AI Terminal

MODULE: AI_ANALYST
Interactive Q&A, Risk Assessment, Summarization
MODULE: DATA_EXTRACT
Excel Export, XBRL Parsing, Table Digitization
MODULE: PEER_COMP
Sector Benchmarking, Sentiment Analysis
SYSTEM ACCESS LOCKED
Authenticate / Register Log In

130_10-k_2017-04-27_cf4ffd8b-f36c-4b17-8251-fd64b36551ba.pdf

Annual Report

Open in Viewer

Opens in native device viewer

GESCHÄFTSBERICHT

2016

KENNZAHLEN ECKERT & ZIEGLER Veränderung
inkl. aufgegebener Geschäftsbereiche zum Vorjahr 2015 2016
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse Tsd. Euro – 1% 140.046 137.955
EBITDA Tsd. Euro – 7% 25.574 23.724
Abschreibungen Tsd. Euro 0% 8.764 8.737
EBIT Tsd. Euro – 11% 16.810 14.988
EBIT-Marge % – 8% 12 11
Steuerquote % – 8% 33 30
Jahresüberschuss nach Steuern und Minderheiten Tsd. Euro – 11% 10.718 9.551
Ergebnis pro Aktie Euro – 11% 2,03 1,81
Kapitalfluss
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit Tsd. Euro 22% 16.230 19.832
Liquide Mittel zum 31.12. Tsd. Euro 16% 31.466 36.567
Bilanz
Eigenkapital Tsd. Euro 5% 104.668 110.077
Bilanzsumme Tsd. Euro 1% 196.676 199.464
Eigenkapitalquote % 4% 53 55
Netto-Finanzmittelbestand
(Liquidität abzügl. Finanzverbindlichkeiten)
Tsd. Euro 56% 15.938 24.910
Mitarbeiter
Anzahl der Beschäftigten im Jahredurchschnitt* Personen – 5% 672 638
Anzahl der Mitarbeiter zum Jahresende Personen – 7% 692 646
Kennzahlen Aktie
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien Tsd. Stück 0% 5.288 5.288
Buchwert pro Aktie Euro 41% 18,86 26,51
Dividende** Euro 10% 0,60 0,66
* ohne Vorstände, Geschäftsführer, Praktikanten etc. ** Dividendenvorschlag der Gesellschaft an die Hauptversammlung am 31. Mai 2017

UMSATZENTWICKLUNG NACH SEGMENTEN in Mio. Euro

UMSATZVERTEILUNG NACH SEGMENTEN

in %

INHALTSVERZEICHNIS

MANAGEMENT
BRIEF AN UNSERE AKTIONÄRE 2
DIE KONZERNLEITUNG 6
BERICHT DES AUFSICHTSRATES 8
DER AUFSICHTSRAT 11
UNSERE SEGMENTE 12
UNTERNEHMEN
JAHRESRÜCKBLICK 2016 20
DIE AKTIE 22
UMWELT UND SICHERHEIT 24
SOZIALES ENGAGEMENT 26
KONZERNLAGEBERICHT 33
1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS 34
2. WIRTSCHAFTSBERICHT 37
3. CHANCEN- & RISIKOBERICHT 47
4. PROGNOSEBERICHT 55
5. SONSTIGE ANGABEN 57
FINANZTEIL 64
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGEN 65
KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG 66
KONZERNBILANZ 67
KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG 68
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG 70
KONZERNANHANG 71
KONZERNANLAGENSPIEGEL 136
BESTÄTIGUNGSVERMERK 140
EINZELABSCHLUSS DER ECKERT & ZIEGLER AG 142

WEITERE ANGABEN GLOSSAR 144 FINANZKALENDER | IMPRESSUM | KONTAKT 146

UMSCHLAG

KENNZAHLEN STANDORTE UND UMSATZVERTEILUNG WELTWEIT VIERJAHRESÜBERSICHT BETEILIGUNGEN

zurück zum Inhaltsverzeichnis

Als Beitrag zur Vereinfachung des Leseaufwands verwenden wir in unserem Geschäftsbericht für Männer, Frauen und Sonstige jeweils die klassische Pluralform. Es sind selbstverständlich alle inkludiert.

5

6

3

4

2 1

NORD-/SÜD-AMERIKA

  • 1 Los Angeles, Kalifornien, USA
  • 2 Atlanta, Georgia, USA
  • 3 Hopkinton, Massachusetts, USA
  • 4 Mount Vernon, New York, USA
  • 5 Fortaleza, Brasilien
  • 6 São Paulo, Brasilien

Europa 72 Mio. Euro*

Asien, Afrika & Australien

19

14

Mio. Euro*

EUROPA

14

15 7 13 17 8

9 10 11

12

18

16

  • 7 Berlin, Deutschland (Hauptsitz)
  • 8 Braunschweig, Deutschland
  • 9 Bonn, Deutschland
  • 10 Düsseldorf, Deutschland
  • 11 Holzhausen, Deutschland
  • 12 Wien, Österreich
  • 13 Seneffe, Belgien (Hauptsitz Eckert & Ziegler BEBIG)
  • 14 Paris, Frankreich
  • 15 Didcot, Großbritannien
  • 16 Madrid, Spanien
  • 17 Prag, Tschechien
  • 18 Warschau, Polen

ASIEN UND RESTLICHE WELT

19 Neu-Delhi, Indien

Produktionsstandort

Vertriebsstandort

BRIEF AN UNSERE AKTIONÄRE

das vergangene Geschäftsjahr stand im Zeichen der Sanierung der Therapiesparte. In den Vorjahren hatte sich dort ein Verlust in Millionenhöhe angesammelt, ausgelöst durch starke und überraschende Nachfragerückgänge nach Krebsbestrahlungsgeräten in Schwellenländern und verstärkt zum Teil durch einen nur zögerlichen Abbau von Überkapazitäten. Die Auswirkungen dieser Misere auf das Gesamtergebnis des Konzerns wurden allerdings durch einen Sonderertrag abgefedert, der aus dem Verkauf eines Medikamentenentwicklers resultierte. Trotz der schwierigen operativen Geschäftslage konnte 2015 so ein im Vergleich zu den Vorperioden deutlich höherer Gewinn gemeldet werden.

Für 2016 war eine Wiederholung dieses Effektes nicht zu erwarten. Umso wichtiger war deshalb, dass bereits im Dezember 2015 wesentliche Gegenmaßnahmen beschlossen und eingeleitet waren, mit denen die Erträge im Therapiesegment gestärkt werden sollten. Zu ihnen zählten der Verkauf unprofitabler Sparten und die Schließung schlecht ausgelasteter Betriebsteile. Dieser Kampf gegen Kapazitätskosten, geführt von einem neuen Geschäftsleitungsteam, setzte sich 2016 fort: Geschäftsbereiche wurden ohne Sentimentalitäten auf den Prüfstand gestellt, Prozesse vereinfacht, Ausgaben ausgelagert. In der Summe verlor der Konzern dadurch zwar rund 2 Mio. Euro an Umsatz, aber auch knapp 10 Mio. Euro an Kosten. Die Differenz reichte aus, um ohne Sondereffekte an die Ertragskraft der Vorjahre anzuknüpfen und ein Ergebnis von 1,81 Euro pro Aktie zu erzielen.

Gesund geschrumpft also, und das vor allem im Segment Strahlentherapie. Hier gingen im Vergleich zum Vorjahr 6 Mio. Euro an Umsatz verloren bei 9 Mio. Euro an Kosten, was im Ergebnis zu einem Ertragssprung von 3 Mio. Euro und in absoluten Beträgen zu einer roten Null beim Segmentjahresüberschuss führte. Der Umsatzrückgang von 31 Mio. Euro auf knapp 25 Mio. Euro resultierte allerdings nur zu 60% oder 3,7 Mio. Euro aus Spartenverkäufen. Fast 40% oder 2,7 Mio. Euro kamen aus Planverfehlungen. Das Segment hat somit noch nicht immer vollständig die Position gefunden, in der sich Kapazitäten und Nachfrage decken.

Dabei liefen die Produkte zur Behandlung von Prostatakrebs und Augentumoren im Grunde plangemäß oder überraschten mit Zuwächsen. Die Planverfehlungen trafen fast ausschließlich Tumorbestrahlungsgeräte. In dieser Produktkategorie wurde der niedrigste Jahresumsatz seit 5 Jahren erzielt. Noch immer knüpft die Nachfrage in den Schwellenländern nicht an das langfristige Jahresmittel an, das historisch und vom Bedarf her zu erwarten wäre. Eine Erholung der Nachfrage wird erst kommen, wenn die Preise für Öl und Gas anziehen und die meist staatlichen Budgets für Gesundheitsausgaben in Schwellenländern wieder ansteigen. Von diesem Szenario könnte die Therapiesparte dann mehr denn je profitieren. Die Gemeinkostenbasis hat sich um fast 8 Mio. Euro verringert, die Gewinnzone ist um mindestens 5 Mio. Euro nach unten gerutscht und liegt bei etwa 25 Mio. Euro.

Finanziellen Handlungsspielraum hat das Therapiesegment 2016 auf jeden Fall gewonnen. Die Voraussetzungen dafür wurden mit einer Kapitalerhöhung über 5 Mio. Euro geschaffen: Netto, nach Abzug der Barmittel, hatte das Segment zum 31. Dezember 2016 keine Schulden und drei Monatsumsätze an liquiden Mitteln in der Kasse. Im Wesentlichen war das Therapiesegment zudem selbstfinanzierend. Der Bargeldanstieg lag um 1,3 Mio. Euro höher, als es nach dem Schuldenabbau um 3,9 Mio. Euro und der Kapitalerhöhung um 5 Mio. Euro zu erwarten gewesen wäre. Es bleibt trotzdem viel zu tun. Die Umsatzrendite ist noch immer unbefriedigend, der gute Kapitalfluss geht auf Sondereffekte zurück, ohne die das Segment kaum in der Lage gewesen wäre, seine Erhaltungsinvestitionen zu decken. Das Gesamturteil kann deshalb nur lauten: stabile Seitenlage.

Besser stellte sich die Situation bei Isotope Products dar, dem vom Umsatz und Ertrag her größten Segment des Konzerns. Es bewegte sich stabil im gewohnten Rahmen. Zwar gab es einen leichten Umsatzrückgang um 2% auf 77 Mio. Euro, aber dieser führte kaum zu Verwerfungen. Er ging auf eine verringerte Nachfrage bei den industriellen Komponenten zurück, die ähnlich wie die Tumorbestrahlungsgeräte unter dem Verfall der Erdölpreise leiden. Zum Teil wurde der Rückgang durch ein überraschend starkes Wachstum bei den medizinischen Komponenten und in Lateinamerika kompensiert. Der Ertragseffekt wurde dadurch abgemildert. Da die Sonderbelastungen aus den Umweltdiensten und aus Brasilien entfielen, die im Vorjahr noch das Ergebnis verhagelt hatten, kam das Segment trotz Umsatzrückgängen auf ein sogar leicht besseres Ergebnis als im Vorjahr. Es erreichte ein EBIT von knapp 10 Mio. Euro und somit eine Umsatzrendite von etwa 13%.

DR. ANDREAS ECKERT Vorstandsvorsitzender

» Glanzlicht des Konzerns war 2016 das Segment Radiopharma. Sein Geschäftsjahr wurde durch einen Umsatzsprung um 5,5 Mio. Euro oder 17% auf knapp

Glanzlicht des Konzerns war 2016 das Segment Radiopharma. Sein Geschäftsjahr wurde durch einen Umsatzsprung um 5,5 Mio. Euro oder 17% auf knapp 40 Mio. Euro geprägt, ein neuer Höchststand, verursacht durch Zuwächse bei Generatoren und Zyklotronprodukten. Bei Ersteren resultierte die erhöhte Nachfrage aus einer beschleunigten Zulassung eines Krebsdiagnostikums, für das Eckert & Ziegler die aktive pharmazeutische Substanz liefert. Sie führte zu einer Verdopplung der entsprechenden Produktumsätze und hohen Grenzerträgen. Zusammen mit einem profitablen Projektgeschäft konnte das Segment sein EBIT aus betrieblicher Tätigkeit, also ohne die 2015er Sondereffekte aus dem Verkauf des Medikamentenentwicklers OctreoPharm Sciences GmbH, von 2,2 Mio. Euro im Vorjahr auf einen Rekordwert von über 6 Mio. Euro und eine Umsatzrendite von knapp 20% steigern.

Durch die guten Werte des Segments Radiopharma landete die Eckert & Ziegler AG beim Jahresüberschuss ziemlich genau dort, wo sie sich zum Jahresanfang mit der Prognose von 1,80 Euro pro Aktie gesehen hatte. Eine Punktlandung sozusagen, obwohl die Therapiesparte und das Industriesegment schwächer als traditionell gewohnt abschnitten.

Auch die anderen Leistungskennziffern stimmten. Die Erträge wurden von einem lebhaften Kapitalfluss begleitet, der den Bargeldbestand auf knapp 37 Mio. Euro erhöhte. Bereinigt um die Schulden stieg die Nettoliquidität des Konzerns von etwa 15 Mio. Euro innerhalb eines Jahres um knapp 10 Mio. Euro auf nunmehr fast 25 Mio. Euro. Die solide Eigenkapitalquote erreichte wie in den Vorjahren mehr als 50% der Bilanzsumme von etwa 200 Mio. Euro.

40 Mio. Euro geprägt, ein neuer Höchststand, verursacht durch Zuwächse bei Generatoren und Zyklotronprodukten. «

DR. ANDREAS ECKERT Vorstandsvorsitzender

Wie in den Vorjahren veranlassen die guten Daten den Vorstand, der Ende Mai 2017 stattfindenden Hauptversammlung eine Dividende vorzuschlagen. Im Jubiläumsjahr 2017, in dem sich die Gründung der Gruppe zum 25. Male jährt, fällt sie mit 0,66 Euro pro Aktie um 10% höher aus als in der Vergangenheit.

Personell war das Geschäftsjahr ansonsten durch eine Verjüngung des Vorstands geprägt. Dr. Edgar Löffler, der lange Jahre den Aufbau und die Geschicke des Konzerns mit geprägt hatte, übergab aus Altersgründen zum Jahresende seinen Aufgabenbereich an Dr. Harald Hasselmann. Als Berater und wohlwollender Unterstützer wird er der Gruppe weiterhin zur Verfügung stehen.

Wir würden uns freuen, wenn auch Sie als Aktionäre uns in ähnlicher Form weiterhin verbunden blieben.

DR. ANDREAS ECKERT Vorstandsvorsitzender

DIE KONZERNLEITUNG

Die Konzernleitung besteht aus den Leitern der wichtigsten Segmente. Sie ist zum Teil mit dem Vorstand personenidentisch, umfasst aber auch Führungskräfte größerer Tochtergesellschaften. Zu den Aufgaben und Verantwortlichkeiten der Konzernleitung gehören die gegenseitige fortlaufende Unterrichtung über Geschäftsentwicklungen und Geschäftsvorfälle, die Erörterung strategischer Fragen sowie die Vorbereitung von Vorstandsentscheidungen.

1 | Dr. Andreas Eckert

Vorstandsvorsitzender

Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Heidelberg, New York und Berlin. Mehrjährige Tätigkeit als Information Officer für das Generalsekretariat der Vereinten Nationen. Nach der Wiedervereinigung selbstständiger Unternehmensberater in Berlin. Gründer der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG sowie mehrerer Technologieunternehmen, vorwiegend im Bereich der Lebenswissenschaften.

2 | Dr. André Heß

Mitglied des Vorstands, Segment Radiopharma

Nach seiner Promotion in Chemie und einem Zusatzstudium als Wirtschaftsingenieur war Dr. Heß mehrere Jahre wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1996 kam er zur Eckert & Ziegler Gruppe, zunächst als Radiochemiker, später als Entwicklungsleiter und Geschäftsführer verschiedener Tochtergesellschaften.Seit März 2008 Vorstandsmitglied.

3 | Dr. Harald Hasselman

Mitglied des Vorstands, Segment Strahlentherapie

Nach seiner Promotion in Betriebswirtschaftslehre war Dr. Hasselmann für große und mittelständische Gesundheitsunternehmen tätig. Unter anderem leitete er bei Bayer Pharma das Controlling für die Region Europa, für Schering die ungarische Tochtergesellschaft sowie das Berliner Biotechnologieunternehmen metaGen. Er verfügt über langjährige Erfahrung in internationalen Pharmaunternehmen und eine ausgewiesene Expertise im Vertrieb, Controlling sowie der Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen. Seit Januar 2017 Vorstandsmitglied.

4 | Dr. Gunnar Mann

Mitglied der Konzernleitung, Segment Sonstiges

Studium und Promotion in Physik, Ergänzungsstudium MBA. Nach Tätigkeiten an der TU Dresden und bei der TÜV Energie- und Systemtechnik GmbH kam Dr. Mann 1998 zur Eckert & Ziegler Gruppe, zunächst als Physiker, später als Entwicklungsleiter. Seit 2000 ist Dr. Mann in verschiedenen Tochterunternehmen und Beteiligungen der Eckert & Ziegler AG als Geschäftsführer tätig. Seit Januar 2012 Leiter des Segments Umweltdienste. Seit dem Geschäftsjahr 2014 werden die Umweltdienste nicht mehr als eigenes Segment sondern als Kostenzentrum in der Holding geführt und im Segment Sonstiges ausgewiesen.

5 | Frank Yeager

Mitglied der Konzernleitung, Segment Isotope Products

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre (MBA) und Maschinenbau war Herr Yeager in führenden Positionen internationaler Industrieunternehmen tätig. Ende 2001 kam er als Geschäftsführer zum amerikanischen Tochterunternehmen Eckert & Ziegler Isotope Products, Inc. und verantwortet seitdem das Segment Isotope Products.

BERICHT DES AUFSICHTSRATES

Sehr geehrte Aktionäre,

der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2016 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens fortlaufend überwacht und beratend begleitet. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Konzerns unterrichtet.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde auch außerhalb von Aufsichtsratssitzungen regelmäßig vom Vorstandsvorsitzenden über aktuelle Entwicklungen und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert. Zudem fand ein regelmäßiger Austausch zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstandsvorsitzenden zu Fragen der Strategie, der Planung, der allgemeinen Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements sowie der Regelkonformität des Unternehmens statt. Insgesamt fanden im Berichtszeitraum fünf Sitzungen des Aufsichtsrates statt. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat Zustimmungen auch im schriftlichen Verfahren erteilt. Beschlüsse von grundlegender Bedeutung erfolgten entweder auf der Basis aussagekräftiger Unterlagen oder einer direkten Erörterung mit dem Vorstand. Ausschüsse des Aufsichtsrates bestanden im Berichtszeitraum nicht. Mit Ausnahme von zwei Mitgliedern, die jeweils nur an vier Sitzungen persönlich anwesend sein konnten, nahmen alle Mitglieder des Aufsichtsrates an allen Aufsichtsratssitzungen teil. Die Gesamtteilnahmequote der Aufsichtsratsmitglieder betrug 93%.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Im Vordergrund der Beratungen des Aufsichtsrates in den einzelnen Sitzungen standen die folgenden Schwerpunktthemen:

In der Sitzung am 20. Januar 2016 informierte der Vorstand im Wesentlichen über die vorläufigen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2015, die wirtschaftliche Lage insbesondere im Segment Strahlentherapie sowie den konzernweit gültigen Verhaltenskodex. Des Weiteren wurde im Rahmen dieser Sitzung der Risikobericht der Gesellschaft, in dem die wichtigsten Risikopositionen sowie das Risikomanagement im Konzern beschrieben sind, vorgelegt und besprochen. Wesentlicher Gegenstand der Sitzung am 21. März 2016 bildete die Prüfung der Jahresabschlüsse und der Lageberichte für den Konzern und die Gesellschaft. Auf der Sitzung vom 8. Juni 2016 standen vor allem die Geschäftszahlen für das 1. Quartal 2016, der Kauf von Geschäftsanteilen an der tschechischen Eckert & Ziegler Cesio s.r.o. sowie die Kapitalerhöhung bei der belgischen Eckert & Ziegler BEBIG S.A. und die Vorbereitung der Jahreshauptversammlung im Fokus. Auf der Aufsichtsratssitzung vom 1. August 2016 wurden insbesondere die Geschäftszahlen für das 2. Quartal 2016 und der Stand der Sanierungsmaßnahmen im Segment Strahlentherapie besprochen. Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat über die Pflichten im Rahmen der Marktmissbrauchsverordnung (MAR) informiert.

PROF. DR. WOLFGANG MAENNIG Aufsichtsratsvorsitzender

Schwerpunkt der Sitzung am 14. Oktober 2016 war die Vorstellung und Verabschiedung des Budgets für das Geschäftsjahr 2017 sowie die Vorstellung der Geschäftszahlen für das 3. Quartal 2016. Ein weiteres Thema war die strategische Ausrichtung in den Segmenten Radiopharma und Isotope Products.

In einer Telefonkonferenz am 23. Dezember 2016 hat der Aufsichtsrat die Mandatsniederlegung aus Altersgründen von Herrn Dr. Edgar Löffler zum 31. Dezember 2016 angenommen und einstimmig die Berufung von Herrn Dr. Harald Hasselmann zum Vorstand mit Wirkung zum 1. Januar 2017 beschlossen.

Leitlinien der Unternehmensführung

Der Aufsichtsrat beschäftigte sich auch im Berichtsjahr mit der Weiterentwicklung der Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung (Corporate Governance) und berücksichtigte dabei den Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 5. Mai 2015. Am 2. Dezember 2016 wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat eine neue Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Weitere Details finden Sie im Corporate-Governance-Bericht des Konzerns, der im Zusammenhang mit der Erklärung zur Unternehmensführung auf der Webseite veröffentlicht ist. Um die Effizienz der Arbeit des Aufsichtsrats zu steigern, beauftragte der Aufsichtsrat den Vorstand in mehreren Fällen mit der Überarbeitung von Vorlagen.

Im Berichtsjahr bestanden keine Interessenkonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrates.

Prüfung des Jahresabschlusses 2016

Der Jahresabschluss der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, der Konzernabschluss der Eckert & Ziegler Gruppe sowie die Lageberichte sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2016 bestellten Abschlussprüfer BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat festgestellt, dass alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten worden sind und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Weiterhin hat der Abschlussprüfer festgestellt, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen zur Einrichtung eines Risikoüberwachungssystems in geeigneter Form getroffen hat, und dass dieses geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen. In Bezug auf den vom Vorstand vorgelegten Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) hat der Abschlussprüfer bestätigt, dass die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind und dass bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.

Die zu prüfenden Jahresabschlussunterlagen einschließlich des Abhängigkeitsberichts und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen dem Aufsichtsrat vor. Ein Vertreter des Abschlussprüfers hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 21. März 2017 teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung Bericht erstattet. Der Aufsichtsrat hat dieses Ergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.

Im Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keinen Anlass, Einwendungen gegen die geprüften Jahresabschlussunterlagen und den Abhängigkeitsbericht einschließlich der Schlusserklärung des Vorstandes zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt somit den ihm vorgelegten Jahresabschluss der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG und den Konzernabschluss der Eckert & Ziegler Gruppe. Der Jahresabschluss der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns stimmt der Aufsichtsrat zu.

Änderungen im Vorstand

Herr Dr. Edgar Löffler ist mit Wirkung zum 31. Dezember 2016 aus Altersgründen aus dem Vorstand ausgeschieden. An seiner Stelle wurde Herr Dr. Harald Hasselmann mit Wirkung zum 1. Januar 2017 einstimmig zum Mitglied des Vorstands berufen. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Löffler für seinen jahrelangen Einsatz im Segment Strahlentherapie.

Danksagung

Der Aufsichtsrat dankt der Unternehmensleitung sowie allen Mitarbeitern für ihre engagierten Leistungen im Geschäftsjahr 2016.

Berlin, im März 2017 Für den Aufsichtsrat

PROF. DR. WOLFGANG MAENNIG Vorsitzender des Aufsichtsrates

DER AUFSICHTSRAT

Prof. Dr. Wolfgang Maennig Vorsitzender Berlin

Prof. Dr. Nikolaus Fuchs stellvertretender Vorsitzender Berlin

Dr. Gudrun Erzgräber Birkenwerder

Prof. Dr. Detlev Ganten Berlin

Prof. Dr. Helmut Grothe Wandlitz

Hans-Jörg Hinke Berlin

// Radiopharma 500

weltweit installierte Geräte für die Entwicklung und Herstellung von Radiopharmaka

// Isotope Products

>10.000 Produkte

für die medizinische, wissenschaftliche und industrielle Radiometrie

// Unsere Segmente

Wir helfen zu heilen.

Die Eckert & Ziegler Gruppe gehört zu den weltweit größten Herstellern für isotopentechnische Komponenten für medizinische, wissenschaftliche und messtechnische Zwecke. Das Unternehmen konzentriert sich auf Anwendungen in der Krebstherapie, der nuklearmedizinischen Diagnostik und der industriellen Radiometrie. In einigen seiner Arbeitsgebiete ist der Konzern weltweit führend.

TUMORBESTRAHLUNGS-GERÄT SAGINOVA®

Ohne die Anwendung der Strahlen-Entwicklungsländern keinen Zugang zu einer wirksamen Behandlungs-

// Segment Strahlentherapie

Winzige Implantate gegen Prostatakrebs

Eckert & Ziegler ist einer der weltweit führenden Hersteller für Brachytherapieprodukte. Bei der Brachytherapie, einer Form der Strahlentherapie, wird der Tumor aus sehr kurzer Entfernung bestrahlt. Zu den Produkten gehören radioaktive Kleinimplantate zur Behandlung von Prostatakrebs (Seeds) sowie Tumorbestrahlungsgeräte (Afterloader) und Augenapplikatoren.

AUGENAPPLIKATOREN

ermöglicht der Ru-106 Augenapplikator in vielen Fällen den Erhalt des Augenlichtes.

SEEDS

gekapselte Miniaturstrahlungs-Tumorherd implantieren und ermöglichen damit eine wirkungsvolle, minimalinvasive Behandlung von Prostatakrebs.

RADIOPHARMAKON GALLIAPHARM®

Für die Diagnose von Krebs werden dem Patienten häufig radioaktiv markierte Peptide injiziert. Die radioaktive Substanz hierzu liefert GalliaPharm®.

// Segment Radiopharma

Krebs im Frühstadium diagnostizieren

Eckert & Ziegler ist einer der führenden Hersteller von Produkten für die Nuklearmedizin. Dazu gehören Geräte für Radiosynthesen und Qualitätskontrolle sowie Radiopharmazeutika für die Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen. Darüber hinaus ist Eckert & Ziegler kompetenter Partner für Lohndienstleistungen in der pharmazeutischen Industrie.

AUFTRAGSFERTIGUNG

Im Auftrag internationaler Pharmaunternehmen übernimmt Eckert & Ziegler die radioaktive Markierung von pharmazeutischen Substanzen. Dazu gehören zum Beispiel wenige Mikrometer kleine Kügelchen, die mit radioaktivem Yttrium angereichert werden und bei der Behandlung von Leberkrebs zum Einsatz kommen.

RADIOPHARMAKON FDG

Erst durch die Verwendung einer radioaktiven Substanz wie z.B. [ 18F]FDG beim Patienten entsteht ein auswertbares Bild für die Krebsdiagnose bei der Untersuchung mit der Positronen-Emissions-Tomographie SYNTHESESYSTEM (PET).

MODULAR-LAB

Synthesegeräte von Eckert & Ziegler kommen bei der Entwicklung und Routineproduktion von Krebsdiagnostika und -therapeutika in Krankenhäusern und Laboren zum Einsatz.

// Segment Isotope Products

Mit Radiometrie berührungslos messen

Eckert & Ziegler zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Strahlenquellen für bildgebende Verfahren, Messungen und Analysen, Qualitätssicherung und Umweltüberwachungen. Das Portfolio reicht von Kalibrierquellen für PET-Kameras in Krankenhäusern bis hin zu Strahlenquellen für radiometrische Füllstandmessungen.

FLÄCHENQUELLE

In Kliniken werden Gammakameras zur Qualitätssicherung täglich mit Kalibrierquellen geprüft. Damit wird eine hohe Bildqualität und verlässliche Aussagekraft für die Patientendiagnose sichergestellt.

INDUSTRIEQUELLEN

Die Füllstandsmessung von Flüssigkeiten und Schüttgütern in Silos oder Tanks erfolgt in vielen Fällen mit Messtechnik, die eine radioaktive Quelle enthält.

MESSQUELLEN

Um die Anzeige eines Messgerätes in einen auswertbaren Messwert zu übersetzen, bedarf es exakter Eichquellen mit allen erdenklichen Nukliden.

INDUSTRIEQUELLEN

Die Sicherheitsprüfung am Flughafen nutzt häufig schwach radioaktive Quellen bei der Suche nach winzigen Spuren von Sprengstoffen.

JAHRESRÜCKBLICK 2016

KOOPERATION FÜR BRUSTKREBSDIAGNOSTIKUM

Eckert & Ziegler unterstützt die dänische Curasight bei der Entwicklung der Herstellungstechnologie und Prüfchargenproduktion für die klinische Phase III ihres Brustkrebsdiagnostikums "uPAR" (Ga-68-NOTA-AE105) und setzt damit seine erfolgreiche Positionierung als Dienstleister für die Medikamentenentwicklung innerhalb der Nuklearmedizin fort.

WECHSEL IM VORSTANDS-RESSORT STRAHLENTHERAPIE

Der Aufsichtsrat der Eckert & Ziegler AG hat Dr. Harald Hasselmann mit Wirkung zum 1. Januar 2017 zum neuen Vorstand für das Segment Strahlentherapie bestellt. Er folgt auf Dr. Edgar Löffler, der zum Jahresende 2016 planmäßig aus dem Unternehmen ausscheiden wird. Dr. Hasselmann ist seit 2015 bei der Eckert & Ziegler Gruppe tätig und hat als kaufmännischer Geschäftsführer der Eckert & Ziegler BEBIG GmbH die Neuausrichtung des Spezialisten für Brachytherapie erfolgreich umgesetzt.

ERSTES SAGINOVA® TUMORBESTRAHLUNGSGERÄT IN ECUADOR

Das Instituto del Cáncer SOLCA in Cuenca (Ecuador) entscheidet sich für die Afterloading-Technologie mit SagiNova®. Damit wird erstmalig ein SagiNova®Tumorbestrahlungsgerät für die Brachytherapie in

REISEPREIS FÜR NUKLEARMEDIZINISCHE NACHWUCHSFORSCHER

Auf der Jahrestagung der European Association of Nuclear Medicine (EANM) in Barcelona wird zum neunten Mal der "Eckert & Ziegler Reisepreis" an herausragende Nachwuchswissenschaftler in der Nuklearmedizin verliehen.

of Modular-Lab

10 JAHRE MODULAR-LAB

Mit rund 500 installierten Geräten in weltweit mehr als 35 Ländern gehört Modular-Lab zu den erfolgreichsten Synthesesystemen für die Entwicklung und Routineproduktion von Radiodiagnostika.

KAUF EINES BELGISCHEN SPEZIALISTEN FÜR BRACHYTHERAPIEZUBEHÖR

Eckert & Ziegler BEBIG SA übernimmt die belgische BrachySolutions BVBA. Das Unternehmen ist einer der größten unabhängigen europäi-Hauptmärkten in Benelux und Portugal. Mit der Übernahme erwirbt Eckert & Ziegler den Kun-Großbritannien und Portugal und sichert Hersteller von Seeds.

ÜBERNAHME EINES BRASILIANISCHEN SPEZIALISTEN FÜR MEDIZINTRANSPORTE

Eckert & Ziegler Brasil Comercial Ltda. übernimmt den Transportspezialisten BR-77 Comércio, Distribuidora e Transportes de Medicamentos Ltda. mit Sitz in São José do Rio Preto city, São Paulo, Brasilien. Das Unternehmen hat sich auf den Transport von medizinischen Isotopen für die Krebsdiagnose und anderen Medizinprodukten spezialisiert. Mit der Übernahme stärkt Eckert & Ziegler seine Präsenz in Südamerika, einem der dynamischsten Gesundheitsmärkte der Welt.

MARKTEINFÜHRUNG ISOSEED® S17PLUS

Das neue Prostata-Implantat IsoSeed® S17plus erhält das CE-Zeichen. Verbesserte Produkteigenschaften sorgen für eine gute Sichtbarkeit im Röntgenbild, CT, MRT und Ultraschall. Eine große Auswahl an an Flexibilität bei der Behandlung von Prostatakrebs.

DIAGNOSTIK NEUROENDOKRINER TUMORE

Die amerikanische Food and Drug Administration (US FDA) hat im Juni 2016 die Zulassung für das erste 68Ga DOTATATE Markierungs-Kit NETSPOT™ erteilt. Der von Eckert & Ziegler produzierte GalliaPharm® ist gegenwärtig der einzig zugelassene 68Ge/68Ga Generator, der die radioaktive Komponente für den Markierungsprozess liefern darf. Die dabei hergestellten radiopharmazeutischen Substanzen werden zur Diagnostik von neuroendokrinen Tumoren eingesetzt.

NICHTINVASIVES DIAGNOSE-VERFAHREN BEI PROSTATAKREBS

Eckert & Ziegler unterstützt eine klinische Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums, bei der die Wirksamkeit eines neuen, nichtinvasiven Diagnoseverfahrens bei Prostatakrebs geprüft wird. Ein besonderes Rezeptormolekül (PSMA), das sich in Prostatakrebszellen um ein vielfaches häufiger findet als in gesunden Zellen, wird z.B. mit 68Ga markiert und dann mit der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) nachgewiesen. Dies liefert die Basis für eine effektive Behandlung des Tumorpatienten.

ERSTES MODULAR-LAB EAZY IN UZBEKISTAN

In der M. Fedorovich Klinik Sanatoriysi in Taschkent (Uzbekistan) wird erstmalig das Synthesegerät Modular-Lab eazy installiert. Nuklearmediziner nutzen das System zur Herstellung von Radiodiagnostika.

DIE AKTIE

BASISINFORMATIONEN ZUR ECKERT & ZIEGLER-AKTIE

International Securities Identification Number (ISIN) de0005659700

Wertpapier-Kenn-Nummer (WKN) 565 970

Zulassungssegment Prime Standard, Frankfurt

Börsenkürzel und -symbole

EUZ (Deutsche Börse) EUZ (Bloomberg) EUZG (Reuters)

Streubesitz

64,0%

Zugehörigkeit zu Indizes der Deutschen Börse

CDAX DAX International Mid 100 DAXplus Family Index DAXsector All Pharma & Healthcare DAXsector Pharma & Healthcare DAXsubsector All Medical Technology DAXsubsector Medical Technology Prime All Share Technology All Share

IR-KONTAKT

Karolin Riehle Robert-Rössle-Straße 10 13125 Berlin

Tel. +49 30 941084-138 Fax +49 30 941084-112 [email protected] www.ezag.de

ECKDATEN ZUR ECKERT & ZIEGLER-AKTIE

31.12.2015 31.12.2016 in %
Schlusskurs im Geschäftsjahr * in Euro 19,37 26,75 38
Höchstkurs im Geschäftsjahr * in Euro 24,29 27,28 12
Tiefstkurs im Geschäftsjahr * in Euro 16,88 17,27 2
Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) 10 11 10
Ergebnis pro Aktie (EPS) in Euro 2,03 1,81 – 11
Cashflow je Aktie in Euro 3,07 3,75 22
Buchwert je Aktie in Euro 18,86 26,51 41
Durchschnittlich im Umlauf
befindliche Aktien in Stück 5.288.165 5.288.165 0
Anzahl der Aktien zum Stichtag in Stück 5.288.165 5.288.165 0
Marktkapitalisierung in Mio. Euro 102 142 39
Durchschnittliches
Handelsvolumen pro Tag in Stück 8.556 6.408 – 25
* Xetra

Entwicklung der Aktie

Das Börsenjahr 2016 war turbulent und geprägt durch Ölpreisverfall, Konjunktursorgen in den Schwellenmärkten, Brexit, US-Wahlen und Referendum in Italien. Trotz der damit einhergehenden politischen Risiken blieben die befürchteten Schockwellen an den Finanzmärkten größtenteils aus, die Kursrückgänge in Folge des überraschenden Brexit-Votums wurden innerhalb weniger Wochen wieder gutgemacht. Die expansive Geldpolitik der EZB, das robuste Konjunkturumfeld in den USA und auch die leichte konjunkturelle Erholung in der Eurozone wirkten sich unterstützend aus.

Die Eckert & Ziegler Aktie erreichte Anfang Februar mit 17,27 Euro ihren Jahrestiefststand. Auf die Veröffentlichung des Dividendenvorschlags reagierte die Aktie mit einem Anstieg und erreichte Anfang Juni 2016 mit 21,16 Euro ein Zwischenhoch. Nach einem kurzen Kursrückgang infolge der Dividendenausschüttung stieg die Aktie im weiteren Jahresverlauf kontinuierlich an und erreichte am 12. Dezember 2016 ihren Jahreshöchststand mit 27,28 EUR. Zum Ende des Geschäftsjahres schloss die Aktie bei einem Kurs von 26,75 Euro mit einem deutlichen Plus von 41%. Das Handelsvolumen betrug zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres im Durchschnitt pro Tag 6.408 Stück (Vorjahr: 8.556 Stück).

Ergebnis je Aktie von 1,81 Euro

Im Berichtsjahr erzielte die Eckert & Ziegler Gruppe ein Konzernergebnis pro Aktie von 1,81 Euro. Das Ergebnis pro Aktie wird berechnet, indem der Konzernjahresüberschuss durch die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird.

Dividende von 0,60 Euro + 0,06 Euro Sonderdividende

Das Unternehmen mochte seine stetige Dividendenpolitik aus den vergangenen Jahren fortsetzen und rund ein Drittel des Konzernergebnisses als Dividende ausschütten. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung deswegen am 31. Mai 2017 die Ausschüttung einer Dividende von 0,60 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2016 vorschlagen. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Gruppe wird der Hauptversamm-

KURSVERLAUF DER ECKERT & ZIEGLER-AK TIE IN 2016 (INDIZIERT AUF 100)

lung zusätzlich eine einmalige Sonderdividende in Höhe von 10 % der Normaldividende vorgeschlagen. In der Summe beläuft sich der Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2016 somit auf 0,66 Euro pro Aktie. Gemessen am Jahresschlusskurs von 26,75 Euro errechnet sich hieraus eine Dividendenrendite von 2,5 %. Im Vergleich dazu liegt die durchschnittliche Dividendenrendite der sieben TecDAX-Werte, die der Gesundheitsbranche zugehören, bei nur 1,0 %.

Analystenempfehlungen

Hauck & Aufhäuser und die DZ-Bank berichten regelmäßig über Eckert & Ziegler. Im Berichtsjahr wurden von diesen Instituten und von der WGZ-Bank insgesamt 12 Studien und Kurzanalysen zu Eckert & Ziegler veröffentlicht.

Aktionärsbetreuung (Investor Relations)

Ziel unserer Investor Relations Arbeit ist es, Privataktionäre, institutionelle Investoren, Finanzanalysten und die Presse umfassend, offen und zeitnah über das Unternehmen zu informieren. Wesentliche Bestandteile der Kommunikation mit dem Kapitalmarkt sind Börsenpflicht- und Pressemeldungen, Quartalsberichte, Einzelgespräche und Telefonkonferenzen. Auf der Analystenkonferenz im März, der DVFA-Frühjahrskonferenz im Mai, der Hauptversammlung im Juni, und dem Eigenkapitalforum im November präsentierte der Vorstand zudem neue Entwicklungen persönlich. Er stand darüber hinaus zusammen mit Mitarbeitern der Abteilungen Unternehmenskommunikation und Finanzen das ganze Jahr über für Anfragen oder Besuche interessierter Kreise zur Verfügung. Studien von Aktienanalysten sowie weitere Informationen zum Unternehmen veröffentlichen wir auf unserer Internetseite www.ezag.de > Investor Relations. Um Börsenpflicht- und Pressemeldungen regelmäßig per E-Mail zu erhalten, können sich Interessenten auf den IR-Verteiler setzen lassen. Ein kurzer Anruf oder eine E-Mail dazu genügt.

UMWELT UND SICHERHEIT

Arbeitssicherheit

Unsere Mitarbeiter vor arbeitsbedingten Gefahren zu schützen, hat oberste Priorität bei Eckert & Ziegler. Betriebe mit industriellem Einsatz ionisierender Strahlung oder mit Einsatz von Radionukliden haben zwar mit 0,65 die niedrigste Gefahrklasse aller Gewerbezweige der Branche Chemische Industrie (Quelle: BG RCI, Jahresbericht 2015), dennoch wollen wir die im Vergleich mit anderen Industrieunternehmen sehr niedrigen Unfallzahlen noch weiter vermindern. Daran arbeiten wir gemeinsam mit den zuständigen Behörden und den Berufsgenossenschaften. Die Zahl der Arbeitsunfälle lag im Berichtsjahr konzernweit mit 3 Arbeitsunfällen pro 1.000 Vollbeschäftigten (Vorjahr: 4) deutlich unter vergleichbaren Werten, die etwa die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) laut Jahresbericht 2015 für Deutschland und das Jahr 2015 bei etwa 18 Arbeitsunfällen pro 1.000 Vollarbeiter sieht. Der Vergleichswert der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) liegt laut ihrem Jahresbericht 2015 bei rund 18. Beim Strahlenschutz kam es im Berichtsjahr konzernweit zu keinem radiologischen Vorfall (Vorjahr: 0), wobei anzumerken ist, dass es sich bei den radiologischen Vorfällen in den vergangenen Jahren lediglich um Abweichungen vom normalen Betriebsablauf handelte. Keines der Vorkommnisse war sicherheitsrelevant. Entsprechend der Strahlenschutzverordnung oder spezieller Auflagen der jeweiligen Genehmigungsbescheide wurden die zuständigen Aufsichtsbehörden darüber informiert. Obwohl weder Personen noch die Umwelt Schaden genommen haben, wurde jeweils die Ursache genauestens geprüft und in Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde Maßnahmen ergriffen, um zu vermeiden, dass sich ähnliche Vorfälle in der Zukunft wiederholen. Bei den getroffenen Vorkehrungen handelt es sich im Wesentlichen um organisatorische und administrative Änderungen bei den jeweiligen Arbeitsabläufen.

ARBEITSUNFÄLLE UND RADIOLOGISCHE VORFÄLLE
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016
Arbeitsunfälle (in absoluten Werten)
meldepflichtige Arbeitsunfälle 3 5 4 3 5 3 2
meldepflichtige Wegeunfälle 1 6 5 4 2 4 3
Arbeitsunfälle (pro 1.000 Beschäftigte)
meldepflichtige Arbeitsunfälle 5,9 9,1 6,7 5,2 7,0 4,3 3,0
meldepflichtige Wegeunfälle 1,9 10,9 8,4 6,9 2,8 5,8 4,5
Strahlenschutz
radiologische Vorkommnisse * 0 3 2 0 0 0 0

* meldepflichtige Ereignisse entsprechend Strahlenschutzverordnung oder spezieller Auflagen der jeweiligen Genehmigungsbescheide. Bei den radiologischen Vorfällen in den vergangenen Jahren handelte es sich lediglich um Abweichungen vom normalen Betriebsablauf. Keines der Vorkommnisse war sicherheitsrelevant.

Mitarbeiter vor arbeitsbedingten Gefahren zu schützen, hat oberste Prioritat bei Eckert & Ziegler.

Umwelt

Die Betriebe der Eckert & Ziegler Gruppe sind der metallverarbeitenden Branche oder der chemisch-pharmazeutischen Industrie zuzurechnen. Wie alle Betriebe des produzierenden Gewerbes unterliegen sie umfangreichen Regelwerken, die Vorgaben hinsichtlich der Umweltauswirkungen enthalten.

Sie schreiben oft nicht nur vor, welche Grenzwerte für Emissionen gelten, sondern auch, wie diese zu überwachen sind. Meist sind die Vorschriften so gefasst, dass die Messwerte von unabhängigen Dritten oder gar Behörden erfasst sind. Die Qualität der Daten kann daher als sehr hoch eingeschätzt werden. Im Berichtsjahr gab es keine Vorfälle,

bei denen Messwerte überschritten wurden. Auch hinsichtlich des Qualitätsmanagementsystems (DIN EN ISO 9001:2008; DIN EN ISO 13485:2012; CMDCAS; FDA; cGMP; GMP; PAL u. a.) wurden im Berichtsjahr keine schwerwiegenden Abweichungen von den Vorgaben festgestellt.

Bei Neubauten und Gebäudemodernisierungen setzen wir auf eine energiesparende Bauweise. Das Paradebeispiel ist die im Jahr 2012 bezogene Konzernzentrale in Berlin-Buch. Dort kombiniert das nachhaltige Bau- und Betriebskonzept unterschiedliche Verfahren: Erhöhter Dammstandard der Gebäudehülle; Fernwärme, die durch Kraft-Wärmekopplung erzeugt wird; solare Warmwasserbereitung zur Brauchwassererwärmung; solareingespeister Strom aus einer Photovoltaikanlage; Lüftungsanlage mit hoher Wärmerückgewinnung. Durch diese Maßnahmen liegt der berechnete spezifische Primärenergiebedarf von 154 kWh/m2 a des Gebäudes um 25% niedriger als es die ohnehin strengen Auflagen der Energieeinsparverordnung (EnEV) fordern.

Mit der Rücknahme gebrauchter Quellen und der Aufarbeitung für neue Produkte leistet Eckert & Ziegler einen weiteren Beitrag zum Umweltschutz. Diese Wiederverwertung ist für alle Beteiligten äußerst sinnvoll und ressourcenschonend.

SOZIALES ENGAGEMENT

An seinen Standorten engagiert sich Eckert & Ziegler in Projekten und Initiativen – durch finanzielle Unterstützung und das persönliche Engagement der Mitarbeiter. Dafür wurden strategische Schwerpunkte festgelegt. Das Unternehmen unterstützt insbesondere Initiativen für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie weitere Projekte im lokalen Umfeld einzelner Firmenstandorte. Zur Stärkung der frühkindlichen naturwissenschaftlichen Bildung hat Eckert & Ziegler gemeinsam mit dem Gläsernen Labor in Berlin-Buch und der Friedrich-Fröbel-Schule für Sozialpädagogik vor einigen Jahren den "Forschergarten" (www.forschergarten.de) ins Leben gerufen. Diese Initiative macht Naturwissenschaften und Technik für Kinder in Kindertagesstätten und Grundschulen erlebbar, baut Schwellenängste ab und erhöht die Qualität der frühkindlichen Bildung. Der Forschergarten stößt auf große Resonanz und erreichte im Jahr 2016 in der Berliner Region knapp 20.000 Kinder. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage wurde das Angebot weiterentwickelt und speziell für Physikklassen ausgebaut. Unter dem Motto "Atome zum Anfassen" werden Kurse angeboten, die Schülern der Oberstufe die Grundlagen radioaktiver Strahlung praktisch und anschaulich vermittelt. Dabei dürfen die Kursteilnehmer zum Beispiel natürliche Radioaktivität in Alltagsgegenständen wie z.B. Baumaterialien, Zigarettenasche oder Dünger mit einem Geigerzahler nachweisen und sich einen Einblick verschaffen über den Einsatz von Radioaktivität in der Medizin. Im Jahr 2016 profitierten fast 1.500 Jugendliche von diesem Schulungsangebot.

Zur Stärkung des Innovations- und Forschungsstandorts Deutschland engagiert sich Eckert & Ziegler in der frühkindlichen naturwissenschaftlichen Bildung.

Eckert & Ziegler unterstützt Berliner Grundschüler bei naturwissenschaftlichen Erkundungen in Wald und Flur.

Am Standort Berlin fördern wir ein Projekt zur Umweltpädagogik. Um Berliner Grundschülern naturwissenschaftliche Erkundungen in Wald und Flur zu ermöglichen, unterstützt Eckert & Ziegler seit 2011 die Initiative "Bucher Füchse". Eine Naturpädagogin geht mit den Kindern auf Entdeckungsreise durch Wald und Flur und erklärt einzelne Naturphänomene. Welche Tiere leben im Boden? Wie sieht der Lebensraum Wiese aus? Wie sauber ist unser Bach? Dabei erleben die Kinder mit Becherlupe, Kescher und Pinzette die Natur hautnah und werden so zum Staunen über Naturzusammenhänge angeregt. Zur Förderung von nuklearmedizinischen Nachwuchswissenschaftlern lobt Eckert & Ziegler gemeinsam mit der Europäischen Gesellschaft für Nuklearmedizin (EANM) seit 2008 jedes Jahr den "Eckert & Ziegler Reisepreis" aus. Der Preis soll junge Wissenschaftler anspornen, ihre Ideen einem größeren Publikum zu präsentieren und ihren Gedankenaustausch mit anderen Nuklearmedizinern zu intensivieren. Die fünf mit jeweils 1.000

Euro dotierten Reisepreise wurden im Oktober 2016 auf der Jahrestagung der EANM in Barcelona verliehen und gingen an fünf talentierte Nuklearmediziner aus Italien, den Niederlanden und Schweden. Die Preisträger wurden von einer Jury der European Association of Nuclear Medicine (EANM) unter mehr als 700 Einsendungen ausgewählt. Ausgezeichnet wurden Forschungsarbeiten im Bereich der onkologischen Diagnostik. Auch unsere ausländischen Konzerngesellschaften engagieren sich in sozialen Projekten. Ein Team von amerikanischen Mitarbeitern, das Eckert & Ziegler als Sponsor und Spender unterstützt, konnte auf dem von der amerikanischen Gesellschaft für Multiple Sklerose ins Leben gerufenen alljährlichen "Walk MS" gegen Multiple Sklerose mehr als 40.000 US-Dollar an Spendengeldern einsammeln. Die Spenden kommen der Forschung zur Bekämpfung der bisher unheilbaren Krankheit und der Unterstützung betroffener Menschen zugute. Die Spendenkampagne zahlt bereits seit vielen Jahren zu unseren Förderprojekten. Darüber hinaus engagierten sich Mitarbeiter unseres kalifornischen Tochterunternehmens beim lokalen Obdachlosenheim. Wir unterstützten diesen freiwilligen Einsatz und ergänzten die Sach- und Geldspenden der Mitarbeiter.

Spendenlauf zugunsten der amerikanischen Multiple Sklerose Gesellschaft

UNSERE PRODUKTE

TUMORBESTRAHLUNGSGERÄT

SagiNova® Tumorbestrahlungsgerät (Afterloading). Bei der Afterloading-Technik wird die Strahlenquelle (des Afterloaders) computergesteuert und mit Hilfe von Applikatoren in unmittelbarer Nähe des Tumors platziert. Somit wird der Tumor gezielt bestrahlt und umliegendes gesundes Gewebe geschont.

SOFTWARE

Bestrahlungsplanungssoftware für die Afterloading-Therapie

APPLIKATOR

Applikator für Tumorbestrahlungsgerät zur Behandlung gynäkologischer Tumore

SEGMENT STRAHLEN- THERAPIE

APPLIKATOR

Applikator für Tumorbestrahlungsgerät zur Behandlung gynäkologischer Tumore

JOD-SEEDS

Schwach radioaktive Jod-Seeds zur minimalinvasiven Behandlung von Prostatakrebs

AUGENAPPLIKATOREN

Ruthenium-Applikatoren zur Behandlung von Augenkrebs

RADIOPHARMA

RADIOPHARMAKON

[ 18F]FDG ist ein Diagnostikum für die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) zum Nachweis von onkologischen, kardiologischen und neurologischen Erkrankungen

RADIOPHARMAKON

GalliaPharm® ist der einzig zugelassene 68Ge / 68Ga Radionuklidgenerator für die in vitro radioaktive Markierung unterschiedlicher Trägermoleküle

SYNTHESESYSTEM

Modular-Lab PharmTracer: Vollautomatisches Synthesesystem zur Routineproduktion und Entwicklung von Radiodiagnostika

KALIBRIER-QUELLE

Kalibrierquelle für die Qualitätssicherung bei der Positronen-Emissions-Tomographie (PET)

FLÄCHENQUELLE

Perflexion™: Strahlenquelle zur Kalibrierung von diagnostischen Kameras

SYNTHESESYSTEM

Modular-Lab eazy: das kleinste am Markt erhältliche Radiosynthesesystem

REFERENZSTRAHLER

Referenzstrahler für die Kalibrierung und Überprüfung von Strahlenschutzmessgeräten

MESSQUELLEN

Strahlenquellen für die radiometrische Dicken-, Dichteund Füllstandsmesstechnik in der Industrie

SEGMENT ISOTOPE PRODUCTS

KONZERNLAGEBERICHT

1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS 34
1.1 Geschäftsmodell des Konzerns 34
1.2 Geschäftsmodell der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG 35
1.3 Ziele und Strategien 35
1.4 Steuerungssystem 35
1.5 Forschung & Entwicklung 36
2. WIRTSCHAFTSBERICHT 37
2.1 Geschäftsverlau und Vermögens, Finanz- und Ertragslage des Konzerns 37
2.2 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Eckert & Ziegler Strahlen- und
Medizintechnik AG – Erläuterungen auf Basis HGB (Handelsgesetzbuch) 42
2.3 Mitarbeiter 44
2.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage 46
3. CHANCEN- & RISIKOBERICHT 47
3.1 Organisation des Risikomanagements 47
3.2 Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagement und internes Kontrollsystem 48
3.3 Finanzwirtschaftliche Risiken 50
3.4 Politische Risiken 51
3.5 Rechtliche Risiken 51
3.6 IT-Risiken 52
3.7 Personelle Risiken 52
3.8 Beschaffungsrisiken 52
3.9 Allgemeine Risiken aus der Produktion und dem Umgang mit Radioaktivität 52
3.10 Absatzmarktrisiken und strategische Risiken 53
3.11 Hauptkundenrisiko 53
3.12 Risiken aus Forschung und Entwicklung 54
3.13 Chancenbericht 54
3.14 Risikoberichterstattung bezüglich Finanzinstrumenten 54
3.15 Risikoentwicklung 54
4. PROGNOSEBERICHT 55
4.1 Vorjahresvergleich 55
4.2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 55
4.3 Künftige Geschäftsentwicklung im Segment Isotope Products 56
4.4 Künftige Geschäftsentwicklung im Segment Strahlentherapie 56
4.5 Künftige Geschäftsentwicklung im Segment Radiopharma 56
4.6 Künftige Geschäftsentwicklung der Holding 56
4.7 Künftige Geschäftsentwicklung im Konzern 56
4.8 Künftige Geschäftsentwicklung der Eckert & Ziegler
Strahlen und Medizintechnik AG 56
5. SONSTIGE ANGABEN 57
5.1 Vergütungsbericht 57
5.2 Übernahmerechtliche Angaben 59
5.3 Erklärung zur Unternehmensführung (§§ 289a, 315 Abs. 5 Satz 1 HGB) 62
5.4 Abhängigkeitsbericht 62
5.5 Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid) 63

Hinweis:

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Gruppe hat der Aufsichtsrat kurzfristig beschlossen, der Hauptversammlung eine Sonderdividende in Höhe von 0,06 Euro vorzuschlagen. Diese ist im Jahresabschluss noch nicht berücksichtigt. In der Summe beläuft sich der Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2016 auf 0,66 Euro pro Aktie.

1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

1.1 Geschäftsmodell des Konzerns

Die Eckert & Ziegler Gruppe (Eckert & Ziegler) ist ein international tätiger Hersteller von isotopentechnischen Komponenten für Medizin, Wissenschaft und Industrie. Neben der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, einer börsennotierten Aktiengesellschaft deutschen Rechts mit Sitz in Berlin, umfasst der Konzern einschließlich Minderheitsbeteiligungen 32 weitere Gesellschaften. Geführt wird die Gruppe durch den Vorstand, der sich bei seinen Entscheidungen auf den Rat der erweiterten Konzernleitung stützt. Sie besteht aus dem Vorstand der Eckert & Ziegler AG und Leitern ausgewählter Geschäftsbereiche.

Zur Kernkompetenz des Unternehmens gehören der Umgang und die Verarbeitung von isotopentechnischen Materialien in speziell dafür ausgerüsteten und genehmigten Fertigungsstätten in Europa und den Vereinigten Staaten. Darüber hinaus entwickelt, produziert und verkauft Eckert & Ziegler Medizinprodukte für die Krebstherapie sowie Generatoren und Synthesegeräte zur Herstellung von Radiopharmaka. Der Anlagenbau und die Rücknahme von isotopentechnischen Reststoffen aus Krankenhäusern und Forschungsinstituten komplettieren das Portfolio.

In den internationalen Märkten, in denen Eckert & Ziegler operativ tätig ist, gibt es vergleichsweise wenige Anbieter. In der Breite seiner Produktpalette hat Eckert & Ziegler keinen direkten Wettbewerber, weil die Konkurrenten jeweils nur spezielle Marktnischen bedienen. Der Markt ist aufgrund genehmigungsrechtlicher Auflagen mit hohen Markteintrittsbarrieren versehen.

Das operative Geschäft wird über Tochterunternehmen in den drei Segmenten Strahlentherapie, Radiopharma und Isotope Products geführt, die mit ihren unterschiedlichen Produktgruppen auf verschiedene Kundengruppen ausgerichtet sind. Die Holding bündelt konzerninterne Dienstleistungen wie Strahlenschutz, Buchhaltung, IT und Personal. Im Vorjahr bestand als viertes Segment "Sonstiges", welches neben der Holding den Bereich Umweltdienste umfasste. Letzterer wurde im Geschäftsjahr 2016 aufgrund der geänderten Struktur der Unternehmenssteuerung nunmehr dem Segment Isotope Products zugeordnet.

Im Segment Isotope Products werden isotopentechnische Komponenten für bildgebende Verfahren, wissenschaftliche Anwendungen, Qualitätssicherung und industrielle Messzwecke hergestellt. Der Hauptsitz des Segments befindet sich in Los Angeles. Weitere Produktionsstandorte sind Atlanta, Braunschweig und Prag.

Darüber hinaus werden im Segment auch isotopentechnische Reststoffe geringer Aktivität von Krankenhäusern und anderen Einrichtungen zurückgenommen, verarbeitet und konditioniert. Dieser Bereich war im vorigen Jahr noch dem Segment Sonstige zugeordnet. Aufgrund einer strategischen Neuausrichtung und dem damit verbundenen Wechsel der Managementverantwortung gehört der Bereich seit dem 1. Januar 2016 zum Segment Isotope Products.

Das Segment Strahlentherapie richtet sich mit seinen Erzeugnissen an Strahlentherapeuten, eine Ärztegruppe, die auf die Behandlung von Krebs durch Bestrahlung spezialisiert ist. Die beiden wichtigsten Produkte sind Kleinimplantate zur Behandlung von Prostatakrebs auf der Basis von Jod-125 (sogenannte "Seeds") und Tumorbestrahlungsgeräte auf der Basis von Cobalt-60 oder Iridium-192 (sogenannte "Afterloader"). Die Produktpalette wird durch Augen-Applikatoren auf der Basis von Ruthenium-106 und Jod-125 zur Behandlung von Aderhautmelanomen (Augenkrebs) komplettiert. Das Segment Strahlentherapie wird seit dem Jahr 2008 unter dem Dach der an der NYSE Euronext in Brüssel notierten Eckert & Ziegler BEBIG SA geführt, an der Eckert & Ziegler zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 zu 80,8% am wirtschaftlichen Ergebnis und mit 84,2% an den Hauptversammlungsstimmrechten beteiligt war.

Die Produkte des Segments Radiopharma mit Hauptsitz in Berlin und weiteren Standorten in Mainz, Bonn, Braunschweig, Wien, Warschau und Hopkinton, umfassen kurzlebige Radiodiagnostika für Onkologische und Neurologische Anwendungen für die Bildgebung mittels Positronen-Emissions-Tomographie (Zyklotronprodukte) zugelassene 68Ge/68Ga Generator, Laborgeräte, inkl. Radiosynthesegeräte und deren Verbrauchsmaterialien, sowie Geräte für die notwendige Qualitätskontrolle. Ein weiteres Produkt des Segments sind langlebigere Radioisotope für pharmazeutische Anwendungen (insbesondere Yttrium-90) als zugelassenes Arzneimittel. Diese Substanz wird unter anderem für die Herstellung von Radioembolisatoren zur Behandlung von Lebertumoren eingesetzt.

Bei den zyklotronbasierten Radiodiagnostika handelt es sich vor allem um die mit Fluor-18 markierte Glucose – [18F]FDG Fludeoxyglucose. Dieses Produkt wird europaweit in ca. 200 Krankenhäusern im Rahmen der sogenannten Positronen-Emissions-Tomographie (PET) zur Diagnose von Krebserkrankungen genutzt. Auf dem Feld der Neurologie wird das Produkt zur Diagnose von Alzheimer-Erkrankungen eingesetzt. Eckert & Ziegler liefert die Produkte nach Deutschland, Polen und Österreich sowie in angrenzende Gebiete und gehört damit europaweit zu den führenden Lieferanten. Die Module und Geräte kommen sowohl in der Praxis der nuklearmedizinischen Diagnostik und Therapie, als auch in der Forschung zur Anwendung und werden weltweit vertrieben.

Aufgrund der Übertragung des Unternehmensbereiches für die Verarbeitung von Reststoffen auf das Segment Isotope Products besteht kein viertes Segment "Sonstige" mehr.

Die Märkte der Segmente sind nur lose miteinander verbunden und weisen jeweils eigene Zyklen und Besonderheiten auf. Hinzu kommen nationale Unterschiede hinsichtlich der Rahmenbedingungen. Dies ist insbesondere bei medizinischen Produkten der Fall, wo die Intensität und Dynamik der Nachfrage durch den Leistungsstand der nationalen Gesundheitssysteme und die Anwesenheit lokaler Konkurrenten beeinflusst wird.

1.2 Geschäftsmodell der Eckert und Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG

Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG ist als Finanz- und Verwaltungsholding sowie als strategischer Entwicklungspartner für ihre Tochtergesellschaften tätig und führt keinen eigenen operativen Geschäftsbetrieb. Haupteinnahmequellen sind folglich die von den Tochtergesellschaften erhaltenen Dienstleistungsvergütungen, Zinsen und Gewinnausschüttungen bzw. -abführungen.

1.3 Ziele und Strategien

Nachhaltiges und profitables Wachstum ist das Ziel der mittelfristigen Unternehmensentwicklung. Es soll zum einen durch organisches Wachstum erreicht werden, etwa aufgrund der (Weiter-)Entwicklung von neuen und bestehenden Produkten oder durch den Einstieg in geographisch neue Märkte. Zum anderen sucht der Konzern Gelegenheiten für profitable Akquisitionen und strebt nach Erträgen aus Effizienzsteigerungen.

1.4 Steuerungssystem

Der Vorstand steuert die Produktions- und Vertriebsgesellschaften des Konzerns. Er gibt die strategische Entwicklung vor, trifft wichtige Entscheidungen mit den Geschäftsführungen und überwacht die Zielerreichung der Tochtergesellschaften.

Im Konzern wird eine Langfristplanung über fünf Geschäftsjahre erstellt, die jährlich auf Basis von Vorjahreswerten erneuert wird. Die jährliche Einzelplanung erfolgt von unten nach oben durch die von den einzelnen Geschäftsführern mit dem Vorstand erarbeiteten Planungen je Geschäftsbereich. Für die einzelnen Produktions- und Vertriebsgesellschaften werden dabei Detailziele hinsichtlich vordefinierter Steuerungsgrößen und Kennzahlen formuliert. In diese Einzelplanungen werden Einschätzungen zur Entwicklung der Branche einbezogen.

Im 4. Quartal jedes Geschäftsjahres legt der Vorstand dem Aufsichtsrat eine detaillierte Konzern-Jahresplanung für das folgende Geschäftsjahr vor. Im Rahmen des zentralen, quartalsweisen Reportings erfolgt die laufende Erfolgskontrolle der Budgetgrößen.

Die Segment-Controller erstellen Berichte der Geschäftsbereiche und überwachen die Entwicklung im Vergleich zur Planung, insbesondere die Kennzahlen Umsatzerlöse und EBIT. Die Controller berichten quartalsweise direkt an die Konzernleitung in einem vorstrukturierten Finanzbericht über quantitative und qualitative Entwicklungen im Berichtszeitraum.

Die finanzielle Steuerung des Konzerns erfolgt maßgeblich auf der Segmentebene mit teilweise unterschiedlichen Ausgestaltungen.

In regelmäßigen Treffen informiert sich der Vorstand über die Marktsituation und nimmt mit den Geschäftsführern und Segmentverantwortlichen Weichenstellungen vor. Einmal im Jahr wird eine umfassende Überarbeitung der Jahresplanung vorgenommen.

1.5 Forschung & Entwicklung

Die Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung zuzüglich aktivierter Entwicklungskosten und ohne Abschreibungen sind von 3,8 Mio. Euro auf 3,2 Mio. Euro im Jahr 2016 gesunken. Während die Entwicklungsausgaben im Segment Isotope Products mit 0,3 Mio. Euro konstant blieben, sanken die Ausgaben im Segment Strahlentherapie um 0,2 Mio. Euro auf 1,2 Mio. Euro und im Segment Radiopharma um 0,4 Mio. Euro auf 1,7 Mio. Euro. Gründe sind jeweils in 2015 abgeschlossene Entwicklungsleistungen für neue Produktbereiche.

Umsätze der Produkte, die innerhalb der letzten fünf Jahre in das Portfolio des Konzerns aufgenommen wurden, blieben konstant bei 26%. Einen wesentlichen Anteil davon machten die Umsätze mit neurologischen Diagnostika, aber auch die Akquisitionen in Brasilien und USA aus. Auch die Umsätze mit SagiNova® bilden einen wesentlichen Teil ab, blieben allerdings hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück.

Zu den Aktivitäten im Einzelnen:

Die Gerätesparte des Segments Radiopharma machte im Jahr 2016 einen wichtigen Schritt hin zum Komplettanbieter im Bereich "Theranostik". Bei diesem Konzept sind Diagnose und Therapie eng verzahnt. Eine Substanz wird in Verbindung mit Gallium 68 in der Diagnostik sowie mit Yttrium 90 bzw. Lutetium 177 im Bereich der Therapie verwendet. Dieser Ansatz unterstützt die personalisierte Medizin, die im Bereich der Nuklearmedizin mehr und mehr in den Fokus gerät, da sie auf lange Sicht deutlich zum Patientenwohl beiträgt, ein besseres Patientenmanagement ermöglicht und zudem auf längere Sicht zu einer Kostenersparnis im Gesundheitswesen führen kann.

Im Segment Strahlentherapie wurde im Berichtsjahr die Software SagiNova®/Plan weiterentwickelt um Behandlungsergebnisse zentral abspeichern zu können.

Im Segment Isotope Products lag der Fokus der Entwicklungsaktivitäten auf der kontinuierlichen Überprüfung und Weiterentwicklung der von uns angewendeten Produktionsverfahren. Der Trend zu Systemlieferungen nimmt weiter zu und wird vom Bereich F&E zusammen mit dem Kunden fachlich begleitet. Insbesondere für den chinesischen Markt wurden, basierend auf existierenden Produkten, neue Varianten kundenspezifisch entwickelt und gefertigt.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Geschäftsverlauf und Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

2.1.1 Geschäftsverlauf des Konzerns

Einschließlich der als aufgegebenen Geschäftsbereichen klassifizierten Vitalea wurde im Geschäftsjahr 2016 ein Umsatz von 138,0 Mio. Euro erzielt. Das entspricht in etwa dem Niveau aus dem Vorjahr von 140,0 Mio. Euro. Ohne die aufgegebenen Geschäftsbereiche betrug der Umsatz 137,9 Mio. Euro im Vergleich zu 139,7 Mio. Euro im Vorjahr. Im Gegensatz zu 2015 gab es keine wesentlichen Währungskurseffekte. Aus der Veräußerung einer Technologie für Seeds in den USA im Vorjahr schrumpft der Umsatz im Segment Strahlentherapie um 3,5 Mio. Euro.

Aus der Akquisition des Segments Isotope Products in Brasilien und einer Akquisition des Segmentes Strahlentherapie in Belgien ergibt sich ein Basiseffekt von 0,4 Mio. Euro. Ohne diese Effekte verbleibt ein organisches Umsatzwachstum von 1,1 Mio. Euro.

Die im Prognosebericht für das Jahr 2016 erwartete Umsatzmarke von 140,0 Mio. Euro wurde damit nahezu erreicht.

Umsatzentwicklung im Einzelnen

Das größte Segment Isotope Products verzeichnete einen leichten Rückgang des Umsatzes um 1,0 Mio. Euro auf 76,2 Mio. Euro. Insbesondere die Umsätze im Energiesektor (Quellen in der Erdölexploration) lagen aufgrund des niedrigen Ölpreises hinter den Erwartungen. Dieser Umsatzrückgang konnte durch den Umsatzanstieg mit medizinischen Quellen kompensiert werden. Die Akquisitionen in Brasilien erzielten bislang nicht den gewünschten Umsatz. Im Bereich der Entsorgung führten Preiserhöhungen zu einer Reduzierung des mengenmäßigen Zuflusses an schwach radioaktiven Materialien. Der Umsatz ließ gegenüber dem Vorjahresniveau nur leicht nach.

Der Umsatz im Segment Strahlentherapie schrumpfte erwartungsgemäß. Durch den Verkauf der Seed-Technologie in den USA im Vorjahr ging der Umsatz um 3,5 Mio. Euro zurück. Der Umsatz mit SagiNova® blieb aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Situation in den Zielmärkten in Südamerika und Russland hinter den Erwartungen zurück. Durch die Aufgabe der Handelstätigkeit mit geringmargigen Medizinprodukten in Frankreich wurden 0,5 Mio. Euro eingebüßt. Das Geschäft mit Seeds konnte indes stabilisiert werden und lag sogar über den Erwartungen, so dass der Umsatz insgesamt um 6,2 Mio. Euro auf 24,9 Mio. Euro zurückging.

Im Segment Radiopharma sind die Umsätze von 34,2 Mio. Euro auf 39,8 Mio. Euro gewachsen. Mit Ausnahme der Gerätesparte trugen alle Hauptproduktgruppen zu dem Umsatzanstieg bei. Die Zyklotronsparte profitierte von neu eingeworbenen Produkten zur Diagnose der Alzheimer-Erkrankung.

Leichte Volumenrückgänge bei klassischen FDG-Produkten wurden damit mehr als wettgemacht. Die Preise der klassischen FDG-Produkte haben sich im Geschäftsjahr 2016 auf niedrigem Niveau stabilisiert.

Mit einem Umsatz von 72,3 Mio. Euro blieb auch im Jahr 2016 Europa die wichtigste Absatzregion. Bezogen auf den Konzernumsatz wurde hier ein Umsatzanteil von 52,4% erzielt, im Vorjahr waren es noch 64,7 Mio. Euro oder 46,2%. Grund ist vor allem der gestiegene Umsatz des Segments Radiopharma. Wichtigstes europäisches Abnehmerland blieb Deutschland mit 29,7 Mio. Euro (Vorjahr 24,3 Mio. Euro). Der größte nationale Einzelmarkt für die Produkte von Eckert & Ziegler waren 2016 erneut die Vereinigten Staaten, in denen Waren im Wert von 43,9 Mio. Euro (vorwiegend in USD) fakturiert wurden. Die gesamten USD-Umsätze betrugen 42,2% (Vorjahr 47,4%) des Konzernumsatzes. Gegenüber dem Vorjahr ist die Wechselkursabhängigkeit des Konzerns damit gesunken.

2.1.2 Ertragslage des Konzerns

Im Geschäftsjahr 2016 wurde eine zahlungsmittelgenerierende Einheit abgewickelt und wird dementsprechend als aufgegebener Geschäftsbereich in der Gewinn- und Verlustrechnung, sowie in der Cash-Flow Rechnung entsprechend dargestellt.

Die vorliegenden dargestellten Werte beziehen sich auf den fortgeführten Geschäftsbereich. Bei nur leicht um 1,3% gesunkenen Umsätzen stieg das Bruttoergebnis um 5,1% oder um 3,2 Mio. Euro auf 66,1 Mio. Euro.

Durch die Verkäufe von Verlustbringern und der Schließung unrentabler Betriebsteile konnte die Gruppe innerhalb von 12 Monaten ihre Kostenbasis erheblich reduzieren. Außerdem gab es eine Verschiebung zu höhermargigen Produkten, beispielsweise durch höhere Umsätze mit Seeds im Segment Strahlentherapie. Im Unternehmensbereich für die Verarbeitung von Reststoffen im Segment Isotope Products führte im Vorjahr eine Erhöhung der Rückstellungen zu einer Belastung des Bruttoergebnisses. Diesen Sondereffekt gab es im Berichtsjahr nicht. Hingegen trug die eingangs erwähnte Preiserhöhung zu einem besseren Bruttoergebnis bei.

Maßgeblich die Restrukturierung im Segment Strahlentherapie in den Länder USA, Russland und Frankreich hat zu einer Reduzierung der Vertriebskosten um 3,0 Mio. Euro oder 11,6% auf 22,6 Mio. Euro geführt. Eigene Mitarbeiter und Vertriebsgesellschaften wurden aufgegeben oder verringert.

Höhere Beratungskosten und Gebühren sowie die Verschiebung von Personalkosten aus dem Vertriebskostenbereich führten zu einem Anstieg der allgemeinen Verwaltungskosten um 0,4 Mio. Euro, 1,5 % auf 26,7 Mio. Euro an.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um 8,4 Mio. Euro auf 3,6 Mio. Euro. Im Vorjahr war insbesondere ein Sonderertrag von 8,8 Mio. Euro aus dem Verkauf der Beteiligung an der OctreoPharm Sciences GmbH (OPS) enthalten. Im Geschäftsjahr ergab sich ein um 0,4 Mio. Euro höherer Ertrag aus einer Earn-Out Komponente.

In der Summe gab das EBIT um 2,0 Mio. Euro, oder 10,9% auf 16,2 Mio. Euro nach.

Im Berichtsjahr konnten durch die verbesserte Ertragssituation aktive latente Steuern auf Verlustvorträge erfolgswirksam gebildet werden. Dadurch sank die Steuerquote von 33,2% auf 30,3%. Der Konzerngewinn nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen aus fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen ist von 10,7 Mio. Euro um 10,3% auf 9,6 Mio. Euro gesunken. Die Aktienanzahl blieb konstant bei 5,3 Mio. Stück. Das Ergebnis pro Aktie sank um 0,22 Euro/Aktie auf 1,81 Euro/Aktie. Die Erwartungen aus dem Prognosebericht für das Jahr 2016 konnten damit bestätigt werden.

Das negative Ergebnis aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen beträgt im Berichtsjahr 0,9 Mio. Euro (Vorjahr –0,9 Mio. Euro)

2.1.3 Entwicklung der Segmente und Holding

Segment Isotope Products

Das Segment Isotope Products ist das größte und ertragreichste Segment des Konzerns. Die Hauptproduktgruppen des Segments sind:

    1. Industrielle Komponenten für die Messtechnik
    1. Strahlenquellen für die medizinische Qualitätssicherung
    1. Kalibrier- und Messquellen
    1. Handel mit Rohisotopen und Sonstiges
    1. Quellenrücknahme von Kunden und Annahme von isotopentechnischen Reststoffen geringer Aktivität, sowie Projekte im Rahmen der Konditionierung (im Vorjahr noch im Segment Sonstige geführt)

In den wichtigen ersten drei Produktgruppen besitzt Eckert & Ziegler seit Längerem eine gute Marktposition mit einem signifikanten Anteil am Weltmarktvolumen, der nach unserer Einschätzung auch im Berichtszeitraum gehalten bzw. ausgebaut werden konnte. Einzelne Nischen in diesem Bereich weisen Wachstumsraten auf. Der Gesamtmarkt entwickelte sich maßgeblich aufgrund des niedrigen Ölpreises leicht negativ.

In der vierten Hauptproduktgruppe werden die Einkaufsvorteile von Eckert & Ziegler genutzt, um Rohisotope mit Gewinn an Dritte weiterzuverkaufen.

Die Umsätze des Segments gingen um 1,0 Mio. Euro auf 76,2 Mio. Euro zurück. Die Umsatzkosten konnten überproportional um 1,0 Mio. Euro. reduziert werden. Im Vorjahr führten gestiegene Kosten bei einem wichtigen Entsorgungsweg zu einer Rückstellungserhöhung von rund 2,5 Mio. Euro für die Entsorgung radioaktiver Reststoffe. Rechnet man diesen Sondereffekt heraus, stiegen die Umsatzkosten im Verhältnis zum Umsatz wegen eines geringeren Absatzes hochmargiger Produkte im Energiesektor. In den sonstigen betrieblichen Erträgen gab es in 2015 noch einen um 0,7 Mio. Euro höheren Ertrag, der maßgeblich aus F&E Leistungen gegenüber dem Segment Radiopharma erzielt wurde. Dies war in 2016 nicht mehr der Fall. Gegenläufig gab es im Vorjahr einen negativen Sondereffekt aus der wechselkursbedingten Abwertung eines Darlehens in Höhe von 0,7 Mio. Euro. Insgesamt erwirtschaftete das Segment damit einen um 5,6%, oder 0,2 Mio. Euro höheren Jahresüberschuss.

Segment Strahlentherapie

Die Hauptproduktgruppen des Segments sind:

    1. Implantate zur Behandlung von Prostatakrebs "Seeds"
    1. Tumorbestrahlungsgeräte "Afterloader"
    1. Therapiezubehör
    1. Ophthalmologische Produkte
    1. Sonstige Therapieprodukte und Anlagenbau

Eckert & Ziegler profitiert als Anbieter von Implantaten zur Behandlung von Prostatakrebs von den Erkenntnissen von Langzeitanalysen zum Thema Prostatakrebs, nach der die Option "Abwarten und Überwachen" statistisch zu schlechteren Ergebnissen führt. Aufgrund dieser Ergebnisse werden wieder mehr Patienten den kurativen Behandlungsmethoden zugeführt. Davon profitieren auch die Behandlungsmethoden mit radioaktiven Implantaten. Der Preisdruck der vergangenen Jahre lässt nach.

Mit der zweiten Hauptproduktgruppe des Segments, den Tumorbestrahlungsgeräten auf Isotopenbasis und den damit verbundenen Dienstleistungen hat Eckert & Ziegler vorerst nur geringe Weltmarktanteile.

Die Hauptabsatzmärkte liegen in den Schwellenländern. Der Wettbewerbsvorteil der Geräte von Eckert & Ziegler besteht in den vergleichsweise geringeren Betriebskosten. In den meisten Eckert & Ziegler-Geräten werden Cobalt-Strahler eingesetzt. Cobalt hat im Unterschied zu dem in Konkurrenzgeräten verwendeten Iridium eine deutliche längere Halbwertszeit. Deswegen muss die Strahlenquelle des Eckert & Ziegler-Gerätes seltener getauscht werden, woraus sich Kosten- und Logistikvorteile ergeben, die insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern zählen. Der in 2015 begonnene Vertrieb in den USA wird zukünftig durch Distributoren vorgenommen.

Im Jahr 2016 ging der Segmentumsatz unter anderem durch den Verkauf der US-Seed-Technologie um 6,2 Mio. Euro, oder um 20,0% auf 24,9 Mio. Euro zurück. Ein weiterer Grund ist der Rückgang mit dem Afterloader-Geschäft.

Im Jahr 2016 wurde die im Vorjahr begonnene Neuausrichtung des Segmentes abgeschlossen. Die Ertragslage konnte deutlich verbessert werden. So blieb der Rohertrag, bei um 6,2 Mio. Euro geringerem Umsatz, mit 14,1 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Damit konnte die Rohmarge um 11,4% auf 56% erhöht werden. Die Vertriebskosten gingen um 3,1 Mio. Euro deutlich auf 7,2 Mio. Euro zurück. Durch die Schließung verschiedener Vertriebsstandorte, sowie Reduzierung verschiedener Mitarbeiter in einzelnen Ländern konnten die Kosten gesenkt und an das geringere Umsatzvolumen angepasst werden. Im Vorjahr wurden wechselkursbedingt Erträge erzielt, die sich im Geschäftsjahr nicht wiederholten (0,6 Mio. Euro). Wie im Vorjahr wurde ein Sonderertrag aus der Earn-Out Vereinbarung von rund 1,2 Mio. Euro erzielt. In der Summe verzeichnete das Segment einen leichten Verlust von 0,2 Mio. Euro, was einer Verbesserung von 3,4 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Umfassende Aussagen zum Segment Strahlentherapie können auch dem Geschäftsbericht der Eckert & Ziegler BEBIG SA entnommen werden (www.bebig.com). Bei der Gegenüberstellung des Konzernabschlusses der Eckert & Ziegler BEBIG SA und der Segmentberichterstattung des Eckert & Ziegler Konzerns ergeben sich Abweichungen, die in folgender Tabelle [in Tsd. Euro] dargestellt sind.

Tsd. Euro Segment
Strahlentherapie
des Eckert & Ziegler
Konzerns
Konzernbericht der
börsennotierten
Eckert & Ziegler
BEBIG SA
Gliederungen
(sonstige Erträge
vs. Umsatz)
Abweichungen aus
Kundenstamm,
Goodwill und
Steueranpassungen
Umsätze 24.888 24.884 4 0
Sonstige Kosten &
Erträge
– 25.128 – 24.334 – 4 – 790
EBT – 240 550 0 – 790
Ertragsteuern 106 3 0 103
Konzernergebnis – 134 553 0 – 687

Segment Radiopharma

Die Hauptproduktgruppen des Segments sind:

    1. Kurzlebige Radiodiaknostika
    1. Langlebigere Radioisotope für pharmazeutische Anwendungen
    1. 68Ge/68Ga Generatoren
    1. Radiosynthesegeräte und Verbrauchsmaterialien
    1. Geräte für die notwendige Qualitätskontrolle

Der Segmentumsatz stieg insgesamt um 16,3% auf 39,8 Mio. Euro. Die Entwicklung in den einzelnen Produktkategorien verlief uneinheitlich. Mit Ausnahme der Gerätesparte trugen alle Hauptproduktgruppen zu dem Umsatzanstieg bei. Auch die Umsätze mit den zyklotronbasierten Radiodiagnostika konnte im Vergleich zum Vorjahr wieder gesteigert werden, da diese Produkte auch im Rahmen von klinischen Tests in der Neurologie zur Diagnose von Alzheimererkrankungen eingesetzt wurden. Derzeit entwickeln verschiedene Pharmaunternehmen Therapeutika zur Alzheimerbehandlung. Mit der erwarteten Markteinführung derartiger Therapeutika würde ein höherer Bedarf von Diagnostika einhergehen, von der sich Eckert & Ziegler eine weitere positive Entwicklung der Umsätze verspricht.

Der Rohertrag stieg überproportional auf 17,6 Mio. Euro, oder 26,0%. Grund ist unter anderem die volumenunabhängige Vergütung durch einen strategischen Partner. Trotz der Umsatzsteigerung stiegen die Vertriebs- und Verwaltungskosten nur leicht um 0,3 Mio. Euro oder 3,1%. Die F&E Kosten sanken nach Abschluss eines großen Entwicklungsprojektes im Vorjahr um 34,6% auf 1,5 Mio. Euro.

Aufgrund des Sonderertrages aus dem Verkauf der OPS-Beteiligung von 6,1 Mio. Euro im Vorjahr fielen die sonstigen Erträge geringer aus. Insgesamt ergibt sich damit ein um 3,4 Mio. Euro geringeres Ergebnis. Rechnet man den Sonderertrag heraus ergibt sich ein Ergebnissprung um 2,7 Mio. Euro auf 4,0 Mio. Euro.

Holding

Im Geschäftsjahr 2016 werden nur noch die Positionen der Holdinggesellschaft Eckert & Ziegler Strahlenund Medizintechnik AG ausgewiesen. Sie kann ihre Aufwendungen naturgemäß nicht vollständig an die Segmente weitergeben und finanziert sich deshalb über erbrachte Dienstleistungen, wie Buchhaltung, Personalverwaltung, IT und Strahlenschutz, die jeweils zuzüglich eines Gewinnaufschlags weiterberechnet werden. Darüber hinaus vergibt die Holding Darlehen und erhält Zinsen sowie Erträge aus Ergebnisabführungen.

Ganz geringe Konzern-Außenumsätze erzielt die Holding im Wesentlichen mit Dienstleistungen. Die Umsatzerlöse sind nahezu unverändert. Die Verwaltungskosten erhöhten sich unter anderem durch neue Mitarbeiter um insgesamt 0,4 Mio. Euro.

Im Vorjahr erhielt die Holding einen Teil des Ertrages der OPS-Beteiligung in Höhe von 2,7 Mio. Euro, da neben dem Segment Radiopharma auch die Holdingsgesellschaft selbst über Optionen auf OPS-Anteile verfügte. Dies erklärt den Rückgang der sonstigen Aufwendungen und Erträge um 2,6 Mio. Euro. Insgesamt sank das Ergebnis im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Mio. Euro auf – 0,3 Mio. Euro.

2.1.4 Finanzlage des Konzerns

Die Kapitalflussrechnung beginnt mit dem Konzernergebnis aus fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen, welches, wie in der Ertragslage geschildert, um 0,6 Mio. Euro auf 9,8 Mio. Euro gesunken ist. Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit erhöhte sich um 3,6 Mio. Euro auf 19,8 Mio. Euro. Für die Ermittlung des Mittelzuflusses aus betrieblicher Tätigkeit musste das Konzernergebnis im Vorjahr um den Ertrag aus dem Verkauf der OPS-Beteiligung von 8,8 Mio. Euro bereinigt werden. Im Berichtsjahr enthält das Konzernergebnis keine derartigen Erträge, so dass auch keine Eliminierung notwendig ist. Verbindlichkeiten und Rückstellungen verringerten sich um 4,5 Mio. Euro während diese im Vorjahr um 3,3 Mio. Euro aufgebaut wurden. Forderungen wurden nicht aufgebaut, in 2015 konnten diese noch um 2,0 Mio. Euro gesenkt werden. Aus Ertragssteuerzahlungen sind 2,3 Mio. Euro mehr abgeflossen als im Vorjahr.

In 2016 gibt es einen Kapitalabfluss aus der Investitionstätigkeit von insgesamt 5,5 Mio. Euro. Im Vorjahr wurde durch den Verkauf der OPS-Beteiligung von 5,4 Mio. Euro noch ein Mittelzufluss erzielt. Neben den Investitionen in neue Maschinen und Anlagen, welche gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Mio. Euro angestiegen sind, enthält der Kapitalfluss aus Investitionstätigkeit im Jahr 2016 Auszahlungen für Akquisitionen sowie den Erwerb von Beteiligungen in Höhe von 0,5 Mio. Euro. Dieser Wert entspricht in etwa dem Vorjahreswert, als 0,6 Mio. Euro für Akquisitionen gezahlt wurden.

Der Kapitalabfluss aus der Finanzierungstätigkeit erhöht sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Mio. Euro. Dieser Anstieg beruht im Wesentlichen auf höhere Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen von nicht beherrschenden Gesellschaftern, welche gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Mio. Euro auf 1,6 Mio. Euro angestiegen sind. Die konstante Dividende von 0,60 Euro/Aktie sorgte für einen gleichbleibenden Mittelabfluss von 3,2 Mio. Euro und auch die Nettozahlungsabflüsse aus Bankdarlehen liegen mit 3,9 Mio. Euro in etwa auf Vorjahresniveau von 3,3 Mio. Euro.

Ein positiver Wechselkurseffekt aus dem gestiegenen US-Dollar-Kurs sorgte im letzten Jahr für eine Aufwertung der Barmittel um 0,9 Mio. Euro. In diesem Jahr fiel diese mit 0,3 Mio. Euro geringer aus. Insgesamt wurde im Jahr 2016 die Liquidität um 5,1 Mio. Euro auf 36,6 Mio. Euro aufgebaut.

2.1.5 Vermögenslage des Konzerns

Die Bilanzsumme ist im Jahr 2016 um 2,8 Mio. Euro auf 199,5 Mio. Euro angewachsen. Auf der Aktivseite ergibt sich die Veränderung aus der Zunahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die um 5,1 Mio. Euro gestiegen sind. Die langfristigen Vermögenswerte gingen um 2,4 Mio. Euro zurück, was maßgeblich auf eine Reduzierung der übrigen langfristigen Vermögenswerte um 2,9 Mio. Euro zurückzuführen ist. Aufgrund des Zeitablaufs wurden 2,5 Mio. Euro Forderungen an Dritte in 2016 als kurzfristig klassifiziert.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind um 0,4 Mio. Euro gestiegen. Davon entfallen 0,1 Mio. Euro auf Akquisitionen des Geschäftsjahres und 0,7 Mio. Euro auf Wechselkursanpassungen. Gegenläufig hat sich der Wertminderungsbedarf aus der Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte im Rahmen der jährlichen Wertminderungstests der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Strahlentherapie in Höhe von 0,4 Mio. Euro ausgewirkt.

Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen insgesamt um 5,2 Mio. Euro, was maßgeblich auf die höheren Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente zurückzuführen ist. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 1,8 Mio. Euro, was auf höhere Dezemberumsätze, aber auch auf Veränderung der Wechselkurseffekte zum Stichtag insbesondere der amerikanischen Tochtergesellschaften zurückzuführen ist.

Die übrigen kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich insgesamt um 1,8 Mio. Euro, obwohl Forderungen von 2,5 Mio. Euro aus dem langfristigen Bereich kurzfristig wurden. Aus dem Verkauf der OPS-Anteile wurden Forderung des Vorjahres von 2,8 Mio. Euro bezahlt. Bestehende Forderungen aus einer Earn-Out-Komponente wurden um 1,2 Mio. Euro im Berichtsjahr reduziert.

Auf der Passivseite stiegen Gewinnrücklagen um insgesamt 5,3 Mio. Euro. Die Entwicklung des Eigenkapitals kann aus der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung im Finanzteil entnommen werden. Die Eigenkapitalquote hat sich von 53,2% auf 55,2% verbessert. Die Schulden haben insgesamt um 2,6 Mio. Euro abgenommen. Während die langfristigen Schulden um 3,1 Mio. Euro stiegen, reduzierten sich die kurzfristigen Schulden um 5,7 Mio. Euro.

Der Anstieg der langfristigen Schulden ist auf die höheren langfristigen Rückstellungen infolge der Erhöhung der Rückstellungen für den Rückbau kontaminierter Gebäude und Maschinen um 2,5 Mio. Euro sowie für Entsorgungskosten für radioaktiven Abfall um 0,9 Mio. Euro zurückzuführen.

Der Rückgang der kurzfristigen Schulden um 5,7 Mio. Euro entfällt in Höhe von 3,0 Mio. Euro auf Rückzahlungen von Darlehen sowie einen Rückgang der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten von 2,7 Mio. Euro. Im Rahmen der Auseinandersetzung der Anteilseigner bei dem Verkauf der OPS-Anteile hatte die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH einem anderen Anteilseigner gegenüber eine Verbindlichkeit von 1,0 Mio. Euro, die im Geschäftsjahr beglichen wurde. Des Weiteren reduzierten sich Verbindlichkeiten aus ausstehenden Rechnungen.

2.2 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG – Erläuterungen auf Basis HGB (Handelsgesetzbuch)

Geschäftsverlauf der AG

Während des Geschäftsjahres 2016 bestanden zwischen der Eckert & Ziegler AG und einer direkten Tochter sowie zwischen dieser und deren Tochtergesellschaft Ergebnisabführungsverträge. Die erwirtschafteten Jahresergebnisse der übrigen Tochtergesellschaften werden nicht vollständig an die Muttergesellschaft ausgeschüttet, so dass das Ergebnis des Einzelabschlusses der Eckert & Ziegler AG erheblich vom Konzernergebnis abweicht.

Im Geschäftsjahr 2016 hat die Eckert & Ziegler AG im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages von ihrem deutschen Tochterunternehmen Eckert & Ziegler Isotope Products Holdings GmbH einen Gewinn in Höhe von 7.511 Tsd. Euro (im Vorjahr 7.276 Tsd. Euro) übernommen.

Ertragslage der AG

Im Vergleich zum Vorjahr gibt es in der Gewinn- und Verlustrechnung folgende wesentliche Veränderungen:

  • a) Die Umsatzerlöse stiegen um 179 Tsd. Euro auf 4.818 Tsd. Euro. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Erträge aus Dienstleistungen und Mieten für verbundene Unternehmen. Die Steigerung ergibt sich aus umfangreicheren Dienstleistungen.
  • b) Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen um 2.035 Tsd. Euro auf 457 Tsd. Euro zurück Der Rückgang geht überwiegend auf den Ertrag aus dem Verkauf der OPS-Beteiligung von 1,8 Mio. Euro im letzten Geschäftsjahr zurück.
  • c) Der Personalaufwand ging um 80 Tsd. Euro auf 2.692 Tsd. Euro zurück. Das Vergütungssystem der Gesellschaft für die Bezüge der Organmitglieder ist im Vergütungsbericht erläutert.
  • d) Die Abschreibungen auf Sachanlagen sind planmäßig um 96 Tsd. Euro auf 471 Tsd. Euro gesunken.
  • e) Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 708 Tsd. Euro auf 2.617 Tsd. Euro gestiegen. Grund sind unter anderem die um 295 Tsd. Euro gestiegenen Rechtsund Beratungskosten.
  • f) Der Ertrag aus Gewinnabführungen ist gegenüber dem Vorjahr um 236 Tsd. Euro auf 7.511 Tsd. Euro gestiegen.
  • g) Auf die Anteile an der BEBIG SA wurde eine Abschreibung von 3.294 Tsd. Euro vorgenommen. Damit liegen die Abschreibungen von Finanzanlagen noch 944 Tsd. Euro unter dem Vorjahreswert von 4,238 Tsd Euro.
  • h) Aufgrund planmäßiger Tilgung von erhaltenen Darlehen gingen die Zinsaufwendungen um 45 Tsd. Euro auf 320 Tsd. Euro zurück.

Insgesamt wird für das Geschäftsjahr 2016 ein Jahresüberschuss von 3.586 Tsd. Euro ausgewiesen. Dieser Wert entspricht dem Bilanzgewinn für 2016.

Vermögens- und Finanzlage der AG

Die Bilanzsumme der Eckert & Ziegler AG ist gegenüber dem Vorjahr um 664 Tsd. Euro auf 86.443 Tsd. Euro gesunken.

Auf der Aktivseite gab es folgende wesentliche Veränderungen:

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind um 5.763 Tsd. Euro gestiegen. Grund ist die Erhöhung der Beteiligungswerte an der BEBIG SA in Höhe von 5.056 Tsd. Euro und der Eckert & Ziegler Isotope Products Holding GmbH in Höhe um 4.0 Mio. Euro aufgrund von Einzahlungen in die Kapitalrücklagen. Gegenläufig wurde eine Abschreibung der Anteile an der BEBIG SA in Höhe von 3,3 Mio. Euro notwendig.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind aufgrund planmäßig erfolgter Rückzahlungen von Darlehen um 1,0 Mio. Euro gefallen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um 5,2 Mio. Euro gesunken, da fällige Forderungen aus Gewinnabführungen vereinnahmt werden konnten.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände sind um 2,7 Mio. Euro gefallen, da Forderungen aus ausstehenden Zahlungen im Zusammenhang mit dem OPS-Verkauf vereinnahmt werden konnten. Guthaben bei Kreditinstituten stiegen infolgedessen um 2,8 Mio. Euro auf 6,7 Mio. Euro.

Das Eigenkapital beträgt 83,4 Mio. Euro und liegt damit um 413 Tsd. Euro über dem Vorjahreswert. Der Anstieg erklärt sich aus der Differenz zwischen dem Jahresüberschuss 2016 von 3.586 Tsd. Euro und der ausgeschütteten Dividende von 3.173 Tsd. Euro.

Als weitere wesentliche Veränderung ist auf der Passivseite der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 1.158 Tsd. Euro auf 284 Tsd. Euro aufgrund der Rückzahlung fälliger Verbindlichkeiten zu nennen.

Der Gesellschaft wurden Kreditlinien von 3.000 Tsd. Euro eingeräumt und standen zum Stichtag in voller Höhe zur Verfügung. Hinzu kommen Guthaben bei Kreditinstituten von 6.748 Tsd. Euro. Somit verfügt die Gesellschaft über ausreichend große Liquiditätsreserven für die laufende Finanzdisposition.

Insgesamt schätzt der Vorstand die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft nach wie vor als sehr gut ein. Die Eigenkapitalquote stieg von 95,3% auf 96,6%.

2.3 Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2016 waren bei Eckert & Ziegler konzernweit insgesamt 668 Mitarbeiter (2015: 692) beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist die Mitarbeiteranzahl somit um 24 Personen oder 3,5% zurückgegangen. Der Rückgang ergibt sich aus den Einsparmaßnahmen des Segments Strahlentherapie, wo in Folge des schwachen Geschäfts 44 Stellen abgebaut wurden.

Legt man für die Berechnung der Mitarbeiterkennzahlen die HGB-Definition zugrunde, welche sich auf die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter innerhalb des Jahres bezieht und Vorstände und Geschäftsführer, sowie Auszubildende und Praktikanten ausblendet, Teilzeit- und geringfügig beschäftigte Mitarbeiter jedoch einschließt, so sank die Anzahl von 672 auf 638.

Die Fluktuationsrate, also die Zahl der nach dieser Definition im Berichtsjahr ausgeschiedenen Mitarbeiter, lag mit 14% unter dem Vorjahreswert von 16%, und damit im Rahmen der durchschnittlichen Fluktuationsrate in Deutschland von etwa 14%. Der Grund für die Abnahme der Fluktuationsrate sind die beendeten Sanierungsmaßnahmen des Segments Strahlentherapie. Der Frauenanteil an der Gesamtbelegschaft ist im Berichtsjahr minimal von 39% auf 38% gefallen. Der Altersdurchschnitt lag im Geschäftsjahr bei 45 Jahren (im Vorjahr: 44 Jahre) mit einem Schwerpunkt in der Altersgruppe der 45- bis 50-Jährigen. Knapp die Hälfte aller Mitarbeiter verfügt über einen Fachhochschulabschluss/Bachelor oder eine höherwertigere Ausbildung.

Zielgrößen in Vorstand und Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat hat am 3. Juni 2015 beschlossen, als Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand der Eckert & Ziegler AG 0% festzulegen. Die Frist zur Erreichung der Zielgrößen wurde auf den 30. Juni 2017 festgelegt. Vor dem Hintergrund, dass der Aufsichtsrat keine Veränderung in der Zusammensetzung des Vorstands der Eckert & Ziegler anstrebte, die sich nicht rein auf die persönliche und fachliche Eignung für das Amt gründen, wurde beschlossen, für den Anteil von Frauen im Vorstand keine nummerische Zielgröße festzusetzen (entspricht 0%-Quote).

Für den Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat durch Beschluss vom gleichen Tage eine Quote von 1/6 (entspricht ca. 17%) beschlossen. Die Frist zur Erreichung der Zielgrößen wurde ebenfalls auf den 30. Juni 2017 festgelegt. Derzeit gehört dem Aufsichtsrat der Gesellschaft eine Frau an.

Zielgrößen in den oberen Führungsebenen

Hinsichtlich des Frauenanteils in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands der Eckert & Ziegler AG hat der Vorstand mit Beschluss vom 3. Juni 2015 jeweils eine Quote von 0% Prozent festgelegt. Die Frist zur Erreichung der Zielgrößen wurde auf den 30. Juni 2017 festgelegt. Als erste Führungsebene unterhalb des Vorstands wurde die Gruppe der Abteilungsleiter und als zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands die Gruppe der Unterabteilungsleiter festgelegt.

Derzeit liegt die Frauenquote in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands bei 0% und in der zweiten Führungsebene bei 25%.

Bei der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG waren im Durchschnitt 44 Mitarbeiter beschäftigt. Das sind 2 Mitarbeiter mehr als im Vorjahr.

Die Personalaufwendungen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 45,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 49,6 Mio. Euro). Daraus ergibt sich ein durchschnittlicher Personalaufwand von rund 76 Tsd. Euro pro Mitarbeiter im Jahr 2016 gegenüber rund 74 Tsd. Euro im Vorjahr. Der insgesamt geringere Personalaufwand ergibt sich im Wesentlichen durch die geringere Anzahl an Mitarbeitern.

2.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Einige der Zielmärkte der Eckert und Ziegler Gruppe waren von politisch und wirtschaftlich schwierigen Umständen gezeichnet. Das Erreichen der Umsatzmarke von 137,9 Mio. Euro im Jahr 2016 ist daher als Erfolg einzuschätzen. Die Ertragslage der Gruppe konnte gestärkt werden. Die erfolgreiche Restrukturierung des Segments Strahlentherapie wurde in 2016 abgeschlossen. Das Basisgeschäft läuft insgesamt stabil. Hinzu kommt eine sehr gute Auftragslage für GalliaPharm®. Bei einem guten Kapitalfluss und soliden Bilanzrelationen ist die Gruppe weiterhin in der Lage, künftiges Wachstum und sich ergebende Geschäftschancen in allen relevanten Bereichen sowohl verfolgen als auch finanzieren zu können.

3. CHANCEN- & RISIKOBERICHT

CHANCEN- & RISIKOBERICHT

Aktionäre von Eckert & Ziegler AG müssen sich bewusst sein, dass die Gesellschaft einer Vielzahl von Chancen und Risiken ausgesetzt ist, welche die Geschäftstätigkeit und den Aktienkurs beeinflussen können. Dieser Bericht schildert im Folgenden, welche Risiken und Chancen existieren und welche Auswirkungen sich dadurch auf den Gesamtkonzern ergeben. Des Weiteren werden das Konzernrisikomanagementsystem und getroffene Absicherungsmaßnahmen beschrieben.

Diese Chancen und Risiken des Konzerns wirken sich auf die Muttergesellschaft, die Eckert & Ziegler AG, mittelbar über ihre Beteiligungsverhältnisse aus.

3.1 Organisation des Risikomanagements

Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement obliegt dem Vorstand. Dagegen liegt die operative Verantwortung, also die Früherkennung, Bewertung, Steuerung und Dokumentation der Risiken, die Festlegung und Durchführung geeigneter Gegenmaßnahmen sowie die diesbezügliche Kommunikation, in erster Linie im Verantwortungsbereich des jeweiligen Segmentmanagements und der Geschäftsführung der Tochtergesellschaften. Diese Ebene unterhalb des Vorstandes trägt die inhaltliche Verantwortung für das in ihrem Bereich durchgeführte Risikomanagement. Das operative Management ist neben dem einmal jährlich durchgeführten Verfahren zur strukturierten Risikoaufnahme verpflichtet, seinen Bereich ständig hinsichtlich einer sich ändernden Risikosituation hin zu überwachen. Wesentliche Änderungen der bereichsspezifischen Risikosituation sind umgehend an die Segmentleitung und den Vorstand zu melden. Meldungen von Risikoänderungen mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen erfolgen darüber hinaus an das Konzernrechnungswesen.

Bei dem oben erwähnten, jährlich durchgeführten Verfahren zur strukturierten Risikoaufnahme werden die Fach- und Führungskräfte von Eckert & Ziegler befragt. Dabei wird neben der Benennung neuer und bestehender Chancen und Risiken deren Einordnung bezüglich Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Auswirkungen auf das Unternehmen abgefragt. Zu diesen Risiken werden, soweit möglich, vorbeugende Maßnahmen getroffen, ggf. Notfallpläne erstellt und regelmäßige Evaluierungen organisiert. Dazu gehören u. a. Markt- und Konkurrenzbeobachtungen, die Auswertung wissenschaftlicher Literatur, die Analyse von Kundenbeschwerden, Kosten- und Umsatzstatistiken und Ähnliches. Die Bewertung der Risiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Schadenshöhe wird einmal pro Jahr dem Aufsichtsrat berichtet.

Im Rahmen des Risikomanagements findet eine Klassifikation der Risiken in finanzwirtschaftliche Risiken, rechtliche Risiken, IT-Risiken, rechnungslegungsbezogene Risiken und Risiken des internen Kontrollsystems, personelle Risiken, allgemeine Risiken aus der Produktion und dem Umgang mit Radioaktivität, allgemeine kommerzielle und strategische Risiken sowie Entwicklungsrisiken statt. Die Risikoverantwortlichen werden definiert. In einer Risikomatrix werden die identifizierten Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer potentiellen finanziellen Auswirkung auf das EBIT jeweils in den Kategorien gering/mittel/hoch/sehr hoch dargestellt. Risiken, die bestandsgefährdenden Charakter haben könnten, werden – sofern vorhanden – separat hervorgehoben und berichtet. Es wurde folgende Klassifizierung der Risiken vorgenommen:

Klassifizierung Eintrittswahrscheinlichkeit
Innerhalb von 24 Monaten
Intensität
1-Gering Unter 10% Bis 2 Mio. Euro
2-Mittel 10 bis 25% 2 bis 5 Mio. Euro
3-Hoch 25 bis 50% 5 bis 10 Mio. Euro
4-Sehr hoch Über 50% Über 10 Mio. Euro

Im Geschäftsjahr erfolgte im Rahmen der jährlichen Überarbeitung des Risikoberichtes eine Anhebung der relevanten Euro-Beträge der vier Klassen der Intensität. Bislang wurden finanzielle Ausprägungen von Risiken von über 2,5 Mio. Euro als "sehr hohe Intensität" bezeichnet. Aufgrund des Umsatzvolumens und der finanziellen Position der Gruppe schien diese Einstufung als nicht mehr sachgerecht. Nunmehr wird eine Intensität bzw. erwartete finanzielle Ausprägungen je Risiko von 5 bis 10 Mio. Euro als "hoch" und von mehr als 10 Mio. Euro als "sehr hoch" klassifiziert. Entsprechend erfolgte eine Anpassung der Intensitäten bei diversen Risiken, die bereits im Vorjahr in vergleichbarem Umfang vorhanden waren.

Insgesamt wird ein risikominimierender Ansatz gewählt. Bestehende Risiken werden konsequent überwacht und durch kontinuierliche Prozessverbesserungen minimiert beziehungsweise abgesichert. Neue Produktentwicklungen und Akquisitionen werden von Beginn an auf mögliche Risiken geprüft und in das Risikomanagement einbezogen. Die Marktentwicklungen werden ebenso wie die Aktivitäten der Wettbewerber überwacht, um frühzeitig eigene Strategien anzupassen und zeitnah umsetzen zu können.

Der Aufsichtsrat, dem alle wesentlichen Entscheidungen präsentiert, erklärt und zur Genehmigung vorgelegt werden, und der regelmäßig über die wirtschaftliche Entwicklung unterrichtet wird, dient als weiteres Element im Schutz gegen Risiken.

3.2 Rechnungslegungsbezogenes Risikomanagement und internes Kontrollsystem

Eintrittswahrscheinlichkeit: Gering/Intensität: Gering

Das rechnungslegungsbezogene Risikomanagement umfasst alle organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Erkennung und zum Umgang mit den Risiken der Finanzberichterstattung. Mit Blick auf den Konzernrechnungslegungsprozess soll das interne Kontrollsystem sicherstellen, dass die Finanzberichterstattung unter Beachtung einschlägiger Gesetze und Normen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Eckert & Ziegler Konzerns vermittelt.

In den Konzernabschluss werden neben dem Einzelabschluss der Eckert & Ziegler AG insgesamt 32 Einzelabschlüsse von in- und ausländischen Tochtergesellschaften einbezogen. Aufgrund dieser Anzahl an Gesellschaften und der unterschiedlichen regionalen Verteilung der Tochterunternehmen bestehen Risiken in Bezug auf das Ziel einer verlässlichen Rechnungslegung, die sich in einer zeitlich verspäteten Veröffentlichung, in Falschaussagen im Konzernabschluss oder betrügerischen Manipulationen niederschlagen können.

Zwei wesentliche Komponenten sichern die Vermeidung oder Reduzierung von Risiken im Konzern ab: ein System von Anweisungen und Geschäftsordnungen auf der einen Seite und ein der Kontrolle und Information dienendes Reporting auf der anderen Seite. Geschäftsordnungen regeln für den Aufsichtsrat, den Vorstand und die Geschäftsführer aller Konzerngesellschaften Handlungsspielräume und die Einbeziehung verschiedener Hierarchieebenen im Entscheidungsprozess. Einzelanweisungen, die für alle Mitarbeiter gelten, sind im Intranet des Konzerns abrufbar. Kontrollierende Berichte zur Risikosituation werden allen Verantwortlichen in verschiedenen Detaillierungsgraden in festgelegten angemessenen Frequenzen zugeleitet. Der Aufsichtsrat wird jährlich mit einem Risikobericht über die Risiken informiert.

Zielsetzung des internen Kontrollsystems des Rechnungslegungs- und Konsolidierungsprozesses ist es, Fehlerquellen zu minimieren und Fehler schnell zu erkennen. Es wurde ein auf die Größe des Konzerns abgestimmtes System implementiert. Nachfolgende organisatorische Regelungen und Prozesse sind implementiert, um die Normenkonformität der Rechnungslegung zu gewährleisten:

• Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzern einbezogenen Einheiten eingebunden. Die dafür notwendigen Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie Prozessdefinitionen sind dokumentiert und werden stets den aktuellen Entwicklungen angepasst.

  • Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach einem Abschlusskalender, der von der Konzernabschlussabteilung zentral vorgegeben wird. In ihm sind alle wichtigen Tätigkeiten und deren Termine definiert.
  • Die Buchhaltungsabteilungen des Konzerns sind zentral und in verschiedenen Fällen länderübergreifend organisiert. Die Mitwirkung externer Dienstleister am Abschlussprozess beschränkt sich normalerweise auf Steuerberechnungen für ausländische Tochterunternehmen. In kleineren Ausnahmefällen werden Abschlüsse auch extern erstellt.
  • Neue Sachverhalte werden mit der Konzernzentrale abgestimmt. Änderungen in der Konzernrechnungslegung werden unmittelbar an alle beteiligten Mitarbeiter und betroffenen externen Dienstleister kommuniziert.
  • Das Reporting der Tochtergesellschaften erfolgt mittels einheitlicher Formulare, die zu jedem Monats-, Quartals- und Jahresabschluss von den jeweiligen Buchhaltungsabteilungen ausgefüllt werden.
  • Alle Angaben fließen in der Controlling-Abteilung der Segmente zusammen und werden von dieser überwacht. Dabei werden Abweichungsanalysen vorgenommen und Auffälligkeiten auch im Hinblick auf die Einhaltung der abschlussrelevanten Konzernrichtlinien untersucht, mit der betreffenden Tochtergesellschaft geklärt und gegebenenfalls an die Konzernabschlussabteilung kommuniziert.
  • In der zentralen Controlling-Abteilung erfolgen auf Segmentebene erste konzerninterne Abstimmungen und Konsolidierungen. Hierzu gehören u. a. eine Abstimmung der Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften.
  • Die Kontrolle im Bereich der Konsolidierung ergibt sich aus dem Konsolidierungsprozess. Abstimmungsdifferenzen in der Konsolidierung werden an die beteiligten Tochtergesellschaften kommuniziert und korrigiert.
  • Die Konsolidierung erfolgt mit Hilfe eines Standard-Konsolidierungsprogramms, das nur von den entsprechend geschulten und berechtigten Mitarbeitern angewendet wird.
  • Die Ermittlung von abschlussrelevanten Positionen, die Steuern beinhalten, erfolgt unter Mitwirkung der internen Steuerabteilung.
  • Flache Hierarchien, direkte Berichtswege und monatliche Zwischenabschlüsse ermöglichen die Erkennung von Risiken und die frühzeitige Aufdeckung von Fehlern.

Verschiedene Bilanzposten unterliegen dem Ermessen und werden daher in besonderem Maße im Rahmen der Erstellung des Abschlusses gewürdigt:

Als börsennotiertes Unternehmen unterliegt Eckert & Ziegler der Vorschrift gemäß § 315a Abs. 1 HGB, nach den IFRS-Rechnungslegungsstandards, wie sie in der EU anzuwenden sind, zu bilanzieren. Hieraus resultiert die Vorschrift, für bestimmte immaterielle Vermögenswerte zum Bilanzstichtag Zeitwerte zu ermitteln. Da für viele immaterielle Vermögenswerte jedoch keine Märkte mit sicheren Preisinformationen existieren, beruhen die Zeitwerte in der Regel auf Schätzungen oder Prognosen mit erheblichen Unsicherheiten. Es besteht daher prinzipiell ein Risiko hinsichtlich der Bewertung der immateriellen Vermögenswerte. Es werden soweit verpflichtend jährlich und darüber hinaus bei Anzeichen von Wertminderungen Wertminderungstests durchgeführt. Wesentliche Annahmen werden dabei durch den Zugriff auf anerkannte Ratingagenturen, Vergleichsgruppen oder durch den Einsatz von externen Sachverständigen objektiviert, um eine Zuverlässigkeit der Schätzungen und Bewertungen sicherzustellen.

Auch die Höhe der latenten Steuern auf Verlustvorträge unterliegt dem Ermessen, da der Ansatz aktiver latenter Steuern mittels Ergebnisprognosen überprüft wird.

Sollten sich die Verfahren aufgrund neuer IFRS-Regeln ändern oder die Planannahmen verschlechtern, etwa aufgrund geringerer zukünftiger Erträge oder veränderter Diskontierungszinsen, so könnte die Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte oder aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge in Frage gestellt sein. Das hätte nicht zahlungswirksame außerplanmäßige Abschreibungen bzw. Wertminderungen zur Folge.

Aufgrund der produzierenden Geschäftstätigkeit in der Eckert & Ziegler-Gruppe müssen die Vorräte in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen, wobei die betreffenden Vorratsbestände zur Kosten- und Risikoreduzierung möglichst gering gehalten werden. Es ergeben sich Werthaltigkeits- und Inventurrisiken von Vorräten, welche durch regelmäßige Inventuren sowie durch eine objektive Bewertung, unter Analyse der künftigen Markt- und Absatzmöglichkeiten, eingegrenzt werden.

Aus den Zusagen von Pensionsleistungen bestehen versicherungsmathematische Bewertungsrisiken im Konzernabschluss von Eckert & Ziegler. Für eine Einschränkung dieser Risiken werden externe Sachverständige mit der Erstellung von versicherungsmathematischen Gutachten beauftragt.

Mit den eingerichteten Prozessen, Systemen und Kontrollen ist hinreichend gewährleistet, dass der (Konzern) Rechnungslegungsprozess im Einklang mit den Internationalen Financial Reporting Standards (IFRS), dem HGB sowie anderen rechnungslegungsrelevanten Regelungen und Gesetzen erfolgt und somit zulässig ist.

3.3 Finanzwirtschaftliche Risiken

Eintrittswahrscheinlichkeit: Gering/Intensität: Gering

Der Konzern sieht sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet, um seinen Bestand und seine Weiterentwicklung sichern zu können. Er sieht sich auch in der Lage, sämtliche Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, selbst wenn in den kommenden Geschäftsjahren ein leichter Anstieg des Verschuldungsgrades notwendig wäre, um das Wachstum durch weitere Akquisitionen absichern und Neuproduktentwicklungen finanzieren zu können.

Die bestehenden Darlehen wurden planmäßig getilgt. Im Jahr 2016 wurden für verschiedene Projekte Fremdfinanzierungen bei Kreditinstituten angefragt. Die Kreditangebote wiesen jeweils günstige Konditionen auf, woraus sich eine gute Bonität ableiten lässt. Der Vorstand sieht den Grund dafür in der soliden Finanzierung des Konzerns mit hoher Eigenkapitalquote sowie der guten Perspektive bei den operativen Einheiten. Neben der hohen Eigenkapitalquote sprechen gute Bilanzrelationen für die Bonität des Konzerns, da die langfristigen Vermögenswerte durch das Eigenkapital und die langfristigen Schulden mehr als gedeckt sind.

In bestehenden Darlehensverträgen sind Verpflichtungen hinsichtlich der Einhaltung verschiedener Bilanzrelationen ("Covenants") enthalten. Deren Einhaltung wird von Eckert & Ziegler quartalsweise und in Vorbereitung neuer Investitions- und Finanzierungsvorhaben überprüft. Aufgrund der wiederholt schlechten Ergebnisse des Segments Strahlentherapie wurden die Covenants, welche sich ausschließlich auf Kennzahlen dieses Unternehmensbereichs beziehen, bei einem Kreditvertrag im vergangenen Jahr nicht eingehalten. Es wurde eine Vereinbarung mit der Bank getroffen, die das Segment Strahlentherapie von der Einhaltung der Covenants bis zum 31. Dezember 2016 befreit. Zukünftig werden die Covenants aller Voraussicht nach eingehalten werden. Zu diesem Zweck wurde auch im Juni 2016 eine Kapitalerhöhung vorgenommen. Der betroffene Darlehensbetrag ist entsprechend wieder partiell als langfristige Verbindlichkeit in der Konzernbilanz erfasst.

Aus den Fremdfinanzierungen ist der Konzern prinzipiell einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Allerdings sind die wesentlichen Kredite zu Festzinskonditionen abgeschlossen.

Neben den wirtschaftlichen und technischen Entwicklungsrisiken ist Eckert & Ziegler dem Wechselspiel der Märkte ausgesetzt. Daraus erwachsen naturgemäß nicht nur Ertrags-, sondern auch Liquiditätsrisiken, da der Konzern einige seiner Zukäufe fremdfinanziert und Bürgschaften für Darlehen von Tochterunternehmen erteilt. Selbst bei einer schnellen Reaktion des Managements und einer Reduzierung der Kosten bzw. einem Ausstieg aus einem bedrohten Geschäftsfeld bliebe der Konzern hier bei Problemen exponiert. Der Vorstand stellt möglichst sicher, dass die Risiken durch Darlehens- oder Garantievergabe auf eine im Verhältnis zum Konzerngesamtvermögen vertretbare Größe begrenzt bleiben.

Die Überwachung und Steuerung zur Vermeidung finanzieller Risiken erfolgt durch den Einsatz von Instrumenten wie der jährlichen Finanzplanung mit unterjährigen Anpassungen und der engmaschigen Analyse von Planabweichungen. Hierdurch lassen sich schon früh mögliche Risiken erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten.

Aufgrund des hohen US-Anteils am Umsatz ist eine Abhängigkeit vom Wechselkurs der amerikanischen Währung vorhanden. Da bei dem Tochterunternehmen in den USA, das für den Großteil dieser Umsätze verantwortlich ist, den USD-Umsätzen jedoch auch USD-Kosten gegenüberstehen, sind die Auswirkungen von Wechselkursänderungen geringer als bei herkömmlichen Exportgeschäften. Bei Bedarf werden für die deutschen Exporte die Fremdwährungsumsätze mit Termingeschäften und einfachen Put-Optionen abgesichert.

Für den Konzern entsteht ein Debitoren-Ausfallrisiko aus seinen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Risikoexposition wird primär durch die Größe der Kunden und die landesspezifischen Regeln und Usancen zur Abwicklung von Erstattungen medizinischer Leistungen durch öffentliche Träger beeinflusst.

Für Neukunden wird grundsätzlich eine Bonitätseinschätzung vorgenommen, und erste Lieferungen erfolgen prinzipiell gegen Vorkasse. Lieferungen an Kunden, die wegen ihrer Größe oder ihres Standorts als dauerhaft unsicher gelten, werden mittels Vorkasse oder Akkreditiven abgesichert.

Die Überwachung des Risikos erfolgt mittels regelmäßig durchgeführter Überfälligkeitsanalysen aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG hat teilweise Bürgschaften für an Tochterunternehmen gewährte Darlehen übernommen. Für ein Darlehen, welches die Gesellschaft selbst einem Tochterunternehmen gewährt hat, besteht ein Rangrücktritt. Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet, da die Tochtergesellschaften ihre Verpflichtungen voraussichtlich selber erfüllen können.

Durch eine Zinsänderung im WACC kann es zu einer veränderten Bewertung der Anteile an Tochtergesellschaften kommen. Zinsänderungen können durch das Management nicht beeinflusst werden, Ein Liquiditätsrisiko ist mit einer gegebenenfalls schlechteren Bewertung der genannten Finanzanlagen nicht verbunden.

3.4 Politische Risiken

Eintrittswahrscheinlichkeit: Hoch/Intensität: Gering

Durch den Einstieg in den brasilianischen Markt entsteht ein Risiko aus Veränderungen des Wechselkurses zum brasilianischen Real. Politische Instabilitäten können insbesondere in Brasilien zum weiteren Verfall des BRL-Kurses führen. Dadurch kann es zu Wechselkursverlusten aus Forderungen kommen. Außerdem ist ein Markt- und Umsatzrückgang eine mögliche Folge. Diesem Risiko wird durch ständige Marktbeobachtung und entsprechende Anpassungen der Angebotspreise begegnet.

3.5 Rechtliche Risiken

Eintrittswahrscheinlichkeit: Gering/Intensität: Sehr Hoch

Der Konzern ist rechtlichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder staatlichen oder behördlichen Verfahren ausgesetzt, an denen er entweder aktuell beteiligt ist oder die sich in Zukunft ergeben können. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen oder künftigen Verfahren sind nicht vorhersehbar, sodass sich aufgrund gerichtlicher oder behördlicher Entscheidungen oder der Vereinbarung von Vergleichen Aufwendungen ergeben können, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen abgedeckt sind und wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage haben können.

Es gibt derzeit keine Rechtsstreitigkeiten oder Gerichtsprozesse, die einen erheblichen negativen Einfluss auf das Konzernergebnis erwarten lassen.

3.6 IT-Risiken

Eintrittswahrscheinlichkeit: Gering/Intensität: Gering

Eckert & Ziegler ist dem Risiko des Ausfalls der EDV-Systeme ausgesetzt. Im Schadensfall kann es dadurch zu Datenverlusten und schlimmstenfalls zu Betriebsunterbrechungen kommen. Als Absicherungsmaßnahmen werden regelmäßig Backups durchgeführt, Anti-Virussoftware eingesetzt und die meisten Server virtualisiert.

3.7 Personelle Risiken

Eintrittswahrscheinlichkeit: Mittel/Intensität: Gering

Eckert & Ziegler hängt in vielen Geschäftsbereichen von den spezialisierten Kenntnissen seiner Mitarbeiter ab. Insbesondere beim Aufbau neuer Geschäftsfelder, aber auch in der Entwicklung und im Vertrieb ist das Unternehmen auf das Wissen und die Kompetenzen besonders qualifizierter Schlüsselpersonen angewiesen. Um das Risiko der personellen Fluktuation von talentierten Mitarbeitern zu minimieren, bemüht sich das Unternehmen um eine angenehme und kollegiale Arbeitsatmosphäre, ein modernes und sicheres Arbeitsumfeld, eine adäquate Entlohnung, Angebote zur berufsbegleitenden Aus- und Fortbildung sowie flexible Arbeitszeiten. Eckert & Ziegler ist auf Mitarbeiter mit speziellen Kenntnissen angewiesen. Freiwerdende Positionen können aufgrund des Fachkräftemangels teilweise nur verzögert besetzt werden. Trotz arbeitnehmerfreundlicher Maßnahmen kann Eckert & Ziegler nicht garantieren, dass diese Mitarbeiter beim Unternehmen bleiben oder sich in der notwendigen Form engagieren.

3.8 Beschaffungsrisiken

Eintrittswahrscheinlichkeit: Sehr Hoch/Intensität: Mittel

Wenn nicht alle Roh- und Hilfsmaterialien zeitgerecht und in den benötigten Mengen bezogen werden können besteht das Risiko von Lieferengpässen und Produktionsausfällen. Schlüssellieferanten können ausfallen, Kapazitätsengpässe bei Lieferanten eintreten oder politische und organisatorische Veränderungen in den "Lieferanten"-Ländern die Belieferung unmöglich machen oder verzögern. Dieses Risiko kann niemals restlos ausgeschlossen werden. Es wird ihm jedoch durch Lagerhaltungen und den Aufbau alternativer Bezugsquellen begegnet.

3.9 Allgemeine Risiken aus der Produktion und dem Umgang mit Radioaktivität

Eintrittswahrscheinlichkeit: Mittel/Intensität: Mittel

Sowohl die Radioaktivität selbst als auch deren Verwendung in einem Medizinprodukt oder Arzneimittel beinhalten Produkthaftungsrisiken. Eckert & Ziegler begegnet diesen Risiken, indem sich das Unternehmen strengen Qualitätskriterien unterwirft. Die überwiegende Zahl von Betriebsstätten ist ISO-zertifiziert, und die Funktion der Qualitätsmanagementsysteme wird regelmäßig durch interne und externe Audits überprüft. Um betriebliche Unfälle zu vermeiden, die Mitarbeiter beeinträchtigen, Umweltschäden verursachen oder zur Stilllegung von Produktionseinrichtungen durch Genehmigungsbehörden führen könnten, haben die Mitarbeiter regelmäßig Schulungen zum Thema Arbeitssicherheit und Strahlenschutz zu absolvieren. Trotz aller Maßnahmen kann nicht ausgeschlossen werden, dass Haftungstatbestände dennoch eintreten und zu einer Gefährdung des Unternehmens führen. Für Haftungsrisiken wurden, soweit sinnvoll und möglich, entsprechende Versicherungen abgeschlossen.

Beim weltweiten Versand der oft als Gefahrgut transportierten Produkte ist Eckert & Ziegler auf spezialisierte Dienstleister angewiesen. Es kann nicht garantiert werden, dass diese Angebote in der bestehenden Form aufrechterhalten werden. Für die Herstellung und den Versand vieler Produkte sind behördliche Spezialgenehmigungen nötig, auf deren Erteilung oder Verlängerung Eckert & Ziegler nur mittelbar Einfluss nehmen kann. Es besteht zudem das Risiko, dass vor dem Hintergrund einer weltweit steigenden Terrorgefahr, der Transport von radioaktiven Komponenten noch stärker reglementiert wird.

Eckert & Ziegler ist auf Entsorgungsmöglichkeiten isotopentechnischer Reststoffe angewiesen, die bei der Quellenrücknahme oder der Produktion entstehen. Eine Schließung oder verzögerte Eröffnung von Entsorgungseinrichtungen kann zu erheblichen Kostensteigerungen führen. Es werden Anstrengungen unternommen, dieses Risiko in seinen Auswirkungen durch internes Recycling so weit wie möglich zu reduzieren, gänzlich beherrschen lässt sich diese Unsicherheit allerdings nicht.

Die Handhabung radioaktiver Stoffe setzt entsprechende behördliche Genehmigungen voraus. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Änderungen gesetzlicher oder behördlicher Rahmenbedingungen die Herstellung oder Handhabung in Einzelfällen oder an bestimmten Standorten verteuert, behindert oder gar verhindert wird.

3.10 Absatzmarktrisiken und strategische Risiken

Eintrittswahrscheinlichkeit: Hoch/Intensität: Gering

Als Spezialist für ein breites Portfolio aus isotopentechnischen Komponenten, Bestrahlungsgeräten und Radiopharmaka ist Eckert & Ziegler besser als ein Ein-Produktunternehmen gegen Markteinbrüche geschützt. Die verschiedenen Geschäftsfelder stehen sich zwar technologisch nahe, unterscheiden sich jedoch erheblich im Produktlebenszyklus sowie in den Kunden- und Marktstrukturen. In der Regel reduziert diese Streuung das Risiko, dass Wettbewerber mit neuen, besseren Produkten die Geschäftsgrundlage des Unternehmens untergraben. Trotzdem kann nie ausgeschlossen werden, dass verbesserte Verfahren und Anstrengungen der Konkurrenz wichtige Märkte wegbrechen lassen und damit das Unternehmen gefährden.

Zum Schutz gegen diese Bedrohung bemüht sich Eckert & Ziegler aktiv um die Entwicklung neuer Produkte sowie um Identifikation und Aufbau neuer Geschäftsfelder. Es besteht allerdings das Risiko, dass solche Anstrengungen erfolglos bleiben und neue Geschäftsfelder zu spät, nur ungenügend oder gar nicht entwickelt werden können. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass Konkurrenten mit anderen Produkten oder Markteinführungsstrategien erfolgreicher agieren.

Der wirtschaftliche Erfolg der Produkte von Eckert & Ziegler hängt im Fall der medizinischen Sparten von der Kostenerstattung für die jeweiligen Anwendungen ab. Eine Reduzierung oder gar der Wegfall der Kostenerstattung hätte deutlich negative Auswirkungen auf Umsatz und Ertrag. In den Segmenten werden zudem Investitionsgüter vertrieben. Dabei existiert ein Risiko aus eingeschränkten Budgets der öffentlichen und privaten Auftraggeber.

3.11 Hauptkundenrisiko

Eintrittswahrscheinlichkeit: Mittel/Intensität: Mittel

Auf die fünf größten Kunden des Konzerns entfielen im Berichtsjahr zusammen Umsätze in Höhe von 11,6 Mio. Euro, also etwa 8% der Gesamtleistung. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem die fünf größten Kunden einen Umsatzanteil von 9% ausmachten, sind die Umsätze mit sehr großen Kunden leicht gesunken. Die Kundenbasis von Eckert & Ziegler ist im Allgemeinen relativ breit gestreut.

3.12 Risiken aus Forschung und Entwicklung

Eintrittswahrscheinlichkeit: Mittel/Intensität: Mittel

Die Eckert & Ziegler Gruppe treibt im Rahmen ihrer Möglichkeiten eigene Entwicklungsprojekte voran. Bei diesen Projekten werden hauptsächlich die eigenen, bestehenden Produkte weiterentwickelt, um die relative Wettbewerbsposition gegenüber der Konkurrenz und alternativen Anwendungsmethoden aufrecht zu erhalten oder zu verringern. Diese Maßnahmen können aufgrund schnellerer Marktentwicklungen oder aufgrund der falschen Zielausrichtung oder auch der Nichterreichung der Entwicklungsziele erfolglos bleiben. Es wird versucht diese Risiken durch Marktbeobachtungen und Projektsteuerungsmaßnahmen zu minimieren. Gleichzeitig ergeben sich aus erfolgreich abgeschlossenen Entwicklungsprojekten Chancen für ein überproportionales organisches Wachstum.

3.13 Chancenbericht

Durch die herausgehobene Marktstellung von Eckert & Ziegler in den Produktbereichen des Segments Isotope Products, welche neben dem operativen, sehr guten Management von Produktion und Verkauf vor allem durch eine erfolgreiche Folge von Akquisitionen erreicht wurde, ergeben sich Chancen, den Markt weiter zu dominieren, die Umsätze und die Rentabilität weiter zu steigern sowie die Akquisitionsstrategie weiter fortzusetzen.

Sollte es im Jahr 2017 zu einer Markteinführung eines Alzheimer-Therapeutikums kommen, gibt es gute Aussichten für die Belieferung mit zyklotronbasierten Radiodiagnostika mit neurologischen Radiopharmazeutika.

Zweifellos hat Eckert & Ziegler durch den langjährigen Umgang mit Radioaktivität sehr viel Know-how erworben und somit einen Wissensvorsprung gegenüber potentiellen Wettbewerbern, die planen, neu in den Markt einzutreten. Gleichzeitig bieten sich daraus auch vielfältige Chancen, das organische und akquisitionsgetriebene Wachstum in den Geschäftsfeldern zu beschleunigen.

3.14 Risikoberichterstattung bezüglich Finanzinstrumenten

Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Absicherungszwecken des operativen Geschäfts abgeschlossen, etwa um Risiken aus Änderungen von Fremdwährungskursen und Zinsen abzusichern. Da Finanzinstrumente nur zur Absicherung von Geschäften abgeschlossen werden, deren Volumina oberhalb bestimmter Schwellwerte liegen, haben nach wie vor Wechselkursschwankungen und Zinsänderungen eine gewisse Auswirkung auf das Ergebnis des Konzerns.

Wie im Abschnitt 3.3 zu den finanzwirtschaftlichen Risiken geschildert, wurden wesentliche langfristige Finanzierungen zu Festzinskonditionen abgeschlossen. Bestehende Swaps werden nicht als Bewertungseinheiten bilanziert, da die Anforderungen für Bewertungseinheiten nicht erfüllt sind.

3.15 Risikoentwicklung

Die Eckert & Ziegler Gruppe weist trotz gewachsener Produktbandbreite keine erhöhte Risikostruktur auf, die das Unternehmen in seiner Substanz gefährden könnte. Wesentliche Veränderungen der Risiken haben sich nicht ergeben.

4. PROGNOSEBERICHT

4.1 Vorjahresvergleich

Im Vorjahr wurde das Geschäftsjahr 2016 mit ca. 140,0 Mio. Euro, einem EBIT von rund 16,0 Mio. Euro, sowie einen Konzerngewinn von 9,5 Mio. Euro geplant. Mit einem Umsatz von 137,9 Mio. Euro, einem EBIT von 16,2 Mio. Euro, sowie einem Ergebnis von 9,6 Mio. Euro wurden diese Ziele weitgehend erreicht.

4.2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Konjunkturentwicklung war im Jahr 2016 allgemein positiv. Die Weltwirtschaft ist um ca. 3,1% gewachsen und hat damit die Talsohle in 2016 durchschritten. Das Wachstum in den USA lag bei 1,6%. China wuchs mit etwa 6,6% und ist damit nicht mehr der Konjunkturmotor der vergangenen Jahre. Die Wirtschaft in Deutschland konnte sich erholen und stieg um 1,9%, während für die gesamte Eurozone in 2016 immerhin ein Wachstum von etwa 1,7% erwartet wird. Die Prognosen gehen für das Jahr 2017 von einem schwierigen Jahr aus, geprägt von politischen Unsicherheiten.

Eckert & Ziegler ist zwar nur teilweise von konjunkturellen Schwankungen betroffen, da die Nachfrage im Gesundheitswesen anderen Gesetzmäßigkeiten folgt. Trotzdem unterliegt auch das operative Geschäft von Eckert & Ziegler den globalen Konjunkturrhythmen. Das gilt insbesondere, wenn durch Sparmaßnahmen der öffentlichen Haushalte Großprojekte in staatlichen Institutionen gestrichen werden oder versucht wird, die Ausgaben im Gesundheitsbereich administrativ zu reduzieren.

Von den übrigen Rahmenbedingungen ist ansonsten der Wechselkurs des amerikanischen Dollars zum Euro für Eckert & Ziegler von Bedeutung. Da wesentliche Ergebnis- und Liquiditätsbeiträge vom Segment Isotope Products erwirtschaftet werden, das in den USA beheimatet ist, schlagen schon kleine Änderungen im Wechselkurs spürbar auf Umsätze und Aufwendungen der Gruppe durch. Da sowohl Umsätze als auch Aufwendungen in USD anfallen, ist die Auswirkung auf den Ertrag entsprechend geringer.

Im Jahr 2016 lag der gewichtete Durchschnittskurs bei 1,10 USD pro Euro und damit nur leicht über dem Vorjahreswert von 1,11 USD pro Euro. Zur Zeit der Aufstellung des Konzernabschlusses notiert der Wechselkurs in etwa bei diesem Wert, der im historischen Vergleich (ein ähnliches Kursniveau wurde vor 2016 zuletzt im Jahr 2003 erreicht) als günstig für die Kennzahlen von Eckert & Ziegler einzuschätzen ist.

Bisher ergaben sich aus diesen Währungsschwankungen keine wesentlichen negativen Effekte. Eine Prognose des Wechselkurses für den Rest des Jahres 2017 ist schwierig und hängt von einer Vielzahl von Faktoren, darunter der Haushaltsentwicklung, der geopolitischen Lage in Asien und der politischen Lage in den südeuropäischen Ländern sowie dem Haushalts- und Handelsbilanzdefizit der USA, ab. Der Konsens verschiedener Wirtschaftsforscher für den Jahresendkurs 2017, der von der Consensus Economics, Inc. zuletzt ermittelt wurde, liegt bei 1,05 USD pro Euro. Solange sich der Wechselkurs in der Bandbreite der letzten Jahre bewegt, sind die Schwankungen für Eckert & Ziegler handhabbar und haben keine wesentliche Auswirkung auf den Konzern.

Vor dem Hintergrund dieser Annahmen zu Konjunktur und Wechselkurs ergeben sich folgende Prognosen:

4.3 Künftige Geschäftsentwicklung im Segment Isotope Products

Das Segment Isotope Products zeichnet sich durch stabile Umsätze und Erträge bei begrenzten organischen Wachstumsmöglichkeiten aus. Allerdings wird erwartet, dass auf das mäßige Jahr 2016 wieder steigende Umsätze in 2017 folgen und zwar in Höhe von rund 80 Mio. Euro. Das EBIT soll etwa 12,4 Mio. Euro betragen. Grund ist eine positive Erwartung für den Ölpreis und damit verbundene höhere Umsätze mit Industriequellen. Außerdem wird ein steigendes Chinageschäft erwartet.

4.4 Künftige Geschäftsentwicklung im Segment Strahlentherapie

Das Segment Strahlentherapie konnte die Restrukturierung abschließen. Verschiedene Kosteneinsparmaßnahmen wurden erfolgreich umgesetzt. Es wird ein leichtes aber stabiles Wachstum bei Seeds und ophthalmologischen Produkten erwartet. Der Umsatz soll auf 26,9 Mio. Euro und das EBIT auf 1,3 Mio. Euro ansteigen.

4.5 Künftige Geschäftsentwicklung im Segment Radiopharma

Die positive Entwicklung aller Hauptproduktgruppen soll sich fortsetzen. Im Segment Radiopharma sollen die Umsätze auf über 41,7 Mio. Euro wachsen. Das EBIT soll ca. 5,0 Mio. Euro erreichen.

4.6 Künftige Geschäftsentwicklung der Holding

Im Segment Sonstige werden konstante Umsätze bei einem etwa gleichbleibenden EBIT von rund minus 1,1 Mio. Euro erwartet.

4.7 Künftige Geschäftsentwicklung im Konzern

In der Summe wird für das Geschäftsjahr 2016 ein steigender Umsatz auf etwa 150 Mio. Euro und ein EBIT von rund 16 Mio. Euro erwartet. Daraus sollte sich ein Konzerngewinn von etwa 10,6 Mio. Euro oder 2,00 Euro je Aktie ergeben.

Die Prognosen stehen unter dem Vorbehalt eines Wechselkurses von höchstens 1,15 USD pro Euro.

4.8 Künftige Geschäftsentwicklung der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG

Im Vorjahr wurden für die Holding konstante Erträge für Dienstleistungen und Aufwendungen, ein operativer Verlust und ein Jahresüberschuss von ca. 4,0 Mio. Euro geplant. Im Geschäftsjahr wurden um 0,2 Mio. Euro höhere Erträge aus Dienstleistungen, um 0,3 Mio. Euro höhere Aufwendungen, sowie ein Jahresüberschuss von 3,6 Mio. Euro erzielt. Damit wurden die geplanten Werte überwiegend erreicht.

Die Planung der Holding für das Jahr 2017 geht von konstanten Erträgen aus Dienstleistungen und von konstanten Aufwendungen aus. Operativ wird die Gesellschaft voraussichtlich einen Verlust erwirtschaften. Dieser Verlust wird durch den positiven Saldo aus Zinsertrag und -aufwand gemindert. Auch die Dividendenerträge und Gewinnabführungen sollten in etwa konstant zum Jahr 2016 bleiben und damit einen positiven Ergebnisbeitrag liefern. In der Summe wird ein Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2017 von ca. 4,1 Mio. Euro erwartet, der eine konstante Dividendenausschüttung an die Aktionäre ermöglichen wird.

5. SONSTIGE ANGABEN

5.1 Vergütungsbericht

5.1.1 Grundzüge des Vergütungssystems

Das System der Vorstandsvergütung ist darauf ausgerichtet, einen Anreiz für eine langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu setzen. Wesentlicher Aspekt des Vergütungssystems ist dabei, dass neben fixen Vergütungsteilen auch variable Vergütungsteile mit einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage vereinbart werden, sodass die Mitglieder des Vorstandes sowohl an positiven als auch an negativen Entwicklungen angemessen beteiligt sind.

Bei der Festlegung der Gesamtvergütung sowie der Aufteilung auf einzelne Vergütungsteile werden insbesondere der dem jeweiligen Vorstandsmitglied übertragene Verantwortungsbereich und die persönliche Leistung bewertet. Des Weiteren werden die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens in die Bewertung einbezogen. Schließlich soll die Vergütung auch im Vergleich zum Wettbewerbsumfeld und zur Vergütungsstruktur im Unternehmen, sowohl im Verhältnis zum oberen Führungskreis als auch zur Belegschaft, attraktiv und angemessen sein.

Die Gesamtvergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstandes sowie das Vergütungssystem werden vom Aufsichtsrat für einen mehrjährigen Zeitraum festgesetzt und in regelmäßigen Abständen überprüft. Ziel ist eine Vergütungsstruktur, die auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet ist. Im Hinblick auf die Bestimmungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) wurden die Vorstandsverträge mit Wirkung zum Geschäftsjahr 2011 angepasst, sodass die variablen Vergütungsteile nunmehr grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage und Höchstbeträge aufweisen. Eingeführt wurde zugleich die Möglichkeit, die Vergütung des Vorstandes für den Zeitraum der Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens auf eine angemessene Höhe herabsetzen zu können. Die fixen Vergütungsteile werden monatlich anteilig als Gehalt ausgezahlt. Die Vorstandsmitglieder erhalten außerdem Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung, Telefon sowie Versicherungsprämien bestehen, die allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zustehen, jedoch in der Höhe je nach der persönlichen Situation variieren können. Als Vergütungsbestandteil sind diese Nebenleistungen vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern.

Als variable Vergütungsteile werden Tantiemen mit grundsätzlich mehrjähriger Bemessungsgrundlage vereinbart. Diese basieren auf einem Prozentsatz vom kumulierten EBIT bzw. Jahresüberschuss des direkten Verantwortungsbereichs, der über einen definierten, mehrjährigen Zeitraum betrachtet wird. Nach Feststellung des Jahresabschlusses werden jährlich Abschlagszahlungen geleistet; die Endabrechnung erfolgt am Ende des vereinbarten Zeitraums. Daneben können auch variable Vergütungsteile vereinbart werden, die lediglich auf einer jährlichen Erfolgsbetrachtung und damit entweder auf einer konkreten Zielerreichung oder einer prozentualen Beteiligung am Jahresergebnis basieren. Die variablen Vergütungsteile sehen betragsmäßige Höchstgrenzen vor.

Für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit eines Vorstandsmitglieds sind keine Abfindungen vereinbart worden. Für zwei Vorstandmitglieder wurden jedoch Wettbewerbsklauseln vereinbart, wonach ein Teil des Fixgehalts über eine bestimmte Dauer als Entschädigung für das Verbot einer Beschäftigung in der Branche zu zahlen ist. Es bestehen keine Versorgungszusagen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit bei der Gesellschaft. Allerdings gewährt die Gesellschaft zwei im Berichtsjahr aktiven Mitgliedern des Vorstandes eine betriebliche Altersversorgung im Wege einer sogenannten rückgedeckten Unterstützungskasse, die durch Entgeltumwandlung finanziert wird.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 10.000 Euro. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache dieses Betrages.

Besteht die Mitgliedschaft nicht ein ganzes Geschäftsjahr, erhält das jeweilige Mitglied die Vergütung zeitanteilig.

Über die feste jährliche Vergütung hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates für jede Teilnahme an einer Aufsichtsratssitzung ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 Euro.

5.1.2 Gesamtbezüge des Vorstandes

Die folgende Tabelle zeigt die im Geschäftsjahr und im Vorjahr gewährten und geflossenen Vorstandsvergütungen. Da kein Vorstand Aktienoptionszusagen und Pensionszusagen erhalten hat, entsprechen die gewährten den geflossenen Vergütungen.

Dr. Andreas Eckert Dr. Edgar Löffler Dr. André Heß
EZAG Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Segment Strahlentherapie Vorstandsmitglied
Segment Radiopharma
Datum Eintritt: 03.07.1997 Datum Eintritt: 07.05.2001 Datum Eintritt: 01.03.2008
Werte in Datum Austritt: 31.12.2016
Tsd. Euro 2015 2016 Min Max 2015 2016 Min Max 2015 2016 Min Max
Festvergütung 300 300 300 300 186 186 186 186 194 208 208 208
Nebenleistungen 32 34 34 34 33 34 34 34 30 31 31 31
Summe 332 334 334 334 219 220 220 220 224 239 239 239
Einjährige
variable Vergütung
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Mehrjährige
variable Vergütung
270 253 0 500 19 71 0 250 272 198 0 275
Tantieme auf
Konzern-EBIT
(5 Jahre)
270 253 0 500
Tantieme auf
Konzern-EBIT
ohne das Segment
Strahlentherapie
(5 Jahre)
96* 77* 0 100
Tantieme auf
Segment-EBIT
Strahlentherapie
(5 Jahre)
– 78* – 6* 0 150
Tantieme auf
Konzern-EBIT ohne
das Segment
Radiopharma
(3 Jahre)
66* 45* 0 100
Tantieme auf
Segment-EBIT
Radiopharma
(3 Jahre)
207* 153* 0 175
Summe 270 253 0 500 19 71 0 250 272 198 0 275
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 602 587 334 834 238 291 220 470 496 437 239 514

* Die variablen Vergütungen können im Einzelfall geringer oder höher als die ausgewiesenen Minimal- bzw. Maximalbeträge ausfallen, weil der Abgleich der Deckelungen grundsätzlich kumulativ über die Vertragsdauer erfolgt und die angegebenen Minimal- und Maximalbeträge als Jahresdurchschnitt zu verstehen sind.

Die ausgewiesenen variablen Vergütungen des Jahres 2016 beziehen sich auf die finalen Abschlusskennzahlen und werden in dieser Höhe im Jahr 2017 ausgezahlt. Aufgrund der Iterations-Problematik können die in der Bilanz zum 31. Dezember 2016 enthaltenen Tantiemen-Rückstellungen leicht abweichen.

Die Pensionsrückstellungen betreffen in Höhe von 375 Tsd. Euro (im Vorjahr 391 Tsd. Euro) ein ehemaliges Vorstandsmitglied. Im Geschäftsjahr 2016 sind an dieses ehemalige Vorstandsmitglied Pensionszahlungen in Höhe von 32 Tsd. Euro (2015: 32 Tsd. Euro) geleistet worden.

5.1.3 Gesamtbezüge des Aufsichtsrates

Für das Geschäftsjahr 2016 erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates feste Vergütungen in Höhe von 75 Tsd. Euro (2015: 75 Tsd. Euro) und Sitzungsgelder in Höhe von 28 Tsd. Euro (2015: 26 Tsd. Euro). Das entspricht einem Gesamtaufwand von 103 Tsd. Euro (2015: 101 Tsd. Euro).

Name
Tsd. Euro
Vergütete
Funktion
Feste
Vergütung
Sitzungsgelder Summe
Prof. Dr. Wolfgang Maennig Vorsitzender des 20 5 25
Aufsichtsrates (2015: 20) (2015: 5) (2015: 25)
Prof. Dr. Nikolaus Fuchs Stellv. Vorsitzender 15 5 20
des Aufsichtsrates (2015: 15) (2015: 5) (2015: 20)
Hans-Jörg Hinke Mitglied des 10 4 14
Aufsichtsrates (2015: 10) (2015: 5) (2015: 15)
Dr. Gudrun Erzgräber Mitglied des 10 5 15
Aufsichtsrates (2015: 10) (2015: 5) (2015: 15)
Prof. Dr. Detlev Ganten Mitglied des 10 4 14
Aufsichtsrates (2015: 10) (2015: 2) (2015: 12)
Prof. Dr. Helmut Grothe Mitglied des 10 5 15
Aufsichtsrates (2015: 10) (2015: 4) (2015: 14)

Auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates entfallen dabei folgende Einzelvergütungen:

Außerhalb der Aufsichtsratstätigkeit wurde ein im Vorfeld vom Aufsichtsrat genehmigter Beratungsvertrag mit der Unternehmungsberatungsgesellschaft eines Mitgliedes des Aufsichtsrates abgeschlossen. Im Rahmen des Vertrages wurden Beratungsleistungen in Höhe von 0,07 Mio. Euro in Anspruch genommen.

5.2 Übernahmerechtliche Angaben

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug am 31. Dezember 2016 5.292.983 Euro (im Vorjahr 5.292.983 Euro) und ist in 5.292.983 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Aktien mit Mehrfachstimmrechten oder Vorzugsstimmrechten sowie Höchststimmrechte existieren nicht.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand der Gesellschaft nicht bekannt.

Nach dem Wertpapierhandelsgesetz hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitzuteilen. Der niedrigste Schwellenwert für diese Mitteilungspflicht beträgt 3%. Folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10% der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft wie folgt mitgeteilt worden:

Der Vorstandsvorsitzende, Dr. Andreas Eckert, hielt zum 31. Dezember 2016 mittelbar durch die Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH, Panketal, eine Beteiligung in Höhe von 1.692.990 Aktien und unmittelbar eine Beteiligung in Höhe von 12.001 Aktien, die insgesamt 32,24 % des Grundkapitals der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG von 5.292.983 Stück darstellen. Der Gesamtbesitz der übrigen Mitglieder des Vorstandes sowie der Mitglieder des Aufsichtsrates an den von der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG ausgegebenen Aktien lag zum 31. Dezember 2016 unter 1 % des Grundkapitals.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestanden und bestehen nicht.

Das Unternehmen wird vom Vorstand geleitet und gegenüber Dritten vertreten. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes ist in § 84 AktG geregelt. Danach werden die Mitglieder des Vorstandes vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder eine Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Sie bedarf eines erneuten Aufsichtsratsbeschlusses, der frühestens ein Jahr vor Ablauf der bisherigen Amtszeit gefasst werden kann. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied des Vorstandes zum Vorsitzenden ernennen. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstand und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstandes widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Dieser kann beispielsweise in einer groben Pflichtverletzung, der Unfähigkeit zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung oder dem Vertrauensentzug durch die Hauptversammlung liegen.

Der Vorstand besteht gemäß § 6 der Satzung aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Mitglieder des Vorstandes wird vom Aufsichtsrat bestimmt.

Die Satzung enthält grundlegende Bestimmungen zur Verfassung der Gesellschaft. Eine Änderung der Satzung kann gemäß § 179 AktG grundsätzlich nur durch Beschluss der Hauptversammlung erfolgen, die eine Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 1999, geändert durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2003, ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 300 Tsd. Euro, eingeteilt in bis zu 300.000 Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 1999). Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durchgeführt werden, wie die Inhaber von Aktienoptionen, zu deren Ausgabe der Vorstand von der Hauptversammlung vom 30. April 1999 ermächtigt wurde, von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft die Optionsrechte nicht durch Übertragung eigener Aktien oder im Wege einer Barzahlung erfüllt. Der Vorstand hatte mit Zustimmung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2009 von der Ermächtigung zur bedingten Kapitalerhöhung um 32 Tsd. Euro durch Ausgabe von 31.650 Stückaktien Gebrauch gemacht. Der Vorstand hatte mit Zustimmung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2010 von der Ermächtigung zur bedingten Kapitalerhöhung um 33 Tsd. Euro durch Ausgabe von 32.700 Stückaktien Gebrauch gemacht.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 wurde das von der Hauptversammlung am 20. Mai 2009 beschlossene "Bedingte Kapital 2009" aufgehoben, gleichzeitig wurde ein Beschluss über die Schaffung eines neuen bedingten Kapitals (Bedingtes Kapital 2012) getroffen. Dabei wurde eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.639 Tsd. Euro beschlossen. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit von der Gesellschaft nicht eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Juni 2015 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 2. Juni 2020 eigene Aktien zu anderen Zwecken als dem Wertpapierhandel bis zu einem Anteil von 10% am Grundkapital zu erwerben. Auf die nach dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Anteilen der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder welche ihr nach §§ 71a ff. Aktiengesetz zuzurechnen sind, nicht mehr als 10% des Grundkapitals entfallen.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Juni 2016 ist der Vorstand ermächtigt das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 7. Juni 2021 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 1.500.000,00 Euro gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Dies entspricht knapp 30% des Grundkapitals.

Bei der Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2016 haben die Aktionäre grundsätzlich ein Bezugsrecht. Die neuen Aktien können auch von einem Kreditinstitut oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Dieses Bezugsrecht soll mit Zustimmung des Aufsichtsrats jedoch in vier Fällen ausgeschlossen werden können:

Das Bezugsrecht soll zunächst für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden können. Damit soll die Abwicklung einer Emission mit einem grundsätzlichen Bezugsrecht der Aktionäre erleichtert werden. Spitzenbeträge können sich aus dem jeweiligen Emissionsvolumen und der Notwendigkeit eines handhabbaren Bezugsverhältnisses ergeben. Der Wert solcher Spitzenbeträge ist für den einzelnen Aktionär in der Regel gering, während der Aufwand für die Emission ohne einen solchen Ausschluss deutlich höher ist. Auch der mögliche Verwässerungseffekt ist wegen der Beschränkung auf Spitzenbeträge zu vernachlässigen. Die aufgrund der Spitzenbeträge vom Bezugsrecht ausgeschlossenen neuen Aktien werden bestmöglich für die Gesellschaft verwertet. Der Ausschluss des Bezugsrechts dient daher der Praktikabilität und der erleichterten Durchführung einer Emission.

Das Bezugsrecht soll ausgeschlossen werden können, wenn die neuen Aktien bei Barkapitalerhöhungen gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG zu einem Betrag ausgegeben werden, der den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung versetzt die Gesellschaft in die Lage, Marktchancen in ihren verschiedenen Geschäftsfeldern schnell und flexibel zu nutzen und einen hierbei entstehenden Kapitalbedarf gegebenenfalls auch sehr kurzfristig zu decken. Der Ausschluss des Bezugsrechts ermöglicht dabei nicht nur ein zeitnäheres Agieren, sondern auch eine Platzierung der Aktien zu einem börsenkursnahen Preis, also ohne den bei Bezugsrechtsemissionen in der Regel erforderlichen Abschlag. Dies führt zu höheren Emissionserlösen zum Wohle der Gesellschaft. Zusätzlich kann mit einer derartigen Platzierung die Gewinnung neuer Aktionärsgruppen angestrebt werden. Das AktG zieht keine feste Grenze für den Abschlag. Bei Ausnutzung der Ermächtigung wird der Vorstand den Abschlag – mit Zustimmung des Aufsichtsrats – so niedrig bemessen, wie das nach den im Zeitpunkt der Platzierung vorherrschenden Marktbedingungen möglich ist. Ein Abschlag von 3% bis maximal 5% des aktuellen Börsenkurses wird in der Regel nicht als wesentliche Unterschreitung anzusehen sein. Die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien dürfen insgesamt 10% des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausnutzung der Ermächtigung. Auf diese Begrenzung ist die Veräußerung eigener Aktien anzurechnen, sofern sie während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG erfolgt. Durch diese Vorgabe wird im Einklang mit der gesetzlichen Regelung dem Bedürfnis der Aktionäre nach einem Verwässerungsschutz für ihren Anteilsbesitz Rechnung getragen. Jeder Aktionär hat aufgrund der Begrenzung des Umfangs der bezugsrechtsfreien Kapitalerhöhung grundsätzlich die Möglichkeit, die zur Aufrechterhaltung seiner Anteilsquote erforderlichen Aktien zu annähernd gleichen Bedingungen über die Börse zu erwerben. Es ist daher sichergestellt, dass in Übereinstimmung mit der gesetzlichen Wertung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG die Vermögens- wie auch Stimmrechtsinteressen bei einer Ausnutzung dieses genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts angemessen gewahrt bleiben, während der Gesellschaft im Interesse aller Aktionäre weitere Handlungsspielräume eröffnet werden.

Das Bezugsrecht der Aktionäre soll ferner bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen ausgeschlossen werden können. Damit wird der Vorstand in die Lage versetzt, Aktien der Gesellschaft in geeigneten Einzelfällen zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Unternehmensbeteiligungen oder anderen Vermögensgegenständen einzusetzen. So kann sich in Verhandlungen die Notwendigkeit ergeben, als Gegenleistung nicht Geld, sondern Aktien anzubieten. Die Möglichkeit, Aktien der Gesellschaft als Gegenleistung anbieten zu können, schafft damit einen Vorteil im Wettbewerb um interessante Akquisitionsobjekte sowie den notwendigen Spielraum, sich bietende Gelegenheiten zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen, Unternehmensbeteiligungen oder anderen Vermögensgegenständen liquiditätsschonend zu nutzen. Auch unter dem Gesichtspunkt einer optimalen Finanzierungsstruktur kann die Gewährung von Aktien sinnvoll sein. Der Gesellschaft erwächst dadurch kein Nachteil, da die Emission von Aktien gegen Sachleistung voraussetzt, dass der Wert der Sachleistung in einem angemessenen Verhältnis zum Wert der Aktien steht. Der Vorstand wird bei der Festlegung der Bewertungsrelation sicherstellen, dass die Interessen der Gesellschaft und ihrer Aktionäre angemessen gewahrt bleiben und ein angemessener Ausgabebetrag für die neuen Aktien erzielt wird.

Der Vorstand wird in jedem Einzelfall sorgfältig prüfen, ob er von der Ermächtigung zur Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre Gebrauch machen wird. Eine Ausnutzung dieser Möglichkeit wird nur dann erfolgen, wenn dies nach Einschätzung des Vorstandes und des Aufsichtsrates im Interesse der Gesellschaft und damit ihrer Aktionäre liegt. Der Vorstand wird über die Ausnutzung des genehmigten Kapitals in der jeweils nächsten Hauptversammlung Bericht erstatten.

Zum 31. Dezember 2016 hält die Gesellschaft 4.818 (2015: 4.818) eigene Aktien zum Nennbetrag von 5 Tsd. Euro, die in der Bilanz vom gezeichneten Kapital offen abgesetzt sind. Im Geschäftsjahr wurden keine eigenen Aktien erworben.

Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen. Weiterhin bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebotes.

5.3 Erklärung zur Unternehmensführung (§§ 289a, 315 Abs. 5 Satz 1 HGB)

Die Gesellschaft hat eine Erklärung zur Unternehmensführung abgegeben, die auf der Webseite unter www.ezag.de > Investoren > Gute Unternehmensführung > Erklärung zur Unternehmensführung einsehbar ist.

5.4 Abhängigkeitsbericht

Es wurde ein Abhängigkeitsbericht mit folgender Erklärung des Vorstandes erstellt:

"Wir erklären, dass die EZAG bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Es sind keine Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens getroffen oder unterlassen worden."

5.5 Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahres- und Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Jahresabschlusses und des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft und des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns beschrieben sind.

Berlin, den 21. März 2017 Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG Der Vorstand

Dr. Andreas Eckert Dr. André Heß Dr. Harald Hasselmann

FINANZTEIL

KONZERNABSCHLUSS

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 65
KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG 66
KONZERNBILANZ 67
KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG 68
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG 70
KONZERNANHANG 71
GRUNDLAGEN, GRUNDSÄTZE UND METHODEN 71
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 89
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ 100
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG 123
SONSTIGE ANGABEN 125
ANGABEN GEMÄSS § 315A ABS. 1 HGB 135
KONZERNANLAGENSPIEGEL
136
------------------------------

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS 141

EINZELABSCHLUSS DER ECKERT & ZIEGLER AG

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 142
BILANZ 143

MANAGEMENT| UNTERNEHMEN| KONZERNLAGEBERICHT| FINANZTEIL Geschäftsbericht 2016 | Eckert & Ziegler 65

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

KONZERNABSCHLUSS

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Tsd. Euro Anhang 2015 2016
Umsatzerlöse 6. 139.747 137.935
Umsatzkosten 7. – 76.884 – 71.812
Bruttoergebnis vom Umsatz 62.863 66.123
Vertriebskosten 8. – 25.518 – 22.557
Allgemeine Verwaltungskosten 9. – 26.256 – 26.692
Sonstige betriebliche Erträge 12. 11.950 3.551
Sonstige betriebliche Aufwendungen 13. – 5.336 – 5.032
Betriebsergebnis 17.703 15.393
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 14. – 408 0
Währungsgewinne 15. 1.641 1.544
Währungsverluste 15. – 720 – 707
Ergebnis vor Zinsergebnis und Ertragsteuern (EBIT) 18.216 16.230
Zinserträge 16. 165 445
Zinsaufwendungen 16. – 1.442 – 1.388
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 16.939 – 15.287
Ertragsteuern 17. – 5.626 – 4.634
Konzernergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen 11.313 10.653
Verluste aus aufgegebenen Geschäftsbereichen, netto – 947 – 867
Konzernergebnis aus fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen 10.366 9.786
Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn (+)/ Verlust (–) 18. – 352 236
Ergebnisanteil der Aktionäre der Eckert & Ziegler AG 10.718 9.550
Ergebnis je Aktie aus fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen 19.
Unverwässert (Euro je Aktie) 2,03 1,81
Verwässert (Euro je Aktie) 2,03 1,81
Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen 19.
Unverwässert (Euro je Aktie) 2,21 1,97
Verwässert (Euro je Aktie) 2,21 1,97
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert – in Tausend Stück) 5.288 5.288
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert – in Tausend Stück) 5.288 5.288

KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG
Tsd. Euro Anhang 2015 2016
Konzernergebnis 10.366 9.786
davon auf die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG entfallend 10.718 9.550
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn (+)/ Verlust (–) – 352 236
Posten, die unter bestimmten Bedingungen zukünftig in die
Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Kursdifferenzen, die aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe
während des Geschäftsjahres eingetreten sind
3.213 1.065
In die Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag 0 – 112
Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe 28. 3.213 953
3.213 953
Posten, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden
Veränderung der versicherungsmathematischen
Gewinne (+)/Verluste (–) aus leistungsorientierten Pensionszusagen
560 – 1.122
Neubewertung der leistungsorientierten Verpflichtung 28., 31. 560 – 1.122
Latente Steuern – 177 348
383 – 774
Sonstiges Gesamtergebnis nach Steuern 3.596 179
Konzerngesamtergebnis 13.962 9.965
Vom Konzerngesamtergebnis entfallen auf:
die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG 14.292 9.729
Nicht beherrschende Anteile – 330 236

KONZERNBILANZ
Tsd. Euro Anhang 31.12.2015 31.12.2016
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 20. 40.029 40.422
Übrige Immaterielle Vermögenswerte 20. 14.092 12.542
Sachanlagen 21. 35.973 37.823
Anteile an assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen 22. 2.780 2.872
Aktive Latente Steuern 17. 9.366 9.000
Übrige langfristige Vermögenswerte 23. 5.711 2.860
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 107.951 105.519
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 24. 31.466 36.567
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 25. 21.391 23.208
Vorräte 26. 25.049 25.100
Ertragsteuerforderungen 17., 27. 1.214 1.270
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 27. 9.605 7.801
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 88.725 93.946
Bilanzsumme 196.676 199.465
Passiva
Eigenkapital 28.
Gezeichnetes Kapital 5.293 5.293
Kapitalrücklagen 53.500 53.500
Gewinnrücklagen 39.681 44.997
Übrige Rücklagen 1.248 1.427
Eigene Anteile – 27 – 27
Den Aktionären der Eckert & Ziegler AG zustehendes Eigenkapital 99.695 105.190
Nicht beherrschende Anteile 18. 4.973 4.887
Summe Eigenkapital 104.668 110.077
Langfristige Schulden
Langfristige Darlehensverbindlichkeiten 29. 4.977 4.138
Abgrenzung von Zuschüssen und sonstige Abgrenzungsposten (langfristig) 30. 1.588 1.524
Passive Latente Steuern 17. 4.081 3.297
Rückstellungen für Pensionen 31. 10.494 11.802
Übrige langfristige Rückstellungen 32. 27.762 31.515
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 33. 3.820 3.481
Langfristige Schulden, gesamt 52.722 55.757
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Darlehensverbindlichkeiten 29. 10.551 7.520
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.533 6.390
Erhaltene Anzahlungen 398 1.441
Abgrenzungen von Zuschüssen und sonstige Abgrenzungsposten (kurzfristig) 30. 256 147
Ertragssteuerverbindlichkeiten 17. 2.134 2.307
Übrige kurzfristige Rückstellungen 32. 3.662 3.743
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 34. 14.752 12.083
Kurzfristige Schulden, gesamt 39.286 33.631
Bilanzsumme 196.676 199.465

KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG Kumuliertes übriges

Stammaktien Gesamtergebnis

Beträge in Tausend, ausgenommen Aktienanzahl Anzahl Nominalwert Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Stand 1. Januar 2016 5.292.983 5.293 53.500 39.681
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten
Aufwendungen und Erträge
0 0 0 0
Konzernergebnis 0 0 0 9.550
Konzerngesamtergebnis 0 0 0 9.550
Dividendenzahlung bzw. -beschluss 0 0 0 – 3.173
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen 0 0 0 – 1.061
Stand 31. Dezember 2016 5.292.983 5.293 53.500 44.997

KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG Kumuliertes übriges

Stammaktien Gesamtergebnis

Beträge in Tausend, ausgenommen Aktienanzahl Anzahl Nominalwert Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Stand 1. Januar 2015 5.292.983 5.293 53.500 32.136
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten
Aufwendungen und Erträge
0 0 0 0
Konzernergebnis 0 0 0 10.718
Konzerngesamtergebnis 0 0 0 10.718
Dividendenzahlung bzw. -beschluss 0 0 0 – 3.173
Stand 31. Dezember 2015 5.292.983 5.293 53.500 39.681
Kumuliertes übriges
Gesamtergebnis
Konzern
Eigenkapital
Nicht
beherr
schende
Anteile
Auf Aktionäre
Eckert & Ziegler
Strahlen- und
Medizintechnik AG
entfallendes
Eigenkapital
Eigene
Anteile
Fremdwährungs
umrechnungs
differenzen
Unrealisiertes
Ergebnis
versicherungs
mathematischer
Gewinne/Verluste
104.668 4.973 99.695 – 27 3.530 – 2.282
0
179
179 0 953 – 774
9.786 236 9.550 0 0 0
9.965 236 9.729 0 953 – 774
0
– 3.173
– 3.173 0 0 0
– 1.383 – 322 – 1.061 0 0 0
110.077 4.887 105.190 – 27 4.483 – 3.056
Kumuliertes übriges
Gesamtergebnis
Unrealisiertes
Ergebnis
versicherungs
mathematischer
Gewinne/Verluste
Fremdwährungs
umrechnungs
differenzen
Eigene
Anteile
Auf Aktionäre
Eckert & Ziegler
Strahlen- und
Medizintechnik AG
entfallendes
Eigenkapital
Nicht
beherr
schende
Anteile
Konzern
Eigenkapital
– 2.665 339 – 27 88.576 5.914 94.490
383
3.191
0 3.574 22 3.596
0
0
0 10.718 – 352 10.366
383
3.191
0 14.292 – 330 13.962
0
0
0 – 3.173 – 611 – 3.784
– 2.282 3.530 – 27 99.695 4.973 104.668

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
Tsd. Euro Anhang 2015 2016
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit: 36.
Konzernergebnis 10.366 9.786
Anpassungen für:
Abschreibungen und Wertminderungen 8.764 8.737
Ertragsteueraufwand 5.138 4.245
Ertragsteuerzahlungen – 2.823 – 5.124
Nicht zahlungswirksame Erträge aus der Auflösung abgegrenzter Zuschüsse – 101 – 158
Gewinn(–)/Verlust(+) aus dem Abgang von Anlagevermögen – 858 699
Gewinn aus dem Verkauf von at-equity konsolidierten Unternehmen – 8.755
Veränderung der langfristigen Rückstellungen,
sonstige langfristige Verbindlichkeiten
3.130 192
Veränderung der übrigen langfristigen Vermögenswerte und Forderungen 451 2.446
Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge – 1.664 1.932
Veränderungen der kurzfristigen Aktiva und Passiva:
Forderungen 1.985 – 13
Vorräte 266 434
Veränderung der übrigen kurzfristigen Vermögenswerte 97 1.394
Veränderung der kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen 234 – 4.738
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit 16.230 19.832
Cashflow aus der Investitionstätigkeit: 37.
Ausgaben für immaterielle Vermögenswerten und Sachanlagen – 3.843 – 5.332
Einnahmen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten
und Sachanlagen
23 333
Ausgaben für Akquisitionen (abzüglich übernommener Zahlungsmittel) – 574 – 225
Ausgaben für den Erwerb von Beteiligungen – 303
Einnahmen aus dem Verkauf von at-equity konsolidierten Unternehmen 5.366
Mittelzufluss/-abfluss aus der Investitionstätigkeit 972 – 5.527
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit: 38.
Gezahlte Dividenden – 3.173 – 3.173
Ausschüttung Anteile Dritter – 682 – 420
Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen 3.129 535
Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen – 6.386 – 4.420
Kauf von Eigenkapitalinstrumenten von Tochterunternehmen – 350 – 1.633
Erhaltene Zinsen 100 360
Gezahlte Zinsen – 1.058 – 772
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit – 8.420 – 9.523
Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestandes 860 319
Zunahme/Abnahme des Finanzmittelbestandes 9.642 5.101
Finanzmittelbestand zu Beginn der Periode 21.824 31.466
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 31.466 36.567

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 21. März 2017 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.

GRUNDLAGEN, GRUNDSÄTZE UND METHODEN

1 | ORGANISATION UND BESCHREIBUNG DER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin (im folgenden "Eckert & Ziegler AG" genannt), ist eine Holdinggesellschaft, deren spezialisierte Tochterunternehmen sich weltweit mit der Verarbeitung von Radioisotopen und der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von isotopentechnischen Komponenten, Bestrahlungsgeräten und Radiopharmazeutika oder verwandten Produkten beschäftigen. Hauptanwendungsgebiete für die Erzeugnisse der Gruppe sind die Medizintechnik, insbesondere die Krebstherapie, sowie die nuklearmedizinische Bildgebung und die industrielle Messtechnik. In diesen Bereichen wenden sich die Eckert & Ziegler AG und ihre Tochterunternehmen unter anderem an Strahlentherapeuten und Radioonkologen sowie an Nuklearmediziner.

Der Konzern agiert in einem Markt, der durch schnellen technologischen Fortschritt, erheblichen Forschungsaufwand und ständig neue wissenschaftliche Entdeckungen gekennzeichnet ist. Dieser Markt unterliegt der Kontrollaufsicht durch Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden. Zu den zuständigen Kontrollbehörden gehören das Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin (LAGeSo), der TÜV Nord CERT GmbH, Essen, das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie die entsprechenden ausländischen Institutionen, z.B. die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) oder die Nuclear Regulatory Commission (NRC). Deshalb haben Änderungen in der Technologie und in den Produkten, die zur Krebsbehandlung und zur nuklearmedizinischen Bildgebung eingesetzt werden, die staatlichen Bestimmungen in der Branche, in der die Eckert & Ziegler AG sich betätigt sowie die allgemeinen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen direkte Auswirkungen auf den Konzern.

2 | GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG

Der Konzernabschluss der Eckert & Ziegler AG zum 31. Dezember 2016 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Es wurden alle am Abschlussstichtag in der EU anzuwendenden Standards des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie die gültigen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) bzw. des Standing Interpretations Committee (SIC) berücksichtigt. Zudem wurden die ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften beachtet. Der Konzernabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Die Berichtswährung ist Euro. Die im Konzernabschluss dargestellten Beträge wurden auf tausend Euro gerundet.

Die Abschlüsse der Tochterunternehmen wurden zum Stichtag des Konzernabschlusses, der dem Abschlussstichtag der Eckert & Ziegler AG entspricht, aufgestellt. Der Konzernabschluss umfasst den Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Das sonstige Ergebnis wurde in der Konzerngesamtergebnisrechnung dargestellt.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister in Berlin Charlottenburg unter der Nr. HRB 64997 B registriert. Der zum 31. Dezember 2016 aufgestellte Konzernabschluss und zusammengefasste Lagebericht wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht.

3 | WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden • Die Bilanzierung der Vermögenswerte und Schulden der im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen inländischen und ausländischen Tochterunternehmen erfolgt nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch für die Vergleichsinformationen des Vorjahres verwendet wurden.

Ausweis • Gemäß IAS 1.56 (Darstellung des Abschlusses) wird beim Ausweis in der Bilanz zwischen kurzund langfristigen Vermögenswerten sowie kurz- und langfristigen Schulden unterschieden.

Beurteilungen und Schätzungen • Für die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS ist es erforderlich, dass Einschätzungen und Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, Erträge und Aufwendungen haben. Wesentliche Annahmen und Schätzungen werden für die Nutzungsdauern, die erzielbaren Erträge der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen, die Realisierbarkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, den Bestand sowie die Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern getroffen. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf den jeweils aktuell verfügbaren Kenntnissen basieren. Durch von den Annahmen abweichende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzungen abweichen. Die Sensitivität der Buchwerte hinsichtlich der Annahmen und der Schätzungen, die der Berechnung der Buchwerte zugrunde liegen, wurde anhand von Sensitivitätsanalysen untersucht. Im Falle einer signifikanten Auswirkung von Schätzungsänderungen, werden Angaben im Sinne von IAS 1.125 gemacht.

Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden • Langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Von der ebenfalls zulässigen Möglichkeit, diese zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen, wird kein Gebrauch gemacht.

Geschäfts- oder Firmenwerte • Der Geschäfts- oder Firmenwert repräsentiert den Unterschiedsbetrag, um den der Gesamtkaufpreis für ein Unternehmen oder einen Geschäftsbetrieb den beizulegenden Zeitwert (Fair Value) des erworbenen Nettovermögens übersteigt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern entsprechend den Regelungen des IAS 36 jährlich mindestens einmal einem Impairmenttest unterzogen.

Übrige Immaterielle Vermögenswerte • Unter den immateriellen Vermögenswerten werden Kundenbeziehungen, aktivierte Entwicklungskosten, Patente, Technologien, Wettbewerbsverbote, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte ausgewiesen. Entwicklungskosten werden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn die Voraussetzungen für eine Aktivierung von selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten gemäß IAS 38 kumulativ erfüllt sind. Die aktivierten Entwicklungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten, die ab dem Zeitpunkt anfallen, an dem sämtliche Kriterien zur Aktivierung erfüllt sind. Nach erfolgreichem Abschluss des Entwicklungsprojektes werden aktivierte Entwicklungskosten über die geplante Produktlebensdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen der aktivierten Entwicklungskosten werden unter den Umsatzkosten ausgewiesen. Forschungskosten sowie nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden bei ihrer Entstehung als Aufwand erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und, sofern es sich um immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer handelt, über ihre jeweilige Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Für die abnutzbaren immateriellen Vermögenswerte werden folgende Nutzungsdauern angenommen:

selbst erstellt erworben
Kundenbeziehungen 8 bis 15 Jahre
Aktivierte Entwicklungskosten 3 bis 10 Jahre
Patente, Zulassungen, Warenzeichen etc. 6 bis 20 Jahre 10 Jahre
Sonstige 3 bis 5 Jahre 3 bis 5 Jahre

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer aufrechterhalten werden kann.

Sachanlagen • Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen, bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Ausrüstungen und Anlagen umfassen sämtliche direkte Kosten und die zurechenbaren Fertigungsgemeinkosten und – soweit die Voraussetzungen nach IAS 23 gegeben sind – Finanzierungskosten. Soweit vorhanden, beinhalten die Anschaffungs- oder Herstellungskosten die geschätzten Kosten für Abbruch und Beseitigung des Vermögenswertes und die Wiederherstellung des Standortes. Selbst erstellte Anlagen betreffen im Wesentlichen Produktionslinien. Der Abschreibungsaufwand wird auf der Grundlage der linearen Methode ermittelt. Der Abschreibungszeitraum wird gemäß der voraussichtlichen Nutzungsdauer festgelegt. Angenommen werden folgende Nutzungsdauern:

Gebäude 25 bis 45 Jahre
Mietereinbauten 10 bis 15 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 4 bis 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre
Grundstücke werden nicht abgeschrieben

Bei Verschrottung oder Verkauf werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Anlagegegenstände ebenso wie die zugehörigen kumulierten Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen ausgebucht und die aus dem Abgang resultierenden Gewinne oder Verluste erfolgswirksam erfasst.

Ein signifikanter Anteil der abnutzbaren Vermögenswerte des Konzerns wird für die Herstellung der Produkte genutzt. Der Vorstand beurteilt unter Berücksichtigung auslösender Ereignisse des Geschäftsumfelds die Werthaltigkeit dieser Vermögenswerte. Der Vorstand geht davon aus, dass zum 31. Dezember 2016 keine Beeinträchtigungen der Nutzbarkeit vorliegen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass sich die Beurteilungen des Vorstands in Bezug auf die Nutzungs- und Verwertungsmöglichkeiten der abnutzbaren Vermögenswerte des Konzerns auf Grund von Änderungen im technologischen und behördlichen Umfeld auch kurzfristig ändern können.

Wertminderung auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen • Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden vorgenommen, sofern aufgrund bestimmter Ereignisse oder veränderter Umstände der Buchwert der Vermögenswerte den erzielbaren Betrag dieser Vermögenswerte übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte sowie immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich auf Wertminderung überprüft.

Zuschreibungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert des Vermögenswertes übersteigt. Die Zuschreibung erfolgt dabei höchstens auf den Betrag, der sich ohne die Vornahme vorheriger Wertminderungen ergeben hätte. Eine Zuschreibung auf einen wertgeminderten Geschäfts- oder Firmenwert erfolgt nicht.

Zur Durchführung des Werthaltigkeitstests werden die erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte denjenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units = CGU) zugeordnet, die erwartungsgemäß von den Synergien der Unternehmens- und Geschäftserwerbe profitieren. Eine zahlungsmittelgenerierende Einheit ist die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse aus der fortgesetzten Nutzung erzeugt, und weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten ist. Die CGUs entsprechen im Segment Strahlentherapie dem Segment. In den Segmenten Isotope Products und Radiopharma wurden bisher jeweils zwei zahlungsmittelgenerierende Einheiten identifiziert (VSU und Segment Isotope Products ohne VSU sowie Zyklotron- und Gerätesparte). Im Geschäftsjahr 2016 wurde der Geschäftsbereich VSU aufgegeben, so dass im Segment Isotope Products nur noch eine zahlungsmittelgenerierende Einheit existiert.

Der Vorstand erachtet Beträge die 10% des gesamten Geschäfts- oder Firmenwertes des Konzerns übersteigen als signifikant. Diesem Kriterium entsprechen die CGUs der Segmente Isotope Products ohne VSU und Strahlentherapie.

Die Prüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt durch Ermittlung des Nutzungswertes anhand geschätzter zukünftiger Cashflows, die aus den Mittelfristplanungen für die Segmente abgeleitet werden. Der Planungshorizont der Mittelfristplanungen beträgt fünf Jahre. Die Zahlungsströme nach der Detailplanungsphase werden unter Nutzung einer Wachstumsrate von 0%–1% extrapoliert, die das erwartete durchschnittliche Markt- oder Branchenwachstum nicht überschreitet.

Die Diskontierungssätze werden auf Basis des gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatzes (WACC) der jeweiligen CGU ermittelt. In den folgenden der Berechnung zugrundegelegten Annahmen bestehen Schätzungsunsicherheiten:

Mittelfristplanung:

• Die Mittelfristplanung basiert auf vergangenheitsbezogenen Erfahrungswerten und berücksichtigt geschäftssegmentspezifische Marktwachstumserwartungen.

Diskontierungssätze:

• Die Kapitalisierungszinssätze wurden basierend auf den branchenüblichen durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten ermittelt.

Wachstumsraten:

• Den Wachstumsraten liegen veröffentlichte branchenbezogene Marktforschungen zugrunde.

Vorräte • Unter den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Leistungen und Erzeugnisse sowie fertige Erzeugnisse und Waren ausgewiesen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem zum Bilanzstichtag niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen, produktionsbezogene Verwaltungs- und Sozialbereichskosten. Finanzierungskosten werden auf Grund des kurzfristigen Herstellungsvorganges nicht als Teil der Herstellungskosten angesetzt. Als Bewertungsvereinfachung wird – sofern erforderlich – die Durchschnittsmethode angewandt.

Wertminderungen für veraltete oder Überhang-Vorräte werden auf der Grundlage einer Vorratsanalyse und der künftigen Absatzprognosen vorgenommen.

Forderungen • Forderungen sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die Forderungen nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bewertet. Gewinne oder Verluste werden im Konzernergebnis erfasst, wenn die Forderungen wertgemindert sind.

KONZERNANHANG

Finanzanlagen • Finanzanlagen werden bei ihrem Zugang mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Nach erstmaliger Erfassung werden Finanzanlagen mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderungen bewertet.

Derivative Finanzinstrumente • Derivative Finanzinstrumente wie z.B. Swaps werden grundsätzlich nur für Sicherungszwecke eingesetzt. Sie werden in der Konzernbilanz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Wertänderungen erfolgswirksam erfasst werden, da mangels Erfüllung der umfangreichen Dokumentationsanforderungen kein Ausweis als Bewertungseinheit erfolgt.

Eingeschränkt verfügbare Vermögenswerte • Eingeschränkt verfügbare Vermögenswerte betreffen von der US Tochtergesellschaft Eckert & Ziegler Analytics Inc., Atlanta, USA, in einen Fonds eingezahlte Beträge, die der Sicherstellung der Erfüllung ihrer künftigen Sanierungsverpflichtungen für kontaminierte Anlagen dienen.

Des Weiteren unterliegen Vermögenswerte, die der nach dem Altersteilzeitgesetz vorgeschriebenen Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben dienen, Verfügungsbeschränkungen.

Wir verweisen auf die Erläuterungen in den Teilen "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente", "Übrige langfristige Vermögenswerte" und "Darlehen und Finanzleasingverbindlichkeiten".

Finanzmittelbestand • Der Konzern betrachtet sämtliche Bar- und Sichteinlagen sowie Zahlungsmitteläquivalente die kurzfristig in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen (hochliquide Mittel) mit einer Fälligkeit von bis zu drei Monaten als geldnahe Anlagen, die im Finanzmittelbestand ausgewiesen werden. Der Nennwert dieser Mittel wird auf Grund ihrer Kurzfristigkeit als ihr beizulegender Zeitwert (Fair Value) angesehen.

Finanzielle Verbindlichkeiten • Finanzielle Verbindlichkeiten enthalten insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Pensionsrückstellungen • Die Bewertung der Pensionsverbindlichkeiten erfolgt auf der Grundlage des Anwartschaftsbarwertverfahrens (projected unit credit method) in Übereinstimmung mit IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer). Beim Anwartschaftsbarwertverfahren werden künftige Gehalts- und Rentenentwicklungen bei der Bemessung der Verpflichtung berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden seit dem 1. Januar 2009 zur Vereinheitlichung der konzernweiten Vorgehensweise unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral im sonstigen Konzernergebnis erfasst sowie vollständig in der Pensionsrückstellung ausgewiesen.

Rückstellungen • Die Rückstellungen sind insoweit gebildet, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt. Der Ansatz erfolgt, wenn die Höhe der Inanspruchnahme eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist und die Höhe der Inanspruchnahme zuverlässig geschätzt werden kann. Die als Rückstellungen angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Ausgaben dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als 12 Monaten werden abgezinst.

Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen und Entsorgungsverpflichtungen • Kosten für den Abbruch und das Abräumen eines Gegenstandes sowie die Wiederherstellung des Standortes sind nach IAS 16 Bestandteil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, soweit für die Kosten nach IAS 37 Rückstellungen zu bilden sind.

Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen basieren auf den öffentlich rechtlichen und privatrechtlichen Verpflichtungen, radioaktiv kontaminierte Anlagegegenstände und Gebäude zu dekontaminieren, freizumessen und sie nach dem Gebrauch wieder gefahrlos zugänglich und nutzbar zu machen. Die Kostenschätzung beinhaltet demzufolge die Arbeitskosten für den Abbau der Anlagen, Kosten für die Aufbereitung der Abfälle, so dass sie entsorgt werden können, Reinigungskosten der Räume, Kosten für die Abnahme durch Sachverständige sowie die Abfallkosten für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als 12 Monaten werden abgezinst.

Nach IAS 37 werden die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen auf Basis ihres Verkehrswertes ermittelt. Der Ansatz der Rückstellungen erfolgt mit dem Barwert der am Abschlussstichtag erwarteten Ausgaben. Der Ermittlung der Rückbauverpflichtungen liegen verschiedene Annahmen zu Grunde, die auf Schätzungen beruhen. Dazu zählen Einschätzungen über benötigte Arbeitstage, Tagessätze und erwartete Sachkosten. Erwartete Kostensteigerungen bis zum Eintritt des Rückbaufalls sind in der Bewertung der Rückstellung berücksichtigt. Der Wert der Verpflichtung wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Bei Wertänderungen werden entsprechende Anpassungen der Sachanlagen und der Rückstellungen vorgenommen.

Ferner wird radioaktiver Abfall aus der laufenden Produktion sowie von Dritten übernommener radioaktiver Abfall erfasst und entsprechend der erwarteten Kosten für Entsorgung oder Aufbereitung bewertet. Dieser Aufwand wird unter den Umsatzkosten ausgewiesen.

Leasing • Es bestehen ausschließlich operate lease Verträge. Die Aufwendungen aus Leasing werden entsprechend als Aufwand des jeweiligen Geschäftsjahres erfasst.

Ertragsrealisierung • Erträge aus Produktumsätzen werden gemäß IAS 18 im Zeitpunkt der Leistungserbringung realisiert, sofern eine vertragliche Vereinbarung zu einem fixen und bestimmbaren Preis vorliegt und mit einer Zahlung durch den Kunden gerechnet werden kann. Dem Kunden werden keine über die gesetzlichen Rechte hinausgehenden Garantie- oder Rückgaberechte eingeräumt. Lizenzgebühren werden in der Periode ertragswirksam vereinnahmt, für die sie gewährt werden.

Werbung • Ausgaben für Werbung und andere vertriebsbezogene Kosten werden bei ihrem Anfall aufwandswirksam erfasst.

Forschung und Entwicklung • Forschungsaufwendungen werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Entwicklungskosten sind gemäß IAS 38 (immaterielle Vermögenswerte) beim kumulativen Vorliegen bestimmter Voraussetzungen zu aktivieren. Die Abschreibungen der aktivierten Entwicklungskosten werden unter den Umsatzkosten ausgewiesen. Nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden bei ihrer Entstehung als Aufwand erfasst und unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Ertragsteuern • Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Laufende oder latente Steuern werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, dass sie im Zusammenhang mit Posten stehen, die im sonstigen Konzernergebnis direkt im Eigenkapital erfasst werden. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Jahr ermittelt. Die Verbindlichkeit des Konzerns für die laufenden Steuern wird auf Grundlage der geltenden bzw. in Kürze geltenden Steuersätze berechnet. Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 angesetzt, um die zukünftigen steuerlichen Auswirkungen widerzuspiegeln, die sich aus den temporären Differenzen zwischen den Buchwerten der im Konzernabschluss ausgewiesenen Aktiva und Passiva und den jeweiligen Werten in den Steuerbilanzen ergeben. Ferner werden aktive latente Steuern auf Verlustvorträge gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden auf der Grundlage der gesetzlichen Steuersätze bemessen, die auf das steuerpflichtige Einkommen in den Jahren anwendbar sind, in denen sich diese zeitweiligen Differenzen voraussichtlich wieder ausgleichen werden. Die Auswirkungen einer Änderung der Steuersätze auf die aktiven und passiven latenten Steuern werden in dem Geschäftsjahr in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem die Gesetzesänderungen verabschiedet wurden. Aktive latente Steuern werden nur angesetzt, soweit eine Realisierung dieser Vermögenswerte wahrscheinlich ist. Aktive und passive latente Steuern werden bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen des IAS 12 saldiert ausgewiesen. Die latenten Steuern werden nach IAS 12 unter den langfristigen Vermögenswerten bzw. Schulden ausgewiesen und unterliegen keiner Abzinsung.

KONZERNANHANG

Die laufenden Ertragssteuern werden basierend auf den jeweiligen nationalen steuerlichen Ergebnissen des Jahres sowie den nationalen Steuervorschriften berechnet.

Investitionszuschüsse und andere Zuwendungen • Eine Erfassung von Zuwendungen erfolgt gemäß IAS 20.7 nur dann, wenn das Unternehmen die mit der Zuschussgewährung verbundenen Bedingungen erfüllt. Mittel, die der Konzern von öffentlichen oder privaten Zuschussgebern für Investitionen beziehungsweise Entwicklungsprojekte erhält, werden im Zeitpunkt des Zuflusses als Passivischer Abgrenzungsposten erfasst. Aufwandszuschüsse werden im Geschäftsjahr des Anfalls mit den geförderten Aufwendungen verrechnet. Die im Konzernabschluss abgegrenzten Zuschüsse wurden für den Erwerb von Sachanlagen sowie Entwicklungskosten gewährt. Sie werden über die Nutzungsdauer der jeweiligen Sachanlagen beziehungsweise immateriellen Vermögenswerte ertragswirksam aufgelöst.

Ergebnis je Aktie • Der Gewinn bzw. Verlust je Aktie wird berechnet, indem das den Aktionären der Eckert & Ziegler AG zuzurechnende Konzernergebnis durch die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird. Verwässerte Aktienerträge reflektieren die potenzielle Verwässerung, die entstünde, wenn sämtliche Optionen auf den Bezug von Stammaktien, deren Ausübungspreis unter dem durchschnittlichen Aktienkurs der Periode liegt, ausgeübt würden. Sie werden berechnet, indem der den Eckert & Ziegler Aktionären zuzurechnende Anteil am Konzernergebnis durch die Summe aus der durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stammaktien und den bei Ausübung sämtlicher ausstehender Optionen entstehenden verwässernden Aktien (berechnet unter Anwendung der Treasury-Stock-Methode) dividiert wird.

NEUE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN

Im Konzernabschluss wurden alle am Abschlussstichtag in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards des IASB sowie die gültigen IFRIC bzw. SIC berücksichtigt.

Im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendete Rechnungslegungsvorschriften:

Im Geschäftsjahr 2016 wurden die nachfolgend dargestellten neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen erstmalig angewandt.

Jährliche Verbesserungen an den IFRS-Zyklus 2010 – 2012

Standard Art der Änderungen Details der Änderungen IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütungen Definition von "Ausübungsbedingungen" Stellt die Definitionen von Ausübungsbedingungen und Marktbedingung klar und fügt Definitionen für Leistungsbedingung und Dienstbedingung hinzu (die vorher Teil der Definition von Ausübungsbedingungen waren). IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse Bilanzierung von bedingten Kaufpreiszahlungen bei Unternehmenserwerben Stellt klar, dass bedingte Gegenleistungen, die als Vermögenswert oder Schuld klassifiziert werden, zu jedem Berichtsstichtag zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. IFRS 8 Geschäftssegmente Zusammenfassung von Geschäftssegmenten Schreibt vor, dass ein Unternehmen die Ermessenentscheidungen offenzulegen hat, die von der Unternehmensleitung bei der Anwendung der Zusammenfassungskriterien auf Geschäftssegmente getroffen hat. Überleitung Segmentvermögen zum Konzernvermögen Stellt klar, dass ein Unternehmen nur Überleitungen der Summe der zu berichtenden Vermögenswerte auf die Vermögenswerte des Unternehmens zur Verfügung stellen muss, wenn die Vermögenswerte des Segments regelmäßig berichtet werden. IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten – Unterlassen der Abzinsung Stellt klar, dass die Veröffentlichung von IFRS 13 und die Folgeänderungen an IFRS 9 und IAS 39 nicht die Möglichkeit unterbinden, kurzfristige unverzinsliche Forderungen und Verbindlichkeiten zu ihrem Rechnungsbetrag zu bewerten und nicht abzuzinsen, solange die Auswirkungen der nicht erfolgten Abzinsung nicht wesentlich sind. IAS 16 Sachanlagen/ IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte Neubewertungmethode – proportionale Anpassung der kumulierten Abschreibungen Stellt klar, dass bei einer Neubewertung einer Sachanlage der Bruttobuchwert auf eine Art und Weise angepasst wird, die im Einklang mit der Neubewertung des Buchwerts steht und dass die kumulierten Abschreibungen der Differenz zwischen Bruttobuchwert und neubewertetem Buchwert abzüglich Wertminderungsaufwendungen entsprechen. IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen Mitglieder der Unternehmensführung Stellt klar, dass ein Unternehmen, das Dienstleistungen im Bereich der Unternehmensführung für die Berichtseinheit oder das Mutterunternehmen der Berichtseinheit erbringt, ein nahe stehendes Unternehmen der Berichtseinheit ist.

Veröffentlicht am 12. Dezember 2013

Die Anwendung dieser Änderungen hatte keinen Einfluss auf den Konzernabschluss.

Änderungen an IAS 19: Arbeitnehmerbeiträge zu leistungsorientierten Plänen

Veröffentlicht am 21. November 2013

Die Änderungen an IAS 19 betreffen einen engen Anwendungsbereich, der sich auf die Bilanzierung der Beiträge von Arbeitnehmern und Dritten im Rahmen leistungsorientierter Pensionspläne bezieht (IAS 19.92 f.). Konkret wurden mit dieser Änderung an IAS 19 dahingehende Klarstellungen herbeigeführt, in welchem Zeitpunkt bzw. für welchen Zeitraum die Minderung eines zu erfassenden Dienstzeitaufwands (service costs) bzw. der zu bilanzierenden Pensionsverpflichtung eintritt.

Die Anwendung dieser Änderungen hatte keinen Einfluss auf den Konzernabschluss.

Änderungen an IAS 16 und IAS 41: Fruchttragende Pflanzen

Veröffentlicht am 30. Juni 2014

Die Änderungen an IAS 16 und IAS 41 betreffen die Bilanzierung von Pflanzen, die nur zur Gewinnung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen verwendet werden. Im Rahmen der Änderung wurden solche fruchttragenden Pflanzen in den Anwendungsbereich von IAS 16 aufgenommen bzw. aus dem Anwendungsbereich von IAS 41 ausgeschlossen. Somit gelten für sie die Folgebewertungsvorschriften, wie sie auch auf das Sachanlagevermögen anzuwenden sind. Eine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert scheidet für diese Vermögenswerte somit künftig aus.

Die Anwendung dieser Änderungen hatte keinen Einfluss auf den Konzernabschluss.

Änderungen an IFRS 11: Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit Veröffentlicht am 6. Mai 2014

KONZERNANHANG

Die Änderungen an IFRS 11 betreffen die Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit, wenn diese einen Geschäftsbetrieb darstellen. Der Erwerber muss diese Anteile nach den Prinzipien von IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) und anderer IFRS bilanzieren, sofern diese Prinzipien nicht im Widerspruch zu den Regelungen des IFRS 11 stehen. Folgendes ist bei der Bilanzierung von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit, wenn diese einen Geschäftsbetrieb darstellen, zu beachten:

  • a) Identifizierbare Vermögenswerte und Schulden sind grundsätzlich zum Fair Value zu bewerten.
  • b) Die erwerbsbezogenen Kosten sind grundsätzlich als Aufwand zu erfassen. Eine Ausnahme stellen die Kosten für die Emission von Schuldtiteln oder Eigenkapitaltiteln dar.
  • c) Latente Steuern sind gem. IAS 12 (Ertragsteuern) anzusetzen.
  • d) Die Geschäfts- oder Firmenwerte und Gewinne aus vorteilhaften Erwerben sind zu erfassen.
  • e) Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugerechnet wurde, sind entsprechend der Vorschriften des IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) einem Wertminderungstest zu unterziehen.
  • f) Die entsprechenden Angaben zu Unternehmenszusammenschlüssen sind bereitzustellen.

Die Anwendung dieser Änderungen hatte keinen Einfluss auf den Konzernabschluss.

Änderungen an IAS 16 und IAS 38 Klarstellung zulässiger Abschreibungsmethoden

Veröffentlicht am 12. Mai 2014

Für Zwecke der IFRS-Rechnungslegung sind erlösbasierte Abschreibungsmethoden nicht sachgerecht, da an der künftigen Erlöserwartung ausgerichtete Abschreibungen nicht – wie in IAS 16 und IAS 38 gefordert – auf den Verbrauch der zugrundeliegenden Vermögenswerte abstellen. Dies gilt sowohl für Sachanlagen nach IAS 16 als auch für immaterielle Vermögenswerte nach IAS 38.

Für immaterielle Vermögenswerte kann eine erlösbasierte Abschreibung unter begrenzten Umständen indes zugrunde gelegt werden (widerlegbare Vermutung; IAS 38.98A). Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn das Erreichen einer Erlösschwelle den bestimmenden begrenzenden Faktor darstellt. Darüber hinaus muss nachgewiesen sein, dass die Erlöse und der Verbrauch des wirtschaftlichen Nutzens stark korrelieren. Sowohl IAS 16 wie auch IAS 38 wurden darüber hinaus um Leitlinien ergänzt, die erläutern, dass ein stärkerer Verbrauch des künftigen wirtschaftlichen Nutzens des Vermögenswerts durch die erwartete künftige Verringerung des Veräußerungspreises impliziert werden kann.

Die Anwendung dieser Änderungen hatte keinen Einfluss auf den Konzernabschluss.

Jährliche Verbesserungen an den IFRS-Zyklus 2012 – 2014

Standard Art der Änderungen Details der Änderungen
IFRS 5
Zur Veräußerung gehal
tene langfristige Vermö
genswerte und aufgege
bene Geschäftsbereiche
Änderungen eines
Veräußerungsplans
Aufnahme gesonderter Leitlinien in IFRS 5 für Fälle, in denen ein Unter
nehmen einen Vermögenswert aus der Kategorie zur Veräußerung
gehalten in die Kategorie zu Ausschüttungszwecken gehalten um
klassifiziert oder anders herum; Aufnahme gesonderter Leitlinien für
Fälle, in denen die Bilanzierung als zu Ausschüttungszwecken gehalten
beendet wird.
IFRS 7
Finanzinstrumente:
Angaben
Verwaltungsverträge Aufnahme zusätzlicher Leitlinien zur Klarstellung, ob ein Verwaltungs
vertrag ein fortgesetztes Engagement in Bezug auf einen übertrage
nen Vermögenswert darstellt (zwecks Bestimmung der erforderlichen
Angaben).
Anwendbarkeit der Änderungen
an IFRS 7 auf zusammengefasste
Zwischenberichte
Klarstellung der Anwendbarkeit der Änderungen an IFRS 7 in Bezug auf
Angaben zur Saldierung auf zusammengefasste Zwischenberichte.
IAS 19
Leistungen an
Arbeitnehmer
Abzinsungssatz bei versicherungs
mathematischen Annahmen:
Regionalmarktfrage
Klarstellung, dass die hochwertigen Unternehmensanleihen, die bei der
Ermittlung des Abzinsungssatzes für Leistungen nach Beendigung des
Arbeitsverhältnisses verwendet werden, in der gleichen Währung
denominiert sein sollten wie die zu leistenden Zahlungen (daher sollte
die Markttiefe für hochwertige Unternehmensanleihen auf Währungs
ebene beurteilt werden).
IAS 34
Zwischenbericht
erstattung
Angabe von Informationen an
anderer Stelle im Zwischenbericht
Klarstellung der Bedeutung von an anderer Stelle im Zwischenbericht
und Aufnahme einer Vorschrift, einen Verweis auf diese andere Stelle
aufzunehmen, wenn diese nicht innerhalb des Hauptteils des Berichts
liegt.

Veröffentlicht am 25. September 2014

Die Anwendung dieser Änderungen hatte keinen Einfluss auf den Konzernabschluss.

Änderungen an IAS 1: Angabeninitiative

Veröffentlicht am 18. Dezember 2014

Wesentlichkeitsgrundsatz

In Zusammenhang mit dem Wesentlichkeitskonzept – hier vor allem in Bezug auf Anhangangaben – wird durch diese Änderung folgendes klargestellt:

  • a) Angaben dürfen durch Aggregationen nicht verschleiert werden.
  • b) Die Wesentlichkeitserwägungen müssen auf alle Bestandteile des Abschlusses angewendet werden.
  • c) Angabe "wesentlicher" Informationen (bzgl. Bilanzierung und Bewertung). Die Wesentlichkeit ist auch dann zu beachten, wenn in einem Standard gewisse Angaben vorgegeben sind.

Darstellung der Vermögenslage und Darstellung in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im sonstigen Gesamtergebnis

a) Die Auflistung der Ausweiszeilen in den einzelnen Bestandteilen eines IFRS-Abschlusses können hinsichtlich ihrer Darstellung auf Basis ihrer Relevanz entweder weiter aufgegliedert oder zusammengefasst werden. Mit Bezugnahme zu zusätzlichen Posten, Überschriften und Zwischensummen werden durch die Änderung weitergehende Leitlinien zur Verfügung gestellt.

b) Werden Anteile eines Unternehmens am sonstigen Gesamtergebnis von assoziierten Unternehmen oder Joint Ventures nach der Equity Methode bilanziert, sind hieraus resultierende, im sonstigen Ergebnis zu erfassende Posten in Abhängigkeit davon, ob sie später in der Gewinn- und Verlustrechnung recycelt werden, aggregiert als einzelne Ausweiszeilen auszuweisen.

KONZERNANHANG

Angaben

Durch die Änderung wird klargestellt, dass die Reihenfolge der Angaben nicht zwingend gem. der Vorgabe des IAS 1.114 zu erfolgen hat. Die Reihenfolge der Angaben ist vielmehr vor dem Hintergrund der Verständlichkeit und Vergleichbarkeit festzulegen. Streichung irrelevanter Rechnungslegungsmethoden im Anhang, beispielsweise redundanter Erläuterungen von weniger relevanten Rechnungslegungsmethoden

Die Anwendung dieser Änderungen hatte keinen Einfluss auf den Konzernabschluss.

Änderungen an IAS 27: Equity Methode im separaten Abschluss

Veröffentlicht am 12. August 2014

Durch die Änderung wird die Anwendung der in IAS 28 dargelegten Equity-Methode zur Bilanzierung von Anteilen an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im Einzelabschluss eines Investors wieder ermöglicht (diese Möglichkeit war im Jahre 2003 gestrichen worden).

Die Anwendung dieser Änderungen hatte keinen Einfluss auf den Konzernabschluss.

Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28: Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme

Veröffentlicht am 18. Dezember 2014

Die Änderungen betreffen verschiedene Regelungen zur Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht für Investmentgesellschaften.

  • a) Die Ausnahme von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses gilt gem. IFRS 10.4 (a) (iv) auch für Mutterunternehmen, die selbst Tochterunternehmen einer Investmentgesellschaft sind.
  • b) Gem. IFRS 10.31 sind die Tochtergesellschaften einer Investmentgesellschaft grundsätzlich zum Fair Value zu bewerten (somit nicht zu konsolidieren). Dies gilt gem. IFRS 10.32 indes nicht für eine solche Tochtergesellschaft der Investmentgesellschaft, die selbst keine Investmentgesellschaft ist und deren Hauptgeschäftszweck und -tätigkeit darin besteht, Dienstleistungen in Bezug auf die Investitionstätigkeit der Investmentgesellschaft zu erbringen. Solche Tochtergesellschaften sind gem. den Vorschriften des IFRS 10 zu konsolidieren.
  • c) Investmentgesellschaften, die ihre Tochterunternehmen zum Fair Value bewerten, fallen grundsätzlich in den Anwendungsbereich von IFRS 12 (Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen).
  • d) Besitzt ein Unternehmen, das selbst keine Investmentgesellschaft ist, Anteile an einem assoziierten Unternehmen oder einem Gemeinschaftsunternehmen, das eine Investmentgesellschaft ist, darf es unbeschadet der Bestimmung in IAS 28.36 bei der Anwendung der Equity-Methode die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, die diese Investmentgesellschaft (assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen) auf ihre Anteile an Tochtergesellschaften anwendet, beibehalten.

Die Anwendung dieser Änderungen hatte keinen Einfluss auf den Konzernabschluss.

Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen:

Die folgenden in EU-Recht übernommenen IFRS wurden bis zum 31. Dezember 2016 herausgegeben, sind aber erst in späteren Berichtsperioden verpflichtend anzuwenden, sofern von einem Wahlrecht zur vorzeitigen Anwendung kein Gebrauch gemacht wird. Die Gesellschaft hat die Regelungen im vorliegenden Konzernabschluss nicht vorzeitig angewandt.

Verpflichtend für
Geschäftsjahre
Anwendungs Mögliche Auswir
kungen auf künf
Norm Bezeichnung beginnend ab zeitpunkt EU tige Abschlüsse
IFRS 9 Finanzinstrumente 1.1.2018 1.1.2018 unbestimmt
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 1.1.2018 1.1.2018 unbestimmt

IFRS 9 Finanzinstrumente

IFRS 9 Finanzinstrumente enthält Vorschriften für den Ansatz, die Bewertung und Ausbuchung sowie für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Der IASB hat die finale Fassung des Standards im Zuge der Fertigstellung der verschiedenen Phasen seines umfassenden Projekts zu Finanzinstrumenten am 24. Juli 2014 veröffentlicht, welche mit Datum vom 22. November 2016 in EU-Recht übernommen wurde. Damit kann die bisher unter IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung vorgenommener Bilanzierung von Finanzinstrumenten nunmehr vollständig durch die Bilanzierung unter IFRS 9 ersetzt werden. Die nunmehr veröffentlichte Version von IFRS 9 ersetzt alle vorherigen Versionen. Die zentralen Anforderungen des finalen IFRS 9 lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Gegenüber dem Vorgängerstandard IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung sind die Anforderungen von IFRS 9 zum Anwendungsbereich und der Ein- und Ausbuchung weitestgehend unverändert.
  • Die Regelungen von IFRS 9 sehen im Vergleich zu IAS 39 jedoch ein neues Klassifizierungsmodell für finanzielle Vermögenswerte vor.
  • Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte richtet sich künftig nach drei Kategorien mit unterschiedlichen Wertmaßstäben und einer unterschiedlichen Erfassung von Wertänderungen. Die Kategorisierung ergibt sich dabei sowohl in Abhängigkeit der vertraglichen Zahlungsströme des Instruments als auch dem Geschäftsmodell, in dem das Instrument gehalten wird. Grundsätzlich handelt es sich somit um Pflichtkategorien. Darüber hinaus stehen den Unternehmen jedoch vereinzelte Wahlrechte zur Verfügung.
  • Für finanzielle Verbindlichkeiten wurden die bestehenden Vorschriften hingegen weitgehend in IFRS 9 übernommen. Die einzig wesentliche Neuerung betrifft finanzielle Verbindlichkeiten in der Fair-Value-Option. Für sie sind Fair-Value-Schwankungen aufgrund von Veränderungen des eigenen Ausfallrisikos im sonstigen Ergebnis zu erfassen.
  • IFRS 9 sieht drei Stufen vor, welche die Höhe der zu erfassenden Verluste und die Zinsvereinnahmung künftig bestimmen. Danach sind bereits bei Zugang erwartete Verluste in Höhe des Barwerts eines erwarteten 12-Monats-Verlusts zu erfassen (Stufe 1). Liegt eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos vor, ist die Risikovorsorge bis zur Höhe der erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit aufzustocken (Stufe 2). Mit Eintritt eines objektiven Hinweises auf Wertminderung hat die Zinsvereinnahmung auf Grundlage des Nettobuchwerts (Buchwert abzüglich Risikovorsorge) zu erfolgen (Stufe 3).
  • Neben umfangreichen Übergangsvorschriften ist IFRS 9 auch mit umfangreichen Offenlegungsvorschriften sowohl bei Übergang als auch in der laufenden Anwendung verbunden. Neuerungen im Vergleich zu IFRS 7 Finanzinstrumente: Anhangangaben ergeben sich vor allem aus den Regelungen zu Wertminderungen.

Der Vorstand geht davon aus, dass die künftige Anwendung von IFRS 9 die Abbildung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Schulden des Konzerns nicht wesentlich beeinflussen wird. Allerdings kann eine verlässliche Abschätzung der Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 9 erst vorgenommen werden, wenn eine detaillierte Analyse durchgeführt wurde.

IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Der IASB hat IFRS 15 am 11. September 2015 veröffentlicht. Mit Datum vom 22. September 2016 erfolgte die Übernahme in EU-Recht. Die Anwendung ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen vorgeschrieben. In IFRS 15 wird vorgeschrieben, wann und in welcher Höhe ein IFRS-Berichtersteller Erlöse zu erfassen hat. Zudem wird von den Abschlusserstellern gefordert, den Abschlussadressaten informativere und relevantere Angaben als bisher zur Verfügung zu stellen. IFRS 15 ist grundsätzlich auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden.

Eine Ausnahme bilden die folgenden Verträge:

  • Leasingverhältnisse, die unter IAS 17 Leasingverhältnisse fallen;
  • Finanzinstrumente und andere vertragliche Rechte oder Pflichten, die unter IFRS 9 Finanzinstrumente, IFRS 10 Konzernabschlüsse, IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen, IAS 27 Separate Abschlüsse oder IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures fallen;
  • Versicherungsverträge im Anwendungsbereich von IFRS 4 Versicherungsverträge; und
  • nicht finanzielle Tauschgeschäfte zwischen Unternehmen in derselben Branche, die darauf abzielen, Veräußerungen an Kunden oder potenzielle Kunden zu erleichtern.

Der neue Standard sieht im Gegensatz zu den aktuell gültigen Vorschriften ein einziges, prinzipienbasiertes fünfstufiges Modell vor, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Gemäß diesem fünfstufigen Modell ist zunächst der Vertrag mit dem Kunden zu bestimmen (Schritt 1). In Schritt 2 sind die eigenständigen Leistungsverpflichtungen im Vertrag zu identifizieren. Anschließend (Schritt 3) ist der Transaktionspreis zu bestimmen, wobei explizite Vorschriften zur Behandlung von variablen Gegenleistungen, Finanzierungskomponenten, Zahlungen an den Kunden und Tauschgeschäften vorgesehen sind. Nach der Bestimmung des Transaktionspreises ist im Schritt 4 die Verteilung des Transaktionspreises auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen vorzunehmen. Basis hierfür sind die Einzelveräußerungspreise der einzelnen Leistungsverpflichtungen. Abschließend (Schritt 5) kann der Erlös erfasst werden, sofern die Leistungsverpflichtung durch das Unternehmen erfüllt wurde. Voraussetzung hierfür ist die Übertragung der Verfügungsmacht an der Ware bzw. der Dienstleistung auf den Kunden.

Bei Abschluss eines Vertrags ist nach IFRS 15 festzustellen, ob die aus dem Vertrag resultierenden Erlöse zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg zu erfassen sind. Dabei ist zunächst anhand bestimmter Kriterien zu klären, ob die Verfügungsmacht an der Leistungsverpflichtung über einen Zeitraum übertragen wird. Ist dies nicht der Fall, ist der Erlös zu dem Zeitpunkt zu erfassen, an dem die Verfügungsmacht auf den Kunden übergeht. Indikatoren hierfür sind beispielsweise rechtlicher Eigentumsübergang, die Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken oder eine formelle Abnahme. Wird die Verfügungsmacht hingegen über einen Zeitraum übertragen, darf eine Erlösrealisierung über den Zeitraum nur dann erfolgen, sofern der Leistungsfortschritt mithilfe von input- oder output-orientierten Methoden verlässlich ermittelbar ist. Neben den allgemeinen Erlöserfassungsgrundsätzen enthält der Standard detaillierte Umsetzungsleitlinien zu Themen wie Veräußerungen mit Rückgaberecht, Kundenoptionen auf zusätzliche Güter oder Dienstleistungen, Prinzipal-Agenten-Beziehungen sowie Bill-and-Hold-Vereinbarungen. In dem Standard wurden außerdem neue Leitlinien zu den Kosten zur Erfüllung und Erlangung eines Vertrags sowie Leitlinien zu der Frage, wann solche Kosten zu aktivieren sind, aufgenommen. Kosten, die die genannten Kriterien nicht erfüllen, sind bei Anfall als Aufwand zu erfassen.

Schließlich enthält der Standard neue, umfangreichere Vorschriften in Bezug auf Angaben, die zu den Erlösen im Abschluss eines IFRS-Berichterstatters zu leisten sind. Insbesondere sind qualitative sowie quantitative Angaben zu jedem der folgenden Punkte zu machen:

  • seine Verträge mit Kunden,
  • wesentliche Ermessensentscheidungen und deren Änderungen, die bei der Anwendung der Erlösvorschriften auf diese Verträge getroffen wurden,
  • jegliche Vermögenswerte, die aus aktivierten Kosten für die Erlangung und die Erfüllung eines Vertrags mit einem Kunden resultieren.

Die Gesellschaft hat sich intensiv mit den durch IFRS 15 in der gegenwärtigen Fassung vorgeschlagenen Änderungen auseinandergesetzt. Im Ergebnis dieser Untersuchung ist der Vorstand zu der Auffassung gelangt, dass die Gesellschaft bereits die Voraussetzungen geschaffen hat, um die grundlegenden Anforderungen des neuen Standards zu erfüllen. Es werden zusätzlichen Angaben zu den Verträgen erwartet, aber keine signifikanten materiellen Auswirkungen. Aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 wird daher kein wesentlicher Einfluss auf den Konzernabschluss erwartet.

Die folgenden Standards sowie Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards, die ebenfalls vom IASB herausgegeben wurden, sind im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 noch nicht verpflichtend anzuwenden. Die Anwendung dieser Regelungen setzt voraus, dass sie im Rahmen des IFRS-Übernahmeverfahrens der EU ("Endorsement") angenommen werden.

Änderungen/ Standard/Interpretation Datum der
Veröffentlichung
Datum der
Übernahme
in EU-Recht
Anwendungszeit
punkt (EU)
IFRS 14 Regulatorische
Abgrenzungsposten
30. Januar 2014 Die EU-Kommission hat beschlossen,
das Übernahmeverfahren dieses
Zwischenstandards auszulassen und
stattdessen den finalen Standard
abzuwarten.
IFRS 16 Leasingverhältnisse 13. Januar 2016 HJ 2/ 2017 1. Januar 2019
Änderungen an IFRS 10 und IAS 28: Veräußerung
oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen
einem Investor und einem assoziierten
Unternehmen oder Joint Venture
11. September 2014 Verschoben Auf unbestimmte
Zeit verschoben
Änderungen an IAS 12: Ansatz latenter
Steueransprüche für unrealisierte Verluste
19. Januar 2016 Q2/2017 1. Januar 2017
Änderungen an IAS 7: Angabeinitiative 29. Januar 2016 Q2/2017 1. Januar 2017
Klarstellung zu IFRS 15: Erlöse aus Verträgen
mit Kunden
12. April 2016 Q2/2017 1. Januar 2018
Änderungen an IFRS 2: Klassifizierung und
Bewertung von Geschäftsvorfällen mit
anteilsbasierter Vergütung
20. Juni 2016 H2/2017 1. Januar 2018
Änderungen an IFRS 4: Anwendung von IFRS 9
Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4
Versicherungsverträge
12. September 2016 2017 1. Januar 2018
Jährliche Verbesserungen der IFRS (AIP) –
Zyklus 2014–2016
8. Dezember 2016 H2/2017 1. Januar 2017/
1. Januar 2018
IFRIC Interpretation 22: Transaktionen in fremder
Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistung
8. Dezember 2016 H2/2017 1. Januar 2018
Änderungen an IAS 40: Übertragung von als
Finanzinvestition gehaltene Immobilien
8. Dezember 2016 H2/2017 1. Januar 2018

KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 und IFRS 10 nach der Erwerbsmethode. Die Erstkonsolidierung erfolgt zum Erwerbszeitpunkt, d.h. zu dem Zeitpunkt an dem die Beherrschung über das erworbene Unternehmen erlangt wird. Die Gesellschaft erlangt die Beherrschung, wenn sie Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden sowie Eventualverbindlichkeiten werden dabei zum Erwerbszeitpunkt mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Anschließend werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem anteiligen, neu bewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Ein hieraus resultierender positiver Unterschiedsbetrag wird unter den immateriellen Vermögenswerten als Geschäftsoder Firmenwert ausgewiesen, ein negativer Unterschiedsbetrag wird nach erneuter Überprüfung sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Alle wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse zwischen verbundenen Unternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Joint-Ventures und assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Ergebnisbestandteile werden separat im Periodenergebnis ausgewiesen.

Der Gewinn oder Verlust und jeder Bestandteil des sonstigen Konzernergebnisses wird den Aktionären der Eckert & Ziegler AG und den nicht beherrschenden Gesellschaftern zugeordnet. Dies erfolgt selbst dann, wenn dies dazu führt, dass die nicht beherrschenden Gesellschafter einen negativen Saldo ausweisen.

Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet zu dem Zeitpunkt, wenn die Gesellschaft die Beherrschung über das Tochterunternehmen beendet. Dabei werden die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen vom Erwerbszeitpunkt an bzw. bis zum Abgangszeitpunkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und dem sonstigen Konzernergebnis erfasst.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Die zum 31. Dezember 2016 in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind:

Stimmrechtsquote
Eckert & Ziegler BEBIG SA, Seneffe, Belgien *** 84,2 %
Eckert & Ziegler BEBIG GmbH, Berlin * 84,2 %
Eckert & Ziegler BEBIG Projekte UG (haftungsbeschränkt), Berlin * 84,2 %
Eckert & Ziegler Iberia S.L., Madrid, Spanien * 84,2 %
Eckert & Ziegler BEBIG SARL, Paris, Frankreich * 84,2 %
Eckert & Ziegler BEBIG Ltd., Didcot, Großbritannien * 84,2 %
Eckert & Ziegler BEBIG Inc., Mt. Vernon (New York), USA * 84,2 %
Mick Radio-Nuclear Instruments Inc., Mt. Vernon (New York), USA * 84,2 %
Eckert & Ziegler BEBIG Serviços De Consultoria Em Produtos De Radioterapia Ltda.,
Fortaleza, Brasilien *
84,2 %
Eckert & Ziegler BEBIG India Pvt. Ltd., Neu-Delhi, Indien * 84,2 %
OOO "Eckert & Ziegler BEBIG", Moskau, Russland * 84,2 %
Eckert & Ziegler Isotope Products Holdings GmbH, Berlin 100 %
Chemotrade Chemiehandelsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100 %
Eckert & Ziegler Isotope Products GmbH, Berlin * 100 %
Eckert & Ziegler Cesio s.r.o., Prag, Tschechische Republik * 88,9 %
Eckert & Ziegler Isotope Products Inc., Valencia, USA ** 100 %
Eckert & Ziegler Analytics Inc., Atlanta, USA * 100 %
Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH, Braunschweig 100 %
Eckert & Ziegler Isotope Products SARL, Les Ulis, Frankreich * 100 %
Eckert & Ziegler Brasil Participações Ltda., São Paulo, Brasil 100 %
Eckert & Ziegler Brasil Comericial Ltda., São Paulo, Brasil 100 %
Eckert & Ziegler Brasil Logistica Ltda., São Jose do Rio Preto, Brasilien * (seit 31. Juli 2016) 100 %
Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH, Berlin 100 %
Eckert & Ziegler Eurotope GmbH, Berlin * 100 %
Eckert & Ziegler EURO-PET Berlin GMBH, Berlin * 100 %
BSM Diagnostica Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich * 100 %
Eckert & Ziegler f-con Deutschland GmbH, Holzhausen * 100 %
Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/Bonn GmbH, Bonn * 100 %
Eckert & Ziegler EURO-PET Warszawa sp. z o.o., Warschau, Polen * 100 %
Eckert & Ziegler Radiopharma Inc., Hopkinton, USA * 100 %
Eckert & Ziegler Umweltdienste GmbH, Braunschweig 100 %
Eckert & Ziegler Environmental Services Ltd., Didcot, Großbritannien * 100 %

* indirekte Beteiligung

** Die Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. hat sich gegenüber ihrer Bank zur Einhaltung bestimmter finanzieller Covenants verpflichtet. Die Zahlung einer Dividende von der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. an die Eckert & Ziegler AG ist nur möglich, wenn dadurch diese Covenants nicht verletzt werden.

*** Die Eckert & Ziegler AG hielt zum 31. Dezember 2016 84,2% der Stimmrechte der Eckert & Ziegler BEBIG SA, was 80,8% der dividendenberechtigten Aktien entspricht.

ÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES

Im Geschäftsjahr 2016 wurden folgende Unternehmensanteile erworben bzw. Änderungen des Konsolidierungskreises vorgenommen (die Darstellung der Erwerbe erfolgt in Tz. 39):

  • Im März 2016 hat der Vorstand die Entscheidung zur Aufgabe der CGU Isotope Products (VSU) getroffen. Im vorliegenden Konzernabschluss werden die auf diesen Bereich entfallenden Erträge, Aufwendungen und Cashflows deshalb gemäß IFRS 5 als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen. Die Eckert & Ziegler Vitalea Science Inc. wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2016 aufgelöst und im Konzernabschluss entkonsolidiert.
  • Am 31. Juli 2016 hat die Eckert & Ziegler Brasil Comercial Ltda. sämtliche Anteile an der BR-77 Transport Medicines Ltda., São Paulo, Brasilien, erworben. Die Gesellschaft wurde nach dem Erwerb in Eckert & Ziegler Brasil Logistica Ltda. umfirmiert.
  • Mit Wirkung zum 26. August 2016 wurde die BrachySolutions BVBA, Leuven, Belgien, erworben und anschließend auf die Eckert & Ziegler BEBIG SA, Seneffe, Belgien, verschmolzen.
  • Die Eckert & Ziegler Italia s.r.l., Mailand, Italien, hat im Geschäftsjahr 2016 ihre Geschäftstätigkeit eingestellt. Die Gesellschaft wurde mit Wirkung zum 28. September 2016 aufgelöst und deshalb im Konzernabschluss entkonsolidiert.
  • Mit Wirkung zum 1. November 2016 wurde die Eckert & Ziegler BEBIG Projekte UG (haftungsbeschränkt) als neu gegründete 100%-ige Tochtergesellschaft der Eckert & Ziegler BEBIG GmbH in den Konsolidierungskreis einbezogen.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden folgende Unternehmensanteile erworben bzw. Änderungen des Konsolidierungskreises vorgenommen:

• Mit Wirkung zum 1. Januar 2015 wurde die Eckert & Ziegler BEBIG India Pvt. Ltd. als neu gegründete 100%-ige Tochtergesellschaft der Eckert & Ziegler BEBIG SA in den Konsolidierungskreis einbezogen.

ANTEILE AN JOINT VENTURES

Ein Joint Venture basiert auf einer vertraglichen Vereinbarung, aufgrund derer der Konzern und andere Vertragsparteien eine wirtschaftliche Tätigkeit durchführen, die der gemeinschaftlichen Führung unterliegt; dies ist der Fall, wenn die mit der Geschäftstätigkeit des Joint Ventures verbundene strategische Finanz- und Geschäftspolitik die Zustimmung aller gemeinschaftlich führender Parteien erfordert. Anteile an Joint Ventures werden entsprechend der Equity-Methode bilanziert. Die konsolidierte Gewinn- und Verlustrechnung enthält den Anteil des Konzerns an den Erträgen und Aufwendungen sowie an Eigenkapitalveränderungen der at-equity bewerteten Beteiligungen. Wenn der Konzernanteil am Verlust des Joint Ventures den at-equity bewerteten Anteil übersteigt, wird dieser Anteil bis auf null abgeschrieben. Weitere Verluste werden nicht erfasst, es sei denn, der Konzern hat eine vertragliche Verpflichtung oder hat Zahlungen zugunsten des Joint Ventures geleistet. Unrealisierte Gewinne oder Verluste aus Transaktionen von Konzernunternehmen mit dem Joint Venture werden gegen den Beteiligungswert des Joint Ventures eliminiert (Verluste maximal bis zur Höhe des Beteiligungswertes).

4 | WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen werden gemäß IAS 21 in Euro umgerechnet. Da die Tochterunternehmen ihre Geschäftsaktivitäten in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig führen, entspricht die funktionale Währung der einbezogenen Unternehmen der jeweiligen Landeswährung. Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Kapitalflussrechnung erfolgt zum gewichteten Jahresdurchschnittskurs. Eigenkapitalkomponenten werden zum historischen Kurs bei Entstehung umgerechnet. Aus der Umrechnung resultierende Währungsumrechnungsdifferenzen werden bis zum Abgang des Tochterunternehmens ergebnisneutral als gesonderter Posten im Eigenkapital bzw. unter den nicht beherrschenden Anteilen erfasst. Bei Abgang des Tochterunternehmens werden alle angesammelten Währungsumrechnungsdifferenzen in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

KONZERNANHANG

Werden dagegen Teile eines Tochterunternehmens veräußert, ohne dass es zu einem Verlust der Beherrschung kommt, wird der Anteil am Betrag der Umrechnungsdifferenzen, der auf den veräußerten Anteil entfällt, ab dem Abgangszeitpunkt den nicht beherrschenden Anteilen zugerechnet.

Bei der Aufstellung der Abschlüsse jedes einzelnen Konzernunternehmens werden Geschäftsvorfälle, die auf andere Währung als die funktionale Währung des Konzernunternehmens lauten, mit dem am Tag der Transaktion gültigen Kurs umgerechnet. Monetäre Posten werden zu jedem Stichtag mit dem Mittelkurs bewertet. Nicht-monetäre Posten in Fremdwährung, die zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet werden, werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der erstmaligen bilanziellen Erfassung umgerechnet. Die sich hieraus ergebenden Kursgewinne und -verluste zum Bilanzstichtag werden ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Durchschnittskurs Durchschnittskurs
Land Währung 31.12.2016 31.12.2015 2016 2015
USA USD 1,0541 1,0887 1,1069 1,1095
CZ CZK 27,0210 27,0230 27,0343 27,2792
GB GBP 0,8562 0,7340 0,8195 0,7258
PL PLN 4,4103 4,2639 4,3632 4,1841
RU RUB 64,3000 80,6736 74,1446 68,0720
BR BRL 3,4305 4,3117 3,8561 3,7004
IN INR 71,5935 72,0215 74,3717 71,1956

Für die Währungsumrechnung wurden folgende Wechselkurse verwendet:

5 | VERGLEICHBARKEIT DES KONZERNABSCHLUSSES MIT DEM VORJAHR

Die erstmalige Einbeziehung der im Geschäftsjahr 2016 neu gegründeten bzw. erworbenen Firmen in den Konzernabschluss 2016 hatte keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Entsprechend IFRS 5 wurden die auf den aufgegebenen Geschäftsbereich entfallenden Erträge, Aufwendungen und Cashflows getrennt von den fortgeführten Geschäftsbereichen ausgewiesen und die Vorjahreszahlen dementsprechend angepasst. Somit ist die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses zum Vorjahr gegeben. Nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Vorjahreszahlen auf die in die nachfolgenden Erläuterungen entsprechend IFRS 5 angepassten Vergleichszahlen:

davon aus
aufgegebenen
Geschäfts 2015
Tsd. Euro 2015 bereichen (angepasst)
Umsatzerlöse 140.046 299 139.747
Umsatzkosten – 77.695 – 811 – 76.884
Bruttoergebnis vom Umsatz 62.351 – 512 62.863
Vertriebskosten – 25.649 – 131 – 25.518
Allgemeine Verwaltungskosten – 27.029 – 773 – 26.256
Sonstige betriebliche Erträge 11.964 14 11.950
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 5.336 0 – 5.336
Betriebsergebnis 16.301 – 1.402 17.703
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen – 408 0 – 408
Währungsgewinne 1.641 0 1.641
Währungsverluste – 724 – 4 – 720
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern 16.810 – 1.406 18.216
Zinserträge 165 0 165
Zinsaufwendungen – 1.471 – 29 – 1.442
Ergebnis vor Ertragsteuern 15.504 – 1.435 16.939
Ertragsteuern – 5.138 488 – 5.626
Konzernergebnis 10.366 – 947 11.313
Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Verlust – 352 0 – 352
Ergebnisanteil der Aktionäre der Eckert & Ziegler AG 10.718 – 947 11.665
Ergebnis je Aktie
Unverwässert (EUR je Aktie) 2,03 – 0,18 2,21
Verwässert (EUR je Aktie) 2,03 – 0,18 2,21

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

6 | UMSATZERLÖSE

Der Konzern erzielt seine Umsatzerlöse überwiegend aus dem Verkauf von Gütern sowie zu einem geringen Teil aus der Erbringung von Dienstleistungen. Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2016 von 139.747 Tsd. Euro auf 137.935 Tsd. Euro gesunken.

Der Rückgang in 2016 resultiert im Wesentlichen aus der Entscheidung zum Rückzug aus dem US-Markt für einige Produkte des Segmentes Strahlentherapie.

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

Tsd. Euro 2016 2015
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern 128.811 130.264
Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen 9.124 9.483
Summe 137.935 139.747

Beim Verkauf von Gütern und bei der Erbringung von Dienstleistungen werden Umsatzerlöse bei Übergang des wirtschaftlichen Eigentums realisiert.

Die Gliederung der Umsatzerlöse nach geografischen Segmenten und Geschäftsfeldern ist aus der Segmentberichterstattung ersichtlich.

7 | UMSATZKOSTEN

Die Umsatzkosten enthalten neben den direkt den Umsätzen zurechenbaren Material- und Personalaufwendungen sowie Abschreibungen, auch anteilige Material- und Personalgemeinkosten sowie Erträge aus der Auflösung von Abgrenzungsposten. Der Materialaufwand betrug 35.956 Tsd. Euro für 2016 und 41.223 Tsd. Euro für 2015.

8 | VERTRIEBSKOSTEN

Die Vertriebskosten gliedern sich wie folgt:

Tsd. Euro 2016 2015
Personal- und Personalnebenkosten 10.350 11.438
Kosten der Warenabgabe 6.519 7.041
Werbung 1.104 1.449
Abschreibungen 1.023 1.021
Provisionen 840 1.470
Sonstige 2.721 3.099
Summe 22.557 25.518

9 | ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN

Die Allgemeinen Verwaltungskosten beinhalten:

Tsd. Euro 2016 2015
Personal- und Personalnebenkosten 12.520 12.149
Abschreibungen 2.452 2.967
Miete und Nebenkosten 2.772 2.642
Versicherungen, Beiträge, Gebühren, eingekaufte Dienstleistungen 2.249 2.077
Beratungskosten 1.951 1.811
Kommunikationskosten 484 486
IR-Kosten 163 172
Sonstige 4.101 3.952
Summe 26.692 26.256

10 | LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER UND ANZAHL BESCHÄFTIGTE

Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten Personalaufwendungen in Höhe von 46.555 Tsd. Euro (2015: 49.584 Tsd. Euro).

Die Personalkosten für die Geschäftsjahre 2016 und 2015 setzen sich folgendermaßen zusammen:

Tsd. Euro 2016 2015
Löhne und Gehälter 40.455 43.094
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und
für Unterstützung 6.100 6.490
– davon für Altersversorgung 198 229

Während des Jahres 2016 waren durchschnittlich 638 (2015: 672) Mitarbeiter bei den Konzerngesellschaften beschäftigt. Diese arbeiteten in den folgenden Abteilungen:

2016 2015
Fertigung 295 310
FuE Anlagenbau 45 40
Verwaltung 106 93
Vertrieb 140 164
Qualitätsmanagement 52 65
Gesamt 638 672

Die Arbeitnehmer der deutschen und anderen europäischen Konzernunternehmen gehören den staatlichen Versorgungsplänen an, die durch die staatlichen Behörden verwaltet werden. Die Unternehmen müssen zur Dotierung der Leistungen einen bestimmten Prozentsatz ihres Personalaufwands in die Versorgungspläne einzahlen. Die einzige Verpflichtung des Konzerns hinsichtlich dieser Altersversorgungspläne besteht in der Zahlung dieser festgelegten Beiträge.

Die amerikanischen Tochtergesellschaften unterhalten beitragsorientierte Altersversorgungspläne für alle anspruchsberechtigten Arbeitnehmer dieser Unternehmen. Die Vermögenswerte dieser Pläne werden separat von denen des Konzerns unter treuhänderischer Kontrolle gehalten.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen von insgesamt 2.569 Tsd. Euro (2015: 3.127 Tsd. Euro) stellen die fälligen Beiträge des Konzerns zu den angegebenen Altersversorgungsplänen dar. Zum 31. Dezember 2016 bzw. 2015 waren jeweils alle fälligen Beiträge in die Versorgungspläne eingezahlt.

KONZERNANHANG

Informationen über die Gesamtbezüge von aktiven und früheren Mitgliedern des Vorstands sowie aktiven Mitgliedern des Aufsichtsrates sind in Tz. 44 angegeben.

11 | ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN

Die Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in den folgenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:

2016 2015
Tsd. Euro Abschrei
bungen
Wert
minderungen
Abschrei
bungen
Wert
minderungen
Umsatzkosten 1.210 0 878 0
Vertriebskosten 552 0 580 0
Allgemeine Verwaltungskosten 1.324 1.665 61
Sonstige betriebliche Aufwendungen 85 447 85 0
Aus aufgegebenen
Geschäftsbereichen
21 0 121 0
Summe 3.192 447 3.329 61

Die Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen sind in den folgenden Posten der Gewinnund Verlustrechnung enthalten:

2016 2015
Tsd. Euro Abschrei
bungen
Wert
minderungen
Abschrei
bungen
Wert
minderungen
Umsatzkosten 3.129 0 2.976 0
Vertriebskosten 471 0 441 0
Allgemeine Verwaltungskosten 1.128 0 1.241 0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 320 0 304 286
Aus aufgegebenen
Geschäftsbereichen
50 0 126 0
Summe 5.098 0 5.088 286

12 | SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Geschäftsjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr deutlich auf 3.551 Tsd. Euro (2015: 11.950 Tsd. Euro) zurückgegangen. Im Vorjahr enthielten die sonstigen betrieblichen Erträge einen Sondereffekt aus dem Verkauf von Anteilen an der Octreopharm Sciences GmbH in Höhe von 8.785 Tsd. Euro, im Geschäftsjahr 2016 fiel ein Sonderertrag in Höhe von 1.377 Tsd. Euro aus der Earnout Komponente der im Vorjahr verkauften Produktionsanlagen und Technologien an.

Ansonsten enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge im Wesentlichen Erträge für Entwicklungsleistungen im Kundenauftrag in Höhe von 843 Tsd. Euro (2015: 600 Tsd. Euro), Erträge aus Kostenerstattungen in Höhe von 344 Tsd. Euro (2015: 387 Tsd. Euro), Erträge aus der Bewertung von Finanzinstrumenten in Höhe von 176 Tsd. Euro (2015: 218 Tsd. Euro) sowie Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von 34 Tsd. Euro (2015: 975 Tsd. Euro).

Weiterhin beinhaltet der Posten Versicherungsentschädigungen, erhaltene Zuschüsse, Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und sonstige Erträge.

13 | SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 304 Tsd. Euro auf 5.032 Tsd. Euro gesunken (2015: 5.336 Tsd. Euro). Neben den Kosten für Forschung und Entwicklung in Höhe von 3.109 Tsd. Euro (2015: 4.037 Tsd. Euro) enthält der Posten im Wesentlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Aufgabe einer Produktionsstätte des Segmentes Strahlentherapie in Höhe von 1.098 Tsd. Euro (2015: 0 Tsd. Euro), Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 447 Tsd. Euro (2015: 0 Tsd. Euro), Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 192 Tsd. Euro (2015: 40 Tsd. Euro) sowie Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von 10 Tsd. Euro (2015: 117 Tsd. Euro).

Im Vorjahr enthielt der Posten außerdem im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen angefallene Abfindungskosten in Höhe von 754 Tsd. Euro, sowie außerplanmäßige Abschreibungen auf nicht mehr nutzbare Produktionsanlagen in Höhe von 286 Tsd. Euro.

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Kosten für Forschung und Entwicklung setzen sich zusammen aus:

  • direkt zurechenbaren nicht aktivierungsfähigen Personal- und Materialkosten der Forschungsund Entwicklungsbereiche,
  • Abschreibungen der Forschungs- und Entwicklungsbereiche für erworbene Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie die korrespondierende Auflösung von Abgrenzungsposten in Bezug auf die Vermögenswerte, die für Forschungszwecke eingesetzt werden,
  • Wertminderungen von in den Vorjahren aktivierten, selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten sowie die korrespondierende Auflösung von Abgrenzungsposten,
  • sonstigem, direkt zurechenbarem Aufwand der Forschungs- und Entwicklungsbereiche sowie
  • anteiligen Gemeinkosten der Forschungs- und Entwicklungsbereiche.

Die Kosten für Forschung und Entwicklung von 3.109 Tsd. Euro (2015: 4.037 Tsd. Euro) enthalten Abschreibungen und Wertminderungen in Höhe von 405 Tsd. Euro (2015: 390 Tsd. Euro), Personalaufwand in Höhe von 2.024 Tsd. Euro (2015: 2.563 Tsd. Euro), Material- und Fremdleistungsaufwand in Höhe von 513 Tsd. Euro (2015: 839 Tsd. Euro) und Sonstige Aufwendungen in Höhe von 167 Tsd. Euro (2015: 245 Tsd. Euro).

MANAGEMENT| UNTERNEHMEN| KONZERNLAGEBERICHT| FINANZTEIL Geschäftsbericht 2016 | Eckert & Ziegler 93

KONZERNANHANG

14 | ERGEBNIS AUS AT-EQUITY BEWERTETEN BETEILIGUNGEN

Im Juni 2013 hat die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH, Berlin, sowie eine Option auf weitere Anteile an der Gesellschaft erworben. Aus dem im September 2012 mit der Eckert Wagniskapital- und Frühphasenfinanzierung GmbH abgeschlossenen Darlehens- und Anteilsoptionsvertrag verfügte der Konzern außerdem über eine Option auf den Erwerb weiterer Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH. Bis zum Verkauf der Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH (welcher zum 30. Juni 2015 wirksam wurde) übte die Gesellschaft gemäß IAS 28 einen maßgeblichen Einfluss auf die OctreoPharm Sciences GmbH aus und bewertete deshalb die Anteile im Konzernabschluss nach der Equity Methode. Der Anteil des Konzerns am Verlust der OctreoPharm Sciences GmbH im Geschäftsjahr 2015 betrug 408 Tsd. Euro (siehe auch Erläuterungen unter Tz. 22).

Im Geschäftsjahr 2016 hat der Konzern, ebenso wie in den Vorjahren, keine verlässlichen Informationen in Bezug auf die Geschäfts- und Finanzlage des Joint Ventures ZAO "NanoBrachyTech" bekommen. Aus diesem Grund wird die Beteiligung am Joint Venture seit dem Geschäftsjahr 2015 nicht mehr unter den Anteilen an at-equity bewerteten Beteiligungen, sondern unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Diese Ausweiskorrektur hatte jedoch keine zahlenmäßigen Auswirkungen auf den Bilanzposten, da die Beteiligung bereits seit mehreren Jahren mit einem Wert von 0 Tsd. Euro bewertet wurde.

Nach dem Verkauf der Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH, Berlin, im Geschäftsjahr 2015 sowie dem geänderten Ausweis des Joint Ventures ZAO "NanoBrachyTech" weist der Konzern derzeit nur noch die Beteiligung am Americium Consortium LLC, Wilmington (Delaware), als at-equity bewertete Beteiligung aus. Aus dieser Beteiligung resultierten im Geschäftsjahr 2016 ebenso wie im Vorjahr weder Aufwendungen noch Erträge.

15 | WÄHRUNGSGEWINNE/-VERLUSTE

Währungsgewinne in Höhe von 1.544 Tsd. Euro (2015: 1.645 Tsd. Euro) und Währungsverluste in Höhe von 707 Tsd. Euro (2015: 724 Tsd. Euro) resultieren aus der Bewertung von Fremdwährungsforderungen bzw. – verbindlichkeiten.

16 | ZINSERGEBNIS

Zinserträge auf finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 445 Tsd. Euro (2015: 165 Tsd. Euro), während die Zinsaufwendungen 1.388Tsd. Euro (2015: 1.442 Tsd. Euro) betrugen.

Die Zinsaufwendungen enthalten 616 Tsd. Euro (2015: 413 Tsd. Euro) nicht zahlungswirksame Zinsaufwendungen (u. a. Aufzinsungen).

17 | ERTRAGSTEUERN

Der bei der Berechnung des Steueraufwands als Konzernsteuersatz verwendete Steuersatz des Mutterunternehmens für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer belief sich für die Geschäftsjahre 2016 und 2015 auf 30,175%. Der Konzernsteuersatz setzt sich wie folgt zusammen:

2016 2015
Gewerbesteuermesszahl 3,5% 3,5%
Gewerbesteuerhebesatz 410% 410%
Körperschaftsteuer 15% 15%
Solidaritätszuschlag auf Körperschaftsteuer 5,5% 5,5%

Der Ertragsteueraufwand [Aufwand(+)/Ertrag(–)] setzt sich für die jeweils am 31. Dezember endenden Geschäftsjahre 2016 und 2015 wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2016 2015
Ergebnis vor Steuern:
Deutschland 4.277 6.004
Ausländische Tochtergesellschaften 11.010 10.935
15.287 16.939
Tsd. Euro 2016 2015
Laufende Steuern:
Deutschland 1.520 1.292
Ausländische Tochtergesellschaften 3.710 3.349

Von den laufenden Steuern im Jahr 2016 entfallen –610 Tsd. Euro (Ertrag) auf Vorjahre (2015: –41 Tsd. Euro).

5.230 4.641

Tsd. Euro 2016 2015
Latente Steuern:
Deutschland – 543 341
Ausländische Tochtergesellschaften – 53 644
– 596 985
Steuern gesamt: 4.634 5.626

Die Überleitung des Ertragsteueraufwands des Konzerns, ermittelt auf der Grundlage der in Deutschland geltenden Steuersätze, auf den tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand des Konzerns stellt sich folgendermaßen dar:

Tsd. Euro 2016 2015
Basis zur Ermittlung des Steueraufwandes (Ergebnis vor Steuern) 15.287 16.939
Erwarteter Steueraufwand auf Basis Konzernsteuersatz 4.613 5.111
Steuersatzunterschiede bei Tochtergesellschaften 601 – 58
Steuern für Vorjahre – 610 – 41
Steuern auf nicht abzugsfähige Aufwendungen 2.056 206
Steuern auf steuerfreies Einkommen – 40 – 1.772
Latente Steuern auf die Aktivierung bisher nicht berücksichtigter
Verlustvorträge
– 26 – 1.025
Bestandsanpassungen auf latente Steuern aus temporären aktiven und
passiven Differenzen
– 820 0
Wertminderung von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge 374 441
Nutzung von bisher nicht aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge – 2.225 0
Nicht aktivierte latente Steuern auf Verluste des Geschäftsjahres 714 2.753
Sonstige – 3 11
Effektivsteueraufwand 4.634 5.626

Zur Berechnung der latenten Steuern wurden beim Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2016 folgende, gegenüber dem 31. Dezember 2015 unveränderte Steuersätze verwendet: Körperschaftsteuer 15%, Solidaritätszuschlag 5,5% auf die Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer 14,35%. Bei den ausländischen Gesellschaften wurden für die Berechnung der latenten Steuern jeweils die länderspezifischen Steuersätze verwendet.

Latente Steuern werden auf der Grundlage der Differenzen hinsichtlich der Wertansätze, mit denen Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und in den jeweiligen Steuerbilanzen der Konzernunternehmen ausgewiesen werden sowie für die verfügbaren steuerlichen Verlustvorträge berechnet. Aktive und passive latente Steuern wurden in der Bilanz, soweit nach IAS 12 zulässig, saldiert.

Auf die Veränderung von steuerlichen Verlustvorträgen entfallen im Berichtsjahr latente Steueraufwendungen in Höhe von 1.351 Tsd. Euro (2015: 1.744 Tsd. Euro) sowie latente Steuererträge von 1.032 Tsd. Euro (2015: 1.268 Tsd. Euro), während auf temporäre Differenzen latente Steuererträge in Höhe von 915 Tsd. Euro (2015: latente Steueraufwendungen in Höhe von 509 Tsd. Euro) entfallen.

Insgesamt sind 6.619 Tsd. Euro (2015: 6.942 Tsd. Euro) latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge aktiviert. Bei den Verlustvorträgen handelt es sich im Wesentlichen um Verlustvorträge der Eckert & Ziegler BEBIG SA in Höhe von 4.481 Tsd. Euro und um Verlustvorträge der deutschen Gesellschaften des Eckert & Ziegler Konzerns. Die Verluste in Belgien, Großbritannien und in Deutschland können auf unbefristete Zeit vorgetragen werden. Verlustvorträge in Höhe von 330 Tsd. Euro (2015: 344 Tsd. Euro) entfallen auf Verlustvorträge polnischer Gesellschaften, bei denen teilweise ab dem Jahr 2017 der Verfall der Verlustvorträge beginnt.

Von insgesamt 6.619 Tsd. Euro aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge entfallen 1.059 Tsd. Euro (2015: 1.690 Tsd. Euro) auf Gesellschaften, die in 2015 und 2016 noch einen steuerrechtlichen Verlust erlitten haben, aber zukünftig planmäßig Gewinn erwirtschaften werden. Im Geschäftsjahr 2016 wurden 2.225 Tsd. Euro Verlustvorträge genutzt (2015: 0 Tsd. Euro), für die zum 31. Dezember des Vorjahres jeweils keine aktiven latenten Steuern für Verlustvorträge angesetzt waren. Zum 31. Dezember 2016 verfügte der Konzern über Verlustvorträge in Höhe von 12.388 Tsd. Euro (2015: 13.450 Tsd. Euro), für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden. Aufgrund der unterschiedlichen Steuersysteme und steuerrechtlichen Regelungen in den einzelnen Ländern halten wir die Angabe eines Gesamtbetrages der bestehenden Verlustvorträge nur für bedingt aussagekräftig. Aus diesem Grund wird nachfolgend auch der Betrag der aktiven latenten Steuern der auf diese Verlustvorträge entfallen würde angegeben. Der Betrag der aktiven latenten Steuern auf diese Verlustvorträge, die in der Bilanz zum 31. Dezember 2016 nicht angesetzt wurden beträgt 3.834 Tsd. Euro (2015: 4.627 Tsd. Euro).

Aus der Währungsumrechnung resultieren Erhöhungen der passiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen in Höhe von 107 Tsd. Euro (2015: 291 Tsd. Euro).

Im Berichtsjahr wurden latente Steuererträge in Höhe von 348 Tsd. Euro (2015: latente Steueraufwendungen in Höhe von 177 Tsd. Euro) im Zusammenhang mit versicherungsmathematischen Gewinnen bzw. Verlusten aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen direkt ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet.

In der Bilanz zum 31. Dezember 2016 wurden im Rahmen der Erstkonsolidierung der BrachySolutions BVBA und der Eckert & Ziegler Brasil Logistica Ltda. passive latente Steuern in Höhe von 427 Tsd. Euro angesetzt. Für temporäre Differenzen aus thesaurierten Ergebnissen von Tochterunternehmen in Höhe von 20.173 Tsd. Euro (2015: 22.549 Tsd. Euro) wurden keine passiven latenten Steuern gebildet, da die Eckert & Ziegler AG in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Umkehrung zu steuern und sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
Tsd. Euro 2016 2015 2016 2015
Steuerliche Verlustvorträge 6.619 6.942 0 0
Anlagevermögen 117 94 7.690 6.932
Forderungen 158 295 437 328
Verbindlichkeiten 747 785 0 0
Vorräte 309 382 0 362
Rückstellungen 5.604 4.630 0 0
Sonstige 348 13 72 234
Zwischensumme 13.902 13.141 8.199 7.856
Saldierung – 4.902 – 3.775 – 4.902 – 3.775
Bestand laut Konzernbilanz 9.000 9.366 3.297 4.081

Die aktiven und passiven latenten Steuern auf Ebene der einzelnen Bilanzposten werden in der folgenden Übersicht dargestellt:

18 | NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE

Im Konzernergebnis nach Steuern sind auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinnanteile in Höhe von 236 Tsd. Euro (2015: Verlustanteile in Höhe von 352 Tsd. Euro) enthalten.

Die nachfolgende Tabelle enthält Einzelheiten zu den nicht 100%igen Tochterunternehmen des Konzerns, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen.

Name des Anteile Beteiligungsquote der
nicht beherrschenden
Auf nicht beherrschen
de Anteile entfallender
Gewinn oder Verlust (–)
beherrschende Anteile Kumulierte nicht
Tochter 31.12.2016 31.12.2015 2016 2015 31.12.2016 31.12.2015
unternehmens Sitz Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
Teilkonzern
Eckert & Ziegler
BEBIG S.A.
Seneffe,
Belgien
15,8% 20% 29 – 1.086 4.248 4.220
Eckert & Ziegler
CESIO s.r.o
Prag,
Tschechische
Republik
11,1% 20% 207 734 638 753

Der Teilkonzern Eckert & Ziegler BEBIG SA umfasst die Eckert & Ziegler BEBIG SA sowie die folgenden 100%-igen Tochtergesellschaften:

  • Eckert & Ziegler BEBIG GmbH, Berlin
  • Eckert & Ziegler BEBIG Projekte UG (haftungsbeschränkt), Berlin
  • Eckert & Ziegler Iberia SLU, Madrid, Spanien
  • Eckert & Ziegler BEBIG SARL, Paris, Frankreich
  • Eckert & Ziegler BEBIG Ltd., Didcot, Großbritannien
  • Eckert & Ziegler BEBIG Inc., Mt. Vernon (New York), USA
  • Mick Radio-Nuclear Instruments Inc., Mt. Vernon (New York), USA
  • Eckert & Ziegler BEBIG Serviços De Consultoria Em Produtos De Radioterapia Ltda., Fortaleza, Brasilien
  • Eckert & Ziegler BEBIG India Pvt. Ltd., Neu-Delhi, Indien
  • OOO "Eckert & Ziegler BEBIG", Moskau, Russland

Die zusammengefassten Finanzinformationen hinsichtlich der Tochterunternehmen des Konzerns, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen, sind nachfolgend angegeben. Die zusammengefasten Finanzinformationen entsprechen den Beträgen vor konzerninternen Eliminierungen.

TEILKONZERN ECKERT & ZIEGLER BEBIG S. A.
Tsd. Euro 31.12.2016 31.12.2015
Kurzfristige Vermögenswerte 19.529 16.809
Langfristige Vermögenswerte 31.430 34.201
Kurzfristige Schulden – 9.903 – 15.629
Langfristige Schulden – 9.119 – 8.458
Den Aktionären der Eckert & Ziegler AG zurechenbarer Anteil am Eigenkapital 27.689 22.703
Nicht beherrschende Gesellschafter zurechenbarer Anteil am Eigenkapital 4.248 4.220
Tsd. Euro 2016 2015
Umsatzerlöse 24.888 31.103
Aufwendungen – 25.069 – 35.392
Jahresfehlbetrag – 181 – 4.289
Auf die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG entfallender Jahresfehlbetrag – 152 – 3.203
Auf die nicht beherrschenden Anteile entfallender Jahresfehlbetrag – 29 – 1.086
Gesamter Jahresfehlbetrag – 181 – 4.289
Auf die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG entfallendes sonstiges Ergebnis 0 0
Auf die nicht beherrschenden Anteile entfallendes sonstiges Ergebnis 0 0
Gesamtes sonstiges Ergebnis 0 0
Auf die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG entfallendes Gesamtergebnis – 152 – 3.203
Auf die nicht beherrschenden Anteile entfallendes Gesamtergebnis – 29 – 1.086
Gesamtergebnis – 181 – 4.289
Tsd. Euro 31.12.2016 31.12.2015
An die nicht beherrschenden Anteile gezahlte Dividenden 0 0
ECKERT & ZIEGLER CESIO S.R.O.
Tsd. Euro 31.12.2016 31.12.2015
Kurzfristige Vermögenswerte 5.335 5.667
Langfristige Vermögenswerte 952 774
Kurzfristige Schulden – 218 – 2.404
Langfristige Schulden – 329 – 342
Den Aktionären der Eckert & Ziegler AG zurechenbarer Anteil am Eigenkapital 5.102 2.942
Nicht beherrschenden Anteile zurechenbarer Anteil am Eigenkapital 638 753
Tsd. Euro 2016 2015
Umsatzerlöse 5.732 8.049
Aufwendungen – 3.688 – 4.381
Jahresüberschuss 2.044 3.668
Auf die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG entfallender Jahresüberschuss 1.837 2.934
Auf die nicht beherrschenden Anteile entfallender Jahresüberschuss 207 734
Gesamter Jahresüberschuss 2.044 3.668
Auf die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG entfallendes sonstiges Ergebnis 0 88
Auf die nicht beherrschenden Anteile entfallendes sonstiges Ergebnis 0 22
Gesamtes sonstiges Ergebnis 0 110
Auf die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG entfallendes Gesamtergebnis 1.837 3.022
Auf die nicht beherrschenden Anteile entfallendes Gesamtergebnis 207 756
Gesamtergebnis 2.044 3.778
Tsd. Euro 31.12.2016 31.12.2015
An die nicht beherrschenden Anteile gezahlte Dividenden 420 682

19 | ERGEBNIS JE AKTIE

Das Ergebnis je Stückaktie wurde wie folgt berechnet:

AUS FORTGEFÜHRTEN UND AUFGEGEBENEN GESCHÄFTSBEREICHEN
Zum Jahresende
Tsd. Euro 2016 2015
Zähler für Berechnung des Gewinns und des verwässerten und unverwässer
ten Gewinns je Aktie – Ergebnisanteil der Aktionäre der Eckert & Ziegler AG
9.550 10.718
Nenner für Berechnung des unverwässerten Gewinns je Aktie –
gewichteter Durchschnitt der Anzahl der Aktien (in Tausend Stück)
5.288 5.288
Nenner für Berechnung des verwässerten Gewinns je Aktie –
gewichteter Durchschnitt der Anzahl der Aktien (in Tausend Stück)
5.288 5.288
Unverwässerter Gewinn je Aktie (in Euro) 1,81 2,03
Verwässerter Gewinn je Aktie (in Euro) 1,81 2,03

KONZERNANHANG

AUS FORTGEFÜHRTEN UND AUFGEGEBENEN GESCHÄFTSBEREICHEN
Zum Jahresende
Tsd. Euro 2016 2015
Zähler für Berechnung des Gewinns und des verwässerten und unverwässer
ten Gewinns je Aktie – Ergebnisanteil der Aktionäre der Eckert & Ziegler AG
10.417 11.665
Nenner für Berechnung des unverwässerten Gewinns je Aktie –
gewichteter Durchschnitt der Anzahl der Aktien (in Tausend Stück)
5.288 5.288
Nenner für Berechnung des verwässerten Gewinns je Aktie –
gewichteter Durchschnitt der Anzahl der Aktien (in Tausend Stück)
5.288 5.288
Unverwässerter Gewinn je Aktie (in Euro) 1,97 2,21
Verwässerter Gewinn je Aktie (in Euro) 1,97 2,21

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

20 | IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Unter den immateriellen Vermögenswerten werden Geschäfts- oder Firmenwerte, Kundenbeziehungen, Wettbewerbsverbote, Patente und Technologien, Lizenzen und Software, aktivierte Entwicklungskosten sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen.

a) Immaterielle Vermögenswerte, die keiner planmäßigen Abschreibung unterliegen Die immateriellen Vermögenswerte, die keiner planmäßigen Abschreibung unterliegen betreffen ausschließlich die Geschäfts- oder Firmenwerte.

Der Posten Geschäfts- oder Firmenwerte entwickelte sich in den Geschäftsjahren 2016 bzw. 2015 wie folgt:

Tsd. Euro 2016 2015
Stand zum 01.01. 40.029 38.321
Zugänge 152 0
Abgänge – 9 0
Wertminderung – 447 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 697 1.708
Stand zum 31.12. 40.422 40.029

Der Anstieg der Geschäfts- oder Firmenwerte resultiert in Höhe von 152 Tsd. Euro aus einem Zugang von Geschäfts- oder Firmenwerten im Segment Isotope Products im Zusammenhang mit dem im Geschäftsjahr 2016 erfolgten Erwerb der Eckert & Ziegler Brasil Logistica Ltda. Der Abgang in Höhe von 9 Tsd. Euro resultiert aus der Aufgabe des Geschäftsfeldes Isotope Products (VSU) und der in diesem Zusammenhang erfolgten Entkonsolidierung der Eckert & Ziegler Vitalea Science Inc.

Der weitere Anstieg der Geschäfts- oder Firmenwerte beruht in Höhe von 697 Tsd. Euro (2015: 1.708 Tsd. Euro) auf Währungsumrechnungsdifferenzen, da ein wesentlicher Teil der Geschäfts- oder Firmenwerte auf Gesellschaften des Segmentes Isotope Products und des Segmentes Strahlentherapie entfällt, die in US-Dollar bilanzieren.

Die auf den Geschäfts- oder Firmenwert des Segmentes Strahlentherapie erfasste Wertminderung in Höhe von 447 Tsd. Euro führt zu einem entsprechenden Rückgang der Geschäfts- oder Firmenwerte.

Im Einzelnen verteilen sich die Geschäfts- oder Firmenwerte auf die Geschäftsfelder wie folgt:

Geschäfts
oder
Firmenwert
Geschäfts
oder
Firmenwert
Tsd. Euro 2016 2015
Strahlentherapie 17.303 17.628
Isotope Products (ohne VSU) 20.124 19.446
Isotope Products (VSU) 0 9
Radiopharma (Zyklotronsparte) 454 454
Radiopharma (Gerätesparte) 2.541 2.492
Stand zum 31.12. 40.422 40.029

Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte wurden im Geschäftsjahr 2016 gemäß IAS 36 einer Werthaltigkeitsprüfung (Impairment-Test) unterzogen. Dabei wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte den betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units = CGU) zugeordnet. Diese repräsentieren die unterste Ebene, auf der die Geschäfts- oder Firmenwerte und Vermögenswerte für Zwecke der Unternehmenssteuerung überwacht werden. Für das Segment Strahlentherapie wurde eine CGU festgestellt. In den Segmenten Isotope Products und Radiopharma wurden jeweils zwei zahlungsmittelgenerierende Einheiten identifiziert (VSU und Segment Isotope Products ohne VSU sowie Zyklotronund Gerätesparte).

KONZERNANHANG

Die Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ergeben sich aus den diskontierten künftigen Cashflows, die auf Basis der aktuellen Planungsrechnungen über einen Fünfjahreszeitraum ermittelt wurden. Für den anschließenden Zeitraum wurden die Cashflows mit einer Wachstumsrate zwischen 0% und 1% (Vorjahr: 0% bis 1%) angesetzt. Der Diskontierungssatz vor Steuern betrug für das Segment Strahlentherapie 9,9% (2015: 9,2%), für die Zyklotronsparte 8,4% (2015: 10,9%), für die Gerätesparte 8,6% (2015: 10,9%) für die CGUs des Segmentes Isotope Products 8,8% (2015: 9,9%) (siehe hierzu auch die Erläuterungen unter Tz. 3).

Im Ergebnis der weiteren Werthaltigkeitstests zum 31. Dezember 2016 hat sich unter Zugrundelegung der jeweilig ermittelten erzielbaren Beträge für die CGU Segment Strahlentherapie ein Wertminderungsbedarf bezüglich der Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 447 Tsd. Euro ergeben (2015: kein Wertminderungsbedarf).

Die Werthaltigkeitstests für den Geschäfts- oder Firmenwert der CGUs des Segmentes Isotope Products führen zu dem Ergebnis, dass denkbare mögliche Änderungen in den wesentlichen Annahmen nicht dazu führen, dass der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte den erzielbaren Betrag übersteigen könnte. Für die Geschäfts- oder Firmenwerte der Zyklotronsparte und der Gerätesparte wurden keine Szenario-Analysen durchgeführt, da die entsprechenden Werte im Konzern als nicht signifikant eingestuft wurden.

Für den Werthaltigkeitstest des Geschäfts- oder Firmenwertes des Segmentes Strahlentherapie wurde eine Szenario-Analyse durchgeführt, die die nachfolgenden Ergebnisse liefert:

Die künftigen Cashflows sind in hohem Maße von den realisierbaren Umsatzerlösen abhängig, da die CGU Segment Strahlentherapie einen hohen Anteil an fixen Kosten aufweist. Von daher werden die Ergebnisse des Werthaltigkeitstests von Veränderungen des geplanten Umsatzwachstums besonders stark beeinflusst. Im Basisszenario geht die Gesellschaft bei ihrer Planung von einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum von 4% ausgehend von den im Jahr 2016 erzielten Umsatzerlösen aus. Die nachfolgende Szenario Analyse zeigt, wie sich der Geschäfts- und Firmenwert entwickeln würde, wenn das geplante Umsatzwachstum nicht erreicht werden würde.

Veränderung im Vergleich Basis Szenario Szenario Szenario Szenario Szenario
zum Basisszenario szenario 1 2 3 4 5
Veränderung Umsatzerlöse 0% – 5% – 10% 0% 0% – 10%
Veränderung Umsatzkosten 0% – 4% – 8% 0% 0% – 8%
Veränderung WACC 0% 0% 0% + 2% + 4% + 3%
kumulative Umsatzerlöse
über 5 Jahre
100% 95% 90% 100% 100% 90%
kumulative EBIT über 5 Jahre 100% 76% 52% 100% 100% 52%
kumulative FCF über 5 Jahre 100% 82% 64% 100% 100% 64%
Ermittelter Firmenwert 100% 83% 65% 75% 59% 43%
Ermittelter Firmenwert
(Anteil EZAG) im Verhältnis
zum Buchwert
0,98 0,81 0,64 0,73 0,58 0,42
Bedarf zur Wertminderung Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Wertminderung in Tsd. Euro 447 5.011 9.577 7.069 11.075 15.372

Für den Werthaltigkeitstest des Geschäfts- oder Firmenwertes des Segmentes Strahlentherapie wurde eine Szenario-Analyse durchgeführt, die die nachfolgenden Ergebnisse liefert:

Die künftigen Cashflows sind in hohem Maße von den realisierbaren Umsatzerlösen abhängig, da die CGU Segment Strahlentherapie einen hohen Anteil an fixen Kosten aufweist. Von daher werden die Ergebnisse des Werthaltigkeitstests von Veränderungen des geplanten Umsatzwachstums besonders stark beeinflusst. Im Basisszenario geht die Gesellschaft bei ihrer Planung von einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum von 4% ausgehend von den im Jahr 2016 erzielten Umsatzerlösen aus. Die nachfolgende Szenario Analyse zeigt, wie sich der Geschäfts- oder Firmenwert entwickeln würde, wenn das geplante Umsatzwachstum nicht erreicht werden würde.

Veränderung im Vergleich
zum Basisszenario
Basis
szenario
Szenario
1
Szenario
2
Szenario
3
Szenario
4
Szenario
5
Durchschnittliches jährliches
Umsatzwachstum
4% 3% 2% 1% 0% – 1%
Resultierendes Umsatz/EBIT
Verhältnis in 2020
17% 15% 14% 12% 10% 8%
Bedarf zur Wertminderung Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Wertminderung in Tsd. Euro 447 4.724 7.336 10.651 13.538 16.280

b) Immaterielle Vermögenswerte, welche planmäßig abgeschrieben werden, setzen sich zum 31. Dezember der Geschäftsjahre 2016 und 2015 wie folgt zusammen:

2016
Tsd. Euro
verbleibende
Abschrei
bungsdauer
2015
Tsd. Euro
Kundenbeziehungen 4.161 1–12 Jahre 3.781
Lizenzen/Software/Zulassungen 3.211 1–14 Jahre 3.681
Patente/Technologien 900 1–7 Jahre 1.626
Stand zum 31.12. 8.272 9.088

(1) Erworbene immaterielle Vermögenswerte

KONZERNANHANG

(2) Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte

2016
Tsd. Euro
verbleibende
Abschrei
bungsdauer
2015
Tsd. Euro
Technologien 3.046 4–6 Jahre 3.995
Zulassungen 1.220 13–14 Jahre 1.001
Patente 5 2–3 Jahre 8
Stand zum 31.12. 4.271 5.004

Im Geschäftsjahr 2016 wurden Entwicklungskosten von insgesamt 292 Tsd. Euro (2015: 248 Tsd. Euro) aktiviert. Für die zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossenen Entwicklungsprojekte wurden Wertminderungstests durchgeführt, die die Werthaltigkeit der jeweils aktivierten Beträge bestätigen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte erfolgen unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode. Sie sind in der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend dem Funktionsbereich der jeweiligen immateriellen Vermögenswerte den Umsatzkosten, Vertriebskosten, den Allgemeinen Verwaltungskosten bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zugeordnet (siehe auch Erläuterungen unter Tz. 11).

Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 ist im als Anlage zum Konzernanhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

21 | SACHANLAGEN

Die Entwicklung der Sachanlagen vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Die Zugänge im Geschäftsjahr 2016 betreffen im Wesentlichen laufende Ersatzinvestitionen sowie die Erweiterung und Modernisierung bestehender Produktionsanlagen.

In Verbindung mit dem auf einem fremden Grundstück selbst errichteten Verwaltungs- und Produktionsgebäude in Berlin hatte der Konzern einen langfristigen Nutzungsvertrag abgeschlossen, welcher ursprünglich zum 31. Dezember 2014 endete. Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2014 seine vertraglich bestehende Verlängerungsoption fristgerecht ausgeübt, so dass der Vertrag jetzt bis zum 31. Dezember 2024 läuft.

22 | ANTEILE AN AT-EQUITY BEWERTETEN BETEILIGUNGEN

Im Juni 2013 hatte die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH erworben. Aus dem im September 2012 mit der Eckert Wagniskapital- und Frühphasenfinanzierung GmbH abgeschlossenen Darlehens- und Anteilsoptionsvertrag verfügte der Konzern über eine Option auf den Erwerb weiterer Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH. Gemäß IAS 28.13 verfügte der Konzern schon damals über "present access" auf diese Anteile. Unter Einbeziehung dieser Anteile und der bereits direkt über die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH gehaltenen Anteile verfügte der Konzern insgesamt über 25 der Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH und übte damit einen maßgeblichen Einfluss auf die OctreoPharm Sciences GmbH aus. Die Anteile wurden deshalb, bis zum Verkauf der Anteile (welcher zum 30. Juni 2015 wirksam wurde) im Konzernabschluss nach der Equity Methode bilanziert. Die Anschaffungskosten der Anteile betrugen 3.622 Tsd. Euro. Der Anteil des Konzerns am Verlust der OctreoPharm Sciences GmbH im Geschäftsjahr 2015 betrug 408 Tsd. Zum 30. Juni 2015 wurden die Anteile an der OPS verkauft, so dass zum 31. Dezember 2015 keine Anteile der OPS mehr at-equity bewertet werden.

Im Dezember 2013 hat die Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. mit einem amerikanischen Partner einen Vertrag über die Gründung eines Joint Ventures, der Americium Consortium LLC, abgeschlossen. Beide Partner halten jeweils 50% der Anteile am Joint Venture, beide dürfen jeweils ein Mitglied des Managements des Joint Ventures berufen und wesentliche Entscheidungen müssen einstimmig getroffen werden. Gemäß IAS 28 übt die Gesellschaft einen maßgeblichen Einfluss auf das Joint Venture Unternehmen aus und bilanziert deshalb die Anteile im vorliegenden Konzernabschluss nach der Equity Methode. Die Anschaffungskosten der Anteile betrugen 2.493 Tsd. Euro. Der Anteil des Konzerns am Verlust der Americium Consortium LLC im Geschäftsjahr 2016 betrug 0 Tsd. Euro (2015: 0 Tsd. Euro). Der at-equity bewertete Anteil zum 31. Dezember 2016 beträgt 2.872 Tsd. Euro (2015: 2.780 Tsd. Euro) (siehe auch Erläuterungen unter Tz. 14).

Folgende Tabellen geben einen Überblick über die zusammenfassenden Finanzinformationen hinsichtlich der at-equity bewerteten Beteiligung am Joint-Venture Americium Consortium LLC. Die zusammenfassenden Finanzinformationen entsprechen den Beträgen im, in Übereinstimmung mit den IFRS aufgestellten Abschluss des Unternehmens (für Zwecke der Bilanzierung nach der Equity-Methode vom Konzern entsprechend angepasst):

Tsd. Euro 31.12.2016 31.12.2015
Kurzfristige Vermögenswerte 2 1
Langfristige Vermögenswerte 5.742 5.561
Kurzfristige Schulden 0 0
Langfristige Schulden 0 0

In den vorstehend aufgeführten Vermögenswerten und Schulden sind die folgenden Beträge enthalten:

Tsd. Euro 31.12.2016 31.12.2015
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2 1
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (ohne Verbindlichkeiten aus Liefer
ungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen)
0 0
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (ohne Verbindlichkeiten aus Liefer
ungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen)
0 0
Tsd. Euro 2016 2015
Umsatzerlöse 0 0
Jahresüberschuss aus fortgeführten Geschäftsbereichen 1 0
Nachsteuerergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche 0 0
Jahresüberschuss 1 0
Sonstiges Ergebnis 0 0
Gesamtergebnis 1 0
Vom Joint Venture erhaltene Dividenden 0 0

Der vorstehend aufgeführte Jahresüberschuss enthält die folgenden Beträge:

Tsd. Euro 2016 2015
Planmäßige Abschreibungen 0 0
Zinserträge 0 0
Zinsaufwendungen 0 0
Ertragsteueraufwand oder -ertrag 0 0

Überleitung von den dargestellten zusammenfassenden Finanzinformationen zum Buchwert der Beteiligung an dem Joint Venture Americium Consortium LLC im Konzernabschluss

Tsd. Euro 31.12.2016 31.12.2015
Nettoreinvermögen des Joint Ventures 5.744 5.562
Beteiligungsquote des Konzerns 50% 50%
Buchwert der Konzernbeteiligung am Joint Venture 2.872 2.780

Das Joint-Venture wird in den Folgejahren zur Abwicklung bestehender Einkaufsverträge von Rohstoffen, welche für die Produktion einiger Eckert & Ziegler Gesellschaften benötigt wird, finanzielle Mittel in Millionenhöhe benötigen. Diese werden über den Verkauf der Rohstoffe an Konzerngesellschaften bereitgestellt werden.

23 | ÜBRIGE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Aus dem im Geschäftsjahr 2015 erfolgten Verkauf der Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH resultierten neben dem sofort zahlungswirksam gewordenen Kaufpreis weitere Forderungen. Diese bestehen zum einen aus einem vereinbarten Sicherheitseinbehalt sowie zum anderen aus weiteren Forderungen, welche betrags- und zeitpunktmäßig vom Erreichen bestimmter zukünftiger Meilensteine abhängig sind. Die meilensteinabhängigen Forderungen sind in den übrigen langfristigen Vermögenswerten in Höhe von 2.183 Tsd. Euro (2015: 4.281 Tsd. Euro) enthalten.

Im Februar 2016 hat die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH eine Minderheitsbeteiligung (9,2 % der Anteile) an der dänischen Curasight ApS, Kopenhagen, erworben. Die Beteiligung wird in Höhe von 303 Tsd. Euro (2015: 0 Tsd. Euro) mit ihren Anschaffungskosten ebenfalls unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Außerdem beinhaltet der Posten den Aktivwert verschiedener Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 107 Tsd. Euro (2015: 83 Tsd. Euro) sowie geleistete Kautionszahlungen in Höhe von 72 Tsd. Euro (2015: 81 Tsd. Euro).

Im Vorjahr wurde unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten ebenfalls ein von der Eckert & Ziegler AG an die Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH (EWK) gewährtes Darlehen in Höhe von 368 Tsd. Euro (Nominalwert bis zu 400 Tsd. Euro, vereinbarter Zinssatz 3,25%) ausgewiesen. Da das Darlehen zum 31. Dezember 2017 fällig wird, wird es in der Bilanz zum 31. Dezember 2016 unter den übrigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

24 | ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von 36.567 Tsd. Euro (2015: 31.466 Tsd. Euro) handelt es sich um Schecks, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Fälligkeit – gerechnet vom Erwerbszeitpunkt – innerhalb von nicht mehr als drei Monaten. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stimmen mit dem Zahlungsmittelfonds in der Konzernkapitalflussrechnung überein.

25 | FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich zum 31. Dezember 2016 bzw. 2015 wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2016 2015
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.233 22.445
abzüglich Wertberichtigungen – 1.025 – 1.054
Stand zum 31.12. 23.208 21.391

26 | VORRÄTE

Das Vorratsvermögen setzt sich zum 31. Dezember 2016 bzw. 2015 wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2016 2015
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 18.629 18.725
Fertige Erzeugnisse 5.415 5.234
Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen 1.930 1.750
25.974 25.709
abzgl. Wertminderungen – 874 – 660
Stand zum 31.12. 25.100 25.049

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betreffen hauptsächlich Nuklide sowie zur Herstellung der Endprodukte benötigte Komponenten.

Die auf Basis einer Gegenüberstellung des Nettoveräußerungswertes und des Buchwertes vorgenommenen Wertminderungen haben sich um 214 Tsd. Euro erhöht (2015: 30 Tsd. Euro).

27 | ÜBRIGE KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Die Übrigen kurzfristigen Vermögenswerte in Höhe von 7.801 Tsd. Euro (2015: 9.605 Tsd. Euro) betreffen zum 31. Dezember 2016 Forderungen aus dem Verkauf der Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH in Höhe von 2.098 Tsd. Euro (2015: 2.887 Tsd. Euro) sowie Forderungen aus dem Verkauf von Technologien und Produktionsanlagen in Höhe von 777 Tsd. Euro (2015: 2.061 Tsd. Euro). Außerdem enthalten sind Darlehensforderung in Höhe von 1.288 Tsd. Euro, welche im nächsten Jahr fällig werden. Im Vorjahr waren diese Darlehensforderungen zum überwiegenden Teil noch in den übrigen langfristigen Vermögenswerten enthalten.

Weiterhin enthält der Posten Umsatzsteuerforderungen gegen Finanzbehörden in Höhe von 1.510 Tsd. Euro (2015: 1.148 Tsd. Euro) sowie Aufwandsabgrenzungen, geleistete Vorauszahlungen und sonstige Forderungen in Höhe von 2.128 Tsd. Euro (2015: 3.509 Tsd. Euro).

28 | EIGENKAPITAL

Die Entwicklung des auf die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG entfallenden Eigenkapitals und der nicht beherrschenden Anteile ist in der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Nach Beschluss der Hauptversammlung vom 08. Juni 2016 wurde der handelsrechtliche Bilanzgewinn der Eckert & Ziegler AG zum 31. Dezember 2015 in Höhe von 4.794 Tsd. Euro zur Ausschüttung einer Dividende von 0,60 Euro je dividendenberechtigte Stückaktie verwendet (3.173 Tsd. Euro) und der verbleibende Betrag in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt (1.621 Tsd. Euro).

Das Grundkapital der Eckert & Ziegler AG beträgt zum 31. Dezember 2016 5.292.983 Euro und ist in 5.292.983 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt und voll eingezahlt. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien (ohne Berücksichtigung der eigenen Aktien) beläuft sich zum 31. Dezember 2016 auf 5.288.165 Stück.

Nach dem Aktiengesetz bemessen sich die an die Aktionäre ausschüttbaren Dividenden nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Eckert & Ziegler AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, aus dem handelsrechtlichen Bilanzgewinn des Jahres 2016 der Eckert & Ziegler AG eine Dividende von 3.173 Tsd. Euro (0,60 Euro je Aktie) an die Aktionäre auszuschütten.

Bedingtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 1999, geändert durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2003, ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu weitere 300.000 Euro, eingeteilt in bis zu 300.000 Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 1999). Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durchgeführt werden, wie die Inhaber von Aktienoptionen, zu deren Ausgabe der Vorstand von der Hauptversammlung vom 30. April 1999 ermächtigt wurde, von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft die Optionsrechte nicht durch Übertragung eigener Aktien oder im Wege einer Barzahlung erfüllt.

Im September 2009 hatte der Vorstand von dieser Genehmigung Gebrauch gemacht und aus dem bedingten Kapital eine Kapitalerhöhung in Höhe von 31.650 Euro durch Ausgabe von 31.650 auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien durchgeführt.

Im Geschäftsjahr 2010 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates erneut von der Ermächtigung zur bedingten Kapitalerhöhung um 32.700 Euro durch Ausgabe von 32.700 auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien Gebrauch gemacht.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 wurde das von der Hauptversammlung am 20. Mai 2009 beschlossene "Bedingte Kapital 2009" aufgehoben, gleichzeitig wurde ein Beschluss über die Schaffung eines neuen bedingten Kapitals (Bedingtes Kapital 2012) getroffen. Dabei wurde eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.639.316 Euro beschlossen. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit von der Gesellschaft nicht eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden.

Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Juni 2016 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Juni 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrates einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 1.500.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 1.500.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die neuen Aktien einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem Kreditinstitut oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in den folgenden Fällen auszuschließen:

  • a) zum Ausgleich von Spitzenbeträgen;
  • b) bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen, um die neuen Aktien Dritten bei Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen, Unternehmensbeteiligungen oder anderen Vermögensgegenständen anbieten zu können;

c) wenn die neuen Aktien gegen Bareinlagen zu einem Ausgabebetrag ausgegeben werden, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien während der letzten fünf Börsenhandelstage vor dem Tag der Festlegung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 Satz 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet; diese Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss gilt jedoch nur insoweit, wie der anteilige Betrag der neuen Aktien am Grundkapital zusammen mit dem anteiligen Betrag am Grundkapital sonstiger Aktien, die von der Gesellschaft gegebenenfalls während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG auf der Grundlage einer durch die Hauptversammlung beschlossenen Kapitalerhöhung, der Ausnutzung eines genehmigten Kapitals oder nach Rückerwerb ausgegeben worden sind, 10% des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Eintragung dieser Ermächtigung in das Handelsregister oder – falls geringer – zum jeweiligen Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung nicht übersteigt.

Mitteilungen von Veränderungen des Stimmrechtsanteils

Im Jahr 2016 gab es folgende gemäß WpHG meldepflichtigen Sachverhalte:

Die Hauck & Aufhäuser Investment Gesellschaft S.A., Munsbach, Luxemburg, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 8. Dezember 2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland am 1. Dezember 2016 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,48% (das entspricht 25.300 Stimmrechten) betragen hat.

Die Loys AG, Oldenburg, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 12. Dezember 2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland am 1. Dezember 2016 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,93% (das entspricht 207.825 Stimmrechten) betragen hat. 3,93% der Stimmrechte (das entspricht 207.825 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Im Jahr 2015 gab es folgende gemäß WpHG meldepflichtigen Sachverhalte:

Die Allianz Global Investors GmbH, Frankfurt, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 19. Januar 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland am 16. Januar 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,98% (das entspricht 157.600 Stimmrechten) betragen hat. 0,14% der Stimmrechte (das entspricht 7.600 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Die Taaleritehdas Plc, Helsinki, Finnland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland, am 30. November 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,51% (das entspricht 133.000 Stimmrechten) betragen hat.

Rücklagen

In der Kapitalrücklage ist der Betrag ausgewiesen, der bei der Ausgabe von Anteilen einschließlich von Aktien über den Nennbetrag hinaus (Agio) abzüglich der Emissionskosten (nach Steuern) erzielt wurde.

Weiterhin werden in der Kapitalrücklage diejenigen Beträge ausgewiesen, die im Zusammenhang mit anteilsbasierten Vergütungen (IFRS 2) erfasst werden. Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr wurden keine Aufwendungen aus der Ausgabe von Aktienoptionen in der Kapitalrücklage erfasst.

Bestandteil der Gewinnrücklagen sind in der Vergangenheit erzielte und nicht ausgeschüttete Ergebnisse von in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Außerdem beinhalten die Gewinnrücklagen die im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS erfassten Anpassungen.

In den Übrigen Rücklagen werden die aus der Umrechnung der Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften resultierenden Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von 4.483 Tsd. Euro (2015: 3.530 Tsd. Euro) ausgewiesen. Die Bewegungen in 2016 bzw. 2015 betrafen im Wesentlichen die amerikanischen und brasilianischen Tochtergesellschaften. Des Weiteren werden in den Übrigen Rücklagen die im sonstigen Konzernergebnis zu erfassenden unrealisierten versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste (nach Steuern) aus leistungsorientierten Pensionszusagen in Höhe von 3.056 Tsd. Euro (2015: 2.282 Tsd. Euro) ausgewiesen.

KONZERNANHANG

Eigene Anteile

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2010 war der Vorstand ermächtigt, bis zum 19. November 2015 eigene Aktien zu anderen Zwecken als dem Wertpapierhandel bis zu einem Anteil von 10% am Grundkapital zu erwerben. Diese Ermächtigung wurde für den Zeitraum von weiteren 5 Jahren vorzeitig erneuert. Somit ist der Vorstand durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Juni 2015 ermächtigt, bis zum 2. Juni 2020 eigene Aktien zu anderen Zwecken als dem Wertpapierhandel bis zu einem Anteil von 10% am Grundkapital zu erwerben. Auf die nach dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Anteilen der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat, noch besitzt oder welche ihr nach §§ 71a ff. Aktiengesetz zuzurechnen sind, nicht mehr als 10% des Grundkapitals entfallen. Der Vorstand wird weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, eigene Aktien der Gesellschaft, die aufgrund früherer Ermächtigungen bereits erworben wurden, wie folgt, auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre, zu verwenden:

  • Die eigenen Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.
  • Die eigenen Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, soweit dies zu dem Zweck erfolgt, Unternehmen, Unternehmensbeteiligungen, Teile von Unternehmen, gewerbliche Schutzrechte wie z.B. Patente, Marken bzw. hierauf gerichtete Lizenzen oder sacheinlagefähige Wirtschaftsgüter bzw. Leistungen zu erwerben.
  • Die eigenen Aktien können gegen Barzahlung veräußert werden, wobei der Verkaufspreis den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten fünf Börsentage vor dem Wirksamwerden der Veräußerung (ohne Erwerbsnebenkosten) gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG nicht wesentlich unterschreiten darf.
  • Die eigenen Aktien können zur Erfüllung der Verpflichtungen der Hauptversammlung vom 30. April 1999 beschlossenen und in der Hauptversammlung vom 20. Mai 2003 geänderten Aktienoptionsplan der Gesellschaft verwendet werden, wobei die Entscheidung hierüber dem Aufsichtsrat der Gesellschaft obliegt, soweit eigene Aktien an Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft übertragen werden sollen.
  • Die eigenen Aktien können zur Erfüllung von Verpflichtungen der Gesellschaft aus Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten aus von der Gesellschaft begebenen Wandelschuldverschreibungen verwendet werden.

Der Bestand an eigenen Aktien betrug zum 31. Dezember 2015 4.818 Stück. Dies entspricht rechnerisch einem Anteil von 0,1% am Grundkapital der Gesellschaft. Die Anzahl (5.288.165) der im Umlauf befindlichen Aktien hat sich in den Geschäftsjahren 2016 und 2015 nicht verändert.

29 | DARLEHENSVERBINDLICHKEITEN

Die Darlehensverbindlichkeiten setzen sich zum 31. Dezember der Geschäftsjahre 2016 und 2015 wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2016 2015
Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.658 15.528
Darlehensverbindlichkeiten zum 31.12., gesamt 11.658 15.528
– davon kurzfristig 7.520 10.551
– davon langfristig 4.138 4.977

Im Geschäftsjahr 2015 wurden für ein Darlehen im Segment Strahlentherapie die mit der Bank vereinbarten Covenants nicht eingehalten. Die Bank hätte daher theoretisch die Möglichkeit gehabt das Darlehen zu kündigen und kurzfristig fällig zu stellen. Aus diesem Grund wurde die Restschuld aus diesem Darlehen in der Bilanz zum 31. Dezember 2015 (im Gegensatz zu den vertraglich vereinbarten Fristen) komplett unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2016 wurden die vereinbarten Covenants wieder eingehalten, die Darlehensverbindlichkeit wird daher in der Bilanz zum 31. Dezember 2016 wieder entsprechend den vertraglich vereinbarten Fristen ausgewiesen.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Darlehensverbindlichkeiten zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres:

Tsd. Euro Zinssatz p. a. 2016 2015
Darlehen der Commerzbank AG 3,99% 3.245 5.105
Darlehen der DZ Bank 3,10% 3.047 4.353
Darlehen der Deutschen Bank AG 3,17% 968 1.161
Darlehen der Commerzbank AG 4,80% 712 1.148
Darlehen der Comerica Bank (USA) Prime +1% 0 528
Darlehen der Credit Agricole 5,00% 0 42
sonstige Darlehen 4,5% bis 5,1% 66 60
kurzfristige Geldmarktdarlehen 2,50% 3.250 2.650
in Anspruch genommmen Kreditlinien 370 480
Darlehensverbindlichkeiten zum 31.12., gesamt 11.658 15.528

Die Darlehensverbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr weiter deutlich zurückgegangen. Der Rückgang beruht auf der planmäßigen Tilgung der bestehenden Darlehen. Im Geschäftsjahr 2016 wurden ebenso wie im Vorjahr lediglich kurz laufende Geldmarktdarlehen zur Liquiditätsoptimierung neu aufgenommen.

Im September 2013 hat die Eckert & Ziegler BEBIG GmbH ein Darlehen über 6.500 Tsd. Euro zur Finanzierung der im November erfolgten Unternehmenserwerbe aufgenommen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2018 und wird seit dem zweiten Quartal 2015 in vierteljährlichen Raten von 465 Tsd. Euro getilgt.

Im Mai 2012 hat die Eckert & Ziegler f-con Deutschland GmbH ein Darlehen zur Finanzierung des Neubaus einer Produktionsstätte ihrer polnischen Tochtergesellschaft in Warschau aufgenommen. Das Darlehen hatte ein Gesamtvolumen von bis zu 6.530 Tsd. Euro von denen 5.931 Tsd. Euro in Anspruch genommen wurden. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. April 2019 und wird beginnend ab dem Jahr 2014 in vierteljährlichen Raten von 327 Tsd. Euro zurückgezahlt.

Im November 2013 hat die Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/Bonn GmbH ein Darlehen über 1.500 Tsd. Euro zur Finanzierung der Modernisierung ihrer Produktionsstätte aufgenommen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2021 und wird seit dem zweiten Quartal 2014 in vierteljährlichen Raten von 48 Tsd. Euro getilgt.

Im Juni 2011 wurde ein Darlehen von der COMMERZBANK AG in Höhe von 2.500 Tsd. USD aufgenommen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2018 und ist, beginnend ab 30. September 2013 in vierteljährlichen Raten von 125 Tsd. USD zurückzuzahlen.

Im Oktober 2012 hat die Eckert & Ziegler Vitalea Science Inc. ein Darlehen über 1.500 Tsd. USD aufgenommen. Das Darlehen hatte eine ursprüngliche Laufzeit bis zum 10. Oktober 2017 und wurde in monatlichen Raten von 25 Tsd. USD zurückgezahlt. Im Geschäftsjahr 2016 wurde das Darlehen im Zusammenhang mit der Aufgabe des Geschäftsfeldes Isotope Products (VSU) vorzeitig komplett zurückgezahlt.

Der Konzern verfügt insgesamt über Kreditlinienzusagen in Höhe von 17.962 Tsd. Euro, von denen zum 31. Dezember 2016 Kreditlinien in Höhe von 4.130 Tsd. Euro in Anspruch genommen waren.

Die vertraglich vereinbarten Restlaufzeiten der Darlehensverbindlichkeiten setzen sich zum 31. Dezember 2016 und 2015 wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2016 2015
Restlaufzeit bis 1 Jahr 7.520 7.306
Restlaufzeit >1 bis 5 Jahre 4.138 8.029
Restlaufzeit über 5 Jahre 0 193
Darlehensverbindlichkeiten zum 31.12. , gesamt 11.658 15.528

30 | ABGRENZUNG VON ZUSCHÜSSEN UND SONSTIGE ABGRENZUNGSPOSTEN

Der Posten Abgrenzung von Zuschüssen setzt sich zum 31. Dezember jeweils wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2016 2015
abgegrenzte Zuschüsse kurzfristig 147 256
abgegrenzte Zuschüsse langfristig 1.524 1.588
Stand zum 31.12. 1.671 1.844

31 | RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN

Die Pensionsverpflichtungen wurden gemäß IAS 19 (revised) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet (PUC-Methode) und mit dem Barwert der am Bewertungsstichtag erdienten Pensionsansprüche inklusive wahrscheinlicher künftiger Erhöhungen von Renten und Gehaltssteigerungen berücksichtigt. Die versicherungsmathematischen Bewertungen des Planvermögens und des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung wurden zum 31. Dezember 2016 (ebenso wie im Vorjahr) von der Longial AG bzw. von der Allianz Lebensversicherung AG durchgeführt.

Die wichtigsten Annahmen, welche der versicherungsmathematischen Bewertung zugrunde gelegt wurden, sind:

% 31.12.2016 31.12.2015
Abzinsungssatz(-sätze) 1,45 bis 1,95 2,1 bis 2,5
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen 2,75 2,75
Erwartete prozentuale Gehaltssteigerungen 0,00 bis 2,50 0,00 bis 2,50
Erwartete prozentuale Pensionssteigerungen 0,00 bis 1,50 0,00 bis 1,50
Erwartete prozentuale Inflationsrate 2,00 2,00

Zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres ergeben sich die folgenden versicherungsmathematisch ermittelten Werte:

Tsd. Euro 2016 2015
Barwerte der leistungsorientierten Versorgungsansprüche 11.968 10.665
Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert – 166 – 171
Pensionsrückstellungen zum 31.12. 11.802 10.494

Der bilanziell ausgewiesene Betrag für die Pensionsrückstellungen entwickelte sich wie folgt:

Tsd. Euro 2016 2015
Pensionsrückstellungen zum 01.01. 10.494 11.094
Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen 449 454
Versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+)* 1.122 – 559
Auszahlungen aus dem Planvermögen 0 0
Ertrag aus Planvermögen – 4 – 3
Pensionszahlungen – 275 – 492
Pensionsrückstellungen zum 31.12. 11.786 10.494

* vor latenten Steuern

In der Gewinn- und Verlustrechnung des jeweiligen Geschäftsjahres wurden die folgenden Beträge erfasst:

Tsd. Euro 2016 2015
Dienstzeitaufwand 198 229
Zinsaufwand 251 225
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen – 4 – 3
Summe der erfassten Beträge 445 451

Im Geschäftsjahr wurden die folgenden Beträge im sonstigen Konzernergebnis erfasst:

Tsd. Euro 2016 2015
kumulierte versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+) am 1.1.* 3.357 3.916
Zugang/Abgang 1.122 – 560
kumulierte versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+) am 31.12.* 4.478 3.356

* vor latenten Steuern

Das Planvermögen besteht aus einer, ausschließlich aus Arbeitgeberbeiträgen finanzierten Rückdeckungsversicherung. Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte des Planvermögens im laufenden Geschäftsjahr stellen sich wie folgt dar:

Tsd. Euro 2016 2015
Anfangsbestand des zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Planvermögens
171 169
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen 4 3
Versicherungsmathematischer Verlust – 9 – 1
Auszahlungen aus dem Planvermögen 0 0
Endbestand des zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Planvermögens 166 171

Für das Geschäftsjahr 2017 werden Pensionszahlungen in Höhe von 308 Tsd. Euro erwartet.

Tsd. Euro 2016 2015 2014 2013 2012
Defined benefit obligation – 11.968 – 10.665 – 11.263 – 8.316 – 9.207
Planvermögen 166 171 169 353 344
Funded status – 11.802 – 10.494 – 11.094 – 7.963 – 8.863

Der Barwert der leistungsorientierten Versorgungsansprüche und der beizulegende Zeitwert des Planvermögens haben sich wie folgt entwickelt:

Eine maßgebliche versicherungsmathematische Annahme zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen ist der Abzinsungssatz. Die nachfolgend dargestellte Sensitivitätsanalyse wurde auf Basis der nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderung des Abzinsungssatzes zum Bilanzstichtag durchgeführt, wobei die übrigen Annahmen unverändert geblieben sind.

Defined benefit obligation
Tsd. Euro %
aktuelle Annahme 11.968
Abzinsungssatz –0,25% 12.531 4,7
Abzinsungssatz +0,25% 11.441 – 4,4

Weiterhin existieren Versorgungspläne für zwei Vorstandsmitglieder, die als arbeitnehmerfinanzierte beitragsorientierte Leistungszusage (Entgeltumwandlung) konzipiert worden sind. Die Höhe der Entgeltumwandlung für die Versorgungspläne belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 20 Tsd. Euro (2015: 20 Tsd. Euro). Die Versorgungszusagen werden über eine kongruent rückgedeckte Unterstützungskasse abgesichert.

32 | ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Entwicklung der Übrigen Rückstellungen in den Geschäftsjahren 2016 und 2015.

Tsd. Euro 2016 2015
Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen (langfristig) 18.188 15.721
Sonstige Rückstellungen (langfristig) 13.327 12.041
Übrige langfristige Rückstellungen zum 31.12. 31.515 27.762
Sonstige Rückstellungen (kurzfristig) 3.743 3.662
Übrige kurfristige Rückstellungen zum 31.12. 3.743 3.662

Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen beinhalten erwartete Aufwendungen für den Rückbau und die Entsorgung der Produktionsanlagen und Mietereinbauten und haben sich in den Geschäftsjahren 2016 und 2015 wie folgt entwickelt:

Tsd. Euro 2016 2015
Rückstellungen zum 01.01. 15.721 14.233
Zugänge 2.843 1.165
Aufzinsung 273 171
Inanspruchnahme – 724 – 80
Währungsumrechnung 75 232
Rückstellungen zum 31.12. 18.188 15.721

Für die Bewertung der Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen erfolgte im Geschäftsjahr 2016 in Übereinstimmung mit IFRIC 1 eine Anpassung der laufzeitadäquaten Abzinsungssätze an die Entwicklung der Kapitalmärkte. Die angepassten Zinssätze liegen zwischen –0,2% bis 3,0%. Bei Beibehaltung der Vorjahreszinssätze von 0,0% bis 3,0% hätte sich eine um 240 Tsd. Euro (2015: 847 Tsd. Euro) niedrigere Rückstellung ergeben. Auszahlungen für den Rückbau werden in den Geschäftsjahren 2017 bis 2030 erwartet.

Für einige Betriebsstätten werden Gelder in einen Fonds eingezahlt, deren Verwendung auf den zukünftigen Rückbau beschränkt ist. Die Einzahlungen werden unter der Position "Übrige langfristige Vermögenswerte" ausgewiesen und betragen 72 Tsd. Euro (2015: 81 Tsd. Euro).

Die sonstigen langfristigen Rückstellungen zum 31. Dezember 2016 betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für die Verpflichtung zur Verarbeitung von eigenen und von Dritten angenommenen radioaktiven Reststoffen sowie Rücknahmeverpflichtungen für verkaufte Strahlenquellen in Höhe von 12.047 Tsd. Euro (2015: 11.122 Tsd. Euro). Diese Rückstellungen werden auf der Grundlage der für die Verarbeitung zu erwartenden internen und externen Kosten gebildet sowie regelmäßig überprüft und aktualisiert. Die Ermittlung der Kosten erfolgt dabei auf der Basis von Erfahrungswerten und bereits in der Vergangenheit durchgeführten Entsorgungen. Die Extrapolation historischer Kosten in die Zukunft beinhaltet Schätzungsunsicherheiten insbesondere durch:

  • Ungewissheit hinsichtlich der zukünftigen den Bewertungen zugrunde liegenden Entsorgungswege, dem Umfang ihrer Nutzbarkeit und den damit verbundenenen externen Kosten.
  • Unmöglichkeit der Berücksichtigung eventueller zukünftiger Änderungen gesetzlicher und/oder behördlicher Anforderungen, die sowohl Auswirkungen auf den internen Aufwand als auch auf die externen Entsorgungskosten haben können.
  • Bewertungsrisiken durch den Ansatz pauschalisierter Preissteigerungsraten und festgelegter Diskontierungssätze.

Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen in Höhe von 3.743 Tsd. Euro (2015: 3.662 Tsd. Euro) betreffen den kurzfristigen Anteil der zu entsorgenden radioaktiven Reststoffe.

33 | ÜBRIGE LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

Der Posten Übrige langfristige Verbindlichkeiten beinhaltet im Wesentlichen die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber einem Minderheitsgesellschafter aus dem Erwerb von Anteilen in Höhe von 850 Tsd. Euro (2015: 1.195 Tsd. Euro), langfristige Verbindlichkeiten aus einem im Geschäftsjahr 2013 abgeschlossenen Lizenzvertrag in Höhe von 1.963 Tsd. Euro (2015: 1.957 Tsd. Euro) sowie Earn-out Verbindlichkeiten in Höhe von 197 Tsd. Euro (2015: 0 Tsd. Euro).

Weiterhin beinhaltet der Posten Übrige langfristige Verbindlichkeiten zwei Zinsswaps in Höhe von 470 Tsd. Euro (2015: 646 Tsd. Euro). Dabei handelt es sich um Derivate, welche gemäß IAS 39.9 als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten bilanziert werden. Weitere Informationen zu derivativen Finanzinstrumenten sind in den Erläuterungen unter Tz. 35 enthalten.

34 | ÜBRIGE KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

Der Posten Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten setzt sich zum 31. Dezember jeweils wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2016 2015
Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt 5.190 5.240
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 895 991
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzbehörden 877 634
Verbindlichkeiten aus sonstigen Aufwandsabgrenzungen 1.229 4.754
Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilen 325 670
Sonstige Verbindlichkeiten 3.568 2.463
Stand zum 31.12. 12.084 14.752

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten zum 31. Dezember 2016 Earn-out Verbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben in Höhe von 1.285 Tsd. Euro (2015: 867 Tsd. Euro).

35 | ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN ÜBER FINANZINSTRUMENTE

Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten für die Eckert & Ziegler AG und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzposten, die Finanzinstrumente enthalten.

Übersicht über finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte aller Kategorien von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten:

Tsd. Euro 2016 2015
Finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 36.567 31.466
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23.208 21.391
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 4.863 5.879
Übrige langfristige Vermögenswerte 2.186 4.649
Stand zum 31.12. 66.824 63.385
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 26.180 34.099
Derivative Finanzinstrumente 470 646
Stand zum 31.12. 26.650 34.745

In der Position Derivative Finanzinstrumente bei den finanziellen Verbindlichkeiten werden die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Zinsswaps ausgewiesen. Für diese Swaps werden Marktpreise ermittelt, zu denen die Swaps jederzeit aufgelöst werden können.

Die Darlehen und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten setzen sich wie folgt zusammen:

DARLEHEN UND FORDERUNGEN SOWIE ÜBRIGE VERMÖGENSWERTE
Tsd. Euro 2016 2015
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Kurzfristig 23.208 21.391
Forderungen gegen nahe stehende Personen
und Unternehmen
Kurzfristig 368 0
Sonstige Forderungen Kurzfristig 4.495 5.879
Sonstige Forderungen Langfristig 2.186 4.649
Stand zum 31.12. 30.257 31.919

Die finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten setzen sich wie folgt zusammen:

FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN
Tsd. Euro 2016 2015
Darlehensverbindlichkeiten kurzfristig 7.520 10.551
Darlehensverbindlichkeiten langfristig 4.138 4.977
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und kurzfristig
Leistungen 6.390 7.533
Sonstige Verbindlichkeiten kurzfristig 5.122 7.886
Sonstige Verbindlichkeiten langfristig 3.010 3.152
Stand zum 31.12. 26.180 34.099

Die Zusammensetzung der Darlehensverbindlichkeiten ist in Tz. 29 erläutert.

Beizulegende Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten

Die folgende Tabelle stellt die beizulegenden Zeitwerte sowie die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind.

2016 2015
Beizulegender Beizulegender
Tsd. Euro Zeitwert Buchwert Zeitwert Buchwert
Finanzielle Vermögenswerte, be
wertet zu Anschaffungskosten oder
fortgeführten Anschaffungskosten
Zahlungsmittel und Zahlungs
mitteläquivalente
36.567 36.567 31.466 31.466
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Forderungen 30.257 30.257 31.919 31.919
Stand zum 31.12. 66.824 66.824 63.385 63.385
Finanzielle Verbindlichkeiten, be
wertet zu Anschaffungskosten oder
fortgeführten Anschaffungskosten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
6.390 6.390 7.533 7.533
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten und sonstige
Finanzschulden 12.006 11.658 16.061 15.528
Sonstige nicht-derivative
finanzielle Verbindlichkeiten
8.132 8.132 11.038 11.038
Stand zum 31.12. 26.528 26.180 34.632 34.099

Der beizulegende Zeitwert von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, von kurzfristigen Forderungen, von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie von sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen entspricht in etwa dem Buchwert. Der Grund dafür ist vor allem die kurze Laufzeit solcher Instrumente.

Den beizulegenden Zeitwert von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Finanzschulden, die mit einem festen (vom Marktzins abweichenden) Zinssatz ausgestattet sind, bestimmt der Konzern durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit geltenden aktuellen Marktzinssatz.

Langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten werden, sofern sie nicht verzinslich sind, zum abdiskontierten Wert bilanziert.

Die nach IAS 39 Kategorien gebildeten Nettogewinne bzw. -verluste bestehen im Wesentlichen aus Abgangsgewinnen bzw. -verlusten, Änderungen im fair value, Wertminderungen sowie nachträglichen Eingängen an abgeschriebenen Finanzinstrumenten. Die folgende Tabelle zeigt die Nettogewinne/-verluste nach Kategorien.

Tsd. Euro 2016 2015
Forderungen – 192 – 40
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert 176 216

Die Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" betrifft Zinsswaps.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werden, lassen sich in die folgende Bewertungshierarchie einstufen:

Tsd. Euro Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Finanzielle Verbindlichkeiten,
bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Derivative Finanzinstrumente 0 0 – 470 – 470
Stand zum 31.12.2016 0 0 – 470 – 470
Tsd. Euro Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Finanzielle Verbindlichkeiten,
bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Derivative Finanzinstrumente 0 0 – 646 – 646
Stand zum 31.12.2015 0 0 – 646 – 646

Stufe 1: Die Marktwertermittlung erfolgte auf Basis notierter, unangepasster Preise auf aktiven Märkten für diese Vermögenswerte und Schulden.

Stufe 2: Die Marktwertermittlung erfolgte für diese Vermögenswerte und Schulden auf Basis von Parametern, für die entweder direkt oder indirekt abgeleitete notierte Preise auf einem aktiven Markt zur Verfügung stehen.

Stufe 3: Die Marktwertermittlung erfolgte für diese Vermögenswerte und Schulden auf Basis von Parametern, für die keine beobachtbaren Marktdaten zur Verfügung stehen.

Risikoanalyse

Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist der Konzern im Finanzbereich Kredit-, Ausfall-, Liquiditätssowie Marktrisiken ausgesetzt. Die Marktrisiken betreffen insbesondere Zinsänderungs- und Währungskursrisiken.

Kreditrisiko

Das Kredit- oder Ausfallrisiko ist das Risiko, dass ein Kunde oder Kontrahent der Eckert & Ziegler Gruppe seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Hieraus resultieren zum einen die Gefahr von bonitätsbedingten Wertminderungen bei Finanzinstrumenten und zum anderen die Gefahr des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen.

Für den Konzern entsteht ein mögliches Kredit- und Ausfallrisiko im Wesentlichen aus seinen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Risikoexposition wird primär durch die Größe der Kunden und die landesspezifischen Regeln und Usancen zur Abwicklung von Erstattungen medizinischer Leistungen durch öffentliche Träger beeinflusst.

Für Neukunden wird grundsätzlich ein Rating eingeholt und erste Lieferungen erfolgen prinzipiell gegen Vorkasse. Lieferungen an Kunden, die wegen ihrer Größe oder ihres Standorts als dauerhaft unsicher gelten, werden mittels Vorkassen oder Akkreditiven abgesichert. Die Überwachung des Kredit- und Ausfallrisikos erfolgt im Rahmen des konzernübergreifenden Risikomanagements mittels regelmäßig durchgeführter Überfälligkeitsanalysen aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Risikoexposition

Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag in Höhe 23.208 Euro (2015: 21.391 Euro).

Mit Ausnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthält die Bilanz keine überfälligen oder wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte. Der Konzern schätzt das Ausfallrisiko dieser übrigen finanziellen Vermögenswerte als sehr niedrig ein.

Die maximale Kreditexposition zum Abschlussstichtag hinsichtlich der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen war, nach geografischen Regionen, wie folgt:

Tsd. Euro 2016 2015
Europa 11.984 9.908
Nordamerika 6.365 7.393
Sonstige 4.859 4.090
Stand zum 31.12. 23.208 21.391

Die Altersstruktur der überfälligen, jedoch nicht wertgeminderten Forderungen stellt sich zum 31. Dezember wie folgt dar:

Tsd. Euro 2016 2015
1 bis 90 Tage 7.028 6.611
über 90 Tage 2.730 2.386
9.758 8.997

Die überfälligen, jedoch nicht wertgeminderten Forderungen betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen Arztpraxen und ausländische Kliniken. Aufgrund der Erfahrung aus der Vergangenheit wird der Zahlungseingang in obiger Höhe erwartet.

Bei der Ermittlung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden die kundenspezifischen Besonderheiten zugrunde gelegt. Dabei wird in der Regel vor der Wertberichtigung einer Forderung das bisherige Zahlungsverhalten des jeweiligen Kunden individuell ausgewertet. Die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

Tsd. Euro 2016 2015
Stand zum 1. Januar 1.054 1.382
Netto-Zuführungen 192 40
Inanspruchnahme – 222 – 380
Wechselkurseffekte 1 12
Stand zum 31. Dezember 1.025 1.054

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der Konzern nicht in der Lage ist, seine finanziellen Verpflichtungen termingerecht begleichen zu können. Ziel und Aufgabe des Liquiditätsmanagements ist die stets ausreichende Bereitstellung von Fremd- und Eigenmitteln.

Im Rahmen der Finanzplanung wird eine Liquiditätsvorschau erstellt, aus welcher sich unter anderem zusätzlicher Fremdfinanzierungsbedarf im Voraus erkennen lässt.

Der Konzern generiert seine finanziellen Mittel grundsätzlich durch das operative Geschäft. Zum 31. Dezember 2016 standen der Eckert & Ziegler AG und ihren Tochtergesellschaften darüber hinaus im Bedarfsfall Kreditlinien in Höhe von 17.962 Tsd. Euro (2015: 17.660 Tsd. Euro) zur Verfügung. Für außerordentliche Investitionen und Akquisitionen sowie für die Ablösung endfälliger Darlehen werden teilweise neue Fremdfinanzierungen entsprechend den oben beschriebenen Rahmenbedingungen aufgenommen.

Zum Abschlussstichtag weist die Konzernbilanz diverse kurz- und langfristige Verbindlichkeiten auch gegen Kreditinstitute aus. Für die zukünftige Liquidität des Konzerns ist es notwendig, dass diese Fremdfinanzierungen weiter bestehen bzw. kurzfristig umfinanziert werden können.

Die bestehenden Darlehen wurden planmäßig getilgt. Im Jahr 2016 wurden für verschiedene Projekte Fremdfinanzierungen bei Kreditinstituten angefragt oder von Banken eigenständig vorgelegt. Die Kreditangebote wiesen jeweils günstige Konditionen auf, woraus sich eine gute Bonität des Konzerns ableiten lässt. Der Vorstand sieht den Grund dafür in der soliden Finanzierung des Konzerns mit hoher Eigenkapitalquote sowie der guten Perspektive bei den operativen Einheiten. Neben der hohen Eigenkapitalquote sprechen gute Bilanzrelationen für die Bonität des Konzerns, da die langfristigen Vermögenswerte durch das Eigenkapital und die langfristigen Schulden mehr als gedeckt sind.

Aus den Möglichkeiten zur Fremdfinanzierung und der Vorhersage von Liquiditätsbedarf lässt sich ableiten, dass der Konzern zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet ist, um seinen Bestand und seine Weiterentwicklung sichern zu können. Er sieht sich auch in der Lage, sämtliche Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, selbst wenn in den kommenden Geschäftsjahren ein leichter Anstieg des Verschuldungsgrades notwendig wäre, um das Wachstum durch weitere Akquisitionen abzusichern und Neuproduktentwicklungen finanzieren zu können.

Risikoexposition

Die vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermine für finanzielle Verbindlichkeiten inklusive Zinszahlungen stellen sich wie folgt dar:

ANALYSE DER VERTRAGLICH VEREINBARTEN FÄLLIGKEITSTERMINE
31.12.2016
Buchwert Zeitwert Zahlungsmittelabfluss
Tsd. Euro Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Darlehensverbindlichkeiten fest
verzinslich
11.222 11.570 7.319 4.251 0
Darlehensverbindlichkeiten variabel
verzinslich
436 436 436 0 0
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
unver
zinslich
6.390 6.390 6.390 0 0
Sonstige
Verbindlichkeiten
unver
zinslich
6.306 6.306 3.296 3.010 0
Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
470 470 240 230 0
Stand zum 31.12. 24.824 25.172 17.681 7.491 0

ANALYSE DER VERTRAGLICH VEREINBARTEN FÄLLIGKEITSTERMINE 31.12.2015 Tsd. Euro Buchwert Zahlungsmittelabfluss Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Darlehensverbindlichkeiten festverzinslich 15.000 15.510 10.218 5.099 193 Darlehensverbindlichkeiten variabel verzinslich 528 551 293 258 0 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unverzinslich 7.533 7.533 7.533 0 0 Sonstige Verbindlichkeiten unverzinslich 9.762 9.762 6.610 3.152 0 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 646 646 230 416 0 Stand zum 31.12. 33.469 34.002 24.884 8.925 193

Den Zahlungsabflüssen für die variabel verzinslichen Verbindlichkeiten liegt ein Zinssatz in 2016 von 3,3% (2015: 2,9%) zugrunde.

Währungsrisiken

Aus seiner internationalen Geschäftstätigkeit ist der Konzern Währungsrisiken ausgesetzt, die aus dem Einfluss von Wechselkursschwankungen auf die Geschäftsvorfälle und die in Fremdwährung nominierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten resultieren (Transaktionsrisiken).

Die wesentlichen Fremdwährungstransaktionen in der Eckert & Ziegler Gruppe betreffen den US-Dollar durch Darlehenstilgungen und Dividendenzahlungen der amerikanischen Tochterunternehmen und Export-Geschäfte der deutschen Tochterunternehmen. Nur teilweise kompensiert wird der Effekt durch die operative Tätigkeit einiger Tochtergesellschaften, die Vorprodukte und Waren teilweise in US-Dollar einkaufen und die Endprodukte größtenteils in Euro absetzen.

Exportgeschäfte in Polnischen Złoty werden im Bedarfsfall mittels Fremdwährungs-Optionen und Termingeschäften gesichert. Zum Bilanzstichtag bestanden keine offenen Positionen aus Devisentermin- und -optionsgeschäften.

Im Geschäftsjahr 2015 wirkte sich zudem die Abwertung des brasilianischen Reals negativ aus, allerdings nicht aufgrund von gehaltenen Zahlungsmitteln, Forderungen oder Verbindlichkeiten, sondern im Wesentlichen aus der Aufwertung einer USD-Darlehensverbindlichkeit in der in BRL bilanzierenden brasilianischen Gesellschaft gegenüber einer US-Schwestergesellschaft. Obwohl die Intercompany-Darlehensbeziehungen bei der Konsolidierung eliminiert werden, wirkte sich der Währungseffekt selbst jedoch in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung negativ aus.

Risikoexposition

Die Risikoexposition des Konzerns hinsichtlich des Transaktionsrisikos war zum Abschlussstichtag wie folgt:

Fremdwährungsexposition 31.12.2016 31.12.2015
umgerechnet in Tsd. Euro USD GBP PLN CZK USD GBP PLN CZK
Zahlungsmittel und
-äquivalente
9.145 845 9 177 12.582 815 87 291
Forderungen
aus Lieferungen und
Leistungen
6.902 443 81 0 10.225 1.005 112 1
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und
Leistungen
– 542 – 68 – 130 – 33 – 2.411 – 71 – 305 – 12
Bilanzexposition 15.505 1.220 – 40 144 20.396 1.749 – 106 280

Die Bilanzexposition entspricht dabei jeweils der Netto-Exposition, da zu den Abschlussstichtagen keine Fremdwährungsswaps existierten.

Sensitivitätsanalyse

Ein Anstieg des Euro um 10% gegenüber den folgenden Währungen hätte zum Abschlussstichtag unter Voraussetzung sonst gleich bleibender Annahmen zu den folgenden angeführten Zunahmen (Abnahmen) des Gesamtergebnisses geführt:

31.12.2016 31.12.2015
Effekt in Tsd. Euro USD GBP PLN CZK USD GBP PLN CZK
Gesamtergebnis – 809 – 66 51 – 167 – 2.040 – 175 11 – 28

Eine Senkung des Euro um 10% gegenüber den oben aufgeführten Währungen hätte zum Abschlussstichtag zu einem gleichen, aber entgegengesetztem Effekt auf die angeführten Währungen geführt.

Als Basis der Sensitivitätsanalyse wurden die unter Tz. 4 angegebenen Währungsumrechnungskurse verwendet.

KONZERNANHANG

Zinsrisiken

Zinsänderungsrisiken ist der Konzern nur in geringem Maße im Bereich der mittel- und langfristig verzinslichen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aufgrund von Schwankungen der Marktzinssätze ausgesetzt, da die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nur im geringen Maße variabel verzinslich sind.

Für Posten, die bei Zinsänderungen keine Zahlungswirkung erzeugen, werden keine Absicherungsmaßnahmen getroffen.

Zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos bei der kurzfristigen Kreditmittelbeschaffung hat der Konzern im Oktober 2005 einen Zinsswap mit einer Laufzeit von 12 Jahren abgeschlossen. Abgesichert wurde ein Bezugsbetrag von 2.000 Tsd. Euro zu einem Festzinssatz von 3,53%. Die Eckert & Ziegler AG zahlt dabei jeweils quartalsweise einen Festbetrag von 17.650 Euro bis Oktober 2017. Im Gegenzug dazu zahlt die Bank quartalsweise variable Beträge (jeweils den 3-Monats EURIBOR) bis zum Ablauf des Vertrages.

Ein weiterer Zinsswap zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos für variabel verzinste Finanzierungsdarlehen wurde im Februar 2011 abgeschlossen. Dieser Swap hat eine Laufzeit von 10 Jahren, abgesichert wurde ein Bezugsbetrag von 8.000 Tsd. Euro, der beginnend ab 31. Dezember 2013, jeweils zum Quartalsende um 250 Tsd. Euro reduziert wird. Die Eckert & Ziegler AG zahlt dabei quartalsweise auf den jeweiligen Bezugsbetrag einen festen Zins von 3,21% und erhält dafür im Gegenzug variable Beträge in Höhe des 3-Monats EURIBOR Zinssatzes auf den jeweiligen Bezugsbetrag.

Der beizulegende Zeitwert dieser Swap-Geschäfte zum 31. Dezember 2016 beträgt – 470 Tsd. Euro (2015: – 646 Tsd. Euro) und wird in der Bilanz unter den Übrigen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert wurde dem Konzern von dem Kreditinstitut, mit dem die Swap-Geschäfte abgeschlossen wurden, mitgeteilt. Danach wurde für die Ermittlung des aktuellen Barwerts der Zins-Swaps alle vom Kunden beziehungsweise von der Bank zu leistenden Zahlungen vom Bewertungstag bis zum Vertragsende berechnet, auf Basis der aktuellen Zinsstrukturkurve abgezinst, addiert und saldiert. Die Abzinsung der variablen Zinszahlungen (EURIBOR) erfolgte dabei auf Basis der aus der aktuellen Zinsstrukturkurve errechneten Terminzinssätze für den entsprechenden Zeitraum. Die sich hieraus ergebenden Salden weisen dann für die Kontrahenten einen positiven und einen negativen Barwert aus dem bestehenden Vertragsverhältnis aus.

Risikoexposition

Zum Bilanzstichtag weist der Konzern folgende verzinsliche finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus:

Tsd. Euro 2016 2015
Verzinsliche finanzielle Vermögenswerte 440 451
– davon variabel verzinslich 72 83
– davon festverzinslich 368 368
Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 11.658 15.528
– davon variabel verzinslich 436 528
– davon festverzinslich 11.222 15.000

Sensitivität der Zahlungsströme für variabel verzinsliche Finanzinstrumente

Ein Anstieg des Marktzinses von 100 Basispunkten zum Abschlussstichtag – unter Voraussetzung sonst gleich bleibender Annahmen – hätte zu den folgenden angeführten Zunahmen (Abnahmen) des Periodenergebnisses geführt:

2016 2015
Effekt in Tsd. Euro + 100 Basis
punkte
– 100 Basis
punkte
+ 100 Basis
punkte
– 100 Basis
punkte
Ergebnis für variabel verzinsliche
Finanzinstrumente
141 – 87 120 -160

Kapitalmanagement

Die Eckert & Ziegler AG (Mutterunternehmen) unterliegt nach aktien- und handelsrechtlichen Vorschriften in Deutschland der Mindestkapitalisierung nach § 92 AktG. Danach muss eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werden, wenn die Summe des handelsrechtlichen Eigenkapitals der Muttergesellschaft 50% des Grundkapitals unterschreitet. Dieses ist in den Geschäftsjahren 2016 und 2015 nicht eingetreten.

Der Konzern verfolgt eine konservative und auf Flexibilität ausgerichtete Anlage- und Verschuldungspolitik mit einem ausgewogen gestalteten Investitions- und Finanzierungsportfolio. Dabei unterliegt der Konzern keinen extern auferlegten Kapitalanforderungen. Die wichtigsten Ziele des Finanzmanagements sind die Sicherung der Liquidität und der Kreditwürdigkeit des Konzerns einschließlich der Gewährleistung des jederzeitigen Zugangs zum Kapitalmarkt sowie die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes.

Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele sind die Optimierung der Kapitalstruktur, die Dividendenpolitik, Akquisitionen sowie im Bedarfsfall auch Eigenkapitalmaßnahmen. Kapitalbedarf und Kapitalbeschaffung sollen so aufeinander abgestimmt werden, dass den Erfordernissen an Ertrag, Liquidität, Sicherheit und Unabhängigkeit ausgewogen Rechnung getragen wird. Die Gesamtstrategie des Konzerns ist gegenüber 2015 unverändert.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

Der in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelbestand umfasst den Bilanzposten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die sich aus Kassenbeständen, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten und sämtliche hochliquiden Mittel mit einer Restlaufzeit –gerechnet vom Erwerbszeitpunktvon nicht mehr als drei Monaten zusammensetzt.

Die Konzern-Kapitalflussrechnung stellt dar, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Eckert & Ziegler Konzerns im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Hierzu werden die Zahlungsströme in der Konzern-Kapitalflussrechnung in Übereinstimmung mit IAS 7 (Kapitalflussrechnung) nach Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterteilt.

Die Veränderungen der Bilanzposten, die für die Entwicklung der Konzern-Kapitalflussrechnung betrachtet werden, werden um die nicht zahlungswirksamen Effekte aus der Währungsumrechnung und Konsolidierungskreisänderungen bereinigt. Zudem werden Investitions- und Finanzierungsvorgänge, welche nicht zu einer Veränderung von liquiden Mitteln geführt haben, nicht in die Kapitalflussrechnung einbezogen. Aufgrund der zuvor genannten Bereinigungen sind die in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Veränderungen der betreffenden Bilanzposten nicht unmittelbar mit den entsprechenden Werten aus der veröffentlichten Konzernbilanz abstimmbar.

36 | OPERATIVE GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Ausgehend vom Konzernergebnis nach Steuern werden die Mittelzu- und -abflüsse indirekt abgeleitet. Das Ergebnis nach Steuern wird dazu um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen korrigiert und um die Veränderungen der Aktiva und Passiva ergänzt.

Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit enthält 186 Tsd. Euro (2015: 150 Tsd. Euro) aus aufgegebenen Geschäftsbereichen.

37 | INVESTITIONSTÄTIGKEIT

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wird anhand der tatsächlichen Zahlungsvorgänge ermittelt. Er umfasst Zahlungsströme im Zusammenhang mit dem Erwerb, der Herstellung und der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, die nicht Bestandteil der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit enthält 327 Tsd. Euro Mittelzuflüsse aus dem Verkauf von Anlagevermögen (2015: 49 Tsd. Euro Mittelabflüsse aus dem Kauf von Anlagevermögen) welche den aufgegebenen Geschäftsbereichen zuzuordnen sind.

38 | FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird anhand der tatsächlichen Zahlungsvorgänge ermittelt und umfasst neben der Aufnahme und Tilgung von Krediten und sonstigen Finanzverbindlichkeiten Zahlungsströme zwischen dem Konzern und seinen Anteilseignern, wie z.B. Dividendenzahlungen.

Gezahlte und erhaltene Zinsen werden entsprechend dem Wahlrecht in IAS 7.33 ebenfalls als Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit enthält Zahlungen für die Tilgung von Darlehen in Höhe von 520 Tsd. Euro (2015: 270 Tsd. Euro), die auf die aufgegebenen Geschäftsbereiche entfallen.

SONSTIGE ANGABEN

39 | UNTERNEHMENSERWERBE UND –VERÄUSSERUNGEN

Erwerb der Eckert & Ziegler Brasil Logistica Ltda. im Geschäftsjahr 2016

Am 31. Juli 2016 hat die Eckert & Ziegler Brasil Comercial Ltda. sämtliche Anteile an der BR-77 Transport Medicines Ltda., Sao Paulo, Brasilien, erworben. Der Kaufpreis betrug 2.118 Tsd. BRL. Der Kaufpreis setzt sich aus einer sofort fälligen Zahlung in Höhe von 742 Tsd. BRL sowie Earn-out Komponenten in Höhe von 1.376 Tsd. BRL zusammen. Die Zahlung der Earn-out Bestandteile ist sowohl betrags- als auch zeitpunktmäßig abhängig von der Erreichung bestimmter vertraglich vereinbarter Umsatz- und Ertragskennzahlen. Die BR-77 Transport Medicines Ltda. wurde nach dem Erwerb in Eckert & Ziegler Brasil Logistica Ltda. umfirmiert.

Die im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallenen Kosten betrugen 37 Tsd. Euro und wurden im Geschäftsjahr 2016 als Aufwand unter den Allgemeinen Verwaltungskosten erfasst.

Der Kauf wurde nach der Erwerbsmethode im Konzernabschluss abgebildet. Der Kaufpreis wurde auf der Grundlage der geschätzten beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der Akquisition auf die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden aufgeteilt. Aus der Kaufpreisaufteilung ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 556 Tsd. BRL. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert ist für Steuerzwecke nicht abzugsfähig. Die Aufteilung des Kaufpreises auf Basis der geschätzten beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden wurde wie folgt vorgenommen:

Tsd. BRL Buchwert zum
Erwerbszeitpunkt
Umbewertung Zeitwert zum
Erwerbszeitpunkt
Immaterielle Vermögenswerte 0 2.213 2.213
Sachanlagevermögen 220 220
Forderungen 128 128
Bankguthaben und Kassenbestände 38 38
Verbindlichkeiten – 284 – 284
latente Steuern – 753 – 753
Nettovermögen 102 1.460 1.562
Kaufpreis – 2.118 – 2.118
Geschäfts- oder Firmenwert – 556

Mit dem Erwerb der Eckert & Ziegler Brasil Logistica Ltda. wurden liquide Mittel in Höhe von 38 Tsd. BRL übernommen, sodass der Netto-Kapitalfluss in 2016 aus dem Unternehmenserwerb –704 Tsd. BRL betrug. Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurden im Konzernabschluss 2016 Umsatzerlöse in Höhe von 206 Tsd. Euro und ein Verlust in Höhe von 61 Tsd. Euro erfasst. Wäre die Gesellschaft bereits seit dem 1. Januar 2016 in den Konzernabschluss einbezogen, wäre der Konzernumsatz um 192 Tsd. Euro und der Verlust um 1 Tsd. Euro höher ausgefallen.

Mit Wirkung zum 26. August 2016 hat die Eckert & Ziegler BEBIG SA sämtliche Anteile an der Brachy-Solutions BVBA, Leuven, Belgien, erworben. Mit dem Erwerb der BrachySolutions BVBA als einem der größten unabhängigen Distributoren für Prostataseeds in Europa mit Schwerpunkten in den Benelux-Ländern und Portugal, hat das Segment Strahlentherapie seine Marktposition in Europa deutlich gestärkt. Der Kaufpreis für die Anteile betrug 1.218 Tsd. Euro. Der Kaufpreis setzt sich aus einem fixen kurzfristig fälligen Betrag in Höhe von 562 Tsd. Euro sowie Earn-out Komponenten in Höhe von 656 Tsd. Euro zusammen. Die Zahlung der Earn-out Bestandteile istsowohl betrags- als auch zeitpunktmäßig abhängig von der Erreichung bestimmter vertraglich vereinbarter Umsatz- und Bilanzkennzahlen. Die Gesellschaft wurde im November 2016 auf die Eckert & Ziegler BEBIG SA verschmolzen.

Die im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallenen Kosten betrugen 5 Tsd. Euro und wurden im Geschäftsjahr 2016 als Aufwand unter den Allgemeinen Verwaltungskosten erfasst.

Der Kauf wurde nach der Erwerbsmethode im Konzernabschluss abgebildet. Der Kaufpreis wurde auf der Grundlage der geschätzten beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der Akquisition auf die erworbenen Vermögenswerte und übernommen Schulden aufgeteilt. Die Aufteilung des Kaufpreises auf Basis der geschätzten beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden wurde wie folgt vorgenommen:

Tsd. Euro Buchwert zum
Erwerbszeitpunkt
Umbewertung Zeitwert zum
Erwerbszeitpunkt
Immaterielle Vermögenswerte 0 611 611
Sachanlagevermögen 141 – 77 64
Forderungen 353 353
Sonstige Vermögenswerte 99 99
Bankguthaben und Kassenbestände 461 461
Verbindlichkeiten – 262 93 – 169
latente Steuern – 201 – 201
Nettovermögen 792 426 1.218
Kaufpreis – 1.218 – 1.218
Geschäfts- oder Firmenwert 0

Mit dem Erwerb der BrachySolutions BVBA wurden liquide Mittel in Höhe von 461 Tsd. Euro übernommen, sodass der Netto-Kapitalfluss in dem Unternehmenserwerb –101 Tsd. Euro betrug. Bis zum Zeitpunkt der Verschmelzung wurden Umsatzerlöse in Höhe von 393 Tsd. Euro und ein Ergebnis in Höhe von 50 Tsd. Euro erzielt. Wäre die Gesellschaft bereits seit dem 1. Januar 2016 in den Konzernabschluss einbezogen, wäre der Konzernumsatz um 700 Tsd. Euro und der Gewinn um 200 Tsd. Euro höher ausgefallen.

40 | LEASINGVERHÄLTNISSE

Finanzielle Verpflichtungen als Leasingnehmer

Der Konzern hat ausschließlich nicht aktivierungspflichtige (operating lease) Leasingverträge bezüglich Ausrüstungen, Fahrzeugen sowie Grundstücken und Gebäuden abgeschlossen. Der Miet- und Leasingaufwand für operative Leasingverhältnisse belief sich in den jeweils zum 31. Dezember endenden Geschäftsjahren 2016 und 2015 auf 3.672 Tsd. Euro bzw. 2.210 Tsd. Euro.

Die künftigen Mindestmietzahlungen aus unkündbaren nicht aktivierungspflichtigen Leasingverträgen (operating lease) belaufen sich zum 31. Dezember 2016 auf folgende Summen:

Tsd. Euro Miet- und Leasingverträge
Jeweils zum Jahresende (31. Dezember)
2017 3.576
2018 2.939
2019 2.606
2020 934
2021 734
danach 4.064
Mindestmiet- bzw. -leasingzahlungen gesamt 14.853

Bedingte Mietzahlungen liegen weder in der Berichtsperiode noch in der Zukunft vor. Die Vereinbarungen enthalten darüber hinaus keinerlei Beschränkungen oder Verpflichtungen.

Leasingverhältnisse als Leasinggeber

Der Konzern hat als Leasinggeber Verträge mit Kunden abgeschlossen, in deren Rahmen medizinische Geräte an die Kunden vermietet und Erlöse aus Dienstleistungsverträgen erzielt werden. Nach dem Ende der vereinbarten Mietperiode haben die Geräte für den Konzern keinen materiellen Wert mehr, d.h. die Vermögenswerte werden über die ursprünglich vereinbarte Mietdauer vollständig abgeschrieben. Auf die Forderungen aus diesen Mietverträgen waren weder im Geschäftsjahr 2016 noch im Vorjahr Wertberichtigungen erforderlich. Nachfolgende Tabelle zeigt einen Überblick der Leasingverhältnisse des Konzerns als Leasinggeber (Werte in Tsd. Euro).

KONZERNANHANG

Wert der verleasten
Vermögenswerte
Barwert der zukünftigen
Mindestleasingzahlungen
Sonstige Angaben
Gesamte
Anschaffungs
kosten
Buchwert zum
31. Dezember
2016
2017 2018–2021 Nach 2021 Noch nicht
realisierter
Finanzertrag
Realsierter
Ertrag 2016
276 201 71 189 7 17 70

41 | SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN UND EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND EVENTUALFORDERUNGEN

Mit dem Vermieter eines Produktionsgebäudes wurde vertraglich vereinbart, dass der Vermieter bis zu einem vertraglich vereinbarten Betrag die Kosten des Rückbaus des Gebäudes (Dekontamination) bei Beendigung der Produktion übernehmen wird; der verbleibende Betrag sei vom Mieter zu tragen. Aufgrund gesetzlicher Regelung ist die Betreiberin der Anlage grundsätzlich zur Dekontamination der Anlage verpflichtet. Derzeit geht die Gesellschaft davon aus, dass der Vermieter seiner vertraglichen Verpflichtung nachkommen wird. Sollte der Vorbetreiber/Vermieter seiner vertraglichen Verpflichtung nicht nachkommen, würde die Gesellschaft die Dekontamination vornehmen lassen müssen, was zumindest zeitweise eine wesentliche Auswirkung auf die Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft hätte.

Im zweiten Halbjahr 2015 wurde durch die Weltbank bei der Eckert & Ziegler BEBIG SA, Belgien, ein Audit durchgeführt. Im Rahmen des Audits hat die Weltbank die Geschäftsleitung um weitere Informationen in Bezug auf den Ablauf einer öffentlichen Ausschreibung eines Investitionsprojektes in Bangladesch in den Jahren 2012 und 2013 gebeten. Im Dezember 2016 hat die Weltbank die Gesellschaft darüber informiert, dass sie es für wahrscheinlich einschätzt, dass bei dem Projekt die Bestimmungen des "Health Sector Development Programs" der Weltbank nicht in vollem Umfang eingehalten wurden. Obwohl der Vorstand diese Auffassung nicht teilt, hat die Weltbank die Möglichkeit einseitig Sanktionen bezüglich der Beteiligung an zukünftigen Projekten der Weltbank zu verhängen. Aus diesem Grund verhandelt die Eckert Ziegler BEBIG SA gegenwärtig mit der Weltbank mit dem Ziel der Verbesserung des bereits bestehenden Konformitätsprogrammes sowie der Beilegung der bestehenden Meinungsverschiedenheiten.

42 | SEGMENTBERICHTERSTAT TUNG

Der Konzern hat "IFRS 8 Geschäftssegmente" mit Wirkung zum 1. Januar 2009 angewandt. Gemäß IFRS 8 sind Geschäftssegmente auf Basis der internen Berichtserstattung von Konzernbereichen abzugrenzen, die regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger des Konzerns im Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu diesem Segment und der Bewertung seiner Ertragskraft überprüft wird.

Die Eckert & Ziegler Gruppe hat ihre Geschäftstätigkeit in drei operativen Berichtseinheiten organisiert. Die einzelnen Segmente bieten unterschiedliche Produkte an und sind auch organisatorisch durch die Standorte getrennt. Die angewandten Rechnungslegungsgrundsätze der einzelnen Segmente stimmen mit den in der Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Erläuterung 3) geschilderten überein. Die Segmentangaben sind nicht konsolidiert. Dies entspricht den vom Vorstand im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung verwendeten Informationen. Transaktionen zwischen den Segmenten werden zu Marktpreisen abgewickelt.

Das Segment Isotope Products fertigt und vertreibt Standards sowie Strahlenquellen für medizinische und industrielle Zwecke. Standards sind Radioisotope für Kalibrierzwecke. Sie werden im Allgemeinen an wissenschaftliche Einrichtungen verkauft. Industrielle Strahlenquellen finden in verschiedenen Messeinrichtungen für Industrieanlagen und anderen messtechnischen Geräten, wie z.B. Sicherheitseinrichtungen an Flughäfen und bei der Erdölexploration, Anwendung. Sie werden an die Hersteller oder die Betreiber der Anlagen verkauft. Die medizinischen Strahlenquellen umfassen radioaktive Quellen für die Kalibrierung von so genannten Gammakameras. Die Produktionsstandorte des Segments befinden sich in Nordamerika und Europa. Der weltweite Vertrieb erfolgt ebenfalls von diesen Standorten. Nach der Übernahme des größten Wettbewerbers Nuclitec zu Beginn des Jahres 2009 ist Eckert & Ziegler bei sehr vielen Produkten und Anwendungen Weltmarktführer bzw. teilweise der einzige Anbieter. Darüber hinaus werden im Segment auch isotopentechnische Reststoffe geringer Aktivität von Krankenhäusern und anderen Einrichtungen zurückgenommen, verarbeitet und konditioniert. Damit bietet das Segment Isotope Products die komplette Dienstleistungspalette rund um industrieller und medizinischer Strahlenquellen an.

Das Segment Strahlentherapie konzentriert sich auf die Produktentwicklung, die Herstellung und Markteinführung sowie den Vertrieb von radioaktiven Produkten für die Krebstherapie. Zu den besonderen Schwerpunkten gehört die Prostatakrebsbehandlung mittels radioaktiver Jod-Seeds. Außerdem kommen Augen-Applikatoren auf der Basis von Ruthenium-106 zur Behandlung von Aderhautmelanomen (Augenkrebs) zum Einsatz. Hier ist Eckert & Ziegler Marktführer in Europa. Einen weiteren wesentlichen Bestandteil im Segment bilden die Low- und High-Dose-Rate Strahlentherapie-Geräte und Applikatioren. Die Produktion erfolgt in Deutschland und in den USA, während die Produkte weltweit vertrieben werden.

Die Produkte des Segments Radiopharma mit Standorten in Berlin, Holzhausen, Bonn, Braunschweig und Washington umfassen zugelassenen 68Ge/68Ga Generatoren, GMP Synthesesysteme zur Herstellung von Radiopharmazeutika sowie radioaktive Diagnostika für die Positronen-Emissions-Tomographie (PET). Die Produkte kommen sowohl in der Praxis der nuklearmedizinischen Diagnostik und Strahlentherapie als auch in der Forschung zur Anwendung. Durch die Akquisition der Nuclitec Anfang 2009 kam der Auriga-Bereich hinzu. Als wichtigste Produkte sind hier Yttrium-90 zu nennen sowie die Projekte aus der Auftragsfertigung. Während der Vertrieb der PET-Diagnostika auf Mittel- und Ost-Europa beschränkt ist, werden die Generatoren und Synthesemodule sowie das Yttrium-90 weltweit vertrieben.

Im Geschäftsjahr 2015 wird unter "Holding" der Geschäftsbereich Umweltdienste ausgewiesen, der ab dem Geschäftsjahr 2016 dem Segment Isotope Products zugeordnet ist.

Ferner werden die Posten der Holdinggesellschaft Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik erfasst.

SEGMENTBERICHTERSTAT TUNG
Isotope Products Strahlentherapie Radiopharma Holding Eliminierung Gesamt
Tsd. Euro 2016 2015* 2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015
Umsätze mit externen Kunden 73.329 74.640 24.778 30.915 39.813 34.244 16 – 52 0 0 137.935 139.747
Umsätze mit anderen Segmenten 2.898 2.617 111 188 6 5 4.726 7.078 – 7.740 – 9.888 0 0
Segmentumsätze insgesamt 76.227 77.256 24.888 31.103 39.818 34.249 4.742 7.026 – 7.740 – 9.888 137.935 139.747
Ergebnis aus at-equity
bewerteten Anteilen
408 0 408
Segmentergebnis vor Zinsen und
Ertragsteuern (EBIT)
10.851 10.710 – 250 – 3.109 6.113 8.271 – 613 2.380 128 – 35 16.230 18.216
Zinsaufwendungen und -erträge – 328 – 165 10 68 – 829 5 173 635 31 – 1.820 – 943 – 1.277
Ertragsteuern – 3.551 – 3.275 106 – 571 – 1.288 – 872 99 – 908 0 0 – 4.634 – 5.626
Ergebnis aus aufgegebenen
Geschäftsbereichen, netto
– 867 – 947 0 0 0 0 0 0 0 0 – 867 – 947
Ergebnis vor nicht
beherrschenden Anteilen
6.106 6.322 – 134 – 3.612 3.996 7.404 – 341 2.107 160 – 1.855 9.786 10.366

* Im Vorjahr werden unter Holding noch der Bereich Umweltdienste des ehemaligen Segments Sonstige ausgewiesen.

SEGMENTBERICHTERSTAT TUNG

Isotope Products Strahlentherapie Radiopharma Holding Gesamt
Tsd. Euro 2016 2015* 2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015
Vermögen der Segmente 111.807 101.602 50.959 51.011 40.943 36.183 103.475 98.617 307.184 287.413
Eliminierung von Anteilen, Beteiligungen und
Forderungen zwischen den Segmenten
– 107.719 – 90.737
Konsolidiertes Gesamtvermögen 199.465 196.676
Verbindlichkeiten der Segmente – 53.019 – 58.146 – 19.022 – 24.087 – 29.497 – 28.654 – 4.320 – 7.309 – 105.858 – 118.196
Eliminierung von Verbindlichkeiten
zwischen den Segmenten
16.470 26.188
Konsolidierte Verbindlichkeiten – 89.388 – 92.008
Beteiligungsansatz an assoziierten Unternehmen 2.872 2.780 2.872 2.780
Investitionen (ohne Unternehmenserwerbe) 3.028 1.949 867 – 2.154 1.239 952 198 451 5.332 1.198
Planmäßige Abschreibungen – 3.299 – 2.851 – 2.495 – 2.587 – 2.025 – 1.971 – 471 – 1.008 – 8.290 – 8.417
Andere wesentliche nicht zahlungswirksame
Erträge (+)/Aufwendungen (–)
– 1.881 988 – 1.005 746 – 1.385 4.752 39 – 3.700 – 4.232 2.786

* Im Vorjahr werden unter Holding noch der Bereich Umweltdienste des ehemaligen Segments Sonstige ausgewiesen.

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE & SACHANLAGEN NACH REGIONEN
Tsd. Euro 2016 2015
Deutschland 45.014 45.967
USA 29.893 29.746
Belgien 4.414 4.077
Sonstige 11.466 10.304
Gesamt 90.787 90.094
EXTERNE UMSÄTZE NACH GEOGRAPHISCHEN REGIONEN
2016 2015
Mio. Euro % Mio. Euro %
Europa 72,3 52 64,7 47
Nordamerika 45,1 33 48,8 35
Asien/Pazifik 11,2 8 15,8 11
Sonstige 9,4 7 10,4 7
Gesamt 137,9 100 139,7 100

Die Abgrenzung der geografischen Regionen erfolgte nach dem Sitz des Leistungsempfängers. Die Umsätze in Nordamerika betreffen fast ausschließlich die USA.

43 | NAHE STEHENDE PERSONEN UND UNTERNEHMEN

Nach IAS 24 sind Transaktionen mit Personen oder Unternehmen, die die Eckert & Ziegler AG beherrschen oder von ihr beherrscht werden, anzugeben. Transaktionen zwischen der Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften, die nahe stehende Personen und Unternehmen sind, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden daher nicht erläutert. Einzelheiten zu Transaktionen zwischen dem Konzern und anderen nahe stehenden Personen und Unternehmen sind nachfolgend angegeben. Transaktionen der Eckert & Ziegler AG mit nahe stehenden Personen und Unternehmen werden zu Bedingungen wie unter fremden Dritten abgewickelt.

a) Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen Vorstand

Dr. Andreas Eckert (Vorstandsvorsitzender, 2016 verantwortlich für die Bereiche Konzernstrategie, Finanzen und Kapitalmarktkommunikation sowie für die Segmente Isotope Products und Sonstige), Wandlitz, Kaufmann

In anderen Gremien: Vorsitzender des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL), Valencia, USA; Vorsitzender des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler BEBIG SA, Seneffe (Belgien); Vorsitzender des Aufsichtsrates der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH

Dr. Edgar Löffler (Vorstand, 2016 verantwortlich für das Segment Strahlentherapie), Berlin, Medizin-Physiker (bis 31. Dezember 2016)

In anderen Gremien: Geschäftsführender Direktor und Mitglied des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler BEBIG SA, Seneffe (Belgien); Mitglied des Verwaltungsrates der geschlossenen Aktiengesellschaft ZAO "NanoBrachyTech", Moskau (Russland)

Dr. André Heß (Vorstand, 2016 verantwortlich für den Bereich Personal und das Segment Radiopharma), Berlin, Diplom-Chemiker und Wirtschaftsingenieur

In anderen Gremien: Mitglied des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL), Valencia, USA, Mitglied des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler BEBIG SA, Seneffe (Belgien), seit 29. Januar 2016: Mitglied des Verwaltungsrates der Curasight ApS, Kopenhagen (Dänemark)

Weitere Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen

Dr. Gunnar Mann (2016 verantwortlich für die Bereiche Strahlenschutz, Informationstechnologie und Infrastruktur)

Axel Schmidt (2016 Geschäftsführer und Minderheitsgesellschafter der Eckert & Ziegler f-con Deutschland GmbH)

Frank Yeager (2016 Präsident der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc.)

Joseph Hathcock (2016 Vizepräsident der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc.)

Ivan Simmer (2016 Geschäftsführer und Minderheitsgesellschafter der Eckert & Ziegler Cesio s.r.o.)

Dr. Harald Hasselmann (2016 Geschäftsführer der Eckert & Ziegler BEBIG GmbH, seit 1. Januar 2017 Vorstand der Eckert & Ziegler AG, verantwortlich für das Segment Strahlentherapie)

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2016 an:

Prof. Dr. Wolfgang Maennig (Vorsitzender), Berlin, Universitätsprofessor

In anderen Kontrollgremien: keine

Prof. Dr. Nikolaus Fuchs, (stellv. Vorsitzender), Berlin, Geschäftsführender Gesellschafter der Lexington Consulting GmbH sowie anderer Unternehmen und Unternehmer

In anderen Kontrollgremien: Mitglied des Aufsichtsrates der Berliner Volksbank eG

Hans-Jörg Hinke, Berlin, Geschäftsführender Gesellschafter der CARISMA Wohnbauten GmbH

In anderen Kontrollgremien: keine

Dr. Gudrun Erzgräber, Birkenwerder, Physikerin

In anderen Kontrollgremien: keine

Prof. Dr. Detlev Ganten, Berlin, Vorsitzender des Stiftungsrates der Charité Berlin, Vorsitzender des Kuratoriums der Max-Planck Institute für Kolloid- und Grenzflächenforschung (MPI-KG) und für Molekulare Pflanzenphysiologie (MPI-MP), Potsdam

In anderen Kontrollgremien: Mitglied des Aufsichtsrates der Glyco Universe GmbH & Co KGaA, Berlin

Prof. Dr. Helmut Grothe, Wandlitz, Jurist, Universitätsprofessor an der Freien Universität Berlin

In anderen Kontrollgremien: keine

b) Joint Ventures, bei denen der Konzern ein Partnerunternehmen ist

Im Juni 2009 hat die Eckert & Ziegler BEBIG SA immaterielle Vermögenswerte in das Joint Venture ZAO "NanoBrachyTech" eingebracht und dafür 15% der Anteile an dem Joint Venture Unternehmen erhalten. Die Eckert & Ziegler BEBIG SA liefert schwach radioaktive Implantate an die OOO BEBIG, welche ein 100%iges Tochterunternehmen des Joint Ventures ist. Die Umsatzerlöse mit der OOO BEBIG beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf 956 Tsd. Euro (2015: 1.038 Tsd. Euro). Zusätzlich erhielt die Eckert & Ziegler BEBIG SA im Geschäftsjahr 2016 im Zusammenhang mit einem aus der Umwandlung von Forderungen entstandenem Darlehen Tilgungszahlungen in Höhe von 460 Tsd. Euro (2015: 333 Tsd. Euro) und Zinszahlungen in Höhe von 26 Tsd. Euro (2015: 37 Tsd. Euro). Das Darlehen wird mit 2,5% p. a. verzinst. Zum 31. Dezember 2016 beliefen sich die ausstehenden Forderungen gegen die OOO BEBIG auf 920 Tsd. Euro (2015: 1.342 Tsd. Euro).

c) Sonstige nahe stehende Personen und Unternehmen

  • Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH (EWK), die 32,24% der Aktien der Eckert & Ziegler AG hält, und deren Alleingesellschafter, Dr. Andreas Eckert, Vorstandsvorsitzender der Eckert & Ziegler AG, ist.
  • Eckert Beteiligungen 2 GmbH (EB2), die eine 100%-ige Tochter der Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH ist.
  • ELSA Eckert Life Science Accelerator GmbH (ELSA), die eine 100%-ige Tochter der Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH ist.

• ELSA 2 Beteiligungen GmbH (ELSA2), die eine 100%-ige Tochter der Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH ist.

In den Jahren 2016 und 2015 wurden folgende Transaktionen mit nahe stehenden Personen und Unternehmen vorgenommen, wobei sämtliche Transaktionen zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt wurden:

Die EZAG hat im Jahr 2012 der Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH ein Darlehen über 1.500 Tsd. Euro gewährt. Im Jahr 2013 hat die Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH im Rahmen der Ausgliederung die Vertragsverhältnisse an die ELSA Eckert Life Science Accelerator GmbH übertragen, sodass nunmehr der oben beschriebene Darlehensvertrag zwischen der EZAG und der ELSA Eckert Life Science Accelerator GmbH (im Folgenden "ELSA" genannt) besteht. Das Darlehen ist mit dem Drei-Monats-EURIBOR zzgl. 50 Basispunkte verzinst. Das Darlehen wurde in 2016 zum Teil zurückgeführt, zum Bilanzstichtag besteht noch eine Darlehensforderung in Höhe von 451 Tsd. Euro zzgl. aufgelaufener Zinsen von 155 Tsd. Euro.

Ferner hat die EZAG der Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH ein Darlehen über 400 Tsd. Euro gewährt, von dem bislang 368 Tsd. Euro in Anspruch genommen wurden. Das Darlehen ist mit 3,25% verzinst und bis zum 31. Dezember 2017 befristet.

Die Eckert & Ziegler AG, die Eckert & Ziegler BEBIG GmbH, die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH und die Eckert & Ziegler Eurotope GmbH haben im Oktober 2012 einen langfristigen Mietvertrag mit der Eckert Beteiligungen 2 GmbH abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2016 fielen Miete und Mietnebenkosten in Höhe von 982 Tsd. Euro (2015: 973 Tsd. Euro) an.

Gesellschaften des Segmentes Strahlentherapie haben einen Beratungsvertrag mit der Ehefrau eines Mitgliedes des Managements abgeschlossen. Im Rahmen dieses Vertrages wurden im Geschäftsjahr 2016 Beratungsleistungen in Höhe von 31 Tsd. Euro (2015: 40 Tsd. Euro) in Anspruch genommen. Die Verbindlichkeiten aus diesem Vertrag betrugen zum 31. Dezember 2016 0 Tsd. Euro (2015: 7 Tsd. Euro)

Im Geschäftsjahr 2016 hat die Eckert & Ziegler AG mit der Unternehmensberatungsgesellschaft eines Mitgliedes des Aufsichtsrates einen Beratungsvertrag abgeschlossen. Im Rahmen des Vertrages wurden Beratungsleistungen in Höhe von 66 Tsd. Euro in Anspruch genommen.

Die Salden der Eckert & Ziegler Gruppe nahe stehenden Personen und Unternehmen bezüglich Forderungen, Darlehensforderungen, Verbindlichkeiten und Darlehensverbindlichkeiten stellen sich zum 31. Dezember der Geschäftsjahre 2016 und 2015 wie folgt dar:

Tsd. Euro 2016 2015
Forderungen gegen nahe stehende Personen und Unternehmen 1.443 4.651
Verbindlichkeiten gegen nahe stehende Personen und Unternehmen 0 1.011

44 | ANGABEN ZUR VERGÜTUNG DER ORGANMITGLIEDER

Das Vergütungssystem der Gesellschaft für die Bezüge der Organmitglieder wird im Vergütungsbericht im zusammengefassten Lagebericht erläutert.

Vergütung des Vorstandes

Im Geschäftsjahr 2016 wurde an die Mitglieder des Vorstandes eine Gesamtvergütung in Höhe von 1.315 Tsd. Euro (2015: 1.336 Tsd. Euro) gewährt. Dies entspricht einem Rückgang von 2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Von dieser Gesamtvergütung entfielen 793 Tsd. Euro (2015: 775 Tsd. Euro) auf fixe und 522 Tsd. Euro (2015: 562 Tsd. Euro) auf variable Vergütungsteile.

Dr. Andreas Eckert Dr. Edgar Löffler Dr. André Heß
Vorstandsvorsitzender EZAG Vorstandsmitglied Segment Strahlentherapie Vorstandsmitglied
Segment Radiopharma
Datum Eintritt: 03.07.1997 Datum Eintritt: 07.05.2001 Datum Eintritt: 01.03.2008
Datum Austritt: 31.12.2016
Tsd. Euro 2015 2016 Min Max 2015 2016 Min Max 2015 2016 Min Max
Fest
vergütung 300 300 300 300 186 186 189 189 194 208 208 208
Neben
leistungen 32 34 34 34 33 34 34 34 30 31 31 31
Summe 332 334 334 334 219 220 223 223 224 239 239 239
Einjährige
variable
Vergütung 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Mehrjährige
variable
Vergütung 270 253 0 500 19 71 0 250 272 198 0 275
Tantieme auf
Konzern-EBIT
(5 Jahre)
Tantieme auf
270 253 0 500
Konzern-EBIT
ohne das
Segment
Strahlen
therapie
(5 Jahre)
96* 77* 0 100
Tantieme auf
Segment
EBIT Strahlen
therapie
(5 Jahre)
– 78* – 6* 0 150
Tantieme auf
Konzern-EBIT
ohne das
Segment
Radiopharma
(3 Jahre)
66* 45* 0 100
Tantieme auf
Segment
EBIT
Radiopharma
(3 Jahre)
207* 153* 0 175
Summe 270 253 0 500 19 71 0 250 272 198 0 275
Versorgungs
aufwand
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Gesamt
vergütung
602 587 334 834 238 291 223 473 496 437 239 514

Die folgende Tabelle zeigt die gewährten und geflossenen Vorstandsvergütungen. Da kein Vorstand Aktienoptionszusagen und Pensionszusagen erhalten hat, entsprechen die gewährten den geflossenen Vergütungen.

* Die variablen Vergütungen können im Einzelfall geringer oder höher als die ausgewiesenen Minimalbzw. Maximalbeträge ausfallen, weil der Abgleich der Deckelungen grundsätzlich kumulativ über die Vertragsdauer erfolgt und die angegebenen Minimal- und Maximalbeträge als Jahresdurchschnitt zu verstehen sind.

Die ausgewiesenen variablen Vergütungen des Jahres 2016 beziehen sich auf die finalen Abschlusskennzahlen und werden in dieser Höhe im Jahr 2017 ausgezahlt. Aufgrund der Iterations-Problematik können die in der Bilanz zum 31. Dezember 2016 enthaltenen Tantiemen-Rückstellungen leicht abweichen.

Für ein ehemaliges Vorstandsmitglied bestehen aufgrund einer Pensionszusage Rückstellungen in Höhe von 475 Tsd. Euro (2015: 462 Tsd. Euro; Berechnung jeweils nach IFRS). Im Geschäftsjahr 2016 sind an dieses ehemalige Vorstandsmitglied Pensionszahlungen in Höhe von 32 Tsd. Euro (2015: 32 Tsd. Euro) geleistet worden.

Vergütung des Aufsichtsrates

Für das Geschäftsjahr 2016 erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates feste Vergütungen in Höhe von 75 Tsd. Euro (2015: 75 Tsd. Euro) und Sitzungsgelder in Höhe von 28 Tsd. Euro (2015: 26 Tsd. Euro). Das entspricht einem Gesamtaufwand von 103 Tsd. Euro (2015: 101 Tsd. Euro).

Auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates entfallen dabei folgende Einzelvergütungen:

Name Vergütete
Funktion
Feste
Vergütung
Sitzungsgelder Summe
Tsd. Euro
Prof. Dr. Wolfgang Maennig Vorsitzender des 20 5 25
Aufsichtsrates (2015: 20) (2015: 5) (2015: 25)
Prof. Dr. Nikolaus Fuchs Stellv. Vorsitzender 15 5 20
des Aufsichtsrates (2015: 15) (2015: 5) (2015: 20)
Hans-Jörg Hinke Mitglied des 10 4 14
Aufsichtsrates (2015: 10) (2015: 5) (2015: 15)
Dr. Gudrun Erzgräber Mitglied des 10 5 15
Aufsichtsrates (2015: 10) (2015: 5) (2015: 15)
Prof. Dr. Detlev Ganten Mitglied des 10 4 14
Aufsichtsrates (2015: 10) (2015: 2) (2015: 12)
Prof. Dr. Helmut Grothe Mitglied des 10 5 15
Aufsichtsrates (2015: 10) (2015: 4) (2015: 14)

Außerhalb der Aufsichtsratstätigkeit wurde ein im Vorfeld vom Aufsichtsrat genehmigter Beratungsvertrag mit der Unternehmungsberatungsgesellschaft eines Mitgliedes des Aufsichtsrates abgeschlossen. Im Rahmen des Vertrages wurden Beratungsleistungen in Höhe von 0,07 Mio. Euro in Anspruch genommen.

45 | EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Nach dem Bilanzstichtag gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns haben.

MANAGEMENT| UNTERNEHMEN| KONZERNLAGEBERICHT| FINANZTEIL Geschäftsbericht 2016 | Eckert & Ziegler 135

ANGABEN GEMÄSS § 315a Abs. 1 HGB

46 | SONSTIGE ERTRÄGE/AUFWENDUNGEN

Die sonstigen Erträge/Aufwendungen sowie das Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen enthalten periodenfremde Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von 93 Tsd. Euro (2015: 1.235 Tsd. Euro) und periodenfremde Aufwendungen aus Verlusten aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von 792 Tsd. Euro (2015: 117 Tsd. Euro).

47 | GESAMTHONORAR DES KONZERNABSCHLUSSPRÜFERS

Für die im Geschäftsjahr erbrachten Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers ist ein Gesamthonorar von 377 Tsd. Euro (2015: 262 Tsd. Euro) angefallen. Hiervon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses der Eckert & Ziegler AG sowie verschiedener Tochtergesellschaften 356 Tsd. Euro (2015: 259 Tsd. Euro) und der verbleibende Betrag aus sonstiger Beratung.

48 | ERKLÄRUNG NACH § 161 AKTG ZUR BEACHTUNG DES DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX (ENTSPRECHENSERKLÄRUNG)

Die nach § 161 AktG für die Eckert & Ziegler AG als börsennotiertes Unternehmen vorgeschriebene Erklärung zur Einhaltung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und den Aktionären über die Webseite der Gesellschaft unter www.ezag.com dauerhaft zugänglich gemacht.

Berlin, 21. März 2017

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG Der Vorstand

Dr. Andreas Eckert Dr. André Heß Dr. Harald Hasselmann

KONZERNANLAGENSPIEGEL

ANLAGENSPIEGEL ZUM 31.12.2016

Anschaffungskosten
Tsd. Euro Stand
01.01.2016
Zugänge
durch
Unterneh
menserwerb
Zugänge Abgänge Um
buchungen
Währungs
umrechnung
Stand
31.12.2016
ANLAGEVERMÖGEN
I.
Immaterielle
Vermögenswerte
1.
Geschäfts- oder
Firmenwerte
45.743 152 0 9 0 732 46.618
2.
erworbene
immaterielle
Vermögenswerte
31.829 1.218 167 889 4 542 32.871
3.
selbst erstellte
immaterielle
Vermögenswerte
9.885 0 292 0 0 0 10.177
4.
Geleistete
Anzahlungen 4
87.461
0
1.370
0
459
0
898
– 4
0
0
1.274
0
89.666
II.
Sachanlagen
1.
Grundstücke und
Bauten
23.247 0 757 100 440 196 24.540
2.
Technische Anlagen
53.161 0 3.926 1.092 39 230 56.264
3.
Andere Anlagen,
Betriebs
Geschäftsausstattung
12.972 121 1.144 480 0 155 13.912
4.
Anlagen im Bau
958 0 1.513 9 – 479 53 2.036
90.338 121 7.340 1.681 0 634 96.752
177.800 1.491 7.799 2.579 0 1.908 186.418
Restbuchwerte Abschreibungen
Wertmin
Um
Währungs
Stand
Stand
31.12.2016
01.01.2016
Zugänge
derungen
Abgänge
buchungen
umrechnung
Stand
01.01.2016
5.714
0
447
0
0
35
6.196
40.029
2.166
0
640
0
329
24.600
9.084
22.745
4.881
1.025
0
0
0
0
5.906
5.004
0
0
0
0
0
0
0
4
3.191
447
640
0
364
36.702
54.121
33.340
9.211
1.062
0
20
0
155
10.408
14.036
2.937
0
463
0
216
38.275
17.576
35.585
9.569
1.099
0
472
0
50
10.246
3.403
0
0
0
0
0
0
0
958
5.098
0
955
0
421
58.929
35.973
54.365
8.289
447
1.595
0
785
95.631
90.094
87.705

ANLAGENSPIEGEL ZUM 31.12.2015

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Tsd. Euro Stand
01.01.2015
Zugänge Abgänge Umglie
derung
gemäß
IFRS 5 *
Um
buchungen
Währungs
umrechnung
Stand
31.12.2015
ANLAGEVERMÖGEN
I.
Immaterielle
Vermögenswerte
1.
Geschäfts- oder
Firmenwerte
43.912 0 0 0 0 1.831 45.743
2.
erworbene
immaterielle
Vermögenswerte
31.645 400 1.287 0 0 1.071 31.829
3.
selbst erstellte
immaterielle
Vermögenswerte
9.660 248 25 0 0 2 9.885
4.
Geleistete
Anzahlungen 4
85.221
0
648
0
1.312
0
0
0
0
0
2.904
4
87.461
II.
Sachanlagen
1.
Grundstücke und
Bauten
16.177 481 0 4.132 1.517 940 23.247
2.
Technische Anlagen
50.213 1.769 575 0 823 931 53.161
3.
Andere Anlagen,
Betriebs
Geschäftsausstattung 12.307 1.093 400 0 – 84 56 12.972
4.
Anlagen im Bau
2.795 789 439 0 – 2.256 69 958
81.492 4.132 1.414 4.132 0 1.996 90.338
166.713 4.780 2.726 4.132 0 4.900 177.799

* betrifft den wieder erfolgten Zugang des in 2014 als IFRS 5 ausgewiesenen Grundstücks in Belgien, dessen kurzfristige Verkaufsabsichten nicht mehr bestehen

Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen Restbuchwerte
Stand
01.01.2015
Zugänge Wertmin
derungen
Abgänge Umglie
derung
gemäß
IFRS 5 *
Um
buchungen
Währungs
umrechnung
Stand
31.12.2015
Stand
01.01.2015
Stand
31.12.2015
5.591 0 0 0 0 0 122 5.714 38.321 40.029
19.830 2.633 61 647 0 0 869 22.745 11.815 9.084
4.182 697 0 0 0 0 2 4.881 5.478 5.004
0 0 0 0 0 0 0 0 4 4
29.603 3.330 61 647 0 0 993 33.340 55.618 54.121
4.630 1.017 0 0 3.170 0 394 9.211 11.547 14.036
32.002 3.049 286 392 0 5 635 35.585 18.211 17.576
8.741 1.022 0 359 0 – 5 171 9.569 3.566 3.403
0 0 0 0 0 0 0 0 2.795 958
45.373 5.088 286 751 3.170 0 1.200 54.365 36.120 35.973
74.976 8.418 347 1.398 3.170 0 2.193 87.705 91.737 90.094

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den von der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Rechnungslegungsinformationen der in den Konzernabschluss einbezogenen Teilbereiche, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Berlin, 21. März 2017

BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Rehmer gez. Weisner Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

EINZELABSCHLUSS DER ECKERT & ZIEGLER AG

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2016
2015 2016
Tsd. Euro Euro
1. Umsatzerlöse 4.638 4.818.201,07
2. Sonstige betriebliche Erträge 2.492 457.048,79
7.130 5.275.249,86
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter – 2.432 – 2.392.190,41
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung – 340 – 300.103,83
davon für Altersversorgung: 2 Tsd. Euro (Vorjahr: 28 Tsd. Euro)
– 2.772 – 2.692.294,24
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen – 568 – 471.411,69
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen – 1.910 – 2.617.304,87
6. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 7.276 7.511.360,57
7. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 193 110.320,04
davon aus verbundenen Unternehmen: 180 Tsd. Euro (Vorjahr: 352 Tsd. Euro)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 440 267.708,50
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen – 4.238 – 3.294.000,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen – 365 – 319.531,06
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 391 – 184.269,43
12. Ergebnis nach Steuern 4.796 3.585.827,68
13. Sonstige Steuern – 2 0,00
14. Jahresüberschuss 4.794 3.585.827,68

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2016

31.12.2015
Tsd. Euro
31.12.2016
Euro
Aktiva
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzreche und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
1.259 974.231,64
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 30 29.268,93
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 393 404.215,75
423 433.484,68
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 60.487 66.250.315,47
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.396 1.350.000,00
3. Sonstige Ausleihungen 368 368.000,00
63.251 67.968.315,47
64.933 69.376.031,79
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14.698 9.536.992,18
2. Sonstige Vermögensgegenstände 3.443 709.446,74
18.141 10.246.438,92
II. Guthaben bei Kreditinstituten 3.983 6.748.025,26
22.124 16.994.464,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten 50 72.794,44
87.107 86.443.290,41
Passiva
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
Nennbetrag des bedingten Kapitals: 1.875 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.875 Tsd. Euro) 5.293 5.292.983,00
abzüglich Nennbetrag eigener Anteile: 5 Tsd. Euro (Vorjahr: 5 Tsd. Euro) 5 4.818,00
5.288 5.288.165,00
II. Kapitalrücklage 51.395 51.394.685,23
III. Gewinnrücklagen 21.509 23.129.906,13
Andere Gewinnrücklagen abzüglich eigene Anteile: 22 Tsd. Euro (Vorjahr: 22 Tsd. Euro)
IV. Jahresüberschuss 4.794 3.585.827,72
82.986 83.398.584,08
B. Sonderposten für Zuwendungen zum Anlagevermögen 168 149.174,21
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 393 377.958,00
2. Steuerrückstellungen 391 575.032,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.460 1.433.823,86
2.243 2.386.813,86
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 45 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 168 172.023,75
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.442 284.320,30
4. Sonstige Verbindlichkeiten 45 40.878,81
(davon aus Steuern: 35 Tsd. Euro; Vorjahr: 39 Tsd. Euro)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 4 Tsd. Euro; Vorjahr: 4 Tsd. Euro)
1.700 497.222,86
E. Rechnungsabgrenzungsposten 11 11.495,40
87.107 86.443.290,41

GLOSSAR

Afterloader Gerät für die Afterloading-Therapie: Kurzzeitige Bestrahlung zur Krebsbehandlung, bei der eine meist drahtgebundene, radioaktive Quelle mit Hilfe eines elektrischen Antriebes über einen schlauchartigen Katheter bzw. Hohlnadeln in das Tumor-Zielvolumen für kurze Zeit eingebracht wird. In der Regel sind mehrere Sitzungen erforderlich

Augenapplikator Anatomisch geformtes Teil mit Strahlenquelle zur Strahlentherapie von Augentumoren

Brachytherapie Kontakttherapie, meist als radioaktive Bestrahlung mit minimaler Distanz zwischen Strahlenquelle und zu bestrahlendem Gewebe

Bildgebendes Verfahren Siehe Nuklearmedizinische Bildgebung

Cobaltquelle Strahler mit dem Radionuklid Cobalt-60, das sich sehr gut zur Oberflächenbestrahlung von Tumoren eignet. Die Krebsbestrahlungsgeräte MultiSource® und SagiNova® verwenden Cobalt-60-Quellen

FDA behördliche Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelzulassungsbehörde der Vereinigten Staaten (Food and Drug Administration)

Fludeoxyglucose (FDG) auch: Fluordesoxyglucose Zuckerstoffwechselmarker. Radioaktiv markierte Glucose (Zucker)

Gallium-Generator Gerät zur Erzeugung von Gallium-68, das aus Germanium-68 gewonnen wird. Gallium-68 wird zur Markierung von Trägermolekülen eingesetzt, die spezifische Zielstrukturen im Organismus ansteuern und im Verbund mit Gallium-68 die Diagnose verschiedener Krebserkrankungen ermöglichen

IFRS Abkürzung für International Financial Reporting Standards. Internationale Rechnungslegungsvorschriften, nach denen der vorliegende Konzernabschluss aufgestellt wurde

Implantate Natürliche oder künstliche Teile zur Einbringung in den Körper (hier synonym mit Seeds verwendet)

Implantation Einbringen oder Einpflanzen von körperfremden Materialien in den Organismus

Isotop Atomart eines chemischen Elements mit gleicher Ordnungszahl, aber abweichender Massenzahl. Isotope können stabil sein oder unter Aussendung ionisierender Strahlung zerfallen (radioaktive Isotope, Radioisotope)

Jod-125 Radioisotop von Jod. Therapeutisch wird die niederenergetische Photonenstrahlung genutzt

Kalibrier-Referenzstrahler, auch: Kalibrierquelle Strahler, die zum Abgleich von Messinstrumenten nach vorgegebenen Standards dienen

Konditionierung hier: Bearbeitung schwach bis mittelradioaktiver Abfälle; umfasst unter anderem die umfangreiche Vermessung und Charakterisierung von Rohabfällen, das Hochdruckverpressen von Abfallfässern zur Volumenreduktion sowie die endlagergerechte Verpackung von Abfallpresslingen in speziellen Containern (Konradkonditionierung bei Verbringung ins Endlager Konrad)

Modular-Lab Synthesegerät zur Herstellung radioaktiver Diagnostika

Neuroendokrine Tumore (NET) Gut- oder bösartige Tumore, die aus hormonbildenden (endokrinen) Zellen hervorgehen

Nuklearmedizinische Bildgebung und -verarbeitung Prozess bei dem nach Gabe von radioaktiven Substanzen (Radiopharmaka) mit einer speziellen Kamera die Strahlung aus dem Körperinneren gemessen und ein Bild berechnet werden kann. Siehe auch Positronen-Emissions-Tomographie (PET)

Nuklearmedizin Medizinisches Fachgebiet, das sich mit der diagnostischen und therapeutischen Anwendung offener, meist kurzlebiger Radionuklide befasst

Onkologie Medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Entstehung und Behandlung von bösartigen Tumoren befasst

Ophthalmologie Wissenschaft vom Auge und den Augenerkrankungen (Augenheilkunde)

Palliativ Schmerzlindernd bei Patienten mit unheilbaren Krankheiten in fortgeschrittenem Stadium

Planungssoftware Spezielle Software zur Unterstützung der Planung der Brachytherapiebehandlung

Positron Elementarteilchen mit der Masse eines Elektrons, aber mit positiver Ladung

Positronen-Emissions-Tomographie (PET) Bildgebendes Verfahren der Nuklearmedizin, das Schnittbilder von lebenden Organismen erzeugt, in dem es die Verteilung einer schwach radioaktiv markierten Substanz (Radiopharmakon, PET-Tracer) unter Nutzung der beim Positronenzerfall entstehenden Photonen sichtbar macht

Prostata Vorsteherdrüse. Kastaniengroßes Organ, das den Anfangsteil der männlichen Harnröhre umgibt

Quelle, Strahlenquelle Siehe Strahler

Radioaktivität Eigenschaft instabiler Nuklide, spontan oder unter Umwandlung des Atomkerns, Teilchen (Alpha und Betastrahler) oder elektromagnetische Wellen (Gammastrahler) zu emittieren

Radiodiagnostika Radioaktive Substanzen, die zur Diagnose von Krankheiten eingesetzt werden. Siehe auch Radiopharmaka

Radioembolisation Therapieform für die Behandlung von nicht operierbarem Leberkrebs. Dabei werden dem Patienten winzige, mit Yttrium-90 markierte Kügelchen injiziert

Radiokarbondatierung Verfahren für die Altersbestimmung von kohlenstoffhaltigen, organischen Materialien

Radionuklid Siehe Radioisotop, Isotope

Radiopharmaka Substanzen bzw. Arzneimittel, die auf Basis radioaktiver Nuklide ihre Wirkung entfalten und in der Nuklearmedizin ihre Anwendung in Diagnose und Therapie finden

Radiopeptid Peptide sind kleine, eiweißähnliche Strukturen. Bei Radiopeptiden fungieren die Peptide als Träger für radioaktive Partikel (z.B. Yttrium-90)

Rohisotop Radioaktiver Ausgangsstoff für die Herstellung von Strahlenquellen

SagiNova® Tumorbestrahlungsgerät (Afterloading). Bei der Afterloading Technik wird die Strahlenquelle (des Afterloaders) computergesteuert und mit Hilfe von Applikatoren in unmittelbarer Nähe des Tumors platziert. Somit wird der Tumor gezielt bestrahlt und umliegendes gesundes Gewebe geschont

Seed Von englisch Samenkorn. Kleine, radioisotopenhaltige Metallstiftchen zur interstitiellen Strahlentherapie

Strahler hier: Vorrichtung, die radioaktive Strahlung aussendet. Manchmal auch "Quelle" genannt

Synthesemodule hier: Bestandteile des modularen Gerätesystems Modular-Lab zur automatisierten Synthese von Radiopharmaka und -chemikalien

Tracer hier: Radioaktive Substanz, die nach Einbringung in den Körper am Stoffwechsel teilnimmt und dadurch unterschiedlichste Untersuchungen ermöglicht.

Trägermolekül Ein Trägermolekül (carrier molecule) ist ein Molekül, das die radioaktiven Substanzen (z.B. radioaktives 68GA) an den Bestimmungsort transportiert

Tumorbestrahlungsgerät Siehe Afterloader

Yttrium-90 Radioaktives Isotop, das bei der internen Radiotherapie u. a. zur Behandlung chronisch-entzündlicher Gelenkerkrankungen (Radiosynoviorthese) oder zur Krebsbehandlung eingesetzt wird. Für den Transport zum Tumor wird das Yttrium-90 entweder an chemische Wirkstoffe gekoppelt oder auf kleine Kügelchen geladen (siehe Radioembolisatoren)

Zyklotron Kreisrunder Teilchenbeschleuniger zur Erzeugung radioaktiver Isotopen

FINANZKALENDER

23. März 2017 Jahresabschluss 2016
09. Mai 2017 Quartalsbericht i/2017
10. Mai 2017 DVFA Frühjahrskonferenz in Frankfurt am Main
31. Mai 2017 Hauptversammlung in Berlin-Buch
02. August 2017 Quartalsbericht ii/2017
09. November 2017 Quartalsbericht iii/2017
November 2017 Eigenkapitalforum in Frankfurt am Main

IMPRESSUM

HERAUSGEBER Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG

KREATION & SATZ

Ligaturas – Reportdesign, Berlin

FOTOS

Kopf & Kragen Peter Himsel Gunnar Kirsch Nils Hendrik Müller gettyimages Eckert & Ziegler Archiv

DRUCK Arnold group, Großbeeren

Gedruckt auf Papier in 100% Recyclingqualität, Blauer Engel

KONTAKT

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG

Robert-Rössle-Straße 10 13125 Berlin www.ezag.de

Karolin Riehle Investor Relations

Telefon + 49 30 94 10 84 – 0 Telefax + 49 30 94 10 84 – 112 [email protected]

ISIN DE0005659700 WKN 565970

KENNZAHLEN ECKERT & ZIEGLER Veränderung
inkl. aufgegebener Geschäftsbereiche zum Vorjahr 2013 2014 2015 2016
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse Tsd. Euro – 1% 117.138 127.256 140.046 137.955
EBITDA Tsd. Euro – 7% 21.332 20.099 25.574 23.724
Abschreibungen Tsd. Euro 0% 9.187 7.143 8.764 8.737
EBIT Tsd. Euro – 11% 12.145 12.956 16.810 14.988
EBIT-Marge % – 8% 10% 10% 12 11
Steuerquote % – 8% 15% 45% 33 30
Jahresüberschuss nach Steuern und Minderheiten Tsd. Euro – 11% 9.035 6.775 10.718 9.551
Ergebnis pro Aktie Euro – 11% 1,71 1,28 2,03 1,81
Kapitalfluss
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit Tsd. Euro 22% 14.675 10.653 16.230 19.832
Liquide Mittel zum 31.12. Tsd. Euro 16% 29.414 21.824 31.466 36.567
Bilanz
Eigenkapital Tsd. Euro 5% 90.265 94.490 104.668 110.077
Bilanzsumme Tsd. Euro 1% 178.407 187.329 196.676 199.464
Eigenkapitalquote % 4% 51% 50% 53 55
Netto-Finanzbestand
(Liquidität abzügl. Finanzverbindlichkeiten)
Tsd. Euro 56% 6.787 3.119 15.938 24.910
Mitarbeiter
Anzahl der Beschäftigten im Jahresdurchschnitt* Personen – 5% 613 674 672 638
Anzahl aller Mitarbeiter zum Jahresende Personen – 7% 686 711 692 646
Kennzahlen zur Aktie
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien Tsd. Stück 0% 5.288 5.288 5.288 5.288
Buchwert pro Aktie Euro 41% 15,79 16,76 18,86 26,51
Dividende Euro 10% 0,60 0,60 0,60 0,66
* ohne Vorstände, Geschäftsführer, Praktikanten etc. ** Dividendenvorschlag der Gesellschaft an die Hauptversammlung am 31. Mai 2017

BETEILIGUNGEN (STAND 31.12.2016)

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG Berlin, D

99,99% 50% 100%

Eckert & Ziegler Brasil Comericial Ltda

São Paulo BRA

Americium Consortium LLC

Wilmington DEL USA

Eckert & Ziegler Analytics, Inc.

Atlanta GA USA

100,0% Eckert & Ziegler Brasil Logistica Ltda Sao Jose do Rio Preto BRA

www.ezag.de

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG Robert-Rössle-Str. 10 13125 Berlin

Talk to a Data Expert

Have a question? We'll get back to you promptly.