Annual Report • Apr 28, 2016
Annual Report
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Konzernlagebericht und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015
An unsere Aktionäre
Brief des Vorstandes 4
| Bericht des Aufsichtsrates | 7 |
|---|---|
| Highlights des Jahres 2015 | 9 |
| mutares am Kapitalmarkt | 11 |
Konzernlagebericht
| Wirtschaftsbericht | 20 |
|---|---|
| Lage des Konzerns einschließlich Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage | 34 |
| Nachtragsbericht | 37 |
| 48 |
|---|
| 50 |
| 52 |
| 54 |
| 56 |
| $\sim$ $\sim$ |
|
|---|---|
Grundlagen des Konzerns 16 Prognose-, Chancen- und Risikobericht 38
Konzernabschluss
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 48 Konzern-Bilanz 50 Konzern-Kapitalflussrechnung 52 Konzern-Eigenkapitalspiegel 54 Anhang zum Konzernabschluss 56
Investor Relations
Finanzkalender 83 Impressum & Kontakt 84
Kennzahlen
350 375 400 425 450
das Geschäftsjahr 2015 war das achte Rekordjahr in Folge für den mutares-Konzern. Das oberste Ziel - profitables Wachstum - wurde wieder eindrucksvoll erreicht. Diesen großartigen Erfolg verdanken wir unseren 3.000 Mitarbeitern. Ihnen gebührt der besondere Dank des gesamten Vorstandes.
Die Umsatzerlöse des mutares-Konzern konnten im Geschäftsjahr 2015 auf 683,8 Mio. EUR (Vorjahr: 648,1 Mio. EUR) gesteigert werden. Die Gesamtleistung betrug 748,1 Mio. EUR (Vorjahr: 721,3 Mio. EUR). Das operative Ergebnis (EBITDA) wurde im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich verbessert und erreichte mit 39,9 Mio. EUR (Vorjahr: 30,9 Mio. EUR) einen neuen Rekordwert. Dieses Ergebnis ist Beleg für die operative Leistungsfähigkeit des Konzerns und die Restrukturierungskompetenz von mutares. Insgesamt erwirtschaftete der Konzern ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 19,6 Mio. EUR (Vorjahr: 15,5 Mio. EUR).
Als Beispiele für diese Performance stehen unsere Tochterunternehmen EUPEC und STS Acoustics. EUPEC, ein auf die Beschichtung von Öl- und Gaspipelines spezialisiertes Unternehmen, wurde von mutares im Jahr 2012 mit einem Vorjahresumsatz von bereinigt 22,7 Mio. EUR und einem negativen EBITDA von -10,5 Mio. EUR erworben. Nach einer sehr erfolgreichen Restrukturierung und einer auf Wachstum ausgerichteten Personalentwicklung konnte EUPEC seine wiedergewonnene Wettbewerbsfähigkeit nutzen, um zahlreiche Neukunden zu gewinnen. In 2015 steigerte das Unternehmen sein schon hervorragendes Vorjahresergebnis nochmals deutlich. Bei Umsatzerlösen von 72,0 Mio. EUR (Vorjahr: 62,9 Mio. EUR) wurde ein operatives Ergebnis von 13,4 Mio. EUR (Vorjahr: 10,4 Mio. EUR) erwirtschaftet.
STS Acoustics, ein Zulieferer von Dämmmaterialien für PKWs und LKWs, wurde im Jahr 2013 mit einem Vorjahresumsatz von bereinigt 115,9 Mio. EUR und einem EBITDA von -8,7 Mio. EUR übernommen. Durch die Optimierung des Produktionslayouts konnte die Wettbewerbsfähigkeit aufgrund einer deutlich gesteigerten Qualität und einer stark reduzierten Kostenstruktur wiedergewonnen werden. STS konnte im Geschäftsjahr 2015 weiter profitabel wachsen und für den neu zu errichtenden Standort in Polen einen Ankerauftrag eines Großkunden gewinnen. Bei Umsatzerlösen von 134,5 Mio. EUR (Vorjahr: 115,7 Mio. EUR) wurde ein operatives Ergebnis von 12,7 Mio. EUR (Vorjahr: 7,7 Mio. EUR) erwirtschaftet.
Auch im übrigen Portfolio wurden zum Teil herausragende operative Fortschritte erreicht. Besonders hervorzuheben sind hier die Tochterunternehmen Elastomer Solutions, A+F und Zanders. Elastomer Solutions ist weiterhin auf dem Pfad des rasanten organischen Wachstums. A+F hat den Turnaround nach weniger als einem Jahr erfolgreich gemeistert und operiert wieder deutlich profitabel. Bei Zanders wird ein sehr ambitioniertes Restrukturierungsprogramm verfolgt, das bereits nach kurzer Zeit erste Erfolge zeigt.
Auch im Bereich M&A war mutares in 2015 wieder sehr aktiv. Insgesamt konnten vier Unternehmen akquiriert und zwei Tochtergesellschaften, CGVL und Suir Pharma, veräußert werden. Mit Zanders und Norsilk wurden zwei Unternehmen vom finnischen Metsä-Konzern erworben. Zanders ist ein deutscher Hersteller von Spezialpapieren, Norsilk ein französischer
_Seit 2010 Vorstand der mutares AG
Sehr geehrte Damen und Herren,
Die mutares Gruppe hat ihre Expansion im Geschäftsjahr 2015 mit der Übernahme von vier Beteiligungen fortgesetzt. Der Umsatz und erfreulicherweise auch das operative Ergebnis wurden erneut gesteigert. Der Umsatz konnte gegenüber dem Geschäftsjahr 2014 um 36 Mio. EUR auf 684 Mio. EUR gesteigert werden. Das operative Ergebnis (EBITDA) stieg ebenfalls um 9 Mio. EUR auf 40 Mio. EUR. Die Elastomer Gruppe, Artmdis SAS, die EUPEC Gruppe und die STS Acoustics S.p.A. trugen mit organischem Wachstum zum Umsatzanstieg bei. Die Steigerung im Ergebnis ist insbesondere auf die sehr gute Entwicklung in den Beteiligungen Elastomer und STS Acoustics sowie die im Öl- und Gasleitungsbau tätige Eupec Pipecoatings S.A. in Frankreich zurück zu führen, die 2015 erneut mehrere größere Projekte abgeschlossen hat. Zudem trug die ganzjährige Einbeziehung der Automation + Fördertechnik GmbH (A+F) zum Ergebnisanstieg bei, die noch im Geschäftsjahr 2014 lediglich anteilig (mit einem Monat) einbezogen gewesen war. Im Geschäftsjahr 2015 wurden zudem die Gesellschaften Compagnie Générale de Véhicules Lyonnais (CGVL) und Suir Pharma sowie die Pixmania Gruppe entkonsolidiert. Alle drei Unternehmen sind inzwischen verkauft; die beiden erstgenannten im Wege eines Share-Deals, letztere mittels eines Asset-Deals.
Die Umsatzerlöse der mutares AG stiegen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015 leicht von 7,13 Mio. EUR auf 7,35 Mio. EUR. Dazu haben insbesondere die vier neuen Akquisitionen sowie die im Dezember 2014 übernommene A+F beigetragen. Zudem wurde mit einer erfolgreich am Kapitalmarkt plazierten Kapitalerhöhung iHv. 24,5 Mio. EUR die Kapitalbasis erneut gestärkt. Die Kapitalerhöhung führte zu einer weiteren Vergrößerung des Freefloats, der durch die beratenden Banken als eine wesentliche Grundlage für weitere Kapitalmaßnahmen eingeschätzt wird. Der erfolgreiche Verkauf der CGVL bestätigt das Geschäftsmodell und die Reife des Portfolios. Der Verkauf der Suir Pharma an einen Strategen trägt zur Portfoliooptimierung bei.
Die Bilanzsumme stieg deutlich durch die Kapitalerhöhung. Aufgrund der Übernahmen hat sich die operative Sanierungstätigkeit, die den Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der mutares AG bildet, weiterhin sehr gut entwickelt. Die Sanierung machte insbesondere bei A+F und den neu erworbenen Beteiligungen Fortschritte. Die Beratung der GeesinkNorba Gruppe hat allerdings noch nicht den erwarteten Erfolg gebracht. Die Expansion der Elastomer Gruppe hingegen wurde mit der Fertigung von Produkten an den neuen Standorten in Mexico und Marokko sowie die Entwicklung in der STS Acoustics mit der Steigerung der Effizienz vorangetrieben.
Das Eigenkapital konnte durch das Ergebnis und die Kapitalerhöhung von 88,9 % auf 92,4 % erhöht werden.
Der Aufsichtsrat hat auch in diesem Geschäftsjahr die geschäftliche Entwicklung der mutares AG und die Unternehmensführung kontinuierlich kontrolliert und überwacht sowie den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beratend begleitet. Das Risikomanagement wurde erneut eingehend überprüft. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2015 dreimal getagt, am 27.02., am 10.04. und am 17.12. Darüber hinaus wurden weitere Beschlüsse mittels Telekommunikationsmitteln vorbereitet und verhandelt und auf diese Weise oder im Umlaufverfahren gefasst. Auch außerhalb von Sitzungen hat der Vorstand insbesondere den Aufsichtsratsvorsitzenden regelmäßig und zeitnah über die laufenden Geschäftsdaten sowie über Angelegenheiten von besonderer Bedeutung einschließlich evtl. Haftungsrisiken unterrichtet.
Prof. Dr. Micha Bloching Vorsitzender des Aufsichtsrats
Produzent von Holzbaustoffen, vor allem von Terrassenbelägen und Fassadenverkleidungen. Mit Grosbill erwarb mutares ein französisches Handelsunternehmen von der Auchan Gruppe. Das auf den Computer-Gaming-Markt spezialisierte Unternehmen verfügt sowohl über ein stationäres Einzelhandelsnetz als auch über ein starkes Online-Geschäft. BSL ist ein französischer Produzent von Pipes und Fittings für die Öl- und Gas- sowie die Chemieindustrie, der von der Génoyer Gruppe erworben wurde.
Im vergangenen Jahr haben wir unser M&A-Team durch die in 2015 neu gegründete Dependance in Paris weiter verstärkt. Drei erfahrene Spezialisten kümmern sich dort um die Bearbeitung des französischen Marktes, der nach vielen erfolgreichen Transaktionen und dem Aufbau einer herausragenden Reputation für mutares zu einem zweiten Heimatmarkt mit großem Potenzial geworden ist. Die starke Marktposition von mutares in Frankreich kann somit noch weiter ausgebaut werden. Derzeit werden weitere Standorte in Europa evaluiert, um diese erfolgreiche Strategie weiter zu verfolgen.
Die gesunde Bilanzstruktur des mutares-Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2015 nochmals verbessert. Zum Stichtag 31. Dezember 2015 konnten gegenüber dem Vorjahr das Eigenkapital auf 73,3 Mio. EUR (Vorjahr: 50,7 Mio. EUR) und die liquiden Mittel auf 69,7 Mio. EUR (Vorjahr: 69,2 Mio. EUR) gesteigert werden. Der Vorstand möchte die Aktionäre an diesem Erfolg teilhaben lassen und wird der Hauptversammlung daher eine Dividende von 0,60 EUR je Aktie vorschlagen.
An der Börse wurde unser Erfolg direkt greifbar. Die Anteilsscheine der mutares AG eröffneten das Börsenjahr 2015 mit einem Kurs von 11,27 EUR. Im Jahresverlauf legte der Kurs um 55,4% auf 17,51 EUR zu (alle Angaben auf Basis von XETRA-Kursen und unter Berücksichtigung der Ausgabe von Gratisaktien zum 9. Juli 2015). Im Oktober 2015 wurde eine Kapitalerhöhung mit einem Bruttoemissionserlös in Höhe von 24,5 Mio. EUR bei qualifizierten institutionellen Investoren in Deutschland, im europäischen Ausland sowie in den USA platziert. Die eingeworbenen Mittel dienen mutares vor allem für neue Akquisitionen und für die Portfolioentwicklung.
Abschließend wollen wir uns für Ihr Vertrauen in unser Unternehmen herzlich bedanken. Wir freuen uns auf eine gemeinsame erfolgreiche Zukunft!
Der Vorstand der mutares AG München, im April 2016
Dr. Axel Geuer Robin Laik Dr. Wolf Cornelius
CEO CEO COO
Dr. Kristian Schleede Mark Friedrich CRO CFO
Der Aufsichtsrat hat dies anhand von Berichten des Vorstandes sowie Einsicht in Unterlagen und Bücher der Gesellschaft überprüft; alle von ihm gewünschten Unterlagen hatte der Vorstand vorgelegt und alle gestellten Fragen beantwortet.
Das erfasst gerade auch die Risiken aus folgenden Rechtsstreitigkeiten: Die mutares AG klagt gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter über das Vermögen der Platinum GmbH i.I. gegen die Diehl AKO Stiftung & Co. KG (Diehl) im Zusammenhang mit dem Erwerb des Geschäftsbereichs Photovoltaics von Diehl unter anderem auf Feststellung der Nichtigkeit aller damit zusammenhängenden Verträge und auf Feststellung des Bestehens von Schadensersatzansprüchen. Die mutares AG und der Insolvenzverwalter über das Vermögen der Platinum GmbH i.I. begründen die Klage unter anderem damit, dass sie ihre jeweiligen Vertragserklärungen angefochten haben. Diehl klagt ihrerseits gegen die mutares AG auf Schadensersatz wegen Nichterfüllung einer von der mutares AG im Zusammenhang mit dem Unternehmenskauf abgegebenen Patronatserklärung sowie bestimmter in diesem Zusammenhang übernommener Garantien. Ferner hat Diehl Anfechtungsklage gegen Beschlüsse der ordentlichen Hauptversammlungen erhoben und begehrt im Klagewege die Feststellung der Nichtigkeit des Jahresabschlusses zum 31.12.2013 und zum 31.12.2014. Die Parteien befinden sich in Vergleichsverhandlungen.
Zum 1. April 2015 wurde Herr Mark Friedrich zum Vorstand Finanzen berufen.
Die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den vom Vorstand aufge stellten Jahresabschluss der mutares AG und den Konzernabschluss, je zum 31.12.2015, geprüft. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss wurden mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. In seiner Sitzung vom 29.02.2016 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss der mutares AG und in der Sitzung vom 20.04.2016 den Konzernabschluss eingehend geprüft. Die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen dem Aufsichtsrat jeweils vor. Abschlussprüfer samt Mitarbeiter standen jedes Mal zur Verfügung und erläuterten beide Abschlüsse detailliert; sie beantworteten alle Fragen des Aufsichtsrates zu dessen voller Zufriedenheit. Dem Ergebnis der Abschlussprüfung hat der Aufsichtsrat zugestimmt und den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2015 aufgestellten Jahresabschluss der mutares AG am 29.02.2016 und den Konzernabschluss am 20.04.2016 gebilligt. Der Jahresabschluss ist somit festgestellt.
In der Sitzung am 20.04.2016 hat der Aufsichtsrat auch beschlossen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, von dem Bilanzgewinn zum 31.12.2015 in Höhe von 9.539.478,83 EUR an die Aktionäre einen Betrag iHv. 9.297.775,20 EUR (ohne Berücksichtigung eigener Aktien) auszuschütten, was einer Dividende von 0,60 EUR je gewinnbezugsberechtigter Aktie entspricht und den verbleibenden Betrag iHv. 241.703,61 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. (Der auszuschüttende Betrag vermindert sich gegebenenfalls um den Teilbetrag, der auf die zum Zeitpunkt des Gewinnverwendungsbeschlusses im Besitz der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien entfallen würde.)
Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands sowie den Mitarbeitern der mutares AG und allen Konzerngesellschaften für ihre Arbeit. Sie haben erneut zu einem erfolgreichen Jahr beigetragen.
Der Aufsichtsrat der mutares AG Prof. Dr. Micha Bloching München, im April 2016 Vorsitzender des Aufsichtsrat
mutares eröffnet Büro in Paris
Die mutares AG eröffnet eine Niederlassung in Frankreich. Im neuen Pariser Büro verstärken zwei französische M&A-Experten die Aktivitäten in Frankreich.
mutares bestellt Mark Friedrich zum Vorstand
Der Aufsichtsrat der mutares AG hat zum 1. April 2015 Mark Friedrich zum Mitglied des Vorstandes der Gesellschaft bestellt. Innerhalb des Vorstandes übernimmt Herr Friedrich die Verantwortung für den Bereich Finanzen.
mutares erwirbt Metsä Board Zanders
Die mutares AG übernimmt das deutsche Werk Gohrsmühle vom finnischen Papier- und Kartonhersteller Metsä Board. Das Unternehmen erwirtschaftete in 2014 einen Umsatz von 93 Mio. EUR mit circa 480 Mitarbeitern.
mutares veräußert Logistikdienstleister CGVL
Die mutares AG veräußert den Logistikdienstleister CGVL. Die Veräußerung markiert den Ab-
schluss des erfolgreichen Turnarounds.
Hauptversammlung 2015 beschließt Dividendenausschüttung von 4,70 EUR je Aktie sowie eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln
Die ordentliche Hauptversammlung der mutares AG stimmt allen Beschlussvorschlägen der Verwaltung mit großer Mehrheit zu. Beschlossen werden u. a. eine Dividendenzahlung von 4,70 EUR je Aktie sowie eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln (Ausgabe von Gratisaktien).
mutares veräußert Suir Pharma Ireland
Die mutaresAG hat denAuftragsfertigerfürArzneimittel SuirPharma Ireland an den strategischen Investor Saneca Pharmaceuticals veräußert. Mit dem zweiten erfolgreichen Exit in 2015 setzt mutares den Prozess der Portfoliooptimierung weiter fort.
mutares erwirbt Grosbill
Die mutares AG übernimmt die Grosbill SA von der Groupe Auchan. In 2014 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 109 Mio. EUR mit 150 Mitarbeitern.
mutares erwirbt den Pipelinehersteller BSL als Add-on-Akquisition für EUPEC
Die mutares AG hat den französischen Pipelinehersteller BSL Pipes and Fittings SAS erworben. Nach der sehr erfolgreichen Entwicklung von EUPEC investiert mutares in das zweite Unternehmen im Markt für Öl- und Gaspipelines.
mutares übernimmt das französische Holzbaustoffgeschäft der Metsäliitto Cooperative
Die mutares AG hat die Übernahme des französischen Holzbaustoffunternehmens Metsä Wood France SAS von der finnischen Metsäliitto Cooperative abgeschlossen. Während die Akquisition bereits die sechste Transaktion in 2015 ist, bleibt die Transaktionspipeline von mutares weiterhin gut gefüllt.
mutares plaziert erfolgreich Kapitalerhöhung
Die mutares AG hat im Wege eines Accelerated-Bookbuilding-Verfahrens 1.400.000 neue Aktien sowie 400.000 bestehende Aktien aus dem Bestand von Altaktionären bei qualifizierten institutionellen Investoren in Deutschland, im europäischen Ausland sowie in den USA platziert. Nach Durchführung der Kapitalerhöhung beträgt das Grundkapital der Gesellschaft 15.438.332,00 EUR eingeteilt in 15.438.332 Aktien.
mutares erzielt Rekordergebnis in den ersten neun Monaten 2015
Der mutares-Konzern konnte in den ersten neun Monaten 2015 seinen Umsatz auf 475,3 Mio. EUR und sein operatives Ergebnis (EBITDA) deutlich auf 19,2 Mio. EUR erhöhen und damit auf ein neues Rekordniveau steigern.
Die mutares-Aktie erzielte im Geschäftsjahr 2015 ein überdurchschnittliches Kursplus von 55,4%. Die Anteilsscheine der mutares AG eröffneten das Börsenjahr 2015 mit einem Kurs von 11,27 EUR. Ihr Jahreshoch markierten die Papiere am 03. August 2015 bei 22,01 EUR. Ihr 12-Monatstief erreichte die Aktie am 09. Januar 2015 bei 10,71 EUR. Zum 30. Dezember 2015 beendete die mutares-Aktie den Börsenhandel bei einem Kurs von 17,51 EUR.
Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen mit mutares-Aktien an allen deutschen Börsen erhöhte sich aufgrund der verstärkten Kapitalmarktaktivitäten sowie der positiven Geschäftsentwicklung der Gesellschaft deutlich und lag im Berichtsjahr bei 6.638 Aktien (15. Mai bis 30. Dezember 2014: 3.263 Aktien). Die positive Kursentwicklung sorgte für eine entsprechend höhere Marktkapitalisierung. Diese lag am Jahresende auf Basis 15.438.332 Aktien und einem Schlusskurs von 17,51 EUR bei 270,3 Mio. EUR im Vergleich zu 165,8 Mio. EUR zum Bilanzstichtag 2014.
Die Aktionärsstruktur der mutares AG hat sich im Jahresverlauf verändert. Der Freefloat hat sich aufgrund der Kapitalmaßnahme im Jahr 2015 auf 45% erhöht (Vorjahr: 37%). 55% der Aktienanteile befinden sich im Besitz der Gründungsgesellschafter.
von Berichtigungsaktien zum 9. Juli 2015.
Alle Angaben auf Basis von XETRA-Kursen und unter Berücksichtigung der Ausgabe
Ziel der mutares AG ist unverändert eine auf Kontinuität ausgerichtete aktionärsfreundliche Dividendenpolitik. Am 22. Mai 2015 informierte der Vorstand auf der ordentlichen Hauptversammlung der mutares AG in München über den Geschäftsverlauf des Jahres 2014 und stellte sich den Fragen der Aktionäre. Alle Beschlussvorschläge der Verwaltung wurden mit großer Zustimmung von den vertretenen Aktionären angenommen. Die Hauptversammlung beschloss die Auszahlung einer Dividende in Höhe von 4,70 EUR je Aktie. Das Ausschüttungsvolumen belief sich auf 10.996.693,40 EUR.
Die mutares AG möchte auch in diesem Jahr ihre Aktionäre an der positiven Geschäftsentwicklung des vergangenen Geschäftsjahres teilhaben lassen. Der Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 3. Juni 2016 daher die Ausschüttung von 0,60 EUR je Aktie für das vergangene Geschäftsjahr aus dem Bilanzgewinn 2015 der mutares AG vor. Das voraussichtliche Ausschüttungsvolumen beläuft sich somit auf 9,3 Mio. EUR.
Von der ordentlichen Hauptversammlung 2015 wurde eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln (Ausgabe von Gratisaktien) und die Neueinteilung des Grundkapitals (Ausgabe von Gratisaktien im Verhältnis 1:5) beschlossen.
Die Kapitalerhöhung wurde durch Ausgabe von 11.698.610 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien (Berichtigungsaktien) mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR je Aktie durchgeführt. Die neuen Aktien sind ab dem 1. Januar 2015 gewinnberechtigt. Die Anzahl der ausgegebenen Aktien versechsfachte sich durch diese Maßnahme von zuvor 2.339.722 Stück auf 14.038.322 Stück. Somit erhielt jeder Aktionär je bisheriger Aktie am 9. Juli 2015 nach Börsenschluss fünf zusätzliche Aktien. Die Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln wurde am 2. Juli 2015 in das Handelsregister der Gesellschaft eingetragen.
Diese Maßnahme wurde insbesondere mit dem Ziel, die Handelsliquidität und damit die Attraktivität der mutares-Aktie weiter zu steigern, vollzogen.
Im Oktober 2015 hat die mutares AG im Wege eines Accelerated-Bookbuilding-Verfahrens 1.400.000 neue Aktien sowie 400.000 bestehende Aktien aus dem Bestand von Altaktionären bei qualifizierten institutionellen Investoren in Deutschland, im europäischen Ausland sowie in den USA platziert. Die neuen und die bestehenden Aktien wurden zu einem Preis von 17,50 EUR je Aktie platziert. Der Bruttoemissionserlös in Höhe von 24,5 Mio. EUR dient der Gesellschaft insbesondere zur Finanzierung zukünftiger Akquisitionen. Die neuen Aktien sind für das Geschäftsjahr 2015 in vollem Umfang dividendenberechtigt. Das Grundkapital der mutares AG beträgt nunmehr 15.438.332,00 EUR und ist eingeteilt in 15.438.332 auf den Inhaber lautende Stückaktien.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr informierte das Management u. a. institutionelle Investoren erneut auf zahlreichen Roadshows in den Finanzzentren Frankfurt, London, Paris und Zürich über die aktuelle Geschäftsentwicklung. Zudem präsentierte sich der Vorstand im Mai auf der Münchner Kapitalmarktkonferenz, im September auf der Baader Investment Conference und im November auf dem Deutschen Eigenkapitalforum institutionellen Investoren und Vertretern der Finanzpresse. Darüber hinaus suchte das Management der mutares AG durch zahlreiche persönliche Gespräche aktiv den Kontakt mit der Finanzpresse und Investoren.
Mit Hauck & Aufhäuser und Baader Helvea Equity Research wird die mutares-Aktie regelmäßig von zwei renommierten Bankhäusern analysiert und bewertet. In der jüngsten Coverage empfehlen die Analysten beider Häuser die mutares-Aktie mit Kurszielen zwischen 23,00 EUR bis 24,30 EUR zum Kauf. Zudem hat mit SMC Research im vergangenen Geschäftsjahr ein weiteres Research-Institut die Coverage für die mutares-Aktie aufgenommen. SMC Research-Analyst Holger Steffen empfiehlt in der Studie vom 16. November 2015 die mutares-Aktie ebenfalls zum Kauf mit einem Kursziel von 25,60 EUR. Die vollständigen Researchstudien stehen auf der mutares-Homepage im Bereich Investor Relations zum Download zur Verfügung.
Die mutares-Aktie notiert im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Die Dero Bank AG sowie die Baader Bank AG sorgen als Designated Sponsoren für verbindliche Geld-/ Briefkurse und eine angemessene Liquidität in der mutares-Aktie. Weitere Informationen stehen interessierten Anlegern auf der Investor-Relations-Seite der Homepage www.mutares.de zur Verfügung.
| 1. Grundlagen des Konzerns | 16 |
|---|---|
| 1.1. Geschäftsansatz der mutares AG | 16 |
| 1.2. Forschung und Entwicklung | 17 |
| 2. Wirtschaftsbericht | 18 |
| 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen | 18 |
| 2.2. Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis | 19 |
| 2.3. Berichte aus den Portfoliounternehmen | 20 |
| 3. Lage des Konzerns einschließlich Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage | 34 |
| 3.1. Vermögens- und Finanzlage | 34 |
| 3.2. Ertragslage | 35 |
| 3.3. Bestandsgefährdete Gesellschaften | 36 |
| 3.4. Einschätzung des Vorstands zum Geschäftsverlauf | 36 |
| 3.5. Finanzielle und Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren | 37 |
| 4. Nachtragsbericht | 37 |
| 5. Prognose-, Chancen- und Risikobericht | 38 |
| 5.1. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung | 38 |
| 5.2. Prognosebericht | 45 |
mutares beschränkt sich aber nach Abschluss des Verbesserungsprogramms nicht auf das bloße Halten/Verwalten und die Performanceüberwachung in den Beteiligungen. Erworbene Unternehmen werden mit Hilfe eines aktiven Beteiligungsmanagements kontinuierlich auf neue Geschäftschancen abgeprüft und bei deren Erschließung unterstützt. Add-on-Akquisitionen werden regelmäßig geprüft.
Produktbezogene Forschung und Entwicklung wird insbesondere in den technologiebestimmten Beteiligungen des mutares-Konzerns betrieben. Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2015 ein niedriger einstelliger Millionenbetrag in Forschung und Entwicklung investiert. Einen wesentlichen Anteil daran hatte die Weiterentwicklung der IT-Plattform von Pixmania. Des Weiteren investierten insbesondere die Zanders GmbH, die STS Acoustics S.p.A. und die Geesink Group B.V. in neue Produkte sowie Produktverbesserungen.
Der Geschäftsansatz der mutares umfasst den Erwerb und die Sanierung ertragsschwacher Unternehmen mit klarem Wachstumspotenzial. Unternehmen mit folgenden Charakteristika sind für mutares besonders interessant:
_Abspaltung von Konzernen
_Umsatz von 30–500 Mio. EUR
_Etablierte Marktposition (Produkte, Marke, Kundenbasis)
_Schwerpunkt der Aktivitäten in Europa
_Wirtschaftlich herausfordernde Lage oder Umbruchsituation (z.B. ein kurz fristiger Liquiditätsengpass oder anstehende Restrukturierung bzw. Sanierung)
mutares engagiert sich langfristig für seine Beteiligungen und sieht sich als verantwortungsvoller Gesellschafter, der die anstehendenVeränderungsphasen – basierend auf seinen umfangreichen, langjährigen Erfahrungen – als zuverlässiger Wegbegleiter aktiv unterstützt. Das Ziel ist es, aus den bei Übernahme unprofitablen Unternehmen eigenständige dynamische Mittelständler mit wettbewerbsfähigem, ertragsstark wachsendem Geschäftsmodell zu formen. Voraussetzung ist deswegen, dass bereits in der Übernahmephase Ergebnisverbesserungspotenziale im Unternehmen klar erkennbar sind, die sich durch geeignete strategische und operative Optimierungen innerhalb von ein bis zwei Jahren heben lassen.
Im Gegensatz zu vielen anderen Beteiligungsgesellschaften verfügt bei mutares das Management über umfangreiche eigene operative Industrie- und Sanierungserfahrung. Die Leistung der mutares AG umfasst nach dem Erwerb eines Unternehmens die operative Unterstützung bis hin zur Veräußerung von Beteiligungen.
_Nach der Übernahme initiiert mutares neben dem Cash-Management stets ein umfang- reiches operatives Verbesserungsprogramm in den Beteiligungen. Die Umsetzung der darin definierten Projekte erfolgt in enger Zusammenarbeit und im Schulterschluss mit dem jeweiligen Management der Beteiligungen.
_Mit dem Einsatz von Spezialisten zur Unterstützung der Optimierungsprojekte und mit der Erschließung von finanziellen Mitteln für Investitionen in die Entwicklung innova- tiver Produkte, in den Vertrieb und in Anlagen ist mutares in der Lage, seine Beteili- gungen strategisch und operativ erfolgreich bis zur langfristigen Neuausrichtung weiter zu entwickeln.
_Wenn sich eine Beteiligung in ihrem Geschäftsfeld stabil etabliert hat und sich als eigen- tändiges Unternehmen wieder auf dem Wachstumspfad befindet, kommt eine Veräußer- ung der Beteiligung in Betracht.
Da sich die mutares AG auf den Erwerb ertragsschwacher Unternehmen spezialisiert hat, stellt sich das wirtschaftliche Umfeld in Europa, insbesondere in Frankreich, weiterhin als günstig dar. Bei bestehenden Beteiligungen wird die laufende Restrukturierung teilweise durch den konjunkturellen Rückenwind und die anziehende wirtschaftliche Dynamik unterstützt.
Das Stimmungsbild der deutschen Private-Equity-Branche hat sich im Vergleich zum Vorjahr nochmals verbessert und bleibt für 2016 weiterhin sehr optimistisch: Auf der Akquisitionsseite erwarten 23 % der Kapitalbeteiligungsgesellschaften im Segment Growth/Buy-out laut der "Private-Equity-Prognose 2016" des BVK (Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften) von Februar 2016 eine deutliche Zunahme des Marktes. 37 % gehen von einer leichten Zunahme aus, 39 % erwarten einen unveränderten Markt und lediglich 2 % prognostizieren einen leichten Rückgang.
Auch auf der Verkaufsseite herrscht weiterhin ein positives Stimmungsbild. 28 % der Beteiligungsgesellschaften sehen eine deutliche oder leichte Zunahme bei ihren Unternehmensverkäufen. 58 % rechnen mit einem unveränderten Niveau, während insgesamt nur 14 % einen Rückgang ihrer Verkaufsaktivitäten erwarten.
Die mutares AG schließt sich diesen optimistischen Erwartungen an und rechnet für 2016 mit einer Zunahme auf der Akquisitionsseite und einer stabilen Verkaufsseite.
Die Gesellschaft war in ihrem achten Geschäftsjahr wieder erfolgreich bei der Akquisition von Teilgeschäften großer Konzerne: Vom finnischen Metsä-Konzern wurde Ende Mai 2015 die Zanders GmbH, Bergisch Gladbach/Deutschland ("Zanders") sowie ihre Tochterunternehmen und Anfang Oktober 2015 die Norsilk SAS, Honfleur/Frankreich ("Norsilk") übernommen. Zum 31. Juli 2015 erfolgte die Akquisition der BSL Pipes and Fittings SAS, Billy Sur Aisne/Frankreich ("BSL") von der französischen Génoyer-Gruppe und zum 31. August 2015 der Erwerb der Grosbill SAS, Paris/Frankreich ("Grosbill") von Auchan.
Auf der Verkaufsseite wurden im Geschäftsjahr zwei Transaktionen abgeschlossen: Im Mai 2015 wurden rückwirkend zum 1. Januar 2015 sämtliche Geschäftsanteile an der Société Nouvelle Compagnie Générale de Voitures de Lyon S.A.S.U., Lyon/Frankreich, ("CGVL") veräußert. Im Juni 2015 folgte der Verkauf der Suir Pharma Ireland Ltd., Clonmel/Irland, ("Suir").
Darüberhinauswurde mitWirkung zum 31.Dezember2015 diePixmania SAS,Wasquehal/Frankreich sowie sämtliche ihrer mittelbaren und unmittelbaren Tochtergesellschaften ("PIX") entkonsolidiert. Die Gesellschaft hat Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt.
Die mutares AG konsolidiert damit zum Geschäftsjahresende 2015 insgesamt zwölf operative Beteiligungen. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sind in der Anlage 1 zum Konzernanhang der mutares AG dargestellt. Aufgrund der vorstehend beschriebenen Veränderungen im Konsolidierungskreis sind die Zahlen des Berichtsjahres nur eingeschränkt mit den Vorjahreszahlen vergleichbar.
Die Weltwirtschaft erlebte laut dem Konjunkturbericht des Münchner ifo-Instituts ("ifo Konjunkturprognose 2015 - 2017", veröffentlicht am 9. Dezember 2015) in 2015 einen moderaten Aufschwung.
Die konjunkturelle Stimmung in den aufstrebenden Volkswirtschaften war in 2015 eingetrübt. Stark gesunkene Preise für Erdöl und andere Industrierohstoffe führten zu negativen Tendenzen, insbesondere in bedeutenden rohstoffexportierenden Schwellenländern. Dem gegenüber profitierten nahezu sämtliche fortgeschrittene Volkswirtschaften von den Entwicklungen an den Rohstoffmärkten, wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung. So erlebten USA und Großbritannien einen moderaten Aufschwung, während Japan und der Euroraum, trotz verbesserter Wettbewerbsfähigkeit durch den günstigen Wechselkurs, ein geringeres Expansionstempo vorweisen konnten.
Nach wie vor verlief die Geldpolitik in 2015 in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften sehr expansiv. Im Euroraum und Japan haben die Notenbanken ihre Wertpapieraufkaufprogramme ausgeweitet und einen niedrigen Leitzins bis 2017 angekündigt. Die USA hingegen haben im Dezember 2015 die Zinswende eingeleitet. China verblieb bei der lockeren Geldpolitik und senkte den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte. Russland und Brasilien jedoch verfolgen weiterhin ihre restriktive Geldpolitik, um den Abwertungsdruck auf ihre jeweilige Währung zu mindern.
Die Wachstumsrate der Weltwirtschaft beträgt gemäß ifo-Institut in 2015 3,0 %. Das Wachstum ist somit im Vergleich zu 2014 leicht gestiegen (Vorjahr: 2,7 %). In 2016 soll diese positive Dynamik beibehalten werden und zu einem Wachstum von 3,5 % führen. Dazu sollen vor allem die USA und der niedrige Ölpreis beitragen. Der Euroraum und Japan werden auf Grund der Abwertung des Euro und Yen mit einer steigenden Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen konfrontiert werden. Jedoch werden Strukturprobleme die Expansionsentwicklung beider Volkswirtschaften abschwächen. Risiken für die konjunkturelle Lage liegen in den politischen Spannungen und Konflikten im Nahen Osten sowie in der Straffung der Geldpolitik der Fed und der anhaltenden expansiven Geldpolitik der EZB.
Die konjunkturelle Erholung im für die Geschäftsaktivitäten des mutares-Konzerns maßgeblichen Euroraum setzte sich in 2015, gestützt insbesondere durch den Konsum der Privathaushalte, fort. Alle Mitgliedsländer, mit Ausnahme von Finnland und Griechenland, befinden sich auf Erholungskurs. In Frankreich und Italien verläuft dieser Kurs im Vergleich zu den anderen Mitgliedsstaaten jedoch etwas langsamer. Spanien hingegen befindet sich in einem starken Aufschwung. Deutschland bleibt mit einem moderaten Wachstum von 1,7 % der Stabilitätsanker für die europäische Wirtschaft.
Insgesamt prognostiziert das ifo-Institut für die Eurozone in 2016 ein Wachstum von 1,7 % (Vorjahr: 1,5 %) und eine leichte Senkung der Arbeitslosenquote auf 10,7 % (Vorjahr: 11,0 %). Die Wachstumsimpulse sollen dabei weiterhin von EU-Ländern außerhalb der Eurozone, vor allem Großbritannien mit einer Zuwachsrate von 2,3 % (Vorjahr: 2,4 %), und den neuen Mitgliedsländern Osteuropas mit 3,0 % (Vorjahr: 3,3 %) kommen.
Europaweite Aufstellung des mutares-Konzerns
Firmensitze der Tochtergesellschaften
Die nachfolgenden Angaben zur Geschäftsentwicklung beziehen sich – soweit nicht anders erläutert – auf den anteiligen Konzernumsatz. Der Geschäftsverlauf stellt sich für die einzelnen Beteiligungen wie folgt dar:
Die folgenden Erläuterungen spiegeln die Entwicklungen der einzelnenBeteiligungen im mutares-Konzern wider. Zum 31. Dezember 2015 umfasst der Konzern zwölf operative Beteiligungen:
| Nr. | Beteiligung | Branche | Hauptsitz | Erwerb |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Elastomer Solutions Group | Automobilzulieferer von Gummiformteilen |
Wiesbaum_DE | Aug_2009 |
| 2 | FTW | Zulieferer für die Werkzeug- maschinenindustrie |
Weißenfels_DE | Feb_2010 |
| 3 | Eupec Group | Anbieter von Beschichtungen für Öl- und Gaspipelines |
Gravelines_FR Sassnitz_DE |
Jan_2012 |
| 4 | GeesinkNorba Group | Hersteller von Abfallsammel- fahrzeugen |
Emmeloord_NL | Feb_2012 |
| 5 | STS Acoustics Group | Automobilzulieferer für Schall- und Wärmedämmung |
Turin_IT | Juli_2013 |
| 6 | A + F | Hersteller von Verpackungs- maschinen |
Kirchlengern_DE | Dez_2014 |
| 7 | BSL Pipes & Fittings | Hersteller von Pipeline- komponenten |
Billy Sur Aisne_FR | Juli_2015 |
| Nr. | Beteiligung | Branche | Hauptsitz | Erwerb |
|---|---|---|---|---|
| 8 | Klann Packaging |
Hersteller von Blechver- packungen |
Landshut_DE | Juni_2011 |
| 9 | Artmadis Group | Händler von Haushaltswaren | Wasquehal_FR | Aug_2012 |
| 10 | Zanders Group | Hersteller von Spezialpapier | Bergisch Gladbach_DE | Mai_2015 |
| 11 | Grosbill | E-Commerce Händler von Unterhaltungselektronik |
Paris_FR | Aug_2015 |
| 12 | Norsilk | Hersteller von Holzvertäfe- lungen und -Bodenbelägen |
Honfleur_FR | Okt_2015 |
Fertigungstechnik Weissenfels (FTW) entwickelt, produziert und vertreibt hochgenaue und -dynamische NC-Rundtischsysteme und Spezialvorrichtungen für die Werkzeugmaschinenindustrie und beschäftigt am Standort Weissenfels bei Leipzig ca. 100 Mitarbeiter. FTW bietet ganzheitliche und kundenspezifische Lösungen, die optimal in die Maschinen ihrer Kunden integriert sind. Zu den Kunden der FTW gehören führende europäische Werkzeugmaschinenhersteller. Die Gesellschaft wurde im Februar 2010 von der deutschen Römheld-Gruppe erworben.
Im Geschäftsjahr 2015 hat FTW die Verbreiterung der Kundenbasis weiter vorangetrieben und konnte unter anderem die Geschäftsbeziehung mit einem neuen asiatischen Großkunden etablieren. Die im Geschäftsjahr 2014 in Betrieb genommene neue Großschleifmaschine trug zur Steigerung der Qualität der Produkte und zur Erweiterung der bestehenden Kapazitäten bei. Die hochpräzisen Produkte der FTW zusammen mit der stärkeren Präsenz bei etablierten Werkzeugmaschinenmessen haben das Kundeninteresse weiter verstärkt. Die Umsätze im Geschäftsjahr 2015 stiegen gegenüber der Vorjahresperiode deutlich um 18 % auf 12,3 Mio. EUR. Bedingt durch Einmaleffekte konnte die FTW jedoch das Ergebnis im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 nicht verbessern. Die Liquidität der Gesellschaft ist durch die anhaltende schwache Ertragssituation belastet. Die Sicherstellung der Finanzierung des Geschäftsbetriebs ist daher ein zentraler Schwerpunkt des Managements im Geschäftsjahr 2016. Aufgrund des weiterhin starken Auftragseingangs im Jahr 2015 erwartet FTW nochmals eine deutliche Umsatzsteigerung und Ergebnisverbesserung für das Geschäftsjahr 2016.
Norbert Gabriel Geschäftsführer
Die Elastomer Solutions Group (ESG) entwickelt, produziert und vertreibt Gummiformteile für die Automobilindustrie. Sie beschäftigt ca. 400 Mitarbeiter an insgesamt fünf Standorten in Deutschland, Portugal, der Slowakei, Marokko und Mexiko. Die Kernexpertise der Unternehmensgruppe liegt in der Entwicklung und der Produktion von Tüllen zum Schutz von Kabelsträngen in automobilen Bordnetzen, z.B. zwischen Fahrzeugtüren und Karosserie. Die Elastomer Solutions Group ist im August 2009 vom Diehl Konzern veräußert worden.
Im Geschäftsjahr 2015 wurde die weitere Industrialisierung von Produkten insbesondere in den neuen Werken in Mexiko und Marokko erfolgreich vorangetrieben. Das Werk in Mexiko steigerte seinen Umsatz hierdurch deutlich. Die Produktionskapazität in den Standorten in Marokko, Mexiko, Portugal und der Slowakei wurde durch umfangreiche Investitionen in Maschinen erweitert. Am Standort in Marokko wurde nach dem Fortsetzen des erfolgreichen Hochlaufs bereits ein Vertrag für die weitere räumliche Expansion am Standort unterzeichnet, die im 2. Halbjahr 2016 stattfinden soll. Auf der Marktseite konnte die ESG neue Aufträge vor allem von Yazaki sowie Audi und VW gewinnen. Die erfolgreiche Entwicklung der Elastomer Solutions Group wurde durch einen erneuten Auftragseingang in 2015 von über 50 Mio. EUR bestätigt. Die Wachstumspläne für die nächsten Jahre wurden hierdurch weiterhin bestätigt. Die Umsätze im Geschäftsjahr 2015 wurden gegenüber der Vorjahresperiode um 23 % auf 28,7 Mio. EUR gesteigert. Trotz der weiterhin bestehenden Anlaufkosten der zwei neuen Werke konnte ein deutlich positives operatives Ergebnis (EBITDA) erzielt werden. Für das Geschäftsjahr 2016 wird eine weitere Steigerung der Umsatzerlöse um mehr als 20 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2015 bei einem signifikant positiven EBITDA erwartet.
CEO
| Erwerb | August 2009 |
|---|---|
| Verkäufer | Diehl Group_DE |
| Umsatz 2015 | 28,7 Mio. EUR |
| Mitarbeiter | ca. 400 |
| Erwerb | Februar 2010 |
|---|---|
| Verkäufer | Römheld Group_DE |
| Umsatz 2015 | 12,3 Mio. EUR |
| Mitarbeiter | ca. 100 |
Die GeesinkNorba Group (GNG) ist ein führender Anbieter für Lösungen zur Abfallsammlung. GeesinkNorba entwickelt, produziert und vertreibt innovative und qualitativ hochwertige Pressmüllfahrzeuge und Stationärpressen. Das Unternehmen vertreibt seine Produkte hauptsächlich in Europa und verfügt über eigene Vertriebs- und Serviceorganisationen in den Niederlanden, Schweden, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Spanien und Italien. Andere inner- und außereuropäische Länder werden über ein Export-Sales-Team sowie ein Agentenund Distributoren-Netzwerk bedient. GNG betreibt ein Hauptwerk in den Niederlanden sowie ein Montagewerk in Schweden und beschäftigt insgesamt etwa 390 Mitarbeiter.
Die Einführung von neuen Produkten und die Verbesserungen bei bestehenden Baureihen wurden im Geschäftsjahr 2015 durch die Kunden positiv aufgenommen. Die Anfang 2015 eingeführten Produktinnovationen waren die Haupttreiber für ein anhaltend hohes Auftragseingangsniveau. Aufgrund von Herausforderungen in der Vorfinanzierung der Aufträge konnte die Produktion erst im vierten Quartal hochgefahren werden. Das operative Ergebnis (EBITDA) wurde durch die zunächst entstandene Unterauslastung der Fertigung in der ersten Jahreshälfte sowie die Notwendigkeit des Einsatzes von Zeitarbeitskräften in der zweiten Jahreshälfte belastet, was auch zur deutlichen Planverfehlung beim EBITDA führte. Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr um mehr als 5 % auf 76,0 Mio. EUR gesteigert werden. Die Vorfinanzierung von größeren Aufträgen und die Finanzierung des Working Capitals für das höhere Produktionsniveau wirken sich weiterhin belastend auf die Liquidität von GNG aus. Zudem ist die GNG stark von der weiteren Finanzierung durch den Gesellschafter oder anderweitiger Finanzierungsquellen abhängig. Das Management der Gesellschaft ist somit aufgrund der angespannten Liquiditätslage weiterhin auf die Stabilisierung des Cash-Flows fokussiert (siehe Kapitel 3.3). Im Geschäftsjahr 2016 stehen daher die Optimierung des Working Capitals und die weitere Steigerung der Produktion im Fokus. Aufgrund des starken Auftragseingangs sowie des hohen Auftragsbestands erwartet GNG für das Geschäftsjahr 2016 eine deutliche Steigerung des Umsatzes und eine signifikanteVerbesserung des operativen Ergebnisses (EBITDA).
Jens Becker Managing Director
Im Januar 2012 wurde die EUPEC Group vom indonesischen Korindo-Konzern übernommen. Seit über 40 Jahren ist EUPEC der größte europäische Anbieter für Beschichtungen von Öl- und Gaspipelines. Die EUPEC Group verfügt aktuell über drei französische Werke im Raum Dünkirchen sowie ein deutsches Werk in Mukran auf der Insel Rügen und beschäftigt ca. 110 eigene Mitarbeiter. EUPEC hat in zahlreichen internationalen Projekten seine hohe Kompetenz bei der Realisierung technologisch anspruchsvoller Lösungen unter Beweis gestellt. Während der Jahre 2008 bis 2012 hat EUPEC sämtliche Betonbeschichtungen für die Gaspipelines des Nord-Stream-Projektes (Nord Stream I) in der Ostsee geliefert.
Im Geschäftsjahr 2015 konnten zahlreiche Projekte erfolgreich abgeschlossen werden. Gleichzeitig wurden aufgrund des anhaltenden Ölpreisrückgangs viele Projekte verschoben bzw. nicht ausgeschrieben. Die Vertriebsaktivitäten zur Gewinnung von neuen Projekten wurden daher weiter intensiviert. Im Juni 2015 hat Gazprom/Nord Stream den Bau von zwei weiteren Gaspipelines von Russland nach Deutschland nach dem Vorbild von Nord Stream I verkündet. EUPEC ist durch seine Expertise aus der Umsetzung von Nord Stream I sowie wegen des bestehenden Produktionsstandortes auf Mukran an einer Beauftragung interessiert. Im Geschäftsjahr 2015 konnten der Umsatz und das EBITDA durch Fertigstellung von Großprojekten im Vergleich zur Vorjahresperiode nochmals deutlich gesteigert werden. Durch den ölpreisbedingten Rückgang der Marktnachfrage erwartet EUPEC für das Geschäftsjahr 2016 einen Rückgang der Umsatzerlöse und ein niedrigeres EBITDA gegenüber dem Berichtsjahr.
Bernard Guisol CEO
| Erwerb | Januar 2012 |
|---|---|
| Verkäufer | Korindo Group_ID |
| Umsatz 2015 | 72,0 Mio. EUR |
| Mitarbeiter | ca. 110 |
| Erwerb | Februar 2012 |
|---|---|
| Verkäufer | Platinum Equity_US |
| Umsatz 2015 | 76,0 Mio. EUR |
| Mitarbeiter | ca. 390 |
mutares hat die A+F Automation + Fördertechnik im Dezember 2014 übernommen. A+F ist seit mehr als 40 Jahren ein führender Anbieter von Endverpackungs¬maschinen, der weltweit hohes Ansehen für seine Expertise in der Umsetzung qualitativ hochwertiger Verpackungslösungen besitzt. Das Unternehmen beschäftigt derzeit ca. 150 Mitarbeiter am Standort Kirchlengern. Als global tätigerAnbieter von integrierten und innovativen Systemlösungen bietet A+F ein umfangreiches Angebot an kundenspezifischen Lösungen. Zum Kundenstamm des Unternehmens zählen renommierte Marktführer der Molkerei- und Nahrungsmittelindustrie.
Im Berichtsjahr 2015 hat ein Team aus erfahrenen Restrukturierungsmanagern mit hoher Branchen-Expertise das ganzheitliche Sanierungsprogramm zur Erreichung von Wachstum und nachhaltiger Profitabilität erfolgreich umgesetzt. Dabei lag der Fokus einerseits auf dem Ausbau von Vertriebsstrukturen, der Wiedergewinnung ehemaliger Kunden sowie der Ansprache von Neukunden und andererseits auf der nachhaltigen Kostenreduzierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Zudem wurden die Vertriebsaktivitäten durch den Aufbau und die Reaktivierung von weltweiten Handelsvertretern sowie die Präsenz auf Fachmessen unterstützt. Die Erneuerung und Modularisierung des Maschinenportfolios mit innovativen Konzepten wurden im Berichtsjahr 2015 begonnen und stehen im Geschäftsjahr 2016 weiter im Fokus. Der Umsatz lag mit 24,1 Mio. EUR leicht unter dem Umsatz im Kalenderjahr 2014. Die erfolgreiche Umsetzung des Sanierungskonzepts spiegelt sich auch im verbesserten EBITDA schon im ersten Jahr der Restrukturierung wider. Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet A+F eine deutliche Steigerung des Umsatzes über dem Branchenmarktwachstum und eine weitere Verbesserung der Profitabilität.
Robert Roiger Geschäftsführer
Im Juli 2013 hat mutares dieAutoneum Italy S.p.A. übernommen, die in STSAcoustics umbenannt wurde. STS entwickelt und produziert innovative Lösungen zur Schall- und Wärmedämpfung im Motor- und Innenraum von Fahrzeugen. Als einer der führenden Anbieter beliefert STS namhafte Kunden, darunter Daimler, MAN, Scania und Volvo im LKW-Bereich sowie Alfa Romeo, Fiat, Jeep, Ferrari und Maserati im PKW-Bereich. STS operiert von drei Standorten in Italien aus und beschäftigt insgesamt etwa 700 Mitarbeiter.
Im Geschäftsjahr 2015 konnte für das weitere profitable Wachstum ein großer und strategisch wichtiger Kundenauftrag im Geschäftsbereich "heavy commercial vehicles" für den neuen Standort in Polen gewonnen werden. Bedingt durch höhere Kundenabrufe in allen Geschäftsbereichen, die erfolgreiche Umsetzung von Effizienzsteigerungsmaßnahmen sowie eine weitere Reduzierung der Gemeinkosten konnte die Gesamtprofitabilität im Geschäftsjahr 2015 deutlich gesteigert werden. STS ist für das weitere Wachstum mit dem Aufbau des neuen Standorts in Polen, aufgrund der strategisch günstigen Lage und den vorhandenen Kostenvorteilen, bestens gerüstet. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2015 lag mit 134,5 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahr, bei einem wiederum gesteigerten operativen Ergebnis (EBITDA). Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet STS eine leichte Steigerung des Umsatzes sowie ein verbessertes operatives Ergebnis.
Andreas Becker CEO
| Erwerb | Juli 2013 |
|---|---|
| Verkäufer | Autoneum Group_CH |
| Umsatz 2015 | 134,5 Mio. EUR |
| Mitarbeiter | ca. 700 |
| Erwerb | Dezember 2014 |
|---|---|
| Verkäufer | Oystar Group_DE |
| Umsatz 2015 | 24,1 Mio. EUR |
| Mitarbeiter | ca. 150 |
Die BSL Pipes & Fittings (BSL) wurde durch mutares zum 31. Juli 2015 von der Industriegruppe Génoyer übernommen. Das Unternehmen ist ein französischer Pipelinehersteller mit internationalem Kundenstamm und Renommee. BSL produziert geschweißte Pipelinekomponenten, mit einer Länge von bis zu 12 Metern. An ihrem Hauptsitz in Billy-Sur-Aisne beschäftigt die Gesellschaft ca. 100 Mitarbeiter. Zu den Kunden zählen internationale Unternehmen aus der Öl- und Gasindustrie wie ExxonMobil, Shell, Total und BP.
Unmittelbar nach dem Erwerb von BSL hat ein erfahrenes Restrukturierungsteam die Arbeit aufgenommen und ein umfassendes Sanierungskonzept entwickelt. Dieses fußt neben der Steigerung der Umsatzerlöse insbesondere auf kostenseitigen Einsparungen. BSL erwartet positive Effekte aus dem verbesserten Materialeinkauf, eine Steigerung der Effizienz in den Produktionsabläufen sowie aus der Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Das Geschäftsjahr 2016 wird für die Gesellschaft trotz erster Restrukturierungserfolge insbesondere durch einen Rückgang der Nachfrage im Öl- und Gasgeschäft herausfordernd. Die negative Branchenentwicklung wird zudem die Liquidität der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2016 weiter belasten; daher ist die Umsetzung der geplanten Restrukturierungsmaßnahmen ein zentrales Element zur Sicherung der Liquidität. BSL geht in der Konsequenz von leicht rückläufigen Umsatzerlösen und aufgrund der Kostensenkungsmaßnahmen von einer Steigerung des operativen Ergebnisses aus.
| Erwerb | Juli 2015 |
|---|---|
| Verkäufer | Génoyer Group_FR |
| Umsatz 2015* | 8,6 Mio. EUR |
| Mitarbeiter | ca. 100 |
| Erwerb | Juli 2015 |
|---|---|
| Verkäufer | Génoyer Group_FR |
| Umsatz 2015* | 8,6 Mio. EUR |
| Mitarbeiter | ca. 100 |
mutares hat im Juni 2011 den Geschäftsbereich "Decorative" der HUBER Packaging Group übernommen und in KLANN Packaging umbenannt. Mit ca. 100 Mitarbeitern entwickelt und produziert KLANN hochwertige Promotions- und Verkaufsverpackungen aus bedrucktem Weißblech am Unternehmensstandort Landshut. Die Kompetenz der KLANN liegt insbesondere in der Entwicklung und der Produktion hochwertigerVerpackungen in besonderer Farbintensität und mit speziellen Prägetechniken. Zu den Kunden zählen namhafte Markenartikel-Hersteller
In 2015 wurde die Verbreiterung der Kundenbasis, insbesondere durch neue Produkte, weiter erfolgreich vorangetrieben, die auch für die Zukunft weiterhin im Fokus stehen. Es wurde zudem damit begonnen, ein vielversprechendes Produkt für Kunden außerhalb des Konsumgüterbereichs zu entwickeln. Weiterhin konnte das Volumen mit einigen Referenzkunden ausgebaut werden. Die in den Vorjahren getätigten Investitionen in die Automatisierung und die nachhaltige Optimierung der Kosten entlang der gesamten Wertschöpfungskette führten bei einem leicht steigenden Umsatz in Höhe von 13,8 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2015 zu einem gesteigerten positiven operativen Ergebnis (EBITDA). KLANN erwartet durch die verbesserte Kostenstruktur und aufgrund der begonnenen Marketingaktivitäten eine weitere Steigerung bei Umsatz und Ergebnis in 2016.
Dr. Lennart Schley Geschäftsführer
* Betrifft Zeitraum der Konzernzugehörigkeit
Beschreibung
Die Papierfabrik Zanders wurde im Mai 2015 von der finnischen Metsä-Gruppe erworben. Zanders ist ein international renommierter Hersteller für Spezialpapiere und beschäftigt ca. 500 Mitarbeiter. Das traditionsreiche Unternehmen wurde 1829 gegründet und überzeugt seither mit Innovationskraft und höchster Qualität. Das Werk Gohrsmühle in Bergisch Gladbach besitzt derzeit eine Produktionskapazität von 325.000 Tonnen Papier. In der Produktpalette des Unternehmens befinden sich verschiedenste, hochwertige Etiketten- und Verpackungspapiere sowie Premiumkartons. Hierfür steht insbesondere die weltweit bekannte Marke CHROMOLUX. Viele Kunden der Konsumgüter- und Luxusgüterindustrie, wie zum Beispiel Danone, Heineken, Nestlé, Chanel und der LVMH-Konzern vertrauen für ihre Etiketten und Verpackungen auf die hohe Qualität der Produkte von Zanders.
Die Gesellschaft operiert in einer der energieintensivsten Industrien, die in 2015 von steigenden Rohstoffpreisen und Überkapazitäten geprägt war. Wesentliche Elemente des Restrukturierungsplans umfassen daher die infrastrukturelle und kapazitative Anpassung der Gesellschaft an die mittelfristig zu erwartende Auslastung. Zusätzlich werden einzelne ehemals vom Konzern bezogene Funktionen innerhalb von Zanders professionell neu aufgebaut. Zanders erwartet für das Geschäftsjahr 2016 eine leichte Steigerung des Umsatzes und durch die Umsetzung der Verbesserungsprojekte wie zum Beispiel in der Papiererzeugung und -veredelung eine wesentliche Ergebnisverbesserung. Trotzdem hängt die weitere Entwicklung der Gesellschaft stark von der erfolgreichen Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen ab.
Dr. Lennart Schley Geschäftsführer
mutares hat im August 2012 Artmadis, den führenden französischen Großhändler von Haushaltswaren von ARC International, dem weltweit größten Hersteller von Kristall- und Glaswaren, übernommen. Zu den Kunden des Unternehmens zählen alle großen französischen Einzelhandelsketten wie Carrefour, Intermarché, Auchan, Leclerc, Casino, Système U sowie spezialisierte Einzelhändler und führende Online-Versandhäuser. Artmadis beschäftigt etwa 210 Mitarbeiter.
Nach der Gründung einer Einkaufsniederlassung in Hong Kong im Jahr 2014 wurde im Berichtsjahr durch die Gründung einer Gesellschaft in Belgien die Expansion der Gruppe vorangetrieben. Die Gesellschaft erweitert durch die Übernahme des Geschäftsbetriebs von Verbeelen ihren Kundenkreis im Bereich Hotel, Restaurant und Catering (HORECA). Zur weiteren Diversifizierung wurde das organische Umsatzwachstum außerhalb der Kernsegmente vorangetrieben und darüber hinaus der Anteil der Eigenmarken signifikant erhöht. Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2015 bei 75,7 Mio. EUR und damit deutlich über dem Vorjahresniveau. Insbesondere durch die Steigerung der Umsatzerlöse mit eigenen Marken konnte auch die Rohertragsmarge erneut leicht verbessert und ein deutlich positives operatives Ergebnis erzielt werden. Im Geschäftsjahr 2016 sind der weitere Aufbau der eigenen Marken sowie die regionale Expansion im Fokus. Für 2016 erwartet Artmadis in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld und einer aufgrund des saisonalen Anstiegs des Working Capitals anspruchsvollen Finanzierungssituation einen Umsatz auf Vorjahresniveau und ein erneut positives operatives Ergebnis.
| Erwerb | August 2012 |
|---|---|
| Verkäufer | ARC International_FR |
| Umsatz 2015 | 75,7 Mio. EUR |
| Mitarbeiter | ca. 210 |
| Erwerb | Mai 2015 |
|---|---|
| Verkäufer | Metsä Group_FI |
| Umsatz 2015* | 55,5 Mio. EUR |
| Mitarbeiter | ca. 500 |
* Betrifft Zeitraum der Konzernzugehörigkeit
Im Oktober 2015 erwarb mutares von der finnischen Metsä Gruppe deren Holzgeschäft in Frankreich. Norsilk ist ein französischer Hersteller und Händler von Holz-Vertäfelungen und -Bodenbelägen und beschäftigt an seinen Standorten in Boulleville und Honfleur insgesamt ca. 90 Mitarbeiter. Norsilk verfügt über eine diversifizierte Kundenstruktur in den Segmenten Baumärkte/DIY, Großhandel und Industrie.
Nach dem Erwerb von Norsilk wurde mit der Umsetzung des Restrukturierungsplans mit dem Fokus auf die Steigerung der Umsatzerlöse, einer nachhaltigen Reduzierung der Kostenpositionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette sowie insbesondere einer signifikanten Steigerung der Produktionseffizienz begonnen. Für die Umsetzung konnte ein branchenerfahrener Experte als Geschäftsführer für Norsilk gewonnen werden. Norsilk wird das bestehende Produktportfolio erweitern, um sich auf dem französischen Markt diversifizierter zu platzieren. Darüber hinaus werden insbesondere Einsparungen bei den administrativen Funktionen und im Bereich Logistik erwartet. Norsilk plant für das kommende Geschäftsjahr einen leichten Rückgang derUmsatzerlöse bei gleichzeitigerVerbesserung des operativenErgebnisses (EBITDA).
Patrick Oschust Managing Director
mutares hat Grosbill im August 2015 von der französischen Auchan-Gruppe übernommen. Die Gesellschaft ist ein eigenständiger, in Frankreich führender Omni-Channel Händler für IT-Komponenten und Unterhaltungselektronik. Die Produkte werden über eine eigene Webseite und das Netzwerk von neun Geschäften vertrieben. Grosbill beschäftigt am Hauptsitz in Paris sowie in den Shops insgesamt ca. 140 Mitarbeiter.
Kurze Zeit nach dem erfolgreichen Abschluss der Akquisition hat ein neuer branchenerfahrener Geschäftsführer in enger Zusammenarbeit mit dem Restrukturierungsteam ein Konzept erarbeitet, das insbesondere auf eine Verbesserung der Rohertragsmarge abzielt. Durch eine gezieltere Positionierung der Marke im Gaming-Bereich, eine verbesserte Sortimentsgestaltung sowie den Ausbau des B2B-Geschäfts und des Omni-Channel-Ansatzes im B2C-Geschäft sollen weitere Umsatz- und Ergebnispotenziale gehoben werden. Gleichzeitig mussten administrative Funktionen, insbesondere im Finanzbereich, die vormals durch Service-Einheiten der ehemaligen Konzernmutter ausgeführt wurden, vollständig neu aufgebaut werden. Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet Grosbill aufgrund der eingeleiteten Verbesserungsmaßnahmen einen deutlichen Anstieg bei den Umsätzen und der Rohertragsmarge, der sich positiv auf das operative Ergebnis (EBITDA) auswirken wird.
Philip Szlang Head of mutares France
| Erwerb | August 2015 |
|---|---|
| Verkäufer | Auchan Group_FR |
| Umsatz 2015* | 31,4 Mio. EUR |
| Mitarbeiter | ca. 140 |
| Erwerb | Oktober 2015 |
|---|---|
| Verkäufer | Metsä Group_FI |
| Umsatz 2015* | 8,7 Mio. EUR |
| Mitarbeiter | ca. 90 |
* Betrifft Zeitraum der Konzernzugehörigkeit * Betrifft Zeitraum der Konzernzugehörigkeit
Im Geschäftsjahr 2015 konnten die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 5,5 % von 648,1 Mio. EUR auf 683,8 Mio. EUR und damit zum siebten Mal in Folge gesteigert werden. Neben dem erstmaligen Einbezug der im Geschäftsjahr neu erworbenen Gesellschaften sowie dem Einbezug der A+F für volle zwölf Monate (Vorjahr: ein Monat) trugen das starke organische Umsatzwachstum bei STS Acoustics, EUPEC und Elastomer zum Umsatzanstieg bei. Gegenläufig wirkten die entkonsolidierten Gesellschaften CGVL und Suir sowie der Rückgang der Umsatzerlöse der Pixmania Group.
Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge im Geschäftsjahr 2015 um 18,1 Mio. EUR auf 92,8 Mio. EUR ist im Wesentlichen auf die gestiegene Auflösung des Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung von 57,7 Mio. EUR (Vorjahr: 48,5 Mio. EUR) sowie Entkonsolidierungsgewinne von 11,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0 Mio. EUR) zurückzuführen. Im Gegensatz zum Vorjahreszeitraum verminderten sich dagegen die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen auf 9,7 Mio. EUR (Vorjahr: 14,1 Mio. EUR). Der Materialaufwand von 437,3 Mio. EUR (Vorjahr: 417,1 Mio. EUR) stieg weniger stark als die Umsatzerlöse unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen, so dass im Ergebnis ein Anstieg beim Rohertrag verbleibt. Ursächlich hierfür sind insbesondere die im Geschäftsjahr 2015 neu erworbenen Gesellschaften.
Der mutares-Konzern akquiriert ertragsschwache Beteiligungen und leistet operative Unterstützung für seine Beteiligungen. Wie in den Vorjahren wird die Bilanzstruktur des mutares-Konzerns maßgeblich durch Änderungen im Konsolidierungskreis beeinflusst. In 2015 hatten die oben dargestellten Neuerwerbe und Verkäufe einen signifikanten Einfluss auf die Posten der Bilanz. Die im abgelaufenen sowie vorangegangenen Geschäftsjahr neu erworbenen Unternehmen mit Ertragsproblemen in Verbindung mit Konjunkturschwächen in den Branchen und/oder Hauptmärkten einzelner Beteiligungen belasten das operative Ergebnis. Diese Situation wurde in den jeweiligen Kaufpreisen berücksichtigt und konnte durch die Auflösung des jeweiligen passiven Unterschiedsbetrags weitgehend kompensiert werden.
Zum Konzernbilanzstichtag 31. Dezember 2015 beträgt die Bilanzsumme im mutares-Konzern 426,8 Mio. EUR (Vorjahr: 403,0 Mio. EUR). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höherem Sachanlage- und Vorratsvermögen, teilweise kompensiert durch einen Rückgang bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen. Die Ursache für den Anstieg des Sachanlagevermögens liegt vor allem in der erstmaligen Einbeziehung von Zanders. Innerhalb des Vorratsvermögens resultiert die Erhöhung insbesondere aus der erstmaligen Einbeziehung der im Geschäftsjahr neu erworbenen Gesellschaften, teilweise kompensiert durch die Entkonsolidierung der PIX. Ursächlich für den Rückgang bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen ist die Entwicklung bei der EUPEC, die durch den Abschluss einer Vereinbarung mit dem ehemaligen Gesellschafter die Bilanz bereinigen konnte. Der Finanzmittelfonds und die sonstigen Wertpapiere betragen zum 31. Dezember 2015 81,2 Mio. EUR (Vorjahr: 74,3 Mio. EUR). Dem stehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 35,1 Mio. EUR (Vorjahr: 32,3 Mio. EUR) gegenüber, die – wie bereits im Vorjahr – im Wesentlichen aus dem Ausweis von "unechtem" Factoring resultieren.
Das Eigenkapital im mutares-Konzern erhöhte sich im Geschäftsjahr 2015 von 50,7 Mio. EUR zum 31. Dezember 2014 auf 73,3 Mio. EUR zum 31. Dezember 2015. Der Anstieg ist mit 24,6 Mio. EUR auf die Kapitalerhöhung der mutares AG sowie das positive Konzernjahresergebnis in Höhe von 6,8 Mio. EUR zurückzuführen. Gegenläufig wirkte sich insbesondere die auf der ordentlichen Hauptversammlung beschlossene Ausschüttung an die Aktionäre in Höhe von 11,0 Mio. EUR aus. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2015 erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 Prozentpunkte auf 17,2 % (Vorjahr: 12,6 %).
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2015 -45,3 Mio. EUR, was im Wesentlichen durch die operative Performance der Beteiligungen bedingt ist, insbesondere der im Geschäftsjahr neu erworbenen Zanders. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 34,5 Mio. EUR resultierte im Wesentlichen aus dem Erwerb der liquiden Mittel der neu erworbenen Gesellschaften (insbesondere Zanders). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von 12,6 Mio. EUR resultiert insbesondere aus den Kapitalerhöhungen bei der mutares AG in Höhe von insgesamt 24,6 Mio. EUR. Gegenläufig wirkte die Dividendenausschüttung an die Anteilseigner in Höhe von 11,0 Mio. EUR. Im Ergebnis stieg der Finanzmittelfonds leicht von 69,7 Mio. EUR auf 74,5 Mio. EUR.
Das EBITDA ist im Geschäftsjahr 2015 auf 39,9 Mio. EUR (Vorjahr: 30,9 Mio. EUR) gestiegen. Dazu haben vor allem die positiven Entwicklungen bei STS, EUPEC, Elastomer und A+F beigetragen. Demgegenüber belasteten insbesondere die operativenVerluste bei GeesinkNorba. Die operativen Verluste der im Geschäftsjahr 2015 neu erworbenen Gesellschaften wurden durch die Auflösung des Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung kompensiert. Die Beteiligungen im Konzern differenzieren sich nach Markt, Geschäftsmodell, Fortschritt im Restrukturierungszyklus undZeitpunkt derÜbernahme, sodass dasKonzern-EBITDAnaturgemäß Schwankungen unterliegt. Insofern lassen sich aus dem Konzern-EBITDA des mutares-Konzerns nur sehr eingeschränkt Rückschlüsse auf die tatsächliche operative Leistungsfähigkeit der einzelnen sich im Portfolio befindlichen Gesellschaften ziehen. Das Konzernjahresergebnis betrug 6,8 Mio. EUR (Vorjahr: 8,5 Mio. EUR).
Durch den für das höhere Produktionsniveau nötigen Aufbau des Working Capitals sowie die Vorfinanzierung größerer Aufträge ist die Liquiditätssituation von GeesinkNorba auch im Geschäftsjahr 2015 weiter angespannt. Das geplante operative Ergebnis wurde im Geschäftsjahr durch die zunächst entstandene Unterauslastung der Fertigung in der ersten Jahreshälfte sowie die Notwendigkeit des Einsatzes von Zeitarbeitskräften in der zweiten Jahreshälfte deutlich verfehlt. Die Gesellschaft ist auf die Fortsetzung der bestehenden Finanzierung durch Gesellschafter und Bank sowie die Verbesserung bei der Vorfinanzierung der Auftragsfertigung angewiesen, um so einen drohenden Liquiditätsengpass zu vermeiden. Die Stabilisierung des Cash-Flows sowie die Optimierung des Working Capitals und die weitere Steigerung der Produktion stehen im Geschäftsjahr 2016 im Fokus des Managements. Das Management geht aufgrund des starken Auftragseingangs sowie des hohen Auftragsbestands daher davon aus, die zur Zeit bestehende angespannte Liquiditätslage im Geschäftsjahr 2016 zu überwinden. Sollte dies nicht gelingen, wäre die Fortführung des Teilkonzerns gefährdet.
Der Vorstand ist mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2015 insgesamt zufrieden und sieht mutares gut gerüstet, zukünftig die Umsatz- und Ertragslage nachhaltig weiter zu steigern. Die Gruppe konnte ihren Umsatz erneut steigern und hat eine signifikante Verbesserung im operativen Ergebnis (EBITDA) erreicht. Die Entwicklung des Beteiligungsportfolios ist heterogen. Sehr zufrieden war der Vorstand mit der Entwicklung von STS, EUPEC, Elastomer und A+F. Klann und Artmadis konnten weitere Fortschritte erzielen. Deutliches Verbesserungspotenzial besteht bei der Entwicklung der FTW und der GeesinkNorba. Den Start in eine erfolgreiche Restrukturierung bei den neu erworbenen Gesellschaften bewertet der Vorstand als positiv. Der Vorstand misst den Erfolg des Konzerns im Wesentlichen auf Basis des Restrukturierungsfortschritts der Beteiligungen sowie des Cashflows der mutares AG und der zahlbaren Dividenden an die Aktionäre. Somit stuft der Vorstand das Jahr 2015 als erfolgreich ein.
Zu den finanziellen Leistungsindikatoren des mutares-Konzerns zählen insbesondere
_der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit.
Das operative Ergebnis (EBITDA) ist im Geschäftsjahr 2015 auf 39,9 Mio. EUR (Vorjahr: 30,9 Mio. EUR) gestiegen. Die Nettokassenposition betrug zum 31. Dezember 2015 34,6 Mio. EUR (Vorjahr: 36,9 Mio. EUR). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf -45,3 Mio. EUR.
Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren des mutares-Konzerns sind unter anderem
_Umweltbelange und
_Arbeitnehmerbelange.
Die Gesellschaften des mutares-Konzerns haben es sich zur Aufgabe gemacht, Umweltbelastungen so gering wie möglich zu halten. Dies beinhaltet auch die permanente Verbesserung der Produktivität sowie des Verbrauchs von Brennstoffen. In mehreren Beteiligungen wurde die ISO 14001 Zertifizierung durch die Zertifizierungsgesellschaften gewährt.
Zufriedene Mitarbeiter haben zufriedene Kunden und sichern so den langfristigen Unternehmenserfolg. Ohne hochqualifiziertes und motiviertes Personal ist kein Unternehmenserfolg möglich. Deshalb entwickeln wir unsere Mitarbeiter entsprechend ihren Stärken, delegieren Verantwortung und fördern die Selbst- und Mitbestimmung. Das Resultat ist Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit. Aufgrund der unterschiedlichen Charakteristika der Beteiligungen werden beteiligungsspezifische Umfragen in regelmäßigen Abständen durchgeführt.
Es gibt keine berichtenswerten Ereignisse nach dem Geschäftsjahresende zum 31. Dezember 2015.
Die zukünftige Geschäftsentwicklung des mutares-Konzerns ist mit Chancen und Risiken verbunden, die mit dem Geschäftsmodell zusammenhängen. Das Risikomanagement nimmt dabei eine wesentliche Rolle ein. Es ist darauf ausgerichtet, Risiken früh zu erkennen, zu minimieren oder mögliche Risiken mit den damit verbundenen positiven Potenzialen in Einklang zu bringen. Insbesondere Abweichungen von vorgegebenen Zielwerten müssen frühzeitig aufgedeckt werden, um darauf adäquat reagieren zu können.
Die Konjunktur in Europa hat sich im Jahr 2015 weiter erholt. Gestützt insbesondere durch den privaten Konsum konnten nahezu alle Mitgliedsländer positive Wachstumsraten erzielen. Nach wie vor verlief die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank in 2015 sehr expansiv. Aus dieser Situation ergeben sich für den mutares-Konzern gleichermaßen Chancen wie Risiken. Die günstige konjunkturelle Entwicklung unterstützt die Restrukturierungsbestrebungen in den Unternehmen des mutares-Beteiligungsportfolios. Auf der anderen Seite können niedrige Zinsen und ein Erstarken der konjunkturellen Erholung die Suche nach geeigneten Akquisitionsmöglichkeiten erschweren.
Der Erfolg des Geschäftsmodells hängt in hohem Maße von der Fähigkeit der Gesellschaft ab, geeignete Beteiligungsmöglichkeiten zu identifizieren, diese Unternehmen zu günstigen Konditionen zu erwerben und durch aktives Beteiligungsmanagement zu unterstützen. Dabei ist die Auswahl geeigneter Geschäftsführer und Beteiligungsmanager von wesentlicher Bedeutung. Schließlich muss es mutares gelingen, das Beteiligungsunternehmen zu einem Preis zu verkaufen, der den gesamten Aufwand von mutares im Zusammenhang mit dem Erwerb, der Unterstützung und Weiterentwicklung sowie dem Halten des jeweiligen Beteiligungsunternehmen übersteigt.
Strategische Neuausrichtungen von Großkonzernen führen zu einem stabilen Angebot an Akquisitionsmöglichkeiten. Die Preiserwartungen auf der Verkäuferseite ziehen getrieben von der expansiven Geldpolitik jedoch weiter an. Die grundsätzliche Attraktivität des Marktsegments "Unternehmen in Umbruchsituationen" hat zudem zu verstärktem Wettbewerb geführt. Neben der wachsenden Anzahl an direkten Wettbewerbern treten in das Marktsegment verstärkt auch Strategen, insbesondere aus China ein, die unternehmerisch expandieren wollen. mutares setzt dabei erfolgreich auf seine Verlässlichkeit und Kompetenz als erfahrener Sanierungsexperte für Neupositionierungen.
Der Investitionsfokus der mutares AG auf Unternehmen in Umbruchsituationen mit unterdurchschnittlicher Profitabilität birgt ein hohes Wertsteigerungspotenzial, sofern es gelingt, die Beteiligungen wie geplant erfolgreich weiter zu entwickeln. Im Einzelfall kann mutares auch Beteiligungen erwerben, deren Restrukturierung sich schwieriger gestaltet als im Rahmen der vorangegangenen Analyse (Due Diligence) angenommen. Auch bei sorgfältiger und gewissenhafter Auswahl der Portfoliounternehmen kann nicht ausgeschlossen werden, dass der von mutares angestrebte Erfolg aus der Umbruchsituation in einzelnen Fällen nicht oder nicht schnell genug eintritt, oder dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den für die Beteiligungsunternehmen wichtigen Ländern verschlechtern.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Sanierungsfähigkeit falsch eingeschätzt oder Risiken vor einem Erwerb nicht erkannt oder falsch beurteilt werden. Es ist daher möglich, dass sich der Wert von Beteiligungsunternehmen vermindert oder die Unternehmen insolvent werden. Im Falle des Scheiterns einer Sanierung besteht das Risiko des Verlusts der eingesetzten Mittel und der erbrachten Leistungen sowie einer Inanspruchnahme aus abgegebenen Garantien.
Mit dem Erwerb von Beteiligungen in Sondersituationen sind erhebliche steuerliche, rechtliche und wirtschaftliche Risiken verbunden, selbst dann, wenn vor dem Erwerb eine Untersuchung des Unternehmens (Due Diligence) stattgefunden hat. Verbindlichkeiten, Verpflichtungen und andere Lasten der Beteiligung, die zum Zeitpunkt des Erwerbs trotz Due Diligence nicht bekannt oder identifizierbar waren, können sich in erheblichem Maß nachteilig für den mutares-Konzern auswirken. Dies gilt insbesondere dann, wenn die mutares AG Bestandsgarantien gegenüber den Verkäufern abgibt. Der mutares-Konzern erwirbt häufig defizitäre Unternehmensteile aus größeren Konzernen, bei denen die Verkäufer für einen Zeitraum Garantien für den Erhalt des verkauften Unternehmens verlangen. In diesen Fällen kann auch dann, wenn der Verkäufer als Gegenleistung erhebliche finanzielle Mittel für eine Sanierung oder Restrukturierung zurVerfügung stellt, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des mutares-Konzerns erheblich belastet werden.
Aus grundsätzlichen Erwägungen werden keine Gewinnabführungs- oder Cash-Pooling-Verträge abgeschlossen. In Einzelfällen werden nach detaillierter Prüfung zur Ausnutzung von Geschäftschancen, Wachstums- oder Working-Capital-Finanzierungen, Garantien, Bürgschaften, Kredite oder ähnliches an Tochtergesellschaften ausgereicht. Die Ausnutzung der Garantien und Bürgschaften bzw. das Ausfallen der Kredite kann negative Konsequenzen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des mutares-Konzerns haben.
Um das Ausmaß möglicher Risiken zu vermeiden, nutzt mutares darüber hinaus eine Unternehmensstruktur, bei der die operativen Risiken jeder einzelnen Beteiligung jeweils über eine rechtlich eigenständige Zwischenholding abgegrenzt sind.
Bei der Auswahl der Beteiligungen ist mutares nicht auf bestimmte Branchen oder Regionen begrenzt. Im Fokus stehen mittelständische Unternehmen oder Teile von Unternehmen im europäischen Wirtschaftsraum, die sich in Umbruchsituationen befinden. Dies kann zu einer Konzentration der Investitionen innerhalb einer Branche oder Region führen, was die Gesellschaft einem Branchen- oder Regionalrisiko aussetzt. mutares ist bestrebt, diese Risiken über ein diversifiziertes Beteiligungsportfolio zu minimieren und damit die Risiken einzelner Beteiligungen, Branchen oder Regionen aus konjunkturellen Schwankungen zu begrenzen. Eine Diversifikation des Beteiligungsportfolios kann jedoch nur solche Risiken reduzieren, die sich auf bestimmte Branchen oder Regionen beschränken. Konjunkturelle Entwicklungen und die Entwicklung der Finanzmärkte insgesamt vollziehen sich jedoch branchen- und regionenübergreifend. Ihr Einfluss auf den geschäftlichen Erfolg lässt sich durch eine Diversifikation nur in begrenztem Maß verringern.
Preis-, Absatz- und Bedarfsschwankungen bis hin zu Lieferengpässen auf Seiten von Kunden und Lieferanten sowie allgemein auf den Rohstoff- und Kapitalmärkten können sich negativ auf die Vermögens- und Ertragslage des mutares-Konzerns auswirken. Diesen Risiken begegnet mutares auf Ebene der Portfoliounternehmen durch kontinuierliche und zeitnahe Überwachung der Geschäftsergebnisse und des Projektfortschritts u.a. mit Hilfe von Indikatoren (z.B. Cash-Bestand und Cashflow-Entwicklung), um frühzeitig gegensteuern zu können. Dazu wurde bereits 2010 neben umfangreichen Reviews vor Ort zusätzlich ein zentrales Management-Informationssystem (MIS) eingeführt, das die zeitnahe Überwachung der Performance in den Beteiligungen ermöglicht. Wöchentlich wird der Cash-Bestand überwacht, der in besonders kritischen Phasen einer Sanierung durch beteiligungs-spezifische Key Performance Indikatoren (KPIs) ergänzt wird. Es besteht dennoch das Risiko, dass das Management-Informationssystem notwendige Informationen nicht ausreichend, zu spät oder falsch liefert und dadurch Fehlentscheidungen getroffen werden.
Die Hauptrisiken bestehen in der richtigen Quantifizierung der Zukunftsperspektiven und des Sanierungsaufwands der Portfoliounternehmen, in der Bereitstellung einer entsprechenden Finanzierung und in der Bereitstellung der entsprechenden personellen Ressourcen seitens der mutares AG. Dieses Risiko wird durch eine fokussierte Due Diligence-Prüfung bestmöglich eingegrenzt und anschließend kontinuierlich überwacht.
Der Erwerb, die Sanierung und der Verkauf von Unternehmen erfordern von den handelnden Personen einen hohen Grad an fachlicher Kompetenz und Managementerfahrung. Die mutares AG muss im Rahmen ihres Geschäftsmodells sicherstellen, dass ausreichend qualifiziertes Personal zur Verfügung steht. Die mutares AG führt regelmäßig Reviews ihres Managements sowie Interviews zur Personalrekrutierung durch und entwickelt so kontinuierlich ihr Management Team qualitativ und quantitativ. Durch eine sorgfältige Personalauswahl, große Eigenständigkeit der eingesetzten Restrukturierungsmanager und eine möglichst variable, stark leistungsbezogene Vergütung bietet die mutares AG ein attraktives Arbeitsumfeld für unternehmerisch ausgerichtete Persönlichkeiten.
Der mutares-Konzern ist vielfach in ausländischen Rechtsordnungen tätig. Es besteht das Risiko, dass aufgrund der im Ausland gegenüber Deutschland restriktiveren Rechtsordnungen erhöhte Haftungsrisiken, z.B. in Form einer Durchgriffshaftung, bestehen. In Frankreich, wo mehrere der Beteiligungen ihren wirtschaftlichen Schwerpunkt haben, gibt es zum Beispiel Urteile zur Durchgriffshaftung in Bezug auf die Mitarbeitgebereigenschaft ("co-employeur" oder "employeur conjoint"), die die Pflichten eines Arbeitgebers auch auf dessen Muttergesellschaft ausdehnt. Die mutares AG hat ihren Mitarbeitereinsatz so ausgerichtet, dass eine Durchgriffshaftung möglichst vermieden wird. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass dennoch eine Inanspruchnahme erfolgt.
Die mutares AG erwirbt und verkauft Beteiligungen. Dadurch können auf verschiedene Arten Chancen oder Risiken entstehen. Einerseits werden in Einzelfällen Zusagen aus den Kaufverträgen oder vor einer Transaktion kommunizierte Geschäftsplanungen nicht eingehalten, andererseits können sich übernommene Rechtsfälle bei den Beteiligungen im zeitlichen Fortgang als deutlich positiver oder kritischer darstellen als ursprünglich angenommen. Beides kann in Rechtsstreitigkeiten enden, deren voraussichtlicher Ausgang nicht immer eindeutig abschätzbar ist.
Im Zusammenhang mit Verträgen über den Verkauf von Beteiligungen gibt die mutares AG als Verkäuferin unter Umständen Garantien ab, aus denen sie durch den Käufer in Anspruch genommen werden kann bzw. die zu Rechtsstreitigkeiten führen können. Eine mögliche Inanspruchnahme aus den gegebenen Garantien kann im Einzelfall erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des mutares-Konzerns haben.
Es bestand eine zeitlich bis zum 30. Juni 2015 und der Höhe nach auf EUR 10 Mio. begrenzte Insolvenzgarantie gegenüber dem Veräußerer eines verbundenen Unternehmens. Die Garantie ist mit Ablauf des 30. Juni 2015 ohne Inanspruchnahme ausgelaufen. Es besteht eine zeitlich bis Dezember 2016 befristete Freistellungsgarantie gegenüber dem Veräußerer eines anderen verbundenen Unternehmens für Ansprüche, die gegen den Veräußerer im Falle einer Insolvenz des verbundenen Unternehmens im Zeitraum bis Dezember 2016 erhoben werden. Aufgrund der bisher nicht erfolgten Insolvenz geht der Vorstand aktuell nicht von einer Inanspruchnahme aus. Darüber hinaus bestehen sonstige Garantien und Zusagen in einer Gesamthöhe von 12,6 Mio. EUR (Vorjahr: 11,1 Mio. EUR). Der Vorstand geht aufgrund der wirtschaftlichen Situationen der Beteiligungen aktuell nicht von einer Inanspruchnahme aus. Gegenüber einem Dritten hat die mutares AG zudem eine zeitlich bis Dezember 2018 befristete Patronatserklärung für die Erfüllung von Verpflichtungen eines Tochterunternehmens abgegeben, die betragsmäßig nicht beschränkt ist. Der Vorstand geht aufgrund der wirtschaftlichen Situation des Tochterunternehmens aktuell nicht von einer Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung aus.
Die mutares AG führt im Zusammenhang mit dem in 2013 erfolgten Erwerb des Geschäftsbereichs Photovoltaics von der Diehl AKO Stiftung & Co. KG ("Diehl") durch ihre (mittelbare) Tochtergesellschaft Platinum GmbH ("Unternehmenskauf") einen Rechtsstreit mit Diehl.
Die mutares AG war im Zusammenhang mit dem Erwerb des Geschäftsbereichs Photovoltaics bestimmte Verpflichtungen gegenüber Diehl eingegangen. Zum einen hatte sich die mutares AG gegenüber Diehl verpflichtet, zeitlich befristet den Fortbestand der Platinum GmbH sowie die Erfüllung sämtlicher Verbindlichkeiten der Platinum GmbH zu gewährleisten ("Patronatserklärung"). Zum anderen hatte die mutares AG gegenüber Diehl die Erfüllung bestimmter Verpflichtungen der Platinum GmbH aus dem Unternehmenskaufvertrag garantiert ("Garantie").
Die mutares AG und die Platinum GmbH haben sämtliche im Zusammenhang mit dem Erwerb des Geschäftsbereichs Photovoltaics gegenüber Diehl abgegebenen Erklärungen im Dezember 2013 wegen arglistiger Täuschung angefochten. Am 3. März 2014 hat die Platinum GmbH Insolvenzantrag gestellt. Das Insolvenzverfahren ist am 1. Juni 2014 eröffnet worden.
Die mutares AG hat am 3. März 2014 zusammen mit der Platinum GmbH Klage zum Landgericht Ravensburg gegen Diehl auf Feststellung der Unwirksamkeit der im Zusammenhang mit dem Erwerb des Geschäftsbereichs Photovoltaics eingegangenen Verpflichtungen erhoben. In diesem Zusammenhang macht die mutares AG Schadensersatzansprüche gegen Diehl geltend. Diehl hat seinerseits dann im Mai 2014 (Teil-)Klage zum Landgericht Ravensburg erhoben und fordert von der mutares AG aus der Patronatserklärung und der Garantie Zahlung von ca. EUR 15,4 Mio. Zudem begehrt Diehl die Feststellung, dass die mutares AG verpflichtet ist, Diehl sämtliche weiteren Schäden zu ersetzen, die Diehl aus der Nichterfüllung der von der mutares AG im Zusammenhang mit dem Erwerb des Geschäftsbereichs Photovoltaics eingegangenen Verpflichtungen entstehen. Diehl hat den vorläufigen Streitwert der Klage auf insgesamt ca. 22,5 Mio. EUR beziffert. Die mutares AG bestreitet die Grundlage für den Schadenersatz sowie die Höhe des Schadens. Die beiden Verfahren vor dem Landgericht Ravensburg wurden zu einem Verfahren zusammengelegt. Der Insolvenzverwalter über das
Vermögen der Platinum GmbH i.I. hat im September 2014 das Anfechtungsverfahren aufseiten der Platinum GmbH i.I. aufgenommen.
Im Berichtsjahr haben wiederholt Vergleichsgespräche zwischen den Parteien stattgefunden. Diese haben jedoch bislang nicht zu einer gütlichen Einigung geführt. Das Landgericht Ravensburg hat am 16. Oktober 2015 einen Beweisbeschluss erlassen und die Durchführung einer Beweisaufnahme durch Vernehmung verschiedener Zeugen in einer mündlichen Verhandlung am 8. Juni 2016 sowie am 15. Juni 2016 verfügt. Im Zusammenhang mit dem Beweisbeschluss hat das Gericht den Parteien zudem einen Vergleichsvorschlag unterbreitet.
Der Vorstand der mutares AG sowie seine rechtlichen Berater sind weiterhin der Auffassung, dass die mutares AG die im Zusammenhang mit dem Unternehmenskauf eingegangenen Verpflichtungen im Dezember 2013 wirksam angefochten hat und der mutares AG zudem ein Anspruch auf Befreiung von den gegenüber Diehl eingegangenen Verpflichtungen zusteht. Der Vorstand der mutares AG und seine rechtlichen Berater gehen daher davon aus, dass die mutares AG keine Zahlungen in nennenswertem Umfang an Diehl aus der beschriebenen Patronatserklärung und der Garantie wird leisten müssen. Daher wurden ausschließlich Rückstellungen für Prozesskosten gebildet. Sollte entgegen der derzeitigen Einschätzung des Vorstands die Wirksamkeit der erklärten Anfechtungen nicht belegt werden können, ist es durchaus möglich, dass die mutares AG in der vorstehend beschriebenen Rechtsstreitigkeit unterliegen und eine Inanspruchnahme der mutares AG in nennenswertem Umfang erfolgen könnte, die die künftige Entwicklung der mutares AG nachhaltig negativ beeinträchtigen könnte.
Der Insolvenzverwalter der Castelli S.p.A., Italien, hat am 18. Mai 2015 Klage gegen die mutares AG beim Gericht in Genua auf Zahlung eines Betrages in Höhe von 5,8 Mio. EUR erhoben. Der Insolvenzverwalter unterstellt der mutares AG insbesondere, zu keinem Zeitpunkt die Absicht zur Fortführung der Castelli gehabt zu haben und damit den Beschluss zur Liquidation der Gesellschaft zu spät getroffen zu haben. Der Vorstand der mutares AG hat die Vorwürfe zurückgewiesen und ist zusammen mit seinen rechtlichen Beratern der Auffassung, dass die Vorwürfe unbegründet sind und keine Zahlungen in nennenswertem Umfang geleistet werden müssen. Daher wurden ausschließlich Rückstellungen für Prozesskosten gebildet. Die Parteien haben anlässlich der letzten mündlichen Verhandlungen vom 2. Februar 2016 wechselseitig ihre weitere Bereitschaft für eine vergleichsweise Beilegung des Rechtsstreits bekundet.
Zwischen dem 10. und 13. März 2015 hat die EU Kommission, DG Wettbewerb ("DG COMP"), die Geschäftsräume der Pixmania durchsucht. Die DG COMP ermittelt wegen angeblicher wettbewerbsbeschränkenderAbsprachen im Bereich e-commerce. Pixmania hat in dem Verfahren vollumfänglich kooperiert. Derzeit ist noch nicht absehbar, welche Größenordnung ein etwaiges Bußgeld haben könnte.
Das Management sieht die weitere Entwicklung des mutares-Konzerns in nicht unerheblichem Maße abhängig von Währungs-, Zins- sowie Finanzierungsrisiken, die einen wichtigen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des mutares-Konzerns haben können.
Beteiligungen mit bestehenden Finanzierungslinien in Form von Kredit- bzw. Kreditversicherungslinien bei der Übernahme sind immer dem Risiko ausgesetzt, dass die Finanzierungspartner diese Linien bei einem Eigentümerwechsel kurzfristig aufkündigen. mutares versucht dieser Gefahr dadurch zu begegnen, dass bereits vor oder kurz nach der Übernahme mit den betroffenen Finanzierungspartnern Kontakt aufgenommen wird und im Regelfall auch die aktuelle finanzielle Lage sowie das Sanierungsprogramm der Beteiligung durchgesprochen wird.
Gerade bei Beteiligungen, die nach gelungener Sanierung mit neuer Strategie weiter wachsen, ist der Zugang zu externen Finanzierungslinien eine Grundvoraussetzung. Trotz der expansiven Geldpolitik der Zentralbank kann eine derartige Finanzierung möglicherweise nicht immer sichergestellt werden.
In der Vergangenheit war zu beobachten, dass Warenkreditversicherer insbesondere bei Eigentümerwechseln laufende Engagements einer intensiven Prüfung unterziehen, mit dem Risiko einer Verschlechterung oder Aufkündigung der Versicherungskonditionen. Dies kann zur Folge haben, dass für einzelne Tochterunternehmen unter Umständen ein erhöhter Liquiditätsbedarf aufgrund geforderter Vorkassen seitens der Lieferanten erforderlich wird. Gleichzeitig entsteht das Risiko erhöhter Forderungsausfälle aufgrund mangelnder Versicherbarkeit von Warenkrediten. mutares versucht diesen Risiken in den Beteiligungen durch ein den Gegebenheiten angepasstes, straffes Kreditoren- und Debitorenmanagement entgegenzuwirken.
Die Geschäfts- und Produktionsprozesse und die interne bzw. externe Kommunikation von Gesellschaften im mutares-Konzern basieren in hohem Maße auf Informationstechnologien. Eine wesentliche Störung oder ein Ausfall dieser Systeme kann zu einer Beeinträchtigung der Geschäfts- und Produktionssysteme führen bis hin zum vollständigen Datenverlust. Gerade übernommene Konzernunternehmen sind immer mit der Herausforderung konfrontiert, die bestehende IT-Landschaft schnellstmöglich, kostengünstig und ohne Systemausfälle aus dem ehemaligen Mutterhaus herauszulösen. Solche Umstellungsphasen sind immer mit Risiken behaftet. Deshalb ist die Erstellung und Überwachung der IT-Doku-mentation zu der eingesetzten Hardware, zu Software-Lizenzen, dem Netzwerk und den Sicherheitsrichtlinien einschließlich derZugriffs- undDatensicherungskonzepte festerBestandteil desRisikomanagementsystems bei mutares.
Steuerliche Risiken werden permanent überwacht und werden aufgrund ihrer Komplexität vielfach in enger Zusammenarbeit mit externen Steuerberatern aufgearbeitet. Aufgrund von Betriebsprüfungen (insbesondere auch für Jahre vor der Zugehörigkeit des Portfoliounternehmens zum mutares-Konzern) sowie der sich laufend ändernden Steuer-Gesetzgebung ist es nicht auszuschließen, dass daraus negative Folgen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des mutares-Konzerns erwachsen können.
Der Vorstand hat ein Risikofrüherkennungssystem installiert, damit Entwicklungen frühzeitig erkannt werden, die den Fortbestand der Gesellschaft möglicherweise gefährden. Alle kritischen Vertragsbestandteile, Geschäftsentwicklungen und Haftungsrisiken werden einer kritischen Prüfung unterzogen und regelmäßig in den monatlichen Vorstandssitzungen nachgehalten. Ein standardisiertes Reporting aller Portfoliounternehmen auf Monatsbasis gibt dem Vorstand ein umfassendes Bild des gesamten Portfolios. Darüber hinaus arbeitet mutares in den Portfoliounternehmen mit erfahrenen Restrukturierungsmanagern zusammen. Der Vorstand kontrolliert in monatlichen oder quartalsweisen Reviews den Geschäftsverlauf der Portfoliounternehmen. Bei Bedarf hält mutares ausreichend freie Kapazitäten vor, um flexibel reagieren zu können.
Die zukünftige Entwicklung der mutares AG wird einerseits stark beeinflusst von Akquisitionen undVerkäufenvonBeteiligungenundist andererseits abhängigvonderEntwicklungderbestehenden Portfoliounternehmen. Die mutares AG wird kontinuierlich mögliche Neuerwerbungen prüfen und sich hierbei hinsichtlich der Unternehmensgrößen und der Attraktivität der Geschäfte weiterentwickeln. mutares geht davon aus, dass sich das Akquisitionsgeschäft im Zielsegment der "Unternehmen in Sondersituationen" aufgrund der anhaltenden ökonomischen Unsicherheiten trotz eines wettbewerbsintensiven Umfelds weiter positiv entwickelt. Der Vorstand plant deswegen, auch für 2016 und die Folgejahre je Geschäftsjahr mindestens drei Neuakquisitionen zu tätigen. Das zum Großteil reife Beteiligungsportfolio bietet die Möglichkeit zum Verkauf von Beteiligungsunternehmen.
Vor dem Hintergrund dieser Planungen beabsichtigt mutares, im Geschäftsjahr 2016 – unter Berücksichtigung möglicher Desinvestitionen – einen Konzernumsatz und ein positives operatives Konzern-Ergebnis (EBITDA) leicht über dem Niveau des Geschäftsjahres 2015 zu erreichen. Der Cashflow aus operativer Tätigkeit soll sich gegenüber 2015 in den bestehenden Beteiligungen deutlich positiv entwickeln. Aufgrund des derzeitigen Portfolios geht der Vorstand für die kommenden Jahre von einer erfolgreichen Entwicklung der mutares AG aus.
Der Vorstand erwartet für 2016 eine im Gegensatz zum Geschäftsjahr 2015 leicht steigende Nettokassenposition, abhängig vom Zeitpunkt potenzieller Neuakquisitionen.
| Inhalt | |
|---|---|
| 1. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 48 |
| 2. Konzern-Bilanz | 50 |
| 3. Konzern-Kapitalflussrechnung | 52 |
| 4. Konzern-Eigenkapitalspiegel | 54 |
| 5. Anhang zum Konzernabschluss | 56 |
| 5.1. mutares AG - Kurzprofil | 56 |
| 5.2. Allgemeine Erläuterungen zur Rechnungslegung | 57 |
| 5.3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden | 64 |
| 5.4. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz | 67 |
| 5.5. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 72 |
| 5.6. Sonstige Angaben | 73 |
| 5.7. Aufstellung des Anteilsbesitzes | 78 |
| 5.8. Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens | 80 |
zum 31. Dezember 2015
Umsatzerlöse In Mio. EUR
EBITDA In Mio. EUR
| in EUR | 1.1. - 31.12.2015 | 1.1. - 31.12.2014 |
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 683.808.192 | 648.051.504 |
| 2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | -28.918.394 | -5.072.965 |
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 465.943 | 3.662.372 |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | 92.760.869 | 74.673.995 |
| 748.116.610 | 721.314.906 | |
| 5. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | ||
| und für bezogene Waren | 392.658.636 | 376.308.284 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 44.618.536 | 40.798.634 |
| 437.277.172 | 417.106.918 | |
| 6. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | 116.274.315 | 117.473.372 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung |
||
| davon für Altersversorgung: EUR 392.495(Vorjahr: EUR 283.578) | 35.663.072 | 39.242.523 |
| 151.937.387 | 156.715.895 | |
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| des Anlagevermögens und Sachanlagen | 20.270.784 | 15.428.976 |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 119.028.995 | 116.567.862 |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 246.970 | 136.796 |
| 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens |
0 | 27.968 |
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 7.911.525 | 2.490.232 |
| -7.664.555 | -2.381.404 | |
| 12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 11.937.717 | 13.113.851 |
| 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag davon Aufwand aus der Veränderung bilanzierter |
||
| latenter Steuern: EUR 0 (Vorjahr: EUR 24.277) | -3.104.372 | -909.071 |
| 14. Sonstige Steuern | -2.023.238 | -3.693.043 |
| 15. Konzernjahresergebnis | 6.810.107 | 8.511.737 |
| 16. Ergebnisanteile anderer Gesellschafter | 1.133.175 | 9.278 |
| 17. Konzernanteil am Konzernjahresergebnis | 7.943.282 | 8.521.015 |
| 18. Gewinnvortrag | 9.107.726 | 11.578.695 |
| 19. Einstellung in andere Gewinnrücklagen im Zusammenhang mit dem Erwerb eigener Anteile |
69.698 | 0 |
| 20. Konzernbilanzgewinn | 16.981.310 | 20.099.710 |
der mutares AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015
| PASSIVA | |
|---|---|
| in EUR | 31.12.2015 |
| A. Eigenkapital | |
| I. Gezeichnetes Kapital | 15.496.292 |
| (Bedingtes Kapital) | (0) |
| abzüglich rechnerischer Wert eigener Anteile | -6.012 |
| 15.490.280 | |
| II. Kapitalrücklage | 36.145.026 |
| III. Gewinnrücklagen | |
| 1. Gesetzliche Rücklage | 131.688 |
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 3.824.429 |
| 3.956.117 | |
| IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung | 226.638 |
| V. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter | 473.238 |
| VI. Konzernbilanzgewinn | 16.981.310 |
| 73.272.609 | |
| B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung | 51.476.910 |
| C. Rückstellungen | |
| in EUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 15.496.292 | 2.339.722 |
| (Bedingtes Kapital) | (0) | (37.386) |
| abzüglich rechnerischer Wert eigener Anteile | -6.012 | 0 |
| 15.490.280 | 2.339.722 | |
| II. Kapitalrücklage | 36.145.026 | 24.716.086 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 131.688 | 131.688 |
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 3.824.429 | 3.824.429 |
| 3.956.117 | 3.956.117 | |
| IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung | 226.638 | -307.199 |
| V. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter | 473.238 | -146.960 |
| VI. Konzernbilanzgewinn | 16.981.310 | 20.099.710 |
| 73.272.609 | 50.657.476 | |
| B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung | 51.476.910 | 30.820.323 |
| C. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 67.791.755 | 4.654.804 |
| 2. Steuerrückstellungen | 2.865.273 | 62.661 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 70.589.258 | 103.173.915 |
| 141.246.286 | 107.891.380 | |
| D. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 35.090.693 | 32.278.435 |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 11.812.525 | 34.224.799 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 75.276.349 | 104.918.438 |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 37.852.814 | 40.984.819 |
| 160.032.381 | 212.406.491 | |
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | 747.531 | 1.210.045 |
| Bilanzsumme | 426.775.717 | 402.985.715 |
| 2. Steuerrückstellungen | 2.865.273 | 62.661 |
|---|---|---|
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 67.791.755 | 4.654.804 |
| AKTIVA | ||
|---|---|---|
| in EUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 5.072.873 | 8.930.728 |
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
1.640.578 | 6.715.137 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
2.526.891 | 1.474.725 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 0 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 905.404 | 740.866 |
| II. Sachanlagen | 81.888.975 | 45.765.032 |
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | ||
| einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 43.459.573 | 17.859.571 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 32.526.181 | 21.068.106 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5.023.279 | 6.003.802 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 879.942 | 833.553 |
| III. Finanzanlagen | 586.125 | 882.029 |
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 5 | 176.005 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 71.132 | 63.390 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 514.988 | 642.634 |
| 87.547.973 | 55.577.789 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | 112.086.826 | 93.889.635 |
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 32.075.245 | 23.746.529 |
| 2. Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen | 21.972.009 | 31.107.584 |
| 3. Fertige Erzeugnisse und Waren | 53.668.217 | 37.707.782 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 4.371.355 | 1.327.740 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 143.194.348 | 175.773.179 |
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 105.789.953 | 125.051.587 |
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | 37.404.395 | 50.721.592 |
| III. Wertpapiere | ||
| Sonstige Wertpapiere | 11.510.180 | 5.015.079 |
| IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 69.679.170 | 69.244.564 |
| 336.470.524 | 343.922.457 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 2.688.117 | 3.435.472 |
| D. Aktive latente Steuern | 19.000 | 19.000 |
| E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 50.103 | 30.997 |
| Bilanzsumme | 426.775.717 | 402.985.715 |
der mutares AG zum 31. Dezember 2015
| in TEUR | 2015 |
|---|---|
| Einzahlungen (+) aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens | 24.580 |
| Gezahlte Dividenden (-) an Gesellschafter des Mutterunternehmens | -10.992 |
| Auszahlungen (-) für den Erwerb eigener Anteile an nicht beherrschende Gesellschafter | -71 |
| Einzahlungen (+) aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten | 6.235 |
| Auszahlungen (-) für die Tilgung von (Finanz-)Krediten | -5.665 |
| Gezahlte Zinsen (-) | -1.452 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 12.635 |
| in TEUR | 2015 |
|---|---|
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 1.880 |
| Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 2.807 |
| TOTAL | 4.687 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 69.810 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 74.497 |
| Zusammensetzung des Finanzmittelfonds (in TEUR) | 31.12.2015 |
| Flüssige Mittel | 69.679 |
| Sonstige Wertpapiere | 11.510 |
| Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten | -6.692 |
| TOTAL | 74.497 |
| in TEUR | 2015 |
|---|---|
| Periodenergebnis | 6.810 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 20.271 |
| Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen | -43.001 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) | -57.025 |
| Gewinn (-)/Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -620 |
| Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
95.123 |
| Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
-77.337 |
| Zinsaufwendungen (+)/Zinserträge (-) | 7.665 |
| Ertragsteueraufwand (+)/Ertragsteuerertrag (-) | 3.104 |
| Ertragsteuerzahlungen (-) | -268 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | -45.278 |
| in TEUR | 2015 |
|---|---|
| Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 1.026 |
| Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -7.885 |
| Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens | 245 |
| Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -1.937 |
| Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens | 2 |
| Auszahlungen (-) für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -44 |
| Einzahlungen (+) aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis | 589 |
| Auszahlungen (-) aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis | -8.646 |
| Einzahlungen (+) für Zugänge zum Konsolidierungskreis | 50.926 |
| Erhaltene Zinsen (+) | 247 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | 34.523 |
der mutares AG für das Geschäftsjahrvom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015
der mutares AG zum 31. Dezember 2015
| in EUR Stand am 31.12.2013 |
Gezeichnetes Kapital 2.027.760 |
Aktien Eigene 0 |
Kapitalrücklage 71.088 |
Gewinnrücklage Gesetzliche 131.688 |
Gewinnrücklagen Andere 3.824.429 |
Konzernbilanzergebnis 31.856.295 |
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -33.594 |
Mutterunternehmens Eigenkapital des 37.877.666 |
Minderheitsgesellschafter Eigenkapital der 0 |
Konzern-Eigenkapital 37.877.666 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kapitalerhöhung genehmigtem Kapital | 311.962 | 0 | 24.644.998 | 0 | 0 | 0 | 0 | 24.956.960 | 0 | 24.956.960 |
| Ausschüttungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -20.277.600 | 0 | -20.277.600 | 0 | -20.277.600 |
| Änderungen des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -137.682 | -137.682 |
| Konzernjahresergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 8.521.015 | 0 | 8.521.015 | -9.278 | 8.511.737 |
| Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -273.605 | -273.605 | 0 | -273.605 |
| Stand am 31.12.2014 | 2.339.722 | 0 | 24.716.086 | 131.688 | 3.824.429 | 20.099.710 | -307.199 | 50.804.436 | -146.960 | 50.657.476 |
| Erwerb eigener Aktien | 0 | -1.002 | 0 | 0 | 0 | -69.698 | 0 | -70.700 | 0 | -70.700 |
| Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln | 11.698.610 | -5.010 | -11.693.600 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital | 1.400.000 | 0 | 23.100.000 | 0 | 0 | 0 | 0 | 24.500.000 | 0 | 24.500.000 |
| Kapitalerhöhung aus bedingtem Kapital | 57.960 | 0 | 22.540 | 0 | 0 | 0 | 0 | 80.500 | 0 | 80.500 |
| Ausschüttungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -10.991.984 | 0 | -10.991.984 | 0 | -10.991.984 |
| Änderungen des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.753.373 | 1.753.373 |
| Konzernjahresergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 7.943.282 | 0 | 7.943.282 | -1.133.175 | 6.810.107 |
| Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 533.837 | 533.837 | 0 | 533.837 |
| Stand am 31.12.2015 | 15.496.292 | -6.012 | 36.145.026 | 131.688 | 3.824.429 | 16.981.310 | 226.638 | 72.799.371 | 473.238 | 73.272.609 |
Der Konzernabschluss der mutares AG zum 31. Dezember 2015 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und auf Basis der ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt.
Die Gliederung der Konzernbilanz erfolgte in Anwendung des § 266 HGB. Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte in Anwendung des § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren.
Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit wurde beachtet.
Alle Angaben erfolgen grundsätzlich in Tausend Euro (kurz: TEUR).
Alle in den Konzernabschluss der mutares AG, München, einbezogenen Unternehmen bilanzieren zum Stichtag 31. Dezember. Die Bewertung im Konzern erfolgte nach einheitlichen Grundsätzen; der Konzernabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.
Der Konzernabschluss umfasst neben der mutares AG als Mutterunternehmen die verbundenen Unternehmen, bei denen der mutares AG direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. In den Konsolidierungskreis der mutares AG wurden alle wesentlichen Holding-Gesellschaften sowie die folgenden operativen Einheiten einbezogen:
_Elastomer Solutions GmbH, Wiesbaum/Deutschland, sowie deren Tochtergesellschaften
_Fertigungstechnik Weißenfels GmbH, Weißenfels/Deutschland ("FTW")
_EUPEC Gruppe, Graveline/Frankreich und Sassnitz/Deutschland ("EUPEC")
_Geesink Group B.V., Emmeloord/Niederlande, sowie deren Tochtergesellschaften
_Artmadis S.A.S.U., Wasquehal/Frankreich sowie deren Tochtergesellschaften
("Artmadis")
GmbH ("BGE"), beide Bergisch Gladbach/Deutschland
_ STS Acoustics S.p.A., Leini/Italien, sowie deren Tochtergesellschaften ("STS")
_A + F Automation + Fördertechnik GmbH, Kirchlengern/Deutschland ("A+F")
_ Zanders GmbH ("Zanders") sowie deren Tochtergesellschaft BGE Eisenbahn Güterverkehr
Die mutares AG wurde am 1. Februar 2008 gegründet. Sie hat ihren Sitz in München und ist dort beim Amtsgericht im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nummer 172278 eingetragen.
Die mutares AG übernimmt Unternehmen, die sich in einer Umbruchsituation (ungeregelte Unternehmernachfolge, anstehende Restrukturierung und Sanierung oder Ertragsschwäche) befinden und steigert – anders als bei klassischen Beteiligungsgesellschaften – mit einem aktiven Restrukturierungs- und Sanierungsmanagement die Ertragssituation der Unternehmen. Die mutares AG beschränkt sich somit nicht auf das bloße Halten und Verwalten von Beteiligungen. Erworbene Beteiligungsunternehmen werden konsequent weiterentwickelt, um ihr Potenzial soweit wie möglich auszuschöpfen und dadurch den Unternehmenswert des gesamten mutares-Konzerns zu steigern.
Zum 31. Dezember 2015 befinden sich im Portfolio der mutares AG zwölf operative Beteiligungen in 15 verschiedenen Ländern. Die Beteiligungen sind in den Segmenten Industrie und Konsumgüter tätig.
in den Konzernabschluss wird mit Bezug auf § 296 Abs. 2 HGB verzichtet.
_ Alsace Meubles S.A.S.U., Masevaux/Frankreich: Die Gesellschaft hat in 2013 Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Auf eine Einbeziehung in den Konzern-
_ Castelli S.p.A., San Giovanni in Persiceto/Italien: Die Gesellschaft hat in 2013 Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Auf eine Einbeziehung in den Konzern-
_Platinum GmbH, Wangen im Allgäu: Die Gesellschaft hat 2013 im Rahmen eines Asset- Deals den Bereich "Photovoltaics" von der Diehl-Gruppe erworben. Mit Schreiben vom 19. Dezember 2013 und Feststellungsklage vom 3. März 2014 hat die mutares AG gemeinsam mit der Platinum GmbH gegenüber dem Veräußerer die Anfechtung sämt- licher Vereinbarungen im Zusammenhang mit dem Erwerb des Bereichs "Photovoltaics" durch die Platinum GmbH erklärt. Mit Klageschrift vom 28. Februar 2014 haben die mutares AG sowie die Platinum GmbH vor dem Amtsgericht Ravensburg Klage gegen den Veräußerer erhoben. Im Rahmen der Klage wird die Rückabwicklung des Erwerbs des Bereichs "Photovoltaics" einschließlich der Befreiung von sämtlichen im Zusam- menhang mit dem Erwerb eingegangenen Verpflichtungen verlangt. Der Vorstand der mutares AG, die Geschäftsführung der Platinum GmbH als auch unsere juristischen BeratersehenüberwiegendeErfolgsaussichtendafür,dassdieangestrebteRückabwicklung erfolgreich sein wird und eine Befreiung von den aus den mit dem Veräußerer geschlos- senen Verträgen resultierenden Verpflichtungen erlangt werden kann. Aufgrund der sich aus der auf dem Klagewege angestrebten Rückabwicklung zwangsläufig ergeben- den Beschränkungen in Bezug auf die Ausübung der Rechte in Bezug auf die erworbe- nen Vermögenswerte und Schulden wird die Platinum GmbH als Ganzes gemäß § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Zudem ist infolge der geschilderten Rechtssituation die Beschaffung der für den Konzernabschluss erforder- lichen Angaben nicht ohne unverhältnismäßige Verzögerung möglich, wodurch eine Einbeziehung in den Konzernabschluss auch mit Bezug auf § 296 Abs. 1 Nr. 2 HGB unterbleiben müsste. Des Weiteren hat die Platinum GmbH am 3. März 2014 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt, das am 1. Juni 2014 eröffnet wurde; auch dies stellt einen von § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB getragenen Nichteinbeziehungs-
_ Pixmania SAS, Asnières-sur-Seine/Frankreich, sowie sämtliche ihrer mittelbaren und un- mittelbaren Tochtergesellschaften: Die Gesellschaft hat in 2015 Antrag auf Eröff- nung des Insolvenzverfahrens gestellt. Auf eine Einbeziehung in den Konzernab- schluss wird mit Bezug auf § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB verzichtet. Die Entkonsolidierung der
_ Zanders Paper UK Ltd., Bristol/Großbritannien: Die Umsatzerlöse und die Bilanz- summe der Gesellschaft ist in Bezug auf den Konzernabschluss und für ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Auf eine Einbeziehung in den Konzernab-
Im Geschäftsjahr hat sich der Konsolidierungskreis wie folgt verändert1:
Mit Bezug auf § 296 HGB wurden die folgenden verbundenen Unternehmen, an denen den mutares Holding-Gesellschaften jeweils unmittelbar bzw. mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zustehen, nicht in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 einbezogen:
_Rubbens N.V., Kruibeke/Belgien; EGC Stavelot S.A., Stavelot/Belgien: Die Umsatzer- löse und die Bilanzsumme der Gesellschaften sind in Bezug auf den Konzernabschluss und für ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Auf eine Einbeziehung
Mit Bezug auf § 311 HGB wurde das folgende assoziierte Unternehmen nicht in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 einbezogen:
_Zhejiang Minfeng-Zanders Paper Company Limited, Jiaxing/China: Die Beteiligung ist für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Auf eine Einbeziehung in den Konzernabschluss wird mit Bezug auf § 311 Abs. 2 HGB verzichtet.
Zum 31. Dezember 2015 werden insgesamt 58 Konzernunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Eine "Aufstellung des Anteilsbesitzes" ist als Anlage 1 zu diesem Konzernanhang beigefügt.
Die Kapitalkonsolidierung von Erwerbsvorgängen, die vor dem 1. April 2010 erfolgt sind, wird unverändert nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung auf der Grundlage der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss vorgenommen.
Für Erwerbsvorgänge nach dem 1. April 2010 wird die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB vorgenommen.
Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden Forderungen und Verbindlichkeiten gemäß § 303 Abs. 1 HGB zwischen einbezogenen Unternehmen eliminiert. Die daraus resultierende Differenz wurde erfolgswirksam erfasst.
Zwischenergebniseliminierungen wurden nach § 304 Abs. 1 HGB vorgenommen.
Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurde nach § 305 Abs. 1 HGB durchgeführt.
Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie auf steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Darüber hinaus werden latente Steuern auf erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen abgegrenzt, soweit sie sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen. Dabei umfasst der Begriff zeitliche Unterschiede auch erfolgsneutral aus der Kapitalkonsolidierung entstandene Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanzwerten aus der Aufdeckung von stillen Reserven und stillen Lasten.
Auf die Aktivierung eines Überhangs von aktiven latenten Steuern aus temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanzwerten aus den Jahresabschlüssen der einzubeziehenden Konzernunternehmen und auf steuerliche Verlustvorträge wurde gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB i.V.m. §§ 298 und 300 Abs. 2 HGB verzichtet.
Die Bemessung der latenten Steuern auf zeitliche Differenzen erfolgte jeweils mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz; für die berücksichtigten latenten Steuern belief sich dieser auf 19,0 % bei einer ausländischen Tochtergesellschaft.
Im Geschäftsjahr 2015 ergab sich im Rahmen der Schuldenkonsolidierung ein Überhang an aktiven latenten Steuern in Höhe von 19 TEUR (Vorjahr: 19 TEUR).
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 ist insbesondere aufgrund der beschriebenen Erst- und Entkonsolidierungen nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar.
Die im Laufe des Berichtszeitraums erstkonsolidierten Beteiligungen Zanders, BSL, Grosbill und Norsilk sind mit den folgenden wesentlichen Posten in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015 enthalten:
| Konzernbilanz zum 31.12.2015 (TEUR) | Zanders | BSL |
|---|---|---|
| Sachanlagen | 35.821 | 3.283 |
| Vorräte | 21.463 | 5.913 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 16.696 | 7.289 |
| Liquide Mittel | 18.693 | 2.449 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 63.072 | 95 |
| Sonstige Rückstellungen | 13.396 | 1.969 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - | 1.627 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.960 | 995 |
| Konzernbilanz zum 31.12.2015 (TEUR) | Grosbill | Norsilk |
|---|---|---|
| Sachanlagen | 1.943 | 2.381 |
| Vorräte | 15.915 | 10.461 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 11.235 | 7.747 |
| Liquide Mittel | 8.282 | 2.756 |
| Sonstige Rückstellungen | 8.819 | 4.341 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 8.340 | 4.152 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3.979 | 1.063 |
Die zum 1. Dezember 2014 erstkonsolidierte Beteiligung A+F ist in der Konzern-Gewinnund Verlustrechnung im Geschäftsjahr 2015 sowie im Geschäftsjahr 2014 wie folgt enthalten:
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 24.107 | 1.218 |
| Materialaufwand | -11.158 | -673 |
| Personalaufwand | -10.901 | -960 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -3.052 | -256 |
| Anteil am Konzernjahresergebnis | 2.268 | 1.424 |
Die mit Wirkung zum 1. Januar 2015 entkonsolidierte Beteiligung CGVL war in der Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung für den Vergleichszeitraum des Geschäftsjahres 2014 mit den folgenden wesentlichen Posten enthalten:
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) | CGVL |
|---|---|
| Umsatzerlöse | 42.119 |
| Materialaufwand | -13.076 |
| Personalaufwand | -17.305 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -11.442 |
| Anteil am Konzernjahresergebnis | 309 |
Die ebenfalls im Laufe des Geschäftsjahres entkonsolidierte Beteiligung Suir war in der Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2015 sowie im Geschäftsjahr 2014
wie folgt enthalten:
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (TEUR) | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 8.462 | 21.688 |
| Materialaufwand | -5.066 | -12.164 |
| Personalaufwand | -2.680 | -6.861 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -4.909 | -5.765 |
| Anteil am Konzernjahresergebnis | -4.008 | -3.109 |
Die im Laufe des Berichtszeitraums entkonsolidierten Beteiligungen CGVL, Suir und PIX waren mit den folgenden wesentlichen Posten in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2014 enthalten:
| Konzernbilanz zum 31.12.2014 (TEUR) | CGVL | Suir | PIX |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 166 | - | 5.304 |
| Sachanlagen | 362 | 1.166 | 3.258 |
| Vorräte | 36 | 4.170 | 13.422 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 8.995 | 4.434 | 11.289 |
| Liquide Mittel | 2.531 | 476 | 24.111 |
| Sonstige Rückstellungen | 73 | 3.393 | 17.979 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.096 | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.460 | 2.638 | 19.772 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4.988 | 250 | 1.546 |
Die im Laufe des Berichtszeitraums erstkonsolidierten Beteiligungen Zanders, BSL, Grosbill und Norsilk sind mit den folgenden wesentlichen Posten in der Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung des Berichtszeitraums enthalten:
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2015 (TEUR) | Zanders | BSL |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 55.488 | 8.644 |
| Materialaufwand | -33.337 | -4.523 |
| Personalaufwand | -16.295 | -1.992 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -13.212 | -1.468 |
| Zinsaufwand | -4.927 | -20 |
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2015 (TEUR) | Grosbill | Norsilk |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 31.410 | 8.669 |
| Materialaufwand | -27.323 | -6.080 |
| Personalaufwand | -2.096 | -1.141 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -4.964 | -1.859 |
Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert sowie entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben und gegebenenfalls unter Berücksichtigung außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet.
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen grundsätzlich bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. Als Anteile an verbundenen Unternehmen werden Anteile an Mehrheitsbeteiligungen, die in Ausübung der Wahlrechte nach § 296 HGB nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen sind, ausgewiesen.
Die Vorräte sind zu Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden
Werten angesetzt.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit gewogenen durchschnittlichen Einstandspreisen angesetzt. Gesunkene Wiederbeschaffungspreise zum Bilanzstichtag wurden berücksichtigt.
In die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden neben den direkten Lohnkosten auch anteilige Fertigungs-, Materialeinzelkosten und Materialgemeinkosten einschließlich angemessener Abschreibungen einbezogen.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennwert abzüglich einer Pauschalabwertung für das allgemeine Kreditrisiko bewertet. Bei zweifelhaften Forderungen wurden Einzelabwertungen vorgenommen.
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt; das Niederstwertprinzip wurde beachtet.
Flüssige Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.
Der aus der Verrechnung von Deckungsvermögen mit Altersteilzeitverpflichtungen entstehende aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung wird auf der Aktivseite ausgewiesen.
Die Pensionsrückstellungen resultieren im Wesentlichen aus der Zanders GmbH, der KLANN Packaging GmbH und der A + F Automation + Fördertechnik GmbH; die folgenden Angaben beziehen sich daher auf diese Gesellschaften. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode". Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Heubeck Richttafeln 2005 G verwendet. Der Rechnungszins für die Abzinsung wurde pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzins laut Bundesbank aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in Höhe von 3,89 % angesetzt, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt. Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zu Grunde: Gehaltstrend 0 bis 3 % p.a., Fluktuation 0 bis 2 % und Rententrend 0 bis 2 % p.a.
Mit Ausnahme der folgenden Bereiche wurden die DRS beachtet:
Die in DRS 21 "Kapitalflussrechnung", DRS 4 "Unternehmenserwerbe im Konzernabschluss" und DRS 7 "Konzerneigenkapital und Konzerngesamtergebnis" enthaltenen Angabevorschriften bzw. Empfehlungen, die über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehen, wurden nicht vollumfänglich beachtet.
Abweichend von DRS 4 "Unternehmenserwerbe im Konzernabschluss" wurde dabei für Erwerbsvorgänge, die vor dem 1. April 2010 erfolgt sind, die Kapitalkonsolidierung zulässigerweise auf Basis der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung) durchgeführt und die Wertansätze wurden zulässigerweise zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss angesetzt. Die Konsolidierungsbuchungen wurden entsprechend fortgeführt.
Der Konzernanhang enthält in zulässiger Abweichung von DRS 18 keine Darstellung des Zusammenhangs zwischen erwartetem und ausgewiesenem Steueraufwand in Form einer Überleitungsrechnung.
In DRS 20 "Konzernlagebericht" enthaltene Empfehlungen, die über die gesetzlichen Angabevorschriften hinausgehen, wurden grundsätzlich nicht beachtet.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen und gegebenenfalls unter Berücksichtigung außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet.
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden mit Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen und gegebenenfalls unter Berücksichtigung außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt.
Durch die Erstkonsolidierung entstandene Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig linear über eine Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Die Schätzung der Nutzungsdauer basiert auf der kurz- bis mittelfristigen Ausrichtung des Geschäftsmodells. Bei vorliegen der Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Durch die Kapitalkonsolidierung entstandene passive Unterschiedsbeträge werden gemäß § 309 HGB entweder entsprechend dem Anfall der erwarteten künftigen Aufwendungen oder Verluste bzw. auf Basis von in der ursprünglichen Planung erwarteten, aber nicht eingetretenen Aufwendungen oder Verluste bzw. sofern sie einem realisierten Gewinn entsprechen, aufgelöst.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage 2 zum Konzernanhang) dargestellt.
Im Geschäftsjahr 2015 sind selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens durch die Erstkonsolidierung von Grosbill mit einem Buchwert von 181 TEUR und durch unterjährige Zugänge bei weiteren Konzernunternehmen in Höhe von 455 TEUR aktiviert worden. Insgesamt sind die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände mit einem Restbuchwert in Höhe von 1.641 TEUR im Konzernabschluss enthalten. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten im Geschäftsjahr 2015 beträgt 1.834 TEUR (Vorjahr: 4.551 TEUR).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben mit Ausnahme von 364 TEUR (Vorjahr: 343 TEUR) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Die sonstigen Vermögensgegenstände haben bis auf 427 TEUR (Vorjahr: 247 TEUR) eine
Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
In der ordentlichen Hauptversammlung der mutares AG vom 22. Mai 2015 wurde beschlossen, das gezeichnete Kapital der Gesellschaft aus Gesellschaftsmitteln gemäß § 207 ff. AktG um EUR 11.698.610,00 auf EUR 14.038.332,00 durch Umwandlung eines Teilbetrags in Höhe von EUR 11.698.610,00 des in der Bilanz der Gesellschaft zum 31. Dezember 2014 unter Kapitalrücklagen ausgewiesenen Betrages in Höhe von EUR 24.716.086,00 zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung wurde durch Ausgabe von 11.698.610 Stück neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien durchgeführt. Die neuen Aktien standen den Aktionären im Verhältnis 1 alte Aktie zu 5 neuen Aktien zu. Die Eintragung im Handelsregister des Amtsgerichts München erfolgte am 2. Juli 2015.
Der Vorstand der Gesellschaft hat am 7. Oktober 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 14.038.332,00 unter Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2015/I um EUR 1.400.000,00 auf EUR 15.438.332,00 durch Ausgabe von 1.400.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien ohne Nennbetrag mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie (die "Neuen Aktien") gegen Bareinlagen zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre im Hinblick auf die Neuen Aktien ist gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgeschlossen. Die Neuen Aktien sind vom 1. Januar 2015 an dividendenberechtigt und wurden zum Börsenhandel in die bestehende Notierung im Open Market (Entry Standard) an der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen. Die Kapitalrücklage erhöhte sich hierdurch um EUR 23.100.000,00.
Aus dem bedingten Kapital 2011-I wurden am 3. Juli 2015 2.415 Optionen gewandelt und hierdurch nach Maßgabe der Optionsbedingungen 57.960 auf den Inhaber lautende Stückaktien der mutares AG im rechnerischen Wert von EUR 1,00 je Aktie geschaffen. Die Anmeldung der Optionsausübung im Handelsregister des Amtsgerichts München erfolgte gemäß § 201 AktG am 15. Januar 2016; die Kapitalerhöhung wurde am 4. Februar 2016 in das Handelsregister eingetragen. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beläuft sich somit zum 31. Dezember 2015 auf EUR 15.496.292,00 und weicht um EUR 57.960,00 von dem mit EUR 15.438.332,00
Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen sind entsprechende Mittel in Rückdeckungsversicherungen angelegt. Sie sind dem Zugriff der Gläubiger entzogen. Entsprechend werden die Verpflichtungen in Höhe von 274 TEUR und der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung in Höhe von 324 TEUR (mit historischen Anschaffungskosten von 306 TEUR) saldiert als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Erfolgswirksame Veränderungen (17 TEUR) aus der Änderung des Diskontierungssatzes, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und laufende Erträge des Deckungsvermögens werden im Personalaufwand saldiert gezeigt; zudem wird der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung zum beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag angesetzt.
Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. In den sonstigen Rückstellungen sind in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.
Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag passiviert.
Zum 31. Dezember 2015 bestehen aktive und passive latente Steuern auf Jahresabschlussebene der einbezogenen Unternehmen im Wesentlichen aus Rückstellungen; im Konzernabschluss werden die per Saldo aktiven latenten Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt. Aus der Schuldenkonsolidierung resultieren aktive latente Steuern in Höhe von 19 TEUR. Insgesamt sind aktive latente Steuern in Höhe von 19 TEUR (Vorjahr: 19 TEUR) ausgewiesen.
Verbindlichkeiten in Fremdwährungen, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Forderungen in Fremdwährungen, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Die Währungsumrechnung der einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode (§ 308a HGB). Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen, alle anderen Bilanzpositionen mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zu Durchschnittskursen umgerechnet. Differenzen aus der Währungsumrechnung werden im Konzerneigenkapital erfolgsneutral unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" erfasst.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 25. November 2011 ist der Vorstand berechtigt, bis zum Ablauf des 25. November 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrmalig um bis zu EUR 322.000,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu 322.000 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2011/I). Das Bezugsrecht steht den Aktionären bei Barkapitalerhöhungen grundsätzlich zu. DerVorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung desAufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen in bestimmten Fällen auszuschließen. Das genehmigte Kapital 2011/I wurde mit Beschluss des Vorstands und des Aufsichtsrats vom 9. Mai 2014 in Höhe von EUR 311.962,00 teilweise ausgeschöpft.
In der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 9. Mai 2014 hat die Hauptversammlung ein genehmigtes Kapital 2014/I in Höhe von bis zu EUR 691.000,00 beschlossen. Dieses wurde durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 22. Mai 2015 aufgehoben und ein genehmigtes Kapital 2015/I geschaffen. Durch das genehmigte Kapital 2015/I wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum Ablauf des 21. Mai 2020 um bis zu insgesamt EUR 7.000.000,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlage durch Ausgabe von bis zu 7.000.000 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2015/I). Bei Barkapitalerhöhungen steht den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen in bestimmten Fällen auszuschließen. Darüber hinaus wird der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen auszuschließen. Der Vorstand wird schließlich ermächtigt, den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital 2015/I zu ändern. Die Eintragung im Handelsregister des Amtsgerichts München erfolgte am 2. Juli 2015. Das genehmigte Kapital 2015/I wurde mit Beschluss des Vorstands vom 7. Oktober 2015 und mit Zustimmung des Aufsichtsrats in Höhe von EUR 1.400.000,00 teilweise ausgeschöpft.
Das genehmigte Grundkapital beträgt damit zum 31. Dezember 2015 insgesamt EUR 5.610.038,00 und besteht aus dem genehmigten Kapital 2011/I (EUR 10.038,00) und dem genehmigten Kapital 2015/I (EUR 5.600.000,00).
Die Ermächtigung zum Erwerb eigenerAktien, welche die Hauptversammlung am 19. März 2010 beschlossen hatte, ist am 19. März 2015 ausgelaufen.
Zum Abschlussstichtag befanden sich 6.012 eigene Aktien mit einem auf die einzelne Aktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 im Besitz der mutares AG. Der den rechnerischen Wert beim Erwerb der ursprünglich 1.002 Aktien (im Zeitraum vom 15. Januar 2015 bis zum 6. März 2015) übersteigende Betrag in Höhe von EUR 69.698,42 wurde mit dem Bilanzgewinn verrechnet. Durch die Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln im Geschäftsjahr 2015 erhöhten sich die Anteile entsprechend auf 6.012 Stück; die Erhöhung von EUR 5.010,00 wurde mit der Kapitalrücklage verrechnet.
in Satzung und Handelsregister zum 31. Dezember 2015 enthaltenen gezeichneten Kapital ab. Die Kapitalrücklage erhöhte sich hierdurch um EUR 22.540,00.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 22. Mai 2015 wurden vom Bilanzgewinn in Höhe von EUR 11.123.803,35 ein Teilbetrag in Höhe von EUR 10.991.984,00 in Form einer Dividende von EUR 4,70 je dividendenberechtigter Stückaktie ausgeschüttet und EUR 131.819,35 auf neue Rechnung vorgetragen.
Die Hauptversammlung hat am 25. November 2011 beschlossen, das Grundkapital um bis zu EUR 5.685,00, eingeteilt in ebenso viele Stammaktien als Stückaktien, bedingt zu erhöhen (bedingtes Kapital 2011-I). Das bedingte Kapital dient ausschließlich der Gewährung von Optionsrechten an Mitglieder des Vorstands. Ausgegeben werden Inhaberaktien. Die neuen Aktien nehmen am Gewinn der Gesellschaft teil. Die Begebung der Aktienoptionen war bis zum 31. Dezember 2015 möglich und ist nunmehr erloschen.
Im Rumpfgeschäftsjahr 2012, in den Geschäftsjahren 2013 und 2014 sowie im Berichtsjahr wurden keine weiteren Aktienoptionen aus dem bedingten Kapital 2011-I ausgegeben.
Die ordentliche Hauptversammlung vom 22. Mai 2015 hat den Vorstand der Gesellschaft durch Beschluss ermächtigt, eigene Aktien bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit etwaigen aus anderen Gründen erworbenen eigenen Aktien, die sich jeweils im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach § 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals, durch die Gesellschaft ausgeübt werden, aber auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte durchgeführt werden. Die Erwerbsermächtigung gilt bis zum 21. Mai 2020.
Am 10. Juni 2014 wurde durch einen Aktionär eine Klage zur Feststellung der Nichtigkeit des Jahresabschlusses der mutares AG zum 31. Dezember 2013 sowie eine Klage zur Anfechtung einzelner Beschlüsse der ordentlichen Hauptversammlung der mutares AG vom 9. Mai 2014 beim Landgericht München I eingereicht. Eine Klageerwiderung durch die mutares AG wurde am 6. Oktober 2014 eingereicht, auf die die Gegenseite in einer Replik vom 8. Dezember 2014 erwidert hat. Eine erneute Erwiderung durch die mutares AG wurde am 5. März 2015 eingereicht. Nach der mündlichen Verhandlung am 23. April 2015 wurde das Verfahren im Hinblick auf die Vergleichsverhandlungen in Bezug auf den Rechtsstreit vor dem Landgericht Ravensburg bis auf Weiteres ruhend gestellt. Der Vorstand der mutares AG sowie seine rechtlichen Berater sind der Auffassung, dass die Klage unbegründet ist. Ein weiterer Aktionär ist aufseiten der mutares AG dem Rechtsstreit beigetreten. Die Klägerin bestreitet die Nebenintervention.
Mit Klageschrift vom 22. Juni 2015 hat ein Aktionär Klage zur Feststellung der Nichtigkeit des Jahresabschlusses der mutares AG zum 31. Dezember 2014 sowie die Anfechtung des Dividendenbestätigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung der mutares AG vom 22. Mai 2015 beim Landgericht München I eingereicht. Das Verfahren wurde mit Beschluss vom 30. Juli 2015 mit der Klage vom 10. Juni 2014 zur gemeinsamen Verhandlung und Entscheidung verbunden. Der Vorstand der mutares AG sowie seine rechtlichen Berater sind der Auffassung, dass die Klage unbegründet ist. Ein weiterer Aktionär ist aufseiten der mutares AG dem Rechtsstreit beigetreten.
Der passive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung stieg im Geschäftsjahr 2015 per saldo um 20.657 TEUR auf 51.477 TEUR. Der Anstieg resultiert mit 78.226 TEUR (Vorjahr: 58.826 TEUR) aus der Erstkonsolidierung der im Geschäftsjahr 2015 erworbenen Konzernunternehmen. Vorgenommene Auflösungen von 57.569 TEUR (Vorjahr: 48.545 TEUR), die dem Anfall von erwarteten Aufwendungen oder Verlusten bzw. in der ursprünglichen Planung erwarteten, aber nicht eingetretenen, Aufwendungen oder Verlusten entsprachen, werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
Der verbleibende passive Unterschiedsbetrag zum Ende des Geschäftsjahres betrifft im Wesentlichen geplante und noch ausstehende Restrukturierungsaufwendungen in den beiden kommenden Geschäftsjahren bei fünf Konzernunternehmen.
Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich, aus Restrukturierungsmaßnahmen sowie aus ausstehenden Rechnungen.
Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| Verbindlichkeiten (TEUR) | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 35.091 | 32.278 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 11.813 | 34.225 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 75.276 | 104.918 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 37.853 | 40.985 |
| Total | 160.033 | 212.406 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 22.891 TEUR (Vorjahr: 28.847 TEUR) mit Forderungen aus Warenlieferungen und die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind in Höhe von 96 TEUR (Vorjahr: 96 TEUR) mit RHB-Stoffen besichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von 2.083 TEUR (Vorjahr: 2.509 TEUR) mit Vorräten besichert.
Die sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
| Sonstige Verbindlichkeiten (TEUR) | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Steuern | 4.583 | 4.652 |
| Soziale Sicherheit | 4.499 | 6.748 |
| Altgesellschafter | 15.162 | 15.153 |
| Übrige | 13.609 | 14.432 |
| Total | 37.853 | 40.985 |
Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
| 31.12.2015 (TEUR) | ≤1 Jahr | >1-5 Jahre | >5 Jahre | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 31.253 | 1.780 | 2.058 | 35.091 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 11.813 | 0 | 0 | 11.813 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
75.276 | 0 | 0 | 75.276 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 23.796 | 8.460 | 5.597 | 37.853 |
| TOTAL | 142.138 | 10.240 | 7.655 | 160.033 |
In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 5.266 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von 481 TEUR (Vorjahr: 467 TEUR) Aufwendungen aus der Währungsumrechnung.
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens enthielten im Vorjahr mit 1 TEUR außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagevermögen.
Im Zinsergebnis sind im Wesentlichen Aufwendungen für Factoring in Höhe von 1.133 TEUR (Vorjahr: 1.063 TEUR) sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 5.093 TEUR (Vorjahr: 238 TEUR) enthalten.
Aus kurz-, mittel- und langfristigen Miet- und Leasingverträgen bestehen für die festen Grundmietzeiten finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 35.131 TEUR (Vorjahr: 34.343 TEUR). Zudem bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 25.721 TEUR (Vorjahr: 3.256 TEUR). Nach Fälligkeiten setzen sich die finanziellen Verpflichtungen wie folgt zusammen:
| ≤1 Jahr | >1-5 Jahre | >5 Jahre | Total |
|---|---|---|---|
| 5.598 | 19.866 | 2.596 28.080 | |
| 1.980 | 5.071 | 0 | 7.051 |
| 3.699 | 447 | 0 | 4.146 |
| 16.071 | 5.504 | 0 21.575 | |
| 27.349 | 30.908 | 2.596 | 60.853 |
| ≤1 Jahr | >1-5 Jahre | >5 Jahre | Total |
| 6.110 | 13.964 | 1.552 21.626 | |
| 4.761 | 7.956 | 0 12.717 | |
| 1.300 | 0 | 0 | 1.300 |
| 1.956 | |||
| 1.028 928 0 |
| Laufzeit zum 31.12.2015 (TEUR) | ≤1 Jahr | >1-5 Jahre | >5 Jahre | Total |
|---|---|---|---|---|
| Miete | 5.598 | 19.866 | 2.596 28.080 | |
| Leasing | 1.980 | 5.071 | 0 | 7.051 |
| Bestellobligo | 3.699 | 447 | 0 | 4.146 |
| Übrige | 16.071 | 5.504 | 0 21.575 | |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 27.349 | 30.908 | 2.596 | 60.853 |
| Laufzeit zum 31.12.2014 (TEUR) | ≤1 Jahr | >1-5 Jahre | >5 Jahre | Total |
| Miete | 6.110 | 13.964 | 1.552 21.626 | |
| Leasing | 4.761 | 7.956 | 0 12.717 | |
| Bestellobligo | 1.300 | 0 | 0 | 1.300 |
| Übrige | 1.028 | 928 | 0 | 1.956 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 13.199 | 22.848 | 1.552 | 37.599 |
| 31.12.2014 (TEUR) | ≤1 Jahr | >1-5 Jahre | >5 Jahre | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 29.595 | 2.567 | 116 | 32.278 | |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 34.225 | 0 | 0 | 34.225 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
104.918 | 0 | 0 | 104.918 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 28.924 | 10.846 | 1.215 | 40.985 |
| TOTAL | 197.662 | 13.413 | 1.331 | 212.406 |
| Umsatzerlöse (TEUR) | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Deutschland | 89.101 | 59.866 |
| Europäische Union | 501.309 | 520.725 |
| Europa übrige | 9.737 | 33.530 |
| Amerika | 19.244 | 28.779 |
| Asien | 54.254 | 1.930 |
| Übrige | 10.163 | 3.222 |
| TOTAL | 683.808 | 648.052 |
| Branche (TEUR) | 2015 | % | 2014 | % |
|---|---|---|---|---|
| Industrie | 356.378 | 52,12% | 285.757 | 44,10% |
| Konsumgüter | 327.430 | 47,88% | 362.295 | 55,90% |
| TOTAL | 683.808 | 100,00% | 648.052 | 100,00% |
Die Veränderung in den Umsatzerlösen im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf die konsolidierungskreisbedingten Änderungen zurückzuführen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 18.087 TEUR auf 92.761 TEUR erhöht. Hierin enthalten sind die Erträge aus der Auflösung passivischer Unterschiedsbeträge in Höhe von 57.569 TEUR (Vorjahr: 48.545 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 742 TEUR (Vorjahr: 813 TEUR). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außerdem periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 9.725 TEUR (Vorjahr: 14.140 TEUR) enthalten.
und fordert von der mutares AG aus der Patronatserklärung und der Garantie Zahlung von ca. EUR 15,4 Mio. Zudem begehrt Diehl die Feststellung, dass die mutares AG verpflichtet ist, Diehl sämtliche weiteren Schäden zu ersetzen, die Diehl aus der Nichterfüllung der von der mutares AG im Zusammenhang mit dem Erwerb des Geschäftsbereichs Photovoltaics eingegangenen Verpflichtungen entstehen. Diehl hat den vorläufigen Streitwert der Klage auf insgesamt ca. EUR 22,5 Mio. beziffert. Die mutares AG bestreitet die Grundlage für den Schadenersatz sowie die Höhe des Schadens. Die beiden Verfahren vor dem Landgericht Ravensburg wurden zu einem Verfahren zusammengelegt. Der Insolvenzverwalter über das Vermögen der Platinum GmbH i.I. hat im September 2014 das Anfechtungsverfahren aufseiten der Platinum GmbH i.I. aufgenommen.
Im Berichtsjahr haben wiederholt Vergleichsgespräche zwischen den Parteien stattgefunden. Diese haben jedoch bislang nicht zu einer gütlichen Einigung geführt. Das Landgericht Ravensburg hat am 16. Oktober 2015 einen Beweisbeschluss erlassen und die Durchführung einer Beweisaufnahme durch Vernehmung verschiedener Zeugen in einer mündlichen Verhandlung am 8. Juni 2016 sowie am 15. Juni 2016 verfügt. Im Zusammenhang mit dem Beweisbeschluss hat das Gericht den Parteien zudem einen Vergleichsvorschlag unterbreitet.
Der Vorstand der mutares AG sowie seine rechtlichen Berater sind weiterhin der Auffassung, dass die mutares AG die im Zusammenhang mit dem Unternehmenskauf eingegangenen Verpflichtungen im Dezember 2013 wirksam angefochten hat und der mutares AG zudem ein Anspruch auf Befreiung von den gegenüber Diehl eingegangenen Verpflichtungen zusteht. Der Vorstand der mutares AG und seine rechtlichen Berater gehen daher davon aus, dass die mutares AG keine Zahlungen in nennenswertem Umfang an Diehl aus der beschriebenen Patronatserklärung und der Garantie wird leisten müssen. Daherwurden ausschließlich Rückstellungen für Prozesskosten gebildet. Sollte entgegen der derzeitigen Einschätzung des Vorstands die Wirksamkeit der erklärten Anfechtungen nicht belegt werden können, ist es durchaus möglich, dass die mutares AG in der vorstehend beschriebenen Rechtsstreitigkeit unterliegen und eine Inanspruchnahme der mutares AG in nennenswertem Umfang erfolgen könnte, die die künftige Entwicklung der mutares AG nachhaltig negativ beeinträchtigen könnte.
Der Insolvenzverwalter der Castelli S.p.A., Italien, hat am 18. Mai 2015 Klage gegen die mutaresAG beim Gerichtin Genua aufZahlung eines Betrages in Höhe von EUR 5,8 Mio. erhoben. Der Insolvenzverwalter unterstellt der mutares AG insbesondere, zu keinem Zeitpunkt die Absicht zur Fortführung der Castelli gehabt zu haben und damit den Beschluss zur Liquidation der Gesellschaft zu spät getroffen zu haben. Der Vorstand der mutares AG hat die Vorwürfe zurückgewiesen und ist zusammen mit seinen rechtlichen Beratern der Auffassung, dass die Vorwürfe unbegründet sind und keine Zahlungen in nennenswertem Umfang geleistet werden müssen. Daher wurden ausschließlich Rückstellungen für Prozesskosten gebildet. Die Parteien haben anlässlich der letzten mündlichen Verhandlungen vom 2. Februar 2016 wechselseitig ihre weitere Bereitschaft für eine vergleichsweise Beilegung des Rechtsstreits bekundet.
Es bestand eine zeitlich bis zum 30. Juni 2015 und der Höhe nach auf EUR 10 Mio. begrenzte Insolvenzgarantie gegenüber dem Veräußerer eines verbundenen Unternehmens. Die Garantie ist mit Ablauf des 30. Juni 2015 ohne Inanspruchnahme ausgelaufen.
Des Weiteren besteht eine zeitlich bis Dezember 2016 befristete Freistellungsgarantie gegenüber dem Veräußerer eines anderen verbundenen Unternehmens für Ansprüche, die gegen den Veräußerer im Falle einer Insolvenz des verbundenen Unternehmens im Zeitraum bis Dezember 2016 erhoben werden. DerVorstand geht aufgrund der wirtschaftlichen Situation des Tochterunternehmens aktuell nicht von einer Inanspruchnahme der Freistellungsgarantie aus.
Darüber hinaus bestehen sonstige Garantien und Zusagen in einer Gesamthöhe von TEUR 12.644 (Vorjahr: TEUR 11.050). Der Vorstand geht aufgrund der wirtschaftlichen Situationen der Beteiligungen aktuell nicht von einer Inanspruchnahme aus.
Gegenüber einem Dritten hat die mutares AG zudem eine zeitlich bis Dezember 2018 befristete Patronatserklärung für die Erfüllung von Verpflichtungen eines Tochterunternehmens abgegeben, die betragsmäßig nicht beschränkt ist. Der Vorstand geht aufgrund der wirtschaftlichen Situation des Tochterunternehmens aktuell nicht von einer Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung aus.
Die mutares AG führt im Zusammenhang mit dem in 2013 erfolgten Erwerb des Geschäftsbereichs Photovoltaics von der Diehl AKO Stiftung & Co. KG ("Diehl") durch ihre (mittelbare) Tochtergesellschaft Platinum GmbH ("Unternehmenskauf") einen Rechtsstreit mit Diehl.
Die mutares AG war im Zusammenhang mit dem Erwerb des Geschäftsbereichs Photovoltaics bestimmte Verpflichtungen gegenüber Diehl eingegangen. Zum einen hatte sich die mutares AG gegenüber Diehl verpflichtet, zeitlich befristet den Fortbestand der Platinum GmbH sowie die Erfüllung sämtlicher Verbindlichkeiten der Platinum GmbH zu gewährleisten ("Patronatserklärung"). Zum anderen hatte die mutares AG gegenüber Diehl die Erfüllung bestimmter Verpflichtungen der Platinum GmbH aus dem Unternehmenskaufvertrag garantiert ("Garantie").
Die mutares AG und die Platinum GmbH haben sämtliche im Zusammenhang mit dem Erwerb des Geschäftsbereichs Photovoltaics gegenüber Diehl abgegebenen Erklärungen im Dezember 2013 wegen arglistiger Täuschung angefochten. Am 3. März 2014 hat die Platinum GmbH Insolvenzantrag gestellt. Das Insolvenzverfahren ist am 1. Juni 2014 eröffnet worden.
Die mutares AG hat am 3. März 2014 zusammen mit der Platinum GmbH Klage zum Landgericht Ravensburg gegen Diehl auf Feststellung der Unwirksamkeit der im Zusammenhang mit dem Erwerb des Geschäftsbereichs Photovoltaics eingegangenen Verpflichtungen erhoben. In diesem Zusammenhang macht die mutares AG Schadensersatzansprüche gegen Diehl geltend. Diehl hat seinerseits dann im Mai 2014 (Teil-)Klage zum Landgericht Ravensburg erhoben
Die Klann Packaging GmbH (KPG) hat am 10. September 2013 einen Factoring-Vertrag mit der CommerzFactoring geschlossen. Der Vertrag ist auf eine Maximalsumme von 3.500 TEUR der zukünftig anfallenden Forderungen begrenzt. Zum Stichtag beträgt das Volumen der übertragenen Forderungen 1.026 TEUR (Vorjahr: 847 TEUR). Der Zweck der außerbilanziellen Factoring-Geschäfte liegt in der angestrebten Beschaffung liquider Mittel und dem Senken des Delkredere-Risikos eines teilweisen oder ganzheitlichen Ausfalls von Forderungen. Ein daraus resultierender Vorteil besteht in dem im Gegensatz zur Einbringung noch ausstehender Forderungen geringeren Aufwand.
Aus Kaufverträgen von Beteiligungen bestehen für den Fall der Erfüllung von vereinbarten Zielen auf insgesamt maximal 72.700 TEUR begrenzte "Earn-out-Vereinbarungen" mit den Verkäufern dieser Unternehmen. Zudem besteht eine vom Verkaufspreis abhängige unlimitierte "Earnout-Vereinbarung" bei einer Beteiligung. Auf Basis unserer derzeitigen Einschätzung stufen wir das Risiko einer Inanspruchnahme aus den genannten Earn-out-Vereinbarungen als gering ein.
Von den 15.496.292 ausgegebenen Aktien sind 100 % in Inhaberstammaktien, jeweils als Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00, eingeteilt.
_Herr Dr.-Ing. Axel Geuer, Chief Executive Officer, München _Herr Robin Laik, Chief Executive Officer, München _Herr Mark Friedrich, Chief Financial Officer, München, seit 1. April 2015 _Herr Dr.-Ing. Kristian Schleede, Chief Restructuring Officer, Zürich/Schweiz _Herr Dr.-Ing. Wolf Cornelius, Chief Operations Officer, Waldstetten
Herr Dr.-Ing. Axel Geuer und Herr Robin Laik vertreten die Gesellschaft jeweils einzeln.
Herr Dr.-Ing. Kristian Schleede, Herr Dr.-Ing. Wolf Cornelius und Herr Mark Friedrich vertreten die Gesellschaft jeweils zusammen mit einem weiteren Vorstandsmitglied oder gemeinsam mit einem Prokuristen.
Aufsichtsrat
Mitglieder des Aufsichtsrats sind:
_Herr Prof. Dr. iur. Micha Bloching, Steuerberater, München (Vorsitzender) _Herr Volker Rofalski, Diplom-Kaufmann, Geschäftsführer Only Natural Munich GmbH, München (stellvertretender Vorsitzender) _Herr Dr. Ulrich Hauck, Vorstand Finanzen, Schaeffler AG, Leverkusen
Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats Die Vergütungen der Vorstände betrugen im Geschäftsjahr 2015 insgesamt 2.600 TEUR. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben Anspruch auf Vergütung für ihre Tätigkeiten in Höhe von insgesamt jährlich EUR 60.000,00 zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 22. Mai 2015.
Im Rahmen des bestehenden Aktienoptionsplans hat der Vorstand im Geschäftsjahr 2015 keine
Optionen zugeteilt bekommen.
Die mutares AG unterhält zu verbundenen, konsolidierten und nicht konsolidierten Tochtergesellschaften geschäftsübliche Beziehungen. DieTransaktionen mit diesen Gesellschaften sind von geringem Umfang,resultieren aus dem normalen Geschäftsverkehr undwurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. Darüber hinaus haben Unternehmen des mutares-Konzerns mit Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats der mutares AG keine wesentlichen Geschäfte vorgenommen. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises.
Folgende Honorare des Konzernabschlussprüfers wurden bei der mutares AG und deren Tochtergesellschaften für das Geschäftsjahr erfasst:
| 2015 | TEUR |
|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 154 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 0 |
| Steuerberatungsleistungen | 5 |
| Sonstige Leistungen | 6 |
| TOTAL | 165 |
In den Konsolidierungskreis zum 31. Dezember 2015 wurden neben dem Mutterunternehmen die in der "Aufstellung des Anteilsbesitzes" (Anlage 1 zum Konzernanhang) mit (1) markierten Unternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen.
Im Geschäftsjahr 2015 waren im mutares-Konzern durchschnittlich insgesamt 2.995 Mitarbeiter gemäß § 267 Abs. 5 HGB beschäftigt.
| Gewerbliche Mitarbeiter | 1.754 |
|---|---|
| Angestellte | 1.241 |
| TOTAL | 2.995 |
KLANN Packaging GmbH 1) Landshut 100 EGC Stavelot S.A. 2) 5) Stavelot_BE 100 Rubbens N.V. 2) 5) Kruibeke_BE 100 Castelli S.p.A. i.I. 3) San Giovanni in Persiceto_IT 100 Eupec Pipecoatings France S.A. 1) Gravelines_FR 100 Eupec PipelineServices GmbH 1) Sessnitz 100 Geesink Group B.V. 1) Emmeloord_NL 100 Norba A.B. 1) Kalmar_SE 100 Geesink Norba Limited 1) Cardiff_UK 100 Geesink B.V. 1) Emmeloord_NL 100 Geesink Vast Goed B.V. 1) Emmeloord_NL 100 Geesink Polska sp z.o.o. 1) Pabianice_PL 100 Norba A/S 1) Karlslunde_DK 100 Geesink 1 B.V. 1) Emmeloord_NL 100 Geesink 2 B.V. 1) Emmeloord_NL 100 Geesink 3 B.V. 1) Emmeloord_NL 100 GeesinkNorba GmbH 1) Erkrath 100 artmadis S.A.S.U. 1) Wasquehal_FR 100 Cofistock Srl 1) Wasquehal_FR 100 artmadis Hongkong 1) Hongkong_CN 100 Artmadis Belgium NV 1) Wilrijk_BE 100 STS Acoustics S.p.A. 1) Turin_IT 100 STS Real Estate Srl 1) Turin_IT 100 STS Poland sp. z o.o. 1) Warschau_PL 100 Pixmania SAS 3) Asnières-sur-Seine_FR 100 E-Merchant S.A.S 3) Asnières-sur-Seine_FR 100 Japan Diffusion S.A. 3) Asnières-sur-Seine_FR 100 Press Labo Services Sprl 3) Anderlecht_BE 100 Fotovista Srl 3) 5) Mailand_IT 100 Pixmania Ltd. 3) 5) London_UK 100 Fotovista BV 3) 5) Rotterdam_NL 100 Pixmania SRO 3) Brno_CZ 100 A+F Automation + Fördertechnik GmbH 1) Kirchlengern 100 Zanders GmbH 1) Bergisch Gladbach 94,9 BGE Eisenbahn Güterverkehr GmbH 1) Bergisch Gladbach 90 Zhejiang Minfeng-Zanders Paper Company Limited 4) Jiaxing_CN 25 Zanders Paper UK Ltd. 2) Bristol_UK 100 BSL Pipes and Fittings SAS 1) Billy Sur Aisne_FR 100 Grosbill SAS 1) Paris_FR 100 Norsilk SAS 1) Honfleur_FR 100
1) Im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. 2) Auf Einbeziehung gemäß § 296 Abs. 2 HGB verzichtet.
3) Auf Einbeziehung gemäß § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB verzichtet.
5) i.L.
| Unmittelbare Beteiligungen | Sitz | Anteil in % |
|---|---|---|
| mutares Automobilguss AG 1) | München | 100 |
| Verkehrssysteme Holding AG 2) 5) | München | 100 |
| mutares Sphäroguss AG 2) 5) | München | 100 |
| mutares Geoinformationssysteme UG (haftungsbeschränkt) 2) 5) | München | 100 |
| mutares Holding-02 AG 1) | Bad Wiessee | 100 |
| mutares Holding-03 AG 1) | Weißenfels | 100 |
| mutares Holding-04 AG 1) 5) | Weißenfels | 100 |
| mutares Holding-05 UG (haftungsbeschränkt) 2) 5) | München | 100 |
| mutares Holding-06 UG (haftungsbeschränkt) 1) | Weißenfels | 100 |
| mutares Holding-07 GmbH 1) | Weißenfels | 100 |
| mutares Holding-08 AG 1) 5) | Weißenfels | 100 |
| mutares Holding-09 AG 1) 5) | Weißenfels | 100 |
| mutares Holding-10 AG 1) | Weißenfels | 100 |
| mutares Holding-11 AG 1) | Weißenfels | 100 |
| mutares Holding-12 AG 1) | Weißenfels | 100 |
| mutares Holding-13 AG 1) | Weißenfels | 100 |
| GeesinkNorba Group AG 1) | Erkrath | 100 |
| mutares Holding-15 AG 1) | Weißenfels | 100 |
| mutares Holding-16 AG 1) | Weißenfels | 100 |
| mutares Holding-17 AG 1) | Weißenfels | 100 |
| mutares Holding-18 AG 1) | Weißenfels | 100 |
| mutares Holding-19 AG 1) | Bad Wiessee | 100 |
| mutares Holding-20 AG 1) | Bad Wiessee | 100 |
| mutares Holding-21 AG 1) | Bad Wiessee | 100 |
| mutares Holding-22 AG 1) | Bad Wiessee | 100 |
| mutares Holding-23 AG 1) | Bad Wiessee | 100 |
| mutares Holding-24 AG 1) | Bad Wiessee | 100 |
| mutares Holding-25 AG 1) | Bad Wiessee | 100 |
| Mittelbare Beteiligungen | Sitz | Anteil in % |
| mutares France SAS 1) | Paris_FR | 100 |
| Platinum GmbH i.I. 3) | Wangen im Allgäu | 100 |
| Platinum Italia GmbH 3) | Bozen_IT | 100 |
| Cast Iron Components Group GmbH 2) 5) | München | 100 |
| Fertigungstechnik Weißenfels GmbH 1) | Weißenfels | 100 |
| Elastomer Solutions GmbH 1) | Wiesbaum | 100 |
| DF Elastomer Solutions Lda 1) | Mindelo_PT | 100 |
| Elastomer Solutions s.r.o. 1) | Belusa_SK | 100 |
| Elastomer Solutions Maroc Sarl 1) | Freihandelszone Tanger_MA | 100 |
| Elastomer Solutions Mexico S. de R.L. de C.V. 1) | Fresnillo_ME | 100 |
| Landshut | 100 |
|---|---|
| Stavelot BE | 100 |
| Kruibeke_BE | 100 |
| San Giovanni in Persiceto_IT | 100 |
| Gravelines FR | 100 |
| Sessnitz | 100 |
| Emmeloord_NL | 100 |
| Kalmar_SE | 100 |
| Cardiff_UK | 100 |
| Emmeloord NL | 100 |
| Emmeloord NL | 100 |
| Pabianice PL | 100 |
| Karlslunde_DK | 100 |
| Emmeloord NL | 100 |
| Emmeloord NL | 100 |
| Emmeloord_NL | 100 |
| Erkrath | 100 |
| Wasquehal_FR | 100 |
| Wasquehal_FR | 100 |
| Hongkong_CN | 100 |
| Wilrijk_BE | 100 |
| Turin_IT | 100 |
| Turin_IT | 100 |
| Warschau_PL | 100 |
| Asnières-sur-Seine_FR | 100 |
| Asnières-sur-Seine FR | 100 |
| Asnières-sur-Seine FR | 100 |
| Anderlecht_BE | 100 |
| Mailand IT | 100 |
| London_UK | 100 |
| Rotterdam NL | 100 |
| Brno_CZ | 100 |
| Kirchlengern | 100 |
| Bergisch Gladbach | 94,9 |
| Bergisch Gladbach | 90 |
| Jiaxing_CN | 25 |
| Bristol_UK | 100 |
| Billy Sur Aisne_FR | 100 |
| Paris_FR | 100 |
| Honfleur_FR | 100 |
der mutares AG zum 31.Dezember 2015 (Anlage 1)
| Sachanlangen in TEUR Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| Vortrag | 53.753 | 189.547 | 47.830 | 834 | 291.964 |
| Zugänge | 373 | 5.870 | 1.971 | 282 | 8.496 |
| Abgänge | 16 | 3.367 | 913 | 49 | 4.345 |
| Umbuchungen | 68 | 1.163 | 183 | -1.414 | 0 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 289.820 | 547.513 | 2.525 | 1.241 | 841.099 |
| Währungsumrechnung | 77 | -96 | -12 | 0 | -31 |
| Stand zum 31.12.2015 | 344.075 | 740.630 | 51.584 | 894 | 1.137.183 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| Vortrag | 35.893 | 168.479 | 41.826 | 1 | 246.199 |
| Zugänge | 1.783 | 8.761 | 3.097 | 13 | 13.654 |
| Abgänge | 6 | 3.050 | 263 | 0 | 3.319 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 262.944 | 533.926 | 1.902 | 0 | 798.772 |
| Währungsumrechnung | 1 | -12 | -1 | 0 | -12 |
| Stand zum 31.12.2015 | 300.615 | 708.104 | 46.561 | 14 | 1.055.294 |
| Buchwerte | |||||
| zum 31.12.2015 | 43.460 | 32.526 | 5.023 | 880 | 81.889 |
| zum 31.12.2014 | 17.860 | 21.068 | 6.004 | 833 | 45.765 |
| Sachanlangen in TEUR Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| Vortrag | 53.753 | 189.547 | 47.830 | 834 | 291.964 |
| Zugänge | 373 | 5.870 | 1.971 | 282 | 8.496 |
| Abgänge | 16 | 3.367 | 913 | 49 | 4.345 |
| Umbuchungen | 68 | 1.163 | 183 | -1.414 | 0 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 289.820 | 547.513 | 2.525 | 1.241 | 841.099 |
| Währungsumrechnung | 77 | -96 | -12 | 0 | -31 |
| Stand zum 31.12.2015 | 344.075 | 740.630 | 51.584 | 894 | 1.137.183 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| Vortrag | 35.893 | 168.479 | 41.826 | 1 | 246.199 |
| Zugänge | 1.783 | 8.761 | 3.097 | 13 | 13.654 |
| Abgänge | 6 | 3.050 | 263 | 0 | 3.319 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 262.944 | 533.926 | 1.902 | 0 | 798.772 |
| Währungsumrechnung | 1 | -12 | -1 | 0 | -12 |
| Stand zum 31.12.2015 | 300.615 | 708.104 | 46.561 | 14 | 1.055.294 |
| Buchwerte | |||||
| zum 31.12.2015 | 43.460 | 32.526 | 5.023 | 880 | 81.889 |
| zum 31.12.2014 | 17.860 | 21.068 | 6.004 | 833 | 45.765 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände in TEUR |
gewerbliche Schutzrechte Selbst geschaffene |
gewerbliche Schutzrechte Entgeltlich erworbene Konzessionen und |
Geschäfts- oder Firmenwert |
Geleistete Anzahlungen | Summe | Sachanlangen in TEUR |
grundstücksgleiche Rechte Grundstücke und |
Technische Anlagen Maschinen und |
Andere Anlagen, Betriebs- Geschäftsausstattung und |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||||||
| Vortrag | 15.996 | 10.868 | 3.800 | 741 | 31.405 | Vortrag | 53.753 | 189.547 | 47.830 | 834 | 291.964 |
| Zugänge | 455 | 5.694 | 0 | 164 | 6.313 | Zugänge | 373 | 5.870 | 1.971 | 282 | 8.496 |
| Abgänge | 0 | 23 | 3.800 | 0 | 3.823 | Abgänge | 16 | 3.367 | 913 | 49 | 4.345 |
| Umbuchungen | 0 | 16 | 0 | -16 | 0 | Umbuchungen | 68 | 1.163 | 183 | -1.414 | 0 |
| Änderung Konsolidierungskreis | -12.505 | -2.418 | 0 | 16 | -14.907 | Änderung Konsolidierungskreis | 289.820 | 547.513 | 2.525 | 1.241 | 841.099 |
| Währungsumrechnung | 0 | 1 | 0 | 0 | 1 | Währungsumrechnung | 77 | -96 | -12 | 0 | -31 |
| Stand zum 31.12.2015 | 3.946 | 14.138 | 0 | 905 | 18.989 | Stand zum 31.12.2015 | 344.075 | 740.630 | 51.584 | 894 | 1.137.183 |
| Kumulierte Abschreibungen | Kumulierte Abschreibungen | ||||||||||
| Vortrag | 9.281 | 9.393 | 3.800 | 0 | 22.474 | Vortrag | 35.893 | 168.479 | 41.826 | 1 | 246.199 |
| Zugänge | 1.417 | 5.200 | 0 | 0 | 6.617 | Zugänge | 1.783 | 8.761 | 3.097 | 13 | 13.654 |
| Abgänge | 0 | 23 | 3.800 | 0 | 3.823 | Abgänge | 6 | 3.050 | 263 | 0 | 3.319 |
| Änderung Konsolidierungskreis | -8.393 | -2.960 | 0 | 0 | -11.353 | Änderung Konsolidierungskreis | 262.944 | 533.926 | 1.902 | 0 | 798.772 |
| Währungsumrechnung | 0 | 1 | 0 | 0 | 1 | Währungsumrechnung | 1 | -12 | -1 | 0 | -12 |
| Stand zum 31.12.2015 | 2.305 | 11.611 | 0 | 0 | 13.916 | Stand zum 31.12.2015 | 300.615 | 708.104 | 46.561 | 14 | 1.055.294 |
| Buchwerte | Buchwerte | ||||||||||
| zum 31.12.2015 | 1.641 | 2.527 | 0 | 905 | 5.073 | zum 31.12.2015 | 43.460 | 32.526 | 5.023 | 880 | 81.889 |
| zum 31.12.2014 | 6.715 | 1.475 | 0 | 741 | 8.931 | zum 31.12.2014 | 17.860 | 21.068 | 6.004 | 833 | 45.765 |
5.8. Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens
der mutares AG zum vom 1. Januar bis zum 31.Dezember 2015 (Anlage 2)
Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2015
Pressemitteilung zum 1. Quartal 2016
Ordentliche Hauptversammlung
Veröffentlichung des Halbjahresberichts 2016
Baader Investment Conference, München
Pressemitteilung zum 3. Quartal 2016
Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt/Main
| Finanzanlagen in TEUR |
Anteile an verbundenen Unternehmen |
Anlagevermögens Wertpapiere des |
Sonstige Ausleihungen | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| Vortrag | 1.084 | 63 | 643 | 1.790 |
| Zugänge | 0 | 8 | 36 | 44 |
| Abgänge | 0 | 0 | 2 | 2 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Änderung Konsolidierungskreis | -176 | 0 | -162 | -338 |
| Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand zum 31.12.2015 | 908 | 71 | 515 | 1.494 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Vortrag | 908 | 0 | 0 | 908 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand zum 31.12.2014 | 908 | 0 | 0 | 908 |
| Buchwerte | ||||
| zum 31.12.2015 | 0 | 71 | 515 | 586 |
| zum 31.12.2014 | 176 | 63 | 643 | 882 |
5.8. Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens
der mutares AG zum vom 1. Januar bis zum 31.Dezember 2015 (Anlage 2)
Herausgeber
mutares AG Uhlandstrasse 3 D-80336 München
T +49 89 9292 776-0 F +49 89 9292 776-22 www.mutares.de
Vorsitzender des Aufsichtsrats: Prof. Dr. Micha Bloching Vorstand: Dr. Axel Geuer, Robin Laik, Dr. Kristian Schleede, Dr. Wolf Cornelius, Mark Friedrich
Sitz der Gesellschaft: München Handelsregister: Amtsgericht München HRB 172278
Christoph Himmel Head of Investor Relations
Soh-Pih Mariette Nikolai Investor Relations
[email protected] www.mutares.de/investor-relations
Barbara Tabery Jalun Design
[email protected] www.jalun-design.com
Bilder: © Choreograph, www.istock.com
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