Annual Report • Apr 27, 2017
Annual Report
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Umsatz 2013 – 2016
1 bereingt um IPO-Anfwendungen
Umsatz nach Geschäftsbereichen 2016
Healthcare & Logistik (69%) und Biotech
PRODUKTE (32%)
SYSTEME
DIENSTLEISTUNGEN
(37%)
(29%)
Geschäftsbereiche (% Konzernumsatz)
Kühlgeräte & Lebensmittel (23%) Kühl-/Gefriergeräte, Lebensmittelcontainer
Bau (2%) Böden, Fassaden, Terassen, Dächer
Endmarkt (% Konzernumsatz)
Technik & Industrie (5%) Warmwasserspeicher, Pipelines, Laborgeräte und Ultratieftemperatur-Kühlschränke
Mobilität (0,2%) Kühl-Lkws, Lieferwagen,
Wie sorgt man dafür, dass etwas kalt oder warm bleibt – und das auf engstem Raum? Die va-Q-tec AG ist eine junge, mittelständische Hightech-Firma und entwickelt seit 2001 als Pionier in der Isolationsbranche innovative Dämmlösungen auf Basis von energieezienten, platzsparenden und zugleich umweltfreundlichen Vakuumisolationspaneelen (VIPs).
Neben VIPs entwickelt und vertreibt va-Q-tec weitere Produkte wie Thermo-Hochleistungsverpackungen (Container und Boxen) sowie thermische Energiespeicherkomponenten (PCMs).
va-Q-tecs Produkte sparen durch ihre eziente Technologie teure Energie in Bereichen ein, die wir täglich nutzen: beim Transport von Pharmaprodukten, in Kühl- und Gefriergeräten, in Gebäuden, in Technik & Industrie sowie in Automobilen und Flugzeugen.
Seit dem 30. September 2016 sind die va-Q-tec Aktien im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Als börsennotiertes Unternehmen unterliegt va-Q-tec verschiedenen börslichen und kapitalmarktrechtlichen Veröentlichungs- und Transparenzpichten. Auch über die Pichtveröentlichungen hinaus möchte va-Q-tec die Anleger kontinuierlich und umfassend informieren.
| in Mio. EUR falls nicht anders angegeben |
2016 | 2015 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 35,5 | 22,5 | 58 % |
| EBITDA (IFRS) | 5,2 | 3,6 | 44 % |
| EBITDA-Marge (IFRS) | 12 % | 12 % | -2 % |
| Bereinigung | 1,7 | 0,1 | |
| EBITDA (bereinigt)* | 7,0 | 3,7 | 90 % |
| EBITDA-Marge (bereinigt)* | 16 % | 12 % | |
| Eigenkapitalquote | 64 % | 24 % | |
| Mitarbeiteranzahl im Jahresdurchschnitt | 267 | 212 | 26 % |
* Bereinigt um einmalige Aufwendungen für den Börsengang. Für weitere Erläuterungen siehe Kapitel 2.2.4 zur Ertragslage.
v.l.n.r. Dr. Joachim Kuhn (CEO), Christopher Hoffmann (CFO), Dr. Roland Caps (CRO)
Sehr geehrte Damen und Herren,
als Vorstand freuen wir uns, Ihnen im vorliegenden Geschäftsbericht das abgelaufene Geschäftsjahr 2016 darstellen zu können, das wohl das bisher spannendste und ereignisreichste der Firmenhistorie war. Mit dem 15-jährigen Unternehmensjubiläum und dem erfolgreichen Börsengang wurden 2016 zwei ganz besondere Meilensteine für das Unternehmen erreicht.
va-Q-tec ist einer der Innovationsführer im Bereich der thermischen Isolation und der Kühlkettenlogistik. Entscheidend ist bei allen Anwendungsfeldern für unsere Produkte, Systeme und Dienstleistungen, dass die richtige Temperatur über viele Stunden und Tage oder sogar über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes punktgenau konstant gehalten wird. In Laufe der Firmengeschichte ist es uns gelungen, diese Spitzentechnologie der va-Q-tec in unterschiedlichsten Branchen und Sektoren zu etablieren.
Um diesen Weg auch zukünftig weiter fortsetzen zu können, war der erfolgreiche Börsengang ein entscheidender Schritt. Der Börsengang der va-Q-tec war nicht nur der erste aus dem neu geschaffenen Venture Network der Deutschen Börse, sondern auch einer der wenigen High-Tech Börsengänge der vergangenen Jahre in Deutschland. Er hat uns das nötige Kapital für die weitere Umsetzung unserer erfolgreichen Wachstumsstrategie geliefert. Mit dem großen Interesse an unserem Börsengang konnten wir außerdem eine breite Investorenbasis schaffen und unsere Technologieplattform international sichtbarer zu machen.
Operativ war das abgelaufene Geschäftsjahr 2016 das bisher erfolgreichste unserer Firmengeschichte. Überzeugt haben wir unsere Kunden mit technologischen Neuerungen und neuen Vermarktungsmodellen, die sich positiv auf unsere Umsatz- und Ergebnisperformance auswirkten. So wurde europaweit ein Vermietmodell für thermische Verpackungen eingeführt, mit dem Großauftrag der Schweizerischen Post haben wir unsere Lösungen im Markt für Apotheken-Distribution etabliert, unsere globale Container-Flotte für den Transport temperatursensibler Pharmazeutika wurde erfolgreich ausgebaut und mit va-Q-shell haben wir eine neuartige Isolierlösung für Wärmespeicher auf den Markt gebracht.
Unsere Kundenbasis konnten wir im vergangenen Jahr um einige Großkunden erweitern. Ehemals kleine Unternehmensbereiche wie bspw. Technics & Industry sind 2016 gereift und Märkte, die bisher noch geringfügig zu Umsatz und Ergebnis beitrugen, wurden mit verstärkten Vertriebsmaßnahmen weiter erschlossen. Zum Ende des Jahres hatte das Unternehmen über 300 Mitarbeiter an sechs Standorten weltweit. Gemeinsam mit den zahlreichen Logistik-Standorten des bereits globalen Vermietgeschäfts, bildet dies eine zunehmend internationale Vertriebspräsenz. Entsprechend dieser operativen Entwicklung sind Umsatz und Ergebnis des Konzerns 2016 stark gewachsen:
Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz um 58% von 22,5 Mio. EUR auf 35,5 Mio. EUR. Das EBITDA, bereinigt um Sondereinüsse aus dem Börsengang, erhöhte sich sogar um 90% auf 7,0 Mio. EUR. Zudem wurde die Kundenbasis um einige Großkunden erweitert.
In den vergangenen 15 Jahren haben wir schon Vieles erfolgreich auf den Weg gebracht: Neue Produkte und technologische Highlights wie der "va-Q-check", mit dem die Leistungsfähigkeit einer Isolation am Einbauort oder während der Nutzung geprüft werden kann. Physikalisch ist die Vakuumisolation die bestmögliche Isolation und der Isolierwirkung konventioneller Dämmmaterialien weit überlegen. Durch die fortwährende, zielgerichtete Einführung neuer Industrieanwendungen und Geschäftsmodelle ist va-Q-tec in dieser Zeit nachhaltig gewachsen. So sind wir meist Vorreiter bei der Markteinführung der VIP-Technologie (Vakuumisolationspaneele) in neue Märkte. Zuletzt konnten wir mit dem "Serviced Rental" von Hochleistungs-Thermo-Behältern signikante Verbesserungen in der Pharma-Kühlkettenlogistik erreichen.
Als Technologiepionier und Global Player mit Produkt-, System- und Dienstleistungsgeschäft entwickelt und operiert va-Q-tec heute an der Schnittstelle dreier Megatrends, die das Wachstum treiben:
Diese Megatrends sind unseres Erachtens unumkehrbar. va-Q-tec ist hervorragend positioniert, mit seinen Technologien und Dienstleistungen eektive Lösungen zu bieten und somit von diesen Trends protieren zu können.
Der besondere Dank des Vorstandes gilt den bisherigen Wegbegleitern: Unseren treuen Mitarbeitern, unseren Investoren sowie unseren Geschäftspartnern und Kunden. Ohne ihre Mitarbeit, ihr Engagement, die stets konstruktive Zusammenarbeit und ihre Potentiale wären die Leistungen, die va-Q-tec tagtäglich liefert, nie möglich.
Dank gebührt auch den Beteiligten an dem sehr erfolgreichen Börsengang. Nur mit der wertvollen Unterstützung des Transaktionsteams aus Banken, Anwälten, Wirtschaftsprüfern, Kommunikationsexperten und dem internen Team konnte der Börsengang so überzeugend umgesetzt werden. Das Jahr 2016 war mit dem BREXIT und anderen makroökonomischen Großereignissen vergleichsweise stürmisch für einen Börsengang. Dennoch wurde dieses Projekt hervorragend gemeistert.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist enorm viel Energie in den erfolgreichen Börsengang und das fortgeführte Wachstum geossen. Wir setzen alles daran, dass uns diese Energie für den Weg in die Zukunft und das weitere Wachstum erhalten bleibt und sich va-Q-tec weiter erfolgreich entfaltet. Der Vorstand freut sich darauf, diesen Weg gestärkt und gemeinsam mit Ihnen zu gehen!
Dr. Joachim Kuhn (Vorsitzender des Vorstands)
Christopher Homann (Finanzvorstand)
Dr. Roland Caps (Vorstand FuE)
Dr. Gerald Hommel, Aufsichtsratsvorsitzender
der Aufsichtsrat freut sich, Ihnen im vorliegenden Geschäftsbericht über seine Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr berichten zu dürfen. Das Jahr war für den va-Q-tec-Konzern besonders erfolgreich und bedeutsam. Der Aufsichtsrat hat auch im Berichtsjahr 2016 seine gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben sorgfältig im Sinne aller Aktionäre unter Berücksichtigung der Ansprüche der weiteren betroffenen Kreise wahrgenommen.
Seit dem 30. September 2016 werden die Aktien der va-Q-tec AG im Prime-Standard-Segment an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. Mit dem Netto-Mittelzufluss von über 42 Millionen Euro hat die Gesellschaft den Grundstein für die nächste Wachstumsphase gelegt. Mit der Börsennotierung unterliegt die Gesellschaft besonders strengen Transparenz- und Publizitätsanforderungen. Diese Zulassungsfolgepflichten wirken sich auch auf die Arbeit im Aufsichtsrat aus. Es gibt neue Regelungen und Vorschriften, die unmittelbar den Aufsichtsrat und seine Zusammenarbeit mit dem Vorstand betreffen. Der Aufsichtsrat stellt in Zusammenarbeit mit dem Vorstand auch sicher, dass im Unternehmen Prozesse und Strukturen etabliert sind, die den Börsenerfordernissen genügen.
Hauptaufgabe des Aufsichtsrates ist die Beratung und Kontrolle des Vorstandes. Schwerpunkte dieser Tätigkeit im Berichtszeitraum lagen insbesondere bei der strategischen Ausrichtung der va-Q-tec für das weitere profitable Wachstum, bei der Unternehmensplanung insgesamt und bei der Unternehmensfinanzierung. Von großer Bedeutung für die va-Q-tec und die Arbeit des Aufsichtsrates war der erfolgreiche Börsengang. Bei den Vorbereitungsarbeiten sowie bei der Umsetzung der sich aus dem IPO ergebenden rechtlichen und organisatorischen Pflichten hat der Aufsichtsrat den Vorstand beraten und unterstützt. Der Aufsichtsrat war in alle für die Gesellschaft zentralen Belange und Entscheidungen des Vorstandes sehr gut eingebunden. Die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat war stets vertrauensvoll, konstruktiv, sachgerecht, kollegial und effizient.
Während des Geschäftsjahres 2016 hielt der Aufsichtsrat auch zwischen den regelmäßigen Sitzungen engen Kontakt zum Vorstand. Der Vorsitzende und einzelne Mitglieder des Aufsichtsrates hielten stets bilateral den Kontakt zu den Vorständen und berieten dabei zu verschiedenen Geschäftsvorfällen. Der Vorstand ist seinen in Gesetz und Geschäftsordnung festgelegten Pichten zur Information in vollem Umfang nachgekommen. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat zu jeder Zeit über die Geschäftslage, die Geschäftsentwicklung, die Unternehmensplanung, die Finanz- und Ertragslage informiert.
Insgesamt ist die Entwicklung der va-Q-tec, wie in vorliegendem Geschäftsbericht dargestellt, sehr positiv zu bewerten. Die für die Unternehmensentwicklung zentralen Geschäftsvorgänge wurden vom Aufsichtsrat kritisch beleuchtet und entsprechende Anregungen zur Diskussion mit dem Vorstand eingebracht. Zu den organisatorischen und rechtlichen Maßnahmen hinsichtlich des Börsenganges war der Informationsuss vom Vorstand zum Aufsichtsrat stets zuverlässig und regelmäßig. Die zustimmungspichtigen Maßnahmen und Geschäftsvorgänge wurden zwischen Vorstand und Aufsichtsrat beraten und sachgerecht entschieden.
Der Vorstand besteht unverändert aus Herrn Dr. Joachim Kuhn, Vorsitzender des Vorstandes, Herrn Christopher Homann, Finanzvorstand, und Herrn Dr. Roland Caps, Vorstand Forschung und Entwicklung. Die Bestellung von Herrn Dr. Kuhn zum Vorsitzenden des Vorstandes besteht derzeit bis zum 31. Dezember 2018, Herr Homann und Herr Dr. Caps sind bis zum 31. Dezember 2017 beziehungsweise zum 30. Juni 2017 als Vorstände bestellt.
Aufgrund der Laufzeiten der bestehenden Vorstandsverträge hat der Aufsichtsrat die Frauenquote im Vorstand bis zum 30. Juni 2017 auf 0% festgelegt. Für sich selbst hat der Aufsichtsrat die Frauenquote ab 30. Juni 2017 (Erfüllungsfrist) auf 16,66 % festgelegt, das entspricht einem von sechs Mitgliedern.
Der Aufsichtsrat hat sich im Rahmen seiner regelmäßigen Beratungen mit der operativen und strategischen Lage der va-Qtec befasst und sich durch die schriftlichen und mündlichen Berichte des Vorstandes umfassend über die wirtschaftliche und nanzielle Entwicklung informiert. Ein Schwerpunkt der Beratung in 2016 lag in der Vorbereitung des Börsenganges. Der Aufsichtsrat traf sich satzungsgemäß zu insgesamt sechs Plenarsitzungen, sowie einer zusätzlichen konstituierenden Sitzung.
In der ersten Sitzung am 26. Februar 2016 befasste sich der Aufsichtsrat mit den Aufgaben des Aufsichtsrates bei Vorbereitung und Durchführung des Börsenganges. Zusätzlich berichtete der Vorstand über den Fortschritt der Vorbereitung des Börsenganges, insbesondere der rechtlichen Due Diligence sowie der Prospekterstellung und über die Erarbeitung der Kommunikationsmaßnahmen. Der Vorstand erläuterte anstehende operative Maßnahmen des Vorstandes, wie beispielsweise die Planungen zur Entwicklung eines neuen optimierten Standortes in Würzburg. Ferner ließ sich der Aufsichtsrat Bericht zum internen Kontrollsystem (IKS) in den beiden wesentlichen Konzerngesellschaften va-Q-tec AG und va-Q-tec UK erstatten.
Am 8. April 2016 trat der Aufsichtsrat im Rahmen der außerordentlichen Hauptversammlung zu einer zweiten Sitzung zusammen. Der Aufsichtsrat beschloss den Erwerb eigener Aktien durch die Gesellschaft, die unter anderem für den Erwerb von Grundstücken und zur Bedienung des Optionsprogrammes genutzt werden konnten. In der Sitzung legten der Vorstand und die Wirtschaftsprüfer den Jahresabschluss sowie den Lagebericht für das Jahr 2015 vor. Durch ein nachfolgendes Umlaufverfahren billigte der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Prüfungsausschusses den Jahresabschluss 2015 der va-Q-tec AG. Zusätzlich wurden die Entwürfe der Konzernabschlüsse 2013, 2014 und 2015 nach IFRS besprochen. Der Vorstand berichtete weiterhin über den Status der IPO-Vorbereitungen, insbesondere über den Zeitplan und die Ergebnisse der ersten Vermarktungstätigkeit. In Vorbereitung auf den Börsengang traf der Aufsichtsrat eine Reihe wesentlicher Beschlüsse, etwa zum kodizierten Compliance System. Ferner wurden die Gründung, Besetzung und der Vorsitz eines Präsidial-, eines Nominierungs-, und eines Prüfungsausschusses beschlossen. CEO und CFO erörterten gemeinsam mit dem Aufsichtsrat abschließend die Geschäfts- und Finanzentwicklung im 1. Quartal 2016.
Im Fokus der dritten Sitzung vom 30. Mai 2016 stand die Erörterung der Konzernabschlüsse 2013, 2014 und 2015 nach IFRS. Der CFO erläuterte die wesentlichen Kennzahlen sowie die Effekte der Umstellung auf IFRS, des Weiteren die Auswirkungen der erstmaligen Konsolidierung auf das Konzernergebnis. Es wurden neue Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat verabschiedet. Zusätzlich gab der Vorstand einen weiteren Überblick über den Status der IPO-Vorbereitungen sowie über die bislang aufgelaufenen Vorbereitungskosten für den IPO. Der Aufsichtsrat beschloss die Wiederbestellung der Herren Dr. Caps und Hoffmann als Vorstände der va-Q-tec AG.
Gegenstand der zusätzlichen Sitzung vom 31. Mai 2016 war die Neukonstituierung des Aufsichtsrates nach den Aufsichtsratsneuwahlen im Zuge der ordentlichen Hauptversammlung vom selben Tag. Der Aufsichtsrat wählte Herrn Dr. Hommel erneut als Vorsitzenden und beschloss, die bestehenden Ausschüsse in der bisherigen Form und Besetzung zu bestätigen.
Im Mittelpunkt der vierten Sitzung am 28. Juli 2016 stand die Erläuterung der aktuellen Geschäfts- und Finanzlage durch den Vorstand, der im Zuge dessen auch die Halbjahreszahlen 2016 für die va-Q-tec AG und die va-Q-tec UK darstellte. Zusätzlich informierte der Vorstand über die aktuelle Liquiditätssituation und die Verhandlungen für einen Multibanken-Kreditvertrag ("Multibankenkredit"). Ausführlich wurden auch die weiteren IPO-Vermarktungsaktivitäten erläutert sowie die Details des bis zum Börsengang umzusetzenden Zeitplans. Der Aufsichtsrat informierte sich auch über die Präsentation gegenüber den Finanzanalysten, die die Grundlage der drei pre-IPO Research-Berichte darstellte.
Zwischen der vierten und der fünften Sitzung Anfang November fand der Börsengang der Gesellschaft statt. Im Zuge dessen traf der Aufsichtsrat beziehungsweise ein temporär geschaffener IPO-Unterausschuss Beschlüsse im Umlaufverfahren und war eng in die Umsetzung des Projektes eingebunden: So billigte der Aufsichtsrat im Umlaufverfahren die Konzernabschlüsse 2013, 2014 und 2015. Zu den vom IPO-Ausschuss getätigten Beschlüssen zählten die Festsetzung der Preisspanne der Aktien oder die Veröffentlichung des Wertpapierprospektes sowie die Zulassung der Aktien zum Handel im Prime Standard als Teilbereich des regulierten Marktes der Frankfurter Wertpapierbörse.
Der Schwerpunkt der Beratungen bei der fünften Sitzung am 8. November 2016 lag auf dem IPO und seinen Folgen: Der CFO informierte den Aufsichtsrat über die Eckpunkte des IPOs und gab einen Überblick über die neuen internationalen institutionellen Investoren und die neue Aktionärsstruktur. Außerdem wurde der Aufsichtsrat über die mit dem Börsengang neu hinzugekommenen kapitalmarktrechtlichen Compliance-Pflichten und über Art und Umfang der insgesamt aufgelaufenen IPO-Kosten informiert. Weiterhin berichtete der Vorstand über die Liquiditätssituation nach dem Börsengang. Abschließend gab der Vorstand einen Ausblick für die im Jahr 2017 geplanten Bauvorhaben.
Die sechste und letzte Sitzung des Aufsichtsratsplenums im Geschäftsjahr 2016 fand am 11. Dezember 2016 statt. Hier standen Planungen im Mittelpunkt. Der Aufsichtsrat billigte das Konzernbudget für das Geschäftsjahr 2017. In dieser Sitzung wurden auch Beschlüsse zur Gründung von neuen regionalen Tochtergesellschaften in Japan und der Schweiz gefasst. Ziel ist eine Stärkung der regionalen Präsenz in zwei großen Pharmamärkten. Zusätzlich fasste der Aufsichtsrat den Beschluss, das Board of Directors der va-Q-tec UK personell zu erweitern.
Im Berichtsjahr nahmen alle Mitglieder des Aufsichtsrats an mehr als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teil; sämtliche Aufsichtsratsmitglieder nahmen an über der Hälfte der Sitzungen von Ausschüssen, denen sie angehörten, teil (Ziffer 5.4.7 DCGK). Der Aufsichtsrat tagte regelmäßig im Beisein des Vorstands, ausgenommen die Gespräche über seine Vergütung (Ziffer 3.6 DCGK). Im Übrigen wird auf den gleichnamigen Bericht zur Corporate Governance, der Bestandteil des vorliegenden Geschäftsberichts ist, verwiesen.
Der Aufsichtsrat hat in Übereinstimmung mit dem DCGK Unterausschüsse gebildet. Im Einzelnen sind dies ein Nominierungs-, ein Prüfungs- und ein Präsidialausschuss. Zusätzlich hat der Aufsichtsrat, wie oben erwähnt, einen zeitweiligen Ausschuss zur Vorbereitung des Börsenganges gebildet.
Interessenkonikte im Aufsichtsrat sind im Berichtszeitraum nicht aufgetreten.
Der Konzernabschluss der va-Q-tec AG wurde gemäß §315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Den Jahresabschluss der va-Q-tec AG sowie den Konzernabschluss, beide zum 31. Dezember 2016, mit den jeweiligen Lageberichten haben die von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, die Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Jena, unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und am 24. April 2017 jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Abschlussprüfer haben sich ferner vergewissert, dass der Vorstand ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet hat, das in seiner Umsetzung und Konzeption geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.
Die Abschlussunterlagen der va-Q-tec AG und des va-Q-tec-Konzerns, der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Berichte des Abschlussprüfers wurden in der Sitzung des Prüfungsausschusses vom 06. April 2017 sowie in der Sitzung des Aufsichtsrates am 24. April 2017 mit den Abschlussprüfern diskutiert und eingehend durch den Aufsichtsrat geprüft. Die Prüfer nahmen an der Beratung über die Abschlussunterlagen in dieser Aufsichtsratssitzung teil und informierten den Aufsichtsrat über die Prüfungsfeststellungen und ihre Erkenntnisse zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem.
Der Aufsichtsrat folgt der Empfehlung des Prüfungsausschusses und billigt den Jahresabschluss und Lagebericht sowie den Konzernabschluss und Konzernlagebericht der va-Q-tec AG für das Geschäftsjahr 2016. Damit ist der Jahresabschluss der va-Q-tec AG festgestellt. Der Aufsichtsrat stimmt darüber hinaus dem Vorschlag des Vorstandes zur Gewinnverwendung zu.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand für die gute Zusammenarbeit im Geschäftsjahr 2016. Der ganz besondere Dank des Aufsichtsrates gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der va-Q-tec. Das Geschäftsjahr 2016 war durch viele wichtige Meilensteine und starkes Wachstum geprägt. Diese wäre ohne das Engagement, die positive Einstellung und das Qualitätsbewusstsein aller Mitarbeiter nicht möglich gewesen.
Dr. Gerald Hommel
Vorsitzender des Aufsichtsrats der va-Q-tec AG
Kursentwicklung 29.09.2016 – 26.04.2017
Das Kapitalmarktumfeld 2016 war geprägt von politischen Großereignissen wie der BREXIT-Entscheidung und der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten. Die konjunkturelle Lage war bei stabilen Wachstumsaussichten in Verbindung mit der Null- bzw. Negativzins-Politik der Notenbanken in den großen Währungsräumen gut.
Seit dem 30. September 2016 sind die Aktien der va-Q-tec an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Bei vergleichsweise geringer Liquidität der Aktie bewegte sich der Kurs seither immer über dem Emissionspreis und schloss das Jahr 2016 bei 13,80 EUR. Dies entspricht einer Marktkapitalisierung von ca. 181 Mio. EUR. Zum 24. April 2017 lag der Kurs bei 16,97 EUR. Gegenüber dem Emissionspreis von 12,30 EUR bedeutet dies einen Anstieg von 38 %
Mit dem Börsengang beginnt ein neues Kapitel für die va-Q-tec. Im Gegensatz zu vielen mittelständischen Wachstumsunternehmen hat sich das Unternehmen für den Schritt an den öff entlichen Kapitalmarkt entschieden. Wir erkennen darin erhebliche Vorteile für va-Q-tec.
An erster Stelle stand für die va-Q-tec der Zugang zu frischem Wachstumskapital: die Bruttoerlöse von 46,1 Mio. EUR haben zu einer deutlich gestärkten Kapitalausstattung geführt. Das Unternehmen kann vor diesem Hintergrund die gebotenen Chancen auf nachhaltiges und unabhängiges Wachstum vollständig realisieren und von den beschriebenen Megatrends thermische Energieeffi zienz, Produktsicherheit und Globalisierung von Wertschöpfungsketten profi tieren.
Der Zugang zu einer breiten, internationalen Investorenbasis unterstreicht zusätzlich die Qualität der Technologie und der Geschäftsmodelle. va-Q-tec erhält damit Zugang zu Investoren aus Ländern mit besonders weiten Kapitalmärkten und einem Fokus auf Small- und Mid-Caps mit teilweise langfristigem Investitionshorizont.
Die Technologieplattform bestehend aus Hochleistungsdämmung, erstklassigen Thermoverpackungen und Thermologistikdienstleistungen erfährt seit dem Börsengang zusätzliche öentliche Wahrnehmung.
va-Q-tec ist Vorreiter bei der Markteinführung der VIP-Technologie und der Revolutionierung von Kühlketten. Nach Einschätzung des Unternehmens ist diese VIP-Technologie dem Wettbewerb um mehrere Jahre voraus, sowohl was die Lebensdauer, als auch die thermische Leistung, Qualitätskontrolle und Systemintegration angeht. Mit der Kapitalmarktpräsenz werden neue Kunden und Akteure auf va-Q-tec aufmerksam, die bisher mit dieser Technologie und deren Leistungsfähigkeit nicht vertraut waren. Für va-Q-tec als junges Technologieunternehmen sind neben Kapital auch hochqualizierte Arbeitskräfte besonders wichtig. Mit der höheren öentlichen Bekanntheit steigt auch die Wahrnehmung va-Q-tec als Arbeitgeber in Deutschland und weltweit.
Angesichts der Tatsache, dass viele unserer Kunden selbst börsennotiert sind, stärkt ein Börsenlisting, die damit einhergehende Transparenz und deutlich verbesserte Kapitalaustattung das Vertrauen in va-Q-tec.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Akteuren am Kapitalmarkt, insbesondere mit den Investoren, und setzen alles daran, das in uns gesetzte Vertrauen weiter zu stärken.
| Platzierungs volumen (Stück) |
3.750.000 Aktien aus Kapitalerhöhung / 2.109.702 Aktien aus Altbesitz |
|---|---|
| Greenshoe | 878.954 Aktien aus Altbesitz |
| ISIN / WKN | DE0006636681 / 663668 |
| Zeichnungsfrist | 20.09.2016 – 29.09.2016 |
| Bookbuilding Spanne |
11,20 – 13,40 EUR |
| Erster Handelstag | 30.09.2016 |
| Emissionspreis pro Aktie |
12,30 EUR |
| Platzierungs volumen (EUR) |
82.885.469 EUR |
| Sole Global Coordinator |
Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG |
| Joint Bookrunners |
Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG MainFirst Bank Aktiengesellschaft |
| Co-Lead Manager | equinet Bank Aktiengesellschaft |
Eckpunkte des Börsengangs am 30. September 2016
Frau Hauke Stars (Vorstand Deutsche Börse AG) und Dr. Joachim Kuhn (CEO va-Q-tec)
Vorstand und Aufsichtsrat der va-Q-tec AG sind sich der Bedeutung von nationalen und internationalen Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung stets bewusst und fühlen sich diesen verpflichtet. Gute Unternehmensführungspraktiken schaffen und stärken das Vertrauen der internationalen und nationalen Stakeholder in die Führung und Kontrolle des Konzerns. Sie unterstreichen das Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat, im Einklang mit den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft "shared values" für alle Anspruchsgruppen des Konzerns zu schaffen. Nicht zuletzt um auch gegenüber dem Kapitalmarkt besonders transparent aufzutreten, erfolgte der Börsengang im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse – dem Segment mit den höchsten Transparenzerfordernissen.
Die folgenden Unterkapitel betreffen die Erklärung zur Unternehmensführung nach §289a HGB. Im Einzelnen umfasst die Erklärung zur Unternehmensführung die Entsprechenserklärung gem. §161 AktG und zusätzlich relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Zusammensetzung ihrer Ausschüsse.
"Die va-Q-tec AG entspricht mit Ausnahme der nachfolgend erklärten Abweichungen den vom Bundesministerium der Justiz und Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 5. Mai 2015 und wird ihnen auch künftig entsprechen:
• Ziffer 3.8 Abs. 2 und 3: "Schließt die Gesellschaft für den Vorstand eine D&O-Versicherung ab, ist ein Selbstbehalt von mindestens 10% des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds zu vereinbaren. In einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat soll ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden."
Abweichung und Begründung: Bei der D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat wurde kein Selbstbehalt vereinbart. va-Q-tec wird einen Ziffer 3.8 entsprechenden Selbstbehalt für Aufsichtsratsmitglieder zeitnah in die D&O Versicherung aufnehmen.
Für diese Informationen sollen die als Anlage beigefügten Mustertabellen verwandt werden."
Abweichung und Begründung: Die Offenlegung der Vorstandsvergütung erfolgt nach den gesetzlichen Vorschriften unter Berücksichtigung des Beschlusses der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 31. Mai 2016. Danach unterbleibt in Übereinstimmung mit §286 Abs. 5 Satz 1 HGB die Angabe der individualisierten Vorstandsvergütung in den Jahres- und Konzernabschlüssen der Gesellschaft, die für die Geschäftsjahre 2016–2020 (einschließlich) aufzustellen sind. Die Gesellschaft veröffentlicht nach Maßgabe von §315 Abs. 2 Nummer 4 HGB einen Vergütungsbericht im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts.
• Ziffer 5.4.6 Abs. 1: "Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wird durch Beschluss der Hauptversammlung oder in der Satzung festgelegt. Dabei sollen der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt werden."
Abweichung und Begründung: Bei der Vergütung des Aufsichtsrats sollen sowohl der Vorsitz und der stellvertretene Vorsitz als auch der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt werden. Stellvertretender Vorsitz des Aufsichtsrates und Vorsitz der Ausschüsse werden bisher bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder nicht gesondert berücksichtigt.
Eine angepasste und kodex-konforme Vergütung dieser Aufgaben ist in Vorbereitung und soll in der nächsten Hauptversammlung Mitte 2017 vorgestellt und beschlossen werden.
• Zier 7.1.2 S. 4: "Der Konzernabschluss soll binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die Zwischenberichte sollen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums, öentlich zugänglich sein."
Abweichung und Begründung: Der Deutsche Corporate Governance Kodex empehlt, dass der Konzernabschluss binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die Zwischenberichte binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums, öentlich zugänglich sein sollen. Die oben genannten Fristen zur Veröentlichung des Konzernabschlusses und der Zwischenberichte wurden und werden teilweise nicht eingehalten, allerdings erfüllt die Gesellschaft die gesetzlichen sowie in der Börsenordnung für die Frankfurter Wertpapierbörse im Teilbereich des regulierten Marktes mit weiteren Zulassungsfolgepichten (Prime Standard) geltenden Veröentlichungsfristen von vier Monaten für den Jahresnanzbericht, von drei Monaten für den Halbjahresnanzbericht und von zwei Monaten für die Quartalsmitteilungen."
Vorstand und Aufsichtsrat legen großen Wert auf eine oene Unternehmens- und Führungskultur. Ein positives Miteinander im Unternehmen - ein "gutes Betriebsklima" - ist sehr wichtig für den wirtschaftlichen Unternehmenserfolg und zufriedene Kunden, Mitarbeiter, Partner und Aktionäre. Ein solches Klima des Miteinanders und der oenen internen Kommunikation fördert das Bewusstsein für die Einhaltung von Gesetzen, ethischen Standards und wirtschaftlichen sowie sozialen Vorgaben.
va-Q-tec hat in einer konzernweiten Corporate Compliance Policy die zur Sicherstellung des ethischen Handelns nötigen Standards zusätzlich festgelegt. Kernelemente sind zum einen die darin kodizierten Grundwerte wie z.B. persönliche Integrität, Beachtung der Vielfalt und Rechtstreue im Geschäftsleben. Zusätzlich legt die Corporate Compliance Policy in konzernweit gültigen Richtlinien Anweisungen für das Geschäftsgebaren für den eventuellen Fall ethisch zweifelhafter Situationen fest. Das Compliance-Programm wird in Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat aktiv gelebt und weiterentwickelt.
Mit den in der Entsprechenserklärung genannten, begründeten Ausnahmen beachtet die va-Q-tec AG alle gesetzlichen Anforderungen an die gute Unternehmensführung sowie die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Vorstand und Aufsichtsrat haben die Mitarbeiter im Zuge des Börsengangs zu den relevanten Fragen des Kapitalmarktrechtes informiert und hierüber Informationsunterlagen erstellt.
Die va-Q-tec AG als deutsche Aktiengesellschaft besitzt entsprechend der deutschen aktienrechtlichen Vorgaben ein dualistisches Führungssystem. Es setzt sich aus dem Vorstand und dem Aufsichtsrat zusammen.
Der Vorstand der va-Q-tec AG leitet die Geschäfte der Gesellschaft in eigener Verantwortung. Er ist dabei an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpichtet. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat der Gesellschaft ab und sorgt für ihre Umsetzung. Der Vorstand erörtert den aktuellen Stand der Strategieumsetzung in regelmäßigen Abständen mit dem Aufsichtsrat. Zudem sorgt er für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen. Die Vorstandsmitglieder üben ihre Tätigkeit nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung der Gesellschaft, der Beschlüsse der Hauptversammlung und des Aufsichtsrats, ihrer jeweiligen Dienstverträge sowie der Geschäftsordnung des Vorstandes aus und wirken auf deren Beachtung durch die Gesellschaft und die Tochtergesellschaften hin.
Der Vorstand arbeitet mit dem Aufsichtsrat zum Wohle des Unternehmens vertrauensvoll und eng zusammen. Gemeinsames Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat ist die Umsetzung der Wachstumsstrategie und die Nutzung der vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten, die sich für die Technologie des Konzerns bieten. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder, beruft diese ab und bestimmt die Verteilung ihrer Verantwortlichkeiten. Er kann außerdem einen Vorstandsvorsitzenden (CEO) bestellen.
Zum 31. Dezember 2016 umfasst der Vorstand der va-Q-tec AG drei Mitglieder:
| Mitglied des | |||
|---|---|---|---|
| Name | Funktion | Vorstandes seit | Vertragsende |
| Dr. Joachim Kuhn | Vorstandsvorsitzender (CEO) | 2001 | 31.12.2018 |
| Christopher Homann | Finanzvorstand (CFO) | 2013 | 31.12.2017 |
| Dr. Roland Caps | Entwicklungsvorstand (CRO) | 2001 | 30.06.2017 |
Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft gesamtverantwortlich zum Wohl des Konzerns. Jedes Vorstandsmitglied handelt in dem ihm zugewiesenen Ressort eigenverantwortlich. Der Geschäftsverteilungsplan weist die Aufgaben der einzelnen Vorstandsmitglieder zum 31. Dezember 2016 wie folgt aus:
Herr Dr. Kuhn ist neben seiner Tätigkeit im Vorstand der va-Q-tec Vorsitzender des Beirates der SUMTEQ GmbH, an der die va-Q-tec AG eine Minderheitsbeteiligung hält. Herr Dr. Caps war im Berichtszeitraum Präsident der Vacuum Insulation Panel Association (VIPA). Anderen Nebentätigkeiten gehen die Vorstandsmitglieder nicht nach.
Die Geschäftsordnung des Vorstandes wurde zuletzt am 31.05.2016 vom Aufsichtsrat aktualisiert und beschlossen. Sie enthält insbesondere Regelungen zur Arbeitsweise des Vorstands und zur Verteilung der Verantwortlichkeiten zwischen den Vorstandsmitgliedern sowie zur Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat. Sie legt einen Katalog durch den Aufsichtsrat zustimmungspichtiger Geschäfte fest. Alle Beschlüsse des Vorstands werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst, soweit nicht zwingendes Gesetz eine andere Mehrheit vorschreibt. Vorstandssitzungen nden regelmäßig mehrmals monatlich statt. Darüber hinaus hatte der Vorstand auch zwischen den regelmäßigen Sitzungen ständig einen engen Kontakt.
Uwe Lamann, Dr. Gerald Hommel, Winfried Klar, Dr. Barbara Ooms-Gnauck, Dr. Eberhard Kroth, Uwe Kraemer
Der Aufsichtsrat der va-Q-tec AG berät und überwacht den Vorstand regelmäßig bei der Leitung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat übt seine Tätigkeit nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung der Gesellschaft und seiner Geschäftsordnung aus. Die den Aufsichtsrat betreenden Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex werden beachtet, soweit sich aus der auf der Webseite der Gesellschaft veröentlichten Entsprechungserklärung des Vorstands und Aufsichtsrats nach §161 AktG nichts Abweichendes ergibt. Er arbeitet bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben vertrauensvoll und eng mit dem Vorstand zum Wohle des Unternehmens zusammen und bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands. Zusätzlich achtet er bei der Zusammensetzung des Vorstands auch auf Vielfalt (Diversity) und strebt dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an. Er sorgt gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung.
Die Aufsichtsratsbeschlüsse werden in der Regel in Sitzungen gefasst. Sie können auch ohne Einberufung einer Sitzung gefasst werden und die Abstimmung kann auch mündlich, schriftlich, fernmündlich, fernschriftlich (Telefax) oder per E-Mail erfolgen, wenn der Auf-sichtsratsvorsitzende dies anordnet und kein Mitglied des Aufsichtsrats diesem Verfahren unverzüglich widerspricht. Beschlüsse des Aufsichtsrats werden, soweit nicht gesetzlich oder nach dieser Satzung etwas anderes vorgeschrieben ist, mit einfacher Mehrheit gefasst.
Jedes Mitglied des Aufsichtsrats ist dem Unternehmensinteresse verpichtet. Es darf bei seinen Entscheidungen weder persönliche Interessen verfolgen noch Geschäftschancen des Unternehmens für sich, für eine ihm nahestehende natürliche oder juristische Person oder für eine sonstige Institution oder Vereinigung, in der bzw. für die es tätig ist, nutzen. Jedes Aufsichtsratsmitglied legt Interessenkonikte, insbesondere solche, die aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Dritten entstehen können, dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich oen.
Die Mitglieder sollen gemäß §2 Abs. 1 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates in ihrer Gesamtheit über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Mindestens ein Mitglied soll zusätzlich über profunde Kenntnisse in Rechnungswesen und Finanzierung verfügen. Der Aufsichtsrat benennt unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Deutsche Corporate Governance Kodex konkrete Ziele für seine Zusammensetzung.
Der Aufsichtsrat besteht derzeit aus den folgenden sechs Personen:
Der Aufsichtsrat der va-Q-tec AG hat gegenwärtig drei Ausschüsse eingerichtet: Einen Prüfungsausschuss, einen Nominierungsausschuss sowie einen Präsidialausschuss.
Der Prüfungsausschuss besteht bis zum Ablauf der jeweiligen Amtsperiode aus folgenden Mitgliedern:
Den Vorsitz des Präsidialausschusses führt der Aufsichtsratsvorsitzende. Der Präsidialausschuss berät über Schlüsselthemen der Corporate Governance und bereitet Beschlüsse des Aufsichtsrats vor. Neben der langfristigen Nachfolgeplanung für den Vorstandbereitet der Präsidialausschuss die Beschlüsse des Aufsichtsrats Insbesondere über folgende Angelegenheiten vor:
Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates hielten zum Ende des Geschäftsjahres 2016 folgende direkte Beteiligungen am Grundkapital der va-Q-tec AG:
| Aktionär | Aktien |
|---|---|
| Vorstand | 3.652.600 |
| Aufsichtsrat | 81.667 |
Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit Fragen der Rechnungslegung und Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems, der Compliance und des internen Revisionssystems, sowie der Abschlussprüfung, hier insbesondere der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, den vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung.
Der Nominierungsausschuss besteht bis zum Ablauf der jeweiligen Amtsperiode aus folgenden Mitgliedern:
Der Nominierungsausschuss schlägt dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vor.
Der Präsidialausschuss besteht bis zum Ablauf der jeweiligen Amtsperiode aus folgenden Mitgliedern
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va-Q-tec ist ein technologisch führender Anbieter hocheffizienter Produkte und Gesamtlösungen im Bereich der thermischen Isolation. Die Angebote der va-Q-tec in den Geschäftsbereichen Produkte, Systeme und Dienstleistungen des Konzerns finden Anwendung in der Thermologistik, der Kühlschrankindustrie, in industriellen und technischen Anwendungen wie Warmwasserspeichern, der Bauindustrie und im Mobilitätsbereich.
Im Geschäftsbereich Produkte entwickelt, produziert und vertreibt das Unternehmen innovative Vakuumisolationspaneele ("VIPs") und Phasenwechselmaterialien (Phase Change Materials "PCMs"). VIPs sind zwischen 5mm und 50mm dicke Hochleistungsdämmplatten, die zur besonders raumsparenden und energieeffizienten Temperaturkontrolle geeignet sind. PCMs sind Wärme- und Kältespeichermaterialien, die thermische Energie während des Schmelzens und des Gefrierens absorbieren und freigeben. Durch den Einsatz verschiedener Speichermaterialien wie Paraffine oder Salzlösungen können verschiedenste Temperaturbereiche abgebildet werden. Darüber hinaus fertigt va-Q-tec im Geschäftsbereich Systeme durch die Kombination von VIPs und PCMs passive thermische Verpackungssysteme, Container und Boxen, die ohne Zufuhr von externer Energie für bis zu 200 Stunden konstant eine Temperatur halten können.
Im Geschäftsbereich Dienstleistungen betreibt va-Q-tec über ihre Tochtergesellschaft in Großbritannien seit 2011 eine Flotte von eigenproduzierten Mietcontainern, mit denen temperatursensible Transporte kosteneffizient und sicher durchgeführt werden können. Hierzu hat va-Q-tec ein umfassendes globales Partnernetzwerk bestehend aus Airlines, Spediteuren und Servicepartnern etabliert. Seit 2015 betreibt die va-Q-tec AG zusätzlich ein Mietgeschäft für eigenproduzierte Hochleistungs-Thermo-Transportboxen. Diese Transportlösungen werden insbesondere von der Healthcare-Industrie verstärkt nachgefragt.
Ergänzend bietet va-Q-tec Beratungsdienstleistungen rund um die thermische Isolation an. Dies macht va-Q-tec zum Problemlöser im Bereich Kühlkettenlogistik und weiteren thermisch-technischen Bereichen.
Mit diesem umfassenden Portfolio bedient va-Q-tec Kunden aus den folgenden Zielbranchen:
Dabei unterliegen alle Anwendungen in den jeweiligen Zielbranchen hohen Anforderungen an die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer der thermischen Isolierung. Zusätzlich liegen meist räumliche Beschränkungen beim Einbau vor.
Für den Zielmarkt Healthcare & Logistik spielen die folgenden Markttrends eine wesentliche Rolle. Klinische Forschung und Pharmaproduktion sind von einer zunehmenden Globalisierung geprägt. Die Nachfrage nach immer komplexeren, oft temperatursensiblen Biotech-Medikamenten steigt stetig, die Anforderungen an die Produktsicherheit ("Good Distribution Practice of medicinal products for human use" - GDP) werden zunehmend strenger und die Ausgaben im Gesundheitssystem steigen kontinuierlich. Die Geschäfte des Konzerns in den Endmärkten Kühlgeräte und Lebensmittel, Technik & Industrie, Bau und Mobilität werden insbesondere durch zunehmende Energieeffizienz und Urbanisierung als Wachstumstreiber beeinflusst.
va-Q-tec bewegt sich in einem sehr dynamischen, innovationsgetriebenen und globalen Marktumfeld, das sich kontinuierlich entsprechend der beschriebenen Megatrends weiterentwickelt.
In diesem Marktumfeld verfolgt va-Q-tec das Ziel, seine Position als einer der weltweit führenden Anbieter hoche zienter Produkte und Lösungen im Bereich der thermischen Isolation auszubauen und die Kühlketten-Logistik nachhaltig zu beein ussen. Um dieses Ziel zu erreichen, verfolgt va-Q-tec drei strategische Ansätze:
Um von den globalen Trends zu pro tieren, konzentriert sich der Konzern darauf, seine führende Innovations- und Technologieposition im Bereich der thermischen Isolation mit VIPs und PCM zu festigen und weiter auszubauen. va-Qtec steht für das Leistungsversprechen "Always the Right Temperature" in der Kühlkette der Healthcare-Industrie und vielen anderen Endanwendungen. Das Unternehmen arbeitet fortlaufend an innovativen Technologien, Prozessinnovationen und neuen Geschäftsmodellen, die in Zukunft nicht nur die Kühlkettenlogistik, sondern die thermische Isolation in vielen Industrien verändern können. va-Q-tec zielt darauf ab, die eigene Innovationskraft stetig zu steigern. Fortschrittliche VIP-Typen z. B. für höhere Temperaturen, neue thermische Verpackungen und neuartige Materialien stehen im Mittelpunkt dieser Bemühungen. Entsprechend dieser Zielsetzung investiert der Konzern in hochquali ziertes Personal, die Produktentwicklung und die Grundlagenforschung. Teil der Strategie sind auch selektive M&A-Aktivitäten, wie z. B. die Beteiligung an dem Kölner Material-Start-up SUMTEQ, um Zugang zu neuen Technologien zu erhalten. Darüber hinaus verfolgt va-Q-tec auch die Zusammenarbeit mit Technologiepartnern in extern geförderten FuE-Projekten. Mittelfristig strebt das Unternehmen an, in allen Zielmärkten unter den Top drei Technologieanbietern zu stehen.
Die Technologieplattform von va-Q-tec bietet große Wachstumsmöglichkeiten durch die breite Anwendung der Produkte, Systeme und Dienstleistungen in den beschriebenen Zielbranchen. va-Q-tec ist stark auf Wachstum ausgerichtet: Prozesse, Aufbauorganisation und Geschäftsmodell des Unternehmens sind auf Skalierbarkeit und die konsequente Nutzung von Wachstumschancen ausgelegt. Mit ihrer zunehmenden internationalen Präsenz, der Stärkung der soliden Finanzierungsbasis sowie dem Fokus auf Geschäftsbeziehungen mit Großkunden be ndet sich die Gesellschaft auf einem klar de nierten Wachstumskurs.
va-Q-tec richtet sich an wachstumsstarken Märkten aus, die dem Unternehmen gleichzeitig attraktive Zielmargen bieten. Die Pharma- und Biotech-Kunden sind für va-Q-tec seit jeher von großer Bedeutung: Im Endmarkt Healthcare & Logistics als wichtigstem Standbein erzielt va-Q-tec 69 % des Umsatzes. Die globale Healthcare-Industrie setzt im Bereich der temperaturgeführten Logistik zunehmend auf die qualitativ hochwertigen Lösungen wie sie va-Q-tec anbietet.
Häu g nutzen die Healthcare-Kunden gegenwärtig noch Verpackungslösungen, die auf konventionellen Dämmstoffen und einfachen Wasser-Eis-Gemischen beruhen. Mit wachsenden Qualitätsanforderungen an die Kühlkette (Stichwort "Good Distribution Practices") substituieren Kunden solche einfachen Lösungen durch Hochleistungs-Thermo-Verpackungen. Gleichzeitig zielt va-Q-tec mit den Vermietmodellen ("Serviced Rental") auf anspruchsvolle Kunden ab, die auch kostensensitiv bei Thermoverpackungen sind. Sie erhalten eine passgenaue Mietlösung, die zu einem günstigen Preis eine sehr hohe Leistungsfähigkeit der Hochleistungs-Thermo-Verpackungen bietet. Daher erwartet va-Q-tec auch in den kommenden Jahren im Endmarkt Healthcare & Logistics weiter global zu wachsen und dabei das Wachstum der zugrundeliegenden Märkte für (Healthcare)-Kühlkettenlogistik übertre en zu können. Ziel ist es in diesem Markt der global führende Anbieter an Dienstleistungen und Verpackungslösungen zu werden.
Auch in den übrigen Zielbranchen strebt das Unternehmen an, von den zugrundeliegenden Wachstumschancen wie dem Trend zur Energieeffizienz überproportional zu profitieren. Die über die vergangenen Jahre gewachsene Technologieplattform soll in den definierten Endmärkten etabliert werden: kurz- und mittelfristig erwartet va-Q-tec deutliches Wachstum im Bereich Kühlgeräte und Lebensmittel an. In zunehmenden Maß und mit höheren regulatorischen Anforderungen an die Energieeffizienz-Klassen der Kühlschränke müssen diese verstärkt mit VIPs zur Isolation ausgestattet werden. Die qualitativ hochwertigen VIPs von va-Q-tec mit ihrer im Herstellungsprozess des OEMs überprüfbaren Dämmleistung werden besonders von dieser Entwicklung profitieren. Wachstum im Produktverkauf von VIPs ist auch im Endmarkt Technik & Industrie durch bspw. die Einführung von Energieeffizienzklassen bei Warmwasserspeichern zu erwarten. Zunehmend rüsten Hersteller ihre Premium-Produkte mit va-Q-tec-VIPs aus, um die beste Energieeffizienzklasse zu erreichen. Auch hier erwartet das Unternehmen, dass sich besser isolierte Produkte zunehmend im Massenmarkt etablieren. Mittel- und langfristig dienen die Endmärkte Mobilität und Bau als zusätzliche Wachstumsfelder für den Konzern.
In Summe wird in den nächsten drei Jahren ein anhaltendes Wachstum im unteren bis mittleren zweistelligen Prozentbereich erwartet.
Zur Absicherung des Unternehmens und der Wettbewerbsfähigkeit ist Profitabilität unabdingbar. Profitabilität bildet den dritten Pfeiler der Unternehmensstrategie und damit eine wesentliche Größe der Unternehmenssteuerung.
Um profitables Wachstum zu ermöglichen, werden fortlaufend verschiedene Maßnahmen im Bereich Operational Excellence vorangetrieben. Diese Initiativen des Vorstandes betreffen in erster Linie Maßnahmen um die Qualität, die Abläufe, die Organisation, die Ressourcenverbräuche sowie die IT-Systeme konzernweit zu optimieren und zu harmonisieren. Skaleneffekte gehen mit den stark ausgeweiteten Geschäftsaktivitäten des Konzerns und entsprechendem Umsatzwachstum einher: Die Einkaufskonditionen, zu denen der Konzern Vorprodukte und Leistungen Dritter beziehen kann, verbessern sich mit zunehmender Geschäftsund Umsatzausweitung und damit steigendem Einkaufsvolumen deutlich. Die Kosten für unterstützende Konzernfunktionen wie Personalwesen, Marketing, Rechnungswesen und Controlling wachsen relativ zum Umsatz unterproportional.
Zur Verbesserung der Profitabilität dient ferner die vertikale Integration in nachgelagerte Stufen der Wertschöpfungskette bis hin zu Dienstleistungen und neuen Geschäftsmodellen wie unter dem Stichwort "Serviced Rental" die Vermietung von Boxen und Containern. Diese Vorwärts-Integration und Kontrolle vorgelagerter Wertschöpfungsstufen für eine Verbesserung der Profitabilität ist zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Durch die beschriebenen operativen und strategischen Maßnahmen strebt das Unternehmen eine Verbesserung der EBIT-DA-Marge auf über 25% in den nächsten Jahren an.
Der va-Q-tec Konzern bestand im Berichtszeitraum aus insgesamt vier Unternehmen. Aus diesen vier Unternehmen leiten sich die drei Berichtssegmente des Konzerns ab – das deutsche Segment (va-Q-tec AG), das UK-Segment (va-Qtec Ltd. UK) und das sonstige Segment (va-Q-tec Ltd. Korea und va-Q-tec USA Inc.).
Nach dem Erwerb aller noch ausstehenden Minderheitenanteile an der britischen Tochtergesellschaft im September 2016 hielt die Muttergesellschaft va-Q-tec AG (Deutsches Segment) zum 31. Dezember 2016 an allen drei ausländischen Tochtergesellschaften jeweils 100%.
Die va-Q-tec AG deckt alle drei Geschäftsbereiche (Produkte, Systeme und Dienstleistungen) ab, wobei sie im Geschäftsbereich "Dienstleistungen" seit 2015 das Geschäft mit Vermiet-Boxen durchführt. Das UK-Segment mit der va-Q-tec Ltd. (UK) umfasst in erster Linie den Geschäftsbereich "Dienstleistungen" mit Fokus auf das Vermietgeschäft - von (Mehrweg) Containern. Das Segment "Sonstige" umfasst die Geschäftsaktivitäten der Tochtergesellschaften va-Qtec Ltd (Südkorea) und va-Q-tec USA Inc. (USA). Die südkoreanische Tochtergesellschaft ist für die Beschaffung und das Business Development aller drei Geschäftsbereiche des Konzerns in Asien zuständig. Die Tochtergesellschaft in den USA operiert als Vertriebsgesellschaft des Konzerns in Nordamerika. Zum Zweck der Unternehmensführung und des Controllings spiegeln sich die Geschäftsbereiche in den drei Berichtssegmenten wieder, wobei die va-Q-tec (Korea) und die va-Q-tec (USA) zu einem Berichtssegment (Sonstige) zusammengefasst werden.
Struktur der va-Q-tec Gruppe, Stand zum 31.12.2016
Zur Steuerung der drei Berichtssegmente werden diese vom Management individuell und aus übergreifender Konzernsicht anhand detaillierter und regelmäßiger Berichte überwacht. Auf Basis dieser Informationen steuert das Management die Ressourcenverteilung und ergreift bei nicht zielkonformer Entwicklung Gegenmaßnahmen. Aufgrund der schlanken Konzernstruktur ist eine e ziente Durchgri smöglichkeit des Konzern-Managements auf die wesentlichen Geschäftsentscheidungen der Tochtergesellschaften gewährleistet.
Zentrale Größen des va-Q-tec Konzerns, die der Unternehmenssteuerung durch das Management dienen, sind die Kennzahlen Umsatz, Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) sowie die Eigenkapitalquote. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Steuerungssystem der va-Q-tec AG nicht geändert. Die konzernspezi schen Steuerungsgrößen sind wie folgt näher spezi ziert:
Grundlegender Indikator der wirtschaftlichen Entwicklung und der Attraktivität der Produkte, Systeme und Dienstleistungen des Konzerns, ist das Umsatzwachstum. Diese Größe spiegelt wider, inwieweit es dem Unternehmen gelingt, das Potenzial der einzigartigen, sehr di erenzierten Technologieplattform und des zugrundeliegenden Marktwachstums auszuschöpfen. Auf Ebene der Berichtssegmente und der geographischen Verteilung betrachtet, dient der Umsatz auch als Indikator für den Erfolg der Geschäftsmodelle des Konzerns.
Als Ergebniskennzahl dient das EBITDA. Ergänzend wird nachgeordnet die EBITDA-Marge gemessen an den Gesamterträgen als Maßstab für die operative Leistung und Pro tabilität des Konzerns herangezogen. Aufgrund der Sondersituation im abgelaufenen Geschäftsjahr wird für die Erläuterung der Berichtsperiode 2016 zusätzlich das bereinigte EBITDA bzw. die bereinigte EBITDA-Marge herangezogen. Die Bereinigungen beziehen sich ausschließlich auf die einmaligen Sondere ekte aufgrund des Börsenganges. Diese sind näher erläutert im Kapitel 1.2.4 zur Ertragslage. Als stark wachsendes Technologieunternehmen investiert die va-Q-tec AG große Teile der Finanzmittel in Maschinen, Anlagen und die Flotte an Containern und Boxen für Mietdienstleistungen. Hohe Abschreibungen in der gegenwärtigen Phase des Aufbaus von Infrastruktur und Flotten verzerren das tatsächliche Bild der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Eine Ergebniskennzahl vor Abschreibungen gibt daher ein präziseres Bild der Leistungsfähigkeit des Unternehmens.
Die Eigenkapitalquote informiert das Management und externe Stakeholder über die Bilanzstärke, die Widerstandsfähigkeit gegen Krisen, die Kreditwürdigkeit und das Gläubigerrisiko des va-Q-tec Konzerns. Mittelfristig sehen wir für die Eigenkapitalquote einen Zielwert von 40 – 50 % als ausgewogenes Verhältnis zwischen Fremd- und Eigenkapital und somit aus Risiko der Eigenkapitalgeber und der Gläubiger an.
Im Bereich der nicht- nanziellen Leistungsindikatoren dient die Mitarbeiteranzahl als Indikator und zentrale Steuerungsgröße für das Wachstum der Geschäftstätigkeit des Konzerns.
Die nachfolgende Übersicht zeigt das Wachstum in den relevanten Steuerungsgrößen.
Eine ausführliche Diskussion der Kennzahlen ndet sich unter dem Abschnitt 1.2.4 "Ertrags-, Finanz-, und Vermögenslage".
| in Mio. EUR falls nicht anders angegeben |
2016 | 2015 | Verände rung |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 35,53 | 22,54 | 58 % |
| EBITDA (IFRS) | 5,22 | 3,60 | 44 % |
| EBITDA-Marge (IFRS) |
12 % | 12 % | |
| Bereinigung | 1,74 | 0,06 | |
| EBITDA (bereinigt)* | 6,95 | 3,66 | 90 % |
| EBITDA-Marge (bereinigt)* |
16 % | 12 % | |
| Eigenkapitalquote | 64 % | 24 % | |
| Mitarbeiteranzahl im Jahresdurch schnitt |
267 | 212 | 26 % |
* Bereinigt um einmalige Aufwendungen für den Börsengang. Für weitere Erläuterungen siehe Kapitel 1.2.4 zur Ertragslage.
va-Q-tec ist einer der führenden Technologieinnovatoren bei der Entwicklung und Herstellung von energieeffizienten und platzsparenden VIPs, Hochleistungs-PCMs sowie Thermoverpackungssystemen. Um die Position als einer der Technologieführer im Bereich der thermischen Isolation zu festigen und weiter auszubauen, ist der Bereich Forschung und Entwicklung von strategischer Bedeutung. Die va-Q-tec Konzernforschung ist unternehmensübergreifend tätig und entwickelt Technologien für zukunftsfähige Produkte und Lösungen der Konzerngesellschaften.
va-Q-tec betreibt ein Portfolio von internen und externen FuE-Projekten, die zum einen der Grundlagenforschung an VIPs dienen und zum anderen die fünf von va-Q-tec definierten Zielbranchen betreffen, welche fortschrittliche thermische Wärmedämmung und Energiespeicherung benötigen.
Ausgehend von ihrer Gründung aus dem universitätsnahen Zentrum für angewandte Energieforschung Bayern (ZAE Bayern) unterhält va-Q-tec Kooperationen mit internationalen Verbänden, Forschungsinstituten, Universitäten und Hochschulen. Intern wurde eine eigene FuE-Organisation mit umfassenden Kapazitäten zur Grundlagen- und insbesondere zur anwendungsorientierten Forschung etabliert.
Aus den erfolgreichen FuE-Aktivitäten der vergangenen Jahre resultiert ein Patentportfolio, das sich in der führenden Technologieplattform manifestiert.
Durch das patentierte, weltweit einzigartige Qualitäts-Kontrollsystem va-Q-check® kann die Isolation vor Nutzung der VIPs oder der Freigabe von Boxen und Containern durch Messung des Gasinnendrucks kontrolliert werden. va-Q-tec VIPs sind dadurch die einzige Wärmedämmung, deren Leistung und Wirkung am Ort der Anwendung, gemessen und kontrolliert werden kann. Dies schafft Vertrauen in die VIP Technologie und ermöglicht va-Q-tec, das hohe Qualitätsversprechen an den anspruchsvollen Kundenkreis zu erfüllen und beispielsweise die geforderten Thermoschutzanforderungen für Kühlkettentransporte sicher und nachweislich einzuhalten. Das patentierte Vakuumisolationspaneel va-Q-pro ist ein frei formbares, pulvergefülltes Vakuumisolationspaneel und kann produktionsseitig mit Ausschnitten und Löchern versehen und in dreidimensionaler Geometrie gefertigt werden. Durch diese Eigenschaften und flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten kann va-Q-pro in verschiedensten Anwendungsbereichen eingesetzt werden, zum Beispiel für Batterien von E-Fahrzeugen oder in der Dämmung von Flugzeugbereichen, z.B.: Bordküche.
Grundlagenforschung betrieb die va-Q-tec 2016 beispielsweise bei der Anwendung von VIPs in gänzlich neuen Temperaturbereichen. Während konventionelle VIPs typischerweise im Temperaturbereich von -80 bis +80°C zum Einsatz kommen, arbeitet va-Q-tec daran, den Einsatzbereich von VIPs über die optimale Kombination verschiedener Hüllmaterialien und Kernstoffe zu erweitern. Von strategischer Bedeutung im Bereich der Grundlagenforschung für VIP-Kernmaterialien ist die maßgebliche Beteiligung an dem Kölner Start-up SUMTEQ. Gemeinsames Ziel von va-Q-tec und SUMTEQ ist die Pilotierung und Markteinführung der submicro-porösen Schäume von SUMTEQ als weiteren Hochleistungsdämmstoff. Die strategische Partnerschaft bietet beiden Unternehmen die Möglichkeit, ihre jeweilige Fachkompetenz in Forschung und Entwicklung einzubringen und somit zusätzlichen Wert für ihre Kunden zu schaffen.
Im Berichtsjahr arbeitete va-Q-tec vor allem daran, das bestehende Produktportfolio zu erweitern und zu verbessern: Die weiterentwickelte und 2016 in den Markt eingeführte Dämmlösung va-Q-safe ist mit einer dünnen und robusten PU-Schicht bedeckt, welche die eigentliche Vakuum-Isolierplatte als Schutz umhüllt. Sie erleichtert die Installation und Handhabung, da Monteure die unempfindliche PU-Oberfläche des Paneels kleben und dübeln können. Dies sorgt für kürzere Montagezeiten und einen effizienteren Einsatz von Arbeitskraft. Mit va-Q-shell entwickelte va-Q-tec ein Produkt in Kooperation mit Kunden aus dem Bereich Warmwasserspeicher zur Marktreife weiter: va-Q-shell besteht im Wesentlichen aus zwei PU-Halbschalen mit integrierten VIPs. Durch den Einsatz von va-Q-shell lassen sich gegenüber herkömmlichen Lösungen mit konventionellen Isolierungen 50-60% Energie einsparen. Mit VIPs erreichen Warmwasserboiler das A+ Label nach der neuen, seit September 2015 verpflichtenden EU-Norm.
Im Bereich der Systeme ergänzt die Neuentwicklung va-Qone das Portfolio an passiven thermischen Verpackungssystemen, die ohne Zufuhr von externer Energie konstante Temperaturen über mehrere Tage halten können. Die Box ist für den temperaturgeführten Transport von wertvollen biologischen Proben speziell für die Nutzung in klinischen Studien ausgelegt. Sie besteht aus einer Umverpackung aus Karton, VIPs und PCM-Akkus, die Temperaturschwankungen gegenüber der Außentemperatur puffern. Im Rahmen des Entwicklungsprojektes sind verschiedene Größen und Temperaturklassen für Pharmakunden entwickelt worden. va-Q-one wurde dabei als besonders kosteneffiziente Lösung zur einmaligen Verwendung auf den Markt gebracht und rundet das Angebot von va-Q-tec in diesem Bereich ab.
va-Q-tec diversiziert seine geschäftlichen Aktivitäten mit dem Ausbau der Dienstleistungen (Serviced Rental von Containern und Boxen) entlang der vertikalen Wertschöpfungskette. Zu diesem Zweck deniert der Konzern für seine Kunden Prozesse für die Logistik der Boxen und Container. Gleichzeitig werden die Kunden bei der optimalen Implementierung der Verpackungslösung in bestehende Systeme beraten. Zur Steuerung dieser logistischen Prozessabläufe entwickelt va-Q-tec vermehrt auch fortgeschrittene Softwarelösungen. Hierfür wurden im Berichtszeitraum die Ressourcen im Bereich der IT stark erhöht, um beispielsweise die Logistik-Abläufe im "Serviced Rental" ITgestützt zu steuern.
Die Technologieplattform ist durch ca. 80 Patente und Patentanmeldungen gesichert. Sie betreen vorwiegend e ziente Fertigungsmethoden für pulvergefüllte VIPs sowie das Qualitäts-Kontrollsystem va-Q-check®, einer Sensortechnologie zur Vakuummessung in VIPs. Im Berichtszeitraum wurden ein nationales und zwei internationale Patente neu angemeldet sowie zwei internationale und ein nationales Patent erteilt.
Im Berichtsjahr investierte das Unternehmen erneut in den Bereich Forschung und Entwicklung. Der Aufwand für diesen Bereich belief sich auf 1,2 Mio. EUR und lag somit über dem Wert des Vorjahrs (1,0 Mio. EUR). Insgesamt wurden im Berichtszeitraum Forschungs- und Entwicklungskosten von 52 TEUR aktiviert. Die Abschreibungen auf in den Vorjahren aktivierte Entwicklungskosten betrugen 9 TEUR.
Der Internationale Währungsfond (IWF) prognostiziert für das Jahr 2016 ein Wachstum der Weltwirtschaft in Höhe von 3,1%. Für das Jahr 2017 rechnet der IWF mit einer stärkeren globalen Wachstumsdynamik, die sich in einer Wachstumsrate von 3,4% niederschlägt. Die Entwicklungsund Schwellenländer werden laut der Prognose überproportional zum globalen Wachstum beitragen. Makroökonomische Unsicherheiten sieht der IWF etwa in den wirtschaftlichen Folgen der Entscheidung des Vereinigten Königreiches, die Europäische Union zu verlassen ("BRE-XIT"). va-Q-tec erwartet von der BREXIT-Entscheidung keine wesentlichen negativen Auswirkungen insbesondere auf die Geschäfte im britischen Berichtssegment, da zwar die operative Steuerung aus dem Vereinigten Königreich erfolgt, die eigentliche Wertschöpfung aber über die global verteilte Container-Flotte erzielt wird.
In den Vereinigten Staaten (USA) wurden durch die Federal Reserve erste Schritte hin zu einer veränderten Zinspolitik ("Zinswende") getätigt. Bei zugleich äußerst niedrigen Zinsen in den übrigen großen Währungsräumen – Yen und Euro – weitet sich das Zinsdelta gegenüber dem US-Dollar aus, was zu einer Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro führen könnte. Damit verteuern sich Exporte für Unternehmen aus den USA. Importe, auch die der Produkte und Dienstleistungen des va-Q-tec Konzerns, verbilligen sich relativ. Die neu gewählte US-Regierung ließ in ihrer Kampagne eine Präferenz für Protektionismus ("America rst") und eine kritische Betrachtung des Gesundheitswesen ( "Obamacare") erkennen, was die Geschäfte des Konzerns und seiner Kunden in den USA beeinträchtigen könnte. Als global aufgestellter Konzern sieht sich va-Q-tec daher makroökonomisch sowohl vor Chancen als auch vor Risiken gestellt.
Wesentliche Umsatztreiber für den va-Q-tec Konzern sind die beiden Endmärkte Healthcare & Logistik sowie Kühlgeräte & Lebensmittel, die zusammen einen Umsatzanteil von 92 % am Konzernumsatz ausmachen.
va-Q-tec operiert mit dem deutschen und dem UK-Segment im Markt für thermische Verpackungssysteme - besonders für die globale Healthcare-Industrie als wichtigstem Absatzmarkt der va-Q-tec. Die Marktforschungsagentur IMARC zeigt sich hinsichtlich des Wachstums dieses Marktes für die kommenden Jahre optimistisch: Im Zeitraum von 2015 – 2021 erwartet IMARC eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 9,2%, wobei va-Q-tec davon ausgeht, dass die relevanten Subsegmente des Marktes (Verpackungssysteme mit high performance) stärker wachsen werden. Anspruchsvolle regulatorische Anforderungen an die Kühlkettenlogistik (unter dem Stichwort "Good Distribution Practices") machen für die Kunden in der Pharmaindustrie immer leistungsfähigere Verpackungssysteme erforderlich. Zusätzlich geht IMARC davon aus, dass im Jahr 2020 von den umsatzstärksten 50 Medikamenten weltweit 27 Medikamente Kühlkettenlogistik im Bereich von 2-8°C benötigen werden. va-Q-tec ist davon überzeugt, sowohl mit den qualitativ hochwertigen Systemlösungen im Verkauf als auch mit den neuartigen Mietlösungen ("Serviced Rental" von thermischen Verpackungssystemen) überproportional zum Markt wachsen zu können. Insbesondere mit zukunftsweisenden Mietlösungen beabsichtigte va-Q-tec in Märkte einzutreten, die bislang mit konventionellen thermischen Verpackungssystemen bedient wurden.
Nach der Healthcare-Industrie zweitwichtigste Abnehmer sind die Hersteller von Kühl- und Gefriergeräten. Nach einer Einschätzung von LUX Research aus dem Jahr 2015 wächst der Markt für Vakuumisolationspaneele in Kühl- und Gefriergeräten im Zeitraum von 2014 – 2019 um jährlich fast 21%. Aufgrund der besonders langlebigen und qualitativ hochwertigen Produkte erwartet va-Q-tec tendenziell noch höhere Wachstumsraten in diesem Endmarkt.
Insgesamt wendet sich va-Q-tec mit seinem Produktgeschäft mit VIPs einen wachsenden Markt zu: In Deutschland werden der "Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen" zufolge circa 60% der Primärenergie für thermische Zwecke, also Kühlen oder Erwärmen, verwendet. Mit weltweit steigenden Verbraucherpreisen für Primärenergie, erhöhtem Kundenbewusstsein für Energieeinsparungen und strengeren gesetzlichen Regulierungen nimmt der ökonomische und politische Anreiz zu, in Energieeffizienz und damit in die Produkte von va-Q-tec zu investieren.
Im Mittelpunkt des unternehmerischen Handelns des va-Qtec Konzerns standen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 die Umsetzung des Wachstumskurses, der Börsengang und die Stärkung der Profitabilität.
Im Geschäftsbereich Produkte des deutschen Berichtssegments konnten neue Kunden in den Zielbranchen Kühlgeräte & Lebensmittel und Technics & Industry akquiriert werden und gleichzeitig das Bestandskundengeschäft weiter ausgebaut werden. Dieser Erfolg begründet sich einerseits durch die hohe Qualität, Leistungsfähigkeit und Lebensdauer unserer VIPs, andererseits auch durch die hohe Liefertreue der va-Q-tec in diesen von zuverlässigen Lieferungen abhängigen Märkten.
Im deutschen Berichtssegment konnten im Geschäftsbereich Systeme (thermische Verpackungen) in Q3 und Q4 zusätzliche Großaufträge mit neuen Kunden akquiriert und bereits 2016 teilweise realisiert werden. Hier ist insbesondere ein Großauftrag der Schweizerischen Post hervorzuheben, die einen neuen Bereich von Inlands-Thermotransporten vom Pharma-Großhändler zur lokalen Apotheke entwickelt. Mit ihm sind aber auch begleitende Dienstleistungen für die Schweizerische Post wie z.B. das Aufbereiten und Vortemperieren der Box für die "letzten Meile" vom Großhändler zur Apotheke durch va-Q-tec verbunden. Auch das Geschäft mit Bestandskunden, z.B. einem großen Schweizer Pharmahersteller entwickelte sich im Bereich thermischer Verpackungen sehr erfreulich.
Im Geschäftsbereich Dienstleistungen des deutschen Berichtssegments stieg die Geschäftstätigkeit aus der europaweiten Vermietung von Thermo-Boxen aus dem Hub in Dublin im Geschäftsjahr 2016 stark an. Ein wichtiger Meilenstein im Berichtszeitraum war die Eröffnung eines weiteren Fulfillment Center für das "Serviced Rental" Mietgeschäft am Unternehmenssitz in Würzburg. Hier werden verschiedene Hochleistungs-Verpackungssysteme von der Thermo-Transport-Box bis zum Thermo-Luftfracht-Container auf die gewünschte Transportleistung vorbereitet, um sie dem Kunden einsatzbereit übergeben zu können. Im neuen Würzburger Fulfillment Center für Zentraleuropa können monatlich bis zu 10.000 Verpackungssysteme mit 11 bis 74 Litern Innenvolumen sowie 400 Container mit Ladekapazität von bis zu zwei US / Euro-Paletten für temperaturgeführte Transporte an unsere Kunden zur Verfügung gestellt werden.
Im britischen Berichtssegment (Geschäftsbereich Dienstleistungen) wuchs die Aktivität mit neuen und bestehenden Kunden aus der Healthcare-Industrie deutlich. Im zweiten Halbjahr 2016 wurden mehr als 50 neue kommerzielle Routen mit temperaturkontrollierter Luftfracht hinzugefügt. Die Anzahl der bestehenden Netzwerkstationen wurde um 2 auf 24 erweitert. Im Laufe des Geschäftsjahres 2016 haben zahlreiche neue Kunden, teilweise mit Verzug, ihre Qualifizierungen im Rahmen des "Serviced Rental" mit Test-Sendungen erfolgreich abgeschlossen, was weiter steigende Volumina erwarten lässt. Die Herausforderung in diesem Bereich besteht darin, die Abhängigkeit von einzelnen Großkunden zu verringern, etwa indem mit Kunden, die bereits Qualifizierungen durchgeführt haben, zügig nennenswerte Umsätze erzielt werden. So erhöht sich auch die Planungs- und Prognosequalität in diesem Berichtssegment.
Die beschriebenen Fortschritte über alle Berichtssegmente und Geschäftsbereiche haben zu einer erfreulichen Entwicklung hinsichtlich der strategischen Konzernziele beigetragen: Umsatz und EBITDA konnten deutlich gegenüber dem Vorjahr zulegen.
Auch in 2016 konnte der Konzerneinkauf Vorteile durch den "smart sourcing"-Ansatz und die selektive Entwicklung in vorgelagerte Wertschöpfungsstufen erzielen. Besonders bedeutsam war die günstige Beschaung von Vorprodukten in Asien über die koreanische Tochtergesellschaft und höhere Einkaufsvolumina mit entsprechend günstigeren Einkaufsbedingungen. Die stärkere Einbindung von Zweitund Drittlieferanten führte zu Diversizierungseekten. Erste Tests zur Nutzung der Materialien von SUMTEQ als Rohmaterial für VIPs waren im abgelaufenen Geschäftsjahr ebenfalls erfolgreich.
va-Q-tec hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder vermehrt in Maschinen, Anlagen und Personal zur Unterstützung der wachsenden Geschäftstätigkeit investiert. Unter Verwendung eigener Aktien wurden Erweiterungsächen in attraktiver Lage in Würzburg angekauft. Zusätzlich wurde in die Ausrüstung der Fulllment Center für die Boxenund Containervermietung investiert. Kern des "Serviced Rental" sind die Container- und Boxenotten des va-Q-tec Konzerns. Besonders stark wurden in 2016 die Boxen-Flotten erweitert. Ebenso wurden Container zum globalen Mietnetzwerk hinzugefügt, um bestehende Kunden bedienen zu können und ausreichende Kapazität für neue Kunden zu schaen.
Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten wurden 2016 wieder erfolgreich vorangetrieben, um den technologischen Führungsanspruch der va-Q-tec zu untermauern. Im Mittelpunkt standen die Entwicklung kostenezienter thermischer Verpackungen, z.B. va-Q-one und montagefreundlicher VIP-Module für die Bereiche Bau und Technik & Industrie. Mit diesen und anderen Produktinnovationen konnte die technologische Dierenzierung von va-Q-tec weiter ausgebaut werden.
Der Konzern hat seine Mitarbeiteranzahl deutlich aufgestockt. Es wurden erfahrene Spezialisten und junge Berufseinsteiger eingestellt, um das Wachstum personell zu unterstützen. Dabei wurden auch wieder junge Talente aus den Reihen der ehemaligen Werkstudenten der Universität Würzburg verpichtet.
Für die Liquidität und die Finanzierungssituation besonders bedeutsam war der Mittelzuuss aus dem Börsengang, der das Eigenkapital stärkte und Wachstumskapital anzog. Die gestärkte Eigenkapitalquote in Höhe von 64 % verbesserte darüber hinaus auch die Renanzierungsbedingungen des Konzerns im Geschäftsjahr 2016 deutlich.
Als Technologieunternehmen mit breiter Abdeckung der Wertschöpfungskette misst va-Q-tec den Mitarbeitern und ihrer Qualikation besonders große Bedeutung bei. Das Wissen, die Fähigkeiten, die Weiterentwicklung und das Engagement der Mitarbeiter sind essentiell für den weiteren Erfolg der va-Q-tec. Die Mitarbeiter wurden im Berichtsjahr wieder durch inner- und außerbetriebliche Bildungsmaßnahmen geschult. Schwerpunktthema war neben den entsprechenden funktionalen Schulungen der Mitarbeiter das übergreifende Thema Projektmanagement. Die va-Q-tec beschäftigt eine hohe Anzahl an Studenten, besonders in der Forschung und Entwicklung. Im Berichtsjahr waren im Durchschnitt 18 Werkstudenten bei der va-Q-tec beschäftigt (Vorjahr 16). Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (außer Vorstand und Auszubildende) wuchs im Geschäftsjahr 2016 von 212 auf 267.
| in Mio. EUR falls nicht anders angegeben |
2016 (IFRS) |
Bereini gung |
2016 bereinigt* |
2015 (IFRS) |
Bereini gung |
2015 bereinigt |
Δ 16 / 15 bereinigt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 35,53 | - | 35,53 | 22,54 | - | 22,54 | 58 % |
| Gesamterträge | 42,88 | - | 42,88 | 29,56 | - | 29,56 | 45 % |
| Materialaufwand | -17,32 | - | -17,32 | -12,35 | - | -12,35 | 40 % |
| Rohergebnis | 25,55 | - | 25,55 | 17,20 | - | 17,20 | 49 % |
| Personalaufwand | -11,81 | 0,17 | -11,65 | -8,85 | - | -8,85 | 32 % |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand |
-8,52 | 1,57 | -6,95 | -4,75 | 0,06 | -4,69 | 48 % |
| EBITDA | 5,22 | 1,74 | 6,95 | 3,60 | 0,06 | 3,66 | 90 % |
| EBITDA-Marge | 12 % | 16 % | 12 % | 12 % | |||
| Abschreibungen | -5,64 | - | -5,64 | -3,17 | -3,17 | 78 % | |
| EBIT | -0,42 | 1,74 | 1,31 | 0,43 | 0,06 | 0,49 | 167 % |
| Finanzergebnis | -1,62 | 0,40 | -1,22 | -1,06 | 0,17 | -0,88 | 38 % |
| EBT | -2,10 | 2,14 | 0,04 | -0,63 | 0,24 | -0,40 |
* Bereinigt um einmalige Aufwendungen für den Börsengang
Die Umsätze haben sich insgesamt sehr positiv entwickelt. So wurden im Geschäftsjahr 2016 hohe Auftragseingänge, die deutlich über dem Vorjahresniveau lagen, verzeichnet. Zum 31.12.2016 war die Auftragslage gegenüber dem Vorjahr abermals erhöht und unterstützt den positiven Ausblick des Unternehmens. Vor diesem Hintergrund konnte va-Q-tec im abgelaufenen Geschäftsjahr seine Umsatzerlöse um 58% gegenüber der Vorperiode auf 35,5 Mio. EUR steigern und somit die zum Q3 2016 gegebene Konzernprognose i.H.v. 33 – 34 Mio. EUR übertreen. Das Umsatzwachstum wurde dabei gleichermaßen aus den drei Geschäftsbereichen Produkte, Systeme (thermische Verpackungen) und Dienstleistungen gespeist. Das Geschäft mit Produkten wuchs von 7,4 Mio. EUR um 3,9 Mio. EUR auf 11,3 Mio. EUR (+53%). Im Bereich Systeme stieg der Umsatz von 5,3 Mio. EUR um 5,1 Mio. EUR auf 10,4 Mio. EUR (+96 %). Mit Dienstleistungen erzielte der Konzern einen Umsatz in Höhe von 13,2 Mio. EUR gegenüber 9,4 Mio. EUR im Vorjahr (+40 %, + 3,8 Mio. EUR).
Das deutsche Segment (va-Q-tec AG) trug 23,9 Mio. EUR (Vj.:13,8 Mio. EUR) und das UK-Segment (va-Q-tec UK) 11,6 Mio. EUR (Vj.: 8,7 Mio. EUR) zu den konsolidierten Umsatzerlösen bei. Der wesentliche Teil der Umsatzerlöse wird mit 69% international erwirtschaftet. Dies unterstreicht die internationalen Ausrichtung und weltweit erfolgreichen Vertriebsaktivitäten des Konzerns.
Die Gesamterträge wuchsen aufgrund des Umsatzwachstums im abgelaufenen Geschäftsjahr um 45% auf 42,9 Mio. EUR. Aktivierte Eigenleistungen i.H.v. 4,5 Mio. EUR (Vj.: 4,9 Mio. EUR) ergaben sich in 2016 vor allem aus der fortgeführten Expansion der Container- und Boxenotten. Sonstige betriebliche Erträge i.H.v. 1,4 Mio. EUR (Vj.: 680 TEUR) resultierten aus der Auösung des Sonderpostens aus Container-Sale und Lease-back Transaktionen.
Dieser passivische Sonderposten entsteht beim Verkauf der selbst hergestellten Container durch die Muttergesellschaft va-Q-tec AG an Leasinggesellschaften und anschließendem Lease-back durch die britische Tochtergesellschaft. Er bildet den Unterschiedsbetrag zwischen dem Marktpreis des Containers und den Herstellungskosten ab und wird über eine fünährige Abschreibungsperiode aufgelöst und den sonstigen betrieblichen Erträgen zugeführt (für weitere Erläuterungen verweisen wir auf Kapitel 3.2.1"Sale-and nance-leaseback Transaktionen" im Konzernanhang).
Der Materialaufwand stieg im Vergleich zu den Gesamterträgen unterproportional von 12,4 Mio. EUR auf 17,3 Mio. EUR, was einer verbesserten Materialaufwands-Quote von 40 % entspricht (Vj.: 42%). Diese Verbesserung ist auf eine höhere Ezienz im Einkauf und den zunehmenden Umsatzanteil des hochmargigen Geschäftes mit Systemen und Dienstleistungen zurückzuführen. Negative Eekte auf die Materialaufwandsquote ergeben sich aus den aktivierten Eigenleistungen im Zusammenhang mit dem Ausbau der selbsterstellten Container- und Boxenotten sowie dem Preisdruck im Produktgeschäft. Bestandteil des Materialaufwandes ist auch der Aufwand für bezogene Leistungen, welcher sich um 54% auf 4,0 Mio. EUR (Vj.: 2,6 Mio. EUR) erhöhte. Grund hierfür war die verstärkte Inanspruchnahme von Lager-, Logistik- und Fulllment-Dienstleistungen bei Partner-Unternehmen im Rahmen des "Serviced Rental".
Zur besseren Vergleichbarkeit der operativen Leistungsfähigkeit der va-Q-tec im Zeitverlauf werden im nachfolgenden Abschnitt für Aufwendungen aus den Geschäftsjahren 2015 und 2016 Bereinigungen vorgenommen. Diese Bereinigungen umfassen ausschließlich ergebniswirksame Personal-, Rechts- und Beratungskosten sowie Finanzaufwand in Zusammenhang mit dem Börsengang. Diese Aufwendungen elen nur in der va-Q-tec AG (Deutsches Berichtssegment) an (siehe Tabelle oben für nähere Erläuterungen zur Bereinigung).
Der Personalaufwand wuchs von 8,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 11,8 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2016 (+33%) und nahm damit relativ zu den Gesamterträgen von 30% auf 28% ab. Der absolute Anstieg ist im Wesentlichen auf die Einstellung neuer Mitarbeiter zur Unterstützung des geplanten Wachstums, auf Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie auf die erhöhten Personalaufwendungen im Zuge des Börsenganges zurückzuführen. Bereinigt beträgt der Personalaufwand 11,7 Mio. EUR bzw. 27 % der Gesamterträge.
Der sonstige betriebliche Aufwand (SBA) erhöhte sich deutlich von 4,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 8,5 Mio. EUR im Berichtszeitraum. Hierin sind einmalige in Zusammenhang mit dem Börsengang stehende Mehraufwendungen in Höhe von 1,6 Mio. EUR beinhaltet. Der bereinigte SBA betrug im Geschäftsjahr 2016 7,0 Mio. EUR nach 4,7 Mio. EUR im Vorjahr (+49%). Grund für den um Einmaleekte bereinigten Anstieg waren unter anderem gestiegene Mietaufwendungen durch zusätzlich Verwaltungs- und Produktionsgebäude, sowie auch erhöhte Marketing- und Vertriebsaufwendungen im Zuge der Geschäftsausweitung. Gemessen an den Gesamterträgen resultiert hieraus ein stabile Quote der bereinigten SBA von 16 % (Vj.: 16 %).
Im Zuge des Umsatzwachstums 2016 stieg das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) von 3,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 5,2 Mio. EUR. Bereinigt um die einmaligen Aufwendungen aus dem Börsengang erhöhte sich das EBITDA noch deutlicher von 3,7 auf 7,0 Mio. EUR, was einer bereinigten EBITDA-Marge von 16% entspricht (Vj.: 13 %). Somit konnte die zum Q3 2016 gegebene Konzernprognose i.H.v. 5,7 – 6,0 Mio. EUR bezüglich des bereinigten EBITDA übertroen werden.
Die Abschreibungen erhöhten sich deutlich um 75% auf 5,6 Mio. EUR (Vj.: 3,2 Mio. EUR), bedingt durch die hohen Investitionen in Container und Boxen mit jeweils kurzen Abschreibungsdauern.
Sowohl die beschriebenen Kosten des Börsengangs als auch die stark angestiegenen Abschreibungen wirkten sich negativ auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) aus. Dieses sank deutlich von 429 TEUR auf -423 TEUR. Bereinigt stieg das EBIT jedoch um 164% von 492 TEUR auf 1,3 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2016 an, was einer verbesserten EBIT-Marge von 3% gemessen an den Gesamterträgen entspricht (Vj.: 2 %).
Das Finanzergebnis verschlechterte sich von -1,1 Mio. EUR im Vorjahr auf -1,6 Mio. EUR, vor allem bedingt durch erhöhten Zinsaufwand für die Leasingnanzierung der wachsenden Containerotte. Im Finanzergebnis sind einmalige, im Zusammenhang mit dem Börsengang stehende Mehraufwendungen in Höhe von 400 TEUR enthalten. Das bereinigte Finanzergebnis betrug -1,2 Mio. EUR (Vj.: -0,9 Mio. EUR).
Für das Geschäftsjahr 2016 resultiert ein negatives Vorsteuerergebnis (EBT) von -2,1 Mio. EUR (Vj.: -635 TEUR). Bereinigt lag das EBT 2016 im positiven Bereich bei 36 TEUR, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von -398 TEUR verzeichnet wurde.
Die Berichtssegmente haben sich im Geschäftsjahr 2016 wie folgt entwickelt:
| in Mio. EUR falls nicht anders angegeben |
2016 (IFRS) |
Bereini gung |
2016 berei nigt* |
2015 (IFRS) |
Bereini gung |
2015 bereinigt |
Δ 16 / 15 bereinigt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 29,22 | - | 29,22 | 22,30 | - | 22,30 | 31 % |
| EBITDA | 2,51 | 1,74 | 4,25 | 3,96 | 0,06 | 4,02 | 6 % |
| Eigenkapitalquote | 81 % | - | n / a | 45 % | - | n / a | |
| Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl |
238 | - | n / a | 195 | - | n / a |
* Bereinigt um einmalige Aufwendungen für den Börsengang
Das deutsche Berichtssegment (va-Q-tec AG) konnte seinen Umsatz von 22,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 29,2 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2016 steigern. Das Umsatzwachstum war vor allem auf den Verkauf und die Vermietung von thermischen Verpackungen, aber auch auf zusätzliche Umsätze durch den Verkauf von VIPs an Hersteller von Kühlschränken und Warmwasserspeichern zurückzuführen. In den Umsatzerlösen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr auch Zahlungen durch Kunden für im Vermietnetzwerk nicht zurückgelieferte Thermo-Boxen im Umfang von 528 TEUR (Vj.: 21 TEUR) enthalten. Der Aufbau von Boxen-Flotten schlug sich in deutlich erhöhten Aktivierten Eigenleistungen nieder. Der SBA und der Personalaufwand erhöhten sich vor dem Hintergrund des Börsengangs deutlich. Das EBITDA sank 2016 infolge um 38% auf 2,5 Mio. EUR (Vj.: 4,0 Mio. EUR) und das EBIT um 84% auf 413 TEUR (Vj.: 2,5 Mio. EUR). Bereinigt um die Einmaleekte in Zusammenhang mit dem Börsengang wuchs das EBITDA um 6% auf 4,3 Mio. EUR (Vj.: 4,0 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote betrug 81% zum 31.12.2016 (Vj.: 45%). Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl stieg um 43 auf 238 (Vj.: 195).
| in Mio. EUR falls nicht anders angegeben |
2016 (IFRS) |
2015 (IFRS) |
Δ |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 12,56 | 8,74 | 44 % |
| EBITDA | 3,36 | 2,99 | 12 % |
| Eigenkapitalquote | 19 % | 21 % | |
| Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl |
25 | 14 | 79 % |
Das britische Berichtssegment umfasst im Wesentlichen die Vermietung von temperaturgeführten Containern für die globale Pharma-Industrie. Die Umsatzerlöse in diesem Segment stiegen 2016 um 45% von 8,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 12,6 Mio. EUR. Überproportional zum Umsatz stiegen 2016 die Material- und Personalkosten. Gründe hierfür sind höhere Aufwendungen für bezogene Leistungen durch den Ausbau des globalen Vermietnetzwerkes sowie der Containerotten und eine deutliche Verstärkung im kaufmännischen und vertrieblichen Bereich. Das EBITDA wuchs in diesem Segment deshalb unterproportional von 3,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 3,4 Mio. EUR. Die verringerte Protabilität in diesem Berichtssegment ist unter anderem auf den verzögerten Geschäftsanlauf bei neuen Kunden zurückzuführen. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl stieg um 11 auf 25 (Vj.: 14). Im britischen Berichtssegment wurde im November 2016 durch die Muttergesellschaft das Eigenkapital um 1,0 Mio. EUR erhöht. Dies diente der fortgeführten Finanzierung der Containerottenexpansion sowie der Einhaltung von Kreditvergabekonditionen externer Finanzierungspartner. Die Eigenkapitalquote betrug 19% in 2016 nach 21 % in 2015. Darüber hinaus wurden 2016 durch die Muttergesellschaft Darlehen in Höhe von 300 TEUR ausgereicht. Aufgrund der gegenwärtigen Geschäftssituation, gekennzeichnet durch den stetigen Ausbau der Containerotte und des operativen Geschäfts, wird hinsichtlich der Kapitalausstattung der britischen Tochtergesellschaft noch für weitere zwei Jahre eine Unterstützung durch die Muttergesellschaft erwartet.
| in Mio. EUR falls nicht anders angegeben |
2016 (IFRS) |
2015 (IFRS) |
Δ |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 0,72 | 0,36 | 106 % |
| EBITDA | 0,11 | -0,16 | |
| Eigenkapitalquote | -12 % | -134 % | |
| Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl |
4 | 3 | 33 % |
Die beiden Tochtergesellschaften in Korea und den USA, welche zusammen das Sonstige Berichtssegment bilden, haben keine Außenumsätze mit fremden Dritten getätigt, da die von diesen Gesellschaften akquirierten Geschäfte durch die va-Q-tec AG oder va-Q-tec Ltd. (UK) abgerechnet werden. Sie sind entscheidend für die lokale Präsenz der va-Q-tec in den USA (global größter Pharma-Markt) und Asien (Einkaufsvorteile).
Aufgrund von Einkaufs- und Vertriebs-Aktivitäten der Gruppe in diesen Regionen erlösten die Tochtergesellschaften in den USA und Korea höhere Einkaufs- und Vertriebskommissionen. Die Tochtergesellschaft in Korea arbeitete operativ protabel und konnte ein von der Muttergesellschaft gewährtes Darlehen teilweise zurückführen. Die Vertriebsgesellschaft in den USA arbeitete im abgelaufenen Geschäftsjahr operativ noch mit Verlusten, da hier im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhte Vorleistungen für die zukünftige Markterschließung getätigt wurden. Das Sonstige Berichtssegment weist insgesamt ein EBITDA in Höhe von 109 TEUR (Vj.: -158 TEUR aus. Die Mitarbeiteranzahl betrug 4 (Vj.: 3) und die Eigenkapitalquote -12 % (Vj.: -134 %)
Die Finanzierungsstrategie der va-Q-tec ist auf die Bereitstellung der notwendigen Mittel für starkes Wachstum ausgerichtet. Dabei werden unterschiedliche Finanzierungsinstrumente wie z.B. Darlehen, Leasing, Factoring, Kontokorrentlinien und staatliche Förderungen in Anspruch genommen. Grundsätzlich ist die Finanzpolitik auf eine permanente Bereitstellung der erforderlichen Liquidität ausgerichtet. Bestehende Reserven werden zinsneutral angelegt und Kreditlinien bezüglich ihrer Verzinsung optimiert. Zinsrisiken und teilweise Währungsrisiken werden mit entsprechenden Swaps gesichert.
| in Mio. EUR falls nicht anders angegeben |
2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Netto-Cashow aus betrieblicher Tätigkeit |
-1,10 | 0,16 |
| Netto-Cashow aus Investitionstätigkeit |
-35,33 | -7,19 |
| Netto-Cashow aus Finanzierungstätigkeit |
39,85 | 6,97 |
| Veränderung der Zahlungs mittel und Zahlungsmit teläquivalente |
3,41 | -0,06 |
Der Netto-Cashow aus betrieblicher Tätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf -1,1 Mio. EUR und lag damit um 0,9 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert in Höhe von 0,2 Mio. EUR. Der Rückgang ist auf den hohen Aufwand des Börsenganges, das dadurch verschlechterte Konzernergebnis sowie auf erhöhte Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Bereinigt um die im Netto-Cashow aus betrieblicher Tätigkeit abgebildeten Mehraufwendungen im Zusammenhang mit dem Börsengang in Höhe von 1,57 Mio. EUR (Vj.: 0,06 Mio. EUR, bilanziell erfasst im sonstigen betrieblichen Aufwand) war der bereinigte Netto-Cashow aus betrieblicher Tätigkeit, mit ca. 0,5 Mio. EUR positiv.
| in Mio. EUR falls nicht anders angegeben |
2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Netto-Cashow aus betriebli cher Tätigkeit (IFRS) |
-1,10 | 0,16 |
| Bereinigung | 1,57 | 0,06 |
| Netto-Cashow aus betriebli cher Tätigkeit (bereinigt) |
0,47 | 0,22 |
Der Cashow aus Investitionstätigkeit veränderte sich von -7,2 Mio. EUR auf -35,3 Mio. EUR. Dies ist im Wesentlichen auf Auszahlungen durch den Erwerb von kurzfristigen Termingeldern zurückzuführen, bei denen die Einnahmen aus dem Börsengang zinsneutral angelegt werden konnten. Diese Termingelder haben Laufzeiten von sechs bis zwölf Monaten. Der Anstieg des Cashows aus Finanzierungstätigkeit um 32,9 Mio. EUR von 7,0 Mio. EUR auf 39,9 Mio. EUR ist im Wesentlichen auf den Mittelzuuss aus dem Börsengang zurückzuführen.
| in EUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 440.957 | 364.961 |
| Sachanlagen | 31.410.609 | 28.043.616 |
| At-Equity bilanzierte Beteiligungen | 435.918 | 370.097 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 66.770 | 46.214 |
| Sonstige nicht-nanzielle Vermögenswerte | 234.384 | 54.450 |
| Latente Steueransprüche | 2.839.618 | 2.146.935 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 35.428.256 | 31.026.273 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 5.683.812 | 4.577.210 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.141.968 | 4.415.527 |
| Sonstige nanzielle Vermögenswerte - davon Termingelder (6-12 Monate): 30.000.000 |
30.183.591 | 16.107 |
| Steueransprüche | 377.839 | 25 |
| Sonstige nicht-nanzielle Vermögenswerte | 748.475 | 704.435 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 4.600.437 | 1.186.045 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 48.736.122 | 10.899.349 |
| Bilanzsumme | 84.164.378 | 41.925.622 |
Das Sachanlagevermögen wuchs in 2016 aufgrund positiver Nettoinvestitionen um 12% von 28,0 Mio. EUR auf 31,4 Mio. EUR. Wesentliche Gründe für den Anstieg waren zum einen der Erwerb einer Erweiterungsäche in Würzburg. Zum anderen wuchsen die Containerotte des britischen Berichtssegments und die Boxenotten des deutschen Berichtssegments auch im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich, um der wachsenden Nachfrage und dem erwarteten zukünftigen Bedarf gerecht zu werden. Die gemäß der atequity Methode bilanzierte Beteiligung an SUMTEQ wurde im Berichtszeitraum auf 18,5 % aufgestockt.
Der Mittelzuuss aus dem Börsengang führte zu einer deutlichen Erhöhung der liquiden Mittel, die zinsneutral als Termingelder mit Laufzeiten von sechs bis zwölf Monaten angelegt werden konnten und nun sukzessive in Übereinstimmung der Pläne zum Börsengang investiert werden. Insgesamt verbesserte sich die Liquiditätssituation des Konzerns gegenüber 2015 deutlich:
Die sonstigen kurzfristigen nanziellen Vermögenswerte und der Kassenbestand, in denen die Mittelzuüsse aus dem Börsengang abgebildet sind, stiegen von 1,2 Mio. EUR auf 34,8 Mio. EUR.
Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2016 lag im Ausbau der Produktionskapazitäten und der Flotten an Luftfrachtcontainern und Thermo-Boxen. Insgesamt wurden in Sachanlagen 9,3 Mio. EUR investiert (Vj.: 10,0 Mio. EUR).
Die vorhandenen Produktionskapazitäten in den beiden Werken Würzburg und Kölleda sind zum Ende des Geschäftsjahres aufgrund der gestiegenen Nachfrage in allen Zielbranchen insbesondere in Stoßzeiten nahezu erschöpft. Deshalb wurde in 2016 mit den Planungen und der teilweisen Realisierung zur Schaung neuer Kapazitäten begonnen. So wurden in Würzburg mehrere Hallen gemietet und
| in EUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 13.089.502 | 4.578.187 |
| Eigene Anteile | -470.631 | - |
| Kapitalrücklage | 46.666.302 | 9.030.470 |
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | -32.969 | -21.376 |
| Gewinnrücklage | -5.315.915 | -3.588.984 |
| Eigenkapital, das den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen ist | 53.936.289 | 9.998.297 |
| Nicht beherrschende Anteile | - | -6.588 |
| Summe Eigenkapital | 53.936.289 | 9.991.709 |
| Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | ||
| Rückstellungen | 17.400 | 46.400 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.173.111 | 2.016.575 |
| Sonstige nanzielle Verbindlichkeiten | 4.012.249 | 5.108.042 |
| Sonstige nicht-nanzielle Verbindlichkeiten | 7.150.616 | 7.450.749 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | - | - |
| Summe langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 13.353.377 | 14.621.766 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | ||
| Rückstellungen | 37.329 | 77.000 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 5.410.141 | 6.893.775 |
| Sonstige nanzielle Verbindlichkeiten | 5.791.059 | 5.785.142 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.346.965 | 1.633.172 |
| Steuerverbindlichkeiten | 215.015 | 518.996 |
| Sonstige nicht-nanzielle Verbindlichkeiten | 3.074.202 | 2.404.062 |
| Summe kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 16.874.712 | 17.312.147 |
| Bilanzsumme | 84.164.378 | 41.925.622 |
ein Grundstück gekauft. Insofern lagen die Investitionen in Grundstücke und Gebäude mit 1,7 Mio. EUR deutlich über dem Vergleichswert des Vorjahres (28 TEUR). Die Investitionen in technische Anlagen gingen von 1,1 Mio. EUR auf 303 TEUR zurück. In die Containerotte wurden 4,6 Mio. EUR investiert (Vj.: 7,8 Mio. EUR). Die Investitionen in Betriebsund Geschäftsausstattung lagen mit 1,8 Mio. EUR aufgrund des Aufbaus der Vermietboxen-Flotten des deutschen Berichtssegmentes deutlich über dem Vorjahr (190 TEUR). In selbst geschaene immaterielle Vermögensgegenstände wurden 52 TEUR investiert (Vj.: 32 TEUR). Die Beteiligung an
Passiva
der SUMTEQ GmbH wurde erhöht, um weiter an der Entwicklung des Kölner Technologieunternehmens partizipieren zu können und den Einsatz des neuartigen Schaumstoffes der SUMTEQ in VIPs voranzutreiben.
Insgesamt hat sich die Bilanzsumme im Zuge des Börsenganges und der Mittelzuüsse mehr als verdoppelt.
Wesentliche Veränderungen der Kapitalstruktur ergaben sich aus dem Emissionserlös bzw. den vorbereitenden Kapitalmaßnahmen für den Börsengang im September 2016. Die Gesellschaft hat im April 2016 nach Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung einen Aktienrückkauf in Höhe von 127.233 Stammaktien realisiert. Im Mai 2016 wurde in der ordentlichen Hauptversammlung festgelegt, die im Vorjahr bestehenden Vorzugsaktien der Serie A1 und der Serie A2 in Stammaktien mit Stimmrecht umzuwandeln. Des Weiteren wurde beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft aus Gesellschaftsmitteln durch Ausgabe von 4.578.187 neuen Aktien auf 9.156.374 EUR zu erhöhen (Aktiensplit im Verhältnis 1:2). Das im Mai 2016 von der Stadt Würzburg erworbene Grundstück wurde mit 60.000 eigenen Aktien (vor Aktiensplit) abgegolten. Im September 2016 erhöhte sich das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von 183.128 Aktien der va-Q-tec AG im Tausch gegen 10% der Anteile an der Tochtergesellschaft va-Q-tec Ltd. (UK) an den Geschäftsführer der va-Q-tec Ltd (UK) unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2016/1 um 183.128 EUR auf 9.339.502 EUR. Im Zusammenhang mit dem Börsengang der va-Q-tec AG erhöhte sich das Grundkapital unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals am 27. September 2016 (Datum der Handelsregistereintragung) um 3.750.000 EUR auf 13.098.502 EUR.
Das Eigenkapital des Konzerns ist in 2016 durch den Börsengang massiv gestiegen; es lag zum Bilanzstichtag bei 64% der Bilanzsumme (Vj.: 24%). Zum Anstieg trugen auch der Erwerb eines Grundstücks in Würzburg gegen eigene Aktien sowie die Sacheinlage des Minderheitsgesellschafters der britischen Tochtergesellschaft im Tausch gegen eigene Aktien der va-Q-tec AG bei. Die nicht beherrschenden Anteile reduzierten sich durch die erwähnte Sacheinlage auf 0 EUR (Vj.: 6.588 EUR).
Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich durch ein neues Darlehen einer der Hausbanken leicht von 2,0 Mio. EUR auf 2,2 Mio. EUR. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nahmen aufgrund der geringeren Inanspruchnahme von Kontokorrent-Linien von 6,9 Mio. EUR auf 5,4 Mio. EUR ab. Die bestehenden Kontokorrent-Kreditlinien sowie ergänzende neue Linien konnten im Rahmen eines Multibanken-Kreditvertrages mit den Hausbanken im September 2016 gebündelt werden. Auf diese Weise wurden die Rahmenbedingungen der Kredite mit vier Hausbanken vereinheitlicht und zusätzlich eine für die Zukunft ausbaubare Plattform für Fremdfinanzierung geschaffen. Der dadurch verfügbare Kontokorrentrahmen liegt bei 11,0 Mio. EUR.
Der Kreditvertrag hat zunächst eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2017, mit einer Verlängerung und Ausweitung des Rahmens wird bis Mitte 2017 gerechnet.
Die langfristen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sanken durch den Abbau von Finanzierungsleasing und die Rückzahlung einer Stillen Beteiligung von 5,1 Mio. EUR auf 4,0 Mio. EUR. Die langfristigen sonstigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten nahmen durch den planmäßigen Abbau des Sonderpostens für Zuwendungen von 7,5 Mio. EUR auf 7,2 Mio. EUR ab. Von Förderbanken wurden im Berichtszeitraum keine weiteren Zuschüsse für Investitionen in Anspruch genommen. Die kurzfristigen sonstigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten stiegen durch den weiteren Aufbau des Sonderpostens für Containergewinne von 2,4 Mio. EUR auf 3,1 Mio. EUR.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zuzüglich Anlagen-Leasing machten mit 15,5 Mio. EUR 18% der Bilanzsumme aus (Vj.: 17,8 Mio. EUR 42%). Auf Ebene des britischen Berichtssegments wurden weitere Sale-and-lease-back Transaktionen im Rahmen der Containerflotten-Erweiterungen abgeschlossen. Das Volumen von Finance Leasing sank von 8,9 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2015 um 1 Mio. EUR auf 7,9 Mio. EUR im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen betrugen im Geschäftsjahr 16,9 Mio. EUR, was 20% der Bilanzsumme entspricht. (Vj.: 17,3 Mio. EUR, 41%). Langfristige Verbindlichkeiten des Konzerns betragen 13,4 Mio. EUR, entsprechend 16% der Bilanzsumme beträgt (Vj.: 14,6 Mio. EUR 35%). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen summierten sich auf 2,3 Mio. EUR gegenüber 1,6 Mio. EUR im Vorjahr. Im 4. Quartal konnten infolge der gestärkten Eigenkapitalausstattung die Kreditbedingungen für neu aufgenommene Fremdverbindlichkeiten, insbesondere im Finanzierungsleasing, deutlich verbessert werden.
Insgesamt beurteilt der Vorstand den Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2016 sehr positiv. Alle drei Geschäftsbereiche – Produkte, Systeme und Dienstleistungen – respektive der zugrundeliegenden Berichtssegmente sind in Folge der guten kommerziellen Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr im Umsatz stark gewachsen. Das Rohergebnis entwickelte sich ebenfalls positiv, vor allem bedingt durch Verschiebung des Produktmix hin zu den margenstärkeren Bereichen "Systeme" und "Dienstleistungen". Zusätzlich konnte der Konzern die Effizienz im Einkauf weiter steigern. Allerdings hat sich die Profitabilität des Konzerns vor allem aufgrund hoher einmaliger Kosten des Börsengangs deutlich verringert. So wirkten sich erhöhter Rechts- und Beratungsaufwand, Personalaufwand und Finanzierungsauf-
wand negativ auf die EBITDA-Quote aus, das Konzernergebnis war deutlich negativ. Bereinigt um diese einmaligen Kosten zeigt sich ein leistungsstärkeres Bild des Konzerns: die Protabilität gemessen am EBITDA und an der EBITDA-Marge nahm im Vergleich zum Vorjahr erheblich zu, das Konzernergebnis war im Gegensatz zum Vorjahr leicht positiv. Der Konzern konnte seine Finanzlage aufgrund der Einnahmen aus dem Börsengang deutlich stärken. Im Einklang mit den erwarteten Umsatzchancen hat der Konzern seine Kapazitäten für VIP-Produktion sowie Boxen- und Containervermietung erheblich ausgeweitet. Nach Auassung des Managements ist va-Q-tec damit sehr gut positioniert, um die Wachstumschancen der Endmärkte über dem Marktwachstum nachhaltig zu nutzen und ihre Technologieposition auszubauen.
Die nachfolgenden Prognosen für die Entwicklung der Steuerungsgrößen wurden unter der Annahme eines nach wie vor robusten makroökonomischen Wachstums im Jahr 2017 getroen. Daneben stützt sie sich auf die erwarteten positiven Wachstumsraten im Markt für VIPs und Isolationsmaterialien insgesamt. Auch im Markt für thermische Verpackungen und Dienstleistungen wird eine hohe Wachstumsdynamik erwartet, besonders im Segment thermischer Hochleistungs-Verpackungen. Diese Annahmen werden durch die Einschätzungen der Marktforschungsinstitute IMARC und Lux Research untermauert, die bereits ein Wachstum im unteren zweistelligen Prozentbereich erwarten (siehe 1.2.1 Makroökonomisches Umfeld und konzernspezische Rahmenbedingungen). va-Q-tec erwartet, von den Megatrends Energieezienz, Regulierung der Kühlketten (Produktsicherheit) und Globalisierung der Wertschöpfungsketten darüber hinaus überproportional zu protieren. Auch unter Berücksichtigung der unter 2.4.2. beschriebenen Chancen und Risiken der Geschäftstätigkeit sieht die Gesellschaft Wachstumshebel in der Erschließung neuer Märkte in sachlicher (z.B. last mile to the pharmacy oder Lebensmitteltransporte) und geographischer Hinsicht (neue Ländermärkte).
Für das Geschäftsjahr 2017 erwartet der Vorstand gegenüber 2016 in allen drei Geschäftsbereichen weiteres starkes Umsatzwachstum in Höhe von 30 – 40 %. Vor allem in den Geschäftsbereichen Dienstleistungen und Produkte werden deutliche Umsatzzuwächse erwartet, da mit wachsendem Umweltbewusstsein und zunehmender Regulierung die Nachfrage nach energieezienten Hochleistungsprodukten und zuverlässigen Transportlösungen weiter zunehmen dürfte.
Für das Ergebnis vor Steuer, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) erwartet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2017 anhaltend starkes Wachstum aufgrund operativer Skaleneekte und eines veränderten Produktmix mit einem erhöhten Anteil hochmargiger Dienstleistungen.
Die Eigenkapitalquote wird sich nach der Stärkung durch den Börsengang in 2016 im Geschäftsjahr 2017 aufgrund der beabsichtigten Inanspruchnahme zinsgünstigen Fremdkapitals für Investitionen auf voraussichtlich 50 – 55 % reduzieren.
Um das erwartete Wachstum zu ermöglichen wird sich die Mitarbeiteranzahl weiter deutlich erhöhen, allerdings unterproportional zum erwarteten Umsatzwachstum.
Der Vorstand der va-Q-tec AG erwartet somit insgesamt einen im Vergleich zu den Zielmärkten überproportional wachsenden Umsatz bei zunehmender Protabilität.
Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der va-Q-tec AG beruhen. Solche Aussagen sind Risiken und Ungewissheiten unterworfen. Diese und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an künftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
Das Risikomanagement bei va-Q-tec basiert auf drei wesentlichen Punkten:
Jedes erfolgreiche unternehmerische Handeln ist mit dem bewussten Eingehen von Risiken verbunden. Entscheidend für die Unternehmensführung der va-Q-tec ist es, mit bestehenden und neu hinzukommenden Risiken so umzugehen, dass sie aktiv gesteuert werden und möglichst keine Schäden verursachen. Chancen in unternehmerischer Hinsicht sollen zugleich im Sinn der Steigerung des Unternehmenswertes für alle Stakeholder genutzt werden. va-Q-tec verfügt über ein hohes "Risikobewusstsein", das offen und transparent kommuniziert wird. Aus Sicht des Vorstandes ist ein gelebtes Risikobewusstsein eines der effizientesten Instrumente für den Umgang mit Risiken. Nehmen die Mitarbeiter Risiken bewusst wahr und gehen mit ihnen unternehmerisch um, so verringert sich die Gefahr von Schäden aufgrund tatsächlich eintretender Risiken. In einem solchen Umfeld werden Risiken proaktiv und transparent offengelegt und gesteuert. Zusätzlich dienen die Festlegung und unternehmensweite Kommunikation von Compliance Richtlinien dem stärkeren Bewusstsein zu regelkonformem Verhalten. In 2016 wurde ein Compliance Management-System eingeführt, das wesentliche Verhaltensregeln im internen und externen geschäftlichen Handeln definiert. Der in diesem Zusammenhang nominierte Compliance-Beauftragte erfasst, bearbeitet und berichtet dem Aufsichtsrat bzw. dessen Prüfungssauschuss über alle relevanten Compliance Vorfälle.
Risikomanagement bei va-Q-tec bedeutet die systematische Auseinandersetzung mit Risiken, verstanden als negative Ereignisse, deren Eintritt Schäden und/oder unvorhergesehene Kosten im Unternehmen erzeugen kann. Um diesen Anspruch erfüllen zu können, werden mit dem Risikomanagementsystem interne und externe Risiken für alle Segmente und Tochtergesellschaften systematisch ermittelt, bewertet, gelenkt, gesteuert und an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet.
Zu diesem Zweck hat das Konzern-Management der va-Q-tec in Ergänzung zum bestehenden internen und externen Kontrollwesen im Geschäftsjahr 2016 ein weiterentwickeltes und formalisiertes Risikomanagementsystem (RMS) implementiert. In das neue RMS fließen die Erfahrungen der vergangenen Jahre bei der Identifizierung der Risiken ein. Zusätzlich wurden die im Rahmen der Erstellung des Wertpapierprospektes und der erstmaligen Erstellung der Jahresabschlüsse nach IFRS anlässlich des IPOs 2016 gewonnenen Erkenntnisse zum Risikoinventar berücksichtigt.
Ziele des Risikomanagementsystems der va-Q-tec sind grundlegend die Vermeidung, die Verminderung und der Transfer von Risiken, z.B. durch entsprechenden Versicherungsschutz. Neben der Erfüllung der regulatorischen Vorgaben stellt ein systematisches Risikomanagement die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit sicher. Es soll auch potenziell bestandsgefährdende Risiken frühzeitig identifizieren. Das Risikomanagement bei va-Q-tec ist nicht nur ein Sicherheits-, sondern auch ein Steuerungsinstrument. Erkannte Risiken bieten auch neue Geschäftschancen und Wettbewerbsvorteile.
Dem RMS liegen ein Meldeprozess, eine definierte Risikoinventur sowie eine unterjährige Risikobewertung zugrunde. Im Rahmen der Risikoinventur werden alle wesentlichen Risiken durch die relevanten Entscheidungs- und Wissensträger in den Fachbereichen bewertet. Erkannte Risiken werden im va-Q-tec Konzern nach ihrem potenziellen Schaden unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeiten quantitativ bewertet. Die im Rahmen der Risikoanalyse identifizierten Risiken werden anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkung in Risikoklassen eingestuft, indem ihre jeweilige Auswirkung mit der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit multipliziert wird. Die Bandbreite der Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswirkungen beginnt mit "sehr niedrig" und endet mit "sehr hoch". Danach können die Risiken anhand des sich daraus ergebenden Risikoerwartungswertes unterschieden und priorisiert werden. Im Rahmen der unterjährigen Risikobewertung sind die Fachbereiche verpflichtet, neue Risiken zu identifizieren und zu melden. Die so zusammengetragenen Informationen werden in Risikosteckbriefen, die an den Vorstand des va-Q-tec Konzerns adressiert sind, zusammengefasst und gemeldet. Alle Risiken – neu hinzukommende als auch bestehende – sind auch kontinuierlich zu beobachten und zu melden. Erforderliche Gegenmaßnahmen werden zeitnah ergriffen und kontrolliert.
Neue Risiken und wesentlich veränderte Risiken sind ferner feste Bestandteile in den regelmäßigen Sitzung des Leitungskreises, in jeder Vorstandssitzung und in jeder Sitzung des Aufsichtsrates. Sie werden im Rahmen von Ergebnisdurchsprachen zwischen dem Vorstand des va-Q-tec Konzerns und den Fachbereichsverantwortlichen besprochen. Es wird außerdem überprüft, ob die bereits getroenen Maßnahmen zur Risikominimierung ausreichend sind, oder ob weitere Schritte einzuleiten sind.
Das Risikomanagementsystem des Konzerns ermöglicht der Unternehmensleitung, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen. Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten und deren Umsetzung zu überwachen. Der Abschlussprüfer prüft ferner das Risikofrüherkennungssystem auf seine Eignung, um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen.
va-Q-tec verfügt über eine klare Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur. Zur ganzheitlichen Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken existieren unternehmensweit abgestimmte Planungs-, Reporting-, Controlling- sowie Frühwarnsysteme und -prozesse. Die Funktionen in sämtlichen Bereichen des (Konzern-) Rechnungslegungsprozesses (z.B. Rechnungswesen, Finanzbuchhaltung und Controlling) sind eindeutig zugeordnet. Aufgrund ihrer eher geringen Größe und Komplexität verzichtet die va-Q-tec AG bisher auf eine separate Revisionsabteilung.
Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird überwiegend auf Standardsoftware (Navision) zurückgegrien. Die bestehenden Strukturen müssen dabei ständig an das Wachstum und sich wandelnde Rahmenbedingungen, z.B Kapitalmarktanforderungen, angepasst werden.
Der IFRS-Konzernabschluss wird auf Grundlage eines einheitlichen Berichtsformats, das von sämtlichen Konzerngesellschaften erstellt wird, in der Hauptverwaltung in Würzburg erstellt. Die dort vorhandenen Validierungsprozesse und zusätzlichen Plausibilitätsprüfungen sichern die Richtigkeit und Vollständigkeit der Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften und der va-Q-tec AG.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt und so in die externe Rechnungslegung übernommen werden.
Der Zahlungsverkehr erfolgt elektronisch mit hinterlegten Kontrollmechanismen (Vier-Augen-Prinzip eines ausgewählten Personenkreises). Die Lohn- und Gehaltsabrechnungen werden von externen Dienstleistern durchgeführt.
Die Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur bestimmen den Rahmen des IKS. Klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben und Leitlinien sorgen für einen einheitlichen und ordnungsgemäßen Rechnungslegungsprozess. Überprüfungsmechanismen innerhalb der an der Rechnungslegung selbst beteiligten Bereiche die Überprüfung durch das interne Controlling, die Begleitung durch die Wirtschaftsprüfer und eine frühzeitige Risikoerkennung durch das Risikomanagement sollen eine fehlerfreie (Konzern) Rechnungslegung gewährleisten.
va-Q-tec bewertet Risiken anhand ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer möglichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie die Reputation des Unternehmens. Die Bewertung von Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken führt zu nachfolgenden beispielhaft dargestellten Risikokennziffern.
| Eintrittswahrscheinlichkeit | Schadenshöhe in EUR | Risikokennziffer |
|---|---|---|
| sehr gering | 0 - 50.000 | 1 |
| gering | 50.000 - 500.000 | 4 |
| mittel | 500.000 - 1.000.000 | 9 |
| hoch | 1.000.000 - 5.000.000 | 16 |
| sehr hoch | 5.000.000 | 25 |
Der Vorstand bewertet die Ausprägung eines Risikos anhand seiner Risikokennziffer nach dem folgenden Schema:
| Risikokennziffern | Ausprägung des Risikos |
|---|---|
| 0 - 5 | Gering |
| 5 - 15 | Mittel |
| > 15 | Hoch |
Insgesamt werden im Folgenden die Risiken nach dem Ergreifen von Gegenmaßnahmen dargestellt.
Als Unternehmen im produzierenden Gewerbe ist va-Q-tec auf Lieferanten für Vorprodukte angewiesen. va-Q-tec bezieht die wesentlichen Rohstoffe, Materialien und Vorprodukte von einer begrenzten Anzahl von Schlüssellieferanten. Für einige Materialien liegen auch aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften nur wenige Bezugsquellen vor. In der Einkaufsstrategie von va-Q-tec ist es daher das Ziel, die Abhängigkeit von einzelnen oder wenigen Lieferanten durch Qualifikation und Auswahl neuer Lieferanten zu reduzieren ("dual" bzw. "multiple sourcing"). Wie in den Vorjahren wurden auch in 2016 wieder Zweit- und Drittlieferanten für Vorprodukte und Materialien neu qualifiziert und ausgewählt. Bei der Auswahl werden bewusst auch internationale Lieferanten eingebunden, um eine regionale Abhängigkeit zu vermeiden. Für die va-Q-tec AG insgesamt liegt durch die begrenzte Anzahl an Lieferanten ein mittleres Risiko vor.
Ein weiteres Risiko können Produktionsausfälle und Betriebsunterbrechungen darstellen. Der Konzern ist auf den kontinuierlichen Betrieb der Produktionsanlagen angewiesen, um Liefertreue insbesondere gegenüber den industriellen Großkunden sicherzustellen, deren Wertschöpfungsketten eng mit der von va-Q-tec verwoben sind. va-Q-tec produziert an zwei räumlich voneinander getrennten Standorten in Würzburg und Kölleda. Ein Ausfall an einem Standort hat keine Auswirkungen auf den anderen Standort, an dem weiter produziert werden kann. Zusätzlich sind die einzelnen Produktionsanlagen, soweit wie möglich und ökonomisch sinnvoll, durch technische Maßnahmen voneinander entkoppelt, sodass der Ausfall einer einzelnen Anlage den Betrieb anderer Anlagen nicht einschränkt. Schließlich sind von den einzelnen Anlagentypen jeweils auch mehrere Anlagen vorhanden, sodass i.d.R. ausreichend Ausweichkapazität vorhanden ist. Der Vorstand schätzt das Risiko eines andauernden Produktionsausfalles insofern als gering ein.
Die Vermiet-Dienstleistungen ("Serviced Rental") sind in besonders hohem Maße von externen Logistikanbietern abhängig, die zum einen für die operativen Abläufe in den Netzwerkstationen verantwortlich sind, d.h. für die Reinigungs- Lagerungs- und Kühlungsprozess, zum anderen die vorkonditionierten Container und Boxen zu den Endkunden transportieren. Dies kann in betrieblichen Störungen und Reputationsschäden münden. Auditierung und engmaschige Kontrolle durch eigene Logistikspezialisten dienen dazu, die Qualität des "Serviced Rental" für die Pharmaindustrie global sicherzustellen. Dieses Risiko schätzt der Vorstand daher als gering ein.
Die Geschäftstätigkeit und der Erfolg sind von qualizierten Führungs- und Schlüsselmitarbeitern abhängig. Das gut ausgebildete Personal hat in teilweise langjähriger Unternehmenszugehörigkeit spezisches Wissen, Fähigkeiten und kommerzielle Kontakte entwickelt. Dem Risiko des Verlustes solcher Mitarbeiter wirkt die va-Q-tec einerseits durch Maßnahmen zur Mitarbeiter-Bindung, andererseits durch die Diversizierung der Wissensbasis über den Mitarbeiterstamm entgegen: Die Entwicklung von Mitarbeitern, die Diversizierung der Wissensbasis im Unternehmen, sowie die marktgerechte Entlohnung vermeiden bei va-Q-tec die Abwanderung von Mitarbeitern. Zusätzlich steigern leistungsabhängige Entlohnungskomponenten, regelmäßige Weiterbildungen und die gute Unternehmenskultur mit der Möglichkeit an disruptiven Geschäftsmodellen mitwirken zu dürfen, die Motivation der Mitarbeiter und erhöhen die Zufriedenheit. Die Risiken, denen va-Q-tec sich aufgrund des Wechsels von Schlüsselmitarbeitern ausgesetzt sieht, werden mit mittlerem Risiko eingeschätzt.
Der Konzern fokussiert sich in seiner Geschäftstätigkeit stark auf große industrielle Kunden. Dies führt anfänglich zu einer erhöhten Kundenkonzentration. Dieses Risiko einer Kundenkonzentration wird durch die steigende Kundenanzahl und Diversizierung ständig weiter verringert. Ein weiterer Schutz besteht durch hohe Kundenbindungen, speziell in der Healthcare-Industrie. Grundsätzlich ist der Konzern bestrebt, zu allen Partnern, Mitarbeitern und auch Kunden ein enges, vertrauensvolles und nachhaltiges Verhältnis aufzubauen und zu erhalten und schätzt dieses Risiko daher als mittel und weiter reduzierbar ein.
va-Q-tec als junges, stark wachsendes Unternehmen könnte möglicherweise nicht in der Lage sein, das Wachstum eektiv voranzutreiben und zu gestalten. Der Konzern be ndet sich in einer Phase starker Investitionen in Personal, Vertriebsaktivitäten, Vermietotten, Infrastruktur und Forschung & Entwicklung. Insofern besteht bei einem geringeren tatsächlichen Wachstum als geplant das Risiko einer negativen Auswirkung auf das betriebliche Ergebnis. Grundsätzlich werden diese Zukunftsinvestitionen durch den Vorstand mit Augenmaß und immer auf der Basis konkreter Erwartungen über die Marktentwicklung entschieden. So werden weniger fundierte und / oder verfrühte Investitionen vermieden. Das verbleibende Risiko schätzt der Vorstand als mittel ein.
Ein wesentliches Risiko stellt auch die Verschärfung des Wettbewerbsumfeldes dar. Dadurch kann ein erhöhter Druck auf Preise und Margen entstehen.
Die Gesellschaft schützt sich vor diesem Risiko durch zwei strategische Hebel, nämlich durch Kostenoptimierungsmaßnahmen und durch innovative Produkte und Dienstleistungen. Zur Kostenoptimierung gehören etwa die zunehmend automatisierte Produktion und der besonders eziente Einkauf von Vorprodukten mit selektiver Rückwärtsintegration auf vorgelagerte Wertschöpfungsstufen. Zum Thema Innovation gehören die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, die seit Gründung der Gesellschaft stets zu kommerziell erfolgreichen, qualitativ hochwertigen und besonders dierenzierten Produkten geführt haben. Das Produkt- und Leistungsspektrum der Gesellschaft unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von dem seiner Wettbewerber: Die einzigartige Möglichkeit, die Qualität der Dämmung "in situ" zu testen oder die Produktion von VIPs mit Ausschnitten und in dreidimensionaler Form seien hier beispielhaft genannt. Insgesamt schätzt der Konzern das Risiko aufgrund neu hinzukommender Wettbewerber bzw. einer aggressiveren Wettbewerbssituation als mittel ein.
Insbesondere die Zielbranchen Kühlgeräte & Lebensmittel, Technik & Industrie und Bau sind von der konjunkturellen Lage abhängig. Dieses Risiko schätzt der Vorstand als gering ein, da die zugrunde liegenden Treiber des Geschäfts der va-Q-tec (zunehmende Regulierung und Energieezienz) weniger konjunkturell sensibel sind.
Das Liquiditätsrisiko der va-Q-tec wird zentral von der Finanzabteilung mittels revolvierender Liquiditätsplanungen überwacht. Die Zahlungsfähigkeit der Gruppe war jederzeit gegeben. Nach dem Börsengang besteht eine ausgezeichnete Finanzlage. Die aktuelle Liquidität, das verbesserte Rating und die positive Geschäftsentwicklung erlauben weiter verbesserte Kreditaufnahmemöglichkeiten und -konditionen. Die Zinsrisiken, die sich aus bestehenden langfristigen Krediten ergeben, sind über Zins-Sicherungsgeschäfte ("Swaps") gesichert. Bei den kurzfristigen Kontokorrent-Linien ist der Konzern - dem aktuell eher unwahrscheinlichen - Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Die Währungsrisiken sind auch aufgrund der überwiegenden Rechnungsstellung in Euro (funktionale Währung der Gesellschaft) begrenzt. Insgesamt schätzt der Konzern die Risiken im finanziellen Bereich daher als gering ein.
In der Gesamtbetrachtung der Risiken ist va-Q-tec überwiegend generellen (leistungs-) wirtschaftlichen Risiken sowie finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Es sind für den Vorstand keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Strategisch und auch finanziell ist das Unternehmen so aufgestellt, dass die sich bietenden Geschäftschancen genutzt werden können.
Durch die zunehmende Regulierung in der Kühlkettenlogistik für pharmazeutische Erzeugnisse steigen die Anforderungen an die Zuverlässigkeit von Thermoverpackungen und dadurch die Nachfrage nach Hochleistungs-Thermoverpackungen. Die passiven Verpackungslösungen der va-Q-tec bieten hinsichtlich ihrer Konformität mit regulatorischen Anforderungen deutliche Vorteile gegenüber konventionellen Lösungen auf Basis von Styropor und Eis. va-Q-tec besitzt ein umfassendes Wissen zur Erfüllung der Vorschriften und Regularien in den relevanten Ländern und Regionen. Die aufwändigen Qualifizierungsmaßnahmen bei den Kunden aus der Healthcare-Industrie, mit entsprechenden Qualitätssicherungs- und Prozessdokumentationen, liefern das notwendige Know-how für die erfolgreiche Implementierung der Verpackungslösungen beim Kunden. Die nötigen Eigenschaften thermischer Verpackungen erfolgreich in einem komplexen, zuverlässigen und gleichzeitig benutzerfreundlichen Angebot zu vereinen, ist derzeit nur wenigen Unternehmen möglich. va-Q-tec kann als eines der wenigen Unternehmen weltweit mit seiner Technologieplattform den hohen Anforderungen gerecht werden. Die zunehmende Komplexität der Regulierung macht es notwendig, sich als Unternehmen stetig weiterzuentwickeln und neue Technologien zu erforschen. In diesem Umfeld sind die hohen Markteintrittsbarrieren im Markt für thermische Verpackungen vorteilhaft für va-Q-tec.
Auch in den übrigen Zielbranchen nimmt die Nachfrage nach VIPs durch Regulierungen zu: Die Kunden in der Zielbranche "Technik & Industrie" sehen sich aktuell einem Wandel des regulatorischen Umfeldes in wichtigen Kernmärkten gegenüber: Warmwasserspeicher für Heizungen unterliegen seit kurzem – wie viele Haushaltsgeräte – der "Ökodesign-Richtlinie", d.h. ihre Energie-Effizienz wird dem Endverbraucher über ein Labeling-System in Energie-Effizienz-Klassen transparent gemacht. Zusätzlich werden Geräte mit hohem Energieverbrauch und niedriger Energie-Effizienz-Klasse vom europäischen Binnenmarkt ausgeschlossen. Kunden von va-Q-tec nutzen VIPs aktuell vor allem, um Premium-Warmwasserspeicher in die höchsten Effizienzklassen zu positionieren. In Zukunft und mit schärferer Regulierung dürften VIP-isolierte Warmwasserspeicher aus dem Premium-Bereich auch den Massenmarkt durchdringen.
Seit Gründung arbeitet va-Q-tec an der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen, die der Vakuumisolation zusätzliche Märkte und Anwendungsmöglichkeiten eröffnen. Neben Grundlagenforschung und Produkt-Vorentwicklung wie etwa VIPs für gänzlich neue Temperaturbereiche sei hier exemplarisch auf die Lebensmittellogistik und den Bereich Mobilität verwiesen.
Aktuell kommen die bestehenden und in Entwicklung befindlichen thermischen Verpackungen sowie das "Serviced Rental" von va-Q-tec fast ausschließlich in der Healthcare-Industrie zum Einsatz. Im Bereich E-Commerce werden aktuell neue Geschäftsmodelle für die Lieferung online bestellter Lebensmittel unmittelbar an den Endverbraucher durch große internationale Anbieter und durch Start-ups umgesetzt. Insbesondere der Transport leicht verderblicher Lebensmittel zum Endkunden dürfte künftig noch stärker reguliert werden. Für solche Transporte sind die Hochleistungs-Thermoverpackungen von va-Q-tec sehr gut geeignet.
In der Zielbranche Mobilität bieten sich ebenfalls enorme Wachstumschancen für va-Q-tec: Künftig wird das Thermomanagement in Fahrzeugen mit konventionellen wie auch mit elektrischen Antrieben immer größere Bedeutung gewinnen: In konventionellen Fahrzeugen lässt sich über Isolationsmaßnahmen an der Fahrzeugkabine und mit der Speicherung der Wärmeenergie aus dem Kühlkreislauf CO2 einsparen. In Fahrzeugen mit Elektroantrieb ist die Reichweite abhängig von der optimalen Arbeitstemperatur der Fahrzeugbatterie sowie vom Stromverbrauch peripherer Funktionen wie etwa Heizung und Innenraumklimatisierung. Der Einsatz der Vakuumisolation bietet hier für die OEMs aus Sicht von va-Q-tec Möglichkeiten, die Reichweite der Fahrzeuge zu vergrößern. Im Bereich Bau ergibt sich die Chance, von der aktuell hervorragenden Baukonjunktur bei zugleich immer strengeren Energiee zienz-Standards für Neubauten und Renovierungen zu pro tieren. Hier könnten VIPs von va-Q-tec zur Steigerung der Energiee zienz zum Einsatz kommen.
Neben den oben erwähnten Marktchancen hinsichtlich Produkten und Dienstleistungen sieht der Vorstand auch in der geographischen Expansion beträchtliche Chancen für die künftige Entwicklung. Die Internationalisierung der Geschäftstätigkeit und der Eintritt in neue globale Märkte erö nen große Absatzchancen für den Konzern. Gleichermaßen kann die internationale Präsenz zur Erschließung neuer Quellen für Rohsto e, Materialien und Vorprodukte und zum e zienten Einkauf genutzt werden.
Zusammenfassend überwiegen aus Sicht des Vorstands die Chancen der Geschäftsentwicklung im Vergleich zu den beschriebenen Risiken.
Der Konzern ist durch seine Geschäftstätigkeit verschiedenen nanziellen Risiken ausgesetzt. Das Risikomanagement des Konzerns zielt darauf ab, die potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren. Bei va-Q-tec werden Finanzinstrumente nur in geringem Umfang in Anspruch genommen.
Das Währungsrisiko im Konzern war 2016 gering. Im deutschen Berichtssegment wurden annähernd 100 % der Verkäufe und ca. 97 % der Einkäufe in Euro abgewickelt. Im britischen Berichtssegment wurden ein Teil der Umsätze in USD erzielt. Die diesen Umsätzen zuzuordnenden Kosten fallen zum größten Teil ebenfalls in USD an. Infolgedessen besteht bezüglich des USD ein risikominderndes "natural hedging". Das verbleibende Währungsrisiko bezüglich des USD schätzt der Vorstand als gering ein.
Zur Absicherung von Kreditzinsen für langfristige Darlehen auf ein marktübliches Zinsniveau bestehen Zinsabsicherungsinstrumente fort. Auch für ein neues, in 2016 aufgenommenes langfristiges Darlehen wurde ein Zinssicherungsgeschäft vorgenommen. Für die bestehenden variabel verzinsten Kontokorrentlinien wurde keine Zinssicherung vereinbart. Keine dieser Sicherheitsbeziehungen wird als bilanzielle Sicherheitsbeziehung i.S.d. IAS 39 abgebildet.
Zur Absicherung von Forderungsausfällen werden keine gesonderten Finanzinstrumente gehalten. Aufgrund der hohen Bonität des Kundenstamms sind die Risiken von Forderungsausfällen relativ gering. Außer klassischem Reverse Factoring bei Kunden mit sehr hoher Bonität wird kein Forderungs-Factoring betrieben. 2016 wurde für einen weiteren Großkunden Reverse Factoring über eine europäische Großbank aufgenommen.
Die im Konzernabschluss unter den sonstigen nanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Finanzanlagen beinhalten ausschließlich Termingeldanlagen in Euro mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten bei inländischen Finanzinstituten, die einem deutschen Einlagensicherungsfonds angeschlossen sind.
Über die hier beschriebenen Finanzinstrumente hinaus hält der Konzern keine weiteren Finanzinstrumente, die für die Beurteilung der Lage oder der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns wesentlich sind. Bezüglich weiterer Details verweisen wir auf die Abschnitte "Finanzinstrumente" und "Risikomanagement" des Konzernanhangs.
va-Q-tec zielt entsprechend den Corporate Governance Grundsätzen auf eine leistungsorientierte und nachhaltige Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsarbeit ab. Die Vergütung setzt sich aus festen und variablen Komponenten zusammen.
Entsprechend den Anforderungen des Aktiengesetzes und den Empfehlungen des DCGK besteht die Vergütung der Vorstandsmitglieder aus festen und variablen Bestandteilen. Die variablen Bezüge bestehen aus einer als Jahresbonus gezahlten Barkomponente. Bei einem Vorstandsmitglied besteht eine langfristige aktienbasierte Vergütungskomponente (Optionsprogramm). Mit dem Börsengang der va-Q-tec AG sind die Ausübungsbedingungen des Begünstigten im Rahmen des Optionsprogramms vollständig erfüllt worden. Der Begünstigte hat seine Optionen zum Bilanzstichtag noch nicht ausgeübt.
Alle Vergütungsbestandteile sind im Einzelnen und in ihrer Gesamtheit angemessen. Der Aufsichtsrat befasst sich intensiv mit der Angemessenheit und Üblichkeit der Vorstandsvergütung und berücksichtigt sämtliche in §87 des Aktiengesetzes und Ziffer 4.2.2 Sätze 4 und 5 DCGK aufgeführten Kriterien, wie z.B. die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung sowie die wirtschaftliche Lage, den Erfolg und die Zukunftsaussichten der va-Q-tec AG.
Externe Vergütungsexperten haben dem Aufsichtsrat im März 2017 die grundsätzliche Angemessenheit der Vorstandsvergütung bestätigt. Die Festvergütung entspricht dem jährlichen Festgehalt; daneben nehmen zwei Vorstände einen Dienstwagen in Anspruch. Für alle Vorstände übernimmt der Konzern die Prämien für eine D&O-Versicherung. Den 10%-igen Selbstbehalt tragen die Vorstände persönlich. Das jährliche Festgehalt wird für die gesamte Laufzeit eines Anstellungsvertrags festgelegt und jeweils in zwölf Monatsraten ausgezahlt. Es orientiert sich u. a. an den Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, an der aktuellen wirtschaftlichen Lage, dem Erfolg und den Zukunftsaussichten des Konzerns. Der variable Vergütungsanteil in Form der als Jahresbonus gezahlten Barkomponente richtet sich nach der Erreichung der Umsatz- und Ertragsziele des Konzerns; er ist betragsmäßig begrenzt auf das 1,4-fache des bei 100%-iger Zielerreichung zahlbaren Betrags.
Die jährlichen Konzernziele zur Bemessung der variablen Barkomponente beschließt der Aufsichtsrat. Dieser stellt auch die Zielerreichung fest.
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder sehen für den Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses aufgrund eines Kontrollwechsels keine sonstigen Vergütungen vor.
Im Berichtsjahr 2016 betrug die Gesamtvergütung des Vorstands 637.912 EUR (Vj.: 564.531 EUR). Die festen Bezüge betrugen 500.759 EUR (Vj.: 473.663 EUR); darin enthalten sind auch die Bezüge für Nebenleistungen (z.B. Dienstwagen). Die variable Barvergütung summierte sich auf insgesamt 114.780 EUR. (Vj.: 69.000 EUR).
Seit 2014 bestehen für die Vorstände beitragsorientierte Leistungszusagen. Hierfür wurden im Berichtsjahr 22.373 EUR (Vj.: 21.868 EUR) in eine externe kongruent rückgedeckte Unterstützungskasse eingezahlt. Bilanzielle Rückstellungen für Altersversorgungen wurden daher nicht gebildet.
Danach entfällt auf die Festvergütungen inkl. Nebenleistungen und Beiträge zur Altersversorgung ein Anteil von 82% (Vj.: 88% ) an der Gesamtvergütung.
Kredite oder Vorschüsse wurden Mitgliedern des Vorstandes nicht gewährt.
va-Q-tec legt die Gesamtvergütung des Vorstandes, jedoch ohne individuelle Anteile der einzelnen Mitglieder entsprechende dem Hauptversammlungsbeschluss vom 31.05.2016 offen. Dies ist konform mit den §§314 Abs. 2, 286 Abs. 5 HGB.
Die Vergütung des Aufsichtsrats wird von der Hauptversammlung festgelegt. Die Vergütung des Aufsichtsrats der va-Q-tec AG ist in §14 der Satzung der va-Q-tec AG geregelt.
Für das Berichtsjahr 2016 erhielt der Aufsichtsrat eine Vergütung in Höhe von 124.930 EUR (Vj.: 100.901 EUR). In dieser Summe sind die Erstattungen der jedem Aufsichtsratsmitglied erwachsenden Auslagen sowie die auf seine Bezüge und den Auslagenersatz entfallende Umsatzsteuer enthalten. Die Prämie der für die Mitglieder des Aufsichtsrats abgeschlossenen D&O-Versicherung wird von der Gesellschaft getragen. Ab 2017 soll ein persönlich getragener Selbstbehalt umgesetzt werden. Außerdem wurden Beratungsleistungen und sonstige Leistungen i.H.v. 74.939 EUR (Vj.: 20.486 EUR), insbesondere bezüglich der Unterstützung des Börsenganges, vergütet.
Die va-Q-tec AG hat als kapitalmarktorientierte Aktiengesellschaft gemäß der §§289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB übernahmerechtliche Angaben zu machen. Das nachfolgende Unterkapitel gibt einen Einblick in die übernahmerechtlichen Verhältnisse zum Bilanzstichtag 31.12.2016 und erläutert diese näher.
Das Grundkapital der va-Q-tec AG beträgt 13.089.502,00 EUR eingeteilt in 13.089.502 auf den Namen lautende Stammaktien. Das Grundkapital ist voll erbracht. Die Aktien sind mit identischen Rechten und Pichten ausgestattet. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Ausgenommen davon sind die von der Gesellschaft selbst gehaltenen Aktien (treasury shares), aus denen der va-Q-tec AG keine Rechte wie beispielsweise das Abstimmungsrecht auf der Hauptversammlung erwachsen. Die va-Q-tec AG hielt zum Bilanzstichtag 134.466 eigene Aktien.
Über die im Zuge des Börsengangs vereinbarten, zeitlich begrenzen Lock-up-Regelungen für Vorstand, Aufsichtsrat und Altaktionäre hinaus, sind dem Vorstand Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreen, nicht bekannt.
Gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise die Stimmrechtsschwellen gemäß §21 WpHG erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der betreenden Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mitzuteilen. Insofern sind dem Vorstand der va-Q-tec AG die nachstehenden Personen und Gesellschaften bekannt, deren Beteiligungen 10% der Stimmrechte überschreiten:
| Name | Land | Anzahl der Aktien |
Anteil am Grundkapital |
|---|---|---|---|
| Dr. Joachim Kuhn | DE | 1.978.667 | 15,12 % |
| Dr. Roland Caps | DE | 1.606.433 | 12,27 % |
| Zouk Capi tal / Cleantech Europe II Luxem bourg S.à.r.l. |
LUX | 2.137.563 | 16,33 % |
| TOTAL | 5.722.663 | 43,72 % |
Nach §84 AktG und nach der Satzung der va-Q-tec AG werden die Mitglieder des Vorstands vom Aufsichtsrat bestellt. Satzungsgemäß besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Anzahl der Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat. Besteht der Vorstand aus mehreren Mitgliedern, werden Beschlüsse des Vorstands mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Hat der Aufsichtsrat einen Vorsitzenden des Vorstands ernannt und besteht der Vorstand aus mindestens drei Mitgliedern, ist bei Stimmengleichheit dessen Stimme ausschlaggebend.
Änderungen der Satzung bedürfen eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen der einfachen Stimmenmehrheit, sofern nicht das Gesetz zwingend eine größere Mehrheit vorschreibt.
Die va-Q-tec AG verfügt über genehmigtes und bedingtes Kapital wie folgt:
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31.05.2016 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30.05.2021 gegen Barund/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 4.278.187 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.
Gemäß §6.5 der Satzung ist das Grundkapital um 1.000.000 EUR durch die Ausgabe von bis zu 1.000.000 neuer, auf den Namen lautender Stückaktien (bedingtes Kapital 2016) bedingt erhöht. Das bedingte Kapital 2016 dient ausschließlich der Gewährung von Aktien zur Ausübung von Wandlungs- und Optionsrechten.
Wesentliche Vereinbarungen für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots sowie Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots
Die Gesellschaft hat keine Vereinbarungen im Sinne des §315 Abs. 4 Nr. 8 und 9 HGB getroffen.
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §289a HGB einschließlich der Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß §161 AktG hat der Konzern auf seiner Internetseite www.va-Q-tec.com im Bereich Investor Relations unter dem Link https://ir.va-q-tec.com/ websites/vaqtec/German/530/erklaerungen-und-dokumente.html veröffentlicht.
| Frankfurter Wertpapie | ||
|---|---|---|
| 09:19 VQT 663668 VA- | ||
| 09:19 VQT 663668 VA- | ||
| 07:44 VQT 663668 VA- | ||
| Heute Neuemission im | ||
| VQT 663668 VA-Q-TEC | ||
| Handelsüberwachunssst Bei Störunsen der Han |
||
| Market Supervision Te | ||
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
| in EUR | Konzernanhang | 2016 | 2015 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 4.1.1 | 35.528.827 | 22.543.223 |
| Bestandsveränderungen | 742.531 | 724.219 | |
| Aktivierte Eigenleistungen | 4.1.2 | 4.506.645 | 4.870.963 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 4.1.3 | 2.099.574 | 1.419.330 |
| Gesamterträge | 42.877.577 | 29.557.735 | |
| Materialaufwand | 4.1.4 | -17.324.430 | -12.354.411 |
| Rohergebnis | 25.553.147 | 17.203.324 | |
| Personalaufwand | 4.1.5 | -11.814.732 | -8.853.712 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | 4.1.7 | -8.521.618 | -4.751.021 |
| EBITDA | 5.216.797 | 3.598.591 | |
| Abschreibungen | 4.1.6 | -5.639.459 | -3.169.484 |
| Operatives Ergenis (EBIT) | -422.662 | 429.107 | |
| Ergebnisbeiträge aus der nach Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen |
4.1.8 | -59.179 | -4.903 |
| Finanzerträge | 4.114 | 590 | |
| Finanzaufwendungen | -1.623.045 | -1.059.421 | |
| Finanzergebnis | 4.1.9 | -1.618.931 | -1.058.831 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -2.100.772 | -634.627 | |
| Ertragsteuern | 4.1.10 | 312.718 | 305.443 |
| Konzernergebnis | -1.788.054 | -329.184 | |
| Konzernergebnis, das den Eigentümern der va-Q-tec AG zuzurechnen ist |
-1.726.932 | -357.971 | |
| Konzernergebnis, das den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen ist |
-61.123 | 28.787 | |
| Konzernergebnis je Aktie - unverwässert | 4.1.11 | -0,17 | -0,04 |
| Konzernergebnis je Aktie - verwässert | 4.1.11 | -0,17 | n/a |
| in EUR | Konzernanhang | 2016 | 2015 |
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | -1.788.054 | -329.183 | |
| Sonstiges Konzernergebnis | |||
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | 4.2.2.1 | -11.592 | -12.912 |
| Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge mit künftiger ergebniswirksamer Umgliederung |
-11.592 | -12.912 | |
| Konzerngesamtergebnis | -1.799.647 | -342.095 | |
| Konzerngesamtergebnis, das den Eigentümern der va-Q-tec AG zuzurechnen ist |
-1.738.524 | -370.883 | |
| Konzerngesamtergebnis, das den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen ist |
-61.123 | 28.787 |
47
Aktiva
| in EUR | Konzernanhang | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 4.2.1.1 | 440.957 | 364.961 |
| Sachanlagen | 4.2.1.2 | 31.410.609 | 28.043.616 |
| At-Equity bilanzierte Beteiligungen | 4.2.1.3 | 435.918 | 370.097 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 4.2.1.4 | 66.770 | 46.214 |
| Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 4.2.1.5 | 234.384 | 54.450 |
| Latente Steueransprüche | 4.1.10 | 2.839.618 | 2.146.935 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 35.428.256 | 31.026.273 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 4.2.1.6 | 5.683.812 | 4.577.210 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.2.1.7 | 7.141.968 | 4.415.527 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte - davon Termingelder (6 - 12 Monate): 30.000.000 |
4.2.1.4 | 30.183.591 | 16.107 |
| Steueransprüche | 377.839 | 25 | |
| Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 4.2.1.5 | 748.475 | 704.435 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 4.2.1.8 | 4.600.437 | 1.186.045 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 48.736.122 | 10.899.349 | |
| Bilanzsumme | 84.164.378 | 41.925.622 |
Konzernanhang Konzernabschluss Konzernlagebericht An die Aktionäre
Passiva
| in EUR | Konzernanhang | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 4.2.2.1 | ||
| Gezeichnetes Kapital | 13.089.502 | 4.578.187 | |
| Eigene Anteile | -470.631 | - | |
| Kapitalrücklage | 46.666.302 | 9.030.470 | |
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | -32.969 | -21.376 | |
| Gewinnrücklage | -5.315.915 | -3.588.984 | |
| Eigenkapital, das den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnen ist |
53.936.289 | 9.998.297 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 2.2 | - | -6.588 |
| Summe Eigenkapital | 53.936.289 | 9.991.709 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | |||
| Rückstellungen | 4.2.2.2 | 17.400 | 46.400 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.2.2.3 | 2.173.111 | 2.016.575 |
| Sonstige nanzielle Verbindlichkeiten | 4.2.2.4 | 4.012.249 | 5.108.042 |
| Sonstige nicht-nanzielle Verbindlichkeiten | 4.2.2.5 | 7.150.616 | 7.450.749 |
| Summe langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen |
13.353.377 | 14.621.766 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | |||
| Rückstellungen | 4.2.2.2 | 37.329 | 77.000 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.2.2.3 | 5.410.141 | 6.893.775 |
| Sonstige nanzielle Verbindlichkeiten | 4.2.2.4 | 5.791.059 | 5.785.142 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.2.2.6 | 2.346.965 | 1.633.172 |
| Steuerverbindlichkeiten | 215.015 | 518.996 | |
| Sonstige nicht-nanzielle Verbindlichkeiten | 4.2.2.5 | 3.074.202 | 2.404.062 |
| Summe kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen |
16.874.712 | 17.312.147 | |
| Bilanzsumme | 84.164.378 | 41.925.622 |
| in EUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | ||
| Konzernergebnis | -1.788.054 | -329.184 |
| Erfolgswirksam erfasste tatsächliche Ertragsteuern | -162.597 | 528.989 |
| Gezahlte Ertragsteuern | 3.818 | -32.341 |
| Erfolgswirksam erfasstes Finanzergebnis | 1.618.931 | 1.058.831 |
| Erhaltene Zinsen | 59 | 590 |
| Gezahlte Zinsen | -1.200.046 | -815.726 |
| Nicht zahlungswirksame Verluste aus at-equity bilanzierten Beteiligungen | 59.179 | 4.903 |
| Abschreibungen | 5.639.459 | 3.169.484 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen | -385.983 | -6.979 |
| Minderung (Erhöhung) übrige Vermögenswerte | -789.827 | 533.828 |
| Erhöhung (Minderung) übrige Schulden | 789.811 | 551.103 |
| Erhöhung (Minderung) Rückstellungen | -68.671 | 26.915 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Posten | -1.610.789 | -2.518.589 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Änderungen im Working Capital | 2.105.290 | 2.171.824 |
| Minderung (Erhöhung) von Vorräten | -1.196.699 | -403.220 |
| Minderung (Erhöhung) von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -2.726.441 | -1.021.600 |
| Erhöhung (Minderung) von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 713.793 | -586.212 |
| Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | -1.104.057 | 160.792 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | ||
| Auszahlungen aus dem Erwerb von von immateriellen Vermögenswerten | -181.393 | -308.083 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen | 385.983 | 15.594 |
| Auszahlungen aus dem Erwerb von Sachanlagen | -5.412.275 | -6.525.261 |
| Auszahlungen aus dem Erwerb von kurzfristigen Termingeldern | -30.000.000 | - |
| Auszahlungen aus dem Erwerb von Anteilen an assoziierten Unternehmen | -125.000 | -375.000 |
| Netto-Cashflow aus Investitionstätigkeit | -35.332.685 | -7.192.750 |
| Konzernabschluss- und Anhang Konzernkapitalussrechnung | |
|---|---|
| ---------------------------------------------------------- | -- |
| Cashow aus Finanzierungstätigkeit | ||
|---|---|---|
| Einzahlungen aus Eigenkapitalerhöhungen | 46.125.000 | - |
| Einzahlung aus Erstattung Gesellschafter für Eigenkapitaltransaktion | 469.612 | - |
| Auszahlungen aus Erwerb eigenen Anteile | -763.398 | - |
| Auszahlungen für Eigenkapitaltransaktionskosten | -2.326.577 | -35.218 |
| Einzahlungen aus Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.366.655 | 4.290.732 |
| Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -2.693.752 | -640.764 |
| Tilgung von sonstigen nanziellen Verbindlichkeiten | -1.323.102 | - |
| Einzahlungen aus Sale-and-nance-leaseback-Transaktionen | 4.086.972 | 7.214.881 |
| Einzahlungen aus Investitionszulagen und -zuschüssen | - | 637.761 |
| Netto-Einzahlung (Auszahlung) aus Factoring | - | 155.933 |
| Auszahlung für Schulden aus Finanzierungsleasing | -5.090.892 | -4.648.670 |
| Netto-Cashow aus Finanzierungstätigkeit | 39.850.518 | 6.974.655 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungs mitteläquivalente vor Wechselkursen |
3.413.776 | -57.303 |
| Wechselkursbedingte Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
615 | -360 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 3.414.391 | -57.663 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Geschäftsjahres |
1.186.045 | 1.243.708 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Geschäftsjahres |
4.600.437 | 1.186.045 |
in EUR 2016 2015
Zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auf 4.3 des Konzernanhangs.
| Gezeichnetes | ||||
|---|---|---|---|---|
| in EUR | Kapital | Eigene Anteile | Kapitalrücklage |
| 01.01.2015 | 4.578.187 | - | 9.055.249 |
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | - | - | - |
| Sonstiges Konzernergebnis | - | - | - |
| Summe Konzerngesamtergebnis | - | - | - |
| Eigenkapitaltransaktionskosten | - | - | -24.779 |
| Veränderung von nicht beherrschenden Anteilen | - | - | - |
| 31.12.2015 | 4.578.187 | - | 9.030.470 |
| 01.01.2016 | 4.578.187 | - | 9.030.470 |
| Konzernergebnis | - | - | - |
| Sonstiges Konzernergebnis | - | - | - |
| Summe Konzerngesamtergebnis | - | - | - |
| Ausgabe von Aktienoptionen | - | - | 168.796 |
| Erwerb eigener Anteile | - | -763.398 | - |
| Veräußerung eigener Anteile | - | 360.000 | 1.187.190 |
| Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln (Aktiensplitt) | 4.578.187 | -67.233 | -4.510.954 |
| Sachkapitalerhöhung/ Erwerb Minderheiten | 183.128 | - | -294.822 |
| Kapitalerhöhung durch Emissionserlös | 3.750.000 | - | 42.375.000 |
| Einstellung in die Rücklagen | - | - | - |
| Veränderung von nicht beherrschenden Anteilen | - | - | - |
| Ausschüttungen | - | - | - |
| Eigenkapitaltransaktionskosten | - | - | -1.615.451 |
| Anteilige Erstattung von Eigenkapitaltransaktionskosten | - | - | 326.074 |
| 31.12.2016 | 13.089.502 | -470.631 | 46.666.302 |
Zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auf 4.3 des Konzernanhangs.
| nicht beherrschende Summe Anteile Eigenkapital |
Eigenkapital, das den Eigentümern des Mutterunt ernehmens zuzurechnen ist |
kumuliertes sonstiges Konzern ergebnis |
Gewinn rücklagen |
|---|---|---|---|
| Rücklage für Währungsum rechnung |
|||
| -23.584 10.358.560 |
10.382.144 | -8.464 | -3.242.828 |
| 28.787 -329.184 |
-357.971 | - | -357.971 |
| - -12.912 |
-12.912 | -12.912 | - |
| 28.787 -342.096 |
-370.883 | -12.912 | -357.971 |
| - -24.779 |
-24.779 | - | - |
| -11.791 24 |
11.815 | - | 11.815 |
| -6.588 9.991.709 |
9.998.297 | -21.376 | -3.588.984 |
| -6.588 9.991.709 |
9.998.297 | -21.376 | -3.588.984 |
| -61.123 -1.788.054 |
-1.726.932 | - | -1.726.932 |
| - -11.592 |
-11.592 | -11.592 | - |
| -61.123 -1.799.647 |
-1.738.524 | -11.592 | -1.726.932 |
| - 168.796 |
168.796 | - | - |
| - -763.398 |
-763.398 | - | - |
| - 1.547.190 |
1.547.190 | - | - |
| - | - | - | - |
| 67.711 -43.983 |
-111.694 | - | - |
| - 46.125.000 |
46.125.000 | - | - |
| - | - | - | - |
| - | - | - | - |
| - - -1.615.451 |
- -1.615.451 |
- - |
- - |
| - 326.074 |
326.074 | - | - |
| - 53.936.289 |
53.936.289 | -32.969 | -5.315.915 |
Die va-Q-tec AG mit Sitz in Deutschland, 97080 Würzburg, Karl-Ferdinand-Braun Str. 7, ist im Handelsregister Würzburg unter der Nummer HRB 7368 eingetragen. Der Konzernabschluss der va-Q-tec AG beinhaltet neben der va-Q-tec AG selbst auch ihre Tochtergesellschaften (im Folgenden auch "va-Q-tec", "va-Q-tec Konzern" oder "Gesellschaft" genannt). va-Q-tec ist ein technologisch führender Anbieter hocheffizienter Produkte und Lösungen im Bereich der thermischen Isolation. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt innovative Produkte zur zuverlässigen und energieeffizienten Temperaturkontrolle bzw. Dämmung – Vakuumisolationspaneele ("VIPs") und Phasenübergangsmaterialien ("PCMs"). Darüber hinaus fertigt va-Q-tec durch die optimale Kombination von VIPs und PCMs passive thermische Verpackungssysteme (Container und Boxen). Zur Durchführung von temperatursensiblen Logistikketten bietet va-Q-tec in einem globalen Partnernetzwerk die Vermietung von Containern und Boxen an, mit denen anspruchsvolle Thermoschutzstandards erfüllt werden können. Neben Healthcare & Logistik als Hauptmarkt werden folgende weitere Märkte von va-Q-tec adressiert: Kühlgeräte und Lebensmittel, Technik & Industrie , Mobilität und Bau.
Der vorliegende Konzernabschluss der va-Q-tec für das Geschäftsjahr zum 31.12.2016 wurde am 14.04.2017 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.
Die va-Q-tec AG ist oberstes Mutterunternehmen der va-Q-tec Gruppe und stellt somit für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf. Seit dem 30. September 2016 ist die va-Q-tec AG börsennotiert und daher ab diesem Zeitpunkt kapitalmarktorientiert. Hiermit ist sie trotz Unterschreiten der Größenkriterien nach §293 HGB aufgrund §293 Abs. 5 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. va-Q-tec erstellt den Konzernabschlusses zum 31.12.2016 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach §315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Begriff IFRS umfasst auch alle noch gültigen International Accounting Standards (IAS) sowie sämtliche Interpretationen und Änderungen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC) – vormals International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) – und des ehemaligen Standing Interpretations Committee (SIC).
Der Konzernabschluss wurde auf Grundlage der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten aufgestellt. Davon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt wurden. Eine entsprechende Erläuterung erfolgt im Rahmen der jeweiligen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.
Historische Anschaffungs- oder Herstellungskosten basieren im Allgemeinen auf dem beizulegenden Zeitwert, der die im Austausch für den Vermögenswert entrichtete Gegenleistung darstellt.
Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. Dies gilt unabhängig davon, ob der Preis direkt beobachtbar oder unter Anwendung einer Bewertungsmethode geschätzt werden muss.
Der beizulegende Zeitwert, welcher für bestimmte Angaben und Rechnungsmethoden zu bestimmen ist, ist nicht immer als Marktpreis verfügbar. Häufig muss er auf Basis verschiedener Bewertungsparameter ermittelt werden. In Abhängigkeit von der Verfügbarkeit beobachtbarer Parameter und der Bedeutung dieser Parameter für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts im Ganzen wird der beizulegende Zeitwert den Stufen 1, 2 oder 3 zugeordnet (Fair Value-Hierarchie). Die Unterteilung erfolgt nach folgender Maßgabe:
In der Regel klassiziert der Konzern Vermögenswerte und Schulden als kurzfristig, wenn diese voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder ausgeglichen werden. Soweit Vermögenswerte und Schulden sowohl einen kurzfristigen als auch einen langfristigen Anteil aufweisen, werden diese in ihre Fristigkeitskomponenten aufgeteilt und entsprechend dem Bilanzgliederungsschema als kurzfristige und langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden ausgewiesen.
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Der Konzernabschluss wird in Euro (EUR), der funktionalen sowie Darstellungswährung von va-Q-tec, aufgestellt. Bei Abweichungen von bis zu einer Einheit (EUR, %) handelt es sich um rechentechnisch begründete Rundungsdierenzen.
Der va-Q-tec Konzern hat für sämtliche in seinem IFRS-Konzernabschluss dargestellten Perioden einheitliche Rechnungslegungsmethoden angewandt. Diese entsprechen den IFRS, wie sie verpichtend in der EU im Geschäftsjahr 2016 anzuwenden waren.
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.
Folgende neuen Standards und Interpretationen bzw. Änderungen von bestehenden Standards und Interpretationen sind für Geschäftsjahre, die ab dem 01.01.2016 beginnen, verpichtend geltend, und wurden von der Gesellschaft erstmalig angewandt.
| Standard | Titel | Verpichtende Anwendung für Geschäftsjahre beginnend ab |
|---|---|---|
| Änderung an IFRS 11 | Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit |
01.01.2016 |
| Änderungen an IAS 1 | Anhangangaben | 01.01.2016 |
| Änderungen an IAS 16 / IAS 38 | Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden |
01.01.2016 |
| Änderungen an IAS 27 | Anwendung der Equity-Methode im Einzelabschluss |
01.01.2016 |
| Änderungen an IAS 10, 12, IAS 28 | Investmentgesellschaften: Anwend ung der Ausnahmevorschrift zur Konsolidierung |
01.01.2016 |
| Improvements to IFRS (2012-2014) | Annual Improvements 2012-2014 | 01.01.2016 |
Die neu anzuwendenden Rechnungslegungsstandards hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Die nachfolgenden Standards und Interpretationen bzw. Änderungen von bestehenden Standards und Interpretationen wurden sowohl vom IASB verabschiedet, als auch von der EU mit Inkrafttreten für nach dem 01.01.2016 beginnenden Geschäftsjahren übernommen. Die Gesellschaft hat die Regelungen nicht vorzeitig angewandt.
| Standard | Titel | Verpflichtende Anwendung für Geschäftsjahre beginnend ab |
|---|---|---|
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 01.01.2018 |
| IFRS 15 | Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 01.01.2018 |
Für das Geschäftsjahr 2017 ergeben sich hieraus keine Auswirkungen auf Bilanzierung und Bewertung.
Der neue Standard IFRS 9 schreibt Regelungen für die Bilanzierung von Finanzinstrumenten vor und ersetzt IAS 39 Financial Instruments: Recognition and Measurement. IFRS 9 schreibt insbesondere neue Klassifizierungsmethoden für Finanzinstrumente vor, was eine wahrscheinliche Auswirkung auf die Klassifizierung und nachfolgende Darstellung von finanziellen Vermögenswerten des Unternehmens haben wird. Des Weiteren führt der neue Standard das Modell der erwarteten Verluste für Vermögenswerte ein, was unternehmensweite Anpassungen der Rechnungslegungsgrundsätze für Wertberichtigungen in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfordern wird.
Trotz der Änderung der Rechnungslegungsgrundsätze für Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine wesentliche quantitative Auswirkung auf den Konzernabschluss aufgrund der kurzfristigen Natur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der bisherigen Bilanzierungsmethodik des Unternehmens für Wertberichtigungen auf Lieferungen und Leistungen nicht erwartet.
IFRS 9 wird weder eine wesentliche Auswirkung auf finanzielle Verbindlichkeiten des Unternehmens noch auf die Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten haben, da die neuen Leitlinien zum großen Teil aus IAS 39 übernommen wurden. Die tatsächlichen Auswirkungen der Anwendung des IFRS 9 auf den Konzernabschluss im Jahr 2018 hängen größtenteils von den Finanzinstrumenten, die va-Q-tec zu diesem Zeitpunkt halten wird, und den zu diesem Zeitpunkt vorliegenden wirtschaftlichen Bedingungen ab.
Die neuen Regelungen und Definitionen zur Umsatzrealisierung im IFRS 15 ersetzen sowohl die Inhalte des IAS 18 – Umsatzerlöse, als auch des IAS 11 – Fertigungsaufträge sowie zugehöriger Interpretationen. Gemäß IFRS 15 sind Umsatzerlöse zu erfassen, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über die vereinbarten Güter und Dienstleistungen erlangt und Nutzen aus ihnen ziehen kann. Die Umsatzerlöse sind mit dem Betrag der Gegenleistung zu bewerten, die das Unternehmen erwartet zu halten.
Der neue IFRS 15 beinhaltet auch zahlreiche Angabepflichten zu Art, Höhe, Anfall und Unsicherheiten von Umsatzerlösen sowie aus Kundenverträgen resultierenden Zahlungsströmen.
Die va-Q-tec AG plant keine retrospektive Anwendung des IFRS 15. Mögliche Auswirkungen des neuen Standards werden derzeit analysiert und lassen keine verlässlichen Aussagen zu den voraussichtlichen Auswirkungen zu.
Folgende in den kommenden Jahren in Kraft tretende Standards wurden noch nicht in geltendes EU-Recht übernommen:
Standards, die noch nicht in geltendes EU-Recht übernommen wurden
| Standard | Titel | Verpichtende Anwendung für Geschäftsjahre beginnend ab |
|---|---|---|
| IFRS 16 | Leasingverhältnisse | 01.01.2019 |
| Änderungen an IAS 12 | Ansatz aktiver latenter Steuern auf unrealisierte Verluste |
01.01.2017 |
| Änderungen an IAS 7 | Kapitalussrechnung | 01.01.2017 |
| Änderungen an IFRS 2 | Klarstellungen zur Klassizierung und Bewertung anteilsbasierter Vergütungstransaktionen |
01.01.2018 |
| Änderungen an IFRS 4 | Unterschiedliche Erstanwendungsze itpunkte des IFRS 9 und des künfti gen Standards zur Bilanzierung von Versicherungsverträgen IFRS 4 |
01.01.2018 |
| Änderungen an IFRS 15 | Klarstellungen zu IFRS 15 | 01.01.2018 |
| Änderungen an IAS 40 | Übertragungen in den oder aus dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien |
01.01.2018 |
| IFRIC 22 | Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen |
01.01.2018 |
| Improvements to IFRS (2014-2016) | Annual Improvements 2014-2014 | 01.01.2018 |
| Improvements to IFRS (2014-2016) | Annual Improvements 2010-2012 | 01.01.2017 |
Mögliche Auswirkungen der noch nicht in geltendes EU-Recht übernommen Standards oder Änderungen an Standards auf den Konzernabschluss der va-Q-tec werden derzeit analysiert.
Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat die Konzernleitung Ermessensentscheidungen, die sich auf ausgewiesene Beträge im Konzernabschluss auswirken, getroffen. Danach sind bei der Aufstellung des Konzernabschlusses zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die einen Effekt auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden der Berichtsperiode haben.
Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand fußen. Insbesondere wurden hinsichtlich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Umstände ebenso, wie die als realistisch unterstellte künftige Entwicklung des Umfelds zugrunde gelegt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen.
Die verwendeten Schätzungen und Annahmen sind in den Erläuterungen der einzelnen Bilanz- und GuV-Positionen in Abschnitt 3 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" dargestellt. Die wesentlichen betragsmäßigen Auswirkungen ergeben sich in den nachfolgend genannten Bereichen:
Der Konsolidierungskreis leitet sich aus der Anwendung von IFRS 10 (Konzernabschlüsse) ab. Im Konzernabschluss der va-Q-tec AG zum 31.12.2016 wurden die folgenden Tochtergesellschaften vollkonsolidiert:
| Name | Sitz | Kapitalanteil 31.12.2016 | Kapitalanteil 31.12.2015 |
|---|---|---|---|
| va-Q-tec Ltd. (UK) | Rochester , UK | 100 % | 94 % |
| va-Q-tec Inc. (USA) | East Rutherford, NJ, USA | 100 % | 100 % |
| va-Q-tec Ltd. (Korea) | Joong-gu, Incheon, Republik Korea | 100 % | 100 % |
Die Minderheitenanteile der britischen Tochtergesellschaft wurden im Zuge einer Sachkapitalerhöhung durch den Minderheitsgesellschafter in die va-Q-tec AG eingebracht. Im Vorjahr hielt die va-Q-tec AG abweichend vom wirtschaftlichen Kapitalanteil an der va-Q-tec Ltd. (UK) rechtlich 90% der Anteile und damit Stimmrechte. Im Hinblick auf wesentliche Finanzinformationen der Tochterunternehmen wird auf die Segmentberichterstattung verwiesen.
Die va-Q-tec AG und ihre Tochtergesellschaften bilden zusammen den va-Q-tec Konzern.
Neben den Anteilen an oben genannten vollkonsolidierten Tochtergesellschaften hält die va-Q-tec AG zum Stichtag einen Anteil an der SUMTEQ GmbH, Köln i.H.v. 18,5%. Die Beteiligung ist aufgrund gesellschaftsrechtlicher Vereinbarungen, die va-Q-tec einen maßgeblichen Einuss auf die nanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen ermöglichen, als assoziiertes Unternehmen zu klassizieren und wird entsprechend der at-equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
Ein Mitgesellschafter der va-Q-tec Ltd. (UK) war seit Gründung in 2011 rechtlich i.H.v. 10% an der Gesellschaft beteiligt und in dieser Höhe stimmberechtigt. Aufgrund wirtschaftlicher Beschränkungen wurden die Anteile bis zum 01.01.2013 dem Mehrheitsgesellschafter zugerechnet und somit keine nicht beherrschenden Anteile im Konzernabschluss ausgewiesen. In 2013, 2014 und 2015 sind die wirtschaftlichen Beschränkungen für jeweils 2% der Kapitalanteile entfallen. Die Transaktion wurde in allen drei Fällen als mehrheitswahrende Abstockung erfolgsneutral im Eigenkapital abgebildet und führte zum Ausweis von nicht beherrschenden Anteilen. Im September 2016 erwarb die va-Q-tec AG durch Sacheinlage des Minderheitsgesellschafters in die va-Q-tec AG dessen Anteile an der britischen Tochtergesellschaft. Die va-Q-tec AG hält somit zum 31.12.2016 wirtschaftlich und rechtlich 100% der Anteile. Aus Konzernsicht wurde die Transaktion als mehrheitswahrende Aufstockung erfolgsneutral im Eigenkapital abgebildet.
In 2015 hat die va-Q-tec AG für 375.000 EUR einen Minderheitenanteil von 14,6% an der SUMTEQ GmbH, Köln erworben und diesen durch eine Kapitalerhöhung i.H.v. 125.000 EUR im November 2016 auf 18,5% erhöht. SUMTEQ ist ein junges Technologieunternehmen, das innovative Schäume entwickelt, die zukünftig als leistungsfähige Kernmaterialien für VIPs eingesetzt werden können. Es handelt sich insofern um eine strategische Investition.
Dem Konzernabschluss liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde. Soweit erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen angepasst, um sie an die im Konzern angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden anzugleichen. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind jeweils auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.
Tochterunternehmen sind diejenigen Gesellschaften, bei denen der Konzern über bestehende Rechte verfügt, die ihm die gegenwärtige Fähigkeit verleihen, die maßgeblichen Tätigkeiten der Gesellschaften zu lenken. Die maßgeblichen Tätigkeiten sind die Tätigkeiten, die die Profitabilität der Gesellschaft wesentlich beeinflussen. Beherrschung ist daher gegeben, wenn der Konzern variablen Rückflüssen aus der Beziehung zu einer Gesellschaft ausgesetzt ist und mithilfe seiner Verfügungsgewalt über die maßgeblichen Tätigkeiten die Möglichkeit hat, diese Rückflüsse zu beeinflussen. Im va-Q-tec Konzern beruht die Beherrschungsmöglichkeit jeweils auf einer unmittelbaren Stimmrechtsmehrheit der va-Q-tec AG. Die Einbeziehung von Unternehmen in den Konzernabschluss der va-Q-tec AG beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn diese nicht mehr besteht.
Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung werden die Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Da es sich bei sämtlichen Tochterunternehmen um selbst gegründete Gesellschaften handelt, haben sich aus der Erstkonsolidierung jeweils keine Unterschiedsbeträge ergeben. Anteile anderer Gesellschafter (Nicht beherrschende Anteile) werden entsprechend dem ihnen zustehenden Anteil am Nettovermögen der jeweiligen Gesellschaft ausgewiesen.
Konzerninterne Geschäftsvorfälle werden vollständig bereinigt. Dabei werden maßgebliche Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften gegeneinander aufgerechnet sowie Zwischengewinne und -verluste eliminiert. Konzerninterne Erträge werden mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf etwaige temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.
Änderungen der Beteiligungsquoten des Konzerns an Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen erfasst.
Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei dem va-Q-tec über maßgeblichen Einfluss verfügt. Maßgeblicher Einfluss ist dabei definiert als die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Beteiligungsunternehmens mitzuwirken, ohne zu beherrschen oder gemeinschaftlich zu führen. Wenn die va-Q-tec AG direkt oder indirekt zwischen 20% und 50% der Stimmrechte an einem Beteiligungsunternehmen hält, besteht die Vermutung, dass ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann. Bei einem direkt oder indirekt gehaltenen Stimmrechtsanteil von weniger als 20% wird kein maßgeblicher Einfluss vermutet, außer er kann eindeutig nachgewiesen werden.
Anteile an at-equity-bilanzierten Beteiligungen werden zunächst mit den Anschaffungskosten und in den Folgeperioden mit dem fortgeschriebenen anteiligen Nettovermögen bilanziert. Dabei werden die Buchwerte jährlich um die anteiligen Ergebnisse, die Ausschüttungen und alle weiteren Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Unrealisierte Gewinne auf der Basis von Transaktionen mit assoziierten Unternehmen werden nach Maßgabe des Anteils der va-Q-tec gegen den Beteiligungsbuchwert eliminiert. Unrealisierte Verluste werden in gleicher Weise eliminiert, jedoch nur in dem Maße, in dem kein Anzeichen auf eine Wertminderung vorliegt. Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht gesondert ausgewiesen, sondern sind im Wertansatz der Beteiligung enthalten. Eine planmäßige Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte findet nicht statt. Aufgedeckte stille Reserven werden planmäßig abgeschrieben. Nach der at-equity-Methode bilanzierte Beteiligungen werden außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert unterschreitet.
Eine statuswahrende Erhöhung der Beteiligungsquote führt wie analog der erstmaligen Einbeziehung für den hinzuerworbenen Teil zu einer Ermittlung und Aufdeckung der anteiligen stillen Reserven und eines möglichen Goodwills.
Der Konzernabschluss ist unter Beachtung des Konzepts der funktionalen Währung aufgestellt worden. Die funktionale Währung der va-Q-tec AG ist die primäre Währung des Wirtschaftsumfeldes, in dem der va-Q-tec Konzern tätig ist. Sie entspricht dem Euro, welcher zugleich der Darstellungswährung des Konzernabschlusses entspricht. Funktionale Währung der Tochtergesellschaften in den USA und Südkorea ist jeweils die Landeswährung, da diese Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in den jeweiligen Märkten selbstständig betreiben. Die funktionale Währung der britischen Tochtergesellschaft entspricht dem Euro.
In den Abschlüssen jedes einzelnen Konzernunternehmens werden Geschäftsvorfälle in Fremdwährung mit den am Tag der Transaktion gültigen Kursen in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden an jedem Abschlussstichtag mit dem gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Zu Anschaungsoder Herstellungskosten bewertete nicht-monetäre Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der erstmaligen bilanziellen Erfassung umgerechnet. Die aus diesen Umrechnungen entstandenen Fremdwährungsgewinne und -verluste werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
Zur Aufstellung des Konzernabschlusses werden die Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Tochtergesellschaften des Konzerns, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, in Euro umgerechnet, wobei die am Abschlussstichtag gültigen Wechselkurse herangezogen werden. Erträge und Aufwendungen werden zum Durchschnittskurs der Periode umgerechnet, es sei denn, die Umrechnungskurse während der Periode würden starken Schwankungen unterliegen. In diesem Fall würden die Umrechnungskurse zum Zeitpunkt der Transaktion Anwendung nden. Umrechnungsdierenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe in Konzernwährung werden im sonstigen Konzernergebnis erfasst und im Eigenkapital angesammelt.
Die für die Umrechnung in Euro verwendeten Wechselkurse der wesentlichen Währungen im Konzern ergeben sich aus folgender Tabelle:
| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | 2016 | 2015 | |
| Britisches Pfund | 0,8562 | 0,7739 | 0,8444 | 0,7258 |
| US-Dollar | 1,0541 | 1,0887 | 1,0543 | 1,1095 |
| Südkoreanischer Won | 1.269,36 | 1.280,78 | 1.248,48 | 1.256,54 |
Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung bewertet und stellen die Beträge dar, die für Güter und Dienstleistungen im normalen Geschäftsablauf zu erhalten sind.
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern werden ausgewiesen, wenn die wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Eigentum an den Gütern auf den Kunden übergegangen sind, ein Preis vereinbart wurde oder ermittelt werden kann und wenn die Zahlung wahrscheinlich ist. Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde und die Höhe der Erlöse verlässlich bestimmt werden kann. Zahlungen für nicht zurück gelieferte Thermoboxen im Zusammenhang mit erbrachten Vermietdienstleistungen werden als Umsatzerlöse ausgewiesen. Von den Umsatzerlösen werden Rabatte, Boni, Umsatzsteuern und andere im Zusammenhang mit der Leistung stehende Steuern abgesetzt.
In der Position Finanzergebnis ausgewiesene Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht unter Berücksichtigung der ausstehenden Darlehenssumme und des anzuwendenden Zinssatzes abgegrenzt. Dabei findet die Effektivzinsmethode Anwendung.
Der Aufwand aus Ertragsteuern stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Jahr ermittelt. Der zu versteuernde Gewinn unterscheidet sich von dem in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Gewinn vor Steuern, da Ertragsund Aufwandsposten, die in anderen Jahren zu versteuern oder abzugsfähig sind, sowie Posten, auf die grundsätzlich keine Steuern anfallen oder die grundsätzlich nicht abzugsfähig sind, hierin nicht enthalten sind.
Latente Steuern werden in Übereinstimmung mit der in IAS 12 (Ertragsteuern) dargelegten bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode erfasst. Danach werden Steuerabgrenzungsposten für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen in der Konzernbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet. Aktive latente Steuern werden nur dann berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass die entsprechenden Steuervorteile auch realisiert werden. Die Verlustvorträge, auf die aktive latente Steuern gebildet wurden, werden erwartungsgemäß innerhalb des Planungszeitraums von fünf Jahren genutzt. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Abschlussstichtag geprüft und im Wert gemindert, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, um den Anspruch vollständig oder teilweise zu realisieren.
Für zu versteuernde temporäre Differenzen, die aus Anteilen an Tochterunternehmen entstehen, werden latente Steuerschulden gebildet, es sei denn, dass der Konzern die Umkehrung der temporären Differenzen steuern kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht umkehren wird.
Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, soweit sie denselben Steuerpflichtigen betreffen und gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen.
Zur Bewertung latenter Steuern werden die Steuersätze zukünftiger Jahre herangezogen, soweit sie bereits gesetzlich festgeschrieben sind bzw. der Gesetzgebungsprozess im Wesentlichen abgeschlossen ist. Latente Steuern werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Sofern die den Steuerlatenzen zugrunde liegenden Be- oder Entlastungen ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst werden, erfolgt die Bildung bzw. Auflösung der latenten Steuern ebenfalls ergebnisneutral.
Das Ergebnis je Aktie (Basic Earnings per Share) wird nach IAS 33 (Ergebnis je Aktie) ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus der Division des Ergebnisanteils nach Steuern der Gesellschafter des Mutterunternehmens durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahrs in Umlauf befindlichen Aktien. Das Konzernergebnis war dabei in den Vorjahren nicht auf die verschiedenen Aktiengattungen aufzuteilen, da Stammaktien und
Vorzugsaktien im Hinblick auf das Anrecht auf den Bezug von Dividenden gleich ausgestaltet waren. Die Vorzugsaktien wurden in 2016 vollständig in Stammaktien umgewandelt (für nähere Erläuterungen verweisen wir auf Kapitel 4.2.2.1). Ein verwässertes Ergebnis je Aktie wird gesondert ausgewiesen. Das verwässerte Ergebnis je Aktie wird unter der Annahme berechnet, dass alle potenziell verwässernden Instrumente und aktienbasierten Vergütungspläne umgewandelt beziehungsweise ausgeübt werden.
Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen aus der Nutzung des Vermögenswerts zu erwarten ist und die Kosten des Vermögenswerts verlässlich ermittelt werden können.
Einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaungskosten, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte zu Herstellungskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden die immateriellen Vermögenswerte zu ihren Anschaungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und gegebenenfalls kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Forschungskosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen.
Immaterielle Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer werden linear über die Nutzungsdauer abgeschrieben und, sobald es Anhaltspunkte für eine Wertminderung des immateriellen Vermögenswerts gibt, auf möglichen Wertminderungsbedarf geprüft. Die geschätzte Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode werden am Ende der jährlichen Berichtsperiode überprüft und eventuelle Änderungen der Schätzung werden bei der Folgebewertung berücksichtigt. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
| Software | 3 – 5 Jahre |
|---|---|
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 6 Jahre |
Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden als Dierenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam im sonstigen betrieblichen Ertrag bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
Ein aus interner Entwicklung (oder der Entwicklungsphase eines internen Projekts) entstehender immaterieller Vermögenswert wird angesetzt, sofern die entsprechenden Voraussetzungen des IAS 38.57 nachgewiesen werden können. Die aktivierten Herstellungskosten selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte umfassen die dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie entwicklungsbezogene Gemeinkosten.
Sachanlagen werden für Geschäftszwecke genutzt und zu Anschaungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet.
Die Anschaungskosten einer Sachanlage umfassen sämtliche direkt dem Erwerb des Vermögenswertes zurechenbaren Kosten. Reparaturen und Wartungen werden in dem Geschäftsjahr aufwandswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem sie angefallen sind. Selbst erstellte Vermögenswerte werden erstmalig mit den direkt zurechenbaren Herstellungskosten sowie produktionsbezogenen Gemeinkosten bewertet.
Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, Bau oder der Herstellung eines sogenannten qualizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, sind nach IFRS als Teil der Anschaungs- oder Herstellungskosten zu aktivieren. Im Berichtszeitraum sowie in der Vergleichsperiode wurden keine qualizierten Vermögenswerte angeschat oder hergestellt, für die eine Aktivierung von Fremdkapitalkosten geboten wäre.
Sachanlagen werden gemäß der Nutzungsart und Nutzungsdauer der Vermögenswerte linear abgeschrieben. Die Abschreibung beginnt zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte für die beabsichtigte Nutzung zur Verfügung stehen. Die Restwerte, Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern werden jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Den planmäßigen Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Gebäude, Außenanlagen und Gebäudeeinrichtungen
| Gebäude | 33 Jahre |
|---|---|
| Außenanlagen und Gebäudeeinrichtungen | 8 – 14 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | |
| Produktionsanlagen | 8 – 12 Jahre |
| Sonstige technische Anlagen und Maschinen | 3 – 10 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 – 15 Jahre |
| Containerflotte | 5 Jahre |
| Boxenflotte | 2 – 5 Jahre |
Sofern Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, werden die Sachanlagen auf einen möglichen Wertminderungsbedarf geprüft.
Gewinne oder Verluste, die durch Veräußerung oder Ausbuchung eines Sachanlagenpostens entstehen, werden als Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen erfasst.
Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer sowie noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf Wertminderungen geprüft. Zum Bilanzstichtag 31.12.2016 lagen solche Vermögenswerte nicht vor. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft, wenn irgendein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass der Buchwert des Vermögenswerts nicht mehr erzielt werden kann. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des Betrags erfasst, um den der Buchwert des Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag des Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Der Nutzungswert wird dabei auf Basis der geschätzten künftigen Cashflows aus der Nutzung und dem Abgang des Vermögenswerts mit Hilfe des Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt. Als Diskontierungssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Sofern kein erzielbarer Betrag für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag für die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten (Cash Generating Unit) bestimmt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann.
Entfallen zu einem späteren Zeitpunkt die Gründe für die vorgenommene Wertminderung, so erfolgt grundsätzlich eine Zuschreibung auf den neuen erzielbaren Betrag. Die Wertaufholung ist begrenzt auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne die Wertberichtigung in der Vergangenheit ergeben hätte.
Es wurden keine Indikatoren für eine mögliche Wertminderung identifiziert. Außerplanmäßige Wertminderungen oder Zuschreibungen gemäß IAS 36 wurden im Berichtszeitraum sowie im Vorjahr entsprechend nicht vorgenommen.
Der Konzern least oder schließt Mietkaufverträge über bestimmte immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen ab. Zu Beginn des jeweiligen Leasingverhältnisses erfolgt die Einstufung als Operating- oder Finanzierungsleasing. Gemäß IAS 17 werden Leasingverhältnisse als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn durch die Leasingvereinbarung im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen werden. Ver-
mögenswerte aus Finanzierungsleasing werden im Zugangszeitpunkt zum niedrigeren Wert aus Barwert der Mindestleasingzahlungen und dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands bilanziert. Zeitgleich erfolgt in gleicher Höhe die Passivierung der Leasingverbindlichkeit unter den sonstigen kurz- und langfristigen nanziellen Verbindlichkeiten. Im Rahmen der Folgebewertung wird der Vermögenswert aus Finanzierungsleasing linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder kürzere Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Sollten Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen, werden außerplanmäßige Wertberichtigungen auf den Leasingvermögenswert vorgenommen. Die Mindestleasingzahlungen werden in Zins- und Tilgungsanteil aufgeteilt. Der Zinsanteil wird dabei erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst. Der Tilgungsanteil reduziert die Leasingverbindlichkeit.
Leasingverhältnisse, bei denen der wesentliche Teil der Chancen und Risiken beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasing klassiziert. Die damit verbundenen Leasingaufwendungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
Im Rahmen von Sale-and-nance-leaseback-Transaktionen verkauft der Konzern Container an Leasinggesellschaften und least diese anschließend wieder zurück. Durch die Rückmietung übernimmt der Konzern wieder alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken und klassiziert das Leasingverhältnis als Finanzierungsleasing. Die Umsatzerlöse aus diesen Sale-and-nance-leaseback-Transaktionen werden vollständig eliminiert. Da sämtliche Container in der gleichen Periode hergestellt und im Wege von Sale-and-nance-leaseback-Transaktionen zurück geleast werden, sind die diesbezüglichen Zugänge aus den aktivierten Eigenleistungen mit den betragsmäßig gleichen Abgängen saldiert in der Entwicklung der Anschaungs- und Herstellungskosten der Containerotte im Sachanlagevermögen ausgewiesen. Die erstmalige Bewertung des Vermögenswerts aus Finanzierungsleasing erfolgt nach den allgemeinen Regeln des IAS 17 und führt zur Aktivierung des Leasinggegenstands und der korrespondierenden Verbindlichkeit.
Der Überschuss aus den va-Q-tec zuießenden nanziellen Mitteln (Verkaufspreis) und dem Buchwert bzw. den aktivierten Eigenleistungen der Container aus dem Verkauf darf bei Sale-and-nance-leaseback-Transaktionen nicht sofort erfolgswirksam erfasst werden, sondern wird als passiver Sonderposten unter den nicht-nanziellen Verbindlichkeiten abgegrenzt. Der Sonderposten wird über die Laufzeit des Leasingverhältnisses von 5 Jahren erfolgswirksam aufgelöst und in den sonstigen betrieblichen Erträgen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
Der Konzern tritt als Leasinggeber im Rahmen von Operating-Leasingverträgen auf. Dies betrit die kurzfristige Vermietung von Containern an Dritte. Die Leasingverhältnisse sind in der Regel von kurzer Dauer und es erfolgt keine Übertragung der mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer. Die vermieteten Container sind im Anlagevermögen ausgewiesen und die Erlöse aus der Vermietung werden innerhalb der Umsatzerlöse dargestellt.
Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Bei der Ermittlung der Anschaungskosten werden Anschaungsnebenkosten zugerechnet und Anschaungspreisminderungen abgezogen. Die Herstellungskosten enthalten die direkten Material- und Fertigungskosten sowie den produktionsbezogenen Anteil der xen und variablen Gemeinkosten. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem geschätzten, im normalen Geschäftsbetrieb erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der notwendigen Vertriebskosten. Zur verlustfreien Bewertung werden u. a. Bewertungsabschläge aufgrund von Gängigkeiten vorgenommen.
Die nanziellen Vermögenswerte setzen sich insbesondere aus Forderungen, derivativen Finanzinstrumenten mit positivem Marktwert und Zahlungsmitteln zusammen. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt nach IAS 39. Finanzielle Vermögenswerte werden bilanziert, wenn dem Konzern ein vertragliches Recht zusteht Zahlungsmittel oder andere nanzielle Vermögenswerte von Dritten zu erhalten. Käufe und Verkäufe von nanziellen Vermögenswerten werden grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert. Der erstmalige Ansatz eines nanziellen Vermögenswertes erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, gegebenenfalls zuzüglich der Transaktionskosten. Transaktionskosten von nanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind, werden aufwandswirksam erfasst. Die Folgebewertung erfolgt gemäß der Zuordnung der nanziellen Vermögenswerte zu den Kategorien nach IAS 39.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte einschließlich derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrument designiert wurden. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts finanzieller Vermögenswerte dieser Kategorie werden erfolgswirksam erfasst. Der aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten resultierende Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst, es sei denn, das Derivat wird als Sicherungsinstrument im Rahmen einer Sicherungsbeziehung einbezogen (Hedge Accounting) und ist als solches wirksam. Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr wurde jeweils kein Hedge Accounting angewendet.
Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten sowie unter Berücksichtigung möglicher Wertminderungen bewertet. Dieser Bewertungskategorie werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Forderungen sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zugeordnet.
Im Berichtsjahr wurden entgegen dem Vorjahr finanzielle Vermögenswerte als bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen in Form von kurzfristigen Termingeldern gehalten. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte lagen wie im Vorjahr nicht vor.
Finanzielle Vermögenswerte werden zu jedem Abschlussstichtag auf mögliche Wertminderungen untersucht. Liegen objektive Hinweise für eine Wertminderung vor, wird eine aufwandswirksame Wertberichtigung in Höhe der Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows vorgenommen und auf einem separaten Wertberichtigungskonto erfasst. Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in Folgeperioden aufgrund von Ereignissen, die objektiv nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertberichtigung eingetreten sind, wird die Wertminderung in entsprechendem Umfang erfolgswirksam zurückgenommen. Wertgeminderte Forderungen werden ausgebucht, wenn sie als uneinbringlich bewertet werden.
Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte hinsichtlich der Cashflows aus einem Vermögenswert auslaufen oder er die Rechte zum Erhalt der Cashflows in einer Transaktion überträgt, in der auch alle wesentlichen mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswertes verbundenen Risiken und Chancen übertragen werden. Ein Anteil an solchen übertragenen finanziellen Vermögenswerten, die im Konzern entstehen oder verbleiben, wird als separater Vermögenswert oder separate Verbindlichkeit bilanziert.
Als Eigenkapital werden Geld- und Sacheinlagen definiert, die einen Residualanspruch an den Vermögenswerten eines Unternehmens nach Abzug aller dazugehörigen Schulden begründen. Eigenkapitalinstrumente werden zum erhaltenen Ausgabeerlös abzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten erfasst. Transaktionskosten sind Kosten, welche ohne die Ausgabe des Eigenkapitalinstruments nicht angefallen wären. Diese werden unter Berücksichtigung sämtlicher Steuereffekt von der Kapitalrücklage in Abzug gebracht.
va-Q-tec bilanziert die in 2016 erstmals erworbenen eigenen Anteile nach der sogenannten cost method wonach die Anschaffungskosten der eigenen Anteile in einem separaten Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen werden. Abweichend davon wurden die eigenen Anteile im Halbjahresfinanzbericht noch nach der modifizierten par value Methode in Höhe des Nominalwertes mit dem gezeichneten Kapital verrechnet. Der Teil der Anschaffungskosten, der diesen Betrag überstieg, wurde mit der Kapitalrücklage verrechnet. Der Vorstand geht davon aus, dass dieser detaillierte Ausweis innerhalb des Eigenkapitals den Umfang der Transaktionen mit eigenen Anteilen nachvollziehbarer darstellt und die Änderung der Bilanzierungsmethode somit gerechtfertigt ist.
Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Arbeitnehmer werden zu dem beizulegenden Zeitwert des Eigenkapitalinstruments am Tag der Gewährung bewertet. Die Bewertung des gegenwärtigen Programms mit Zuteilungen in 2013 bzw. 2016 führte zu einem beizulegenden Zeitwert von null EUR bzw. 11,93 EUR je Option (vor Aktiensplit). Unter Berücksichtigung des Aktiensplit ergibt sich ein beizulegender Zeitwert i.H.v. 5,97 EUR je Option für die Zuteilungen in 2016. Der ermittelte beizulegende Zeitwert wird grundsätzlich linear über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit als Aufwand mit korrespondierender Erhöhung des Eigenkapitals (Kapitalrücklage) gebucht und beruht auf den Erwartungen des Konzerns hinsichtlich der Eigenkapitalinstrumente, die voraussichtlich unverfallbar werden. Für die in 2013 zugeteilten Optionen mit einem beizulegenden Zeitwert von Null wurde kein Aufwand erfasst. Zu jedem Abschlussstichtag prüft der Konzern seine Schätzungen bezüglich der Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die unverfallbar werden. Das Optionsprogramm ist mit dem Börsengang der va-Q-tec AG ausgelaufen.
Weitere Informationen zu anteilsbasierten Vergütungen im va-Q-tec Konzern sind im Abschnitt "Sonstige Angaben" dargestellt.
Zuwendungen der öentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen auch gewährt werden. Sie werden ertragswirksam in den Perioden erfasst, in denen der Konzern die entsprechenden Aufwendungen trägt, welche durch die Zuwendungen kompensiert werden sollen. Zuwendungen der öentlichen Hand, deren wichtigste Bedingung der Kauf, der Bau oder die sonstige Anschaung langfristiger Vermögenswerte ist, werden als nicht-nanzielle Verbindlichkeit in der Bilanz erfasst. Die Auösung erfolgt erfolgswirksam im sonstigen betrieblichen Ertrag auf Grundlage der Nutzungsdauer des entsprechenden Vermögenswertes. Im Gegensatz zum Vorjahr erhielt die va-Q-tec AG in 2016 keine weiteren Zuwendungen der öentlichen Hand zur Anschaung langfristiger Vermögenswerte.
Rückstellungen werden ausgewiesen, wenn dem Konzern aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpichtung entstanden ist, die künftig wahrscheinlich zu einem Abuss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führt und die Höhe dieser Verpichtung verlässlich geschätzt werden kann.
Der als Rückstellung erfasste Betrag entspricht der bestmöglichen Schätzung des für die Erfüllung der gegenwärtigen Verpichtung notwendigen Gegenwerts zum Bilanzstichtag, wobei die Risiken und Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Verpichtung berücksichtigt werden. In die Bewertung der Rückstellungen ießen sämtliche maßgeblichen Kostenfaktoren ein. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, sofern der Zinseekt wesentlich ist, zum Bilanzstichtag mit ihrem abgezinsten Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Wenn zu erwarten ist, dass der zur Erfüllung einer zurückgestellten Verpichtung erforderliche wirtschaftliche Nutzen ganz oder teilweise von Dritten erstattet wird, so wird die Forderung als Vermögenswert erfasst, wenn es so gut wie sicher ist, dass die Erstattung erfolgt und die Höhe der Forderung verlässlich bewertet werden kann.
Rückstellungen für Gewährleistungen werden zum Zeitpunkt des Verkaufs der betreenden Waren oder der Erbringung der entsprechenden Dienstleistungen gebildet. Die Höhe der Rückstellung basiert auf der historischen Entwicklung sowie einer Schätzung der zukünftigen Gewährleistungsfälle.
Finanzielle Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige nanzielle Verbindlichkeiten. Sie werden bei der erstmaligen Erfassung mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge — mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden — gemäß der Eektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaungskosten, gegebenenfalls abzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten, bewertet.
Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
| in EUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Produkte | 11.287.129 | 7.411.292 |
| Systeme | 10.426.393 | 5.253.947 |
| Dienstleistungen | 13.189.428 | 9.395.006 |
| Sonstige | 625.877 | 482.978 |
| Gesamt Konzern | 35.528.827 | 22.543.223 |
Das Produktgeschäft umfasst die Produktion und den Vertrieb von Vakuumisolationspaneelen und Wärmespeicherkomponenten. Diese Produkte werden in folgende Branchen verkauft: Healthcare & Logistik, Kühlgeräte & Lebensmittel, Technik & Industrie, Mobilität und Bau. Das Systemgeschäft umfasst den Vertrieb von thermischen Verpackungen, die an Unternehmen aus der Healthcare & Logistik Branche verkauft werden. Das Geschäft mit Dienstleistungen umfasst das Containerund Boxen-Vermietungsgeschäft für den Transport von temperatursensiblen Gütern, mehrheitlich für Produkte aus der Pharma- und Biotechbranche. Insbesondere Umsätze aus der Vermietung von Hochleistungs-Boxen erhöhten sich in 2016 deutlich. Sonstige Umsatzerlöse werden durch thermische Beratung und staatlich geförderte Forschungsprojekte erzielt.
Gegenüber dem Vorjahr konnte das Geschäft in den drei wesentlichen Bereichen Produkte, Systeme und Dienstleistungen zusammen ein Umsatzwachstum von 58% erzielen. In den Umsatzerlösen des Bereichs Dienstleistungen sind auch Kompensationszahlungen durch Kunden für im Vermietnetzwerk nicht zurückgelieferte Thermo-Boxen im Umfang von 527.528 EUR (Vj.: 21.101 EUR) enthalten. Diese Umsätze wurdem im Zwischenbericht des Konzerns zum 30.06.2016 noch als sonstige betriebliche Erträge erfasst.
Für weitere Informationen verweisen wir auf die Segmentberichterstattung.
Die nachfolgende Tabelle illustriert die Entwicklung der aktivierten Eigenleistungen in den Geschäftsjahren 2015 und 2016. Die aktivierten Eigenleistungen aus der Containerflotte und der Boxenflotte erhöhten sich in 2016 aufgrund des starken Wachstums der Geschäftstätigkeit in diesem Bereich deutlich.
| in EUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Aktivierte Eigenleistungen aus Container Sale-and-finance-leaseback Transaktionen |
2.144.764 | 3.756.594 |
| Aktivierte Eigenleistungen aus Aufbau Mietboxentflotte | 1.286.665 | 316.626 |
| sonstige aktivierte Eigenleistungen | 1.075.216 | 797.744 |
| Gesamt Konzern | 4.506.645 | 4.870.963 |
Von den im Jahr 2016 insgesamt angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten i.H.v. 1.246.192 EUR (Vj.: 1.043.815 EUR) erfüllen 51.508 EUR (Vj.: 32.328 EUR) die Aktivierungskriterien nach IFRS. Die übrigen Forschungs- und Entwicklungskosten wurden in den entsprechenden Positionen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, überwiegend im Personalaufwand, erfasst.
| in EUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Auösung Sonderposten aus Container Sale-and-Leaseback Transaktionen |
1.417.704 | 678.851 |
| Auösung Sonderposten aus Zuwendungen der öentlichen Hand | 434.141 | 395.017 |
| Aperiodische Erträge | 78.859 | 104.310 |
| Kursgewinne | 33.200 | 88.482 |
| Einspeisevergütungen von Photovoltaikanlagen | 20.500 | 21.852 |
| Gewinne aus Anlagenverkäufen | - | 14.954 |
| Erträge aus Versicherungserstattungen | 3.947 | 100 |
| Sonstige Erträge | 111.222 | 115.764 |
| Gesamt Konzern | 2.099.574 | 1.419.330 |
Erträge aus der Auösung des Sonderpostens aus Container Sale-and-Leaseback Transaktionen stiegen in 2016 stark an, nachdem sich der entsprechende Sonderposten in den Jahren 2015 und 2016 aufgrund der Erweiterung der Containerotte deutlich erhöht hatte.
| in EUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Aufwand für Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoe | 13.362.692 | 9.776.948 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 3.961.738 | 2.577.463 |
| Gesamt Konzern | 17.324.430 | 12.354.411 |
Die deutliche Zunahme der Aufwendungen für bezogene Leistungen ist bedingt durch das starke Wachstum im Bereich Dienstleistungen. Im Rahmen der Vermietung von Containern und Boxen werden in erheblichem Maße Lager-, Logistikund Fulllment-Dienste von internationalen Logistikdienstleistern in Anspruch genommen. Insbesondere in der Aufbauphase des internationalen Container-Netzwerks, in der sich die britische Tochtergesellschaft bendet, entstehen auch hohe Kosten für die Expansion der Netzwerkstationen und die Repositionierung von Containern im Netzwerk.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Personalaufwendungen in den Geschäftsjahren 2015 und 2016:
| in EUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 10.228.266 | 7.592.957 |
| Sontige Abgaben | 1.586.466 | 1.260.755 |
| Gesamt Konzern | 11.814.732 | 8.853.712 |
Die sozialen Abgaben enthalten im Wesentlichen die Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Sozialversicherung. Für Mitarbeiter in Deutschland besteht ein beitragsorientierter Pensionsplan im Rahmen der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung, in die der va-Q-tec-Konzern in Höhe eines im Berichtszeitraum gültigen Beitragssatzes von 9,35% (Vj.: 9,35%) (Arbeitgeberanteil) der rentenpflichtigen Vergütung einzuzahlen hat. Die geleisteten Beiträge betrugen im Berichtsjahr 657.101 EUR (Vj.: 524.463 EUR). Zusätzlich leistet die va-Q-tec AG im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge für ihre Mitarbeiter Zuschüsse zu Direktversicherungen i.H.v. 74.209 EUR (Vj.: 66.024 EUR). Darüberhinaus besteht ein beitragsorientierter Pensionsplan in der Tochtergesellschaft in UK. Für diesen wurden Beiträge in Höhe von 40.050 EUR (Vj.: 0 EUR) aufwandswirksam erfasst. Für die Vorstandsmitglieder bestehen darüber hinaus seit 2014 beitragsorientierte Leistungszusagen, für die im Berichtsjahr 22.373 EUR (Vj.: 21.868 EUR) in eine externe kongruent rückgedeckte Unterstützungskasse eingezahlt wurden. Insgesamt wurden somit Aufwendungen zu beitragsorientierten Pensionsplänen i.H.v. 793.733 EUR (Vj.: 612.355 EUR) erfasst.
Die Löhne und Gehälter enthalten Kosten aus der Gewährung von Optionen an Mitarbeiter in Höhe von 168.796 EUR (Vj.: 0 EUR). Für weitere Erläuterungen zu anteilsbasierter Vergütung verweisen wir auf Kapitel 5.3.
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter in den Geschäftsjahren 2015 und 2016 stellt sich wie folgt dar:
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Männliche Beschäftigte | 193 | 165 |
| Weibliche Beschäftigte | 74 | 47 |
| Gesamt Konzern | 267 | 212 |
Im Geschäftsjahr 2016 wurden planmäßige Abschreibungen i.H.v. 5.639.459 EUR (Vj.: 3.169.484 EUR) vorgenommen. Es gab in beiden Geschäftsjahren keine außerplanmäßigen Wertminderungen oder Zuschreibungen.
| in EUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Aufwendungen in Zusammenhang mit dem Börsengang | 1.568.081 | 62.986 |
| Marketing und Vertrieb | 1.388.993 | 1.088.995 |
| Rechts-, Patent-, und Beratungskosten | 1.356.076 | 811.408 |
| Mieten und Leasing | 958.372 | 574.542 |
| Reparatur und Instandhaltung | 639.072 | 562.100 |
| Frachten | 509.368 | 375.256 |
| IT und sonstige Bürokosten | 376.943 | 218.471 |
| Aufwendungen für Anlagenabgang (Boxen) | 326.794 | - |
| Sonstiger Personalaufwand | 317.959 | 203.087 |
| Versicherungen und Beiträge | 191.117 | 231.048 |
| Aperiodische Aufwendungen | 137.527 | 83.599 |
| Vergütung des Aufsichtsrats | 124.930 | 100.901 |
| Kursverluste | 83.848 | 51.162 |
| Sonstiges | 542.538 | 387.466 |
| Gesamt Konzern | 8.521.618 | 4.751.021 |
Die Position Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Börsengang umfasst 1.259.601 EUR (Vj.: 62.986 EUR) für Rechtsund Beratungskosten, 223.975 EUR (Vj.: 0 EUR) für Bankgebühren und 84.504 EUR (Vj.: 0 EUR) für sonstige Aufwendungen in Zusammenhang mit dem Börsengang. Die Position Rechts-, Patent- und Beratungskosten ist aufgrund erhöhter Patentaktivität und kaufmännsicher Beratung angestiegen. Mietaufwendungen sind aufgrund der Anmietung zusätzlich benötigter Produktions- und Logistikächen am Standort Würzburg deutlich angestiegen. Die Position "Sonstiges" umfasst im Wesentlichen die Nebenkosten des Geldverkehrs, Aufwendungen für sonstige Steuern und andere betriebsnotwendige Hilfsmittel und Dienstleistungen wie etwa Laborbedarf und ausgelagerte kaufmännische Tätigkeiten.
Aus einer at-equity bilanzierten Beteiligung resultierte im Geschäftsjahr ein anteiliges negatives Ergebnis i.H.v. 59.179 EUR (Vj.: 4.903 EUR).
| in EUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Zinserträge | 59 | 590 |
| Erträge aus derivativen Finanzinstrumenten | 4.055 | - |
| Finanzerträge | 4.114 | 590 |
| Zinsaufwendungen | -462.450 | -354.617 |
| Aufwendungen aus derivativen Finanzinstrumenten | -388.102 | -170.026 |
| Zinsen aus Finanzierungsleasing | -772.493 | -534.778 |
| Finanzaufwendungen | -1.623.045 | -1.059.421 |
| Finanzergebnis | -1.618.931 | -1.058.831 |
Die Aufwendungen aus derivativen Finanzinstrumenten beinhalten den in 2016 entstandenen Aufwand aus der erfolgswirksamen Veränderung des beizulegenden Zeitwerts eines Sonderkündigungsrechts, das in eine stille Beteiligung eingebettet war. Im Zuge des Börsengangs wurde das Sonderkündigungsrecht durch die Beteiligungsgesellschaft ausgeübt, welches zu einer Auszahlung in Höhe von 823.102 EUR führte (für weitere Informationen verweisen wir auf das Kapitel 4.2.2.4).
| in EUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Tatsächlicher Steueraufwand (Steuerertrag) | ||
| laufende Periode | -158.779 | 529.060 |
| Vorperiode | -3.818 | -71 |
| Latenter Steueraufwand (Steuerertrag) | -150.121 | -834.432 |
| Gesamt Konzern | -312.718 | -305.443 |
Latente Steuern werden anhand der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden.
Die steuerliche Überleitungsrechnung erläutert den Zusammenhang zwischen dem erwarteten Steueraufwand und dem tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand, der sich aus dem IFRS-Konzernergebnis (vor Ertragsteuern) durch Anwendung eines Ertragsteuersatzes von 30,6% (Vj.: 29,6%) ergibt. Der verwendete Ertragsteuersatz entspricht jeweils dem durchschnittlichen inländischen Steuersatz der va-Q-tec AG, der sich aus der Körperschaftsteuer (zzgl. Solidaritätszuschlag) und der Gewerbesteuer zusammensetzt. Dieser hat sich in 2016 aufgrund eines höheren anzusetzenden Gewerbesteuersatzes der va-Q-tec AG erhöht.
| in EUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis vor Steuern | -2.100.772 | -634.627 |
| Ertragssteuersatz | 30,6% | 29,6% |
| Erwarteter Ertragssteueraufwand (Steuerertrag) | -642.206 | -188.122 |
| Steuerfreie Erträge | -2.248 | -39.370 |
| Steuerlich nicht abzugsfähige Betriebsausgaben | 50.814 | 33.942 |
| Wertberichtigung und Nichtansatz aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge |
505.550 | 67.911 |
| Effekte Steuersatzänderung | -58.250 | 0 |
| Verwendung von nicht aktivierten Verlustvorträgen | -149.046 | -3.664 |
| Periodenfremde Ertragssteuern | 3.818 | -71 |
| Abweichende ausländische Steuerersätze | -23.718 | -143.933 |
| Sonstige Effekte | 2.568 | -32.135 |
| Ausgewiesener Steueraufwand (Steuerertrag) | -312.718 | -305.443 |
Der Betrag der direkt im Eigenkapital erfassten latenten Steuern setzt sich wie folgt zusammen:
| 2016 | 2015 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in EUR | vor Steuern | latente Steuer |
nach Steuern |
vor Steuern | latente Steuer |
nach Steuern |
| In der Kapitalrücklage verrechnete Eigenkapi taltransaktionskosten |
-2.326.577 | 711.126 | -1.615.451 | -35.218 | 10.440 | -24.778 |
| Anteilige Erstattungen von Eigenkapitaltran saktionskosten durch Altaktionäre |
469.612 | -143.538 | 326.074 | 0 | 0 | 0 |
| Effekt auf die Kapitalrücklage |
-1.856.965 | 567.587 | -1.289.378 | -35.218 | 10.440 | -24.778 |
| 31.12.2016 in EUR |
Aktive latente Steuer 31.12.2016 |
Passive latente Steuer 31.12.2016 |
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | - | 29.777 |
| Sachanlagen | 165.607 | 182.319 |
| Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen |
- | - |
| Langfristige nanzielle Vermögenswerte | - | 23.088 |
| Vorräte | 87.201 | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 66 | 12.226 |
| Sonstige kurzfristige nanzielle Vermögenswerte | - | - |
| Sonstige kurzfristige nicht-nanzielle Vermögenswerte | - | - |
| PASSIVA | ||
| Langfristige Rückstellungen | 464 | - |
| Langfristige nicht-nanzielle Verbindlichkeiten | 24.361 | - |
| Sonstige langfristige nicht-nanzielle Vermögenswerte | 1.887.164 | - |
| Kurzfristige Rückstellungen | 3.554 | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | - |
| Sonstige kurzfristige nanzielle Verbindlichkeiten | - | - |
| Sonstige kurzfristige nicht-nanzielle Verbindlichkeiten | - | - |
| Verlustvorträge | 1.010.031 | - |
| Summe latente Steuern vor Wertberichtigung | 3.178.448 | 247.410 |
| Wertberichtigung | -91.420 | - |
| Summe latente Steuern vor Saldierung | 3.087.028 | 247.410 |
| Saldierung | -247.410 | |
| Bilanzausweis | 2.839.618 |
Die nachfolgende Übersicht gibt an, welchen Bilanzpositionen die aktiven und passiven latenten Steuern zuzuordnen sind:
| 31.12.2015 | Aktive latente Steuer |
Passive latente Steuer |
|---|---|---|
| in EUR | 31.12.2015 | 31.12.2015 |
| AKTIVA | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | - | 17.552 |
| Sachanlagen | 191.540 | 190.483 |
| Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen |
- | - |
| Langfrisitige finanzielle Vermögenswerte | - | 19.170 |
| Vorräte | 46.598 | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - | 138.200 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | - | - |
| Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte | - | - |
| PASSIVA | ||
| Langfristige Rückstellungen | - | - |
| Langfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | 36.373 | - |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 1.321.656 | - |
| Kurzfristige Rückstellungen | - | - |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 262.505 | - |
| Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | 395.042 | - |
| Verlustvorträge | 258.626 | - |
| Summe | 2.512.340 | 365.405 |
| Saldierung | -365.405 | - |
| Bilanzausweis | 2.146.935 | - |
Aktive latente Steuern werden nur dann angesetzt, wenn die Realisierbarkeit dieser Steuervorteile wahrscheinlich ist. Dabei werden alle zurzeit bekannten positiven und negativen Einflussfaktoren auf die zukünftigen steuerlichen Ergebnisse berücksichtigt. Von den aktiven latenten Steuern entfallen 1.012.674 EUR (Vj.: 274.796 EUR) auf Einzelgesellschaften, die in der laufenden Periode oder in der Vorperiode steuerliche Verluste erlitten haben. Der Konzern geht aufgrund der weitgehend positiven Geschäftsentwicklung (bereinigt um die Sondereffekte des Börsengangs) grundsätzlich von einer Nutzbarkeit der aktivierten latenten Steueransprüche aus. Insbesondere in der Produktionsgesellschaft (va-Q-tec AG) als auch im Container-Service Geschäft (va-Q-tec Ltd. (UK)) wurden in den Jahren 2012 bis 2016 umfangreiche Investitionen in Personal, Technologie und Kapazität getätigt, die die notwendige Basis für Wachstum bieten. Mittelfristig wird von einer dauerhaften Profitabilität ausgegangen, bei der die latenten Steueransprüche genutzt werden können.
Zum 31.12.2016 bestehen steuerliche Verlustvorträge i.H.v. 1.305.496 EUR (31.12.2015: 637.072 EUR) für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden. Diese steuerlichen Verlustvorträge resultieren aus der Tochtergesellschaft in UK. In 2016 wurden die aktiven latenten Steuern auf die steuerlichen Verlustvorträge aufgrund der diesjerigen Verlustsituation der Gesellschaft auf die Höhe der vorhandenen passiven latenten Steuern begrenzt. Dies hatte eine Wertminderung der aktiven latenten Steuern i.H.v. 91.420 EUR (Vj.: 0 EUR) zur Folge. Die steuerlichen Verlustvorträge in UK sind unbegrenzt nutzbar.
Die vorhandenen und bis 31.12.2015 nicht aktivierten latenten Steuern auf die steuerlichen Verlustvorträge der Tochtergesellschaften in Korea und den USA wurden in der Berichtsperiode erstmal in einem Umfang von 163.984 EUR aufgrund der
positiven Geschäftsentwicklung der Gesellschaften sowie der geplanten Nutzbarkeit der steuerlichen Verlustvorträge aktiviert. Im Vorjahr bestanden für diese Gesellschaften steuerliche Verlustvorträge für die keine latente Steuer angesetzt wurde i.H.v. 637.072 EUR. Die steuerlichen Verlustvorträge in den USA sind bis zu 20 und in Korea bis zu 10 Jahren nutzbar.
Die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Stammaktionären zurechenbaren Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Stammaktien.
Die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Stammaktionären zurechenbaren Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Stammaktien nach Bereinigung um alle Verwässerungseekte potenzieller Stammaktien.
Das Ergebnis je Aktie stellt sich wie folgt dar:
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen (in EUR) | -1.726.932 | -357.971 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien | 10.089.773 | 9.156.374 |
| Ergebnis je Aktie (im Vorjahr inkl. Vorzugsaktien) (in EUR) | -0,17 | -0,04 |
| Gewichtete durchschnitteliche Anzahl der Aktien - verwässert | 10.186.068 | n / a |
| Ergebnis je Aktie - verwässert (in EUR) | -0,17 | n / a |
Die bis Mitte 2016 bestehenden Vorzugsaktien und die Stammaktien der va-Q-tec AG waren im Hinblick auf das Anrecht auf den Bezug von Dividenden gleich ausgestaltet. Ein jeweils getrennter Ausweis des Ergebnisses je Aktie bezogen auf Stammaktien und Vorzugsaktien war daher in der Vorperiode nicht notwendig. Das für 2015 ausgewiesene Ergebnis je Aktie wurde im Vergleich zum Vorjahr um die in 2016 durchgeführte Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln im Verhältnis 1:2 (Aktiensplit) angepasst. Ein verwässertes Ergebnis je Aktie wird nur für das Jahr 2016 ausgewiesen, da erst durch den Börsengang in diesem Jahr ein Verwässerungseekt durch Aktienoptionen eingetreten ist.
| in Tausend Aktien | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Ausgegebene Aktien zum 1. Januar | 4.578.187 | 4.578.187 |
| Retrospektive Auswirkung der Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln (Aktiensplit) |
4.578.187 | 4.578.187 |
| Auswirkung aus Erwerb eigener Anteile | -186.144 | |
| Auswirkung aus Ausgabe eigener Anteile gegen Sacheinlage Grundstück |
76.274 | |
| Auswirkung der Sacheinlage Minderheitenanteil va-Q-tec Ltd. (UK) | 55.691 | |
| Auswirkung der Kapitalerhöhung zum Börsengang | 955.479 | |
| Auswirkung der erdienten Aktienoptionen - zeitanteilig 30.09.2016 - 31.12.2016 |
32.098 | |
| Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien (unverwässert) zum 31. Dezember |
10.089.773 | 9.156.374 |
| Auswirkung der erdienten Aktienoptionen - für 01.01.2016 - 30.09.2016 | 96.295 | |
| Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien (verwässert) zum 31. Dezember |
10.186.068 | 9.156.374 |
Zur Zusammensetzung des Grundkapitals verweisen wir auf die Erläuterungen zum Eigenkapital unter 4.2.2.1.
Anlagespiegel
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in EUR | Stand am 01.01.2016 |
Kurs differenzen |
Zugänge | Um buchungen |
Abgänge | Stand am 31.12.2016 |
|
| 1. Software und sonstige erworbene immaterielle Vermö genswerte |
657.764 | - | 129.885 | - | 28.805 | 758.844 | |
| 2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenwerte |
- | - | 51.508 | 55.096 | - | 106.604 | |
| 3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte im Bau |
55.096 | - | - | -55.096 | - | - | |
| Summe immaterielle Vermögenswerte |
712.860 | - | 181.393 | - | 28.805 | 865.448 |
Anlagespiegel
| Buchwerte | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in EUR | Stand am 01.01.2016 |
Kurs differen zen |
Abschrei bungen im Geschäfts jahr |
Um buchun gen |
Ab gänge |
Stand am 31.12.2016 |
Stand am 31.12.2016 |
Stand am 31.12.2015 |
| 1. Software und sonstige erwor bene immateri elle Vermögens werte |
347.899 | - | 96.213 | - | 28.805 | 415.307 | 343.537 | 309.865 |
| 2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenwerte |
- | - | 9.183 | - | - | 9.183 | 97.421 | - |
| 3. Selbst erstellte immaterielle Vermögens werte im Bau |
- | - | - | - | - | - | - | 55.096 |
| Summe imma terielle Vermö genswerte |
347.899 | - | 105.396 | - | 28.805 | 424.490 | 440.958 | 364.961 |
| Anschaungs- und Herstellungskosten | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in EUR | Stand am 01.01.2015 |
Kurs dierenzen |
Zugänge | Um buchungen |
Abgänge | Stand am 31.12.2015 |
|||
| 1. Software und sonstige erworbene immaterielle Vermö genswerte |
382.009 | - | 275.755 | - | - | 657.764 | |||
| 2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenwerte |
- | - | - | - | - | - | |||
| 3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte im Bau |
22.768 | - | 32.328 | - | - | 55.096 | |||
| Summe immaterielle Vermögenswerte |
404.777 | - | 308.083 | - | - | 712.860 |
| Abschreibung | Buchwerte | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in EUR | Stand am 01.01.2015 |
Kurs dieren zen |
Abschrei bungen im Geschäfts jahr |
Ab gänge |
Stand am 31.12.2015 |
Stand am 31.12.2015 |
Stand am 31.12.2014 |
| 1. Software und sonstige erworbene immaterielle Vermögenswerte |
298.743 | - | 49.156 | - | 347.899 | 309.865 | 82.266 |
| 2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenwerte |
- | - | - | - | - | - | - |
| 3. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte im Bau |
- | - | - | - | - | 55.096 | 22.768 |
| Summe immaterielle Vermögenswerte |
298.743 | - | 49.156 | - | 347.899 | 364.961 | 106.034 |
In der Position Software und sonstige erworbene immaterielle Vermögenswerte i.H.v. 343.536 EUR (Vj.: 309.865 EUR) waren immaterielle Vermögenswerte aus einem Finanzierungsleasing enthalten, das in 2016 planmäßig ausgelaufen ist. Der Nettobuchwert der betreenden Vermögenswerte betrug im Vorjahr 4.115 EUR.
Es wurden keine Indikatoren für eine mögliche Wertminderung identiziert. Außerplanmäßige Wertminderungen oder Zuschreibungen gemäß IAS 36 wurden im Berichtszeitraum sowie im Vorjahr entsprechend nicht vorgenommen.
Anlagenspiegel
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in EUR | Stand am 01.01.2016 |
Kurs differenzen |
Zugänge | Umbuch ungen |
Abgänge | Stand am 31.12.2016 |
| 1. Grundstücke und Gebäude |
4.980.116 | - | 1.656.070 | - | - | 6.636.186 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen |
11.555.227 | - | 302.640 | 37.095 | 4.044 | 11.890.918 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
2.891.695 | 929 | 1.823.529 | 1.196.449 | 638.307 | 5.274.295 |
| 4. Containerflotte | 14.086.487 | - | 4.565.265 | -31.644 | 85.954 | 18.534.155 |
| 5. Anlagen im Bau | 4.185.252 | - | 926.574 | -1.201.901 | - | 3.909.925 |
| Summe Sachanlagen | 37.698.777 | 929 | 9.274.077 | - | 728.305 | 46.245.478 |
| Buchwerte | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am | Kurs diffe |
Abschrei bungen im Geschäfts |
Um buchun |
Ab | Stand am | Stand am | Stand am | |
| in EUR | 01.01.2016 | renzen | jahr | gen | gänge | 31.12.2016 | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| 1. Grund stücke und Ge |
||||||||
| bäude | 815.949 | - | 164.249 | - | - | 980.198 | 5.655.988 | 4.164.167 |
| 2. technis che Anla gen und Maschin en |
4.077.753 | - | 1.189.235 | 122.142 | 2.737 | 5.386.393 | 6.504.525 | 7.477.473 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs und Geschäft sausstat tung |
2.102.470 | 312 | 748.736 | - | 324.565 | 2.526.953 | 2.747.342 | 789.225 |
| 4. Contain erflotte |
2.658.988 | - | 3.431.843 | -122.142 | 27.364 | 5.941.325 | 12.592.830 | 11.427.499 |
| 5. Anlagen im Bau |
- | - | - | - | - | 3.909.925 | 4.185.252 | |
| Summe Sachanla gen |
9.655.160 | 312 | 5.534.063 | - | 354.667 | 14.834.868 | 31.410.610 | 28.043.616 |
| Anschaungs- und Herstellungskosten | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in EUR | Stand am 01.01.2015 |
Kurs dierenzen |
Zugänge | Umbuch ungen |
Abgänge | Stand am 31.12.2015 |
||||
| 1. Grundstücke und Gebäude |
4.951.735 | - | 28.381 | - | - | 4.980.116 | ||||
| 2. technische Anlagen und Maschinen |
10.047.898 | - | 1.135.492 | 372.288 | 451 | 11.555.227 | ||||
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
2.752.753 | 812 | 189.648 | 20.233 | 71.751 | 2.891.695 | ||||
| 4. Containerotte | 6.277.267 | - | 7.809.220 | - | - | 14.086.487 | ||||
| 5. Anlagen im Bau | 3.756.966 | - | 820.807 | 392.521 | - | 4.185.252 | ||||
| Summe Sachanlagen | 27.786.619 | 812 | 9.983.548 | - | 72.202 | 37.698.777 |
| Abschreibung | Buchwerte | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in EUR | Stand am 01.01.2015 |
Kurs die renzen |
Abschrei bungen im Geschäfts jahr |
Ab gänge |
Stand am 31.12.2015 |
Stand am 31.12.2015 |
Stand am 31.12.2014 |
| 1. Grundstücke und Gebäude |
653.626 | - | 162.323 | - | 815.949 | 4.164.167 | 4.298.109 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen |
3.243.522 | - | 834.232 | - | 4.077.754 | 7.477.473 | 6.804.376 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
1.842.748 | 453 | 322.856 | 63.587 | 2.102.470 | 789.225 | 910.005 |
| 4. Containerotte | 858.071 | - | 1.800.917 | - | 2.658.988 | 11.427.499 | 5.419.196 |
| 5. Anlagen im Bau |
- | - | - | - | - | 4.185.252 | 3.756.966 |
| Summe Sachanlagen | 6.597.967 | 453 | 3.120.328 | 63.587 | 9.655.161 | 28.043.616 | 21.188.652 |
In den Sachanlagen werden Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing ausgewiesen. Diese entfallen zum 31.12.2016 mit einem Nettobuchwert i.H.v. 12.253.601 EUR (Vj.: 11.048.653 EUR) auf die Containerotte. In den technischen Anlagen und Maschinen sind weitere Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing Vereinbarungen mit einem Nettobuchwert zum 31.12.2016 von 843.867 EUR (Vj.: 3.582.651 EUR) enthalten.
Folgende Sachanlagen dienen zur Besicherung von Finanzschulden:
Es wurden keine Indikatoren für eine mögliche Wertminderung identifiziert. Außerplanmäßige Wertminderungen oder Zuschreibungen gemäß IAS 36 wurden im Berichtszeitraum sowie im Vorjahr entsprechend nicht vorgenommen.
Im September 2015 hat die va-Q-tec AG für 375.000 EUR einen Minderheitenanteil an der Sumteq GmbH, Köln erworben und diesen im November 2016 für weitere 125.000 EUR erhöht. SUMTEQ ist ein junges, derzeit noch forschungsorientiertes Technologieunternehmen, das innovative Schäume entwickelt, die zukünftig als leistungsfähige Kernmaterialien für VIPs eingesetzt werden können. Die Beteiligung wurde in 2016 erhöht nach dem ein wesentlicher Entwicklungsmeilenstein durch die SUMTEQ GmbH erreicht wurde.
Die nachstehende Tabelle fasst die Finanzinformationen von SUMTEQ, berichtigt um Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt und unter entsprechender Fortentwicklung der Effekte auf den Bilanzstichtag, zusammen. Die Tabelle zeigt auch eine Überleitung der zusammengefassten Finanzinformationen auf den ausgewiesenen Buchwert des Anteils der va-Q-tec an SUMTEQ. Die Informationen in der dargestellten Tabelle beinhalten die Ergebnisse von SUMTEQ für das Geschäftsjahr 2016 sowie für die Vergleichsperiode vom 01.09.2015 bis zum 31.12.2015.
| in EUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 1.496.846 | 1.470.588 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 382.308 | 493.034 |
| Langfristige Schulden | -448.574 | -477.206 |
| Kurzfristige Schulden | -145.932 | -6.881 |
| Nettovermögen (100%) | 1.284.648 | 1.479.535 |
| Anteil des Konzerns am Nettovermögens (18,5%; Vj.: 14,6%) | 237.660 | 215.272 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 198.258 | 154.825 |
| Buchwert der at-Equity bilanzierten Beteiligungen | 435.918 | 370.097 |
| in EUR | 2016 01.01.-31.12.2016 |
2015 01.09.-31.12.2015 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 63.750 | - |
| Periodenergebnis | -319.887 | -33.698 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - |
| Gesamtergebnis (100 %) | -319.887 | -33.698 |
| Anteil des Konzerns am Gesamtergebnis (18,5 %; Vj.: 14,6 %) | -59.179 | -4.903 |
Sonstige nanzielle Vermögenswerte
| in EUR | langfristig | kurzfristig | Stand am 31.12.2016 |
|---|---|---|---|
| Kurzfristige Termingelder (6–12 Monate) | - | 30.000.000 | 30.000.000 |
| Debitorische Kreditoren | - | 79.796 | 79.796 |
| Kautionen | 64.250 | 596 | 64.846 |
| Übrige | 2.520 | 103.199 | 105.719 |
| Gesamt Konzern | 66.770 | 30.183.591 | 30.250.361 |
Sonstige nanzielle Vermögenswerte
| in EUR | langfristig | kurzfristig | Stand am 31.12.2015 |
|---|---|---|---|
| Debitorische Kreditoren | - | 14.530 | 14.530 |
| Kautionen | 46.214 | 577 | 46.791 |
| Übrige | - | 1.000 | 1.000 |
| Gesamt Konzern | 46.214 | 16.107 | 62.321 |
Die sonstigen nanziellen Vermögenswerte sind weder überfällig noch wertgemindert. Bei den Termingeldern handelt es sich um kurzfristige strafzinsschonende Geldanlagen mit einer Laufzeit von sechs bis zwölf Monaten.
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte
| in EUR | langfristig | kurzfristig | Stand am 31.12.2016 |
|---|---|---|---|
| Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte |
40.811 | - | 40.811 |
| Geleistete Anzahlungen auf Vorräte | - | 1.467 | 1.467 |
| Forderungen aus Umsatzsteuer | - | 545.139 | 545.139 |
| Aktive Rechnungsabgrenzung | 193.573 | 171.083 | 364.656 |
| Übrige | - | 30.786 | 30.786 |
| Gesamt Konzern | 234.384 | 748.475 | 982.858 |
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte
| in EUR | langfristig | kurzfristig | Stand am 31.12.2015 |
|---|---|---|---|
| Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen | 54.450 | - | 54.450 |
| Forderungen aus Umsatzsteuer | - | 434.914 | 434.914 |
| Geleistete Anzahlungen auf Vorräte | - | 22.590 | 22.590 |
| Aktive Rechnungsabgrenzung | - | 144.559 | 144.559 |
| Übrige | - | 102.372 | 102.372 |
| Gesamt Konzern | 54.450 | 704.435 | 758.885 |
Der Anstieg des aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist bedingt durch die Abgrenzung einer im Jahr 2016 abgeschlossenen IPO-Versicherung mit langfristiger Haftungsdeckung. Die übrigen nicht-finanziellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Ansprüche auf Rückerstattung der Energiesteuer.
Der Bestand der Vorräte hat sich insgesamt um 1.106.602 EUR (Vj.: 506.442 EUR) erhöht, welches auf die gestiegene Geschäftstätigkeit der va-Q-tec zurückzuführen ist.
Vorräte
| in EUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 2.603.538 | 2.377.428 |
| Unfertige Erzeignisse | 232.734 | 266.523 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 2.847.540 | 1.933.259 |
| Gesamt Konzern | 5.683.812 | 4.577.210 |
In den Vorräten sind zum 31.12.2016 Wertminderungen i.H.v. 291.749 EUR (Vj.: 225.832 EUR) berücksichtigt. Die Veränderungen der Wertberichtigungen wurden jeweils erfolgswirksam in den Bestandsveränderungen erfasst. Wertaufholungen sind im Berichtszeitraum sowie im Vorjahr nicht erfolgt. Der Buchwert der zum Nettoveräußerungswert angesetzten Vorräte beträgt zum 31.12.2016 585.975 EUR (Vj.: 552.621 EUR).
Vorräte der Muttergesellschaft in Höhe von 5.621.319 EUR (Vj.: 0 EUR) dienten durch Sicherungsübereignung der Besicherung eines in 2016 abgeschlossenen Multibankenkredits . Für weitere Informationen zum Multibankenkredit verweisen wir auf die Erläuterungen zu Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Kapitel 4.2.2.3).
Entwicklung der Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
| in EUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Stand 01.01. | 40.329 | 25.865 |
| Verbrauch | - | - |
| Auösung | 9.042 | - |
| Zuführung | - | 14.464 |
| Stand 31.12. | 31.286 | 40.329 |
Falls ein Ausfallrisiko eines Kunden besteht, werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Die Beurteilung der Höhe des Risikos erfolgt durch den jeweiligen Geschäftsbereichsleiter auf Basis einer Einzelfallanalyse.
In den Vorjahren bestanden Factoring-Vereinbarungen, bei denen sich die Risikoposition der va-Q-tec durch die Übertragung nicht wesentlich verändert und die daher nicht zu einer Ausbuchung der betreenden Forderungen führte. Die erhaltenen Barmittel wurden als Finanzierung dargestellt und unter den kurzfristigen nanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Da diese Factoring-Vereinbarungen in 2016 durch echtes Factoring ersetzt wurden, sind die betreenden Forderungen nun vollständig ausgebucht.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 4.272.798 EUR (Vj.: 0 EUR) dienten durch Globalzession ebenfalls der Besicherung eines in 2016 abgeschlossenen Multibankenkredits. Für weitere Informationen zum Multibankenkredit verweisen wir auf die Erläuterungen zu Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Kapitel 4.2.2.3).
Für weitere Informationen zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verweisen wir auf die Erläuterungen zu Finanzinstrumenten (Kapitel 4.4) und zum Risikomanagement (Kapitel 4.6).
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände sowie Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten, die beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten haben.
| in EUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Giroguthaben | 2.599.491 | 1.179.512 |
| Sparguthaben | 1.999.999 | 4.073 |
| Kassenstand | 947 | 2.460 |
| Gesamt Konzern | 4.600.437 | 1.186.045 |
Die Entwicklung des Eigenkapitals und des Gesamtergebnisses sind in der "Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung" gesondert dargestellt. Die Bestandteile des Gesamtergebnisses sind in der Gesamtergebnisrechnung aggregiert dargestellt. Entscheidend für die Entwicklung des Eigenkapitals in 2016 war der am 30.09.2016 erfolgte Börsengang der Gesellschaft.
Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital des Mutterunternehmens va-Q-tec AG ausgewiesen. Das Grundkapital der va-Q-tec AG beträgt 13.089.502 EUR eingeteilt in 13.089.502 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Namensaktien. Das Grundkapital ist voll eingezahlt. Die Aktien notieren im Börsensegment "Prime Standard" der Frankfurter Wertpapierbörse. Die Aktien sind alle mit identischen Rechten und Pflichten ausgestattet. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Ausgenommen davon sind die von der Gesellschaft selbst gehaltenen Aktien, aus denen der va-Q-tec AG keine Rechte wie beispielsweise das Abstimmungsrecht auf der Hauptversammlung erwachsen. Die va-Q-tec AG hielt zum Bilanzstichtag 134.466 eigene Aktien. Das ausgegebene Kapital beträgt zum Bilanzstichtag daher 12.955.036 Aktien.
| Anzahl der Aktien | Nominalwert in EUR | |
|---|---|---|
| Stammaktien | 13.089.502 | 13.089.502 |
| Stand 31.12.2016 | 13.089.502 | 13.089.502 |
| Stammaktien | 3.470.850 | 3.470.850 |
| Vorzugsaktien Serie A1 | 408.500 | 408.500 |
| Vorzugsaktien Serie A2 | 698.837 | 698.837 |
| Stand 31.12.2015 | 4.578.187 | 4.578.187 |
Am 31.05.2016 wurde in einer ordentlichen Hauptversammlung beschlossen, die bis zu diesem Datum bestehenden Vorzugsaktien der Serie A1 und der Serie A2 in Stammaktien mit Stimmrecht umzuwandeln. Den Inhabern der Vorzugsaktien Serie A1 und Serie A2 stand vormals gegenüber den Inhabern der Stammaktien kein Dividendenvorzug zu. Dies galt jedoch nicht bei Entstehung eines Liquidationserlöses im Fall, dass (i) alle Aktien der Gesellschaft oder Aktien von allen Aktionären entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligung an der Gesellschaft in einem engen zeitlichen Zusammenhang von einem Erwerber und/oder Erwerberkonsortium gekauft, getauscht oder übernommen werden, (ii) die Gesellschaft aufgelöst wird, (iii) die Gesellschaft aufgrund des Verkaufs wesentlicher Vermögenswerte, oder aufgrund der Ausschüttung vorhandener Rücklagen bzw. sonstiger Ausschüttungen Zahlungen an die Aktionäre vornimmt, oder (iv) eine Barabfindung anlässlich der Verschmelzung gezahlt wird. Bei der Verteilung eines Liquidationserlöses gingen die Vorzugsaktien Serie A2 den Vorzugsaktien Serie A1 in der Auszahlungsrangfolge vor.
Des Weiteren wurde in der Hauptversammlung vom 31.05.2016 beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft aus Gesellschaftsmitteln auf 9.156.374 EUR zu erhöhen durch Ausgabe von 4.578.187 neuen Aktien (Aktiensplit). Die Eintragung dieser Beschlüsse im Handelsregister erfolgte am 25.06.2016.
Am 12. September 2016 (Datum der Handelsregistereintragung) erhöhte sich das Grundkapital der Gesellschaft durch teilweise Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2016/I (siehe nähere Erläuterung unter Genehmigtes Kapital) im Rahmen einer Sacheinlage des Minderheitenanteils an der va-Q-tec Ltd. (UK) durch den Minderheitsgesellschafter, welcher nunmehr an der va-Q-tec AG beteiligt ist. Durch die Ausgabe von 183.128 Aktien im Tausch gegen den Minderheitenanteil erhöhte sich das Grundkapital um 183.128 EUR auf 9.339.502 EUR.
Im Zusammenhang mit dem Börsengang der va-Q-tec AG war der Vorstand gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung ermächtigt, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats in der Zeit bis zum 31. Dezember 2016 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrmals, höchstens jedoch um bis zu nominal 4.500.000 EUR durch die Ausgabe von bis zu 4.500.000 neuer, auf den Namen lautender Namensaktien gegen Bareinlagen und / oder Sacheinlagen zu erhöhen und hierzu mit der Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in den in §6 Abs. 1 der Satzung genannten Fällen ganz oder teilweise auszuschließen. Dieses Kapital wurde am 15. September 2016 in Höhe von 4.500.000 EUR in das Handelsregister eingetragen und gemäß der Beschlussfassung des Vorstands vom 26. September 2016 mit der Zustimmung des Aufsichtsrats vom selben Tag in Höhe von 3.750.000 EUR unter Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zur Durchführung des Börsengangs der va-Q-tec AG teilweise ausgenutzt. Die Barkapitalerhöhung wurde am 27. September 2016 im Handelsregister eingetragen. Das Grundkapital erhöhte sich damit um 3.750.000 EUR auf 13.089.502 EUR. Der nicht genutzte Teil des Kapitals in Höhe von 750.000 EUR ist zum 31.12.2016 verfallen.
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31.05.2016 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30.05.2021 gegen Bar- und / oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 4.278.187 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.
In der außerordentlichen Hauptversammlung vom 08.04.2016 wurde beschlossen, ein genehmigtes Kapital von bis zu 150.000 EUR zu schaen (genehmigtes Kapital 2016 / I). In der Hauptversammlung vom 31.05.2016 wurde beschlossen, dieses genehmigte Kapital 2016 / I im Zusammenhang mit dem Aktiensplit von bis zu 150.000 EUR um bis zu 150.000 EUR auf bis zu 300.000 EUR zu erhöhen. Das genehmigte Kapital 2016 / I wurde am 12.09.2016 (Datum der Handelsregistereintragung) in Höhe von 183.128 EUR im Rahmen der oben beschriebenen Sacheinlage des Minderheitenanteils an der britischen Tochtergesellschaft va-Q-tec Ltd. (UK) teilweise ausgenutzt. Der nicht genutzte Teil des genehmigten Kapitals 2016 / I in Höhe von 116.872 EUR ist zum 31.12.2016 verfallen.
In der Hauptversammlung vom 31. Mai 2016 wurde außerdem beschlossen, ein weiteres genehmigtes Kapital von bis zu 4.278.187 EUR gegen Bar- und / oder Sacheinlagen durch ein- oder mehrmalige Erhöhung zu schaen (genehmigtes Kapital 2016 / II). Eine Erhöhung des Grundkapitals aus dem genehmigten Kapital 2016 / II war zum Abschlussstichtag am 31.12.2016 nicht durchgeführt. Somit bestand am Abschlussstichtag 31. 12. 2016 ein genehmigtes Kapital von 4.278.187 EUR.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31.05.2016 um 1.000.000 EUR bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2016). Dieses Kapital dient der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Wandlungs- und Optionsrechten bzw. bei Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspichten an die Inhaber bzw. Gläubiger der aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 31.05.2016 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und / oder Gewinnschuldverschreibungen bzw. Kombinationen dieser Instrumente. Eine Erhöhung des Grundkapitals aus dem bedingten Kapital 2016 war zum Abschlussstichtag am 31.12.2016 nicht durchgeführt.
Im April 2016 wurde die Gesellschaft durch eine außerordentliche Hauptversammlung zu einem Aktienrückkauf ermächtigt. Die Aktien sind zur Eigenverwendung durch die Gesellschaft bestimmt, z.B. zum Erwerb von Sachanlagevermögen und Unternehmensbeteiligungen oder zur Erfüllung von Zahlungsansprüchen aus dem virtuellen Optionsprogramm der Gesellschaft. Am selben Tag hat die va-Q-tec AG 127.233 Stammaktien (vor Aktiensplit) von einem Aktionär für einen Gesamtbetrag von 763.398 EUR erworben. Um diesen Betrag erhöhten sich der Abzugsposten Eigene Anteile.
Das im Mai 2016 von der Stadt Würzburg erworbene Grundstück am Standort Würzburg-Heuchelhof mit einem Kaufpreis von 1.547.190 EUR wurde mit 60.000 eigenen Aktien der va-Q-tec AG abgegolten. Durch diese Transaktion verringerte sich der Abzugsposten Eigene Anteile um 360.000 EUR.
Im Juli 2016 erhöhte sich der Abzugsposten Eigene Anteile um 67.233 EUR durch eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln (Aktiensplit) gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 31.05.2016.
Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen die Einzahlungen und Sacheinlagen von Aktionären nach §272 Abs. 2 Nr. 1 HGB. Die Kapitalrücklage erhöhte sich in 2016 insgesamt um 37.635.832 EUR auf 46.666.302 EUR (Vj.: 9.030.470 EUR). Die Veränderung setzt sich wie folgt zusammen:
Im Januar 2016 erhöhte sich die Kapitalrücklage nach §272 Abs. 2 Nr. 2 HGB um 168.796 EUR durch die Gewährung von Aktienoptionen an Mitarbeiter.
Im Mai 2016 erhöhte sich die Kapitalrücklage nach §272 Abs. 2 Nr. 1 HGB um 1.187.190 EUR durch eine Sacheinlage in Form eines Grundstücks.
Im Juli 2016 verringerte sich die Kapitalrücklage unter Berücksichtigung der eigenen Anteile um 4.510.954 EUR durch eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln (Aktiensplit) gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 31.05.2016.
Im September 2016 verringerte sich die die Kapitalrücklage um 294.822 EUR im Zuge des Erwerbs der ausstehenden Minderheiten an der va-Q-tec Ltd (UK) im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung.
Im Zuge des Börsengangs im September 2016 erhöhte sich die Kapitalrücklage nach §272 Abs. 2 Nr. 1 HGB durch Barkapitalerhöhung um 42.375.000 EUR gemäß Beschlussfassung des Vorstands vom 26.09.2016 mit der Zustimmung des Aufsichtsrats vom selben Tag. Im Zusammenhang mit dem Börsengang der Gesellschaft verringerte sich die Kapitalrücklage nach IAS 32.35 um die direkt zurechenbaren Transaktionskosten unter Berücksichtigung der latenten Steuern um 1.615.451 EUR (Vj.: 24.779 EUR). Gleichzeitig erhöhte sich die Kapitalrücklage durch anteilige Kostenerstattung der Altaktionäre unter Berücksichtigung der latenten Steuern um 326.074 EUR (Vj.: 0 EUR) für die Umplatzierung der jeweiligen Altanteile.
Das kumulierte sonstige Konzernergebnis enthält die Rücklage aus der Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen.
Die Gewinnrücklagen beinhalten im Wesentlichen die kumulierten Ergebnisvorträge, die Unterschiedsbeträge aus der erstmaligen Anwendung von IFRS sowie den Anteil an dem Konzernergebnis der Periode, welcher den Eigentümern der va-Q-tec AG zuzurechnen ist.
Rückstellungen
| in EUR | Gewährleis tungen |
Archivierung | Prozesskosten | Sonstiges | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2016 | 25.000 | 17.400 | 17.000 | 64.000 | 123.400 |
| Zuführung | - | - | 23.200 | 11.629 | 34.829 |
| Inanspruchname | - | - | 6.890 | - | 6.890 |
| Auflösung | 25.000 | 4.000 | 7.610 | 60.000 | 96.610 |
| Stand 31.12.2016 | - | 13.400 | 25.700 | 15.629 | 54.729 |
| langfristig | - | 13.400 | - | 4.000 | 17.400 |
| kurzfristig | - | - | 25.700 | 11.629 | 37.329 |
Die Gewährleistungsrückstellungen wurden unter Zugrundelegung des Reklamationsvolumens des Vorjahres unter Berücksichtigung der laufenden Geschäftsentwicklung ermittelt. Rückstellungen für Archivierungen basieren auf pauschalen Archivierungskosten. Die Prozesskostenrückstellungen beinhalten die erwarteten Kosten aus laufenden und drohenden Rechtsstreitigkeiten. Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für drohende Verluste aus nicht kostendeckenden Produktverkäufen an Kunden und Rückstelllungen für oene Dienstleistungen von Lieferanten.
Auf die Abzinsung langfristiger Rückstellungen wurde unter Wesentlichkeitsaspekten verzichtet.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen aus langfristigen Investitionsdarlehen zur Finanzierung von Grundstücken, Gebäuden und Anlagen sowie aus kurzfristigen Kontokorrentlinien zur Finanzierung des Umlaufvermögens.
Die langfristigen Investitionsdarlehen unterliegen Covenants hinsichtlich Verschuldungsgrad und Eigenkapitalquote der va-Q-tec AG sowie des Konzerns. Sie sind besichert durch Grundschulden und Sicherungsübereignungen von Maschinen und Einrichtungsgegenständen, jeweils am Standort Kölleda. Die langfristigen Darlehen haben verbleibende Laufzeiten von bis zu sechs Jahren. Das Risiko aus der variablen Verzinsung der neuen Darlehen wurde wie in der Vergangenheit durch Zinsswaps abgesichert. Hedge Accounting nach IAS 39 wird dabei nicht angewandt.
Im September 2016 wurde mit den bestehenden Hausbanken ein Multibankenvertrag geschlossen, der die bestehenden Kontokorrentlinien bündelt und erweitert und einen einheitlichen und skalierbaren Rahmen für die kurzfristige Finanzierung des Umlaufvermögens schat. Dieser Finanzierungsrahmen beläuft sich auf 11.000.000 EUR und deckt Kontokorrentlinien sowohl der Muttergesellschaft als auch der britischen Tochtergesellschaft ab. Der Vertrag läuft zunächst bis zum 31.12.2017, eine Neuverhandlung unter Berücksichtigung der veränderten Kapitalbasis nach dem Börsengang wird für Mitte 2017 erwartet. Der Multibankenvertrag beinhaltet auch einen Sicherheitentreuhandvertrag, in dem sowohl eine Sicherungsübereignung der Vorräte der va-Q-tec AG als auch eine Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an das Bankenkonsortium vereinbart sind. Von der Globalzession ausgenommen sind die von Factoring betroenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber spezischen Großkunden.
Finanzielle Verbindlichkeiten
| in EUR | langfristig | kurzfristig | Stand am 31.12.2016 |
|---|---|---|---|
| Finanzierungsleasing | 3.926.413 | 3.950.669 | 7.877.082 |
| Derivative Finanzinstrumente | 79.700 | - | 79.700 |
| Abgegrenzte Schulden für ausstehende Rechnungen |
- | 1.578.500 | 1.578.500 |
| Abgegrenzte externe Jahresabschlusskosten | - | 186.335 | 186.335 |
| Kreditorische Debitoren | - | 42.736 | 42.736 |
| Übrige | 6.136 | 32.820 | 38.956 |
| Gesamt Konzern | 4.012.249 | 5.791.059 | 9.803.309 |
| Gesamt Konzern | 5.108.042 | 5.785.142 | 10.893.184 |
|---|---|---|---|
| Übrige | - | 92.039 | 92.039 |
| Abgegrenzte Schulden für ausstehende Rechnungen |
- | 467.173 | 467.173 |
| Factoring | - | 446.216 | 446.216 |
| Derivative Finanzinstrumente | 83.755 | 435.000 | 518.755 |
| Stille Beteiligung | - | 487.999 | 487.999 |
| Finanzierungsleasing | 5.024.287 | 3.856.715 | 8.881.002 |
| in EUR | langfristig | kurzfristig | Stand am 31.12.2015 |
Die Leasingverbindlichkeiten resultieren aus den im Wege von Finanzierungsleasing Vereinbarungen aktivierten Sachanlagen. Es handelt sich dabei vor allem um Leasingverträge zur Finanzierung von Produktionsanlagen an den Standorten Kölleda und Würzburg sowie Vermögenswerten der Containerflotte der englischen Tochtergesellschaft, welche im Wesentlichen über Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen finanziert wird. Die geleasten Vermögenswerte werden im Anlagevermögen ausgewiesen. Die im Vorjahr bestehenden Factoring-Vereinbarungen, bei denen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der spezifischen Vertragsbedingungen nicht ausgebucht wurden, sind in 2016 durch echtes Factoring ersetzt worden. Daher ist der Ausweis von Factoring Verbindlichkeiten zum 31.12.2016 entfallen.
Die in der Zukunft fälligen Leasingzahlungen mit ihren Barwerten ergeben sich aus der unten stehenden Tabelle:
| Barwert (Verbindlichkeiten aus Finanzierungs |
||
|---|---|---|
| leasingzahlungen | Zinsen | leasing) |
| 4.443.310 | 492.641 | 3.950.669 |
| 4.222.689 | 296.276 | 3.926.414 |
| - | - | - |
| 8.665.999 | 788.917 | 7.877.083 |
| Künftige Mindest leasingzahlungen |
Zinsen | Barwert (Verbindlichkeiten aus Finanzierungs leasing) |
| 4.456.985 | 600.269 | 3.856.716 |
| 5.407.528 | 383.242 | 5.024.286 |
| - | - | - |
| 9.864.513 | 983.511 | 8.881.002 |
| Künftige Mindest |
Die Position derivative Finanzinstrumente beinhaltet die negativen Marktwerte aus Zinsswaps zur Absicherung variabel verzinster langfristiger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.H.v. 79.700 EUR (31.12.2015: 83.755 EUR) sowie in 2015 den negativen Marktwert i.H.v. 435.000 EUR eines in eine stille Beteiligung eingebetteten trennungspflichtigen Sonderkündigungsrechts seitens der Beteiligungsgesellschaft. Die stille Beteiligung mit einem Nominalvolumen i.H.v. 500.000 EUR, die im Zuge des Börsengangs der va-Q-tec AG gekündigt und zurückgeführt wurde, hatte ursprünglich eine Laufzeit bis zum 31.03.2018 . Die Ausübung des Sonderkündigungsrechts führte zu einer Zahlung von ingesamt 823.102 EUR an die Beteiligungsgesellschaft.
| langfristig | kurzfristig | Stand am 31.12.2016 |
|---|---|---|
| 3.163.875 | 455.975 | 3.619.850 |
| 3.986.741 | 1.555.742 | 5.542.483 |
| - | 345.387 | 345.387 |
| - | 264.488 | 264.488 |
| - | 146.142 | 146.142 |
| - | 75.696 | 75.696 |
| - | 1.223 | 1.223 |
| - | 229.549 | 229.549 |
| - | 166.654 | 166.654 |
| - | 14.016 | 14.016 |
| - | 48.879 | 48.879 |
| 7.150.616 | 3.074.202 | 10.224.818 |
| in EUR | langfristig | kurzfristig | Stand am 31.12.2015 |
|---|---|---|---|
| Sonderposten für Zuwendungen | 3.621.991 | 432.001 | 4.053.992 |
| Sonderposten für abgegrenzte Contain ergewinne |
3.828.758 | 1.189.220 | 5.017.978 |
| Boni und Tantiemen an Mitarbeiter | - | 179.595 | 179.595 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern | - | 141.738 | 141.738 |
| Abgegrenzte Schulden für nicht genommenen Urlaub |
- | 51.940 | 51.940 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | - | 228.440 | 228.440 |
| Andere sonstige nicht-nanzielle Verbindli chkeiten |
- | 181.128 | 181.128 |
| Sonstige Personalverbindlichkeiten | - | 83.098 | 83.098 |
| Übrige | - | 98.030 | 98.030 |
| Gesamt Konzern | 7.450.749 | 2.404.062 | 9.854.811 |
Entgegen den Vorjahren, in denen der Gesellschaft im Zuge des fortgeführten Ausbaus des Produktionsstandortes in Kölleda in Thüringen Investitionszuschüsse des Landes Thüringen und der Europäischen Union sowie Investitionszulagen gewährt wurden, erhielt die Gesellschaft in 2016 keine weiteren Zuwendungen. Die Investitionszuschüsse und -zulagen aus den vorangegangenen Jahren dienten vor allem dem Neubau weiterer Produktionshallen sowie der Erweiterung der VIP-Produktionsanlagen am Standort. Sofern die Förderbedingungen wie derzeit erwartet eingehalten werden, sind diese Zuwendungen nicht rückzahlbar. In der ersten Förderperiode von 2008 bis 2011 wurden die Zuschüsse für den Aufbau des Standortes gewährt. In der Berichtsperiode erhielt die Gesellschaft keine weiteren Zuwendungen.
Sonderposten für Zuwendungen
| in EUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Stand 01.01. | 4.053.992 | 4.329.626 |
| Zuführung | - | 170.852 |
| Auflösung | 434.142 | 395.017 |
| neutrale Auflösung | - | 51.469 |
| Stand 31.12. | 3.619.850 | 4.053.992 |
| -davon langfristig | 3.163.875 | 3.621.991 |
| -davon kurzfristig | 455.975 | 432.001 |
In 2016 wurden Container, welche im Rahmen der Containerflotte eingesetzt werden, im Wert von 4.086.972 EUR (Vj.: 7.214.881 EUR) im Wege von Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen veräußert. Der Rückgang der Leasingfinanzierung ist dem leicht verlangsamten Wachstum des Container-Service Geschäfts in 2016 und der zwischenzeitlich ausreichenden Flottenkapazität geschuldet. Die beim Containerverkauf über die Herstellungskosten hinaus entstandenen Gewinne werden als passivischer Sonderposten abgegrenzt. Dieser Sonderposten wird über die jeweilige fünfjährige Nutzungsdauer der Container im sonstigen betrieblichen Ertrag aufgelöst.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ihre Bilanzwerte entsprechen im Wesentlichen den Marktwerten; sie sind innerhalb eines Jahres fällig.
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der va-Q-tec im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. Entsprechend IAS 7 (Kapitalflussrechnung) werden Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit sowie Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die auf Änderungen der Wechselkurse beruhende Veränderung der flüssigen Mittel ist gesondert ausgewiesen.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Kapitalflussrechnung umfassen alle in der Bilanz ausgewiesenen Kassenbestände sowie Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten, die beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten haben, nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen und nicht verfügungsbeschränkt sind.
Die Zahlungsmittelzuüsse und -abüsse aus der lnvestitions- und Finanzierungstätigkeit werden nach der direkten Methode dargestellt. Die Mittelzu- und Mittelabüsse aus der Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts umfassen neben Zugängen bei den immateriellen Vermögenswerten, Abgängen bzw. Zugängen im Sachanlagevermögen auch die strafzinsschonende Anlage der Erlöse aus dem Börsengang in Termingelder mit einer Laufzeit von sechs bis zwölf Monaten. In der Finanzierungstätigkeit sind die Zahlungsmittelzuüsse aus der Eigenkapitalerhöhung im Rahmen des Börsengangs sowie Zahlungsmittelabüsse für Transaktionskosten desselben enthalten. Des Weiteren sind Zahlungsmittelabüsse aus dem Erwerb eigener Anteile, aus der Tilgung von nanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Beteiligungsgesellschaften sowie Auszahlungen aufgrund von Finanzierungsleasing ausgewiesen. In separaten Positionen innerhalb des Cashows aus Finanzierungstätigkeit werden darüber hinaus die Zahlungsmittelzuüsse aus Sale-and-nanceleaseback-Transaktionen sowie aus erhaltenen Investitionszulagen und -zuschüssen gezeigt.
Demgegenüber wird ausgehend vom Konzernergebnis der Mittelzuuss und -abuss aus betrieblicher Tätigkeit indirekt abgeleitet. Dazu wird das Konzernergebnis um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge, das sind im Wesentlichen Abschreibungen, latente Steuern, der Erwerb eines Grundstücks gegen eigene Aktien, die Auösung der Sonderposten, die Bewertung von Finanzinstrumenten und Veränderungen der Rückstellungen korrigiert. Zudem werden die Veränderung der übrigen Vermögenswerte und Schulden sowie des Working Capitals ergänzt.
Investitions- und Finanzierungsvorgänge, welche nicht zu einer Veränderung von Zahlungsmitteln oder Zahlungsmitteläquivalenten geführt haben, sind nicht Bestandteil der Kapitalussrechnung.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Finanzinstrumente mit den Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten, aufgeteilt nach den Bewertungskategorien gemäß IAS 39. Die beizulegenden Zeitwerte sind dabei jeweils den Bewertungsstufen der Fair Value-Hierarchie zugeordnet. Soweit keine entsprechende Zuordnung erfolgt ist, wird davon ausgegangen, dass der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Dies betrit im Wesentlichen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungmitteläquivalente, übrige kurzfristige nanzielle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige kurzfristige nanzielle Verbindlichkeiten, die jeweils kurze Restlaufzeiten aufweisen.
Eine Denition der Stufen der Fair Value-Hierarchie ndet sich in Abschnitt 1.2 "Grundlagen der Abschlusserstellung". Die Zuordnungen zu den Stufen werden jeweils zum Ende der Berichtsperiode überprüft. Umgliederungen zwischen den Stufen sind im Berichtsjahr sowie im Vorjahr nicht erfolgt.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von nanziellen Vermögenswerten und nanziellen Schulden, einschließlich ihrer Stufen in der Fair Value-Hierarchie.
| Bewertungs kategorie nach |
Beizulegen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| IAS 39/ IAS 17 |
Buchwert | der Zeitwert | davon Fair Value | |||
| in EUR | 31.12.2016 | 31.12.2016 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
LaR | 7.141.968 | 7.141.968 | |||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte |
||||||
| davon bis zur Endfälligkeit zu halten |
HtM | 30.000.000 | 30.000.000 | |||
| davon übrige finanzielle Vermögenswerte |
LaR | 250.361 | 250.361 | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungs mitteläquivalente |
LaR | 4.600.437 | 4.600.437 | |||
| Summe | 41.992.766 | 41.992.766 | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
FLAC | 7.583.253 | 7.583.253 | 7.583.253 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
FLAC | 2.346.965 | 2.346.965 | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
||||||
| davon Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing |
IAS 17 | 7.877.082 | 8.360.901 | 8.360.901 | ||
| davon derivative Finanzinstrumente ohne Hedge Beziehung |
FVtPL | 79.700 | 79.700 | 79.700 | ||
| davon stille Beteiligung | FLAC | |||||
| davon übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
FLAC | 1.846.527 | 1.846.527 | 1.846.527 | ||
| Summe | 19.733.527 | 20.217.328 | ||||
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39
| in EUR | Buchwert | Beizulegen der Zeitwert |
|
|---|---|---|---|
| Loans and Receivables | LaR | 11.992.767 | 11.992.767 |
| Held to Maturity | HtM | 30.000.000 | 30.000.000 |
| Financial liabilities measured at amortised cost | FLAC | 11.776.745 | 11.776.745 |
| At fair value through P&L (liability) | FVtPL | 79.700 | 79.700 |
Werte nach Bewertungskategorien 2015
| Bewertungs kategorie nach IAS 39 / IAS 17 |
Buchwert | Beizulegen der Zeitwert |
davon Fair Value | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in EUR | 31.12.2015 | 31.12.2015 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
LaR | 4.415.527 | 4.415.527 | |||
| Sonstige nanzielle Vermögenswerte |
||||||
| davon derivative Finanzinstrumente |
FVtPL | - | - | |||
| davon übrige nanzielle Vermögenswerte |
LaR | 62.321 | 62.321 | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungs mitteläquivalente |
LaR | 1.186.045 | 1.186.045 | |||
| Summe | 5.663.893 | 5.663.893 | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
FLAC | 8.910.349 | 8.921.232 | 8.921.232 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
FLAC | 1.633.172 | 1.633.172 | |||
| Sonstige nanzielle Verbindlichkeiten |
||||||
| davon Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing |
IAS 17 | 8.881.002 | 8.918.767 | 8.918.767 | ||
| davon derivative Finanzinstrumente ohne Hedge Beziehung |
FVtPL | 518.755 | 518.755 | 83.755 | 435.000 | |
| davon stille Beteiligung | FLAC | 487.999 | 499.769 | 499.769 | ||
| davon übrige sonstige nanzielle Verbindlichkeiten |
FLAC | 1.005.428 | 1.005.428 | |||
| Summe | 21.436.705 | 21.497.123 |
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39
| in EUR | Buchwert | Beizulegen der Zeitwert |
|
|---|---|---|---|
| Loans and Receivables | LaR | 5.663.893 | 5.663.893 |
| At fair value through P&L (aktiv) | FVtPL | - | - |
| Financial liabilities measured at amortised cost | FLAC | 12.036.948 | 12.059.601 |
| At fair value through P&L (passiv) | FVtPL | 518.755 | 518.755 |
Der beizulegende Zeitwert von der Bewertungsstufe 2 zugeordneten festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie von stillen Beteiligungen ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Bei variabel verzinslichen Verbindlichkeiten entsprechen die Buchwerte grundsätzlich den beizulegenden Zeitwerten.
Bei der Stufe 2 zugeordneten Zinsswaps wird der beizulegende Zeitwert durch Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Cashflows ermittelt, wobei die für die Restlaufzeit der Kontrakte zum jeweiligen Stichtag geltenden Marktzinssätze zugrunde gelegt werden.
Bei dem derivativen Finanzinstrument der Stufe 3, das in 2015 noch bestand, handelt es sich um ein in eine stille Beteiligung eingebettetes Sonderkündigungsrecht seitens der Beteiligungsgesellschaft. Das Sonderkündigungsrecht, welches nach Ausübung zu einer zusätzlichen Zahlungsverpflichtung führen konnte, bestand im Falle eines etwaigen Börsengangs der va-Q-tec AG. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts dieser Option erfolgte jeweils zum Bilanzstichtag auf Basis eines Bewertungsmodells. Wesentliche Bewertungsparameter waren Einschätzungen zur Eintrittswahrscheinlichkeit eines Börsengangs, die Laufzeit der stillen Beteiligung bis zu einem etwaigen Börsengang sowie die auf einen Maximalbetrag gedeckelte erwartete Marktkapitalisierung der va-Q-tec AG zu einem solchen Zeitpunkt, die das Management jeweils auf Basis der zum Bilanzstichtag vorliegenden Informationen traf. Die Wahrscheinlichkeit eines Börsengangs wurde zum 31.12.2015 mit 50% (Vj.: 50%), der Börsenwert des Unternehmens mit 100.000.000 EUR (Vj.: 65.000.000 EUR) angenommen. Als Stichtag für einen möglichen Börsengang wurde zum 31.12.2015 der 30.06.2016 angenommen. Mit dem Eintritt des Börsengangs im September 2016 hat die Beteiligungsgesellschaft ihr Sonderkündigungsrecht ausgeübt und daraus eine Zahlung in Höhe von 823.102 EUR erhalten. Das derivate Finanzinstrument ist somit zum Ende der Berichtsperiode entfallen.
Nachfolgende Überleitungsrechnung zeigt die Entwicklung des beizulegenden Zeitwerts dieses Finanzinstruments.
Überleitungsrechnung Finanzinstrumente Stufe 3
| Stand 31.12.2016 | 0 |
|---|---|
| Rückführung | 823.102 |
| erfolgswirksame Veränderung | -388.102 |
| Stand 31.12.2015 | -435.000 |
| erfolgswirksame Veränderung | -152.250 |
| Stand 01.01.2015 | -282.750 |
| in EUR |
Die erfolgswirksamen Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts der Option werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "Finanzaufwendungen" ausgewiesen.
Das in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Nettoergebnis in Bezug auf Finanzinstrumente setzt sich wie folgt zusammen:
| Folgebewer | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kategorie nach | Wertberichti | Wertaufho | tung zum | Währungs | ||
| IAS 39 / IAS 17 | Zinsertrag | Zinsaufwand | gungen | lungen | Fair Value | umrechnung |
| LaR | - | - | - | - | 4.055 | -49.368 |
| FVtPL | - | - | - | - | - | - |
| FLAC | - | -462.450 | - | - | -388.102 | -1.280 |
| IAS 17 | - | -772.493 | - | - | - | - |
| sonstiges | 59 | - | - | - | - | - |
| Summe | 59 | -1.234.943 | - | - | -384.047 | -50.648 |
Nettoergebnisse 2015 aus
| Kategorie nach IAS 39 / IAS 17 |
Zinsertrag | Zinsaufwand | Wertberichti gungen |
Wertaufho lungen |
Folgebewer tung zum Fair Value |
Währungs umrechnung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| LaR | 590 | - | -14.464 | - | - | 22.820 |
| FVtPL | - | - | - | - | -170.026 | - |
| FLAC | - | -354.618 | - | - | - | 14.500 |
| IAS 17 | - | -534.778 | - | - | - | - |
| Summe | 590 | -889.396 | -14.464 | - | -170.026 | 37.320 |
va-Q-tec ist als international tätiges Unternehmen bei seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Kredit-, Liquiditäts- und Marktrisiken ausgesetzt. Marktrisiken resultieren insbesondere aus Änderungen von Währungskursen und Zinssätzen. Aufgabe des nanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und nanziellen Aktivitäten zu steuern und zu begrenzen. Je nach Risikoeinschätzung werden derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt, wobei grundsätzlich nur Cashow-Risiken gesichert werden. Derivative Finanzinstrumente kommen ausschließlich zu betriebswirtschaftlichen Sicherungszwecken zum Einsatz und werden somit nicht als Handels- oder Spekulationsposition gehalten. Hedge Accounting nach IAS 39 wird dabei nicht angewandt. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos werden Sicherungsgeschäfte ausschließlich mit Finanzinstituten mit einwandfreier Bonität abgeschlossen.
Die Grundzüge der Finanzpolitik werden regelmäßig im Vorstand abgestimmt und vom Aufsichtsrat überwacht.
Kreditrisiko ist das Risiko, dass Geschäftspartner ihrer vertraglichen Verpflichtung nicht nachkommen können und dem va-Q-tec Konzern somit ein finanzieller Verlust entsteht. Der Konzern ist im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeit Ausfallrisiken, insbesondere bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie Risiken im Rahmen der Finanzierungstätigkeit, u. a. bei derivativen Finanzinstrumenten, ausgesetzt.
Das Kreditrisiko aus Forderungen gegen Kunden wird auf Gesellschaftsebene (lokal) gesteuert und fortlaufend überwacht. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst.
Das maximale Kreditrisiko der finanziellen Vermögenswerte (einschließlich Derivate mit positivem Marktwert) entspricht dem in der Bilanz angesetzten Buchwert. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 beträgt das maximale Kreditrisiko 37.392.329 EUR (31.12.2015: 4.477.848 EUR). Die starke Zunahme des ausgewiesenen Kreditrisikos ist auf den Erwerb von kurzfristigen Termingeldern i.H.v. 30.000.000 EUR bei einer deutschen Großbank zurückzuführen.
Die Altersstruktur der nicht einzelwertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich aus folgender Tabelle:
| in EUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Nicht überfällig | 5.307.089 | 3.717.029 |
| Weniger als 30 Tage | 1.104.364 | 403.289 |
| 30-90 Tage | 558.468 | 155.712 |
| 91-360 Tage | 92.060 | 114.915 |
| Mehr als 360 Tage | 75.072 | 19.667 |
| Nicht wertberichtigte Forderungen | 7.137.053 | 4.410.612 |
| Buchwert der wertberichtigten Forderungen | 4.915 | 4.915 |
| Gesamt | 7.141.968 | 4.415.527 |
Für die nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen keine Anzeichen eines Wertberichtigungsbedarfs vor. Die Werthaltigkeit der weder überfälligen noch wertgeminderten Forderungen wird als sehr hoch angesehen. Diese Einschätzung wird dabei vor allem auf die langjährige Geschäftsbeziehung zu den meisten Abnehmern und die Bonität der Kunden zurückgeführt. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind weder überfällig noch wertgemindert.
Aufgrund der verhältnismäßig hohen Konzentration der Umsatzerlöse auf einige Großkunden liegt ein starker Fokus des Vertriebs auf Neukundengewinnung in allen durch die va-Q-tec adressierten Marktbereichen.
Die Liquiditätsrisiken, d. h. das Risiko, dass va-Q-tec seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, werden sowohl durch Schaffung der notwendigen finanziellen Flexibilität als auch durch ein effektives Cash-Management begrenzt. Zur Steuerung der zukünftigen Liquiditätssituation setzt va-Q-tec entsprechende Liquiditätsplanungsinstrumente ein. Zum Bilanzstichtag waren keine Liquiditätsengpässe erkennbar. Es bestanden in ausreichendem Maß nicht genutzte Kontokorrentlinien.
Spezische Liquiditätsrisiken des Konzerns ergeben sich aus dem verhältnismäßig hohen Anteil einzelner Großkunden mit denen keine Langzeitverträge bestehen und den damit zusammenhängenden theoretischen Ausfall- oder Abwanderungsrisiken dieser Kunden, sowie aus möglichen Rückzahlungsverpichtungen gegenüber Kreditinstituten bei eventueller Nichteinhaltung von Covenants und gegenüber Förderinstituten bei eventueller Nichteinhaltung von Förderbedingungen. Diese potenziellen Liquiditätsrisiken werden durch gezielte kommerzielle, nanzielle und organisatorische Maßnahmen durch das Management gesteuert.
Die nachfolgenden Aufstellungen zeigen die vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen für die unter IFRS 7 fallenden originären und derivativen nanziellen Verbindlichkeiten. Ist der Fälligkeitstermin nicht xiert, wird die Verbindlichkeit auf den frühesten Fälligkeitstermin bezogen. Zinszahlungen mit variabler Verzinsung werden entsprechend den Konditionen zum Stichtag berücksichtigt. Im Wesentlichen wird davon ausgegangen, dass die Zahlungsmittelabüsse nicht früher als dargestellt eintreten werden.
Die nachfolgende Tabelle enthält die Rückzahlungsbeträge (einschließlich angenommener, zukünftig zu leistender Zinsen) zur jeweils angegebenen Fälligkeit:
| Sonstige nanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in EUR | Verbindlich keiten gegen über Kreditin stituten |
Verbindlich keiten aus Finanzierungs leasing |
Derivative Finanzinstru mente |
Übrige sonsti ge nanzielle Verbindlich keiten |
Verbindlich keiten aus Lieferung und Leistung |
Gesamt |
| 2017 | 5.533.045 | 4.443.309 | 28.606 | 1.846.620 | 2.346.965 | 14.198.546 |
| 2018 | 566.909 | 2.885.112 | 22.720 | 6.136 | - | 3.480.878 |
| 2019 | 553.636 | 702.683 | 16.833 | - | - | 1.273.152 |
| 2020 | 540.363 | 489.157 | 10.947 | - | - | 1.040.467 |
| 2021 | 490.696 | 145.738 | 5.267 | - | - | 641.701 |
| 2022 und später | 138.823 | - | 1.265 | - | - | 140.088 |
| Summe 31.12.2016 |
7.823.474 | 8.665.998 | 85.638 | 1.852.756 | 2.346.965 | 20.774.832 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in EUR | Verbindlich keiten gegen über Kreditin stituten |
Verbindlich keiten aus Finanzierungs leasing |
Derivative Finanzinstru mente |
Übrige sonsti ge finanzielle Verbindlich keiten |
Verbindlich keiten aus Lieferung und Leistung |
Gesamt |
| 2016 | 7.082.717 | 4.456.985 | 485.601 | 1.525.178 | 1.633.173 | 15.183.653 |
| 2017 | 430.986 | 3.402.981 | 36.820 | - | - | 3.870.786 |
| 2018 | 414.846 | 1.844.783 | 27.372 | - | - | 2.287.001 |
| 2019 | 399.309 | 105.764 | 18.114 | - | - | 523.187 |
| 2020 | 386.679 | 54.001 | 10.586 | - | - | 451.266 |
| 2021 und später | 553.413 | - | 6.326 | - | - | 559.739 |
| Summe 31.12.2015 |
9.267.949 | 9.864.513 | 584.820 | 1.525.178 | 1.633.173 | 22.875.633 |
Für die zum Bilanzstichtag in Anspruch genommenen Kredite der va-Q-tec gegenüber Kreditinstituten bestehen Sicherheiten in Form von Grundschulden auf die Grundstücke und Gebäude am Standort Kölleda, eine Sicherungsübereignung von Maschinen und Einrichtungsgegenständen, sowie Sicherheiten für Finanzierungsleasing in Form von Produktionsanlagen. Darüberhinaus sind Container der englischen Tochtergesellschaft, welche im Rahmen der Containerflotte vermietet werden, als Sicherheiten für Finanzierungsleasing bestellt. Die zum Bilanzstichtag in Anspruch genommenen Kontokorrentlinien sind durch eine Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ausgenommen den durch Factoring abgedeckten Forderungen) sowie eine Sicherungsübereignung der Vorräte am Standort Würzburg besichert.
Währungsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Wechselkurse schwanken. Die va-Q-tec ist diesem Risiko vor allem aus ihrer Geschäftstätigkeit (wenn Umsatzerlöse und/oder Aufwendungen auf eine von der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft abweichende Währung lauten) ausgesetzt. Sofern wirtschaftlich sinnvoll, sichert die va-Q-tec ausgewählte Wechselkursrisiken mit Devisentermingeschäften ab. Bei der Absicherung von Wertschwankungen künftiger Cashflows aus erwarteten Transaktionen handelt es sich um geplante Kosten in Fremdwährung. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt.
Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche mögliche Auswirkungen aus Veränderungen relevanter Risikovariablen (z.B. Wechselkurse, Zinssätze) auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Um die periodischen Auswirkungen zu ermitteln, wird eine mögliche Änderung der Risikovariablen auf den Bestand an Finanzinstrumenten zum Abschlussstichtag vorgenommen. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Jahresultimo repräsentativ für das Geschäftsjahr ist.
Die folgende Sensitivitätsanalyse legt den USD, das GBP und den KRW (erstmalig in 2016) als wesentliche Fremdwährung für den va-Q-tec Konzern zugrunde. Die Analyse bezieht sich jeweils auf den Stand der zum 31.12.2016 bestehenden Forderungen, Liquiden Mittel und Verbindlichkeiten in USD, GBP und KRW. Es wurden die Effekte auf Konzernergebnis und Eigenkapital berechnet, die sich aus dem simulierten USD-Kurs, GBP-Kurs und KRW-Kurs zum Stichtag ergeben.
Es ergeben sich folgende Währungsszenarien: Wenn der USD gegenüber dem EUR zum Bilanzstichtag um 10% aufgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 148.728 EUR (Vj.: 58.092 EUR) höher und das Konzerneigenkapital um 148.728 EUR (Vj.: 58.092 EUR) höher ausgefallen. Wenn der USD gegenüber dem EUR zum Bilanzstichtag um 10% abgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 148.728 EUR (Vj.: 58.092 EUR) niedriger und das Konzerneigenkapital um 148.728 EUR (Vj.: 58.092 EUR) niedriger ausgefallen. Wenn das GBP gegenüber dem EUR zum Bilanzstichtag um 10% aufgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 6.845 EUR (Vj.: 42.302 EUR) höher und das Konzerneigenkapital um 6.845 EUR (Vj.: 42.302 EUR) höher ausgefallen. Wenn das GBP gegenüber dem EUR zum Bilanzstichtag um 10% abgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 6.845 EUR (Vj.: 42.302 EUR) niedriger und das Konzerneigenkapital um 6.845 EUR (Vj.: 42.302 EUR) niedriger ausgefallen. Wenn der KRW gegenüber dem EUR zum Bilanzstichtag um 10% aufgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 12.335 EUR höher und das Konzerneigenkapital um 12.335 EUR höher ausgefallen. Wenn der KRW gegenüber dem EUR zum Bilanzstichtag um 10% abgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 12.335 EUR niedriger und das Konzerneigenkapital um 12.335 EUR niedriger ausgefallen.
Zinsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze schwanken. Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus den variabel verzinslichen Darlehen und Kontokorrentlinien. Der Konzern steuert sein Zinsrisiko bei den Finanzschulden durch den Einsatz von Zinsderivaten in Form von Zinsswaps auf langfristige Darlehen, wobei kein Hedge Accounting angewendet wird.
Zinsrisiken im Sinne von IFRS 7 werden mittels Sensitivitätsanalyse ermittelt. Die folgende Sensitivitätsanalyse bezieht sowohl Auswirkungen auf das Zinsergebnis aufgrund der zum jeweiligen Bilanzstichtag bestehenden variabel verzinslichen Finanzinstrumente als auch Wertänderungen der abgeschlossenen Zinsswaps ein. Es wurden die Eekte der risikovariablen Marktzinssätze auf Konzernergebnis und Eigenkapital berechnet.
Wenn das Marktzinsniveau zum Bilanzstichtag um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 27.693 EUR niedriger (Vj.: 23.274 EUR niedriger) und das Konzerneigenkapital um 27.693 EUR niedriger (Vj.: 23.274 EUR niedriger) gewesen. Wenn das Marktzinsniveau zum Bilanzstichtag um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 39.997 EUR höher (Vj.: 37.901 EUR höher) und das Konzerneigenkapital um 39.997 EUR höher (Vj.: 37.901 EUR höher) gewesen.
Vorrangiges Ziel des Kapitalmanagements der va-Q-tec ist eine kontinuierliche und langfristige Steigerung des Unternehmenswertes und die Sicherung der Liquidität. Ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote sind hierzu wichtige Bausteine. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen vor unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Die va-Q-tec überwacht ihr Kapital regelmäßig auf der Basis verschiedener Kennzahlen. Die Eigenkapitalquote ist hierbei eine wichtige Kennzahl. Der Vorstand hat als mittelfristiges Ziel eine Mindesteigenkapitalquote von 50% definiert.
Der Börsengang im September 2016 hat zu einer deutlichen Stärkung der Eigenkapitalquote des Konzerns auf 64% geführt (Vj.: 24%). Diese Kennzahl liegt damit signifikant oberhalb des vom Vorstand gesetzten Ziels.
Mit dem Börsengang und dem Genehmigung erweiterter Kontokorrentlinien im Rahmen des im September 2016 abgeschlossenen Multibankenvertrags hat sich auch die Liquiditätssituation der va-Q-tec AG deutlich verbessert. Für die Geschäftsplanung der nächsten Jahre ist somit ausreichend Liquidität geschaffen.
Im Geschäftsjahr 2016 unterliegen Finanzverbindlichkeiten der Muttergesellschaft va-Q-tec AG i.H.v. 2.592.143 EUR (Vj.: 8.081.216 EUR) Covenant-Regelungen in Bezug auf den Einzel- und Konzernabschluss der va-Q-tec AG. Die Covenant-Regelungen schreiben jeweils einen Verschuldungsgrad von weniger als 3,0x bankseitig definiertes EBITDA (Vj.: 3,0x EBITDA) und eine Eigenkapitalquote von mindestens 40% vor. Diese Covenants wurden wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag erfüllt. Die Kontokorrentlinien der Muttergesellschaft unterliegen entgegen dem Vorjahr keinen Covenant-Regelungen mehr. Finanzverbindlichkeiten der va-Q-tec Ltd. (UK) aus Finanzierungsleasing i.H.v. 5.669.318 EUR per 31.12.2016 (Vj.: 7.908.471 EUR) unterliegen einer Covenant-Regelung in Bezug auf den Einzelabschluss der va-Q-tec Ltd. (UK). Diese Covenant-Regelung schreibt ein bilanzielles Eigenkapital von mindestens 2.500.000 EUR zum Bilanzstichtag vor. Wie im Vorjahr wurde dieser Covenant zum Bilanzstichtag erfüllt, in 2016 unterstützt durch eine Kapitalmaßnahme der Muttergesellschaft.
Im Rahmen der Segmentberichterstattung werden die Aktivitäten des va-Q-tec Konzerns gemäß den Regeln von IFRS 8 (Segmentberichterstattung) nach Berichtssegmenten abgegrenzt. Diese Aufgliederung orientiert sich an der internen Steuerung und Berichterstattung nach legalrechtlichen Einheiten. Der va-Q-tec Konzern ist in den drei Berichtssegmenten "va-Q-tec AG", "va-Q-tec Ltd. (UK)" und "Sonstige" tätig.
Die va-Q-tec AG betreibt die Entwicklung und Produktion von innovativen und energieezienten Vakuumisolationspaneelen (VIPs). Neben VIPs entwickelt und vertreibt die va-Q-tec AG Luftfracht-Container, Thermoverpackungen sowie Wärme- und Kältespeicherkomponenten (PCM) und bietet fundierte thermische Beratung an. Zusätzlich wird die Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen im thermisch-technischen Bereich angeboten. Erstmals substanzielle Umsätze wurden im Berichtsjahr mit der Vermietung von Thermo-Boxen für den Transport temperatursensibler Güter, insbesondere Pharmazeutika, erzielt.
Die Aktivitäten der va-Q-tec Ltd. (UK) umfassen die Vermietung von Luftfrachtcontainern. Hierfür unterhält die va-Q-tec Ltd. (UK) eine wachsende Flotte von Vermietcontainern, für global agierende Pharma- und Logistikunternehmen. Diese Luftfrachtcontainer werden durch die va-Q-tec AG hergestellt. Zusätzlich verkauft die va-Q-tec Ltd. (UK) fallweise thermische Verpackungen an einen großen Kunden in Großbritannien.
Der Bereich "Sonstige" umfasst die Aktivitäten der Tochtergesellschaften va-Q-tec Ltd. (Korea) und va-Q-tec Inc. (USA). Die Tochtergesellschaften erbringen im Falle der Tochter in Korea Einkaufsdienstleistungen, im Falle der Tochter in den USA Verkaufsdienstleistungen für den Konzern.
Die Aktivitäten der drei Berichtssegmente sind unverändert zum Vorjahr.
Die Berichterstattung bei va-Q-tec erfolgt nach den jeweiligen lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen. Um eine Vergleichbarkeit mit dem vorliegenden IFRS-Konzernabschluss zu erreichen, erfolgt eine Überleitung der internen Berichterstattung auf IFRS je Berichtssegment. Die Liefer- und Leistungsbeziehungen innerhalb der Berichtssegmente sind, sofern wesentlich, konsolidiert ausgewiesen.
| va-Q-tec AG | va-Q-tec Ltd. (UK) |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in EUR | Local GAAP | Überleitung | IFRS | Local GAAP | Überleitung | IFRS | |
| Außenumsatz | 27.990.742 | - | 27.990.742 | 11.612.756 | - | 11.612.756 | |
| Innenumsatz | 1.726.215 | -493.511 | 1.232.704 | 946.480 | - | 946.480 | |
| Gesamtumsatz | 29.716.957 | -493.511 | 29.223.446 | 12.559.236 | - | 12.559.236 | |
| Gesamterträge | 34.237.256 | -658.906 | 33.578.350 | 12.559.236 | - | 12.559.236 | |
| Materialaufwand | -13.537.552 | -128.650 | -13.666.203 | -5.591.419 | - | -5.591.419 | |
| Personalaufwand | -10.014.008 | - | -10.014.008 | -1.656.867 | - | -1.656.867 | |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand |
-9.927.240 | 2.535.076 | -7.392.164 | -1.949.570 | - | -1.949.570 | |
| EBITDA | 758.456 | 1.747.520 | 2.505.975 | 3.361.380 | - | 3.361.380 | |
| Abschreibungen | -2.135.708 | 42.769 | -2.092.939 | -3.529.186 | - | -3.529.186 | |
| EBIT | -1.377.252 | 1.790.289 | 413.037 | -167.806 | - | -167.806 | |
| Ergebnis aus at equity bi lanzierten Beteiligungen |
- | - | - | - | - | - | |
| Finanzerträge | 72.233 | 4.055 | 76.288 | - | - | - | |
| Finanzaufwendungen | -1.272.626 | 422.745 | -849.881 | -872.071 | 50.807 | -821.264 | |
| EBT | -2.577.645 | 2.217.089 | -360.556 | -1.039.877 | 50.807 | -989.070 | |
| Investitionen per 31.12.2016 |
4.955.489 | -175.567 | 4.779.922 | 4.448.668 | 4.448.668 | ||
| Vermögen 31.12.2016 | 77.010.059 | -106.536 | 76.903.523 | 15.634.834 | 1.099.284 | 16.734.118 | |
| Langfristige Vermögens werte 31.12.2016 |
18.951.025 | -59.671 | 18.891.354 | 13.192.898 | -43.759 | 13.149.139 | |
| At-equity bilanzierte Beteiligungen |
|||||||
| Schulden 31.12.2016 | 13.375.037 | 1.310.034 | 14.685.070 | 12.441.225 | 1.079.358 | 13.520.583 | |
| Mitarbeiter | 238 | - | 238 | 25 | - | 25 |
Ausgehend von der Gesamtsumme der Berichtssegmente werden in der Spalte "Konsolidierung" die konzerninternen Geschäftsvorfälle eliminiert sowie insbesondere die Auswirkungen aus Sale-and finance-leaseback-Transaktionen berücksichtigt.
| va-Q-tec Ltd. Geschäfts va-Q-tec AG (UK) Sonstige bereiche |
Konsoli dierung |
Konzern |
|---|---|---|
| Local GAAP Überleitung IFRS Local GAAP Überleitung IFRS Local GAAP Überleitung IFRS |
||
| 27.990.742 - 27.990.742 11.612.756 - 11.612.756 12.301 - 12.301 39.615.799 |
-4.086.972 | 35.528.827 |
| 1.726.215 -493.511 1.232.704 946.480 - 946.480 711.469 - 711.469 2.890.652 |
-2.890.652 | - |
| 29.716.957 -493.511 29.223.446 12.559.236 - 12.559.236 723.770 - 723.770 42.506.452 |
-6.977.624 | 35.528.827 |
| 34.237.256 -658.906 33.578.350 12.559.236 - 12.559.236 729.746 -3.255 726.491 46.864.077 |
-3.986.500 | 42.877.577 |
| -128.650 -13.666.203 -5.591.419 - -5.591.419 -8.398 - -8.398 -19.266.019 |
1.941.589 | -17.324.430 |
| - -10.014.008 -1.656.867 - -1.656.867 -266.452 - -266.452 -11.937.327 |
122.596 | -11.814.732 |
| -7.392.164 -1.949.570 - -1.949.570 -342.613 394 -342.219 -9.683.953 2.505.975 |
1.162.334 | -8.521.618 |
| 3.361.380 - 3.361.380 112.284 -2.861 109.423 5.976.778 |
-759.981 | 5.216.797 |
| -3.529.186 - -3.529.186 -6.241 - -6.241 -5.628.366 |
-11.093 | -5.639.459 |
| - -167.806 106.043 -2.861 103.182 348.412 |
-771.074 | -422.662 |
| - - - - - - - |
-59.179 | -59.179 |
| - - - 59 - 59 76.347 |
||
| -72.233 | 4.114 | |
| 50.807 -821.264 -25.464 1.890 -23.573 -1.694.718 |
71.674 | -1.623.045 |
| 50.807 -989.070 80.638 -971 79.667 -1.269.959 |
-830.813 | |
| -2.100.772 | ||
| 4.448.668 5.369 5.369 9.233.959 |
221.512 | |
| -872.071 -1.039.877 4.448.668 15.634.834 1.099.284 16.734.118 309.745 152.435 462.180 94.099.821 |
-9.935.442 | |
| 13.149.139 28.012 - 28.012 32.068.505 |
-216.938 | |
| 13.192.898 -43.759 |
435.918 | 9.455.470 84.164.378 31.851.566 435.918 |
| 1.079.358 13.520.583 526.240 -6.809 519.430 28.725.084 |
1.503.005 | 30.228.089 |
Gesamt-
Ausgehend von der Gesamtsumme der Berichtssegmente werden in der Spalte "Konsolidierung" die konzerninternen Geschäftsvorfälle eliminiert sowie insbesondere die Auswirkungen aus Sale-and nance-leaseback-Transaktionen berücksichtigt.
| va-Q-tec AG | va-Q-tec Ltd. (UK) |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in EUR | Local GAAP | Überleitung | IFRS | Local GAAP | Überleitung | IFRS | |
| Außenumsatz | 21.063.045 | - | 21.063.045 | 8.694.870 | - | 8.694.870 | |
| Innenumsatz | 1.232.522 | - | 1.232.522 | 49.697 | - | 49.697 | |
| Gesamtumsatz | 22.295.567 | - | 22.295.567 | 8.744.567 | - | 8.744.567 | |
| Gesamterträge | 24.747.653 | 222.888 | 24.970.542 | 8.744.566 | - | 8.744.566 | |
| Materialaufwand | -9.416.731 | -43.479 | -9.460.211 | -3.250.809 | 45.750 | -3.205.059 | |
| Personalaufwand | -7.788.213 | - | -7.788.213 | -920.453 | - | -920.453 | |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand |
-3.842.897 | 78.919 | -3.763.978 | -1.628.054 | -46 | -1.628.100 | |
| EBITDA | 3.699.812 | 258.328 | 3.958.140 | 2.945.250 | 45.704 | 2.990.954 | |
| Abschreibungen | -1.415.925 | -8.230 | -1.424.155 | -1.837.701 | -8.712 | -1.846.413 | |
| EBIT | 2.283.887 | 250.098 | 2.533.985 | 1.107.549 | 36.992 | 1.144.541 | |
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Beteiligungen |
- | - | - | - | - | - | |
| Finanzerträge | 36.739 | 1.403 | 38.142 | - | - | - | |
| Finanzaufwendungen | -402.607 | -212.855 | -615.462 | -393.924 | -62.759 | -456.683 | |
| EBT | 1.918.019 | 38.646 | 1.956.665 | 713.625 | -25.767 | 687.858 | |
| Investitionen per 31.12.2015 |
2.318.168 | - | 2.318.168 | 8.327.841 | - | 8.327.841 | |
| Vermögen 31.12.2015 | 31.706.190 | 809.343 | 32.515.533 | 14.799.492 | 39.498 | 14.838.989 | |
| Langfristige Vermögens werte 31.12.2015 |
16.512.488 | 59.211 | 16.571.699 | 12.334.176 | -43.759 | 12.290.417 | |
| At-equity bilanzierte Beteiligungen |
- | - | - | - | - | - | |
| Schulden 31.12.2015 | 15.724.967 | 2.322.839 | 18.047.806 | 11.579.630 | 75.564 | 11.655.194 | |
| Mitarbeiter | 195 | 195 | 14 | 14 | |||
| Konzern | Konsoli dierung |
summe Geschäfts bereiche |
Sonstige | ||
|---|---|---|---|---|---|
| IFRS | Überleitung | Local GAAP | |||
| 22.543.223 | -7.214.881 | 29.758.104 | 189 | - | 189 |
| - | -1.637.566 | 1.637.566 | 355.347 | - | 355.347 |
| 22.543.223 | -8.852.447 | 31.395.670 | 355.536 | - | 355.536 |
| 29.557.735 | -4.523.440 | 34.081.175 | 366.067 | 3.078 | 362.990 |
| -12.354.411 | 313.916 | -12.668.327 | -3.058 | - | -3.057 |
| -8.853.712 | 16.422 | -8.870.133 | -161.468 | - | -161.468 |
| -4.751.021 | 1.000.827 | -5.751.848 | -359.770 | -664 | -359.106 |
| 3.598.591 | -3.192.276 | 6.790.867 | -158.227 | 2.414 | -160.641 |
| -3.169.484 | 102.799 | -3.272.283 | -1.715 | - | -1.715 |
| 429.107 | -3.089.477 | 3.518.584 | -159.942 | 2.414 | -162.356 |
| -4.903 | -4.903 | - | - | - | - |
| 590 | -37.729 | 38.319 | 177 | - | 177 |
| -1.059.421 | 36.039 | -1.095.461 | -23.315 | -843 | -22.472 |
| -634.627 | -3.096.068 | 2.461.441 | -183.082 | 1.571 | -184.653 |
| 10.291.631 | -379.888 | 10.671.520 | 25.511 | - | 25.511 |
| 41.925.622 | -5.643.765 | 47.569.387 | 214.864 | 618 | 214.247 |
| 28.463.027 | -427.357 | 28.890.383 | 28.267 | -187 | 28.454 |
| 370.097 | 370.097 | - | - | - | - |
| 31.933.913 | 1.726.469 | 30.207.444 | 504.443 | -6.230 | 510.674 |
| 212 | 212 | 3 | 3 | ||
Gesamt-
Im Geschäftsjahr 2016 gab es bei der va-Q-tec AG und bei der va-Q-tec UK Ltd. je einen Kunden, dessen Umsatzanteil über 10% am Gesamt-Konzernumsatz lag. Mit diesen Kunden wurden Umsätze i.H.v. 5.697.220 EUR und 5.264.266 EUR getätigt. Im Geschäftsjahr 2015 existierten drei Kunden der va-Q-tec AG und der va-Q-tec UK Ltd., deren Umsatzanteil am Konzernumsatz mehr als 10% betrug. Die entsprechenden Umsätze beliefen sich auf 4.237.958 EUR, 3.466.942 EUR und 2.642.322 EUR.
Die Umsatzerlöse verteilen sich geographisch wie folgt:
| in EUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Deutschland | 11.182.680 | 7.566.624 |
| Übrige Europäische Union | 13.438.707 | 6.962.560 |
| Andere | 10.907.440 | 8.014.039 |
| Gesamt Konzern | 35.528.827 | 22.543.223 |
Die Zuordnung von Umsätzen mit externen Kunden zu einer geographischen Region richtet sich nach dem Standort des Kunden. Die geographische Zuordnung der langfristigen Vermögenswerte richtet sich nach dem Sitz des Eigentümers der Vermögenswerte und ist entsprechend aus der oben dargestellten Segmentberichterstattung nach legalrechtlichen Einheiten ersichtlich.
Die Zuordnung der Umsätze auf Produkte, Systeme und Dienstleistungen ergibt sich wie folgt: Mit Produkten (Vakuumisolationspaneele und einzeln verkaufte Wärmespeicherkomponenten) wurden im Geschäftsjahr Umsätze i.H.v. 11.287.129 EUR (Vj.: 7.411.292 EUR) erzielt. Mit Systemen (thermische Verpackungen und deren Komponenten) konnte der Konzern im Geschäftsjahr Umsätze i.H.v. 10.426.393 EUR (Vj.: 5.253.947 EUR) erzielen. Aus Dienstleistungen resultierten im Geschäftsjahr Umsätze i.H.v. 13.189.428 EUR (Vj.: 9.395.006 EUR). Sonstige Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 625.877 EUR (Vj.: 482.978 EUR).
Am Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften oder ähnlichen Verpflichtungen. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen, die im Wesentlichen aus Operating-Leasingverhältnissen für IT-Ausstattung und Firmenwagen, sowie aus Mietverpflichtungen für Gebäude resultieren.
Die Fälligkeiten der Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen und Mietverträgen stellen sich wie folgt dar:
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (Eventualverpflichtungen)
| in EUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Gesamt Konzern | 1.398.218 | 967.263 |
| fällig innerhalb eines Jahres | 844.224 | 442.812 |
| fällig zwischen einem und fünf Jahren | 553.994 | 503.877 |
| fällig später als fünf Jahre | - | 20.574 |
va-Q-tec hat im Jahr 2013 ein virtuelles Optionsprogramm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 188.591 (nach Aktiensplit: 377.182) virtuellen Optionen aufgesetzt. Diese Optionen haben einen regulären Ansparzeitraum von vier Jahren. Die Anspardauer deckt sich mit dem zeitlichen Verbleib des Begünstigten in der Gesellschaft. Entfällt der zugrundeliegende Arbeitsvertrag kann die Gesellschaft die angesparten virtuellen Optionen zurückerwerben. Im Falle eines Exit-Events (IPO oder Unternehmensverkauf) werden die Optionen je nach Zuteilungstranche beschleunigt und vollständig oder nur anteilig angespart, sofern das Exit-Event mindestens ein Jahr nach der Optionszuteilung eintritt. Der Ausübungspreis wird zum jeweiligen Zuteilungszeitpunkt festgelegt.
Ein Ausgleich der virtuellen Optionen durch Eigenkapitalinstrumente oder Barmittel ndet nur statt, wenn die Exiterlöse pro Aktie über dem Basispreis (Ausübungspreis) der Optionen liegen. Das Unternehmen hat das einseitige Recht des Ausgleichs der virtuellen Optionen entweder durch Eigenkapitalinstrumente oder Barmittel. va-Q-tec bilanziert das virtuelle Optionsprogramm als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente, da eine gegenwärtige Verpichtung zum Barausgleich nach Ansicht des Vorstands nicht vorliegt.
Am 01.07.2013 wurden zunächst nur einem Mitglied des Managements in Schlüsselposition 94.296 (nach Aktiensplit: 188.592) virtuelle Optionen mit einem Ausübungspreis i.H.v. 7,73 EUR (nach Aktiensplit: 3,87 EUR) aus dem Optionsprogramm zugeteilt. Der beizulegende Zeitwert am Tag der Gewährung wurde durch die Anwendung eines üblichen Optionsbewertungsmodells (Black Scholes) vorgenommen. Es wurden dabei ein Aktienpreis von 1,44 EUR (nach Aktiensplit: 0,72 EUR), eine Laufzeit von drei Jahren, eine Yield Rate von 5,0%, eine risikolose Verzinsung von 0,5% und eine Volatilität von 25 % angenommen. Diese Volatilität wurde aufgrund der historischen Umsatz- und Ertragsentwicklung und des noch frühen Entwicklungsstadiums der va-Q-tec angenommen. Die Berechnung ergab einen beizulegenden Zeitwert von null EUR je Option. Entsprechend wurde über den bisherigen Ansparzeitraum kein Aufwand erfasst. Sämtliche 94.296 (nach Aktiensplit: 188.592) Optionen, die diesem Mitglied des Managements zugeteilt wurden, sind durch den im September 2016 erfolgten Börsengang erdient worden. Zum 31.12.2016 waren sie noch nicht ausgeübt.
Im Januar 2016 wurden zwei leitenden Angestellten insgesamt 47.148 (nach Aktiensplit: 94.296) virtuelle Optionen mit einem Ausübungspreis i.H.v. 7,73 EUR (nach Aktiensplit: 3,87 EUR) aus dem bestehenden Optionsprogramm zugeteilt. Der beizulegende Zeitwert am Tag der Gewährung wurde durch die Anwendung eines üblichen Optionsbewertungsmodells (Black Scholes) ermittelt. Es wurden dabei ein Aktienpreis von 19,66 EUR (nach Aktiensplit: 9,83 EUR), eine Laufzeit von vier Jahren, eine Yield Rate von 0%, eine laufzeitadäquate risikolose Verzinsung von -0,2% und eine Volatilität von 25% angenommen. Diese Volatilität wurde aufgrund der historischen Umsatz- und Ertragsentwicklung und des noch frühen Entwicklungsstadiums der va-Q-tec angenommen. Die Berechnung ergab einen beizulegenden Zeitwert von 11,93 EUR (nach Aktiensplit: 5,97 EUR) je Option. Von diesen im Januar 2016 zugteilten Optionen waren zum 31.12.2016 14.144 (nach Aktiensplit: 28.288) (Vj.: 0) erdient, für die in der Periode ein Personalaufwand von 168.796 EUR erfasst wurde.
Insgesamt sind seit dem Aufsetzen des Aktienoptionsprogramms in 2013 141.444 (nach Aktiensplit: 282.888) virtuelle Optionen zugeteilt worden. Davon waren zum Bilanzstichtag 108.440 (nach Aktiensplit: 216.880) (Vj.: 58.934) erdient.
Mit dem Eintritt des Börsengangs im September 2016 ist ein Exit-Event eingetreten, mit dem die Optionen ausübbar wurden und das Optionsprogramm beendet ist. Über die bis zu diesem Exit-Event zugeteilten und erdienten Optionen hinaus wird es unter diesem Programm keine weitere Zuteilung von Optionen geben. Die bisher nicht zugeteilten 94.294 Optionen bzw. nicht erdienten 66.008 Optionen entfallen ersatzlos.
Gemäß IAS 24 sind die Existenz von, Geschäftsvorfälle mit, sowie ausstehende Salden gegenüber nahestehenden Unternehmen, soweit sie nicht bereits als konsolidierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wurden, sowie nahestehenden Personen anzugeben. Die va-Q-tec AG ist oberstes Konzernunternehmen.
Als nahestehende Personen in der va-Q-tec Gruppe gelten grundsätzlich Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen einschließlich deren nahe Familienangehörige. Die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen setzen sich zusammen aus den Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern der va-Q-tec AG sowie den Geschäftsführern der ausländischen Tochtergesellschaften in Korea und UK. Die beiden Vorstände Dr. Kuhn und Dr. Caps stehen dem Konzern entgegen dem Vorjahr aufgrund der veränderten Kapitalstruktur nach dem Börsengang nicht mehr in ihrer Eigenschaft als maßgeblich beteiligte Aktionäre der va-Q-tec AG nahe.
Als nahestehende Unternehmen in der va-Q-tec Gruppe gelten solche Unternehmen, auf die die va-Q-tec AG, die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder und deren nahe Familienangehörige zumindest einen maßgeblichen Einuss ausüben können, oder die ihrerseits auf va-Q-tec einen maßgeblichen Einuss ausüben können. Als Aktionär mit einem Anteil von 16,33 % (Vj.: 33,4%) ist Cleantech Europe II S.à.r.L., Luxemburg nahestehendes Unternehmen mit maßgeblichem Einuss. Als assoziiertes Unternehmen der va-Q-tec ist die SUMTEQ GmbH, Köln ebenfalls ein nahestehendes Unternehmen. Es bestanden zum Bilanzstichtag keine oenen Forderungen oder Zahlungsverpichtungen mit nahestehenden Unternehmen. In der Berichtsperiode wurde eine weitere Eigenkapitalinvestition in Höhe von 125.000 EUR (Vj.: 375.000 EUR) in die SUMTEQ GmbH getätigt.
| Vorstand | |
|---|---|
| Dr. Joachim Kuhn | seit 01.04.2001 |
| Dr. Roland Caps | seit 01.04.2001 |
| Christopher Homann | seit 01.07.2013 |
| Aufsichtsrat | |
| Dr. Gerald Hommel Vorsitzender |
seit 27.06.2014 |
| Uwe Lamann Stellv. Vorsitzender |
seit 27.06.2014 |
| Dr. Barbara Ooms-Gnauck | seit 27.06.2014 |
| Winfried Klar | seit 20.03.2013 |
| Uwe Krämer | seit 01.10.2015 |
| Dr. Eberhard Kroth | seit 20.03.2013 |
| Insook Yoo – va-Q-tec Ltd. (Korea) | seit 07.07.2011 |
|---|---|
| Dominic Hyde – va-Q-tec Ltd. (UK) | seit 04.01.2011 |
| in EUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Kurzfristig fällige Leistungen | 1.068.220 | 919.990 |
| Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 29.115 | 22.228 |
| Gesamtvergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen der va-Q-tec Gruppe |
1.097.335 | 942.218 |
Vergütung des Vorstands
| in EUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Kurzfristig fällige Leistungen | 615.539 | 542.663 |
| Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 22.373 | 21.868 |
| Gesamtvergütung des Vorstands | 637.912 | 564.531 |
Dem Vorstand wurde in 2016 eine Gesamtvergütung i.H.v. 637.912 EUR gezahlt (Vj.: 564.531 EUR). Diese Vergütung bestand aus fester Vergütung i.H.v. 500.759 EUR (Vj.: 473.663 EUR), erfolgsabhängigen jährlichen Boni i.H.v. 114.780 EUR (Vj.: 69.000 EUR) sowie Zuschüssen zur betrieblichen Altersvorsorge. Seit 2014 bestehen für die Vorstände beitragsorientierte Leistungszusagen. Hierfür wurden im Berichtsjahr 22.373 EUR (Vj.: 21.868 EUR) in eine externe rückgedeckte Unterstützungskasse eingezahlt. Einem Mitglied des Vorstands wurden am 01.07.2013 94.296 (nach Aktiensplit: 188.592) Aktienoptionen gewährt. Diese waren zum 30.09.2016 zwar vollständig erdient, aber durch den Optionsberechtigten bis zum Stichtag noch nicht ausgeübt.
Im Berichtsjahr bestanden wie im Vorjahr keine Vorschüsse und Kredite gegenüber Mitgliedern des Vorstands.
Zum 31.12.2016 hatten zwei Mitglieder des Vorstands gegenüber der Thüringer Aufbaubank persönliche Bürgschaften i.H.v. 344.921 EUR (Vj.: 612.786 EUR) ausstehen. Diese Bürgschaften wurden 2011 ohne Gegenleistung der va-Q-tec AG abgegeben. Der Rückgang des Umfangs der Bürgschaften in 2016 ist auf das Auslaufen der im Jahr 2008 abgegebenen Bürgschaften zurückzuführen.
va-Q-tec legt die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder nicht unter Nennung der Namen oen, da die §§ 314 Abs. 3 S.1, 286 Abs. 5 HGB dies ausdrücklich unter den Vorbehalt eines abweichenden Beschlusses der Hauptversammlung mit qualizierter Mehrheit des bei Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals stellen. Einen entsprechenden Beschluss hat die Hauptversammlung der va-Q-tec AG am 31.05.2016 mit der erforderlichen Mehrheit gefasst.
Für das Geschäftsjahr 2016 wird den Mitgliedern des Aufsichtsrats eine Vergütung von 124.930 EUR (Vj.: 100.901 EUR) gewährt. Die Vergütung beinhaltet sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr nur einen kurzfristigen Bestandteil und besteht aus der Vergütung der gewöhnlichen Aufsichtsratstätigkeit und Spesen. Zusätzlich wurden Beratungsleistungen i.H.v. 74.939 EUR (Vj.: 20.486 EUR) vergütet, die insbesondere im Rahmen der IPO Vorbereitung erbracht wurden.
Zum 31.12.2016 bestanden aus dieser Vergütung des Aufsichtsrats Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft i.H.v. 43.963 EUR (Vj.: 52.093 EUR).
Im Berichtsjahr bestanden wie im Vorjahr keine Vorschüsse und Kredite gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrats.
Im Zuge des IPO's erfolgten durch Mitglieder des Managements in Schlüsselposition (79.440. EUR) sowie ein maßgeblich beteiligtes Unternehmen (101.622 EUR) anteilige Kostenerstattungen (vor latenten Steuern) für die Umplatzierung ihrer Altanteile.
Ein Mitglied des Managements in Schlüsselpositionen hat in 2016 im Rahmen einer Sacheinlage seinen Minderheitenanteil an der britischen Tochtergesellschaft in die va-Q-tec AG eingebracht im Tausch gegen 183.128 Aktien der va-Q-tec AG.
Im Februar 2017 hat die va-Q-tec eine Tochtergesellschaft in der Schweiz gegründet. Diese soll zunächst begleitende Dienstleistungen für die Schweizerische Post im Bereich Kühlkettenlogistik erbringen und den Vertrieb thermischer Verpackungen lokal organisieren. Zusätzlich stärkt die lokale Präsenz die Marktstellung von va-Q-tec in der Schweiz, einem der größten Hersteller-Länder für Pharmazeutika weltweit.
Am Standort Würzburg wurde im Februar 2017 eine an das bereits 2016 erworbene Grundstück angrenzende Fläche samt Lagerhalle erworben, um dort den Bau einer integrierten Produktions- und Verwaltungsstätte vornehmen zu können. Aufgrund einer kurzfristig eingetretenen Marktchance wurde im April 2017 ein weiteres Grundstück samt bestehender Produktions- und Verwaltungsgebäude erworben. Es ist beabsichtigt, diese Bestandsimmobilie als zentralen und einzigen Standort der Gesellschaft in Würzburg zu nutzen. Das Investitionsvolumen für beide Immobilien belief sich in Summe auf 12,6 Mio. EUR.
Im Februar 2017 wurden aus dem Bestand eigener Aktien in Höhe von 134.466 im Rahmen der Bedienung des Aktienoptionsprogrammes insgesamt 18.790 Aktien von zwei leitenden Mitarbeitern ausgeübt. Nach Verrechnung mit der fälligen Lohnsteuer wurden den Mitarbeitern 11.290 Aktien übertragen. Die Gewährung der Aktien folgt auf die Ausübung der Optionen durch die betreffenden Mitarbeiter und steht in direktem Zusammenhang mit dem durchgeführten Börsengang. Für die noch ausstehenden Optionen wurde die Ausübungsfrist bis zum 30.09.2017 verlängert.
Im Februar 2017 wurde auf Vorschlag des Vorstandes der Beschluss zum Ausbau des Produktionsstandorts Kölleda samt erweiterter Produktionskapazität mit einem Investitionsvolumen von bis zu 4,15 Mio. EUR über zwei Jahre durch den Aufsichtsrat gefasst. Für den Ausbau ist, wie auch bei den vorherigen Investitionen am Standort Kölleda, eine Förderung durch die Thüringer Aufbaubank beantragt worden.
Im April 2017 hat die va-Q-tec eine Tochtergesellschaft in Japan gegründet. Mit dieser Gesellschaft soll eine stärkere lokale Präsenz zur Unterstützung der kommerziellen Aktivitäten in Japan hergestellt werden.
Die Honorare des Abschlussprüfers Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Jena für Dienstleistungen i.H.v. 782.599 EUR (Vj.: 115.382 EUR) setzten sich wie folgt zusammen:
| in EUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfung (davon Vorjahre: 179.616) | 354.616 | 47.580 |
| Sonstige Bestätigungsleistungen | 375.085 | 7.696 |
| Steuerberatungsleistungen (davon Vorjahre: 689) | 24.519 | 22.406 |
| Sonstige Leistungen (davon Vorjahre: 2.000) | 28.379 | 37.700 |
| Gesamt Konzern | 782.599 | 115.382 |
Die erhöhten Prüfungsausgaben und sonstigen Bestätigungsleistungen resultieren im Wesentlichen aus neuen und gestiegenen Anforderungen an den Konzernabschluss bzw. die Berichterstattung anlässlich des Börsengangs.
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §289a HGB einschließlich der Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß §161 AktG hat va-Q-tec AG auf seiner Internetseite www.va-Q-tec.com im Bereich Investor Relations veröentlicht.
https://ir.va-q-tec.com/websites/vaqtec/German/530/erklaerungen-und-dokumente.html
Würzburg, den 24. April 2017
va-Q-tec AG Der Vorstand
Dr. Joachim Kuhn (Vorsitzender des Vorstands)
Christopher Homann (Finanzvorstand)
Dr. Roland Caps (Vorstand FuE)
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Würzburg, den 24. April 2017
Dr. Joachim Kuhn (Vorsitzender des Vorstands)
Christopher Hoffmann (Finanzvorstand)
Dr. Roland Caps (Vorstand FuE)
Wir haben den von der va-Q-tec AG, Würzburg aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens- Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreend dar.
Jena, den 24. April 2017
Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Maaß Wirtschaftsprüfer
Rattler Wirtschaftsprüfer
Karl-Ferdinand-Braun Str. 7 97080 Würzburg
Tel.: +49 (0)931 35 94 2 - 0 Fax: +49 (0)931 35 94 2 - 10
E-mail: [email protected] www.va-q-tec.com
va-Q-tec AG Felix Rau
Tel.: +49 (0)931 35 94 2 - 2973 E-mail: [email protected]
Unter den Eichen 7 65195 Wiesbaden
Tel.: +49 (0)611 20 58 55 - 0 Fax: +49 (0)611 20 85 55 - 66
E-mail: [email protected] www.cometis.de
| 23.05.2017 | Veröentlichung Quartalsnanzbericht (Stichtag Q1) |
|---|---|
| 19.06.2017 | Hauptversammlung |
Karl-Ferdinand-Braun Str. 7 97080 Würzburg
Tel.: +49 (0)931 35 942 0 Fax: +49 (0)931 35 942 10
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va-Q-tec AG
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