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Delivery Hero SE

Annual Report Dec 31, 2016

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Annual Report

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Geschäftsbericht 2016

Inhalt

01. Zusammengefasster Lagebericht

A. Grundlagen des Konzerns 10
01 Geschäftsmodell 10
02 Segmente 11
03 Steuerungssystem 14
04 Forschung und Entwicklung 14
B. Wirtschaftsbericht 15
01 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 15
02 Geschäftsverlauf 17
a) Umsatzentwicklung 17
b) Finanzierungsmaßnahmen 17
c) Unternehmenserwerbe 18
d) Aufgegebener Geschäftsbereich 18
e) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 18
f) Geschäftsentwicklung 22
03 Mitarbeiterentwicklung 23
04 Lage 24
a) Ertragslage 24
b) Finanzlage 26
c) Vermögenslage 27
d) Gesamtaussage 29
C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 30
01 Prognosebericht 30
a) Künftige gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Situation 30
b) Künftige Entwicklung des Konzerns
c) Gesamtaussage der Geschäftsführung
31
32
02 Risikobericht 32
03 Chancenbericht 34
D. Verwendung von Finanzinstrumenten 36
01 Risikomanagement 36
02 Liquiditätsrisiken 36
03 Marktrisiken 37
E. Ergänzende Lageberichterstattung zum
Einzelabschluss der Delivery Hero GmbH
38
01 Geschäftsmodell 38
02 Lage 39
a) Ertragslage 39
b) Finanzlage 41
c) Vermögenslage 42
d) Gesamtaussage 43

02. Konzernabschluss

A. Konzernbilanz 45
B. Konzerngesamtergebnisrechnung 47
C. Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung 49
D. Konzernkapitalflussrechnung 51

03. Anhang zum Konzernabschluss

A. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss
01 Grundlagen des Konzerns 54
02 Grundlagen der Rechnungslegung Konzernabschlusses nach IFRS 55
B. Rechnungslegungsmethoden 59
01 Konsolidierungsmethoden 59
a) Tochterunternehmen 58
b) Assoziierte Unternehmen und gemeinsame Vereinbarungen 60
02 Währungsumrechnung 61
03 Ertrags- und Aufwandsrealisierung 64
a) Umsatzerlöse 64
b) Kundenbindungsprogramm 65
c) Zinsen und ähnliche Erträge 65
d) Aufwendungen 65
04 Sachanlagen 66
05 Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwert 67
06 Leasingverhältnisse 68
a) Bilanzierung als Leasingnehmer 68
b) Bilanzierung als Leasinggeber 69
07 Vorräte 69
08 Ertragsteuern 69
a) Tatsächliche Ertragsteuern 69
b) Latente Ertragsteuern 70
09 Finanzinstrumente 70
a) Finanzielle Vermögenswerte 70
b) Finanzielle Verbindlichkeiten 72
10 Leistungen an Arbeitnehmer 73
a) Kurzfristige fällige Leistungen an Arbeitnehmern 73
b) Pensionsverpflichtungen 73
c) Anteilsbasierte Vergütungen 73
11 Sonstige Rückstellungen 74
12 Beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente 74
13 Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes 75
14 Zuwendungen der öffentlichen Hand 75
15 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und
damit verbundene Schulden sowie nicht fortgeführte Aktivitäten 76
16 Ermessensentscheidungen und Verwendung von Schätzungen 77
a) Ermessensentscheidungen 77
b) Annahmen und Schätzungsunsicherheiten 78

C. Neue Standards und Interpretationen, die noch nicht angewendet wurden 79

D. Konsolidierungskreis 81

01 Veränderungen im Konzern 81
02 Unternehmenserwerbe 82
a) Foodpanda-Gruppe 82
b) Unternehmenserwerbe im Vorjahr 84
03 Angaben zu Unternehmensbeteiligungen gemäß IFRS 12 85
a) Tochterunternehmen 85
b) Assoziierte Unternehmen 87
c) Verlust von Beherrschung über Tochterunternehmen 88
d) Aufgegebener Geschäftsbereich 90

E. Geschäftssegmente 92

01 Grundlagen der Segmente 92
02 Segmentinformationen und Überleitung der Segmentinformationen 93
a) Umsatz 93
b) Adjusted EBITDA 94
03 Informationen über geographische Gebiete 95
a) Umsatz 95
b) Langfristige Vermögenswerte 95

F. Angaben zur Konzernbilanz 96

01 Immaterielle Vermögenswerte
a) Überleitung des Buchwerts
b) Aufteilung des Goodwills
02 Sachanlagen 102
03 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 104
04 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 105
05 Sonstige Vermögenswerte 106
06 Forderungen aus Ertragsteuern 106
07 Latente Ertragsteuern 106
08 Vorräte 111
09 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 111
10 Eigenkapital 112
a) Gezeichnetes Kapital 112
b) Genehmigtes Kapital 113
c) Kapitalrücklagen 113
d) Gewinn- und sonstige Rücklagen 114
e) Eigene Anteile
f) Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
11 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 115
12 Pensionsrückstellungen 116
13 Sonstige Rückstellungen 118
14 Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 120
15 Sonstige Schulden 122
16 Ertragsteuerschulden 122

G. Angaben zur Konzerngesamtergebnisrechnung 123

01 Umsatzerlöse 123
02 Umsatzkosten 124
03 Marketing-Aufwendungen 125
04 IT Aufwendungen 125
05 Verwaltungsaufwendungen 126
06 Sonstige betriebliche Erträge 127
07 Sonstige betriebliche Aufwendungen 127
08 Zinsergebnis 128
09 Übriges Finanzergebnis 129
10 Ertragsteuern 130
H. Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung 132

I. Sonstige Angaben 133

01 Anteilsbasierte Vergütung – IFRS 2 Programme 133
a) VSP DH: Beschreibung des Programms 133
b) VSP DH: Erdienenszeitraum / Unverfallbarkeit (Vesting) 134
c) VSP foodora: Beschreibung Optionsprogramm 136
d) VSP foodora: Erdienenszeitraum / Unverfallbarkeit (Vesting) 137
e) Option foodora: Beschreibung Optionsprogramm 138
f) Option foodora: Erdienenszeitraum / Unverfallbarkeit (Vesting) 139
g) E-Food: Beschreibung Optionsprogramm 141
h) Weitere IFRS 2-Programme 143
02 Finanzinstrumente 144
a) Angaben zu den Finanzinstrumenten 144
b) Risikomanagement 152
c) Ausfallrisiko 152
d) Liquiditätsrisiken 155
e) Marktrisiken 156
03 Kapitalmanagement 158
04 Angaben zum Umsatzkostenverfahren 159
05 Anzahl der Mitarbeiter 159
06 Gesamthonorar des Abschlussprüfers 160
07 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen 160
a) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen 160
b) Beziehungen zu nahestehenden Personen 162
08 Leasingnehmerverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen 163
09 Anteilsbesitzliste nach 313 (2) HGB 165
10 Geschäftsführung 172
11 Erste Führungsebene 172
12 Beirat 173
J. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 174

01.

Zusammengefasster Lagebericht

A. GRUNDLAGEN DES KONZERNS | 01 GESCHÄFTSMODELL

A. Grundlagen des Konzerns

01 GESCHÄFTSMODELL

Die Delivery Hero-Gruppe (auch: Delivery Hero, Gruppe, Gesellschaft oder Konzern) bietet Online-Essensbestelldienste in über 40 Ländern auf sechs Kontinenten an. Sie ist in diversen Ländern Europas, Latein- und Südamerikas aber auch in Asien, Afrika, Nordamerika und Australien mit ihren Dienstleistungen im Bereich des Online Food Ordering und Online Food Delivery Service tätig.

In den letzten Jahren konnte sich Delivery Hero durch externe Unternehmenszukäufe stark vergrößern. So ewarb der Konzern im Geschäftsjahr 2015 die Yemeksepeti Gruppe in der Türkei, mit der Delivery Hero nun mehr im größten Food Delivery Markt in MENA vertreten ist. Im Zuge der Akquisition der Foodpanda Gruppe im Dezember 2016, baute Delivery Hero ihre Präsenz weltweit aus. So wurde das Portfolio um 8 osteuropäische Länder erweitert, der geographische Fußabdruck in verschiedenen jungen Märkten in Asien deutlich vergrößert und auch in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie Ägypten expandiert.

Die Delivery Hero Internetplattformen sind auf die lokalen Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten, die aus einer Vielzahl an Lieferdiensten in ihrer Region wählen und aus deren Speisekarten Essen einsehen bzw. bestellen können. Die Bestellungen können per App oder über die Webseite getätigt werden und anschließend sowohl bar als auch bargeldlos bezahlt werden. Optional bietet Delivery Hero den Gastronomiebetrieben ein Liefer- und Point of Sale-System an, um die auf der Plattform aufgegebenen Bestellungen sofort einzusehen und anzunehmen. Ergänzend offeriert Delivery Hero Produkte und Dienstleistungen, wie etwa Essensverpackungen sowie Werbe- und Druckdienstleistungen für gastronomische Betriebe. Neben dem Bereich Online Food Ordering bietet der Konzern über einen Teil der Plattformen wie foodora, Foodpanda und weiteren Marken zudem die Auslieferung des Essens an den Kunden an. Die Koordination der Fahrer-Flotte erfolgt mittels einer selbstentwickelten Dispatch Software.

Delivery Hero erzielt einen Großteil des Umsatzes aus Provisionen auf getätigte Bestellungen. Diese Provisionen basieren auf einem vertraglich festgelegten Prozentsatz des Bestellwertes. Der Prozentsatz variiert je nach Land, Art des Restaurants und den bereitgestellten Dienstleistungen, wie zum Beispiel der Nutzung eines Point of Sale-Systems, Last Mile Delivery und Unterstützung beim Marketing. Das Point of Sale-System ermöglicht es den Gastronomiebetrieben die auf der Plattform aufgegebenen Bestellungen sofort einzusehen und anzunehmen.

Zusätzlich zu der Provision erwirtschaftet Delivery Hero weitere Umsatzerlöse, wie beispielsweise der Premiumplatzierung. Premiumplatzierung bedeutet, dass Restaurants gegen eine Gebühr an oberster Stelle aller gelisteten Anbieter in ihrem relevanten Liefergebiet aufgeführt werden. Weitere Umsatzerlöse werden unter anderen durch Werbekampagnen generiert. Zudem erzielt Delivery Hero Umsätze durch Liefergebühren oder durch die Weiterberechnung von Transaktionsgebühren, wie Kreditkartengebühren oder Gebühren von Online-Zahlungssystemen, auf welche in bestimmten Märkten ein Entgelt erhoben wird. Ein geringfügiger Anteil der gesamten Provision entfällt auf erhaltene Grundgebühren.

Die Muttergesellschaft Delivery Hero GmbH (auch: DH) wurde 2011 mit Sitz in Berlin gegründet und hat seitdem ihre Präsenz auf lokalen Märkten mit verschiedenen Marken weltweit ausgebaut. Der weltweite Konsolidierungskreis der Delivery Hero-Gruppe umfasst nach verschiedenen Akquisitionen zwischen 2014 und 2016 zum Bilanzstichtag insgesamt 136 Unternehmen (Vorjahr: 106 Unternehmen). Weitere Details dazu können Kapitel 2.c) des Wirtschaftsberichts entnommen werden. Delivery Hero übt entweder direkt oder indirekt die Beherrschung über alle Tochterunternehmen aus.

A. GRUNDLAGEN DES KONZERNS | 01 GESCHÄFTSMODELL / 02 SEGMENTE

Die Steuerung der Delivery Hero-Gruppe erfolgt durch die in Berlin, Deutschland, ansässige Delivery Hero GmbH (ehemals: Delivery Hero Holding GmbH). Die Delivery Hero GmbH übernimmt neben der Steuerung des Konzernverbunds eine Bandbreite von IT-, Marketing- und sonstigen Dienstleistungen, insbesondere kaufmännische und technische Beratungsleistungen. Ferner nimmt die Delivery Hero GmbH als Konzernholding Funktionen wie Konzerncontrolling und -rechnungslegung, Öffentlichkeitsarbeit, Investor Relations, Risikomanagement sowie das Personalmanagement wahr.

Das Management der Delivery Hero-Gruppe nutzt Daten der regionalen Gesellschaften, um die globale Unternehmensstrategie zu entwickeln, das globale Marketing zu planen und zu optimieren, das Netzwerk aus lokalen Marken zu koordinieren sowie Best Practices zu identifizieren und umzusetzen. Delivery Hero unterstützt die lokalen Gesellschaften bei der Implementierung neuer Prozesse und Produkte in den jeweiligen Märkten. Die Tochtergesellschaften sind zu großen Teilen Gründer-geführt und haben daher einen umfassenden Einblick in, und Wissen über, ihren Markt und dessen Kultur. Die Tochtergesellschaften implementieren die globale Strategie auf lokaler Ebene und sind primär für die Leistung ihrer eigenen Marken verantwortlich. Die Gesellschaften innerhalb der Delivery Hero-Gruppe nutzen innovative und skalierbare Technologien zur Schaffung eines hoch transparenten Bestell- und Lieferprozesses für Restaurants, Kunden und Fahrer.

Über Finanzierungsrunden beschafft die Delivery Hero GmbH das zur Finanzierung des operativen Geschäftsaufbaus erforderliche Fremd- und Eigenkapital. Diese Finanzierungen werden entweder direkt in die operativen Unternehmen oder indirekt über eine Zwischenholding getätigt. Die Delivery Hero GmbH wird durch einen Geschäftsführer geleitet, dem weitere Personen als Führungskräfte für die Bereiche Strategy, Finance, Marketing, Operations und Information Technology, unmittelbar zuarbeiten. Schließlich wird die Geschäftsführung durch einen Beirat überwacht.

Die Berichterstattung zur Lage des Delivery Hero-Konzerns entspricht grundsätzlich der Berichterstattung der Delivery Hero GmbH. Ergänzende Angaben zum Einzelabschluss sind in Kapitel E "Ergänzende Lageberichterstattung zum Einzelabschluss der Delivery Hero GmbH" dargestellt.

02 SEGMENTE

Das Geschäft von Delivery Hero ist in vier geografische Regionen segmentiert. Dabei sind die Dienstleistungsangebote und die einzelnen Internetbestellplattformen an die lokalen Marktgegebenheiten und Wettbewerbssituationen angepasst.

Die Gruppe unterscheidet folgende vier geografisch strukturierte Segmente:

    • Europe
    • MENA (Middle East and North Africa)
    • Asia
    • Americas

A. GRUNDLAGEN DES KONZERNS | 02 SEGMENTE

Das Segment MENA inkludiert die Türkei, das Segment Asia beinhaltet Australien während Kanada dem Segment Americas zugeordnet wird.

Delivery Hero ist in über 40 Ländern mit verschiedenen lokalen Marken vertreten. Dabei sind 20 geografische Märkte in Europa, MENA und Asien im Zuge der Foodpanda-Akquisiton in 2016 hinzugekommen.

Europe

In Deutschland ist die Gruppe mit den Marken pizza.de, Lieferheld und foodora vertreten. Die Marken haben verschiedene Zielgruppen. Während sich pizza.de auf preissensible Kundengruppen wie Studenten fokussiert, konzentriert sich Lieferheld auf Kunden die ein breites Angebotsspektrum mit unterschiedlichen Optionen schätzen, wie Familien und Berufseinsteiger. foodora ist im Premiumsegment aktiv.

Neben Deutschland ist die Gruppe in Norwegen, Schweden, Finnland, Frankreich, den Niederlanden, Österreich, der Tschechischen Republik, Italien und Griechenland tätig und lokal mit verschiedenen Marken wie OnlinePizza, Pizza Online, mjam, DameJidlo, foodarena und foodora vertreten. Foodora ist neben Deutschland, in einer Vielzahl europäischer Großstädte insbesondere in Österreich, Finnland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Norwegen und Schweden operativ tätig.

Anfang April 2017 hat die Delivery Hero eine regionale Partnerschaft mit der AmRest Holding SE, dem größten börsennotierten Restaurantbetreiber in Zentraleuropa, bekannt gegeben. Die Partnerschaft eröffnet Delivery Hero die exklusive Möglichkeit, eine Vielzahl von AmRests beliebtesten Restaurants und Marken in ganz Polen auf der eigenen Essensliefer-Plattform zu integrieren. Als Teil der Vereinbarung wird AmRest zudem seine Marken auf den Delivery Hero-Plattformen DameJidlo.cz in der Tschechischen Republik und NetPincér.hu in Ungarn platzieren. Im Zuge der Partnerschaft reduziert Delivery Hero seinen Anteil an der Restaurant Partner Polska Sp. Z o.o. auf 49 % (Anteil zum 31.12.2016: 89,71 %).

Im Zuge der Akquisition der Foodpanda Gruppe im Dezember 2016, konnte die Gruppe ihr Portfolio in acht osteuropäischen Ländern erweitern. Foodpanda ist in den Märkten Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Bulgarien, Georgien, Ungarn, Montenegro, Rumänien und Serbien mit den Marken, NetPincér, Donesi and Pauza vertreten. A. GRUNDLAGEN DES KONZERNS | 02 SEGMENTE

MENA

Die Geschäftstätigkeit im Segment MENA (inklusive des Geschäfts der Foodpanda Gruppe) trägt signifikant zu der Anzahl der Bestellung und zum Bruttowarenwert (GMV) der Gruppe bei. In dem Segment MENA ist Delivery Hero in den Märkten Bahrain, Jordanien, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Türkei und Ägypten mit Marken wie Yemeksepeti, Talabat, Foodonclick, Hungerstation, Hellofood und Otlob vertreten.

In der Türkei, dem größten Food Delivery Markt im Segment MENA, ist die Gruppe mit der Marke Yemeksepeti vertreten. Yemeksepeti wurde 2001 gegründet und gehört seit 2015 zur Delivery Hero Gruppe. Yemeksepeti ist Marktführer im Bereich Online Food Takeaway in der Türkei und listet auf ihrer Plattform derzeit mehr als 10.000 Restaurants in der Türkei.

Neben der Türkei ist die Gruppe in Bahrain, Jordanien, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten mit der Marke Talabat vertreten. Zudem gehört durch die Foodpanda Akquisition die Marke Otlob zum Delivery Hero Konzern, die 1999 lanciert wurde. Otlob ist Marktführer in Ägypten und eine der ältesten e-commerce Plattformen im Nahen Osten. Zudem ist Foodpanda mit den Marken und 24h in den Vereinigten Arabischen Emiraten aktiv und ist mit Hellofood und Hungerstation Marktführer in Saudi-Arabien.

Asia

Die Gruppe hat in Südkorea eine signifikante Präsenz. Die Gruppe betreibt in Südkorea die Marken Yogiyo und Baedaltong. Während Yogiyo eine klassische Website für Online Food Ordering betreibt, ist Baedaltong im click-to-call Geschäft tätig. Dieses ist ähnlich wie ein Branchenverzeichnis für Restaurants ausgestaltet und verbindet die Kunden über einen Button auf der Website direkt mit dem Restaurant. Das Geschäft in Australien wurde im Berichtsjahr mit der Marke foodora zusammengeführt.

Die Akquisition von Foodpanda vergrößerte den geografischen Fußabdruck der Delivery Hero Gruppe in Asien signifikant und ermöglichte den Zugang zum Wachstumspotential verschiedener junger Märkte wie Bangladesh, Brunei, Hong Kong, Indien, Malaysia, Pakistan, den Philippinen, Singapur, Taiwan und Thailand.

Americas

Im Segment Americas gehören über 10 geografische Märkte zum Portfolio von Delivery Hero, inklusive Kanada, wo die Gruppe mit der Marke foodora vertreten ist. Delivery Hero betreibt in Lateinamerika überwiegend die Marken PedidosYa and Clickdelivery, die seit 2014 zur Gruppe gehören. PedidosYa wurde 2008 gegründet und verbindet Kunden und Restaurants in Argentinien, Brasilien, Chile, Panama, Paraguay und Uruguray. Clickdelivery ist in Kolumbien, Ecuador und Peru tätig. Die lateinamerikanischen Länder bringen insgesamt ein signifikantes Wachstumspotential mit sich, was auch den Online Food Markt einschließt.

A. GRUNDLAGEN DES KONZERNS | 02 STEUERUNGSSYSTEM / 03 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

03 STEUERUNGSSYSTEM

Die Umsatzerlöse und das adjusted EBITDA stellen die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Unternehmenssteuerung dar. Neben den finanziellen Kennzahlen werden auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens verwendet. Diese werden näher im Kapitel B.02.e) "Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren" erläutert.

04 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Ein Großteil der Mitarbeiter im IT-Bereich arbeitet nicht nur an der Sicherstellung des reibungslosen Bestellablaufes, sondern auch an der Weiterentwicklung der Bestellplattformen, welche durch die Delivery Hero-Gruppe auf den jeweiligen Absatzmärkten zum Einsatz kommen. Diese Plattformen stellen die zentrale Ressource zur Umsatzgenerierung der Delivery Hero-Gruppe dar. Hohe Priorität haben zudem der Schutz von persönlichen Daten, die Sicherheit von Daten sowie den Schutz und Skalierbarkeit der Technologie und IT-Infrastruktur zu gewährleisten. Hierfür arbeitet Delivery Hero auch mit externen Partnern zusammen.

Im Bereich Forschung und Entwicklung legt Delivery Hero besonderen Wert darauf, dem Benutzer eine komfortable, zuverlässige und sichere Bestellplattform zur Verfügung zu stellen. Zudem soll der Wandel hin zur verstärkten Nutzung mobiler Anwendungen technologisch abgedeckt werden. Des Weiteren zielt der Entwicklungsprozess darauf ab, die Standardisierung der Unternehmenstätigkeit und die Automatisierung der Geschäftsprozesse weiter zu forcieren. Außerdem beabsichtigt Delivery Hero den Innovationsprozess voran zu bringen, um ihre Dienstleistungen durch zusätzliche Vertriebskanäle, wie zum Beispiel Smart TVs, zu vertreiben.

Aufgrund der schwer abgrenzbaren Tätigkeiten Wartung, Sicherstellung der Leistungsbereitschaft, Weiter- und Neuentwicklung sowie der stetigen Verbesserung der Systeme ist eine quantitative Trennung der einzelnen Bereiche nicht möglich. Die wesentlichen Strukturen sowie die Inhalte der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit in der Delivery Hero-Gruppe haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.

Der Gesamtaufwand im Konzern für die IT-Abteilung beträgt TEUR 31.337 (Vorjahr: TEUR 19.788). Das entspricht 10,6 % des Umsatzes in 2016. Aufgrund der Organisation von Produkt-, Entwicklungs-, Wartungs- und Designarbeiten innerhalb der IT-Abteilung ist eine genaue Zuordnung von Mitarbeiterzahlen derzeit nicht möglich. Entsprechend ist es auch nicht möglich, die Gesamtaufwendungen nach Forschungs- oder Entwicklungstätigkeiten zu unterteilen. Eine Aktivierung von Entwicklungskosten unterbleibt. Aufgrund von begrenzten personellen Kapazitäten und der Vielzahl von Neuentwicklungen werden auch Dritte für Entwicklungsdienstleistungen in Anspruch genommen.

B. WIRTSCHAFTSBERICHT | 01 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

B. Wirtschaftsbericht

01 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Für das abgelaufene Berichtsjahr prognostizierte der Internationale Währungsfonds ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,1 %, welches damit leicht unter den Erwartungen für das Vorjahr (3,2 %)01 liegt. Das für die Weltwirtschaft insgesamt schwierige Jahr war insbesondere geprägt von erhöhter politischer Unsicherheit, einem stagnierenden globalen Handel sowie verhaltenen Investitionsausgaben und verzeichnete eine schwächere Konjunktur als erwartet.02 03

Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts nach Regionen in %

Region 03 2016 2015
Weltweit 3,1 3,2
Euro-Zone 1,7 2,0
MENA 3,2 2,1
Türkei 2,7 4,0
Asien 6,5 6,6
Lateinamerika -1,3 -0,3

Die Euro-Zone hat mit einem erwarteten Wachstum von 1,7 % im Jahre 2016 ebenfalls ein geringeres Wachstum als im Vorjahr mit 2,0 %04, da sowohl die Binnennachfrage als auch der Export an Dynamik verloren haben05. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wurde ein zum Vorjahr unverändertes Wachstum von 4,1 % prognostiziert.06

Für das Jahr 2016 lässt sich für die wichtigsten Märkte in Europa, in welchen Delivery Hero tätig war, ein moderates Wirtschaftswachstum festhalten. In Deutschland betrug das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes preisbereinigt im Vergleich zum Vorjahr 1,8 %. Finnland mit 1,6 % und das Vereinigte Königreich mit 1,8 % weisen ähnliche Wachstumsraten auf. Lediglich Schweden wächst mit 3,1 % wesentlich stärker als die Länder der Eurozone.07

  • 01 Internationaler Währungsfonds
  • 02 Weltbank
  • 03 Internationaler Währungsfonds; Asien insgesamt und Lateinamerika insgesamt: Institut für Weltwirtschaft an der Universität
  • 04 Internationaler Währungsfonds
  • 05 Weltbank
  • 06 Internationaler Währungsfonds
  • 07 Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel

B. WIRTSCHAFTSBERICHT | 01 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Auch in Asien und Australien ist das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert. So schwankte das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes zwischen 6,8 % auf den Philippinen, 3,2 % in Thailand, 4,3 % in Malaysia, 2,7 % in Südkorea und Australien mit 2,3 %.08

In den lateinamerikanischen Märkten zeigt sich in 2016 ein differenziertes Bild in der wirtschaftlichen Entwicklung. Während Länder wie Peru und Kolumbien mit 3,9 % bzw. 2,0 % deutlich gewachsen sind, schlagen sich bei Brasilien die innenpolitischen Schwierigkeiten deutlich im Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 3,6 % nieder.09 Auch in Argentinien sank das Bruttoinlandsprodukt (um 2,3 %).10 Das Wachstum in den Ländern des Golf-Kooperationsrates (GCC), welcher im Wesentlichen die Märkte umfasst in denen Delivery Hero aktiv ist, fällt mit 1,7 % deutlich unter dem Wert des Vorjahres (Vj. 3,4 %) aus, während die Region MENA ein Wachstum von 3,2 % (Vj. 2,1 %) verzeichnete.11 Nach einer starken Entwicklung in 2015 hat sich das Wachstum in der Türkei verlangsamt und lag in 2016 bei einer Wachstumsrate von 2,7 % (Vj. 4,0 %).12

In den für die Delivery Hero-Gruppe besonders relevanten Märkten in Europa haben sich die privaten Konsumausgaben preisbereinigt ähnlich dem Wirtschaftswachstum entwickelt. So stiegen diese in Deutschland um 2,0 % im Vergleich zum Vorjahr.13 In der Eurozone sind die Konsumausgaben der privaten Haushalte mit 2,6 % im Vergleich zum Vorjahr noch stärker angestiegen.14

In den jeweiligen Märkten existieren häufig starke Wettbewerber. Wesentliche Wettbewerber in Europa sind die Takeaway Gruppe, Niederlande, mit Ihrer Marke Lieferando.de in Deutschland, JUST EAT in Großbritannien, Belgien, Italien, den Niederlanden, Norwegen oder Schweiz sowie die britische Deliveroo Gruppe in europäischen Ländern wie den Niederlanden, Frankreich, Deutschland, Spanien und Italien. Deliveroo ist zudem in Asien in Hong Kong und Singapur sowie in MENA in den Vereinigten Arabischen Emiraten vertreten. Zudem erfolgte der Markteintritt von UberEATS, einer Tochtergesellschaft des US-Konzerns Uber in verschiedenen europäischen und asiatischen Großstädten.

In MENA erfolgte zudem im Mai 2016 der Markteintritt der Plattform Carriage, die von der Carriage Logistik General Trading Company, Kuwait betrieben wird. Wesentlicher Konkurrent von Carriage ist Talabat. Weitere wesentliche Konkurrenten in MENA sind Deliveroo und Zomato in den Vereingten Arabischen Emiraten. Zu den größten Konkurrenten in Asien gehört Baedal Minjeok in Südkorea.

Der Markt für Online-Essensbestellungen ist global durch einen intensiven Wettbewerb geprägt. Bei der Zielgruppe handelt es sich im Wesentlichen um Haushalte mit mittleren und hohen Einkommen. Zudem bieten zunehmend auch Restaurantketten eigene Onlinebestelldienste für ihre jeweiligen Produkte an. In vielen Ländern konnte sich Delivery Hero jedoch eine dominante Position erarbeiten und diese im Geschäftsjahr weiter ausbauen. Es existieren aus Sicht der Gruppe drei wichtige globale Trends, die das Wachstum und die Größe des Online Food Delivery Marktes beeinflussen und beschleunigen. Hierzu zählen die zunehmende Anzahl an Personen, die zubereitetes Essen bestellen anstatt selbst zu kochen, wie auch der nachhaltige Trend Produkte "on-demand" nach Hause oder an den Arbeitsplatz liefern zu lassen sowie eine generelle Verhaltensänderung von offline-Prozessen hin zu "online"-Verhalten bei den Verbrauchern. Diese drei Entwicklungen beeinflussen sowohl die Größe als auch das Wachstum des Online-Essenslieferungsmarktes nachhaltig.

  • 08 Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel
  • 09 Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel
  • 10 Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel
  • 11 Internationaler Währungsfonds
  • 12 Internationaler Währungsfonds
  • 13 Statistisches Bundesamt
  • 14 Europäische Zentralbank

02 GESCHÄFTSVERLAUF

a) Umsatzentwicklung

Auch im Jahr 2016 setzte Delivery Hero den starken Wachstumskurs in seinem Kerngeschäft fort. Die Umsatzerlöse (ohne nichtfortgeführte Geschäftsbereiche) lagen mit TEUR 297.02615 (Vorjahr: TEUR 166.157) um 79 % über dem Vorjahresniveau, hierzu trugen neben den erstmalig vollständig in den Konzernabschluss einfließenden in 2015 getätigten Akquisitionen wie die Yemek- und Talabat-Gruppe insbesondere auch das Wachstum von foodora bei. Die im Vorjahr prognostizierte Steigerung der Umsatzerlöse von nicht mehr als 60 % (währungsbereinigt) wurde somit noch übertroffen.

Das organische Umsatzwachstum wurde im Wesentlichen durch die neu hinzugewonnenen Nutzer und den damit verbundenen Anstieg der Bestellungen getrieben.

b) Finanzierungsmaßnahmen

Die Finanzierungsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2016 waren geprägt von der Aufnahme von Fremdkapital. So wurde dem Konzern Anfang des Geschäftsjahres von einem Bankenkonsortium ein langfristiges Darlehen über EUR 120 Mio. zur Verfügung gestellt, mit dem der Konzern in der Lage war ein höherverzinsliches Darlehen abzulösen. Daneben wurden Delivery Hero von einem Gesellschafter im Laufe des Geschäftsjahres weitere Darlehen zur Finanzierung des Wachstums zur Verfügung gestellt, die ebenfalls langfristig sind.

15 Sofern nichts anderes angegeben ist, sind sämtliche Werte auf tausend Euro (TEUR) gerundet. Aus rechen technischen Gründen können bei Tabellen und Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten auftreten.

c) Unternehmenserwerbe

Im Dezember 2016 hat Delivery Hero 100 % der Anteile an der Emerging Markets Online Food Delivery Holding S.á.r.l. (nachfolgend: EMO Food- oder Foodpanda-Gruppe) mit Sitz in Luxemburg und Tochterunternehmen im Zuge einer Sachkapitalerhöhung erworben.

Aus dem Erwerb der EMO Food-Gruppe ergaben sich erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns; im Zuge der Transaktion wurden Zahlungsmittel in Höhe von EUR 132,4 Mio. übernommen. Durch die Übernahme der Foodpanda-Gesellschaften erhöhten sich die Nutzerzahlen sowie die Anzahl der angeschlossenen Restaurants des Konzerns zum Bilanzstichtag deutlich. Durch die erworbenen immateriellen Vermögenswerte erhöhte sich das Konzernanlagevermögen deutlich. Bei der Akquisition stand die weltweit strategische Positionierung im Vordergrund. Durch den Erwerb der Foodpanda-Gruppe ergänzen Gesellschaften in 20 weiteren Ländern das geografische Portfolio von Delivery Hero.

d) Aufgegebener Geschäftsbereich

Im Dezember 2016 hat Delivery Hero die geplante Transaktion mit JUST EAT plc über die Veräußerung der hungryhouse-Gruppe angekündigt und vertraglich vereinbart. Infolgedessen ist die hungryhouse-Gruppe im Konzernabschluss als aufgegebener Geschäftsbereich separat ausgewiesen. Der Verkauf der hungryhouse-Gruppe steht unter dem Vorbehalt der erforderlichen kartellrechtlichen Freigaben der britischen Kartellbehörde (United Kingdom's Competition and Markets Authority "CMA"). Delivery Hero rechnet damit, dass die Freigabe im Laufe des Geschäftsjahres 2017 erteilt wird.

Nach den getroffenen Vereinbarungen setzt sich der Veräußerungspreis aus einer festen Kaufpreiskomponente von GBP 200 Mio. zahlbar in bar und einer bedingten Kaufpreiskomponente von GBP -30 Mio. bis zu GBP +40 Mio. zahlbar in bar, zusammen. Die Auszahlung der bedingten Kaufpreiskomponente ist abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung der hungryhouse-Gruppe im Zeitraum zwischen Abschluss des Kaufvertrages und der tatsächlichen Durchführung der Transaktion ("closing").

e) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Einen der für Delivery Hero bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren stellen die Umsatzerlöse dar. Diese reflektieren die Absatzmöglichkeit von Dienstleistungen am Markt und erlauben die Bestimmung der Wettbewerbsposition des Konzerns. Als weiterer bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator wird das adjusted EBITDA-Ergebnis auf der Ebene der Tochtergesellschaften und im Konzern für die Steuerung herangezogen. Zur Definition des adjusted EBITDA verweisen wir auf die Ausführungen unten sowie die Erläuterungen in Abschnitt C.01.b).

Die finanziellen Leistungsindikatoren (Umsatzerlöse und adjusted EBITDA) stellen sich für das Geschäftsjahr 2016 wie folgt dar:

Umsatzerlöse TEUR 2016 2015
Europe 140.596 91.719
MENA 75.539 30.492
Asia 49.303 32.068
Americas 24.828 11.427
Umsatz der Berichtssegmente 290.266 165.706
Konsolidierungsmaßnahmen 0 -46
Überleitungseffekte 6.760 497
Umsatzerlöse des Konzerns 297.026 166.157
Adjusted EBITDA TEUR 2016 2015
Europe -47.543 -25.662
MENA 21.186 -504
Asia -25.106 -53.226
Americas -19.739 -29.408
Adjusted EBITDA der Geschäfssegmente -71.202 -108.799
Konsolidierungsmaßnahmen -616 -2.028
Management Anpassungen -11.211 -9.622
Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütung -15.759 -31.490
Sonstige Überleitungseffekte -8.126 -3.187
Abschreibungen -52.935 -43.684
Zins- und Finanzergebnis -42.458 -47.836
Ergebnis vor Ertragsteuern aus
fortgeführten Geschäftsbereichen
-202.307 -246.646

Die Management Anpassungen beinhalten Aufwendungen für Leistungen im Zusammenhang mit Unternehmenstransaktionen und Finanzierungsrunden von TEUR 6.268 (Vorjahr: TEUR 7.388), Aufwendungen für die Erreichung der Kapitalmarktfähigkeit von TEUR 2.398 (Vorjahr: TEUR 613), Aufwendungen für Reorganisationsmaßnahmen von TEUR 1.765 (Vorjahr: TEUR 1.047) und Aufwendungen für die Implementierung von Informationstechnologien von TEUR 780 (Vorjahr: TEUR 574).

Die sonstigen Überleitungsposten beinhalten nicht operative Erträge und Aufwendungen. In 2016 beinhaltete diese Position insbesondere Verluste aus dem Abgang von Tochterunternehmen von TEUR 1.511 (Vorjahr: TEUR 223), Wertberichtigungen auf sonstige Vermögensgegenstände und Forderungen von TEUR 2.946 (Vorjahr: TEUR 2.523) sowie Aufwendungen für nicht-einkommensabhängige Steuern von TEUR 2.591 (Vorjahr: TEUR 578). Gegenläufig wirkten nicht operative Erträge in 2015.

Hinsichtlich detaillierter Informationen zu der Überleitungsrechnung der Segmentumsätze zu den Konzernumsätzen sowie der Überleitungsrechnung des adjusted EBITDA der Berichtssegmente zum Ergebnis vor Ertragsteuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen wird auf die Darstellung im Anhang verwiesen.

Im nichtfinanziellen Bereich stellen sowohl die Anzahl an Bestellungen im Geschäftsjahr als auch der Bruttowarenwert (GMV) die bedeutsamsten Steuerungsgrößen dar:

    • Anzahl an Bestellungen: Dieser Leistungsindikator erfasst die durch die Endkunden getätigten Bestellungen in dem jeweils dargestellten Zeitraum.
    • GMV: Diese Kennzahl stellt den an die Restaurants übermittelten Warenwert inklusive Mehrwertsteuer dar, welcher als Basis für die Provisionen herangezogen wird.

Die nicht finanziellen Leistungsindikatoren stellten sich im Berichtsjahr wie folgt dar:

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 2016 2015 Veränderung
Anzahl der Bestellungen in tausend
Europe 51.647 38.961 12.686
MENA 69.988 31.692 38.296
Asia 29.549 22.809 6.740
Americas 19.563 9.877 9.686
Gesamt 170.747 103.339 67.408
GMV TEUR
Europe 850.728 663.395 187.333
MENA 784.031 334.141 449.890
Asia 457.309 308.801 148.508
Americas 231.761 124.067 107.694
Gesamt 2.323.829 1.430.404 893.425

Die Anzahl der Bestellungen ist im Geschäftsjahr 2016 im Verhältnis zum Vorjahr um 65,2 %, oder fast 68 Mio. Bestellungen, gestiegen. Somit wurde die Prognose, die von einem Wachstum der Bestellungen um mehr als 30 % ausging, weit übertroffen, was im Wesentlichen auf die Zukäufe zurückzuführen ist.

f) Geschäftsentwicklung

Der Anstieg der Umsatzerlöse resultiert primär aus der stark gestiegenen Anzahl an Bestellungen sowohl durch Neu- als auch Bestandskunden. Die verstärkten Marketing- und Vertriebsaktivitäten trugen ebenfalls positiv zur Entwicklung bei. Neben klassischer Werbung, wie etwa mittels Fernsehwerbespots und Online-Werbung, wurden Marketingkooperationen eingegangen, um die jeweiligen Marken auf den lokalen Märkten öffentlichkeitswirksam zu positionieren. Daneben trugen stetige Verbesserungen bei Produkten und Prozessen zu einer besseren Kundenerfahrung, welche zu stabilen oder erhöhten Wiederverkaufsraten führten, die das Wachstum der Delivery Hero Gruppe wesentlich beeinflussen.

Im Geschäftsjahr wurden insbesondere die Bereiche Delivery und Vertrieb innerhalb von Delivery Hero gestärkt. Im Zuge des rapiden Wachstums der operativen Landesgesellschaften wurde weiterhin die IT-Abteilung verstärkt, um Strukturen für weiteres Wachstum aus dem operativen Geschäft zu schaffen. Zudem wurden in Landesgesellschaften Prozesse analysiert und auf ihr Optimierungspotential hin untersucht. Im Bereich des Kundenservices wurde global weiter in exzellente Kundenbetreuung investiert. Zudem konnten durch einen verbesserten Austausch zwischen der Konzernholding und den jeweiligen Landesgesellschaften Synergien freigelegt und genutzt werden, die sich künftig positiv auf die Kundenerfahrung auswirken.

Aus Sicht der Geschäftsführung ist die Geschäftsentwicklung in Anbetracht des starken organischen Umsatzwachstums in 2016 günstig verlaufen. Die Geschäftsführung fühlt sich durch die positive operative Entwicklung in ihrer Ansicht bestärkt, dass die Dienstleistungen der Delivery Hero-Gruppe weltweit ein attraktives Produkt darstellen und dafür nach wie vor ein hohes Nachfragepotential besteht.

B. WIRTSCHAFTSBERICHT | 02 MITARBEITERENTWICKLUNG

03 MITARBEITERENTWICKLUNG

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl stieg von 2.843 in 2015 auf 6.848 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 2016.

Nach Funktionsbereichen gegliedert ergibt sich folgendes Bild:

Funktionsbereich 2016 2015 Veränderung
Delivery 3.698 432 756 %
Marketing & Vertrieb 1.875 1.573 19 %
IT 449 401 12 %
Management 73 59 24 %
General Administration 753 378 99 %
Summe 6.848 2.843 141 %

Ursächlich für diese Steigerung insbesondere in den Bereichen Delivery, Vertrieb und General Administration sind die im Berichtsjahr vollständig erfassten Unternehmenserwerbe aus dem Vorjahr sowie der Ausbau des Delivery-Geschäftes unter der Marke foodora im Berichtsjahr. Daneben gab es einen konzernweiten Ausbau der operativen Tätigkeiten, welcher auch in 2016 fortgeführt wurde. Zum 31.12.2016 beschäftigte der Konzern 9.209 (Vorjahr: 5.170) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

04 LAGE

a) Ertragslage

Die Ertragslage des Konzerns aus fortgeführter Geschäftstätigkeit ist im Folgenden in verkürzter Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt:

Fortzuführende Geschäftsbereiche TEUR 2016 2015 Veränderung
Umsatzerlöse 297.026 166.157 79 %
Umsatzkosten -84.301 -29.327 187 %
Bruttoergebnis 212.725 136.830 55 %
Vertriebsaufwendungen -253.912 -220.312 15 %
Verwaltungsaufwendungen -100.898 -107.895 -6%
Sonstige betriebliche Erträge 2.156 1.198 80 %
Sonstiger betrieblicher Aufwand -19.920 -8.630 131 %
Zins- und Finanzergebnis -42.458 -47.836 -11 %
Ergebnis vor Steuern (EBT) -202.307 -246.646 -18 %
EBT-Marge in Prozent -68,1 % -148,4 % -54 %

Die Umsatzerlöse der Delivery Hero Gruppe haben sich im Geschäftsjahr um TEUR 130.869 erhöht. Das Wachstum ist maßgeblich durch das organische Wachstum bestimmt. Ursächlich für diesen Umsatzanstieg ist die signifikant steigende Anzahl an Essensbestellungen über die Online-Plattformen. Die Anzahl an Bestellungen stieg dabei von 103,3 Mio. Bestellungen im Jahr 2015 auf 170,7 Mio. Bestellungen im Berichtsjahr. Die Umsätze setzen sich maßgeblich aus aus Provisionen (TEUR 217.265), Premiumplatzierungen (TEUR 29.893) und Liefergebühren (TEUR 15.934) zusammen. Eine Analyse der Umsätze nach geographischen Gesichtspunkten zeigt, dass auf einzelne Länder bezogen, ein Großteil des Umsatzes in Deutschland (TEUR 72.667), gefolgt von Korea (TEUR 40.830) und der Türkei (TEUR 39.757), generiert wird.

Die Betrachtung auf Segmentebene zeigt eine Erhöhung der Umsatzerlöse von TEUR 48.877 in Europe, von TEUR 45.047 in MENA, von TEUR 17.235 in Asia und von TEUR 13.401 in den Americas. Dabei generieren die Regionen Europe mit TEUR 140.508 und MENA mit TEUR 75.539 den größten Teil der Umsatzerlöse.

Die Umsatzkosten haben sich überproportional zu den Umsatzerlösen um TEUR 54.974 erhöht. Diese Entwicklung resultiert maßgeblich aus dem Anstieg der Lieferkosten infolge des Ausbaus des Delivery Geschäfts von TEUR 40.729. Dies ist auf das starke Wachstum der in 2016 erstmals für volle 12 Monate berücksichtigten foodora-Gruppe zurückzuführen.

Der Anstieg der Vertriebsaufwendungen entfällt mit TEUR 22.050 auf Marketingaufwendungen und TEUR 11.549 auf IT-Aufwendungen. Den höchsten Einfluss auf die Vertriebsaufwendungen hatten Aufwendungen für TV- und Radiowerbung mit einem Anteil von TEUR 108.255 (Vorjahr: TEUR 119.241) und Aufwendungen im Zusammenhang mit Restaurantakquisitionen i.H.v. TEUR 56.186 (Vorjahr: TEUR 34.281). Die IT-Aufwendungen entfallen mit TEUR 22.364 (Vorjahr: TEUR 16.753) im Wesentlichen auf Personalaufwendungen, welche im Zusammenhang wir der Weiterentwicklung der Bestellplattformen entstanden sind.

Die Verwaltungsaufwendungen bewegen sich mit TEUR 100.898 im Wesentlichen auf Vorjahresniveau (TEUR 107.895). Dabei kompensierte der Rückgang der Aufwendungen im Zusammenhang mit der anteilsbasierten Vergütung den Anstieg des sonstigen Personalaufwands, des Miet- und Leasingaufwands sowie des Aufwands aus sonstigen Steuern.

Während die sonstigen betrieblichen Erträge auf Vorjahresniveau geblieben sind, haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 8.630 im Vorjahr auf TEUR 19.920 im Berichtsjahr erhöht. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus der Wertberichtigung auf den Goodwill der Delivery Hero Germany GmbH.

Die Abschreibungen beinhalten im Wesentlichen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte wie Marken und Kundenbeziehungen, welche im Rahmen von Unternehmenserwerben in den vergangenen Geschäftsjahren erworben wurden, sowie die Abschreibungen des Sachanlagevermögens. Die Zunahme der Abschreibungen resultiert maßgeblich aus der vollständigen Erfassung der Abschreibungen für die im Laufe des vergangenen Jahres erworbenen immateriellen Vermögenswerte.

Der Einfluss der Wechselkurse kann Kapitel I.02.e) des Anhangs entnommen werden.

Das negative adjusted EBITDA der Berichtsegmente verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 34,6 % auf TEUR -71.202 (Vorjahr: TEUR -108.799). Das negative adjusted EBITDA des Segments Europe stieg bedingt durch die fortgesetzte Wachstumsstrategie insbesondere im Bereich der foodora-Gruppe um 85,3 % auf TEUR -47.543 (Vorjahr: TEUR -25.662), während sich das adjusted EBITDA im Segment MENA im Berichtszeitraum um TEUR 21.690 auf TEUR 21.186 (Vorjahr: TEUR -504) verbesserte. Die positive Entwicklung im Segment MENA resultiert insbesondere aus dem Plattformgeschäft der Marken Yemeksepeti und Talabat. In den Segmenten Asia und Americas verbesserte sich das negative adjusted EBITDA um 47,9 % bzw. 41,6 % auf TEUR -27.952 (Vorjahr: TEUR -53.692) bzw. TEUR -16.893 (Vorjahr: TEUR -28.942). Für weitere Informationen zum adjusted EBITDA wird auf Kapitel B.02.e) verwiesen.

b) Finanzlage

Die Finanzlage des Konzerns wird anhand der folgenden verkürzten Kapitalflussrechnung dargestellt:

TEUR 2016 2015
Finanzmittelstand am Anfang
des Geschäftsjahres
160.150 32.829
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -95.986 -146.866
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 111.846 -257.465
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 58.411 533.306
Wechselkursbedingte Wertänderungen
des Finanzmittelbestandes
-3.567 -1.654
Zahlungswirksame Veränderung
des Finanzmittelbestands
74.270 128.976
Finanzmittelstand am Ende des Geschäftsjahres 230.853 160.151

Der negative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus dem Mittelabfluss aus dem laufenden Geschäft infolge der hohen Marketinginvestitionen sowie aus dem Anstieg des Umlaufvermögens infolge des starken Wachstums des Konzerns.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beinhaltet in 2016 im Wesentlichen die im Konzernanhang in Kapitel D.2 dargestellten Unternehmenserwerbe sowie Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (wie Softwarelizenzen) und in das Sachanlagevermögen. Bedingt durch das Geschäftsmodell ist die Investitionstätigkeit des Konzerns in Sachanlagevermögen generell relativ niedrig, da das Kapital überwiegend in immaterielle Vermögenswerte investiert wird. Die Investitionen im Rahmen der Unternehmenserwerbe beinhalten im Wesentlichen die übernommenen Zahlungsmittel (TEUR 132.444) denen zahlungsunwirksame Bestandteile aus der erbrachten Gegenleistung gegenüberstehen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist in 2016 im Wesentlichen geprägt von Einzahlungen aus aufgenommen Fremdkapital. Diese Maßnahmen tragen zur Sicherstellung der Finanzierung operativen Tätigkeit der Delivery Hero-Gruppe bei.

Die Kapitalstruktur des Konzerns setzt sich aus Eigenkapital in Höhe von TEUR 892.208 (Vorjahr: TEUR 765.492), sowie lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 502.690 (Vorjahr: TEUR 443.239) bzw. TEUR 237.252 (Vorjahr: TEUR 180.714) zusammen. Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen TEUR 127.792 (Vorjahr: TEUR 111.180) auf kurzfristige Verbindlichkeiten und TEUR 264.958 (Vorjahr: TEUR 295.574) auf langfristige Verbindlichkeiten. Zum Geschäftsjahresende bestehen langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 116.403 (Vorjahr: TEUR 0), die aufgenommen wurden um ein höherverzinsliches Darlehen abzulösen. Das Darlehen ist variabel verzinst und in Euro begeben. Für weitere Erläuterungen zur Kapitalstruktur verweisen wir auf die Erläuterungen in der Vermögenslage in Kapitel B.04.c).

In 2016 war die Zahlungsfähigkeit der Muttergesellschaft und der Tochterunternehmen insbesondere durch Einzahlungen der Gesellschafter im Rahmen von gewährten Darlehen sowie die Aufnahme eines Bankdarlehens gesichert.

In 2018 werden Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verschiedenen Darlehensgebern in Höhe von insgesamt TEUR 272.975 zur Zahlung fällig.

Die Tilgung der Darlehen soll unter anderem aus der Kaufpreiszahlung für die geplante Veräußerung der Anteile an der hungryhouse-Gruppe erfolgen. Dieser Verkauf unterliegt der aufschiebenden Zustimmung der britischen Kartellbehörde (United Kingdom's Competition and Markets Authority "CMA").

Für den Fall, dass eine Zustimmung der Kartellbehörde nicht erfolgt, geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Gesellschafter bzw. weitere potentielle Investoren oder sonstige Kapitalgeber die zur Fortführung der Muttergesellschaft, der Tochterunternehmen und damit des Konzerns notwendigen liquiden Mittel, insbesondere für die Tilgung der Darlehen, bereitstellen werden, und bilanziert daher zu Fortführungswerten.

Die Fortführung der Geschäftstätigkeit des Konzerns und der Muttergesellschaft sowie der Fortbestand der Muttergesellschaft hängen daher von der Durchführung weiterer kapital- und liquiditätssichernder Maßnahmen durch die Gesellschafter bzw. durch weitere potentielle Investoren oder sonstige Kapitalgeber ab. Darüber hinaus ist die Werthaltigkeit der ausgewiesenen Geschäfts- und Firmenwerte von dem Eintritt der in der Planung zugrunde gelegten Annahmen zum Umsatz- und EBITDA-Wachstum abhängig.

Die im Finanzmittelfonds ausgewiesenen flüssigen Mittel unterliegen zum Stichtag keinen wesentlichen Verfügungsbeschränkungen. Aufgrund der in Argentinien existierenden örtlichen Devisenkontrollen kann der Transfer des Kapitals in andere Länder eingeschränkt werden.

Zum 31.12.2016 bestehen ungenutzte Kreditlinien von Dritten in Höhe von TEUR 25.000 (Vorjahr: 0).

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage wird mittels einer verkürzten Bilanz verdeutlicht:

Aktiva TEUR 31.12.2016 Anteil 31.12.2015 Anteil Veränderung
Langfristige
Vermögenswerte
1.334.941 82 % 1.196.075 86 % 138.866
Kurzfristige
Vermögenswerte
297.209 18 % 193.370 14 % 103.839
Summe Aktiva 1.632.150 100 % 1.389.445 100 % 242.705
Passiva TEUR 31.12.2016 Anteil 31.12.2015 Anteil Veränderung
Eigenkapital 892.208 55 % 765.492 55 % 126.715
Langfristige
Vermögenswerte
502.690 31 % 443.239 32 % 59.451
Kurzfristige
Vermögenswerte
237.252 15 % 180.714 13 % 56.538
Summe Passiva 1.632.150 100 % 1.389.445 100 % 242.705

Das Bruttovermögen des Konzerns hat sich im Wesentlichen akquisitionsbedingt um 17 % erhöht. Die Finanzierung des Mehrvermögens erfolgte zum Großteil durch das eingebrachte Eigenkapital im Zuge der Einbringung der Foodpanda-Gruppe.

Das Bruttovermögen setzt sich unverändert vor allem aus langfristigem Anlagevermögen zusammen. Bei diesem handelt es sich zum überwiegenden Teil um immaterielle Vermögenswerte. Die wesentlichen immateriellen Vermögenswerte entfallen zum Stichtag mit TEUR 702.214 (Vorjahr: TEUR 519.558) auf Geschäftsoder Firmenwerte, mit TEUR 437.001 (Vorjahr: TEUR 489.845) auf Marken sowie mit TEUR 148.047 (Vorjahr: TEUR 146.140) auf Kunden- und Lieferantenbeziehungen. In 2016 getätigte Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen TEUR 9.297 (Vorjahr: TEUR 5.024).

Die deutliche Erhöhung der kurzfristigen Vermögenswerte in 2016 um TEUR 138.866 resultiert im Wesentlichen aus der Ausweitung der operativen Geschäftstätigkeit und der damit verbundenen Erhöhung der kurzfristigen Leistungsforderungen sowie aus dem Zufluss von liquiden Mitteln im Zuge des Erwerbs der Foodpanda-Gruppe. Der Anstieg der liquiden Mittel trägt mit TEUR 70.703 zur Erhöhung der kurzfristigen Vermögenswerte bei.

Die Passivseite besteht neben dem Eigenkapital vor allem aus langfristigen Fremdmitteln. Kurzfristige Verbindlichkeiten betragen lediglich 15 % (Vorjahr: 13 %) der Konzernbilanzsumme. Das Eigenkapital erhöhte sich 2016 im Wesentlichen durch die Sachkapitalerhöhung im Zuge des Erwerbs der Foodpanda-Gruppe um TEUR 378.658. Durch das negative Konzerngesamtergebnis von TEUR -256.519 (Vorjahr: TEUR -287.168) wurde diese Erhöhung zum Teil wieder kompensiert. Die Eigenkapitalquote blieb im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr konstant bei 55 %. Von dem Eigenkapital entfallen zum Bilanzstichtag TEUR 9.607 auf nicht beherrschende Anteile.

Die langfristigen Verbindlichkeiten enthalten zum Berichtsstichtag im Wesentlichen passive latente Steuern TEUR 108.061 (Vorjahr: TEUR 138.671), welche zum größten Teil den im Zuge der Unternehmensakquisitionen erworbenen immateriellen Vermögenswerten zugerechnet werden können, sowie Darlehen von TEUR 347.162 (Vorjahr: TEUR 266.556), die im Rahmen der Unternehmenserwerbe sowie zur Finanzierung der allgemeinen Unternehmenstätigkeit bereitgestellt wurden. Der Delivery Hero-Gruppe wurde zu Beginn des Berichtsjahres von einem internationalen Bankenkonsortium eine langfristige Finanzierung von TEUR 120.000 zur Verfügung gestellt, mit der bestehende höherverzinsliche Finanzierungen abgelöst werden konnten.

Der Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf die gestiegene operative Geschäftstätigkeit zurückzuführen.

d) Gesamtaussage

Zusammengefasst bewertet die Geschäftsführung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als positiv bzw. angesichts der deutlichen Expansion im Berichtsjahr als erwartungsgemäß. Durch die im Berichtsjahr erfolgte Übernahme konnte die DH-Gruppe ihre Vermögenslage signifikant verbessern. Zudem wurde am 1. April 2017 eine regionale Partnerschaft mit der AmRest Holding SE, dem größten börsennotierten Restaurantbetreiber in Zentraleuropa, bekannt gegeben. Diese Zusammenarbeit wird es Delivery Hero ermöglichen, die beliebtesten Restaurants und Marken von AmRest in Polen und die Marken in der Tschechischen Republik und Ungarn auf die eigenen Essensliefer-Plattformen zu integrieren.

Aufgrund des Geschäftsaufbaus und eines intensiven Wettbewerbs in vielen Märkten erwirtschaftet der Konzern noch Verluste. Diese sind jedoch aufgrund der Wachstumsstrategie im Rahmen der Budgetplanung so vorgesehen. Zum Abschlussstichtag verfügt der Konzern über Eigenkapital in erheblichem Umfang und eine zum Vorjahr fast unveränderte stabile Eigenkapitalquote.

Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Berichtsjahr um 79 %, was im Wesentlichen auf die gesteigerte Anzahl von Bestellungen zurückzuführen ist. Damit liegt die Steigerung trotz negativen Währungseffekten weit über den erwarteten 60 % (währungsbereinigt). Darin enthalten ist auch das nichtorganische Umsatzwachstum aus den in 2015 getätigten Unternehmenserwerben.

Ebenso hat die Delivery Hero-Gruppe ihr Ziel erreicht, dass EBITDA weiter zu verbessern. Dieses lag im Berichtsjahr mit TEUR -106.914 jedoch außerhalb des prognostizierten Korridors.

C. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT | 01 PROGNOSEBERICHT

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

01 PROGNOSEBERICHT

a) Künftige gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Situation

Für die Weltwirtschaft wird 2017 ein Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 3,5 % erwartet (nach 2,9 % im Jahr 2016).16 Trotz neuer politischer Unsicherheiten wird ein moderater Anstieg des globalen BIP erwartet. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften gewinnt die Konjunktur an Fahrt. Insgesamt steigt der Expansionsbeitrag der Schwellenländer, jedoch bleiben strukturelle Probleme bestehen. Gewichtiges Risiko für die Weltwirtschaft insgesamt bleibt weiterhin ein Konjunktureinbruch der chinesischen Wirtschaft sowie die massive monetäre Expansionspolitik diverser Notenbanken.17

Für Deutschland hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) seine Vorhersage für 2017 auf 1,4 % aufgrund des anhaltenden Beschäftigungsaufbaus angehoben, nachteilig wirkt sich hingegen die höhere Inflation auf den privaten Verbrauch aus.

Für die Europäische Union wird in 2017 eine anhaltende moderate Expansion von 1,9 % prognostiziert. Die Konjunktur im Vereinigten Königreich hat sich nach der Entscheidung für einen Austritt aus der EU anders als erwartet nicht verlangsamt. In den übrigen Ländern der EU wird weiterhin eine insgesamt kräftige konjunkturelle Entwicklung erwartet.18

In den südostasiatischen Schwellenländern zeigte sich die Expansion als insgesamt stabil, daher wird für 2017 ein ähnlich hohes Wachstum wie im Vorjahr von 6,2 % erwartet. Die Konjunktur in Lateinamerika erholt sich nach zweijähriger Rezession nur langsam, für 2017 wird ein Wachstum von 0,7 % prognostiziert. Innerhalb dieser Gruppe wird für Argentinien, Kolumbien und Peru ein Wachstum von 2,5 %, 2,2 % und 3,8 % erwartet, während für Brasilien ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von -0,7 % erwartet wird.19

Für die Länder des Golf-Kooperationsrates (GCC), wird für 2017 mit einem Wachstum von 2,3 % gerechnet während für MENA ein Wachstum von 3,2 % erwartet wird.20 Für die Türkei wird in 2017 weiterhin von einem moderaten Wachstum von 2,9 % ausgegangen.21

Für die kommenden Jahre wird erwartet, dass der weltweite Markt für Essenslieferdienste weiter mit durchschnittlich 3,6 % jährlich wächst.22 Wesentliche Treiber dieser Entwicklung sind neben der zunehmenden Urbanisierung ein weiterer Anstieg der Haushalte mit einem mittleren Einkommen sowie steigende Konsumausgaben. Daneben sorgt auch die weitere Zunahme der Internetdurchdringung für weiteres Wachstum des für Delivery Hero relevanten Marktes der Online-Lieferdienste. Der weltweite Markt für Essens-Lieferdienste verteilt sich gegenwärtig auf die Regionen Asien und Mittlerer Osten mit ca. 37 %, Europa mit ca. 32 %, Nordamerika mit 23 % und Lateinamerika mit ca. 7 %, das jedoch mit einem erwarteten Marktwachstum von 4,2 % mit die

  • 16 Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel
  • 17 Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel
  • 18 Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel
  • 19 Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel
  • 20 Internationaler Währungsfonds
  • 21 Internationaler Währungsfonds
  • 22 McKinsey & Company

C. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT | 01 PROGNOSEBERICHT

höchsten Wachstumsraten aufweist.23 Ein Teilbereich des Marktes für Essenslieferdienste ist der Markt für Internet Essenslieferdienste, in dem Bestellungen online, über eigens eingerichtete Bestellplattformen aufgegeben werden. Für dieses vergleichsweise junge Marktsegment erwartet der Konzern deutlich höhere Wachstumsraten als für den klassischen Liefermarkt der telefonischen Bestellungen.

b) Künftige Entwicklung des Konzerns

Für das Geschäftsjahr 2017 erwartet die Geschäftsführung der Delivery Hero-Gruppe, dass sowohl die Anzahl an Bestellungen also auch die Anzahl der angeschlossenen Restaurants weiter steigen. Diese Anstiege werden auch in 2017 durch konzentrierte Marketingmaßnahmen weiter gefördert, was sowohl eine kontinuierliche Nutzung der Bestellplattform durch bereits bestehende Kunden als auch das Hinzugewinnen von neuen Kunden bewirken soll. So soll die Anzahl der Bestellungen in 2017 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 30 % wachsen. Die Anzahl der an die Plattformen angeschlossenen Restaurants (Restaurants online) soll in 2017 leicht gesteigert werden, wodurch der Anstieg der Bestellungen und somit auch das Umsatzwachstum unterstützt werden soll.

Im Zuge dieser Maßnahmen rechnet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2017 mit deutlich steigenden Umsatzerlösen (bereinigt um den Ausweis der hungryhouse-Gruppe als nicht fortgeführten Geschäftsbereich). Neben dem organischen Wachstum des Konzerns soll dieser Anstieg auch aus dem zum Ende des Berichtsjahres 2016 erfolgten Erwerb der Foodpanda-Gruppe resultieren.

Die Geschäftsführung schätzt für das Geschäftsjahr 2017, dass ein wesentlicher Rückgang des negativen adjusted EBITDA erreicht werden wird. Beim adjusted EBITDA handelt es sich um das Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche vor Ertragsteuern, Finanzergebnis, Abschreibungen und nicht operativen Ergebniseffekten. Die nicht operativen Ergebniseffekte umfassen insbesondere (i) Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütung, (ii) Aufwendungen für Leistungen im Zusammenhang mit Unternehmenstransaktionen und Finanzierungsrunden, Reorganisationsmaßnahmen, der Implementierung von Informationstechnologie und der Erreichung der Kapitalmarktfähigkeit sowie (iii) sonstige nicht operative Aufwendungen und Erträge, insbesondere den Saldo aus Gewinnen und Verlusten aus dem Abgang von Anlagevermögen, den Saldo aus Gewinnen und Verlusten aus dem Verkauf und der Aufgabe von Tochterunternehmen, Wertberichtigungen auf sonstige Forderungen sowie nicht-einkommensabhängige Steuern. Da die entsprechenden Adjustierungseffekte keiner Planung unterliegen, kann das (nicht-bereinigte) EBITDA und damit auch der Gewinn (ermittelt nach den Bilanzierungsrichtlinien der Gesellschaft) nicht berechnet werden. Das erwartete adjusted EBITDA wird ferner bereinigt um die Effekte aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich hungyhouse-Gruppe.

Der Konsolidierungskreis der Gruppe hat sich zum Ende des Geschäftsjahres 2016 im Vergleich zu den Vorjahren durch den Erwerb der Foodpanda-Gruppe erheblich verändert und wird sich auch in 2017 durch den geplanten Verkauf der hungryhouse-Gruppe vorbehaltlich der Entscheidung der CMA verändern. Es ist derzeit nicht absehbar, wie sich die Integration der Foodpanda-Gruppe auf die Ergebnisentwicklung der Gruppe auswirken wird. Die Gesellschaften der Foodpanda-Gruppe werden in den kommenden Geschäftsjahren einen wesentlichen Beitrag zum Umsatz der Delivery Hero-Gruppe leisten. Aufgrund von anhaltenden Investitionen der Tochterunternehmen wird für das kommende Geschäftsjahr ein negativer Beitrag zur Ertragsposition des Konzerns erwartet. Sowohl der Erwerb der Foodpanda-Gruppe als auch die geplante Veräußerung der hungryhouse-Gruppe können sich sowohl positiv als auch negativ auf das adjusted EBITDA auswirken.

23 McKinsey & Company

C. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT | 01 PROGNOSEBERICHT / 02 RISIKOBERICHT

Aufgrund der vergleichsweise kurzen Unternehmenshistorie der Gruppe und aufgrund der Tatsache, dass Delivery Hero in einem relativ neuen Markt operiert, unterliegt die Voraussage der Ergebnisentwicklung einer erheblichen Unsicherheit. Das adjusted EBITDA ist sowohl abhängig von beeinflussbaren als auch durch Delivery Hero nicht beeinflussbaren Faktoren. Sollte die Gruppe beispielweise gezwungen sein, sich in bestimmten Märkten gegen neue Wettbewerber behaupten zu müssen oder auf unerwartete Umsatzrückgänge zu reagieren, werden zuvor ggf. noch nicht geplante Maßnahmen durchzuführen sein (bspw. Erhöhung der Marketingausgaben), die zu einer erheblich von der bisherigen Schätzung abweichenden negativen Entwicklung des adjusted EBITDA führen können.

c) Gesamtaussage der Geschäftsführung

Insgesamt wird der Verlauf des Geschäftsjahres 2016 und die wirtschaftliche Lage als positiv beurteilt. Die Delivery Hero-Gruppe hat ihre Wachstumsziele erreicht und ihre Kapitalbasis deutlich gestärkt, wodurch es dem Konzern möglich ist, auch das zukünftige Wachstum zu finanzieren.

Die Annahmen über die wirtschaftliche Entwicklung von Markt und Branche basieren auf Einschätzungen, die die Geschäftsführung der Delivery Hero-Gruppe nach den vorliegenden Informationen zurzeit als realistisch betrachtet. Diese Einschätzungen sind jedoch mit Unsicherheit behaftet und bergen das unvermeidbare Risiko, dass die prognostizierten Entwicklungen weder in ihrer Tendenz noch ihrem Ausmaß nach tatsächlich eintreten. Die Prognose basiert auf der zum Aufstellungszeitpunkt bekannten Konzernzusammensetzung im Prognosezeitraum.

Die Aktivitäten von Delivery Hero unterliegen unterschiedlichen Risiken, die im Risikobericht dargestellt sind. Soweit möglich wurden Maßnahmen eingeleitet, um sich gegen aktuelle und potentielle Risiken zu schützen. Mittelfristig soll die Marktposition von Delivery Hero weiter gestärkt werden.

02 RISIKOBERICHT

Der Risikobericht behandelt die Geschäftsrisiken, denen sich der Delivery Hero-Konzern im Geschäftsjahr 2016 bzw. zum Bilanzstichtag ausgesetzt sah und deckt einen Zeitrahmen von mindestens einem Jahr ab.

Die im Nachfolgenden dargestellten Risiken sind in der Reihenfolge ihrer Auswirkung auf den Konzern dargestellt (Bruttodarstellung).

Die Delivery Hero-Gruppe ist trotz des starken Umsatzwachstums nach wie vor auf externe Finanzierungsmittel angewiesen. Daher könnten sich Turbulenzen an den Finanzmärkten negativ auf die Finanzierungsmöglichkeiten der Delivery Hero GmbH hinsichtlich ihrer operativen Tätigkeiten auswirken. Offene Fragen zur wirtschaftlichen und institutionellen Stabilisierung des Euroraumes, die expansive Geldpolitik großer Notenbanken weltweit und die ungelöste Verschuldungsproblematik in zahlreichen Industrie- und Entwicklungsländern bergen weiterhin erhebliche Risiken. Zudem birgt die Geschäftstätigkeit in Argentinien in Bezug auf eine ggf. auftretende Hochinflation ein nicht unerhebliches Risiko. Die Geschäftsführung schätzt die Risiken aus der aktuellen politischen Situation in der Türkei für das Geschäft der Gesellschaft allerdings als gering ein.

Die Delivery Hero GmbH konnte in 2016 im Rahmen von Kapitalerhöhungen Finanzmittel sichern, womit sich die Geschäftstätigkeiten der operativen Tochterunternehmen in 2016 finanzieren ließen. Darüber hinaus konnte mit einem internationalen Bankenkonsortium eine langfristige Finanzierungsvereinbarung abgeschlossen werden, mit der höherverzinsliche Verbindlichkeiten abgelöst wurden. Zudem bestehen freie zugesagte Kreditlinien auf Ebene der Delivery Hero GmbH.

C. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT | 02 RISIKOBERICHT

Die Fortführung der Muttergesellschaft, der Tochterunternehmen und des Konzerns hängt von der Durchführung weiterer kapital- und liquiditätssichernder Maßnahmen durch die Gesellschafter der Muttergesellschaft bzw. potentiellen Investoren oder sonstige Kapitalgeber ab. Wir verweisen auch auf die Ausführungen im Kapitel B.04.b).

Zur Generierung von Umsätzen ist Delivery Hero wesentlich auf die Funktionalität, Sicherheit und Stabilität verschiedener Webseiten, insbesondere der Online-Bestellplattformen, angewiesen. Ausfälle und Störungen, z.B. verursacht durch Hackerangriffe, würden unmittelbar zu Umsatzausfällen führen sowie mittelfristig die Reputation der Gesellschaft schädigen. Risikobehaftet sind hier insbesondere die zahlreichen technologisch hoch entwickelten Plattformen, bei deren sensiblen Systemen bereits kleine Veränderungen erhebliche Wirkungen im Sinne von Fehleranfälligkeiten oder sogar Stillstand entfalten können. Zur Vermeidung von Schäden werden im zunehmenden Maße Best-Practices-Prozesse implementiert. Zudem werden die internen Kontrollen und das IT-Knowhow der Mitarbeiter stetig weiter ausgebaut. Die hausintern entwickelte Software wird vor der Veröffentlichung im Rahmen eines Quality Assurance Prozesses geprüft. Zur Abwehr von externen Angriffen werden unter anderem externe Dienstleister und redundante Systeme eingesetzt sowie regelmäßig Lasttests gefahren. Im Rahmen eines Incident Management Prozesses wird systematisch nach Ursachen für Störungen gesucht und es werden Maßnahmen erarbeitet, um diese dauerhaft zu beheben.

Die Delivery Hero-Gruppe ist global tätig und muss sich dem jeweiligen nationalen Recht und Regulierungen unterwerfen. Durch Änderungen der bestehenden Rechtslage könnten die operativen Tätigkeiten der jeweiligen Landesgesellschaften betroffen sein. Zudem ergeben sich insbesondere steuerrechtliche Risiken, welche sich auf die finanzielle Situation der Gesellschaften auswirken können. Für zum Bilanzstichtag passivierungspflichtige Steuerrisiken wurden unter Abschätzung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeiten Rückstellungen gebildet. Die tatsächliche Inanspruchnahme dieser Rückstellungen ist davon abhängig, ob und in welcher Höhe sich die Risiken realisieren.

Es bestehen Risiken für die Delivery Hero-Gruppe aus drohenden Rechtsstreitigkeiten aus der operativen Tätigkeit des Konzerns. Für zum Bilanzstichtag anhängige Rechtsstreitigkeiten wurden unter Abschätzung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeiten Rückstellungen gebildet. Die tatsächliche Inanspruchnahme dieser Rückstellungen ist davon abhängig, ob und in welcher Höhe sich die Risiken realisieren. Die Höhe der Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten ist von untergeordneter Bedeutung.

Bei einzelnen Forderungen besteht ein Ausfallrisiko, etwa bei Total- oder Teilausfall des Kunden. Dieses Ausfallrisiko wird durch die Kontrolle der Höhe an offenen Forderungen vor Annahme eines neuen Auftrages durch den Vertrieb und durch die Verrechnung mit den für den Kunden vereinnahmten Zahlungsmitteln minimiert. Darüber hinaus ist der Konzern bestrebt den Anteil von Online-Payment zu erhöhen, was das Ausfallrisiko weiter verringert. Durch diese Maßnahmen wird versucht, die Höhe an zweifelhaften Forderungen zu begrenzen und nach Möglichkeit weiter zu reduzieren. Die Geschäftsführung schätzt das Risiko aus Forderungsausfall als gering ein und will die weitere Professionalisierung des Mahnwesens vorantreiben.

Risiken entstehen für den Konzern auch aus dem Betrug bei diversen Bezahlmöglichkeiten. Im Rahmen eines Betrugsmanagements werden Bestellaktivitäten überwacht, um Betrugsfälle erkennen und verhindern zu können. Zudem wird durch die operativen Einheiten verstärkt versucht, das Betrugsrisiko auszulagern. Aus obigen Gründen schätzt die Geschäftsführung der Delivery Hero-Gruppe die Risiken durch Betrug als gering ein.

Das Branchenumfeld ist, auch bedingt durch geringe Markteintrittsbarrieren, nach wie vor durch starke Konkurrenz geprägt. Zudem bieten auch Restaurantketten, wie etwa Domino's Pizza eigene Onlinebestelldienste für ihre jeweiligen Produkte an. Die Delivery Hero-Gruppe versucht den Endkunden weltweit die beste Einkaufserfahrung mit höchstem Komfort und größter Auswahlmöglichkeit zu bieten und sich damit von den Mitwettbewerbern abzusetzen. Folglich geht die Geschäftsführung davon aus, dass sich der Konzern trotz der starken Konkurrenz weiterhin erfolgreich am Markt behaupten wird.

C. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT | 02 RISIKOBERICHT / 03 CHANCENBERICHT

Da in vielen Märkten die Delivery Hero-Gruppe unter den ersten Markteintretern zu finden ist, wird das Risiko einer Marktverdrängung durch Konkurrenten als relativ gering eingeschätzt.

Risiken aus der Integration der zugekauften Unternehmen in den Konzernverbund stuft der Konzern als relativ gering ein, da die operative Tätigkeiten im Wesentlichen unverändert in diesen Unternehmen verbleiben werden und lediglich Funktionen im Verwaltungsbereich zentralisiert werden.

Für die Delivery Hero-Gruppe bestehen sowohl Risiken aus externen Entwicklungen als auch aus unternehmensinternen Prozessen. Eine Schwächung der Konsumausgaben der Privathaushalte könnte sich negativ auf die Umsatzerlöse des Konzerns auswirken. In Anbetracht der verhalten positiven Prognosen für die Weltkonjunktur 2017 schätzt die Geschäftsführung die Gefahr einer Eintrübung der Konsumausgaben jedoch als gering ein.

Zusammenfassend ist bei der Delivery Hero-Gruppe ein für Start-Ups übliches erhöhtes Risiko festzuhalten. Der Break-even des Konzerns ist noch nicht erreicht, so dass der Konzern auf externe Finanzierung angewiesen ist. Da trotz starken Umsatzwachstums nach wie vor erhebliches Wachstumspotential vorhanden ist, geht die Geschäftsführung davon aus, dass bis zum Erreichen des Break-evens auf externe Finanzmöglichkeiten zurückgegriffen werden kann.

03 CHANCENBERICHT

Der Chancenbericht behandelt die Geschäftschancen, welche sich für den Delivery Hero Konzern im Verlauf eines auf den Bilanzstichtag folgenden Jahres ergeben können.

Die im Nachfolgenden dargestellten Chancen sind in der Reihenfolge ihrer Auswirkung auf den Konzern dargestellt.

Im Bereich der Gastronomie wird neben Take-away der sog. Home-Delivery-Markt als Trend mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten angesehen. Dies gilt sowohl für entwickelte Märkte wie Deutschland als auch für Schwellenländer in Lateinamerika, Asien-Pazifik und dem Nahen Osten. Durch die konsequente Ausrichtung des Geschäftsmodells an den Kundenbedürfnissen innerhalb eines Wachstumsmarktes bietet sich der Delivery Hero-Gruppe weiterhin die Chance auf steigende Umsätze. Durch zielgerichtete Marketingkampagnen, Sponsoring und Rabattaktionen will die Gesellschaft ihren Bekanntheitsgrad global weiter erhöhen. Durch diese Marketingaktivitäten kombiniert mit dem besten Einkaufserlebnis sollen neue Kunden gewonnen und Bestandskunden weiter an Delivery Hero gebunden werden.

In der Branche gilt der Trend hin zu Lieferung von hochwertigen und frischen Mahlzeiten insbesondere in den entwickelten Märkten als zukunftsweisend. Mit der Investition in foodora im vergangenen Geschäftsjahr wurde sowohl das Know-How als auch eine starke globale Marke in diesem Bereich erworben. Das Management ist überzeugt, dass sich in diesem Bereich auch langfristig attraktive Wachstumsraten erzielen lassen werden und forciert daher Aktivitäten in diesem Zukunftsmarkt.

Der Erwerb der Foodpanda-Gruppe im Dezember 2016 wird einen wesentlichen Beitrag zum Umsatz der Delivery Hero-Gruppe, insbesondere in den geographischen Märkten in Europe, Asia und MENA, leisten. Die Präsenz von Delivery Hero in Osteuropa wird durch die neuen Gesellschaften ausgebaut. Die Akquise erweitert zudem den geographischen Fußabdruck des Konzerns in den entstehenden Märkten Asiens. Auch in MENA werden positive Entwicklungen erwartet; insbesondere durch die Übernahme des Marktführers Otlob in Ägypten, unter dessen Namen Foodpanda dort tätig ist.

C. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT | 03 CHANCENBERICHT

Zusätzliche Synergien lassen sich durch die gemeinsame Nutzung der Online-Plattform durch etliche Gesellschaften der Delivery Hero-Gruppe realisieren. Schrittweise soll eine Bestellplattform zentral entwickelt und gewartet werden und von den Einzelgesellschaften mit lokalem Inhalt befüllt werden. Durch das Teilen der Aufwendungen aus Entwicklung und Wartung für die Plattform zwischen den teilnehmenden Einzelgesellschaften der Delivery Hero-Gruppe wird der Aufwand für die Ländergesellschaften reduziert, was einen deutlichen Wettbewerbsvorteil gegenüber Mitbewerbern ohne ein ähnliches Plattformsystem darstellt.

Synergien ergeben sich auch aus der gemeinsamen Nutzung von Marketingmaßnahmen und dem weltweiten Ideenaustausch, sofern kulturelle Unterschiede in einzelnen Regionen nicht dagegen sprechen.

Potential schöpft Delivery Hero auch aus dem konzerninternen Austausch der Landesgesellschaften untereinander. Durch diesen Ideenaustausch kann Delivery Hero früh globale Trends des Geschäfts-feldes erkennen und auf sie zügig reagieren. Durch die Zukäufe in den vergangenen Jahren werden nicht nur die Möglichkeiten des konzerninternen Austausches erweitert, sondern es ergeben sich auch neue Impulse für Innovationen und neue Produkte.

Eine weitere Optimierung der Liquidität und Zahlungsströme der am Bestellprozess beteiligten Partei-en durch Einbindung von digitalen Bezahlsystemen, birgt ein weiteres erhebliches strategisches Potential. Dem stehen derzeit noch ein erheblicher administrativer Aufwand sowie regulatorische Vorgaben entgegen.

Die Delivery Hero-Gruppe reagiert auch auf den Trend der zunehmenden Nutzung mobiler Endgeräte. Die Delivery Hero Apps werden für diverse mobile Betriebssysteme intensiv weiterentwickelt. Der Konzern verzeichnet eine kontinuierlich steigende Anzahl an Bestellungen über mobile Endgeräte.

Die Zielgruppe von Delivery Hero ist jung und internetaffin. Sie verwendet häufig soziale Netzwerke um sich auszutauschen. In zunehmendem Maße bindet Delivery Hero daher solche sozialen Netzwerke ein. In einigen Ländern ist bereits im Rahmen des Bestellprozesses ein Login über bei der Zielgruppe beliebte soziale Netzwerke möglich, was den Bestellprozess vereinfachen soll. Zudem lässt sich auf diese Weise der Bekanntheitsgrad von Delivery Hero weiter ausbauen.

Zusammenfassend bietet sich der Delivery Hero-Gruppe die Chance an globalen Trends, wie der zunehmenden Vernetzung, der Nutzung von Apps mittels Smartphones und wandelnden Speisegewohnheiten zu partizipieren. Durch professionelle Strukturen in IT und Backoffice wird das Wachstum der globalen Geschäftstätigkeiten zielgerecht unterstützt.

D. VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN | 01 RISIKOMANAGEMENT / 02 LIQUIDITÄTSRISIKEN

D. Verwendung von Finanzinstrumenten

01 RISIKOMANAGEMENT

Die Delivery Hero-Gruppe sieht sich durch den Einsatz von Finanzinstrumenten, Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken und Marktrisiken, insbesondere Zinsänderungsrisiken und Wechselkursrisiken, ausgesetzt. Diese Risiken werden von Delivery Hero aktiv überwacht und im Rahmen eines wirksamen Risikomanagementsystems gesteuert. Die Risikomanagementfunktion wird von der Abteilung Governance, Risk & Compliance (GRC) ausgeübt.

02 LIQUIDITÄTSRISIKEN

Aufgrund des starken externen Wachstums ist die Delivery Hero-Gruppe auf externe Finanzierungen angewiesen, um eine ausreichende Liquidität sicherzustellen. Fehlende externe Finanzierungen könnten ein Risiko für die Unternehmensfortführung darstellen. Das Liquiditätsmanagement der Delivery Hero-Gruppe sichert durch eine angemessene Budgetplanung die Verfügbarkeit liquider Mittel. Zudem wird zur Finanzierung der operativen Tätigkeiten immer ein ausreichender Bestand an liquiden Mitteln vorgehalten. Auch ungenutzte Kreditlinien sind vorhanden.

D. VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN | 03 MARKTRISIKEN

03 MARKTRISIKEN

Die Delivery Hero-Gruppe erzielt über die operativen ausländischen Tochtergesellschaften einen signifikanten Anteil der Umsatzerlöse in Fremdwährung. Grundsätzlich ist die Delivery Hero-Gruppe bemüht, Aufwendungen und Erträge in der gleichen funktionalen Währung zu generieren, um das Wechselkursrisiko zu reduzieren. Die folgende Tabelle zeigt die Effekte auf das Konzernergebnis, die sich ergeben hätten, wenn die dargestellten Fremdwährungen zum Bilanzstichtag um 10 % auf-, bzw. um 10 % abgewertet hätten.

31.12.2016 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2015
Veränderungen TEUR +10 % -10 % +10 % -10 %
EUR-USD -12.950 14.245 -11.403 12.543
EUR-KRW 6.376 -7.014 5.546 -6.100
EUR-GBP 1.535 -1.688 2.215 -2.436
UYU-USD -1.425 1.568 -548 498
EUR-PLN 1.153 -1.269 926 -1.018

Eine uruguayische Tochtergesellschaft der DH-Gruppe weist Verbindlichkeiten in USD aus, wodurch es ein Wechselkursrisiko zwischen UYU und USD gibt, welches sich auf das Periodenergebnis auswirken würde.

Weiterhin sieht sich die Delivery Hero-Gruppe über die Beteiligung an ausländischen Tochtergesellschaften einem Wechselkursrisiko in Bezug auf die Umrechnung der Netto-Vermögenswerte ausgesetzt.

Die vom Konzern in Anspruch genommenen Darlehen sind zum Teil mit variablen Zinsen auf Basis von Referenzzinssätzen ausgestattet. Durch die Veränderung der Marktzinsen kann es einen Anstieg der zukünftig zu zahlenden Zinsen geben, was sich negativ auf die Ertragslage des Unternehmens auswirken würde. Ein um 1 % höherer (niedriger) Marktzinssatz hätte im Berichtsjahr zu einem Ergebniseffekt von TEUR 808 (TEUR 0) geführt. Für den Prognosezeitraum stuft das Unternehmen das Risiko von Zinserhöhungen als gering ein, jedoch werden mittelfristig Zinserhöhungen erwartet. Die DH-Gruppe beobachtet im Rahmen ihres Risikomanagements die Marktentwicklungen und wird bei Bedarf dieses Zinsänderungsrisiko mit entsprechenden derivativen Finanzinstrumenten begrenzen. Im Berichtsjahr 2016 wurden wie im Vorjahr keine Vereinbarungen zu entsprechenden Finanzinstrumenten abgeschlossen.

Das Kredit- bzw. Ausfallrisiko umfasst das Risiko, dass die Geschäftspartner, im Wesentlichen die Restaurants, ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen und dies für die Delivery Hero-Gruppe zu einem Verlust führen könnte. Diesbezügliche Risiken beziehen sich überwiegend auf kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Delivery Hero-Gruppe sieht sich keinem wesentlichen Bonitätsrisiko gegenüber einem einzelnen Kunden ausgesetzt. Die Konzentration des Bonitätsrisikos ist auf Grund des breiten und heterogenen Kundenstamms begrenzt. Das Ausfallrisiko wird von der Delivery Hero-Gruppe überwacht und aktiv über erforderliche Bonitätsprüfungen und die Optimierung des Zahlungsprozesses gesteuert. Durch ein effektives Mahnwesen wird das Ausfallrisiko weiter reduziert. Das höchstmögliche Ausfallrisiko entspricht dabei dem Buchwert der finanziellen Vermögenswerte.

E. Ergänzende Lageberichterstattung zum Einzelabschluss der Delivery Hero GmbH

Der Lagebericht und der Konzernlagebericht der Delivery Hero GmbH wurden zusammengefasst. Der Jahresabschluss der Delivery Hero GmbH ist nach den Regeln des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt worden. Die folgenden Ausführungen basieren auf dem Jahresabschluss der Delivery Hero GmbH.

Die Delivery Hero GmbH ist die Muttergesellschaft des Delivery Hero Konzerns. Die Geschäftsentwicklung der Delivery Hero GmbH unterliegt aufgrund der von ihr gehaltenen Tochtergesellschaften den gleichen Chancen und Risiken wie der Delivery Hero Konzern. Die Erwartungen bezüglich der Entwicklung der Delivery Hero GmbH, entsprechen im Wesentlichen den im Prognosebericht beschriebenen Konzernerwartungen. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf den Prognose-, Chancen und Risikobericht des Delivery Hero Konzerns.

01 GESCHÄFTSMODELL

Die Delivery Hero GmbH (auch: DH) ist die Muttergesellschaft der Delivery Hero-Gruppe (auch: Delivery Hero oder Konzern). Die Gesellschaften des Konzerns bieten Online-Essensbestelldienste in über 40 Ländern auf fünf Kontinenten an. Sie erstrecken sich auf diverse Länder Europas, Latein- und Südamerika aber auch Asien, Nordamerika und Australien.

Die Delivery Hero Internetplattformen sind lokal auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten, die aus einer Vielzahl an Lieferdiensten in ihrer Region wählen und deren Speisekarten einsehen können. Die Bestellung kann per App oder über die Webseite getätigt werden und anschließend sowohl bar als auch bargeldlos bezahlt werden. Delivery Hero erzielt einen Großteil seines Umsatzes aus Provisionen auf getätigte Bestellungen. Optional bietet Delivery Hero den Gastronomiebetrieben ein Liefer- und Point of Sale-System an, um die auf der Plattform aufgegebenen Bestellungen sofort einzusehen und anzunehmen. Ergänzend offeriert Delivery Hero Produkte und Dienstleistungen, wie etwa Essensverpackungen sowie Werbe- und Druckdienstleistungen für gastronomische Betriebe. Neben dem Bereich Online Food Ordering bietet der Konzern über einen Teil der Plattformen wie foodora oder Foodpanda zudem die Auslieferung des Essens an den Kunden an; die Koordination der Fahrer erfolgt mittels spezieller Dispatch Software.

Die Muttergesellschaft Delivery Hero GmbH (auch: DH) wurde 2011 mit Sitz in Berlin gegründet und hat seitdem ihre Präsenz auf lokalen Märkten mit verschiedenen Marken weltweit ausgebaut. Der weltweite Konsolidierungskreis der Delivery Hero-Gruppe umfasst nach umfangreichen Akquisitionen in 2015 und 2016 zum Berichtsstichtag insgesamt 136 Unternehmen (Vorjahr: 106 Unternehmen). Weitere Details dazu können Abschnitt 2c) des Wirtschaftsberichts entnommen werden. Delivery Hero übt entweder direkt oder indirekt Beherrschung über alle Tochterunternehmen aus.

E. ERGÄNZENDE LAGEBERICHTERSTATTUNG ZUM EINZELABSCHLUSS DER DELIVERY HERO GMBH | 01 GESCHÄFTSMODELL / 02 LAGE

Die Steuerung des Delivery Hero-Gruppe erfolgt durch die in Berlin, Deutschland, ansässige Delivery Hero GmbH. Die Delivery Hero GmbH übernimmt dabei die Steuerung des Konzernverbunds und eine Bandbreite von IT-, Marketing- und sonstigen Dienstleistungen, insbesondere kaufmännische und technische Beratungsleistungen. In ihrer Funktion als Konzernholding nimmt die Delivery Hero GmbH Funktionen wie Konzerncontrolling und -rechnungslegung, Presse, Investor Relations, Risikomanagement sowie das Personalmanagement wahr. Über Finanzierungsrunden beschafft die Delivery Hero GmbH das zur Finanzierung des operativen Geschäftsaufbaus erforderliche Fremd- und Eigenkapital. Diese Finanzierungen werden entweder direkt in die operativen Unternehmen oder indirekt über eine Zwischenholding getätigt. Die Gesellschaft wird durch einen Geschäftsführer geleitet, dem weitere Personen als Führungskräfte für die Bereiche Strategy, Finance, Marketing, Operations und Information Technology, unmittelbar zuarbeiten. Die Geschäftsführung wird durch einen Beirat überwacht.

02 LAGE

a) Ertragslage

Die Ertragslage der Delivery Hero GmbH ist im Folgenden in verkürzter Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt:

TEUR 2016 2015 Veränderung
Umsatzerlöse 27.311 28.140 -3 %
Sonst. betriebliche Erträge 118.741 3.899 >100 %
Materialaufwand -1.011 -120 >100 %
Personalaufwand -26.723 -39.337 -32 %
Sonst. betriebliche Aufwendungen -41.168 -43.234 -5 %
Abschreibungen -85.043 -27.938 >100 %
Zinsergebnis -7.870 -4.189 88 %
Erträge aus Beteiligungen 3.346 0 >100 %
Sonst. neutr. Aufwendungen 0 -4 >100 %
EBT -12.417 -82.783 -85 %
Steuern -4.581 -250 >100 %
Jahresfehlbetrag -16.998 -83.033 -80 %

Die Umsatzerlöse der Delivery Hero haben sich im Geschäftsjahr um TEUR 829 leicht vermindert. Der leichte Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere Kostenweiterbelastungen und Konzernumlagen an die Tochtergesellschaften zurückzuführen. Durch die Kostenweiterbelastungen und Konzernumlage an Tochtergesellschaften, stellen die Umsatzerlöse den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikator für die Unternehmenssteuerung der Delivery Hero GmbH dar.

Die Personalaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 12.614 gesunken. Der Rückgang resultiert aus den im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringeren Aufwendungen aus der Zuführung zur Rückstellung i.H.v. TEUR 6.103 (Vorjahr: TEUR 21.430) für Ansprüche aus anteilsbasierenden Anreizprogrammen für Mitarbeiter. Diese Anreizprogramme zielen darauf ab, die Mitarbeiter an der Unternehmensentwicklung zu beteiligen. Diesem Effekt aus der Zuführung der Rückstellung für anteilsbasierte Vergütungen wirkt ein leichter Anstieg der Mitarbeiteranzahl und damit einhergehenden höheren Personalaufwendungen (TEUR 6.511) entgegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten insbesondere Aufwendungen für Währungsumrechnungen und für Beratungsdienstleistungen aufgrund der zunehmenden Komplexität und des dafür benötigten Know-hows von externen Beratern sowie für die Optimierung der Konzernstruktur und die Integration der akquirierten Gesellschaften. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Wesentlichen geprägt durch die Aufdeckung stiller Reserven aus der Sacheinlage der Anteile an der Online Pizza Norden AB an ein Konzernunternehmen i.H.v. TEUR 106.583.

Die in 2016 gestiegenen Abschreibungen sind im Wesentlichen das Resultat aus Abschreibungen auf Finanzanlagen von TEUR 79.665, welche insbesondere auf die Wertberichtigung der Anteile an der Delivery Hero Germany GmbH, der RGP Local Commons I GmbH & Co KG, der RGP Local Holding I GmbH, der Ceraon B.V., 9Cookies GmbH und der Takeeateasy.be SA zurückzuführen sind.

Das negative Jahresergebnis hat sich im Berichtszeitraum um 80 % auf TEUR 16.998 verbessert, was im Wesentlichen aus dem Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge sowie dem um 32 % gesunkenem Personalaufwand resultiert.

b) Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft wird anhand der folgenden verkürzten Kapitalflussrechnung (indirekte Methode) dargestellt:

TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Finanzmittelstand am Anfang des Geschäftsjahres 70.355 3.912
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -32.974 -54.679
Cashflow der Investitionstätigkeit -101.433 -416.643
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 64.826 537.764
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -69.581 66.442
Finanzmittelstand am Ende des Geschäftsjahres 774 70.355

Der negative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus dem negativen Jahresergebnisses und dem Anstieg des Umlaufvermögens, das nicht der Finanzierungstätigkeit oder Investitionstätigkeit zuzuordnen ist.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beinhaltet im Wesentlichen Anteilserwerbe sowie Ausleihungen an Unternehmen der Delivery Hero Gruppe. Bedingt durch das Geschäftsmodell ist die Investitionstätigkeit der Gesellschaft in Sachanlagevermögen generell relativ niedrig.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit spiegelt die in 2016 zahlungswirksam erfolgte Erhöhung der Fremdkapitalmittel insbesodere durch die Aufnahme eine Darlehens von einem verbundenen Unternehmen wider. Dies trägt zur Sicherstellung der operativen Tätigkeit der Delivery Hero GmbH bei. Weitere Einzelheiten zu den Finanzierungsmaßnahmen sind unter dem Abschnitt 2. Geschäftsverlauf dargestellt.

In 2016 war die Zahlungsfähigkeit der Muttergesellschaft und der Tochterunternehmen insbesondere durch Einzahlungen der Gesellschafter im Rahmen von gewährten Darlehen sowie die Aufnahme eines Bankdarlehens gesichert.

In 2018 werden Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verschiedenen Darlehensgebern in Höhe von insgesamt TEUR 272.975 zur Zahlung fällig.

Die Tilgung der Darlehen soll unter anderem aus der Kaufpreiszahlung für die geplante Veräußerung der Anteile an der hungryhouse-Gruppe erfolgen. Dieser Verkauf unterliegt der aufschiebenden Zustimmung der britischen Kartellbehörde (United Kingdom's Competition and Markets Authority "CMA").

Für den Fall, dass eine Zustimmung der Kartellbehörde nicht erfolgt, geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Gesellschafter bzw. weitere potentielle Investoren oder sonstige Kapitalgeber die zur Fortführung der Muttergesellschaft, der Tochterunternehmen und damit des Konzerns notwendigen liquiden Mittel, insbesondere für die Tilgung der Darlehen, bereitstellen werden, und bilanziert daher zu Fortführungswerten.

Die Fortführung der Geschäftstätigkeit des Konzerns sowie der Fortbestand der Muttergesellschaft und der Tochterunternehmen hängen daher von der Durchführung weiterer kapital- und liquiditätssichernder Maßnahmen durch die Gesellschafter bzw. durch weitere potentielle Investoren oder sonstige Kapitalgeber ab.

Darüber hinaus ist die Werthaltigkeit der ausgewiesenen Geschäfts- und Firmenwerte von dem Eintritt der in der Planung zugrunde gelegten Annahmen zum Umsatz- und EBITDA-Wachstum abhängig.

Die im Finanzmittelfonds ausgewiesenen flüssigen Mittel unterliegen zum Stichtag keinen wesentlichen Verfügungsbeschränkungen. Aufgrund der in Argentinien existierenden örtlichen Devisenkontrollen kann der Transfer des Kapitals in andere Länder eingeschränkt werden.

Zum 31.12.2016 bestehen ungenutzte Kreditlinien von Dritten in Höhe von TEUR 25.000 (Vorjahr: TEUR 0).

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage wird mittels einer verkürzten Bilanz verdeutlicht:

31.12.2016 31.12.2015 Veränderung
Aktiva TEUR Anteil TEUR Anteil
Anlagevermögen 1.853.162 97 % 1.315.165 92 % 41 %
Umlaufvermögen 63.719 3 % 120.290 8 % -47 %
Aktiver Rechnungs
abgrenzungsposten
2.843 0 % 1.647 0 % 73 %
Summe Aktiva 1.919.724 1.437.102 34 %
Passiva
Eigenkapital 1.073.141 56 % 1.070.869 75 % 0 %
Sonderposten
geleistete Einlagen
364.289 19 % 0 0 %
Rückstellungen 58.420 3 % 39.983 3 % 46 %
Verbindlichkeiten 421.089 22 % 326.250 23 % 29 %
Passiver Rechnungs
abgrenzungsposten
102 0 % 0 0 %
Passive latente Steuern 2.683 0 % 0 0 %
Summe Passiva 1.919.724 1.437.102 34 %

Das Vermögen der Delivery Hero GmbH hat sich im Wesentlichen akquisitionsbedingt signifikant um 34 % erhöht. Die Finanzierung des Mehrvermögens erfolgte zum Großteil aus Zuführungen der Gesellschafter sowie zu einem kleineren Teil aus langfristig bereitgestellten Fremdmitteln.

Das Vermögen setzt sich unverändert vor allem aus langfristigen Vermögenswerten zusammen, wobei es sich zum deutlich überwiegenden Teil um Anteile an verbundenen Unternehmen handelt.

Die Verminderung des Umlaufvermögens in 2016 resultiert im Wesentlichen aus dem negativen Cashflow und dem daraus folgenden Rückgang der Flüssigen Mittel.

Die Passivseite besteht neben dem Eigenkapital und Sonderposten zu einem deutlich geringeren Teil aus Verbindlichkeiten. Das Eigenkapital erhöhte sich zum 31.12.2016 im Vergleich zu 2015 infolge von Eigenkapitalzuführungen durch die Gesellschafter von insgesamt TEUR 19.270. Dieser Erhöhung steht der Jahresfehlbetrag des laufenden Jahres von TEUR -16.998 gegenüber. Weiterhin wurde durch einen Gesellschafter eine Sacheinlage von TEUR 364.289 geleistet. Diese wurde bereits in 2016 zur Eintragung in das Handelsregister angemeldet. Die Eintragung erfolgte jedoch erst im Januar 2017. Aus diesem Grund wurde der Betrag als Sonderposten vom Eigenkapital abgesetzt. Es bestehen Verbindlichkeiten die zwischen einem und fünf Jahren fällig sind in Höhe von TEUR 334.088 (Vorjahr: TEUR 319.606).

Die Zunahme der Rückstellungen in 2016 um 46 % im Vergleich zum Vorjahr resultiert vor allem aus langfristigen Anreizprogrammen für Mitarbeiter. Insbesondere die Ausweitung der Mitarbeiterprogramme im Zuge der getätigten Akquisitionen der Delivery Hero GmbH führte zu einem deutlichen Anstieg der Rückstellung für Ansprüche der Mitarbeiter aus diesen Programmen.

Die Erhöhung der Verbindlichkeiten um 29 % im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf neu aufgenommene Darlehen zurückzuführen.

d) Gesamtaussage

Zusammengefasst bewertet die Geschäftsführung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als positiv bzw. angesichts der deutlichen Expansion im Berichtsjahr als erwartungsgemäß. Zwar erwirtschaftet das Unternehmen nach wie vor signifikante Verluste, diese bewegen sich jedoch im Rahmen dessen, was angesichts der Unternehmensübernahmen sowie dem damit verbundenen teils grundlegenden Geschäftsaufbau vorhersehbar war. Zum Abschlussstichtag sind Eigenkapitalmittel in erheblichem Umfang vorhanden.

Der im Vorjahr prognostizierte Umsatzanstieg konnte im Geschäftsjahr nicht erreicht werden. Weiterhin wurde ein negatives jedoch im Vergleich zu 2015 (Vj. TEUR -50.652) verbessertes EBITDA für 2016 erwartet. Diese Prognose konnte in 2016 mit TEUR 77.150 deutlich übertroffen werden. Desweiteren wurden keine wesentlichen Ergebnisbeiträge zum Beteiligungsergebnis erwartet, diese Prognose bestätigte sich in 2016.

Berlin, 24. April 2017

Niklas Östberg Geschäftsführer

02. Konzernabschluss

A. KONZERNBILANZ

A. Konzernbilanz

Aktiva Anhangangabe 31.12.2016
TEUR
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Immaterielle Vermögenswerte F.01. 1.304.993 1.161.690
II. Sachanlagen F.02. 15.520 7.686
III. Sonstige finanzielle Vermögenswerte F.03. 6.709 4.688
IV. Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Forderungen
F.04. 4 3
V. Sonstige Vermögenswerte F.05. 57 38
V. Aktive latente Steuern F.07. 4.372 9.483
VI. Nach der Equity-Methode bilanzierte
Finanzanlagen
D.03. 3.286 12.487
1.334.941 1.196.075
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte F.08. 593 657
II. Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Forderungen
F.04. 53.346 22.687
III. Sonstige Vermögenswerte F.05. 11.251 8.996
IV. Forderungen aus Ertragsteuern F.06. 640 880
V. Zahlungsmittel und Zahlungsmittel
äquivalente
F.09. 230.853 160.150
Vermögenswerte, die zu einer als zur
Veräußerung gehalten eingestuften
Veräußerungsgruppe gehören
D.03. 525 0
297.209 193.370
Aktiva gesamt 1.632.150 1.389.445

LAGEBERICHT KONZERNABSCHLUSS

A. KONZERNBILANZ *Angepasst
Passiva Anhangangabe 31.12.2016
TEUR
31.12.2015
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 464 394
II. Kapitalrücklagen 1.582.837 1.204.179
III. Gewinn- und sonstige Rücklagen -681.480 -432.607
IV. Eigene Anteile -5 -5
Auf die Anteilseigner des Mutterun
ternehmens entfallendes Eigenkapital
901.815 771.961
V. Nicht beherrschende Anteile -9.607 -6.469
F.10. 892.208 765.492
B. Langfristige Schulden
I. Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
F.11. 116.403 0
II. Pensionsrückstellungen F.12. 1.191 782
III. Sonstige Rückstellungen F.13. 11.831 8.203
IV. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Verbindlichkeiten
F.14. 264.958 295.574
V. Sonstige Schulden F.15. 247 9
VI. Passive latente Steuern F.07. 108.061 138.671
502.690 443.239
C. Kurzfristige Schulden
I. Sonstige Rückstellungen F.13. 68.412 52.719
II. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Verbindlichkeiten
F.14. 127.792 111.180
III. Sonstige Schulden F.15. 34.255 15.381
IV. Ertragsteuerschulden F.16. 6.710 1.434
Schulden, die zur als Veräußerung
gehalten eingestuften Veräußerungs
gruppe gehören
D.03. 83 0
237.252 180.714
Passiva gesamt 1.632.150 1.389.445

*siehe Anhangangaben (Kapitel A.02)

B. KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG

B. Konzerngesamtergebnisrechnung

Fortzuführende Geschäftsbereiche Anhangangabe 2016
TEUR
2015
TEUR
1. Umsatzerlöse G.01. 297.026 *Angepasst
166.157
2. Umsatzkosten G.02. -84.301 -29.327
Bruttoergebnis vom Umsatz 212.725 136.830
3. Marketing-Aufwendungen G.03. -222.575 -200.525
4. IT-Aufwendungen G.04. -31.337 -19.788
5. Verwaltungsaufwendungen G.05. -100.898 -107.895
6. Sonstige betriebliche Erträge G.06. 2.156 1.198
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen G.07. -19.920 -8.630
Operatives Ergebnis -159.849 -198.810
8. Zinsergebnis G.08. -33.118 -29.968
9. Übriges Finanzergebnis G.09. -9.340 -17.869
Ergebnis vor Ertragssteuern -202.307 -246.646
10. Ertragsteuern G.10. 10.992 2.153
Konzernperiodenergebnis aus
fortgeführten Geschäftsbereichen
-191.315 -244.493
Konzernperiodenergebnis aus
aufgegebenen Geschäftsbereichen
-3.617 -8.451
Konzernverlust -194.932 -252.944
Sonstiges Ergebnis, netto
Posten, die nicht in die Konzern-GuV
umgegliedert werden:
11. Neubewertung der Nettoschuld
(Vermögenswert) aus leistungsorien
tierten Versorgungsplänen
F.10. 74 -234
Posten, die künftig in die
Konzern-GuV umgegliedert werden:
12. Währungsumrechnungsdifferenzen F.10. -61.662 -33.989
Sonstiges Ergebnis gesamt -61.588 -34.223

B. KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG

Fortzuführende Geschäftsbereiche Anhangangabe 31.12.2016
TEUR
31.12.2015
TEUR
Konzerngesamtergebnis der Periode -256.519 -287.169
Vom Periodenergebnis (Konzernverlust)
entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens -187.446 -244.622
nicht beherrschende Anteile -7.486 -8.323
Vom Gesamtkonzernergebnis
entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens -248.873 -278.834
nicht beherrschende Anteile -7.646 -8.334

LAGEBERICHT KONZERNABSCHLUSS

C . KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

C. Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung

01.01.2016 -

31.12.2016 Den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar

Gewinn- und sonstige Rücklagen
TEUR Gezeichne
tes Kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
und
sonstige
Rücklagen
Währungs
umrech
nungs
rücklage
Neubewer
tungsrück
lage aus
Pensions
zusagen
Eigene
Anteile
Gesamt Nicht
beherr
schende
Anteile
Eigen
kapital
Anhangangabe F. 10. a)
und b)
F. 10. c) F. 10. d) F. 10. d) F. 10. d) F. 10. e) F. 10. f)
Bilanz zum
01.01.2016
394 1.204.179 -400.147 -32.214 -247 -5 771.961 -6.469 765.492
Jahresergebnis -187.446 -187.446 -7.486 -194.932
Sonstiges Ergebnis -61.489 62 -61.427 -160 -61.588
Gesamtergebnis -187.446 -61.489 62 -248.873 -7.646 -256.519
Transaktionen mit Eigentümern – Einzahlungen
und Veränderung an nicht beherrschenden Anteilen
Kapitalerhöhungen 69 383.491 383.560 383.560
Anteilsbasierte
Vergütung
(IFRS 2 Programm)
936 936 936
Erwerb von nicht
beherrschenden
Anteilen ohne
Kontrollwechsel
-1.497 -1.497 -106 -1.603
Erwerb eines Toch
terunternehmens
mit nicht beherr
schenden Anteilen
4.164 4.164
Sonstige Transak
tionen mit nicht
beherrschenden
Anteilen ohne
Kontrollwechsel
-6.469 -6.469 3.022 -3.448
Abgang von nicht
beherrschenden
Anteilen ohne
Kontrollwechsel
2.198 2.198 -2.572 -374
Übrige Änderungen
des Konsoliderungs
kreises
7 7 7
Übrige
Veränderungen
-7 -7 -7
Transaktionen mit
den Eigentümern
69 378.658 378.727 4.507 383.235
Bilanz zum
31.12.2016
464 1.582.837 -587.593 -93.703 -185 -5 901.815 -9.607 892.208

C . KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

01.01.2015 -

31.12.2015 Den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar

Gewinn- und sonstige Rücklagen
TEUR Gezeichne
tes Kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
und
sonstige
Rücklagen
Währungs
umrech
nungs
rücklage
Neubewer
tungsrück
lage aus
Pensions
zusagen
Eigene
Anteile
Gesamt Nicht
beherr
schende
Anteile
Eigen
kapital
Anhangangabe F. 10. a)
und b)
F. 10. c) F. 10. d) F. 10. d) F. 10. d) F. 10. e) F. 10. f)
Bilanz zum
01.01.2015
255 422.890 -155.525 1.802 -50 -6 269.366 -524 268.842
Jahresergebnis -244.622 -244.622 -8.323 -252.945
Sonstiges Ergebnis -34.016 -197 -34.213 -11 -34.224
Gesamtergebnis -244.622 -34.016 -197 -278.835 -8.334 -287.169
Transaktionen mit Eigen
tümern – Einzahlungen
und Veränderung an nicht
beherrschenden Anteilen
Kapitalerhöhungen 139 779.667 779.806 2.261 782.066
Darlehen-Eigen
kapitalkomponente
3.426 3.426 3.426
Anteilsbasierte
Vergütung
(IFRS 2 Programm)
4.435 4.435 4.435
Erwerb von nicht
beherrschenden
Anteilen ohne
Kontrollwechsel
-4.036 -4.036 434 -3.602
Erwerb eines Toch
terunternehmens
mit nicht beherr
schenden Anteilen
-454 -454 -202 -656
Sonstige Transak
tionen mit nicht
beherrschenden
Anteilen ohne
Kontrollwechsel
-2.121 -2.121 -140 -2.261
Übrige Änderungen
des Konsoliderungs
kreises
-49 -49 36 -13
Übrige
Veränderungen
421 421 421
Transaktionen mit
den Eigentümern
139 781.289 781.428 2.389 783.817
Bilanz zum
31.12.2015
394 1.204.179 -400.147 -32.214 -247 -5 771.961 -6.469 765.492

D. KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG

D. Konzernkapitalflussrechnung

Anhangangabe 31.12.2016
TEUR
31.12.2015
TEUR
1. Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Periodenergebnis -194.932 -252.945
Eliminierung der Steuern vom
Einkommen und Ertrag
-10.819 3.459
Gezahlte Ertragsteuern (-) -5.734 -5.832
Abschreibungen auf Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte (+)
F.01. / F.02. 53.330 44.279
Abschreibungen auf Finanzanlagen (+) 7.106 5.524
Zunahme (+)/Abnahme (-) der
Rückstellungen
F.13. -3.186 -11.096
Zahlungsunwirksamer Aufwand aus
anteilsbasierten Vergütungen
F.13. 15.759 31.490
Sonstige zahlungsunwirksame
Aufwendungen und Erträge
-14.693 -4.700
Gewinn (-) / Verlust (+) aus
Anlageabgängen
G.06. / G.07. 535 156
Gewinn (-) / Verlust (+) aus der
Entkonsolidierung
D.03. c) 1.219 123
Zunahme (-) / Abnahme (+) der
Vorräte, der Forderungen aus LuL
sowie anderer Aktiva
-15.784 -16.974
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbind
lichkeiten aus LuL sowie anderer Passiva
33.224 30.845
Zinserträge (-) und -aufwendungen (+) G.08. / G.09. 37.988 28.806
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit -95.986 -146.866

D. KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG

Anhangangabe 31.12.2016
TEUR
31.12.2015
TEUR
2. Cashflow aus der
Investitionstätigkeit
Einzahlungen (+) aus Abgängen von
Vermögenswerten des Sachanlage
vermögens
459 92
Auszahlungen (-) für Investitionen in
das Sachanlagevermögen
F.02. -9.297 -5.024
Einzahlungen (+) aus Abgängen
von immateriellen Vermögenswerten
673 373
Auszahlungen (-) für Investitionen
in immaterielle Vermögenswerte
F.01. -9.249 -3.931
Auszahlungen (-) für Investitionen
in finanzielle Vermögenswerte
F.03. / 04. -3.019 -9.572
Auszahlungen (-) / Einzahlungen (+)
für Darlehen an dritte Personen
F.04. 651 -1.348
Nettoauszahlungen (-) / Nettoeinzahlun
gen (+) für den Erwerb von Anteilen an
konsolidierten Unternehmen
D.01 130.835 -239.276
Erhaltene Zinsen (+) 793 1.221
Cashflow aus Investitionstätigkeit 111.846 -257.465
3. Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen (+) aus Eigenkapital
zuführungen
F.11. 392 458.347
Einzahlungen (+) aus der Begebung
von Darlehen und der Aufnahme von
(Finanz-) Krediten
F.15 179.723 97.354
Auszahlungen (-) aus der Tilgung von
Darlehen und (Finanz-) Krediten
F.15 -112.564 -21.778
Gezahlte Zinsen (-) -9.140 -618
Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit
58.411 533.306
4. Zahlungsmittelbestand
am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung der flüs
sigen Mittel (Zwischensummen 1 – 3)
74.270 128.975
Wechselkursbedingte Wertänderungen
des Finanzmittelbestandes
-3.567 -1.654
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel
äquivalente am Anfang der Periode
F.10. 160.150 32.829
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel
äquivalente am Ende der Periode
230.853 160.150

03.

Anhang zum Konzernabschluss

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERNABSCHLUSS | 01 GRUNDLAGEN DES KONZERNS

A. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

01 GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Die Delivery Hero-Gruppe (auch: DH, Delivery Hero, Gruppe, Gesellschaft oder Konzern) bietet Online-Essensbestelldienste in über 40 Ländern auf sechs Kontinenten an. Sie ist in diversen Ländern Europas, Latein- und Südamerikas aber auch in Asien, Afrika, Nordamerika und Australien mit ihren Dienstleistungen im Bereich des Online Food Ordering und Online Food Delivery Service tätig.

Das Unternehmen hat seinen Geschäftssitz in der Oranienburger Straße 70, 10117 Berlin und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin Charlottenburg unter HRB 135090 eingetragen. Es handelt sich um eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht.

Die Geschäftsführung stellte den Konzernabschluss bis zum 24. April 2017 auf und legte diesen unmittelbar den Gesellschaftern zur Genehmigung vor.

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERNABSCHLUSS | 02 GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG KONZERNABSCHLUSSES NACH IFRS

02 GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG KONZERNABSCHLUSSES NACH IFRS

Der Konzernabschluss der DH-Gruppe wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte in Anwendung der Regelungen der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards i.V.m. § 315a Abs. 3 HGB unter Berücksichtigung der ergänzenden handelsrechtlichen Vorschriften.

Die Konzern Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. Die Darstellung der Konzernbilanz unterscheidet zwischen kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden. Vermögenswerte bzw. Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig werden. Einzelne Posten der Gesamtergebnisrechnung sowie der Bilanz sind zur Verbesserung der Übersichtlichkeit der Darstellung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang erläutert.

Im Geschäftsjahr wurde eine Anpassung hinsichtlich der Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen, die eine verbesserte Darstellung der tatsächlichen Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage und eine Angleichung an die übliche Praxis gewährleistet. Dabei sind folgende wesentliche Ausweisänderungen vorgenommen worden:

    • Die Positionen "Finanzerträge" und "Finanzaufwendungen" wurden eliminiert. Als neue Position wird das "Zinsergebnis" ausgewiesen.
    • Erträge bzw. Verluste aus Währungsumrechnungsdifferenzen wurden von den Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" in das "übrige Finanzergebnis" umgegliedert.
    • Aufwendungen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Wertberichtigungen auf uneinbringliche Forderungen werden nun in den "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Zuvor wurden sie in den "Umsatzkosten" gezeigt.
    • Lieferkosten wurden vom Posten "Marketing-Aufwendungen" in den Posten "Umsatzkosten" umgegliedert.
    • Sowohl die Wertberichtigung auf andere Forderungen gegen Dritte als auch das Goodwill Impairment wurde von "Verwaltungsaufwendungen" in die "Sonstige betriebliche Aufwendungen" umgegliedert.
    • Aufwendungen aus Wertminderungen auf Markennamen und Wertminderungen auf andere immaterielle Vermögenswerte werden in den "Verwaltungsaufwendungen" ausgewiesen. Zuvor wurden sie in den "Marketing-Aufwendungen" gezeigt.

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERNABSCHLUSS |

02 GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG KONZERNABSCHLUSSES NACH IFRS

Das Konzernperiodenergebnis bleibt von der Änderung unberührt. Die Änderung des Ausweises erfolgte jeweils retrospektiv. Im Konzernabschluss 2016 werden daher Anpassungen der Vergleichzahlen für das Geschäftsjahr 2015 vorgenommen und mittels der Fußnoten "Angepasst" kenntlich gemacht.

Die nachfolgende Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2015 zeigt die fortzuführenden und aufgegebenen Geschäftsbereiche (inklusive hungryhouse-Gruppe). Die Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2016 zeigt die fortzuführenden Geschäftsbereiche.

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2015

Fortzuführende
und aufgegebene
Geschäftsbereiche
2015
vor Anpassung
Anpassungsbetrag
IAS 8
2015
nach Anpassung
1. Umsatzerlöse 199.507 199.507
2. Umsatzkosten -29.585 -2.792 -32.377
Bruttoergebnis
vom Umsatz
169.922 -2.792 167.130
3. Marketing
Aufwendungen
-208.317 -25.704 -234.021
4. IT-Aufwendungen -22.437 560 -21.877
5. Verwaltungs
aufwendungen
-149.628 39.251 -110.377
6. Sonstige betriebliche
Erträge
10.202 -8.961 1.241
7. Sonstige betriebliche Auf
wendungen
-17.597 8.056 -9.541
Ergebnis vor Zinsen
und Ertragsteuern
-217.855 10.409 -207.446
8. Zinsergebnis -28.779 -1.189 -29.968
9. Übriges Finanzergebnis -8.126 -9.219 -17.345
10. Ertragsteuern 1.815 1.815
Konzernperiodenergebnis
aus fortgeführten und aufge
gebenen Geschäftsbereichen
-252.945 -252.945

Die Finanzerträge (TEUR 26.725) und Finanzaufwendungen (TEUR -55.504) wurden zum Zinsergebnis in Höhe von TEUR -28.779 zusammengefasst.

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERNABSCHLUSS |

02 GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG KONZERNABSCHLUSSES NACH IFRS

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2016

Fortzuführende
Geschäftsbereiche
2016
vor Anpassung
Anpassungsbetrag
IAS 8
2016
nach Anpassung
1. Umsatzerlöse 297.026 297.026
2. Umsatzkosten -66.665 -17.636 -84.301
Bruttoergebnis
vom Umsatz
230.361 -17.636 212.725
3. Marketing
Aufwendungen
-205.118 -17.457 -222.575
4. IT-Aufwendungen -33.110 1.773 -31.337
5. Verwaltungs
aufwendungen
-150.823 49.925 -100.898
6. Sonstige betriebliche
Erträge
33.428 -31.272 2.156
7. Sonstige betriebliche Auf
wendungen
-26.822 6.902 -19.920
Ergebnis vor Zinsen
und Ertragsteuern
-152.084 -7.765 -159.849
8. Zinsergebnis -37.988 4.870 -33.118
9. Übriges Finanzergebnis -12.235 2.895 -9.340
10. Ertragsteuern 10.992 10.992
Konzernperiodener
gebnis aus fortgeführten
Geschäftsbereichen
-191.315 -191.315

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERNABSCHLUSS |

02 GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG KONZERNABSCHLUSSES NACH IFRS

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, sind sämtliche Werte auf Tausend Euro (TEUR) gerundet. Aus rechentechnischen Gründen können bei Tabellen und Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten auftreten.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt auf Grundlage der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, was unterstellt, dass der Konzern in der Lage ist, die obligatorischen Rückzahlungsbedingungen der Darlehensverbindlichkeiten, wie in Anhangangabe E.14 sowie E.11 angegeben, zu erfüllen (siehe auch Kapitel I.02.d)). Die DH-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2016 ein negatives Konzernperiodenergebnis aus fortgeführter und aufgegebener Geschäftstätigkeit von TEUR -194.932 (2015: TEUR -252.944) erwirtschaftet. Durch Fremd- und Eigenkapitalbeschaffung wird das bislang noch negative Ergebnis vor Zinsen und Steuern auch im Geschäftsjahr 2016 ausgeglichen. Bis zum Bilanzstichtag konnten Kapitalmittel in einem erheblichen Umfang von Dritten eingeworben werden (siehe hierzu auch Kapitel H). Folglich hat die Geschäftsführung eine realistische Erwartung, dass der Konzern über adäquate Ressourcen verfügen wird, um die Geschäftstätigkeit auf absehbare Zeit fortzuführen. Daher werden grundsätzlich Vermögenswerte und Schulden zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Davon ausgenommen sind finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die am Bilanzstichtag mit dem Fair Value angesetzt werden. Aufgeführt sind diese unter Kapitel B.09.a) und B.09.b).

In 2018 werden Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verschiedenen Darlehensgebern in Höhe von insgesamt TEUR 272.975 zur Zahlung fällig. Die Tilgung der Darlehen soll unter anderem aus der Kaufpreiszahlung für die geplante Veräußerung der Anteile an der hungryhouse-Gruppe erfolgen. Dieser Verkauf unterliegt der aufschiebenden Zustimmung der britischen Kartellbehörde (United Kingdom's Competition and Markets Authority "CMA").

Für den Fall, dass eine Zustimmung der Kartellbehörde nicht erfolgt, geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Gesellschafter bzw. weitere potentielle Investoren oder sonstige Kapitalgeber die zur Fortführung der Muttergesellschaft, der Tochterunternehmen und damit des Konzerns notwendigen liquiden Mittel, insbesondere für die Tilgung der Darlehen, bereitstellen werden, und bilanziert daher zu Fortführungswerten.

Die Fortführung der Geschäftstätigkeit des Konzerns sowie der Fortbestand der Muttergesellschaft und der Tochterunternehmen hängen daher von der Durchführung weiterer kapital- und liquiditätssichernder Maßnahmen durch die Gesellschafter bzw. durch weitere potentielle Investoren oder sonstige Kapitalgeber ab.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die Aufstellung von im Einklang mit den IFRS stehenden Konzernabschlüssen erfordert Schätzungen und Wertungen des Managements. Bereiche mit höheren Beurteilungsspielräumen oder Bereiche, in denen Annahmen und Schätzungen von entscheidender Bedeutung für den Konzernabschluss sind, sind unter Erläuterung B.15 aufgeführt.

B. RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN | 01 KONSOLIDIERUNGSMETHODEN

B. Rechnungslegungsmethoden

Die Abschlüsse der DH sowie ihrer in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Dabei wurden die Grundsätze für alle im Konzernabschluss dargestellten Perioden bzw. Stichtagen stetig angewendet.

01 KONSOLIDIERUNGSMETHODEN

a) Tochterunternehmen

Die DH und alle Tochtergesellschaften, bei denen die DH über die direkte oder indirekte Beherrschungsmöglichkeit verfügt, werden im Konzernabschluss der DH-Gruppe vollkonsolidiert. Die Erstkonsolidierung erfolgt zum Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschungsmöglichkeit. Die DH beherrscht ein Beteiligungsunternehmen, wenn sie schwankenden Renditen aus dem Engagement ausgesetzt ist und die Fähigkeit besitzt, diese Renditen mittels Verfügungsgewalt zu beeinflussen. Wenn die DH die Beherrschungsmöglichkeit verliert, wird das entsprechende Beteiligungsunternehmen entkonsolidiert.

Erworbene Unternehmen werden durch Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Im Rahmen der Erwerbsmethode werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem anteiligen Fair Value der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Ein aus der Verrechnung entstehender positiver Unterschiedsbetrag wird als derivativer Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Aus der Kapitalkonsolidierung zum Erwerbszeitpunkt entstehende negative Unterschiedsbeträge werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter stellen den Anteil des Ergebnisses und des Nettovermögens dar, der nicht den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen ist und werden separat ausgewiesen. Sie werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem entsprechenden Anteil am identifizierbaren Nettovermögen des erworbenen Unternehmens bewertet. Änderungen des Anteils des Konzerns an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktion bilanziert.

Hinsichtlich der im Rahmen von Unternehmenserwerben vereinbarten Written-Put-Optionen bzgl. verbleibender Minderheitenanteile macht die Gesellschaft von folgendem Wahlrecht Gebrauch: Written-Put-Optionen werden gemäß der Anticipated-Acquisition-Method bilanziert. Somit werden für diese keine nicht-beherrschenden Anteile mehr ausgewiesen.

Verliert der Konzern die Beherrschung über ein Tochterunternehmen, bucht er die Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens und alle zugehörigen, nicht beherrschenden Anteile und anderen Bestandteile am Eigenkapital aus. Jeder entstehende Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam erfasst. Jeder zurückbehaltene Anteil an dem ehemaligen Tochterunternehmen wird zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt des Verlusts der Beherrschung bewertet.

B. RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN | 01 KONSOLIDIERUNGSMETHODEN

Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen werden ebenso eliminiert wie Zwischenergebnisse aus konzerninternen Transaktionen.

Im Falle von vier (Vorjahr: 0) Tochterunternehmen wird auf eine Einbeziehung in den Konzernabschluss wegen deren untergeordneter Bedeutung und Wesentlichkeit sowie einem negativen Aufwand-/Nutzenverhältnis verzichtet.

b) Assoziierte Unternehmen und gemeinsame Vereinbarungen

Assoziierte Unternehmen sind jene Unternehmen, bei denen die DH über einen maßgeblichen Einfluss verfügt, welcher regelmäßig bei einer Beteiligung i.H.v. 20 % - 50 % der Stimmrechte unterstellt wird. Joint Ventures sind gemeinschaftliche Vereinbarungen, bei denen die DH gemeinsam mit anderen Unternehmen die Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung hat. Zum Bilanzstichtag werden zwei assoziierte Unternehmen (31.12.2015: zwei) in den Konzernabschluss einbezogen. Es existieren wie bereits in den Vorjahren keine gemeinsamen Vereinbarungen aus Sicht der DH.

Die Anteilsbesitzliste in Abschnitt I.09 enthält eine detaillierte Übersicht über Tochterunternehmen und assoziierte Unternehmen der DH.

B. RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN | 02 WÄHRUNGSUMRECHNUNG

02 WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die Währungsumrechnung erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung. Die funktionale Währung aller in den Konzernabschluss der DH einbezogenen Tochterunternehmen ist die jeweilige Landeswährung. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt (Berichtswährung).

Transaktionen, die eine in den Konsolidierungskreis einbezogene Gesellschaft nicht in ihrer funktionalen Währung durchführt (Fremdwährungsgeschäfte), werden in die funktionale Währung der entsprechenden Einheit mit dem Kurs zum Transaktionszeitpunkt umgerechnet. Kursgewinne und -verluste aus der Abwicklung solcher Transaktionen und aus der Bewertung von monetären Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zum Stichtagskurs im Jahresabschluss werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, rechnen ihre in Landeswährung aufgestellten Abschlüsse für Zwecke der Einbeziehung in den Konzernabschluss der DH wie folgt in die Berichtswährung Euro um:

    • Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs, Erträge und Aufwendungen zum Durchschnittskurs umgerechnet.
    • Das im Rahmen eines Erwerbs ausländischer Tochtergesellschaften erstkonsolidierungspflichtige Eigenkapital wird zum jeweiligen Bilanzstichtag mit dem historischen Kurs zum Erwerbszeitpunkt umgerechnet. Entstehende Differenzen aus der Währungsumrechnung werden gesondert im Eigenkapital ausgewiesen.
    • Solange das Tochterunternehmen in den Konsolidierungskreis einbezogen wird, erfolgt die Fortführung der Umrechnungsdifferenzen im Konzerneigenkapital. Scheiden Tochterunternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus, werden die entsprechenden Umrechnungsdifferenzen erfolgswirksam aufgelöst.
    • Firmenwerte und Anpassungen an die beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten und Schulden infolge von Akquisitionen ausländischer Tochtergesellschaften werden als Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der ausländischen Gesellschaften behandelt und mit dem Kurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.
    • Es bestehen keine Tochtergesellschaften, die ihren Sitz in einem Hochinflationsland gemäß IAS 29 haben.
    • Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung von Anteilen an einer ausländischen Tochtergesellschaft sowie aus Darlehen, die Teil der Netto-Investition in diese ausländischen Tochtergesellschaften sind, werden im Eigenkapital erfasst. Wenn die ausländische Tochtergesellschaft den Konsolidierungskreis verlässt, werden die Währungsumrechnungsdifferenzen über die Gewinn- und Verlustrechnung ausgebucht.

B. RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN | 02 WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Für die Währungsumrechnung wurden die folgenden Wechselkurse (hier gerundet) zugrunde gelegt:

1 EUR entspricht: Stichtagskurs
zum 31.12.2016
Stichtagskurs
zum 31.12.2015
Durchschnitts
kurs 2016
Durchschnitts
kurs 2015
Ägyptisches Pfund (EGP)* 19,0628
Argentinischer Peso (ARS) 16,8057 14,4718 16,3277 10,1954
Australischer Dollar (AUD) 1,4596 1,5074 1,4893 1,4775
Bahraini Dinar (BHD) 0,3981 0,4140 0,4173 0,4184
Bangladesischer Taka (BDT)* 83,4456
Brasilianischer Real (BRL) 3,4305 4,3141 3,8637 3,5663
Britisches Pfund (GBP) 0,8562 0,7342 0,8190 0,7288
Bosnien Marka (BAM)* 1,9555
Bulgarischer Lev (BGN)* 1,9558
Chilenischer Peso (CLP) 704,1228 772,0675 748,5998 720,1234
Chinesischer Yuan (CNY) 7,3202 7,0880 7,3509 6,9716
Georgischer Lari (GEL)* 2,7845
Hong Kong Dollar (HKD)* 8,1751
Indische Rupie (INR)* 71,5935
Jordanische Dinare (JOD) 0,7492 0,7761 0,7848 0,7726
Kanadische Dollar (CAD) 1,4188 1,5184 1,4663 1,4587
Kasachischer Tenge (KZT)* 352,2440
Katar Riyal (QAR) 3,8452 3,9968 4,0305 3,9667
Kolumbianischer Peso (COP) 3.170,0000 3.465,6700 3.378,8939 2.973,1567
Kroatische Kuna (HRK)* 7,5597
Kuwait Dinar (KWD) 0,3227 0,3330 0,3345 0,3340
Malaysischer Ringgit (MYR)* 4,7287
Norwegische Kronen (NOK) 9,0863 9,5147 9,2949 9,3284
Pakistanische Rupie (PKR)* 110,1800

B. RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN | 02 WÄHRUNGSUMRECHNUNG

1 EUR entspricht: Stichtagskurs
zum 31.12.2016
Stichtagskurs
zum 31.12.2015
Durchschnitts
kurs 2016
Durchschnitts
kurs 2015
Paraguayischer Guarani (PYG) 6.089,7000 6.399,5085 6.283,7971 6.215,6456
Peruanischer Nuevo Sol (PEN) 3,5465 3,5638 3,7343 3,5012
Philippinischer Peso (PHP)* 52,2680
Omanischer Rial (OMR) 0,4068 0,4232 0,4261 0,4273
Polnischer Zloty (PLN) 4,4103 4,2412 4,3641 4,1872
Rumänischer Leu (RON)* 4,5390
Saudi-Riyal (SAR) 3,9603 4,1195 4,1512 4,1647
Schwedische Krone (SEK) 9,5525 9,1912 9,4679 9,3503
Schweizer Franken (CHF) 1,0739 1,0806 1,0901 1,0640
Serbischer Dinar (RSD)* 123,4570
Singapur-Dollar (SGD)* 1,5234
Südkoreanischer Won (KRW) 1.269,3600 1.282,7300 1.284,8726 1.253,6629
Thailändischer Baht (THB)* 37,7260
Taiwan Dollar (TWD)* 33,9742
Tschechische Krone (CZK) 27,0210 27,0300 27,0348 27,3601
Türkische Lira (TRY) 3,7072 3,1990 3,3426 3,0086
UAE-Dirham (AED) 3,8780 4,0323 4,0652 4,0756
Ungarischer Forint (HUF)* 309,8300
Uruguayischer Peso (UYU) 30,7230 32,5733 33,3617 29,4035
US-Dollar (USD) 1,0541 1,0947 1,1069 1,1105

* Im Rahmen des Erwerbs von Foodpanda wurde diese Währung erstmalig für die Bilanzumrechnung zum 31.12.2016 verwendet.

B. RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN | 03 ERTRAGS- UND AUFWANDSREALISIERUNG

03 ERTRAGS- UND AUFWANDSREALISIERUNG

Aufwendungen und Erträge werden nicht saldiert, es sei denn, die Rechnungslegungsvorschriften der IFRS erlauben oder erfordern eine Saldierung.

a) Umsatzerlöse

Die DH-Gruppe realisiert Umsätze aus Provisionen sowie aus Gebühren für die Verbindung zur Delivery Hero Online-Plattform, für die Bereitstellung von Auftragsbestätigungsterminals bei den Vertragspartnern, für eine hervorgehobene Präsentation auf der DH-Bestellplattform (Premium-Placement) als auch für die Nutzung von Kreditkarten.

Provisionen werden von Restaurants für die Auftragsweiterleitung über die Delivery Hero Online-Plattform erhoben. Bei Erzielung der Provisionserlöse tritt die DH-Gruppe als Agent auf, da die DH-Gruppe lediglich als Vermittler zwischen Hauptlieferant und Endkunden agiert. Der entsprechende Umsatz wird vereinnahmt, sobald die Online-Bestellung des Kunden abgeschlossen ist. Provisionen werden zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Skonti, Umsatzsteuer und weiterer Preisnachlässe ausgewiesen.

Des Weiteren bietet DH Vertragspartnern Auftragsbestätigungsterminals an, um unmittelbar die Auftragsannahme über die Delivery Hero Online-Plattform dem Kunden zu bestätigen. Die DH-Gruppe bietet die Terminals sowohl zum Leasing als auch zum Kauf an. Im Falle eines Verkaufs von Terminals werden die Umsätze erfasst, sobald die Risiken und Chancen aus den Waren auf den Kunden übergehen, d.h. bei Auslieferung. Terminals, die an Vertragspartner vermietet werden, sind als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert. Damit verbundene Einzahlungen werden linear entsprechend der Mietlaufzeit vereinnnahmt.

Die Verbindungsgebühren werden unmittelbar nach Kontaktaufnahme zur Delivery Hero Online-Plattform realisiert. Die Gebühren sind in jedem Fall zahlbar.

Gebühren für die Nutzung von Kreditkarten werden realisiert, sobald die Kundenorder vollständig bearbeitet ist und seitens der DH-Gruppe keine weiteren Leistungsverpflichtungen mehr zu erfüllen sind.

Umsätze aus Premium-Placement werden über den Zeitraum realisiert, in dem seitens der DH-Gruppe diese Leistung erbracht wird.

Servicegebühren werden von Restaurants für die Auslieferung von Bestellungen erhoben. Bei Erzielung der Liefergebühren tritt die DH-Gruppe als Agent auf, da die DH-Gruppe lediglich die Auslieferung für den Hauptlieferant übernimmt. Der entsprechende Umsatz wird vereinnahmt, sobald die Auslieferung an den Kunden abgeschlossen ist. Liefergebühren werden zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Skonti, Umsatzsteuer und weitere Preisnachlässe ausgewiesen.

Im Fall der foodora Gruppe werden Bestellungen für Restaurants ohne eigenen Lieferservice ausgeliefert. Die DH-Gruppe führt die Lieferung mit eigenem Personal durch und vereinnahmt dafür zusätzlich zur Vermittlungsprovision eine Liefergebühr. Die DH-Gruppe tritt hierbei als Prinzipal auf. Die Liefergebühren werden zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Skonti, Umsatzsteuer und weiterer Preisnachlässe ausgewiesen.

B. RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN | 03 ERTRAGS- UND AUFWANDSREALISIERUNG

b) Kundenbindungsprogramm

Einige Gesellschaften der DH-Gruppe haben Kundenbindungsprogramme aufgelegt, mittels derer die Kunden bei Bestellungen Punkte (Prämiengutschriften) sammeln können, welche sie zu preisreduzierten künftigen Bestellungen berechtigen.

Die Prämiengutschriften werden als separate abgrenzbare Bestandteile des Verkaufsgeschäfts bilanziert. Der beizulegende Zeitwert der im Zuge des ursprünglichen Verkaufs erhaltenen Gegenleistung wird zwischen den Prämiengutschriften und den anderen Bestandteilen des Geschäfts aufgeteilt. Zur Ermittlung der Werte wird die Relative-Fair-Value-Methode angewendet.

Der den Prämien zuzurechnende Teil der Gegenleistung wird als Umsatz realisiert, wenn die Gutschriften eingelöst werden und das Konzernunternehmen seine Verpflichtung zur Aushändigung der Prämien erfüllt hat (siehe auch Kapitel F.15). Die Umsatzhöhe richtet sich nach der Anzahl der eingelösten Prämiengutschriften im Verhältnis zur Gesamtzahl der voraussichtlich einzulösenden Gutschriften. Prämiengutschriften verfallen 12 Monate nach dem Tag des ursprünglichen Geschäfts.

c) Zinsen und ähnliche Erträge

Zinserträge werden als Ertrag erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen zufließt und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann.

d) Aufwendungen

Aufwendungen werden in der Erfolgsrechnung ausgewiesen, sobald die zugrundeliegenden Leistungen erbracht sind.

B. RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN | 04 SACHANLAGEN

04 SACHANLAGEN

Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen sowie Wertminderungen bewertet. Anschaffungskosten umfassen die Anschaffungsnebenkosten abzüglich Preisminderungen.

Abschreibungen erfolgen auf linearer Basis über den Zeitraum der voraussichtlichen Nutzungsdauer des Vermögenswertes.

Im Berichtsjahr wurden die folgenden Nutzungsdauern der Abschreibung zugrunde gelegt:

Nutzungsdauer in Jahren 2016 2015
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - 25 2 - 25
Einbauten 8 - 20 8 - 20

Darüber hinaus wurden Prozesse eingeführt, die den Erfordernissen des IAS 36 bezüglich weiterer Wertminderungen von Vermögenswerten Rechnung tragen. Bestehen Anhaltspunkte für eine Wertminderung von langfristigen Vermögenswerten, wird der erzielbare Betrag ermittelt. Sofern der Buchwert einzelner Vermögenswerte den erzielbaren Betrag überschreitet, werden unmittelbar zusätzliche Wertminderungen in der Gewinnund Verlustrechnung erfasst. Liegen die Voraussetzungen für die Wertminderungen in späteren Jahren nicht mehr vor, werden die vorangegangenen Korrekturen wieder rückgängig gemacht.

Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen werden im Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Wesentliche Neuerungen und Verbesserungen werden aktiviert.

B. RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN |

05 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT

05 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig und linear abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden zu Herstellungskosten bewertet und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Entwicklungsausgaben werden nur aktiviert, wenn die Entwicklungskosten verlässlich bewertet werden können, das Produkt oder das Verfahren technisch und kommerziell geeignet ist, ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist und der Konzern sowohl beabsichtigt als auch über genügend Ressourcen verfügt, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. Für die Aktivierung von Entwicklungsausgaben ist ebenso eine klare Trennbarkeit von Forschungs- und Entwicklungskosten notwendig. Soweit die Anforderungen der klaren Trennbarkeit zwischen Forschungs- und Entwicklungsausgaben erfüllt waren, wurden diese aktiviert. Sonstige Entwicklungsausgaben werden in der Gesamtergebnisrechnung erfasst, sobald sie anfallen. Aktivierte Entwicklungsausgaben werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Ausgaben für Forschungstätigkeiten werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, in der sie anfallen.

Die voraussichtlichen Nutzungsdauern der Marken werden entsprechend der belegbaren Historie sowie des beobachtbaren Userverhaltens prognostiziert. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern der Kunden- und Lieferantenbeziehungen werden individuell entsprechend der historischen Abwanderungsraten von Restaurants innerhalb eines Jahres ermittelt.

Eine Überprüfung von immateriellen Vermögenswerten gemäß IAS 36 auf die Notwendigkeit von Wertminderungen erfolgt in der DH-Gruppe bei Vorliegen von Anhaltspunkten (Triggering events).

Ist das der Fall, wird der erzielbare Betrag für den betreffenden Vermögenswert bzw. für die betroffene zahlungsmittelgenierende Einheit (CGU – cash generating unit, zur Definition siehe weiter unten) ermittelt. Dieser entspricht dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert.

Im Berichtsjahr wurden die folgenden Nutzungsdauern der Abschreibung zugrunde gelegt:

Nutzungsdauer in Jahren 2016 2015
Software 2 - 3 2 - 3
Marken 5 - 25 5 - 25
Kunden- und Lieferantenbeziehungen 3 - 10 3 - 10

Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert grundsätzlich aus dem Erwerb von Tochterunternehmen und entspricht der Summe aus der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag aller nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen und den beizulegenden Zeitwert der zuvor gehaltenen Eigenkapitalanteile an dem erworbenen Unternehmen abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des erworbenen Nettovermögens. Übersteigt der beizulegende Zeitwert des erworbenen Nettovermögens die Summe aus der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag aller nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen und den beizulegenden Zeitwert der zuvor gehaltenen Eigenkapitalanteile, wird die Differenz unmittelbar in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

B. RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN |

05 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT

Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung einem Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Für Zwecke dieses Werthaltigkeitstest wird der Geschäftsoder Firmenwert zahlungsmittelgenierenden Einheiten zugeordnet.

Die zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU) eines Vermögenswertes ist die kleinste Gruppe von Vermögenswerten, die den Vermögenswert enthält und Mittelzuflüsse erzeugt, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder einer Gruppen von Vermögenswerten sind. Wenn der erzielbare Betrag nicht für einen einzelnen Vermögenswert bestimmt werden konnte, wurde die kleinste Zusammenfassung von Vermögenswerten, die weitestgehend unabhängig Mittelzuflüsse erzeugt, ermittelt.

Eine Wertminderung wird dann vorgenommen, wenn der Buchwert der einzelnen CGU, welcher der Geschäftsoder Firmenwert zugeordnet ist, deren erzielbaren Betrag übersteigt. Dieser erzielbare Betrag entspricht dem höheren der beiden Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert.

Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, den unabhängige Marktteilnehmer unter marktüblichen Bedingungen zum Bewertungsstichtag bei Verkauf des Vermögenswertes bzw. der CGU zahlen würden.

Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskoten der CGU wurde mittels Anwendung eins Discounted-Cashflow-Verfahrens wie folgt berechnet: Ausgangspunkt der Ermittlung der künftigen Zahlungsmittelüberschüsse ist ein Detailplanungszeitraum für die CGUs von drei Jahren. Aufgrund des Charakters der CGU wird erwartet, dass diese im Anschluss an die Detailplanungsphase noch nicht in einem eingeschwungenen Zustand sein werden. Daher wird für das Bewertungsmodell anschließend eine Modellierung der zukünftig erwarteten Zahlungsmittelüberschüsse (vor Zinsen und Steuern) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit im eingeschwungenen Zustand unter Berücksichtigung einer CGU-spezifischen Umsatz- und Ergebnisentwicklung vorgenommen und auf dieser Basis eine ewige Rente berechnet.

Sofern ein Wertminderungsbedarf ermittelt wurde, wird zunächst der Geschäfts- oder Firmenwert wertgemindert. Ein darüber hinausgehender Wertminderungsbedarf wird dann buchwertproportional auf die verbleibenden langfristigen Vermögenswerte verteilt. Ergibt sich nach der in Vorjahren vorgenommen Wertminderung zu einem späteren Zeitpunkt ein höherer erzielbarer Betrag des Vermögenswertes oder der CGU, erfolgt eine Wertaufholung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten. Wertaufholungen auf Geschäftsoder Firmenwerte werden nicht vorgenommen, da sie nach IAS 36 nicht zulässig sind.

06 LEASINGVERHÄLTNISSE

a) Bilanzierung als Leasingnehmer

Die DH-Gruppe ist Leasingverhältnisse, welche nicht die Kriterien des Finanzierungsleasings erfüllen und folglich als Operating-Leasing-Verträge klassifiziert werden, eingegangen. Die Leasingraten werden über die Vertragslaufzeit linear als Aufwand erfasst.

B. RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN | 06 LEASINGVERHÄLTNISSE / 07 VORRÄTE / 08 ERTRAGSTEUERN

b) Bilanzierung als Leasinggeber

Einige Gesellschaften der DH-Gruppe agieren als Leasinggeber in Bezug auf Auftragsbestätigungs-Terminals, welche Restaurants in die Lage versetzen, unmittelbar die Auftragsannahme über die Delivery Hero Online-Plattform dem Kunden zu bestätigen. Da die wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, bei DH verbleiben, werden diese Verträge als Operating-Leasing nach IAS 17 klassifiziert.

Dementsprechend schreibt DH die Terminals linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer ab und vereinnahmt die Leasingraten in gleicher Weise über die Laufzeit des Leasingvertrags.

07 VORRÄTE

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt, die auf der Grundlage der zurechenbaren Einzelkosten in der Leistungserstellung sowie den produktionsbezogenen Gemeinkosten ermittelt werden. Die Vorräte werden jeweils zum Stichtag zum niedrigeren Betrag von Anschaffungs- oder Herstellungskosten und realisierbarem Nettoveräußerungswert angesetzt.

In die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden alle Kosten des Erwerbs und der Herstellung sowie sonstige Kosten einbezogen, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Zur Bewertung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten wird das First-In-First-Out (FIFO) Prinzip herangezogen. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

08 ERTRAGSTEUERN

Die Ertragsteuern der Periode sind die Summe aus tatsächlichen und latenten Ertragsteuern. Diese werden in der Gesamtergebnisrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasste Posten. In diesem Fall werden die Ertragsteuern ebenfalls direkt im Eigenkapital bzw. im sonstigen Ergebnis erfasst.

a) Tatsächliche Ertragsteuern

Der tatsächliche Ertragsteueraufwand wird unter Anwendung der am Bilanzstichtag geltenden Steuervorschriften der Länder, in denen die DH-Gruppe tätig ist und zu versteuerndes Einkommen erwirtschaftet, ermittelt. Bei der Beurteilung der Ertragsteuerforderungen und -schulden müssen teilweise Einschätzungen getroffen werden. Eine abweichende steuerliche Beurteilung durch die jeweiligen Finanzbehörden kann dabei nicht ausgeschlossen werden. Der damit verbundenen Unsicherheit wird dadurch Rechnung getragen, dass ungewisse Steuerforderungen und -schulden erst dann angesetzt werden, wenn die Eintrittswahrscheinlichkeit aus Sicht der DH höher als 50 % ist. Für bilanzierte unsichere Ertragsteuerpositionen wird als beste Schätzung die voraussichtlich erwartete Steuerzahlung zugrunde gelegt.

B. RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN | 08 ERTRAGSTEUERN / 09 FINANZINSTRUMENTE

b) Latente Ertragsteuern

Latente Steuern werden für die temporären Unterschiede zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und den entsprechenden steuerlichen Wertansätzen im Rahmen der Berechnung des zu versteuernden Einkommens ermittelt. Darüber hinaus werden zusätzlich aktive latente Steuern für steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt.

Passive latente Steuern werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen bilanziert.

Aktive latente Steuern für temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge werden insoweit angesetzt, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftig ein zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen bzw. Verlustvorträge genutzt werden können.

Latente Steuern werden in Übereinstimmung mit IAS 12 bewertet. Die Bewertung erfolgt mit den Steuersätzen, deren Gültigkeit für die Periode erwartet wird, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird.

Die Veränderung der latenten Steuern wird in der Gesamtergebnisrechnung erfasst, solange sie sich auf Bilanzposten beziehen, welche in der Gesamtergebnisrechnung erfasst wurden. Beziehen sich Bilanzposten unmittelbar auf das Eigenkapital oder das sonstige Ergebnis, werden die korrespondierenden latenten Steuern ebenfalls in diesen Posten erfasst.

Aktive und passive latente Steuern, die durch temporäre Differenzen in Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen oder gemeinsamen Vereinbarungen entstehen, werden berücksichtigt, es sei denn auf Konzernebene kann der Zeitpunkt der Umkehr der temporären Differenzen bestimmt werden und es ist wahrscheinlich, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, wenn der Konzern einen einklagbaren Rechtsanspruch hat, tatsächliche Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden aufzurechnen, und die latenten Steueransprüche und -schulden sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden und dasselbe Steuersubjekt betreffen. Zusätzlich erfolgt eine Saldierung von latenten Steuern, wenn hinsichtlich der Bilanzposten, auf den die latenten Steuern gebildet wurden, eine Fristenkongruenz besteht.

09 FINANZINSTRUMENTE

a) Finanzielle Vermögenswerte

Nach IAS 39 werden finanzielle Vermögenswerte in folgende Kategorien aufgeteilt:

  • I erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte
  • II Kredite und Forderungen
  • III zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte

Die Klassifizierung erfolgt mit erstmaliger Bilanzierung.

B. RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN | 09 FINANZINSTRUMENTE

Zu I

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte sind finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden. Diese Kategorisierung erfolgt, sofern der Vermögenswert mit kurzfristiger Verkaufsabsicht erworben wurde. Diese Vermögenswerte werden als kurzfristig ausgewiesen, wenn deren Realisierung innerhalb von 12 Monaten erwartet wird. Alle anderen Vermögenswerte werden als langfristig ausgewiesen.

Derivative Finanzinstrumente werden bei erstmaliger Erfassung sowie fortfolgend zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Finanzderivate, die für Handelszwecke gehalten werden, werden als kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen.

Zu II

Kredite und Forderungen sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt gehandelt werden. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, soweit ihre Fälligkeit nicht zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag übersteigt. Andernfalls erfolgt die Einordnung als langfristige Vermögenswerte.

Kredite und Forderungen werden im Zeitpunkt der Erstbilanzierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten zuzüglich Transaktionskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten und unter Verwendung der Effektivzinsmethode.

Mittels Erfahrungswerten und individuellen Risikoeinschätzungen werden mögliche Ausfallrisiken durch angemessene Wertberichtigungen unter Berücksichtigung der erwarteten Netto-Zahlungszuflüsse berücksichtigt. Dabei wird bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten zwischen Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen differenziert. Objektive Hinweise auf einen eingetretenen Wertminderungsaufwand könnten folgende sein: Hinweise auf finanzielle Schwierigkeiten eines Kunden oder einer Gruppe von Kunden, der Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen, eine erhöhte Insolvenzwahrscheinlichkeit oder beobachtbare Daten, die auf eine messbare Verringerung der geschätzten künftigen Cashflows aus einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten hindeuten. Bei pauschalierten Einzelwertberichtigungen verwendet der Konzern historische Informationen über den zeitlichen Anfall von Einzahlungen und die Höhe der eingetretenen Verluste, angepasst um eine Ermessensentscheidung des Vorstands darüber, ob die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Kreditbedingungen derart sind, dass die tatsächlichen Verluste wahrscheinlich größer oder geringer sind als die Verluste, die aufgrund der historischen Trends zu erwarten wären.

Wenn sich der Betrag der Wertminderung in einer Folgeperiode reduziert und diese Reduzierung aus Umständen resultiert, die nach der erstmaligen Erfassung der Wertminderung eingetreten sind, so wird die Wertaufholung erfolgswirksam erfasst.

Wertminderungen werden indirekt über ein Wertberichtigungskonto gebucht. Falls keine realistische Aussichten auf die Einbringlichkeit der Forderung besteht, wird das Wertberichtigungskonto gegen den Buchwert der Forderung ausgebucht.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen alle liquiditätsnahen Vermögenswerte, die zum Zeitpunkt der Anschaffung bzw. der Anlage eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten haben. Hierzu zählen im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten sowie Bargeldbestände. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zum Nominalwert bewertet.

B. RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN | 09 FINANZINSTRUMENTE

Zu III

Zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte stellen Vermögenswerte dar, die zur Veräußerung bestimmt sind, jedoch nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Sie werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, sofern dieser verlässlich ermittelbar ist. Ist das nicht möglich, werden diese Vermögenswerte zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bewertet.

Kassageschäfte von finanziellen Vermögenswerten wurden mit dem Kurs zum Handelstag bilanziert.

b) Finanzielle Verbindlichkeiten

Nach IAS 39 werden finanzielle Verbindlichkeiten in folgende Kategorien aufgeteilt:

  • I zu fortgeführten Anschaffungskosten
  • II erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Zu I

Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei Ersterfassung mit ihrem Zeitwert unter Berücksichtigung von Transaktionskosten sowie Agien und Disagien angesetzt. Der Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung entspricht dabei dem Barwert der künftigen Zahlungsverpflichtungen auf der Grundlage eines laufzeit- und risikokongruenten Marktzinssatzes.

Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Der Effektivzins wird im Zeitpunkt des Entstehens der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestimmt. Zinserträge und -aufwendungen werden nach der Effektivzinsmethode im erfolgswirksam erfasst.

Änderungen der Konditionen hinsichtlich der Höhe bzw. des Zeitpunkts von Zins und Tilgungen führen zu einer Neuberechnung des Buchwerts der Verbindlichkeit in Höhe des Barwerts und auf Grundlage des ursprünglich ermittelten Effektivzinssatzes. Differenzen zu dem bisher angesetzten Buchwert der Verbindlichkeit werden erfolgswirksam erfasst. Führen Konditionsänderungen zu wesentlich anderen Vertragsbedingungen nach IAS 39.AG 62, wird nach IAS 39.40 die ursprüngliche Verbindlichkeit behandelt, als würde sie vollständig getilgt. Im Anschluss erfolgt der Ansatz als neue Verbindlichkeit zum beizulegenden Zeitwert.

Zu II

Finanzielle Verbindlichkeiten, welche zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, betreffen im Wesentlichen geschriebene eingebettet Derivate, Earn-outs sowie Verbindlichkeiten aus Put-/Call-Optionen.

B. RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN | 10 LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER

10 LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER

a) Kurzfristige fällige Leistungen an Arbeitnehmern

Kurzfristige fällige Leistungen an Arbeitnehmer werden in der Periode als Aufwand verbucht, in welcher die Leistung erbracht wird. Es wird eine Verbindlichkeit für den voraussichtlich zu zahlenden Betrag erfasst, wenn die DH-Gruppe aufgrund der in der Vergangenheit vom Arbeitnehmer erbrachten Arbeitsleistung gegenwärtig eine rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, diesen Betrag zu zahlen, und die Höhe der Verpflichtung verlässlich geschätzt werden kann.

b) Pensionsverpflichtungen

Pensionsverpflichtungen und ähnliche Verpflichtungen ergeben sich aus Verpflichtungen einer DH-Konzerngesellschaft gegenüber ihren Mitarbeitern. Die Verpflichtungen dieser leistungsorientierten Pläne werden nach der Methode der laufenden Einmalprämien bewertet. Dabei werden sowohl die am Abschlussstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften als auch die künftig zu erwartenden Steigerungen der Gehälter und Renten berücksichtigt.

Die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen erfolgt durch unabhängige Aktuare. Die Effekte aus der Neubewertung der Versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, den Ertrag aus Planvermögen (ohne Zinsen) und die Auswirkung der etwaigen Vermögensobergrenze (ohne Zinsen) werden in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. Der angesetzte Abzinsungsfaktor spiegelt den Zinssatz wider, der am Bilanzstichtag für erstrangige, festverzinsliche Anleihen mit entsprechender Laufzeit erzielt wird.

Der beizulegende Zeitwert eines etwaigen Planvermögens wird von der abgezinsten Pensionsverpflichtung abgezogen.

Der in den Pensionsaufwendungen enthaltene Zinseffekt wird in der Konzern-Gesamtergebnis-rechnung unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Der Dienstzeitaufwand wird in den einzelnen Funktionsbereichen im operativen Ergebnis gezeigt.

c) Anteilsbasierte Vergütungen

DH gewährt dem Konzernmanagement sowie ausgewählten weiteren Führungskräften eine anteilsbasierte Vergütung in Form sog. virtueller Anteile (Optionen). Diese virtuellen Optionen werden fällig, sobald ein sog. Exit-Ereignis eintritt. Als Exit-Ereignis wird die Übernahme von mehr als 75 % der Anteile an der DH durch einen oder mehrere Investoren wie auch die Liquidation des Unternehmens definiert.

Zudem existieren seit 2015 weitere anteilsbasierte Vergütungsprogramme auf Ebene der DH-Tochtergesellschaften.

Die in der Gesamtergebnisrechnung zu erfassenden Komponenten über die Ausübungsperiode hinweg entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der Optionen im Zeitpunkt der Gewährung, da die Verpflichtung durch DH in Zahlungsmitteln bzw. in Zahlungsmitteläquivalenten erfolgt. Der beizulegende Zeitwert wird dabei durch anerkannte Bewertungsmodelle ermittelt. Die Erfassung der Verpflichtung bzw. die Erhöhung oder Verminderung derselben im Zeitablauf erfolgt aufwandswirksam mit Ausweis in den Verwaltungsaufwendungen.

B. RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN | 10 LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER / 11 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN / 12 BEIZULEGENDE ZEITWERTE DER FINANZINSTRUMENTE

Aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente werden in der DH-Gruppe zum Zeitpunkt der Gewährung mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, welcher mittels anerkannten Bewertungsverfahren (Black Scholes Formel) ermittelt wird. Der beizulegende Zeitwert der Verpflichtung wird über den Erdienungszeitraum in den Verwaltungsaufwendungen erfasst und mit der Kapitalrücklage verrechnet.

11 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die sonstigen Rückstellungen werden gebildet, wenn eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber der DH-Gruppe aus einem vergangenen Ereignis besteht, deren Erfüllung wahrscheinlich ist und deren Höhe zuverlässig ermittelt werden kann. Der Ansatz erfolgt in Höhe des erwarteten Erfüllungsbetrages.

In Anbetracht der Schätzungsunsicherheit bei der Ermittlung der Höhe können die tatsächlichen Abflüsse von Ressourcen von den ursprünglich auf Basis der Schätzungen erfassten Beträgen abweichen.

Langfristige Rückstellungen werden auf der Grundlage entsprechender laufzeitadäquater und risikoadjustierter Zinssätze mit ihrem auf den Bilanzstichtag diskontierten Erfüllungsbetrag bilanziert.

12 BEIZULEGENDE ZEITWERTE DER FINANZINSTRUMENTE

Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente werden auf Basis entsprechender Marktwerte oder Bewertungsmethoden bestimmt. Für flüssige Mittel und andere kurzfristige originäre Finanzinstrumente entsprechen die beizulegenden Zeitwerte näherungsweise den zu den jeweiligen Stichtagen bilanzierten Buchwerten.

Bei langfristigen Forderungen, sonstigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten erfolgt die Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes auf Grundlage der erwarteten Zahlungsströme unter Anwendung der zum Bilanzstichtag gültigen Referenzzinssätze. Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden auf Grundlage von Optionspreismodellen ermittelt.

Bei zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzierenden Finanzinstrumenten wird der beizulegende Zeitwert grundsätzlich anhand von entsprechenden Markt- bzw. Börsenkursen ermittelt. Sofern keine Markt- bzw. Börsenkurse vorliegen, erfolgt eine Bewertung unter Anwendung marktüblicher Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung instrumentenspezifischer Marktparameter. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes erfolgt über die Discounted-Cashflow-Methode, wobei individuelle Bonitäten und sonstige Marktgegebenheiten in Form von marktüblichen Bonitäts- bzw. Liquiditätsspreads bei der Ermittlung des Barwerts berücksichtigt werden.

B. RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN |

13 ERMITTLUNG DES BEIZULEGENDEN ZEITWERTES / 14 ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND

13 ERMITTLUNG DES BEIZULEGENDEN ZEITWERTES

Nach den Vorschriften des IFRS 13 stellt der beizulegende Zeitwert bzw. Fair Value einen Preis dar, der am Hauptmarkt oder, sofern dieser nicht verfügbar ist, am vorteilhaftesten Markt durch den Verkauf eines Vermögenswertes erzielt würde beziehungsweise für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden müsste. Der beizulegende Zeitwert soll durch Verwendung möglichst marktnaher Bewertungsparameter als Inputfaktoren ermittelt werden. Die Bemessungshierarchie (Fair-Value-Hierarchie) priorisiert die in die Bewertungsverfahren eingehenden Inputfaktoren in Abhängigkeit von der Marktnähe in drei absteigende Stufen:

    • Level 1: Die auf einem aktiven Markt verwendeten Marktpreise (unangepasst) identischer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, auf die das Unternehmen am Bewertungsstichtag zugreifen kann.
    • Level 2: Andere Bewertungsparameter als die in Level 1 enthaltenen notierten Marktpreise, die für die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entweder direkt (d.h. als Preis) oder indirekt (d.h. vom Preis abzuleiten) beobachtbar sind.
    • Level 3: Nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungsparameter der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Soweit verschiedene Inputfaktoren für die Bewertung maßgeblich sind, wird der Fair Value der Hierarchiestufe zugeordnet, die dem Inputfaktor der niedrigsten Stufe entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.

14 ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Im Falle von aufwandsbezogenen Zuwendungen werden diese planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der erforderlich ist, um sie mit den entsprechenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, zu verrechnen.

B. RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN | 15 ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE UND DAMIT VERBUNDENE SCHULDEN SOWIE NICHT FORTGEFÜHRTE AKTIVITÄTEN

15 ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE UND DAMIT VERBUNDENE SCHULDEN SOWIE NICHT FORTGEFÜHRTE AKTIVITÄTEN

Langfristige Vermögenswerte und gegebenenfalls zugehörige Schulden, für die eine Veräußerungsabsicht besteht, werden in der Bilanz separat von anderen Vermögenswerten und Schulden in den Posten "Vermögenswerte, die zu einer als zur Veräußerung gehalten eingestuften Veräußerungsgruppe gehören" beziehungsweise "Schulden, die zur als Veräußerung gehalten eingestuften Veräußerungsgruppe gehören" ausgewiesen, wenn sie in ihrem jetzigen Zustand veräußerbar sind und die Veräußerung hochwahrscheinlich ist.

Bei einer nicht fortgeführten Aktivität handelt es sich um einen Geschäftsbereich, der entweder zur Veräußerung bestimmt oder bereits veräußert worden ist und sowohl aus betrieblicher Sicht als auch für Zwecke der Finanzberichterstattung eindeutig von den übrigen Unternehmensaktivitäten abgegrenzt werden kann. Außerdem muss der als nicht fortgeführte Aktivität qualifizierte Geschäftsbereich einen gesonderten wesentlichen Geschäftszweig oder einen bestimmten geografischen Geschäftsbereich des Konzerns repräsentieren. Auf langfristige Vermögenswerte, die einzeln oder zusammen in einer Abgangsgruppe zur Veräußerung bestimmt sind oder die zu einer nicht fortgeführten Aktivität gehören, werden keine planmäßigen Abschreibungen mehr vorgenommen. Sie werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und Fair Value abzüglich noch anfallender Veräußerungskosten angesetzt. Liegt dieser Wert unter dem Buchwert, erfolgt eine Wertminderung. Das Ergebnis aus der Bewertung von zur Veräußerung vorgesehenen Geschäftsbereichen sowie die Gewinne und Verluste aus der Veräußerung nicht fortgeführter Aktivitäten werden ebenso wie das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit dieser Geschäftsbereiche in der Gesamtergebnisrechnung des Konzerns gesondert als Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen ausgewiesen. Die Vorjahreswerte der Gesamtergebnisrechnung werden entsprechend angepasst. Der Ausweis der betreffenden Vermögenswerte und Schulden erfolgt in einem separaten Bilanzposten. In der Kapitalflussrechnung werden die Vorjahreswerte entsprechend angepasst.

B. RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN |

16 ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND VERWENDUNG VON SCHÄTZUNGEN

16 ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND VERWENDUNG VON SCHÄTZUNGEN

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie der Aufstellung des Konzernabschlusses sind durch das Management Ermessens- und Schätzentscheidungen zu treffen. Dies gilt insbesondere für folgende Sachverhalte:

a) Ermessensentscheidungen

Going Concern-Prämisse:

DH ist nach wie vor auf externe Finanzierungsmittel angewiesen. In 2016 konnten erhebliche Eigen- und Fremdfinanzierungsmittel eingeworben worden, um die Geschäftstätigkeit auch künftig sicherzustellen. Daher wird die Going Concern-Prämisse als erfüllt angesehen. Wir verweisen auch auf die Ausführungen im Kapitel A.02.

Umsatzrealisierung von Provisionserlösen:

DH klassifiziert seine Tätigkeit als Vermittler als Agententätigkeit, da DH nicht als Hauptlieferant tätig ist, kein Lagerhaltungsrisiko trägt, die Preisgestaltung der Gegenpartei nicht beeinflussen kann und als Vergütung eine Provision erhält.

Anwendung der Anticipated-Acquisition-Method bei Unternehmenserwerben:

Bei im Rahmen von Unternehmenserwerben vereinbarten Written-Put-Optionen auf verbleibende Minderheitenanteile macht die Gesellschaft von ihrem faktischen Wahlrecht Gebrauch und bilanziert die Put-Optionen gem. der "Anticipated-Acquisition-Method" so, als seien sie bereits ausgeübt worden. Folglich werden die Put-Optionen als bedingte Kaufpreiszahlungen behandelt. Im Konzerneigenkapital werden für diese Anteile dementsprechend keine Minderheitenanteile gezeigt.

B. RECHNUNGSLEGUNGSMETHODEN |

16 ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND VERWENDUNG VON SCHÄTZUNGEN

b) Annahmen und Schätzungsunsicherheiten

Bilanzierung und Bewertung von sonstigen Rückstellungen

Hinsichtlich der Bilanzierung und Bewertung bestehen Unsicherheiten im Hinblick auf die künftigen Preissteigerungen sowie der Höhe, des Zeitpunktes und der Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der jeweiligen Rückstellung.

Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten

Bei der Bewertung der finanziellen Verbindlichkeiten sind insbesondere die Einschätzung künftiger Zahlungsströme und etwaige Konditionsänderungen von Bedeutung. Darüber hinaus sind Einschätzungen zum unternehmensspezifischen Risikoaufschlag, der aus den jeweiligen Finanzierungen abgeleitet wurde, erfolgt.

Ansatzfähigkeit aktiver latenter Steuern

Ein Überhang an aktiven latenten Steuern wird nur dann angesetzt, soweit die Realisierbarkeit dieser künftigen Steuervorteile aufgrund einer steuerlichen Planungsrechnung wahrscheinlich ist. Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation in künftigen Geschäftsjahren und die damit tatsächliche Nutzbarkeit aktiver latenter Steuern können von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen. Der Ansatz von aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge bzw. temporäre Differenzen erfolgt aufgrund von zukünftig zu versteuerndem Einkommen.

Anteilsbasierte Vergütungen (IFRS 2)

Hinsichtlich der Bilanzierung von virtuellen Anteilen sind Annahmen und Schätzungen zu treffen bezüglich der Entwicklung der Leistungsindikatoren und Fluktuation sowie zur Ermittlung des Unternehmenswertes. Die Ermittlung erfolgt mittels Optionspreismodellen.

Goodwill-Impairmenttest

Die Ermittlung des erzielbaren Betrages erfordert Annahmen und Schätzungen, insbesondere bezüglich der zukünftigen EBIT-Entwicklung und nachhaltigen Wachstumsraten.

Weitere Erläuterungen über getroffene Annahmen und Schätzungen erfolgen bei den Angaben zu den einzelnen Abschlussposten. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Bilanzstichtag.

Bei der Einschätzung der künftigen Geschäftsentwicklung wurde außerdem das zu diesem Zeitpunkt als realistisch unterstellte künftige wirtschaftliche Umfeld in den Branchen und Regionen, in denen die DH-Gruppe tätig ist, berücksichtigt. Obwohl das Management davon ausgeht, dass die verwendeten Annahmen und Einschätzungen angemessen sind, könnten etwaige unvorhersehbare Veränderungen dieser Annahmen zu einer Beeinflussung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns führen.

C. NEUE STANDARDS UND INTERPRETATIONEN, DIE NOCH NICHT ANGEWENDET WURDEN

C. Neue Standards und Interpretationen, die noch nicht angewendet wurden

Die Bewertung der zu erwartenden Auswirkungen der neuen Standards und Interpretationen auf den Konzernabschluss von DH werden in der folgenden Tabelle dargestellt.

Standard veröffentlicht
vom IASB
anzuwenden ab Auswirkungen
IFRS 15 Umsatzerlöse aus
Verträgen mit Kunden
Mai 2014 / Sep
tember 2015
1 . Januar 2018 Die wahrscheinlichen
Auswirkungen werden
von DH beurteilt.
IFRS 9 Finanzinstrumente Juli 2014 1 .Januar 2018 Die wahrscheinlichen
Auswirkungen werden
von DH beurteilt.
IFRS 16 Leasingverhältnisse Januar 2016 1 . Januar 2019 Die wahrscheinlichen
Auswirkungen werden
von DH beurteilt.
Änderungen an IAS 7: Anhangangaben Januar 2016 1. Januar 2017
(IASB)
Wahrscheinliche Auswir
kungen auf den Anhang
Änderungen an IFRS 10 und IAS 28:
Veräußerung oder Einlage von Vermö
genswerten in assoziierte Unterneh
men oder Gemeinschaftsunternehmen
September 2014 Keine Auswirkungen
zu erwarten
Änderungen an IAS 12: Ansatz
von aktiven latenten Steuern für
unrealisierte Verluste
Januar 2016 1. Januar 2017
(IASB)
Keine Auswirkungen
zu erwarten
Jährliche Verbesserungen an den
IFRS – Zyklus 2014-2016: Änderungen
zu IFRS 12 IFRS 1 und IAS 28
Dezember 2016 1. Januar 2017
1. Januar 2018
(IASB)
Keine Auswirkungen
zu erwarten
Änderungen an IFRS 2: Klassifizierung
und Bewertung von aktienbasierten
Vergütungstransaktionen
Juni 2016 1. Januar 2018
(IASB)
Wahrscheinliche Auswir
kungen auf den Anhang
Änderungen an IFRS 4: Anwendung
von IFRS 9 Finanzinstrumente mit
IFRS 4 Versicherungsverträge
September 2016 1. Januar 2018
(IASB)
Keine Auswirkungen
zu erwarten
IFRIC 22: Transaktionen in fremder
Währung und im Voraus gezahlte
Gegenleistungen
Dezember 2016 1. Januar 2018
(IASB)
Keine Auswirkungen
zu erwarten
Änderungen an IAS 40: Übertragung
von als Finanzinvestitionen gehaltene
Immobilien
Dezember 2016 1. Januar 2018
(IASB)
Keine Auswirkungen
zu erwarten

C. NEUE STANDARDS UND INTERPRETATIONEN, DIE NOCH NICHT ANGEWENDET WURDEN

Die folgenden Standards sind erstmalig verbindlich für Berichtsperioden ab dem 1. Januar 2016 anzuwenden und führten bei DH zu keinen wesentlichen Auswirkungen:

    • Änderungen an IAS 27: Equity-Methode in separaten Abschlüssen.
    • Änderungen an IAS 1: Anhangangaben.
    • Jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2012-2014: Änderungen zu IFRS 5, IFRS 7, IAS 19, IAS 34.
    • Änderungen an IAS 16 und IAS 38: Klarstellung der zulässigen Abschreibungsmethoden.
    • Änderungen an IAS 16 und IAS 41: Fruchttragende Gewächse.
    • Änderungen an IAS 27: Equity-Methode in separaten Abschlüssen.
    • Änderungen an IFRS 11: Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten.
    • Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28: Investmentgesellschaften: Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht.

Die folgenden neuen Standards wurden aktuell von DH auf ihre Auswirkungen auf die Informationsvermittlung des Konzernabschlusses geprüft. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses zur Berichtsperiode 2016 kann DH die Auswirkungen der neuen Regelungen noch nicht vollständig beurteilen. DH wird in naher Zukunft eine genauere Beurteilung der Auswirkungen durchführen.

    • IFRS 9: Dieser Standard dient zur Klassifizierung, Bewertung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten und führt neue Regelungen zur Sicherungsbilanzierung ein. Der IASB veröffentlichte im Juli 2014 weitere Änderungen der Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung sowie das neue Modell zur Erfassung von Wertminderungen. Mit der Veröffentlichung der letzten Änderungen ist der neue Standard zu den Finanzinstrumenten nun vollständig abgeschlossen.
    • IFRS 15: Dieser Standard ersetzt den IAS 18 für Erlöse aus dem Verkauf von Gütern und Erträge aus Dienstleistungsgeschäften, den IAS 11 für Fertigungsaufträge sowie IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme. Die Zielsetzung des neuen Standards besteht darin, dass die Erlöse erst anerkannt werden, wenn die Lieferung von Waren oder die Erbringung von Dienstleistungen erfolgt ist. Das Konzept der Erlöserfassung bei Erfüllung der Leistungsverpflichtungen durch das Unternehmen ersetzt das bestehende Konzept von Risiken und Gegenleistungen. Der Standard erlaubt die modifizierten Anpassungen rückwirkend anzuwenden. Unter diesem Gesichtspunkt können Unternehmen die Anpassungen im Übergangszeitraum als Gewinnrücklagen zum Erstanwendungszeitpunkt bilanzieren ohne eine Erfassung in der Vergleichsperiode. Diese neuen Regelungen werden nur bei Verträgen angewendet, die zum Zeitpunkt der Erstanwendung noch nicht erfüllt worden sind.
    • IFRS 16: Dieser Standard ersetzt die derzeit gültigen Standards zur Leasingbilanzierung (IAS 17, SIC-27 und IFRIC 4) und regelt den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Abgabepflichten in Bezug auf die Leasingverhältnisse von beiden Vertragsparteien, also dem Leasingnehmer und Leasinggeber. Als bedeutendste Veränderung, die der neue Standard mit sich bringt, ist die Bilanzierung sämtlicher Vermögenswerte aus Leasingvereinbarungen beim Leasingnehmer zu nennen. Ausnahmen bestehen bei gewissen kurzfristigen oder geringwertigen Vermögenswerten.

D. KONSOLIDIERUNGSKREIS | 01 VERÄNDERUNGEN IM KONZERN

D. Konsolidierungskreis

01 VERÄNDERUNGEN IM KONZERN

Im Berichtsjahr hat sich die Zahl der voll zu konsolidierenden Unternehmen wie folgt verändert:

Anzahl vollkonsolidierter Unternehmen 2016 2015
01.01. 106 40
Zugänge 66 70
Abgänge (einschließlich Verschmelzungen) 36 4
31.12. 136 106

Im Geschäftsjahr 2016 fanden wesentliche Zukäufe im Rahmen von Unternehmenserwerben statt, die im folgenden Abschnitt den Vorschriften des IFRS 3 entsprechend ausführlich dargestellt werden.

Die Abgänge im Geschäftsjahr 2016 resultieren im Wesentlichen aus der Liquidation von Konzerngesellschaften im Zuge von konzerninternen Umstrukturierungen.

Die Anzahl der nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen hat sich gemäß folgender Tabelle entwickelt:

Anzahl nach der Equity-Methode bilanzierter Unternehmen 2016 2015
01.01. 2 0
Zugänge 1 2
Abgänge 1 0
31.12. 2 2

D. KONSOLIDIERUNGSKREIS | 02 UNTERNEHMENSERWERBE

02 UNTERNEHMENSERWERBE

a) Foodpanda-Gruppe

Mit der Einlage sämtlicher Anteile der Emerging Markets Online Food Delivery Holding S.à.r.l. durch Gesellschafter gelang der DH ein strategisches Investment zum 31. Dezember 2016. Ziel ist die Stärkung der Präsenz von DH in den Märkten Osteuropa, MENA (Middle East und North Africa) und Asien, in welchen die Foodpanda-Gruppe operativ tätig ist. Die Gesellschaften der Foodpanda-Gruppe betreiben Onlineportale zur Vermittlung von Essens-Bestellungen.

Im Zuge der Übernahme wurden insgesamt indirekt 100 % der Anteile an Brillant 1421. GmbH, Foodpanda GmbH, Foodpanda Services GmbH, Juwel 220. VV UG (haftungsbeschränkt), Foodpanda GP UG (haftungsbeschränkt), Food Delivery Holding 14. S.à r.l., Food Delivery Holding 24. S.à r.l., Food Delivery Holding 11. S.à r.l., 20140824 Holding S.à r.l., 20140726 Holding S.à r.l.,Juwel 212. VV UG (haftungsbeschränkt), Viala Kft, Plotun d.o.o., OZON MEDIA d.o.o., Donesi d.o.o. Podgorica, Donesi d.o.o. Banja Luka, Brillant 1424 GmbH & Co. 15. Verwaltungs KG, Brillant 1424 GmbH & Co. 21. Verwaltungs KG, Bambino 78. VV UG (haftungsbeschränkt), Foodpanda Bulgaria EOOD, Food Delivery HH BG RO Holdco B.V., Foodpanda Georgia LLC, Foodpanda Kasakhstan LLP, Foodpanda RO SRL, Food Delivery Holding 19. S.à r.l., Food Delivery Holding 2. S.à r.l., Eatoye (PVT) Limited, Maidan Limited, Juwel 199. VV UG (haftungsbeschränkt), Jade 1343 GmbH & Co. Verwaltungs KG, Jade 1343 GmbH & Co. Zweite Verwaltungs KG, Jade 1343 GmbH & Co. Dritte Verwaltungs KG, Jade 1343 GmbH & Co. Vierte Verwaltungs KG, Jade 1343 GmbH & Co. Fünfte Verwaltungs KG, Jade 1343 GmbH & Co. Neunte Verwaltungs KG, Jade 1343 GmbH & Co. 10. Verwaltungs KG, Jade 1343 GmbH & Co. 15. Verwaltungs KG, FOODPANDA (Thailand) Co. Ltd., Foodpanda Taiwan Co. Ltd., Foodpanda Malaysia Sdn. Bhd., Foodpanda Bangladesh Ltd., Foodpanda Singapore Pte. Ltd., Singapore-Dine Private Limited, Pisces eServices Private Ltd., R-SC Internet Services Pakistan (PVT) Limited, Foodpanda (B) SDN BHD, Food Panda Philippines Inc., Foodpanda HK Ltd., Rocket Food Limited, Food Delivery Holding 5. S.à r.l., Food Delivery Holding 20. S.à r.l., Food Delivery Holding 21. S.à r.l., Otlob for Restaurants Reservations Services S.A.E, Hellofood Egypt LLC, Food Delivery Holding 12. S.à r.l., 20140825 Holding S.à r.l., Mobile Solutions Experts LLC, Jade 1343 GmbH & Co. 13. Verwaltungs KG sowie 96 % der Anteile an der Jade 1343 GmbH & Co. Siebte Verwaltungs KG, 97 % der Anteile an der Brillant 1424 GmbH & Co. 13. Verwaltungs KG und 63 % der Anteile an Hungerstation SPC Ltd., Restaurant Internet Solutions DMCC, Hungerstation LLC erworben.

Die erworbenen Anteile entsprechen dabei den Stimmrechten. Als Gegenleistung für die übertragenen Anteile sind Stammaktien der DH ausgegeben worden.

Die in den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen für das Geschäftsjahr 2016 erfassten Transaktionskosten für die Akquisition betrugen TEUR 1.084.

D. KONSOLIDIERUNGSKREIS | 02 UNTERNEHMENSERWERBE

Die Anschaffungskosten dieses Unternehmenszusammenschlusses wurden den erworbenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten anhand der Kaufpreisallokation zum Erwerbsstichtag wie folgt zugeordnet:

TEUR Zeitwerte nach Akquisition
Immaterielle Vermögenswerte 32.832
Sachanlagen 2.074
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen 19.474
Übrige Vermögenswerte 2.570
Finanzmittel 132.444
Aktive latente Steuern 1.992
Rückstellungen und Verbindlichkeiten -5.574
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -18.152
Passive latente Steuern -5.739
Nettoreinvermögen 161.920
Übertragene Gegenleistung 373.129
davon Sacheinlage des Anteilseigners und sonstige Gegenleistung 373.129
Nicht beherrschende Anteile 4.164
Geschäfts- oder Firmenwert 215.373

Die Gesellschaft behält sich aufgrund der Komplexität der Akquisition die Möglichkeit zur nachträglichen Anpassung vor. Wesentliche noch nicht abgeschlossene Themen beinhalten die Klärung der Bewertung der Marken und Kundenbeziehungen, des Fair Values der Gegenleistung, der nicht beherrschenden Anteile und der daraus resultierenden latenten Steuern. Die Angaben sind daher nach IFRS 3.45 vorläufig.

Der Geschäfts- oder Firmenwert, der vor allem nicht separat identifizierbare Werte wie die positiven Geschäftsaussichten, das Mitarbeiter-Know-how, ist steuerlich nicht abzugsfähig. Von den erworbenen immateriellen Vermögenswerten haben keine eine unbestimmte Nutzungsdauer. Es wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte mit einem Bruttobetrag von TEUR 6.408 erworben, von denen wahrscheinlich TEUR 1.607 uneinbringlich sind. Der beizulegende Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte beträgt TEUR 4.801.

Da der erstmalige Einbezug der Foodpanda-Gruppe zum 31. Dezember 2016 stattfand, hat die Foodpanda-Gruppe keinen Beitrag zum Konzernumsatz und zum Verlust des Geschäftsjahres geleistet. Wenn der Erwerb zu Beginn des Jahres stattgefunden hätte, würde die Foodpanda-Gruppe mit TEUR 50.572 zum Umsatz und mit TEUR 9.281 zum Konzernverlust beitragen.

D. KONSOLIDIERUNGSKREIS | 02 UNTERNEHMENSERWERBE

b) Unternehmenserwerbe im Vorjahr

Die folgenden Unternehmenserwerbe fanden im Geschäftsjahr 2015 statt. Aufgrund der Komplexität der Akquisitionen behielt sich die Gesellschaft eine nachträgliche Anpassung gem. IFRS 3.45 vor. Zum Stichtag waren sämtliche Kaufpreisallokationen finalisiert. Es wurden keine nachträglichen Änderungen vorgenommen. Daher erfolgen die Angaben zu Unternehmenserwerben die das Vorjahr betreffen in abgekürzter Form.

TEUR, Zeitwerte nach Akquisition Yemek Sepeti E-Food Talabat Foodora Summe
Immaterielle Vermögenswerte 364.103 6.284 105.405 2.842 478.634
Sachanlagen 1.188 116 665 222 2.191
Forderungen aus LuL und
sonstige Forderungen
28.514 310 6.229 539 35.592
Übrige Vermögenswerte 1.149 4 251 10.413 11.817
Finanzmittel 5.430 64 10.064 3.695 19.253
Aktive latente Steuern 5.217 104 0 0 5.321
Rückstellungen und Verbindlichkeiten -30.952 -74 -226 -1.077 -32.329
Verbindlichkeiten aus LuL -4.136 -550 -16.281 -15.459 -36.426
Passive latente Steuern -72.178 -1.822 -12.936 -713 -87.649
Nettoreinvermögen 298.335 4.436 93.171 462 396.404
Übertragene Gegenleistung 505.602 21.877 153.461 13.203 694.143
davon Barzahlung 231.127 10.000 0 13.203 254.330
davon Wandeldarlehen 112.098 0 0 0 112.098
davon Verkäuferdarlehen 115.634 0 0 0 115.634
davon Sacheinlage des Anteilseigners
und sonstige Gegenleistung
46.743 0 0 0 46.743
davon bedingte Gegenleistungen 0 11.877 0 0 11.877
davon als Sacheinlage gegen Ausgabe
neuer Anteile
0 0 153.461 0 153.461
Nicht beherrschende Anteile 613 0 187 -1.056 -256
Geschäfts- oder Firmenwert 207.880 17.441 60.477 11.685 297.483

03 ANGABEN ZU UNTERNEHMENSBETEILIGUNGEN GEMÄSS IFRS 12

a) Tochterunternehmen

DH verfügt am Stichtag über 136 Tochterunternehmen, darunter Tochterunternehmen, die lediglich Beteiligungen innerhalb des Konzerns halten oder als Mantelgesellschaften dienen.

Zudem hält die DH-Gruppe in Argentinien Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 298 (31.12.2015: TEUR 213), diese Gelder unterliegen ebenfalls einer örtlichen Devisenkontrolle.

In der Anteilsbesitzliste sind Informationen zu den Tochtergesellschaften sowie ggf. den Minderheitsbeteiligungen enthalten.

Wie bereits im Vorjahr beherrscht DH folgendes Tochterunternehmen mit wesentlichen Minderheiten zum 31. Dezember 2016:

Name Geschäftssitz Art der
Geschäfts
tätigkeit
Durch das
Mutter
unternehmen
direkt
gehaltener
Anteil der
Stammaktien
Durch den
Konzern
gehaltener
Anteil der
Stammaktien
Durch nicht
beherr
schende
Anteils
eigner
gehaltener
Anteil der
Stammaktien
RGP Korea Ltd. Seoul,
Südkorea
Dienst
leistungen
0 % 84 % 16 %

RGP Korea Ltd. erbringt Dienstleitungen als Online-Essensbestelldienst in Korea.

Nachfolgend werden die Finanzinformationen der Tochterunternehmen mit als wesentlich eingestuften nicht beherrschenden Anteilen zusammengefasst (IFRS 12.B10). Bei den angegebenen Beträgen wurden konzerninterne Transaktionen nicht eliminiert.

Zusammengefasste Bilanz der RGP Korea Ltd.
TEUR
31.12.2016 31.12.2015
Kurzfristig
Vermögenswerte 13.990 11.487
Verbindlichkeiten 20.830 12.188
Kurzfristiges Nettovermögen -6.840 -701
Langfristig
Vermögenswerte 8.374 5.258
Verbindlichkeiten 65.303 55.354
Langfristiges Nettovermögen -56.929 -50.096
Summe Nettovermögen -63.769 -50.797
Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung der RGP Korea Ltd.
TEUR
2016 2015
Umsatzerlöse 27.986 22.757
Ergebnis vor Ertragsteuern -12.363 -28.649
Ergebnis nach Steuern -13.973 -28.649
Sonstiges Ergebnis -627 -300
Gesamtergebnis -14.600 -28.949
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis -2.198 -7.104
Zusammengefasste Kapitalflussrechnung der RGP Korea Ltd.
TEUR
2016 2015
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Zahlungsmittel -2.332 -25.237
Nettomittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit -2.332 -25.237
Nettomittelzufluss aus Investitionstätigkeit -1.332 -5.359
Nettomittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit 5.829 32.405
Zahlungswirksame Veränderung der flüssigen Mittel 2.166 1.842
Zahlungsmittel und -äquivalente am Anfang der Periode 4.126 2.283
Wechselkursbedingte Wertänderungen des Finanzmittelbestandes 70 34
Zahlungsmittel und -äquivalente am Ende der Periode 6.362 4.159

Die akkumulierten nicht beherrschenden Anteile der RGP Korea Ltd. betragen zum 31.12.2016 TEUR -10.149 (31.12.2015: TEUR -8.109).

b) Assoziierte Unternehmen

Es folgen zusammengefasste Finanzinformationen für den Anteil des Konzerns an nicht wesentlichen assoziierten Unternehmen, basierend auf den im Konzernabschluss berichteten Beträgen:

TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Buchwert der Anteile an assoziierten Unternehmen 3.286 12.487
Anteil am:
– Verlust aus fortgeführten Geschäftsbereichen 5.107 2.511
Summe Anteil am Verlust und sonstigem Ergebnis 5.107 2.511

Im Vorjahr wurde die Takeeateasy.be SA als wesentliches assoziiertes Unternehmen dargestellt. Aufgrund der Geschäftsaufgabe im Jahr 2016 erfolgte im Jahr 2016 die Einschätzung, dass die Takeeateasy.be SA aus Konzernsicht als unwesentliches assoziiertes Unternehmen eingestuft wird.

Aufgrund der Unwesentlichkeit des Ergebnisanteils der at-equity geführten Gesellschaften für den Gesamtkonzern unterbleibt die Angabe nach IAS 1.82A (b) sowie IAS 1.82 (c).

c) Verlust von Beherrschung über Tochterunternehmen

In 2016 wurden folgende Gesellschaften entkonsolidiert:

Aufgrund von Liquidation

    • Bazinga SA
    • Gulf B.V.
    • Valk Fleet UK Ltd.
    • Volo Food Delivery, S.L.
    • Yemek Sepeti Coöperatie U.A.
    • Pedidos Ya Paraguay S.A.

Aufgrund von Veräußerung

    • Beijing Aidi Information Technology Company Ltd.
    • Delivery Hero (Hongkong) Company Ltd.
    • Shanghai AiCan Business Consulting Company Ltd.
    • Xiupu Mai (Shanghai) Information Company Ltd.
    • Yemek Sepeti (Russia) B.V.

Aufgrund von Aufgabe der Geschäftstätigkeit

    • Delivery Hero Pty Ltd.
    • Foodora Delivery Services LLC
    • RGP Local Commons I GmbH & Co. KG
    • RGP Local Holding I GmbH

In 2015 liquidierte DH die Tochtergesellschaft Foodora Limited.

Zusammenfassend sei auf die nachfolgende Übersicht verwiesen:

TEUR 2016 2015
erhaltene zahlungswirksame Gegenleistung 641 0
Vermögenswerte und Schulden, über die
die Beherrschung verloren wurde
Zahlungsmittelbestand 2.100 0
Langfristige Vermögenswerte 22.187 48
Kurzfristige Vermögenswerte 31.278 25
Verbindlichkeiten 55.445 499
Nettovermögen 121 -425

Folgende Entkonsolidierungen in 2016 ergaben einen Entkonsolidierungsverlust, ausgewiesen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen:

Delivery Hero Pty Ltd., RGP Local Commons I GmbH & Co. KG und RGP Local Holding I GmbH (TEUR -1.143), Bazinga SA (TEUR -701), Foodora Delivery Services LLC (TEUR -161), Yemek Sepeti (Russia) B.V. (TEUR -155), Volo Food Delivery, S.L. (TEUR -45).

Folgende Entkonsolidierungen in 2016 ergaben einen Entkonsolidierungsertrag, ausgewiesen in den sonstigen betrieblichen Erträgen:

Delivery Hero Hong Kong, Beijing Aidi, Shanghai AiCan, Xiu Pumai (TEUR 506), PedidosYa Paraguay S.A. (TEUR 1), Valk Fleet UK Limited (TEUR 478).

In 2015 entstand aus der Entkonsolidierung der Foodora Limited ein Entkonsolidierungsverlust von TEUR 123, der in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wird.

d) Aufgegebener Geschäftsbereich

Veräußerung der hungryhouse-Gruppe

Die Gesellschaft hat aufgrund strategischer Ausrichtungen am 15. Dezember 2016 die Absicht bekannt gegeben, ihre Anteile an der hungryhouse-Gruppe zu veräußern. Die hungryhouse-Gruppe betreibt ein Portal zur Online-Essensbestellung im Markt Großbritannien und ist dem Segment Europe zugeordnet. Käufer der Anteile ist die Just Eat plc ("Just Eat"). Die Transaktion unterliegt der aufschiebenden Zustimmung der britischen Kartellbehörde (United Kingdom's Competition and Markets Authority "CMA"). Die Zustimmung wird im Laufe des Geschäftsjahres 2017 erwartet. Bis zu diesem Zeitpunkt wird hungryhouse-Gruppe weiterhin eigenständig von Delivery Hero betrieben. Folglich werden die Vermögenswerte der hungryhouse-Gruppe zum 31. Dezember 2016 als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte bilanziert.

Der Veräußerungspreis setzt sich aus einer festen Kaufpreiskomponente von GBP 200 Millionen, zahlbar in bar, und einer bedingten Kaufpreiskomponente von bis GBP -30 Millionen bis zu GBP +40 Millionen, zahlbar in bar, zusammen. Die Auszahlung der bedingten Kaufpreiskomponente ist abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung der hungryhouse-Gruppe im Zeitraum zwischen Abschluss des Kaufvertrages und der tatsächlichen Durchführung der Transaktion ("closing").

Die hungryhouse-Gruppe stellt innerhalb des Konzerns einen wesentlichen geografischen Geschäftsbereich dar. Das Tochterunternehmen wurde nicht mit der Absicht einer Weiterveräußerung erworben. Damit erfüllt die beabsichtigte Veräußerung die Definition eines aufgegebenen Geschäftsbereichs gem. IFRS 5.32. Der aufgegebene Geschäftsbereich wurde gem. IFRS 5.15 zum Buchwert bewertet, da dieser niedriger ist als der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten.

Das Ergebnis aus der hungryhouse-Gruppe stellt sich zum 31.12.2016 wie folgt dar:

Ergebnis aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich TEUR 2016 2015
Erlöse 43.941 41.734
Konsolidierung gruppeninterner Erlöse -8.370 -8.341
Externe Erlöse 35.571 33.393
Aufwendungen -56.595 -55.660
Konsolidierung der gruppeninterner Aufwendungen 17.580 14.154
Externe Aufwendungen -39.015 -41.506
Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich -3.444 -8.113
Ertragsteuern -173 -338
Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich, nach Steuern -3.617 -8.451

Der Cashflow des aufgegebenen Geschäftsbereiches der hungryhouse-Gruppe setzt sich in 2016 wie folgt zusammen:

Cashflows aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich TEUR 2016 2015
Netto-Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 403 -9.978
Netto-Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3 -53
Netto-Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 753 8.101
Netto-Cashflow des Jahres 1.153 -1.930

Nachfolgend sind die zum 31.12.2016 als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden dargestellt:

TEUR 31.12.2016
Immaterielle Vermögenswerte 363
Sachanlagen 82
Aktive latente Steuern 81
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 526
Sonstige Schulden 2
Passive latente Steuern 81
Zur Veräußerung gehaltene Schulden 83

Die im sonstigen Ergebnis enthaltenen kumulierten Aufwendungen und Erträge, die in Verbindung mit langfristigen Vermögenswerten, die als zur Veräußerung gehalten eingestuft werden, stehen betragen zum 31.12.2016 TEUR 3.134.

E. GESCHÄFTSSEGMENTE | 01 GRUNDLAGEN DER SEGMENTE

E. Geschäftssegmente

01 GRUNDLAGEN DER SEGMENTE

Der Geschäftsführer der Gesellschaft ist der Hauptentscheidungsträger des Konzerns. Die Identifizierung der Geschäftssegmente wurde entsprechend des Management Approach auf Basis der internen Berichtserstattung vorgenommen. Die interne Berichterstattung ist Grundlage für die Zuordnung von Ressourcen und für die Beurteilung der Ertragskraft der Geschäftssegmente durch den Geschäftsführer.

Der Geschäftstätigkeit der Gruppe liegt eine Segmentierung nach geographischen Merkmalen zugrunde. Die interne Berichterstattung an den Geschäftsführer erfolgt separat für die Regionen Europe, MENA, Asia und Americas. Dabei wird die Türkei dem Segment MENA, Australien dem Segment Asia und Kanada dem Segment Americas zugeordnet. Die Gruppe bietet Essen-Bestell-und Lieferleistungen an mit einer je nach Geschäftssegment unterschiedlichen Ausprägung von plattformbasierten Marktplatz Angeboten und Auslieferungsdienstleistungen. Das regionale Leistungsangebot wird unter anderem in Abhängigkeit von Nachfrage, Infrastruktur, demographischen Rahmenbedingungen und Wettbewerbssituation bestimmt.

Die Ertragskraft der Geschäftssegmente wird auf der Basis eines adjusted EBITDA bewertet. Beim adjusted EBITDA handelt es sich um das Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche vor Ertragsteuern, Finanzergebnis, Abschreibungen und nicht operativen Ergebniseffekten. Die nicht operativen Ergebniseffekte umfassen insbesondere (i) Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütung, (ii) Aufwendungen für Leistungen im Zusammenhang mit Unternehmenstransaktionen und Finanzierungsrunden, Reorganisationsmaßnahmen, der Implementierung von Informationstechnologie und der Erreichung der Kapitalmarktfähigkeit sowie (iii) sonstige nicht operative Aufwendungen und Erträge, insbesondere den Saldo aus Gewinnen und Verlusten aus dem Abgang von Anlagevermögen, den Saldo aus Gewinnen und Verlusten aus dem Verkauf und der Aufgabe von Tochterunternehmen, Wertberichtigungen auf sonstige Forderungen sowie nicht-einkommensabhängige Steuern.

E. GESCHÄFTSSEGMENTE | 02 SEGMENTINFORMATIONEN UND ÜBERLEITUNG DER SEGMENTINFORMATIONEN

02 SEGMENTINFORMATIONEN UND ÜBERLEITUNG DER SEGMENTINFORMATIONEN

a) Umsatz

Verkäufe zwischen den Segmenten werden zu Marktpreisen durchgeführt. Der an den Geschäftsführer berichtete Umsatz mit externen Kunden, entspricht grundsätzlich der Bewertung der in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Umsatzerlöse. Sofern aufgrund regionaler Vertragsgestaltungen Delivery Hero als Leistungsverpflichteter (Prinzipal) zu betrachten ist, kann die Berichterstattung an den Geschäftsführer eine Abbildung als Vermittlungsleistung (wie bei den in der Gruppe üblichen Leistungen als Agent) zum Zweck der Vergleichbarkeit vorsehen.

Umsatzerlöse TEUR 2016 2015
Europe 140.596 91.719
MENA 75.539 30.492
Asia 49.303 32.068
Americas 24.828 11.427
Umsatz der Berichtssegmente 290.266 165.706
Konsolidierungsmaßnahmen 0 -46
Überleitungseffekte 6.760 497
Umsatzerlöse des Konzerns 297.026 166.157

E. GESCHÄFTSSEGMENTE | 02 SEGMENTINFORMATIONEN UND ÜBERLEITUNG DER SEGMENTINFORMATIONEN

b) Adjusted EBITDA

Adjusted EBITDA TEUR 2016 2015
Europe -47.543 -25.662
MENA 21.186 -504
Asia -25.106 -53.226
Americas -19.739 -29.408
Adjusted EBITDA der Geschäfssegmente -71.202 -108.799
Konsolidierungsmaßnahmen -616 -2.028
Management Anpassungen -11.211 -9.622
Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütung -15.759 -31.490
Sonstige Überleitungseffekte -8.126 -3.187
Abschreibungen -52.935 -43.684
Zins- und Finanzergebnis -42.458 -47.836
Ergebnis vor Ertragsteuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen -202.307 -246.646

Die Management Anpassungen beinhalten Aufwendungen für Leistungen im Zusammenhang mit Unternehmenstransaktionen und Finanzierungsrunden von TEUR 6.268 (Vorjahr: TEUR 7.388), Aufwendungen für die Erreichung der Kapitalmarktfähigkeit von TEUR 2.398 (Vorjahr: TEUR 613), Aufwendungen für Reorganisationsmaßnahmen von TEUR 1.765 (Vorjahr: TEUR 1.047) und Aufwendungen für die Implementierung von Informationstechnologien von TEUR 780 (Vorjahr: TEUR 574).

Die sonstigen Überleitungsposten beinhalten nicht operative Erträge und Aufwendungen. In 2016 beinhaltete diese Position insbesondere Verluste aus dem Abgang von Tochterunternehmen von TEUR 1.511 (Vorjahr: TEUR 223), Wertberichtigungen auf sonstige Vermögensgegenstände und Forderungen von TEUR 2.946 (Vorjahr: TEUR 2.523) sowie Aufwendungen für nicht-einkommensabhängige Steuern von TEUR 2.591 (Vorjahr: TEUR 578). Gegenläufig wirkten nicht operative Erträge in 2015.

E. GESCHÄFTSSEGMENTE | 03 INFORMATIONEN ÜBER GEOGRAPHISCHE GEBIETE

03 INFORMATIONEN ÜBER GEOGRAPHISCHE GEBIETE

Die nachfolgende Darstellung zeigt die Umsatzerlöse und die langfristigen Vermögenswerte für Deutschland und andere wesentlicher Länder des Konzerns. Die geographische Zuordnung der Umsatzerlöse und der Vermögenswerte erfolgt entsprechend des jeweiligen Sitzlandes des Unternehmens.

a) Umsatz

TEUR 2016 2015
Deutschland 72.667 56.411
Korea 40.830 34.060
Türkei 39.757 19.864
Schweden 23.469 12.470
Kuwait 21.347 6.569
Sonstige Länder 98.956 36.783
Zwischensumme fortzuführende Geschäftsbereiche 297.026 166.157
Vereinigtes Königreich 35.568 33.350
Summe 332.594 199.507

b) Langfristige Vermögenswerte

TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Deutschland 281.452 289.906
Türkei 435.967 519.203
Kuwait 129.106 128.530
Saudi-Arabien 121.872 6.197
Sonstige Länder 355.458 238.064
Summe 1.323.855 1.181.901

Langfristige Vermögenswerte beinhalten keine Finanzinstrumente, latente Steueransprüche und Vermögenswerte aus Leistungen an Arbeitnehmer.

F. Angaben zur Konzernbilanz

01 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

a) Überleitung des Buchwerts

Die immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich im Verlauf der Berichtsperiode im Wesentlichen durch den Erwerb der Foodpanda-Gruppe. Hierdurch erhöhte sich in 2016 der Goodwill um TEUR 215.868, die Marken um TEUR 10.749 sowie die Kunden- und Lieferantenbeziehungen um TEUR 3.768 (siehe ausführlich zu den Unternehmenserwerben Kapitel B.02). Die Nutzungsdauer der im Zuge des Erwerbs aufgedeckten Marken beträgt 5 Jahre und die der angesetzten Kunden- und Lieferantenbeziehungen 3 bis 8 Jahre. Die verbleibende Nutzungsdauer der restlichen Marken beträgt 3 bis 23 Jahre, die der restlichen angesetzten Kunden- und Lieferantenbeziehungen beträgt 1 bis 23 Jahre.

Im Zuge der Unternehmenserwerbe in 2016 wurden auch selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte übernommen. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Kosten für die Entwicklung der Webseiten. Bei den vorgenommenen Umgliederungen handelt es sich im Wesentlichen um die langfristigen Vermögenswerte aufgegebener Geschäftsbereiche.

Im aktuellen Geschäftsjahr wurde der Buchwert der CGU Delivery Hero Germany GmbH auf den erzielbaren Betrag reduziert. Die hieraus resultierende Wertberichtigung von TEUR -9.633 auf den Goodwill der CGU, welche dem Segment Europe zugeordnet ist, wurde in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die in 2015 vorgenommenen und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfassten Wertminderungen des Geschäfts- oder Firmenwerts von TEUR -2.089 betrafen das Segment Asia.

Die Aufwendungen für planmäßige Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte werden in den Verwaltungsaufwendungen erfasst. Zur Gesamthöhe der Abschreibungen im Geschäftsjahr siehe auch Kapitel G.05.

Die immateriellen Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:

Anschaffungs- und
Herstellungskosten
Lizenzen
und
ähnliche
Anzahlungen
auf immat.
Vermögens
werte und
aktivierte
Entwicklungs
Selbst
erstellte
immat.
Vermögens
Kunden- /
Lieferanten
stamm und
übrige
immat.
Vermögens
TEUR Goodwill Rechte Marken Software kosten werte werte Gesamt
Stand am
01.01.2016
527.409 1.448 517.731 7.110 1.438 1.876 165.124 1.222.135
Zugänge durch
Unternehmenszu
sammenschlüsse
215.868 0 10.749 1.751 3.538 3.768 13.026 248.699
Abgänge durch
Entkonsolidierung
-1.981 -117 -4.353 32 0 0 -1.535 -7.954
Zugänge 8 579 -74 3.823 260 1.489 2.208 8.293
Umgliederungen 0 2.954 -1.464 -864 -736 0 -2.089 -2.198
Abgänge 0 -30 -15 -2 -598 -49 -36 -729
Währungs
differenzen
-23.635 91 -43.357 -356 15 -397 1.189 -66.451
Stand am
31.12.2016
717.669 4.926 479.216 11.494 3.918 6.687 177.887 1.401.796
Kumulierte
Abschreibungen
TEUR
Stand am
01.01.2016
-7.850 -853 -27.886 -4.447 -259 -167 -18.984 -60.446
Zugänge durch
Unternehmenszu
sammenschlüsse
0 0 0 0 0 0 0 0
Abgänge durch
Entkonsolidierung
1.981 110 4.348 17 0 0 1.535 7.992
Abschreibungen -2 -634 -22.608 -1.265 0 -258 -14.437 -39.203
Wertminderungen -9.633 -17 -103 -11 -60 0 -237 -10.062
Abgänge 0 11 2 60 0 0 -27 46
Währungs
differenzen
50 -119 2.579 258 -24 48 244 3.036
Stand am
31.12.2016
-15.454 -3.465 -42.215 -5.110 -343 -377 -29.840 -96.804
Buchwert am
31.12.2016
702.214 1.461 437.001 6.385 3.575 6.310 148.047 1.304.993
Buchwert am
01.01.2016
519.558 595 489.845 2.663 1.179 1.709 146.140 1.161.690
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
TEUR
Goodwill Lizenzen
und
ähnliche
Rechte
Marken Software Anzahlungen
auf immat.
Vermögens
werte und
aktivierte
Entwicklungs
kosten
Selbst
erstellte
immat.
Vermögens
werte
Kunden- /
Lieferanten
stamm und
übrige
immat.
Vermögens
werte
Gesamt
Stand am
01.01.2015
246.517 789 153.083 4.164 338 0 78.336 483.227
Zugänge durch
Unternehmenszu
sammenschlüsse
295.329 304 384.838 2.083 602 702 87.520 771.378
Abgänge durch
Entkonsolidierung
0 0 0 0 0 0 0 0
Zugänge 0 74 267 1.268 873 1.292 157 3.931
Umgliederungen 0 307 0 -298 -24 0 24 9
Abgänge 0 -10 0 -46 -302 0 -34 -392
Währungs
differenzen
-14.438 -16 -20.457 -62 -49 -118 -878 -36.018
Stand am
31.12.2015
527.408 1.448 517.731 7.110 1.438 1.876 165.124 1.222.134
Kumulierte
Abschreibungen
TEUR
Stand am
01.01.2015
-5.805 -581 -5.519 -2.323 -315 0 -4.295 -18.838
Zugänge durch
Unternehmenszu
sammenschlüsse
0 -39 -8 -1.014 0 -63 -30 -1.154
Abgänge durch
Entkonsolidierung
0 0 0 0 0 0 0 0
Abschreibungen 0 -180 -18.986 -1.089 0 -114 -12.870 -33.239
Wertminderungen -2.089 -69 -4.194 -45 0 0 -2.136 -8.533
Wertaufholung 0 0 0 0 0 0 0 0
Umgliederungen 0 0 0 -7 0 0 0 0
Abgänge 0 9 0 5 0 0 0 14
Währungs
differenzen
44 8 822 26 55 10 347 1.312
Stand am
31.12.2015
-7.850 -853 -27.886 -4.447 -259 -167 -18.984 -60.446
Buchwert am
31.12.2015
519.558 595 489.845 2.663 1.179 1.709 146.140 1.161.690
01. ZUSAMMENGEFASSTER
LAGEBERICHT
02. KONZERNABSCHLUSS 03. ANHANG ZUM
KONZERNABSCHLUSS
F. ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ 01 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Buchwert am
01.01.2015
240.712 208 147.564 1.841 23 0 74.041 464.389
--------------------------- --------- ----- --------- ------- ---- --- -------- ---------

b) Aufteilung des Goodwills

Zu den allgemeinen Annahmen und Methoden bei der Durchführung von Wertminderungstest wird auf die Ausführungen in Kapitel B.05 verwiesen.

Für die Zwecke der Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes wurde im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2016 ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Eine Wertberichtigung ist dann vorzunehmen, wenn hinsichtlich der einzelnen CGU der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts den sog. erzielbaren Ertrag übersteigt. Dieser erzielbare Betrag entspricht dem höheren der beiden Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Der erzielbare Betrag der durchgeführten Wertminderungstests basiert auf dem Konzept des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten.

Zum Zweck der Überprüfung auf Wertminderung ist den Cash Generating Units (CGUs) des Konzerns ein Geschäfts- oder Firmenwert per 30. September 2016 wie folgt zugeordnet worden:

TEUR 2016 2015
Yemek Sepeti-Gruppe 182.912 193.901
Lieferheld GmbH 68.082 68.082
pizza.de GmbH 67.299 67.299
Talabat-Gruppe 59.716 60.415
Delivery Hero Sweden AB 37.965 37.965
Zwischensumme 415.974 427.662
Mehrere Einheiten ohne signifikanten Geschäfts- oder Firmenwert 94.474 91.896
Summe 510.448 519.558

Bei der CGU pizza.de GmbH entsprach der erzielbare Betrag zum 30.9.2016 nahezu dem Buchwert. Zum 31.12.2016 langen Anhaltspunkte für eine Wertminderung aufgrund des Anstiegs des Basiszinssatzes vor. Aus diesem Grund wurde der Impairment Test auf Basis unveränderter Rahmendaten unter Einbezug der stichtagsrelevanten Kapitalkosten zum 31.12.2016 erneut durchgeführt. Es ergab sich eine Wertminderung in Höhe von TEUR 9.633.

Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Planannahmen, die verwendeten Inputfaktoren für die Planung sowie die gewichteten Kapitalkosten pro CGU für das Berichtsjahr:

CGU Yemek
Septi
Gruppe
Delivery
Hero
Germany
GmbH
Talabat
Gruppe
Delivery
Hero
Sweden AB
Mehrere
Einheiten
ohne signi
fikanten Ge
schäfts- oder
Firmenwert
Umsatzwachstum p.a. im
Planungszeitraum (CAGR)
22,3 % 8,7 % 30,1 % 12,4 % 32,7 %
Ø EBITDA-Marge im
Planungs-zeitraum
56,3 % 22,9 % 54,1 % 52,5 % 8,9 %
Umsatzwachstum p.a. nach
Ende des Planungszeitraums
7,6 % 1,0 % 3,2 % 1,2 % 2,1 %
EBITDA-Marge nach Ende
des Planungszeitraums
60,0 % 37,4 % 49,1 % 55,0 % 30,0 %
Ø Diskontierungssatz im
Planungszeitraum / WACC
16,2 % 7,7 % 10,1 % 7,9 % 9,9 %
Alter der Gesellschaft 15 Jahre 8 Jahre 5 Jahre 8 Jahre 7 Jahre

Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Planannahmen, die verwendeten Inputfaktoren für die Planung sowie die gewichteten Kapitalkosten pro CGU für das Vorjahr:

CGU Yemek
Septi
Gruppe
Delivery
Hero
Germany
GmbH
(Lieferheld /
Pizza.de)
Talabat
Gruppe
Delivery
Hero
Sweden AB
Mehrere
Einheiten
ohne signi
fikanten Ge
schäfts- oder
Firmenwert
Umsatzwachstum p.a. im
Planungszeitraum (CAGR)
18,0 % 9,8 % /
8,1 %
22,5 % 8,0 % 22,2 %
Ø EBITDA-Marge im
Planungszeitraum
60,0 % 24,2 % /
57,6 %
61,2 % 56,7 % 15,3 %
Umsatzwachstum p.a. nach
Ende des Planungszeitraums
9,9 % 6,5 % /
6,3 %
5,9 % 6,1 % 5,4 %
EBITDA-Marge nach Ende
des Planungszeitraums
54,8 % 36,8 % /
61,9 %
60,2 % 54,6 % 31,4 %
Ø Diskontierungssatz im
Planungszeitraum / WACC
12,9 % 12,5 % /
9,5 %
16,3 % 13,1 % 17,6 %

Aufgrund des jungen Geschäftsmodells umfasst die Detailplanungsphase generell 3 Jahre. Die im Planungszeitraum verwendeten Umsatzwachstumsannahmen basieren auf der zum Stichtag des Werthaltigkeitstests vom Management verabschiedeten Unternehmensplanung. Die für den nach der Unternehmensplanung liegenden Planungszeitraum verwendeten Umsatzwachstumsannahmen basieren auf internen Einschätzungen.

Der Planungsprozess pro CGU basiert auf einem strukturierten Bottom-up Ansatz, der einmal jährlich durchgeführt wird. Der gesamte Prozess wird durch die Top-Down-Zielsetzung in Form von länder-/unternehmensspezifischen KPIs vom zentralen Management und dem internationalen Team gesteuert. Das jeweilige lokale Management bereitet im Anschluss den Businessplan auf und passt ihn in einem iterativen Prozess mit dem Zentralmanagement und dem internationalen Team an.

Die unterschiedlichen lokalen Management-Teams nutzen Kohortenmodelle für die Planung der Umsatzerlöse. Die Kohortenmodelle analysieren das vergangene Bestellverhalten der (lokalen) Kunden und wenden statistische Methoden an, um das zukünftige Verhalten bestehender Kunden zu prognostizieren. Zukünftige Umsätze durch neue Kunden werden aus den geplanten Marketingaufwendungen und der Entwicklung der geschätzten Kosten pro Neukunde im Zeit-ablauf abgeleitet. Die wesentlichen Annahmen für die Kohortenmodelle beziehen sich unter anderem auf die Kundenbindungs-/Wiederbestellrate, Kundenaktivitätsrate, durchschnittliche Bestellgröße und Provisionssätze.

Die Kosten (exklusive Marketingaufwendungen) werden auf Basis von Verhältniszahlen geplant (insbesondere in Bezug auf die Anzahl an Nutzern und Bestellungen).

Grundsätzlich werden die ersten drei Planungsperioden detailliert geplant. Ab dem Geschäftsjahr 2020 bis 2023 werden Umsätze und EBITDA-Margen auf Basis der entsprechenden Markteinschätzungen (Marktpotential, Wettbewerbsumfeld, Megatrends) prognostiziert.

Die Ableitung der Eigenkapitalkomponente des WACC basiert auf einem einheitlichen risikofreien Basiszinssatz von 1,00 % für den EUR-Raum (Vorjahr: 0,75 %), sowie einem CGU-spezifischen Risikozuschlag zwischen 6,5 % und 18,0 % (Vorjahr: 6,0 % bis 29,8 %). Der Risikozuschlag selbst enthält die Anpassungs-Komponenten Inflations- und Länderrisiko sowie Marktrisiko- und CGU-spezifische Prämie, welche im Wesentlichen vom Zeitraum des Bestehens abhängt und mit zunehmender Historie reduziert wird. Zudem wurde CGU-übergreifend ein unternehmensspezifischer Risikofaktor (Beta-Faktor) von 1,1 herangezogen. Je nach CGU wurden Steuersätze zwischen 15,0 % und 33,3 % verwendet. Durch die Annahme einer vollständigen Eigenkapitalfinanzierung ist keine Fremdkapitalkomponente im WACC enthalten und somit unterscheiden sich die Vorsteuerzinssätze identisch mit den verwendeten Zinssätzen.

Im Rahmen der jährlichen Werthaltigkeitstests zum 30. September 2016 wurde auch eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Hierzu wurde jeweils eine Erhöhung des Basiszinssatzes um 100 Basispunkte, eine anteilige Reduzierung des geplanten jährlichen Umsatzwachstums von zehn Prozent sowie eine absolute Reduzierung der geplanten EBITDA-Marge um fünf Prozent unterstellt. Keine dieser Änderungen führte zu weiterem Wertminderungsbedarf.

F. ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ | 02 SACHANLAGEN

02 SACHANLAGEN

Das Sachanlagevermögen hat sich wie folgt entwickelt:

Anschaffungs- und
Herstellungskosten TEUR
Mieterein
bauten
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Geleistete An
zahlungen auf
Sachanlagen
Gesamt
Stand am 01.01.2016 1.654 11.020 1.118 13.792
Zugänge durch Unternehmens
zusammenschlüsse
0 3.533 0 3.533
Abgänge durch
Entkonsolidierung
-40 -983 -3 -1.026
Zugänge 2.329 8.081 5 10.415
Umgliederungen 975 29 -1.113 -109
Abgänge -2 -327 0 -329
Währungsdifferenzen -62 -88 -2 -152
Stand am 31.12.2016 4.854 21.265 4 26.123
Kumulierte Abschreibungen
TEUR
Stand am 01.01.2016 -1.254 -4.852 0 -6.106
Zugänge durch Unternehmens
zusammenschlüsse
0 -1.459 0 -1.459
Abgänge durch
Entkonsolidierung
40 290 0 331
Abschreibungen -378 -3.278 0 -3.656
Wertminderungen 0 -8 0 -8
Abgänge 0 130 0 130
Währungsdifferenzen 49 89 0 138
Stand am 31.12.2016 -1.542 -9.061 0 -10.603
Buchwert am 31.12.2016 3.311 12.204 4 15.520
Buchwert am 01.01.2016 401 6.167 1.118 7.686

F. ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ | 02 SACHANLAGEN

Anschaffungs- und
Herstellungskosten TEUR
Mieterein
bauten
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Geleistete An
zahlungen auf
Sachanlagen
Gesamt
Stand am 01.01.2015 1.021 4.963 0 5.985
Zugänge durch Unternehmens
zusammenschlüsse
528 2.997 0 3.525
Zugänge 142 3.764 1.119 5.024
Umgliederungen 1 -28 -2 -29
Abgänge 0 -547 0 -547
Währungsdifferenzen -38 -130 1 -167
Stand am 31.12.2015 1.654 11.020 1.118 13.792
Kumulierte Abschreibungen
TEUR
Stand am 01.01.2015 -181 -2.365 0 -2.546
Zugänge durch Unternehmens
zusammenschlüsse
-164 -1.179 0 -1.343
Abgänge durch
Entkonsolidierung
-454 -1.556 0 -2.010
Abschreibungen -466 -67 0 -533
Wertminderungen 0 7 0 7
Abgänge 0 246 0 246
Währungsdifferenzen 12 62 0 74
Stand am 31.12.2015 -1.254 -4.852 0 -6.106
Buchwert am 31.12.2015 401 6.167 1.118 7.686
Buchwert am 01.01.2015 840 2.599 0 3.439

Die Buchwerterhöhung der Betriebs- und Geschäftsausstattung basiert neben den Zugängen durch Unternehmenserwerbe auf erhöhten Anschaffungen getrieben durch das hohe Wachstum der operativen Tätigkeit. Zu den Unternehmenserwerben im Geschäftsjahr siehe auch Kapitel D.02. Die geleisteten Anzahlungen in 2015 stehen im Zusammenhang mit dem Umbau einer zukünftig genutzten Büromietfläche und wurden in 2016 umgegliedert. Bei den übrigen Umgliederungen handelt es sich im Wesentlichen um die langfristigen Vermögenswerte aufgegebener Geschäftsbereiche.

F. ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ | 02 SACHANLAGEN / 03 SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

In 2015 wurden Wertminderungen auf Mietereinbauten vorgenommen, welche vor allem im Zusammenhang mit der Verlagerung der betrieblichen Tätigkeit einer DH-Gesellschaft stehen.

Die Kategorie der "Betriebs- und Geschäftsausstattung" schließt die Anlagen mit den folgenden Buchwerten ein, die der Konzern im Rahmen von kurzfristig kündbaren Operating-Leasingverhält-nissen an fremde Dritte vermietet hat:

TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Anschaffungskosten 1.144 1.133
Kumulierte Abschreibungen am 1. Januar -220 -81
Wechselkurseffekte -6 -7
Abschreibungen im laufenden Geschäftsjahr -171 -139
Nettobuchwert 747 906

Da die Operate-Leasingverhältnisse in der Regel jederzeit durch den Leasingnehmer kündbar sind, wird auf die Angabe von Mindestleasingzahlungen verzichtet.

03 SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Beteiligungen 2.540 2.530
Gewährte Darlehen 1.894 1.421
Bankeinlagen und hinterlegte Kautionen 1.263 737
Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten 991 0
Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen 20 0
Summe 6.709 4.688

F. ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ | 03 SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE / 04 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN

Bei den Beteiligungen zum 31.12.2016 handelt es sich im Wesentlichen um einen Anteil an der RGP Local Commons IV GmbH & Co. KG, sowie um eine Beteiligung an der Quiqup Ltd.

Der Anstieg der Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten in 2016 ist auf eine trennungspflichtige eingebettete Kündigungsoption und ein Zinsfloor-Derivat zurückzuführen, welche aus dem in 2016 aufgenommenen Bankdarlehen abgespalten wurden, siehe hierzu Abschnitt F.11. Darüber hinaus beinhaltet diese Posten Forderungen aus der Call-Option auf die Anteile der Hungry.NL. Der Wert beträgt zum Abschlussstichtag 715 TEUR. Es handelt sich bei diesen Derivaten um Level 3 Instrumente.

04 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN

TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 28.770 12.818
Kaufpreisforderung 10.671 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 4.222 1.379
Sonstige Bankeinlagen 205 83
Gewährte Darlehen 11 443
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
22 25
Derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert 0 2.892
Sonstige Forderungen 9.450 5.050
Summe 53.351 22.690
davon kurzfristig 53.346 22.687
davon langfristig 4 3

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Konzernforderungen:

Die Kaufpreisforderung beinhaltet im Wesentlichen die Restforderung aus dem Verkauf der Delivery Club OOO (ehemaliges Tochterunternehmen der Foodpanda-Gruppe).

Die Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten in 2015 sind auf eine trennungspflichtige eingebettete Kündigungsoption zurückzuführen, welche aus einem in 2015 aufgenommenen Verkäuferdarlehen abgespalten wurde. Dieses Verkäuferdarlehen wurde Anfang 2016 zurückgeführt. Es handelte sich bei diesem Derivat um ein Level 3 Instrument. Bei den sonstigen Forderungen handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen gegenüber Zahlungsdienstleistern.

F. ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ | 05 SONSTIGE VERMÖGENSWERTE / 06 FORDERUNGEN AUS ERTRAGSTEUERN / 07 LATENTE ERTRAGSTEUERN

05 SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Anzahlungen / Rechnungsabgrenzungen 6.244 4.015
Umsatzsteuerforderungen 2.873 3.904
Andere sonstige Vermögenswerte 2.191 1.116
Summe 11.308 9.034
davon kurzfristig 11.251 8.996
davon langfristig 57 38

06 FORDERUNGEN AUS ERTRAGSTEUERN

Die Forderungen aus Ertragsteuern betreffen im Wesentlichen geleistete Vorauszahlungen bzw. Überzahlungen von Körperschaft- und Gewerbesteuern.

07 LATENTE ERTRAGSTEUERN

Die aktiven und passiven latenten Steuern für die zwei betrachteten Stichtage stellen sich wie folgt dar:

TEUR 31.12.2016 31.12.2015
aktive passive aktive passive
Latente Steuern 27.131 130.820 21.175 150.363
davon kurzfristig 3.800 55 9.329 2.168
davon langfristig 23.331 130.765 11.846 148.195
Saldierung -22.759 -22.759 -11.692 -11.692
Summe nach Saldierung 4.372 108.061 9.483 138.671

F. ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ | 07 LATENTE ERTRAGSTEUERN

Die Veränderung der latenten Steuern zwischen den Jahren 2015 und 2016 resultiert im Wesentlichen aus Währungseffekten sowie den planmäßigen Abschreibungen der im Rahmen der Kaufpreisallokationen ermittelten immateriellen Vermögenswerte. Der Ausweis der latenten Steuern erfolgt in den langfristigen Vermögenswerten und Schulden, auch wenn von einer kurzfristigen Nutzung dieser ausgegangen wird.

Die Veränderung der latenten Steuern resultiert aus den im Folgenden dargestellten Effekten:

TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Aktive latente Steuern 4.372 9.483
Passive latente Steuern 108.061 138.671
Nettoansatz latente Steuern 103.689 129.189
Veränderung gegenüber dem Vorjahr -25.500 74.136
davon erfolgswirksam 21.493 5.274
davon erfolgsneutral 0 -1.481
davon durch Akquisitionen -3.724 -82.328
Währungsdifferenzen 7.731 4.399

F. ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ | 07 LATENTE ERTRAGSTEUERN

Aktive latente Steuern für steuerliche Verlustvorträge und abzugsfähige temporäre Differenzen werden nur in dem Maße angesetzt, wie die Realisierung des steuerlichen Vorteils durch zukünftige steuerliche Gewinne wahrscheinlich ist. Der Konzern hat für temporäre Differenzen von TEUR 16.564 (31.12.2015: TEUR 3.951) keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Zusätzlich wurde auf den Zinsvortrag in 2016 von TEUR 15.320 (31.12.2015: TEUR 6.845) keine aktive latente Steuer gebildet. Des Weiteren wurden für gewerbesteuerliche Verlustvorträge von TEUR 100.127 (31.12.2015: TEUR 117.954) sowie für körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von TEUR 383.334 (31.12.2015: TEUR 256.733) keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Die gewerbesteuerlichen Verlustvorträge, für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt worden sind, sind unbegrenzt nutzbar. Die Verfallszeiten der körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge, für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt worden sind, stellen sich wie folgt dar:

TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Körperschaftssteuerliche Verlustvorträge 383.334 256.733
Verfallsdatum
innerhalb von 5 Jahren 86.051 23.255
nach 5 Jahren 71.219 54.864
unbegrenzt vortragsfähig 226.064 178.614

Die wesentlichen nicht angesetzten aktiven latenten Steuern auf körperschaftssteuerliche Verlustvorträge betreffen die Delivery Hero GmbH mit TEUR 87.457 (31.12.2015: TEUR 57.524) und die RGP Korea Ltd. mit TEUR 50.005 (31.12.2015: TEUR 42.008).

Für die Mjam GmbH waren zum Berichtsstichtag aktive latente Steuern i.H.v. TEUR 637 angesetzt, obwohl die Gesellschaft im Berichtsjahr einen Verlust erlitten hat. Dieser Verlust resultiert aus einer einmaligen Forderungswertberichtigung. Aufgrund der Gewinnhistorie und der positiven Zukunftsaussichten, wird weiterhin von einer planmäßigen Nutzung dieser Verlustvorträge ausgegangen.

F. ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ | 07 LATENTE ERTRAGSTEUERN

Die aktiven und passiven latenten Steuern resultieren aus folgenden Bilanzposten:

TEUR 31.12.2016
Bilanzposten aktive
latente
Steuern
passive
latente Steuern
Veränderung
während
des Jahres
davon erfolgs
wirksam erfasst
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 232 127.002 10.807 8.184
Sachanlagen 76 401 -316 -313
Sonstige finanzielle
Vermögenswerte
61 1.216 -1.164 -1.167
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 4 0 -1 0
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Forderungen
345 24 1.121 1.106
Sonstige Vermögenswerte 373 0 375 384
PASSIVA
Langfristige Schulden
Finanzschulden 0 461 -461 -461
Pensionsrückstellungen 27 0 6 9
Sonstige Rückstellungen 355 0 -1.192 -1.127
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten
1 1.685 7.997 8.000
Kurzfristige Schulden
Finanzschulden 40 0 40 40
Sonstige Rückstellungen 2.389 0 192 473
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten
598 31 -5.145 -5.152
Sonstige Schulden 51 0 2 9
Summe temporäre Differenzen 4.552 130.820 12.261 9.985
Steuerliche Verlustvorträge 22.579 0 13.239 11.508
Gesamt 27.131 130.820 25.500 21.493
Saldierung -22.759 -22.759
Summe nach Saldierung 4.372 108.061

LAGEBERICHT KONZERNABSCHLUSS

F. ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ | 07 LATENTE ERTRAGSTEUERN

TEUR 31.12.2015
Bilanzposten aktive
latente
Steuern
passive
latente Steuern
Veränderung
während
des Jahres
davon erfolgs
wirksam erfasst
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 266 137.842 -75.268 7.403
Sachanlagen 24 33 -10 -11
Sonstige finanzielle
Vermögenswerte
9 0 9 11
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 5 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Forderungen
93 893 -856 -858
Sonstige Vermögenswerte 0 2 -1 0
PASSIVA
Langfristige Schulden
Finanzschulden 0 0 0 0
Pensionsrückstellungen 21 0 21 23
Sonstige Rückstellungen 1.547 0 923 -3.795
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten
639 10.320 -11.018 -9.585
Sonstige Schulden 0 0 -493 -493
Kurzfristige Schulden
Finanzschulden 0 0 0 40
Sonstige Rückstellungen 2.197 0 2.137 2.241
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten
6.982 1.270 5.354 5.354
Sonstige Schulden 52 3 49 52
Summe temporäre Differenzen 11.835 150.363 -79.153 341
Steuerliche Verlustvorträge 9.340 0 5.017 4.933
Gesamt 21.175 150.363 -74.136 5.274
Saldierung -11.692 -11.692
Summe nach Saldierung 9.483 138.671

F. ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ | 07 LATENTE ERTRAGSTEUERN / 08 VORRÄTE / 09 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Auf temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften von TEUR 50.961 (31.12.2015: TEUR 50.081) wurden keine passiven latenten Steuern angesetzt, da es nicht wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden. Darüber hinaus können noch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften von maximal TEUR 15.508 aus dem Erwerb der Foodpanda-Gruppe entstanden sein, jedoch lässt sich aufgrund fehlender Informationen zum Aufstellungszeitpunkt der genaue Betrag nicht ermitteln. Auch hier ist es nicht wahrscheinlich, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden.

08 VORRÄTE

Die Vorräte umfassen im Wesentlichen Terminals, Verpackungsmaterial wie Pizza-Boxen sowie Werbematerial, welche an Vertragsrestaurants verkauft werden. Ein Teil der Vorräte steht bis zur Erfüllung der Kaufpreisforderung unter Eigentumsvorbehalt.

Die Position teilt sich wie folgt auf:

TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Fertige Erzeugnisse und Waren 540 643
Geleistete Anzahlungen 53 14
Summe 593 657

Der Betrag der Vorräte, welcher als Aufwand in der Berichtsperiode erfasst worden ist, beläuft sich auf TEUR 2.295 (2015: TEUR 1.762).

09 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente können wie folgt aufgegliedert werden:

TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Bankguthaben 229.583 159.855
Barbestände 1.270 295
Summe 230.853 160.150

F. ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ | 09 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE / 10 EIGENKAPITAL

Guthaben bei Kreditinstituten werden teilweise mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die bis zu drei Monate betragen.

Die Zahlungsmittel enthalten Gelder in Argentinien in Höhe von TEUR 298 (31.12.2015: TEUR 213), die einer örtlichen Devisenkontrolle unterliegen.

Die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente während des Berichtszeitraums ist aus der Kapitalflussrechnung ersichtlich.

10 EIGENKAPITAL

Die Veränderung der Eigenkapitalkomponenten ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

a) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft wurde in 2016 um EUR 69.234 durch die Ausgabe von insgesamt 69.234 Geschäftsanteilen im Rahmen von sieben Kapitalmaßnahmen von 394.477 auf 463.711 Geschäftsanteile erhöht. Der Nennbetrag beträgt EUR 1,00 pro Geschäftsanteil. Zum Bilanzstichtag sind von den 463.711 (Vorjahr 394.477) Geschäftsanteilen 5.400 (Vorjahr 5.400) Geschäftsanteile nicht im Umlauf. Das gezeichnete Kapital der DH beträgt zum 31.12.2016 EUR 463.711 und wurde vollständig einbezahlt.

TEUR 31.12.2016
Stammkapital zum 1. Januar 394.477
– davon nicht im Umlauf -5.400
Gegen Sacheinlage ausgegeben 69.234
Stammkapital zum 31. Dezember 463.711
– davon nicht im Umlauf -5.400

F. ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ | 10 EIGENKAPITAL

b) Genehmigtes Kapital

Die Geschäftsführung ist aufgrund eines Gesellschafterbeschlusses ermächtigt, das gezeichnete Kapital der Gesellschaft innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung in das Handelsregister durch Ausgabe neuer Geschäftsanteile gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um EUR 1.601 ("Genehmigtes Kapital I") zu erhöhen. Das genehmigte Kapital dient der Sicherung von Bezugsrechten auf Geschäftsanteile, die im Rahmen der Unternehmensfinanzierung an Investoren ausgegeben wurden. Das Bezugsrecht der Gesellschafter ist ausgeschlossen.

Die Geschäftsführung ist darüber hinaus aufgrund Gesellschafterbeschluss ermächtigt, das gezeichnete Kapital der Gesellschaft innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung in das Handelsregister durch Ausgabe neuer Geschäftsanteile gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um EUR 4.796 ("Genehmigtes Kapital II") bzw. EUR 77.402 ("Genehmigtes Kapital III"), zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Gesellschafter ist ausgeschlossen. Das Genehmigte Kapital II dient der Sicherung von Bezugsrechten auf Geschäftsanteile, die im Rahmen der Unternehmensfinanzierung an Darlehensgeber mittels eines Loan and Escrow Agreement ausgegeben wurden. Das Genehmigte Kapital III kann für beliebige Zwecke verwendet werden.

Die Geschäftsführung ist aufgrund eines Gesellschafterbeschlusses ermächtigt, das gezeichnete Kapital der Gesellschaft innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung in das Handelsregister durch Ausgabe neuer Geschäftsanteile gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um EUR 29.394 ("Genehmigtes Kapital IV") bzw. um EUR 62.251 ("Genehmigtes Kapital V") zu erhöhen. Das genehmigte Kapital dient der Sicherung von Bezugsrechten auf Geschäftsanteile, die im Rahmen der Unternehmensfinanzierung an Investoren ausgegeben wurden. Das Bezugsrecht der Gesellschafter ist ausgeschlossen. Die Handelsregistereintragungen für "Genehmigten Kapitals IV" und "Genehmigten Kapitals V" sind zum Berichtsstichtag noch nicht erfolgt.

c) Kapitalrücklagen

Die Kapitalrücklagen der DH haben sich im Berichtsjahr um TEUR 378.658 erhöht, was im Wesentlichen auf folgende Sachverhalte zurückzuführen ist:

Eine Erhöhung der Kapitalrücklagen um TEUR 383.491 resultiert aus Aufgeldern, welche im Zuge der o.g. Kapitalerhöhungen geleistet wurden. Der Großteil entfällt dabei auf die Einlage der Emerging Markets Online Food Delivery Holding S.à.r.l. (siehe Abschnitt D.02.).

Zudem fand eine Erhöhung der Kapitalrücklage i.H.v. TEUR 936 im Zusammenhang mit einer anteilsbasierten Vergütungsvereinbarung statt (siehe ausführlich zum IFRS 2 Programm Abschnitt I.01).

Eine Reduzierung der Kapitalrücklagen um TEUR 5.768 (2015: TEUR 6.611) ergibt sich aus Transaktionen mit Gesellschaftern mit nicht-beherrschenden Anteilen am Eigenkapital. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die erstmalige Erfassung einer Verbindlichkeit der DH Gruppe gegenüber einem Minderheitsgesellschafter einer Tochterunternehmung sowie um die Auswirkungen aus Anpassungen der Management-Beteiligungsprogramme bei Tochterunternehmen der DH-Gruppe (siehe hierzu Kapitel I.01).

F. ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ | 10 EIGENKAPITAL

d) Gewinn- und sonstige Rücklagen

Die Gewinn- und sonstige Rücklagen des Konzerns, bestehen wie auch im Vorjahr aus den Neubewertungsrücklagen aus der IFRS-Erstanwendung, dem Ergebnisvortrag zu Beginn der Periode, dem Verlust der Berichtsperiode sowie dem sonstigen Ergebnis der Periode.

Das sonstige Ergebnis der Periode enthält Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen sowie Effekte aus der Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen. Der Anstieg der Währungsumrechnungsdifferenzen in 2016 resultiert wie bereits in 2015 im Wesentlichen aus der Abwertung der Türkischen Lira gegenüber dem Euro im Berichtsjahr. Die folgende Tabelle erläutert diese Effekte:

Den Eigentümern des
Mutterunternehmens zurechenbar
TEUR Währungs
umrech
nungs
rücklage
Neubewert
ungsrück
lage
aus Pen
sionszusa
gen
Gesamt Nicht beherr
schende
Anteile
Sonstiges
Ergebnis
Gesamt
2016
Währungsum
rechnungsdifferenzen
-61.489 0 -61.489 -172 -61.662
Neubewertung der
Nettoschuld aus
leistungsorientierten
Versorgungsplänen
-2 64 62 12 74
Summe -61.491 64 -61.427 -160 -61.588
2015
Währungsum
rechnungsdifferenzen
-34.016 0 -34.016 26 -33.989
Neubewertung der
Nettoschuld aus
leistungsorientierten
Versorgungsplänen
4 -201 -197 -37 -234
Summe -34.012 -201 -34.213 -11 -34.224

F. ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ | 10 EIGENKAPITAL / 11 VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN

e) Eigene Anteile

Die Rücklage für die eigenen Anteile des Unternehmens umfasst die vom Konzern gehaltenen Anteile (5.400) an der DH. Zum 31.12.2016 fand keine Veränderung gegenüber dem Vorjahr statt.

f) Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter resultieren im Wesentlichen aus der Gesellschaft RGP Korea Ltd. Siehe hierzu ausführlich die Angaben in Kapitel D.03.a).

11 VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich wie folgt verändert:

TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 116.403 0
Summe 116.403 0

Der Anstieg der Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten ist auf die Aufnahme von einem Bankdarlehen in Höhe von Nominal bis zu TEUR 120.000 im Rahmen der Ablösung des Yemek Sepeti Verkäuferdarlehens zurückzuführen. Im Geschäftsjahr erfolgte eine Teilrückführung des Darlehens von TEUR 1.500. Im Bankdarlehen ist ein Zinsfloor und eine Kündigungsoption aus Sicht der Delivery Hero enthalten. Diese stellen ein trennungspflichtiges eingebettetes Derivat dar und wurden bei Aufnahme des Darlehens gemäß IAS 39.AG29 als ein zusammengesetztes Derivat zum beizulegenden Zeitwert vom Basisvertrag abgespalten. Das Zinsfloor-Derivat und die Kündigungsoption haben zum 31.12.2016 einen Marktwert von TEUR 276 und werden unter dem Posten Forderungen aus Lieferungen und sonstigen Forderungen ausgewiesen.

Für das Bankdarlehen werden bestimmte Bankkonten, Markenrechte und Forderungen als Sicherheit gegeben und Geschäftsanteile an den einzelnen Gesellschaften verpfändet bzw. als Sicherheit hinterlegt. Die Vereinbarungen dienen lediglich der Absicherung der Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Gläubigern. Dem Pfandnehmer entstehen hieraus keinerlei Stimmrechte. Für die quantitativen Angaben verweisen wir auf Abschnitt F.14.

F. ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ | 11 VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN / 12 PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen folgende Fälligkeitsstruktur auf:

TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Kurzfristig 0 0
Langfristig 116.403 0
Summe 116.403 0

12 PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Eine DH-Konzerngesellschaft in Korea gewährt ihren Angestellten Pensionsleistungen auf Basis eines leistungsorientierten Pensionsplans. Ab einem Jahr der ununterbrochenen Beschäftigung haben die Mitarbeiter einen Anspruch auf mindestens ein Monatsgehalt für jedes Jahr der Beschäftigung, basierend auf dem Durchschnitt der letzten drei Beschäftigungsmonate. Die Pensionsleistung wird als Einmalzahlung gewährt. Das Renteneintrittsalter in Korea beträgt 60 Jahre. Zudem gewährt Yemek Sepeti aufgrund gesetzlicher Bestimmungen ihren Angestellten Pensionsleistungen auf Basis eines leistungsorientierten Pensionsplans.

Die Rückstellung wird auf Basis der Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Die bei der Berechnung zugrunde gelegten versicherungsmathematischen Annahmen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Versicherungsmathematische Annahmen (in %) 2016 2015
Rechnungszinssatz 2,45 - 8,42 2,40 - 4,66
Gehaltstrend 2,90 - 11,60 3,71 - 5,10
Mortalität – männlich 0,01 - 0,05 0,01 - 0,05
Mortalität – weiblich 0,01 - 0,02 0,01 - 0,02
Renditeerwartung Planvermögen n / v n / v
Fluktuationsrate 8,73 - 11,55 8,73 - 11,50

F. ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ | 12 PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Die Sensitivität des Barwerts der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen (defined benefit obligation - DBO) wird in der folgenden Tabelle dargestellt:

Sensitivitätsanalyse TEUR 2016 2015
DBO auf Basis des aktuellen Diskontierungssatzes 1.269 782
DBO bei Erhöhung des Diskontierungssatzes um 1 Prozentpunkt 1.165 725
DBO bei Absenkung des Diskontierungssatzes um 1 Prozentpunkt 1.394 793
DBO auf Basis des aktuellen Gehaltstrends 1.269 782
DBO bei Erhöhung des Gehaltstrends um 1 Prozentpunkt 1.392 850
DBO bei Absenkung des Gehaltstrends um 1 Prozentpunkt 1.165 704

Der Barwert der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen hat sich wie folgt entwickelt:

Entwicklung der DBO TEUR 2016 2015
DBO 1. Januar 782 428
Zugang durch Unternehmenszusammenschluss 0 73
Dienstzeitaufwand 789 359
Pensionsleistungen an Pensionäre -302 -390
Zinsaufwand 8 16
Versicherungsmathematische Verluste 0 294
Währungsumrechnung -8 2
DBO 31. Dezember 1.269 782

F. ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ | 12 PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN / 13 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Das zur Sicherung der Pensionsverpflichtungen verfügbare Planvermögen sowie der sich daraus ergebende Bilanzausweis der Verpflichtungen hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

Entwicklung der Verpflichtung in der Bilanz inkl. Planvermögen TEUR 2016 2015
Barwert der Pensionsverpflichtungen 1.191 782
Zeitwert Planvermögen 0 0
davon Einzahlungen in das Planvermögen 0 0
davon Auszahlungen aus Planvermögen 0 0
Verpflichtung in der Bilanz zum 31. Dezember 1.191 782

Für das Geschäftsjahr 2017 werden Rentenzahlungen in Höhe von TEUR 280 erwartet.

13 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die Verminderung der sonstigen Rückstellungen in 2016 resultiert vor allem aus dem Verbrauch von im Vorjahr gebildeten Rückstellungen für Mitarbeiterbeteiligungsprogramme.

Bei den Restrukturierungsrückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus bestehenden Mietverträgen, welche sich aus der Verlagerung der Betriebsstätte einer DH-Gesellschaft ergeben. Ein Teil der Rückstellung wurde in 2016 aufgelöst. Es bestehen wesentliche Unsicherheiten hinsichtlich Höhe und Fälligkeit der Abflüsse; erwartet wird, dass die Restrukturierung dieser Gesellschaft bis 2017 abgeschlossen ist.

Daneben bestehen zum Bilanzstichtag Eventualverbindlichkeiten von maximal TEUR 2.800 (Vorjahr TEUR 0) aus potentiellen Rechtsstreitigkeiten. Die Gesellschaft geht davon aus diese potentiellen Rechtsstreitigkeiten abwenden zu können und schätzt das Risiko einer Inanspruchnahme als sehr gering ein. Die DH-Gruppe ist darüber hinaus weiteren Geschäftsrisiken ausgesetzt, die jedoch auf Grund der Art und der sehr geringen Wahrscheinlichkeit ihres Eintritts keine vernünftige Einschätzung ermöglichen.

F. ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ | 13 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen und deren Aufteilung hinsichtlich der Fristigkeit.

TEUR Rückbauver
pflichtung
Restruk
turierung
Personal Sonstige Summe
Stand zum 01.01.2016 548 1.663 17.049 730 19.990
Durch Unternehmenszusam
menschlüsse übernommen
0 0 0 12 12
Zuführung 1.118 0 3.631 1.753 6.503
Verbrauch -93 -146 -7.998 -263 -8.499
Reklassifizierung 0 0 5 -5 0
Auflösung -92 0 -141 -256 -489
Währungsdifferenzen 2 0 -1.724 8 -1.714
Abgänge durch
Entkonsolidierung
0 -107 0 -38 -145
Stand zum 31.12.2016 1.483 1.411 10.823 1.942 15.659
Langfristig 1.307 0 586 0 1.893
Kurzfristig 176 1.411 10.237 1.942 13.766

Zusätzlich zu den dargestellten Rückstellungen bestehen zum Stichtag noch kurzfristige Rückstellungen für anteilsbasierte Vergütungen von TEUR 54.655 (Vorjahr: TEUR 40.931) und langfristige Rückstellungen für anteilsbasierte Vergütungen von TEUR 9.938 (Vorjahr: TEUR 0).

F. ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ |

14 VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

14 VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten 41.433 45.075
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 41.023 31.040
Finanzielle Verbindlichkeiten
aus sonstigen Darlehen 230.799 161.486
aus bedingter Kaufpreisverpflichtung 20.963 9.716
aus ausstehenden Rechnungen 11.739 5.841
aus Finance-Lease 4.636 0
aus erhaltenen Kautionen 596 579
aus Verkäuferdarlehen 0 128.808
aus Sonstigem 41.562 24.208
Gesamtsumme 392.750 406.753
Kurzfristig 127.792 111.180
Langfristig 264.958 295.574

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Verbindlichkeiten verteilen sich wie oben angeführt. Bei den langfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um sonstige Darlehen, Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten sowie Verkäuferdarlehen.

Der Rückgang des Verkäuferdarlehens resultiert auf dessen Rückführung im Zusammenhang mit der Neuaufnahme des Bankdarlehens (siehe Abschnitt F.11).

Der Anstieg der sonstigen Darlehen resultiert im Wesentlichen aus in 2016 neu aufgenommenen Darlehen mit einem Nominalbetrag von insgesamt TEUR 55.000, die in mehreren Tranchen ausgezahlt wurde. Die Tilgung der Darlehen ist vertragsgemäß für 2018 vereinbart. Unter den sonstigen Darlehen findet sich zudem ein in 2015 aufgenommenes Darlehen mit einem Nominalbetrag von TEUR 90.000, dessen Buchwert zum 31.12.2016 TEUR 80.486 (31.12.2015: TEUR 74.063) beträgt, sowie ein bereits in 2014 valutiertes Darlehen mit einem Nominalbetrag von TEUR 100.000, dessen Buchwert zum 31.12.2016 TEUR 91.178 (31.12.2015: TEUR 84.660) beträgt. Das Darlehen mit einem Nominalbetrag von TEUR 100.000 wurde in 2015 zweimal restrukturiert.

F. ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ |

14 VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

Beide Restrukturierungen führten zu einem Abgang der bestehenden Verbindlichkeit und zu einer Neueinbuchung des restrukturierten Darlehens zum beizulegenden Zeitwert. Sowohl das restrukturierte Darlehen als auch das neu abgeschlossene Darlehen stellen hybride Finanzinstrumente gemäß IAS 32.28 dar, welche sowohl Eigen- als auch Fremdkapitalkomponenten enthalten. Die Fremdkapitalkomponente beider Darlehen wurde im Rahmen des erstmaligen Ansatzes als Barwert der zukünftigen Zins- und Tilgungszahlungen bestimmt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Eigenkapitalkomponente ergibt sich über die Restwertmethode als Unterschiedsbetrag zwischen dem beizulegenden Zeitwert des Gesamtinstruments und dem beizulegenden Zeitwert der Fremdkapitalkomponente unter Berücksichtigung aller in den Darlehensvertrag eingebetteten, trennungspflichtigen Derivate. Die Tilgung beider endfälliger Darlehen ist vertragsgemäß für Mitte 2018 vereinbart.

Beide Darlehensverträge enthalten mehrere eingebettete Derivate, welche gemäß IAS 39.AG29 jeweils als ein zusammengesetztes Derivat zu behandeln sind und zum beizulegenden Zeitwert angesetzt werden. Bei den eingebetteten Derivaten handelt es sich um Stock Interest, d.h. die Lieferung von Anteilen anstelle von Zinszahlungen, sowie um Sonderkündigungsrechte. Der Marktwert der eingebetteten Derivate aus den beiden Darlehensverträgen beträgt zum 31.12.2016 TEUR 12.797 (31.12.2015 TEUR 19.267) und erhöht zusätzlich die Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten. Es handelt sich bei sämtlichen einbetteten Derivaten um Level 3 Instrumente.

Die derivativen finanziellen Verbindlichkeiten in 2016 betreffen zudem geschriebene Put- und erworbene Call-Optionen (synthetischer Forward) auf Minderheitenanteile der erworbenen Gesellschaften PedidosYa S.A. (PedidosYa-Gruppe) sowie der Inversiones CMR S.A.S. (ClickDelivery-Gruppe) im Wert von insgesamt TEUR 19.443 zum 31.12.2016 (31.12.2015: TEUR 22.659). Die Verbindlichkeit aus der ausstehenden Put-Option auf die Anteile der Hungry.NL beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.713 (31.12.2015: TEUR 50). Darüber hinaus ergibt sich im Falle der PedidosYa-Gruppe auch für die Mehrheitsanteile ein variabler Kaufpreisbestandteil in Form von eigenen DH-Anteilen. Auch dieser wird an den Wert im Zeitpunkt des Exit-Events gekoppelt und beträgt zum 31.12.2016 TEUR 2.983 (31.12.2015: TEUR 3.159). Bei sämtlichen dieser geschilderten Derivate handelt es sich um Level 3 Instrumente.

Die bedingte Kaufpreisverbindlichkeit aus dem Erwerb der E-Food beträgt zum Abschlussstichtag TEUR 20.963 (31.12.2015: TEUR 9.716), es handelt sich hierbei um ein Level 3 Instrument.

Im Zuge der Übernahme der Foodpanda Gruppe wurde ein USD Currency Forward mit einem Buchwert zum 31.12.2016 von TEUR 979 übernommen. Es handelt sich hierbei um ein Level 2 Derivat.

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber Restaurants.

Bei einzelnen Darlehensverträgen werden bestimmte Bankkonten, Markenrechte, Forderungen sowie Geschäftsanteile an den einzelnen Gesellschaften verpfändet bzw. als Sicherheit hinterlegt. Die Vereinbarungen dienen lediglich der Absicherung der Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Gläubigern. Dem Pfandnehmer entstehen hieraus keinerlei Stimmrechte. Die besicherten finanziellen Verbindlichkeiten belaufen sich zum 31.12.2016 auf TEUR 297.410 (31.12.2015: TEUR 92.868). Der Buchwert der als Sicherheit dienenden finanziellen Vermögenswerte beträgt TEUR 1.357.263 (31.12.2015: TEUR 298.832), wobei es sich hier im Wesentlichen um Beteiligungen an Tochterunternehmen handelt, welche im Konzernabschlusses eliminiert werden.

F. ANGABEN ZUR KONZERNBILANZ | 15 SONSTIGE SCHULDEN / 16 ERTRAGSTEUERSCHULDEN

15 SONSTIGE SCHULDEN

Die sonstigen Schulden setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Steuern und Abgaben 9.354 6.066
Gegenüber Arbeitnehmern 8.865 3.547
Rechnungsabgrenzungen 2.069 1.366
Prüfungs- und Abschlusskosten 1.126 1.121
Soziale Sicherheit 942 977
Übrige sonstige Schulden 12.145 2.314
Total 34.501 15.390

Die Schulden gegenüber Arbeitnehmer bestehen im Wesentlichen aus Schulden aus Löhnen und Gehältern von TEUR 6,1 (Vorjahr: TEUR 1,8) und Schulden wegen ausstehendem Urlaubs von TEUR 2,8 (Vorjahr: TEUR 1,7).

Unter den übrigen sonstigen Schulden befinden sich passivische Umsatzabgrenzungen aus den Kundenbindungsprogrammen nach IFRIC 13 von TEUR 1.165 (Vorjahr: TEUR 1.036).

Die Fristigkeiten der sonstigen Verbindlichkeiten verteilen sich wie folgt:

TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Kurzfristig 34.255 15.381
Langfristig 247 10
Summe 34.501 15.390

16 ERTRAGSTEUERSCHULDEN

Die Ertragsteuerschulden bestehen im Wesentlichen für Verpflichtungen einzelner Konzerngesellschaften aufgrund eines positiven steuerlichen Ergebnisses.

G. ANGABEN ZUR KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG | 01 UMSATZERLÖSE

G. Angaben zur Konzerngesamtergebnisrechnung

01 UMSATZERLÖSE

Die Umsatzerlöse haben sich wie folgt entwickelt:

TEUR 2016 2015
Umsatzerlöse aus
– Provisionen 217.265 124.263
– Premiumplatzierungen 29.893 17.869
– Kreditkartennutzung 10.717 8.528
– Sonstiges 39.151 15.497
Summe 297.026 166.157

Die Umsatzerlöse lagen mit TEUR 297.026 (Vorjahr: TEUR 166.157) um 79 % über dem Vorjahresniveau. Hierzu trugen neben dem erstmalig vollständig in den Konzernabschluss einfließenden in 2015 getätigten Akquisitionen insbesondere das Wachstum der foodora-Gesellschaften sowie der Talabat-Gruppe bei. Die geografische Verteilung der Umsatzerlöse kann den Informationen über geographische Gebiete entnommen werden, siehe Abschnitt E.03.

G. ANGABEN ZUR KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG | 02 UMSATZKOSTEN

02 UMSATZKOSTEN

Die Umsatzkosten setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 2016 2015
Personalaufwand -29.208 -5.468
Lieferkosten -21.622 -6.722
Gebühren für Zahlungsdienstleistungen -11.405 -6.957
Waren und Güter -8.965 -2.070
Bezug von Terminals und anderen POS-Systemen -4.504 -2.527
Server-Hosting -3.134 -2.668
Datenübertragungskosten -2.553 -1.956
Call Center -506 -448
Sonstige Umsatzkosten -2.404 -512
Summe -84.301 -29.327

Der Anstieg der Umsatzkosten i.H.v. TEUR 54.974 resultiert im Wesentlichen aus den erstmals vollständig in den Konzernabschluss einfließenden Lieferkosten der in 2015 akquirierten foodora-Gruppe.

G. ANGABEN ZUR KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG | 03 MARKETING-AUFWENDUNGEN / 04 IT AUFWENDUNGEN

03 MARKETING-AUFWENDUNGEN

Die Marketing-Aufwendungen lassen sich wie folgt aufgliedern:

TEUR 2016 2015
Kundenakquisition -108.255 -119.241
Restaurantakquisition -56.186 -34.281
Aufwendungen für Abschreibungen auf Markennamen -22.166 -18.558
Sonstige Marketingaufwendungen -20.096 -15.004
Aufwendungen für Abschreibungen auf Kunden-/Lieferantenstamm -15.872 -13.441
Summe -222.575 -200.525

Die Marketing-Aufwendungen liegen 11 % über dem Vorjahresniveau und sind im Vergleich zum Umsatz unterproportional gestiegen. Der ohnehin schon unterproportionale Anstieg der Marketing-Aufwendungen wird teilweise durch einen Rückgang der Aufwendungen im Zusammenhang mit der Kundenakquisition kompensiert.

04 IT AUFWENDUNGEN

Die IT Aufwendungen lassen sich wie folgt aufgliedern:

TEUR 2016 2015
Personalaufwendungen -22.364 -16.753
Sachaufwendungen -8.973 -3.035
Summe -31.337 -19.788

Bei den IT Aufwendungen handelt es sich teilweise um Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, etwa für die Weiterentwicklung der Bestellplattformen. Der DH-Konzern befindet sich trotz des schnellen Wachstums nach wie vor in der Anfangs- und Aufbauphase der Organisation, Administration und Prozessarchitektur der Gesellschaft. Das enge Zusammenspiel zwischen Wartung, Anpassung an Marktgegebenheiten und sich daraus ergebenden Weiterentwicklungen der Bestellplattformen lässt derzeit eine Ermittlung von Forschungs- und Entwicklungskosten nicht zu. Die Gruppe arbeitet jedoch an einer Struktur, welche zukünftig die Quantifizierung von Forschungs- und Entwicklungskosten erlaubt. Weitere Angaben zur Forschung und Entwicklung lassen sich dem Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016 entnehmen.

G. ANGABEN ZUR KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG | 05 VERWALTUNGSAUFWENDUNGEN

05 VERWALTUNGSAUFWENDUNGEN

Die Verwaltungsaufwendungen lassen sich wie folgt aufgliedern:

TEUR 2016 2015
Personalaufwand -26.256 -19.331
Prüfungs- und Beratungsaufwand -21.801 -19.028
Anteilsbasierte Vergütung -15.759 -31.490
Miet- und Leasingaufwand -9.335 -5.427
Büroaufwendungen -5.097 -6.799
Abschreibungen -4.497 -9.407
Reise- und Verpflegungskosten -3.811 -4.364
Sonstige Steuern -2.591 -578
Telekommunikation -2.277 -2.607
Sonstige Aufwendungen -9.476 -8.863
Summe -100.898 -107.895

Der deutliche Anstieg des Personalaufwands, des Miet- und Leasingaufwands sowie des Aufwands aus sonstigen Steuern wird durch den Rückgang der Aufwendungen im Zusammenhang mit der anteilsbasierten Vergütung sowie Abschreibungen und Wertminderungen überkompensiert, sodass die gesamten Verwaltungsaufwendungen 7 % unter dem Vorjahr liegen.

Weitere Angaben zu den Aufwendungen aus der anteilsbasierten Vergütung sind dem Absatz I.01. zu entnehmen.

G. ANGABEN ZUR KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG | 06 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE 07 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

06 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 2016 2015
Erträge aus Lizenzen, Patenten und Kommissionen 141 0
Gewinn aus Abgang von Anlagevermögen 46 13
Gewinn aus Verkauf und Aufgabe von Tochterunternehmen 985 0
Sonstige 984 1.185
Summe 2.156 1.198

Der Anstieg der Erträge aus Lizenzen, Patenten und Kommissionen wurde durch den Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge kompensiert.

Aufwendungszuschüsse für die Einstellung von bestimmten Mitarbeitern wurden nach IAS 20 unmittelbar ertragswirksam erfasst (2016: TEUR 60; 2015: TEUR 435). Es bestehen keine unerfüllten Beschränkungen und andere Erfolgsunsicherheiten im Zusammenhang mit im Abschluss erfassten Beihilfen der öffentlichen Hand.

07 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lassen sich wie folgt aufgliedern:

TEUR 2016 2015
Wertminderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte -9.633 -2.089
Aufwendungen aus wertberichtigten Forderungen -6.008 -5.642
Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen -581 -161
Verlust aus Verkauf und Aufgabe von Tochterunternehmen -2.496 -223
Sonstige Aufwendungen -1.202 -515
Summe -19.920 -8.630

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 11.289 resultiert im Wesentlichen aus der Wertberichtigung auf den Goodwill der CGU Pizza.de (siehe Kapitel F.01).

G. ANGABEN ZUR KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG | 08 ZINSERGEBNIS

08 ZINSERGEBNIS

Das Zinsergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

TEUR 2016 2015
Übrige Zinsenerträge und ähnliche Erträge 879 1.253
Erträge aus der Amortisationen von Transaktionskosten
der Finanzinstrumente
0 12.035
Übrige Zinsaufwendungen und ähnliche Aufwendungen -18.298 -12.444
Aufwendungen aus der Amortisationen von Transaktionskosten
der Finanzinstrumente
-15.699 -30.811
Summe -33.118 -29.968

Sämtliche Zinserträge und Zinsaufwendungen beziehen sich auf finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die Erträge aus der Amortisation von Transaktionskosten in 2015 resultierten im Wesentlichen aus Einmaleffekten, die mit zwei Restrukturierungen eines Darlehensvertrages über TEUR 100.000 verbunden sind. Beide Restrukturierungen führten zu einer ergebniswirksamen Ausbuchung der bestehenden Verbindlichkeit und einer anschließenden ergebniswirksamen Neueinbuchung der Verbindlichkeit zum beizulegenden Zeitwert.

Die hohen Aufwendungen aus der Amortisation von Transaktionskosten in 2015 resultierte im Wesentlichen aus Ergebniseffekten, die mit zwei Restrukturierungen eines Darlehensvertrages über TEUR 100.000 verbunden sind. Beide Restrukturierungen führten zu einer ergebniswirksamen Ausbuchung der bestehenden Verbindlichkeit und einer anschließenden ergebniswirksamen Neueinbuchung der Verbindlichkeit zum beizulegenden Zeitwert.

Der Anstieg der übrigen Zinsaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus den in 2016 neu aufgenommenen zinstragenden Verbindlichkeiten (siehe Abschnitt F.11 und F.14).

G. ANGABEN ZUR KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG | 09 ÜBRIGES FINANZERGEBNIS

09 ÜBRIGES FINANZERGEBNIS

Das übrige Finanzergebnis führte im aktuellen Geschäftsjahr wie auch bereits im Vorjahr zu einem Aufwand und teilt sich wie folgt auf:

TEUR 2016 2015
Erträge aus Fair Value Änderungen von Derivaten 13.190 13.437
Ergebnis aus Währungsumrechnung 8.657 -8.410
Wertminderung von Darlehensforderung gegen Tochterunternehmen -23 0
Ergebnis aus Entkonsolidierung, Verkauf von Finanzanlagen
und anderen Eigenkapitalinstrumenten
-892 -2.522
Verlustanteil aus Beteiligungen -5.107 -2.602
Wertminderung von Beteiligungen -7.106 -5.524
Aufwendungen aus Fair Value Änderungen von Derivaten -18.061 -12.248
Summe -9.340 -17.869

Die Verbesserung des übrigen Finanzergebnisses i.H.v. TEUR 8.528 resultiert im Wesentlichen aus der Veränderung des Ergebnisses auf Währungsumrechnung.

Der Rückgang der Erträge aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten in 2016 resultiert im Wesentlichen aus der Folgebewertung der Put/Call Optionen. Die hohen Erträge in 2015 resultierten insbesondere aus Einmaleffekten im Zusammenhang mit der Ausbuchung der betreffenden eingebetteten Derivate im Rahmen der Restrukturierung des Basisschuldinstruments.

Der Anstieg der Aufwendungen aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten in 2015 resultiert aus der Folgebewertung der abgespaltenen eingebetteten Derivaten sowie aus der Ausbuchung der betreffenden eingebetteten Derivate im Rahmen der Restrukturierung des Basisschuldinstruments. In 2016 führten im Wesentlichen der erhöhte beizugende Zeitwert aus Kaufpreisverpflichtungen zu den Aufwendungen aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten.

Die Wertminderung von Beteiligungen entstand in 2016 im Wesentlichen durch die Abschreibung eines assoziierten Unternehmens, welches in 2015 erworben wurde.

Die at-equity bilanzierten Anteile an assoziierten Unternehmen leisteten einen negativen Ergebnisbeitrag in Höhe von TEUR -5.107 (Vorjahr: TEUR -2.602). Dies schließt den Ergebnisbeitrag des in 2016 abgeschriebenen Unternehmens bis zu seiner Wertminderung mit ein.

G. ANGABEN ZUR KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG | 10 ERTRAGSTEUERN

10 ERTRAGSTEUERN

Der Aufwand bzw. Ertrag für Ertragsteuern gliedert sich wie folgt:

TEUR 2016 2015
Ertragsteuern 10.992 2.153
Laufende Ertragsteuern -10.501 -3.121
Laufende Ertragsteuern -10.535 -3.405
Laufende Ertragsteuern Vorjahr 34 284
Latente Ertragsteuern 21.493 5.274
Latente Ertragsteuern 21.493 5.274

G. ANGABEN ZUR KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG | 10 ERTRAGSTEUERN

Ausgehend vom Konzernjahresergebnis vor Ertragsteuern und der erwarteten Ertragsteuer gestaltet sich die Überleitung auf den tatsächlichen Ertragsteuerertrag wie folgt:

TEUR 2016 2015
Ergebnis vor Ertragsteuern -202.307 -246.646
Erwarteter Steuerertrag (2016: 30,18 %; 2015: 30,18 %) 61.056 74.438
Anpassungen des erwarteten Steuerertrags
Abweichung vom Steuersatz des Konzerns und Steuersatzänderungen -3.912 -8.233
Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben -9.396 -14.193
Steuerfreie Erträge 1.373 563
Steuereffekte aus Hinzurechnungen und Kürzungen für lokale Steuern -893 -373
Effekte aus dem Nicht-Ansatz von aktiven latenten
Steuern auf Verlustvorträge
-31.561 -40.781
Effekte aus dem Ansatz bzw. Nicht-Ansatz von aktiven
latenten Steuern auf temporäre Differenzen
-4.815 -1.009
Periodenfremde latente Ertragsteuern 1.013 -3.385
Periodenfremde tatsächliche Ertragsteuern 34 284
Effekte aus Konsolidierungsmaßnahmen 16.582 283
Effekte aus at-equity Gesellschaften -1.473 -719
Effekte aus Goodwill-Impairment -2.907 -522
Permanente Differenzen -12.652 -4.123
Sonstige Steuereffekte -1.457 -77
Ertragsteuern 10.992 2.153

Der zur Ermittlung des erwarteten Ertragsteuerertrags anzuwendende Steuersatz entspricht dem Steuersatz des Mutterunternehmens und setzt sich zusammen aus dem Steuersatz für Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag von 15,83 % und dem Gewerbesteuersatz von 14,35 %.

Zusätzlich zu den dargestellten Ertragsteuern entstand in den nicht fortgeführten Geschäftsbereichen im

Berichtsjahr ein Steueraufwand von TEUR 173 (Vorjahr: TEUR 338).

H. ANGABEN ZUR KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG

H. Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung

Die Konzernkapitalflussrechnung wurde in Übereinstimmung mit IAS 7 erstellt und zeigt die Kapital-zu- und -abflüsse während des Berichtsjahres. Die Zahlungsströme werden aufgeteilt in Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit, Cash Flow aus Investitionstätigkeit sowie Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit. Die Zahlungsströme aus der betrieblichen Tätigkeit werden nach der indirekten Methode nach IAS 7.18 (b) ermittelt.

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds entspricht den flüssigen Mitteln in der Bilanz, also Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten; es wird auf Kapitel F.09 verwiesen. Der Finanzmittelfonds beträgt zum 31.12.2016 TEUR 230.853 (31.12.2015: TEUR 160.150), über den der Konzern verfügen kann. Einige der durch die DH-Gruppe genutzten Zahlungsdienstleister blockieren einen geringfügigen Prozentsatz des vorhandenen Guthabens für einige Tage, bis die Transaktionen vollständig abgewickelt sind. Bezüglich etwaigen Beschränkungen aufgrund von Devisenverkehrskontrollen in China sowie Argentinien wird auf Abschnitt D.03.a) verwiesen.

Der negative Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit in 2015 und 2016 resultiert im Wesentlichen aus dem negativen Periodenergebnis und dem Anstieg des Umlaufvermögens. Die Zunahme an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Vermögenswerten spiegeln insbesondere das Wachstum der Gesellschaft wider. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beinhaltet 2016 im Wesentlichen die in Kapitel D.02 dargestellten Unternehmenserwerb sowie Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und das Sachanlagevermögen. Die Position "Nettoauszahlungen für den Erwerb von Anteilen an konsolidierten Unternehmen" umfasst im Wesentlichen den Saldo aus dem zahlungswirksamen Bestandteil der übertragenen Gegenleistung sowie den übernommenen Bestand an Zahlungsmitteln (TEUR 132.444) für die Unternehmenserwerbe. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit spiegelt die in 2015 und 2016 zahlungswirksam erfolgte Erhöhung der Eigenkapitalmittel wider. Zudem wurde sowohl in 2015 als auch 2016 weiteres Fremdkapital aufgenommen. Beides trägt zur Sicherstellung der operativen Tätigkeit der DH-Gruppe bei.

Zusammenfassende Angaben zu den Vermögenswerten und Schulden der erworbenen Tochtergesellschaften inklusive der übernommenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der zahlungswirksamen Entgeltbestandteile der Erwerbe finden sich in Kapitel D.02.a). Angaben zum Entkonsolidierungserfolg findet sich im Kapitel D.03.b).

I. Sonstige Angaben

01 ANTEILSBASIERTE VERGÜTUNG – IFRS 2 PROGRAMME

Die DH-Gruppe unterhält seit 2011 Programme für anteilsbasierte Vergütungen, um die oberen Führungskräfte an der Wertentwicklung des Unternehmens zu beteiligen und ihren Beitrag zum nachhaltigen Erfolg der DH-Gruppe im Vergleich zum Wettbewerb zu honorieren. Der bezugsberechtigte Personenkreis umfasst die Mitglieder der Geschäftsführung und die oberen Führungskräfte der Delivery Hero GmbH sowie Geschäftsführungsorgane und die oberen Führungskräfte verbundener Unternehmen der DH-Gruppe.

a) VSP DH: Beschreibung des Programms

Insgesamt wurden 6 Programme (Virtual Share Programm, VSP I-VI) durch den Beirat der Gesellschaft genehmigt. Der Nominalwert jeder virtuellen Aktie beträgt 1 Euro. Die Ausgabe der Anteile erfolgt sukzessive nach Genehmigung.

Die Berechtigten haben einen einzelvertraglichen Anspruch gegenüber der Gesellschaft auf die Zahlung eines Baräquivalents zu den ausgegebenen Anteilen. Im Falle einer wesentlichen Änderung der Gesellschafterstruktur ("Exit") werden diese Ansprüche unmittelbar fällig. Ein Exit liegt vor, wenn ein Verkauf oder eine Übertragung von mehr als 75 % aller Anteile der Gesellschaft erfolgt. Dem gleichgestellt sind ein Tausch oder eine Übernahme im Rahmen einer einzelnen Transaktion oder zeitlich unmittelbar aufeinanderfolgender Transaktionen sowie ein Verkauf oder eine Übertragung von mehr als 75 % der Vermögenswerte oder eine Liquidation oder de facto Liquidation der Gesellschaft.

Im Falle eines Exits werden sämtliche Ansprüche aus den bereits gewährten virtuellen Anteilen zum Zeitpunkt der Beendigung der Transaktion unmittelbar zur Auszahlung fällig. Nach dem Exit erdienten Ansprüche werden monatlich zuteilungsfähig. Die Anzahl der gewährten Anteile wird in einzel-vertraglichen Vereinbarungen individuell geregelt. In den einzelvertraglichen Vereinbarungen können zudem weitere oder andere Andienungsszenarien oder Unverfallbarkeitskriterien individuell festgelegt bzw. definiert werden. Die Gesellschaft ist aber dazu übergegangen, die Regelungen insgesamt zu standardisieren.

Die in den Programmen vereinbarten Ausübungspreise (Strike Prices) variieren in der nachfolgend dargestellten Bandbreite in Abhängigkeit von dem Zeitpunkt der Bezugsrechtsausgabe. Die Anteile der einzelnen Programme verteilen sich wie folgt:

Programm VSP I VSP II VSP III VSP IV VSP V VSP VI
Strike Price
(in EUR /
Stück)
0 - 1 957 1.031 - 1.500 1.053 - 4.000 1 - 4.500 1 - 5.000
Anteile 776 958 4.316 7.723 7.038 7.290
Verfallene
Anteile
344 269 2.095 1.943 1.229 0

Den Berechtigten werden zu keiner Zeit Rechte auf den Bezug von GmbH-Geschäftsanteilen der Gesellschaft bzw. aus Geschäftsanteilen resultierenden Dividenden oder Ausschüttungen aus den virtuellen Anteilen eingeräumt. Im Falle der Umwandlung der GmbH in eine Aktiengesellschaft würden die virtuellen Anteile in Aktienoptionen umgewandelt werden. Die Ausgestaltung dieser Aktienoptionen nach Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, z.B. ob eine Begleichung in Aktien oder in bar erfolgt, wurde bisher noch nicht vorgenommen.

Die VSP enden zum 31.12.2030. Die einzelvertraglichen Vereinbarungen können mit Wirkung zum 31.12.2030 von der Gesellschaft gekündigt werden. Im Falle einer Kündigung der Vereinbarungen zum oder nach dem 31.12.2030 muss die Gesellschaft eine Abfindungszahlung leisten.

Sämtliche Steuern, sonstige Abgaben oder Gebühren, die mit der Gewährung der virtuellen Anteile oder Barzahlungen im Rahmen dieser Vereinbarungen einhergehen, sind vom Leistungsberechtigten zu tragen und dürfen von der Gesellschaft einbehalten und von den Zahlungen im Rahmen dieser Vereinbarung abgezogen werden. Hiervon ausgenommen sind die entsprechenden Arbeitgeberanteile, welche in der Berechnung additiv berücksichtigt wurden.

b) VSP DH: Erdienenszeitraum / Unverfallbarkeit (Vesting)

Sofern in den einzelvertraglichen Vereinbarungen nicht anderweitig vereinbart, erstreckt sich der vertragliche Erdienungszeitraum (vesting period) über eine Periode von 48 Monaten. Vor dem Beginn des vertraglichen Erdienungszeitraum kann zusätzlich noch eine Sperrfrist ("Cliff") von bis zu 12 Monaten auf der Geberseite sowie von bis zu 24 Monaten auf der Teilnehmerseite individuell zwischen der Gesellschaft und dem Begünstigten vereinbart werden. Diese Sperrfristen haben insofern Auswirkungen auf die Unverfallbarkeit, als dass sie eine Art Wartezeit bis zum Beginn der vertraglichen Bezugsperiode (sog. "Sperrfrist") darstellen und die Unverfallbarkeit der einzelnen Ansprüche erst zu einem späteren Zeitpunkt eintreten kann. Endet während dieser Sperrfrist das Arbeits- oder Auftragsverhältnis, unabhängig aus welchem Grund, so verfallen alle virtuellen Anteile.

Mitarbeiter, die verhaltensbedingt aus dem Unternehmen ausscheiden ("Bad Leaver"), haben grund-sätzlich keinen Anspruch auf die virtuellen Anteile.

Die Bewertung der anteilsbasierten Vergütung der Mitarbeiter erfolgte mittels eines Optionspreismo-dells (Black-Scholes Methode), auf Basis des Wertes einer Call-Option auf die Unternehmensanteile. Die hierzu herangezogenen Volatilitäten wurden anhand der einheitlich verwendeten Peer Group ab-geleitet und betragen 40 %.

Die Laufzeit der Optionen wurde mit Exit zum 30.09.2017 unterstellt. Die Marktpreise wurden anhand einer Unternehmensbewertung ermittelt. Der berücksichtigte Ausübungspreis entspricht dem obig aufgeführten Strike Prices. Der zugrundeliegende risikolose Zinssatz beträgt 0,0 %. Zur Ableitung des zugrunde gelegten Unternehmenswertes wurde eine DCF-basierte Unternehmensbewertung durchgeführt, die auf der Unternehmensplanung und Bilanz zum Stichtag basiert, die Parameter zur Diskontierung der Kapitalrückflüsse entsprechen den hinsichtlich der Werthaltigkeitstests beschriebenen Angaben (siehe Kapitel C.01.b)). Die Annahmen bezüglich der Kennzahlen der Unternehmensplanung, wie beispielsweise die zugrunde gelegte EBITDA-Marge, finden analog Anwendung. Die anhand dieser Parameter erfolgte Bewertung ist nachfolgend dargestellt. Die Änderungen der Bewertung der Schulden aus anteilsbasierte Vergütungen wurden in der jeweiligen Periode erfolgswirksam erfasst.

Stichtag der Bewertung 31.12.2016 31.12.2015
Anzahl der geschuldeten Anteile 28.101 14.955
Anzahl der angedienten Anteile 14.540 8.861
Fair Value (TEUR) 47.495 35.287
Erfasster Gesamtaufwand der Periode (TEUR) 3.369 21.430
Innerer Wert der Schulden für erdiente Leistungen (TEUR) 47.495 35.111

Ein Ergebnis pro Anteil wird nicht angegeben, da bei virtuellen Aktienoptionen kein Verwässerungseffekt zu berücksichtigen ist und jenen entsprechende virtuelle Anteile gegenüberstehen.

Die Anzahl und der gewichtete Durchschnitt der Ausübungspreise der virtuellen Aktienoptionen entwickelten sich wie folgt. Aus Praktikabilitätsgründen unterscheidet DH dabei nicht zwischen verfallenen und verwirkten Anteilen.

Anzahl der
virtuellen
Aktien
optionen 2016
Gewichteter
durch
schnittlicher
Ausübungs
preis 2016 in
EUR
Anzahl der
virtuellen
Aktien
optionen 2015
Gewichteter
durch
schnittlicher
Ausübungs
preis 2015 in
EUR
Zum 1. Januar ausstehend 11.406 1.824 7.896 1.252
Während des Jahres
verfallen
-2.338 3.570 -1.802 1.387
Während des Jahres
zugesagt
13.154 3.957 5.321 2.524
Zum 31. Dezember
ausstehend
22.222 2.903 11.415 1.824

c) VSP foodora: Beschreibung Optionsprogramm

Im Berichtsjahr wurde für die foodora-Gruppe ein eigenständiges VSP-Programm aufgelegt. Der Nominalwert jeder virtuellen Aktie beträgt 1 Euro. Die Ausgabe der Anteile erfolgt sukzessive nach Genehmigung durch die Geschäftsführung. Hierbei handelt es sich um virtuelle Anteile an den operativen Gesellschaften der foodora-Gruppe (foodora OpCo).

Die Berechtigten haben einen einzelvertraglichen Anspruch gegenüber der Muttergesellschaft der foodora-Op-Co-Gesellschaften (HoldCo) auf die Zahlung eines Baräquivalents zu den ausgegebenen Anteilen. Im Falle einer wesentlichen Änderung der Gesellschafterstruktur ("Exit") der foodora-Gruppe oder der DH-Gruppe werden diese Ansprüche unmittelbar fällig. Ein Exit liegt vor, wenn ein Verkauf oder eine Übertragung von mehr als 75 % aller Anteile der Gesellschaft oder ein Börsengang (IPO) des Konzerns erfolgt. Dem gleichgestellt sind ein Tausch oder eine Übernahme im Rahmen einer einzelnen Transaktion oder zeitlich unmittelbar aufeinanderfolgender Transaktionen sowie ein Verkauf oder eine Übertragung von mehr als 75 % der Vermögenswerte oder eine Liquidation oder de facto Liquidation der Gesellschaft.

Nach dem Exit angediente Ansprüche werden monatlich zuteilungsfähig. Die Anzahl der gewährten Anteile wird in einzel-vertraglichen Vereinbarungen individuell geregelt. In den einzelvertraglichen Vereinbarungen können zudem weitere oder andere Andienungsszenarien oder Unverfallbarkeitskriterien individuell festgelegt bzw. definiert werden. Die Gesellschaft ist aber dazu übergegangen, die Regelungen insgesamt zu standardisieren.

Die im Programm vereinbarten Ausübungspreise (Strike Prices) variieren zwischen 0 EUR und 723 EUR. Im Rahmen dieses Programmes stehen 1.446 Anteile zur Verfügung

Den Berechtigten werden zu keiner Zeit Rechte auf den Bezug von Geschäftsanteilen der Gesellschaft bzw. aus Geschäftsanteilen resultierenden Dividenden oder Ausschüttungen aus den virtuellen Anteilen eingeräumt.

Die VSP enden zum 31.12.2030. Die einzelvertraglichen Vereinbarungen können mit Wirkung zum 31.12.2030 von der Gesellschaft gekündigt werden. Im Falle einer Kündigung der Vereinbarungen zum oder nach dem 31.12.2030 muss die Gesellschaft eine Abfindungszahlung leisten.

Sämtliche Steuern, sonstige Abgaben oder Gebühren, die mit der Gewährung der virtuellen Anteile oder Barzahlungen im Rahmen dieser Vereinbarungen einhergehen, sind vom Leistungsberechtigten zu tragen und dürfen von der Gesellschaft einbehalten und von den Zahlungen im Rahmen dieser Vereinbarung abgezogen werden. Hiervon ausgenommen sind die entsprechenden Arbeitgeberantei-le, welche in der Berechnung additiv berücksichtigt wurden.

d) VSP foodora: Erdienenszeitraum / Unverfallbarkeit (Vesting)

Sofern in den einzelvertraglichen Vereinbarungen nicht anderweitig vereinbart, erstreckt sich der vertragliche Erdienungszeitraum (vesting period) über eine Periode von 48 Monaten. Vor dem Beginn des vertraglichen Erdienungszeitraum kann zusätzlich noch eine Sperrfrist ("Cliff") von bis zu 12 Monaten auf der Geberseite sowie von bis zu 24 Monaten auf der Teilnehmerseite individuell zwischen der Gesellschaft und dem Begünstigten vereinbart werden. Diese Sperrfristen haben insofern Auswirkungen auf die Unverfallbarkeit, als dass sie eine Art Wartezeit bis zum Beginn der vertraglichen Bezugsperiode (sog. "Sperrfrist") darstellen und die Unverfallbarkeit der einzelnen Ansprüche erst zu einem späteren Zeitpunkt eintreten kann. Endet während dieser Sperrfrist das Arbeits- oder Auftragsverhältnis, unabhängig aus welchem Grund, so verfallen alle virtuellen Anteile.

Mitarbeiter, die verhaltensbedingt aus dem Unternehmen ausscheiden ("Bad Leaver"), haben grundsätzlich keinen Anspruch auf die virtuellen Anteile.

Aufgrund der gegenseitigen Abhängigkeit und der Unsicherheit hinsichtlich zukünftiger Größen, wurden die finanziellen und operativen Bezugsgrößen über eine mehrstufige, integrierte Monte-Carlo Simulation abgeleitet. Auf Basis der resultierenden Werte wurde in einem weiteren Schritt ermittelt, wann die kombinierte Option werthaltig ist und entsprechend ausgeübt wird.

Die Bewertung basiert dabei auf öffentlich verfügbaren, beobachtbaren Marktdaten und auf nicht beobachtbaren Inputparametern. Zu den nicht beobachtbaren Inputparametern gehören vor allem die zukünftigen finanziellen und operativen Kennzahlen. Diese wurden mittels eines Monte-Carlo Ansatzes simuliert, wobei das Modell auf Basis der Entwicklung entsprechend der vorhandenen Budgetplanung für die entsprechenden Gesellschaften kalibriert wurde. Weitere finanzielle Kennzahlen wurden aus den verfügbaren Abschlüssen der betreffenden Gesellschaften entnommen und entsprechend der Simulationsergebnisse fortgeschrieben.

Stichtag der Bewertung – VSP 31.12.2016 31.12.2015
Anzahl der geschuldeten Anteile 1.446 0
Anzahl der angedienten Anteile 678 0
Fair Value (TEUR) 2.014 0
Erfasster Gesamtaufwand der Periode (TEUR) 2.014 0
Innerer Wert der Schulden für erdiente Leistungen (TEUR) 2.014 0

Ein Ergebnis pro Anteil wird nicht angegeben, da bei virtuellen Aktienoptionen kein Verwässerungseffekt zu berücksichtigen ist und jenen entsprechende virtuelle Anteile gegenüberstehen.

Die Anzahl und der gewichtete Durchschnitt der Ausübungspreise der virtuellen Aktienoptionen entwickelten sich wie folgt. Aus Praktikabilitätsgründen unterscheidet DH dabei nicht zwischen verfallenen und verwirkten Anteilen.

Anzahl der
virtuellen
Aktien
optionen 2016
Gewichteter
durch
schnittlicher
Ausübungs
preis 2016 in
EUR
Anzahl der
virtuellen
Aktien
optionen 2015
Gewichteter
durch
schnittlicher
Ausübungs
preis 2015 in
EUR
Zum 1. Januar ausstehend 0 0 0 0
Während des Jahres
verfallen
0 0 0 0
Während des Jahres
zugesagt
1.446 408 0 0
Zum 31. Dezember
ausstehend
1.446 408 0 0

e) Option foodora: Beschreibung Optionsprogramm

Der Nominalwert jeder virtuellen Aktie beträgt 1 Euro. Die Ausgabe der Anteile erfolgt sukzessive nach Genehmigung durch die Geschäftsführung. Hierbei handelt es sich um virtuelle Anteile an den operativen Gesellschaften der foodora OpCo.

Die Berechtigten haben einen einzelvertraglichen Anspruch gegenüber der Muttergesellschaft der HoldCo auf die Zahlung eines Baräquivalents zu den ausgegebenen Anteilen. Im Falle einer wesentlichen Änderung der Gesellschafterstruktur ("Exit") der foodora-Gruppe oder der DH-Gruppe werden diese Ansprüche unmittelbar fällig. Ein Exit liegt vor, wenn ein Verkauf oder eine Übertragung von mehr als 75 % aller Anteile der Gesellschaft oder ein Börsengang (IPO) des Konzerns erfolgt. Dem gleichgestellt sind ein Tausch oder eine Übernahme im Rahmen einer einzelnen Transaktion oder zeitlich unmittelbar aufeinanderfolgender Transaktionen sowie ein Verkauf oder eine Übertragung von mehr als 75 % der Vermögenswerte oder eine Liquidation oder de facto Liquidation der Gesellschaft.

Im Falle eines Exits werden sämtliche Ansprüche aus den bereits gewährten virtuellen Anteilen zum Zeitpunkt der Beendigung der Transaktion unmittelbar zur Auszahlung fällig. Nach dem Exit angediente Ansprüche werden monatlich zuteilungsfähig. Die Anzahl der gewährten Anteile wird in einzel-vertraglichen Vereinbarungen individuell geregelt. In den einzelvertraglichen Vereinbarungen können zudem weitere oder andere Andienungsszenarien oder Unverfallbarkeitskriterien individuell festgelegt bzw. definiert werden. Die Gesellschaft ist aber dazu übergegangen, die Regelungen insgesamt zu standardisieren.

Die im Programm vereinbarten Ausübungspreise (Strike Prices) variieren zwischen 0 EUR und 723 EUR. Im Rahmen dieses Programmes stehen 5.796 Anteile zur Verfügung.

Den Berechtigten werden zu keiner Zeit Rechte auf den Bezug von Geschäftsanteilen der Gesellschaft bzw. aus Geschäftsanteilen resultierenden Dividenden oder Ausschüttungen aus den virtuellen Anteilen eingeräumt.

Die VSP enden zum 31.12.2030. Die einzelvertraglichen Vereinbarungen können mit Wirkung zum 31.12.2030 von der Gesellschaft gekündigt werden. Im Falle einer Kündigung der Vereinbarungen zum oder nach dem 31.12.2030 muss die Gesellschaft eine Abfindungszahlung leisten.

Sämtliche Steuern, sonstige Abgaben oder Gebühren, die mit der Gewährung der virtuellen Anteile oder Barzahlungen im Rahmen dieser Vereinbarungen einhergehen, sind vom Leistungsberechtigten zu tragen und dürfen von der Gesellschaft einbehalten und von den Zahlungen im Rahmen dieser Vereinbarung abgezogen werden. Hiervon ausgenommen sind die entsprechenden Arbeitgeberantei-le, welche in der Berechnung additiv berücksichtigt wurden.

f) Option foodora: Erdienenszeitraum / Unverfallbarkeit (Vesting)

Sofern in den einzelvertraglichen Vereinbarungen nicht anderweitig vereinbart, erstreckt sich der vertragliche Erdienungszeitraum (vesting period) über eine Periode von 48 Monaten. Vor dem Beginn des vertraglichen Erdienungszeitraum kann zusätzlich noch eine Sperrfrist ("Cliff") von bis zu 12 Monaten auf der Geberseite sowie von bis zu 24 Monaten auf der Teilnehmerseite individuell zwischen der Gesellschaft und dem Begünstigten vereinbart werden. Diese Sperrfristen haben insofern Auswirkungen auf die Unverfallbarkeit, als dass sie eine Art Wartezeit bis zum Beginn der vertraglichen Bezugsperiode (sog. "Sperrfrist") darstellen und die Unverfallbarkeit der einzelnen Ansprüche erst zu einem späteren Zeitpunkt eintreten kann. Endet während dieser Sperrfrist das Arbeits- oder Auftragsverhältnis, unabhängig aus welchem Grund, so verfallen alle virtuellen Anteile.

Mitarbeiter, die verhaltensbedingt aus dem Unternehmen ausscheiden ("Bad Leaver"), haben grundsätzlich keinen Anspruch auf die virtuellen Anteile.

Aufgrund der gegenseitigen Abhängigkeit und der Unsicherheit hinsichtlich zukünftiger Größen, wur-den die finanziellen und operativen Bezugsgrößen über eine mehrstufige, integrierte Monte-Carlo Simulation abgeleitet. Auf Basis der resultierenden Werte wurde in einem weiteren Schritt ermittelt, wann die kombinierte Option werthaltig ist und entsprechend ausgeübt wird.

Die Bewertung basiert dabei auf öffentlich verfügbaren, beobachtbaren Marktdaten und auf nicht beobachtbaren Inputparametern. Zu den nicht beobachtbaren Inputparametern gehören vor allem die zukünftigen finanziellen und operativen Kennzahlen. Diese wurden mittels eines Monte-Carlo Ansat-zes simuliert, wobei das Modell auf Basis der Entwicklung entsprechend der vorhandenen Budgetpla-nung für die entsprechenden Gesellschaften kalibriert wurde. Weitere finanzielle Kennzahlen wurden aus den verfügbaren Abschlüssen der betreffenden Gesellschaften entnommen und entsprechend der Simulationsergebnisse fortgeschrieben.

Stichtag der Bewertung – Optionen 31.12.2016 31.12.2015
Anzahl der geschuldeten Anteile 5.796 0
Anzahl der angedienten Anteile 3.309 0
Fair Value (TEUR) 7.924 0
Erfasster Gesamtaufwand der Periode (TEUR) 7.924 0
Innerer Wert der Schulden für erdiente Leistungen (TEUR) 7.924 0

Ein Ergebnis pro Anteil wird nicht angegeben, da bei virtuellen Aktienoptionen kein Verwässerungseffekt zu berücksichtigen ist und jenen entsprechende virtuelle Anteile gegenüberstehen.

Die Anzahl und der gewichtete Durchschnitt der Ausübungspreise der virtuellen Aktienoptionen entwickelten sich wie folgt. Aus Praktikabilitätsgründen unterscheidet DH dabei nicht zwischen verfallenen und verwirkten Anteilen.

Anzahl der
virtuellen
Aktien
optionen 2016
Gewichteter
durch
schnittlicher
Ausübungs
preis 2016
in EUR
Anzahl der
virtuellen
Aktien
optionen 2015
Gewichteter
durch
schnittlicher
Ausübungs
preis 2015
in EUR
Zum 1. Januar ausstehend 0 0 0 0
Während des Jahres
verfallen
0 0 0 0
Während des Jahres
zugesagt
5.796 70 0 0
Zum 31. Dezember
ausstehend
5.796 70 0 0

g) E-Food: Beschreibung Optionsprogramm

Am 2. Mai 2015 gewährte die ECommerce Business 10 S.à r.l. den Führungskräften der OFD ("Begünstigte" oder "Optionsinhaber") Online Delivery Services Ltd (OFD) eine Kauf-Option ("Share Option") auf einen Teil der Anteile an der OFD. In diesem Zusammenhang wurde außerdem ein "Put and Call Agreement" zwischen ECommerce Business 10 S.à r.l. und den Führungskräften geschlossen. Die Ausübung der darin geregelten Kaufs- und Verkaufsoption ist von der Ausübung der Share Option sowie von der Erbringung von Arbeitsleistung durch die Führungskräfte abhängig. Nach jeder Ausübung der Share Option hat der Optionsinhaber das Recht, die durch die Share Option erworbenen Anteile an OFD zu verkaufen. Dieses Recht wird dem Optionsinhaber für eine Frist von 30 Tagen nach Ausübung der Share Option gewährt. Der Verkaufspreis eines Anteils entspricht dem Marktwert aller Anteile des Unternehmens zum jeweiligen Erdienungszeitraum des Anteils, multipliziert mit einem Performancefaktor und dividiert durch alle Anteile des Unternehmens. Durch die Optionsprogramme soll den Führungskräften die Möglichkeit gegeben werden, an der Wertentwicklung der OFD beteiligt zu werden. Da sich die "Share Option" und das "Put and Call Agreement" gegenseitig bedingen, handelt es sich wirtschaftlich gesehen um eine Zusage, die als ein anteilsbasiertes IFRS 2-Programm bilanziert wird.

Die Zusage beinhaltet das Wahlrecht zwischen der Ausgabe von Aktien eines börsengehandelten Konzernunternehmens und der Barzahlung bzw. der Ausgabe von Anteilen eines nicht börsengehandelten Unternehmens innerhalb der DH-Gruppe. Da diesbezüglich keine vergangene betriebliche Praxis oder erklärte Richtlinie der DH-Gruppe vorhanden ist sowie keine rechtliche Verpflichtung zur Barzahlung vorliegt, ist die Zusage als anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente zu bilanzieren.

Grundsätzlich besteht die integrierte Option aus zwei einzelnen Verträgen. Im Rahmen der ersten Option besteht das Recht der Gründer zum Kauf von Anteilen an der griechischen Gesellschaft (OFD). Der Kaufpreis selbst sowie der Wert der Anteile selbst sind dabei zum Bilanzstichtag unklar. Für den Fall, dass die Option vorteilhaft ist und entsprechend ausgeübt wird, besteht wiederum seitens der Gründer sofort das Recht, die Anteile der DH anzudienen. In diesem Fall geben die Gründer ihre erworbenen Anteile hin und erhalten im Gegenzug eine Zahlung, die über verschiedene vertragliche Parameter an finanzielle und operative Kennzahlen der OFD über den Zeitraum der nächsten Jahre gekoppelt sind.

In Anbetracht der wirtschaftlichen Abhängigkeit der beiden Geschäfte wurden die Optionen als ein zusammenhängendes Geschäft betrachtet, d.h. entscheidend für die Ausübung der Option ist, ob der Zahlungsbetrag an die Gründer für die erworbenen Anteile in der (bedingten) zweiten Option größer ist, als der durch die Gründer zu zahlende Kaufpreis für die Anteile der ersten Option.

Hinsichtlich der den Verträgen zugrundeliegenden Anteile werden zwei Tranchen unterschieden, die sich hinsichtlich des Erdienungszeitraums, der Anzahl der jeweils gewährten Anteile und des zukünftigen Bewertungsstichtags. Dies wurde ebenfalls in der Bewertung berücksichtigt.

Aufgrund der gegenseitigen Abhängigkeit und der Unsicherheit hinsichtlich zukünftiger Größen, wurden die finanziellen und operativen Bezugsgrößen über eine mehrstufige, integrierte Monte-Carlo Simulation abgeleitet. Auf Basis der resultierenden Werte wurde in einem weiteren Schritt ermittelt, wann die kombinierte Option werthaltig ist und entsprechend ausgeübt wird.

Die Bewertung basiert dabei auf öffentlich verfügbaren, beobachtbaren Marktdaten und auf nicht beobachtbaren Inputparametern. Zu den nicht beobachtbaren Inputparametern gehören vor allem die zukünftigen finanziellen und operativen Kennzahlen. Diese wurden mittels eines Monte-Carlo Ansatzes simuliert, wobei das Modell auf Basis der Entwicklung entsprechend der vorhandenen Budgetplanung für die entsprechenden Gesellschaften kalibriert wurde. Weitere finanzielle Kennzahlen wurden aus den verfügbaren Abschlüssen der betreffenden Gesellschaften entnommen und entsprechend der Simulationsergebnisse fortgeschrieben.

Die Bewertung erfolgt grundsätzlich nur einmal zum Vertragsschluss. Eine wiederholte Bewertung erfolgt nur bei der Modifikation von vertraglichen Parametern. Dabei erfolgt die Bewertung unter Berücksichtigung der Modifikation – unter sonst gleichen Annahmen und Bedingungen.

Für die Zusage wie sie im Vorjahr geschlossen wurde, wurde in diesem ein Aufwand in Höhe von TEUR 1.351 im Verwaltungsaufwand erfasst.

Der Erdienungszeitraum umfasst für Tranche 1 einen Zeitraum bis 31. Dezember 2018 und für Tranche 2 bis zum 31. Dezember 2019. Die erdienten Kaufrechte sind zwischen dem 31. Dezember 2019 und dem 31. März 2020 ausübbar und verfallen nach diesem Zeitpunkt. Zum Bilanzstichtag 31.12.2016 ist die durchschnittliche vertragliche Restlaufzeit der Optionen 2,5 Jahre.

Die Anzahl der Optionen sowie der gewichtete durchschnittliche Ausübungspreis entwickelten sich in 2016 wie folgt:

Anzahl Optionen Durchschnittlicher Ausübungspreis
je Anteil TEUR
Tranche 1 Tranche 2 Tranche 1 Tranche 2
Stand 1.1.2016 30 40 20 17
Ausgabe 0 0 0 0
Verfall 0 0 0 0
Stand 31.12.2016 30 40 20 17
Davon ausstehend 30 40

Zum Zeitpunkt der Gewährung betrug der durchschnittliche Zeitwert TEUR 13 je Option für Tranche 1 und TEUR 68 je Option für Tranche 2.

h) Weitere IFRS 2-Programme

Neben den oben beschriebenen Programmen existieren noch drei weitere in 2015 aufgesetzte Programme, welche im Folgenden aus Wesentlichkeitsgesichtspunkten zusammengefasst werden. Durch diese sollen die oberen Führungskräfte bestimmter Tochterunternehmen an der Wertentwicklung der durch sie geleiteten Gesellschaften beteiligt werden. Die Programme sind cash-settled, im Falle eines Exits werden sämtliche Ansprüche aus den bereits gewährten virtuellen Anteilen zum Zeitpunkt der Beendigung der Transaktion unmittelbar zur Auszahlung fällig. Nach dem Exit angediente Ansprüche werden monatlich zuteilungsfähig. Die Anzahl der gewährten Anteile wird in einzel-vertraglichen Vereinbarungen individuell geregelt. In den einzel-vertraglichen Vereinbarungen können zudem weitere oder andere Andienungsszenarien oder Unverfallbarkeitskriterien individuell festgelegt bzw. definiert werden. Während bei dem Programm der RGP Korea der Ausübungspreis bei EUR 1-2.000 je Anteil liegt, besitzen die anderen beiden Programme keinen Ausübungspreis.

Die Bewertung der anteilsbasierten Vergütung der Mitarbeiter erfolgte mittels eines Optionspreismodells (Black-Scholes Modell) analog dem Vorgehen bei der Bewertung des Virtual Share Programs.

Stichtag der Bewertung RGPK
31.12.2016
RPP
31.12.2016
PeYa
31.12.2016
Anzahl der geschuldeten Anteile 1.955 1.032 2.357.607
Anzahl der angedienten Anteile 1.573 1.032 2.164.714
TEUR
Fair Value 5.317 200 1.634
Erfasster Gesamtaufwand der Periode 2.895 -583 -758
Innerer Wert der Schulden für
erdiente Leistungen
5.317 200 1.634

02 FINANZINSTRUMENTE

a) Angaben zu den Finanzinstrumenten

In der nachfolgenden Tabelle werden die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien und Klassen dargestellt.

Für die Bewertungskategorien wurden folgende Abkürzungen verwendet:

    • LaR: Loans and Receivables (Kredite und Forderungen)
    • AfS: Available for Sale (Zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte)
    • FLaC: Financial Liability at Cost (Finanzielle Verbindlichkeit zu fortgeführten Anschaffungskosten)
    • FAHfT: Financial Assets Held for Trading (Finanzieller Vermögenswert, als zu Handelszwecken gehalten eingestuft)
    • FLHfT: Financial Liabilities Held for Trading (Finanzielle Verbindlichkeit, als zu Handelszwecken gehalten eingestuft)
Bewertungs
kategorie
nach IAS 39
Zu fortge
führten
Anschaf
fungskosten
bewertet
Zu fortge
führten
Anschaf
fungskosten
bewertet
Zum Fair
Value
bewertet
Summe
Bilanz
posten
31.12.2016
TEUR
Buchwert Fair Value Buchwert Buchwert
Beteiligungen 1 AfS 2.560 n/a 2.560
Gewährte Darlehen LaR 1.894 1.894 1.894
Bankeinlagen LaR 250 250 250
Derivative
Finanzinstrumente
FAHfT 991 991
Hinterlegte Kautionen LaR 1.013 1.013 1.013
Sonstige finanzielle
Vermögenswerte
5.718 2.145 6.709
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
LaR 48.913 48.913 48.913
Gewährte Darlehen LaR 11 11 11
Sonstige Wertpapiere 1 AfS 205 n/a 205
Hinterlegte Kautionen LaR 2.887 2.887 2.887
Derivative
Finanzinstrumente
FAHfT 0 0
Bankeinlagen und ähnliche
Forderungen
LaR 1.335 1.335 1.335
Forderungen aus Lieferun
gen und Leistungen und
sonstige Forderungen
53.351 53.146 0 53.351
Zahlungsmittel und
-äquivalente
230.853 230.853 230.853
Summe finanzielle
Vermögenswerte
289.921 286.143 0 289.921
Verbindlichkeiten gegen
über Kreditinstituten
FLaC 116.403 118.960 116.403
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
FLaC 52.761 52.761 52.761
Andere finanzielle
Verbindlichkeiten
FLaC 48.300 48.300 48.300
Sonstige
Kaufpreisverbindlichkeit 2
FLHfT 14.225 14.225
Erhaltene Kautionen FLaC 596 596 596
Summe finanzielle
Verbindlichkeiten
453.495 449.095 55.658 509.153
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und
Leistungen und sonstige
Verbindlichkeiten
337.092 330.135 55.658 392.750
Darlehensverbindlichkeiten 4 FLaC 230.799 228.478 230.799
Verbindlichkeiten
aus Finance Lease
FLaC 4.636 4.636
Derivative
Finanzinstrumente 3
FLHfT 41.433 41.433

1) Beteiligungen und sonstige Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten bewertet Einstufung der zugrundelegenden Inputfaktoren für die Ermittlung des Fair Value gemäß IFRS 13.93 (b) bzw. IFRS 13.97:

2) Kaufpreisverbindlichkeit: Level 3 gemäß der Fair Value-Hierarchie (Bewertung aufgrund nicht beobachtbarer Inputfaktoren/Marktdaten)

3) Derivate: Level 3 gemäß der Fair Value-Hierarchie (Bewertung aufgrund nicht beobachtbarer Inputfaktoren)

4) Darlehensverbindlichkeiten: Level 3 gemäß der Fair Value-Hierarchie (Bewertung aufgrund nicht beobachtbarer Inputfaktoren/Marktdaten)

Bewertungs
kategorie
nach IAS 39
Zu fortge
führten
Anschaf
fungskosten
bewertet
Zu fortge
führten
Anschaf
fungskosten
bewertet
Zum Fair
Value
bewertet
Summe
Bilanz
posten
31.12.2015
TEUR
Buchwert Fair Value Buchwert Buchwert
Beteiligungen 1 AfS 2.530 n/a 2.530
Gewährte Darlehen LaR 1.421 1.421 1.421
Bankeinlagen LaR 234 234 234
Hinterlegte Kautionen LaR 503 0 503
Sonstige finanzielle
Vermögenswerte
4.688 1.654 4.688
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
LaR 17.893 17.893 17.893
Gewährte Darlehen LaR 443 443 443
Sonstige Wertpapiere AfS 44 0 44
Hinterlegte Kautionen LaR 792 0 792
Derivative
Finanzinstrumente
FAHfT 2.892 2.892
Bankeinlagen und ähnliche
Forderungen
LaR 626 626 626
Forderungen aus Lieferun
gen und Leistungen und
sonstige Forderungen
19.798 18.962 2.892 22.690
Zahlungsmittel und
-äquivalente
160.150 160.150 0 160.150
Summe finanzielle
Vermögenswerte
184.636 180.767 2.893 187.530
Verbindlichkeiten gegen
über Kreditinstituten
FLaC 0 0 0
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
FLaC 36.883 36.883 36.883
Andere finanzielle
Verbindlichkeiten
FLaC 24.102 24.102 24.102
Sonstige
Kaufpreisverbindlichkeit 2
FLHfT 9.820 9.820
Erhaltene Kautionen FLaC 579 579 579
Derivative
Finanzinstrumente 3
FLHfT 45.075 45.075
Darlehensverbindlichkeiten 4 FLaC 290.294 295.056 290.294
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und
Leistungen und sonstige
Verbindlichkeiten
351.858 356.620 54.895 406.753
Summe finanzielle
Verbindlichkeiten
351.858 356.620 54.895 406.753

1) Beteiligungen und sonstige Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten bewertet Einstufung der zugrundelegenden Inputfaktoren für die Ermittlung des Fair Value gemäß IFRS 13.93 (b) bzw. IFRS 13.97:

2) Kaufpreisverbindlichkeit: Level 3 gemäß der Fair Value-Hierarchie (Bewertung aufgrund nicht beobachtbarer Inputfaktoren/Marktdaten)

3) Derivate: Level 3 gemäß der Fair Value-Hierarchie (Bewertung aufgrund nicht beobachtbarer Inputfaktoren)

4) Darlehensverbindlichkeiten: Level 3 gemäß der Fair Value-Hierarchie (Bewertung aufgrund nicht beobachtbarer Inputfaktoren/Marktdaten)

Alle derivativen Finanzinstrumente sind in der Fair Value-Hierarchie als Level 3 eingestuft, da die Bewertung aufgrund von nicht beobachtbaren Inputfaktoren erfolgt.

Die Buchwerte der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, gewährte Darlehen, erhaltene Kautionen, Verbindlichkeiten auf Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten und entsprechen zum Abschlussstichtag näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten.

Bei den übrigen in der Bilanz ausgewiesenen "Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte" (Available for Sale, AfS) handelt es sich um sonstige Beteiligungen, und um Wertpapiere, die zu Anschaffungskosten (at Cost) bilanziert werden, da für diese kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann. Gegenwärtig bestehen diesbezüglich keine Veräußerungsabsichten.

Die Darlehensverbindlichkeiten der DH werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Der Buchwert entspricht daher nicht dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert der Darlehensverbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftigen Cashflows, unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag gültigen risikolosen Zinssätze sowie eines DH-spezifischen Risikoaufschlages.

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien:

Gemäß IFRS 7.20 (a) sind die Nettogewinne und –verluste von Finanzinstrumenten für jede Bewertungskategorie des IAS 39 offenzulegen.

Die Nettoergebnisse nach den einzelnen Bewertungskategorien das IAS 39 stellen sich wie folgt dar:

Nettoergebnisse je Bewertungskategorie TEUR 2016 2015
LaR -411 -5.391
AfS 0 -5.533
FAHfT 633 5.942
FLHfT 5.147 -6.914
FLaC -24.479 -28.527
Summe -19.109 -40.423

Die Nettoergebnisse der Bewertungskategorie LaR enthalten Wertminderungen und Wertaufholungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie LaR beinhaltet zudem Zinserträge. Die Nettoergebnise der Bewertungskategorien FAHfT und FLHfT beinhalten die Ergebnisse aus der Bewertung dieser Derivate zu Marktwerten. Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie FLaC beinhaltet Zinsaufwendungen für den laufenden Kapitaldienst sowie das Ergebnis aus der Darlehensamortisation, welches ebenfalls im Zinsaufwand enthalten ist.

Die Überleitungsrechnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Level 3-Instrumente stellt sich wie folgt dar:

Stichtag der Bewertung Vermögens
werte
Verbind
lichkeiten
Summe
Stand per 01. Januar 2015 1 -22.828 -22.827
Zugänge aufgrund von Käufe und Emissionen 5.835 -49.963 -44.128
Abgänge aufgrund von Verkäufen und
Abgeltungen
13.763 13.763
Netto-Gewinne, direkt im Eigenkapital erfasst 268 268
Gewinne, in der Konzern-Gesamtergebnis
rechnung erfasst
101 13.173 13.274
Verluste, in der Konzern-Gesamtergebnis
rechnung erfasst
-3.045 -9.204 -12.249
Stand per 31. Dezember 2015 2.892 -54.791 -51.899
Zugänge aufgrund von Käufe und Emissionen 346 -3.959 -3.613
Abgänge aufgrund von Verkäufen und
Abgeltungen
-2.892 -2.892
Netto-Gewinne, direkt im Eigenkapital erfasst
Gewinne, in der Konzern-Gesamtergebnis
rechnung erfasst
1.184 12.609 13.793
Verluste, in der Konzern-Gesamtergebnis
rechnung erfasst
-539 -7.842 -8.381
Stand per 31. Dezember 2016 991 -53.983 -52.992

Es fanden während des Geschäftsjahrs keine Übertragungen zwischen den verschiedenen Stufen der Fair-Value Hierarchie statt.

Realisierte Gewinne und Verluste aus der Veränderung der Level 3-Instrumente werden in den Finanzerträgen bzw. –aufwendungen erfasst. Nicht realisierte Gewinne oder Verluste werden in den Gewinn- und sonstige Rücklagen erfasst.

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes der trennungspflichtigen eingebetteten Derivate wird anhand eines Optionsmodells zu jeden relevanten Stichtag durchgeführt. Im Zuge des Bewertungsprozesses werden die benötigten, öffentlich verfügbaren Marktdaten erhoben sowie die nicht beobachtbaren Inputparameter anhand von internen Berechnungen aktualisiert. Letzteres betrifft insb. den mittels eines Discounted-Cashflow-Modells ermittelten Wert pro Unternehmensanteil von DH sowie den für DH spezifischen Risikoaufschlag. Beide Werte werden zu jedem Bewertungsstichtag aktualisiert. Die Berechnung der Sensitivitäten für die nicht beobachtbaren Inputparameter ist im Kapitel Marktrisiken dargestellt.

Die zukünftige Zahlungsverpflichtung für die Minderheitenanteile wird bei PedidosYa und Clickdelivery über verschiedene vertragliche Parameter an den Unternehmenswert von DH im Zeitpunkt des Exit-Events gekoppelt. Aufgrund der wechselseitigen Abhängigkeiten erfolgt die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes der Put-Call-Optionen mittels Monte-Carlo-Simulationen. Die Bewertung wird zu jedem relevanten Stichtag durchgeführt. Im Zuge des Bewertungsprozesses werden die benötigten, öffentlichen verfügbaren Marktdaten erhoben sowie die nicht beobachtbaren Inputparameter anhand von internen Berechnungen zum jeweiligen Stichtag aktualisiert. Letzteres betrifft besonders den auf Basis eines Discounted-Cashflow Ansatzes ermittelten Wert je Unternehmensanteil der DH, welcher die wesentliche Einflussgröße für das Bewertungsergebnis darstellt. Die Volatilität wird auf Basis der historischen Volatilität der Peer-Group-Unternehmen zum Stichtag abgeleitet.

Analog zu den vorherigen Darstellungen wird bei der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts des variablen Kaufpreisbestandteils der PedidosYa-Gruppe im Wert von eigenen DH Anteilen auf einen anhand des Discounted-Cashflow Ansatzes ermittelten Wert je Unternehmensanteil der DH zurückgegriffen. Der Optionswert errechnet sich unter Rückgriff auf ein Black-Scholes-Modell. Die wesentlichen nicht beobachtbaren Inputparameter des Models zur Errechnung des Wertes des Unternehmensanteils der DH finden sich in Kapitel F.01.b). Der geschätzte beizulegende Zeitwert der Optionen würde steigen (sinken), wenn der Anteilspreis der DH höher (niedriger) wäre.

Die Put-Call-Optionen bei Baedaltong Co. Ltd. basierten auf einer vertraglich fixierten, nachträglichen Kaufpreiszahlung und wurden in 2015 vorzeitig abgegolten.

Die bedingte Zahlungsverpflichtung für die Earn-Out-Regelung wird bei der OFD über verschiedene vertragliche Parameter an finanzielle und operative Kennzahlen der OFD über den Zeitraum der nächsten Jahre gekoppelt. Aufgrund der gegenseitigen Abhängigkeit und der Unsicherheit hinsichtlich zukünftiger Größen, wurden die finanziellen und operativen Bezugsgrößen über eine Monte-Carlo Simulation abgeleitet. Auf Basis der Ergebnisse aus der Simulation wurde dann der Wert einer möglichen Earn-Out Zahlung in den jeweiligen zukünftigen Zeitpunkten auf Basis der vertraglichen Regelungen bestimmt. Die Bewertung basiert dabei auf öffentlich verfügbaren, beobachtbaren Marktdaten und auf nicht beobachtbaren Inputparametern. Zu den nicht beobachtbaren Inputparametern gehören vor allem die zukünftigen finanziellen und operativen Kennzahlen. Diese wurden mittels eines Monte-Carlo Ansatzes simuliert, wobei das Modell auf Basis der Entwicklung entsprechend der vorhandenen Budgetplanung für die entsprechenden Gesellschaften kalibriert wurde. Weitere finanzielle Kennzahlen wurden aus den verfügbaren Abschlüssen der betreffenden Gesellschaften entnommen und entsprechend der Simulationsergebnisse fortgeschrieben. Die Bewertung wird zu jedem relevanten Stichtag durchgeführt und die Parameter entsprechend aktualisiert. Dies betrifft zum einen die öffentlich verfügbaren Marktdaten wie auch die nicht beobachtbaren Inputparameter beispielsweise die Budgetplanung der OFD.

Das zuvor beschriebene Bewertungsverfahren wird auch für die Bewertung von weiteren Put-Call-Optionsvereinbarungen für den Erwerb von weiteren Anteilen an den Gesellschaften Foodarena GmbH, Biel, Schweiz und Hungry Netherlands B.V, Niederlande. verwendet.

b) Risikomanagement

Die DH-Gruppe sieht sich durch den Einsatz von Finanzinstrumenten Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken und Marktrisiken, insbesondere Zinsänderungsrisiken und Wechselkursrisiken, ausgesetzt. Diese Risiken werden von DH aktiv überwacht und im Rahmen eines Risikomanagementsystems gesteuert. Die Risikomanagementfunktion ist im Konzerncontrolling integriert.

c) Ausfallrisiko

Als Kredit- bzw. Ausfallrisiko gilt das Risiko, dass die Geschäftspartner, im Wesentlichen die Restaurants, ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen und dies für die DH-Gruppe zu einem Verlust führt. Diesbezügliche Risiken beziehen sich wie im Vorjahr überwiegend auf kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die DH-Gruppe sieht sich keinem wesentlichen Bonitätsrisiko gegenüber einem einzelnen Kunden ausgesetzt. Die Konzentration des Bonitätsrisikos ist auf Grund des breiten und heterogenen Kundenstamms begrenzt. Das Ausfallrisiko wird von der DH-Gruppe überwacht und wie im Vorjahr aktiv über erforderliche Bonitätsprüfungen und die Optimierung des Zahlungsprozesses gesteuert. Folglich wird das Risiko, auch durch ein effektives Mahnwesen, überwiegend auf die Restaurants übertragen.

Das höchstmögliche Ausfallrisiko entspricht dabei dem Buchwert der finanziellen Vermögenswerte.

Darüber hinaus wird in nachstehender Tabelle die Altersstruktur der zum Abschlussstichtag nicht überfälligen und überfälligen, aber nicht wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte dargestellt. Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands an Forderungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

davon
weder
davon zum Stichtag überfällig,
jedoch nicht wertgemindert (in Tagen)
TEUR
per 31. Dezember 2016
Buchwert überfällig
noch wert
gemindert
< 30 30-
60
61-
90
91-
120
> 120
Gewährte Darlehen 1.905 1.905 0 0 0 0 0
Bankeinlagen und ähnliche
Forderungen
1.572 1.572 0 0 0 0 0
Hinterlegte Kautionen 3.899 3.899 0 0 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Forderungen
48.913 30.845 2.639 511 644 340 1.138
Derivative
Finanzinstrumente
991 991 0 0 0 0 0
Summe 57.280 39.213 2.639 511 644 340 1.138
per 31. Dezember 2015
Gewährte Darlehen 1.863 1.863 0 0 0 0 0
Bankeinlagen und ähnliche
Forderungen
860 860 0 0 0 0 0
Hinterlegte Kautionen 1.295 1.295 0 0 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Forderungen
17.893 13.962 3.130 22 33 39 183
Derivative
Finanzinstrumente
2.892 2.892 0 0 0 0 0
Summe 24.804 20.873 3.130 22 33 39 183

Die Wertminderungen entwickelten sich wie folgt:

Wertberichtigungskonto
TEUR
Stand per 01.01. Veränderung Stand per 31.12.
2016
Darlehen an Dritte -2.677 2.677 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -5.600 -3.730 -9.330
2015
Darlehen an Dritte 0 -2.677 -2.677
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -1.660 -3.940 -5.600

Wertberichtigungen ergeben sich fast ausschließlich in Bezug auf den Posten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In 2015 wurde zudem ein Darlehen wertgemindert.

Wertgeminderte finanzielle Vermögenswerte
TEUR
Buchwert
vor Wert
minderung
Wert
minderung
Buchwert
per 31. Dezember 2016
Darlehen an Dritte 1.905 0 1.905
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 58.240 -9.330 48.913
per 31. Dezember 2015
Darlehen an Dritte 4.540 -2.677 1.863
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23.494 -5.600 17.893

d) Liquiditätsrisiken

Aufgrund des starken Wachstums ist die DH-Gruppe wie im Vorjahr auf externe Finanzierungen angewiesen, um eine ausreichende Liquidität sicherzustellen. Fehlende externe Finanzierungen könnten ein Risiko für die Unternehmensfortführung darstellen. Das Liquiditätsmanagement der DH-Gruppe sichert durch eine angemessene Budgetplanung die Verfügbarkeit liquider Mittel. Zudem wird zur Finanzierung der operativen Tätigkeiten immer ein ausreichender Bestand an liquiden Mitteln vorgehalten. Auch ungenutzte Kreditlinien sind vorhanden. Wie in Kapitel I.03 angegeben, verfügt der Konzern über Darlehen, die bestimmte finanzielle und nichtfinanzielle Auflagen enthalten. Ein künftiger Verstoß gegen die Auflagen könnte dazu führen, dass Darlehen früher als in der untenstehenden Tabelle angegeben zurückzuzahlen sind.

Aus der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit negativem beizulegenden Zeitwert der DH-Gruppe ersichtlich. Derivative Finanzverbindlichkeiten werden nur dann in der Analyse berücksichtig, wenn deren vertragliche Fälligkeiten für ein Verständnis des zeitlichen Anfalls der Zahlungsströme notwendig ist. Die Fristigkeiten orientieren sich an den vertraglich festgelegten Zinsbindungen der Finanzschulden.

Art der Schulden TEUR Buchwert Restlaufzeiten
in Jahren
< 1
Restlaufzeiten
in Jahren
1 - 5
per 31. Dezember 2016
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
116.403 0 117.537
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
52.767 52.675 92
Andere finanzielle Verbindlichkeiten
und Kaufpreisverbindlichkeiten
63.115 47.426 15.688
Derivative Finanzinstrumente 41.433 18.147 0
Darlehensverbindlichkeiten 230.799 7.621 251.910
Summe 504.517 125.869 385.227
per 31. Dezember 2015
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
36.883 36.874 9
Andere finanzielle Verbindlichkeiten und
Kaufpreisverbindlichkeiten
33.922 24.670 9.252
Derivative Finanzinstrumente 45.075 25.818 0
Darlehensverbindlichkeiten 290.294 25.179 323.005
Summe 406.174 112.541 332.266

e) Marktrisiken

Die DH-Gruppe erzielt über die operativen ausländischen Tochtergesellschaften einen signifikanten Anteil der Umsatzerlöse in Fremdwährung. Grundsätzlich ist die DH-Gruppe wie im Vorjahr bemüht Aufwendungen und Erträge in der gleichen funktionalen Währung zu generieren, um das Wechselkursrisiko zu reduzieren. Dennoch unterliegt jede Konzerngesellschaft der DH-Gruppe einem Währungsrisiko, sobald Geschäfte abgeschlossen werden und daraus resultierende Zahlungsströme nicht der funktionalen Währung der jeweiligen Gesellschaft entsprechen. Die folgende Tabelle zeigt die Effekte auf die GuV, die sich ergeben hätten, wenn die dargestellten Fremdwährungen zum Bilanzstichtag um 10 % auf-, bzw. um 10 % abgewertet hätten.

Veränderungen TEUR 31.12.2016
+10 %
31.12.2016
-10 %
31.12.2015
+10 %
31.12.2015
-10 %
EUR-USD -12.950 14.245 -11.403 12.543
EUR-KRW 6.376 -7.014 5.546 -6.100
EUR-GBP 1.535 -1.688 2.215 -2.436
UYU-USD -1.425 1.568 -548 498
EUR-PLN 1.153 -1.269 926 -1.018

Eine uruguayanische Tochtergesellschaft der DH-Gruppe weist Verbindlichkeiten in USD aus, wodurch es ein Wechselkursrisiko zwischen UYU und USD gibt, welches sich auf das Periodenergebnis auswirken würde.

Weiterhin sieht sich die DH-Gruppe über die Beteiligung an ausländischen Tochtergesellschaften einem Wechselkursrisiko in Bezug auf die Umrechnung der Netto-Vermögenswerte ausgesetzt. Allerdings ist dieses Umrechnungsrisiko kein Wechselkursrisiko im Sinne des IFRS 7.

Die vom Konzern in Anspruch genommenen Darlehen sind zum Teil mit variablen Zinsen auf Basis Referenzzinssätzen ausgestattet. Durch die Veränderung der Marktzinsen kann es einen Anstieg der zukünftig zu zahlenden Zinsen geben, was sich negativ auf die Ertragslage des Unternehmens auswirkt. Ein um 1 % höherer (niedriger) Marktzinssatz hätte zu einem Ergebniseffekt von TEUR 808 (TEUR 0) geführt.

Basierend auf den Derivaten, die die DH-Gruppe zum Bilanzstichtag hält oder begeben hat, hätte eine hypothetische und mittels Sensitivitätsanalyse quantifizierte Veränderung der für die jeweiligen Instrumente maßgeblichen Anteilswert zum Bilanzstichtag die nachfolgend aufgeführten Effekte (vor Steuern) gehabt:

Finanzinstrumente per
31. Dezember 2016
TEUR
Ergebniseffekt
+10 %
Ergebniseffekt
-10 %
Trennungspflichtige eingebettete
Derivate
-693 861
Variabler Kaufpreisbestandteil
PedidosYa
-298 298
Derivate aus Put- / Call Optionen -3.608 3.869

Bezüglich des ermittelten Wertes der trennungspflichtigen eingebetteten Derivaten ist, analog den Derivaten aus Put/Call Optionen sowie dem variablem Kaufpreisbestandteils, ein Parameter mit einem wesentlichen Einfluss auf das Bewertungsergebnis der mittels des Discounted-Cashflow-Verfahrens bestimmte Wert pro Geschäftsanteil von DH. Zum 31.12.2015 lautet die Sensitivitätsanalyse wie folgt:

Finanzinstrumente per
31. Dezember 2015
TEUR
Ergebniseffekt
+10 %
Ergebniseffekt
-10 %
Trennungspflichtige eingebettete
Derivate
-1.309 1.429
Variabler Kaufpreisbestandteil
PedidosYa
-316 316
Derivate aus Put- / Call Optionen -3.256 3.163

Bezogen auf die trennungspflichtigen eingebetteten Derivate ist neben dem DH-Anteilswert der Risikoaufschlag der DH ein weiterer nicht beobachtbarer Inputfaktor. Ein um 1 % höherer oder niedriger ausgefallener Risikoaufschlag hätte zu einem Ergebniseffekt von TEUR -866 bzw. TEUR 1.155 (Vorjahr TEUR +2.051 bzw. TEUR -1.851) geführt.

Der wesentliche nicht beobachtbare Inputfaktor der Bewertung der bedingten Kaufpreisverpflichtungen aus den Unternehmenserwerben stellt den erwarteten zukünftigen Umsatz dar. Ein um 5 % höherer oder niedriger ausgefallener Umsatz hätte zu einem Ergebniseffekt von TEUR -1.245 bzw. TEUR 1.260 (Vorjahr TEUR -2.678 bzw. TEUR +2.634) geführt. Der geschätzte beizulegende Zeitwert der Verpflichtung würde steigen (sinken), wenn der voraussichtliche Umsatz höher (niedriger) wäre.

Der wesentliche nicht beobachtbare Inputfaktor der Bewertung der bedingten Kaufpreisverpflichtungen aus den Unternehmenserwerben stellt den erwarteten zukünftigen Bruttowarenwert (Gross Merchandise Value, im folgenden GMV) dar. Ein um 5 % höherer oder niedriger ausgefallener GMV hätte zu einem Ergebniseffekt von TEUR 99 bzw. TEUR -92 (Vorjahr TEUR -2.678 bzw. TEUR +2.634) geführt. Der geschätzte beizulegende Zeitwert der Verpflichtung würde steigen (sinken), wenn der voraussichtliche Umsatz höher (niedriger) wäre.

I. SONSTIGE ANGABEN | 03 KAPITALMANAGEMENT

03 KAPITALMANAGEMENT

Die Ziele des Kapitalmanagements der DH-Gruppe sind primär darauf ausgelegt, die Wachstumsstrategie des Konzerns zu finanzieren. Diese ganzheitliche Strategie des Kapitalmanagements ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die Kapitalstruktur wird dabei auf Basis eines angestrebten Verschuldungsgrades gesteuert. Der Verschuldungsgrad wird dabei definiert als die Relation von Nettofremdkapital (Fremdkapital abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) zu Eigenkapital.

Der Konzern unterliegt externen Covenants aus Darlehen von Risikokapitalgebern, die weder im Berichts- noch im Vorjahr verletzt wurden. Die Ziele des Kapitalmanagements wurden im Berichtsjahr erreicht. Der Verschuldungsgrad hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Fremdkapital 739.859 623.953
Zahlungsmittel und -äquivalente 230.853 160.150
Nettofremdkapital 509.006 463.803
÷ Eigenkapital 892.208 765.492
Verschuldungsgrad ( %) 57 % 61 %

I. SONSTIGE ANGABEN | 04 ANGABEN ZUM UMSATZKOSTENVERFAHREN / 05 ANZAHL DER MITARBEITER

04 ANGABEN ZUM UMSATZKOSTENVERFAHREN

In 2016 betrug der Aufwand für Leistungen an Arbeitnehmer TEUR 113.563 (2015: TEUR 112.237). Hieraus betrug der Aufwand für leistungsorientierte Pläne in 2016 TEUR 5.877 (2015: TEUR 4.623), worunter insbesondere Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Altersversorgung fallen.

Die Aufwendungen für planmäßige Abschreibungen und Amortisationen betrugen in 2016 TEUR 43.126 (2015: TEUR 35.550).

05 ANZAHL DER MITARBEITER

Im aktuellen Geschäftsjahr beschäftigt die DH-Gruppe weltweit durchschnittlich 6.848 Mitarbeiter (in 2015: 2.843 Mitarbeiter). Die Verteilung nach Mitarbeitergruppen kann der folgenden Darstellung entnommen werden:

Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl je Gruppe 2016 2015
Delivery 3.698 432
Sales 1.135 712
Marketing 740 861
IT 449 401
Management 73 59
Office Admin 753 378
Summe 6.848 2.843

I. SONSTIGE ANGABEN | 06 GESAMTHONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS / 07 BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

06 GESAMTHONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Die Honorare des Abschlussprüfers teilen sich wie folgt auf die Leistungen auf:

TEUR 2016 2015
Abschlussprüfungsdienstleistungen 810 751
Sonstige Prüfungsdienstleistungen 242 0
Steuerberatungsleistungen 1.209 624
Sonstige Dienstleistungen 4 166
Total 2.265 1.541

07 BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

a) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen

Als nahestehende Unternehmen der Gesellschaft gelten im Sinne des IAS 24 Unternehmen, die eine der folgenden Bedingungen erfüllen:

    • Das Unternehmen gehört zum selben Konzern wie die Gesellschaft.
    • Das Unternehmen oder die Gesellschaft ist ein assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen des anderen (oder ein assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen eines Unternehmens eines Konzerns, dem auch das andere Unternehmen angehört).
    • Das Unternehmen und die Gesellschaft sind Gemeinschaftsunternehmen desselben Dritten.
    • Das Unternehmen oder die Gesellschaft ist ein Gemeinschaftsunternehmen eines dritten Unternehmens und das andere ist ein assoziiertes Unternehmen dieses dritten Unternehmens.
    • Bei dem Unternehmen handelt es sich um einen Plan für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zugunsten der Arbeitnehmer entweder der Gesellschaft oder einer der Gesellschaft nahestehenden Unternehmens, Handelt es sich bei der Gesellschaft selbst um einen solchen Plan, werden die in den Plan einzahlenden Arbeitgeber ebenfalls als dem berichtenden Unternehmen näherstehend betrachtet.
    • Das Unternehmen wird von einer nahestehenden Person beherrscht oder steht unter gemeinschaftlicher Führung, an der eine nahestehende Person beteiligt ist.

I. SONSTIGE ANGABEN | 07 BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Die folgenden Aufstellungen zeigen sowohl die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen als auch die aus Geschäftsvorfällen mit nahestehenden Unternehmen resultierenden Aufwendungen und Erträge.

TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Bilanz
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 22 25
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 258 162
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6 1
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 2 0
TEUR 2016 2015
Gesamtergebnisrechnung
Zinserträge von verbundenen Unternehmen 10 5
Erträge mit assoziierten Unternehmen 120 0
Erträge von Unternehmen die nahestehenden Personen /
Unternehmen beherrscht werden
7 0
Erträge von verbundenen Unternehmen 38 8
Zinsaufwendungen an Unternehmen, die von nahestehenden Personen /
Unternehmen beherrscht werden
0 88
Aufwendungen mit assoziierten Unternehmen 2 0
Zinsaufwendungen von verbundenen Unternehmen 0 5
Aufwendungen an Unternehmen, die von nahestehenden Personen /
Unternehmen beherrscht werden
26 64
Aufwendungen von verbundenen Unternehmen 11 92

Im Geschäftsjahr 2015 wurde der DH von nahestehenden Unternehmen Kapital in Form von Darlehen zur Verfügung gestellt. Zudem wurden in geringem Umfang auch weitere Dienstleistungen von nahestehenden Unternehmen in Anspruch genommen. Sämtliche Darlehen von verbundenen Unternehmen inklusive aufgelaufenen Zinsen wurden im laufenden Geschäftsjahr zurückgeführt.

I. SONSTIGE ANGABEN | 07 BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

b) Beziehungen zu nahestehenden Personen

Entsprechend den Vorgaben des Standards IAS 24 legt die Gesellschaft die Beziehungen zu nahe-stehenden Personen offen. Aufgrund ihres maßgeblichen Einflusses auf die Gesellschaft werden die Mitglieder der Geschäftsführung, der ersten Führungsebene und des Beirats (auch: Board) als dem Unternehmen nahestehende Personen definiert. Der Kreis der nahestehenden Personen erstreckt sich auch auf deren nahe Familienangehörige. Als nahe Familienangehörige zählen Kinder und Ehegatten oder Lebenspartner bzw. Kinder des Ehegatten oder Lebenspartner dieser Person und abhängige Angehörige dieser Person oder des Ehegatten oder Lebenspartners dieser Person.

Berichtspflichtige Geschäfte sind unter anderem der Abschluss von Darlehens- und Mietverträgen, die Vereinbarung von Garantien sowie die Abrechnung von Dienstleistungen, sofern diese zwischen einer nahestehenden Person und der Gesellschaft bzw. einem nahestehenden Unternehmen stattfinden.

In den Geschäftsjahren 2015 lagen folgende Geschäftsvorfälle und Rechtsgeschäfte mit nahestehenden Personen vor: Die in den Vorjahren bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten aus Gehaltsansprüchen gegenüber Niklas Östberg wurden nach dem Abschluss der steuerlichen Prüfung ausgeglichen. Die Forderungen waren ungesichert, Wertberichtigungen wurde im Berichtszeitraum keine vorgenommen.

Die Geschäftsführung sowie die Mitglieder der ersten Führungsebene erhielten im Jahr 2016 folgende Vergütungen:

Vergütung der Geschäftsführung
TEUR
2016 2015
Kurzfristig fällige Leistungen 1.136 867
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 175 0
Aufwand aus aktienbasierten Vergütungen (VSPs)* 4.455 10.371

Die Gesamtvergütung des Beirats beträgt TEUR 0 (2015: TEUR 0).

Die Rückstellungen für ausgegebene virtuelle Anteilsoptionen an ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und der ersten Führungsebene belaufen sich auf TEUR 3.005 (31.12.2015: TEUR 2.394), darüber hinaus bestehen keine Verpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung und der ersten Führungsebene.

I. SONSTIGE ANGABEN | 07 BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN / 08 LEASINGNEHMERVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Die Zusammensetzung der Rückstellungen aufgrund von an die aktuellen nahestehenden Personen ausgegebenen virtuellen Anteilsoptionen stellen sich wie folgt dar:

Stichtag der Bewertung 31.12.2016 31.12.2015
Anzahl der geschuldeten Anteile 6.322 5.239
Anzahl der angedienten Anteile 4.515 3.035
Fair Value (TEUR) 13.134 11.480
Im Aufwand erfasste Zuführung zu den Rückstellungen (TEUR) 4.935 9.561

Entsprechend den Vorgaben des § 286 (5) HGB wird auf die Offenlegung der Gesamtbezüge der Geschäftsführung verzichtet, da diese Rückschlüsse auf die Bezüge des Mitglieds dieses Organs zulassen.

08 LEASINGNEHMERVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Die künftigen kumulierten Mindestleasingzahlungen aus Operating Leasing Verträgen sind in der folgenden Tabelle unter Berücksichtigung der jeweiligen Restlaufzeiten dargestellt:

Restlaufzeit in Jahren
TEUR < 1 1 - 5 > 5 Summe
per 31.12.2016 7.329 24.775 15.614 47.718
per 31.12.2015 6.247 20.532 14.433 41.211

Die Operating Leasing Verträge betreffen sowohl Büromietverträge der DH in Berlin und an den Standorten diverser Tochterunternehmen als auch KfZ-Leasing und Leasing für Büro- und Geschäftsausstattungsgegenstände. Diese Verträge dienen dem laufenden Geschäftsbetrieb mit dem Vorteil, dass investive Maßnahmen und die damit verbundenen Abflüsse von Zahlungsmitteln nicht sofort notwendig werden. Risiken sind aus diesen Verträgen nicht ersichtlich. Es bestehen keine wesentlichen Verlängerungs- oder Kaufoptionen seitens der DH-Gruppe. Das Leasingverhältnis über die Berliner Büroräumlichkeiten räumt eine einmalige vertragliche Verlängerungsoption über fünf weitere Jahre ein.

Der Aufwand für Leasingzahlungen im Geschäftsjahr 2016 betrug TEUR 8.626 (2015: TEUR 3.095). Zusätzlich wurden bedingte Leasingzahlungen von TEUR 0 (2015: TEUR 25) sowie Zahlungen für Untermietverhältnisse von TEUR 36 (2015: TEUR 24) aufwandswirksam behandelt.

Der Nettobuchwert der bilanzierten Vermögenswerte aus Finance Leasing Verträgen beträgt zum 31.12.2016 TEUR 4.228. Die Finanzierungsleasingverhältnisse betreffen im Wesentlichen Büro- und Geschäftsausstattung sowie Softwarelizensen.

I. SONSTIGE ANGABEN | 08 LEASINGNEHMERVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Die Fristigkeiten der Brutto-Verbindlichkeiten aus Finance Leasing Verträgen verteilen sich wie folgt:

TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Bis zu 1 Jahr 1.323 0
Mehr als 1 Jahr und bis zu 5 Jahren 3.703 0
Mehr als 5 Jahre 0 0
Zwischensumme 5.027 0
Künftige Finanzierungskosten aus Finanzierungsleasing 391 0
Barwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 4.636 0

Dabei verteilt sich der Barwert der Verbindlichkeiten aus Finance Leasing Verträgen wie nachfolgend dargestellt auf die einzelnen Fristenklassen:

TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Bis zu 1 Jahr 1.149 0
Mehr als 1 Jahr und bis zu 5 Jahren 3.487 0
Mehr als 5 Jahre 0 0
Summe 4.636 0

Die künftigen kumulierten Verpflichtungen aus sonstigen Verträgen zum 31.12.2016 betragen TEUR 5.965 (31.12.2015: TEUR 2.880). Zu den sonstigen Verträgen zählen im wesentlichen Vereinbarung über die Bereitstellung von Hosting, Werbedienstleitungen und ähnlichen Dienstleistungen

Zum 31.12.2016 besteht ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 0 (31.12.2015: TEUR 191).

09 ANTEILSBESITZLISTE NACH 313 (2) HGB

Die DH ist zum 31.12.2016 an folgenden vollkonsolidierten Gesellschaften beteiligt:

Name und Sitz des Unternehmens Anteil am
Kapital
31.12.2016 ( %)
Funktionale
Währung
Anteil am
Kapital
31.12.2015 ( %)
Inland:
9Cookies GmbH, Berlin 100,00 EUR 100,00
Bambino 78. VV UG (haftungsbeschränkt), Berlin 100,00 EUR
Brillant 1421. GmbH (Holding CEE/CIS), Berlin 100,00 EUR
Brillant 1424 GmbH & Co. 13. Verwaltungs KG, Berlin 100,00 EUR
Brillant 1424 GmbH & Co. 15. Verwaltungs KG, Berlin 100,00 EUR
Brillant 1424 GmbH & Co. 21. Verwaltungs KG, Berlin 100,00 EUR
Delivery Hero Austria GmbH, Berlin 100,00 EUR 100,00
Delivery Hero Germany GmbH, Berlin 100,00 EUR 100,00
Delivery Hero Local Verwaltungs GmbH, Berlin 100,00 EUR 100,00
Foodora Holding GmbH
(ehem. Delivery Hero MENA GmbH), Berlin
100,00 EUR 100,00
Foodora GmbH, Berlin 94,89 EUR 87,70
Foodpanda GmbH (Holding Asia), Berlin 100,00 EUR
Foodpanda GP UG (haftungsbeschränkt), Berlin 100,00 EUR
Foodpanda Services GmbH, Berlin 100,00 EUR
Hungryhouse GmbH, Berlin** 80,63 EUR 80,63
Jade 1343 GmbH & Co. 10. Verwaltungs KG, Berlin 100,00 EUR
Jade 1343 GmbH & Co. 13. Verwaltungs KG, Berlin 100,00 EUR
Jade 1343 GmbH & Co. 15. Verwaltungs KG, Berlin 100,00 EUR
Jade 1343 GmbH & Co. Dritte Verwaltungs KG, Berlin 100,00 EUR
Jade 1343 GmbH & Co. Fünfte Verwaltungs KG, Berlin 100,00 EUR
Anteil am Anteil am
Name und Sitz des Unternehmens Kapital
31.12.2016 ( %)
Funktionale
Währung
Kapital
31.12.2015 ( %)
Inland:
Jade 1343 GmbH & Co. Neunte Verwaltungs KG, Berlin 100,00 EUR
Jade 1343 GmbH & Co. Siebte Verwaltungs KG, Berlin 100,00 EUR
Jade 1343 GmbH & Co. Verwaltungs KG, Berlin 100,00 EUR
Jade 1343 GmbH & Co. Vierte Verwaltungs KG, Berlin 100,00 EUR
Jade 1343 GmbH & Co. Zweite Verwaltungs KG, Berlin 100,00 EUR
Juwel 199. VV UG (haftungsbeschränkt), Berlin 100,00 EUR
Juwel 212. VV UG (haftungsbeschränkt), Berlin 100,00 EUR
Juwel 220. VV UG (haftungsbeschränkt), Berlin 100,00 EUR
RGP Local Commons I GmbH & Co. KG, Berlin* 70,39 EUR 70,39
RGP Local Holding I GmbH, Berlin* 95,91 EUR 95,91
RGP Local Holding IV GmbH, Berlin 84,06 EUR 84,06
RGP Trust GmbH, Berlin 100,00 EUR 100,00
SSC Volo GmbH, Berlin 94,89 EUR 87,70
Valk Fleet Deutschland GmbH, Berlin 100,00 EUR 100,00
Valk Fleet Holding GmbH & Co. KG, Berlin 100,00 EUR 100,00
Valk Fleet Verwaltungs GmbH, Berlin 100,00 EUR 100,00
Name und Sitz des Unternehmens Anteil am
Kapital
31.12.2016 (%)
Funktionale
Währung
Anteil am
Kapital
31.12.2015 (%)
Ausland:
20140726 Holding S.à r.l., Senningerberg (LU) 100,00 EUR
20140824 Holding S.à r.l., Senningerberg (LU) 100,00 EUR
20140825 Holding S.à r.l., Senningerberg (LU) 100,00 EUR
Aravo S.A., Montevideo (UY)** 81,32 UYU 81,32
Baedaltong Co. Ltd., Seoul (KR) 100,00 KRW 100,00
CD-Inversiones Delivery Hero CMR S.A. (ehem. Hello
food Hallo Essen Hollesen S.A.), Quito (EC)**
77,17 USD 77,17
Ceraon B.V., Rotterdam (NL) 100,00 EUR 76,00
Click Delivery Cyprus Limited, Nikosia (CY) 100,00 EUR 76,00
Click Delivery Digital Processing of Telematics Data
Societe Anonyme, Athens (GR)
100,00 EUR 76,00
ClickDelivery S.A.C, Lima (PE)** 77,17 PEN 77,17
ClickDelivery S.A.S., Bogota (CO)** 77,17 COP 77,17
Damejidlo s.r.o., Prag (CZ) 100,00 CZK 100,00
DeliverMe Technologies Inc (Hurrier), Toronto (CA) 94,89 CAD 100,00
Delivery Hero Pty Ltd., Sydney (AU)* 95,91 AUD 95,91
Digital Services XXXVI 12 Sweden AB, Stockholm (SE) 94,89 SEK 87,70
Digital Services XXXVI Italy Srl, Bolzano (IT) 94,89 EUR 87,70
Digital Services XXXVI S.à.r.l., Senningerberg (LU) 94,89 EUR 100,00
Donesi d.o.o., Banja Luka (Bosnia and Herzegovina) 100,00 BAM
Donesi d.o.o., Podgorica (Montenegro) 100,00 EUR
Eatoye (PVT) Limited, Karachi (PK) 100,00 PKR
Ecommerce Business 10 S.à. r.l., Senningerberg (LU) 100,00 EUR 100,00
Emerging Markets Online Food Delivery Holding S.à.r.l.,
Luxembourg (LU)
100,00 EUR
Fast Food Innovations Europe AB, Stockholm (SE) 100,00 SEK 100,00
Anteil am
Kapital
Funktionale Anteil am
Kapital
Name und Sitz des Unternehmens 31.12.2016 (%) Währung 31.12.2015 (%)
Ausland:
Food Basket Elektronik İletişim Gıda Ticaret ltd. Şti,
Istanbul (TR)
100,00 TRY 100,00
Food Delivery HH BG RO Holdco B.V., Amsterdam (NL) 100,00 EUR
Food Delivery Holding 11. S.à r.l., Senningerberg (LU) 100,00 EUR
Food Delivery Holding 12. S.à r.l., Senningerberg (LU) 100,00 EUR
Food Delivery Holding 14. S.à r.l., Senningerberg (LU) 100,00 EUR
Food Delivery Holding 15 S.à.r.l., Senningerberg (LU) 94,89 EUR 100,00
Food Delivery Holding 19. S.à r.l., Senningerberg (LU) 100,00 EUR
Food Delivery Holding 2. S.à r.l., Senningerberg (LU) 100,00 EUR
Food Delivery Holding 20. S.à r.l., Senningerberg (LU) 100,00 EUR
Food Delivery Holding 21. S.à r.l., Senningerberg (LU) 100,00 EUR
Food Delivery Holding 24. S.à r.l., Senningerberg (LU) 100,00 EUR
Food Delivery Holding 5. S.à r.l., Senningerberg (LU) 100,00 EUR
Foodarena GmbH, Biel (CH)** 48,46 CHF 50,07
Foodonclick.com / Jordan Private Shareholding Com
pany, Amman (JR)
100,00 JOD 60,00
Foodonclick-com FZ-LLC, Dubai (UAE) 100,00 AED 100,00
Foodora Delivery Services LLC, Dubai (UAE)* 94,89 AED 100,00
Foodora France SAS, Paris (FR) 94,89 EUR 87,70
Foodora Inc. (Canada), Toronto (CA) 94,89 CAD 87,70
Foodora Norway AS, Oslo (NO) 94,89 NOK 87,70
Foodpanda (B) SDN BHD, Bandar Seri Begawan (BN) 100,00 BND
Foodpanda (Thailand) Co. Ltd., Bangkok (TH) 100,00 THB
Foodpanda Bangladesh Ltd., Dhaka (BD) 100,00 BDT
Foodpanda Bulgaria EOOD, Sofia (BG) 100,00 BGN
Name und Sitz des Unternehmens Anteil am
Kapital
31.12.2016 (%)
Funktionale
Währung
Anteil am
Kapital
31.12.2015 (%)
Ausland:
Foodpanda Georgia LLC (GE) 100,00 GEL
Foodpanda HK Ltd., Hong Kong (HK) 100,00 HKD
Foodpanda Kasakhstan LLP, Astana (KZ) 100,00 KZT
Foodpanda Malaysia Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (MY) 100,00 MYR
Foodpanda Philippines Inc., Manila (PH) 100,00 PHP
Foodpanda RO SRL, Bukarest (RO) 100,00 RON
Foodpanda Singapore Pte. Ltd., Singapur (SG) 100,00 SGD
Foodpanda Taiwan Co. Ltd., Taipei (TW) 100,00 TWD
Hellofood Egypt LLC, Kairo (EG) 100,00 EGP
Hungerstation LLC, Dammam (KSA) 63,00 SAR
Hungerstation SPC Ltd., Abu Dhabi (UAE) 63,00 AED
Hungry House Holdings Ltd., London (GB) 80,63 GBP 80,63
Hungry House.com Ltd., London (GB)** 80,63 GBP 80,63
Inversiones CMR S.A.S, Bogota (CO)** 77,17 COP 77,17
Lokanta Net Elektronik İletişim Gıda Ticaret A.Ş., Istan
bul (TR)
100,00 TRY 100,00
Luxembourg Investment Company 43 S.à r.l., Sennin
gerberg (LU)
100,00 EUR 100,00
Maidan Limited, Hong Kong (HK) 100,00 HKD
Mjam GmbH, Wien (AT) 100,00 EUR 100,00
Mobile Solutions Experts LLC, Dubai ( UAE) 100,00 AED
NPOT Co., Ldt., Seoul (KR) 84,06 KWR
OFD Online Food Delivery Services Ltd., Nicosia (CY) 100,00 EUR 100,00
Online Delivery AE, Athens (GR) 100,00 EUR 100,00
Online Pizza Norden AB, Stockholm (SE) 100,00 SEK 100,00
Anteil am
Kapital
Funktionale Anteil am
Kapital
Name und Sitz des Unternehmens 31.12.2016 (%) Währung 31.12.2015 (%)
Ausland:
Otlob for Restaurants Reservations Services S.A.E, Kairo
(EG)
100,00 EGP
OZON MEDIA d.o.o., Zagreb (HR) 100,00 HRK
PedidosJá Ltda., São Paulo (BR)** 81,32 BRL 81,32
PedidosYa S.A. (ehem. Kinboy S.A.), Montevideo (UY)** 81,32 USD 81,32
PedidosYa S.A., Buenos Aires (AR)** 81,32 ARG 81,32
PedidosYa SPA, Santiago (CL)** 81,32 CLP 81,32
Pisces eServices Private Ltd., Haryana (IN) 100,00 INR
Plotun d.o.o., Belgrad (RS) 100,00 RSD
Restaurant Internet Solutions DMCC, Dubai (UAE) 63,00 AED
Restaurant Partner Polska Sp. z.o.o., Lodz (PL)** 89,71 PLN 89,71
Restaurant Partner Suomi Oy, Espoo (FI) 100,00 EUR 100,00
RGP Korea Ltd., Seoul (KR) 84,06 KRW 84,06
Rocket Food Limited, Hong Kong (HK) 100,00 HKD
R-SC Internet Services Finland OY, Helsinki (FI) 94,89 EUR 87,70
R-SC Internet Services Pakistan (PVT) Limited, Islama
bad (PK)
100,00 PKR
Singapore-Dine Private Limited, Singapore (SG) 100,00 SGD
SLM Finland Oy, Keraya (FI) 100,00 EUR 100,00
Subdelivery Ltda., São Paulo (BR)** 81,32 BRL 81,32
Suppertime Australia Pty, Sydney (AU) 94,89 AUD 100,00
Talabat Electronic Services Company W.L.L, Maskat
(OM)
99,00 OMR 99,00
Talabat General Trading & Contracting Company W.L.L,
Sharq (KW)
100,00 KWD 100,00
Talabat Middle East Internet Services Company L.L.C,
Dubai (UAE)
99,00 AED 99,00
Name und Sitz des Unternehmens Anteil am
Kapital
31.12.2016 (%)
Funktionale
Währung
Anteil am
Kapital
31.12.2015 (%)
Ausland:
Talabat Restaurants Company W.L.L, Riyadh (KSA) 99,00 SAR 99,00
Talabat Services Company W.L.L, Doha (QA) 100,00 QAR 100,00
Talabat Services Company W.L.L, Manama (BH) 99,00 BHD 99,00
TBL Sweden AB, Stockholm (SE) 100,00 SEK 100,00
Valk Fleet s.r.o., Prag (CZ) 100,00 CZK
Valk Fleet Sweden AB, Stockholm (SE) 100,00 SEK 100,00
VF Poland Sp. z o.o., Lodz (PL) 100,00 PLN 100,00
Viala Kft, Budapest (HU) 100,00 HUF
Volo Australia Pty Ltd, Sydney (AU) 99,00 AUD 100,00
Volo DS XXXVI 9 GmbH (former CM Foratis 12 VV
GmbH), Wien (AT)
99,00 EUR 87,70
Volo Netherlands B.V., Amsterdam (NL) 99,00 EUR 87,70
Yemek Sepeti (Dubai) B.V., Rotterdam (NL) 100,00 EUR 100,00
Yemek Sepeti Elektronik İletişim Tanıtım Pazarlama
Gıda Sanayi ve Ticaret A.Ş., Istanbul (TR)
100,00 TRY 100,00
Yogiyo Media Company Ltd., Seoul (KR) 84,06 KRW 84,06

* Auf die Konsolidierung der Gesellschaften wurde verzichtet, da ihre Einbeziehung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist.

** Aufgrund der Anwendung der Anticipated Acquisition-Methode kann der hier angegebene rechtliche Anteilsbesitz von den im Konzernabschluss nach IFRS angesetzten Minderheiten abweichen.

I. SONSTIGE ANGABEN | 09 ANTEILSBESITZLISTE NACH 313 (2) HGB / 10 GESCHÄFTSFÜHRUNG / 11 ERSTE FÜHRUNGSEBENE

Folgende Gesellschaften werden als assoziierte Unternehmen in den Konzernabschluss der DH miteinbezogen:

Name und Sitz des assoziierten Unternehmens Anteil an Kapital 2016 ( %)
Fly & Company Inc., Seoul (KR) 21,00
Hungry Netherlands B.V. (NL) 31,62

10 GESCHÄFTSFÜHRUNG

Die Geschäftsführung bestand im Berichtszeitraum aus den folgenden Personen:

  • Niklas Östberg, Geschäftsführer, seit November 2011

11 ERSTE FÜHRUNGSEBENE

Unterstützt wird die Geschäftsführung in seinen Entscheidungen durch die folgenden Personen der ersten Führungsebene ("C-Level") der DH:

    • Mats Diedrichsen, Marketing, seit Januar 2015
    • Scott Fletcher, Technik (Interim), von Januar 2015 bis Februar 2016
    • Christian von Hardenberg, Technik, seit Juni 2016
    • Bilal Mekkaoui, Investor Relation, von Mai 2015 bis Juni 2016
    • Emmanuel Thomassin, Finanzen, seit Januar 2014
    • Pieter-Jan Vandepitte, operatives Geschäft, seit August 2015
    • Brian Walker, Technik, von Mai 2014 bis März 2016

Seit Januar 2017 unterstützt Ralf Wenzel, Strategie, die Geschäftsführung.

I. SONSTIGE ANGABEN | 12 BEIRAT

12 BEIRAT

Der Beirat der DH besteht aus sechs Mitgliedern. Die Aufgaben des Beirates liegen in der Beratung und Überwachung der Geschäftsführung. Von der Gesellschafterversammlung wurden folgende Mitglieder gewählt:

    • Lukasz Gadowski, Vorsitzender
    • Edward Shenderovich bis November 2016, seitdem Maxim Barskiy
    • Jonathan Green
    • Kolja Hebenstreit
    • Jeff Lieberman
    • Niklas Östberg

Alle Mitglieder des Beirats haben eine Stimme. Als Vorsitzender hat Lukasz Gadowski bei einer Stimmengleichheit die ausschlaggebende Stimme. Zudem sitzen Chris Caulkin sowie Nevzat Aydin noch als stimmrechtslose Mitglieder dem Beirat bei.

J. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

J. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 1. April 2017 hat die Gesellschaft eine regionale Partnerschaft mit der AmRest Holding SE, dem größten börsennotierten Restaurantbetreiber in Zentraleuropa, bekannt gegeben. Im Rahmen dieser Vereinbarung hat sich der Anteil der Delivery Hero GmbH an der Restaurant Partner Polska Sp. Z o.o. um 51 % auf 49 % durch die Ausgabe neuer Aktien vermindert. Die Partnerschaft eröffnet Delivery Hero die exklusive Möglichkeit, eine Vielzahl von AmRests beliebtesten Restaurants und Marken in ganz Polen auf der eigenen Essensliefer-Plattform zu integrieren. Als Teil der Vereinbarung wird AmRest zudem seine Marken auf die Delivery Hero-Plattformen DameJidlo.cz in der Tschechischen Republik und NetPincér.hu in Ungarn bringen. Die Unternehmen haben sich darüber hinaus darauf geeinigt, weitere Kooperationen in anderen mittel- und osteuropäischen Ländern zu prüfen.

Berlin, 24. April 2017

Niklas Östberg Geschäftsführer

www.deliveryhero.com

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wirhabendenvonder-Delivery-Hero-GmbH-(bis-21.-Dezember-2016:-Delivery-Hero-Holding-GmbH),-Berlin,aufgestellten-Konzernabschluss-–bestehendaus-Konzernbilanz,-Konzerngesamtergebnisrechnung,-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung,-Konzernkapitalflussrechnungund-Anhangzum-Konzernabschluss-–sowiedenzusammengefassten-Lageberichtfürdas-Geschäftsjahrvom-1.-Januarbis-31.-Dezember-2016geprüft.-Die-Aufstellungdes-Konzernabschlussesnachden-IFRS,wiesieinder-EUanzuwendensind,unddenergänzendnach-§-315a-Abs.-1-HGBanzuwendendenhandelsrechtlichen-Vorschriftenunddeszusammengefassten-Lageberichtsliegtinder-Verantwortungder-Geschäftsführungder-Gesellschaft.-Unsere-Aufgabeistes,aufder-Grundlagedervonunsdurchgeführten-Prüfungeine-Beurteilungüberden-Konzernabschlussunddenzusammengefassten-Lageberichtabzugeben.-

Wirhabenunsere-Konzernabschlussprüfungnach-§-317-HGBunter-Beachtungdervom-Institutder-Wirtschaftsprüfer-(IDW)festgestelltendeutschen-Grundsätzeordnungsmäßiger-Abschlussprüfungvorgenommen.-Danachistdie-Prüfungsozuplanenunddurchzuführen,dass-Unrichtigkeitenund-Verstöße,diesichaufdie-Darstellungdesdurchden-Konzernabschlussunter-Beachtungderanzuwendenden-Rechnungslegungsvorschriftenunddurchdenzusammengefassten-Lageberichtvermittelten-Bildesder-Vermögens-,-Finanz-und-Ertragslagewesentlichauswirken,mithinreichender-Sicherheiterkanntwerden.-Beider-Festlegungder-Prüfungshandlungenwerdendie-Kenntnisseüberdie-Geschäftstätigkeitundüberdaswirtschaftlicheundrechtliche-Umfelddes-Konzernssowiedie-Erwartungenübermögliche-Fehlerberücksichtigt.-Im-Rahmender-Prüfungwerdendie-Wirksamkeitdesrechnungslegungsbezogeneninternen-Kontrollsystemssowie-Nachweisefürdie-Angabenim-Konzernabschlussundimzusammengefassten-Lageberichtüberwiegendaufder-Basisvon-Stichprobenbeurteilt.-Die-Prüfungumfasstdie-Beurteilungder-Jahresabschlüssederinden-Konzernabschlusseinbezogenen-Unternehmen,der-Abgrenzungdes-Konsolidierungskreises,derangewandten-Bilanzierungs-und-Konsolidierungsgrundsätzeundderwesentlichen-Einschätzungender-Geschäftsführungsowiedie-Würdigungder-Gesamtdarstellungdes-Konzernabschlussesunddeszusammengefassten-Lageberichts.-Wirsindder-Auffassung,dassunsere-Prüfungeinehinreichendsichere-Grundlagefürunsere-Beurteilungbildet.-

Unsere-Prüfunghatzukeinen-Einwendungengeführt.-

Nachunserer-Beurteilungaufgrundderbeider-Prüfunggewonnenen-Erkenntnisseentsprichtder-Konzernabschlussden-IFRS,wiesieinder-EUanzuwendensind,unddenergänzendnach-§-315a-Abs.-1-HGBanzuwendendenhandelsrechtlichen-Vorschriftenundvermitteltunter-Beachtungdieser-Vorschrifteneindentatsächlichen-Verhältnissenentsprechendes-Bildder-Vermögens-,-Finanz-und-Ertragslagedes-Konzerns.-Derzusammengefasste-Lageberichtstehtin-Einklangmitdem-Konzernabschluss,entsprichtdengesetzlichen-Vorschriften,vermittelteinzutreffendes-Bildvonder-Lagedes-Konzernsundstelltdie-Chancenund-Risikenderzukünftigen-Entwicklungzutreffenddar.-

Ohnediese-Beurteilungeinzuschränken,weisenwiraufdie-Ausführungender-Geschäftsführungimzusammengefassten-Lageberichtunterdem-Abschnitt-"B.04.b)"sowieim-Anhangzum-Konzernabschlussunter-Abschnitt-"A.02."hin.-Dortistausgeführt,dassdie-Fortführungder-Geschäftstätigkeitdes-Konzernssowie-Fortbestandder-Muttergesellschaftundder-Tochterunternehmenvonder-Durchführungweitererkapital-undliquiditätssichernder-Maßnahmendurchdie-Gesellschafterder-Muttergesellschaftbzw.potenzielle-Investorenodersonstige-Kapitalgeberabhängigsind.-

Berlin,den-28.-April-2017-KPMG-AG-Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-

Sternberg-WirtschaftsprüferKnorr-Wirtschaftsprüfer-

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