, betragen die Erträge EUR 250,8 Mio. (2011 / 2012: EUR 218,7 Mio.; 2012: EUR 140,5 Mio.).

Demgegenüber stehen insgesamt Aufwendungen in Höhe von EUR 134,6 Mio. (2011 / 2012: 99,9 Mio.; 2012: EUR 61,5 Mio.). Hinzu kommt ein Finanzergebnis in Höhe von EUR – 3,8 Mio. (2011 / 2012: EUR – 3,7 Mio.; 2012: EUR – 1,6 Mio.). Die Aufwendungen beinhalten insbesondere im dritten und vierten Quartal 2012 / 2013 erhöhte Materialaufwendungen für Warenbestände sowie Drohverlustrückstellungen auf neue Warenkontrakte in Höhe von insgesamt EUR 7,5 Mio.

Die negativen Rohmargen resultieren zudem aus im Geschäftsjahr realisierten Verlusten aus Absicherungsgeschäften, bei denen die ursprünglich bestehende Sicherungsbeziehung vorzeitig aufgelöst wurde. Darüber hinaus wird das Ergebnis durch erhöhte Abschreibungen auf die erwarteten Veräußerungserlöse der Lagerstandorte sowie bereits angefallene Veräußerungskosten belastet.

Somit weist der aufgegebene Geschäftsbereich für den Berichtszeitraum ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von EUR – 29,5 Mio. (2011 / 2012: – 2,0 Mio.; 2012: EUR – 0,2 Mio.) aus.

Zum Stichtag 30. Juni 2013 waren im aufgegebenen Geschäftsbereich 193 Mitarbeiter beschäftigt (30.06.2012: 223 Mitarbeiter).

Übrige

Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden im Segment Übrige insbesondere aus Transport und Logistikleistungen Umsatzerlöse in Höhe von EUR 33,5 Mio. erzielt. Das Segmentergebnis wird mit EUR –1,6 Mio. ausgewiesen.

Vergütungsbericht

VERBIO berichtet transparent über die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat. Dies ist für uns ein Kernelement guter Unternehmensführung. Der nachfolgende Vergütungsbericht fasst die Grundsätze des Vergütungssystems der VERBIO für Vorstand und Aufsichtsrat zusammen und erläutert die Struktur und Höhe der Vergütung.

Vorstandsvergütung

Für die Festlegung der individuellen Vorstandsvergütung ist gemäß dem seit 5. August 2009 gültigen Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) sowie einer entsprechenden Regelung in der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat der Gesamtaufsichtsrat zuständig. Die aktuell gültige Struktur des Vergütungssystems entspricht neben den gesetzlichen Vorgaben auch dem Deutschen Corporate Governance Kodex und der Rechtsprechung. Es wurde am 25. Oktober 2010 vom Aufsichtsrat verabschiedet und von der Hauptversammlung mit einer Mehrheit von 99,99 Prozent des vertretenen Kapitals am 24. Juni 2011 gebilligt. Die Vergütung des Vorstands enthält neben einer jährlichen Festvergütung Sachbezüge und eine variable Vergütungskomponente, die sich wiederum aus einem Jahresbonus und einem langfristigen Bonus zusammensetzt.

Erfolgsunabhängige fixe Vergütung

Die jährliche Festvergütung wird als erfolgsunabhängige Grundvergütung monatlich anteilig als Gehalt gezahlt. Der Vorstandsvorsitzende Claus Sauter erhält eine jährliche Festvergütung in Höhe von TEUR 400. Für die weiteren Vorstände beläuft sich die Festvergütung auf jeweils TEUR 300. Die im Geschäftsjahr 2012/2013 vorherrschenden politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben den Vorstand im Dezember 2012 veranlasst, das beabsichtigte Investitionsprogramm zu stoppen und ein umfangreiches Kostensenkungsprogramm umzusetzen. Im Jahr 2013 üben sowohl der Vorstand als auch die Führungskräfte der ersten und zweiten Ebene freiwilligen Gehaltsverzicht. Dies hat zur Folge, dass sich die jährliche Festvergütung für die einzelnen Mitglieder des Vorstands von TEUR 400 bzw. TEUR 300 auf TEUR 210 für das Kalenderjahr 2013 reduziert. Des Weiteren hat der Vorstandsvorsitzende Claus Sauter im Dezember 2012 auf sein Gehalt verzichtet.

Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich Nebenleistungen in Form von Sachbezügen; diese bestehen im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung, Telefon sowie Versicherungsprämien. Als Vergütungsbestandteil sind diese Nebenleistungen vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern in gleicher Weise zu. Von der Nutzung eines Dienstwagens machten im Rumpfgeschäftsjahr 2012 sowie im Geschäftsjahr 2012 / 2013 lediglich die Vorstandsmitglieder Dr. Oliver Lüdtke und Theodor Niesmann Gebrauch.

Erfolgsabhängige variable Vergütung

Die Höhe des Jahresbonus für das betreffende Geschäftsjahr (Referenzjahr) beträgt für den Vorstandsvorsitzenden 1 Prozent, für die übrigen Vorstände 0,75 Prozent des in dem Konzernabschluss des Referenzjahres ausgewiesenen positiven Konzern-Jahresüberschusses, soweit er einen Betrag von TEUR 6.500 überschreitet (Rumpfgeschäftsjahr 2012: Freigrenze in Höhe von TEUR 3.250). Bei der Berechnung des Konzernjahresüberschusses bleibt der an sämtliche Vorstandsmitglieder auszubezahlende Jahresbonus unberücksichtigt.

Der Jahresbonus beträgt höchstens die Hälfte der jährlichen Festvergütung (Jahresbonus-Cap). Im Rumpfgeschäftsjahr 2012 belief er sich auf höchstens ein Viertel der Festvergütung. Der Aufsichtsrat kann den Jahresbonus durch eine zusätzliche nachträgliche Anerkennungsprämie für besondere Leistungen im Referenzjahr erhöhen, soweit dies angemessen ist. Er beschließt über die Höhe des Jahresbonus jeweils im Zusammenhang mit der Feststellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft. Innerhalb eines Monats ab diesem Beschluss gelangt der Jahresbonus zur Auszahlung an das Vorstandsmitglied. Bei unterjährigem Beginn oder Ende des Dienstvertrags wird der Jahresbonus zeitanteilig gewährt.

Durch die Vertragsergänzungen im Rahmen des freiwilligen Verzichts verringert sich der Jahresbonus auf 0,5 Prozent für den Vorstandsvorsitzenden bzw. auf 0,375 Prozent für die übrigen Vorstände für das Geschäftsjahr 2013/2014 des in dem Konzernabschluss des Referenzjahres ausgewiesenen positiven Konzern-Jahresüberschusses, der und soweit er einen Betrag von TEUR 6.500 überschreitet.

Die Basis des langfristigen Bonus beträgt für jedes Referenzjahr für den Vorstandsvorsitzenden Claus Sauter TEUR 200 (Referenzbonus; Rumpfgeschäftsjahr 2012: TEUR 100), für die übrigen Vorstände TEUR 150 (Referenzbonus; Rumpfgeschäftsjahr 2012: TEUR 75). Der langfristige Bonus wird wie folgt berechnet und ausgezahlt: Der Referenzbonus wird zum 31. Oktober eines jeden Jahres (Stichtag) für das zurückliegende Referenzjahr umgerechnet in eine Anzahl fiktiver Aktien der Gesellschaft (Fiktive Aktien), indem der Referenzbonus dividiert wird durch den gewichteten Drei-Monats-Durchschnitt der Aktienkurse der Gesellschaftsaktie in der Schlussauktion im Xetra-Handelssystem der Deutschen Börse AG (oder einem an dessen Stelle getretenen funktional vergleichbaren Nachfolgesystem; Xetra-Kurs). Maßgebend für diese Ermittlung sind die letzten drei Monate des betreffenden Referenzjahres.

Die so umgerechneten Fiktiven Aktien werden für jedes Referenzjahr gesondert als Fiktive Aktien 1, Fiktive Aktien 2, Fiktive Aktien 3 etc. geführt. Drei Jahre nach dem jeweiligen Stichtag, also am 31. Oktober dieses entsprechend nachfolgenden Jahres (Zahlungsjahr), werden die betreffenden Fiktiven Aktien zurückgerechnet in einen Geldbetrag, indem die Anzahl dieser Fiktiven Aktien multipliziert wird mit dem Xetra-Kurs für den Zeitraum der letzten drei Monate vor dieser Zurückrechnung.

Der langfristige Bonus ist für jedes Referenzjahr seiner Höhe nach begrenzt auf den doppelten Betrag der Festvergütung (langfristiger Bonus-Cap). Für das Geschäftsjahr 2012 / 2013 beträgt der langfristige Bonus-Cap TEUR 600, für den Vorstandsvorsitzenden TEUR 800.

VERBIO hat die Befugnis, die Auszahlung des Geldbetrags durch die Zuteilung der Anzahl der diesem Geldbetrag entsprechenden Fiktiven Aktien an den Vorstand zu ersetzen. Diese Ersetzungsbefugnis kann von VERBIO für die Fiktiven Aktien 1, 2, 3 etc. für jedes Jahr gesondert ausgeübt werden; wird sie ausgeübt, kann VERBIO sie jeweils nur einheitlich für alle Fiktiven Aktien des betreffenden Jahres ausüben. Werden dem Vorstand Aktien zugeteilt, so darf er diese erst nach Ablauf einer Haltefrist von einem weiteren Jahr ab Zuteilung veräußern. Über die Berechnung und Rückrechnung des langfristigen Bonus und ebenso über die eventuelle Ersetzung des Geldbetrags durch Aktien beschließt der Aufsichtsrat.

Bei unterjährigem Beginn des Dienstvertrages wird der Umrechnung der jeweilige Referenzbonus zeitanteilig zugrunde gelegt. Für das Jahr der Beendigung des Dienstvertrags wird kein langfristiger Bonus gewährt. Soweit für vergangene Referenzjahre eine Zurückrechnung noch nicht erfolgen konnte, wird diese zum Tag der Beendigung des Dienstvertrags durchgeführt. Maßgebend für diese Zurückrechnung ist der Xetra-Kurs für den Zeitraum der letzten drei Monate vor der Beendigung des Dienstvertrags. Der so ermittelte Geldbetrag gelangt zwei Monate nach der Beendigung des Dienstvertrags zur Auszahlung.

Entsprechendes gilt für eine Ausübung der Ersetzungsbefugnis. Das Vorstandsmitglied Bernd Sauter erhält für das Jahr des Beginns seines Dienstvertrags keinen langfristigen Bonus.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird in voller Höhe von VERBIO getragen. Direktzusagen über Pensionsleistungen der Gesellschaft an die Mitglieder des Vorstands bestehen nicht. Insofern werden bei der Gesellschaft auch keine diesbezüglichen Rückstellungen gebildet.

Sonstige vertragliche Leistungen

Sämtliche Vorstandsanstellungsverträge sehen vor, dass im Falle des Todes eines Vorstandsmitglieds dessen Witwe und Kinder, soweit letztere noch nicht das 25. Lebensjahr vollendet haben, noch für den Sterbemonat sowie die drei darauffolgenden Monate Anspruch auf das unverminderte monatliche Festgehalt haben, längstens jedoch bis zum Ende der Laufzeit des jeweiligen Anstellungsvertrags.

Die Vorstandsverträge sehen darüber hinaus für den Fall, dass die Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund vorzeitig endet, für Abfindungszahlungen eine Begrenzung auf maximal zwei Jahresvergütungen vor (Abfindungs-Cap), jedoch nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags. Aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels ("Change of Control"-Regelung) hat der Vorstand ein einmaliges Sonderkündigungsrecht und bei Ausübung einen Anspruch auf Auszahlung einer Abfindung, die sich aus einer Kapitalisierung der voraussichtlichen Gesamtbezüge für die Restvertragslaufzeit errechnet, jedoch den Wert von drei Jahresvergütungen, bestehend aus fixen und variablen Vergütungskomponenten, nicht überschreiten darf. Wird während der Laufzeit der Anstellungsverträge eine dauernde Arbeitsunfähigkeit festgestellt, so endet der Vertrag mit dem Tage, an dem die dauernde Arbeitsunfähigkeit festgestellt wird.

Weitere die Vergütung betreffende Regelungen für den Fall der Beendigung des Anstellungsverhältnisses sehen die Vorstandsanstellungsverträge nicht vor.

Gesamtvergütung

Der Vorstand erhielt im Geschäftsjahr 2012 / 2013 Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 1.604 (2012: TEUR 923). Davon entfielen TEUR 1.053 (2012: TEUR 658) auf die fixen Gehaltsbestandteile inklusive sonstiger Vergütungsbestandteile und TEUR 551 (2012: TEUR 265) auf die variablen erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile.

Den Mitgliedern des Vorstands wurden weder im Geschäftsjahr 2012/2013 noch im Rumpfgeschäftsjahr 2012 Kredite gewährt. Es wurden weder Vorschüsse eingeräumt noch an die Mitglieder des Vorstands für persönlich erbrachte Leistungen und weitere Beratungs- und Vermittlungsleistungen Vergütungen gezahlt oder Vorteile gewährt.

2012 / 2013
TEUR Fixe Bezüge Variable
Bezüge
(Jahresbonus)
Variable
Bezüge
(langfristiger
Bonus)
Sonstige
Vergütungs
bestandteile
Gesamt
bezüge
Claus Sauter 272 0 170 0 442
Dr. Oliver Lüdtke 255 0 127 8 390
Theodor Niesmann 255 0 127 8 390
Bernd Sauter 255 0 127 0 382
Gesamtbezüge 1.037 0 551 16 1.604
2012
TEUR
Claus Sauter 200 0 82 0 282
Dr. Oliver Lüdtke 150 0 61 4 215
Theodor Niesmann 150 0 61 4 215
Bernd Sauter 150 0 61 0 211
Gesamtbezüge 650 0 265 8 923

Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats regelt § 14 der Satzung der Gesellschaft.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten demnach nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung in Höhe von TEUR 30 p. a. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte dieses Betrages. Im Gegensatz zum funktionsbedingt deutlich höheren Arbeitsaufwand des Aufsichtsratsvorsitzenden weicht der Arbeitsaufwand des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden nicht maßgeblich vom Arbeitsaufwand der übrigen Aufsichtsratsmitglieder ab. Daher findet der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitz im Rahmen der Aufsichtsratsvergütung auch keine gesonderte Berücksichtigung.

Im Geschäftsjahr 2012 / 2013 wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats für ihre Tätigkeit Bezüge in Höhe von TEUR 120 (Rumpfgeschäftsjahr 2012: TEUR 60) gewährt. Auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats entfallen die in der unten stehenden Tabelle aufgeführten Beträge.

2012/2013 2012
60 30
30 15
30 15
120 60

Ferner erstattet die Gesellschaft den Aufsichtsratsmitgliedern deren bare Auslagen sowie die Umsatzsteuer, sofern sie berechtigt sind, die Steuer gesondert in Rechnung zu stellen und dieses Recht ausüben. Den im Geschäftsjahr 2012 / 2013 amtierenden Aufsichtsratsmitgliedern wurden insgesamt TEUR 4 (Rumpfgeschäftsjahr 2012: TEUR 2) an baren Auslagen erstattet.

Die Gesellschaft gewährte den Mitgliedern des Aufsichtsrats weder im Geschäftsjahr 2012/2013 noch im Rumpfgeschäftsjahr 2012 sonstige Vergütungen, noch wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, Vergütungen gezahlt oder Vorteile gewährt.

Sonstiges

Die Gesellschaft hat eine Vermögensschadenhaftpflicht-Gruppenversicherung (sogenannte D& O-Versicherung) für ihre Organe und leitenden Angestellten abgeschlossen. Die Versicherung deckt das Haftungsrisiko für den Fall ab, dass der Personenkreis bei Ausübung seiner Tätigkeit für Vermögensschäden in Anspruch genommen wird. Der Versicherungsschutz erstreckt sich folglich auch auf die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats. Die D& O-Versicherung sieht für Vorstände einen Selbstbehalt in Höhe von mindestens 10 Prozent des Schadens bis mindestens dem Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung vor und entspricht damit den Anforderungen des § 93 Absatz 2 Satz 3 AktG.

Die Aufsichtsratsmitglieder haben sich gegenüber der VERBIO AG mit Erklärungen vom 22. März 2010, 13. Juli 2010 und 24. Oktober 2011 verpflichtet, Vermögensschäden in Höhe von bis zu 10 Prozent des Schadens, maximal jedoch bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung auch dann zu ersetzen, wenn die D&O-Versicherung für den Schaden einzustehen hat (sogenannter interner Selbstbehalt).

Die gesetzlichen Regelungen über die Haftung von Aufsichtsratsmitgliedern einer Aktiengesellschaft werden durch diese abgeschlossene Verpflichtungserklärung weder eingeschränkt noch erweitert. Den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex wird damit vollumfänglich entsprochen.

Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagement

Der Geschäftserfolg der VERBIO wird beeinflusst durch den reibungslosen, kontinuierlichen Betrieb der Produktionsanlagen und eine optimale Logistik in Bezug auf die Rohstoffbeschaffung und den Vertrieb der Produktionsmengen. Ein weiterer entscheidender Einflussfaktor ist die Entwicklung der Rohstoff- und Absatzpreise. Rechtliche, regulatorische und energiesteuerliche Rahmenbedingungen haben ebenfalls einen wichtigen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung.

Die VERBIO AG hat ein Risikomanagementsystem für die Gruppe implementiert. Im Voraus definierte Einzelrisiken werden durch Frühwarnindikatoren ständig überwacht. Wesentliche Veränderungen der Risiken werden in den regelmäßig stattfindenden Vorstandssitzungen bewertet und Maßnahmen zur Eindämmung der Risiken festgelegt. Im Rahmen eines quartalsweisen Reportings wird durch die Geschäftsführung der Tochtergesellschaften sowie Abteilungsleiter der VERBIO AG und Märka GmbH an den Risikomanager berichtet. Neue oder wegfallende Risiken werden ebenfalls im Reporting erfasst. Risiken mit umgehendem Handlungserfordernis sind sofort und ohne Verzug formlos an den Risikomanager zu adressieren. Der Risikomanager berichtet die bei den Tochtergesellschaften und Konzernabteilungen geänderten, neu identifizierten oder wegfallenden Risiken in aggregierter Form an den für das Risikomanagement zuständigen Vorstand.

Das Risikomanagementsystem wird kontinuierlich an die sich ändernden externen Rahmenbedingungen und die daraus abgeleiteten internen Organisationsstrukturen angepasst. Dies betrifft auch die kontinuierliche Überwachung der definierten Einzelrisiken sowohl in Bezug auf ihre Vollständigkeit als auch in Bezug auf ihren Inhalt.

Unternehmensintern eingesetztes Steuerungssystem

Das Steuerungssystem innerhalb der VERBIO-Gruppe beruht auf monatlichen Produktions-, Ergebnis- und Liquiditätsberichten sowie der Auswertung ausgewählter Finanzkennzahlen, die an den Vorstand und an den für die Information relevanten Führungskreis gesandt werden.

Maßgeblich für die Konzernsteuerung sind die Rohstoffpreise, Rohertragsmargen und daraus abgeleitete Segmentergebnisse. Eine Verfeinerung des bestehenden Steuerungssystems im Hinblick auf Vertriebskennzahlen wurde realisiert. Der Vorstand ist aufgrund der monatlichen Berichterstattung und der Risikobewertung im Rahmen der Vorstandssitzungen stets über die Lage der betreffenden Einheiten der Gruppe informiert.

Rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsysteme

Das Risikomanagementsystem der VERBIO hat, ausgehend von der zugrunde liegenden Risikostrategie und Risikobereitschaft, seinen Schwerpunkt in der Erkennung und Beurteilung von Risiken sowie deren Handhabung. Das interne Kontrollsystem ist Bestandteil des Risikomanagementsystems und hat die Steuerung und Überwachung der Risiken zum Ziel. Generell umfassen Risikomanagementsystem und internes Kontrollsystem auch rechnungslegungsbezogene Prozesse sowie Risiken und Kontrollen im Bereich Rechnungslegung.

Im Hinblick auf rechnungslegungsbezogene Prozesse ist es das Ziel, Risiken zu identifizieren, die einer regelkonformen Erstellung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des (Konzern-)Lageberichts entgegenstehen. Das interne Kontrollsystem soll durch Implementierung entsprechender Kontrollen mit hinreichender Sicherheit gewährleisten, dass trotz identifizierter Risiken ein regelkonformer Jahres- und Konzernabschluss erstellt wird. Sämtliche Tochtergesellschaften sind organisatorisch in diesen Prozess einbezogen.

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für Umfang und Ausrichtung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems auch im Bereich Rechnungslegung.

Die zentrale Organisation, die Einheitlichkeit der verwendeten EDV-Programme, die eindeutige Zuordnung der Verantwortlichkeiten innerhalb des Rechnungswesens, der Konzernfinanzierung und des Controllings sowie geeignete Kontrollen sollen die Risikosteuerung, Kontrolle und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherstellen bzw. erleichtern. Auch für den Konzernabschluss sind sämtliche Aufgaben wie Konsolidierungsmaßnahmen, die Abstimmung konzerninterner Salden, Berichtspflichten etc. eindeutig zugeordnet und die Prozesse im internen Kontroll- und Risikomanagementsystem definiert.

Umfang und Effektivität des internen Kontroll- und Risikofrüherkennungssystems werden im Hinblick auf die Rechnungslegung im Rahmen der jährlichen Jahresabschlusserstellung beurteilt. Die interne Überwachung wird vom Konzerncontrolling durchgeführt, das direkt an den Vorstand berichtet.

Risiken

Risiken der Rohstoffbeschaffung

Die Ergebnisse der VERBIO hängen in erheblichem Maße von den Preisen und der Verfügbarkeit der eingesetzten Rohstoffe ab. Bei Biodiesel ist es überwiegend Pflanzenöl, bei Bioethanol Getreide.

Der starken Volatilität der Preise in den letzten Jahren ist die VERBIO durch den Abschluss geeigneter Derivate an den Papier- und Devisenmärkten begegnet. Dies wird auch zukünftig die Strategie zur Risikominimierung bei den Ein- und Verkaufspositionen sein. Aufgrund des veränderten Kundeneinkaufsverhaltens hin zu kurzfristigeren Kontrakten hat VERBIO auch die Rohstoffbeschaffung hin zu kurzfristigen Einkaufskontrakten geändert. Dadurch reduzieren sich das Preisänderungsrisiko und das damit notwendige Absicherungsvolumen.

Im Kontraktbuch aufgenommene Rohstoffe, für die keine Abnahmeverträge für Biodiesel und Bioethanol bestehen, werden soweit möglich nach Markteinschätzung des Vorstands und innerhalb vom Vorstand definierter Bandbreiten durch effektive und ineffektive Derivate an den relevanten Börsen, zum Beispiel LIFFE und CBOT, sowie OTC-Geschäfte abgesichert. Dabei können aufgrund von Ineffektivitäten und der jeweiligen Höhe der zur Verfügung stehenden Handelslinien nicht alle Rohstoffe voll abgesichert werden. Im Fall eines schnellen und rapiden Preisverfalls besteht ein erhebliches Ergebnis- und Cashflow-Risiko. Im Hinblick auf den Verkauf der Märka GmbH und der veränderten Rohstoffbeschaffungsstrategie ergeben sich deutlich geringere abzusichernde Vorratsbestände an Getreide und Ölsaaten, so dass das Cashflow-Risiko aus Absicherungsgeschäften zukünftig vergleichsweise deutlich reduziert wird.

Im Falle von auffälligen Marktentwicklungen oder Marktkonstellationen werden die Führungskräfte des Konzerns unverzüglich auch zwischen den regelmäßig stattfindenden Markt- und Produktionsausschusssitzungen informiert.

Risiken auf der Vertriebsseite

Der noch 2012 zu verzeichnende massive Zustrom von soja- und palmstämmigem Biodiesel aus Argentinien und Indonesien in den europäischen Markt konnte durch die Erhebung von vorläufigen Antidumpingzöllen durch die EU deutlich reduziert werden. Nach der Sektor-Untersuchung der Europäischen Kommission sind die Vorteile der in diesen beiden Ländern angewandten sogenannten DET's ("Differential Export Taxes") durch entsprechende unternehmensspezifische individuelle Zölle auszugleichen. DET's bewirken durch eine höhere Besteuerung des Exports von Pflanzenölen, dass die Ausfuhr für die Produzenten im Inland weniger attraktiv ist als die Produktion und der Export des Fertigerzeugnisses Biodiesel. Dadurch bleibt die Wertschöpfung im Ursprungsland. Diese Biodieselmengen drängen dann nach Europa, werden in Deutschland zu Preisen angeboten, die unter dem Preis der Rohstoffe Soja- oder Palmöl liegen und führen zu massiven Wettbewerbsverzerrungen / Wettbewerbsnachteilen.

Gleichzeitig wurden erhebliche Mengen doppelt anrechenbaren Biodiesels aus Altspeisefetten, sogenannte UCOME (Used Cooking Oil Methyl Ester), von den Mineralölbetrieben eingekauft. Dadurch war es möglich, die Quotenverpflichtung mit der Hälfte der Biodieselbeimischungsmenge zu erfüllen. Beide Effekte, DET's und UCOME, erhöhten den Druck auf die Absatz- und Quotenpreise. Dies hatte zur Folge, dass die Kapazitätsauslastung bei VERBIO rückläufig war.

In 2013 wird das Risiko aus dieser Marktverzerrung deutlich geringer ausfallen: zum einen durch die ergriffenen Antidumpingmaßnahmen der EU, zum anderen durch die stark verschärften Bestimmungen zur doppelten Anrechenbarkeit von Biokraftstoffen. Die Menge an fehlerhaft bzw. betrügerisch deklariertem, doppelt anrechenbarem UCOME ist im Vergleich zu 2012 erheblich gesunken.

Es besteht allerdings das von uns als gering eingeschätzte Risiko, dass die derzeit noch vorläufigen Antidumpingzölle nach abschließender Untersuchung durch die europäischen Behörden nicht final verhängt werden und es somit erneut zu einem massiven Import von sojaund palmölbasiertem Biodiesel nach Europa kommt.

Die Preisänderungsrisiken auf der Verkaufsseite im Segment Biodiesel werden soweit möglich nach Markteinschätzung des Vorstands und innerhalb vom Vorstand definierter Bandbreiten durch entsprechende effektive und ineffektive Derivate an den relevanten Börsen, wie z.B. NYMEX, sowie OTC-Geschäfte abgesichert. Durch den Abschluss von Derivaten wird soweit möglich eine Marge zwischen beiden Märkten fixiert. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass ungünstige Marktentwicklungen trotz des Einsatzes von Absicherungsinstrumenten zu negativen Ergebniseinflüssen führen können. Auch kann die zeitliche Abfolge der Abschlüsse der Grundgeschäfte und der Sicherungsgeschäfte zu Abweichungen führen.

Da eine entsprechende Verfahrensweise im Segment Bioethanol wegen weniger effektiver Absicherungsinstrumente für ethanolpreisrelatierte Verkaufsverträge – keine ausreichend liquiden Hedges auf Termine größer als drei Monate für Bioethanol möglich – derzeit nur bedingt umgesetzt werden kann, ist die VERBIO in diesem Segment in stärkerem Umfang Preisänderungsrisiken ausgesetzt. Zur Absicherung von benzinpreisrelatierten Verkaufsverträgen werden soweit möglich nach Markteinschätzung des Vorstands und innerhalb definierter Bandbreiten durch effektive und ineffektive Derivate an den relevanten Börsen, wie z.B. NYMEX, sowie OTC-Geschäfte abgesichert. Zusätzlich existiert hier eine stärkere Entkoppelung von Rohstoff- und Kraftstoffpreisen, da Getreidepreise eher durch andere Faktoren getrieben werden als durch den Preis für Energie.

Produktions- und technologische Risiken

Die Technologieführerschaft der VERBIO-Gruppe ist ausschlaggebend für eine weitere erfolgreiche Unternehmensentwicklung. Die VERBIO-Gruppe ist auf Basis des heute bereits erreichten technologischen Standards bei der großindustriellen Produktion von Biokraftstoffen und Biomethan führend und besitzt auch das Verfahrens-Know-how, die bestehenden Produktionsprozesse weiterzuentwickeln bzw. weiter zu optimieren. Risiken bestehen bezüglich der Biokraftstoffe, sofern sich plötzlich völlig andere und effizientere Produktions- und Verfahrenstechniken ergeben würden, die einen kostendeckenden Betrieb der bestehenden Anlagen nicht mehr ermöglichen.

Die Produktionsanlagen sind auf dem neuesten Stand der Technik und unterliegen einer ständigen Wartung. Umweltrisiken werden insofern aus Sicht der Unternehmensleitung weitestgehend minimiert. Dennoch sind mögliche Umweltschäden durch eine Umwelthaftpflichtversicherung versichert. Alle Werke sind mit einer Sachund Betriebsunterbrechungsversicherung gegen Elementarschäden versichert.

Finanz- und Liquiditätsrisiken

Wie im Abschnitt zur Vermögens- und Finanzlage ausgeführt, wurde der Konsortialkredit in Höhe von EUR 55,0 Mio. bis zum 31. Dezember 2013 verlängert. VERBIO hat unter Berücksichtigung der Neuausrichtung der Strategie im März/April 2013 sowie der verbesserten Markt- und Ertragssituation Unternehmens- und Finanzplanungen aufgestellt, die im Juli/August überarbeitet und im September 2013 ergänzt wurden.

Finanz- und Liquiditätsrisiken sind demnach das Nichterreichen der Planergebnisse und der damit verbundenen Kapitalflüsse, die Nichtverlängerung des Konsortialkredites im geplanten Umfang sowie Liquiditätsrisiken aus dem Abschluss von Derivaten.

Risiken aus Derivaten

Die Risiken aus den Derivaten sind abhängig von der dem jeweiligen Derivat eigenen Risikostruktur. Die von der VERBIO-Gruppe eingesetzten Derivate gehören unterschiedlichen Risikoklassen an und werden sowohl zur Absicherung der Rohstoffeinkäufe und Verkaufskontrakte als auch zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken genutzt. Absicherungsgeschäfte werden dabei zu einzelnen Grundgeschäften abgeschlossen und zugeordnet. Es besteht das Risiko der unzureichenden Effektivität zum entsprechenden Grundgeschäft und bei bestimmten Preisentwicklungen das Risiko, dass Nachschusspflichten nicht erfüllt werden können.

Das implementierte Positionsmanagement gewährleistet jedoch eine Minimierung dieser Risiken auf überschaubaren Umfang. Die Märka GmbH ist mit sämtlichen rohstoffseitig eingegangenen Risiken in das Positionsmanagement der VERBIO AG eingebunden. Aufgrund des signifikant reduzierten Geschäftsumfangs der Märka GmbH, unter anderem auch durch die Veräußerung von Standorten, konnte dieses Risiko stark minimiert werden.

Impairment-Risiko

Der Goodwill, der im Rahmen der mit der Sacheinlage der Tochtergesellschaften verbundenen Kaufpreisallokation ermittelt wurde, wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern regelmäßig auf Wertminderungen hin geprüft. Dazu wird jeweils ein sogenannter Impairment-Test nach IAS 36 vorgenommen. Die Umsatzplanung erfolgt auf der Basis langfristiger Kontrakte, zusätzlicher Spotmarktgeschäfte, Marktpreiseinschätzungen, Quotenerlösen sowie angestrebter Auslastungen auf noch nicht verkaufte Produktionskapazitäten. Die dem Impairment-Test zugrunde gelegte Planung ist vom Vorstand und Aufsichtsrat genehmigt. Der bisher bei den geplanten Umsätzen erwartete Ertragseffekt aus der Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung und den ab 2015 gesetzlich verankerten Dekarbonisierungsquoten wurde in dem zum 28. Februar 2013 durchgeführten und zum 30. Juni 2013 aktualisierten Impairment-Test in deutlich reduzierter Höhe berücksichtigt, da das politische und regulatorische Umfeld, sowohl national als auch auf EU-Ebene, und die gewonnenen Erfahrungswerte bei der Marktdurchdringung von zweifelhaftem, doppelt anrechenbarem Altspeisefettbiodiesel in Deutschland eine solche Annahme nicht mehr rechtfertigen. Dadurch kam es im dritten Quartal 2012/2013 zur Vollabschreibung des Goodwills im Geschäftsbereich Biodiesel und zur Teilabschreibung des Sachanlagevermögens im Geschäftsbereich Bioethanol.

Der Materialaufwand wurde anhand des der Planung zugrunde gelegten Rohstoffmixes geplant. Die weiteren Erträge und Aufwendungen wurden um einmalige Effekte und wesentliche Änderungen gegenüber dem Vorjahr bereinigt und anhand der bereinigten Vorjahreswerte hochgerechnet.

Sofern sich die der Planung zugrunde liegenden Annahmen als nicht zutreffend erweisen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass zukünftig weitere ergebniswirksame Wertminderungen der bestehenden Vermögenswerte bis hin zu deren Vollabschreibung vorzunehmen sein werden.

Absatzrisiken aus der Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung und dem Bundes-Immissionsschutzgesetz

Biokraftstoffe können ab dem 1. Januar 2011 nur auf die Biokraftstoffquote angerechnet werden bzw. können als Reinkraftstoff eine Energiesteuervergünstigung beanspruchen, wenn diese nach den Regeln der Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung produziert und in den Verkehr gebracht worden sind.

VERBIO und die Märka GmbH haben im Rahmen ihres Positionsmanagements und der regelmäßigen Kontraktkontrollen jederzeit den Abgleich der Mengenbilanzierung im Blick. Darüber hinaus nimmt das Konzerncontrolling stichprobenartige Überprüfungen der Biomengenbilanz der VERBIO AG vor.

Das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) fordert ab dem Jahr 2015 nicht mehr die Beimischung von definierten Biokraftstoffmengen, sondern die Reduktion von Treibhausgasemissionen um 3 Prozent durch die Beimischung von Biokraftstoffen (Dekarbonisierungsquote). Sollte in 2015 das durchschnittliche CO2-Einsparpotenzial von in Deutschland beigemischten Biokraftstoffen deutlich mehr als 50 Prozent betragen, hätte dies erhebliche negative Auswirkungen auf die beizumischenden Biokraftstoffmengen.

Risiken aus Rechtsstreitigkeiten

Nennenswerte Risiken aus Rechtsstreitigkeiten bestehen nicht.

Chancen

Chancen der Rohstoffbeschaffung

VERBIO verfolgt eine "Multi-Feedstock-Strategie", die es ermöglicht, den bei der Herstellung von Biodiesel und Bioethanol in Abhängigkeit vom Angebot auf dem Agrarmarkt günstigsten Rohstoff einzusetzen. Hierdurch können sich Preis- und damit Wettbewerbsvorteile ergeben.

Agrarrohstoffe werden international gehandelt und sind in der Regel jederzeit ausreichend verfügbar.

Produktions- und technologische Chancen

Die Produktionsanlagen sind technisch auf dem neuesten Stand und überwiegend mit eigenem Verfahrens-Knowhow gebaut worden. Die Anlagen zu optimieren oder an andere Rohstoffe anzupassen ist daher durch eigene Ressourcen möglich.

Die Anlagen sind in Bezug auf ihre Energiebilanz sehr gut aufgestellt. Alle Anlagen – Biodiesel, Bioethanol und Biomethan – wurden auch im Geschäftsjahr 2012/2013 weiter optimiert. Nennenswert sind Maßnahmen, die zu einer signifikanten Reduktion des Energieverbrauchs führen.

Chancen aus dem

Bundes-Immissionsschutzgesetz

Die Bewertung der Biokraftstoffe nach ihrem Treibhausgasminderungspotenzial und die Einführung der Dekarbonisierungsquoten ab dem Jahr 2015 könnten für die VERBIO die Chance eines Wettbewerbsvorteils aufgrund der bereits jetzt sehr hohen Dekarbonisierungswerte ihrer Produkte bedeuten. Die den Impairment-Tests zugrunde gelegten Planungsrechnungen enthalten jedoch im Vergleich zu Vorjahren aufgrund der unsicheren regulatorischen Rahmenbedingungen vergleichsweise nur noch geringe Vorteile für die VERBIO.

Chancen auf der Vertriebsseite

Die endgültige Einordnung der DET's und finale Verhängung von Antidumpingzöllen ab einem bestimmten Zeitpunkt im Jahr 2013 könnten dazu führen, dass der bereits aus Argentinien und Indonesien importierte und ab 1. Januar 2013 bis zum Zeitpunkt der Gültigkeit der Zölle in Deutschland beigemischte Biodiesel nicht mehr auf die Biokraftstoffquote angerechnet werden kann. Dies dürfte zu einem Anstieg der Nachfrage nach Quote und damit des Quotenpreises führen.

Gesamtbeurteilung

Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. In allen Unternehmensbereichen wird eine aktive und effiziente Risikosteuerung betrieben, so dass insgesamt die Risiken im Konzern begrenzt und zu handhaben sind.

Die Gesamtbewertung aller Risiken hat ergeben, dass sich die Gesamtrisikosituation aufgrund des Abgangs von einigen Standorten der Märka GmbH und geplanten weiteren Standortabgängen deutlich reduziert hat. Die eingegangenen Rohstoffpositionen wurden signifikant reduziert, ebenso die Derivate. Die aktualisierte Unternehmensplanung vom Juli/August 2013 wurde bisher erreicht. Der Vorstand der VERBIO AG geht vor diesem Hintergrund davon aus, dass der Fortbestand des Unternehmens unter der Voraussetzung der Prolongation der bis zum 31. Dezember 2013 befristeten Kreditlinien nicht gefährdet ist.

Nachtrags- und Prognosebericht

Nachtragsbericht

Berichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag 30. Juni 2013 wurde der Verkauf von insgesamt 21 der 42 als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte klassifizierten Lagerstandorte des Handelssegments vollzogen. Die entsprechenden Lagerstandorte sind bereits an die Käufer übergegangen. Die Verkaufserlöse für diese Standorte betrugen insgesamt EUR 25,9 Mio.

Bezüglich der Prolongation bestehender Kreditlinien wird auf den Abschnitt Vermögens- und Finanzlage verwiesen.

Darüber hinaus lagen keine berichtspflichtigen Ereignisse vor.

Prognosebericht

Das profitable Wachstum der VERBIO wird neben den konzernweit umgesetzten strategischen Initiativen auch von den konjunkturellen Rahmenbedingungen sowie branchenspezifischen Entwicklungen beeinflusst.

Der folgende Bericht gibt die Prognosen des VERBIO-Vorstands hinsichtlich des künftigen Geschäftsverlaufs wieder und beschreibt die erwartete Entwicklung der maßgeblichen volkswirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen. Er entspricht dem Kenntnisstand des Vorstands zum Zeitpunkt der Berichterstellung, wohl wissend, dass die tatsächliche Entwicklung aufgrund des Eintretens von Risiken und Chancen, wie im Risikound Chancenbericht beschrieben, positiv wie negativ wesentlich von diesen Prognosen abweichen kann.

Es ist weder beabsichtigt noch übernimmt VERBIO außerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Publikationsvorschriften eine gesonderte Verpflichtung, in diesem Bericht enthaltene zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren oder sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Erscheinen dieses Geschäftsberichts anzupassen.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet für Deutschland weiterhin ein ordentliches Wirtschaftswachstum. Zwar habe das Wachstum im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013, was durch Aufholeffekte geprägt gewesen sei, leicht an Dynamik verloren, dennoch sei die Entwicklung erfreulich.

Die Industrie folge seit Monaten einem deutlichen Aufwärtstrend. Die gute Stimmung in den Unternehmen habe sich zuletzt noch einmal verbessert. Die Investitionen in Ausrüstungen haben nach Einschätzung des DIW ihr Tief durchschritten, auch die niedrigen Zinsen wirkten wirtschaftsunterstützend. Dagegen drückt die unsichere Lage in vielen Exportmärkten auf die Stimmung: In Ländern wie China, Indien und Brasilien trübten sich die Wachstumsaussichten zuletzt ein. Insgesamt dürfte der Aufschwung der deutschen Wirtschaft deshalb moderat ausfallen.

Auswirkungen des Syrien-Konflikts auf die deutsche Konjunktur erwartet das DIW dagegen nicht, dafür sei die syrische Wirtschaft zu klein. Falls sich der Konflikt allerdings auf den gesamten Mittleren Osten ausbreite, seien negative Effekte möglich, wie etwa steigende Öl- und Gaspreise. Die zugespitzte Lage in Syrien sorgte bereits in den vergangenen Wochen für einen Anstieg des Ölpreises.

Die Entwicklung des deutschen Arbeitsmarkts ist insgesamt als stabil zu bezeichnen. Obwohl die Konjunktur in Deutschland in den letzten Quartalen angezogen hat, seien die positiven Impulse laut Bundesagentur für Arbeit nur als moderat zu bezeichnen.

Die Vorhersagen für das Wirtschaftswachstum schwanken teilweise sehr stark. Für das Jahr 2013 liegen die Schätzungen der Experten für ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts zwischen 0,2 und 1,3 Prozent. Die Prognosen für das Jahr 2014 bewegen sich derzeit zwischen 0,8 und 2,4 Prozent.

Was das europäische Wirtschaftswachstum anbelangt, so geht die europäische Statistikbehörde in ihren jüngsten Veröffentlichungen von einem leichten Wachstum der EU-Staaten von 0,4 Prozent aus. Damit bewege sich die Wirtschaftsleistung auf Vorjahresniveau.

Rohstoffpreisentwicklung

Die weltweiten Energiemärkte sind von einem umfassenden Wandel gekennzeichnet. Getrieben durch neue Fördermethoden, wie das Fracking zur Erschließung schwer zugänglicher Quellen, ist die Produktion von Erdöl und Erdgas in den USA, als größtem weltweitem Verbraucher, deutlich gestiegen. Die Folgen für die weitere Entwicklung des Ölpreises sind im Hinblick auf das zusätzliche Angebot schwer absehbar. Die Volatilität des Rohölpreises der Sorte Brent im zweiten Halbjahr 2012 / 2013 hat, auch bedingt durch geringere politische Spannungen im Nahen Osten, abgenommen und bewegte sich in einer Bandbreite von USD 100 bis 120 pro Barrel.

Die Preise für die zur Herstellung von Biokraftstoffen eingesetzten Rohstoffe haben sich im zweiten Halbjahr 2012 / 13 gegenüber dem ersten Halbjahr im Durchschnitt abgeschwächt. Zunehmend Einsatz für die Biodieselproduktion finden tropische Öle. Bedingt durch eine Vielzahl neuer Plantagen in Indonesien besteht derzeit ein Überangebot an Palmöl, das einen weiteren Preisrückgang konkurrierender Pflanzenöle erwarten lässt. Im Zuge dessen sind die Nachfrage und die Preise nach Raps und Rapssaat stark zurückgegangen. Auch die Preise für Weizen und Roggen haben sich stark ermäßigt. Dies zeigt, wie wichtig die Biokraftstoffindustrie auch für eine stabile Einkommenssituation und Planungssicherheit bei den Bauern ist. Es ist aus heutiger Sicht davon auszugehen, dass sich die Preise für Biokraftstoffe bis Ende des Jahres 2013 auf dem aktuellen Niveau stabilisieren werden.

Laut einer Veröffentlichung des United States Department of Agriculture vom 11. Juli 2013 wird die weltweite Getreideernte inklusive Reis im Wirtschaftsjahr 2013 / 14 voraussichtlich ca. 2,42 Mrd. Tonnen betragen. Dies entspricht einer Erhöhung um ca. 0,17 Mrd. Tonnen, verglichen mit dem Vorjahr. Auch vor dem Hintergrund eines erhöhten Verbrauchs erhöhten sich die weltweiten Endbestände geringfügig auf nunmehr 0,46 Mrd. Tonnen gegenüber 0,43 Mrd. Tonnen im Vorjahr.

Politische Rahmenbedingungen

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen, um die Klimaschutzziele der EU zu erreichen, sind geschaffen. Inzwischen haben alle Mitgliedstaaten die "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" formal umgesetzt. Dies ist jedoch nicht gleichbedeutend damit, dass auch sämtliche Anforderungen tatsächlich in allen Mitgliedstaaten umgesetzt werden. Vor diesem Hintergrund hat die EU bereits wegen unzureichender Umsetzung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" einige Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet. Insbesondere was die Einhaltung der Nachhaltigkeitsanforderungen anbelangt, haben viele Mitgliedstaaten zwar entsprechende gesetzliche Vorgaben verankert, deren Anwendung in der Praxis jedoch zu wünschen übrig lassen. Deutschland hat diese Rahmenbedingungen bereits in seine Gesetzgebung einfließen lassen.

In Deutschland sind die Kriterien für eine nachhaltige Erzeugung von Biokraftstoffen verbindlich in der Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung (Biokraft-NachV) festgelegt. Nur Biokraftstoffe, die die definierten Nachhaltigkeitskriterien vollständig erfüllen, werden zertifiziert und können somit auf die in Deutschland zu erfüllende Biokraftstoffquote angerechnet werden.

Novellierung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" der EU-Kommission

Am 17. Oktober 2012 legte die EU-Kommission dem Europäischen Parlament und dem Europäischen Rat einen Entwurf zur Novellierung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" und der "Kraftstoffqualitätsrichtlinie" vor. Mit diesem Entwurf ist beabsichtigt, den Anteil von 10 Prozent Energie im Verkehrssektor, der bis zum Jahr 2020 aus erneuerbaren Quellen stammen soll, auf 5,0 Prozent für Biokraftstoffe, die bspw. aus Getreide, Ölsaaten, Mais und Palmöl hergestellt werden, zu begrenzen (sogenannte Biokraftstoffe der 1. Generation). Darüber hinaus ist vorgesehen, die Förderung von Biokraftstoffen aus Ackerfrüchten, die Einsatz in der Lebens- und Futtermittelindustrie finden können, nach dem Jahr 2020 einzustellen. Neben der bisher vorgesehenen Doppelanrechnung von Biokraftstoffen aus Reststoffen, wie bspw. Altspeiseöle und tierische Fette, soll für bestimmte Abfälle und Reststoffe (z.B. Stroh und Rohglyzerin) künftig sogar eine vierfache Anrechnung auf das 10-Prozent-Ziel vorgesehen sein.

Außerdem plant die Kommission die Einführung sogenannter iLUC-Faktoren, mit denen Treibhausgasemissionen aus theoretisch denkbaren Landnutzungsänderungen in Drittländern erfasst werden sollen. Nach dem Vorschlag der Kommission sollen die iLUC-Faktoren künftig in die Berichterstattung der Kraftstofflieferanten und bei der Klimabilanz der Mitgliedstaaten über die Reduzierung von CO2 einbezogen werden. Diese Vorgaben sind umstritten und führen in den Ausschüssen des Europäischen Parlaments und zwischen Industrie und Umweltschutzorganisationen zu hitzigen Debatten.

Die Diskussionen im Europäischen Parlament und Rat um die beabsichtigte Novellierung halten weiter an, die geplante Richtlinienänderung wird von mehreren Mitgliedstaaten und Verbänden äußerst kritisch gesehen. Federführend in Bezug auf den neuen Kommissionsvorschlag ist der Umweltausschuss des Parlaments (ENVI). Das Europaparlament hat am 11. September 2013 in erster Lesung den Gesetzentwurf des Umweltausschusses angenommen. Demnach soll der Einsatz von Biokraftstoffen der 1. Generation auf 6,0 Prozent begrenzt und für alternative Kraftstoffe, sogenannte "advanced biofuels" (Biokraftstoffe, die aus Nicht-Nahrungsmitteln hergestellt werden, z.B. aus Abfall, Algen, Stroh und Klärschlamm) eine Unterquote von 2,5 Prozent eingeräumt werden. Außerdem soll eine Anrechnung von iLUC-Faktoren ab dem Jahr 2020 verpflichtend erfolgen.

Auf diesem Weg will die Kommission künftig die Klimabilanz bei der Herstellung von Biokraftstoffen verbessern, den Einsatz von Biokraftstoffen der 1. Generation eingrenzen und größere Anreize für den Verbrauch von Biokraftstoffen der 2. Generation schaffen.

Es wird angestrebt, bis Ende des Jahres eine Kompromissposition zu erzielen. Sowohl der Europäische Rat als auch das Europäische Parlament müssen den Richtlinienänderungen zustimmen. Sollte es keinen einheitlichen Beschluss, d. h. keine Zustimmung zum Ratsvorschlag geben, muss das Thema im Vermittlungsausschuss geklärt werden. Sollte der Vermittlungsausschuss tätig werden müssen, ist mit einer Beschlussfassung im Parlament frühestens im Mai 2014, nach der Wahl des Europaparlaments, zu rechnen.

Die Novellierungsvorschläge der EU-Kommission, künftig Biokraftstoffe der 2. Generation besonders zu fördern, stehen im Einklang mit der Unternehmensstrategie der VERBIO, zukünftig vermehrt Biokraftstoffe aus Rohstoffen zu produzieren, die nicht in Konkurrenz zu Nahrungsmitteln stehen. Die Kommission schafft mit ihrem Vorschlag die längst überfällige Verpflichtung, dass Biokraftstoffe der 2. Generation zukünftig in den Markt gebracht werden müssen. Tatsache ist, dass Biokraftstoffe der 2. Generation aus Nichtnahrungsmittelrohstoffen bereits verfügbar sind (z.B. Biogas und Biodiesel aus Abfallstoffen), aber aufgrund falscher gesetzlicher Vorgaben nur geringer Anreiz gegeben ist, diese tatsächlich einzusetzen. Tatsache ist aber auch, dass die Biokraftstoffziele der EU ohne den Einsatz von Biokraftstoffen der 1. Generation nicht zu erreichen sind, da Biokraftstoffe der 2. Generation auf absehbare Zeit nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen. Daher geht VERBIO davon aus und wird sich dafür engagieren, dass diese Biokraftstoffe einen bedeutenden Marktanteil behalten.

Der Vorschlag der Kommission stärkt außerdem die nachhaltige europäische Landwirtschaft bei der Erfüllung der CO2-Einsparziele im Transportbereich, da große Mengen nicht genutzter agrarischer Reststoffe wie Getreidestroh, Maisstroh und Mist nur in lokalen Wertschöpfungsketten bereitgestellt werden können.

VERBIO hat sich in den vergangenen Monaten und wird sich auch zukünftig weiterhin auf nationaler und europäischer Ebene direkt und über die Branchenverbände aktiv in die Diskussion zur europäischen Energie- und Klimaschutzpolitik einbringen. Hauptanliegen ist, die europäische Biokraftstoffstrategie verantwortungsvoll und verlässlich weiterzuentwickeln und die CO2-Emissionen zu verringern.

Abzuwarten bleibt, in welcher Art und Weise die durch die Bundesregierung im BImSchG festgeschriebene Dekarbonisierungsstrategie, die ab 2015 für die Quotenerfüllung ausschließlich auf eine maximale CO2-Einsparung abstellt – ohne Berücksichtigung der Rohstoffbasis – Anpassung finden wird. Diese widerspricht dem aktuellen Ansatz der EU-Kommission, Biokraftstoffe abhängig von ihrer Rohstoffbasis zu fördern.

Die künftigen Änderungen bestehender Klimaschutzziele der EU und der Bundesregierung sowie der zugrunde liegenden regulatorischen Umsetzung, insbesondere der BioNachV, können einen erheblichen Einfluss auf die Ergebnisse der VERBIO haben.

Markt- und Branchenentwicklung

Wir sehen den Biokraftstoffmarkt nach wie vor als Wachstumsmarkt. Dies betrifft insbesondere die Biokraftstoffe der 2. Generation. Ohne den Einsatz von Biokraftstoffen aus erneuerbaren Energien ist die Energiewende auf der Straße und sind die in der EU bis zum Jahr 2020 verbindlich festgelegten Klimaziele nicht zu erreichen. Allerdings erschweren die Diskussionen um anstehende Veränderungen des regulatorischen Umfelds eine stabile Geschäftsund nachhaltige Unternehmensentwicklung.

Was die Entwicklung der einzelnen Märkte anbelangt, so gehen wir davon aus, dass der Hauptabsatzmarkt für Biodiesel weiterhin der Beimischungsmarkt sein wird. Aufgrund des Wegfalls des Steuervorteils hat der reine Biodieselmarkt (B100) keine Bedeutung mehr.

Eines der zentralen Ziele der Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung war es, Fehlentwicklungen, d. h. die Produktion von Biokraftstoffen auf Basis nicht nachhaltiger Rohstoffe, zu stoppen. Dieses Ziel ist nicht erreicht. Der Import von großen Mengen als nachhaltig anerkanntem subventioniertem Biodiesel aus Südamerika und Südostasien führte dazu, dass bis zum ersten Quartal 2013 der deutsche Biokraftstoffmarkt unter Druck geriet. Die auf EU- und nationaler Ebene in der ersten Jahreshälfte 2013 ergriffenen Maßnahmen haben jedoch dazu geführt, dass seit dem zweiten Quartal 2013 die Auslastung der in Deutschland bestehenden Produktionskapazitäten für Biodiesel und die zu erzielenden Margen wieder gestiegen sind.

Positive Wirkung zeigen die von der EU-Kommission auferlegten vorläufigen Strafzölle für Biodiesel aus Argentinien und Indonesien – hier ist nach Brancheninformationen ein Rückgang von 90 Prozent zu verzeichnen. Was die weitere Behandlung der Strafzölle anbelangt, so ist im Oktober 2013 mit einer finalen Entscheidung zu rechnen. Das von der EU eingeleitete Anti-Subventionsverfahren wurde noch nicht abgeschlossen.

Ebenfalls positiv entwickelt hat sich die Eindämmung der Einfuhr von altspeisefettstämmigem Biodiesel aus zweifelhaften Quellen aus der ganzen Welt, der doppelt auf die Erfüllung der Biokraftstoffquote angerechnet wird. Dies ist auf die Verschärfung der Nachweispflichten entsprechend der Revision der 36. BImSchV zurückzuführen.

Was die mögliche Nichtanrechenbarkeit der in 2013 verkauften Biodieselmengen aus Argentinien und Indonesien auf die Erfüllung der Quotenverpflichtung anbelangt, so wird diese derzeit durch das Bundesfinanzministerium geprüft. Das damit verbundene Risiko und die rückläufigen Mengen an Altspeisefettbiodiesel führen zu einer höheren Nachfrage und steigenden Preisen für die Biokraftstoffquote.

Der derzeit am günstigsten am Markt verfügbare Rohstoff für die Produktion von Biodiesel ist Palmöl. Aufgrund der hohen Verfügbarkeit von Palmöl ist mit einem weiteren Preisverfall zu rechnen. Trotz anderslautender politischer Zielsetzungen hat dies zur Folge, dass im Jahr 2012 und auch im Jahresverlauf 2013 mehr Palmöl zu Biodiesel verarbeitet wurde als jemals zuvor. Schon heute ist palmölstämmiger Biodiesel wettbewerbsfähig zu fossilem Diesel.

Bioethanol ist ebenfalls überwiegend ein Produkt für den Beimischungsmarkt, wobei die Akzeptanz der Verbraucher in Deutschland, den Kraftstoff E10 zu tanken, gestiegen ist. Sowohl die Nachfrage als auch der Absatz von Bioethanol sind stabil, jedoch stark abhängig von den Entwicklungen in den USA.

Die Nachfrage nach Biomethan ist stabil mit steigender Tendenz. Dabei hat insbesondere die Nutzung von Biomethan anstelle von Erdgas, vor allem im öffentlichen Nahverkehr, zugenommen und auch das Tankstellennetz hat sich stark verbessert.

VERBIO hat sich aktiv in die Wirtschaftsinitiative Erdgas-/Biogasmobilität der dena (Deutsche Energie-Agentur) eingebracht und sieht hier einen Markt für bzw. eine Nachfrage nach Biomethan heranwachsen, die die Vorteile eines deutlich höheren CO2-Einsparpotenzials gegenüber Erdgas bietet. Die Initiative koordiniert die beschleunigte Markteinführung von Erdgas und Biomethan als Kraftstoff in Deutschland. Das von VERBIO erzeugte Biomethan reduziert den CO2-Ausstoß um 90 Prozent je gefahrenem Kilometer und ist heute bereits an 136 Erdgastankstellen in Deutschland erhältlich.

Nach Angaben des Verbands der Deutschen Biokraftstoffindustrie e. V. sind die in Deutschland verfügbaren Produktionskapazitäten bis zum Jahresende sehr gut ausgelastet.

Entsprechend aktueller Gesetzeslage wird ab 2015 in Deutschland die sogenannte Dekarbonisierungsstrategie umgesetzt. Die bis dahin geltende Gesamtquotenregelung für Biokraftstoffe, nach der mineralischen Kraftstoffen 6,25 Prozent ihres Energieinhalts an Biokraftstoffen beigemischt werden muss, wird dann ersetzt durch eine verpflichtende Reduzierung der CO2-Emission um 3,0 Prozent durch die Beimischung von Biokraftstoffen. Künftig gibt es also keine fixen Beimischungsanteile mehr, sondern die beizumischende Menge Biokraftstoff orientiert sich am CO2- Einsparpotenzial des beigemischten Biokraftstoffs. Liegt dieses bei 50 Prozent, so sind 6,0 Prozent Biokraftstoff beizumischen, liegt das Einsparpotenzial bei 75 Prozent, so reduziert sich die Beimischungsmenge auf 4 Prozent. Das heißt, Biokraftstoffe mit einer hohen Treibhausgasreduktion sind attraktiv für die Mineralölindustrie, da damit die vorgeschriebene Dekarbonisierung bei geringerer Beimischungsmenge erfüllt wird. Es bleibt abzuwarten, inwieweit die Novellierung der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" Deutschland an der geplanten Strategie festhalten lässt. Die aktuell in der Diskussion befindlichen Entwürfe der Novelle halten an den Beimischungszielen fest. Deutschland ist das einzige EU-Mitgliedsland, das den Ansatz einer Dekarbonisierungsstrategie verfolgt. Viele Detailfragen sind noch ungeklärt. Dies führt in der Biokraftstoffindustrie zu großer Unsicherheit.

Künftige Entwicklung der Unternehmensgruppe Im Dezember 2012 hat der Vorstand aufgrund der sich für das Geschäftsjahr 2012 / 2013 abzeichnenden Entwicklungen angekündigt, sämtliche Investitionspläne für neu zu errichtende Anlagen zu stoppen und ein umfangreiches Kostensenkungsprogramm umzusetzen.

Eine erfolgreiche Umsetzung der Investitionspläne ist so lange nicht sichergestellt, wie gesetzliche Unsicherheiten über die weiteren Zielsetzungen für Biokraftstoffe in Deutschland und der EU und fehlende Kontrollmechanismen für die Einhaltung der Nachhaltigkeitsanforderungen nicht ausgeräumt werden können und damit kein solides Fundament für die weitere Geschäftsentwicklung besteht.

Der weitere Ausbau der beiden Biomethananlagen in Schwedt und Zörbig wird fortgesetzt, sobald konkrete politische Vorgaben und auch stabile Finanzierungsbedingungen vorliegen. Bis zu EUR 5,0 Mio. an Investitionsmitteln sollen, die Erteilung des schriftlichen Förderbescheids der EU im Rahmen des Förderprogramms NER 300 vorausgesetzt, in die am Standort Schwedt errichtete Strohanlage fließen.

Darüber hinaus ist geplant, bis zu EUR 1,0 Mio. in die energetische Effizienzsteigerung der Biodieselanlage in Bitterfeld zu investieren.

Das angekündigte und im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2012 / 2013 umgesetzte Kostensenkungsprogramm resultierte im Berichtszeitraum in Einsparungen in Höhe von ca. EUR 5,0 Mio. und zog eine Straffung der Organisationsstruktur nach sich, die mit dem Abbau von Personal verbunden war.

Nach wie vor sorgt der große Preisunterschied zwischen Rapsöl und Pflanzenöl aus Asien dafür, dass Rapsöl insbesondere in den Sommermonaten als Rohstoff für die Biodieselproduktion weitestgehend verdrängt wird. Auch VERBIO musste auf diese Entwicklung reagieren und die Strategie der regionalen Rohstoffbeschaffung bei Biodiesel aufgeben. Für die Produktion von Biodiesel finden nunmehr vermehrt tropische Öle Einsatz. Sowohl die Produktionsauslastung als auch die Margensituation bei Biodiesel haben sich erhöht, was die künftige Entwicklung des Segments Biodiesel als zufriedenstellend bezeichnen lässt.

Darüber hinaus erfordert die Aufgabe der bisherigen Strategie der regionalen Rohstofferfassung konsequenterweise die Einstellung der Handelstätigkeit der Märka. Entgegen der ursprünglichen Absicht einer Gesamtveräußerung wird die Einstellung dieses Geschäftsbereichs nun über die Veräußerung einzelner Lagerstandorte der Märka im Rahmen von Asset-Deals umgesetzt. Bis zum 23. September 2013 wurden insgesamt 21 der 42 Märka-eigenen Standorte erfolgreich veräußert. Im Zuge des Verkaufs haben die Erwerber neben Grundstücken und Immobilien auch sämtliche Arbeitsverhältnisse von den an den veräußerten Standorten beschäftigten ca. 100 Mitarbeitern übernommen. An den verbleibenden Standorten haben diverse Käufer Interesse bekundet. Die Verhandlungen haben sich während der Erntesaison verlangsamt, werden aber Ende September wieder aktiv fortgeführt. Es ist beabsichtigt, die Verkaufsaktivitäten bis Mitte 2014 überwiegend abzuschließen.

Um künftig eine gesicherte und effiziente Rohstoffversorgung der Bioethanolwerke zu gewährleisten, wurde der Geschäftsbetrieb der Märka Polska direkt in die VERBIO AG eingegliedert. Darüber hinaus ist geplant, dass ein Teil der Mitarbeiter der Märka GmbH die Einkaufsabteilung der VERBIO AG verstärkt.

VERBIO beabsichtigt, auch im Geschäftsjahr 2013/2014 seine Marktposition bei Biodiesel und Bioethanol, insbesondere aber bei Biomethan weiter auszubauen und den Export des Produktportfolios zu forcieren. Die Ausrichtung auf den Einsatz von Abfällen und Reststoffen für die Produktion von Biokraftstoffen hat höchste Priorität. Daher und um dem Anspruch als Innovationsführer in unserer Branche auch in Zukunft gerecht zu werden, ist vorgesehen, im Geschäftsjahr 2013/2014 weitere Mittel für die systematische und kontinuierliche Identifizierung neuer Verfahrenstechniken und deren Bewertung und Überführung in neue Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie Optimierungen der bestehenden Anlagen aufzuwenden.

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung

Die im Geschäftsjahr 2012/2013 getroffenen Maßnahmen zur strategischen Neuausrichtung insbesondere der Rohstoffbeschaffung werden im Geschäftsjahr 2013/2014 erste Erfolge zeigen und die Richtigkeit dieser Schritte belegen. Deren Umsetzung dauert jedoch an und wird sich im Geschäftsjahr 2013/2014 weiter fortsetzen. Insofern wird das laufende Geschäftsjahr noch von Sondereffekten beeinflusst sein. Es ist daher davon auszugehen, dass das Geschäftsjahr 2013/2014 ein Übergangsjahr für die VERBIO wird.

Die Neuausrichtung umfasst neben der veränderten strategischen Rohstoffbeschaffung die Sicherung der Finanzierung der Geschäftstätigkeit unter den geänderten Rahmenbedingungen.

Der bis zum 30. Juni 2013 bestehende Konsortialkreditvertrag wurde bis zum 31. Dezember 2013 verlängert. Im März/April 2013 wurden basierend auf der strategischen Neuausrichtung Unternehmens- und Finanzplanungsrechnungen aufgestellt und im Juli/August sowie im September 2013 aktualisiert. Auf der Grundlage der in den Monaten Juli und August 2013 erzielten operativen Ergebnisse, der bereits realisierten Kosteneinsparungen und der realisierten Erlöse aus dem Verkauf der Lagerstandorte geht der Vorstand von einer ausreichenden Finanzausstattung bis zum Ablauf des Konsortialkreditvertrags am 31. Dezember 2013 aus.

Die Fortführung der Geschäftstätigkeit darüber hinaus für das laufende und das folgende Geschäftsjahr erfordert neben der Einhaltung der Liquiditätsplanungen, dass dem Konzern die erforderlichen Finanzierungen auch weiterhin im geplanten Umfang zur Verfügung stehen. Der Umfang der erforderlichen Finanzierungen ergibt sich aus den aktualisierten Planungen für die Geschäftsjahre 2013 / 2014 sowie 2014 / 2015 und liegt aufgrund der erfolgten strategischen Maßnahmen deutlich unter dem Finanzierungsbedarf der vorangegangenen Geschäftsjahre.

Unter diesen Prämissen erwartet der Vorstand, dass VERBIO im Geschäftsjahr 2013 / 2014 einen Umsatz in der Bandbreite von EUR 600 Mio. bis EUR 700 Mio. und ein EBITDA in Höhe von ca. EUR 17,0 Mio. erwirtschaften wird. Die Höhe der Umsatzerlöse ist dabei sehr stark abhängig vom Preisniveau der Rohstoffe und Biokraftstoffe auf den Märkten sowie vom Umfang der im Einzelfall abgeschlossenen Handelsgeschäfte mit fossilen und biogenen Kraftstoffen. Das erwartete Betriebsergebnis (EBIT) wird sich auf ca. EUR – 5,0 Mio. belaufen, wobei aus der operativen Tätigkeit mit positiven Cashflows zu rechnen ist. Ein positives Betriebsergebnis wird aufgrund des Übergangsjahres 2013 / 2014 erst für das Geschäftsjahr 2014 / 2015 erwartet.

Rechtliche Angaben

Übernahmerechtliche Angaben gemäß § 315 Absatz 4 HGB

Die nachfolgenden Angaben betreffen gesellschaftsrechtliche Strukturen und sonstige Rechtsverhältnisse. Sie sollen einen besseren Überblick über das Unternehmen und etwaige Übernahmehindernisse ermöglichen.

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der VERBIO Vereinigte BioEnergie AG besteht unverändert aus 63.000.000 Stück nennwertlosen Inhaberaktien. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung je eine Stimme.

Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich aus den Vorschriften des Aktiengesetzes ergeben. So unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen einem Stimmverbot (§ 136 AktG). Außerdem steht der Gesellschaft kein Stimmrecht aus eigenen Aktien zu (§ 71 bAktG). Die Alt-/Gründungsaktionäre haben durch den Abschluss eines Poolvertrags eine Stimmbindung vereinbart; weitere Beschränkungen bezüglich Stimmrechten oder der Übertragung von Aktien bestehen nicht. Sonderrechte oder Kontrollbefugnisse sind nicht mit der Poolbindung verbunden. Die Poolvereinbarung verlängert sich automatisch um jeweils sechs Monate, wenn sie nicht mit einer Frist von drei Monaten vor Ablauf ihrer Dauer gekündigt wird.

Direkt beteiligt an der VERBIO mit einem Anteil von mehr als 10 Prozent sind die Vorstandsmitglieder Claus Sauter und Bernd Sauter sowie das Aufsichtsratsmitglied Dr.-Ing. Georg Pollert. Sie halten unmittelbar oder über von ihnen kontrollierte Beteiligungsgesellschaften 57,52 Prozent der ausgegebenen Aktien. Insgesamt halten alle Altaktionäre der VERBIO AG Anteile am Grundkapital in Höhe von 72,26 Prozent; für 68,50 Prozent besteht eine Stimmbindung im Rahmen eines Poolvertrags.

Die Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder sowie über die Änderung der Satzung entsprechen den gesetzlichen Bestimmungen (§§ 84, 95, 179 AktG) in Verbindung mit §§ 6, 13 und 18 der Satzung.

Der Vorstand ist gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 4. Juni 2012 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 3. Juni 2017 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu EUR 31,5 Mio. zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Die Hauptversammlung vom 25. Januar 2013 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 24. Januar 2018 ganz oder in Teilen, ein- oder mehrmalig eigene Aktien bis zu 10 Prozent des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden. Die Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, sind umfassend in der von der Hauptversammlung beschlossenen Ermächtigung dargestellt und geregelt.

Mit Banken vereinbarte Kreditlinien enthalten für den Fall eines Kontrollwechsels eine "Change of Control"-Klausel, die ein Sonderkündigungsrecht der jeweiligen Bank umfasst.

Aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels hat der Vorstand ein einmaliges Sonderkündigungsrecht und bei Ausübung einen Anspruch auf Auszahlung einer Abfindung, die sich aus einer Kapitalisierung der voraussichtlichen Gesamtbezüge für die Restvertragslaufzeit errechnet, jedoch den Wert von drei Jahresvergütungen, bestehend aus fixen und variablen Vertragskomponenten, nicht überschreiten darf. Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Arbeitnehmern bestehen nicht.

Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Der Vorstand der VERBIO Vereinigte BioEnergie AG ist zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet. Die VERBIO AG und ihre Tochterunternehmen als abhängige Gesellschaften haben einen solchen Abhängigkeitsbericht erstellt. Nach den Umständen, die dem Vorstand zum Zeitpunkt der Vornahme der Rechtsgeschäfte bekannt waren, erhielten die VERBIO AG sowie ihre Tochterunternehmen bei jedem in diesem Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung der VERBIO gemäß § 289 a HGB wird auf der Internetseite der VERBIO Vereinigte BioEnergie AG veröffentlicht unter: www.verbio.de.

Diese beinhaltet neben der Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat den Corporate-Governance-Bericht, die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG sowie relevante Angaben zu wesentlichen Unternehmensführungspraktiken.

Zörbig, 23. September 2013

Claus Sauter Vorstandsvorsitzender

Theodor Niesmann Vorstand

Dr. Oliver Lüdtke Stellvertretender Vorstandsvorsitzender

Bernd Sauter Vorstand

Konzernabschluss (nach IFRS)

  • Konzerngesamtergebnisrechnung
  • Konzernbilanz
  • Konzernkapitalflussrechnung
  • Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
  • Konzernanhang
  • Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Raffiniert.

Unsere Bioraffinerie verbindet Bioethanol-, Biomethanund Biodüngerproduktion. So gelingt die Umwandlung von mehr als 90 Prozent der eingesetzten Rohstoffe. Dadurch erhöhen wir die Energieausbeute um 40 Prozent gegenüber herkömmlichen Bioethanolanlagen.

Konzerngesamtergebnisrechnung

für die Zeit vom 1. Juli 2012 bis 30. Juni 2013

TEUR 01.07.2012
–30.06.2013
01.01.2012
–30.06.2012
Anhang
Fortzuführende Geschäftsbereiche
1. Umsatzerlöse einschließlich enthaltener Energiesteuer 802.719 424.976
Abzüglich Energiesteuer –97.488 –68.017
Umsatzerlöse 705.231 356.959 3.16/5.1
2. Bestandsveränderungen –11.049 13.856
3. Aktivierte Eigenleistungen 1.105 720 5.2
4. Sonstige betriebliche Erträge 9.912 5.880 3.16/5.3
5. Materialaufwand 5.4
a) Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren –596.478 –312.926
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen –47.236 –23.761
6. Personalaufwand –23.416 –12.647 5.5
7. Abschreibungen –23.578 –11.917 3.2/3.2/5.6
8. Aufwendungen aus Wertminderungen –90.482 0 3.5
9. Aufwendungen aus dem Abgang von Kundenbeziehungen –11.788 0 5.7
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen –32.886 –15.623 5.8
11. Ergebnis aus Warentermingeschäften –1.626 4.352 5.9
12. Betriebsergebnis –122.291 4.893
13. Zinsertrag 156 141 5.10
14. Zinsaufwendungen –4.355 –2.233 5.10
15. Finanzergebnis –4.199 –2.092 3.17/5.10
16. Ergebnis vor Steuern –126.490 2.801
17. Ertragsteuern 551 –690 3.18/5.11
18. Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen –125.939 2.111
Aufgegebener Geschäftsbereich
Ergebnis nach Steuern aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich –29.524 –192 4/5.12
19. Periodenergebnis –155.463 1.919
Auf Anteilseigner des Mutterunternehmens
entfallendes Periodenergebnis
–152.513 1.886
Ergebnisanteil der nicht beherrschenden Anteilseigner –2.950 32
Direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge:
Posten, die nachfolgend in den Gewinn oder Verlust umgegliedert
werden können:
Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe –2 42
Fair-Value-Änderungen von Cashflow-Hedges –2.168 2.948 9.3
Im Eigenkapital erfasste latente Steuern 451 –914
20. Direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge –1.719 2.076
21. Gesamtergebnis –157.182 3.995
Auf Anteilseigner des Mutterunternehmens
entfallendes Gesamtergebnis
–154.232 3.953
Ergebnisanteil der nicht beherrschenden Anteilseigner –2.950 42
Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert und verwässert) –2,42 0,03 6.18
Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert und verwässert)
aus fortzuführenden Geschäftsbereichen
–2,00 0,00

Konzernbilanz

zum 30. Juni 2013

Aktiva
TEUR 30.06.2013 30.06.2012 Anhang
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Goodwill 0 70.682 3.2/3.5/4/6.1
II. Kundenbeziehungen 0 12.877 3.2/3.5/4/6.1
III. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 282 216 3.3/3.5/4/6.1
IV. Sachanlagen 196.652 248.996 3.4/3.5/6.2
V. Finanzielle Vermögenswerte 54 888 3.8/6.3
VI. Latente Steuern 92 125 3.6/4./6.12
Summe langfristige Vermögenswerte 197.080 333.784
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorratsvermögen 64.071 74.283 3.7/6.4
II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 66.194 77.152 3.8/6.5
III. Derivate 1.157 5.724 3.9/6.6/9.3
IV. Andere kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 5.021 19.914 3.8/6.7
V. Steuererstattungsansprüche 6.298 6.763 3.6/6.8
VI. Sonstige Vermögenswerte 14.292 16.439 3.8/6.9/9.2
VII. Termingeldanlagen 0 2.055 3.10/6.10
VIII. Zahlungsmittel 17.711 38.691 3.11/6.11
IX. Als zur Veräußerung gehalten klassifizierte Vermögenswerte 38.589 0 3.11/6.11
Summe kurzfristige Vermögenswerte 213.333 241.021
Bilanzsumme 410.413 574.805
Passiva
TEUR 30.06.2013 30.06.2012 Anhang
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 63.000 63.000 6.13
II. Kapitalrücklage 487.680 487.680 6.14
III. Andere Rücklagen –1.731 –14 6.15
IV. Gewinnrücklagen –371.296 –218.783 6.17
V. Rücklage aus Währungsumrechnung –55 –53 6.16
Summe Eigenkapital ohne nicht beherrschende Anteile 177.598 331.830
VI. Nicht beherrschende Anteile 710 3.660
Summe Eigenkapital 178.308 335.490
B. Langfristige Schulden
I. Bankdarlehen und sonstige Darlehen 31.114 35.274 3.15/6.19
II. Rückstellungen 150 149 3.14/6.20
III. Investitionszuwendungen 11.566 10.861 3.13/6.21
IV. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 1.099 921 3.15
V. Latente Steuerschulden 0 1.534 3.6/6.12/6.22
Summe langfristige Schulden 43.929 48.739
C. Kurzfristige Schulden
I. Bankdarlehen und sonstige Darlehen 113.188 83.126 3.15/6.19/6.23
II. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 39.554 48.845 3.15/6.24
III. Derivate 2.753 18.066 3.9/6.25/9.3
IV. Andere kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 2.985 3.361 3.15/6.26/9.2
V. Steuerschulden 8.015 8.210 3.15/6.27
VI. Rückstellungen 13.440 2.207 3.14/6.28
VII. Investitionszuwendungen 1.510 1.971 3.13/6.21
VIII. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 6.731 24.790 6.29
Summe kurzfristige Schulden 188.176 190.576
Bilanzsumme 410.413 574.805

Konzernkapitalflussrechnung

für die Zeit vom 1. Juli 2012 bis 30. Juni 2013

TEUR 01.07.2012
–30.06.2013
01.01.2012
–30.06.2012
Anhang
Periodenergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen –125.939 2.110
Periodenergebnis aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich –29.524 –192
Periodenergebnis –155.463 1.918
Ertragsteuern –734 1.448 5.11
Zinsergebnis 8.034 3.643 5.10
Abschreibungen 26.444 13.336 5.6/6.1/6.2
Nicht zahlungswirksame Aufwendungen aus Wertminderungen 94.617 644 6.1
Nicht zahlungswirksame Aufwendungen aus Abgang Kundenbeziehungen 11.788 0
Nicht zahlungswirksame Aufwendungen 2.559 6.1/6.2
Nicht zahlungswirksame Erträge –502 –42 6.1/6.2
Gewinn aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens
sowie dem Abgang von Investitionszuwendungen
449 –136
Auflösung abgegrenzter Investitionszuwendungen –2.179 –1.305 6.21
Nicht zahlungswirksame Veränderung der Derivate 233 111 9.3
Abnahme des Vorratsvermögens 10.537 105.636 6.4
Abnahme (Vj: Zunahme) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.937 –10.339 6.5
Zunahme der sonstigen Vermögenswerte und der anderen kurzfristigen
finanziellen Vermögenswerte –1.144 –4.055 6.7/6.8/6.9
Veränderung der Rückstellungen 11.181 47 6.20/6.28
Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen –9.103 –12.728 6.24
Abnahme der übrigen kurzfristigen finanziellen und
nicht finanziellen Verbindlichkeiten
–18.654 –1.035 6.26/6.29
Gezahlte Zinsen –8.177 –4.712
Erhaltene Zinsen 585 165
Gezahlte Ertragsteuern –919 –2.731
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit –19.511 89.865
Auszahlungen für Termingeldanlagen 0 –1.563
Einzahlungen aus Termingeldanlagen 2.055 964
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte –130 –105
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen –36.223 –11.124
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen 461 1.154
Einzahlungen aus dem Abgang von langfristigen
finanziellen Vermögenswerten
182 270
Einzahlungen aus Investitionszuwendungen 6.746 1.834
Cashflow aus der Investitionstätigkeit –26.909 –8.570
Auszahlungen für besicherte Kreditgeschäfte –139.314 –69.573
Einzahlungen aus besicherten Kreditgeschäften 157.734 4.560
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten –69.115 –30.263
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 76.151 17.054
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 25.456 –78.222
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds –20.964 3.073
Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds –16 58
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 38.691 35.560
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 17.711 38.691 7.
Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode setzt sich
wie folgt zusammen:
Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung 3.950 4.200
Zahlungsmittel 13.761 34.491
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 17.711 38.691
Ergänzende Informationen:
Termingeldanlagen 0 2.055

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung

für die Zeit vom 1. Juli 2012 bis 30. Juni 2013

TEUR Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Rücklagen
Andere
Gewinnrücklagen Rücklage aus
umrechnung
Währungs
schende Anteile
Summe Eigen
nicht beherr
kapital ohne
beherrschende
Anteile
Nicht
Eigenkapital
Summe
01.01.2012 63.000 487.680 –2.048 –220.669 –85 327.878 3.618 331.496
Währungsänderungen 0 0 0 0 32 32 10 42
Fair-Value-Änderungen von
Cashflow-Hedges
(nach Steuern)
0 0 2.034 0 0 2.034 0 2.034
Unmittelbar im Eigenkapital
erfasste Erträge und
Aufwendungen
0 0 2.034 0 32 2.066 10 2.076
Periodenüberschuss 0 0 0 1.886 0 1.886 32 1.918
Gesamtergebnis für
die Periode
0 0 2.034 1.886 32 3.952 42 3.994
30.06.2012 63.000 487.680 –14 –218.783 –53 331.830 3.660 335.490
01.07.2012 63.000 487.680 –14 –218.783 –53 331.830 3.660 335.490
Währungsänderungen 0 0 0 0 –2 –2 0 –2
Fair-Value-Änderungen von
Cashflow-Hedges
(nach Steuern)
0 0 –1.717 0 0 –1.717 0 –1.717
Unmittelbar im Eigenkapital
erfasste Erträge und
Aufwendungen
0 0 –1.717 0 –2 –1.719 0 –1.719
Periodenfehlbetrag 0 0 0 –152.513 0 –152.513 –2.950 –155.463
Gesamtergebnis für
die Periode
0 0 –1.717 –152.513 –2 –154.232 –2.950 –157.182
30.06.2013 63.000 487.680 –1.731 –371.296 –55 177.598 710 178.308

Biologisch.

Die Ausgangsstoffe unserer Produkte sind Pflanzenöle, Reststoffe der Pflanzenölproduktion, minderwertiges Getreide, Schlempe und Stroh. Daraus ergibt sich ein beachtliches Potenzial, fossile Kraftstoffe zu ersetzen, und gleichzeitig die CO2-Emissionen zu reduzieren. Denn bei der Verbrennung von Biokraftstoffen wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie die Pflanzen zuvor beim Wachstum aufgenommen haben.

Konzernanhang

für die Zeit vom 1. Juli 2012 bis 30. Juni 2013

1 Informationen zum Unternehmen

Die VERBIO Vereinigte BioEnergie AG (nachfolgend auch "VERBIO AG" oder "Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft. Der VERBIO-Konzern (nachfolgend auch "VERBIO" oder "VERBIO-Gruppe") mit dem Mutterunternehmen VERBIO AG, Zörbig, und den im Konzern zusammengefassten Tochterunternehmen (vgl. Abschnitt 2.2 "Konsolidierungskreis") ist im Bereich der Herstellung und des Vertriebs von Kraftstoffen und Veredelungsprodukten auf der Basis organischer Grundstoffe tätig. Darüber hinaus befasst sich die Märka-Gruppe mit dem Erfassungshandel von Getreide und Ölsaaten sowie dem Handel mit Saatgut und Düngemitteln.

Die VERBIO AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer HRB 6435 eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist in 06780 Zörbig, Thura Mark 18. Die Gesellschaft unterhält eine Betriebsstätte in 04109 Leipzig, Augustusplatz 9. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft und deren Betriebsstätte erhältlich bzw. wird im Bundesanzeiger und auf der Unternehmenswebseite unter www.VERBIO.de veröffentlicht.

Zum 31. März 2013 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Entscheidung getroffen, die Geschäftsanteile an der Märka GmbH, die das Handelssegment der VERBIO-Gruppe repräsentiert, zu veräußern. Die Veräußerung sollte innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden. Entgegen der ursprünglichen Planung einer Gesamtveräußerung der Märka GmbH wird zum 30. Juni 2013 von einer Veräußerung der Lagerstandorte der Märka GmbH ausgegangen. Demzufolge wurden zum 30. Juni 2013 die langfristigen Vermögenswerte der Märka GmbH an diesen Standorten als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und zu einer Veräußerungsgruppe zusammengefasst. Gleichzeitig erfolgte aufgrund der beabsichtigten Einstellung der Handelstätigkeit mit Veräußerung der Lagerstandorte der Märka GmbH für die Konzerngesamtergebnisrechnung die Klassifizierung dieses Geschäftsbereichs als aufgegebener Geschäftsbereich.

2 Konzernabschluss

2.1 Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Der Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS/IAS) des International Accounting Standards Board sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee /Standing Interpretations Committee (IFRIC /SIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) zum Bilanzstichtag verpflichtend anzuwenden sind, erstellt. Der Konzernabschluss ist in Euro (EUR) dargestellt. Soweit nicht anders angegeben, sind alle Beträge in tausend Euro (TEUR) angegeben. Es wird kaufmännisch gerundet; hierdurch kann es zu Rundungsdifferenzen kommen.

Aufgrund der Änderung des Geschäftsjahres der VERBIO auf einen Abschlussstichtag 30. Juni erfolgte 2012 die Bildung eines Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Januar 2012 bis zum 30. Juni 2012. Der vorliegende Konzernabschluss umfasst die Geschäftstätigkeit aller Konzernunternehmen für den Zeitraum vom 1. Juli 2012 bis 30. Juni 2013. Der Vorjahresvergleichsstichtag für die Konzernbilanz ist der 30. Juni 2012, der Vergleichszeitraum für die Konzerngesamtergebnisrechnung, die Konzernkapitalflussrechnung und die Eigenkapitalveränderungsrechnung ist der Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2012 (Rumpfgeschäftsjahr). Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist daher eingeschränkt.

Entsprechend IAS 1 erfolgte die Erstellung der Gesamtergebnisrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren, die Bilanzgliederung nach Fristigkeiten. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden Posten der Gesamtergebnisrechnung und der Bilanz teilweise zusammengefasst und im Anhang erläutert.

Der Konzernabschluss wurde auf der Grundlage fortgeführter Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. der Nettoveräußerungswerte aufgestellt, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden.

Der Konzernabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Der bis zum 30. Juni 2013 bestehende Konsortialkreditvertrag wurde bis zum 31. Dezember 2013 verlängert. Im März /April 2013 wurden basierend auf der strategischen Neuausrichtung Unternehmens- und Finanzplanungsrechnungen aufgestellt und im Juli/August sowie September 2013 aktualisiert. Auf der Grundlage der in den Monaten Juli und August 2013 erzielten operativen Ergebnisse, der bereits realisierten Kosteneinsparungen und der realisierten Erlöse aus dem Verkauf der Lagerstandorte geht der Vorstand von einer ausreichenden Finanzausstattung bis zum Ablauf des Konsortialkreditvertrags am 31. Dezember 2013 aus. Die Fortführung der Geschäftstätigkeit darüber hinaus für das laufende und das folgende Geschäftsjahr erfordert neben der Einhaltung der Liquiditätsplanungen, dass dem Konzern die erforderlichen Finanzierungen auch weiterhin im geplanten Umfang zur Verfügung stehen. Der Umfang der erforderlichen Finanzierungen ergibt sich aus den aktualisierten Planungen für die Geschäftsjahre 2013 / 2014 sowie 2014 / 2015 und liegt aufgrund der erfolgten strategischen Maßnahmen deutlich unter dem Finanzierungsbedarf der vorangegangenen Geschäftsjahre.

2.2 Konsolidierungskreis

Neben der Konzern-Muttergesellschaft VERBIO AG werden die folgenden Unternehmen, die den Anteilsbesitz zum 30. Juni 2013 darstellen, in den Konzernabschluss einbezogen:

Firmenbezeichnung
Sitz Kapitalanteil
(%)
Konsolidierungs
kreis
VERBIO Diesel Bitterfeld GmbH & Co. KG (VDB) Bitterfeld-Wolfen OT Greppin 100,00 vollkonsolidiert
VERBIO Diesel Bitterfeld Verwaltung GmbH Bitterfeld-Wolfen OT Greppin 100,00 vollkonsolidiert
VERBIO Diesel Schwedt GmbH & Co. KG (VDS) Schwedt/Oder 100,00 vollkonsolidiert
VERBIO Diesel Schwedt Verwaltung GmbH Schwedt/Oder 100,00 vollkonsolidiert
VERBIO Ethanol Zörbig GmbH & Co. KG (VEZ) Zörbig 100,00 vollkonsolidiert
VERBIO Ethanol Zörbig Verwaltung GmbH Zörbig 100,00 vollkonsolidiert
VERBIO Ethanol Schwedt GmbH & Co. KG (VES) Schwedt/Oder 100,00 vollkonsolidiert
VERBIO Ethanol Schwedt Verwaltung GmbH Schwedt/Oder 100,00 vollkonsolidiert
VERBIO STS AG (STS) St. Gallen/Schweiz 100,00 vollkonsolidiert
VERBIO Gas Seitschen GmbH Zörbig 100,00 vollkonsolidiert
Lüneburger Lager- und Agrarhandelsgesellschaft mbH* Lüneburg 94,67 vollkonsolidiert
BBE Bulgarian BioEnergy EOOD (BBE) Sofia/Bulgarien 100,00 vollkonsolidiert
Märka GmbH Zörbig 89,35 vollkonsolidiert
Trans Märka GmbH** Zörbig 89,35 vollkonsolidiert
Märka Polska Sp. z o. o. Stettin/Polen 100,00 vollkonsolidiert
Getreide- und Agrarhandel Halle GmbH** Halle 89,35 vollkonsolidiert
Wriezener Kraftfutter GmbH** Wriezen 67,10 vollkonsolidiert
Maerka Serbia d. o. o.** Belgrad/Serbien 89,35 vollkonsolidiert
VERBIO Gas Pápa Kft. Pápa/Ungarn 100,00 vollkonsolidiert
VERBIO Gaz Polska Sp. z o. o. Stettin/Polen 49,00 vollkonsolidiert
VERBIO Gáz Magyarország Kft. Budapest/Ungarn 75,00 vollkonsolidiert
VERBIO Gáz Tisza-tó Kft.*** Budapest/Ungarn 75,00 vollkonsolidiert

* Davon wird ein Anteil von 44,67% mittelbar über die Märka GmbH gehalten.

** Anteile werden indirekt über die Märka GmbH gehalten. Angabe des Kapitalanteils aus Sicht der VERBIO AG.

*** Anteile werden indirekt über die VERBIO Gáz Magyarország Kft., Budapest, Ungarn gehalten; Angabe des Kapitalanteils aus Sicht der VERBIO AG.

Die zum 30. Juni 2012 zum Konsolidierungskreis gehörende HBE Hansa BioEnergie GmbH wurde im Berichtszeitraum in VERBIO Gas Seitschen GmbH umfirmiert. Darüber hinaus wurden die Anteile an der Märka Polska Sp. z o. o. von der Trans Märka GmbH an die VERBIO AG konzernintern veräußert.

Die VERBIO Gas Seitschen GmbH, die BBE Bulgarian Bioenergy EOOD, die VERBIO STS AG, die VERBIO Gaz Polska Sp. z o. o., die VERBIO Gas Papa Kft., die VERBIO Gaz Magyarorszag Kft. sowie die VERBIO Gaz Tisza-to Kft. haben kein operatives Geschäft; es handelt sich hierbei um Vorratsgesellschaften. Bei der Maerka Serbia d. o. o. und der VERBIO Gas Pápa Kft. handelt es sich um in Liquidation befindliche Gesellschaften.

Nach der Gründung der VERBIO Gaz Polska Sp. z o. o. als 100-prozentige Tochtergesellschaft der VERBIO AG waren Anteile in Höhe von 51 Prozent im Geschäftsjahr 2011 wieder veräußert worden. Auch nach dieser Veräußerung der Anteile war insbesondere aufgrund der wirtschaftlichen und finanziellen Verflechtung der Gesellschaft mit der VERBIO AG ein maßgeblicher Einfluss weiterhin gegeben. Im Juli 2013 erfolgte der Rückkauf der Anteile in Höhe von 51 Prozent durch die VERBIO AG, welche somit die Anteile wieder zu 100 Prozent hält.

Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden im Folgenden als "VERBIO" oder "VERBIO-Gruppe" bezeichnet.

2.3 Konsolidierungsgrundsätze

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode, bei der zum Zeitpunkt des Erwerbs die Anschaffungskosten der Beteiligung dem beizulegenden Zeitwert der (anteilig) erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden gegenübergestellt werden. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Schulden zwischen konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Zwischenergebnisse werden herausgerechnet. Latente Ertragsteuern werden nach dem bilanzorientierten Ansatz in Einklang mit den Bestimmungen des IAS 12 ermittelt.

2.4 Fremdwährungsumrechnung

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, da der Hauptteil der Konzerntransaktionen in dieser Währung realisiert wird und diese Währung die funktionale Währung der VERBIO AG darstellt.

Fremdwährungstransaktionen werden von den Unternehmen zu dem Zeitpunkt, zu dem der Geschäftsvorfall erstmalig ansetzbar ist, mit dem jeweiligen Kassakurs in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag gegebenenfalls erneut unter Verwendung des Stichtagskassakurses in die funktionale Währung des Unternehmens umgerechnet. Alle Differenzen aus der Umrechnung monetärer Posten werden erfolgswirksam erfasst.

Die Vermögenswerte und Schulden der Unternehmen mit einer anderen funktionalen Währung als dem Euro werden im Rahmen der Konsolidierung zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Die Umrechnung von Eigenkapitaltransaktionen erfolgt mit den historischen Kursen zum Zeitpunkt der Transaktion. Die Umrechnung von Erträgen und Aufwendungen erfolgt zu Periodendurchschnittskursen. Die im Rahmen der Konsolidierung hieraus resultierenden Erträge und Aufwendungen aus Umrechnungsdifferenzen werden unmittelbar im Eigenkapital in der Rücklage aus Währungsumrechnung erfasst.

3 Zusammenfassung der Rechnungslegungsmethoden

3.1 Änderungen

der Rechnungslegungsmethoden

Die angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.

Mit Wirkung zum 1. Juli 2012 waren für den Konzern mit Ausnahme des geänderten IAS 1 keine neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen erstmalig anzuwenden. IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" wurde hinsichtlich der Darstellung von Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses geändert. Dies blieb für die VERBIO ohne wesentliche Auswirkungen, da die Darstellung der Bestandteile des sonstigen Ergebnisses der VERBIO lediglich klarstellend anzupassen war.

3.2 Unternehmenszusammenschlüsse und Goodwills

Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet zum beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Die Anteile ohne beherrschenden Einfluss werden zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens bewertet. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst.

Die Goodwills ergeben sich aus den Überschüssen der übertragenen Gegenleistung im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses und des Betrags des Anteils ohne beherrschenden Einfluss über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Liegt die Gegenleistung unter dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Unternehmens, wird der Unterschiedsbetrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Nach dem erstmaligen Ansatz werden die Goodwills zu Anschaffungskosten abzüglich eventueller kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Goodwills werden Zahlungsmittel generierenden Einheiten zugeordnet und mindestens einmal jährlich bzw. bei Eintritt wesentlicher Ereignisse auf Wertminderungsbedarf überprüft.

3.3 Immaterielle Vermögenswerte

Die übrigen von der VERBIO-Gruppe erworbenen immateriellen Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und eventueller kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die erwartete Nutzungsdauer in der Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten "Abschreibungen" erfasst. Die erwarteten Nutzungsdauern wurden für Kundenbeziehungen auf 15 Jahre festgelegt; für sonstige immaterielle Vermögenswerte belaufen sich diese auf drei bis fünf Jahre.

3.4 Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen sowie eventuelle kumulierte Wertminderungsaufwendungen, bewertet. Selbsterstellte Sachanlagen enthalten alle direkt dem Herstellungsprozess zuzurechnende Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Als produktionsbezogene Gemeinkosten werden fertigungsbedingte Abschreibungen sowie anteilig zurechenbare Verwaltungskosten in die Bewertung mit einbezogen. Darüber hinaus sind in den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten die geschätzten zukünftigen Kosten aus gegebenenfalls bestehenden Rückbauverpflichtungen enthalten.

Fremdkapitalkosten waren bei der Ermittlung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten gemäß IAS 23 nicht zu berücksichtigen, da eine direkte Zurechenbarkeit zur Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes nicht gegeben war.

Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über die erwartete Nutzungsdauer in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die erwarteten Nutzungsdauern sind wie folgt festgelegt worden:

Abschreibungsdauer der Sachanlagen

Gebäude 33 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 8 bis 18 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 12 Jahre

Sofern Anhaltspunkte bestehen, dass in Vorperioden vorgenommene Wertminderungen auf einen Vermögenswert nicht länger bestehen oder sich vermindert haben, erfolgt eine entsprechende Zuschreibung.

3.5 Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte

Der Goodwill wird einmal jährlich auf Wertminderungsbedarf überprüft (Impairment-Test nach IAS 36). Die übrigen immateriellen Vermögenswerte sowie die Sachanlagen werden auf Wertminderungsbedarf untersucht, wenn Anhaltspunkte, wie wesentliche Planabweichungen, für eine Wertminderung der betreffenden Vermögenswerte vorliegen.

Als Stichtag für die Durchführung des Impairment-Tests wurde aufgrund des Wechsels des Geschäftsjahres der 31. Mai eines jeden Jahres festgelegt, da zu diesem Zeitpunkt künftig die Planung für das Folgejahr abgeschlossen sein wird.

Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn der Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Zahlungsmittel generierenden Einheit den erzielbaren Betrag am Bilanzstichtag übersteigt. Der erzielbare Betrag entspricht hierbei dem höheren der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und dem Nutzungswert, wobei der Nutzungswert dem Barwert der künftigen Cashflows entspricht, der voraussichtlich aus dem Vermögenswert bzw. aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit abgeleitet werden kann.

Der Goodwill ist für Zwecke des Impairment-Tests den Zahlungsmittel generierenden Einheiten zugeteilt worden. Dabei wurden, entsprechend den aktuellen Führungs-und Organisationsstrukturen und der bilanziellen Darstellung der VERBIO, als Zahlungsmittel generierende Einheiten die nach IFRS 8 definierten Segmente bestimmt.

3.6 Steuern

Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Abschlussstichtag gelten.

Latente Steuern werden auf Basis der bilanzorientierten Methode ermittelt. Hierbei ergeben sich latente Steuern aus temporären Differenzen zwischen den IFRS-Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden sowie deren Steuerwerten. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Auf die aus dem Unternehmenszusammenschluss resultierenden Goodwills werden in Übereinstimmung mit IAS 12 keine latenten Steuern angesetzt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit demjenigen Steuersatz, der zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Umkehr der temporären Differenzen bzw. Nutzung steuerlicher Verlustvorträge anwendbar ist. Hierbei werden die Steuersätze verwendet, die zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt worden sind.

Aktive latente Steuern werden nur insoweit angesetzt, wie verrechenbare passive latente Steuern zur Verfügung stehen bzw. es wahrscheinlich ist, dass ein zukünftiges zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, das zur Realisierung des latenten Steueranspruchs verwendet werden kann.

Aktive und passive latente Steuern werden miteinander verrechnet, wenn Anspruch auf Aufrechnung der Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

3.7 Vorratsvermögen

Das Vorratsvermögen ist mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem geschätzten, im normalen Geschäftsbetrieb erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Im Falle von Wertminderungen der Bestände wird eine Abschreibung auf den Nettoveräußerungswert vorgenommen und der niedrigere Nettoveräußerungswert angesetzt.

Die Anschaffungskosten entsprechen dem Anschaffungspreis abzüglich Anschaffungspreisminderungen zuzüglich der Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Die Anschaffungskosten werden nach der Methode des gewichteten Durchschnitts berechnet. Herstellungskosten umfassen Materialeinzelkosten und Fertigungseinzelkosten sowie diejenigen Gemeinkosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgt unter Eliminierung von Leerkosten. Soweit in einem Produktionsprozess mehrere Produkte als Koppelprodukte entstehen, erfolgt die Aufteilung von Herstellungskosten auf die einzelnen Produkte nach einem Verteilungsschlüssel, der sich aus dem Verhältnis der Verkaufspreise der jeweiligen Endprodukte ergibt.

3.8 Finanzielle Vermögenswerte und sonstige Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte und sonstige Vermögenswerte werden nach ihrer erstmaligen Erfassung mit den fortgeführten Anschaffungskosten, jeweils abzüglich eventueller Wertminderungen, bewertet. Wertminderungen werden individuell oder für eine Gruppe von Forderungen mit vergleichbaren Ausfallrisikoprofilen gemeinsam vorgenommen. Konkrete Informationen über deren Uneinbringlichkeit führen zu einer Ausbuchung der betreffenden Forderungen und Vermögenswerte.

3.9 Derivate

Die VERBIO-Gruppe verwendet derivative Finanzinstrumente wie bspw. Rohstoffterminkontrakte, Zinsswaps und Devisenterminkontrakte, um sich gegen Rohstoffpreis-, Zins- und Wechselkursrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als finanzielle Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als finanzielle Verbindlichkeiten, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist.

Zu ausführlichen Erläuterungen der Derivate, insbesondere auch zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Abschnitt 9 "Angaben zu Finanzinstrumenten".

Die VERBIO hat teilweise preisfixierte Einkaufsverträge auf Termin, die grundsätzlich die Definition eines Derivates (IAS 39.9) erfüllen, in Übereinstimmung mit der "Own use exemption" (IAS 39.5 f.) bilanziert. Diese Verträge fallen nicht in den Anwendungsbereich des IAS 39, sondern werden als schwebendes Geschäft behandelt.

3.10 Termingeldanlagen

Die Termingeldanlagen sind nicht täglich verfügbar und werden bis zu ihrer jeweiligen Endfälligkeit gehalten. Es handelt sich dabei um Anlagen mit einer ursprünglichen, d. h. zum Zeitpunkt des Abschlusses des Anlagegeschäfts, Laufzeit von mehr als drei Monaten. Die Termingeldanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Aufgrund der Fristigkeit entsprechen die Buchwerte den Zeitwerten.

3.11 Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel beinhalten Bargeldbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten und werden zum Nominalbetrag bewertet. Unter den Zahlungsmitteln werden Bargeldbestände und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer ursprünglichen Laufzeit von drei und weniger Monaten zusammengefasst. Zahlungsmittel, die als Sicherheitsleistungen für in Anspruch genommene Avalkredite und gewährte Bankdarlehen verfügungsbeschränkt sind, werden ebenfalls unter den Zahlungsmitteln ausgewiesen.

3.12 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche

Als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte sind mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten zu bewerten. Langfristige Vermögenswerte werden als zur Veräußerung klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Dies ist nur der Fall, wenn die Veräußerung höchstwahrscheinlich und der Vermögenswert im gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar ist. Die Veräußerung muss durch das Management beschlossen sein und muss erwartungsgemäß innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt der Klassifizierung für eine Erfassung als abgeschlossener Verkauf in Betracht kommen. Als zur Veräußerung gehalten klassifizierte Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben.

In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Erträge und Aufwendungen aus aufgegebenen Geschäftsbereichen separat von den Erträgen und Aufwendungen aus fortzuführenden Geschäftsbereichen erfasst und als Ergebnis nach Steuern aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich gesondert ausgewiesen.

3.13 Investitionszuwendungen

Investitionszuwendungen werden in Ausübung des Wahlrechts von IAS 20 passivisch abgegrenzt und über die durchschnittliche Nutzungsdauer der geförderten Vermögenswerte ergebniswirksam aufgelöst. Die Zuwendungen werden bilanziell erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass das jeweilige Konzernunternehmen die mit der Gewährung der Zuwendungen verbundenen Bedingungen erfüllen wird und die Zuwendungen gewährt werden.

3.14 Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Die Bewertung erfolgt mit dem Betrag, der nach bestmöglicher Schätzung zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlich ist. Rückstellungen für Verpflichtungen, die nicht bereits im Folgejahr zu einem Abfluss von Ressourcen führen, werden zum Bilanzstichtag mit dem abgezinsten Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung erwarteter Kostensteigerungen angesetzt. Der Abzinsung auf den Erfüllungsbetrag werden risikoäquivalente Marktzinssätze zugrunde gelegt. Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurde bei der Ermittlung der Abzinsung ein Zinssatz von 2,55 Prozent (2012: 3,75 Prozent) zugrunde gelegt.

3.15 Finanzielle Verbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39 werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die finanziellen Verbindlichkeiten der VERBIO-Gruppe umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und andere Verbindlichkeiten, Kontokorrentkredite, Darlehen und derivative Finanzinstrumente.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente jeweils zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bezüglich der derivativen Finanzinstrumente wird auf Abschnitt 3.9 verwiesen. Bei den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ermitteln sich die fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

3.16 Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge

Die Erfassung von Umsatzerlösen aus dem Verkauf von Erzeugnissen der VERBIO-Gruppe sowie sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt im Zeitpunkt der Erbringung der jeweiligen Leistung, sofern die Höhe der Erträge zuverlässig ermittelbar ist und der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich zufließen wird. Die Umsatzerlöse werden um Erlösschmälerungen gemindert.

Bei der Veräußerung von Erzeugnissen und Handelswaren des Konzerns an Kunden liegt die Leistungserbringung grundsätzlich zu dem Zeitpunkt vor, an dem die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Kunden übergegangen sind.

3.17 Finanzergebnis

Zinserträge und Finanzierungsaufwendungen werden unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode periodengerecht erfasst. Neben den Zinserträgen und den Finanzierungsaufwendungen werden im Finanzergebnis auch Abschreibungen auf langfristige finanzielle Vermögenswerte und Erträge aus dem Abgang dieser ausgewiesen.

3.18 Ertragsteuern

Die Ertragsteuern auf das Periodenergebnis beinhalten sowohl tatsächliche als auch latente Ertragsteuern. Tatsächliche Steuern werden entsprechend den jeweiligen gesetzlichen Vorschriften ermittelt. Latente Steuern werden entsprechend den Erläuterungen unter Abschnitt 3.6 "Steuern" ermittelt.

3.19 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wurde gemäß IAS 33 ermittelt. Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird das auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallende Periodenergebnis ins Verhältnis zum gewichteten Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien gestellt.

3.20 Veröffentlichte, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards

Bis zum Datum der Veröffentlichung des Konzernabschlusses wurden vom IASB weitere IFRS und IFRIC veröffentlicht, die das Endorsement der EU teilweise noch nicht durchlaufen haben und erst zu einem späteren Zeitpunkt als dem Bilanzstichtag verpflichtend anzuwenden sind. Nachfolgend werden nur Standards /Interpretationen explizit aufgeführt, bei denen die VERBIO AG nach vernünftigem Ermessen von einer künftigen Anwendbarkeit ausgeht. Die VERBIO AG beabsichtigt, diese Standards dann anzuwenden, wenn deren Anwendung verpflichtend wird. Der Zeitpunkt der erstmaligen verpflichtenden Anwendung sind die Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, soweit nichts anderes angegeben ist.

  • • IAS 19 " Leistungen an Arbeitnehmer" (geändert, 1. Januar 2013)
  • • IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" (ergänzt)
  • • IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" (ergänzt)
  • • IAS 32 "Finanzinstrumente" (klarstellend)
  • • IAS 36 "Angaben zum erzielbaren Wert nicht finanzieller Vermögenswerte" (ergänzt, nicht endorsed)
  • • IAS 39 "Novation von Derivaten und Fortführung von Sicherungsbeziehungen" (ergänzt, nicht endorsed)
  • • IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" (geändert) Verbesserung der Angaben über die Übertragung von finanziellen Vermögenswerten (1. Januar 2015)
  • • IFRS 9 "Finanzinstrumente" Klassifizierung und Bewertung (nicht endorsed, 1. Januar 2015)
  • • IFRS 10 "Konzernabschlüsse"
  • • IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen"
  • • IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen"
  • • IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts" (nicht endorsed)
  • • "Verbesserungen zu IFRS Zyklus 2009 2011" (1. Januar 2013)

Aus der erstmaligen Anwendung der aufgeführten Änderungen erwarten wir (mit Ausnahme von IFRS 9 und IFRS 13, deren Auswirkungen noch abschließend untersucht werden) keine wesentlichen Einflüsse auf die Darstellung des Abschlusses. Allerdings könnten sich Änderungen bezüglich des Umfangs von Anhangangaben ergeben.

4 Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS macht es erforderlich, Ermessensentscheidungen und Annahmen zu treffen sowie Schätzungen vorzunehmen, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten und sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Aufwendungen und Erträgen beeinflussen.

Ermessensentscheidungen

Bei der Anwendung der Rechnungslegungsmethoden wurden folgende Ermessensentscheidungen getroffen, welche Beträge im Konzernabschluss wesentlich beeinflussen:

ABS-Programm

VERBIO nutzt zur Refinanzierung seit dem Rumpfgeschäftsjahr 2012 ein ABS-Programm. Die von einem Kreditinstitut aufgesetzte Zweckgesellschaft kauft dabei bestimmte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der VERBIO auf. Im Rahmen der Vertragsbedingungen des Programms hat die VERBIO eine eventuelle Konsolidierungspflicht nach SIC 12: "Konsolidierung – Zweckgesellschaften" geprüft. Die Analyse hat zu dem Ergebnis geführt, dass eine Einbeziehung in den Konzernabschluss der VERBIO zu verneinen ist. Bei der Beurteilung, ob eine Ausbuchung der zugrunde liegenden finanziellen Vermögenswerte vorzunehmen ist, war abzuwägen, inwieweit Chancen und Risiken aus den zugrunde liegenden finanziellen Vermögenswerten an die Zweckgesellschaft übertragen werden. Eine Ausbuchung im Rahmen des Verkaufs der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde aufgrund des Chancen- und Risikoverhältnisses verneint. Daher wird die Nutzung des ABS-Programms im Konzernabschluss der VERBIO analog einer Refinanzierung über Darlehen bilanziert.

Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte und aufgegebener Geschäftsbereich

Zum 31. März 2013 wurde die Entscheidung getroffen, die Geschäftsanteile an der Märka GmbH, die das Handelssegment der VERBIO-Gruppe repräsentiert, zu veräußern. Die Veräußerung sollte innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden. Entgegen der ursprünglichen Absicht einer Gesamtveräußerung der Märka GmbH wird zum 30. Juni 2013 von einer Veräußerung der Lagerstandorte der Märka GmbH ausgegangen. Demzufolge wurden zum 30. Juni 2013 die langfristigen Vermögenswerte der Märka GmbH an diesen Standorten sowie deren Tochtergesellschaften zum 30. Juni 2013 als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert und zu einer Veräußerungsgruppe zusammengefasst. Gleichzeitig erfolgte aufgrund der beabsichtigten Einstellung der Handelstätigkeit mit Veräußerung der Lagerstandorte der Märka GmbH für die Konzerngesamtergebnisrechnung die Klassifizierung dieses Geschäftsbereichs als aufgegebener Geschäftsbereich. Die VERBIO war aus folgenden Gründen der Auffassung, dass die Lagerstandorte der Märka GmbH zum 30. Juni 2013 die Kriterien zur Einstufung als zur Veräußerung gehalten erfüllen:

  • • Die Lagerstandorte sind sofort veräußerbar und können im gegenwärtigen Zustand sofort einzeln oder in Gruppen an potenzielle Käufer veräußert werden.
  • • Zum Zeitpunkt 30. Juni 2013 sind für einen Teil der Standorte Verhandlungen mit potenziellen Käufern aufgenommen worden. Für weitere Standorte waren bereits potenzielle Käufer identifiziert. Bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses sind weitere Standorte bereits veräußert worden.
  • • VERBIO geht davon aus, dass die Verhandlungen und die Veräußerungen bis zum 30. Juni 2014 abgeschlossen sind.

Für weitere Informationen zu den Vermögenswerten der Veräußerungsgruppe sowie zum aufgegebenen Geschäftsbereich wird auf die Angaben unter den Abschnitten 5.12, 6.12, 6.18 sowie 7 verwiesen.

Schätzungen und Annahmen

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Abschlussstichtag bestehende Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachstehend erläutert.

Wertminderungen von nicht finanziellen Vermögenswerten

Im Wesentlichen beziehen sich die vorgenommenen Schätzungen und Annahmen auf den Eintritt von Prämissen im Rahmen der Überprüfung des Wertminderungsbedarfs der Goodwills und immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen (Impairment-Test) sowie auf die Festlegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Wesentliche Annahmen im Rahmen des Impairment-Tests betreffen dabei insbesondere die derzeit geltenden politischen und gesetzgeberischen Rahmenbedingungen, die unterstellten Kosten und Preisentwicklungen sowie in der Planung vorgesehene Vertragsabschlüsse für Biogas zum Erreichen der unterstellten Kapazitätsauslastung.

Eine Wertminderung besteht, wenn der Buchwert eines Vermögenswerts oder einer Zahlungsmittel generierenden Einheit seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts oder einer Zahlungsmittel generierenden Einheit ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Zur Berechnung des Nutzungswerts wird eine Discounted-Cashflow-Methode verwendet. Die Cashflows werden aus den Finanzplänen der nächsten Jahre abgeleitet, wobei wesentliche künftige Investitionen, die die Ertragskraft der Zahlungsmittel generierenden Einheit erhöhen werden, nicht enthalten sind. Die Grundannahmen zur Bestimmung des erzielbaren Betrags für die verschiedenen Zahlungsmittel generierenden Einheiten werden unter Abschnitt 6.1 "Goodwill und andere immaterielle Vermögenswerte" erläutert.

Der Buchwert des Goodwills beträgt zum 30. Juni 2013 TEUR 0 (30.06.2012: TEUR 70.682).

Steuern

Darüber hinaus beziehen sich die getroffenen Annahmen und Schätzungen auf die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Bezüglich der latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge sind die Schätzungen in hohem Maße von der Ertragsentwicklung abhängig. Die Schätzungen können demnach von den sich in späteren Perioden tatsächlich einstellenden Beträgen abweichen. Änderungen der zu treffenden Annahmen oder Schätzungen werden zum Zeitpunkt des Bekanntwerdens berücksichtigt. Die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Umstände werden ebenso wie die zukünftige Entwicklung des branchenbezogenen Umfeldes bezüglich der erwarteten zukünftigen Geschäftsentwicklung der VERBIO-Gruppe zugrunde gelegt.

Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge werden nur insoweit angesetzt, wie verrechenbare passive latente Steuern zur Verfügung stehen bzw. es wahrscheinlich ist, dass ein zukünftiges zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, das zur Realisierung des latenten Steueranspruchs verwendet werden kann.

5 Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Konzerngesamtergebnisrechnung

5.1 Umsatzerlöse

Für eine Erläuterung der Umsatzerlöse (einschließlich des Abzugs der Energiesteuer) verweisen wir auf die Segmentberichterstattung (vgl. Abschnitt 8 "Segmentberichterstattung").

5.2 Aktivierte Eigenleistungen

Die aktivierten Eigenleistungen in Höhe von TEUR 1.105 (2012: TEUR 720) betreffen eigene im Geschäftsjahr 2012 / 2013 angefallene Herstellungskosten für die selbsterstellten technischen Anlagen. Zum Umfang der einbezogenen Kosten verweisen wir auf die Erläuterungen in Abschnitt 3.5 "Sachanlagen".

5.3 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich aus nachfolgend aufgeführten Posten zusammen:

TEUR 2012/2013 2012
Erstattung von Strom- und Energiesteuer 2.013 1.259
Auflösung von Investitionszuwendungen 1.997 1.281
Ertrag aus der Veräußerung von Emissionsrechten 950 0
Versicherungsentschädigungen 745 699
Erträge aus Mieten und Pachten 634 317
Kursgewinne (realisiert) 570 43
Auflösung sonstiger Rückstellungen und Ausbuchung
von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
540 180
Weiterbelastung verauslagter Kosten 482 143
Erträge aus abgeschriebenen Forderungen 207 63
Sonstige periodenfremde Erträge 202 154
Schadenersatzleistungen 67 648
Auflösung von Wertberichtigungen zu Forderungen 33 68
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen 2 142
Übrige sonstige betriebliche Erträge 1.470 883
Sonstige betriebliche Erträge 9.912 5.880

5.4 Materialaufwand

Der Materialaufwand gliedert sich wie folgt:

TEUR 2012/2013 2012
Rohöl, Raffinat, Diesel und Biodiesel, Raps, Fettsäuren 351.808 184.500
Getreide 126.633 77.765
Bioethanol, Biomethan und Benzin 87.660 32.155
Zusatzstoffe 14.876 6.630
Verbrauch Rückstellung für schwebende Verlustkontrakte –328 –28
Zuführung Rückstellung für schwebende Verlustkontrakte 0 328
Übrige 15.830 11.576
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 596.478 312.926
Energiekosten 23.133 13.092
Aufwand Windkraft 13 5
Übrige 24.090 10.664
Aufwendungen für bezogene Leistungen 47.236 23.664
Materialaufwand 643.714 336.687

5.5 Personalaufwand

TEUR 2012/2013 2012
Löhne und Gehälter 19.643 9.777
Sondervergütungen 0 998
Löhne und Gehälter 19.643 10.775
Gesetzliche soziale Aufwendungen 3.174 1.606
Berufsgenossenschaft 248 106
Altersversorgung 351 160
Soziale Aufwendungen 3.773 1.872
Personalaufwand 23.416 12.647

In den gesetzlichen sozialen Aufwendungen sind Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von TEUR 2.008 (2012: TEUR 1.044) enthalten. Weiterhin haben die Gesellschaften im Rahmen eines beitragsorientierten Versorgungsplans TEUR 351 (2012: TEUR 160) unter anderem in Pensionskassen einbezahlt.

Zum 30. Juni 2013 beschäftigte der Konzern 762 Mitarbeiter (30.06.2012: 806 Mitarbeiter), davon 305 Angestellte (30.06.2012: 337 Angestellte), 430 gewerbliche Arbeitnehmer (30.06.2012: 432 gewerbliche Arbeitnehmer) und 27 Auszubildende (30.06.2012: 37 Auszubildende).

Im Geschäftsjahr 2012 / 2013 beschäftigte der Konzern durchschnittlich 828 Mitarbeiter (2012: 788 Mitarbeiter), davon 334 Angestellte (2012: 329 Angestellte), 459 gewerbliche Arbeitnehmer (2012: 422 gewerbliche Arbeitnehmer) und 35 Auszubildende (2012: 37 Auszubildende).

5.6 Abschreibungen

Für eine Darstellung der Abschreibungen wird auf die Abschnitte 3.4 "Sachanlagen" und 3.5 "Wertminderung langfristiger Vermögenswerte" sowie die Abschnitte 6.1 "Goodwill und andere immaterielle Vermögenswerte" und 6.2 "Sachanlagen" verwiesen.

5.7 Aufwendungen aus dem Abgang von Kundenbeziehungen

Die Aufwendungen aus dem Abgang von Kundenbeziehungen beinhalten in Höhe von TEUR 11.788 die Ausbuchung der Kundenbeziehungen. Die Ausbuchung beruht auf der im Rahmen des Impairment-Tests durchgeführten Einzelbetrachtung der maßgeblichen Kundenbeziehungen mit der Feststellung, dass diese entfallen sind. Wir verweisen darüber hinaus auf die Ausführungen unter Abschnitt 6.1 "Goodwill und andere immaterielle Vermögenswerte".

5.8 Sonstige betriebliche Aufwendungen

TEUR 2012/2013 2012
Ausgangsfrachten 5.489 4.082
Reparaturen und Instandhaltung 5.364 3.318
Schadenersatzleistungen 3.914 110
Kraftfahrzeugkosten 2.915 1.354
Versicherungen und Beiträge 2.739 1.424
Zuführung zu Wertberichtigungen und Forderungsverluste 1.521 194
Rechts- und Beratungskosten 1.354 472
Sonstige periodenfremde Aufwendungen 1.224 411
Werbekosten 871 989
Vertriebskosten 857 443
Mieten und Pachten 751 295
Verschiedene Personalaufwendungen 731 464
Reisekosten 721 378
Sonstige Verwaltungskosten 430 209
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen
und dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten
383 28
Nebenkosten des Geldverkehrs 372 138
Abschlusskosten 230 168
EDV-Kosten 214 115
Reinigungskosten 167 99
Aufsichtsratsvergütung 120 60
Fremdwährungsverluste 21 425
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 2.498 447
Sonstige betriebliche Aufwendungen 32.886 15.623

Die Schadenersatzleistungen beinhalten in Höhe von TEUR 3.838 die Zuführung zu einer Rückstellung im Zusammenhang mit einer bei der VDB bereits in den Vorjahren anhängigen Schadenersatzklage.

Die Zuführung zu den Wertberichtigungen und Forderungsverluste beinhalten in Höhe von TEUR 1.291 die Wertberichtigung auf eine einzelne Darlehensforderung. Unter den sonstigen periodenfremden Aufwendungen wurde die Ausbuchung von betreffend das Kalenderjahr 2005 beanspruchter Investitionszulage in Höhe von TEUR 840 erfasst. Die Beantragung war unter Berücksichtigung der Inanspruchnahme des KMU-Zuschlags vorgenommen worden. Die Finanzverwaltung hatte einen Einspruch der VES bezüglich der Anerkennung des KMU-Status ablehnend beschieden.

5.9 Ergebnis aus Warentermingeschäften

Das Ergebnis aus der Bewertung und Glattstellung der Termingeschäfte, für die kein Hedge-Accounting angewendet werden konnte, das Ergebnis aus Warentermingeschäften unter Anwendung des Fair-Value-Hedge-Accounting sowie die ineffektiven Teile der Termingeschäfte, für die Hedge-

Darüber hinaus ist im aufgegebenen Geschäftsbereich ein Ergebnis aus Warentermingeschäften in Höhe von TEUR 3.026 (2012: TEUR – 704) enthalten. Dieses Ergebnis wird durch positive Beträge (TEUR 16.515; 2012: TEUR 2.881) aus Warentermingschäften im Zusammenhang mit der Anwendung des Fair-Value-Hedge-Accounting beeinflusst.

insgesamt TEUR – 1.626 (2012: TEUR 4.352).

Zusätzlich verminderten (Vorjahr: erhöhten) sich in den fortzuführenden Geschäftsbereichen zum Bilanzstichtag erfolgsneutral die anderen Rücklagen aus der Bewertung der Warentermingeschäfte um TEUR 1.717 (2012: Erhöhung um TEUR 2.034).

5.10 Finanzergebnis

TEUR 2012/2013 2012
Zinserträge 156 141
Zinsaufwendungen –4.355 –2.233
Finanzergebnis –4.199 –2.092

Bezüglich weiterer Erläuterungen zur Zusammensetzung der Zinserträge und Zinsaufwendungen wird auf die Angaben zu Finanzinstrumenten unter Abschnitt 9.4 "Sonstige Angaben gemäß IFRS 7" verwiesen.

5.11 Ertragsteuern

Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 2012/2013 2012
Tatsächlicher Steueraufwand 23 –1.473
Latenter Steuerertrag 528 783
Ertragsteuern 551 –690

In den Ertragsteuern ist ein Ertrag in Höhe von TEUR 5 (2012: Aufwand TEUR 115) für tatsächliche Ertragsteuern früherer Perioden enthalten. Die latenten Steuern beinhalten einen periodenfremden Aufwand in Höhe von TEUR 11 (2012: TEUR 172).

Für die Berechnung der inländischen latenten Steuern wurde ein Körperschaftsteuersatz von 15,0 Prozent (2012: 15,0 Prozent) zuzüglich eines Solidaritätszuschlages von 5,5 Prozent (2012: 5,5 Prozent) sowie der für das Mutterunternehmen anzuwendende Gewerbesteuersatz von 15,17 Prozent (2012: 15,17 Prozent) verwendet. Unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlags sowie der effektiven Gewerbeertragsteuer ergibt sich somit ein anzuwendender Steuersatz von 31,0 Prozent (2012: 31,0 Prozent). Der für die Inlandsgesellschaften relevante Gewerbesteuersatz bewegte sich je nach Standort in einer Bandbreite von 11,20 Prozent bis 15,17 Prozent.

Nachfolgend werden die wesentlichen Unterschiede zwischen dem erwarteten und dem tatsächlichen Ertragsteueraufwand im Berichtszeitraum und im Vergleichszeitraum erläutert:

TEUR 2012/2013 2012
Ergebnis vor Ertragsteuern –126.490 2.801
Ertragsteuersatz 31% 31%
Erwarteter Ertragsteueraufwand 39.212 –868

Folgende Effekte führten zu einer Abweichung der ausgewiesenen von den tatsächlichen Ertragsteuern:

TEUR 2012/2013 2012
Veränderung Goodwill –21.911 0
Veränderung der nicht angesetzten latenten Steuern –17.293 –226
Abweichung Steuersätze –304 –102
Nicht abzugsfähige Ausgaben und permanente Effekte 729 832
Ausschüttungsbelastung thesaurierter Gewinne 0 0
Aperiodische Effekte –6 –347
Sonstige Differenzen 124 21
Ausgewiesene Ertragsteuern 551 –865

Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen aktiven und passiven latenten Steuern sind auf temporäre Differenzen zwischen dem Buchwert im Konzernabschluss (IFRS) und den steuerlichen Buchwerten in den folgenden Vermögenswerten und Schulden sowie auf steuerliche Verlustvorträge zurückzuführen:

Aktive
latente Steuern
Passive
latente Steuern
Summe
TEUR 2012/
2013
2011/
2012
2012/
2013
2011/
2012
2012/
2013
2011/
2012
Immaterielle Vermögenswerte 0 0 0 3.992 0 –3.992
Sachanlagen 1.797 1.850 3.709 5.100 –1.912 –3.250
Warenvorräte 3 73 194 816 –191 –743
Forderungen 0 123 130 168 –130 –45
Derivate 695 3.241 66 1.269 629 1.972
Investitionszuwendungen (Investitionszuschüsse) 161 193 2.692 3.113 –2.531 –2.920
Sonstige Rückstellungen 424 102 152 142 272 –40
Finanzverbindlichkeiten 0 0 59 97 –59 –97
Andere Verbindlichkeiten 89 7 0 232 89 –225
Ausschüttungsbelastung thesaurierter Gewinne 0 0 10 10 –10 –10
Verlustvortrag 3.935 7.941 0 0 3.935 7.941
7.104 13.530 7.012 14.939 92 –1.409
Saldiert –7.012 –13.405 –7.012 –13.405 0 0
Saldo latente Steuern 92 125 0 1.534 92 –1.409

Die Entwicklung der bilanzierten latenten Steuern resultiert aus ergebniswirksamen Veränderungen in Höhe von TEUR 1.050 (2012: TEUR 260) sowie aus ergebnisneutralen Veränderungen in Höhe von TEUR 451 (2012: TEUR – 914). Die ergebnisneutralen Veränderungen betreffen dabei Wertveränderungen der Derivate, welche sich lediglich im Eigenkapital niederschlagen (TEUR 451; 2012: TEUR – 914). Von den ergebniswirksamen Veränderungen resultieren TEUR 528 (2012: TEUR 783) aus den fortzuführenden Geschäftsbereichen. Von den passiven latenten Steuern auf Sachanlagen entfallen TEUR 385 auf Vermögenswerte, die als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert sind. Diese passiven latenten Steuern wurden jedoch auf Ebene der Märka GmbH mit aktiven latenten Steuern saldiert, so dass in Bezug auf die Veräußerungsgruppe keine latenten Steuern verbleiben.

Für vortragsfähige Gewerbeverluste in Höhe von TEUR 85.870 (2012: TEUR 41.001) sowie körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 66.488 (2012: TEUR 5.888) wurden keine aktiven latenten Steuern gebildet, da deren Verwertbarkeit derzeit nicht hinreichend sicher ist.

5.12 Aufgegebener Geschäftsbereich

Das Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereichs stellt sich wie folgt dar:

TEUR 2012/2013 2012
Erträge 108.703 63.567
Aufwendungen –134.571 –61.450
Betriebsergebnis –25.868 –2.117
Finanzergebnis –3.838 –1.551
Ergebnis vor Steuern –29.706 566
Ertragsteuern 182 –758
Ergebnis nach Steuern aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich –29.524 –192

Bezüglich der im Ergebnis aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich enthaltenen Wertminderungen wird auf die Ausführungen unter Abschnitt 6.12 "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" verwiesen.

6 Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Konzernbilanz

Langfristige Vermögenswerte

6.1 Goodwill und andere immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Zeitraum vom 1. Juli 2012 bis 30. Juni 2013 wie folgt:

TEUR Goodwill Kunden
beziehungen
Sonstige
immaterielle
Vermögenswerte
Summe
Anschaffungskosten zum 01.07.2012 269.319 29.219 1.052 299.590
Zugänge 0 0 131 131
Abgänge 0 29.219 0 29.219
Umbuchungen 0 0 103 103
Anschaffungskosten zum 30.06.2013 269.319 0 1.286 270.605
Abschreibungen zum 01.07.2012 198.637 16.342 836 215.815
Zugänge 0 1.089 168 1.257
Wertminderungen 70.682 0 0 70.682
Abgänge 0 17.431 0 17.431
Abschreibungen zum 30.06.2013 269.319 0 1.004 270.323
Buchwert zum 01.07.2012 70.682 12.877 216 83.775
Buchwert zum 30.06.2013 0 0 282 282

Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte im Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2012:

TEUR Goodwill Kunden
beziehungen
Sonstige
immaterielle
Vermögenswerte
Summe
Anschaffungskosten zum 01.01.2012 269.319 29.219 947 299.485
Zugänge 0 0 105 105
Abgänge 0 0 0 0
Anschaffungskosten zum 30.06.2012 269.319 29.219 1.052 299.590
Abschreibungen zum 01.01.2012 198.637 15.616 764 215.017
Zugänge 0 726 72 798
Abgänge 0 0 0 0
Abschreibungen zum 30.06.2012 198.637 16.342 836 215.815
Buchwert zum 01.01.2012 70.682 13.603 183 84.468
Buchwert zum 30.06.2012 70.682 12.877 216 83.775

Goodwill

Der Buchwert des Goodwills zum 30. Juni 2012 entfiel ausschließlich auf das Segment Biodiesel. Zum 28. Februar 2013 wurde aufgrund der Entwicklung im Geschäftsjahr 2012 / 2013 geprüft, ob ein Wertminderungsaufwand für den Goodwill des Segments Biodiesel zu erfassen ist. Darüber hinaus wurde zum gleichen Zeitpunkt aufgrund von Anhaltspunkten auch für das Segment Bioethanol im Rahmen des Impairment-Tests erneut geprüft, ob ein Wertminderungsaufwand zu erfassen war.

Die Impairment-Tests für die Segmente Biodiesel und Bioethanol wurden methodisch gegenüber den Vorjahren unverändert auf der Grundlage der Ermittlung der erzielbaren Beträge der Zahlungsmittel generierenden Einheiten durchgeführt. Dabei wurden die erzielbaren Beträge auf Basis des Nutzungswertes ("value in use") ermittelt. Wir haben von der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Verkaufskosten ("fair value less costs to sell") abgesehen, weil keine Anzeichen ersichtlich sind, nach denen dieser Wert höher als der Nutzungswert ist.

Die Cashflow-Projektionen beruhen auf den vom Vorstand und vom Aufsichtsrat genehmigten Planungen 2013 / 2014 sowie auf der vom Vorstand autorisierten Planung für das darauffolgende Geschäftsjahr 2014 / 2015. Für die darauffolgenden Jahre wurden die Planungen des Geschäftsjahres 2014 / 2015 unter Berücksichtigung bestimmter Annahmen über die Entwicklung der wesentlichen Parameter bis zum Geschäftsjahr 2022 / 2023 (Biodiesel) bzw. 2032 / 2033 (Bioethanol) fortgeschrieben. Basierend auf den aktuellen Entwicklungen im Bereich der Biokraftstoffe wurde von Reinvestitionen abgesehen. Für die bestehenden Anlagen im Segment Biodiesel wurde eine Restnutzungsdauer von zehn Jahren und die Anlagen im Segment Bioethanol eine Restnutzungsdauer von 20 Jahren unterstellt. Zum Ende der Restnutzungsdauer der bestehenden Anlagen wurde unterstellt, dass eine Veräußerung des Nettoumlaufvermögens vorgenommen wird und dass bestimmte Abwicklungskosten anfallen. Die Planungen wurden aufgrund von Erfahrungswerten unter Berücksichtigung der aktuellen Marktentwicklungen aufgestellt und berücksichtigen wertaufhellende Ereignisse und Entwicklungen nach dem Bilanzstichtag.

Zur Planung im Einzelnen: Umsatzplanung

  • • Basis ist jeweils eine angenommene durchschnittliche Auslastung auf aktuellem Preisniveau.
  • • Umsatzsteigerungen aufgrund erwarteter positiver Effekte aus der verabschiedeten BioNachV. Die durchschnittlichen Verkaufspreise im Segment Biodiesel bewegen sich zwischen EUR 900 pro Tonne und EUR 1.000 pro Tonne. Ab 2015 wird eine Umsatzerhöhung aufgrund der erwarteten BioNachV um 0,44 Cent pro Liter Biodiesel erwartet. Wir haben die Annahme getroffen, dass dieser Vorteil bereits ab der Folgeperiode durch andere negative Effekte im Markt wieder abschmilzt.
  • • Im Segment Bioethanol liegen die geplanten Verkaufspreise zwischen EUR 550 pro Kubikmeter und EUR 650 pro Kubikmeter. Aufgrund der BioNachV wird im Segment Bioethanol ab 2015 mit einer Umsatzerhöhung um Cent 0,6 pro Liter Ethanol gerechnet. Aufgrund bereits erfolgter Investitionen und des kontinuierlichen Hochfahrens der Zusatzanlagen wird in den kommenden Geschäftsjahren mit einer sukzessiven Erhöhung der Produktionsmenge an Biomethan von 360 GWh auf bis zu 450 GWh gerechnet.

Materialaufwandsplanung

Beim Materialaufwand für das Segment Biodiesel wurde kein konkreter Materialeinsatz geplant. Die Planung erfolgte hier über die Einschätzung einer durchschnittlichen Rohmarge pro Tonne verkauftem Biodiesel auf Basis von Vergangenheitswerten und aktuellen Markteinschätzungen des Vertriebs.

Der Materialaufwand im Segment Bioethanol wurde anhand der Absatzmengen unter Zugrundelegung des jeweiligen Rohstoffmixes geplant. Dabei wurde Getreide als Hauptrohstoff geplant. Die durchschnittlichen Einkaufspreise liegen hier zwischen EUR 180 pro Tonne und EUR 200 pro Tonne.

Weitere Erträge und Aufwendungen

Weitere Erträge und Aufwendungen wurden auf der Basis eines Vorjahresvergleichs geplant und um einmalige Effekte und wesentliche Änderungen gegenüber dem Vorjahr bereinigt oder auf der Basis von Vorjahresdaten hochgerechnet.

Die Cashflows wurden nach Steuern und Zinsen geschätzt und mit einem risikoadäquaten Kapitalkostensatz nach Steuern abgezinst.

Der Abzinsungsfaktor nach Steuern zum 28. Februar 2013 beträgt für das Segment Biodiesel 5,54 Prozent (2012: 6,80 Prozent) und für das Segment Bioethanol 6,17 Prozent (2012: 6,80 Prozent). Die Veränderung zum Vorjahr im Abzinsungssatz ist der Annahme der begrenzten Nutzungsdauer geschuldet. Der verwendete Abzinsungssatz nach Steuern entspricht einem Abzinsungssatz vor Steuern entsprechend IAS 36.55 in Höhe von 11,02 Prozent (2012: 9,50 Prozent) für das Segment Biodiesel und 7,30 Prozent (2012: 9,64 Prozent) für das Segment Bioethanol. Die Bestimmung der Grundannahmen erfolgte auf der Basis von langjährigen Erfahrungswerten und unter Berücksichtigung von branchenbezogenen Vergleichswerten.

Der Impairment-Test für das Segment Biodiesel führte zu einer vollständigen Abschreibung des Goodwills in Höhe von insgesamt EUR 70,7 Mio. Im Segment Bioethanol führte der Impairment-Test zu einer Teilabschreibung der Sachanlagen in Höhe von EUR 19,8 Mio. Aufgrund geänderter Planungen zum 30. Juni 2013 erfolgte zu diesem Zeitpunkt eine Überprüfung der Ergebnisse des zum 28. Februar 2013 durchgeführten Impairment-Tests, durch welchen die Ergebnisse bestätigt wurden.

Kundenbeziehungen

Die Werthaltigkeit der im Segment Biodiesel zum 30. Juni 2012 ausgewiesenen Kundenbeziehungen wurde durch den Impairment-Test im Segment Biodiesel überprüft, da die Kundenbeziehungen im Segmentvermögen enthalten waren. Zum 28. Februar 2013 wurde aufgrund der Entwicklung im Segment Biodiesel neben dem Impairment-Test für den Goodwill auch untersucht, inwieweit die bilanzierten Kundenbeziehungen weiterhin vorhanden sind.

Bei Durchführung einer Einzelbetrachtung für die maßgeblichen Kundenbeziehungen wurde festgestellt, dass diese entfallen sind. Im Ergebnis dieser Einzelbetrachtung wurden daher die Kundenbeziehungen ausgebucht.

Forschung und Entwicklung

In der Gesamtergebnisrechnung sind Aufwendungen für den Bereich Forschung und Entwicklung in Höhe von TEUR 828 (2012: TEUR 448) enthalten.

6.2 Sachanlagen

Die Sachanlagen beinhalten Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte, Gebäude, technische Anlagen und Maschinen, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Anlagen im Bau.

Sachanlagen mit einem Buchwert von TEUR 169.136 (2012: TEUR 148.564) dienen der Besicherung von Finanzverbindlichkeiten.

Im Zeitraum vom 1. Juli 2012 bis 30. Juni 2013 haben sich die Sachanlagen wie folgt entwickelt:

Währungseffekte
0
Anschaffungskosten
zum 30.06.2013
29.737
Abschreibungen
zum 01.07.2012
8.033
Zugänge
2.189
Wertminderungen
3.483
Wertaufholung
0
Umklassifizierung in als zur
Veräußerung gehaltene Ver
mögenswerte
–5.970
Abgänge
0
Währungseffekte
0
Abschreibungen
zum 30.06.2013
7.735
Buchwert zum 01.07.2012
58.078
91.558
19.026
20.310
–500
–5.418
329
–1
124.646
167.146
9.506
2.524
142
0
–569
87
–2
11.514
10.101
0
724
0
0
0
724
0
0
13.671
109.097
24.463
23.935
–500
–11.957
1.140
–3
143.895
248.996
279.229 19.971 11.610 340.547
–1 –3 –1 –5
Abgänge
77
1.684 143 1.029 2.933
Umklassifizierung in als
zur Veräußerung gehaltene
Vermögenswerte
–36.713
–11.823 –1.912 –98 –50.546
Umbuchungen
158
32.923 188 –33.372 – 103
Zugänge
258
1.110 2.234 32.439 36.041
Anschaffungskosten
zum 01.07.2012
66.111
258.704 19.607 13.671 358.093
Grundstücke,
grundstücks
gleiche
Rechte und
Bauten
TEUR
Technische
Anlagen
und Maschinen
Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsaus
stattung
Anlagen im Bau Summe

In den Zugängen zu den Abschreibungen im Geschäftsjahr 2012 / 2013 sind Abschreibungen des aufgegebenen Geschäftsbereichs in Höhe von TEUR 2.142 enthalten.

Entwicklung der Sachanlagen im Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2012:

TEUR Grundstücke,
grundstücks
gleiche
Rechte und
Bauten
Technische
Anlagen
und Maschinen
Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsaus
stattung
Anlagen im Bau Summe
Anschaffungskosten
zum 01.01.2012
66.231 251.017 16.875 13.413 347.536
Zugänge 5 1.800 2.781 6.915 11.501
Umbuchungen 0 6.514 147 –6.661 0
Abgänge 125 627 202 6 960
Währungseffekte 0 0 6 10 16
Anschaffungskosten
zum 30.06.2012
66.111 258.704 19.607 13.671 358.093
Abschreibungen
zum 01.01.2012
6.900 81.512 8.314 0 96.726
Zugänge 1.137 10.046 1.355 0 12.538
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Abgänge 4 0 164 0 168
Währungseffekte 0 0 1 0 1
Abschreibungen
zum 30.06.2012
8.033 91.558 9.506 0 109.097
Buchwert zum 01.01.2012 59.331 169.505 8.561 13.413 250.810
Buchwert zum 30.06.2012 58.078 167.146 10.101 13.671 248.996

6.3 Finanzielle Vermögenswerte

Der zum Bilanzstichtag unter diesem Posten ausgewiesene Betrag betrifft im Wesentlichen eine Beteiligung der Märka GmbH. Im Vorjahresbetrag war hauptsächlich eine Darlehensforderung (TEUR 832) enthalten, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet war. Die Darlehensforderung musste im Geschäftsjahr vollständig wertberichtigt werden.

Kurzfristige Vermögenswerte

6.4 Vorratsvermögen

TEUR 30.06.2013 30.06.2012
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe brutto 7.825 20.914
Wertberichtigung –872 –322
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.953 20.592
Unfertige Erzeugnisse 812 649
Fertigerzeugnisse brutto 15.877 27.119
Wertberichtigung 0 –30
Fertigerzeugnisse 15.877 27.089
Handelswaren brutto 41.746 25.953
Wertberichtigung –1.317
Handelswaren 40.429 25.953
Vorratsvermögen 64.071 74.283

Unter den Fertigerzeugnissen sind Bestände an durch die VERBIO bereits generierten und noch nicht veräußerten Biokraftstoffquoten in Höhe von TEUR 7.241 (30.06.2012: TEUR 10.356) enthalten. Die an Dritte veräußerbaren Quotenansprüche resultieren aus dem Verkauf von B100- Kraftstoff (Quote Biodiesel) und dem Verkauf von Biogas für die Verwendung an Tankstellen (Quote Biomethan). Die Quote ist ein Koppelprodukt aus der Biodiesel- bzw. Bioethanol-/Biomethanproduktion. Die Herstellungskosten der Quotenbestände werden dementsprechend auf Basis der Herstellungskosten für Bioethanol/Biomethan und Biodiesel ermittelt, wobei die Verkaufserlöse der jeweiligen Endprodukte als Verteilungsschlüssel für die Herstellungskosten herangezogen werden.

Die Vorratsbestände sind in Höhe von TEUR 20.375 (30.06.2012: TEUR 66.750) zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet. Daneben sind Vorratsbestände in Höhe von TEUR 43.696 (30.06.2012: TEUR 7.533) zum Nettoveräußerungswert bewertet.

Die Überprüfung der Vorratsbestände hinsichtlich der Werthaltigkeit ergab Wertminderungen von insgesamt TEUR 2.189 (30.06.2012: TEUR 352) zur Anpassung an die niedrigeren Markt- bzw. Nettoveräußerungspreise. Die Wertminderungen werden in der Gesamtergebnisrechnung für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren in dem Posten "Materialaufwand" (TEUR 2.189; 30.06.2012: TEUR 322) und für Fertigerzeugnisse in dem Posten "Bestandsveränderungen" (TEUR 0; 30.06.2012: TEUR 30) ausgewiesen.

Es sind Vorräte mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 36.966 (30.06.2012: TEUR 66.317) sicherungsübereignet. Darüber hinaus bestehen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren in Höhe von TEUR 23.660 (30.06.2012: TEUR 4.896) Verfügungsbeschränkungen aufgrund eines besicherten Kreditgeschäfts.

6.5 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 66.194 (30.06.2012: TEUR 77.152) und sind netto nach Berücksichtigung von Wertminderungen in Höhe von TEUR 2.025 (30.06.2012: TEUR 1.674) dargestellt.

Von den im Vorjahr gebildeten Wertberichtigungen wurden im Berichtsjahr TEUR 33 (2012: TEUR 68) ertragswirksam aufgelöst; der Auflösungsbetrag wurde unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 418 (2012: TEUR 238) gebildet und unter dem Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 34 mussten in Anspruch genommen werden.

Abtretungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zur Absicherung von Krediten lagen zum 30. Juni 2013 in Höhe von TEUR 66.194 vor (30.06.2012: TEUR 77.152). Hiervon betreffen TEUR 14.949 Forderungen, welche im Rahmen eines ABS-Programms an eine Zweckgesellschaft veräußert worden sind.

Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

6.6 Derivate

Die zum 30. Juni 2013 bestehenden aktiven Derivate in Höhe von TEUR 1.157 (30.06.2012: TEUR 5.724) werden unter Abschnitt 9.3 "Derivate" dargestellt.

6.7 Andere kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

Die anderen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

5.021 19.914
625 664
0 116
0 264
0 800
24 647
28 664
166 500
851 12.982
3.327 3.277
30.06.2013 30.06.2012

6.8 Steuererstattungsansprüche

TEUR 30.06.2013 30.06.2012
Bauabzugsteuer STS 5.918 5.918
Erstattungsansprüche Körperschaftsteuer 239 92
Erstattungsansprüche Gewerbesteuer 141 753
Steuererstattungsansprüche 6.298 6.763

6.9 Sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 30.06.2013 30.06.2012
Investitionszulagen 5.890 11.296
Umsatzsteuerforderungen 4.272 1.121
Erstattung Strom- und Energiesteuer 2.311 1.876
Abzugrenzende Aufwendungen 1.381 1.599
Übrige sonstige Vermögenswerte 438 547
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 14.292 16.439

6.10 Termingeldanlagen

Die im Vorjahresabschluss enthaltenen Termingeldanlagen in Höhe von TEUR 2.055 hatten eine Laufzeit von mehr als drei Monaten und wurden mit 1,60 bis 1,70 Prozent p. a. verzinst. Die ausgewiesenen Termingeldanlagen waren frei verfügbar.

6.11 Zahlungsmittel

Der Posten enthält frei verfügbare Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 13.761 (30.06.2012: TEUR 34.491) und Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkungen in Höhe von TEUR 3.950 (30.06.2012: TEUR 4.200).

Die frei verfügbaren Zahlungsmittel enthalten im Wesentlichen Bankguthaben in Höhe von TEUR 13.704 (30.06.2012: TEUR 34.418). Ein Bankkonto der VERBIO wurde im Rahmen des bestehenden ABS-Programms als Sicherheit verpfändet, wodurch sich jedoch keine Verfügungsbeschränkungen ergeben.

Zudem sind die Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 1.358 im Rahmen des Konsortialkreditvertrags verpfändet.

Die Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkungen dienen als Sicherheit für gewährte Avalkredite und als Sicherheit für Bankdarlehen.

Die Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung entsprechen zusammen mit den frei verfügbaren Zahlungsmitteln dem in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Finanzmittelfonds.

6.12 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Zum 31. März 2013 war die Entscheidung getroffen worden, die Geschäftsanteile an der Märka GmbH, die das Handelssegment der VERBIO-Gruppe repräsentiert, zu veräußern. Zum 30. Juni 2013 geht der Konzern von einer Veräußerung der Lagerstandorte der Märka GmbH aus. Daher sind im Bilanzposten "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" im Wesentlichen die Anlagengüter der Märka GmbH enthalten, für die eine solche Veräußerungsabsicht besteht. Daneben beinhaltet der Posten einen Lagerstandort der VEZ, für den ebenfalls eine Veräußerungsabsicht besteht. Im Rahmen der Klassifizierung "Als zur Veräußerung gehalten" wurde den Buchwerten der Standorte deren beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten gegenübergestellt. In der Folge wurden einige Standorte zum Stichtag 30. Juni 2013 mit dem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Der Wertminderungsaufwand gegenüber dem Buchwert in Höhe von TEUR 4.135 wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung im Ergebnis aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert der Sachanlagen wurde im Wesentlichen auf der Grundlage von nach dem Stichtag bereits erfolgten Transaktionen betreffend einen Teil der Standorte bzw. laufender Verhandlungen über weitere Standorte abgeleitet. Der Buchwert beträgt TEUR 38.589.

Eigenkapital

6.13 Gezeichnetes Kapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals wird in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2013 beträgt das gezeichnete Kapital TEUR 63.000 (30.06.2012: TEUR 63.000) und ist eingeteilt in 63.000.000 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien. Mit der Inhaberschaft an den Aktien verbunden sind das Stimmrecht in der Hauptversammlung sowie das Gewinnbezugsrecht bei beschlossenen Ausschüttungen.

Die Hauptversammlung vom 4. Juni 2012 hat unter gleichzeitiger Aufhebung des bestehenden genehmigten Kapitals den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 3. Juni 2017 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insgesamt TEUR 31.500 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).

Bei Aktienausgaben gegen Sacheinlagen wird der Vorstand ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zu einem Betrag von TEUR 9.450 auszuschließen. Wird das Kapital gegen Bareinlagen erhöht, ist den Aktionären ein Bezugsrecht zu gewähren. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet.

Die Hauptversammlung vom 4. Juni 2012 hat den Vorstand des Weiteren dazu ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen, um bis zu einem anteiligen Betrag von EUR 500.000,00 neue Aktien an Mitarbeiter der VERBIO Vereinigte BioEnergie AG und an verbundene Unternehmen auszugeben.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.

Weiterhin ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals und, falls das genehmigte Kapital bis zum 3. Juni 2017 nicht oder nicht vollständig ausgenutzt sein sollte, nach Fristablauf der Ermächtigung anzupassen.

Die Eintragung in das Handelsregister der Gesellschaft erfolgte am 5. Juli 2012.

6.14 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage resultiert im Wesentlichen aus den Anschaffungskosten der VDB für den Erwerb der VES, VEZ, VDS und STS im Rahmen des 2006 erfolgten Unternehmenszusammenschlusses, soweit sie nicht im gezeichneten Kapital abgebildet wurden. Sie ist in voller Höhe nach deutschen gesellschaftsrechtlichen Regelungen hinsichtlich ihrer Verwendungsfähigkeit beschränkt und steht nicht für Ausschüttungen an die Gesellschafter zur Verfügung. Sie wurde 2006 durch die Erhöhung des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln um TEUR 49.900 gemindert. Die den Betrag der 2006 durchgeführten Barkapitalerhöhung übersteigenden Emissionserlöse aus dem Börsengang wurden der Kapitalrücklage zugeführt (TEUR 175.500). Die Kosten des Börsengangs haben dagegen die Kapitalrücklage gemäß IAS 32.37 entsprechend vermindert.

Der Kapitalrücklage wurde in 2010 ein Betrag von TEUR 4.021 zugeführt. Der Betrag entspricht der Differenz zwischen Buchwert und Zeitwert der eigenen Anteile, welche ein Bestandteil des Kaufpreises für den Erwerb der Märka-Beteiligung in 2010 waren.

6.15 Andere Rücklagen

Die anderen Rücklagen umfassen den effektiven Teil der kumulierten Änderungen in der Bewertung von als Cashflow-Hedge qualifizierten Warentermingeschäften, die bis zum 30. Juni 2013 noch nicht realisiert wurden.

6.16 Rücklage aus Währungsumrechnung

Bezüglich dieses Postens verweisen wir auf die Erläuterungen unter Abschnitt 2.5 "Fremdwährungsumrechnung".

6.17 Gewinnrücklagen und Gewinnverwendung

Ausschüttungen an die Anteilseigner der VERBIO AG werden auf der Grundlage des nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen erstellten Jahresabschlusses der VERBIO AG beschlossen. Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, den dort ausgewiesenen Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.

Der negative Betrag der Gewinnrücklagen im Konzernabschluss hat sich um das negative Konzernergebnis in Höhe von TEUR 155.463 erhöht.

6.18 Ergebnis je Aktie

Die VERBIO AG hat 63.000.000 nennwertlose Stückaktien zum rechnerischen Nennwert von je EUR 1. Das auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallende Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2012 / 2013 beträgt TEUR – 152.513 (2012: TEUR 1.886).

Die Anzahl der Aktien im Geschäftsjahr 2012 / 2013 betrug unverändert 63.000.000 Stück. Daraus ermittelt sich unter Berücksichtigung der gewichteten durchschnittlichen Anzahl an im Umlauf befindlichen Aktien während der Berichtsperiode eine Stückzahl in Höhe von 63.000.000 Stück.

Im Geschäftsjahr 2012 / 2013 wie auch im Rumpfgeschäftsjahr 2012 ergaben sich keine Verwässerungseffekte auf das Ergebnis je Aktie. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Geschäftsbereichen beträgt EUR – 2,00 (2012: EUR 0,03). Das verwässerte Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Geschäftsbereichen entspricht jeweils dem unverwässerten Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Geschäftsbereichen.

2012/2013 2012
Im Umlauf befindliche Aktien am 30. Juni 2013 bzw. 2012 63.000.000 63.000.000
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Anzahl Aktien zum Bilanzstichtag 63.000.000 63.000.000
Periodenergebnis in TEUR –152.513 1.886
Ergebnis je Aktie in EUR –2,42 0,03

Der Berechnung des Ergebnisses je Aktie für den aufgegebenen Geschäftsbereich wurde die oben angegebene gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien zugrunde gelegt. Das den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie beträgt TEUR – 26.575 (2012: TEUR – 265). Damit beträgt sowohl das verwässerte als auch das unverwässerte Ergebnis je Aktie aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich EUR – 0,42 ( 2012: EUR 0,00).

Langfristige Schulden

6.19 Bankdarlehen und sonstige Darlehen

Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2013 beliefen sich die Bankdarlehen und sonstigen Darlehen auf TEUR 144.302 (30.06.2012: TEUR 118.400). Diese gliedern sich wie folgt (kurz- und langfristige Komponenten):

TEUR Stand:
30.06.2013
bis 1 Jahr langfristig Laufzeit Zinsen
p. a. in %
Tilgungs
modalität
Bank 1 4.531 500 4.031 30.11.2021 4,60 monatlich (1)
Bank 2 38.986 12.887 26.099 2014/2020 2,19–3,66 halbjährlich (2)
Bank 3 55.000 55.000 0 2013 4,123 endfällig (2)
Bank 3 138 111 27 2014/2015 4,85–6,41 monatlich (2)
Bank 4 382 382 0 30.08.2013 2,20 monatlich (2)
Bank 5 2 2 0 31.07.2013 1,61 monatlich (1)
Sonstige Darlehen 162 80 82 20.04.2015 0,99 vierteljährlich (1)
Sonstige Darlehen 182 80 102 20.12.2015 0,99 vierteljährlich (1)
Sonstige Darlehen 142 67 75 31.07.2015 2,90 monatlich (1)
Sonstige Darlehen 8 8 0 31.11.2013 2,20 monatlich (1)
Sonstige Darlehen 142 67 75 15.05.2015 2,90 monatlich (1)
Sonstige Darlehen 295 151 144 30.06.2015 3,50 monatlich (2)
Sonstige Darlehen 876 425 451 30.06.2015 3,50 monatlich (2)
Sonstige Darlehen 36 8 28 22.11.2017 1,89 monatlich (1)
Sonstige Darlehen 9.715 9.715 0 2013 0,00 täglich
Sonstige Darlehen 11.062 11.062 0 b.a.w. 4,00–7,50 endfällig (1)
Sonstige Darlehen 22.643 22.643 0 b.a.w. 1,87 täglich (2)
Gesamt 144.302 113.188 31.114

(1) fester Zinssatz

(2) variabler Zinssatz

In Höhe von TEUR 9.416 (30.06.2012: TEUR 11.813) betreffen die sonstigen Darlehen als Darlehen behandelte Verbindlichkeiten aus einem ABS-Programm, welche als kurzfristig fällig eingestuft werden.

Die Bankdarlehen und sonstigen Darlehen zum 30. Juni 2012 sind wie nachfolgend dargestellt in ihre kurz- und langfristigen Komponenten gegliedert:

Stand: bis 1 Jahr langfristig Laufzeit Zinsen Tilgungs
TEUR 30.06.2012 p.a. in % modalität
Bank 1 5.076 111 4.965 31.08.2012* 5,70 monatlich (1)
Bank 2 39.979 10.346 29.633 2014/2020 2,65–3,65 halbjährlich (2)
Bank 3 25.000 25.000 0 2012 2,09 endfällig (2)
Bank 3 345 218 127 2012–2015 4,85–7,32 monatlich (2)
Bank 4 32 32 0 28.02.2013 3,50 monatlich (1)
Bank 5 241 80 161 20.07.2015 0,99 vierteljährlich (1)
Sonstige Darlehen 647 266 381 31.12.2014 2,20 vierteljährlich (2)
Sonstige Darlehen 19 17 2 31.07.2013 1,61 monatlich (1)
Sonstige Darlehen 39 34 5 02.11.2013 2,2–2,67 monatlich (1)
Sonstige Darlehen 7 7 0 30.11.2012 3,24 monatlich (1)
Sonstige Darlehen 11.813 11.813 0 2012 0,00 täglich
Sonstige Darlehen 10.875 10.875 0 30.09.2012** 4,00–7,50 endfällig (1)
Sonstige Darlehen 17.965 17.965 0 08.12.2012 7,05–7,15 endfällig (1)
Sonstige Darlehen 2.467 2.467 0 b.a.w. 1,59–1,882 täglich (2)
Sonstige Darlehen 3.895 3.895 0 b.a.w. 2,80–3,10 monatlich (2)
Gesamt 118.400 83.126 35.274

(1) fester Zinssatz (2) variabler Zinssatz * Zinsbindungszeitraum

** kündbar mit einer Frist von sechs Monaten zum Monatsende

In Höhe von TEUR 17.965 betrafen die Bankdarlehen und sonstigen Darlehen zum 30. Juni 2012 PREPS-Darlehen. Bei den PREPS-Darlehen handelte es sich um Finanzierungsinstrumente im Sinne von Mezzanine-Kapital. Die Darlehen hatten eine planmäßige Laufzeit bis 4. August 2012 (TEUR 4.991) und bis zum 8. Dezember 2012 (TEUR 12.974) und wurden entsprechend im Geschäftsjahr 2012 / 2013 zurückgeführt. Im Geschäftsjahr 2012 / 2013 wurden insgesamt TEUR 479 (2012: TEUR 641) zu leistende Zinszahlungen unter den Zinsaufwendungen erfasst.

Hinsichtlich der Buchwerte der bestellten Sicherheiten verweisen wir auf die Erläuterungen zu den Abschnitten 6.2 "Sachanlagen", 6.4 "Vorratsvermögen", 6.5 "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" sowie 6.11 "Zahlungsmittel".

Ein Zinsänderungsrisiko besteht im Wesentlichen nur bezüglich der Kontokorrentkredite, für die variable Zinsvereinbarungen bestehen. Für andere Bankdarlehen wurden Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Zu den Zinsänderungsrisiken verweisen wir auch auf unsere Erläuterungen unter Abschnitt 10.2.3 "Marktrisiken".

6.20 Rückstellungen

.

Die langfristigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 150 (30.06.2012: TEUR 149) bestehen in Höhe von TEUR 21 (30.06.2012: TEUR 20) für Rückbauverpflichtungen von Windkraftanlagen. Die Verpflichtung ist gemäß IAS 16.16 c Bestandteil der Anschaffungs- und Herstellungskosten der Anlagen. Die Bewertung erfolgte zum Barwert, wobei der zugrunde liegende Zinssatz 2,55 Prozent p. a. (30.06.2012: 3,75 Prozent p. a.) beträgt. Darüber hinaus sind Rückstellungen in Höhe von TEUR 129 (30.06.2012: TEUR 129) für Archivierungsaufwendungen enthalten.

6.21 Investitionszuwendungen

Die passivierten Investitionszuwendungen entwickelten sich im Zeitraum vom 1. Juli 2012 bis 30. Juni 2013 wie nachfolgend dargestellt:

TEUR Investitionszulage Investitions
zuschuss
Summe
01.07.2012 11.178 1.654 12.832
Zugang 2.415 0 2.415
Auflösung laufende Periode –1.390 –607 –1.997
Abgang –174 0 –174
30.06.2013 12.029 1.047 13.076
Davon kurzfristig 1.386 127 1.510
Davon langfristig 10.646 920 11.566

Für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2012 stellten sich die passivierten Investitionszuwendungen wie folgt dar:

TEUR Investitionszulage Investitions
zuschuss
Summe
01.01.2012 11.460 1.968 13.428
Zugang 428 0 428
Auflösung laufende Periode –682 –314 –996
Abgang –28 0 –28
30.06.2012 11.178 1.654 12.832
Davon kurzfristig 1.364 607 1.971
Davon langfristig 9.814 1.047 10.861

Für weitere Erläuterungen über die Art der bisher erhaltenen Zuwendungen und die jeweiligen Bedingungen wird auf Abschnitt 11.1 "Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen" verwiesen. Die Auflösung der passivierten Investitionszuwendungen erfolgt ergebniswirksam. Wir verweisen auf Abschnitt 5.3 "Sonstige betriebliche Erträge".

6.22 Latente Steuerschulden

Zu den latenten Steuern verweisen wir auf die Ausführungen in Abschnitt 5.10 "Ertragsteuern".

Kurzfristige Schulden

6.23 Bankdarlehen und sonstige Darlehen

Unter den kurzfristigen Schulden werden zum einen Bankdarlehen in Höhe von TEUR 68.882 (30.06.2012: TEUR 35.999) ausgewiesen, die den kurzfristig fälligen Teil der unter Abschnitt 6.19 "Bankdarlehen und sonstige Darlehen" erläuterten Bankdarlehen darstellen. Zum anderen sind sonstige Darlehen in Höhe von TEUR 44.306 (30.06.2012: TEUR 47.127) enthalten.

Die sonstigen Darlehen beinhalten dabei unter anderem auch die Verbindlichkeiten aus Getreide- und Rapsgeschäften (TEUR 22.643; 30.06.2012: TEUR 3.895), welche aus den in der Berichtsperiode getätigten Pensionsgeschäften einschließlich Zins- und Lagerkosten resultieren.

6.24 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 39.554 (30.06.2012: TEUR 48.845).

6.25 Derivate

Die zum 30. Juni 2013 bestehenden passiven Derivate in Höhe von TEUR 2.753 (30.06.2012: TEUR 18.066) werden unter Abschnitt 9.3 "Derivate" dargestellt.

6.26 Andere kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

Die anderen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten insbesondere kurzfristig fällige Zahlungen an Mitarbeiter.

6.27 Steuerschulden

Im Geschäftsjahr 2012 / 2013 bzw. im Rumpfgeschäftsjahr 2012 stellten sich die Steuerschulden wie folgt dar:

TEUR 01.07.2012 Verbrauch Auflösung Zuführung Umbuchung 30.06.2013
Bauabzugsteuer (VDS) 5.918 0 0 0 0 5.918
Gewerbesteuer 1.358 280 56 311 –12 1.321
Körperschaftsteuer 777 162 18 10 12 619
Staats- und Gemeinde- sowie
Bundessteuer 2009 (STS)
157 0 0 0 0 157
Steuerschulden 8.210 442 74 321 0 8.015
TEUR 01.01.2012 Verbrauch Auflösung Zuführung Währungs
effekt
30.06.2012
Bauabzugsteuer (VDS) 5.918 0 0 0 0 5.918
Gewerbesteuer 1.459 978 1 878 0 1.358
Körperschaftsteuer 1.364 1.203 14 619 11 777
Staats- und Gemeinde- sowie
Bundessteuer 2009 (STS)
157 0 0 0 0 157
Steuerschulden 8.898 2.181 15 1.497 11 8.210

6.28 Rückstellungen

Die zu den Abschlussstichtagen 30. Juni 2013 bzw. 30. Juni 2012 gebildeten Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 01.07.2012 Umgliederung Verbrauch Auflösung Zuführung 30.06.2013
Drohende Verluste aus
schwebenden Einkaufs
u. Verkaufskontrakten
328 0 328 0 7.516 7.516
Prozessrisiken 1.580 0 200 42 3.912 5.250
Übrige Rückstellungen 299 0 72 63 510 674
Rückstellungen 2.207 0 600 105 11.938 13.440
TEUR 01.01.2012 Umgliederung Verbrauch Auflösung Zuführung 30.06.2012
Drohende Verluste aus
schwebenden Verkaufs
kontrakten
28 0 28 0 328 328
Prozessrisiken 1.734 0 98 84 28 1.580
Übrige Rückstellungen 461 –129 112 11 90 299
Rückstellungen 2.223 –129 238 95 446 2.207

Drohende Verluste aus schwebenden Einkaufsund Verkaufkontrakten

Für zu erwartende Belastungen aus bestehenden Ein- und Verkaufsverträgen wurden Drohverlustrückstellungen in Höhe von TEUR 7.516 (30.06.2012: TEUR 328) gebildet. Die Dotierung der Rückstellungen für Einkaufskontrakte erfolgte dabei insoweit, als die Einkaufspreise über den voraussichtlichen Markt- bzw. Verkaufspreisen lagen. Die Dotierung der Rückstellungen für Verkaufskontrakte erfolgte insoweit, als die voraussichtlichen Herstellungskosten über den zu erwartenden Verkaufspreisen lagen. Zum 30. Juni 2013 betrifft die Drohverlustrückstellung das Geschäftssegment Handel Märka (Vorjahr: Segment Biodiesel).

Prozessrisiken

Mit Urteil vom 21. Juli 2008 war die VDB zu einer Schadenersatzzahlung in Höhe von TEUR 3.416 zuzüglich Zinsen verurteilt worden. Die VDB hatte fristgemäß gegen das Urteil Revision eingelegt. Dabei vertrat die VDB die Auffassung der rechtmäßigen Kündigung. Gleichwohl hatte die VERBIO im Konzernabschluss zum 30. Juni 2012 eine Rückstellung zur Abdeckung des Prozessrisikos in Höhe von TEUR 1.329 gebildet.

Mit Urteil vom 22. Mai 2013 wurde die VDB durch das Gericht zu einer Schadenersatzzahlung in Höhe von TEUR 2.700 zuzüglich Zinsen und weiterer Kosten des Prozesses verurteilt. Die Rückstellung ist daher zum 30. Juni 2013 auf den Betrag von insgesamt TEUR 5.007 erhöht worden.

Übrige Rückstellungen

Unter den übrigen Rückstellungen werden zum 30. Juni 2013 in Höhe von TEUR 460 Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen erfasst. Hierunter fallen insbesondere Aufwendungen für Personalmaßnahmen, soweit es voraussichtlich im Zuge des Übergangs von Lagerstandorten der Märka GmbH nicht zu einer Übernahme von Personal kommt.

6.29 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 30.06.2013 30.06.2012
Umsatzsteuer 4.255 671
Energiesteuer 1.185 23.155
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 927 317
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 364 647
Andere kurzfristige Verbindlichkeiten 6.731 24.790

7 Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds enthält die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel (TEUR 17.711; 2012: TEUR 38.691) einschließlich Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung in Höhe von TEUR 3.950 (2012: TEUR 4.200). Die Verfügungsbeschränkung resultiert aus Vereinbarungen mit Banken.

Das negative Jahresergebnis von TEUR –155.463 (2012: TEUR 1.919) ist im Wesentlichen von nicht zahlungswirksamen Aufwendungen aus Wertminderungen (TEUR 94.617; 2012: TEUR 644), Abschreibungen (TEUR 26.444; 2012: TEUR 13.336) sowie dem Abgang der Kundenbeziehungen (TEUR 11.788; 2012: TEUR 0) geprägt.

Positiv auf den operativen Cashflow haben sich die Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 10.937; 2012: Zunahme TEUR 10.339) sowie die Abnahme der Vorräte (TEUR 10.537; 2012: TEUR 105.636) ausgewirkt.

Zahlungsmittel mindernd machte sich insbesondere die Abnahme der übrigen kurzfristigen finanziellen und nicht finanziellen Verbindlichkeiten (TEUR 18.654; 2012: TEUR 1.035) bemerkbar.

Die gezahlten Zinsen in Höhe von TEUR 8.177 (2012: TEUR 4.712) übersteigen die erhaltenen Zinsen in Höhe von TEUR 585 (2012: TEUR 165) um TEUR 7.592 und haben den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit negativ beeinflusst.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (TEUR – 26.909; 2012: TEUR – 8.570) ist insbesondere durch Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen (TEUR 36.223; 2012: TEUR 11.124) bestimmt. Wesentliche Investitionsprojekte betreffen die Erweiterung der Biogasanlagen und den Bau der Sterolanlage.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (TEUR 25.456; 2012: TEUR – 78.222) ist beeinflusst durch den Liquiditätsbedarf der Erntefinanzierung der Märka GmbH. Hieraus ergaben sich Nettoeinzahlungen aus besicherten Kreditgeschäften (TEUR 18.420; 2012: Nettoauszahlung TEUR 65.013) und Nettoeinzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten (TEUR 7.036; 2012: Nettoauszahlungen TEUR 13.209).

Die Netto-Cashflows für die Veräußerungsgruppe bzw. den aufgegebenen Geschäftsbereich stellen sich wie folgt dar:

TEUR 30.06.2013 30.06.2012
Betriebliche Tätigkeit –20.377 93.488
Investitionstätigkeit –405 –99
Finanzierungstätigkeit 31.490 –85.399
Netto-Cashflow des aufgegebenen Geschäftsbereichs 10.708 7.990

8 Segmentberichterstattung

Die Risiken und Erträge des Konzerns werden maßgeblich durch die Geschäftssegmente bestimmt. Die VERBIO-Gruppe ist entsprechend der internen Organisations- und Führungsstruktur in die Geschäftsbereiche Biodiesel, Bioethanol und Übrige unterteilt. Das Segment Übrige enthält als Sammelsegment das Geschäftsfeld Transport und Logistik, den Bereich Energie sowie nicht verrechnete Teile der Holdingumlage. Für das Geschäftsjahr 2012 / 2013 wurde die Systematik der Verrechnung der Holdingumlage geändert. Abweichend vom Vorjahr erfolgt die Umlage nicht mehr nach einem Planmengenschlüssel, sondern orientiert sich an der differenzierten Einschätzung der Inanspruchnahme der Leistungen der Holding. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich keine wesentlichen Unterschiede in der Verteilung der Holdingkosten. Das im Vergleichszeitraum ausgewiesene Geschäftssegment Handel Märka ist aufgrund der Klassifizierung als aufgegebener Geschäftsbereich nicht mehr in der Segmentberichterstattung für den aktuellen Zeitraum enthalten. Die Vermögenswerte und Schulden des aufgegebenen Geschäftsbereichs sind mit Ausnahme der als zur Veräußerung verfügbar klassifizierten langfristigen Vermögenswerte dem Segment Übrige zugeordnet. Diese werden im kommenden Geschäftsjahr im Rahmen der schrittweisen Abwicklung der noch vorhandenen Geschäftsaktivitäten abgebaut.

Eine Segmentierung nach geografischen Gesichtspunkten wird nicht vorgenommen, da eine solche für die interne Steuerung der VERBIO-Gruppe nicht herangezogen wird.

Segmente entsprechend der internen Unternehmenssteuerung

Die Umsatzerlöse wurden mit der Energiesteuer in Höhe von TEUR 97.488 (2012: TEUR 68.017) saldiert. Die Segmente Biodiesel und Bioethanol erzielen Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern. Im Segment Übrige werden die Umsatzerlöse durch das Erbringen von Dienstleistungen erzielt. Die Umsatzerlöse des Segments Übrige beinhalten konzerninterne Umsatzerlöse mit dem aufgegebenen Geschäftsbereich in Höhe von TEUR 10.535 für die Erbringung von Transportleistungen. Es wird erwartet, dass diese Umsatzerlöse künftig mit Dritten realisiert werden. Für die Segmentberichterstattung sowie für die Geschäftsvorfälle zwischen den berichtspflichtigen Segmenten werden die gleichen Rechnungslegungsgrundlagen wie für den Konzernabschluss verwendet.

Sonstige Angaben zu den Segmenten

Das operative Vermögen ist nahezu ausschließlich im Inland belegen. Sämtliche Investitionen in Produktionsstätten wurden ausschließlich im Inland getätigt.

Die Anschaffungskosten im Geschäftsjahr 2012 / 2013 für den Erwerb von Segmentvermögen, von dem erwartet wird, dass es über mehr als eine Berichtsperiode genutzt wird, betragen TEUR 36.171 (2012: TEUR 11.607).

Die VERBIO-Gruppe hat in der Berichtsperiode Umsätze mit im Ausland (überwiegend Europa) ansässigen Kunden in Höhe von TEUR 289.639 (2012: TEUR 132.141) erzielt.

Für den Berichtszeitraum lagen Umsatzerlöse mit zwei externen Kunden, die 10 Prozent der gesamten Umsatzerlöse übersteigen, in Höhe von insgesamt TEUR 175.017 vor (2012: drei Kunden mit TEUR 143.916). Die Umsatzerlöse sind in Höhe von TEUR 64.928 (2012: TEUR 118.992) dem Segment Biodiesel und in Höhe von TEUR 110.089 (2012: TEUR 24.924) dem Segment Bioethanol zuzurechnen.

Segmentberichterstattung

1. Juli 2012 bis 30. Juni 2013

Segmentumsätze und Segmentergebnisse
TEUR Biodiesel Bioethanol Übrige Konzern
Umsatzerlöse 421.741 258.305 33.521 713.567
Bestandsveränderungen –763 –10.286 0 –11.049
Aktivierte Eigenleistungen 212 893 0 1.105
Sonstige betriebliche Erträge 3.151 6.005 1.909 11.065
Materialaufwand –394.195 –234.524 –21.221 –649.940
Personalaufwand –6.181 –9.606 –7.629 –23.416
Abschreibungen –6.148 –15.592 –1.838 –23.578
Aufwendungen aus Wertminderungen –70.682 –19.800 0 –90.482
Aufwendungen aus dem Abgang
von Kundenbeziehungen
–11.788 0 0 –11.788
Sonstige betriebliche Aufwendungen –16.399 –13.767 –5.983 –36.149
Ergebnis aus Termingeschäften –5.991 4.485 –120 –1.626
Segmentergebnis –87.043 –33.887 –1.361 –122.291
Finanzergebnis –1.293 –2.666 –240 –4.199
Ergebnis vor Steuern –88.336 –36.553 –1.601 –126.490
Überleitung
TEUR Summe
Segmente
Intersegmentäre
Umsätze und
Aufwendungen
Sonstige
Korrekturen
Konzern
Konzern
Umsatzerlöse 713.567 –8.336 0 705.231
Bestandsveränderungen –11.049 0 0 –11.049
Aktivierte Eigenleistungen 1.105 0 0 1.105
Sonstige betriebliche Erträge 11.065 –1.153 0 9.912
Materialaufwand –649.940 6.226 0 –643.714
Personalaufwand –23.416 0 0 –23.416
Abschreibungen –23.578 0 0 –23.578
Aufwendungen aus Wertminderungen –90.482 0 0 –90.482
Aufwendungen aus dem Abgang
von Kundenbeziehungen
–11.788 0 0 –11.788
Sonstige betriebliche Aufwendungen –36.149 3.263 0 –32.886
Ergebnis aus Termingeschäften –1.626 0 0 –1.626
Betriebsergebnis –122.291 0 0 –122.291
Finanzergebnis –4.199 0 0 –4.199
Ergebnis vor Steuern –126.490 0 0 –126.490
Segmentvermögen und Segmentschulden
TEUR Biodiesel Bioethanol Übrige Konzern
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 130 77 75 282
Sachanlagen 37.582 154.184 4.886 196.652
Vorratsvermögen 12.941 10.770 40.360 64.071
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 35.786 14.506 15.902 66.194
Sonstige Vermögenswerte und übrige
finanzielle Vermögenswerte
3.186 13.337 2.844 19.367
Zahlungsmittel 4.251 8.699 4.761 17.711
Segmentvermögen 93.876 201.573 68.828 364.277
Investitionszuwendungen 2.100 10.575 401 13.076
Langfristige Rückstellungen 42 32 76 150
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und übrige kurzfristige Rückstellungen
29.587 10.513 12.894 52.994
Andere kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
4.213 2.103 3.400 9.716
Segmentschulden 35.942 23.223 16.771 75.936
TEUR Konzern
Segmentvermögen 364.277
Derivate 1.157
Latente Steuern 92
Ertragsteueransprüche 6.298
Als zur Veräußerung gehalten klassifizierte Vermögenswerte 38.589
Gesamt Aktiva 410.413
Segmentschulden 75.936
Bankdarlehen und sonstige Darlehen 144.302
Sonstige Steuerschulden 8.015
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 1.099
Derivate 2.753
Gesamt Passiva (ohne Eigenkapital) 232.105
Investitionen
TEUR Biodiesel Bioethanol Übrige Konzern
Investitionen 3.003 31.672 1.496 36.171

Segmentberichterstattung

1. Januar 2012 bis 30. Juni 2012

Segmentumsätze und Segmentergebnisse
TEUR Biodiesel Bioethanol Handel
Märka
Übrige
Umsatzerlöse 221.929 112.847 162.651 11.211
davon Umsatzerlöse Dritte 218.883 112.176 78.647 3.944
Bestandsveränderungen 3.155 10.701 0 0
Aktivierte Eigenleistungen 118 602 0 0
Sonstige betriebliche Erträge 1.872 3.248 1.148 941
Materialaufwand –209.379 –107.743 –151.683 –6.451
Personalaufwand –3.561 –5.331 –3.960 –2.718
Abschreibungen –3.235 –7.776 –1.474 –851
Sonstige betriebliche Aufwendungen –6.923 –8.773 –5.716 –1.611
Ergebnis aus Termingeschäften 3.556 690 –598 0
Segmentergebnis 7.532 –1.535 368 521
Finanzergebnis –806 –1.239 –1.523 –75
Ergebnis vor Steuern 6.726 –2.774 –1.155 446
Überleitung
TEUR Summe
Segmente
Intersegmentäre
Umsätze und
Aufwendungen
Sonstige
Korrekturen
Konzern
Konzern
Umsatzerlöse 508.638 –94.987 0 413.651
Bestandsveränderungen 13.856 0 0 13.856
Aktivierte Eigenleistungen 720 0 0 720
Sonstige betriebliche Erträge 7.209 –869 –47 6.293
Materialaufwand –475.256 92.545 170 –382.541
Personalaufwand –15.570 0 0 –15.570
Abschreibungen –13.336 0 0 –13.336
Sonstige betriebliche Aufwendungen –23.023 3.311 0 –19.712
Ergebnis aus Termingeschäften 3.648 0 0 3.648
Betriebsergebnis 6.886 0 123 7.009
Finanzergebnis –3.643 0 0 –3.643
Ergebnis vor Steuern 3.243 0 123 3.366
Segmentvermögen und Segmentschulden
TEUR Biodiesel Bioethanol Handel
Märka
Übrige Konzern
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 54 68 57 37 216
Goodwill 70.682 0 0 0 70.682
Kundenbeziehungen 12.877 0 0 0 12.877
Sachanlagen 39.635 161.477 42.568 5.316 248.996
Vorratsvermögen 25.876 22.343 25.735 329 74.283
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.119 27.236 17.899 898 77.152
Sonstige Vermögenswerte und übrige
finanzielle Vermögenswerte
7.407 17.039 11.616 1.179 37.241
Zahlungsmittel 9.659 15.121 13.517 394 38.691
Segmentvermögen 197.309 243.284 111.392 8.153 560.138
Investitionszuwendungen 3.006 9.146 680 12.832
Langfristige Rückstellungen 42 32 50 25 149
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und übrige kurzfristige Rückstellungen
31.003 13.810 5.064 1.175 51.052
Andere kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
10.264 15.836 1.423 628 28.151
Segmentschulden 44.315 38.824 6.537 2.508 92.184
Überleitung Segmentvermögen und Segmentschulden
TEUR Konzern
Segmentvermögen 560.138
Derivate 5.724
Latente Steuern 125
Ertragsteueransprüche 6.763
Termingeldanlagen 2.055
Gesamt Aktiva 574.805
Segmentschulden 92.184
Bankdarlehen und sonstige Darlehen 118.400
Latente Steuerschulden 1.534
Sonstige Steuerschulden 8.210
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 921
Derivate 18.066
Gesamt Passiva (ohne Eigenkapital) 239.315
Investitionen 1.136 9.304 367 800 11.607
TEUR Biodiesel Bioethanol Handel
Märka
Übrige Konzern
Investitionen

9 Angaben zu Finanzinstrumenten

9.1 Allgemeine Angaben

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Die Finanzinstrumente des Konzerns lassen sich in originäre und derivative Finanzinstrumente differenzieren.

Die originären Finanzinstrumente beinhalten auf der Aktivseite im Wesentlichen den langfristigen Teil von Darlehen (langfristige finanzielle Vermögenswerte), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sonstigen finanziellen Vermögenswerte, Termingeldanlagen sowie die Zahlungsmittel.

Auf der Passivseite bestehen die originären Finanzinstrumente im Wesentlichen aus den ausgewiesenen Finanzverbindlichkeiten, aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus anderen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten.

In den derivativen Finanzinstrumenten enthalten sind bzw. waren im Vorjahr Instrumente zur Absicherung von Zinsrisiken aus Darlehensverträgen, Preisrisiken aus Beschaffungs- und Absatzgeschäften sowie Währungskursrisiken. Derivative Finanzinstrumente werden nach dem Erwerb im Rahmen des erstmaligen Ansatzes mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Finanzinstrumente im Rahmen von Warentermingeschäften zur Sicherung von Einkaufspreisen am Beschaffungsmarkt (vgl. Abschnitt 9.3 A), bestimmte Zinsswaps zur Absicherung von variablen Zinszahlungen (vgl. Abschnitt 9.3 B) sowie bestimmte Swap-Geschäfte (vgl. Abschnitt 9.3 C) zur Absicherung des an den mineralischen Diesel-/Benzinpreis gebundenen Verkaufspreises von Biodiesel erfüllen die Voraussetzungen eines Cashflow-Hedge und sind somit als Derivate in einer Sicherungsbeziehung eingestuft. Darüber hinaus waren zum Vorjahresstichtag derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von Beständen gegen Preisschwankungen sowie zur Sicherung von festen Verpflichtungen, welche die Voraussetzungen eines Fair-Value-Hedge erfüllen (vgl. Abschnitt 9.3 D), ebenfalls als Derivate in einer Sicherungsbeziehung eingestuft.

Die jeweiligen Bewertungsanpassungen der Derivate in einer Sicherungsbeziehung, welche der Absicherung von Cashflows dienen (Cashflow-Hedges), werden erfolgsneutral im Eigenkapital (andere Rücklagen) erfasst. Die Auflösung dieser Rücklage erfolgt, sobald die abgesicherten Rohstoffbezüge bzw. die abgesicherten Umsatzerlöse erfolgswirksam werden bzw. die Zahlungsströme des Grundgeschäfts nicht mehr hochwahrscheinlich sind.

Die jeweiligen Bewertungsanpassungen der Derivate in einer Sicherungsbeziehung, welche der Absicherung von Zeitwerten dienen (Fair-Value-Hedges), werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Ergebnis aus Warentermingeschäften" erfasst. Die Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Grundgeschäfts, die dem abgesicherten Risiko zugerechnet werden kann, wird als Teil des Buchwerts des gesicherten Grundgeschäfts verbucht und ebenfalls unter dem Posten "Ergebnis aus Warentermingeschäften" in der Konzerngesamtergebnisrechnung erfasst.

Derivate, die nicht in einer Sicherungsbeziehung stehen bzw. standen (vgl. Abschnitt 9.3 E bis G), sind freistehende Derivate und werden somit zwingend in die Kategorie "Zu Handelszwecken gehalten" eingestuft. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird bzw. wurde erfolgswirksam in der Konzerngesamtergebnisrechnung unter der Position "Ergebnis aus Warentermingeschäften" erfasst.

Die Bewertungskategorien "Fair-Value-Option", "Zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinstrumente" und "Zur Veräußerung bestimmte Finanzinstrumente" sind bezogen auf die vorhandenen finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten nicht relevant.

9.2 Kategorien von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten

Die folgende Darstellung zeigt die Fair-Values und Buchwerte gemäß den nach IFRS 7 gebildeten Klassen für Finanzinstrumente. Der Buchwert entspricht dem Fair-Value.

Aktiva

Bewertung Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
Zum Fair-Value Summe
Bewertungskategorie Kredite und
Forderungen
Zu Handels
zwecken gehaltene
Finanzinstrumente
Kredite und
Forderungen
TEUR Buchwert Fair-Value Buchwert Fair-Value Buchwert Fair-Value Buchwert Fair-Value
Forderungen aus Lieferun
gen und Leistungen
66.194 66.194 0 0 0 0 66.194 66.194
Sonstige lang- und kurzfris
tige finanzielle Vermögens
werte
5.075 5.075 0 0 0 0 5.075 5.075
Derivate 0 0 1.141 1.141 16 16 1.157 1.157
Termingeldanlagen 0 0 0 0 0 0 0 0
Zahlungsmittel 17.711 17.711 0 0 0 0 17.711 17.711
Summe zum 30.06.2013 88.980 88.980 1.141 1.141 16 16 90.137 90.137
Forderungen aus Lieferun
gen und Leistungen
77.152 77.152 0 0 0 0 77.152 77.152
Sonstige lang- und kurzfris
tige finanzielle Vermögens
werte
20.802 20.802 0 0 0 0 20.802 20.802
Derivate 0 0 1.535 1.535 4.189 4.189 5.724 5.724
Termingeldanlagen 2.055 2.055 0 0 0 0 2.055 2.055
Zahlungsmittel 38.691 38.691 0 0 0 0 38.691 38.691
Summe zum 30.06.2012 138.700 138.700 1.535 1.535 4.189 4.189 144.424 144.424

Passiva

Bewertung Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
Zum Fair-Value Summe
Bewertungskategorie Andere finanzielle
Verbindlichkeiten
Zu Handels
In Sicherungs
zwecken gehaltene
beziehungen
Finanzinstrumente
befindliche Derivate
TEUR Buchwert Fair-Value Buchwert Fair-Value Buchwert Fair-Value Buchwert Fair-Value
Lang- und kurzfristige
Finanzverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegen
über Kreditinstituten und
sonstige Darlehen
144.302 144.302 0 0 0 0 144.302 144.302
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
39.554 39.554 0 0 0 0 39.554 39.554
Andere kurzfristige
Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
2.985 2.985 0 0 0 0 2.985 2.985
Derivate 0 0 1.262 1.262 1.491 1.491 2.753 2.753
Summe zum 30.06.2013 186.841 186.841 1.262 1.262 1.491 1.491 189.594 189.594
Lang- und kurzfristige
Finanzverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegen
über Kreditinstituten und
sonstige Darlehen
118.400 118.400 0 0 0 0 118.400 118.400
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
48.845 48.845 0 0 0 0 48.845 48.845
Andere kurzfristige
Verbindlichkeiten
0 0
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
3.361 3.361 0 0 0 0 3.361 3.361
Derivate 0 0 13.222 13.222 4.844 4.844 18.066 18.066
Summe zum 30.06.2012 170.606 170.606 13.222 13.222 4.844 4.844 188.672 188.672

Bewertung in den einzelnen Bewertungskategorien

  • a. Für Derivate wurden die Fair-Values sowohl in der Bewertungskategorie "Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente" als auch "In Sicherungsbeziehungen befindliche Derivate" nach der Methode "Markto-Market" unter Zugrundelegung der Börsen- oder Marktpreise ermittelt.
  • b. Die Fair-Values der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten "Kredite und Forderungen" und "Anderen finanziellen Verbindlichkeiten" stellen sich wie folgt dar:
  • ba. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen kurz- und langfristigen finanziellen Vermögenswerten entspricht der Fair-Value den jeweiligen Nominalwerten abzüglich vorgenommener erforderlicher Wertberichtigungen; Un- oder Niedrigver-

zinslichkeiten bei Krediten und Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr waren nicht zu berücksichtigen;

  • bb. bei den Termingeldern und Zahlungsmitteln ergeben sich die Fair-Values aus den Nominalwerten;
  • bc. als Fair-Value sämtlicher Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie "Andere finanzielle Verbindlichkeiten" wurden die jeweiligen Rückzahlungsbeträge angesetzt; Un- oder Niedrigverzinslichkeiten bei Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr waren nicht zu berücksichtigen.

Überleitung auf Bilanzposten

Die nach IFRS 7 gebildeten Klassen für Finanzinstrumente entsprechen den Positionen der Konzernbilanz.

9.3 Derivate

Die ausgewiesenen aktiven und passiven Derivate stellen sich mit ihren beizulegenden Zeitwerten sowie den zugrunde liegenden Nominalvolumen wie folgt dar:

TEUR Nominalvolumen Aktive Derivate=
Positive
Marktwerte
Passive Derivate=
Negative
Marktwerte
Freistehende Derivate
Rohstoffe und Waren 21.154 1.141 176
Zinsswap 43.835 0 1.075
Devisentermingeschäft 400 0 11
Derivate in Sicherungsbeziehungen
Cashflow-Hedge
Warentermingeschäfte Rapsöl 7.983 16 713
Zinsswap 10.787 0 778
Derivate zum 30.06.2013 1.157 2.753
TEUR Nominalvolumen Aktive Derivate=
Positive
Marktwerte
Passive Derivate=
Negative
Marktwerte
Freistehende Derivate
Rohstoffe und Waren 14.274 1.423 7.752
Verkaufsgeschäfte 35.816 0 4.437
Zinsswap 25.305 0 1.027
Devisentermingeschäft 4.060 112 6
Derivate in Sicherungsbeziehungen
Cashflow-Hedge
Warentermingeschäfte Rapsöl 46.272 1.335 198
Diesel-Swap-Geschäfte 15.514 479 0
Zinsswap 28.526 0 1.636
Fair-Value-Hedge
Warentermingeschäfte Weizen 25.823 2.158 2.859
Warentermingeschäfte Raps 1.198 217 151
Derivate zum 30.06.2012 5.724 18.066
30.06.2013
TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Aktive Derivate 1.141 16 0 1.157
Passive Derivate 176 2.577 0 2.753
30.06.2012
TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Aktive Derivate 1.423 4.301 0 5.724
Passive Derivate 14.756 3.310 0 18.066

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Derivate erfolgte nach der "Mark-to-Market"-Methode. Die vorstehende Tabelle analysiert die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente entsprechend der "Fair-Value-Hierarchiestufen". Die verschiedenen Hierarchiestufen sind wie folgt definiert:

  • • Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (nicht angepasste) Preise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten.
  • • Stufe 2: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (von Preisen abgeleitete) beobachtbare Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen.
  • • Stufe 3: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (nicht beobachtbare Inputdaten).

Beschreibung der wesentlichen zum Stichtag bestehenden Derivate in Sicherungsbeziehungen A. Warentermingeschäfte Rapsöl (aktiv TEUR 16, passiv

TEUR 713).

Mittels Einsatz von Derivaten werden unter Verantwortung des Risikomanagements die Preise des Rohstoffbezugs von Rapsöl in Form des Erwerbs von Terminkontrakten (Forwards) gesichert. Abzusicherndes Grundgeschäft ist der mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eintretende Bezug von Pflanzenöl, Sicherungsinstrument der Erwerb von Terminkontrakten und das abzusichernde Risiko die Gefahr von Preissteigerungen, die nachteilige Effekte auf die Gewinnmarge hervorrufen können. Die Absicherung beginnt ca. ein Jahr vor Bedarf und es wird angestrebt, die Absicherung der notwendigen Mengen bis maximal vier Monate vor Lieferung zu mindestens 80 Prozent sicherzustellen. Es handelt sich um Standard-Terminkontrakte mit einer Effektivität von 100 Prozent, so dass keine Ineffektivitäten erfolgswirksam zu erfassen sind.

Die Effektivität der Cashflow-Hedges aus Warentermingeschäften Rapsöl wird prospektiv mittels des Critical Terms Matches und retrospektiv durch eine Dollar-Offset-Methode (hypothetische Derivate-Methode) ermittelt. Solange die Sicherung in einer Bandbreite von 80 bis 125 Prozent effektiv ist, wird das Hedge-Accounting fortgeführt, andernfalls wird die gesamte Sicherungsbeziehung erfolgswirksam erfasst. Im Monat des Bezugs, also der planmäßigen oder unplanmäßigen Realisierung des Grundgeschäfts, werden die im Eigenkapital erfassten Ergebnisse aus den Sicherungsgeschäften erfolgswirksam im Materialaufwand verrechnet. Der Betrag, der während der Berichtsperiode aus dem Eigenkapital in die Gesamtergebnisrechnung im Rahmen von Cashflow-Hedge-Accounting überführt wurde, beträgt TEUR – 895 (2012: TEUR 267) und schlägt sich in dem Gesamtergebnisrechnungsposten "Materialaufwand" nieder. Zum Bilanzstichtag waren keine ineffektiven Teile zu erfassen.

B. Derivate aus Zinsswaps (in Sicherungsbeziehungen) Zur Absicherung von variablen Zinszahlungsverpflichtungen wurden Zinsswaps abgeschlossen. Die Marktwerte der Zinssicherungsgeschäfte werden unter den Derivaten dargestellt. Der negative Marktwert des in Sicherungsbeziehung befindlichen Zinsswaps beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 778 (30.06.2012: TEUR 1.636) und wurde direkt im Eigenkapital erfasst.

Die Effektivität der Cashflow-Hedges aus Zinsswaps wird prospektiv mittels des Critical Terms Matches und retrospektiv durch eine Dollar-Offset-Methode (hypothetische Derivate-Methode) ermittelt. Solange die Sicherung in einer Bandbreite von 80 bis 125 Prozent effektiv ist, wird das Hedge-Accounting fortgeführt, andernfalls wird die gesamte Sicherungsbeziehung erfolgswirksam erfasst.

C. Diesel-Swap-Geschäfte (in Sicherungsbeziehungen) Im Vorjahresabschlusss wurden zur Sicherung der Erlöse bei den an die mineralischen Diesel gebundenen Verkaufskontrakten Sicherungen in Form von festen Dieselverkäufen (fix) gegen variable Dieselpreise eingesetzt, um das Preisrisiko bei Biodieselverkäufen abzusichern. Die positiven Marktwerte dieser Swaps betrugen zum Bilanzstichtag des Vorjahrs TEUR 479. Nach Berücksichtigung von Ineffektivitäten in Höhe von TEUR 0, die erfolgswirksam erfasst wurden, wurden die Marktwerte dieser Swaps in Höhe von TEUR 0 (30.06.2012: TEUR 479) direkt im Eigenkapital erfasst.

Im Geschäftsjahr 2012 / 2013 wurden TEUR 1.180 (2012: TEUR 3.198) aus dem Eigenkapital erfolgswirksam entnommen und haben sich in dem Gesamtergebnisposten "Umsatzerlöse" niedergeschlagen.

D. Warentermingeschäfte Raps und Weizen (in Sicherungsbeziehungen)

Zur Sicherung von Rohstoff- und Warenbeständen an Raps und Weizen sowie von festen Verpflichtungen aus Rapskäufen gegen Wertschwankungen wurden Terminverkäufe getätigt. Die positiven Marktwerte der Sicherungsinstrumente betrugen zum Bilanzstichtag des Vorjahrs TEUR 2.375, die negativen Marktwerte TEUR 3.010. Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2013 bestanden keine Warentermingeschäfte Raps und Weizen in Sicherungsbeziehungen.

Im Rahmen von Fair-Value-Hedges wurde die Änderung beizulegender Zeitwerte von Grundgeschäften, die dem abgesicherten Risiko zugerechnet wurden, in Höhe von insgesamt TEUR 832 (2012: TEUR 2.881) als Teil des Buchwerts des gesicherten Grundgeschäfts verbucht.

Beschreibung der wesentlichen freistehenden Derivate

E. Freistehende Derivate Rohstoffe und Waren

Zur Sicherung von Rohstoff- und Warenbeständen gegen Preisschwankungen wurden über die unter D. genannten Sicherungsinstrumente hinaus weitere Sicherungsgeschäfte (Futures bzw. Optionen) abgeschlossen, bei denen die Voraussetzungen für die Anwendung des Hedge-Accounting nicht vorlagen. Die positiven Marktwerte solcher Derivate betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 1.141 (30.06.2012: TEUR 1.423), die negativen Marktwerte TEUR 176 (30.06.2012: TEUR 7.752).

F. Derivate aus Zinsswaps (freistehend)

Zur Absicherung von variablen Zinszahlungsverpflichtungen wurden Zinsswaps abgeschlossen. Die Marktwerte der Zinssicherungsgeschäfte werden unter den Derivaten dargestellt. Soweit Sicherungsbeziehungen nicht designiert worden sind, werden Wertänderungen im Finanzergebnis dargestellt. Zum 30. Juni 2013 betragen die negativen Marktwerte freistehender Zinssicherungsgeschäfte TEUR 1.075 (30.06.2012: TEUR 1.027).

G. Freistehende Derivate aus Verkaufsgeschäften

Über die in Sicherungsbeziehungen designierten Derivate hinaus werden zur Absicherung von Erlösen bei an den mineralischen Diesel-/Benzinpreis gebundenen Verkaufskontrakten Diesel-/Benzin-Swaps abgeschlossen, um eine gewisse Flexibilität bezüglich der Absicherungspolitik zu erreichen. Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2013 bestanden keine solchen Geschäfte. Zum Vorjahresstichtag bestanden Geschäfte mit einem negativen Marktwert in Höhe von TEUR 442. Des Weiteren bestanden freistehende Derivate (Futures bzw. Optionen) zur Absicherung von Preisniveaus bei Biodiesel-, Bioethanol- und Gasverkäufen, bei denen ebenfalls die Voraussetzungen für die Anwendung des Hedge-Accounting nicht vorlagen. Zum Bilanzstichtag des Vorjahrs betrugen die negativen Marktwerte für solche Geschäfte TEUR 3.995.

Eigenkapitalveränderung

Die Auswirkungen der im Vorjahr und im Geschäftsjahr 2012 / 2013 vorgenommenen Sicherungsgeschäfte auf das Eigenkapital stellen sich wie folgt dar:

TEUR Rapsölbezug Diesel-/
Benzin-Swaps
Zinsswaps Gesamt
01.07.2012 1.137 479 –1.636 –20
Ergebniswirksame Erfassung
(Materialaufwand)
–895 0 0 –895
Ergebniswirksame Erfassung
(Zinsaufwand)
0 0 390 390
Ergebniswirksame Erfassung
(Umsatzerlöse)
0 1.180 0 1.180
Veränderung aus Fair-Value-Bewertung –939 –1.659 468 –2.130
Endbestand zum 30.06.2013 –697 0 –778 –1.475
Zuzüglich latenter Steuern 457
Vorab aufgelöste Derivate (Zinsswap) –713
–1.731
Rapsölbezug Diesel-/
Benzin-Swaps
Zinsswaps Gesamt
–294 –1.473 –1.201 –2.968
267 0 0 267
0 0 231 231
0 3.198 0 3.198
1.164 –1.246 –666 –748
1.137 479 –1.636 –20
6
–14

Realisierung der Grundgeschäfte

Die folgenden beiden Tabellen zeigen, wann die Zahlungsströme aus bestehenden Cashflow-Hedges eintreten und wann sie die Gewinn- und Verlustrechnung beeinflussen.

TEUR Buchwert Erwartete Zah
lungsströme
Bis
6 Monate
6 bis
12 Monate
1 bis 2 Jahre Mehr als
2 Jahre
30.06.2013
Realisierung der
Grundgeschäfte
Warentermingeschäfte
Vermögenswert 16 2.356 2.356 0 0 0
Verbindlichkeit 713 5.627 5.627 0 0 0
Zinsswap
Verbindlichkeit 778 10.787 720 720 1.440 7.907
Gesamtergebniswirkung
Warentermingeschäfte
Vermögenswert 16 16 16 0 0 0
Verbindlichkeit 713 713 713 0 0 0
Zinsswap
Verbindlichkeit 778 778 52 52 104 570
TEUR Buchwert Erwartete Zah
lungsströme
Bis
6 Monate
6 bis
12 Monate
6 bis
12 Monate
Mehr als
2 Jahre
30.06.2012
Realisierung der
Grundgeschäfte
Warentermingeschäfte
Vermögenswert 1.335 30.527 28.727 1.800 0 0
Verbindlichkeit 198 15.745 15.745 0 0 0
Swap-Geschäfte
Vermögenswert 479 15.514 15.514 0 0 0
Zinsswap
Verbindlichkeit 1.636 28.526 1.678 1.678 3.356 21.814
Gesamtergebniswirkung
Warentermingeschäfte
Vermögenswert 1.335 1.335 1.195 140 0 0
Verbindlichkeit 198 198 198 0 0 0
Swap-Geschäfte
Vermögenswert 479 479 479 0 0 0
Zinsswap
Verbindlichkeit 1.636 1.636 96 96 192 1.252

9.4 Sonstige Angaben gemäß IFRS 7

Angaben zu Ertrags- und Aufwandsposten

Folgende Darstellung zeigt die Nettoergebnisse finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien:

Zinsergebnis Folgebewertung
TEUR Zinsertrag Zinsaufwand Wert
aufholung
(Sonstige
betriebliche
Erträge)
Wertbe
richtigung
(Sonstige
betriebliche
Aufwendun
gen)
Einsatz von
Derivaten
(Ergebnis
aus Termin
geschäften)
Abschrei
bung
(Sonstige
betriebliche
Aufwendun
gen)
Gesamt
2012 / 2013
Kredite und Forderungen 542 0 240 –1.709 0 –109 –1.036
Zum Fair-Value bewertete
finanzielle Vermögenswerte:
Zu Handelszwecken ge
haltene Finanzinstrumente
0 0 0 0 0 0 0
In Sicherungsbeziehungen
befindliche Derivate
0 0 0 0 0 0 0
Zum Fair-Value bewertete
finanzielle Verbindlichkeiten:
Zu Handelszwecken ge
haltene Finanzinstrumente
0 0 0 0 1.289 0 1.289
In Sicherungsbeziehungen
befindliche Derivate
0 0 0 0 0 0 0
Andere finanzielle
Verbindlichkeiten
0 –8.626 0 0 0 0 –8.626
Zinsswaps 0 47 0 0 0 0 47
Gesamt 542 –8.579 240 –1.709 1.289 –109 –8.326
davon aus dem fortgeführten
Geschäftsbereich
156 –4.355 239 –1.424 –1.626 –97 –7.107
Zinsergebnis
TEUR Zinsertrag Zinsaufwand Wert
aufholung
(Sonstige
betriebliche
Erträge)
Wertbe
richtigung
(Sonstige
betriebliche
Aufwendun
gen)
Einsatz von
Derivaten
(Ergebnis
aus Termin
geschäften)
Abschrei
bung
(Sonstige
betriebliche
Aufwendun
gen)
Gesamt
2012
Kredite und Forderungen 398 0 131 –359 0 –133 37
Zum Fair-Value bewertete
finanzielle Vermögenswerte:
Zu Handelszwecken ge
haltene Finanzinstrumente
0 0 0 0 29.175 0 29.175
In Sicherungsbeziehungen
befindliche Derivate
0 0 0 0 0 0 0
Zum Fair-Value bewertete
finanzielle Verbindlichkeiten:
Zu Handelszwecken ge
haltene Finanzinstrumente
0 0 0 0 –25.527 0 –25.527
In Sicherungsbeziehungen
befindliche Derivate
0 0 0 0 0 0 0
Andere finanzielle
Verbindlichkeiten
0 –4.155 0 0 0 0 –4.155
Zinsswaps 0 114 0 0 0 0 114
Gesamt 398 –4.041 131 –359 3.648 –133 –356
davon aus dem fortgeführten
Geschäftsbereich
141 –2.233 131 –159 4.352 –35 2.197

Die Wertaufholungen auf Kredite und Forderungen in Höhe von TEUR 240 (30.06.2012: TEUR 131) betreffen hauptsächlich die Auflösungen wertberichtigter Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsbereich.

Die Wertberichtigungen und Abschreibungen auf Kredite und Forderungen in Höhe von TEUR 1.709 (30.06.2012: TEUR 492) betreffen nicht werthaltige Ansprüche aus dem Liefer- und Leistungsbereich.

Angaben zu Sicherheiten

Finanzielle Vermögenswerte, die als Sicherheiten gestellt wurden, umfassen die folgenden Positionen und Buchwertangaben:

TEUR 30.06.2013 30.06.2012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 66.194 77.152
Sonstige Vermögenswerte 3.274 3.263
Zahlungsmittel 5.308 4.200
Gesamt 74.776 84.615

Die Sicherheiten betreffend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden bzw. wurden für lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (Bankdarlehen) in Höhe von TEUR 110.080 (30.06.2012: TEUR 82.918) gestellt.

In den sonstigen Vermögenswerten sind Sicherheitsleistungen ausgewiesen, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit Avalen der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG für Zollbürgschaften (TEUR 3.200; 30.06.2012: TEUR 3.198) stehen.

Von den als Sicherheiten gestellten Zahlungsmitteln sind TEUR 5.308 (30.06.2012: TEUR 4.200) verfügungsbeschränkt. Davon dienen TEUR 5.208 (30.06.2012: TEUR 4.100) für gewährte Bankdarlehen und TEUR 100 (30.06.2012: TEUR 100) für Avalkredite.

Erhaltene finanzielle Vermögenswerte als Sicherheit, bei denen die VERBIO-Gruppe berechtigt ist, sie ohne Eintritt eines Schadenfalls weiterzuveräußern oder zu verpfänden, lagen nicht vor.

Angaben zu Wertberichtigungen für Kreditausfälle finanzieller Vermögenswerte

Die Risikovorsorge betrifft Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte und stellt sich in der Entwicklung im Geschäftsjahr 2012 / 2013 wie folgt dar:

TEUR 01.07.2012 Zuführung Auflösung Inanspruch
nahme
30.06.2013
Wertberichtigungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.674 418 33 34 2.025
Andere kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 194 1.291 0 0 1.485
Wertberichtigungen 1.868 1.709 33 34 3.510
TEUR 01.01.2012 Zuführung Auflösung Inanspruch
nahme
30.06.2012
Wertberichtigungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.696 238 68 192 1.674
Andere kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 483 121 0 410 194
Wertberichtigungen 2.179 359 68 602 1.868

Alle zweifelhaften Forderungen werden auf ihr Kreditrisiko hin einzeln beurteilt und bewertet. Insbesondere werden Forderungen, die überfällig sind, die gegenüber Kunden mit bekannten Zahlungsschwierigkeiten bestehen oder Forderungen, denen widersprochen wurde, in diese Betrachtung einbezogen. Notwendige Einzelwertberichtigungen werden angemessen geschätzt.

Die Ausbuchung von Forderungen erfolgt zu dem Zeitpunkt, an dem die Uneinbringlichkeit überwiegend wahrscheinlich ist.

10 Finanzielle Risiken und Risikomanagement, Kapitalmanagement

10.1 Organisation

Die VERBIO-Gruppe sieht sich im Rahmen ihres Geschäftsbetriebs neben den operativen Geschäftsrisiken den folgenden Risiken durch den Einsatz von Finanzinstrumenten ausgesetzt: Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken und Marktrisiken. Das Unternehmen hat eine klare funktionale Organisation des Risikosteuerungsprozesses vorgenommen.

Die VERBIO AG hat daher im Rahmen eines risikoorientierten und zukunftsgerichteten Managementansatzes ein Risikomanagementsystem für die Gruppe aufgebaut und implementiert. Die Implementierung eines funktionalen Risikomanagementsystems wird dabei als Teil der allgemeinen Führungsverantwortung des Managements verstanden. Im Voraus definierte Einzelrisiken werden durch Frühwarnindikatoren ständig überwacht und im Rahmen eines quartalsweisen Reportings durch die Geschäftsführung der Tochtergesellschaften an den Risikomanager berichtet. Die 2006 durchgeführte und in den Jahren 2008 und 2009 vollumfänglich wiederholte Risikoinventur wird laufend auf neue oder veränderte Risiken überprüft. Ein detailliertes Risikohandbuch liegt vor.

Den einzelnen am Risikosteuerungsprozess beteiligten Organisationseinheiten sind eindeutige Aufgaben zugeordnet:

Vorstand

Der Risikosteuerungsprozess beginnt im Vorstand, indem dieser im Zuge der Gesamtsteuerung auf Basis der Risikotragfähigkeit eine klare Definition der Strategie, der Geschäftsarten sowie der akzeptierbaren und nicht akzeptierbaren Risiken sowie das vertretbare Gesamtrisiko vorgibt.

Risikomanagement

Das Risikomanagement ist für die aktive Steuerung und Überwachung der Risiken verantwortlich. Das Risiko wird durch getroffene Risikominimierungsmaßnahmen reduziert und durch die Einhaltung von Limiten überwacht.

Risikocontrolling

Durch das Risikocontrolling erfolgt die konzernweite, einheitliche Identifizierung, Messung und Bewertung aller Risiken. Das Risikocontrolling überwacht durch die Messung der Risiken und der Limitausnutzung die Einhaltung interner Limite.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat übt eine Kontrollfunktion in Bezug auf sämtliche Maßnahmen zur Risikobegrenzung und Risikosteuerung im Unternehmen aus.

10.2 Risikogruppen

Die VERBIO-Gruppe unterliegt im Rahmen ihres Geschäftsbetriebs neben den operativen Geschäftsrisiken einer Vielzahl von finanziellen Risiken wie Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken und Marktrisiken, die nachstehend erläutert werden.

10.2.1 Kreditrisiken

Das Kreditrisiko liegt in der Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse von Kunden oder sonstigen Kontrahenten des Unternehmens begründet. Daraus resultieren zum einen die Gefahr des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen oder Leistungen und zum anderen bonitätsbedingte Wertminderungen bei Finanzinstrumenten.

Ausfallrisiken bestehen bezüglich sämtlicher aktivierter Finanzinstrumente, wobei die Höhe der finanziellen Vermögenswerte das maximale Ausfallrisiko bestimmt. Soweit bei einzelnen Finanzinstrumenten Einzelrisiken ersichtlich werden, wird diesen Risiken durch erfasste Wertminderungen Rechnung getragen.

Maximales Ausfallrisiko

Das maximale Ausfallrisiko für finanzielle Vermögenswerte stellt sich ohne Berücksichtigung etwaiger gehaltener Sicherheiten oder sonstiger Kreditverbesserungen (z.B. Aufrechnungsvereinbarungen) wie folgt dar:

Buchwert als Äquivalent für das maximale Ausfallrisiko
TEUR 30.06.2013 30.06.2012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 66.194 77.152
Sonstige lang- und kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 5.075 20.802
Derivate 1.157 5.724
Termingeldanlagen 0 2.055
Zahlungsmittel 17.711 38.691
90.137 144.424

Zur Minimierung der Ausfallrisiken werden teilweise Warenkreditversicherungen abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag lagen Warenkreditversicherungen vor, bei denen der Versicherer eine Höchsthaftung von mindestens EUR 8,0 Mio. (30.06.2012: EUR 4,8 Mio.) bezogen auf alle Schäden im Versicherungsjahr garantiert. Von der Vereinbarung sind Großkunden ausgenommen.

Darüber hinaus bestehen auf der Grundlage der allgemeinen Geschäftsbedingungen Eigentumsvorbehaltsklauseln bezüglich sämtlicher verkaufter Erzeugnisse.

Kreditrisikokonzentration

Die Kreditrisiken verteilen sich hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wesentlichen auf folgende Kundengruppen und Regionen (jeweils unter Angabe der Buchwerte als Äquivalent für das bestehende jeweilige Kreditrisiko):

Konzentration nach Kundengruppen
TEUR 30.06.2013 30.06.2012
Mineralölgesellschaften 30.214 39.242
Weiterverarbeitende Industrie (insbesondere Ölmühlen, Pharmaunternehmen)
sowie Handelsgesellschaften
16.806 17.332
Landwirte 11.102 14.744
Transportunternehmen 2.186 2.096
Energieversorger 2.145 1.884
Übrige 3.741 1.854
66.194 77.152
Konzentration nach Regionen
TEUR 30.06.2013 30.06.2012
Inland 37.656 57.635
Europa 25.769 17.212
Übriges Ausland 2.769 2.305
66.194 77.152

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen den Bardeckungsbetrag aus dem Kautionsversicherungsvertrag mit der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG in Höhe von TEUR 3.200 (30.06.2012: TEUR 3.198). Im Vorjahresbetrag war zudem eine von der STS bis zum 31. Dezember 2010 gestundete Forderung an ein Drittunternehmen enthalten (30.06.2012: TEUR 800), die im Geschäftsjahr eingegangen ist.

Das Unternehmen überwacht seine Risikokonzentrationen nach Unternehmensbereichen sowie nach Regionen.

Laufzeitanalyse

Die nachstehende Tabelle gibt einen Überblick über die zu den Bilanzstichtagen 30. Juni 2013 und 30. Juni 2012 nicht wertgeminderten Kredite und Forderungen, strukturiert nach Fälligkeiten:

Buchwert Davon zum Abschlussstichtag
Weder
wertge
mindert
noch
überfällig
Nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitabständen überfällig
(in Tagen)
TEUR Bis 30 Zwischen
30
und 60
Zwischen
61
und 90
Zwischen
91
und 180
Zwischen
181
und 360
Mehr
als 360
30.06.2013
Forderungen aus Lieferun
gen und Leistungen
66.194 49.508 8.854 1.896 1.340 1.932 1.223 160
Sonstige lang- und
kurzfristige finanzielle
Vermögenswerte 5.075
71.269
5.075
54.583
0
8.854
0
1.896
0
1.340
0
1.932
0
1.223
0
160
30.06.2012
Forderungen aus Lieferun
gen und Leistungen
77.152 59.125 8.117 2.231 2.465 2.790 1.368 187
Sonstige lang- und
kurzfristige finanzielle
Vermögenswerte 20.802
97.954
20.608
79.733
0
8.117
0
2.231
0
2.465
0
2.790
0
1.368
0
187

10.2.2 Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiko im engeren Sinne wird das Risiko verstanden, dass das Unternehmen nicht genügend Finanzierungsmittel besitzt, um seinen laufenden Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Zahlungsverpflichtungen resultieren dabei im Wesentlichen aus dem Investitionsbereich, Liefer- und Leistungsverkehr, aus Zins- und Tilgungsleistungen, Margin-Calls im Rahmen von Futures-Kontrakten sowie aus Steuerschulden.

Das Unternehmen steuert seine Liquidität mittels wöchentlicher, monatlicher und mittelfristiger Planungen in der Weise, dass zu jeder Zeit genügend Mittel zur Verfügung stehen, um seinen Verbindlichkeiten fristgerecht nachzukommen und frühzeitig mögliche Risiken aufgezeigt zu bekommen.

Für das Liquiditätsmanagement ist die zentrale Treasury-Abteilung (vier Mitarbeiter) zuständig.

Aufgabe des Liquiditätsmanagements ist es, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der VERBIO-Gruppe sicherzustellen und den Zinsertrag zu optimieren.

Das zentrale Treasury erhält über das wöchentliche Reporting von den Konzern-Tochtergesellschaften die erforderlichen Informationen, um ein Liquiditätsprofil erstellen zu können. Einbezogen werden sämtliche finanziellen Vermögenswerte, finanziellen Verbindlichkeiten sowie erwartete Zahlungsströme aus geplanten Transaktionen.

Das Unternehmen nutzt zur Steuerung seines Liquiditätsrisikos die jährliche und wöchentliche Liquiditätsplanung respektive Sensitivitätsanalysen.

Ein Großteil der Liquidität des Unternehmens wird durch Working-Capital-Management sichergestellt.

Die Umsetzung der Liquiditätsplanungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr ist davon abhängig, dass dem Konzern für die laufende Geschäftstätigkeit die erforderlichen Finanzierungen weiterhin zur Verfügung stehen. Diese Kreditlinie in Höhe von EUR 55,0 Mio. ist bis zum 31. Dezember 2013 befristet. Der Umfang der erforderlichen Finanzierungen ergibt sich aus den vom Vorstand aufgestellten Planungen für die Geschäftsjahre 2013 / 2014 sowie 2014 / 2015 und liegt aufgrund der erfolgten strategischen Maßnahmen deutlich unter dem Finanzierungsbedarf der vorangegangenen Geschäftsjahre.

Die vorhandenen Instrumente stellen die Liquidität des Unternehmens jederzeit sicher und sind geeignet, um zusätzliche Anforderungen an den zukünftigen Liquiditätsbedarf unter Berücksichtigung der Unternehmensplanung zu erfüllen.

Nebenstehende Tabelle zeigt eine Analyse der Restlaufzeiten für alle vertraglich vereinbarten finanziellen Verbindlichkeiten zum 30. Juni 2013 und 30. Juni 2012:

TEUR Buchwert Bis zu
30 Tage
1 bis
3 Monate
3 Monate
bis 1 Jahr
1 bis
5 Jahre
Mehr als
5 Jahre
30.06.2013
Nicht derivative
finanzielle Verbindlichkeiten
Bankdarlehen und
sonstige Darlehen
144.302 38.405 839 76.029 26.158 7.936
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
39.554 35.692 2.736 529 597 0
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
3.313 3.313 0 0 0 0
187.169 77.410 3.575 76.558 26.755 7.936
Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
Derivate der Kategorie "Zu
Handelszwecken gehalten"
1.262 0 246 512 504 0
Derivate in
Sicherungsbeziehungen
1.491 0 501 316 415 259
2.753 0 747 828 919 259
Finanzielle Verbindlichkeiten 189.922 77.410 4.322 77.386 27.674 8.195
TEUR Buchwert Bis zu
30 Tage
1 bis
3 Monate
3 Monate
bis 1 Jahr
1 bis
5 Jahre
Mehr als
5 Jahre
30.06.2012
Nicht derivative
finanzielle Verbindlichkeiten
Bankdarlehen und
sonstige Darlehen
118.400 18.964 9.692 58.116 23.068 17.814
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
48.845 45.927 2.200 202 516 0
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
3.361 3.361 0 0 0 0
170.606 68.252 11.892 58.318 23.584 17.814
Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
Derivate der Kategorie "Zu
Handelszwecken gehalten"
13.222 0 2.228 10.657 337 0
Derivate in
Sicherungsbeziehungen
4.844 108 108 3.184 770 674
18.066 108 2.336 13.841 1.107 674
Finanzielle Verbindlichkeiten 188.672 68.360 14.228 72.159 24.691 18.488

Angaben zu Finanzkennzahlen finanzieller Verbindlichkeiten

Für die zum 30. Juni 2013 ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 189.594 (30.06.2012: TEUR 188.672) wurde im Geschäftsjahr 2012/2013 der EBITDA-Covenant bezüglich zweier Finanzierungen in Höhe von insgesamt TEUR 64.462 nicht eingehalten. Aufgrund der Nichteinhaltung des EBITDA-Covenants wurde die Kreditlinie in Höhe von TEUR 55.000 bisher bis zum 31. Dezember 2013 prolongiert. Diese Kreditlinie ist unter den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Bezüglich einer weiteren Finanzierung über TEUR 9.462 (ABS-Finanzierung) wurde am 6. Juni 2013 ein Waiver erteilt. Im Hinblick auf die vertraglich vereinbarte Cross-Default-Klausel und die Nichteinhaltung des EBITDA-Covenants wurde die zukünftige Inanspruchnahme der Linie von TEUR 40.000 auf TEUR 20.000 reduziert. Diese Kreditlinie ist ebenfalls unter den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Für die anderen ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten sind keine Sachverhalte erkennbar, aus denen sich ein Zahlungsverzug oder Vertragsbruch ableiten ließe. Zinsen und Tilgungen für alle Finanzverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 189.594 werden planmäßig bedient.

10.2.3 Marktrisiken

Marktrisiken entstehen aus einer möglichen Veränderung von Risikofaktoren, die zu einer Verringerung des Marktwerts der diesen Risikofaktoren unterliegenden Transaktionen führt. Für das Unternehmen sind die folgenden Gruppen von allgemeinen Risikofaktoren von Relevanz: Währungsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Commodity-Preisrisiken.

Währungsrisiken

Die VERBIO-Gruppe ist durch die Beschaffung und Preisabsicherung im Ein- und Verkauf Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Das Währungsrisiko wird anhand fortlaufend überprüfter Devisenkurserwartungen mit geeigneten Finanzinstrumenten, im Berichtsjahr insbesondere dem Netting von Fremdwährungseinnahmen und -ausgaben, minimiert.

Devisentermingeschäfte existieren lediglich in geringem Umfang. Währungsrisiken bestehen für die VERBIO-Gruppe im Wesentlichen in USD, Schweizer Franken sowie Polnischen Zloty.

Im Geschäftsjahr 2012 / 2013 wurden Ausgangsrechnungen in Fremdwährung (ausschließlich in US-Dollar) in Höhe von umgerechnet TEUR 52 (2012: TEUR 4.083) fakturiert. Die Zahlungseingänge erfolgen auf einem US-Dollar-Bankkonto. Zum 30. Juni 2013 bestanden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Fremdwährung in Höhe von TEUR 0 (30.06.2012: TEUR 53).

Zinsänderungsrisiken

Durch den Abschluss von Festzinsvereinbarungen mit Kreditinstituten hinsichtlich der längerfristigen Finanzierung von Investitionen liegt ein nur geringfügiges Zinsänderungsrisiko vor. Zinsrisiken ergeben sich nur aus variabel verzinslichen Instrumenten. Sie bestehen auf der Aktivseite aus Bankguthaben und auf der Passivseite aus variabel verzinslichen Bankverbindlichkeiten. Größere Zinsänderungsrisiken bestehen durch Bankverbindlichkeiten mit variablem Zinssatz in Höhe von TEUR 118.320 (30.06.2012: TEUR 68.438). Diese Risiken werden aufgrund fristenkongruenter Anlage von Bankguthaben in Form von Tages- und Termingeldern teilweise eliminiert.

Nachfolgend wird die Sensitivität der Bewertung von variabel verzinslichen Krediten durchgeführt. Fremdwährungsdarlehen bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Eine Verringerung (Erhöhung) der Zinsen um 50 Basispunkte zum Stichtag 30. Juni 2013 würde das Jahresergebnis und das Eigenkapital um TEUR 592 (30.06.2012: TEUR 342) verbessern (verschlechtern).

Außerdem bestanden zum Abschlussstichtag Zinsswaps. Wir verweisen hierzu auf unsere Ausführungen unter Gliederungspunkt "9.3 Derivate". Nachfolgend wird die Sensitivität der Bewertung von Zinsderivaten ohne Sicherungsbeziehung durchgeführt.

Eine Verringerung (Erhöhung) der Zinsen um 50 Basispunkte zum Stichtag 30. Juni 2013 würde das Jahresergebnis und das Eigenkapital um TEUR 219 (30.06.2012: TEUR 269) verbessern (verschlechtern).

Commodity-Preisrisiken

Im Rahmen der Produktion von Biokraftstoffen werden Derivate für Zwecke des Preisrisikomanagements im Einund Verkauf und der Margensicherung / Margenoptimierung abgeschlossen.

Die Preisänderungsrisiken entstehen im Wesentlichen durch die Beschaffung von Rohwaren und Veräußerung von Endprodukten. Preisrisiken werden anhand fortlaufend überprüfter Marktpreiserwartungen über geeignete Finanzinstrumente abgesichert. Im Berichtsjahr wurden als Sicherungsinstrumente Futures, Optionen und Swaps eingesetzt.

Nachfolgend werden die Sensitivitäten der Bewertung von Derivaten auf Raps, Weizen und Rapsöl analysiert. Diese Analyse wurde unter der Annahme durchgeführt, dass alle anderen Parameter (Grundgeschäfte) sich nicht verändern. Es wurden nur Derivate in die Analyse einbezogen, deren Marktpreisschwankungen das Eigenkapital respektive das Jahresergebnis beeinflussen. Hierbei handelt es sich um Derivate, die als freistehende Derivate bilanziert wurden, sowie um Derivate, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cashflow-Hedges eingesetzt wurden. Ebenso sind unsere Erzeugungs- und Vertriebspositionen in die Analyse nicht mit einbezogen. Daher entsprechen die nachfolgenden Sensitivitäten nicht den tatsächlichen ökonomischen Risiken der VERBIO-Gruppe und dienen lediglich der Erfüllung der Angabevorschriften des IFRS 7. Vorjahresangaben sind nur vorgenommen, soweit die entsprechenden Derivate auch im Vorjahr vorhanden waren.

Sensitivitäten in Bezug auf den Rapspreis für Derivate ohne Sicherungsbeziehung

Eine Verringerung (Erhöhung) des Marktpreises um 25 EUR/ Tonne zum Stichtag 30. Juni 2013 (30.06.2012) würde das Jahresergebnis um TEUR 500 (2012: TEUR 3.125) verbessern (verschlechtern).

Sensitivitäten in Bezug auf den Weizenpreis für Derivate ohne Sicherungsbeziehung

Eine Verringerung (Erhöhung) des Marktpreises um 25 EUR/Tonne zum Stichtag 30. Juni 2013 würde das Jahresergebnis um TEUR 1.250 verbessern (verschlechtern).

10.2.4 Risiken im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme öffentlicher Fördermittel

Für eine ausführliche Darstellung der Risiken im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme öffentlicher Fördermittel verweisen wir auf Abschnitt 11.1 "Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen".

10.2.5 Sonstige Risiken

Die VERBIO-Gruppe ist gegen die üblicherweise auftretenden Gefahren abgesichert.

Darüber hinaus ist im Rahmen der allgemeinen Risikodarstellung auch das regulatorische und politische Umfeld zu nennen. Eine Änderung der bestehenden Klimaschutzziele der EU und der Bundesregierung sowie der zugrunde liegenden regulatorischen Umsetzung, insbesondere der BioNachV, könnte einen erheblichen Einfluss auf die Ergebnisse der VERBIO haben.

Der derzeit vorliegende Entwurf der Kommission entspricht allerdings den Forderungen von VERBIO für eine verantwortungsvolle und verlässliche Weiterentwicklung der Europäischen Biokraftstoffstrategie und stellt gleichzeitig die bisherigen Biokraftstoffe Biodiesel und Bioethanol mit ihrem gegenwärtigen Marktanteil nicht in Frage.

10.3 Kapitalmanagement

Das Kapitalmanagement der VERBIO zielt in erster Linie auf die nachhaltige Sicherstellung der finanziellen Flexibilität ab. Die Vorgaben für ein effektives Kapitalmanagement entwickelt die VERBIO AG aus den strategischen Zielen des Unternehmens. Im Mittelpunkt steht dabei eine langfristige Steigerung des Unternehmenswerts im Interesse von Investoren, Kunden und Mitarbeitern.

Ziel ist es, die Ertragskraft der VERBIO-Gruppe durch Effizienzsteigerung in der Produktion, im Einkauf sowie auf der Vertriebsseite zu stärken. Um dies zu erreichen, stehen sowohl die Geschäfts- und Finanzrisiken als auch die finanzielle Flexibilität im Fokus des Managements. Dies gilt auch für die Cashflow-Generierung.

Ein weiteres Ziel der VERBIO-Gruppe ist es, sich eine starke Kapitalbasis zu erhalten, um künftiges Wachstum zu finanzieren, sobald die politischen Rahmenbedingungen bezüglich Biokraftstoffen wettbewerbsgerechtes Wachstum zulassen. Das Eigenkapital der VERBIO beträgt zum 30. Juni 2013 TEUR 178.308 (30.06.2012: TEUR 335.490), was einer Eigenkapitalquote von 43,4 Prozent (30.06.2012: 58,4 Prozent) entspricht. Das Fremdkapital beträgt TEUR 232.105 (30.06.2012: TEUR 239.315).

Unter Aufhebung der Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien vom 24. August 2009 wurde der Vorstand am 28. Juni 2010 erneut ermächtigt, eigene Aktien bis zu 10 Prozent des Grundkapitals zu erwerben. Im Rahmen dieser Ermächtigung wurden bisher keine Aktien zurückgekauft.

Die VERBIO hat derzeit kein Mitarbeiteraktienprogramm und kein Managementoptionsprogramm aufgelegt.

Die VERBIO hat aus verschiedenen Kreditverträgen Mindestkapitalerfordernisse zu erfüllen. Die Verbindlichkeiten aus diesen Kreditverträgen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 93.986. Die Mindestkapitalerfordernisse wurden zum Bilanzstichtag erfüllt.

Die VERBIO AG unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen.

11 Sonstige Angaben

11.1 Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Öffentliche Fördermittel

Folgende Investitionszulagen, für die geltende Bindefristen noch nicht abgelaufen sind, wurden den Konzern-Gesellschaften unter den Voraussetzungen des jeweils gültigen Investitionszulagengesetzes gewährt bzw. werden noch beantragt:

TEUR 30.06.2013 30.06.2012
VES 7.491 6.356
VEZ 4.871 4.666
VDS 972 1.346
VDB 741 678
14.075 13.046

Die Zulagen sind bei Nichteinhaltung der entsprechenden Voraussetzungen zurückzuzahlen.

Die Investitionszulagen wurden unter der Bedingung gewährt, dass die geförderten Wirtschaftsgüter mindestens fünf Jahre nach ihrer Anschaffung oder Herstellung zum Anlagevermögen eines Betriebs im Fördergebiet gehören, in einem förderfähigen Betrieb verbleiben und nicht zu mehr als 10 Prozent privat genutzt werden.

Die Gesellschaften VDB, VDS, VEZ und VES haben darüber hinaus zweckgebundene Zuschüsse aus Mitteln der Länder Sachsen-Anhalt bzw. Brandenburg erhalten.

Die erhaltenen Investitionszuwendungen wurden als zweckgebundene, für die beantragten Vorhaben zu verwendende Mittel gewährt. Die Zweckbindung endet gemäß den Förderrichtlinien sowohl des Landes Sachsen-Anhalt als auch des Landes Brandenburg fünf Jahre nach Ende des Investitionsvorhabens. Die Zweckbindungsfristen für die erhaltenen Zuwendungen der VDB, der VEZ und der VES sind bis zum Ende des Geschäftsjahres 2011 ausgelaufen, die in den Zuwendungsbescheiden enthaltenen Auflagen zur Schaffung von Dauerarbeitsplätzen sind jeweils erfüllt worden. Die Bindungsfrist für die erhaltenen Zuwendungen der VDS ist am 13. Juni 2013 abgelaufen. Der geprüfte Nachweis der Auflagenerfüllung wurde am 10. Juli 2013 an die Investitionsbank des Landes Brandenburg, Potsdam, übermittelt. Die Gesellschaft geht davon aus, dass sie die Voraussetzungen erfüllt hat. Des Weiteren wurden der Märka-Gruppe Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 7.284 gewährt, für die die Zweckbindungsfristen noch nicht abgelaufen sind. Diese enden gemäß den Förderrichtlinien des Landes Brandenburg fünf bis zwölf Jahre nach Ende des Investitionsvorhabens.

Haftungsverhältnisse

Mit Datum vom 31. Juli 2007 inkl. Nachträgen wurde zwischen der VERBIO und der Euler Hermes Kreditversicherungs-AG, Hamburg, eine Kautionsversicherung abgeschlossen. Demzufolge wurde der VERBIO eine Avalkreditlinie von TEUR 15.000, die sich auf Avale für Zoll bezieht, eingeräumt. Die Avale können von den Tochtergesellschaften VDB, VDS, VEZ und VES beansprucht werden. Die Avalkreditlinie ist zum 30. Juni 2013 mit TEUR 14.833 in Anspruch genommen worden.

Mit Datum vom 27. März 2008 haben VERBIO, VDB, VDS VEZ und VES mit der Atradius Kreditversicherung, Köln, eine Vereinbarung über die Geltung von Eigentumsvorbehaltsrechten und deren Erweiterungsformen abgeschlossen. Darin vereinbarten die Parteien, dass die Gesellschaften gegenwärtige und zukünftige Forderungen – nach Verarbeitung bzw. Verbindung / Vermischung – in Höhe des vom jeweiligen Versicherungsnehmer der Atradius (Lieferanten) erteilten Rechnungswerts aus dem Weiterverkauf auf diesen Versicherungsnehmer übertragen.

Rechtsstreitigkeiten

Bezüglich der in Dänemark mit Urteil vom 22. Mai 2013 abgeschlossenen Schadenersatzklage wird auf die Erläuterungen unter Abschnitt 6.28 "Rückstellungen" verwiesen.

Bei der Märka-Gruppe sind mehrere steuerrechtliche Streitigkeiten anhängig. Es wurden diesbezüglich Rückstellungen in Höhe von TEUR 219 gebildet, da die VERBIO im Übrigen von einem positiven Ausgang der Verfahren ausgeht. In Höhe von TEUR 284 bestehen Eventualforderungen aus steuerlichen Aktivprozessen. Darüber hinaus bestehen aus den kaufvertraglichen Regelungen der Märka-Übernahme sowohl Rückgriffsansprüche als auch Erstattungsverpflichtungen gegen bzw. an die Verkäuferin.

Mögliche weitere Ansprüche Dritter aus Rechtsstreitigkeiten wurden in Abwägung der Möglichkeit des Unterliegens angemessen berücksichtigt.

Miet- und Pachtverträge

Der Grundstückseigentümer PCK Raffinerie GmbH, Schwedt, hat der VES und VDS das Recht eingeräumt, jeweils eine Anlage zur Herstellung von Bioethanol und Biogas bzw. Biodiesel zu errichten und zu betreiben. Die Erbbaurechte enden am 31. Dezember und 31. Mai 2053 bzw. am 31. Dezember 2054.

Der Pachtvertrag der VEZ über eine Windkraftanlage wurde mit Aufhebungsvereinbarung vom März 2012 einvernehmlich beendet.

Die Märka GmbH hat Miet- und Pachtverträge über die Nutzung von Grundstücken und Lagerflächen mit diversen Restlaufzeiten abgeschlossen. Darüber hinaus bestehen bei der Trans Märka Leasingverträge über Betriebs- und Geschäftsausstattung, welche sich im Wesentlichen auf Lastkraftwagen beziehen.

Die genannten Erbbaurechte, Pachtverträge, Miet- und Leasingverträge werden bilanziell als Operating-Leasing-Verträge behandelt. Die künftigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe der mindestens zu leistenden Zahlungen aus diesen Verträgen stellen sich wie folgt dar:

30.06.2013
Bis 1 Jahr
1–5 Jahre
Über 5 Jahre
TEUR
Erbbauzins VES
5.839
121
497
5.221
Märka Pachtverträge Läger
2.012
344
760
908
Erbbauzins VDS
1.372
27
110
1.235
Kesselwagenmiete VERBIO AG
1.327
1.135
192
0
VES Leasing BGA
1.272
610
662
0
VEZ Leasing BGA
630
312
318
0
Märka Miete, Leasing BGA
423
220
198
5
Mietvertrag Bürogebäude VERBIO AG
220
220
0
0
Grundstückspachtverträge VDB
123
7
27
89
Mietvertrag Bürogebäude Märka Polska
40
40
0
0
VERBIO AG BGA
36
36
0
0
Trans Märka BGA
3
1
2
0
13.297
3.073
2.766
7.458
TEUR 30.06.2012 Bis 1 Jahr 1–5 Jahre Über 5 Jahre
Erbbauzins VES 5.941 119 492 5.330
Kesselwagenmiete VERBIO AG 2.510 1.765 745 0
Erbbauzins VDS 1.399 27 109 1.263
VEZ Leasing BGA 723 241 482 0
Märka Pachtverträge Läger 678 440 98 140
Märka Miete, Leasing BGA 531 243 288 0
VES Leasing BGA 478 159 319 0
Trans Märka BGA 430 427 3 0
Grundstückspachtverträge VDB 129 7 27 95
Mietvertrag Bürogebäude VERBIO AG 84 84 0 0
VERBIO AG BGA 48 48 0 0
Mietvertrag Bürogebäude Märka Polska 7 7 0 0
12.958 3.567 2.563 6.828

Die Aufwendungen aus den Miet- und Pachtverträgen betrugen in der Berichtsperiode TEUR 4.744 (2012: TEUR 2.209).

Bestellobligo

Zum 30. Juni 2013 verzeichnet die VERBIO-Gruppe ein Bestellobligo für Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 1.043 (30.06.2012: TEUR 10.973).

Abnahmeobligo

Die Abnahmeverpflichtungen bewegen sich im Rahmen des üblichen Geschäfts.

11.2 Angaben zu nahe stehenden Personen

Folgende Personen, Personengruppen und Unternehmen gelten für den Berichtszeitraum als der VERBIO AG nahe stehend (in Klammern jeweils die Anteilsverhältnisse):

a. Aktionäre der VERBIO AG, die aufgrund vertraglicher Vereinbarungen einen Pool bilden (Ultimate controlling party im Sinne des IAS 24.13):

Anteil am Grundkapital der VERBIO AG in % 30.06.2013 30.06.2012 Veränderung
in Prozentpunkten
Pollert Holding GmbH & Co. KG 18,96 18,96 0,00
Dr.-Ing. Georg Pollert 0,02 0,02 0,00
Bernd Sauter 11,48 11,48 0,00
Bernd Sauter GbR 3,75 3,75 0,00
Claus Sauter 15,56 15,56 0,00
Claus Sauter GbR 5,62 5,62 0,00
Daniela Sauter 5,16 5,16 0,00
Daniela Sauter GbR 2,00 2,00 0,00
Marion Sauter 5,95 5,95 0,00
Gesamt 68,50 68,50 0,00
  • b. Unternehmen, die durch natürliche Personen der Familie Sauter bzw. durch das Management in Schlüsselfunktionen beherrscht werden können:
  • • Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH, Zörbig (50 Prozent Claus Sauter; 50 Prozent Bernd Sauter)
  • • Alois Sauter Landesproduktengroßhandlung GmbH & Co. KG, Obenhausen (50 Prozent Claus Sauter; 50 Prozent Bernd Sauter)
  • • Autokontor Bayern GmbH, Buch (33,33 Prozent Claus Sauter; 33,33 Prozent Bernd Sauter)
  • • Compos Entsorgung GmbH, Zörbig (100 Prozent Claus Sauter)
  • • Landwirtschaftsgesellschaft mbH "Neukammer", Radensleben (78,62 Prozent Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH, Zörbig; 21,38 Prozent Angelika Sauter)
  • • LANDGUT Coschen GmbH, Coschen (70 Prozent Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH, Zörbig)
  • • Fuprora GmbH, Radensleben (78,62 Prozent Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH, Zörbig; 21,38 Prozent Angelika Sauter, jeweils über Landwirtschaftsgesellschaft mbH "Neukammer", Radensleben)
  • • Nawarora GmbH, Radensleben (78,62 Prozent Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH, Zörbig; 21,38 Prozent Angelika Sauter, jeweils über Landwirtschaftsgesellschaft mbH "Neukammer", Radensleben)
  • • M &K Treuhand GmbH, Ludwigsburg (50 Prozent Ulrike Krämer)
  • • Farma Polska Sp. z o. o., Mierzyn (49 Prozent Sauter Verpachtungsgesellschaft, Zörbig)
  • • Farma Redlo Sp. z o. o., Redlo (100 Prozent Farma Polska Sp. z o. o., Mierzyn)

  • c. Management in Schlüsselpositionen:

  • • Claus Sauter (Vorstand der VERBIO AG)
  • • Bernd Sauter (Vorstand der VERBIO AG)
  • • Dr. Oliver Lüdtke (Vorstand der VERBIO AG)
  • • Theodor Niesmann (Vorstand der VERBIO AG)
  • • Alexander von Witzleben (Aufsichtsrat der VERBIO AG)
  • • Ulrike Krämer (Aufsichtsrat der VERBIO AG)
  • • Dr.-Ing. Georg Pollert (Aufsichtsrat der VERBIO AG)

Darstellung der Beziehungen zu den Poolmitgliedern

Bürgschaften und andere Sicherungsrechte

Für gewährte Fördermittel in Höhe von TEUR 4.383 im Rahmen des Baus einer Getreidelagerhalle in Niemegk haben Herr Claus Sauter und Herr Bernd Sauter eine selbstschuldnerische Bürgschaft für die Märka GmbH übernommen.

Für ein der Märka GmbH gewährtes Darlehen mit einem Darlehensstand zum 30. Juni 2013 in Höhe von TEUR 4.500 haben Herr Bernd Sauter und Herr Claus Sauter jeweils zur Hälfte Wertpapierdepots in Höhe von TEUR 2.500 verpfändet.

Darlehensverträge

Die Poolmitglieder Frau Daniela Sauter, Herr Claus Sauter und Herr Bernd Sauter gewährten der Märka GmbH im Geschäftsjahr 2006 vier Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 10.000. Die Darlehen haben eine Verzinsung von 7,5 Prozent p. a. und waren ab 1. April 2011 mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten zum Monatsende kündbar. Auf die gewährten Darlehen wurde Rangrücktritte in Höhe von TEUR 7.827 gewährt.

Für die Märka GmbH ergaben sich hieraus Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 750 (2012: TEUR 375).

Darstellung der Beziehungen zu den Gesellschaften, an denen Poolmitglieder sowie Management in Schlüsselfunktionen beteiligt sind

Mietverträge

Die Autokontor Bayern GmbH hat eine Freifläche zum Abstellen und Aufbereiten von Fahrzeugen von der VEZ gemietet. Die monatliche Miete beträgt TEUR 10. Am 22. September 2010 wurde die Vertragslaufzeit per Ergänzung zum bestehenden Vertrag bis zum 30. Juni 2015 verlängert. Die Autokontor Bayern GmbH hat das Recht, den Vertrag mit einer Frist von sechs Monaten jeweils mit Wirkung zum 30. Juni eines Kalenderjahres zu kündigen. Der Autokontor Bayern GmbH wurde außerdem die Option eingeräumt, das Mietverhältnis um weitere fünf Jahre bis zum 30. Juni 2020 zu verlängern. Die VEZ erzielte aus diesem Vertrag im Geschäftsjahr 2013 Umsätze in Höhe von TEUR 120 (2012: TEUR 60).

Dienstleistungsverträge Beraterverträge

Mit der M &K Treuhand GmbH, deren geschäftsführende Gesellschafterin Frau Ulrike Krämer (Aufsichtsrat der VERBIO) ist, besteht seit dem 1. Oktober 2008 mit Nachtrag vom 9. Januar 2012 mit der VERBIO AG eine Dienstleistungsvereinbarung betreffend betriebswirtschaftliche Beratungsleistungen, welche auf unbestimmte Zeit abgeschlossen ist. Darüber hinaus werden durch die M &K Treuhand GmbH steuerliche Beratungsleistungen für die Konzerngesellschaften der VERBIO AG erbracht.

Windkraftanlagen der VDB

Die von der VDB betriebenen Windkraftanlagen wurden auf Grundstücken errichtet, die teilweise im Eigentum der Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH stehen oder von dieser gepachtet wurden. Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH stellt der VDB vertraglich Grundstücke zum Betrieb eines Windenergieparks nebst dazugehörigen Betriebsanlagen, unterirdischer Verkabelung und Zuwegen für EUR 6.646,79 (DM 13.000) bzw. EUR 6.650 p. a. für jede Windkraftanlage zur Verfügung. Die VDB darf die Grundstücke auf Grundlage der Verträge bis zum 31. Dezember 2022 bzw. 15. November 2031 nutzen.

Darüber hinaus erhält die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH für die Betriebsführungstätigkeit pro Windkraftanlage eine jährliche Vergütung von EUR 2.500 netto.

Insgesamt wurden bisher 13 der 14 Anlagen an Dritte weiterveräußert; die Grundstücksnutzungsverträge für diese Anlagen wurden aufgehoben

Darlehensvertrag

Die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH gewährte der Märka GmbH im Geschäftsjahr 2006 ein Darlehen in Höhe von TEUR 500. Das Darlehen hat eine Verzinsung von 4,0 Prozent p. a. und grundsätzlich eine unbestimmte Laufzeit.

Zusammenfassende Darstellung der Geschäftsbeziehungen mit nahe stehenden Unternehmen

Nachfolgende Tabelle fasst Umsätze und Aufwendungen aus Rechtsgeschäften mit nahe stehenden Unternehmen für die VERBIO-Gruppe zusammen:

Vertragspartner Geschäftsvorfall Umsatz /Ertrag Aufwand
TEUR 2012/2013 2012 2012/2013 2012
Alois Sauter Landes
produktengroßhandlung
GmbH & Co. KG
Sonstige
Lieferungen und
Leistungen
158 11 50 82
Autokontor Bayern GmbH Verkauf von
Kraftstoffen
25 266 1.631 149
Kfz-Mieten 0 0 105 88
Sonstige
Lieferungen und
Leistungen
173 82 587 228
Sauter Verpachtungs
gesellschaft mbH
Einkauf/Verkauf
von Kraftstoffen
12 854 26 342
Transport
leistungen
31 22 84 63
Sonstige
Lieferungen und
Leistungen
80 23 113 86
Landwirtschaftsgesellschaft
mbH Neukammer
Getreidekäufe/
-verkäufe
191 60 1.996 47
Rapseinkäufe/
-verkäufe
2 0 595 3
Sonstige
Lieferungen und
Leistungen
526 272 63 1
LANDGUT Coschen Getreidekäufe/
-verkäufe
102 42 936 1
Rapseinkäufe/
-verkäufe
0 0 355 0
Sonstige
Lieferungen und
Leistungen
117 104 17 1
M&K Treuhand GmbH Steuerberatungs
aufwand
0 0 98 28
Sonstiger Bera
tungsaufwand
0 0 4 34
Farma Redlo Getreidekäufe/
-verkäufe
19 80 503 0
Rapseinkäufe/
-verkäufe
20 0 104 0
Sonstige
Lieferungen und
Leistungen
322 30 50 0
Fuprora GmbH Sonstige
Lieferungen und
Leistungen
0 6 54 23

Die Aufwendungen aus sonstigen Lieferungen und Leistungen mit der Autokontor Bayern GmbH betreffen hauptsächlich Reparaturaufwendungen des eigenen Fuhrparks.

Die Erträge aus sonstigen Lieferungen und Leistungen mit der Landwirtschaftsgesellschaft mbH Neukammer resultieren überwiegend aus Düngemittelverkäufen.

Weitere Sachverhalte

Für die Erbringung von Bauleistungen berechnete die Sauter Verpachtungsgesellschaft mbH der VERBIO Vereinigte BioEnergie AG, Leipzig, TEUR 461 (2012: TEUR 604).

Aus dem Kauf von Anlagegütern wurden an die Autokontor Bayern GmbH TEUR 12 entrichtet. Es handelt sich hierbei um Personenkraftwagen.

Zusammenfassende Darstellung der Forderungen und Verbindlichkeiten aller VERBIO-Unternehmen zu den Gesellschaften, an denen Poolmitglieder sowie Management in Schlüsselfunktionen beteiligt sind

Folgende Forderungen bzw. Verbindlichkeiten weisen die Konzernunternehmen zum 30. Juni 2013 und 30. Juni 2012 aus Geschäftsvorfällen mit nahe stehenden Unternehmen aus:

Alois Sauter Landes
produktengroßhandlung
GmbH&Co. KG
Autokontor
Bayern GmbH
Landwirtschafts
gesellschaft Neukammer
TEUR 2012/
2013
2012 2012/
2013
2012 2012/
2013
2012
VERBIO AG
Forderungen 0 0 7 79 15 5
Verbindlichkeiten 0 4 1 1 0 0
VDB
Forderungen 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0 0
VDS
Forderungen 0 0 0 7 0 0
Verbindlichkeiten 0 7 19 7 0 0
VES
Forderungen 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten 0 11 7 0 0 0
VEZ
Forderungen 2 0 13 4 0 0
Verbindlichkeiten 4 1 86 65 0 0
Trans Märka
Forderungen 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten 0 0 61 46 0 0
Märka
Forderungen 12 10 0 0 434 229
Verbindlichkeiten 0 0 14 2 0 0
Märka Polska
Forderungen 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0 0
Summe
Forderungen 14 10 20 90 449 234
Verbindlichkeiten 4 23 188 121 0 0
Sauter Verpachtungs
gesellschaft mbH
LANDGUT
Coschen
Fuprora
GmbH
M&K
Treuhand
Farma Redlo
Sp. z o.o.
2012/
2013
2012 2012/
2013
2012 2012/
2013
2012 2012/
2013
2012 2012/
2013
2012
10 0 0 0 0 0 0 0 0 0
0 205 0 0 0 0 1 1 0 0
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0 0 0 1 0 0
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0 0 4 0 0 0
10 6 0 0 0 0 0 0 0 0
2 4 0 0 0 0 5 1 0 0
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
0 8 0 0 0 0 2 0 0 0
0 0 4 167 0 0 0 0 155 110
510 500 0 0 0 4 22 3 0 0
0 0 0 0 0 0 0 0 269 0
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
0
20 6 4 167 0 0 0 0 424 110

Verbindlichkeiten 4 23 188 121 0 0 512 717 0 0 0 4 34 6 0 0

11.3 Abschlussprüferhonorar

Das für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, als Aufwand erfasste Honorar im Geschäftsjahr 2012 / 2013 beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 220 (2012: TEUR 178), für andere Bestätigungsleistungen TEUR 38 (2012: TEUR 11) sowie für sonstige Beratungsleistungen sowie für sonstige Leistungen TEUR 353 (2012: TEUR 5).

11.4 Mitglieder der Geschäftsorgane sowie Organbezüge

Die Angaben nach § 314 Absatz 1 Nr. 6 a Satz 5 bis 9 HGB sowie weitere Angaben zu den Organbezügen von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats, die Struktur der Vergütungssysteme sowie die individualisierten Bezüge werden im Vergütungsbericht, der Teil des Konzernlageberichts der VERBIO ist, dargestellt.

Mitglieder des Vorstands der VERBIO AG waren im Geschäftsjahr 2012 / 2013:

  • • Claus Sauter, Dipl.-Kaufmann, Buch-Obenhausen (Vorsitzender)
  • • Dr. Oliver Lüdtke, Ingenieur, Markleeberg (stellvertretender Vorsitzender)
  • • Bernd Sauter, Kaufmann, Buch-Obenhausen
  • • Theodor Niesmann, Ingenieur, Leipzig

Die Vorstände erhielten seitens der VERBIO AG im Geschäftsjahr 2012 / 2013 Bezüge in Höhe von TEUR 1.604 (2012: TEUR 923), davon fix TEUR 1.037 (2012: TEUR 650), TEUR 551 variabel (2012: TEUR 265) und sonstige Vergütungsbestandteile TEUR 16 (2012: TEUR 8). Bezüglich der Regeln und Bezüge verweisen wir grundsätzlich auf den Vergütungsbericht, der Teil des Lageberichts ist.

In den variablen Vergütungsbestandteilen sowie in den anderen langfristigen Verbindlichkeiten sind langfristige Bonuszusagen für Vorstände in Höhe von insgesamt TEUR 793 enthalten, die in Abhängigkeit von der künftigen Aktienkursentwicklung der Gesellschaft zu ermitteln waren. Für die Bewertung des Fair-Values der langfristigen Bonuszusagen wurde ein Black-Scholes-Optionspreismodell herangezogen. Die der Berechnung zugrunde liegenden Parameter sind nachfolgend dargestellt:

  • • Durchschnittskurs 2011: EUR 3,00, Durchschnittskurs 2012: EUR 2,71 und Durchschnittskurs 2013: EUR 0,95
  • • Historische Volatilität des Aktienkurses im Zeitraum vom 01.01.2010 bis 30.06.2013 mit 59,8 Prozent, ermittelt aus den jeweiligen Tagesschlusskursen
  • • Zinssatz: 0,592 Prozent, 0,684 Prozent bzw. 0,887 Prozent
  • • Erwartete Auszahlungszeitpunkte: 30. April 2015, 31. Oktober 2015 und 31. Oktober 2016
  • • Keine Berücksichtigung von Dividendenauszahlungen

Die langfristigen Bonuszusagen werden unter den anderen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und sind im Gesamtergebnis (Personalaufwand) mit TEUR 170 (2012: TEUR 206) aufwandswirksam erfasst.

Dem Aufsichtsrat der VERBIO AG gehörten im Geschäftsjahr 2012 / 2013 folgende Mitglieder an:

• Alexander von Witzleben, Dipl.-Kaufmann (Vorsitzender des Aufsichtsrats) Verwaltungsratspräsident der Feintool International Holding AG, Lyss, Schweiz

Aufsichtsratsmandate: PVA TePla AG, Aßlar (Aufsichtsratsvorsitzender) Siegwerk Druckfarben AG & Co. KGaA, Siegburg (Aufsichtsratsmitglied)

Mandate in vergleichbaren Kontrollgremien: Kaefer Isoliertechnik GmbH & Co. KG, Bremen (Mitglied des Beirats)

  • • Ulrike Krämer, Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin (Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats) Geschäftsführende Gesellschafterin der M &K Treuhand GmbH, Ludwigsburg; Geschäftsführende Gesellschafterin der Mörk &Krämer Treuhand GmbH, Ludwigsburg
  • • Dr.-Ing. Georg Pollert, Dipl.-Chemiker, Berlin (Mitglied des Aufsichtsrats)

Stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel e. V. (AGQM)

Den Aufsichtsratsmitgliedern wurden im Geschäftsjahr 2012 / 2013 für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat laufende Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 120 (2012: TEUR 60) sowie Auslagen in Höhe von TEUR 4 (2012: TEUR 2) erstattet. Bezüglich der Vergütungsregeln und Bezüge wird auf den Vergütungsbericht, der Teil des Konzernlageberichts ist, verwiesen.

11.5 Beteiligungen an der VERBIO Vereinigte BioEnergie AG, die ihr nach § 21 Absatz 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) mitgeteilt worden sind

Im Berichtszeitraum 2012 / 2013 wurden der VERBIO AG keine Beteiligungen nach § 21 Absatz 1 WpHG mitgeteilt.

11.6 Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Die gemäß § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde am 23. September 2013 auf der Website der Gesellschaft (www.verbio.de) veröffentlicht und damit dauerhaft zugänglich gemacht.

11.7 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag 30. Juni 2013 wurden insgesamt 21 der als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte klassifizierten Lagerstandorte des Handelssegments verkauft und sind bereits an die Käufer übergegangen. Die Verkaufserlöse für diese Standorte betrugen insgesamt EUR 25,9 Mio.

Bezüglich der Prolongation bestehender Kreditlinien wird auf die Ausführungen in Abschnitt 2.1 verwiesen.

11.8 Befreiung gemäß § 264 Absatz 3 HGB und § 264 b HGB

Die Möglichkeit zur Befreiung von der Verpflichtung, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den Vorschriften für Kapitalgesellschaften aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen, wurde gemäß § 264 Absatz 3 bzw. § 264 b HGB für die Tochtergesellschaften:

  • • VERBIO Diesel Bitterfeld GmbH & Co. KG, Bitterfeld-Wolfen / OT Greppin
  • • VERBIO Diesel Bitterfeld Verwaltung GmbH, Bitterfeld-Wolfen / OT Greppin
  • • VERBIO Ethanol Zörbig GmbH & Co. KG, Zörbig
  • • VERBIO Ethanol Zörbig Verwaltung GmbH, Zörbig
  • • VERBIO Diesel Schwedt GmbH & Co. KG, Schwedt/ Oder
  • • VERBIO Diesel Verwaltung GmbH, Schwedt/ Oder
  • • VERBIO Ethanol Schwedt GmbH & Co. KG, Schwedt/ Oder
  • • VERBIO Ethanol Schwedt Verwaltung GmbH, Schwedt/ Oder
  • • VERBIO Gas Seitschen GmbH, Zörbig

in Anspruch genommen.

11.9 Freigabe zur Veröffentlichung

Der Vorstand der VERBIO AG hat den vorliegenden IFRS-Konzernabschluss am 23. September 2013 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

Zörbig, 23. September 2013

Claus Sauter Vorstandsvorsitzender

Theodor Niesmann Vorstand

Dr. Oliver Lüdtke Stellvertretender Vorstandsvorsitzender

Bernd Sauter Vorstand

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Zörbig, 23. September 2013

VERBIO Vereinigte BioEnergie AG Der Vorstand

Claus Sauter Vorstandsvorsitzender

Theodor Niesmann Vorstand

Dr. Oliver Lüdtke Stellvertretender Vorstandsvorsitzender

Bernd Sauter Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der VERBIO Vereinigte BioEnergie AG, Zörbig, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzernkapitalflussrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und Konzernanhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2012 bis 30. Juni 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Absatz 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Absatz 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne unsere Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen des Vorstands im Konzernlagebericht im Prognosebericht im Abschnitt "Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung" hin. Dort ist ausgeführt, dass zur Fortführung der VERBIO die Verlängerung des Konsortialkredits im geplanten Umfang erforderlich ist.

Leipzig, 23. September 2013 KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Strom Wirtschaftsprüfer

Dr. Schneider Wirtschaftsprüfer

Weitere Informationen

  • 121 Organe der Gesellschaft
  • 123 Fachglossar Biokraftstoffe Finanzkalender 2012 / 2013 Kontakt und Impressum

Innovativ.

Wir treiben Innovationen durch die Entwicklung eigener Verfahrenstechnologien voran. Ziel unserer Forschung und Entwicklung sind Produktionsverfahren, die maximale Rohstoff-Ausbeuten bei minimalem Einsatz von Energie und Hilfsstoffen garantieren. Alle VERBIO-Anlagen arbeiten auf Basis selbst entwickelter Anlagenkonzepte.

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Alexander von Witzleben

Aufsichtsratsvorsitzender

Verwaltungsratspräsident, Feintool International Holding AG, Lyss, Schweiz

Weitere Aufsichtsratsmandate:

  • • PVA TePla AG, Wettenberg
  • • Siegwerk Druckfarben AG&Co. KGaA, Siegburg

Mandat in vergleichbarem Kontrollgremium:

• Kaefer Isoliertechnik GmbH & Co. KG, Bremen

Ulrike Krämer

Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende

Geschäftsführende Gesellschafterin, M&K Treuhand GmbH, Ludwigsburg; Mörk&Krämer Treuhand GmbH, Ludwigsburg

Dr.-Ing. Georg Pollert

Mitglied des Aufsichtsrats

Chemiker und Verfahrensingenieur, Berlin; Stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel e.V. (AGQM)

Vorstand

Claus Sauter Vorstandsvorsitzender

Zuständig für Strategische Unternehmensentwicklung, Business Development, Vertrieb und Handel, Einkauf flüssiger Grundstoffe, IT, Finanz- und Rechnungswesen, Steuern, Controlling und Risikomanagement, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Investor Relations und Recht

Dr. Oliver Lüdtke Vorstand Bioethanol/Biomethan Stellvertretender Vorstandsvorsitzender

Zuständig für das Segment Bioethanol/ Biomethan (Produktion, Technische Investitionsplanung, Forschung und Entwicklung, Einkauf Medien und Hilfsstoffe) und Datenschutz

Theodor Niesmann Vorstand Biodiesel, Anlagenbau

Zuständig für das Segment Biodiesel (Produktion, Technische Investitionsplanung, Forschung und Entwicklung, Einkauf Medien und Hilfsstoffe), Anlagenbau, Qualitätsmanagement und Arbeitssicherheit

Bernd Sauter Vorstand Personal, Einkauf und Logistik

Zuständig für Personal, Einkauf fester Rohstoffe, Transport/ Logistik, Lagerei, Kontraktabwicklung, Fuhrpark- und Gebäudemanagement und Versicherungen

Fachglossar Biokraftstoffe

Barrel

Das Barrel ist eine Maßeinheit für Erdöl.

Bundesverband der Bioethanolwirtschaft (BDBe)

Der Bundesverband der Bioethanolwirtschaft – kurz BDBe – vertritt branchenübergreifend, von der landwirtschaftlichen Produktion der Rohstoffe bis zur industriellen Erzeugung und Weiterverarbeitung von Bioethanol, die Interessen seiner 14 Mitgliedsunternehmen bei der Meinungsbildung in Politik und Gesellschaft. In allen für Biokraftstoffe relevanten Bereichen ist der Verband für die Verbesserung der rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aktiv. Auf europäischer Ebene vertritt der BDBe bei der EU-Kommission, dem Europäischen Parlament und im Bauern- und Genossenschaftsverband COPA-COGECA die Interessen der Biokraftstoffwirtschaft.

Biodiesel

Biodiesel ist ein in der Verwendung dem mineralischen Dieselkraftstoff ähnlicher biosynthetischer Kraftstoff. In Europa wird er meistens durch Umesterung von Rapsöl mit Methanol gewonnen (Rapsmethylester). Biodiesel kann in geeigneten Motoren in reiner Form – als B100 bezeichnet – oder als Gemisch mit Mineralöldiesel verwendet werden.

Bioethanol

Bioethanol ist aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnener Alkohol. Als Rohstoff kommt zucker-, stärke- oder zellulosehaltige Biomasse infrage. VERBIO kann Roggen, Weizen, Triticale, Mais, Zucker, Zuckersirup und Melasse zur Bioethanolproduktion einsetzen.

Biogas

Biogas ist ein methanhaltiges Gasgemisch, das durch anaerobe Gärung (Ausfaulen) von organischen Rest- und Abfallstoffen (zum Beispiel Schlempen, Stroh, Gülle aus Tierhaltungen) bei Temperaturen um 35 bis 55 Grad Celsius gebildet und z.B. für die Strom- bzw. Wärmegewinnung verwendet wird. Die Biogasgewinnung kennzeichnet eine umweltfreundliche Kreislaufwirtschaft, weil die organisch belasteten Abwässer – z.B. Schlempe bei Bioethanolgewinnung – unter gleichzeitiger Energiegewinnung gereinigt werden, ehe sie in den Kreislauf der Landwirtschaft zurückgebracht werden.

Biokraftstoffe

Aus Biomasse gewonnene Kraftstoffe werden als Biokraftstoffe bezeichnet, wie z.B. Bioethanol, Biodiesel, Biomethan und Pflanzenöl.

Biokraftstoffe der 1. Generation

Als Biokraftstoffe der 1. Generation werden alle Kraftstoffe bezeichnet, die entweder aus "ölhaltigen" oder aus "zuckerhaltigen" Pflanzen hergestellt worden sind. Ölhaltige Pflanzen werden insbesondere durch Auspressen und anschließendem Verestern zu Dieselkraftstoffen weiterverarbeitet. Typisches Beispiel hierfür ist "Biodiesel/RME" (Rapsmethylester). Bei zuckerhaltigen Pflanzen, wie Zuckerrüben oder -rohr, wird durch gezielte Vergärung / Fermentation "Bioethanol" hergestellt.

Biokraftstoffe der 2. Generation

Biokraftstoffe der 2. Generation zeichnen sich durch die Verwendung von Abfällen bzw. Pflanzen aus, die nicht für die Nahrungsmittelerzeugung genutzt und nicht in intensiver landwirtschaftlicher Produktion erzeugt werden. Dies hat gegenüber konventionellen Biokraftstoffen den Vorteil, dass keine zusätzlichen landwirtschaftlichen Flächen in Anspruch genommen werden müssen, die Treibhausgas-Emissionen deutlich niedriger sind als bei konventionellen Biokraftstoffen und keine Konkurrenzsituation zur Nahrungsmittelproduktion vorliegt.

Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung (Biokraft-NachV)

Die am 30. September 2009 erlassene "Verordnung über Anforderungen an eine nachhaltige Herstellung von Biokraftstoffen" dient zur Umsetzung der Vorgaben der "Erneuerbare-Energien-Richtlinie" (EG). Im Kern besagt die Verordnung, dass eine gesetzliche Förderung von Biokraftstoffen nur dann stattfindet, wenn die aus den Kraftstoffen gewonnenen Energien eine CO2-Reduktion von mindestens 35 Prozent ergeben (50 Prozent ab 2017/60 Prozent ab 2018). Ebenfalls dürfen nur solche Rohstoffe verwendet werden, die aus einem nachhaltigen Anbau stammen, wofür unter dem Gesichtspunkt des Natur- und Umweltschutzes detaillierte Vorgaben existieren.

Biokraftstoffquote

Mit der Biokraftstoffquote wird die Mineralölwirtschaft verpflichtet, einen Mindestanteil an Biokraftstoffen bezogen auf die jährliche Gesamtabsatzmenge eines Unternehmens an Otto-, Diesel- und Biokraftstoff in den Verkehr zu bringen. Die Quote kann dabei sowohl durch Beimischung von Biokraftstoff zu fossilem Kraftstoff als auch durch Bioreinkraftstoffe erfüllt werden. Zulässig ist auch eine vertragliche Übertragung der Quotenpflicht auf Dritte (sogenannter Quotenhandel). Die Gesamtquote liegt in den Jahren 2010 bis 2014 bei 6,25 energetischen Prozent. Außerdem haben bis einschließlich 2014 Unternehmen, die Dieselkraftstoffe in den Verkehr bringen, eine Unterquote von 4,4 energetischen Prozent an Dieselkraftstoff ersetzenden Biokraftstoffen zu erfüllen. Für Unternehmen, die Ottokraftstoffe in den Verkehr bringen, gilt eine Unterquote von 2,8 energetischen Prozent an Ottokraftstoff ersetzenden Biokraftstoffen. Ab 2015 wird die Quote von der derzeitigen energetischen Bewertung auf die Netto-Treibhausgasminderung als Bezugsgröße umgestellt.

Biokraftstoffquotengesetz (BioKraftQuG)

Das Biokraftstoffquotengesetz (voller Titel: Gesetz zur Einführung einer Biokraftstoffquote durch Änderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes und zur Änderung energie- und stromsteuerrechtlicher Vorschriften) ist ein Artikelgesetz, mit dem die Beimischung von Biokraftstoffen in den Kraftstoff für Kraftfahrzeuge in Deutschland vorgeschrieben und reguliert wird. Das Gesetz wurde am 26. Oktober 2006 im Deutschen Bundestag verabschiedet und führte erstmals zum 1. Januar 2007 eine Mindestbeimischung von Biokraftstoffen zu Motorenbenzin und Dieselkraftstoff ein. Das BioKraftQuG verpflichtet die Mineralölwirtschaft, einen festen und anwachsenden Mindestanteil von Biokraftstoffen in den Verkehr zu bringen. Obwohl laut § 37 a Absatz 3 des BIm-SchG eine jährliche Steigerung der Mindestbeimischung um 0,25 Prozent auf insgesamt 8 Prozent bis zum Jahr 2015 vorgesehen ist, wurde der Mindestanteil seit 2009 auf 6,25 Prozent des Energiegehalts der gesamten in den Verkehr gebrachten Kraftstoffe eingefroren.

Biomasse

Organische Materialien mit gespeicherter chemischer Energie (z.B. Pflanzenmaterialien wie Mais oder Weizen, Pflanzenöl, Holz und Algen). Hierzu zählen auch agrarische Reststoffe wie Getreidestroh, Mist und Gülle.

Biomethan

Als Biomethan bezeichnet man auf Erdgasqualität aufbereitetes Biogas. Innerhalb der Erdgasaufbereitung werden die fermentativ erzeugten, mit Wasserdampf gesättigten Rohgase weitestgehend von Wasser, Kohlendioxid und Schwefelwasserstoff gereinigt, bevor sie nach anschließender Konditionierung und Verdichtung in das Gasleitungsnetz eingespeist werden. Biomethan ist in der chemischen Zusammensetzung mit Erdgas identisch und kann neben der Strom- und Wärmegewinnung auch als Kraftstoff eingesetzt werden.

Bioraffinerie

Das von VERBIO entwickelte Konzept der Bioraffinerie baut auf dem System geschlossener Kreisläufe und der Nutzung der Ganzpflanze bei der Gewinnung von Biokraftstoffen auf. Die Kopplung von Biomethan-, Bioethanol-und Düngeranlage ermöglicht hierbei die großtechnische Realisierung. Die Vorteile dieses Anlagenverbundes sind eine 40 Prozent höhere Energieausbeute aus den eingesetzten Rohstoffen im Vergleich zu herkömmlichen Bioethanolanlagen, ein ca. 40 Prozent geringerer Energieverbrauch in dieser Verbundanlage und CO2 - Einsparungen der hergestellten Biokraftstoffe von bis zu 90 Prozent gegenüber Benzin, bezogen auf die gesamte Wertschöpfungskette.

B100

B100 ist ein Dieseltreibstoff, der zu 100 Prozent aus RME (Rapsöl-Methyl-Ester) besteht. Das aus der Pflanze gewonnene reine Rapsöl wird in einem chemischen Prozess mit Methanol in Rapsöl-Methyl-Ester umgewandelt.

CO2

Kohlendioxid

dena

Die Deutsche Energie-Agentur dena ist das Kompetenzzentrum für Energieeffizienz und regenerative Energien. Als GmbH agiert die dena kostenund leistungsorientiert. Sie finanziert ihre Projekte durch öffentliche Zuwendungen und Einnahmen aus der Privatwirtschaft.

Dual-Fuel-Konzept

Dual Fuel bedeutet bei VERBIO die parallele Nutzung der Kraftstoffe Biomethan und Diesel in einem LKW. Das bedeutet, dass auf dem LKW sowohl ein Dieseltank verbleibt als auch Erdgastanks verbaut werden. Im Fahrbetrieb werden dann Biomethan und Diesel je nach Lastsituation parallel eingespritzt. Die Einspritzung wird über die Motorensteuerung vorgenommen. Auf diese Weise können,

je nach Betriebszustand des Fahrzeugs, bis zu 70 Prozent des Diesels durch Biomethan ersetzt werden. Dies verringert die Betriebskosten und erhöht die Umweltfreundlichkeit der Fahrzeuge.

E5

Als E5 wird Kraftstoff für Ottomotoren bezeichnet, der gemäß der Norm DIN EN 228 zu 5 Prozent aus Bioethanol und zu 95 Prozent aus Benzin besteht.

E10

E10 ist ein Kraftstoff, der aus 10 Volumenprozent Bioethanol und 90 Volumenprozent Benzin besteht. Seit 1. Januar 2011 ist der neue Kraftstoff an deutschen Tankstellen erhältlich.

E85

Besonders förderungswürdiger Kraftstoff für Flexible Fuel Vehicles (FFV), der zu 85 Prozent aus Bioethanol besteht, dem 15 Prozent Benzin beigemischt werden. VERBIO produziert und vertreibt E85- Qualitätskraftstoff unter dem Markennamen verbioE85.

Emissionen

Unter dem Begriff Emission wird jegliche Art der Abgabe von festen, flüssigen oder gasförmigen Stoffen sowie Lärm, Gerüchen, Strahlung und Erschütterungen an die Umgebung verstanden. Meist werden damit Schadstoffe (Abgase, Abluft, Abwasser, feste oder flüssige Abfälle, Elektrosmog, Radioaktivität etc.) aus Anlagen bezeichnet.

Energiepflanzen

Als Energiepflanzen werden landwirtschaftliche Nutzpflanzen bezeichnet, die mit dem Hauptziel der Energiegewinnung angebaut werden, in Abgrenzung zu Pflanzen zur Nahrungsmittelerzeugung, Futterpflanzen und Industriepflanzen. Zahlreiche Pflanzenarten eignen sich für die energetische Nutzung, wobei in Europa vorzugsweise traditionelle Kulturpflanzen des Ackerbaus wie Raps

und Mais genutzt werden. Zunehmend werden auch reine Energiepflanzen wie Schilfgras oder Silphie für die Energiegewinnung angebaut und genutzt.

ENVI (Umweltausschuss des Europäischen Parlaments)

Der EU-Parlamentsausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI) ist zuständig für die Umweltpolitik, dabei insbesondere für den Klimaschutz, den Kampf gegen Umweltverschmutzung, die nachhaltige Entwicklung, internationale Umweltschutzabkommen, Schutz der Bevölkerung vor Umweltschäden und die Zusammenarbeit zwischen dem Europäischen Parlament und der Europäischen Umweltagentur. Der Ausschuss hat 68 Mitglieder, Vorsitzender ist seit Januar 2012 der Deutsche Matthias Groote.

Erneuerbare Energien

Regenerative Energien wie zum Beispiel Sonnenenergie, Windenergie oder Wasserkraft stehen im Gegensatz zu fossilen Energieträgern unbegrenzt zur Verfügung. Für den Einsatzbereich erneuerbarer Energien unterscheidet man Wärme, Strom und Kraftstoffe.

Erneuerbare-Energien-Richtlinie (Renewable Energy Sources-Directive [RES-D])

Die Erneuerbare-Energien-Richtlinie (vollständig: Richtlinie 2009/28/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. April 2009 zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen) soll dem Klimaschutz dienen und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern wie Kohle und Erdöl verringern. Durch die Richtlinie wurde der für die Mitgliedstaaten der EU verbindliche Anteil von erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch festgelegt, welcher bis zum Jahr 2020 zu erreichen ist. Dieser Anteil wurde auf mindestens 20 Prozent festgesetzt. Für den Verkehrsbereich wurde zudem festgelegt, dass innerhalb des Gesamtziels in jedem Mitgliedstaat 10 Prozent der Treibstoffe aus erneuerbaren Energien, inklusive Elektromobilität, stammen müssen. Im Oktober 2012 gab die EU-Kommission ihre Pläne für eine Änderung

der Erneuerbare-Energien-Richtlinie und der Kraftstoffqualitätsrichtlinie bekannt, die die klimatischen Auswirkungen der Biokraftstoffproduktion minimieren sollen. Am 11. September 2013 hat das EU-Parlament in erster Lesung den Gesetzentwurf des Umweltausschusses angenommen. Demnach soll der Einsatz von Biokraftstoffen der 1. Generation auf 6,0 Prozent begrenzt und für alternative Kraftstoffe, sogenannte "advanced biofuels" (Biokraftstoffe, die aus Nicht-Nahrungsmitteln hergestellt werden, z.B. aus Abfall, Algen, Stroh und Klärschlamm), eine Unterquote von 2,5 Prozent eingeräumt werden. Außerdem soll eine Anrechnung von iLUC-Faktoren ab dem Jahr 2020 verpflichtend erfolgen. Es wird angestrebt, bis Ende des Jahres eine Kompromissposition zu erzielen. Sowohl der Europäische Rat als auch das Europäische Parlament müssen den Richtlinienänderungen zustimmen. Sollte es keinen einheitlichen Beschluss geben, muss das Thema im Vermittlungsausschuss geklärt werden. In diesem Fall ist mit einer Beschlussfassung im Parlament frühestens im Mai 2014, nach der Wahl des Europaparlaments, zu rechnen.

ETBE (Ethyl-Tertiär-Butyl-Ether)

ETBE ist eine Benzinbeimischungskomponente und verbessert die Klopffestigkeit des Kraftstoffs. Es besteht zu 47 Prozent aus Bioethanol und kann dem Benzin im Rahmen der geltenden Norm EN 228 bis zu einem Anteil von 15 Volumenprozent beigemischt werden. ETBE ersetzt heute weitestgehend den Oktanzahlverbesserer Methyl-Tertiär-Butyl-Ether.

Ethanol

Ethanol, auch Ethylalkohol genannt, gehört zur Gruppe der Alkohole und steht im engeren Sinn synonym für Alkohol. Ethanol ist das Hauptprodukt der alkoholischen Gärung und der Hauptbestandteil von Branntwein und Trinkalkohol. Verwendung findet es als Kraftstoffadditiv (> Bioethanol) und als alleiniger Kraftstoff, aber auch in der chemischen oder pharmazeutischen Industrie.

Fermenter

Ein Bioreaktor, häufig auch als Fermenter bezeichnet, ist ein Behälter, in dem bestimmte Mikroorganismen, Zellen oder kleine Pflanzen unter möglichst optimalen Bedingungen kultiviert (auch: fermentiert) werden. Der Betrieb eines Bioreaktors ist somit eine Anwendung der Biotechnologie, die biologische Prozesse (Biokonversion, Biokatalyse) in technischen Einrichtungen nutzt bzw. nutzbar macht.

FFVs (Flexible Fuel Vehicles)

FFVs sind "kraftstoffflexibel", d. h., sie können sowohl mit reinem Ottokraftstoff als auch – in Europa – mit bis zu 85 Prozent Bioethanol betrieben werden. Sie haben einen einzigen Tank und erkennen über einen Sensor das Mischungsverhältnis von Bioethanol und Ottokraftstoff. Das Motormanagement passt die Zündzeitpunkte automatisch an die Zusammensetzung des Gemischs an.

Geschlossener Produktionskreislauf

Geschlossene Produktionskreisläufe (wie sie mittels einer > Bioraffinerie erreicht werden können) streben die Nutzung der Ganzpflanze an, um eine maximale Umwandlung der eingesetzten Rohstoffe in Biokraftstoffe zu ermöglichen. Die beim Produktionsprozess anfallenden anorganischen Restkomponenten werden hierbei als Dünger in den Kreislauf zurückgespeist. Dies gewährleistet nicht nur einen besonders effizienten und CO2 sparenden Produktionsprozess, sondern auch ein Höchstmaß an nachhaltiger Landwirtschaft.

IEA – Internationale Energieagentur

Die Internationale Energieagentur (kurz IEA, von engl. International Energy Agency) ist eine Kooperationsplattform im Bereich der Erforschung, Entwicklung, Markteinführung und Anwendung von Energietechnologien. Gegründet wurde sie 1973 von 16 Industrienationen zum gemeinsamen Vorgehen gegen die damalige Ölkrise.

IRENA – Internationale Organisation für Erneuerbare Energien

Die Internationale Organisation für Erneuerbare Energien (englisch: International Renewable Energy Agency; Abkürzung: IRENA) ist eine internationale Regierungsorganisation mit dem Ziel der Förderung einer umfassenden und nachhaltigen Nutzung erneuerbarer Energien in aller Welt. Seit Juli 2013 sind 118 Staaten und die Europäische Union Mitglied der IRENA, zudem haben 40 Staaten eine Mitgliedschaft beantragt. Das IRENA-Statut trat am 8. Juli 2010 in Kraft und wurde neben der EU bereits von 91 Staaten ratifiziert.

IFEU

Das IFEU (Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg) ist ein unabhängiges ökologisches Forschungsinstitut, das 1978 von Wissenschaftlern der Universität Heidelberg gegründet wurde.

Indirekte Landnutzungsänderung (iLUC)

Mit der zusätzlichen agrarischen Produktion von Bioenergieträgern verändert sich der Druck auf die verfügbare landwirtschaftliche Nutzungsfläche. iLUC liegt danach vor, wenn der Rohstoffbedarf zur Herstellung von Biokraftstoffen gedeckt wird, indem bisherige Flächen der Nahrungs- und Futtermittelproduktion mit Energiepflanzen bebaut werden und die bisherigen Nutzungen auf andere, noch nicht bewirtschaftete Flächen ausweichen. Dabei werden sämtliche weltweit verfügbaren Flächen betrachtet.

Kaltmaischverfahren

Das Kaltmaischverfahren ist ein energiesparendes Verfahren, bei dem die Maische auf 50 Grad Celsius erwärmt wird, um mittels eines speziellen Enzymgemischs den Stärkeaufschluss zu gewährleisten.

Kohlendioxid (CO2)

CO2 entsteht bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigem Material. Es dient als Ausgangsprodukt für den Aufbau pflanzlicher Biomasse durch Photosynthese. Bei der Verbrennung von Biomasse wird nur so viel CO2 abgegeben, wie von dieser zuvor während des Wachstums aufgenommen worden ist. Kohlenstoffdioxid ist das bedeutendste Treibhausgas.

Kraftstoffqualitätsrichtlinie (Fuel Quality Directive)

Richtlinie 98 / 70 / EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Oktober 1998, die die Mindestanforderungen für die Beschaffenheit und Auszeichnung der Qualitätsdaten von Kraftstoffen festlegt. Verpflichtend sollen Kraftstoffe in drei Stufen ansteigend bis Ende des Jahres 2020 10 Prozent weniger Treibhausgase emittieren. Dies kann durch fossile Kraftstoffe ersetzende Biokraftstoffe und moderne Technik bei der Rohölgewinnung erreicht werden. Zur Erfüllung der in der Kraftstoffqualitätsrichtlinie genannten Treibhausgasreduzierungsziele dürfen nur Biokraftstoffe verwendet werden, die nachhaltig erzeugt worden sind.

Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG)

Das Kreislaufwirtschaftsgesetz soll zur Schonung der natürlichen Ressourcen beitragen und so die umweltverträgliche Beseitigung von Abfällen sichern. Bezüglich des Abfalls in Biogasanlagen wurde im Oktober 2011 ein neues Kreislaufwirtschaftsgesetz verabschiedet. Laut dem neuen Gesetz soll Gülle, die energetisch in Biogasanlagen genutzt wird, zusätzlich zum Veterinär- und Düngerecht auch dem Abfallrecht unterliegen. Anders als bei Gülle, welche auf den Acker gebracht wird und demnach als Wirtschaftsdünger gilt, fällt Gülle in Biogasanlagen unter Abfall. Somit sind die Betreiber von Biogasanlagen nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz verpflichtet, ein Register über Menge, Art und Ursprung der behandelten Abfälle zu führen.

Multi-Feedstock

Die englische Bezeichnung für Mehrfach-Rohstoff: Beschreibt die Eigenschaft einer Bioethanolanlage, mit mehreren Rohstoffen betrieben werden zu können. Die VERBIO ist "Multi-Feedstock"-fähig beim Einsatz der für die Produktion von Bioethanol verwendeten Rohstoffe und verwendet die jeweils am günstigsten verfügbaren Rohstoffe am Markt. Hierzu gehören Roggen, Weizen, Triticale, Mais, Zucker, Zuckersirup und Melasse.

Nachhaltigkeit

Das Konzept der Nachhaltigkeit beschreibt die Nutzung eines regenerierbaren Systems in einer Weise, die dieses System in seinen wesentlichen Eigenschaften erhält und seinen Bestand auf natürliche Weise nachwachsen lässt.

VERBIOs Verständnis von Nachhaltigkeit beinhaltet zwei wesentliche Punkte, die verdeutlichen sollen, dass eine nachhaltige Firmenphilosophie sowohl ökonomisch als auch ökologisch sinnvoll sein kann:

  • • Nachhaltigkeit heißt verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen. Dementsprechend werden für unsere Rohstoffe weder Nahrungsmittel von den Äckern verdrängt noch Wälder gerodet.
  • • Nachhaltigkeit heißt Effizienz und Wirtschaftlichkeit: Bioenergie muss bezahlbar bleiben, um erfolgreich zu sein. Daher setzt VERBIO auf integrierte Herstellungsprozesse und geschlossene Produktionskreisläufe, die hohe Effizienz und große Produktionsmengen ermöglichen und so unsere Biokraftstoffe gegenüber fossilen Energieträgern wettbewerbsfähig machen.

Nachhaltigkeitskriterien

Biokraftstoffe, die für die Erreichung von Zielen der Erneuerbare-Energien-Richtlinie verwendet werden, sowie Biokraftstoffe, denen nationale Förderregelungen zugute kommen, müssen bestimmte Kriterien erfüllen, um ihre ökologische Nachhaltigkeit unter Beweis zu stellen. Diese Kriterien werden als Nachhaltigkeitskriterien bezeichnet. Beispiele für

Nachhaltigkeitskriterien sind eine Mindesteinsparung von Treibhausgasen und der Schutz von Flächen mit hoher biologischer Vielfalt. In der Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung ist der Kriterienkatalog hinterlegt.

Pharmaglycerin

Pharmaglycerin bezeichnet ein durch Reinigung und Destillation aus Rohglycerin aufbereitetes Produkt, das in der chemischen und pharmazeutischen Industrie Verwendung findet. Glycerin ist ein Nebenprodukt, das unter anderem bei der Biodieselproduktion entsteht.

Schlempe

Schlempe bezeichnet den Rückstand an nicht vergärbaren Stoffen, der bei der Destillation anfällt. VERBIO nutzt die Schlempe aus der Bioethanolproduktion für die Gewinnung von Biomethan mithilfe eines Vergärungsprozesses.

Treibhausgase

Neben Methan, Stickstoffdioxid und FCKW ist Kohlendioxid das wichtigste anthropogene Treibhausgas. Das Ansteigen der Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre ist verantwortlich für den Klimawandel. Hauptverursacher von CO2 - Emissionen ist die Industrie, gefolgt vom Gebäudesektor (Raumwärme, elektrische Geräte etc.) und dem Verkehrssektor.

verbiogas

verbiogas, das Biomethan der VERBIO, wird ausschließlich aus agrarischen Reststoffen wie Schlempe, einem Abfallprodukt bei der Bioethanolproduktion, sowie Stroh gewonnen. Dabei werden keinerlei Nahrungsmittel verwendet. In Biogasanlagen werden die Ausgangsstoffe durch den Einsatz von Bakterien und anderen Mikroorganismen zunächst zerlegt und dann über Zwischenschritte in Methan, Kohlenstoffdioxid und Wasser umgewandelt. Das Methan spielt bei der Biogasherstellung eine wichtige Rolle. Bei der Verbrennung von Methan wird Energie freigesetzt. Daher gilt: Je höher der Methan-Anteil im Biogas ist, desto

effizienter lässt es sich verwerten. Das zu 99 Prozent gereinigte Biomethan wird ins Erdgasnetz eingespeist. Als Biodünger entstehen Ammoniumsulfatlösung (ASL) sowie Phosphat und Kalium. verbiogas ist der effizienteste Biokraftstoff und kann von allen Erdgasfahrzeugen problemlos getankt werden.

verbioethanol

Für die Herstellung des unter dem Namen verbioethanol verkauften Bioethanols der VERBIO wird Getreide verwendet, das nicht den hohen Qualitätsanforderungen der Nahrungs- und Futtermittelindustrie entspricht. Die Rohstoffe werden zu über 95 Prozent von regionalen Partnern um die Produktionsanlagen in Zörbig und Schwedt bezogen. Wie bei der herkömmlichen Alkoholherstellung auch, wird verbioethanol durch Fermentation (alkoholische Gärung) gewonnen und anschließend durch thermische Trennungsverfahren gereinigt. Durch die darauffolgende Destillation wird der Alkoholgehalt auf 99,8 Prozent erhöht, wodurch verbioethanol als Endprodukt entsteht. Der Vorteil von verbioethanol besteht darin, dass es die CO2 -Emissionen gegenüber Benzin um 80 Prozent reduziert. Darüber hinaus steigert verbioethanol die Unabhängigkeit von fossilen Kraftstoffen.

verbiodiesel

verbiodiesel ist Biodiesel der VERBIO, welcher aus Raps, Rapsöl bzw. tropischen Ölen produziert wird. In chemischen Verfahren wird das Pflanzenöl zu Methylester verarbeitet, wobei die korrekte chemische Bezeichnung für den Kraftstoff Fettsäuremethylester lautet. Unter dem Produktnamen verbiodiesel gelangt der Biokraftstoff per Pipeline oder LKW zu unseren Kunden. Bei der Produktion und Verbrennung von Biodiesel entsteht deutlich weniger CO2 als bei Diesel. Darüber hinaus trägt er zu einer größeren Unabhängigkeit vom fossilen Erdöl bei. Bei der verbiodiesel-Produktion entstehen praktisch keine Abfälle, sondern nur hochwertige Koppelprodukte. Das heißt, sie werden entweder in den Produktionsprozess zurückgeführt oder zur Herstellung von Pharmaglycerin weiterverarbeitet.

Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e.V. (VDB)

Der VDB vertritt seit 2001 die Interessen der deutschen Biokraftstoffindustrie auf nationaler und europäischer Ebene. Der Verband zählt derzeit 25 Mitglieder, die rund 70 Prozent der deutschen Biodieselund 30 Prozent der Bioethanolkapazitäten auf sich vereinen.

Veresterung

Die Veresterung (auch Esterbildung) ist eine Gleichgewichts- und Kondensationsreaktion, bei der ein Alkohol oder Phenol mit einer Säure zu einem Ester reagiert.

Optimiert.

Alle wichtigen Produktionsprozesse können wir im Labor- und Technikumsmaßstab nachbilden, untersuchen und optimieren. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden durch unsere Ingenieure in den Produktionsbetrieben und im Bereich Anlagenbau in großtechnischem Maßstab umgesetzt.

Finanzkalender 2013/2014

25. September 2013 Veröffentlichung Geschäftsbericht 2012/2013
Analystenkonferenz /Bilanzpressekonferenz in Frankfurt am Main
7. November 2013 Veröffentlichung Quartalsfinanzbericht Juli bis September 2013
24. Januar 2014 Hauptversammlung im Radisson Blu Hotel, Leipzig
6. Februar 2014 Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht Juli bis Dezember 2013
8. Mai 2014 Veröffentlichung Quartalsfinanzbericht Juli 2013 bis März 2014
24. September 2014 Veröffentlichung Geschäftsbericht 2013 / 2014
Analystenkonferenz /Bilanzpressekonferenz in Frankfurt am Main

Kontakt und Impressum

Herausgeber

VERBIO Vereinigte BioEnergie AG

Redaktion

VERBIO Vereinigte BioEnergie AG

Umsetzung

FIRST RABBIT GmbH

Fotografie

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Kontakt

VERBIO Vereinigte BioEnergie AG Augustusplatz 9 04109 Leipzig Telefon: +49 341 308530-0 Telefax: +49 341 308530-999 www.verbio.de

Ansprechpartner für Investor Relations

Anna-Maria Schneider, CIRO Telefon: +49 341 308530-294 Telefax: +49 341 308530-998 E-Mail: [email protected]

Zukunftsgerichtete Aussagen

Der Geschäftsbericht enthält verschiedene Prognosen und Erwartungen sowie Aussagen, die die zukünftige Entwicklung des VERBIO-Konzerns und der VERBIO Vereinigte BioEnergie AG betreffen. Diese Aussagen beruhen auf Annahmen und Schätzungen und können mit bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden sein. Die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse sowie die Finanz- und Vermögenslage können daher wesentlich von den geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Gründe hierfür können, neben anderen, Marktschwankungen, die Entwicklung der Weltmarktpreise für Rohstoffe sowie der Finanzmärkte und Wechselkurse, Veränderungen nationaler und internationaler Gesetze und Vorschriften oder grundsätzliche Veränderungen des wirtschaftlichen und politischen Umfelds sein. Es ist weder beabsichtigt noch übernimmt VERBIO eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren oder sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Erscheinen dieses Geschäftsberichts anzupassen.

Dieser Geschäftsbericht erscheint in Deutsch (Originalversion) und Englisch (nicht bindende Übersetzung).

Weitere Exemplare sowie zusätzliches Informationsmaterial über die VERBIO Vereinigte BioEnergie AG senden wir Ihnen auf Anfrage gern kostenlos zu. Telefon: +49 341 308530-251 Telefax: +49 341 308530-299 E-Mail: [email protected]

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