Earnings Release • Sep 29, 2017
Earnings Release
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Venlo, 13. November 2017
Sehr geehrte Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren,
in den ersten neun Monaten verzeichnete SHOP APOTHEKE EUROPE weiterhin ein rasantes Wachstumstempo: Konzernweit stieg unser Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um + 53 % auf über EUR 191 Mio. Die Anzahl unserer aktiven Kunden lag zum 30. September 2017 mit fast 2,4 Mio. um 0,8 Mio. bzw. 50 % über dem Vorjahreswert. Der Kernmarkt Deutschland bleibt mit einem Umsatzanteil von EUR 131 Mio. (+ 31 % gegenüber Vorjahreszeitraum) größtes Segment. Wachstumsmotor waren erneut die internationalen Märkte, in denen wir unser Umsatzvolumen auf rund EUR 53 Mio. nahezu verdreifacht haben.
Der nächste Automatisierungsschritt im Wareneingangssystem führte im dritten Quartal 2017 zu einmaligen Ergebnisbelastungen, da vorübergehend ein höheres Warenvolumen über Großhändler bezogen wurde. Dennoch stieg die Konzernbruttomarge im Berichtszeitraum um 0,7 Prozentpunkte von 20,5 % auf 21,2 %. In den stark wachsenden internationalen Regionen haben wir die Bruttomarge sogar um 4,8 Prozentpunkte von 17,1 % auf 21,9 % erhöht.
Mit dem Ziel, unsere europäische Marktführerschaft weiter auszubauen, haben wir im dritten Quartal die Übernahme der Europa Apotheek eingeleitet. Eine hierzu durchgeführte außerordentliche Hauptversammlung am 6. November 2017 hat die Transaktion sowie eine damit verbundene Kapitalerhöhung einstimmig genehmigt.
SHOP APOTHEKE und Europa Apotheek verbindet eine gemeinsame Historie und eine enge Zusammenarbeit. Daher erwarten wir, dass die Integration der Europa Apotheek zügig und reibungslos verlaufen wird. Die jeweiligen Geschäftsmodelle beider Unternehmen sind höchst komplementär. Während die Europa Apotheek den überwiegenden Teil ihrer Einnahmen aus dem Verkauf von rezeptpflichtigen Medikamenten (Rx-Produkten) generiert, konzentriert sich SHOP APOTHEKE auf den Online Handel von rezeptfreien Medikamenten und apothekenüblichen Beauty- und Pflegeprodukten. Dementsprechend ergänzt sich auch die Kundenstruktur beider Unternehmen. Kunden der Europa Apotheek sind mehrheitlich 65 oder älter, während fast drei Viertel der Kunden von SHOP APOTHEKE 65 oder jünger sind.
Durch die Akquisition verbreitern wir unsere Position in den verschiedenen Sortiment- und Altersgruppen erheblich und schaffen die größte und wachstumsstärkste Online Apotheke Kontinentaleuropas für die gesamte Familie. Vor dem Hintergrund der Konsolidierung der Europa Apotheek erwarten wir für das vierte Quartal eine erneute Beschleunigung unseres Wachstums. Daher haben wir unsere Prognose für das Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2017 von zuvor 45 % bis 55 % auf 55 % bis 65 % erhöht.
Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung auf unserem Weg zur führenden Online Apotheke in Europa.
Der Vorstand
| 2015 | 2016 | 2017 | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Leistungsindikatoren Konzern | Q1 | Q2 | Q3 | Q4 | Q1 | Q2 | Q3 | Q4 | Q1 | Q2 | Q3 |
| Seitenbesuche (Mio.) | 6,3 | 6,0 | 6,1 | 7,1 | 8,4 | 9,1 | 10,3 | 14,0 | 18,6 | 17,9 | 18,0 |
| Mobile Seitenbesuche (Mio.) | 2,2 | 2,0 | 2,0 | 2,7 | 3,3 | 3,9 | 4,6 | 6,3 | 8,9 | 9,2 | 9,4 |
| Anteil mobil (in %) | 35 | 33 | 33 | 39 | 39 | 43 | 44 | 45 | 48 | 51 | 53 |
| Bestellungen (Mio.) | 0,7 | 0,7 | 0,7 | 0,8 | 0,9 | 0,9 | 1,0 | 1,1 | 1,4 | 1,4 | 1,4 |
| Bestandskundenbestellungen (in %) | 71 | 71 | 74 | 74 | 75 | 73 | 73 | 71 | 71 | 75 | 76 |
| Rücklaufquote (in %) | 0,7 | 0,7 | 0,7 | 0,7 | 0,7 | 0,7 | 0,8 | 0,8 | 0,8 | 0,7 | 0,8 |
| Aktive Kunden (Mio.) | 1,0 | 1,1 | 1,2 | 1,3 | 1,4 | 1,5 | 1,6 | 1,8 | 2,1 | 2,2 | 2,4 |
| Brutto-Warenkorb (in €) | 52,1 | 51,8 | 52,2 | 53,1 | 52,2 | 51,3 | 51,6 | 53,5 | 52,2 | 53,3 | 54,16 |
Die im Lagebericht genannten Geschäftszahlen wurden vergleichbar mit IFRS 16 Rechnungslegungstandards erstellt, deren Verabschiedung (EU-Endorsement) voraussichtlich Ende 2017 erfolgen wird. Hierdurch soll die Vergleichbarkeit zukünftiger Reportings mit den aktuellen Geschäftszahlen gewährleistet werden.
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| SHOP APOTHEKE EUROPE: EINE ERFOLGREICHE EUROPÄISCHE WACHSTUMSSTORY. | |
|---|---|
| GESCHÄFTSMODELL. | 8 |
| KONZERNSTRUKTUR UND UNTERNEHMENSFÜHRUNGSPRAKTIKEN. | 9 |
| UMSATZ- UND ERTRAGSLAGE KONZERN. | 11 |
|---|---|
| ENTWICKLUNG DER SEGMENTE. | 13 |
| VERMÖGENS- UND FINANZLAGE. | 14 |
| PROGNOSEBERICHT. | 15 |
| SEGMENTERGEBNISRECHNUNG. | 17 |
|---|---|
| GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG KONZERN. | 18 |
| KONZERNBILANZ. | 19 |
| KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG. | 20 |
| KONTAKT/FINANZKALENDER. | 21 |
SHOP APOTHEKE EUROPE ist die führende und am stärksten wachsende Online-Apotheke in Kontinentaleuropa mit einem Fokus auf OTC- und apothekenüblichen Beauty- und Personal-Care-Produkten. Mit der Akquisition von FARMALINE im September 2016 und der Übernahme der Europa Apotheek im November 2017 hat SHOP APOTHEKE EUROPE ihre europäische Marktführerschaft mit einem erweiterten Produktsortiment für die ganze Familie signifikant ausgebaut.
Das von den Gründern geführte Unternehmen liefert ein Sortiment von über 100.000 Originalprodukten schnell und zu attraktiven Preisen an zurzeit rund 2,4 Millionen Kunden. Das Angebot wird durch eine umfassende pharmazeutische Beratung ergänzt. Die moderne und zentrale Logistikinfrastruktur in Venlo erlaubt es SHOP APOTHEKE EUROPE, das Geschäftsvolumen deutlich auszuweiten und gleichzeitig von Skaleneffekten zu profitieren. Alle Prozesse in den Bereichen Technologie und Logistik sind durch Investitionen in Kapazitätserweiterung und Automatisierung bereits auf weiteres Wachstum ausgerichtet.
Kern der europäischen Wachstumsstrategie ist neben dem Wachstum in den etablierten Märkten die führende Position in allen relevanten kontinentaleuropäischen Märkten.
Die Steuerung des Geschäfts von SHOP APOTHEKE EUROPE erfolgt durch die in Venlo, Niederlande, ansässige Muttergesellschaft SHOP APOTHEKE EUROPE N.V.
Die interne Berichtsstruktur von SHOP AOPTHEKE EUROPE basiert auf einer geografischen Segmentierung. Aus dieser Betrachtung ergeben sich die Geschäftssegmente Germany, International und Germany Services. Die Kernsegmente Germany und International umfassen den Verkauf von Medikamenten, Arzneimitteln sowie apothekenüblichen Beauty- und Pflegeprodukten, während das Segment Germany Services Deutschland Webshop-Dienstleistungen zusammenfasst.
Wichtig für den Geschäftserfolg von SHOP APOTHEKE EUROPE sind das internationale Umsatzwachstum und die europäische Marktführerschaft. Zu den ergebnisorientierten finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Konzerns zählen Bruttomarge und Segment-EBITDA.
Das Management von SHOP APOTHEKE EUROPE nutzt daneben zusätzlich folgende operative Leistungsindikatoren zur Steuerung des Konzerns:
Die Gesamtzahl der Website-Besuche ist eine Kennzahl, die das Wachstum der SHOP APOTHEKE Gruppe wesentlich beeinflusst und deshalb im Fokus der Unternehmenssteuerung steht. Da immer mehr Kunden mobile Endgeräte zum Surfen im Internet nutzen, wird die Anzahl mobiler Website-Besuche gesondert erfasst. Diese Kennzahl dient zugleich der Erfolgskontrolle der mobilen Website-Angebote und Apps, die SHOP APOTHEKE EUROPE eigens für diese Zielgruppe stetig ausbaut und weiterentwickelt.
SHOP APOTHEKE EUROPE misst den geschäftlichen Erfolg an der Entwicklung der Kundenanzahl. Als aktiver Kunde wird jeder Kunde mit mindestens einer Bestellung innerhalb der vergangenen zwölf Monate (bezogen auf den Berichtszeitpunkt) betrachtet.
Die Anzahl der Bestellungen ist ein wichtiger Wachstumstreiber, der unabhängig vom Warenkorb ermittelt wird.
Neben der Anzahl der Bestellungen steht auch die durchschnittliche Größe des Warenkorbs im direkten Zusammenhang mit der Entwicklung des Konzernumsatzes.
Die Kennzahl zeigt, welcher Anteil der Bestellungen durch Bestandskunden getätigt wurde und ist ein wichtiger Indikator für die Kundenloyalität. Da die Marketingaufwendungen für Bestandskunden deutlich niedriger sind als für die Neukundenakquisition, wirkt sich dies direkt positiv auf den Segment EBITDA aus.
Ein wesentlicher Vorteil des Handels mit Arzneimitteln und Medikamenten liegt in der verschwindend geringen Rücklaufquote. Da Rücksendungen im E-Commerce einen erheblichen Kostenfaktor darstellen, besteht ein direkter Zusammenhang zum Unternehmenserfolg.
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Der Handel mit Arzneimitteln, Medikamenten sowie mit apothekenüblichen Beauty- und Pflegeprodukten ist zum Teil saisonalen Schwankungen unterworfen. Insbesondere im Bereich der Arzneimittel und Medikamente besteht ein erhöhter Bedarf im jeweils ersten und vierten Quartal eines Kalenderjahres.
SHOP APOTHEKE EUROPE ist in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017 erneut kräftig gewachsen. Der Konzernumsatz stieg um 53 % auf EUR 191,2 Mio. nach EUR 124,7 Mio. im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. In Folge der erfolgreichen Wachstumsinitiativen stieg die Anzahl aktiver Kunden deutlich von 1,6 Millionen zum Vorjahresstichtag um rund 50 % auf knapp 2,4 Millionen.
hohen Niveau der entsprechenden Vorjahresperiode (73 %). Der Umsatzzuwachs basiert im Wesentlichen auf einer Steigerung der Anzahl der Bestellungen gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode um 50 % auf 4,2 Mio. (2016: 2,8 Millionen) in Verbindung mit einer erneuten Erhöhung des durchschnittlichen Warenkorbs. Der Anteil von Bestandskundenaufträgen lag im dritten Quartal mit 76 % um 3 Prozentpunkte über dem bereits
Die Retourenquote betrug konstant 0,8 % und wurde begleitet durch eine erhebliche Steigerung der Webseitenbesuche (Site Visits). Der Anteil mobiler Webseitenbesuche erhöhte sich erneut auf zuletzt 53 % im dritten Quartal 2017 nach 44 % im Vorjahresquartal.
Auf Konzernebene steigerte SHOP APOTHEKE EUROPE das Bruttoergebnis im Berichtszeitraum überproportional zum Umsatz von EUR 25,6 Mio. in der Vorjahresperiode auf nun EUR 40,6 Mio. – ein Zuwachs um knapp 59 %. Im Zusammenhang mit dem nächsten Automatisierungsschritt führten Umstellungen im Wareneingangssystem dazu, dass im dritten Quartal zweitweise ein höheres Volumen über Großhändler bezogen wurde. Diese vorübergehend erforderliche Maßnahme sowie erhöhte Aufwendungen zur Neukundengewinnung beeinflussten das Ergebnis im dritten Quartal. Dennoch verbesserte sich die Bruttomarge auf Konzernebene im Neunmonatszeitraum um 0,7 Prozentpunkte auf 21,2 %. Diese positive Entwicklung resultiert aus einer Steigerung der Bruttomarge im Segment Germany um 0,3 Prozentpunkte auf 20,8 % und einer sehr signifikanten Erhöhung der Bruttomarge im Segment International um 4,8 Prozentpunkte auf 21,9 %.
Vertriebskosten (vor Abschreibungen) entwickelten sich innerhalb des Berichtszeitraums leicht überproportional zum Umsatz von EUR 26,9 Mio. auf EUR 43,6 Mio. Dies führt zu einer Erhöhung der Vertriebskostenquote von 21,6 % auf 22,8 %. Somit ergibt sich für die ersten neun Monate 2017 ein konsolidiertes Segment EBITDA in Höhe von EUR – 1,0 Mio. nach EUR – 0,2 Mio. im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
SHOP APOTHEKE EUROPE profitierte im Berichtszeitraum von Skalierungseffekten: Die Verwaltungskosten (vor Abschreibungen) betrugen in den ersten neun Monaten 2017 EUR 5,8 Mio. (Vorjahreszeitraum EUR 5,1 Mio.). Relativ zum Umsatz verringerten sich Verwaltungskosten auf 3,1 % (Vorjahreszeitraum 4,1 % bzw. 3,8 % bereinigt um einmalige Kosten des Börsengangs). Dies führt im Berichtszeitraum zu einem Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von EUR – 6,8 Mio. nach EUR – 4,8 Mio. im Vorjahr bzw. nach EUR – 4,3 Mio. bereinigt um Einmalaufwendungen. Nach Abschreibungen in Höhe von EUR 4,1 Mio. (Vorjahr EUR 2,3 Mio.) ergibt sich ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von EUR – 11,0 Mio. (Vorjahr: EUR – 7,1 Mio. bzw. EUR – 6,6 Mio. bereinigt).
Die positive Entwicklung des Konzernumsatzes sowie des Konzernbruttoergebnisses beruht vor allem auf dem Wachstum der operativen Kernsegmente Germany und International.
Im umsatzstärksten Segment Germany verzeichnet SHOP APOTHEKE EUROPE in den ersten neun Monaten 2017 ein profitables Wachstum um 31 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg auf EUR 137,5 Mio. im Vergleich zu EUR 105,1 Mio. im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig verbesserte sich das Bruttoergebnis von EUR 21,6 Mio. im Vorjahr um 32 % auf EUR 28,6 Mio. Entsprechend stieg die Bruttomarge im Berichtszeitraum um 0,3 Prozentpunkte auf 20,8 % im Vergleich zu 20,5 % in der Vorjahresperiode. Das Segment EBITDA betrug im Berichtszeitraum EUR 4,2 Mio. nach EUR 3,0 Mio. im Vorjahreszeitraum. Dies führt zu einer Verbesserung der Segment EBITDA-Marge um 0,2 Prozentpunkte von 2,8 % auf 3,0 %.
Durch einen deutlichen Anstieg der Bestellungen trug das Segment International wesentlich zur Steigerung des Konzernumsatzes bei: Mit EUR 53,0 Mio. hat SHOP APOTHEKE EUROPE den Segmentumsatz im Berichtszeitraum gegenüber der Vorjahresperiode mit EUR 18,4 Mio. nahezu verdreifacht (+ 188 %). Deutlich überproportional stieg das Bruttoergebnis, das im Berichtszeitraum mit EUR 11,6 Mio. um 270 % wuchs (Vorjahr: EUR 3,1 Mio.). Grund hierfür war eine signifikante Verbesserung der Bruttomarge: Sie erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 4,8 Prozentpunkte von 17,1 % auf 21,9 %.
Einhergehend mit der internationalen Expansionsstrategie verzeichnete das Segment ein erhebliches Neukundenwachstum. Der signifikant höhere Anteil von Bestellungen durch Neukunden – verbunden mit entsprechend höheren Akquisitionskosten – belastete das Ergebnis des Segments. Das Segment EBITDA betrug im Berichtszeitraum EUR – 5,3 Mio. im Vergleich zu EUR – 3,5 Mio. (bzw. EUR – 3,2 Mio. bereinigt) im Vorjahreszeitraum.
In den ersten neun Monaten 2017 lag der Bruttoumsatz im Segment Germany Services bei EUR 4,6 Mio. nach 3,0 Mio. im Vorjahreszeitraum. Hierin enthalten sind im Berichtszeitraum Umsatzerlöse für konzerninterne Leistungen in Höhe von EUR 4,0 Mio. (Vorjahr EUR 1,8 Mio.), die im Zuge der Konsolidierung eliminiert werden.
Das Bruttoergebnis lag in der Berichtsperiode bei EUR 4,3 Mio. gegenüber EUR 2,6 Mio. im Vorjahr.
Unter Berücksichtigung der konzerninternen Leistungen von EUR 4,0 Mio. verbleibt ein Bruttoergebnis für den Berichtszeitraum in Höhe von EUR 0,3 Mio. nach EUR 0,8 Mio. im entsprechenden Vorjahreszeitraum sowie ein Segment EBITDA in Höhe von EUR 0,1 Mio. nach EUR 0,7 Mio. im Vorjahr.
Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Bilanzstichtag um EUR 4,2 Mio. auf EUR 124,6 Mio. Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag knapp 65 %.
Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten und kurzfristigen Wertpapieranlagen verringerte sich innerhalb des Berichtszeitraums von EUR 58,5 Mio. per 31. Dezember 2016 um EUR 7,0 Mio. auf EUR 51,5 Mio.
Das effiziente Working Capital Management, aber auch stichtagsbezogene Effekte aus dem Abbau von Vorratsvermögen führten zu einem positiven operativen Cashflow in Höhe von EUR 3,7 Mio. (Vorjahreszeitraum EUR – 2,0 Mio.).
Ein Mittelabfluss in Höhe von EUR 10,8 Mio. resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in Automatisierung und Kapazitätserweiterung sowie in zum überwiegenden Teil selbstentwickelte Software. Darüber hinaus erfolgte eine Investition von netto EUR 1,1 Mio. in kurzfristig verfügbare Wertpapieranlagen zur Vermeidung von Negativzinsen. Somit ergibt sich ein Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von EUR – 11,9 Mio.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit umfasst Zinsaufwendungen in Höhe von EUR – 1,5 Mio., die im Zusammenhang mit den für SHOP APOTHEKE EUROPE tätigen Zahlungsdienstleistern stehen. Weitere EUR – 1,1 Mio. betreffen Zahlungsverpflichtungen aus der Akquisition von FARMALINE. Unter Berücksichtigung einer Einlage nahestehender Unternehmen in Höhe von EUR 2,7 Mio. ergibt sich insgesamt ein Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit EUR 0,2 Mio.
Vor dem Hintergrund der Konsolidierung der Europa Apotheek erwartet der Vorstand eine weitere Wachstumsbeschleunigung auf Konzernebene im vierten Quartal 2017. Vorbehaltlich der Durchführung der Transaktion beträgt die Prognose für das Umsatzwachstum der Unternehmensgruppe – wie bereits am 25. September 2017 gemeldet –, + 55 % bis + 65 % nach zuvor + 45 % bis + 55 %. Die Prognose für die konsolidierte EBITDA-Marge vor einmaligen Transaktionsaufwendungen beträgt weiterhin – 2,0 % bis – 3,0 %.
| Q3 2017 | GERMANY | INTERNATIONAL | GERMANY SERVICES |
ELIMINATIONS | CONSOLIDATED |
|---|---|---|---|---|---|
| EUR 1.000 | EUR 1.000 | EUR 1.000 | EUR 1.000 | EUR 1.000 | |
| Umsatz | 137.514 | 53.039 | 4.591 | – 3.979 | 191.165 |
| Herstellungskosten | – 108.914 | – 41.410 | – 248 | 0 | – 150.571 |
| Bruttoergebnis | 28.600 | 11.629 | 4.343 | – 3.979 | 40.594 |
| in % des Umsatzes | 20,8 % | 21,9 % | 94,6 % | 21,2 % | |
| Sonstige Erträge | 1.442 | 517 | 36 | 9 | 1.986 |
| Vertriebskosten (S&D) | – 25.857 | – 17.424 | – 4.268 | 3.979 | – 43.570 |
| Segment EBITDA | 4.185 | – 5.278 | 111 | – 9 | – 991 |
| Allg. Verwaltungskosten (AE) | – 5.842 | ||||
| EBITDA | – 6.833 | ||||
| Abschreibungen | – 4.134 | ||||
| EBIT | – 10.967 | ||||
| Zins u. ä. Erträge | 69 | ||||
| Zins u. ä. Aufwendungen | 1.452 | ||||
| Finanzergebnis | – 1.383 | ||||
| Ergebnis vor Steuern | – 12.350 |
| Q3 2017 | Q3 2016 | |
|---|---|---|
| EUR 1.000 | EUR 1.000 | |
| Umsatz | 191.165 | 124.688 |
| Herstellungskosten | – 150.571 | – 99.134 |
| Bruttoergebnis | 40.594 | 25.554 |
| Sonstige Erträge | 1.986 | 1.599 |
| Vertriebskosten (S&D) | – 47.084 | – 28.877 |
| allg. Verwaltungsaufwand | – 6.463 | – 5.397 |
| Operatives Ergebnis | – 10.967 | – 7.121 |
| Zins u. ä. Erträge | 69 | 1 |
| Zins u. ä. Aufwendungen | – 1.452 | – 1.912 |
| Finanzergebnis | – 1.382 | – 1.911 |
| Ergebnis vor Steuern | – 12.350 | – 9.033 |
| Steuern | – 237 | – 4 |
| Konzernergebnis | – 12.586 | – 9.029 |
KONZERNBILANZ.
| AKTIVA | 30 SEP 17 | 31 DEZ 16 |
|---|---|---|
| EUR 1.000 | EUR 1.000 | |
| Anlagevermögen | ||
| Sachanlagen | 7.569 | 2.613 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 23.916 | 22.169 |
| 31.484 | 24.782 | |
| Umlaufvermögen | ||
| Vorräte | 19.751 | 18.841 |
| Vorbestellte Waren | 5.283 | 6.823 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 12.284 | 9.449 |
| Sonstiges Umlaufvermögen | 4.276 | 3.130 |
| Sonstige Finanzanlagen | 21.071 | 20.012 |
| Liquide Mittel | 30.464 | 38.485 |
| 93.129 | 95.569 | |
| Aktiva Gesamt | 124.613 | 120.351 |
| PASSIVA | 30 SEP 17 | 31 DEZ 16 |
| EUR 1.000 | EUR 1.000 | |
| Eigenkapital und Rücklagen | ||
| Eigenkapital | 122.238 | 122.238 |
| Jahresüberschuss/Fehlbetrag | – 41.580 | – 28.993 |
| 80.658 | 93.245 | |
| Rückstellungen | 2.015 | 2.961 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber EHS | 3.000 | 3.000 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3.061 | 334 |
| 6.061 | 3.334 | |
|---|---|---|
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||
| Verbindlichkeiten ausLieferungen & Leistungen | 24.683 | 12.563 |
| Verbindlichkeiten gegenüber EHS | 3.213 | 404 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 7.984 | 7.844 |
| 35.879 | 20.811 | |
| Passiva Gesamt | 124.613 | 120.351 |
| 30 SEP 17 | 31 DEZ 16 | |
|---|---|---|
| EUR 1.000 | EUR 1.000 | |
| CASH FLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | ||
| Betriebsergebnis | – 10.967 | – 7.121 |
| Berichtigungen für: – Abschreibungen auf das Anlagevermögen |
4.134 | 2.283 |
| Betriebsergebnis bereinigt um Abschreibungen | – 6.833 | – 4.838 |
| Veränderungen im Working Capital: | ||
| – (Zu-)/Abnahme des Forderungsbestands und sonstiger kurzfristiger Verbindlichkeiten | – 5.152 | – 3.694 |
| – (Zu-)/Abnahme des Lagerbestands | – 910 | – 5.040 |
| – (Zu-)/Abnahme vorbestellter Waren | 1.540 | 2.239 |
| – Zu-/(Abnahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen und sonstiger Verbindlichkeiten |
10.673 | 10.479 |
| – Zu-/(Abnahme) der Verbindlichkeiten ggü. EHS | 2.809 | – 1.173 |
| Veränderungen im Working Capital | 10.309 | 2.811 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 3.476 | – 2.026 |
| Erhaltene Zinsen | 223 | 1 |
| Mittelzuflüsse (Mittelabflüsse)/aus laufender Geschäftstätigkeit | 3.699 | – 2.026 |
| CASH FLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT | ||
| Investitionen in Sachanlagen | – 6.503 | – 526 |
| Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände | – 4.334 | – 2.231 |
| Investitionen in Akquisitionsvorhaben | 0 | – 1.650 |
| Investitionen in sonstige Finanzanlagen | – 1.059 | 0 |
| Mittelzuflüsse (Mittelabflüsse) aus der Investitionstätigkeit | – 11.896 | – 4.407 |
| CASH FLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT | ||
| Zinsaufwand | – 1.452 | – 833 |
| Kapitalerhöhung | 0 | 10.008 |
| Erfolgsabhängige Kaufpreisnachzahlung Farmaline | – 1.100 | 0 |
| Einlage | 2.727 | 0 |
| Mittelzuflüsse (Mittelabflüsse) aus der Finanzierungstätigkeit | 175 | 9,175 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands | – 8.020 | 2.742 |
| Finanzmittelbestand zu Beginn des Geschäftsjahrs | 38.485 | 3.529 |
| Finanzmittelbestand zum Ende der Berichtsperiode | 30.464 | 6.271 |
Dr. Ulrich Wandel Telefon: +31 77 850 6117 E-Mail: [email protected]
15. November 2017 Commerzbank Conference, Warschau
7. – 8. Dezember 2017 Berenberg Pennyhill Conference, London
März 2018 Geschäftsbericht 2017
26. April 2018 Annual General Meeting
22. – 24. Mai 2018 Berenberg US Conference 2018, Tarrytown NY
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