AI Terminal

MODULE: AI_ANALYST
Interactive Q&A, Risk Assessment, Summarization
MODULE: DATA_EXTRACT
Excel Export, XBRL Parsing, Table Digitization
MODULE: PEER_COMP
Sector Benchmarking, Sentiment Analysis
SYSTEM ACCESS LOCKED
Authenticate / Register Log In

130_10-k_2016-04-27_1e29b9b1-421c-4d9a-aaf2-6a0bc8b70a79.pdf

Annual Report

Open in Viewer

Opens in native device viewer

DIE DOSIS MACHT'S

Geschäftsbericht 2015

KENNZAHLEN ECKERT & ZIEGLER Veränderung
zum Vorjahr
2014 2015
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse Tsd. Euro +10% 127.256 140.046
EBITDA Tsd. Euro +27% 20.099 25.574
Abschreibungen Tsd. Euro +23% 7.143 8.764
EBIT Tsd. Euro +30% 12.956 16.810
EBIT-Marge % +18% 10 12
Steuerquote % –26% 45 33
Jahresüberschuss nach Steuern und Minderheiten Tsd. Euro +58% 6.775 10.718
Ergebnis pro Aktie Euro +58% 1,28 2,03
Kapitalfluss
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit Tsd. Euro +52% 10.653 16.230
Liquide Mittel zum 31.12. Tsd. Euro +44% 21.824 31.466
Bilanz
Eigenkapital Tsd. Euro +11% 94.490 104.668
Bilanzsumme Tsd. Euro +5% 187.329 196.676
Eigenkapitalquote % +6% 50 53
Netto-Finanzbestand
(Liquidität abzügl. Finanzverbindlichkeiten) Tsd. Euro +411% 3.119 15.938
Mitarbeiter
Anzahl der Beschäftigten im Jahresdurchschnitt* Personen 674 672
Anzahl aller Mitarbeiter zum Jahresende Personen –3% 711 692
Kennzahlen zur Aktie
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien Tsd. Stück 5.288 5.288
Buchwert pro Aktie Euro +13% 16,76 18,86
Dividende Euro 0,60 0,60**
* ohne Vorstände, Geschäftsführer, Praktikanten etc. ** Dividendenvorschlag der Gesellschaft an die Hauptversammlung am 8. Juni 2016

UMSATZENTWICKLUNG NACH SEGMENTEN (in Mio. Euro) UMSATZVERTEILUNG NACH SEGMENTEN 2015 (in %)

INHALTSVERZEICHNIS

MANAGEMENT
Brief an unsere Aktionäre 3
Die Konzernleitung 6
Bericht des Aufsichtsrates 8
Der Aufsichtsrat 11
DIE DOSIS MACHT'S 12
UNTERNEHMEN
Jahresrückblick 2015 20
Die Aktie 22
Umwelt und Sicherheit 24
Soziales Engagement 26
KONZERNLAGEBERICHT 33
1. Grundlagen des Konzerns 34
2. Wirtschaftsbericht 37
3. Nachtragsbericht 45
4. Chancen- & Risikobericht 45
5. Prognosebericht 53
6. Sonstige Angaben 55
FINANZTEIL 60
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen 61
Konzerngesamtergebnis 62
Konzernbilanz 63
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung 64
Konzern-Kapitalflussrechnung 66
Konzernanhang 67
Konzernanlagenspiegel 132
Bilanzeid 136
Bestätigungsvermerk 137
Einzelabschluss der Eckert & Ziegler AG 138

WEITERE ANGABEN

Glossar 140
Finanzkalender Impressum Kontakt 142

UMSCHLAG

Kennzahlen Standorte und Umsatzverteilung weltweit Vierjahresübersicht Beteiligungen

Als Beitrag zur Vereinfachung des Leseaufwands verwenden wir in unserem Geschäftsbericht für Männer, Frauen und Sonstige jeweils die klassische Pluralform. Es sind selbstverständlich alle inkludiert.

  • Produktionsstandort
  • Vertriebsstandort

EUROPA

8 Berlin, Deutschland (Hauptsitz)

  • 9 Braunschweig, Deutschland
  • 10 Bonn, Deutschland
  • 11 Düsseldorf, Deutschland
  • 12 Holzhausen, Deutschland
  • 13 Wien, Österreich
  • 14 Seneffe, Belgien
  • (Hauptsitz Eckert & Ziegler BEBIG)
  • 15 Paris, Frankreich
  • 16 Didcot, Großbritannien
  • 17 Madrid, Spanien
  • 18 Mailand, Italien
  • 19 Prag, Tschechien
  • 20 Warschau, Polen

NORD-/SÜD-AMERIKA

  • 1 San Francisco, Kalifornien, USA
  • 2 Los Angeles, Kalifornien, USA
  • 3 Atlanta, Georgia, USA
  • 4 Hopkinton, Massachusetts, USA
  • 5 Mount Vernon, New York, USA
  • 6 Fortaleza, Brasilien
  • 7 São Paulo, Brasilien

ASIEN UND RESTLICHE WELT

21 Neu-Delhi, Indien 22 Moskau, Russland

6

4

22

21

15

17

18

16

3 2

8 10 19 12 14 9

5

13

20

7

11

1

UMSÄTZE NACH REGIONEN

Amerika 57

Mio. Euro*

Asien, Afrika & Australien 18

Mio. Euro*

INHALTSVERZEICHNIS

MANAGEMENT
Brief an unsere Aktionäre 3
Die Konzernleitung 6
Bericht des Aufsichtsrates 8
Der Aufsichtsrat 11
DIE DOSIS MACHT'S 12
UNTERNEHMEN
Jahresrückblick 20
Die Aktie 22
Umwelt und Sicherheit 24
Soziales Engagement 26
KONZERNLAGEBERICHT 33
1. Grundlagen des Konzerns 34
2. Wirtschaftsbericht 37
3. Nachtragsbericht 45
4. Chancen- & Risikobericht 45
5. Prognosebericht 53
6. Sonstige Angaben 55
FINANZTEIL 60
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen 61
Konzerngesamtergebnis 62
Konzernbilanz 63
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung 64
Konzern-Kapitalflussrechnung 66
Konzernanhang 67
Konzernanlagenspiegel 132
Bilanzeid 136
Bestätigungsvermerk 137
Einzelabschluss der Eckert & Ziegler AG 138

WEITERE ANGABEN

Glossar 140
Finanzkalender Impressum Kontakt 142

UMSCHLAG

Kennzahlen Standorte und Umsatzverteilung weltweit Vierjahresübersicht Beteiligungen

Als Beitrag zur Vereinfachung des Leseaufwands verwenden wir in unserem Geschäftsbericht für Männer, Frauen und Sonstige jeweils die klassische Pluralform. Es sind selbstverständlich alle inkludiert.

Dr. Andreas Eckert Dr. Edgar Löffler Dr. André Heß

BRIEF AN UNSERE AKTIONÄRE

das Geschäftsjahr 2015 war erneut durch erhebliche Kontraste geprägt, ein Phänomen, das bei breiter diversifizierten Geschäftsmodellen oft zu beobachten, ja durchaus beabsichtigt ist. Selten klappt gleichzeitig dort alles; andererseits geht selten dort gleichzeitig alles schief. Glanz und Elend liegen dicht beieinander, oft im Beritt derselben Person.

In der Summe war 2015 vor allem ein Rekordjahr. Nach dem Einbruch 2014, als am Ende nur ein Nettoergebnis von knapp 7 Mio. Euro oder 1,28 Euro pro Aktie präsentiert werden konnte, stieg der Jahresüberschuss 2015 wie prognostiziert erstmals auf über zwei Euro pro Aktie. Er erreichte knapp 11 Mio. Euro oder 2,03 Euro pro Aktie und somit den höchsten Wert der Firmengeschichte – sowohl in absoluter Höhe als auch bezogen auf den einzelnen Anteilsschein. In gleicher Weise gab es Rekorde beim Umsatz. Er stieg zwar nicht ganz so stark wie der Gewinn, aber immerhin doch um 10%, auf über 140 Mio. Euro.

Im wichtigen Segment Isotope Products, dem Industriebereich, verlief die Ergebnisentwicklung im Vergleich zum Vorjahr leicht negativ, allerdings auf hohem Niveau und im Großen und Ganzen dadurch undramatisch. Die Dienstleistungen rund um die Radiokarbondatierung und das neu erworbene Geschäft in Brasilien litten unter dem Weggang eines Schlüsselkundens und schwierigen Marktbedingungen, doch das Stammgeschäft aus Strahlenquellen, Rohstoffhandel und Produkten zur Qualitätssicherung lag wie ein Tanker im Wasser und erwirtschaftete, bezogen auf den Umsatz, erneut eine EBIT-Marge von fast 20%. Zwar ließ der niedrige Ölpreis, wie befürchtet, im Laufe des Jahres die Nachfrage nach industriellen Komponenten einbrechen, doch ein zweistelliges Wachstum bei wissenschaftlichen und medizinischen Produkten sowie die Aufwertung des amerikanischen Dollars machten viele Verluste wett. Am Ende stand ein Nettoergebnis von 8,6 Mio. Euro, etwa 1,1 Mio. Euro schlechter als 2015. Es war verbunden mit einem Anstieg des Segmentumsatzes um 12% auf nunmehr fast 70 Mio. Euro, geschuldet im Wesentlichen den Wechselkurseffekten.

Im Strahlentherapiesegment waren 2015 größere Kämpfe auszufechten. Aufgeschreckt durch einen Verlust in Höhe von 2,4 Mio. Euro im Vorjahr stand ein rigides Effizienzprogramm auf dem Plan. Dessen Umsetzung gestaltete sich mühsam, denn die Rahmenbedingungen blieben schwierig. Viele der Kernmärkte für die Tumorbestrahlungsgeräte, auf denen die Wachstumshoffnungen des Segments ruhen, lagen weiterhin darnieder. Zwar ist der Bedarf an effizienten Krebsbehandlungsmöglichkeiten überall ungebrochen, doch Geld knapp. In den Ländern der ehemaligen Sowjetunion etwa hat der Verfall der Erdölpreise die Staatseinnahmen und indirekt damit die Budgets für das Gesundheitswesen massiv schrumpfen lassen. Im Jahr 2015 sahen wir einen Tiefpunkt bei unseren Ausfuhren dorthin. Nur gut 2 Mio. Euro konnten in dieser früher dominierenden Region abgerechnet werden – innerhalb von vier Jahren ein Einbruch auf ein Viertel.

Ähnlich herausfordernd blieb die Lage in vielen Ländern Asiens und Lateinamerikas. Sie sind zur Finanzierung ihrer Gesundheitssysteme ebenfalls auf den Export von Rohstoffen angewiesen und leiden weiterhin unter ungünstigen Realaustauschverhältnissen. Obwohl die Tumorbestrahlungs˝ In der Summe war 2015 vor allem ein Rekordjahr. Der Jahresüberschuss erreichte knapp 11 Mio. Euro oder 2,03 Euro pro Aktie und somit den höchsten Wert der Firmengeschichte.

geräte der Eckert & Ziegler-Gruppe passend auf die Bedürfnisse in diesen Regionen ausgerichtet sind, und ihre Wettbewerbsfähigkeit in Ausschreibungen immer wieder unter Beweis stellen, war die Lage schwierig. Immerhin gelang 2015 bei den Bestrahlungsgeräten eine Trendwende beim Umsatz auf wieder deutlich mehr als 10 Mio. Euro – und somit der Anschluss an das Niveau der Vorvorjahre. Trotz widriger Rahmenbedingungen glänzte vor allem Südamerika, wohin Geräte im Wert von über 3 Mio. Euro exportiert wurden, gegenüber dem Vorjahr fast eine Verdopplung. Erstmals konnten 2015 Anlagen in die USA verkauft werden – die neue Gerätegeneration SagiNova® erweist sich als Durchbruch, der auf diesem sehr anspruchsvollen, sehr eigenen Markt hoffentlich noch viele Kunden finden wird. Ein weiterer Lichtblick kam 2015 aus dem arabischen Raum. Im Herbst wurde das Wiener Atomabkommen mit dem Iran unterzeichnet, Anfang 2016 die Sanktionen aufgehoben. Das Land kehrt mit großem Bedarf als Nachfrager von Medizintechnik auf den Weltmarkt zurück. Noch 2015 konnte die Geschäftsleitung Verhandlungen einfädeln, die schon 2016 zu mehreren Installationen führen sollten.

Bei den Implantaten, den traditionellen Hauptertragsbringern des Segments, konnte der Umsatz knapp über dem Niveau des Vorjahres gehalten werden. Allerdings herrscht im Markt weiterhin ein Verdrängungswettbewerb, die Preise sinken. Im Fünfjahresvergleich konnte die Leitgesellschaft Eckert & Ziegler BEBIG S.A. zwar durch Zukäufe ihr Umsatzvolumen stabil halten – es blieb deutlich über 10 Mio. Euro – doch das Ganze ging auf Kosten der Margen. Da die Akquisitionen der letzten Jahre im Wesentlichen außerhalb der europäischen Kernmärkte erfolgten, war das Synergiepotenzial zuletzt teilweise erschöpft und der Kostendruck so groß, dass sich regionale Verlustinseln bildeten. Ein Befreiungsschlag gelang erst zum Jahresende. Zwei Sparten, die 2015 das Betriebsergebnis (EBIT) mit etwa 2,7 Mio. Euro belastet hatten, wurden geschlossen oder verkauft: das Geschäft mit Therapiezubehör in Paris und die vor zwei Jahren erworbene Implantatesparte in Oxford, Connecticut.

Beide Trennungen fielen nicht leicht; viel Geld und Energie waren in die Verlustbringer geflossen, zudem hingen an ihnen Umsätze in Höhe von 4,3 Mio. Euro, mehr als 10% des Gesamtvolumens. Sie werden für die Auslastung 2016 fehlen. Flankierend wurden deshalb Kapazitäten im Gemeinkostenblock abgebaut. Zum Jahresende präsentiert sich die Therapiesparte von der Kostenbasis schon deutlich schlanker. Von vormals 194 sank die Kopfzahl zum Jahresbeginn 2016 auf 145 Köpfe, innerhalb von 12 Monaten also um ein Viertel. Im Jahresabschluss, der sich gemäß HGB an der durchschnittlichen Beschäftigung über das Jahr hinweg orientiert, ist der Rückgang weniger ausgeprägt, aber der Anstieg der Umsatzproduktivität sichtbar. Sie wuchs um 20% auf 180.000 Euro pro Beschäftigten und erreicht damit wieder das Niveau des Vorvorjahres, jedoch noch nicht das Mindestziel von 200.000 Euro.

Bei den Umsätzen war im Therapiesegment 2015 ebenfalls die erhoffte Trendwende sichtbar. Die Verkäufe stiegen um 7% auf knapp 31 Mio. Euro, gerechnet allerdings inklusive der zum Jahresende aufgegebenen Geschäftsbereiche. Im nächsten Jahr wird es für die längst fällige Kehrtwendung beim Ergebnis darauf ankommen, dass die Umsatzlücke durch ein Volumenwachstum bei den Tumorbestrahlungsgeräten gefüllt werden kann. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 sank das Segmentergebnis erst noch einmal um 32% oder 0,8 Mio. Euro auf einen Verlust von 3,2 Mio. Euro. In der Summe ist darin leider kein Einmalaufwand enthalten.

Brief an unsere Aktionäre

Bei den Umsätzen war im Therapiesegment 2015 ebenfalls die erhoffte Trendwende sichtbar. ˝

Dr. Andreas Eckert (Vorstandsvorsitzender)

Im Segment Radiopharma sehen wir seit einigen Jahren weltweit ein gestiegenes Interesse an den Möglichkeiten der Radiopharmaka. Seitdem BAYER 2014 den norwegischen Medikamentenentwickler ALGETA für einen Milliardenbetrag übernahm, und den Alphastrahler XOFIGO als Palliativ global aktiv vermarktet, sind die Gründungsaktivitäten und Finanzierungsrunden im Bereich der Nuklearmedizin merklich gestiegen. Den Trend stärkte, dass im Herbst 2015 der französischen ADVANCED ACCELERATOR APPLICATIONS auf der Basis überzeugender klinischer Daten an der NASDAQ eindrucksvoll ihr lang erwarteter Börsengang mit einem radioaktiven Tumormedikament gelang.

Vom dem neuen Interesse an dem Feld erhält die Radiopharmaziesparte der Eckert & Ziegler Rückenwind. Ihre Synthesemodule, ihre Generatoren, ihre pharmazeutischen Radioisotope und ihre Dienstleistungen sprechen vorwiegend Wissenschaftler an, die neue Medikamente entwickeln. Mit Anschubfinanzierungen, dem Zugang zu Laboren, Radiochemikern, Genehmigungsfachleuten und anderen Experten unterstützt die Sparte Gründer beim Aufbau neuer Radiopharmaka-Unternehmen: zum Jahresende etwa unterzeichnete das Segment einen umfangreichen Kooperationsvertrag mit dem dänischen Medikamentenentwickler CURASIGHT.

Aus einer solchen Kooperation heraus gelang der Sparte 2015 ein besonderer Paukenschlag: der Verkauf der Anteile an dem erst vor einigen Jahren gegründeten Medikamentenentwickler OCTREOPHARM SCIENCES an die französische IPSEN. Die lukrative Transaktion prägt den Jahresabschluss des gesamten Konzerns, da sie die Verluste mehr als überkompensierte, die sich 2015 im Therapiesegment ergaben. Im verbleibenden Teil der Radiopharmaziesparte, den Zyklotronen, konnte an die fabelhafte Entwicklung allerdings nicht angeschlossen werden. Marktanteilsverluste in Deutschland und ein Preisverfall in Polen verleideten der Geschäftsleitung an dem Bereich die Freude. In der Summe blieb es für die Radiopharmaziesparte mit einem Nachsteuerergebnis von 1,18 Euro trotzdem bei einem Rekord. Er liegt deutlich über dem Nachsteuerergebnis des letzten Jahres, der 0,11 Euro pro Aktie betrug. Hinsichtlich seiner Umsatzrendite katapultierte sich das Segment erstmals an die Spitze des Konzerns.

Zusammengefasst lässt sich 2015 somit als starkes Jahr für die Eckert & Ziegler AG verbuchen. Da das Rekordergebnis von fast 11 Mio. Euro mit einer erheblichen Zunahme der Nettoliquidität verbunden war, hatte der Vorstand die Muße und Gelegenheit, eine Reihe von Effizienz- und Aufräumarbeiten abseits der Zahlen und des Tagesgeschäfts anzugehen. Zu ihnen gehörten Veränderungen im Leitungskreis, die Auflösung von Doppelstrukturen sowie eine erhöhte Vorsorge für Latenz- und Bilanzrisiken. Im Ganzen geht die Gruppe damit stärker, schlanker und optimistischer als vorher in das neue Geschäftsjahr.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns dabei wieder begleiteten.

Mit herzlichen Grüßen aus Berlin,

Ihr

DR. ANDREAS ECKERT Vorstandsvorsitzender

DIE KONZERNLEITUNG

Die Konzernleitung besteht aus den Leitern der wichtigsten Segmente. Sie ist zum Teil mit dem Vorstand personenidentisch, umfasst aber auch Führungskräfte größerer Tochtergesellschaften. Zu den Aufgaben und Verantwortlichkeiten der Konzernleitung gehören die gegenseitige fortlaufende Unterrichtung über Geschäftsentwicklungen und Geschäftsvorfälle, die Erörterung strategischer Fragen sowie die Vorbereitung von Vorstandsentscheidungen.

1 | Dr. Andreas Eckert

Konzernleitung

Vorstandsvorsitzender

Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Heidelberg, New York und Berlin. Mehrjährige Tätigkeit als Information Officer für das Generalsekretariat der Vereinten Nationen. Nach der Wiedervereinigung selbstständiger Unternehmensberater in Berlin. Gründer der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG sowie mehrerer Technologieunternehmen, vorwiegend im Bereich der Lebenswissenschaften.

2 | Dr. Edgar Löffler

Mitglied des Vorstands | Segment Strahlentherapie

Nach der Promotion in Physik war Dr. Löffler mehrere Jahre im Bereich der medizinischen Physik klinisch tätig. Danach leitete er das Produktmanagement und Business Development von Nucletron und war zuletzt Geschäftsführer der Theranostic GmbH, ein deutsches Tochterunternehmen von Nucletron. Seit Mai 2001 Vorstandsmitglied.

3 | Dr. André Heß

Mitglied des Vorstands | Segment Radiopharma

Nach seiner Promotion in Chemie und einem Zusatzstudium als Wirtschaftsingenieur war Dr. Heß mehrere Jahre wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1996 kam er zur Eckert & Ziegler Gruppe, zunächst als Radiochemiker, später als Entwicklungsleiter und Geschäftsführer verschiedener Tochtergesellschaften.Seit März 2008 Vorstandsmitglied.

4 | Dr. Gunnar Mann

Mitglied der Konzernleitung | Segment Sonstiges

Studium und Promotion in Physik, Ergänzungsstudium MBA. Nach Tätigkeiten an der TU Dresden und bei der TÜV Energie- und Systemtechnik GmbH kam Dr. Mann 1998 zur Eckert & Ziegler Gruppe, zunächst als Physiker, später als Entwicklungsleiter. Seit 2000 ist Dr. Mann in verschiedenen Tochterunternehmen und Beteiligungen der Eckert & Ziegler AG als Geschäftsführer tätig. Seit Januar 2012 Leiter des Segments Umweltdienste. Seit dem Geschäftsjahr 2014 werden die Umweltdienste nicht mehr als eigenes Segment sondern als Kostenzentrum in der Holding geführt und im Segment Sonstiges ausgewiesen.

5 | Frank Yeager

Mitglied der Konzernleitung | Segment Isotope Products

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre (MBA) und Maschinenbau war Herr Yeager in führenden Positionen internationaler Industrieunternehmen tätig. Ende 2001 kam er als Geschäftsführer zum amerikanischen Tochterunternehmen Eckert & Ziegler Isotope Products, Inc. und verantwortet seitdem das Segment Isotope Products.

BERICHT DES AUFSICHTSRATES

PROF. DR. WOLFGANG MAENNIG Aufsichtsratsvorsitzender

Sehr geehrte Aktionäre,

der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2015 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens fortlaufend überwacht und beratend begleitet. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Konzerns unterrichtet.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde auch außerhalb von Aufsichtsratssitzungen regelmäßig vom Vorstandsvorsitzenden über aktuelle Entwicklungen und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert. Zudem fand ein regelmäßiger Austausch zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstandsvorsitzenden zu Fragen der Strategie, der Planung, der allgemeinen Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements sowie der Regelkonformität des Unternehmens statt. Insgesamt fanden im Berichtszeitraum sechs Sitzungen des Aufsichtsrates statt. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat Zustimmungen auch im schriftlichen Verfahren erteilt. Beschlüsse von grundlegender Bedeutung erfolgten entweder auf der Basis aussagekräftiger Unterlagen oder einer direkten Erörterung mit dem Vorstand. Ausschüsse des Aufsichtsrates bestanden im Berichtszeitraum nicht. Mit Ausnahme von einem Mitglied, das nur bei zwei Sitzungen persönlich anwesend sein konnte und einem weiteren Mitglied, das bei einer Sitzung fehlte nahmen alle Mitglieder des Aufsichtsrates an allen Aufsichtsratssitzungen teil. Die Gesamtteilnahmequote der Aufsichtsratsmitglieder betrug 86%.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Im Vordergrund der Beratungen des Aufsichtsrates in den einzelnen Sitzungen standen die folgenden Schwerpunktthemen:

In der Sitzung am 21. Januar 2015 informierte der Vorstand im Wesentlichen über die vorläufigen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2014 sowie die wirtschaftliche Lage im Segment Strahlentherapie und einen möglichen Verkauf der OctreoPharm Sciences. Wesentlicher Gegenstand der Sitzung am 17. März 2015 bildete die Prüfung der Jahresabschlüsse und der Lageberichte für den Konzern und die Gesellschaft. Des Weiteren wurde im Rahmen dieser Sitzung der Risikobericht der Gesellschaft, in dem die wichtigsten Risikopositionen sowie das Risikomanagement im Konzern beschrieben sind, vorgelegt und besprochen. Außerdem wurden die Ergebnisse der Effizienzprüfung des Aufsichtsrates behandelt. Auf der Sitzung vom 3. Juni 2015 standen vor allem die Geschäftszahlen für das 1. Quartal 2015 und die Vorbereitung für die Jahreshauptversammlung im Fokus. Zudem wurde im Rahmen des Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen (GgT) einstimmig beschlossen, dass die Mindestzielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat bei einem Sechstel liegen und spätestens zum 30. Juni 2017 erreicht werden soll. Für den Vorstand wurde zunächst keine Quote festgelegt. Auf der Aufsichtsratssitzung vom 3. August 2015 wurden insbesondere die Geschäftszahlen für das 2. Quartal 2015 besprochen.

Schwerpunkt der Sitzung am 9. Oktober 2015 war die Vorstellung und Verabschiedung des Budgets für das Geschäftsjahr 2016 sowie die Vorstellung der Geschäftszahlen für das 3. Quartal 2015. Ein weiteres Thema waren die Sanierungsmaßnahmen im Segment Strahlentherapie. Bei der Aufsichtsratssitzung vom 30. November 2015 wurde die strategische Ausrichtung im Segment Strahlentherapie diskutiert und der Verkauf des nordamerikanischen Implantate- und Nadelgeschäftes an Theragenics beschlossen.

Leitlinien der Unternehmensführung

Der Aufsichtsrat beschäftigte sich auch im Berichtsjahr mit der Weiterentwicklung der Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung (Corporate Governance) und berücksichtigte dabei den Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 5. Mai 2015. Am 3. Dezember 2015 wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat eine neue Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Weitere Details finden Sie im Corporate-Governance-Bericht des Konzerns, der im Zusammenhang mit der Erklärung zur Unternehmensführung auf der Webseite veröffentlicht ist. Um die Effizienz der Arbeit des Aufsichtsrats zu steigern, beauftragte der Aufsichtsrat den Vorstand in mehreren Fällen mit der Überarbeitung von Vorlagen.

Im Berichtsjahr bestanden keine Interessenkonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrates.

Prüfung des Jahresabschlusses 2015

Der Jahresabschluss der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, der Konzernabschluss der Eckert & Ziegler Gruppe sowie die Lageberichte sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2015 bestellten Abschlussprüfer BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat festgestellt, dass alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten worden sind und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Weiterhin hat der Abschlussprüfer festgestellt, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen zur Einrichtung eines Risikoüberwachungssystems in geeigneter Form getroffen hat, und dass dieses geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen. In Bezug auf den vom Vorstand vorgelegten Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) hat der Abschlussprüfer bestätigt, dass die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind und dass bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.

Die zu prüfenden Jahresabschlussunterlagen einschließlich des Abhängigkeitsberichts und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen dem Aufsichtsrat vor. Ein Vertreter des Abschlussprüfers hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 21. März 2016 teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung Bericht erstattet. Der Aufsichtsrat hat dieses Ergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.

Im Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keinen Anlass, Einwendungen gegen die geprüften Jahresabschlussunterlagen und den Abhängigkeitsbericht einschließlich der Schlusserklärung des Vorstandes zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt somit den ihm vorgelegten Jahresabschluss der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG und den Konzernabschluss der Eckert & Ziegler Gruppe. Der Jahresabschluss der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns stimmt der Aufsichtsrat zu.

Danksagung

Der Aufsichtsrat dankt allen Mitgliedern des Vorstandes und der Geschäftsführungen sowie den Mitarbeitern der zur Eckert & Ziegler Gruppe gehörenden Unternehmen für ihr tatkräftiges Engagement und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2015.

Berlin, im März 2016 Für den Aufsichtsrat

PROF. DR. WOLFGANG MAENNIG Vorsitzender des Aufsichtsrates

DER AUFSICHTSRAT

Prof. Dr. Wolfgang Maennig Vorsitzender Berlin

Prof. Dr. Nikolaus Fuchs stellvertretender Vorsitzender Berlin

Dr. Gudrun Erzgräber Birkenwerder

Prof. Dr. Detlev Ganten Berlin

Prof. Dr. Helmut Grothe Wandlitz

Hans-Jörg Hinke Berlin

// Dosis sola facit venenum

DIE DOSIS MACHT´S

Gibt es eine gute Natur und eine böse? Heilkräuter von Bergwiesen als Allheilmittel und Nuklearmedizin als Teufelsding? Fragt man die Philosophie, so liegt die Weisheit immer im richtigen Maß. "Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei." – Das wusste bereits vor fast 500 Jahren Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim oder kurz Paracelsus.

Der Herr mit dem hochtrabenden Namen war vieles: Arzt, Astrologe, Pharmazeut, Theologe und Alchemist. Als die Heilkunde seiner Zeit noch in der Tradition des griechischen Arztes Galen stand – der davon ausging, dass Krankheiten durch ein Ungleichgewicht der Körpersäfte verursacht würden – stellte Paracelsus die medizinischen Glaubenssätze grundlegend infrage. Paracelsus nahm vielmehr an, dass körperfremde Substanzen Krankheiten auslösen würden, die sich mit den passenden Arzneistoffen behandeln ließen. Mit diesem Wissen entwickelte er Heilmittel, indem er die nützlichen von den unnützlichen Wirkstoffen trennte. Mit großem Erfolg!

Seine Kollegen beschuldigten ihn dagegen, er vergifte seine Patienten. So kritisch er die medizinischen Dogmen anfocht, so harsch begegnete er auch seinen Kritikern, die er als "Hundemetzger, Lügner, Hornochsen, Bescheißer und Mörder" bezeichnete. Sie wies er zurecht: "Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei."

Was Paracelsus als Vordenker der pharmazeutischen Chemie damals formulierte, ist noch heute in der Medizin als Hormesis-Effekt aktuell: Geringe Dosen von eigentlich schädlichen Substanzen oder Umwelteinflüsse – wie isotopische Strahlung – können eine positive Wirkung entfalten. So stimulieren geringe Dosen der natürlichen radioaktiven Strahlung das Immunsystem1 und sind zudem ein Grundbaustein der Evolution2 . Der Irrglaube, dass jede ionisierende Strahlung unabhängig ihrer Dosis schädlich sei, wird daher dem komplexen Wechselspiel zwischen biologischem System und Strahlung nicht gerecht. Denn erst die Dosis macht das Gift! Kontrolliert eingesetzt kann isotopische Strahlung heilsame Wirkung entfalten. Dies ist die Grundlage für die Krebstherapeutika von Eckert & Ziegler – ganz in der Tradition von Paracelsus.

Was Paracelsus als Vordenker der pharmazeutischen Chemie damals formulierte, ist noch heute in der Medizin als Hormesis-Effekt aktuell: Geringe Dosen von eigentlich schädlichen Substanzen oder Umwelteinflüsse – wie Strahlung – können eine positive Wirkung entfalten.

1 Rudy Boonstra et al.; Hormetic effects of gamma radiation on the stress axis of natural populations of meadow voles

2 Jerry M. Cuttler; Commentary on Fukushima and Beneficial Effects of Low Radiation; Canadian Nuclear Society Bulletin 34(1):27–32 (2013)

(Microtus pennsylvanicus); Environmental Toxicology and Chemistry. 03/2005; 24(2):334–43

// Radiopharma

NEUE BEHANDLUNGSMÖGLICHKEIT BEI BAUCHSPEICHELDRÜSENKREBS

YTTRIGA wird als aktive Komponente in zahlreichen Radiotherapeutika eingesetzt. Einsatzgebiete sind unter anderem Leber-, Darm- und Blutkrebs sowie neuroendokrine Tumore. YTTRIGA wird dabei an ein tumorspezifisches Peptid oder einen Antikörper gekoppelt, welches Krebszellen erkennt und an sie bindet. Die ionisierenden Strahlen werden so direkt zum Tumor gelenkt, gesundes Gewebe bleibt verschont.

Bauchspeicheldrüsenkrebs wird häufig als stiller Killer bezeichnet. Er äußert sich in den meisten Fällen erst in einem so späten Stadium, dass sich bereits Metastasen gebildet haben und die Aussicht auf eine Heilung nahezu ausgeschlossen ist. Eine neue Behandlungsmethode, die sich momentan in der klinischen Phase befindet, soll nun bei vielen Betroffenen die durchschnittliche Überlebenszeit verlängern und die Lebensqualität verbessern können: die Radioimmuntherapie (RIT). Der Vorteil gegenüber traditionellen Therapieformen wie der Chemotherapie oder der herkömmlichen Strahlentherapie liegt in der hohen Selektivität des Verfahrens. Bei der RIT bindet ein Antikörper an ein spezifisches Antigen, das möglichst selektiv auf Tumorzellen lokalisiert ist. Der Antikörper ist mit einer radioaktiven Substanz verbunden, die gezielt erkrankte Zellen bestrahlt. Da die Radioisotope sich direkt an den Tumorzellen anlagern und der Abstand zur Strahlungsquelle damit minimal ist, braucht man insgesamt nur eine relativ niedrige Strahlungsintensität. Eckert & Ziegler stellt für dieses Behandlungsverfahren an seinem Standort in Braunschweig Yttrium-90 her und verschickt es weltweit an Kliniken. Dort wird es mit dem biologischen Wirkstoff gekoppelt und dem Patienten injiziert.

// Strahlentherapie

DEN KREBS MIT DER BRACHYTHERAPIE BEKÄMPFEN

Die Diagnose Krebs ist für viele Patienten ein Schock. Doch es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Krankheit zu bekämpfen: beispielsweise mit der temporären Hochdosis-Brachytherapie (HDR). Bei dieser Behandlungsform kommt ein Tumorbestrahlungsgerät (Afterloader), in dem sich eine Strahlenquelle befindet, zum Einsatz. Diese wird mit Hilfe von Schläuchen aus dem Bestrahlungsgerät gefahren und dann unter Einsatz angeschlossener Applikatoren oder Nadeln direkt am oder im Tumor platziert. Dabei verbleibt die Strahlenquelle für eine bestimmte Zeit an vordefinierten Haltepositionen und wird danach in das Tumorbestrahlungsgerät zurückgefahren. Die temporäre Brachytherapie kann bei einer Vielzahl von Krebsarten wie Prostata-, Brust-, Lungen-, Darm-, Speiseröhren- und Hautkrebs angewendet werden. Eckert & Ziegler nutzt bei seinem neuen Tumorbestrahlungsgerät SagiNova® seine langjährige Erfahrung mit der Kobalttechnologie. Die eingesetzte Kobalt-60- Strahlenquelle hat eine lange Halbwertszeit und muss deswegen nur rund alle fünf Jahre ausgetauscht werden. Kunden in aller Welt profitieren zunehmend von diesem logistischen und finanziellen Vorteil.

SagiNova® Tumorbestrahlungsgerät

// Isotope Products

SICHERE DIAGNOSE ALS BASIS EINER OPTIMALEN THERAPIE

PET-PHANTOM UND LINIENQUELLEN

Kalibrierquellen

Mit einer Positronen-Emissions-Tomographie (PE T ) können Tumore oder Metastasen im Körper sichtbar gemacht werden. Damit die PE T-Aufnahmen aussagekräftige Ergebnisse liefern, müssen am Gerät regelmäßig unterschiedliche Qualitätsprüfungen durchgeführt werden. Eckert & Ziegler bietet hierfür ein einzigartig breites Spektrum an Strahlenquellen, mit denen die Anwender alle auf dem Markt befindlichen Kameratypen kalibrieren können.

Das ist ein sogenanntes Phantom zur Qualitätssicherung von PE T-Kameras in der Nuklearmedizin.

Linienquellen dienen ebenfalls zur

Qualitätssicherung von nuklearmedizinischen PE T-Kameras.

Wird ein Tumor vermutet, hängt viel von einer präzisen Diagnostik ab. Um erkranktes Gewebe aufzuspüren, steht dem Patienten modernste Medizintechnik zur Verfügung. Dazu zählt die Positronen-Emissions-Tomographie (PET), ein bildgebendes Untersuchungsverfahren, mit dessen Hilfe Stoffwechselvorgänge im Körper sichtbar gemacht werden können. Dazu nutzt die PET radioaktiv markierten Traubenzucker oder andere Substanzen, die als "Tracer" bezeichnet werden. Patienten erhalten diese "Tracer" in die Blutbahn gespritzt. Eine Messeinheit und ein angeschlossener Computer berechnen Bilder aus der Strahlung, die der Körper in den einzelnen Regionen wieder abgibt: Je nach Stoffwechselaktivität reichern sich die Substanzen unterschiedlich stark in verschiedenen Körperregionen an. Tumore und Metastasen haben oft einen anderen Energiestoffwechsel als gesundes Gewebe. Unterschiede werden auf den PET-Bildern daher deutlich sichtbar. Der Arzt kann so die Ausbreitung des Tumors im Körper erkennen, Metastasen finden oder das Ansprechen auf eine Therapie beurteilen.

Um sicherzustellen, dass die PET-Kamera Aufnahmen in höchster Präzision liefert, müssen am Gerät regelmäßig unterschiedliche Qualitätsprüfungen durchgeführt werden. Eckert & Ziegler bietet hierfür ein einzigartig breites Spektrum an Strahlenquellen, mit denen die Anwender alle auf dem Markt befindlichen Kameratypen kalibrieren können.

JAHRESRÜCKBLICK 2015

Verkauf US-Seedgeschäft

Das US-Seedgeschäft mit Prostataimplantaten wird zugunsten einer Konzentration auf höhermargige Geschäftsbereiche an die amerikanische Theragenics Corporation

FDA-Zulassung

Das Tumorbestrahlungsgerät SagiNova® erhält von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration) die US-Zulassung. Nordamerika ist der größte homogene Markt für die Brachytherapie.

Markteinführung SagiNova® Auf der Jahrestagung der European Society for Radiotherapy & Oncology (ESTRO) wird das neue Tumorbestrahlungsgerät SagiNova® vorgestellt.

Dividende Auf der Hauptversammlung am 3. Juni 0,60 Euro beschlossen.

Neuer Geschäftsführer im Segment Strahlentherapie

  1. Oktober 2015 neuer kaufmännischer Geschäftsführer für die Bereiche Vertrieb und Finanzen der Eckert & Ziegler BEBIG. Er ergänzt die Geschäftsleitung und führt das Unternehmen gemeinsam mit dem Medizinphysiker Dr. Edgar Löffler.

Reisepreis für nuklearmedizinische Nachwuchsforscher

Auf der Jahrestagung der European Association of Nuclear Medicine (EANM) in Hamburg wird zum achten Mal der "Eckert & Ziegler Reisepreis" an herausragende Nachwuchswissenschaftler in der Nuklearmedizin verliehen.

OctreoPharm Sciences

Das französische Pharmaunternehmen IPSEN erwirbt sämtliche Anteile der OctreoPharm Sciences GmbH, an der Eckert & Ziegler eine Beteiligung hält. Durch den Verkauf erhöht sich die Gewinnerwartung auf mindestens 2,00 Euro pro Aktie für das Geschäftsjahr 2015.

Modular-Lab eazy in Kuba

In Kuba wird erstmalig ein Modular-Lab eazy System in der Nuklearmedizin verwendet. Das Synthesegerät, mit dem schnell und kostengünstig diagnostische und therapeutische Radiopharmaka herge-Institute of Oncology and Radiobiology in Havanna installiert.

Auszeichnung für umweltbewussten Umgang mit Abwasser Für seinen umweltbewussten Umgang mit Abwasser erhält nehmen Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. von der lokalen Gesundheits-behörde das Gütesiegel "good corporate citizen".

FDA Audit

Die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH und damit weltweit auch erstmalig einen 68Ge/68Ga Generator auditiert. Mit der positiven Begutachtung durch die FDA wird der GalliaPharm Generator als wichtiger Bestandteil zur Radiomarkierung von Biomolekülen für den US-Markt empfohlen.

Besuch des Berliner Finanzsenators

Der Berliner Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz-Ahnen besucht Eckert & Ziegler um Medizintechnikunternehmen zu erhalten.

DIE AKTIE

BASISINFORMATIONEN ZUR ECKERT & ZIEGLER-AKTIE

International Securities Identification Number (ISIN) de0005659700

Wertpapier-Kenn-Nummer (WKN) 565 970

Zulassungssegment Prime Standard, Frankfurt

Börsenkürzel und -symbole

EUZ (Deutsche Börse) EUZ (Bloomberg) EUZG (Reuters)

Streubesitz

65,2%

Zugehörigkeit zu Indizes der Deutschen Börse

CDAX DAX International Mid 100 DAXplus Family Index DAXsector All Pharma & Healthcare DAXsector Pharma & Healthcare DAXsubsector All Medical Technology DAXsubsector Medical Technology Prime All Share Technology All Share

IR-KONTAKT

Karolin Riehle Robert-Rössle-Straße 10 13125 Berlin

Tel. +49 30 941084-138 Fax +49 30 941084-112 [email protected] www.ezag.de

ECKDATEN ZUR ECKERT & ZIEGLER-AKTIE

31.12.2014 31.12.2015 in %
Schlusskurs im Geschäftsjahr * in Euro 18,98 19,37 2
Höchstkurs im Geschäftsjahr * in Euro 30,50 24,29 – 20
Tiefstkurs im Geschäftsjahr * in Euro 18,75 16,88 – 10
Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) 15 10 – 33
Ergebnis pro Aktie (EPS) in Euro 1,28 2,03 59
Cashflow je Aktie in Euro 2,01 3,07 52
Buchwert je Aktie in Euro 16,76 18,86 13
Durchschnittlich im Umlauf
befindliche Aktien in Stück 5.288.165 5.288.165 0
Anzahl der Aktien zum Stichtag in Stück 5.288.165 5.288.165 0
Marktkapitalisierung in Mio. Euro 100 102 2
Durchschnittliches
Handelsvolumen pro Tag in Stück 5.902 8.556 45
* Xetra

Entwicklung der Aktie

Die weltweiten Aktienmärkte wurden 2015 dominiert durch die geldpolitischen Lockerungen der Notenbanken und geopolitischen Ereignisse in der Ukraine und in Syrien sowie Terroranschläge des IS in Frankreich, die zu einem Ausnahmezustand führten. Mit dem Crash an den chinesischen Börsen folgte im Sommer die große Unsicherheit über den Zustand der Weltwirtschaft. Zudem verschärfte sich die Verschuldungskrise insbesondere bei einigen Schwelländern wegen des starken US-Dollars und der stark fallenden Rohstoffpreise, was auch zu dem Einbruch einiger Schwellenländerwährungen führte wie in Brasilien, Russland, Südafrika und der Türkei.

Die Eckert & Ziegler Aktie erreichte Anfang Januar mit 16,88 Euro ihren Tiefststand, nachdem ein enttäuschendes Osteuropageschäft im Bereich der Strahlentherapie eine Gewinnanpassung erforderlich machte. Auf die Veröffentlichung des Dividendenvorschlags reagierte die Aktie mit einem Anstieg bis Mitte des Jahres und erreichte am 2. Juni 2015 mit 24,29 Euro ihren Höchstwert. Nach einem kurzen Kursrückgang stieg die Aktie in Folge einer Gewinnerhöhung am 30. Juni 2015 auf ein Zwischenhoch, gab daraufhin jedoch wieder nach und entwickelte sich im weiteren Jahresverlauf seitwärts. Zum Ende des Geschäftsjahres schloss die Aktie bei einem Kurs von 19,37 Euro mit einem leichten Anstieg von 2%. Das Handelsvolumen betrug zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres im Durchschnitt pro Tag 8.556 Stück (Vorjahr: 5.902 Stück).

Ergebnis je Aktie von 2,03 Euro

Im Berichtsjahr erzielte die Eckert & Ziegler Gruppe ein Konzernergebnis pro Aktie von 2,03 Euro. Das Ergebnis pro Aktie wird berechnet, indem der Konzernjahresüberschuss durch die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird.

Dividende von 0,60 Euro

Das Unternehmen mochte seine stetige Dividendenpolitik aus den vergangenen Jahren fortsetzen und rund ein Drittel des Konzernergebnisses als Dividende

ausschütten. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung deswegen am 8. Juni 2016 die Ausschüttung einer Dividende von 0,60 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2015 vorschlagen. Gemessen am Jahresschlusskurs von 19,37 Euro errechnet sich hieraus eine Dividendenrendite von 3,1%. Im Vergleich dazu liegt die durchschnittliche Dividendenrendite der sieben TecDAX-Werte, die der Gesundheitsbranche zugehören, bei nur 1,4%.

Analystenempfehlungen

Hauck & Aufhäuser, DZ-Bank und WGZ-Bank berichten regelmäßig über Eckert & Ziegler. Im Berichtsjahr wurden von diesen Instituten insgesamt 21 Studien und Kurzanalysen zu Eckert & Ziegler veröffentlicht.

Aktionärsbetreuung (Investor Relations)

Ziel unserer Investor Relations Arbeit ist es, Privataktionäre, institutionelle Investoren, Finanzanalysten und die Presse umfassend, offen und zeitnah über das Unternehmen zu informieren. Wesentliche Bestandteile der Kommunikation mit dem Kapitalmarkt sind Börsenpflicht- und Pressemeldungen, Quartalsberichte, Einzelgespräche und Telefonkonferenzen. Auf der Analystenkonferenz im März, der DVFA-Frühjahrskonferenz im Mai, der Hauptversammlung im Juni, dem Eigenkapitalforum im November und Investorenrunden in Frankfurt präsentierte der Vorstand zudem neue Entwicklungen persönlich. Er stand darüber hinaus zusammen mit Mitarbeitern der Abteilungen Unternehmenskommunikation und Finanzen das ganze Jahr über für Anfragen oder Besuche interessierter Kreise zur Verfügung. Studien von Aktienanalysten sowie weitere Informationen zum Unternehmen veröffentlichen wir auf unserer Internetseite www.ezag.de > Investor Relations. Um Börsenpflicht- und Pressemeldungen regelmäßig per E-Mail zu erhalten, können sich Interessenten auf den IR-Verteiler setzen lassen. Ein kurzer Anruf oder eine E-Mail dazu genügt.

DIVIDENDENZAHLUNG DER ECKERT & ZIEGLER AG in Euro

UMWELT UND SICHERHEIT

Arbeitssicherheit

Unsere Mitarbeiter vor arbeitsbedingten Gefahren zu schützen, hat oberste Priorität bei Eckert & Ziegler. Wir wollen die im Vergleich mit anderen Industrieunternehmen sehr niedrigen Unfallzahlen noch weiter vermindern.

Daran arbeiten wir gemeinsam mit den zuständigen Behörden und den Berufsgenossenschaften. Die Zahl der Arbeitsunfälle lag im Berichtsjahr konzernweit mit 4 Arbeitsunfällen pro 1.000 Vollbeschäftigten (Vorjahr: 7) deutlich unter vergleichbaren Werten, die etwa die Berufsgenossenschaft Energie Textil Feinmechanik laut Jahresbericht 2014 für Deutschland und das Jahr 2014 bei etwa 18 Arbeitsunfällen pro 1.000 Vollarbeiter sieht. Der Vergleichswert der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie liegt laut ihrem Jahresbericht 2014 bei rund 18. Beim Strahlenschutz kam es im Berichtsjahr konzernweit zu keinem radiologischen Vorfall (Vorjahr: 0), wobei anzumerken ist, dass es sich bei den radiologischen Vorfällen in den vergangenen Jahren lediglich um Abweichungen vom normalen Betriebsablauf handelte. Keines der Vorkommnisse war sicherheitsrelevant. Entsprechend der Strahlenschutzverordnung oder spezieller Auflagen der jeweiligen Genehmigungsbescheide wurden die zuständigen Aufsichtsbehörden darüber informiert. Obwohl weder Personen noch die Umwelt Schaden genommen haben, wurde jeweils die Ursache genauestens geprüft und in Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde Maßnahmen ergriffen, um zu vermeiden, dass sich ähnliche Vorfälle in der Zukunft wiederholen. Bei den getroffenen Vorkehrungen handelt es sich im Wesentlichen um organisatorische und administrative Änderungen bei den jeweiligen Arbeitsabläufen.

ARBEITSUNFÄLLE UND RADIOLOGISCHE VORFÄLLE
2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015
Arbeitsunfälle (in absoluten Werten)
meldepflichtige Arbeitsunfälle 3 3 5 4 3 5 3
meldepflichtige Wegeunfälle 5 1 6 5 4 2 4
Arbeitsunfälle (pro 1.000 Beschäftigte)
meldepflichtige Arbeitsunfälle 5,9 5,9 9,1 6,7 5,2 7,0 4,3
meldepflichtige Wegeunfälle 9,8 1,9 10,9 8,4 6,9 2,8 5,8
Strahlenschutz
radiologische Vorkommnisse * 2 0 3 2 0 0 0

* meldepflichtige Ereignisse entsprechend Strahlenschutzverordnung oder spezieller Auflagen der jeweiligen Genehmigungsbescheide. Bei den radiologischen Vorfällen in den vergangenen Jahren handelte es sich lediglich um Abweichungen vom normalen Betriebsablauf. Keines der Vorkommnisse war sicherheitsrelevant.

Mitarbeiter vor arbeitsbedingten Gefahren zu schützen, hat oberste Prioritat bei Eckert & Ziegler

Umwelt

Die Betriebe der Eckert & Ziegler Gruppe sind der metallverarbeitenden Branche oder der chemisch-pharmazeutischen Industrie zuzurechnen. Wie alle Betriebe des produzierenden Gewerbes unterliegen sie umfangreichen Regelwerken, die Vorgaben hinsichtlich der Umweltauswirkungen enthalten.

Sie schreiben oft nicht nur vor, welche Grenzwerte für Emissionen gelten, sondern auch, wie diese zu überwachen sind. Meist sind die Vorschriften so gefasst, dass die Messwerte von unabhängigen Dritten oder gar Behörden erfasst sind. Die Qualität der Daten kann daher als sehr hoch eingeschätzt werden. Im Berichtsjahr gab es keine Vorfälle, bei

denen Messwerte überschritten wurden. Auch hinsichtlich des Qualitätsmanagementsystems (DIN EN ISO 9001:2008; DIN EN ISO 13485:2012; CMDCAS; FDA; GMP; PAL u.a.) wurden im Berichtsjahr keine schwerwiegenden Abweichungen von den Vorgaben festgestellt.

Bei Neubauten und Gebäudemodernisierungen setzen wir auf eine energiesparende Bauweise. Das Paradebeispiel ist die im Jahr 2012 bezogene Konzernzentrale in Berlin-Buch. Dort kombiniert das nachhaltige Bau- und Betriebskonzept unterschiedliche Verfahren: Erhöhter Dammstandard der Gebäudehülle; Fernwärme, die durch Kraft-Wärmekopplung erzeugt wird; solare Warmwasserbereitung zur Brauchwassererwärmung; solareingespeister Strom aus einer Photovoltaikanlage; Lüftungsanlage mit hoher Wärmerückgewinnung. Durch diese Maßnahmen liegt der berechnete spezifische Primarenergiebedarf von 154 kWh/m2 a des Gebäudes um 25% niedriger als es die ohnehin strengen Auflagen der Energieeinsparverordnung (EnEV) fordern.

Mit der Rücknahme gebrauchter Quellen und der Aufarbeitung für neue Produkte leistet Eckert & Ziegler einen weiteren Beitrag zum Umweltschutz. Diese Wiederverwertung ist für alle Beteiligten äußerst sinnvoll und ressourcenschonend.

SOZIALES ENGAGEMENT

An seinen Standorten engagiert sich Eckert & Ziegler in Projekten und Initiativen – durch finanzielle Unterstützung und das persönliche Engagement der Mitarbeiter. Dafür wurden strategische Schwerpunkte festgelegt. Das Unternehmen unterstützt insbesondere Initiativen für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie weitere Projekte im lokalen Umfeld einzelner Firmenstandorte. Zur Stärkung der frühkindlichen naturwissenschaftlichen Bildung hat Eckert & Ziegler gemeinsam mit dem Gläsernen Labor in Berlin-Buch und der Friedrich-Fröbel-Schule für Sozialpädagogik vor einigen Jahren den "Forschergarten" (www.forschergarten.de) ins Leben gerufen. Diese Initiative macht Naturwissenschaften und Technik für Kinder in Kindertagesstätten und Grundschulen erlebbar, baut Schwellenängste ab und erhöht die Qualität der frühkindlichen Bildung. Der Forschergarten stößt auf große Resonanz und erreichte im Jahr 2015 in der Berliner Region über 20.000 Kinder. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage wurde das Angebot weiterentwickelt und speziell für Physikklassen ausgebaut. Unter dem Motto "Atome zum Anfassen" werden seit 2013 Kurse angeboten, die Schülern der Oberstufe die Grundlagen radioaktiver Strahlung praktisch und anschaulich vermittelt. Dabei dürfen die Kursteilnehmer zum Beispiel natürliche Radioaktivität in Alltagsgegenständen wie Baumaterialien, Zigarettenasche oder Dünger mit einem Geigerzahler nachweisen und sich einen Einblick verschaffen über den Einsatz von Radioaktivität in der Medizin. Diese Kurse erfreuen sich so großer Beliebtheit, dass die Teilnehmerzahl innerhalb eines Jahres um fast 30 % stieg. Im Jahr 2015 profitierten fast 1.500 Jugendliche von diesem Schulungsangebot.

Zur Stärkung des Innovations- und Forschungsstandorts Deutschland engagiert sich Eckert & Ziegler in der frühkindlichen naturwissenschaftlichen Bildung.

Eckert & Ziegler unterstützt Berliner Grundschüler bei naturwissenschaftlichen Erkundungen in Wald und Flur.

Am Standort Berlin fördern wir ein Projekt zur Umweltpädagogik. Um Berliner Grundschülern naturwissenschaftliche Erkundungen in Wald und Flur zu ermöglichen, unterstützt Eckert & Ziegler seit 2011 die Initiative "Bucher Füchse". Eine Naturpädagogin geht mit den Kindern auf Entdeckungsreise durch Wald und Flur und erklärt einzelne Naturphänomene. Welche Tiere leben im Boden? Wie sieht der Lebensraum Wiese aus? Wie sauber ist unser Bach? Dabei erleben die Kinder mit Becherlupe, Kescher und Pinzette die Natur hautnah und werden so zum Staunen über Naturzusammenhänge angeregt. Zur Förderung von nuklearmedizinischen Nachwuchswissenschaftlern lobt Eckert & Ziegler gemeinsam mit der Europäischen Gesellschaft für Nuklearmedizin (EANM) seit 2008 jedes Jahr den "Eckert & Ziegler Reisepreis" aus. Der Preis soll junge Wissenschaftler anspornen, ihre Ideen einem größeren Publikum zu präsentieren und ihren Gedankenaustausch mit anderen Nuklearmedizinern zu intensivieren. Die fünf mit jeweils 1.000 Euro dotierten Reisepreise wurden im Oktober

2015 auf der Jahrestagung der EANM in Hamburg verliehen und gingen an fünf talentierte Nuklearmediziner aus Großbritannien, den Niederlanden, Deutschland und den USA. Die Preisträger wurden von einer Jury der European Association of Nuclear Medicine (EANM) unter mehr als 600 Einsendungen ausgewählt. Ausgezeichnet wurden Forschungsarbeiten auf den Gebieten der onkologischen und neurologischen Diagnostik. Auch unsere ausländischen Konzerngesellschaften engagieren sich in sozialen Projekten. Ein Team von amerikanischen Mitarbeitern, das Eckert & Ziegler als Sponsor und Spender unterstützt, konnte auf dem von der amerikanischen Ge-

sellschaft für Multiple Sklerose ins Leben gerufenen alljährlichen "Walk MS" gegen Multiple Sklerose mehr als 41.000 US-Dollar an Spendengeldern einsammeln. Die Spenden kommen der Forschung zur Bekämpfung der bisher unheilbaren Krankheit und der Unterstützung betroffener Menschen zugute. Die Spendenkampagne zählt bereits seit vielen Jahren zu unseren Förderprojekten. Darüber hinaus engagierten sich Mitarbeiter unseres kalifornischen Tochterunternehmens für ein lokales Obdachlosenheim. Wir unterstützten diesen freiwilligen Einsatz und ergänzten die Sach- und Geldspenden der Mitarbeiter.

Spendenlauf zugunsten der amerikanischen Multiple Sklerose Gesellschaft

UNSERE PRODUKTE

01 | TUMORBESTRAHLUNGSGERÄT

SagiNova® Tumorbestrahlungsgerät (Afterloading). Bei der Afterloading-Technik wird die Strahlenquelle (des Afterloaders) computergesteuert und mit Hilfe von Applikatoren in unmittelbarer Nähe des Tumors platziert. Somit wird der Tumor gezielt bestrahlt und umliegendes gesundes Gewebe geschont.

02 | SOFTWARE

Bestrahlungsplanungssoftware für die Afterloading-Therapie

03 | APPLIKATOR

Applikator für Tumorbestrahlungsgerät zur Behandlung gynäkologischer Tumore

04 | APPLIKATOR

Applikator für Tumorbestrahlungsgerät zur Behandlung gynäkologischer Tumore

05 | AUGENAPPLIKATOREN

06 | JOD-SEEDS

Schwach radioaktive Jod-Seeds zur minimalinvasiven Behandlung von Prostatakrebs

Unsere Produkte

07 | SYNTHESESYSTEM

Modular-Lab eazy: das kleinste am Markt erhältliche Radiosynthesesystem

09 | RADIOPHARMAKON

[ 18F]FDG ist ein Diagnostikum für die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) zum Nachweis von onkologischen, kardiologischen und neurologischen Erkrankungen

08 | RADIOPHARMAKON

GalliaPharm® ist der einzig zugelassene (68Ge / 68Ga) Radionuklidgenerator für die in vitro radioaktive Markierung unterschiedlicher Trägermoleküle

10 | SYNTHESESYSTEM

11 | FLÄCHENQUELLE

Modular-Lab PharmTracer: Vollautomatisches Synthesesystem zur Routineproduktion von Radiodiagnostika

Perflexion™: Strahlenquelle zur Kalibrierung von diagnostischen Kameras

13 | KALIBRIERQUELLE

Kalibrierquelle für die Qualitätssicherung bei der Positronen-Emissions-Tomographie (PET)

12 | MESSQUELLE

Strahlenquellen für die radiometrische Dicken-, Dichte und Füllstandsmesstechnik in der Industrie

07 10 Segment Radiopharma | 11 13 Segment Isotope Products

KONZERNLAGEBERICHT

1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS 34
1.1 Geschäftsmodell des Konzerns 34
1.2 Geschäftsmodell der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG 35
1.3 Ziele und Strategien 35
1.4 Steuerungssystem 35
1.5 Forschung & Entwicklung 36
2. WIRTSCHAFTSBERICHT 37
2.1 Geschäftsverlau und Vermögens, Finanz- und Ertragslage des Konzerns 37
2.2 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Eckert & Ziegler Strahlen- und
Medizintechnik AG – Erläuterungen auf Basis HGB (Handelsgesetzbuch) 41
2.3 Mitarbeiter 43
2.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage 44
3. NACHTRAGSBERICHT 45
4. CHANCEN- & RISIKOBERICHT 45
4.1 Organisation des Risikomanagements 45
4.2 Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagement und internes Kontrollsystem 46
4.3 Finanzwirtschaftliche Risiken 48
4.4 Rechtliche Risiken 49
4.5 IT-Risiken 50
4.6 Personelle Risiken 50
4.7 Allgemeine Risiken aus der Produktion und dem Umgang mit Radioaktivität
im besonderen sowie daraus erwachsende Chancen 50
4.8 Allgemeine kommerzielle und strategische Risiken 51
4.9 Hauptkundenrisiko 51
4.10 Risiken aus Forschung & Entwicklung 51
4.11 Chancenbericht 52
4.12 Risikoberichterstattung bezüglich Finanzinstrumenten 52
4.13 Risikoentwicklung 52
5. PROGNOSEBERICHT 53
5.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 53
5.2 Künftige Geschäftsentwicklung im Segment Isotope Products 53
5.3 Künftige Geschäftsentwicklung im Segment Strahlentherapie 53
5.4 Künftige Geschäftsentwicklung im Segment Radiopharma 54
5.5 Künftige Geschäftsentwicklung im Segment Sonstige 54
5.6 Künftige Geschäftsentwicklung im Konzern 54
5.7 Künftige Geschäftsentwicklung der Eckert & Ziegler
Strahlen und Medizintechnik AG 54
6. SONSTIGE ANGABEN 55
6.1 Vergütungsbericht 55
6.2 Übernahmerechtliche Angaben 57
6.3 Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB) 59
6.4 Abhängigkeitsbericht 59
6.5 Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid) 59

1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1.1 Geschäftsmodell des Konzerns

Die Eckert & Ziegler Gruppe (Eckert & Ziegler) ist ein international tätiger Hersteller von isotopentechnischen Komponenten für Medizin, Wissenschaft und Industrie. Neben der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, einer börsennotierten Aktiengesellschaft deutschen Rechts mit Sitz in Berlin, umfasst der Konzern einschließlich Minderheitsbeteiligungen 37 Gesellschaften. Geführt wird die Gruppe durch den Vorstand, der sich bei seinen Entscheidungen auf den Rat der erweiterten Konzernleitung stützt. Sie besteht aus dem Vorstand der Eckert & Ziegler AG und Leitern ausgewählter Geschäftsbereiche.

Zur Kernkompetenz des Unternehmens gehören der Umgang und die Verarbeitung von isotopentechnischen Materialien in speziell dafür ausgerüsteten und genehmigten Fertigungsstätten in Europa und den Vereinigten Staaten. Darüber hinaus entwickelt, produziert und verkauft Eckert & Ziegler Medizinprodukte für die Krebstherapie und Synthesegeräte zur Herstellung von Radiopharmaka. Der Anlagenbau und die Rücknahme von isotopentechnischen Reststoffen aus Krankenhäusern und Forschungsinstituten komplettieren das Portfolio.

In den internationalen Märkten, in denen Eckert & Ziegler operativ tätig ist, gibt es vergleichsweise wenige Anbieter. In der Breite seiner Produktpalette hat Eckert & Ziegler keinen direkten Wettbewerber, weil die Konkurrenten jeweils nur spezielle Marktnischen bedienen. Es ist wahrscheinlich, dass sich diese Situation in der Zukunft nicht ändern wird, weil dem Markteintritt eines Wettbewerbers immer die Erfüllung hoher genehmigungsrechtlicher Auflagen vorausgehen müsste.

Das operative Geschäft wird über Tochterunternehmen in den vier Segmenten Strahlentherapie, Radiopharma, Isotope Products und Sonstige geführt, die mit ihren unterschiedlichen Produktgruppen auf verschiedene Kundengruppen ausgerichtet sind.

Im Segment Isotope Products werden isotopentechnische Komponenten für bildgebende Verfahren, wissenschaftliche Anwendungen, Qualitätssicherung und industrielle Messzwecke hergestellt. Der Hauptsitz des Segments befindet sich in Los Angeles. Weitere Produktionsstandorte sind Braunschweig und Prag.

Das Segment Strahlentherapie richtet sich mit seinen Erzeugnissen an Strahlentherapeuten, eine Ärztegruppe, die auf die Behandlung von Krebs durch Bestrahlung spezialisiert ist. Die beiden wichtigsten Produkte sind Kleinimplantate zur Behandlung von Prostatakrebs auf der Basis von Jod-125 (sogenannte "Seeds") und Tumorbestrahlungsgeräte auf der Basis von Cobalt-60 oder Iridium-192 (sogenannte "Afterloader"). Das Segment Strahlentherapie wird seit dem Jahr 2008 unter dem Dach der an der NYSE Euronext in Brüssel notierten Eckert & Ziegler BEBIG S.A. geführt, an der die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 zu 74% am wirtschaftlichen Ergebnis und mit 80% an den Hauptversammlungsstimmrechten beteiligt war.

Die Produkte des Segments Radiopharma mit Hauptsitz in Berlin und weiteren Standorten in Mainz, Bonn, Braunschweig, Wien und Warschau, umfassen Diagnostika für die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und Synthesemodule zur Herstellung von Radiopharmaka sowie Geräte zur Qualitätskontrolle. Die Module und Geräte kommen sowohl in der Praxis der nuklearmedizinischen Diagnostik und Therapie als auch in der Forschung zur Anwendung. Ein weiteres Produkt des Segments ist Yttrium-90 als zugelassenes Arzneimittel. Diese Substanz wird unter anderem für die Herstellung von Radioembolisatoren zur Behandlung von Lebertumoren eingesetzt. Die Produkte des Segments werden weltweit vertrieben, mit Ausnahme der PET-Diagnostika, die im Wesentlichen auf Deutschland, Polen und Österreich sowie daran angrenzende Gebiete beschränkt sind.

Das Segment Sonstige bündelt die konzerninternen Dienstleistungen wie Strahlenschutz, Buchhaltung, IT und Personal sowie die Verarbeitung von Produktionsabfällen. Darüber hinaus werden im Segment auch isotopentechnische Reststoffe geringer Aktivität von Krankenhäusern und anderen Einrichtungen zurückgenommen, verarbeitet und konditioniert.

Die Märkte der Segmente sind nur lose miteinander verbunden und weisen jeweils eigene Zyklen und Besonderheiten auf. Hinzu kommen nationale Unterschiede hinsichtlich der Rahmenbedingungen. Dies ist insbesondere bei medizinischen Produkten der Fall, wo die Intensität und Dynamik der Nachfrage durch den Leistungsstand der nationalen Gesundheitssysteme und die Anwesenheit lokaler Konkurrenten beeinflusst wird.

1.2 Geschäftsmodell der Eckert und Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG

Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG ist als Finanz- und Verwaltungsholding sowie als strategischer Entwicklungspartner für ihre Tochtergesellschaften tätig und führt keinen eigenen operativen Geschäftsbetrieb. Haupteinnahmequellen sind folglich die von den Tochtergesellschaften erhaltenen Dienstleistungsvergütungen, Zinsen und Gewinnausschüttungen bzw. -abführungen.

1.3 Ziele und Strategien

Nachhaltiges und profitables Wachstum ist das Ziel der mittelfristigen Unternehmensentwicklung. Es soll zum einen durch organisches Wachstum erreicht werden, etwa aufgrund der (Weiter-)Entwicklung von neuen und bestehenden Produkten oder durch den Einstieg in geographisch neue Märkte. Zum anderen sucht der Konzern Gelegenheiten für profitable Akquisitionen und strebt nach Erträgen aus Effizienzsteigerungen.

1.4 Steuerungssystem

Der Vorstand steuert die Produktions- und Vertriebsgesellschaften des Konzerns. Er gibt die strategische Entwicklung vor, trifft wichtige Entscheidungen mit den Geschäftsführungen und überwacht die Zielerreichung der Tochtergesellschaften.

Im Konzern wird eine Langfristplanung über fünf Geschäftsjahre erstellt, die jährlich rollierend fortgeschrieben wird. Die jährliche Einzelplanung erfolgt von unten nach oben durch die von den einzelnen Geschäftsführern mit dem Vorstand erarbeiteten Planungen je Geschäftsbereich. Für die einzelnen Produktions- und Vertriebsgesellschaften werden dabei Detailziele hinsichtlich vordefinierter Steuerungsgrößen und Kennzahlen formuliert. In diese Einzelplanungen werden Einschätzungen zur Entwicklung der Branche einbezogen.

Im 4. Quartal jedes Geschäftsjahres legt der Vorstand dem Aufsichtsrat eine detaillierte Konzern-Jahresplanung für das folgende Geschäftsjahr vor. Im Rahmen des zentralen, quartalsweisen Reportings erfolgt die laufende Erfolgskontrolle der Budgetgrößen.

Die Segment-Controller erstellen Berichte der Geschäftsbereiche und überwachen die Entwicklung im Vergleich zur Planung, insbesondere die Kennzahlen Umsatzerlöse und EBIT. Die Controller berichten quartalsweise direkt an die Konzernleitung in einem vorstrukturierten Finanzbericht über quantitative und qualitative Entwicklungen im Berichtszeitraum.

Die finanzielle Steuerung des Konzerns erfolgt maßgeblich auf der Segmentebene mit teilweise unterschiedlichen Ausgestaltungen.

In regelmäßigen Treffen informiert sich der Vorstand über die Marktsituation und nimmt mit den Geschäftsführern und Segmentverantwortlichen Weichenstellungen vor. Einmal im Jahr wird eine umfassende Überarbeitung der Jahresplanung vorgenommen.

1.5 Forschung & Entwicklung

Die Gesamtausgaben für Forschung & Entwicklung zuzüglich aktivierter Entwicklungskosten und ohne Abschreibungen sind von 3,6 Mio. Euro auf 3,8 Mio. Euro im Jahr 2015 angestiegen. Während die Entwicklungsausgaben in den Segmenten Strahlentherapie (1,4 Mio. Euro) und Isotope Products (0,3 Mio. Euro) konstant blieben, stiegen die Ausgaben im Segment Radiopharma leicht auf 2,1 Mio. Euro an.

Die Innovationsquote, also der Anteil der Umsätze mit Produkten, die innerhalb der letzten beiden Jahre in das Portfolio des Konzerns aufgenommen wurden, stieg von 16% auf 17% an. Im Jahr 2015 wurden erstmals Umsätze mit dem neuen Tumorbestrahlungsgerät SagiNova® erzielt. Zudem entwickelten sich die Umsätze mit neu aufgenommenen Produkten überproportional.

Zu den Aktivitäten im Einzelnen:

Die Gerätesparte des Segments Radiopharma machte im Jahr 2015 einen wichtigen Schritt hin zum Komplettanbieter für Synthese-Produktionsanlagen mit integrierter Qualitätskontrolle. Für die etablierten Synthesegeräte wurden neue radiochemische Tracer entwickelt, mit Hilfe derer erkrankte Organe im Körper sichtbar gemacht werden können. Außerdem wurden die Synthesegeräte für breitere Anwendungsfelder qualifiziert. Im Bereich der Analytik, also der Messgeräte zur Bestimmung radiochemischer Reinheit nach erfolgter Synthese, wurden neue Geräte entwickelt und die Systemintegration vorangetrieben.

Das Segment Strahlentherapie konzentrierte sich im Berichtsjahr auf das Tumorbestrahlungsgerät SagiNova®. Nach erfolgreichem Abschluss der sogenannten "Pre-Market Evaluation Phase" und dem Erhalt der FDA Zulassung (510k) erlangte die SagiNova®-Produktfamilie, bestehend aus Gerät, Strahlenquelle, Software und Applikatoren, die Verlaufsfreigabe in den wichtigsten geographischen Regionen, darunter in Europa und den USA. Im Bereich der Seed-Implantate gegen Prostatakrebs erhielt das neue Seed-Design "S17plus" die CE Zulassung.

Im Segment Isotope Products lag der Fokus der Entwicklungsaktivitäten auf der kontinuierlichen Überprüfung und Weiterentwicklung der von uns angewendeten Produktionsverfahren. Damit sollen Herstellzeiten für vorhandene Produktlinien verkürzt und Produktionsprozesse optimiert werden.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Geschäftsverlauf und Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

2.1.1 Geschäftsverlauf des Konzerns

Im Geschäftsjahr 2015 wurde ein Umsatz von 140,0 Mio. Euro erzielt. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung um 12,8 Mio. Euro oder 10%. Das Wachstum ergibt sich überwiegend aus der Umrechnung der USD-Umsätze zum günstigeren Wechselkurs. Im Jahresmittel 2015 lag der Kurs bei 1,11 USD/Euro. Im Vergleich zum Vorjahr wurden die USD-Umsätze somit um 16% aufgewertet. Aus der Akquisition des Segments Isotope Products in Brasilien ergibt sich ein Basiseffekt von 2,5 Mio. Euro. Ohne diese Effekte verbleibt ein organischer Umsatzrückgang um 0,6 Mio. Euro der sich aus Einbußen des Segments Isotope Products im Energiebereich und bei der Radiokarbondatierung ergibt.

Die im Prognosebericht für das Jahr 2015 erwartete Umsatzmarke von mindestens 133,0 Mio. Euro wurde aufgrund des günstigeren Wechselkurses klar übertroffen. Währungsbereinigt wurden in den Segmenten Strahlentherapie und Isotope Products jedoch höhere Umsätze erwartet.

Umsatzentwicklung im Einzelnen

Das größte Segment Isotope Products verzeichnete mit einer Steigerung um 7,4 Mio. Euro auf 66,9 Mio. Euro das höchste absolute Umsatzwachstum. Die Steigerung basiert wie oben beschrieben auf der günstigeren USD/Euro-Relation. Die Umsätze im Energiesektor (Quellen in der Erdölexploration) lagen aufgrund des niedrigen Ölpreises hinter den Erwartungen. Außerdem sind die Service-Umsätze für die Pharmabranche (Radiokarbondatierungen) nach dem Wegfall eines wichtigen Kunden deutlich zurückgegangen. Auch die neue Akquisition in Brasilien erzielte bislang nicht den gewünschten Umsatz.

Das Segment Strahlentherapie konnte nach einem schwachen Jahr 2014 die Umsätze deutlich auf 30,9 Mio. Euro steigern. Es profitierte ebenfalls vom besseren USD-Wechselkurs. Zudem wurden wieder mehr Tumorbestrahlungsgeräte ausgeliefert, da verzögerte Projekte aus dem Vorjahr abgearbeitet wurden und die Neueinführung des SagiNova® für einen Schub sorgte.

Im Segment Radiopharma sind die Umsätze von 32,3 Mio. Euro auf 34,2 Mio. Euro gewachsen, wobei die Entwicklung innerhalb des Segments uneinheitlich verlief. Die Gerätesparte entwickelte sich hervorragend, es wurden mehr Modular-Lab-Systeme verkauft. Somit stieg die installierte Gerätebasis weiter an, woraus sich wiederum eine erhöhte Nachfrage nach Verbrauchsmaterialien ergab. Daneben wuchs der Umsatz mit pharmazeutisch zugelassenen Gallium-Generatoren. Die Zyklotronsparte profitierte von neu eingeworbenen Produkten zur Diagnose der Alzheimer-Erkrankung. Durch Preis- und Volumenrückgänge bei klassischen FDG-Produkten wurden diese positiven Effekte allerdings nahezu aufgehoben.

Im Segment Sonstige führten Preiserhöhungen und die Ausweitung des Geschäfts der englischen Beteiligung zu einem deutlichen Umsatzanstieg. In Deutschland konnte der mengenmäßige Zufluss an aktiven Materialien im Vergleich zum Vorjahr reduziert werden.

Mit einem Umsatz von 64,7 Mio. Euro blieb im Jahr 2015 aus geographischer Perspektive wiederum Europa die wichtigste Absatzregion. Bezogen auf den Konzernumsatz wurde hier ein Umsatzanteil von 46% erzielt, im Vorjahr waren es noch 67,6 Mio. Euro oder 53%. Ursache für den relativen Rückgang sind vor allem geringere Umsätze des Segments Strahlentherapie in Russland sowie die Einstellung eines Handelsgeschäfts in Frankreich. Wichtigstes europäisches Abnehmerland blieb Deutschland mit 24,3 Mio. Euro (Vorjahr 24,7 Mio. Euro). Der größte nationale Einzelmarkt für die Produkte von Eckert & Ziegler waren 2015 erneut die Vereinigten Staaten, in denen Waren im Wert von 48,0 Mio. Euro (vorwiegend in USD) fakturiert wurden. Die gesamten USD-Umsätze betrugen 47% (Vorjahr 43%) des Konzernumsatzes. Gegenüber dem Vorjahr ist die Wechselkursabhängigkeit des Konzerns gestiegen.

2.1.2 Ertragslage des Konzerns

Trotz der um 10% gestiegenen Umsätze ging das Bruttoergebnis um 2% auf 62,4 Mio. Euro zurück. Die überproportionale Steigerung der Umsatzkosten beruht zum einen auf der Verschiebung zu geringermargigen Produkten (beispielsweise aufgrund der Zunahme von Handelswaren im Segment Isotope Products durch die Akquisition in Brasilien sowie aufgrund eines geringeren Umsatzanteils des Energiesektors) bzw. auf Preisrückgängen (hier waren die Implantate im Segment Strahlentherapie sowie die Zyklotronsparte im Segment Radiopharma betroffen). Zum anderen sind in den Umsatzkosten Einmaleffekte, wie Abfindungszahlungen im Segment Strahlentherapie sowie Rückstellungserhöhungen im Segment Sonstige enthalten.

Die Kostenpositionen für Vertrieb und Verwaltung nahmen um 9% bzw. 8% zu. Sie fallen, ähnlich wie die Umsätze, anteilig in USD an, sodass sich auch hier die USD-Kursänderung auswirkte und für den Kostenanstieg hauptverantwortlich zeichnete. Die sonstigen Erträge stiegen von 1,1 Mio. Euro auf 12,0 Mio. Euro an. Hier ist zum einen der Sonderertrag aus dem Verkauf der Beteiligung an der OctreoPharm Sciences GmbH (OPS) enthalten. Zum anderen führte der Verkauf der US-Implantate-Sparte des Segments Strahlentherapie zu einem Sonderertrag. In der Summe stieg das EBIT um 30% auf 16,8 Mio. Euro.

Da die Erträge aus der OPS-Transaktion überwiegend nur mit effektiv 1,5% besteuert werden, sank die Steuerquote von 45% auf 33%. Der Konzerngewinn nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen ist von 6,8 Mio. Euro um 58% auf 10,7 Mio. Euro gestiegen. Die Aktienanzahl blieb konstant bei 5,3 Mio. Stück. Das Ergebnis pro Aktie stieg um 0,75 Euro/Aktie auf 2,03 Euro/Aktie.

2.1.3 Entwicklung der Segmente

Segment Isotope Products

Das Segment Isotope Products ist das größte und ertragreichste Segment des Konzerns.

Die Hauptproduktgruppen des Segments sind:

    1. Industrielle Komponenten für die Messtechnik
    1. Strahlenquellen für die medizinische Qualitätssicherung
    1. Kalibrier- und Messquellen
    1. Handel mit Rohisotopen und Sonstiges

In den wichtigen ersten drei Produktgruppen besitzt Eckert & Ziegler seit Längerem eine gute Marktposition von jeweils mindestens einem Drittel des Weltmarktes, die auch im Berichtszeitraum gehalten bzw. ausgebaut werden konnte und durch die Akquisition früherer Wettbewerber in Teilbereichen auf fast 100% gesteigert wurde. Obwohl einzelne Nischen in diesem Bereich imposante Wachstumsraten vorweisen können, entwickelt sich der Gesamtmarkt nur etwa im Gleichschritt mit dem globalen BIP-Wachstum.

In der vierten Hauptproduktgruppe werden die Einkaufsvorteile von Eckert & Ziegler genutzt, um Rohisotope mit Gewinn an Dritte weiterzuverkaufen.

Die externen Umsätze des Segments wuchsen überwiegend währungsbedingt um 7,4 Mio. Euro auf 66,9 Mio. Euro. Die Kosten stiegen überproportional um 9,1 Mio. Euro, zum einen, weil auch sie anteilig von der veränderten USD/EUR-Relation betroffen sind. Zum anderen erhöhte der neue brasilianische Standort die Fixkosten und litt unter der Abwertung des brasilianischen Reals. Insgesamt erwirtschaftete das Segment einen um 9% auf 9,3 Mio. Euro gefallenen Jahresüberschuss, auch weil, wie oben geschildert, die Umsatzrückgänge im Energiesektor und bei Radiokarbondatierungen die Marge belasteten.

  1. Wirtschaftsbericht

Segment Strahlentherapie

Die Hauptproduktgruppen des Segments sind:

    1. Implantate zur Behandlung von Prostatakrebs "Seeds"
    1. Tumorbestrahlungsgeräte "Afterloader"
    1. Therapiezubehör
    1. Ophthalmologische Produkte
    1. Sonstige Therapieprodukte und Anlagenbau

Eckert & Ziegler bietet Implantate zur Behandlung von Prostatakrebs in Europa an und zählt hier zu den größten Anbietern. Weltweit besitzt der Markt für Implantate ein Volumen von unter 100 Mio. Euro. Er ist von den Behandlungszahlen her rückläufig und steht unter Margendruck. Die Ausweitung des Implantate-Geschäfts auf die USA war nicht erfolgreich, weil hier der Markt noch stärker als ursprünglich erwartet geschrumpft ist. Zum Jahresende 2015 wurde das US-Implantate-Geschäft an einen lokalen Wettbewerber verkauft.

Mit der zweiten Hauptproduktgruppe des Segments, den Tumorbestrahlungsgeräten auf Isotopenbasis und den damit verbundenen Dienstleistungen, werden global schätzungsweise 200 Mio. Euro pro Jahr umgesetzt. Hier hat Eckert & Ziegler vorerst nur geringe Weltmarktanteile, wächst aber schneller als der Gesamtmarkt. Die Hauptabsatzmärkte liegen in den Schwellenländern. Der Wettbewerbsvorteil der Geräte von Eckert & Ziegler besteht in den vergleichsweise geringeren Betriebskosten. In den meisten Eckert & Ziegler-Geräten werden Kobalt-Strahler eingesetzt. Kobalt hat im Unterschied zu dem in Konkurrenzgeräten verwendeten Iridium eine deutliche längere Halbwertszeit. Deswegen muss die Strahlenquelle des Eckert & Ziegler-Gerätes seltener getauscht werden, woraus sich Kosten- und Logistikvorteile ergeben, die insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern zählen. Im Jahr 2015 wurde die Entwicklung des neuen Geräts SagiNova® abgeschlossen und nahezu weltweit zugelassen. Somit gelang auch der Markteintritt in den USA.

Im Jahr 2015 stieg der Segmentumsatz um 7 % auf 30,9 Mio. Euro. Darin enthalten sind Umsätze von 3,5 Mio. Euro aus dem Ende 2015 veräußerten US-Implantategeschäft. Positiv entwickelten sich die Tumorbestrahlungsgeräte, aufgrund der Neueinführung des SagiNova® und der Realisierung von Projekten aus dem Vorjahr.

Im Jahr 2015 wurden weitere Sparmaßnahmen umgesetzt, welche die Gewinn- und Verlustrechnung mit Einmalaufwand belasteten. Für einen Sonderertrag von rund 1,0 Mio. Euro sorgte der Verkauf des US-Implantategeschäfts. Der Sonderertrag ergibt sich aus dem Kaufpreis, der sich unter Berücksichtigung der erwarteten Earn-Out-Zahlungen ergibt, welche in Abhängigkeit der Umsätze des Jahres 2016 zu zahlen sind. Entsprechend bestehen zum Stichtag aus dem Verkauf der Vermögenswerte Forderungen in Höhe von 1,8 Mio. Euro. In der Summe verzeichnete das Segment einen Verlust von –4,3 Mio. Euro.

Umfassende Aussagen zum Segment Strahlentherapie können dem Geschäftsbericht der Eckert & Ziegler BEBIG S.A. entnommen werden (www.bebig.com). Bei der Gegenüberstellung des Konzernabschlusses der Eckert & Ziegler BEBIG S.A. und der Segmentberichtberichterstattung des Eckert & Ziegler Konzerns ergeben sich Abweichungen, die in folgender Tabelle [in Tsd. Euro] dargestellt sind.

Tsd. Euro Segment
Strahlentherapie
des Eckert & Ziegler
Konzerns
Konzernbericht der
börsennotierten
Eckert & Ziegler
BEBIG S.A.
Abweichungen
aus Produktumsätzen
mit dem Segment
Radiopharma
Abweichungen
aus Kundenstamm und
Steueranpassungen
Umsätze mit externen Kunden 30.915 31.088 – 173 0
Sonstige Kosten & Erträge – 34.635 – 34.464 0 – 171
EBT – 3.720 – 3.376 – 173 – 171
Ertragsteuern – 571 – 674 0 103
Konzernergebnis – 4.291 – 4.050 – 173 – 68

Segment Radiopharma

Das Segment Radiopharma umfasst einerseits die Gerätesparte für Synthesemodule und passendes Zubehör (Modular-Lab), zum anderen kurzlebige Radiodiagnostika für die Bildgebung mittels Positronen-Emissions-Tomographie (Zyklotronprodukte) und drittens langlebigere Radioisotope für pharmazeutische Anwendungen (insbesondere Yttrium-90).

Bei den zyklotronbasierten Radiodiagnostika und sonstigen Produkten handelt es sich vor allem um die mit Fluor-18 markierte Glucose – [18F] Fludeoxyglucose (18F-FDG). Dieses Produkt wird europaweit in ca. 200 Krankenhäusern im Rahmen der sogenannten Positronen-Emissions-Tomographie (PET) zur Diagnose von Krebserkrankungen genutzt. Eckert & Ziegler liefert die Produkte nach Deutschland, Polen und Österreich sowie in angrenzende Gebiete und gehört damit europaweit zu den führenden Lieferanten.

Der Segmentumsatz stieg insgesamt um 6% auf 34,2 Mio. Euro, wobei, wie oben beschrieben, die Entwicklung in den einzelnen Produktkategorien uneinheitlich verlief. Auch im Segment Radiopharma sind die Kosten überproportional gestiegen. Das liegt hier an den zusätzlichen Kosten des Warschauer Standorts, an den Effekten der FDG-Preisrückgänge sowie an zusätzlichen Transportkosten für neue pharmazeutische Zyklotronprodukte.

Das Segmentergebnis enthält einen Sonderertrag aus dem Verkauf der OPS-Beteiligung von 6,1 Mio. Euro, der sich aus festen Kaufpreisbestandteilen und variablen Kaufpreisbestandteilen in der Abhängigkeit von der Erreichung bestimmter Meilensteine zusammensetzt. Die Wahrscheinlichkeiten für das Erreichen der Meilensteine wurden auf 50% und 30% geschätzt, woraus sich ein Erwartungswert von 1,7 Mio. Euro ergibt, der entsprechend als Forderung aktiviert und ertragswirksam in 2015 vereinnahmt wurde. Insgesamt stieg das EBIT des Segments um mehr als das Dreifache auf 8,3 Mio. Euro.

Segment Sonstige

Das Segment Sonstige enthält die Umweltdienste sowie die Positionen der Holdinggesellschaft Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG. Letztere kann ihre Aufwendungen naturgemäß nicht vollständig an die Segmente weitergeben und finanziert sich deshalb über erbrachte Dienstleistungen, wie Buchhaltung, Personalverwaltung, IT und Strahlenschutz, die jeweils zuzüglich eines Gewinnaufschlags weiterberechnet werden. Darüber hinaus vergibt die Holding Darlehen und erhält Zinsen sowie Ergebnisabführungen.

Außenumsätze erzielt das Segment im Wesentlichen mit:

    1. Quellenrücknahme von Kunden des Segments Isotope Products
    1. Annahme von isotopentechnischen Reststoffen geringer Aktivität
    1. Projekte im Rahmen der Konditionierung

Im Berichtsjahr stiegen die externen Umsätze um 1,4 Mio. Euro. Preiserhöhungen zeigten die erhoffte Wirkung. Es gelang, die Umsätze zu steigern und gleichzeitig die Menge an neu angenommenen radioaktiven Reststoffen zu reduzieren. Ertragsseitig verzeichnete das Segment zwei gegenläufige Einmaleffekte: Zum einen erforderten gestiegene Kosten bei der Entsorgung eine Rückstellungserhöhung von rund 2,5 Mio. Euro für die Entsorgung radioaktiver Reststoffe. Zum anderen erhielt auch das Segment Sonstige einen Teil des Ertrages der OPS-Beteiligung in Höhe von 2,7 Mio. Euro, da neben dem Segment Radiopharma auch die Holdinggesellschaft selbst über Optionen auf OPS-Anteile verfügte. Die Berechnung des Ertrages aus dem Verkauf der OPS-Beteiligung erfolgte anlog zum beschriebenen Vorgehen im Segment Radiopharma. Der meilensteinabhängige im Geschäftsjahr 2015 ertragswirksam vereinnahmte Ertrag im Segment Sonstige beläuft sich auf den Erwartungswert in Höhe von 0,5 Mio. Euro. Insgesamt verbesserte sich das EBIT um 0,9 Mio. Euro auf –1,8 Mio. Euro.

  1. Wirtschaftsbericht

2.1.4 Finanzlage des Konzerns

Die Kapitalflussrechnung beginnt mit dem Konzernergebnis, welches, wie in der Ertragslage geschildert, um 3,9 Mio. Euro auf 10,4 Mio. Euro gestiegenen ist. Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit ist noch stärker um 5,6 Mio. Euro auf 16,2 Mio. Euro gestiegen, obwohl die Erträge aus dem Verkauf der OPS-Beteiligung in Höhe von 8,8 Mio. Euro sowie aus dem Verkauf von Vermögenswerten von 0,9 Mio. Euro in der Berechnung des operativen Kapitalflusses eliminiert wurden. Die Verbesserungen im Kapitalfluss ergeben sich vor allem aus dem Abbau des Nettoumlaufvermögens. So konnten die Forderungen um 2,0 Mio. Euro reduziert werden und die im Vorjahr um 5,1 Mio. Euro stark angestiegenen Vorräte wurden leicht um 0,3 Mio. Euro reduziert.

Der Kapitalfluss aus der Investitionstätigkeit ist insgesamt positiv, da die Mittelzuflüsse aus dem Verkauf der OPS-Beteiligung von 5,4 Mio. Euro die Investitionen von 4,8 Mio. Euro übersteigen. Die Investitionen enthalten im Jahr 2015 überwiegend Erhaltungsinvestitionen und sind im Vergleich zum Vorjahr, als noch in den Aufbau des Warschauer Standorts investiert wurde, entsprechend gering.

Der Kapitalfluss aus der Finanzierungstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Die Darlehenstilgungen sind aufgrund des Auslaufens alter Kredite von 7,0 Mio. Euro auf 6,4 Mio. Euro zurückgegangen. Die konstante Dividende von 0,60 Euro/Aktie sorgte für einen gleichbleibenden Mittelabfluss von 3,2 Mio. Euro.

Ein positiver Wechselkurseffekt aus dem gestiegenen US-Dollar-Kurs sorgt für eine Aufwertung der Barmittel um 0,9 Mio. Euro. Zusammengerechnet wurde im Jahr 2015 die Liquidität um 9,6 Mio. Euro auf 31,5 Mio. Euro aufgebaut.

2.1.5 Vermögenslage des Konzerns

Die Bilanzsumme ist im Jahr 2015 um 9,3 Mio. Euro auf 196,7 Mio. Euro angewachsen. Auf der Aktivseite ergibt sich die Veränderung praktisch komplett aus der Zunahme der Zahlungsmittel, die um 9,6 Mio. Euro gestiegen sind. Darüber hinaus sind Verschiebungen innerhalb der Aktiva auffällig. Es gab einerseits Abgänge bei at-equity Beteiligungen und geringere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie eine Abnahme der immateriellen Vermögenswerte. Anderseits sind die sonstigen Vermögenswerte, die unter anderem langfristige Kaufpreisbestandteile und noch nicht bezahlte Kaufpreisforderungen enthalten, gestiegen. Auf der Passivseite ist die Zunahme des Eigenkapitals um insgesamt 10,2 Mio. Euro auffällig, die sich aus dem guten Konzernergebnis abzüglich Dividendenzahlungen sowie aus direkt im Eigenkapital erfasste Währungsumrechnungsdifferenzen ausländischer Geschäftsbetriebe ergibt. Die Schulden haben insgesamt um 0,8 Mio. Euro abgenommen. Somit steigt die Eigenkapitalquote trotz höherer Bilanzsumme von 50% auf 53%.

2.2 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG – Erläuterungen auf Basis HGB (Handelsgesetzbuch)

Geschäftsverlauf der AG

Während des Geschäftsjahres 2015 bestanden zwischen der Eckert & Ziegler AG und einer direkten Tochter sowie zwischen dieser und deren Tochtergesellschaft Ergebnisabführungsverträge. Die erwirtschafteten Jahresergebnisse der übrigen Tochtergesellschaften werden nicht vollständig an die Muttergesellschaft ausgeschüttet, sodass das Ergebnis des Einzelabschlusses der Eckert & Ziegler AG erheblich vom Konzernergebnis abweicht.

Im Geschäftsjahr 2015 hat die Eckert & Ziegler AG im Rahmen des Gewinn- und Ergebnisabführungsvertrages von ihrem deutschen Tochterunternehmen Eckert & Ziegler Isotope Products Holdings GmbH einen Gewinn in Höhe von 7.276 Tsd. Euro (im Vorjahr 4.876 Tsd. Euro) übernommen.

Ertragslage der AG

Im Vergleich zum Vorjahr gibt es in der Gewinn- und Verlustrechnung folgende wesentliche Veränderungen:

  • a) Die Umsatzerlöse stiegen um 708 Tsd. Euro auf 4.638 Tsd. Euro. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Erträge aus Dienstleistungen und Mieten für verbundene Unternehmen. Die Steigerung ergibt sich aus umfangreicheren Dienstleistungen und aus Währungseffekten.
  • b) Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um 1.992 Tsd. Euro auf 2.492 Tsd. Euro und ergeben sich im Geschäftsjahr 2015 überwiegend aus dem Verkauf der OPS-Beteiligung.
  • c) Der Personalaufwand ist um 165 Tsd. Euro auf 2.772 Tsd. Euro gestiegen. Das Vergütungssystem der Gesellschaft für die Bezüge der Organmitglieder ist im Vergütungsbericht erläutert.
  • d) Die Abschreibungen auf Sachanlagen sind um 31 Tsd. Euro auf 568 Tsd. Euro gestiegen.
  • e) Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 231 Tsd. Euro auf 1.910 Tsd. Euro zurückgegangen, insbesondere aufgrund von Einsparungen im IT-Bereich.
  • f) Der Ertrag aus Gewinnabführungen ist gegenüber dem Vorjahr um 2.400 Tsd. Euro auf 7.276 Tsd. Euro gestiegen, da im Geschäftsjahr 2015 wieder eine Dividende einer französischen Gesellschaft enthalten war, die aus Verwaltungsgründen nicht jährlich abgerufen wird.
  • g) Aufgrund planmäßiger Tilgungen sowohl von gewährten wie auch von erhaltenen Darlehen gingen die Zinserträge um 89 Tsd. Euro auf 440 Tsd. Euro und die Zinsaufwendungen um 120 Tsd. Euro auf 364 Tsd. Euro zurück.
  • h) Das schwache Jahr des Segments Strahlentherapie und die verminderten Geschäftsaussichten erforderten eine Anpassung des Buchwerts der Beteiligung an der Eckert & Ziegler BEBIG s.a. von 4.238 Tsd. Euro.

Insgesamt wird für das Geschäftsjahr 2015 ein Jahresüberschuss von 4.794 Tsd. Euro ausgewiesen.

Vermögens- und Finanzlage der AG

Die Bilanzsumme der Eckert & Ziegler AG ist gegenüber dem Vorjahr um 662 Tsd. Euro auf 87.107 Tsd. Euro gestiegen.

Auf der Aktivseite gab es folgende wesentliche Veränderungen: Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind aufgrund der Abwertung der Beteiligung an der Eckert & Ziegler BEBIG s.a. um 4.238 Tsd. Euro gefallen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind aufgrund noch nicht gezahlter Gewinnabführungen sowie verspäteter Zahlungen von Dienstleistungsrechnungen um 2,2 Mio. Euro gestiegen. Andererseits sind die Ausleihungen an verbundene Unternehmen aufgrund planmäßig erfolgter Rückzahlungen von Darlehen um 1,6 Mio. Euro gefallen. Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten zum Bilanzstichtag eine Forderung aus ausstehenden Zahlungen im Zusammenhang mit dem OPS-Verkauf. Somit ist die Position um 1.873 Tsd. Euro gestiegen. Insbesondere die Immateriellen Vermögensgegenstände sind aufgrund von planmäßigen Abschreibungen um 425 Tsd. Euro reduziert worden. Das Guthaben bei Kredit-instituten ist aufgrund von Einzahlungen aus dem OPS-Verkauf, Gewinnabführungen und erhaltenen Darlehenstilgungen um 2.823 Tsd. Euro gestiegen.

Das Eigenkapital beträgt 82.986 Tsd. Euro und liegt damit um 1.622 Tsd. Euro über dem Vorjahreswert. Der Anstieg erklärt sich aus der Differenz zwischen dem Jahresüberschuss von 4.794 Tsd. Euro und der ausgeschütteten Dividende von 3.173 Tsd. Euro.

Als weitere wesentliche Veränderung ist auf der Passivseite der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 1.305 Tsd. Euro auf nur noch 45 Tsd. Euro zu nennen. Grund sind hier erneut die planmäßigen Tilgungen.

Der Gesellschaft wurden Kreditlinien von 3.000 Tsd. Euro eingeräumt und standen zum Stichtag in voller Höhe zur Verfügung. Hinzu kommen Guthaben bei Kreditinstituten von 3.983 Tsd. Euro. Somit verfügt die Gesellschaft über ausreichend große Liquiditätsreserven für die laufende Finanzdisposition.

Insgesamt schätzt der Vorstand die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft nach wie vor als sehr gut ein. Die Eigenkapitalquote stieg von 94% auf 95%.

  1. Wirtschaftsbericht

2.3 Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2015 waren bei Eckert & Ziegler konzernweit insgesamt 692 Mitarbeiter (2014: 711) beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist die Mitarbeiteranzahl somit um 19 Personen oder 3% zurückgegangen. Der Rückgang ergibt sich aus den Einsparmaßnahmen des Segments Strahlentherapie, wo in Folge des schwachen Geschäfts 24 Stellen abgebaut wurden.

Legt man für die Berechnung der Mitarbeiterkennzahlen die HGB-Definition zugrunde, welche sich auf die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter innerhalb des Jahres bezieht und Vorstände und Geschäftsführer, sowie Auszubildende und Praktikanten ausblendet, Teilzeit- und geringfügig beschäftigte Mitarbeiter jedoch einschließt, so sank die Anzahl von 674 auf 672.

Die Fluktuationsrate, also die Zahl der nach dieser Definition im Berichtsjahr ausgeschiedenen Mitarbeiter, lag mit 16% über dem Vorjahreswert von 13% und damit oberhalb der durchschnittlichen Fluktuationsrate in Deutschland von etwa 12%. Der Grund für den Anstieg der Fluktuationsrate sind die Sanierungsmaßnahmen des Segments Strahlentherapie. Der Frauenanteil an der Gesamtbelegschaft ist im Berichtsjahr minimal von 40% auf 39% gefallen. Der Altersdurchschnitt lag im Geschäftsjahr bei 44 Jahren (im Vorjahr: 43 Jahre) mit einem Schwerpunkt in der Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen. Knapp die Hälfte aller Mitarbeiter verfügt über einen Fachhochschulabschluss/Bachelor oder eine höherwertigere Ausbildung.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 3. Juni 2015 die Mindestzielgröße für den Frauenanteil gemäß GgT (Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen) festgelegt. Für den Aufsichtsrat wurde eine Quote von einem Sechstel festgelegt, welche spätestens bis zum 30. Juni 2017 erreicht werden soll. Für den Vorstand und die weiteren Führungsebenen sind bislang noch keine Quoten vorgesehen.

Bei der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG waren wie im Vorjahr im Durchschnitt 42 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Personalaufwendungen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 49,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 44,9 Mio. Euro). Daraus ergibt sich ein durchschnittlicher Personalaufwand von rund 74 Tsd. Euro pro Mitarbeiter im Jahr 2015 gegenüber rund 67 Tsd. Euro im Vorjahr. Die Steigerung ergibt sich im Wesentlichen aus der Umrechnung ansonsten konstanter Gehälter von USD in EUR sowie aus Zusatzaufwand für Restrukturierungsmaßnahmen. Die absolute Höhe des Durchschnittsgehalts ist zudem irreführend, weil aufgrund der HGB-Definition einerseits Vorstände und Geschäftsführer nicht in der Mitarbeiteranzahl enthalten sind, andererseits jedoch deren Personalkosten enthalten sind.

2.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Das Erreichen der Umsatzmarke von 140 Mio. Euro und der Ertrag von 8 Mio. Euro aus dem Verkauf der OPS-Beteiligung sind die herausragenden Erfolge des Jahres 2015. Negativ wirkten sich vor allem die Verluste des Segments Strahlentherapie und die Erhöhung der Entsorgungsrückstellungen aus einer externen Preiserhöhung aus. Entscheidend ist, dass das Basisgeschäft insgesamt als stabil einzustufen ist. Bei einem guten Kapitalfluss und soliden Bilanzrelationen ist die Gruppe weiterhin in der Lage künftiges Wachstum und sich ergebende Geschäftschancen in allen relevanten Bereichen sowohl verfolgen als auch finanzieren zu können.

3. NACHTRAGSBERICHT

Im zweiten Halbjahr 2015 wurde durch die Weltbank bei einer Firma des Segmentes Strahlentherapie ein Audit durchgeführt. Mitte Februar 2016 hat die Weltbank die Geschäftsleitung um weitere Informationen in Bezug auf den Ablauf einer öffentlichen Ausschreibung eines Investitionsprojektes in Bangladesch in den Jahren 2012 und 2013 gebeten. Nach bisherigem Kenntnisstand geht der Vorstand davon aus, dass es dabei von Seiten des Konzerns zu keinen Unregelmäßigkeiten gekommen ist. Der Vorstand ist an einer schnellen und lückenlosen Aufklärung der von der Weltbank aufgeworfenen Fragen interessiert und hat zu diesem Zweck eine interne Untersuchungskommission eingesetzt sowie der Weltbank die volle Unterstützung und Kooperationsbereitschaft bei der Klärung der aufgeworfenen Fragen zugesichert.

Im Februar 2016 hat die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH (EZR) für 2.254 Tsd. DKK (302 Tsd. Euro) 9,2% der Anteile an der dänischen Curasight erworben. Im Rahmen eines Kooperationsprogrammes wird die EZR die Curasight bei der Zulassung ihres Brustkrebsdiagnostikums uPar unterstützen. Dabei ist geplant die von EZR erbrachten Sachleistungen im Rahmen zukünftiger Kapitalerhöhungen einzubringen und damit den Anteil der EZR auf ca. 25% zu erhöhen.

Mitte März 2016 hat der Vorstand die Entscheidung zur Aufgabe der CGU Isotope Products (VSU) getroffen. Der Bereich, welcher im Jahr 2012 erworben wurde, erzielte im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 299 Tsd. Euro und einen Verlust (vor Steuern) in Höhe von 1.630 Tsd. Euro. Aus der Aufgabe des Geschäftsbereiches erwartet der Vorstand keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Geschäftsjahr 2016 und den Folgejahren.

4. CHANCEN- & RISIKOBERICHT

Aktionäre von Eckert & Ziegler AG müssen sich bewusst sein, dass die Gesellschaft einer Vielzahl von Chancen und Risiken ausgesetzt ist, welche die Geschäftstätigkeit und den Aktienkurs beeinflussen können. Dieser Bericht schildert im Folgenden, welche Risiken und Chancen existieren und welche Auswirkungen sich dadurch auf den Gesamtkonzern ergeben. Des Weiteren werden das Konzernrisikomanagementsystem und getroffene Absicherungsmaßnahmen beschrieben.

Diese Chancen und Risiken des Konzerns wirken sich auf die Muttergesellschaft, die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, mittelbar über ihre Beteiligungsverhältnisse aus.

4.1 Organisation des Risikomanagements

Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement obliegt dem Vorstand. Dagegen liegt die operative Verantwortung, also die Früherkennung, Bewertung, Steuerung und Dokumentation der Risiken, die Festlegung und Durchführung geeigneter Gegenmaßnahmen sowie die diesbezügliche Kommunikation, in erster Linie im Verantwortungsbereich des jeweiligen Segmentmanagements und der Geschäftsführung der Tochtergesellschaften. Diese Ebene unterhalb des Vorstandes trägt die inhaltliche Verantwortung für das in ihrem Bereich durchgeführte Risikomanagement. Das operative Management ist neben dem einmal jährlich durchgeführten Verfahren zur strukturierten Risikoaufnahme verpflichtet, seinen Bereich ständig hinsichtlich einer sich ändernden Risikosituation hin zu überwachen. Wesentliche Änderungen der bereichsspezifischen Risikosituation sind umgehend an die Segmentleitung und den Vorstand zu melden. Meldungen von Risikoänderungen mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen erfolgen darüber hinaus an das Konzernrechnungswesen.

Das oben erwähnte, jährlich durchgeführte Verfahren zur strukturierten Risikoaufnahme befragt die Fachund Führungskräfte von Eckert & Ziegler. Dabei wird neben der Benennung neuer und bestehender Chancen und Risiken deren Einordnung bezüglich Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Auswirkungen auf das Unternehmen abgefragt. Zu diesen Risiken werden, soweit möglich, vorbeugende Maßnahmen getroffen, Notfallpläne erstellt und regelmäßige Evaluierungen organisiert. Dazu gehören u. a. Markt- und Konkurrenzbeobachtungen, die Auswertung wissenschaftlicher Literatur, die Analyse von Kundenbeschwerden, Kosten- und Umsatzstatistiken und Ähnliches. Die Bewertung der Risiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Schadenshöhe wird einmal pro Jahr dem Aufsichtsrat berichtet.

Im Rahmen des Risikomanagements findet eine Klassifikation der Risiken in finanzwirtschaftliche Risiken, rechtliche Risiken, IT-Risiken, rechnungslegungsbezogene Risiken und Risiken des internen Kontrollsystems, personelle Risiken, allgemeine Risiken aus der Produktion und dem Umgang mit Radioaktivität, allgemeine kommerzielle und strategische Risiken sowie Entwicklungsrisiken statt. Die Risikoverantwortlichen werden definiert. In einer Risikomatrix werden die identifizierten Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer potentiellen finanziellen Auswirkung auf das EBIT jeweils in den Kategorien gering/mittel/hoch/sehr hoch dargestellt. Risiken, die bestandsgefährdenden Charakter haben könnten, werden – sofern vorhanden – separat hervorgehoben und berichtet. Es wurde folgende Klassifizierung der Risiken vorgenommen:

Klassifizierung Eintrittswahrscheinlichkeit Intensität
1-Gering Unter 10% Unter 200.000 Euro
2-Mittel 10 bis 25% 200.000 bis 1.000.000 Euro
3-Hoch 25 bis 50% 1.000.000 bis 2.500.000 Euro
4-Sehr hoch Über 50% Über 2.500.000 Euro

Insgesamt wird ein risikominimierender Ansatz gewählt. Bestehende Risiken werden konsequent überwacht und durch kontinuierliche Prozessverbesserungen minimiert beziehungsweise abgesichert. Neue Produktentwicklungen und Akquisitionen werden von Beginn an auf mögliche Risiken geprüft und in das Risikomanagement einbezogen. Die Marktentwicklungen werden ebenso wie die Aktivitäten der Wettbewerber überwacht, um frühzeitig eigene Strategien anzupassen und zeitnah umsetzen zu können.

Der Aufsichtsrat, dem alle wesentlichen Entscheidungen präsentiert, erklärt und zur Genehmigung vorgelegt werden, und der regelmäßig über die wirtschaftliche Entwicklung unterrichtet wird, dient als weiteres Element im Schutz gegen Risiken.

4.2 Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagement und internes Kontrollsystem

Eintrittswahrscheinlichkeit: Gering /Intensität: Mittel

Das rechnungslegungsbezogene Risikomanagement umfasst alle organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Erkennung und zum Umgang mit den Risiken der Finanzberichterstattung. Mit Blick auf den Konzernrechnungslegungsprozess soll das interne Kontrollsystem sicherstellen, dass die Finanzberichterstattung unter Beachtung einschlägiger Gesetze und Normen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Eckert & Ziegler Konzerns vermittelt.

In den Konzernabschluss werden neben dem Einzelabschluss der Eckert & Ziegler AG insgesamt 36 Einzelabschlüsse von in- und ausländischen Tochtergesellschaften einbezogen. Aufgrund dieser Anzahl an Gesellschaften und der unterschiedlichen regionalen Verteilung der Tochterunternehmen bestehen Risiken in Bezug auf das Ziel einer verlässlichen Rechnungslegung, die sich in einer zeitlich verspäteten Veröffentlichung, in Falschaussagen im Konzernabschluss oder betrügerischen Manipulationen niederschlagen können.

  1. Chancen- & Risikobericht

Zwei wesentliche Komponenten sichern die Vermeidung oder Reduzierung von Risiken im Konzern ab: ein System von Anweisungen und Geschäftsordnungen auf der einen Seite und ein der Kontrolle und Information dienendes Reporting auf der anderen Seite. Geschäftsordnungen regeln für den Aufsichtsrat, den Vorstand und die Geschäftsführer aller Konzerngesellschaften Handlungsspielräume und die Einbeziehung verschiedener Hierarchieebenen im Entscheidungsprozess. Einzelanweisungen, die für alle Mitarbeiter gelten, sind im Intranet des Konzerns abrufbar. Kontrollierende Berichte zur Risikosituation werden allen Verantwortlichen in verschiedenen Detaillierungsgraden in festgelegten angemessenen Frequenzen zugeleitet. Der Aufsichtsrat wird jährlich mit einem Risikobericht über die Risiken informiert.

Zielsetzung des internen Kontrollsystems des Rechnungslegungs- und Konsolidierungsprozesses ist es, Fehlerquellen zu minimieren und Fehler schnell zu erkennen. Es wurde ein auf die Größe des Konzerns abgestimmtes System implementiert. Nachfolgende organisatorische Regelungen und Prozesse sind implementiert, um die Normenkonformität der Rechnungslegung zu gewährleisten:

  • Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzern einbezogenen Einheiten eingebunden. Die dafür notwendigen Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie Prozessdefinitionen sind dokumentiert und werden stets den aktuellen Entwicklungen angepasst.
  • Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach einem Abschlusskalender, der von der Konzernabschlussabteilung zentral vorgegeben wird. In ihm sind alle wichtigen Tätigkeiten und deren Termine definiert.
  • Die Buchhaltungsabteilungen des Konzerns sind sehr zentral und in verschiedenen Fällen länderübergreifend organisiert. Die Mitwirkung externer Dienstleister am Abschlussprozess beschränkt sich normalerweise auf Steuerberechnungen. In kleineren Ausnahmefällen werden Abschlüsse auch extern erstellt.
  • Neue Sachverhalte werden mit der Konzernzentrale abgestimmt. Änderungen in der Konzernrechnungslegung werden unmittelbar an alle beteiligten Mitarbeiter und betroffenen externen Dienstleister kommuniziert.
  • Das Reporting der Tochtergesellschaften erfolgt mittels einheitlicher Formulare, die zu jedem Monats-, Quartals- und Jahresabschluss von den jeweiligen Buchhaltungsabteilungen ausgefüllt werden.
  • Alle Angaben fließen in den Controlling-Abteilungen der Segmente zusammen und werden von diesen überwacht. Dabei werden Abweichungsanalysen vorgenommen und Auffälligkeiten auch im Hinblick auf die Einhaltung der abschlussrelevanten Konzernrichtlinien untersucht mit der betreffenden Tochtergesellschaft geklärt und gegebenenfalls an die Konzernabschlussabteilung kommuniziert.
  • In den zentralen Controlling-Abteilungen erfolgen auf Segmentebene erste konzerninterne Abstimmungen und Konsolidierungen. Hierzu gehören u. a. eine Abstimmung der Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften.
  • Die Kontrolle im Bereich der Konsolidierung ergibt sich aus dem Konsolidierungsprozess. Abstimmungsdifferenzen in der Konsolidierung werden an die beteiligten Tochtergesellschaften kommuniziert und korrigiert.
  • Die Konsolidierung erfolgt mit Hilfe eines Standard-Konsolidierungsprogramms, das nur von den entsprechend geschulten und berechtigten Mitarbeitern angewendet wird.
  • Die Ermittlung von abschlussrelevanten Positionen, die Steuern beinhalten, erfolgt unter Mitwirkung der internen Steuerabteilung.
  • Flache Hierarchien, direkte Berichtswege und monatliche Zwischenabschlüsse ermöglichen die Erkennung von Risiken und die frühzeitige Aufdeckung von Fehlern.

Verschiedene Bilanzposten unterliegen in besonderem Maße einem Ermessen und werden daher in besonderem Maße im Rahmen der Erstellung des Abschlusses gewürdigt:

Als börsennotiertes Unternehmen unterliegt Eckert & Ziegler der Vorschrift gemäß § 315a Abs. 1 HGB, nach den IFRS-Rechnungslegungsstandards, wie sie in der EU anzuwenden sind, zu bilanzieren. Hieraus resultiert die Vorschrift, für bestimmte immaterielle Vermögenswerte zum Bilanzstichtag Zeitwerte zu ermitteln. Da für viele immaterielle Vermögenswerte jedoch keine Märkte mit sicheren Preisinformationen existieren, beruhen die Zeitwerte in der Regel auf Schätzungen oder Prognosen mit erheblichen Unsicherheiten. Es besteht daher prinzipiell ein Risiko hinsichtlich der Bewertung der immateriellen Vermögenswerte. Es werden soweit verpflichtend jährlich und darüber hinaus bei Anzeichen von Wertminderungen Wertminderungstests durchgeführt. Wesentliche Annahmen werden dabei durch den Zugriff auf anerkannte Ratingagenturen, Vergleichsgruppen oder durch den Einsatz von externen Sachverständigen objektiviert, um eine Zuverlässigkeit der Schätzungen und Bewertungen sicherzustellen.

Auch die Höhe der latenten Steuern auf Verlustvorträge unterliegt dem Ermessen, da der Ansatz aktiver latenter Steuern mittels Ergebnisprognosen überprüft wird.

Sollten sich die Verfahren aufgrund neuer IFRS-Regeln ändern oder die Planannahmen verschlechtern, etwa aufgrund geringerer zukünftiger Erträge oder höherer Diskontierungszinsen, so könnte die Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte in Frage gestellt sein. Das hätte nicht zahlungswirksame außerordentliche Abschreibungen zur Folge.

Aufgrund der produzierenden Geschäftstätigkeit in der Eckert & Ziegler-Gruppe müssen die Vorräte in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen, wobei die betreffenden Vorratsbestände zur Kosten- und Risikoreduzierung möglichst gering gehalten werden. Es ergeben sich Werthaltigkeits- und Inventurrisiken von Vorräten, welche durch regelmäßige Inventuren sowie durch eine objektive Bewertung, unter Analyse der künftigen Markt- und Absatzmöglichkeiten, eingegrenzt werden.

Aus den Zusagen von Pensionsleistungen bestehen versicherungsmathematische Bewertungsrisiken im Konzernabschluss von Eckert & Ziegler. Für eine Einschränkung dieser Risiken werden externe Sachverständige mit der Erstellung von versicherungsmathematischen Gutachten beauftragt.

Mit den eingerichteten Prozessen, Systemen und Kontrollen ist hinreichend gewährleistet, dass der Konzernrechnungslegungsprozess im Einklang mit den Internationalen Financial Reporting Standards (IFRS), dem HGB sowie anderen rechnungslegungsrelevanten Regelungen und Gesetzen erfolgt und somit zulässig ist.

4.3 Finanzwirtschaftliche Risiken

Eintrittswahrscheinlichkeit: Mittel/Intensität: Mittel

Der Konzern sieht sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet, um seinen Bestand und seine Weiterentwicklung sichern zu können. Er sieht sich auch in der Lage, sämtliche Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, selbst wenn in den kommenden Geschäftsjahren ein leichter Anstieg des Verschuldungsgrades notwendig wäre, um das Wachstum durch weitere Akquisitionen absichern und Neuproduktentwicklungen finanzieren zu können.

Die bestehenden Darlehen wurden planmäßig getilgt. Im Jahr 2015 wurden für verschiedene Projekte Fremdfinanzierungen bei Kreditinstituten angefragt oder von Banken eigenständig vorgelegt. Die Kreditangebote wiesen jeweils günstige Konditionen auf, woraus sich eine gute Bonität des Konzerns ableiten lässt. Der Vorstand sieht den Grund dafür in der soliden Finanzierung des Konzerns mit hoher Eigenkapitalquote sowie der guten Perspektive bei den operativen Einheiten. Neben der hohen Eigenkapitalquote sprechen gute Bilanzrelationen für die Bonität des Konzerns, da die langfristigen Vermögenswerte durch das Eigenkapital und die langfristigen Schulden mehr als gedeckt sind.

In bestehenden Darlehensverträgen sind Verpflichtungen hinsichtlich der Einhaltung verschiedener Bilanzrelationen ("Covenants") enthalten. Deren Einhaltung wird von Eckert & Ziegler quartalsweise und in Vorbereitung neuer Investitions- und Finanzierungsvorhaben überprüft. Aufgrund der wiederholt schlechten Ergebnisse des Segments Strahlentherapie wurden die Covenants, welche sich ausschließlich auf Kennzahlen dieser Unternehmensgruppe beziehen, bei einem Kreditvertrag zum 31. Dezember 2015 nicht eingehalten. Die Bank wurde vorab über die voraussichtliche Nichteinhaltung der Covenants informiert und das Management befindet sich im Dialog mit der Bank. Der betroffene Darlehensbetrag ist entsprechend als kurzfristige Verbindlichkeit in der Konzernbilanz erfasst.

Aus den Fremdfinanzierungen ist der Konzern prinzipiell einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Allerdings sind die wesentlichen Kredite zu Festzinskonditionen abgeschlossen.

Neben den wirtschaftlichen und technischen Entwicklungsrisiken ist Eckert & Ziegler dem Wechselspiel der Märkte ausgesetzt. Daraus erwachsen naturgemäß nicht nur Ertrags-, sondern auch Liquiditätsrisiken, da der Konzern einige seiner Zukäufe fremdfinanziert. Selbst bei einer schnellen Reaktion des Managements und einer Reduzierung der Kosten bzw. einem Ausstieg aus einem bedrohten Geschäftsfeld bliebe der Konzern hier bei Problemen exponiert. Der Vorstand stellt möglichst sicher, dass die Risiken durch Darlehens- oder Garantievergabe auf eine im Verhältnis zum Konzerngesamtvermögen vertretbare Größe begrenzt bleiben.

Die Überwachung und Steuerung zur Vermeidung finanzieller Risiken erfolgt durch den Einsatz von Instrumenten wie der jährlichen Finanzplanung mit unterjährigen Anpassungen und der engmaschigen Analyse von Planabweichungen. Hierdurch lassen sich schon früh mögliche Risiken erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten.

Auf Grund des hohen US-Anteils am Umsatz ist eine Abhängigkeit vom Wechselkurs der amerikanischen Währung vorhanden. Da bei dem Tochterunternehmen in den USA, das für den Großteil dieser Umsätze verantwortlich ist, den USD-Umsätzen jedoch auch USD-Kosten gegenüberstehen, sind die Auswirkungen von Wechselkursänderungen geringer als bei herkömmlichen Exportgeschäften. Bei Bedarf werden für die deutschen Exporte die Fremdwährungsumsätze mit Termingeschäften und einfachen Put-Optionen abgesichert.

Für den Konzern entsteht ein Debitorenausfallrisiko aus seinen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Risikoexposition wird primär durch die Größe der Kunden und die landesspezifischen Regeln und Usancen zur Abwicklung von Erstattungen medizinischer Leistungen durch öffentliche Träger beeinflusst.

Für Neukunden wird grundsätzlich eine Bonitätseinschätzung vorgenommen, und erste Lieferungen erfolgen prinzipiell gegen Vorkasse. Lieferungen an Kunden, die wegen ihrer Größe oder ihres Standorts als dauerhaft unsicher gelten, werden mittels Vorkasse oder Akkreditiven abgesichert.

Die Überwachung des Risikos erfolgt mittels regelmäßig durchgeführter Überfälligkeitsanalysen aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG hat teilweise Bürgschaften für an Tochterunternehmen gewährte Darlehen übernommen. Für ein Darlehen, welches die Gesellschaft selbst an ein Tochterunternehmen gewährt hat, besteht ein Rangrücktritt. Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet, da die Tochtergesellschaften ihre Verpflichtungen voraussichtlich selber erfüllen können.

4.4 Rechtliche Risiken

Eintrittswahrscheinlichkeit: Gering /Intensität: Hoch

Der Konzern ist rechtlichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder staatlichen oder behördlichen Verfahren ausgesetzt, an denen er entweder aktuell beteiligt ist oder die sich in Zukunft ergeben könnten. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen oder künftigen Verfahren sind nicht vorhersehbar, sodass sich aufgrund gerichtlicher oder behördlicher Entscheidungen oder der Vereinbarung von Vergleichen Aufwendungen ergeben können, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen abgedeckt sind und wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage haben können.

Es gibt derzeit keine Rechtsstreitigkeiten oder Gerichtsprozesse, die einen erheblichen negativen Einfluss auf das Konzernergebnis erwarten lassen. Einer Klage auf Entzug der Umgangsgenehmigung für einen Standort in Niedersachsen werden sehr geringe Chancen eingeräumt.

4.5 IT-Risiken

Eintrittswahrscheinlichkeit: Gering /Intensität: Mittel

Eckert & Ziegler ist dem Risiko des Ausfalls der EDV-Systeme ausgesetzt. Im Schadensfall kann es dadurch zu Datenverlusten und schlimmstenfalls zu Betriebsunterbrechungen kommen. Als Absicherungsmaßnahmen werden regelmäßig Backups durchgeführt, Anti-Virussoftware eingesetzt und die meisten Server virtualisiert.

4.6 Personelle Risiken

Eintrittswahrscheinlichkeit: Mittel/Intensität: Mittel

Eckert & Ziegler hängt in vielen Geschäftsbereichen von den spezialisierten Kenntnissen seiner Mitarbeiter ab. Insbesondere beim Aufbau neuer Geschäftsfelder, aber auch in der Entwicklung und im Vertrieb ist das Unternehmen auf das Wissen und die Kompetenzen besonders qualifizierter Schlüsselpersonen angewiesen. Um das Risiko der personellen Fluktuation von talentierten Mitarbeitern zu minimieren, bemüht sich das Unternehmen um eine angenehme und kollegiale Arbeitsatmosphäre, ein modernes und sicheres Arbeitsumfeld, eine adäquate Entlohnung, Angebote zur berufsbegleitenden Aus- und Fortbildung sowie flexible Arbeitszeiten. Eckert & Ziegler ist auf Mitarbeiter mit speziellen Kenntnissen angewiesen. Freiwerdende Positionen können aufgrund des Fachkräftemangels teilweise nur verzögert besetzt werden. Trotz arbeitnehmerfreundlicher Maßnahmen kann Eckert & Ziegler nicht garantieren, dass diese Mitarbeiter beim Unternehmen bleiben oder sich in der notwendigen Form engagieren.

4.7 Allgemeine Risiken aus der Produktion und dem Umgang mit Radioaktivität

Eintrittswahrscheinlichkeit: Mittel/Intensität: Hoch

Zum Produktionsrisiko zählt, dass nicht alle Roh- und Hilfsmaterialien zeitgerecht und in den benötigten Mengen bezogen werden können. Dieses Risiko kann niemals restlos ausgeschlossen werden. Es wird ihm jedoch durch Lagerhaltungen und den Aufbau alternativer Bezugsquellen begegnet.

Sowohl die Radioaktivität selbst als auch deren Verwendung in einem Medizinprodukt oder Arzneimittel beinhalten Produkthaftungsrisiken. Eckert & Ziegler begegnet diesen Risiken, indem sich das Unternehmen strengen Qualitätskriterien unterwirft. Die überwiegende Zahl von Betriebsstätten ist ISO-zertifiziert, und die Funktion der Qualitätsmanagementsysteme wird regelmäßig durch interne und externe Audits überprüft. Um betriebliche Unfälle zu vermeiden, die Mitarbeiter beeinträchtigen, Umweltschäden verursachen oder zur Stilllegung von Produktionseinrichtungen durch Genehmigungsbehörden führen könnten, haben die Mitarbeiter regelmäßig Schulungen zum Thema Arbeitssicherheit und Strahlenschutz zu absolvieren. Trotz aller Maßnahmen kann nicht ausgeschlossen werden, dass Haftungstatbestände dennoch eintreten und zu einer Gefährdung des Unternehmens führen. Für Haftungsrisiken wurden, soweit sinnvoll und möglich, entsprechende Versicherungen abgeschlossen.

Beim weltweiten Versand der oft als Gefahrgut transportierten Produkte ist Eckert & Ziegler auf spezialisierte Dienstleister angewiesen. Es kann nicht garantiert werden, dass diese Angebote in der bestehenden Form aufrechterhalten werden. Für die Herstellung und den Versand vieler Produkte sind behördliche Spezialgenehmigungen nötig, auf deren Erteilung oder Verlängerung Eckert & Ziegler nur mittelbar Einfluss nehmen kann. Es besteht zudem das Risiko, dass vor dem Hintergrund einer weltweit steigenden Terrorgefahr, der Transport von radioaktiven Komponenten noch stärker reglementiert wird.

Eckert & Ziegler ist auf Entsorgungsmöglichkeiten isotopentechnischer Reststoffe angewiesen, die bei der Quellenrücknahme oder der Produktion entstehen. Eine Schließung oder verzögerte Eröffnung von Entsorgungseinrichtungen kann zu erheblichen Kostensteigerungen führen. Es werden Anstrengungen unternommen, dieses Risiko in seinen Auswirkungen durch internes Recycling so weit wie möglich zu reduzieren, gänzlich beherrschen lässt sich diese Unsicherheit allerdings nicht.

Die Handhabung radioaktiver Stoffe setzt entsprechende behördliche Genehmigungen voraus. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Änderungen gesetzlicher oder behördlicher Rahmenbedingungen die Herstellung oder Handhabung in Einzelfällen oder an bestimmten Standorten verteuert, behindert oder gar verhindert wird.

4.8 Allgemeine kommerzielle und strategische Risiken

Eintrittswahrscheinlichkeit: Hoch/Intensität: Mittel

Als Spezialist für ein breites Portfolio aus isotopentechnischen Komponenten, Bestrahlungsgeräten und Radiopharmaka ist Eckert & Ziegler besser als ein Einproduktunternehmen gegen Markteinbrüche geschützt. Die verschiedenen Geschäftsfelder stehen sich zwar technologisch nahe, unterscheiden sich jedoch erheblich im Produktlebenszyklus sowie in den Kunden- und Marktstrukturen. In der Regel reduziert diese Streuung das Risiko, dass Wettbewerber mit neuen, besseren Produkten die Geschäftsgrundlage des Unternehmens untergraben. Trotzdem kann nie ausgeschlossen werden, dass verbesserte Verfahren und Anstrengungen der Konkurrenz wichtige Märkte wegbrechen lassen und damit das Unternehmen gefährden.

Zum Schutz gegen diese Bedrohung bemüht sich Eckert & Ziegler aktiv um die Entwicklung neuer Produkte sowie um Identifikation und Aufbau neuer Geschäftsfelder. Es besteht allerdings das Risiko, dass solche Anstrengungen erfolglos bleiben und neue Geschäftsfelder zu spät, nur ungenügend oder gar nicht entwickelt werden können. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass Konkurrenten mit anderen Produkten oder Markteinführungsstrategien erfolgreicher agieren.

Der wirtschaftliche Erfolg der Produkte von Eckert & Ziegler hängt im Fall der medizinischen Sparten von der Kostenerstattung für die jeweiligen Anwendungen ab. Eine Reduzierung oder gar der Wegfall der Kostenerstattung hätte deutliche negative Auswirkungen auf Umsatz und Ertrag. In den Segmenten werden zudem Investitionsgüter vertrieben. Dabei existiert ein Risiko aus eingeschränkten Budgets der öffentlichen und privaten Auftraggeber.

4.9 Hauptkundenrisiko

Eintrittswahrscheinlichkeit: Gering /Intensität: Hoch

Auf die fünf größten Kunden des Konzerns entfielen im Berichtsjahr zusammen Umsätze in Höhe von 12,2 Mio. Euro, also etwa 9% der Gesamtleistung. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem die fünf größten Kunden noch einen Umsatzanteil von 8% ausmachten, sind die Umsätze mit sehr großen Kunden leicht überproportional gewachsen. Trotzdem ist die Kundenbasis von Eckert & Ziegler noch relativ breit gestreut.

4.10 Risiken aus Forschung und Entwicklung

Eintrittswahrscheinlichkeit: Mittel/Intensität: Hoch

Die Eckert & Ziegler Gruppe treibt im Rahmen ihrer Möglichkeiten eigene Entwicklungsprojekte voran. Bei diesen Projekten werden hauptsächlich die eigenen bestehenden Produkte weiter- (zusammen) entwickelt, um die relative Wettbewerbsposition gegenüber der Konkurrenz und alternativen Anwendungsmethoden aufrecht zu erhalten oder zu verringern. Diese Maßnahmen können aufgrund schnellerer Marktentwicklungen oder aufgrund der falschen Zielausrichtung oder auch der Nichterreichung der Entwicklungsziele erfolglos bleiben. Es wird versucht diese Risiken durch Marktbeobachtungen und Projektsteuerungsmaßnahmen zu minimieren. Gleichzeitig ergeben sich aus erfolgreich abgeschlossenen Entwicklungsprojekten Chancen für ein überproportionales organisches Wachstum.

4.11 Chancenbericht

Durch die herausgehobene Marktstellung von Eckert & Ziegler in den Produktbereichen des Segments Isotope Products, welche neben dem operativen, sehr guten Management von Produktion und Verkauf vor allem durch eine erfolgreiche Folge von Akquisitionen erreicht wurde, ergeben sich Chancen, den Markt weiter zu dominieren, die Umsätze und die Rentabilität weiter zu steigern sowie die Akquisitionsstrategie weiter fortzusetzen.

Im Segment Strahlentherapie werden insbesondere Chancen aus der Markteinführung des neuen Tumorbestrahlungsgeräts SagiNova® gesehen.

Im Segment Radiopharma werden insbesondere Chancen im pharmazeutischen Gallium-Generator und der Ausweitung von Lohnfertigungsprojekten gesehen.

Zweifellos hat Eckert & Ziegler durch den langjährigen Umgang mit Radioaktivität sehr viel Know-how erworben und somit einen Wissensvorsprung gegenüber potentiellen Wettbewerbern, die planen neu in den Markt einzutreten. Gleichzeitig bieten sich daraus auch vielfältige Chancen, das organische und akquisitionsgetriebene Wachstum in den Geschäftsfeldern zu beschleunigen.

4.12 Risikoberichterstattung bezüglich Finanzinstrumenten

Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Absicherungszwecken des operativen Geschäfts abgeschlossen, etwa um Risiken aus Änderungen von Fremdwährungskursen und Zinsen abzusichern. Da Finanzinstrumente nur zur Absicherung von Geschäften abgeschlossen werden, deren Volumina oberhalb bestimmter Schwellwerte liegen, haben nach wie vor Wechselkursschwankungen und Zinsänderungen eine gewisse Auswirkung auf das Ergebnis des Konzerns.

Wie im Abschnitt 4.3 zu den finanzwirtschaftlichen Risiken geschildert, wurden wesentliche langfristige Finanzierungen zu Festzinskonditionen abgeschlossen. Bestehende Swaps werden nicht als Bewertungseinheiten bilanziert, da die Anforderungen für Bewertungseinheiten nicht erfüllt sind.

4.13 Risikoentwicklung

Die Eckert & Ziegler Gruppe weist trotz gewachsener Produktbandbreite keine erhöhte Risikostruktur auf, die das Unternehmen in seiner Substanz gefährden könnte. Wesentliche Veränderungen der Risiken haben sich nicht ergeben.

  1. Prognosebericht

5. PROGNOSEBERICHT

5.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Konjunkturentwicklung im Jahr 2015 war uneinheitlich. Die Weltwirtschaft ist um ca. 2% gewachsen, vor allem aufgrund eines noch immer starken Wachstums in China von ca. 7%. Das Wachstum in den USA lag leicht über 2%, während die Wirtschaft in Deutschland und der gesamten Eurozone immerhin etwa 1,5% zulegen konnte. Die Prognosen gehen für das Jahr 2016 von einem stabilen Wachstum im Vergleich zu den jeweiligen Werten des Jahres 2015 aus.

Eckert & Ziegler ist zwar nur teilweise von konjunkturellen Schwankungen betroffen, da die Nachfrage im Gesundheitswesen anderen Gesetzmäßigkeiten folgt. Trotzdem unterliegt auch das operative Geschäft von Eckert & Ziegler den globalen Konjunkturrhythmen. Das gilt insbesondere, wenn durch Sparmaßnahmen der öffentlichen Haushalte Großprojekte in staatlichen Institutionen gestrichen werden oder versucht wird, die Ausgaben im Gesundheitsbereich administrativ zu reduzieren.

Von den übrigen Rahmenbedingungen ist ansonsten der Wechselkurs des amerikanischen Dollars zum Euro für Eckert & Ziegler von Bedeutung. Da wesentliche Ergebnis- und Liquiditätsbeiträge vom Segment Isotope Products erwirtschaftet werden, das in den USA beheimatet ist, schlagen schon kleine Änderungen im Wechselkurs spürbar auf Umsätze, Aufwendungen und Erträge der Gruppe durch.

Im Jahr 2015 lag der gewichtete Durchschnittskurs bei 1,11 USD pro Euro und damit um 17% unter dem Vorjahreswert. Zur Zeit der Aufstellung des Konzernabschlusses notiert der Wechselkurs in etwa bei diesem Wert, der im historischen Vergleich (ein ähnliches Kursniveau wurde vor 2015 zuletzt im Jahr 2003 erreicht) als günstig für die Kennzahlen von Eckert & Ziegler einzuschätzen ist.

Bisher ergaben sich aus diesen Währungsschwankungen keine wesentlichen negativen Effekte. Eine Prognose des Wechselkurses für den Rest des Jahres 2016 ist schwierig und hängt von einer Vielzahl von Faktoren, darunter der Haushaltsentwicklung und der politischen Lage in den südeuropäischen Ländern und dem Haushalts- und Handelsbilanzdefizit der USA, ab. Der Konsens verschiedener Wirtschaftsforscher für den Jahresendkurs 2016, der von der Consensus Economics Inc. zuletzt ermittelt wurde, liegt bei 1,06 USD pro Euro. Solange sich der Wechselkurs in der Bandbreite der letzten Jahre bewegt, sind die Schwankungen für Eckert & Ziegler handhabbar und haben keine wesentliche Auswirkung auf den Konzern.

Vor dem Hintergrund dieser Annahmen zu Konjunktur und Wechselkurs ergeben sich folgende Prognosen:

5.2 Künftige Geschäftsentwicklung im Segment Isotope Products

Das Segment Isotope Products zeichnet sich durch stabile Umsätze und Erträge bei begrenzten organischen Wachstumsmöglichkeiten aus. Bei konstanten Umsätzen von rund 70 Mio. Euro sollte das EBIT um rund 1 Mio. Euro aufgrund reduzierter Verluste aus Brasilien und der Radiokarbondatierung steigen.

5.3 Künftige Geschäftsentwicklung im Segment Strahlentherapie

Das Segment Strahlentherapie hat nach den Enttäuschungen der Vorjahre verschiedene Maßnahmen unternommen, um in die Gewinnzone zurückzukehren. Zum einen wurden nicht profitable Geschäftsfelder, wie die US-Implantatesparte, verkauft. Zum anderen wurden Standortschließungen und Kosteneinsparmaßnahmen umgesetzt. Hierdurch wird ein Umsatzrückgang auf knapp 30 Mio. Euro erwartet. Daraus soll jedoch ein positives EBIT erzielt werden.

5.4 Künftige Geschäftsentwicklung im Segment Radiopharma

Das Segment Radiopharma soll die Umsätze auf über 35 Mio. Euro steigern. Der Sonderertrag auf dem OPS-Verkauf fehlt jedoch, so dass ein EBIT von etwa 3 Mio. Euro erwartet wird.

5.5 Künftige Geschäftsentwicklung im Segment Sonstige

Das Segment Sonstige sollte konstante Umsätze bei einer leichten EBIT-Verschlechterung aufgrund des Wegfalls von Sondereffekten auf rund –3 Mio. Euro erreichen.

5.6 Künftige Geschäftsentwicklung im Konzern

In der Summe wird für das Geschäftsjahr 2016 ein konstanter Umsatz von etwa 140 Mio. Euro und ein EBIT von rund 16 Mio. Euro erwartet. Daraus sollte sich ein Konzerngewinn von etwa 9,5 Mio. Euro oder 1,80 Euro je Aktie ergeben.

Die Prognosen stehen unter dem Vorbehalt eines Wechselkurses von höchstens 1,15 USD pro Euro.

5.7 Künftige Geschäftsentwicklung der Eckert & Ziegler Strahlenund Medizintechnik AG

Die Planung der Holding für das Jahr 2016 geht von konstanten Erträgen aus Dienstleistungen und von konstanten Aufwendungen aus. Operativ wird die Gesellschaft voraussichtlich einen Verlust erwirtschaften. Dieser Verlust wird durch den positiven Saldo aus Zinsertrag und -aufwand gemindert. Auch die Dividendenerträge und Gewinnabführungen sollten in etwa konstant zum Jahr 2015 bleiben und damit einen positiven Ergebnisbeitrag liefern. In der Summe wird ein Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2016 von ca. 4 Mio. Euro erwartet, der eine konstante Dividendenausschüttung an die Aktionäre ermöglichen wird.

  1. Sonstige Angaben

6. SONSTIGE ANGABEN

6.1 Vergütungsbericht

6.1.1 Grundzüge des Vergütungssystems

Das System der Vorstandsvergütung ist darauf ausgerichtet, einen Anreiz für eine langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu setzen. Wesentlicher Aspekt des Vergütungssystems ist dabei, dass neben fixen Vergütungsteilen auch variable Vergütungsteile mit einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage vereinbart werden, sodass die Mitglieder des Vorstandes sowohl an positiven als auch an negativen Entwicklungen angemessen beteiligt sind.

Bei der Festlegung der Gesamtvergütung sowie der Aufteilung auf einzelne Vergütungsteile werden insbesondere der dem jeweiligen Vorstandsmitglied übertragene Verantwortungsbereich und die persönliche Leistung bewertet. Des Weiteren werden die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens in die Bewertung einbezogen. Schließlich soll die Vergütung auch im Vergleich zum Wettbewerbsumfeld und zur Vergütungsstruktur im Unternehmen, sowohl im Verhältnis zum oberen Führungskreis als auch zur Belegschaft, attraktiv und angemessen sein.

Die Gesamtvergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstandes sowie das Vergütungssystem werden vom Aufsichtsrat für einen mehrjährigen Zeitraum festgesetzt und in regelmäßigen Abständen überprüft. Ziel ist eine Vergütungsstruktur, die auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet ist. Im Hinblick auf die Bestimmungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) wurden die Vorstandsverträge mit Wirkung zum Geschäftsjahr 2011 angepasst, sodass die variablen Vergütungsteile nunmehr grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage und Höchstbeträge aufweisen. Eingeführt wurde zugleich die Möglichkeit, die Vergütung des Vorstandes für den Zeitraum der Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens auf eine angemessene Höhe herabsetzen zu können. Die fixen Vergütungsteile werden monatlich anteilig als Gehalt ausgezahlt. Die Vorstandsmitglieder erhalten außerdem Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung, Telefon sowie Versicherungsprämien bestehen, die allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zustehen, jedoch in der Höhe je nach der persönlichen Situation variieren können. Als Vergütungsbestandteil sind diese Nebenleistungen vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern.

Als variable Vergütungsteile werden Tantiemen mit grundsätzlich mehrjähriger Bemessungsgrundlage vereinbart. Diese basieren auf einem Prozentsatz vom kumulierten EBIT bzw. Jahresüberschuss des direkten Verantwortungsbereichs, der über einen definierten, mehrjährigen Zeitraum betrachtet wird. Nach Feststellung des Jahresabschlusses werden jährlich Abschlagszahlungen geleistet; die Endabrechnung erfolgt am Ende des vereinbarten Zeitraums. Daneben können auch variable Vergütungsteile vereinbart werden, die lediglich auf einer jährlichen Erfolgsbetrachtung und damit entweder auf einer konkreten Zielerreichung oder einer prozentualen Beteiligung am Jahresergebnis basieren. Die variablen Vergütungsteile sehen betragsmäßige Höchstgrenzen vor.

Für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit eines Vorstandsmitglieds sind keine Abfindungen vereinbart worden. Für zwei Vorstandmitglieder wurden jedoch Wettbewerbsklauseln vereinbart, wonach ein Teil des Fixgehalts über eine bestimmte Dauer als Entschädigung für das Verbot einer Beschäftigung in der Branche zu zahlen ist. Es bestehen keine Versorgungszusagen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit bei der Gesellschaft. Allerdings gewährt die Gesellschaft zwei aktiven Mitgliedern des Vorstandes eine betriebliche Altersversorgung im Wege einer sogenannten rückgedeckten Unterstützungskasse, die durch Entgeltumwandlung finanziert wird.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 10.000 Euro. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, ein stellvertretender Vorsitzender das Eineinhalbfache dieses Betrages.

Besteht die Mitgliedschaft nicht ein ganzes Geschäftsjahr, erhält das jeweilige Mitglied die Vergütung zeitanteilig.

Über die feste jährliche Vergütung hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates für jede Teilnahme an einer Aufsichtsratssitzung ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 Euro.

6.1.2 Gesamtbezüge des Vorstandes

Die folgende Tabelle zeigt die im Geschäftsjahr und im Vorjahr gewährten und geflossenen Vorstandsvergütungen. Da kein Vorstand Aktienoptionszusagen und Pensionszusagen erhalten hat, entsprechen die gewährten den geflossenen Vergütungen.

Dr. Andreas Eckert Dr. Edgar Löffler
Vorstandsmitglied
Segment Strahlentherapie
Dr. André Heß
Vorstandsmitglied
Segment Radiopharma
Vorstandsvorsitzender
Werte in Datum Eintritt: 3.7.1997 Datum Eintritt: 7.5.2001 Datum Eintritt: 1.3.2008
Tsd. Euro Vorjahr 2015 Min Max Vorjahr 2015 Min Max Vorjahr 2015 Min Max
Festvergütung 300 300 300 300 186 186 190 190 180 194 194 194
Nebenleistungen 31 32 32 32 42 33 30 30 30 30 30 30
Summe 331 332 332 332 228 219 220 220 210 224 224 224
Einjährige
variable Vergütung
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Mehrjährige
variable Vergütung
216 270 0 500 32 19 0 250 114 272 0 275
Tantieme auf
Konzern-EBIT
(5 Jahre)
216 270 0 500
Tantieme auf
Konzern-EBIT
ohne das Segment
Strahlentherapie
(5 Jahre)
73 96 0 100
Tantieme auf
Segment-EBIT
Strahlentherapie
(5 Jahre)
– 41 – 78* 0 150
Tantieme auf
Konzern-EBIT ohne
das Segment
Radiopharma
(3 Jahre)
52 66 0 100
Tantieme auf
Segment-EBIT
Radiopharma
(3 Jahre)
62 207* 0 175
Summe 216 270 0 500 32 19 0 250 114 272 0 275
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 547 602 332 832 260 238 220 470 324 496 224 499

* Die variablen Vergütungen können im Einzelfall geringer oder höher als die ausgewiesenen Minimal- bzw. Maximalbeträge ausfallen, weil der Abgleich der Deckelungen grundsätzlich kumulativ über die Vertragsdauer erfolgt und die angegebenen Minimal- und Maximalbeträge als Jahresdurchschnitt zu verstehen sind.

Die ausgewiesenen variablen Vergütungen des Jahres 2015 beziehen sich auf die finalen Abschlusskennzahlen und werden in dieser Höhe im Jahr 2016 ausgezahlt. Aufgrund der Iterations-Problematik können die in der Bilanz zum 31. Dezember 2015 enthaltenen Tantiemen-Rückstellungen leicht abweichen.

Die Pensionsrückstellungen betreffen in Höhe von 391 Tsd. Euro (im Vorjahr 380 Tsd. Euro) ein ehemaliges Vorstandsmitglied. Im Geschäftsjahr 2015 sind an dieses ehemalige Vorstandsmitglied Pensionszahlungen in Höhe von 32 Tsd. Euro (2014: 32 Tsd. Euro) geleistet worden.

6.1.3 Gesamtbezüge des Aufsichtsrates

Für das Geschäftsjahr 2015 erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates feste Vergütungen in Höhe von 75 Tsd. Euro (2014: 75 Tsd. Euro) und Sitzungsgelder in Höhe von 26 Tsd. Euro (2014: 27 Tsd. Euro). Das entspricht einem Gesamtaufwand von 101 Tsd. Euro (2014: 102 Tsd. Euro).

Name Vergütete
Funktion
Feste
Vergütung
Sitzungsgelder Summe
Tsd. Euro
Prof. Dr. Wolfgang Maennig Vorsitzender des 20 5 25
Aufsichtsrates (2014: 20) (2014: 5) (2014: 25)
Prof. Dr. Nikolaus Fuchs Stellv. Vorsitzender 15 5 20
des Aufsichtsrates (2014: 15) (2014: 5) (2014: 20)
Hans-Jörg Hinke Mitglied des 10 5 15
Aufsichtsrates (2014: 10) (2014: 5) (2014: 15)
Dr. Gudrun Erzgräber Mitglied des 10 5 15
Aufsichtsrates (2014: 10) (2014: 6) (2014: 16)
Prof. Dr. Detlev Ganten Mitglied des 10 2 12
Aufsichtsrates (2014: 10) (2014: 2) (2014: 12)
Prof. Dr. Helmut Grothe
(Aufsichtsratsmitglied
seit 1.8.2014)
Mitglied des
Aufsichtsrates
10
(2014: 4)
4
(2014: 2)
14
(2014: 6)
Dr. Fritz Oesterle
(Aufsichtsratsmitglied
bis 31.7.2014)
Mitglied des
Aufsichtsrates
0
(2014: 6)
0
(2014: 3)
0
(2014: 9)

Auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates entfallen dabei folgende Einzelvergütungen:

Für persönlich erbrachte Leistungen außerhalb der Aufsichtsratstätigkeit, insbesondere für Beratungs- und Vermittlungsleistungen, wurden im Berichtsjahr keine Vergütungen oder Vorteile gewährt.

6.2 Übernahmerechtliche Angaben

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug am 31. Dezember 2015 5.292.983 Euro (im Vorjahr 5.292.983 Euro) und ist in 5.292.983 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Aktien mit Mehrfachstimmrechten oder Vorzugsstimmrechten sowie Höchststimmrechte existieren nicht.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand der Gesellschaft nicht bekannt.

Nach dem Wertpapierhandelsgesetz hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitzuteilen. Der niedrigste Schwellenwert für diese Mitteilungspflicht beträgt 3%. Folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10% der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft wie folgt mitgeteilt worden:

Der Vorstandsvorsitzende, Dr. Andreas Eckert, hielt zum 31. Dezember 2015 mittelbar durch die Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH, Panketal, eine Beteiligung in Höhe von 1.692.990 Aktien und unmittelbar eine Beteiligung in Höhe von 12.001 Aktien, die insgesamt 32,24% des Grundkapitals der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG von 5.292.983 Stück darstellen. Der Gesamtbesitz der übrigen Mitglieder des Vorstandes sowie der Mitglieder des Aufsichtsrates an den von der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG ausgegebenen Aktien lag zum 31. Dezember 2015 unter 1% des Grundkapitals.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestanden und bestehen nicht.

Das Unternehmen wird vom Vorstand geleitet und gegenüber Dritten vertreten. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes ist in § 84 AktG geregelt. Danach werden die Mitglieder des Vorstandes vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder eine Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Sie bedarf eines erneuten Aufsichtsratsbeschlusses, der frühestens ein Jahr vor Ablauf der bisherigen Amtszeit gefasst werden kann. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied des Vorstandes zum Vorsitzenden ernennen. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstand und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstandes widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Dieser kann beispielsweise in einer groben Pflichtverletzung, der Unfähigkeit zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung oder dem Vertrauensentzug durch die Hauptversammlung liegen.

Der Vorstand besteht gemäß § 6 der Satzung aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Mitglieder des Vorstandes wird vom Aufsichtsrat bestimmt.

Die Satzung enthält grundlegende Bestimmungen zur Verfassung der Gesellschaft. Eine Änderung der Satzung kann gemäß § 179 AktG grundsätzlich nur durch Beschluss der Hauptversammlung erfolgen, die eine Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 1999, geändert durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2003, ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 300 Tsd. Euro, eingeteilt in bis zu 300.000 Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 1999). Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durchgeführt werden, wie die Inhaber von Aktienoptionen, zu deren Ausgabe der Vorstand von der Hauptversammlung vom 30. April 1999 ermächtigt wurde, von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft die Optionsrechte nicht durch Übertragung eigener Aktien oder im Wege einer Barzahlung erfüllt. Der Vorstand hatte mit Zustimmung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2009 von der Ermächtigung zur bedingten Kapitalerhöhung um 32 Tsd. Euro durch Ausgabe von 31.650 Stückaktien Gebrauch gemacht. Der Vorstand hatte mit Zustimmung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2010 von der Ermächtigung zur bedingten Kapitalerhöhung um 33 Tsd. Euro durch Ausgabe von 32.700 Stückaktien Gebrauch gemacht.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 wurde das von der Hauptversammlung am 20. Mai 2009 beschlossene "Bedingte Kapital 2009" aufgehoben, gleichzeitig wurde ein Beschluss über die Schaffung eines neuen bedingten Kapitals (Bedingtes Kapital 2012) getroffen. Dabei wurde eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.639 Tsd. Euro beschlossen. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit von der Gesellschaft nicht eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden.

  1. Sonstige Angaben

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Juni 2015 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 2. Juni 2020 eigene Aktien zu anderen Zwecken als dem Wertpapierhandel bis zu einem Anteil von 10% am Grundkapital zu erwerben. Auf die nach dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Anteilen der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder welche ihr nach §§71a ff. Aktiengesetz zuzurechnen sind, nicht mehr als 10% des Grundkapitals entfallen.

Zum 31. Dezember 2015 hält die Gesellschaft 4.818 (2014: 4.818) eigene Aktien zum Nennwert von 5 Tsd. Euro, die in der Bilanz vom gezeichneten Kapital abgesetzt sind. Im Geschäftsjahr wurden keine eigenen Aktien erworben.

Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen. Weiterhin bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebotes.

6.3 Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB)

Die Gesellschaft hat eine Erklärung zur Unternehmensführung abgegeben, die auf der Webseite unter www.ezag.de > Investoren > Gute Unternehmensführung > Entsprechenserklärung einsehbar ist.

6.4 Abhängigkeitsbericht

Es wurde ein Abhängigkeitsbericht mit folgender Erklärung des Vorstandes erstellt:

"Wir erklären, dass die EZAG bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Es sind keine Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens getroffen oder unterlassen worden."

6.5 Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahres- und Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft und des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns beschrieben sind.

Berlin, den 18. März 2016

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG

Der Vorstand

Dr. Andreas Eckert Dr. Edgar Löffler Dr. André Heß

FINANZTEIL

KONZERNABSCHLUSS

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 61
Konzerngesamtergebnis 62
Konzernbilanz 63
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung 64
Konzern-Kapitalflussrechnung 66
KONZERNANHANG 67
Grundlagen, Grundsätze und Methoden 67
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 84
Erläuterungen zur Konzernbilanz 94
Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung 120
Sonstige Angaben 121
Angaben gemäß § 315a Abs. 1 HGB 131
KONZERNANLAGENSPIEGEL 132
BILANZEID 136
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS 137
EINZELABSCHLUSS DER ECKERT & ZIEGLER AG
Gewinn- und Verlustrechnung 138
Bilanz 139

MANAGEMENT| UNTERNEHMEN| KONZERNLAGEBERICHT| FINANZTEIL Geschäftsbericht 2015 | Eckert & Ziegler 61

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

KONZERNABSCHLUSS

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Tsd. Euro Anhang 2014 2015
(angepasst)
Umsatzerlöse 6. 127.256 140.046
Umsatzkosten 7. – 63.474 – 77.695
Bruttoergebnis vom Umsatz 63.782 62.351
Vertriebskosten 8. – 23.576 – 25.649
Allgemeine Verwaltungskosten 9. – 25.044 – 27.029
Sonstige betriebliche Erträge 12. 1.067 11.964
Sonstige betriebliche Aufwendungen 13. – 3.914 – 5.336
Betriebsergebnis 12.315 16.301
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 14. – 609 – 408
Währungsgewinne 1.811 1.641
Währungsverluste – 561 – 724
Ergebnis vor Zinsergebnis und Ertragsteuern (EBIT) 12.956 16.810
Zinserträge 16. 468 165
Zinsaufwendungen 16. – 1.628 – 1.471
Ergebnis vor Ertragsteuern 11.796 15.504
Ertragsteuern 17. – 5.299 – 5.138
Konzernergebnis 6.497 10.366
Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Verlust/Gewinn 18. – 278 – 352
Ergebnisanteil der Aktionäre der Eckert & Ziegler AG 6.775 10.718
Ergebnis je Aktie 19.
Unverwässert (Euro je Aktie) 1,28 2,03
Verwässert (Euro je Aktie) 1,28 2,03
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert – in Tausend Stück) 5.288 5.288
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert – in Tausend Stück) 5.288 5.288
KONZERNGESAMTERGEBNIS
Tsd. Euro Anhang 2014 2015
(angepasst)
Konzernergebnis 6.497 10.366
davon auf die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG entfallend 6.775 10.718
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn/Verlust – 278 – 352
Posten, die unter bestimmten Bedingungen zukünftig in die
Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Kursdifferenzen, die während des Geschäftsjahres eingetreten sind 3.303 3.213
Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe 29. 3.303 3.213
In die Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag – 2 0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte – 2 0
3.301 3.213
Posten, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden
Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne (+)/Verluste (–) – 2.675 560
Neubewertung der leistungsorientierten Verpflichtung 29., 32. – 2.675 560
Latente Steuern 843 – 177
– 1.832 383
Sonstiges Gesamtergebnis nach Steuern 1.469 3.596
Konzerngesamtergebnis 7.966 13.962
Vom Konzerngesamtergebnis entfallen auf:
die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG 8.257 14.292
Nicht beherrschende Gesellschafter – 291 – 330

Konzerngesamtergebnis | Konzernbilanz

KONZERNBILANZ
Tsd. Euro Anhang 1.1.2014 31.12.2014 31.12.2015
(angepasst)
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 20. 34.906 38.321 40.029
Übrige Immaterielle Vermögenswerte 20. 17.808 17.297 14.092
Sachanlagen 21. 33.542 36.119 35.973
Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen 22. 3.439 5.323 2.780
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.853 368 0
Aktive Latente Steuern 17. 10.105 9.465 9.366
Übrige langfristige Vermögenswerte 23. 3.104 2.501 5.711
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 105.757 109.394 107.951
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 24. 29.414 21.824 31.466
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 25. 20.277 23.401 21.391
Vorräte 26. 17.778 24.322 25.049
Ertragsteuerforderungen 0 3.577 1.214
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 27. 5.159 3.849 9.605
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 0 962 0
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 72.650 77.935 88.725
Bilanzsumme 178.407 187.329 196.676
Passiva
Kapital und Rücklagen 28.
Gezeichnetes Kapital 5.293 5.293 5.293
Kapitalrücklagen 53.500 53.500 53.500
Gewinnrücklagen 28.534 32.136 39.681
Übrige Rücklagen – 3.808 – 2.326 1.248
Eigene Anteile – 27 – 27 – 27
Den Aktionären der Eckert & Ziegler AG zustehendes Eigenkapital 83.492 88.576 99.695
Nicht beherrschende Anteile 18. 6.773 5.914 4.973
Summe Kapital und Rücklagen 90.265 94.490 104.668
Langfristige Schulden
Langfristige Darlehensverbindlichkeiten 29. 17.572 7.279 4.977
Abgrenzung von Zuschüssen und sonstige Abgrenzungsposten (langfristig) 30. 715 680 1.588
Passive Latente Steuern 17. 1.932 2.728 4.081
Rückstellungen für Pensionen 31. 7.963 11.094 10.494
Übrige langfristige Rückstellungen 32. 23.991 23.637 27.762
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 33. 4.354 4.632 3.820
Langfristige Schulden, gesamt 56.527 50.050 52.722
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Darlehensverbindlichkeiten 29. 5.055 11.426 10.551
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.779 8.220 7.533
Erhaltene Anzahlungen 2.241 3.090 398
Abgrenzungen von Zuschüssen und sonstige Abgrenzungsposten (kurzfristig) 30. 104 117 256
Ertragssteuerverbindlichkeiten 915 2.142 2.134
Übrige kurzfristige Rückstellungen 32. 4.014 3.600 3.662

Kurzfristige Schulden, gesamt 31.615 42.789 39.286 Bilanzsumme 178.407 187.329 196.676

KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG Kumuliertes übriges

Stammaktien Gesamtergebnis

Beträge in Tausend, ausgenommen Aktienanzahl Anzahl Nominalwert Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Stand 1. Januar 2015 5.292.983 5.293 53.500 32.136
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten
Aufwendungen und Erträge
0 0 0 0
Konzernergebnis 10.718
Konzerngesamtergebnis 0 0 0 10.718
Dividendenzahlung bzw. -beschluss – 3.173
Stand 31. Dezember 2015 5.292.983 5.293 53.500 39.681

KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

Stammaktien Kumuliertes übriges Gesamtergebnis

Anzahl Nominalwert Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
5.292.983 5.293 53.500 28.534
0 0 0 0
6.775
0 0 0 6.775
– 3.173
5.292.983 5.293 53.500 32.136

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung

Kumuliertes übriges
Gesamtergebnis
Auf Aktionäre Unrealisiertes
Eckert & Ziegler Ergebnis
Strahlen- und versicherungs
Nicht Medizin Fremd mathe
beherr technik AG währungs matischer
Konzern schende entfallendes Eigene umrechnungs Gewinne/
Eigenkapital Anteile Eigenkapital Anteile differenzen Verluste
5.914
94.490
88.576 – 27 339 – 2.665
22
3.596
3.574 0 3.191 383
– 352
10.366
10.718
– 330
13.962
14.292 0 3.191 383
– 611
– 3.784
– 3.173
104.668 4.973 99.695 – 27 3.530 – 2.282
Kumuliertes übriges Gesamtergebnis
Auf Aktionäre Unrealisiertes
Eckert & Ziegler Ergebnis Unrealisiertes
Strahlen- und versicherungs Ergebnis
Nicht Medizin Fremd mathe zur Ver
beherr technik AG währungs matischer äußerung
Konzern schende entfallendes Eigene umrechnungs Gewinne/ verfügbare
Eigenkapital Anteile Eigenkapital Anteile differenzen Verluste Wertpapiere
90.265 6.773 83.492 – 27 – 2.977 – 833 2
1.469 – 13 1.482 0 3.316 – 1.832 – 2
6.497 – 278 6.775
7.966 – 291 8.257 0 3.316 – 1.832 – 2
– 3.741 – 568 – 3.173
94.490 5.914 88.576 – 27 339 – 2.665 0
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
Tsd. Euro Anhang 2014 2015
(angepasst)
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit: 37.
Konzernergebnis 6.497 10.366
Anpassungen für:
Abschreibungen und Wertminderungen 7.143 8.764
Ertragsteueraufwand 5.299 5.138
Ertragsteuerzahlungen – 3.946 – 2.823
Nicht zahlungswirksame Erträge aus der Auflösung abgegrenzter Zuschüsse – 22 – 101
Gewinn (2014: Verlust) aus dem Abgang von Anlagevermögen 12 – 858
Gewinn aus dem Verkauf von at-equity konsolidierten Unternehmen – 8.785
Gewinn aus dem Verkauf von Wertpapieren – 3
Veränderung der langfristigen Rückstellungen,
sonstige langfristige Verbindlichkeiten
– 336 3.130
Veränderung der übrigen langfristigen Vermögenswerte und Forderungen 1.701 451
Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge – 1.408 – 1.664
Veränderungen der kurzfristigen Aktiva und Passiva:
Forderungen – 766 1.985
Vorräte – 5.149 266
Veränderung der übrigen kurzfristigen Vermögenswerte – 1.470 127
Veränderung der kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen 3.101 234
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit 10.653 16.230
Cashflow aus der Investitionstätigkeit: 38.
Ausgaben für immaterielle Vermögenswerten und Sachanlagen – 7.815 – 3.843
Einnahmen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten
und Sachanlagen
38 23
Ausgaben für Akquisitionen (abzüglich übernommener Zahlungsmittel) – 780 – 574
Ausgaben für Anteile an at-equity konsolidierten Unternehmen – 2.278
Einnahmen aus dem Verkauf von at-equity konsolidierten Unternehmen 5.366
Einnahmen aus dem Verkauf von Wertpapieren 22
Mittelzufluss/-abfluss aus der Investitionstätigkeit – 10.813 972
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit: 38.
Gezahlte Dividenden – 3.173 – 3.173
Ausschüttung Anteile Dritter – 393 – 682
Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen 2.962 3.129
Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen – 7.020 – 6.386
Kauf von Eigenkapitalinstrumenten von Tochterunternehmen – 150 – 350
Erhaltene Zinsen 433 100
Gezahlte Zinsen – 1.206 – 1.058
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit – 8.547 – 8.420
Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestandes 1.117 860
Zunahme/Abnahme des Finanzmittelbestandes – 7.590 9.642
Finanzmittelbestand zu Beginn der Periode 29.414 21.824
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 21.824 31.466

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015

Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 18. März 2016 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.

GRUNDLAGEN, GRUNDSÄTZE UND METHODEN

1 | ORGANISATION UND BESCHREIBUNG DER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin (im folgenden "Eckert & Ziegler AG" genannt), ist eine Holdinggesellschaft, deren spezialisierte Tochterunternehmen sich weltweit mit der Verarbeitung von Radioisotopen und der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von isotopentechnischen Komponenten, Bestrahlungsgeräten und Radiopharmazeutika oder verwandten Produkten beschäftigen. Hauptanwendungsgebiete für die Erzeugnisse der Gruppe sind die Medizintechnik, insbesondere die Krebstherapie, sowie die nuklearmedizinische Bildgebung und die industrielle Messtechnik. In diesen Bereichen wenden sich die Eckert & Ziegler AG und ihre Tochterunternehmen unter anderem an Strahlentherapeuten und Radioonkologen sowie an Nuklearmediziner.

Der Konzern agiert in einem Markt, der durch schnellen technologischen Fortschritt, erheblichen Forschungsaufwand und ständig neue wissenschaftliche Entdeckungen gekennzeichnet ist. Dieser Markt unterliegt der Kontrollaufsicht durch Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden. Zu den zuständigen Kontrollbehörden gehören das Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin (LAGeSo), der TÜV Nord CERT GmbH, Essen, das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie die entsprechenden ausländischen Institutionen, z.B. die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) oder die Nuclear Regulatory Commission (NRC). Deshalb haben Änderungen in der Technologie und in den Produkten, die zur Krebsbehandlung und zur nuklearmedizinischen Bildgebung eingesetzt werden, die staatlichen Bestimmungen in der Branche, in der die Eckert & Ziegler AG sich betätigt sowie die allgemeinen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen direkte Auswirkungen auf den Konzern.

2 | GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG

Der Konzernabschluss der Eckert & Ziegler AG zum 31. Dezember 2015 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Es wurden alle am Abschlussstichtag in der EU anzuwendenden Standards des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie die gültigen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) bzw. des Standing Interpretations Committee (SIC) berücksichtigt. Zudem wurden die ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften beachtet. Der Konzernabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Die Berichtswährung ist Euro. Die im Konzernabschluss dargestellten Beträge wurden auf tausend Euro gerundet.

Die Abschlüsse der Tochterunternehmen wurden zum Stichtag des Konzernabschlusses, der dem Abschlussstichtag der Eckert & Ziegler AG entspricht, aufgestellt. Der Konzernabschluss umfasst den Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015. Die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt worden. Das sonstige Ergebnis wird in der "Konzerngesamtergebnisrechnung" dargestellt.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister in Berlin Charlottenburg unter der Nr. HRB 64997 registriert. Der zum 31. Dezember 2015 aufgestellte Konzernabschluss und zusammengefasste Lagebericht wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht.

3 | BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden • Die Bilanzierung der Vermögenswerte und Schulden der im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen inländischen und ausländischen Tochterunternehmen erfolgt nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch für die Vergleichsinformationen des Vorjahres verwendet wurden.

Ausweis • Gemäß IAS 1.56 (Darstellung des Abschlusses) wird beim Ausweis in der Bilanz zwischen kurzund langfristigen Vermögenswerten sowie kurz- und langfristigen Schulden unterschieden.

Beurteilungen und Schätzungen • Für die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS ist es erforderlich, dass Einschätzungen und Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, Erträge und Aufwendungen haben. Wesentliche Annahmen und Schätzungen werden für die Nutzungsdauern, die erzielbaren Erträge der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen, die Realisierbarkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, den Bestand sowie die Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern getroffen. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf den jeweils aktuell verfügbaren Kenntnissen basieren. Durch von den Annahmen abweichende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzungen abweichen. Die Sensitivität der Buchwerte hinsichtlich der Annahmen und der Schätzungen, die der Berechnung der Buchwerte zugrunde liegen, wurde anhand von Sensitivitätsanalysen untersucht. Im Falle einer signifikanten Auswirkung von Schätzungsänderungen, werden Angaben im Sinne von IAS 1.125 gemacht.

Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden • Langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Von der ebenfalls zulässigen Möglichkeit, diese zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen, wird kein Gebrauch gemacht.

Geschäfts- oder Firmenwerte • Der Geschäfts- oder Firmenwert repräsentiert den Unterschiedsbetrag, um den der Gesamtkaufpreis für ein Unternehmen oder einen Geschäftsbetrieb den beizulegenden Zeitwert (Fair Value) des erworbenen Nettovermögens übersteigt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben sondern entsprechend den Regelungen des IAS 36 jährlich mindestens einmal einem Impairmenttest unterzogen.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte • Unter den sonstigen immateriellen Vermögenswerten werden Kundenbeziehungen, aktivierte Entwicklungskosten, Patente, Technologien, Wettbewerbsverbote, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte ausgewiesen. Entwicklungskosten werden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn die Voraussetzungen für eine Aktivierung von selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten gemäß IAS 38 kumulativ erfüllt sind. Die aktivierten Entwicklungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten, die ab dem Zeitpunkt anfallen, an dem sämtliche Kriterien zur Aktivierung erfüllt sind. Nach erfolgreichem Abschluss des Entwicklungsprojektes werden aktivierte Entwicklungskosten über die geplante Produktlebensdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen der aktivierten Entwicklungskosten werden unter den Umsatzkosten ausgewiesen. Forschungskosten sowie nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden bei ihrer Entstehung als Aufwand erfasst.

Anhang

Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und, sofern es sich nicht um immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer handelt, über ihre jeweilige Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Für die abnutzbaren immateriellen Vermögenswerte werden folgende Nutzungsdauern angenommen:

selbst erstellt erworben
Kundenbeziehungen 8 bis 15 Jahre
Aktivierte Entwicklungskosten 3 bis 10 Jahre
Patente, Zulassungen, Warenzeichen etc. 6 bis 20 Jahre 10 Jahre
Sonstige 3 bis 5 Jahre 3 bis 5 Jahre

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer aufrechterhalten werden kann.

Sachanlagen • Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Ausrüstungen und Anlagen umfassen sämtliche direkte Kosten und die zurechenbaren Fertigungsgemeinkosten und – soweit die Voraussetzungen nach IAS 23 gegeben sind – Finanzierungskosten. Soweit vorhanden, beinhalten die Anschaffungs- oder Herstellungskosten die geschätzten Kosten für Abbruch und Beseitigung des Vermögenswertes und die Wiederherstellung des Standortes. Selbst erstellte Anlagen betreffen im Wesentlichen Produktionslinien. Der Abschreibungsaufwand wird auf der Grundlage der linearen Methode ermittelt. Der Abschreibungszeitraum wird gemäß der voraussichtlichen Nutzungsdauer festgelegt. Angenommen werden folgende Nutzungsdauern:

Gebäude 25 bis 45 Jahre
Mietereinbauten 10 bis 15 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 4 bis 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre

Grundstücke werden nicht abgeschrieben.

Zuschreibungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert des Vermögenswertes übersteigt. Die Zuschreibung erfolgt dabei höchstens auf den Betrag, der sich ohne die Vornahme vorheriger Wertminderungen ergeben hätte. Eine Zuschreibung auf einen wertgeminderten Geschäfts- oder Firmenwert erfolgt nicht.

Bei Verschrottung oder Verkauf werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Anlagegegenstände ebenso wie die zugehörigen kumulierten Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen ausgebucht und die aus dem Abgang resultierenden Gewinne oder Verluste erfolgswirksam erfasst.

Ein signifikanter Anteil der abnutzbaren Vermögenswerte des Konzerns wird für die Herstellung der Produkte genutzt. Der Vorstand beurteilt unter Berücksichtigung auslösender Ereignisse des Geschäftsumfelds die Werthaltigkeit dieser Vermögenswerte. Der Vorstand geht davon aus, dass zum 31. Dezember 2015 keine Beeinträchtigungen der Nutzbarkeit vorliegen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass sich die Beurteilungen des Vorstands in Bezug auf die Nutzungs- und Verwertungsmöglichkeiten der abnutzbaren Vermögenswerte des Konzerns aufgrund von Änderungen im technologischen und behördlichen Umfeld auch kurzfristig ändern können.

Wertminderung auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen • Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden vorgenommen, sofern aufgrund bestimmter Ereignisse oder veränderter Umstände der Buchwert der Vermögenswerte den erzielbaren Betrag dieser Vermögenswerte übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte sowie immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich auf Wertminderung überprüft.

Zur Durchführung des Werthaltigkeitstests werden die erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte denjenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units = CGU) zugeordnet, die erwartungsgemäß von den Synergien der Unternehmens- und Geschäftserwerbe profitieren. Eine zahlungsmittelgenerierende Einheit ist die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse aus der fortgesetzten Nutzung erzeugt, und weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten ist. Die CGUs entsprechen im Segment Strahlentherapie dem Segment. In den Segmenten Isotope Products und Radiopharma wurden jeweils zwei zahlungsmittelgenerierende Einheiten identifiziert (Eckert & Ziegler Vitalea Science Inc. (VSU) und Segment Isotope Products ohne VSU sowie Zyklotron- und Gerätesparte).

Der Vorstand erachtet Beträge die 10% des gesamten Geschäfts- oder Firmenwertes des Konzerns übersteigen als signifikant. Diesem Kriterium entsprechen die CGUs der Segmente Isotope Products ohne VSU und Strahlentherapie.

Die Prüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt durch Ermittlung des Nutzungswertes anhand geschätzter zukünftiger Cashflows, die aus den Mittelfristplanungen für die Segmente abgeleitet werden. Der Planungshorizont der Mittelfristplanungen beträgt fünf Jahre. Die Zahlungsströme nach der Detailplanungsphase werden unter Nutzung einer Wachstumsrate von –1% – 1% extrapoliert, die das erwartete durchschnittliche Markt- oder Branchenwachstum nicht überschreitet.

Die Diskontierungssätze werden auf Basis des gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatzes (WACC) der jeweiligen CGU ermittelt. In den folgenden der Berechnung zugrunde gelegten Annahmen bestehen Schätzungsunsicherheiten:

Mittelfristplanung:

• Die Mittelfristplanung basiert auf vergangenheitsbezogenen Erfahrungswerten und berücksichtigt geschäftssegmentspezifische Marktwachstumserwartungen.

Diskontierungssätze:

• Die Kapitalisierungszinssätze wurden basierend auf den branchenüblichen gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten ermittelt.

Wachstumsraten:

• Den Wachstumsraten liegen veröffentlichte branchenbezogene Marktforschungen zugrunde.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte • Langfristige Vermögenswerte werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Diese Bedingung wird nur dann als erfüllt angesehen, wenn der langfristige Vermögenswert im gegenwärtigen Zustand sofort zur Veräußerung verfügbar ist und die Veräußerung hochwahrscheinlich ist. Der Vorstand muss sich zu einer Veräußerung verpflichtet haben. Dabei muss davon ausgegangen werden, dass der Veräußerungsvorgang innerhalb eines Jahres nach eine solchen Klassifizierung abgeschlossen wird.

Langfristige Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert sind, werden zu dem niedrigeren Betrag ihres ursprünglichen Buchwertes und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet.

Anhang

Vorräte • Unter den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Leistungen und Erzeugnisse sowie fertige Erzeugnisse ausgewiesen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem zum Bilanzstichtag niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen, produktionsbezogene Verwaltungs- und Sozialbereichskosten. Finanzierungskosten werden aufgrund des kurzfristigen Herstellungsvorganges nicht als Teil der Herstellungskosten angesetzt. Als Bewertungsvereinfachung wird – sofern erforderlich – die Durchschnittsmethode angewandt.

Wertminderungen für veraltete oder Überhang-Vorräte werden auf der Grundlage einer Vorratsanalyse und der künftigen Absatzprognosen vorgenommen.

Forderungen • Forderungen sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die Forderungen nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bewertet. Gewinne oder Verluste werden im Konzernergebnis erfasst, wenn die Forderungen wertgemindert sind.

Finanzanlagen • Finanzanlagen werden bei ihrem Zugang mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Nach erstmaliger Erfassung werden Finanzanlagen mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderungen bewertet.

Derivative Finanzinstrumente • Derivative Finanzinstrumente wie z.B. Swaps werden grundsätzlich nur für Sicherungszwecke eingesetzt. Sie werden in der Konzernbilanz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Wertänderungen erfolgswirksam erfasst werden, da mangels Erfüllung der umfangreichen Dokumentationsanforderungen kein Ausweis als Bewertungseinheit erfolgt.

Eingeschränkt verfügbare Vermögenswerte • Eingeschränkt verfügbare Vermögenswerte betreffen von der US Tochtergesellschaft Eckert & Ziegler Analytics Inc., Atlanta, USA in einen Fonds eingezahlte Beträge, die der Sicherstellung der Erfüllung ihrer künftigen Sanierungsverpflichtungen für kontaminierte Anlagen dienen.

Des Weiteren unterliegen Vermögenswerte, die der nach dem Altersteilzeitgesetz vorgeschriebenen Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben dienen, Verfügungsbeschränkungen.

Wir verweisen auf die Erläuterungen in den Teilen "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente", "Übrige langfristige Vermögenswerte" und "Darlehen".

Finanzmittelbestand • Der Konzern betrachtet sämtliche Bar- und Sichteinlagen sowie Zahlungsmitteläquivalente die kurzfristig in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen (hochliquide Mittel) mit einer Fälligkeit von bis zu drei Monaten als geldnahe Anlagen, die im Finanzmittelbestand ausgewiesen werden. Der Nennwert dieser Mittel wird aufgrund ihrer Kurzfristigkeit als ihr beizulegender Zeitwert (Fair Value) angesehen.

Finanzielle Verbindlichkeiten • Finanzielle Verbindlichkeiten enthalten insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige Verbindlichkeiten. Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Pensionsrückstellungen • Die Bewertung der Pensionsverbindlichkeiten erfolgt auf der Grundlage des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Method) in Übereinstimmung mit IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer). Beim Anwartschaftsbarwertverfahren werden künftige Gehalts- und Rentenentwicklungen bei der Bemessung der Verpflichtung berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden seit dem 1. Januar 2009 unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral im sonstigen Konzernergebnis erfasst sowie vollständig in der Pensionsrückstellung ausgewiesen.

Rückstellungen • Die Rückstellungen sind insoweit gebildet, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt. Der Ansatz erfolgt, wenn die Höhe der Inanspruchnahme eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist und die Höhe der Inanspruchnahme zuverlässig geschätzt werden kann. Die als Rückstellungen angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Ausgaben dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als 12 Monaten werden abgezinst.

Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen und Entsorgungsverpflichtungen • Kosten für den Abbruch und das Abräumen eines Gegenstandes sowie die Wiederherstellung des Standortes sind nach IAS 16 Bestandteil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, soweit für die Kosten nach IAS 37 Rückstellungen zu bilden sind.

Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen basieren auf den öffentlich rechtlichen und privatrechtlichen Verpflichtungen, radioaktiv kontaminierte Anlagegegenstände und Gebäude zu dekontaminieren, freizumessen und sie nach dem Gebrauch wieder gefahrlos zugänglich und nutzbar zu machen. Die Kostenschätzung beinhaltet demzufolge die Arbeitskosten für den Abbau der Anlagen, Kosten für die Aufbereitung der Abfälle, sodass sie entsorgt werden können, Reinigungskosten der Räume, Kosten für die Abnahme durch Sachverständige sowie die Abfallkosten für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als 12 Monaten werden abgezinst.

Nach IAS 37 werden die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen auf Basis ihres Verkehrswertes ermittelt. Der Ansatz der Rückstellungen erfolgt mit dem Barwert der am Abschlussstichtag erwarteten Ausgaben. Der Ermittlung der Rückbauverpflichtungen liegen verschiedene Annahmen zu Grunde, die auf Schätzungen beruhen. Dazu zählen Einschätzungen über benötigte Arbeitstage, Tagessätze und erwartete Sachkosten. Erwartete Kostensteigerungen bis zum Eintritt des Rückbaufalls sind in der Bewertung der Rückstellung berücksichtigt. Der Wert der Verpflichtung wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Bei Wertänderungen werden entsprechende Anpassungen der Sachanlagen und der Rückstellungen vorgenommen.

Ferner wird radioaktiver Abfall aus der laufenden Produktion sowie von Dritten übernommener radioaktiver Abfall erfasst und entsprechend der erwarteten Kosten für Entsorgung oder Aufbereitung bewertet. Dieser Aufwand wird unter den Umsatzkosten ausgewiesen.

Leasing • Es bestehen ausschließlich operate lease Verträge. Die Aufwendungen aus Leasing werden entsprechend als Aufwand des jeweiligen Geschäftsjahres erfasst.

Ertragsrealisierung • Erträge aus Produktumsätzen werden gemäß IAS 18 im Zeitpunkt der Leistungserbringung realisiert, sofern eine vertragliche Vereinbarung zu einem fixen und bestimmbaren Preis vorliegt und mit einer Zahlung durch den Kunden gerechnet werden kann. Dem Kunden werden keine über die gesetzlichen Rechte hinausgehenden Garantie- oder Rückgaberechte eingeräumt. Lizenzgebühren werden in der Periode ertragswirksam vereinnahmt, für die sie gewährt werden.

Erträge aus Fertigungsaufträgen werden gemäß IAS 11 wie folgt realisiert: Kann das Ergebnis eines Fertigungsauftrags zuverlässig geschätzt werden, erfolgt die Erfassung der Erträge und Aufwendungen im Laufe der Leistungserbringung bei Vorliegen der Voraussetzungen nach Maßgabe des Grades der Fertigstellung (percentage of completion method), d. h. Teilgewinne werden in den einzelnen Perioden ausgewiesen. Sind die Voraussetzungen für eine zuverlässige Schätzung des Fertigstellungsgrads nicht erfüllt, erfolgt die Erlöserfassung nur in Höhe der angefallenen und wahrscheinlich einbringbaren Auftragskosten. Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Auftragskosten die gesamten Auftragserlöse übersteigen werden, wird der erwartete Verlust in voller Höhe sofort als Aufwand erfasst. Zur Ermittlung des Fertigstellungsgrades der Fertigungsaufträge wird in Abhängigkeit von den Rahmenbedingungen des jeweiligen Projektes die entsprechend am besten geeignete Methode angewendet. Die percentage of completion Methode wird ebenfalls für längerfristige Dienstleistungsaufträge, die keine Fertigungsaufträge gemäß IAS 11 darstellen, angewandt.

Anhang

Werbung • Ausgaben für Werbung und andere vertriebsbezogene Kosten werden bei ihrem Anfall aufwandswirksam erfasst.

Forschung und Entwicklung • Forschungsaufwendungen werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Entwicklungskosten sind gemäß IAS 38 (immaterielle Vermögenswerte) beim kumulativen Vorliegen bestimmter Voraussetzungen zu aktivieren. Nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden bei ihrer Entstehung als Aufwand erfasst und unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Ertragsteuern • Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Laufende oder latente Steuern werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, dass sie im Zusammenhang mit Posten stehen, die entweder im sonstigen Konzernergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst werden. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Jahr ermittelt. Die Verbindlichkeit des Konzerns für die laufenden Steuern wird auf Grundlage der geltenden bzw. in Kürze geltenden Steuersätze berechnet. Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 angesetzt, um die zukünftigen steuerlichen Auswirkungen widerzuspiegeln, die sich aus den temporären Differenzen zwischen den Buchwerten der im Konzernabschluss ausgewiesenen Aktiva und Passiva und den jeweiligen Werten in den Steuerbilanzen ergeben. Ferner werden aktive latente Steuern auf Verlustvorträge gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden auf der Grundlage der gesetzlichen Steuersätze bemessen, die auf das steuerpflichtige Einkommen in den Jahren anwendbar sind, in denen sich diese zeitweiligen Differenzen voraussichtlich wieder ausgleichen werden. Die Auswirkungen einer Änderung der Steuersätze auf die aktiven und passiven latenten Steuern werden in dem Geschäftsjahr in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem die Gesetzesänderungen verabschiedet wurden. Aktive latente Steuern werden nur angesetzt, soweit eine Realisierung dieser Vermögenswerte wahrscheinlich ist. Aktive und passive latente Steuern werden bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen des IAS 12 saldiert ausgewiesen. Die latenten Steuern werden nach IAS 12 unter den langfristigen Vermögenswerten bzw. Schulden ausgewiesen und unterliegen keiner Abzinsung.

Die laufenden Ertragssteuern werden basierend auf den jeweiligen nationalen steuerlichen Ergebnissen des Jahres sowie den nationalen Steuervorschriften berechnet.

Investitionszuschüsse und andere Zuwendungen • Eine Erfassung von Zuwendungen erfolgt gemäß IAS 20.7 nur dann, wenn das Unternehmen die mit der Zuschussgewährung verbundenen Bedingungen erfüllt. Mittel, die der Konzern von öffentlichen oder privaten Zuschussgebern für Investitionen beziehungsweise Entwicklungsprojekte erhält, werden im Zeitpunkt des Zuflusses als Passivischer Abgrenzungsposten erfasst. Aufwandszuschüsse werden im Geschäftsjahr des Anfalls mit den geförderten Aufwendungen verrechnet. Die im Konzernabschluss abgegrenzten Zuschüsse wurden für den Erwerb von Sachanlagen sowie Entwicklungskosten gewährt. Sie werden über die Nutzungsdauer der jeweiligen Sachanlagen beziehungsweise immateriellen Vermögenswerte ertragswirksam aufgelöst.

Ergebnis je Aktie • Der Gewinn bzw. Verlust je Aktie wird berechnet, indem das den Aktionären der Eckert & Ziegler AG zuzurechnende Konzernergebnis durch die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird. Verwässerte Aktienerträge reflektieren die potenzielle Verwässerung, die entstünde, wenn sämtliche Optionen auf den Bezug von Stammaktien, deren Ausübungspreis unter dem durchschnittlichen Aktienkurs der Periode liegt, ausgeübt würden. Sie werden berechnet, indem der den Eckert & Ziegler Aktionären zuzurechnende Anteil am Konzernergebnis durch die Summe aus der durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stammaktien und den bei Ausübung sämtlicher ausstehender Optionen entstehenden verwässernden Aktien (berechnet unter Anwendung der Treasury-Stock-Methode) dividiert wird.

NEUE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN

Im Konzernabschluss wurden alle am Abschlussstichtag in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards des IASB sowie die gültigen IFRIC bzw. SIC berücksichtigt.

Im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendete Rechnungslegungsvorschriften:

Im Geschäftsjahr 2015 wurden die nachfolgend dargestellten bzw. geänderten Standards und Interpretationen erstmalig angewandt.

IFRIC 21 Abgaben

IFRIC 21 enthält Leitlinien dazu, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die aufgrund gesetzlicher Vorschriften durch die öffentliche Hand auferlegt wird (z.B. Bankenabgabe). Dabei wird das verpflichtende Ereignis für den Ansatz einer Schuld als die Aktivität identifiziert, die die Zahlung nach der einschlägigen Gesetzgebung auslöst. Erst bei Eintritt des verpflichtenden Ereignisses sind Abgaben bilanziell zu erfassen. Das verpflichtende Ereignis kann auch sukzessive über einen Zeitraum eintreten, sodass die Schuld zeitanteilig anzusetzen ist.

IFRIC 21 wurde rückwirkend angewandt. Die Anwendung dieser Interpretation hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

JÄHRLICHE VERBESSERUNGEN AN DEN IFRS-ZYKLUS 2011–2013
Standard Art der Änderungen Details der Änderungen
IFRS 1 Erstmalige
Anwendung der
International Financial
Reporting Standards
Bedeutung von in Kraft getreten
in Bezug auf IFRS
Stellt klar, dass ein Unternehmen in seinem ersten IFRS-Abschluss die
Wahl zwischen der Anwendung von bestehenden und derzeit gelten
den IFRS und der vorzeitigen Anwendung von neuen oder überarbei
teten IFRS hat, die noch nicht verpflichtend anzuwenden sind, sofern
deren vorzeitige Anwendung gestattet ist. Ein Unternehmen muss die
gleiche Fassung eines Standards über alle Perioden hinweg anwenden,
die im ersten IFRS Abschluss abgedeckt werden.
IFRS 3 Unternehmens
zusammenschlüsse
Anwendungsbereich der
Ausnahme für Joint Ventures
Stellt klar, dass vom Anwendungsbereich von IFRS 3 die Bilanzierung
der Gründung aller Arten von gemeinsamen Vereinbarungen im
Abschluss der gemeinsamen Vereinbarung selbst ausgeschlossen ist.
IFRS 13 Bemessung des
beizulegenden Zeitwerts
Anwendungsbereich von
Paragraf 52
(Ausnahme für Portfolios)
Stellt klar, dass die Ausnahme für Portfolios in Paragraf 52 von IFRS 13
alle Verträge umfasst, die nach IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und
Bewertung oder IFRS 9 Finanzinstrumente bilanziert werden; dies gilt
unabhängig davon, ob sie die Definition eines finanziellen Vermögens
werts oder einer finanziellen Verbindlichkeit nach IAS 32 Finanzinstru
mente: Ausweis erfüllen.
IAS 40 Als
Finanzinvestition
gehaltene Immobilien
Klarstellung der Beziehung
zwischen IFRS 3 und IAS 40 bei der
Klassifizierung einer Immobilie als
als Finanzinvestition gehalten
oder als eigentümergenutzt
Stellt klar, dass die Bestimmung, ob eine bestimmte Transaktion sowohl
die Definition eines Unternehmenszusammenschlusses nach IFRS 3
Unternehmenszusammenschlüsse als auch die Definition einer als
Finanzinvestition gehaltenen Immobilie nach IAS 40 Als Finanzinves
tition gehaltene Immobilien erfüllt, die Anwendung beider Standards
unabhängig voneinander erfordert.

Die Anwendung dieser Änderungen hatte keinen Einfluss auf den Konzernabschluss.

Anhang

Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen:

Die folgenden neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen wurden vom IASB bereits verabschiedet, sind aber noch nicht verpflichtend in Kraft getreten. Die Gesellschaft hat die Regelungen im vorliegenden Konzernabschluss nicht vorzeitig angewandt.

Norm Bezeichnung Verpflichtend für
Geschäftsjahre
beginnend ab
Anwen
dungszeit
punkt EU:
Mögliche
Auswirkungen
auf künftige
Abschlüsse
IFRS 9 Finanzinstrumente 01.01.2018 * 01.01.2018 unbestimmt
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 01.01.2018 * 01.01.2018 unbestimmt
Änderungen an IFRS 10
und IAS 28
Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten
zwischen einem Investor und einem assoziierten
Unternehmen oder Joint Venture
01.01.2016 * 01.01.2016 keine
Änderungen an IFRS 10,
IFRS 12 und IAS 28
Investmentgesellschaften: Anwendung der
Konsolidierungsausnahme.
01.01.2016 * 01.01.2016 keine
Änderungen an IFRS 11 Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer
gemeinsamen Geschäftstätigkeit
01.01.2016 01.01.2016 unwesentlich
Änderungen an IAS 1 Angabeinitiative 01.01.2016 01.01.2016 unwesentlich
Änderungen an IAS 16
und IS 38
Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden 01.01.2016 01.01.2016 keine
Änderungen an IAS 16
und IAS 41
Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen 01.01.2016 01.01.2016 keine
Änderungen an IAS 19 Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge 01.07.2014 ** 01.02.2015 unwesentlich
Jährliche Verbesserun
gen an den IFRS
Zyklus 2010–2012 01.07.2014 ** 01.02.2015 unwesentlich
Jährliche Verbesserun
gen an den IFRS
Zyklus 2012–2014 01.01.2016 01.01.2016 unwesentlich

* Ein EU Endorsement steht noch aus.

** Abweichendes Inkrafttreten aufgrund von EU Endorsement: 1. Februar 2015

IFRS 9 Finanzinstrumente

IFRS 9 Finanzinstrumente enthält Vorschriften für den Ansatz, die Bewertung und Ausbuchung sowie für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Der IASB hat die finale Fassung des Standards im Zuge der Fertigstellung der verschiedenen Phasen seines umfassenden Projekts zu Finanzinstrumenten am 24. Juli 2014 veröffentlicht. Damit kann die bisher unter IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung vorgenommene Bilanzierung von Finanzinstrumenten nunmehr vollständig durch die Bilanzierung unter IFRS 9 ersetzt werden. Die nunmehr veröffentlichte Version von IFRS 9 ersetzt alle vorherigen Versionen. Die zentralen Anforderungen des finalen IFRS 9 lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Gegenüber dem Vorgängerstandard IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung sind die Anforderungen von IFRS 9 zum Anwendungsbereich und der Ein- und Ausbuchung weitestgehend unverändert.
  • Die Regelungen von IFRS 9 sehen im Vergleich zu IAS 39 jedoch ein neues Klassifizierungsmodell für finanzielle Vermögenswerte vor.
  • Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte richtet sich künftig nach drei Kategorien mit unterschiedlichen Wertmaßstäben und einer unterschiedlichen Erfassung von Wertänderungen. Die Kategorisierung ergibt sich dabei sowohl in Abhängigkeit der vertraglichen Zahlungsströme des Instruments als auch dem Geschäftsmodell, in dem das Instrument gehalten wird. Grundsätzlich handelt es sich somit um Pflichtkategorien. Darüber hinaus stehen den Unternehmen jedoch vereinzelte Wahlrechte zur Verfügung.

  • Für finanzielle Verbindlichkeiten wurden die bestehenden Vorschriften hingegen weitgehend in IFRS 9 übernommen. Die einzig wesentliche Neuerung betrifft finanzielle Verbindlichkeiten in der Fair-Value-Option. Für sie sind Fair-Value-Schwankungen aufgrund von Veränderungen des eigenen Ausfallrisikos im sonstigen Ergebnis zu erfassen.

  • IFRS 9 sieht drei Stufen vor, welche die Höhe der zu erfassenden Verluste und die Zinsvereinnahmung künftig bestimmen. Danach sind bereits bei Zugang erwartete Verluste in Höhe des Barwerts eines erwarteten 12-Monats-Verlusts zu erfassen (Stufe 1). Liegt eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos vor, ist die Risikovorsorge bis zur Höhe der erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit aufzustocken (Stufe 2). Mit Eintritt eines objektiven Hinweises auf Wertminderung hat die Zinsvereinnahmung auf Grundlage des Nettobuchwerts (Buchwert abzüglich Risikovorsorge) zu erfolgen (Stufe 3).
  • Neben umfangreichen Übergangsvorschriften ist IFRS 9 auch mit umfangreichen Offenlegungsvorschriften sowohl bei Übergang als auch in der laufenden Anwendung verbunden. Neuerungen im Vergleich zu IFRS 7 Finanzinstrumente: Anhangsangaben ergeben sich vor allem aus den Regelungen zu Wertminderungen

Der Vorstand geht davon aus, dass die künftige Anwendung von IFRS 9 die Abbildung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Schulden des Konzerns nicht wesentlich beeinflussen wird. Allerdings kann eine verlässliche Abschätzung der Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 9 erst vorgenommen werden, wenn eine detaillierte Analyse durchgeführt wurde.

IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Der IASB hat IFRS 15 am 28. Mai 2014 veröffentlicht. In IFRS 15 wird vorgeschrieben, wann und in welcher Höhe ein IFRS-Berichtersteller Erlöse zu erfassen hat. Zudem wird von den Abschlusserstellern gefordert, den Abschlussadressaten informativere und relevantere Angaben als bisher zur Verfügung zu stellen. IFRS 15 ist grundsätzlich auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden. Eine Ausnahme bilden die folgenden Verträge:

  • Leasingverhältnisse, die unter IAS 17 Leasingverhältnisse fallen;
  • Finanzinstrumente und andere vertragliche Rechte oder Pflichten, die unter IFRS 9 Finanzinstrumente, IFRS 10 Konzernabschlüsse, IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen, IAS 27 Separate Abschlüsse oder IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures fallen;
  • Versicherungsverträge im Anwendungsbereich von IFRS 4 Versicherungsverträge; und
  • nicht finanzielle Tauschgeschäfte zwischen Unternehmen in derselben Branche, die darauf abzielen, Veräußerungen an Kunden oder potenzielle Kunden zu erleichtern.

Der neue Standard sieht im Gegensatz zu den aktuell gültigen Vorschriften ein einziges, prinzipienbasiertes fünfstufiges Modell vor, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Gemäß diesem fünfstufigen Modell ist zunächst der Vertrag mit dem Kunden zu bestimmen (Schritt 1). In Schritt 2 sind die eigenständigen Leistungsverpflichtungen im Vertrag zu identifizieren. Anschließend (Schritt 3) ist der Transaktionspreis zu bestimmen, wobei explizite Vorschriften zur Behandlung von variablen Gegenleistungen, Finanzierungskomponenten, Zahlungen an den Kunden und Tauschgeschäften vorgesehen sind. Nach der Bestimmung des Transaktionspreises ist in Schritt 4 die Verteilung des Transaktionspreises auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen vorzunehmen. Basis hierfür sind die Einzelveräußerungspreise der einzelnen Leistungsverpflichtungen. Abschließend (Schritt 5) kann der Erlös erfasst werden, sofern die Leistungsverpflichtung durch das Unternehmen erfüllt wurde. Voraussetzung hierfür ist die Übertragung der Verfügungsmacht an der Ware bzw. der Dienstleistung auf den Kunden.

Bei Abschluss eines Vertrags ist nach IFRS 15 festzustellen, ob die aus dem Vertrag resultierenden Erlöse zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg zu erfassen sind. Dabei ist zunächst anhand bestimmter Kriterien zu klären, ob die Verfügungsmacht an der Leistungsverpflichtung über einen Zeitraum übertragen wird. Ist dies nicht der Fall, ist der Erlös zu dem Zeitpunkt zu erfassen, an dem die Verfügungsmacht auf den Kunden übergeht. Indikatoren hierfür sind beispielsweise rechtlicher Eigentumsübergang, die Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken oder eine formelle Abnahme. Wird die Verfügungsmacht hingegen über einen Zeitraum übertragen, darf eine Erlösrealisierung über den Zeitraum nur dann erfolgen, sofern der Leistungsfortschritt mithilfe von input- oder outputorientierten Methoden verlässlich ermittelbar ist. Neben den allgemeinen Erlöserfassungsgrundsätzen enthält der Standard detaillierte Umsetzungsleitlinien zu Themen wie Veräußerungen mit Rückgaberecht, Kundenoptionen auf zusätzliche Güter oder Dienstleistungen, Prinzipal-Agenten-Beziehungen sowie Bill-and-Hold-Vereinbarungen. In den Standard wurden außerdem neue Leitlinien zu den Kosten zur Erfüllung und Erlangung eines Vertrags sowie Leitlinien zu der Frage, wann solche Kosten zu aktivieren sind, aufgenommen. Kosten, die die genannten Kriterien nicht erfüllen, sind bei Anfall als Aufwand zu erfassen.

Schließlich enthält der Standard neue, umfangreichere Vorschriften in Bezug auf Angaben, die zu den Erlösen im Abschluss eines IFRS-Berichterstatters zu leisten sind. Insbesondere sind qualitative sowie quantitative Angaben zu jedem der folgenden Punkte zu machen:

  • seine Verträge mit Kunden,
  • wesentliche Ermessensentscheidungen und deren Änderungen, die bei der Anwendung der Erlösvorschriften auf diese Verträge getroffen wurden,
  • jegliche Vermögenswerte, die aus aktivierten Kosten für die Erlangung und die Erfüllung eines Vertrags mit einem Kunden resultieren.

Der Vorstand der Gesellschaft erwartet aufgrund der tiefgreifenden Änderungen, die IFRS 15 mit sich zieht, dass wesentliche Anpassungen in den Bereichen "interne Kontrollen" sowie in der IT-Architektur nötig werden könnten.

Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture

Die Amendments zu IFRS 10 und IAS 28 wurden am 11. September 2014 veröffentlicht. Die Änderungen adressieren einen Konflikt zwischen den Vorschriften von IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures und IFRS 10 Konzernabschlüsse. Mit ihnen wird klargestellt, dass bei Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture das Ausmaß der Erfolgserfassung davon abhängt, ob die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb nach IFRS 3 darstellen.

Bislang beinhalteten Transaktionen mit assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen im Konzern keinen Geschäftsbetrieb i. S.d. IFRS 3, sondern lediglich einzelne Vermögenswerte. Der Vorstand geht daher davon aus, dass die Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis haben werden.

Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme

Die Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 stellen klar, dass ein Unternehmen die Konsoliderungsausnahme (IFRS 10.4) auch dann anwenden kann, wenn sein Mutterunternehmen eine Investmentgesellschaft ist, die ihre Tochterunternehmen zum beizulegenden Zeitwert in Übereinstimmung mit IFRS 10 bilanziert. Die Änderungen stellen weiterhin klar, dass eine Investmentgesellschaft ein Tochterunternehmen, das Dienstleistungen erbringt, die sich auf die Anlagetätigkeit des Mutternunternehmens beziehen, nur dann zu konsolidieren hat, wenn das Tochterunternehmen selbst keine Investmentgesellschaft ist.

Der Vorstand geht nicht davon aus, dass die Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben werden, da der Konzern keine Investmentgesellschaft ist und auch keine Holdinggesellschaften, Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen beinhaltet, die als Investmentgesellschaften zu qualifizieren sind.

Änderungen an IFRS 11 Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit Die Änderungen an IFRS 11 wurden am 6. Mai 2014 vom IASB veröffentlicht. Die Änderungen an IFRS 11 enthalten Leitlinien, wie der Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit zu bilanzieren ist, wenn diese einen Geschäftsbetrieb i. S.d. IFRS 3 darstellt. In diesem Fall sind alle Prinzipien in Bezug auf die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen aus IFRS 3 und anderen IFRS anzuwenden, solange diese nicht im Widerspruch zu den Leitlinien in IFRS 11 stehen.

Die Änderungen sind auf Erwerbe von Anteilen an einer bestehenden gemeinschaftlichen Tätigkeit und auf die Erwerbe von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit bei ihrer Gründung anzuwenden, solange die Begründung der gemeinschaftlichen Tätigkeit nicht mit der Begründung des Geschäftsbetriebs einhergeht.

Es wird derzeit nicht davon ausgegangen, dass die Änderungen an IFRS 11 einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben werden.

Änderungen an IAS 1 Angabeinitiative

Die Änderungen an IAS 1 wurden am 18. Dezember 2014 vom IASB veröffentlicht. Die Änderungen an IAS 1 geben Leitlinien zur Anwendung des Wesentlichkeitsprinzips in der Praxis sowie Klarstellungen zur Darstellung der Vermögenslage und der Gesamtergebnisrechnung. Der Vorstand geht nicht davon aus, dass die Änderungen an IAS 1 wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben werden.

Änderungen an IAS 16 und IAS 38 Klarstellung zulässiger Abschreibungsmethoden

Die Änderungen an IAS 16 und IAS 38 wurden am 18. Dezember 2014 vom IASB veröffentlicht. Die Änderung an IAS 16 stellt klar, dass umsatzbasierte Abschreibungsmethoden für Sachanlagen nicht sachgerecht sind. Durch die Änderung an IAS 38 wird die widerlegbare Vermutung eingeführt, dass Umsatzerlöse keine angemessene Basis für die Abschreibung von immateriellen Vermögenswerten darstellen. Diese Vermutung kann nur in den folgenden beiden Fällen widerlegt werden:

  • a) Wenn der immaterielle Vermögenswert als Maß für die Umsatzerlöse ausgedrückt werden kann. Das wäre zum Beispiel dann der Fall, wenn die Vertragslaufzeit einer Konzession zur Förderung von Bodenschätzen nicht an einen bestimmten Zeitraum, sondern an den Gesamtumsatzerlös, den die Förderung der Bodenschätze generiert, geknüpft wäre.
  • b) Wenn Umsätze und der Verbrauch des wirtschaftlichen Nutzens stark miteinander korrelieren.

Der Vorstand geht davon aus, dass eine lineare Abschreibungsmethodik den Werteverzehr des ökonomischen Nutzens am ehesten widerspiegelt. Es wird daher nicht davon ausgegangen, dass der Konzern von den Änderungen an IAS 16 und IAS 38 betroffen sein wird.

Änderungen an IAS 16 und IAS 41 Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen

Die Änderungen an IAS 16 und IAS 41 wurden am 30. Juni 2014 vom IASB veröffentlicht. Mit den Änderungen werden fruchttragende Pflanzen, die nur zur Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte verwendet werden, in den Anwendungsbereich von IAS 16 gebracht, sodass sie analog zu Sachanlagen zu bilanzieren sind. Um fruchttragende Pflanzen aus dem Anwendungsbereich auszunehmen und in den Anwendungsbereich von IAS 16 zu bringen und somit Unternehmen zu ermöglichen, sie zu fortgeführten Anschaffungskosten oder nach dem Neubewertungsmodell zu bilanzieren, wird die Definition einer 'fruchttragenden Pflanze' in beide Standards aufgenommen.

Da das Geschäftsmodell des Konzerns nicht auf fruchttragenden Pflanzen aufsetzt, sind keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft durch die Änderung zu erwarten.

Änderungen an IAS 19 Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge

Die Änderungen an IAS 19 wurden am 21. November 2014 vom IASB veröffentlicht. Durch die Änderungen wird klargestellt, wie Arbeitnehmerbeiträge oder Beiträge Dritter zu leistungsorientierten Plänen zu bilanzieren sind. Dabei ist die Bilanzierung davon abhängig, ob die Beiträge von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre abhängen oder nicht. Darüber hinaus wird eine die Bilanzierungspraxis erleichternde Lösung gewährt, wenn die Höhe der Beiträge von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre unabhängig ist. Ist die Höhe der Beiträge unabhängig von der Anzahl der Dienstjahre, können die Beiträge als Reduzierung des Dienstzeitaufwands in der Periode erfasst werden, in der die entsprechende Leistung erbracht wird oder mithilfe des Anwartschaftsbarwertverfahrens auf die Dienstzeit des Arbeitnehmers verteilt werden.

Sofern die Höhe der Beiträge von der Anzahl der Dienstjahre abhängig ist, müssen die Beiträge den Dienstleistungsperioden zugerechnet werden. Der Vorstand geht derzeit nicht davon aus, dass die Änderungen an IAS 19 wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss entfalten werden.

Die jährlichen Verbesserungen an den IFRS beziehen sich auf Änderungen mehrerer Standards. Die Änderungen werden nachfolgend in tabellarischer Form dargestellt:

Standard Art der Änderungen Details der Änderungen
IFRS 2
Anteilsbasierte
Vergütungen
Definition von
Ausübungsbedingungen
Stellt die Definitionen von Ausübungsbedingungen und Markt
bedingung klar und fügt Definitionen für Leistungsbedingung und
Dienstbedingung hinzu (die vorher Teil der Definition von
Ausübungsbedingungen waren).
IFRS 3
Unternehmens
zusammenschlüsse
Bilanzierung von bedingten
Gegenleistungen bei einem
Unternehmenszusammenschluss
Stellt klar, dass bedingte Gegenleistungen, die als Vermögenswert
oder Schuld klassifiziert werden, zu jedem Berichtsstichtag zum
beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind.
IFRS 8
Geschäftssegmente
Zusammenfassung von
Geschäftssegmenten Überleitung
der Summe der zu berichtenden
Vermögenswerte des Geschäfts
segments auf die Vermögenswerte
des Unternehmens
Schreibt vor, dass ein Unternehmen die Ermessenentscheidungen
offenzulegen hat, die von der Unternehmensleitung bei der An
wendung der Zusammenfassungskriterien auf Geschäftssegmente
getroffen hat. Stellt klar, dass ein Unternehmen nur Überleitungen
der Summe der zu berichtenden Vermögenswerte auf die Vermö
genswerte des Unternehmens zur Verfügung stellen muss, wenn die
Vermögenswerte des Segments regelmäßig berichtet werden.
IFRS 13
Bemessung des
beizulegenden Zeitwerts
Kurzfristige Forderungen
und Verbindlichkeiten
Stellt klar, dass die Veröffentlichung von IFRS 13 und die Folgeänderun
gen an IFRS 9 und IAS 39 nicht die Möglichkeit unterbinden, kurzfristige
unverzinsliche Forderungen und Verbindlichkeiten zu ihrem Rech
nungsbetrag zu bewerten und nicht abzuzinsen, solange die Auswir
kungen der nicht erfolgten Abzinsung nicht wesentlich sind.
IAS 16
Sachanlagen
Neubewertungsmethode –
anteilsmäßige Neudarstellung der
kumulierten Abschreibungen
Stellt klar, dass bei einer Neubewertung einer Sachanlage der Brutto
buchwert auf eine Art und Weise angepasst wird, die im Einklang mit
der Neubewertung des Buchwerts steht und dass die kumulierten Ab
schreibungen der Differenz zwischen Bruttobuchwert und neubewerte
ten Buchwert abzüglich Wertminderungsaufwendungen entsprechen.
IAS 24
Angaben über
Beziehungen zu nahe
stehenden Unternehmen
und Personen
Mitglieder der
Unternehmensführung
Stellt klar, dass ein Unternehmen, das Dienstleistungen im Bereich der
Unternehmensführung für die Berichtseinheit oder das Mutterunter
nehmen der Berichtseinheit erbringt, ein nahe stehendes Unternehmen
der Berichtseinheit ist.
IAS 38
Immaterielle
Vermögenswerte
Neubewertungsmethode –
anteilsmäßige Neudarstellung der
kumulierten Abschreibungen
Stellt klar, dass bei einer Neubewertung eines immateriellen Vermö
genswerts der Bruttobuchwert auf eine Art und Weise angepasst wird,
die im Einklang mit der Neubewertung des Buchwerts steht und dass
die kumulierten Abschreibungen der Differenz zwischen Bruttobuch
wert und neubewerteten Buchwert abzüglich Wertminderungsaufwen
dungen entsprechen.

JÄHRLICHE VERBESSERUNGEN AN DEN IFRS-ZYKLUS 2010–2012

Standard Art der Änderungen Details der Änderungen
IFRS 5 Zur Veräußerung
gehaltene langfristige
Vermögenswerte und
aufgegebene
Geschäftsbereiche
Änderungen in der
Veräußerungsmethode
Aufnahme gesonderter Leitlinien in IFRS 5 für Fälle, in denen ein
Unternehmen einen Vermögenswert aus der Kategorie zur Veräuße
rung gehalten in die Kategorie zu Ausschüttungszwecken gehalten
umklassifiziert oder anders herum; Aufnahme gesonderter Leitlinien
für Fälle, in denen die Bilanzierung als zu Ausschüttungszwecken
gehalten beendet wird.
IFRS 7
Finanzinstrumente:
Angaben
Verwaltungsverträge Aufnahme zusätzlicher Leitlinien zur Klarstellung, ob ein Verwaltungsver
trag ein fortgesetztes Engagement in Bezug auf einen übertragenen Ver
mögenswert darstellt (zwecks Bestimmung der erforderlichen Angaben).
Anwendbarkeit der Änderungen
an IFRS 7 auf zusammengefasste
Zwischenberichte
Klarstellung der Anwendbarkeit der Änderungen an IFRS 7 in Bezug auf
Angaben zur Saldierung auf zusammengefasste Zwischenberichte.
IAS 19 Leistungen
an Arbeitnehmer
Abzinsungssatz:
Regionalmarktfrage
Klarstellung, dass die hochwertigen Unternehmensanleihen, die bei der
Ermittlung des Abzinsungssatzes für Leistungen nach Beendigung des
Arbeitsverhältnisses verwendet werden, in der gleichen Währung de
nominiert sein sollten wie die zu leistenden Zahlungen (daher sollte die
Markttiefe für hochwertige Unternehmensanleihen auf Währungsebene
beurteilt werden).
IAS 34
Zwischenbericht
erstattung
Angabe von Informationen an
anderer Stelle im Zwischenbericht
Klarstellung der Bedeutung von an anderer Stelle im Zwischenbericht
und Aufnahme einer Vorschrift, einen Verweis auf diese andere Stelle auf
zunehmen, wenn diese nicht innerhalb des Hauptteils des Berichts liegt.

JÄHRLICHE VERBESSERUNGEN AN DEN IFRS-ZYKLUS 2012–2014

Die Änderungen durch die jährlichen Verbesserungen an den IFRS (Zyklus 2010–2012 sowie Zyklus 2012– 2014) werden nach Ansicht des Vorstands keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 und IFRS 10 nach der Erwerbsmethode. Die Erstkonsolidierung erfolgt zum Erwerbszeitpunkt, d.h. zu dem Zeitpunkt an dem Beherrschung über das erworbene Unternehmen erlangt wird. Die Gesellschaft erlangt die Beherrschung, wenn sie Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, schwankende Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist, und die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden sowie Eventualverbindlichkeiten werden dabei zum Erwerbszeitpunkt mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Anschließend werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem anteiligen, neu bewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Ein hieraus resultierender positiver Unterschiedsbetrag wird unter den immateriellen Vermögenswerten als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen, ein negativer Unterschiedsbetrag wird nach erneuter Überprüfung sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Alle wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse zwischen verbundenen Unternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Joint-Ventures und assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Ergebnisbestandteile werden separat im Periodenergebnis ausgewiesen.

Der Gewinn oder Verlust und jeder Bestandteil des sonstigen Konzernergebnisses wird den Aktionären der Eckert & Ziegler AG und den nicht beherrschenden Gesellschaftern zugeordnet. Dies erfolgt selbst dann, wenn dies dazu führt, dass die beherrschenden Gesellschafter einen negativen Saldo ausweisen.

Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet zu dem Zeitpunkt, wenn die Gesellschaft die Beherrschung über das Tochterunternehmen beendet. Dabei werden die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen vom Erwerbszeitpunkt bzw. Abgangszeitpunkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und dem sonstigen Konzernergebnis erfasst.

Anhang

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Die zum 31. Dezember 2015 in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind:

Stimmrechtsquote
Eckert & Ziegler BEBIG S.A., Seneffe, Belgien *** 80,2%
Eckert & Ziegler BEBIG GmbH, Berlin * 80,2%
Eckert & Ziegler Iberia SLU, Madrid, Spanien * 80,2%
Eckert & Ziegler Italia s.r.l., Mailand, Italien * 80,2%
Eckert & Ziegler BEBIG SARL, Paris, Frankreich * 80,2%
Eckert & Ziegler BEBIG Ltd., Didcot, Großbritannien * 80,2%
Eckert & Ziegler BEBIG Inc., Oxford (Connecticut), USA * 80,2%
Mick Radio-Nuclear Instruments Inc., Mt. Vernon (New York), USA * 80,2%
Eckert & Ziegler BEBIG do Brasil Ltda., Fortaleza, Brasilien * 80,2%
Eckert & Ziegler BEBIG India Pvt. Ltd., Neu-Delhi, Indien * 80,2%
OOO "Eckert & Ziegler BEBIG", Moskau, Russland * 80,2%
Eckert & Ziegler Isotope Products Holdings GmbH, Berlin 100%
Chemotrade Chemiehandelsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100%
Eckert & Ziegler Isotope Products GmbH, Berlin * 100%
Eckert & Ziegler Cesio s.r.o., Prag, Tschechische Republik * 80%
Eckert & Ziegler Isotope Products Inc., Valencia, USA ** 100%
Eckert & Ziegler Analytics Inc., Atlanta, USA * 100%
Eckert & Ziegler Vitalea Science Inc., Davis, USA * 100%
Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH, Braunschweig 100%
Eckert & Ziegler Isotope Products SARL, Les Ulis, Frankreich * 100%
Eckert & Ziegler to Brasil Participacoes Ltda., São Paulo, Brasilien * 100%
Eckert & Ziegler Brazil Comercial Ltda., São Paulo, Brasilien * 100%
Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH, Berlin 100%
Eckert & Ziegler EUROTOPE GmbH, Berlin * 100%
Eckert & Ziegler EURO-PET Berlin GmbH, Berlin * 100%
BSM Diagnostica Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich * 100%
Eckert & Ziegler f-con Deutschland GmbH, Holzhausen * 99,1%
Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/Bonn GmbH, Bonn * 99,1%
Eckert & Ziegler EURO-PET Warszawa SP. z o.o., Warschau, Polen * 99,1%
Eckert & Ziegler Radiopharma Inc., Hopkinton, USA * 100%
Eckert & Ziegler Umweltdienste GmbH, Braunschweig 100%
Eckert & Ziegler Environmental Services Ltd., Didcot, Großbritannien * 100%
Americium Consortium LLC, Wilmington, Deleware, USA 50%
000 "Ritverc", St. Petersburg, Russland 16%
ZAO "Nano-BrachyTech", Dubna, Russland 12%
000 BEBIG, Moskau Russland 12%

* indirekte Beteiligung.

** Die Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. hat sich gegenüber Ihrer Bank zur Einhaltung bestimmter finanzieller Covenants verpflichtet. Die Zahlung einer Dividende von der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. an die Eckert & Ziegler AG ist nur möglich, wenn dadurch diese Covenants nicht verletzt werden.

*** Die Eckert & Ziegler AG hielt zum 31. Dezember 2015 80,2% der Stimmrechte der Eckert & Ziegler BEBIG S.A., was 74,6% der dividendenberechtigten Aktien entspricht.

ÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES

Im Geschäftsjahr 2015 wurden folgende Unternehmensanteile erworben bzw. Änderungen des Konsolidierungskreises vorgenommen:

• Mit Wirkung zum 1. Januar 2015 wurde die Eckert & Ziegler BEBIG India Pvt. Ltd. als neu gegründete 100%-ige Tochtergesellschaft der Eckert & Ziegler BEBIG S.A. in den Konsolidierungskreis einbezogen.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden folgende Unternehmensanteile erworben bzw. Änderungen des Konsolidierungskreises vorgenommen:

  • Im Geschäftsjahr 2014 hat die Eckert & Ziegler Isotope Products Holdings GmbH eine Tochtergesellschaft (Eckert & Ziegler Brasil Participacoes Ltda.) in São Paulo, Brasilien gegründet und über diese Gesellschaft am 19. März 2014 einen Vertrag zum Erwerb von 100% der Anteile an der brasilianischen Gesellschaft TOF Comercial Ltda. unterzeichnet. Diese Gesellschaft wurde nach dem Erwerb in Eckert & Ziegler Brazil Comercial Ltda. umfirmiert. Der Erwerb erfolgte vor allem, um die Wachstumsstrategie des Segments Isotope Products in Südamerika zu unterstützen, da die erworbene Gesellschaft über flächendeckende Vertriebsstrukturen und alle erforderlichen lokalen Zulassungen für den Umgang mit isotopentechnischen Stoffen verfügte.
  • Mit Wirkung zum 1. Januar 2014 wurde die Isotron Isotopentechnik GmbH (Berlin) auf die Eckert & Ziegler BEBIG GmbH (Berlin) verschmolzen.
  • Mit Wirkung zum 1. Januar 2014 wurde die Kompetenzzentrum für sichere Entsorgung GmbH (Berlin) auf die Eckert & Ziegler Umweltdienste GmbH (Braunschweig) verschmolzen.
  • Mit Wirkung zum 1. Januar 2014 wurden die Comtech Laborgeräte GmbH (Wien) und die MEDPRO Vertrieb für medizinisch-diagnostische Produkte Gesellschaft m.b.H. (Wien) auf die BSM Diagnostica Gesellschaft m.b.H. (Wien) verschmolzen.

ANTEILE AN JOINT VENTURES

Ein Joint Venture basiert auf einer vertraglichen Vereinbarung, aufgrund derer der Konzern und andere Vertragsparteien eine wirtschaftliche Tätigkeit durchführen, die der gemeinschaftlichen Führung unterliegt; dies ist der Fall, wenn die mit der Geschäftstätigkeit des Joint Ventures verbundene strategische Finanz- und Geschäftspolitik die Zustimmung aller gemeinschaftlich führenden Parteien erfordert. Anteile an Joint Ventures werden entsprechend der Equity-Methode bilanziert. Die konsolidierte Gewinn- und Verlustrechnung enthält den Anteil des Konzerns an den Erträgen und Aufwendungen sowie an Eigenkapitalveränderungen der at-equity bewerteten Beteiligungen. Wenn der Konzernanteil am Verlust des Joint Ventures den at-equity bewerteten Anteil übersteigt, wird dieser Anteil bis auf null abgeschrieben. Weitere Verluste werden nicht erfasst, es sei denn, der Konzern hat eine vertragliche Verpflichtung oder hat Zahlungen zugunsten des Joint Ventures geleistet. Unrealisierte Gewinne oder Verluste aus Transaktionen von Konzernunternehmen mit dem Joint Venture werden gegen den Beteiligungswert des Joint Ventures eliminiert (Verluste maximal bis zur Höhe des Beteiligungswertes).

Anhang

4 | WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen werden gemäß IAS 21 in Euro umgerechnet. Da die Tochterunternehmen ihre Geschäftsaktivitäten in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig führen, entspricht die funktionale Währung der einbezogenen Unternehmen der jeweiligen Landeswährung. Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Kapitalflussrechnung erfolgt zum gewichteten Jahresdurchschnittskurs. Eigenkapitalkomponenten werden zum historischen Kurs bei Entstehung umgerechnet. Aus der Umrechnung resultierende Währungsumrechnungsdifferenzen werden bis zum Abgang des Tochterunternehmens ergebnisneutral als gesonderter Posten im Eigenkapital bzw. unter den Anteilen anderer Gesellschafter erfasst. Bei Abgang des Tochterunternehmens werden alle angesammelten Währungsumrechnungsdifferenzen in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Werden dagegen Teile eines Tochterunternehmens veräußert, ohne dass es zu einem Verlust der Beherrschung kommt, wird der Anteil am Betrag der Umrechnungsdifferenzen, der auf den veräußerten Anteil entfällt, ab dem Abgangszeitpunkt den nicht beherrschenden Anteilen zugerechnet.

Bei der Aufstellung der Abschlüsse jedes einzelnen Konzernunternehmens werden Geschäftsvorfälle, die auf andere Währung als die funktionale Währung des Konzernunternehmens lauten, mit dem am Tag der Transaktion gültigen Kurs umgerechnet. Monetäre Posten werden zu jedem Stichtag mit dem Mittelkurs bewertet. Nicht-monetäre Posten in Fremdwährung, die zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet werden, werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der erstmaligen bilanziellen Erfassung umgerechnet. Die sich hieraus ergebenden Kursgewinne und -verluste zum Bilanzstichtag werden ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Land Währung 31.12.2015 31.12.2014 Durchschnittskurs
2015
Durchschnittskurs
2014
USA USD 1,0887 1,2141 1,1095 1,3285
CZ CZK 27,0230 27,7350 27,2792 27,5359
GB GBP 0,7340 0,7789 0,7258 0,8061
PL PLN 4,2639 4,2732 4,1841 4,1843
RU RUB 80,6736 72,3370 68,0720 50,9518
BR BRL 4,3117 3,2207 3,7004 3,1211
IN INR 72,0215 71,1956

Für die Währungsumrechnung wurden folgende Wechselkurse verwendet:

5 | VERGLEICHBARKEIT DES KONZERNABSCHLUSSES MIT DEM VORJAHR

Die erstmalige Einbeziehung der Eckert & Ziegler BEBIG India Pvt. Ltd, Indien, in den Konzernabschluss 2015 hat keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, sodass die Vergleichbarkeit zum Vorjahr gegeben ist.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

6 | UMSATZERLÖSE

Der Konzern erzielt seine Umsatzerlöse überwiegend aus dem Verkauf von Gütern sowie zu einem geringen Teil aus der Erbringung von Dienstleistungen und im Vorjahr zu einem geringen Anteil aus langfristigen Fertigungsaufträgen. Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2015 von 127.256 Tsd. Euro auf 140.046 Tsd. Euro gestiegen.

Der Zuwachs in 2015 resultiert im Wesentlichen aus dem im Jahresdurchschnitt gegenüber dem Vorjahr um 16% günstigeren Wechselkurs des USD gegenüber dem Euro. Ein weiterer Zuwachs von 2,5 Mio. Euro resultiert aus dem Basiseffekt aus dem im Vorjahr erfolgten Unternehmenserwerb der Eckert & Ziegler Brazil Comercial Ltda. Ohne diese beiden positiven Effekte wäre ein organischer Umsatzrückgang in Höhe von 1,3 Mio. Euro entstanden.

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

Tsd. Euro 2015 2014
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern 130.264 116.986
Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen 9.782 9.970
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 0 300
Summe 140.046 127.256

Beim Verkauf von Gütern und bei der Erbringung von Dienstleistungen werden Umsatzerlöse bei Übergang des wirtschaftlichen Eigentums realisiert.

Im Vorjahr hat der Konzern ein in 2010 begonnenes Projekt bezüglich des Baus von Produktionsanlagen für Dritte abgeschlossen und daraus Umsatzerlöse aus langfristigen Fertigungsaufträgen, entsprechend der POC-Methode, in Höhe von 300 Tsd. Euro erzielt. Zur Ermittlung des Grades der Fertigstellung wurde dabei die cost-to-cost Methode angewendet. Im Geschäftsjahr 2015 wurden keine derartigen Umsatzerlöse realisiert.

Tsd. Euro 2015 2014
Umsatzerlöse 0 300
Auftragskosten 0 – 50
Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen 0 0
Gewinn 0 250
passivischer Saldo 0 0

Die Gliederung der Umsatzerlöse nach geografischen Segmenten und Geschäftsfeldern ist aus der Segmentberichterstattung ersichtlich.

7 | UMSATZKOSTEN

Die Umsatzkosten enthalten neben den direkt den Umsätzen zurechenbaren Material- und Personalaufwendungen sowie Abschreibungen auch anteilige Material- und Personalgemeinkosten sowie Erträge aus der Auflösung von Abgrenzungsposten. Der Materialaufwand betrug 41.280 Tsd. Euro für 2015 und 33.481 Tsd. Euro für 2014.

Anhang

8 | VERTRIEBSKOSTEN

Die Vertriebskosten gliedern sich wie folgt:

Tsd. Euro 2015 2014
Personal- und Personalnebenkosten 11.545 10.864
Kosten der Warenabgabe 7.043 6.378
Werbung 1.460 1.358
Abschreibungen 1.021 1.166
Provisionen 1.470 641
Sonstige 3.110 3.169
Summe 25.649 23.576

9 | ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN

Die Allgemeinen Verwaltungskosten beinhalten:

Tsd. Euro 2015 2014
Personal- und Personalnebenkosten 12.497 12.425
Abschreibungen 3.093 2.156
Miete und Nebenkosten 2.796 2.425
Versicherungen, Beiträge, Gebühren, eingekaufte Dienstleistungen 2.077 1.884
Beratungskosten 1.838 1.935
Kommunikationskosten 508 419
IR-Kosten 172 183
Erträge aus der Auflösung von Abgrenzungsposten – 32 – 41
Sonstige 4.080 3.658
Summe 27.029 25.044

10 | LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER UND ANZAHL BESCHÄFTIGTE

Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten Personalaufwendungen in Höhe von 49.584 Tsd. Euro (2014: 44.877 Tsd. Euro).

Die Personalkosten für die Geschäftsjahre 2015 und 2014 setzen sich folgendermaßen zusammen:

Tsd. Euro 2015 2014
Löhne und Gehälter 43.094 39.233
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und
für Unterstützung
6.490 5.644
– davon für Altersversorgung 229 161

Während des Jahres 2015 waren durchschnittlich 672 (2014: 674) Mitarbeiter bei den Konzerngesellschaften beschäftigt. Diese arbeiteten in den folgenden Abteilungen:

2015 2014
Fertigung 310 295
FuE Anlagenbau 40 63
Verwaltung 93 108
Vertrieb 164 154
Qualitätsmanagement 65 54
Gesamt 672 674

Die Arbeitnehmer der deutschen und anderen europäischen Konzernunternehmen gehören den staatlichen Versorgungsplänen an, die durch die staatlichen Behörden verwaltet werden. Die Unternehmen müssen zur Dotierung der Leistungen einen bestimmten Prozentsatz ihres Personalaufwands in die Versorgungspläne einzahlen. Die einzige Verpflichtung des Konzerns hinsichtlich dieser Altersversorgungspläne besteht in der Zahlung dieser festgelegten Beiträge.

Die amerikanischen Tochtergesellschaften unterhalten beitragsorientierte Altersversorgungspläne für alle anspruchsberechtigten Arbeitnehmer dieser Unternehmen. Die Vermögenswerte dieser Pläne werden separat von denen des Konzerns unter treuhänderischer Kontrolle gehalten.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen von insgesamt 3.127 Tsd. Euro (2014: 2.907 Tsd. Euro) stellen die fälligen Beiträge des Konzerns zu den angegebenen Altersversorgungsplänen dar. Zum 31. Dezember 2015 bzw. 2014 waren jeweils alle fälligen Beiträge in die Versorgungspläne eingezahlt.

Informationen über die Gesamtbezüge von aktiven und früheren Mitgliedern des Vorstands sowie aktiven Mitgliedern des Aufsichtsrates sind in Tz. 45 angegeben.

11 | ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN

Die Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in den folgenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:

2015 2014
Tsd. Euro Abschrei
bungen
Wert
minderungen
Abschrei
bungen
Wert
minderungen
Umsatzkosten 878 0 683 0
Vertriebskosten 580 0 669 0
Allgemeine Verwaltungskosten 1.786 61 1.007 0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 85 0 51 0
Summe 3.329 61 2.410 0

Anhang

2015 2014
Tsd. Euro Abschrei
bungen
Wert
minderungen
Abschrei
bungen
Wert
minderungen
Umsatzkosten 3.097 0 2.805 0
Vertriebskosten 441 0 497 0
Allgemeine Verwaltungskosten 1.246 0 1.149 0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 304 286 282 0
Summe 5.088 286 4.733 0

Die Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen sind in den folgenden Posten der Gewinnund Verlustrechnung enthalten:

12 | SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Geschäftsjahr 2015 gegenüber dem Vorjahr deutlich auf 11.964 Tsd. Euro (2014: 1.067 Tsd. Euro) gestiegen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Sondereffekte wie die Erträge aus dem Verkauf von Anteilen an der Octreopharm Sciences GmbH in Höhe von 8.785 Tsd. Euro, Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von 975 Tsd. Euro, Erträge für Entwicklungsleistungen im Kundenauftrag in Höhe von 600 Tsd. Euro sowie Erträge aus Kostenerstattungen in Höhe von 387 Tsd. Euro.

Weiterhin beinhaltet der Posten Versicherungsentschädigungen, erhaltene Zuschüsse, Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und sonstige Erträge.

Im Geschäftsjahr 2014 enthielt der Posten im Wesentlichen Erträge aus der ertragswirksamen Reduzierung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten in Höhe von 376 Tsd. Euro sowie Erträge aus Kostenerstattungen in Höhe von 207 Tsd. Euro.

13 | SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 1.422 Tsd. Euro auf 5.336 Tsd. Euro gestiegen (2014: 3.914 Tsd. Euro). Neben den Kosten für Forschung und Entwicklung in Höhe von 4.037 Tsd. Euro (2014: 3.623 Tsd. Euro) enthält der Posten im Wesentlichen im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen angefallene Abfindungskosten in Höhe von 754 Tsd. Euro (2014: 0 Tsd. Euro), Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von 117 Tsd. Euro (2014: 22 Tsd. Euro) sowie außerplanmäßige Abschreibungen auf nicht mehr nutzbare Produktionsanlagen in Höhe von 286 Tsd. Euro (2014: 0 Tsd. Euro).

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Kosten für Forschung und Entwicklung setzen sich zusammen aus:

  • direkt zurechenbaren nicht aktivierungsfähigen Personal- und Materialkosten der Forschungs- und Entwicklungsbereiche,
  • Abschreibungen der Forschungs- und Entwicklungsbereiche für erworbene Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie die korrespondierende Auflösung von Abgrenzungsposten in Bezug auf die Vermögenswerte, die für Forschungszwecke eingesetzt werden,
  • Wertminderungen von in den Vorjahren aktivierten, selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten sowie die korrespondierende Auflösung von Abgrenzungsposten,
  • sonstigem, direkt zurechenbarem Aufwand der Forschungs- und Entwicklungsbereiche sowie
  • anteiligen Gemeinkosten der Forschungs- und Entwicklungsbereiche.

Die Kosten für Forschung und Entwicklung von 4.037 Tsd. Euro (2014: 3.623 Tsd. Euro) enthalten Abschreibungen und Wertminderungen in Höhe von 390 Tsd. Euro (2014: 333 Tsd. Euro), Personalaufwand in Höhe von 2.563 Tsd. Euro (2014: 2.613 Tsd. Euro), Material- und Fremdleistungsaufwand in Höhe von 839 Tsd. Euro (2014: 337 Tsd. Euro) und Sonstige Aufwendungen in Höhe von 245 Tsd. Euro (2014: 340 Tsd. Euro).

14 | ERGEBNIS AUS AT-EQUITY BEWERTETEN BETEILIGUNGEN

Im Juni 2013 hat die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH, Berlin, sowie eine Option auf weitere Anteile an der Gesellschaft erworben. Aus dem im September 2012 mit der Eckert Wagniskapital- und Frühphasenfinanzierung GmbH abgeschlossenen Darlehens- und Anteilsoptionsvertrag verfügte der Konzern außerdem über eine Option auf den Erwerb weiterer Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH. Bis zum Verkauf der Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH (welcher zum 30. Juni 2015 wirksam wurde) übte die Gesellschaft gemäß IAS 28 einen maßgeblichen Einfluss auf die OctreoPharm Sciences GmbH aus und bewertete deshalb die Anteile im Konzernabschluss nach der Equity Methode. Der Anteil des Konzerns am Verlust der OctreoPharm Sciences GmbH im Geschäftsjahr 2015 betrug 408 Tsd. Euro (2014: 609 Tsd. Euro) (siehe auch Erläuterungen unter Tz. 22).

Im Geschäftsjahr 2015 hat der Konzern, ebenso wie in den Vorjahren, keine verlässlichen Informationen in Bezug auf die Geschäfts- und Finanzlage des Joint Ventures ZAO "NanoBrachyTech" bekommen. Aus diesem Grund wird die Beteiligung am Joint Venture seit dem Geschäftsjahr 2015 nicht mehr unter den Anteilen an at-equity bewerteten Beteiligungen sondern unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Diese Ausweiskorrektur hat jedoch keine zahlenmäßigen Auswirkungen auf den Bilanzposten, da die Beteiligung bereits seit mehreren Jahren mit einem Wert von 0 Tsd. Euro bewertet wurde.

15 | WÄHRUNGSGEWINNE/-VERLUSTE

Die Währungsgewinne im Geschäftsjahr 2015 resultieren zum überwiegenden Teil aus der Bewertung eines innerhalb des Konzerns von einer in Euro bilanzierenden Gesellschaft an ihre in USD bilanzierende Tochtergesellschaft ausgereichten USD-Darlehens.

Währungsverluste betreffen im Geschäftsjahr 2015 im Wesentlichen die Bewertung eines innerhalb des Konzerns von einer in USD bilanzierenden Gesellschaft an eine in BRL bilanzierende Gesellschaft ausgereichten USD-Darlehens.

16 | ZINSERGEBNIS

Zinserträge auf finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf 165 Tsd. Euro (2014: 468 Tsd. Euro), während die Zinsaufwendungen 1.471 Tsd. Euro (2014: 1.628 Tsd. Euro) betrugen.

Die Zinsaufwendungen enthalten 413 Tsd. Euro (2014: 422 Tsd. Euro) nicht zahlungswirksame Zinsaufwendungen (u. a. Aufzinsungen).

Anhang

17 | ERTRAGSTEUERN

Der bei der Berechnung des Steueraufwands als Konzernsteuersatz verwendete Steuersatz des Mutterunternehmens für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer belief sich für die Geschäftsjahre 2015 und 2014 auf 30,175%. Der Konzernsteuersatz setzt sich wie folgt zusammen:

2015 2014
Gewerbesteuermesszahl 3,5% 3,5%
Gewerbesteuerhebesatz 410% 410%
Körperschaftsteuer 15% 15%
Solidaritätszuschlag auf Körperschaftsteuer 5,5% 5,5%

Der Ertragsteueraufwand [Aufwand(+)/Ertrag(–)] setzt sich für die jeweils am 31. Dezember endenden Geschäftsjahre 2015 und 2014 wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2015 2014
Ergebnis vor Steuern:
Deutschland 6.004 1.370
Ausländische Tochtergesellschaften 9.500 10.426
15.504 11.796
Tsd. Euro 2015 2014
Laufende Steuern:
Deutschland 1.292 411
Ausländische Tochtergesellschaften 2.861 3.518
4.153 3.929

Von den laufenden Steuern im Jahr 2015 entfallen –41 Tsd. Euro (Ertrag) auf Vorjahre (2014: –8 Tsd. Euro).

Tsd. Euro 2015 2014
Latente Steuern:
Deutschland 341 -200
Ausländische Tochtergesellschaften 644 1.570
985 1.370
Steuern gesamt: 5.138 5.299

Die Überleitung des Ertragsteueraufwands des Konzerns, ermittelt auf der Grundlage der in Deutschland geltenden Steuersätze, auf den tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand des Konzerns stellt sich folgendermaßen dar:

Tsd. Euro 2015 2014
Basis zur Ermittlung des Steueraufwandes (Ergebnis vor Steuern) 15.504 11.796
Erwarteter Steueraufwand auf Basis Konzernsteuersatzes 4.678 3.560
Steuersatzunterschiede bei Tochtergesellschaften – 113 177
Steuern für Vorjahre – 41 – 8
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 206 521
Steuerfreies Einkommen – 1.772 – 320
Aktivierung bisher nicht berücksichtigter Verlustvorträge – 1.025 – 355
Ansatzkorrekturen latenter Steuern 0 – 408
Wertminderung von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge 441 1.653
Nutzung von bisher nicht aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge 0 – 162
Nicht aktivierte latente Steuern auf Verluste des Geschäftsjahres 2.753 646
Sonstige 11 – 5
Effektivsteueraufwand 5.138 5.299

Zur Berechnung der latenten Steuern wurden beim Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2015 folgende, gegenüber dem 31. Dezember 2014 unveränderte Steuersätze verwendet: Körperschaftsteuer 15%, Solidaritätszuschlag 5,5% auf die Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer 14,35%. Bei den ausländischen Gesellschaften wurden für die Berechnung der latenten Steuern jeweils die länderspezifischen Steuersätze verwendet.

Latente Steuern werden auf der Grundlage der Differenzen hinsichtlich der Wertansätze, mit denen Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und in den jeweiligen Steuerbilanzen der Konzernunternehmen ausgewiesen werden sowie für die verfügbaren steuerlichen Verlustvorträge berechnet. Aktive und passive latente Steuern wurden in der Bilanz, soweit nach IAS 12 zulässig, saldiert.

Auf die Veränderung von steuerlichen Verlustvorträgen entfallen im Berichtsjahr latente Steueraufwendungen in Höhe von 1.744 Tsd. Euro (2014: 3.276 Tsd. Euro) sowie latente Steuererträge von 1.268 Tsd. Euro (2014: 1.767 Tsd. Euro), während auf temporäre Differenzen latente Steueraufwendungen in Höhe von 509 Tsd. Euro (2014: latente Steuererträge in Höhe von 139 Tsd. Euro) entfallen.

Insgesamt sind 6.938 Tsd. Euro (2014: 7.414 Tsd. Euro) latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge aktiviert. Bei den Verlustvorträgen handelt es sich im Wesentlichen um Verlustvorträge der Eckert & Ziegler BEBIG S.A. und um Verlustvorträge der deutschen Gesellschaften des Eckert & Ziegler Konzerns. Die Verluste in Belgien, Großbritannien und in Deutschland können auf unbefristete Zeit vorgetragen werden. Verlustvorträge in Höhe von 344 Tsd. Euro (2014: 700 Tsd. Euro) entfallen auf Verlustvorträge US-amerikanischer Gesellschaften (nur in 2014) bzw. polnischer Gesellschaften, bei denen teilweise ab dem Jahr 2017 der Verfall der Verlustvorträge beginnt.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 1.690 Tsd. Euro (2014: 1.221 Tsd. Euro) entfallen auf Gesellschaften, die in 2015 noch einen steuerrechtlichen Verlust erlitten haben. Im Geschäftsjahr 2015 wurden keine Verlustvorträge genutzt (2014: 162 Tsd. Euro), für die zum 31. Dezember des Vorjahres jeweils keine aktiven latenten Steuern für Verlustvorträge angesetzt waren. Zum 31. Dezember 2015 verfügte der Konzern über Verlustvorträge in Höhe von 13.450 Tsd. Euro (2014: 12.213 Tsd. Euro), für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden. Aufgrund der unterschiedlichen Steuersysteme und steuerrechtlichen Regelungen in den einzelnen Ländern halten wir die Angabe eines Gesamtbetrages der bestehenden Verlustvorträge nur für bedingt aussagekräftig. Aus diesem Grund wird nachfolgend auch der Betrag der aktiven latenten Steuern der auf diese Verlustvorträge entfallen würde angegeben. Der Betrag der aktiven latenten Steuern auf diese Verlustvorträge, die in der Bilanz zum 31. Dezember 2015 nicht angesetzt wurden beträgt 4.627 Tsd. Euro (2014: 4.354 Tsd. Euro).

Anhang

Aus der Währungsumrechnung resultieren Erhöhungen der passiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen in Höhe von 291 Tsd. Euro (2014: 85 Tsd. Euro Erhöhung der passiven latenten Steuern).

Im Berichtsjahr wurden latente Steueraufwendungen in Höhe von 177 Tsd. Euro (2014: latente Steuererträge in Höhe von 844 Tsd. Euro) direkt ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet.

In der Bilanz des Vorjahres wurden im Rahmen der Erstkonsolidierung der Eckert & Ziegler Brazil Comercial Ltda. sowie der nachträglichen Kaufpreisverteilung für die in 2013 akquirierten Mick Radio Nuclear Instruments Inc. passive latente Steuern in Höhe von 824 Tsd. Euro angesetzt. Für temporäre Differenzen aus thesaurierten Ergebnissen von Tochterunternehmen in Höhe von 22.549 Tsd. Euro (2014: 22.507 Tsd. Euro) wurden keine passiven latenten Steuern gebildet, da die Eckert & Ziegler AG in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Umkehrung zu steuern und sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

Die aktiven und passiven latenten Steuern auf Ebene der einzelnen Bilanzposten werden in der folgenden Übersicht dargestellt:

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
Tsd. Euro 2015 2014 2015 2014
Steuerliche Verlustvorträge 6.942 7.414 0 0
Anlagevermögen 94 113 6.932 7.792
Forderungen 295 175 328 165
Verbindlichkeiten 785 0 0 0
Vorräte 382 72 362 672
Rückstellungen 4.630 6.991 0 0
Sonstige 13 767 234 166
Zwischensumme 13.141 15.532 7.856 8.795
Saldierung – 3.775 – 6.067 – 3.775 – 6.067
Bestand laut Konzernbilanz 9.366 9.465 4.081 2.728

18 | NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE

Im Konzernergebnis nach Steuern sind auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinn- und Verlustanteile in Höhe von –352 Tsd. Euro (2014: –278 Tsd. Euro) enthalten.

Die nachfolgende Tabelle enthält Einzelheiten zu den nicht 100%-igen Tochterunternehmen des Konzerns, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen.

Beteiligungsquote der
nicht beherrschenden
Anteile
Auf nicht beherrschende
Anteile entfallender
Gewinn oder Verlust (–)
Kumulierte nicht
beherrschende Anteile
Name des Toch
terunternehmens
Sitz 31.12.2015 31.12.2014 2015
Tsd. Euro
2014
Tsd. Euro
31.12.2015
Tsd. Euro
31.12.2014
Tsd. Euro
Eckert & Ziegler
BEBIG S.A.
(Segment
Strahlentherapie)
Seneffe, Belgien 20% 20% – 1.086 – 868 4.220 5.306
Eckert & Ziegler
CESIO s.r.o
(Segment
Isotope Produkts)
Prag,
Tschechische
Republik
20% 20% 734 590 753 608

Der Teilkonzern Eckert & Ziegler BEBIG S.A. umfasst die Eckert & Ziegler BEBIG S.A. sowie die folgenden 100%-igen Tochtergesellschaften:

  • Eckert & Ziegler BEBIG GmbH, Berlin
  • Eckert & Ziegler BEBIG SARL, Paris
  • Eckert & Ziegler BEBIG Ltd., Cardiff
  • Eckert & Ziegler BEBIG Italia s.r.l., Milano
  • Eckert & Ziegler BEBIG Ltda., Fortaleza
  • Eckert & Ziegler BEBIG Idia Pvt. Limited, New Delhi
  • Eckert & Ziegler BEBIG Iberia, SLU, Madrid
  • Eckert & Ziegler BEBIG Inc., Oxford
  • Mick Radio Nuclear Instruments Inc., Mt. Vernon
  • 000 Eckert & Ziegler BEBIG, Moskau

Die zusammengefassten Finanzinformationen hinsichtlich der Tochterunternehmen des Konzerns, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen, sind nachfolgend angegeben. Die zusammengefassten Finanzinformationen entsprechen den Beträgen vor konzerninternen Eliminierungen.

TEILKONZERN ECKERT & ZIEGLER BEBIG S. A.
Tsd. Euro 31.12.2015 31.12.2014
Kurzfristige Vermögenswerte 16.809 17.240
Langfristige Vermögenswerte 34.201 37.914
Kurzfristige Schulden – 15.629 – 15.646
Langfristige Schulden – 8.458 – 7.839
Den Aktionären der Eckert & Ziegler AG zurechenbarer Anteil am Eigenkapital 22.703 26.363
Nicht beherrschende Gesellschafter zurechenbarer Anteil am Eigenkapital 4.220 5.306
Tsd. Euro 2015 2014
Umsatzerlöse 31.103 28.998
Aufwendungen – 35.392 – 32.285
Jahresfehlbetrag – 4.289 – 3.287
Auf die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG entfallender Jahresfehlbetrag – 3.203 – 2.419
Auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallender Jahresfehlbetrag – 1.086 – 868
Gesamter Jahresfehlbetrag – 4.289 – 3.287
Auf die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG entfallendes sonstiges Ergebnis 0 0
Auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallendes sonstiges Ergebnis 0 0
Gesamtes sonstiges Ergebnis 0 0
Auf die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG entfallendes Gesamtergebnis – 3.203 – 2.419
Auf die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG entfallendes Gesamtergebnis – 1.086 – 868
Gesamtergebnis – 4.289 – 3.287
Tsd. Euro 31.12.2015 31.12.2014
An die nicht beherrschenden Gesellschafter gezahlte Dividenden 0 0

ECKERT & ZIEGLER CESIO S.R.O.

Kurzfristige Vermögenswerte
5.667
7.066
Langfristige Vermögenswerte
774
819
Kurzfristige Schulden
– 2.404
– 4.679
Langfristige Schulden
– 342
– 236
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil
am Eigenkapital
2.942
2.362
Nicht beherrschende Gesellschafter zurechenbarer Anteil am Eigenkapital
753
608
Tsd. Euro
2015
2014
Umsatzerlöse
8.049
7.116
Aufwendungen
– 4.381
– 4.171
Jahresüberschuss
3.668
2.945
Auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallender Jahresüberschuss
2.934
2.355
Auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallender Jahresüberschuss
734
590
Gesamter Jahresüberschuss
3.668
2.945
Auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallendes sonstiges
Ergebnis
88
– 65
Auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallendes sonstiges Ergebnis
22
– 13
Gesamtes sonstiges Ergebnis
110
– 78
Auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallendes Gesamtergebnis
3.022
2.290
Auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallendes Gesamtergebnis
756
577
Gesamtergebnis
3.778
2.867
Tsd. Euro
31.12.2015
31.12.2014
An die nicht beherrschenden Gesellschafter gezahlte Dividenden
682
393
Tsd. Euro 31.12.2015 31.12.2014

Aufgrund einer vertraglichen Regelung ist der Anteil der nicht beherrschenden Gesellschafter an der Eckert & Ziegler f-con Deutschland GmbH sowie deren Tochtergesellschaften auf einen Betrag von 210 Euro begrenzt.

19 | ERGEBNIS JE AKTIE

Das Ergebnis je Stückaktie wurde wie folgt berechnet:

Zum Jahresende
Tsd. Euro 2015 2014
Zähler für Berechnung des Gewinns und des verwässerten Gewinns je Aktie –
Ergebnisanteil der Aktionäre der Eckert & Ziegler AG
10.718 6.775
Nenner für Berechnung des Gewinns je Aktie –
gewichteter Durchschnitt der Anzahl der Aktien (in Tausend Stück)
5.288 5.288
Wirkung verwässernder Aktienoptionen 0 0
Nenner für Berechnung des verwässerten Gewinns je Aktie –
gewichteter Durchschnitt der Anzahl der Aktien (in Tausend Stück)
5.288 5.288
Unverwässerter Gewinn je Aktie (in Euro) 2,03 1,28
Verwässerter Gewinn je Aktie (in Euro) 2,03 1,28

Anhang

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

20 | IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Unter den immateriellen Vermögenswerten werden Geschäfts- oder Firmenwerte, Kundenbeziehungen, Wettbewerbsverbote, Patente und Technologien, Lizenzen und Software, aktivierte Entwicklungskosten sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen.

a) Immaterielle Vermögenswerte, die keiner planmäßigen Abschreibung unterliegen Die immateriellen Vermögenswerte, die keiner planmäßigen Abschreibung unterliegen betreffen ausschließlich die Geschäfts- oder Firmenwerte.

Der Posten Geschäfts- oder Firmenwerte entwickelte sich in den Geschäftsjahren 2015 bzw. 2014 wie folgt:

Tsd. Euro 2015 2014
Stand zum 01.01. 38.321 34.906
Zugänge 0 1.538
Währungsumrechnungsdifferenzen 1.708 1.877
Stand zum 31.12. 40.029 38.321

Der Anstieg der Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 1.708 Tsd. Euro beruht ausschließlich auf Währungsumrechnungsdifferenzen (2014: 1.877 Tsd. Euro), da ein wesentlicher Teil der Geschäfts- oder Firmenwerte auf Gesellschaften des Segmentes Isotope Products und des Segmentes Strahlentherapie entfällt, die in US-Dollar bilanzieren.

Im Vorjahr beruhte der weitere Anstieg auf den Zugängen von Geschäfts- oder Firmenwerten in den Segmenten Isotope Products im Zusammenhang mit dem im Geschäftsjahr 2014 erfolgten Erwerb der Eckert & Ziegler Brazil Comercial Ltda. sowie im Segment Strahlentherapie im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2014 abgeschlossenen Kaufpreisverteilung für die in 2013 erfolgten Akquisitionen.

Im Einzelnen verteilen sich die Geschäfts- oder Firmenwerte auf die Geschäftsfelder wie folgt:

Geschäfts
oder
Firmenwert
Geschäfts
oder
Firmenwert
Tsd. Euro 2015 2014
Strahlentherapie 17.628 17.246
Isotope Products (ohne VSU) 19.446 18.277
Isotope Products (VSU) 9 8
Radiopharma (Zyklotronsparte) 454 454
Radiopharma (Gerätesparte) 2.492 2.336
Stand zum 31.12. 40.029 38.321

Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte wurden im Geschäftsjahr 2015 gemäß IAS 36 einer Werthaltigkeitsprüfung (Impairment-Test) unterzogen. Dabei wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte den betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units = CGU) zugeordnet. Diese repräsentieren die unterste Ebene, auf der die Geschäfts- oder Firmenwerte und Vermögenswerte für Zwecke der Unternehmenssteuerung überwacht werden. Sie entsprechen im Segment Strahlentherapie dem Segment. In den Segmenten Isotope Products und Radiopharma wurden jeweils zwei zahlungsmittelgenerierende Einheiten identifiziert (VSU und Segment Isotope Products ohne VSU sowie Zyklotron- und Gerätesparte).

Die Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ergeben sich aus den diskontierten künftigen Cashflows, die auf Basis der aktuellen Planungsrechnungen über einen Fünfjahreszeitraum ermittelt wurden. Für den anschließenden Zeitraum wurden die Cashflows mit einer Wachstumsrate zwischen –1% und 1% (Vorjahr: 0 bis 1%) angesetzt. Der Diskontierungssatz vor Steuern betrug für das Segment Strahlentherapie 9,2% (2014: 8,5%), für die Zyklotronsparte 10,9% (2014: 9,9%), für die Gerätesparte 10,9% (2014: 9,9%) für die CGUs des Segmentes Isotope Products 9,9% (2014: 11,2%) (siehe hierzu auch die Erläuterungen unter Tz. 3).

Im Ergebnis der weiteren Werthaltigkeitstests zum 31. Dezember 2015 hat sich unter Zugrundelegung der jeweilig ermittelten erzielbaren Beträge kein Wertminderungsbedarf bezüglich der Geschäfts- oder Firmenwerte ergeben (2014: ebenfalls kein Wertminderungsbedarf).

Die Werthaltigkeitstests für den Geschäfts- oder Firmenwert der CGUs des Segmentes Isotope Products führen zu dem Ergebnis, dass denkbare mögliche Änderungen in den wesentlichen Annahmen nicht dazu führen, dass der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte den erzielbaren Betrag übersteigen könnte. Für die Geschäfts- oder Firmenwerte der Zyklotronsparte und der Gerätesparte wurden keine Szenario-Analysen durchgeführt, da die entsprechenden Werte im Konzern als nicht signifikant eingestuft wurden.

Für den Werthaltigkeitstest des Geschäfts- oder Firmenwertes des Segmentes Strahlentherapie wurde eine Szenario-Analyse durchgeführt, die die nachfolgenden Ergebnisse liefert:

Veränderung im Vergleich
zum Basisszenario
Basis
szenario
Szenario
1
Szenario
2
Szenario
3
Szenario
4
Szenario
5
Veränderung Umsatzerlöse 0% – 5% – 10% 0% 0% – 10%
Veränderung Umsatzkosten 0% – 4% – 8% 0% 0% – 8%
Veränderung WACC 0% 0% 0% + 2% + 4% + 3%
kumulative Umsatzerlöse
über 5 Jahre
100% 95% 90% 100% 100% 90%
kumulative EBIT über 5 Jahre 100% 73% 45% 100% 100% 45%
kumulative FCF über 5 Jahre 100% 81% 61% 100% 100% 61%
Ermittelter Firmenwert 100% 80% 61% 77% 63% 42%
Ermittelter Firmenwert
(Anteil EZAG) im Verhältnis
zum Buchwert
1,09 0,88 0,66 0,84 0,69 0,46
Bedarf zur Wertminderung nein Ja ja Ja ja ja

b) Immaterielle Vermögenswerte, welche planmäßig abgeschrieben werden, setzen sich zum 31. Dezember der Geschäftsjahre 2015 und 2014 wie folgt zusammen:

(1) Erworbene immaterielle Vermögenswerte

2015
Tsd. Euro
verbleibende
Abschrei
bungsdauer
2014
Tsd. Euro
Kundenbeziehungen 3.781 1–15 Jahre 4.790
Lizenzen/Software/Zulassungen 3.680 1–8 Jahre 4.093
Patente/Technologien 1.625 1–15 Jahre 2.933
Stand zum 31.12. 9.086 11.816

(2) Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte

2015
Tsd. Euro
verbleibende
Abschrei
bungsdauer
2014
Tsd. Euro
Aktivierte Entwicklungskosten
(noch nicht abgeschlossene Projekte)
8 3.645
Technologien 3.987 4–6 Jahre 230
Patente 8 19–20 Jahre 11
Zulassungen 1.001 13–15 Jahre 890
Übrige 0 702
Stand zum 31.12. 5.004 5.478

Im Geschäftsjahr 2015 wurden Entwicklungskosten von insgesamt 248 Tsd. Euro (2014: 1.343 Tsd. Euro) aktiviert. Für die zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossenen Entwicklungsprojekte wurden Wertminderungstests durchgeführt, die die Werthaltigkeit der jeweils aktivierten Beträge bestätigen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte erfolgen unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode. Sie sind in der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend dem Funktionsbereich der jeweiligen immateriellen Vermögenswerte den Umsatzkosten, Vertriebskosten, den Allgemeinen Verwaltungskosten bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zugeordnet (siehe auch Erläuterungen unter Tz. 13).

Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015 ist im als Anlage zum Konzernanhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

21 | SACHANLAGEN

Die Entwicklung der Sachanlagen vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015 ist im als Anlage zum Konzernanhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Die Zugänge im Geschäftsjahr 2015 betreffen im Wesentlichen laufende Ersatzinvestitionen sowie die Erweiterung und Modernisierung bestehender Produktionsanlagen (2014: zusätzlich Aufbau einer neuen Produktionsstätte).

In Verbindung mit dem auf einem fremden Grundstück selbst errichteten Verwaltungs- und Produktionsgebäude in Berlin hatte der Konzern einen langfristigen Nutzungsvertrag abgeschlossen, welcher ursprünglich zum 31. Dezember 2014 endete. Der Konzern hat seine vertraglich bestehende Verlängerungsoption fristgerecht ausgeübt, sodass der Vertrag jetzt bis zum 31. Dezember 2024 läuft.

22 | ANTEILE AN AT-EQUITY BEWERTETEN BETEILIGUNGEN

Im Juni 2013 hatte die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH erworben. Aus dem im September 2012 mit der Eckert Wagniskapital- und Frühphasenfinanzierung GmbH abgeschlossenen Darlehens- und Anteilsoptionsvertrag verfügte der Konzern über eine Option auf den Erwerb weiterer Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH. Gemäß IAS 28.13 verfügte der Konzern schon damals über "present access" auf diese Anteile. Unter Einbeziehung dieser Anteile und der bereits direkt über die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH gehaltenen Anteile verfügte der Konzern insgesamt über 25% der Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH und übte damit einen maßgeblichen Einfluss auf die OctreoPharm Sciences GmbH aus. Die Anteile wurden deshalb, bis zum Verkauf der Anteile (welcher zum 30. Juni 2015 wirksam wurde) im Konzernabschluss nach der Equity Methode bilanziert. Die AnschafAnhang

fungskosten der Anteile betrugen 3.622 Tsd. Euro. Der Anteil des Konzerns am Verlust der OctreoPharm Sciences GmbH im Geschäftsjahr 2015 betrug 408 Tsd. Euro (2014: 609 Tsd. Euro). Der at-equity bewertete Anteil zum 31. Dezember 2014 betrug 2.830 Tsd. Euro (siehe auch Erläuterungen unter Tz. 14). Zum 30. Juni 2015 wurden die Anteile an der OPS verkauft, sodass zum 31. Dezember 2015 keine Anteile der OPS mehr at-equity bewertet werden.

Folgende Tabellen geben einen Überblick über die zusammenfassenden Finanzinformationen hinsichtlich der at-equity bewerteten Beteiligung OctreoPharm Sciences GmbH zum 31. Dezember 2014. Die zusammenfassenden Finanzinformationen entsprechen den Beträgen im in Übereinstimmung mit den IFRS aufgestellten Abschluss des Gemeinschaftsunternehmens (für Zwecke der Bilanzierung nach der Equity-Methode vom Konzern entsprechend angepasst):

Tsd. Euro 31.12.2014
Kurzfristige Vermögenswerte 1.619
Langfristige Vermögenswerte 5.116
Kurzfristige Schulden – 265
Langfristige Schulden – 2.141

In den vorstehend aufgeführten Vermögenswerten und Schulden sind die folgenden Beträge enthalten:

Tsd. Euro 31.12.2014
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.415
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen)
– 104
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen)
– 1.950

Der vorstehend aufgeführte Jahresüberschuss enthält die folgenden Beträge:

Tsd. Euro 2014
Umsatzerlöse 0
Jahresüberschuss aus fortgeführten Geschäftsbereichen – 2.465
Nachsteuerergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche 0
Jahresüberschuss – 2.465
Sonstiges Ergebnis 0
Gesamtergebnis – 2.465
Vom Joint Venture erhaltene Dividenden 0
Tsd. Euro 2014
Planmäßige Abschreibungen – 241
Zinserträge 3
Zinsaufwendungen 0
Ertragsteueraufwand oder -ertrag 56

Überleitung von den dargestellten zusammenfassenden Finanzinformationen zum Buchwert der Beteiligung an der OctreoPharm Sciences GmbH im Konzernabschluss

Tsd. Euro 31.12.2014
Nettoreinvermögen des Joint Ventures 4.329
Beteiligungsquote des Konzerns 25%
Geschäfts- oder Firmenwert 1.732
Anpassung um Effekte aus "upstream" Transaktionen 14
Buchwert der Konzernbeteiligung am Joint Venture 2.830

Im Dezember 2013 hat die Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. mit einem amerikanischen Partner einen Vertrag über die Gründung eines Joint Ventures, der Americium Consortium LLC, abgeschlossen. Beide Partner halten jeweils 50% der Anteile am Joint Venture, beide dürfen jeweils ein Mitglied des Managements des Joint Ventures berufen und wesentliche Entscheidungen müssen einstimmig getroffen werden. Gemäß IAS 28 übt die Gesellschaft einen maßgeblichen Einfluss auf das Joint Venture Unternehmen aus und bilanziert deshalb die Anteile im vorliegenden Konzernabschluss nach der Equity Methode. Die Anschaffungskosten der Anteile betrugen 2.493 Tsd. Euro. Der Anteil des Konzerns am Ergebnis der Americium Consortium LLC im Geschäftsjahr 2015 betrug 0 Tsd. Euro (2014: 0 Tsd. Euro). Der at-equity bewertete Anteil zum 31. Dezember 2015 beträgt 2.780 Tsd. Euro (2014: 2.493 Tsd. Euro) (siehe auch Erläuterungen unter Tz. 14).

Folgende Tabellen geben einen Überblick über die zusammenfassenden Finanzinformationen hinsichtlich der at-equity bewerteten Beteiligung am Joint-Venture Americium Consortium LLC. Die zusammenfassenden Finanzinformationen entsprechen den Beträgen im in Übereinstimmung mit den IFRS aufgestellten Abschluss des Unternehmens (für Zwecke der Bilanzierung nach der Equity-Methode vom Konzern entsprechend angepasst):

Tsd. Euro 31.12.2015 31.12.2014
Kurzfristige Vermögenswerte 1 1
Langfristige Vermögenswerte 5.561 4.985
Kurzfristige Schulden 0 0
Langfristige Schulden 0 0

In den vorstehend aufgeführten Vermögenswerten und Schulden sind die folgenden Beträge enthalten:

Tsd. Euro 31.12.2015 31.12.2014
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1 1
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
(ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und
sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen)
0 0
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten
(ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und
sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen)
0 0
Tsd. Euro 2015 2014
Umsatzerlöse 0 0
Jahresüberschuss aus fortgeführten Geschäftsbereichen 0 – 1
Nachsteuerergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche 0 0
Jahresüberschuss 0 – 1
Sonstiges Ergebnis 0 0
Gesamtergebnis 0 – 1
Vom Joint Venture erhaltene Dividenden 0 0

Anhang

Der vorstehend aufgeführte Jahresüberschuss enthält die folgenden Beträge:

Tsd. Euro 2015 2014
Planmäßige Abschreibungen 0 0
Zinserträge 0 0
Zinsaufwendungen 0 0
Ertragsteueraufwand oder -ertrag 0 0

Überleitung von den dargestellten zusammenfassenden Finanzinformationen zum Buchwert der Beteiligung an dem Joint Venture Americium Consortium LLC im Konzernabschluss

Tsd. Euro 31.12.2015 31.12.2014
Nettoreinvermögen des Joint Ventures 5.562 4.986
Beteiligungsquote des Konzerns 50 % 50 %
Buchwert der Konzernbeteiligung am Joint Venture 2.780 2.493

LANGFRISTIGE FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Zum 31. Dezember 2014 bestanden langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 368 Tsd. Euro, zum 31. Dezember 2015 sind nunmehr alle Forderungen aus Lieferungen kurzfristig fällig.

23 | ÜBRIGE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten von 5.711 Tsd. Euro wird unter anderem eine Forderung gegenüber OOO BEBIG einer 100%-igen Tochter des Joint Venture ZAO "NanoBrachyTech" in Höhe von 703 Tsd. Euro (2014: 1.037 Tsd. Euro) ausgewiesen. Diese Forderung resultiert aus der erfolgten Umwandlung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in zwei langfristige Darlehen der Eckert & Ziegler BEBIG S.A. an OOO BEBIG. Ein Darlehen wurde bereits im Vorjahr vollständig getilgt, das zweite Darlehen hatte zum 31. Dezember 2015 einen Restwert von 1.274 Tsd. Euro (2014: 1.608 Tsd. Euro) (Nominalwert 1.714 Tsd. Euro, vereinbarter Zinssatz 2,5%; rückzahlbar bis zum 31. Dezember 2017). Der im kommenden Jahr fällige Teilbetrag des Darlehens in Höhe von 571 Tsd. Euro wird in der Bilanz unter den übrigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Im Oktober 2013 hat die Eckert & Ziegler AG der Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH (EWK) ein Darlehen in Höhe von 368 Tsd. Euro gewährt (Nominalwert bis zu 400 Tsd. Euro, vereinbarter Zinssatz 3,25%, rückzahlbar bis zum 31. Dezember 2017). Dieses Darlehen wird ebenfalls unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Außerdem beinhaltet der Posten den Aktivwert verschiedener Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 83 Tsd. Euro (2014: 20 Tsd. Euro) sowie geleistete Kautionszahlungen in Höhe von 81 Tsd. Euro (2014: 72 Tsd. Euro).

Im Vorjahr wurde unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten außerdem der Wert einer Option auf den Erwerb von Anteilen an der OctreoPharm Sciences GmbH ausgewiesen. Die Option wurde zum Zeitpunkt des Zugangs (im Juni 2013) mit dem inneren Wert in Höhe von 646 Tsd. Euro bewertet. Im Vorfeld des Verkaufs der Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH wurde die Option ausgeübt und in Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH gewandelt.

Aus dem Verkauf der Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH resultieren neben dem sofort zahlungswirksam gewordenen Kaufpreis weitere langfristige Forderungen. Diese bestehen zum einen aus einem vereinbarten Sicherheitseinbehalt sowie zum anderen aus weiteren Forderungen, welche betrags- und zeitpunktmäßig vom Erreichen bestimmter zukünftiger Meilensteine abhängig sind. Diese Forderungen sind in den übrigen langfristigen Vermögenswerten in Höhe von 4.281 Tsd. Euro (2014: 0 Tsd. Euro) enthalten.

24 | ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von 31.466 Tsd. Euro (2014: 21.824 Tsd. Euro) handelt es sich um Schecks, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Fälligkeit – gerechnet vom Erwerbszeitpunkt – innerhalb von nicht mehr als drei Monaten. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stimmen mit dem Zahlungsmittelfonds in der Konzernkapitalflussrechnung überein.

25 | KURZFRISTIGE FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich zum 31. Dezember 2015 bzw. 2014 wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2015 2014
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.445 24.783
abzüglich Wertberichtigungen – 1.054 – 1.382
Stand zum 31.12. 21.391 23.401

26 | VORRÄTE

Das Vorratsvermögen setzt sich zum 31. Dezember 2015 bzw. 2014 wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2015 2014
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 18.725 18.107
Fertige Erzeugnisse 5.234 5.147
Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen 1.750 1.698
25.709 24.952
abzgl. Wertminderungen – 660 – 630
Stand zum 31.12. 25.049 24.322

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betreffen hauptsächlich Nuklide sowie zur Herstellung der Endprodukte benötigte Komponenten.

Die auf Basis einer Gegenüberstellung des Nettoveräußerungswertes und des Buchwertes vorgenommenen Wertminderungen haben sich um 30 Tsd. Euro erhöht (2014: 117 Tsd. Euro).

27 | ÜBRIGE KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Die Übrigen kurzfristigen Vermögenswerte in Höhe von 9.605 Tsd. Euro (2014: 3.849 Tsd. Euro) betreffen zum 31. Dezember 2015 Forderungen aus dem Verkauf der Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH in Höhe von 2.887 Tsd. Euro sowie Forderungen aus dem Verkauf von Technologien und Produktionsanlagen in Höhe von 2.061 Tsd. Euro. Weiterhin enthält der Posten Aufwandsabgrenzungen, geleistete Vorauszahlungen und sonstige Forderungen in Höhe von 3.509 Tsd. Euro (2014: 2.132 Tsd. Euro).

28 | KAPITAL UND RÜCKLAGEN

Die Entwicklung des auf die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG entfallenden Eigenkapitals und der nicht beherrschenden Anteile ist im Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Nach Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Juni 2015 wurde der handelsrechtliche Bilanzgewinn der Eckert & Ziegler AG zum 31. Dezember 2014 in Höhe von 4.433 Tsd. Euro zur Ausschüttung einer Dividende von 0,60 Euro je dividendenberechtigte Stückaktie verwendet (3.173 Tsd. Euro) und der verbleibende Betrag in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt (1.260 Tsd. Euro).

Das Grundkapital der Eckert & Ziegler AG beträgt zum 31. Dezember 2015 5.292.983 Euro und ist in 5.292.983 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt und voll eingezahlt. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien (ohne Berücksichtigung der eigenen Aktien) beläuft sich zum 31. Dezember 2015 auf 5.288.165 Stück.

Nach dem Aktiengesetz bemessen sich die an die Aktionäre ausschüttbaren Dividenden nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Eckert & Ziegler AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2015 der Eckert & Ziegler AG eine Dividende von 3.173 Tsd. Euro (0,60 Euro je Aktie) an die Aktionäre auszuschütten.

Bedingtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 1999, geändert durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2003, ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu weitere 300.000 Euro, eingeteilt in bis zu 300.000 Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 1999). Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durchgeführt werden, wie die Inhaber von Aktienoptionen, zu deren Ausgabe der Vorstand von der Hauptversammlung vom 30. April 1999 ermächtigt wurde, von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft die Optionsrechte nicht durch Übertragung eigener Aktien oder im Wege einer Barzahlung erfüllt.

Im September 2009 hatte der Vorstand von dieser Genehmigung Gebrauch gemacht und aus dem bedingten Kapital eine Kapitalerhöhung in Höhe von 31.650 Euro durch Ausgabe von 31.650 auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien durchgeführt.

Im Geschäftsjahr 2010 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates erneut von der Ermächtigung zur bedingten Kapitalerhöhung um 32.700 Euro durch Ausgabe von 32.700 auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien Gebrauch gemacht.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 wurde das von der Hauptversammlung am 20. Mai 2009 beschlossene "Bedingte Kapital 2009" aufgehoben, gleichzeitig wurde ein Beschluss über die Schaffung eines neuen bedingten Kapitals (Bedingtes Kapital 2012) getroffen. Dabei wurde eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.639.316 Euro beschlossen. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit von der Gesellschaft nicht eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden.

Mitteilungen von Veränderungen des Stimmrechtsanteils

Im Jahr 2015 gab es folgende gemäß WpHG meldepflichtige Sachverhalte:

Die Allianz Global Investors GmbH, Frankfurt, Deutschland hat uns gemäß §21 Abs. 1 WpHG am 19. Januar 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland am 16. Januar 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,98% (das entspricht 157.600 Stimmrechten) betragen hat. 0,14% der Stimmrechte (das entspricht 7.600 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß §22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Die Taaleritehdas Plc, Helsinki, Finnland, hat uns gemäß §21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland, am 30. November 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,51% (das entspricht 133.000 Stimmrechten) betragen hat.

Im Jahr 2014 gab es folgende gemäß WpHG meldepflichtige Sachverhalte:

Die Taaleritehdas Plc , Helsinki, Finnland, hat uns gemäß §21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland am 4. Dezember 2014 die Schwelle von 5% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,84% (das entspricht 256.120 Stimmrechten) betragen hat.

Davon sind ihre 4,84% (256.120 Stimmrechte) nach § 22 Ab. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Von folgendem Aktionär, deren Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet: Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund, Helsinki, Finnland

Die Taaleritehdas Wealth Management Ltd., Helsinki, Finnland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland am 4. Dezember 2014 die Schwelle von 5% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,84% (das entspricht 256.120 Stimmrechten) betragen hat.

Davon sind ihre 4,84% (256.120 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Von folgendem Aktionär, deren Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet: Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund, Helsinki, Finnland

Die Taaleritehdas Fund Management Ltd., Helsinki, Finnland, hat uns gemäß §21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland am 4. Dezember 2014 die Schwelle von 5% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,84% (das entspricht 256.120 Stimmrechten) betragen hat.

Davon sind ihre 4,84% (256.120 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Von folgendem Aktionär, deren Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet: Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund, Helsinki, Finnland

Die Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund, Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland am 4. Dezember 2014 die Schwelle von 5% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,84% (das entspricht 256.120 Stimmrechten) betragen hat.

Die Allianz Global Investors Europe GmbH, Frankfurt, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 4. April 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland am 2. April 2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,28% (das entspricht 173.700 Stimmrechten) betragen hat. 0,07% der Stimmrechte (das entspricht 3.700 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Die Taaleritehdas Plc, Helsinki, Finnland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland am 13. Januar 2014 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,02% (das entspricht 266.000 Stimmrechten) betragen hat.

Anhang

Davon sind ihre 5,02% (266.000 Stimmrechte) nach §22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Von folgendem Aktionär, deren Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet: Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund, Helsinki, Finnland.

Die Taaleritehdas Wealth Management Ltd., Helsinki, Finnland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland am 13. Januar 2014 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,02% (das entspricht 266.000 Stimmrechten) betragen hat.

Davon sind ihre 5,02% (266.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Von folgendem Aktionär, deren Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet: Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund, Helsinki, Finnland.

Die Taaleritehdas Fund Management Ltd., Helsinki, Finnland, hat uns gemäß §21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland am 13. Januar 2014 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,02% (das entspricht 266.000 Stimmrechten) betragen hat.

Davon sind ihre 5,02% (266.000 Stimmrechte) nach § 22 Ab. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Von folgendem Aktionär, deren Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet: Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund, Helsinki, Finnland.

Die Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund, Helsinki, Finnland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland am 13. Januar 2014 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,02% (das entspricht 266.000 Stimmrechten) betragen hat.

Rücklagen

In der Kapitalrücklage ist der Betrag ausgewiesen, der bei der Ausgabe von Anteilen einschließlich von Aktien über den Nennbetrag hinaus (Agio) abzüglich der Emissionskosten (nach Steuern) erzielt wurde.

Weiterhin werden in der Kapitalrücklage diejenigen Beträge ausgewiesen, die im Zusammenhang mit anteilsbasierten Vergütungen (IFRS 2) erfasst werden. Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr wurden keine Aufwendungen aus der Ausgabe von Aktienoptionen in der Kapitalrücklage erfasst.

Bestandteil der Gewinnrücklagen sind in der Vergangenheit erzielte und nicht ausgeschüttete Ergebnisse von in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Außerdem beinhalten die Gewinnrücklagen die im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS erfassten Anpassungen.

In den Übrigen Rücklagen werden die aus der Umrechnung der Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften resultierenden Umrechnungsdifferenzen in Höhe von 3.530 Tsd. Euro (2014: 339 Tsd. Euro) ausgewiesen. Die Bewegungen in 2015 bzw. 2014 betrafen im Wesentlichen die amerikanischen Tochtergesellschaften. Des Weiteren werden in den übrigen Rücklagen die im sonstigen Konzernergebnis zu erfassenden versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste (nach Steuern) aus leistungsorientierten Pensionszusagen in Höhe von –2.282 Tsd. Euro (2014: 2.665 Tsd. Euro) ausgewiesen.

Eigene Anteile

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2010 war der Vorstand ermächtigt, bis zum 19. November 2015 eigene Aktien zu anderen Zwecken als dem Wertpapierhandel bis zu einem Anteil von 10% am Grundkapital zu erwerben. Diese Ermächtigung wurde für den Zeitraum von weiteren 5 Jahren vorzeitig erneuert. Somit ist der Vorstand durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Juni 2015 ermächtigt, bis zum 2. Juni 2020 eigene Aktien zu anderen Zwecken als dem Wertpapierhandel bis zu einem Anteil von 10% am Grundkapital zu erwerben. Auf die nach dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Anteile der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat, noch besitzt oder welche ihr nach §§71a ff. Aktiengesetz zuzurechnen sind, nicht mehr als 10% des Grundkapitals entfallen. Der Vorstand wird weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, eigene Aktien der Gesellschaft, die aufgrund früherer Ermächtigungen bereits erworben wurden, wie folgt, auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre, zu verwenden:

  • Die eigenen Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.
  • Die eigenen Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, soweit dies zu dem Zweck erfolgt, Unternehmen, Unternehmensbeteiligungen, Teile von Unternehmen, gewerbliche Schutzrechte wie z.B. Patente, Marken bzw. hierauf gerichtete Lizenzen oder sacheinlagefähige Wirtschaftsgüter bzw. Leistungen zu erwerben.
  • Die eigenen Aktien können gegen Barzahlung veräußert werden, wobei der Verkaufspreis den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten fünf Börsentage vor dem Wirksamwerden der Veräußerung (ohne Erwerbsnebenkosten) gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG nicht wesentlich unterschreiten darf.
  • Die eigenen Aktien können zur Erfüllung der Verpflichtungen der Hauptversammlung vom 30. April 1999 beschlossenen und in der Hauptversammlung vom 20. Mai 2003 geänderten Aktienoptionsplan der Gesellschaft verwendet werden, wobei die Entscheidung hierüber dem Aufsichtsrat der Gesellschaft obliegt, soweit eigene Aktien an Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft übertragen werden sollen.
  • Die eigenen Aktien können zur Erfüllung von Verpflichtungen der Gesellschaft aus Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten aus von der Gesellschaft begebenen Wandelschuldverschreibungen verwendet werden.

Im März 2003 hat der Vorstand von der in Vorjahren erteilten Ermächtigung Gebrauch gemacht und insgesamt 320.000 eigene Aktien (ca. 9,8% des Grundkapitals) zu einem durchschnittlichen Kurs von 3,35 Euro je Aktie erworben.

Im Oktober 2003 wurden 5.503 dieser Aktien wieder veräußert. Die im Geschäftsjahr 2004 erfolgten Akquisitionen der Eckert & Ziegler MMI GmbH sowie der Eckert & Ziegler Isotope Products GmbH wurden teilweise mit eigenen Aktien finanziert. Dabei wurden insgesamt 139.648 eigene Aktien eingesetzt. Darüber hinaus wurden im März bzw. August 2006 fällige Darlehen mit der Hingabe von 17.214 Aktien beglichen. Zur Bedienung der im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms ausgegebenen Optionen wurden bisher 51.000 (2007: 2.700 Aktien, 2006: 2.900 Aktien, 2005: 32.000 Aktien, 2004: 13.400 Aktien) eigene Aktien verwendet. Im Geschäftsjahr 2007 wurden 200 eigene Aktien, die zur Bedienung von Mitarbeiteroptionen eingesetzt wurden, über die Börse wieder zurückgekauft.

Im Zusammenhang mit der Option auf den Erwerb weiterer Stimmrechtsaktien an der Eckert & Ziegler BEBIG S.A. hat die Eckert & Ziegler AG die Verpflichtung übernommen bei Ausübung der Option durch den Vertragspartner einen Teil des Ausübungspreises mit 66.667 eigenen Aktien zu begleichen. Diese Verbindlichkeit wurde im Jahr 2008 bilanziert, indem ein Betrag in Höhe von Tsd. Euro 566 ergebnisneutral der Kapitalrücklage für eigene Aktien zugeführt wurde. Im März 2011 wurde die Option ausgeübt und 66.667 Aktien aus dem Bestand an eigenen Aktien an die SMI Steglitz MedInvest UG übertragen.

Im Geschäftsjahr 2009 wurden im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms 35.331 eigene Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von 12,33 Euro je Aktie über die Börse zurückgekauft. Zur Bedienung von ausgeübten Aktienoptionen wurden aus dem Bestand an eigenen Aktien 1.600 Stück eingesetzt, 15.331 eigene Aktien wurden über die Börse verkauft. Im Geschäftsjahr 2010 wurden 20.000 eigene Aktien über die Börse verkauft, 33.750 eigene Aktien wurden für den Erwerb von Anteilen bzw. Darlehensforderungen von Minderheitsgesellschaftern eingesetzt. Durch die Transaktionen mit eigenen Aktien wurde im Geschäftsjahr 2010 insgesamt ein Gewinn in Höhe von 951 Tsd. Euro (2009: 208 Tsd. Euro) realisiert, welcher ergebnisneutral der Kapitalrücklage für eigene Aktien zugeführt wurde.

Der Bestand an eigenen Aktien betrug zum 31. Dezember 2015 4.818 Stück. Dies entspricht rechnerisch einem Anteil von 0,1% am Grundkapital der Gesellschaft. Die Anzahl (5.288.165) der im Umlauf befindlichen Aktien hat sich in den Geschäftsjahren 2015 und 2014 nicht verändert.

29 | DARLEHENSVERBINDLICHKEITEN

Die Darlehensverbindlichkeiten setzen sich zum 31. Dezember der Geschäftsjahre 2015 und 2014 wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2015 2014
Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.528 18.705
Darlehensverbindlichkeiten zum 31.12., gesamt 15.528 18.705
– davon kurzfristig 10.551 11.426
– davon langfristig 4.977 7.279

In den Geschäftsjahren 2015 und 2014 wurden für ein Darlehen im Segment Strahlentherapie die mit der Bank vereinbarten Covenants nicht eingehalten. Die Bank hätte daher theoretisch die Möglichkeit, das Darlehen zu kündigen und kurzfristig fällig zu stellen. Aus diesem Grund wurde die Restschuld aus diesem Darlehen in der Bilanz (im Gegensatz zu den vertraglich vereinbarten Fristen) komplett unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Konzern geht nicht davon aus, dass die Bank von dieser Möglichkeit Gebrauch machen wird, sieht aber für den theoretisch denkbaren Fall auch keine Probleme, das Darlehen gegebenenfalls anderweitig zu refinanzieren.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Darlehensverbindlichkeiten zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres:

Tsd. Euro Zinssatz p. a. 2015 2014
Darlehen der Commerzbank AG 3,99% 5.105 6.500
Darlehen der DZ Bank 3,10% 4.353 5.373
Darlehen der Deutschen Bank AG 3,17% 1.161 1.355
Darlehen der Commerzbank AG 4,80% 1.148 1.441
Darlehen der Comerica Bank (USA) Prime + 1% 528 721
Darlehen der Credit Agricole 5,00% 42 205
sonstige Darlehen 4,5% bis 5,1% 60 110
kurzfristige Geldmarktdarlehen 2,50% 2.650 1.650
in Anspruch genommmen Kreditlinien 480 0
Darlehen der Deutschen Industrie Bank AG (IKB)
(ERP-Innovationsprogramm)
4,75% bis 4,85% 0 937
Darlehen der Deutschen Bank AG 3M EURIBOR + 2,4% 0 413
Darlehensverbindlichkeiten zum 31.12. , gesamt 15.528 18.705

Die Darlehensverbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr 2015 gegenüber dem Vorjahr weiter deutlich zurückgegangen. Der Rückgang beruht auf der planmäßigen Tilgung der bestehenden Darlehen. Im Geschäftsjahr 2015 wurden ebenso wie im Vorjahr lediglich kurz laufende Geldmarktdarlehen zur Liquiditätsoptimierung neu aufgenommen.

Im September 2013 hat die Eckert & Ziegler BEBIG GmbH ein Darlehen über 6.500 Tsd. Euro zur Finanzierung der im November erfolgten Unternehmenserwerbe aufgenommen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2018 und wird seit dem zweiten Quartal 2015 in vierteljährlichen Raten von 465 Tsd. Euro getilgt.

Im Mai 2012 hat die Eckert & Ziegler f-con Deutschland GmbH ein Darlehen zur Finanzierung des Neubaus einer Produktionsstätte ihrer polnischen Tochtergesellschaft in Warschau aufgenommen. Das Darlehen hatte ein Gesamtvolumen von bis zu 6.530 Tsd. Euro von denen 5.931 Tsd. Euro in Anspruch genommen wurden. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. April 2019 und wird beginnend ab dem Jahr 2014 in vierteljährlichen Raten von 327 Tsd. Euro zurückgezahlt.

Im November 2013 hat die Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/Bonn GmbH ein Darlehen über 1.500 Tsd. Euro zur Finanzierung der Modernisierung ihrer Produktionsstätte aufgenommen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2021 und wird seit dem zweiten Quartal 2014 in vierteljährlichen Raten von 48 Tsd. Euro getilgt.

Im Juni 2011 wurde ein Darlehen von der Commerzbank AG in Höhe von 2.500 Tsd. USD aufgenommen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2018 und ist, beginnend ab 30. September 2013 in vierteljährlichen Raten von 125 Tsd. USD zurückzuzahlen.

Im Oktober 2012 hat die Eckert & Ziegler Vitalea Science Inc. ein Darlehen über 1.500 Tsd. USD aufgenommen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 10. Oktober 2017 und wird in monatlichen Raten von 25 Tsd. USD zurückgezahlt.

Der Konzern verfügt insgesamt über Kreditlinienzusagen in Höhe von 17.660 Tsd. Euro, von denen zum 31. Dezember 2015 Kreditlinien in Höhe von 4.074 Tsd. Euro in Anspruch genommen waren.

Die vertraglich vereinbarten Restlaufzeiten der Darlehensverbindlichkeiten setzen sich zum 31. Dezember 2015 und 2014 wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2015 2014
Restlaufzeit bis 1 Jahr 7.306 6.321
Restlaufzeit >1 bis 5 Jahre 8.029 11.997
Restlaufzeit über 5 Jahre 193 387
Darlehensverbindlichkeiten zum 31.12. , gesamt 15.528 18.705

30 | ABGRENZUNG VON ZUSCHÜSSEN UND SONSTIGE ABGRENZUNGSPOSTEN

Der Posten Abgrenzung von Zuschüssen setzt sich zum 31. Dezember jeweils wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2015 2014
abgegrenzte Zuschüsse kurzfristig 256 117
abgegrenzte Zuschüsse langfristig 1.588 680
Stand zum 31.12. 1.844 797

MANAGEMENT| UNTERNEHMEN| KONZERNLAGEBERICHT| FINANZTEIL Geschäftsbericht 2015 | Eckert & Ziegler 107

Anhang

31 | RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN

Die Pensionsverpflichtungen wurden gemäß IAS 19 (revised) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet (PUC-Methode) und mit dem Barwert der am Bewertungsstichtag erdienten Pensionsansprüche inklusive wahrscheinlicher künftiger Erhöhungen von Renten und Gehaltsteigerungen berücksichtigt. Die versicherungsmathematischen Bewertungen des Planvermögens und des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung wurden zum 31. Dezember 2015 (ebenso wie im Vorjahr) von der Longial AG bzw. von der Allianz Lebensversicherung AG durchgeführt.

Die wichtigsten Annahmen, welche der versicherungsmathematischen Bewertung zugrunde gelegt wurden, sind:

% 31.12.2015 31.12.2014
Abzinsungssatz(-sätze) 2,1 bis 2,5 2,0 bis 2,1
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen 2,75 2,75
Erwartete prozentuale Gehaltssteigerungen bis 2,50 2,50
Erwartete prozentuale Pensionssteigerungen bis 1,50 1,50
Erwartete prozentuale Inflationsrate 2,00 2,00

Zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres ergeben sich die folgenden versicherungsmathematisch ermittelten Werte:

Tsd. Euro 2015 2014
Barwerte der leistungsorientierten Versorgungsansprüche 10.665 11.263
Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert – 171 – 169
Pensionsrückstellungen zum 31.12. 10.494 11.094

Der bilanziell ausgewiesene Betrag für die Pensionsrückstellungen entwickelte sich wie folgt:

Tsd. Euro 2015 2014
Pensionsrückstellungen zum 01.01. 11.094 7.963
Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen 454 457
Versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+) – 559 2.675
Auszahlungen aus dem Planvermögen 0 197
Ertrag aus Planvermögen – 3 – 13
Pensionszahlungen – 492 – 185
Pensionsrückstellungen zum 31.12. 10.494 11.094

In der Gewinn- und Verlustrechnung des jeweiligen Geschäftsjahres wurden die folgenden Beträge erfasst:

Tsd. Euro 2015 2014
Dienstzeitaufwand 229 161
Zinsaufwand 225 296
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen – 3 – 13
Summe der erfassten Beträge 451 444
Tsd. Euro 2015 2014
kumulierte versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+)
am 1.1.
3.916 1.241
Zugang/ Abgang – 559 2.675
kumulierte versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+)
am 31.12.
3.357 3.916

Im Geschäftsjahr wurden die folgenden Beträge im sonstigen Konzernergebnis erfasst:

Das Planvermögen besteht aus einer ausschließlich aus Arbeitgeberbeiträgen finanzierten Rückdeckungsversicherung. Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte des Planvermögens im laufenden Geschäftsjahr stellen sich wie folgt dar:

Tsd. Euro 2015 2014
Anfangsbestand des zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Planvermögens
169 353
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen 3 13
Versicherungsmathematischer Gewinn (+)/Verluste (–) – 1 0
Auszahlungen aus dem Planvermögen 0 – 197
Endbestand des zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Planvermögens
171 169

Für das Geschäftsjahr 2016 werden Pensionszahlungen in Höhe von 277 Tsd. Euro erwartet.

Der Barwert der leistungsorientierten Versorgungsansprüche und der beizulegende Zeitwert des Planvermögens haben sich wie folgt entwickelt:

Tsd. Euro 2015 2014 2013 2012 2011
Defined benefit obligation – 10.665 – 11.263 – 8.316 – 9.207 – 7.149
Planvermögen 171 169 353 344 333
Funded status – 10.494 – 11.094 – 7.963 – 8.863 – 6.816

Eine maßgebliche versicherungsmathematische Annahme zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen ist der Abzinsungssatz. Die nachfolgend dargestellte Sensitivitätsanalyse wurde auf Basis der nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderung des Abzinsungssatzes zum Bilanzstichtag durchgeführt, wobei die übrigen Annahmen unverändert geblieben sind.

Defined benefit obligation
Tsd. Euro %
aktuelle Annahme 10.665
Abzinsungssatz – 0,25% 11.157 4,6
Abzinsungssatz + 0,25% 10.204 – 4,3

Weiterhin existieren Versorgungspläne für zwei aktuelle Vorstandsmitglieder, die als arbeitnehmerfinanzierte beitragsorientierte Leistungszusagen (Entgeltumwandlung) konzipiert worden sind. Die Höhe der Entgeltumwandlung für die Versorgungspläne belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf 20 Tsd. Euro (2014: 120 Tsd. Euro). Die Versorgungszusagen werden über eine kongruent rückgedeckte Unterstützungskasse abgesichert.

Anhang

32 | ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Entwicklung der Übrigen Rückstellungen in den Geschäftsjahren 2015 und 2014:

Tsd. Euro 2015 2014
Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen (langfristig) 15.721 14.233
Sonstige Rückstellungen (langfristig) 12.041 9.404
Übrige langfristige Rückstellungen zum 31.12. 27.762 23.637
Sonstige Rückstellungen (kurzfristig) 3.662 3.600
Übrige kurfristige Rückstellungen zum 31.12. 3.662 3.600

Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen beinhalten erwartete Aufwendungen für den Rückbau und die Entsorgung der Produktionsanlagen und Mietereinbauten und haben sich in den Geschäftsjahren 2015 und 2014 wie folgt entwickelt:

Tsd. Euro 2015 2014
Rückstellungen zum 01.01. 14.233 13.230
Zugänge 1.165 485
Aufzinsung 171 295
Inanspruchnahme – 80 – 54
Währungsumrechnung 232 277
Rückstellungen zum 31.12. 15.721 14.233

Für die Bewertung der Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen erfolgte im Geschäftsjahr 2015 in Übereinstimmung mit IFRIC 1 eine Anpassung der laufzeitadäquaten Abzinsungssätze an die Entwicklung der Kapitalmärkte. Die angepassten Zinssätze liegen zwischen 0,0% bis 3,0%. Bei Beibehaltung der Vorjahreszinssätze von 0,2% bis 3,1% hätte sich eine um 847 Tsd. Euro niedrigere (2014: 545 Tsd. Euro) Rückstellung ergeben. Auszahlungen für den Rückbau werden in den Geschäftsjahren 2016 bis 2030 erwartet.

Für einige Betriebsstätten werden Gelder in einen Fonds eingezahlt, deren Verwendung auf den zukünftigen Rückbau beschränkt ist. Die Einzahlungen werden unter der Position "Übrige langfristige Vermögenswerte" ausgewiesen und betragen 81 Tsd. Euro (2014: 72 Tsd. Euro).

Die sonstigen langfristigen Rückstellungen zum 31. Dezember 2015 betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für die Verpflichtung zur Verarbeitung von eigenen und von Dritten angenommenen radioaktiven Reststoffen in Höhe von 11.122 Tsd. Euro (2014: 8.773 Tsd. Euro). Diese Rückstellungen werden auf der Grundlage der für die Verarbeitung zu erwartenden internen und externen Kosten gebildet sowie regelmäßig überprüft und aktualisiert. Die Ermittlung der Kosten erfolgt dabei auf der Basis von Erfahrungswerten und bereits in der Vergangenheit durchgeführten Entsorgungen. Die Extrapolation historischer Kosten in die Zukunft beinhaltet Schätzungsunsicherheiten insbesondere durch:

  • Ungewissheit hinsichtlich der zukünftigen den Bewertungen zugrunde liegenden Entsorgungswege, dem Umfang ihrer Nutzbarkeit und den damit verbundenen externen Kosten.
  • Unmöglichkeit der Berücksichtigung eventueller zukünftiger Änderungen gesetzlicher und/oder behördlicher Anforderungen, die sowohl Auswirkungen auf den internen Aufwand als auch auf die externen Entsorgungskosten haben können.
  • Bewertungsrisiken durch den Ansatz pauschalisierter Preissteigerungsraten und festgelegter Diskontierungssätze.

Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen in Höhe von 3.662 Tsd. Euro (2014: 3.660 Tsd. Euro) betreffen den kurzfristigen Anteil der zu entsorgenden radioaktiven Reststoffe.

33 | ÜBRIGE LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

Der Posten Übrige langfristige Verbindlichkeiten beinhaltet im Wesentlichen die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber einem Minderheitsgesellschafter aus dem Erwerb von Anteilen in Höhe von 1.195 Tsd. Euro (2014: 1.338 Tsd. Euro) sowie langfristige Verbindlichkeiten aus einem im Geschäftsjahr 2013 abgeschlossenen Lizenzvertrag in Höhe von 1.957 Tsd. Euro (2014: 2.057 Tsd. Euro).

Weiterhin beinhaltet der Posten zwei Zinsswaps in Höhe von 646 Tsd. Euro (2014: 864 Tsd. Euro). Dabei handelt es sich um Derivate, welche gemäß IAS 39.9 als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten bilanziert werden. Weitere Informationen zu derivativen Finanzinstrumenten sind in den Erläuterungen unter Tz. 36 enthalten.

34 | ÜBRIGE KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

Der Posten Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten setzt sich zum 31. Dezember jeweils wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2015 2014
Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt 5.240 4.486
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 991 415
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzbehörden 634 792
Verbindlichkeiten aus sonstigen Aufwandsabgrenzungen 4.754 6.258
Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Gesellschaftern 670 484
Sonstige Verbindlichkeiten 2.463 1.759
Stand zum 31.12. 14.752 14.194

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten zum 31. Dezember 2015 eine Earn-out Verbindlichkeit aus einem Unternehmenserwerb in Höhe von 867 Tsd. Euro (2014: 778 Tsd. Euro).

35 | ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN ÜBER FINANZINSTRUMENTE

Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten für die Eckert & Ziegler AG und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzposten, die Finanzinstrumente enthalten.

Übersicht über finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte aller Kategorien von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten:

2015 2014
31.466 21.824
21.391 23.769
10.819 7.426
5.711 2.501
69.387 55.520
73.313 73.105
646 864
73.959 73.969

Anhang

In der Position Derivative Finanzinstrumente bei den finanziellen Verbindlichkeiten werden die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Zinsswaps ausgewiesen. Für diese Swaps werden Marktpreise ermittelt, zu denen die Swaps jederzeit aufgelöst werden können.

Die Darlehen und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten setzen sich wie folgt zusammen:

DARLEHEN UND FORDERUNGEN
Tsd. Euro 2015 2014
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Kurzfristig 21.391 23.401
Forderungen gegen nahe stehende Personen
und Unternehmen
Langfristig 0 368
Sonstige Forderungen Kurzfristig 10.819 7.426
Sonstige Forderungen Langfristig 5.711 2.501
Stand zum 31.12. 37.921 33.696

Die finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten setzen sich wie folgt zusammen:

FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN
Tsd. Euro 2015 2014
Darlehensverbindlichkeiten kurzfristig 10.551 11.426
Darlehensverbindlichkeiten langfristig 4.977 7.279
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
kurzfristig 7.533 8.220
Verbindlichkeiten gegenüber Personal kurzfristig 3.610 3.866
Erhaltene Anzahlungen kurzfristig 256 117
Sonstige Verbindlichkeiten kurzfristig 14.804 13.928
Sonstige Verbindlichkeiten langfristig 31.582 28.269
Stand zum 31.12. 73.313 73.105

Die Zusammensetzung der Darlehensverbindlichkeiten ist in Tz. 30 erläutert.

Beizulegende Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten

Die folgende Tabelle stellt die beizulegenden Zeitwerte sowie die Buchwerte der Finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind:

2015 2014
Beizulegender Beizulegender
Tsd. Euro Zeitwert Buchwert Zeitwert Buchwert
Finanzielle Vermögenswerte, be
wertet zu Anschaffungskosten oder
fortgeführten Anschaffungskosten
Zahlungsmittel und Zahlungs
mitteläquivalente
31.466 31.466 21.824 21.824
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Forderungen 21.472 21.472 24.209 24.209
Stand zum 31.12. 52.938 52.938 46.033 46.033
Finanzielle Verbindlichkeiten, be
wertet zu Anschaffungskosten oder
fortgeführten Anschaffungskosten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
7.533 7.533 8.220 8.220
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten und sonstige
Finanzschulden
15.558 15.528 18.421 18.705
Sonstige nicht-derivative
finanzielle Verbindlichkeiten
22.182 22.182 19.604 19.604
Stand zum 31.12. 45.273 45.243 46.245 46.529

Der beizulegende Zeitwert von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, von kurzfristigen Forderungen, von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie von sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht in etwa dem Buchwert. Der Grund dafür ist vor allem die kurze Laufzeit solcher Instrumente.

Den beizulegenden Zeitwert von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Finanzschulden, die mit einem festen (vom Marktzins abweichenden) Zinssatz ausgestattet sind, bestimmt der Konzern durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit dem für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit geltenden aktuellen Marktzinssatz.

Langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten werden, sofern sie nicht verzinslich sind, zum abdiskontierten Wert bilanziert.

Die nach IAS 39 Kategorien gebildeten Nettogewinne bzw. -verluste bestehen im Wesentlichen aus Abgangsgewinnen bzw. -verlusten, Änderungen im fair value, Wertminderungen sowie nachträglichen Eingängen an abgeschriebenen Finanzinstrumenten. Die folgende Tabelle zeigt die Nettogewinne/-verluste nach Kategorien:

Tsd. Euro 2015 2014
Forderungen – 204 – 109
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert 216 – 49

Anhang

Die Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" betrifft Zinsswaps.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werden, lassen sich in die folgende Bewertungshierarchie einstufen:

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
0 0 – 646 – 646
0 0 – 646 – 646
Summe
– 864
0 0 – 864 – 864
Stufe 1
0
Stufe 2
0
Stufe 3
– 864

Stufe 1: Die Marktwertermittlung erfolgte auf Basis notierter, unangepasster Preise auf aktiven Märkten für diese Vermögenswerte und Schulden.

Stufe 2: Die Marktwertermittlung erfolgte für diese Vermögenswerte und Schulden auf Basis von Parametern, für die entweder direkt oder indirekt abgeleitete notierte Preise auf einem aktiven Markt zur Verfügung stehen.

Stufe 3: Die Marktwertermittlung erfolgte für diese Vermögenswerte und Schulden auf Basis von Parametern, für die keine beobachtbaren Marktdaten zur Verfügung stehen.

Risikoanalyse

Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist der Konzern im Finanzbereich Kredit-, Ausfall-, Liquiditätssowie Marktrisiken ausgesetzt. Die Marktrisiken betreffen insbesondere Zinsänderungs- und Währungskursrisiken.

Kreditrisiko

Das Kredit- oder Ausfallrisiko ist das Risiko, dass ein Kunde oder Kontrahent der Eckert & Ziegler Gruppe seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Hieraus resultieren zum einen die Gefahr von bonitätsbedingten Wertminderungen bei Finanzinstrumenten und zum anderen die Gefahr des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen.

Für den Konzern entsteht ein mögliches Kredit- und Ausfallrisiko im Wesentlichen aus seinen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Risikoexposition wird primär durch die Größe der Kunden und die landesspezifischen Regeln und Usancen zur Abwicklung von Erstattungen medizinischer Leistungen durch öffentliche Träger beeinflusst.

Für Neukunden wird grundsätzlich ein Rating eingeholt und erste Lieferungen erfolgen prinzipiell gegen Vorkasse. Lieferungen an Kunden, die wegen ihrer Größe oder ihres Standorts als dauerhaft unsicher gelten, werden mittels Vorkassen oder Akkreditiven abgesichert. Die Überwachung des Kredit- und Ausfallrisikos erfolgt im Rahmen des konzernübergreifenden Risikomanagements mittels regelmäßig durchgeführter Überfälligkeitsanalysen aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Risikoexposition

Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Buchwert der finanziellen Vermögenswerte zum Bilanzstichtag in Höhe von 21.023 Tsd. Euro (2014: 23.769 Tsd. Euro).

Mit Ausnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthält die Bilanz keine überfälligen oder wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte. Der Konzern schätzt das Ausfallrisiko dieser übrigen finanziellen Vermögenswerte als sehr niedrig ein.

Die maximale Kreditexposition zum Abschlussstichtag hinsichtlich der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen war, nach geografischen Regionen, wie folgt:

Tsd. Euro 2015 2014
Europa 9.908 13.567
Nordamerika 7.393 5.670
Sonstige 4.090 4.164
Stand zum 31.12. 21.391 23.401

Die Altersstruktur der überfälligen, jedoch nicht wertgeminderten Forderungen stellt sich zum 31. Dezember wie folgt dar:

Tsd. Euro 2015 2014
1 bis 90 Tage 6.611 9.106
über 90 Tage 2.386 3.650
8.997 12.756

Die überfälligen, jedoch nicht wertgeminderten Forderungen betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen Arztpraxen und ausländische Kliniken. Aufgrund der Erfahrung aus der Vergangenheit wird der Zahlungseingang in obiger Höhe erwartet.

Bei der Ermittlung von Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden die kundenspezifischen Besonderheiten zu Grunde gelegt. Dabei wird in der Regel vor der Wertminderung einer Forderung das bisherige Zahlungsverhalten des jeweiligen Kunden individuell ausgewertet. Die Entwicklung der Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

Tsd. Euro 2015 2014
Stand zum 1. Januar 1.382 1.273
Netto-Zuführungen 204 191
Inanspruchnahme – 544 – 88
Wechselkurseffekte 12 6
Stand zum 31. Dezember 1.054 1.382

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der Konzern nicht in der Lage ist, seine finanziellen Verpflichtungen termingerecht begleichen zu können. Ziel und Aufgabe des Liquiditätsmanagements ist die stets ausreichende Bereitstellung von Fremd- und Eigenmitteln.

Im Rahmen der Finanzplanung wird eine Liquiditätsvorschau erstellt, aus welcher sich unter anderem zusätzlicher Fremdfinanzierungsbedarf im Voraus erkennen lässt.

Der Konzern generiert seine finanziellen Mittel grundsätzlich durch das operative Geschäft. Zum 31. Dezember 2015 standen der Eckert & Ziegler AG und ihren Tochtergesellschaften darüber hinaus im Bedarfsfall Kreditlinien in Höhe von 17.660 Tsd. Euro (2014: 8.000 Tsd. Euro) zur Verfügung. Für außerordentliche Investitionen und Akquisitionen sowie für die Ablösung endfälliger Darlehen werden teilweise neue Fremdfinanzierungen entsprechend den oben beschriebenen Rahmenbedingungen aufgenommen.

Anhang

Zum Abschlussstichtag weist die Konzernbilanz diverse kurz- und langfristige Verbindlichkeiten auch gegen Kreditinstitute aus. Für die zukünftige Liquidität des Konzerns ist es notwendig, dass diese Fremdfinanzierungen weiter bestehen bzw. kurzfristig umfinanziert werden können.

Die bestehenden Darlehen wurden planmäßig getilgt. Im Jahr 2015 wurden für verschiedene Projekte Fremdfinanzierungen bei Kreditinstituten angefragt oder von Banken eigenständig vorgelegt. Die Kreditangebote wiesen jeweils günstige Konditionen auf, woraus sich eine gute Bonität des Konzerns ableiten lässt. Der Vorstand sieht den Grund dafür in der soliden Finanzierung des Konzerns mit hoher Eigenkapitalquote sowie der guten Perspektive bei den operativen Einheiten. Neben der hohen Eigenkapitalquote sprechen gute Bilanzrelationen für die Bonität des Konzerns, da die langfristigen Vermögenswerte durch das Eigenkapital und die langfristigen Schulden mehr als gedeckt sind.

In einem bestehenden Darlehensvertrag ist eine Verpflichtung hinsichtlich der Einhaltung verschiedener Covenants enthalten. Aufgrund der wiederholt schlechten Ergebnisse des Segments Strahlentherapie wurden die Covenants, welche sich ausschließlich auf Kennzahlen dieser Unternehmensgruppe beziehen, bei einem Kreditvertrag zum 31. Dezember 2015 nicht eingehalten. Die Bank ist vorab über die voraussichtliche Nichteinhaltung der Covenants informiert worden und das Management befindet sich im Dialog mit der Bank. Der betroffene Darlehensbetrag ist entsprechend als kurzfristige Verbindlichkeit in der Konzernbilanz erfasst.

Aus den Möglichkeiten zur Fremdfinanzierung und der Vorhersage von Liquiditätsbedarf lässt sich ableiten, dass der Konzern zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet ist, um seinen Bestand und seine Weiterentwicklung sichern zu können. Er sieht sich auch in der Lage, sämtliche Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, selbst wenn in den kommenden Geschäftsjahren ein leichter Anstieg des Verschuldungsgrades notwendig wäre, um das Wachstum durch weitere Akquisitionen abzusichern und Neuproduktentwicklungen finanzieren zu können.

Risikoexposition

Die vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermine für finanzielle Verbindlichkeiten inklusive Zinszahlungen stellen sich wie folgt dar:

ANALYSE DER VERTRAGLICH VEREINBARTEN FÄLLIGKEITSTERMINE
31.12.2015
Buchwert Zahlungsmittelabfluss
Tsd. Euro Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Darlehensverbindlichkeiten festver
zinslich
15.000 15.510 10.218 5.099 193
Darlehensverbindlichkeiten variabel
verzins
lich 528 551 293 258 0
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
unver
zinslich
7.533 7.533 7.533 0 0
Verbindlichkeiten
gegenüber Personal
unver
zinslich
3.610 3.610 3.610 0 0
Sonstige
Verbindlichkeiten
unver
zinslich
42.724 42.724 42.724 0 0
Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
646 646 230 416 0
Stand zum 31.12. 70.041 70.574 64.608 5.773 193
ANALYSE DER VERTRAGLICH VEREINBARTEN FÄLLIGKEITSTERMINE
Buchwert
Tsd. Euro Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Darlehensverbindlichkeiten festver
zinslich
17.572 19.427 12.260 7.167 0
Darlehensverbindlichkeiten variabel
verzins
lich 1.133 1.183 689 494 0
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
unver
zinslich
8.220 8.220 8.220 0 0
Verbindlichkeiten unver
gegenüber Personal zinslich 3.866 3.866 3.866 0 0
Sonstige
Verbindlichkeiten
unver
zinslich
38.539 38.539 38.539 0 0
Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten 864 864 142 722 0
Stand zum 31.12. 70.194 72.099 63.716 8.383 0

Den Zahlungsabflüssen für die variabel verzinslichen Verbindlichkeiten liegt ein Zinssatz in 2015 von 2,9% (2014: 2,7%) zu Grunde.

Währungsrisiken

Aus seiner internationalen Geschäftstätigkeit ist der Konzern Währungsrisiken ausgesetzt, die aus dem Einfluss von Wechselkursschwankungen auf die Geschäftsvorfälle und die in Fremdwährung nominierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten resultieren (Transaktionsrisiken).

Die wesentlichen Fremdwährungstransaktionen in der Eckert & Ziegler Gruppe betreffen den US-Dollar durch Darlehenstilgungen und Dividendenzahlungen der amerikanischen Tochterunternehmen und Export-Geschäfte der deutschen Tochterunternehmen. Nur teilweise kompensiert wird der Effekt durch die operative Tätigkeit einiger Tochtergesellschaften, die Vorprodukte und Waren teilweise in US-Dollar einkaufen und die Endprodukte größtenteils in Euro absetzt.

Exportgeschäfte in polnischen Złoty werden im Bedarfsfall mittels Fremdwährungs-Optionen und Termingeschäften gesichert. Zum Bilanzstichtag bestanden keine offenen Positionen aus Devisentermin- und -optionsgeschäften.

Im Geschäftsjahr 2015 wirkt sich zudem die Abwertung des brasilianischen Reals negativ aus, allerdings nicht aufgrund von gehaltenen Zahlungsmitteln, Forderungen oder Verbindlichkeiten, sondern im Wesentlichen aus der Aufwertung einer USD-Darlehensverbindlichkeit in der in BRL bilanzierenden brasilianischen Gesellschaft gegenüber einer US-Schwestergesellschaft. Obwohl die Intercompany-Darlehensbeziehungen bei der Konsolidierung eliminiert werden, wirkte sich der Währungseffekt selbst jedoch in der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung negativ aus.

Anhang

Risikoexposition

Die Risikoexposition des Konzerns hinsichtlich des Transaktionsrisikos war zum Abschlussstichtag wie folgt:

Fremdwährungsexposition 31.12.2015 31.12.2014
umgerechnet in Tsd. Euro USD GBP PLN CZK USD GBP PLN CZK
Zahlungsmittel und
-äquivalente
12.582 815 87 291 8.775 222 141 151
Forderungen
aus Lieferungen und
Leistungen
10.225 1.005 112 1 7.061 585 513 174
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und
Leistungen
– 2.411 – 71 – 305 – 12 – 3.005 – 77 – 123 – 39
Bilanzexposition 20.396 1.749 – 106 280 12.831 730 531 286

Die Bilanzexposition entspricht dabei jeweils der Netto-Exposition, da zu den Abschlussstichtagen keine Fremdwährungsswaps existierten.

Sensitivitätsanalyse

Ein Anstieg des Euro um 10% gegenüber den folgenden Währungen hätte zum Abschlussstichtag unter Voraussetzung sonst gleich bleibender Annahmen zu den folgenden angeführten Zunahmen (Abnahmen) des Gesamtergebnisses geführt:

31.12.2015 31.12.2014
Effekt in Tsd. Euro USD GBP PLN CZK USD GBP PLN CZK
Gesamtergebnis – 2.040 – 175 11 – 28 – 1.283 – 73 – 53 – 29

Eine Senkung des Euro um 10% gegenüber den oben aufgeführten Währungen hätte zum Abschlussstichtag zu einem gleichen, aber entgegengesetztem Effekt auf die angeführten Währungen geführt.

Als Basis der Sensitivitätsanalyse wurden die unter Tz. 4 angegebenen Währungsumrechnungskurse verwendet.

Zinsrisiken

Zinsänderungsrisiken ist der Konzern nur in geringem Maße im Bereich der mittel- und langfristig verzinslichen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aufgrund von Schwankungen der Marktzinssätze ausgesetzt, da die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nur im geringen Umfang variabel verzinslich sind.

Für Posten, die bei Zinsänderungen keine Zahlungswirkung erzeugen, werden keine Absicherungsmaßnahmen getroffen.

Zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos bei der kurzfristigen Kreditmittelbeschaffung hat der Konzern im Oktober 2005 einen Zinsswap mit einer Laufzeit von 12 Jahren abgeschlossen. Abgesichert wurde ein Bezugsbetrag von 2.000 Tsd. Euro zu einem Festzinssatz von 3,53%. Die Eckert & Ziegler AG zahlt dabei jeweils quartalsweise einen Festbetrag von 17.650 Euro bis Oktober 2017. Im Gegenzug dazu zahlt die Bank quartalsweise variable Beträge (jeweils den 3-Monats EURIBOR) bis zum Ablauf des Vertrages.

Ein weiterer Zinsswap zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos für variabel verzinste Finanzierungsdarlehen wurde im Februar 2011 abgeschlossen. Dieser Swap hat eine Laufzeit von 10 Jahren, abgesichert wurde ein Bezugsbetrag von 8.000 Tsd. Euro, der beginnend ab 31. Dezember 2013, jeweils zum Quartalsende um 250 Tsd. Euro reduziert wird. Die Eckert & Ziegler AG zahlt dabei quartalsweise auf den jeweiligen Bezugsbetrag einen festen Zins von 3,21% und erhält dafür im Gegenzug variable Beträge in Höhe des 3-Monats EURIBOR Zinssatzes auf den jeweiligen Bezugsbetrag.

Der beizulegende Zeitwert dieser Swap-Geschäfte zum 31. Dezember 2015 beträgt –646 Tsd. Euro (2014: –864 Tsd. Euro) und wird in der Bilanz unter den Übrigen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert wurde dem Konzern von dem Kreditinstitut, mit dem die Swap-Geschäfte abgeschlossen wurden, mitgeteilt. Danach wurde für die Ermittlung des aktuellen Barwerts der Zins-Swaps alle vom Kunden beziehungsweise von der Bank zu leistenden Zahlungen vom Bewertungstag bis zum Vertragsende berechnet, auf Basis der aktuellen Zinsstrukturkurve abgezinst, addiert und saldiert. Die Abzinsung der variablen Zinszahlungen (EURIBOR) erfolgte dabei auf Basis der aus der aktuellen Zinsstrukturkurve errechneten Terminzinssätze für den entsprechenden Zeitraum. Die sich hieraus ergebenden Salden weisen dann für die Kontrahenten einen positiven und einen negativen Barwert aus dem bestehenden Vertragsverhältnis aus.

Risikoexposition

Zum Bilanzstichtag weist der Konzern folgende verzinsliche finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus:

Tsd. Euro 2015 2014
Verzinsliche finanzielle Vermögenswerte 451 2.055
– davon variabel verzinslich 83 79
– davon festverzinslich 368 1.976
Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 15.528 18.705
– davon variabel verzinslich 528 1.133
– davon festverzinslich 15.000 17.572

Die festverzinslichen Vermögenswerte enthalten ein Darlehen aus umgewandelten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eines Joint Ventures.

Sensitivität der Zahlungsströme für variabel verzinsliche Finanzinstrumente

Ein Anstieg des Marktzinses von 100 Basispunkten zum Abschlussstichtag – unter Voraussetzung sonst gleich bleibender Annahmen – hätte zu den folgenden angeführten Zunahmen (Abnahmen) des Periodenergebnisses geführt:

2015 2014
Effekt in Tsd. Euro + 100 Basis
punkte
– 100 Basis
punkte
+ 100 Basis
punkte
– 100 Basis
punkte
Ergebnis für variabel verzinsliche
Finanzinstrumente
120 – 160 190 – 228

Kapitalmanagement

Die Eckert & Ziegler AG (Mutterunternehmen) unterliegt nach aktien- und handelsrechtlichen Vorschriften in Deutschland der Mindestkapitalisierung nach § 92 AktG. Danach muss eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werden, wenn die Summe des handelsrechtlichen Eigenkapitals der Muttergesellschaft 50% des Grundkapitals unterschreitet. Dieses ist in den Geschäftsjahren 2015 und 2014 nicht eingetreten.

Der Konzern verfolgt eine konservative und auf Flexibilität ausgerichtete Anlage- und Verschuldungspolitik mit einem ausgewogen gestalteten Investitions- und Finanzierungsportfolio. Dabei unterliegt der Konzern keinen extern auferlegten Kapitalanforderungen. Die wichtigsten Ziele des Finanzmanagements sind die Sicherung der Liquidität und der Kreditwürdigkeit des Konzerns einschließlich der Gewährleistung des jederzeitigen Zugangs zum Kapitalmarkt sowie die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes.

Anhang

Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele sind die Optimierung der Kapitalstruktur, die Dividendenpolitik, Akquisitionen sowie im Bedarfsfall auch Eigenkapitalmaßnahmen. Kapitalbedarf und Kapitalbeschaffung sollen so aufeinander abgestimmt werden, dass den Erfordernissen an Ertrag, Liquidität, Sicherheit und Unabhängigkeit ausgewogen Rechnung getragen wird. Die Gesamtstrategie des Konzerns ist gegenüber 2014 unverändert.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

Der in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelbestand umfasst den Bilanzposten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die sich aus Kassenbeständen, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten und sämtliche hochliquiden Mittel mit einer Restlaufzeit – gerechnet vom Erwerbszeitpunkt – von nicht mehr als drei Monaten zusammensetzt.

Die Konzern-Kapitalflussrechnung stellt dar, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Eckert & Ziegler Konzerns im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Hierzu werden die Zahlungsströme in der Konzern-Kapitalflussrechnung in Übereinstimmung mit IAS 7 (Kapitalflussrechnung) nach Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterteilt.

Die Veränderungen der Bilanzposten, die für die Entwicklung der Konzern-Kapitalflussrechnung betrachtet werden, werden um die nicht zahlungswirksamen Effekte aus der Währungsumrechnung und Konsolidierungskreisänderungen bereinigt. Zudem werden Investitions- und Finanzierungsvorgänge, welche nicht zu einer Veränderung von liquiden Mitteln geführt haben, nicht in die Kapitalflussrechnung einbezogen. Aufgrund der zuvor genannten Bereinigungen sind die in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Veränderungen der betreffenden Bilanzposten nicht unmittelbar mit den entsprechenden Werten aus der veröffentlichten Konzernbilanz abstimmbar.

36 | OPERATIVE GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Ausgehend vom Konzernergebnis nach Steuern werden die Mittelzu- und -abflüsse indirekt abgeleitet. Das Ergebnis nach Steuern wird dazu um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen korrigiert und um die Veränderungen der Aktiva und Passiva ergänzt.

37 | INVESTITIONSTÄTIGKEIT

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wird anhand der tatsächlichen Zahlungsvorgänge ermittelt. Er umfasst Zahlungsströme im Zusammenhang mit dem Erwerb, der Herstellung und der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, die nicht Bestandteil der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind.

Im Geschäftsjahr 2014 hat der Konzern 100% der Anteile an der REM Industry and Commerce Ltda. (anschließend umfirmiert in: Eckert & Ziegler Brazil Comercial Ltda.) erworben. Der gesamte Kaufpreis betrug 3.678 Tsd. BRL (1.178 Tsd. Euro) wovon im Geschäftsjahr 2014 eine fällige Rate in Höhe von 2.452 Tsd. BRL (785 Tsd. Euro) in Zahlungsmitteln beglichen wurde. Im Rahmen des Unternehmenserwerbes wurden Zahlungsmittel in Höhe von 17 Tsd. BRL (5 Tsd. Euro) übernommen. (siehe auch Erläuterungen unter Tz. 40) Im Geschäftsjahr 2015 erfolgte die Zahlung der restlichen Kaufpreisraten in Höhe von 2.074 Tsd. BRL (560 Tsd. Euro). Ferner wurde eine weitere variable Kaufpreiskomponente in Höhe von 14 Tsd. Euro im Zusammenhang mit der Akquisition der Chemotrade GmbH gezahlt.

38 | FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird anhand der tatsächlichen Zahlungsvorgänge ermittelt und umfasst neben der Aufnahme und Tilgung von Krediten und sonstigen Finanzverbindlichkeiten Zahlungsströme zwischen dem Konzern und seinen Anteilseignern, wie z.B. Dividendenzahlungen.

Gezahlte und erhaltene Zinsen werden entsprechend dem Wahlrecht in IAS 7.33 ebenfalls als Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Anhang

SONSTIGE ANGABEN

39 | UNTERNEHMENSERWERBE UND –VERÄUSSERUNGEN

Erwerb der Eckert & Ziegler Brazil Comercial Ltda. im Geschäftsjahr 2014

Am 19. März 2014 hat die Eckert & Ziegler Brasil Participacoes Ltda. einen Vertrag zum Erwerb sämtlicher Anteile an der TOF Comercial Ltda., São Paulo, Brasilien, von der brasilianischen REM Industry and Commerce Ltda. unterzeichnet. Der Kaufpreis für die erworbenen Anteil an der Gesellschaft betrug 1.643 Tsd. USD (3.678 Tsd. BRL). Der Kaufpreis war in drei Raten zu zahlen, wovon die erste Rate in Höhe von 1.099 Tsd. USD (2.452 Tsd. BRL) am 1. September 2014 fällig war und bezahlt wurde. Der Erwerb wurde somit zum 1. September 2014 wirksam, die TOF Comercial Ltda. wurde anschließend in Eckert & Ziegler Brazil Comercial Ltda. umfirmiert.

Die beiden weiteren Raten des vereinbarten Gesamtkaufpreises in Höhe von 454 Tsd. USD (1.022 Tsd. BRL) und 90 Tsd. USD (204 Tsd. BRL) wurden erst in Abhängigkeit von der Erreichung bestimmter im Kaufvertrag vereinbarter Konditionen fällig. Diese Bedingungen wurden im Geschäftsjahr 2015 erfüllt, dementsprechend erfolgte im April 2015 die Zahlung der ausstehenden Kaufpreisraten inklusive eines zusätzlichen bedingten Kaufpreisanteils in Höhe von insgesamt 622 Tsd. USD (2.074 Tsd. BRL). Die im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallenen Kosten betrugen 146 Tsd. Euro und wurden im Geschäftsjahr 2014 als Aufwand unter den Allgemeinen und Verwaltungskosten erfasst.

Der Kauf wurde nach der Erwerbsmethode im Konzernabschluss abgebildet. Der Kaufpreis wurde auf der Grundlage der geschätzten beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der Akquisition auf die erworbenen Vermögenswerte und übernommen Schulden aufgeteilt. Aus der Kaufpreisaufteilung ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 1.607 Tsd. BRL. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert ist für Steuerzwecke nicht abzugsfähig. Die Aufteilung des Kaufpreises auf Basis der geschätzten beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden wurde wie folgt vorgenommen:

Tsd. BRL Buchwert zum
Erwerbszeitpunkt
Umbewertung Zeitwert zum
Erwerbszeitpunkt
Immaterielle Vermögenswerte 6 2.432 2.438
Sachanlagevermögen 497 497
Forderungen 1.465 1.465
Bankguthaben und Kassenbestände 17 17
Verbindlichkeiten – 1.519 – 1.519
latente Steuern – 827 – 827
Nettovermögen 466 1.605 2.071
Kaufpreis – 3.678 – 3.678
Geschäfts- oder Firmenwert – 1.607

Mit dem Erwerb der Eckert & Ziegler Brazil Comercial Ltda. wurden liquide Mittel in Höhe von 17 Tsd. BRL übernommen, sodass der Netto-Kapitalfluss aus dem Unternehmenserwerb –2.435 Tsd. BRL betrug. Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurden im Konzernabschluss 2014 Umsatzerlöse in Höhe von 967 Tsd. Euro und ein Verlust in Höhe von 351 Tsd. Euro erfasst.

Wäre die Gesellschaft bereits seit dem 1. Januar 2014 in den Konzernabschluss einbezogen, wäre der Konzernumsatz um 2.201 Tsd. Euro und der Verlust um 361 Tsd. Euro höher ausgefallen.

40 | MITARBEITERBETEILIGUNGSPROGRAMM

Am 30. April 1999 ermächtigte die Hauptversammlung den Vorstand, einen Aktienoptionsplan für die Angestellten und das Management der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften aufzulegen.

Zum 31. Dezember 2015 gab es keine ausstehenden Aktienoptionen mehr. Das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm ist beendet, sodass auch keine weiteren Aktienoptionen mehr ausgegeben werden.

41 | LEASINGVERHÄLTNISSE

Finanzielle Verpflichtungen als Leasingnehmer

Der Konzern hat ausschließlich nicht aktivierungspflichtige (operating lease) Leasingverträge bezüglich Ausrüstungen, Fahrzeuge sowie Grundstücken und Gebäuden abgeschlossen. Der Miet- und Leasingaufwand für operative Leasingverhältnisse belief sich in den jeweils zum 31. Dezember endenden Geschäftsjahren 2015 und 2014 auf 2.210 Tsd. Euro bzw. 2.739 Tsd. Euro.

Die künftigen Mindestmietzahlungen aus unkündbaren nicht aktivierungspflichtigen Leasingverträgen (operating lease; mit anfänglichen oder verbleibenden Laufzeiten von über einem Jahr) belaufen sich zum 31. Dezember 2015 auf folgende Summen:

Tsd. Euro Miet- und Leasingverträge
Jeweils zum Jahresende (31. Dezember)
2016 2.188
2017 2.072
2018 1.966
2019 720
2020 711
danach 4.595
Mindestmiet- bzw. -leasingzahlungen gesamt 12.252

Bedingte Mietzahlungen liegen weder in der Berichtsperiode noch in der Zukunft vor. Die Vereinbarungen enthalten darüber hinaus keinerlei Beschränkungen oder Verpflichtungen.

42 | SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN UND EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND EVENTUALFORDERUNGEN

Mit dem Vermieter eines Produktionsgebäudes wurde vertraglich vereinbart, dass der Vermieter bis zu einem vertraglich vereinbarten Betrag die Kosten des Rückbaus des Gebäudes (Dekontamination) bei Beendigung der Produktion übernehmen wird; der verbleibende Betrag sei vom Mieter zu tragen. Aufgrund gesetzlicher Regelung ist die Betreiberin der Anlage grundsätzlich zur Dekontamination der Anlage verpflichtet. Derzeit geht die Gesellschaft davon aus, dass der Vermieter seiner vertraglichen Verpflichtung nachkommen wird. Sollte der Vorbetreiber/Vermieter seiner vertraglichen Verpflichtung nicht nachkommen, müsste die Gesellschaft die Dekontamination vornehmen lassen, was zumindest zeitweise eine wesentliche Auswirkung auf die Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft hätte.

43 | SEGMENTBERICHTERSTAT TUNG

Gemäß IFRS 8 sind Geschäftssegmente auf Basis der internen Berichtserstattung von Konzernbereichen abzugrenzen, die regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger des Konzerns im Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu diesem Segment und der Bewertung seiner Ertragskraft überprüft wird.

Die Eckert & Ziegler Gruppe hat ihre Geschäftstätigkeit in drei operativen Berichtseinheiten organisiert. Die einzelnen Segmente bieten unterschiedliche Produkte an und sind auch organisatorisch durch die Standorte getrennt. Die angewandten Rechnungslegungsgrundsätze der einzelnen Segmente stimmen mit den in der Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Erläuterung 3) geschilderten überein. Die Segmentangaben sind nicht konsolidiert. Dies entspricht den vom Vorstand im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung verwendeten Informationen. Transaktionen zwischen den Segmenten werden zu Marktpreisen abgewickelt.

Das Segment Isotope Products fertigt und vertreibt Standards sowie Strahlenquellen für medizinische und industrielle Zwecke. Standards sind Radioisotope für Kalibrierzwecke. Sie werden im Allgemeinen an wissenschaftliche Einrichtungen verkauft. Industrielle Strahlenquellen finden in verschiedenen Messeinrichtungen für Industrieanlagen und anderen messtechnischen Geräten, wie z.B. Sicherheitseinrichtungen an Flughäfen und bei der Erdölexploration, Anwendung. Sie werden an die Hersteller oder die Betreiber der Anlagen verkauft. Die medizinischen Strahlenquellen umfassen radioaktive Quellen für die Kalibrierung von sogenannten Gammakameras. Die Produktionsstandorte des Segments befinden sich in Nordamerika und Europa. Der weltweite Vertrieb erfolgt ebenfalls von diesen Standorten. Nach der Übernahme des größten Wettbewerbers Nuclitec zu Beginn des Jahres 2009 ist Eckert & Ziegler bei sehr vielen Produkten und Anwendungen Weltmarktführer bzw. teilweise der einzige Anbieter.

Das Segment Strahlentherapie konzentriert sich auf die Produktentwicklung, die Herstellung und Markteinführung sowie den Vertrieb von radioaktiven Produkten für die Krebstherapie. Zu den besonderen Schwerpunkten gehört die Prostatakrebsbehandlung mittels radioaktiver Jod-Seeds. Hier ist Eckert & Ziegler Marktführer in Europa. Einen weiteren wesentlichen Bestandteil im Segment bilden die Low- und High-Dose-Rate Strahlentherapie-Geräte. Die Produktion erfolgt in Deutschland und in den USA, während die Produkte weltweit vertrieben werden.

Die Produkte des Segments Radiopharma mit Standorten in Berlin, Holzhausen, Bonn, Braunschweig und Washington umfassen radioaktive Diagnostika für die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und Synthesemodule zur Herstellung von Radiopharmazeutika. Die Geräte kommen sowohl in der Praxis der nuklearmedizinischen Diagnostik und Strahlentherapie als auch in der Forschung zur Anwendung. Als wichtigste Produkte sind hier Yttrium-90 zu nennen sowie die Projekte aus der Auftragsfertigung. Während der Vertrieb der PET-Diagnostika auf Mittel- und Ost-Europa beschränkt ist, werden die Synthesemodule und das Yttrium-90 weltweit vertrieben. Die Auftragsfertigung findet zentral in Braunschweig statt und nimmt Aufträge aus aller Welt entgegen.

Der Bereich Sonstiges enthält zum einen die Umweltdienste, die sich mit der Rücknahme, der Verarbeitung und der Konditionierung von isotopentechnischen Reststoffen beschäftigen. Zum anderen sind die Posten der Holdinggesellschaft Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG enthalten.

SEGMENTBERICHTERSTAT TUNG

Isotope Products Strahlentherapie Radiopharma Sonstige Eliminierung Gesamt
Tsd. Euro 2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014
Umsätze mit externen Kunden 66.894 59.496 30.915 28.829 34.244 32.296 7.993 6.635 0 0 140.046 127.256
Umsätze mit anderen Segmenten 2.617 1.955 188 169 5 54 7.078 5.635 – 9.888 – 7.813 0 0
Segmentumsätze insgesamt 69.511 61.451 31.103 28.998 34.249 32.350 15.071 12.270 – 9.888 – 7.813 140.046 127.256
Ergebnis aus at-equity
bewerteten Anteilen
– 408 – 609 – 408 – 609
Segmentergebnis vor Zinsen und
Ertragsteuern (EBIT)
13.462 14.732 – 3.109 – 1.649 8.271 2.549 – 1.778 – 2.632 – 36 – 44 16.810 12.956
Zinserträge 282 277 68 340 5 1 665 946 – 855 – 1.096 165 468
Zinsaufwendungen – 322 – 360 – 679 – 556 – 1.177 – 1.264 – 184 – 588 891 1.140 – 1.471 – 1.628
Ertragsteuern – 4.107 – 4.427 – 571 – 1.422 – 872 – 684 412 1.234 0 0 – 5.138 – 5.299
Ergebnis vor nicht
beherrschenden Anteilen
9.315 10.222 – 4.291 – 3.287 6.227 602 – 885 – 1.040 0 0 10.366 6.497

SEGMENTBERICHTERSTAT TUNG

Isotope Products Strahlentherapie Radiopharma Sonstige Gesamt
Tsd. Euro 2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014
Vermögen der Segmente 96.588 90.362 51.011 55.154 36.183 36.667 103.631 97.061 287.413 279.244
Eliminierung von Anteilen, Beteiligungen und
Forderungen zwischen den Segmenten
– 90.737 – 91.915
Konsolidiertes Gesamtvermögen 196.676 187.329
Verbindlichkeiten der Segmente – 48.187 – 47.228 – 24.087 – 23.485 – 28.654 – 35.684 – 17.268 – 13.784 – 118.196 – 120.181
Eliminierung von Verbindlichkeiten
zwischen den Segmenten
26.188 27.342
Konsolidiertes Verbindlichkeiten – 92.008 – 92.839
Beteiligungsansatz an assoziierten Unternehmen 2.780 2.493 2.830 2.780 5.323
Investitionen (ohne Unternehmenserwerbe) 2.174 1.783 294 2.189 981 2.432 451 1.373 3.900 7.777
Abschreibungen – 2.912 – 2.547 – 2.873 – 2.093 – 1.971 – 1.586 – 1.008 – 917 – 8.764 – 7.143
Andere wesentliche nicht zahlungswirksame
Erträge (+)/Aufwendungen (–)
985 1.982 406 – 1.662 4.718 – 354 111 – 490 6.220 – 524
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE & SACHANLAGEN NACH REGIONEN
Tsd. Euro 2015 2014
Deutschland 45.967 48.484
USA 29.746 27.712
Belgien 4.077 5.489
Sonstige 10.304 11.014
Gesamt 90.094 92.699
EXTERNE UMSÄTZE NACH GEOGRAPHISCHEN REGIONEN
2015 2014
Mio. Euro % Mio. Euro %
Europa 64,7 46 67,6 53
Nordamerika 49,1 35 41,6 33
Asien/Pazifik 15,8 11 11,8 9
Sonstige 10,4 8 6,3 5
Gesamt 140,0 100 127,3 100

Die Abgrenzung der geographischen Regionen erfolgte nach dem Sitz des Leistungsempfängers. Die Umsätze in Nordamerika betreffen fast ausschließlich die USA.

MANAGEMENT| UNTERNEHMEN| KONZERNLAGEBERICHT| FINANZTEIL Geschäftsbericht 2015 | Eckert & Ziegler 125

Anhang

44 | NAHE STEHENDE PERSONEN UND UNTERNEHMEN

Nach IAS 24 sind Transaktionen mit Personen oder Unternehmen, die die Eckert & Ziegler AG beherrschen oder von ihr beherrscht werden, anzugeben. Transaktionen zwischen der Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften, die nahe stehende Personen und Unternehmen sind, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden daher nicht erläutert. Einzelheiten zu Transaktionen zwischen dem Konzern und anderen nahe stehenden Personen und Unternehmen sind nachfolgend angegeben. Transaktionen der Eckert & Ziegler AG mit nahe stehenden Personen und Unternehmen werden zu Bedingungen wie unter fremden Dritten abgewickelt.

a) Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen

Vorstand

Dr. Andreas Eckert (Vorstandsvorsitzender, 2015 verantwortlich für die Bereiche Konzernstrategie, Finanzen und Kapitalmarktkommunikation sowie für die Segmente Isotope Products und Sonstige), Wandlitz, Kaufmann

In anderen Gremien: Vorsitzender des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL), Valencia, USA; Vorsitzender des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler BEBIG S.A., Seneffe (Belgien)

Dr. Edgar Löffler (Vorstand, 2015 verantwortlich für das Segment Strahlentherapie), Berlin, Medizin-Physiker

In anderen Gremien: Mitglied des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL), Valencia (USA); Geschäftsführender Direktor und Mitglied des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler BEBIG S.A., Seneffe (Belgien); Mitglied des Verwaltungsrates der geschlossenen Aktiengesellschaft ZAO "NanoBrachyTech", Moskau (Russland)

Dr. André Heß (Vorstand, 2015 verantwortlich für den Bereich Personal und das Segment Radiopharma), Berlin, Diplom-Chemiker und Wirtschaftsingenieur

In anderen Gremien: Mitglied des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL), Valencia, USA, Mitglied des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler BEBIG S.A., Seneffe (Belgien), seit 29. Januar 2016: Mitglied des Verwaltungsrates der Curasight ApS (Dänemark)

Weitere Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen

Dr. Gunnar Mann (2015 verantwortlich für die Bereiche Strahlenschutz, Informationstechnologie und Infrastruktur sowie für den Bereich Umweltdienste des Segments Sonstige)

Axel Schmidt (2015 Geschäftsführer und Minderheitsgesellschafter der Eckert & Ziegler f-con Deutschland GmbH)

Frank Yeager (2015 Präsident der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc.)

Joseph Hathcock (2015 Vizepräsident der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc.)

Ivan Simmer (2015 Geschäftsführer und Minderheitsgesellschafter der Eckert & Ziegler Cesio s.r.o.)

Dr. Harald Hasselmann (seit Oktober 2015 Geschäftsführer der Eckert & Ziegler BEBIG GmbH)

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2015 an:

Prof. Dr. Wolfgang Maennig (Vorsitzender), Berlin, Universitätsprofessor

In anderen Kontrollgremien: keine

Prof. Dr. Nikolaus Fuchs (stellv. Vorsitzender), Berlin, Geschäftsführender Gesellschafter der Lexington Consulting GmbH sowie anderer Unternehmen und Unternehmer

In anderen Kontrollgremien: Mitglied des Aufsichtsrates der Berliner Volksbank eG

Hans-Jörg Hinke, Berlin, Geschäftsführender Gesellschafter der CARISMA Wohnbauten GmbH

In anderen Kontrollgremien: keine

Dr. Gudrun Erzgräber, Birkenwerder, Physikerin

In anderen Kontrollgremien: keine

Prof. Dr. Detlev Ganten, Berlin, Vorsitzender des Stiftungsrates der Charité Berlin, Vorsitzender des Kuratoriums der Max-Planck Institute für Kolloid- und Grenzflächenforschung (MPI-KG) und für Molekulare Pflanzenphysiologie (MPI-MP), Potsdam

In anderen Kontrollgremien: Mitglied des Aufsichtsrates der Glyco Universe GmbH & Co KGaA, Berlin

Prof. Dr. Helmut Grothe, Wandlitz, Jurist, Universitätsprofessor an der Freien Universität Berlin

In anderen Kontrollgremien: keine

b) Sonstige nahe stehende Personen und Unternehmen

  • Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH (EWK), die 32,2 % der Aktien der Eckert & Ziegler AG hält, und deren Alleingesellschafter, Dr. Andreas Eckert, Vorstandsvorsitzender der Eckert & Ziegler AG, ist.
  • Eckert Beteiligungen 2 GmbH (EB2) die eine 100%-ige Tochter der Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH ist.
  • Eckert Life Science Accelerator GmbH (ELSA) die eine 100%-ige Tochter der Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH ist.
  • OctreoPharm Sciences GmbH (OPS, bis zum 29. Juni 2015 at-equity konsolidiertes Unternehmen)

In den Jahren 2015 und 2014 wurden folgende Transaktionen mit diesen nahe stehenden Personen und Unternehmen vorgenommen, wobei sämtliche Transaktionen zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt wurden:

Im September 2012 hat die Eckert & Ziegler AG mit der Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH einen Darlehens- und Anteilsoptionsvertrag abgeschlossen. Daraus resultierten im Geschäftsjahr 2015 Zinserträge für die Eckert & Ziegler AG in Höhe von 4 Tsd. Euro (2014: 11 Tsd. Euro). Die Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH hatte den Vertrag mit Wirkung zum 1. Januar 2013 auf ihre Tochtergesellschaft Eckert Life Science Accelerator GmbH übertragen.

Mit dem beabsichtigten Verkauf aller Anteile an der OPS durch die bestehenden Anteilseigner wurde im April 2015 ein Auseinandersetzungsvertrag zwischen der Eckert & Ziegler AG, der Eckert Life Science Accelerator GmbH und der Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH geschlossen, der die gegenseitigen Ansprüche regelt. Im Mai 2015 haben die Gesellschafter der OPS mit Wirkung zum 30. Juni 2015 sämtliche Anteile an den französischen Pharmakonzern Ipsen verkauft. Im Auseinandersetzungsvertrag wurde geregelt, dass der Darlehens- und Anteilsoptionsvertrag beendet wird und die Eckert & Ziegler AG dem Verkauf der Anteile zustimmt. Im Gegenzug soll die Eckert & Ziegler AG dafür den vollständigen Nettoerlös erhalten, welcher der Eckert Life Science Accelerator GmbH aus dem Verkauf der Anteile zufließen wird. Ferner wurde zur Optimierung der im Zusammenhang mit dem Verkauf stehenden Zahlungsströme zwischen den Vertragsparteien eine Saldierung von vertraglich vereinbarten Ein- und Auszahlungen geregelt, sodass die Eckert & Ziegler AG den Betrag erhält, welcher entsprechend der ursprünglichen vertraglichen Regelungen vorgesehen war.

Anhang

Im Oktober 2013 hat die Eckert & Ziegler AG mit der Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH (EWK) einen weiteren Darlehensvertrag über maximal 400 Tsd. Euro abgeschlossen, von denen bisher 368 Tsd. Euro an die EWK ausgezahlt wurden. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2017 und wird mit 3,25 % p. a. verzinst. Im Geschäftsjahr 2015 resultierten daraus Zinserträge für die Eckert & Ziegler AG in Höhe von 12 Tsd. Euro (2014: 12 Tsd. Euro).

Im Geschäftsjahr 2015 hat die Eckert Life Science Accelerator GmbH für die Eckert & Ziegler AG Dienstleistungen in Höhe von 4 Tsd. Euro (2014: 7 Tsd. Euro) im Zusammenhang mit der Beteiligung an der OctreoPharm Sciences GmbH erbracht. Zum 31. Dezember 2015 beliefen sich die Verbindlichkeiten gegenüber der Eckert Life Science Accelerator GmbH auf 4 Tsd. Euro (2014: 9 Tsd. Euro).

Die Eckert & Ziegler AG, die Eckert & Ziegler BEBIG GmbH, die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH und die Ecker & Ziegler EUROTOPE GmbH haben im Oktober 2012 einen langfristigen Mietvertrag mit der Eckert Beteiligungen 2 GmbH abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2015 fielen Miete und Mietnebenkosten in Höhe von 973 Tsd. Euro (2014: 973 Tsd. Euro) an.

Im Geschäftsjahr 2013 hat die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH im Rahmen einer Kapitalerhöhung Anteile sowie eine Option auf weitere Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH erworben und dafür im Gegenzug Barmittel, Forderungen und einen Sublizenzvertrag in die OctreoPharm Sciences GmbH eingebracht. Im Geschäftsjahr 2015 haben Gesellschaften des Konzerns Dienstleistungen und Warenlieferungen für die Octreopharm Sciences GmbH in Höhe von 448 Tsd. Euro (2014: 74 Tsd. Euro) erbracht.

Gesellschaften des Segmentes Strahlentherapie haben einen Beratungsvertrag mit der Ehefrau eines Mitgliedes des Managements abgeschlossen. Im Rahmen dieses Vertrages wurden im Geschäftsjahr 2015 Beratungsleistungen in Höhe von 40 Tsd. Euro (2014: 42 Tsd. Euro) in Anspruch genommen. Die Verbindlichkeiten aus diesem Vertrag betrugen zum 31. Dezember 2015 7 Tsd. Euro (2014: 8 Tsd. Euro).

c) Gesellschaften, bei denen der Konzern ein Partnerunternehmen ist

Im Juni 2009 hat die Eckert & Ziegler BEBIG S.A. immaterielle Vermögenswerte in das Unternehmen ZAO "NanoBrachyTech" eingebracht und dafür 15% der Anteile an dem zunächst als Joint Venture geführten Unternehmen erhalten. Mangels Informationen über die Gesellschaft wurde der Ausweis ab 2015 als Beteiligungsunternehmen vorgenommen. Die Eckert & Ziegler BEBIG liefert schwach radioaktive Implantate an die OOO BEBIG, welche ein 100%-iges Tochterunternehmen der ZAO "NanoBrachyTech" ist. Die Umsatzerlöse mit der OOO BEBIG beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf 1.038 Tsd. Euro (2014: 1.550 Tsd. Euro). Zusätzlich erhielt die Eckert & Ziegler BEBIG S.A. im Geschäftsjahr 2015 im Zusammenhang mit einem aus der Umwandlung von Forderungen entstandenem Darlehen Zins- und Tilgungszahlungen in Höhe von 37 Tsd. Euro (2014: 292 Tsd. Euro). Zum 31. Dezember 2015 beliefen sich die Forderungen gegenüber der OOO BEBIG auf 1.342 Tsd. Euro (2014: 1.920 Tsd. Euro).

d) Forderungen und Verbindlichkeiten mit nahe stehenden Personen und Unternehmen

Die Salden der Eckert & Ziegler Gruppe nahe stehenden Personen und Unternehmen bezüglich Forderungen, Darlehensforderungen, Verbindlichkeiten und Darlehensverbindlichkeiten stellen sich zum 31. Dezember der Geschäftsjahre 2015 und 2014 wie folgt dar:

Tsd. Euro 2015 2014
Forderungen gegen nahe stehende Personen und Unternehmen 4.651 2.230
Verbindlichkeiten gegen nahe stehende Personen und Unternehmen 1.011 9

45 | ANGABEN ZUR VERGÜTUNG DER ORGANMITGLIEDER

Das Vergütungssystem der Gesellschaft für die Bezüge der Organmitglieder wird im Vergütungsbericht im zusammengefassten Lagebericht erläutert.

Vergütung des Vorstandes

Im Geschäftsjahr 2015 wurde an die Mitglieder des Vorstandes eine Gesamtvergütung in Höhe von 1.336 Tsd. Euro (2014: 1.132 Tsd. Euro) gewährt. Dies entspricht einem Anstieg von 18% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Von dieser Gesamtvergütung entfielen 775 Tsd. Euro (2014: 770 Tsd. Euro) auf fixe und 561 Tsd. Euro (2014: 362 Tsd. Euro) auf variable Vergütungsteile.

Die folgende Tabelle zeigt die gewährten und geflossenen Vorstandsvergütungen. Da kein Vorstand Aktienoptionszusagen und Pensionszusagen erhalten hat, entsprechen die gewährten den geflossenen Vergütungen.

Dr. Andreas Eckert Dr. Edgar Löffler Dr. André Heß
Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied
Segment Strahlentherapie
Vorstandsmitglied
Segment Radiopharma
Datum Eintritt: 03.07.1997 Datum Eintritt: 07.05.2001 Datum Eintritt: 01.03.2008
Tsd. Euro Vorjahr 2015 Min Max Vorjahr 2015 Min Max Vorjahr 2015 Min Max
Fest
vergütung
300 300 300 300 186 186 190 190 180 194 194 194
Neben
leistungen
31 32 32 32 42 33 30 30 30 30 30 30
Summe 331 332 332 332 228 219 220 220 210 224 224 224
Einjährige
variable
Vergütung
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Mehrjährige
variable
Vergütung
216 270 0 500 32 19 0 250 114 272 0 275
Tantieme auf
Konzern-EBIT
(5 Jahre)
216 270 0 500
Tantieme auf
Konzern-EBIT
ohne das
Segment
Strahlen
therapie
(5 Jahre)
73 96 0 100
Tantieme auf
Segment
EBIT Strahlen
therapie
(5 Jahre)
– 41 – 78* 0 150
Tantieme auf
Konzern-EBIT
ohne das
Segment
Radiopharma
(3 Jahre)
52 66 0 100
Tantieme auf
Segment
EBIT
Radiopharma
(3 Jahre)
62 207* 0 175
Summe 216 270 0 500 32 19 0 250 114 272 0 275
Versorgungs
aufwand
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Gesamtver
gütung
547 602 332 832 260 238 220 470 324 496 224 499

* Die variablen Vergütungen können im Einzelfall geringer oder höher als die ausgewiesenen Minimal- bzw. Maximalbeträge ausfallen, weil der Abgleich der Deckelungen grundsätzlich kumulativ über die Vertragsdauer erfolgt und die angegebenen Minimal- und Maximalbeträge als Jahresdurchschnitt zu verstehen sind.

Die ausgewiesenen variablen Vergütungen des Jahres 2015 beziehen sich auf die finalen Abschlusskennzahlen und werden in dieser Höhe im Jahr 2016 ausgezahlt. Aufgrund der Iterations-Problematik können die in der Bilanz zum 31. Dezember 2015 enthaltenen Tantieme-Rückstellungen leicht abweichen.

Für ein ehemaliges Vorstandsmitglied bestehen aufgrund einer Pensionszusage Rückstellungen in Höhe von 462 Tsd. Euro (2014: 484 Tsd. Euro; Berechnung jeweils nach IFRS). Im Geschäftsjahr 2015 sind an dieses ehemalige Vorstandsmitglied Pensionszahlungen in Höhe von 32 Tsd. Euro (2014: 32 Tsd. Euro) geleistet worden.

Vergütung des Aufsichtsrates

Für das Geschäftsjahr 2015 erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates feste Vergütungen in Höhe von 75 Tsd. Euro (2014: 75 Tsd. Euro) und Sitzungsgelder in Höhe von 26 Tsd. Euro (2014: 27 Tsd. Euro). Das entspricht einem Gesamtaufwand von 101 Tsd. Euro (2014: 102 Tsd. Euro).

Name
Tsd. Euro
Vergütete
Funktion
Feste
Vergütung
Sitzungsgelder Summe
Prof. Dr. Wolfgang Maennig Vorsitzender des 20 5 25
Aufsichtsrates (2014: 20) (2014: 5) (2014: 25)
Prof. Dr. Nikolaus Fuchs Stellv. Vorsitzender 15 5 20
des Aufsichtsrates (2014: 15) (2014: 5) (2014: 21)
Hans-Jörg Hinke Mitglied des 10 5 15
Aufsichtsrates (2014: 10) (2014: 5) (2014: 15)
Dr. Gudrun Erzgräber Mitglied des 10 5 15
Aufsichtsrates (2014: 10) (2014: 5) (2014: 15)
Prof. Dr. Detlev Ganten Mitglied des 10 2 12
Aufsichtsrates (2014: 10) (2014: 2) (2014: 12)
Prof. Dr. Helmut Grothe Mitglied des 10 4 14
Aufsichtsrates (2014: 4) (2014: 2) (2014: 6)
Dr. Fritz Oesterle Mitglied des
Aufsichtsrates
(bis 31. Juli 2014)

(2014: 6)

(2014: 3)

(2014: 9)

Auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates entfallen dabei folgende Einzelvergütungen:

Für persönlich erbrachte Leistungen außerhalb der Aufsichtsratstätigkeit, insbesondere für Beratungs- und Vermittlungsleistungen, wurden im Berichtsjahr keine Vergütungen oder Vorteile gewährt.

46 | EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Im zweiten Halbjahr 2015 wurde durch die Weltbank bei einer Firma des Segmentes Strahlentherapie ein Audit durchgeführt. Mitte Februar 2016 hat die Weltbank die Geschäftsleitung um weitere Informationen in Bezug auf den Ablauf einer öffentlichen Ausschreibung eines Investitionsprojektes in Bangladesch in den Jahren 2012 und 2013 gebeten. Nach bisherigem Kenntnisstand geht der Vorstand davon aus, dass es dabei von Seiten des Konzerns zu keinen Unregelmäßigkeiten gekommen ist. Der Vorstand ist an einer schnellen und lückenlosen Aufklärung der von der Weltbank aufgeworfenen Fragen interessiert und hat zu diesem Zweck eine interne Untersuchungskommission eingesetzt sowie der Weltbank die volle Unterstützung und Kooperationsbereitschaft bei der Klärung der aufgeworfenen Fragen zugesichert.

Im Februar 2016 hat die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH (EZR) für 2.254 Tsd. DKK (302 Tsd. Euro) 9,2% der Anteile an der dänischen Curasight erworben. Im Rahmen eines Kooperationsprogrammes wird die EZR die Curasight bei der Zulassung ihres Brustkrebsdiagnostikums uPar unterstützen. Dabei ist geplant, die von EZR erbrachten Sachleistungen im Rahmen zukünftiger Kapitalerhöhungen einzubringen und damit den Anteil der EZR auf ca. 25% zu erhöhen.

Mitte März 2016 hat der Vorstand die Entscheidung zur Aufgabe der CGU Isotope Products (VSU) getroffen. Der Bereich, welcher im Jahr 2012 erworben wurde, erzielte im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 299 Tsd. Euro und einen Verlust (vor Steuern) in Höhe von 1.630 Tsd. Euro. Aus der Aufgabe des Geschäftsbereiches erwartet der Vorstand keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Geschäftsjahr 2016 und den Folgejahren.

MANAGEMENT| UNTERNEHMEN| KONZERNLAGEBERICHT| FINANZTEIL Geschäftsbericht 2015 | Eckert & Ziegler 131

Anhang

ANGABEN GEMÄSS § 315a ABS. 1 HGB

47 | SONSTIGE ERTRÄGE/AUFWENDUNGEN

Die sonstigen Erträge/Aufwendungen enthalten periodenfremde Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von 975 Tsd. Euro (2014: 18 Tsd. Euro) und periodenfremde Aufwendungen aus Verlusten aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von 117 Tsd. Euro (2014: 22 Tsd. Euro).

48 | GESAMTHONORAR DES KONZERNABSCHLUSSPRÜFERS

Für die im Geschäftsjahr erbrachten Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers ist ein Gesamthonorar in Höhe von 262 Tsd. Euro (2014: 223 Tsd. Euro) angefallen. Hiervon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses der Eckert & Ziegler sowie verschiedener Tochtergesellschaften 259 Tsd. Euro (2014: 220 Tsd. Euro) und auf sonstige Leistungen 3 Tsd. Euro (2014: 3 Tsd. Euro).

49 | ERKLÄRUNG NACH § 161 AKTG ZUR BEACHTUNG DES DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX (ENTSPRECHENSERKLÄRUNG)

Die nach § 161 AktG für die Eckert & Ziegler AG als börsennotiertes Unternehmen vorgeschriebene Erklärung zur Einhaltung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und den Aktionären über die Webseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

Berlin, 18. März 2016

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG Der Vorstand

Dr. Andreas Eckert Dr. Edgar Löffler Dr. André Heß

KONZERNANLAGENSPIEGEL

ANLAGENSPIEGEL ZUM 31.12.2015

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Tsd. Euro Stand
01.01.2015
Zugänge Abgänge Umglie
derung
gemäß
IFRS 5 *
Um
buchungen
Währungs
umrechnung
Stand
31.12.2015
ANLAGEVERMÖGEN
I.
Immaterielle
Vermögenswerte
1.
Geschäfts- oder
Firmenwerte
43.912 0 0 0 0 1.831 45.743
2.
erworbene
immaterielle
Vermögenswerte
31.645 400 1.287 0 0 1.071 31.829
3.
selbst erstellte
immaterielle
Vermögenswerte
9.660 248 25 0 0 2 9.885
4.
Geleistete
Anzahlungen 4
85.221
0
648
0
1.312
0
0
0
0
0
2.904
4
87.461
II.
Sachanlagen
1.
Grundstücke und
Bauten
16.177 481 0 4.132 1.517 940 23.247
2.
Technische Anlagen
50.213 1.769 575 0 823 931 53.161
3.
Andere Anlagen,
Betriebs
Geschäftsausstattung 12.307 1.093 400 0 – 84 56 12.972
4.
Anlagen im Bau
2.795 789 439 0 – 2.256 69 958
81.492 4.132 1.414 4.132 0 1.996 90.338
166.713 4.780 2.726 4.132 0 4.900 177.799

* betrifft den wieder erfolgten Zugang des in 2014 als IFRS 5 ausgewiesenen Grundstücks in Belgien, dessen kurzfristige Verkaufsabsichten nicht mehr bestehen

Konzernanlagenspiegel

Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen Restbuchwerte
Stand
01.01.2015
Zugänge Wertmin
derungen
Abgänge Umglie
derung
gemäß
IFRS 5 *
Um
buchungen
Währungs
umrechnung
Stand
31.12.2015
Stand
01.01.2015
Stand
31.12.2015
5.591 0 0 0 0 0 122 5.714 38.321 40.029
19.830 2.633 61 647 0 0 869 22.745 11.815 9.084
4.182 697 0 0 0 0 2 4.881 5.478 5.004
0
29.603
0
3.330
0
61
0
647
0
0
0
0
0
993
0
33.340
4
55.618
54.121
4.630 1.017 0 0 3.170 0 394 9.211 11.547 14.036
17.576
32.002 3.049 286 392 0 5 635 35.585 18.211
8.741 1.022 0 359 0 – 5 171 9.569 3.566 3.403
0 0 0 0 0 0 0 0 2.795
45.373 5.088 286 751 3.170 0 1.200 54.365 36.120 35.973
74.976 8.418 347 1.398 3.170 0 2.193 87.705 91.737 90.094

ANLAGENSPIEGEL ZUM 31.12.2014

Anschaffungskosten
Tsd. Euro Stand
01.01.2014
Zugänge
durch
Unterneh
menserwerb
übrige
Zugänge
Abgänge Umglie
derung
gemäß
IFRS 5
Um
buchungen
Währungs
umrechnung
Stand
31.12.2014
ANLAGEVERMÖGEN
I.
Immaterielle
Vermögenswerte
1.
Geschäfts- oder
Firmenwerte
40.371 569 0 0 0 969 2.003 43.912
2.
erworbene
immaterielle
Vermögenswerte
30.226 524 613 16 0 – 969 1.267 31.645
3.
selbst erstellte
immaterielle
Vermögenswerte
8.318 0 1.343 0 0 0 – 1 9.660
4.
Geleistete
Anzahlungen 0 0 4 0 0 0 0 4
78.915 1.093 1.960 16 0 0 3.269 85.221
II.
Sachanlagen
1.
Grundstücke und
Bauten
15.824 0 370 13 – 4.132 3.252 876 16.177
2.
Technische Anlagen
41.453 120 2.098 502 0 6.170 874 50.213
3.
Andere Anlagen,
Betriebs
Geschäftsausstattung
10.796 41 1.801 533 0 51 151 12.307
4.
Anlagen im Bau
9.139 0 3.133 16 0 – 9.473 12 2.795
77.212 161 7.402 1.064 – 4.132 0 1.913 81.492
156.127 1.254 9.362 1.080 – 4.132 0 5.182 166.713
Abschreibungen Restbuchwerte
Stand
01.01.2014
Zugänge Wertmin
derungen
Abgänge Umglie
derung
gemäß
IFRS 5
Um
buchungen
Währungs
umrechnung
Stand
31.12.2014
Stand
01.01.2014
Stand
31.12.2014
5.465 0 0 0 0 0 126 5.591 34.906 38.321
16.786 2.176 0 15 0 0 883 19.830 13.440 11.815
3.950 233 0 0 0 0 – 1 4.182 4.368 5.478
0
26.201
0
2.409
0
0
0
15
0
0
0
0
0
1.008
0
29.603
0
52.714
4
55.618
6.573 842 0 0 – 3.170 0 385 4.630 9.251 11.547
29.099 2.837 0 506 0 – 40 612 32.002 12.354 18.211
7.998 1.054 0 486 0 40 135 8.741 2.798 3.566
0 0 0 0 0 0 0 0 9.139 2.795
43.670 4.733 0 992 – 3.170 0 1.132 45.373 33.542 36.119
69.871 7.142 0 1.007 – 3.170 0 2.140 74.976 86.256 91.737

BILANZEID

Versicherung des Vorstands nach § 315 Abs. 1 HGB i.V.m. § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Berlin, den 18. März 2016

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG Der Vorstand

Dr. Andreas Eckert Dr. Edgar Löffler Dr. André Heß

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

"Wir haben den von der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Rechnungslegungsinformationen der in den Konzernabschluss einbezogenen Teilbereiche, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Berlin, 18. März 2016

BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Rehmer gez. Weisner Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

EINZELABSCHLUSS DER ECKERT & ZIEGLER AG

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2015
Tsd. Euro 2014 2015
1. Umsatzerlöse 3.930 4.638
2. Sonstige betriebliche Erträge 500 2.492
4.430 7.130
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter – 2.290 – 2.432
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung – 317 – 340
davon für Altersversorgung: 28 Tsd. Euro (Vorjahr: 17 Tsd. Euro)
– 2.607 – 2.772
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen – 537 – 568
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen – 2.141 – 1.910
6. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 4.876 7.276
7. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 365 193
davon aus verbundenen Unternehmen: 180 Tsd. Euro (Vorjahr: 352 Tsd. Euro)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 529 440
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 – 4.238
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen – 484 – 364
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 4.431 5.187
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2 – 391
13. Sonstige Steuern 0 – 2
14. Jahresüberschuss 4.433 4.794
Tsd. Euro
31.12.2014
31.12.2015
Aktiva
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzreche und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
1.684
1.259
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
28
30
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
400
393
428
423
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
64.725
60.487
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
3.959
2.396
3. Sonstige Ausleihungen
368
368
69.052
63.251
71.164
64.933
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
12.538
14.698
2. Sonstige Vermögensgegenstände
1.570
3.443
14.108
18.141
II. Guthaben bei Kreditinstituten
1.160
3.983
15.268
22.124
C. Rechnungsabgrenzungsposten
13
50
86.445
87.107
Passiva
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
Nennbetrag des bedingten Kapitals: 1.875 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.875 Tsd. Euro)
abzüglich Nennbetrag eigener Anteile: 5 Tsd. Euro (Vorjahr: 5 Tsd. Euro)
5.288
5.288
II. Kapitalrücklage
51.395
51.395
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen abzüglich eigene Anteile: 22 Tsd. Euro (Vorjahr: 22 Tsd. Euro)
20.248
21.509
IV. Jahresüberschuss
4.433
4.794
81.364
82.986
B. Sonderposten für Zuwendungen zum Anlagevermögen
186
167
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
381
393
2. Sonstige Rückstellungen
1.794
1.850
2.175
2.243
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
1.350
45
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
201
168
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
1.130
1.442
4. Sonstige Verbindlichkeiten
38
45
(davon aus Steuern: 39 Tsd. Euro; Vorjahr: 35 Tsd. Euro)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 4 Tsd. Euro; Vorjahr: 4 Tsd. Euro)
2.719
1.700
0
11
86.445
87.107
BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2015

GLOSSAR

Afterloader Gerät für die Afterloading-Therapie: Kurzzeitige Bestrahlung zur Krebsbehandlung, bei der eine meist drahtgebundene, radioaktive Quelle mit Hilfe eines elektrischen Antriebes über einen schlauchartigen Katheter bzw. Hohlnadeln in das Tumor-Zielvolumen für kurze Zeit eingebracht wird. In der Regel sind mehrere Sitzungen erforderlich

Augenapplikator Anatomisch geformtes Teil mit Strahlenquelle zur Strahlentherapie von Augentumoren

Brachytherapie Kontakttherapie, meist als radioaktive Bestrahlung mit minimaler Distanz zwischen Strahlenquelle und zu bestrahlendem Gewebe

Bildgebendes Verfahren Siehe Nuklearmedizinische Bildgebung

Cobaltquelle Strahler mit dem Radionuklid Cobalt-60, das sich sehr gut zur Oberflächenbestrahlung von Tumoren eignet. Die Krebsbestrahlungsgeräte MultiSource® und SagiNova® verwenden Cobalt-60-Quellen

FDA behördliche Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelzulassungsbehörde der Vereinigten Staaten (Food and Drug Administration)

Fludeoxyglucose (FDG) auch: Fluordesoxyglucose Zuckerstoffwechselmarker. Radioaktiv markierte Glucose (Zucker)

Gallium-Generator Gerät zur Erzeugung von Gallium-68, das aus Germanium-68 gewonnen wird. Gallium-68 wird zur Markierung von Trägermolekülen eingesetzt, die spezifische Zielstrukturen im Organismus ansteuern und im Verbund mit Gallium-68 die Diagnose verschiedener Krebserkrankungen ermöglichen

IFRS Abkürzung für International Financial Reporting Standards. Internationale Rechnungslegungsvorschriften, nach denen der vorliegende Konzernabschluss aufgestellt wurde

Implantate Natürliche oder künstliche Teile zur Einbringung in den Körper (hier synonym mit Seeds verwendet)

Implantation Einbringen oder Einpflanzen von körperfremden Materialien in den Organismus

Isotop Atomart eines chemischen Elements mit gleicher Ordnungszahl, aber abweichender Massenzahl. Isotope können stabil sein oder unter Aussendung ionisierender Strahlung zerfallen (radioaktive Isotope, Radioisotope)

Jod-125 Radioisotop von Jod. Therapeutisch wird die niederenergetische Photonenstrahlung genutzt

Kalibrier-Referenzstrahler, auch: Kalibrierquelle Strahler, die zum Abgleich von Messinstrumenten nach vorgegebenen Standards dienen

Konditionierung Hier: Bearbeitung schwach bis mittelradioaktiver Abfälle; umfasst unter anderem die umfangreiche Vermessung und Charakterisierung von Rohabfällen, das Hochdruckverpressen von Abfallfässern zur Volumenreduktion sowie die endlagergerechte Verpackung von Abfallpresslingen in speziellen Containern (Konradkonditionierung bei Verbringung ins Endlager Konrad)

Modular-Lab Synthesegerät zur Herstellung radioaktiver Diagnostika

Neuroendokrine Tumore (NET) Gut- oder bösartige Tumore, die aus hormonbildenden (endokrinen) Zellen hervorgehen

Nuklearmedizinische Bildgebung und -verarbeitung Prozess bei dem nach Gabe von radioaktiven Substanzen (Radiopharmaka) mit einer speziellen Kamera die Strahlung aus dem Körperinneren gemessen und ein Bild berechnet werden kann. Siehe auch Positronen-Emissions-Tomographie (PET)

Nuklearmedizin Medizinisches Fachgebiet, das sich mit der diagnostischen und therapeutischen Anwendung offener, meist kurzlebiger Radionuklide befasst

Onkologie Medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Entstehung und Behandlung von bösartigen Tumoren befasst

Ophthalmologie Wissenschaft vom Auge und den Augenerkrankungen (Augenheilkunde)

Palliativ Schmerzlindernd bei Patienten mit unheilbaren Krankheiten in fortgeschrittenem Stadium

Planungssoftware Spezielle Software zur Unterstützung der Planung der Brachytherapiebehandlung

Positron Elementarteilchen mit der Masse eines Elektrons, aber mit positiver Ladung

Positronen-Emissions-Tomographie (PET) Bildgebendes Verfahren der Nuklearmedizin, das Schnittbilder von lebenden Organismen erzeugt, in dem es die Verteilung einer schwach radioaktiv markierten Substanz (Radiopharmakon, PET-Tracer) unter Nutzung der beim Positronenzerfall entstehenden Photonen sichtbar macht

Prostata Vorsteherdrüse. Kastaniengroßes Organ, das den Anfangsteil der männlichen Harnröhre umgibt

Quelle, Strahlenquelle Siehe Strahler

Radioaktivität Eigenschaft instabiler Nuklide, spontan oder unter Umwandlung des Atomkerns, Teilchen (Alpha und Betastrahler) oder elektromagnetische Wellen (Gammastrahler) zu emittieren

Radiodiagnostika Radioaktive Substanzen, die zur Diagnose von Krankheiten eingesetzt werden. Siehe auch Radiopharmaka

Radiochemischer Tracer Ein Tracer ist eine radioaktive Substanz, die nach Einbringung in den Körper am Stoffwechsel teilnimmt und dadurch unterschiedlichste Untersuchungen ermöglicht oder erleichtert werden

Radioembolisation Therapieform für die Behandlung von nicht operierbarem Leberkrebs. Dabei werden dem Patienten winzige, mit Yttrium-90 markierte Kügelchen injiziert

Radiokarbondatierung Verfahren für die Altersbestimmung von kohlenstoffhaltigen, organischen Materialien

Radionuklid Siehe Radioisotop, Isotope

Radiopharmaka Substanzen bzw. Arzneimittel, die auf Basis radioaktiver Nuklide ihre Wirkung entfalten und in der Nuklearmedizin ihre Anwendung in Diagnose und Therapie finden

Radiopeptid Peptide sind kleine, eiweißähnliche Strukturen. Bei Radiopeptiden fungieren die Peptide als Träger für radioaktive Partikel (z.B. Yttrium-90)

Rohisotop Radioaktiver Ausgangsstoff für die Herstellung von Strahlenquellen

SagiNova® Tumorbestrahlungsgerät (Afterloading). Bei der Afterloading Technik wird die Strahlenquelle (des Afterloaders) computergesteuert und mit Hilfe von Applikatoren in unmittelbarer Nähe des Tumors platziert. Somit wird der Tumor gezielt bestrahlt und umliegendes gesundes Gewebe geschont

Seed Von englisch Samenkorn. Kleine, radioisotopenhaltige Metallstiftchen zur interstitiellen Strahlentherapie

Strahler Hier: Vorrichtung, die radioaktive Strahlung aussendet. Manchmal auch "Quelle" genannt

Synthesemodule Hier: Bestandteile des modularen Gerätesystems Modular-Lab zur automatisierten Synthese von Radiopharmaka und -chemikalien

Tracer Ein Tracer ist eine radioaktive Substanz, die nach Einbringung in den Körper am Stoffwechsel teilnimmt und dadurch unterschiedlichste Untersuchungen ermöglicht oder erleichtert werden

Trägermolekül Ein Trägermolekül (carrier molecule) ist ein Molekül, das die radioaktiven Substanzen (z.B. radioaktives 68GA) an den Bestimmungsort transportiert

Tumorbestrahlungsgerät Siehe Afterloader

Yttrium-90 Radioaktives Isotop, das bei der internen Radiotherapie u. a. zur Behandlung chronisch-entzündlicher Gelenkerkrankungen (Radiosynoviorthese) oder zur Krebsbehandlung eingesetzt wird. Für den Transport zum Tumor wird das Yttrium-90 entweder an chemische Wirkstoffe gekoppelt oder auf kleine Kügelchen geladen (siehe Radioembolisatoren)

Zyklotron Kreisrunder Teilchenbeschleuniger zur Erzeugung radioaktiver Isotopen

FINANZKALENDER

23. März 2016 Geschäftsbericht 2016
10. Mai 2016 Quartalsbericht i/2016
11. Mai 2016 DVFA Frühjahrskonferenz in Frankfurt
8. Juni 2016 Hauptversammlung in Berlin
2. August 2016 Quartalsbericht ii/2016
3. November 2016 Quartalsbericht iii/2016
November 2016 Eigenkapitalforum in Frankfurt

IMPRESSUM

HERAUSGEBER Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG

KREATION & SATZ

Ligaturas, Berlin

FOTOS Kopf & Kragen, Berlin gettyimages Eckert & Ziegler Archiv

DRUCK

Druckerei Arnold, Großbeeren

Gedruckt auf Papier in 100% Recyclingqualität, Blauer Engel

KONTAKT

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG

Robert-Rössle-Straße 10 13125 Berlin www.ezag.de

Karolin Riehle Investor Relations

Telefon + 49 30 94 10 84 – 0 Telefax + 49 30 94 10 84 – 112 [email protected]

ISIN DE0005659700 WKN 565970

KENNZAHLEN ECKERT & ZIEGLER Veränderung
zum Vorjahr
2012 2013 2014 2015
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse Tsd. Euro + 10% 119.997 117.138 127.256 140.046
EBITDA Tsd. Euro + 27% 27.475 21.332 20.099 25.574
Abschreibungen Tsd. Euro + 23% 7.747 9.187 7.143 8.764
EBIT Tsd. Euro + 30% 19.728 12.145 12.956 16.810
EBIT-Marge % + 18% 16% 10% 10% 12%
Steuerquote % – 26% 33% 15% 45% 33%
Jahresüberschuss nach Steuern und Minderheiten Tsd. Euro + 58% 10.293 9.035 6.775 10.718
Ergebnis pro Aktie Euro +58 % 1,95 1,71 1,28 2,03
Kapitalfluss
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit Tsd. Euro + 52% 16.574 14.675 10.653 16.230
Liquide Mittel zum 31.12. Tsd. Euro + 44% 30.842 29.414 21.824 31.466
Bilanz
Eigenkapital Tsd. Euro + 11% 86.970 90.265 94.490 104.668
Bilanzsumme Tsd. Euro + 5% 164.444 178.407 187.329 196.676
Eigenkapitalquote % + 6% 53% 51% 50% 53%
Netto-Finanzbestand
(Liquidität abzügl. Finanzverbindlichkeiten) Tsd. Euro + 411% 15.396 6.787 3.119 15.938
Mitarbeiter
Anzahl der Beschäftigten im Jahresdurchschnitt* Personen 573 613 674 672
Anzahl aller Mitarbeiter zum Jahresende Personen – 3% 611 686 711 692
Kennzahlen zur Aktie
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien Tsd. Stück 5.288 5.288 5.288 5.288
Buchwert pro Aktie Euro + 13% 15,27 15,79 16,76 18,86
Dividende Euro 0,60 0,60 0,60 0,60**
* ohne Vorstände, Geschäftsführer, Praktikanten etc. ** Dividendenvorschlag der Gesellschaft an die Hauptversammlung am 8.6.2016

BETEILIGUNGEN (STAND 31.12.2015)

www.ezag.de

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG Robert-Rössle-Str. 10 13125 Berlin

Talk to a Data Expert

Have a question? We'll get back to you promptly.